hhe, / ℳ9.„ 70 22 3 ,359, Tif Ceunh do, AM9T5 2 ——— 3 72 228 324.*Ee eniee 772, d2 2 5 d. Hu‿klent e e i, e wihu X Sh Asn dibe Ee. a L San 4 geud. kuper 22 25 ve. Io ein. n iuM. Meu, 25 Shn 8 o prKe, Abs Kuu fe Kekl, 2 222 a, 1thhdbi73 aiaVn, ,.=A Ʒ☛. Univ.-hib,. Giessen — — — —— 1 l 4 Am der rnſſ Amerk N Vanli ſa 1 Die gerechte Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbaue, aus der verbeſſerten Mecklenburgiſchen Wirthſchafts⸗Verfaſſung abgeleitet, mit dem benachbarten Landbau verglichen, und auf andere Gegenden angewandt, auch durch dienli⸗ liche Kupfer und Tabellen in mehreres Licht geſetzet. Nebſt einem dreyfachen Anhang 1. Von den Vortheilen und der Anwendung der Mecklen⸗ burgiſchen Wirthſchaft. 2. Anmerkungen und Erlauterung gewiſſer Zweifel gegen die Mecklenburgiſche Wirthſchaft. 3. Vergleichung der Mecklenburgiſchen mit der Hollſteini⸗ g Piprrhſe 8 ſchen Wirthſchaft in der Maſch. V, 12 — N Gꝗ M ) 3 Qui habet prædium habere utramque debet diſciplinam,& agti⸗ culturæ,& pecoris pafcendi. Varro: Berlin, bey Joachim Pauli, 17744 .LSarISDeeed-Sed 5 A e ehee e 8 44 Anzeige: Wo Abweſenheit des Verfaſ⸗ ſers, ſind die am Ende ver⸗ zeichnete Druckfehler eingeſchlichen. Solten Liebhaber der Landwirthſchaft, Zweifel und Wiederlegungen in den oe⸗ conomiſchen periodiſchen Schriften, oder ſonſt oͤffentlich bekand zu machen belieben, ſo wird der Verfaſſer, um der Oecono⸗ miſchen Welt ferner zu dienen, auf glei⸗ che Weiſe Aufklaͤrungen, und, nach Be⸗ finden, Gegen⸗Wiederlegungen zu geben, nicht — 1 —— —.. G —— S 9 ———— ——— p. 812 3 5— 3 —— 85 8. 8————— 24 — 4 “ 8* — ———.,— —— ———— nicht ermangeln. Auch iſt er nicht ab⸗ geneigt, mehrere Stuͤcke der Mecklen⸗ burgiſchen Landwirthſchafts⸗Art, beſon⸗ ders von Bau⸗Sachen mit Kupfern, her⸗ aus zu geben, da er inzwiſchen die Auf⸗ nahme dieſes Wercks abwartet. Man weis, daß bey Landwirthſchaften auf wohl angelegte Gebaͤude vieles ankom⸗ me, und die Mecklenburgiſchen Verbeſ⸗ ihiedener E in, und er Juges, eine inie S dt als einen nnernn Gej Nun berl iten unter T int anen zu wund gar ker dregen eum d An u cram R böſen M NVv») A A —. 8 beſon⸗ EE ͤ X N 22— T 8 D G Hie Schriftſteller verfahren zu⸗ 8 weilen mit ihrer abzuhan⸗ 4 delnden Materie, wie die Kenner mit ſchoͤnen Bild⸗ ſaͤulen. Sie betrachten die⸗ 4 M ſelbe aus mehr als einerley Artickel Geſichtspuncten, in ver⸗ ſchiedener Entfern ng, von verſchiedenen Sei⸗ ten, und erhalten bey jeder neuen Stellung des Auges, einen neuen Umriß. Einige Stuͤcke der Wirthſchaftslehre ſind bis⸗ her aus einem zu nahen, andere aus einem zu entfernten Geſichtspuncte betrachtet. Man verlieret dabey entweder das Ganze mitten unter Bemerckung der Theile, oder man bekomt einen zu dunckeln Begrif von dem Gan⸗ zen, und gar keinen, wenn man es zergliedert. Der Gegenſtand, welchen ich vor mir habe, iſt von der Art. Begnuͤgten ſich die, welche ſich zu Lehrern der Landwirthſchaft aufwerffen, mit der bloſſen Vorſchrift; Beuſhen iehzucht und ——— —õ——— 2. Vorerinnerung. und Ackerbau, muß ein Verhaͤltniß ſtatt finden; n und ſoll die weitere Erklaͤrung dieſes Geſetzes aus ni der Art, wie man ſaͤet und pfluͤget, wie man ncei Vieh außzieht und gebraucht, fließen? So heißt d es wahrlich, auf der einen Seite ſich zu weit von dem zu erklärenden Gegenſtande entfernen; Auf her 3 der andern; Ihm zu nahe treten. zuch Mit leeren Worten hat man ſich dennoch nicht ſun durchgehends begnuͤgen wollen; In den Goͤttin⸗ 4 d giſchen Policey⸗Amts⸗Nachrichten finden ſich 5 Spuren einer genauen Pruͤfung des erwehnten ene Hume ſpricht von der Verhaͤltniß der Bewoh⸗ maan ner eines Staats zu dem Umfange des Landes, nagſm und es wird ihm leicht, davon gruͤndlich zu reden, b Nahuc obſchon die Unterſuchung ſchwer genug iſt, wie uh viel Menſchen ein Land unterhalten, und wie in, ferne ein Staat auf des andern Beytrag dazu, V 5 Rechnung machen kan: Warum ſolte man zwei⸗ fum d feln, die Verhaͤltniß der Viehzucht zum Acker⸗ au bau ausfuͤndig zu machen, da es ſich genauer be- 19. ſtimmen laͤſſet, wie viel Vieh ein Stuͤck Landes Vaut unterhaͤlt, und da man weniger auf gantze Staa⸗ dmn ten, als auf Landwirthſchaften ſehen darf. E Aus vorgearbeiteten Wercken konte ich freh: jin un lich keinen Troſt ſuchen. Das gedachte Stuͤck, num welches die Gaeingſſähen Policey⸗Amts⸗Nach⸗ ateen richten unter dieſer Ueberſchrift liefern, iſt unzu⸗ n reichend. ern r a Die gegebene Regel: Haltet ſo viel Vieh, wäſer able daß der Duͤng, den Acker alle vier Jahre rund de Aterh zuduͤngen, zureichet, iſt kurz; Aber ſie iſt mit tmn kout keinem Betracht auf den Unterſchied der Laͤnde⸗ nandſtaft reyen, Deß *F Goͤttingenſche Policey⸗Amts⸗Nachrichten vom Jahre 1755. 8 p. 22... finden; des aus ie man heißt eit von 3 Auf chnicht Voͤttin⸗ en ſich ehnten ewoh⸗ andes, reden, , wie nd wie dazu, nzwei⸗ Acker⸗ uer be⸗ Landes Staa⸗ ch fre: Stuͤck, Nach⸗ t unzu⸗ Vieh, re rund iſt mit Laͤnde⸗ reyen, 1755. Vorerinnerung. reyen, und auf das Weſentliche der Viehzucht abgefaſſet; Sie ſcheinet nach der Verfaſſung ei⸗ nes einzelnen Land⸗Gutes entworfen zu ſeyn. Die erſte Unterſuchung hiebey war natuͤrli⸗ cher weiſe dieſe; Iſt die Verhaͤltniß der Vieh⸗ zucht zum Ackerbau was wuͤrckliches? Es muß jedem leicht beifallen, daß es Zeiten gegeben, wo unmoͤglich der Landwirth ſich ba Hebumden hat, und daß es Laͤnder gibt, wo er binden kan. Von den erſtern Bewohnern der Erde an, bis auf unſere Zeiten, ſind unzaͤhlige Veraͤnde⸗ rungen in der Wirthſchaft vorgegangen, die wol insgeſammt keinen Bezug auf die Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau haben. So bald der Menſch ſeine erſte Wohnung in der Wuͤſte auf⸗ ſchlug, und ſich zum Wirthſchafter aufwarf, fand er wilde Thiere um und neben ſich, die er zu ſeinem Vortheile entweder verdraͤngte oder zahm machte. Die Abnahme der Wildniſſe bey Aus⸗ breitung des menſchlichen Sefchlechs Leſchah mit Verminderung des wilden Viehes; Die zahmen Thiere traten in ihren Platz, und wuchſen an. Auch dis hatte keinen Beſtand; Denn die Men⸗ ſchen nahmen groſſe Raͤume zu Staͤdten; Sie pflanzten ihre Weinberge, ihre Gaͤrten, und entzogen dieſe Laͤndereyen dem zahmen Vieh. Lehrte die Noth uns Waͤlder umzureiſſen, Berge ebnen, Suͤmpfe fruchtbar machen, Ge⸗ waͤſſer ableiten, ſo war dis der Zeitpunet, worinn der Ackerbau wohl vor jenen allen ſo betraͤchtlich ſeyn konte, daß er mit der Viehzucht in Ver⸗ wandſchaft und Gleichgewicht kam. Dieſe Betrachtung leitet aber auf nichts Gewiſſes. Der Mathemathiſche Begrif von der Verhaͤltniß erfordert mehr Genaigbait 2 nicht daran 5 * 3 ₰ 1 3 9 5 5 5 4 2 ———— ———· 4———— Vorerinnerung. So viel iſt wol einzuſehen, daß in der gan⸗ zen Welt auch unter obgedachten Umſtaͤnden nicht einerley Regel befolget werden koͤnne. Es waͤre alſo ſchon genug von einer gewiſſen Gegend ſagen zu koͤnnen; Hier iſt Verhaͤltniß zwiſchen Viehzucht und Ackerbau anzutreffen! Der Verkehr, welchen ich viele Jahre durch mit recht großen Landwirthen, und mit Wirth⸗ ſchafts⸗Sachen gehabt hatte, brachte mich auf den kuͤhnen Entſchluß, die Wirthſchafts⸗Ver⸗ faſſung eines gantzen Landes durchzudencken, worinn man ſeit vielen Jahren her, eben ſo ſehr auf den Landbau, als der Britte auf den Han⸗ del, nachſinnet. Ich wurde bald einen mercklichen Unterſchied zwiſchen kleinen und großen Wirthſchaften ge⸗ wahr; Dis war mir anſtoͤßig, und anfangs Stof zu Schwierigkeiten. Es kam aber nur darauf an, weiter zu gehen, und genau zu pruͤ⸗ fen, was es mit kleinen und großen Wirthſchaf⸗ ten fuͤr eine Bewandniß habe. Eine Menge Menſchen, welche von einem begrentzten Felde, kleine Theile bearbeitet, zei⸗ get ſo viel Veraͤnderliches in der Wirthſchafts⸗ Art, daß eben ſo wenig uͤbereinſtimmendes unter ihnen ſelbſt, als in deren Gegeneinanderhaltung mit groͤßern Wirtbſchaften ausfuͤndig zu machen iſt. Jeder einzelne Wirth ſtellet ſeinen Ackerbau nach Gutbefinden an, und da er ſeinen Haus⸗ halt groͤſtentheils daraus zu beſorgen hat, ſo ge⸗ ben ſeine eigene Kuͤche und Keller Vorſchriften, wie er mit jenen die Viehzucht verbindet. Wenn ſchon die aͤndereyen des kleinen Wirths ſo viel groͤßer ſind, daß er auch ei⸗ nigen Ueberfluß abſtehen kann; ſo iſt ſein Ma 8: ſehen ſben Famil der ein ten we nach verfah dem in Ganr deglic Pithſ die den Ga Hiſet n zuwem Nauur Kräft, Und dis hen die — — — — — weniger dar undieei fm aßm ln hn. un deng rich dahi Frunen dit die; irn W Die ſc netden, df das b ‚gan⸗ unden Es egend iſchen durch Virth⸗ auf Ver⸗ cken, ſehr Han⸗ ſchied n ge⸗ fangs nur pruͤ⸗ ſchaf einem , zei⸗ hafts⸗ unter ltung achen rbau Haus⸗ ſo ge⸗ iſten, leinen ch ei⸗ n Ab⸗ ſehen Vorerinnerung. ſehen hoͤchſtens nur darauf gerichtet, ſeiner Familie Arbeit zu verſchaffen, und da ſchlaͤgt je⸗ der einen beſondern Weg ein. Weit anders verhaͤlt es ſich mit den Dorfſchaf⸗ ten worinn alle einzelne Wirthe uͤbereinſtimmend, bnch einerley Vorſchrift und einerley Ordnung, verfahren. Daß die Laͤndereyen vielen, und je⸗ dem in geringer Maaſſe zugetheilet ſind macht im Ganzen keinen Unterſchied, und daher gehoͤren dergleichen Doͤrfer gewiſſermaſſen zu großen Wirthſchaften. Die Landwirthſchaft nimmt ihren Anfang mit dem Gartenbau. Der Gaͤrtner pflanzet und be⸗ gieſſet; Er fordert von kleinen Raͤumen doppelte, ja zuweilen noch mehr Erndten: Er zwingt die Natur des Bodens, mildert oder verſtaͤrckt ſeine Kraͤfte, nachdem es zu ſeinem Zwecke dienlich iſt; Und dis geſchicht durch Menſchen⸗Haͤnde. Rei⸗ chen dieſe nicht zu, alles zu bewircken, ſo aͤndert ſich der Nahme des Arbeiters, und mit ihm zu⸗ gleich das einfachſte Mittel, die Erde zu bauen. Der Gaͤrtner wird ein Landwirth im weitern Verſtande. Er ſpannet Vieh an, und fordert weniger doch jaͤhrliche Fruͤchte. Die Pflege des Landes wird dabey vermindert, und die eigenen Kraͤfte deſſelben werden ſo angegrif⸗ fen, daß man ihnen mit der Kunſt nur eben nachhel⸗ fen kan. Es gehet dennoch ſo weit eh⸗ daß man den ganzen Raum durch fruchtbare Zuſaͤtze, nicht dahin verbeſſern koͤnnte, Jahr hinter Jahr Fruͤchte zu bringen. Ueberſteigt aber ſolche Ar⸗ beit die Maaſſe, ſo nimt die groſſe Wirthſchaft ihren Anfang. Die Laͤndereyen koͤnnen nicht alle umgebracht werden, und man iſt doch darauf bedacht, ſie auf das beſte zu nutzen. Derowegen vermehret 14 23 man ——ſſ ———— 8—,,— ——y—³,— ——— — — —õÿÿ— — — — — 4. ——————.— Vorerinnerung. man das Vieh; Dort war nur Vieh noͤtig, den Acker damit umzuarbeiten; Hier haͤlt man es zu⸗ gleich, den Acker zu nuͤtzen, welcher nicht genug verpfleget werden kan. Wenn ja bey jener Weide Vieh gefunden wird, ſo iſt es doch bey die⸗ ſer was betraͤchtlicheres; Bey jener iſt der Gar⸗ tenbau eines der vornehmſten Stuͤcke; Hier iſt er ein nothwendiges Nebending. Dort bringt die Arbeit von Menſchen⸗Haͤnden, in Vergleichung mit dieſer, mehr ein. Hier ſind große Fluren, und dabey wenig Menſchen. Das Zugvieh iſt nach der Verhaͤltniß des zu bearbeitenden Ackers in geringerer Zahl vorhanden, als bey kleinen Wirthſchaften. Es bleibt der Wirthſchaft alleine gewidmet, der kleine Wirth braucht es aber auch auſſer derſelben⸗— lauter Unterſchiede die fuͤhl⸗ bar genug ſind. Der Arbeiter der kleinen Wirthſchaften iſt meiſtens der Wirth ſelbſt. Er fordert von al⸗ lem, was traͤgt, jaͤhrlichen Tribut, und ſuchet dazu die eintraͤglichſten Fruͤchte hervor. Er waͤhlet die beſte Zeit zum Arbeiten, zum Saͤen, zum Erndten, denn er hat Muſſe dazu. Er verliehret in den Fruͤchten nicht das min⸗ deſte, ſollte er auch das Korn, um nichts zu ver⸗ ſchuͤtten, mit Sicheln abſchneiden. Er ziehet doppelten Nutzen von den Fruͤchten, indem er ſie in ſeinem Haushalte auf mehr als einerley Art verarbeitet, oder wegfuttert: Und daher flieſſen ihm große Einkuͤnfte von ſeinen Laͤndereyen, in Vergleichung mit dem Ertrage großer Wirth⸗ ſchaften zu. Wollte der große Wirth alles bearbeiten, ſo mangelte es ihm an Menſchen oder Vieh; Haͤtte er beides, ſo fehlten dem Acker die Kraͤfte. Der Brunnen, ſo viel Quellen er auch haben mag, ten zare Vith. Er ne ken, ſo gerith neler Al Viſha ſtimte der mi witd a ſt. A a Mi — D So der Eiſirig lchen R erftect lußen vürdezu Pitthe i.d Uebe g, den es zu⸗ genug jener dey die⸗ et Gar⸗ er iſt er ingt die eichung a ieeh iſt Ackers kleinen alleine er auch e fuͤhl⸗ ten iſt don al⸗ ſuchet , zum dazu. s min⸗ zu ver⸗ ziehet ner ſie ey Art flieſſen n, in Wirth⸗ en, ſo Haͤtte haben mag, Vorerinnerung. mag, laͤßt ſich erſchoͤpfen, wenn man mehr Waß ſer wegnimt, als die Quellen zubringen. Die natuͤrliche Fruchtbarkeit des Ackers, haͤlt nur gewiſſe Jahre durch, ſtich. Endlich muß man aufhoͤren, ihn zu bauen, oder man muß ihn mit dem Gaͤrtner in die Wette verpflegen. Dieſes kann der große Wirth nicht; Jenes geſchicht aber zum Beſten der Vieh⸗Zucht, und zur Erleichterung des Ackerbaues. Damit iſt aber ein Theil des Ackers, gegen den Abnutz, auf welchen bey kleinen Wirthſchaf⸗ ten zu rechnen, halb unbrauchbar. Es bleibet dennoch genug uͤbrig. Der Wirth hat noch von allen Seiten was zu ſchaffen. Er kann die Witterung nicht nach Gefallen waͤh⸗ len, ſondern arbeitet beſtaͤndig, und darum miß⸗ geraͤth vieles; Die Arbeit wird ihm oft zur Laſt, weil er ſie nicht zur rechten Zeit betreiben kann. Alle Fruͤchte die er bauet, muͤſſen von der Beſchaffenheit ſeyn, daß ſie ſich zu gewiſſen be— ſtimmten Zeiten ſaͤen und erndten laſſen, daß ſie der muͤhſamſten Pflege nicht beduͤrfen. Da wird abermals gegen kleine Wirthe eingebuͤß⸗ ſet. Wild und Voͤgel laſſen ſich von großen, bis auf Meilen langen Feldern, nicht verſcheuchen; — Das Zug⸗Vieh iſt koſtbar zu unterhalten; Bey der Erndte gehet wegen der nothwendigen Eilfertigkeit vieles verlohren, und wegen der unpaß⸗ lichen Witterung verdirbt nicht wenig. Soweit erſtreckt ſich der Unterſchied zwiſchen kleinen und großen Wirthſchaften. Der Vortheil bey jenen wuͤrde zu uͤberwiegend ſeyn, wenn nicht der große Wirth einen beſondern Hinterhalt haͤtte. Dieſer iſt-— Ordnung. Ueberall findet man bey großen Landguͤtern ei⸗ A 4 ne Vorerinnerung. ne Negelmaßigteit, und wenn irgendwo ein ai ſit Verhaͤltniß in Land Wirthſchafts⸗Sachen anzu⸗ rerckn treffen ſeyn ſolte, ſo war dieſe mein Vorwurf. einen I 3. oöhrner Ich konnte aber nicht weiter gehen, als mich 3 die Kenntniß der Mecklenburgiſchen und benach⸗ ahmen, barten Hollſteiniſchen Wirtbſchaft leitete. ihn. Die Uebereinſtimmung in der Mecklenburgi⸗ 8 ſchen großen Wirthſchafts⸗Verfaſſung, kam mir fit u dabey zu ſtatten. herer Setzte man noch zu unſern Zeiten verdienten ſiinl Maͤnnern Ehrenſaͤulen, ſo wuͤrde ein Mann am uochſthe wenigſten zu vergeſſen ſeyn, welcher die Mecklen⸗ litibet burgiſche Landwirthſchaft zu der jetzigen Geſtalt i verholfen hat. Wer Nu Von der Luͤhe, Ober⸗Land⸗Droſt, und ühn E Erbgeſeſſener in Mecklenburg, war der erſte, dritne Peige die Kuͤhnheit hatte den aͤlteſten Wirth⸗ Brfül ſchafts⸗Geſetzen zu trotzen. ie Ne Er wich von deren vergoͤtterten Gebraͤuchen, lug und richtete weniger auf Verhaͤngniſſe als auf„ Neuerungen der Landwirthſchaft ſeine Aufmerck du ſamkeit. toch n Bey den Mißhelligkeiten, welche in dieſem V Pahrlmndert zwiſchen dem regierenden Landes⸗ em erren und der Mecklenburgiſchen Ritterſchaft zma obhanden waren, waͤhlte der Land⸗Droſt von ſſun der uͤhe zu Zeiten, wenn er ſich auf ſeinen lau Guͤthern nicht ſicher achtete, das benachbarte ſ Hollftein zu ſeinem Aufenthalt. V iif Die dortige Art und Weiſe, den Acker tuſt bisweilen ruhen, und darauf wieder tragen zu nd laſſen, war ihm neu, und von ſolcher Erheb⸗ u lichkeit, daß er ſich entſchloß, ſolche nebſt der dan Hollſteinſchen Art, die Viehzucht zu behandeln, lſ ads ſe auf genge Vorerinnerung. 9 do ein auf ſeinen Guͤtern einzufuͤhren. Das Hanb⸗ anzu⸗ wercksmaͤßige dabey durchzutreiben, ſetzte er uf. einen Aufſeer auf ſeine Guͤter, welcher ein ge⸗ bohrner und erzogener Hollſteiniſcher Wirth rui war.*Von der Luͤhe wolte aber nicht nur nach⸗ ahmen, ſondern Original werden, und es gluͤckte butii ihm. ebargi Er merckte den Mangel einer ſo fetten, und un mi fuͤr das Vieh gedeihlichen Weide, als Hollſtein hervor Kehager, und erſetzte ihn durch den verbeſ⸗ dienten ſerten Ackerbau, den man, wie verlauten will, nnam noch jetzo in einigen Gegenden Hollſteins obenhin ecklenn betreibet. 4 Geſtalt Sein Verfahren machte Anfangs im Lande zwar Aufſehen, aber bald darauf durch den gluͤck⸗ , und lichen Erfolg ſolchen Eindruck, daß die, welche erſte, daruͤber vorhin gelachet hatten, nunmehro ſeinem Wirtz; Beyſpiele folgeten. So wurde nach und nach die Mecklenburgiſche Landwirthſchafts⸗Verfaſ⸗ ſung, eine Copey von den Land⸗Guͤtern Pantzow uchen, und Mulſow. len Denen großen Wirthen, welche nachher noch mehrere Verbeſſerungen zu machen, auch A 5 hie dite*Gemuͤßigte und gruͤndliche, ex actis gezogene, und mit noͤti⸗ rſchaft gen documentis bewaͤhrte Juformation, worin auf Veran⸗ ſt von laſſung einer, von des regierenden Herrn Herzogs zu Meck⸗ lenburg, Carl Leopold, Hochfuͤrſtl. Ourchl. ſub dato Dan⸗ ſeinen zig d. 3. Jun. 1725. an Sr. Roͤmiſch Kayſerl. Majeſt. ab⸗ hbarte gelaſſenen Vorſtellung, und ſolchemnaͤchſt unterm 22. Jun. 1730. an Ihro Koͤnigl. Majeſt. von Großbritannien in la⸗ Acker teiniſcher Sprache ergangenen Miſlive, wie nicht weniger ei⸗ en zu nes ſub dato, Schwerin d. 5. Jul. 1730. an verſchiedenen 3 3 Chur⸗ und Fuͤrſten des Reiches abgeſandten Cireularſchrei⸗ Erheb⸗ bens, ſamt des Ober⸗Land⸗Droſten von der Luͤhe ꝛc. gegen ſt der hoͤchſtgedachter Sr. Hochfuͤrſtl. Durchl. gefuͤhrte Conduite, ndeln, als ſeiner formirten Schadensrechnung ꝛc. der Welt vor Au⸗ auf gen gelegt wird. Fol. anno 1733. Beylagen pag. 34. Vorerinnerung. 53 und da von den Luͤhiſchen principiis abzuge⸗ mff en, noͤtig gefunden, iſt hiemit von ihrem ver⸗ lfen⸗ dienten Ruhme nichts genommen. 38 In Hollſtein fraͤgt man vergeblich nach dem So ger Urheber des Gebrauchs, mit umwechſelnder Wey⸗ i wiſt de und Saatlaͤndern. gemein Die alteſten Wirthe wiſſen nicht anders, als adet daß ihre Groß⸗Eltern es ſchon ſo gehalten haben. dfei Bald ſollte ich mich verleiten laſſen, die Spuren der bi davon in den Zeiten Taciti nachzuſuchen. We⸗ iſ ufu nigſtens iſt mir die Stelle dieſes Geſchichtsſchrei⸗ unerre bers merckwuͤrdig geworden, ſeitdem ich ſie mit du de wirthſchaftlichen Augen angeſehen; Daer in dem hn iin Buche von den Sitten der Deutſchen ſpricht: wite. Arva per annos mutant,& ſupereſt ager. 3 N Sari Ich will nicht behaupten, daß unſere Art, den pe⸗ Acker hr Kauche ſbanelan ein Reſt des Moſai⸗ d ſchen Geſetzes ſey: Der Iſraelitiſche Gebrauch, ſthn; die Felder alle ſieben Jahre ruhen zu laſſen(ein i on Beweis, daß Natur und Geſetz auch in dieſeem— Stuͤcke, zum wahren Beſten des Menſchen, ei: f nerley gefordert haben) zeigt jedennoch immer et⸗ ſeen ins was aͤhnliches mit dem heutigen. Doch, es wuͤr⸗ in dan de nichts damit gewonnen ſeyn, wenn auch der Wirkun Urſprung dieſer Erfindung aus uhralten Kunden lt, wahrſcheinlich gemacht werden koͤnte. Sie hat un we jetzo die erſte Geſtalt nicht mehr. Selbſt nach Dmn dem Land⸗Droſten von der Luͤhe ſind Mecklen⸗ ſad in burgiſche Wirthe aufgetreten, die es ihm noch zu⸗ ſim. vor gethan haben, und die zwar ſeinen Grundſaͤt: ſiveͤr zen, aber in einem neuern Plane, gefolget ſind. de witj Das Publicum wurde erſt aufmerckſam auf ii th die Mecklenburgiſche Wirthſchaft, da eine kurtze ſa Nachricht davon in den Leipziger Sammlungen Beh T. 5. P. 427. ans Licht trat. An Splitter⸗Rich⸗ i da tern b tsſchrei⸗ ſie mit in dem ht: ager. lort, den Moſai⸗ brauch, ſen(ein dieſem hen, ei⸗ nmer et⸗ es wuͤr⸗ nuch der Kunden Sie hat bſt nach Necklen⸗ noch zu⸗ rundſaͤt⸗ et ſind. ſam auf i kurtze nlungen r⸗Rich⸗ tetn Vorerinnerung. tern ſehlte es nicht lange. Man verwarf, ver⸗ beſſerte, lobte und tadelte die Mecklenburgiſchen Wirthe, ohne alle Barmhertzigkeit, da doch ſehr wenige eine deutliche Kenntniß davon Patien⸗ So gar wolte man in einem gewiſſen Wochenbla⸗ de wiſſen, daß in Mecklenburg keine Seele den gemeinen Handgriff, die Wieſen zu bewaͤſſern, oder zu beſtauen kennete. Ungerne wolte ich, daß dieſe Meinung durchmeine Kuͤrtze, in Betreff der Wieſen, unterſtuͤtzet wuͤrde. Dieſe Materie iſt zu fruchtbar, und haͤngt mit einer andern ſo unzertrennlich zuſammen, daß ich mich nimmer dem Vorwurfe einer Ausſchweifung haͤtte entzie⸗ hen koͤnnen, wann ſie hier abgehandelt worden waͤre. Mein Plan iſt alleine auf die Wirthſchaft mit Saat⸗Laͤndern gerichtet, und ich beruͤhre alle an⸗ dere Arten von Laͤndereyen nur in ſo weit, als ſie mit dieſer, und mit der Viehzucht in Verbindung ſtehen; Nicht aber wie ſie an und vor ſich behan⸗ delt werden muͤffen. Gegen die Land⸗Wirthe habe ich mich deswe⸗ gen insbeſondere zu entſchuldigen, daß ich biswei⸗ len da nach Urſachen frage, wo ſie mehr auf die Wirckung ſehen. Rechnet man mir es zu einem Fehler, ſo iſt er doch von der Art deren, die man vernuͤnftig denckenden leicht verzeihet. Darum entbloͤde ich mich auch nicht, Schluͤſſe aus einzelnen Begebenheiten der Natur zu ziehen. Es ſoll mir lieb ſeyn, wenn jemand entweder noͤch mehr ſolche Faͤlle ausmachet, die mit jenem uͤbereinſtimmen, oder auch meh⸗ rere gegenſeitige Schluß⸗Folgen zur Wiederle⸗ gung ſammlet. Bey der Naturkunde ginge man gerne mit den Sinnen weiter. Es waͤre fuͤrtreflich in 11 ——————— Vorerinnerung. iin der Werckſtatt der Natur, den Stoff der Pflantzen ſamlen, zuſammen fuͤgen, und deſſen Raͤderwerck in Bewegung ſetzen zu ſehen. Was ſich etwan wieder ausgemachte und durch Erfarung beſtaͤtigte Saͤtze, in dieſem Aufſatz eingeſchlichen haben moͤgte, darinn unterwerfe ich mich gerne dem gruͤndlichen Urteile Mecklenburgiſcher Wirthe, und deren Belehrung. Daß ich Mecklenburgiſche Wirth⸗ ſchafts⸗Lehren mit Stellen aus den Scriptori- bus de re ruſtica begleitet, iſt theils deren Richtigkeit zu beweiſen, theils aus der Abſicht geſchehen, einige alte Italieniſche Gebraͤuche mit den heutigen gegen einander zu halten, und einem Vorwurfe zu begegnen, welcher de⸗ nen leicht entwiſchen koͤnnte, die von der Meck⸗ lenburgiſchen Wirthſchafts⸗Verfaſſung nicht die geringſte Kenntniß haben, und die Quelle eini⸗ ger Regeln anderswo ſuchen moͤgten, als in den wuͤrcklichen Gebraͤuchen Mecklenburgiſcher Wirthe. Die Sache verliehret darum an ih⸗ rem Werthe nichts, obſchon der herrſchenden Neigung zu dem Neuen, damit nicht geſchmei⸗ chelt iſt, indem ich beweiſe, daß vor beina⸗ he zwey tauſend Jahren, Wirthe, die in der Naturkunde noch keinen Büffon, Boerhav, Nollet, und Linnæum, zu Lehrer hatten, ruͤndlicher dachten, als viele heutige Wirthe hreiben Ich konnte mich nicht uͤberwinden, die nie⸗ derteutſchen Kunſtwoͤrter, zu uͤberſetzen; Es ſcheinet mir laͤcherlich, ſtatt Streckfahre, Streich⸗ furche zu ſagen. Der Mecklenburgiſche Wirth erraͤth kaum, was damit geſagt ſeyn ſoll, und der Ober⸗Sachſe verſtehet keines von beyden Woͤrtern unerklaͤhret. Die Nieder⸗Sachſen ſind ſo beſchei⸗ den, und vertauſchen ihre gantze Mutterſprache ge⸗ gen die brit 9 iige wenn iigeſtrene lgerallen tethoſtr Be j her daſt Perluſt gehaltent ten Sch and dos; andecket: —— — = —2 —2 — in gedd lnnoer arten an daG ſ Gnzag tof der deſſen ſehen. hte und dieſem darinn ndlichen id deren Witth⸗ riptori. deren als in argiſcher an ih⸗ ſchenden eſchmei⸗ beina⸗ in der erhav, hatten, Wirthe die nie⸗ n; Es Itreich⸗ Wirth und der Voͤrtern beſchei⸗ tache ge⸗ gen Vorerinnerung. den die Hochteutſche. Dieſer wird ja wol keine ewalt geſchehen, wenn ſie aus Erkenntlichkeit ei⸗ nige wenige Kunſtwoͤrter aufnehmen ſoll. Durch eine ſtrenge Ordnung im Vortrage, ſpielt man dem keſer allemahl die Gelegenbeit aus den Haͤnden, un⸗ verhoft nachdruͤckliche Wahrheiten anzutreffen. Bey Abhandlung dieſer Materie, waͤre ſie wiileden verſteckt worden, wenn ich nicht von je her dafuͤr gehalten, daß der Leſer gegen jenen Verluſt durch die Aufrichtigkeit wieder ſchadlos gehalten wird, mit welcher ihm in einer ordentli⸗ chen Schrift der gantze Plan vor Augen lieget, und das Vollſtaͤndige mit dem Unvo lſtaͤndigen entdecket iſt. Zur Erlaͤuterung der Kupfer⸗ 3 platten. 1 T I. II. und III. ſind drey wuͤrckliche Felder, welche aus den davon formirten Carten ins Klei⸗ ne gebracht worden. Man hat mit gutem Vor⸗ bedacht den Maasſtab weggelaſſen. Auf Tab. I. liegt der Hof in der Mitte des Feldes. Der Hof⸗Platz und die darauf befind⸗ lichen Wirthſchafts⸗Gebaͤude fallen von ſelbſt in die Augen. Jener iſt weiß geblieben, und die⸗ ſe bezeichnen die darinn liegenden ſchwartzen ob⸗ longa. Das groſſe Gewaͤſſer zur rechten unterhalb an dem Felde, iſt eine ſtehende See, woran das benachbarte Dorfmitzween Gebaͤuden und einem Garten angedeutet worden. Das Gebuͤſch an dieſer See, ſtehet in einem faſt unzugaͤnglichen Bruche; Der Grund dieſes Bruches 8 06 8 Bruches iſt torfig, und waͤchſet an einigen Or⸗ uſas ten weiter in die See hinein. Am Rande die⸗ ſu 3 ſes Bruches, iſt Wieſen⸗Grund, welchen der hel⸗ Diei le Streif rund um denſelben bedeutet, die Wieſen Kenden und den Bruch umgibtein Graben, worauf le⸗ wieſn bendige Hecken und Wenden ſtehen. ſe ſo R Die beyden großen Gruͤnde lincker Hand, un⸗ läng terhalb dem Hofe und rechter Hand, oberhalb Man, deſſelben ſind Torfmoͤher. dieſen F An dem letztern befinden ſich, jedoch um den n, har darinn liegenden kleinen Teiche, ſchmale Striche, ſanmlen, welche einen guten Raſen haben, und zu Wieſen Cnas 33 genutzet werden koͤnnen. bn Der Bach, welcher ſich von V. bis hinterder alilc Koppel C. erſtrecket, küich die an heaerder düſt de kleine ſtehende See; Und der Bach zur andern 4. tr Seite, ergießt ſich aus dieſer kleinen See wie⸗(ülnd derum in die große. ben An den Ufern dieſer Baͤche liegen Wieſen und n dud Bruͤche, welche der Ueberſchwemmung oft aus: deſ geſetzet ſind; woran aber mehr eine dieſem Ge⸗ bhel de waͤſſer nabe liegende Muͤhle, als die Lage der ern Thei Gruͤnde ſelbſt, Schuld iſt. ſten. Die kleinen Gruͤndchen, welche in dem Fel: Toll de zerſtreuet liegen, ſind Wieſen. Das Feld iſt i der durchgehends ſtrenge oder thonigt, und hat uͤber⸗ ſtchm all ſolche Lage, daß das Waſſer leicht abfließet. 6 Tab. II. Enthaͤlt ein Dorf⸗und ein Hofe⸗Feld. 8 Der Hof liegt lincker Hand bey B. und A. Das hann Dorf zwiſchen VI. und p. Alles was unterhalb den mit Weyden beſetz⸗ ten Graͤben und dem Dorfe liegt, gehoͤret zum Dorfe ——˖‿ — — — — ——õ—— —-— gen Or⸗ de die⸗ der hel⸗ Wieſen rauf le⸗ d, un⸗ berhalb um den ötriche, Wieſen nter der raͤnzen⸗ andern ee wie⸗ ſen und oft aus⸗ em Ge⸗ age der em Fel⸗ Feldiſt ut uͤber⸗ ließet. e⸗Feld. Das beſeh⸗ eet zum Dorfe . 100. Dorfe. Das liniirte aber gehoret insgeſamt zum Hofe. Die in dem Hof⸗-Felde umher liegenden mit Wenden und lebendigen Hecken bepflantzten Wieſen ſind groͤſtentheils von der Natur, daß ſie ſo gut unter den Pflug genommen werden koͤnnten als ſie zur Heuwerbung dienen. Man zwingt aber das Waſſer, welches zu dieſen Flaͤchen von den umher liegenden Anhoͤ⸗ hen, herablaͤuft, ſich im Fruͤh⸗Jahre darinn zu ſammlen, den Grund durchzuweichen, das Gras in Wuchs zu bringen, kurtz, da Wieſen zu machen, wo eigentlich keine waͤren, wenn man dem Waſſer ſeinen Lauf lieſſe, und zum Theilſelbiges ſortſchafſete. Die arabiſchen Ziffern zeigen die ſchlechten Stellen des Feldes an. Der Acker iſt in der Gegend ſandig; Weshalb auch ein kleiner Tan⸗ nen Kamp darinn angeleget worden. Dieſer lieget zwiſchen 6. und 7. Der uͤbrige Theil des Feldes iſt guten Theils ſtrenge, an⸗ dern Theils zwiſchen Mittel und ſtarcken Boden zu ſetzen. 1* Tab. III. iſt ein Plan von einem Hof⸗Felde, worinn der Acker ungemein abwechſelt, und ſchlechter und guter Boden durch einander liegt. In der Gegend der roͤmiſchen Ziefer III. hat es Kuͤnſte gekoſtet, um das Waſſer ſo weit wegzubringen, daß die darinn liegenden kleinen Wieſen nur nachgeblieben ſind, und das uͤbrige zu Acker tauglich geworden iſt. Dieſe Gegend iſt kalt. Bey 16 ——————— ..)0o(8⸗ Bey VlI. und V. iſt das Erdreich zum Tbeil hoch, zum Theil niedrig. 1. 2. bis 9. beſtehet aus Sand. Die drey hinter einander liegenden Wieſen bey 9. ſind mit lebendigen Hecken umgeben. Der Grund iſt nicht ſonderlich, aber doch in der Hinſicht viel werth, weil uͤberall bey die⸗ ſem Hofe wenig Wieſen vorhanden ſind, da bey andern Wirthſchaften, wo die Heuwinnung nicht ſo behende ausfaͤllt, dergleichen geringe und ſchlechte Plaͤtze zur Weyde liegen bleiben wuͤrden. Hinter 3. liegt ein kleiner Tannen Kamp, welcher mit der ſchmalen Wieſe in eine Be⸗ friedigung gezogen worden. Das Gewaͤſſer laͤngſt dieſem Felde, iſt ei⸗ ne ſtehende See. Innhalt. Augemeine Betrachtungen uͤber die Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. Iſter Abſchnitt. Von dem Unterſchiede des Bo⸗ dens und ſeinen Kennzeichen. ater Abſchnitt. b Von der Fruchtbarkeit desAe er .)Oo( kers uͤberhaupt, insbeſondere, wie ferne die Ruhe deſſelben was zur Fruchtbarkeit beytragen koͤnne. zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ac⸗ kers. 4ker Abſchnitt. Von der Ordnung der Saaten. 5ter Abſchnitt. Von den vorlaͤufigen Anſtalten jur Einrichtung eines Land⸗Gu⸗ es. Ster Abſchnitt. Von den Koppeln uͤberhaupt; mbeſondere von den Neben⸗Kop⸗ peln. 7ter Abſchnitt. Von dem Umlauffe oder der Rulirung der Schlaͤge. b Ster Abſchnitt. „Von den Bequemlichkeiten der B oter Ab⸗ —————————.,— 18 Alllgemeine Betrachtungen uͤber die 8 9ter Abſchnitt.. V hin Von der Anzahl der Schlaͤge. an 1Oter Abſchnitt. fin Von der Einrichtung der Bauer⸗ dom Doͤrfer, welche gewiſſermaſſen zu und groſſen Wirthſchaften mit zu rech⸗ 34⸗ nen ſind. ben Aknhang. unsg ., 395 85 85205:05 9795:95205 95 85 59 395 385525:95 05:9265:93:0: ,85 58 Allgemeine Betrachtungen uͤber„ die Verhaͤltniß der Viehzucht zum agm Ackerbau. ſig un 6 6ich — 65 1. Gorge fir ſinmu nndderde —. ls dem Menſchen die Sorge fuͤr ſeinen Un⸗ ifa, Dieknd A terhalt allein uͤberlaſſen wurde, leitete et ſchaft bändig ihn die Vernunft dahin, daß er ſolche andes haupt be⸗chen ſuchte, die mit wenig Muͤhe verknuͤpfet V uh inte den aͤlteſtenjetzo bey uns ihren Werth haben, war leicht bevn⸗ Am Zeiten. zukommen. Vielleicht verlohr der Menſch zu fruͤ⸗ um,d 3 nicht rihm in der Vieh⸗ſaͤttigend genug, oder die dem Menſchen ange: ii zucht und bohrhe Neugierde trieb ihn, daß er ſich hiemit prihi de Acker⸗ni t begnuͤgte, ſondern ſeinen Unterhalt auch von dje auss. den Thieren zu nehmen, den Anfang machte. öcnei Das Schaaf war dem Baue ſeines Koͤrpers nach, din weder geſchwinde genug, noch mit hinlaͤnglichen Waffen ausgeruͤſtet, ſich dieſer Dienſtbarkeit zu luen 5 ent: ſäͤge auer⸗ ſen 1 lech⸗ 859 8, e uͤber zum nen Un⸗ leitete er ſolche zu ma⸗ knuͤpfet welche die noch cht ber⸗ zu fruͦ⸗ zm nicht m ange⸗ hiemit uch von machte. rs nach, gglichen arkeit zu ent. Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerban, 19 entziehen, und die aͤlteſte Geſchichte nennet uns daher auch eher Schaͤfer, als Hirten anderer Heerden. Die Bemuͤhungen, welchen ſich der Men hiebey aei hidſſen Aaerchen ſ Videnſch Ob nun gleich die damahlige Verfaſſung derſelben kaum den Schatten von der heutigen haben mog⸗ te, ſo beſtaͤtiget dieſes doch, daß eine gewiſſe Behandlung des Erdreiches zu Hervor⸗ bringung der Pflantzen, oder der Acker⸗ bau, mit der Viehzucht, die alleraͤlteſten Nah⸗ rungs⸗Geſchaͤfte des menſchlichen Geſchlechts ge⸗ weſen. §. 2. Die Jagd wurde ſpaͤter eine Beſchaͤftigung a) Beſchaf⸗ des Menſchen, denn ſie war muͤhſam und ihr Er⸗fenheit der folg ungewiß. Jagd. Sich aber dem truͤglichen Ausſchlage eines er⸗ muͤdenden Geſchaͤftes nicht beſtaͤndig ausſetzen zu duͤrfen, fing man lebendige Thiere, ſie zu zaͤhmen und dienſtbar zu machen. Auf die Art erweiterte man die Viehzucht! Rind und Roſſe wurden erſt gebaͤndiget, ehe ſie dem Landrelhe eintraͤglich und unterthan ſeyn konten. §. 3. Betrachtet man den Menſchen ohne den 3) Erwei⸗ Zwang, der ihn jetzo an gewiſſe Geſchaͤfte bindet, ierung des der ihm in dieſen Geſchaͤften Regeln vorſchreibet, Acker⸗ und dieſe Regeln nach der jetzigen Verfaſſung der baues. menſchlichen Geſellſchaft abmiſſet, ſo iſt es glaub⸗ lich, daß er ſich lange Zeit dem muͤhſamen Baue des Erdreiches entzogen baan ſeine groͤſte Nei⸗ gung zur Jagd und Vie ucht geweſen ſey;* So 2 ver⸗ * Allgemeine Welthiſtorie P. 1. Anhang p. 7. eodem p. 34. 8. 299. F. 353. Ehan üs —õ————————— .— 2„, e„ 5 26*ʃAllgemeine Betrachtungen uͤber die verfolgt noch in unſern Zeiten der Americaner das 45 Wild, und laͤßt ſein Weib die kleinen Beduͤrfniſ⸗ o berlo ſe, welche er aus dem Erdreiche ziehet, beſorgen: äh ma Und vormahls hielte eines der weiſeſten Voͤlker den Ackerbau aus keinem andern Grunde fuͤr eine knechtiſche Handthierung“, als um nur die dabey de vorfallende Arbeit von ſich waͤltzen zu koͤnnen. ar ni Bey jenen, den erſten Voͤlkern, reichte die Vieh⸗ manda zucht zum menſchlichen Unterhalte ſo lange hin, ſomſſe als der Menſch fuͤr ſein Vieh Nahrung genug hat: ſin Eig te, und ſich damit von einer Stelle zur andern be⸗ Wnn geben konte, wenn etwan die Weide zu enge oder éſihlte zu ſchlecht wurde.“ Mit der Zeit, da ſich die mmuſe Voͤlker mehr und mehr ausbreiteten, unter ge⸗ u daf wiſſen Gegenden der Erde theilten, und Land zu ada, Eigenthum erwurben, kam der Ackerbau mehr in Pae Aufnahme, und der heutigen Geſtalt naͤher. Die Au Viehzucht erhielt ihre Grentzen, und die Men⸗ ulad ſchen wurden ſo ſtark an der Zahl, daß ſie ihren uanen Unterhalt daraus nicht in der Maaße, wie vorhin(Fiſebe nehmen konten. Es ſchrieb alſo die Nothwen⸗ änn digkeit das Geſetz vor, unter den Pflantzen die Aahilt Behuͤlflichſten aufzuſuchen, und wie lange mogte en de das Korn ſeine naͤhrenden Kraͤfte aus dem taͤgli⸗ V tieben chen Beyſpiele an dem Viehe nicht ſchon beſtaͤtiget l haben? Es kann jedoch auch ſeyn, daß vielmehr V das letztere, und nicht die Noth, den Gebrauch des Getreydes alleine gelehret hat. ru Die in Aegipten unter den Armen noch ge⸗ i Nan woͤhnliche Art, halb reiffe Weitzenaͤhren geroͤſtet iuff zu eſſen, beſtaͤrket due Muthmaſſung.“ An u mne und vor ſich hat die aͤußere Geſtalt deſſelben keinen enaſ ſolchen Reitz, daß ſie den Hunger des Menſchen lüütt 1 rege äſtuſ * Montesquien P. f. 1. 4. C-. hun ** Allgemeine Welthiſtorie. P. 1. Anhang⸗ p. 299. wun rerge —** Haſſelquiſt Reiſe nach Palaeſtina. Roſtock. 1763-R 191. V ner das duͤrfniſ⸗ ſorgen: Vöolker fuͤr eine te dabe koͤnnen. je Vih⸗ ge hin, nug hat. eern be⸗ ge oder ſich die nter ge⸗ Land zu mehr in er. Die e Men⸗ ſe ihren vorhin dbthwen⸗ tzen die emogte m taͤgli⸗ eſtaͤtiget ielmehr ebrauch ſoch ge⸗ geroſtet *α᷑ An n keinen denſchen rege 10 — 191. Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. rege machen, oder ihn auch nur uͤberreden koͤnte, es verlohne ſich der Muͤhe, ſo viel zu ſammlen, daß man ſatt davon werden koͤnte. 0 — 9“ Der Nutzen, welchen die Viebzucht brachte, 4) Ver⸗ war nicht ohne alle Beſchwerlichkeit. Wolte haͤttniß man das Vieh beſtaͤndig in ſeiner Gewalt haben, zwiſchen ſo muſte es gewartet werden. In den fruchtbar⸗ Bichaucht ſten Gegenden der warmen Erdſtriche beſtehet al⸗ 34 Acker⸗ le Wartung des Viehes hauptſaͤchlich darinn, daß en de es gehuͤtet und ihm das abgenommen werde, was Vren man zu ſeinem Gebrauche beſtimmet. Der Korn⸗ Erdſtri⸗ bau darf nicht des Viehes halber mit betrieben chen. werden, indem das Vieh beſtaͤndig Gras und Weide genug hat. Daher ſind Ackerbau und Viehzucht von ſo großen Umfange, als der Un⸗ terhalt des Menſchen es erfordert. Bey ſo be⸗ wandten Unſtaͤnden iſt ein drittes, welches die Groͤße beyder Theile beſtimmet, und man findet keinen Grund, unter ihnen ſelbſt ein ſonderliches Verhaͤltniß anzunehmen, ausgenommen, daß wenn durch Huͤlfe des Viehes der Ackerbau be⸗ trieben werden ſolte, dieſes in hinreichender An⸗ zahl zu halten noͤtig iſt. §. 5. In unſern kalten Gegenden aber buͤrdete ſich b) in den der Menſch mit der Viehzucht eine weit groͤßere nordiſchen Laſt auf. Er muſte fuͤr den Unterhalt des Viehes Gegenden. den ganzen Winter durch ſo ſehr, als fuͤr ſeinen eigenen ſorgen, und deshalben den Ackerbau ſo viel ſtaͤrker treiben. Das Land ſelbſt iſt von der Beſchaffenheit nicht, daß einmahl aller Orten Vorraͤthe von aufgedoͤrreten Graſe fuͤr den hun⸗ grigen Winter aufgehoben werden koͤnnen; De⸗ rowegen hat der Kornbau einen weitern Umfang. 3 Hier ——————— 22 Allgemeine Betrachtungen uͤber die W Hier ſtehen allerdings Viehzucht und Ackerbau in kn einer Verhaͤltniß, denn es muß ſo viel Korn ge⸗ ſi 1 bauet werden, als man zum Unterhalte des Vie⸗ iiſt zt eine hes nebſt andern Futter im Winter noͤtig hat. 5 E 9, 6. dedrech G.nach den So lange die Kunſt zu tauſchen bloß auf den di di neuernZei⸗Werth beruhete, welchen einzelne Perſonen, den, worin Familien, oder hoͤchſtens gewiſſe benachbarte 3 Staͤdte und Provinzen auf die Sachen ſetzten, ſo Ei lange der Handel keine Maſchine war, welche in ln alle Winkel der Erde regelmaͤßig wirket, ſo lange inhuſ die Gewerbe noch zaͤhlbar, und die Kuͤnſte einfaͤl⸗ Pen tig waren, ſo lange trieb man den Ackerbau, wie iittale alle andere Geſchaͤffte, nach Nothdurfft. Mit ſchrerri dem zunehmenden menſchucden Geſchlechte aber lichu wurde alles eingeſchraͤnkter. Die Grenzen, woruͤ⸗ ſin i ber der Wirth mit dem Viehe und Pfluge nichi und Nie binausgehen darf, die vermehrten Bequemli h⸗ doch unn keiten des menſchlichen Lebens, das genaue Band daben kan der Geſellſchafft, vermoͤge deſſen man ſeinen Zu⸗ e, neh ſtand deſto mehr verbeſſern kan, je mehr man fuͤr aem andere ſorget, ja die Geſetze ſelbſt erlauben es ſurthau nicht mehr, das Erdreich nothduͤrfftig zu gebrau⸗ ſeber, chen; Daher iſt es die erſte Regel eines Land⸗ ſt, und wirthes geworden: Nuͤtze dein land auf die(in vortheilhaffteſte Art, und dahin ſtimmen alle nelt t andere, welche zuſammen genommen die Wirth⸗ dinndi ſchaffts⸗Kunde ausmachen, uͤberein. amd hferde ar 1 1. 7.—„leaxxa a)allesanf Die Vortheile, warum der Wirth ſich be⸗ ernen ge⸗ wirbt, ſind weit mebreren Zufaͤllen unterworffen, wiſſen Fuß als der Gewinn des Kaufmannes. Um ſo mehr geſetzt ſeyn hat er Urſache, ſich der Quellen zu verſichern, a 6 muß. wooraus ſie flieſſen, und dis bewirkt man durch ſhihi ſolche Einrichtung, welche den Ertrag der ds hin Wirthſchaft auf einen gewiſſen Fuß nn re Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. Waͤre dieſer ungleich, und es traͤten Ungluͤcks⸗ Faͤlle eben zu der Zeit ein, wo der groͤſſeſte Ge⸗ winſt zu hoffen ſtuͤnde, ſo koͤnnte man den Wirth mit einem Kaufmann vergleichen, welcher den groͤßten Theil ſeines Vermoͤgens einem einzigen zerbrechlichen Schiffe anvertauet hat, und in den Truͤmmern deſſelben ſeinen Untergang faͤnde. 8 §. 2 Siehet der Landwirth nicht bloß auf das Gan⸗b)der Han⸗ ze, ſo nimt er die geringſten Vortheile wahr, wo⸗ 33 ſinen Einflu durch er ſeine Einkuͤnfte auf das hoͤchſte treibet. Wenn er alſo das Land bauet, ſo ſuchet erd nicht alleine ſolche Producten auf, die ſich reich⸗ lich vervielfachen, oder gut zutragen, ſondern zu⸗ gleich auf die, welche er am vortheilhaſteſten ab⸗ ſetzen oͤnne. So unentbehrlich auch Kornbau und Viehzucht ſeyn moͤgen, ſo richtet man ſich doch nunmehr, da man durch hundert Haͤnde das haben kann, was man ſonſt ſelbſt erwerben muͤ⸗ ſte, mehr nach dem baaren Ertrag; Und da wird in einem Weinlande der Wirth, ob es gleich zum Kornbau geſchickt waͤre, immer den Weinberg lieber, als Korn, bauen, wennjener eintraͤglicher iſt, und ſo umgekehrt. Ein weit ſehender Mecklenburgiſcher Wirth merkte es, daß mit dem fortdaurenden ietzigen Kriege die Pferde im Preiſe ſtiegen. Er ſetzte darum die Rind⸗Viehzucht bey Seite, und zog Pferde an. Der Handel alſo befiehlt dem Wirth ſo oder anders zu verfahren. §. 9. Es koͤmt jedoch auch vieles auf die natuͤrliche c) die na⸗ Geſchicklichkeit des Bodens und Beſchaffenheittuͤrliche des Himmelſtriches an, wie ferne ſolcher Vieh⸗Beſchaf⸗ zucht oder Ackerbau beguͤnſtiget. Dieſer Him⸗fenheit des B 4 melſtrich ——————— 24 Alllgemeine Betrachtungen uͤber die Bodens zu melſtrich bringet Gewaͤchſe uͤberfluͤßig hervor, Rathe zu welche in einem andern ſelten ſind und ſchlechtes b güſſet, ziehen. Gedeyen haben, oder wohl gar nicht fortkom⸗ A w men.* Man biethet das aus, was durch eines V unſ, von beyden zutraͤglich werden kann, und wenn inmet nur einigermaſſen der Nutzen davon einen Schein egid hat, ſo nimmt es die Mode auf, der Kaufmann biethet es feil, und der Wirth macht einen laͤndli⸗ chen Nahrungsbetrieb daraus. Auf die Art ken N der Wirth den Handel wiederum regieren. Wie miße⸗ ſolches durch Einfuͤhrung der Gewuͤrtze und hun: fenn, k dert auslaͤndiſcher Fruͤchte in die Wege gerichtet Giſt worden, mag noch zur Erlaͤuterung beyſpiels⸗ ſb ſſs weiſe angefuͤhret ſeyn. b2 chenhe §. 10. ſvegang d)zuſehen, Bey alle dem wuͤrde man fehlen, wenn man in Ver in welchem von Wirtſchaften urtheilte, oder ſelber wirth⸗ gittid Werthedie ſchafftete, ohne darauf zu ſehen, ob mit dem Ge⸗ Arbeit ſte⸗ſchaͤffte des einen Theils mehr Wartung, als mit het, die denen andern Theils verbunden iſt, und in wel r chem Werthe die Arbeitſtehet: Denn es iſtausge⸗ iitaufd macht, daß dieſe da wohlſeiler ſey, wo mehr dotzei Menſchen ſind, da koſtbarer, wo es daran ge⸗ ingege bricht. Wohlfeiler iſt alles, was man im Ueber⸗ dach fluß und allezeit haben kann, theurer, was ſelten V itermo und in geringer Maſſe vorhanden; ich ſetze vor⸗ dunng aus, daß der Gebrauch von beyden Theilen gleich Uurih groß iſt. Es waͤre eine leichte Sache um die i. d andwirthſchafft, wenn das Product von Arbeit 9rodu adhg und Raum den Gewinn, ſo wie Zeit und Raum, V 4 1 nach mechaniſchen Regeln, mit einander die Ge⸗ baltiſ ſchwindigkeit gaͤben. bum gerk. aner 1) ſo viel Der Werth der Arbeit mag nun ſo groß ſeyn, A wie ohſſil *Peter Kalms Beſchreibung der Reiſe nach dem noͤrdlichen in ande America. p. 286. ervor, lechtes drtkom⸗ heines d wenn Schein ufmann laͤndli⸗ Art kan Wie d hun⸗ erichtet jſpiels⸗ an man wirth⸗ em Ge⸗ als mit in wel⸗ ausge⸗ o mehr ran ge⸗ Ueber⸗ s ſelten he vor⸗ mgleich um die Arbeit Raum, die Ge⸗ ß ſeyn, wie rdlichen Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 25 wie er will, ſo iſt der Gewinn darauf doch immer moͤglich zu groͤſer, je enger man ſich einſchraͤnken kann. verkuͤrzen Mit wenig Arbeit viel zu gewinnen, oder die und Kunſt, Arbeiten zu verkuͤrzen, bleibet dennoch immer vermoͤge der erſten Wirthſchaftsregel, das groͤßte Augenmerk des Wirthes. §. 12. Will man die Arbeiten ſo gar verkuͤrzen, ſo 2) kluͤglich muß es dem Wirthe weit Nehe darum zu thun zu verthei⸗ ſeyn, keine muͤßige Arbeiter zu haben. Wennlen iſt. die Geſchaͤffte deſſelben wirklich ins Groſſe gehen, ſo iſt es nicht leicht, die arbeitenden Menſchen und das ihnen anvertrauete Vieh den gemeinſchaft⸗ lichen Zweck zu befoͤrdern, in ununterbrochener Be⸗ wegung zu erhalten. Eine veſtgeſetzte Ordnung, in Vertheilung der Arbeit auf allerley Zeiten, haͤlt in dem Falle den Wirth aufrecht. §. 13. Je groͤßer die Wirthſchaft iſt, deſto genauer e) und die iſt auf die Ordnung zu halten, und deſto groͤßere Groͤße der Vortheile erwachſen auch daraus: Bey kleinen Wirth⸗ hingegen iſt das Regelmaͤßige ſo erheblich nicht. ſchaft ſelbſt Der Wirth uͤberſiehet alles mit einem Blicke und Peſenili he iſt vermoͤgend, zu ſeinem Beſten unablaͤßig neue emane 3 Ordnungen zu machen. Dis iſt nicht der einzige macher Unterſchied unter kleinen und groſſen Wirthſchaf⸗ 1 ten. Der Werth der Arbeit iſt bey jenem faſt durchgaͤngig geringer als bey dieſen. In aͤn⸗ dern, wo auf ganze Familien nur wenig Land ver⸗ theilet iſt, fehlet es nicht leicht an hinreichenden Arbeitern das Land zu bauen, beſonders wenn es an andern Gewerben gebricht. In dieſem Betracht iſt die Arbeit allemahl wohlfeil zu vermuthen. Hingegen in entvoͤlker⸗ ten Landen iſt der Preiß der Arbeit um ſo viel groͤſ⸗ B 5 ſer, 26 ———— 1——— Allgemeine Betrachtungen uͤber die ſer, als die Zahl der dazu noͤtigen Menſchen ge⸗ ringer iſt. Unmoͤglich kann alſo der groſſe Wirth den kleinen, oder dieſer jenen nachahmen. Es iſt nichts begreiflicher, als daß beyde Theile in den weſentlichſten Stuͤcken verſchieden zu Wer⸗ ke gehen muͤſſen. Wenn die Landwirtſchafft uͤberhaupt eine Reihe von Geſchaͤfften iſt, die den vortheilhaffteſten Gebrauch des Landes zum End⸗ zweck hat;(§. 6.) ſo iſt auch jedermann ein Wirth, der ein Stuͤck Landes, von welcher Groͤſ⸗ 84 es ſeyn mag, wirthlich nuͤtzet. Man hat da⸗ er kein Recht, den Gaͤrtner aus der Anzahl der kleinen Wirthe auszuſchlieſſen, und wie ungleich ſind nicht die Geſchaͤffte deſſelben, mit den Ge⸗ ſchaͤfften des groſſen Wirthes? Man laſſe dieſen auch weg, und nehme das Exempel von den klei⸗ nen Wirthen unſerer Gegend, um die Stuffen zu uͤberſehen, welche zwiſchen der weitlaͤuftigſten Wirthſchafft und der geringern ſind. Es gibt kleine Wirthſchafften, die den Ackerbau ohne Viehzucht, und wiederum andere, die Viehzucht ohne Ackerbau haben, und beynde ſinden es fuͤr ſich ſo eintraͤglich, das eine ohne Verbindung mit dem andern zutreiben. Es gibt kleine Wirthe, die beydes zuſammen betreiben, aber keine Weyde haben: Sie futtern das Vieh den Winter und Sommer hindurch in Staͤllen, und gebrauchen den Acker ohne Auf hoͤ⸗ ren, Futter und Fruͤchte davon zu werben: Es gibt kleine Wirthe, die alles mit den groſſen in gleicher Verhaͤliniß, jedoch nur in geringerer Maaße haben, und dennoch mit Fug ungleich anders als dieſe wirthſchafften, obgleich Acker, Handel,— kurz bis auf die Groͤße alles mit der großen Wirtſchaft uͤbereinſtimmet. §. 14. — d Man dlen und ſm erort handel, der der der Wir len wiſſ Eeft derlich dder went Netborge⸗ Ale bohnheit, ſache hnbe udeln, w guüßere 8 Gevohnhe glächgült rahter( ſbaften. A naden ſc dler Wie Mäkebu in un Ge fnbig du on die b Inden efies Vie Nage vr werſnd, nr, nic 3 Nonces hen ge⸗ groſſe ahmen. Theile uWer⸗ tiſchafft die den in End⸗ unn ein ˖Groͤſ⸗ hat da⸗ ahl 5 uglei en Ge⸗ e dieſen en klei⸗ Stuffen ftigſten Ps gibt u ohne ehzucht es fuͤr ungwit ammen futtern urch in Uuſti⸗ n: Es oſſen in ingerer ngleich Acker, les mit 9. 14 Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 27 §. 14. 4 Man wuͤrde jedoch zu weit gehen, wenn beyf) desglei⸗ allen und jeden Verfahren des Wirthes die Fra⸗chen auch gen eroͤrtert werden ſollten, wie ferne ihm der die Ge⸗ Handel, oder die Beſchaffenheit des Bodens, wohnheit. oder der Werth der Arbeit, oder die Groͤße der Wirthſchafft, die Wege zu ſeinen Vorthei⸗ len wieſe. Es finden ſich viele Faͤlle, worinn es entwe⸗ der gleichguͤltig iſt, ſo und anders zu verfahren, oder wenigſtens das Beſſere unentſchieden im Verborgenen lieget. 8 Alle Welt folget in ſolchem Falle der Ge⸗ wohnheit, und man wird nur alsdenn erſt Ur⸗ ſache haden, die ſchaͤdlichen Folgen deſſelben zu tadeln, wenn es ausgemacht iſt, daß durch ſie geößere Vortheile unterdruͤckt wuͤrden. Die ewohnheiten moͤgen nun an ſich ſchlecht, oder gleichguͤltig ſeyn, ſo ſteckt doch auch hierin ein wahrer Grund des Unterſchiedes der Wirth⸗ ſchafften. §. 15. Aus dieſen verſchiedenen Geſichtspuncten B. Iusbe⸗ werden ſich die Quellen der meiſten Unterſchiede ſondere, in aller Wirthſchafftsarten beſonders aber auch derunſeren Mecklenburgiſchen von andern entdecken. Riihh arner in den Gegenden, wo der Handel dem Wirthe eintraͤglichere Mittel, als Viehzucht und Acker⸗ bau an die Hand gibt; nicht da, wo die Natur des Bodens, den Kornbau, oder tuͤchtige Wey⸗ de fuͤrs Vieh verſaget; Nicht da, wo wegen der Menge von Menſchen mehr Gaͤrten-als Korn⸗ laͤnder ſind, und die Menſchen das Vieh verdraͤn⸗ gen“, nicht bey den kleinen Wirthſchafften unſe⸗ rer * Montesquieu Liv. XXIII. Cap. XIV.— le travail, que font ailleuts 28 Allgemeine Betrachtungen uͤber die d rer Gegend iſt die Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau aufzuſuchen, oder in Anwendung zu die! bringen. Weit gefehlet, wenn man ſie aller Or⸗ ltn in ten als eine gemeine Wirthſchaftsregel anpreiſen atth, wollte. So wenig als alle buͤrgerliche Geſetze n, und eines Staats ſich zu jeder Verfaſſung eines andern ann we ſchicken, eben ſo wenig paſſet auch die Verfaſſung uimt. ein oder anderer Wirthſchafft auf alle uͤbrige. di Indem wir auf die Beſchaffenheit unſer Laͤn⸗: die llſte dereyen, und der Viehzucht bey der groſſen Wirth⸗ Kaͤlra ſchafft nur einige Aufmerckſamkeit richten, wird erund ſich die geſuchte Verhaͤltniß, und ihre Anwen⸗ anntdit dung hinlaͤnglich entwickeln. ronit ne 8 und berſte 4.§. 16.— diun Nah I Nachder Unſer Erdreich beweiſet ſeine natuͤrliche u eher Beſchaf⸗ Fruchtbarkeit in Hervorbringung ſolcher Gewaͤch⸗ fenheit ſe, die mehr zum Unterhalte des Viehes, als fuͤr a) des Ac⸗Menſchen zu gebrauchen ſind. Dis empfiehlet aud Frboneie dem Landwirthe die Viehzucht ungemein, obgleich ſneſtens B 5 1 das Erdreich laͤngſtens dahin gebracht, daß es uu met deſſelben beſſere und eintraͤglichere Pflantzen, als ſeine in beſor in Vetzacht Eingebohrnen„aus eingeſtreuetem Saamen her⸗ ſeiſahrun vor und zur Vollkommenheit bringet. In dieſem dy diſe zweyfachen Gebrauche des Erdreiches beſtehet die mm eernt gantze Kunſt unſers Ackerbaues, den man fuͤglich eeiſh ſo beſtimmet: Er ſey eine Folge von Geſchaͤfften,D“Y anum wodurch man dem Erdreiche entweder ſeine eigen⸗ Naim thuͤmlichen Fruͤchte, als Gras und Kraͤuter, Mailt oder die Fruͤchte von eingeſtreuetem Saamen mi in zu tragen behuͤlflich wird.* ff dabi §. 17 ailleurs les animaux, eſt fait la par les hommes,& la culture dae des terres devient par les hommes une immenſe manufacture. * Ackerbau heiſſet im weiteſten Verſtande genommen, alle Ar⸗ ſt, beit, womit man Laͤndereyen dazu bereitet, gewiſſe Fruͤchte ga hervorzubringen.(§. 1.) Wer Wein pflantzet, wer Korn 11 ſaͤet 7 V ſider b b cht zum dung zu ller Or⸗ npreiſen Geſetze andern Jſaſſung ige. ſer Laͤn. Wirth⸗ „ wird Inwen⸗ tuͤrliche zewaͤch⸗ als fuͤr pfiehlet dögleich daß es ls ſeine nen her⸗ ndieſem kehet die fuͤglich haͤfften, eigen⸗ raͤuter, aamen §. 17. la culture acture. alle Ar⸗ eFruͤchte der Korn ſaͤet/ Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 29 §. 17. Die eigenthuͤmlichen Fruͤchte des Ackers be⸗ A. der halten in ſo weit auch noch immer ihren groſſen Fruͤchtedie Werth, weil ſie mit wenig Muͤhe gebauet wer⸗gebauet den, und die groͤßte Arbeit, welche ſie dem Land⸗werden, mann machen, darinn beſteht, daß er ſie zu ſich und welche nimt. I)dem Bo⸗ Die Vorſorge fuͤr den Winter(§. 5.) macht uͤntich die Anſtalt nothwendig, daß man Gras undiind. Kraͤuter abſchneidet, aufdoͤrret, oder zu Heu ma⸗ chet und in Gewahrſam bringet. Jedermann kennet dieſes als eins von den groſſen Geſchaͤfften, womit man die Jahrszeiten laͤndlich bezeichnet, und verſtehet die verſchiedenen hieraus abgelei⸗ teten Nahmen; Heuen; Heuwerben; Heuwin⸗ nen; oder Heuernten. 1 §. 18. Zu der Erndte aller Fruͤchte, die man aus 2)aus ein⸗ eingeſtreneten Saamen ziehet, gelangt man erſt geſtreue⸗ mit mehr Umſtaͤnden. Sie rardern vor allenten Saa⸗ eine beſondere Vorbereitung des Ackers. Diemen ent⸗ Erfahrung war der Wirthe Lehrmeiſter, als ſieſprieſſen bey dieſer Verpflegung des Bodens Regeln ken⸗ nen lernten, nach welchen darin ein Unterſchied bey verſchiedenen Arten des Saamens gemacht werden muß, und eben dieſelbe hat den groſſen Nutzen im Gebrauche, und Baue des Getreydes dergeſtalt beſtaͤtiget, daß man vielfaͤltig auch mit dem Worte Ackerbau keinen andern Be⸗ griff verbindet, als Korn⸗ oder Getreydebau. §. 19. g e Jede Gegend, von welcher man entweder. des Un⸗ dem ſaͤet, wer ganze Wäͤlder anziehet, wer Melonen oder Fei⸗ gen, bauet, und dazu Land anſchicket; der bauet den Acker. Sobald man aber vom Ackerbau gewiſſer Gegenden redet, ſo iſt der Begriff davon eingeſchraͤnckter. 30 Allgemeine Betrachtung uͤber die terſchiedes dem Boden eigenthuͤmliche Feld⸗Fruͤchte ober unter den Fruͤchte von eingeſtreueten Saamen einerndtet, Laͤnderey⸗ heiſſet arthaft, oder eultiviret: Alles andere Land en; deren aber unbebauet. Nahmen nach dem§. 20. Beircheg Das Land arthaft zu machen, war ein Werck, beſtimt wobey man nicht anders, als dem Beyſpiele der werden. Natur folgen konte, welche Erdſtrichen von ver⸗ Als ſchiedener Art auchſverſchiedene Pflantzen anver⸗ trauet hat.“ Andere wachſen auf dem Sande, andere im Thone, andere in Suͤmpfen oder naſſen Gegenden, andere auftrockenem Erdreiche. Man lernte daher den Unterſchied des Bodens mit deſſen Gebrauch naͤher kennen und bezeichnete ihn durch beydes. §. 21. Wieſen. Naſſe Gegenden, worinnen Heu geworben wird, heiſſen Wieſen im eigentlichen Verſtande. 3 55 22. 54 Acker. Alle trockene Laͤndereyen hingegen, die Ge⸗ treyde regelmaͤßig tragen, werden Acker oder Saatland genannt. §. 23. Weyde. Und trockene oder naſſe Gegenden, die zum Unterhalte fuͤr das Vieh unmittelbar dienen, heiſſet man Weyde., .4.. 24. 3732 Pg 2. Nach Unter dieſe uhtalte Abtheilung des Erdrei⸗ ches, * Phyſic. und Oecon. Patriot. P. 3. pag. 135. Neue Unterſu⸗ chung, der Veraͤnderung des Erdbodens von Anton. Lazza⸗ ro. Moro. 1751. pag. 43 3Z. Honorati Fabri tractatus duo, de plantis& de generatio- ne animalium. Norimb. 1677. pag. 57. ——-:——————— Eigi findenall Priche, bauet vird uc keie die darfin gen Gnst Dont kan er hte ober herndtet, ere Land Werck, ſpiele der von ver⸗ n anver⸗ dere im geenden, te daher ebrauch eydes. eworben eſtande. die Ge⸗ cker oder die zum dienen, Erdrei⸗ ches, Unterſu⸗ on. Lazza⸗ generatio Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 31 es nach ſeiner Beſchaffenheit und dem Gebrau⸗dem ab⸗ e bringt der Landmann alle Arten von aͤnderey⸗wechſeln⸗ en. In den mehreſten Faͤllen iſt aber das Erd⸗den Ge⸗ reich zu mehr als einem Gebrauche geſchickt, und brauch deſ⸗ daher auch bald mit dem einen, bald mit dem an⸗ſelben: Als dern Nahmen beleget. Um deſto genauer in der Folge zu Wercke gehen zu koͤnnen, will ich dieſe Materie weiter auseinander ſetzen. §. 25. Es gibt Weyde, die nur unter gewiſſen Um⸗n) Weyde, ſtaͤnden alleine Weyde genannt wird, als Hoͤltzung, die auf vie⸗ Bruͤche, und ſelbſt der Acker, wenn er nicht ge⸗lerley Art bauet wird: Andere hingegen kan ihrer Natur dieſen nach keine anderweitige Dienſte verrichten: Alewnhmer die Torffmoͤhre, die doch auf der Oberflaͤche eini⸗ den gen Graswuchs zulaſſen. §. 26. Von welcher Art der Acker auch ſeyn mag„b) Acker, ſo kan er Weyde abgeben, es ſey fuͤr Schaa⸗der ſtets fe, Horn⸗oder anderes Vieh, und hiernach er⸗Weyde ab⸗ haͤlt er auch zu Zeiten, wenn er zur Wendegeben kan. gebraucht wird, dieſen Nahmen. §. 27. Man hat weiter Aecker, die zum Heu⸗c) Acker, werben ſo gut gebrauchet werden koͤnnen, alsder Weyde zur Weyde und zum Kornbau. Dieſe leiſtenund Wie⸗ alſo die moͤglichen Dienſte aller Laͤndereyen, ſen abge⸗ und haben deshalb auch unter verſchiedenenben kan. Umſtaͤnden alle drey Nahmen. In Mecklen⸗ burg nennet man ſie alsdenn Brincke, wenn ſie nur einen Raum von kleinem Umfange einnehmen, und entweder mit reinem Acker, oder Wieſen oder andern Gruͤnden umſchloſ⸗ ſen ſind. §. 28. 32 Allgemeine Betrachtung uͤber die §. 28. d. Wieſen, Ferner gibt es noch Wieſen, die zur Wey⸗ die de, und umgekehrt, Weyde, die zu Wieſen, 1) entwe⸗ aber nicht wie Acker gebraucht werden koͤn⸗ deebenoch en. Und endlich findet man Wieſen die geben kön⸗zur Weide ſo wenig als zum Ackerbau taug⸗ nen, oder lich ſind, weil ſie beſtaͤndig(wie die Wirthe 2) alleine reden) im Waſſer haͤngen, und zum Abzug als Wieſen des Waſſers entweder keine Anſtalt gemacht wer⸗ zu gebrau⸗den kan, oder ſolcher dem Ertrag derſelben ſchaͤd⸗ chen ſind. lich werden wuͤrde; Wie zum Beweis mit den torfigen Gruͤnden geſchicht, welche das ſo ge⸗ nannte Schnittgraß nur ſo lange tragen, als das auf denſelben ſtehende Waſſer Nahrung dafuͤr ſchaffet. §. 29. b. Der Die Natur weiſet alſo ſelbſt den Wirth Viehzucht auf die Viehzucht, indem ſie dem Boden zum Kurtze Ab⸗Theil nur eben hin ſo viel Kraͤffte gegeben, bildung daß er weiter nichts als Gewaͤchſe zum Un⸗ derſelben. terhalte des Viehes bervorbringet(§. 25. 1eq.) ſonſt aber der Boden faſt durchgaͤngig Weyde fuͤr Vieh reichen kan. Und auch nur in ſo weit wird die Viehzucht hier in Betracht kom— men duͤrfen, als ſie im Großen die Beſchaffenheit der Laͤndereyen beguͤnſtiget. Keinesweges iſt hier⸗ unter die gantze Kenntniß des Wirths von dem Nutzen, den er aus Vermehrung des zahmen Viehes und ihrem wirthſchaftli⸗ chen Gebrauche ziehen kan, zu verſtehen. Alle fremde Begriffe, welche ſonſt mit dem Nahmen Viehzucht verbunden werden koͤnnen, abzuſondern, wird es nicht undienlich ſeyn, eine genauere Beſtimmung davon aufzuſuchen. §. 30;9 * Varro. L. 2. c. I.§. II. ————————-— Ma nit dem Nahmen ſeman funde, und den ſpiele al meele un zucſ nc Gegenden trichiede jucſt von der ander Wo alſ herborbrin gewiß der venn vyn beecte g nitd dehc Sthaaßu gdeenken. Iae daffenhe in Fruch n ton Ve ar Wer⸗ Wieſen, den koͤn. ſen die au taug⸗ Wirthe Abzu acht wer en ſchaͤd⸗ mit den 3 ſo ge⸗ en, als Lahrung Wirth den zum gegeben, zum Un⸗ S ſeoc) 3 Weyde rur in ſt icht kom⸗ affenheit s iſt hier ths von ung des ſchaftli⸗ tehen. mit dem koͤnnen, yyn, eine en. §. 3⁰ Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 33 §. 30. g ꝗ(s und den Gebrauch der Rennthiere, und Bey⸗ unachge⸗ ſpiele aus der Geſchichte lehren, daß man Ca⸗genden. meele und Eſel in andern Gegenden mit zur Vieh— zucht rechnet. Wenn ich aber auch bey unſern Gegenden nur ſtehen bleibe, ſo iſt nach dem Un— terſchiede des Erdreiches in der einen die Vieh⸗ zucht von gantz anderer Beſchaffenheit, als in der andern. Die Heide unte Ha keine Pferde. Wo alſo die Natur nichts weiter von Kraͤutern hervorbringet als dieſes duͤrre Gewaͤchs, da wird gewiß der Pferdezucht nicht zu gedencken ſeyn, wenn von Viehzucht die Rede iſt. Mit Klee bedeckte Fluren ſind zu gut fuͤr Schaafe. Man wird deshalb meiſtentheils mit Ausſchlieſſung der Schaafzucht in ſolchen Gegenden der Viehzucht gedenken. Jede Gegend alſo kan nur nach der Be⸗ ſchaffenheit ihres Bodens und der daraus flieſſen⸗ den Fruchtbar; oder Unfruchtbarkeit gewiſſe Ar⸗ ten von Vieh halten. §. 31. Doch der Grund wuͤrde nicht zureichen, al⸗ b) Nach lemahl ausmachen zu koͤnnen, warum man ei⸗der Ver⸗ ne gewiſſ Art Viehes mit Ausſchlieſſung derfaſſung des andern beſonders oder auch vorzuͤglich vor dem Landes uͤbrigen anziehet. Die neuere Verfaſſung des und den tandes gibt nicht ſelten einen zweyten ab. Gebraͤu⸗ Der Mannfacturen halber konnten die Brit⸗ell⸗ ten zu ihrem Vortheile die Schaͤferey auf das C Hoͤchſte ————— 34 Alllgemeine Betrachtungen uͤber die Hoͤchſte treiben, und es dem Ackerbau wieder abbrechen. §. 32. 2) insbe⸗ Die Mecklenburgiſche Viehzucht, ſo weit ſie ſondere inim Großen in Betracht koͤmt, leidet folgende Meklen⸗ Beſtimmung; Sie beſtehe in der Wartung und burg. dem damit verbundenen Abnutz alles Viehes, 1) was da⸗welches betraͤchtlichen Theil an der Weide nimt. in zu rih⸗ Der Wirth hat hieher drey Claſſen von Vieh zu rechnen; Das Zugvieh; Das Weidevieh, und einigermaſſen die kleine Hude. §. 33. Zugvieh. a. Unter Zugvieh ſind Ochſen und Pferde be⸗ griffen, als wodurch der Acker beſtellet wird. Die Pferdezucht kan im Mecklenburgiſchen nur obenhin mit zur Viehzucht gerechnet wer⸗ den, da viele kaum das nothduͤrfftige dazu anzie⸗ hen, die meiſten aber ſich auf die Hollſteiniſche Zucht verlaſſen, und wiſſen, daß die Pferde⸗ zucht gewoͤhnlich weder ſo eintraͤglich, als die Hollaͤnderey ſey, noch auch ſich ſonſt bezahlt mache, da die Weide in den meiſten Gegenden Mecklenburgs dazu nicht gut genug iſt. §. 33. Weide⸗ b. Das Weidevieh bringt dem Wirthe un⸗ vieh: Als mittelbare Einkuͤnffte, da das Zugvieh mittelbar, a) Guͤſtes durch die Arbeit Vortheile ſchaffet. Jedoch der Vieh. Anwachs, oder das junge ſo genannte Guͤſte⸗ Vieh macht hievon eine Ausnahme; Man be⸗ nennet alles anwachſende Rindvieh ſo, welches unter drey Jahren iſt. §. 34. * Copenhagener Magazin Iſten Bandes 10ter Theil. Die ung beſ Ings⸗K Wa wovon! Einnahn De Wir hes, Heiſ troderfi NMn Tithe ic ſchaufe e insgeſant daSchi Schw keieten) bhören 6 lls 6 Res b ij i Fr ſen wo Krihen asguter, acrüch if ale d beande den de wieder weit ſie ſolgende ung und Biehes, de nimt. 1 Vieh eevieh, erde be⸗ t wird. en nur t wer⸗ anzie⸗ einiſche Pferde⸗ als die bezahlt egenden the un⸗ ttelbar, och der Guͤſte, Lan be⸗ welches §.34 Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 35 §. 34. Die Kuͤhe, deren Abnutz fuͤr die Haushal⸗b) Haus⸗ tung beſonders beſtimmet iſt, heiſſen Haushal⸗haltungs⸗ tungs⸗Kuͤhe. Vieh. §. 38. Was von Kuͤhen uͤber drey Jahr alt iſt, unde) Hollaͤn⸗ wovon der Ertrag allemahl dem Wirthe baar zur dervieh. Einnahme koͤmt, nennet man Hollaͤnder⸗Vieh. Die Wirthſchaft mit einer Menge ſolchen Vie⸗ hes, heiſſet Hollaͤnderey, und der ſie als Paͤch⸗ ter oder fuͤr Lohn abwartet, Hollaͤnder. §. 36. Man unterſcheidet zwar unter dem Schaaf⸗ d) Schaͤfe⸗ Viehe nicht weniger Laͤmmer, Jaͤhrlinge, kheil,) ſchaafe ꝛc. Dennoch ſind dieſe ohne Unterſchied insgeſamt unter einer Schaͤferey begriffen. Der Schaͤfer nuͤtzet ſie alle. §. 37. Schweine und Federvieh, das auf ungear⸗e) die klei⸗ beiteten Acker und ſonſt wuͤrcklich gehuͤtet wird ne Hude gehoͤren zur kleinen Hude. §. 38. Alles Zugvieh erfordert eine beſondere Pfle⸗ 2) Anſtal⸗ ge, da es zu der fortdaurenden Arbeit beſtaͤn⸗ten dazu. dig in Kraͤfften erhalten werden muß. Zu à. Zum Zeiten wo die Arbeit ſtaͤrcker, als gewoͤhnlich Zugviehe. betrieben werden muß, verbeſſert man dh das Futter, und wird das Heu dafuͤr faſt un⸗ entbehrlich. Wenn es in die Weide gehet, ſo iſt auf alle Weiſe dahin zu ſorgen, daß es fuͤr ſich beſonders behuͤfliches Gras antreffe. §. 39. Bey dem Guͤſten⸗Vieh kan man mit weni⸗ C 2 germ 36 Allgemeine Betrachtungen uͤber die germ zukommen. Es behilft ſich mit gutem Strohe in den Staͤllen, und auf mittelmaͤſſiger Weide im Felde. §. 40. B. Zur Hol⸗ Haushaltungs⸗ und Hollaͤndervieh erfordern laͤnderey gleiche aber auch ſehr gute Wartung. Dieſe und zum laͤuft zur Winterzeit daßinang, daß ein großer Haushal⸗Vorrath von Heu mit dem Viehe unter einem tungs⸗ Dache, oder in der Naͤhe dabey vorhanden ſey; viehe. Daß das Vieh eines bey dem andern in einer dop⸗ 1) im pelten Reihe von einer Diele frißt, worauf das Winter: Futter von oben herunter geſtoſſen oder herbeyge⸗ wozu 3;(X;. 3„ bracht wird; Daß das Korndreſchen vom Herb⸗ ſte an auf den gantzen Winter, bis zum erſten Tag des Monats May, oder etwas ſpaͤter, nach⸗ dem die Witterung den Graswuchs beguͤnſtiget, vertheilet und abgefaſſet wird, damit ſo, wie man das Korn allmaͤhlig ausdriſchet, das Stroh dem Viehe erſt zum Futter, und denn zur Streue vor⸗und untergeworffen werden koͤnne. Dieſe groſ⸗ ſen Anſtalten habe ich zu dem Ende kurtz anfuͤhren wollen, damit den kleinen Wirthen, die das Vieh fortdaurend auf Staͤllen Faiden⸗* der Un⸗ terſchied zwiſchen ihrer Viehzucht, und die, bey der großen Wirthſchafft, mercklich werden moͤge. Wolte man eine große Menge Viehes bey dieſer auf die Art warten, ihm Gemenge und Traͤncke anrichten, oder auch nur das Futter in Tragkoͤr⸗ ben holen, oder mit Karren zuſammen bringen, wie es in einigen Laͤndern gebraͤuchlich iſt; Das wuͤr⸗ de uUnertraͤgliche Koſten, noch einmahl ſo viel, und mehr Menſchen erfordern, als bey erwaͤhn⸗ ten Umſtaͤnden noͤtig ſind. §. 41. »Johann Jacob Reinhard, Margraͤfl. Baden Durlachi⸗ ſchen wuͤrklichen Geheimden⸗Raths, vermiſchte Schriff⸗ ten 1760. zweites Stuͤck. V Der fen, je Sonſt d Sommer und Gre Einſchre andern, get. deren ſ Dos hol dr Nich luberfu bar berke Dih all halten we tath van abslätht tzargan Srrehede un Frah falten, durchbri ſber, i nerwart urth auſh wideech V elin the ſch V diſſe deden, emnesg he Wit igit. ſemne gutem naͤſ gger rfordern Dieſe großer er einem den ſey ner dop⸗ auf das rbeyge⸗ 1 Herb⸗ erſten e, nach; ſtiget, ſo, wie Stroh Streue eſe groſ führe die das der Un⸗ ie, bey moͤge. y dieſer Traͤncke ragkoͤ⸗ en, wie as wuͤt⸗ ſo viel, rwaͤhn⸗ §. 41 durlachi⸗ Schriff Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 37 §. 41. Der Vorrath des Heues muß deſto groͤßer a) Heuvor⸗ ſeyn, je reiner Korn das Feld zu tragen vermag. raͤthig ſeyn Sonſt dienet das Stroh, beſonders das vom muß: Folg⸗ Sommerkorn wegen der untermengten Kraͤuter lich auch und Graͤſerey zur Verlaͤngerung des Futters und Einſchraͤnckung des Heuvorraths, da es von der andern Seite wieder wenig Korn zu bringen pfle⸗ get. Wie unentbehrlich das Heu einer Hollaͤn⸗ derey iſt, mag man aus folgenden abnehmen. Das Hollaͤnder⸗Vieh ſoll den groͤßten Abnutz in der Milch bringen, die doch nichts anders als der Ueberfluß der Nahrungsſaͤfte ſeon kan. Ohnfehl⸗ bar verkehrt ſich dieſer in Mangel, wenn das Vieh alleine von duͤrrem Strohe in Kraͤfften er⸗ halten werden ſollte. Das Heu, als ein Vor⸗ rath von nahrhaften Gewaͤchſen, die weiter nichts als leicht verfliegende waͤßrichte Theile verlohren, thut gantz beſſere Wirckung. Anſtatt, das beym Strohe dem Wirthe es eine Buͤrde iſt, das Vieh zum Fruͤhjahre hin, nur in der Haut noch zu er⸗ halten, kan er es beym Heue in vollen Kraͤfften durchbringen, und er darf im Fruͤhjahre die Zeit uͤber, worin der beſte Nutzen von Hollaͤndervieh zu erwarten ſtehet, nicht den gantzen Gewinnſt da⸗ durch aufgeben, daß das Vieh ſich erſt im Graſe wieder Eiholen und Kraͤffte ſamlen muͤſſe. §. 42. Hollaͤnderenen alſo ohne Heu zu halten, ver⸗b) Wieſen. lohnet ſich der Muͤhe nicht. Dieſes muß aber aus Wieſen hergenommen werden, oder ſonſt zu Wege zu bringen ſeyn, wenn es gleich nicht von Jahr zu Jahr der unglei⸗ chen Witterung halber in gleicher Menge vorraͤ⸗ thig ſt. Wenn nur ein ſicherer Grund da iſt, wo⸗ her man es jaͤhrlich erlanget. C 3 Es 38 Allgemeine Betrachtungen uͤber die Es alle Jahre von andern Orten herbey zu ſchaffen, das wuͤrde bey einer großen Hollaͤnderey die Vortheile ſehr verſchmaͤlern, wenn man die baare Auslage dafuͤr erwaͤget: Zu geſchweigen daß die Verkaͤuffer ihr Heu einmal ſelbſt noͤtig ha⸗ ben koͤnten, daß ſie allemahl das ſchlechteſte von der Hand ſchlagen, und daß auch gutes Heu nicht jederzeit gutes Kuhfutter iſt. Hieraus wird man die Nothwendigkeit einſe⸗ hen, daß der Heuvorrath aus den eigenen Grund⸗ ſtuͤcken einer Wirthſchaft herzunehmen ſeyn muͤſſe, und alſo Wieſen ein nothwendiges Stuͤck bey der Viehzucht ſey. §. 43. 2) im Im Sommer ſind die Heerden in dick mit Sommer. Gras bewachſenen Fluren ohne Menſchen Haͤn⸗ de verſorgt, wo ſie entweder ihren Hirten bey ſich haben, oder auch ohne Hirten auf der Weide ein⸗ eſchloſſen ſind. Des Nachts pflegt man ſie in eſondere dicht gemachte Oerter zu treiben, damit ſie zum Melcken Abends und Morgens beyſam⸗ men ſeyn und auch gute Nachtweide haben moͤgen. §. 44. C. Zur Der vielfache Nutzen, den man von der Schaͤferey Schaͤferey zu gewarten hat, iſt dem Wirthe um welche: ſo weniger gleichguͤltig, als er gewiſſe Laͤndereyen 1) nur nicht anders, als mittelſt der Schaafe nuͤtzen kan. ſchlechten Die Vortheile aus der Zucht, von der Wolle, Boden er⸗von der Milch und dem Dung, dieſe vier Dinge fordert. machen ein Thier, das ſehr wohlſeil zu unterhal⸗ ten, zu den eintraͤglichſten. Und alles zuſam⸗ men zu bringen was es noch ſchaͤtzbarer macht, iſt vor allen Dingen nicht zu vergeſſen, daß es in der, fuͤr anderes Vieh zu ſchlechten Weide, ſeine Nahrung reichlich findet; Ja was dich mehr ——————————,.—-— und ne faddern deras) der int Das ſ(ctdi ganhe p Känigk b ſo da h chwe th wi dr, und eitetber nichte, ſicht g ſeh Wa dſene gewarten nenwu 46 e V Mfad, Wäehi Im ſerul F tas un reiſſen 1 erbey zu laͤnderen man die hweigen ndtig ha⸗ teſte von Heu nicht eit einſe Grund⸗ n muͤſſe, bey der dick mit en Haͤn⸗ bey ſich eide ein— an ſie in , damit beyſam⸗ amoͤgen. ven der rthe um dereyen een kan. Wolle, Dinge nterhal⸗ zuſam⸗ macht, aß es in Weide, as noch meht Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 39 mehr iſt, man darf ſie in keine gute und uͤberfluͤſ⸗ ſige Weide bringen,* ohne mit jenem Schaͤfer gleiches Schickſal zu befuͤrchten, der beym Man— gel des Hollaͤnderviehes, Schafe in dickem Gra⸗ ſe huͤtete, ſie alle fett⸗werden und ſterben ſahe. Das Gras, welches auf umgebrachten Acker wie⸗ der aufſchlaͤgt, gehoͤret eigentlich fuͤr Schafe und nebſt den Heiden die Graͤſerey auf Sand⸗ feldern, und allen Oertern von Weide, wo an⸗ deres Vieh ſchon aufgeraͤumet hat, und nicht wie⸗ der hinkommen ſoll. §. 45. 4 Das Schaafpieh faſſet das Gras kurtz, beiſ 2) mit an⸗ ſet es dicht an der Wurtzel ab und reiſſet auch wohl derem gantze Pflantzen von Kraͤuterwerck aus; Eine Viehe Kleinigkeit, welche die Wirthe nicht ohne Urſache diehe euf ſo genau beobachtet haben. Die Weide wird da⸗de ſa eh⸗ durch verdorben, das Gras, und Kraͤuter, wel⸗dalf. ches mit Wurtzeln ausgeriſſen, waͤchſet nicht wie⸗ der, und die Wurtzeln der kurz abgebiſſenen Graͤſer erſterben. Dazu tritt das Schaafvieh mehr zu nichte, als anders Vieh. Man leidet derohalben nicht gerne Hollaͤndervieh und Schaafe auf einer⸗ ley Weide, wenn auch nur die letzten im Herbſte, da jene ſchon in den Staͤllen ſind, die Weide zu gewarten haben ſollten: Vielweniger duͤrfen vor⸗ her da Schaafe geweidet werden, wo entweder Pferde, Kuͤhe oder anderes großes Vieh zur Weide hinkommen ſollte. §. 456. Im Winter iſt es ein anders. So bald nur 3)imWin⸗ ſo viel Froſt eingefallen, daß die Schaafe weder ter uͤberall was zu nichte treten, noch mit den Wurtzeln aus⸗ koͤmt. reiſſen koͤnnen, haben ſie uͤberall freyen Tiſch. C 4 Dazu * Copenhager Magazin 2ter Band. pag. 685. ——— 3———, 40 Allgemeine Betrachtungen uͤber die 8 Dazu werden ihnen die Moͤhre und alle Bruͤ⸗ drGiſch che, welche im Sommer ungangbar ſind, Nun nie nutzbar. eamml. §. 47 ſnwüͤrde 4) Abwech. Wenn Schnee und Eis zu allem dieſem die mne ſelung in Zugaͤnge verleget, ſo mangelt es den Schafen der Wey⸗ an dem Nothwendigſten in ihren Futter, an der gte Ni de erfor⸗ Veraͤnderung. Es iſteine bekandte Sache, daß für ſih dert. ihnen die Veraͤnderung in der Weide ſehr zutraͤg⸗ V V lich iſt. Man wird daher den Kunſtgriff beruffe⸗ w ner Schaͤfer nicht mißbilligen, welche dafuͤr ſor⸗ gen, daß Erbſenſtroh, Heu und Rockenſtroh be ſtaͤndig abwechſeln und zur Veraͤnderung auch wohl gar mit ungedroſchenen Erbſen Befuntert daß wird; Man wird es zugeben, daß es ſchon eine lheihiſtit Koſt, welche noch dazu die nahrhafteſte iſt, we⸗ um nan v niger ſey, kein Erbſenſtroh im Winter zu haben, vogrchie und daß dabey die Schaͤfferey ſo gute Art nicht tderveſt haben koͤnne. Doch erſetzet man dieſes an man in aines chen Orten mit eingeernteter Heide; Weit beſe elehuu ſer aber mit gutem Heue. n, ohne Nota. Man bringt ſelbſt in Mecklenburg n aus Mangel beſſern Futters, das Rindvieh Nict! ohne Heu durch den Winter. Der Abnutz ſole warhen cher Vieh⸗Staͤnde iſt aber, leicht ermeslich, V Än9. ſehr geringe. An ſtatt andere, mit Heu be⸗ b gluͤckte Wirthe Butter und Kaͤſe verkauffen koͤn⸗ b nen, muß der Stroh⸗Wirth Geld dazu anwen⸗ ded den. Kleine Wirthe, die etwa ein Paar Kuͤhe dr Auah durchzuwintern haben, wiſſen ſich mit Kohl, gäͤchen Ruͤben und andern Garten-Gewaͤchſen durch dndee zuhelffen. In großen Wirthſchafften kan die⸗ f enxane ſer Behelff nichts verſchlagen, ungerechnet, Kanug daß Milch und Butter nach dem Kohl einen de bemm uͤblen Geſchmack bekommt. dijde gri g Ein Schleſiſcher Hauswirth behauptet, daß AFuct der mman⸗ eit beß enburg indvieh ußz ſol⸗ eslich, eu be⸗ n koͤn⸗ nwen⸗ Kuͤhe Kohl, durch⸗ n die⸗ hnet, einen daß der Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 41 der Geſchmack dieſer Producten durch Laub⸗Futte⸗ rung nicht verderbet werde(Schleſ. oecon. Samml. 3. Band 24. St. p. 667.) das Laubſtreif⸗ fen wuͤrde jedoch abermahl bey großen Wirthſchaff⸗ ten Anſtand finden. Eine Cammer voll Seiden⸗ Wuͤrmer haͤlt verſchiedene Menſchen in Ar⸗ beit; Was wuͤrden hundert und mehr Haͤu⸗ pter Vieh fuͤr Wartung haben muͤſſen, wenn fuͤr ſelbige Laub und Reiſer auf die gantze Winter-Futterung zuſammen gebracht werden ſolten? §. 48. Daß die Veraͤnderung den Schaafen vor⸗5) Abtriff⸗ theilhaft iſt, mag vielleicht die Urſache ſeyn, war⸗ten noth⸗ um man von Alters her bey vielen Guͤtern, wendig ge⸗ wo große Schaͤfereyen ſind, vielfaͤltig Abtrifften, macht hat. oder verſtattete Weide auſſerhalb den Gren⸗ zen eines Gutes, findet. Und viele Wir⸗ the behaupten, daß Schaͤfereyen ohne Abtriff⸗ ten, ohne Moͤhre und Heyden, keine ſonderli⸗ che Art haben; Daß hingegen alle drey Stuͤc⸗ ke nicht beſſer, als durch die Schaͤferey genut⸗ zet werden koͤnnen, bedarf keiner Ausfuͤh⸗ rung. §. 49 Die Viehzucht wuͤrde ſo leicht nicht in beſon⸗3) Nutzen dere Aufnahme gekommen, und bis zu der Groͤſ derſelben. ſe gediehen ſeyn, daß man im Hollſteiniſchend beh Hol⸗ Hollaͤndereyen von mehr als hundert Kuͤhen, länder⸗ auf einzelnen Landguͤtern hat, wenn nicht die ieh. Wartung derſelben weniger beſchwerlich, als die, beym Ackerbau, waͤre, und dazu der Gewinnſt auf die Fruͤchte die der Acker hergibt, durch die Viehzucht vielfach erhoͤhet wuͤrde. C 5§. 50. ———y————————x 42 Allgemeine Betrachtungen uͤber die 6. S0. b) beydem Sollte nicht eine uͤbertriebene Gewinnſucht jungen hey unſeren heutigen Wirthen die vorgefaßte Anwachs. Meynung erreget haben, daß alleine das Hol⸗ laͤndervieh oder ſolches, wovon gleich der baare Ertrag zu gewarten iſt, fuͤr eine wohl eingerichtete Wirthſchaft gehoͤre; und weni oder gar kein Vortheil dabey ſey, Rindvieh auf⸗ zuziehen? Man findet Hollaͤndereyen genug, oh⸗ ne jungen Anwachs, beſonders an den Orten, wo man einmahl glaubet, das junge Vieh ſtehe, oder gedeihe nicht. Naͤhmen alle Wirthe dieſes fuͤr richtig an, ſo wuͤrde das Vertroͤſten zum An⸗ kauf des jungen Viehes von andern Orten her, vergeblich ſeyn. Keiner wuͤrde ſich mit Anzie⸗ hung des jungen Viehes bemengen, die, welche die Viehzucht beſſer abzuwarten wiſſen, haben ſchon durch Beyſpiele gezeiget, wie einer man⸗ elhafften Wartung des jungen Rindviehes abzu⸗ helffen ſey.* Der Vortheil iſt allemahl groß, daß eigenes aufgezogenes Vieh die Weide ſeines Geburthsortes beſſer gewohunt iſt, als fremde. Mit dem von andern Orten herbeygeſchafften jun⸗ gen Viehe laͤufft man offt Gefahr, es aus beſſere Weide in ſchlechtere zu bringen, und dabey den Kuͤrtzern zu ziehen. 8§. 51. II. Nach So recht ſinnlich begreifliche Vortheile, als I lufſch ſichtern, diebzudh fenden nn p aft et 3 Acke Betrach ſtehen n Dau tin und diht ur Mugabrauc che gichic enntegich beitrihten ſkrr gevin der Ver⸗ mit der Viehzucht verknuͤpfet ſind, erregen leicht vindung eine Begierde, ſie beſtaͤndig und mit Ausſchluß zwiſchen, aller geringeren, zu haben; Dieſer Trieb mag zu Wehineht der Frage eine Veranlaſſung ſeyn: Ob Viehzucht han. und Ackerbau mit einander in Verbindung ſtehen 3) Folge muͤſſen, oder jene allein zutraͤglicher ſey, als dir des Acker⸗ſer? Die Eroͤrterung dieſer Frage wird de * Schleſiſch Oeconomiſche Sammlungen 1.Theil p. 99. nhſhd ein zu te begege bodens V Lum ie lopolc Vrrini Varo.! Luctetin Nreterit R ttepa berkacil Cum mi Nec ten 44 co Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 43 Aufſchluß unſerer Hauptunterſuchung mit er⸗baues oh⸗ irnſucht leichtern. Man kan allerdings Ackerbau, ohne ne Vieh⸗ tgefaßtt Viehzucht treiben, wie ſolches aus dem vorherge⸗ zucht. as Hol⸗ henden ſchon erweislich iſt.(§. 13.) Dennoch ich de wird, wenn man von der gar zu kleinen Wirthe . ſchaft etwas hoͤher hinauf gehet, die Beſtellung 1 den des Ackers ſchon Vieh erfordern, und in dieſem viel Betracht die Viehzucht dem Ackerbau zur Seite bau ſtehen muͤſſen. nug, oh⸗ Orten, eh ſtehe,§. 52. ze dieſe Dazu iſt es nach der, nunmehro ausgemach⸗ 1) der Er⸗ um An; ten und vormals viel beſtrittenen Erfahrung, trag des ten her, nicht vortheilhaft, den Acker beſtaͤndig zur Saat Bodens t Anzie zu gebrauchen, zumahl da er zu weiterem Gebrau⸗itt ſchlecht. welche che geſchickt iſt(§. 24. ſeqq.) und nicht weniger „haben eintraͤglich dadurch wird. Aller Dung und Ar⸗ er man. beit richten das nicht aus, was man bey dem Aec⸗ es abzu ker gewinnet, wenn er dieſem Gebrauche ab⸗ hl groß, wechſelnd uͤberlaſſen, eine Zeitlang, ohne Saa⸗ deſeines ten zu tragen, unberuͤhrt bleibet und ruhet.* freme. Wogegen der Ertrag des beſtaͤndig beackerten ftenjun! Bodens von Jahr zu Jahr ſchlechter wird. s beſſere 1 d daben§. 53. * Columella Lib. II. Cap. X.§. 7. Leipz. Sammlungen: T. 3. p. 336. zile, als Leopolds Einleitung zur Landwirthſchafft. p. 24. en leicht Berliniſche woͤchentliche Relationes 1752. p. 528. usſchluß Varro. l. 1I. C. XLIV.§. 2. mag zu Lucretius. I. II. iehzucht Præteritis, laudat fortunas ſæpe parentis(arator) ng ſtehen Et crepat, antiquum genus ut pietate repletum als die⸗ Perfacile anguſtis tolerarit finibus ævum, . d den Cum minor eſſet agri multo modus ante viritim: vit Auf Nec tenet omnia paullatim tabeſcere& ire Ad ſcopulum ſpatio ætatis defeſſa vetuſto. p. 99. 44 Alllgemeine Betrachtungen uͤber die d §. S53. ud Vie 2) das Stellet man ſich den Ackerbau ohne Viehzucht bens. Stroh deutlich genug vor, ſo ergeben ſich noch mehr Nach wuͤrde Schwierigkeiten. Wieiſt es moͤglich, das Stroh ödeac ſchlecht zu auf die eintraͤgliche Art zu gebrauchen, wozu die gebrau⸗ Gelegenheit bey der Viehzucht da iſt.(§. 40.) chen ſeyn. Alles was davon dem Viehe zu Nutzen kommen Ir koͤnnte, wuͤrde platthin weggeworffen, und der aine d Faͤulniß uͤberlaſſen werden muͤſſen. Da 6. 54 den, 1 . 7.. Nutenha 3) die Von den Stoppeln ginge vollends der Abnutz 35 Stoppeln ein, wenn kein Vieh vorhanden ſeyn ſollte, piteie, wodurch man ſie betreiben und abweiden koͤnte. weidet Ao werden.§. 55. s dun Das, zu Beſtellung des Ackers und zur bo et 4) Vieh Erndte noͤtige Vieh, haͤtte auſſer der Saat⸗ zutuch und Men-und Erndtezeit wenig zu ſchaffen, und die dar⸗ ſchen waͤ⸗uͤber beſtellten Waͤrter ebenwohl, wieder die ren offt Regel eines Wirthes,(§. 12.) zu viel Muſſe. dDie muͤßig. d ſarch §. 56. llter ſ Die ſchlimmſte Folge deß, von aller Vieh⸗ ie beüſ Un⸗; 04. edra „) das nn zucht getrennten Ackerbaues, iſt noch dieſe, änge Pehner. daß gegen das einreiſſende Unkraut nur lauter he w mehren. vergebliche Anſtalt gemacht werden wuͤrde. hes eha §. 57. ruh ine *) Folgen Die Folgen der Viehzucht, ohne Acker⸗ brhe der Vieh⸗bau zeigen ſich ebenwohl von keiner vortheil⸗ 3 zucht, ohne haften Seite. Gewiſſe Ländereyen verſtatten Ackerbau. dennoch keine andere Wirthſchaftsart(§. 28.) d indem ſie zum Kornbau nicht geſchickt ſind. 4u. Dabey iſt freylich, wenn gantze Felder von der un Beſchaffenheit ſind, der Wunſch, Ackerbau un und iehzucht ch mehr sStroh wozu die §. 40.) komwen und der r Abnuß n ſollte, den koͤnte. und zur er Saat⸗ die dar⸗ jeder die - Muſſe er Vieh⸗ dieſe, rlauter rde. Acket⸗ ortheil⸗ erſtatten §. 29.) kt ſind. von der lckerbau und Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 45 und Viehzucht mit einander zu verbinden, ver⸗ gebens. Geſetzt auch, daß man es in ſeiner Macht haͤtte, beyde Theile mit einander oder ei⸗ nes davon alleine zu treiben. §. 58. Ohne Ackerbau wuͤrde denn der Dung nur 1) der eine Laſt der Wirthſchafft. Dung Den Wieſen kan damit auch geholffen wer⸗ hiraßr an den; Aber es iſt verſchwenderiſch. Weit beſſern gebracht. Nutzen hat der Wirth davon, wenn er den Dung in den Acker bringet. §. 59. Bloß zur Heuwinnung und Wegſchaffung 2) das des Dungs muͤſten Pferde gehalten werden, die Vieh haͤtte bey der erſten in voller Arbeit, die gantze uͤbrige ungleiche Zeit durch aber halb muͤſſig ſeyn wuͤrden. Arbeit. §. 60. Die Weide, wenn ihr auch mit Dung noch 3) die ſo ſtarck nachgeholfen wird, verlieret mit dem Weide Acker ſeine innere Guͤte. Das beſte Gras und wird die behuͤflichſten Kraͤuter werden von ſchlechtern ſchlechter verdraͤnget und verlieren ſich. Der Abnutz des Viehes wird alſo, wenn gleich nicht augenſchein⸗ lich, doch unvermerckt, nach und nach, der Weide halber ſchlechter, es ſey denn daß dieſe durch eine in unſern Gegenden ſeltene Fruchtbar⸗ keit, durch Ueberſchwemmung und dergleichen ſich noch gut erhielte. §. 61. Dann mangelt es an Streu; Oder wenn man 4) die das Heu dazu gebrauchen wollte; So verduͤrbe Streuen man doch Futter, das immer zu gut dazu iſt, ge⸗ mangeln, rade hin der Faͤulniß uͤbergeben zu Hesden, 3 2 2‧ —.————.————— 46 Allgemeine Betrachtungen uͤber die hihte .§. 62. Vne daß 5) das Immer Schade genug, daß das Rindvieh ze u be Heufutter durchaus mit nichts anderm als Heu gefuttert p wird ver⸗wird, und die Verlaͤngerung des Futters mit ſchwendet. dem Strohe, welche ohne ſich in der Eintraͤglich⸗ keit des Viehes was zu entbrechen, geſchehen kan, nicht ſtatt findet. e allema §. 63. Fe nibena b) die Die Schaagfe verlieren die Abwechſelung des dß Fichagie Futters und auch mit der wohl das gute Gedeyen. trthn. Noth da⸗(§. 44.) aururt bey. gele nich §. 64. de, ſonder c)Folgen Verbindet man aber Viehzucht und Ackerbau 3 1 gnd.3 de Wor⸗ auf die geſchickteſte Art mit einander, ſo fallen indung die Maͤngel von beyden Seiten weg. Es waͤre wwrſchen noch nicht vielgewonnen, wenn beyde Theile zwar Theilen. neben einander betrieben wuͤrden, und in ſo weit dur⸗ doch noch immer getrennet blieben, daß der Acker nen beſtaͤndig als Acker, und die Weide beſtäaͤndig zur zad Weide gebraucht wuͤrden. Der Gebrauch des benn 2 e gend Strohes bey dem Heue wuͤrde etwas abhelffen; Bund Die Stoppeln koͤnten mit Vieh beweidet werden; n ga Menſchen und Zugvieh blieben in gleichmaͤßiger wa Arbeit; Der Dung verzinſete ſich im Acker eini⸗ rüru germaſſen, zu den Streuen gaͤbe das Stroh Ma⸗ ame terialien her, und den Schaafen wuͤrde es auch rneli, nicht an abwechſelnden Futter mangeln. Je⸗ Ke hoc doch zur Tilgung des Unkrautes und Abhelffung wale der immer ſchlechter werdenden Weide waͤre keine alnn, Hoffnung.(§. 32. 56. und 60.) 8 al, aper §. 65. rpü Wenn aber der Acker zur Weide und die in Jſ Weide wiederum zu Acker wechſelsweiſe(§. 26.) † zd. gebraucht wird, ſo traͤgt der Acker weit beſſere V. Fruͤchte, fano. Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 47 Fruͤchte,(§. 52.) und die Weide beſſer Gras,* ohne daß dadurch eben jederzeit von der Groͤſſe indvieh des zu beſaͤenden Ackers was abgehet, weil die efuttett Weide die Stelle des Theils, welcher von dem ets mit Acker ruhet, wiederum vertritt. Das Unkraut räglich wird mittelſt der Ruhe vertilget, und mit der ver⸗ henkan, beſſerten Weide nimmt die Viehzucht zu. Sie wird eintraͤglicher, denn gedeihlicheres Gras ſet⸗ zet allemahl das Vieh in beſſere Kraͤffte, und die⸗ nigde ſe nuͤtzen dem Wirthe bey allen Arten von Vieh. 2 edeyen. Die Frage,*ob es nicht beſſer ſey, Vieh⸗ zucht ohne Ackerbau zu treiben, wird ſich hieraus beantworten laſſen, und ich glaube, daß beyde Theile nicht eben der Wohlfahrt des Staats hal⸗ ber, ſondern nach den Regeln eines tuͤchtigen cerbau Wirthes mit einander in Verbindung zu ſetzen fallen ſind. 's waͤre ile zwar§. 66. ſo weit. e. Columella war hievon durch die Erfahrung uͤberfuͤhret er Acker uine e Mi⸗ n—, wie ſolches folgende Stelle bezeuget. Wenn man ſie ndig zur gantz uͤberſiehet, ſo iſt klar, daß er von Gruͤnden und uch des Gegenden redet, die wir unter die beſten rechnen(§. 27.) ‚helffen; Sunt ctiam quædam prata, ſitu vetuſtatis obducta veteri werden, vel craſſo muſco. Quibus mederi folent agricolæ ſemini- naͤßiger bus de tabulato ſuperjectis, vel ingeſto ſtercore. Quorum eer eini⸗ neutrum tantum prodeſt, quantum ſi cinerem ſæpius in- oh Ma⸗ geras; ea res muſcum enecat. Attamen pigriora ſunt iſta es auch remedia, cum fit efficaciſſimum, de integro locam exarare. 1. Je, Sed hoc ſi prata accepimus facere debemus. Sin autem elffung nova fuerint inſtituenda 2 vel antiqua renovanda(nam mul- re keine ta ſunt, ut dixi, quæ negligentia exoleſcant,& fiant ſterilia) ea expedit interdum eriam frumenti cauſſu exarare, quia talis ager, poſi longam deſidiam læras ſegetes alert. Lib. II. c. XVIII. S. 2. und die** von Juſti. Oeconomie und Cammeral⸗Wiſſenſchafft T. I. (C. 26.)§. 561. 3 lbeſen„*y Varro. Lib. II. c. I.§. F. Fru hte, —————— 48 Allgemeine Betrachtungen uͤber die §. 66. III. Nach Nimt man das vorhergehende zum guͤltigen der Ver⸗Beweiſe an, daß die Viehzucht zur Unterſtuͤtzung haͤltnis des Ackerbaues nothwendig ſey, ſo kann ſolches zwiſchen dem Anſehen nach nicht anders, als in der Maaße beyden. geſchehen, die der Ackerbau und die Weide zuſam⸗ men genommen, dazu vorſchreibet.(§. antec.) Zum Unterhalte des Viehes iſt aber im Sommer Iunagſdans Weide und zum Winter⸗Futter ein inreichender Vorrath von Heu noͤtig. Wenn nun der Acker und die Weide alleine den Maasſtab ur Groͤße der Viehzucht geben ſollten, ſo iſt die Prage, ob auch die noͤtigen Wieſen zur Anſchaf⸗ fung des Heues vorhanden ſind?(§. 42.) und das Vieh hieraus die Winterfutterung, weder uͤberfluͤßig noch karg, ſo wie aus der Weide, die andere Zeit hindurch, den Unterhalt hinreichend haben koͤnne? Jaͤhrlich Veraͤnderungen zu machen und dadurch den Ertrag der Wirthſchafft auf einen ungewiſen verſtaͤndiger Wirth.(§. 7.) Die Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau iſt derowegen ſo einzu⸗ richten, daß ſie unwandelbar ſey, und dahin wird uns die Verhaͤltniß unter den drey Theilen, wo⸗ be ſie ahhaͤnget, Acker, Wieſen und Weide, eiten. §. 67. A. Allge⸗ Wenn ſo viel Acker ruhet, als noͤtig meute Re⸗ iſt, ihn in Krauͤfften zu ſetzen, wenn ſo viel Verhäͤlt⸗ Vieh vorhanden iſt, als zu Beſtellung des niß zwi⸗ Ackers und zum Gebrauche der Weide er⸗ ſchen Vieh⸗forderlich, und wenn ſo viel Heu gewor⸗ zucht und ben werden kan, das Vieh damit auszu⸗ Ackerbau. winrern, ſo iſt die Verhaͤltniß aller Theile, Pobey vollkommen zu nennen. §. 68. uß zu ſee⸗ damit beſchweret ſich kein 2—n die ſtalſon en entw gaße enenn ſaſſen, einzuſch ſer oder Grüßedes nentlnnen tſin NAline d acbi etvanalei ſo güt e holinder rel Wieſe derangtt. glich die usfälen, ſtin der leil e Vnner geb V Ntie⸗ in, t bede genu üe We bch mnn er ſo p tn de We iß Gera — — guͤltigen ſtuͤtzung ſolches Maaße dezuſam⸗ antec.) Sommer utter ein Wenn Laasſtab ſo iſt die Unſchaf 2.) und „wedet eide, die reichend machen auf einen ſich kein ltniß der ſo einzu⸗ ahinwird en, wo⸗ Weide, s noͤtig nſo viel ung des hide er⸗ gewor⸗ auszu⸗ Theile, 9. 68 Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 49 §. 68. Die Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau, a) die iſt alſo mangelhafft, wenn eins von dieſen Thei⸗ Maͤngel len entweder gantz fehlet, oder in der gehoͤrigen beruͤhret Maaße nicht vorhanden iſt; Um ſich durch die werden, Benennung der aͤndereyen nicht irre machen zu und zwar laſſen,(§. 24.) und die Wirckſamkeit der Mittel einzuſehen, wodurch den Maͤngeln, welche bey die⸗ ſer oder jener Beſchaffenheit des Bodens, und der Groͤße des einen Theils gegen den andern, ſich ereig⸗ nen koͤnnen, abzuhelffen iſt, wird es nicht ungera⸗ then ſeyn, vorher die Maͤngel ſelbſt zu unterſuchen. §. 69. Reichen die Kraͤffte des Ackers bis dahin nicht, a. welche daß er Wieſen und Weide mit abgeben kan, iſt er von den etwan allein zur Weide und zum Kornbau faͤhig, fehlenden ſo gibt er entweder Weide fuͤr Schaafe, oder oder uͤber⸗ Hollaͤnderweide. In beyden Faͤllen muͤſſen ſo fluͤßigen viel Wieſen vorhanden ſeyn, als die Viehzucht Wieſen verlanget. Mangelt es nun an dieſen, ſo wird herzuͤhren. gleich die Viehzucht zu klein gegen den Ackerbau ausfallen; Sind ſie im Ueberfluß vorhanden, ſo iſt in der Weide und nach dem Ertrage des Ackers ſo viel Vieh nicht zu unterhalten, als durch den Winter gebracht werden kan. §. 70. Iſt die Weide nur allein als Weide zu gebrau⸗ g. welche chen, ſo trift es ſich leicht, daß entweder nicht von der Weide genug oder zu viel vorhanden. Ueber⸗ fehlenden fluͤßige Weide fuͤr die Schaͤferey wuͤrde den oder uͤber⸗ Wirth zur Winterszeit in Verlegenheit ſetzen, fluͤßigen wenn er ſo viel Schaafe auswintern wollte, als Weyde er in die Weide zu nehmen vermoͤgend iſt. Und herruͤhren. diß Gebrechen ſetzt ihn die meiſte Zei in die Nothwendigkeit, weniger Schaafe in die Weide zu 2 g—y— 50 Allgemeine Betrachtungen über die zu nehmen, als er wuͤrcklich darauf halten koͤnte.. Aus Mangel der richtigen Verhaͤltniß der Grundſtuͤcke eines Guthes, wird alſo die Weide nicht genug genuͤtzet. Ueberfluͤßige Weide fuͤr Hollaͤndervieh hat eben die Folgen. DasGleich⸗ gewicht der Viehzucht leydet gegen den Ackerbau, da ein Theil der Weide nicht genug genuͤtzet wird. Mangelnde Weide, in Vergleichung mit dem Acker und Wieſen, ſetzt zum Voraus, daß die Wieſen zur Weide nicht brauchbar find, denn ſonſt entſtuͤnde ein gantz anderer Fall. Die vor⸗ erwaͤhnte Unbequemlichkeit tritt hier umgekehrt ein. Man kan mehr Vieh auswintern, als in die Weide nehmen, und beydes in Betracht der Schaafe ſowohl, als der Hollaͤnderey. §. 71. y. welche Wenn aber die Weide zu Wieſen zugleich mit von dem geſchickt iſt, ſo aͤuſſert ſich entweder ein Mangel oder fehlenden Ueberfluß am Acker. Mit jenem verliehrt der oder uͤber⸗Wirth den nutzbarſten Gebrauch vom Dung, den uſigre te er uͤberfluͤßig hat. Dem Vieh entgehet die noͤti⸗ 5 en 9 ge Pflege wegen mangelnden Streues, oder es pringen. wird auch Futter dazu verdorben: Dann wird auch dem Acker die gehoͤrige Ruhe entzogen, weil man ihn des Strohes wegen mehr bauen muß, als es geſchehen duͤrffte. Mit dem Ueberfluß von Acker gegen Wieſen und Weide wird der Acker nicht genug gebraucht, weil das zur Be⸗ ſtellung deſſelben gehoͤrige Vieh nicht in der ge⸗ hoͤrigen Anzahl unterhalten werden kan. Die Viehzucht wird in dieſem Falle zu klein gegen den Ackerbau, und in dem erſten, zu groß. §. 72. Nun nehr ale bey aller Art des wenn tei unter de ſen und wieviele derhabhn den einen dern erwe aungen re tot⸗ wen werd hung und der andere mn niht dr heles ifdie Ei uffen wei 4 wer Agirauc Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 51 §. 72. Nun beſorgt man vielleicht, daß dieſe Faͤlle b) Mittel, niß der mehr als zu offt eintreten. Man wird ſagen, ihnen ab⸗ Weide bey allen Wirthſchafften hat doch einmahl jede zuhelffen. äiddeir Art des Bodens ſeine beſtimmte Groͤße, und Gleic⸗ wenn trifft dieſe juſt in eine ſo genaue Verhaͤltniß ckeetbaux, unter den drey Arten des Bodens, Acker, Wie⸗ genuͤttt ſen und Weide ein? Wenn man aber bedenckt, wie viel der Wirth damit gewinnet, daß er den Bo⸗ den bald zu Acker,bald zur Weide gebrauchen, daß er nitdem den einen Theil damit einſchraͤncken, den an⸗ daß de dern erweitern koͤnne, daß viele Guͤter mit Hoͤl⸗ halten denn zungen reichlich verſehen ſind, und aus dieſen du ald Acker, bald Wieſen, bald Weide genom⸗ ndie men werden kan, und hingegen auch mit Anzie⸗ in dee hung und Vermehrung des Holtzes der eine oder ſcht de: der andere Theil einzuſchraͤncken ſtehet, ſo wird man nicht in Abrede ſeyn, daß die Verhaͤltniß der Theile da, woſie ſo genaunichteintrifft, einge⸗ fuͤhret werden koͤnne, und es groͤßtentheils nur eichmit auf die Einrichtung, welche der Wirth damit zu geloder treffen weiß, ankoͤmt. ehrt der§. 73. ng, den Jede Sache laͤſſet ſich von mehr als einer B. Andere die not Seite betrachten, und nur ſelten trifft man die, Regel. dder welche allgemein fuͤr die beſte gehalten wird. in wir Die Mecklenburgiſche Wirthe geben den Grund n, well von der Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau muß, auf eine andere Art an, wobey alle Faͤlle nicht ſo berftuß kurtz zu faſſen ſind, jedoch aber vielleicht etwas dir der zur Erlaͤuterung des vorhergehenden vorfallen zur B kan. Der leichteſte Fall, worin die Verhaͤltniß der ge der Viehzucht zum Ackerbau uͤberſehen werden . Die kan, iſt wohl der, wenn man annimt, ein Land⸗ ngegen guth beſtehe durchgehends aus ſolchem Boden, coß. der zu Acker, Wieſen und Weide, wie man will, zu gebrauchen iſt. Leget man die obige Regel §.71. D 2(§. 67.) 52 Allgemeine Betrachtung uͤber die T (§. 67.) zum Grunde, ſo theilet man den Acker iidert darnach nur in drey Theile und gibt jedem den dͤauſe Nahmen. Der Wirth aber druͤckt ſich auf eine ahen⸗ andere Art aus. Wenn man die Wieſen ſo groß ia Witt machen kan, als man will, ſo laſſe man den ulen w Acker nicht uͤber die Beit trragen, man ge⸗ an kan. be ihm die gehoͤrige Ruhe; Und dann ſo viel Vieh gehalten, als der ruhende V Acker in die Weide nehmen kan. Nach di dieſem Viehſtapel wuͤrden dann die Wieſen uann abgemeſſen⸗ nn, A arichüch Auwen⸗ 3§. 74. Keches d dung der: Dieſer Regel nach wuͤrde in fruchtbaren Ge⸗ ſinſe! ſelben genden die Hollaͤnderey, als das eintraͤglichſte atiine 1) auf Stuͤck der Viehzucht, ſo hoch hinan zu treiben drberi fruchtbare ſeyn, als die Weide in dem ruhenden Acker es anube Gegenden. nur immer verſtattete. 8 renr §. 75. lefun( 2)an an⸗ Im Falle aber der Acker keine Weide fuͤr die ifutb dige e⸗ Hollaͤnderey abgeben koͤnte, bleibet die Regel ulih genden. doch noch richtig, nur unter der Veraͤnderung in uader der Anwendung, daß man ſoviel Schaafe halte, ſid, iſt als der ruhende Acker Weide dafuͤr gibt. Der eaig dr Hauptunterſchied wird darinn ſtecken, daß hier igejei weniger Wieſen als dort, noͤtig waͤren, weil die Schaafe mit ſehr wenigem Heu durchgebracht werden koͤnnen. rS a Wade! §. 76. V iun Puſſ Ausnah⸗ Den vorausgeſetzten Fall kan man aber unter Uit dehi me von der die ſeltenſten rechnen. Waͤre der Grund und) Regel. Boden auch in gewiſſen Laͤndern haͤuffig von der 1) wegen Guͤte anzutreffen, ſo veraͤndert die Weide, wel⸗ mangeln⸗ che auſſerhalb dem Acker in Moͤhren, Holtzun⸗ derWieſen. gen, Bruͤchen befindlich, und die Abtrifften G. 48.) 84 ſchon vieles. Gutentheils aber haben die Wieſen, mit 4 beſon⸗ eüi n Acker dem den auf eine ſo groß an den nan ge⸗ dann ſo uhende Nach Wieſen eren Ge⸗ ügüchi treiben Acker es e fuͤr die e Regel erung in xe halte, t. Der daß hier weil die gebracht zer unter ind und von der de, wel⸗ Holtzun, 1G.48.) Wieſen, beſon⸗ Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 53 beſonders auf den Sandfeldern, ihre Grentzen, und auſſer ihnen iſt zu keiner Heuwinnung zu ge— rathen. Bey ſo bewandten Unſtaͤnden aͤndert der Wirth die Regel dahin, daß ſoviel Vieh ge⸗ halten werde, als man durch den Winter brin⸗ gen kan. §. 77. Die Weide auſſerhalb der, welche in dem welche der ruhenden Acker vorfaͤllt, und unter dem Nah⸗ uͤberſluͤßi⸗ men, Auſſenweide begriffen wird, iſt offt ſo be— gen Weyde traͤchtlich, daß man zum Unterhalt des Viehes, wegen feh⸗ welches durch den Winter gebracht werden kan, en. ſo große Anſtalt in dem ruhenden Acker nicht noͤ⸗ tig haͤtte; Der mangelnden Wieſen halber, oder der uͤberfluͤßigen Weide wegen, litte alsdenn das Banaue Verhaͤltniß zwiſchen Viehzucht und Acker⸗ au, wenn die allgemeinen Mittel, zu deren Ab⸗ helffung(§. 72.) unzulaͤnglich ſind. Der Be⸗ helff mit bloſſem Weidevieh, welches entweder lediglich zum Fettmachen angekaufft, oder auch von andern fuͤr Bezahlung in Weide genommen wird, iſt nicht ſicher genug, und auch nur an wenig Orten anzubringen, wie ſolches unten naͤ⸗ her gezeiget werden ſoll. §. 78. Bey Sandfeldern hat es mit der uͤberfluͤßi— 27 vig gen Weide nicht ſo viel auf ſich. Die nothduͤrff⸗ ieiſßic tigen Wieſen finden ſich wohl, und im Falle der 3 · Noth, behilft ſich der Schaͤfer auch ohne Heu. Ebshel. . 47.) dern. §. 79. Es iſt kein neuer Fall, wenn man uͤberfluͤßi⸗ 3) wegen gen Acker voraus ſetzet. Denn er iſt allemahl uͤberfluͤßi⸗ mit uͤberfluͤßiger Weide vergeſellſchaftet, als ei⸗ gen Acker. D 3 ne 54 Allgemeine Betrachtungen uͤber die ne daraus flieſſende natuͤrliche Folge, da man aus Acker immer Weide machen kan(§. 26.) und dieſer Fall iſt ſchon entſchieden. §. 80. 4) wegen Der mangelnde Acker entſpringt aus mehr uͤberfluͤßi⸗ als einerley Quellen. Es kan ſolcher der uͤber⸗ ger Wie⸗ fluͤßigen Auſſenweide halber eintreten, da mehr fen, Ader Vieh geweidet, als durchgewintert, mehr Dung den A cker gemacht, als auf den Acker angebracht werden kan. Aber auch beyzu geringer Auſſenweide, und uͤberfluͤßigen Wieſen, vermißt man den Acker, ſo ferne die Wieſen zur Weide mitzunehmen ſtuͤnden. §. 81. Mahadide Dis mag zur Einleitung dienen, die uͤbrigen Verhaͤlt⸗ Faͤlle auseinander zu ſetzen. Jederman iſt im niß der Stande, ſie ſelbſt aufzuſuchen. Man habe nur Viehzucht Acht darauf, daß alles lediglich auf eine zumAcker⸗ genaue Unterſuchung der Laͤndereyen bau beru⸗ ankoͤmt, und nach derſelben Beſchaffenheit het. und ihrer Verhaͤltniß unter einander auch Vieh⸗ zucht und Ackerbau, in Gleichgewicht zu bringen ſind. Erreichet man dieſen Zweck nicht allemahl voͤllig, ſo naͤhert man ſich ihm doch nach aller Moͤglichkeit. 6. 92. C. Die Je groͤßer die Wirthſchafft iſt, deſto eher Ordnung, ſtoſſen die Mittel zu voͤlliger Erreichung dieſes wodurch Zwecks auf. Es koͤmt dann nur auf die Geſchick⸗ dieſe Ver⸗ lichkeit des Wirthes an, wie er das Gute allezeit haͤltniß be⸗ aus dem Schlimmen zu ziehen weitz, ſich kehret Wväharf und wendet, verſucht, aͤndert und beſſert. Oh⸗ 1. Bey ne Ordnung wuͤrde alles Beginnen bey ſolcher 2 Wirthſchafft vergeblich ſeyn. Es iſt anddach ohne W thne det hen dch iſt beſehe wahren. Da aber n richt we nitkiſt di til leict deRuhe Üüunng nich GGebiude übern He dun Enw Atersmn erfrder, un deſioſ lier vhhe und wiel V don! dan auch d nſthen, ſa Withſe invuden Wiekar ſe Wedde, inenſind V hiftedes dnach die whdemm uͤbrigen iſt im abe nur ff eine ereyen fenheit hVieh⸗ bringen leemahl h aller to eher dieſes echic Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 55 ohne derſelben auf ein genaues Verhaͤltniß zwi⸗ großen ſchen Viehzucht und Ackerbau zu halten, und Wirth⸗ doch iſt es die Abſicht eines guten Wirthes, die ſchaften. Geſetze ſolcher Verhäͤltniß unverletzlich zu be⸗ wahren. §. 83⸗· Der Acker ſoll jetzt ruhen, zur andern Zeit I) in der aber tragen, und hiedurch Weide und Acker Ruhe des nicht weniger in beſſere Umſtaͤnde kommen, als Ackers mittelſt dieſer Abwechſelung jene Verhaͤltniß ſo viel leichter erhalten werden kan. Wie, wenn die Ruhe des Ackers, die ihr beygemeſſene Wir⸗ kung nicht thaͤte? Es fiele alsdenn das gantze Gebaͤude der Mecklenburgiſchen Wirthſchafft uͤberm Hauffen. Darum iſt es um ſo noͤtiger den Einwuͤrfen wieder den Nutzen der Ruhe des Ackers zu begegnen, da es die Sache ſelbſt ſchon erfordert, uͤber die Urſachen davon nachzudencken, um deſto fuͤglicher ausmachen zu koͤnnen, welcher Acker ruhen muͤſſe? wenn dieſes geſchehen ſoll? und wie lange er in dem Zuſtande bleiben darf? §. 84. Von wegen der Ruhe des Ackers gewinnet 2) in der dann auch die Beſtellung deſſelben ein beſonderes Beſtellung Anſehen, und erfordert ihre eigene und bey groſs deſſelben. ſen Wirthſchaften, die auf den alten Fuß betrie⸗ ben worden, gantz ungewohnte Maaßregeln. §. 85. Wie kan dis auch anders ſeyn? da hier dann 3) in der alte Weide aufzubrechen; dann Stoppeln umzu⸗Folge der bringen ſind; dann die in der Ruhe gewonnenen Saaten. Kraͤffte des Ackers als Dung anzuſehen ſind, und darnach die Saaten geordnet werden, oder je nach dem man die Saaten ordnen will, in jenem D 4 Maaſſe 56 Allgemeine Betrachtung uͤber die Maaſſe und Ziel geſetzet wird. Gleichwie bey der Ruhe des Ackers gewiſſe Regeln auszuſpaͤhen ſind, ſo hat man auch in der Folge der Saaten darauf zu achten. Damit der Acker, wenn er durch viele hintereinander folgende Saaten ent⸗ kraͤfftet worden, wieder erfriſchet werde, laͤßt man ihn ruhen. Zu welcher Zeit iſt dieſe Vorkehr noͤtig? in welcher Ordnung unter den ſich ab⸗ wechſelnden Saaten koͤmt man bis zu dieſer Zeit? §. 86. 44 in der Beryde Fragen erfordern darum beſonders al⸗ bwechſe⸗ le unſere Aufmerckſamkeit, weil unter dem ab⸗ lung mit wechſelnden Gebrauche des Ackers zur Weide und Nehen zum Getreydebau, keine Regelmaͤßigkeit beobach⸗ und Tra⸗ tet werden koͤnte, wenn dieſe beyden Stuͤcke fuͤr gen. ſich nicht nach gewiſſen Geſetzen und beſonders zu beſtimmten Zeiten gleichfoͤrmig gehandhabet wuͤr⸗ den. Wie viel Behutſamkeit hiebey zu gebrau⸗ chen, iſt daher abzunehmen, daß man auf Jahre voraus was beſtimmet. Bey der groſſen Wirth⸗ ſchaft ſind ſolche weite Ausſichten nothwendig, indem alle große Veraͤnderungen große Gefahren mit ſich fuͤhren, und jede Unſorgſamkeit fuͤr folgen⸗ de Jahre Veraͤnderungen nach ſich zu ziehen pfle⸗ get. Darum macht der Mecklenburgiſche Wirth einen Zuſchnitt auf viele Jahre: Er beſtimmt Ort und Zeit, wo und wenn dieſes oder jenes Ge⸗ treyde gebauet werden ſoll, wenn der Acker traͤgt, wie lange er traͤgt, wenn er ruhen, bis zu welcher Zeit er ruhen ſoll, und macht auf die folgenden zum voraus moͤglichſt ſichere Rech⸗ nung. Dabey muß nun allerdings das Gant⸗ ze uͤberſehen werden, und aus der Urſache wird es zu unſerm Zwecke beſonders noͤtig ſeyn, von dem Gantzen diejenigen Stuͤcke, welche hier nicht voͤllig ausgefuͤhret werden koͤnnen, lin zu⸗ am⸗ d mmnen j ſſochen emaͤßig lfee 3 mnihni dieſe eina 1 Sol Kerteel ſunſtumic aber dem; utt man V V lle ſndoen di SLernbaue vetden, ſhrft, tn, ſſtbe Ind nach ſt ſch i bein od her ſey, 3 aht, dat haktwer Jlichn S dn imſch Ales omr dn Acker itenng N!den fehlen t ¹ man vie ben lſpaͤhen Saaten venn er ten ent e, laͤßt Vorkeht ſich abe er Heit! ders al⸗ em ab⸗ ide und eobach⸗ uͤcke für Ders zu eet wuͤr⸗ gebrau⸗ Jahte Wirth⸗ wendig, zefahren rfolgen⸗ hen pfle Wirth eſtimmt nes Ge⸗ er traͤgt, bis zu ncht auf re Rech⸗ s Gant⸗ Urſache ig ſeyn, lche hier kurtz zu⸗ ſam⸗ Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 57 ſammen zu faſſen, um nur alles zu beruͤhren, was zu ſolchem Zuſchnitte gehoͤret: Um den Acker re⸗ gehais ruhen und tragen zu laſſen, war kein eſſeres Mittel ausfuͤndig zu machen, als daß man ihn in gewiſſe gleiche Theile abſonderte, und dieſe einander in dem Gebrauche abwechſeln ließ. 7§. 87. Solche Abtheilungen ſind der Viehzucht zum a) bey den Vortheil, vielfaͤltig mit Zaͤunen umgeben, oder deben⸗ ſonſt umſchloſſen, und heifſen Koppeln. Wenn ſie koppeln. aber dem Zugviehe beſonders gewidmet ſind, nen⸗ net man ſie Nebenkoppeln. §. 88. Alle uͤbrige Abtheilungen des Ackers, ſie b) bey den moͤgen dicht gemacht ſeyn oder nicht, die des Schlaͤgen. Kornbaues und der Weide halber angeordnet deren werden, heiſſet man Schlaͤge. Die Wiſſen⸗ ſchafft, Schlaͤge am vortheilhaffteſten einzurich⸗ ten, iſt bey den Mecklenburgiſchen Wirthen nach und nach zur Vollkommenheit gediehen. Man iſt ſich in gewiſſen Faͤllen zur Zeit noch uneins, ob ein oder die andere Art von Schlaͤgen zutraͤgli⸗ cher ſey, und man hat der Sache ſo weit nachge⸗ dacht, daß, wenn die Gruͤnde gegen einander ge⸗ halten werden, nicht ſelten der Ausſchlag bey der⸗ gleichen Streitigkeiten eben ſo ungewiß iſt, als bey den ſcharfſinnigſten Lehren der Metaphyſic. Alles kommt darauf an, daß man wegen der, in dem Ackerbau ꝛc. ſo ſtarcken Einfluß habenden Witterung, ſo ſehr ungewiß ſeyn muß. §. 89. Indem man es ſo wenig an Unterſuchungen I. Be⸗ hat fehlen laſſen, ſo wird es keinen befremden, quemlich⸗ daß man nicht bloß auf die nothwendigſten Dinge keiten, und 2 d S hie⸗ ————————,— 58 Allgemeine Betrachtungen uͤber die hiebey geſehen, ſondern ſo gar die Bequemlich⸗ keiten der Schlaͤge ausſtudiret hat. §. 90. 2) Anzahl, Weit genauer aber gehet man dabey zu Wer⸗ in Be⸗ ke, um die Anzahl der Schlaͤge ſelbſt auszuma⸗ tracht chen. Dieſe muß auf die Regeln der Ruhe des koͤmt. Ackers, der Ordnung der Saaten, und die Maaſſe der Arbeit, welche man zu beſtreiten Kraͤffte hat, paſſen. Hiermit richtet ſich der Wirth entweder große oder geringere Vortheile auf viele folgende Jahre an, nachdem er gluͤcklich in der Wahl iſt. §. 91. II. Bey der Die Veorſicchtigkeit bey dieſer Wahl iſt bey kleinen. großen und kleinen Wirthſchafften gleichmaͤßig zu beobachten; Jedennoch liegen bey dieſem an⸗ dere Regeln zum Grunde, als bey jenem. §. 92. Wenn nun außsfuͤhrlich von der Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbaue, undbeſonders von den Regeln, nach welchen man ſie bey der Meck⸗ lenburgiſchen Wirthſchafft beobachtet, gehandelt werden ſoll, ſo iſt dabey zu unterſuchen. 1.) Die Beſchaffraheit des Bodens(§. 81.) 2.) Die Fruchtbarkeit des Erdreiches, wel⸗ che ihren Urſprung aus der Ruhe nimt (§. 83.) 3.) Die Verpflegung des Ackers(§. 84.) 4.) Die Ordnung der Saaten(§. 85.) F.) Die noͤtige vorlaͤufige Veranſtaltung zur Einrichtung eines Gutes(§. 86.) 57 Die)eſchaſſenheit der Nebenkoppeln §. 87. 7.) Die Ordnung, worinn die Schlaͤge mit einan⸗ diß einie Ve rm beſhl ee d. d N V dne Kenn rngehlic, in äre, ficexwit 3 kne deun, nie fui ii n, dl Rgehens dnnuf, die lgt hn um mit wlrtäm vemlich⸗ zu Wer⸗ uszuma⸗ Kuhe des und die eſtreiten ſich der ortheile ,aͤcklich iſt be hmaͤßig ſem an⸗ haͤltniß ders von r Meck⸗ handelt §. 81.) , wel⸗ e nimt 4.) b ung zur koppeln ge mit einan⸗ Verhaͤltniß der Viehzucht zum Ackerbau. 59 einander abwechſeln, oder die Rulirung derſelben(§. 88.) 8.) Die Bequemlichkeiten der Schlaͤge(§. 89.) 9.) Die Anzahl der Schlaͤge(§. oo.) 10.) Die Einrichtung kleiner Wirthſchaften, oder der Dorf⸗Felder(§. 91.) §. 93. Dieſe Unterſuchungen werden alsdenn fuͤglich fmnize Vergleichungen verſchiedener Wirthſchaff⸗ ten beſchlieſſen koͤnnen. - †m= P 52⸗p. ⸗epP p. 3.epte Ii Abſchnitt Von dem Unterſchiede des Bo⸗ dens und ſeinen Kennzeichen. §. 94. hie Bemuͤhung von der Einrichtung der Die ge⸗ Mecklenburgiſchen Wirthſchafft andern naue eine Kenntniß zu verſchaffen, waͤre zum Theil Kenntniß vergeblich, wenn ich nicht zugleich darauf befliſ⸗ des Bo⸗ ſen waͤre, den Boden, welchen der Mecklenbur⸗ dens erfor⸗ giſche Wirth auf ſeine Art behandelt und ebrau⸗ dert Zeit, chet, kennen zu lehren. Man hat nur, Bchade darum, nicht in ſeiner Gewalt, das verſchiedene Erdreich mit Worten dergeſtalt kennbar zu ma⸗ chen, als es die Natur den Augen darſtellet. Vergebens iſt auch der alte Wirth nicht ſo ſtolz darauf, die Eigenſchafften des Bodens zu kennen; Er hat ihn von Jugend auf betreten, und ziehet darum mit Recht ſeine Kenntniß der Klugheit ei⸗ nes Ankoͤmmlings vor. Es gehoͤren Jahre dazu ſolche 60 Iſter Abſchnitt. Von dem Unterſchiede Die Che⸗ miſchen Verſuche ſind unzu⸗ reichend. Wirthli⸗ che Kenn⸗ zeichen des Ackers. ſolche zu erlangen. Aus dieſem Grunde hat man eine ſolche Menge von Merckmalen ausfuͤndig gemacht, welche die Tugend oder Untugend des Bodens anzeigen ſollen. Die Natur verdeckt aber immer noch vieles, deßen der Wirth erſt mit den Jahren kundig wird. §. 95. Der richtigſte Probierſtein waͤre die Chimie. Schrot und Korn wuͤrden ſich bey Unterſuchung des Bodens ſo gut, als bey den Muͤntzen, entdec⸗ ken laſſen, wenn die Erde nur einigermaſſen von einem Gepraͤge waͤre. Wer iſt aber gut dafuͤr, daß die Stelle, von welcher man einen Kloß auf⸗ hebet, nicht durch die Natur, den Dung, oder durch ein guͤnſtiges Ohngefehr von denen andern unterſchieden ſey? Es iſt noch zu ungewiß die Fehler bey einer Menge ſolcher Verſuche zu ver⸗ theilen, und aus vielen, durch Aequation, eine ohngefehr richtige Probe heraus zu bringen. So brauchbar auch die Chemiſchen Verſuche in der Naturkunde, und ſo nothwendig ſie auch bey Unterſuchung der wahren Beſtandtheile der Er⸗ de ſind, ſo wollen ſie doch nicht hinreichen, dem Wirthe eine genaue Kenntniß des Bodens zu verſchaffen. §. 96. Die deutliche Vorſtellung von dem, was bey Unterſuchung des Bodens vorgehet, wird uns am erſten darauf fuͤhren, wie der Sache am beſten beyzukommen ſey, und wie ferne die Che⸗ mie das ihrige dazu beytrage. Ein Feld das man von einem Ende zum andern nicht uͤberſehen kan, das halb beſtellet, halb rohe, halb mit Graß, oder Korn bedecket, vor unſern Augen lieget, nach der wahren Guͤte des Bodens zu üntfoſi hen! 6 Schri gleinigke hen Ken en ſobe Unfang Acker ſe ſo wiee das Un mit gon Und das ſke nach aunzach hiſ Nunang dner in dee at ger Gnachs gendcwo a nit aller otzuͤgli dyden.. niſen Er⸗ igenn H nüten A hn, mdi Jeebe in, dß dameng tdece deinnet, famach e hat man sfuͤndig gend des verdeckt Herſt mit Chimie. ſuchung entdec⸗ ſſen von tdafuͤr, loß auf⸗ g, oder andern wiß die e zu ver⸗ en, eine bringen. ſuche in auch bey der Er⸗ en, dem dens zu , was :, wird ache am die Che⸗ das man Hen kan, Graß, lieget, unterſu⸗ chen! des Bodens und ſeinen Kennzeichen. 61 en!— Dabey kan man nicht von Schritt zu Schritt jeden Winckel in acht nehmen und auf Kleinigkeiten ſehen. Die Mittel zur hinlaͤngli— chen Kenntniß des Erdreiches zu gelangen, muͤß ſen ſo beſchaffen ſeyn, daß man von einem weiten Umfange mit einmahl urtheilen koͤnne. Der Acker zeigt ſich meiſtens unter zweyerley Geſtalt, ſo wie er durch Ackerwerckzeuge umgekehret, und das Untere oben gebracht worden, und wie er mit Korn oder andern Gewaͤchſen bekleidet iſt. Und das leitet uns auf zween Wege: Den Ac⸗ ker nach ſeinen innern, und nach ſeinen aͤuſſern Kennzeichen, zu betrachten. Ehe aber dieſes ge⸗ ſchicht, ſind noch die Merckmale, welche von beyden Orten angegeben werden ſollen, zu rechtfertigen. §. 97. Unter den aͤuſſern Kennzeichen ſind die Pflan⸗1) Aeuſ⸗ zen die erſten und die ſicherſten. Es waͤre zu— ſere weit getrieben, wenn man durchgehends jedes a) Pflan⸗ Gewaͤchs in ſeinem eigenen Boden, und nir⸗ien. gendwo anders aufſuchen wollte. Viele nehmen mit allerley Erdreich vorlieb; Andere wachſen vorzuͤglich gut oder ſchlecht in dieſem oder jenem Boden. Andere wachſen gar nur allein in einem ge⸗ wiſſen Erdreiche, und noch andere erfordern ihren eigenen Himmelsſtrich(§. 20.) Auf die beyden mittlern Arten von Pflanzen darf man nur Acht ha⸗ ben, um die Natur des Bodens kennen zu lernen. §. 98. Insbeſondere iſt es ein allgemeines Kennzei⸗ I.) Kraͤu⸗ chen, daß dieſelbe Pflanze, welche aus einerley ter Saamengezeuget wird, auf guten Boden groͤſſer und ſtaͤrcker waͤchſet, und dunckel gruͤne Blaͤtter gewinnet, da ſie hingegen auf ſchlechten Boden kuͤmmerlich klein, mit ins blaue fallenden, dnn on ———a—y 62 Iſter Abſchnitt. Von dem Unterſchiede ſonſt veraͤnderten Blaͤttern angetroffen wird.* §. 99. 2) Stau⸗ So geben auch die Baͤume und Stauden ſi⸗ den und chere Kennzeichen von der innern Guͤte des Bo⸗ Baͤume. dens ab, wenn ſie friſch aufgeſchlagen, gerade und mit glatter Rinde verſehene Aeſte haben. Dahingegen rauhe mit Mooß bewachſene Aeſte, Zeichen von ſchlechtem Boden ſind.* Der Schluß hievon gehet noch weiter, als auf die Oberflaͤche der Erde. Die Wurkzeln greifen tief in den Boden, und ein gerader ſchnell aufge⸗ wachſener Baum in ſaͤndigen Boden weiſet es nach, daß unten fruchtbarere Erdſchichten an⸗ zutreffen, wie oben. §. 100. Einſchrän⸗ Die Folgerung von den Pflanzen auf die Be⸗ un hie⸗ ſchaffenheit des Erdreichs iſt aber nicht, wie leicht — zu * Die Kraͤuterverſtaͤndigen uͤbertreiben es in dieſem Stuͤcke mit der zu genauen Unterſcheidung der Pflantzen. Offt ſind zwey Gewaͤchſe, wovon eines Mas, das andere Fœ- mnina, oder eines Maior, das andere Minor heiſſet, aus einerley Saamen, und in weiter nichts unterſchieden, als daß ſie nur auf ungleichem Boden gewachſen ſind. Es wuͤrde anſtoͤßig klingen, wenn man einen ſtruppigten Dornbuſch, welcher in etwas ſandigem Boden kuͤmmer⸗ lich fortgruͤnet, zum Unterſchiede der ſchwartzen, huͤbſch gewachſenen Dornen, gleichen Geſchlechtes, Mas, oder Minor, nennen wollte. Und doch geſchicht dieſes vielfaͤl⸗ tig bey den Kraͤutern. — diligentem patrem familias decet, agri ſui particulas omnes& omni tempore anni frequentius circumire, quo prudentius naturam ſoli, five in frondibus& herbis, five jam maturis frugibus contempletur. Colum. I. I. C. II. §. I. In agro pingui— licet videre ſegetes fructuoſas ac reſtibiles,& arbores prolixas,& omnia ſine muſco- Vafro. l. I. c. IX.§, 6. d y trachte esman? weiſt inen, ſe Auße flach dde chen des den gefil und doch Piſcr ab ntwedet d es wegfluͤ ffang berg du zaben. ſir ſc vich Laſitz due in ſch ſe 19 igr die, gät dor nfeutde pentſſe. th de ſnfines V (alläig anpelt Jou 60 getroffen auden ſi des Bo⸗ „ gerade e 8 ne Aeſt, ** Dar auf die eifen tie laufge⸗ veiſet es hten an⸗ die Be⸗ vie leicht zu n Stuͤcke en. Ofſt ndere Fœ- iſſet, aus ſchieden, ſen ſind. euppigten kuͤmmer⸗ huͤbſch as, Odek vielfäͤl⸗ particulas ire, quo herbis, 1. C. Il. ructuoſas e muſco⸗ des Bodens und ſeinen Kennzeichen. 63 zu erachten, von einem oder andern Gewaͤchſe, das man einzeln findet, zu machen. Die Men⸗ ge weiſet es aus; Und um ſich deſto weniger zu irren, ſiehet man auf mehr als einerley Gewaͤchs. §. 101. Außer dieſen giebt die Lage des Feldes, ob es b. Der flach oder bergig iſt, noch ein aͤußeres Kennzei⸗Waſſer⸗ chen des Bodens ab. Ein flaches Feld welches fall. den gefallenen Regen einigermaſſen aufhaͤlt, und doch ſo abhaͤngig iſt, daß das uͤberfluͤßige Waſſer ablaͤuft, iſt dach bauer als andere, die entweder das Waſſer durchſeigen muͤſſen, wenn es wegfluͤſſen ſolte, oder es ſogleich nach Em— pfang bergunter ſchicken, ohne davon viele Frucht zu ziehen. Columella haͤlt dieſen Unterſcheid fuͤr ſo wichtig, daß er darnach den Boden in 3 Claſſen theilet.* §. 102. Der Sache recht gewiß zu werden, begnuͤgt 2) innere man ſich ſelten mit den aͤußern Merckmalen, ob Kennzei⸗ ſie gleich die weſentlichen Eigenſchaften des Bo⸗ chen 5 dens noch am richtigſten entdecken. Man will Jm 7, ſogar die Farbe mit zu Huͤlfe nehmen, da doch Feme en, jeder umgebrochener friſcher Acker ein fruchtbares 2.“ Anſehen hat.“ Die Sonne nimt ihm zwar die Larve ab, aber ſie entdecket den Betrug nicht al⸗ lezeit. Torfige Acker behalten darum dennoch ein fruchtbareres Anſehen, wenn ſie gleich ausge⸗ duͤrret ſind. Sicherer zu gehen, nimt man zu⸗ eich die Feſtigkeit und Feine mit zur Huͤlfe. Ein feines naſſes Erdreich, das nicht ſchmierig und * Callidiſſimi ruſticarum rerum genera terreni tria eſſe dixeruns campeſtre, collinum, montanum. 1 2. C. 2. d. 1. ** Non color tanquam certus auctor, teſtis eſt bonitatis arvo-⸗ — rum. Colum. I. II. c. II. H. I. ——————————————,.— 64 Aſter Abſchnitt. Von dem Unterſchiede und zu zaͤhe iſt, das ſich zuſammen druͤcken laͤßt, und in wenig Stuͤcke aus ein ander faͤllt, wenn es geſtoſſen wird, das von ſchwarzgrauer Farbe, wenig oder gar nicht mit Sande oder kleinen Steinen vermiſchet iſt, ein ſolches Erdreich kann man unter die fruchtbareſten zeßtene 1 §. 103. b) Ge⸗ Man unterſuchet auch wohl das Erdreich ſchmack durch den Geſchmack. Die, welche dieſem Ge⸗ , feu znäfälhe Waageg Fhwere ind taue brauche noch heutiges Tages folgen, koͤnnen ſich wenigſtens auf das Anſehen des Columellæ ſtuͤt⸗ zen, welcher eine ſinnreiche Beſchreibung von V dem Ackerprobiren machet.** K. §. 104. c) Schwe⸗ Aus dem ohngefehren Gewichte, ohne Waa⸗ re ge, die Guͤte des Bodens zu beurtheilen, wie es noch einige Wirthe im Gebrauche haben, iſt eben ſo bedencklich, als jenes. Es gehoͤret beſonders eine ſtarcke Ueberredung dazu, zu glauben, daß die abgehaͤrkete Hand handfeſter Leute einen ſo — V:n— unmercklichen Unterſcheid im Gewichte empfin⸗ det, als zwene verſchiedene Erdklumpen geben; die dazu, weil ſie gros und klein gegriffen wer⸗ den, * Columella macht eine aͤhnliche Beſchreibung:— Perexi- — 3— 5 gua conſpergitur aqua glebæ, manuque ſubigitur, ac ſi gla- tinoſa eſt,& quovis leviſſimo tactu preſſa inhæreſcit. Et pi- cis in morem ad digitos lenteſcit habendo, ur ait Virgilius, eademque illiſa kumo non diſſipatur, ea res admonet nos P„ ineſſe tali materiæ naturalem ſuccum& pinguitudinem. L. II. Cap. II.§. 18. † xime diſplicebit, cffoſſæ glebæ in fictili vaſe madefactæ, dul- ci aqua permiſceantur, ac more fæculenti vini diligenter co- latæ guſtu explorentur, nam qualem traditum ab eis retule- rit humor ſaporem, talem eift dicemus ejus ſoli. Lib. I. Cap. II.§. 20. Sapore quoque dignoſcemus, ſi ex ea parte agri, quæ ma- tbenfalls ſs zu un ſeErde Wen mitte ze, 6 dmdla Mr. nuihir enen aden vor — de ken laͤßt, it, wenn er Farbe, r kleinen eich kann Erdreich ſeſem Ge⸗ unen ſich elle ſtut dung von hne Waa⸗ n, wie —, iſteben beſonders den, daß einen ſo e empfin⸗ en geben; ffeen wer den, — Perxexi- ac ſi glu r. Et pi- Virgilius, nonet nos, em. L. II quæ Im⸗ actæ, dul- genter co 8. eis retule Lib. N des Bodens und ſeinen Kennzeichen. 65 den, feuchte und trocken ſeyn koͤnnen, die Probe zweifelhaft machen, wenn auch eine Probier⸗ Waage gebraucht wuͤrde. Und was ſoll eben die Schwere ausmachen? Sand iſt ſchwer genug und taugt nichts. Torf iſt leicht, und gehoͤret ebenfalls unter die ſchlechten Erdarten. §. 105. Anſtatt auf die Schwere zu ſehen, hat man I) die un⸗ mehr Urſache die untern Erdſchichten zu unterſu⸗ kere Erd⸗ chen.“ Die fruchtbare Erde, welche der Wirth ſchichten. in der Tiefe einer Fuͤrche ſo oft von neuen beſie⸗ het, kan tief ſtehen; Sie kann aber auch gleich unter der Furche aufhoͤren: Die Erde kan oben unfruchtbar ſeyn, und unten findet man ſie beſ⸗ ſer. Dahero iſt in dieſem Fall der Boden nach der oberſten Erdſchichte zu urtheilen, ungleich unfruchtbarer, als in umgekehrtem Fall. Man hat nicht noͤthig, aller Orten durch Graben die⸗ ſes zu unterſuchen. Die Maulwuͤrſe bringen die Erde unter der Pflugſtahre herauf. .§. 106. Wenn ich nun die Mecklenburgiſche Erdar⸗Beſchrei⸗ ten mittelſt dieſer Kennzeichen kennbar zu machen bung der ſuche, ſo habe ich mich, um die Grerzen dieſer Mecklen⸗ Abhandlung nicht zu uͤberſchreiten, auf die§. 26. burgiſchen und 27. angegebenen Aecker oder Saatlaͤnder Aecker. einzuſchraͤncken, welchem ich einen kurzen allge⸗ meinen Abriß von den Mecklenburgiſchen Ge⸗ genden voranſetzen werde. §. 107. Mecklenburg hat fruchtbare und unſrucht⸗ 1) uͤber⸗ bare Gegenden, worinn Gehoͤltze, Aecker, haupt. E Wieſen, * Nec contentos eſſe nos oportet prima ſpecie ſummi ſoli, ſed diligenter exploranda eſt inferioris materiæ qualitas.&c. Col, 1. II. C. II.§. 21. 66 ſſter Abſchnitt. Von dem Unterſchiede de Wieſen, Moͤhre, Baͤche und ſtehende Seen auf u Gie eine fuͤr das Auge angenehme Art abwechſeln. ultt das Keine Berge von Betraͤchtlichkeiten hemmen ſo hde Cbe leicht die Ausſichten in die Ferne: Die Annehm⸗ iſſen od lichkeiten derſelben ſind vielmehr dadurch vielfaͤl⸗ 4 Bach tig erhoͤhet, daß man uͤber die kleinen Anhoͤhen a vons entfernte Gegenden gewahr wird, worinn entwe⸗ 8 9 der ein dicker Wald den Horizont abſchneidet, an keine oder hinter dem Walde noch flaches Erdreich her⸗ AUlr ſeſt vor raget, oder die Strohdaͤcher der Bauerhuͤt⸗ An des ten durch kleine Gebuͤſche durchſcheinen, oder jilhleund zwiſchen Waͤldern die Ebenen ſich in der Weite verliehren. Offene Felder ſind von Fahrwegen, die mit Weyden, Haſel und Dornhecken, auch' het wohl mit Kieſelſtein⸗Mauren auf beyden Seiten mundoh beſetzt worden, und weiter, von Zaͤunen und ſia,un Graͤben, durchkreuzet. Zwiſchen durch bezeich⸗ iſt imbe nen die flachen Gruͤnde, oder die Wieſen, die Puiit imie Moͤhre, die Bruͤche, ihre Mitte gemeiniglich mit ſeehh, we einem Bache, woran ihre Sammelplaͤtze, die n, ſithe! Seen, oder Teiche worein ſie ſich ergieſſen, nicht ſiSmber weit entfernet liegen. Die großen Kieſel, wel⸗ fiinſe che der alte Teutſche zu Grabmaͤhlern und der di de neue zu Grenz⸗Steinen brauchte, finden ſich in w nittſ manchen Aeckern wieder den Wunſch des Land⸗ altzuri wirths zu nahe, und in zu großer Menge bey Em⸗W, einander. Andere Gegenden ſind mit kleinen güite af Kieſeln, Hornſteinen und Glimmer⸗Stuͤcken gaͤnfa gleichſam beſaͤtt. Tannen und Buͤchen⸗Waͤlder uun ſi ſind den ſandigen Gegenden eigen; Die Eichen⸗ ghn. Ae und Buchwaͤlder hingegen den fruchtbarern; Doch ſiſin 6 trifft man es auch umgekehrt. Aber die Buche qrint 1 und Eiche, wo nicht die untere Erde gut iſt, hiftit ungeſtaltet, und oͤffters im Gipfel duͤrre. Das Wa. Erdreich iſt faſt durchgehends abſchuͤßig, und wenn die Natur den Waſſeerfall nicht ſtarck ge— nung gemachet hat, da iſt ihm von dem Wirthe igſi durch biedtin 1 — des Bodens und ſeinen Kennzeichen. 67 Sen aſ durch Graͤben nachzuhelfen. Bey Regenguͤſſen wechſen rollet das Waſſer von den Hoͤhen, ſammlet ſich immenſſ in der Ebene zu den Graͤben, ergieſſet ſich uͤber nnehn. Wieſen oder Moͤhre in Baͤche, und laͤufft dann vielfäͤ von Baͤchen zu Fluͤſſen, von Fluͤſſen zu Seen Anhöhen oder von Baͤchen zu Seen, von Seenzu Fluͤſſen. anentwe Dieſe Lage des Erdreiches iſt nutzbar, weil ſchneidt, man keine Ueberſchwemmungen zu beſorgen hat. teich u. Aber ſie ſchadet doch auch den Wirthen. Der auerhͤi“. Dung des Ackers wird mit dem Waſſer wegge⸗ n, oder ſpuͤhlet und in die großen Gewaͤſſer vergraben. r Weite rwegen,§. 108. 4 en, auch Ich betrachte die verſchiedenen Erdarten als 2) insbe⸗ Seiten rein und ohne alle Vermiſchung mit andern Zu⸗ ſondere nen und ſaͤtzen, um daraus die zuſammengeſetzten Erden bezech; deſto kennbarer machen zu koͤnnen, welche der ſeen, de Wirth unter gewiſſe Claſſen ordnet. Die be⸗ glich nt ſte Erde, welche ſich von allen andern unterſchei⸗ tze, die det, ſtehet billig oben an. Wallerius nennet en, nich ſie Stauberde, und Denſer, Moder. Sie iſt ſel, wl' das feinſte Erdreich, welches entweder ſchon und der durch das Thier und Pflanzenreich gegangen, en ſichin und mittelſt der Faͤulniß wiederum in ihre erſte des land Geſtalt zuruͤck getreten, oder welches durch die enge bey Sonnen⸗Waͤrme und durch die mit acidis kleinen angefuͤllte Lufft, von roher und andern Erde der⸗ Stuͤcken geſtallt verfeinet und zubereitet worden, daß es ⸗Waͤlder nunmehro faͤhig iſt ins Pflanzen⸗Reich uͤberzu⸗ Eichen gehen. Aeuſſere Kennzeichen von dieſer Erde en; Doch znd keine beſſere, als daß jeder Boden, wel⸗ e Buche cher von der Huͤlfe fluͤßiger Materien nicht ganz gut iſt, entbloͤſſet iſt, in dem Grade ſeine Fruchtbarkeit be⸗ 2. Dat zeiget, als er mit dieſem Stoffe bereichert worden. ig, und 5. 10 ſtarck ge⸗ Naͤchſt di Fdo 9. Wirthe aͤchſt dieſer Erde iſt der Thon fuͤr die frucht⸗ b) Thon durch bareſte bekant. Reine Thon⸗Erde beſtehet aus E 2— ganz 68 ten iſter Abſchnitt. Von dem Unterſchiede 1) die Ei⸗ ganz feinen Theilen, die, wenn ſie naß werden, genſchaf⸗ geſchmeidig ſind und zaͤhe an einander haͤngen, nachdem ſie aber getrocknet werden, hart zuſam⸗ men halten; Die getrocknet an die Zunge kleben; Die im Feuer ohne Beymiſchung nicht leicht Glaßartig zerflieſſen, mit untermengten fremden Theilen, beſonders der eiſenſchuͤßigen Erde aber zu Glaß ſchmelzen. In Mecklenburg findet man keinen Thon ohne alle Beymiſchung. Die ver⸗ ſchiedenen Arten deſſelben brennen insgeſamt roth: Jedoch erhalten einige eine blaſſe, andere eine hochrothe Farbe. Dieſes iſt ein Zeichen von der ſtarken oder geringen Portion der eiſenhaltigen Beymiſchung. §. 110. Alle Thone wittern aus. Man bereite dazu entweder beſondere Stuͤcke, oder man hebe Erd⸗ klumpen von dieſer Art, welche lange in freyer zufft gelegen, auf, ſo werden die Seiten, wel⸗ che der Lufft bloß geſtellet geweſen ſind, blaſſer von Farbe, weniger klebrig, und feiner ſeyn als die innern Theile. Ludewig haͤlt dafuͤr, daß aus dem Thone, und Neumann, daß aus dem ſchwar⸗ zen Hornſteine die Kreide ihren Urſprung neh⸗ me.“ Beyde haͤtten Grund, wenn Thon und Hornſtein einerley Natur waͤren. Cronſtedt ſetz⸗ te mit Recht die Thonarten unter das Geſchlecht der Kieſel.* Die vorzuͤgliche Fruchtbarkeit des Thones vor andern Erdarten erklaͤrte ſich hieraus nicht wenig, wenn der Thon ſo wie die Horn⸗ ſteine von der Lufft und den Saͤuren, die in dem Erdreiche verſchloſſen ſind, in Kreide aufgeloͤſet und in eine Materie verwandelt wuͤrde, die als Dung *Pott Lithogeognoſie; Neuer Anhang. p. 23.& 24. ** Verſuch einer neuen Mineralogie; p.§3. des dung in vi⸗ iinde Beh heile, wol ſette Glute tes ausma Wabtſchein laage zurüe Die ber laſen ſch f Tone d 8 Ka Edeſind, der meht derbenig h b Ein der eiiſſen mit ülie Aehal inen. 3 pornſteine hüſſn Kleet iee Wirckun en ihe. iit Räſe Jaſerlichte titde pf lllemin ud beix ur N Alleti 3 werden, haͤngen, art zuſam. ge kleben, icht liht n fremden Erde be indet wan Die ver amt rot dere ein n von der nhaltigen reite dazu hebe Ei⸗ in freher en, wel „blaſſe rſeyn als „daß aus emſchwar⸗ rung neg⸗ Thon und iſtedt ſet⸗ Geſchlec arkeit dos ih hieraue die Hotn die in den aufgelſt e, die al Dung des Bodens und ſeinen Kennzeichen. 69 Dung in vielen Gegenden bekannt iſt.“ Die fremde Beymiſchung des Thons, die fluͤßigen Theile, womit er angefeuchtet iſt, und das ver⸗ ſteckte Gluten, welches die Klebrigkeit des Tho⸗ nes ausmachet, halten den Uebergang dieſer Wahrſcheinlichkeit zur Wahrheit vielleicht noch lange zuruͤck. §. 111. Die vermiſchten Mecklenburgiſchen Thonel) deſſen laſſen ſich fuͤglich in zwo Hauptarten abſondern: Arten. In Thone die ziemlich reine von beygemiſchten Sande, Kalche, Mergel, oder eiſenſchuͤßiger Erde ſind, und in Leimen, welcher entweder ei⸗ ne oder mehrere von dieſen Beymiſchungen, viel oder wenig hat. §. 112. Eine der reineſten Thonarten, welche am) reiner wenigſten mit fremden Theilen vermiſchet iſt, hat Thon, vollige Aehnlichkeit mit fein geſtoſſenen Flinten⸗ gelbbrau⸗ ſteinen. Zerkleinte und fleißig geſchlammte ner Thon. Hornſteine kleben wenn ſie naß gemacht werden; Der Thon auch: Die Kieſel geben gruͤnlich Glaß, wenn ſie geſchmolzen werden; Der Thon auch: Dieſer gelbbraune Thon“ bringt rothen und weiſſen Klee wild hervor, wie wol man auch dieſe Wirckung bey andern gutartigen Thonfel⸗ dern ſiehet. Er laͤſſet ſich bequem arbeiten, ver⸗ traͤgt Raͤſſe und Duͤrre; Jene, indem er das Waſſer leicht einziehet, dieſe, indem er die Feuch⸗ tigkeit den Pflanzen ſparſam wiedergiebt. §. 113. Weniger fruchtbar iſt der roͤthliche Thon. roͤthlicher E 3 Der Thon. * Allgemeine Haushaltung und Landwirthſchafft: Hamburg und Leipzig. 1761. p. I. p. 182. * Wallerius. p. 25. Argilla colorata flaveſcens. 70 ſter Abſchnitt. Von dem Unterſchiede Der ſtarcke Zuſatz von eiſenhaltigen Theilen⸗ welcher ſich darinn findet, mindert die Guͤte deſ⸗ ſelben. Die Naͤſſe weicht ihn ſchleunig durch und macht ihn moraſtig, und zum bearbeiten un⸗ tuͤchtig. . 114. Blauer Noch ſchlechter iſt der blaue Thon. Die Tohn Naͤſſe durchdringt ihn entweder faſt gar nicht, oder ſehr langſam, weshalb ſtarcke Regenguͤſſe, Ueberſchwemmungen undtrockene Jahre, ſchlech⸗ te Erndten bey ſo beſchaffenem Erdreiche, nach ſich ziehen. Nur ſelten iſt er tuͤchtig, bearbeitet zu werden, und alle Bearbeitung bauet dem Borſten nicht vor, welches die anhaltende Son⸗ nenwaͤrme in der Erde verurſachet. §. I15. 3) ver⸗ Der leimen iſt, wie bereits erwaͤhnet mit miſchter Beymiſchungen temperiret. Rother Leimen Thon oder pflegt leicht kothig, aber auch bald wieder trocken Leimen zu werden. Der Zuſatz von Sand bewircket das letztere; Die gemeine kleine Dieſtel waͤchſet zum Zeichen dieſes Bodens kuͤrtzer, und er bringt auch keinen rothen Klee von ſelbſten hervor. §. 116. Alle Thonfelder ſind vorzuͤglich gut zu be— ſchicken, welche nicht tief ſtehen, ſondern eine Unterlage von Sand haben. Solcher Sand nimt die Naͤſſe ſehr gut an, und bewircket daß trockene und naſſe Jahre dem Erdreiche ſo leicht nicht ſchaden. §. 117. c) Sand Die dritte Erdart, der Sand, hat Kennzei⸗ chen genung, wodurch er ſich von den vorange⸗ zeigten * Pott, Fortſetzung der Lithogeognoſie, p. 8. des aten Erd gibern d' riderſtehet nndere Erd r Fruchtb ſsiſt gant uaket in die Niſſ weildie So Frrſlaurch argſinta Erden, dieb nen tocknen vdie Wi n, ab alle Ac ein dtrihict dn dder Sac eBermiſch edie Torfer eaus Mod eide, Gra antzen, i e eſuncken nüigen Um dn Do fſehn, iſt eſilcesin ien gräͤnzer mmſhleſſer aſe ihwir there zu dhnägag nied 1. Dluim, Dexenets de des Bodens und ſeinen Kennzeichen 71 Theilen zeigten Erden unterſcheidet. Er beſtehet aus Gätede groͤbern Theilen, als Thon und Moder, und nig durh wiederſtehet dem Feuer und der zufft ſtaͤrcker, als beitenun andere Erdarten. Je groͤber er iſt, deſtoweni⸗ ger Fruchtbarkeit ſpuͤhret man bey ihm, und die⸗ ſes iſt gantz natuͤrlich, weil er nicht ſo viel Feuch⸗ on. da tigkeit in ſich faſſet, als feinere Erden; weil er gar ni. die Naͤſſe geſchwinde wieder von ſich giebt, egenain weil die Sonne die kleinen auf einander liegenden . Kieſel durchwaͤrmet, und dadurch den Wurtzeln he, na der Pflantzen ſchaͤdlicher werden kan, als feinere arbein Erden, die bey der Hitze oberhalb ſogleich zuſam⸗ Dearbeite. auet 8 men trocknen, und eine harte Rinde ausmachen, de So des die Waͤrme die Erde ſowenig ganz ausduͤr⸗ ren, als alle Gewaͤchſe vertilgen kann. §. 118. bnet mi Noch eine Erde iſt uͤbrig, die zwar an und d) Torf. enn vor ſich nicht zu den Erden der trockenen Gegen— rroca den oder Saatlaͤndern gehoͤret, aber doch als ei⸗ cede ne Beymiſchung hier in Betracht koͤmmt. Dis chſerm iſt die Torferde. Sie iſt eine reine Gewaͤchserde, er bunt die aus Moos, mit oder ohne Beymiſchung von — Heide, Graͤſern, wilden Roßmarien und andern Pflantzen, im Naſſen zuſammen gewachſen, fe⸗ ſte geſuncken, und in der Laͤnge der Zeit unter da⸗ zu noͤtigen Umſtaͤnden, zu einer dichten Erde ge⸗ „ worden. Das Moos woraus er groͤſtentheils r Sand beſtehet„iſt eine wirckliche Waſſer⸗Pflantze, wie ſolches in den Torf⸗Moͤhren zu ſehen, die an ket da lih Seen graͤnzen„oder kleine ſtehende Gewaͤſ⸗ ſer umſchlieſſen, woſelbſt es als ein Filz auf dem Waſſer ſchwimmet, oberwaͤrts fortgruͤnet, und der obere Zuwachs den untern abſterbenden Theil Kennzei allmaͤhlig niederſencket. Als eine Waſſerpflanze oean E 4 wieder⸗ geigten* Bruim. Degeners Abhandlung von Torf. 4 72 Iſter Abſchnitt. Von dem Unterſchiede wiederſtehet der Torf der Faͤulniß lange Jahre, und es laͤßt, als wenn auch der aͤlteſte Torf noch zum T nicht voͤllig durch die Faͤulniß aufgeloͤſet worden e ſehr mi ſey. Die Lemnathien Verſuche mit dem Torf zu andfelder duͤngen, moͤgen aus dieſen Urſachen wohl nicht echetwaͤh gluͤcklich ausgefallen ſeyn. Das Erdreich, wel⸗ ben dies ches nun keinen zu groſen Zuſaß von Torfhat, vanſt und flach lieget, iſt nach ſeiner Art fruchtbar. diſl — Kle 1 71 1.§. 119. Godens ſin Nach dieſen vier Claſſen von Erdreichen, anr Keornble wird ſich die gewoͤhnliche wirthſchaftliche Einthei⸗ avidwed lung des Bodens deutlich machen laſſen. Man o giſezu unterſcheidet den Boden einigermaſſen mit den an ube Nahmen ſchon nach den innern Beſtandtheilen, ſin gar Er indem man ihn in Kley, Mittel, Grand, und Sandfelder theilet. V §. 120. öirnnfe Zu dem Kley gehoͤret jedes reine Thonfeld, liin gieſe und ſolcher leimartiger Boden, welcher weniger Aandohſcch mit fremden als mit Thonartigen Theilen vermi⸗ Merha, ſchet iſt. Der Kley hat ſeine deutlichen Kennzei⸗ mi Fackel⸗ — — —— “ — 4 chen aller Orten ausgeſteckt. Zu ſeinem Zeichen tt unddi V trägt er Schleedornen“ und große*Dieſteln. Der fruchtbarſte Kley bringt rothen Klee wild hervor. Von Unkrauten ſind dem Kleye der lalue Raad Blume—***rÿ und Huflattig**** eigen. V bn Den weiſſen Klee hat der Kley mit dem Mittel⸗ witf boden gemein. ih §. 121. rhübu u V 1* Prunus filveſtris, ſive acacia germanorum. 5 Carduus tomentolus acanthi folio, vulgaris. Tournef. 24. vp erh *** Lychnis coronaria. wuns . 5 Penheneinan ſegetum, flore ſulphurei colore; oder dine Bellis lutea.. J der. Tachlaco. Dieſe Pflanze macht beſonders den eiſenſchäſ. feäe ſigen Thon und Leim kennbar, wenn ſie gantze Gegenden i 3 bekleidet. laan. e ſe Jahte, Lorf noch tworden Torf zu ohl nicht ich, weſ Torf hat, chtbar. reichen, Einthei Ma mit den dtheilen, nd, und honfeld, weniget n vermi⸗ Kennzei⸗ Zeichen Dieſteln. klee wild leye der * eigen. Mittel⸗ §. 121. rnef. 24. e; oder iſenſchüͤ⸗ Gegenden bekleidet des Bodens und ſeinen Kennzeichen. 73 §. 121. Zum Mitteeboden gehoͤren alle Leimfelder, b) Mittel⸗ die ſehr mit Sande vermiſchet ſind. Alle feine Boden. Sandfelder die vielen Moder mit ſich fuͤhren, und die oberwaͤhnte torfige Gegenden(§. 118.) Sie treiben die Brombeerſtaude“ ſtarck und die Fruͤch⸗ te dieſes Gewaͤchſes 35; Sie tragen die kleine Dieſtel** und auch den gelben oder Sichel⸗ Klee.**r Zu dem gewoͤhnlichſten Unkraute dieſes Bodens ſind Cammillen eer und Trems** oder Kornblumen, zu rechnen. Der Mittelbo⸗ den wird weder beytrockenen Wetterzu hart, noch bey Naͤſſe zu klebrig, und iſt darum faſt zu allen Zeiten zu bearbeiten. Er bringt auch am ſicher⸗ ſten gute Erndten. §. 422. Grandfelder beſtehen aus groben Sande oder c) Grand. kleinen Kieſſe, welcher wenig oder gar keinen Thon bey ſich fuͤhret, und eine maͤßige Miſchung von Moder hat, die beſten davon tragen Brahm † und Fackel⸗Blumen ††¼, die ſchlechtern Heyde †rr und die ſchlechteſten Bocks⸗Bart ††rl. E5§. 123 bekleidet. Ehe und bevor noch der Schnee im Fruͤhjahre gautz weggeſchmoltzen, kommen die gelben Blumen dieſes Gewaͤchſes mit der Bellide zugleich hervor. Nachdem es abgebluͤhet hat, breiten ſich die großen Blaͤtter dieſer Pflant⸗ ze nicht ſelten zum Nachtheile des Kornes aus. * Rubus vulgaris, fructu nigro. ** Cirſium majus, ſingulari capitulo magno, florum ſtamini- bus purpureis. Tourn. 2. r Falcata ſive trifolium filveſtre luteum, five medica vera. ***r Cyanus ſegetum, flore cœruleo. Tour. 19. † Cytiſo Geniſta ſcoparia vulgaris, flore luteo. †k Verbaſcum. †r Erica vulgaris. rrt Gramen capillatum, capillacceo folio minimum- Tourn. 144. 74 4) Sänd. Iſter Abſchnitt. Von dem Unterſchiede §. 123. Die Sandfelder ſind deſto fruchtbarer, ie fei⸗ ner der Sand iſt und ie mehr Moder in ihm ſteckt. An den Wegen oder Landſtraſſen, welche keinen Zufluß guter Erde haben, iſt der gute Sand da⸗ bey zu erkennen, daß die Wagenraͤder tief ein⸗ ſchneiden, und die, zu beyden Seiten der Spu⸗ ren aufgetriebene Erde, in großen Stuͤcken lie⸗ en bleibet. Die Sandfelder tragen durchge⸗ hends Heyde und Bocks⸗Bart. Die beſten ha⸗ ben den Brahm mit den Grandfeldern zum Kenn⸗ zeichen, ſetzen noch wohl einen Raſen an, und tragen etwas Graß; Dieſchlechteſten aber Sand⸗ Haber. Von dem Unkraute thut der Kuͤric** e am meiſten Schaden in ſandigen Gegenden. §. 124. Der Werth der Grand⸗und Sandfelder laͤßt ſich nicht allein nach der obern Erdſchichte beur⸗ theilen. Unter derſelben ſind oͤffters mineraliſche Lagen, welche zur Nahrung der Pflantzen ſowe⸗ nig bergeben koͤnnen, als ſehr ſie derſelben hin⸗ derlich ſind. Diejenige welche in einigen Gegen⸗ den der obern Erdſchichte am naͤchſten lieget, heiſſet man niederteutſch, Bullererde; Der Ue⸗ berſetzer des Wallerii nennet ſie** Eiſen⸗Rahm. Sie beſtehet aus einer ſchuppigen eiſenhaltigen et⸗ was glaͤnzenden Erde, welche Anfangs auf dem Waſſer ſchwimmet, und mit Scheidewaſſer eine braunrothe Solution giebt. Dieſe ins ſchwartze fallenden Erdſchichten ſetzen die Sandfelder in die unterſte Claſſe, weil ſie nur etliche Zoll unter der Ober⸗ * Gramen Spicatum, glumis villoſis, in ariſtas longiſſimas de- finentibus. Tourn. 45. er Hederich. Rapiſtrum arvenſe, folio auriculato, acuto-. Tourn. 3. 5 rr Wallerius von Denſo uͤberſetzt. P. 347. d Pberfaͤche ahn und i durch Unv atifgri 3 die eine deite att Fuche Walerius! and der Un los darin, ſrr Sand . Puͤllrerde udSandfe dr wenn andänt wo h Ma rich nach d balen, die nird nemü de und ſch b Adem de, ſ12o. heche eine Neörr hat. di übri datng und 4 Mier ic mag Nacra,- et, ie ſei im ſteckt. he keinen Sand da⸗ tief ein⸗ der Spu⸗ ücken lie durchge⸗ eſten ha— m Kenn⸗ an, und rSand⸗ Kuͤrit“ en. der laͤßt te beur⸗ rraliſche en ſowe⸗ ben hin⸗ (Gegen— lieget, Der Ue⸗ Rahm. eigen et⸗ auf dem ſer eine hwarhe er in ie uter der Ober⸗ limas de- acuto. des Bodens und ſeinen Kennzeichet. 75 Oberflaͤche des Ackers ſtehen, und den Acker auf zehn und mehr Jahre unfruchtbar machen, wenn durch Unvorſichtigkeit des Arbeiters der Pflug zu tief greiffet, und ſolche Erde zu Tage bringet⸗ §. 125. a. Dieſer zwoten Erdſehichte folget allemahl eine dritte, die nach der Mecklenburgiſchen Mund⸗ art Fuchserde, ſonſt aber auch Uhrerde heiſſet. Wallerius rechnet ſie mit jener zu einer Gattung, und der Unterſchied unter beyden beſtehet auch blos darin, daß dieſe nur ein mit Miner gefaͤrb⸗ ter Sand iſt. Man trift ſie auch ohne die Bullererde unter der erſten Erdſchichte in Grand⸗ und Sandfeldern. Der Acker erholt ſich eher wie⸗ der, wenn dieſe ſogenannte Fuchserde hervor ge⸗ arbeitet worden. §. 125. b. Man hat noch eine andre Art, das Erd⸗ reich nach dem Grade ſeiner Fruchtbarkeit abzu⸗ theilen, die ſich auf 3. Claſſen einſchraͤncket. Es wird nemlich, in ſtarcken Boden, in Mittelfel⸗ der und ſchlechten Boden eingetheilet.“ §. 126. Zu dem ſtarcken Boden gehoͤren alle Kleyfel⸗ Starker der(§. 120.) und von dem Mittelboden, der, Boden. welcher eine reiche Beymiſchung von Thon und Moder hat. . 127. Die uͤbrigen Mittelfelder nach der erſten Be⸗Mittel⸗ deutung und die beſten Grand⸗und Sandfelder Boden. heiſſen * Minera ferrea rubra. *t Sic magna tria diſcrimina terræ, quod refert, utrum ſir macra, an pinguis an mediocris. Colum. I. I. C. IX.§. 5. 7 1 Schlech⸗ ter Boden. b) Suͤſſer Boden. * Gram ſter Abſchnitt. Von dem Unterſchiede pehſe nach dieſer Bedeutung zuſammen Mittel⸗ felder. Der richtigſte Charackter davon iſt der, daß er noch Gras traͤgt und faͤhig iſt, Hollaͤnder Vieh zu unterhalten. §. 128. Fur die lezte Claſſe bleibet alſo nichts uͤbrig, als die Grand⸗ und Sandfelder mit Ausſchluß der beſten Arten davon. 6. 129. Da die Fruchtbarkeit des Erdreichs nicht le⸗ diglich von deſſen Beſtandtheilen abhaͤnget, ſo aben die Wirthe es auch fuͤr gut befunden, den oden noch naͤher zu bezeichnen; Sie theilen ihn in ſchlippigen(oder ſumpfigen) ſuͤſſen oder trockenen, in kalten und warmen Boden ab. §. 130. Sumpfige heiſſen die Mittel⸗ und Kleyfelder, welche entweder ſo flach liegen, daß das Waſſer zu wenig Fall hat, oder unterhalb ſich verborge⸗ ne Gewaͤſſer verſteckt halten, oder auch unter der Ober⸗Rinde aus lauter Thone beſtehen. (C. 114.) Die aͤußern Kennzeichen davon ſind Merlgras,* Bimſen und Rohr, welches leztere wegen der in der Erde verborgenen Naͤſſe ſogar auf den Huͤgeln waͤchſet, ob es ſchon eine Waſ⸗ ſer⸗Pflanze iſt. §- 131. Suͤß nennet der Landmann iedes Erdreich, welches viel Gras traͤgt, der Hitze wiederſtehet, und durch die Raͤſſe nichts leidet; welches nach 3 dem en ſegetum, panicula arundinacea. Tourn. 161. Gramen, paniculis viridentibus. T. 160. Gramen capillatum, paniculis rubentibus. T. 159. 1 3 beri de dm Dung rnden, wel fas zufß Sähr Sende tige Thon⸗ ſchwer Gr balde das2 un Sand⸗ NMuerErd ur ihnenlei mihten no dn. Der edähenie chnll. ron Ende un an, vorind deſe waͤrm ſns und öumn zu hiunn ſi ſirſ geüne liig. Ktrende au do) hat V Nochein däünſc e Miitttt niſt der, dollaͤnder ts uͤbtg, lusſchluß nicht le⸗ get, ſo den, den theilen ſen oder ab. eyfelder, Waſſer verborge⸗ ich unter beſtehen. von ſind es leztere ſſe ſogar ne Waß erdreich, derſtehet, zes nach dem J. des Bodens und ſeinen Kennzeichen. 77 dem Dung lange Frucht haͤlt, oder deutlicher zu reden, welches mit Moder ſtarck verſetzet iſt, und weder zu flach noch zu abſchuͤßig lieget. §. 132. Sohr oder trocken werden ſehr abſchuͤßige e) trocken Sand⸗Gegenden, wie nichtweniger ſehr eiſenhal⸗Land tige Thon⸗und Lehm⸗Felder genandt. Sie ſetzen dhwe Gras, und die Sonnenhitze zerſtoͤhret gar balde das Wachsthum der Pflanzen. Diejeni⸗ gen Sand⸗Felder, welche zinterlagen von der Miner⸗Erde haben, koͤnnen, weil das naſſe Wet⸗ ter ihnen leicht ſchadet, kalt, und weil die Duͤr⸗ re ihnen noch ſchaͤdlicher iſt, ſohr genennet wer⸗ den. Der Pflug oder Haacken, darf die Uhrer⸗ de Bichi beruͤhren, wenn man den Acker auf vie⸗ le Jahre nicht verderben, oder unfruchtbar ma⸗ chen will.“ Es wird alſo nur eine duͤnne Rinde von Erde umgeworfen, und mit Dung vermen⸗ get, worin das Korn nur eben Wurzel faſſen kan. Dieſe waͤrmet die Sonne leicht durch, woher Gras und Korn oft vertrocknen. §. 133. Die meiſten naſſe Felder heiſſen kalt. Auf dh kaltes den kalten Feldern haͤlt ſich der Schnee und das Land Eis Fruͤhjahrs lange. Sie tragen Moos und Bimſen zu ihrem Merckmahle. Die warmen hingegen ſind diejenigen, welche im Fruͤhjahre zuerſt gruͤne Anger zeigen. §. 134. Noch eine Art der Bezeichnung des Bodens iſt uͤbrig. Die Erfahrung, daß nicht allerley Getreyde auf gut und ſchlechten Boden waͤchſet . 20.) hat Veranlaſſung dazu gegeben. Der 8 Weitzen *Berliniſche woͤchentliche Relationes de anno 1753. p. 58. — 52 ſter Abſchnitt. Von dem Unterſchiede d Weitzen erfordert den beſten Boden, die Erbſen Ites kan ſchlechtern, Gerſte noch geringern. Der Rocken aden,al waͤchſet auf allen Acker⸗Boden, aber ungleich ſeritin gut. Die Grenze, wo der Rocken noch gut in, und waͤchſet, iſt der Sand⸗Boden, welcher Brahm- dan, we ( traͤgt,(§. 122. 123.) und dis iſt die Gattung ha aud weelche auf Gerſten⸗Land folget. Der rauhe Ha⸗ higen, i ö ber begnuͤget ſich mit dem ſchlechteſten Boden. wildeddie Die Reihe des Bodens nach ſeinem innern Wer⸗ eken onnn, 1 the durch die Kornarten bezeichnet, welche er in üube traͤgt, iſt alſo folgende: Weitzen⸗Land, Erbſen⸗ e, ufma Felder, Gerſten⸗Felder, Rocken⸗Felder, Haber⸗ an dickr, Felder. diis auf ſ S... L andWithe ö1—. 135. wmenged ö Ebenmaͤßig wuͤrdiget man die Felder nach ih⸗ dr ogender rer innern Guͤte durch den Raum, in welchen uuhauf 3 ein Scheffel Korn geſaͤet wird, nach Quadrat⸗ h Ruthenzahl. Man hat fuͤr gut befunden, den Winter⸗Rocken bey der Maaße zum Grunde zu legen, vermuthlich aus der Urſache, weil in der 6 Groͤſſe der Rocken⸗Koͤrner kein ſo mercklicher Un⸗ terſchied iſt, als bey dem andern Getreyde, und daher die Ausſaat auch gleichfoͤrmiger ausfallen muß, oder vielmehr, weil faſt alles Saat⸗Land NRocken traͤgt. Ein Meckelburgiſcher Scheffel 43 45 haͤlt 2800. Cubic Zoll, deren 12. einen Schall 5 oder halbe Elle Luͤbeckſche oder Mecklenburgiſche tde Maaße halten. Die Reinlaͤndiſche Maaße ver⸗ ,m haͤlt ſich gegen dieſe 13: 12. Man beſtimmetden wen 3 Raum, in welchen ein Scheffel Winter⸗Rocken t geſaͤet wird, zweyfach, indem man entweder b lediglich auf die Natur des Bodens zugleich darauf acht hat, ob er in Krafft iſt, ob er geduͤnget worden, ob er geruhet hat oder nicht. — Jenes .* Geniſta vulgaris. V G ſiehet und ihn darnach ſchaͤtzet, oder wenn man e ddes Bodens und ſeinen Kennzeichen. 79 Erbſen Jenes kan nicht anders richtig bewerckſtelliget Rocken werden, als wenn man beyde Faͤlle annimt; Der ungleich Acker iſt in Kraͤften, der Acker iſt nicht in Kraͤf⸗ noch gut ten, und ſodann die Mittel⸗Straſſe waͤhlet. Brahn⸗ Denn, wenn der Acker unvermoͤgend iſt, ſo kann Gattung er dick ausgeſtreuten Saamen nicht zur Reife auhehr bringen, im Gegentheil wenn er Kraͤfte hat, ſo Boden. wuͤrde die duͤnne Saat ſich ſo ſehr nicht ausbrei⸗ en Wer ten koͤnnen, daß nicht noch Platz zu mehr Fruͤch⸗ elche ee ten uͤbrig bliebe. Man ſaͤet aus eben der Urſa⸗ Erbſen⸗ che, auf mageres Land duͤnner, und auf fettes Haber: and dicker, aus welcher jenes auf guten und dieſes auf ſchlechten Boden geſchiehet. Die Land⸗Wirthe gehen etwas von einander ab, in⸗ dem einige duͤnner, andere aber dicker ſaͤen. In nachih: der folgenden Tabelle habe ich weder auf der ei⸗ welchen nen noch auf der andern Seite ausſchweifen wol⸗ uadrat⸗ len.— ———— n, den 4* . d„ 1 2. in · 5. 2 lin der 3 deſe geruhet hat Iin Mitzelboden In her Un⸗ koͤmt, 1. 280.85. M. de, und welches in Sand; in Ne usfallen b. 8 nicht ausge⸗ſ im beſten Boden⸗ arland Nan ſiet ei⸗ ruhet hat 70⸗25. OR. Scheffel au 3 im Mittelboden. 22⸗ 2 nen Scheffel 100 QR Schall. Nocken ge⸗ ſin den Sand. 120⸗ iſche firichene t 25. r irgiſhe Maaße, nach b 130. QR. aße ver⸗ dem Unter⸗ ausgeruhet, ſtarken Boden. 80. metden ſchiede, da jer in mate und gehoͤret Th tte sgh QM. ren Boden zu ittelboden. 95. Rocken koͤmt; 42 OR. tweder Welcher Sande. n0⸗13s. odens nicht ausge⸗ beſten Boden 80 in man ruhet, undd 3. M. iſt, ob zwar in„Mittelboden. 110⸗ 3 120. rnicht[Sandfeldern. 140⸗ Jenes b 170. Zum —— — A ——— g0 Iſter Abſchn. Von dem Unterſch. des Bodens ꝛc. Zum Beſchluß dieſes Abſchnitrs wird eine Anmerckung nicht undienlich ſeyn. Man hat die Frage ob duͤnne oder dick geſaͤet werden muͤſte? allgemein mit ja oder nein beantworten wollen. Ein erfahrner Wirth unterſuchet dieſe Frage gar nicht, ſo lange ſie nicht eingeſchraͤncket iſt. Daß in vielen Periodiſchen Schriften hieruͤber geſtrit⸗ ten worden, zeiget nicht ſo ſehr die Wichtigkeit der Sache, als die Unfoͤrmlichkeit der Frage ſelbſt an. Der Bauer nimt das Maaß, nach welchem er ſeinem Boden mehr oder minder Saamen an⸗ vertrauet, nach dem Beyſpiel ſeiner Nachbarn, und dieſe kennen aus der Erfahrung die Kraͤffte des Bodens. Zu dick geſaͤetes Korn giebt eine Menge Halme, aber der Acker kan die Aehren nicht zur Vollkommenheit bringen: Sie werden kurtz, ungeſchaffen und taub. Zu geringe Saat breitet ſich nicht genzing aus, giebt die Wurtzeln des Saamens der Kbe, und die ledigen Raͤume dem Unkraute preiß. Magerer und ſandiger Acker bringt nicht ſo viel Aehren zur Vollkom⸗ menheit, als fetter und ſtarcker Boden: Das dicke Saͤen paßt alſo auf jenem, und das duͤnne Saͤen auf dieſem nicht. 7 4 wonder iberhaupe 1 nij (äbeiget. nne Menge ncb.. fub un Ge lacſalsfru nſch alſd atei, inder tttinget. Je neßr ſtingen fn 9. Mtt de tje weiſt ennenh ensx. vird eine an hat de en muͤſte? n wollen. Frage gat t. Daß der geſtri⸗ bichtigket rage ſelbſ welchen amen au dachbarn, ie Kraͤfte giebt ein ie Achren die werden inge Sant Wurhalt n Raͤume ſandiger Vollkom den: Das das dunne — ſchnit 4E)O( 8 81 2 r Ahſchnitt Von der Fruchtbarkeit des Ackers uͤberhaupt; Insbeſondere, wie ferne die Ruhe deſſelben was zur Fruchtbar⸗ keit beytragen koͤnne. §. 136. Ma nennet das Erdreich fruchtbar, wel⸗ Die ches gewiſſe brauchbare Pflantzen in Frucht⸗ Menge zum Wachsthum und zur Vollkommen⸗ arkeit des heit bringet. Die Moluckiſchen Inſuln bringen Erdreiches eine Menge von Gewuͤrtz zuwege, und heiſſen uͤberhaupt fruchtbar. Wenn unſer Erdreich einen Ueber⸗ betrachtet. fluß von Getreide abwirfft, ſo nennet man es gleichfalls fruchtbar. Die Gegenden unterſchei⸗ den ſich alſo durch verſchiedene Arten der Frucht⸗ barkeit, indem jede ihre beſondere Pflantzen her⸗ vorbringet. §. 137. Je mehr brauchbare Pflantzen ein Erdreich Insbeſon⸗ aufbringen kan, deſto fruchtbarer iſt es zu nen⸗dere und nen. it der Folge der Zeit ergiebt es ſich, in zwar welcher Menge dieſes geſchehen kan; Ob der Bo⸗ 67 dn b den Jahr auf Jahr gleichmaͤßig ergiebig iſt, oder Fnegrhare mit der Zeit nachlaͤſſet. Ein ſolches Erdreich eit wuͤrde alſo das fruchtbareſte zu nennen ſeyn, wel⸗ ches die meiſten und brauchbarſten Pflantzen zur Vollkommenheit zu bringen, vermoͤgend iſt, und am wenigſten Abgang der Kraͤffte he aͤuſſert. Von dem Ackerlande in der Ukraine wird dieſes 4 geruͤhmet; Woher der Gebrauch des Duͤngens daſelbſt auch unbekandt iſt. Dieſemnach gibt es F dreyfache ———————— 82 2ter Abſchnitt. Von der Fruchtbark. des Ackers dreyfache Grade der Fruchtbarkeit. Der Boden iſt vielleicht ergiebig genug an gewiſſen Gattun⸗ gen von Pflantzen; Er traͤgt zum Exempel, Rocken; Und iſt auf die Art fruchtbar: Ein an⸗ derer aber bereichert uns auch mit Erbſen, mit Weitzen, mit Gerſte, und vielerley anderem Getraide. Die Ergiebigkeit beſtimt alſo den ei⸗ nen Grad der Fruchtbarkeit, und die Zahl der brauchbaren Pflantzengeſchlechter, den anderen; Den dritten aber die Dauer der Fruchtbarkeit. §. 138. Frucht⸗ Der Landwirth unſerer Gegend verſtehet un⸗ barkeit un⸗ter der Fruchtbarkeit des Bodens nichts anders, ſerer Ge⸗ als eine Eigenſchafft deſſelben, vermoͤge welcher genden. jedes Erdreich in ſeiner Art, fortdaurend ergie⸗ big an Graſe und Getraide iſt, weil dieſes die nothwendigſten, unentbehrlichſten und eintraͤg⸗ lichſten Stuͤcke des Haushalts ſind. §. 139. B. Urſa⸗ Die Urſachen der Fruchtbarkeit zu unterſu⸗ chen Uher chen, iſt alſo kein beſſerer Weg, als daß man in Fuucht. dem Erdreiche die Materialien aufforſche, welche Was den Stof zu den Gewaͤchſen hergeben, die er tragen kan; Je reicher das Erdreich hieran iſt; Deſto fruchtbarer wird es ſeyn: Und ſo umgekehrt. 94§. 140. 1 dieii Denffer hat es auf eine ungekuͤnſtelte Art ge⸗ lehret, wie man die Beſtandtheile der Pflantzen, chaffen⸗.2. ſchaſr einigermaſſen kennen, und darnach die Frucht⸗ † . WNan ſe zendre lat, der V Endzeiches. barkeit des Erdreiches beurtheilenkan.“ Boer⸗ hapbe »Vernunft⸗ und Erfahrungsmaͤßiger Diſcours, von den wah⸗ ren Urſachen der Fruchtbarkeit. Halle 1755. p. 6. bis II. Die ausgeſuchten Gedanken dieſes Schrifftſtellers verdienen, hier von Wort zu Wort eingeruͤckt zu werden; Ich heiſſe aber ꝛc.— wuͤrde. V thg der vo vwaͤchen fangen der ghenne mir N, wo 3 eiſe etha har und a befu d Pflanze A beſteh llehret, w b Prüing: Krdreicheſe geglüͤcktt fein Oelau Thaibn des ſiben Etdre i anderer * ktin eine indem eiſt lennen 9 ſ. lurxius h famqle ea (atuum ſaun alüd Vium el dg wüc Ach uͤberhaupt; Insbeſondere, wie ferne die Ruhe ꝛc. 83 er renun have und andere neuere ſtimmen durch ſcharfe Erenge Chemiſche Verſuche mit dieſem dahin uͤberein, daß „Eina die Pflantzen aus Erde, Waſſer, Saltz und bſen, m Oel, beſtehen. Aber bis daher hat noch keiner ande gelehret, wie man dieſe Stuͤcke, welche mittelſt oſſo dni lufloͤſung der Pflantzen, ſichtbar werden, in dem ſee Erdreiche ſelbſt aufſuchen ſolle. Noch iſt es keinem . Zahlde gegluͤcket, zu erforſchen, woher der Rosmarien Nanderen. 259 1 4 aßi arken ſein Oel aus dem Chaos von fluͤßigen und feſten Theilen des Erdreiches nehme, und wie in dem⸗ ſelben Erdreiche der Leinſaamen ein Oel, von ſtehetm gantz anderer Natur finden kan. s anders,§. 141. 4 vaſh Vieles ſteckt in der Ordnung, welches man 2) die dieſe irrig, in den Grundſtuͤcken alleine ſuchet. Sonſt Ordnung wuͤrde der Geruch eines Roſenblades, einer Nel⸗ der Grund⸗ ke, oder einer Aurikel, derſelbe bleiben, wenn ſtuͤcke. man ſie zerdruͤckt. Man reibe aber ein Roſen⸗ bladt; Der vorige angenehme Geruch wird ſich ſofort in einen andern verwandeln, der gaͤntzlich aunterſ von dem erſten unterſchieden iſt. Die Zerſtoͤh⸗ aß mani rung der vorigen Ordnung veraͤndert bey dieſen d,, welhe Gewaͤchſen den Geruch, ſo wie ſie bey andern n, dien Pflantzen denſelben empfindlicher machet. Ich ieran üf getraue mir dennoch nicht zu behaupten, daß die mgekehi; Materie, woraus ſo unendlich ungleiche Pflant⸗ zen zuſammengeſetzet ſind, ohne Unterſchied und einerley ſey.“ Hieſſe es Eigenſinn, oder wie deintraͤg te Att ge⸗ 2 llte Pflantzen, 5 ld le Fruch* Lucretius behauptet ein anderes. Er ſpricht. L. I. BeAer⸗ Namque eadem cœlum, mare, terras, flumina, ſolem hare Conſtituunt: eadem fruges, arbuſta, animantis. Verum aliis, alioque modo commiſta moventur. den wah⸗ 5 6, bis II. Tantum elementa queunt permutato ordine ſolo. verdienen Doch moͤchte eine feine Unterſuchung dieſe anſcheinende be⸗ ſondere —— ——.,—— '. 8 84 2ter Abſchnitt. Von der Fruchtbark. des Ackers lberha . G wollte man es nennen, daß die Natur in gewiſſen in, ſicc Gegenden, die in weiter nichts, als in den Be⸗ Nepflaf 1 ſtandtheilen unterſchieden ſind, nur gewiſſe ſff. Hi Pflantzen hervorbringet, wenn ſie nicht eben die( berwe ö ungleiche Materie, zu ungleichen Pflantzen flle witd brauchte? Die wilden Pflantzen leiſten durch hadden wo hundertfaͤltige Proben hiefuͤr, gewaͤhr. Waͤren erteht, v die Grundſtuͤcke derſelben einerley, ſo koͤnnten ſie ſealedrd A in der Aufloͤſung nicht verſchiedene Erden, ver⸗ rbeugn ’ ſchiedene Saltze, verſchiedene Oele ꝛc. geben. ſih u ahen Scheinet gleich die Materie des Bodens, worauf ißt, begrem ungleiche Pflantzen nebeneinander wachſen, den⸗ i Wehe ſelben Stof zu der einen herzugeben, welcher zu ulhes T der anderen koͤmt; So bemercken doch Auge, Geruch, und Geſchmack, in den Producten der Erde eine Verſchiedenheit. Es laͤßt ſich auch noch immer mit einander reimen, daß der Boden einerley iſt, worauf ungleiche Pflantzen wachſen. Denn jeder der letzteren kan ihre eigenthuͤmlichen Nahrungsſtuͤcke in gleicher Verhaͤltniß darinn finden. Daß der Scheidekuͤnſtler ſie gleich von der Erde nicht zu trennen weiß, als die Natur, daß unſere Sinne in der rohen Erde von dieſem Unterſchiede nicht viel gewahr werden, muß kei⸗ dn? Das nn eine W llebalſo dale r aaten die drechfir t ſit ab nnung in i auf das — nem befremden. Man menge hunderterley Er⸗ Tuch m den, Oele und Saltze mit einander in jeder belie⸗ gande re bigen Verhaͤltniß, und frage dann einen, der anne helle ſiehet, Was iſt das? Oder gebe einem Chi⸗ egieße mico auf, dieſe Miſchung zu reſolviren. Der ei⸗ qh regril ne wird nichts wiſſen, und der andere nichts koͤn⸗ nen. Um die Schwierigkeiten zu heben, wel⸗ 8 toſe alel 4 che der Gegenſeitigen Meynungen entgegen ſte⸗ er dr ſtat die Ardnu ſondere Lehre mit der Erfahrung vereinigen, wenn genug⸗ ſam erwieſen wuͤrde; daß der Unterſchied aller Dinge nicht V wFäftgü in der Materie, ſondern in der Forme beſtehe. In dem„ſbui nehter Buche des Lucretii iſt hiemit ein guter Anfang dhn⸗ emacht. hwed. 8— anang hen, tenſch Ackers gewiſſen n den Be gewiſ it eben d Pflanten ſten durh Wirmn koͤnntenſt rden, ven r. geba 3, woran ſen, den velcherzu ch Aug, ueten da ſich auc eer Bode wachſen huͤmlichn iß darin gleich d ie Natur, von dieſen „muß kei terley Er eder belie nen, der inem Cii⸗ Der ei nichts kon ben, wel gegen ſie hen enn genug. Dinge nic . In dem ter Anfan uͤberhaupt; Insbeſondere, wie ferne die Ruhe ꝛc. 85 hen, ſteckt man ſich hinter den Ausdruck: Die Pflantzen bereiten ihren Mahrungs⸗ ſafft. Hiemit ſoll entweder verſtanden ſeyn; Sie verwandeln ihn, oder nicht. In jenem Falle wird etwas behauptet, was erſt bewieſen werden muß. Die Theile, woraus die Pflantze entſtehet, ſind vor der Pflantze in der Erde, oh⸗ ne alle Ordnung. Nun gehet keine weitere Ver⸗ aͤnderung mit ihnen vor, als daß die Pflantze ſie ſich zu eigen machet und ordnet, dis, und mehr nicht, begreiffet man. Heißt das aber verwan⸗ deln? Woher ſind die Grundſtuͤcke neu geworden? Welches Wunder ſoll ihre Natur veraͤndert ha⸗ ben? Das Wort, Zubereitung kan alſo hoͤch⸗ ſtens eine Verfeinung und Anordnung bedeuten. Soll es alſo den Begriff nicht umſtoſſen, daß die Natur der Grundſtuͤcke des Erdreiches in den Pflantzen dieſelbe bleibe; So enthaͤlt auch das Erdreich fuͤr jede Pflantze beſondere Materialien; Dis zeigt aber, wie wenig von der veraͤnderten Ordnung in denſelben Grundſtuͤcken der Pflant⸗ zen, auf das Materiale ſelbſt zu ſchlieſſen ſey. §. 142. Noch mehr Einfluß hat die Lufft hierauf. Wenn den gemachten Verſuchen und den daraus gezogenen Schluͤſſen“ zu trauen iſt, ſo erhalten die Pflantzen mehr Nahrung oberhalb der Erde, als aus derſelben. Die Erfahrung, daß manin Mooſen allerley Gewaͤchſe fortkommen ſiehet, iſt einer der ſtaͤrckſten Beweiſe hiefuͤr.* Was nun die Ordnung, worin die Beſtandtheile der Pflantzen ſich befinden, und die Lufft, zur Bil⸗ F 3 dung *F Haſſelquiſts Reiſe nach Palaeſtina. p. 264. 3) die Lufft. ** Hiſtoire de l'academie des Sciences; a Paris 1748. Pag. 277 Schwed. Acad. der Wiſſenſchaft. Abhandl. fuͤr den Jenner⸗ Hornung, und Mart. 1756. pag. 137. 86 2ter Abſchnitt. Von der Fruchtbark. des Ackers dung der Gewaͤchſe beytragen, daran hat das Erdreich dem Anſehen nach keinen Theil. Den⸗ noch bleibet immer der Zweifel gegen die Frucht⸗ barkeit der Lufft ungehoben, daß man Erdreiche von gewiſſer Beſchaffenheit, faſt Wunder der Fruchtbarkeit thun ſiehet. Warum iſt hier⸗ in nicht einiges Ebenmaaß bey ungleichen Erd⸗ reichen anzutreffen, und warum merckt man ei⸗ nen Abgang der Fruchtbarkeit unſerer Aecker, wenn es ſo was betraͤchtliches iſt, was die Lufft zur Nahrung der Pflantzen beytraͤgt? Man er⸗ wiedert vielleicht, daß die Lufft aus dem Erdrei⸗ che jeder Gegend erſt die Kraͤffte ſamlen muͤſſe, welche es ſogleich den Pflantzen wiederum mit⸗ theilet; Und dabey hat es auch wohl ſein Be⸗ wenden. Es leidet jene Erfahrung, daß jedes fruchtbares Erdreich in ſich ſolche Grundſtuͤcke verſchloſſen halten muͤſſe, woraus die Pflantzen, welche es reichlich hervorbringet, ihre Nah⸗ rungsſtuͤcke nehmen koͤnnen, im geringſten nicht darunter. In ſoferne man dafuͤr haͤlt, dieſe Grundſtuͤcke theilen ſich ſofort den Pflantzen mit, als ſie aus der Erde treten, und bevor ſie ſich weiter zerſtreuen. So gereichet der aus der Er— de ſteigende Thau den Pflantzen ſichtbarlich zur Nahrung! So wird es begreiflich, daß bey ei⸗ ner umgekehrte Staude die Zweige, gleich wie Wurzeln, Nahrung in der Erde einziehen, und die entbloͤßten Wurzeln als Zweige fortwachſen und Nahrung in freyer Lufft finden. §. 143. Der Augenſchein uͤberfuͤhret uns bey dem ſigen Thei⸗ erhunln zeſch in ann 18 daß die Räßzigen le desErd⸗Theile des Erdreiches, das Leben derſelben aus⸗ machen. Jedoch offenbaret ſich auch hierin eini⸗ ger Unterſchied, unter ungleichen Pflantzenge⸗ 8 ſchlech⸗ jberha ſhechten. Gegenden edreichen berſhwen Eedreich d tig eucht derauf z etwas übe Acker, we ſer, R de auchfſted könt beſond wieein Si unddeyden derwun ich diEr Seſhafenh Niſeerſehe nangalt. S denn, van gr erthalt dieſel fuͤl vume der; durch d dech iſt dnaang der V V g In hart dig Mach gin. Jw ſis Erdee denn wan d de der ni lnnuffn, Ackers in hat de eil. Der die Frucht Edii ſt Wunde im iſt hier eichen Ed kt man i er Aecke s die Luff Man en m Erdrei en müͤſe, erum mit ſein Be daß jedes rundſtuͤtt Pflantzen, hre Nah⸗ gſten nich aͤlt, dieß untzen mit vor ſie ſich us der Er arlich zur aß bey ei gleich wir hen, und rtwachſen bey dem fluͤßigen lben aus ierin eine lantzenge ſchlech uͤberhaupt; Insbeſondere, wie ferne die Ruhe ꝛc. 87 ſchlechten. Getraide waͤchſet in beſtaͤndig naſſen Gegenden nicht, Rohr wuchert in trockenem Erdreiche nicht, und der Reis laͤßt ſich nur in zu uͤberſchwemmenden Gegenden bauen. Soll ein Erdreich denn fruchtbar heiſſen, ſo muß es gehoͤ⸗ rig feucht ſeyn, und ſoviel Naͤſſe haben, als die darauf zu bauenden Pflantzen vertragen. In etwas uͤberfluͤßige Naͤſſe vertheilet allemahl den Acker, wenigſtens zu Hervorbringung der Graͤ⸗ ſer, da das Waſſer nicht allein fluͤßige ſondern auch feſte Theile fuͤr die Pflantzen enthaͤlt. Sie koͤmt beſonders dem Boden zu ſtatten, welcher wie ein Sieb die uͤberfluͤßige Naͤſſe durchſeiget und bey dem erſten dn pehahe der Sonne, wie⸗ der von ſich gibt. §. 144. Die Erdreiche von groͤberer Art ſind von der 5) die Beſchaffenheit.§. 117.) Die ihnen gehorige Feinheit Raͤſſe erſetzet aber nicht alles, was ihnen ſonſt des Erd— mangelt. Es gebricht der Pflantze an Nahrung. reiches. Denn, unmoͤglich kan grober Sand ſo viel Mo⸗ der enthalten, als die feinſte Erde. Die kleinen Kieſel fuͤllen zu viel. Es ſchadet dem Wachs⸗ thume der Pflantzen, daß ihre zarten Wurzeln ſich durch die Kieſel dringen muͤſſen. Ein feines Erdreich iſt es alſo, welches geſchickter zur Fort⸗ bringung der Gewaͤchſe iſt. §. 145. In hartem Grunde hat die Pflantze eben ſo wenig Macht, Wurzel zu ſchlagen, als im kie⸗ ſigten. Zwar hat es das Anſehen, als wenn ein feſtes Erdreich Gewaͤchſe genug hervorbringet, wenn man die Pflantzen auf dem rohen Erdbo⸗ den, der nicht der geringſten Veraͤnderung un⸗ terworffen zu ſeyn ſcheinet, wachſen, und ſich F 4 vermehren ———O—Q—B:ᷓ:——.— 5— 88 2ter Abſchnitt. Von der Fruchtbark. des Ackers 6) das loc⸗ kere We⸗ ſen des Bodens. vermebhren ſiehet. Der eindringende Regen und die Feuchtigkeiten des Erdreiches aber, zeigen hier eine Wirkung, die es beweiſet, daß ſie nicht bloß den Pflanzen zur Nahrung dienen ſollen. Sie fuͤllen die Zwiſchenraͤume, welche die feinen Erdtheile machen, und bauen ſolche aus; Sie dienen dazu, das Erdreich, welches ſeiner Na⸗ tur nach, leicht zuſammenſinket, gleich einen Schwamm auszudehnen und den ſchwellenden Wurzeln der Kraͤuter und Gewaͤchſe Raum zu verſchaffen, worin ſie ſich ausbreiten und weiter Nahrung ſuchen koͤnnen. §. 146. Der Gartenbau und die Bearbeitung des Ackers haben es zum vornehmſten Zwecke, das Erdreich in einem hoͤhern Grade locker zu ma⸗ chen, als es von Natur iſt. Die Erfahrung zeiget offt, wie ſehr hierin die Grentzen uͤber⸗ ſchritten werden koͤnnen. Man durchwandere nur ein Feld, wo die verſchiedenen Beſitzer der Ackerſtuͤcke oder Beeten, verſchiedenen Fleiß an der Bearbeitung ihrer Fluren gewandt: So wird es ſich finden, daß bisweilen der fleißigſte Wirth, der ſeinen Acker, wie einen Garten ver⸗ pfleget hat, ſchlechter Korn bauet, als ſein Nach⸗ bar, deſſen Stuͤck am innern Werthe nichts beſ⸗ ſer iſt, als ſeines, und, ob es gleich mehr um— gewuͤhlt als bearbeitet ausſiehet, jedennoch beſ⸗ ſere Fruͤchte traͤget. Die Urſache dieſes unglei⸗ chen Erfolgs, ſteckt in der uͤberſchrittenen Maaſ⸗ ſe der Auflockerung. Der Acker iſt wie Staub oder Aſche, wenn er trocken geworden, und Mo⸗ raſt, wenn er durchgeregnet. Es muß demnach ein gewiſſer Grad der Feſtigkeit zur Fruchtbar⸗ keit des Erdreiches was beytragen. §. 147. berhan der G finde dem ſien, in Pflanzen, hettſeiner Permiſch in den g he hier miͦ der Gewalt ales, was dr Frucht cnd. ner huutſchli diſen zich albes wil, enden Geb leemei. 5 ſoge ſetige ſo NNaaße au dng, we ernuchen, utemg de e un üb Nuniiß P, dn A ſi, bemne haggen ha Vad l. lettt Ka neriea. n bun l lor ine — lckers egen und , zei en ß ſie m zen ſollen. die feinen us; Eie ſeeiner Na⸗ eich eine vellenden Naum zu id weiter tung des ke, das rzu ma⸗ rfahrung en uͤber⸗ wandere erten ver⸗ in Nach⸗ chts beſ⸗ gehr um⸗ noch beſ unglei⸗ Maaſ Staub und Mo⸗ demnach uchtbar⸗ §. 147. uͤberhaupt; Insbeſondere, wie ferne die Ruhe ꝛc. 89 §. 147. Der Grund der Fruchtbarkeit des Ackers be⸗ dieſe Stuͤe⸗ ſtuͤnde demnach in der innern Beſchaffenheit deſe ke zuſam⸗ ſelben, indem er Stoff genug zum Bau der menge⸗ Pflanzen enthaͤlt oder bereiten kan, in der Fein⸗nommen, beit ſeiner feſten Theile, in der proportionirlichen dazu bey⸗ Vermiſchung der feſten und fluͤßigen Theile und tragen. in dem gehoͤrigen Grade der Feſtigkeit. Ich ſe⸗ he hier mit Fleiß nur auf die Dinge, welche in der Gewalt des Wirthes ſtehen, und uͤbergehe alles, was die Waͤrme, oder Bewegung, bey der Fruchtbarkeit des Erdreiches zugeſchrieben wird. §. 148. Unſer Erdreich, welches dem Getraidebau C. Dauer hauptſaͤchlich gewidmet wird, es mag ſoviel von derſelbem dieſen Zeichen der Fruchtbarkeit an ſich haben, und was als es will, verliert die Kraͤffte mit dem anhal⸗ die Ruhe tenden Gebrauche. Die Zeugniſſe hievon ſind dan beh⸗ allgemein.(§. 52.) Es hat ein niederteutſcher kr gt. Wirth ſogar in der Ukraine erfahren, daß die dortige ſo berufene fruchtbare Erde in gewiſſer Maaße ausgebauet werden koͤnne, indem er den Dung, welchen man ſonſt nicht gewohnt war, zu brauchen, mit gutem Erfolg zu mehrerer Be⸗ fruchtung des Ackers tuͤchtig fand. Man kennet bey uns uͤberall die Tuͤchtigkeit des Dungs; Man weiß aber auch, daß der Dung nicht zurei⸗ che, den Acker ſo fruchtbar zu machen, als er iſt, wenn er einige Zeit nicht,“ oder niemahls, getragen hat.*.**r. F 5§. 149. * Varro L. I. Cap. XLIV.§. 2. ſeq. *r Peter Kalm, Beſchreibung der Reiſe in dem noͤrdlichen A⸗ merica. p. 325. *r Plin. Lib. 17. c. 5. In frugibus ferendis eadem terra uti- lior intelligitur, quoties intermiſſa cultura quievit. 90 2ter Abſchnitt. Von der Fruchtbark. des Ackers §. 149. Der Werth alter Aecker gibt ſich bald zu er⸗ kennen; Sie tragen mehr Stroh, mehr Korn, und trotzen der ungleichen Witterung mehr, als lange Zeit bebauete Laͤnder. Hier muß doch ei⸗ ne Urſache ſeyn, welche dem Acker dieſen Vor⸗ zug gibt. Urſachen davon. §. 150. 1)Blaͤtter Columella ſucht dieſe darin, daß die Graͤſer, von Baͤn⸗ welche das Land in den Ruhejahren erzeuget, wie⸗ men, ver⸗ derum verfaulten und den Acker duͤngen; Daß Hrdet die Wurzeln der Kraͤuter beym Umpfluͤgen des 57 te 5 7 Ackers gleiche Wirkung thaͤten, und die abfallen⸗ zweige ꝛc. den Blaͤtter und Zweige der Baͤume dazu mit be⸗ huͤlflich waͤren.“* Man kan nicht laͤugnen, daß dieſe Stuͤcke das ihrige zur Befruchtung 5 ru⸗ 4* henden *— Seu ſponte, ſeu quolibet caſu deſtituta humus, cum eſt fepetita cultu; magno fœnore ceſſationis colono reſpondet. Non ergo eſt exiguarum frugum cauſſa, terræ vetuſtas, ſi modo, cum ſemel invaſit ſenectus, regreſſum non habet, nec revireſcere, nec repubeſcere poteſt: Sed ne laſſitudo quidem ſoli minuit agricolæ fructum, neque enim prudentis eſt, adduci, tanquam in hominibus uimia corporis exercitatione, aut oneris alicujus pondere, fic cultibus& agitationibus agrorum fatigationem fucccdere. Quid ergo eft, inquis, quod aſſeverat Tremellius intacta& filveſtria loca, cum primum cœperint, cultu exuberare, mox deinde non ita reſpondere labori colonorum? vider ſine du- bio, quid eveniat, ſed cur id accidat, non pervidet. In arvum transducta fœcundior haberi terra debet, quod ſit re- quietior& jejunior; Sed quod multorum annorum frondibus &F herbis, quas ſuapte natura progenerabat, velut a‿inara largioribus pabulis, facilius edendis educandisque frugibus ſufficit. At cum perruptæ raſtris& aratris radices herbarum, ferroque ſucciſa nemora frondibus ſuis deſierunt alere ma- trem, quæque temporibus autumni fruretis& arboribus de lapſa überh fenden A Frffte d Effahrun nehmen, Nühedes ſde vehme Dung ü Es müſt tuhende. der Ghß, wi al. W. Nrfahten bere Erde erfeint u feſen Kor lauf gerau gfielet ge aach dieſ inlänglt Dfaantzen giit in d uft gele venn ſie be Wendn,) anxgiffen V Ahere efetet liner ſe lyſef letior dumta cgelca Ackers uͤberhaupt; Insbeſondere, wie ferne die Ruhe ꝛc. 91 b benden Ackers beytragen; Wie koͤnnen aber die ald zuer. Kraͤffte des Ackers hiedurch ſo merklich, wie die ehr Korn, Erfahrung es bey den alten Aeckern ergiebt, zu⸗ eht, ab nehmen, wenn man bedenket, daß waͤhrend der 5doch i Ruhe das Gras doch auch Nahrung aus der Er⸗ eſen di. de nehme, und hoͤchſtens nur dem Boden ſoviel Dung wiedergeben kan, als er aus ihm nimt? Es muͤſſen alſo mehr Urſachen ſeyn, woher der ruhende Acker ſo vorzuͤglich wird. Graͤſet, get, wie⸗§. 151. 1; Daß Der Thon und die haͤrteſten Koͤrper, ſogar 2) Aus⸗ igen des Glaß, wiederſtehen der Lufft nicht. Sie wittern gewitterte abfalen, aus. Warum wollte man dieſes nicht, als ein Erde. mit be⸗ Verfahren der Natur anſehen, wodurch ſie die gro⸗ en, daß bere Erde zum Uebergang in das Pflantzenreich zdes ru⸗ verfeinet und zubereitet. Die Aufloͤſung vieler henden feſten Koͤrper bewirckt die ufft erſt nach Ver⸗ lauff geraumer Zeit, worin ſolche Koͤrper ihr bloß cum et geſtellet geweſen. Es iſt wahrſcheinlich, daß elponder auch die feſten Theile des Erdreiches alsdenn erſt ſüri hinlaͤnglich auswittern, und zur Nabrung der 10 igen Pflantzen geſchickt werden, wenn ſie geraume f ed. Zeit in der Oberflaͤche des Bodens frey von der krtione, Lufft gelegen, und weniger tauglich werden, tionibus wenn ſie von Jahr zu Jahr unterm Kehren und Wenden, von der Schaͤrfe der zufft nicht gehoͤrig intacta& angegriffen werden koͤnnen. rare, mox t ſine du- 3§. 152. 9: det. In Andere Theile des Ackers ſind von der Be⸗ 3) Mo⸗ od ſit re- ſchaffenheit, daß ſie ſich deſto feiner aufloͤſen, je dernde frondibus laͤnger ſie in dem Erdreiche verſchloſſen ſind. Stuͤcke des ſaginata Holtz. frugibus 1 derbarum, lapſa foliæ ſuperjaciebantur, mox converſa vomeribus& in- llere ma- fleriori ſolo quod plerumque eſt exilius, permiſta atque ab- oribus de ſumta ſunt: ſequitur, ut deſtituta priſtinis alimentis ma- layſa creſcat humus.&c. 8 92 2ter Abſchnitt. Von der Fruchtbark. des Ackers Erdrei⸗ Holtz, und uͤberhaupt Pflantzen⸗Theile modern ches. in der Erde. Ruhet der Acker, ſo greiffen die Saͤuren und Saltze in dem Erdreiche alles an, was ſich aufloͤſen laͤſſet, und bereitet einen feinen Nahrungsſafft, der durch die obere, feſter zuſam⸗ men ſinkende Rinde ſolange verwahret bleibet, bis der Wirth die Erde aufſchlieſſet und Gebrauch davon machet. Hingegen ſind begreiflicherweiſe die Kraͤffte der fluͤßigen Theile im Acker geſchwaͤ⸗ chet, wenn ſie von Zeit zu Zeit durch beſtaͤndiges Umruͤhren des Ackers der Lufft blosgeſtellet wer⸗ den. Sie verfliegen, und der Nahrungsſafft bleibt rohe. §. 153. 3 Die gehoͤrige Feſtigkeit, welche dem Erdrei⸗ keit des che zum Gededen die Rarns ſo haßue iſt, 6 vermag der Wirth dem Acker nicht zu geben, ches. wenn ſolcher immerfort gebrauchet wird. Ein alter aufgebrochener und zubereiteter Acker muͤ⸗ ſte dem Anſcheine nach zwar gleich fein, mit dem friſchen ſeyn, wenn beyde Theile fleißig bearbei⸗ tet worden. Man findet aber einen mercklichen Unterſchied unter beyden. Die geringeren Erd⸗ krumen halten im alten Acker feſter zuſammen, und verhindern, daß das Erdreich beym erſten Regen kein Brey wird. 4) Feſtig⸗ §. 154. 5) Regen Sodann theilen Regen und Schnee dem und Erdreiche waͤhrend der Ruhe mehr Kraͤffte mit, Schnee. als es zu Hervorbringung der Graͤſer brauchet. Und auch dieſe ſamlen ſich in dem alten Acker. Auch das reinſte deſtillirte Waſſer iſt noch voller Erde.* Um ſo reicher wird das Regenwaſſer ſeyn, *Marggrafs. Chimiſche Schriften 1. Theil. 1761. pag. 325. 1099. V überhe lm, wel in feinen der Bod dinget,! ſlein dre So regmanhe ruthmaſe n ſehe. de ertil ſee Ver ditrech enandere enrihen. le Feiner man aufd Uner den? gaangen, nedes vor ſautes, ufn einhaltzu 1 Ginn ki ſinen S ſeindr onin die in zingen dant it al 1 Mfug lemann dage ſor ſicht rhat, kinberatet t6 zufden Ackets uͤberhaupt; Insbeſondere, wie ferne die Ruhe ꝛc. 93 eile moen ſeyn, welches die, mit den Duͤnſten aufſteigen⸗ greifende den feinen Erdtheile dem Boden wiedergiebt. Lallesn, Der Boden filtrirt das Waſſer, indem es ein⸗ inen einn dringet, und behaͤlt davon die feinen feſten Thei⸗ ſter zuem le in der oberſten Rinde zuruͤck. et bleibet, Gebrau. 155. icherwei So viel laͤſſet ſich von den Urſachen der zu⸗ 6) Dung. geſchwi nehmenden Fruchtbarkeit eines ruhenden Ackers ſtändiges muthmaſſen, wenn man noch nicht auf die Fol⸗ elletwer., gen ſiehet. Unter dieſen iſt eine der wichtigſten, ungsſaft die Vertilgung des Unkrautes. Es gibt die ge⸗ ſunde Vernunfft, daß der ausgeſtreuete Saamen deſto reichlichere Fruͤchte hervorbringe, je weni⸗ ger andere Gewaͤchſe ihm die Kraͤffte des Bodens Erdteii entziehen. Um deßwillen bemuͤhet man ſich, al⸗ endig iſt, le Kraͤuter und Graͤſer ſo lange zu vertilgen, als geben, man auf dem Boden andere Fruͤchte anbauet. d. Ein Unter den Mitteln, die man zu dieſem Zwecke zu cker muͦͤ gelangen, anwendet, iſt die Reinigung des Ge⸗ mit dem treides von dem untermengten Saamen des Un⸗ bearbe krautes, keines der geringſten, aber doch nicht ercklihen vermoͤgend, der ſchnellen Vermehrung deſſelben eren Erd⸗ Einhalt zu thun. as meiſte Unkraut wird mit ſammnen, dem Getreyde, und noch vorher reiff. Es ſchuͤt⸗ n erſten— tet ſeinen Saamen alsdenn, und unter der Sen⸗ ſe, in der Maaße aus, daß man dasjenige, was davon in die Scheure gebracht wird, nur als ei⸗ nen geringen len eſ anſehen kan. Das Un⸗ iee dem kraut iſt alſo ſchon eher gepflantzet, und durch fftemit, den Pflug in die Erde gebracht, eher noch der rauchet. Saͤemann den Acker betritt, und pflantzet ſich n Acker. ſolange fort, als Saaten auf Saaten folgen. chvoler Geſchicht aber der Bearbeitung des Ackers gſenwaſer Einhalt, ſo findet das Unkraut zum Theil ſeyn, kein bereitetes weiches Beet; Das Vieh, wel⸗ 2 ches auf dem ruhenden Acker geweydet wird, a pag. 325 et **— —————— — 7 — 94 2ter Abſchnitt. Von der Fruchtbark. des Ackers. ſet das meiſte davon nicht einmahl zur Beſaa— mung kommen. Mittelſt der Ruhe des Ackers wird alſo begreiflicher Weiſe auch das Unkraut vermindert.* §. 157. a) die Die⸗ Jedoch nicht alle Pflantzen, die wir mit die⸗ ſteln. ſem Nahmen belegen, vermehren ſich alleine durch den Saamen. Sie ſind auch nicht alle gleich damit getilget, wenn ſie etwa ein Jahr durch unterdruͤckt werden. Die Dieſtel wichſer ort, * Theophraſtus, de Causis plantarum, Lib. III. Cap. 23. merkt ſchon an, daß die bloße Braache den Aeckern gegen das Unkraut ungemein behuͤlflich ſey. Seine Worte lauten in der Ueberſetzung: Cura novalium tempore utroque ſuſci- pitur, æſtate ac hyeme, ut terra ſolem ac figora ſentiat, quem- admoduam de conferendis quoque arboridus„ propoſuimus. Solum enim ſæpe inverſum, rarum, leve, atque materia va- cuum redditur: ita ut alere facillime poſſit. Ideoque præci- piunt, nunquam legumina in novalibus ſerere, niſi mature admodum fieri poſſit, ne æſrνwwam nodellationem impedtant. Nivem hybernis prodeſſe exiſtimant, primam vero nocere:; corrodere namque terram, extenuareque. Poſtquam primas arationes novellarunt, rurſus vere ceſpitem invertere ſolent, ut naſcentem berbam interimant. Tum æſtate arant,& cum ferere velint, proſcindunt leviter. Solum enim bene peragitatum præparatumque eſſe, ac ei rei maxime dare ope- ram, oportet, quemadmodum diximus. Er zeiget nach dieſer Beſchreibung des Braachens, den vortheilhaften Ge⸗ brauch zweener verſchiedenen Pfluͤge, und faͤhrt darauf fort: Soli cultura hæc eſt. Evenit autem iis, qui in ea elabora- verint, ut minus in reliquis elaborandum ſit. Contra qui ſegnius illam ſuſceperint, coguntur profecto, ſʒpe& ſarri- re& runcare, cumherba uhe erumpat, ſic enim ſemina pereunt. Prius autem, quam frumentum, herba enaſcitur, Pioniam& validior eſt,& prius ineft in ſegete. Nam ſi rumentum citius creſcat, herba magna ex parte ſirangula- rur& perit:& in totum uon æque oſhicere poreſt. jberha ſet, 5 üirlber jeſe an nut eine, hlagen a biederauſ chen, we ven Wirt de mit Nj laſen ve on herbſt 1 uid, dan dl mie V düzerha V li dn, dßu fi wi he hot.— ite arlukre Damit den pf 8 and u elnf das da ilber hatin: 3 bretwir 5 diſe u räfichw dech( ſegnther ſi ah diü lathe * dlnnz lckers. ir Beſaa⸗ es Ackers Unkraut ir mit de ich allein nicht all ein Jahr waͤchſet fort, Cap. 23. kern gegen rte lauta oque ſulc- lat, queg. opoſuims. materia e- que preci niſi mature imyediat. ro noccte: am primas ere ſolent, arant,& aim bene dare ope- get nach gften Ge⸗ auf fort: elabora- ontta qui & farri- m ſemina enaſcitur, Nam fi ranguls. uͤberhaupt; Insbeſondere, wie ferne die Ruhe ꝛc. 95 fort, wenn man ſie gleich etliche Jahre kurtz haͤlt. Hieruͤber beſchweren ſich ſogar die Gaͤrtner, wel⸗ che ſie an den Wurzeln abſtechen, und dadurch nur eine groͤſſere Menge hervorlocken. Sie ſchlagen aus den nachgebliebenen Wurzelſpitzen wieder auf. Aber auch dieſes Unkraut muß wei⸗ chen, wenn man dem Exempel eines verſchlage⸗ nen Wirthes folget. Man betreibet ſolche Wey⸗ de mit Pferden, welche die Dieſtel unberuͤhrt laſſen, wenn ſie irgend in die Hoͤhe gewachſen iſt. Im Herbſte, ſobald dis Gewaͤchs ausgebluͤhet hat, wird Rindvieh darzu gelaſſen, welches die Dieſtel mit Saamen und Blaͤtter verzehret.* Bisher habe ich es noch immer beſtaͤtiget gefun⸗ den, daß unter gedachter Behandelung die Die⸗ ſtel nicht wiederwaͤchſet, wenn ſie nur ausgebluͤ⸗ het hat. Alſo gaͤbe zur Bartelßziße dieſes ſchaͤd⸗ ule Unkrautes die Ruhe des Ackers gleichfals nlaß. §. 158. Damit man aber auf die Wirkung derſelben b) des Kuͤ⸗ bey den Pflanzen, welche weder von einem Jah: dicks re ins andere fortdauern*“*, noch ſich durch die Wurzeln fortpflanzen, nicht eine unzeitige Rech⸗ nung mache, ſo bemerke noch, daß der Saa⸗ men deſſelben zum Theil uͤber Jahr und Tag un⸗ beſchadet in der Erde lieget, und ſobald er oben⸗ gekehret wird, ſein Geſchlecht wieder vermehret. Auf dieſe und keine andere Art hat es mir nur begreiflich werden koͤnnen, daß der Kuͤdie oder Hederich(§. 123.) in den Braachen derer vor⸗ her geruheten Aecker, die ein Jahr voraus um⸗ gebraachet worden, wiederum aufſchlaͤgt. Nur 4 die * Diß iſt von der kleinen Dieſtel(§. 121.) zu verſtehen. Die Acanthus muͤſte wohl zu ſolcher Zeit abgeſchnitten werden. ** Plantæ annuæ. 96 2ter Abſchnitt. Von der Fruchtbark. des Ackers 5) der ———————— die anhaltende Ruhe des Ackers hat den gluͤckli⸗ chen Erfolg, daß dis Unkraut und ſeine Geſchwi⸗ ſtern ſich merklich verlieren, und das aus der Ur⸗ ſache, weil der tief unter der Erde liegende Saa⸗ men des Unkrautes durch die Laͤnge der Zeit erſt erſticket wird. §. 159. Unter die Zahl der beſchwerlichen, und dem Huflattich Gedeyen des Getraydes hinderlichen Pflantzen Gebrauch gehoͤret auch der Huflattich.(§. 120.) Die Schweine trachten dieſem Gewaͤchſe Fruͤhjahrs ſtark nach. Bey welcher Gelegenheit ſind deſſen wuchernde Wurzeln beſſer zu vertilgen, als wenn der Acker umgeriſſen und den ganzen Sommer durch dieſem Viehe Preis gegeben wird. §. 160. Die Quaͤken ſchaden nicht weniger dem Wachsthum des Kornes, und dennoch ſind ſie bey dem immerwaͤhrenden Gebrauche des Ackers nicht zu vertilgen. Nach der Ordnung wird ſon⸗ ſten der Acker des Fruͤhjahrs und im Herbſte be⸗ arbeitet: Jahrszeiten, worinn das Erdreich im⸗ mer feucht genug iſt, die ausgeriſſenen Wurtzeln der Quaͤken wieder fortwachſen zu laſſen. In⸗ dem man aber bey den heiſſeſten Tagen des Som⸗ mers die Quaͤken zerſtoͤhret, zu einer Zeit, da ſie in vollem Saffte ſind, und ſich oberhalb der Erde verbreiten; So verwelcken ſie eher. §. 161. Aus wahrer Ueberzeugung und Erfahrungen, von der die vor beynahe zweytauſend Jahren ſchon beſtaͤ⸗ tiget waren, iſt dafuͤr zu halten, daß die Ruhe dem * Gramen loliaceum, radice repente. lberh dm Ace 6 ibuer der nit ihm i ſlechtwe ſorutthe V fua ie uich ge; Wie Nue gen 6 1 Allan ſahen, w Wätrer zu lan in die Kt nan liſet ger Kräff 67) und gennuer uen wird d ds Moo⸗ Drris, " Nrum. Adärtum litrn il DWſs le ſüfg, , ww ütont, frage ſandgem. der Acer ſlaede Aker den gläͤctt ne Geſhn aus der gende San der Zeiti t, und den Pflanta 20.) N Fruͤhnge ſind deſn , als wemn Somme . iger dem h ſind ſe s Ackers wird ſon⸗ etbſte be⸗ dreich im⸗ Wurtzeln en. In. es Som⸗ Zeit, da halb der * brungen, on beſtaͤ⸗ ie Ruhe dem uͤberhaupt; Insbeſondere, wie ferne die Ruhe ꝛc. 97 dem Acker zutraͤglich ſey. Ich kan alſo jenem Ruhe des Lehrer der Landwirthſchafft“ und denen, welche Ackers. mit ihm uͤbereinſtimmen, nicht beytreten, welche ſchlechtweg dieſe Wirkung laͤugnen, und es dem Vorurtheile zuſchreiben, daß man je ſtat darauf gemacht hat. Weil nun der Acker wuͤrcklich durch die Ruhe fruchtbar wird; So iſt die Fra⸗ ge; Wie der Landwirth ſich dieſe Erfahrung zu Nutze gemacht? §. 162. Zu lange den Acker dem Getraydebau zu ent⸗ 1) in Hin⸗ ziehen, wuͤrde nicht wirthſchaftlich ſeyn, wenn ſicht auf man die Kraͤffte hat, den Ackerbau zu beſtreiten. den Korn⸗ Nau laͤſſet alſo den Acker nur bis dahin ruhen, bau. da er Kraͤffte genug zu den Saaten geſamlet hat. §. 163. Waͤhrend der Ruhe muß der Acker dem 2) in Hin⸗ Wirthe durch die Weyde eintraͤglich werden ſicht auf (§. 67.) und dieſer Umſtand ſetzet den Ruhejah⸗ die Vieh⸗ ren genauere Schrancken. Auf den guten Fel⸗ zucht. dern wird die Weyde mit den Jahren ſchlechter. Das Moos“** und Schwaͤmme verdraͤngen mit 5 der * Darries, erſte Gruͤnde der Cammeralwiſſenſchafft§. 98. 99. ** Brium. Adiantum aureum. Lichen biſſaceus terreſtris cinereus .(Halleri ſtirpes helvetiæ I156te.) Dieſes letztere Moos waͤchſet beſonders auf kalten Feldern hauffig, und iſt ein ſicheres Merckmahl, daß an der Stel⸗ le, wo es ſich anfindet, weder Graß, noch Kraut wieder aufkoͤmt, ſo lange der Boden in dem Zuſtande bleibet. Auf ſtrengen Feldern findet es ſich ſeltener als auf Mittel und ſandigem Boden, wo es das aͤuſſere Anſehen hat, als wenn der Acker mit Kalch beſtreuet waͤre. v. Haller gibt davon folgende Kennzeichen. 31 ———————— 98 2ter Abſchnitt. Von der Fruchtbark. des Ackers der Zeit die beſſern Kraͤuter; Klee und Graß ver⸗ mindern ſich und das letztere wird ungedeihlich. Die Erfahrung worauf ich mich hier zu berufen habe, beſtaͤtiget ein allgemeines Zeugniß der landwirthe. Das Graß auf friſchen Aeckern, welche zur Ruhe liegen bleiben, iſt dem Vieh zu⸗ traͤglicher, als Graß auf alten Aeckern. Es iſt ſolches auch zu begreiffen. Auf alten Angern verliert ſich der Klee und andere der behuͤflichſten Kraͤuter, die vorhin haͤuffiger und beſſer von der, im Acker uͤbrig geweſenen Duͤngungskrafft wuch⸗ ſen, als er nach abgetragenen Saaten zur Ruhe kam. Verlangt doch die ſo unſtaͤte Natur, bey den zahmen Gewaͤchſen, eine beſtaͤndige Abwech⸗ ſelung, um vorzubeugen, daß jede Pflantze in ihrer Art nicht ſchlecht und ungedeihlich werde. Auch die wilden Pflantzen geben Anzeigen, daß zwar die Truͤmmern der einen, Stoff zu der an⸗ dern geben; Aber daß auch neue Pflantzen aus dem Stoffe ihres Geſchlechtes nicht ſo gutes Gedeyen haben, als aus den Grundſtuͤcken eines andern. §. 164. Dauer Zufaͤlliger Dinge wegen gibt manches Feld derſelben. hievon bald mehr bald weniger Merckmahle. 1) auf gu⸗Kalte ſtarcke und Mittelfelder verlieren im vierten ten Fel⸗ Jahre ſchon die Guͤte der Weyde um ein betraͤcht⸗ dern liches, ich nehme die fruchtbareſten und ſolche a) die kalt Gegenden aus, welche durch Ueberſchwemmung ſind. und andere beſondere Eigenſchafften laͤnger, oder immerfort zum Graswuchs Vorſchub habem Der⸗ Ad terram humidam. Color e cinereo ſub rubello. Glo- bulæ non ſeſſiles, neque rotundæ, ſed ita elevatæ,& a terra recedentes, ut farinæ ad modum comprimi& abſtergi poſſit. Und Dillenus nennet ſie Byſſus pulverulenta, incana, farinæ inſtar ſtrata.. ſber duglt vanzuſe ene di eingen; dn Jah Näſſe d ſeiche oren in fühiye gehoͤige dann Moc wichſt V NAder tnſiſen⸗ wenn e fruchtart ähe md ten der A uddieG. ſ inR Mi Sadfacde m denden Jätda Ae fuh cc n NMae ſckers uͤberhaupt; Insbeſondere, wie ferne die Ruhe ꝛc. 99 Gtaß e Dergleichen Felder pflegten den Raaſen geſchwin⸗ hedeihlich de anzuſetzen und anfangs recht dick auszutreiben. ubbetufen Jene dieſen Vorzuͤgen entzogene Felder aber, ggniß der bringen die guten und gedeihlichen Kraͤuter mit ecken, den Jahren darum weniger hervor, weil in der Wiehju Naͤſſe der Klee ſowenig, als eine Menge ihm n. Eüſſ leiche Gewaͤchſe fortdauern. Die Ackerfurchen n Angen Heren in der Weyde auf, und leiten das uͤber⸗ uͤftichſte fluͤßige Waſſer waͤhrend den Ruhejahren nicht in von de, gehoͤriger Maaße ab. Was Wunder! daß als⸗ fft wuch denn Moos ſtatt Graß, und Quaeken ſtatt Klee, ur Ruhe waͤchſet! tur, ben Aboet§. 165. lantze i Anderre und beſſere Gegenden, die ſo genan⸗ b) warme h wade. een ſuͤſſen Felder, verſtatten laͤngere Ruhejahre, Felder gen, is wenn es etwan der Boden erforderte. Der— u derau. fruchtbarſte Boden kann 5 und mehr Jahre in ntzen aus Ruhe und zur Weynde liegen, beſonders wenn er ſo guts von der Art iſt, daß der Klee ſich ſelbſt beſaamet ndſtuͤcken und die Graͤſen verdraͤnget. Dergleichen Felder ſind in Mecklenburg ſelten. §. 166. ches Feb Mit der vieljaͤhrigen Ruhe ſtellen ſich auf 2) auf rkmahle. Sandfeldern Heide und Brahm zu ſtarck ein. ſchlechten nvietten Um beyden Einhalt zu thun, reiſſet man zu der Feldern. betraͤht Zeit den Acker wieder um, wenn der Haaken und nd ſolce Pflug noch leicht durch die Wurtzeln hinwegge⸗ demmung hen. Nach Maaßgabe des Bodens ſind dann ger, dott bald 4, bald 6, bald 9 Jahre, und nie daruͤ⸗ Der⸗ §. 167. lo. Glo- Schlechtweg iſt jedennoch dieſes nicht zur 3) in Be⸗ Katen Regel anzunehmen. Der Dung blebetallemabt tracht des ifa das zweite Huͤlfsmittel zur Befruchtung des Dungs. 5 2 Ackers 4) in Be⸗ 100 2ter Abſchn. Von der Fruchtbark. des Ackers ꝛc. Ackers. Wuͤrde der Dung in Menge vorraͤthig ſeyn: So bricht man der Ruhe etwas ab, ohne ſie dem Acker zu ſehr zu verkuͤrtzen. Eine kurtze Dauer der Ruhe, laͤßt den Acker nicht recht zu Kraͤfften kommen(§. 151. 152. 158.) Wenig⸗ ſtens iſt zwiſchen durch eine zweyjaͤhrige Ruhe, auſſer dem Braachjahre noͤtig. §. 168. Es wuͤrde mit der Ruhe in der Weyde guter Felder, auch nicht viel gefruchtet ſeyn, wenn ſo⸗ gleich der Acker, da er das beſte Graß zu tragen anfaͤngt, als welches im 2ten Jahre geſchicht, wieder aufgebrochen wuͤrde. Die Vortheile der Viehzucht waͤren dabey zu wenig in Acht ge⸗ nommen. §. 169. Dieſerhalb iſt es auch noͤtig, daß man ſich darum bekuͤmmere, von Jahr zu Jahr nicht nur gleich große, ſondern auch gleich gute Wende zu haben. Die aufeinen beſtaͤndigen Fuß eingerich⸗ tete Viehzucht(§. 66.) wuͤrde bald Mangel ley⸗ den, bald Ueberfluß haben, wenn nicht mit al⸗ lem Fleiſſe vermieden wuͤrde, in dem einen Jah⸗ re aͤltere, in dem andern friſchere Weyde zu ha⸗ ben. Dieſe iſt zwar allezeit ſehr gedeihlich: Wenn ſie aber mit jener aͤlteren guten Weyde auf gleich große Plaͤtze berechnet wird; So iſt die friſche Weyde nicht ſo eintraͤglich als die aͤltere. Die Ausnahmen von dieſer Regel werden unten, mit ihren Gruͤnden, vorgetragen. 3⁰˙* Abſchnitt tt werd wiſten, gen, und Thäl ſin ſögerade mnd ohne nute R nden G ſfind der im Aa keit, geſch dinſe dacehat deche hid mdi ſeimes grRiff am, dn, vo arxxte dih m denein dder V Pea)0 10 orraͤthi.. b, 3 r Abſchnitt uU wann Von der Verpflegung des Ackers. Nuhe 1 3 netgo. Me ſind von je her Zweiffel daruͤber einge⸗Die Bear⸗ fallen, ob die große Muͤhe, womit der beitung de gute Landmann ſeinen Boden zum Fruchtbringen, an⸗ des Ackers wenn ſ; ſchicket, nothwendig ſey. Vielleicht moͤchte eine I. über⸗ utragen lange⸗Reihe von Jahren ein Ding ſo eingefuͤhret haupt be⸗ geſchcht, haben, das an und vor ſich groͤßtentheils entbeh⸗ trachtet. theileerd ret werden koͤnnte. Alle Anſtalten, oder die Die Grüͤn⸗ Acht go. meiſten, welche zur Zubereitung des Ackers die⸗ de, warum nen, und worinn der Landmann einen guten der Llcher Theil ſeiner Geſchicklichkeit ſetzet, kan man doch ſe dare ſo geradeweg nicht als urſpruͤnglich nothwendig, meh hear⸗ man ſch und ohne alle Unterſuchung annehmen. Die beitet wer⸗ icht nur gantze Natur. welche ſo fruchtbar und ergiebig den muͤſſe, Lende zu in den Gewaͤchſen iſt, die ſie ohne einigen Bey⸗ ſtecken ingerih:. ſtand der Menſchen hervorbringet, zeiget uns ngel le dem Anſehen nach, nichts von einer Nothwen⸗ tmital: digkeit, daß das Land erſt locker gemacht und da⸗ en Jah⸗ zu geſchwaͤngert werden muͤſte, ehe es ſeine ezu ha⸗ Dienſte nach allen Kraͤfften verrichten koͤnne. eihlich: Dieſe hat das Korn, zu welchem wir ſo muͤhſam eyde auf die Erde zu bereiten, ohne ſolche Vorbereitung iiſt die wild und in Menge hervor bringen koͤnnen, und eaͤltete. ſie kan es jetzo noch: Dieſe bringet die Pflantzen nunten, zur Reiffe, laͤßt ſie ihren Saamen auf denſelben Boden, welchen ſie bekleiden, ausſchuͤtten, kei⸗ men, wachſen und wieder zur Reiffe gedeyhen. Vergebene Arbeit waͤre es, wenn man das Korn auch nur ſo hinſtreuen wollte; Woher iſt es denn einſtens zu einer Nothwendigkeit geworden, daß der Landmann erſt ſelaven muß, ehe er es da⸗ hnitt G 3 hin —y * 102 zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. hin bringet, wozu die Natur auf eine ſo einfache Art gelanget? 1e r1. 4 a2) in der Die eſſte Urſache einer ſo nothwendigen Vor⸗ Beaeſchaf⸗ bereitung des Ackers iſt zu einleuchtend. Wir fenheit des ſehen taͤglich Aecker, die ſchlechte Fruͤchte brin⸗ Lyheich, en, büöhches Mangel der zur Fruchtbarkeit ge⸗ Heſcheme Porrgan Kraͤffte. Und in unſerm Himmelsſtriche 1) an finden ſich wohl ſchwerlich Fluhren, die nicht G Fruchtbar noch immer eine Verbeſſerung leiden, und zu ei⸗ keit oder nen hoͤhern Grad der Fruchtbarkeit gebracht wer⸗ den koͤnnten, als ſie der natuͤrlichen Beſchaffen⸗ heit nach beſitzen. 1.§. 172. Sander Eine andere Urſache wird ebenwohl nicht ver⸗ kerung ge⸗ geblich darin geſuchet, daß unſer Erdreich an bricht und fuͤr ſich nicht locker genug zu den Fruͤchten iſt, ddie wir darauf bauen wollen. Dieſe Pflantzen ſind meiſtens aus andern Gegenden herbeygeho⸗ V let, die viele Vorzuͤge von den unſrigen haben. Obgleich das Korn Jahrhunderte durch unſern 4 Boden kennet, ſo ſcheinet es doch noch immer die beſſern Gegenden zu vermiſſen, wo man jaͤhrlich dreymahl zu ernten gewohnt iſt, und Haber mit zum Unkraute gerechnet wird.“ Von einem Erdreiche, das in ſo hohem Grade fruchtbar iſt kan man a priori annehmen, daß es keinen mit Moder ſo ſpahrſam vermengten Boden ausma⸗ chet, als unſere meiſten Gegenden aufweiſen, daß er mithin weit lockerer ſey, als der unſrige. (§. 108.) §. 173. Deßgleichen iſt nicht daruͤber hinzuſehen, daß der veraͤnderte Himmelsſtrich unſerm Getreyde b) in dem Himmels⸗ 1. und. *Berliniſche woͤchentliche Relationen de anno 1754. pag. 493. zkrAl 4 und ande wychen, riſh ſin dn dütſt *Einic trey geb wäl welche Nke em in agri Inyenlt Oſidius Mel L Lucret k) get duf das deadil bethi netkt fenzeit glüch denige Ackers. einfache gen Vor⸗ d. Wir hte brin⸗ arkeit ge röfiih ie nicht nd zu ei⸗ icht wer⸗ ſchaffen⸗ nicht ver⸗ ;reich an chteniſt flantzen eygeho⸗ haben. unſern nmer die jaͤhrlich aher mit meinem tbar iſt nen mit ausma⸗ ſweiſen, unſtige. ſſehen, zjetreyde und ag. 497 zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. 103 2 Q 2.. und andern Gewaͤchſen eine Pflege nothwendig ſtriche wel⸗ machen, die in den Gegenden, wo ſie einhei⸗ chen wir miſch ſind, zum Theil uͤberfluͤßig befunden wer⸗ bewohnen. den duͤrften.“. 64§. 174- » Einige Naturkuͤndiger ſind darauf verfallen, daß unſer Ge⸗ treyde meiſtentheils durch Veredelung, die ietzige Geſtalt gewonnen habe, ſo wie man viele Blumen und andere Ge⸗ waͤchſe verbeſſert hat. Es iſt wahr, man hat Gras⸗Arten, welche dem Rocken, Gerſten, Haber⸗aͤhnliche Halmen und Aehren treiben; Dennoch beweiſet ſchon das angezogene Exempel von dem Haber, das Gegentheil. Es waͤre zu wuͤnſchen, daß von den uͤbrigen Getreydearten manche Ge⸗ ſchichtſchreiber und Reiſebeſchreibungen koͤrniger handelten wie in dem traité de Porigine des loix, des arts& des ſcien- ces,& de leurs progrés(à la Haye. 1758. Pag. 183. und Diodorus Siculus in bibliothecis hiſtoricis. Lib. I. — lſas tritici& hordei frumencum(quod antea neglectim in agris, ut alig herbæ, naſcebatur, hominibus ignotum) invenit&c. Ovidius ſagt lib. Faſt. IV. 395. Meſſis erat primis virides mortalibus herbæ. Quas tellus nullo ſollicitante dabar. Lucretius. lib. II. Sed genuit Tellus eadem, quæ nunc alit ex ſe. Præterea nitidas fruges, vinetaque læta Sponte ſua primum mortalibus ipſa crcavit: Ipſa dedit dulcis fœtus,& pabula laeta: Quæ nunc vix noſtro grandeſcunt aucta labore: Die Sorgſamkeit, welche bey Beſchreibung der Natur an⸗ derer Gegenden, auf das uns ungewoͤhnliche und unbekand⸗ te, gewandt wird, moͤchte man in gewiſſen Stuͤcken eben ſo auf das uns bekandte erweitern. Man ſindet die Characte⸗ re auslaͤndiſcher Pflantzen, die uns unbekandt ſind, genau beſchrieben. Wuͤrden die uns bekandten eben ſo richtig be⸗ merket, ſo koͤnnte man davon doch ſchon auf die Beſchaf⸗ fenheit des Erdſtriches und deſſen Fruchtbarkeit, in Ver⸗ gleichung mit dem unſrigen, ſchlieſſen, die offt auf eine weniger zuverlaͤßige Art angegeben wird. Irraso 104 3ter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. §. 174. c) in der Was aber bey allem dieſem am betraͤchtlich⸗ Hinderniß ſten wird, beſtehet darin, daß wir guten theils die unſere auslaͤndiſche Pflantzen ziehen und unſere einlaͤn— einlaͤndi⸗ diſchen, die man Unkraut nennet, verdraͤngen. ſche Ge⸗ Der Wirth verlanget alſo von dem Erdreiche waͤchſe ma⸗ gantz was neues, und ungewoͤhnliches, und dis chen kan nicht ohne eine beſondere Veranſtaltung und ohne alle Muͤhe geſchehen. §. 175. d) in dem Erwaͤget man das Bemuͤhen eines Landwir⸗ Endzwecke thes„fremde Gewaͤchſe mit Wucher in ſeinem des Wir⸗ Boden zuziehen, noch genauer, ſo auſſert es ſich thes eine bald, daß er noch mehr von ſeinem Erdreiche ver⸗ attung langet, als das leiſtet, wo jene ihren Urſprung ſchlieſung nehmen oder wild wachſen. Hier iſt andern 8. ,4 hr aller ande⸗Kraͤutern der Zuwachs nicht verwehret, und ren zu doch will unſer Wirth, daß kein fremdes Kraut bauen. ſeinen Saamen unter die gehofften Fruͤchte ſchuͤtte, oder dieſen auch nur einige Nahrung entziehe. §. 176. Aus dieſen Gruͤnden, vermuthe ich, iſt der Urſprung zu ſuchen, daß der Landmann die Be⸗ arbeitung Frabo gibt es als ein Kennzeichen der Fruchtbarkeit Hirca- niens an, daß dort das Getrayde ſich ſelbſt wieder ſaͤe. Lib. II.& XI. — Frumentum e ſemine, quod ex ariſta excidit, naſcitur. Theophraßias Hiſtoria Plantarum Lib. IV. Cap. 3. erwaͤhnt einer wilden Gerſte, in Griechenland; Eſt& ordeum& triticum„& gendur quoddam aliud ordei hildeſeris, duo& panem conficiunt, atque alicam bonam. Plin. lib. XVIII. c. XII. Naſcitur(faba) ſua ſponte pluris- que in locis, ſicut Septentrionalis Occani inſulis„ quas ob id noſtri Fabarias appellant. Item in Mauritania ſilveſtris paſſim, ſed prædura,& quæ percoqui non poſſit&c. II. insbe⸗ ſodere wo⸗ bey 4 zurabe nnbeitung Die Erfal ir der (hret, un ſicküchte hereiten: Ackerdut kern(ſ. und milfe und der, Ernnd zu in Saam uocſen MNar nic b rſegung de 3u der bkmeng fahge abet Perheug Die T 1277 J'il'n9 ſten 3 äſchen Rindiic men Ha näige bviſhen angicht leſer d Nriac diß ein mien ſi wohl we ſar d pfe Ackers zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. 105 arbeitung des Ackers ſo und nicht anders anſtellet. traͤchtiih Die Erfahrung hat ihn von Zeit zu Zeit die Na⸗ uten theitt tur der Pflantzen, welche er dire. kennen ge⸗ ere einlät lehret, und auf gleiche Weiſe erlangte er die Ge⸗ erdrängn, ſchicklichkeit, ihnen den Boden gut genug zuzu⸗ Erdreihh bereiten: Dieſe beſehet ſolchemnach darin; den s, undd Acker durch dazu geſchickte Werckzeuge aufzuloc⸗ altungm kern(§. 172.) von Unkraut zu reinigen(§. 174.) und mittelſt der gehoͤrigen Maaße vom Dunge und der Bearbeitung in einen ſo fruchtbaren Stand zu ſetzen, daß er ſeinen Kraͤfften gemaͤß landwi den Saamen, der in ihn geſtreuet wird, keimen, in ſeinen wachſen und reichlich fruchttragend mache. ert es ſh Mehr nicht als dieſes will hier unter der Ver⸗ eiche ve. pflegung des Ackers verſtanden ſeyn. Urſprung ſt ander F. 177. 1 tet, und Zu der Auflockerung bedienet man ſich des K Zur ees Krat bekannten Pfluges, mit groͤßern und beſſern Er⸗Arbeit te ſchuͤtte folge, aber auch zugleich des Haakens“, einestuͤchtige tiehe Werckzeuges, welches mit r Haͤlffte Menſchen Werckzeu⸗ 5 7 und h, ſd* Die Berliniſche woͤchentliche relationes de anno 1753. pag. die Be⸗ 1237. liefern von dieſem Werckzeuge eine Beſchreibung und rbeitun Zeichnung, welche man in dem Cten Stuͤcke der Hannoͤveri⸗ ſchen Beytraͤge zum Nutzen und Vergnuͤgen im Jahr 1760. eit Mir zu ſehen gewuͤnſchet. In dem letzteren wird uͤberhaupt ſie gruͤndlich von dem Haaken, deſſen unter dem neuen Nah⸗ 8 men Haakpflug darinn erwehnet worden, geurtheilet, dis . einzige ausgenommen, daß man den Vortheil der Arbeit „ naſcitu. zwiſchen Haaken und Pflug mittelſt der Verhaͤltniß 3: 1. erwaͤhnt angiebt. Es iſt gewiß, daß die Arbeit mit dem Haaken beſſer vorſchlaͤgt, als die mit dem Pfluge; Jedoch ſind die liud ordei Verſuche welche hieruͤber angeſtellet worden, ſo verſchieden, n bonam. daß einige mit beyden gleich viel, andere aber mit dem te pluris Haaken mehr beſchaffen wollen. Dieſer Unterſchied laͤßt luas ob id ſich wohl entwickeln, wenn nur darauf Acht gegeben wird/ ris palim, wie ſtarck die Ochſen ſind, die den Haaken ziehen und wie die Pferde vor dem Pfluge beſchaffen ſind. 106 3ter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. ge gehoͤ und Vieh gebraucht wird, als zum Pfluge noͤ⸗ ren thig ſind, womit man eben ſo viel und mehr be⸗ ſchaffet als mit dem Pfluge, welches tieffer in die Erde greiffet, die Erdſchollen aus einander wirft, und bey nicht allzu ſteilen Bergen ſogutzu gebrau⸗ chen, als auf der Ebene, und das in ſteinigten Bo⸗ den ſeltener bricht, als der Pflug. Die gemeinen Egen und deren Gebrauch iſt bekannt, und eben ſo auch der Nutzen der im Mecklenburgiſchen ge⸗ braͤuchlichen großen Ege mit eiſernen Zinnen, de⸗ ren man ſich in ſtrengen Feldern bedienet, die großen von dem Haaken aufgebrochenen Erd⸗ ſchollen aus einander zureiſſen. §. 178. 2) welche Weil es ſich bey Unterſuchung der Natur des ungleich Erdreiches ſchon entdecket, und die gemeine Er⸗ iſt. fahrung es gi t, daß die eine Erdart weit feſter iſt, als die andere, und uͤberdis nach einer nur maͤßigen Ueberlegung einem beyfaͤllt, daß der Acker feſter iſt, welcher in vielen Jahren zuſam⸗ mengeſuncken, als der, welcher beſtaͤndig unter dem Pfluge gehalten wird, ſo muß es jedem be⸗ reiflichwerden, daß der Boden auf verſchiedene Ort, bald muͤhſamer, bald leichter bearbeitet werden muß, nachdem er entweder feſter oder locker iſt. *§. 179. a) undhat Die wiederholten und verſchiedenen Bear⸗ dahen ver⸗ beitungen des Ackers, um ihn aufzulockern, haben haonnn ihre eigene Benennungen erhalten, womit zu⸗ gleich angezeiget wird, wie vielmahl der Acker ſchon herum gebracht worden. .§. 180. was heißt. So heißt es, der Acker hat eine Fahre (Hoch⸗ uaͤbſ uchteut mSaat ve zweyte ht ween, teibet n orne, d Kenfahit ſ Saxn horler beſti euerſehe ewon Sagc ſrritd,h Am berher ger de Braac Braach inderley ein ſc benzwvga henlläet dnneſepo di Et Ri wo B Qh, wen her die ei lbl. 4 l. U. Ackers. Ruge nd⸗ mehr be⸗ fer in die der witſt zugebrau⸗ igten Be⸗ gemeinen und eben iſchen ge⸗ men, der enet, die en Erd⸗ atur des neine Er⸗ eit feſter einer nur daß der n zuſam⸗ dig unter jedem be⸗ rſchiedene gearbeitet ſtet oder en Beat⸗ n, haben vomit zu⸗ eer Acker ne Fahre (Hoih zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. 107 (Hochteutſch Furche) wenn er zu einer beſtaͤndi⸗ der Acker gen Saat das erſte mahl umgearbeitet. Iſt er hat eine das zweyte mahl umgebracht, ſo ſagt man, er oder mehr hat zween Fahre. ꝛc. Mit dieſem Ausdrucke be⸗ Fahren. ſchreibet man die Verpflegung des Ackers zum Korne, wenn es heißt; zweyfahriger Haber, dreyfahrige Gerſte, und ſo ferner. §. 181. Sagen zu koͤnnen, was Braachfahre iſt, muß was iſt vorher beſtimmt werden, was man unter Braa⸗ Braache che verſtehet. Der Acker, welcher zu einer Fol⸗ ge von Saaten durch die Bearbeitung angeſchic⸗ ket wird, heißt Braache. §. 182. M Man nennet alte Braache die, welche was iſt alte vorher geruhet hat oder Dreeſch gelegen, fri⸗ undfriſche ſche Braache die, welche vorher getragen. Vraache .§. 183. Braachfabre iſt die erſte Bearbeitung von was⸗ beyderley Braachen. Braach⸗ fahre. §. 184. Ein ſchmaler Streifen Erde welcher zwi⸗ was ſchen zwo Furchen von dem Pfluge unberuͤhrt ſte⸗Straeck⸗ hen bleibet, heiſſet Straeckbalcken. Varro balcken nennet ſie porca“ und Columella Scamnum.“ §. 185. Die Strackfahre oder Streecke iſt entweder was die zwote Bearbeitung des Ackers in der Ord⸗ Streeck⸗ nung, wenn die Braachfahre vorhergegangen, fahre. oder die erſte zum Sommerkorne. Sie hat ih⸗ ren * Lib. I. Cap. XXIX§. 3. ** Liib. II. C. V.§. 2. —õ—————————y—— a 108 zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. uräl V ren Nahmen daher, weil bey ihr zwiſchen den V b Furchen allemahl Streeckbalcken ſtehen bleiben. die! ö 3 Man beſtellet ſie nicht ſowohl den Acker aufzu⸗ ſu llt. lockern, als den modernden Raſen aus einander itthſcha zu reiſſen und dem ausſchlagenden friſchen Graſe u gebra das Wachsthum zu hemmen. Viele von den fu 1 ö jetzigen Wirthen, verwerffen die alte Art, Pannit ö Streeck zu arbeiten, gaͤntzlich, und pfluͤgen die ſidreyu 3 1 Streeckbalcken mit weg. Wer es zwingen kan, der verfaͤhrt auf ſolche Art auch beſſer, indem er Kurläm nicht befuͤrchten darf, daß bey der folgenden Be⸗ ſiuke arbeitung des Ackers Baͤncke ſtehen bleiben. V fnga §. 186. raone Vermin⸗ a. Selbſt die Braachfahre kan den Nahmen lam i ö derung der der Streecke erhalten, wenn ſie zum Sommer⸗ üumärd Nahmen korne zubereitet wird. So hat man Haberſtreec⸗ V cror ke in der Braache. Es bleibet iedoch das der Ml weſentliche Unterſchied unter beyden, daß die V Braachfahre fleißiger beſtellet wird. zi V§. 186. ſſe was iſt die b. Wenn die Braache und Streeckfahre oder tburgiſch Wend⸗ auch dieſe nur allein vorgearbeitet iſt, ſo heiſſet ſwen unt fahre. die folgende, Wendfahre, in ſoferne noch die ſtit iher Saatfahre, welche ſogleich beſchrieben wird, fidſih auc folget. 1 tnan,ze fale de N §. 187. enus, uß was Saat: Die Saatfahre iſt die, worinn der Saamen enteinng fahre ſey. koͤmmt. Es koͤnnen alle vorhergehende drey Kan, zur Fahre dieſen Nahmen bekommen, wenn ſie zur un deth Saat beſtellet werden, aber nicht umgekehrt. Fantet, Alſo kan die erſte, andere und dritte Bearbeitung ngelch: des Ackers, auch Saatfahre heiſſen, die vierte di mch din hat dieſen Nahmen eigenthuͤmlich. dggeund §. 188. Ackers viſchen de en bleiben cer aufn 15 einande ſchen Griſ le von dar alte An, pfluͤgen d ingen kan „indem! enden B iben. n Nahnmen Sommer aberſtrern h das de daß die kfahreoden „ſo heiſſt noch die den wird, Saamen ende drey enn ſie zur mgekehrt arbeitung die vierte §. 188. zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. 109 §. 188. Die Uebereinſtimmung der Mecklenburgi⸗ ſchen Art, den Acker zu bearbeiten, mit der Wirthſchaftsart, die vor 1800 Jahren in Ita⸗ lien gebraͤuchlich war, zu zeigen, verdienet eine Stelle aus dem Varrone hier wol den Platz. Wenn ich die Braachfahrer ausnehme, ſo ſind die drey uͤbrigen alle genannt. Rurfum terram cum primum arant, pre- HKindere appellant(Straecken) Cumiterum offringere dicunt(Wenden) quod prima aratione glebæ grandes ſolent excitari (cum iteratur offringere vocant) tertio cum arant, jacto ſemine(bovis) lirare di- curntur(zur Saat pfluͤgen) Lib. I. C. XXIX.§. I.. §. 189. Es iſt nicht noͤthig dieſe Arbeit mehr als dem b) Und ei⸗ Nahmen nach zu kennen, weil hierin die Meck⸗ ne ver⸗ lenburgiſche Wirthſchaft ſich vielleicht von allen ſchiedene andern unterſcheidet. Indem ich aber von der Beſchaf⸗ Arbeit uͤberhaupt einen kurtzen Abriß mache, fenheit. wird ſich auch die Ordnung, in welcher ſie vorzu⸗ nehmen, zeigen. Wenn ich durchgaͤngig in der Folge die Arbeiten beſtimme, ſo ſetze ich allezeit voraus, daß das Wetter keine Ausnahme in der Bearbeitung des Bodens mache. Schlechtes Wetter, zu viel Naͤſſe, anhaltende trockene Wit⸗ terung, verhindert nicht allein den Betrieb der Feldarbeit, ſondern machet auch manche Muͤhe vergeblich: Woher es dann nicht ſelten geſchicht, daß nach viermahliger Umarbeitung des Ackers, das 5te und 6te mahl dazu koͤmmt. §. 190. —————————x §. 190. T.) In Die Braache unterſcheidet den Mecklenbur⸗ Hinſicht giſchen Feldbau am meiſten von auswaͤrtigen, be⸗ der Braa⸗ ſonders von denen Wirthſchaftsarten, wo lauter che. friſche Braache, und gar keine alte gehalten wird. Dieſe erfordert eine gantz andere Behandlung als Felder die von Jahr zu Jahr mit dem Pfluge lo⸗ cker gehalten werden. 1E 5§. 191. Und zwar Der Unterſchied iſt beſonders bey der alten auf ſtarken Braache auf den ſtrengen oder Lehm⸗Feldern Feldern. ich. ur fle— 3 1 a) Bey der mercklich. Ein, in vielen Jahren zuſammen ge alten d roche Braache. und zur Saat geſchickt gemacht werden; dazu ge⸗ 8 urhe als die Stoppeln umzupfluͤgen: Die rde iſt hart und bricht, in aneinander haͤngenden feſten Klumpen aus einander, die Erdſchollen ſind nicht gleich zerkleinert, vielweniger iſt der Raſen in kurtzer Zeit trennbar und von der Er⸗ den abgeſtreiffet. §. 192. Huͤlfe da- Um alles bey ſo geartenden Feldern zu zwin⸗ bey, durch gen, faͤngt man mit der Arbeit ein Jahr und noch V die jaͤhrige wohl fruͤher voraus an, ehe die Saat eingebracht Voraus⸗ wird. Die Braachfabre wird gleich, wenn die arbeitung. Sommerſaat in der Erde und ſchon zwiſchendurch in der Scatzeit, wenn ſolche durch ſchlechtes Wetter gehemmet wird, angefaſſet und es koͤmmt doch noch zuweilen der Wirth zu kurtz, daß er bis in das andere Fruͤh⸗Jahr an der Braachfahre arbei⸗ ten muß, wozu trockene Witterung allzu leicht Gelegenheit geben kann. Hierin ſteckt ein nicht geringer Vortheil. Die Bearbeitung der Braa⸗ che, iſt ſonſten in der kurtzen Zeit zwiſchen Jo⸗ hannis und der Winterſaatzeit eingeſchraͤncket, i wozwi⸗ ſunckener zaͤher Boden ſoll umgebrochen, locker tn, die: anit ver ſege, d rragt iſ erkotg —-— V DOr hankeno rnmn dami V h in Winte enbeirt wit tlochnic n änand agen emn Uiu hewe V erkcredie 7 Frautet m Raaſer gert nih p ih einen arauce! 4,wiljw thit, vr Rejahagen Acke Zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. 111 wozwiſchen noch die Erndte viele Zeit weg nimmt. Necklenbn Es kan nicht fehlen, daß bey unpaßlichem Wet⸗ artigen,h ter, die Zeit zu kurtz zur Winterſaat wird, und „wolaut damit verliert der Acker entweder ſeine gehoͤrige halten win Pflege, oder die gantze Vorbereitung zur Win⸗ andlungiz terſaat iſt vergebens, man iſt genoͤthiget Som⸗ nPflugete merkorn zu ſaͤen. §. 193. Der Arbeit noch beſſer vorzukommen, iſt der Zwote hder altn Haacken das zweite Huͤlfsmittel. Jedoch pfleget Huͤlfe n⸗Felden man damit die Braachfahre nicht gerne anzu⸗ durch den ummeng greiffen. Weil der Acker nach der Braachfahre Haacken. en, lokte zum Winterkorne wenigſtens noch dreymahl be⸗ ; dazuge arbeitet wird, ſo verlanget man in der erſten Fah⸗ gen: De re noch nicht ſo ſehr, daß er durch einander und haͤngendn aus einander, als vielmehr, daß der Raaſen ſo zu Srdſcholen liegen komme, daß er leicht modern koͤnne. Der ger iſ ee Pflug bewerckſtelliget dieſes beſſer als der Haacken, on der Er er kehret die Wurtzeln des Raaſens oben, und die Kraͤuter unten. Der Haacken hingegen wirft den Raaſen zu beyden Seiten aus einander, und kehret nicht ſo ordentlich das Oberſte zu unten. enzu zwit Wenn der Acker ſehr ſtrenge und durch die Wur⸗ r undnoh tzeln des Graſes zuſammen geknuͤpfet iſt, giebt er ingebrach noch einen beſondern Bewegungs⸗Grund zum wenn i Gebrauche des mit Pferden beſpanneten Pfluges ſchendurd ab, weil zween Ochſen zu ſchwach ſind, ſo harte ſchlechtes Arbeit, vor allem bey trockenen Wetter, lange es köͤnm auszuhalten. aßeer bisin ahre arbii§. 194.. allzu leich Zu der Braacharbeit auf ſolchem Boden, Witterung tein nich wovon hier die Rede iſt, muß vorher eine begve⸗ zur der Btax me Witterung den Acker zubereitet haben. Die⸗ Braach⸗ iſcen In ſe iſt juſt die, welche im Fruͤhjahre die Arbeit bey arbeit. ſhraͤncee Einbringung der Saat hemmet. Man wartet woyvwi die ————— 3——.———— 5 V 112 3ter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. zurll V die Zeit ab, daß der Regen die Erde durchgewei⸗ üfn, chet und wenn dieſer recht begvem koͤmmt, ſo 4 nur, 4 muß auch wohl der Haacken entweder alleine, oder mit dem Pfluge zugleich eine Furche um die andere arbeiten. der! — nere Be ö§. 195. ſahte ge Dritte Die alte Braache hinter einander viermahl hond A Huͤlfe die vorzunehmen?— Daran haben die Wirthe nicht Atkerzu -. Braache gewolt, die darauf verfallen ſind, daß ſie durch Dugal zu bezwin⸗Saͤeung der Erbſen in die Braache erleichtern ſeoiera gen. wuͤrden. Die Erbſen machen den Acker ihrer paſſidden Natur nach, locker, und bringen in der Arbeit äi Praach den Vortheil, daß ſie viel leichter, in dem Herb⸗ Oaͤnu ſte, zwiſchen den Erbſen und der Winterſaat be⸗ enin v ſtellet werden kann. Es iſt ſo gut, als wenn et⸗ unm zur liche Furchen voraus gearbeitet waͤren, nicht zu-⸗- geſchweigen, daß die Erbſen den Boden befeuch⸗ Pmn ten. Schade, daß der Acker ſelten die Faͤhigkeit hen. hat, Erbſen in magerm Lande ſortzubringen, und eibch daß die folgende Winterſaat ohnfehlbar mißge⸗ Te we raͤth, wenn die Erbſen nicht gerathen ſind. Die if dde gediehene Erbſe bedeckt das Erdreich und unter⸗ ie A druͤckt alles Unkraut. Die mißgerathene hinge⸗ gen gibt dem Unkraute Raum, deſſen Wurzeln unter der Beſtellung des Ackers zur Winterſaat, Nicx in dem Erdreiche bleiben, und zum Nachtheil der ſi lait darauf folgenden Erndte um ſich greiffen. Wenn emm der die Natur den Wirth hingegen ſicher ſtellet, ſo oht, ſehen wir, daß hauptſaͤchlich laͤngere Zeit gewon⸗ llſiitli nen wird, den Acker, der nun dazu leicht zu handd? düͤhet thieren iſt, rechtſchaffen zu verpflegen. Deralte e Raaſen, der durch die Arbeit zu den Erbſen nicht Auletr voͤllig auseinander koͤmmt, hat den Sommer eaniſß durch gemodert, wenn, nachdem die Erbſen aus dem Felde ſind, die Braachfahre zur Winterſaat umgebracht wird. Zu dem Winterkorn nach den Erbſen, i aglin den Ackerz urchgewe önunt, der alleine che um i vierma eirthe nitl ſie duuc rleichtern ker ihren rArbeit eim Herb⸗ erſaat be⸗ wenn et nicht zu⸗ befeuch Faͤhigket gen, und ar mißge d. Die and unter⸗ ene hinges Wutzell nterſaat, btheil der .Wenn tellet, ſo t gewon⸗ zu hande Der alte ſen nicht Sommer bſen aus interſaat nach den Erbſen zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers 113 Erbſen, bringt man alsdenn gewoͤhnlich den A⸗ cker nur einmahl, oder hoͤchſtens 2 mahl um. §. 196. Der Ordnung nach faͤllt, ehe noch an die fer⸗Der Dung nere Beſtellung der Streek, Wend⸗- und Saat⸗ gehoͤrt in fahre gedacht wird, noch die Frage vor, wohin die Braa⸗ gehoͤrt der Dung? Wie und wenn iſt er auf den che. Acker zu bringen? Der Regel nach, gehoͤrt der Dung allemahl in die Braache, ob er in die fri⸗ ſche oder alte Braache koͤmmt, das haͤngt von den verſchiedenen Arten der Schlaͤge ab; Daß aber die Braache gantz geduͤnget werden muͤſſe, iſt aus der Ordnung, welche unter dem ruhenden und tragenden Acker ſeyn ſoll, abzunehmen. Dieſer koͤmmt zur geſetzten Zeit zur Ruhe.(162. ſeq.) Wenn nun der eine Theil davon geduͤngt ge⸗ weſen waͤre, der andere hingegen nicht, ſo wuͤrde der letzte eher aufhoͤren muͤſſen zu tragen, als der erſtere, weil er weniger Kraͤfte gehabt. Was huͤlffe aber denn die Ordnung, wenn ſie durch ſolche Nebendinge wieder aufgehoben wuͤrde? 9. 297. Mit den Fuhren als der beſchwerlichſten Ar⸗Vorzuͤg⸗ beit, bleibt man ſo gerne, als moͤglich in der Naͤ⸗ lich in die he am Dorffe. Man wird alſo, ſo oft man die Binnen⸗ Wahl hat, den Dung lieber in die Binnen⸗ als Braache. Auſſenſchlaͤge fahren, weil die erſten gemeinig⸗ lich naͤher liegen als die letztem Hieraus iſt die ri btige Folgerung zu machen, daß die Binnen⸗ braache vorzuͤglich vor der Auſſenbraache geduͤngt werden muͤſſe, daß der Regel nach der Dung alle⸗ mahl in die Binnenbraache gehoͤre. §. 198. In die alte Braache, wovon hier noch im⸗ Zu welcher mer — Pflug 114 3ter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. gkerA 2 Zeit er ein⸗mer die Rede iſt, muß der Dung noch ehe die V Pfug u zubringen. Streekfahre beſtellet wird, aufdie Braachfahre, Klt welche durch die Ege gangbar gemacht worden, n. gebracht und ausgebreitet werden. So viel als ut fene ſich es thun laſſen will, gibt ſch der Wirth Muͤ⸗ Ell ſe he, den Dung mit der Sprelefahre unterzubrin⸗ u dis gen. Dieſer wird durch die nachherige wieder⸗ Kbernif holte Bearbeitung des Ackers beſſer mit ihm ge: Doch! menget, und koͤmmt nicht hauffenweiſe in den A- nernoh cker zu ſtecken, oder zum Theil oben aufzuliegen, ragule als es geſchicht, wenn er mit der Saatfahre un⸗ mudt tergebracht werden muß. Jedoch laͤßt es ſich nicht durchgaͤngig zwingen, weil der Dung wel: cher noch zwiſchen dem Sommer und Herbſt ge⸗ eiſ macht wird, nothwendig in die Streeke oder ſi venn Saatfurche erſt anzubringen iſt, vielweniger laͤßt ellſele ſich mit den Huͤrden, die nahe vor dem Winter ih⸗ ie li re Dienſte thun, der Acker ein halb Jahr voraus iidig belegen. u. §. 199. Verfahren Die Straeke, als die zwote Bearbeitung gapd bey Bear⸗ nach der Braachfahre, wird allemahl mit dem 554 beitung Haacken quer uͤber gearbeitet. Wenn gleich ge⸗— der Strae⸗ ruͤckte Beeten Hinderniſſe machen ſollten, ſowird Lun 9 ke. die Furche aus einem ſpitzen Winckel ſchrege uͤber ähe die Braachfahre genommen, wie Tab. I. a. c. und d. f. §. 200. B Bey der Die Wendfahre bezwingt der Haacken eben⸗ V h Wendung. falls. Sie wird beſonders fleißig beſtellet. Da⸗ dar s zu paßt ſich kein Regenwetter, weil der Acker, ſitn 4 wenn er ſehr naß iſt, mehr zuſammen geknetet 4 1 wuͤrde, als man ihn auflockert. Peer §. 201. tte Bey der Die Saatfahre beſchlieſſet die Arbeit mit V ſ SAcker och ehed aachfahr, t worden, 3o viel al birth M nter ubtin ige wiedee nit ihm g in den! ſzuliegen fahre un zt es ſic dung wel⸗ Herbſt ge eeke oder niger lißt Vinterih⸗ r voraus arbeitung lmit dem gleich ge⸗ n, ſowitd rege uͤbet ). I. ac cken eben⸗ llet. Da— der Acker geknetet rbeit mi Pflug 3ter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. 115 Pflug und Haacken, wenn nicht das ſchlechte Saatfah⸗ Wetter eine fuͤnfte Bearbeitung nothwendig ma⸗ re. chet. Sie wird mit dieſem ſo gut beſtellet als mit jenem, wenn die Saat untergeeget wird. Soll ſie aber untergearbeitet werden, ſo muß je⸗ ner das gute Beſte thun, weil die Koͤrner nicht uͤbermaͤßig tief dabey unter die Erde kommen; Doch wird auch der Haacken bey den Koͤr⸗ nern dazu gebraucht, welche, wenn ſie gleich tief vergraben worden, doch durch die Erde durchkrie⸗ chen und heraus wachſen. §. 202. Soſ iſt die Pflege der ſtarcken Felder beſchaf⸗ Geduͤngte fen, wenn der Acker zur Winterſaat als Braa⸗ und mage⸗ che beſtellet wird. Es macht keinen Unterſchied, re Braache der Acker ſey geduͤngt, oder mager, die Arbeit werden mit dem Pfluge und Haacken behaͤlt immer dieſen gleich gut Zug. bearbeitet. §. 2032 Bey der friſchen Braache, iſt der einzige Un⸗Bey der terſchied, daß in der Teächbz der Haacken friſchen mehr zu gebrauchen ſtehet. m uͤbrigen ſtimmt Braache. alle Arbeit mit der alten Braache uͤberein. §. 204. Auf Mittelfeldern iſt die Bearbeitung der Beſtellung Braache in ſo weit leichter, daß die trockne ſo der Braa⸗ wohl, als naſſe Jahrs⸗Zeiten die Arbeit ſo leicht che auf nicht hemmen, und uͤberhaupt wegen des von Mittelfel⸗ Natur lockerern Bodens die Arbeit beſſer von dern. ſtatten gehet.(§. 121.) Und darum bleibet nach dem Gebrauche und Zuſchnitte verſchie⸗ ner Wirthſchaften auch die jaͤhrige Vorausar⸗ beitung der Braache weg. an faͤngt damit im Fruͤh⸗Jahre an, und will ſich noch wohl gar vor⸗ her etwas von der Weyde, zu Nutze machen, ehe H 2 der ———.——— 116 z3ter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. der Dreeſch umgeriſſen wird. Die Folgenpfieg⸗ ten es aber meiſtens ſchlecht zu belohnen und zu lehren, beſonders wenn der Acker nicht von der beſten Vermiſchung iſt, daß auch die jaͤhrige Vorausarbeitung nuͤtzlicher ſey, wenn man zur rechten Zeit mit der Saat fertig ſeyn will. §. 205. Braache Mit den Sandfeldern koͤmmt man kuͤrtzer auf Sand⸗zum Zwecke. Ihre Braache wird entweder vor⸗ feldern. her zum Buchweitzen, oder gleich zum Rocken angeſchicket. Zu jenem wird dem Acker im Herb⸗ ſte die Braachfahre gegeben, und im Fruͤhjahre folgt die Streeke, wo der Buchweitzen, entwe⸗ der gleich hinein koͤmmt, oder worauf noch die Saatfahre erſt folget. Dieſe fleißige Beſtellung des Ackers zu Buchweitzen iſt, bey alten Heiden, wenn ſie aufgebrochen werden, nicht uͤberfluͤßig; der darauf folgende Rocken zeigt es demnechſt, welcher nach dreymahliger Bearbeitung des Ae— kers, und nachdem er mit dem Duͤngen bereichert worden, oder ſich ohne denſelben behelffen muß, in die Erde koͤmmt. §. 206. Die Zeit Die Arbeit iſt hier zwar gehaͤuffet, allein we⸗ zur Beſtel⸗-gen des leicht zu bezwingenden ſandigen Bodens lung deſſel⸗bald geſchehen. Wenn der Buchweitzen weg ben. bleibet, ſo faͤngt ſich die Braacharbeit, gleich nach der Fruͤh-Jahrs Saatzeit an, und von da bis zu dem Bethen des Winters iſt Zeit genug, dem Acker drey Fahre zu geben, und den Dung abzufahren. Die Art§. 207. und Be⸗ Wenn der Boden nur noch von der Art iſt, ſchaffen⸗ daß der Haacken mit arbeitet, ſo laͤßt ſich alles ſo heit derſel⸗viel leichter zwingen. Aber auf Sandfeldern von ben. der Art, die eine ſchlechte Unterlage haben(5. 124.) nebffuge zindert ſuch ſtel gſehtt! gemen verhinde Pfundie Der klg ad ſchon verden. deenn, noc Pälkrerd nfin wi u nahl an aliher dr göhtr Was ksber oh relchem dilldieſes a Saat dechwendie insauſet ten, wuß 36 unn ds Win Unterd d lusnag adern Ko un,0h der In Sact zAkkerz lgenpflen nen und) t von de ie jaͤhri man zu ill. un kuͤrze veder vor n Rockn im Hett Fruͤhjahr n, entwe f noch di Beſtelung en Heiden, berfluͤßig; emnechſt ig des Ae bereichen ſſen muß, allein we⸗ Bodens tzen weg it, gleih nd von da it genug, en Dung r Art iſt halles ſ ldern von haben( 1²) 3ter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. 117 124.) muß der Wirth dieſes Vortheils entbeh⸗ ren, und hier wird das Ackerraͤthſel mit dem Dop⸗ pelpfluge gewiß ſcheitern. Die Fuchserde alleine hindert ſo ſehr nicht; der Haacken laͤßt ſich auch flach ſtellen, und darf noch nicht gantz bey Seite geſetzet werden, indem auch dieſe Erdſchichte ins⸗ gemein tiefer lieget, als die Bullererde. Dieſe verhindert alles Haacken. Da muß dann der Pflug die obere Erde ſo gut abſchaͤlen, als er kann. Der blaͤgliche Ertrag ſolcher Felder laͤßt ſich dar⸗ aus ſchon abnehmen, daß ſie ſo elend bearbeitet werden. Was dem Haacken in ſo ſchlechten Fel⸗ dern, noch das Wort redet, iſt dieſes, daß die Bullererde und der Fuchs nicht haͤuffig ange⸗ troffen wird. Es gibt viele ſandige Gegenden, zu mahl wenn der Boden etwas feſte iſt, wo nur an etlichen Stellen die unfruchtbare Erde unter der Fahre anzutreffen iſt. §. 208. Was zur Beſtellung der Braache geſaͤet, iſt 2) Beſchaf⸗ bisher ohne genauen Bezug auf das Korn, zu fenheit der welchem ſie bereitet wird, angezeiget worden, Beſtellung weil dieſes beſſer und gruͤndlicher bey der Ordnung des Aihes der Saaten geſagt werden kan. Um aber das Kſſer hd nothwendigſte, was bey Bearbeitung des Ae⸗ SS. kers auſſer der Braache zu bemercken, auszufuͤh⸗ ren, muß ich mich auf die Korn⸗Arten ſelbſt be⸗ ziehen, und zwar nach dem bekannten Unterſchie⸗ de des Winter⸗ und Sommerkornes. §. 209. Unter dem Winterkorne macht der Rocken ei⸗ a) In Be⸗ ne Ausnahme, daß er außer der Braache nach treff des andern Korne geſaͤet wird. Es koͤmmt darauf Winter⸗ an, ob der Acker durch die Bearbeitung zur vori⸗ kornes. gen Saat noch locker genug geblieben. In die⸗ H 3 ſem 118 3ter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. ſem Fall pflegt man ihn wohl mit einer Fahre ab⸗ zufertigen. Man hat Exempel, daß Wirthe den ausgefallenen Rocken, welcher durch aller⸗ hand Zufaͤlle uͤberreiff geworden, und ſich ſelbſt eſaͤet hatte, untergehaacket und eingepfluͤget ha⸗ en. Die Erndte iſt vielfaͤltig guteingeſchlagen. Hieraus iſt ein uͤberfuͤhrender Beweiß herzuneh⸗ men, daß der Rocken auſſer der Braache ſich auch mit einer Fahre begnuͤge; Man giebt ihm aber nach Zeit und Umſtaͤnden auch zwo. §. 210. b. In Be⸗ Von dem Sommerkorne haben die Erbſen treff des den Rang fuͤr allen uͤbrigen. Ihre gewoͤhnliche Sommer⸗ Stelle iſt Land, das ſchon getragen hat, da ſie kornes. denn entweder in den, im vorhergehenden Herb⸗ 1.) Der ſte ſchon geſtreckten Acker geſaͤet und gleich zugee⸗ Erbſen, get, oder in dem Fruͤh⸗Jahre, mit oder nach der und uͤber⸗ zweyten Fahre, eingebracht werden. Alle Schoo⸗ Ladt de ten⸗Fruͤchte, Wicken, Linſen und Bohnen, er⸗ Fruͤchte fordern eine gleichmaͤßige Beſtellung. Andere *ſaͤen die Erbſen in die Stoppel, haacken ſie un⸗ ter und egen dann zu. Das letzte hat ſeinen groſ⸗ ſen Nutzen, weil dadurch den Voͤgeln die Gele⸗ genheit abgeſchnitten wird, dieſem Korne nachzu⸗ trachten. §. 211. 2.) Der Mit der Gerſte gibt es mehr zu thun, dazu muß Gerſte. der Acker im Herbſte geſtrecket, im Fruͤh⸗Jahre gewendet, und die Saatfurche dazu gearbeitet werden. Mit dieſer pflegt man die Gerſte unter zubringen, und lieber den Pflug, als den Haacken, dazu zu waͤhlen, aus Beſorgniß, daß die Gerſte aus der Tieffe nicht heraus gruͤnen moͤchte, wo⸗ hin ihn der Haacken zum Theil bringet. Man eget der Gerſte nicht gleich nach, ſondern laͤſſet dem V wn Ack Unkraut de Gerſ ben und Fo fünd ächſen gerne w Perd wwiiſenen aun hah dnn, und acben we⸗ Frucht er gſhictit e bhaar zaden d Ncker gahe die äittzer mal ab in, und i geſcer ter wel attr, id id di d arn krs, de⸗ dug en tatrt ds anzen Nh waͤte SAckerz Fahte at. aß Wirte durch aleer dſich ic pfluͤge he geſchlagen. jberzunch⸗ raache ſih giebt in . die Erbſen woͤhnlie at, da ſie den Hat⸗ eich zuger r nach der le Schor⸗ hnen, er Andett en ſie un⸗ einen grof die Gele⸗ ꝛe nachzu⸗ dazumuß h⸗Jahte gearbeitet iſte unter Haacken, ie Gerſte hte, woe . Man ern läͤſſt dem zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. 119 dem Acker eine Zeitlang Friede, damit ſich das Unkraut hervor gebe, und egt dann, wenn gleich die Gerſte ſchon etwas aufgeſchlagen, den Acker eben und das Unkraut ſo viel thunlich, heraus. So feind muß der Wirth zu einer Zeit den Ge⸗ waͤchſen ſeyn, die er zur andern, in der Weide gerne wachſen ſiehet. 4 G. 212. Beydes Erbſen und Gerſte haben ihren ange⸗ 3.) des wieſenen Boden.(§. 134. 210. 211.) Unter weiſſen dem Habern gehoͤrt der weiſſe den ſtarcken Fel⸗ Habers dern, und es muͤſſen ihm wenigſtens 2 Fahre ge⸗ geben werden, wenn man einigermaſſen ſichere Frucht erwarten will. Seine rechte Wartung geſchicht ihm, wenn der Acker dazu, wie zur Ger⸗ ſte, behandelt wird. §. 213. Zu dem bunten oder rauhen Haber pflegtman 4.) des den Acker im Herbſte zu ſtreeken, und im Fruͤh⸗ bunten Jahre die Saat in die Wendfahre zu bringen. und rau⸗ Kuͤrtzer dazu zukommen wird blos die Streeke hen Ha⸗ ſchmal abgepfluͤget, ohne daß Balken ſtehen blei⸗ bers. ben, und im Fruͤh⸗Jahre ſogleich der Haber hin⸗ ein geſaͤet. Dis iſt gut dafuͤr, daß der leichte Acker, welchen man ſo vornehmen muß, nicht zu locker, und der gute Ertrag des Habers gewiß wird. §. 215. Die Deutlichkeit erforderte es, daß bey der B. In Be⸗ kurtzen Beſchreibung der Bearbeitung des Ac⸗tre des kers, die Zeit angegeben wurde, in welcher der Dungs. Dung eingebracht wird. Wenn ich nun noch weiter des Dungs erwaͤhne, ſo wuͤrde ich die Grentzen dieſes Wercks uͤberſchreiten. Ein an⸗ deres waͤre es, wenn ich Sai ein neues Duͤn⸗ 4 ger “ —— — 5 3 ———— —— — —ÿyzz— 8 — 3—„——— 120 3ter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. ger Lexicon entwerffen wollte. Dennoch darf ich einige allgemeine Saͤtze nicht uͤbergehen, welche in der Folge groͤſtentheils brauchbar ſind, und es beſtaͤtigen, was jener Mecklenburgiſche Wirth ſaget: Ruhe und Dung ſind Stuͤtzen der Meck⸗ lenburgiſchen Wirthſchaft.“ §. 215. Was iſt Alles duͤnget, worin ſolche Grundtheile zube⸗ zum Oung reitet vorhanden ſind, aus welchen die Pflantzen zu rechnen. ſelbſt beſtehen.(§. 139.) Was mithin Oel, oder Saltz, oder verfeinte Erde, oder was geiſtiges enthaͤlt, und wohl gar alleinig daraus beſtehet, das duͤnget. Die Faulniß loͤſet thieriſche und Pflantzentheile auf, und uͤberfuͤhrt uns, daß bey⸗ derley jene Stuͤcke enthalten, wenn das auch nicht ſchon uͤberfuͤhrte, daß alle Grundſtuͤcke der Pflantzen und Thiere, wenn ſie wieder zur Erde zuruͤck kehren, am geſchickteſten dazu ſind, von der Natur wieder belebt zu werden. §. 217. Der Dung Die Pflantzen erfordern aber dergleichen kan ſo gut Theile in einer ungleichen Verhaͤltniß, je nach uͤberffuͤhig dem ſie ſelbſt von dem einen oder andern mehr als zu karg oder weniger zu ihrer Nahrung bey ſich fuͤhren. gebraucht So wie die Waſſerpflantzen viel Waſſer zu ihrem werden. Fortkommen noͤthig haben, ſo verlanget das Ge⸗ treyde, ſtat des Waſſers, ein mit Moder, dligten und ſaltzigen Theilen reichlich verſehenes Erd⸗ reich. Der Dung wird, uͤ erfanoſſtebeze der beſte fuͤr ein Erdreich ſeyn, welcher ſolche Theile in Menge bey ſich fuͤhret, die Nahrungsſtuͤcke zu dergleichen Pflantzen enthalten, als der zu duͤn⸗ gende Acker tragen ſoll. Daß aber hier die Na⸗ tur * Von der Luͤhen Information, die Liquidation ſeiner Scha⸗ densrechnung betreffend. Beylagen p. 22. mmal tht gewiſſ tiletlen henn groſſ nrhinter Forn uͤber ühre Ach nit dem! erſtickt d Wemnm terdinf vernengen Arihen, undiibere nen werde b de Icker de J beröingen „ dug thei trhe ihn pvrtion n ſchter J fg 1 nſt— Kiſte des dhe ſe den Schaffiſ duff, we ſzlanen Geuce en ih udd dh det S Kifte de diſcid ſtuitha d. die SAlkkerz ochdatſi en, wach ind, undes che Wrh der Mi⸗ theile ube e Pflangen Oel, de s geiſüüge s beſtehel eriſche und 6, daß ber das auch rundſtuct vieder zur dazu ſind, ergleichen z8, je nach dern mehr h fuͤhren. zu ihren t das Ge⸗ e, öligten nes Erd⸗ eeden, der he Theil Sſtuͤcke u r zu dun⸗ r die Na⸗ tur ner Sche⸗ zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. 121 tur gewiſſe Maaße vorgeſchrieben, erhellet aus vielerley Begebenheiten. Ein Platz auf wel⸗ chem groſſe Hauffen Dung gelegen, und gleich darhinter her Korn gebauet wird, treibt das Korn uͤber die Maaſſe ſtarck in Stroh und gibt lehre Aehren. Ein abgewaͤſſerter Teich, welcher mit dem reichſten Stoff fuͤr Pflantzen angefuͤllet, erſtickt das darauf geſaͤete Korn mit Unkraut. Wenn man beydes temperirt, den erſten etwas verdaͤmpfen und den andern mit magerer Erde vermengen laͤſſet, ſo ſind ſie aͤuſſerſt fruchtbar. Anzeigen, daß ein Verhaͤltniß zwiſchen den rohen und zubereiteten Theilen des Erdreiches angenom⸗ men werden muͤſſe. Der Wirth ſagt deshalb: Der Acker iſt zu mager! der Acker iſt uͤberduͤnget. §. 218. Die Menge des Dungs verurſachet das Ue⸗Jeder berduͤngen nicht lediglich und alleine, ſondern der Dung iſt Dung theilet dem Acker von den Grundſtuͤcken ,nicht gleich welche ihn fruchtbar machen koͤnnen, die rechte eauignl⸗ Portion nicht mit. Man koͤnnte die Berge mit e 6. leichter Modde dick uͤberfahren, und fuͤrs Ueber⸗. duͤngen unbeſorget ſeyn; Aber ſo viel Schaaf⸗ miſt— das waͤre von wiedrigen Folgen. Die Kraͤffte des Dungs wuͤrden meiſtens verfliegen, ehe ſie den Pflantzen Nahrung gaͤben, weil der Schaafmiſt viele fluͤchtige Theile enthaͤlt. Der Dufft, welcher von den auf freyem Felde aufge⸗ ſchlagenen Huͤrden in betraͤchtlichen Fernen dem Geruche empfindlich wird, beweiſet dieſes genuͤg⸗ lich, und der Wirth hat es aus der Erfahrung, daß der Schaafmiſt nicht lange dauert. Die Kraͤffte des Dungs wuͤrden ferner dem Acker mehr ſchaͤdlich, als nuͤtzlich ſeyn. Der Abſchuͤſ⸗ ſigkeit halber ſind die Berge von trockener Na⸗ tur. Die Waͤrme faͤllt dem Getreyde auf den⸗ rH 5 ſelben — 5 — — 4.* ——— ———„.—.—— 122 3ter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. Erde mit Erde zu duͤngen. ſelben hart, und kocht die fluͤchtigen Theile des Dungs aus derſelben, und aus den darauf ge⸗ baueten Pflantzen. Ichziehe hieraus weiter kei⸗ ne Folge, als daß man auf die Beſchaffenheit des Dungs ſehen muͤſſe, wenn man behaupten will, er ſey fuͤr einen gegebenen Acker gut. Die eine Art des Dungs hat mehr Saltz, die andere mehr Moder. ꝛc. Wer es trifft, daß das uͤber⸗ fluͤßige im Dung juſt der Erde zu Aufbringung Heer Pflantzen, mangelt, der thut dem Erdrei⸗ he die beſte Pflege. §. 219. Es iſt darum auch nicht uneben, eine Erde mit der andern zu duͤngen, um nur eine beſſere Proportion in den dahrJalten Theilen, durch die Vermiſchungzwoer Erdarten, zubringen. Man duͤngt deshalb in Engelland mit Kreide die ſteifen Felder, und in Mecklenburg mit Sand, in Er⸗ mangelung der beſſern Kreide. Es moͤchte auch wohl gluͤcken, wenn man den Torff zum Duͤngen gebrauchte, nur muͤſte er nicht rohe, ſondern zur Zubereitung anderer Erde genutzt werbven. Die mit ihm gemachten chemiſchen Verſuche zeigen, daß er Oel, Saltz, und ſo gar was geiſtiges, dieſe ſo wahren Stuͤcke der fruchtbaren Erde, enthalte. Es kommt vielleicht lediglich auf die Art an, wie man das beſte aus dem Torffe, von dem ſchaͤdlichen abſondere, und dis geſchaͤhe aller Vermuthung nach, indem Torff und Erdſchich⸗ ten durch einander aufgeſetzet, und dann der Torff angeſteckt wuͤrde. Die dlichten und fluͤchtigen Theile des Torffes, welche ſonſt beym Brennen in die Lufft gehen, durchdruͤngen ſodann die Er⸗ de, und machten ſie mittelſt des Feuers zugleich zu Moder, oder feinere Nahrungsſtoffe. Ue⸗ berhaupt, an ſtatt der groſſen Muͤhe, die man ſich t Ab ſh nit d nan dem hthe an Prennen machen v Wie ſtarc,0 kurze An lnn abzun Grundſit nucht, da ſinut. 7148 gro tepfedef den dicer Schefll ſclecen trihidden nä rehmer in Boden Eben dugvorg in, wos ſoit, ſißt uſe hhr Ingemac iſt Str den das tr dh nerck Algene lau *Nonot düma es Acketz Theile des darauf ge weiter kei hafſnhet dehaupten ut. Die die andere das uͤber⸗ fbringung n Erdtii⸗ ine Erde ie beſſete durch die Man ie ſteifen , in Er⸗ hte auch Duͤngen dern zur n. Die e zeigen, ſeiſtiges, n Erde, auf die ffe, von ühe aller rdſchich⸗ der Torf uͤchtigen Brennen die Er⸗ zugleich 2. Ue⸗ die man ſih zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. 123 ſich mit den ſogenannten Mieten giebt, moͤchte man dem Beyſpiele der Englaͤnder“ oder dem Rathe anderer folgen, welche die Erde durchs Brennen fruchtbarer machen, oder fruchtbar zu machen vorgeſchlagen haben.* 9. 220. Wie wenig nun auf die Frage, ob der Acker Quantitaͤt ſtarck, oder duͤnne geduͤnget werden muͤſſe, eine des Dungs kurtze Antwort erfolgen koͤnne, iſt aus obigen al⸗zum Acker. len abzunehmen. Die Unentbaͤhrlichkeit der Grundſaͤtze bey großen Wirthſchaften hat ge⸗ macht, daß man hier dennoch ein ohngefehres be⸗ ſtimmet. Auf 1 Scheffel Ausſaat, rechnet man f 7. a. 8. große Fuder Miſt, wie ſie 4. hieſige gu-:/ te Pferde fahren. So wie man auf ſtarcken Bo⸗/ den dicker ſaͤet, duͤngt man auch ſtaͤrcker. Ein Scheffel Ausſaat auf ſtarckem Boden und im ſchlechten Sande ſind mercklich in der Groͤße un⸗ terſchieden,(§. 235.) woraus man die Verhaͤlt⸗ niß nehmen kan, wie viel duͤnner man auf ſchlech⸗ ten Boden duͤnget. §. 221. Eben ſo ſucht man auch in Berechnung des Berech⸗ Dungvoraths, welcher bey einem Guthe ſeyn nung des kan, was ohngefehr gewiſſes. Wie trieglich die⸗ Oungs. ſes iſt, laͤßt ſich daher erachten, daß trockne und naſſe Jahre einen mercklichen Unterſchied im Dunge machen. Beoy trockenen verlieret ſich der Miſt; Stroh und Heu gerathen kuͤrtzer und ma⸗ chen das trockene Jahr in dem darauf folgenden noch mercklich. Dazu giebt es offt auſſerordent⸗ liche * Allgemeine Haußhaltungs und Landwirthſchaft. Hamb. und Leipz. 1759. p. 97. ** Honorati Fabri, tractatus duo, de plantis& generatione animalium.. 68. —— 5 5 4 1 4 1 ö ———— — 124 3ter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. liche Gelegenheit, zum Dung zu rathen, auf welche man alle Jahre keine Rechnung machen kan. z. E. die Modde aus den Teichen; Mergel ꝛc. §. 222. Nach dem Wenn man alle Arten von Dung durchge⸗ Strohe. het, ſo ſind darunter bey großen Wirthſchaften die immer am beſtaͤndigſten, zu welchen Stroh, Heu und die Vieh⸗Zucht Materialien hergeben. Ueberſchlaͤge von dem Dungbeſtand bey Land⸗Guͤ⸗ tern, koͤnnten nach dieſen drey Dingen noch am fuͤglichſten zutreffken. Das Stroh iſt aus dem tragenden Acker zu berechnen. Auf 100. OR. wachſen, wann ich den mittelmaͤßigen Ertrag von gutem Boden rechne, 6. Stiegen Garben. Es moͤgen 6. Stiege Sommer⸗ und Winterkorn gegen einander gerechnet, auf ein mittelmaͤßiges Fuder geladen werden. Ein ſolches Fuder Stroh giebt, nachdem es in der Wirthſchafft ver⸗ braucht worden, 1. Fuder Dung. §. 223. Nach dem Auf Nleiche Art kan man ohngefehr berechnen, Heu. daß der Ertrag eines Fuder Heues hiemit uͤber⸗ einkomme. Ein Fuder Heu hat leicht doppelt ſo viel Materie, als eben ſo viel Stroh, weil das Heu nicht hoht auf einander lieget. Aber es wird deſto mehr davon verzehret. §. 224. Nach der Den Dung, welcher der Viehzucht wegen Viehzucht. zu machen, wuͤrde man doppelt in Anſchlag brin⸗ gen, wenn man diejenige hieher rechnete, welche ihren großen Unterhalt vom Heu und Stroh hat, ſo ferne man vorher ſchon den Dung, welcher von Stroh und Heu aufkoͤmmt, berechnet läte is⸗ zubſe Füweile ern A tr Brau ben gro dung⸗E hem. 2 dich, S ſen zuſat richt bie ſe un j chen knn. ſih ſdoch ſn Dän, dungs, n duf Koſte Schaum gäüchet w a,ſh ſdienen. teiner u ſch ſn. D ade ch ünnen o in er ſeeke 2 ln gtif duun ſhſeden dude 1Tand esAckers. rathen, af ung mache Tecchen ng durth irthſchair den Suit hergebrn Land⸗Gi n noch ar ſt aus den 100. DM. Ertragbon ben. Es Linterkorn elmaͤßiges 's Fuder chafft vet⸗ berechnen, emit uͤber doppelt ſ weil das Aber e hht wegen hlag bri⸗ te, welche Stroh hat elcher von het haͤtt. Bit⸗ zter Abſchnitt. Von der Verpflegung des Ackers. 125 Bisweilen aber unterhaͤlt man noch Vieh aus andern Aufkuͤnften, als fuͤr angekauftes Korn bey Branteweinbrennereyen und Brauereyen, bey groſſen Maſtungen ꝛc. Wie hievon der Dung⸗Ertragzu berechnen, gebe ich andern an⸗ heim. Die Kleinigkeiten, welche vom Feder⸗ Vieh, Kummer, Ruß, AUſche und von den Gaſ⸗ ſen zuſammen gebracht werden koͤnnen, heiſſen nicht viel, in Betracht man bey dem Ueberſchla⸗ ge um zehn mal ſoviel triegliche Rechnung ma⸗ chen kan. Der Gaͤrtner und kleine Wirth kan ſich jedoch dergleichen, und andere Dinge aus dem Duͤnger Lexico beſſer zu Nutze machen. §. 22S. Groͤſſer iſt der Ertrag in Vermehrung des Nach Dungs, mit Laub, Schilf, Plaggen, welche Laub, auf Koſten gemeiner Weide gehauen werden, Schilf, ꝛc. Schaum von den See⸗Ufern ꝛc. und dergleichen geſuchet wird. Hierin macht jeder ſeinen An⸗ ſchlag, nachdem er große oder kleine Gelegenheit hat, ſich dieſer Vermehrungsart des Dungs zu bedienen. Man hat ſich bey dem erſten Zuſchnit⸗ te einer Wirthſchaft fuͤrnemlich darnach umzuſe⸗ hen, ſich durch dergleichen Mittel in Vorrath zu ſetzen. Der Mecklenburgiſche Wirth verlanget, daß der Acker von Zeit zu Zeit mehr unter Dung kommen ſoll“ folglich auch der Dungſchatz mit den Jahren anwachſen muͤſte. Je groͤſſer alſo die erſte Anlage iſt, deſto eher iſt das Feld in vollen Kraͤfften. §. 226. Darum greiffet man den Acker auch mit An⸗ fang jeden Zuſchnittes etwas an“und Eier viel and * Von der Luͤhe Beylagen p. 17. * Von der Luͤhe Beylagen p. 19. 20. Die Folge der Saa⸗ ten, erfor⸗ dert Regel⸗ tet. Warum wolte ſich auch ein Wirth in die gerahſor maͤßigkeit Verlegenheit ſetzen, daß er jedesmal, wenn er die Saͤeſchuͤrtze um den Leib hat, erſt darauf Einfluß — 4ter Abſchnitt. Von der Ordnung Land, um viel Stroh oder viel Materie zum ſiberd Dunge zu erhalten. Dis geſchicht in dem erſten wante und hoͤchſtens noch im 2ten Jahre, vor Antritt ANunderu der voͤlligen neuen Ordnung. V 3 m erſte ſ ScʒʒʒGʒGʒ’ʒʒ’ʒ’ʒOSʒ’SOSSOSSW mn. Der a“ Abſchnitt Von der Ordnung der Saaten. ine §. 227. V— 2 Fannißd S⸗ leicht wird man wohl keine Wirthſchaft fen hater finden, worinn man nicht eine gewiſſe Putth Regelmaͤßigkeit in der Folge der Saaten bebbach⸗ h inner nachſinnen muͤſte, was fuͤr Korn zu ſaͤen ſen? Die Erfahrung zeigt auch dem Einfaͤltigſten, wie dii er in dem einen oder andern Falle, den er oder ſ ſein Nachbar oͤters verſuchet, beſſer thut, eine itan Getraide⸗Art der andern vorhergehen zu laſſen, uäriſt oder es ihr nachzuſetzen. Daß nicht zuweilen ein kgolge Verſuch der aufs Gerathewol gemacht wird, gut ſan einſchlagen ſolte, wird niemand in Abrede ſeyn, ſit nac der bey kleinen Wirthſchaften auf dem duͤrren chher Sande bey naſſen Jahren Gerſte, bis zur Voll⸗ ifn, ſnd kommenheit, wachſen und dergleichen Proben mehr geſehen hat. Daruͤber geraͤth aber kein verſtaͤndiger Wirth in Verſuchung, eine Ord⸗ Neiſ nung zu verlaſſen, welche ſich ſo oft durch reichli⸗ legaten che Erndten bewaͤhrt gemacht, als jene Verſuche ſeſi Gr fehl geſchlagen, und andere abgeſchrecket haben. ſzatagt m in §. 228. nc ſrei Es iſt wahr, wenn das Gewitter vorherge⸗ niſ ſaget 8 ntetie zum dem erſten or Antritt SD Saaten. Litthſchaf ne gewiſſ n beobach⸗ irth in de wenn er iſt darauf ſaͤen ſey! gſten, wie en er oder thut, eine zu laſſen, weilen ein wird, gut rede ſeyn, n duͤrren zur Vol⸗ Proben aber kein eine Ord⸗ ich reichli⸗ Verſuche et haben. vorherge⸗ ſaget der Saaten. 127 ſaget werden koͤnte, ſo wuͤrde die jetzige Ordnung des Gewit⸗ der Saaten mit der Beſtellung des Ackers groſſe ters auf Veraͤnderung leiden. Der Sandwirth wuͤrde olche. ſeine, nach Art des Bodens fruchtbare Oerter mit Gerſte ja wohl gar mit Wicken und Erbſen beſaͤ⸗ en; Der im Kleye aber wuͤrde ſeine Anhoͤhen, die Gegenden welche am wenigſten von der Naͤſſe zu befuͤrchten haͤtten, mit dem vorzuͤglichſten, mit dem eintraͤglichſten Korne beſpicken, kurtz die Arbeit und Saat haͤtten ihre groͤßte Beſtimmung aus dem Wetter. Da es aber mit der Vorher⸗ ſagung des Wetters den Wirthen, ſo wie mit der Kenntniß des Steins der Weiſen den Weltwei⸗ ſen, lauter Finſterniß iſt, ſo behalten die Theile der Wirthſchaft, welche von jener abhaͤngen, noch immer eine nach andern Gruͤnden abgemeſ⸗ ſene wolgeordnete Verfaſſung. §. 229. Dieſe zu entwickeln ſetze ich den Haupt⸗Be⸗Was iſt geif von der Ordnung der Saaten voran: Sie die Ord⸗ eſtehet in einer ſolchen Wahl des Getraydes zu nung der den Kraͤften des Ackers, und in der Beſtimmung Saaten? der Folge des Kornes untereinander, daß jedes an ſeiner angewieſenen Stelle der Wahrſchein⸗ lichkeit nach, reichlichere Fruͤchte bringen wird, als geſchehen wuͤrde, wenn dieſe Wahl nicht ge⸗ troffen, ſondern eine andere angenommen waͤre. §. 230. Die erſte Frage hiebey faͤllt dahinaus: Wie Bey der viel Saaten hintereinander folgen muͤſſen. Es Oroͤnung ſind hier Grentzen, da der Acker nur eine gewiſ der Saa⸗ ſe Zeit traͤgt(§. 52.) und um dieſe werden wir been dee⸗ uns um ſomehr zu bekuͤmmern Urſache haben, als dai ſe⸗ es noch ſtreitig unter den Mecklenburgiſchen Wir⸗1. Wieviel then iſt, ob eine allgemeine Regel daruͤber anzu⸗ Saaten nehmen ——— — —— ʒᷓᷓ — ——— 128 4ter Abſchnitt. Von der Ordnung koͤnnen nehmen ſey, oder ob man der Sache gemaͤſſer hinterein⸗ handele, indem man in verſchiedenen Faͤllen un⸗ ander fol⸗ terſchiedene Regeln gelten laſſe? gen. §. 231. Eine ange. Niccht etwan die oben gedachte allgemeine nommene Regel, daß der Acker alsdenn aufhoͤren muͤſſe zu allgemeine tragen, wenn er keine Kraͤffte mehr hat, iſt es, Regel deren Allgemeinheit beſtritten wird, denn dabey überdie iſt zuvor noch zu fragen, wenn hat der Acker kei⸗ 2nh der ne Kraͤffte mehr? Und das iſts erſt, woruͤber aaten. man ſtreitet, und welches man mit der kurtzen Regel abzuthun ſich bemuͤhet; Der Acker muß nie mehr als drey Saaten hintereinander abtragen. §. 232. Ausfuͤh⸗ Dieſe Meynung wird ohngefehr ſo eingeklei⸗ rung der det und unterſtuͤtzet. Wir haben an unſerm Erd⸗ Gruͤnde reiche einen zwar todten Coͤrper, er hat aber mit worauf ſie dem lebendigen die Aehnlichkeit, daß er beſtaͤndig beruhet. in Nahrung unterhalten werden muß. Wir wiſſen aber auch, daß aller Ueberfluß der Nah⸗ rungs⸗Saͤfte ſchadet, wir wiſſen, daß der Hun⸗ ger zuletzt den gantzen Verfall des Coͤrpers zuwe⸗ ge bringet, wir wiſſen, wie ſehr nuͤtzlich die Maͤß⸗ ſigkeit iſt. Fuͤhren wir unſerm Acker einen Ue⸗ berfluß von Duͤnger zu, ſo treibt er die Gewaͤch⸗ ſe ſo ſchnell in die Hoͤhe, daß der erſte Sturm, der erſte ſtarcke Regen, unſere Hofnung ſtoͤhret, und die dick bewachſenen Kornfluren verwuͤſtet. Wir erhalten Laͤgerkorn. Der Mangel des Nahrungsſafts ſetzt den Boden auſſer Kraͤfte, die Gewaͤchſe in die Hoͤhe zu bringen, vielweniger werden ſie ſich ausbreiten und die Luͤcken fuͤllen koͤnnen; Das Unkraut fuͤllet dieſe und unterdruͤckt noch darzu das, was ſonſt noch wol Kraft haͤtte zu wachſen. Wir gehen die Mittelſtraſſe, wir düngen der bendem a gt, dem. iunehmen. ert die K ungedäng Dünger Gleben, er zur R kimtin der diſe Weſſ andete, die durh die) tnverkraue dereben zi dun noch heGeſahr Suutenzu Denn der uuae dügen ge dedaden, 7 Mh Pindas ſ dc die, dm er rittyes 6 Gräihke V Itſäigen C duͤn: m he gemäͤſ Fällen u tallgeman dren müͤſen hat, iſt 6, denn dabe er Acker e t, woriin der kurha Acker mnh rabtraga eingekle nſerm Erd zt aber mi rbeſtaͤndi äß. Wit 3 der Nah⸗ ß der hun⸗ rpers zutbe⸗ h die Mi Leinen Ue⸗ Gewaͤch e Sturm, g ſtoͤhret, verwuͤſtet angel dei raͤfte, die elweniger ken fuͤllen nterdruͤckt raft haͤtt raſſe, wit dun⸗ der Saaten. duͤngen den Acker maͤßig, und das iſt hinreichend, beydem auszuweichen. Daher ſind wir gendti⸗ get, dem Acker nicht mehr, als drey Snaten ab⸗ zunehmen. Hat er geruhet, ſo nehmen wir ihm erſt die Kraͤfte, die er geſamlet hat ab. Er muß ungeduͤnget tragen, und dann gibt man ihm den Duͤnger und ziehet davon beſondere Fruͤchte. Bleiben gleich noch Kraͤfte im Acker ſitzen, wenn er zur Ruhe kommt? um ſo viel beſſer: Das koͤmt in der Weide dem Graſe zu nutze. Und auf dieſe Weiſe verfahren wir vorſichtiger, als alle andere, die, um dem Acker, wenn er Kraͤffte genug durch die Ruhe erhalten, das Pfand, das ihm anvertrauet worden, mit groſſem Wucher wie⸗ dergeben zu koͤnnen, ihm noch dazu durch den Dung noch mehr zubringen, und alsdann, mit Gefahr Laͤgerkorn zu erhalten, dazu weniger Saaten zu genieſſen haben. Wir gewinnen. Denn der ausgelegene Acker muß wenigſtens 2. mal mager tragen, und auf den nachfolgenden Duͤnger 3. mal: Wir haben alſo§. Ernten nach der Ruhe des Ackers, und jene muͤſſen ſich auf 4. einſchraͤncken, wobey ſie ſchon in der vierten Saat, nach der gemeinen Erfahrung zu urteilen, des guten Ertrags ungewiß ſind. Aus dieſen Gruͤnden ſcheinet die gantze Einrichtung von 11. Schlaͤgen gebauet zu ſeyn, und die denſelben das Wort reden, bedienen ſich dieſer Vorwuͤrfe um den Werth von 9. Schlaͤgen zu erniedrigen. Beſonders ſoll der Haupt⸗Mangel darinn beſte⸗ hen, daß die 4. Saaten hintereinander folgen. §. 233. Dem erſten Anblicke nach ſcheinet diß ein Gegenſei⸗ praͤchtiges Gebaͤude zu ſeyn, dem es an keiner tige Mey⸗ Gruͤndlichkeit gebricht. Haͤlt man aber die ge⸗ nung wie⸗ genſeitigen Gruͤnde dagegki ſo faͤllt es ſehr da⸗ der jene mit 130 Negel: nach wel⸗ cher Die An⸗ — 4ter Abſchnitt. Von der Ordnung mit weg. Man duͤncket ſich mit den Kraͤften des Ackers, wie mit baarem Gelde zu wirthſchaften, wovon man auch den letzten Heller angreifen kan. Das iſt aber ein Irrthum, der ſich ſogleich in ſei⸗ ner Bloͤſſe zeiget, als man ihn vernuͤnftig uͤberle⸗ get. Man will den Acker 2. Saaten ungeduͤn⸗ get oder mager abzutragen faͤhig achten, und wenn der Duͤnger hinzukoͤmmt, ſo ſoll er doch nicht noch eine Saat mehr abwerfen koͤnnen, als er thut, wenn er ſchon zwo mager abgetragen? Man beſorget Laͤgerkorn, wenn der ausgelegene Acker mit dem Duͤnger zu fruchtbar gemacht, und bedencket nicht, daß diß nur bey naſſen Jah⸗ ren zu vermuthen, dahingegen bey trockenen Jah⸗ ren jene, mehr Blumen und Unkraut als Korn zu erndten befuͤrchten muͤſſen. Man gibt die vier⸗ te Saat als unſicher an, und ſchuͤtzet die Erfah⸗ rung vor, da doch die Erfahrung auch lehret, daß es nicht ſelten an dem Wirthliegt. Die letz⸗ te Saat achtet man gar oft zu geringe, daß man ihr die gehoͤrige Pflege geben ſolte, oder man entziehet ſie ihr, ſich einer Arbeit zu entziehen, die ohne mehr Zugvieh zu halten nicht bewerck⸗ ſtelliget werden kan. Werden die ungeratenen 4. Saaten, deren Unvollkommenheit aus dieſen und andern Maͤngeln entſpringet, von den uͤbri⸗ gen abgerechnet, bey der Vorſicht, daß keine 5te und 6te Saat fuͤr die 4te angekreidet ſey, ſo iſt mit Grunde zu zweifeln, ob jene Erfahrung ihre gen mit Erfahrungen wiederlegen, da doch durch einen weit kuͤrtzern Weg, die bloſſe Ueber⸗ legung ſchon zureichet, daß nach der Fruchtbar⸗ keit des Bodens der Acker viel oder wenig Saa⸗ ten abtragen muͤſſe. 3 §. 234. Da keine uͤcken zu laſſen, wo man kluͤglich voͤllige Niehneri habe. Das heiſſet Erfahrun⸗ ſonſt 3 V lügich d nniähligen ih nich be gihmn.( erſchied d tdeſſlb Dflatzen V de beſte nach, wen alten, me dben. A eJahte hi ne, wenn ſheres Me lüſte des tetſch iß man di drchſte den Ruher llcchr ger rate The lgſen. Auch Saaten, aüe Naßt erwen bite.. ſenn de Re⸗ Tlauetſeh Phnte San yten gbtro b Raht n ahn 3 — Kriſten de irthſchafte agreifen kan ogleich inſi unftigubene ten ungedin chten, un ſoll er det nnen, alsn abgetragn ausgelegen ar gemagl naſſen Ji ꝛckenen Jah ut als Kon gibt dievie t die Eff uch lehnt, . Dielch , daß man Noder ma nentziehen hi bewerch ungeratenen t aus dieſe en den uͤbt iß keine zu ſey, ſoſſt hrung ihn Erfahran , da doc loſſe Uebe Fruchtban eenig Sau an ſouſtſ kluͦglih der Saaten. 131 kluͤglich die Mittelſtraſſe vorſchreibet, ohne unter zahl der unzaͤhligen Wegen zu zeigen, welche ſie iſt, will Saaten ich mich bemuͤhen, auch dier genau zu Wercke zu bey ſtarken gehen. Es koͤmmt hier nicht ſo ſehr auf den Un⸗ und Mit⸗ terſchied des Bodens, als auf die bereiteten Kraͤf⸗ tel⸗Fel⸗ te deſſelben an, die geſchickt ſind, ſogleich den dern, wenn Pflantzen Wachsthum und Nahrung zu geben. ingin Der beſte Boden wuͤrde zwar den innern Kraͤften ſe 7 i0 nach, wenn er Ruhe und Dung mit einander er⸗ Ben. Palen mehr als 4 Saaten abzutragen die Kraͤfte aben. Aber die Erfahrung lehrt, daß uͤber die⸗ ſe Jahre hinaus das Korn ſchon nicht mehr loh⸗ net, wenn ja noch Stroh genug waͤchſet. Ein ſicheres Merckmahl von dem Mangel der feinſten Kraͤfte des Bodens. Das leidige Unkraut ver⸗ mehret ſich noch uͤberdis in den vier Jahren ſo ſehr, daß man die Ste Saat nicht anders, als in den fuͤrtreflichſten Boden wagen kan. Damit iſt al⸗ ſo ein Ruhepunct zu machen, um zugleich den all⸗ zulocker gewordenen Boden ſincken, und die Frucht⸗Theile deſſelben ſich verfeinen und ſamlen zu laſſen. §. 235. 6 Auch der Sand(§. 123.) waͤre vermoͤgend, Auf ge⸗ 4. Saaten abzutragen, wenn man ihm entwe⸗ duͤngten der die Nahrung in ſolcher Menge zufuͤhren koͤn⸗Sandfel⸗ te, oder wenn er ſelbſt ſo viel haͤtte, als dazu noͤ⸗ dern bis 3. tig waͤre. Allein dis ſind ſeltene Faͤlle, und wenn die Regel auf die meiſten Faͤlle paſſen ſoll, ſo lautet ſie bey den Sandfeldern anders. Ge⸗ duͤngte Sandfelder koͤnnen nicht mehr als 3. Saaten abtragen. §. 236. Recht fruchtbare ſtarcke und Mittel⸗Felder Auf ma⸗ zragen mager auch 3. Saaten ab. Hingegen gern ſtar⸗ 3 and⸗ 8———. ——————— —õ———— ——— — — 132 ater Abſchnitt. Von der Ordnung ken Fu⸗ Sand⸗Felder hoͤchſtens nur 2. Es iſt eine neue dernz. Folge von Saaten, wenn auf die magern der auf Sand⸗Acker wieder Braach gelegen, und dann wieder⸗ feldern2. um nach dem Dung eine andere Reihe zu tragen anfaͤngt, und bis zur Ruhe beſchlieſſet, obgleich die Ordnung, welche unter beyden Folgen von Saaten beſonders iſt, zuſammen genommen, wiederum eines macht. §. 237. II Auf die Die 2te Unterſuchung bey der Ordnung der Koꝛnarten Saaten faͤllt auf die Korn⸗Arten ſelbſt, welche re⸗ ſelbſt. delmnabi hinter einander folgen ſollen, und bier werde ich, indem ich mich bloß auf die Mecklen⸗ burgiſche Wirthſchaft einſchraͤncke, die Arten an⸗ zuzeigen haben, welche in Mecklenburg gaͤng und gebe ſind. §. 238. A.) Wie Bevor aber noch dieſes Regiſter ſeinen An⸗ fie bey je⸗ fang nimmt, wird man vielleicht fragen, welche der Wirth⸗Kornarten ſich zu jeder Wirthſchaft ſchicken und ſchaſt feſt woher der Wirth ſich berechtiget glaubet, unter dee wer⸗ vielen Koͤrnern gewiſſe auszuͤleſen, die er vor an⸗ 4 dern, auf immer in einer gewiſſen Ordnung dem Acker zu tragen auferleget. §. 239. 1) Nach So viel iſt aus dem obigen ſchon bekandt, der Be⸗ daß nicht jeder Boden alle Geſchlechter der Ge⸗ ſchaffen⸗ traide fortbringen kan(§. 134.) und damit wird heit des ſich alſo der Wirth ſchon niedergeben muͤſſen, daß Bodens. er nur die Kornarten ſaͤen kan, welche ſein Acker fortzubringen, hinlaͤngliche Eigenſchaften hat. Es wird dieſem zufolge ein nothwendiges Stuͤck der Unterſuchung bey den Getraidearten mit ſeyn, zu zeigen, welcher Boden ſie fortbringet, oder 82 8 was Went heit des7 wiüſte, w Stande i der Wirth dere Körn nackſamkei dnt it auf Witen ko vit aler I ens auämac griftedazu Weiten ki dder zur T jarn⸗Dieh egeſehzet e tr reif, a annt mith aſaat in e in. Es in u han, ſacheen enzuſcen enten We Fnr gonje eaf den lan. M ſn ein. G dan ags 9 t eine de nagern de unn wiedar e zu trage t, obglei Folgen de genomn, ednungu welchen , und hin e Meckle Arten an gaͤng ind einen An n/, welch' fcken und bet, unter er vor au⸗ dnung dem bekandt, rder Ge⸗ zmit wir ſſen, daß ein Ackel ften hat es Stüͤch mit ſenn et, oder wat der Saaten. 133 was fuͤr einen Grund ſie ihrer Natur nach fodern. §. 240. Wenn man aber auch nach der Beſchaffen⸗ 2) Nach⸗ heit des Bodens die Korn⸗Arten alle anzuzeigen dem es das wuͤſte, welche das Erdreich fortzubringen im Ganze der Stande iſt, ſo iſts nochnicht ausgemacht, ob es Wirth⸗ der Wirthſchaft zutraͤglicher ſey, dieſe oder an⸗ ſchaft er⸗ dere Koͤrner vorzuͤglich zu waͤhlen. Die Auf— fodert. merckſamkeit des Wirthes bey der Wahl der Kor⸗ ner iſt auf das Gantze mit zu richten. Der Weitzen koͤnnte vielleicht die gantze Winterſaat, mit aller Wahrſcheinlichkeit eines guten Gedey⸗ ens ausmachen, weil der Boden die natuͤrlichen Kraͤfte dazu hat; Man uͤberdencket aber, daß der Weitzen kein Stroh bringet, das zum Decken, oder zur Verlaͤngerung des Futters fuͤr das Horn⸗Vieh tuͤchtig iſt. Daher kan bey Guͤtern, wo groſſe Viehſtaͤnde ſind, aus der letzten Urſa⸗ che alleine ſchon der Rocken dem Weitzen zur Sei⸗ te geſetzet werden. Ferner wird der Rocken fruͤ⸗ her reif, als alles andere Korn. Die Ernte nimmt mithin ſpaͤter ihren Anfang, wenn die Roe⸗ kenſaat in einer Wirthſchaft gantz ausgeſtrichen waͤre. Es kan alſo auch dem, welchen es dar⸗ um zu thun, Zeit zu gewinnen, eine Beweg⸗ urſache ſeyn, den Kocken bey dem Wei⸗ tzen zu ſaͤen, um nicht in den Winter hinein zu ernten. Wernicht gernewagt, der wird ohnehin ſeine ganze Hofnung in der Winterſaat nicht al⸗ leine auf den Weitzen ſetzen, da es damit oft fehl⸗ ſchlaͤgt. Man ſiehet leicht, daß hiedurch nur in der Wahl eines Theils der Saat Veraͤnderung vorfaͤlt. Der Rocken draͤngt ſich bey dem Weit⸗ zen ein. Eine aͤhnliche Bewandniß hat es, wenn es auszumachen waͤre, in wieferne von ſol⸗ J 3 chen * 4 8 1 5 1 1 1 2 1 1 8 4 1 6 8 1 n 5 4 4 * — —— ——— — 134 qAter Abſchnitt. Von der Ordnung chen Koͤrnern, die fuͤr gleich eintraͤglich gehalten werden, der eine Theil groͤſſer und der andere ge⸗ ringer, oder eins mit dem Ausſchluſſe des andern zn waͤhlen. So gibt z. E. die Schaͤferey den usſchlag, wegen des Erbſen⸗Futters, wie groß die Erbſenſaat ſeyn ſoll, wenn einer etwa der Gerſte oder anderem Korne, das ihre Stelle ver⸗ treten koͤnte, eben ſoviel zutrauete. 720:§. 241. Nicht nach Außer dieſen und aͤhnlichen Ueberlegungen, den Korn⸗ koͤnten die Kornpreiſe dem Landmanne oft in die⸗ preiſen. ſem Stuͤcke Bedencken machen, wenn ſie nicht zu ungewiß waͤren, wenn nicht zwiſchen der Saat⸗ zeit und dem Zeitpunckte, da die Fruͤchte ſchon baar und aus dem Strohe da ſind, ſo leicht groſ⸗ ſe Veraͤnderungen damit vorgingen. Wer ſich auf die Preiſe verlaſſen koͤnte, der wuͤrde das Korn andern vorziehen, welches am theureſten ab⸗ gehet. Es iſt aber immer geratener, daß der ordentliche Zug in Obacht genommen werde. B. Wiefer⸗§. 242. Teſiein dee Unter den Arten von Koͤrnern, woraus der Wirth. Mecklenburgiſche Wirth nach jenen Grund⸗Saͤt⸗ ſchaft viel zen waͤhlet, wird man vergebens Saſlar, Saf⸗ oder wenig van, Weid, Faͤrberroͤthe, und dergleichen ſuchen. einſchla- Dis ſind Dinge die ihm groͤſſeſtentheils den Nah⸗ gen. men nach unbekant ſind, vielweniger bemenget I. Pflan⸗ er ſich damit, ſolche Gewaͤchſe zu bauen. zen, wor⸗ nach man in Meck⸗ lenb. ſich gar nicht umſiehet. Ganb niſhe E Nujt In n men Pall auf der ein den aber d ſer Solter nürklih be ſoung fi dntöamit un n Partun, nn geiſe to töglich dun dn A dihtuawer — ih fleißi ffidder d aan gbtei en, biſt trpige, Ftun we Nter den duur ſoch ditde Pe bet rc d — der Saaten. 135 ich gehꝛlt§. 243. a. dene Gantz und gar ſiehet man dennoch uͤber aus⸗ 2) Auslaͤn⸗ ziſe 1 laͤndiſche Gewaͤchſe nicht hin, ob man gleich der diſche Ge⸗ d neß Negel naenſnah⸗ d,—.. 5 er etwa d In novo genere ſeminum ante experi me kom⸗ Stellete⸗ mentum non eſt ſpes tota ponenda men. Pallad. tit. VI.§. 2. auf der einen Seite zu genau folget, auf der an⸗ dern aber die Verſuche zu ſehr unterwegens laͤſ⸗ rlegunn, ſet. Solten dergleichen fremde Gewaͤchſe aber eoſtini wuͤrcklich bey der Mecklenburgiſchen Wirthſchaft ſie nictu Eingang finden, ſo ſodert man von ihnen, daß der Sul gut damit umzuſpringen ſey, daß ſie keine beſonde⸗ üͤchte ſon re Wartung erfodern, daß kein kleiner Ertrag leicht aot und groſſe Arbeit ſie anzuziehen verknuͤpfet, daß Wer ſch wo moͤglich der Nutzen, welchen man dadurch vuͤrde ds von dem Acker hat, auch wieder in der Vieh⸗ greſtenb Zucht verwendet werden kan.— „daß der verde.§. 243. b. Von ſolcher Beſchaffenheit iſt die Speltze.Spelz (Triticum ſpica hordei, Tournef. 13.) die 3 vorausdet durch fleißige Wirthe bereits ſo weit angezogen, und⸗Sit daß Fuder davon geerndtet werden. Das Stroh at, Saß davon gibt ein gutes Futter, es iſt ein Sommer⸗ in ſuche Korn, es iſt fruchtbar, und es erfordert keine an⸗ den Nahe dere Pflege, als die gemeine Gerſte. bemenget §. 244. Kaum werde ich die Verſuche mit der Lucer⸗ b. Lucerne ne unter den beſtaͤtigten mit auffuͤhren koͤnnen, da nur noch wenige mit dieſem fremden Futter⸗ Kraut die Probe gemacht, ob gleich dieſe es fuͤr gut, aber nicht auf dem Sande dramear gefun⸗ den. §.234 J 4§. 245. 136 Ater Abſchnitt. Von der Ordnung §. 245. c. Spani⸗ Mitt deſto groͤſſern Fuge gehoͤrt aber der ſo be⸗ ſcher Klee. kante ſpaniſche Klee hieher. Schon ſeit vielen Jahren bedienet man ſich deſſelben; und bringt ihn entweder mit der letzten Saat ein, um die fol⸗ gende Weide damit zu verbeſſern, oder man ver⸗ mengt ihn mit Haber, und ſaͤet ihn bloß zu dem Zwecke, Futter zu gewinnen, welches ſowohl gruͤn gebraucht, als aufgetrocknet, und zu Heu gemacht wird. Nur iſt es Schade, daß dis kein Gewaͤchs fuͤr Sand⸗Felder iſt. Es erfodert wenigſtens recht fruchtbaren Mittel⸗Boden. .§. 246. 3) einlun⸗ Wir haben eigene Gewaͤchſe, die an Frucht⸗ diſche Ge⸗ barkeit dieſem Klee gleich kommen. Es fehlt nur waͤchſe immer an dem erſten, welcher den Saamen davon a) wovon aufnimmt: Der gelbe Klee unter andern iſt man kei⸗ unſern Wirthen, welche fruchtbare Felder unter nen Ge⸗ Haͤnden haben, nicht unbekant. Sie wiſſen es, brauch daß ſie ihn 3 mal maͤhen koͤnnen, ſie loben die machteund Natur des Bodens, welcher ihn reichlich hervor⸗ 5— konte bringt, und laſſen es damit bewenden, daß er 3 ewild waͤchſet. Columella ruͤhmt ihn als das fuͤr⸗ treflichſte Futter-⸗Kraut,» und unſere Wirthe werden auch den Vorzug leicht einſehen, daß er nicht ſo zuſammen trocknet, und bruͤchig wird, wie der ſaftige Stengel des ſpaniſchen Klees. §. 246. Sed ex iis(pabulorum generibus) quæ placent, eximia eſt herba Medica, quod cum ſemel ſeritur, decem annis du- rat; quod per annum deinde recte quater, interdum etiam ſexies demetitur; quod agrum ſtercorat; quod omne ema- ciatum armentum ex ea pingueſcit, quod ægrontanti pe- cori remedium eſt, quod jugerum ejus toto anno tribus equies abunde ſufficit. det rfts:Ge haiſtro haſt ſelt dhacke d back frißt ſtande in vie Warte dingen, à drn it, ab katen b ieinzige in Fde und werF au den Net ſai beſe ſranen, un un d die nminder. eA K tten baue itſchaft 1 nichts V der har dinß ſene dl, ſid nich deum ſo en, wenn en Von dc, als er der ſohe ſeit dilen und bring um die ſ er man ue pdooß zu de hes ſowt nd zu hen aß diskan s erfode doden. an Fruche s fehlt nur nen daven andern iſt lder unter wiſſen es, loben di ich hervor⸗ en, daß er s das fur⸗ e Wirthe I, daß i wird, wie 6. §. 246 eximia el annis du- dum etiam omne ema. ontanti pe- nno tribu der Saaten. 137 —§. 247. Der Tobacks und Ruͤbenbau, das Wirt⸗ b) Wor⸗ ſchafts⸗Gewerbe mit Hanf und Rapſaamen(rar auf bey der phaniſtrum) kommen bey der groſſen Wirt⸗ großen ſchaft ſelten vor. Man weiß es, daß nach dem Wirth Tobacke der beſte Weitzen waͤchſet, aber der To⸗ ſchan deche back frißt zu vielen Dung, er macht zu viel Um⸗ hen iſg. ſtaͤnde in der groſſen Wirtſchaft, er erfodert zu 3 viel Wartens. Man weiß daß die Ruͤben den Acker duͤngen, daß ihre beſte Stelle auf Grand⸗Fel⸗ dern iſt, aber man findet ſie nur zuweilen in den Braachen der kleinen Wirtſchaften im Kleinen, die einzige Garten⸗Frucht, die der Ordnung nach im Felde gebauet wird. Man kennet Hanf, und wer Fiſcherey hat, der bauet ſo viel, als er zu den Netzen gebrauchet; Zur Leinwand iſt der Flachs beſſer zu bearbeiten. Man kennet Nap⸗ ſaamen, und bauet ihn hie und da in Braachen, um ſo viel Oel daraus ſtampfen zu laſſen, als man in der Hauswirtſchaft noͤtig hat, und bringt die Oel⸗Kuchen in Kaͤlbertrancken an; Anwenig Orten bauet man auch Hirſe; Dinge, die in der Wirtſchaft nach der Megilenburgiſchen Einrich⸗ tung nichts betraͤchtliches ausmachen. §. 348. Der hauptſaͤchlichſten Koͤrner, worauf der c) Die in Wirth ſeine ganze Hofnung beim Ackerbaue ſet⸗ das Groſſe zet, ſind nicht viele. Und uͤberhaupt zu urteilen, einſchla⸗ warum ſoll ſich ein Wirth mit vielerley bemen⸗ gen. gen, wenn er mit weniger eben ſo weit kommen Als Win⸗ kan? Vom Winterkorn ſind der Weitzen und ter⸗Korn Rocken, als Brodtkoͤrner, die unentbehrlichſten. §. 249. Der Rocken verlangt einen nicht gantz ent⸗Braach⸗ kraͤfteten Acker. Er bringt nach der Maaße Rocken. J 5 Fruͤchte, 4ter Abſchnitt. Von der Ordnung Fruͤchte, als die Kraͤfte des Ackers in Menge da ſind. Niee iſt er reicher am Korne, als wenn er aus altem Acker ſeine Nahrung geho⸗ let; Daher iſt auch ſeine gewoͤhnlichſte Stelle die Braache, und er iſt dem zu Folge allemal das erſte Korn in der Reihe und heiſſet Braach⸗ Rocken. §. 250. Seine Eigenſchaft aber, daß er nicht gaͤntz⸗ lich verlaͤſeet, wie andere Koͤrner, wenn ihm der Boden nicht gut genug iſt, oder nicht Duͤn⸗ ger genug untergelegt, und daß er Brod brin⸗ get, machet, daß er nach allen Arten von Kor⸗ ne geſaͤet wird. Wenner gleich der Regel nach, in die Braache gehoͤret. Man ſaͤet Rocken auf Rocken, und wenn dis geſchiehet, ſo heißt die 2te Rockenſaat Nachrocken. Dieſer wird auf Sandfeldern, wo der Rocken, Buchweitzen und Haber, der gantze Troſt eines Wirthes iſt, und es folglich mit der Ordnung der Saaten nicht viel Bedencklichkeiten macht, gebauet, und uͤbertrift nicht ſelten den vorhergehenden Braach⸗ rocken. Der Grund davon iſt wabhrſcheinli⸗ cherweiſe dieſer: Bey Sand⸗Feldern wird der Dung unter den Acker nicht ſo vermenget, da die Bearbeirung derſelben weniger wiederholt wird, und werden darf(weil der Acker dadurch locker genug wird) als bey beſſern Boden. Er bleibet klumpenweiſe in dem Acker, und machet derowegen auch, daß der Braach⸗Rocken ſo un⸗ gleich ausſiehet. Waͤrender Zeit der Braach⸗Roc⸗ ken das ſeinige davon nimmt, loͤſet ſich der Dung erſt recht auf, durch die abermalige Bearbeitung zum Stoppel⸗Rocken, die in einer oder zwo Fahren ſähren beſ ſemenget! d. DerRe äütt, und en, weil äglicher V Tenn in ſs Rocken, acen. Er dackn, un it,vie a immer no dr Acker no KANdetkng der Weil rallen, lo ieft wißta Na praß. ſlngten E d. Kurze Aüen vas ſhweh ſo tih gagte! tNoten au Nabur fidet 1 Pinter zelnriſh d Raen R ch niht über daßinem in Nenge erne, als ung gehe ſte Stal ge allemal et Brazt⸗ it gaͤnt denn ihm cht Duͤn⸗ rod brin⸗ von Kor⸗ gelnach, ocken auf heißt die vird auf hweitzen tthes iſt, Saaten zuet, und Braach⸗ rſcheinli⸗ wird der get, da ederholt dadurch en. Er machet en ſo un⸗ ꝛch/ Roe⸗ er Dung beitung der zwo Fahren der Saaten. Fahren beſtebet, wird er beſſer mit der Erde vermenget und thut folglich ebenmaͤßigere Dien⸗ ſte. Der Nachrocken gedeihet auf ſtarcken Feldern nicht, und wird ohnedis nicht leicht darauf gefun⸗ den, weil die Gerſte ſeinen Ort einnimmt undzu⸗ traͤglicher iſt, als der Rocken ſeyn wuͤrde. §. 251. Wenn in die Stoppel eines andern Kornes, Stoppel⸗ als Rocken, geſaͤet wird, ſo heiſſet er Stoppel⸗Rocken. Rocken. Er iſt nie ſo eintraͤglich, als der Braach⸗ Rocken, und hat auf ſtarcken Boden die Art nicht, wie auf den Mittel⸗Boden. Jedoch wird es immer noch darauf ankommen, in wieweit der Acker noch in Kraͤften iſt, wenn der Stop⸗ pel⸗Rocken geſaͤet wird. §. 252. Der Weitzen, das eigenſinnigſte Korn un⸗ Weitzen. ter allen, lockt gewiß nicht dadurch an, daß er ſo oft mißraͤth, ſondern mehr durch ſeinen ho⸗ hen Preiß. Er will einen zarten und jederzeit geduͤngten Boden von der fruchtbarſten Art ha⸗ ben. Kurtz er iſt das Korn, welches vor allen andern was voraus haben will. Dieſes iſt gleichwohl ſonderbar, daß er die ſchlechten Fruͤh Jahre in kalten ſtrengen Acker beſſer als der Rocken ausfaͤlt, daher man Felder in Meck⸗ ) lenburg findet, worin man aus dieſer Urſache zur Winterſaat faſt lauter Weitzen nimmt. Der Unterſchied des Einfalls dieſer Getraide⸗ Art gegen Rocken zu zeigen, wird es anzumer⸗ cken nicht uͤberfluͤßig zu ſeyn, daß ein Scheffel Weitzen in etwa 90, R. eingeſtreuet wird. §. 253. 5 140 Erbſen. Buchwei⸗ zen. 4ter Abſchnitt. Von der Ordnung . 253. Die Natur des Sommerkornes nimt ſich in Erbſen und Buchweitzen gantz anders aus. Obwol die Erbſen einen von Natur fruchtba⸗ ren Boden verlangen, ſo begnuͤgen ſie ſich doch auf den Mittelfeldern mit wenigern, wenn man ſich auf die weiſſen Erbſen einſchraͤncken will, da die grauen auch noch mit etwas ſchlechtern Boden vorlieb nehmen. Kein durch allzuvie⸗ les Arbeiten zu locker gewordenes, kein ausge⸗ tragenes Erdreich wird von ihnen verlanget. Sie brauchen auch nicht alle Kraͤfte des Ackers zuſammen, die der, ihnen eigentuͤmliche Bo⸗ den, haben kan. Mittelboden, Mittelkraͤfte und wenig Arbeit iſt es, was dieſes Korn ver⸗ langet, das durch lange Stoppeln und Wur⸗ zeln dem Acker zum Theil die Kraͤfte wiedergibt, die es ihm genommen, und wenn mander gemei⸗ nen Erfahrung nicht wiederſprechen will, den Acker in fruchtbarern Stande, als er vorher geweſen, ſetzet. Ein Scheffel Erbſen faͤlt in 100. /R., wenn ſie recht geſaͤet werden. §. 254. Der Buchweitzen weiſet es durch die Fruͤch⸗ te, daß er eben die Wirckung thut, die man von den Erbſen erwartet. Er machet den Boden e⸗ benfalls, wie die Land⸗Leute reden, ſuͤſſe. Mit ihm veraͤndert man die Stelle in der Reihe der uͤbrigen Saaten nie; Er koͤmmt immer in die al⸗ te Braache, weil er keinen lockern Boden ver⸗ traͤgt; Davon gibt den klarſten Beweiß der Ge⸗ brauch verſchiedener Gegenden ab, da man zu dem Buchweitzen das Erdreich waltzet. Man ſaͤet ihn mehr zu dem Ende, den Acker zum N en lnzuzube Endte von ſo iihen wir im Bewe⸗ tiſſen Wi in groſſen ate zu gtoß, wen dunnnal einh nfeinn kee nn alen leie ceffe 150 di He 6 Madens in gerne hi iingen, we ij hofrung hende Sa ſoſſen, w enn gleic V heirſi nitzuſchre Urtenin d ene Me broetatre fenn in ein ſilhihen er Sachaff ruthgater a leſen— uneſſen, de Racken, degdeihe ng der Saaten. 141 cken zuzubereiten, als in der Hofnung eine reiche rint ſh Erndte von ihm zu haben, da ſein Ertrag vom ndert Geywitter ſo ſehr abhaͤnget. Es heißt, der Buch⸗ 1 un weitzen wird auf Verluſt und Gewinn geſaͤet, W t ſtucſt zum Beweiſe ſeines ungewiſſen Ertrags. Bey rſie ſchuz groſſen Wirtſchaften ſiehet man auch keinen gant⸗ ern, un zen groſſen Schlag mit Buchweitzen beſaͤet. Es inſchäintn waͤre zu viel gewagt. Der Verluſt wuͤrde zu sſchlehen groß, wenn man eine anſehnliche Ausſaat mit ech alhitt einmal einbuͤßte, und darum ſchraͤncket man ſich kein aug auf einen kleinen Theil ein. Seine Heimath iſt berlange in allen leichten Feldern, wo man mit einem des 2 Scheffel 150. bis 200. OR. beſaͤet. zmliche Be .255. Mittelkräft 5 255 z Korn de Der Haber iſt mit den wenigſten Kraͤften Haber. und Wm des Bodens zufrieden, und darum pflegt man und Wi ihn gerne hinter alle Saaten her oder dahin zu viedergbe bringen, wo man kein beſſers Korn zu bauen, der gem ſich Hofnung machen kan. Die hintereinander will, da folgende Saaten werden auch haͤufig damit ge⸗ er vorhn ſchloſſen, wenn der Acker zur Ruhe uͤbergehet. ſen fͤtn Wenn gleich Virgil die Meynung des Columel⸗ rden. la unterſtuͤtzet, welcher dem Haber eine zehrende Kraft zuſchreibet. die ſrih Urit enim lini campum ſeges, urit avena, eman und eine Menge von unſern heutigen Wirthen Bodene beyden beytreten, ſo hat es doch das Anſehen als ſe. M wenn ein eingewurtzeltes Vorurtheil ſolche nur h ted in Anſehen erhaͤlt. Wenigſtens iſt gewiß, daß 5 dech nach Beſchaffenheit des Bodens nach dem Ha⸗ n ber noch guter Rocken waͤchſet; Wie ſoll man denn zoden öe bie ſchlieſſen, um dem Haber eine zehrende Kraft iß der— eyzumeſſen, da man davon verſichert iſt, daß es da nn dem Rocken, welcher auf keinen ausgezehrten t. Acker gedeihet, nicht an Frucht gebricht? Freylich nimmt —————— 142 qter Abſchnitt. Von der Ordnung nimmt er einen Theil der fruchtbringenden Kraͤfte ut voll weg, das thun aber mehrere Getreidearten auch. mede — n der .§. 256.. gend der E 1 Weiſſer Wieiſſen Haber traͤgt und erhaͤlt nur der gu⸗ huſt, als 5 5 Haber. te Boden. In dem ſtarcken Boden bis auf die änkei ver beſten Mittelfelder behaͤlt der weiſſe Haber ſeine hiſt nan Geſtalt, in den ſchlechtern verwandelt er ſich enm po aber ſchon, und wird bunt. Man ſaͤet in 65. An nü ſh 6 bis 70. OR. einen Scheffel. weieiig fe Bunter Der bunte Haber erhaͤlt ſich noch in Mit: biſ 3 und rau⸗ tel⸗ und guten Sandfeldern und wird rauh, wenn l ausbt her Haber, er in den ſchlechteſten Boden koͤmmt. Und um⸗ ichader gekehrt, wenn der rauhe Haber in guten Boden nach und nach geſaͤet wird, ſo verwandelt er ſich V wieder mit der Zeit in guten, und nachdem der Aetei Boden iſt, in weiſſen Haber. Eine Erfahrung, i Gnnen welche unſere heutigen Wirthe mehr ausgemacht(i vadden kennen, als die alten Schriftſteller von der Land⸗ wirthſchaft, die Verwandelung des Weitzens in eine Art von Rocken; wenn er in naſſen Boden geſaͤet wird. z E. Columella. lib. II. Cap. IX. §. 13. V Zu einem Scheffel bunten Haber ſind 70. bis 80. OQR. zu eben ſoviel rauhen 80. bis 90. OR. nache ein hnen un hinreichend. Ile ibr §. 258. Gerſte. Obgleich die Gerſte in ſchlechtern Boden lſe fortkoͤmt, als die Erbſen, ſo will ſie doch etwas Nagn vor ihnen voraus haben, wenn zu ihrem Ge⸗ ütned deyhen alles erfoderliche da ſeyn ſoll. Darum im bekleidet ſie gemeiniglich die Stelle gleich nach nhn dem Korne in der Braache. Man verſuchet es urhe auch g nden Kriſ earten gach 6 6 nur der e bis auf R Habet ſann delt er ſc ſaet in h in M uh, wem Und un⸗ ten Boden delt er ſch chdem de rrfahrung 1sgemac der Lan zeitzens i ſen Boden Cap. N d 70. bi 90.* n Boden dch etwat hrem Gr Darun leich nach :ſuchete⸗ 9l der Saaten. 143 auch woll mit der Nachgerſte(Gerſte im Ger⸗ ſten⸗Stoppel) die aber ſo gut nicht geraͤth als in der Erbſen⸗Stoppel, ein Beweiß der Tu⸗ gend der Erbſen. Allen gehet aber immer die Gerſte, als zwote Saat in der Reihe an Frucht⸗ barkeit vor. Wenn Noth an Mann tritt, ſo hilft man ſich mit der vielreihigen Gerſte(Hor- deum polyſtichum vernum Tournef 2.) die mit ſchlechtern Boden verlieb nimt, als die Zweireihige.(Hordeum diſtichum vernum Tourn. 3.) Jene laͤſſet ſich, weil ſie kleinkoͤr⸗ nig iſt, in 80 OR. dieſe aber in 70. bis 75 OQR. ausbreiten und dis iſt die Maaße, nach welcher der Einfall der Gerſte beſtimmet wird. §. 259. Die verſchiedenen Neben⸗Saaten machen in d) Pflan⸗ dem Ganzen keine merckliche Veraͤnderung. en di ne⸗ Sie werden zwiſchen den Hauptkoͤrnern nur Hedet eingeſchaltet. Dabhin gehoͤren vorzuͤglich die Koͤrnern Wicken die mit den grauen Erbſen einerley mit einge⸗ Boden und einerley Ort einnehmen; Die Lin⸗ſchalltet ſen welche den weiſſen Erbſen beigeſellet werden werden. koͤnnen; Der Lein⸗Saamen, der mit in die Braache eingeſchaltet werden muß. Feld⸗ Bohnen und Hirſe ſind weniger betraͤchtlich als alle uͤbrigen. §. 260. Auſſer dieſem hat man noch Sommer⸗e)Weniger Weitzen, womit auf dem Sande Proben ge⸗ betraͤchtli⸗ macht werden, die von keiner Erheblichkeit ſind; che Korn⸗ und Sommer⸗Kocken, wovon auf dem Sans arten als de zum Schaden der folgenden Saaten von kiei derrndhn. nen Wirthſchaftern, und im Falle der Notß⸗ Ser 4 4196 rau 144 qgAter Abſchnitt. Von der Ordnung brauch gemacht wird, wenn etwan im Herbſte nicht genug Winter⸗Saatin die Erde gekommen. Dieſem wird es beygemeſſen, daß er den Acker weit mehr entkraͤfte, als alle andere Koͤrner, und es ſcheinen die folgenden ſchlechtgeratenen Saaten ſolches immer von neuen zu beſtaͤtigen. Mit der Wintergerſte, welche man aus Holl⸗ ſtein und Schweden herbeigeſchaffet, ſind klei⸗ ne Verſuche gemacht, ohne daß jemand in Ver⸗ ſuchung gekommen, ihnen groſſe folgen zu laß⸗ ſen. 4215n §. 261. C. Wieih⸗ Unter jenen Getraide⸗Arten waͤhlet nun der re Folge Wirth, nach der bereits gezeigten Bewegurſache wheere nn(F. 238. ſeq.) diejenigen welche ſeiner Wirt⸗ beſtimmen ſchaſt am zutraͤglichſten ſind. Wie ihre Folge welche ab⸗ aber feſt zu ſetzen, das wird der Vorwurf dieſer haͤngt haupt das iſt aus der Natur des Kornes gantz deutlich 1) von den abzunehmen. Einige ſind mit wenigen Kraͤſten Kraͤften des Ackers zufrieden, andere wollen mehr; Wer des Ackers wuͤrde jene dieſen vorangehen laſſen? Wer wuͤr⸗ de erſt Haber, dann Weitzen ſaͤen? Neque in pingui terra omnia ſeruntur recte, neque in macra nihil. Rectius Betrachtung ſeyn. Daß es nicht gleich gut ſey, a) ruͤber⸗ ob ein Korn zuerſt, oder zuletzt, gebauet werde, in tenuiore terra ea, quæ non multo in- digent ſucco in pinguiori rectius, quæ cibi ſunt majoris.— Varro l. I. Cap. XXIII.§. 2. Naturkuͤndige haben bemercket, daß der Bo⸗ den ermuͤde, einerley Pflantzen hervor zu brin⸗ gen.(Nollet Vorleſung uͤber die Experimental Natur⸗Lehre 2ter Theil p. 767.) en Man Man Eſentlcht nahmen ab nut bey v unvermoge Bodens er der Pflant Kräͤften d eines Win Fruchthar ſch nrder en beſchft en war b durſoweiti imich ſi erBoden! eine Nückf dagetiſo troden e ncch gu heeinerley i Karner an ſich a it bekäm Tn das 4 — der Saaten. 145 ene tan Man druͤckt ſich hieruͤber zu figuͤrlich aus. erun Eigentlich muͤſte es heiſſen: die Kraͤfte des Ackers „„ O nehmen ab und zu. Einige Pflantzen wachſen ete Kinn nur bey vollen Kraͤften des Ackers; Anderg in htgernten unvermoͤgenderem Erdreiche. Die Traͤgheit des beſtiin Bodens entſtehet daher zum Theil aus der Natur un aus der Pflantzen(§. 163.) zum Theil aus den innern t, ſinie Kraͤften des Ackers ſelbſt. Die Aufmerckſamkeit andind eines Wirths muß alſo mit auf den Grad der ggen ſi Fruchtbarkeit des Ackers gerichtet ſeyn, wenn er ſich mit der Anordnung der Folge unter den Saa⸗ ten beſchaͤftiget. Die Kraͤfte des Ackers kom⸗ men zwar bey der Wahl unter den Koͤrnern letumun nur ſoweit in Betracht, als ſie dem Boden eigen⸗ let nunn thuͤmlich ſind.(Denn wenn gefraget wird; iſt wegunſtt der Boden Gerſte zu tragen faͤhig? So hat man ner Wn keine Ruͤckſicht darauf, ob der Boden dazu ge⸗ ihre Fug duͤnget iſt, oder nicht.) Wenn manaber fraͤgt, kan wurfdin der Boden nach den Saaten die er ſchon abgetra⸗ ch gutn gen, noch gute Gerſte zuwege bringen, oder, wel⸗ net wer’, ches einerley iſt, ſchickt ſich nach den vorhergehen⸗ at deulic den Koͤrnern in der Folge jetzo Gerſte? ſo muß en Krſin man ſich allerdings um den Grad der Fruchtbar⸗ nehr; Ver keit bekuͤmmern, und darauf mit ſehen, ob, und Werwui wenn das Land vorher geduͤngt worden. ſerundu§. 262. Redlh„. Daß die Natur des Getraides ſelbſt einen 2.) Von multoil- Einfluß auf die Ordnung der Saaten haben muͤſ der Natur due Gü ſe, iſt auch daraus offenbar, daß einige Koͤrner des Kor⸗ dus, qu dem Acker mehr Kraͤfte zubringen, als ſie ihm nes. nehmen. Oder ſie verſamlen, ſie bereiten ſolche. Andere hingegen wollen ſolche bereitet haben. ßderu’. Niemand ſaͤet erſt Rocken und darauf Buch⸗ r zu bei weitzen. erimennn Quædam etiam ſerenda(ſeil ſegetes) non tam propter præſentem fructum, Man K quam 146 Ater Abſchnitt. Von der Ordnung quam in annum proſpicentem, quod mäͤgebe ibi ſubſecta atque relicta terram faci- he, und d unt meliorem V 86 „ Varro Lib. 1. C. XXIII.§. 3. 3 eu 4 3 Keen ſtatt b s3.. ſon in H 3) Aufdie Noch eine dritte Ueberlegung wird der Sache ner das Zwiſchen⸗ ſehr gemaͤß ſeyn. Indem man auf die Zwiſchen⸗ zu Sonm 2 zeit der Be⸗zeit, welche zwiſchen der Bearbeitung des Ackers 3 ußii arbeitung zu zwo auf einander folgende Saaten verſtreichet, an u yſ des Ackers acht hat, ſo wird man einen Unterſchied gewahr; u lunr zu zwehanf Die eine dauert laͤnger als die andere. Es iſt be⸗ aim, ein ander greiflich, daß je groͤßer dieſe Zwiſchenzeit iſt, ſ ahn Piaende welche man als einen kurtzen Ruhepunct des *Ackers anſehen kan, deſto beſſer wird es fuͤr die folgende Saat ſeyn. Wenn erſt im Fruͤhjahr der Acker geruͤhret, und die Bearbeitung nimt gleich nach der Erndte wieder ihren Fortgang, ſo kan der Dung nicht ſo gut modern, alswenn er ein gantzes Jahr ungeruhet bleibet. Beynahe ſo weit ſtehet die Bearbeitung des Ackers zu der Gerſte und zu den Erbſen von einander, wenn Do alle ——— dieſe im Fruͤhjahre untergehaacket werden; Und e rihtz ſoll man den Grund davon, daß die Erbſen den re Dr Acker duͤngen, nicht mit hierin ſuchen? Vermo⸗ ann 1- ge dieſer Betrachtung oͤnte man darauf verfal⸗ kin len, daß es gut waͤre, wenn man die gewoͤhnli⸗ che Ordnung der Gerſte und Erbſen umkehrte, gaf und die Erbſen nach dem Rocken einbraͤchte, weil i ui alsdenn die Zwiſchenzeit uͤber ein Jahr hinaus lie⸗ i Ri fe, zumal, da man auch ſonſt gute Gerſte nach Rnnr Erbſen in der vierten Saat auf fruchtbaren Fel⸗ g keſer dern bauet. 2* neit §. 264. ll a 4) Aufden Ferner kan es einen Grund bey der Anord⸗ amet Vortheil, nung der Stelle einer Getraideart unter mehre⸗ n 1 ren ig terram a td der E die Zwiſt g des lie verſtuit hied gen . Esiſ ſchenzeit hepunet ed es fünd Fruͤhjahen nimt glit ng, ſo ki venn er zeynahe kers zu d der, wen erden; Und Erbſen de 17 Verni rauf verfa gewoͤhn umkehne ächte, ni hinauole erſte uah baren o eer Anodh er mehte rn zu einer Folge von der Saaten. 147 ren abgeben, wenn man auf die Weide mit ſie⸗ welchen het, und derſelben zum Vorteile das Korn zum man der Schluſſe waͤhlet. Das Gras iſt gleich in den er⸗ Weide bey ſten Jahren viel gewaͤchſiger, wenn die letzte gewiſſen Sagt in Rocken beſtehet, als wenn Sommer⸗ Suatif Korn ſtatt deſſen gewaͤhlet wird. Es ſchlaͤgt geben kan. ſchon im Herbſte mit dem Rocken aus, und gruͤ⸗ net das Fruͤh⸗Jahr durch, wenn der Acker noch zur Sommerſaat bearbeitet wird, und dis macht es, daß die Stoppel des Sommer⸗Getraides ei⸗ nen zu Anfang unvollkommenern Raſen gibt, als das Winter⸗Korn. Es mußdieſe Regel recht an⸗ otrinqens einem dabey erinnerlich ſeyn, daß der cker noch nicht auſſer Kraͤften ſeyn darf.(§. 250.) §. 265. Dis alles zum Grunde geleget, fuͤhret end⸗ b) Insbe⸗ lich zu dem umſtaͤndlichern. Die Faͤlle werden ſondere ſich nach der Eintheilung des Bodens in ſtarcke auf Falle Mittel⸗ und Sand⸗Felder am bequemſten zu⸗ angewand. ſammen ziehen laſſen, und hiernach werden ſie in Als der Folge vorgefunden werden. Auch der Unter⸗ ſchied zwiſchen den Binnen⸗ und Auſſenſchlaͤgen wird nich zu uͤbergehen ſeyn, vielweniger die be⸗ ſondere Ordnung der Saaten in den Neben⸗Kop⸗ peln unberuͤhrt bleiben. §. 266. 1. Auf die Von der alten Braache auf ſtarcken Feldern Schlaͤge. in den Binnenſchlaͤgen, werden zwo, drey oder ſtak 9) vier Saaten mit Unterſchied gefodert. Wenn ſie ſarfenge mager, oder ohne Duͤngung, tragen ſoll, begnuͤ⸗)in der get man ſich mit zwo Saaten, und dann wird in alten Bin⸗ etref der Saat, die in die friſche Braache komt, nenbrag⸗ der Acker angeſehen, als truͤge er von neuen. che die a. Er wird friſch Teiradähen⸗ geduͤnget, und damit mager tra⸗ 7 aaten tuͤchtig gemachet. gen ſoll: uñ 232. zwar zwo K 2§. 267. Saaten. 148 qter Abſchnikt. Vonder Ordnung ahert aih iien 63304§. 267. 1 1 Beſchaf⸗ Die zwo magern Saaten beſtehen in Rocken ſenheit da- und Haber. Der beſten Ordnung nach, wird mit. der Rocken in die Braache geſaͤet, und der Haber folget ihm. Dis macht aber, daß wegen der ö zwoten Braache, die mit dieſer zu einer Zeit be⸗ ö ſtellet ſeyn will, ſich die Arbeit haͤufet. Dem aus dem Wege zu gehen, ſaͤet man ſtatt Rockens 4¹ 6 Haber, und darauf wieder Haber, wozu der Gh Acker einer ſo großen Verpflegung nicht bedarf. Die dem Haber eine zehrende Kraft zuſchreiben, verwerfen dieſes, als eine, auf die folgenden Saaten, hoͤchſt ſchaͤdliche Ordnung. §. 268. 3„Die ge⸗ Da der Regel nach, der Dung in die Bin⸗ duͤngt nenbraache gehoͤret,(§. 192.) ſo wird man zum wird und voraus ſchon abſehen, daß der Binnen⸗Acker mit friſchiſt den magern Saaten noch nicht abgetragen habe. Es folgen ihnen die Saaten, welche nach dem Dung geſaͤet werden,(§. 235.) dieſe beſtehen, dem Gebrauche nach, in 3. Saaten, und ma⸗ chen, gewoͤhnlich, folgende Reihen aus; [Weitzen; Gerſte; ſ Eehſen 7, 1 rbſen Rocken; Gerſte; L Haber. Friſche Braache friſchen Brache, und geraͤth darin am allerbe⸗ 3 ſten. Wenn man ihm aber nicht trauet, oder ſonſt Urſache hat, andere Koͤrner zu waͤhlen, ſo wird der Rocken an ſeine Stelle geſetzet. Bey⸗ de Ordnungen, zuſammen, nach der alten und friſchen Braache, haben dieſe Geſtalt, Alte— Rocken Haber) Friſche( Weitzen Gerſte Erbſen 1 Nogfen Gerſte Erhſen Braache Haber Haber Braache LRocken Gerſte Haber. §. 269. Der Weitzen befindet ſich uͤberaus wol in der 3 9 V V bruchzuth ſezu Anſa ſet man) Braache ſi ihdi Jeih n Praach b Pana )b Eüſen in dder wwo iſchen de d 8 n in Ract nach„ vn d der Ha F wegen einer zai ffet. de tatt Noche „ wou nicht t zuſchrat e folgent in die Ri d man zu ⸗Ackerm agen ha nach de beſtehn, 1, Vnd m aus; Eröſen Erhſen aber. wol in ie am allehe auet, oe waͤhlen, ſ zet. Bo Palten un 1 Gerſte Enſt Gerſte Erhe Gerſte Heht §. 6 der Saaten. 249 §. 269. Wenn die alte Braache auch geduͤnget wer⸗“ die ge⸗ den kan, ſo iſt man befugt, ihr 3 Saaten abzu⸗ duͤngt fodern, ohne den Saaten in der folgenden fri⸗ wird und ſchen Braache, die ebenfals geduͤngt wird, Ab⸗ gernhet bruch zu thun. Dabey bleibt die Ordnung, wie hat. ſie zu Anfang des vorigen§. angezeigt; Nur wei⸗ 2) Worauf ſet man dem Weitzen allemal in der friſchen Ne Wwiſthe Braache ſeinen Platz an. Zum Ueberfluſſe will c e ich die Reihen hier beifuͤgen. 1.8. get. Alte(R. G. E.) Friſche(W G. E. Braache(— H.) Baaache?— H. §. 270. Wenn aber Erbſen in die Braache kommen Veraͤnde⸗ (§. 195.) ſo gibts dieſe Ordnung. rung bey 1 den Erbſen in einer) Rocken Fraach⸗ „ Braache Gerſte. 3 oder zwo Fahre 1 Weitzen M Zwiſchen den Erbſen und Weitzen wuͤrde kein gantzes Jahr zur Braachzeit eingeraͤumet wer⸗ den duͤrfen, wenn die Erbſen⸗Saat jedesmal zu⸗ verlaͤßig gut ausſchluͤge. Auf den Fall daß ſie mißgeraͤth, muß der Acker doch herumgebracht, gebraachet und durch die kleine verſtattete Ruhe geſchickt gemacht werden, die folgende Saat mit gedeihlicher Frucht zu erſetzen. Der Weitzen waͤre waglich, wenn auch dieſe Vorſicht genom⸗ men wuͤrde. Hingegen koͤnte man ſich vom Ro⸗ cken was gewiſſes verſprechen. Die Saaten nach der zum 2ten mal geduͤngten K 3 nun⸗ ——— 4ter Abſchnitt. Von der Ordnung nunmehrigen friſchen Braache, geben nichts neues. Beyde Ordnungen zuſammen laufen ſo hinaus. Alte[R. G. E.] friſche( W. G. H. Braache LW.— Braache R.) Gl E. Erbſen in einer friſche( W. G. E. . Braache W. G. oder zwo Fahre Braache! R. Bey der letzten Ordnung ſind eigentlich drey Braachen; die Alte worinn die Erbſen kommen, die darauf folgende friſche, und darauf noch ein⸗ mal eine friſche Braache. Jedoch wird die Be⸗ arbeitung zu den Erbſen ſo augeſehen, als gehoͤrte ſie mit zur alten Braache, und beides, die Be⸗ ſtellung zu den Erbſen und zum Weitzen machen zuſammen genommen die Verpflegung der alten Braache aus. Da es kein allgemeines Geſetz iſt, daß man nur drey Saaten hinter einander ſaͤen muͤſſe, und alles auf die innere Fruchtbar⸗ keit des Bodens, und die Verſtaͤrkung der letz⸗ tern mit gutem Dung ankoͤmmt; So verſtattet auch manches Erdreich in der alten geduͤngten Braache, ohne Beyſtand der Braacherbſen, vier Saaten; Und deſſelbigengleichen iſt ſolches von der friſchen Braache zu erwarten; Dergeſtalt, daß vier Saaten nach der alten geduͤngten Braa⸗ che, und vier nach der friſchen geduͤngten Braa⸗ e, in allem alſo 8 Saaten hinter einander fol⸗ gen, und alsdenn der Acker der Ruhe uͤbergeben wird. Die Erfahrung gibt an, welche Ord⸗ nung unter den folgenden die beſte fuͤr den Boden iſt, und Ueberlegung zeiget unter denen, mit dem Boden vertraͤglichen Saatordnungen hinwieder⸗ um die an, welche der Wirthſchaft zutraͤglich V wird. Alte Alte Bra Ko ke alte ſol hinter eing gender Od) die So dnal, wenn hrlledet iſt V Es ſind dh anzubt ſn Rocken iſe Venen üt ual (laneſtrd heranande dn ſte ſo ih ſg, df känun. Eüſen b de An 8 nichsnen⸗ ſo hinau gentlihin en komna, uf nochn dird died als gehtn 8, die d Hen machn g der aln ines Giſt r einande Fruchtba g der lh verſtatt gedaͤngte erbſen, die ſolches don HDergeſtat ten Brau ten Brau aander ſil hei elche O⸗ en Boden , mit den einwieder zutraͤglich M der Saaten. 151 Friſche ſ Alte Braache 1 Braache d §. 271. Wo keine friſche Braache auf die geduͤng⸗b) W 1 g⸗ enn te alte folget, da braucht man vier Saaten b)nden hinter einander,(§. 234.) und zwar in fol⸗ ſche Braa⸗ gender Ordnung. che ſtatt findet Alte Brrache n. 6. E I. Die Saat ſchließt ſich gut mit Rocken, zu⸗ mal, wenn die gantze Braache von dem Weitzen bekleidet iſt, und alſo keinen Braach⸗Rocken verſtattet. Der Acker hat auch die hinlaͤngli— chen Kraͤfte noch, da die Ruhe und der Dung zu⸗ ſammen fuͤr die vierte Saat noch genug uͤbrig laſſen. 6. 272. Es ſind die Braach⸗Erbſen hier ebenwol Wie die auch anzubringen, und dann iſt der Schluß mit Braach⸗ dem Rocken deſto weniger waglich. Erbſen an⸗ zubringen⸗ Erbſen Braache Weitzen, Gerſte, Rocken. Wenn nicht gar zu leicht wegen des von Jahr zu Jahr ſich vermehrenden Unkrautes bey ſo lange fortdauerndem Gebrauche des Ackers die hintereinander vielen folgenden Saaten Scha⸗ den litten, ſo koͤnte folgende Ordnungſtatt finden, ich ſetze, daß beide Braachen geduͤngt werden koͤnten. Erbſen Br. W. G. E. Fr. Br. R. G. H. §. 273- Die Auſſenſchlaͤge auf ſtarcken Feldern ſtim— 2) In der K 4 men —— V 152 Ater Abſchnitt. Von der Ordnung 1 alten Auſ⸗ men mit den Binnenſchlaͤgen in Betref der Saa⸗ ſen Braa⸗ ten, die man ihnen abfodert, wenn ihre ganze Dieb che. Einrichtung binnenſchlaͤgiſch iſt, uͤberein. Ihr aſh Zuſchnitt hat aber nur ſelten die Beſchaffenheit, und die S II und in dieſem Falle gehen ſie von den Regeln der in und Binnenſchlaͤge auch in der Folge der Saaten ab. bade eſ 1 Die doppelten Braachen beſonders fallen weg, 3 W ö dem Acker wird Gelegenheit zu einer langen Ru⸗ Fͤden * he gemacht, und deswegen pflegt man ihm auch— 8 7 eh Saaten mager abzufodern, als den Bin— nen-Schlaͤgen, die durch die folgenden Saaten Lem nach der friſchen Braache, deſtomehr angegriffen nn ill⸗ ö werden. Man hat folgende Ordnungen, vronerwe v Rocken Gerſte Haber 69 habe Rocken Haber Rocken ſih dm Rocken Haber Haber wovon die erſte einen ausnehmend gutthaͤtigen Boden verlanget. Gerſte in magern Acker, da⸗; zu verſtehet ſich kein ſchlechter Boden, zumal A dei da dis die Ordnung iſt, welche in den Auſſen⸗ üingun al ſchlaͤgen, die geduͤnget werden, gebraͤuchlich. gigende Doch koͤnten auch nach Beſchaffenheit des Bo⸗: dens, der Duͤngung ꝛc. ſtatt des Habers, Erb; ſen geſaͤet werden, und man fodert auch wohl noch die 4te Saat. Die andere haͤlt zweymal Rocken, und wird zwar deren Beyfall nicht haben, die den Nittit Haber lieber hintenanſetzen, aber doch immer mnGnſal trauet. beſſer ſeyn, als wenn man Nachrocken anbringen huf wolte.(§. 250.) Der Schluß iſt noch dazu der 3 Weide zureaglied(§. 264.) Auch von die⸗ al ſer kan nach Erforderniß des Gantzen,(F. na im 240.) in dem Falle, wenn die Auſſenſchlaͤge ge⸗ lnch duͤngt werden ſolten, Gebrauch gemacht werden. Prſemnd Die letzte Ordnung iſt blos dazu gut, mager aus⸗ 3 ein geruheten Acker auszubauen. uinech dryen. ſa, Zn §. 274. — 1 der Sa ihre gu kein. Ih. haffenha Regeln aaten fallen wi angen N n ihm auj den Wr en Saan angegtiſe en, utthäͤtige Acker, d n, zuma en Auſſ raͤuchlich t des W⸗ ders, Erb⸗ öhlnochdie ocken, und /, die den ch imme anbringen dazu der von die ßen,( chlaͤge ge öt werden. ager aus §. 4 ꝛder Saaten. 153 §. 274. Die vielen Faͤlle werden auf dem Mittel⸗ B) Bey Boden ſchon geringer, der Weitzen bleibt weg, Mittel⸗ und die Erbſen muͤſſen aus der Braache blei⸗Feldern. ben, und damit hebt ſich alles das auf, was beide beſonders in den Ordnungen auf ſtarcken Feldern machen. §. 275. 5 Wenn die alte Binnenbraache mager tra⸗ aIm Bin⸗ gen ſoll, ſo bleibet es bei dem, was(§. 266.) nenacker davon erwaͤhnet. Die auf einander folgenden und zwar zwo Haber⸗Saaten ſind hier mehr gebraͤuch⸗ T)in der lich, da man dem magern Rocken nicht viel zu⸗ alten ma⸗ trauet gern Bin⸗ 4 nenbraa⸗ §. 276. che. In den tragenden Schlaͤgen, nach der ge⸗ 3. 4 2) In der duͤngten alten oder friſchen Braache, koͤnnen folgenden folgende Ordnungen angebracht werden. friſchen. Rocken Gerſte Erbſen Rocken Gerſte Haber Gerſte Rocken Haber. Die dritte findet bey den meiſten Wirthen kei⸗ nen Beyfall. Die Gerſte ſtehet aus der Ur⸗ ſache an dem unrechten Orte, weil ſie mehr Kraͤf⸗ te hat, als ſie gebrauchet. Der Rocken hin⸗ gegen koͤnte es beſſer haben, ohne daß der Ger⸗ ſte Abbruch geſchaͤhe, wenn er die Stelle der Gerſte und dieſe ſeine, wie in der zwoten Ord⸗ nung, einnaͤhme. Altmodiſche Wirthſchafter halten noch viel auf die letzte Ordnung, von den Dreyen. Gaͤntzlich iſt ſie auch nicht zu verwer⸗ fen. Zur Gerſte darf die Braache nicht vorher K 5 ſoviel 154 qter Abſchnitt. Von der Ordnung ſoviel bearbeitet werden. Die Arbeit darf auch nicht lange voraus geſchehen, als beym Rocken. Imgleichen iſt kein Verluſt an der Weyde des Braachſchlages, da der Acker erſt um die Zeit, wenn das Vieh ſchon in den Staͤllen iſt, um⸗ gebrochen, und des Fruͤh⸗Jahrs darauf ſo fort nach der Beſtellung beſaͤet wird. §. 277. 3) Wenn Wenn magere und fette Braachen einander beyde mit folgen, und die Reihen zuſammengeſetzt ſind, ſo einander. verbunden bat die Ordnung der Saaten folgende Geſtalt: werden. Alte(Haber Haber) friſche(Rocken Gerſte Erbſen Braache(Rocken Haber) Braache(Rocken Gerſte Haber Die Erbſen koͤnnen bey den ſchlechteſten Or⸗ ten von Mittelfeldern(§. 122.) leicht wegfal⸗ len, und darein tritt der Haber in ihre Stelle. §. 278. 4) Wenn Wenn beide Braachen geduͤnget werden, beyde iſt folgende Ordnung paßlich. Braachen oo iſt folg g 5 blich geduͤnget Alte Braache. Rocken, Gerſte, Erbſen. Fr. Br. R. G. H. werden. §. 279. Im Ungeduͤngte Auſſenſchlaͤge auf Mittel⸗Fel⸗ Auſſen⸗ dern bringen nichts, als Rocken und Haber zuwe⸗ acker. ge. Man muthet ihnen dennoch drey Saaten abzutragen an, und bedienet ſich dabey der zwo⸗ ten und dritten Ordnung(§. 273.). Solten ſie geduͤnget werden, ſo iſt die erſte Ordnung (s. cit.) die paͤßlichſte, wenn nicht der gantze Gebrauch der Auſſenſchlaͤge auf Art der Bin⸗ nenſchlaͤge eingerichtet iſt, denn in ſolchem Fal⸗ 9, ltreten §§ ein. diS te und au Saaten. ſie es auſ habzerſtut der thun es glich 6. Sraten au in, Buch hr alle 1 Luſſen hen. Geͤng loken und ene Uater lͤgen.) Aemit Be flgende Sa de bier mn aufSe dl, ſ find Kndn chor anten von V Aeepraace doiß . tdatf ruh )m Rocke Weyde de n die Zii⸗ riſt, um. rauf ſo ſe einander t ſind, Geſtalt: eſte Erbſen tſte Haber eſten Or⸗ t wegfal Stelle. werden, J. G.9. ttel Fel⸗ er zuwe⸗ Saaten der zwo⸗ Solten dnung t gante er Bin⸗ em Fal⸗ le, der Saaten. le treten die Ordnungen der vorhergehenden §.§. ein. §. 280. 155 Die Sand⸗Felder haben die mindeſten Kraͤf⸗C) Sand⸗ te und auch die wenigſten Abaͤnderungen in den felder. Saaten. Sollen ſie mager tragen, ſo bringen 1) Im ſie es aufs hoͤchſte, wenn ſie eine Rocken- und Haberſaat abwerfen. Recht gute Rockenfel⸗ der thun es hierin den ſchlechten Mittelfeldern gleich(§. 134.). Gewoͤhnlich ſind die magern Saaten auf dem Sande Buchweitzen und Roc⸗ ken, Buchweitzen und Haber, oder auch woll Haber allein. Der Unterſchied im Binnen⸗ und Auſſen⸗Acker macht hier keine Veraͤnderun⸗ gen. §. 281. magern Lande. Geduͤngte Sand⸗Felder muͤſſen zweimal 2) In ge⸗ Rocken und zuletzt Haber tragen, und abermals duͤngten. ohne Unterſchied zwiſchen Binnen⸗und Auſſen⸗ ſchlaͤgen. Wenn ein Stuͤck von der alten Braa⸗ che mit Buchweitzen beſaͤet, und dadurch auf die folgende Saat zubereitet wird, ſo kan man ſolchen als die vierte Saat anſehen. Solte es gut thun auf Sandfeldern zwo Braachen anzubrin⸗ gen, ſo findet es ſich aus den beſchriebenen Um⸗ ſtaͤnden ſchon von ſelbſten, daß die Folgen der Saaten von der Beſchaffenheit ſeyn muͤſſen. Buchweitzen R. H. friſche 1 tzen R. aache 4 Buchweitzen R. R. R. H. dlieMlani LRen, Paber, J Braache 5 §. 282. Dis iſt es, was die Schlaͤge in der Ord⸗ II. Auf die nung —— . —— —— ———.— 156 4ter Abſchnitt. Von der Ordnung Neben⸗ nung der Saaten regelmaͤßiges erfodern. Die Koppeln. Nebenkoppeln unterſcheiden ſich auch hier von den Schlaͤgen. Sie ſind an der Groͤſſe weni⸗ ger betraͤchtlich, als dieſe, und koͤnnen leichter be⸗ zwungen werden. Man verfaͤhrt derohalben mit Ihnen auf eine gantz andere Art. Hievon wird im 6ten Abſchnitt in mehrern gehandelt. §. 283. Allgemei- Es kan eine allgemeine Regel abgeben, daß ne Regeln in allen Nebenkoppeln die erſte Saat Sommer⸗ tn Wetari korn ſeyn muͤſſe, wenn gleich der Gebrauch da⸗ derſelben. mit nicht allemal uͤbereinſtimmet. Es wird in der Weide, dem Hauptzwecke der Koppeln, da⸗ mit vieles gewonnen. Die Braache zum Win⸗ ter⸗Korne wird wenigſtens im Fruͤh⸗Jahre, wo nicht ſchon im Herbſte voraus beſtellet, und nimmt alſo, weil nicht alle Jahre bey den Koppeln Braache iſt, inden Braach⸗Jahren den ganzen Abnutz der Weide weg, der in den andern Jah⸗ ren da iſt. Wird aber Sommer⸗Korn in die Braache geſaͤet, ſo koͤmmt dazu im Herbſte erſt die Braachfahre herum, zu einer Zeit, da die Stoppeln Weide genug geben, und alſo die Kop⸗ pel dazu entbehret werden kan. §. 284. Folge der Die Koppeln auf Sand⸗Feldern koͤnnen hie⸗ Saatenin her ſo ſehr nicht gezogen werden. Es iſt mit den e⸗ der Weide darin, was den Acker anbetrift pein aaß ſchlecht beſtellet, die doch den Hauptendzweck ſandigen der Nebenkoppeln ausmachen ſoll. Man fol⸗ Boden. get der Ordnung, welche bey den Saaten des Binnen⸗Ackers dieſer Art, gebraͤuchlich iſt. Auch * luch der and der ſten Snn V ranhe zu d den beſteh cen ſih . wie G. 27 wit der cr Erfen gur Saatt Fon darau dn om V Eind di gen und zun fein nie anddieſe d R aber enhrun en ſenoch Sunniſ defommt Kl a mn nar d 4 9 dern. N ich hiet in Hrdſſ wene leichtert derohalte tt. Hiern gehandel ögeben,i t Somnar ebrauch w Es wirdin pppeln, da⸗ zum Win⸗ Jahre, wo llet, und Koppeln en ganzen dern Jah⸗ orn in die Hherbſte eſt eit, da die ſ die go⸗ oͤnnen hi es iſt mi anbettiſ tendzwet Man fol⸗ gaaten de chlich iſ⸗ 4 Auch „ 4 der Saaten. 157 Auch der Buchweitzen kan hier die erſte Saat ausmachen. 8.285. Zu den Nebenkoppeln, die aus ſolchem Bo⸗Auf fucht⸗ den beſtehen, der ihrem Zwecke gemaͤſſer iſt, ſchi⸗baren Bo⸗ cken ſich Erbſen und Gerſte am beſten zu der er⸗ den. ſten Saat. Es darf aber zwiſchen den Erbſen und der folgenden Saat keine Braache liegen, wie(§. 272.) bey den Schlaͤgen. Man reichet mit der AÄrbeit genug hinaus, daß die Gerſte oder Erſen⸗Stoppel dreymal herum koͤmmt und zur Saat tuͤchtig gemacht wird, wenn Winter⸗ Korn darauf folgen ſoll. Folget aber Sommer⸗ Korn, ſo macht es ſovielweniger Schwierigkeiten. §. 286. Sind die Nebenkoppeln alleine zum Korntra⸗Wenn ſie gen und zur Weide angeleget, ſo werden ihnen zum Korn⸗ hoͤchſtens nicht mehr als 3 Saaten abgenommen, tragen und und dieſe koͤnnen ſo geordnet werden. zur Weide G. G. G.] G.] E.& leine he⸗ 9.[&.[&.§.[&.§. ſtunnt ſind 15. 5.[5.[5.1 5 5. Es werden auch bisweilen noch nach den ma⸗ gern 3 Saaten, auf den Dung 3 Saaten erfor⸗ dert. Die bleiben unveraͤndert wie(§. 268.) es zeiget. §. 287. Iſt aber der Zweck der Nebenkoppeln die Die zu⸗ Vermehrung der Heuwinnung zugleich, ſo has gleich die ben ſie noch mehr beſonders. Der Schluß der Heuwin⸗ Saaten iſt allemal Haber, womit der Klee in die nung ver⸗ Erde kommt.(§. 245.) Wenn zwo Saaten vor mehren dem Klee mager weggenommen werden, ſo darf ſollen. man nur der Ordnung(§. 267.) in der dritten — Saat 6 158 Richtiger Gebrauch von der Ordnung der Saa⸗ ken. 4ter Abſchnitt. Von der Ordnung Saat Haber und Klee anhaͤngen, ſo ſind die Faͤl⸗ le beſtimmt. Dabey muͤſte jedoch zu dem Klee ge⸗ duͤngt werden. Wenn aber der Dung vor dem Klee wegbliebe, ſo wird es ſchicklicher ſeyn, daß die 1te Saat mager weggenommen, zur 2ten aber geduͤngt werde. Es koͤnnen dann folgende Ordnungen eintreten. E. E. G. CG. mager W. R. W. R. wozu geduͤngt. . G. E. G.. H. K. I H. K. Haber mit Klee. Oder es koͤnnen auch zwo Saaten mager vor⸗ weggenommen werden, und dann ſtuͤnde es ſo zu treffen. E. E. V 2. H. G. 7 geduͤngt G. R. R. 1 H. K. H. K. lH. K. Dabey wuͤrde der Klee, von dem Duͤnger ſo viel mehr Nutzen ziehen. Die Erinnerung, daß man ſich bey den Koppeln an keiner ſtren⸗ gen Ordnung der Saaten bindet, wenn man nur nicht dem Endzwecke derſelben zum Nachtheil waͤhlet, und daß man viele Verſuche damit ma⸗ chet, wird nicht uͤberfluͤßig ſeyn zu wiederholen. §. 288. A So ſiehet es mit der Ordnung der Saaten aus. Wenn nach einer getroffenen klugen Wahl, unter denſelben der einfoͤrmige Zug des ganzen beſtimmet, ſo iſt er nur auf das große einformig. Obgleich in kleinen Veraͤnderungen zwiſchen durch vorfallen, ſo mercket man ſie wegen ihrer wenigen Exheblichkeit nicht. Weit gefehlet, daß man Sandſtrichen in Weitzenſchlaͤgen auch Weitzen anvertrauete; Sie werden mit Rocken, und in der Folge mit andern zu ihm paſſenden Koͤrnern b — Fernern jt dn Korner p mnerheb gewirthſche erley Kor onomie ur Seolteſich Sand un daß keing thümichen Ile au deasögeſac til geodern riemigkeit Sdens vor inder Att lhemane? dlenaheen G unen gem 4 ſenn, u deutüch gͤcke erf tlähenf 1 ſind dig denaen ung vorde der ſenn, u en, zur zn ann folgen gedüͤngt, it Klee. mager e ſtuͤnde a m Duͤnge innerung einer ſtren an man un Naghthei edamit ma⸗ iederholn. er Saate gen Wah es ganzen einfoͤrmin zwiſch egen ihle gefehlt ſagen auc t Rocken, paſſenden Koͤrneul der Saaten. Koͤrnern zwiſchen dem Weitzen und ſeinen folgen⸗ den Koͤrnern geſaͤet. Die Beſchuldigung iſt al⸗ ſo unerheblich daß nach den Geſetzen der Schlaͤ⸗ gewirthſchaft, dem Acker angemutet wuͤrde, al⸗ lerley Korn ſchlechtweg zu tragen.(v. Juſti Oe⸗ conomie und Cammeralwiſſenſchaft 1. T.§. 549.) Solte ſich es ein Wirth wol je traͤumen laſſen, daß Sand⸗ und ſtarcke Felder gleich fruchtbar waͤren, daß kein Korn mehr da ſey, welches ſeinen eigen⸗ thuͤmlichen Boden verlanget? §. 289. Alle auf die geringſten Vorfaͤlle ſich ſchicken⸗ de ausgeſuchteſten Ordnungen zu liefern waͤre zu viel gefodert. Da die Natur ſo wenig Einfoͤr⸗ moͤrmigkeit in der Austeilung der Vorzuͤge eines Bodens vor dem andern beobachtet, ſo kan man in der Art ſich ſolche zu Nutze zu machen, zwar allgemeine Regeln geben, die aber noch immer Ausnahmen finden, woruͤber wieder neue Aus⸗ nahmen gemacht werden koͤnnten. Es wird ſchon genug ſeyn, wenn hier alles angebracht iſt, was zur deutlichen Kentniß eines der vornehmſten Stuͤcke erfodert wird, woruͤber man bey den Schlaͤgen feſtiglich haͤlt. ass su* Abſchnitt —— 160 488 0( 8 5ur Abſchnitt Von den vorlaͤufigen Anſtalten zu der Einrichtung eines Guthes. §. 290. Zur Ein⸗ E Land⸗Guth vorſichtig, und mit aller Ue⸗ richtung berlegung einrichten, dazu muß nothwen⸗ einesLand⸗ dig ein richtiger Grund⸗Riß von demſelben auf⸗ Guthes, genommen werden. Der Nutzen davon erſtrec⸗ muß ket ſich ſo weit, und iſt ſo einleuchtend, daß es GAeit in Mecklenburg ein allgemeiner Gebrauch gewor⸗ Niß davon den, erſt das Guth in einen Plan bringen, und vorhanden nachher einrichten zu laſſen. Der Wirth iſt da⸗ ſeyn, durch in Stand geſetzt, das Gantze mit einmal zu uͤberſehen. Alle Hinderniſſe entdecken ſich in dem erſten Anblicke, die hie und dar einem An⸗ ſchlage zuwider ſind. Die Verhaͤltniß der Thei⸗ le untereinander liegt ihm vor Augen, die Maaſ⸗ ſe und Groͤße derſelben iſt richtig beſtimmt, und eer machet darauf ſichere Rechnung. §. 291. welcher Ein ſolcher Plan von dem Guthe muß nicht nach winth⸗nur geometriſch richtig, ſondern auch in allen ſchaftli⸗ Stuͤcken oeconomiſch vollſtaͤndig ſeyn, als worauf chen Re⸗ der Wirth vornehmlich ſiehet, wenn er ſein Feld geln auf⸗ als Wirth betrachtet. Er nuͤtzt zum Exempel zunehmen. nur den Acker als Acker, ſo weit er ihn pfluͤget oder ſonſt bearbeitet, und daher muß an den We⸗ gen und Hoͤltzungen, an Wieſen, oder Graben und dergleichen, die letzte Pflugfahre zur Grent⸗ ze des Ackers angenommen werden. §. 292. hſchn der N irn, denn Wirh ſroſer Na⸗ fingſten S nag, den! Ruthen an nüͤße, wenn ibgeſebetwe das N Piſn, W neche Holß Gewäſerunt rrickſehen; Raanuch der —n änes Fe uhmialle dunterſchre dangen, un eenten au geſtalt der V V duch wi hegennd A Ins nc R tno keenders dg iber th pſalen damit m de Waſf Rm t Anſtatt Guthes mit allerl uß nothne emſelben an avon erſin end, daße auch gewe ingen, un Virth iſtä mit einm ecken ſich einem A. ß der Th die Ma timmt, un muß ni ch in ale als worgl er ſein ei n Exenn ihn pflut 3 den We er Gtabe zur Grit .293 5 Abſchn. Von den vorlaͤufig. Anſtalten zu der ꝛc. 161 §. 292. Der Maaßſtab darf nicht uͤbermaͤßig groß Beſchaf⸗ ſeyn, denn eine Genauigkeit auf Zolle verlangt fenhrit des der Wirth nicht. Es iſt ſchon ein uͤberfluͤßig Waaß. groſſer Maaßſtab zu einem Felde, welches in der 8 es laͤngſten Strecke etwa eine halbe Meile haben dazu. mag, den halben Rheinlaͤndiſchen Fuß zu 100. Ruthen anzunehmen; Der Sache geſchicht Ge⸗ nuͤge, wenn auf ſolchen 150. verjuͤngte Ruthen abgeſetzet werden. §. 293. Das Auge findet ſchon von ſelbſt Acker, Was dar⸗ Wieſen, Weide, Moͤhre, Bruͤche, harte und inn zu un⸗ weiche Hoͤltzung, Triften und Traͤncke, und teeſcheiden. Gewaͤſſer unterſchieden; Ohne alſo einmal darauf zuruͤck ſehen zu duͤrfen, welch einen verſchiedenen Gebrauch der Wirth von dieſen ungleichen Thei⸗ len eines Feldes machet, wird der Feldmeſſer auch mit aller Sorgfalt dieſe deutlich in dem Pla⸗ ne unterſchreiben, die Abzugs-Graͤben, Befrie— digungen, und was ſonſt fuͤr gemachte dauerhafte Grentzen angetroffen werden, andeuten, und dergeſtalt den Grund⸗Riß ausfuͤhren. §. 294. Auch wuͤrde es ſehr gut thun, da man doch Der Hang Berge und Anhoͤhen anzeiget, den Fall des Bo⸗ des Bo⸗ dens nach Moͤglichkeit in der Charte anzudeuten, dens iſtmit und beſonders an Oertern, wo es darauf ankoͤmmt, anzudeu⸗ als bey uͤberſchwemmten Gruͤnden. Er koͤnte ken. durch Pfeile und mit ihm die Graͤben zugleich an⸗ edeutet werden, welche zu dem Ende zu entwer⸗ dn⸗ damit man ſiehet, nach welcher Seite, und wie das Waſſer abzuleiten iſt. §. 295. Iſt der Feldmeſſer 2 Wirth, ſo bemercket Was der er —.—— EE 162 öter Abſchnitt. Von den vorlaͤufigen Anſtalten Feldmeſ⸗ er auch den Unterſchied des Bodens, die Natur ſer als der unbebaueten Oerter, die Beſchaffenheit der Wirth zu Hoͤltzungen und dergleichen, um es demnaͤchſtins beobach⸗ Regiſter zu tragen. Dis alles kan wenigſtens ten. dem, welcher die Wirthſchaft in Ordnung brin⸗ get, zur Nachricht dienen. §. 296. Beſchaf⸗ Der Grundriß, welcher nach dieſer Vor⸗ fenheit des ſchrift aufgenommen, iſt ſodann nach den unter⸗ Meſ⸗ ſchiedenen Claſſen der Laͤndereyen auszurechnen. ſungs⸗Re⸗Nach dieſer Ausrechnung fuͤget ſich das Meſ⸗ dung nich auh iſt, d hr wohl. werden, ſ deſe Rege worden, und uſäg pon Hund chen mir giſters. ſungs⸗Regiſter, welches man in eine faßliche Ordnung zu entwerffen in ſeiner Gewalt hat. §. 297. B. Der Bo: Dieſes Regiſter mit der Charte, weiſen es ſo⸗ den unter⸗gleich aus, ob uncultivirte Laͤndereyen da ſind, ſucht wer⸗ welchen Nutzen die kaͤndereyen jetzo leiſten, und den, ob er zu welchen ſie kuͤnftig zu bringen ſind. Dis ge⸗ nüͤtzlicher nau zu wiſſen, eyfodert die Haupt⸗Sache. Man zu gebrau⸗wuͤrde keine Verhaͤltniß zwiſchen Wieſen, Acker, eſeher und Weiden aufſuchen koͤnnen, ohne zu wiſſen, 3 3 ſern ſtehe. welche Laͤndereyen von der einen und andern Be⸗ ſchaffenheit ſind, oder dahin gebracht werden koͤn⸗ nen. Nichts muß bey einem wohleingerichteten Guthe uͤbergangen werden, wovon man beſſern Gebrauch, als bisher geſchehen, machen kan. Da⸗ ber entſpringt die Regel: Alle uncultivirte Oer⸗ ter muͤſſen Arthaft gemacht werden, in ſofern ſie die dazu erfoderlichen Koſten wieder einbringen, und dem Guthe dadurch nicht auf eine andere Art Schaden erwaͤchſet. §. 298. Bey Ver⸗ Wenn dieſe Regel bey Unterſuchung aller un⸗ beſſerung bebaueten Oerter zum Grunde liegen ſoll, ſo iſt ſind auf alle Weiſe vorzubeugen, daß ihre Einſchraͤn⸗ ckung tvir w Snalers b Nem ümp an da A tennegre faer Regel 6— unben abe ht werd lnſtalten „die Nan affenheit emnaͤhſt wenigſien dnungln dieſer Re den un szurechn das M ne faßli alt hat. veiſen esſe en da ſii eiſten, u . Diß ache. M eſen, Actg ezu wiſen andern Ge werden idn gerichten an beſſe nkan. D. virte Der nſofernſe inbringu ine ande g alleru ſoll, ſoſf Einſchti c zu der Einrichtung eines Guthes. 163 ckung nicht uͤberſchritten werde. So bekannt es 1.) uͤber⸗ auch iſt, daß man bey allen Verbeſſerungen vor⸗haupt. her wohl uͤberlege, was ſie fuͤr Nutzen ſchaffen a) Die Ko⸗ werden, ſo hat man doch Beyſpiele, daß uͤber ſten zu ü⸗ dieſe Regel, bey groſſen Anſchlaͤgen hingeſiolpert berſchla⸗ worden, und nach angewandten großen Koſten, en. und unſaͤglicher Muͤhe, der gantze Gewinſt Zwey von Hundert war. Die beruͤhrten Exempel ma⸗ chen mir Bedencken wenn es auch eine Sache waͤre, die noch der Beſtaͤrckung eines Schrift⸗ Stellers beduͤrfte, den Varro hier anzufuͤhren. Nemo ſanus debet velle impenſam ac ſumptum facere in culturam ſi videt, non poſſe refici. Lib. I. Cap. II. S. 8. §. 299. Den Acker und die Wieſen zu verbeſſern, und b) Iſt das zu vermehren, dis wird wohl der gantze Ausgang Abſehen jener Regel ſeyn. Will man aber bey ſolchen auf das eintzelnen Vorfaͤllen, das Auge nicht von dem Gantze mit Gantzen abwenden, ſo thut man wohl, dis Ver⸗u richten. haͤltniß der Viehzucht zum Ackerbaue, mit zu Ra⸗ the zu ziehen. Unſchicklicheres kan wohl nicht er⸗ dacht werden, als wenn man da den Acker zu vermehren trachtet, wo man kaum ſo viel Vieh halten kan, von dem ſchon verhandenen die Saat⸗ Schlaͤge zu beſtellen, und nicht kluͤger iſt es ge⸗ bandelt, wenn man die Wieſen vermehren will, wo mehr Vieh ausgewintert werden kan, als Weide dafuͤr vorhanden. η §. 300. Iſt gegen beydes, den Ueberſchlag, und in 2.) Insbe⸗ Hinſicht auf das Gantze, nichts einzuwenden, ſo ſondere be⸗ laſſen ſich die eintzelnen Faͤlle, wo Verbeſſerun, treffen ſie gen vorzunehmen, leicht zeigen. Wenn gefragt! Den Ac⸗ wird ob ehemalige Weide icht zu Acker genom⸗ ker, und 42 men 164 5ter Abſchnitt. Von den vorlaͤufigen Anſtalten zwar men werden ſolle, ſo iſt die Antwort ſchlechtweg *.) Deſſen bejahend. Freye Weide oder Plaͤtze, die mit Vermeh⸗ ſchlechten wenig einbringenben Strauchwercke rung bewachſen ſind, die kein Holtz tragen, das den a.) Aus der Platz dereinſt bezahlt machet, ſind allezeit zu Ac⸗ alten Wei⸗ker mit zu nehmen. §. 301. b.) Durch Die Frage iſt aber mit mehr Einſchraͤnckung Wegraͤu⸗ zu beantworten, wenn man wiſſen will, ob gu⸗ mung des tes Holtz wegzuſchaffen ſey? Vielfaͤltig ſchaden entbehrli⸗ ſich die Guths⸗Herrn damit, wenn ſie ihre Fel⸗ chenhatten der gant vom Holtze entbloͤſen. Sie ſehen Gehoͤltzes. mehr darauf, Acker zu gewinnen, als auf die Erhaltung des zur Wirthſchaft unentbehrlichen Bau⸗ und Brenn⸗Holtzes. Wer nicht in die⸗ ſen Fehler fallen will, der wird ſolche Einrich— tung treffen, daß, wenn Rechnung darauf zu ma⸗ chen, daß der Acker mehr einbringet, als das darauf ſtehende Holtz, dieſes bis auf die Noth⸗ durft fort muͤſſe. Allein da in Mecklenburg, V wie anderwerts, das Holtz immer rarer und theu⸗ rer wird, wuͤrde dieſe Regel nach Gelegenheit der Umſtaͤnde abermal eine Ausnahme machen. Die Vorſchrift welche Palladius in dieſem Be⸗ tref gibt, paßt nur auf Felder, wo der Boden, in der untern Erdſchichte gut, und oberhalb ſchlecht iſt, weil man dieſenfalls gewis behaupten kan, daß der ſchlechte Acker mit mehrerm Vor⸗ theile Holtz zum Anwachs bringe, als er zum Kornbaue oder zur Weide tuͤchtig iſt. Bey der umgekehrten Beſchaffenheit des Bodens wuͤrde man mit dem Holtze ſehr durchfallen, wenn die gegebene Regel allgemein ſeyn ſolte. Si tibi ager eſt ſilvis inutilibus tectus ita eum divide, ut loca pinguia puras reddas novales, loca ſterilia ſilvis tecta NAbletung elee reſpo cend 1 AnG den Acket, fthen, Der ſicher Derb a Früh J lnden ſehr ſiche B dätbtden taurr ben Sinnfe. 4 iſ ſe welche n ſben weg ſind nach der Koppe k noch A dinft oder n us Waſf titt vorden ait nt ener ice Tod.l las Gn leß den un gage. Grße ſt Unſtalten ſchlecht ge, die m tauchwert en, das w lezeit zal ſchraͤncu vill,”g ktig ſchadn ſe ihre z Sie ſchn als auf d tbehrliche icht in d de Einrih auf zu me t, als de die Noth icklenbur, r undtheu⸗ Helegenlei ne machen ieſem Be⸗ er Boden oberhab behauptn erm Vor ls er zun Ben der ns wuͤnd wenn di us tectus uis pura ſvis tech elle zu der Einrichtung eines Guthes. 165 eſſe patiaris, quia illa naturali ubertate reſpondent, hæc beneficio lætantur in- cendii. Lib. I. Tit. VI. S. 13. §. 302. An Gelegenheit, durch Austrocknung oder c) Durch Ableitung der Suͤmpfe, und kleinen Gewaͤſſer, Ableitung den Acker zu vermehren, pflegt es nur ſelten zu der Gewaͤſ fehlen; Der Nutzen des Wirthes iſt doppelt bey ſer ſolcher Verbeſſerung; Denn das Waſſer, welches I.) Aus zur Fruͤh⸗Jahrszeit und uͤberhaupt bey einfal⸗ Knen lenden ſehr naſſen Wetter, zwiſchen dem Acker Snyſen in ſolche Behaͤlter zuſammenlaͤuft, kuͤhlt und räͤſten. 4 verdirbt den Acker, und die darauf ſtehende Saat 3 in einer betraͤchtlichen Strecke, rings um die Suͤmpfe. Dieſem Uebel iſt abgeholfen, wenn das Waſſer aus allen ſolchen Behaͤltern, bis auf die, welche man zu Traͤnken beſtimmt, durch Graͤben weggezapfet, das etwa darinn befindli⸗ che Holtz, oder Buſchwerck, ausgerodet, und der Grund, wenn er was nuͤtzet, eben gemacht wird. Viele von den ausgetrockneten Moraͤ⸗ ſten ſind nachher zu Aecker oder Wieſen geſchickt. In der Koppel Tab. III. Num. III. wuͤrde weder Acker noch Wieſen zu gebrauchen ſeyn, wenn die Suͤmpfe oder Feldkuhlen nicht ausgetrocknet, und das Waſſer durch die Waſſer⸗Graͤben abge⸗ leitet worden waͤre. Man begnuͤgt ſich aber auch mit einem von dieſen Vortheilen, ſonſten wuͤrde Tab. I. Nro. IV. in dem Moore nie ein Abzugs Graben gemacht ſeyn. Dieſer wuͤrde bloß dem umher liegenden Acker zum beſten angeleget. 303: Große ſtehende Gewaͤſſer pflegten nicht ohne 2.) Aus 83 große ——— 166 Fter Abſchnitt. Von den vorlaͤufigen Anſtalten groſſen ſte⸗ große Koſten ausgetrocknet werden zu koͤnnen; hendenGe⸗Der Damm, den die Natur um ſie geſchlagen waͤſſern. hat, iſt die meiſte Zeit, beſchwerlich durchzubre⸗ chen. Wenn der Grund unter dem Waſſer vor⸗ her unterſuchet, und die Koſten, gegen den ohn⸗ gefehren kuͤnftigen Ertrag des Bodens, in Ver⸗ gleichung geſtellet werden, ſo wird man nicht leicht, wie einige gethan, einen uͤbereilten Schritt dabey wagen. §. 304. . Nur ſelten hat man die Gelegenheit, ein ſo d) deſe gluͤcklicher Verbeſſerer als Vermehrer ſeines Ae⸗ rung, wo⸗ kers zu ſeyn. Wo iſt demnach wohl ein Wirth, bey der nicht darauf denckt, ſeinen Acker zu verbeſ⸗ ſern? Es fehlet auch nicht an theoretiſchen An⸗ weiſungen dazu, worunter der Rath jenes Wir⸗ thes gehoͤret, welcher einen Lehmberg abzutra⸗ gen vorſchlug, um doppelt zu verbeſſern; Den erg zu ebenen, und ein zwo Meilen davon ge⸗ legenes Sand-Feld mit dem Thone zu duͤngen. Das uͤbernatuͤrliche bey ſolchen Entwuͤrfen, die eine merckliche Verbeſſerung des Bodens zum Zwecke haben, wird allemahl wegfallen, wenn man bey der(§. 289.) gegebenen Regel bleibet. Um dennoch wiſſen zu koͤnnen, ob es der Muͤhe verlohne, einen Ueberſchlag zu machen, ſo wird man unter andern folgende Stuͤcke in Obacht nehmen. §. 305. 1.) Auf den So oft die Natur des Bodens, den man ver⸗ Gradder beſſern will, ſchon an und vor ſich gut iſt, wird kuͤnftigen die Hofnung, durch zugeſetzten Dung, Modde, aneige oder andere beſſere Erden, auf immer einen bark undes Grund zu groſſen Vortheilen zu legen, deſto Ackers zu ſchwaͤcher ſeyn, je naͤher der Boden den beſten ſehen. Erdarten komt. Da der Aufwand bey derglei⸗ en en Verbe arkriͤxſet inndi aſäder in Hate ainen recht Am, pſt nyeiſten ent Rähe hat, ter dovon, rnche Koſte biſerung der Vemn drnßfnde, Mnngel ale der macht; teikeichen mm ſeyn, a ellrſacht, ggel angen heiled urhſtarcke ſedandeln Seender iiit, ven naſolten, ne,clche ſaten n gu Santen wir 1asg.) u ſe allerhan Tſanden zu konnen e geſchlag durchätr Waſert gen den eh ns, in I d man rit n uͤbereile heit, ein t ſeines! ein Win r zu vet etiſchen U jenes Wi rg abzun ern; Da davong. zu duͤngan vuͤrfen, d dodens zun leen, wemn gel bleiht der Mih n, ſo wit in Obact n man ber iſt, vid , Modde, mer einen gen, diſt den ui ey derg 3 5 zu der Einrichtung eines Guthes. 167 chen Verbeſſerungen allemahl mit groſſen Koſten verknuͤpfet iſt, ſo wuͤrde gewiß ein Theil davon, beſtaͤndig Capital bleiben, wenn man gute Mit⸗ telfelder in Kley verwandelte. §. 306. Haͤtte man auch die Gelegenheit, Sand auf 2.) Auf die einen recht hohen Grad der Fruchtbarkeit zu brin⸗Belegen⸗ gen, ſo iſt der Umſtand unter anderen noch am heit der meiſten entſcheidend, ob man die Materie in der Oerter, die Naͤhe hat, womit man verbeſſern kan? Je wei⸗ Materia⸗ ter davon, deſto beſchwerlicher die Arbeit, deſto lien zu mehr Koſten, deſto weniger Hofnung zu Ver⸗ Berbeſſe⸗ beſſerung der Einnahme. Herurben §. 307. Wenn man auch von dieſer Seite kein Hin⸗ derniß faͤnde, ſo fehlet es vielleicht an dem, deſſen Mangel alle große Arbeit beſchwerlich und koſt⸗ bar machet; An Menſchen. Daher wird in volckreichen Gegenden dergleichen eher auszufuͤh⸗ ren ſeyn, als in anderen, und man will dis fuͤr die Urſache einer Mecklenburgiſchen Wirthſchafts⸗ Regel angeben, daß man nemlich nur ſehr klei⸗ ne Theile des Feldes, auf dem Fall der Noth, durch ſtarcke Zuſaͤtze von beſſern Erden, gleichſam — verwandeln muͤſſe. §. 308. Beſonders wird es alsdenn eine Nothwen⸗ 3.) Bis⸗ digkeit, wenn auch die Koſten nicht heraus kom⸗ weilen men ſollten, ſo oft ein geringer Theil des Bo⸗ nicht auf dens, etliche Scheffel Ausſaat, ſchlechtes Land, die Koſten. mitten in gutem Acker lieget. Die Ordnung der Saaten wird einigermaſſen dadurch gehindert (§. 288.) und in der Weyde macht es nicht weni⸗ ger allerhand Beſchwerlichkeiten. Geradezu pflegte dergleichen Arbeit nd Aufwand nur ſelten 4 die II. Die Vermeh⸗ rung der Wieſen. a.) Durch Abwaͤſſe⸗ rung. b.) Durch Wegſchaf⸗ fung der uͤberfluͤßi⸗ gen wei⸗ chen Hoͤlt⸗ zung. 168 F5ter Abſchnitt. Von den vorlaͤufigen Anſtalten die Muͤhe zu bezahlen: Aber ſie kan doch ſolche Folgen haben, die eben ſo gut und beſſer, als baares Geld ſind, wenn man auch nur alleine auf gute Ordnung ſiehet. §. 309. Mit der oberwaͤhnten Abwaͤſſerung, iſt nicht ſowohl dem Acker, als auch den Wieſen gevor⸗ theilet, und ein Zuwachs zu verſchaffen, wie da⸗ von bereits eine Probe mit der Koppel(Tab. III. num. III.) angefuͤhret worden. Proben von einer muͤhſamen Ableitung des Waſſers zeiget der Graben, in dem Vten und Vten Schlage lab I. welcher von der kleinen Wieſe neben der Traͤnke, mit einem zwoten Graben aus dieſem verbunden, weiter geleitet wird. §. 310. a. Es ſchaffet mehr mit Erweiterung der Wieſen, wenn man gantze Bruͤche ausrottet, und zu Wieſen machet. Die Regel wird aber nur zu leicht bey Sandfeldern uͤberſchritten, wenn man alle Bruͤche verwuͤſtet, und dadurch auf der einen Seite zwar die Heuwinnung vermehret, je⸗ doch auf der andern die Weyde ſo ſehr einſchraͤn⸗ ket, daß weniger Vieh im Sommer gehalten werden kan, als man auszuwintern vermoͤgend iſt. Dis iſt aber wieder ſeine eigenen Vortheile gearbeitet. Wollte man auch nur mehr Weyde in den Bruͤchen zugewinnen, das Holtz wegſchaf⸗ fen, ſo iſt es nicht allemahl rathſam. Wenn gleich auf gutem Grunde in der Stelle der ehe⸗ mahligen Staͤmme ſoviel Graß waͤchſet, daß man bloß, wegen des Nutzens in der Wende, die Ver⸗ tilgung des Holtzes vortheilhaft anſaͤhe, ſo ſind nicht alle Bruͤche von der Beſchaffenheit. Der gehoffte Vortheil ſchlaͤgt bey den Gruͤnden fehl, wo 4* un nichts ald ſen. an täumung! wieder erſ ſchlchte dbengebache de 2 auch ubrat eun Torfine iht tif ge Enrach wa Na he Wuſen verr noch wohlr naligen E Paſer, n riem Vorm an e nut biſtin ſch dudh lber tche davot ranung ni Moos, Fnmer urzat ut ten anet werd Väſt, we te deß inſtalten doch ich beſſe alh ralleine ru ng, iſ tich ieſen geör en, wien ((Tad U roben ue s zeigethe lage lol er Trnk, verbunden erung der ausrotte, wird aber tten, wenn rch aufder nehret, je einſchrinn gehaltn ermoͤgen Vortheit or Wende wegſchiſ Wenn e der ehe⸗ daß um die Ver , ſoſid eit. De den fell 1 zu der Einrichtung eines Guthes. 160 wo das Gebuͤſch durch abfallendes Laub und Rei⸗ ſig, dem Grunde einen Zuſatz von Fruchtbarkeit giebt, und unter ſeinem Schatten mehr Graß auf⸗ wachſen laͤſſet, als die entbloͤßten Ebenen von der Sonnenhitze aufbringen wuͤrden. Und mehr nichts als dis, verſprechen die meiſten Torfwie⸗ ſen. Kann man die Wende, welche durch Weg⸗ raͤumung der Bruͤche abgekuͤrtzet wird, im Acker wieder erſetzen, ſo hat man im Nothfalle lieber ſchlechte, als gar keine Wieſen, ohne auf die ebengedachte Erinnerung ſo genauzu ſehen. §. 3to. b. Die Beyſpiele ſind nicht ſelten, daß man c.) Durch auch zu brauchbaren Wieſen gelanget iſt, indem Abbren⸗ man Torfmoͤhre ausgebrant hat, worin der Torf nung der nicht tief geſtanden, und die Unterlage gutes Torfmoͤh⸗ re. C Erdreich war. §. 311. Man hat einerley Vortheil, indem man die Vermeh⸗ Wieſen vermehret, oder verbeſſert, und hiebey rung des noch wohl mehr, weil hier keine Raͤume dem ehe⸗Ertrags maligen Gebrauche entzogen werden. Das der Wie⸗ Waſſer, welches dem Acker ſchadet, wird mit ſen durch vielem Vortheile den Wieſen zugeleitet, wenn Beſtau⸗ man es nur zur rechten Zeit wieder ablaſſen kan. ung. Es iſt ein ſehr bekandter Kunſtgriff, die Wieſen durch Ueberſtauung des Waſſers ergiebiger zu machen, und der Wirth muß allerdings ſich vorher davon einigermaſſen verſichern, wieweit er Rechnung auf ſolche Verbeſſerung machen kan. Das Moos, welches die Wieſen mit den Jahren immer unzutraͤglicher machet, wenn ſie nicht be⸗ ſtauet, uͤberſchwemmet, oder aufgeriſſen und be⸗ ſaamet werden koͤnnen, vermindert ſich unter dem Waſſer, welches gemeiniglich noch Dung zufuͤh⸗ ret. Deßhalb findet das Urtheil eines Columella 8 5 nicht —— —y———q —— — ——— —— 170 5ter Abſchnitt. Von den vorlaͤufigen Anſtalten nicht gerade weg Beyfall, wenn er ſaget: Laeto pinguique campo non deſidera- tur influens rivus, meliusque habetur fœnum, quod ſuapte natura ſuccoſo gi- gnitur ſolo, quam quod irrigatum aquis elicitur, quæ tamen ſunt neces- ſaria, ſi macies terræ poſtulat. L. II. C. XVII.§. 3. §. 312. Erſetzung Da es bey der Landwirthſchaft ſo ſehr darauf des Man⸗ ankoͤmt, daß Wieſen genug da ſeyn,(§. 30.) ſo gels der hat man noch auf Mittel geſonnen, ihren Man⸗ Wieſen. gel zu erſetzen. Dieſe ziehet der Wirth, nach Beſchaffenheit der Sache zu rathe; Denn es be⸗ ruhet die Einrichtung eines Guthes mit darauf, wieviel, und was fuͤr Rindvieh ausgewintert werden kan. Daher ſind die Unterſuchungen, ob in den Koppeln, oder Schlaͤgen, Rath zu ſchaffen ſey? wovon unten gehandelt wird, hier wichtig. 4 §. 313. III. Die Die Hoͤltzung wird zwar bisweilen bey Ein— Verbeſſe⸗ richtung der Guͤter vergeſſen; Ein vorſichtiger rung der Wirth iſt aber wenigſtens darauf bedacht, wenn Höltzung. nicht ſoviel Holtz da iſt, daß nach und nach das Bauholtz, die Guthsgebaͤude zu erhalten, daher genommen, und auch wohl bey Ungluͤcksfaͤllen gantze Gebaͤude daraus aufgerichtet werden koͤn⸗ nen, es dahin zu bringen. Er entziehet dem Acker etwas, und ſetzet dadurch ſeine Forſt in beſ⸗ ſere Umſtaͤnde, wenn er gleich fuͤr Brennholtz ſo ſehr beſorgt nicht iſt, weil vielleicht Torff in der Naͤhe zu haben, und die abgaͤngigen Zaͤune zur Feuerung mit helfen. Man ſchaffet auch Baht oltz holb ande nem ander Acer, der Piell iig nicht, Guthes h ihht den⸗ Kpverdiyket err Ewita urinſt, Der Vorre bege gebre vohl zu,t Wes iſt al bey vmerſ raczuſehe hüöwelen d Süngfe, Ri erſterer ſenacht w in her, ſtůutrm ſinen die alchen Ve den darf, ͤr duch; — Aliſen.„ ih vorhand nder, g dren Bode „In ſig tägicſt ſüanna Anſtalte n er ſigt T. delſicer, due habene ſuccoſo Lirrigaun ſunt necs lat. L. ſehr data (d. 30))5 ihren M dirth, nac denn esbe nit daranf Sgewinter uchungen, Na 1 wird, hiel tbey Ein, orſchtiſe ht, wemn nach das en, daher uͤcksfaͤllen erden kon⸗ hehet dem orſt inbe unholt ſ orff in der Zaͤune zu zuch woh Holh zu der Einrichtung eines Guthes. 171 Holtz an dem einem Orte weg, und legt es an ei⸗ nem andern an, weil der erſte ſich beſſer zum Acker, der andere beſſer zur Hoͤltzung ſchicket. §. 314. Vielleicht wuͤrde man einen Umſtand ſo wich⸗IV. Unter⸗ tig nicht anſehen, daß er vor der Einrichtung des ſuchung Guthes mit zur Sprache kaͤme, wenn ein Wirth der Suͤm⸗ nicht den Dung, deſſen Huͤlfe, und die Noth⸗ pfe, ob ſie wendigkeit, ihn zu haben, kennete. Er ſtellet ndde ein Capital vor, das ſich im Getraide und Graſe enthalten. verzinſet, im Strohe aber abtraͤgt und bezahlet. Der Vorrath von Duͤnger, welcher einmahl zu⸗ wege gebracht iſt, unterhaͤlt ſich und nimt auch wohl zu, wenn darnach gewirthſchafftet wird. Was iſt alſo wohl vernuͤnfftiger, als daß gleich bey dem erſten Zuſchnitte, der Wirth ſich in Vor⸗ rath zu ſetzen ſuchet.(§. 225.) Hierzu biethet ſich bisweilen die ſchoͤnſte Gelegenheit dar. Die Suͤmpfe, Moraͤſte und Traͤnken, wovon die bey⸗ den erſteren ohnedem abgegraben, und trocken gemacht werden, haben von undencklichen Zei⸗ ten her, Dung, Laub, vermodertes Gras und Kraͤuter mit dem Wa er aufgefangen, welches ihnen die nabheliegenden Anhoͤhen zugeſchickt. Solchen Vorrath ſuchet man auf, ohne ſich durch den Torf, welcher bisweilen daruͤber gewachſen, oder durch das daruͤber ſtehende Waſſer blenden zu laſſen. Wenn dergleichen Behaͤlter in Ueber⸗ fluß vorhanden und gut belegen ſind, ſo iſt es kein Wunder, gantze Gegenden neu, und von frucht⸗ barern Boden, als vordem, zu ſehen. §. 315. Zu zeigen, wie jene Unterſuchungen beſt C. Es wird moͤglichſt anzuſtellen, wie die Verbeſſerungen ein allge⸗ ſelbſt anzugreiffen, wie die Ueberſchlaͤge zu ver⸗ nwinerlle⸗ fertigen ——— 172 Ster Abſchnitt. Von den vorlaͤufigen Anſtalten berſchlag fertigen ſind, wie alles dieſes, welches man un⸗ erfordert. ter dem undeutſchen Nahmen, Meliorationen, begreiffet, nach einander vorzunehmen; das uͤberſteigt die Grentze dieſer Abhandlung, ich will nicht ſagen, daß es mich zuweit von mei⸗ nem Zwecke abfuͤhren wuͤrde. Es iſt hier der Ort, alleine zuzeigen auf welche Art die Sache einzuleiten ſey, um durch einen allgemeinen Ue⸗ berſchlag bis zur Beſtimmung der Schlaͤge ſelbſt zu kommen. Nimmer wird man eine Verhaͤlt⸗ niß zwiſchen zwey Dingen ausmachen koͤnnen, wenn von beyden die Groͤſſe nicht angegeben wird. Indem man aber alles, was Veraͤnde⸗ rungen leidet, vorher durchgedacht hat, und nun auf den kuͤnfftigen Fuß annimt; Das weg⸗ zuraͤumende Gehoͤltz, die alte Weyde, als Ac⸗ ker, ausgetrocknete Suͤmpfe, als Wieſen; zu verbeſſernde Laͤndereyen, als verbeſſert; anſie⸗ het; So hat man die Maaße und Groͤſſe von allem, und nichts hindert mehr, Viehzucht und Ackerbau gegeneinander zu ſtellen. §. 316. Zu Wuͤrdigung des Ackers hat man, wie der Acker oben ſchon angezeiget worden, den Einfall, oder zu ſchatzen. die Ein ſaat des Getraides, als einen wirth⸗ ſchaftlichen Masſtab angenommen, womit die Quadratruthen wieder verglichen werden; O⸗ der man verwandelt die Quadratruthen in Scheffelzahl. Nach dieſem ſchaͤtzet man den Acker nach ſeinem wahren Werthe ſtuͤckweiſe, wie er ſich von einander ausnimt, und beobach⸗ tet hiebey die Vorſicht, wozu in dem Iſten Ab⸗ ſchnitte Anleitung gegeben worden. Die Sor⸗ te k 4 nvon Ac um Gothe nen, zu c ls nach T de R. Rn, ſo er Unſtaͤnde doch iſte geogen we einander al heſten, un lter habe dm E faneen und danit, von V fn V man keir ke Lentner ig der W zn; Sie. eſe ſehr n gacchnet, Centner de we Aethfi Rahhet. Anſtalte zu der Einrichtung eines Guthes. 173 hes nnm te von Acker, welche den meiſten Raum von loraionn dem Guthe einnimt, gibt dem Acker den Nah⸗ bmen; u men, zu welcher Claſſe er gehoͤret. Wenn al⸗ dlung, les nach Wuͤrden geſchaͤtzet und der Raum oder eit vonn die OR. in Scheffel⸗Ausſaat verwandelt wor⸗ iſt hirn den, ſo erhaͤlt man durch dieſen Weg, ohne viel ttdie6ch Umſtaͤnde das total der gantzen Ausſaat. Je⸗ emeinenl! doch iſt es nothwendig, daß die Summa doppelt claͤgeſt gezogen werde, wenn der Acker ſich ſehr von ne Verhät einander ausnimt, ſo daß man eine von dem den koͤönn, beſſern, und eine andere, von dem ſchlechtern angegen Acker habe. s Veraͤnde hat, und§. 317. Das wig Den Ertrag der Wieſen rechnet man nach b.) Die e, als l Fudern und auf ein Fuder, nachdem der Bo⸗ Wieſen. dieſen; u den iſt, von dem beſten 100. und darunter, his tt; anſe, 600. OR. Dieſe Rechnung iſt ſehr ungewiß, jriſſ vu da man keine geſetzte Groͤſſe von Fudern hat. guchtun 12. Centner Heu heiſſen ſo gut ein Fuder als 24. Centner. Indeß kan man auch auf den Er⸗ trag der Wieſen keine ſo ſichere Rechnung ma⸗ chen; Sie laſſen oͤfters in den ſchlechten Jah⸗ teen ſo ſehr nach, daß, ein Jahr gegen das ande⸗ ian, wie re gerechnet, der Unterſchied aufs doppelte ſtei⸗ nfall, et get. een wirth⸗ vomit die§. 318. rden; O. Die Weyde wird auf einen etwas ſichern c.) Die uthenin Fuß angeſchlagen. Auf ein Pferd oder Zug⸗ Weyde. man den ochſen wird 8. Scheffel Ausſaat, auf eine Hol⸗ uckweiſ, laͤnder Kuh 6. Scheffel, auf ein Stuͤck guͤſtes beobahh Vieh 4. Scheffel, auf 100. Schaafe 24. bis ſten A. 48. Scheffel Ausſaat, nachdem der Boden iſt, Die Sot gerechnet. Vielleicht lieſſe ſich hierbey nach ei⸗ t ner 374 Ster Abſchnitt. Von den vorlaͤufigen Anſtalten D. Vor⸗ laͤuffige Beſtim⸗ — ner genauen Pruͤfung noch vieles anmerken, 3 wenn man den Unterſchied nicht uͤberſehen woll⸗ Sovie te, welcher in der Natur des Bodens angetrof⸗ filih ni fen wird, da eine Art des Bodens verſchiedent⸗ Jugenſche lich wenig oder viel Gras hervorbringet. de 2 viächſes d. 319. ihn aus Indem man ſoweit gekommen, den Acker aach den in Scheffel Ausſaat, die Wieſen in Fuder Heu, Faminöl mung der und die Weyde, wie den Acker ausdruͤcken zu ilniſine Anzahl de koͤnnen; So hat man alles was zur Beſtim⸗ ſnrder Schlaͤge. mung der Verhaͤltniß der Viehzucht zum Acker⸗ ghlicke d bau gehoͤret, beyſammen,(§. 35.) und einem hiie 3. erfahrnen Wirthe iſt ſodann nichts mehr im zangfa Wege die Anzahl der Schlaͤge zu beſtimmen, drunen wenn er die Lage des Feldes aus der Charte mit hlicſei uͤherſehen hat. Mit der Anzahl der Schlaͤge ſihate entwickelt es ſich erſt, wie viel Acker jaͤhrlich zur Beſtellung koͤmt, indem der ruhende und tragende Acker zuvor damit auseinander geſetzet wird. Nach der Menge des kuͤnftig zu be⸗ ſtellenden Ackers richtet ſich wiederum die An— zahl des Zugviehes, und nach dieſer, die Groͤſ⸗ ſe der Nebenkoppeln.(§. 43.) Weil aber der Acker zu den Nebenkoppeln von dem Totale ab: gehet, ſo koͤnnen die Schlaͤge und ihre Groͤſſe nicht eher genau beſtimmet werden, bevor nicht die Groͤſſe der Nebenkoppeln ausgemacht iſt. Dieſe aber richten ſich wiederum nach den Schlaͤgen. Dem Eirrkel zu folgen erfordert al⸗ ſo die Sache, daß wenigſtens vorher ohngefehr oſt die Schlaͤge uͤberrechnet werden, um wegen der Koppeln zu was gewiſſes zu gelangen, und nachher jene genauer berechnen zu koͤnnen. §. 320, =——— nſtaten zu der Einrichtung eines Guthes. 175 Hanmettn,§. 320. äſehen wil Soviel Umſtaͤnde macht ein kundiger Wirth Wie erfah⸗ ns angunz freylich nicht. Er faſſet die Sache durch den rene Wir⸗ verſchim Augenſchein ziemlich genau. Gleichwie ein ge— 35 ſich 34 inget ſchickter Kraͤuterkenner den Nahmen eines Ge⸗ beyderha 4 waͤchſes bey dem erſten Anblicke angibt, ohne ihn aus den Geſchlechtsregiſtern der Pflantzen „den lc nach den Characktern der Blumen, nach den Fuderh Staminibus, den Blaͤttern, den Saamen⸗Be⸗ drücku haͤltniſſen oder den Wurzeln, herzuholen; Eben ur Beſi, ſo hat der erfahrene Wirth an einem fluͤchtigen zum Atn Anblicke des Aeußern ſchon genug, die Schlaͤ— und einn ge ihrer Zahl nach zu beſtimmen. Denenjeni⸗ s mehrin gen zu gefallen, welchen dieſe durch viele Er⸗ beſiimmn, fahrungen und Beobachtungen erlangte Ge⸗ Charem ſchicklichkeit abgehet, werde ich mich in dem er Schlig folgenden Abſchnitte weiter einlaſſen. er jaͤhtlih hende un ſ 4 der geſehen. cagat Ger Abſchnitt um die An⸗ 8 „awi Von den Koppeln uͤberhaupt; eilabeen Insbeſondere aber von den Ne⸗ d ae ben⸗Koppeln. hre Groſe en, bern§. 321. susgemadh m nach da 8 hem Wirthe iſt es um nichts ſo ſehr zu Was iſt rfordet” S thun, als ſeine Dienſt⸗Boten in beſtaͤn⸗ Befriedi⸗ ohnget diger Arbeit zu halten. Der Hirte, welcher gung? um wegn weiter nichts thut, als daß er hinter dem Viehe n, und bertritt, von einem Orte zum andern treibet, ingen und nur darauf acht hat, kein Stuͤck von der koͤnnen. Heerde zu verlieren, und das Eintreten ins Ge⸗ .4.3 u traide 176 éter Abſchnitt. Vonden Koppeln uͤberhaupt; 1) Huͤrden. 2.) Zaͤune * Niederteutſch Flaeken. traide zu verhuͤten, iſt gewiſſermaſſen muͤßig. Um ihn beſſer anzuſtellen, das Vieh aber dennoch huͤ⸗ ten, und bewachen zu koͤnnen, war die Gelegen⸗ heit nicht weit zu ſuchen. Man duͤrfte nur einen Weideort, worin das Vieh eine beſtimmte Zeit durch, ſein Auskommen hat, ſo einſchlieſſen, daß mit eigener Gewalt weder Vieh heraus, noch an⸗ deres zu ihm henein kommen koͤnnte. Dis iſt al⸗ lem Anſehen nach, der Urſprung deſſen, was man mit dem allgemeinen Nahmen, Befriedi⸗ gung, andeutet. §. 322. Daß man die Huͤrden nicht unter die Befrie⸗ digungen mit zaͤhlet, hat darin ſeinen Grund, weil durch ſie zwar auch Vieh in einem Raum ſi⸗ cher eingeſchloſſen wird, aber nicht ſich zu weiden, ſondern die Nacht uͤber, zu Bedüngung des Ac⸗ kers, eingeſperrt zu bleiben. Daher verſteht man auch unter der Redensart; den Acker mit Huͤrden“ belegen, nichts anders, als ihnmit⸗ telſt der Schaafe duͤngen. Brauchte man Huͤr⸗ den, als bewegliche Zaͤune, auf große Raͤume, Schaafe, oder anderes Vieh darin zu weiden; So iſt kein Zweifel, daß nicht auch die Huͤrden den Befriedigungen beygezaͤhlet werden duͤrften. §. 323. Fuͤr Nationen, die ihre Wohnſtaͤten ver⸗ wechſeln, und umher ziehen, waͤre dieſe Art von Zaͤunen die bequemſte. Unſere Vorgaͤnger ha⸗ ben aber auf andere Mittel gedacht, und mehr, als ein Auskommen gefunden. Unter den vie⸗ len Gattungen von Befriedigungen ſind die ge⸗ meinſten, Zaͤune. Ich beſchreibe ſie nicht. Je⸗ dermann Jhst dermann w ſnen Ate fenug abm Pie ſindbe d Buſe antz getr 4 man cht hat. Darunt 1 wenn ſe, Feſti piichbab dnig Jahre doc, welche ſhn S dehe En⸗ gan ſe niht tzt, und. hräben. Naße hina zu Bef Mn beſ V 8 atveder! t ſauch mi erhaubt, Insbeſondere aber von den Neben⸗Koppeln. 177 nmißige u dermann weiß was ein Zaun iſt; Und die verſchie⸗ rdennochſt denen Arten davon, wuͤrden ſich kaum deutlich die Geleen genug abmahlen, vielweniger beſchreiben laſſen. iſte nurin Sie ſind beſchwerlich zu unterhalten, koſten Holtz eſimmen und Buſch, und zeigen nichts dauerhaftes. ſchlieſen, Gantz gewiß hat dieſe Betrachtung veranlaſſet, aus,nohn daß man auf dauerhaftere Befriedigungen ge⸗ . Döiſt dacht hat. „Befni§. 324. Darunter wuͤrden die Graͤben oben an ſte⸗ hen, wenn ſie in allerley Boden, ſo, wie im Kley, Feſtigkeit behielten. Im Sande fuͤllen er die Bit ſie ſich bald wieder, und laſſen nach Verlauf von nen Gent wenig Jahren, faſt keine Spuhre von der Arbeit im Raunt nach, welche auf ihre Verfertigung angewandt hzu wein worden. Selten ſind ſie auch zureichend, dem zung des!l Viehe Ein⸗ und Ausgang zu verwehren, weil her verſit man ſie nicht in der gehoͤrigen Breite und Tieffe Ackerm macht, und Bedenklichkeiten hat, die es ſo vor⸗ als ihnnt ſchreiben. Die Koſten lauffen leicht uͤber die man hir Maaße binan, und man gibt ungerne viel Land oße Rümm, bloß zu Befriedigungen verlohren. zu wen§. 325. je Huͤrdu echſn Man beſetzet die ſchmalen Graͤben derowe⸗ 3.) Leben⸗ gen entweder mit kleinen Zaͤunen, oder bepflant⸗ dige He⸗ zet ſie auch mit lebendigen Hecken. Dis iſt die cken. ſaͤten ur dritte, die dauerhafteſte und nuͤtzlichſte Art von eſe Att de Befriedigungen, wenn nur die rechte Staude ſe rhr dazu gewaͤhlet wird. Unter allem Strauchwerk gange 4 verdient die Haſelſtaude den Vorzug. Sie und ſchlaͤgt bald in die Hoͤhe, wenn ſie erſt einmahl 2t d im Wuchs iſt und guten Boden hat; Sie gibt ſind deg den beſten und dauerhafteſten Zaun, und noch nicht 4 uͤber dis Huͤrdenſchaͤchte, Stoͤcke zum Decken, derme Holtz zu allerhand Nutzzeug, und Abfall zur Feu⸗ M rung. 178 éter Abſchnitt. Von den Koppelnuͤberhaupt; In rung. Dornen zu pflantzen, damit man dem⸗ ſſte u naͤchſt neue Arbeit habe, den wuchernden Wur⸗ i von zeln dieſer Staude durch Raden, Einhaltzuthun; gunt hien das macht man nicht gerne nach, ſoviel Beyſpie⸗ le davon auch vorhanden ſind. Dieſe Staude gibt auch zu wenig Nutzen, als daß ſie des Fort: Nun pflantzens werth waͤre. Hagebuͤchen ſind noch ſich deſh mitgaͤngig. Sie werfen aber keinen Zaunbuſch gung le ab. Noch viel weniger Abnutz hat man ſich von einer Art Genſt“ verſprechen koͤnnen, die man Grihen, aus anderen Laͤndern brachte, und gegen den An⸗ itn, 0 lauf des Viehes auf den Aufwurf des Grabens änſid ſaͤcte. Man findet hie und da noch Nachbleib: ſel von dieſem Gewaͤchſe, das ſeine Heimath bey uns zu vermiſſen das Anſehen hat, weiles damit nicht fort will. Auf Sandfeldern, wo kein Dorn, V de Be bruchden Hagebuͤchen, Haſelſtauden, oder anderes gu⸗ rahher, tes Buſchwerk fortkommt, thut die Birke auch V 6 hold ihre guten Dienſte. Nahwen, . lhnhe, wel §. 326. u beiehe Mauern. Steinigte Felder liefern dem Wirthe zwar die Materialien zu der koſtbarſten, aber auch zu der dauerhafteſten Befriedigung. Wenn die Mau⸗ Nach ern tuͤchtig geſetzet werden, ſo dauern ſie ewig, e d kr (nach der Ewigkeit vergaͤnglicher Dinge.) ſonders .. 327.. Ricke. Die beſchwerlichſte, koſtbareſte, und am we⸗ wihtn nigſten taugliche Art der Befriedigung iſt die fituinea Berickung; Man ſetzet Pfeiler von ſtarkem Holtze, im Falle der Noth, ſtarke Pfaͤhle, und er heſ verbindet dieſe durch Ricke, oder Stangen, die u pefre ohngefehr die Dicke eines Leiterbaumes haben. h em T Koͤnnte eine dunkele Beſchreibung bewirken, daß um ſe ſi man ſie nirgendwo nachmachte, aller Orten ab⸗— ſchafte, deSs * Spartium. I. rhaußt. nit man d eernden Wu⸗ nhaltzuthu dviel Benſi Dieſe Stu ß ſie des he chen ſind u en Zaunbe t man ſcht nen, dem gegen denl jdes Giut dch Nachlt e Heimath weil esden wo kein du anderts te Birken dirthezonn er auch ud henn die Ma vern ſie eni dinge.) „und alti gung it von ſtalte Pfaͤhle„M Stangen,d umes babe ewirken, d ler Orten ſcheir —————— Insbeſondere aber von den Neben⸗Koppeln. 179 ſchafte, und ſich nur um die vorangezeigten Ar⸗ ten von Befriedigung, bekuͤmmerte; So ſoll es gerne hiemit ſein Bewenden haben. §. 329. Nunmehro werde ich eine Koppel gantz deut⸗Was iſt ei⸗ lich beſchreiben koͤnnen: Es iſt ein in Befriedi⸗ ne Koppel? ung liegender betraͤchtlich groſſer Ort. Man be alſo Koppeln, die mit Zaͤunen, odex mit raͤben, oder mit beyden, oder mit lebendigen Hecken, oder mit Mauern, mit Ricken ꝛc. um⸗ geben ſind. §. 329. Die Beſchaffenheit des Orts, und der Ge⸗Was eine brauch den man von einer Koppel machet, gibt es Hollz⸗ nachher, was fuͤr eine Koppel es ſey. Der Zu⸗Koppel. ſatz, Holtz, zeiget ſchon an, daß unter dem Nahmen, Holtzkoppel, eine ſolche verſtanden werde, welche groͤſtentheils, oder gantz aus Hoͤlt⸗ zung beſtehet. §. 330. Nachtkoppel im gemeineſten Verſtande, heiſ⸗ Nachtkop⸗ ſet jede befriedigte Weide, worauf das Vieh, pel. beſonders des Nachts eingeſperret wird. §. 331. Wiſchkoppel iſt eine jede, betraͤchtlich groſſe Wiſchkop⸗ befriedigte Wieſe. pel. §. 232. So heiſſet auch ein Schlag Koppel, wenn Schlag⸗ er in Befriedigung lieget. Sind alle Schlaͤge Koppel. bey einer Wirthſchaft in Koppeln geleget, ſo kan man ſie fuͤglich eine Koppelwirthſchaft nennen. §. 333. Die Schlaͤge waͤren dann Hauptkoppeln, ne⸗Neben⸗ M a ben 180 6ter Abſchnitt. Von den Koppeln uͤberhaupt; koppeln. ben welchen noch andere ſeyn koͤnnen, die weni⸗ Endzweck derſelben. I. Neben⸗ koppeln fuͤd Zugvieh; Erhalten A. ihre Groͤße, ger auf ſich haben, und eben daher mit dem Nah⸗ men, Nebenkoppeln, beleget ſind. Koppeln, welche auf eine, von den Schlaͤgen abweichende Art gebrauchet werden, heiſſen Nebenkoppeln. §. 334. Der vorzuͤgliche Nutzen, den man aus den Nebenkoppeln ziehen will, beſtimt noch naͤher, von welcher Art ſie ſind. Manche ſollen zur Weide fuͤr Zugvieh dienen; Andere ſollen den Mangel der Wieſen erſetzen;(§. 43.) Andere ſuchet man bey dem Gebrauche zu dem einen oder andern, auch noch durch den Getraidebau zu nuͤt⸗ zen; Denn, kein Acker bleibt der Regel nach, die wenig Ausnahmen hat, immer Weide; Und wenn man ihn auch als Wieſen nuͤtzen kan, ſo iſt es ihm zutraͤglich, daß er mit der Zeit wieder auf⸗ gebrochen wird.(§. 64*) Man kan alſo eine Nebenkoppel auf dreyfache Art nuͤtzen. Zum Kornbau, zu Vermehrung der Heuwinnung, und zur Weide. Die Einrichtung laͤßt ſich aber dergeſtalt treffen, daß die Nebenkoppel entweder nur zu zwey von dieſen Stuͤcken beſtimt iſt, oder ſie ſoll alle drey Dienſte leiſten. Daher gibt es Nebenkoppeln die zur Weide, zum Kornbau, und auch zu Heukoppeln dienen; Andere, die al⸗ leine zur Weide und zum Getraidebau; Andere, die alleine zu Heukoppeln und zum Kornbau, ge⸗ braucht werden. §. 335. Wenn die Weide in den Nebenkoppeln zum Unterhalt fuͤr Zugvieh dienen ſoll, und dieſes der Hauptzweck bey deren Anlegung iſt; So bekuͤm⸗ mert man ſich vor allen um ihre Groͤße, welche, wie leicht zu erachten, von der Anzahl des Zug⸗ viehes, ſihes, 1 finet. 1 ſhen, Mun Frohndien terwindere Griße der hb heraus hiljder ind um A alddenn un fi derg ſebg alln mm mi pf de Ge igren d. — Der U auqhein ſe Thon, hr zu beg Mboden, ponuih, a deGiſede daner V 9 ſdinen B anderen ehaupt. n, die we nit dem Ra . Koppa 1 abweihhn denkoppe man ause noch nilr he ſollan te ſollenw 43.) And eem einen idebauzum „Regel uh. Weide; h zen kan, zi eit wieder ui kan alſo a ruͤgen. Ju Heuwinnang laßt ſch a ppel entvede timt iſt, d daher gibte 1 Kornbu⸗ dere, dien au; Anden ornbau, nkoppeln un und dieſezde BSo belim, öße, welhe ahl des 300 vjehes, — nõ—— Insbeſondere aber von den Neben⸗Koppeln. 181 viebes, das darinnen geweidet werden ſoll, ab⸗(a.) nach haͤnget. Um aber einigermaßen auf den Grund der An⸗ 3 ſehen, nach welchem Geſetze die Anzahl des zahl des ugviehes hinwiederum auszumachen iſt, wird Zugvie⸗ 3 7 hes; wobey es der Muͤhe werth ſeyn, einige Blicke auf das zumerken: Gantze der Wirthſchaft zu werffen. §. 336. Man wird ohne Zweifel zugeben, daß die I.) Die Frohndienſte die Anzahl des einzelnen Zugviehes Beyhuͤlfe vermindere. Wenn alſo ein Ueberſchlag, die der Frohn⸗ Groͤße der Koppeln aus der Anzahl des Zugvie⸗ dienſte. hes heraus zu bringen, gemacht wird, ſo muß die Huͤlfe der Frohndiener mit angeſchlagen werden, und zum Abzuge kommen. Die Koppeln fallen alsdenn um ſo viel geringer aus, je groͤßer die Huͤlfe der Frohndiener iſt. Beſonders komt die⸗ ſe bey allen den Arbeiten ſehr zu ſtatten, welche man mit Pferden verrichtet; Als beym Einſcheu⸗ ern des Getraides, beym Egen, beym Dung— fahren ꝛc. §. 337. Der Unterſchied des Bodens macht unfehl⸗ 2.) Die bar auch einen Unterſchied in der Arbeit. Stren⸗ Beſchaf⸗ ger Thon, und ſteinigte Felder, ſind beſchwerli⸗ fenheit des cher zu bearbeiten, als leichter, oder lockerer Bodens. Mittelboden. Jene erfordern demnach auch mehr Zugvieh, als dieſe. Der Schluß hievon auf die Groͤſſe der Nebenkoppeln macht ſich ſelbſt. §. 338. Ferner findet der Gebrauch des Haakens auf 3.) Die dem einen Boden mehr ſtatt, und der Pflug auf Art des dem anderen. Wo der Haaken wenig gebraucht Zugviehes⸗ wird, muͤſſen die Ochſen entweder mit vor dem Pflug gehen, oder gantz wegbleiben; Das erſte hat in den Gegenden einen Vorzug, wo es an M 3 gutem 182 6ter Abſchnitt. Von den Koppeln uͤberhaupt; 4.) Die Einrich⸗ tung der Wirth⸗ ſchaft. a.) Als gutem Futter im Winter mangelt, wobey die Pferde ſonſt ihre Pflege haben muͤſſen; Beſtuͤnde demnach das Zugvieh mehr aus Pferden, als aus Ochſen; So muͤſte man auf groͤßere Koppeln be⸗ dacht ſeyn; Waͤre der Fall aber umgekehrt; So beduͤrffte man kleinere; Ich ſetze voraus, daß die Anzahl des Zugviehes in beyden Faͤllen, gleich ſtarck ſey. §. 339. Auf gleiche Weiſe aͤndert ſich die Sache, nachdem eine Wirthſchafft ſo, oder anders einge⸗ richtet iſt. Die Braache koſtet allemahl die mei⸗ ſte Arbeit. Man laſſe von dem jaͤhrlich zu bear⸗ beitenden Acker, die Braache, 1¼, †, 2 ꝛc. ſeyn; wie dieſes bey den verſchiedenen Schlaͤgen ſich er⸗ gibt, ſo werden die letzteren allezeit viel mehr Ar⸗ eit, als die erſtern koſten, und alſo auch mehr Zugvieh erforderlich machen. §. 340. Der Unterſchied wird aber noch mercklicher, groſſe und nachdem eine Wirthſchaft groß oder klein iſt. kleine Wirth⸗ ſchaften Ein kleiner Wirth, der jaͤhrlich hundert Scheffel Ausſaat zu beſtreiten hat, muß ein Geſpann Pferde, und ein Wechſelochſen*(oder zwey Paar Ochſen) haben, wenn er gleich keine Frohn⸗ dienſte thut. Daraus folget keinesweges, daß ein großer Wirth bey 800. Laſt jaͤhrlicher Aus⸗ ſaat, 8. Geſpann Pferde, und 16. Wechſeloch⸗ ſen haben muͤſte. Dieſer hat die Menge von Arbeiten, und kan ſie ſo vertheilen, daß nach Moͤglichkeit fuͤr das Vieh, auf alle Jahrszeit gleichviel zu thun iſt. Muſter von guten Wirth⸗ ſchaften * Ein Wechſel⸗Ochſen heiſſet zwey Paar, oder vier Stuͤck Ochſen, wovon zwey Wechſelsweiſe, nach etlichſtuͤndiger Arbeit, beym Haaken ſich abloͤſen. Jns bbiin h emnenhe ncht verſe Paagen, hen, da palten d er ſeiner and alichen, a * 2 t harden ar d Aneieh ho iſt durc uß. V luchi ene Ernne tgelc d. r z0 3 tit wemge as, we ſcerland be zteegenhe für ein Pälle benthen ah de A Sunme ſrus t, werin tiſtiedzm 4 1 thaudt, „wobey de ; Beftünd den, als aug ,7 dat Koppelnte pekehrt, 8 aus, daz ällen, g die Sim. anders ein mahl diem rlich zuben „7 a. ſen aͤgen ſihn tel mehr l auch u 1 er klein i ert Schefil n Geſpom (oder zye eine Fohr⸗ veges, d licher Aue Vechſelo Nenge ven daßz nac Jahrszei ten Witt⸗ ſchaften vier Stie lichſtuͤndie mercklich Insbeſondere aber von den Neben⸗Koppeln. 1 8 3 ſchaften haben hierin eine Grundlage ihrer Voll⸗ kommenheit. So kan aber der kleine Wirth nicht verfahren. Spannet er Pferde vor dem Waagen, ſo muß er ihrer wenigſtens drey ha⸗ ben, da er in Vergleichung mit jenem nur zwey halten duͤrfte. §. 341. Der Bauer wird aber nach der Verhaͤltniß b.) Bauer⸗ ſeiner Laͤndereyen, mit andern Wirthſchaften ver⸗ wirthſchaf⸗ glichen, allemahl einen großen Ueberſchuß an ten. Zugvieh haben, daer auſſer ſeiner eigenen Wirth⸗ dhe durch Frohndienſte, andere mit beſtreiten muß. §. 342. Auch in Betref der Heuwinnung, iſt noch 5.) Die eine Erinnerung zu machen. Ein Feld, welches Groͤße der jaͤhrlich§. Laſt Ausſaat zu bearbeiten gibt, und Heuwin⸗ etwa 30 Fuder eu einerndten laͤſſet; wird nung. mit weniger Geſpann beſtritten, als ein an— deres, welches nicht mehr und nicht weniger Ackerland enthaͤlt, aber 150. Fuder Heu⸗ winnung hat. Was macht nicht ohnedis die Entlegenheit oder Raͤhe der Wieſen und des Ac⸗ kers fuͤr einen Unterſchied in der Arbeit? §. 343: Wollte man alſo das Zugvieh bey einem Gu⸗Die An⸗ te berechnen, ſo muͤſte zufoͤrderſt ein Ueberſchlag zahl des nach den Abaͤnderungen, welche in dem vorher— Zugviehes gehenden angezeiget ſind, gemacht werden, um a priori zu die Summe aller Arbeit, von was Art ſie auch beſtimmen. ſeyn moͤge, zu finden. Dabey muͤſte die Jahrs⸗ zeit, worin die Arbeit zu verrichten, und der Un⸗ terſchied zwiſchen der Arbeit, welche durch Pfer⸗ de, und welche mit den Ochſen beſtellet wird, an: M4 gemercket 184 éter Abſchnitt. Von den Koppeln uͤberhaupt; gemercket werden. Ein ſolcher Entwurff wuͤrde dem Wirth augenſcheinlich zeigen, zu welcher Zeit die Arbeit gehaͤuffet iſt, und ihn nebenber auf die Spuhre bringen, wie dieſe auf andere Zeit mehr zu vertheilen ſtuͤnde. Abwechſelnde, kurtze oder lange Sommer und Winter, mit dem unfuͤglichen Gewitter, wuͤrden zwar oft einen Strich durch die Rechnung machen: Aber da kan der Wirth wieder ſeine Kunſt zeigen, wenn er die Arbeiten ſo neben einander ſtellet, daß auf allen Fall bey guten und ſchlechten Tagen was zu thun vorraͤthig iſt. Bey Vertheilung der Arbeit waͤ⸗ re eine gewiſſe Anzahl Zugviehes zum Grunde zu legen, mit der man die Arbeit paſſete, und wo⸗ bey man ab und zuthun muͤſte. Dieſe Anzahl lieſſe ſich fuͤglich aus der Summe aller Arbeit be⸗ ſtimmen, wenn gerade durch fuͤr einen Tag be⸗ rechnet wird, wieviel ein Geſpann Pferde, oder wieviel ein Wechſelochſen taͤglich bezwinget. Mit der auf ſolche Weiſe herausgebrachten Arbeit ei⸗ nes Tages, dividirte man in das Total der Ar⸗ beit auf das gantze Jahr, die Sonn⸗und Feſttage abgerechnet: So erhielte man eine Zahl, welche die Geſpanne Pferde und Wechſelochſen anzeig⸗ te, womit alsdenn alle Jahreszeiten genauer durchgegangen werden koͤnnten. § 344. Das Ausfuͤhrliche hievon, ſetzet zuviel vor⸗ Ochſen ei- aus, als daß es eine Rebenunterſuchung an die ne Laſt ſem Orte ausmachen koͤnnte. Mit einigen Exem⸗ Ausſaatzu peln aus der Erfahrung iſt hoffentlich alles ab⸗ bezwingen. zuthun, was zum Grunde liegen muß, und in der Folge darauf zu bauen. Soviel iſt ausge⸗ macht, daß eine laſt Ausſaat, mit zwey Paar Ochſen, oder einem Wechſelhaaken, zur Winter⸗ ſaat gemaͤchlich zubereitet werden koͤnne. Dis iſt von ſtarcken und groſſen Ochſen zu berſeeland on Ins „Enſt iſt düſen die nuf kleine nnchen iſ Ein V geben, n die ſeiſten qher ol ht Gerram Arvetbeſt Fhfllch ſedenn, 5 Fearffuhte hrr ver b Ne b 3 umit, tiſe der t, denm hes der ugvieh d ſchloſſen nere Ko ſudt darin n Falle giſe ſüde thaupt. wurffwitge „zu welte hu nebenze eauf ande bwechſaln⸗ ter, wit n dar oſt ein Aber date wenner daß aufaln was zutha rArbeit Grundeg te, und we ieſe Anza er Arbeitbe nen Tagte ferde, ode uget. M Arbeite tal der Ar nd Feſttage ahl, welche hſen anzai en genauet zuviel vor ung an die lgen Eren, halles o⸗ 5, und i iſt ausge⸗ zwey Paut ur Winter nne. 9 verſtehen, 8 — m—— Insbeſondere aber von den Neben⸗Koppeln. 185 Sonſt iſt leicht einzuſehen, daß bey ſchwaͤcheren Ochſen die Arbeit ſo nicht ſchaffet, und jederzeit auf kleine Bauerochſen der Anſchlag geringer zu machen iſt. §. 345. Ein Beyſpiel einer gantzen Wirthſchaft zu Anzahl geben, nehme man an, daß ein Feld nicht unter desugvie⸗ die ſteifſten aber doch zu ſtarckem Boden gehoͤre. hes bey ei⸗ Daher ſollen 140. Fuder Heu geworben, und 9. nem be⸗ Laſt Getraide jaͤhrlich ausgeſaͤet werden. Dieſe ſtimmten Arbeit beſtreiten drey Geſpann Pferde, und vier Guthe. Wechſelochſen, ohne Zuthun fremder Huͤlfe; Es ſey denn, daß im Winter viele weite Reiſen, oder Kornfuhren vorfielen, welche zum Theil durch andere verrichtet werden muͤſten. §. 346. Neben der Ruͤckſicht auf das Zugvieh, und(b.) Nach die damit zu betreibende Arbeit haͤngt noch die dem Ge⸗ Groͤſſe der Koppeln von der Art des Gebrauches brauche ab, den man von ihnen machen will. Vielleicht den nan iſt es der Wirthſchaft zutraͤglich, daß nur das chen wil. Zugvieh die Nachtuͤber in den Nebenkoppeln ein⸗. geſchloſſen ſey, und in ſolchem Falle hat man weit kleinere Koppeln noͤtig, alswenn jenes Tag und Nacht darinn unterhalten werden ſoll. In dem erſten Falle koͤnte man mit 4, in dieſem aber mit nicht viel weniger, als 7. Scheffel Ausſaat auf jedes Haupt zureichen. Fuͤrnemlich, wenn 8 groͤſte Anzahl des Zugviehes aus Pferden be⸗ uͤnde. §. 347. Nun koͤmt die Frage erſt zur Eroͤrterung, ob B. Die Be⸗ auch der Ort bequem genug zu den Nebenkoppeln ſchaffen⸗ zu finden ſey, und die verlangte Groͤße habe. heit des Von dem Boden, welcher Weide fuͤr Zugvieh Grundes M S hergeben 186 éter Abſchnitt. Von den Koppeln uͤberhaupt; und Bo⸗ hergeben ſoll, wird verlanget, daß er gutes Gras dens. trage, und die Pflege, welche das Zugvieh vor allem anderen verdienet, erfordert es, daß man ſoviel moͤglich die beſten Oerter von Feldern dazu ausſuche. §. 384. C. Beſchaf⸗ Man legt aber die Nebenkoppeln nicht mitten fenheit des in das Feld zum Hinderniße der Schlaͤge, wenn Ortes. etwa der beſte Acker ſich da befaͤnde, ſondern man 2 In der bringt ſie nahe an dem Hoſe oder dem Dorfe, da⸗ Lage. mit die Dienſtbothen das Zugvieh, wenn ſie zu Felde ziehen, bey der Hand haben, und nach ge⸗ ſchehener Arbeit mit demſelben einerley Weg zu⸗ ruͤckkehren. Vid. Tab. Il. A B. Tab. III. A. B. C. Andere halten es aber fuͤr beſſer, die Koppeln ſo anzulegen, daß man das Vieh allemahl in der Naͤhe bey den entfernteſten Oertern des Feldes haben koͤnne, damit es nicht durch weite Wege ermuͤdet werde, bevor es von den Koppeln zur Stelle koͤmt, wo gearbeitet wird. Bey den ab⸗ wechſelnden Schlaͤgen iſt das letztere ſehr ſchwer abzupaſſen; Die erſtere Art, Koppeln nahe am Dorfe anzulegen, hat den zuverlaͤßigen Nutzen, daß die Haͤker, oder die Pfluͤgenden ſofort, wenn angeſpannet iſt, zu dem Arbeitsorte hinauf, und ſo auch wieder zur Koppel hinunterpfluͤgen koͤn⸗ nen, wenn die Schlaͤge ſich insgeſamt an den Hof ziehen, und der Wirth ſo verſtaͤndig iſt, daß er zu dieſer im Vorbeygehen, zu verrichtenden Arbeit, die noͤtigen Strecken liegen laͤſſet. Doch, dieſer Vortheil wird nicht geachtet, wenn der Boden nicht tauglich iſt, und etwan gewiſſe Win⸗ kel des Feldes, und Aboͤrter ſich beſonders gut zu Nebenkoppeln ſchicken, wie davon die Beyſpiele Tab. I. A. B. C.zu finden. §. 349. Ins Leiſt 3 dese Tuſächet, in, um im Frih 88 Grnj und die4 Vichemit ümen Ee Shußweh 1ds G hleibet e e Bäun diagt mit durc das 1. lberde t beher wit tres kor ude zagl die Ra it dem g dergeſt nh die b Feopelund ülages, heagänact Koopel ſola lUlſe Wei Nenden smactſt iit ron e —- — haugt Insbeſondere aber von den Neben Koppeln. 187 gutes Gn. Jugtithte„1, 349. , da na Es iſt auch nicht uͤbel, wenn man nach Anwei⸗b) Wegen 8 eldern i ſung des eben angezogenen Exempels, die Oerter angꝛenzen⸗ auſſuchet, welche mit Hoͤltzungen zuſammenhaͤn⸗der Ge⸗ gen, um darin die Nebenkoppeln zu erweitern. hoͤlße. Im Fruͤhjahre dienen ſie zum erſten Anbiſſe, weil nichtmin das Graß in den Gehoͤltzen zuerſt hervorgruͤnet, läge, vn und die Knospen der Baͤume und Gebuͤſche dem ondenin Viehe mit behuͤflich ſind. Beym Regen und unge⸗ Dorfe,n ſtuͤmen Wetter, ſind ſolche Hoͤltzungen bequeme wenn ſin Schutzwehren fuͤr das Vieh, und wenn die Duͤr⸗ und uih re das Graß auf dem flachen Felde verzehret, ſe Wai ſo bleibet es in Hoͤltzungen unter dem Schatten 1Abe der Baͤume und Gebuͤſche geborgen. Tab. I. Koxxint baͤngt mit A. das Gehoͤltze V. zuſamen. B. iſt ablind durch das mit W. bezeichnete Holtz vergroͤſſert des Feht worden. Wenn die Koppel B. und der Schlag eite Wy VI. beyde tragen, ſo kan das Gehoͤltz w. ent⸗ oppeln zꝛ weder mit zur Koppel A. genommen werden, enden d oder es koͤmt zur Auſſenweide. Sollten aber ſchr ſchen beyde zugleich ruhen, und der Schlag VI. da⸗ lnnahem zu die Rachtkoppel ſeyn muͤſſen; So kan B. en Ruhn, mit dem groͤßten Theile von dem Schlage VI. ſort, en b., dergeſtalt zuſammengehaͤnget werden, daß nauf, 9 durch die verlaͤngerte Grentze p. r. zwiſchen der lügen i Koppel und dem Schlage der aͤuſſerſte Theil des nind Schlages, VI. a., mit dem Hoͤltze W. zuſam⸗ dden mengebracht werden, und ſolcher die Stelle der t. Dot, Koppel ſolange vertreten kan, als ſie ruhen weun au ſoll. Auf dieſe und aͤhnliche Arten werden die viſſe Wi bloſſen Weideoͤrter recht genuͤtzet. Die Grͤße ers gutg der beyden Oerter, B, und VI. a. iſt gleich, und Beyſpit dis macht ſoviel weniger Hinderniß, daß man uud von beyden einen fuͤr den andern nehmen ollte. . 30,§. 350. 188 öter Abſchnitt. Von den Koppeln uͤberhaupt; §. 350. -—)In Hin⸗ Noch ein nothwendiges Stuͤck iſt uͤbrig, ſicht der welches bey allen Nebenkoppeln, die zur Wei⸗ Trancken de fuͤrs Zugvieh dienen, in Acht zu nehmen. Wuͤrde das Waſſer zur Traͤncke vergeſſen, ſo moͤchte alles ſich ſo gut zu einer Koppel fuͤgen, als es wollte: Die Anſtalten waͤren vergebens. §. 351. D. An⸗ Findet man alles vor, was dem Zwecke ih⸗ zahl der rer Beſtimmung gemaͤß iſt: als daß taugliche Pehezte Oerter dazu vorhanden ſind, daß der Acker reich⸗ nelberi lich Gras bringe, daß Gehoͤltze und Traͤnken Kornbau, anzutreffen ſind; So weiſet es die Groͤſſe die⸗ zur Weide, ſer zu Nebenkoppeln tuͤchtigen Oerter eines und zur Theils nach, wieviel ihrer zu machen ſind. Der Heuwin⸗ Umſtand wird nur noch zur Frage kommen, ob nun die⸗ die Nebenkoppeln zugleich mit zu Erſetzung des Heumangels dienen ſollen? In dem Falle muͤſ⸗ ſen ihrer nothwendig drey ſeyn. Dabey wuͤrde aber jede beſonders zulaͤnglich verlanget, daß das Zugvieh ſein Auskommen darin finde, in⸗ dem von dieſen drey Nebenkoppeln nur eine zur Weidedienen kan; Denn die zwote waͤre mit Klee, und die dritte mit Getrayde jaͤhrlich be⸗ ſamet. Zu ſolchem Ende ſind die Koppeln Tab. III. eingerichtet. Wenn es irgendwo noͤ⸗ tig iſt, ſo wird hierzu ein vollends fruchtbares flaches Erdreich verlanget, welches von Natur ſchon gutes Gras traͤgt, und bey trockenen Jah⸗ ren nicht leicht nachlaͤſſet. Das Gras wird durch den Kleeſaamen, den man in die letzte Saat mit einſtreuet, um ſoviel edler, und macht bey Wirthſchaften, die an Wieſen Mangel lei⸗ den, Insbe m, eine d frung. zgbiehe 9 dm det Kl get worden komt, die⸗ gen iſ. cher Koype Wenn e heuwine nict an der dee vorben 39.35o.) zaber bon V nte ſo ſad zalle drven nimt eübrigen ſerunter b llat zu den f, da den ahen, ale ſlunng der rannur die dälie al it und du oy dooneſt 1 rhaupi, fiſt übtg die zut W zu nehmn ergeſen, oppel ſige nvergehn Ztvett 1 aß tauglch Acker uuc nd Traͤnte Groͤſe di erter eine ſind. Da mmen, u ſehung de Falle muͤ bey waͤrd nget, daß finde, i zur eine zir ewaͤre mi aͤhrlich be e Koppell gendwoi ruchtbant von Natut jenen Juh Hras witd die lehte und maht Nangel li⸗ den, ————õ———— Insbeſoudere aber von den Neben⸗Koppeln. 189 den, eine anſehnliche Huͤlfe in der Winterfut⸗ terung. Die Weide muß natuͤrlicherweiſe dem Zugviehe ausnehmend gedeylich ſeyn, da, nach⸗ dem der Klee drey Jahre hintereinander gemaͤ⸗ het worden, und endlich die Koppel zur Weide koͤmt, die Art von dem Klee noch nicht vergan⸗ gen iſt. Die Ordnung bey dem Gebrauche ſol⸗ cher Koppeln iſt Tab. IV. lit. d. angezeiget. §. 352. Wenn aber der Gebrauch zu Vermehrung Wenn ſe der Heuwinnung wegfaͤllt, ſo iſt der Wirth eben traidebau nicht an der Zahl drey, gebunden. Nachdem und zur es die vorbemerkten Erforderniſſe(§. 346. 347. Weide al⸗ 349. 350.) ergeben, wuͤrden auch wohl zwo leindienen. Nebenkoppeln gemacht werden muͤſſen. Haͤngt es aber von der bloſſen Wahl des Wirthes ab, ſo ſind 3 allemahl vorzuͤglicher als zwo. Von dreyen nimt man alsdenn eine zur Saat, und die uͤbrigen zur Weide. Man vertheilet ſich hierunter beſonders in dem Falle, wenn der Platz zu den Nebenkoppeln nicht allzu geraumig iſt, da denn ³ zur Weide allemahl mehr aus⸗ machen, als ½. Dann iſt dem Zugvieh der Abgang der alten Weide auch nicht ſo merklich, wenn nur die Haͤlfte davon aufgebrochen wird, und dafuͤr friſche Weide aus der beſaͤet geweſe⸗ nen Koppel in die Stelle tritt, als wenn man die voͤllige alte Weide bey zween Koppeln auf— bricht, und dagegen lauter friſche vorfaͤllt. Je⸗ ne drey Koppeln, tragen in den Jahren, da ei⸗ ne davon beſaͤet wird, nur zwo Saaten mager ab. Dabey ruhet jede, wie die Reihe an ſie koͤmt, vier Jahre. Wie ſolche Nebenkoppeln mit der Weide 190 éter Abſchnitt. Von den Koppeln uͤberhaupt; Weide und Tragejahren abwechſeln, iſt aus Tab. IV. lit. a, zu ermaͤßigen. Sollen aber dieſe Koppeln drey Saaten mager abtragen, wie denn ſolches nach der innern Guͤte des Bo⸗ dens beurtheilet werden muß, ſo wird die Folge V der Weide zwiſchen den Saaten dazu Tab. IV. b. angezeiget; Die Ordnung der Saaten aber(§. 286.) §. 353. Wenn ge⸗ Bisweilen iſt es den Wirthen weniger um nau auf die Weide bey Nebenkoppeln zu thun, als um den Ge⸗ den vortheilhafteſten Gebrauch des dazu genom⸗ Brauch des menen Ackers. Vielfaͤltig ſteckt in dieſen Re⸗ Ackers ge⸗ n. ſehen wird. vieren der Kern des Bodens, welcher auf dem gantzen Felde zu finden iſt. Unterſcheidet ſich der uͤbrige Acker ſo ſehr von dem zu den Neben⸗ koppeln, daß dieſe alleine die beſten Getraide⸗ Jn uns berei ven ſen behricht; Nebenkoh rauch me lees, dnnte, gͤleich dat NMehen du arten tragen, welche ſonſt in den uͤbrigen Thei⸗ len des Feldes nicht zu bauen ſtehen; Sopflegt man von drey Koppeln lieber zwo zur Saat zu nehmen und eine ruhen zu laſſen. Tab. IV. lit. c. iſt ihre Einrichtung zu finden. Es ver⸗ ſtehet ſich aber von ſelbſt, daß die eine Neben⸗ koppel, welche ruhet, dem Zugviehe Weide ge⸗ nug verſchaffen muͤſſe. §. 354. II. Neben Aus den vorhergehenden S§phis iſt ſchon klar, teyenn⸗ daß man ſo gut Nebenkoppeln anlegen kan, die Getraide⸗ bau und des Getraydebaues wechſelsweiſe dienen, als Heuwinn⸗ es welche gibt, die zur Weide und zum Getray⸗ nen alleine debau abwechſelnd gebraucht werden. Die beſtimmt Einrichtung ſolcher Rebenkoppeln wird an dem, was alleine zur Vermehrung der Heuwinnung und Man erndt aus der eit Rr andern nuffolgend garagen, deh erſten leeund G eͤech die bey tben nimung an ſchs Jaht drey Jahre ther einen ebenkopp ſteygut ha Grauche nnr anſtrt; Den de Nunxe ds nſche iſ ſdiden. K bsräle e ſede Wit „. iſer en ———m— ſethaun Insbeſondere aber von den Neben⸗Koppeln. 191 eln, va was bereits von anderen geſagt iſt, abzuneh⸗ ſind. en e men ſeyn. Die Bedencklichkeit iſt jedoch hie⸗ 1) 3 o diunnen bey nicht zu uͤbergehen, daß man von ſolchen— dih naen Rebenkoppeln nicht den vollſtaͤndigſten Ge— ppeln. aju n brauch machen koͤnne, indem der Nutzen des Klees, welchen man in der Weide noch ziehen der Ein koͤnnte ,„ damit vernichtet wird, daß der Acker gleich darauf, wenn der Klee ſeine Jahre zum Mehen durchgedauert hat, umgebrochen wird. Man erndtet naͤmlich von zwo ſolchen Koppeln, hunen aus der einen drey Jahr Getraide, und aus z arn ut der andern Klee und Gras. In den drey dar⸗ 1 dun 1 auf folgenden Jahren, bleibet die, welche Klee 1 getragen, zum Kornbau, die, welche in den her auf d cher auſin drey erſten Jahren aber Getraide trug, zum rſcheidet Klee und Graſe. Mit 3 Nebenkoppeln wuͤrde den Riu es jedoch die Bewandniß nicht haben, wenn es n Getraz dabey eben ſo auf die Vermehrung der Heu⸗ brigen Th winnung angeſehen waͤre. Jede Koppel bliebe Sopfle ſechs Jahre hinter einander zum Heuen, und zur Säat drey Jahre zum Getraidebau. Sie erfordern . Tad.. aber einen viel beſſern Boden, als jene zwo en. Eemn Nebenkoppeln, da ſie 6. Jahr ſich in der Gra⸗ eine Rhr ſerey gut halten ſollen. Die Ordnung in ihrem de Weide. Gebrauche gibt Tab. IV. n. b. an, wo man nur anſtatt W. Heu, ſetzen darf. §. 355. tſchonln Von der bisher beſchriebenen Art, den 2)eine Ne⸗ en kan,Ä Mangel des Heues mit den Nebenkoppeln zu benkoppel⸗ innungun erſetzen, iſt noch eine andere gaͤntzlich unter⸗ ienen, Ä ſchieden. Die Suͤmpfe, welche in dem Acker um Geng bisweilen zerſtreuet liegen, belohnen die Muͤ⸗ den. N he des Wirthes, wenn er ſie abgraͤbet und vom ird andnn Waſſer entlediget, indem ſie oft gute Wieſen n abge⸗ 192 é6ter Abſchnitt. Von den Koppeln uͤberhaupt; abgeben. Wie iſt es aber anzuſtellen, daß man ſich des Ertrags ſolcher Oerter jaͤhrlich verſs V chert? Wo es an Wieſen nicht gehricht, blei⸗ ben ſie, wie der Acker, worinnen ſie liegen, es gibt, zur Weide; Oder ſie werden zu der Zeit, da das Land beſaͤet iſt, gemaͤhet. Wollte man ſolche kleine Plaͤtze mit Zaͤunen umgeben, ſo wuͤrde mehr bey der Arbeit und dem Aufwande des Holtz und Buſchwerks verlohren gehen, als man bey den Wieſen gewoͤnne. Der Schlag III. Tab. III. weiſet deutlich, daß keine Art der Befriedigung dabey ſtatt finden koͤnne. Fuͤr⸗ nemlich weil die meiſten von den kleinen Suͤm⸗ pfen nur am Rande was taugen, und in der Mitte torfig ſind. Einem Gute, das ſo ge⸗ ringe Heuwinnung hat, als dieſes, iſt es ſoviel wichtiger, einen bequemeren Weg ausfuͤndig zu machen; Dieſen hat man nicht beſſer zu tref⸗ fen gewuſt, als daß der Schlag III. etwas groͤſſer gemacht wurde, als die uͤbrigen. Dann iſt in dieſem Schlage der gantze Platz, welche die Suͤmpfe, oder ſo genanten Feldkuhlen, ein⸗ nehmen, nach der Zeichnung, mit Graͤben und lebendigen Hecken umgeben. Mit dieſem Schla⸗ ge hat man die uͤbrigen ſo in die Reihe gebracht, daß von ihnen die beyden, welche vor dieſem Schlage vorhergehen, ebenfals mit Feldkuhlen bereichert oder ſoviel groͤſſer ſind, daß dadurch der Abgang der Weide, welcher mit den Wie⸗ ſen im Schlage III abgeſchnitten iſt, bis zur Zeit der Heuerndte nicht merklich wird. Da— mit iſt zwar der Acker in den Schlaͤgen ungleich gemacht, und wieder die unten dieſerwegen vorkommende Regel gehandelt; Aber hier waͤh⸗ let Jnbt ſt man un * 3 Viehſu hu mang uicht groß welche dur gemeſſener aber hied würde, w Weide kil lche lagen Wrrzeſof Kboypela ma and den G änhlen zur liſt dann doß ſe mit ſoütde dadu elt Art a ir Meckle illen dench —— erhaupt, Insbeſonderr aber von den Nebenkoppeln. 193 en, zaßun let man unter zween Uebeln das kleinſte. Da hrlich d, die Viehzucht ohnehin bey Guͤtern, wo es an brich, ee Heu mangelt, in Betreff des Hollaͤnderviehes, ſe legen, nicht groß iſt, ſo wird auch auf die Weide, azu derzi welche durch Schaafe genutzet wird, kein ſo ab⸗ Woltenn gemeſſener Anſchlag gemacht. Man erhaͤlt ſie ogeben, aber hiedurch noch immer gleicher, als ſie ſeyn n Aufwek würde, wenn alle Wieſen und Schlaͤge mit zur zren gehn, Weide kaͤmen. Beſſer iſt es, wenn die natuͤr⸗ Der Schiy liche Lage der Wieſengruͤnde und Suͤmpfe dem eine Arta Wirthe ſo fuget, daß er ein Paar ſolcher Nacht⸗ une. Fü koppeln machen kan, die wechſelsweiſe tragen, inen Sin und den Gebrauch der darin geſchloſſenen Feld⸗ und in da kuhlen zur Heuwinnung regelmaͤßig darſtellen. das ſoge Hilft dann die Natur des Bodens dazu mit, iſt es ſop daß ſie mit Klee beſaamet werden koͤnnen, ſo ausfüͤndiz wuͤrde dadurch dem Heumangel auf eine dop⸗ ſſer zutete pelte Art abgeholfen. IlI. etwas§. 356. en. Dann Nebenkoppeln, die blos zur Weide angele⸗Ir. Neben⸗ 6, welch get werden, laſſen ſich nach den Grundſaͤtzen koppeln, kuhlen, en der Mecklenburgiſchen Wirthſchaft nur in drey die alleine Hraͤben und Faͤllen dencken. Der Ort beſtehet entweder aus zur Weide eſem Sch Hoͤltzung und Bruchwerck, wovon das Holtz dienen. egebrach ohne Nachtheil des Gutes nicht weggeſchaffet vor diſen werden darf; Als Hoͤltzung, die zum Bauen Feldkuhln und Beſſern, zu Zaun⸗- und Nuͤtzholtz verſchonet aß daduch werden: Oder er iſt der Einrichtung der Wirth⸗ t den Wie Wie ſchaft nach zur Weide nothwendig, ob er gleich „bis zut zu anderem Gebrauche tuͤchtig waͤre; Als die ird. Da Bruͤche, bey ſandigten Feldern: Oder er be⸗ nungleih ſtehet aus ſolchem Grunde und Boden, der teſerwegn ſeiner Natur nach keinen andern und beſſern rhierwuͤd Gebrauch verſtattet. la N§ 357. 194 6ter Abſchnitt. Von den Koppeln uͤberhaupt; §. 357. 1,) Die Soll ein ſolcher Ort Weide heiſſen, und von P ehs 8 dieſer Benennung Torfmoͤhre ausgeſchloſſen ſeyn; za Wethe So ſtelle ich mir den Grund folgendermaßen vor. gebraucht Er muß in den Unterlagen torſig oder ſteinigt werden ſeyn, aber oberhalb eine duͤnne Erdſchichte ha⸗ koͤnnen. ben. Ein ſolches Erdreich muß weiter nicht zu bewaͤſſern ſtehen, indem es ſonſt voll Gras tra⸗ gen und zu Wieſen geſchickt ſeyn wuͤrde: Es muß auch den Gebrauch des Pfluges nicht verſtatten, weil die untere Erdſchichte entweder den Pflug aufhaͤlt, oder auch von ſolcher ſchlechten Art iſt, daß die obere Erde dadurch verderben wuͤrde. §. 358. 2.) Die Bloß die harte Hoͤltzung zu Nachtkoppeln zu aus harter machen, geſchicht nur, wenn man ſonſt garnicht Hoͤltzung rathen kan. Das Zugvieh iſt mit dem unkraͤfti⸗ beſtehen. gen unter dem Schatten der Baͤume aufgewach⸗ ſenen Graſe ſchlechter abgeſpeiſet, als mit den be⸗ huͤlflichſten Kraͤutern auf dem freyen Acker; Wie⸗ wohl es doch hiebey viel darauf ankoͤmt, ob das Holtz dichte ſtehet, und viel Unterholtz, oder Buſch⸗ und Strauchwerk den Grund bedecket. Im Sommer muß das Vieh im Holtze von Flie⸗ gen und allerley Ungeziefer zuviel ausſtehen, wenn es darin bleibende Weide hat. §. 359. 3.) Die Auf Sandfeldern muͤſſen ſich die Wirthe mit aus wei⸗ dergleichen unvollkommenen Weiden behelffen, cher Hoͤl⸗ und die Gelegenheit iſt ſehr gut, wenn Bruͤche zung beſte⸗ und ſonſt fruchtbare flache Gruͤnde dazu vorhan⸗ hen. den ſind. Es werden ſolchen Nebenkoppeln, die alleine aus Bruch und Moraſt beſtehen, von dem daran grentzenden Acker mit gutem Vorbedacht Winkel und ſchmale Striche angehaͤnget. dee naſſen Ahhe und benkoppeln koppeln au ethalten, nommen,! Ncer zu ln. 5 E. Ethlage. bE d terſ ſeuuhr irer it alären —— llin, 4 eäür b V Fanſe thaupt, ſen, und d ſchloſenſen ermaßente. oder ſteng rdſchichte eiter nic ell Grast rde: Eomg t verſtann rden Piu hten Arti wuͤrde. tkoppelnn onſt garrict eem unktiſt eaufgewach smit denbe Acker; Wie mmt, ob das tholtz, der nd bedeckt ſe von Fli⸗ ausſtehen Lirthe mi behelffen, n Bruͤche uvorhan⸗ ppeln, die ,vondem orbedach et. Bah naſſen Insbeſondere aber von den Neben⸗Koppeln. 195 naſſen Weidearten iſt es noͤthig, daß trockene Plaͤtze vom Acker mit in den Nebenkoppeln be⸗ findlich ſind, worauf das Vieh trocken liegen kan. Die Fruchtbarkeit ſolcher Oerter nimt durch die Ruhe und Huͤlfe des Viehes, wie bey allen Ne⸗ benkoppeln, zu. Nicht ſelten muͤſſen dieſe Neben⸗ koppeln auch das wenige Haushaltungsvieh mit erhalten; Sie werden bey Gelegenheit aufge⸗ nommen, wenn etwa von einer andern Seite Acker zu der naſſen Weide genommen werden kan; Z. E. von einem angrenzenden ruhenden Schlage. 7ur Abſchnit Von dem Umlaufe oder der Ruli⸗ rung der Schlaͤge. §. 360. A⸗ dem bisher abgehandelten wird ſoviel Die ver⸗ d klar ſeyn, daß man Abteilungen im Acker ſchiedenen machet, wovon allezeit gewiſſe Theile ruhen, an⸗Arten von dere zum tragen zubereitet werden, andere wuͤrk⸗ Schlaͤgen lich tragen. ſind: Die verſchiedenen Arten von Schlaͤgen, wel⸗ che daher ihren Urſprung haben, werden ſich alſo leicht erklaͤren laſſen. §. 361. Schlaͤge, welche ruhen, oder liegen, ſind Wei⸗Weide⸗ de⸗Schlaͤge. cheru gen, ſ Schlaͤge. §. 362. Wenn ſie aber in Befriedigung ſind, und das Nachtkop⸗ N 2 Vieh ——— ——— —— 196 Fter Abſchnitt. Von dem Umlaufe oder der peln. Vieh des Nachts darinn verſchloſſen wird, ſo heiſſen ſie Nachtkoppeln; Es moͤgen dazu einige beſonders ausgeſuchet, oder alle wie ſie an die Reihe kommen, beſtimmt ſeyn. icein E b aüſſe, wer V Niid get anen Zug anen ker Es liſ Veſtied Rulirung d §. 363. Saat⸗ Schlaͤge die tragen, heiſſen Saat⸗Schlaͤ Schlaͤge. ge. §. 364. Braach⸗ Weide⸗Schlaͤge die aufgenommen werden Schlaͤge, ſollen, heiſſen gleich in dem Jahre Braach⸗ Schlaͤge, in welchem die Braachfahre umge⸗ bracht wird;(§. 183.) Und von eben dem Nah⸗ men ſind die, welche friſch gebrachet werden. (§. 182.) §. 365. Was iſt Dieſe viererley Schlaͤge ſollen nun miteinan⸗ Nulirung. der abwechſelnd und regelmaͤßig gebraucht wer⸗ den. Daher entſtehet das, was man die Ruli⸗ rung oder den Umlauf der Schlaͤge nennet; Sie iſt eine ſolche Ordnung in dem Gebrauche der Schlaͤge, nach welcher, wo nicht allemahl, doch die meiſte Zeit, ein Schlag in die Stelle des an⸗ dern trit, und nach Verlauf gewiſſer Jahre, die erſte Stellung im Gebrauche aller Schlaͤge wie⸗ der da iſt. 8§. 366. Wasiſtdie Wenn ein Schlag allemahl unveraͤndert in Ldnlrhe die Stelle des andern trit, ſo iſt es eine ordentli⸗ Rultrung che Rulirung. Von der Art ſind die Tab. VI. in dem Circkel angebrachten beyden Rulirungen von eilf und ſechs Schlaͤgen. Man findet beyde, die erſte Tab. V. n. 8. und dieſe Tab. IV. n. 2, in der Reihe weg, und kan daraus ſehen, daß es nichts weſentliches bey der Rulirung ausmache, da ſeviß alle⸗ ſachtkeppel an an. r Schlag (tn, odet w Jahren einen 4 nicht(a ( tdr Schl ſſed demnac uiß, daß dc bunt w Jichaffenh th, nicht Sol gie huf ale, Wnn aͤrddire de Snnm Krn, a acinden then. Alsd b8 ſeße ſad, r an nen Saxen tm di Kaxpe 3 ein ur We derder iſen wid, wie ſie an SaatE umen ve hre Bruu chfahre un ben demn achet we zun miteine braucht w nan die R nennet: E hebrauche! llemahl, w Stelle deon er Jahte, Schlaͤgen veraͤndert! eine ordenl die Tab.I Rulirunge findet bend b. IV. n. hen, daß ausmach d Rulirung der Schlaͤge. 197 daß ein Schlag immer an dem andern haͤngen muͤſſe, wenn ſie folgen ſollen: J. und VI. I. und XI. ſind getrennet, und folgen mit den andern in einem Zuge. Beſſer iſts wenn ſie zuſammen haͤngen koͤnnen. 6. 367. Es laͤſſet ſich thun, daß man einige Schlaͤge Es iſt in Befriedigung bringet, und ſie in der Folge der nichts we⸗ Rulirung dergeſtalt ſetzet, daß man davon einen ſentliches gewiß alle Jahr zur Weide hat, mithin zu den dabey, daß Nachtkoppeln immer dieſelbigen Schlaͤge brau⸗ die Schlaͤ⸗ chen kan. Zu dem Ende ſtehen Tab. V. n. 5. c auein⸗ der Schlag II. und IV. in Befriedigung zu brin⸗ dder han⸗ gen, oder wenn ſie es ſind, ſo hat man in allen gen. Jahren einen von beyden zur Weide, nur in ei— nem nicht(anno 62.) Ob dis der Bequemlich⸗ keit der Schlaͤge nicht hinderlich werden kan, das wird demnaͤchſt auszumachen ſeyn. So viel iſt gewiß, daß es bey Feldern, wo die Schlaͤge doch bunt unter einander liegen, und nach der Beſchaffenheit des Feldes nicht anders liegen koͤn⸗ nen, nicht ſchadet. §. 368. Soll hieraus eine Regel gezogen werden, Regel, die auf alle Faͤlle paſſet, ſo muß ſie ſo lauten; wornach Man dividire mit der Anzahl der Weide⸗Schlaͤ⸗ die Nacht⸗ ge die Summe aller Schlaͤge, und mache ſo viel Koppeln Koppeln, als Einheiten der Quotient hat, den an deꝛZahl Bruch in dem Quotienten allemahl fuͤr eines an⸗ auszuma⸗ geſehen: Alsdenn bringe man zwiſchen zwo und chen, wel⸗ zwo Koppeln ſo viel Schlaͤge, als Weide⸗Schlaͤ⸗ beinnier ge da ſind, weniger eins:(Ein Bruch machet dan len. daß an einem Orte weniger Schlaͤge zwiſchen den en ſonen. Koppeln kommen) ſo hat man von den befrie⸗ digten Koppeln in der Ordnung gewiß alle Jahr eine zur Weide. N 3§. 369. 198 7ter Abſchnitt. Von dem Umlaufe oder der §. 369. Der um⸗ Kaum iſt es noͤthig zu beruͤhren, es ſey nichts lauf der weſentliches bey der Rulirung, ob der Zug lincks Schlaͤge oder rechts geſchehe, ob die Braache lincker oder nach einer rechter Hand bey dem Rocken⸗Schlage ſey. Bedſſen Tab. VI. n. 10. iſt bey den 11. Schlaͤgen die falr iſt Braache lincker Hand, bey den ſechſen aber rech⸗ zufällig. ter Hand. Es giebt aber Bedencken, die das eine oder andere nothwendig machen koͤnnen. §. 370. Nothwen⸗ Ein weſentliches Stuͤck der ordentlichen Ru⸗ digeStuͤc⸗ lirung aber iſt es, daß in ſo viel Jahren, als ke bey der Schlaͤge an der Zahl da ſind, auch die Schlaͤge vrdentli⸗ herum kommen(Tab. V. n. 5. 6. 8.9. Tab. IV. Se Ruli⸗ n. 2. Tab. VI. n. 10. 11.) ferner, daß der Acker ung. ſo viel Jahre ruhet, als Weide⸗Schlaͤge da ſind, wenn man das Braach⸗Jahr nicht mit zur Zeit der Ruhe rechnet. Und dis unterſcheidet ſie von andern nicht regelmaͤßigen Rulirungen. §. 371. Was hat Zuweilen unterbricht man die rdenche Ru⸗ es mit dem lirung, und dis iſt ein Kunſtgrif, wodurch man Ueber⸗ einem Schlage zu Huͤlfe kommen kan, der an der ſpringen innern Guͤte dem andern nicht gleich iſt. Man fuͤr eine greifet alsdann einen Schlag zur Braache vor, Bewandt⸗ der der Ordnung nach, ſpaͤter haͤtte aufgenommen niß? werden muͤſſen, und laͤßt dem Duͤrftigen die Zeit in der Ruhe zu gute kommen, die man dem an⸗ dern vorweg nimmt. Dis heißt uͤberſpringen. Dabey muß eine gepruͤfte Unterſuchung vorher⸗ gehen, ob der vorgegriffene Schlag auch die Ru⸗ he miſſen kan. Tab. V. iſt bey n. 5. mit kleinen lateiniſchen Buchſtaben, die Veraͤnderung, die ſolcher Sprung in der Rulirung machet, ange⸗ zeiget. dSer E danl da nder Wei Rechne Schlage! rung nach die Sa Wenn deüen, und onder Ru teſen, da lnahldaſ enmüſen, Ptbecchlg h ſe linge a der Jahh niht vielm : hhſen.(. Paung b gtte, daß rerſchafte dhnſp gut onauch dc Sbſägen ei näugeben dlichenzu nte ch an S heſn. We feacſ fin vefſ er ſatt 4 aus gfeine ſa Sſſge, t ahetonm —— 5. 372. der der Rulirung der Schlaͤge. 199 §. 372- „es ſeri Der Endzweck des Ueberſpringens kan eben Zweyfa⸗ der Juglnt ſowohl darin beſtehen, daß man einen Schlag cher End⸗ he linken in der Weide laͤnger behalten will, weil man ſeie zweck deſ⸗ Schlaget ne Rechnung dabey findet, als daß man einem ſelben. Schlägn Schlage durch laͤngere Ruhe, die ihm der Ord⸗ hſen abemn nung nach zukoͤmmt, behuͤlflich zu ſeyn trachtet. ceen, in Die Sache leidet dabey keine Veraͤnderung. rkoͤnnen §. 373. Wenn es noͤthig iſt vieles von dem Acker zu Was iſt entlichn beſaͤen, und man nur einen geringen Theil da⸗Deruli⸗ Jahren, 6 3 derngen F„rung? ed„6 von der Ruhe uͤberlaſſen kan, ſo iſt es leicht zu be⸗ rung? die Sch greifen, daß die Weideſchlaͤge nur in geringer .9. T’V Anzahl da ſind. Man hat daher auf Mittelden⸗ daß derlt; cken muͤſſen, wie es zu zwingen, einen oder zwey clage daſu Weideſchlaͤge ſo unter den andern folgen zu laſſen, tmit zur zu daß ſie laͤngere Jahre ruhen, als Weideſchlaͤge heddetuw an der Zahl ſind,(§. 370.) denn dem Acker iſt ggen. nicht viel mit einer ſo kurtzen Dauer der Ruhe ge⸗ holfen.(§. 158.) So gut als man außer der Ordnung bey dem Ueberſpringen den Vortheil ditje hatte, daß man den Weideſchlaͤgen laͤngere Ru⸗ vourchun he verſchafte, als ſie gewoͤhnlich erhalten wuͤrden, „derann eben ſo gut konte man auch einen methodiſchen it. M Gebrauch davon machen, und dieſer iſt bey 5. raache cu Schlaͤgen eingefuͤhret. Der Sache einen Nah⸗ fgenonmn men zu geben, um dieſe Rulirung von der ordent⸗ gen dieh lichen zu unterſcheiden, darf man nur dem Worte nan demn noch eine Silbe anhaͤngen, und ſie Derulirung berſptingn heiſſen. Wer einigen Silben aus einer fremden ung votſe Sprache feind iſt, der mag ſich ſelber ſtrafen, uch diedu wenn er ſtatt eines Wortes, wiederordentlicher mit klinn Umlauf, ausſpricht. Die Derulirung iſt dem— derung, N nach eine ſolche Ordnung in dem Gebrauche der cet, au Schlaͤge, wodurch die Weideſchlaͤge zu laͤngerer Ruhe kommen, als ſie bey der Rulirung kom⸗ N4 men n Kennzei⸗ ben. Gebrauch derſelben bey 5. Schlaͤgen. chen derſel⸗ 200 Fter Abſchnitt. Von dem Umlaufe oder der men wuͤrden, ſonſten aber iſt die Folge aller Schlaͤge ſo beſchaffen, daß nach Verlauf gewiſ⸗ ſer Jahre, die erſte Stellung in dem Gebrauche aller Schlaͤge wieder da iſt. §. 374- Es wird nicht einmal noͤtig ſeyn, es als ein Unterſcheidungs⸗Zeichen der Derulirung von der Rulirung anzugeben, daß bey der erſten allemahl mehr Jahre zur Vollendung des gantzen Um⸗ laufs gehoͤren, als Schlaͤge an der Zahl ſind. Es folget ſchon aus(§. 371.) und auf gleiche Weiſe wird es ohne Umſchweif nur zu beruͤhren ſeyn, daß hier zweyerley Braachen vorfallen; Denn aus der Anwendung erhellet ſolches deutlicher, als 9 hier durch die Zergliederung gemacht werden an. §. 375. Nach der Rulirung wuͤrden bey§. Schlaͤgen, weil drey davon beſaͤet werden, und einer braach lieget, der fuͤnfte Weide ſeyn, und alſo nur ein Jahr ruhen. Wenn aber die viere(Tab III. n. I a.) II. III. IV. und V. unter ſich erſt ruliren, und die Weide unberuͤhret bleibet, ſo verlaufen vier Jahr, in welchen allezeit friſche Braachen ſind, und in dem fuͤnften, da der Weide Schlag 5. Jahre geruhet hat,(das Jahr mitgerechnet, worinn die alte Braache vorfiel), kaͤme der Wei⸗ de Schlag den man vorbeygegangen, erſt an die Reihe. Es gaͤbe alſo alle fuͤnf Jahr nach der Ordnung, eine alte Braache, der Acker ruhete fuͤnf Jahre, und truͤge denn mit den alle Jahre eintretenden friſchen Braachen, ſo lange fort, bis alle fuͤnf Schlaͤge die§. jaͤhrige Ruhe gehabt. Ich fuͤhre dieſes an, um den natuͤrlichſten Zug zu weiſen, welcher bey der Derulirung vorfallen koͤnte: äner obe ſitrichts tt, vell nüſien F ie oſähri niderfriſ 65. bis d. faͤchten m werde. ds, daßd die R ihe ki nrinder E hrchen, de ung nicht rigernaſen ſſiten, g dö gſ eingfiheten de Icet! lidW- in, obm er dieſer, an wiſen ſcce in d ntergte da dennin ale duuide Uet plghe inder ung herum ale. — Don die (ätruch— dlügeng dgen. 4 er der 5 ale rlauf ge n Gebrauh n, es alste rung vonde ten allenn gantzen Un ahlſind. e leiche Wa aͤhren ſi illen; Den rutlicher,a acht werde Schlaͤgen iner braat alſo nur en Tab IIl,n rſt ruliren vverlaufn Braachen ide Schl gerechne ne der Wu erſt an di nach di cer ruhet alle Jahr⸗ ſefort, bi he gehabl ten Zugi vorfalen koͤnte Rulirung der Schlaͤge. 201 koͤnte: ob es gleich wenig gebraͤuchlich ſſt. Man haͤlt nichts von einer fuͤnfjaͤhrigen Ruhe des Ac— kers, weil die Weide mit dem 5ten Jahre in den meiſten Faͤllen ſchon abnimmt(§. 164.) Auch die 20jaͤhrige Dauer des abwechſelnden Tragens mit der friſchen Braache(Tab. V. n. 7. I. von anno 65. bis 84.) wuͤrde nicht gut thun, weil man be⸗ fuͤrchten muß, daß das Unkraut zu ſehr einreiſſen werde. Das eintzige vortheilhafte hiebey waͤre dis, daß die alte Braache nur alle§. Jahr an die Reihe kaͤme. Dieſe faͤllt den Wirthen ſchwe⸗ rer in der Bearbeitung, als die friſche, ein Ge⸗ brechen, dem gantz und gar bey dieſer Einrich⸗ tung nicht abzuhelfen, das aber dadurch doch ei⸗ nigermaſſen gelindert wird, daß die alte Braache ſo ſelten, als moͤglich, vorfaͤllt. §. 376. Dis geſchicht nicht bey der gebraͤuchlichen und eine eingefuͤhrten Derulirung der 5. Beſrehiichedun Nii en der Acker nur 3. Jahre zur Weide lieget, wie Art. Tab. IV n. I. b. zu ſehen. Um alſo zu entſchei⸗ den, ob man ohne Schaden von jener Ordnung, vor dieſer, Gebrauch machen koͤnne, ſo mae man wiſſen, daß durch die friſche Braachzeit, welche in den 20. Jahren viermal vorfaͤllt, dem Unkraute das wuchern gehemmet werden koͤnte, (denn in allen Gegenden nimmt es nicht gleich ge— ſchwinde Ueberhand,) und daß man dabey nichts wagte, indem man die Zeit, worinn die Deruli— nun herumkommt, auf ſo viele Jahre hinaus⸗ ellet. §. 377. Von dieſer Derulirung wird bisher nur ſelten Gebrauch Gebrauch gemacht; Sie laͤſſet ſich auch bey 6. derſelben Schlaͤgen auf doppelte Art und gantz ſchicklich an⸗ bey 6. bringen. Wenn nur ein Weide⸗Schlag da ſe Schlaͤgen. N 5 oll, 202 7ter Abſchnitt. Von dem Umlaufe oder der ſoll, damit vier tragen, und die Ste braach lie⸗ gen kan, ſo wird man die Tab. IV. n. a. ange⸗ zeigte Derulirung nicht uneben finden. Sie koͤmt alle 18. Jahre herum, der Weide⸗Schlag liegt 3. Jahr, und nach der darauf folgenden alten Braache, wird der Acker nur zweymal friſch ge⸗ braachet, worauf er wieder zur Ruhe koͤmmt. §. 378. Auf eine Wenn aber zween Weide⸗Schlaͤge vorhan⸗ zwote Art. den ſind, und der Acker ſoll dennoch der Regel nach wenigſtens drey Jahre Weide ſeyn, damit er ausruhe, ſo iſt die Anordnung nach Tab. IV. n. 3. zu treffen, wobey die Weideſchlaͤge Wech⸗ ſelsweiſe drey und vier Jahr ruhen, und die gan⸗ ze Derulirung innerhalb 12. Jahren zu Ende koͤmt. Die eine Braache wird alſo fruͤher auf⸗ genommen, als die andere. Zum Unterſchiede wird es nicht undienlich ſeyn, die Braache in dem juͤngern Dreeſche, die neue Braache in Ver⸗ gleichung mit deraͤltern zu nennen. Der Begrif von einer friſchen Braache paſſet auf dieſe nicht. (§. cit.) §. 379. Unter⸗ Die Ordnung in dem Gebrauche derer Ne⸗ ſchied der benkoppeln hat mit der Rulirung wenig gemein. Rulirung Eine kurtze Zergliederung derſelben wird uns da⸗ der Schlaͤ⸗von bald uͤberfuͤhren. Es waͤre gantz uͤberfluͤßig, ge/ und der den Gebrauch der eintzelnen(§. 356.) oder von Ordnung zween Koppeln(§. 352.) mit in Vergleichung zu des Ge⸗ bringen. Der Unterſchied iſt gar zu hand⸗ reinche greiflich. Von 3. Nebenkoppeln iſt gewiß ent⸗ peln p⸗weder eine zur Weide, oder man beſtimmet dazu zwo.(§. 351. feqq.) Es ſind alſo alle Jahre ru⸗ hende und tragende Theile da, das eintzige aͤhnli⸗ che mit den Schlaͤgen! Sonſten ſind nur in ge⸗ 1 wiſſen riſen Jat 1Tab.W 6L 63.1 die Folge eſt ihre gade erſ ſümmten kunüchen jNnterſche Vermu pull, one de ddnun fualunen E ſalle ih genächkete V rdge ig diſt, nenne thenhei d n. Sie nidat e — er der te brraht . I. 4.gngr 1. Sie kun chlag lin; badn alin al ftiſchg⸗ e kih ige vorhe hder Ne ſeyn, damt h Tad. lu. laͤge Wel⸗ und diegan en zu Ende fruͤher auf nterſchiede he in dem ein Ver⸗ der Begrif dieſe nicht derer Re⸗ ggemein. d uns da⸗ erfluͤßig/ oder von ſchung ſu u hand— ewiß ent. met dazu Jahre ru⸗ ge aͤhnl⸗ ur in ge⸗ wiſſen Rulirung der Schlaͤge. 203 wiſſen Jahren, nicht in allen Braachen, wie bey a. Tab. IV. anno 60., 62. und 64. bey b. anno 60. 63. und 66. und bey c. und d. wie bey b. Die Folge iſt gantz anders. Eine Koppel traͤgt erſt ihre Jahre durch, und dann faͤngt die fol⸗ gende erſt an, und thut eben die Dienſte in be⸗ ſtimmten Jahren, und was dergleichen mehr fuͤr Unterſchiede noch vorhanden. §. 380. Vermuthlich wird dieſer Abriß, von der kuͤnſtlichen Ordnung in dem Gebrauche der Schlaͤge und Nachtkoppeln, einigermaſſen ein Zeugniß geben, daß ein Wirth, der nur in die— ſem Stuͤcke die beſten Mittel einzuſchlagen wiſſen will, ohne Nachdencken zu kurtz kommt. Von der Ordnung in dem Gebrauche halber Schlaͤge, ſoll unten Erwaͤhnung geſchehen. —ð—G—ð—I?²'eer 8“ Abſchnitt Von den Beguemlichkeiten der Schlaͤge. §. 381. Me allem Fuge haͤtte ich dasjenige, was Was unte: ich hier unter dem Nahmen der Be⸗ den Be⸗ quemlichkeiten der Schlaͤge verſtehe, auch noth⸗ uemlich⸗ wendige Eigenſchaften der Schlaͤge, bedingungs⸗keiten der weiſe, nennen koͤnnen, inſoferne nemlich die Ge⸗ Schlaͤge legenheit dazu vorhanden iſt, ſie ihnen mitzuthei⸗ zu verſte⸗ len. Sie ſind alle nuͤtzlich, und beguͤnſtigen hen? mittelbar entweder den Ackerbau, oder die Bieh⸗ zucht: 204 Ster Abſchnitt. Von den Bequemlichkeiten zucht: Sie vergroͤſſern zum Theil die Vortheile, Lh welche aus der regelmaͤßigen Verbindung zwi⸗ be hac ſchen beyden flieſſen, wenn ſie gleich hier und da 3 dem erſten Anblick nach unerheblich ſcheinen moge Uidderum ten; Sie erſtrecken ſich uͤber die aͤuſſere Geſtalt ſagei, und Lage, die Vorſorge fuͤr Waſſer, die Gleich⸗ tfenſenn heit, und den einfoͤrmigen Zug der Schlaͤge; Und X witd. man koͤnnte dieſe Bequemlichkeiten auf dieſe vier gliche Stuͤcke inſchraͤncken, wenn nicht beſondere Um⸗ Wiſerg ſtaͤnde, Zeit und Ort, mehreres entdecken wuͤr⸗ de, das hieher gehoͤret. V Dderg. §. 382. niman d Allem anderen laſſe ich billig die Erinnerung ade na Vorſt V Bonſorhe wegen der Traͤncken vorangehen. Jede Einrich⸗ 6 din ken. tung eines Guthes, die eine Hollaͤnderey zum i läb, Zwecke hat, erfordert, daß man ſich bemuͤhet, uotü in allen Schlaͤgen Waſſer zu erhalten, damit es t wun nicht an Traͤncken fuͤr das Vieh gebricht. In ſd diſ Feldern, die mit Baͤchen umgeben ſind,(Tab. W grich I.) darf man das Waſſer nicht weit ſuchen. Uiun d Man hat aber andere Gegenden, woes zuweilen 16, ndd ſchwer wird, genug Oerter anzutreffen, die das klgen, gantze Jahr durch Waſſer halten. Billig muß ahga jeder Schlag mit einer Traͤncke verſehen ſeyn, ſo eſchy beſonders wenn alle Schlaͤge in Zaun, und Ver⸗ auemüch wahrung liegen ſollen. Dis kan Anlaß dazu d bgen geben, daß man den Schlaͤgen in andern Stuͤ⸗ ken ihre Bequemlichkeit verdirbt, indem man iih nen weder eine gute Forme zu geben, noch ſie an Ihüdſe das Dorf zu ziehen, vermoͤgend iſt. Es ſind al: uunhner lerhand Kuͤnſte erdacht, um durch einen Schlag alen W dem andern den Weg zum Waſſer zu erofnen,M ou, an die nicht allemahl anzubringen ſind. Zum Bey⸗ haeim ſpiel kan der Waſſergang X. bey den kleinen Kow⸗ aelchfal peln A und B,(Tab III.) dienen, welcher ga Iu beyden gemein iſt. Von den drey Koppeln ſind ihucht allemahl keiten e Vorthil, indung n hier undt heinen me ſere Geit die Glach chlaͤge, ui nuf dieſetr ſondere lr decken vir Frinnerun de Einnch derey zun bemäͤht damit e cht. In d,(Tab. it ſuchen. szuweilen n, die das zillig wuß hen ſern, und Ver⸗ plaß dafn tn Stuͤr nman ih⸗ och ſie a es ſind al⸗ n Schlag eroͤfnen, um Bey⸗ nen Kox⸗ welcher peln ſind allemall ——— EEꝝE der Schlaͤge. 205 allemahl zwo im Gebrauche, und eine iſt Weide. Wenn A und O tragen, ſo wird X, durch daſ⸗ ſelbe Heck zugemacht, welches B oͤfnet; Und hin⸗ wiederum B verſchlieſſet, ſo oft A zur Weide lieget, und der Weg zum Waſſer von Naus, offen ſeyn ſoll. Die Vorſtellung im Großen bey X. wird die Sache noch deutlicher machen. Auf gleiche Weiſe koͤnnen auch die Schlaͤge an das Waſſer gezogen werden. §. 383. Der groͤßte Theil der Bequemlichleiten, wo⸗ Einfluß der mit man den Schlaͤgen behuͤflich ſeyn kan, haͤngt Lage des von der natuͤrlichen Lage und Guͤte eines Feldes Feldesauf ab. Wenn alle Felder ſolche Lage haͤtten, wie die Be⸗ das, Tab. l. vor Augen lieget; So haͤtten ſie ſo⸗ quemlich⸗ viel Vorzuͤge, als man von einem Felde verlan⸗ keiten. get, wenn nicht ein Wirth von der beſten Welt fordert, daß alle Felder in den Grentzen, Circkel, und zwiſchen ihnen keine Winckel ſeyn ſollen. Iſt nun das Gut beynahe in der Mitte des Fel⸗ des, und der Acker in der Ruͤnde um denſelben, belegen, ſo muͤſſen Bruͤche, und Moͤhre, die dem ungeachtet, noch die Einrichtung eines Gu⸗ thes beſchwerlich genug machen koͤnnen, doch der Bequemlichkeit nur wenige Hinderniſſe in den Weg legen. §. 384. Zu dieſen iſt, als eins der vornehmſten Stuͤc⸗ Die Schlaͤ⸗ ke zu rechnen, daß ſie eine ſchickliche Breite er⸗ ge muͤſſen halten. Wenn man ſie ſchmal, und in der aͤn⸗ eine paßli⸗ ge weg, anlegen wollte, ſo wuͤrde dadurch die che Breite Bearbeitung, in ſoferne ſie quer uͤbergehet, be⸗ haben. ſchwerlich fallen. Es kan zwar ſolche durch einen ſchraͤgen Zugin ſoweiterleichtert werden, daß das Vieh nicht zu oft umzukehren noͤtig hat; Aber es werden 206 Ster Abſchnitt. Von den Bequemlichkeiten Sie muͤſ⸗ ſen groß Sie muͤſ⸗ ſen nicht werden dennoch die angrentzenden Schlaͤge, wel⸗ che beſaͤet ſind, durch das viele Umwenden mit⸗ genommen, und beſonders bey der friſchen Braa⸗ che der eilf, und aufaͤhnliche Weiſe eingerichteten Schlaͤge,(Tab. VI. n. 10.) wo ſich auf beyden Seiten der Braache Getraide befindet. Nicht zu gedencken, daß dem Viehe, ſo auf der Braa⸗ che gehuͤtet wird, der Eintritt auf einer kuͤrtzern Strecke leichter verwehret iſt, als auf einer laͤn⸗ geren. Liegen die Schlaͤge in Zaͤunen, oder an⸗ derer Befriedigung; So koſtet es dem Wirthe in den meiſten Faͤllen bey der ſchmalen Figur der Schlaͤge mehr Raum, den die Befriedigung ein⸗ nimmt, als bey der entgegengeſetzten Forme. §. 385. Um nun die Schlaͤge ſoviel leichter hinrei⸗ chend breit machen zu koͤnnen, wird erfordert, daß ſie groß ausfallen. Wenn die Lage des Fel⸗ des ſich in die Laͤnge erſtrecket, und man ſuchet dann den Schlaͤgen eine geſchickte Form zu ge⸗ ben; So wuͤrden Tab. II. die Schlaͤge unter⸗ waͤrts, welche mit punctirten Linien uͤber die an⸗ dern, angedeutet, eine unfoͤrmliche Geſtalt er⸗ halten, ſobald ſie kleiner, oder ihrer mehrere an der Zahl, ſeyn ſollten. Dieſe Regel der Be⸗ quemlichkeit hat in der Beſtimmung der Anzahl der Schlaͤge keinen geringen Einfluß; Das iſt ſo viel geſagt, bey kleinen Guͤtern kan man mit der Anzahl der Schlaͤge nicht hoch hinangehen, viel⸗ weniger doppelte Abtheilungen zu Binnen⸗ und Auſſenſchlaͤgen machen. §. 386. Die groͤßte Unbequemlichkeit bey den Schlaͤ⸗ gen iſt, wenn einer hinter dem andern lieget⸗ hinter ein⸗(Tab. II. lit. a. bis i.) Dabey iſt der Verluſt der geringſte, gngſte ſelhe du de interſ pbiel wei Aviehes, Pärzſchaft harman Jahrr —— thi vorfc ghledamit ijich en V Jewunetiter 4 nuf lad Iiffen aſe tn Wag ni hruuf, ma arwit dem 1 V Aug, we u um Dhe m hat ein däſihen. Waeine nün, nach Nge. J in der hir de vetden ſge under Nganzen ☛ =——ÿ — — = S— — beiten chaͤe, the iſchen Iu ingetichen hauflan ndet. Ri⸗ uf der Bee einer kutzm auf einer en, oderm m Witthen en Figur w jedigung en Forme. hter hinne erforden, ge des Fel nan ſuchen orm zu ge⸗ laͤge unter⸗ über die an Geſtalt er⸗ mehreremn e- der Ne der Anza Das iſtſ an mit d ehen, vil⸗ innen⸗und den Schli⸗ ern lieget gerluſtder geringſte der Schlaͤge. 207 geringſte, den man durch die Wege und Triften, ander ſte⸗ welche durch die vorderſten gehen muͤſſen, ſo oft cken. die hinterſten liegen oder ruhen, in dem Abgang des Ackers leidet. In dem Jahre, da die hin⸗ terſten Schlaͤge bearbeitet werden, gehet das Vieh muͤßig weite Wege hin und her, und in der Erndte, wie nicht weniger beym Abfahren des Dungs von dem Hofe, wird die Arbeit oft zwey bis dreymahl ſo beſchwerlich, wenn der Weg um ſoviel weiter iſt. Indem aber die Anzahl des Zugviehes, wie alles uͤbrige bey der großen Wirthſchaft, auf einen feſten Fuß geſetzet iſt, ſo hat man auch dahin zu ſehen, daß die Arbeit ein Jahr wie das andere, ohne großen Unter⸗ ſchied vorfaͤllt. Und das kann man in dieſem Falle damit zwingen, daß man die Schlaͤge ſoviel moͤglich an den Hof, oder das Dorf ziehet, wie die punctirten Linien, Tab. II. und die Schlaͤ⸗ ge auf Tab. l. nachweiſen. Dadurch werden Trifften erſparet. Das Zugvieh gebet den wei⸗ ten Weg nicht umſonſt, ſondern es arbeitet ſich hinauf, man iſt in der Erndte und beym Duͤn⸗ gen mit dem Wagen gleich auf dem Schlage, der Dung, welcher ſonſt in den Wegen verſtreuet, und zum Theil verlohren ginge, wirderſparet, und man hat ein Jahr, wie das andere, gleichviel zu fahren. §. 387. Wege und nothwendige Abzugsgraͤben brin⸗Wege und get man, nach Moglichkeit, in die Grentzen der Abzugs⸗ Schlaͤge. Jene hindern daran, daß die Koppeln araͤben wegen der hin und her reiſenden nicht feſt zuge⸗ muͤſſen, halten werden koͤnnen; Dieſe ſind der Arbeit im wenn ſich Wege, und erfordern Bruͤcken, wenn ſie durch lhnl den gantzen Schlag hingehen. Wieder dieſe ſtenn Regel findet ſich ein Fehler Tob. I. bey dem der Schlaͤ⸗ Schlage 208 Ster Abſchnitt. Von den Bequemlichkeiten ge gebꝛacht Schlage V. Die Grentze zwiſchen den beyden anden! werden. Schlaͤgen IV und V haͤtte bey xX und y, giufnde: der Graben ſeyn muͤſſen, welcher aus dem Moh⸗ fpelher in re das Waſſer abfuͤhret. Was der Schlag da⸗ 1 verd durch unten verlohren haͤtte, koͤnnte ihm oben bey Heſs hi Z nach der punctirten Linie aus dem Schlage V. ſeweg, u wiedergegeben werden, ſo bliebe die Groͤße der ſe, durch beyden Schlaͤge unveraͤndert. uſammen, §. 388 und ſſt es Wie die Die Wege ſind beſſer angelegt, wenn der Ort Wege ein⸗ dazu beſtaͤndig bleibt, und mit bepflantzten Ufern V dach d zurichten. der Graͤben auf beyden Seiten eingeſchloſſen ſind, ſiy nicht: als wenn man nur einen Graben machet, und idt vürd eines um das andere den Weg, nachdem die dar⸗ uu Geiſ anſtoſſende Schlaͤge ruhen, auf der einen oder in Paun andern Seite veraͤndert. Denn auf ſolche Wei⸗ p odurah ſe werden die Fuhrleute die Straaße nach Will⸗ omn 1 kuͤhr breit machen, und in der Weide mehr ver⸗ huihe derben, als der uͤbrige kleine Aichesſtrich, der— doch nur die Arbeit ſchwer machet, einbringen kan. Ich laſſe es gelten, wenn der Weg keine ichtsſ Landſtraſſe iſt, oder wenig gefahren wird. lüchwiſ in Hölbun §. 389. Ju Weg! mit Kleine Holtzrehmel, Gebuͤſche, und alles uht, a hinderli⸗ was von Holtzwerck in kleinen Strecken im Ac⸗(lolln. chem Hol⸗ ker ſtehet, muß kein Hinderniß in den Schlaͤgen ithenf ze im Ac⸗ machen. Die Wirthe nennen ſolche Oerter Voͤ⸗ i hente ker. gelneſter, und ſie ſind auch eine wahre Herberge Gli dieſes Gefluͤgels, welches ſo klug iſt, ſeine Ver⸗ hat. M ſamlung da zu halten, wo es ſeinen Tiſch auf der Naͤhe gedeckt findet. Ein groͤſſerer Schaden erwaͤchſet aber aus dem Schatten, den ſolche klei⸗ iſt ne Gehoͤltze und Buͤſche machen. Das Korn i wird taub; Wenn es weit amit 65 ſo bringt lla Puc t. icht weniger es Stroh, aber wenig Frucht. Ni du Pide rahatg der Schlaͤge. 209 Schaden thut der in ſolchem Gebuͤſche ſich an⸗ uus denJ baͤuffende und langſam ſchmeltzende Schnee, der St weelcher im Fruͤhjahre auf der Naͤhe die Feld⸗ riß 9 fruͤchte verkaͤltet, und den guten Wuchs hindert. nüdn Dieſes Hinderniß iſt leicht zu heben; Man rode an Schl ſie weg, und bringe das Holtz durch neue Zuſchlaͤ⸗ die Giiß, ge, durch Saͤen und Pflantzen an einem Orte zuſammen, ſo hindert es dem Ackerbque nicht, und iſt es leichter zu huͤten. „wenniel§. 390. flanzunli Doch darf man dem Holtze in dem Acker ſo Eine Aus⸗ geſchſen feind nicht werden, daß kein Strauch darin ge⸗ nahme. vuii 1 duldet wuͤrde. In der Ebene, dem kein Holtz hdem din 1 oder Gebuͤſch nahe lieget, laͤßt man hie und da der einn einen Baum oder Buſch ſtehen, oder aufwach⸗ uf ſolheh ſen, wodurch der Hirte Schutz, bey ſchlechtem ſenachh Wetter, erhaͤlt. Auch das Vieh, verſamlet ide meht! ſich um ſolche einzelne Baͤume oder Buͤſche. rſnihen t, einbrin§. 391. der Weg Nichts ſchadet den Schlaͤgenmehr, als wenn Jeder wird. ſie ſtuͤkkweiſe, oder getrennet liegen; Dazu koͤn⸗Schlag nen Hoͤltzungen, Moͤhre und Bruͤche Anlaß ge⸗ muß un⸗ ben. Man ſteckt lieber zween Schlaͤge hinter⸗ zertrennt, und M einander, als daß man ſie in Stuͤcken vertheilet. in einem ecken inn(Tab II. n. II.& III.) Wenn nur nicht da⸗Stuͤcke lie⸗ en Schlit durch die entfernteſte Ecke des Feldes gantz zu ei⸗ gen. Oerter! nem Schlag koͤmt. Darum iſt Tab II bey den hre Helbn Schlaͤgen IV. und V eine andere Regel ange⸗ t, ſeined bracht. Man leidet aus dieſem Grunde nicht diſch af gerne fremde Grundſtuͤcke mitten in den Schlaͤ⸗ rer Scat gen, ſondern bringt ſie an abgeſonderte Oerter, en ſolchet in Ecken und Winckel, wo ſie des zaͤunens we⸗ Das Ku gen, ſoviel leichter zu verwahren ſind, weil in nt, ſobit ſolchen Winckeln gemeiniglich eine Seite ſchon licht wenit verwahret oder befriediget iſt.(Tab. II. lit. m, Schad O n, o.) Qͤ 210 Ster Abſchnitt. Von den Bequemlichkeiten n, o.) Was hiebey Rechtens iſt, und auf was üän liſſ Art die Veraͤnderung der Stelle ſolcher Laͤnderey⸗ uich ſo b en vorzunehmen; das muß der Guthsherr wiſſen. nubmache §. 392. Unfoͤrmli⸗ Aus eben der Urſache, welche bey der vo⸗ che Winc⸗ rigen Regel zum Grunde lieget, bringt man Ene klind ae vor, daß ſolche Winckel, die zwar mit dem ſe vnter be u brin⸗gantzen Schlage zuſammenhaͤngen koͤnnten, Nund 5 gen aber doch unfoͤrmliche Anhaͤnge ausmachen 38 fiedern, wuͤrden, nicht an den unrechten Schlag ange⸗ bracht werden. Der Schlag III. Tab. II. ſitn iuſt haͤtte noch ein Stuͤck von dem Schlage IV. bey tſu weni K erhalten, und dadurch das ſchmale Mittel⸗ ang berle ſtuͤck vom Schlage IV verbreitet werden koͤnnen; ſt, als d Aber dabey waͤre IV, der ſehr unfoͤrmlich iſt, o ander wenig beſſer geworden, und III haͤtte der Weg Sunne im getrennt, und mit einem unfoͤrmlichen Anhan⸗ de Eg⸗ ge verdorben. nſſnen I uſehe §. 393. nſat i, Der Ac⸗ Daß der Acker zu einerley Schlaͤgen, ſo iun Iahr ker zu ei viel immer moͤglich iſt, auch gleich gut ſey, das fchlert Erhingen gehoͤret zu dem weſentlichen der Schlaͤge, in— h Ben muß von dem dadurch die Ordnung der Saaten unver⸗, tomit einerley ruͤckt, und die Verhaͤltniß der Viehzucht zum ſiſtd, ge Guͤte ſeyn. Ackerbau, beſtaͤndig, bleibet. Da aber mit fn dieſer Regel der Natur nichts vorgeſchrieben ant,i werden kan, die faſt uͤberall eine Ausnahme da⸗ gandr T wieder machet, indem man auf allen Feldern i un ke Boden, von unterſchiedener Guͤte findet, dem V tläg,i nicht allemahl zu trauen ſtehet, um jeden Theil Ba davon beſonders zu gebrauchen; So wird es bäcgn eine Bequemlichkeit heiſſen, wenn ſich die Ab: Uenchn ſonderung des guten von dem ſchlechten, fuglich ic da d thun hkeiten und auf e her laͤnder hshert viſe he bey der jbringtn war wit he gen koͤnn ꝛauenate Schlag a II. Tab, hlage W male Min erden koͤnne foͤrmlich i itte der W hhen Anhe Schlaͤgen, gut ſey, d Schlaͤge, i daten und ehzucht z Da abet n dgeſchritt usnahnen llen Felden findet, d jeden dh So witd ſh ud ten, fiͤi thmn der Schlaͤge. 211 thun laͤſſet, oder wenn nur der Unterſchied noch ſo bleibet, daß er nichts betraͤchtliches ausmache. §. 394. Eine durchgaͤngige Gleichheit in der Groͤſe Unter den ſe unter den Schlaͤgen, die aus einerley Grun⸗ Schlaͤgen de und Boden beſtehen, iſt nicht minder mehr einerley des Nutzens, als der Bequemlichkeit wegen zu Art, iſt ei⸗ befoͤrdern, wenn man gleich dabey auf Kleinig⸗ de durche keiten zu ſehen, nicht Urſache hat. Man ach⸗ gleiche tet zu wenig auf dieſe Regel, von der Ueberre⸗ Groͤße zu dung verleitet, daß, obſchon ein Schlag groͤſe beobach⸗ ſer, als der andere waͤre, das eine Jahr zwar ten. das andere am Ertrage uͤbertreffe, aber die Summe immer mit der gleich ſeyn wuͤrde, die der Ertrag einer gekuͤnſtelten, und genau abge⸗ meſſenen Wirthſchaft zum Vorſchein braͤchte. Man ſiehet es mit einer unuͤberlegten Gleichguͤl⸗ tigkeit an, daß der Ertrag des Guthes, in dem einen Jahre, den andern uͤberſteige, da doch die fehlerhaften Folgen dabey ſo verdeckt nicht ſind. Bey Wirthſchaften, beſonders bey de⸗ nen, womit anſehnliche Hollaͤndereyen verknuͤ⸗ pfet ſind, gereichet es wohl nicht zum Vorthei⸗ le des Wirthes, wenn die Weide in dem einen Jah⸗ re beengt, in dem andern aber uͤberfluͤßig iſt; Wenn der Vorrath des Dungs ſich verringert. Mit den kleinen, an die Reihe kommenden Schlaͤgen, iſt der Ertrag des Strohes geringer; Kan nun die Braache in den folgenden groͤſſern Schlaͤgen nicht gantz geduͤnget werden, und fie⸗ le dazu ein trockenes Jahr ein, welches bekannt⸗ lich den Dungvorrath auf die Helfte vermin⸗ 9O2 dern 212 Ster Abſchnitt. Von den Bequemlichkeiten dern kan, ſo iſt nichts begreiflicher, als daß der Dung mangele, und dieſer Mangel in dem Er⸗ trag des Getraides zum Schaden des Wirthes mercklich werde. Solches zu vermeiden; iſt es dien⸗ lich, die Schlaͤge moͤglichſt gleich groß zu machen. 5§. 395. Iſte Aus⸗ Die Einſchraͤnckungen, welche hier die Na⸗ nahme. tur bisweilen machet, geben Gelegenheit, daß man uͤberall uͤber die gantze Sache hinſiehet. Wenn der Boden nicht gleich ergiebig am Graſe iſt, ſo koͤnnen und muͤſſen die ſchlech⸗ ten Schlaͤge groͤſſer gemacht werden, als die beſ⸗ ſeren. Es muß aber dadurch der Unterſchied in der Groͤße ſoweit nicht gehen, daß die Folgen des vorhergehenden(Si.) zu befuͤrchten waͤren, be⸗ ſonders, da ſehr ungleicher Boden ſich nicht zu einerley Art Schlaͤgen ſchicket. §. 396. 2te Aus⸗ Die kleinen Suͤmpfe, welche vor allen an⸗ nahme. dern auf ſtarcken Feldern reichlich in dem Acker verbreitet zu ſeyn pflegen, koͤnnen nicht zum Aec⸗ ker gerechnet werden, wenn ſie nicht zum Korn⸗ bau geſchickt zu machen ſtehen; Hieraus erwaͤch⸗ ſet das Uebel, daß die Schlaͤge ungleich in der Weide werden, weil die Natur ſolche Suͤmpfe an dem einen Orte mehr eingedruͤcket hat, als an dem andern. §. 397. Einfl1us Auch der Waſſerfall koͤmt hier in Betracht, des Hangs da er den Schlaͤgen in der guten Lage hinderlich des Erd⸗ werden kan. Wenn ſich gleich dabey vieles durch ꝛeiches, auf Graͤben zwingen laͤſſet, ſo iſt es doch nicht zu ra⸗ ziesaneder then, die Schlaͤge ſo anzulegen, daß einer dem Schlaͤge, andern das Waſſer zuſchicket. Alle Graͤben koͤn⸗ nen mn bey g Vrſer ib her erwac lurch Ve enn eö nnder Lag aanehmen Gräben u ſic erwirt At,, beſan Rübabengeit un Gegend halb oviel hlich gvoß digt. Viet ſreiben, o unufen m. de Sraach ausdiſn, in Sſacufe rrllmlauff Diſer deuenlich iraider blei ter Strecke! 1 t bruhder(6 tſen Fale dengerdenm ſe Süläge en ſalen, 1 ntereinande da Nac u wate hier di genheit, di he hinite ch ergu die ſchc „als dete eterſched eFolgende waͤren, b ich nicht dr allen a dem Ait icht zun A tzum Ken aus erwic gleich in e he Sunni hat, abbn Betract . hindetih vieles duc nicht zun einer de raͤben b ran der Schlaͤge. 8 213 nen bey Fluthen nicht verhindern, daß nicht das Waſſer uͤbertraͤte. Den Schaden, welcher da⸗ her erwachſen kan, ſuchet man, ſoviel moͤglich, durch Verſchiebung der Schlaͤge abzuwenden. Wenn es ſich mit einer kleinen Unbequemlichkeit in der Lage abthun laͤſſet, ſo iſt der Vortheil mit⸗ zunehmen, den man darzu durch Erſparung der Graͤben und der Koſten, ſolche zu unterhalten, ſich erwirbt. Man ſiehet auf Vortheile von der Art, beſonders bey guten Feldern gar ſehr, und iſt dabey geitziger mit dem Raume, als bey ſchlech⸗ ten Gegenden; Denn man verliert bey dieſen nur halb ſoviel, als bey jenen, wenn ſchon der Raum gleich groß iſt, weil der Acker ſo viel mehr ein— traͤgt. Bisweilen kan auch der Waſſerfall es vor⸗ ſchreiben, ob die Schlaͤge lincks oder rechts her⸗ umlaufen muͤſſen, da man das Waſſer lieber aus den Braachſchlaͤgen in die Sommerfelder, als aus dieſen, in jene ſchicket. Insbeſondere da, wo Schlag auf Schlag folget, und ohne Veraͤnderung der Umlauffe ſeinen Gang behaͤlt. §. 398. Dieſer ordentliche Zug gehoͤret mit zu der Der or⸗ Bequemlichkeit, da die Weideſchlaͤge dadurch bey 5 einander bleiben, und die tragenden eben ſo in ei⸗ ne Be⸗ ner Strecke liegen. Durch den unrechten Ge⸗ auemlich⸗ brauch der(S. 367.) gegebenen Regel koͤnnen in keit der dieſem Falle Hinderniſſe entſtehen, die vermie⸗ Schlaͤge. den werden muͤſſen. Der Zweck der Wahl gewiſ⸗ ſer Schlaͤge zu Nachtkoppeln, die es immer blei⸗ ben ſollen, iſt, daß mannichtalle Schlaͤge in Be⸗ friedigung zu halten noͤtig habe. Dadurch duͤrfen aber nicht die Weide- und tragenden Schlaͤge untereinander geworffen werden. Man waͤhlt die, zu den Nachtkoppeln noͤtigen Schlaͤge in der 9 3 Ord⸗ 214 8ter Abſchnitt. Von den Bequemlichkeiten Ordnung, z. E. Tab.Ldie Schlaͤge N. V und II. Afihl ahmand dabey bleibt alles in einem Zuge. Wollte man aber. benn ſtat dieſer drey andere nehmen„V, VI. und VII. halinderr und die Rulirung der uͤbrigen darzwiſchen brin⸗ gen; So wuͤrde die gantze Ordnung aufgehoben. Wenn die Schlaͤgezerſtreuet liegen, wie Tab III. Beyt ſo kan man ohne Nachtheil der Wirthſchaft die dan Noe Schlaͤge I. und II. mit den uͤbrigen ſo ruliren nt awas laſſen, alswenn ſie Tab. V. n. 5. die Stelle der. Dazun? und V. haͤtten. Dann wird es nur anno 63, an der anſſid Koppelfehlen. Ueberſpringt man darzu die Braa⸗ che von V, um den Weideſchlag VI. vorzugreiffen, die l ſo bedarfes nichtmehr, als der beyden Nachtkop⸗ zlägei peln, um alle Jahre davon eine zur Weide zu rüglih nae haben. ditſinns,; §. 339. aneſey, Wenn es mit der Hollaͤnderey bey einem Gu⸗ un Vicke the nicht viel zu bedeuten hat, ſo braucht man kei⸗ unrellt nen gantzen Schlag zur Nachtkoppel. Dabey laͤßt Alucihle es ſich unter allen Faͤllen am erſten zwingen, die Ucense Nebenkoppeln zu entbehren. Man theilet des En⸗ olüͤblic des einen Schlag in zwey Theile, wovon der eine n zur Nachtkoppel fuͤr das Zugvieh, der andere fuͤr ſywoleine das Hollaͤndervieh, dienet. Bey Guͤtern, wel: che keine groſſe Hollaͤndereyen verſtatten, iſt diie: Boder ſes als eine Bequemlichkeit anzuſehen, in ſoweit lin,de man dieſe Veranſtaltung machen kan, ohne die uu ſhenm Folge der Schlaͤge einmahlzu unterbrechen. So hita hat es ſich nach der Lage des Guthes, Tab. III. bey tirrrin welchem man aus dem geringen Wieſenvorrathe utrin ſchon auf die Hollaͤnderey ſchlieſſen kan, nicht fuͤ ddieand gen wollen. Die beyden Schlaͤge, I. und II, ſind thauſd falen. dennoch in Befriedigung gebracht, und die Haͤlf⸗ ſrmit ein ten werden, wie eben gedacht, fuͤr Zugvieh und Hollaͤnderey zur Weide gebraucht, wornach die uͤbrigen ſich fuͤgen muͤſſen. Die beyden Theile der Schlaͤ⸗ ſdiedergei eiten „VImal lte manahr 1. und V iſchen ben aufgehote wie Tab tthſchaſt en ſo rulin Stelldel 10 63,ande zu die Piee orzugreifnn en Nachtkt⸗ ar Wedde einem Gr ht manke Dabeylaͤß wingen, d allet des En von der eine anderfir itern, we ten, iſtde in ſobet „ohne di hen. E. b. III. be envorrate „nicht i nd ll, ſud die Hiſ gvieh und ornach di Theilede Sä der Schlaͤge. 215 Schlaͤge liegen nicht alleine darum von einander, daß man das, was nahe und entlegen iſt, zuſam⸗ men bringet, ſondern auch, um das Zugvieh und Hollaͤndervieh jederzeit abgeſondert und entfernt zu halten. §. 400. Bey dieſen Nachtkoppeln iſt es, eben wie bey Dieacht⸗ den Nebenkoppeln immer ein Vorzug, wenn ſie koppeln mit etwas Holtzwerck zuſammenhaͤngen koͤnnen. liegen be⸗ Die zum Beyſpiele angezeigten Schlaͤge des vori⸗ quem mit gen§. ſind zu dem Ende ausgeſucht. Holtz zu⸗ §. 401. ſammen. Die letzte Regel der Bequemlichkeit aller Wieweit Schlaͤge iſt, daß man Wege und Graͤben ſoviel die gute moͤglich nach der Schnur mache. Es bedarfkeines Ausſicht Tiefſinns, zu verſtehen, daß der kuͤrtzeſte Weg der mit der gerade ſey, und folglich allemahl durch Kruͤmmen Bequem⸗ und Winckel in den Wegen und Graͤben mehr lichkeit Raum verlohren gehe, alswenn mandenkuͤrtzeſten einſtim⸗ Weg waͤhlet. Bisweilen will, wegen des guten mer. Anſehens, auf dieſe Regel mehr geſehen ſeyn, als auf das Ruͤtzliche, und wenn der Schaden nicht uͤber Kleinigkeiten hinausgehet,ſo kan dem Augezugefal⸗ len, wol eine ſolche kleine Einbuſſe verſtattet werden. §. 402. Bey der Menge von Umſtaͤnden, woraufman alleine, die Bequemlichkeiten der Schlaͤge zubefoͤr⸗ dern, ſehen muß, darfman nicht glauben, daß viele Guͤther ſo vollkommen ſind, daß es an dem geꝛingſten dieſer Vorzuͤge nicht fehle. Es trift bey dem neuen Zuſchnitte einer Wirthſchaft ſich nur zu oft, daß eine Regel die andere verdraͤngt, und da muß ein kluger Wirth aufdas nothwendigſte und dasjenige ſehen, was mit ſeinem Hauptzwecke, nemlich dem Vor⸗ theile der Einkuͤnfte, am meiſten uͤbereinſtimmet. SLel, Ce de 9 4 gier Abſchnitt —————————— —— 57 —— 1 —— 8 — — 216 E)o(§2 gker Ab 9** Abſchnitt d Von der Anzahl der Schlaͤge. nan nur, i Tb. VIL. R allet §. 403. dun, nitd Bewand⸗ S hie Schlaͤge ſollen dazu behuͤlflich ſeyn, enae niß der An⸗ Viehzucht und Ackerbau mit einander zu aüßrſiche zahl der verbinden, und indie richtigſte Verhaͤltniß zuſet⸗alilſt Schlaͤge. zen. Alles das, worauf Mihies dbennn ſ hunn koͤmmt, faſſet ſchon der 67te§. unter ſich. Z nr nahd mehrerer Vollſtaͤndigkeit aber ſind die Grentzten 3 lichi der Zeit, in welchen der Acker nach ſeiner unter: hn ſchiedenen Guͤte, lange, oder kurtze Ruhe be⸗ darf,(§. 164— 169.) der Zeitpunct, woriin„ der Acker geſchickt genug iſt, zööeagtn,(5. 234, Aler,in 235.) und die Ordnung, worin tragende und ru⸗ uifun üh hende Theile mit einander abwechſeln, ausfuͤhr⸗ ſiühi ſih angezeiget worden.(7ter Abſchnitt) Wenn wil Gi⸗ nicht die Regeln der Bequemlichkeit, und andere verſche mit einſchlagende Dinge, noch bey den Schlaͤgen uedid vieles aͤnderte; So wuͤrde man hiermit ſchon ſo 1 ſhe, es weit kommen, daß man darauf dieſe einzige Ver⸗ ihhät an gleichung anſtellete; Man haͤlt ſoviel Vieh, als flln, d man auswintern kan: Iſt nun auch nach den ten, oe Geſetzen, welche die noͤtige Ruhe des Ackers, ſe ſen und die Dauer der Saaten vorſchreibet, ſoviel iht d Weide da, daß das Vieh den Sommer durch ina, alsbr darin Genuͤge hat? Wenn nach der Natur des Miſeiten Bodens, der Acker eine vierjaͤhrige Ruhe erfor⸗ feia Re derte, und eben ſoviel Jahre hinter einander tra- intta d gen koͤnnte, ſo kaͤme dieſen 8 Theilen, noch der in mnt 9te zur Braache hinzu und es entſtuͤnden o Schlaͤ⸗ Grßt ge; Nun fraͤgt ſichs: Sind die 3 hinreichend zur inſhe Weide? zne Wedde tu endetle ſauchind §. 404. hlaͤ lſich ſen einander ug ltnißzuſe haupt an⸗ ſch. J Grentzen iner unter Ruhe be⸗ et, worin „ G. 234 de und ru⸗ ausfuͤhr t) Wem und andere Schlaͤgen nit ſchon ſ nzige Ver⸗ Vieh, als nach den Ackers, et, ſovitl ner durch fratur des uhe erfor⸗ ander tra⸗ noch der 9Schli⸗ chend zur §.4% y———ꝛx̃ᷓ— gter Abſchnitt. Von der Anzahl der Schlaͤge. 217 §. 404. Wenn dis allein zur Frage kaͤme, duͤrfte Vortheil, man nur, im Falle die Weide groß ſeyn ſollte, bey Unter⸗ Tab. VII. unter der Ueberſchrift; Summe der ſuchung OR. aller Weideſchlaͤge, die groͤſte Zahl aufſu⸗derſelben. chen, mit der ſviel ruhende Schlaͤge in einer Li⸗ nie ſtehen, als man voraus ſetzet; Und umgekehrt wenn ſie klein ſeyn ſoll, haͤtte man die kleine Zahl aufzuſuchen. Aus der Tabelle wird man uͤber⸗ haupt die Verhaͤltniß der Braachen, der Weide, und der Summe aller ſonſtigen Theile unterein⸗ ander, nach den verſchiedenen eingefuͤhrten Schlaͤ⸗ gen, leicht uͤberſehen koͤnnen. §. 405. Aber, indem ein Feld abgetheilet werden ſoll, A. Bey darf man uͤber die Beſchaffenheit des Bodens groſſen nicht fluͤchtig hinſehen. Es iſt gezeiget, daß die Piteen ungleiche Guͤte des Ackers verſchiedene Bearbei⸗A Wenn tung, verſchiedenes Getraide zur Saat, und ver⸗ a: doppelte ſchiedene Ordnung in beyden, nothwendig machet. zlhhei⸗ 6 Ich ſetze, es ſey in einem Guthe dergleichen Un⸗ Feldes 363 gleichheit anzutreffen; Wird man wohl darauf ng ſad; verfallen, das alles unter einerley Ordnung zu 3 bringen, oder einerley Schlaͤge zu machen? Das ſey ferne. Haͤtte aber auch nur ein Feld nicht die gehoͤrige Lage, waͤre es weit laͤnger, als breit, und das Guth oder Dorf, an dem aͤuſſerſten Ende belegen, ſo erfodert ſchon die Regel der Bequemlichkeit(§. 386.) daß man die entfernteren Theile von den naͤher belegenen, ab⸗ ſondere, um dieſen die gehoͤrige Forme(§. 384.) und Groͤße(§. 385.) geben zu koͤnnen. Ferner ſchicken ſich Schaafe und Hollaͤndervieh nicht auf einer Weide beyſammen, und es gibt Faͤlle, da man beyderley Vieh halten muß. Wuͤrde man alſo auch in dem Falle nicht fuͤr beyde an verſchie⸗ O 5 denen — — — —— — 218 ter Abſchnitt. Von der Anzahl denen Orten Weide anweiſen, und den Schaafen allenfals die ſchlechteſte? Und endlich gibt auch noch die Regel, daß die Braache allemahl gantz geduͤnget werden muͤſſe, (F. 196.) Gelegenheit, daß, ſo oft der Dung nicht reichet, zweyerley Abtheilungen nuͤtzlich wer⸗ den, wovon die eine geduͤngt, die andere mager, traͤgt. Es ſind alſo vier Dinge, die Lage des Feldes, die Beſchaffenheit des Bodens, der Dungvorrath, und die Schaͤffereyen, welche ei⸗ ne doppelte Abtheilung des Feldes nothwendig machen. §. 406. 2) Unter: Daher entſtehet der Unterſchied zwiſchen ſchied Binnen⸗ und diuiſenacr Binnenacker iſt alle⸗ 1) des lemahl der, welcher groͤſtentheils oder voͤllig na⸗ Binnenac⸗ he am Guthe lieget, und entweder der Raͤhe we⸗ kers, vom gen, oder der innern Guͤte halber, oder um den Auſſenac⸗ unzureichenden Duͤngervorrath, oder weil die 1 Schaͤferey es erfordert, von dem andern ſo ab⸗ geſondert iſt, wie Tab. II. und III. die, mit rö⸗ miſchen Zahlen bezeichneten dunckeln Abtheilun⸗ gen es ausweiſen. §. 407. 2.) Der Binnenſchlaͤge ſind Abtheilungen die aus den, Binnen⸗ eben angefuͤhrten Urſachen, im Binnenacker ge⸗ und Auſ⸗ macht worden. Dieſen ſind die Auſſenſchlaͤge ſenſchlaͤge. entgegen geſetzt. §. 408. Weilmanoft Urſache hat, Binnen⸗ und Auſ⸗ b.) Wenn ſenſchlaͤge anzulegen, ſo iſt wohl nicht eher aufdie dieſer Un⸗Anzahl der Schlaͤge ein Abſehen zu richten, bis terſchied man ſich zuvor verſichert hat, ob beyderley ſtat findet. Schlaͤge gemacht werden muͤſſen, oder ſich alles darnach fuget, daß die Abtheilungen zuſammen in neine Ord lil iſt gew di die A anfernte O. derhalben dn, wodw beqnemer nen zu ſch wendig mac der doch w inden, ange beſthen we in Orte! Släͤge die hjchelfen, araus flieſe ſläge wegbe athen kan. lſenacker nichen Fäl zſſen. V V Ale bier ſdinnen⸗un iuſamme e waon zur i berme rif der(a ten der ſgankfer e, und ———— 2n Schaafan der Schlaͤge. 219 in eine Ordnung gebracht werden koͤnnen. So⸗ voiel iſt gewiß, alle Auſſenſchlaͤge verurſachen, egel, ußht daß die Arbeit auf verſchiedene, von einander rden miſt, entfernte Oerter, vertheilet wird. Sie koͤnnen tder dun derohalben nicht als ein Mittel angeſehen wer⸗ nuͤßlichwn den, wodurch die Wirthſchaft in allen Stuͤcken dere magte, bequemer wird, da ſie dem Wirthe an zween Or⸗ ie lagen ten zu ſchaffen, und alſo zween Aufſeher noth⸗ dens, di wendig machen, wovon ſonſten einer entbehret, welchen oder doch wenigſtens leichter unter der Aufſicht othwendig, des Wirths ſelbſt, nach ſeinem eigenem Gutbe⸗ finden, angeleitet, und mit der uͤbrigen Arbeit uͤberſehen werden koͤnnte, wenn alle Arbeit an ei⸗ nem Orte betrieben wird. Die zweyfachen mihm Schlaͤge dienen nur dazu, groͤſſeren Maͤngeln t ſl abzuhelſſen, als ſie ſelber mit ſich fuͤhren, und volign daraus flieſſet natuͤrlicher Weiſe, daß Auſſen⸗ ibem ſchlaͤge wegbleiben muͤſſen, wenn man ihrer ent⸗ wel rathen kan. Der Begrif vom Binnen⸗ und wen Auſſenacker gibt aber ſchon die Anleitung, in ern ſoct welchen Faͤllen Auſſenſchlaͤge gemacht werden e, mitn muͤſſen. Aötheinn⸗ §. 409. Alle vier Erheblichkeiten, woher der Acker 1.) Wegen ausden, in Binnen⸗ und Auſſenfelder getrennet wird, koͤn⸗der Lage acker ge nen beyſammen ſeyn. Es iſt aber auch ſchon ei⸗ desFeldes. enſchlige nes davon zureichend, daß man die Auſſenſchlaͤ⸗ ge nicht vermeiden kan. So verhaͤlt es ſich in Betreff der Lage eines Guthes. Erſtrecket ſich ſolches in der Laͤnge weg, und lieget dazu das und Au Guth an dem einen Ende deſſelben, ſo wird man er aufit keine halbe Meile vom Dorfe oder Hofe einen ten, b Schlag entfernen. Wenn Tab. III. der Hof bey eyderl) 3. laͤge, und ſonſt nichts daran hinderte, daß ſih ales man uͤberall 9 Schlaͤge machen koͤnnte; So muͤ⸗ ſammen ſten wenigſtens tliche hinter einander geſteckt in werden, 220 9ter Abſchnitt. Von der Anzahl werden, und bey 7, 8, 9, ein Schlag liegen. Denn nebeneinander in der Laͤnge hinauf wuͤrden ſie zu ſchmal, und ſieben Zwiſchenzaͤune, wovon jeder beynahe eine halbe Meile lang, und etliche daruͤber kaͤmen, noͤtig ſeyn. Damit aber nicht auf einmahl die Arbeit an das aͤuſſerſte Ende des Feldes hinfiele, waͤre es weit rathſamer, Auſſen⸗ ſchlaͤge ohngefehr ſo weit, als der Schlag III. reichet, oder wie es ſonſten die Umſtaͤnde geben, zu machen. Die Vortheile, welche daraus erwuͤch⸗ ſen, beſtuͤnden darin, daß alle Jahre an den aͤuſ⸗ ſerſten Grentzen des Feldes ein proportionirli⸗ cher Theil mit bearbeitet wird, und daß man mit den Dungfuhren ſo weit nicht reichen darf, weil mit den Schaafen, die bey wenig Guͤthern fehlen, die Auſſenſchlaͤge beleget werden, und in der Erndte ein Jahr, wie das andere, gleich wie in Beſtellung des Ackers, gleich viel Arbeit vorfaͤllt. §. 410. 2.) Wegen Die Auſſenſchlaͤge, Tab. III. n. 1 bis 9. ſind den Al⸗ zwar groͤſtentheils in dem entfernteſten Striche ſchaffen⸗ vom Hofe befindlich; Aber n. 1 und 6. beweiſen heit des ſogleich, daß der Entlegenheit halber an den Oer⸗ Bodens. tern keine Auſſenſchlaͤge angeleget ſeyn koͤnnen. er Boden war eben ſo, wie der uͤbrige Theil des Auſſenfeldes zu ſchlecht zum Binnenacker. Es iſt daher keine Nothwendigkeit, daß der Auſ⸗ ſenacker, wie es ſeinem Nahmen nach ſcheinen will, vom Guthe entfernt liegen muͤſſe, wenn es ſich gleich die meiſte Zeit ſo trift. Die Vorfah⸗ ren brauchten bey Anlegung der Doͤrffer ſo viel Verſtand, daß ſie gerne den beſten Winckel eines Feldes zur Wohnſtelle waͤhlten. Dis hat ſich aber nicht allemahl thun laſſen wollen, weil man, theils Waſſer zu bekommen, den beſten Ort nicht treffen konnte, theils, weil der gute Acker zwi⸗ ſchen hen dem mn nicht d Fiſchaffenh mn iſ, ob ſtaus dem der Unter daßet der⸗ Zveckederg 4 nechſt hat und ſchlache ſWenn einer Qfalen die I llsſgat geg chnen. J dhell des ketheiln, ſ paachen Aötg 4 ünnen. Gewͤhn ſiden dara ir den ſch n. In de ilzu Nob t ihn da chlag lann inauf wüͤde aune, woben 3, und ellch nit aber nih eiſte Endenn mer, Alſſe rSchlayll de geben, raus ertih ean den i roportionit daß man mi en darf, vei thernſehle und in de gleich wien eit vorfͤll jbis 9. ſin ten Strich b. beweiſen an den Oer yn koͤnnan brige Thal nnenacker ß der Auſ c ſcheinn , wennes e Vorfa⸗ ffer ſo viel nckel eines is hat ſih weilman, Ort nict Acker zwi ſhe ———————— der Schlaͤge. 221 ſchen dem ſchlechten zerſtreuet liegt. Wenn nun nicht der Lage, ſondern der unterſchiedenen Beſchaffenheit des Erdreichs nach, zu entſchei⸗ den iſt, ob Auſſenſchlaͤge anzulegen ſind; So iſt aus dem vorhergehenden ſchon bekant, daß der Unterſchied merklich ſeyn muß, dergeſtalt, daß er der Ordnung der Saaten ſo wenig, als dem Zwecke der Ruhe des Ackers fuget.(§. 303.) Dem⸗ nechſt hat man auf die Verhaͤltniß des guten und ſchlechten Theils gegen einander zu ſehen. Wenn einer von beyden nur geringe iſt; So fallen die Auſſenſchlaͤge weg: Etliche Droͤmt Ausſaat gegen 4, 6, bis 8 Laſt, ſind nicht zu rechnen. Wenn auch jemand einen ſo geringen Theil des Feldes noch in beſondere Stuͤcke zu vertheilen, fuͤr gut befaͤnde, ſo wuͤrde man der⸗ gleichen Abtheilungen doch keine Schlaͤge nen⸗ nen koͤnnen. — ͦ————— S—õ—- — ————— —* 4 3 — ,— §. 411. Gewoͤhnlich ſiehet man unter gedachten Um⸗ ſte Aus⸗ ſtaͤnden darauf, ob der kleinere Theil den beſten, nahme. oder den ſchlechteſten Boden des Feldes ausma⸗ chet. In dem erſten Falle ſchicket er ſich ſehr wohl zu Nebenkoppeln, und man hat auch Ur⸗ ſache, ihn dazu, wenn es ſich nur einigermaſ⸗ ſen fuͤgen will, zu beſtimmen.(§. 353.) §. 412. Iſt aber der geringere Theil ſchlechter, als 2te Aus⸗ der große, ſo fehlet es ihm an der Haupt⸗Eigen⸗ nahme. ſchaft, die man von einem, zu Nebenkoppeln tuͤchtigen Boden erfordert.(§. 347.) Alsdenn waͤre es der Sache am zutraͤglichſten, wenn 1 man ihn durch aufgefahrene beſſere Erde, Mod⸗ de 222 ſchatzes. 3) Wegen des Oung⸗ man auch auf den Fall, wenn die Braache 9ter Abſchnitt. Von der Anzahl de, und dergleichen, mit dem andern in glei⸗ chen Rang braͤchte. Hier fehlet es aber nur gar zu leicht an Kraͤften, und man verfaͤllt bey nur irgend groſſen Strecken ſolcher Aecker, eher darauf, ſie unter allen Schlaͤgen gleich zu ver⸗ theilen, wenn ſie darnach belegen ſind, als ſich an eine ſo muͤhſame und groſſe Arbeit zu wagen. Waͤre auch dieſe Vertheilung nicht in die We⸗ ge zu richten, ſo laͤßt man ſolche ſchlechte Aecker entweder in einem Schlage, ohne daß der Raum deſſelben ſonderlich darin gerechnet wird; Oder man behandelt ihn vor ſich, als Auſſenacker, und braucht ihn außerhalb den Grentzen der Schlaͤge allein. §. 413. Um die Auſſenſchlaͤge zu vermeiden, mag nicht gantz geduͤngt werden koͤnnte, die Anord⸗ nung erdacht haben, daß magerer und fetter Acker in einer Reihe hinter einander tragen.(§. 266.) Die Ordnung der Saaten leidet dadurch nicht allemahl. Man ſetzet die Folge der Saaten dergeſtalt hinter einander, daß recht gutem A⸗ cker nichts uͤber ſein Vermoͤgen abgefordert wer⸗ de. Sobald es aber zweifelhaft iſt, ob der Acker nicht dadurch, daß man ihm erſt mager, und dann geduͤngt die Saaten abnimt, in der Weide unvermoͤgender wird, als wenn man fuͤr die Schaafe in den Auſſenſchlaͤgen eine magere Weide alleine lieſſe, den Binnenacker dagegen durch fortdauerndes Duͤngen in anwachſender Fruchtbarkeit erhielte, hat man wohl Urſache, en Anord tdern et ann Dun git ſrie zmkommen teten laſſe haueten A V V V den Auſſenſchlaͤgen einen Vorzug vor allen uͤbri⸗ gen velcher be rur parſin u Käfen, ſſricht r dung nicht aon Binner dlingliches dee Kraͤfte Piedenn au inxenndtete Pumanbraach Gt. Dami Pith hat, eſchläg hnn der D igallezeit he welche, th ſch geni 3 iſpeinic iü ihii drache ¹ ut Dieſes der Schlaͤge. 223 uauh gen Anordnungen zu geben. An ſich magern n 3 Feldern erſt magere Saaten abnehmen, und drit dann Dung zu fetten Saaten einverleiben, ecer, heißt ſoviel als Vieh vorher vor Hunger halb gleichun umkommen, und darauf das Futter mit Fuͤſſen ſind, au treten laſſen. Einem uͤber die Kraͤfte ausge— eitzu wan baueten Acker iſt nicht gleich mit dem Dung, tin dich welcher bey groſſen Wirthſchaften die meiſte Zeit lechteln nur ſparſam aufgegeben werden kann, wieder ßder Aan zu Kraͤften geholfen. Die Auſſenſchlaͤge ſind wird; Ao alſo nicht weniger alsdenn nutzbar, wenn der Auſſenakk Dung nicht zu einer Braache reichte. Indem rentzeng man Binnenſchlaͤge anleget, und dieſe durch zulaͤngliches Duͤngen, von Zeit zu Zeit in naͤ⸗ here Kraͤffte ſetzet, wirfft er mehr Stroh ab. Wie denn auch das von den magern Schlaͤgen eingeerndtete Stroh den Dungſchatz fuͤr die Binnenbraache groͤſſer und hinreichender ma⸗ chet. Damit waͤchſet der Dungſchatz, und der Wirth hat Hofnung, dereinſt davon zu den n. g. at Auſſenſchlaͤgen was zu entuͤbrigen. Hingegen ndurch i wenn der Dung ſo angebracht wird, daß man der Gau ihn allezeit ausbauet, und die Kraͤfte des Ae⸗ ht guum kers, welche er waͤhrend der Ruhe ſamlet, auch forderta vor ſich genuͤtzet werden ſollen; So iſt keine Wahrſcheinlichkeit zu einer gleich ſicheren Hof⸗ iſt, ob d 57 nung uͤbri erſt magr, 3 Uprig. imt, in d nn manſit§. 414: ine magen Es iſt bereits der Schaͤferey, als einer Be⸗ 4) Wegen ter dagegu wegurſache, Auſſenſchlaͤge zu machen, erwaͤh⸗ der Scha⸗ wachſend? net. Dieſes ereignet ſich um ſo leichter, wenn ferey. HlUrſohe, bey den Guͤtern groſſe Abtriften angetroffen rallenitt werden. Die Schaͤfereyen ſind alsdenn an⸗ gen ſehnlich. eiden, ma e Braac die Anot ſetter Acn 224 9ter Abſchnitt. Von der Anzahl ſehnlich. Dergleichen Abtriften, oder Weide auſſerhalb den Grentzen des Guthes, ſind nur zu gewiſſen Zeiten verſtattet. In der uͤbrigen Zeit muͤſſen die Schaafe innerhalb den Grenzen des Guthes verſorget werden. Wenn gar kei⸗ ne, oder auch unzureichende Auſſenweide die Stelle der Abtriften vertreten ſoll, und die Braache auch unzulaͤnglich iſt; So nimmt man einen Theil des Ackers, die Schafweide zu er⸗ gaͤntzen, zu Auſſenſchlaͤgen. §. 415. b. Einfa⸗ Soferne nun gedachte Umſtaͤnde bey groſſen cheAbthei⸗ Landguͤtern nicht eintreten, iſt man der Muͤhe de⸗ des uͤberhoben, auf Auſſenſchlaͤge zu dencken. Be⸗ bey aooſſen ogen ſich nicht bisweilen die Binnenſchlaͤge, Guͤtern wegen des Dungs,(§. 413.) auf die Auſſen⸗ noͤlig. ſchlaͤge, ſo lieffe der Zuſchnitt des Binnenackers, wobey Auſſenſchlaͤge gemacht werden muͤſſen, und der Zuſchnitt eintzelner Schlaͤge, wobey kein Auſſenacker befindlich iſt, auf eins hinaus. Die meiſten Faͤlle ſind auch von der Beſchaffen⸗ heit, daß dieſer Bezug nicht in Betracht koͤmt, welches gantz fuͤglich in der folgenden Unterſu⸗ chung vorausgeſetzet werden kan. §. 416. B. Wie⸗ Zu dieſer Unterſuchung wird der erſte viel Schlaͤs Grund in den Grentzen der Ruhe des Ackers, ge zu ma⸗ und der Dauer der Saaten zu ſuchen ſeyn. chen. Da nun bekanntermaſſen, beyde Theile aus 1 Einka. der Beſchaffenheit des Bodens abzunehmen ſind, D) Aus der ſo folget, daß ſolche auch hier das erſte Stuͤck Beſchaf⸗ ausmachen, wovon die Einrichtung der Bin⸗ fenheit des nenſchlaͤge abhaͤngt. Bodens.§. 417. Die R Dauer der lls der Du 9 167.) ſeils aus Liehſtand dem Unter Kdyeil dieſ Wiſen. d Fucken, au rtausfuͤnd ufde Auß ul ſie nich an, ſo, w Fiedete. ſhunn. rndn könne le de S tinde, wene tgemacht Jderman ſeen und I chfenhet Weſden unter ————— it der Schlaͤge. 225 oder W§. 417. her hn Die Regeln der Ruhe des Ackers, und die 2) Der bden Gn Dauer der Saaten leiden ſo oft Veraͤnderung, Auſſen⸗ 1 en 5 als der Dungſchatz entweder groß oder klein iſt. Wd. u zſenaße(§. 167.) Der Dungſchatz entſpringt groͤßten⸗ her uneh. ol uh theils aus dem Viehſtande.(§. 224.) Der men⸗ . BViehſtand richtet ſich nach dem Vorrathe von Sonimmn dem Unterhalte fuͤr denſelben. Den groͤſten afweide Theil dieſes Unterhalts geben Weide und Wieſen. Dieſe gehoͤren dannenhero mit zu den Stuͤcken, aus welchen die Abtbeilung des Aec⸗ ne bef gj kers ausfuͤndig zu machen. Vor allen iſt aber 3 de auf die Auſſenweide das Abſehen zu nehmen, dencken. h weil ſie nicht mit zum Acker geſchlagen werden 1ne kann, ſo, wie es wohl die Nothdurft bisweilen öiumuſtl erforderte. Iſt gegen groſſe Strecken guter uuf delſ Auſſenweide, die mit Hollaͤndervieh betrieben Bimnat werden koͤnnen, nicht anſehnlich viel Acker, ſo erden niſſ fallen die Schlaͤge anders aus, als geſchehen ge uttni wuͤrde, wenn zur Weide lediglich im Acker An⸗ ariin ſtalt gemacht werden muͤſte.= 1 Betrach in§. 418. enden unn Jedermann ſiehet hieraus, daß der Acker, 3) Die ba⸗ Wieſen und Auſſenweide, ſowohl 3 innern ge desFel⸗ Beſchaffenheit nach, als nach der Verhaͤltniß des zum Itd der i derſelben untereinander, unterſucht werden muͤf⸗ Leitfaden d An ſen, um die Zahl der Schlaͤge ausfuͤndig zu mas dienet. de des Aät chen. Ob nun gleich die Wahl der Schlaͤge hier⸗ ſuchen i auf ſich hauptſaͤchlich beziehet, ſo wird doch die e Theilen age des Feldes zum Leitfaden dienen muͤſſen, wo⸗ nehmenſt bey die Faͤlle nach der Reihe, ſo gut es ſich thun erſte Silt laſſen will, mit den Abaͤnderungen, die den Wie⸗ ng der di Pborrath. oder Mangel, die gute oder ſchlechte uſſenweide, ſie ſey viel oder wenig vorhanden, 441 P und 226 gter Abſchnitt. Von der Anzahl und die Beſchaffenheit des Ackers machen, ange: bracht werden ſollen. §. 419. B.Insbe⸗ Der leichteſte Fall, den man ſich wuͤnſchen ſondere kan, um Ackerbau und Viehzucht miteinander in bey der be⸗ das beſte Verhaͤltniß zu ſetzen, iſt der; Wenn die ſten Lage Lage des Feldes vortheilhaft genug,(§. 383.) des Feldes. und der Boden zur Weide fuͤr Hollaͤndervieh mei⸗ a) Welches ſtens, oder durchgehends tauglich iſt. Da die zun beßen drey Stuͤcke, Acker, Wieſen und Weide in der Pdaß. ge⸗ oben erwaͤhnten Verhaͤltniß ſtehen, ſo laͤßt ſich aallemahl aus zween davon bekandten, das dritte finden. Wie man aus gegebenen Acker und Wieſen, die Groͤße der Weide zu ſuchen hat; Dazu iſt oben Anleitung gegeben worden.(§. 103.) Die Wieſen faͤnde man aber auf folgende Art. §. 420. Beyſpiel. Der Acker ſey als Eins betrachtet. Soviel Acker iſt uͤberhaupt vorhanden! dieſer kann z. E. nicht mehr, als vier Saaten abtragen. Zu den Saatſchlaͤgen kommen alſo von dem Gantzen— Hierzu noch der Braachſchlag zu rechnen, welcher wiederum einen Theil ne meuhen—— 1. zur Ruhe diente dem Acker nicht laͤnger Zeit, als 4. Jahre. Alſo ſind zu Wei⸗ deſchlaͤgen noͤtig 4. Summa der Anzahl von Schlaͤgen— 9- In den Weideſchlaͤgen ſey nun auf jedes Haupt 4. Scheffel Ausſaat zur Weide zu Latus— 9. rechnen: Theile rchnen: Arr vier Vech ſind des Haul der Hev viel Fud Difs N aanh inzlich a um Theil ds dem Üutynet ma hen, und ſihegegen Wan, wie ſl usſaat rn ſoch 2. fige 4 der ga lixheilung kur Br⸗ din ls einander ah nyn in dnthm, ger dns einet d ithe dg ſens, n d in ihs de engi nchen, an⸗ der Schlaͤge. 227 Transport 9. rechnen: Soviel Scheffel alſo in einem ſch winſ der vier Schlaͤge ſind, ſoviel Haͤupter niteinadee Vieh ſind uͤberhaupt zu halten. Auf je⸗ er; Vend des Haupt Vieh durch die Banck 1. Fu⸗ 9,(ſ.g der Heu gerechnet; wuͤrde auch eben ſo indervict viel Fuder Heu erfordert. iſ. Da§. 421. Weidein Dieſes muß nun der Acker entwe⸗ jſo liſtt der gantz hergeben(§. 27.) oder es komt n, das dn gaͤntzlich aus den Wieſen,(§. 21.) oder en Ucerg zum Theil aus dem einen, zum Theil zu ſuchen ſ aus dem andern. In dem erſten Falle ren.G.w rechnet man die Fuder nach Quadratru⸗ lgende then, und ſuchet, den wievielten Theil ſolche gegen die Schlaͤge ausmachen. z. E. Weenn, wie hier angenommen, 2. Schef⸗ htet Sut fel Ausſaat ein Fuder Heu gaͤben, ſo waͤ⸗ diſſr ku ren noch 2. Theile zu den 9, hinzuzu⸗ ten abinn fuͤgen— 2. alſo von de—— V 3 und der gantze Acker wuͤrdein—— I11. Theil Abtheilungen kommen, wovon 4. zur Saat, — 4 1. zur Braache, 4. Weide und 2. Heuſchlaͤge, zu waͤren. eil 1§. 422. her Um ein Beyſpiel zu geben, habe ich dieſes Wie dem ei⸗ aus einander geſetzet, ohne behaupten zu koͤnnen, ſcheinba⸗ — 4 daß man in Mecklenburg gantze Heuſchlaͤge zu ren Wie⸗ — 27 machen, gewohnt iſt. Der Vorſchlag, den laͤng⸗ſen⸗Man⸗ — ſtens einer der anſehnlichſten Mecklenburgiſchen gel dabey es Wirthe dazu gethan hat, iſt noch, diſchene zuhel⸗ zu Wiſſens, nicht befolget. Soviel iſt gewiß, fel⸗ — daß in andern fruchtbaren Laͤndern dieſes laͤng⸗ ſtens eingefuͤhret geweſen, und die Niederlaͤn⸗ rechun ꝓ 2 der 228 oter Abſchnitt. Von der Anzahl der und Britten* Vorgaͤnger abgeben koͤnnen, hſſen. wenn die Nachbaren von Mecklenburg etwan u, diß nicht guͤltig dazu gehalten werden ſollten. Dis wennerit waͤre ein Mittel, dem Wieſenmangel im groſſen ſi intw abzuhelfen. Ich ſorge aber, daß man bey den daadition meiſten Guͤtern, die nicht ſonderlich graͤſigen Bo⸗ welchetd den aufzuweiſen haben, dabey zu kurtz kommen dergleich wuͤrde. Auf ſtarcken Feldern iſt in Hinſicht des haben M A Futters fuͤr Zugviehzwar zu rathen, indem man rung gem Wicken ſaͤet, und Wickenſtroh ſtat Heues vor⸗ ſuif, ben gibt, oder auch zu Heckerling ſchneidet. Da⸗ Aldd, zu 3 hh durch iſt aber fuͤr Hollaͤndervieh noch nicht geſorget. um by gefahr §. 423. 06 4 glei Oben iſt ſchon eines, dem vorigen, aͤhnlichen Ertag Mittels, Erwaͤhnung geſchehen, welches eingefuͤh⸗ in, und: ret iſt, und alsdenn gebraucht wird, wenn der Wie⸗ raben ſeyn ſenmangel nicht ins Große gehet, und nur zum Theil aus dem Acker zu erſetzen iſt.(§. 351.) Noch beſſer wuͤrde es vorſchlagen, wenn es ſeine Richtigkeit damit haͤtte, daß der Hafer,“ Seleng den man ſpaͤt ſaͤet, und durch wiederholtes Ab⸗ ian heumg maͤhen, nicht zum Schoſſen laͤſſet, in den folgen: 1 hat, den Jahren Rocken hervorbraͤchte. Anſtatt in feedne der Weide bey der Heuwinnung eine Huͤlfe zu ſu⸗ füteeit chen, ſaͤete man den Hafer in die Braache: Die⸗ rtand ſer wuͤrde abgemaͤhet, und zur Winterfutterung, 5 Akern wie Gras, getrocknet und aufbewahret. In dem inn! di ſolgenden Jahre erſchiene der Rocken, und damit edtahkli waͤre, auſſer dem Gewinnſte im Futter, die len ſ Braacharbeit halb erſparet, weil der Hafer bey lſenweide weitem ſo gute Pflege nicht bedarf, als der Roc⸗ ehnit, o ken; Die vielfaͤltig gemachten Verſuche haben glälnſen aber dieſe Erfahrung noch bisher unbeſtaͤtigt ge⸗ fuſ Jehſt V laſe den kann Vallingerun h* Juſti, Grundſeſte zu der Macht und Gluͤckſeeligkeit der Staaten. Iſtes Buch. p. 166. 8. 203. nar 1 Aad der Schlaͤge. 229 dn laſſen. Palladius und Columella“ glaub⸗ lten d ten, daß der Weitzen ſich in Rocken verwandele, l in uſt wenn er in ſumpfigen Boden geſaͤet wuͤrde, und unn 3 ſ ſind entweder durch den Schein, oder durch die hiſ 8 Tradition betrogen worden; Gleichwie der, 1 eu welcher den Haber zu Rocken werden ſahe. Auf urß konne dergleichen gantz ungewoͤhnlich neue Dinge Hinſchne haben Mecklenburgiſche Wirthe wohl nie Rech⸗ indennn nung gemacht; Deſto mehr aber auf den Hand⸗ Heues m griff, bey mangelnden Wieſen, Vieh auf die üdet.. Weide, zum Maͤſten zu nehmen. Die, welche ichtgeſonn, ſich auf den Viehhandel verſtehen, ſind beſſer da⸗ bey gefahren, als andere, mit Hollaͤndereyen. Ob es gleich ausgemacht iſt, daß der Einkauf a, ährütn den Ertrag unſicher machen, das Vieh mißgera⸗ heseingilt then, und von ungeſunden Oertern zuſammenge⸗ ennderbh trieben ſeyn kann. ind nur zun .(e3 S. A24. , wenn 6 Neberfin der Haff Solange man noch zu ſolchen Mitteln, die don fuß dem Heumangel abhelffen, zu greiffen, Gelegen⸗ aei heit hat, iſt der Wirth vermoͤgend, die beſte Sebepnie⸗ Anſtat Einrichtung zu treffen. Wenn aber die Natur lerAuſſen⸗ pſäun Geſetze gibt!— Wenn die Wieſen in Ueberfluß luſſen Huͤlf zuſ eſetze gibt: in weide nhe: Die vorhanden waͤren, und weder zur Weide, noch a) Wiefer⸗ fütterung zum Acker mit angebracht, und vertheilet werden ne 5. In den koͤnnen? Die Folgen hievon muͤſſen es lehren, Schlaͤge unddamt wie dabey kluͤglich zu verfahren ſey. Der Vieh⸗ nuͤtzen. V ſtand iſt in ſolchem Falle groß, und wenn in der ltrir, 14 Auſſenweide fuͤr den Unterhalt im Sommer zu Hafer h rathen iſt, ſo wuͤrde nur der Acker dergeſtalt ab⸗ zder 5 zutheilen ſeyn, daß der viele Dung, welchen der che ha 2 groſſe Viehſtand gibt, von der Braache gefaſſet Keäͤdin⸗ werden kann, und daß zu der Streue und zu 1 Verlaͤngerung des Butch., Stroh genug einge⸗ 3 ernd⸗ ligkeit M* Colum. L. 2. Cap. IX.§. 13. * Palladius, Tit. VI. H. 6. „* 230 9ter Abſchnitt. Von der Anzahl erndtet werde. Die groͤſte Braache, findet man bey 5. Schlaͤgen, und die Ausſaat iſt auch an⸗ ſehnlich(Tab. VII.) Der Umlauf von 5. Schaͤ⸗ gen hat nur die Unbequemlichkeit, daß der Land⸗ wirth ſich in den Jahren, wo die alten Braa⸗ chen vorfallen, zu mehr Arbeit anſchicken muß, als in anderen, und darum ſind ſie auch von kei⸗ nem ſonderlichen Werthe. §. 425. P) Was⸗s Noch weniger haͤlt man von vier Schlaͤgen; Schligen Die Braache iſt darin groͤſſer als bey fuͤnfen, fur Ve⸗ und die Ausſaat, weil drey davon beſaͤet werden, wandniß ebenwohl betraͤchtlicher. Es iſt aber fuͤrnemlich hat. daran auszuſetzen, daß dem Acker mit dem Braach⸗ jahre keine hinlaͤngliche Ruhe verſchaffet wird, (§. 167.) und deßhalb das Unkraut mit den Jah⸗ ren ſo ſehr zunimmt, als das Korn im Ertrag ungewiſſer wird, und abnimmt. lieber koͤnnte man 9. Schlaͤge mit doppelten Braachen machen, die alte Braache mit Gerſte beſaͤen,(§. 276.) und neben derſelben noch fuͤnfe zur Saat nehmen. So haͤtte doch der Acker ein paar Jahr Ruhe. Die beyden Braachſchlaͤge, und die Ausſaat, ſind hiebey eben ſo groß, als bey 4. Schlaͤgen. §. 426. Wozu 3. Aus den eben angefuͤhrten Urſachen, ſind 3. Kühns Schlaͤge laͤngſtens abgeſchaffet worden. Dieſe iſt eine der aͤlteſten Arten, den Acker regelmaͤßig zu gebrauchen. Man findet, daß dergleichen Schlaͤge unter vielerley Geſtalt genuͤtzet werden. Es ſey nun, daß entweder ein gantzer Schlag jaͤhrlich zur Braache liege, und nichts auf dieſe Braache geſaͤet werde, oder, daß die Haͤlfte da⸗ von mit Sommerkorn beſaͤet werde, und darum, den Nahmen Braache fuͤhre; weil ſie im Herbſte G geduͤn⸗ gdnget ſtin berd nihet der durch, 9 meht, a ud die⸗ in der ku ſhwerlih Hiſte de auchlnt: Iſtes 5 Boden unſe Bra boſſ arc nſch. b HHtten kon undeiner ſu kantwittet ble it hin hm. Ih en Jahe vor dranderen, net, und we kännen, um Praace zu ſicent die de worhell ten. JZu Saunn it „fnndetna iſ auch i on 5. Siji aß der 3 alten Btu hicken mi uch vonte Schlaͤge en fuͤnfen, üet werden fuͤrnemli em Btaac zaffet wird, it den Jnh⸗ im Ertrn) ber koͤnne en machen (. 276) at nehmen. ahr Ruhe tsſaat, ſid igen. , ſind 3. . Dieſe gelmaͤßig ergleichen t werden. r Schlag Bauf dieſe Hälſte de d darum, iherbſte gedün ——————— ² der Schlaͤge. geduͤnget und zur Winterſaat beſtellet wird; So iſt in beyden Faͤllen was auszuſetzen. In jenem nuͤtzet der dritte Theil des Feldes ein gantzes Jahr durch, von einem Herbſte zum andern, nichts mehr, als daß er bis Johannis zur Weide lieget; ind die Beſtellung einer groſſen Braache muß in der kurtzen Zeit, die dazu uͤbrig iſt, aͤuſſerſt be⸗ ſchwerlich fallen. In dieſem Falle traͤgt zwar die Haͤlfte der Braache noch Korn, aber eben darum auch Unkraut in den folgenden Saaten. §. 427⸗ Iſt es einmahl nach Beſchaffenheit der Guͤte a des Bodens und anderer Umſtaͤnde nothwendig„b groſſe Braachen zu ſuchen, und die Ausſaat da⸗ bey ſo ſtarck, ken ſich 6. Schlaͤge gantz wohl zu dieſem Zwecke. Hievon koͤnnen vier beſaͤet, einer zur Braache, und einer zur Weide bleiben. Der Weideſchlag koͤmt mittelſt der Deroulirung(Tab. IV. n. 3.) alle 12. Jahre zweymal zur Ruhe. Einmahl wey Jahre; Das andere vier Jahre lang, die Braachzeit dazu gerechnet. Die angefuͤhrte Ta⸗ belle iſt hinreichend, den Umlauf deutlich zu ma⸗ chen. Ich habe diejenige Braache, welche nur ein Jahr vorher Weide gelegen, zum Unterſchied der anderen, mit dem Buchſtaben NB. bezeich⸗ net, und werde ſie fuͤglich neue Braache nennen koͤunen, um ſie nicht mit der friſchen und alten Braache zu verwechſeln. Gegen drey Schlaͤge iſt hiemit die Weide eines gantzen Schlages, und die vortheilhafteſte Ruhe fuͤr den Acker, gewon⸗ nen. Zu einer, hier dienlichen Ordnung der Saaten gibt§. 271. Auleitung. P 4§. 428: 231 )Ge⸗ rauch von 6 Schlaͤ⸗ en in die⸗ n1 Auei ie⸗ g als moͤglich, zuzuſchneiden, ſo ſchic ſem Falle 2) Bey mangeln⸗ der Auſ⸗ ſenweide. Gebrauch von 10. 9ter Abſchnitt. Von der Anzahl §. 428. Es kan aber in dem geſetzten Falle(§. 424.) daß die Wieſen uͤberfluͤßig vorhanden ſind, auch an Auſſenweide gebrechen, und denn iſt der Wirth gezwungen, in dem Acker die Weide auszudehnen Der groſſen Ausſaat kan man Schlaͤgen. noch am erſten was abbrechen. Man wuͤrde Wie ein halber Schlag vorzugrei⸗ fen. jedoch zehn Schlaͤge mit doppelten Braachen ſchlecht anbringen, um den groſſen Dungvor⸗ rath recht zu gebrauchen, um die Ausſaat mit⸗ telſt L. Saatſchlaͤgen, groß zu erhalten. Von 10. Schlaͤgen werden ſonſt auch nur 4. zur Saat genommen. Den halben Schlag nimt man ein Jahr vorber auf, und beſaͤet ihn ma⸗ ger mit Hafer, oder, wenn der Acker darnach iſt, mit Braacherbſen. Ich will mich bemuͤ⸗ hen, dieſe Art, zehn Schlaͤge zu gebrauchen, nur in etwas veraͤndert, auf den geſetzten Fall anzuwenden. Anſtat, daß 41. Schlaͤge ſonſt zur Saat gebraucht werden, nehme man 5¼, ſo bleiben 3. Schlaͤge zur Weide, welche an Groͤſſe, den einen Weideſchlag bey 6. Schlaͤgen, weit uͤbertreffen.(Tab. VII.) Die Ausſaat iſt nicht viel geringer, als bey gedachten 6. Schlaͤgen, und die Braache desgleichen. Von der alten Braache wird die eine Haͤlfte vorgegriffen, und mager be— ſaͤet, die andere Haͤlfte aber ordentlich ge⸗ braachet. Tab. V. n. b. iſt jenes durch den Buchſtab, 3H, und dieſes mittelſt Aß, angedeutet. Hieraus kan alsdenn der Wirth ſoviel mehr Nutzen ziehen, wenn der Acker in den Schlaͤgen auf der einen Haͤlfte an der innern Guͤte beſſer, auf der andern aber I b Nachd nider Vie dr laadwit undgute zu dn ſind. enlaſen, ſad, als di üig mchen der Wieſen! delaazuſe dnang un .231.) londers in i ſche g iüſwertrag ſerunter ge thnangen ſibetgaupt on ſ gri ſbeſondere 4 agleihung 1 A w Perige uſtſen. a duungtehi ——————————yõõ—OA der Schlaͤge. 233 Mle ga aber, ſchlechter iſt: Wie denn auch dieſer 8 Gebrauch des halben Schlages auf andere Mſad Faͤlle, nach Maaßgabe der Unſtaͤnde, be⸗ 1 wen ſonders bey Erſetzung des Heumangels aus üotf den Schlaͤgen, anzubringen iſt. Die hier M anmn paßliche Ordnung der Saaten zeigt(§. 270.) an Wüe an. en Pu. n Dunzan.. Ausſaate 8 429 lten. N Nach der einmahl angenommenen Verhaͤlt⸗Hinlaͤng⸗ nur 43. niß der Viehzucht zum Ackerbau, getrauet ſich liche Wie⸗ Schlag nin der Landwirth, ſagen zu koͤnnen, ob bey einem len. ſäͤet ihnm Landgute zuviel, oder zu wenig Wieſen vorhan⸗ Wieferne cker darmz den ſind. Es wuͤrde ſich desgleichen genau ſa⸗ 9. Schlaͤ⸗ mich benn gen laſſen, wenn juſt ſoviel Wieſen vorhanden dabey gebrauchn ſind, als die uͤbrigen Grundſtuͤcke des Gutes nuͤtzen. eſetzten h noͤtig machen, haͤtte man nicht den Ueberfluß claͤge ſeih der Wieſen mehr als eine Wohlthat, als wieein ne mang Uebel anzuſehen, und ſo verſchiedene Wege, die de, welh Ordnung und Dauer der Saaten zu beſtimmen. lag bey d.(§. 232.) Einige Arten von Schlaͤgen ſind 145. VI!) beſonders in Aufnahme gekommen, weil ſie ſich r, als bh fuͤr ſolche Felder am beſten ſchicken, wobey der Braac Wieſenertrag einigermaſſen mittelmaͤßig iſt. ache wi Hierunter gehoͤren 9. und 11. Schlaͤge. Die mager beê. Meynungen ſind getheilet, ob jenen, oder die— entlich g. ſen uͤberhaupt, ein Vorzug zukomme, und keine durch dn davon iſt gruͤndlich, wenn der Ausſpruch, ohne elſt; à52 auf beſondere Faͤlle zu ſehen, geſchicht. Durch der With Vergleichung beyder Einrichtung werden ſich der AGuü die Vorzuͤge und Maͤngel auf beyden Seiten Hälften aufloͤſen. Dazu ſoll folgende Gegeneinander⸗ er andern bhaltung behuͤlflich ſeyn. aber P 5 Maͤngel * 234 11. Schlaͤgen. a.) Man nehme die Groͤſ⸗ ſe des geſamten Ackers zu den Schlaͤgen à 100, 000. OR. an, wie ſie Tab. VII. zum Grunde geleget iſt; So wer⸗ den von dieſen Eilfen, fuͤnfe zur Saat, zween zur Braa⸗ che, und 4 zur Weide genom⸗ men.(Tab. VII.)(Tab. V. n. 8.) Die 5 tragenden machen 45454½4 OR. zu⸗ ſammen aus. Achtzig OR. auf einen Scheffel Ausſaat gerechnet, bringen die 5. Saatſchlaͤge 568. Scheffel. b.) Die Weide betraͤgt hier(Tab. VII.) 3636722 .R. oder 454 ½ Scheffel Ausſaat, nach demſelben An⸗ ſchlage(a.) und kan bis 75. Hollaͤnderkuͤhe unterhalten, wenn man(§. 429.) An⸗ ſchlagsmaͤßig auf jedes Haupt⸗ Vieh, 6. Scheffel Ausſaat, Weide rechnet. c.) Das Weidevieh durch den Winter zu bringen, wuͤr⸗ den 25. Fuder Heu, auſſer dem oter Abſchnitt. Von der Anzahl Maͤngel und Vorzuͤge, von 9. Schlaͤgen. ad. a.) Dieſelbe Groͤſſe des geſamten Ackers bey 9 Schlaͤ⸗ gen angenommen, bringt auf die vier tragenden(Tab. V. n. 6.)(Tab. VII.) 44444 5 R. Solche zu Scheffel gemacht, auf den Scheffel ebenfals 80. OR. gerechnet, bringt in der gantzen Ausſaat 555 ½ Scheffel, alſo 122 Sdeffel weniger, als bey 11 Schlaͤgen. ad. b.) Da hier eben ſo viel Schlaͤge zur Weide lie— gen, als beſaͤet ſind, ſo iſt der Raum der Weide, ebden ſo groß, als der zur Ausſaat. Dieſe unterhaͤlt nach dem ne⸗ benſeitigen Anſchlage 39. Kuͤ⸗ he, alſo 18 Haͤupter mehr, als 11. Schlaͤge. Der ge⸗ ringe Vorzug in der groͤßern Ausſaat bey jenen, wird hie⸗ mit alſo nicht nur aufgeho⸗ ben, ſondern der Ertrag der groͤſſeren Weide gibt noch ei⸗ nen Ueberſchuß. ad. c.) Die 93. Kuͤhe durch den Winter zu brin⸗ gen, muͤſſen 93. Fuder Lan alſo —— diſenſch than haben, in Stroh u haupt g inan Fude 6) Beht hen zuſam 47. Schef VII.) Dief den Acker ge ie Sunme ſüun zu Ats, welc fuauuii C wag, ne anin den⸗ Pſſenſchlager thallinder don diſem geirelaſt d bu. thee glſo i tnamm e) Nach, das Zug u, werden NMahe und 3. apader, de täjngn. In geſtn Grnach dhti gfde hn. giſ h lſh V ſh d hi urd 4 ige gaverie gen. eGriſſt beh9Stſ i brinxtaf en(Tab V. 1.) agg su Scheft n Schift gerechne en Ausſau alſo 11 als bey ier eben Weide li d, ſo iſtde de, eden ſ r Ausſaat ach dem ie⸗ ge39. K0 dbter meht, Der ge er groͤßen wird hie aufgehe Ertrag de öt noch di „Kühe 7) brin⸗ uder Hel⸗ alſ —————— der Schlaͤge. — 235 dem Stroh natig ſeyn, auf alſo 18 Fuder mehr da ſeyn, hn das Haupt gewoͤhnlichermaſ⸗ ſen ein Fuder gerechnet. d.) Beyde Braachenma⸗ chen zuſammen etwas uͤber 227. Scheffel Ausſaat. Tab. VII.) Dieſe zu den tragen⸗ den Acker gerechnet, bringen die Summe, des von den Schlaͤgen zu bearbeitenden Ackers, welche 798. Schef⸗ fel ausmachet. Fuͤr das Zug⸗ vieh mag, neben den Schlaͤ⸗ gen in den Koppeln, oder Auſſenſchlägen, welche mit der Hollaͤnderweide nichts ge⸗ mein haben, geſorget ſeyn, und von dieſem Acker nochet⸗ wa eine Laſt oder 100. Schef⸗ fel zubeſtellen, vorfallen. Es waͤren alſo in allen 9. Laſt zu bearbeiten. e.) Nach(§. 344.) hier⸗ aus das Zugvieh zu beſtim⸗ men, werden 3. Geſpanne Pferde und 8. Paar Ochſen erfordert, die Arbeit zu be— zwingen. In Hinſicht der groſſen Braachbeſtellung ha⸗ ben die Pferde hier faſt zuviel Arbeit. Es ſoll deswegen je⸗ doch der Anſchlag nicht erho⸗ het werden, denn der Unter⸗ ſchied wird ohnedem zur Ge⸗ nuͤge hervor leuchten als bey 11. Schlaͤgen. ad. d.) Die Braache be⸗ traͤgt ohngefehr 139. Schef⸗ fel Ausſaat, mithin 88. Scheffel weniger, als jene beyden; Die Summe alles zu bearbeitenden Ackers in den Schlaͤgen iſt 60 4½ Schef⸗ fel, alſo um 100. Scheffel kleiner als bey jenen. Hier⸗ zu ſoll ebenfals noch eine Laſt Ausſaat von dem Acker, wel⸗ cher fuͤr das Zugvieh und ſon⸗ ſten in Koppeln, oder Auſ⸗ ſenſchlaͤgen lieget, zu bearbei⸗ ten ſeyn; Aller zu beſtellende Acker beſtuͤnde demnach in 8 Laſt Ausſaat. ad e.) Nach(§. 343.) kön⸗ nen hier, wenigſtens, weil der zu bearbeitende Acker um eine Laſt Ausſaat, und daruͤ⸗ ber, geringer iſt, als dort, zwey Paar Ochſen entbehret werden. Die verminderte Arbeit iſt aber den Pferden mehr zur Erleichterung(§. 193.) als den Ochſen; Da die Braacharbeit hier einge⸗ ſchraͤnkter iſt. Weil dennoch dis keinen Unterſchied in der folgenden Berechnung macht, wohl 236 f.) Das Zugvieh durch den Winter zu bringen, ſind auf jedes Stuͤck Pferde, oder Ochſen 2 Fuder Heu zu rech⸗ nen. Es koſten alſo ber 12. Pferde und 16. Ochſen den Winter uͤber, 56. Fuder Heu. g.) Die Auswinterung des Hollaͤnderviehes erfordert 75. Fuder, des Zugviehes— 56. Fuder Heu; In allen al⸗ ſo 131. Fuder. h.) Von den beyden Braachen wird eine beduͤngt; Die anderetraͤgt mager. Die fette Braache erhaͤlt daher al⸗ lezeit die beſte Pflege. Sie iſt nur 113 ⅞ Scheffel Aus⸗ ſaat groß. 9ter Abſchnitt. Von der Anzahl wohl aber in den Koſten, wel⸗ che in dem Unterhalte der Pferde gegen die Ochſen ſte⸗ cken; So ſollen nur 4 Och⸗ ſen zuruͤck gerechnet werden. ad f.) Das Zugvieh ko⸗ ſtet hier, nach eben dem An— ſchlage, fuͤr 12 Pferde und 12. Ochſen, 48. Fuder Heu. Bey 11. Schlaͤgen komt alſo das Zugvieh allein, in Be⸗ tracht des Heues, um 8 Fuder Heu theurer zu ſtehen. ad g.) Dieſe erfordert hier fuͤr das erſte 93, fuͤr das andere 48. und folglich zu⸗ ſammen 141. Fuder Heu. Es ſind hier alſo 10. Fuder mehr noͤtig, als bey jenen, obgleich zum Unterhalt des wenigern Zugviehes ein ge— ringerer Heuvorrath ſtat fin⸗ det. Dis gibt den entſchei⸗ denden Ausſpruch, daß o. Schlaͤge da anzulegen, wo mehr Wieſen, 11 Schlaͤge hingegen, wo weniger vor⸗ handen ſind. ad. h.) Die Braache haͤlt V 139. Scheffel. Es ſind hier mithin 26 ⅞ Scheffel Ausſaat mehr fett zu machen, als dort. Der groͤſte Wieſenvorrath, welchen man bey 9. Schlaͤ⸗ gen vorausſetzen kan, macht in i) die thiernes iſt tgbticht me⸗ An Einich ſErmwerſae hl en gſtn,n intethalte d die Ochſin en nur 499 hnet werda. JJugoit. eben dem! Pferde . Fuder h. gen komt lein, in d ,um8 zu ſtehen. ieſe erforder ie 93, fürde d folglich Fuder ha ſo 10. Jun ls bey jenn Untethalt d wiehes ein rrath ſtaff den entſi ich, daß ulegen, u 11 Schli veniger we Praache bit Es ſind hit ffel Ausſen en, alsdon ſenvorrat 79. Schli kan, mat l der Schlaͤge. i.) Die Ausſaat des Win⸗ terkornes iſt anſehnlich, und verſpricht mehr, als bey an⸗ deren Einrichtungen die groſ⸗ ſe Sommerſaat. 237 in dem Duͤngervorrathe kei⸗ nen ſoviel groͤſſern Ertrag, als zu Duͤngung dieſer 26 ½ Scheffel noͤtig waͤren. Es hindert aber bey 9 Schlaͤgen nicht, daß der Dung etwas duͤnner verbreitet werde, weil der Acker, da er eben ausge⸗ ruhet hat, ſogleich den Dung empfaͤngt; Und deßhalb hat man auch ſo leicht kein Lager⸗ korn zu befuͤrchten.(§. 232.) ad. i) Die groſſe Win⸗ terausſaat macht bey 11. Schlaͤgen eben die meiſten Beſchwerden. Beſaͤet man beyde mit Winterkorn, ſo iſt die Verhaͤltniß der Herbſtar⸗ beit, zu der Arbeit im Fruͤh⸗ jahre, zu groß. Es muͤſte im Herbſte mehr Zugvieh da ſeyn, als im Fruͤhjahre, wenn man nicht Gefahr lauffen will, daß der Winter den Wirth noch mit der Saͤe⸗ ſchuͤrtze antrift. Die Zu⸗ flucht zum Hafer(§. 267.) wenn die magere Braache nicht tuͤchtig genug zu Ro— cken beſtellet werden kan, gibt mehr die ſchlechte Seite, von 11. Schlaͤgen zu erkennen, als daß es zu ihrer Verthei⸗ digung anzufuͤhren waͤre. Dergleichen Maͤngel ſind bey 9 Schlaͤgen nicht anzutreffen. Herbſt⸗ und Fruͤhjahrs abr⸗ eit 9ter Abſchnitt. Von der Anzahl beit ſtehen in einer beſſeren Verhaͤltniß. Wer es noch zu den Vorzuͤgen von 11. Schlaͤgen rechnen wollte, daß dennoch die Rockenſaat ſo an⸗ ſehnlich waͤre, dem ſtehet entgegegen, daß ſie hier eben ſo groß ausfallen kan, wenn es dem Wirthe beliebt. Er ſaͤe nur Stoppelrocken! §. 430. Beyderley Schlaͤge haben das mit einander Unterſu⸗ gemein, daß ſie dem Acker gehoͤrige Ruhe ver⸗ chung die⸗ ſchaffen, und bey ſolchen Wirthſchaften brauch⸗ bar ſind, wo gegen 53 Laſt Ausſaat, ohngefehr bis 140. Fuder Heu geworben werden koͤnnen. Im uͤbrigen dauert bey 11. Schlaͤgen die Folge der Saaten laͤnger, als bey 9, und darum muß der Acker dazu auch an inneren Werthebeſſer ſeyn, als er es zu 9. Schlaͤgen beſtellen kan; Er muß zur magern Saat tuͤchtig ſeyn. Ueberall iſt die Zeit des Umlaufs von 11. Schlaͤgen zwey Jahr laͤnger, als der Neune. Wer es wegen Ver⸗ pachtung der Guͤter fuͤr gut haͤlt, daß die Ruli⸗ rung nicht zuviel Jahre erfordere, dem werden auch darum 11. Schlaͤge nicht gefallen. Man ſetzet ohne dis ſolchen noch entgegen, daß ſie groͤß ſere Befriedigungskoſten erfordern wuͤrden, wie jene, und daß, wenn ſie unbefriedigt bleiben, die Huͤtung auf der friſchen Braache, wie nicht we⸗ niger deren Bearbeitung, aͤußerſt beſchwerlich waͤre, indem letztere jederzeit zwiſchen zween be⸗ ſaͤeten Schlaͤgen lieget, da hingegen bey 9 Schlaͤ⸗ gen die einzelne Braache auf einer Seite an der eide grentzet. Von eilf Schlaͤgen iſt die Ord⸗ nung der Saaten(§. 268.) von 9nen(§. 271.) angezeiget. §. 431. Mit der nm gewür man darnas Praache a ſweilen, ſe oif Wirt tha rir ſ Shjefel Ein eitrichtig ſengen ſint igeſchränk befunder 13. Sc tn, denn e — hwndigi — ſur F. davor em hat die , welcher t Schlag rd zu de ſiſſeren dinſte, wo jSchläger ate nichti in, ſt erw 1)ner läge von lhader des al ſhiter gdin ihwer zagut nih wan dn ale. ſh nähin, J einer beſe Wer es i uͤgen von n nen wellte ockenſagtit , dem 1 aß ſi hier len kan, wen e belicht. elrocken! s mit einne ige Ruhe haften brut at, ohngeſt erden könnn igen diegi d darum mi thebeſſerſe kan; Er ui ſeberall iid en zwey J wegen de aß die Ru dem werd len. M daß ſie gi uͤrden, wi bleiben, ie nicht we deſchwerlch nzween 9 ey 9 Schli Zeite an det iſt die di n(g. 271) §.431 ————— der Schlaͤge. 239 §. 431. Mit der magern Saat iſt es oft ſo nicht, wie Wieferne man gewuͤnſchet hat, eingeſchlagen. Darum iſt 12.Schlaͤ⸗ man darnach aus, bey 11. Schlaͤgen die magere ge anzu⸗ Braache auch fett zu machen, und dis gelinget bringen. bisweilen, indem es bey Vermehrung des Dun⸗ ges auf Vortheile ankoͤmt.(§. 225. feqd.) Der Wirth thut ſich aber immer zu nahe, welcher in ſolchem Falle nicht lieber 12. Schlaͤge machte, wobey er nur 6. Kuͤhe weniger haͤlt, aber in der Ausſaat 57. Scheffel gewinnet, und auf 19. Scheffel Einfall kleinere Braache hat. Die Fol⸗ ge iſt richtig, daß 12 Schlaͤge vorzuͤglich da anzu⸗ bringen ſind, wo die Heuwinnung noch etwas eingeſchraͤnkter, als bey 1 1. Schlaͤgen vorausgeſetzt iſt, befunden wird. Nur iſt es kein Geſetz, daß von 12. Schlaͤgen allezeit 6. beſaͤet werden muͤſ⸗ ſen, wenn es in dem angezogenen Falle gleich nothwendig iſt. In andern Faͤllen koͤnnen auch nur 5. davon zur Saat genommen werden, und dann hat dieſe Art Schlaͤge umgekehrt den Vor⸗ zug, welcher derſelben dier beygeleget wird. Der 6te Schlag, welcher ſonſt mit zur Saat kaͤme, wird zu den Weideſchlaͤgen mit gezogen; Der groͤſſeren Weide wegen alſo leiſtete ſie da gute Dienſte, wo mehr Wieſen vorhanden ſind als zu 11. Schlaͤgen gehoͤren. Daß aber dis das beſte Mittel nicht iſt, den Acker vortheilhaft zu gebrau⸗ chen, iſt erweislich genug. Man halte(Tab. VII.) die Braache, die ruhenden und tragenden Schlaͤge von neuem dagegen; Beyde Braachen koͤnnen des anſehnlichen Heuvorraths wegen un⸗ fehlbar geduͤnget werden, und da waͤre der Acker immer zu gut, wenn er geduͤngt und ausgeruhet, nach zween Saaten ſchon wieder geduͤnget wer⸗ den ſolte. Der Gebrauch dieſer Schlaͤge nimt ſich mithin am beſten aus, wenn er nach Tab. 9. num, h V 240 9ter Abſchnitt. Von der Anzahl 8 4 9. num. 9. angeordnet, und die Folge der Saa⸗ ten nach g. 270. eingerichtet iſt. K93 Wieferne Waͤre jemand mit einer noch groͤſſern Aus⸗ 13. und ſaat, gedienet, ſo duͤrfte er nur von 13. Schlaͤ⸗ 1 4.chli gen 7. zur Saat nehmen, und nach(§. 272.) ge⸗ Prngin brauchen. Die Lage und Groͤſſe des Feldes muͤſ⸗ ſind ſen aber hiebey beſonders fugen, indem ſonſt die 3 vielen Schlaͤge des Waſſers wegen ſo ſelten gut ausfallen, als ſie der Lage nach, in einer gleich⸗ foͤrmigen Entfernung vom Hofe oder Dorfe, ge⸗ bracht werden koͤnnen. Es iſt ſonſt ausgemacht, daß eine groͤſſere Anzahl Schlaͤge jedesmahl klei⸗ nere Braachen gibt, als eine geringere, und was der Braache abgehet, den Saat⸗ und Wei⸗ deſchlaͤgen wieder zuwaͤchſet, und dadurch ein Theil des Ackers beſſer angebracht wird. Auch 14. Schlaͤge welche in neuern Zeiten beliebet wor⸗ den, ſind nicht zu verwerffen, weil die beyden Braachen noch kleiner, als ztel ausfallen, und fuͤglich acht Schlaͤge davon zur Saat zu nehmen ſind, falls der Boden ſtark genug iſt, und der Dungvorrath jaͤhrlich zu beyden Braachen hin⸗ reichet. Wenn nur nicht die lange Folge von Saaten, und uͤberhaupt die, auf viele Jahre ge⸗ ſetzte Rulirung der Schlaͤge, anderen Verfuͤ⸗ gungen das Wort redete. Bisweilen braucht man auch von 13. Schlaͤgen nur 6. zur Saat. Anſtat 7. Saatſchlaͤge, von 13 zu haben, wuͤr⸗ den auch 4, von 7. Schlaͤgen(Tab. VII.) ge⸗ waͤhlet werden koͤnnen, wenn der Abgang an den Weideſchlaͤgen nicht zu groß wuͤrde. §. 433. b.) Wel⸗ Dis waͤre das hauptſaͤchlichſte von dem Ge⸗ ches zu brauche der Schlaͤge auf ſtarken Feldern, 199 die age daye derſe ſenweide, dlfeldern! eine nelle thaͤlt die er Korne een Weid ther hier dert witd, ſe chlechee ff die Wer Fdden an( am zur in Feldern derwenige inmeiſten? t. Nan een Sch nederlhſic an, ds dur nyechraͤnkte Mit ſch de Bewan fteitt, du pin der W. om wi ichen iſ er inn ds Vie 4 tarden Kigt ſch di ehi o dabl Nanzis die Rin mddem Konten hat. ige det En riſſern de 113. Sit . 272 9 Feldes 1 dem ſonſt ſo ſelten einer gleit Dorfe, usgemag desmahl ingere, ud t⸗ und Wi dadurch in ird. Anj eliebet wur die berda fallen, u tzu nehmn ſt, und der aachen hin Folge du Jahre en Verft en brauch zur Sam ben, wir VII.) g- ang anden n dem Oe n, wo die 499” der Schlaͤge. 241 Lage derſelben, der Heuvorrath, und die Auſ⸗ Mittelfel⸗ ſenweide, Veraͤnderungen machen. Bey Mit⸗ dern gehoͤ⸗ telfeldern wird es unter den geſetzten Unmſtaͤnden ret. keine neue Veraͤnderung geben. Nur in ſoferne erhaͤlt die Wirthſchaft ein anderes Anſehen, daß der Kornertrag gegen die Hollaͤnderey, der ſchlech⸗ tern Weide wegen, groͤſſeriſt. Der Raum, wel⸗ cher hier mehr zu einem Scheffel Ausſaat erfor⸗ dert wird, gehoͤret auch mehr zur Weide, weil ſie ſchlechter iſt. Mithin kan ſo viel Vieh nicht auf die Weide genommen werden, als wenn der Boden an Graͤſern ergiebiger iſt. Der groͤſſere Raum zur Einſaat bringt in der Erndte mit ſtar⸗ ken Feldern meiſtens gleichviel, in der Weide aber weniger. Die beengten Wieſen haben doch den meiſten Wirthen faſt einerley Anſtalt abgenoͤ⸗ tiget. Man waͤhlet bey ſo beſchaffenen Sachen gerne 7. Schlaͤge, und beſaͤet davon vier, blos aus der Abſicht, um, mittelſt einer groͤſſern Aus⸗ ſaat, das durch den Kornbau zu erſetzen, was die eingeſchraͤnktere Viehzucht nicht eintragen will. §. 434. Mit ſchlechten Feldern hat es eine gantz an⸗c.) Wel⸗ dere Bewandniß.(Es bleibt hier noch immer ches zu feſtgeſetzt, daß die Lage des Feldes kein Hinder⸗Sandfel⸗ niß in der Wahl der Schlaͤge machen ſoll, und dern gehoͤ⸗ daß es an Wieſen nicht gebreche) An Hollaͤnde⸗ het S reyen iſt bey Sandfeldern nicht zu gedenken, ſennn ot 4 wenn das Vieh nicht in der Auſſenweide unter⸗ gebrechen halten werden kan. Ohne dieſen Vortheil be⸗ 3 graͤntzt ſich die Viehzucht auf Sandfeldern mit der Schaͤferey. Unter jenen Umſtaͤnden richtet ſich die Zahl der Schlaͤge hauptſaͤchlich nach der Menge des Duͤngers, welchen man von der Vieh⸗ zucht, und dem einmahl erworbenen Vorrathe, zu erwarten hat. Unter dieſen iſt ſie auf die Be⸗ 9 ſchaffen⸗ I 242 gter Abſchnitt. Von der Anzahl h ſchaffenheit des Ackers, oder die Natur deſſelben gegruͤndet. §. 435. a. Und A. Nach ihrer Art fruchtbare Grand⸗ und hinlaͤngli Sandfelder ſchicken ſich, der erſten Vorausſet⸗ che gute zung nach, zu 5. Schlaͤgen kaumhin, weil ihnen Auſſen⸗ die vieljaͤhrige Bearbeitung eher, als dem beſſern weide iſt, Boden, ſchaden kan.(§. 146.) Der Umlauf 7 a.) An⸗ derſelben verſtattet nur glle 12. Jahre, eine drey⸗ . wendung jaͤhrige Ruhe.(Tab. IV. I.) Und mit der fri⸗ von 5. und ſchen Braache iſt den Sandfeldern wenig geholſ⸗ 6. Schlaͤ⸗ fen. Noch bey 6. Schlaͤgen iſt es bedenklich, gen. alle 9. Jahre, mittelſt der Derulirung, den Ac⸗ ker zur Ruhe zu bringen. Dem Exempel der meiſten Wirthe, die in ſolchen Gegenden woh⸗ nen, zu folgen, muͤſte man 6. Schlaͤge machen, und davon nur 3 zur Saat, einen zur Braache, ſere Braache noͤtig hat, wie nicht weniger auch eine groͤſſere Ausſaat erforderlich iſt, um zu Fut⸗ ter und Streue fuͤr Hollaͤndervieh zu gerathen. §. 435. b. gelnde gu⸗fang, cgüch der Viehſtand kleiner und der weide. ne Braachen ün werden. Nach 6. Schlaͤgen eben 7. einen Grad kleinere Braachen. Die 6 uͤte des Ackers muß es alsdenn entſcheiden, ob von den 7. Schlaͤgen vier zur Saat genommen 1 werden koͤnnen, oder ob es mit zen ſein Be⸗ und zween zur Weide nehmen. Bisweilen iſtje⸗ doch der Dungſchatz ſo groß, daß man eine groͤß B. Man⸗ Waͤre die Auſſenweide von geringern Um⸗ te Auſſen⸗ Dungvorrath geringer, ſo koͤnnen auch nur klei: MN . Be V uhe des imn d E pie bey it Bra ſiett, ſodan aaken a iſte di V gat, und Soelge,( ſem eine V (dDda W tlfdern aur ſir wer ſuul eichte d d Nungs, we ht. N ter ttagb npein gerin NAhredie ſee Sagt dage, oder = —— ——— hne ſe nur der Schlaͤge. 243 §. 436. Mit 8. Schlaͤgen wird die Braache noch klei⸗ ner. Beſorgte man nicht, den Grentzen der hrand u Ruhe des Ackers zu nahe zu treten, ſo koͤnnte, omſthe von 8 Schlaͤgen groͤſſere Weide zu gewinnen, weilinn wie bey 10. Schlaͤgen gewieſen worden, einer dembin mit Braacherbſen, oder Braachhaber halb be⸗ der Un ſaͤet, ſodann geduͤnget, und zu einer Folge von vier „einen Saaten angeſchicket werden. Man braucht die nit der meiſte Zeit aber nur 4. Schlaͤge von gten zur enig gehe Saat, und hat dabey einerley Ausſaat gegen 6. bedentih Schlaͤge,(wovon drey beſaͤet werden) und da⸗ 9, dend neben eine kleinere Braache und groͤſſere Weide. xempel de enden uch§. 437. ige machn Der Wieſenmangel iſt bey ſtarken und Mit⸗ C. Mangel/ r Braaz telfeldern nur ſcheinbar, indem ihm allemahl ab⸗ der Wie⸗ veilen it geholffen werden kan. Sandgegenden kan aber ſen. neinegi ſo viel leichter darunter was a gehen. Mangel enigerun der Wieſen verurſachet vielfaͤltig Mangel des um zug Dungs, woruͤber man in ſandigen Gegenden gerathn klaget. Mit weniger Dung iſt auch nur wenig Acker tragbar zu erhalten, und daher koͤmt es, daß von Sandfeldern, die der Wieſen entrathen, ingern Uu nur ein geringer Theil unter dem Pfluge ſeyn kan. er undg Machte die Ruhe alle Saatfelder faͤhig, etliche ich nuri magere Saaten abzutragen; So wuͤrden 11. „Schla Schlaͤge, oder alle die, wobey doppelte Braa⸗ hen. Mchen ſind, noch einen vorzuͤglichen Werth haben, heiden, ſoferne ſie nur eine groſſe Ausſaat verſchaffen. genonn Wegen des geringen Abnutzes in der Weide von ſein O groſſen Revieren San dlandes, hat man ohnehin „ſo gewſ Urſache, auf groͤſſern Nutzen vom Kornbau zu ſe⸗ hes wege hen; Und wodurch kan man ſolchen mehr erwei⸗ deriſ tern, als wenn mit den Keaͤften des Ackers ſoviel n Schiſ moͤglich, gut gewirthſchaftet wird, ihm erſt die Frucht der Ruhe, und dann die Frucht des §. 0. 2 Dungs ur deſelhen gter Abſchnitt. Von der Anzahl Dungs abgenommen wuͤrde? Dis verſtatten je⸗ m beſta doch nur wenige Sandfelder. Sie ſind bald aus⸗ t E gebauet. Friſches geduͤngtes Saatland bringt ü, und Korn, als waͤre es nur auf die Haͤlfte ſo gut ge⸗ int Gew pfleget, wie der ausgeruhete und geduͤngte Sand: uSung boden. ſmeidig, §. 438. V 8 Weniger wagen alſo die, welche zu ſieben, uefi acht, oder neun Schlaͤge, nach Befinden der unanen Umſtaͤnde greiffen. Hievon beſaͤet man gewoͤhn⸗ ale Baue lich dreh, den Buchweitzen in einem Theile der afen Braache ungerechnet. So, wie es an Wieſen ſi übta mehr und mehr bey dergleichen Wirthſchaften ge⸗ Kn bricht, ſteigen die Schaͤfereyen, als dasjenige hr Pr Vieh, welches bey dieſer Art Ackers, die Stelle V erver u des Hollaͤnderviehes auf fetten Fluhren vertritt. 3 dN Groſſe Ausſaaten, kleine Braachen, binlaͤngli⸗ hn 3 che Ruhe des Ackers, und kurtze Dauer der Saa⸗ n ten, muͤſſen durch die Schlaͤge verſchaffet werden ti koͤnnen, welche hier dienlich ſind. Die groſſe 4 Ausſaat wuͤrde auch alsdenn nicht paſſen, wenn 6 dn des Wieſen und Weidemangels wegen ſogar zum Unterhalt des noͤtigen Zugviehes nicht zu rathen 6 nee) waͤre. Sollten 3. Saatſchlaͤge von neunen als⸗ ſenſe nt denn noch nicht zu bezwingen ſeyn, ſo gehet man hoͤher, und nimt von 10, 11. und mehr Schlaͤ⸗ aal gen nur drey auf. Aälent ſenihung §. 439. lhes, als Was iſt aber anzufangen, wenn gar keine lhn nu Wieſen vorhanden ſind? Die Verſuche und An⸗ 8 ſchlaͤge, Gewaͤchſe, welche einen ſaftigen Sten⸗ 93 Sei gel haben, und viele Nahrung von dem Boden Waülr fordern, auf dem Sande fortzubringen, ſind bis⸗ eicn her nicht gegluͤcket, und haben auch wohl nicht ſa nelt gluͤcken koͤnnen. Die Natur ſcheinet im voraus ſte ſt zmn abſchlaͤgige Antwort zu geben, wenn man ſie dar⸗ um GraxRadu der Schlaͤge. 245 erſtattn um befraͤgt, ob ſie ſaftige Gewaͤchſe da fortbrin⸗ idbaldan ge, wo Braam, Heyde, Ruhrkraut Bocks⸗ land bin bart, und Sandhaber, dieſe trockene und unſaf⸗ ie ſogu tige Gewaͤchſe von ſich ſelbſt hervor kommen. Ih⸗ ungte Eu re Stengel ſind weder kraͤftig noch ſonderlich ge⸗ ſchmeidig, wie doch alle Futterkraͤuter es einiger— maſſen ſeyn muͤſſen. Vergebens hoft man alſo wohl auf Abhelfung des Wieſenmangels der euhn Sandfelder durch Beſaamung derſelben mit Klee c geni und anderen Kraͤutern. Es ſey darum! Man hat n Thein viele Bauerwirthſchaften, wobey das Zugvieh bin ohne Heu unterhalten, ſowenig Pferde als moͤg⸗ banen lich, gebraucht, und das meiſte durch den Haa⸗ 1 hate ken verrichtet wird. Halten doch die Frachtfah⸗ üs duni rer ihre Pferde, der ſchweren Laſten, die ſie 5, dien ſchleppen ungeachtet, gut; Wenn ſie gleich auf bten aum langen Reiſen dafuͤr kein Heu auftreiben koͤnnen. u, Hinig Wo man nur Zugvieh unterhalten kan, und kei⸗ uerdeen nen Mangel an Waſſer hat; da kan man auch afft van wirthſchaften. Fehlet der Dung gleich, ſo thut Dime man dem Boden durch die verlaͤngerte Ruhe ſo⸗ daſen, du viel mehr zu gute, und die Schaͤferey pflegte en ſogeſ auch hiebey durch die Huͤrden nicht weniger ihre ctzu min Dienſte zu thun. neunenii gehet in§. 440. iehr Sch In allen dieſen Faͤllen, welche nach einander. Bey ei⸗ in Erwaͤgung gezogen worden, iſt die Lage des ner ſohlech⸗ Feldes, als zu allen Schlaͤgen geſchickt, ange⸗ten Lage nommen worden. Wenn es aber an dieſer feh⸗ des Feldes. ngar ki let, ſo wuͤrde man alle Regeln der Bequemlich⸗ he undll keit bey Seite ſetzen muͤſſen, wenn man dennoch igen Sn die Zahl der Schlaͤge mehr nach dem Innern der dem Bo Wirthſchaft, als nach der Forme des Feldes, n, ſidit waͤhlen wollte. Der Verluſt der Bequemlich⸗ wohl ith keiten iſt zum oͤftern mit einer Einbuſſe von Vor⸗ im vornl 923 theilen nan ſiede mm* Gnaphalium. 246 9ter Abſchnitt. Von der Anzahl theilen verknuͤpfet, die mittelbar den baaren Er⸗ trag eines Guthes betreffen. Es ſind nicht ſo vrel Mittel da, wodurch man ſich den ſchaͤdlichen olgen dieſer natuͤrlichen Ungeſchicklichkeit eines eldes entziehet, als ſich Vorfäͤlle ereignen. §. 441. Die erſte Huͤlffe kan man ſich damit machen, daß, im Falle ein Feld noch eine ziemliche Breite haͤtte, und das Guth an einem Ende deſ⸗ ſelben laͤge, die wenigeren Schlaͤge, womit man unter einem geringeren Verluſte das erlangen kan, was man durch viele hat, vorgezogen wer⸗ den. Es ſind alſo 9. Schlaͤge immer geſchickter, als 11, wenn gleich die Weide uͤberſe uͤßig wer⸗ den ſollte; 6. oder 7. beſſer als 12: Wenn gleich die Ordnung der Saaten ſchlechter ausfiele, oder auch von der groͤſſern Ausſaat etwas verlohren ginge. Neune moͤgten vielleicht auch wegen der groſſen Braache nicht paßlich genug ſeyn. Den 6. und 7. Schlaͤgen fehlet es an der friſchen Braache, die dem Weitzen gut thut. Er kan aber eben ſowohl bey 9. Schlaͤgen in der alten ge⸗ ſaͤet werden. Die ſieben Schlaͤge bringen eine kleinere Ausſaat, und damit muß ſich der Wirth niedergeben, wenn er nicht die groͤßere durch ei⸗ ne verſtellte Wirthſchaft mit einem guten Theile des Vortheils, den er hier ziehet, bezahlen will. §. 442. Sollte die Breite des Feldes auch dieſe An- ordnung nicht zulaſſen, ſo muͤſten die Auſſenſchlaͤ⸗ ge das unbehuͤlfliche dergeſtalt vermitteln, daß die aͤuſſerſten Binnenſchlaͤge doch in eine leidliche Entfernung gebracht werden, und die Auſſen⸗ ſchlaͤge in den aͤuſſerſten Theilen des Feldes eine andere Ordnung ausmachen. Weil hier alleine V die Lage des Feldes den Grund der Auſſenſchlage abgibt, eus Theile dn die A alb eins, fi diel hearbeiten ſchlag ma Rrgel der Golei dr Binnen ſcäge von en borher ſefältig m iogeſebt, en, Sohe ung ihrer a naten h igübge den lbeinander hraucht nrichtung adie Dar nunſcligi toender S dat etwe nätet ine cer, ſen votd d Kdenn, d ———————ʒe b der Schlaͤge. 24 baattn e abgibt, und der Auſſenacker einerley Einrichtung ſind ncht; mit dem Binnenacker erhalten wuͤrde, wenn bey⸗ ſchädltca de Theile beyſammen bleiben koͤnnten; So wer⸗ lichkitin den die Auſſenſchlaͤge mit den Binnenſchlaͤgen, ceignen. als eins, Altenſehen ſeyn, von beyden Theilen gleich viel Schlaͤge zu machen, und einfoͤrmig zu earbeiten ſtehen. Ein Auſſen⸗ und ein Binnen⸗ mit wmah, ſchlag machen dann zuſammen eins, wieder die ne jint; Regel der Bequemlichkeit(§. 392.) in Ervei§. 443. Soweit reichet dieſe Betrachtung in Betref(II.) Wie⸗ as erlnn der Binnenſchlaͤge. In wieferne die Auſſen; viel dop⸗ gezogenn ſchlaͤge von dieſen abhangen, wird ſattſam aus pelte Ab⸗ 86— dem vorhergehenden erhellen. Sie haben aber theilungen üßigwa vielfaͤltig mit den Binnenſchlaͤgen nichts gemein, des Feldes Wenn ah und geſetzt, daß ſie mit ihnen in Verbindung ſte⸗ noͤtig ſind. sfiele,ou hen; So haͤngt doch nicht allemahl die Beſtim⸗ s verloön mung ihrer Zahl und Groͤſſe von denſelben ab. hwegenn Es treten hier allgemeine Regeln ein, die ohn⸗ eyn. D fehlbar den kuͤrtzeſten Weg geben, die Sache der friſch auseinander zu ſetzen. t. Er k§. 444. deraltnn Koͤnnen die Auſſenſchlaͤge wie Binnenacker Auſſen⸗ ;ringen i gebraucht und verpfleget werden, ſo iſt ihre gantze ſchlaͤge Hder urſ Einrichtung, es betreffe ihre Zahl uͤberhaupt, welche als ere ducht oder die Dauer der Ruhe und des Tragens, auch Vdens uten hit binnenſchlaͤgiſch. Nur eine Einſchraͤnkung wird s ge alt. ahlenu wegen der Schaͤferey hiebey zu machen ſeyn. Die⸗ ichen ſe hat entweder keine eigene Beſtimmung, ſon⸗⸗ hdieſh dern richtet ſich nach den Auſſenſchlaͤgen, und wird Auſſenſch⸗ kleiner oder groͤſſer, je nachdem ſolche fuͤr ſie an⸗ ſitteln, di geleget worden; Oder, ſie hat eine vorgeſchrie⸗ ne leidlch bene Groͤſſe: In jenem Falle bleibt die Regel un⸗ ie Auſtr geaͤndert; In dieſem aber muͤſſen ſich die Auſſen⸗ Feldes n ſchlaͤge nach der Schaͤferey richten, weil ſie auſ⸗ ier alin ſer den Binnenbraachen fuͤr ſolche beſtimt ſind, es ſenſchl ſey denn, daß der Binnen⸗ und Auſſenacker gemein⸗ atgs 94 ſchaſt⸗ 248 9ter Abſchnitt. Von der Anzahl ſchaftlich zur Hollaͤnderey ausgeſetzet waͤre, und nrigſech die Schaͤferey auſſerhalb den Schlaͤgen ihren Surrcken Unterhalt faͤnde. Die geſetzte unveraͤnderli⸗ Auſſenſ che Groͤſſe der Schaͤferey hat ihren Grund in den giben, Abtriften. Der Vorzug eines Guthes dieſer marzu Art, wodurch die Schaafe ſelbſt wegen der Ab⸗ 1s Mite aͤnderung in der Weide, und der weiten Gaͤnge, W beſſer gedeihen, und das Koſtgeld eines Thieres eeh f groſſentheils erſparet wird, welches Wagen und drin 3 Pferde ſo oft nuͤtzlicherem Gebrauche uͤberlaͤßt, mhim als den Dung zu ſchleppen, iſt ſo groß, daß man ſüäene d Urſache hat, die Einrichtung des Gantzen zu ätme Bewahrung deſſelben, zu veranſtalten. Trift Alesmeh es ſich, daß die Regeln, wornach die Auſſen⸗ iſe Hüͤlfe ſchlaͤge eingerichtet werden, juſt ſo paſſen, daß die Schaͤferey deswegen nicht veraͤndert werden Sciſ darf; um ſo viel beſſer! Trift es ſich nicht, ſo, ie ſind nur 2. Faͤlle moglich. Entweder es iſt nicht kinen 4 Weide genug fuͤr die Schaͤferey da; Oder es iſt z Uil imme viel: Das letztere hindert nicht, denn man vergroͤſ⸗ aaün, ſert die Zahl der Schaafe ſo weit, daß die Weide il un gantz genutzet wird. Das erſtere macht Veraͤnde⸗ i weim rung in der ſonſtigen Einrichtung der Auſſenſchlaͤge. m Bedr . 445. Verhaͤl Welchein Wenn der Auſſenacker nicht wie Binnenacker i nütigen der Ein⸗ gebraucht und verpflegt werden kan, ſo gehet ſeine drnenſchlc richtung Einrichtung in vielen Stuͤcken von den Binnen: ſt eweit von den ſchlaͤgen ab. Er wihd nicht geduͤnget, und wenn es Binnen⸗ ja geſchicht, ſo geſchicht es 3in geringer Maaſſe. Er ſühlanen kan demnach auch weniger Saaten als die Bin⸗ abgehen. nenſchlaͤge abtragen. Die Ruhejahre werden ver laͤngert, weil die Ruhe entweder gantz allein, oder ü durch ſchwache Unterſtuͤtzung vom Dung, den A⸗ Ffö, cker in Fruchtbarkeit erhalten muß, und beydes 3 dr N macht, daß die Anzahl der Schlaͤge groͤſſer wird. lhes hichſt §. 446. b. darſnede Gebrauch Fuͤnf Schlaͤge koͤnnen unter dieſen Umſtaͤn⸗ Kiſnehte beygutem den gar nicht angebracht werden, und eben ſo faͤnvind wenig wit, hd laͤgen ihn verändet zrundin uthes in egen der h. iten Gin nes Thinn Wagenm e uͤbenlg 7, daß ma Hantzen en. Tij die Auſſe paſſen, di dert werde nicht, i es iſt nih der es iſt an vergiſ die Wa tVerime ſſeenſchläg. zinnenatt gehet n n Binnen nd wennei Naaſſe. 0 s die Bir verdenver allein, ode ag, den 1 und beyde tdſſer win en Umſtir id eben weni —— 2——õ———— der Schlaͤge. 249 wenig ſechs, nach der Ordnung.(Tab. IV. n. 4.) Boden. Starcken und Mittelacker kan man fuͤglich in 6. Auſſenſchlaͤge, nach Tab. IV. n. 3. legen. Sieben, wenn drey tragen, ſind am ſchicklich⸗ ſten anzubringen, wenn nicht die Schaͤferey ins Mittel tritt, und mehr Weide erfordert, als drey Weideſchlaͤge von 7. geben. Die Ein—⸗ ſchraͤnckung mit Steigerung der Auſſenſchlaͤge wird hier noch enger, weil(§. 44.) dort der nachge⸗ bliebene Dung den Acker waͤhrend der Ruhejahre in Waͤrme erhaͤlt, und alſo ſeinen Raaſen fuͤr Moos mehr bewahren kan, als geſchicht, wenn er dieſe Huͤlfe gar nicht, oder unzureichend hat. §. 447 Schaͤferey und Hollaͤnderey kommen leicht Bey dem mit einander ins Gedraͤnge, wenn fuͤr den einen Vorzug Theil hinreichende Auſſenweide und Abtrifften der Hol⸗ da waͤren, die Weide aber auch fuͤr den andern laͤnderey Theil zu nuͤtzen ſtuͤnde. Indem die letztere an er aber weit mehr einbringet, als erſtere, ſo wird häͤltery. ohne Bedencken jene dieſer weichen; Sobald es die Verhaͤltniß der zum Unterhalt der Hollaͤnde⸗ rey noͤtigen Grundſtuͤcke erforderte, daß die Binnenſchlaͤge eine gewiſſe Groͤſſe haben muͤ⸗ ſten; erweitert man ſie in dem Auſſenacker, ob⸗ ſchon dieſer fuͤr die Schaͤferey dadurch Abbruch litte. Auf dieſen Fall haͤtte man die Groͤſſe der Binnenſchlaͤge zufoͤrderſt zu beſtimmen. Was von dem geſammten Acker dann uͤbrig bliebe, gehoͤrte zu den Auſſenſchlaͤgen. Die Zahl der Auſſeuſchlaͤge lieſſe ſich auch nicht uͤber 8. hoͤchſtens 9. nehmen, mithin koͤnnte die Schaafweide in den Auſſenſchlaͤgen auf keine Weiſe mehr ausgedehnet werden, ob es gleich er— fordert wuͤrde, nach dem Umfange der Abtrifften. 95§. 448. 250 Gebrauch ter Abſchnitt. Von der Anzahl §. 448. Mit ſchlechtem Boden gehet man einen et⸗ bey ſchlech⸗ was anderen Weg. Er traͤgt mager nicht mehr tem Boden als zwo Saaten; Daher ſind bey ſolchem ſchon Ordnung bey allen Auſſen⸗ ſchlaͤgen III.) Wie⸗ 6. Schlaͤge anzubringen. Alle Arten von Schlaͤ⸗ gen, von der Zahl 6, bis 11, ſind in dieſem Fal⸗ le unverwerflich, und auch gebraͤuchlich. Sie werden zum Theil, nach den Regeln der Ruhe des Ackers allein beſtimmet, und bedürfen keiner enaueren Eroͤrterung, da alles, was dazu ge⸗ oret, aus dem vorhergehenden flieſſet. §. 449. Man rechnet auf die Auſſenſchlaͤge bey vie⸗ len Wirthſchaften nicht ſonderlich, und haͤlt dar⸗ um wenig auf Ordnung in denſelben. Dis iſt aber ein begreiflicher wahrer Wirthſchaftsfehler. Soviel iſt richtig, daß man es hier ſo genau auf die Lage nicht ankommen laͤßt, als in den Bin⸗ nenſchlaͤgen. Sie koͤnnen zerſtreuet und bey ein⸗ ander, in der Naͤhe und in der Ferne liegen, wenn nur die uͤbrigen Regeln richtig angebracht ſind. Beydes, Binnenſchlaͤge alleine, oder Binnen; und Auſſenſchlaͤge beyſammen, verlan⸗ gen dennoch, daß der Acker an einander haͤnge, und, wenn bisweilen ein Auſſenſchlag zerriſſen wird,(Tab. III. num. 7. 7.) daß es nicht mit mehreren geſchehe. Die Huͤtung auf ſolchen klei⸗ nen Theilen wird ungemein beſchwerlich; Es iſt kaum der Muͤhe werth, wegen der wenigen Wei⸗ de, eine Heerde nach ſo abgeſonderten und kleinen Oertern, zu treiben. §. 450. Felder, worin nur irgend der Acker zuſam⸗ viel mehr⸗menhaͤngt, werden ſich nach dieſen Regeln brau⸗ fache Ab⸗ thiten ſe priben W thnen. S rn? Hat ngangbate 6 de J aͤmpfen ennen ſteh ds aucimal eien finder ddens ſind eſcickiche rit ſedet ier, oder i mentſtehen dr Getralde ea nitdm A jf di begu ſanmenhat So iſt ſer Schlg mſö uͤbert n Negelk, ſaus, aber ne güügen, a he duch R. t9. duch T ttal hgt,— it dlsim we dß unn das dſc di vrele den nach ſ ſhie Wn chen laſſen. Und ſolten ſie von Moraͤſten durch⸗ eza nit: ſch ——-—— 2——ʒn—— 4—— der Schlaͤge. 251 la ſchnitten ſeyn, ſo kan man die meiſte Zeit durch theilungen dun Braͤben Wege von einem Winckel zum andern des Fel⸗ 1 iütug bahnen. Sollte das nicht ins Werck zu richten des noͤtig alcen in ſeyn? Hat die Natur ein ſolches Gewebe von ſind. vontt, ungangbaren und trockenen Laͤndereyen gemacht, dieſu daß die Inſuln,(wenn ſolche Oerter, die mit lich. 6 Suͤmpfen und Meraͤſten umgeben ſind, ſo zu n der nennen ſtehen,) getrennte Hauptheile eines Fel⸗ üͤrfen in des ausmachen, die noch darzu, wie man es zu⸗ as dang weilen findet, alle von unterſchiedener Guͤte des t. Bodens ſind, und die man auf keine Weiſe in ei⸗ ne ſchickliche Forme von Schlaͤgen bringen kan? So ſt jedes zu ſeiner Art gebracht, das eintzige, ge bey h was man thun kan. Daraus moͤgen nun drey, ndhältin vier, oder mehrerley beſondere kleine Abtheilun⸗ . Döſt gen entſtehen. In Betref der Ruhe des Ackers, haſtsſin, der Getraidearten, des Verhaͤltniſſes der Wie⸗ genauuſ ſen mit dem Acker, ꝛc. bleibt alles bey der Regel; den Bu. Auf die bequeme Lage der Schlaͤge, und ihren d ten i Zuſammenhang iſt aber nicht zu dencken. ne liegn, ungebract§.451. in u So iſt das Grundweſen der Einrichtung der hing aller Schlaͤge im Großen, beſchaffen. Es waͤre eben ſo uͤberfluͤßig, alle Abwege von den bekand⸗ g eeriſ teſten Regeln, worin etliche Wohrthe zwar etwas nicht ni neues, aber nichts beſonders erhebliches zeigen, olchent anzufuͤhren, als es unmoͤglich iſt, ein Werck, c; E das durch Nachſinnen, Gruͤbeley, und auch igen W wohl durch Vorurtheile, bald dieſe, bald jene und klena Geſtalt hat, und von neuen erhalten kan, wei⸗ ter, als im weſentlichen zu uͤberſehen. Genug, daß man das kennet, und beſonders hier, wo doch die vielen Nebenumſtaͤnde lauter Veraͤnde⸗ ket zuun rungen nach ſich ziehen. Kein Wunder, daß gelnbu ſich die Wirthe ſo oft wiederſprechen, da ſie in ſten uih einem Falle gemeiniglich viele Wege, zu ihrem hnui Zwecke 25² oter Abſchnitt. Von der Anzahl Zwecke zu gelangen, vor ſich haben; Da, dem Anſehen nach, Kleinigkeiten groſſe Entwuͤrffe vernichten koͤnnen; Da Ueberſchlaͤge, die alles entſcheiden muͤſſen, ſo weitlaͤuftig und unſicher ſind; Da die Erfahrung, worauf ſolche beruhen, uns ſo oft im Ungewiſſen laͤſſet, die doch einmahl die Grundveſte aller Wirthſchafts Klugheit iſt und bleibet. §. 452. a. Aus allem wird ſich deutlich genug zeigen, daß die Schlaͤgewirthſchaft eine Geburt vernuͤnf⸗ tiger Ueberlegung iſt, die nach und nach zu meh⸗ rerer Vollkommenheit geſtiegen, daß die Meck⸗ lenburgiſche Landwirthſchaft nicht Handwercks⸗ maͤßig getrieben werde, und daß der Weg noch immer offen ſey, ſie auf einen noch hoͤhern Grad der Vollkommenheit zu bringen. Der gantze Plan iſt nach der Geſtalt und Natur der O⸗ berflaͤche des Bodens eines eingeſchraͤnckten Raumes, zwiſchen der Elbe und der Oſtſee, entworffen. Er ſchickt ſich auf die gemein— ſten Abaͤnderungen dieſer Gegend. Damit der Begriff davon deſto vollſtaͤndiger gemacht werde, ſo ſind die Charten Tab. I. II. III als wuͤrcklich vorhandene Muſter gewaͤhlet, worin die Natur Gelegenheit gemacht, gute und viele Regeln anzubringen, und worin ſie von recht groſſen Wirthen wuͤrcklich angebracht worden. Weil die Natur aber ſo vielfach abwechſelt, ſo ſind auch noch viele Einrichtungen von Schlaͤ⸗ gen moͤglich, davon jede ihr beſonderes zeigen kan. Sie werden ſich aber dennoch auf die ge⸗ gebene Hauptregeln beziehen muͤſſen, es ſey denn, daß man in den Gebuͤrgen der Schweitz oder anderen, den Mecklenburgiſchen Fluren gantz unaͤhnlichen, und beſonders mehr bevooͤl⸗ kerten Gegenden, Mecklenburgiſch wirthſchaf⸗ ten mwollte. Memen be Findet! mnbäwgiſhe dieſe wüſſ get werden. iteiner 9 in Futtervo ds nütig in eingeſch glage th attern ne tiel Stroh talten k negen in hen,ſichzi iteg ban ſtoportion des arbei bet, wenn tſn Wirt kait, ſcbald ime wird. ier,arWit inſlaen T üwiſſ eke Liſd ne ttfät win, däch tuf 1 n; Da,m e Enrvin ge, dieile und unſch lche berte doch einne Klugget enug jai urt vernii lach zu u 6 die M handwerc er Weg l oͤhern Gic Der ga ur der) ſchraͤncn der Oſtſe die gemei . Dann ger gemach IL. Illa let, wein te und di von roh zt worde echſelt, von Schi deres zeign auf die n, es ſl Schwei en Flura hehr betb wirthſchi ten —————ʒᷓ——— der Schlaͤge. 253 ten wollte. Da wuͤrden freylich wenig von unſern Maximen betraͤchtlich werden. §. 452. b. Findet man doch ſchon bey den kleinen Meck⸗ B. Beyklei⸗ lenbuͤrgiſchen Wirthſchaften eine Ausnahme. nen Land⸗ Dieſe muͤſſen ungekuͤnſtelter und einfacher beſor⸗ Guͤthern. get werden. Der wuͤrde ſich ſehr bethoͤren, der mit einer Hufe Landes, wobey er wegen des groſ⸗ ſen Futtervorrath es 30. Haͤupter Rindvieh, und das noͤtige Zugvieh noch darzu halten kan, ſein eingeſchraͤncktes Feld in eilf oder neun Schlaͤge theilete, und den ſo groſſen Wirth⸗ ſchaftern nachahmen wollte. Er wuͤrde kaum ſoviel Stroh bauen, womit er ſeine Daͤcher un⸗ terhalten koͤnnte, vielweniger damit zu den Streuen in den Staͤllen und zum Futter zurei⸗ chen, nicht zu gedencken, daß er mit dem Dung nicht zu bleiben wiſſen wuͤrde. §. 453 Kleine Wirtbſchaften wollen ſolche Kuͤnſte⸗ leyen nicht. Alles, was den Ackerbau dabey betreibet, Menſchen und Vieh, hat eine groͤſſere Proportion gegen den vorhandenen Acker; Beydes arbeitet und gewinnet vieles, durch viel Arbeit, wenn gleich der Vortheil mit dem in der groſſen Wirthſchaft nicht in Vergleichung zu brin⸗ gen iſt, ſobald die Arbeit mit zum Anſchlage ge⸗ nommen wird. Allein die Arbeit iſt hier wohl⸗ feiler, der Wirth hat uͤberfluͤßige Zeit, und nimt einen kleinen Vortheil vorlieb, den er mit vielem Schweiſſe erkaufet. §. 454. Es ſind noch mehr Gruͤnde da, woraus be⸗ greiflich wird, daß bey Wirthſchaften viel Schlaͤ⸗ ge nicht ſtat finden. Sie veraͤndern ſich zu oft, und 254 9ter Abſchnitt. Von der Anzahl und das darum, weil ſie klein ſind. Der Acker kan leicht verbeſſert werden, und wenn er das iſt, ſo ſoll er mehr abtragen: Der Wirth will ſeinen Garten vergroͤſſern; da ginge ein groſſer Theil vom Schlage weg. Er will die Arbeit beym zaͤu⸗ nen erſparen, und pflantzt lebendige Hecken: Da verdirbt er vielen Acker, den er doch ungerne miſ⸗ ſet: Kurtz, zu den kleinen Feldern iſt ein einfache⸗ rer Zuſchnitt auf alle Weiſe ſchicklicher. §. 455. Mit dem einfacheren Zuſchnitte ſoll dennoch das Weſentliche der Schlaͤge beybehalten werden. Der Acker ſoll zuweilen hen. Er ſoll Braache liegen, und auch wohl Weide geben. Darzuſchicken ſich fuͤnf und ſechs Schlaͤge alleine.(Tab IV. num. 1. und3.) Man wuͤrde mit ſieben bey kleinen Wirth⸗ ſchaften ſchon zuweit hinausreichen, es ſey denn, daß der Wirth 5. davon zur Saat zu nehmen, ſich ge⸗ traue. Dis beweiſet abermahls den Unterſchied der kleinen und groſſen Wirthſchaften. Es wirdſchwer⸗ lich ſonſt der Boden§. Saaten nach einander abtra⸗ gen. Der kleine Wirth duͤnget aber in der vier⸗ ten Saat duͤnne uͤber, und hilft dabey den beyden letzten Saaten nach. §. 456. Doch, hiernach wuͤrde nur auf den Fall, daß ein groſſer Viehſtand bey kleinen Wirthſchaften befindlich waͤre, zu verfahren ſeyn. Dieſer kan aber auch klein genug ſeyn, und dann muͤſte ja wohl, nach veraͤnderten Umſtaͤnden, in der Sache ſelbſt eine Veraͤnderung erfolgen. Man wird hier mit 6. hoͤchſtens 7. Schlaͤgen immer fertig, in— dem, entweder von jenen, oder dieſen drey zur Saat, wie bey der groſſen Wirthſchaft, genom⸗ men werden. deß Gond 10ter Abſchnitt 1 von der dorfer, m groſ d ſte Einſt iriel von der Handel ſe innern ndda gejei ſchen Wirt tt, dß er vndesze ach Penn de igin de A diell eines Jortheil, n ider Mecke iyſtwar, An veüh ean undzu! ſihn De ſter irdie te Wirt 6 de Läbe Nann beina⸗ datjich R, alt e ülswann. du N 1 :Da lit enn er doiß th vil ſene geoſer d dei benn ji eHeckn.) Hungerver, bein eiſt er. ſoll dem alten werne ſoll Brat detzuſchitn b IV. uun, einen Win ſeh denn en, ſich terſchiede virdſchwe ander abtu in der vir hen banden n Fall, d irthſchafi Dieſer in un muͤſte nder Sac un witd hir fertig, ir ſen dre zu aft, genen. bſchne —— 1————C—— Ae)O- NSe 255 10°Abſchnitt Von der Einrichtung der Bauer⸗ Doͤrfer, welche gewiſſermaſſen mit zu den groſſen ieriſchäſtzn zu rechnen ind. §. 457. Oe iſt angemerckt, daß der Handel einen Veranlaſ⸗ Einfluß in die Landwirthſchaft habe, und ſung zu der wieviel von dem Werthe der Arbeit abhaͤnget. gutenEin⸗ Der Handel und der Werth der Arbeit, ſind mit richtung der innern Verfaſſung des Staats verwandt, der Meck⸗ und da gezeigt worden, daß der Grund von un⸗ lenburgi⸗ gleichen Wirthſchaftsarten in jenen ſtecke, ſo fol⸗ ſchen Doͤr⸗ zet, daß er auch in der neuen Verfaſſung des fer. andes zu ſuchen ſey. Wenn dieſes an ſich nicht ſchon deutlich ge⸗ nug in die Augen fiele, ſo wuͤrde folgendes die Stelle eines Beweiſes vertreten koͤnnen. Der Vortheil, welcher mit Einfuͤhrung der Schlaͤge in der Mecklenburgiſchen groſſen Wirthſchaft ver⸗ knuͤpft war, wurde auch bey der kleinern geſucht. Man verſuchte es, und konnte es ohne Wieder⸗ ſtand, und zu befuͤrchtende ſchlechte Folgen, ver⸗ ſuchen. Die Geſtalt der Bauerwirthſchaft, als wovon hier die Rede iſt, hing faſt durchgehends von der Wirthſchaft des Guths⸗oder Landesherrn ab. Die keibeigenſchaft des Mecklenburgiſchen Bauren bringt es mit ſich, daß er keine eigene unbewegliche Guͤter hat*, und was war da leichter, als ein gantzes Dorf⸗Feld alſo anzuſe⸗ hen, als wenn keinem Bauren ein einbiges Stück andes *§, 16. Mecklenb. Landes⸗Reverſalien de anno 1631. . 1 1 1 1 1 3 1 A — 3 1 1 11 1 1 4 1 11 . A ¹ I 4 I A 5 uſt 2 INA 1 I 1 III l 1* 1 1a 4 9 3 . I I 1 6 A 3 ‿47 1 ———— 256 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtung Landes daran eingethan waͤre, mithin einen neuen Zuſchnitt nach den beſten Wirthſchafts⸗ regeln zu machen, und alsdenn dergeſtalt die Laͤndereyen zu vertheilen, daß die kuͤnftigen In⸗ haber insgeſamt auf gleichen Fuß arbeiten, und die einmal gemachte Ordnung beybehalten muͤß⸗ ſen? So machte man es: aber ſo koͤnnen es al⸗ le die nicht machen, welche Doͤrfer vor ſich ha⸗ ben, deren Grund⸗Stuͤcke denen Beſitzern ei⸗ genthuͤmlich gehoͤren. Die lkeibeigenſchaft ver⸗ ſtattet alſo, nach der Verfaſſung Mecklenburgs, dieſe Wirthſchaftsart; Nach der Verfaſſung anderer Laͤnder hindert das Eigenthumsrecht deren Fortgang. Vielleicht laſſen ſich dieſe Hinderniſſe noch wol in ein und anderm Falle dienlichen Veranſtaltungen erwaͤhnt wird, wollen wir die Urſachen ſo groſſer Veraͤnderun⸗ gen in der Mecklenburgiſchen Bauer⸗Wirth⸗ ſchaft, und die neue Geſtalt derſelben, zuvor ermeſſen. §. 458. J. Der Wenn man in einem Dorfe, welches dieſel⸗ Bauer he Wirthſchaft noch beybehalten, die vor Jahr⸗ withſchaf hunderten im Gange war, nur eine geringe ket ſchlecht Unterſuchung auf das Beginnen und den Zu⸗ vor ſich al⸗ſtand der Bauren richtet, ſo wird man zu aller⸗ lein arbei⸗erſt den Unterſchied wahrnehmen, daß eine tet. Hofſtelle in beſſerm Stande iſt, als die andre. Gehet man in der Unterſuchung weiter, ſo fin⸗ det man haͤufig, daß nicht eine groͤſſere Hufe, die beſſere Grundſtuͤcke, welche dazu gehoͤren, oder auch leidlichere Abgaben gegen andere die⸗ ſen dn Vorzue ſc nicht r, der um G beſihet, ſuel Abgab lſtande ird wohl dech eine egebract ſalen galeht Nſchlecht! nſtänden ſ V Es iſt uer, der erchen ge uͤberſteigen. Ehe und bevor aber der dazu don ihm ſein Pegränſchä tn ſthet, m aſi das, n jn rachtet g, ſcch 1 deit koſtet ſir, ihne d tan vurde en Unter d htung der Bauer⸗Doͤrfer ꝛc. 257 mihin i ſen Vorzug zu wege gebracht; Sonſten muͤſte es Wiüthſtit ſich nicht ſo oft zugetragen haben, daß ein Bau⸗ dergeſt er, der um den dritten Theil weniger laͤnderey⸗ künftiga en beſitzet, als ſein Nachbar, und doch eben ſo arbein, viel Abgaben und Dienſte geleiſtet, in beſſern hbehaltnt Zuſtande angetroffen wird, als dieſer. Wer könnene wird wohl daran zweifeln, daß jener ſich allein fer eeß durch eine qute Wirthſchaft den Vorzug zu We⸗ ferraſſ ge gebracht? Dieſe und andere Unterſuchungen n Beſn daden gelehret, daß der groͤſte Hauffen von Bau⸗ igenſhin ern ſchlecht wietfſchafts, und in weit bluͤhendern Mecklanen Umſtaͤnden ſeyn koͤnnte. er Verfhſa§. 459. genthunene— Es iſt wohl nichts ſo gewiß, als daß ein Na⸗ ſſen ſcha Bauer, dr an Kindheit 9 weiter zuna als Dieniſ ei⸗ andern ch gehorchen gelernet, in der Wirthſchaft, wenn ne Vor⸗ aber drn man ihm ſeinen Willen laͤſſet, ſelten ausgeſuchte ſchrift ha⸗ waͤhnt mh, Wege einſchlaͤgt. Alles was von ihm zu erwar⸗ ben. Vrrinen ten ſtehet, moͤgte noch dis ſeyn, daß er einiger⸗ Sauer’bn maſſen das, was er bey andern ſiehet, nachzuah⸗ ſeln, un men trachtet; Und hierbey huͤtet er ſich doch ſorg⸗ faͤltig, ſich nicht zu vergreiffen, wenn es zuviel Arbeit koſtet, vielweniger wird er da nachzuah⸗ men vermoͤgend ſeyn, wo nur mittelmaͤßige Ue⸗ berlegung erfordert wird. Sollte es wohl eini— velches n hen Zweifel unterworffen ſeyn, daß man uner⸗ die vorgt fahrnen Wanderern einen Wegweiſer geben muͤſ⸗ eine gan ſe? Solte es nicht gut ſeyn, dem Bauer auf alle a nur moͤgliche Art es vorzuſchreiben, wie er ſeine und di 1 Wirthſchaft vernuͤnftig, und zu ſeinem beſten Vor⸗ nan zn i theile, anzuſtellen habe? So wenig als ein Mus⸗ i, daß in quetier, ohne ſeinen Officier fuͤrchten zu duͤrfen, is dieae gut thun wuͤrde, ſo wenig laͤſſet ſch vermuthen, eiter, iſ daß ein unter dem Joche der Leibeigenſchaft ſeuf⸗ oͤſſere i zender Bauer, ohne Zwang ein guter Wirth ſey, zu gehirn da beyden die Unwiſſenheit verhindert, auf Fol⸗ anderen gen ſehen zu koͤnnen. 1 R§. 460. 258 10ter Abſchnitt. Von der Einrichtung .§. 460. Dieſe Vor Wenn es alſo noͤtig war, den Bauer nicht ſchrift muß auf gerathewol ſelber wirthſchaften zu laſſen, ſo deutlich richtete man weislich die erſte Sorge darauf, daß und ihrer man auf eine leichte Art dieſe ungelehrigen Leu⸗ Mahuie te gut wirthſchaften, und ihre Vortheile befoͤr⸗ nach dau« dern lehrte. Damit die Neuerung, woraus der ehaftſeyn. Bauer gemeiniglich nichts gutes fuͤr ſich vermu⸗ V thet, ihn ſoweniger abhalte, ſich der Vorſchrift gemaͤs zu betragen, richtete man alles dazu ſo ein, daß einer, ohne des andern Schaden, nicht davon abgehen koͤnne, mithin die Bauern uͤber einan⸗ der gleichſam Aufſeher wuͤrden. 6 4 1 H. 461. 3 Es muß ſo Man wuͤſte nicht weniger die Anſtalt ſo zu leicht kei treffen, daß es gleich ſichtbar wuͤrde, wer und ner davon wie man der Vorſchrift nicht nachgelebet, damit abweichen es nicht ſo, wie es mit vielen Anordnungen zuge⸗ koͤnnen, † dali;1 of. 4 hen pfleget, am Ende unmoͤglich wird, daruͤber daß es ver⸗zu halten. Die Erfahrung iſt mehrmahlen hier⸗ borgen innen Lehrmeiſter geweſen. Gleich bey den er⸗ bleibe ſten Verbeſſerungen, welche ſeit geraumer Zeſt in Mecklenburg gemacht worden, war dieſe Grundregel nicht vorher entworfen. Die Fol⸗ gen zeigten es, daß, mittelſt anderer Zwecke, auch dieſe befoͤrdert werden koͤnnte. §. 462. 8 2 DieUnter⸗ Die Vorurtheile zu beſtreiten, welche dem thanen gemeinen Landmann den Wiederwillen einfloͤſſen, muͤſſen da⸗ den er bey allem aͤuſſert, was er thun ſoll, und zu aufge⸗ nicht zu thun gewohnt iſt; Das waͤre ein Kunſt⸗ muntert ſtuͤck, worauf ein Preis zu ſetzen, wenn es je⸗ werden, mand auf eine leichte Art auszufuͤhren wuͤſte, dieſer Vor⸗Bey der fortdaurenden Arbeit eines Menſchen, ſchrift muß ihn die Hofnung zu den abgezweckten Vor⸗ theilen helen uͤbe heirung hann ſeinen ws u glau und der ſet wohl Schritte zungen, ih licht zu ſij ire ſchon iict, daßd tngſch eg V V V V V V dijſi ſcrungen n Nn, was Jurngeag t hir alle dhrictunge uerdotf nn, welche ncet ſind ſaum vit Terinde ih nit ine hi d Aännn Ingenttſe. wke neuen ücston, tung r Bauer uu n zu laſſn, ge darauf gelehrigen vortheiletſ g, woraue für ſichn der Vert⸗ lles dazuſ: en, nichtien rn uͤberm ⸗Anſtalt rde, wern elebet, du nungen zu witd, dart rmahlen ch bey den⸗ geraumer a, wvar N Zwecke,u welchen en 3einfloſt un ſoll, re ein Ku wenn eh aͤhren wiſt »Menſch veckten Ie thele 2 ——— —— 2————— der Bauer⸗Doͤrfer ꝛc. 259 theilen uͤber alle Hinderniſſe wegbringen. Dieſe nachzule⸗ ofnung wird niedergeſchlagen, ſo oft der Land⸗ ben. mann ſeinen Untergang befuͤrchtet, er habe Grund dis zu glauben, oder nicht. Der Muth ſincket, und der ſonſt fleißige Arbeiter wird mittelmaͤßig, ja wohl gar faul. Wenn nur bey dem erſten Schritte durch Nachlaß, oder andere Beguͤnſti⸗ gungen, ihm ſogleich gezeiget werden koͤnnte, daß nicht zu ſeinem Untergange gearbeitet werde, dis waͤre ſchon genung: Denn es dauert ſo lange nicht, daß die Vortheile bey der neuern Einrich⸗ tung ſich zeigen, und dann waͤchſt der Muth wie⸗ der. 3 .§. 463. Daß ſich bey einem Bauerdorffe groſſe Ver⸗Es ſind beſſerungen machen laſſen, ergiebt ſich ſchon aus groſſe Ver⸗ dem, was§ antec. von der Wirthſchaft der beſſerun⸗ Bauern geſaget worden. Auſſer dieſem aber tre⸗ge u bey ten hier alle Vortheile ein, welche ſonſten bey den Baner, Einrichtung eines Landguths vorfallen, wenn ein I nihen Bauerdorf nach eben den Regeln eingerichtet Hen. wird, welche bey der groſſen Wirthſchaft ange⸗ mercket ſind. S. 464. Kaum wird es zu erinnern noͤtig ſeyn, daß Nur uimt ſolche Veraͤnderungen zu einer Zeit vorgenom⸗ man ſolche men werden muͤſſen, wo der Bauer weder durch in einer Viehſterben, noch andere Ungluͤcksfaͤlle, geſchwaͤ⸗ aßlichen chet iſt. Bey dem Bauern iſt eine neue Einrich⸗ Zeit vor. tung von dieſer Art, in den erſten Jahren, gemei⸗ niglich mit einer Einbuſſe verknuͤpft. Vielleicht hat er Ordnung gehalten, und die wird jetzo her⸗ um geworfen. Der Acker, welcher nun Rocken in der neuen Ordnung traͤgt, ſollte ſchon Ruhe gehabt haben, und die iſt noch nicht da geweſen. RN 2 Die 260 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtung Die geduͤngten Ackerſtuͤcke ſtecken auch wohl hie und da in einem nunmehrigen Weideſchlage, und muͤſſen jetzo ruhen, da ſie nach der alten Verfaſ⸗ ſung tragen muͤſten. Wenn alte Weideorter, oder umgeſchlagene, aufgebrochen werden koͤn⸗ nen, ſo iſt der Schaden damit ſofort erſetzet. Fehlen dieſe aber, ſo hat man um ſovielmehr Urſache, alle Behutſamkeit anzuwenden, daß der Bauer bey der erſten Einrichtung nicht zuviel leide, und noch viel weniger eine bedraͤngte Zeit dazu erwaͤhlet werde. §. 465. Und macht Der Zuſchnitt iſt hier noch vielweniger als einen Ue⸗ bey einer Meyerey ohne Ueberſchlag zu machen. berſchlag Charte und Regiſter muͤſſen bey allen zum nach den Grunde liegen, und beſonders bleibet die Un⸗ vorigen. terſuchung nicht aus, wie viel cultivirte Laͤn⸗ dereyen da ſind, wo und wie ſie zu erweitern, damit man das Gantze vor ſich habe, welches in ſeine Theile zerleget werden ſoll. §. 466. Nur wird Was einen mercklichen Unterſchied bey die⸗ auf denUn ſem Ueberſchlage von jenem machet, iſt der terſchied groſſe Viehſtand, welchen man in einem Dor⸗ nen Wich. fe vorfindet. Dis wird bey den cultivirten aͤn⸗ ſehen Foe dereyen die Frage oft anfuͤhren: Iſt oder bleibt hier auch Weide genung da? Dieſen vorlaͤufigen groß iſt. Erinnerungen folget die Hauptſache. §. 467.— Grundſatz Die Einrichtung der Doͤrfer, wenn beyih⸗ beyjeder nen Schlaͤge angebracht werden ſollen, beruhet Einrich⸗ darauf, daß man alle kaͤndereyen, welche inner⸗ 5 halb gi dn beins an iel moͤgl n dabene V VPenn lhaft, und? ſhufen de enders fl Tzauſet alle ſloitdemau gu unter — enn jeßt, mutknftig 4 Jul hal tiſen, und hpum rich meinſchaft huͤtet Man glar irir eine, din, veile m Hände wit um grd aßcaeen, e dutn nach lau gedt.S miſbertraber ddauern ſu ſe Atrihli 1 däerögu Rtung auch dahl deſchlage n ralten Dn⸗ te Weiddn n werden. ſofort e um ſobjet zuwenden, ung nichtwe bedränge vielwenigee dlag zu nnne bey allenſ bleibet dul tultivirte emerwein habe, welh 1 rrſchiedben aahet, it in einen de ultivittene Iſt oder n vorlaͤlf he. wenn benl len, beu welche inne bil der Bauer Doͤrfer ꝛc. 261 halb den Grentzen eines Dorf⸗Feldes belegen, tung eines als eins anzuſehen, und dann in der Hauptſache Dorfs. ſoviel moͤglich, alle obige Regeln von den Schlaͤ— gen dabey anzubringen hat. §. 468. Wenn gleich die Lage des Dorfes ſo vortheil⸗Ein Ein⸗ haft, und der Boden ſo gleichhaltig waͤre, daß al⸗ wurf dage⸗ le Hufen dergeſtalt abzutheilen ſtuͤnden, daß jede gen wird beſonders fuͤr ſich zu liegen kaͤme, und der Baus gehoben. er auſſer aller Gemeinſchaft im Acker zu bringen, ſo wuͤrde man doch Urſache haben die Communi- on zu unterhalten. Wer iſt gut davor, daß der Bauer ſeinen Acker, den er voͤllig in ſeiner Ge⸗ walt hat, wirthſchaftlich gebrauchen werde? Wenn jetzt einmahl ein guter Wirth da iſt, ſo koͤmmt kuͤnftig ein ſchlechterer, der alles was nur das Zeug halten will, beſaͤet, den Acker auſſer Kraͤften, und ſich vom Brodte bringet. Dieſes hat man nicht zu gewarten, wenn alle Bauern gemeinſchaftlich wirthſchaften, und einer den an⸗ dern huͤtet. §. 469. Man glaubet, daß wieder obige Regel die Vorur⸗ Doͤrfer eine andere Einrichtung litten, als theil. Doͤrfer, weil eine ſo groſſe Menge Arbeiter ſonſt muͤßige Haͤnde haben wuͤrde. Es kan aber nicht zum groͤßten Vortheile des Guthsherrn ausſchlagen, wenn er bey dem Dorfe alles auf einen nach lauter Arbeit abzielenden Fuß zu— ſchneidet. Man iſt leicht dazu verfuͤhret, ei⸗ nen uͤbertriebenen Anſchlag auf die Handarbeit der Bauern zu machen, und deshalb die wenig⸗ ſten Ackerſchlaͤge fuͤr ein Bauerdorf am ſchicklich⸗ R 3 ſten * Beherzigungen pag. 334. 1 G 1 262 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtung 1; ſiieths gre h. ſten zu halten, weil darin am meiſten Acker zu Abeg 3 3 actaus, d . beſaͤen vorfaͤllt. n ziß G V S. 470. Umede Der Vortheil aber den man in der groͤſſern V trwerden Ausſaat gewinnet, gehet doch allemahl wieder mn all bey der Viehzucht verlohren. Und der Vortheil udett die der alle andere uͤberſteigt, die uͤbrige Zeit welche V der Bauer bey einem der obigen Regel gemaͤſſen Zuſchnitte gewinnet, wird verſchmaͤlert, wenn DerR . man ihn in ſeinem Acker uͤbermaͤßig zu ſchaffen ſs ufe machet, da er ſonſt der groſſen Wirtbſchaft mit ann ma Dienſten beſſer zu Huͤlfe kommen koͤnnte. ke waser beinigefuͤr §. 471. Fruer der! Es iſt alſo gerathener bey obigen Regeln, ſo⸗ biſete S viel moͤglich, zu bleiben, als es ſich nur immer Fhantuxen ſchicken will. Dieſe finden aber ihre Ausnah⸗ ann vin men in dem beſondern, was alle Dorf⸗Felder hind me von den Hof⸗Feldern unterſcheidet, und dis wird rilenené vorzuͤglich hier wahrzunehmen ſeyn. V dühabben⸗ IIte Ver⸗ hn ein ft §. 472. nunar duf zutans Der Endzweck aller neuen Einrichtung nunn Einrich⸗ eines Dorfes, auſſer der Verbeſſerung der tr obrihe tung eines Wirthſchaft, iſt, daß die Abgaben und Dien⸗ Vheuichtn Dorfes, ſte, welche von den Einhabern der Laͤnderey⸗ mar, ver auſſer der en eines Dorfs geleiſtet werden, dem einen ſſ döi Werſeſſe nicht mehr als dem andern beſchwerlich fal⸗ M rful mnth. len. tezemj aft,. iiglälber⸗ ſchaf§. 473. ignach Sicherer Die Arbeit waͤre unnuͤtz, wenn man zum vor⸗ ſ i ſih Weg dieſe aus ſchon uͤberſehen koͤnnte, daß nach Verlaufder Gntberra zu erlan⸗ Zeiten die Gleichheit wieder verloren ginge. Sie ſiſtSitele 1 V gen. Ales iſt alſo auf einen ſolchen Fuß zu ſetzen, der weder aſn, gleich groß durch Fleiß, noch durch Nachlaͤßigkeit eines den kännte gemacht. Wirths —————— ung der Bauer⸗ Doͤrfer ꝛc. 263 ſen Ata Wirths groſſe Veraͤnderung leidet. Man ſiehet hieraus, daß die Guͤte der kaͤndereyen keinen ſi⸗ chern Fuß giebet, weilſie, nachdem der Wirtharbeit⸗ ſam oder oerſtaͤndig genug iſt, beſſer und ſchleu⸗ der giſt ter werden kan. Am ſicherſten zu fahren machet uuigae man alles gleich groß, und laͤſſet dem unge⸗ Jun hindert die Bonitaͤt nicht gaͤnzlich auſſer acht. Re 1* dgel geni. 4 3§. 474. be 3 Der Nutzen bievon erſtrecket ſich noch weiter, Folge die rthſcir als auf die Gleichheit, die man unter den Unter⸗ daraus nn. thanen machet. Der Unterthan ſelbſt kan von nebenher dem, was er hat und haben muß, urtheilen, und das entſtehet. Seinige fuͤr ſchlimme Nachbarn beſſer huͤten. Ein Nai Bauer der beſtaͤndig glaubt, daß andere im Dor⸗ unde in fe beſſere Sache haben wie er, wird mit keinem te hat allzuſtrengen Eifer fortarbeiten Er ſuchet alles do„ hervor womit er ſeine ſchlechten Umſtaͤnde ein⸗ doff⸗gat leuchtend machen kann, und ſollte er es auch mit nd dis n verfallenen Gebaͤuden, durchloͤcherten Daͤchern, und halben Zaͤunen, beweiſen. Mit Vorſakz ar⸗ beitet ein fkeyer Eingeſeſſeaer nicht zu ſeinem ei⸗ .4 genen Untergange. Sein Guthsherr reicht ihm Einictn auch, weder Einſaat, noch Brodtkorn, ſo oft es ſſerung ihm gebricht; Man bauet ihm verfallene Ge⸗ und de baͤude nicht wieder auf; Man gibt ihm kein Vieh t ländn wieder, wenn es vernachlaͤßiget oder verungluͤckt dem ein iſt. Dahingegen fordert der Leibeigene bey ſei⸗ — verlich’ nem Verfall allemahl ſo unumſchraͤnckt dem 1 Guthsherrn jede Beduͤrfnis ab, als dieſer ſeine Befehle uͤber⸗Perſon und Guͤter des Leibeigenen, guͤltig machet. Man erfaͤhrt deshalb nur gar zu jan zumbtr oft, daß ſich ſolche Leute, der Nothwendigkeit⸗ Verlauſ Guthsherrlicher Unterſtuͤtzung eingedenck, auf die ginge d faule Seite legen, wenn ſie ſich gleich nothduͤrftig der von forthelffen, und ihre Wirthſchaft im Stande er⸗ gkei in halten koͤnnten. Der Vorwand iſt gaͤnzlich ge⸗ Tint Wei ise z R 4 hoben, —————— n- 264 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtung hoben, wenn alles gleich groß gemacht worden, und die Vorgeſetzten koͤnnen mit mehr Zu⸗ verlaͤßigkeit ſehen, ob eine Hufe in ſchlechtem Zuſtande iſt, weil ſie mit uͤbermaͤßigen Abga⸗ ben beſchweret iſt, oder weil der Wirth nichts taugt. §. 475. Die Hufen Dieſer Erfolg wuͤrde ſchon fehlen, wenn muſſen in man die Hufen gros und klein in einem Dorfe Wen ale machte. Der welcher die groͤſſere beſitzet, ſchreibt gleich groß dem kleinen Huͤfner, und dieſer jenem ein gluͤck⸗ ſeyn. licheres Schickſal zu, und in der That iſt von der einen Seite die Beſchwerde nicht ohne Grund. Wenn kleine und groſſe Gehoͤfte in einem Dor⸗ fe beyſammen ſind, ſo hat der, welcher das klei⸗ nere im Gebrauche hat, die Gelegenheit, ſeinen Viehſtand in Vergleichung mit den gröſſern uͤber das Verhaͤltniß zu erweitern. Er ziehet alſo von der Weide ungleich mehr als jener. Ge⸗ ſetzt, daß durch gute Ordnung, und ſcharfe Auf⸗ ſicht, dieſem auch abzuhelfen ſtuͤnde, ſo nuͤtzet doch der kleine Bauer die Weide allezeit beſſer, als der groſſe. Sein Zugvieh raͤumet unterdeſſen in der Weide auf, wenn der groſſe mit dem ſeinen zu Hofe dienet, und bricht dieſem darunter vieles ab. §. 476. Dieſe und andere Schwierigkeiten bey Sei⸗ te geſetzet, iſt noch eine da, die weit mehr be⸗ deutet. Nichts iſt ſchwerer, als bey Anſchlaͤ⸗ gen von Hufen, die verſchieden groß ſind, auszu⸗ machen, wie dieſe in den Abgaben und Froßznr dienſten gegen einander ſo abgeglichen wer⸗ den, daß keiner von beyden Theilen mehr be⸗ ſchweret wird, als der andre. Man fliehe die Gelegenheit eine Sache noch ſchwerer zu machen, die ſie es an Einrichtur thichten nan die2 rrſuchun ainem De unter 20 glaich wͤ gleichung 10 der 4. fa gleich des Boden Es iſt Kſchen.( ſtn, uiß n ge Weſſen dermeidet n en, daß ſſem oder Fehlere der ſu dn, ſo mu deigen Fa done ———————— üng der Bauer⸗Doͤrfer ꝛc. 265 e beng die es an und vor ſich ſchon iſt.“ Bey der 1 ſhe 3 Einrichtung eines Dorfes, iſt eine der Haupt⸗ n digen 5 abſichten hierauf gerichtet. Um ſo mehr trifft tth n man die Anſtalt gerne dergeſtalt, daß dieſe Un⸗ 6 eerſuchung weniger noͤtig wird; Sie wuͤrde in einem Dorfe 20. bis 40. mal vorkommen, wenn uͤnter 20. bis 40. Hofſtellen keine der andern hlen, ne gleich waͤre, und ſie faͤllt nur einmahl in Ver⸗ i„gleichung mit andern Doͤrfern vor, wenn alle nem dii 3 tet, tau 20. oder 40. Hufen gleich groß gemacht werden. enn ein jt That iite§. 477. Ke ohne Grne Es iſt ſchon erwaͤhnet, daß, indem die Hu⸗Man ma⸗ einen da fen gleich gemacht werden ſollen, die Qualitaͤt chet die her date des Bodens bey der Quantitaͤt nicht bey Seite Gruunz⸗ heit, in zu ſetzen.(§. 473.) Hieraus flieſſet von ſelb⸗rer Art en griſt ſten, daß man Acker gegen Acker, Wieſen ge⸗gleich gooß. Er zit gen Wieſen, u. ſ. w. rechnen muͤſſe. Damit jener. 0 vermeidet man alle Verwirrung, zu geſchwei⸗ 6 hatfe A gen, daß ſich unter der Bonitirung alsdann, dübei dieſem oder jenen zum beſten, oder Schaden, kei⸗ ſar ne Fehler einſchleichen. n ſeinen§. 478. äjelau Wenn die Hufen in einem Dorfe gleich groß Wie zu gemacht werden ſollen, ſo iſt es klar, daß ſich verfahren, Iber Ei vorher ihre Groͤſſe nicht vorſchreiben laͤßt. Bedſſeder 1 t mehr Das Gantze wird unter alle gleich vertbeilet, es Hufen » Anſhl komme auf die Hufe ſoviel wie es wolle. Sol⸗ vorge⸗ V d, aus te aber zu den Hufen ein Maasſtab gegeben ſchrieben. nd Fuh ſeyn, ſo muß durch Anlegung neuer Hufen, chen v wenn ein Ueberſchuß vorgefunden wird, oder im nmehrh widrigen Falle durch Erweiterung des Ackers in fliehedi R 5 den zu macha Sedalde di L' Esprit des loix de Montesquiou. Tom. I. P. II. L. 23. C. 17. 266 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtung V den Hoͤltzungen, und dergleichen Mittel, bewir⸗ iͤder auf ket werden, daß die Hufen die vorgeſchriebene UÜnderauf Groͤſſe erhalten. 2 hrd dn llche leu n5s n Gart V 42—§. 479. tont. 26773 Höchſtens 3 Wasiſtei⸗ Der Begrif von einer Hufe iſt alſo doppelt., dn aan I ne Hufe? Eine Menge aͤndereyen, die, nach dem innen iſt an Ab Werthe, zur Scheffelzahl im Acker, und zu gund, n 7 Fudern in den Wieſen angeſchlagen, und in ſtler auß beydenein vorgeſchriebenes Maaß haben, heißt nihtiber eine Hufe in altem Verſtande. So beſtehet ſie nn gdet nach dem Mecklenburgiſchen Erb⸗ und Landes⸗ rii manſ BVergleiche in 300. Scheffel Ausſaat, gewuͤr⸗ digtes Saatland, Wieſen und Weide zuſam⸗ mengenommen. Man nennet aber, nach der Golla neuen Einrichtung, ſchlecht weg die Laͤndereyen un Withe zuſammen genommen, ohne auf ihre Groͤße zu bract werd ſehen, Hufe, worauf ein Bauer eigene Span⸗ lchkät derſe nnung und Dienſtbothen haͤlt. nasrichtz das den, Haee ehe. büi Was iſt Mit dieſem Ausdrucke hat ein anderer gantz tet it Hofſtelle? gleiche Bedeutung. Man nennet eine Hufe, ir in c Daaefie. ohne auf die Beſtimmung ihrer Groͤſſe zu ſe⸗ deung a le? nes hen, auch Hofſtelle, da igentlich dieſes Wort i 7 nur den Wohnplatz mit dem Hofraume bedeu⸗ tet. Das dritte, und weniger viel bedeutende V Wort, wann man jenen Begrif allein verbin: jau deet, iſt Bauerſtelle, imgleichen Gehoͤffre. ſialcn f 3ns 5 5. 481. hefir . 83 5122 d Auſſer den Damit man aber ein Dorf nicht ſo ſehr auf 85 Hufen Hufen einſchraͤncke, daß die ſich vermehrenden türi mus Platz Unterthanen kuͤnftighin keinen Platz faͤnden, ſgſa 4 fuͤr anbau⸗ und die einmahl gemachte Einrichtung dadurch ſa Nar wieder üng der Bauer⸗Doͤrfer ꝛc. 267 dein wieder aufgehoben werden muͤſte§.⸗⸗ iſt vor al⸗ ende gelaſ⸗ üin len darauf zu dencken, daß fuͤr Buͤdener, oder ſen wel⸗ ſolche Leure, die neben der kleinen Wohnung eis den. nen Garten, auſſerdem aber nichts weiter, alſ vn hoͤchſtens wenig mehr beſitzen— Bauſtellen von deniin dem gantzen Zuſchnitte uͤbrig bleiben. Dabey er, auhn iſt an Aboͤrtern etwas Land und auch Wieſen⸗ en, 4 grund, wenn ſichs ſchicken will, fuͤr dieſe Bau⸗ gben 3 ſtellen aufzubehalten. Dis darf ſich demnach dbeſtße nicht uͤber etliche Scheffel Ausſaat und 1. oder undien zwey Fuder Heu auf jede Banſtelle belaufen, nt, gni weil man ſonſten dem 5.⸗ zuwieder verfuͤhre. eide zuſi§. 482.* 1 „ nachu Soll alles, was den Schlaͤgen eigen, und Alles was laͤndergn dem Wirthe dabey nuͤtzlich iſt, auch hier ange⸗ nicht zu Grßeg bracht werden,(§. 471.) ſo iſt der Bequem⸗ derShli⸗ ine Spm lichkeit derſelben es ungemein zutraͤglich, alles dach was nicht zu den Schlaͤgen gehoͤret, von ihnen von ihnen abzuſondern. In den Dorf⸗Feldern iſt hierauf abgeſon⸗ um ſo mehr zu halten, je groͤſſer die Beſchwer⸗ dert wer⸗ derer gat lichkeit iſt, welche daher erwaͤchſet, wenn mit⸗ den. ine huft ten im Acker fremde Stuͤcke liegen, welche der oſe ae Ordnung und dem gemeinen Beſten hinderlich eſes Win ſind.. 25 me bedeu edeutende Se§. 483. n verbir Hierzu gehoͤren beſonders Kirchen⸗ und Dazu ge⸗ Foffte⸗ Pfarr⸗Aecker, wenn ſie nicht ſonderlich groß ſind. hoͤren ge⸗ In wieferne das jus quæſitum und das gemei⸗ Plarr⸗und ne Beſte hier einander uͤberwiegen, wenn bey Kirchen⸗ ſehr al Verlegung ſolcher Grundſtuͤcke, weder fuͤr ietzo, Laͤnderey⸗ hehrenden noch kuͤnftig, der Kirche oder Pfarre Schaden er⸗ en. faͤnden, wachſen koͤnnte, iſt hier der Ortnicht, auszuma⸗ dadurh chen. Man giebt ſich als Wirth alle Muͤhe, witde ſolche 268 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtung 1 ſolche Hinderniſſe aus dem Wege zu raͤumen, h und rechnet nicht lediglich auf den Vortheil, den der Beſitzer wircklich genieſſet, oder davon haben wuͤrde, wenn er im Beſitze bleibe, ſon⸗ I dern zugleich auf den Schaden, den dergleichen g Hinderniſſe kuͤnftig zu Wege bringen koͤnnen. §. 484. 1 Wie es Wenn die Grundſtuͤcke von dieſer Art zu⸗ damit zu ſammengenommen, einen weiten Umfang ha⸗ halten, ben, ſo gewinnen allezeit die Beſitzer, indem ſie I wenn ſie ſolche mit unter die Schlaͤge vertheilen laſſen, groß ſind. denn ſie koͤnnen den Acker in einer beſſern Ord⸗ nung gebrauchen, und haben alle die Vortheile, welche aus der Anlegung der Schlaͤge entſprin⸗ gen, nach dem Verhaͤltniſſe ihres Ackers zu dem Gantzen, mit zugemeſſen. Weil aber, bey ſolcher Veraͤnderung, die Ackerſtuͤcke nur ſelten V dieſelbe Stelle behalten koͤnnen, ſo iſt nicht mehr als billig, daß eben ſo genau auf die Lage V des Ackers in der Naͤhe und Ferne beym Dorfe, als auf die Guͤte und Groͤſſe des Bodens geſe— b ben, mithin bey Binnen⸗ und Auſſenſchlaͤgen der Zuſchnitt darnach gemachet werde, daß ſo⸗ viel von dieſem Acker in der Raͤhe, oder in den jetzt angelegten Binnenſchlaͤgen vorhin war, auch jetzo im Binnenacker bleibe, und davon zum Auſſenacker ebenfalls nicht mehr komme, als unter demſelben vormahls begriffen war. ”§. 485. ' Ein ande: Noch beſſer iſt es, wenn ſolche Laͤndereyen rer Weg uͤberall durch locaria mit zu dem Gantzen ge⸗ bracht werden koͤnnen. Prediger muͤſten billig der Verſorgung einer weitlaͤuftigen Wirthſchaft uͤber⸗ V 4 dari agbieh, cen, un ſdde, n lerhober deſio unge fegreflih and beſe biſſes v macht w den Ver V leber ſin, ven Withſche nnn zug arzu mit en Die ajolaſe en, als nch imn oiner. fane liſe e Grund lenn guichth ſteän, 6 1 1 dder ———— M—:—————— ung der Bauer⸗Doͤrfer..c. 269 zutiumg überhoben ſeyn, damit ſie ihren Amtspflichten m Vorthi deſto ungehinderter obliegen koͤnnten, und es iſt der an begreiflich, daß die pia corpora ſich ſo gut, bleite und beſſer ſtehen wuͤrden, wenn ihnen ein ge⸗ dergeitn wiſſes von dem Landes⸗oder Guthsherrn ausge⸗ nkonn macht waͤre, als wenn etwas Ungewiſſes von den Vorſtehern berechnet wird. eſer Ai§. 486. Umfang e Ueberall waͤre die Anordnung nicht undien⸗Wer zur t, inena ſam, wenn gar kein Bauer, der eine eigene Pachtung eilenuſn, Wirthſchaft hat, zur Pachtung ſolcher Laͤnde⸗ ſolcher beſirndi reyen zugelaſſen wuͤrde. Die eigene Hofſtelle zanderey 3 1 n zu zu⸗ Verthit wird daruͤber verſaͤumet, und es pflegt noch wol laſſen. ge entien darzu mit Anſchaffung einer uͤberſetzten Zahl von Ackesn Zugvieh, die eigene Wirthſchaft zu Grunde zu laber,hh gehen, und den Nachbarn in Beengung der nur ſeln. Weide, nicht wenig Nachtheil zugefuͤgt zu wer⸗ it nih den Die kleinen Leute im Dorfe ſind eher dar⸗ fdielag zu zu laſſen, wenn ſie nicht daruͤber groͤſſer wer⸗ im Da, den, als ſie ſeyn muͤſſen. odens geſt In ſolchem Falle gereichet es dem Dorfe ſeſchlihn noch immer zum groͤſten Vortheile, wenn ein de, daßſe eigener Paͤchter dergleichen Laͤndereyen ver⸗ dder indn waltet. bin wat, und dabon§ 487. rkomm, Auſſer dieſen ſind noch andre Gattungen Nochan⸗ nwar. von Grundſtuͤcken oder Aeckern, welche man an die Aeieer, 3 die Seite zu bringen hat, damit ſie den Schlaͤ⸗ denSchlaͤ⸗ gen nicht hinderlich ſind. Daruͤnter ſind Foͤr⸗ gen geho⸗ idereft ſteraͤcker, Schultzeneaͤmpe, Hirtenaͤcker zu rech⸗ ren. untzen ze nen. eti„Acker, welchen der Schultze fuͤr ſein Schultzen⸗Amt hat, irthſch und der nicht mit in die Hufe gerechnet wird. uͤber 270 Loter Abſchnitt. Von der Einrichzung nen. Man findet Tab. II. lit. O. ein Bey⸗ ſpiel, wie man ſolche Aecker anbringen muß. §. 488. Das Dorf Mit den Schlaͤgen muß ferner alles, was und was in und nahe am Dorfe in Zaͤunen lieget, keine beym Dor⸗Gemeinſchaft haben. Es iſt leicht zu erachten, fe im Zau⸗ daß ſolche Oerter weit beſſer genutzet werden ne lieget,„. wird be⸗ koͤnnen, wie andere, welche in freyem Felde of⸗ ſonders fen liegen. Wegen der Naͤhe genieſſen ſolche angewei⸗ Oerter vorzuͤgliche Verpflegung, und dieſe traͤgt ſet. um ſo viel mehr zu Verbeſſerung der Fruchtbar⸗ keit des Bodens bey, als nicht ſelten Garten⸗ fruͤchte darinn gebauet werden, wozu der Duͤn⸗ ger reichlicher, und ſo gut er nur zu finden, angebracht wird. Solche Korn⸗Aecker oder Wieſen, ſie moͤgen es von Natur ſeyn, oder durch den Fleiß des Wirthes ihren Vorzug er⸗ halten haben, koͤnnen keinesweges gegen andre abgerechnet werden.(§. 473.) Sie erfordern eine beſondere Einrichtung, und da dieſe bey einem Ueberſchlage vorher in Richtigkeit zu bringen, ehe es an die Schlaͤge ſelbſt koͤmmt, wird hier der Ort ſeyn, davon zu reden. . 489. Die Hof⸗ Die Hoſſtelle an ſich bringet dem Bauren ſtellenwer⸗zwar keine baaren Einkuͤnfte, und wirft ſonſt den mit in auf keinerley Weiſe Fruͤchte ab, aber man hat die Gaͤrten 2 dennoch Urſache, ſie mit in Rechnung zu brin⸗ gerechnet. 1 4 4 gen. Auſſer, daß daruͤber eine Menge von Beſchwerden zu beſorgen ſtuͤnden, wenn eine Hofſtelle groͤſſer als die andere, ſo wie ſie wirk⸗ lich ſind, angerechnet werden ſolten, findet der, welcher einen ausgebreiteten Hofraum hat, man⸗ müchen P un Gärten mn Unglei beffn, daß giſclagen hafraum ſ iht zn der int, bring ttum konne egerechnet ean ſie wa nſchage ken nter die geſſellen und iche durchg ollte man dagl da ſid firde mau an, daß ung Oeei Da ngen wuß, alles, d lieget, i tzu erathe nutzet wend yem geden nieſſen ilh a dieſe ni e Fruchtin lten Gau zu der die rzu findn, Aecker ur ſeyn, ohn Vorzug! gegen ande ſe erfordn da dieſe ho chtigkeit u bſt konm, en. n Baur virft ſol r man ha ig zu bii⸗ denge vn wenn eine le ſie wit findet de man⸗ —— 3——Q—Q—Q——/QCꝑ—B—QCO(CQC—CQQę—C—C—C—C—C—.m õ—— der Bauer⸗Doͤrfer.c. 271 manchen Platz, den er ihm abbrechen kan, und den Gaͤrten anhaͤnget. Der daraus entſtehen⸗ den Ungleichheit in den Gaͤrten iſt damit abzu⸗ helfen, daß der Hof⸗Platz mit zu den Gaͤrten geſchlagen wird. Jeder macht denn ſeinen Hofraum ſo groß, als er will. i 5 S. 490. Jedoch würde dem zu nahe geſchehen, dem Ausnah⸗ ein Weg uͤber den Hof ginge. Alles, was mehievon. nicht zu der eigenen Wirthſchaft des Bauern dienet, bringt man billig zum Abſchlage, und darum koͤnnen auch keine Teiche mit zur Hofſtel⸗ le gerechnet werden. Die Fiſcherey darinnen, wenn ſie was werth iſt, muß anderswo zum Anſchlage kommen. .§. 491. Ein jeder Unter dieſer Einſchraͤnckung rechnet man behäͤlt ſo⸗ Hofſtellen und Gaͤrten in einander, und machet viel moͤg⸗ ſolche durchgaͤngig bey allen Hufen gleich groß. lich dſe Wollte man nun bloß die Gaͤrten, welche ein⸗ welcher 4 mahl da ſind, unter allen gleich vertheilen, ſo bisher ge⸗ wuͤrde mau inſoweit wohl zum Zwecke kom⸗ habt, und men, daß die Gaͤrten der Groͤſſe nach dieſe wer⸗ gleich wuͤrden, aber dennoch bekaͤme einer von den mit dem andern ein beſſeres Loos in den Obſt⸗ h dehrna⸗ baͤumen. Es giebt einen beſſern Weg dis zu nen Laͤnde⸗ bewerckſtelligen. reyen ver⸗ —. groͤſſert. —§. 492. Solcher beſtehet darinnen, daß jeder beyſei⸗ ner Hofſtelle, ſoviel moͤglich, die Gaͤrten behaͤlt, welche ihm bisher gehoͤret haben. Zu dieſe nimmt man ſoviel von dem nahe an dem Daf ele⸗ 272 Welches noch beſſer durch An⸗ legung der Woͤhrte geſchiehet. 1oter Abſchnitt. Von der Einrichtung belegenen guten Acker, daß daraus alle kleine Hofſtellen und Gaͤrten der groͤſſeſten, mit ihrem Zubehoͤr, gleich gemacht werden koͤnnen. Selten, und wohl niemahls wird ſich dis ohne alle Unbequemlichkeit thun laſſen. Oft iſt man in Verlegenheit, an welchem Orte einer Hoſſtel⸗ le ſein Zuwachs beyzulegen, oft iſt es nicht werth, daß ein Zaun um etliche und 20. O. R. verruͤckt wird, wo man ſonſten in der Bequem⸗ lichkeit keine Hinderniſſe findet. §. 493. Dis mag unter andern mit Anlaß gegeben haben, daß Woͤhrte bey denen Doͤrfern ange⸗ leget worden. Woͤhrte ſind nahe am Dorfe in Befriedigung liegende Aecker! welche nach der neuen Einrichtung mit den Hofſtellen und Gaͤr⸗ ten in eins gerechnet, und bey allen Hufen gleich groß ſind. Dieſe werden insgemein groͤſ⸗ ſer gemacht, als der Raum iſt, den die groͤßeſte Hofſtelle mit ihren Gaͤrten einnimt, ſo, daß we⸗ nigſtens noch etliche Scheffel Ausſaat zu die: ſen hinzu kommen. Man wurde jedoch hier die Maaſſe uͤberſchreiten, wenn es uͤber 10. bis 12. Scheffel Ausſaat hinaus laufen ſolte, wovon der Grund aus dem folgenden zuerſehen. So groß ſind zwar niemahls die Gaͤrten, aber es ſind vielfaͤltig ſchon Woͤhrte da. Wenn dieſe mit den Hofſtellen und Gaͤrten bey einer Hufe uͤber dieſe Grentze hinaus gingen, ſo muͤſte da⸗ von ſoviel abgenommen und andern zugelegt werden, als noͤtig iſt alles in Gleichheit, und dem Zwecke gemaͤß einzurichten. §. 494 Ohne da n wü ihrein. tund Käch gat groß w lie bisherig dorfern zu eweitert we tidte volch ſl lande zu ſethſchaſten ſtanen b6 känen gusſ i den Saate V ihn. We iit aglet dſerſe lche en Wohrr Päl dis htung raus alle l öſſeſten, verden kon d ſich dist 1. Oft iſtn te einer Hii oft iſt es und 20.0 der Baa Anlaß gegt Dorferna⸗ e am Dorff velche nac ellen undth allen hai insgemeng den die grii mt, ſo, dir Ausſaat ejedoch hin ber 10. di ſolte, un erſehen. arten, abee Wennde bey einer he „ſo wiſte dern zuge leichheit 9ℳ der Bauer⸗Doͤrfer. ꝛc. 273 §. 494. Ohne daß den Bauern ein ſolcher Zuſchnitt Ferner⸗ gemacht wuͤrde, ſchraͤnckte man ihre Gaͤrten zu weite Nu⸗ ſehr ein. Es hat zwar lange Zeit, ehe ein Bau⸗ zen der er⸗und Kuͤchen⸗Garten bis auf 12. Scheffel Aus⸗Woͤhrte. ſaat groß wird, dennoch iſt der Fall moͤglich, daß die bisherigen kleinen Garten⸗Laͤndereyen bey den Doͤrfern zum groſſen Vortheile des Landmanns erweitert werden muͤſten, wenn die umliegenden Staͤdte volckreicher wuͤrden, ihre Gaͤrten mit Hängſne beſetzet, und die Gartenfruͤchte, welche der Buͤrger jetzt ſelber bauet, vom Lande und in groͤſſerer Menge gefordert wuͤrden. Auf das ge⸗ genwaͤrtige zu ſehen, vortheilet ſolche Wohrt dem Bauer auch vielfaͤltig darin, daß er mit die⸗ ſem Lande zum Beſten ſeiner eigenen Umſtaͤnde wirthſchaften kan, ohne ſich an die andern zu bin⸗ den. Der Bauer hat oft einen Platz zum Klee⸗ ſaamen noͤthig. Dazu kann er in den Schlaͤgen keinen ausſchen, weil die ihre eigene Ordnung in den Saaten haben, und ein Klee⸗Platz gegen Schweine und anderes Vieh beſtaͤndig in Befrie⸗ digung ſeyn muß. Er laͤſt jaͤhrlich etwas davon liegen, und wenn ihm Vieh kranck wird, ſo be⸗ darf er keinen beſondern Hirten, er jagt es in die Wohrt. Wenn er Kaͤlber aufziehet, ſo kan er ſie nicht ſogleich mit unter die Hude bringen, wor⸗ unter ſie leicht zu Schaden kommen; Dazu hat er ſeine Wohrt. Will er ſeine Pferde im Som⸗ mer zu fruͤher Tages⸗Zeit bey der Hand haben, ſo iſt allemahl die Wohrt das Mittel ihnen des vorigen Tages ſeine AWoh zu oͤfnen, ſie ausru⸗ hen, und ſie die Nacht uͤber beſſer, als im Felde, ſaͤttigen zu laſſen. §. 495. Weil dieſe Woͤhrte eine Menge von Buſch⸗Was in S und . 274 loter Abſchnitt. Von der Einrichtung Betreffih⸗ und Holtzwerck erfordern wuͤrden, um ſie im rer Befrie⸗Zaun zu erhalten, darum ſind ſie noch nicht zu die digung zu verwerfen. Zur Befriedigung eines Ortes, der erinnern. beſtaͤndig dicht ſeyn ſoll, pfleget man eher leben⸗ umn des dige Hecken als Zaͤune zu waͤhlen. Dis wird 3 bey dem Bauer langſam hergehen, doch das hin⸗ de 1 dert ſoviel nicht, denn ſo lange er ſeine Wohrt dem Fue nicht dichte hat, braucht er ſie zum Kornbaue. cher das Gute Policey⸗Anſtalten, oder die Noth, muͤſſen nüͤheſt d das Pflanzen lebendiger Zaͤune ſchon moͤglich filen lſn eiſehe, e §. 496. rhaf Wie die Bis hier ſehen wir den Nutzen der Wohrte üi ſerich Bonität ſoweit ein, daß auch die uͤbrigen Hinderniſſe wches des Bo⸗ leicht zuuͤberſteigen ſeyn werden. Darunter gehd⸗ ie den hie⸗ ret vor allen die, welche der abwechſelnde gute zachr Be⸗ und ſchlechte Boden machet. Wenn dieſer nicht kouunt. ſo verſchieden iſt, daß der eine Theil Sand, und d dah der andre Kley ausmachet, wenn der eine Theil Kuſs ſihſt etwas gelinder ſeyn ſolte, oder durch den Fleiß bi 95 ar der vorigen Beſitzer zu einer beſondern Guͤte ge⸗ ſdenahl ei bracht worden, ſo muß man gerade durch gehen. 488.)( Dieſe nahe am Dorffe belegenen Stellen werden der Einn doch mit der Zeit ſo ſehr verpflegt, daß eine der n den. andern nichts oder wenig nachgiebet. Vorjetzo hife. die Ungleichheit in der Bonitaͤt denen, welche das ſchlechteſte getroffen, zu verguͤten, darf man in der Grbſſe keinen Unterſcheid machen. Man ANu den erlaubt vielmehr ſolchen in den Binnenſchlaͤgen, ſatn, der nachdem ſeine Wohrt viel oder wenig ſchlechter e giſiſen iſt, als der andern ihre, ein oder mehrere Looſe Niſ ünnen zu waͤhlen, und ſich alſo an den ausgeſuchten Rih Pane, Ackerſtuͤcken in den Schlaͤgen zu erholen. Da⸗ ijiihnen iih mit wird die Gleichheit auf beyden Seiten erhal: Pein, matt ten. Dis wird in der Folge deutlicher wer⸗ aämach 1 den. ſ ſcnn, we 1 Ann. §.497.*dh tung 1, un ſein noch nich, ſes Ortes, an eher lhn n. Dis doch das r ſeine We im Kornin. Noth, mi ſchon migt n der Wet in Hinden darunterg echſelnde m dieſer in Sand, der eine J ich den gi dern Güͤte edurch gehn Stellen wenn „daß eine et. Vorſ en, welchelt darf man chen. M nenſchlägr ig ſchlat eherres zusgeſuche di d. Seiten erhe tlicher we 9. 49, der Bauer⸗Doͤrfer ꝛc. 275 §. 497. Die Lage der Woͤhrte findet ſich von ſelbſt, Was in wenn das Dorf mitten im Felde belegen; die Behelf der Woͤhrte werden jeder Hofſtelle angehaͤnget. Lage zu Dieſe Beagvemlichkeit fehlt aber nur zu oft. In mercken. dem Falle bleibet dennoch immer derjenige, wel⸗ cher das Seine an der Hofſtelle haben kan, der naͤheſte dazu, und die uͤbrigen muͤſſen ſichs ge⸗ fallen laſſen, daß ſie nach der Reibe ihre Woͤbr⸗ te bekommen. Dieſen iſt, wie ſichs von ſelbſt verſtehet, eine begveme Ein⸗ und Ausfahrt zu verſchaffen, wobey man darauf mit ſiehet, daß ſie nicht zu weit vom Dorfe entfernet liegen, als welches wieder den Zweck der Woͤrthe ſtrei⸗ tet. §. 498. Bis dahin haͤtte es mit der Einrichtung des Was ſind Dorfes ſelbſt ſeine Richtigkeit. Weil aber alles Hofwie⸗ was nahe am Dorfe in Befriedigungen lieget, ſen. jedesmahl einen beſondern Vorzug haben muß; (§. 488.) So gehoren auch die Hofwieſen mit 3 der Einrichtung des Dorfes. Dieſe ſind na⸗ e an den Hofſtellen in Befriedigung liegende Wieſen. §. 499. Wer den ganzen Zweck der Woͤhrte uͤber⸗Sie ma⸗ dencket, der wird leicht darauf verfallen, daß chen nur die Hofwieſen ſolche nicht entbehrlich machen. ſelten, oder Dieſe koͤnnen zwar auch fuͤr junges und kranckes auch wohl Vieh Weide abgeben, es ſind aber die Gaͤrten gar nicht, in ihnen nicht zu erweitern. Beſtaͤndig naſſe die Woͤhr⸗ Wieſen, worinnen keine Brincke ſind, werden teentbehr⸗ aber auch zu ſolcher Weide die meiſte Zeit nicht lich. gut ſeyn, weil das Vieh nirgend wo ausruhen kann. Ohnehin ſind bey denen Doͤrfern die S 2 Wieſen —— 276 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtung Wieſen ſehr wohl zu Rathe zu halten. Der groſ⸗ ſe Viehſtand, welcher viele Weide noͤtig machet, (§. 466.) erfordert auch Fuͤrſorge vor den Win⸗ ter, beſonders da er aus einer Menge Pferden und anderm Zugvieh beſtehet. Die Wieſen ſind in dieſem Falle zu gut zur Weide. Wo ſich demnach die Gelegenheit dazu findet, da ſind beydes, ſowohl Woͤhrte, als Hofwieſen anzu⸗ legen. §. 500. Wie ſie an: In Anſehung des Orts, der Bonité und zulegen. Groͤſſe, bleibt es bey den Hofwieſen, was bey den Woͤhrten erinnert worden. Die Wieſen ſind umſoweniger ungleich groß zu machen, da ſie in wenig Jahren, wenn der Grund nur ir⸗ gend darnach iſt, gar ſehr verbeſſert werden koͤn⸗ nen. Wo es an cultivirten Wieſen gebricht, macht man die Gelegenheit, ſoviel ſich nur im⸗ mer ſchicken will, dazu dienliche Plaͤtze auszuſu⸗ chen. Der Bauer ſparet in dieſem Falle ſo leicht keine Muͤhe, ſolche befriedigte Oerter fruchtbar zu machen. 1 §. 501. Was ſind So viel waͤre bey der Einrichtung der Hof⸗ Waf ſtellen, Gaͤrten, Woͤhrte und Hofwieſen beyzu⸗ oder bringen geweſen, um ein Dorf⸗Feld in eine Nachtkop⸗ wirthliche Einrichtung zu bringen. So bald dis peln bey wichtige Stuͤck in Ordnung gebracht iſt, faͤllt Bauer⸗ hier eben, wie bey den Hof⸗Feldern, die Frage Doͤrfern. von den Koppeln vor. Bey den Bauer⸗Doͤr⸗ fern ſollen dieſe hauptſaͤchlich zur Nachtweide fuͤr das Zugvieh dienen, welches in Menge da iſt; Sie heiſſen derohalben Nacht⸗ oder auch Pferde⸗ Koppeln. Fuͤr dieſe groſſe Anzahl Viehes fin⸗ det ſich, beſonders bey groſſen Doͤrfern, ſeien ie ſe Gelege glche Kop dchlfen. Wenn ſe in einen ſer zugbr teerhen kin des Ackers feoxel thut uter ander ie kann e ungen beſte et darin ein Gehrichte ſegitſtgee dencken. D ſeen Dorfe ni mehr R in die Ne irden das egen iß zu aufjuſiche anzulegen dee uiet. 41 git ſe in He eee dn, und in ol ſgeteial 3 liih wnde — Nenn fuͤ 5 1. 1 ö tung . Derge notig mad vor den Wi enge Pfenr ſe Wieſenſt de. Wa ſ adet, da ſ ſwieſen a Bonitén ſen, was Die Win machen,) rund nuti werden ſen gebrit ſich nur laͤtze auszit Falle ſo lit rter fruchi ung der he vieſen bon Feld in in So bald ht iſ, 1 , die Fi zauer⸗D chtweideſt eenge do nuch Pfen Viehes f ſfern, 9 ſe der Bauer⸗Doͤrfer ꝛc. 277 die Gelegenheit dazu; Man muß ſich oft ohne ſolche Koppeln in den Weideſchlaͤgen oder ſonſt behelffen. §. 502 Wenn die Gelegenheit ſich dazu findet, daß Wenn ſie in einem Weide⸗Grunde, oder ſonſt nicht beſe man mit ſer zu gebrauchendem Orte,(§. 35.) angeleget einer werden koͤnnen, ſo haben ſie mit der Einrichtung Nacht⸗ des Ackers keine Gemeinſchaft. Eine Nacht⸗ Koppel zu⸗ koppel thut dann eben die Dienſte, als mehrere zureichen. unter andern Umſtaͤnden, und Einrichtungen. Sie kann eher, als die Nebenkoppeln, aus Hol⸗ zungen beſtehen, weil das Vieh nur zur Nacht⸗ zeit darin eingeſchloſſen wird. §. 503. Gebricht es an ſolchen Oertern, ſo erfordert Wie zwo⸗ die Fuͤrſorge vor das Zugvieh, auf andre Mittel anzubrin⸗ zu dencken. Die groſſe Anzahl des Zugviehes bey gen. denen Doͤrfern verhindert, daß man nicht drey und mehr Nachtkoppeln, wie bey den Hof⸗Fel⸗ dern die Neben⸗Koppeln anlegen kan. Dieſe wuͤrden das halbe Feld einnehmen. Der Sa⸗ che gemaͤß zu verfahren, ſind die graͤſigten Oer⸗ ter aufzuſuchen, und wo moͤglich 2. Nachtkop⸗ peln anzulegen, wovon die eine traͤgt und die andere ruhet. Wenn die ruhende aufgenommen wird, iſt ſie mit Sommer⸗Korne zu beſaͤen, da⸗ mit ſie im Herbſte, wenn die Weide in der Nacht⸗Koppel nicht mehr noͤthig iſt, aufgebro⸗ chen, und in folgendem Fruͤhjahre zur Sommer⸗ ſaat beſtellet werden koͤnne, in welcher die andre gleich wieder zu Weide lieget. §. 504. Wenn fuͤr die Einrichtung des Dorfes und Was bey S 3 der 1 278 lLoter Abſchnitt. Von der Einrichtung Einrich⸗ der Nachtkoppeln hinlaͤnglich geſorget, ſo hin⸗ tung der dert nichts mehr, die Schlaͤge ſelbſt zu beſtim⸗ Schlaͤge men. Jene Stuͤcke muͤſſen darum vorher erſt 1.)1n Be⸗ in Richtigkeit geſetzet werden, weil der Acker treff ihrer 4 An ahl er⸗ uͤberhaupt durch die Woͤhrte und Nachtkoppeln G einen Abgang leidet, und alſo nach Abzug deſſel⸗ fordelt ben, der geſamte Acker zu den Schlaͤgen erſt her⸗ . aus gebracht wird: Dieſer wird nach denſelben Grundſaͤtzen, welche die Wahl der Anzahl von Schlaͤgen bey den Hof⸗Feldern beſtimmen, ab⸗ getheilet. §. 505. 2.) In Be⸗ Die gute Lage der Schlaͤge, womit ſo viele treff ihrer Vortheile verbunden ſind, faͤllt mehrentheils bey Lage, den Dorf⸗Feldern weg. Die vielen Ackerſtuͤ⸗ cke, worin jeder Schlag wieder getheilet wird, ſetzen eine gewiſſe Forme der Schlaͤge voraus, die ſie nicht erhalten, wenn ſie ſich ordentlich an das Dorf ziehen ſollen. Tab. II. giebt da⸗ von ein deutliches Beyſpiel. a, b,— i, ſind die Schlaͤge in der Geſtalt, wie ſie die Einrich⸗ tung des Dorf⸗Feldes erforderte. Die daruͤber punctirten Linien zeigen, wie die Schlaͤge an das Dorf zu ziehen waͤren; Sie zeigen aber ſogleich, daß die Abtheilung der Ackerſtuͤcke bey fuͤnf Schlaͤgen ſchon die groͤſten Hinderniſſen finden wuͤrde, weil ſie in der Laͤnge weg, wieder den Waſſer-Fall aver durch aber zu kurtz ausfallen wuͤrden, umſoweniger wuͤrde man mit 9. Schlaͤ⸗ gen fortkommen. §. 506. Jede Hu⸗ In allen dieſen Schlaͤgen erhaͤlt jede Hufe feerhaͤlt gleich viel, und nach Moͤglichkeit gleich guten gleich viel Boden. Dis zu erhalten iſt nothwendig, daß und gleich ein Schlag bald in mehr, bald in weniger Ate⸗ ucke iit get in Bod iiht in ei nin hlaide die macht da neht als Sieſoll ſo, den Beſtand hl nach rrckallge ick von der fe allenic ſa ſch alo gr ic nc den Wa ſäünen R llängenden girecht ach cen entw it, der fi ilſahre, u kleine Be Freiaßig e ntiſtn V b Soh der. ſur ten Be t terſück rälch dule dann, vea, wmin * 1 —-õ— ——————q ug der Bauer⸗Doͤrfer ꝛc. 279 get, t ni. ſtuͤcke getheilet werde, damit bey dem abwechſeln⸗ autenllcke: ſtzubeſin den Boden der gute und ſchlechte Theil in jedem vorhe nicht in einem oder wenig Ackerſtuͤcken beyſam⸗Schlage. der ü men bleibe. Nachtkone Abzug dſ G. 507. agen eiſt Die Abtheilung der Schlaͤge in Ackerſtuͤcke In Betreff ach denſt macht daher ein beſonders Geſchaͤfte aus, das ihrer Ab⸗ Anaii mehr als geringe Aufmerckſamkeit erfordert. eini 1 ummen,; Sie ſoll ſo, wie der ganze Zuſchnitt des Dorfes, nach dem von Beſtande ſeyn.(§. 460.) Wie iſt ſolches Waſſer⸗ wohl nach guten Wirthſchafts⸗Regeln zu be⸗ paſſe rich⸗ werckſtelligen? Die Furchen, welche ein Acker⸗ tet. omit ſo bi a⸗. 8 wihſt ſtuͤck von dem andern ſcheiden, muͤſſen dem Waſ⸗ len Aäm ſer⸗Falle nicht entgegen gezogen werden. Man heilet uu kan ſich alſo damit nicht blos nach der Figur der äge vonn Schlaͤge richten, ſandern dieſe richtet ſich eher hordentt nach dem Waſſer⸗Falle. Das Waſſer hat einen Il. gebe beſtimten Weg, es rollet die Flaͤche nach ihrer „,= abhaͤngenden Lage herunter. Wer den Hang die Ein auf recht flachen Feldern durch Waſſer⸗Wagen zu Die dußt ſuchen entweder zu muͤhſam oder zu kuͤnſtlich chlägens haͤlt, der findet ihn bey Regenguͤſſen, oder im aber ſogith, Fruͤhjahre, wenn Eis und Schnee ſich aufloͤſen ke be ſiſ und kleine Baͤche machen. Sollen die Furchen rniſen iin Regelmaͤßig ſeyn, ſo mache man ſie mit dem We⸗ „witdeu ge, den dieſe nachweiſen, parallel. ürtz ausfäln nit 9. Sch§. 508. Beh der Abtheilung der Ackerſtuͤcke iſt es b.) Gewiſ⸗ ferner von Belang, daß man das Feld nicht zu ſe Grenzen „r ſehr verſtuͤckele. Der Bauer verlangt gemei⸗ 4 Aſiht tt jede hi niglich viele Ackerſtuͤcke, und beſonders an den uckelung gleich Orten, die er auf eine uͤbertriebene Art allen an⸗ des Ackers dendi dern im Felde vorziehet. Jeder verlangt von hat. nnget ſu S4 ſolchen 280 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtung ſolchem berufenen Boden ſeinen Antheil, und hlamn wenn auch lauter kleine Flecke daraus wuͤrden. 66 Schwerlich wird ein Bauer zu uͤberreden ſeyn, e⸗ 6 daß die kleinen Ackerſtuͤcke ihm mehr Arbeit ko⸗ u 1 ſten, als groͤſſere, weil er ſo oft mit dem Viehe meer umkehren muß; Schwerlich wird man es ihm eun bedeuten koͤnnen, daß er in den Furchen vieles at verliehret; Schwerlich werden alle andere Qſine Vorſchlaͤge fruchten, daß ſolche Oerter an den er Enden groſſer Ackerſtuͤcke, oder wie es ſonſt die Gelegenheit giebt, mit den daran ſtoſſenden Ae: ckern abgetheilet werden koͤnnen, daß ſie nach ber gleiche Vortheile zoͤgen, wenn die guten ſann ſl und ſchlechten Ackerſtuͤcke bey einander geſetzet ia, ei werden. Damit aber muß der guten Ordnung Wkerſe und dem eigenen Beſten der Huͤfner nicht zu⸗ E wieder gearbeitet werden. Unter 200.0R. iſts G der Muͤhe nicht werth, Ackerſtuͤcke abzutheilen. dis c.) Darau 7 Dar.. 509. unxher feyn muß, Gelegenheit und Umſtaͤnde geben es, wie Beheir daß der viel Cavelungen oder beſondere Abtheilungen, nendii Huͤfner in worinn jeder ſein Stuͤck erhaͤlt, zu machen ſind. aine ger die beſon⸗ In dieſen muͤſſen alle Ackerſtuͤcke, leich groß ſeyn, giiher dern Cave⸗damit der Bauer nicht uͤber die Groſſe, ſondern teſche lungen nur uͤber die Guͤte urtheilen darf, wenn es nach⸗ V dufgeric gleich vie⸗ her weiter zum vertheilen koͤmmt⸗ üugt les erhaͤlt. aucir §. 510. m. U d.) Nicht Der Gebrauch des Haackens giebt hier noch rice n zu ſchmale ein zweytes Geſetz. Der Acker wird nicht allein l ſi Ackerſtuͤcke in din Läͤnge, vdem auch quer durch beyrbeiten, eim Ii Wege wenn man ihn recht locker machen will. Ein ſchma⸗ ga dih regen les Ackerſtuͤck hindert daran, daß der Haaken ge⸗ Ait muß. hoͤrig durchgreifet, wenn man unter einem zu ſpit⸗ b zen Winkel quer uͤber arbeiten muß. Dieſem vor zukom⸗ 0 ———— e—j tung ver Bauer⸗Doͤrfer. ꝛc. 281 lnthi zukommen, machet man die Ackerſtuͤcke ſo breit taus wing als moͤglich.* Bey dem ſchmalen Ackerſtuͤcke etredenin d. e.(Tab. 1.) ſey d. f. eine Strecke, die it Atbatt lang genung zum Umwenden iſt. Dieſe mach it dem oe einen weit kleinern Winckel c. f, als eben dieſelbe dman a Strecke a. c. bey einen breitern Stuͤck a. b. in dem furchen e Winckel b. c. a. Der Regel nach muß ein Acker⸗ alle an ſtuͤck nicht viel unter 5. Ruthen breit gemacht dertetu werden, wenn der Haaken quer durch gute Wir⸗ ees ſon kung thun ſoll. toſſenden! daß ſeu K. Fr. 8) Wohen 1 Weil aber alle dieſe Einrichtung dauerhaftig die Acker⸗ uner gmn ſeyn ſoll, ſo erleichtert man dem Wirthe die Mit⸗ ſiasr 33 ander giitz; tel, ſeine Grentzen in acht zu nehmen, wenn die dden b ten Ordnn Ackerſtuͤcke nach Moͤglichkeit von unten bis oben gleich breit er nicht gleich breit gemacht werden. werden. do.]R.ij abzuthein§. 512. Dis wird ihm noch bequemer, wenn die H Und in Furchen alle in gerader Linie zu liegen kommen. gerade ben e,. Bey einer unregelmaͤßigen krummen Linie muͤſten urchen bthelunn, unendlich viele Puncte in acht genommen werden, iu lenen machenſt eine gerade hingegen iſt mit zwey Puncten ſchon ſind. ich großſn geſichert. Die Furchen der vorigen Ackerſtuͤcke, oſſe, oin welche hierdurch aus der Gleiſe kaͤmen, und die venn inh aufgeruͤckten alten Stuͤcke beyzubehalten, finde ich nicht fuͤr ſo betraͤchtlich, als allen kuͤnftigen Zaͤnckereyen uͤber Acker⸗Grentzen ein Ziel zu ſet⸗ zen. Ueberdies ſind die aufgeruͤckten Ackerſtuͤcke ebt hier uc nichts nothwendiges, oder wohl gar ſchaͤdlich. dnict lh Sie hindern den Gebrauch des Haakens, in⸗ h bearbin dem man nicht quer durcharbeiten kan: Der Re⸗ . Einſche gen ſpuͤhlet den Duͤnger in die Furchen, und der :Haakeng Ruͤcken bleibt mager, dil der trockenen Witte⸗ einem;zuß 5 rung jeſem w d ſir* Oec. Nachr. Tit. 4. P. 375 282 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtung rung ausgeſetzet. Bey ſtarcken Regen ſind die Furchen, wie Graͤben mit Waſſer gefuͤllet. Das Waſſer, welches ſich(Tab. 1.) in der Ebene von g. bis h. ausbreiten, und ohne Schaden ab⸗ laufen konte, ſammlet ſich bey i. k. und ſchwillt in den Furchen hoch auf, entbloͤſſet zuweiln, nachdem der Waſſerpaß iſt, beym Ablaufen die Wurtzeln der Pflantzen von Erde, undertraͤnckt das, was feſt ſi⸗ tzen bleibt, bey naſſen Jahren.“ Warum ſolte man denn bey einer neuen Einrichtung dieſe Grundſtuͤcke nicht umſtuͤrtzen, und den Boden wieder eben machen? Schwuͤrigkeiten genung dabey! aber ſie ſind zuheben. §. F13. S) Und al. Die Gleichheit durchgaͤngig zu erhalten, iſt les, was es nimmer gerathen, alles was im Acker liegt, ge⸗ e rade durchzutheilen, und kleine Moͤhre, Teiche nicht in die und Wieſen, die unter dem Nahmen Feldkuhlen, Ackerſtuͤcke begriffen werden, die im Acker(vid. Tab. III. IIII.) zu rechnen. zerſtreuet liegen, fuͤr Aecker anzurechnen. Der Bauer wird auſſer Stande geſetzet, von der in⸗ nern Guͤte und wahren Groͤſſe des Ackers zu ur⸗ theilen, es iſt an keine Gleichheit bey ſolchen Um⸗ ſtaͤnden zu dencken, die doch der wahre Endzweck der Einrichtung eines Dorfesiſt.(§. 473.) Ein anders iſt, wenn ſolche unbetraͤchtliche Stellen, durch abgraben, roden, und ſonſt, uhrbar zu ma⸗ chen ſind. §. 514. Die brauchbaren Feldkuhlen koͤnnen zu der Zeit, da der Acker Korn traͤgt, gemachet wer⸗ den, * Vid. Berliniſche woͤchentliche Relationes aus dem Reiche der Mitu„Staaten, und Wiſſenſchaften 1752. p. 721. und 737. Wie mit ſolchen den, un di Ban unzaſel 3* gräßten ber ab mit di das 9. ſeloben Ein tn Ab drr einz nuchen duch d ineinem hen, un nchi, chyechel Wed un jede nichere 'Loſ vel de tung der Bauer⸗Doͤrfer. ꝛc. 283 bhn ſae den, und man hat derohalben Urſache, ſie unter Oertern der di die Bauren beſonders zu vertheilen. Dis iſt ſo zu verfah⸗ Si a anzuſtellen, daß jeder in den meiſten Schlaͤgen ken. haden das behaͤlt, was in ſeinem Stuͤcke liegt. Die ndſchvitt groͤßten Oerter, welche abwaͤrts liegen, ſind iln,nahn aber abzuſondern, und ſo zu vertheilen, daß da⸗ Wurzen mit die Ungleichheit, welche in den Schlaͤgen 5, wasfſſ das Ohngefehr unter den Wieſen gegeben, auf⸗ umſoltem gehoben wird. Lra G KSS. Be⸗ abey! ah Eine auf ſolche Weiſe in die Wege gerich⸗ Leſ der tete Abtheilung, wird auch die Vertheilung zunn he. der einzelnen Ackerſtuͤcke unter die Bauern leicht Ler 2un⸗ machen. Das Mein und Deine laͤßt man ter die khalten,i durch das Loos entſcheiden. Bauer⸗ er liegt 5. 516. ſtellen. eden Weil aber nicht alle gleich groſſe Ackerſtuͤe⸗Man loſet AL ke dem Grunde und Boden nach, gleich aus⸗ nur Ss nen. d fallen, ſo gibts hier noch was, das nicht durch ne Stuͤcke. donderirr das Looſen, ſondern mit Ueberlegung auszuma⸗ kas ur chen iſt. Man bemercket ben demerſten Looſe,“ pochenle die ſchlechten Ackerſtuͤcke. Denen, welche die⸗ eEnhwt ſe durch das Loos treffen, bleibt vorbehalten, 473) E in einem andern Looſe ihre Ackerſtuͤcke auszuſu⸗ e Siln, chen, und nicht mit zu looſen: Dis iſt nur da barzor paßlich, wo der Acker nicht zu ſehr in der Guͤte abwechſelt. . F17. Wechſelt er e achut, ſo looſet man nicht Wauſegtt nen zu de um jede Cavelung, ſondern es werden zwey und zuſam⸗ achet ver mehrere zuſammengenommen, und Stuͤck vor men. d, Stuͤck, em Neih* Looſen heißt nach der Mecklenburgiſchen Mundart, ca⸗ pelen. Ein durch das Loos jemanden zugefallenes Stuͤck, 2. P. M¹ len. heißt eine Cavel. 284 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtung Stuͤck, die Ackerſtuͤcke aus den verſchiedenen Cavelungen zuſammengeſetzet. Dis pflegte auch wol darum uͤblich zu ſeyn, weil dabey auf die Naͤhe und Entfernung mit geſehen werden kan, und es angehet, die vom Dorfe abgelegenen Acker⸗ ſtuͤcke der einen Cavelung mit den naͤheren in den andern, zuſammen in ein Loos zu ſetzen. Es er⸗ eignet ſich dennoch hin und wieder, daß ein Loos dabey ſchlechter wird, als das andre, und dann wird dem, welchen es trift abermahls die Wahl bey dem kuͤnftigen Looſſen vorbehalten. §. 518. Es iſt Wenn wegen der Woͤhrte jemanden die Wahl Vortheil in den Ackerſtuͤcken zukoͤmt, ſo iſt es von ſolchen dabey, un⸗ zuſammengeſetzten zu verſtehen.(§. 496.) Haͤtte ter den zu⸗ jemand die Freiheit, ſchlechtweg viele Ackerſtuͤcke ſammen⸗ auszuleſen, ſo wuͤrde er vielleicht dadurch auf im⸗ Pelebtruc. mer einen Vorzug vor den andern erhalten, weil ken ein in den Schlaͤgen die innere Guͤte des Ackers bey Loos zu ſehr abwechſelnden Boden, ſich ſo mercklich nicht waͤhlen. verbeſſern laͤßt, wie bey den Woͤhrten, daß in⸗ nerhalb wenig Jahren, der ſchlechte Theil dem guten gleich zu machen ſtuͤnde. Es iſt noch im⸗ mer Vorzug genung, wenn jemand von den zu⸗ ſammengeſetzten Ackerſtuͤcken die Wahl frey ſte⸗ het, denn die innere Guͤte des Ackers iſt nie ſo aͤuſerſt richtig zu ſchaͤtzen, daß auch nicht der be⸗ ſte Wirth die Looſe ungleich machen wuͤrde. §. 519. Wie es zu Dem Verdachte der Partheylichkeit auf alle machen, moͤgliche Art zu entgehen, koͤnte am Ende der wenn um gantzen Ab⸗ und Vertheilung des Ackers, noch allenäcke, den Wirthen frey gelaſſen werden, ihre gantzen zeufſenf Hufen in Betref des Ackers in den Schlaͤgen auf uſein das Loos zu ſetzen. Damit aber nicht die in die Carten karten nachten, dertheil henennen und mit torfällt nes nie gemeine Statt Namen dn, den ben, ſ, ben, al b werden! Weil e Acker ſter Dich ker 1 ſändlich darfge en, wa von dem ung der Bauer⸗Doͤrfer. ꝛc. 285 4 n Carten einzutragenden Nahmen Unordnung den Schlaͤ⸗ daben 5 machten, waͤren die Hufen von Anfange der gen hat, 1wenn Vertheilungen mit Buchſtaben oder Zahlen zu geloſet 1 ſegenai benennen. Da ohnedem oft Hufen ausgehen, elle en 6 näbereni und mitten unter dem Eintheilungsgeſchaͤfte es! zen vorfaͤllt, daß die Namen veraͤndert werden, waͤ⸗ daße u re es nicht undienlich, bey allen Regiſtern eine all⸗ , 1 1 gemeine Benennung der Hufen einzufuͤhren. 6 unddn Statt der immerwaͤhrenden Wiederholung der b die Wo Namen koͤnnte die Arbeit darauf gerichtet wer⸗ 4 den, den Acker deutlich der Lage nach zu beſchrei⸗ ben, ſo, daß man ohne die Carten noͤtig zu ha⸗ ben, allemahl mit dem Regiſter allein fertig en dieWih werden koͤnnte. Doch dis im Vorbeygehen. von ſolche 96.) Hätt§. 520. Ackerſtüc Weil ich mich uͤberall nur auf die Einrichtung Was in erch aufn des Ackers bey einer geſetzmaͤßigen Verhaͤltniß Betreff alten, wi der Viehzucht und des Ackerbaues eingeſchraͤn⸗der Feld⸗ Ackers h ket, und in Betreff der Wieſen auf nichts um⸗ wieſen bey rclich nit ſtaͤndliches eingelaſſen habe, ſo werde ich bey den anem en, daßi Dorſ⸗Feldern mich auch lediglich dahin begren⸗ Dorf⸗Fel⸗ Thelin zen, was zu ihrer Abtheilung gehoͤret, damit de vohe ſt nchin von dem gantzen Zuſchnitte des Dorf⸗Feldes auch ſaͤlt. von diu dieſes mit uͤberſehen werden koͤnne. —y——— l ftey ſe s iſt ne§. 521. icht der e Die Feldwieſen ſind, wie die Ackerſtuͤcke, in irde. gleich groſſe nicht zu kleine von unten bis oben gleich breit auslaufende Abtheilungen zu bringen, und durch das Loos unter die Hufen zu vertheilen. it aufel Es iſt den Bauern zu verwehren, mit den Ab⸗ Ende de theilungen, wie ſie zuweiln thun, jaͤhrlich umzu⸗ ers, not wechſeln. Jeder ſucht die Laͤndereyen, welche er re annn gewiß behaͤlt, wirthlich zu verbeſſern; Das ge⸗ glagenuf ſchicht aber ſicher nicht, wenn der Wirth nur alle nt Jabre neus Grundſtuͤcke erhaͤlt. Jeder huͤtet Carten ſeine — 286 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtung G ſeine Grentzen bey dem, was ihm eigen bleibet, R das geſchicht aber beym Gegentheile nicht. Haabbegierige dehnen die Grentzen, welche in den Wieſen mit leichter Muͤhe zu verruͤcken ſind, auf beyden Seiten aus, und ſind die erſten, wenn ſie die Stuͤcke treffen, welche ſie ſelbſt verſchmaͤh⸗ lert, die ſich daruͤber beſchweren, daß die Grent⸗ zen nicht richtig ſind. Jeder wirthſchaftet ordent⸗ licher Weiſe mit dem Seinigen ſo, daß er aufs kuͤnftige nichts verdirbt; das geſchicht aber nicht, wenn einer weiß, daß er tauſchen, und nach etli⸗ chen Jahren es erſt aus einer andern Hand wieder annehmen ſoll. Iſt der jetzige Beſitzer gar bos⸗ haftig, ſo kan er bey Abtretung der Wieſe den Fre⸗ vel ſo weit treiben, daß er ſeinem Nachfolger die Haͤlfte des Ertrags benimmt; denn es iſt bekannt, daß inſonderheit bey Torfwieſen der Grund ver⸗ dorben wird, wenn die Senſe zu ſcharf an die Wurkzeln des Graſes geleget wird. S. 522. Wie dieſe„Dieſe gantze Reihe von b Anordnungen Einrich⸗ wuͤrde man vergeblich zu machen ſuchen, wo alle tung der Veraͤnderungen ſo vielen Schwierigkeiten unter⸗ Doͤrfer worffen ſind. Grundſtuͤcke, die durch einander mit dem mit baaren Abgaben beſchweret, oder mit natu⸗ Eigen⸗ ral Fruͤchtenpflichtig ſind, die bald eigenthuͤmlich, Rechte be⸗ werden, und unter einander liegen, dieſe nach einem V thums⸗ bald lehnsweiſe, bald gemeinſchaftlich beſeſſen ſtehe. allgemeinen Plane zum regelmaͤßigen Gebrauch chen Dinge. Wie ſchwer dergleichen auszufuͤh⸗ ren iſt, mag man aus den Vorſchlagen ſehen, wel⸗ ¹ che andere zu Austauſchung der Ackerſtuͤcke gethan haben.“ §. 523. * Eſſay ſur l' amelioration des terres. pag. 193. Der Schweitzeriſchen Geſellſchaft in Bern Sammluͤngen von Landwirthſchaftl. Dingen, 2. Theil. 4tes Stuͤck p. 776. zu bringen, gehoͤret unter die moraliſch unmoͤgli⸗ Sollte ſan ſtey, dnaͤgtee Püſtener nelche be undenckli ben, ver die Voru hiſere r rn und g. ſ Dere ſi unglei ſinenthun weni het Aundgeriiſ wlartlangen. Vräumen uß man ind an be ——————— 3——a— tung der Bauer⸗Doͤrfer. ꝛc. 287 nnzand§. 523. ar Sollten aber die aͤndereyen von ſolchen La⸗ zerütkain ſten frey, und nur allein in Communion liegen, Kanu 1 ſo moͤgte es noch wol zu zwingen ſeyn, daß die dbſtverte Wuͤſteneyen von alten Aeckern und Gruͤnden, daß dece welche bey den Bauerdoͤrfern gemeiniglich von ſchafttne undencklichen Zeiten her zu Weide gedienet ha⸗ 6, Gßah ben, vertheilet, zu Acker oder Wieſen gemacht, icht abene die Vorurtheile der Wirthe gehoben, mithin und nahe beſſere Ordnung und Bequemlichkeiten mit wah⸗ hand wi ren und groſſen Vortheilen eingefuͤhret wuͤrden. eile gar be Weſfeden§. 524. Nachſalſe Der erſte Stein des Anſtoſſes waͤre freylich nesittbean die ungleiche Groͤſſe der Laͤndereyen, welche die ſer Gundm Eigentbuͤmer einzeln beſitzen. Der, welcher ſcafmh wenig hat, wird ſolches beſtaͤndig bearbeiten und genieſſen wollen, und er hat Urſache es zu verlangen. Dieſes Hinderniß aus dem Wege Anotdnu;n zu raͤumen, bleibt kein ander Mittel uͤbrig, als chen, wä daß man ſolche kleine Laͤndereyen vertauſche, gkeiteutw und an bequeme Oerter bringe. urch einne der mit ner§. 528. genthuͤmih Die bequemere Lage bey dergleichen Ver⸗ lich beſeſ tauſchung muͤſte ſchon die Beſitzer dahin bringen, enacheinn daß ſie keinen Anſtand naͤhmen, ſolches Aner⸗ „Gebrau bieten einzugehen. Noch williger wuͤrden ſie ch unnäß ſich finden laſſen, wenn ihre Grundſtuͤcke nach a ausji der Verhaͤltniß gegen andere, der zum Acker ſehen u kommenden Weide wegen, vergroͤſſert wuͤrden. guͤcke get §. 526. Hößg Im uͤbrigen waͤren die Grundſtuͤcke der Schlaͤge wegen, um dem Eigenthum eines je⸗ den, Sammlite Stüͤck 776 288 Loter Abſchnitt. Von der Einrichtungꝛc. den nicht zu nahe zu treten, ſoviel moͤglich unverruͤckt zu laſſen, und darnach abzutheilen, daß nur jeder von dem Seinigen ohngefehr gleichviel in jedem Schlage erhielte, ohne auf die Regeln der Bequemlichkeit zu dencken. Ge⸗ rade Linien und die gute Geſtallt der Schlaͤge wuͤrden im Kauf gehen. Was hierbey ei⸗ ne hohe Landes⸗Obrigkeit zu verfuͤgen haͤtte, und wie ſie dem gemeinen Beſten zum ſo groſſen Vortheil, als die Erweiterung des Kornbaues und der Viehzucht iſt, der Ei⸗ genthuͤmlichkeit ungehindert, durchgreiffen koͤnnte, bleibt derſelben uͤberlaſen. Wenig⸗ ſtens waͤre es keine Tyranney, oder es muͤſte alles ſo heiſſen, wenn Wohlthaten den V Meenſchen angebothen werden, die ſie zu kennen zu tumm, oder boshaftig 3 ſind. 0 V Anhang. 2 A ſℛℛ—Bn ingr. vviel näge Habzutheie en ohngiſ lte, ohnea eencken. g t der Stg s hietba rfügen ſin 1 zun eiterung ſt, der durchgreß ſen. Vef der es niß lthaten N „die ſie oshaftig P 4 3 1 3 4 1 Von wendu I.) Von den Vortheilen und der Anwendung der Mecklenburgiſchen Wirthſchaft auf andere Gegenden. S. 2.) Anmerkungen und Erleute⸗ 4 rungen bey des Herrn von Moͤllers a Ueberlegung in den Oeconomiſchen un Samlungen, 67 Stuͤck, pag. 430. K ſeqq. wegen Einfuͤhrung der Meck⸗ uin wein der lenburgiſchen Wirthſchaft. 8 3.) Vergleichung der Mecklen⸗ bUurgiſchen groſſen Wirthſchaft, mit ins der Hollſteiniſchen in der Maſch. iläe, äne n Pitzſc Snt, und der An⸗ eilen wendung der Mecklenburgiſchen Wirth⸗ ſchaftsart. F. 1. or der jetzigen Verfaſſung der Mecklen⸗ burgiſchen Wirthſchaft, war es ein all⸗ gemeiner Grundſatz der Wirthe: Saͤe viel, ſo wirſt du viel erndten. Das Land, welches einmal unter dem Pfluge war, wurde ohne Aufhoͤren beſaamet, und man huͤtete ſich ſehr, anders auszubrechen, was etwan in der Weide gelegen war, oder ſonſt eine wirthſchaft⸗ liche Beſtimmung gehabt hatte. Das Land wur⸗ de alſo nicht weiter eultiviret, als es einmal war; Wenigſtens lag bey ein Drittheil des gantzen Lan⸗ des in der Weide, welche uͤberall weder tuͤchtig Gras hervorbringen konnte, noch zur Saat ge⸗ braucht werden durfte. §. 2. Sovielmehr Schwierigkeit wuͤrde es geſetzt haben, wieder dieſe, einmal angenommene alte Verfaſſung, welche das Alterthum und das uͤber⸗ einſtimmende Verfahren im gantzen Lande, unter⸗ ſtuͤtzte, eine neue einzufuͤhren, wenn nicht der Vortheil dabey ſo offenbar am Tage laͤge. . 3. Die Veraͤnderung des alten Gebrauchs war nicht etwan ein Nebenumſtand, ein Geringes in der Wirthſchaft: Sondern es muſte ein neuer Grundſatz angenommen werden, welcher dem 2 2 alten . V 7 292 Von den Vortheilen und der Anwendung d alten ſchnur ſtracks entgegen ſtund, Saͤe wenig! 2 So wirſt du viel erndten. Dien Ikers ba §. 4. die vorig So ſehr als dieſes noch jetzo Auswaͤrtigen Nan hat befremdet, eben ſo hatte man Anfangs im Meck⸗ den, 9o lenburgiſchen wenig Zutrauen, auf die guten tiel Kor Folgen dieſer Neuerung, und man wartete auf den Ausgang der Sache. Es konnte nicht fehea„ len, daß die, welche Augenzeugen dabey waren, diſe nicht von den groſſen Vortheilen der neuen Ulhe des Wirthſchaftsverfaſſung uͤberzeugt worden waͤren. hean §. 5. V cher im b⸗ Vormahls wurde alles Saatland ohne Aus⸗ algeten nahme, dant beſtellet, und beſaͤct; Die Weide ulde 6 aber blieb Weide. Nunmehro aber wurde alle Weide, welche ſich nur irgend dazu ſchickte, zu dab Acker genommen; Es wurde demnach der Acker⸗ Ade bau wuͤrcklich erweitert. ün ſch firnemlich §. 6. aches ſ — Bisweilen mehr, bisweilen minder, als die ſe Weide betrug, welche zu Acker gemacht wur⸗ Puhe. de, muſte von dem geſamten Acker jaͤhrlich ru. 3, hen: Doch die meiſte Zeit kam weniger zur icſe Saat, als vorher dazu geweſen war, um dem be9' 6 Acker die dienliche Ruße jaͤhrlich zu verſchaffen. 459 6 §. 7. V tjjedes A Mit dieſer eingeſchraͤncktern Saat erſparte ün der Landmann Arbeit und gewann, indem erwe⸗ nice niger Leute, weniger Vieh, und weniger Geſchirr, laſn u zur bloſſen Begattung des Ackers, noͤtig hatte: Er konnte mit weniger Saatkorn 1 ſahe auch hierin Vortheil vor ſich. ſa Aers e t reichen, und ii vn. Aheme §. 8. E. 1d — 2—,—— ndung der Mecklenburgiſchen Wirthſchaftsart. 293 Säe vang§. 8. Die Fruͤchte, welche er nach der Ruhe des Ackers bauete, waren vom Unkraute reiner, als die vorigen, und das Getraide trug beſſer zu. Auswitte Man hat Beyſpiele, daß alter geduͤngter Bo⸗ Angs im M den, gegen friſchen geduͤngten Acker, doppelt ſo 8 auf die m viel Korn und Stroh getragen habe. in wartete nee nictſ§. 9. dabey wan Dieſes ſchrieb ſich auch nicht allein von der en der u Ruhe des Ackers her; Sondern es war mit eine vorden in Folge von dem Dung, welcher ehedem im dritten Theile des Feldes verbreitet werden muſte, nun aber im 6ten 7ten 9ten ꝛc. Theile, alſo in einen ind ohnel geringeren Raum kam, und daher dicker geſtreu⸗ er wurde! . 10. uſchickte, Da die Mhei§ Det nihr kognte d ach der Ach a die Arbeit vermindert war, konnte der Wirth ſich die Zeit auch beſſer zu nutze machen. Fuͤrnemlich in Vorausarbeitung der Braache, welches ſonſt unerhoͤrt geweſen war. linder, ali⸗§. 11. gemahte Ruhe und mehr Dung, brachten den Acker er ſähnhu in beſſere Umſtaͤnde, ſo, daß er von Zeit zu Zeit wenigit dadurch, ohne auf neuen Dung zu rechnen, von war, unn ſelbſt an Kraͤften gewann. Die Weide bewies verſchift dieſes mercklich genug, indem die vermehrten Kraͤfte des Ackers beſſere Graͤſer und einen dickern Maaſen hervortrieben.*Doch war auch hievon Saat erſn eine Urſache darin zu ſuchen, daß der alte mooſig⸗ indemn te Raaſen umgekehrt, und die dem Alterthume iger Geſhi des Ackers eigenen ſchlechten Gewaͤchſe, vertil⸗ noͤtig hiun get waren. reichen, M T 3§. 12. » Allgemeine Haushaltung und Landwirthſchaft. 2ter Theil 668 Pag. 157. 294 Von den Vortheilen und der Anwendung de §. 12. Die vergroͤſſerte Viehzucht brachte aber nicht llebe nur ſoviel ein, als der ruhende Acker, wenn er iitthſch nach der alten Weiſe beſaͤet wurde, einbringen porauf? mochte; ſondern weit mehr. Von dem unglei⸗ pt, w chen Boden, welcher nur nicht ſo ſehr von ein- nitteſt; ander unterſchieden iſt, wie Sand und Kley, ainmalb konnte der ſchlechtere Theil durch ſtarckes Duͤn⸗- tnſt, gen, dem beſſern ziemlich gleich gemacht, und r Betii wenn das fehlete, doch ſo gebraucht werden, daß udſ der Wirth ſeine Ordnung und Ausſaat, von aaſefer Jahr zu Jahr unverruͤckt beybehalten, und das dienliche dazu zum voraus anſchicken konnte. §. 13. a Witt So vergewiſſert er ſich davon, daß der Dung⸗ ſchatz hufeehhe zunehmen muß. Man bauete(nlland! ehedem, in den ausgebaueten weiten Saatfel⸗ ſitaldden dern ſchlecht Korn, und verlohr an dem Mate⸗ gniiſien riale des Dungs. Der Dung ſelbſt aber warum aunmen. ſo viel unwirckſamer, da er in den groſſen unkraͤf⸗ anbey w tigen Fluren nur duͤnne ausgebreitet, und der ſin dauer Luft preiß gegeben wurde, ohne dem Gedeyen des Alitt ett Kornes damit ſonderlich behuͤlflich zu werden. pode, Jetzo beſtellet man wenig. Der in dem engern hefel I Raume dicker ausgeſtreuete Dung treibt mehr, ſiriber? und groͤſſer Stroh, wodurch das Materiale des ehhf Dungs waͤchſet, und zum beſſern Wuchſe des folgenden immer neuen Stof hergibt. Ein guter Theil des Feldes muß auch wohl mager tra⸗ Anit gen, und der daher kommende Dung, macht u, nag ebenwohl jaͤhrlich einen Anwachs des Vorraths; i Gner Auf die Art iſt es begreiflich, daß bey Wirth⸗ rchnung der ſchaften, die gut einſchlagen, die Auſſenſchlaͤge ui dheis mit der Zeit geduͤngt werden koͤnnen, welche bey ſit, d- : dem erſten Zuſchnitte mager tragen muſten. uan, u (§. 413.) 9. 14. gh nd 1 ung der Mecklenburgiſchen Wirthſchaftsart. 295 dte aberni—§. 14. ter, mi Ueberdis lernte der Wirth das Gantze ſeiner „einbtin Wirthſchaft kennen. Die Anordnung der Arbeit, n dem u worauf es ſo ſehr bey groſſen Wirthſchaften an⸗ ſehr dong komt, wurde ſoviel weniger beſchwerlich, da d undhe mittelſt der Beſtellung der Braache, und der, arcks de einmal beſtimmten Arbeit zur Sommer⸗und Win⸗ gemacht n terſaat, bey ſonſt unbequemer Jahrszeit numehr verden, ſ der Betrieb des Ackerbaues ſeinen Fortgang hat⸗ mte, und ſowol Menſchen als Vieh in einer Eben⸗ wſaat, in e fortarbeitete, en, undii maaſſ f a konnte.§. 15. Alle dieſe Vortheile hat der Mecklenburgi⸗ ſche Wirth vor Augen, und er kan ſie berech— aßder dun nen. Ein ſtarckes Feld von 100,000. OR. Nan baut Saatland liege in 3. Schlaͤgen: Jeder Schlag en Sauſt haͤlt alsdenn 33,333 ½—R. Es werde nach der dem Mi. gemeinſten Art davon einer zur Braache ge⸗ aber warm nommen. Indem der Acker durch das Brag⸗ eſſen unkti chen bey weiten nicht zu den Kraͤften, als durch ttt, und de eine dauerhafte Ruhe, gelanget, ſo ſaͤet der Gedeyend Wirth etwas duͤnner, als auf den ausgeruheten zu wedn. Boden, und ohngefehr in 90. OR. einen dem enn Scheffel Winterkorn. Die gantze Winter⸗Aus⸗ reibt mey, ſaat uͤber einen Schlag, beſtehet alſo in 373 aterialedd Scheffel. Guchſe de bt. Eil§. 16. mager ter Damit der Ueberſchlag nicht zu umſtaͤndlich gg, macht werde, mag es erlaubt ſeyn, alle drey Schlaͤge Vortattz auf Winterkorn anzuſchlagen. Denn in Be⸗ ey With rechnung des Ueberſchuſſes von drey Schlaͤgen ei⸗ ſſenſchli nes Theils, und von mehr Schlaͤgen, andern welchehh Theils, darf nur auf die Ver haͤltniß geſehen n muſen werden, wovon der Schluß gantz richtig auf an⸗ T 4 deres §. 14* Chriſtian Reichards Land⸗ und Gartenſchatz. 5. Theil. p. 3- 296 Von den Vortheilen und der Anwendung deres Getraide auch gilt. Ich will weiter zugeben, daß auch der Braachſchlag, mithin das gantze Feld, oder die drey Schlaͤge insge⸗ 4 ſamt, beſaͤet wuͤrden; Obſchon bey nur irgend betraͤchtlichen Wirthſchaften, wegen der zu Auf⸗ bringung des Dungs erforderlichen Zeit, von der Braache wenigſtens etwas unbeſaͤet bleiben muß. Der Ertrag der gantzen Ausſaat waͤre dieſem⸗ nach 1120. Scheffel Winterkorn. Das oͤffent⸗ liche Zeugniß von ſolchen Gegenden, da man dem Acker keine Ruhe verſtattet“, berechtiget mich anzunehmen, daß hievon das vierte Korn einge⸗ erntet werde. Rechnet man davon eins zur Saat ab, ohne auf den Haushalt zu ſehen; So iſt baarer Ueberſchuß— 3360. Scheffel. 100,000.OR. Saatland, in 9 Schlaͤgen getheilet, geben auf jeden 11,111 ⅞. OR. In dem ausgeruheten und geduͤngten Boden, wird dicker geſaͤet, als in friſches geduͤngtes Land. Da⸗ mit der Anſchlag auch den Schein des uͤbertriebenen nicht haben moͤge, ſollen auf den Schefſel Einfall 70. OR. ge⸗ rechnet werden. Die gantze Ausſaat waͤre folglich bis 633. Scheffel. Hievon bauet man das 8te Korn: Ein Korn zur Saat, abgeſchlagen, macht oh⸗ ne Ruͤckſicht auf den Haushalt, den baaren Ueberſchuß— 4445. Scheffel. .. Wird alſo in dieſem Falle mehr gebanet. 106 5. Scheffel. Dieſe * Hanndveriſche Beytraͤge zum Nutzen und Verguuͤgen. 1761. P. 1067. de V dieſe auf 4 reErfahr ß mang aneinen, dieſerklei Schlaͤgen 4 x gen, wür und 12. 9 ſnd ͤber! 9. 4) Flddes, l Faat Och baaren le urdö. Paa hierau und Beſire ſtens vier Unddasabe V Doch ii e We ſtirrun de the bey dre rüche — ſa zur Win dn ggenſe ndung der Mecklenburgiſchen Wirthſchaftsart. 297 h.* z dil ni Dieſe auf eine uͤberall bekandte und ungezweifel⸗ 38, niht te Erfahrung gegruͤndete Berechnung, ergibt, „Mage n daß man auch noch bey dem ſechsten Korne nahe 1 94 9 an einen, eben ſo groſſen Ertrag der Erndte, bey 1 u dieſer kleineren Ausſaat, gegen die groͤſſere bey drey 5b hua Schlaͤgen, gelanget. edenne waͤre dien§. 17. Dasißt Zu Beſtreitung der Arbeit bey drey Schlaͤ— „damm gen, wuͤrde wenigſtens 4. bis 5§. Spann Pferde lechtige und 12. Paar Ochſen erforderlich ſeyn; Denn es eKorgenn ſind uͤber 11. Laſt Ausſaat, oder 1100. Scheffel von eins i G. 344) Die Arbeit hingegen bey den 3 des zu ſthen. 6 Feldes, laͤßt ſich mit 3. Geſpann Pferden und 6. z0. Schat Paar Ochſen, abthun, es komt alſo an dem baaren Ueberſchuß ein Abſchlag fuͤr ein Geſpann und 6. Paar Ochſen, mehr, als bey den 9. Schlaͤgen. 6. 18. Hierauf muͤſſen, zu Wartung dieſes Viehes und Beſtreitung der Koͤſſern Feld⸗Arbeit, wenig⸗ ſtens vier Knechte mehr unterhalten werden; Und das abermals auf Abſchlag des Ueberſchuſſes. §. 19. Doch dieſe Dienſtbothen moͤgen meiſtens ge⸗ gen die abgerechnet werden, welche zu Wartung der Hollaͤnderey erforderlich ſind. Auch vergeſſe drey Wechſelhaaken, einen Pflug, das Ge⸗ ſchirr und den Beſchlag der Pferde, nicht, wel⸗ ches bey drey Schlaͤgen beſondere Koſten ver⸗ urſachet. 5.Scheffe§. 20. — Die Hollaͤnderey, mittelſt welcher die Wei⸗ de von 5. Schlaͤgen genuͤtzet wird, mag nur auf Sch die Haͤlfte in Anſchlag kommen, weil ſie Wie⸗ i ſen zur Winterfutterung vorausſetzet, welche in igen. 16 dem gegenſeitigen Falle nicht angenommen wer⸗ T 5 den. ————————ÿ——y—y 298 Von den Vortheilen und der Anwendung den. Vier Weideſchlaͤge à 635. Scheffel Ein⸗ fall koͤnnen wenigſtens 100. Haͤupter Kuͤhe auf die Weide nehmen. Die Haͤlfte davon, das Stuͤck zu 10. Rthlr. angeſchlagen, als ſoviel ein Hollaͤnder Pacht davon gibt, macht 500. Rthlr. wogegen bey dreyſchlaͤgigem Acker nichts zur Rechnung koͤmt. §. 21. Die Braache worauf die Schaafe und kleine Hude gepfleget werden, ſoll oben ein gehen, und es bleibet doch noch immer ein beträͤhtlich groͤſ⸗ ſeres zum Ueberſchuß bey 9. Schlaͤgen, in gegen⸗ einanderhaltung derſelben mit dreyen. Der Ge⸗ winnſt in der Erndte, bey Erſparung der Arbeit, bey Unterhaltung weniger Dienſtbothen, weni⸗ ger Ackergeſchirrs, und bey der Hollaͤnderey, wird keiner weitern Eroͤrterung beduͤrfen. §. 22. Es iſt im voraus zu vermuthen, daß gegen nichts mehr Einwendung gemacht werde, als ge⸗ gen den groͤſſern Ertrag der Saat. Wem die Erfahrung und Zeugniſſe, ſo wenig, als die oben ausgefuͤhrten natuͤrlichen Gruͤnde, genug thun, dem will ich auch damit noch eines, zu Hebung ſeiner Zweiffel, an Haͤnden geben, daß man frey⸗ lich in manchen Gegenden von der Ruhe des Ac⸗ kers nichts weiß, und doch das 6te bis 7te Korn baue. Daß aber dis juſt immer dieſe Fruchtbar⸗ keit des Bodens vermoͤchte, daran iſt ſehr zu zweifeln. In der Hollſteiniſchen Maſch, und zwar in der fruchtbarſten Gegend derſelben, be⸗ darf der Acker, dem es auch an Dung nicht feh⸗ let, der Ruhe, und bezahlt dem Wirthe reichlich dafuͤr. Wo man alſo das 6te und 7te Korn, oh⸗ ne ruhenden Acker, bauet, da wuͤrde nach der Te e — S den he das 9t varne abe hinter dem in, ſteckt. dünne, un ſihen Ge nehme der es ja woh der letzer ſaber der Withſcha in, Itf Aleb das in ſol Paſer, Elick fir! giſe bern plühln das nidder hin, nhin kalt, len hingeg derge, un ſtatten, en Gan dn Be ditde daben di Con a. Man indern, wo mm ur Ther piſA CI... geſo ſchwer zerlange —————;—————-õ———— dung der Mecklenburgiſchen Wirthſchaftsart. 299 Scheffl eh he das 9te bis 11te Korn zu hoffen ſeyn. Ich ter Kihe warne aber jedermann fuͤr den Betrug, welcher davon,w hinter dem Ausdrucke, das öte 6te ꝛc. Korn bau⸗ als ſobilg en, ſteckt. Man ſaͤet in manchen Gegenden t 500.N. duͤnne, und bauet das 6te Korn; In einer aͤhn⸗ er niht lichen Gegend ſaͤet man dick, und bauet,(ich naehme den Fall) auch das 6te Korn. Da wird es ja wohl keinem Zweiffel unterworffen ſeyn, daß der letztere mehr bauet, als der erſtere. Was gfe unie aber der Einfuͤhrung der Mecklenburgiſchen agehenn Wirthſchaft mit Grunde entgegen geſetzt werden ichtich kan; Iſt folgendes. ui gge 8 8. 23 n. erce* 8- e din Alle bergigte Gegenden taugen nicht dazu. then, vu Das in ſolchen Erdſtrichen nicht ſelten aͤuſſerſt ra⸗ derey, re Waſſer, entgehet als eines der nothwendigſten 2 —S¶Staͤcke fuͤr die Viehzucht. Die ſtarken Waſſer⸗ guͤſſe veraͤndern Grund und Boden zu oft: Sie ſpuͤhlen das gute Erdreich weg, und ſhlechteres duß geg wieder hin, oder umgekehrt. Die Hoͤhe iſt ſpaͤ⸗ Pde abe tehin kalt, und zur Graͤſerey untauglich; Thaͤ⸗ Wem lern hingegen koͤmt der Schutz umher gethuͤrmter t dechn Berge, und der Zufluß fruchtbarer Naͤſſe, ſo ſehr ql zu ſtatten, daß ſie oft zur Weide amgeſchickteſten enng 4 ſind. Gantz maͤßige Duͤrre verzehret das Gras iu Hebun auf den Bergen. Ein beſtaͤndiger Viehſtand mufu wurde dabey nicht beſtehen. 7te Kon Fruchtbar§. 24. ſt ſehr Die Communion iſt aber noch weit hinderli⸗ aſch, ud cher. Man koͤnnte eher Berge verſetzen, als in elben, bo Laͤndern, wo die Gemeinſchaft weiter Felder, je⸗ nichtfte dem der Theil daran hat, den, fuͤr Gewinnſuͤch⸗ e reichih tige ſo ſchmeichelhaften Gedanken unterhaͤlt: orn, oy. 1— —„Solange die Communion dauert, iſt das 1 „Gantze 300 Von den Vortheilen und der Anwendung „Gantze ſo gut, als mein Eigenthum anzu⸗ „ſehen. Daß bey dergleichen Verfaſſung auf allen Seiten wahrer Schaden verknuͤpfet iſt, bleibet unbemerkt. Iſt der Antheil eines jeden gewiſſer⸗ maſſen beſtimmt, zum Exempel, wenn auf einer gewiſſen Gemeinheit nur eine gewiſſe Anzahl Vieh von den Theilnehmenden getrieben werden darf; So iſt oft was Ueberfluͤßiges, wovon alle insgeſamt, die Theil an der Gemeinheit haben, Nutzen ziehen koͤnnten. So gewiß als es iſt, daß die Weide ſich beſſere, wenn ſie unter den Pflug genommen worden; So unmoglich iſt es, eine gemeine Weide darunter zu bringen: So nothduͤrftig manchem ein Stuͤck der gemeinen Weide, zur Wieſe waͤre; So zuverlaͤßig gelangt er nicht dazu. Gluͤcklich iſt allemahl der, wel⸗ cher die Commuͤne in der Naͤhe hat. Die War⸗ tung des Viehes auf gemeinen Weiden, und die Wartung gemeinſchaftlicher Hoͤltzungen, ſind be⸗ ſchwerlicher, als ſie ſeyn wuͤrden, wenn jeder ſei⸗ nen Theil fuͤr ſich haͤtte. Der Schaden welcher entſtehet, betrift alle, und wird eben darum mit gleichguͤltigen Augen angeſehen, weil man ihn auf ſo vieler Eigener Rechnung ſchreibet. §. 25. Dann verlegt auch die Verfaſſung des Landes nicht ſelten den Weg zu Einfuͤhrung einer ſo ſtren⸗ gen Ordnung, als die Wirthſchaft mit den Schlaͤ⸗ gen erfordert. Die Vertauſchung, welchenoch mit Einſtimmung der Eigenthuͤmer zu bewirken waͤre, verbieten bisweilen die Geſetze. Die Be⸗ willigung des Guths⸗ oder Landesherrn zu Ver⸗ aͤußerung der Grundſtuͤcke, das Jus perpetuæ coloniæ, und dergleichen mehr, ſind einer neu einzurichtenden Wirthſchaft in ſoferne immer zu⸗ wieder, de nieder, und verſch krrſͤck e, terzu vet noch weit geden 3. Fentgeſt nand das vo et ni und eine ei wird ohne dur Zehnte ne Stelled Ntabau, Früͤchte d nehr Vie teyen ſon chat wir zit beſeer ahrten a faeit der terwindert wicher der tgalen und hrich wa daeum kein nm Ackebo cht Rach erandereſt ſn. Ben Vrrſchf ———————— ———õõ————————. endung der Mecklenburgiſchen Wirthſchaftsart 301 ent-,„ 9 1 ¹ enthun un wieder, als ſie die, unter einander liegenden, unnd verſchiedenen Eigenthuͤmern zuſtehenden Ac⸗ ung auf kerſtuͤcke, ſchwer zu vertauſchen, und noch ſchwe⸗ ſet iſt, bin rer zu veraͤuſſern, oder anzukauffen, machen. jeden gewin wenn auftn§. 26. e 1ſ7. Nnu.„.. e. wiſſ Ah Wo der Zehnte, ein, ich weiß nicht, koͤſtli⸗ ricdennn ches, oder ſchaͤdliches Ueberbleibſel des canoni⸗ „ bohnt ſchen Rechtes, eingefuͤhret iſt, darf man auf die inheitica, Anwendung der Mecklenburgiſchen Wirthſchaft diß als bu noch weit weniger rechnen. Die Wirthe, wel⸗ ſie une che den Zehnten entrichein, entbuͤrdeten ſich der noͤglich iſt Zehntgefaͤlle gerne. chwerlich wird aber je⸗ bringen mand das Recht aufgeben, da erndten zu koͤnnen, der gemein wo er nicht geſaͤet hat. Wer Zehnten ziehet, ſßig geln und eine eigene Wirthſchaft hat, deſſen Ackerbau bl der, wird ohne Aufhoͤren beſſer. Die Aufkuͤnfte aus Die Wo den Zehnten fuͤllen entweder in der Viehzucht ei⸗ den, und ne Stelle aus, oder ſie werden auch zugleich dem gen, ſind Ackerbau zutraͤglich. Hat man den Zehnten der enn jedert Fruͤchte von andern Feldern, ſo wird daraus aden wih mehr Vieh unterhalten, als eigentlich die Laͤnde⸗ en darunnt reyen ſonſt durchbringen koͤnnten. Der Dung⸗ eill manin ſchatz wird alſo groͤſſer, und der Acker mit der bet. Zeit beſſer. Diejenigen hingegen, welche den Zehnten abgeben, verſchlimmern, nach Beſchaf⸗ fenheit der Sache, ihren Ackerbau; Der Dung deslandd vermindert ſich, indem von der Materie, aus nerſoſtt welcher der Dungvorrath bey Landwirthſchaften den Schh erhalten und gemacht wird,(von dem Strohe) velchench jaͤhrlich was abgegeben werden muß. Es kan u bewiln darum kein genaues Verhaͤltniß der Viehzucht Die bo zum Ackerbau bey beyden ſtat finden. Der eine rn zu Wo macht Rechnung auf des andern Gewinſt, und perpetui der andere ſucht Vortheil in dem Verluſte des er⸗ einern ſten. Beyde Theile handeln dem Geſetze ihrer immern Wirthſchaftsart alsdenn gemaͤß, wenn dem Ei⸗ wieht, gennutze 302 Von den Vortheilen und der Anwendung Henaue des einen Theils nicht zuviel nachgege⸗ en wird, und die Mißgunſt auf der andern Sei⸗ te keine Nahrung findet. Daher iſt der Ertrag des Natural⸗ Zehmten nichts gewiſſes. Wieder⸗ willen, Veraͤnderungen der Wirthſchaft mit den pflichtigen Grundſtuͤcken, ungleiche Fruchtbar⸗ keit, Braachfelder, und dergleichen mehr, he⸗ ben alles auf, was bey einer geſetzten Zahl von Vieh, ausgemacht und gewiß ſeyn muß. Wie kan ein Theil des Viehes aus dem Zehnten unter⸗ alten werden, da man nicht weiß, was fuͤr ruͤchte, und wieviel der Zehnte einbringet? Der Landmann iſt bey dem vorherbeſtimmten Verluſte eines Theils ſeiner Fruͤchte, ſo vorſichtig, daß er, wenn er eigene Laͤndereyen hat, dieſen alles zu⸗ wendet, die Zehntpflichtigen Grundſtuͤcke aber vernachlaͤßiget. .§. 27. So hindert auch der Rottzehnte, eine Ab⸗ gabe eines Theils der Fruͤchte von cultivirten al⸗ ten Laͤndereyen, die aus der Heide und Weide aufgebrochen werden. Es iſt gleichſam durch Einfuͤhrung dieſes Geſetzes verbothen, daß ja niemand auf den Einfall komme, den Ackerbau zu verbeſſern oder zu erweitern. Wahr iſt es, daß hiemit dem Abbruche der gemeinen Weide ei⸗ nigermaſſen Einhalt geſchicht; Die Mecklenbur⸗ giſche Wirthſchaft vertraͤgt ſich aber weder mit ge⸗ meinen Weiden, noch mit ſolchen, die nicht un⸗ ter den Pflug kommen. §. 28. Ich wuͤrde auch die Einfuͤhrung der Meck⸗ lenburgiſchen Wirthſchaft da nimmer in Vor⸗ ſchlag bringen, wo das Land ſehr bevoͤlkert iſt, Wohnſtaͤten bey Wohnſtaͤten, liegen, und dem and⸗ der buin ch müſte hhe V anzuſch Ferſahren e Hauptt MNittelſ V gung de Nandten. Das l dn Witt, zu ebren u füchte mit lufechten, Nenge Gan duffuweiſen, uichet hiet giſetn Vor dendee Früch ſing Peete Der A läht dem ſegebens b fhaten, Den ſen, An A. dnäketen( drilkrtn Lar ne uhen zu mn Ubeitern n delldes; V i Wadinſ V„Grſüm 9. leg 1 V ————————— endung der Mecklenburgiſchen Wirthſchaftsart. 303 diel nachage Landwirthe nur kleine Laͤndereyen eingethan ſind, randeme ich muͤſte denn uͤberzeugt ſeyn, daß ohne ſt der Erng Anſtand Menſchen wegzujagen, und Vieh da⸗ 66. Win fuͤr anzuſchaffen, ein von der Welt gebilligtes ſchaftme Verfahren ſey. In bevoͤlkerten Landen iſt es ei⸗ de Ftuhhn ne Hauptmaxime der Wirthe; en meh Mittelſt fleißiger Beſtellung und ſtarker Duͤn⸗ ten Zahl u gung des Ackers, jaͤhrlich Fruͤchte davon zu muß. N. erndten. euten un Das Unvermoͤgen des Ackers hiezu, noͤtiget 6, waßt den Wirth, ſich mit Umwechſelung der Saaten ringet’d zu kehren und zu wenden, und allerley Garten⸗ ten Vali fruͤchte mit dem Schweiſſe eines Gaͤrtners, ein⸗ htig, dßa zuflechten. Am Ende der Rechnung hat er eine ſen alee Menge Gartenfruͤchte“ gebauet, und nichts mehr RRücke i aufzuweiſen, als der Gaͤrtner unſerer Gegend, welcher bisweilen mit noch weniger Naͤde zu groͤſſern Vortheilen gelanget, und jaͤhrlich, nach— dem die Fruͤchte ſind, zwey bis drey Erndten von „eine M ſeinen Beeten ziehet. altivirten und Wan§. 29. chſam darg Der Wirth aus einem volkreichen Lande ben, diß ſchlaͤgt dem Wirthe in entvoͤlkerten Gegenden n Ackun vergebens vor, Gaͤrten aus ſeinen Fluren zu zahr iſti machen; Denn es fehlet dieſem an Werkzeugen „Weiden dazu; An Arbeitern: Der Wirth aus einer kecklennu entvoͤlkerten Gegend ſchlaͤgt den Wirthen in eder mig bevoͤlkerten Landen vergebens vor, ſein Garten⸗ enichtu land ruhen zu laſſen; denn dieſer wuͤrde mit ſei⸗ nen Arbeitern verhungern, wenn er ſich den drit⸗ ten Theil des Landes, und ſeinen Dienſtbothen der Mat den Verdienſt daraus entzoͤge. Mehr ſchickt in Vor⸗ ſi oͤlkert iſ E den* Chriſtian Reichard Land⸗ und Gartenſchatz 5. Theil. pag. Land 23. ſedd. — 304 Von den Vortheilen und der Anwendung ſich die Mecklenburgiſche Wirtbſchafts⸗Verfaſ⸗ ſung fuͤr ein kaumhin mittelmaͤßig bevoͤlkertes Land, das nicht bergigt iſt, das Quellen, Flluͤſſe und Gewaͤſſer genug hat, und entweder an Wie⸗ ſen, oder ſtat deren, an fruchtbaren Acker, kei⸗ nen Mangel leidet; Ebenwohl aber auch fuͤr Gegenden, welche erſt cultiviret werden ſollen; Wo der Stamm der Bewohner erſt gepflantzet wird“*; und wo der Wirth mit ſeinen Grund⸗ ſtuͤcken machen kan, was er will. §. 30. Die Hofnung, in der Landwirthſchaft allge⸗ meine groſſe Verbeſſerungen einzufuͤhren, iſt vergebens. Viele Wirthſchaftsarten ſind in ihrer Art vollkommen: Der Tadel trift ſie nur, weil man ſich einen neuen Betrieb des laͤndli⸗ chen Gewerbes nicht aufdringen laſſen will, welcher gar auf die Beſchaffenheit der kaͤnde⸗ reyen, auf die Lage des Landes, und deſſen in⸗ nere Einrichtung nicht paſſet. Doch bin ich er⸗ ſtaunet, als ich in einer Gegend, welche die gantze Welt fuͤr fruchtbar haͤlt, und wo die Landwirthe den Ruf geſchickter Leute vor ſich haben Wuͤſten antraf, da der Acker ohne alle eultur, noch die Geſtalt der Erde, nach der Suͤndfluth, hatte, und die beſten Gruͤnde, we⸗ gen des darin haͤngenden Waſſers unbrauchbar waren: Es erweckte bey mir Mitleiden, da ich anderswo den Landmann bey dem elendeſten Theile des Feldes mit dem Pfluge beſchaͤftiget, den beſten Boden aber, in vollen Kraͤften muͤſ⸗ ſig, und voller Zeichen eines Alters von etlichen Jahr⸗ * L. eſprit des Loix. Tom. III. Liv. XXIII. Chap. XIV. den ahrhund ülgte auf Hferde, u ſchon vor nagten an gen und Win derglei⸗ ſih? Wir ter und Ka wohnern ſe At Somd ſclechte At uaruckgeſez s Eint V 2 V 1 —— 2——— ———— endu b 7 der Mecklenburgiſchen Wirthſchaftsart. 305 Whaſts⸗Vaßf ig beriktn Jahrhunderten fand. Den Schaaf heerden kulen, z folgte auf der Weide Rindvieh, dem Rindvieh, uweder ach Pferde, und ſogar waren dieſen die Schweine aren Ac ſchon vorangegangen. Rindvieh und Pferde dber aut; nagten an Kraͤutern, die Schaafe voruͤbergin⸗ werden e gen und Schweine verſchonet hatten. Waͤre erſt gegitt in dergleichen Laͤndern die Viehzucht entbehr⸗ einen äu lich? Wuͤrden ſie nicht anders woher mit But— ter und Kaͤſe verſorget? Eckelte nicht den Ein— wohnern ſelbſt fuͤr einlaͤndiſche Waaren dieſer dthſchaſt Art? Somoͤchte man dieſes anſehen, als wenn der erzufühtn, ſchlechte Abſatz veranlaßte, daß die Viehzucht zarten ſi! zuruͤckgeſetzet werden muͤſte. Ich vermiſſe aber pt das Eintraͤglichere, ſtat der Viehzucht. 3 3 Der Ackerbau iſt es gewiß heit der la nicht. „ und deſenn Doch bin che a, welce , und wy Leute vaſſt cker ohnen de, nach! Hruͤnde, u unbraucht eiden, dait n elendeſie beſchaͤftie Kraͤften uſ von etlcht Juy a. X 2 Anmer⸗ 306 XSE)o(8 Anner eLOe OSe um Get Jahr, u Anmerckungen und Erlaͤute⸗ an mus, we rungen bey des Herrn Moͤllers uur h Ueberlegung in den Oeconomiſchen ſit R Samlungen 67 en Stuͤcks p. 430. ſeg. Kaihe, wegen Einfuͤhrung der Mecklen⸗ Giswuc burgiſchen Wirthſchaft. V biur 1. Penennun iſ der beſt ad pag. E⸗ komt bey Mehr⸗ oder Minderung der äͤgnucht. f Schlaͤge, neben der Achthabung auf die Guͤte 1 ſandi V 433. der-— Oeconom. des Bodens, mit daraufan, ob und was fuͤr Auſſen⸗ unr guttha Nachrich⸗ weide, i. e. Hoͤlzungen, Moͤhre, Bruͤche, wo i uidg ten. Es er⸗weder geackert noch gemaͤhet wird, bey dem Gu⸗ Um komt fodert die⸗the vorhanden ſind. Auch iſt es nicht nothwen⸗ i lten ſe Wirth⸗ dig, Milchvieh auf den Weideſchlaͤgen zu hal⸗ uiſt K ſchaft⸗⸗ ten; Sie koͤnnen auch zu Fett⸗Vieh gebraucht it ſch; nicht feh- werden. Iſt der Grund und Boden gar zu ſarrgutth vorlieb nehmen. Ich daͤchte, es ſey der hieſige der Einha Wirthſchaftsſatz was ſehr allgemeines, auf ho⸗ Frdensdar hen ungraͤſigen Feldern den Viehſtand vornem⸗ n, wem lich auf Schaafe zu richten. Fuͤrs Zugvieh wird Uint ine in ſolchen Faͤllen in beſondern Koppeln geſorget, ſiil, duch doch ſo, daß die Koppeln allemahl zwiefach ſind, der eine Halbſcheid zum Beweiden, der andere zum de Me n len. leicht und ſandig, ſo muͤſſen die Schaafe darauf V Ktaut von b V *Dieſer Aufſatz hat einen der erfahrenſten Mecklenburgi⸗ ſchen Wirthe zum Verfaſſer. Er iſt ſchon vor vielen heiter 70 i Jahren entworffen, aber aus der Urſache zuruͤckgehalten ſed Hügel b worden, weil die weitere Ausfuͤhrung einiger, hierin nur u Fß ja kurtz gefaßten Puncte, Zeit erforderten. Nachher hinder⸗ diiruna. ten den Verfaſſer die Unruhen in Mecklenburg, voͤllig Efin an der vorgehabten Ausarbeitung.— Anmerk. u. Erlaͤuterung. bey des Hr. Moͤllers ꝛc. 307 Da zum Getraide⸗Bau, womit alſo alle 3, 4, 5 Kuſs Jahr, nach Guͤte des Bodens, umgewechſelt Srlaut⸗ wird. Alles gehet aus der Regel: Die Weide Moll mus, wenn es Natur und andere Unſtaͤnde — len nicht hindern, nicht immer Weide ſeyn, und onomic dieſe Regel ſtuͤtzet ſich auf die Natur des Erd⸗ . 430, reichs hieſiger Gegenden, vermoͤge welcher alle Meck Weide durch das allzulange liegen den guten lckin Graswuchs verlieret, welcher ihr durch das Be⸗ ft. ackern wieder verſchaffet wird. Die Dreeſchen zu Milch⸗Vieh, oder nach hieſiger gewohnten Benennung, zur Hollaͤnderey, zu gebrauchen, iſt der beſte niedrige graͤſige Boden ſo nothwen⸗ indermng dig nicht. Beſſer iſt zwar beſſer, doch ein ziem⸗ gaufdice lich ſandiger trockener Boden, wenn er ſonſt asfuͤrhſn nur gutthaͤtig, und kein klarer Sand und Grand Brüch,n iſt, wird gar oft zu Hollaͤndereyen gebrauchet. bey den Man komt der Natur damit zu Huͤlfe, daß in icht nothma der letzten Saat, welche insgemein Haber iſt, ſaͤgenut weiſſer Kleeſaamen untermiſcht wird. Dieſer teh gebut erhaͤlt ſich 3 bis 4 Ruhe⸗Jahre hindurch. An⸗ oden„r derer gutthaͤtiger Boden bringet dieſes naͤhrende haafeinuf Kraut von ſelbſt zum Vorſchein. Nur muß ſich en derſit der Einhaber mislichen ins ſchlechte fallenden nes, ail Bodens daraufſchicken, daß er in trockenen Som⸗ and vonn mern, wenn die Sonne faſt alles Gras wegge⸗ ugriehw doͤrret, eine gute Buſchweide fuͤr die Kuͤhe vor⸗ ln geſorg behaͤlt, auch wol eine Wieſe zum beſten giebt. iefach ſin el„.. 2 der 1 Das Mecklenburgiſche Land iſt zwar von ho⸗ Pag. 435. ben Bergen befreyet. Die hoͤchſten, deren es 4 55 Wes Neckletin wenige giebt, moͤgen in ihrer perpendieular Hoͤ⸗ 9 orich n he uͤber 70 bis 80 Fus nicht ſeyn. Die meiſten Nau pruſhe b( u 0„ 8 ſ etli 3. wäückg ſind Huͤgel von 6. 8. 10. hoͤchſtens etliche und ſollen, die r, hie 20. Fus hoch, und haben durchher eine ſolche wir zꝛc⸗ chher hu⸗ Doßirun, daß ſie an den Seiten und auf den wenig oder burg, Gipfeln beackert werden können. Der groͤſſere ſchlechtes U 2 Theil 308 Anmerckungen und Erlaͤuterungen Gras zur Theil des Erdbodens iſt eben, doch abhaͤngig, ijlchte Vieh⸗ ſo, daß das Waſſer aus den Fluren durch Graͤ⸗ aſ Weide ge⸗ ben abgezogen werden kan. Sehr wenig Re⸗ 3 eren waͤhret. vieren haben eine entgegengeſetzte Beſchaffen⸗ nehi heit. Der Grund und Boden iſt uͤberaus man-: ſügon nigfaltig. Es gibt ſtarke, und unter ſelbigen e⸗ noch beſonders genaturte Lehm⸗Felder, die mei⸗ die ſo ſtentheils bald mit groſſen, bald mit kleinen Kie⸗ 30. 47, ſeln untermenget ſind; Wenige ſind ſo beſchaffen, wv och daß der Lehm ganz von Stein und Grand befreh⸗ zii 5 et, mithin zu Ziegel⸗ und Toͤpfer⸗Erde geſchickt hi 34 iſt. Von weiſſem Thon weis man gar nichts. 9 d d Andere Felder beſtehen in vermiſchtem Lehm und Sand, welche den Nahmen der Mittelfelder iun, und erhalten. Diejenigen welche eine graue, und glichen, faſt eine ſchwarze Farbe haben, jedoch nicht moh⸗ loc alem rigt ſondern lehmigt ausfallen, ſo daß die getrock⸗ neten Kloͤſſer eine mittelmaͤßige Haͤrte haben,“ woGe ſind die beſten. Noch andere von dieſen Benen⸗ unatke nungen fallen noch mehr ins ſandige, ſo, daß die ſ d Erde, wenn ſie trocken, nur ebenhin zuſammen auch b haͤlt. Der ſchlechteſte iſt entweder purer feiner lenu Sand, den der Wind angreift und fluͤchtig ma⸗ ic us b chen kan, dergleichen es nicht wenig giebt, oder hah„ auch nach hieſiger Benennung Graͤt⸗Sand, das 4 biſ iſt, ein mit Erbſen und Bohnen groſſen Kieſeln 1 lu vermiſchter Sand. Dieſe Arten ſind die unfrucht: un ſi barſten. Wenn dergleichen Acker lieget, bezie⸗ kefihe het er ſich nach wenig Jahren mit Heide. Die⸗ Uhfin ſes Kraut findet ſich auch auf immer liegenden Kand 1 Feldern mittler Claſſe, welches aber nicht hindert, aurr en ihn uhrbar und zu guter Hollaͤnderey geſchickt zu in nthe machen. Es iſt anzumerken, daß kein einiges ain, nc Feld durchgaͤngig von einerley Boden iſt. Alle lic dei Felder wechſeln mehr und weniger mit der Guͤte wllten R ab, ſo daß in manchen Feldern wol zehnerley un⸗ utden R terſchiedene, zuweilen unter den guten recht uſem, und ſchlechte ſmi,g den bbey des Herrn Moͤllers Ueberlegung.ꝛc. 309 habhinze ſchlechte Flecke,& vice verſà vorfallen. Wenn durchGi alſo von gutem, mittel, ſchlechtem Boden eines cr wenig. Feldes die Rede iſt, ſo verſtehet man allemahl den eBeſchſee mehreren Theil, wornach die Wirthſchaften an⸗ uͤberausn geleget werden. An Waſſteer fehlet es in den mei⸗ nter ſehhn ſten Gegenden nicht, doch giebt es auch welche, der, den die ſo hoch liegen, daß die Brunnen etliche 20. tkleimng 30. 40. und mehr Fuß gegraben werden muͤſſen, ſo beſchff, wo doch der Boden gar ergiebig iſt. Vieles koͤmt jrand beii auf die unter der Pflug⸗Erde beſindlichen Erd⸗ Erde geſct ſchichten an. Nachdem dieſe gut oder ſchlecht, aͤuſ⸗ gar nich ſert ſich die Ergiebigkeit der Oberflaͤche. Doch ten behnn dieſes muß keinem wackern Landwirth verborgen Mittelſeͤe ſeyn, und dieſe eſchreihuu mag genuͤgen, der⸗ graue, gleichen, ohne die Sinne ge rauchen zu koͤnnen, ch nichtut doch allemahl unvollkommen bleiben wird. f die gerit därre hin Wo Getraide waͤchſet, da waͤchſet auch Gras, pag. 434. ſeſen onn und umgekehret, wenn der Boden nich 19e 434 „ſo, a iſt gekel, wenn er Boden nicht zu nas Oer Ia afenm iſt. Das iſt die hieſige Bodens⸗Regel, und lei⸗ Grundſatz - fin det auch bey ganz ſchlechten Sandfeldern keine daß eine ugin Ausnahme. Mit dieſen ſiehet es zwar kuͤmmer⸗ ꝛc.⸗⸗mehr ſüchite lich aus, ehe die Cultur dazu komt. Duͤrre Vieh an⸗ giebt,— Heide heiſſet im beſten Verſtande kein Gras, we⸗ zuſchaffen. Sand, 3 nigſtens fuͤr Milch⸗ und Fett⸗Vieh nicht; Allein ſen hufh niemand ſaͤet auch ohne Miſt, und auf duͤrren teunftucht' Sandfeldern werden die ſo genanten mit Vieh⸗ get, beje Miſt geſchwaͤngerten Plaggen gebraucht, ehe ih⸗ de. Die nen Getraide anvertrauet wird. Wiewohl alte liegendn aufgebrochene Sand⸗Heiden wenn ſie ein paar it hinden Jahre vorher aufgebrochen und oͤfters gepfluͤget geſchicti werden, nachdem die Heide mit ihren Wurtzeln eein einigs ziemlich verfaulet, ohne Zuſatz anderen Miſtes, niſ. Ae ſehr guten Rocken geben. Kein tuͤchtiger Wirth it der Gün bauet den Miſt rein aus, das heiſt man hier aus⸗ bnerleyu⸗ pofern, und wenn es auf Hollaͤndereyen angeſe⸗ zuten rij hen iſt, geſchichts am wenigſten. Fuͤhlet alſo ſclace? u 3 der 210 Anmerckungen und Erlaͤuterungen der Acker den Miſt noch, wenn er ſein 3tes 4tes Korn abgetragen hat, ſo iſt am Gras⸗Wuchs, jedoch auf jedem Felde nach ſeiner Art, nicht zu zweifeln, und ſo machen unſere Wirthe allerdings Gras, wo ſonſten keines oder wenig ſeyn wuͤrde. Das iſt nun aber, nochmal geſagt, der Hand⸗ rif bey dieſer Wirthſchaft, auf dem ruhenden cker gute Weide zu machen, die, wenn alle Umſtaͤnde gleich ſind, voͤllig oder beynahe eben ſo viel einbringen, als das vorhin darauf geſtande⸗ ne Getraide abgeworfen, und dann hernachmals, wenn die Reihe zum Kornbau komt, durch die Ruhe alsdenn den halben Miſt(ſo redet man hier ſchon Sprichtwortsweiſe) zu gewinnen. Ich will dennoch nicht in Abrede ſeyn, daß nicht ſol⸗ che Felder ſeyn koͤnten, die wohl Getraide tragen, den Graswuchs aber dennoch verſagen. Die Natur wechſelt ſo wunderbar und unzaͤhlig man⸗ nigfaltig, daß, wie Herr Moͤller auch gar wol einſiehet, keine allgemeine Regeln feſtzuſtellen ſind. Hat man doch hier ſchon einige ſo ſtarke ehmfelder, die ſo wenig Gras geben, daß die Wirthe es lieber auf den Getraide⸗Bau in 4 o⸗ der 5 ſchlaͤgigen Acker, in welchen folglich nur eine Braache iſt, hauptſaͤchlich ankommen laſſen. Wiewohl die erfahrenſten davon nichts halten, weil man durch Klee auf ſtarken Feldern das beſte Gras machen kan ꝛc. Iſt jedoch eine Regel ziem⸗ lich allgemein, ſo iſt es dieſe, und lieſſe ich mich nicht abhalten, Verſuche zu machen. pag. 436. Es iſt die Willkuͤhr ſo gar nicht. Ein ergie⸗ Kiawede biger Boden iſt in kägr ein ſchlechter in weniger ſe(die Schlaͤge einzutheilen. Das kan nicht anders Schlaͤge) ſeyn. Ein guter Boden laͤſſet ſich 4 bis 5 Jahre nach Be⸗ nach einander die Saat anvertrauen, der ſchlech⸗ ſchaffen⸗ tere 2 bis 3, hoch 4. ohne daß damit der Miſ vdllig tällig au ſehn, ſon fndung dſo mit Ichw gen, um legen, un ſclechter Yocken, welchem d ſein meh feung kor ter erfod Das ſiehe Gegenden 4chläge zuuachſes ſfiet werd lung wird ung gegri Daeſe wud ozufom ts werde dünne und lter werd ganen Einf dchnet, von gen Acker n 14. T bon 9 d Il belcher fer an Jutr ſan geruhet zſhlagign, tnchs de eae Rechr 4 bey des Herrn Moͤllers Ueberlegungꝛc. 311 m na voͤllig ausgebauet wird, denn das muß nicht heit der Att nan, ſeyn, ſonſt litte die Weide. Die neueſte Er— Guͤte ein⸗ heal 4 findung von 11, 12 bis 14 Schlaͤgen bringt zutheilen healendus alſo mit ſich, daß der Miſt in die Mitte koͤmt. als belie⸗ ſeyn wine bet. t, der han⸗ em vin Ich will dem Herrn Verfaſſer der Ueberlegun⸗ pag. 436. e, wemn gen, um kurtz zu ſeyn, eine Gegenrechnung vor⸗ 437. ſeqd. nahe ä legen, und eine Anmerkung voranſchicken. Ein Ich will nuf geſiit ſchlechter Acker⸗Boden, der weiter nichts als deshalb ernachm Rocken, Haber und Buchweitzen traͤget, und auf bief Ein⸗ t, darhn welchem die Gerſte mislich iſt, wird durch die Ru⸗ wyrdennen detman ſit bhe in mehreren Schlaͤgen in keine ſolche Verbeſ⸗ ndſöda. nnen. Ih ſerung kommen, daß man darum die ſchweren A⸗ ter bis 3 aß nichtſ cker erfodernde Saaten darein bringen koͤnte; 442. aide tragen Das ſtehet feſt; Aber dieſes auch, daß in unſern gen. Di Gegenden diejenigen Saaten, welche ein in 3 a ähligmau 4 Schlaͤgen gebrachtes Land mit Hofnung eines i) gar wil Zuwachſes annimmt, beſſer gedeyen, und dicker feſtzuſtele geſaͤet werden koͤnnen. Dieſe allgemeine Anmer⸗ ge ſo ſint kung wird hinlaͤnglich ſeyn, folgende, auf Erfah⸗ en, daßtt rung gegruͤndete Gegen⸗Rechnung zu entwerfen. Bau in Dieſe wird um ſie leichter zu uͤberſehen, am beſten ſlglich m ſo zu formiren ſeyn, daß zuerſt angenommen wird, men laſt. es werde in beyderley Beſtellungs⸗Art gleich duͤnne und dicke geſaͤet. In einen 3 ſchlaͤgigen hts halten, 2 e 8 Nds befſt. Acker werden— geſäͤet, das ſind von 21. als den tegel ziem ganzen Einfall des Feldes, die Braache mitge⸗ 191 rechnet, von 2. Schlaͤgen 14. In einem 7ſchlaͤ⸗ Rihmi gigen Acker werden 3 geſaͤet, das bringt nur 9 von 14. Das 4te Korn Zuwachs gerechnet ſind 56 von 9 das öte ſind 45, alſo iſt der Unterſchied Ein ergi⸗ 11. welcher unter gedachter Vorausſetzung weni⸗ inwenigtt ger an Zutrag lieferte. Es ſoll aber in 7ſchlaͤgi⸗ ht andet gen geruheten Acker dicker geſaͤet werden als in 5 5 Jaht 3ſchlaͤgigen, und dennoch ein Korn mehr Zu⸗ der ſlete wachs bleiben, daraus erwaͤchſet nun ſo ddeide der M neue Rechnung. AWeni ich geruheten Acker zu 4 l völlg beſaͤen Anmerckungen und Erlaͤuterungen beſaͤen habe, ſo verhaͤlt ſich ſelbiger gegen die Saat auf friſchen oder ſolchen Acker, der alle Jahr ge⸗ braucht wird wie etwa 7 zu 6. folglich wenn ich in gewiſſe geruhete Schlaͤge 11. ſaͤe, ſo wuͤrden in eben die friſchen Schlaͤge geraume 9. kommen. Das ſind alſo gegen 2. Unterſcheid. Dieſe 2 zu der obigen 7ſchlaͤgigen Saat genommen, und wie daſelbſt das Fte Korn Zuwachs gerechnet, bringen 10 Scheffel, alſo beynahe das, was in Vergleich beyder Wirthſchafts⸗Arten bey der neuen fehlete. Man ſiehet leicht, daß, wenn mit 9, 11. und mehr Schlaͤgen eben der Vergleich angeſtel⸗ let wird, die hypotheſis: daß an dem Zuwachs nichts verlohren werde, wenn gleich nach der Meck⸗ lenburgiſchen Art weniger geſaͤet wird richtig ſey. Denn bey9 Schlaͤgen werden geſaͤet, zaber ſind mehr als 3. Gehet die Vergleichung auf 11. Schlaͤge, ſo werden da 5. auch wohl 6. beſaet. Wir wollen bey 5 bleiben ſr ſind abermal mehr als ½, und ſo in den uͤbrigen. Hier iſt alſo, meyne ich, deutlich gezeiget, wie es herauskomt, wenn be⸗ hauptet wird: Man verliere am Zuwachſe nichts, ſondern gewinne eher. Um dem unumſtoͤslichen Satz: daß die Abfaͤlle in der Natur gar zu gros ſind, und man ſich fuͤr der Allgemein⸗ heit zu huͤten, vielmehr ſeinen Leitfaden der Erfahrung ſters in Haͤnden behalten muͤſſe, keinen Abbruch zu thun, wiederhole noch⸗ mahlen, daß ich darum nicht behaupten will, es muͤſſe auf dem in dem Moͤllerſchen Problemate zum Grunde geſetzten hohen Lande, welches ich nicht kenne, auch ſo angehen. Das iſt mir aber unbe⸗ greiflich, wie eine ſo kleine Sommerſaat gegen eine weit groͤſſere Winterſaat geſetzet werden moͤgen, ſo fern ich es recht verſtanden, daß ein ganzer Schlag zu gndereine Schlaͤge drt zu ſa al der Es wuͤtd die Wim herauske 1 35 dt durch die Sach Kochmals en will I dick g gen, da ſaut 4. ge Vgllgen o diſer Bed ſt dr Ve fiichen A angewieſe ſ ſehr zu her in g liche Sie V malen d. Be di läung ber ) d hir, der le V iigen Duͤne dr Jeehzue 1 ſit nan hier JUhnaſcied egendieGi ale Jor K glch wenni e, ſo witdn ne9. komnn . Dieſe ommen, l hs geretn. das, a rten ba h mit 9, u eich angeſtt em Zuwags ich der Met richtig ſen „Faher ſin ng auf 1. beſdet, Wi mehr als; „meyneiic t, wenn be⸗ achſe nich, unſtoͤslichen tur garzu llgemein⸗ Leitfaden behalten erhole noch⸗ en will, oi lemate zun es ich nich aber unbe at gegeneie nmoͤgen, zer Si g ———-— bey des Herrn Moͤllers Ueberlegungꝛc. 313 zu der einen ſo, wie zu der andern, gerechnet, und die Schlaͤge gleich groß ſind? Nach hieſiger Art zu ſaͤen nimt die Gerſte weniger Platz ein, als der Rocken, und der Haber noch weniger; Es wuͤrde alſo nach ſolcher Proportion gegen die Winter⸗Saat eine ſtaͤrckere Sommer⸗Saat herauskommen muͤſſen. Ich daͤchte dieſe Zweiſel waͤren nunmeh⸗ pag. 438. ro durch obige Darlegung gehoben, und um und 439. die Sache noch klaͤrer zu machen, erinnere Aärinndet nochmals, daß wenn man ſich Hofnung ma— derze er. chen will, zum Exempel von einem Schef⸗ haͤltniß er⸗ fel dick geſaͤeten Rocken 5. wieder zu erlan⸗ halten ſol⸗ gen, da man vorher von duͤnne geſaͤeten te nur 4. gehabt, das Land die gehoͤrige Jahre gelegen oder geruhet haben muͤſſe. Unter dieſer Bedingung, und unter keiner andern, iſt der Vortheil verſprochen. Wer alſo ſeinen friſchen Acker dicker, als ſonſt die Erfahrung angewieſen, ſaͤen wolte, wuͤrde freylich eben ſo ſehr zu kurtz kommen, als derjenige, wel⸗ cher in gelegenem und geruhetem Acker das dicke Saͤen uͤbertreibet. Freylich kan man in allen Dingen zu viel thun. Bey dieſem§. werde nur ſoviel zur Auf⸗ Psg. 440. ir zuhri 2 Ich laſſe klaͤrung beyzubringen noͤtig haben: èder dirſes 1.) Daß dahin geſtellet bleibe, ob, wie doherern hier, der leichte Acker nach der Ruhe und gehoͤ⸗ſeqg. 9 rigen Duͤngung nicht dennoch zu Vermehrung der Viehzucht in den Dreeſchſchlaͤgen,(ſo heiſ⸗ ſet man hier die Ruhe⸗oder Weideſchlaͤge, zum Unterſchied der Praachſchlaͤge, welche dieſen U 5 Namen Anmerkungen und Erlaͤuterungen Nahmen nur das Jahr fuͤhren, da ſie wuͤrcklich gebraachet werden,) ſo viel Weide geben koͤn⸗ ne, als noͤtig iſt, um die Viehzucht zu vermeh⸗ ren, zumal wenn der weiſſe Kleeſaamen dazu koͤmt. 2.) Iſt ſchon oben geſaget, daß auf duͤrrem ſchlechten Boden an keine Hollaͤnderey zu den⸗ ken, dennoch aber die Dreeſche zu anderweiten Nutzen als fuͤr die Schaafe und das beſte fuͤrs Zugvieh zu brauchen ſey. 3.) Faͤllet mir unbegreiflich, wie ein Bo⸗ den der Gerſten traͤget, nicht auch gute Dreeſch oder Weide⸗Schlaͤge geben koͤnte! Unſern ſchlechteſten Korn-Laͤndereyen(man mercke: Hier iſt man gewohnet Korn und Getraide fuͤr Synonima und jenes mehr, als dieſes, zu gebrau⸗ chen,) die dem Rindvieh und Pferden, keine oder ſchlechte Weide geben, tragen nur Rocken, Buchweitzen und rauhen Haber; Sobald zu⸗ verlaͤßiger Gerſtenbau damit begonnen werden kan, hat es meines Bewuſts, allemal mit den guten zu Hollaͤndereyen geſchickten Weideſchlaͤgen ſeine Richtigkeit, und noch mehr, wenn der Boden auch Erbſen annimmt. Der Weitzen gibt die Beſtimmung des ſtaͤrckſten Bodens, und laͤßt am wenigſten Zweifel zu guten Wei⸗ deſchlaͤgen uͤbrig, obgleich, wenn der Weitzen⸗ Acker, zumal in ausnehmenden ſtrengen oder harten Lehm beſtehet, die Graͤſigkeit in duͤrren Zeiten ſehr abfallen kan. Doch hier thut die Kunſt durch den Klee das ihrige am erſten. Die Erfahrung hat auch vielfaͤltig gelehret, daß ſolche ſtrenge Felder vorzuͤglich nahrhafte oder be ar behͦ gät herve und elend Ftehl tung in! geſäbrli Mler ſich, oder Icker in7 irien Bre Niſtkomn dr am m Sommer, Dingunge uit eingem gen richt durchgehen had wit gmg u dagwiſchen erſt nach; in Schlig tnächet, u ſmalande ſicrebenn Pgnteſcho lſſe, und: ürlicher? pin Gen Ürtſchſt hen Annͤtig gen ſie vinte de geben i ht zu berme eſoanen un Fauf dünn derey zu e anderweitn s beſte in vie ein e dute Dreiſh 2! Unſern in mercke hetraide ſir zu gebrau⸗ nden, keine nur Rocken, Sobald zu⸗ nen wetden ral mit den ldeſchlaͤgen wenn der r Weiten Bodens, aten Wei⸗ Weien⸗ ngen oder in duͤrren e thut die am erſten. gelehrt nahrhait ddet m—————ÿÿ——— bey des Herrn Moͤllers Ueberlegung ꝛc. 315 oder behuͤlfliche, obgleich im Fruͤhjahr etwas ſpaͤt hervorkommende Weide gewaͤhret, ſo kurz und elend auch die Graͤſung ausſiehet. Freylich buͤſſet man bey der erſten Einrich⸗ adpag. tung in unſern Schlaͤgen etwas ein; Allein ſo 442. Hie⸗ gefaͤbrlich iſt es damit nicht bewandt, als Herr zunme Moͤller ſichs vorſtellet. Wer einen unordent⸗eine ſolche lich, oder nur in 3. a. 4. Schlaͤgen gebrauchten Verbeſſe⸗ Acker in 7. 8. 9. Schlaͤgen leget, ſuchet ſich den rung ꝛc. erſten Braachſchlag, in welchen folglich der Miſt kommt, an dem Orte des Feldes aus, wo er am meiſten abgetragen hat, und zu dem Sommer⸗Korn und Stoppel⸗Rocken, wo die Duͤngung am wenigſten ausgebrauchet iſt. Die mit eingemengten dem Winter⸗und Sommer⸗ Korn nicht paſſende Acker⸗Stuͤcke muͤſſen mit durchgehen, und ein vernuͤnftiger Wirth muß bald mit wenigerer, bald mit mehrerer Duͤn⸗ gung zu Huͤlfe kommen, auch wol etwas gar dazwiſchen liegen laſſen, wogegen er in den, erſt nach 3. 4. 5. Jahren an die Reihe kommen⸗ den Schlaͤgen, den darinn ſteckenden Miſt aus⸗ brauchet, und alles ſo kartet, daß er zum er⸗ ſtenmal an der Ausſaat ſo wenig, als am Zuwachs ſo ſehr eben nichtzu kurtz kommt. Im andern Jah⸗ re hat er ſchon einen ein Jahr geruheten Schlag beſſer, und dieſe Verbeſſerung vermehret ſich natuͤrlicher Weiſe im 3ten 4ten Jahre. Der groͤßte Gewinn kommt, wenn der Umgang oder die Roulirung von vorne wieder anfaͤnget. Ich wuͤnſche, daß diejenigen, welche dieſe Wirthſchaft nicht kennen, und daher ſich man⸗ chen unnoͤtigen Zweifel machen, eines und das andere, — — —————— 316 Anmerkungen und Erlaͤuterungen andere unſerer genauen Beobachter der Erfol⸗ ge, Wirthſchafts⸗Regiſter einſehen, und ſich daraus uͤberfuͤhren koͤnten, daß es damit keine zweifelhafte doppelpfluͤgige hundert fruchtige und ſonſt heraus ſpeculirte aber nicht genug verſuch⸗ te Sache ſey. ad pag. Wol dem, der eine ſolche beſtaͤndige gut⸗ 443. Wie artige Weide gehabt hat, die er bey der neuen wohman Einrichtung in viele Schlaͤge, mit ins Korn⸗ nenuſe⸗ feld ziehen, und damit machen kan, daß er eben het, waün ſoviel, ja wol mehr zu beackern behaͤlt, als bey dem Zug⸗ der vorigen 3. a. 4. ſchlaͤgigen Einrichtung. vieheine Wie weit austraͤglicher iſt ſich dagegen nicht Erleichte- auch der Abnutz vom Korn und Vieh zu verſpre⸗ rung der chen? Das wuͤrde ein Guth werden, das wol vrecfe noch einmal ſoviel als vorhin eintruͤge. Wenn wirdꝛc. von Erleichterung der Acker⸗Arbeit die Rede iſt, verſtehet es ſich von dem Fall, da das Kornfeld nicht erweitert werden kan, und die Weide etwa ſo beſchaffen iſt, wie ſie Herr Moͤller auf dem Hochlande in den folgenden Zeilen beſchreibet. Wenn die Beſchreibung der Mecklenburgiſchen Wirthſchaft ſo gerathen iſt, daß ſie anders verſtanden werden koͤnte, ſo waͤre es ein Fehler, der einem Landwirthe, der kein Federfechter von Profeßion iſt, leicht ver⸗ ziehen werden mag. Unter der nochmaligen Bedingung mit all⸗ ad pag. gemeinen Regeln nicht zu handeln, iſt man hier 443. Viel⸗ zu Lande nunmehr gar zu ſehr uͤberfuͤhret, daß leicht läßt die Ruhe des Ackers ein nothwendiges Stuͤck üch das der guten Wirthſchaft iſt. Es iſt ſchon ſo was bekand⸗ ber / feandtes, urm und fkäͤgen un dundwieth duf dem lonutz v Duͤngun J genannten ſin land, Bezeichnu etden. daß des he Aerig Gra de drzu vo nal da er ltten ged Nladings ſcheige An Abondehu ögettagen hndes im imehr K pmn überal dGrma rrchäfüch iſtr aus, Heecke mit ſtſch das V hinn Kl debescher ir ſchon ei Wſnme V b V ngen e d di eben, undſ es dawit fen ttfruchumn genug waich eſtaͤndigt a bey der nen nit ins Kan daß er t haͤlt, alst Einrichtn, dagegen nih ieh zu berſpn den, das u ruͤge. Vem beit die Aa Fall, dades kan, und ͤe wie ſie hert den folgenden Beſchreibun ſo gerathen en koͤnte, ſo wirthe, det „leicht ver ung mitale iſt man hiet ffuͤhret, duß diges Stich ſchon ſo was. dekand bey des Herrn Moͤllers Ueberlegungꝛc. 317 bekandtes, daß man denjenigen einen Acker⸗ Land zum wurm und Viehquaͤler heiſſet, der nicht genug Gigien pfluͤgen und ſaͤen kan. Es werden damit ſolche Pucha deſe Landwirthe bezeichnet, die nicht achtſam genug 5 etliche auf dem Erfolg des Auspoferns, und was der Jahe hin⸗ Abnutz vom Vieh dabey leidet, auch wie der ter einan⸗ Duͤngung geſchadet wird. ꝛc. ſind. der Ruhe gung geſch ſ genieſſetec. Ich verſtehe die Scheidelinge von den hier ad pag. eo- genannten Wildfahren, oder ſchmalen Streif⸗ dem in fi fen Land, welche zwiſchen den Ackerſtuͤcken zu ne; Wir ſe⸗ Bezeichnung der Grentzen zuweilen gelaſſen hen es ja werden. Wenn dieſes iſt, ſo wollte ich wetten, Scherbi⸗ daß des Herrn Moͤllers hohes Land, dem er ſo ingen c. wenig Graswuchs fuͤr eine Hollaͤnderey zutrau⸗ et, dazu vollkommen geſchickt ſeyn muͤſſe, zu⸗ mal da er weiter unten pag. 463. ſogar der Erbſen gedencket, die in ſeinem Lande wachſen. Allerdings geben ſolche graͤſige Streiffen eine richtige Anzeige der Graͤſigkeit. Man kan es hier zu Lande hundertfaͤltig und alle Tage ſehen. Der abgetragene Dreeſch weiſet nach Unterſchied des Landes im erſten Jabre wenig Queeck⸗Gras, und mehr Kraut und Blumen auf, wozwiſchen man uͤberall das bloſſe Erdreich ſehen kan. Dieſe Gewaͤchſe ſind dennoch meiſtens dem Vieh gar behuͤflich. Im andern Jahre ſiehet es ſchon beſſer aus, und im dritten verlieret ſich die Queecke mit dem meiſten Kraͤutig. Hingegen hat ſich das Gras mit ſeinem geſaͤeten oder na⸗ tuͤrlichen Klee allerliebſt zuſammen gezogen. Daß des Herrn Moͤllers Land Gerſte traͤget, hat mir ſchon eine vortheilhafte Vermuthung fuͤr den ſo armſeelig beſchriebenen Boden gemacht, und —,————— 318 Anmerkungen und Erlaͤuterungen und ich mercke je laͤnger, ie mehr, was fuͤr ein Auspofern oder Ausmergeln in der Mode ſeyn muͤſſe. Wuͤrde hier zu Lande ſo gewirthſchaf⸗ tet, und einer klagte dann uͤber den ſchlechten Zuwachs, und wolte den mangelnden Gras⸗ wuchs in der Stoppel(denn liegen laͤſſet man ja nichts) nicht ſeiner Wirthſchaft zuſchreiben, wuͤrde er ſich gewiß zum Gelaͤchter machen. ad pag. Das wird hoffentlich nicht, und am wenig⸗ 445.Aber ſten an der Winterung erfolgen. Die obige der Ab⸗ entgegengeſetzte Rechnung wird ſich durch die gang von Erfahrung rechtfertigen. Eben ſo wenig wird Ir. Wiſ⸗ das Geſtroͤde ſich verringern. Die Verbeſſe— velander rung durch die Ruhe und mehrern Miſt wird rung wird laͤngere und ſtaͤrckere, dichter wachſende Hal⸗ dennoch men geben, und die Scheunfaͤcher mehr fuͤllen, bleiben ꝛc. als daß ſie lediger bleiben ſolten. Nur eines muß ich nachgeben. Das Stroh wird reiner und unvermengter von allerhand Unkraut und Gras. So ſchieres Stroh will dem Vieh ſo gut nicht zu Maule, als wenn es mit Gras und gutem Kraͤutig vermenget iſt; Allein unſere Wirthe wiſſen dazu auch Rath, und wie denn? Die gantze Aufloͤſung des Raͤthſels iſt: ſie laſ⸗ ſen das Stroh haͤufig zu Heckerling ſchneiden. Bey allem Stroh, ſonderlich von Sommer⸗ korn, iſt dieſe neue Muͤhe, wozu ſonſt noch nach Groͤſſe der Wirthſchaft noch wol ein be⸗ ſonderer Heckerlingſchneider, und alſo eine neue wichtige Ausgabe entſtuͤnde, nicht noͤtig, mit⸗ bin geht es ſo mit durch. ad pag. Ja wol kan keine klaͤglichere Wirtbſchaft genant bel zmnt we uct beyL rat: man fn bewaͤhr mwachtgeb b daß ihr pol genug rlieret ſe Ku⸗ kan ſ in. Der in und Pf dutern im ſh, nach in Miſt bss für N rrzuſtrenen Stren verie ur er bleit ſand Die Size durch aäßtaugenſh dete ſeinen nnd worinn hne Fehler Nit Furg ſe g, dc fäüſe, ggen i ſch alee vedden Rehn Ern palen wit bhr 4 t dialen ub ina, der wäner ſ aglichen zu in Entg: en „was ſi din er Miͤſan gewittzſtiſ den ſchan elnden Graz laſſetnan zuſchrid, machen. d am wen Die oh ich durch dwenig wih die Vanbiſ en Miſtu cſende hi⸗ mehr fille Nur eine Hwird reine Unkraut und dem Vuh ſ nit Gras und kllein unſen dwie denn! iſt: ſie laß ſchneiden. Sommer⸗ ſonſt noh wol ein be lſo eine nel ndtig, mie Wirthüct and bey des Herrn Moͤllers Ueberlegungꝛc. 319 genant werden, als eine ſolche, da das Vieh 446. nicht bey Leibe erhalten wird. Unſer Sprich⸗ Man muß wort: man muͤſſe die Kuͤhe durchs Maul mel⸗ eine Witth⸗ ken, bewaͤhret ſich durch tauſend Exempel. Vorſich⸗ ſchaft, die tige achtgebende Wirthe ſorgen fuͤr nichts ſo ſehr, auf die als daß ihr Vieh, beſonders das Rindvieh, ſos richtigſten wol genugſame Weide, als Futter habe. Man Prnclkla verlieret ſonſt an allen Ecken. Eine elende““ Kuh kan ſehr wenig Milch und nicht lange ge— ben. Der hungrige Ochſe thut vor den Haa⸗ ken und Pflug faule Dienſte. Wenn es ans Futtern im Stalle gehet, und das Vieh frißt ſich, nach unſerer Redensart, fuͤr Hunger den Miſt unter den Fuͤſſen weg, was kan das fuͤr Miſt geben? was iſt denn groß un⸗ terzuſtrenen? Miſt ohne viel und tuͤchtiger Streu verlieret ſich gewaltig. Man weiß nicht wo er bleibet, wenn es obenhin betrachtet wird. Die Goͤttliche Schickung hat dieſe Saͤtze durch das Viehſterben dieſer Orten recht augenſcheinlich bewaͤhret. Mancher Wirth hatte ſeinen Viehſtand uͤbertrieben. Denn wo und worinnen gehet es unter den Menſchen ohne Fehlern? Das Rindvieh ſiel meiſtens um. Mit Furcht und Zittern ſchafte er etwas wie⸗ der an, doch nicht einmal, oder etwa an die Haͤlfte, gegen ſonſt. Die, bey dem Viehſter⸗ ben ſich allermeiſt gemachte Sorge und Sage: Wo werden wir Miſt derkriegen? Was vor ſchlechte Erndten werden wir haben? Was wollen wir mit dem bischen Milch ma— chen? ꝛc. verlohr ſich dergeſtalt, daß wegen des vielen uͤbrigen Geſtroͤhdes der Miſt gar keinen, oder geringen Abgang hatte. Kon⸗ te einer ſich Schlamm, Gaſſen⸗Koth und dergleichen zuſammenſchaffen, und das uͤ⸗ brige Stroh darinnen, mit zur Faͤulung brin⸗ gen, 8; 1 6, 5 320 Anmerkung und Erlaͤuterungen gen, ſo hatte er gar Ueberſchuß an der Duͤn⸗ gung. Die wenigen Kuͤhe gaben in der uͤber⸗ lußigen Graͤſung, noch einmal ſo viel Milch als vor dem Viehſterben. Das haben ſich fleißige Beobachter zu Abſtellung jenen Fehlers auf ihr Lebtage hinters Ohr ge⸗ ſchrieben. Um dem Herrn Verfaſſer nicht Schritt Von pag. vor Schritt mit mehr Weitlaͤuftigkeit folgen 448. und zu duͤrfen, wil ich einen veraͤnderten eigentlich weiter wo nach der Mecklenburgiſchen Wirthſchaft einge⸗ der Herr richteten Plan entgegen ſtellen, und einige Moͤlle ſei⸗ Anmerckungen voranſchicken. Es iſt hier zu nen Plan Lande keine ſo ausgemachte Sache mit der vorleget, Folge der Saat, wie ſie Herr Moͤller gefaſſet wie in dem hat. Iſt der Acker ſehr leicht, und gar nicht Hochlan⸗ oder kaum zur Hollaͤnderey geſchickt, ſo ſaͤet bedeenſ man wol 2. mal hintereinander Rocken, nem⸗ Wirth⸗ lich ein Jahr Braach⸗ und das andere Stop⸗ ſchaft in pel⸗Rocken, das 3te und letzte mal Haber. Iſt etwas der Acker ergiebiger, und kan ohne Auspoferung nachzuah⸗ 4. Saaten vertragen, ſo ſaͤet man wolzum erſten men ſey. Rocken, zum andern Gerſten, zum 3ten wieder Rocken, zum 4ten Haber, auch wolan den beſten Stellen Erbſen. Noch beſſerer Acker muß zuerſt Rocken oder Weitzen oder beides durcheinander, nachdem es die Abwandelung der Guͤte des Ackers zulaͤſſet, hernach Gerſten, denn Erbſen, wel⸗ che den Acker muͤrbe und rein machen, fol⸗ gends wieder Rocken, und endlich zum 5ten und letztenmal Haber tragen. Das ſind dreyerley Schlag⸗Arten, der erſte zu 7. der 2te zu 8, der dritte zu 9. Schlaͤgen. Man variiret hierin ziem⸗ lich, jedoch iſt dieſes durch die Erfahrung be— ſtimmt genug geworden, daß in die Braach kein Sommer⸗Korn komme; daß die Erbſen nach dem be in Gerſ eſäet wer d aus d bandelung u weitli untzes T t des dieſelbe in icht zure Kornbau, ſer, brau am Grast da vertilger dn beſſer; faden, zu aegen ſolche Wnrerung nicts, derg enunehmen. Thel darum m gih hin, d be Ge Ündiſchen ſlucken 4 nehmen, lſenden P 1 8 d b thg ſchon 1 lüh hht i ſeiner gen bey des Herrn Moͤllers Ueberlegung. ꝛc. 321 nin dadi den Gerſten und der Haber auf die letzte d ve geſaͤet werden muͤſſe. Dieſes hat ſeine Gruͤn⸗ 65 Ach de aus der Erfahrung. Bey andern Ab⸗ 3 hade ſ wandelungen aber ſind ſie zweifelhaft. Es iſt ſellng m zu weitlaͤuftig ſie hier vorzulegen, ohne ein nets Dh gantzes Buch zu ſchreiben. Von der Feuch— te des Bodens iſt zu erinnern, daß wenn dieſelbe im Winter von Ueberſchwemmungen nicht Ein nicht zu retten waͤre, man ihn gar nicht zum Aſ tigkeit in Kornbau, es waͤre denn einſtweilen zum Ha⸗ 55 eigat ber, brauchet, um ihm eine friſche Narbe bſchaft a zum Grastragen zu geben, und den Moos „und zu vertilgen. Man nuͤtzet dergleichen Bo⸗ 8 iſ 5 den beſſer zu Wieſen, auch wol, nach Be⸗ aache mi finden, zu Fetten⸗oder Milchvieh. Wo hin⸗ löller aii gegen ſolcher Boden iſt, der in der Braach ecätr g Winterung vertragen kan, da hindert auch un ga nichts, dergleichen mit einem Stoppelſchlage Natt, ſo ſ vorzunehmen. Es geſchicht auch, und das zum Theil darum mit, um die Arbeit im Herbſt andere e und Fruͤhjahr beſſer zu vertheilen. Aber wie Haber geſaget, die Meinungen ſind hierin nicht Auspoſin debech. Gantz wol werden indeſſen die Hoch⸗ volſum c ländiſchen Hauswirthe thun, zu dem Braach⸗ n3tenum Rocken auch einen Stoppel⸗Rocken Schlag an den din zu nehmen, wie denn Herr Moͤller in dem ermußiun folgenden Plan gar 3. Rocken⸗Schlaͤge an⸗ icheinande neht. Eine ausnehmende Anmerckung, die edes Acka vorher ſchon einmal vorgekommen, verdienet tbſen, wei die Gleichheit der Schlaͤge. Herr Moͤller achen, ſol leget in ſeiner Carte einen ſolchen Plan vor, m zten un die den Schein einer groſſen Ungleichheit hat. d deehelg Hier wuͤrde man es fuͤr einen groſſen Fehler ezu 8, N achten, wenn nicht alle Schlaͤge gleich groß hierinſut waͤren, und wie koͤnnte es anders ſeyn? Wer fabrungt wolte verlangen, einmal viel, das andere Braachi mal wenig zu ſaͤen und zu erndten, ein⸗ Erbſen ih mal viel Winterung und weniger Soͤmmerung un X und Rocken, in Anmerkungen und Erlaͤuterungen und ſo umgekehrt zu haben? einmal das Vieh in den Weideſchlaͤgen mit mehr, ein ander mal mit weniger Maulwerck zu verſehen? das folget aber natuͤrlich aus der Unordnung ungleicher Schlaͤge. Ein anderes iſt es, wenn in einem und dem anderen Schlage viele mercklich ſchlechte Stellen mitgenommen werden muͤſſen. In ſol⸗ chem Fall kan man gar wol eine, jedoch nicht ſo⸗ viel bedeutende veraͤnderliche Einrichtung machen. Waͤre aber des ſchlechten Ackers in der Fluhr ſehr viel, ſo iſt gerathener, Auſſenſchlaͤge davon zu machen, und dieſe beſonders nach ihrer Art zu tractiren, und rouliren zu laſſen. Zweyerley muß ich noch beyfuͤgen: In unſerer Einrichtung der Schlaͤge nehmen wir zum beſonderen Augen⸗ merck, daß, wenn die Natur und die Lage des Guths nicht im Wegeiſ, die Schlaͤge nach al⸗ ler Moͤglichkeit ſich beym Hofe oder Dorſe anfan⸗ gen muͤſſen. Ich weiß nicht was Herr Moͤllers Urſachen zu dem Wiederſpiel geweſen ſeyn moͤgen. Ich will aber die Thulichkeit vorausſetzen, und noch kuͤrtzlich bemercken, daß unſere Einrichtung ihren wichtigen Grund in der nahen Viehtrift, alljaͤhrlichen gleichnahen Miſtfuhren, und anderen Feldarbeiten habe. Das andere iſt, daß man die Schlaͤge ſo bey einander ordinire, daß, wenn ſie ruhen, einer an den andern ſtoͤſſet, denn ſie werden zu gleicher Zeit beweidet. Was waͤre es, wenn man das Vieh aus einem in den andern und wol gar durchs Korn treiben muͤſte? In der Moͤllerſchen Anordnung ſehe ich nicht, wie ſi die Ruhe⸗Schlaͤge an einander ſetzen lieſſen. IJ wende mich zu dem neuen Plan, und nehme des Herrn Moͤllers Carte, wie ſie hiebey verzeichnet zum Grunde.(vid. Tab. III. P.) Unter obange⸗ fuͤhrten Vorausſetzungen, und da das, was jetzo Holtz und Buſch iſt, nicht zu Acker genaturet luc üil der hen, die voder feen, al Weitzen doppelte richt wa ſeyn muͤ ders gut aten aber in d Weide, u n alten nu ſehr er die doppe weil der Näller ſeß hyt der Ac rs faͤng nn en di bolle ce 3. Sa ſad, ſo m benden erf teränderte —ſ%† gen bey des Herrn Moͤllers Ueberlegung. ꝛc. 323 an udi ſoll der ſchon urbare Acker in 8. Schlaͤgen beſte⸗ Dn⸗ venni ben, die man hier zu Lande ohnedem an Orten, ng 9 lus wo der Acker nicht der beſte iſt, und zuverlaͤßig Ger⸗ venn dheh ſten, aber keine Erbſen, und noch weniger rcli 8 Weitzen traͤget, oͤfters eingefuͤhret hat. Eine rüich ſſta doppelte Braache, folglich mehr Schlaͤge habe 7, 8 7. 2 8 49 I nicht waͤhlen wollen. Es haͤtten wenigſtens 11. 4 dun ſeyn muͤſſen. Denn iſt der Boden nicht beſon⸗ hrungmä ders gutartig, ſo verſaget er den Zuwachs in der der Fluh alten Braache ohne Miſt, dieſen bringt man äge davaz aber in die friſche Braach, damit er von der ihrer A, Weide, wo er auch noch Dienſte bis zur kuͤnfti⸗ Zwent gen alten Braach thun ſoll, der Zeit nach, nicht er Einrichtn zu ſehr entfernet ſey. In weniger Schlaͤgen iſt deren Aunr die doppelte Braach darum nicht anzurathen, die laxi weil der Weide⸗Schlaͤge zu wenig werden. Herr hlage nah’ Moͤller ſetzt nur 2. Allein nach zwey Jahren Dorſemmn hat der Acker nur noch wenig geruhet, und das derr Mil Gras faͤngt alsdenn eben erſt an ſich recht zuſam⸗ nſeyn moy men zu ziehen. Im 3ten Jahre pfleget man erſt zsſetzen, die volle Graͤſung zu gewinnen, und wenn ſol— Einrichtn che 3. Schlaͤge, wie hier ſeyn ſollen, zuſammen en Vieht, ſind, ſo machet der 3te voͤllig gut, was an den undandn beyden erſten fehlet. Solchermaaſſen komt der ſt, daun veraͤnderte Plan ſo zu ſtehen: daß, wen 1 ſet, dennf 1.) geduͤngte Braache, Was waͤn 2.) Rocken. den anden 3.) Gerſten. ſte? In de 4.) Stoppel⸗Rocken. ht, wieſch 5.) Haber. ieſſen. Ih 6.) Weide. ad nehme di 7.) Weide. y verzeichnt 8.) Weide. inter obange 1. Die Carte Tab. III. P. weiſet das mehre⸗ as, wasſth ar 2.1 3 re aus. Sind die in vorangefuͤhrten An⸗ ttil jenatür 1 X 2 merkun⸗ Anmerkung und Erlaͤuterungen merckungen befindliche data richtig, und wer⸗ den die practiſchen Regeln wol wahrgenommen, ſo muß der Hochlaͤnder bey dieſer Einrichtung nach obiger Ausrechnung, weder in der Scheuer noch im Scheffel verlieren, ſondern noch wol ge⸗ winnen, ſo bald die erſten Jahre und noch mehr, wenn die erſte Roulirung uͤberſtanden ſind. Ich habe, weil ich aus Unkuͤndigkeit des Herrn Moͤllers Gemaͤſſe nicht folgen koͤnnen, das Feld zu 100000. hieſige Quadratruthen, deren eine 16. Luͤbeckſche oder Mecklenburgiſche Fuß haͤlt, angenommen. Zu einem hieſigen Scheffel Rocken Einfall nehme ich 70. Quadrat⸗Ruthen. Soviel ſehe ich aus Herr Moͤllers Plan, daß es nur ein kleines Guth ſeyn muͤſſe. Ich habe da⸗ her auch nur ein ſolches angenommen. Denn ein groſſes Guth hieſiger Art von 8. Schlaͤgen muß in jeden 22 bis 3. Laſt a 100. Scheffel kleine Maaſſe, davon der Scheffel Rocken an 60. Pfund wieget, halten. Ehe ich ſchlieſſe, muß ich noch mehrere Er⸗ laͤuterungen zu Hebung allerley Zweifel beifuͤgen. Ich werde ſie doch nicht alle treffen, bin aber be⸗ reit, ſo viel meine geringe Faͤhigkeit zulaͤſſet, ſie einandersmal zu geben, ſo bald ſie in den Sam— lungen gefodert werden. Mir gereichet es zum wahren Vergnuͤgen unter der groſſen Menge ei⸗ gennuͤtziger Menſchen ſolche mit anzutreffen, und Gemeinſchaft mit ihnen zu machen, die nach ewig wahren Vernunft und Schriftmaͤßigen Saͤt⸗ zen, ihre Gedenckungs⸗Art eingerichtet haben, die nach der treuen Menſchenliebe eine Nei⸗ gung hegen, Die uns lehrt: an aller Wohlfahrt bauen, an Vieſenn 3 zur Winl WAͤlich der t. Esi s Holh angedeute Spuren, dHerter ſin dn könner in Wegei ſn, um m ſe ſehr w ite nicht endigen Es waͤre Verkauf! als mit de ſind aber, iintreten, ie Wieſen ailzan au dan müſen, erderben, V bauete Korr gäben. Re bey des Herrn Moͤllers Ueberlegungen. ꝛc. 325 unne Nicht bloß auf unſere Zeit und auf uns ſel⸗ Eintichun ber ſchauen, der Schenr Mit eigenem Verluſt der Nachwelt Gluͤck noch wale erwerben. dnochmt. Hagedorn. kanden ſi it des hemn In Herr Moͤllers Carte iſt nur ſehr wenig inen, do Wieſenwachs angedeutet. Der waͤre gewiß then, den zur Winterfutterung ſehr unhinlaͤnglich, wenn rgiſche zi gleich der Wuchs noch ſo gut darinnen ausfie⸗ en Schift le. Es iſt aber bald die Haͤlfte des gantzen Fel⸗ rat⸗Ruthen des Holtz und darunter ein guter Theil Geſtraͤuch lan, daße angedeutet. In der Beſchreibung finden ſich ſch habede Spuren, daß darunter ſumpſichte waͤſſerichte en. Dem Oerter ſind, die durch Abgraben getrocknet wer⸗ Splaͤgen den koͤnnen. Dieſe wuͤrden, wenn ſonſt nichts hefelkleine im Wege iſt, vom Holtze befreyet werden muͤſ⸗ bo. Pfund ſen, um mehr Wieſen zu baben. Hier hat man die ſehr wohlgegruͤndete Regel, bey einem Gu⸗ the nicht mehr Holtz zu laſſen, als was zur noth⸗ wendigen Feuerung und zum Bau noͤtig iſt. Es waͤre denn, daß mit dem Holtze durch den mehrered Verkauf mehr Nutzen geſchaffet werden koͤnte, el beifiln als mit dem Boden, darauf es waͤchſet. Das iin aber e ſind aber hier ſeltene Faͤlle, und wenn ſie auch lliſſet, ſi eintreten, jedoch dem verhandenen Ackerfelde den Sam⸗ die Wieſen fehleten, ſo wuͤrde doch die uͤberleye et es zum Hoͤltzung auf zu Wieſen geſchickten Boden, dar⸗ Menge ei⸗ an muͤſſen, um nicht die gantze Wirthſchaft zu fffen, und verderben, und dem Zugvieh im Winter das ge⸗ die nach bauete Korn meiſtentheils wieder zu verzehren zu zigen Sit⸗ geben. Nein, wir halten viel zuviel auf einen let haben, Abnutz, der ſich von ſich ſelbſt ohne Muͤhe, auſ⸗ eine Ri⸗ ſer beym Werben ergiebet, und der in die Duͤn⸗ gung, Viehzucht und Kornbau ſo groſſen Ein⸗ fluß hat, als daß wir ihn einem andern, waͤre er Wohlfaht auch eben ſo groß, nachſetzen ſolten. X 3 Frey⸗ 326 Annmerkungen und Erlaͤuterungen ad pag. Freylich, doch wenn veraͤnderliche Stellen 452. Ich darin ſind, wird die Duͤngung vermehret, ver⸗ Pin der mindert, auch wol veraͤndert e. g. mit dem Huͤr⸗ 3 wemnaui⸗ den⸗Schlag. Da auch in den Saatſchlaͤgen den ganzen nichts liegen bleiben muß(denn ſolche Flecke thaͤ⸗ Schlag ten ſonſt keine Dienſte, auſſer in der Weide, die durchduͤn⸗ nur ſchlecht waͤren) wenn gleich ſchlechte jedoch gen muͤſſe. noch ſaatbare Stellen darin vorkommen, ſo iſt gerathen, in der 2ten oder Zten Saat ſolche Stellen duͤnne nachzuduͤngen. ad pag. Herr Moͤller hat es hier ſehr wol getroffen, 454. Ich und was etwa weiter wegen der untermengten ſehe hier ſandigen Flecke moͤchte eingewendet werden, dem Ein⸗ deme iſt in nechſt voriger Anmerckung ſchon be⸗ wurf ent⸗ gegnet, welchem noch beyzufuͤgen iſt, daß in dem Der man Gerſtenſchlage, wenn dieſer auf den ſandigen Steellen nicht ſicher waͤre, nur Haber genommen werden duͤrfe. ad pag. Es wiederſpricht unſerer Erfahrung gaͤntz⸗ 456. und lich, daß ein Land, indem es ruhet, durch den ſcheinet Graswuchs ausgehungert werden ſolte. Nein, nicht ſchon es wachſe auf Argeden Acker, was da wolle, iſt vorher es nur ſonſt tragbarer Acker, ſo thut ihm die Ru⸗ duch den he gut. Selbſt die elendeſten in Weheſand be⸗ wuche ſtehenden Felder laͤſſet man ruhen, und die Noth ſelbſt aus⸗ hat es ihren Inhabern ſelber ſchon zu der Zeit ge⸗ gehungert lehret, als man hier von noch keinen vervielfaͤl⸗ zu ſeyn ꝛc. kigen Schlaͤgen wuſte. Man trachtet aber bey conker hieſiger Einrichtung billig darnach, daß es die auch pag. Ruhe nicht allein ſey⸗ ſondern auch noch einige 45 8. daß Kraͤfte von der vorhergehenden Duͤngung im Aec⸗ ein Land ker bleibe, wenn er von neuem aufgebrochen ꝛc. wird. Doch Herr Moͤller hat dieſes ‚ſchon gu⸗ tentheils eingeſehen, und urtheilet gar recht, daß noch niemand wiederſprochen habe. Das wird ſich be hbey in ſahrung, nand einfe buͤrde der fläger, d ſezet werde dan; ji eine hei rige, denn (Alhren⸗ uagern d mochte i von wir ver ſdee b. ſchor pvelche auch lbdie2, ſch Man w. ſechen, er ſt, am beſt n ſchlechte Eintheilune verſtehet. rich och, Noth des 3 ahoben, noo eng damit nede nur al lih e raacen de dä ng. Duſe 8 tiſehen kan WedeSch Renehret 1 beey des Herrn Moͤllers Ueberlegung. ꝛc. 327 iche Stlln ſich bey uns nach einer mehr als 40. jaͤhrigen Er⸗ nehtet, a. fahrung, und das an viel hundert Orten nie⸗ ait demhi mand einfallen laſſen. Geſchaͤhe es aber, ſo Saatſchlin wuͤrde der contradicenf in die Claſſe der doppel⸗ Flecke i pfluͤger, die man hier belachenswuͤrdig haͤlt, ge⸗ Weie, ſetzet werden. lechte ſaeh nmen, ziſ 8 umen, ſiſ Man weiß hier nur von zweyerley Gerſten ad pag. Saat ſahe die eine heiſſet man 2. ſchorige die andere 6. ſcho⸗ 457. Die rige, denn ſoviel Reihen befinden ſich an den kleine Geꝛ⸗ Aehren. Waͤre die kleine Gerſte noch eine 3te ſte.— getrofn, zu magern Boden beſonders geſchickte Art, termengtn ſo moͤchte meine obige Wette in Gefahr ſtehen, et wetden, von mir verlohren zu werden. Doch ich glaube Jſchon be die 6. ſchorige iſt Herr Moͤllers kleine Gerſte, aß indem welche auch hier einen etwas ſchlechtern Boden ſandigen als die 2. ſchorige vorlieb nimmt. enommen Man will Herr Mollern gar nicht wieder⸗ ad pag. ſprechen, er kennet das Land, wovon die Rede 469. Wol⸗ ung gitg iſt, am beſten, und der Wiederſpruch wuͤrde ſich Aasbiee duc am ſchlechteſten reimen, da man ihn mit ſeiner ſet ihn e k. Rn Eintheilung in die ungleichen Schlaͤge noch nicht 3 wolk, ſt verſtehet. Doch ſalvo cujuscunque jure deucht n die u⸗ mich doch, daß mit ſo wenigen Flecken Land die eſand be⸗ Noth des Zug⸗ und Milchviehes noch lange nicht die Noth gehoben, noch der Viehſtand, mithin die Duͤn⸗ Zeit ge⸗ gung damit ſehr gebeſſert ſey, da die Neben⸗ ervielfäl⸗ weide nur als ein ſchlechter Behelſ fuͤrs uͤbrige aber bey Vieh beſchrieben wird, und die Schaafe an den Braachen dennoch ihren Antheil behalten ſollen. aß es die och einige vid. pag. 475. d 449 ig im A⸗. ag g Dieſe Vortheile muͤſſen, ſo weit ich es Pitra ehe⸗ ſ 19 abſehen kan, noch groͤſer ſeyn, wenn die Zortheil echt, daß Weide⸗Schlaͤge nach dem entgegengeſetzten Plan des wolge⸗ Das wid vermehret werden, und der Viehſtand mit der weideten X 4 Duͤn⸗ ſih 328 Anmerk. u. Elaͤuterung. bey des Hr. Moͤllers ꝛc. Viehes Duͤngung findet dabey nicht weniger ſeine Werdeſn ohnzweifentliche Verbeſſerung und Vermeh⸗ rung die rung. Rede iſt. pas 477. Hier wird gleicher Schlaͤge ausdruͤcklich ge⸗ Wenn dacht, und ſcheinet alſo obige hierauf gerichtete die Abehii⸗ Anmerckung uͤberfluͤßig zu ſeyn. Doch da die lung or⸗ Abtheilungen in der Carte ſo ſehr ungleich ausſe⸗ dentlich ge hen, ſo habe ſie nicht wegſtreichen, noch auch macher, A ſonſt mir ein Gewiſſen machen wollen, das in an⸗ c 49” ä. dern Stellen wiederholte, und uͤberfluͤßig geſag⸗ ge heraus⸗ te, ſtehen zu laſſen. Herr Moͤller hat den Grund, kommen worauf es bey der Mecklenburgiſchen Wirthſchaft ꝛc. ankomt, gar wol gefaſſet, und deſſelben durch⸗ dringender mit Erfahrung begleiteter Verſtand, kan noch was hervorbringen, wovon ich und an⸗ dere zu lernen haben. Fuͤr denſelben iſt das wenig⸗ ſte geſchrieben. Dennoch moͤgen andere ſeyn, die ihre Kenntniß der Mecklenburgiſchen Wirth⸗ ſchaftsart entweder hieraus erweitern oder ſich beſſer vorbilden. OS Se MNN Dac e Verglei⸗ E⸗ b9 genſt Vergle Teeile ü Sälche Ve ſten der J nichen klei kömt bey Ettrag, Ode nerde mich den Ertragd het, geger ricls. Der in liegt ab teichs, oder ſ zwey Ha⸗ us hier vor de des Lant ſn drey Stuͦ iunleicht ge ia Fiſhaff nn, ſo wie b. labhrgichen. Naſch ü Nan bne 2“— 2— ooöoöoͤöͤöͤöͤöͤſͤſ Mlerz 1. weniget ſin und Vern usdrüͤckli rauf gerih Doch d A ingleich aun n, noch at en, das inr efluͤßig gi at den Grn, Witthſth ſelben dum⸗ t Verſtan Hich und u ſt das weni dereſeyn, de en Witt veitern Vergi⸗ ———— q .)O 329 KS KTd KTX TASN 2SSSd Vergleichung der Mecklenburgi⸗ ſchen groſſen Wirthſchaft mit der Holſteiniſchen in der Maſch. §. 1. Ere vollſtaͤndige Vergleichung zweener Ge⸗Dieſe genſtaͤnde muß alles enthalten worin bey⸗ Verglei⸗ de Theile uͤbereinſtimmen, und verſchieden ſind; chung zielt Solche Vergleichung verſpreche ich nicht, zwi⸗ Sfderan ſchen der Mecklenburgiſchen groſſen und Hollſtei⸗ eede eui. niſchen kleinen Wirthſchaft anzuſtellen. Es ab wchen koͤmt bey Landwirthſchaften vorzuͤglich auf den“ Ertrag, oder die rachren Einkuͤnfte an. Ich werde mich bemuͤhen das Hauptſaͤchlichſte, was den Ertrag der Laͤndereyen auf beyden Seiten an⸗ gehet, gegen einander zu halten, und weiter nichts. §. 2. Der gute oder ſchlechte Ertrag der Laͤnderey⸗ J. Vorlaͤuf⸗ en liegt aber entweder in der Natur des Erd⸗ ſige Unter⸗ reichs, oder in der Wirthſchafts⸗Art ſelbſt. Die⸗ ſuchungen ſe zwey Haupt⸗Quellen der Ungleichheit gehen anzuſtel⸗ uns hier vor allen an, und wenn man noch die len, als: Lage des Landes zu Huͤlfe nimmt, ſo iſt von die⸗ ſen drey Stuͤcken der Schluß auf den wahren Er⸗ trag leicht gemacht. Ich fange mit Eroͤrterung der Beſchaffenheit des Erdreichs in der Maſch an, ſo wie bereits die Beſchaffenheit des Meck⸗ lenburgiſchen beſchrieben iſt. §. 3. Maſch* und Geeſt ſind bekandte Eintheilun⸗ A. Der XS gen * Man braucht die Benennung Maſch, an vielen Orken, und 330 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. Grund gen des Erdreichs in Holſtein. Die natuͤrliche und Bo⸗ age unterſcheidet nur beyde, da ſonſt den Be⸗ den in der ſtandtheilen nach, auch in der Geeſt Maſchland Maſch. anzutreffen ſeyn kan. Die Maſch in Holſtein iſt I. Aeuſ⸗ ſern Um⸗ ſtaͤnden nach. eine Gegend, welche ſich unterhalb Hamburg auf beyden Seiten laͤngſt der Elbe erſtrecket, und die⸗ ſem Fluſſe durch vorgeſchlagene Daͤmme abge⸗ nommen worden. Bey hoher Fluth zeigt ſichs, daß die Grentzen der Elbe uͤber die Flaͤche dieſer Gegend hinaus gereichet haben muͤſſen, und die Durchbruͤche der Daͤmme legen nur leider! durch viele betruͤbte Erfahrungen an den Tag, daß der Strohm ſein Recht darauf noch nicht gaͤnzlich aufgegeben habe. 1§. 4. a.) Ueber⸗ Man nennet die Maſch mit Recht eine tretende fruchtbare Gegend, und trift davon Spuren ge⸗ Elbe. nug an, ohne auf die Ergiebigkeit derſelben in den Fruͤchten ſehen zu duͤrfen. Die uͤbertreten⸗ de Elbe iſt eine von den Urſachen dieſer groſſen Fruchtbarkeit. Sie uͤberſchwemmet zur Winters⸗ und Fruͤhjahrs⸗Zeit alles Land, ſo zwiſchen den Ufern der Elbe und dem Deiche lieget. Der⸗ Nleſchen Saatlaͤnder, Wieſen, und Weide ha— en insgeſamt den weſentlichen Vortheil, daß ſie das Waſſer mit fruchtbarer Materie ſchwaͤngert und durchdringet. Waſſer, welches aus einem ſo groſſen truͤben, mit Schlamm geſchwaͤngerten Strohme auf das Land tritt, iſt niemahls ohne ſolchen fruchtbaren Stof. Am ſichtbarſten iſt er in dem Treib⸗Eiſe, welches die Fluth auf das Land und bezeichnet uͤberhaupt ſolche Laͤnderehen damit, welche dem Ufer eines Fluſſes nahe liegen, und entweder zu ge⸗ wiſſen Zeiten uͤberſchwemmet werden, oder wenigſteus uͤber⸗ ſchwemt ſeyn koͤnten, bey dem allen aber von ſtarken, graͤ⸗ ſigen tragbaren Boden ſind. mit id führet ih durchm Ianzenthe tm Graſe; d an den⸗ gen, von! e ds zugle de Gegende zeit met So bald r Moder, en dem alte gd auf die iwas ſoaͤter Rriebene E ots von d Macmaſſung ſe Ebe niche daſchwemme dien datuͤben da Wi on der Uebe wo es nich fiia E bein begger und Kräuter r Purtzelr ar Gewa büs zum 2 eenlſet. 1ll eine trclbarkeitd e doſeeben i ülſtſogen Dirſä mit der Holſteiniſchen in der Maſch. 331 die natu uf n Land fuͤhret, und mit recht feinem Moder reich⸗ tMte lich durchwirket iſt. Aus der Menge von n Hrlian Pflantzentheilen, als zerbrochenem Rohre, duͤr⸗ daubura rem Graſe und Wurtzelwerk, welche das Waſ⸗ ket unn ſer an den Deich zuſammen treibt, iſt abzuneh⸗ 38 d5 men, von welcher Beſchaffenbeit die Erde iſt, 6 enr die es zugleich mit aufs Land füͤhret, und woher Flich ie die Gegenden auſſerhalb dem Deiche ſich von Zeit 4 58 zu Zeit merklich verhoͤhen. ſeider! dut So bald das Eis geſchmoltzen iſt, ſenckt ſich ag, daßn der Moder, und bedeckt uͤberall gantze Stellen cht ginmch von dem alten Raſen. Dergleichen verhoͤhete und auf die Weiſe geduͤngete Plaͤtze, gewinnen etwas ſpaͤter Gras, als die andern. Dieſe auf⸗ getriebene Erde unterſcheidet ſich wenig oder kecht ein nichts von der gemeinen Maſch⸗Erde. Die dpuren g Muthmaſſung iſt daher nicht ungegruͤndet, daß rſelbenn die Elbe nicht blos bey der Fluth die Maſch bertretn uͤberſchwemmet, ſondern ſeine Strohmbahne vor ſergriſn Zeiten daruͤber erſtreckt gehabt habe. Winter⸗ Die Weide hat noch den beſondern Vortheil nichenden von der Ueberſchwemmung, daß alles Moos, de d da, wo es nicht etwa von dem Fiel(oder der auf⸗ Seide hii getriebenen Erde) erſticket worden, vom Waſ⸗ l, daßſe ſer rein weggewaſchen wird. Dieſes dem Gra⸗ wängert ſe und Kraͤutern ſo hinderliche Gewaͤchs, hat zu us einen zarte Wurtzeln, und iſt uͤberall zu ſchwach, aͤngeten ſich der Gewalt des Waſſers zu wiederſetzen, bls chne welches zum Theil die Quecken⸗Wurkzeln von ſenii Erde entbloͤſſet. Land§. 5. it, wilh Als eine der erheblichſten Urſachen der b.) Das der zu. Fruchtbarkeit dieſes Landes, kan man die flache flache Feld. ſteus ühr⸗ Lage deſſelben in Anſchlag bringen. Der Waſ⸗ tken, g ſerfall iſt ſo geringe, daß es noͤtig geworden, die gantze 332 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. mit gantze Gegend mit tiefen und breiten Graͤben(ug ded zu durchkreutzen, welche ohngefehr von 3 zu 3 iſt verttag Ruthen Grentzen zwiſchen den Ackerſtuͤcken ma⸗ chen. Dieſes nothwendige Uebel, wodurch ſo betraͤchtlich viel Land verdorben und unbrauch⸗ Md bar gemacht worden, iſt auf der andern Seite fin 8' 9 von guten Folgen. In den Graͤben zu welchen i 3 von beyden Seiten die Ackerſtuͤcke ſich etwas ab⸗ brkel des dachen, iſt der Zuſammenfluß von Dung, und i falen. durch Luft gelaͤuterter Erde, welche das Waſ ſer allmaͤlig zuſammen ſpuͤhlet. Anſtatt, daß gman ü anderer Orten der Landmann dieſe fruchtbare u d Erde aus den Furchen zu den Stuͤcken der Ac⸗ 5 h kerbeeten hinauf arbeitet, oder ſichs gefallen fien laͤßeet, daß ſie durch Abzugs-Graͤben ſolchen raen Orten zugefuͤhret werden, wovon ſie den Nut⸗ lit Geled zen ſelbſt nicht ziehen, ſiehet man hier den Wirth ghanteünde zu gewiſſen Zeiten den geſammleten Vorrath thenumm ſen aus den Graͤben ſorgſam herauswerffen, und 94 Dm den Acker recht derbe damit pflegen. Der Dung 4 Paldan alſo, welchen in anderen Gegenden der Fall ſhe richt an des Waſſers ſo lange von einem Thale zum an: dern, von da in die Baͤche, und von den Baͤ⸗ Das g. chen in groſſe Fluͤſſe oder Seen ſchlemmet, be⸗ 9 rir reichert hier den einen Theil des Bodens, und tten von der andere Theil wird dadurch beſſer, daß er jeon. keinen ſolchen Abgang leidet. Hunn N Die Ebene des Erdreiches veruhrſachet zu⸗ ißb de Erd gleich, daß trockene Witterung ſo leicht keinen p di teinen Miswachs veruhrſachet, und ob man gleich r il, wee glauben ſolte, daß naſſe Jahre hinwiederum ſo Jerriibt viel ſchaͤdlicher waͤren, weil das Waſſer ſo we⸗ in ſeti anjn nig Abfluß hat, und nicht tief in der Erde ge⸗ eütte dun n ſuchet werden darf; So iſt doch die Vermi⸗ ina guli ſchung Witſch mit der Hollſteiniſchen in der Maſch. 333 reit Gih ſchung des Erdreiches von der Art, daß ſie die ehr von za Naͤſſe vertragen und einziehen kan. ſcerſtücking èI, wedut§. 6. und unbun Man mag hieher auch noch den Umſtand c.) Man⸗ rander& ziehen, daß uͤberal in der Maſch wenig oder gel der iben uwih gar keine Steine zu finden ſind, die der Frucht⸗ Faeene um ſich eit barkeit des Bodens in andern Gegenden hinder⸗ 4 n Dung lich fallen. lche das a 5. 7 Anſtatt,. 7 eſe dah Wenn die Hinderniſſe, welche anderer Or⸗ d.) Man⸗ nücken den ten der Eintraͤglichkeit des Erdreiches im We⸗ gel des ſchs geil ge ſtehen, bier mangeln, ſo hat man es aller⸗ Wildes. iben ſolt dings als eine Urſache der groſſen Fruchtbarkeit ſe den N dieſer Gegend vor anderen anzuſehen. Dabhin erden Wi gehoͤret beſonders noch, daß hier kein Wild dem en Vorn Landmanne ſeine Arbeit und Muͤhe vergeblich macht. Den Aufenthalt des Wildes, Gebuͤ⸗ verffen, u. ecfag ſche, Waldung, und Bruͤche, trift man in der den ar ful Naͤhe nicht an. ihale um an§. 8. von Das Erdreich, an und vor ſich, iſt nicht 2.) Nach lemmet, aller Orten von gleicher Beſchaffenheit, und da⸗ der Be⸗ odens, 3 her auch ungleich fruchtbar. Die ſchlechteſten ſchaffen⸗ ſer, daß! Gegenden beſtehen aus einem ſehr feinen San— bendes de, der mit Moder reichlich vermiſchet iſt. Un⸗ Feura brſachet⸗ terhalb der Erdrinde, die am Tage lieget, ſe⸗ a) Ober⸗ eicht kiin hen die reinen Schichten von ſolchem Sande halb, wo man gdh(oder Fiel, wie man ihn dort nennet,) blau es 8 wiederun aus. Zerreibt man ihn mit den Fingern, ſo 1. ſandig. Vaſſet or iſt er fettig anzufuͤhlen, und ohne die geringſte der Eini Spuhre von untermiſchtem groben Sande. die Vri Trockener Fiel iſt Aſchfarbig. Er baltzzemäſch e cong — —— 334 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. feſt zuſammen, bleibt in groſſen Stuͤcken, wenn man ihn fallen laͤßt, und gleichet der Feine nach, dem Mehle, wenn er zerdruckt iſt. Er bleibt wenn man ihn gantz durchgluͤet, in einem Stuͤ⸗ cke, und faͤllt etwas weniges ins rothe. Iſt er mit gelinder Hitze durchgebrandt, ſo ſiebet er durch und durch ſchwarz aus, und iſt zuſam⸗ men gebackenem Kohlſtaube aͤhnlich, welcher mit Glimmer beſtreuet worden. Ein deutli⸗ ches Merkmal, daß dieſes Erdreich groͤſten⸗ theils aus Pflantzentheilen beſtehet. Wenn man genau darauf acht hat, ſo ſinden ſich durch und durch rothe Flecke, die der Farbe von ge⸗ brannten Mauer⸗ und Dachſteinen gleichen, aber ſonſt doch nicht hart zuſammen halten. §. 9. 2.) Thon⸗ Die beſſern Gegenden ſind nach dem Gra⸗ artig. de vorzuͤglicher, als ſie mit Thon wenig oder viel vermiſcht ſind. Proben laſſen ſich leicht davon machen. Je mehr Thon mit der Erde mit nuͤberal ſan, daß m lein Indie it, daß das tarkeit Ab kune dis, tichig gem Pfantzen z ſchen. Und ſenn, die gri her welche zu b batragen? Ahfeben brechſelt, f bad rein, bal Kanen Thon. Maſcherde. Dfantzenthei indet, ds ſ vermengt iſt, deſto ſtaͤrker haͤlt es zuſammen de⸗ ſi von Feu ſto mehr faͤllt die Aſchfarbe ins Gelbe, deſto roͤ⸗ ther und haͤrter brennet es. Reinen Thon fin⸗ det man jedoch nirgendwo in der Maſch. §. 10. 3.) Eiſen: Fiel, Thon und Moder koͤnnen an und vor ſchuͤßig. ſich in der beſten Vermiſchung ſeyn, da doch ein viertes das Erdreich wiederum verſchlim⸗ mert. Man findet oft rothgelbe Brocken und bisweilen in ziemlicher Menge mit untermiſchet: Sie ſind eiſenhaltig, und der aͤuſſern Geſtalt nach die dem Roſte ganz gleich koͤmt, ſchon kennt⸗ bar. Die Natur hat unſere nordiſche Gegen⸗ 4 den 4 inen Kriſte ſeret, als we he keine ſhl t man bill wrobeegen nnhtbarkeit ſüice Beſch —y — Was das ſ aner Nefer ſihr uſ mit der Holſteiniſchen in der Maſch. 335 Stüa,n den uͤberal ſo reichlich mit dieſen Metall verſe⸗ der Feinem ben, daß man es nicht ſo muͤbſam ſuchen darf, it. Eric als in Indien das Gold. Alle Erfahrung leh⸗ in einens ret, daß das eiſenhaltige der Erde in der Frucht⸗ rothe. d. barkeit Abbruch thut, und mich duͤnckt, man dt, d ſin koͤnne dis, ohne Beyhuͤlfe dieſer Erfahrung, und ſim richtig genug folgern. Die Beſtandtheile der nlich, ut Pflantzen zeigen ungemein wenig vom Metalli⸗ . Emin ſchen. Und wie kann denn die Erde fruchtbar dreich ai ſeyn, die groͤſtenthils aus ſolchen Theilen beſte⸗ tehet. het, welche zum Wachsthum der Pflantzen nichts nden ſchu beytragen? Farbe ver inen gleict§. I1. en halten. Auf eben die Art, als die obere Erdſchichte b.) In der abwechſelt, findet man in der Tiefe den Fiel Tiefe ab⸗ bald rein, bald mit Thon vermiſcht; Nie aber wechſelnd. ach demt reinen Thon. Dis iſt das eigenthuͤmlichſte der wenig; Maſcherde. Ein Erdreich das gutentheils aus ſen ſcht Pflantzentheilen beſtehet, das nicht uͤbermaͤßig wit dreh bindet, das ſo fein iſt, das einen ſo ſtarken Nach⸗ zuſennae ſatz von Feuchtigkeit und Dung hat, das von zelbe wil ſeinen Kraͤften weiter nichts betraͤchtliches ver⸗ einen Anf lieret, als was die Fruͤchte wegnehmen, wel⸗ Naſc. ches keine ſchlechte Unterlage hat; Ein ſolches zaͤhlt man billig unter das Fruchtbare, und ich ſetze derowegen mit Fug die wahre Urſache der m anmndu. Fruchtbarkeit deſſelben vorzuͤglich in ſeine na⸗ fen, uh tuͤrliche Beſchaffenheit. tum verſhle eBrockn u§. 12. t unterniſhe⸗ Was das aͤuſere der Wirthſchafts⸗Ver⸗ B. Die uſern Gcü faſſung anbetrift, ſo findet man hier gantze Wirth⸗ u, ſchentn Doͤrffer ſehr ſelten. Die Bauerhoͤfe liegen ſcaftat iſche baan⸗ t ſelbſt. diſheba alle 336 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. I. Deren Umfang. a.) Der Groͤſſe nach. alle auseinander und jeder hat ſeinen Acker hinter dem Hofe. §. 13. Wer viele Laͤndereyen beſitzet, hat ohngefehr 50. Morgen, die meiſten reichen nur an 30. Da ich dieſes als einen Maasſtab angebe, werde ich ihn naͤher zu beſtimmen haben, um ihn gegen andere zu halten und damit verglei⸗ chen zu koͤnnen. In dieſer Gegend und der Nachbarſchaft rechnet man den Acker nach Morgenzahl. So wie man durch Scheffel Ausſaat keinen gewiſſen Raum der Groͤſſe nach beſtimmet, ſo heißt ein Morgen Acker oder Wieſen auch nichts anders, als eine gewiſſe Strecke Landes, die ſich nicht leicht unter 360, und uͤber uͤber 675 Quadrat⸗Ruthen erſtrecket, dem Nahmen nach aber 450 Quadrat⸗Ruthen halten ſoll. Es gibt Morgen die 120 Ruthen lang ſind; Andere halten 180. die Breite iſt ſelten unter 3, und nie uͤber 4 Ruthe. Ein 4 groſſer Morgen koͤmt alſo beynahe auf das ab⸗ terum tantum von einem kleinen. Wenn nicht noch ſo viel Zuverlaͤßiges hievon beyzubringen waͤre, ſo koͤnte man mit dem Worte, Morgen, nicht viel mehr von der Groͤſſe eines Erdſtriches ausmachen, als von der Groͤſſe eines Land⸗ Guthes, wenn man die Nahmen, Hof, Vor⸗ werck, Meyerey, Dorf ꝛc. hoͤret, und ein Morgen waͤre fuͤglich ſo zu beſtimmen: Er ſey ein Strich Landes, welches zwiſchen zween Graͤben lieget. Wie trieglich nun die Rech⸗ nung iſt, wenn man die Einſaat nach der Mor⸗ genzahl ni kuzabl bef halte. heſten ſind, V rucſbarkeit ige. Es u üthen, di uß ſeGe fſiung des de Beſch UUainern, ſel hde Virte ſcen. die n iſt n eine halg ſehe Vittſo mit der Holſteiniſchen in der Maſch. 337 ſeinen ih genzahl beſtimmen will, das laͤßt ſich leicht abnehmen. Gemeiniglich wird eine Tonne Ro⸗ cken oder Weitzen auf einen Morgen gerech⸗ net. Die Tonne haͤlt 4 Himbten Braunſchw. zatoheg Maaße, und der Braunſchw. Himbten iſt nur 224052 Cubie⸗Zoll Calenbergiſche Maaße. ſtab a. Die Calenbergiſche Laͤngenmaaße verhaͤlt ſich habenn aber zur Mecklenburgiſchen wie 121: 120. mit dan Hiernach ſind die kleineren Maaßen leicht zu nd un berechnen, wenn man nur weis, daß ein Acker u Himbten 4. Spinth, ein Spinth 4. Kannen 5 So ꝛc. halte. Es war noͤtig den Umfang der Gtiſenh Ländereyen eines Wirthes in der Maſch anzu⸗ Akwaun zeigen. Denn es faͤllt daraus ſo fort in die Augen, daß es durchgehends nur kleine Wirth⸗ eint gewſß 1 tunar zh ſchaften ſind, und auch aus dieſer Urſache die en aſnth Fruchtbarkeit des Ackers das gewoͤhnliche uͤber⸗ rat⸗Rug ſteige. Es unterſcheidet ſich jedoch von den lo Nair Wirthen, die bis dahin mit ihren Laͤndereyen e Buu reichen, eine andere Art, die man mit dem Nah⸗ men Koͤhlkers, oder Grashaͤker beleget bat. ſe Dti euthe. En. 8. Sie haben hoͤchſtens nur 2. bis 3. Morgen ufdasd-.. zii e Land inne. Ihr gantzer Betrieb beſtehet dar⸗ — in, daß ſie Gartengewaͤchs bauen, und zur Er⸗ Nurnn, friſchung des Landes zwiſchen durch Korn ſaͤen. friſtriches nes Land§. 14. oof, Vor Die Beſchaffenbeit der Wirthſchaft ſelbſt) Der und ei zu eroͤrtern, ſetze ich voran, daß die Laͤnderey⸗ Lage nach. a: Erſ en den Wirthen durchher ungemein bequem en zwell liegen. Die meiſten haben alles hinter dem die Rch Hofe in einer Strecke beyſammen. Weil hier der Mu das Holtz ſehr rar iſt, ſo findet man auch keine gen„+ ſich 338 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. en ſich weit erſtreckende Gaͤrten in Befriedigung. iret 3 3 Die an den Wegen und Graben hier und da und zun zugezogenen Weiden geben auch nicht Buſch wm brau genug dazu her. Die Gaͤrten machen faſt ei⸗ ⸗ nen Theil des Ackers mit aus, und werden nuhrlih groͤſtentheils durch Graͤben, und wenn es hoch koͤmt, mit niedrigen Zaͤunen, Stacketten, oder auch lebendigen Hecken davon geſchieden. V Mi den meiſte §. 15. deen bedien 2.) Be⸗ Der Viehſtand hat nichts gewiſſes, wie En, wilch ſchaffen⸗ es bey kleinen Wirthſchaften ſo hergebracht in verſhe neeeutht iſt. Jedoch gibt man viel auf die Viehzucht. ſ von zwwet zucht: Darum findet man auch ſelten bey einem Haus⸗ ihira! mann, der bis 30. Morgen im Gebrauch hat, weniger als 3. Kuͤhe. Mancher haͤlt auch wohl fuͤnfe. Wenigſtens pflegt man jaͤhrlich J drey Kaͤlber aufzuziehen, um das alte Vieh üher d abzuloſen, und den Ueberſchus zum Verkauſe zu 3 ui bringen. Gedachtel 30. Morgen koͤnnen mit 6. danni zuſammen! Pferden bezwungen werden. Bey dieſen zie⸗ eu het man jaͤhrlich etliche Fuͤllen auf, welche zum bſn K Anwachs und Verkauf gehalten werden. Auf lnen Win Schaafe gibt man wenig. Die Weide iſt zu nichlägt, fett fuͤr ſie. Schweine haͤlt ein jeder in der Fl ſedr Zahl, als er es fuͤr ſeine Wirthſchaft zutraͤg⸗ lſe Pateh lich findet. 8 in,und d Lg ſüuten wer, §. 16.— ib⸗ 12. nüäma, deſ 3.) Be⸗ Die Beſtellung des Ackers iſt in der— ſchaffen⸗ Maaße beſchwerlich, als das Erdreich ſtarck ſu darn iſt hekere mit Thon vermiſcht befunden wird. Man re⸗ W ac z30 gieret — ———n————— Witijeh eftidignn hier ud nicht achenffit und wen wenn es ſ cketten, i ieden. wwiſſes, n hergebnch Viepzutt nem Hal rauch he haͤlt au an jaͤhrli alte Vi Verkauſezu unenmto⸗ mdieſen ſe welche un den. li heide iſt eder in o gft zutri iſt in 1 reich ſhi Munk gige — mit der Holſteiniſchen in der Maſch. 330 gieret den Pflug wenigſtens mit 3. Pferden, baues. und kan zur Zeit 6. davor ſpannen, ohne beſor⸗a) Acker⸗ gen zu duͤrfen, daß ſie ihre Kraͤfte nicht alle geraͤth. brauchen wuͤrden. Der Pflug iſt der ge⸗Pfug. woͤhnliche mit einer Stertze. 6 §. 17. Mit boͤltzernen Egen wuͤrde man hier an 2) Eiſerne den meiſten Orten wenig ausrichten. Stat Ege. deren bedienet man ſich einer 6. und 8. fuͤßigen Ege, welche beklammert und mit eiſernen Zin⸗ ken verſehen iſt. Im Fall der Noth muß die⸗ ſe von zwey Pferden, gemeiniglich aber durch 3. regieret werden. §. 18. Außer dieſen beyden Ackergeraͤthen iſt noch 3.) Waltze. die Waltze ein nutzbares und unentbehrliches Werckzeug. Die Erde, welche ſo leicht hart zuſammen trocknet, erfordert, daß man die groͤſten Klumpen bey unbequem fallender troe⸗ kenen Witterung erſt mit Keulen oder Aexten zerſchlaͤgt, und die kleinen ſodann mit der Waltze zerdruͤckt. Auch wegen der Erndte iſt dieſe Vorkehr ſehr noͤtig; Denn die Erde wird eben, und das Korn kan deſto gleicher abge⸗ ſchnitten werden. Die Waltze iſt von eichenem Holtze, 12. Fuß lang, 18. Zoll dick, und ein Prisma, deſſen Grundflaͤche 16, etliche mehr oder weniger, gleiche Seiten hat. Der Zap⸗ fen darin iſt 5. Zoll ſtark, und die 5 Fuß lan⸗ gen, acht Zoll an den Enden, und 2 Zoll in 2 der 340 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. b.) Ord⸗ nung im Gebrau⸗ che der Pferde. der Mitte breiten Backen, wozwiſchen die Waltze lieget, halten 3 ½ Zoll dicke. Ein Auerband von dem einen Ende, woran die Kette zum Vorlege⸗Werck gehangen wird, haͤlt die beyden untern Enden zuſammen, und oben verrichtet es ein ſtarkes Haarſeil, womit das Werkzeug gekehret und gewendet wird. Vor dieſe Waltze werden 2. bis 3. Pferde zur Zeit angeſpannet. §. 19. Als Meiſter in der Viebzucht, beweiſen auch die Holſteiner in der Ordnung, bey An⸗ ſpannung der Pferde ihre Genauigkeit. Sie arbeiten des Tages nach abgetheilten Zeiten, die man Sehlungen bheiſſet. Eine Sehlung dauret 2. bis 3. Stunden, und davon haͤlt man des Tages vier, hoͤchſtens ſechs. Die dreyſtuͤndigen Sehlungen ſind bey vielen Wir⸗ then nur im Nothfalle gebraͤuchlich. So oft eine Sehlung zu Ende iſt, ſpannet man das Vieh aus, fuͤhret es zur Traͤncke, und dar⸗ nach in den Stall zum Futter. Dieſe Ab⸗ wechſelung der Arbeit, Ruhe, und Erfri⸗ ſchung iſt dem Viehe ſowohl zutraͤglich, als dem Menſchen. Von beyden Theilen ſind kei⸗ ne Anzeigen vorhanden, daß ſie zu einer lan⸗ ge anhaltenden Arbeit geſchickt ſind. Man kan ſie freylich dazu gewoͤhnen, aber niemals mit ſonderlichem Vortheil. So wie das Ge⸗ wicht an einer Uhre deſto mehr von ſeiner Kraft verlieret, je laͤnger man das Perpendikel macht, und deſto geſchwinder Schlaͤge hervor⸗ bringet, heinget, ſhwaͤchen enſchen wenn die hhen wird. giit auch ermuͤdet ſe ſiͤndije E Man fen Pfläͤg hhe hends, gle ſeger. In Di lſonderen ſnd zu ſches Auß n habeny Weizeg aidͤnger ters, als aang der inzer blei leyen b 3 zu dem ſcer in F 48 lei Ariichliche d uit au —— ————õ ooͤoͤoͤſͤſͤſͤſͤſͤſſ ii mit der Hollſteiniſchen in der Maſch. 341 zwiſe 5„. d—„. 3 3„ ſuſhns bringet, je kuͤrtzer dieſes wird, eben ſo 9 5 ſchwaͤchen die lange daurenden Arbeiten den punun Menſchen; Dahingegen alles friſcher gebet, 1 m 3 wenn die lange Arbeit durch Ruhe unterbro⸗ „ Wd ha uu chen wird. Wenn der Menſch in der Zwiſchen⸗ vin 6 zeit auch nur abwechſelndes Geſchaͤfte hat, ſo ntd,, ermuͤdet ſolche doch nicht ſo ſehr, als das be⸗ erde jun ſtaͤndige Einerley. §. 20. c.) Ver⸗ Man weis von keinem Unterſchiede in pflegung t, beweſn dem Pfluͤgen zur Saat, im Streeken, im des Ackers. 4, beyh Braachen, ſondern der Acker wird durchge⸗ 0 Ueber⸗ keit. ⁸ hends, gleich gut und fleißig zur Saat be⸗haupt. , a.) Beym ten Zein pfleget. 2)37 Sehlun Pfluͤgen. avon hiͦ§. 21. 4 hs. d. Im Duͤngen folget der hieſige Wirth gantz B.) Beym delen Wo beſonderen Regeln. Die zweyerley Art, das Ouͤngen. . Eoiſt Land zu ſchwaͤngern, Kleyen, und ordent⸗ tma uas liches Auffahren des Dungs aus den Staͤl⸗ „und len haben verſchiedene Beſtimmung. Nie wird Dieſe U die Weide gekleyet, und keine Weide bleibet nd Erfu ungeduͤnget. Den Acker duͤnget man nicht lich, as anders, als wenn dazu uͤberdem, was zu Ver⸗ nſindki pflegung der Weide gehoͤret, noch vorraͤthiger einer au Duͤnger bleibet. Hingegen gehoͤret fuͤr ihn 6. Mu das Kleyen beſonders. Man duͤngt die Weide tniemab mehr zu dem Ende, daß der junge zarte Klee, edas welcher im Fruͤhjahre aufſchlaͤgt, von der Kaͤl⸗ on ſeint te nichts leide, als daß ſie von dem Dunge ſo erpendi viel reichlicher Gras treiben ſolle. Eben dar⸗ ge herrn um wird auch die Weide nicht gekleyet. Die bringt⸗ p 3 Modde 342 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. Modde aus den Graͤben duͤngt gut, aber ſie waͤrmet nicht. c.) Beym Egen. B.) Insbe⸗ ſondere, nach der Ordnung der Saa⸗ ten. §. 22. Wieder das Unkraut, welches in dieſer Ge⸗ gend nur mehr als zu leicht uͤberhand nimt, war noch eine beſondere Huͤlfe, außer der Ruhe des Ackers noͤtig, und dieſe beſtehet in folgenden: Die Wintergerſte wird im Fruͤhjahre, ſo bald der Ae⸗ ker trocken und feſt geworden, mit der Ege uͤber⸗ ſtrichen, wodurch das meiſte Unkraut, welches ſchwache Wurtzeln hat, und beſonders ein ge⸗ wiſſes Saamen tragendes Gras, ſich weg⸗ reiſſen laͤſſet. Damit die Ege nicht zu tief ein⸗ greife, folgt ihr jemand der ſie mit einem daran gebundenen Stricke, luͤftet. Der Saat ſchadet dis Verfahren wenig oder nichts. Sie iſt an ſich etwas welck und zaͤhe zu ſolcher trockenen Zeit, und die Wurtzel haͤlt ſich tief in der Erde feſt. Was ja noch losgeriſſen werden moͤchte, wird alles mit der Waltze wieder niedergedruͤcket, die nach dem Egen zu wiederholten mahlen daruͤber gehet. Mit dem Weitzen verfaͤhrt man auf glei⸗ che Art. Doch ſiebet man ſich vor, wenn er zu dicke ſtehet, da alsdann ohnehin die dicke Saat das Unkraut tilget Dem Rocken hingegen bie⸗ thet man dieſe Behandlung nicht gerne. §. 23. In der Ordnung, nach welcher man die Saa⸗ ten auf einander folgen laͤſſet, ſtimmen nicht alle uͤberein. Die verſchiedene Beſchaffenheit des Bodens traͤgt auf der einen Seite hierzu vieles bey, auf der andern aber gruͤndet ſich auch vieles auf das Zutrauen, welches jeder Wirth auf ſei⸗ ne und ſeiner Vorgaͤnger Erfahrung ſetzet. Es werden nerden ſich fundig mac huhngn kkeln ſind. nung, wel giemüch g 1. T dieſer Gege nint die R den Jahren, Dieſes geſch man in einen Zabereitung hitd der witbt das Gr eandteſett m ge Pearbeit dr auf Mec Jayſaamen, ²) Es hen, ſo folg ſe Glac tder Haber! un dozu diee 1 Geiſte un 3 drauf die lnenſtung ſn Ackrück ic und zam? punmen fale Miſ mit der Holſteiniſchen inder Maſch. 343 ut, aba werden ſich daher wenig allgemeine Regeln aus⸗ fuͤndig machen laſſen, nach welchen die vielen Ordnungen der Saaten in der Maſch zu entwi⸗ ckeln ſind. Zur Probe mag dennoch folgende Ord⸗ in diſt nung, welche man in den beſten Gegenden doch dnint m ziemlich gleichfoͤrmig beobachtet, dienen. er Ruhess genden. d.§. 24. 4 bald der⸗ 1.) Weil ohne alle Ausnahme der Acker in a. In den er Egein dieſer Gegend wechſelsweiſe ruhet und traͤgt, ſo beſten Ge⸗ ut, wite nimt die Reihe der Saaten ihren Anfang mit genden. ders in den Jahren, worin die Weide aufgebrochen wird. a Nach der ſch oa Dieſes geſchicht entweder im Fruͤhjahre, indem Regel. zu tiffin man in einem Jahre Haber ſaͤet, oder mittelſt der iſtes Jahr. inem dun Zubereitung des Ackers zu Rapſaat. Hiezu aat ſchͤät wird der Acker zuvor geheuet, das iſt, man Sie itn wirbt das Gras davon, und gleich nach der Heu⸗ kenen Zei, erndte ſetzt man den Pflug an. Nach dreymali⸗ Erdeſeſi ger Bearbeitung des Ackers mit dem Pfluge, o⸗ hte, wih der auf Mecklenburgiſch, nach 3. Fahren, wird tüͤcket, O Rapſaamen geſaͤet und eingeeget. len dariber. unaf ſi 2.) Es ſey das eine oder das andere geſche⸗ 2tes Jahr⸗ wenaw hen, ſo folget in dem Jahre darauf Winterger⸗ dchäu ſte. Gleich nach der Erndte, wenn Rapſaat oder Haber unters Dach gebracht iſt, arbeitet man dazu die erſte Fahre um. In die dritte ſaͤet man Gerſte und eget ſie unter. ingegen e ne 3.) In dem folgenden Jahre wird der Acker ztes Jahr. ndie Sab ſogleich, wenn die Gerſte eingeworben, und ge⸗ innichtalt pfluͤget und gekleyet, noch zweymal gepfluͤget, fenheit d und darauf die Wintergerſte nxbrachi, Das erzu vils Kleyen iſt um ſo noͤtiger, da die Graͤben zwiſchen auch vill den Ackerſtuͤcken waͤhrend den Ruhejahren ziem⸗ rth aufßt lich, und zum Theil ganz, zugeſpuͤhlet werden, und ezet. zuſammen fallen. werd DN4 4.) —QCOC—ꝰ—é—O—O—O—V—O—O—O··———n— 344 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. ates Jahr. 4.) Einige ſaͤen hierauf wiederum Winter⸗ gerſte, wenn der Acker von den Kleyen ſtark ge⸗ nug dazu geworden, oder ſonſt ſeiner natuͤrlichen Fruchtbarkeit nach tuͤchtig genug iſt. Andere aber laſſen hierauf Rocken in 2. bis 4 mal umge⸗ arbeiteten Acker folgen. Die viele oder wenige Arbeit haͤngt lediglich davon ab, ob die Quecken ſtark eingewurtzelt ſind, oder nicht. stes Jahr. 5.) Nach dem Rocken oder der Wintergerſte .4 folget Weitzen, wozu der Acker ein bis zweymal herumgebracht wird. Man haͤlt dafuͤr daß Ro⸗ cken und Weitzen allezeit mehr in ausgebrauch⸗ tem oder magerm Acker austhue, als die Winter⸗ gerſte. 6tes Jahr. 6.) Hinter dieſen ſaͤtt man entweder Boh⸗ nen oder Haber. Dazu wird der Acker im Herb⸗ ſte, nachdem das Winterkorn in die Erde ge⸗ hracht, geſtreeket. Die Bohnen ſaͤet man im folgenden Fruͤhjahre, zeitig darauf, pfluͤget ſie unter, und laͤſſet ſie mit der Ege beſtreichen. —„ Der Haher erhaͤlt noch eine Fahre, und wird dann geſaͤet und untergeeget. 7tes Jahr. 7.) Die Bohnen loͤſet Wintergerſte abp, wozu der Acker auf die beſchriebene Art gekleyet wird. das Kleyen geſchicht, wie dieſe Reihe zei⸗ get, in dem fuͤnften Jahre von neuem. Man ſetzet es auch wol ein Jahr laͤnger aus, und ſaͤet ach dem erwaͤhnten Haber, erſt Bohnen, ohne zu kleyen. 3 StesJahr. 8.) Die Wintergerſte loͤſet eine Saat von gleicher Art ab.— 9tes Jahr. 9.) Auf dieſe bringet man entweder Haber in eine Fahre, die den Herbſt vorher dazu beſtel⸗ let hde lt war, gallhaber woßu der Nahrs zw 10.) Fahteni et man! damit der cen. Ditſe dem ma en aufft mnal gen tan ein, ſcht. uhinden, ttunter en oes. en, wen Ne z then ſtele Hinet Zei u ſatet ma nebwet dng an Me vfn er en beſhonen, 7 ten. == Birhſh um Wirtar xyen ſtark ze natürlihe ſt. Arn 4 mal ungr der weng die Qutt Wintergen bis zwenn fuͤr daß he usgebrauc die Winm eder Bit im Hert Erde g. tt man in pfluͤget ſ beſtreichen „und vit gerſte d tt gekleye Reihe zei n. Man „und ſän nen, ohn Saat v eder Habt dazu beſt dt mit der Holſteiniſchen in der Maſch. 5 345 let war, ein; Und dergleichen Saat nennet man Fallhaber: Oder es folget auch Sommergerſte, wozu der Acker im Herbſte geſtrecket und Fruͤh⸗ jahrs zweymal umgearbeitet wird. 10.) Alsdenn beſchlieſſet der Weitzen in zwo 1otes Fahren die Saaten. Im Monathe Julii ſtreu⸗ Jahr. et man den Kleeſaamen unter dem Weitzen, um danun den Acker zur Weide ſoviel beſſer anzuſchi⸗ en. F. 25. Dieſer Zug wird bisweilen noch verlaͤngert, 3. Außer indem man den Acker wieder kleyet und mit Boh⸗ der Ord⸗ nen auffriſchet. Daher geſchicht es, daß er nung. wol 15. und mehr Jahre hinter einander weg⸗a Verlaͤn⸗ traͤgt. Die Kraͤfte des Ackers werden dabey al⸗ 5 ung der lemal genau, und zwar nach der Fruchtbarkeit, Kalen. die er ein Jahr nach dem anderen zeiget, unter⸗ ſuchet. Ohne ſich an gewiſſe Jahre ſo ſtrenge zu binden, bleibet der Acker lange oder kurtze 3 Zeit unter dem Pfluge. 11 2 §. 26. 5 Das einreiſſende Unkraut und ſchlechte Ge⸗ b Staͤr⸗ deyen des Kornes im Fruͤhjahre, geben die An⸗ ckung des zeigen, wenn es Zeit dazu iſt, den Acker durch Ackers die Ruhe zu Kraͤften gelangen zu laſſen. Bis⸗ durch die weilen ſtellen ſich dieſe Merkmahle zu fruͤhe, oder Braache. zu einer Zeit ein, da der Wirth gezwungen iſt, den Acker noch forttragen zu laſſen. Alsdenn braachet man. Das Wort Braachen hat ei⸗ ne weit engere Bedeutung in dieſen Gegenden, als in Mecklenburg. Es heißt, den Acker, wenn er entkraͤftet iſt, ein Jahr mit der Saat verſchonen, und darin vier bis ſechsmahl herum⸗ arbeiten. Der Wirth wartet es nicht ab, wie die 346 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. mi die Erndte ausfallen wird, ſondern reiſſet im de Fruch Fruͤhjahre die Saat auf, wenn ſie ihm nichts unn mit d utes verſpricht, um nicht von dem Acker zwey Jahr wenig Nutzen zu ziehen, in dem einen, der misgerathenen Fruͤchte, in dem andern, des Feyd Braachens wegen. Dieſe kurtze Zeit ſetzet den anden der Acker ziemlich in Kraͤfte, und thut ſoviel beſſere ſun Grun Dienſte, wenn uͤber dis gekleyet wird, noch inlhſe beſſer aber, wenn dazu Bohnen hinein kommen; ſin flhen Und am meiſten, wenn alles zuſammen geſchicht. ſinan d Werden in dieſem Falle Bohnen geſaͤet, ſo traͤgt mitan da der Acker von dem einen Ende der Erndte, das Unn beiht gantze andere Jahr uͤber, bis in das zweyte Fruͤh⸗ ain derl jahr, nichts, und genieſſet alſo einer Ruhe von rinßige laͤnger als anderthalb Jahren. vitd 15 1 S baucht, un n. bnm 43 26* diſer Gattun c. Noch ei⸗ Misgerathene Saaten entſtehen aber nur t keinet G ne Huͤlfe gar zu leicht von der unpaßlichen Witterung, fn Habet bey misge⸗ und man befuͤrchtet ſie bey jeder ſtrengen Kaͤlte, ſiſn noch, rathenen oder uͤbermaͤßigen naſſen Wintern. Auf den ang in de Saaten. dan iſt der Wirth allezeit gefaßt. Wenn im feiiger, g b V ruͤhjahre die Wintergerſte zum Theil vertrun: cken oder erfrohren iſt, eget man ihn gelinde durch, ſtreuet Sommergerſte dazu hinein, und 4— waltzet es nach. Wenn ſchon die Fruͤchte davon Wasdie 4 foyn⸗s 16 d5 ſ* rl ℳ 4. S lten derſelbe zum Saatkorne nicht mehr geſchickt ſind; So d wird doch beydes zugleich reif und zum anderwei⸗ de, und 1 ten wirthſchaftlichen Gebrauche gant tuchtig⸗ dßſe b In die Weitzenſaat wird in aͤhnlichen Faͤllen Ha⸗ ſen, und de V ber geſtreuet. Der letzte kalte Winter Anno 4 der 1740, in welchem die Wintergerſte meiſtentbeils 8 vobe verfrohren war, hat ſich noch ein anderes Mit⸗ danmnd tel bewaͤhrt gemacht. Man ſaͤete die Winter⸗ enaſt we . 1. Gaat geſchicg 8; geſchih b gerſte im Anfange des Monaths Martii, nach V auffh — Vrrtſh in teiſtt in e ihm richs Ackerſng im einen, w andern, ze Jeit ſezenn ſoviel bin wind, m eein konnn nen geſtit äͤet, ſota Erndte, i zwentegeit er Ruheta maber m Wittertng, agen Kile Anf den Wenn im eil wateune ihn gaüede inein, ud ichte dacwn ſind; St nanderwei nh tuchti Faͤlen he nter Anc eeiſtenthei deres Mi die Winte⸗ rtü,, nug 1 mit der Holſteiniſchen in der Maſch. 347 Die Frucht welche davon gebauet ward, belegte man mit dem Nahmen Merkzgerſte. §. 28. Bey dem Verfahren in den ſchlechteren Ge⸗. In genden der Maſch, liegen wenig andere Regeln ſchlechte⸗ zum Grunde. Die Wintergerſte, als das vor⸗ ren Gegen⸗ zuͤglichſte Korn der dortigen Wirthe, vertrauet den. man ſolchem Bodenſo wenig, als Sommer⸗Ger⸗ ſten an; da man hingegen zu Rocken Haber und Weitzen das Land durchgehends tuͤchtig haͤlt⸗ Man bricht auch an der Anzahl der Jahre ab, worin der Acker hintereinander wegtraͤgt. Mit⸗ telmaͤßiges Land, nach Art des Maſchbodens, wird nur 4. bis 5. Jahre zum Korntragen ge⸗ braucht, und es folgen, Haber, Bohnen, Ger⸗ ſte und Weitzen aufeinander. Bey dem was unter dieſer Gattung von Boden iſt, bemengt man ſich mit keiner Gerſte, ſondernſſaͤet Rapſaat, Roc⸗ ken, Haber und Weitzen, und bricht auch von dieſen noch ein oder andere Saat ab. Die Ord⸗ nung in der Folge der Saaten ſtimmet hier noch weniger, als in den beſſeren Erdſtrichen uͤberein. §. 29. Was die Weide betrift, ſo hat man hier drey d.) Ge⸗ Arten derſelben. Die eine iſt auſſerhalb dem brauch der Deiche, und beſtehet in ſolchen flachen Gegen⸗ Weide. den, daß ſie bey hoher Fluth leicht unter Waſſer ſtehen, und derohalben kein Korn tragen koͤnnen. Innerhalb dem Deiche ſind die beyden anderen Arten, wovon die vorzuͤglichſten in wahrem Wieſengrunde beſtehen. Sie ſind der Naͤſſe hal⸗ ber eben ſo wenig, als die Auſſenteichswieſen zur Saat geſchickt. Die andere Art iſt der Acker. Man darf ſich nicht dazu verlaſſen, daß deſer in eben 348 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. m eben der Maaſſe fruchtbar an Graſe, als an len, an 4 Getraide iſt. Der leichte Boden traͤgt biswei⸗ Auterſuchu len reichlicher Gras, als der ſchwere, und die Naſch Ruhejahre des Ackers richten ſich nicht wenig nach iltzet ver dieſem Unterſchiede. Wenn die Weide noch er⸗ iraub, giebig genug an Graſe iſt, ſo muß allenfalls der Viſchweige Acker laͤnger tragen, als daß man die Weide in weit dieſe den beſten Umſtänden vernichtete. Sechs bis Mnſſitti ſieben Jahre beſtivemt man, dem Gebrauche du in 60 nach, allem Acker, ohne Unterſchied, zur Ruhe, in, Inde welche alsdenn nach Beſchaffenheit der Weide ſäder 15o verlaͤngert oder vermindert werden. Einen nicht enmal unmercklichen Ausſchlag gibt das Gedeyen des u zoreKe Klees, welcher mit der letzten Saat eingekom⸗ ilrſteigt d men, und die Veraͤnderung, welche das einwur⸗ ſitſbarſte zelnde Moos bey der Weide, mit den Jahren Jöru noch machet. An der innern Guͤte des Ackers fehlet iner Mc 6 Gegenden der Maſch, Rindvieh und Pferde ſich V weiden koͤnnten. vide det A Ae na Rocken G S. 30. aſdet, in? e) Ge⸗ Weilder Acker durchgaͤngig gutes Gras und drauch Kraͤuter hervorbringet, ſo hat man ſich nach 5 es indeſſen niemals ſo ſehr, daß nicht in allen(wagung 1e Scheffel ſt der Wie⸗ Wieſen nicht weit umzuſehen. Mancher Wirth 1 l A he tiſten poße 1 ſen.) thut es feinem Viehe nicht einmal zu gute, daß er dden Acker zum Heuen liegen lieſſe, ſondern be⸗ i den h bhiilft ſich mit dem Graſe, welches er an den Ufern en ij dieſes der Graͤben zuſammenwirbt, und Wallheu nen⸗ Eſenchts net. Es koͤmt dabey jedoch auch darauf vieles 1 duhwe an, ob das eingeerndtete Stroh reichlich mit eeenrag Graſe durchmenget iſt. 1 nanen ü ſn guum ge V1” 5. 31. nilſtey Ben II. Die Der Vergleichung nunmehro naͤher zu kom⸗ 18 Fuüchte Verglei⸗ men, werde ich derſelben Ordnung einigermaſſen unn n — n den 10. folgen, de Nache V Wittſe taſe, a träͤgt biepe eete, und d cht wenigug Deide no Kallenfalar die Waͤn Scth n Geraa⸗ d, zurg t der Aa Einenii Gedeyan aat eingeten e das einwur t den Jahen Nctrsſehlr nict in ala nd Pferdeſc tes Grrond an ſch ich ncher Veh zute, doße ſondern be⸗ in den Ufern Jallteu nen⸗ trauf vieles echlich wi iher zu kon nigermaſil folhn mit der Holſteiniſchen in der Maſch. 349 folgen, an welcher ich mich in dieſer vorlaͤufigen chung Unterſuchung gebunden. Grund und Boden in ſelbſt. der Maſch haben der aͤuſſern Umſtaͤnde wegen, allezeit vor dem beſten Mecklenburgiſchen was voraus, der innern Fruchtbarkeit deſſelben zu geſchweigen. Wir wollen nun auch ſehen, wie weit dieſes aus dem Ertrag ſesbſt abzunehmen iſt. Man ſaͤet in den beſten Mecklenburgiſchen Bo⸗ den in 60. bis 70. 0R. einen Scheffel Winter⸗ korn; In der Maſch aber in 450. OR. 3. Schef⸗ fel oder 150. OR. einen. Alſo dort mehr, als noch einmal ſo dicke. Wenn nun der Maſchwirth das Z0te Korn bey fruchtbaren Jahren bauet, ſo uͤberſteigt dieſes den gewoͤhnlichen Ertrag der fruchtbarſten Gegenden in Mecklenburg beyguten Jahren noch ſo weit nicht. Denn das 30te Korn in der Maſch heiſſet hier das 12te oder 15te in Erwaͤgung des kleineren Raums, worin hier ein Scheffel Korn geſaͤet wird. Vermuthlich wuͤrde der Acker aber noch beſſer lohnen, wenn man Rocken in altes Land braͤchte, welches hier wieder, in Mecklenburg aber fuͤr die Regel iſt. Rapſaat iſt ein Korn, welches wuͤrklich hun⸗ dertfaͤltige Fruͤchte bringet, der vierfache Raum aber, den es gegen anderes Korn nimt, vermin⸗ dert den hohen und außerordentlich ſcheinenden Ertrag dieſes Gewaͤchſes auf den vierten Theil: Es iſt nichts außerordentliches daß auch Erbſen und Buchweitzen das 24te Korn bringen, wel⸗ cher Ertrag ohngefehr mit dem Hundertfaͤltigen Rapſaamen uͤbereintrift, wenn auf gleich groſ⸗ ſen Raum geſehen wird, welche Hinſicht alle⸗ mal bey Beurtheilung des Nutzens vervielfaͤl⸗ tigter Fruͤchte noͤthig iſt. Es iſt gleich viel ob ich von einem Stuͤck Lande von 100. Quadrat⸗ Ruthen 10. Scheffel, oder oon 1000. Qua⸗ drat⸗Ruthen 100 Scheffel baue. Hierinnen Z hat 350 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. hat ſich ſo mancher verſtoſſen, und die Rech⸗ unng ohne Wirth gemacht. Ueber dis aber bringen in der Maſch die Gebraͤuche der kleinen Wirthſchaft vieles mit ſich, was den Unterſcheid in dem Ertrag des Getraydes groͤſſer machen muß. Man ſchnei⸗ det hier das Korn mit der Sichel; Dort faͤllet man es mit der Senſe, wobey vieles auf dem Acker verſchuͤttet wird. Man kan hier Zeit und Umſtaͤnde beſſer in Acht nehmen; Dort mus al⸗ les zur beſtimten Zeit geſchehen. Die, der zu beſtreitenden Arbeit, ſehr gemeſſene Anzahl von Menſchen vermag hierin das meiſte. Zween Knechte und 6. Pferde haben in der Maſch ohn⸗ gefehr ſo viel Arbeit zu betreiben, als in Meck⸗ lenburg ein Knecht mit 4 Ochſen. Der Mangel der Hoͤltzung hat zwar fuͤr den Maſch⸗Wirth die gute Folge, daß weder Voͤ⸗ gel noch Wild, ſonderlichen Schaden in dem Getreide anrichten; Dennoch verſpuͤhret man ſolchen bey der Feurung ungemein. Dasſchlech⸗ teſte Stroh leiſtet derohalben in dieſer Gegend noch den groſſen Nutzen, daß man damit die Feurung verlaͤngert. Mit Bohnenſtroh und den Stengeln von Rapſaat wird durchgehends eingeheitzet, wo man keine beſſere Ausfluͤchte weis. Um Feuer zu machen, hat man in Meck⸗ lenburg weder Bohnen noch Rapſaat zu bauen noͤthig, da es noch an Holtz und Torfnicht fehlet. Die Viehzucht hat nichts ſehr beſtimmtes, wie bey allen kleinen Wirthſchaften, aber doch ſoviel, daß nachdem der Acker Ruhe erfordert, die liegenden Grundſtuͤcke allezeit mit eigenem Viehe beweidet werden. Durch die Banck ge⸗ rechnet 1 l ſechnet, ſircker, den, wel ſen ſezt, men aufge und 9 et. 4 Orten durch die darunter ei nie doch in grdenhen d vten Staͤ in der Ma borgiſchen ſad, mit ſe ſan Pflege V Sehlungen üöſſrdert h de Rindoie ind die E ſeng, je we Der) gatur gema lſtelt und chet man! endeet, dort eun ebnet e⸗ faumen:. V 5 die Ar ſia macht! 1 Haacken hll ahe vetit vbac —— ͤͤäͤͤäääh——= —„———————;“ Wirtſe mit der Holſteiniſchen in der Maſch. 351 nd di ach rechnet, iſt die Viehzucht in der Maſch weit ſtaͤrcker, als in Mecklenburg. Der Maſchbo⸗ er Mihn den, welcher an ſich einen ſehr ergiebigen Na⸗ iſt viltne ſen ſetzet, und dem dazu noch mit dem Kleeſaa⸗ Ertrag men aufgeholfen wird, iſt in dem Wachsthum Mauhh und dem Abnutze des Viehes merklich behuͤlfli⸗ Douſt cher. Wie wolte man in Mecklenburg an vie⸗ jeles aſn len Orten in 150 OR, eine Kuh gemaͤchlich hier zauͤn durch die Weide bringen, und in 45 OR. und Dort uu darunter ein Fuder Heu auf dem Acker werben? Die, den wie doch in der Maſch geſchiehet. Die Pferde eAnzaßlun gedeyhen der guten Weide halber zu einer beſon⸗ ſte. Zun deren Staͤrke, und dis merckt man, wenn man Maſht in der Maſch meiſtens mit 4, in den Mecklen⸗ als inche burgiſchen ſtarken Gegenden aber, die ihr gleich ſind, mit ſechs Pferden arbeiten ſiehet. Die war fti gute Pflege derſelben in der Ordnung bey den zwam Sehlungen gibt den Arbeitern Fluͤgel. Man denc h befordert hier die Pferdezucht eben ſo ſtark als pütntnn die Rindviehzucht; In Mecklenburg hingegen Doßtlt ſind die Schaͤfereyen von ſo viel groͤſſern Um— 8 Gan ſang, je weniger betraͤchtlich die Pferdezuchtiſt. damit d Der Ackerbau iſt in der Maſch mehr der nſtroß un Natur gemaͤß, in Mecklenburg iſt er mehr ge⸗ chgehens kuͤnſtelt und an die Ordnung gebunden. Hier Ausfluͤht machet man das Erdreich ſo locker wie ein Gar⸗ nin Mo tenbeet, dort reiſſet man es auf, man zerkleinet, t zubaun man ebnet es; Aber man druͤckt es auch etwas nicht ſehle zuſammen: Hier erſparet man bey der Streecke eſtimmte, gerne die Arbeit; Dort iſt die Arbeit einerley: xſir 1 Hier macht man ſich Bedencken beym Pfluͤgen 8 uda und Haacken; Dort wird alles ohne Unterſchied eerſe 16 gepfluͤget: Hier will man das Unkraut mit der nit eign Ruhe vertilgen; Dort wmiag man es mit der Vie Ege zugleich. 3 Der 352 Vergleichung der Mecklenb. groſſen Wirthſch. ht Der Haacken machet meines beduͤnkens in Mecklenburg das wieder gut, was die Pflege des Ackers in der Maſch vorzuͤglich gutes an ſich hat. Der Gebrauch der Waltze gehoͤret mit hieher. 6 ſt Es bedarf mehr Arbeit, den rohen Acker mit der Egenallein klein zu peitſchen, als mit der Waltze ater gut zu beſchicken. unter den Die Mecklenburgiſchen Wirthe ziehen den iil fider Weitzenallem uͤbrigen Getreyde vor; Die in der hndſcki Maſch die Wintergerſte: Jene duͤngen zur Zeit ſf eine auch wohl alten Acker; Dieſe niemals: Jene ſaͤ⸗ att witd en in die magere Braache gerne Rocken; Die⸗ ſe Bohnen: Jene wiſſen wenig oder nichts von Rapſaat; Dieſen iſt es gaͤng und gaͤbe: Jene ſaͤ⸗ — 7 ausgear en gar keine Wintergerſte; Dieſe faſt gar keine riimm Erbſen. Das and iſt zu ſtarck, und treibet teigkei, dieſes Gewaͤchs mehr in Stengel und Blaͤtter als in Frucht. Jene duͤngen der Regel nach die ſitz unde Braache; Dieſe die Weide: Jene binden ſich an laaige Se gewiſſe Jahre bey der Ruhe des Ackers, undan Bekn der Ordnung der Saaten; Dieſen gibt die Kraft ſiing an des Ackers das Maaß zu binden. ſorden. Wenn man nun alles zuſammen nimt: Die Vorfi gute Wirthſchaftsart; Den vortreflichen Bo⸗ u und den, den Vortheil welcher mit kleinen Wirth⸗— en, die u ſchaften verbunden iſt; Die nahe Lage der Maſch fun an der Elbe, und den daher entſtehenden leich⸗ tr Menge teren Abſatz; Die unverbeſſerliche Viehzucht; Vrien So uͤberlaſſe ich jedermann, die Folgerung ſelbſt dgenen zu machen, daß die Mecklenburgiſche Wirth⸗ nn wc ſchaft auch in den beſten Gegenden, bey wei⸗ Peinn 1 ten ſo eintraͤglich nicht ſey, wie die Hoi⸗ ſthn de ſteinſche in der Maſch. np zuf .GO SS ſadten gi Dirthſh dedüͤnkeus die Pflegede esan ichſe t wit hih Ackernnin it derW e ziehen 5 Dienme gen zurzi als: Jeniſ ocken; N r nichts w ber Jeweſt ſt gar kein und treitt no Bläͤne gel nachti nden ſichen ers, undan bt die af nimt: de ichen Be i Wirth eer Maſch den leiche iehzucht, ung ſelbſt de Witth bey wei e Hoi⸗ E⸗ iſt ein wahrer Mißbrauch, wenn Handſchriften der Welt ſo vor Augen geleget werden, wie ſie unter guten Freunden circuliren. Eine Schrift die unter den Haͤnden der Privatperſonen voͤlligen Bey⸗ fall findet, verdienet oft gar keinen bey dem Publico. Handſchriften handeln gemeiniglich ſo von Sachen, daß eine Kentniß derſelben bey denen ſchon vorausge⸗ ſetzet wird, welche ſie leſen; Sie enthalten Saͤchel⸗ chen, die Privatperſonen wichtig, der Welt aber noch weniger als gleichguͤltig ſeyn koͤnnen; Sie ſind ſelten ſo ausgearbeitet, daß die Ausdruͤcke rein, und die Wortfuͤgungen allemahl richtig genug waͤren: Offen⸗ hertzigkeit, Provinzialwitz, und Anſpielungen auf Sa⸗ chen, die uͤbermorgen ſchon vergeſſen werden, machen vieles unverſtaͤndlich wo nicht eckelhaft. Die gegen⸗ waͤrtige Schrift iſt zwar von Anfang an zur oͤffentli⸗ chen Bekandmachung entworffen, aber doch auch von Anfang an in der Geſtalt einer Handſchrift abgefaſſet worden. Sie hat zum Theil ſo bleiben muͤſſen, da der Verfaſſer die Correcktur nicht ſelbſt uͤbernehmen konnte, und kein anderer ihm vorgreiffen durfte, um ab und zuzuthun. Eben daher und theils auch durch des Abſchreibers Schuld, ſind die Druckfehler in ſol⸗ cher Menge eingeſchlichen, daß auch nur die, welche den Verſtand der Sache aͤndern, mit den gantz uͤber⸗ ſchlagenen Stellen angezeiget werden koͤnnen. Sonſt waͤre noch wegen des unrichtigen interpunctirens vieles zu erinnern,(welches beſonders von pag. 6. bis 13. ſo ſehr in die Augen faͤllt) wenn man nicht wegen der uͤbri⸗ gen ſo haͤuffigen Maͤngel, dieſes fuͤr einen der kleinſten zu achten haͤtte. 3 3 Anſtat: Anſtat: Lis. ſt Pag. 7. 84 Das Zugvieh. Das Zugvieh. n§. 30 14. Oberhalb deſſelben. Oberhalb demſelben. V 33. die neuere Verfaſſung die innere Verfaſſung 36. Abgefaſſet. abgevaſſet. 40. Nota. Dieſes iſt eine Nota zum 42.§. und ſtehet an dem unrechten Orte. 42. bemengen, die, welcheꝛe, bemengen. Die, welche M.§. 33 44.§. 56. deß, von des, von 13. ſ. 41 65.§. 105. Pflugſtahre Pflugfahre. Friffte 67.§. 108. Denſer Denfer. n.(. 10 32. muͤſten Denffers eigene Worte eingeruͤcket worden. in der ſeyn. ſaſung 95. darunter. Inſoferne, darunter, ſoferne„ss. Van t 37. Geſchlechten Geſchlechtern. Wchha vertheilet den Acker. vortheilet dem Acker. ff. ſonſt d 89. infleriori inferiori idet 109. Es iſt nicht noͤtig Es iſt noͤtig. as wit zu 112. rechtſchaffen zu ver⸗ genugſam zu verpflegen.. Nec. J pflegen. ta. gemach 116. Bis zu dem Bethen bis zu den Bothen des 1. Pegn des Winters Winters. 3. 2. Zo 123. Unentbaͤhrlichkeit. Unentbehrlichkeit. fr 125.§. 225. anwachſen muͤ⸗ anwachſen muͤſſe. V ſte. 130. Durch einen weit kuͤr⸗ ein weit kuͤrtzerer Weg tzeren Weg. 134. Safflar. Safflor. 154. und darein tritt und dann trits. 185.§. 352. Man verthei⸗ man vortheilet let 198.§. 371. Die angemerckt ſeyn ſollende Veraͤnde⸗ rung iſt Tab. V. uͤberſehen worden und weg⸗ geblieben. Pag. is. Pgg. 208.§. 389. wird taub. wird im Schatten taub. ie 212.§. 395. ſchicket. Adde. Der Unterſchied kan nilden blos in der Waͤrme des rfaſung einen, und in der Kaͤl⸗ 1 te des andern Theils be⸗ ne Non m ſtehen, da ſonſt die Be⸗ ſiehe nin ſtandtheile des Bodens drte gleich waͤren. die, wlh 214. S. 339. in ſoweit ſo offt. 223.§. 413. In naͤhere in mehr Kraͤffte. Kraͤffte 226.(§. 103.)(§. 403.) ücket wwain 25§. in der neueren Ver⸗ in der inneren Verfaſſung. faſſung ne 258. man wuͤſte. man wuſte. ſichtbar wuͤrde. ſichtbar wurde. Acker. 267. ſonſt dem(§...) zu⸗ ſonſt dem§. 475. zuwie⸗ wieder der. 268. mit zugemeſſen. mit zu genieſſen. tpflege, 281. Oec. Nachr. Tit. 4. Oec. Nachr. Tom. 4. 282. gemachet werden. gemaͤhet werden. Gothen de 292. Begattung Begatung. 339. 2. Zoll in der Mit⸗ 12. Zoll in der Mitte. it. te . 8. S—— Weg W 24 2 Sſe Veräͤnde und wegh Pig K en eincm neu eiggericRtelen Landguthe welchr e N Scklen G. HC. Sue᷑nr aueleer. I* eeeeeee NX AAN . II. PLAN aeeier Beaackbaer lee Loldlen eovoa èear Haetd in Thinnenuand M Aadar n: klihce, dar Dortied ie SKld, gcn d dDefrennackc delunet louten. — Aautrcntk la‿gen N K GRUNDRIS „ 8 8 8 8 8 8 d MW Binnen anc ——y— — — — — — A + 8S — 5— 8 28 8: 52 . 8& 552 *+ — 2 2. 8 8 2* 2 1 2 ——,—— 2 8ʃ SS2 8 „ ſs 58 28 2 ———— 3S S & See, 2s S e. — & SS2 5 ☛Q 3. SSSSSSAS SS2S, 5 20 1760.] Weide N. Braache⸗, Rocken Gerſten 61.] Weide Rocken Gerſten Haber Haber Weide[A. Braache 1 Weide 8 SS2 5 6„2 SS 6 2 62.] Weide Gerſte Haber Weide N. Braache Rocken 5 ⸗ 2.ᷣ ————————— 65 2 5 8SS2S. n 8 Ar 3 2 e s Sees S, O5S5I 8 S 2; SS2 8——= & 83* *.* ———————————————————— 552 5(.,&1⁵9Qh 8 2 25 5SSSS2 2 2.— ———— ——————————— ,————————— 5S2 2 2 5ʃ 5S2SSS 2(2& eS,S22 ² d. E. H. u. Kl. W. R. Klee. W. G. Klee. W. 63.[A. Braache Haber Weide Weide Rocken Gerſte 64.] Rocken Weide [N. Braache Weide 65.] Gerſte — Weide ſRocken A. Braache Haber Gerſt —ãꝗ Haber Weide 66. Haber Weide Gerſte Rocken Weide [N. Braache 67. Weide A. Braache Haber Gerſte Weide Rocken 609.] Rocken 3 68. N. Braache/ Rocken Weide Gerſte— Weide Haber Weide Gerſte Weide (A. Braache Haber Z. 20. Gerſte Haber Weide N. Braache Rocken Weide 71.] Haber Weide A. Braache Rocken Gerſte Weide 5 — — 8 8 5SS c9 5 29 9 5 2 8 &: 8☛m☚ρμ 82ASS 2 8SSSSe; 5 ◻/˙☛ 2 — x 5 SSSS2O ————————— 20 5SSSS . ½ & 3,s,S 29 6 e: ———————— ä—————— 2 3 2 : 8 8,25': —————— “ * . 3 SS 8 8 5—— ——-———— ſ, .. ₰ S S 8 2 24ee erefe—— —————————— 9 e 2 5 b.—DJ, S 2. ———— SA.. — W V— D 8 8 2 —[2.*..——— Ge 8 5 —8 1 E S SU G S 5—— S,— 4 Aeeeeeeſe 5 5 Ss S c E S. 5☛ 2.. 85—————— S H 8 5 8 ⁸&&& ſs S S: e Se S b — S 3 eſ2 S 8 8 8. 6& 8 8. Sczſe⸗ vASSSSS öC—,—————— G—— 5 en ————. 2 3 E. 6 2₰ .1. . 2A Se e ⸗ 2 5 S e S 8 3& Ser S S SS S x ee— Ae ——————..„ . 3= e— 5 ₰.[2. 4 44272,5 S 5 ——————— 3 Bs.. . a6 es e e S S G 8 S8S 8 3i e e 22 S= 2 S 60 ——=— 555S— FAA S 85 SSSSSRSSSSS 5. H* e, S ſee d 5 52 A2 e5 lh gia Ei 65 3 56 S[E 5 3 12es SeSeie es.= z5, 1 S8 5. V —— ☛&☛ 2 S 3 . e—.——— 85(&. 5 2SSSi g e 5— — 1 S ☛ 5 8 8 =S—ͤ 4 54 ———— A———— ESSSA& 5 ö S Sſc ⸗ S 8 6 8 8 e 5 R&&. 8. SSa=e2 G5, 5 5 2*3 1 e 81 8 8e«.. 8. “——-- O-—= 3, 62 3 3a S ö 2 Gl 8½& 8& 38 —. SASS 3 2e 2e seesſe.eeeeee SE S l G 3 ſe e . 8 OOSS SSSSR 8(5/SS 55 8 1 5 V— 1 Sſ=2 3& 8 Ei&. S2, 2 —— 8 5 8 5 2 SC 3 2. 3 8 S e 8 5 —————— 53S S A 856 5. —————— 8 8 5 8 E s 8 — — ꝗ-—= y—.—— 1 3₰ 1 1 „ . 3 1. 4 — 1 ——]——õʒ— 3 1—— —. —— 4 ————˖⏑—— - 2 △— 4— — 6 — 4 1 2 ¼ —— — † . 3 7 .. 8„.& — 2 .— ——/ 7 8 2 — X8 . . 4 ſ 3 63. —————————— Tabelle, TAB. VII nach welcher man die Schlaͤge gegen einander halten, und ſehen kan, welche davon, nach den verſchiedenen Zwecken der Wirth⸗ ſchaft, die beſten ſind. Die Summe alles Ackers zu den Schlaͤgen, iſt zu 100, 000. QR. durchgehends angenommen. Aah V zah Groͤße der Vaaa 39 Groͤße der tra⸗ Zah Groͤße der Wei⸗ 8 r lchen nach Qua⸗ der ſgenden Schlaͤge der de⸗Schlaͤge nach Schlaͤs Braa⸗— tragenden Weide⸗ 3 dratruthen. Schlzae nach Quadrat⸗ Sas Quadratru⸗ ge. chen. Shane ruthen. Schlaͤge. then. 4 1 22, 2222 3 606, 667 0 O. 5 1 20, O00 3 60, 000 1 20, 000 [2 33. 3331 3 50,000 6 1 16, 666 ¾ 3 50, 000 2 3 3, 000 b 4 66, 666 ¾ 1 16, 666 ¾ b(3 a2, 3571 5 42, 8575 7 1 14, 285 4 57, 142½ 2 28, 571 3 37, 500 4 50, 000 8 1 12,500 4 50, 000 3 37, 500 4 56, 250 27 31, 250 3 33, 3333 5 55,555 ½ 9 1 11, 111 4 44, 4443G 4 44, 4443 3 30, 000 6 60, 000 11 10,000 G 4 40, 000 5 50, 000 10 42 45, 000 42◻ 45, 000 — 1² 15,000 54 55, 000 3 30, 000 b 2 20, 000 5 50, 000 3 30, 000 11 9, 090 3 27, 272 ½6 7 63, 636 ½ 11L. 2 18, 1817 5 45,450411 mßb4 36, 36731 V[ 4, 666 5 41, 666 ¼ 12 2 16, 666 6 6 b 50, 000 4 33, 3 3 342 ſ 5 46, 153 5 38, 46¹½3 13 I. 2 HI. 15, 384221 7 53, 8467 4 80, 769 —-— — — — — — ——— — —Bͤͤſ —————— —õ——ÿy———— Goſour& Grey Gontrol Chart 2e Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta Wnite Greyl Grey 2 Grey 3 Grey 4 Black . 8¾ 1 —— ———õõ—ᷓõmmmʒ————— Coſour& Grey Control Chart Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta Wnite Grey! Grey 2 Grey 3 Grey 4 Black