n e Univ.-Bibi. Giessen — — —. 1 6 der a A 5 4 4 S4 4 5 1 1 4. 6 Pby hſſſchn Chemie Zweyter Theil, Dritte und vierte Abtheilung von den 7 halben und den 7 ganzen Metallen, und den Produkten derſelben; herausgegeben von Johann Gottſchalk Wallerius des Konigl. Schwed. Waſa⸗Ordens Ritter, der Arzen Gel. u. Weltw. Doctor, der Chemie, Metall. u. Apothekerkunſt ordentlichem Lehrer, auf der K. Schwed. Academie zu Upſala, der Kayſerl. und der Koönigl. Schwed. Acad. der Wiſſ. zu Stockholm E— Mitgliede. up 4 8 84 77 Aus dem Schwediſchen Kserſect und De8 Kr ua 1 mit Anmerkungen verſehen W a vrer von D. Chriſtian Ehrenfried Weigel, der Arzen. Gel., Chemie und Apothekerkunſt ordentlichem Lehrer und Auf⸗ ſeher des Botaniſchen Gartens, auf der K. Schwed. Academie zu Greifswald. r: r e Seipzig, bey Siegfried Lebrecht Cruſius. 1776. ————.——O O—Q—Q—Q—Q—C—CQC—Q—QQ—Q—Q—ỹ᷑—ꝑ—— Vorrede des Ueberſetzers. 6 Wegen des, ohne meine Schuld, ſo lange * verſchobenen Abdrucks der erſteren, lie⸗ fere ich erſt itzt die beiden letzten Abthei⸗ lungen des zweiten Theils, in gleicher Einrichtung mit den vorhergehenden. Mehrere Anfuͤhrungen von Schriften und Schriftſtellen, uͤber die Salzverbin⸗ dungen, und Erze wird man in meinen Anmerkungen zur Cryſtallographie des Hrn. Delisle finden, die jetzt unter der Preſſe iſt, und zum Theil zu einem Beytrage bey dieſem Werke dienen kann. Den drit⸗ ten Theil werde ich, ſo bald er im Original heraus⸗ gekommen ſeyn wird, gleichfalls liefern. Greifswald, den 26. Merz 1776. A 2 — ¹ 8————— /½ p 4 V„ Dritte Abtheilung von den Halb⸗Metallen, deren Eigenſchaften, und Verhalten gegen andere Koͤrper. — A 4 — —— N diege und n verke fern. virgin alles durch ent,d Dritte Abtheilung. Von den Halb⸗Metallen, deren Eigenſchaf⸗ ten, und Verhalten gegen andere Koͤrper. Vierzehntes Capitel. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten und Sublimaten, vem mineraliſchen Mohr, Zin⸗ nober, und den Verquickungen. §. 1. ſten zu ſeyn, daß man mit dem Queckſilber den dem wir nun zur Unterſuchung der metalliſchen Koͤr⸗ G per ſchreiten, ſcheint es der Ordnung am gemaͤße⸗ Anfang mache; und da man billig voraus ſetzt, daß ſowol ſeine Erze(1), als die Art, es aus denſelben zu erlan⸗ gen, aus der Mineralogie bekant genug ſind, ſo liegt (1) Auſſer dem wenigen ge⸗ diegenen Queckſilber, ſo ſich hin und wieder in Queckſilber⸗Berg⸗ werken findet, und auch Jung⸗ fern⸗ Queckſilber, Mercurius virgineus genannt wird, iſt faſt alles Queckſilber einzig und allein durch Schwefel im Zinnober ver⸗ erzt, der freilich nun von erdigen, A5 uns auch metalliſchen, Theilen auf mancherley Art verunreiniget und veraͤndert ſeyn kann. Man er⸗ haͤlt es aus ſeinem Erze durch Deſtil liren mit Zuſatzen, zu wel⸗ chen der Schwefel eine ſtaͤrkere Verwandſchaft, als zum Queck⸗ ſilber hat, unter welchen die Kalch⸗ erden im Großen den wohlfeilſten und — ¼ — 2 — 8 —Iööin ——x ————— 10 Vierzehntes Capitel. uns nun ob, die wunderbaren Eigenſchaften deſſelben, ſo viel moͤglich, genauer zu unterſuchen. 1. Anm. Wegen der Aehnlichkeit, die dieſer metalliſche Koͤr⸗ per in Anſehung ſeiner Farbe mit dem Silber hat, und wegen ſeiner Fluͤßigkeit, wird er auf griechiſch Hydrargy- rum, auf lateiniſch Argentum vivum, und bey uns Queck⸗ ſilber genannt; bey den Chemiſten heißt er aber Mercurius, nicht vom Mercurius Trismegiſtus, ſondern in ſo weit der Mercurius der Sonne zunaͤchſt iſt, und mehrentheils mit einem Zuſatz Mercurius vivus, Mercurius currens, auch Mercurius rudis, wegen ſeiner Fluͤßigkeit, und zum Unter⸗ ſchied von dem Mercurio Philoſophorum, und andern Pro⸗ bukten, die vom Mercurius benannt ſind. Sonſt wird er wegen ſeiner wandelbaren Geſtalt auch Protheus, oder Cha- mæleon mineralis genannt, unter welchen Veraͤnderungen er jedoch einerley bleibt. Gemeiniglich gebraucht man den Namen Queckſilber, oder Mercurius ſchlechtweg, wie wir auch thun. 2. Anm. Was die Schnellkraft des Queckſilbers, ſeine Schwere, worinn es dem Golde am naͤchſten koͤmmt, in⸗ und gebraͤuchlichſten Zuſatz geben. Von ſeinen Erzen, und den Ar⸗ ten, das Queckſilber daraus zu gute zu machen, S. Colini Beſchreibung verſchiede⸗ ner Queckſilbererze in der Pfalz, dem Herzogthum Fweybruͤcken, u. einigen be⸗ nachbarten Gertern, nebſt iner neuen Eintheilung derſelben, aus dem erſten Ban⸗ de der Al. Acad. Theod. Palat. in Win. Beluſt. Th. III. S. 107 ⸗ 210. und im Neuen Hamb. Mag. B. V. St. 21. S. 195⸗259. woſelbſt S. 157. und 198. ein Verzeichniß meh⸗ rerer Schriften zur Naturge⸗ ſchichte des Queckſilbers zu finden dem iſt. J. G. WALLER. Elem. Me- talt. S. 384. C. g.§. 1. J. A. ScopoLl de Hidrargyro Idrienſe tentamina— ed. ScHLEGEL. Jen. Lipf. 1771. 8. Ei Princ. Min.§. 206⸗209. S. 151⸗154. J. J. Ferber Beſchreib. des Queckſilberbergwerks zu Idria— Berlin 1774.8. Ep. BROWN Kelation of the Queckſilver- Miner in Friuli in Philoſ. Trausact. 1669. N. 54. Obl. ſur ce qui ſe pratique aux Mines d' Almaden en Eſpagne, pour en tirer le Mercure— par M. pE Juss Eu in Mem. de Acad. R. de Paris v. J. 1719- S. 461⸗476. Tab. II. Anm. des Ueberſ. en, ſo vi alliſche Kär⸗ hat, und Hydrargy- uns Queck, Mercurich, ſo weit der ntheils mit rens, auch zum Unter⸗ nndern Pro⸗ enſt wird er oder Ch⸗ aͤnderungen ht man den g, wie wwir bers, ſeine ommt, in⸗ dem Elem, Me- 1. J. A. jro larianß CHLEGEL. EI Princ. 151⸗154. zeeſchreib. ergwerks in 1774.8. tion of tho Friuli in 99. N.+. atique aux nPlpagne, lercure— in Nem. de v. J. 1719 II. Anm. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 11 dem dieſes allein, einen Theil der Platina ausgenommen, im Queckſilber niederſinkt, und die Zartheit deſſelben be⸗ trift, in welcher letzteren er alle andere Fluͤßigkeiten zu uͤbergehen ſcheinet, weil man das Queckſilber leicht durch Leder druͤcken kann, als welches weder mit Waſſer, noch mit Weingeiſt oder Oel gelingt, ſo haͤlt man dieſe Sache fuͤr bekant genug, um ſich hiebey nicht weiter aufhalten zu duͤrfen, und eben dies gilt von ſeiner Unſchmackhaftig⸗ keit, und Undurchſichtigkeit. G. 2. An der Luft verhaͤlt ſich das Queckſilber, wie ein ande⸗ res in der Hitze fließendes Metall, es wird von einer groͤßern Hitze ausgedehnt, von einer geringern in die Enge gebracht, erfordert aber eine gewaltige Kaͤlte, ehe es dadurch zum Ge⸗ ſtehen gebracht werden kann, wie die neuern in Petersburg im Jahr 1760. angeſtellten Verſuche(2) zur Genuͤge be⸗ weiſen, als aus welchen man erſieht, daß die natuͤrliche Kaͤlte allein, wie ungewoͤhnlich ſtark ſie auch war, das Queckſilber doch zu keiner Feſtigkeit hat bringen koͤnnen, ſondern zugleich durch eine kuͤnſtliche Kaͤlte hat unterſtuͤtzet werden muͤſſen. Dann wird das Quaeckſilber endlich verdickt, aber es bleibt weich, und laͤßt ſich wie Bley ſchneiden, und wird bey einiger Verminderung dieſer Kaͤlte wiederum fluͤßig. 1. Anm. (2) S. Joh. Ad. Braun de admirando frigore artifi- ciali, quo Mercurius eſt con- gelatus— Petroß. 1760. 4. auch in Philoſ. Transact. v. J. 1761. und Nov. Comm. Petr. T. XlI. S. 268. ff. uͤberſ. in V. Hamb. Mag. B. IV. S. 370⸗ 372. Ebendeſſ. Diſſ. conti- nens partim additamenta nova & ſupplementa ad Diſl. de con- gelatione Mercurij— Eben⸗ daſ. S. 302. Die neuern Ver⸗ ſuche und Erfahrungen der Her⸗ ren Pallas(S. Berlin. Samml. B. VI. St. z. S. 266. und 267.) und Blu⸗ menbachs(S. Goͤtt. Gel. Anz. v. J. 1774. St. 13. S. 106. und 107.) bekraͤftigen ſol⸗ ches. Braun bewuͤrckte die kuͤnſtliche Kalte hiezu mit rau⸗ chendem Salpetergeiſte. Nach dem Hru. von Buͤffon ſoll ſich das Queckſilber, wenn es in Daͤmpfe zertheilt iſt, leichter ver⸗ dicken laſſen. A. d. U. 12 Vierzehntes Capitel. b. 1J. Anm. Da das Queckſilber ein fluͤßiges Metall iſt, und ſeine Fluͤßigkeit von der Waͤrme hat, ſo muß es auch die I Eigenſchaften haben, die anderen in der Hitze gefloſſenen Korpern zukommen; Muͤſſen alſo nicht ſeine kleinſten Theil⸗ de 1 chen in einer beſtaͤndigen Bewegung durch einander ſeyn? d veir Muß es nicht etwas ausdunſten?. 5 runſ 2. Anm. Ob das Queckſilber gleich in der Waͤrme fließt, ſo lbar findet man doch, daß es in Vergleich mit allen uͤbrigen Quccſ Koͤrpern an der Luft kaͤlter iſt, welches man fuͤhlen kann, V chs wenn man einen Finger oder die Hand in Queckfilber haͤlt, lche wovon man nicht allein eine ſtarke Kaͤlte, ſondern auch ei⸗ Nrun nige Beſchwerde, und wie ein Druͤcken auf die Finger oder Hand fuͤhlet, ſo daß man ſelbige nicht lange ohne Gefahr b deſill im Queckſilber halten kann; auch werden die Finger etwas V ſl ſchwarz, wenn man ſie oft in ſelbiges hineintunkt. ber, u Es wird zwar gemeldet, daß die Kaͤlte des Queckſilbers Knuf in einem Verhaͤltniß gegen die Schwere deſfelben ſtehe, und Anr ſelbiges ſolchergeſtalt 14 mal ſo kalt als Waſſer ſey; noch b ſind aber keine ſichere Verſuche daruͤber angeſtellt; wenn 8 man Queckſilber in Waſſer gießt, deſſen Waͤrme vorher unterſucht worden iſt, ſo kann man nachher mit Huͤlfe ei⸗ 3 nes Thermometers erfahren, ob und wie viel ſolches Waſ⸗ b i ſer vom Queckſilber kaͤlter werde. V 8 3. Anm. Viele berichten auch, daß das Queckſilber etwas b be von ſeiner durchdringenden und aufloͤſenden Kraft verliere, n wenn man es lange an der Luft ſtehen laͤßt; und wenn es 88 wohl gereiniget und getrocknet iſt, ſoll es nicht allein eine ge Feuchtigkeit aus der Luft anziehen, und davon waͤrklich V ſl eine Zunahme an ſeinem Gewichte erhalten, wie Malcuin V T (Chem. Med.) beobachtet zu haben vorgiebt, ſondern es ſoll 3 ſich auch etwas pulverichtes, wie eine Haut, auf das Queck⸗ d ſilber ſetzen, welches zum oͤftern bemerkt wird. S. Jun⸗ CTers Conſp. Chem. T. I. p. 985. Vielleicht ruͤhrt es von die⸗ b ſer Anziehung zum Waſſer her, daß 11 Unzen und 7 Gran Queckſilber, in einem Winter, an 25 Gran zugenommen, 63)? und 11 Unzen und 32 Gran gewogen haben, wie Neu⸗ and etw mann in ſ. Chem. Th. Pr. 2ten Zimmerm. Ausg. S. 1364. trgleich berichtet. Srreiun ich §. 3: Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 13 §. 3. Wird das Queckſilber lange in einem Moͤrſel gerieben, oder in einer an ein Muͤhlrad gebundenen Flaſche, geſchuͤttelt, ſo verwandelt ſich etwas davon gemaͤhlich zu einem ſchwar⸗ zen, gelinden, feinen, durchdringend kupfericht oder nach Gruͤnſpan ſchmeckendem Pulver, das auf dem uͤbrigen Queck⸗ ſilber fließt; und iſt es merkwuͤrdig, daß deſtomehr vom Queckſilber zu einem ſolchen Pulver verwandelt wird, jemehr ſolches vorher gereiniget worden iſt. S. Boͤerhave de Mercurio p. 6.&c. Sammlet man dieſes Pulver, und treibt es mit ſtarkem Deſtillirfeuer, ſo wird es wiederum zu fließendem Queckſil⸗ ber, und geht in die Vorlage uͤber. S. Boͤerhave am angef. O. 1 Anm. Bey dieſer Gelegenheit muß ich erwaͤhnen, daß das Queckſilber, wenn es mit einem thieriſchen Fette, als Talch, Schmalz, oder einer Salbe; oder mit etwas fetten aus dem Gewaͤchsreich, als Harz, Wachs, Copaiva⸗ Peru⸗ Balſam, Terpenthin, oder mit vegetabiliſchen Oelen, z. B. mit Terpenthin⸗Oel, oder mit einer ſeifenartigen Materie, wie Zucker, Speichel, oder mit einer ſchwefelichten, als Spießglasſchwefel, gemiſcht und in einem Morſer gerie⸗ ben wird, ſeine Fluͤßigkeit gaͤnzlich verlieret, getheilt, und in gemeldete Materien unſichtlich eingemiſcht wird, woher es denn auch getodtetes Queckſilber, NMercurius extinltus, genannt wird. Hiebey iſt merkwuͤrdig, daß wenn Queck⸗ ſilber lange mit Zucker gerieben wird, dieſe beyde ſo mit einander vereiniget werden, daß ſie, ohne ſich zu ſcheiden, vom friſchem Waſſer aufgeloͤſet werden; woraus man ſie⸗ het, daß dieſe Art, das Queckſilber zu toͤdten, zu medizin⸗ ſchen Abſichten die beſte und ſicherſte iſt(). §. 4. (3) Mit arabiſchem Gummi und etwas Waſſer gerieben, wird er gleichfalls getoͤdtet, und dieſe Vereitung von Plenken vor⸗ zuͤglich zum innern Gebrauch em⸗ pfohlen. S. deſſen Meth. nov. & facil. Mercur. æpris venerea lue infellis exhibendi. L' indob. 1766., welche auch nachher von verſchiedenen angewandt worden, wie ————— 14 Vierzehntes Capitel. §. 4. Sowol in offenem als verſchloſſenem Feuer iſt das Queckſilber ganz fluͤchtig; es ſublimirt ſich ehe und ſchneller auf, als man Waſſer zum Sieden bringen kann; woraus man erſiehet, daß es eher und ſchneller einen groͤßern Grad der Hitze annimmt, als irgend eine andere Fluͤßigkeit. Anm. Laͤßt man Queckſilber in einem ſilbernen Loͤffel uͤberm Feuer abrauchen, ſo laͤßt es mehrentheils einen dunkeln Flecken zuruͤck; M 6. iſt ſolcher gelblicht, ſo ſagt man, ſoll das Queckſilber goldhaltig ſeyn. 5. Schuͤttet man Queckſilber in eine Phiole, die einen platten Boden, aber einen ſehr engen Hals, und kleine Oef⸗ wie denn noch neulich in den Nov. Aft. Acad. N. C. T. V. ein Bey⸗ ſpiel eines damit ohne Erfolg ei⸗ ner Waſſerſcheue geheilten Biſſes einer wuͤthenden Katze angefuhrt wird; wie auch von Kaͤm⸗ P fen(S. die Acra Acad. Scient. Haß. 177 1) und Odhelius (S. Su. Vet. Ac. Handl. v Jahr 1770. S. 292⸗ 296.) gut be⸗ funden worden iſt. Zwar iſt der Grund, warum das getodtete Queckſilber von ei⸗ nigen vorzuͤglich empfohlen wird, daß es nemlich keinen Speichel⸗ fluß bewuͤrke, ſehr ſchwach, in⸗ dem das Queckſilber, es komme roh oder verſetzt in den menſchli⸗ chen Koͤrper, doch, wofern es als Queckſilber wuͤrken kann, in ei⸗ ner zureichenden Doſe, immer den Speichelfluß bewurket, und wenn eine Queckſilber⸗Bereitung nung ihn nicht hervorbringt, ſo iſt ent⸗ weder die Doſis nicht ſtark genug dazu, oder es ſind auch ſolche Mittel hinzugeſetzt, die die Wuͤr⸗ kung des Queckſilbers hemmen, und alſo nach dem Verhaͤltniſſe, worinn ſie beygemiſcht ſind, einen kleinern oder groͤßern Theil deſ⸗ ſelben unwuͤrkſam machen, da⸗ her denn auch bey ſolchen kuͤnſt⸗ lichen Verſetzungen nichts her⸗ auskommt. In ſo weit aber kann das ge⸗ toͤdtete Queckſilber den Sublima⸗ ten, ſowol dem aͤtzenden, als dem verſuͤßten, vorgezogen werden, daß es die Salzſaͤure nicht bey ſich hat, als welche dem Koͤrper eben nicht die zutraͤglichſte iſt. Man vergl. P o rners Anm. uͤber Baume's Abhandl. vom Thon. S. 130. A. d. U. —= —— —— ——4y] (9) Aſelbe V bale i Chen 8 dufäͤhrer auch b. engfiͤht und zur Nen kön iſt das hneller voraus Grad uͤberm dunkeln oll das einen eOef⸗ nung ſ iſt ent⸗ k genug ſolche eWuͤr⸗ emmen, uͤltniſſe, , einen heil deſ⸗ en, da⸗ kuͤnſt⸗ ts her⸗ das ge⸗ Sublima⸗ „als dem werden, tbey ſich per eben Man n. uͤber l. vom . P. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 15 nung zum Ausgang der Luft hat, ſetzt ſelbige in eine Sand⸗ kapelle, und giebt einige Monate lang ein gelindes Feuer, ſo daß die Hitze alle Wochen ein wenig verſtaͤrket, doch nie ſo ſtark werde, daß das Queckſilber ſich aufſublimire, ſo wird es zuletzt in ein roͤthlichtes Pulver verwandelt, welches Queckſilberkalch, Mercurius calcinatus, oder Mercurius per ſe præcipitatus(4), auch Mercurius ſine addito præcipi- tatus genannt wird. Dieſer Queckſilberkalch enthaͤlt, wie man bey Beſchau⸗ ung deſſelben durch ein Vergroͤßerungsglas befindet, noch ei⸗ nige kleine unverwandelte Queckſilbertheilchen, und kleine Kuͤgelchen, die man in dem uͤbrigen Pulver eingemiſcht ſin⸗ det; er wieget ſchwerer, als das zum Calciniren eingeſetzte Queckſilber; in eine ſtarke Retorte gethan, und mit ſtaͤrkerer Hitze getrieben, wird er wieder zu lebendigem Queckſilber, und geht in die Vorlage uͤber; auch kann er zu Queckſilber wieder hergeſtellet werden, wenn man ihn mit Salz, Eßig oder Weinſteinſalz vermiſcht und reibeet. S. Kunkels Lab. chim. und Mor. Hofmanns Alla Labor. Alt- dorf. S. 242. 1. Anm. Bey der Bereitung des Queckſilberkalchs muß man bemerken, daß das Feuer nothwendig verſtaͤrket werden muß, weil das Queckſilber in bloßem Digerirfeuer unver⸗ aͤnderlich iſt, obgleich Juncker a. a. O. p. 986. be⸗ haupten will, daß ſolches zureiche. 2. Anm. Miſcht man den erhaltenen Queckſilberkalch mit eben ſo viel Queckſilber, und verfaͤhrt damit wiederum, wie (4) Die bey der Bereitung deſſelben erforderlichen Handgriffe habe ich mich, in meinen Obſerv. Chem.& Miner., Obſ. II., aus⸗ zufuͤhren bemuͤhet, woſelbſt ich auch verſchiedene Schriftſteller angefuͤhrt habe, die zum Beweiſe und zur Erlaͤuterung dieſes§. die⸗ nen konnen. Einige Verſuche uͤber die Eigenſchaften, und be⸗ ſonders die Aufloͤslichkeit und Wiederlebendigmachung deſſelben im naſſen Wege, habe ich in mei⸗ nen Obf. Chem.& Alin. P. II. Obſ. I. geliefert, welche alſo hier anzu⸗ fuhren unnoͤthig ſeyn wuͤrde. 2 2 16 Vierzehntes Capitel. wie gemeldet worden, ſo wird das zugeſetzte Queckſilber V d auch zu einem ſolchen Pulver, oder Queckſilberkalch; wie⸗ 1 derholet man dieſes oͤfter, indem man immer wieder ſo viel V E Queckſilber zuſetzt, als das erhaltene Pulver wieget, ſo bekommt man zuletzt ein ſolches Pulver, das im Feuer fließt, und mit gewoͤhnlicher Hitze nicht zu Queckſilber re⸗. ducirt werden kann, auf der Kapelle aber doch nicht ſteht. S. die Mem. de l' Acad. R. de Paris v. J. 1705. S. 123. und w eine 1706. S. 232. u. 234. wie auch Baylens Hi. Fluidtt. fülle in T 3. Anm. Man kann dieſen Queckſilberkalch mit mehrerer Bequemlichkeit bereiten, wenn man zwey Kolben, einen itieet thoͤnernen und Zlaͤſernen gebraucht. In den thoͤnernen eigte thut man das OQueckſilber, und ſetzet ihn in die Sandka⸗ inmer pelle, ſetzt dann den glaͤſernen auf denſelben, doch ſo, daß tothen eine kleine Oefnung fuͤr die Luft uͤbrig bleibt, feuert dann bertal vorſichtig an, und verſtaͤrkt das Feuer nach und nach, bis das Queckſilber ſich in dem obern Kolben aufſublimirt hat, worauf man denn die uͤbrig gebliebene Oefnung verſtopfet d und mit dieſem Grade des Feuers acht bis zehn Wochen anhaͤlt. Darauf nimmt man das rothbraune Pulver her⸗ V aus, ſo man mit gleich viel Queckſilber vermiſcht und durch⸗ 1 reibt, und damit in eben dem Kolben, mit eben der Zube⸗ 1 reitung und Feurung, wie das erſte mal, verfaͤhrt, worauf V be das Pulver, ſo man nun erhaͤlt, wieder mit eben ſo viel 2,2 Queckſilber vermiſcht, und auf eben die Art, wie die vori⸗ a gen male, behandelt wird. 1 4. Anm. Da der Queckſilberkalch einigen Nutzen in der Arze⸗ ſa ney hat, und fuͤr die beſte Bereitung unter den Queckſil⸗ tt berarzeneyen angeſehen wird, da man ihn, zu 2, 4, 6 bis ol 8 Gran auf die Doſis, mit einer Conſerve wider die Ve⸗ 1 nusſeuche gtebt, ſo haben einige geglaubt, dieſes Arzeney⸗ 58 mittel wuͤrde verbeſſert und veredelt, wenn man anſtatt d des reinen Queckſilbers entweder ein Amalgama aus Gold 3 und Queckſilber, das aus 8 Theilen Queckſilber gegen 1 9 Theil Gold beſteht, oder verquicktes Silber, das aus 4 1 Theilen Silber gegen 1 Theil Queckſilber bereitet wird, ge⸗ 5 brauchte. Dieſe Verquickungen muͤſſen, wenn ſie gebraucht en werden ſollen, vorher erſt mit Eßig, dann mit Waſſer wohl gewaſchen werden, worauf man ſie puͤlvert und dann damit, wie ich erwaͤhnt habe, verfaͤhrt. Nimmt man das 6) E Amalgama, ſo mit Gold gemacht iſt, ſo wird das, auf ſjade dieſe ckſilber ); wie⸗ ſo viel het, ſo Feuer (ber re⸗ t ſteht. 3. und laiqit. ehrerer einen nernen andka⸗ d, daß dann , bis t hat, ſopfet Jochen er her⸗ dur ch⸗ Zube⸗ orauf o viel vori⸗ Arze⸗ hcſil⸗ 5 bis ie Ve⸗ zeney⸗ anſtatt § Gold gegen 1 aus 4 rd, ge⸗. raucht Waſſer ddann n das 6, auf dieſe Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 17 dieſe Art zu calciniren, erhaltene Pulver, Aurum Horizon- eale, auch Aoth genannt; doch hievon bey einer andern Gelegenheit ein mehrers.. §. 6. Deſtillirt man Queckſilber vor ſich aus einer Retorte, in eine wohl verlutirte, zur Haͤlfte mit reinem Waſſer ange⸗ fuͤllte Vorlage, ſo geht es in weißen Daͤmpfen uͤber, die ſich im Waſſer zu fließendem Queckſilber verdicken, das Mercu- rius deflillatione depuratus,(durch Deſtilliren gerei⸗ nigtes Queckſilber) genannt wird. Zugleich bleibt aber immer etwas von einem ſehr ſchweren, ſcharf ſchmeckenden, rothen Pulver in der Retorte zuruͤck, das auch ein Queckſil⸗ berkalch(§. 5.) iſt(5). 1. Anm. Fuͤllet man die Vorlage ſo weit voll Waſſer, daß die halbe Muͤndung des Halſes der Retorte unter Waſſer kommt, ſo hat man keine Verlutirung noͤthig, weil ſich der Queckſilberdampf dann gleich im Waſſer verdickt, welches uͤberdem verhuͤtet, daß die Vorlage nicht von dem heiſſen und ſchwerem Dampf Riſſe bekömmt, auch das Queckſil⸗ ber von aller mit uͤbergehenden Unreinigkeit befreyet. 2. Anm. Nach dem Deſtilliren muß man die Retorte etwas Haufheben, und mit der Hand an den Hals derſelben ſchla⸗ gen, damit das noch darinn ſitzende Queckſilber in die Vor⸗ lage hinunter laufen moͤge, und da dennoch gemeiniglich etwas davon im Halſe der Retorte ſtecken bleibt, muß man ſolches nachher mit einer Feder in ein Gefaͤß auskehren. 3. Anm. Vom Waſſer ſcheidet man das Queckſilber leicht. Das mehreſte Waſſer gießt man nemlich ſanfte ab; das uͤbrige aber ſcheidet man nachher entweder mit grau Pa⸗ pier, oder Schwamm, ſo vorher in Waſſer getunkt und ausgedruͤckt worden, ab, oder man ſchuͤttet das woͤſſerichte OQueckſilber auch auf einen Lappen Leinwand, die man uͤber eine Schaale legt, wodurch das Waſſer ablaͤuft. 4. Anm. (s5) Es iſt dieſer von dem vorhergehenden(§. 5.) in nichts unter⸗ ſchieden. A. d. U. B ——— 18 4. Anm. Nachdem das Waſſer abgeſchieden iſt(3. Anm.) 1 Vierzehntes Capitel. muß man das Queckſilber noch weiter reinigen, und von der Unreinigkeit befreyen, die ihm etwa von den Gefaͤßen, oder dem Waſſer anhaͤnget; zu dem Ende waͤſcht man es erſt mit ſtarkem Eßig, dann mit Salzlauge, und zuletzt mit ganz reinem Waſſer, das man zuletzt, wie das erſtere, abſcheidet. Andere, beſonders Schmidt de Nenſir. univerf. S. 149. und Ludolf in ſeiner Einleitung zur Chimie, rathen, gegen 2 Theile Wachs zu ſchmelzen, in einen rei⸗ nen ſteinernen Morſel zu gießen, und dann 1 Theil Queck⸗ ſilber dazu zu ſchuͤtten, und ſolches wohl untereinander zu ruͤhren, bis es getodtet wird;(man vergl.§. z. Anm.); dann das ganze Gemenge mitt ſtaͤrkerem Feuer zu ſchmel⸗ zen, ſo ſinket das Queckſilber zu Boden, worauf man alles kalt werden laͤßt, und ein Loch ins Wachs macht, ſo laͤuft das Queckſilber rein heraus, wenn man an das Gefaͤß klopft. 5. Anm. Bey dieſer Gelegenheit muß ich auch erwaͤhnen, daß Boerhave mit vieler Muͤhe 15 Unzen und 5 Quent⸗ gen Queckſilber auf oben gemeldete Art 512 mal deſtilliret, und dadurch gefunden hat: 1) daß das OQueckſilber jm⸗ mer klarer und fluͤßiger ward, auch an ſeiner natuͤrlichen Schwere in etwas zunahm, indem das rohe Queckſilber ſich gegen Waſſer, wie 13 7130 zu 1; das ſo oft deſtillirte aber, wie 14 166 zu 1 verhielt. S. Boerh. am angef. G. p. 21. 2) Jedesmal aber blieben auch einige Gran rothes Pulver, oder Queckſilberkalch in der Retorte zuruͤck, das zuſammen von allen Deſtillirungen gegen 1 Unze 5 Quentl. und 21 Gran betrug. Dieſes Pulver in einer wohl beſchlagenen Retorte, mit ſtarkem Feuer gezwungen, ward großtentheils wieder zu fluͤßigem Queckſilber, einige Grane davon aber hielten ein ſtarkes Schmelzfeuer aus, ob ſie gleich durchs Bley auf der Kapelle zuletzt zerſtoͤrt wurden. S. Boerhave am angef. O. 6. Anm. Um ein vollig reines Queckſilber zu erhalten, ha⸗ ben die Chemiſten verſchiedene Wege erdacht. 1) Einige deſtilltren es aus Zinnober, der mit gleich viel Eiſenfeilſpaͤnen(6) vermiſcht worden iſt, uͤbrigens auf eben die Art, wie vorher gemeldet worden, nur daß 6 — /*6 69) heſte, einen d übernim reiniget! Linl.; 375. 2 Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛce. 19 A ee: undn daß man das Feuer verſtaͤrkt, bis die Retorte voͤllig vefäßm gluͤht, da man denn das Oueckſilber mit einem Sup⸗ man 8s preßions⸗Feuer(7) in die Vorlage uͤbertreibt. d zuletzt 2) Einige gebrauchen den mineraliſchen Mohr, gleich⸗ erſtere, falls mit Eiſenfeilſpaͤnen, und behandeln es auf eben die Art; bey welcher Deſtillirung merkwuͤrdig iſt, daß , S man waͤhrend dem Deſtilliren einen beſonders unan⸗ hhimte, genehmen Geruch, faſt wie von Schwefel⸗Leber ver⸗ nen rin ſpuͤret, und ſich eine glaͤnzende, unangenehm riechen⸗ Oe de und ſchmeckende Haut ſowol auf dem Waſſer, als nden. an den Seiten der Vorlage bildet, welches vom Schwe⸗ Ann 3 fel und Eiten herruͤhret. ſchmel⸗ 3) Andere nehmen Spießglas⸗Mohr, Aethiops mine- if man ralis,) und Eiſenfeilſpaͤne, und verfahren damit auf macht, eben die Art. an das 4) Anſtatt der Eiſenfeilſpaͤne nehmen einige Kalch, den 3 ſie mit einem oder andern queckſilberichten Koͤrper vaͤhnen, miſchen, da ſie 2 Theile Kalch gegen 1 Theil Zinno⸗ Quent⸗ ber, oder gleich viel mineraliſchen Mohr nehmen. fuee 5) Andere gebrauchen anſtatt der Eiſenfeilſpaͤne fixes rlichen Laugenſalz, in eben dem Verhaͤltniß, als den Kalch. ckſilber 6) Andere wieder gebrauchen Spießglas⸗Koͤnig, wovon ſtillirte ſie nur 2 Theil gegen 1 Theil Zinnober oder minera⸗ angef. liſchen Mohr nehmen. Vran 9) Auch Kupfer koͤnnte man hiezu gebrauchen. unze 5 8) Wie auch gekoͤrnt Bley; oder auch, welches merk⸗ er wohl wuͤrdiger iſt, Bleyzucker. ward— eGrane. B 2. 9) So „ob ſie wurden,(6) Dieſer Zuſatz iſt nicht der) Das gedaͤmpfte oder Sup⸗ beſte weil das Qucckſilber oft PreßineFener eſehes dnre ei il vom Eiſen mit ſi daß man gluͤhende Kohlen au n, ha⸗ aiendie un 43 d Ad ſch die Retorte legt, um den Ueber⸗. 2 mmt⸗ und Sonrh derut⸗ gang des zu Deſtillirenden in den— gleich reiniget wird. S. Kudolffs Hals der Retorte zu befoͤrdern. brigens Einl. in die Chymie, S. S. Spielmanns luſiit. n, nur 375. A. d. U.(uem. S. az. A. d. U. de 6 Vierzehntes Capitel. 9) So auch Silber. Dieſe letztere Arten oder Mittel ſind aber nicht allge⸗ mein gebraͤuchlich. Sonſt mag man die Reinigung oder Deſtillirung des Queckſilbers anſtellen, auf wel⸗ che von den uͤbrigen gedachten Arten man will, ſo er⸗ haͤlt man das ſogenannte wieder lebendig gemach⸗ te Queckſilber,(Mercurius revincatus) das man je⸗ doch, wie in der aten Anm. erinnert worden, waſchen muß. Malouin haͤlt dafuͤr, daß das Queckſilber, ſo man aus Spießglas⸗Mohr und Eiſenfeilſpaͤnen er⸗ haͤlt, das reinſte und klarſte werde, und wie Phos⸗ phorus ſchimmere(8), weil ſich die uͤbrigen Metalle am beſten an das Spießglas hefteten. „ S. 7. Aus den bisher angefuͤhrten Verſuchen erſiehet man, daß das Queckſilber vor ſich allein nicht aus einander geſetzt werden kann, ſondern nur eine feſte, pulverichte Geſtalt an⸗ nimmt, ohne Feuer mit einer dunkeln(§. 3.) durchs Feuer mit einer rothen(§. 5. u. 6.) Farbe(9), welches Pulver, (8) Den phosphoriſchen Schein giebt das gemeine Queck⸗ ſilber im luftleeren Raum, wenn es nicht mit metalliſchen Theilen verunreiniget iſt, ſchon nach bloſ⸗ ſem einfachen Deſtilliren, ſonſten uͤberhaupt, ſo bald es rein iſt. Die beſte Reinigung iſt allemal, es mit Schwefel zu toͤdten, oder mit der Salzſaͤure durch Subli⸗ miren zu verbinden, und dann daraus wieder lebendig zu ma⸗ chen, da dann das fixe Laugen⸗ ſalz, z. B. Pottaſche, der beſte Zuſatz iſt. Die metalliſchen Zu⸗ ſaͤtze verunreinigen es gar zu leicht wieder, da doch das Queckſilber leicht einen Theil davon verfluͤch⸗ einen tigen, und mit ſich uͤberreiſſon kann.(S. die 6. Anm.) Von dem gedachten Phosphoreſciren des Queckſilbers handeln J. Bek- NOuLLi Diſſ. de Mercurio lucente in vacuo. Baſil. 1719. und AßR. TREMELET Of the Light cau- ſed by Quickſilber shaken in a Glaſs Tube proceding from Electricity in Phil. Trausafr. N. 478. A. d. U. (9) Daß die rothe Farbe des vor ſich verkalchten Queckſilbers von den anhaͤngenden Feuerthei⸗ len herruͤhre, erhellet daraus, weil man keine andere fremde Theile davon abſondern kann, und das Queckſilber ſelbſt ganz und unzer⸗ legt W einen ſe wieder; „ Amn d ſer, ſ man ſo Paſer nit ebe holet w p ehhah 2. N legt in wie die deſelben dautt ¹ Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 21 einen ſehr kleinen Theil ausgenommen, der im Feuer fließt, ſt a. 2— 18 wieder zu fluͤßigem Queckſilber hergeſtellet werden kann.(§. 6. uf wel⸗ 65. Anmerk. ſo er⸗ 2 emach⸗§. 8. anafe 244 Reibt man Queckſilber lange in einem Moͤrſel mit Waſ⸗ Efiben ſer, ſo wird das Waſſer zuletzt etwas verunreiniget; gießt nen er⸗ man ſolches in ein Glas ab, und ſchuͤttet eben ſo viel rein Phos⸗ Waſſer auf das uͤberbliebene Queckſilber, und verfaͤhret da⸗ Metalle mit eben ſo, wie vorher, welches, ſo oft man will, wieder⸗ holet werden kann, und laͤßt dann alles Waſſer abrauchen, ſo erhaͤlt man ein dunkles Pulver, oder ſchwarzen Queck⸗ ſilberkalch,(Mereuriur calcinatus niger) von eben der man, Beſchaffenheit, als der(§. 3.) angefuͤhrte.. 9 nit 1. Anm. Mangold berichtet in den. Nogant. I. I. ht an⸗ S. 244. daß 2 Unzen Queckſilber vermittelſt einer, auf an⸗ Feuer gefuͤhrte Art angeſtellten, Reibung, daß nemlich das Waſ⸗ ulver, ſer, ſo bald es truͤbe ward, abgegoſſen wurde, innerhalb einen 24 Stunden uͤber die Haͤlfte verkalcht worden iſt, ſo daß nur 7 Quentgen uͤberblieben. Auch berichtet er, daß die⸗ reiſſn ſer erhaltene Kalch auf ein Vierteltheil fix und fleiſchfarben Von geweſen ſey, auch nicht vom Bley verfluͤchtiget werde. Lüien 2. Anm. Die Chineſer ſollen dieſes Reiben mit Speichel be⸗ ‚Ban⸗ wuͤrken, wozu doch nicht, wie Dippel in der Diſf. a⸗ ueute 3 Vita Amimali, behauptet, der Speichel eines nuͤchternen ae. Menſchen erfodert wird, da man weiß, daß das Waſſer. call- durch Reiben zu einer Erde verwandelt wird, ſo erhellet, den in daß dieſer Queckſilberkalch auch zum Theil dieſe Erde ent⸗ feom haͤlt, und vielleicht oft nur dieſe Erde iſt, die vom Queck⸗ all. N. ſilber ſchwarz gefaͤrbt worden. rbe des 1.. fſalbers B 3 Wird lerthei⸗. , weil legt in dieſem Kalch befindlich iſt, ches letztere jedoch Hr. Baume Theile wie die Wiederlebendigmachung(Erlaͤut. Exp. Ch. Th. II. S. ind das deſſelben durchs bloße verſtaͤrkte 437.) wider die uͤbrigen Chemis dunzer⸗ Feuer zur Genuͤge beweiſet; wel⸗ ſten laugnet. A. d. U. legt —õ——n 2 4 22 Vierzehntes Capitel. Wird Queckſilber mit Waſſer digerirt oder gekocht, ſo weiß man aus der Erfahrung, daß ſolches Waſſer die Wuͤr⸗ 4 mer vertreibet(10), ob es gleich keinen merklichen Geruch hi oder Geſchmack davon bekommt, auch kein merklicher Theil ſ 1 1 des Queckſilbers ſich unter dem Kochen aufſublimirt hat, ſe⸗ 1 1 biges auch nichts von ſeinem Gewicht verlohren hat, wie 6 3 Boerhave a. a. O. erfahren hat. Nach dem Digeri⸗ ren oder Kochen wird das Queckſilber waͤßrichter befunden, b wenn man es gleich von allem Waſſer zu befreyen ſucht. V Anm. Carl Friedr. Hundertmarck meynet, in Veing ſeiner Diff. e Mercurii Vivi--- VUt. Lipf. 1754. S. 73, du daß das Queckſilber dem Waſſer einige zarte Theilchen, oder Üdu einen feinen Dunſt mittheile, welches auch nicht unglaub⸗.] lich ſcheinen kann, wenn wir uns erinnern, daß man, wenn man Queckſilber lange reibet, oft ein Stechen in der Naſe, ſ als von Nieswurz, verſpuͤret, oft auch, wie Jacobi 1 in den Eph. N. G. VNov. Act. T. I. app. erzaͤhlt, einem der Kopf wuͤſte wird; zu geſchweigen, daß die Wuͤrmer vor 3 dem Queckſilber von ferne fliehen, ohne ſelbiges zu beruͤh⸗ V 1 ren, welches man von keiner andern Urſache, als einem 1 feinen Dunſt, herleiten kann, der auch immer von fluͤßi⸗ d gen Koͤrpern aufſteiget, wenn wir ihn gleich nicht merken V koͤnnen. Daß das QOueckſilber nichts von ſeinem Gewichte.,7 verlieret, koͤnnte vielleicht daher erklaͤret werden, daß er 4.7 anſtatt der verlohrnen Materie etwas aus dem Waſſer an⸗ V de zieht.(S.§. 2. 1. u. 3z. Anm. 1 Joh. Bapt. Burſerus,(in der Hiſt. de anthel- d mintica ar genti vivi facultate,) hat neulich durch einen Ver⸗ O ſuch die Kraft des Queckſilbers, Wuͤrmer zu vertreiben, b 4 beſtreiten wollen: Er behauptet, daß ſie vom Queckſilber gar nichts leiden, weil ſie auf eben die Art, und nicht ſchneller ſterben, wenn ſie auf Queckſilber gelegt werden, als wenn man ſie auf andere Stellen legt, welches voͤllig wider die von Redi angeſtellten, und von Bianchi in den Leutere Medico- Pratiche e dell' uſo dell' Mercurio aus⸗ untern gefuͤhr⸗ iſt ein (10) Eben dieſe Eigenſchaft Queckſilber gekocht wird. A. erhaͤlt die Milch, wenn ſie mit d. U. 1 Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 23 5 e.. e„ ocht, o— gefuͤhrtem Verſuche ſtreitet, da nemlich Wuͤrmer auf Queck⸗ ie Wuͤr⸗ ſilber gelegt, einen Schaum von ſich gaben, ſtarke Zuͤckun⸗ Geruch gen bekamen, und ſo ſtarben. Wir laſſen dieſes aber da⸗ er Them hin geſtellet ſeyn, und merken nur an, daß wir, da Bur⸗ Theil ſer nicht erzaͤhlt, wie ſie das Queckſilber fliehen, und ihm hat, ſel weichen, welches die Erfahrung doch taͤglich lehrt, wenn at, wie Menſchen oder Vieh mit einer Queckſilber⸗Salbe geſchmie⸗ Digeri⸗ ret werden, dieſen Verſuch zu einer weitern Unterſuchung geri 1 G funden und Erforſchung ausgeſetzt ſeyn laſſen. „ ht.§. 9. net, it Reibt man Queckſilber in einem glaͤſernen Moͤrſer mit 7 5...„. S. 3, Weingeiſt, ſo giebt es auch ein ſchwarzes Pulver von ſich, en, oder und wird glaͤnzender darnach, doch nicht aufgeloͤſet. glaub⸗„Anm. Ob das Queckſilber von einer, weder ſauren, noch wwenn aͤtzenden, aber mit dem hoͤchſt rektificirten Weingeiſt in An⸗ Naſt, ſehung der Fluͤchtigkeit und Reinigkeit etwas uͤbereinkom⸗ gcobi menden, auch mit einer hellen Flamme im Feuer abbren⸗ em der nenden Feuchtigkett aufgeloͤſet, und darnach unter dem ner vor Deſtilliren, in Waſſer oder Erde verwandelt worden, uͤber⸗ berüh⸗ laſſen wir andern zu unterſuchen. S. Kuͤhnſt. de Sale elnem Metal. S. 16. u. 18. Pott de Sulph. Metall. S. 20., aber fluͤßi⸗ dieſes Aufloſungsmittel kann man nicht fuͤr einen einfachen renn Weingeiſt halten(11).. daihe.Anm. Die Eigenſchaften und Auffoͤſungskraft, die einige ſer an⸗ dem Weingeiſt beylegen, der mit, aus Salpetergeiſt nie⸗ 7 dergeſchlagenem Queckſilber iſt digerirt und cohobirt wor⸗ den, wird vielleicht erlaubt ſeyn, mehr den Theilchen, die amthel. die Salpeterſaͤure dem Weingeiſt mittheilet, als einigen n Ver⸗ Queckſilbertheilchen zuzuſchreiben, ob ich gleich auch dieſe rreiben, Meynung nicht voͤllig beſtreiten will. S. Pott de Subph. ccſber Metall. p. 28. und die Schriftſteller, welche er anfuͤhrt. d nicht werden,§. 10. Jvollig Mit Oelen vereiniget ſich das Queckſilber nicht allein anchi unterm Reiben,(S.§. z. Anm.) ſondern es giebt auch v aus⸗::. 9 rell oft eine Tinktur, wenn es mit denſelben digerirt wird. icüh B 4 1. Anm. d. J.(11) Es ſcheinet dies eine Vitrioliſche oder Salpetrichte Naphtha geweſen zu ſeyn. A. d. U. —= 24 Vierzehntes Capitel. 1. Anm. Schroͤder meynt, die violette Tinktur, ſo Vi⸗ anus aus OQOueckſilber und Oel bereitet, ſey mit Wach⸗ holderoͤl gemacht worden. Auch das Terpenthinol, und mehrere, werden ſo gefaͤrbet. 2. Anm. Erhitzt man Queckſtlber in einem Tiegel, Loffel oder Scherben ſo ſtark, daß es anfaͤngt zu ſieden, zu dampfen und zu brauſen, und gießt es dann gleich in Leinol aus, das man dazu in einer Schale bereit haͤlt, ſcheidet dann das Queckſilber vom Leinol und verfaͤhrt damit wiederum eben ſo, mit Kochen und Abkuͤhlen in demſelben Oel, wel⸗ ches mehrere male wiederholet wird; ſo wird es zuletzt hart, laͤßt ſich unter dem Hammer dehnen und ſchmelzen, doch bleibt es im Feuer fluͤchtig, daher man es, ſo gleich, wenn es geſchmolzen iſt, aus dem Feuer nehmen muß. S. Juncker am angef. G. S. 991. Mir aber hat dieſes nicht gluͤcken wollen, ob ich es gleich mehrere male wieder⸗ holt habe. 3 §. II. Mit deſtillirtem Eßig gerieben, verhaͤlt ſich das Queck⸗ ſilber eben ſo wie mit Weingeiſt(S.§ 9.). 1. Anm. Iſt das Queckſilber vorher ohne Feuer verkalcht (§. 30, oder aus Scheidewaſſer mit zerfloſſenem Weinſtein⸗ öl niedergeſchlagen worden, ſo wird es vom deſtillirten Eßig aufgeloͤſet(11*). 2. Anm. Eben ſo wie der Eßig, ſollen ſich auch der Honig⸗ und Zuckergeiſt, und die uͤbrigen aus Gewaͤchſen, wie aus Holz, Brod, u. a. m. deſtillirte Saͤuren gegen das Queck⸗ ſilber verhalten; auch die vom Thau, Regenwaſſer, und Thon, von welchen Salzen einige Alchemiſten vieles er⸗ zaͤhlen, das wir in ſeinem Werthe laſſen wollen. H. 12. Gießt man zu einer gewiſſen Menge Queckſilber eben ſo viel Vitrioloͤl, oder, wenn dieſes ſchwaͤcher iſt, doppelt, ja drey, (11*) Hierinn unterſcheidet auffoͤſet, ſondern lebendig macht. ſich die Saͤure der Ameiſen vom S. Marggrafs Them. Eßig, daß ſie das vor ſich durchs Schr. I. Th. S. 348. A. d. U. Feuer verkalchte Queckfilber nucht —,— dre, ſtehtd man d gaſeit Scheid maͤhli leht ſ heiſes 3 in eine zwanzi eine eit Turpe b befund higt bj ſch zum oder I zum d ethelet dder m des pu Kochſal einem Nrur din me lit, w Semac 1. An ſiib den (9) T 1 lederum el, wel⸗ zuletzt melzen, ga S. dines vieder⸗ Queck⸗ kalcht iſtein⸗ Urten oonig⸗ eaus Aueck⸗ und es er⸗ ben ſo 6, ja drey, nacht. hem. . U. Vom AQueckſilber, deſſen Praͤcipitaten M. 25 drey, bis vier mal ſo viel als das Queckſilber wiegt, ſo ent⸗ ſteht davon kein Brauſen, und kaum einige Aufloͤſung; ſetzt man dieſes Gemenge aber in einem Glaskolben oder Zucker⸗ glaſe in eine Sandkapelle, oder, welches beſſer iſt, in einem Scheidekolben uͤbers Feuer, laͤßt es bey vorſichtig und ge⸗ maͤhlich verſtaͤrktem Feuer ſieden, und vermehrt die Hitze zu⸗ letzt ſo ſtark, daß alles Vitrioloͤl wegrauchet, ſo bleibt ein weiſſes ſchweres Pulver, oder eine weiſſe Maſſe zuruͤck. Reibt man dieſe Maſſe, weil ſie noch etwas warm iſt, in einem Moͤrſer zu Pulver, und ſchuͤttet dieſes Pulver in zwanzig mal ſo viel heiſſes Waſſer, ſo bekommt es ſogleich eine citrongelbe Farbe, und wird mineraliſcher Turbith, Turpethum minerale genannt(12). Unterſucht man dies Pulver, ſo wird es, wie folget, befunden: a) Mit einem Vergroͤßerungsglaſe betrachtet, zeigt es noch einige kleine unaufgeloͤſte Queckſilber-⸗Koͤrner; b) ſchmeckt es ganz ſcharf und aͤtzend; c) im Waſſer iſt es zum Theil aufloͤslich, und kann folglich als eine Art von Salz oder Vitriol angeſehen werden; a) iſt es in heftigem Feuer zum Theil ſchmelzbar, da es denn blutroth fließt, woraus erhellet, daß es zum Theil wie eine Art von mineraliſchem oder metalliſchem Kalch angeſehen werden kann; e) wird dies Pulver mit doppelt ſo viel gepuͤlvertem und decrepitirtem Kochſalz vermiſcht, ſo giebt es durch eine Sublimirung, aus einem Glaskolben, ein Salz, das aͤtzender Sublimat, Mercuriur ſublimatur, genannt wird, wovon in der Folge ein mehreres; f) mit Eifenſeilſpaͤnen vermiſcht und deſtil⸗ lirt, wie§. 6. gemeldet worden, giebt es wieder lebendig gemachtes Queckſilber. 1. Anm. Das Verhaͤltniß des Vitrioloͤls gegen das Queck⸗ ſilber iſt verſchteden, je nachdem ſolches ſtark iſt, und nach⸗ dem man entweder mehr von dem auflöslichem Turbith, B 5 oder (12) Von der Bereitung deſſelben S. in der erſten Abtheilung Cap, I. 76. Anm. d. U. 26 Vierzehntes Capitel. oder von dem im Waſſer unaufloͤslichen Queckſilberkalch erhalten will; im erſten Fall kann man mehr, im letzteren weniger Vitriolol nehmen; auch kann man im letzteren Falle Schwefelgeiſt gebrauchen, der in aͤltern Zeiten auf Apothe⸗ ken gebraͤuchlich geweſen iſt.. Das Feuer kann bey dieſer Gelegenheit ſo ſtark ange⸗ bracht werden, als man will, weil ſich das Queckſilber nicht aufſublimirt, ſondern durch das Vitrioloͤl figirt wird. 2. Anm. Verrichtet man dieſe Verkalchung des Queckſilbers in einer Retorte, in einer Sandkapelle, mit vorlutirter Vorlage, ſo findet man nach der Oeſtillirung, daß das Uebergegangene dem Schwefelgeiſt, ſowol in Anſehung ſei⸗ nes ſtechenden Geruchs, als ſeines Geſchmacks, zum Theil gleichet, auch etwas Schwefel zugleich in den Hals der Re⸗ torte aufgeſttegen iſt.(Man vergl. Cap. 10.§. 25. Anm.) S. Vogels uſiit. Chem.§. 812. Not. woraus deutlich er⸗ hellet, daß etwas von einem brennbaren Weſen im Queck⸗ ſilber zu finden ſey. Des uͤbergegangenen Phlegma's, und Geiſtes kann man ſich zu einer neuen Verkalchung bedienen, da man eben ſo viel Queckſtlber, dem Gewichte nach, dagegen nimmt. Man ſiehet hieraus, daß ſich die ſtaͤrkſte Saͤure an dies Queckſilber in Geſtalt eines feſten Salzes haͤnget; auch er⸗ hellet hieraus ſolchergeſtalt, daß das Queckſilber etwas metalliſches, oder eine Erde enthalten muͤſſe, woran ſich die gedachte Saͤure haͤngen koͤnne. 3. Anm. Gießt man, nachdem das Vitrioloͤl abgetrieben iſt, friſches Vitrioloͤl auf die zuruͤckgebliebene Maſſe, und trei⸗ bet ſolches wieder davon ab, ſo erhaͤlt man, wenn dieſes mehrere male wiederholet wird, zuletzt eine Maſſe, wie ein Oel, die feuerbeſtaͤndig iſt, und nicht getrocknet werden kann; dieſe wird Queckſilberol, Oleum Mereuri, genannt, und iſt eine vollkommene Queckſilber⸗Auffoͤſung in Vitriol⸗ ol, welches daraus zu erſehen iſt, daß das Queckſilber aus demſelben durch Laugenſalz niedergeſchlagen werden kann. 4. Anm. Da dieſer zubereitete mineraliſche Turbith, ſo ſcharf wie er iſt, nicht zur Arzeney gebraucht werden kann, ſo pflegt man erſt heiſſes, darnach kaltes Waſſer darauf zu 5 en, — ι2ᷣ——„—„— — Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 27 lbe* 3 Iſfen, und ihn damit auszuſuͤßen, indem man die Maſſe mit ren gale dem Waſſer wohl ruͤhret und umſchuͤttelt, und das Waſſer fApothe bald eben abgießt, damit alle Salzigkeit und das aufge⸗ loͤſte Queckſilber abgeſchieden werden, welches man ſo lange wiederholet, bis das Pulver unſchmackhaft, wie ein Kalch er ange⸗ oder Erde, befunden wird, worauf man noch Weingeiſt ꝛeckſilber darauf gießet, und es damit etwas zum Digeriren ſtehen lit wird. laͤßt, damit alle zuruͤckgebliebene, und ihm noch anhaͤn⸗ 1 gende, Schaͤrfe dadurch verſuͤßet und vermindert werden ckſilbers moge; auch muß man dieſer Urſache halber den Weingeiſt rlutirter nachher nicht abbrennen, ſondern vielmehr nach der Dige⸗ daß das rirung abgießen. Ein ſolchergeſtalt gewaſchenes und aus⸗ zung ſei⸗ geſuͤßtes Pulver iſt das, was eigentlich, und auf Apothe⸗ im Theil ken, mineraliſcher Turbith„(Lurypethum minerale) ge⸗ der Re⸗ nannt wird. Dieſer ſchmilzt nicht im Feuer, ſondern ſub⸗ Anm.) limirt ſich auf, wenn der Tiegel gluͤhend wird, woraus tlich er⸗ man ſiehet, daß der unausgelaugte Turbith etgentlich nicht Queck⸗ ſchmilzt, ſondern vielmehr von der Vitriolſaͤure aufgeloͤſet wird, von welcher das Queckſilber vorher nur verkalcht es kann wird.— tdan eben 5. Anm. Laͤßt man das Waſſer, womit der Turbith abge⸗ immt. kuͤhlt und gewaſchen worden, bis zu Setzung einer Haut an dies abrauchen, und ſetzt es an einen kalten Ort, ſo erhaͤlt uich er⸗ man Queckſilber⸗Cryſtallen, oder einen ſeinen Ooeckſil⸗ etwas ber⸗Vitriol. 1 an ſich Laͤßt man dieſe Cryſtallen an der Luft auf einer Glas⸗ ſcheibe zerfließen, ſo erhaͤlt man Queckſilber⸗Oel,(Oleum Allercuri,) das jedoch von dem vorhergehenden(3. Anm.) ben iſt, verſchieden, ſonſt aber eines von den ſtaͤrkſten und freſ⸗ nd trei⸗ ſendſten Aezmitteln iſt. dieſes Gießt man aber etwas zerfloſſenes Weinſteinoͤl zu ge⸗ wie ein dachtem Waſſer, ſo wird erſtlich ein braunrothes Pulver, werden darnach aber ein mehr gelbliches daraus niedergeſchlagen, genannt, das ſowol der Farbe, als den Eigenſchaften nach, dem Vitrio⸗ Turbith voͤllig gleich iſt und dahero auch damit vermiſcht 5 3 werden kann. ann. 1, 6. Anm. Gedachten mineraliſchen Turbith, der ein durch die ſcharf Vitriolſaͤure verkalchtes Queckſilber iſt, kann man auf meh⸗ nn, ſo rere Arten erhalten. a) Wenn man etwas Vitrioloͤl zu zuggieſ einer Queckſilber⸗Aufloͤſung in Scheidewaſſer gießet, oder ſen, auch, 1 28 Vierzehntes Kapitel. auch, b) einen in Waſſer aufgeloͤſten Vitriol damit ver⸗ miſcht; wie auch, c) wenn man ein Mittelſalz, das eine Vitriolſaͤure enthaͤlt, z. B. Wunderſalz, Arcanum dupli- catum, oder vitrioliſirten Weinſtein, in Waſſer aufloſet, unnd von dieſer Aufloͤſung etwas zur Queckſilber⸗Aufloͤſung in Scheidewaſſer gießt.(12*) Dieſe Salze werden hie⸗ durch aus einander geſetzt. 6. 13. Gießt man zwey Theile Salpekergeiſt in einen Glas⸗ kolben oder Zuckerglas auf ein Theil Queckſilber, ſetzt ſolches in einem Scheidefuß in eine maͤßige Hitze, ſo faͤngt der Sal⸗ petergeiſt an, weißlicht zu werden, und darauf das Queckſil⸗ ber nach und nach aufzuloͤſen, worauf die Aufloͤſung ganz helle, aber etwas gelblicht wird. 1I. Anm. Um eine wohlgeſaͤttigte Aufloͤſung zu erhalten, kann man, wenn das zugethane Oueckſilber aufgeloͤſet iſt, mehr zuſetzen, bis etwas unaufgeloͤſt liegen bleibt, worauf man die Aufloͤſung abhellen kann. (12*) Dies war Stahls Aufgabe, die Vitriolſaure vom firen Laugenſalz ohne Feuer zu ſcheiden, da ſich jene mit dem Queckſilber verbindet, niederfaͤllt und ein wiederhergeſtellter Sal⸗ peter aufgeloͤſet zuruͤckbleibt. Man kann alſo vermöge einer Queck⸗ ſilber⸗Aufloͤſung im Scheidewaſ⸗ ſer Mittelſalze erforſchen, ob ſie eine Vitriolſaure enthalten. Die Queckſilber Aufloͤſung wird zu dieſem Behuf, wenn ſie geſaͤttigt iſt, mit eben ſo viel deſtillirtem Regen⸗ oder Schneewaſſer ver⸗ duͤnnt. Beſonders iſt es indeſ⸗ ſen, daß der Niederſchlag gleich Citrongelb iſt, da ſonſt das Aueck⸗ 2. Anm. ſilber durchs Vitrioloͤl weiß nie⸗ dergeſchlagen wird, und dann erſt, wenn Waſſer hinzugegoſſen wird, die gelbliche Farbe annimmt. Die Urſache der Auseinander⸗ ſetzung der vitrioliſchen Mittel⸗ ſalze bey dieſer Vermiſchung iſt wahrſcheinlicher Weiſe darinn zu ſuchen, daß das aus der Vereini⸗ gung des Queckſilbers mit der Vitriolſaͤure entſtehende Produkt groͤßtentheils ſchwer vom Waſſer gehalten werden kann; ein Fall, der dem ſehr nahe kommt, wenn man eine Alaunaufloͤſung zu ei⸗ ner mit Scheidewaſſer bereiteten Kreideaufloͤſung gießt. A. d. U. gevorder teer N diſſen nit teir weiſſe der ſilber Puber 613)? ſang mit raͤcipita dhenden rit ber⸗ das eine m dupli- aufloſet, ufloſung den hie⸗ Glas⸗ ſolches er Sal⸗ dueckſil⸗ g ganz n, kann ſt, mehr auf man Anm. eiß nie⸗ annerſt, ſen wird, nit. inander⸗ Mittel⸗ hung iſt darinn zu Vereini⸗ mit der Produft Waſſer ein Fall, t, wenn zu ei⸗ ereiteten .d. U. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 20 2. Anm. Will man anſtatt des Salpetergeiſtes Scheidewaſ⸗ ſer nehmen, ſo muß man merken, daß 4 Theile Scheide⸗ waſſer gegen 1 Theil Queckſilber erforderlich ſind, auch eine etwas ſtaͤrkere Hitze noͤthig iſt. Waͤhrend der Aufloͤſung findet man, daß ein weiſſes Pulver zu Boden faͤllt, wel⸗ ches auch geſchicht, wenn etwas Kochſalziges im Salpeter⸗ geiſt eingemiſcht geweſen iſt, weil ſowol die Vitriol⸗ als Kochſalz⸗Saͤure das Queckſilber aus dem Scheidewaſſer niederſchlagen, wie ich gleich mit mehrerem erwaͤhnen wer⸗ de. Auch erfolgt einiger Niederſchlag, wenn man die mit Scheidewaſſer bereitete Aufloͤſung mit reinem Waſſer ver⸗ duͤnnet, welches nicht geſchieht, wenn man die Aufloͤſung mit Salpetergeiſt verfertiget hat. Auch ſchlaͤgt ſich ein Theil des Queckſilbers aus dieſen Aufloͤſungen zu einem Kalch nieder, wenn man dieſelben zu lange uͤber dem Feuer ſtehen laͤfſet. 3. Anm. Dieſe Queckſilber⸗Aufloͤſung faͤrbet die Haut pur⸗ purfarbicht, Holz, Haare und Wolle aber ſchwarz; mit Gallaͤpfel⸗Decokt gemiſcht, ſchlaͤgt ſich ein gelblicht Pulver daraus nieder. . 14. Bey dieſer Aufloͤſung des Queckſilbers im Salpetergeiſt (§. 13.) ſind folgende Umſtaͤnde anzumerken: 1) Gießt man zu dieſer Aufloͤſung, nachdem ſie kalt geworden iſt, heiſſe Salzlauge in der Menge, daß kein wei⸗ terer Niederſchlag mehr bemerkt wird, ſo erhaͤlt man einen weiſſen Niederſchlag, der, durch ofteres Auf und Abgieße, mit reinem Waſſer wohl gewaſchen, und dann getrocknet, weiſſer Praͤcipitat(13), Mercurius praæcipitatur albus, oder Mercurius Coſineticur, auch Lac Mercuru,(Queck⸗ ſilbermilch) genannt wird. Dieſes niedergeſchlagene Pulver hat folgende Eigenſchaften: S a) Iſt (13) Wie man durch die Faͤl⸗ ne, lehret Herr Monnet in lung mit Salzgeiſt dieſen weiſeen den Abh. der Ac. d. W. zu Praͤcipitat eben ſo aͤtzend, als den Stockh. v. Jahr 1770. Qu. I. aͤtzenden Sublimat, erhalten kon- A. d. U. 30 Viierzehntes Capitel. a) Iſt es im Feuer fluͤchtig. b) Sublimirt man es in einem glaͤſernen Kolben, ſo erhaͤlt man ein Salz, das mehr oder weniger aͤtzend iſt, nach⸗ dem es vorher ſtaͤrker oder geringer ausgeſuͤßet worden, und ſolchergeſtalt einem verſuͤßten oder aͤtzenden Sublimat,(Mer- curius dulcis, oder ſubſimatus) deren in den folgenden Para⸗ graphen weitere Erwaͤhnung geſchehen ſoll, nahe koͤmmt. c) Reibet man etwas davon auf eine erwaͤrmte polirte Kupferplatte, ſo wird ſie, wie verſilbert, welches jedoch leicht verzehret; ſtreuet man aber etwas davon auf eine polirte Ku⸗ pferplatte, und legt die dann uͤbers Feuer, ſo laͤßt es einen ſchoͤnen rothen Flecken zuruͤck, wenn man die Kupferplatte ſchnell in kalt Waſſer abloͤſchet. d) Miſcht man dieſes Pulver mit Weinſteinſalz oder Eiſenfeilſpaͤnen, und deſtillirt es auf die oben(§. 6. 6 Anm.) gemeldete Art, ſo erhaͤlt man ein zartes wieder lebendig ge⸗ machtes Queckſilber, wovon Kunckel viel Nuͤhmens macht(14). 1. Anm. Zu dieſer Faͤllung wird erfordert, daß a) die Auf⸗ loſung wohl geſaͤttiget, b) die Salzlauge ſtark und heiß ſey; c) muß man, nachdem mit der Salzlauge ſo viel nie⸗ dergeſchlagen worden iſt, als ſich damit niederſchlagen laͤßt, das uͤbrige mit fluͤchtigem Laugenſalz, das vorher in Waſſer aufgeloͤſet worden, niederſchlagen, wodurch auch der Queckſilberkalch weiß niedergeſchlagen wird, man auch findet, daß man mit der Salzlauge kaum den vierten Theil nieder⸗ (14) Da einige Metalle, z. B. ſuche, das Silber vom Kupfer be⸗ das Kupfer und der Wißmuth, vom Konigswaſſer leichter aufge⸗ loſet werden, ſo kann das Queck⸗ ſilber durch die Fallung mit Salz⸗ lauge oder Salzgeiſt freilich da⸗ von befreyet werden, ſo wie man auf eben die Art, nach Anleitung der WMarggrafſchen Ver⸗ freyen, und zu einer großen Fein⸗ heit bringen kann. Die Wieder⸗ lebendigmachung des Queckſilbers aus dieſem Niederſchlag mußte aber nicht mit Eiſenfeilſpaͤnen, (S. die 6. Anm. d. U.) ſondern mit Laugenſalz angeſtellt werden. 2.* in Uaze lben, ſo ſt, nach en, und :(Mer- en Para⸗ unt. ee polirte dch leicht lirte Ku⸗ es einen ferplate alz oder Anm.) ndig ge⸗ üͤhmens die Auf⸗ nd heiß jel nie⸗ hlagen rher in ch auch mn auch n Theil nieder⸗ upfer be⸗ gen Fein⸗ Wider⸗ ncſilbers mißte lſpanen, ſondern werden. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 31 niederſchlagen koͤnnen. Sollte man anſtatt des fluͤchtigen Laugenſalzes, ein gefloſſenes Weinſteinol gebrauchen, ſo erfolget wol einiger Niederſchlag, aber ein gelblicher; und gießet man nachher einen ſtarken Salmiak⸗Geiſt dazu, ſo erfolgt auch einiger Niederſchlag, und ſiehet man ſolcher⸗ geſtalt, daß dieſe Aufloͤſungen durch fixes Laugenſalz nicht vollkommen gefaͤllet werden koͤnnen. 2. Anm. Man kann dieſen Niederſchlag auch mit einer Sal⸗ miak⸗-Aufloͤſung(15), oder einem Salmiak⸗Geiſt, oder auch mit Salzgeiſt, bewuͤrken; doch iſt hiebey zu bemerken, daß, wenn die Faͤllung im letzten Falle in der Waͤrme verrichtet wird, der Niederſchlag wiederum von neuem aufgeloſet wird, wo man nicht das Aufloͤſungsmittel, das nunmehr ein Königswaſſer iſt, von demſelben abgießet. Man ſieht ſolchergeſtalt, daß dieſe Faͤllung ihren Grund darinn hat, daß die Anziehung des Oueckſilbers zum Salzgeiſt ſtaͤrker als zum Salpetergeiſt oder Scheidewaſſer iſt. 3. Anm. Wie dieſe Auflodang durch Vitriolgeiſt, Vitriolauf⸗ loͤſung, aufgeloͤſete Mittelſalze von der Art, die eine Vi⸗ triolſaͤure enthalten, niedergeſchlagen, und ſolchergeſtalt ein mineraliſcher Turbith erhalten werde, iſt ſchon ange⸗ fuͤhrt worden(§. 12. 6. Anm.), und iſt hiebey noch die⸗ ſes zu bemerken, daß der Niederſchlag im Waſſer aufloͤs⸗ lich wird, wenn man die Faͤllung mit Vitriolöl verrichtet. 4. Anm. Ob in dem Niederſchlage, der mit Menſchenkoth bewuͤrket wird, und von welchem Henckel in ſ. Traktat von der Aneignung, etwas erwaͤhnet, etwas beſonde⸗ res und guͤldiſches ſlecke, uͤberlaſſen wir andern zur wei⸗ tern Unterſuchung. 1 15) So bereitet ihn Hr. Wie⸗ gleb, indem er 1 Unze Queck⸗ ſilber in 9 bis 10 Drachmen Scheidewaſſer aufloͤſet, dieſe Auf⸗ loͤſung mit einem Pfunde Waſ⸗ ſer verduͤnnet, mit einer Aufloͤ⸗ ſung von 2 Drachmen Salmiak in 4 Unzen Waſſer vermiſcht und 5. Anm. dann mit fixem Laugenſalz nie⸗ derſchlaͤgt. S. deſſ. Kl. ch. Abh. S. 149. ff Vogels Lehrbegr. d. Ch. S. 616. Anm. Eine aͤhnliche Bereitung lehrt Herr Baume(Erl. Exp. Chem. Th.II. S. 485.) A. d. U. Vierzehntes Capitel. 5. Anm. Den weiſſen Praͤcipitat erhaͤlt man auch, wenn man aͤtzenden Sublimat in Waſſer aufloͤſet, und mit fluͤch⸗ tigem Laugenſalz niederſchlaͤgt; wie auch, wenn man ſowol Salmiak, als aͤtzenden Sublimat, im Waſſer aufloͤſet, dann die Aufloͤſung durchſeihet, und mit fixen Laugenſalz nie⸗ derſchlagt. 6. Anm. Hat man das OQueckſilber in Scheidewaſſer aufge⸗ löſet, und verrichtet das Niederſchlagen entweder mit ge⸗ floſſenem Weinſteinol, oder mit Kalchwaſſer, ſo bekommt man einen gelben Praͤcipitat,(Mercurius præcipitatus Ravus) den man auch erhaͤlt, wenn aͤtzender Sublimat in Waſſer aufgeloͤſet, und auf eben die Art, mit gefloſſenem Weinſteinol oder Kalchwaſſer niedergeſchlagen wird. Wird die Faͤllung aber mit heiſſem Harn verrichtet, ſo erhaͤlt man fleiſchfarbenen Praͤcipitat,(Mercurius præcipitatus encarnatus).. 7. Anm. Suͤßet man den mit Salzlauge bereiteten Nieder⸗ ſchlag wohl aus, ſublimirt ihn, loͤſet den erhaltenen Sub⸗ limat wieder in Waſſer auf, ſchlaͤgt ihn mit Salzlauge nie⸗ der, und ſublimirt ihn wieder auf, und verfaͤhrt ſo drey⸗ mal auf eben dieſelbe Art mit dieſem Sublimat, ſo erhaͤlt man einen glaͤnzenden Sublimat, der zu einigen alchymi⸗ ſtiſchen Arbeiten dienlich iſt. S. Junckers Couſp. Chem. T. I. S. 997. 8. Anm. Einige pflegen auch metalliſche Queckſilber⸗ Praͤcipitate,(Mercurios Præoipitatos metallicos zu bereiften. Wenn man Eiſen in Koͤnigswaſſer aufloͤſet, und denn das Aufloſungsmittel wieder abziehet, auch gleichfalls beſon⸗ ders Scheidewaſſer uͤber Queckſilber abzieht, und dann die Ueberbleibſel zu gleichen Theilen mit einander vermiſcht, ſo erhaͤlt man den ſogenannten Aetzſtein des Dolaͤus, (Lawis corrohvus Dotæi). Loͤſet man einen Theil Queckſilber in zwey Theilen Scheidewaſſer, und einen Theil Kupfer gleichfalls in zwey Theilen Scheidewaſſer auf, vermiſcht beyde Aufloͤſungen, zieht dann allen Geiſt mit ſtarkem Feuer davon ab, zerreibt das Zuruͤckbleibſel, und digerirt es ſechs mal vier und zwanzig Stunden mit deſtillirtem Eßig, wor⸗ auf man es ſtark ſteden laͤßt, und darauf den Eßig gleich abgießt, und bis zur Trockenheit abrauchen laͤßt, ſo er⸗ haͤlt man ein gruͤnes Pulver, das Nereurius pracipitatus vi- ridis, * p hden das d (Qu have d poleich — 09) tn Pr kanen verden durch nober tangen; duech de giſt de lau, Chem eſte Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 33 nnn ricis,(gruͤner Queckſilber⸗Praͤcipitat,) oder Laceria 15 ona viriais genannt wird, welches auch auf eine viel leichtere t u Art erhalten werden kann, wenn man eine mit Scheide⸗ ah. waſſer verfertigte Queckſilber⸗Aufloͤſung, und eine mit Eßig d mie⸗ bereitete Kupfer⸗Aufloͤſung mit einander vermengt, und die Aufloͤſungsmittel ſodann mit einmal abzieht. Miſcht t aufge⸗ man eine Silber⸗Aufloͤſung mit einer Queckſilber⸗Aufloͤſung, mit ge⸗ die mit Scheidewaſſer gemacht iſt, und zieht das Scheide⸗ dekommt waſſer davon ab, ſo bekommt man ſilberichten Queck⸗ ecipitatus ſilber⸗Pracipitat,(Mercurius prædpitatus argenteus.) Gold limat in in Konigswaſſer aufgeloͤſet, mit Queckſilber⸗Aufloͤſung in ſoſſenem Scheidewaſſer gemiſcht, und die Aufloͤſungsmittel abgezo⸗ Vrd gen, giebt guͤldiſchen Praͤcipitat,(NMercurius Præcipita- erhaͤlt eus aurens;) Dieſe metalltſche Niederſchlaͤge ſind aber mehr eapuan die Wißbegierde zu befriedigen, als zu einem nuͤtzlichen Gebrauch dienlich(16). Nidder⸗ 2) Laͤßt man die Queckſilber⸗Aufloͤſung(§. 13.) etwas en Sub— abdampfen, und ſtellt ſie dann an einen kalten Ort, ſo ſchießt uge nie⸗ das Queckſilber in kleine wuͤrflichte glaͤnzende Cryſtallen an, b breh die Cruftalli minerales, und von einigen Vitriolum Mercurii nu(Queckſilber⸗Vitriol,) genannt werden. S. Boer⸗ . Ciem. have s Elem. chem. p. 420. Dieſe Cryſtallen fließen bald im Feuer, ſind aber doch ſilber⸗ zugleich fluͤchtig. ſerelten. Anm. nn das beſon⸗ (16) Um die Zahl der gefaͤrb⸗ um Ge. S. 22.) Erfahrung, bes ten Praͤcipitate voll zu machen, durch die Ausziehung des Berli⸗ olaͤus/ konnen noch folgende hinzugefuͤgt nerblaues oder der Blutlauge, ckſilber werden: Schwarz wird er pomeranzenfarbig durch das Kupfer durch die Schwefelleber, Zin⸗- Kalchwaſſer niedergeſchlagen. mmſſht noberroth, nach den Beobach⸗ Frellich ſind indeſſen dieſe Praͤci⸗ Furr tungen des Hrn. Wieglebs, pitate zum Theil unrein, und der zſehs durch den geſchwefelten Salmiak⸗ erſte ein mineraliſcher Mohr, wie wor⸗ geiſt des Beguins, und der zweyte ein auf dem naſſen lch blau, nach Hrn. Meyers Wege bereiteter Zinnober. A. d er⸗(Chem. Derſ. S. z04.) und d. U. nus vi⸗ We ſt endorfs(Diſſl. ace- ridis, E — 34 Vierzehntes Capitel. Anm. Dieſe Cryſtallen muͤſſen mit den vorher erwaͤhnten, (§. 12. 5. Anm.) nicht verwechſelt werden; denn die koͤn⸗ nen den Namen Queckſilber⸗Vitriol verdienen, weil ſie eine Vitriolſaͤure enthalten, da dieſe hingegen ſolchen nicht mit Recht fuͤhren koͤnnen, weil ſie eine Salpeterſaͤure enthalten. 3) Läͤßt man dieſe Queckſilber⸗Aufloͤſung ſo lange ab⸗ rauchen, bis zugleich ein Kalch niederfaͤllt„und thut dann etwas reines Queckſilber dazu, ſchuͤttelt alles tuͤchtig um, und ſtellet es beyſeite an einen Ort, ſo ſetzet ſich oben auf den Kalch ein Salz, aber ein Theil waͤchſt zu gleicher Zeit meh⸗ rentheils in gruͤnen Baͤumchens auf, die auf den Spitzen der Zweige kleine Queckſilbertheilchens tragen. S. Phyſ. Chem. J. Th. Cap. 18.§. 9. und die Abhandl. der Akad. der Wiſſenſch. zu Stockholm v. J. 1754. Anm. Wie der ſogenannte Dianen⸗Baum(Abor Diana) durch Beymiſchung von Silber oder Zinn bereitet werde, ſoll am gehoͤrigen Orte beruͤhret werden. 4) Zieht man alles waͤßrichte von dieſer Aufloͤſung ab, und miſcht das Zuruͤckbleibſel mit etwas Kochſalz, und ſetzt es uͤber ein gelindes Feuer, ſo wird das Gemenge purpurfar⸗ ben, verſtaͤrkt man aber das Feuer, ſo ſublimirt ſich das Queckſilber zu einem weiſſen Sublimat in die Hoͤhe, der rothe Streifen hat, und am Boden bleibt etwas glaͤnzendes Queck⸗ üe zuruͤck. S. Bechers Chem. Concordanz. .354. 5) Wenn man allen Salpetergeiſt oder Scheidewaſſer uͤberm Feuer abrauchen laͤßt, ſo erhaͤlt man erſtlich einen weiſſen Kalch, der hernach bey ſtaͤrkerem Feuer gelbe, end⸗ lich ganz roth und glaͤnzend, und rother Praͤcipitat, Mer- curiur præcipitatur ruber, oder Mercurius corroſivur ruber, auch Præcipitatum V igonis genannt wird. Dieſer Kalch verrauchet in offenem Feuer, und in einem glaͤſernen Kolben ſublimirt er ſich bey ſtarkem Feuer zu einem weiſſen beiſſe ſauerbe ſaune m d a glebl 156.)! Aaitun auch N. e Optim, uuheiena 2 32 u drp. C „8. l (i); Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 35 daͤhnt e 8. die 69 weiſſen Sublimat auf, laͤßt aber immer etwas zuruͤck, das lſie ene feuerbeſtaͤndig zu ſeyn ſcheinet. icht n 4 35 1. Anm. Verrichtet man dieſes Abziehen aus einer Retorte Le mit vorlutirter Vorlage, ſo erhaͤlt man erſtlich ein ſchwa⸗ nge oh. ches Scheidewaſſer, darauf aber einen ſtarken und rauchen⸗ k dann den Salpetergeiſt, woraus man ſiehet, daß dieſer Geiſt wenigſtens groͤßtentheils von dem verkalchten Queckſilber 1 da abgeſchieden werden kann(17). 4 zuf den d 1 t meh⸗ 2. Anm. Gießt man mehr Salpetergeiſt auf das Zuruͤckbleib⸗ zen der ſel in der Retorte,(1. Anm.) und zieht ſolchen auch ab, — und faͤhrt ſolchergeſtalt fort 5 bis 6 mal friſches Scheide⸗ chem. waſſer aufzugießen, oder das vorige zu cohobiren und ab⸗ . der zuztehen, ſo erhaͤlt man einen blaͤtterichten, roͤthern und feuerbeſtaͤndigern, aber auch zugleich aͤtzendern Praͤcipitat, der Aurum hozrizontale genannt wird. S. Boerhave Diaua) Procel. 197. Daß dieſes Aurum horizontale aber von dem werde, obigen(§. 5. 3 Anm.) weit unterſchieden ſey, kann man leichtlich erſehen. 3. Anm. Die rothe Farbe, die der rothe Queckſilber⸗Praͤ⸗ ing ab, cipitat hat, kann ihm ſowol mit Salzgeiſt als Salmiak⸗ nd ſetzt geiſt benommen werden, welches auch Lemmery und vurfar⸗ M. Hoffmann bezeugen(18). h das C 2 6) Di⸗ dah(17) Daß er, wenn er gut den anhaͤngenden Feuertheilchen M bereitet iſt, gar keine Salpeter⸗ herruͤhre, erhellet ſchon daraus, danz. ſaure mehr bey ſich hat, zeigen weil dieſer rothe Praͤcipitat nach die Verſuche der Herren Wie⸗ den eben angefuhrten Buchhol⸗ gleb(Kl. ch. Abh. S. 151⸗ ziſchen Verſuchen mit dem vor ewaſſer 166.) und Buchholz(Ch. ſich durchs Feuer verkalchten ˖einen Verſ. uͤber das Mayerſche Quaeckſilber einerley iſt. Sein ehh. Acidtum pingue S. 91 94.) S. Verhalten gegen feuchte Aufloͤ⸗ 2 auch Weſtendorfs Diſſ. ſungsmittel wird alſo auch daſſel⸗ Mrr. de ontima acetum éoncentratum— be ſeyn.— Man kann ſonſt uͤber ruber, eonhiciendi ratione. Goett. 1772. die Urſache ſeiner rothen Farbe S 32 und Baume Erlaͤut. Wieglebs zehnte Abhandl. Exp. Chem. Th. II. S. 457.(am angef. G. S. 153. 159. einem A. d. U. 166. f. f.) nachleſen. Man ver⸗ einem(18) Daß die rothe Farbe von gl. die 9te Anm. A. d. U. veiſſen — 36 Vierzehntes Capitel. 6) Digeriet man den rothen Praͤcipitat,(N. 5.) oder das Aurum horizontale(N. 5. 2. Anm.) einige Tage lang mit dreymal ſo viel Weingeiſt, waͤhrend welcher Zeit die 4 Materie auch oft umgeſchuͤttelt werden muß, und laͤßt dann den Weingeiſt voͤllig abbrennen oder abrauchen, ſo erhaͤlt man das ſogenannte Arcanum Corallinum, das auch Mercu- rius corallinur genannt wird. 3 1. Anm. Die Abſicht dieſer Bereitung gehet dahin, dem ro⸗ then Präͤcipitat, oder Auro horizontali, das vom Salpe⸗ tergeiſt bey ihm haͤngend gebliebene aͤtzende und freſſende Weſen zu benehmen, und den uͤbrigen Kalch ſolchergeſtalt u verſuͤßen; ſoll dieſe Abſicht aber erreicht werden, ſo iſt es am beſten, daß man gedachtes Pulver mehrere male mmit Weingeiſt digerirt, und ſelbigen dann jedesmalabgießt, aber weder abbrennen laͤßt, noch abzieht, weil ſowol beym Abbrennen als Abziehen allezeit etwas Saͤure zuruͤckbleibt, wie man findet, wenn man die verſuͤßten ſauren Geiſter deſtillirt. r Ob diejenigen, die ſolche Ausſuͤßung mit Waſſer und —Eyweiß verrichten, dieſe Abſicht erreichen, weiß ich nicht, V weil das Eyweiß nicht ſo durchdringend iſt; aber noch we⸗ niger erreichen doch diejenigen ihren Endzweck, die ſich ge⸗ trauen, die Ausſuͤßung mit Eßig bewuͤrken zu koͤnnen. 2. Anm. Wenn das Arcanum Corallinum in einem glaͤſer⸗ 3 naen Moͤrſel wohl mit gefloſſenem Weinſteinoͤl gerieben, und dann alle Salzigkeit mit Waſſer abgewaſchen wird, ſo er⸗ haͤlt man ein Karter und beſſer ausgeſuͤßtes Pulver, das Puluis Principis(Fuͤrſten⸗Pulver) genannt wird. Man kerhaͤlt ſolches auch, wenn man den rothen Praͤcipitat mit gefloſſenem Weinſteinoͤl reibt, und dann mit Waſſer aus⸗ ſuͤßt, auf welche Art auch einige das Arcanum Corallinum bereiten, welches mit dem pulvis principis einerley iſt, und f nachdem alles Salzige voͤllig abgeſchteden worden, mit dem vor ſich verkalchten Queckſilber(§. 5.) faſt gaͤnzlich uͤber⸗ einkommt, woraus herzunehmen ſeyn wird, wie unnoͤthig dieſe mannichfaltigen Umſchweife ſind. 7½ §. 15. b noch 1 ſch be Vei niſche ben, Sand Feuet igen wech Dan ereit Thel wey pernen das 9 aff n dlde bend febd dam Sal⸗ etſlic bisſe halten 5.) oder age lang Jeit de ißt dann ſo erhäͤt ) Merc- dem ro⸗ 1 Salpe⸗ freſſende eergeſtalt n, ſo iſt re male abgießt, ol beym ckbleibt, Geiſter ſſer und h nicht, och we⸗ ſich ge⸗ nen. n glaͤſer⸗ den, und ), ſo er⸗ er, das .Man ditat mit ſſer aus⸗ rallinum jſt, und mit dem über⸗ nnothig g5. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 37 §. 15. Vom Salzgeiſt wird das Queckſilber nicht angegriffen noch aufgeloͤſet, auſſer bey dem Grade des Feuers, wobey ſich beyde zugleich aufſublimiren. Damit dieſer Endzweck erreicht werde, werden zwey Theile decrepitirt Kochſalz mit einem Theil Queckſilber ge⸗ miſcht, ſolches in einem Moͤrſel wohl unter einander gerie⸗ ben, und in einen glaͤſernen Kolben geſchuͤttet, dieſer in eine Sandkapelle gelegt, und ſo ſublimirt man es mit ſtarkem Feuer auf, da man zukletzt etwas Salz ſublimirt erhaͤlt, das aͤtzender Sublimat, Mercurius fublimatus genannt wird, welches im folgenden Paragraphen beſchrieben werden ſoll. Da man aber weiß, daß ſich der Salzgeiſt vor ſich allein nicht gern blos durch die Hitze des Feuers abtreiben laͤßt, (Cap. 4.§. 7.) ſo erhellet klaͤrlich, daß man auf die gedachte Art nur wenig Queckſilber aufgeloͤſet und ſublimirt erhalten kann, und ein großer Theil deſſelben unaufgeloͤſt verfluͤchtiget werden muͤſſe. Man vermiſcht daher, damit dieſe Abſicht erreichet, und der Salzgeiſt abgeſchieden werden moͤge, ein Theil Queckſilber mit zwey Theilen decrepitirtes Kochſalz und zwey Theilen calcinirten Vitriol in einem glaͤſernen oder ſtei⸗ nernen Morſet ſo lange unter einander, bis man ſiehet, daß das Queckſilber gaͤnzlich damit vermengt und getoͤdtet iſt, wor⸗ auf man die Sublimirung in einem dazu dienlichen Gefaͤße aus einer Sandkapelle anſtellet. Da dieſe Vermiſchung des Queckſilbers mit dem Salze beydes beſchwerlich und waglich iſt, ſo pflegen einige, um ſelbige zu befoͤrdern, etwas Thon darunter zu mengen, und damit das Queckſilber zu toͤdten, das ſodann leicht mit dem Salze durchgerieben werden kann. Andere, und zwar die mehreſten, loͤſen das Queckſilber erſtlich in Scheidewaſſer auf, laſſen ſolches dann abrauchen, bis ſie den Queckſilberkalch,(§. 14. N. 4. u. 5.) trocken er⸗ halten, miſchen ein Theil dieſes Kalchs mit zwey Theilen C 3 decre⸗ 38 Vieerzehntes Capitel. decrepitirt Kochſalz und zwey Theilen calcinirten Vitriols, in einem ſteinern oder glaͤſernen Moͤrſel, worauf ſie das Ge⸗ menge in dazu dienlichen Krucken oder Kolben ſublimiren. 1. Anm. Der aͤtzende Sublimat, oder das in Salzgeiſt auf⸗ geloͤſete Queckſilber wird von den Chemiſten ſowol in Anſe⸗ hung des Verhaͤltniſſes, als der Miſchung auf ſehr verſchie⸗ dene Arten bereitet. 1) Einige gebrauchen gleich viel vom Queckſilberkalch, decrepitirtem Kochſalz, und calcinirtem Vitriol. 2) Andere nehmen zwey Theile Queckſilber, ſo ſie in Scheidewaſſer aufdoͤſen, und den erhaltenen Kalch mit drey Theilen decrepitirtem Kochſalz, und drey Theilen calcinirten Vitriol vermiſchen. 3) Andere loͤſen ein Theil Queckſilber in drey bis vier Theilen Scheidewaſſer auf, und vermiſchen den dar⸗ aus erhaltenen Kalch mit einem Theil calcinirten Vi⸗ triol, und einem Theil decrepitirten Kochſalz. 4) Andere loͤſen das Queckſilber nicht auf, ſondern rei⸗ ben es mit einem vorher bereiteten aͤtzenden Sublimat — durch, bis es getoͤdtet worden, und nehmen dann ge⸗ gen 40 Theile Queckſilber, 32 Theile Kochſalz, 28 Theile Salpeter, und 66 Theile calcinirten Vitriol, womit ſie denn das durch den aͤtzenden Sublimat ge⸗ koͤdtete Queckſilber vollkommen vermiſchen, und zwar in der Ordnung, daß ſie es erſt mit dem Salpeter, dann mit dem Kochſalz durchreiben, und zuletzt den Vitriol zumiſchen. 5) Andere gebrauchen keinen Salpeter, loͤſen es auch nicht auf, ſondern reiben das Queckſilber mit Thon unter einander, bis daß es getoͤdtet worden, und mi⸗ ſchen es dann mit Salz und calcinirtem Vitriol zu gleichen Theilen gegen das Queckſilber. 6) Andere wieder gebrauchen keinen Vitriol, ſondern vermiſchen den Queckſilberkalch, der, wie gemeldet worden, aus der Aufloͤſung deſſelben in Scheidewaſ⸗ ſ erhalten wird, mit eben ſo viel decrepitirten Koch⸗ 0 3.. 7) Auch —— Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ic. 39 Witiols, 7) Auch erhaͤlt man aͤtzenden Sublimat, wenn man das Ge⸗ Queckſilber mit Salz durchreibet, und denn Salpeter⸗ miren. geiſt oder Scheidewaſſer zumiſcht. 1 8) Auch aus dem Oueckſtlberkalch, der nach Abziehung geiſ auf des Scheidewaſſers zuruͤckbleibt, mit Salzgeiſt ge⸗ lin Anſe⸗ miſcht. rverſchie⸗ . ſaͤ 9) So auch aus reinem mit Kochſalz und Vitriolol ge⸗ miſchtem Queckſilber. berkalch, 10) Die beſte Methode iſt, ihn aus mineraliſchen Tur⸗ tol. bith(§. 13.) zu bereiten, den man, wenn er ausge⸗ ſie in ſuͤßt iſt,(§. 13. 4. Anm.) mit Salzgeiſt, wenn er aber Lalch mit nicht ausgeſuͤßt iſt,(§. 13.) mit Kochſalz vermiſchen b Theilen kann. 11) Daß man den aͤtzenden Sublimat auch mit dem ro⸗ bis vier then Präcipitat,(§. 14. N. 5.) bereiten kann, wenn den dar⸗ man ihn mit Kochſalz und calcinirtem Vitriol oder rten Vi⸗ Vitriolol vermiſcht, erhellet von ſelbſt. 12) Malouin berichtet in ſeiner Chem. Med. daß die dern rei⸗ Chineſer den aͤtzenden Sublimat auf die Art bepeften, ublimat daß ſie ein Theil Queckſilber mit zwey Theilen Alaun ann ge⸗ und einem Theile Kochſalz vermiſchen und zuſammen⸗ al;, 28 reiben, und denn die Sublimirung in einem eiſernen Vitriol, Gefaͤße vornehmen(19). maäe 2. Anm. Bey dieſen Miſchungen und Sublimirungen iſt fol⸗ alpeter, gendes zu merken: letzt den C 4 a) Es 3(19) 13. Wenn man Queck⸗ ſchwinde, wenn man alle 3 Mi⸗ es auch ſilber in Scheidewaſſer aufloͤſet, neralfauren auf lebendiges Queck⸗ it Thon mit aufgeloͤſetem vitrioliſirten ſilber gießt, und ſolches deſtillirt, und m⸗ Weinſtein daraus niederſchlaͤgt, da dann erſtlich ein Phlegma trol zu und dieſen Niederſchlag mit Koch⸗ uͤbergeht, dann die Salpeter⸗ und ſalz ſublimirt. S. Vogels Sakzſaure mit dem Queckſilber ſondern Inſiit. Chem.§. 519. N. 7. aufſteigen und den Sublimat emeldet machen. dewaſ⸗ 14. Auch erhaͤlt man nach den 15. Die Bereitung auf dem Koch⸗ Verſuchen des Herrn Leibmedi⸗ naſſen Wege durch Faͤllen habe ) Aach cus Vogel einen Queckſilber⸗ Sublimat, und zwar ſehr ge⸗ ich ſchon in der 13ten Anm. an⸗ gefuͤhrt. A. d. U. 4 1 / 1 — dee Vieerzehntes Capitel. a) Es ſcheint nicht ſo nothwendig zu ſeyn, daß das Koch⸗ ſalz eben decrepitirt ſey, ſondern genug zu ſeyn, wenn es nur trocken iſt, beſonders bey derjenigen Miſchung, wozu kein Vitriol genommen wird.(S. 1. Aum. N. 6. 7. 8.) b) Der Vitriol, den man hiezu nimmt, muß beynahe bis zur Roͤthe calcinirt ſeyn. c) Die Materialien, ſo man dazu gebraucht, muͤſſen . wohl unter einander gemiſcht werden. d) Die Sublimirung kann in einem jeden beliebigen Ge⸗ faͤße, einem glaͤſernen, thoͤnernen, oder eiſernen Kolben, oder einer Flaſche, auch in einer Bouteille, oder ſonſt ei⸗ nem andern Gefaͤße angeſtellet werden. c) Hat der Kolben einen langen Hals, ſo hat man kei⸗ nen Helm nothig, ſondern kann ihn, nachdem die mehreſte Feuchtigkeit abgeraucht iſt, mit einer kleinen eiſernen Platte zudecken. Hat er aber einen kurzen Hals, ſo kann man einen Helm darauf ſetzen, und lutirt man denn zugleich eine Vorlage davor, ſo erhaͤlt man in derſelben einen Sal⸗ petergeiſt, der auch augenſcheinlich in rothen Daͤmpfen uͤbergeht, zuweilen auch etwas Königswaſſer. f) Der Kolben muß ſo tief und noch wol etwas tiefer in den Sand geſetzet werden, als es die Materie erfodert. 9) Das Feuer wird gemaͤhlich verſtaͤrkt, und ſo lange damit angehalten, bis man ſieht, daß ſich das Salz auf⸗ ſublimirt hat. 3-· Anm. Man muß nicht denken, der aͤtzende Sublimat wer⸗ de durch alle dieſe Methoden(1. Anm.) in gleicher Menge, und von einerley Beſchaffenheit erhalten. Man merke: 1) Was das Verhaͤltniß betrift, bey der gebraͤuchlichſten Methode,(1. Anm. N. 1. 2. 1.. 3.) da der Salzgeiſt ſich aus dem Kochſalz nicht ohne Vitriol gerne abſcheiden laͤßt,(Cap. 4§. 8.) ſo iſt es leicht einzuſehen, daß auch dann deſto weniger Salzgeiſt aus dem Kochſalz ausgetrieben werde, je weniger Vitriol man gegen das Kochſalz genommen hat, daher auch der ſolchergeſtalt er⸗ haltene aͤtzende Sublimat von einer geringern Menge Salz⸗ geiſt aufgeloͤſt, folglich auch minder aͤtzend und freſſend wird. Da hingegen von mehrerem Vitriol auch mehr Seazzeit aus⸗ as ſoch⸗ wenn es 9, wozu 7. 8.) beynahe muͤſſen gen Ge⸗ Kolben, ſonſt ei⸗ an kei⸗ dehreſte Platte n man augleich en Sal⸗ aͤmpfen tiefer fodert. lange z auf⸗ twer⸗ Nenge, bey der da der gerne uſehen, ochſalz n das alt er⸗ Salz⸗ wird. uggeiſt auö⸗ Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 41 ausgetrieben wird, ſo muß auch der davon erhaltene Sub⸗ limat mit mehrerem Salzgeiſt geſchwaͤngert, folglich auch atzender ſeyn. In Anleitung deſſen kann man auch leicht erſehen, daß man 2) wol einen aͤtzenden Sublimat ohne Vitriol erhalten kann(1. Anm. N. 6.7. u.§.), in ſo weit das Queckſilber durch den Salpetergeiſt in etwas figirt, und hiedurch ein weiſſer Queckſilber⸗Praͤcipitat bewuͤrket wird, aus dem man einen Sublimat erhalten kann(§. 14. N. 1. b). Daß ein ſolcher Sublimat aber nicht ſo aͤtzend ſey, und oft mit dem verſuͤßten Sublimat uͤbereinkomme, auch bey die⸗ ſer Methode viel Queckſilber verlohren gehe, kann man daraus erſehen, weil der Salpetergeiſt nicht im Stande iſt, den Salzgeiſt auszutreiben(Cap. 4.§. 15.). Die Tren⸗ nung des Salzgeiſtes, der bey dieſer Miſchung von ſeinem Laugenſalz abgeſchieden wird, ruͤhret theils von der eige⸗ nen Natur und Beſchaffenheit deſſelben(Cap. 4.§. 7.), theils von dem beygemiſchten Salpetergeiſt oder Salpeter (Cap. 4.§. 15.), theils auch von der Anziehung deſſelben zum Queckſilber, und der durch die Zuſaͤtze verhinderten Zuſammenſchmelzung her. 3) In ſo ferne das Scheide⸗ waſſer, oder der Salpetergeiſt nur dazu dient, das Queck⸗ filber zu zertheilen und zu calciniren, ſo iſt es auch leicht, den Endzweck, wie(1. Anm. N. 8. 9. 10. u. 12.) angefuͤhrt worden, ohne den gedachten Geiſt, und ohne Salpeter, zzu erreichen, wenn man das Queckſilber durch Vitriolol, oder ſonſt etwas anders, figiret; indem ſolchergeſtalt die ſicher⸗ ſte und beſte Methode die iſt, den aͤtzenden Sublimat, ent⸗ weder mit Vitrioloͤl, oder aus dem mineraliſchen Turbith, zu bereiten, weil durch die Vitriolſaͤure nicht allein das Queckſilber verkalcht und figiret, ſondern auch der Salpe⸗ tergeiſt vollkommen abgeſchieden wird, wozu Kuncke!l zuerſt eine Anweiſung gegeben hat, welche Boulduͤc aber in den Mem. de P' Acad. Roy. de Paris vom Jahr 1730. und hernach Macquer in ſeinen Plem. de Chyul. prat. T. I. C. VII, weiter erforſcht und erwieſen haben. Gel⸗ lert irret folglich, wenn er in ſeinen Anfangsgruͤnden der Metall. meynt, daß im aͤtzenden Sublimat ein Ko⸗ nigswaſſer zu finden ſey, denn ob ich zwar nicht laͤugnen will, daß ſolches zuweilen vorkommen koͤnne, ſo erhellet es doch deutlich aus den angefuͤhrten Umſtaͤnden, daß der Salzgeiſt allein weſentlich und eigentlich dazu erfodert wer⸗ F de, —— — 42 Vierrzehntes Capitel. de, weil ſonſt ein aͤtzender Sublimat nie ohne Salpeter L oder eine Saſvererſaͤure bereitet werden koͤnnte, wovon wir doch bewieſen haben, daß es ſehr wohl angehe. §. 16. Nach vollendeter Sublimirung(§. 15.) erhaͤlt man gemeiniglich zwey Sublimate. Der eine iſt etwas pulvericht oder ſtrahlicht(20), und ſetzt ſich hoͤher im Halſe des Kol⸗ bens an. Der andere iſt ein feſtes und derbes Salz, das zerbrochen im Bruche ſtrahlicht ausſieht, ſonſt aber mehr oder weniger gelblicht oder weiß ausſieht, je nachdem man den Salpetergeiſt mehr oder weniger vom Queckſilberkalch hat abrauchen laſſen. Dieſes letzte iſt der rechte aͤtzende Sub⸗ limat, Mercurius ſublimatus(§. 15.), der folgende Ei⸗ genſchaften hat: 3 1) Wiegt er mehr, als das eingewogene Queckſilber. Anm. Wie man ſagt, ſo ſollen auf den großen Sublimir⸗ Werken in Holland 280 Schiff'fund Queckſilber, 360 Schiffpfund aͤtzenden Sublimat geben, woraus man ſieht, daß zwey Theile Salzgeiſt gegen einen Theil Queckſilber erfordert werden, und dieſer Zuwachs vom Salzgeiſt her⸗ zuleiten iſt. 2) Von Conſiſtenz iſt er feſt und derb, und in cryſtal⸗ liniſcher Geſtalt, ganz klar und faſt durchſichtig. 3) Im Waſſer iſt er aufloͤslich(21), und kann dar⸗ aus ſowol mit fixem als fluͤchtigem Laugenſalze niedergeſchla⸗ gen werden. Im erſten Falle erhaͤlt man einen roͤthlichen Niederſchlag, im letztern einen weißlichten, welcher ein weiſ⸗ ſer Praͤcipitat(§. 4. N. 1. 5. Anm.) iſt. — 4) Dige⸗ (21) Er erfordert aber viel Waſſer, um davon aufgeloͤſet zu werden, und eine ſiedende Hitze. A. d.. (20) Der ſtrahlichte Bruch iſt allen feſten Sublimaten eigen. Daher iſt z. B. der kunſtliche Zin⸗ nober ſtrahlicht, da der natuͤrli⸗ che ſich in blaͤtterichter Geſtalt zeigt. A. d. U. 2 6e) daß die manchen auch lei hen ke daupt Mte ds her bewͤr ſtarken merkt eineft ohn zneg f the: of Lonq mit eine ſeßten? Lutlem ſe nach Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 43 ———= Salb Sha 4) Digerirt man dies Salz mit Eßig, ſo wird es zum he. Theil davon aufgeloͤſet, und der Eßig bekommt eine gelbe Farbe. Zieht man den Eßig ab, ſo erhaͤlt man ein rothes Pulver, woraus man ſiehet, daß eine Aufloͤſung geſchehen iſt. V halt man 5) Vom Weingeiſt wird er in geringer Menge auf⸗ dulvericht geloͤſt. ds Kol Anm. Hierauf gruͤndet ſich die Cur des Barons von alz, das Swieten wider die veneriſchen Krankheiten. Er löſet nehr oder ein halb Gran aͤtzenden Sublimats in einer Unze rekttficir⸗ nan den ten Kornbrandteweins auf, und giebt davon Morgens alch h und Abends einen, hochſtens zwey Löffel voll, und laͤßt hat Haberſchleim nachtrinken. Hiebey muß man merken, daß Sub⸗ der Salzgeiſt, von dem die aͤtzende Eigenſchaft des aͤtzenden nde Ei⸗ ESublimats herruͤhret, durch den Brandtwein ſo verſuͤßt wird, daß dadurch die aͤtzende Eigenſchaft deſſelben ziem⸗ . lich gemaͤßiget wird(22). kſilber. ubſin 6) Loͤſet man ein halb Quentgen aͤtzenden Sublimats er, 350 in einer Unzen Kalchwaſſer auf, ſo erhaͤlt man ein Gemenge, an ſieht, das Agqua phagædenica genannt wird(23). eckſilber Anm. hr(22) Indeſſen fndet man doch, fluß bekommen, ob ſie gleich taͤg— daß dieſes Mittel den Magen bey lich nur einen Loffel voll genom⸗ cryſtal⸗ manchen Perſonen ſehr angreift, men hat.(S. Erfurt. Gel. auch leicht ein Brechen verurſa- Zeit. 1773. S. 449.) Es bleibt chen kann. So faͤllt auch der alſo dabey, daß das Queckfilber nn dar⸗ Hauptvortheil, der von dieſem unter allen Bereitungen in zurei⸗ geſchla⸗ Mittel geruͤhmt worden iſt, daß chender Doſti den Speichelfluß be⸗ - es nemlich keinen Speichelfluß wuͤrket.(S. die 2te Anm. d. thlichen bewuͤrke, weg, da er bey einer U.) In ſo weit aber der atzende ein welſ⸗ ſtarken Doſe auch darnach be- Sublimat wegen ſeiner mehrern merkt worden iſt. So gar hat Salzſaure auftoslicher iſt, mag Dige⸗ eine Frau(S. die Practical MWagss er zum reſolvirenden Endzweck on medical ſubjefts b; a membre allenfalls etwas kraͤftiger ſeyn. her viel of the rojal College of phaſiciens A. d. U. 3 of London and Edinb.) von einer ſſt zu mit einer Unzen Violenſyrup ver⸗(23) Ueber die Bereitung der e Hie. ſetzten Aufloſung von 3 Granen Aquæ phagædenicæ kann man Sublimat in 2 Unzen Roſenwaſ⸗ ſer nach 5 Tagen den Speichel⸗ Meyers Chem. Verſ. S. 121. ff. nachleſen. 4. d. U. , 44 Vierrzehntes Capitel. Anm. Dieſe A2ua phagædenica kann nach Veraͤnderung des Verhaͤltniſſes des aͤtzenden Sublimats zum Kalchwaſſer ſtaͤrker oder ſchwaͤcher bereitet werden. Zuweilen wird nur ein halb Quentchen gegen ein Pfund Kalchwaſſer, zuwei⸗ len ein ganz Quentchen gegen vier Unzen deſſelben genom⸗ men, u. ſ. w. Dieſe Agua Phagædenica wird in der Arzeney⸗ kunſt aͤußerlich gebraucht. 7) Mit Salmiak vermiſcht giebt er ein Salz, das Sal Alembroth genannt wird, und aus einem Theile Salmiak und zwey Theilen aͤtzenden Sublimats beſteht, mit welchem man Metalle auſloͤſen kann, indem man von einem derſelben, z. B. Silber einen Theil mit drey Theilen dieſes Gemenges ſchichtweiſe in einen Tiegel packt, und das Gemenge zum Fluſſe bringt. Es heißt, man koͤnne nachher mit Weingeiſt eine zarte metalliſche Tinktur(Animam Metalli) heraus⸗ ziehen. 1 8) Miſcht man aͤtzenden Sublimat mit dreymal ſo viel fixem Salmiak, laͤßt das Gemenge an der Luft zerflieſſen, und die gefloſſene Feuchtigkeit in grau Papier einziehen, und deſtillirt ſolches dann aus einem Kolben, ſo erhaͤlt man ein Waſſer, das, wenn es rektificirt wird, einen angenehmen Geruch bekommt, und als ein Aufloͤſungsmittel geruͤhmt wird. S. Pott de Sulph. Metall. 9) Miſcht man ihn mit Laugenſalz, oder Eifenfeilſpaͤ⸗ nen, und deſtillirt es, ſo erhaͤlt man reines oder wieder lebendig gemachtes Queckſilber, Mercurius reviff- catuf. Anm. Wie ſich uͤbrigens der aͤtzende Sublimat mit Metallen und einigen Verquickungen( amalgamata) verhalte, ſoll am gehorigen Ort erwaͤhnet werden. 1⁰) Vermiſcht man aͤtzenden Sublimat durch tuͤchtiges Zuſammereiben, mit ſo viel Queckſilber als er vermittelſt ei⸗ nes anhaltenden und ſtarken Reibens verſchlucken und toͤdten kann, und ſtellt dann damit eine Sublimirung in einem glaͤ⸗ ſernen 1 ———— ſernen man, der, lniſch und mon Pub als es ſibli dichtes lniſch mand male wiete dor cea me üfter nit leh duint. fäne Dl het m en ſind, den E ſchem wenn nimmt nugſan niſcht. oviel⸗ nen he tan, rung des alchwaſer wird nur r, zuwe⸗ en genom⸗ Arzeney⸗ das Sal Salmiak welchem erſelben, emenges nge zum geingeiſt heraus⸗ al ſo viel erſtieſſen, en, und man ein enehmen geruͤhmt enfeilſpaͤ wieder revißi- Metallen alte, ſoll tichiges itteſt ei⸗ d todten nem glä⸗ ſernen Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 45 ſernen Kolben oder andern bequemen Gefaͤße an, ſo erhaͤlt man, nach vollendeter Sublimirung theils ein graues Pul⸗ ver, theils etwas reines Queckſilber, theils ein feſtes eryſtal⸗ liniſches, etwas gelbliches oder weiſſes Salz, aufſublimirt, und am Boden bleibt ein roͤthliches Pulver zuruͤck; ſcheidet man nun das reinere feſte Salz von dem uͤbrigen ſublimirten Pulver, und reibt es von neuem mit ſo viel Queckſilber durch, als es durch ſtarkes Reiben verſchlucken und toͤdten kann, und ſublimirt es dann, ſo erhaͤlt man, wie vorher, etwas pulve⸗ richtes, etwas Queckſilber, und daneben ein feſtes, cryſtal⸗ liniſches, weiſſes, glaͤnzendes Salz, ſublimirt. Scheidet man das Salz nun wiederum ab, und reibet es zum dritten male mit etwas Queckſilber durch, und ſublimirt es dann, wie vorher; ſo erhaͤlt man ein weiſſes cryſtalliniſches Salz, das verſuͤßter Sublimat, Mercurius dulcis, auch der weiſſe Adler,(Aquila alba) Draco mitigatus, Calome- lur, Panacea Mercurialir, genannt wird(24). Dieſer Sublimat hat folgende Eigenſchaften: 3) Iſt (24) Es iſt dieſes das Calo- mel der Franzoſen. Die Pana- cea mercurialis wird durch noch oͤfter wiederholtes Sublimiren, mit lebendigem Queckſilber, be⸗ reitet. Da indeſſen die Salz⸗ ſaͤure nur eine gewiſſe Menge Queckſilber aufloͤſen kann, ſo ſie⸗ het man leicht ein, daß die vie⸗ len Sublimirungen uͤberfluͤßig ſind, und es immer genug iſt, den Sublimat dreymal mit fri⸗ ſchem Queckſilber zu ſublimiren, wenn man nur genug davon nimmt, und es vorher durch ge⸗ nugſames Reiben ſorgfaͤltig ver⸗ miſcht. So bald der Sublimat ſo viel Queckſilber an ſich genom⸗ men hat, als er an ſich nehmen kann, geht das uͤbrige doch nur in laufender Geſtalt mit in die Höhe und iſt ſchwer von dem ver⸗ ſuͤßten Sublimat zu ſcheiden, und bleibt etwas darunter, ſo wird er hernach, wenn man ihn fein reibt, grau. Ueberdem fraͤgt es ſich auch noch, ob es rathſam ſey, die Salzſaͤure auf den hoͤch⸗ ſten Grad mit Queckſilber zu ſaͤt⸗ tigen, und alſo aufs hoͤchſte zu verſuͤßen, da der Sublimat da⸗ durch immer ſchwerer aufzuloſen wird, und alſo vielleicht gar un⸗ aufgeloͤſet wieder weggehen moͤch⸗ te. Ueber die Verbindungen der Salzſaͤure mit dem Queckſilber in verſchiedenen Verhaͤltniſſen kann man auch Baume's Erl. Grp. Chem. Th. II. S. 473478. nachſehen. A. d. U. 46 Vierzehntes Capitel. a) Iſt er im Waſſer nicht ſonderlich aufloͤslich, wor⸗ aus deutlich zu erſehen iſt, daß er ehe fuͤr einen Kalch, als ein Salz gehalten werden koͤnne. Anm. Einige Aerzte pflegen den verſuͤßten Sublimat in einen kleinen Beutel zu binden, den ſie in Holzdecokte haͤngen. Sie behaupten, die Decokte wuͤrden hiedurch ſtaͤrker und beſſer, und der verſuͤßte Sublimat nachher wuͤrkſamer und zutraͤglicher. Wir uͤberlaſſen ſolches aber den Aerzten zu unterſuchen, da wir nicht zweifeln, daß ein Holzdecokt nicht etwas vom verſuͤßten Sublimat aufloͤſen, oder etwas von dem Oecokt dem verſuͤßten Sublimate anhaͤngen konne. b) Was ſein Verhalten an der uft betrift, ſo wird er in Sonnenſchein gelegt, ſchwaͤrzlich. c) Reibet man ihn mit einem Meſſer, oder zerbricht ihn, ſo ſieht er inwendig gelb aus, und zeigt gelbe Striche. ch Was den Geſchmack betrift, ſo iſt er unſchmack⸗ haft, ohne alle Schaͤrfe, wie eine Kalcherde, und ohne allen metalliſchen Geſchmack. e) Reibet man ihn gegen Gold, ſo faͤrbet er ſolches nicht. f) Vom zugegoſſenen Kalchwaſſer, oder firen Laugen⸗ ſalz wird er ſchwaͤrzlich; wird er von ſelbigen aber etwas gelbe, ſo iſt dies ein Zeichen, daß er noch etwas aͤtzendes bey ſich fuͤhrt. g) Von Oelen wird er aufgeloͤſet. Anm. Kocht man drey Theile Baumol tuͤchtig mit einem Theil verſuͤßten Sublimat, ſo wird dieſer aufgeloͤſet, und zu einer Maſſe, wie ein Pflaſter; vermiſcht man dieſe Maſſe mit Honig, ſo ſoll man ein gutes Mittel wider die Flecken im Geſicht erhalten(25) h) Vom (25) So wie die aͤußerlichen die Natur nach der Oberflaͤche Mittel uͤberhaupt bey den Aus⸗ des Korpers macht, und Queck⸗ wuͤrfen nicht anzurathen ſind, die ſilbermittel, aͤußerlich angebracht, auch ant mu ant du N R we ſdin di intern Ad. 66) ſt ueſes (iſee tang des nen Vit dl H, wot⸗ lch, als in einen haͤngen. rker und mer und rzten zu olzdecokt er etwas en konne. wird er erbricht teiche. ſchmack⸗ ne allen ſolches Laugen⸗ s gelbe, bey ſich it einem ſet, und eſe Maſe Flackn Vom berfͤche Queck⸗ gbracht, auch Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 47 h) Vom Weingeiſt wird er nicht aufgeloͤſet, hat aber uͤbrigens, als ein Arzeneymittel betrachtet, eine eingreifende und zugleich aufloͤſende Kraft. 1I. Anm. Zur Bereitung des verſuͤßten Sublimats pflegen einige wol ein gewiſſes Verhaͤltniß des beyzumiſchenden Queckſilbers zu beſtimmen; da denn einige eben ſo viel Queckſilber, als der aͤtzende Sublimat wiegt; andere wie⸗ der 3 Theile Queckſilber gegen 4 Theile aͤtzenden Subli⸗ mats; noch andere 3 Theile Queckſilber gegen 1 Theil des Sublimats nehmen; da man aber noch nicht mit Gewiß⸗ heit weiß, wie viele Salzſaͤure im aͤtzenden Sublimat be⸗ findlich ſey, ſo iſt wol der ſicherſte Weg, wenn man, wie wir angefuͤhrt haben, den aͤtzenden Sublimat mit ſo viel Queckſilber, als er durch ein ſtarkes Reiben verſchlucken und toͤdten kann, unter einander reibt; auch thut man wohl, wenn man die Sublimirung in einer Retorte, mit vorgelegter Vorlage, anſtellet, ſo kann man das Queckſil⸗ ber, das ſich unter dem Sublimiren abſcheidet, wieder er⸗ halten. 2. Anm. Bey dem wiederholten Sublimiren pflegen einige den pulverichten Sublimat, der aͤtzend iſt, nicht abzuſon⸗ dern, ſondern nehmen ſowol dieſes Pulver, als das reine Salz, und das am Boden liegend gebliebene roͤthliche Pul⸗ ver(26), reiben alles zuſammen mit Queckſilber durch, und ſublimiren es ſo auf(27), welches ſie auch bey dem auch nur zuruͤcktreiben, ſo wuͤrde euch durch den Gebrauch dieſes Nittels zwar die Haut gereini⸗ get werden koͤnnen, aber dafuͤr ein deſto groͤßerer Schade an den innern Theilen zu befuͤrchten ſeyn. A. d. U. (26) Nach Hrn. Baume iſt dieſes roͤthlichte Pulver ein Eiſenkalch aus dem zur Berei⸗ tung des Sublimats genomme⸗ nen Vitriol.(Erl. Exp. Ch. Th. II. S. 480.) Oft iſt es aber dritten ein wahrer Queckſilberkalch. A. 2 2 (27) Obgleich dieſes graue Pulver, das fuͤr giftig gehalten wird, wol nichts anders iſt, als ein Queckſilberkalch, der eine haͤufige Salzſaͤure etwas freyer bey ſich hat, und daher aͤtzender iſt, weswegen er auch durch wie⸗ derholtes Sublimiren genauer vereinigt und mehr verſuͤßt wer⸗ den kann, ſo iſt es doch beſſer, bey der zu wiederholenden Sub⸗ limi⸗ 48 Vierzehntes Capitel. dritten male eben ſo thun, und dann erſt das reinere feſtere Salz von dem uͤbrigen Pulver abſondern. Vielleicht er⸗ haͤlt man auf dieſe Art, etwas mehrern, oder verſchiede⸗ nen verſuͤßten Sublimat. 4 3. Anm. Der Endzweck dieſer Arbeit iſt der, die vom Salz⸗ geiſt abhaͤngende,(S.§. 16. N. 1. Anm.) aͤtzende Kraft des aͤtzenden Sublimats durch das zugeſetzte und damit vereinigte Queckſilber auf eben die Art zu daͤmpfen und ab⸗ zuſtumpfen, wie man findet, daß die freſſenden ſauren* Theilchen durch die Vereinigung mit andern Metallen, in Anſehung ihrer Aetzbarkeit, mehr oder weniger ſtumpf wer⸗ den. So wird z. E. die aͤtzende Kraft des Vitrioloͤls durchs Eiſen unterdruͤckt, wenn es damit einen Vitriol macht, (S. I. Th. 23. Cap.§. 8. 2. Anm.); und beſteht der Unter⸗ ſchied zwiſchen dem aͤtzenden und verſuͤßten Sublimat dar⸗ inn, daß jener als eine Queckſilber⸗Aufloͤſung im Salzgeiſt anzuſehen iſt, worinn ſo viel Salzgeiſt herrſchet, als nur mit dem Queckſilber vereiniget werden kann; dahingegen der verſuͤßte Sublimat beynahe als ein Queckſilberkalch anzuſehen iſt, in welchem ſo viel Queckſilber befindlich iſt, als zur Brechung und Daͤmpfung aller Schaͤrfe des Salz⸗ geiſtes erfordert wird. Es haͤngen folglich die Eigenſchaf⸗ ten des verfuͤßten Sublimats theils von den wiederholten Sublimirungen ab, wobey etwas von dem Salzgeiſt nach und nach verflieget, und eine genauere Vereinigung d Queck limirung das graue Pulver zu⸗ ruͤck zu laſſen, da dieſes leicht un⸗ veraͤndert wieder aufſteigen, und dann ſchwerer vom Sublimat zu ſcheiden ſeyn kann, und demſel⸗ ben dann, wann er gepuͤlvert wird, wenigſtens eine graue Far⸗ be geben, auch, da man ihn bis⸗ her noch nicht genugſam kennt, bey Vorfallenheiten einen Arg⸗ wohn einer zu großen Schaͤrfe des Sublimats erregen, und Gebrauch deſſelben unſicher ma⸗ chen kann. Ueberdem macht der graue Sublimat nicht viel aus, und kann alſo in Abſicht auf die zu erhaltende Menge des verſuͤß⸗ ten Sublimats nicht viel betra⸗ gen. Es waͤre uͤbrigens noch wol der Muͤhe werth, den grauen Sublimgt etwas genauer zu un⸗ terſuchen, als bisher geſchehen iſ. Hat ſich aber ein Theil des guten weißlichen Sublimats in pulverhafter Geſtalt aufſublinirt, ſo kann ſolcher ſicher zu der vie⸗ derholten Sublimirung gerom⸗ men werden, wenn man ihn nur durch Reiben zureichlich mit dem andern vermiſcht. A. d. U. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten c. 49 enfſe Queckſilber⸗ Theilchen mit dem daran haͤngendgebliebenen erſchide Geiſte bewuͤrket wird, theils ruͤhren ſie auch hauptſaͤchlich d⸗ von dem allerdings veraͤnderten Verhaͤltniſſe zwiſchen dem 6 Queckſilber und Salzgeiſt her. om Galg de de 4. Anm. Daß man aus dem weiſſen Queckſilber⸗Praͤcipitat nd damt durch Sublimiren ein dem verſuͤßten Sublimat nahe kom⸗ und ab⸗ mendes Salz erhaͤlt, haben wir ſchon erinnert(§. 14. b.); en ſauren hier wollen wir nur hinzuſetzen, daß dieſer weiſſe Praͤcipi⸗ tallen, i tat einen vollkommen guten verſuͤßten Sublimat giebt, mpf wer⸗ wenn man ihn mit ſo viel Queckſilber, als er nur anneh⸗ s durchs men und toͤdten kann, tuͤchtig durchreibt, und denn auf l macht, gemeldete Art damit verfaͤhrt. er Unter⸗ Gleichergeſtalt erhaͤlt man einen verſuͤßten Sublimat mat dar⸗ aus dem gelben Praͤcipitat(§. 14. 6 Anm.), wenn er mit Salzgeiſt mehrerem Queckſilber wohl zuſammen gerieben, und dann als nur ſublimirt wird. Ob dieſer erhaltene verfuͤßte Sublimat hingegen aber von den vorher erwaͤhnten Arten etwas unterſchieden berkalch ſey, weil zu dieſem letztern kein Salzgeiſt koͤmmt, ſolches nolich iſt iſt noch nicht ausgemacht; daß er ein vollkommen verſuͤß⸗ es de tes Queckſilber ſey, iſt auſſer allen Zweifel geſetzt. genſchaf⸗ drpun 54 Anm. In Anleitung der bisher angefuͤhrten Umſtaͤnde, eiſt nach und der hieruͤber gegebenen Theorie(3. Anm)) erhellet deut⸗ ung der lich, daß mehr von dem Salzgeiſt verflieget, und eine deſto Queck⸗ genauere Vereinigung der Oueckſilber⸗Theilchen mit dem Ueberreſt des Salzgeiſtes bewuͤrket wird, je ofter der ver⸗ t auf die ſuͤßte Sublimat aufſublimirt worden. Es wird folglich s verſüß⸗ der verſuͤßte Sublimat durch viele wiederholte Sublimi⸗ iel betra⸗ rungen immer mehr und mehr verſuͤßt, und zuletzt in ſei⸗ ens noch ner Beſchaffenheit ſo veraͤndert, daß er beynahe alles Rei⸗ en grauet zende und Scharfe ablegt, und faſt unwuͤrkſam und figirt uer zu un⸗ wird, welches auch einige Aerzte in der Erfahrung wahr ſchehen i befunden haben, und daher den verſuͤßten Sublimat, um Theil us ihn reizender zu erhalten, nicht ofter als dreymal ſublimirt wiſſen wollen. Da er aber noch eine reizende Eigenſchaft limats in füblirit behaͤlt, wenn er ſchon ſechsmal ſublimiret worden, ſo pfle⸗ der vie⸗ gen die mehreſten hiebey zu bleiben, und den erhaltenen J gelom⸗ verſuͤßten Sublimat noch dreymal, auf obengemeldete Art, m ihn nur zu ſublimiren, doch ohne ihn weiter mit friſchem Queckſil⸗ nit dem ber zu durchreiben. Den ſolchergeſtalt erhaltenen verſuͤß⸗ 9.U. ten Sublimat nennen ſie doenth Calomel, der folglich T ein 5 Vierzehntes Kapitel. 4 ein in allem ſechsmal ſublimirter Sublimat iſt. Auch pfle⸗ gen einige den Calomel nachher 20 Tage lang mit Wein⸗ geiſt zu digeriren, und inzwiſchen das Pulver oft umzu⸗ ſchuͤtteln, damit alle Schaͤrfe verſuͤßt werden moͤge. Wird das Sublimiren mal wiederholt, und der er⸗ haltene Sublimat mit einem gewuͤrzhaften Weingeiſt acht mal 24 Stunden oder laͤnger digerirt, dann der Weingeiſt. abgegoſſen, und das Pulver getrocknet, ſo wird ſolches fuͤr ſchweißtreibend und nicht reizend gehalten, und dann Panacea Mercurialis genannt, iſt aber mehr ein unwuͤrk⸗ ſames, als nuͤtzliches, Pulver. G §. 17. Wie ſich das Queckſilber gegen die verſuͤßten Mineral⸗ ſauren verhalte, iſt noch nicht voͤllig erforſcht worden, folgen⸗ des weiß man indeſſen doch 1) Wenn man etwas Queckſilber mit Naphtha vitrioli digerirt, und oft umſchuͤttelt, ſo erhaͤlt gedachte Naphtha einen angenehmen, aber dagegen metalliſchen und etwas zu⸗ ſammenziehenden Geſchmack; gießt man die Naphtha ab, und laͤßt ſie gaͤnzlich abrauchen, ſo giebt ſie ein braunrothes Zuruͤckbleibſel, das nicht unangenehm ſchmeckt, aber etwas atzend iſt, wie man daraus ſieht, daß es Leinwand zerfrißt. Reibt man Queckſilber in einem Moͤrſel mit Naphtha vitrioli, ſo erhaͤlt die Naphtha eine graue Farbe, und wird dick; gießt man ſie ab, und dampft ſie ab, ſo giebt ſie ein graues Zu⸗ ruͤckbleibſel, und zwar in viel groͤßerer Menge, als durchs Digeriren, das im Anfange einen herben ſaͤuerlichen Ge— ſchmack hat, der aber bald verſchwindet, worauf es mehr zuſammenziehend ſchmecket. 2) Wird Weinoͤl mit Queckſilber geſchuͤttelt, ſo wird es dem Geſchmack nach veraͤndert, und bekommt bald einen garſtigen harzigen Geſchmack; gießt man davon aber das Weinoͤl ab, und laͤßt es abdampfen, ſo bleibt ein harzichtes Zuruͤckbleibſel zuruͤck, das roͤthlich ausſieht und angenehm ſchmeckt.. 2. Anm. lich in lomoir 1. 0 (9 des vor hersin: ibracht en 8 uch Hr threrer puchende Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 51 / Jactes Anm. Aus den angefuͤhrten Verſuchen ſiehet man, daß das oft 5 Queckfilber, wenigſtens zum Theil, von der Naphtha vi- Wnzl trioli und dem Weinoͤl aufgeloſet wird; wie es ſich aber ge. gegen die uͤbrigen verſuͤßten Mineralſaͤuren verhalte, habe nd der e⸗ ich noch nicht Gelegenheit gehabt, zu verſuchen. Inzwi⸗ ggeiſt acht ſchen will ich noch erwaͤhnen, daß, wie Pott de Sulph. Waingeſt NMletall. p. 32. 33. berichtet, mit dem verſuͤßten Salpeter⸗ rd ſolches geiſt aus allen Metallen, folglich auch aus dem OQueckfil⸗ und dann ber, und mit dem verſußten Salzgeiſt aus dem Golde, und unwuͤrt, ſolchergeſtalt auch aus dem Oueckſilber, eine Tinktur aus⸗ gezogen werden koͤnne; die Zeit kann dies bald genug lehren. 9 . 1§. 18. A Mineral⸗ 2 acsun pe g. zcet ſ Von den Gewaͤchsſaͤuren wird das Queckſilber nicht ſö folgen⸗ leicht aufgeloͤſet(S.§. 11.); wird es aber vorher durch eine anhaltende Digerirung zu einem rothgelben Pulver caleinirt, a vittioli und man nimmt davon einen Scrupel, und gießt darauf eine Naphtha Unze deſtillirten Weineßig, ſo geſchieht eine vollkommene etwas zu⸗ Aufloͤſung, wenn das Gemenge etwas uͤbers Feuer gekocht htha ab, wird(28). Seihet man dieſe Aufloͤſung dann durch, und unrothes ſetzt ſie in die Kaͤlte, ſo giebt ſie ſchoͤne Cryſtallen. Auch er etvas loͤſet ſich ein wohl ausgeſuchter gelber Praͤcipitat(§. 14. N. 1. zerfrißt. 6. Anm.), oder bulvis principum(§. 14. N. 6. 2. Anm.) vitrioli leicht im deſtillirten Eßig auf. S. Marggraf in den ck; gießt Memoir. de ² Acod. de Berlin. 1746. S. 63.(29). aues Zu⸗ 1. Anm. Eben daſelbſt berichtet Narggraf auch, daß der ls durchs Citronenſaft, wie auch der Rheinwein den durchs Oigeri⸗ chen Ge⸗ 8 2 ren 6s meſr(28) Mir iſt die Aufloͤſung dieſe Erfahrung, wie falſch der des vor ſich verkalchten Queckſil: Beweis ſey, wodurch Bohn d vird bers in deſtillirtem Eßig ohne bey⸗ erweiſen wollte, daß dieſes Qurck⸗ ul iiiem gebrachte Hitze gelungen.(0%. ſilber nicht verkalcht ſey, daß es Swm.& Win. P. II. p..) S. nemlich durch Reiben mit Eßig cber das auch Hrn. Weſtendorfs Diſſ. wieder lebendig wuͤrde. A. d. U. zriictes S. 27. ff. von der Aufloslichkeit ngenehm mehrerer Queckſilberkalche im(29) In ſein. Chym. Schr. rauchenden Eßig. Es lehrt ſonſt Th. l. S. 120. A. d. U. 2, Anm. 52 Vierzehntes Capitel. ren bereiteten Queckſilberkalch, oder Mercurius per ſe præ- cipitatus in etwas aufloͤſet. 2. Anm. In den AKl. Mogunt. T. I. p. 247. berichtet Man⸗ gold, daß er mit einer Unze deſtillirten Eßig aus einem Quentchen des metalliſchen Kalchs, den man erhaͤlt, wenn Queckſilber mit Waſſer gerieben wird(§. 8.), ob er gleich das Gemenge einige Tage in der Waͤrme gehalten habe, doch nicht mehr, als einige Gran habe ausziehen koͤnnen, die durch fixes Laugenſalz daraus niedergeſchlagen worden ſind. Auf das Ueberbleibſel hat er wieder eine Unze deſtil⸗ lirten Eßigs gegoſſen, und ſolcher iſt davon nach Verlauf einiger Zeit gelb gefaͤrbt worden. Es ſcheint daher, wenn man dieſe Marggrafſche und Mangoldſche Verſuche mit einander vergleichet, daß der Queckſilberkalch, den man durchs Feuer und Niederſchlagen erhaͤlt, in großer Menge und leichter von den Gewaͤchsſaͤuren aufgeloſet wer⸗ de, als der, den man durchs Reiben erhaͤlt(30). §. 19. 4 Fixes Laugenſalz loͤſet, wie ich erfahren habe, das Queck⸗ ſilber auf folgende Art einigermaßen auf: Man ſchmelzt das Laugenſalz in einem Tiegel, bis es ganz fluͤßig wird; unter⸗ deſſen haͤlt man das Queckſilber in einem eiſernen zoͤffel uͤberm Feuer, bis es auch ganz heiß wird und ſiedet; dann gießt man ſchnell das heiſſe Queckſilber in das geſchmolzene Salz, ſo wird es darinn zum Theil aufgeloͤſet, ein großer Theil deſ⸗ ſelben verfliegt abee in die Luft. Anm. Von dieſer Aufloſung des Queckſilbers hat meines Vijſſens zuvor kein Chemiſt etwas erwaͤhnt(31); aber ich muß auch zugleich geſtehen, daß es nicht mit jedem Queck⸗ ſilber gelinget;z doch weiß ich auch nicht, was dje Urſache davon ſey, und woher dieſer Unterſcheid ruͤhre. 6 Inzwi⸗ (30) Vielleicht tragen die ſol⸗(31) Schon in des Hrn. Pe⸗ chen haͤufig anhaͤngenden Feuer⸗ terſen unter dem Vorſitze des theilchen etwas dazu bey, die Hrn. Wallerius vertheidigten, Aufloſungskrafe der Gewaͤchs. zu Stockholm 1761. abgedruck⸗ ſaͤure zu verſtaͤrken. A. d. U. ten(in kleinen Abhandl. ei⸗ niger füchtig ten Sa wird es V Auftäſ niger den? 8,S. geruicke Veria im gel tion im⸗ ds hin. Nach d (i der hetes m bet le pre. tet Man⸗ aus einem halt, wenn b er glacc aiten habe en koͤnnan en worden Unze deſi h Verlauf her, wenn Verſuche alch, den in großer loſet wer⸗ . as Queck. melzt das d; unter⸗ fel uͤberm unn gießt ene Sal, Theil deſ at meines ; aber ich dem Queck⸗ die Urſache In wi⸗ Hrn. Pe⸗ gorſize des tthedigten, abgedruck⸗ andl. ei⸗ niger Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten c. 53 Inzwiſchen muß ich auch erwaͤhnen, daß Marggraf in den Mem. de Berlin. 1745.(32) berichtet, das Queckſil⸗ ber, ſo aus dem Scheidewaſſer mit einem durch Ochſen⸗ blut geſchaͤrften Laugenſalz niedergeſchlagen worden, werde wieder aufgeloͤſet, wenn man mehr von dieſem Laugenſalz zugieße; auch meldet er, daß dieſe Aufloͤſung mit einem andern fixen Laugenſalze nicht von ſtatten gehe. §. 20. Reibet man Queckſilber in einem glaͤſernen Moͤrſel mit fluͤchtigem Laugenſalz, oder einem ſtarken und wohl gefaͤttig⸗ ten Salmiakgeiſt, der mit Laugenſalz bereitet worden, ſo wird es voͤllig darinn aufgeloͤſet(33), und giebt eine weiſſe Aufloͤſung wie Milch, die aber einen ſcharfen, ſtechenden und niger Gelehrten in Schwe⸗ den B. I. Kopenh. u. Leipz. 1766. 8. S. 205⸗ 232. Uberſetzt ein⸗ geruͤckten) Abhandl. von den Verkalchungen der Metalle im Feuer, wird dieſe Opera⸗ tion im§. 5. als eine Erfindung des Hrn. Wallerius angefuͤhrt. Nach dem Hrn. Weſtendorf Cin der angef. Diſſ. S. 34.) ge⸗ het es mit dem aͤtzenden fixen Lau⸗ genſalz noch beſſer vor ſich. Daß ein ſehr cauſtiſches zerfloſſenes fixes Laugenſalz das Queckſilber aufloͤſe, wenn es damit gerieben wird, berichtet Ludolf in ſ. Zug. zur ſiegenden Chymie S. 77. und Einl. z. Chymie S. 568. ff., woſelbſt er dieſe Auf⸗ löſung durch Digeriren noch voll⸗ kommener zu machen lehrt, und durch weitere Bearbeitung mit Harnſalz, u. ſ. w. gar eine radi⸗ cale Aufloͤſung und ein allgemei⸗ D 3 gleich⸗ nes Aufloͤſungsmittel daraus ma⸗ chen will. Mit gemeinem fixen Laugenſalz erhielt Hr. Bau⸗ meé(Erl. Exp. Ch. Th. II. S. 506.) durch Reiben nichts aufgeloſet. Von dieſer Auflö⸗ ſung iſt der im VI. Hamb. Mag. B. V. S. 73⸗76. an⸗ gefuhrte Mercurius alcaliſatus wohl zu unterſcheiden, als wel⸗ cher nichts, als ein durch Krebs⸗ ſteine getoͤdtetes Queckſilber iſt⸗ A. d. U. (32) S. deſſen Chym. Schr. I. Th. S. 126. A. d. U. (33) Auch dieſe Aufloͤſang leugnet Hr. Baume a. a.G. der aber S. 522. die Garayi⸗ ſche Queckſilber⸗Tinktur anfuͤhrt, da das Qreckſilber, durch Salmiak getoͤdtet, von auf⸗ gegoſſenem Weingeiſt zum Theil aufgelöſet werden ſoll. A. d. U. —ÿ4——— ————õ———— 54 Vierrzehntes Capitel. gleichſam freſſenden Geſchmack hat. Verduͤnnet man dieſe Aufloͤſung mit Waſſer, ſo erfolgt zwar nicht alſobald ein Nie⸗ derſchlag, doch findet man nach einiger Zeit, daß der Queck⸗ ſilberkalch voͤlig zu Boden gefallen iſt. Dieſe Aufloͤſung brauſet mit allen Mineralſaͤuren, ſo gar, nachdem ſie mit Waſſer verduͤnnet worden iſt. Mit dem Salmiakgeiſt, der mit Kalch bereitet wird, gelingt dieſe Aufloͤſung nicht. Anm. Daß das OQueckſilber aus ſeiner Auffoͤſung in Scheide⸗ waſſer am beſten mit fluͤchtigem Laugenſalze niedergeſchla⸗ gen werde, iſt ſchon zuvor angemerkt worden, und daß der OQueckſilberkalch nicht durch mehrern hinzugegoſſenen fluͤch⸗ tigen laugenſalzigen Geiſt aufgeloſet wird, wie doch mit dem geſchaͤrftem Laugenſalz geſchah(§ 19. Anm.), hat Marggraf auch am angefuͤhrten Orte angefuͤhret. §. 21. Reibt man gepuͤlverten Schwefel in einem Moͤrſel mit eben ſo viel Queckſilber, bis das Queckſilber getoͤdtet, und bey⸗ des wohl mit einander vereiniget iſt, ſo erhaͤlt man ein dunk⸗ les Pulver, das Aethiops mineralis frigide praæparatus, (kalt bereiteter nineraliſcher Mohr) genannt wird. Schmilzt man aber Schwefel vorſichtig in einem Tiegel, indem man ſich huͤtet, daß er nicht anfaͤngt zu brennen, und erwaͤrmt unterdeſſen eben ſo viel Queckſilber in einem Tiegel, und ſchuͤttet ihn dann gemaͤhlich in den zerſchmolzenen Schwe⸗ fel, indem man dieſen tuͤchtig umruͤhret, ſo wird das Queck⸗ ſilber mit dem Schwefel zu einer harten ſchwarzen Maſſe ver⸗ einiget, die Aethions mineralis calide præparatus,(heiß bereiteter mineraliſcher mMohr) genannt wird. Dieſe Arten des mineraliſchen Mohrs ſind nicht allein in Anſehung ihrer gemeldeten Bereitungsarten, ſondern auch in Anſehung des mehrern oder wenigern Schwefels, der dar⸗ inn mit dem Queckſilber vereiniget gefunden wird, und in dem 4 1 em ke teſchie ſafte 1 gen E hälk glanne Dulber ilede ſe eine heht din e wid leber niger den d annin 9) à goößer glnze Lauge ſcvar Lage zurͤc geͤn 634 hältni ds m einande ſenden rtöt man diſe ein Nie⸗ der Quet. Auftäſung n ſie mi ktet wid, Scheide⸗ ergeſchla⸗ d daß der len fluͤch⸗ doch mit .), hat f. örſel mit und bey⸗ in dunk⸗ Paratus, t wird. m Tiegel, nen, und n iegel, Schwe⸗ ss Queck⸗ Naſſe ver⸗ (heiß G ct allin ern auch der dar⸗ und in dem Vom QWueckſilber, deſſen Praͤcipitatenꝛc. 55 dem mit Hitze bereiteten allezeit in geringerer Menge, als in dem kalt bereiteten beſindlich iſt, in etwas von einander un⸗ terſchieden(34); wannenhero ſie auch durch folgende Eigen⸗ ſchaften verſchieden ſind, nemlich: Der kalt bereitete mineraliſche Mohr faͤrbt 1) ge⸗ gen Gold gerieben ſolches weiß, und verquickt es. 2) Ent⸗ haͤlt er, wie man durch ein Vergroͤßerungsglas ſehen kann, glaͤnzende laͤnglichte Queckſilber⸗Theilchen in dem uͤbrigen Pulver eingemiſcht. 3) Wird er mit gefloſſenem Weinſtein⸗ oͤle oder ſcharfer Lauge digerirt und ein wenig gekocht, ſo ſetzt er eine ſchwarze und ſchwefelichte Haut auf der Lauge, und zieht man alle Fluͤßigkeit ab, ſo bleibt eine rothe Maſſe, wie ein Zinnober zuruͤck; gießt man auf ſelbige reines Waſſer, ſo wird ſelbiges davon roth gefaͤrbt, und erhaͤlt einen Schwefel⸗ lebergeruch und Geſchmack. Der heiß bereitete mineraliſche Mohr enthaͤlt 1) we⸗ niger Schwefel, weil ein Theil des Schweſels zerſtoͤrt wird, den das Queckſilber frey laͤßt, als welches nicht viel mehr annimmt als es bedarf. 2) Faͤrbt er das Gold nicht. 3) Zeiget er im Bruche, wenn man ihn durch ein Ver⸗ groͤßerungsglas betrachtet, kleine Queckſilber⸗Theiſchen, die glaͤnzend und funkelnd ſind, wie eine dunkele Erzart. Mit Lauge oder gefloſſenem Weinſteinoͤl digerirt, giebt er keine ſchwaͤrzliche oben auf ſchwimmende Haut, und zieht man alle Lauge ab, ſo bleibt eine rothe und zugleich gruͤnliche Maſſe zuruͤck, die auch Waſſer, wenn es darauf gegoſſen wird, gruͤnlich faͤrbt, und ihm einen Schwefellebergeruch und d4 Ge⸗ (34) Nicht allein das Ver⸗ haͤltniß unterſcheidet dieſe Arten des mineraliſchen Mohrs von einander, da man in dem fließ⸗ ſenden Schwefel mehr Queckſil⸗ ber toͤdten kann, ſondern es wird auch in dem mit Hitze bereiteten eine genauere Vereinigung des Schwefels mit dem Queckſilber bewuͤrket, von welcher denn die mehreſten der hier angefuͤhrten Unterſchiede herruͤhren. A. d. U. 1 Vierzehntes Capitel. Geſchmack giebt, doch in weit geringerer Staͤrke, als der vorige. 1. Anm. In Beſtimmung des Verhaͤltniſſes des Queckſilbers, 1 gegen den Schwefel, weichen die Chemiſten ſehr von ein⸗ ander ab. Einige nehmen Thetl Schwefel gegen 3 Theile Queckſilber; andere 3 Theile Schwefel gegen 4 Theile Queckſilber; andere wieder 4 Theile Schwefel gegen 1 Theil DOueckſilber; da man aber weiß, daß ein Theil Schwefel fuͤnf Theile Queckſilber toͤdten kann, ſo uͤberlaͤßt man es den Aerzten, die hierinn einige Einſicht beſitzen, zu unter⸗ ſuchen, welches Verhaͤltniß zu ihrem Endzweck als das dienlichſte befunden werden moge. 2. Anm. Bey der Zubereitung des mineraliſchen Mohrs mit Huͤlfe des Feuers, muͤſſen folgende Umſtaͤnde bemerket wer⸗ den: 2) Der Schwefel muß geſchmolzen werden, darf aber nicht brennen; ſollte er ſich entzuͤnden, muß man ihn aus⸗ loͤſchen(35). b) Das Queckſilber kann, nachdem es wohl erwaͤrmt worden iſt, in ein ſemiſches Leder oder eine Lein⸗ wand geſchuͤttet, und ſo durchgedruͤckt werden, daß es wie ein feiner Regen, in kleine Tropfen getheilet, gemaͤhlich mit dem geſchmolzenen Schwefel vermiſcht werde. c) Muß das Gemenge ziemlich ſtark und gleichfoörmig umgeruͤhret werden, damit es keine Zeit behalte, ſich am Gefaͤß anzu⸗ ſetzen, wovon es ſonſt ſchwer abzuſondern iſt(36). 3. Anm. Ludolf(Einl. zur Chymie S. 230.) meynt, man koͤnne den mineraliſchen Mohr am beſten durch Kochen auf folgende Art bereiten: Man ſolle nemlich ein Theil Schwefel mit vier Theilen ungeloͤſchten Kalch vermengen, und (35) Man verrichtet dieſe Ar⸗ beit deswegen in einem irdenen unglaſurten flachen Gefaͤße, wo⸗ zu man einen gut paſſenden De⸗ ckel hat, um, wenn es ſich noch entzuͤndete, den Deckel gleich auf⸗ legen, und es ſolchergeſtalt am bequemſten ausloͤſchen zu koͤnnen, A. d. U. (36) Hauptſaͤchlich zuletzt wird die mehreſte Aufmerkſamkeit er⸗ fordert, da das Gemenge nicht gut mehr fließen will. Sollte es zu ſehr in Klumpen zuſam— menbacken, ſo muß man dieſe in einem ſteinernen Moͤrſel zerrei⸗ ben, und dann die Arbeit fort⸗ ſetzen, bis eine vollige Vereini⸗ gung geſchehen iſt. A. d. U. nin ſcieht dhe Verm lte ſchr duſe ſern Kol den Sul 62 minere ſn T „als der ſeckſilbers, von ein⸗ n3 Theile 4 Theile en IThell Schwefal t man es zu unter⸗ als das ohrs mit rket wer⸗ arf aber ihn aus⸗ es wohl eine kein⸗ sß es wie gemaͤhlich c) Muß geruͤhret iͤß anzu⸗ jmennt, Kochen in Theil mengen, und uletzt wird amkeit er⸗ enge nicht Solle i zuſam⸗ n dieſe in ſil jerrei⸗ beit fort⸗ Vereini⸗ d.U. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 57 und ſolches wohl untereinander reiben, dieſes Gemenge loöſchen, und mit Waſſer kochen, ſolches nach dem Kochen durch ein Seihetuch abſcheiden, das denn gelblicht ausſehe; von dieſer Lauge zwey Theile gegen ein Theil Queckſilber genommen, ſolches ſo lange untereinander geruͤhrt, bis das Queckſilber vollig getoͤdtet worden, da die Lauge auch ſchwaͤrzlich wird, dann die Lauge abgedampfet, ſo erhalte man, nachdem alle Feuchtigkeit verraucht, einen durch Kochen mit Valch bereiteten mineraliſchen Mohr, (Aetkiaps mineratis goftione cum calce paratus). Vielleicht haͤtte man aber mehrere Anleitung, dieſen mineraliſchen Mohr mit Kalchleber bereitet,(Aethiops mineralis cum heyata calcis paratus) zu nennen, weil aus Schwefel und ungeloͤſchten Kalch unſtreitig eine Kalchleber(Hepar Calcis) erzeuget wird. Auſſerdem ſchließt man daraus, weil der Kalch, wie bey der Wiederlebendigmachung des Queckſil⸗ bers(S.§. 6. 6. Anm.) deutlich zu erſehen iſt, eine groͤßere Anziehung zum Schwefel, als dieſer zum Queckſilber hat⸗ daß in dieſem mineraliſchem Mohr etwas kalchichtes ein⸗ gemiſcht ſey(37). §. 22. Aus dem mineraliſchen Mohr erhaͤlt man durch Subli⸗ mirung, Zinnober, welches beſonders auf folgende Art ge⸗ ſchieht: Man bereitet erſtlich einen mineraliſchen Mohr aus 6 Theilen Queckſilber gegen 1 Theil Schwefel, und laͤßt dieſe Vermiſchung ſich in einem Tiegel wohl vereinigen, und zu⸗ letzt etwas Schwefel mit einer ſtaͤrkern Hitze abrauchen, der ſich wie ein ſchwarzer Ruß abſcheidet. Nachher nimmt man dieſe Miſchung heraus, puͤlvert ſie, und thut ſie in einen glaͤ⸗ ſernen Kolben, oder eine unglaſurte ſtarke Steinkrucke oder Kolben, den man in einer Sandkapelle auf den bloßen Bo⸗ den ſetzt, und dann mit ſtarkem und ſchnellem Feuer zum Sublimiren treibt. Wenn man nun den Kolben heraus D 5 nimmt (37) Noch kann man einen eine Queckſilber⸗Aufloͤſung mit mineraliſchen Mohr auf dem naſ: Schwefelleber niederſchlaͤgt. A. ſen Wege bereiten, wenn man d. U. 58 Vierzehntes Capitel. nimmt und zerſprengt, ſo findet man an den Seiten eine ſehr ſchwere dunkelrothe, inwendig ſtrahlichte Maſſe, die in einem Moͤrſel gerieben ganz roth wird, und aus Schwefel, der wohl mit Queckſilber vereinigt worden, beſteht, und kuͤnſt⸗ licher Zinnober, Cinnobaris arthicialir, genannt wird. Dieſer Zinnober wird zwar weder von den mineraliſchen . 2. Saͤuren, noch von einer ſtarken Lauge aufgeloͤſet, indeſſen wird er doch vom Königswaſſer, wie auch vom Spiritu Min- dereri zum Theil angegriffen, wenn er damit digerirt und in ſtarker Hitze gekocht wird; vom Terpenthingeiſt wird er gleichfalls aufgeloͤſet; auch wird er von der Aufloͤſung des firen Salmiaks, noch mehr aber und ſtaͤrker vom verſuͤßten Salpetergeiſt aufgeloͤſet, von welchem, wie auch dem ölich⸗ ten fluͤchtigen Salze, als dem Eau de Luce, der Zinnober faſt gaͤnzlich aufgeloͤſet wird. 1. Anm. Bey dem Verhaͤltniß zwiſchen dem Schwefel und Queckſilber muß man merken, daß man gefunden hat, der natuͤrliche Zinnober beſtehe aus einem Theil Schwefel ge⸗ gen 7, und zuweilen§ Theile Queckſilber, und daß daher dieſes Verhaͤltniß wol das beſte ſeyn wuͤrde; da man aber ſchwerlich einen mineraliſchen Mohr auf die Art bereiten kann, ſo muß man nur das zuvor angefuͤhrte Verhaͤltniß, oder gar noch ein geringers, erwaͤhlen, dagegen aber vor der Sublimirung allen uͤberfluͤßigen Schwefel abrauchen laſſen, ſo hat man ſich hierinn geholfen; auch ſchadet es nicht, wenn der Schwefel Feuer faßt, und etwas brennet, daß man den uͤberfluͤßigen Schwefel abbrennen laͤßt, wenn man nur vorſichtig damit umgeht, und nachher den zu⸗ ruͤckgebliebenen Ruß abrauchen laͤßt. Wenn der Minera⸗ liſche Mohr brennt, ſo brennt er mit einer dicken blaugruͤ⸗ nen Farbe, woraus man erſiehet, daß dabey gleichfalls etwas queckſilberichtes verflieget. Dieſer Erfahrung zu⸗ folge, und in Anſehung deſſen, daß mehr Schwefel ab⸗ brennen kann, als nothwendig erfordert wird, wovon ſich ein jeder durch die Erfahrung uͤberzeugen kann, ſo ſehe ich nicht ein, mit welchem Grunde Lemmery, Macquer, und Hundertmarck, dieſes Abbrennen des Schwefels anpreiſen konnen, das meines Beduͤnkens, in Anleitung ber angefuͤhrten Umſtaͤnde, nur im Nothfall gehraucht wer 7 en ennſt in einem efel, de kuͤnſt nt widd, raliſchen indeſſen tu Mia. rirt und wird er ung des erſüͤßten m dlich⸗ innober fel und zat, der vefel ge⸗ ß daher in aber zereiten zaͤltniß, ber vor rauchen adet es brennet, t, wenn den zu⸗ Minera⸗ blaugru⸗ leichfalls rung zl⸗ efel ob⸗ von ſich ſche ich acquer, ſwefels leitung it wer⸗ den Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 59 den darf, und auch da, wie erinnert worden, mit der no⸗ thigen Vorſicht. Pomet berichtet, der Zinnober werde in Holland von Laboranten, die nur drey Theile Queckſil⸗ ber gegen einen Theil Schwefel nehmen, in großen dazu verfertigten Sublimirkrucken bereitet, in welchen ſie gegen 400 Schiffpfund auf einmal ſublimiren, doch ſo, daß ſie zur Zeit 25 Schiffpfund nehmen. Auch muß ich noch kuͤrzlich berichten, daß die Chemi⸗ ſten uͤber das Verhaͤltniß des Schwefels gegen das Queck⸗ ſilber im natuͤrlichen Zinnober nicht einig ſind. Lem⸗ mery ſagt, der Schwefel verhalte ſich in ſelbigen zum Queckſtiber wie 1 zu 2; Meuder, wie 1 zu 30; Cartheuſer, wie 1 zu 7; Macquer, wie 1 zu 7 oder 8, und iſt dieſer Unterſchied wol hauptſaͤchlich von der ver⸗ ſchiedenen Guͤte des natuͤrlichen Zinnobers herzuleiten(38). 2. Anm. Wenn der uͤberfluͤßige Schwefel in dem Tiegel oder glaͤſernen Morſel, worinn man den mineraliſchen Mohr zubereitet hat, abgeraucht iſt, muß man beym Sublimi⸗ ren ein ſtarkes und ſchnelles Feuer gebrauchen; ein ſtarkes, weil der mineraliſche Mohr, oder das mit Schwefel ver⸗ einigte Queckſilber, um aufſublimirt zu werden, ein ſtaͤr⸗ keres Feuer, als das Queckſilber allein, erfordert, in ſo weit es in der Vereinigung mit dem Schwefel nicht in Daͤm⸗ pfe zerlegt werden kann, ſondern in ſeiner ganzen Maſſe in die Hohe getrieben werden muß; ſchnell muß das Feuer auch ſeyn, weil der Schwefel ſonſt zum Theil abgeſchieden, und der mineraliſche Mohr gleichſam calcinirt oder geröſtet wird, ſo wie man findet, daß ſich der Schwefel aus den Erzen, worinn die Metalle mit Schwefel vereinigt ſind, abſcheidet, wenn beym Roͤſten ein gelindes Feuer ange⸗ bracht wird(39). (38) Die dem natuͤrlichen Zin⸗ nober oft beygemiſchte Erde kann zu einer ſo verſchiedenen Angabe des Vechaͤltniſſes ſeiner Beſtand⸗ theile etwas mit beygetragen ha⸗ ben; auch mag dieſes Verhaͤlt⸗ niß im naturlichen Zinnober auch wol wuͤrklich verſchieden ſeyn. Indeſſen bleibt dies immer rich⸗ tig, daß die Farbe des kunſtli⸗ chen Zinnobers allemal um ſo 3. Anm. viel ſchoͤner wird, je groͤßer das Verhaltniß des Queckſilbers ge⸗ gen den Schwefel iſt. A. d. U. (39) Wie das Queckſilber aus dem Zinnober durch das fixe Lau⸗ genſaiz auf dem naſſen Wege von dem Schwefel zu befreyen und lebendig zu machen iſt, lehrt Hr. Baume(Erl. Exp. Ch. Th. II. S. 5 19.) A. d. U. 3 60 Vierzehntes Capitel. 3. Anm. Die rothe Farbe(40) hat der Zinnober vom Schhwefel, beſonders von der Schwefelſaͤure, weil man fin⸗ det, daß Queckſilber von den Mineralſaͤuren roth wird. Daß aber ein Zinnober bleicher, der andere dunkler iſt, ruͤhrt von dem verſchiedenen Verhaͤltniß und Methode, ihn A zu bereiten, her. Einige meynen wol, daß das Reiben er nicht mit Waſſer, ſondern entweder mit Milch, Wein⸗ geiſt oder Harn, oder auch mit Mandeloͤl oder Mandeln gerieben werden muͤſſe; wenn man aber nur die ſchon bey der Bereitung deſſelben angefuͤhrten Umſtaͤnde beobachtet, ſo findet man, daß das mehreſte darauf ankoͤmmt, daß man deſto ſchoͤnern Zinnober erhaͤlt, je weniger Schwefel mit dem Queckſilber vereiniget. Der gepuͤlverte ſchone rothe Zinnober, den Handwerker zum Mahlen, und Far⸗ ben des rothen Wachſes, Siegellacks, u. ſ. w. gebrauchen, wird Vermilon(41) genaunt. 4. Anm. Sollte der erhaltene Zinnober zum erſtem male nicht ſo ſchoͤn gerathen, als man wuͤnſchet, ſo kann man ihm durch wiederholtes Sublimiren nachhelfen. Hierbey muß man aber bemerken, daß der Zinnober, je oͤfter er . ſublimirt wird, deſto ſtaͤrkeres Feuer, um ſublimirt zu wer⸗ den, erfordert, und wird gemeldet, daß er ſich zum fuͤnf⸗ ten oder ſiebenden male nur zum Theil aufſublimire, und nachher, im Fall man ihn noch oͤſter ſublimiren wollte, ehe mit dem Glaſe zuſammen ſchmelze, als ſich aufſublimi⸗ ren laſſe.—. 5. Anm. —— das mehreſte thue, weswegen ſie auch darauf beſtehen, daß 40) Daß die rothe Farbe des Zinnobers von den ihm, unter der Sublimirung, aus dem Feuer beytretenden Theilen herruͤhre, hat Hr. Wiegleb fehr artig durch die Niederſchlagung des Queckſilbers im naſſen Wege, ver⸗ moͤge des beygemiſchten geſchwe⸗ felten Geiſtes, und die dadurch bewuͤrkte Zinnober⸗Rothe dieſer Niederſchlaͤge erwieſen. S. deſ⸗ ſen Kl. chym. Abhandl. S. 37. 56. Einige hieher gehoͤ⸗ rige Erfahrungen fuͤhrt auch Hr. Baume(Erl. Eyp. Ch. Th. II. S. 519⸗ 322.) an. A. (40 S. Baume a. a. . S. 513. Je feiner er gerie⸗ ben wird, deſto ſchoͤner faͤllt ſeine Farbe aus, und etwas kann das Reiben mit Harn auch zur Ver⸗ hoͤhung ſeiner Roͤthe thun; bey⸗ de Handgriffe ſind auch die Urſa⸗ che der ſchoͤnern Roͤthe des Ver⸗ millons. A. d. U. ſers den da Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 61 bm»5. Anm. Der Zinnober, den man erhaͤlt, iſt immer inwen⸗ th wid dig ſtrahlicht, wie Spießglas, und ſcheint dieſe ſtrahlichte rücr ſ Geſtalt(42) von der Vereinigung der Schwefelſaͤure mit hode, i dem Queckſilber herzuruͤhren, wodurch gleichſam ein metal⸗ ZNabe liſches Salz erzeugt wird, das jedoch nicht aͤtzend, ſondern hen der durch das beygemiſchte brennbare Weſen des Schwefels nn verſuͤßt iſt. D 0g el in ſ. Iuſtit. Cheni. S. 330. meynt, Nand n man köoͤnne den Zinnober, als einen durch Schwefelſaͤure hon 5 bewuͤrkten metalliſchen Kalch anſehen; da der Zinnober aber arſen nicht blos die Saͤure, wie Lemmery und andere meynen, nt de ſondern den Schwefel ſelbſt in ſeiner ganzen Zuſamnien⸗ * aß ſetzung enthaͤlt; da er uͤberdem auch ohne eine Reducirung Schweſt aus einander geſetzt werden kann, indem das Queckſilber ſchone ohne Zumiſchang einer brennbaren Materie vollkommen nd Far⸗ wieder hergeſtellet werden kann; ſo finde ich keine Urſache, auchen, warum man den Zinnober einen metalliſchen Kalch nennen ſollte(43). 8 em male 6. Anm. Auſſer der angefuͤhrten Methode, den Zinnober zu 9 5 bereiten, kann man ihn auch auf folgende Arten erhalten: Hie ofter er 1) Aus Krfünf(42) Das Strahlichte ruͤhrt felichten Erzen in metalliſcher Ge⸗ e. uns blos von der Art her, wie ſich ſtalt ſtecken, weil nemlich der wollte die in die Hohe getriebenen Theile Schweſel die Kalche nicht angrei⸗ ublimi⸗ beym Sublimiren anſetzen; da⸗ fe, S. des Hrn. Ritter Wa l⸗ her das Strahlichte des Subli⸗ lerius Chem. Metallurg. S. Anm mats in verſchiedenen Ofenbruͤ⸗ 161. u. 171., welche Regel je⸗ nn chen. Da man indeſſen dem doch der Herr Bergrath Sco⸗ Zinnober durch Sublimiren keine poli in ſein. Princip. Mineral. auch Ht. andere Textur geben kann, ſo Snft. Pract.§. 170. S. 125. p. Ch. ſcheint die blaͤtterichte Fuͤgung einſchraͤnket. Vom Queckſilber an. J. des natuͤrlichen zu beweiſen, daß bleibt es gewiß wahr, daß er in die Natur den Zinnober auf eine metalliſcher Geſtalt in ſeinem Erze 2 a. a. andere Art bewuͤrke, als wir ihn ſtecke, als welches bisher noch er getie⸗ nachzumachen ſuchen. A. d. U. durch keine Kunſt hat auseinan⸗ fillt ſeine der gelegt werden koͤnnen, das ann das(43) Er iſt ein wahres Queck⸗ deswegen auch vom Scopoli zur Ver⸗ ſilber⸗Erz, wie das Spießglas⸗, am angef. Orte§. 168. u. 169. n; beh⸗ Silberglas⸗Erz u. a. m. Erze die. S. 124. ff. im Zinnober nicht ie Utſa⸗ ſer Metalle ſind, die darinn durch vererzet, ſondern verlarvet, ge⸗ 6s Ver⸗ den Schwefel vererzt worden ſind. nannt wird. A. d. U. Und daß die Metalle in den ſchwe⸗ handelt wird. doppelte Zerlegung und Verbin⸗ 62 Vierrzehntes Eapitel. 9 Aus Spießglas, das mit Queckſilber zu einem Spießglas⸗Mohr,(Aethiops antimonialis) ver⸗ einiget worden. 2) Aus Spießglaſe, das mit noch einmal ſo viel aͤtzen⸗ dem Sublimate vereiniget worden(44). 3) Aus Spießglas, das man in Salzgeiſt aufloͤſet, und Queckſilber dazu mengt. 4) mhi dem Goldſchwefel des Spießglaſes und Queck⸗ ſilber.. 5) Aus einer Vermiſchung von Operment und Queck⸗ 2 ſilber, oder 6) Operment und aͤtzendem Sublimat. Der Zinnober, den man mit Spießglaſe erhaͤlt, heiſſet Spießglas⸗ Jinnober(Cinnabaris antimonii), und der, ſo mit Operment erhalten wird, Cinnabaris auripigmenti, von welchem in der Folge mehr zu ſagen ſeyn wird. Neumann([Zimmerm. Ausg. S. 462.) berich⸗ tet, man koͤnne den Zinnober auch ohne Feuer bereiten, 74 4 (44) Dieſes iſt die auf Apo⸗ theken gebraͤuchliche Methode, den ſogenannten Spießglas⸗Zin⸗ nober zu bereiten, wovon unten (Cap. 19.§. 6.) ausfuͤhrlich ge⸗ Da hiebey eine dung der Beſtandtheile dieſer Koͤrper bewuͤrket wird, indem der Schwefel des Spießglaſes fich mit dem Queckſilber des Sub⸗ limats zum Zinnober aufſubli⸗ mirt, da denn die zuruͤckbleiben⸗ de Satzſaure des Sublimats den metalliſchen Theil des Spießgla⸗ ſes aufloͤſet, mit ſich verfluchti⸗ get, und ſo in einer dicklichen Ge⸗ ſtalt uͤbergeht, deswegen auch Spießglasbutter genannt wird, wenn ſo ſieht man leicht ein, daß der hier erhaltene Zinnober von dem gewohnlichen nicht unterſchieden ſey, es ſey denn, daß einige Spießglas⸗Theile mit verfluchti⸗ get waren, ein ſolcher Zinnober aiſo nur aus Irrthum ein Spieß⸗ glas⸗Zinnober genannt worden iſt; denn eigentlich müßte man das nur einen Spießglas⸗Zinno⸗ ber nennen, wenn ein Gemenge aus Schwefel und Spießglas⸗ konig in rother Farbe erhalten wurde. Durch Sublimiren iſt dieſes bisher noch nicht bekant; durch Niederſchlagen erhaͤlt man einen mineraliſchen Kermes, und an dem Goldſchwefel des Spieß⸗ glaſes etwas aynliches. A. d. U. 3. ——— u einem lis) ber⸗ iel aͤzen oͤſet, und d Queck, d Quec⸗ t, heiſet und der, vigmenti, )n wird. berich⸗ bereiten, wenn daß der on dem ſchieden einige rfluchti⸗ innober b Spieß⸗ worden zte man ⸗Zinno⸗ Gemenge pießalas⸗ erhalten niren iſ bekant; iit man 6, und Epieß⸗ „d.U. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 63 wenn man acht Theile von Boylens rauchendem Gei⸗ ſte, der ſchon oben(Cap. 10.§. 14.) beſchrieben worden iſt, mit einem Theile Queckſilber vermiſchte, und das Ge⸗ menge wohl ſchuͤttelte, ſo zoͤge das Queckſilber den Schwe⸗ fel an, und zeigte ſich unter der Geſtalt eines rothen Nie⸗ derſchlages am Boden(45). 7. Anm. Zwiſchen dem natuͤrlichen und kuͤnſtlichen Zinnober ſind hauptſaͤchlich folgende Unterſchiede zu bemerken: 1) Hat der natuͤrliche Zinnober immer eine hellere Farbe. 2₰ che; wozu noch 2) Enthaͤlt er auch weni ger Schwefel, als der kuͤnſtli⸗ 3) kommt, daß der natuͤrliche ſowol zum Raͤuchern, wenn er dazu erfordert wird, als in andern Abſich⸗ ten, dienlicher in der Arzeney befunden wird, weil die Erfahrung lehrt, daß der Schwefel die Kraft des Queckſilbers ſchwaͤchet(46). 8. Anm. 2 Nengt man 10 Theile vom mineraliſchen Mohr mit 3. Theilen Salmiak, ſublimirt es, reibet den erhaltenen Sublimat wieder mit dem Todtenkopf zuſammen, ſubli⸗ mirt es wieder auf, und wiederholet dieſes ſieben mal, ſo erhaͤlt man Aſtrucs ſchweißtreibendes Queckſilber, (Afercurius diaphoreticus Aflruci). XIII. N. IV. p. 458. S. Asrkuc. L. IV. Cap. Miſcht man Queckſilber, Schwefel und Salmiak zu⸗ ſammen, und ſublimirt es auf; nimmt dann den Subli⸗ mat heraus, puͤlvert ihn und ſublimirt ihn wieder, ſo er⸗ haͤlt man die ſchwarze Queckſilber⸗Panazee,(Panacea Merourialis nigra). S. Ausg. S. 512. 1344. und 1611. (45) Dieſes iſt durch die ſchon (S. die 40. A. d. U.) angefüͤhr⸗ ten Wieglebſchen Verſu⸗ che weiter bekraͤftiget worden, da ſowol das lebendige Queckſilber als die Sublimate und der weiſſe Praͤcipitat vom aufgegoſſenen Beguiniſchen geſchwefel⸗ Neumann Zimmerm. Bey jedem Sublimi⸗ d ren, ten Geiſt eine Zinnoberroͤthe er— halten haben. A. d. U. (46) Hiezu gehöort noch die verſchiedene Textur, die, wie ſchon oben erwaͤhnt, beym kuͤnſtlichen ſtrahlicht, beym natuͤrlichen, wenn er rein und nicht pulvericht, blaͤt⸗ tericht iſt. A. d. U. V 64 Vierzehntes Capitel. 3 ren, und wiederholten Sublimiren dieſer Miſchung, bleibt 4 iimmer eine braunrothe Maſſe am Boden liegen, die von einigen figirter Jinnober genannt wird(Cinnabaris fixa- ¹a) und, wie berichtet wird, im Feuer ſchmelzen ſoll. Miſcht man ein halb Pfund Queckſilber mit zwey Unzen Spießglas⸗Goldſchwefel, und ſublimirt den erhaltenen Zinnober 8 bis 10mal wieder auf, bis er beynahe im Feuer H fix wird, ſo erhaͤlt man Tillings ſchweißtreibendes Queckſilber,(Mercurius diaphoreticus TILLINGII).(S. — 82 die 6öte Anm.) 1 9. Anm. Wie das Queckſilber ſowol aus dem mineraliſchen Mohr, als dem Zinnober mit Beymiſchung mineraliſcher Koͤrper durchs Deſtilliren wieder hergeſtellet werden koͤnne, iſt ſchon gemeldet worden.(§. 6. 6.Anm.) S. 23. 8 Nachdem wir in dem Erſten Theil der Phyſ. Chem. Cap. 11.§. 16. angefuͤhrt haben, was das Verquicken ſey, ſo liegt uns hier nun ob, kuͤrzlich zu zeigen, wie die Metalle durchs Queckſilber aufgeloͤſet werden koͤnnen, und wie ſie ſich der Reihe vornehmen. V V gegen ſelbiges verhalten. Wir wollen daher die Metalle nach Das Gold wird vom Queckſilber auf vielerley Art auf⸗ geloͤfet und verquickt. a) Die gebraͤuchlichſte und beſte Art 6 1 1 iſt, das Gold erſt zu koͤrnen oder zerſchneiden„ und dann durch Waſchen zu reinigen, worauf es in einem, inwendig gegluͤht wird, da man denn vier bis ſechs mal ſo viel Queck⸗ ſilber, das vorher in einem andern Tiegel gleichfalls erwaͤrmt worden, dazu ſchuͤttet, das Gemenge mit einem eiſernen Nuͤhrhacken(42) oder Spatel umruͤhrt, und bald beraus⸗ nimmt, (42) Da das Gold, wenn es muß man es nicht lange darinn im Fluſſe iſt, das Eiſen leicht laſſen, damit es nicht heiß werde. zeug zum Umruͤhren eben nicht ſtiel hiezu bequem gebraucht wer⸗ das vortheilhafteſte, wenigſtens den. A. d. U. mit Kreide beſtrichenen, Tiegel, jedoch ohne zu ſchmelzen, angreifet, iſt ein eiſernes Werk⸗ Sonſt kann ein irdener Pfeifen⸗ fimm ſhüt wem geüür Quech men im S vohl wiede nem? kan Godd Paſe hercu Ged von and ber. gene anhal heils 4 wchde Cuji beind dcs duͤct ſchätr ines jeuler an d olde ſh ing, bläbe , die von abaris fixa- ſoll. wey Ungen erhaltma eim Feuer eibende ¹).(S neraliſchen neraliſche den koͤnne, „Chem. iicken ſey, Merall ie ſie ſich alle nach Art auf⸗ beſte Art und dann inwendig chmelzen, lel Queck⸗ erwaͤrmt eiſernen herus⸗ nimmt, ge darinn eiß werde. Pfefen⸗ auch wer⸗ Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 65 nimmt, weil die Aufloͤſung ſehr ſchnell vor ſich geht; dann ſchuͤttet man das Gemenge in einen Moͤrſel, und kann es, wenn es noͤthig iſt, weiter reiben. b) Man kann auch das gekoͤrnte und gewaſchene Gold gleich mit 4 bis 6 Theilen Queckſilber in einem Moͤrſel vermiſchen, und beydes zuſam⸗ men in einen inwendig mit Kreide beſtrichenen und vorher im Feuer gluͤhend gemachten Tiegel ſchuͤtten, dies Gemenge wohl umruͤhren, oder den Tiegel ſchuͤtteln, und die Miſchung wieder beraus nehmen, worauf ſie, wenn es noͤthig, in ei⸗ nem Moͤrſel weiter gerieben werden kann. c) Ohne Feuer kann man dieſes Verquicken auch beſtellen, wenn man das Gold erſtlich in Koͤnigswaſſer aufloͤſet, die Aufloͤſung mit Waſſer verduͤnnet, und das Gold mit reinem Kupferblech herausfaͤllet, dann die Bleche ſchuͤttelt, damit das gefaͤllte Gold abfalle, das Aufloͤſungsmittel abgießt, das Goldpulver von allem Salzigen durch Waſchen befreyet, und trocknet, und ſo endlich in einem glaͤſernen Moͤrſel mit Queckſilber rei⸗ bet. d) Auch erhaͤlt man ein Quickgold ohne vorhergegan⸗ gene Aufloͤſung, blos durch Reiben, wozu ein ſtarkes und anhaltendes Reiben erfordert wird, das daher auch mehren⸗ theils in den ſogenannten Quickmuͤh len verrichtet wird. Das Amalgama oder Quickgold, ſo man erhaͤlt, iſt, nachdem es gewaſchen worden, weiß und weich, aber loſe von Conſiſtenz; auch kann man es, wenn es zu loſe und fluͤßig befunden wird, etwas ſeſter und haͤrter machen, wenn man das uͤberfluͤßige Queckſilber durch ein ſemiſches Leder davon druͤckt. Legt man dieſes Quickgold in einen gluͤhenden Tiegel, ſchuͤttet es auf gluͤhende Kohlen, oder haͤlt es in die Flamme eines Lichts, ſo brauſet es und ſchwillet auf; in gelindem Feuer aber rauchet das Queckſilber ganz ſtille ab. Deſtillirt man das Amalgama, ſo ſcheidet ſich das Queckſilber vom Golde ab, und das Gold bleibt rein, unverkalcht, in metal⸗ liſcher Geſtalt zuruͤck. E 1. Anm. — 18 8 f 4 4 22 — 66 Vierrzehntes Capitel. 1. Anm. Rondellus berichtet in den comm. Bouon. T. I. p. 210. daß, wenn man einen Gold⸗Drath aufrechts in Queckſilber ſetzt, das Queckſilber laͤngſt dem Drath in die Höhe ſteigt(48), und ihn, wie eine Haut umgiebt; er hat bemerkt, daß das Queckſilber in Zeit von acht Tagen 7 Zoll hoch hinauf geſtiegen iſt; legt man aber einen ſol⸗ chen Golddrath wagerecht in das Queckſilber, ſo wird er vom Queckſilber durchdrungen, und das Gold davon ver⸗ quickt, nur muß der Drath nicht viel dicker als eine Vier⸗ tel⸗Linie ſeyn, ſonſt will es nicht gelingen. Nan ſiehet hieraus die ſtarke Anziehung des Queckſilbers zum Golde, und daß die Verquickung dieſes Metalles, ſowol ohne Hitze, als ohne Reiben bewuͤrket werden koͤnne. 2. Anm. Man erhaͤlt auch ein Amalgama aus Gold und weiſſem Praͤcipitat, der mit Salmiak und gefloſſenem Wein⸗ ſteinoͤl niedergeſchlagen worden iſt(§. 14.), wenn man die⸗ ſen Praͤcipitat durch Hitze und Reiben mit dem Golde ver⸗ einiget. S. Kunckels Labor. Chgm. S. 219. 3·Anm. Zum Vergulden pflegen die Goldſchmiede ihr Quick⸗ gold, oder wie ſie es nennen, gemahlen Gold, auf die Art zu bereiten, daß ſie einen inwendig mit Kreide beſtri⸗ chenen Tiegel gluͤhend machen, ein Theil gefeilt Gold hin⸗ ein thun, und§ bis 10 Theile vorher wohl erwaͤrmtes Queckſilber dazu ſchuͤtten; ſie ſchuͤtteln den Tiegel dann mit einer Zange, bis das Gold aufgeloſet iſt, worauf ſie die Maſſe in einen ſteinernen Moͤrſel ausgießen, und beſ⸗ ſer durchreiben. Wenn ſie hiermit vergulden wollen, ſo ſcheuren und kratzen ſie das Kupfer oder Silber, das ver⸗ guldet werden ſoll, erſt recht rein, erwaͤrmen es etwas uͤberm Feuer, und verquicken es mit Queckſilber, das ſie mit einem Stuͤcke Parchent darauf reiben, oder mit eini⸗ gen Tropfen Scheidewaſſer, oder, welches beſſer iſt, mit einem Gemenge von beyden(49), das in einer Flaſche be⸗ . reitet (48) Hievon iſt die Urſache in Metallen anhaͤngen kann. A. der größern Schwere des Goldes d. U zu ſuchen, weswegen das Queck⸗ ſilber als eine leichtere Fluͤßigkeit(49) Die Vergulder nennen demſelben vorzuͤglich vor andern dies daher Quickwaſſer. A. d. U. 2 ——---—p—— ͤ——— ———— Zuu, N. ffrechts in rath in de ngiebt; a icht Taga einen ſel⸗ ſo wind davon ver⸗ eine Vien⸗ Nan ſiehen um Golde ohnehſze Gold und nem Wei⸗ man di⸗ Holde ber hr Ouick⸗ d, auf die de beſtt j⸗ Hold hin⸗ waͤrmtes gel dann vorauf ſie und beſ⸗ vollen, ſo das ver⸗ es etwas :, das ſit emit ein⸗ er iſt, mit Flaſche be⸗ reitet ann. A. a nennen Pd. U. Vom Queckfilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 67 reitet und wohl umgeſchuͤttelt wird, wovon das Metall einen friſchen Grund bekoͤmmt; darauf erwaͤrmen ſie das Metall von neuem, und beſtreichen es von neuem mit eben derſelben Miſchung von Scheidewaſſer und Queckſilber, da⸗ mit kein Flecken zuruͤck bleibe, legen dann etwas Quick⸗ gold darauf(50), vertheilen es mit einem Haſenfuß, wo⸗ mit ſie einige male fortfahren, bis das Quickgold allent⸗ halben wohl und eben aufgetragen iſt, da ſie es dann ab⸗ buͤrſten, und mit einem Stuͤcke Parchent reiben; hierauf laſſen ſie es abrauchen, und verſtaͤrken die Hitze, bis das Gold ſeine gelbe Farbe erhaͤlt; doch hat es noch keinen Glanz. Sie erhohen dann die Verguldung durch Gluͤh⸗ wachs, ſcheuren und hellen ſie auf. Das Gluͤhwachs 51) wird aus Wachs, Rothſtein, Spangruͤn und gebrannten Alaun gemacht. Das Hellwaſſer 5§2) wird aus weiſſen Schwefel und Salz bereitet, die im Waſſer gekocht worden. Soll Eiſen verguldet werden, ſo muß es erſt mit einer Kupferhaut uͤberzogen werden. Dieſes geſchieht, wenn man es einige Zeit in eine Auffoͤſung von Kupfer⸗Vitriol haͤlt oder mit Kupfer⸗Vitriol reibt. S.§. 30. 4. Anm. Was das Verhaͤltniß des Goldes gegen das Queck⸗ ſilber betrift, ſo iſt zu merken, daß ſelbiges verſchieden iſt, je nachdem man ein haͤrteres oder weicheres ſtaͤrkeres oder mehr verduͤnntes Amalgama haben will. Ein Theil Gold kann 10 bis 12 Theile Queckſilber verdicken, aber von 5 bis 6 Theilen wird die Maſſe ziemlich hart; iſt das Amal⸗ gama zu duͤnne, ſo kann man etwas Queckſilber durch ein (50) Dieſes geſchiehet mit ei⸗ nem kupfernen Stiſt, den ſie vor⸗ her in das Quickwaſſer tunken. A. d. U. (51) An ſtatt des Gluͤhwach⸗ ſes ſoll eine Vermiſchung von gleichen Theilen Salpeter, Sal⸗ miak, gruͤnen Vitriol und Gruͤn⸗ ſpan, mit Waſſer angefeuchtet und auf die Arbeit gelegt, die dann erwaͤrmt wird, bis die Ver⸗ E 2 ſemiſch miſchung anfaͤngt zu rauchen, und ſodann abgekuͤhlt wird, ſehr wohl dienen. S. Lewis Zuſam⸗ menh. d. Ruͤnſte B. 1. Th. I. S. 131. (5²) Schon bloßer Harn er⸗ hoͤhet die Farbe des Goldes, wes⸗ wegen die Goldſchmiede auch das Gold, wenn ſie es gluͤhen, gern in Harn abloͤſchen. A. d. U. nichts anders, als ein ſigurirtes Amalgama iſt. 68 AVieerzehntes Capitel. ſemiſch Leder davon druͤcken, iſt es aber zu hart, ſo kann man es mit mehrerem Queckſilber verduͤnnen, das man dazu thut, und es unter einander reibbt. Silber wird eben ſo wie das Gold(§. 23.) verquickt. Nemlich a) wenn man das Silber feilet, oder klein ſchnei⸗ der, in einen mit Kreide inwendig beſtrichenen gluͤhend ge⸗ machten Tiegel ſchuͤttet, und, wenn es gluͤhend, aber noch nicht geſchmolzen iſt, 6 Theile vorher wohl erwaͤrmtes Queck⸗ ſilber dazu ſchuͤttet, den Tiegel wohl mit einer Zange ſchuͤt⸗ telt, und die Materie mit einem Ruͤhrhacken umruͤhret; dar⸗ auf gießt man die Materie in einen Moͤrſel aus, und reibet ſie ſo lange, bis das Silber aufgeloͤſet, und das Amalgama fertig iſt. b) Wenn man ein Theil Silber in zwey Theilen Scheidewaſſer aufloͤſet, die Aufloͤſung mit drey Theilen Waſ⸗ fer verduͤnnet, dann zwey Theile Queckſilber dazu ſchuͤttet(53), und das Gemenge ungeruͤhrt ſtehen laͤßt. Dieſes iſt eben die Vermiſchung, deren man ſich zur Vegetirung des Silbers oder dem Arbor Dianæ bedient, als welcher Dianenbaum Gießt man, nachdem die Vermiſchung gemacht iſt, das Aufloͤſungsmittel ganz davon ab, und reibt den zuruͤckgebliebenen Kalch wohl durch, ſo wird das Amalgama zaͤrter und beſſer vereiniget. c) Wenn man Silber in Scheidewaſſer aufloͤſet, die Aufloͤ⸗ ſung mit Waſſer verduͤnnt, das Silber davon mit eingeleg⸗ ten Kupferblechen niederſchlaͤgt, den Silberkalch davon ab⸗ ſchuͤttelt und abſchabt, das Aufloͤſungsmittel rein abgießt, und den zuruͤckgebliebenen Kalch mit reinem heiſſen Waſſer vollkom⸗ —————. (53) Da das Queckſilber, in eine Silber⸗Auflöſung in Schei⸗ dewaſſer geſchuͤttet, das Silber daraus ſchneli genug in ſich nirit, und dadurch verdickt wird; ſo haben ſich die betruͤglichen Gold⸗ macher dieſes Kunſtſtuͤcks bedient, und eine Silber⸗Auflöſung in Scheidewaſſer vor ein Gradier⸗ waſſer ausgegeben, womit man Aueckſilber zu Silber verwandeln koͤnnte. A. d. U. 7 1 belken ſiberi fall e hernac ſlber ( Lit. weic den: a fever. V vid ſe Eilber richi lig bera (54 beiß den S Baum 4. d. „ſo kann das mam verquick n ſchnei hend ge⸗ ber noch esQueck⸗ ge ſhüt⸗ ret; dar⸗ nd reibet nalgama Theilen len Waſ⸗ fet(53) eben die Silbers enbaum stman, gsmittel ch wohl reiniget. Auflo⸗ ingeleg⸗ von ab⸗ abgießt, Waſſer dollkon⸗ bedient, gſung in Gradier⸗ nit man wandeln Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 69 vollkommen ausſuͤßt, trocknet, und mit eben ſo viel Queck⸗ ſilber in einem Moͤrſel zufammen reibt; ſo erhaͤlt man gleich⸗ falls ein Silber⸗Amalgama, oder gemahlen Silber, das hernach, wenn man es duͤnner haben will, mit mehr Queck⸗ ſilber durchgerieben, und alſo verduͤnnet werden kann. Das Amalgama, ſo mit reinem Silber bereitet wird, (Lit. a.) iſt von Farbe weiß und glaͤnzend, von Conſiſtenz weich und koſe, und wird von folgenden Eigenſchaften befun⸗ den: a) erhitz es ſich, und brauſet etwas waͤhrend der Mi⸗ ſchung, wenn man zu Blech geſchlagenes und zerſchnittenes Silber dazu nimmt, welches man am beſten verſpuͤret, wenn man es in die Hand nimmt. S. Runckels Lab. Cluhm. S. 248. und Henckels Kieshiſtorie S. 788. b) Wiegt es nach der Bereikung ſchwerer, als das dazu genomme⸗ ne Silber und Queckſilber vorher zuſammen wogen. 0) Haͤlt man das Amalgama eine Zeitlang in gelinder gleichfoͤrmiger Waͤrme, ſo waͤchſes es in noch ſchoͤnere baumaͤhnliche Ge⸗ waͤchſe, als der Dianenbaum, aus, und kann man zu der Abſicht Gold⸗Amalgama und Silber⸗Amalgama mit einan⸗ der vermiſchen(54). d) Laͤßt man das Amalgama aber in freyer Luft oder in der Kaͤlte liegen, ſo erhaͤrtet es ſich, und wird ſo hart, wie ein Stein, woraus man ſiehet, daß das Silber das Queckſilber ſehr verdickt(55). e) Brauſet es nicht im Feuer oder auf gluͤhenden Kohlen. Deſtillirt man das Amalgama aus einer Retorte, ſo laͤßt ſich das Queckſilber davon ab⸗ und uͤbertreiben, das Sil⸗ ber aber bleibt unveraͤndert in metalliſcher Geſtalt zuruͤck. E 3 1. Anm. (54) Dann wird der Baum(55) In der Waͤrme wird es weiß mit gelben Kuͤgelchen an wieder weich, und kann daher ein den Spitzen, wie ein ſilberner ſolches Amalgama, um Pett⸗ Baum mit goldenen Fruͤchten. ſchafte nachzudrucken, gebraucht A. d. U. werden. A. d. U. 70 AVierzehntes Capitel. 1. Anm. Miſcht man ein Theil gekoͤrnt Silber mit 6 Thei⸗ len Queckſilber, und ſchuͤttet dieſes Gemenge in einen lang⸗ haͤlſtchten glaͤſernen Kolben, ſetzt ſolchen in eine Sand⸗ kapelle, und ſucht die Vereinigung dieſer beyden Materien durch ein ſo ſtarkes Feuer zu bewuͤrken, als man nur im⸗ mer anzubringen im Stande iſt, ohne daß das Queckſilber durch den langen Hals abrauchen kann, ſo findet man, daß das Silber auf dieſe Art vom Queckſilber nicht ſonderlich aufgeloſet werden koͤnne; folglich irren die Chemiſten, die da meynen, das Silber köonne auf eben die Art als das Gold mit dem Queckſilber vereiniget werden. Dieſes wird ſowol ohne Hitze, als ohne Reiben, auch durch die Hitze allein verquickt; jenes hingegen(das Silber) erfordert allezeit beydes Hitze und Reiben, und kann durch die Hitze allein nicht vollkommen mit dem Queckſilber amalgamirt werden. 2. Anm. Mit dem Silberkalch, der mit einem Laugenſalz niedergeſchlagen wird, kann man kein Amalgama bereiten, aber mit Silber⸗Cryſtallen erhaͤlt man ein Amalgama. S. Creuling de Aur. Vell. Sect. 2.§. 5. NWeumann Zimmerm. Ausg. Cap. de Argent. wozu die in den Silber⸗Cryſtallen befindliche Salpeterſaͤure etwas beytraͤgt. IüſeH⸗§. 27. 3 Kupfer amalgamirt ſich mit viel mehrerer Schwierig⸗ keit, als das Gold und Silber; indeſſen geſchieht es doch auf folgende Arten: a) Man loͤſet ſo viel Queckſilber, als moͤglich, in Scheidewaſſer auf, und ſchuͤttet dieſe Aufloͤſung auf fein gefeiltes und geſiebtes Kupfer, auf welches vorher wenigſtens noch einmal ſo viel Queckſilber, in einem glaͤſernen Moͤrſel, gegoſſen worden ſeyn muß. So bald man die Queckſilber⸗Aufloͤſung zu dem Queckſilber und Kupfer gegoſ⸗ ſen hat, ruͤhrt man das Gemenge wohl um, und reibet es, fuͤllet gleich darauf den Moͤrſel mit reinem Waſſer an, ruͤhrt es wohl um, und ſpuͤlet es ab, gießt wieder friſches Waſſer darauf, und faͤhrt mit dieſem Zugießen, Reiben und Abſpuͤ⸗ len ſo lange fort, bis alle vom Scheidewaſſer anhaͤngende Schaͤrfe voͤllig abgewaſchen worden iſt; darauf faͤhrt man mit mit de lenge den iſt ſofſere e T Sche b Qucck gaoſ lira rieder nith beiten men rech reine und V derſch ſgkei heiſen un d emär gama wehr nit 6 Thei⸗ einen lang ne Sand, Materien an nur im⸗ Dueckſilber man, daß ſonderlic niſten, die t als das dieſes wird h die hiße erfordert ch die hiße malgamtt Laugenſah a bereiten, malgama. umann ie in den beytraͤgt. chwierig⸗ es doch lber, als lufloͤſung es vorher glaͤſernen man dee ſer geg ribet es, n, rüͤhrt Waſſer d Abſpu⸗ hangende het man mit Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 71 mit dem Zuſammenreiben des Queckſilbers und Kupfers ſo lange fort, bis ein vollkommenes Amalgama daraus gewor⸗ den iſt, welches ſich deſto beſſer vereiniget und vermiſchet, je beſſer es von allem anhaͤngenden Pulver und Staub, ſo lange das Waſſer noch kruͤmlicht wird, durch Abſpuͤlen befreyet iſt. Der Grund dieſer Arbeit beruhet darauf, daß das Scheidewaſſer eine ſtaͤrkere Anziehung zum Kupfer als zun Queckſilber hat; ſo bald aber die Queckſilber⸗Aufloͤſung zul gegoſſen wird, ſo faͤngt das Scheidewaſſer auch an das Ku⸗ pfer anzugreifen, da denn an deſſen Stelle ſo viel Queckſilber niedergeſchlagen wird, wodurch das Kupfer verduͤnnet, und mit Huͤlfe des Scheidewaſſers waͤhrend dem Reiben und Ar⸗ beiten mit dem Queckſilber vereiniget wird. b) Man erhaͤlt auch ein Kupfer⸗Amalgama, wenn man Kupfer in Scheidewaſſer aufloͤſet, ſo daß die Aufloͤſung recht geſaͤttigt wird, dieſe Aufloͤſung mit zwoͤlf mal ſo viel reinem Waſſer verduͤnnt, dann die Miſchung etwas erwaͤrmt und das Kupfer mit einigen polirten Eiſenblechen daraus nie⸗ derſchlaͤgt; nachdem alles Kupfer gefaͤllet worden, alle Fluͤſ⸗ ſigkeit abgießt, und das gefaͤllte Kupfer ſo lange mit reinem heiſſem Waſſer ausſuͤßet, bis es alle Salzigkeit verlohren hat, und darauf dieſes Kupferpulver trocknet, und mit eben ſo viel erwaͤrmtem Queckſilber tuͤchtig reibet(56). Dieſes Amal⸗ gama kann nachher, wenn es noͤthig befunden wird, mit mehrerm Queckſilber verduͤnnet werden. c) Man kann aber auch mit weit wenigern Unkoſten und Beſchwerden von reinem Kupfer ein Amalgama erhalten, wenn man es nach der Vorſchrift verfertiget, die einige Al⸗ chemiſten, lange vor Lemmery's Zeiten, als welcher dieſe Amalgamirung geleugnet hat, deutlich hinterlaſſen haben. n E 4 8 Man (56) Nach dem Hrn. Bau⸗ Kaupfer leicht verquicken, wenn me(Erlaͤut. Exp. Chem. es zu ſehr duͤnnen Blaͤttchen ge⸗ Th. II. S. 236.) läßt ſich das ſchlagen worden iſt. A. d. U. 72 Vierzehntes Kapitel. Man nimmt nemlich fein gekoͤrntes und geſiebtes, oder doch wenigſtens gefeiltes Kupfer, ſchuͤttet ſolches in einen ſteiner⸗ nen oder glaͤſernen Moͤrſel, feuchtet es mit ein wenig deſtil⸗ lirtem Eßig und Salz an, reibt es ein wenig damit, und ſchuͤttet ſo das Queckſilber dazu, und reibt es ſo lange damit, bis das Amalgama fertig iſt, welches ſchnell genug vor ſich geht. Einige Chemiſten melden, daß man hiezu reines heiſ⸗ s Waſſer gebrauchen kann, womit das Kupfer erſt gerieben, und dann mit Queckſilber unter einander gerieben wuͤrde. Dieſe Amalgama's ſind mehrentheils im Anfange etwas weich; laͤßt man ſie aber eine Zeitlang in der Kaͤlte unver⸗ ruͤckt ſtille ſtehen, ſo werden ſie gemaͤhlich hart, und werden zuletzt faſt ſo hart wie ein Stein. Man ſiehet daher, daß ein Theil Kupfer 4 bis 5 Theile Queckſilber verdicken kann. Sowol uͤber einem brennenden éichte, als auf gluͤhenden Koh⸗ len oder in ſtarker Hitze brauſen und ſpruͤtzen dieſe Amalga⸗ ma's etwas. 1 Deſtillirt man ſie aus einer Retorte mit ſtarkem Feuer, oder laͤßt das Queckſilber auf einem Scherben in offenem Feuer davon abrauchen, ſo findet man, daß das Kupfer zu einem braunen Kalch caleinirt iſt, der ſich nicht wieder mit Queck⸗ ſilber amalgamiren laͤßt, ehe er reducirt worden iſt. 1. Anm. Auſſer den angefuͤhrten, kann man das Queckſil⸗ ber, auch auf folgende Arten, mit dem Kupfer amalga⸗ miren: a) Wenn man das Kupfer mit gleich viel, oder halb ſo viel Silber zuſammen ſchmilzt, und das Gemenge dann auf die beym Silber erwähnte Art(§. 24. a.) verquickt. Bey dieſer Amalgamirung iſt es merkwuͤr⸗ dig, daß man, wann vom Kupfer und Silber von jedem gleich viel genommen, und die Amalgamirung mehrere male wiederholet wird, ſo daß das Queckſil⸗ ber aus einer Retorte abgetrieben, und wieder mit der zuruͤckgebliebenen Maſſe vermiſcht wird, findet, daß 1¹) etwas Silber und Kupfer zuletzt mit dem Queckſilber verfluͤchtiget, und dagegen 2) auch Aüiöd Hueck⸗ 1 1 Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 73 oderi Queckſilber bey der zuruͤckbleibenden Maſſe figirt wird; nen ſtater 3) die Maſſe und das Gemenge zuletzt gelbe werden. denig deſi b) Wenn man Kupfer mit eben ſo viel Zinn oder Bley amit, und zuſammenſchmilzt, ſo erhaͤlt man gleichfalls ein Amal⸗ unge dani gama. ug vorſc— c) Wenn man Zink⸗Amalgama mit einer Aufloͤſung von reines hi Kupfer⸗Vitriol in Waſſer reibt, und dann waͤſcht; 8 hi da denn die Vitriolſaͤure den Zink angreift, und ſol⸗ ſt gerite, chergeſtalt das Kupfer fahren laͤßt, das itzt verduͤnnt wuͤrde. ſich an ſtatt deſſen mit dem Queckſilber vereiniget. fange etves 2. Anm. Meßing, gekoͤrnt oder gefeilt, und durch ein fei⸗ Aälte um nes Sieb geſiebet, in einem Tiegel gegluͤhet, und mit er⸗ d d waͤrmten Queckſtlber in einem eiſernen Moͤrſel durchgerie⸗ und werden ben, wird amalgamiret, wobey ſich waͤhrend dem Reiben daher, dß ein graues Pulver abſcheidet, das vom Kupfer oder vom dicken kan Zink kommt; amalgamirt man aber Prinzmetall, oder ein henden Kh Gemenge von reinem Zink und Kupfer, und puͤlvert die⸗ eſe 48 ſes Gemengſel vorher, ehe man es durch Huͤlfe der Hitze tſe Amal und des Reibens mit dem Queckſilber vereiniget, ſo ſchei⸗ det ſich, wenigſtens ſo leicht, kein Pulver ab. S. Pott kem ger de Zinca p. 37. Aus dem weiſſen Kupfer, das aus Kupfer 3 und Arſenik beſtehet, ſcheidet ſich gleichfalls der Arſenik fenem geu beym Amalgamiren mit Queckſilber heraus. er zu einen mit Quc§. 26. 1 Zinn wird keicht mit dem Queckſilber amalgamirt: as Quccſt 3) Durch Reiben, da man gemeiniglich drey, hoͤch⸗ fer amche ſtens vier Theile Queckſilber gegen ein Theil Zinn nimt. dderab b) Durch die Hitze allein, da man zehn Theile Queck⸗ 8 Gemengt ſilber gegen einen Theil Zinn nehmen, und alles zuſammen t(**) ſich in einem langhaͤlſichten Kolben in einer Sandkapelle ver⸗ es nrivlü einigen laſſen kann; wobey man jedoch die Miſchung zuwei⸗ hn 1 len mit einem eiſernen Spatel oder Ruͤhrhacken umruͤhren muß. oga..„„*. 2 2 s Duckſl c) Gemeiniglich wird dieſe Amalgamirung auf die Art nier mit bewuͤrkt, daß man ein Theil Zinn in einem inwendig mit , inde⸗ Kreide beſtrichenen Tiegel ſchmilzt, und unterdeſſen eben ſo 4— viel oder halb mal ſo viel Queckſilber, als das Zinn wiegt, Aueck E 5 er⸗ — 74 Vierzehntes Capitel. erwaͤrmt, und zu dem geſchmolzenen Zinn ſchuͤttet, das Ge⸗ menge umruͤhrt, und in einen Moͤrſel ausgießt, dann weiter reibet und waͤſchet; da denn das erhaltene Amalgama nach⸗ her mit mehr Queckſilber, z. B. 6, 8, bis 10 Theilen, durch⸗ gerieben werden kann, das ſich mit demſelben beynahe ſo leicht, wie Waſſer mit Salz, vereiniget. Dieſe Amalgama's ſind weiß und glaͤnzend, mehr oder weniger loſe von Conſiſtenz, nachdem man mehr oder weniger Queckſilber dazu genommen hat; auch brauſet es und kniſtert, wenn es in der Flamme und Licht, oder in ſtarker Hitze ge⸗ halten wird. Deſtillirt man dieſe Amalgama's, ſo laͤßt ſich alles Queckſilber davon abtreiben, und das Zinn bleibt aͤußerlich, oder auf der Oberflaͤche verkalcht, inwendig aber ſproͤde ge⸗ nug, doch nicht verkalcht, zuruͤck. Anm. Das Zinn vereinigt ſich ſo leicht mit dem Queckſilber, daß Queckſilber, in einer zinnernen Schale aufbehalten, in einiger Zeit ein Loch durch den Boden der Schale frißt. S. J. M. Hoffmanns Ack. Tabar. Alsdorf S. 244. Und legt man Engliſch Zinn, das zu duͤnnen kleinen Ble⸗ chen geſchlagen iſt, auf reines Queckſilber, ſo nimmt das Zinn am Gewichte zu, und das Queckſilber ab(57). (5§2) Wie leicht das Zinn vom Queckſilber angegriffen und ver⸗ quickt wird, zeigt ſich beym Be⸗ legen der Spiegel, woſelbſt die Zinnfolie auf die mit einem Rahm verſehene Flaͤche eines Tiſches ge⸗ breitet, Queckſilber darauf ge⸗ goſſen und, wenn ſolches lange genug geſtanden, das Glas dar⸗ auf gelegt wird, doch mit der Vorſicht, daß man ein Papier darunter kegt, und zwiſchen dem Glaſe und Queckſilber auszieht, §. 27. um allen Schmutz abzunehmen. Wann das Glas dann nur mit einem zureichenden Gewichte be⸗ ſchweret, und der Tiſch etwas ſchief geſtellet wird, daß das uͤber⸗ fluͤßige Queckſilber ablaufen koͤn⸗ ne, ſo iſt der Spiegel in kurzer Zeit fertig; und an jedem Spie⸗ gel findet man, wenn man die Folie hinten abſchabet, daß ſie wuͤrklich verquickt geweſen iſt. /* 1 2 V Veil und v lmat deſtil iten geſte the, einige eht inde kt, läban Nana gießt oder Dam b her; n Nauch ne ſickend den m puht ſett nimn gießt Helm ſluſ ſehen iin gra ſhaſ , das Gh. ann weitet ama nach. len, durd⸗ eeynahe( mehr oder er wenige d kniſten Hitze ge ſich alls aͤußerlih, ſproͤde ge⸗ aueeckſilber, fbehalten, hale frißt. S. 244. nnen Ble⸗ mmt das 2. §. 27 zunehmen mn nur mi ewichte be⸗ iſch etwvas das uͤber ſaufen lin⸗ in kurzet em Spie⸗ man die daß ſie weſen iſt. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛe. 75 §. 27. Bereitet man das Zinn⸗Amalgama(§. 26.) aus 2 Theilen Zinn, und 22½ Theilen Queckſilber, puͤlvert es dann, und vermiſcht es wol mit noch einmal ſo viel aͤtzendem Sub⸗ limat, als das Zinn und Queckſilber zuſammen wiegen, und deſtillirt dieſe Miſchung aus einer Retorte mit porſichtig diri⸗ girtem Feuer in eine vorgelegte wohl vorlutirte Vorlage, ſo geht ein grauer Streif, wie ein Schwanz oder Striemen uͤber, und zieht ſich laͤngſt der Seite der Retorte, der von einigen Barba Jovie genannt wird, auch findet man, daß ſich ein weiſſer Kalch aufſublimirt hat; nachher geht ein Geiſt in die Vorlage uͤber, der ſich daſelbſt wie ein Waſſer ſamm⸗ let, und Fumigatorium perpetuum Jobiale, auch Spiritus Libavii(Libav's Geiſt) oder Spiritur fumans Calit ge⸗ nannt wird. Dieſer Geiſt raucht, ſo bald er an die Luft kommt, und gießt man nur 2 oder 3 Tropfen davon auf ein Stuͤck Stein, oder Glas, und blaͤſet mit einem Hand⸗Blaſebalge auf den Dampf, ſo verbreitet ſich ſolcher rund herum, und weit um⸗ her; wirft man einen ſolchen Stein in die Luft, ſo ſteht der Rauch hinten nach, wie ein Schwanz. Sonſt muß man bemerken, daß dieſer Geiſt ſehr er⸗ ſtickend iſt, und auf die Art aus der Vorlage gegoſſen wer⸗ den muß, daß man einen Helm uͤber den Hals der Vorlage paßt, deſſen Schnabel man mit dem Ende in eine Flaſche ſteckt, und feſtgebunden iſt; ſo bald man die Vorlage ab⸗ nimmt, fetzt man den Helm auf den Hals der Vorlage, und gießt ſolchergeſtalt das in der Vorlage enthaltene durch den Helm in die Flaſche, die man denn abnimmt, und wohl ver⸗ ſchlieſſet. Laͤßt man dieſen Geiſt eine Zeitlang in einer Flaſche ſtehen, ſo ſetzt er, wenn die Flaſche gleich verſchloſſen iſt, doch ein graues Pulver nieder, und verliert ſeine rauchende Eigen⸗ ſchaft ſehr. Das niedergeſchlagene Pulver iſt der Kalch 6 em 76 Vierzehntes Capitel. dem Zinn, das von dem Salzgeiſt aufgeloͤſet, und von ſei⸗ nem Amalgama abgeſchieden worden iſt; und der Salzgeiſt iſt derſelbe, der im atzenden Sublimat befindlich war, daß alſo hier ſowol das Amalgama, als der aͤtzende Sublämat aus einander geſetzt wird. Anm. Treibt man, nachdem der rauchende Geiſt uͤbergegan⸗ gen, und eine andere Vorlage vorgelegt iſt, das Zuruͤck⸗ bleibſel mit ſtaͤrkerm Feuer, ſo wird die Retorte erſt weiß, darauf auch die Vorlage; worauf das Weiſſe bey verſtaͤrk⸗ terem Feuer immer hoͤher und hoher ſteigt, bis die Retorte endlich etwas roͤthlich wird. Haͤlt man ſolchergeſtalt ei⸗ nige Stunden mit ſtarkem Feuer an, ſo findet man nach⸗ her in der Vorlage weiſſe Sterne, die aus vielen Strah⸗ len beſtehen, in dem Halſe der Retorte aber das Queckſilber mit etwas Zinn, theils in kleinen ſternichten Strahlen, theils in kleine Spitzen ausgewachſen. Am Boden der Re⸗ torte iſt dann nichts zuruͤckgeblieben, zum Beweiſe, daß das Zinn theils mit dem Queckſilber, theils mit dem Salz⸗ geiſt verfluͤchtiget worden ſey. .A§. 28. V Bereitet man ein Zinn⸗Amalgama(§. 26.), aus glei⸗ chen Theilen Queckſilber und Zinn, vermiſcht ſolches mit halb ſo viel reinem gepuͤlvertem Schwefel, und eben ſo viel gepuͤl⸗ vertem Salmiak als Schwefel, ſchuͤttet dieſe Vermiſchung in einen glaͤfernen Kolben, ſetzt ſelbigen in eine Sandkapelle auf den bloßen Boden, einen Helm darauf, und lutirt eine Vorlage davor, faͤngt denn gelinde an zu feuern, und ver⸗ ſtaͤrket das Feuer gemaͤhlich ſo ſtark, als man es nur immer bewuͤrken kann, ſo findet man, a) daß ſich einige Schwefel⸗ Blumen aufſiblimiren, und ein gelber Geiſt in die Vorlage uͤbergeht, der wie Schwefelleber riecht, und beynahe eben ſo ſchmeckt. b) Bey ſtarkem Feuer ſetzt ſich eine ſalzige Rin⸗ de an den Seiten des Kolbens an. c) Zuletzt bleibt eine Maſſe am Boden liegen, die wie Gold glaͤnzt, und die Fin⸗ ger mit einer ſolchen Goldfarbe farbt, ſehr hart und gleichſam fett anzufuͤhlen, dabey aher ſehr leicht iſt; ſie wird unaͤch⸗ tes 6 tes L Aurun rum ac Nahlo Salm iſt; 0 dem ſchung ſs Pr ſlbers den ko eröung man wanb findet dii Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 77 ind von ſir eu tes Mahlgold, Muſivgold, Aurum Muſivum, oder 38 kiſ Aurum Moſaicum, auch Aurum muſicum, von andern Au- Süin rum ad ſcribendum præparatum genannt. Dieſes unaͤchte Mahlgold beſteht aus Zinnkalch, der von der Salzſaͤure des 3 Salmiaks, die das Zinn angegriffen hat, bewuͤrkt worden übetgen iſt; auch ſcheint es etwas Queckſilber zu enthalten, das mit das Zurüct. 1 3 ezi dem Schwefel zu einer blaͤtterichten zinnoberartigen Vermi⸗ ey berſäi ſchung vereinigt worden iſt, weswegen man meynt, daß die⸗ die Retorte ſes Produkt als eine Vererzung des Zinnkalchs und Queck⸗ ergeſtalt ⸗ ſilbers durch die Salzſaͤure und den Schwefel angeſehen wer⸗ man nae. den koͤnne. Daß aber waͤhrend dieſer Vermiſchung oder Ver⸗ uS erzung viel Queckſilber und Zinn abgeſchieden worden iſt, kann Strahle, man ſowol aus ſeiner Leichtigkeit, als daraus erſehen, daß den der Re man bey dem unaͤchten Mahlgolde allezeit ein graues Pulver weiſe, diß findet, aus welchem man, wenn es mit Kalch vermiſcht und dem Sal; deſtillirt wird, wieder viel Queckſilber erhaͤlt. 1. Anm. In Anſehung des Verhaͤltniſſes der Ingredienzen weichen die Chemiſten ſehr von einander ab. Einige neh⸗ men von allen Ingredienzen gleich viel; andere zu zwey aus gli Theilen Queckſilber 1 Theil Zinn, ein Achteltheil Schwe⸗ mit halb fel, und ein Vierteltheil Salmiak; andere wieder zu einem diel gepu⸗ ICheil Zinn ein halben Theil Queckſilber, ein und ein hal⸗ :miſchung ben Theil Schwefel, und ein und ein halben Theil Sal⸗ dkapelt miak. Auch weichen ſie ſehr in Anſehung der Methode es Andlape zu bereiten, von einander ab, die anders vom Charle⸗ lutit ein ton(de foſübil.); anders vom Kunckel(Glasma⸗ und ver⸗ cherk. S. 426.), anders von andern beſchrieben wird; nur immer doch veraͤndern dieſe Unterſchiede nichts in der Hauptſache. Schweſe⸗ 2. Anm. Reibt man dieſes unaͤchte Mahlgold mit Gummi⸗ le Vorloge waſſer, ſo kann man es zum Mahlen, auch auf Glas ge⸗ nche den brauchen, auch goldene Buchſtaben damit ſchreiben; es geegi wird auch zum ſogenannten Goldpapier gebraucht(58). hlebt eine§. 29. die Fin⸗ lichſam(58) Das eigentliche Gold⸗ koſtbar werden. Man hat einen geich poapier mit Mahlgold zu bereiten, kuͤrzern Weg, indem man das unach wuͤrde zu weitlaͤuftig ſeyn, und geſchlagene nnaͤchte Blattgold ge⸗ tes braucht, 71 Vieerzehntes Capitell Das Bley kann man mit Queckſilber auf eben die Art, auch in eben der Menge, wie das Zinn(§. 26.), nemlich durch bloßes Reiben ſowol, als durch Hitze und Zuſammen⸗ gießen, amalgamiren; auch kann man beydes zu Huͤlſe neh⸗ men, nemlich erſt ſchmelzen und erwaͤrmen, und dann reiben. Wenn dieſe Amalgama's in einem Tiegel oder Scher⸗ ben in die Hitze, oder auf gluͤhende Kohlen geſetzt werden, ſo fangen ſie an zu knaſtern und zu ſpringen, ehe ſie zum Gluͤ⸗ hen gebracht werden koͤnnen, indem ſie ehe gaͤnzlich verfliegen. Deſtillirt man aber das Queckſilber in einem verſchloſ⸗ ſenen Gefaͤße vom Bley ab, ſo merkt man, daß ſich das Queckſilber leichter vom Bley, als vom Zinn ſcheidet, und das Bley in ſeiner Oberflaͤche zu einem gelben Kalch caleinirt wird, der ſich nicht weiter mit Queckſilber vermiſchen laͤßt; inwendig behaͤlt das Bley ſeine Geſchmeidigkeit aber. §. 30. Mit reinem Eiſen kann man das Queckſilber nicht amal⸗ gamiren(59), und in dieſer Abſicht haben diejenigen recht, braucht, Papier damit zu bele⸗ gen. Um es anzukleben, bedie⸗ nen ſich die Buchbinder gewoͤhn⸗ lich des Waſſers, das ſich vom Ochſenblute abſcheidet, wenn es kalt wird. Hiermit beſtreichen ſie das Papier, legen ihr unach⸗ tees Blattgold Blatt bey Blatt auf, ſo, daß ein Blatt immer das Ende des vorigen ein wenig bedeckt, reiben, wenn es trocken, die loſen Theilchen mit Baum⸗ woolle ſanft ab, und glaͤtten es mit einem Stein. A. d. U. (59) Daß das Eiſen indeſſen vom Queckſilber in ſtarker Hitze die nicht allein angegriffen, ſondern auch ſo gar zum Theil verfluͤch⸗ tiget werde, und zwar ſo gar, wenn es einen Anfang der Ver⸗ ſchlackung oder Verkalchung er⸗ litten hat, erhellet aus der in der 6ten Anm. angefuͤhrten Ludolf⸗ ſchen Erfahrung, da er, um das Queckſilber aus dem Zinno⸗ ber wieder lebendig zu machen, an ſtatt Eiſenfeile Hammerſchlag nahm, und nicht allein mehr Queckſilber erhielt, als er erhal⸗ ten ſollte, ſondern auch das er⸗ haltene Queckſilber ganz dicklicht war. A. d. U. zain ie di nen, deſſen entwel wüͤrch aufge lißt Kaf man kites ghur ſen ſs A 6 3 lißt ſche fen ſen. V einige ſaͤne nngs gzana ckel dil dann ine wird en die Ar, nemüich Juſamne⸗ Häͤlſe ne ann reiben der Scher tt werde, zum Gli⸗ verfliegen, verſchl ß ſich de eidet, und th caleini ſchen laßt her. cht amal⸗ gen recht, die n, ſondern l verfͤch⸗ ar ſo gat, g der Ver⸗ alchung er⸗ s der in der n Ludolf⸗ do er, um dem Zinno⸗ nachen, an mmerſchlag len mehr zer erhal⸗ c das er⸗ a dickicht Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 79 die die Amalgamirung des Eiſens mit dem Queckſilber leug⸗ nen, wie Cemmery, Lewis und Hoffmann(60); in⸗ deſſen kann es doch mit Huͤlfe des Kupfers, oder nachdem es entweder gaͤnzlich, oder zum Theil vitrioliſirt worden iſt, be⸗ wuͤrcket werden. Man nimmt reine Eiſenfeilſpaͤne, thut da⸗ zu in einem Glaſe oder glaͤſernen Moͤrſel etwas in Waſſer aufgeloͤſeten Kupfer-Vitriol, ſchuͤttelt dann alles um, und laͤßt es ſo umgeruͤhrt ſtehen, bis man findet, daß ſich eine Kupferhaut auf das Eiſen niedergeſchlagen hat; dann gießt man dreymal ſo viel, oder mehr Queckſilber dazu, und ſchwen⸗ ket es wohl um; ſo erhaͤlt man ein Amalgama, das durch gehoͤriges Reiben und Abſpuͤlen des Vitriols mit reinem Waſ⸗ ſer zur weitern Vollkommenheit gebracht werden kann. Die⸗ ſes Amalgama haͤlt aber nicht lange Stand; denn wenn man es ein oder zwey Tage nach der Bereitung ungeruͤhrt ſtehen laͤßt, und es dann von neuem wieder anfaͤngt zu reiben, ſo ſcheidet ſich alles Queckſilber wieder davon, und wirft das Ei⸗ ſen wie einen Roſt von ſich, das nunmehr nicht im gering⸗ ſten mehr vom Queckſilber angegriffen wird, noch damit ver⸗ einiget werden kann. 2) Wenn man bey der Amalgamirung der Eiſenfeil⸗ ſpaͤne und des Queckſilbers zugleich Vitriol als ein Vereini⸗ gungsmittel gebraucht, ſo erhaͤlt man auch ein Eiſen⸗Amal⸗ gama. S. Keſpur vom Mineralgeiſt. Hen⸗ ckels Ausg. S. 296. Man loͤſet nemlich achtmal ſo viel gruͤnen Vitriol in Waſſer auf, und gießt dieſe Aufloͤſung dann zu dem Gemenge aus Eiſenfeilſpaͤnen und Queckſilber in einen Moͤrſel, worauf alles zuſammen wohl umgeruͤhrt wird. 1. Anm. Daß das Eiſen ſich aus dem Queckſilber ausſchei⸗ det, wollen einige Chemiſten davon herleiten, daß das Queckſilber das Eiſen nicht durchdringe; haͤtten ſie aber nachge⸗ (60) Auch noch neuerlich Hr. Baume(Erl. Exp. Chem. Th. II. S. 694.) A. d. U. 6 1 G do AVierzehntes Capitel. nachgedacht, was Borrichius in den Act Haf. 1671. Obf. IXVII. anfuͤhrt, daß reiner Stahl in Queckſilber ro⸗ ſtet, und zugleich bedacht, daß das Eiſen, ſo ſich nach der Amalgamirung vom Queckſilber ſcheidet, ein reiner Eiſen⸗ roſt iſt, ſo glaube ich, haͤtten ſie die Urſache davon leicht daraus erſehen können, die keine andere iſt, als die, daß das Eiſen vom Queckſilber roſtet, und zu einem Safran verwandelt wird. 2. Anm. Wißmuths⸗Amalgama haͤngt ſich ans Eiſen, und macht eine Art von Verſilberung, die weiter hin beſchrie⸗ ben werden ſoll, hier aber nur als eine Art von Amalga⸗ mirung erwaͤhnet wird. a Ahn§. 31, Gekoͤrnter oder gefeilter Zink vereinigt ſich ehe, auch leichter mit dem Queckſilber, als irgend ein ander Metall, und kann man dieſe Amalgamirung, a) ohne Hitze durch Reiben, b) durch Hitze und Zuſammenſchmelzen in einer Retorte, oder einem andern dienlichen Gefaͤß, da man 6 Theile Queckſil⸗ ber, und wohl mehr mit einem Theil Zink vereinigen kann; c) durch Hitze und Reiben, eben wie beym Zinn und Bley, bewuͤrken, da man nemlich den Zink in einem iegel milzt . 9 zk, und das Queckſilber in einem andern erwaͤrmt, dann das Queckſilber zum Zink ſchuͤttet, es wohl umruͤhret, aus dem Feuer nimmt, und wieder in einem Moͤrſel reibet. Dieſe Amalgama's werden mit der Zeit auch gemaͤhlich hart, in gelinder Digerirhitze brauſen und ſchaͤumen ſie, und ziſchen in ſtarkerer Hitze. Deſtillirt man die durchs Schmelzen verfertigten Amal⸗ gama's, ſo ſcheidet ſich nicht alles Queckſilber ab, auch nimmt das uͤbergehende Queckſilber etwas Zink mit uͤber, inzwiſchen wird der Zink nicht, wie gewoͤhnlich behauptet wird, calcinirt, ſondern behaͤlt ſeine metalliſche Geſtalt, und kann von neuem mit Queckfilber amalgamirt werden; wel⸗ ches, wenn es noͤthig iſt, zu dreyßig malen wiederholt wer⸗ den kann, ohne daß der Zink etwas verkalcht wird, im Fall er Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 81 kaß inl ecfl er vorher rein geweſen; verrichtet man das Amalgamiren aber ch nathda durch Hitze und Reiben, ſo wird der Zink verkalcht. einer Eſg wuenfn 1. Anm. DVogel meldet in ſeiner 1uſtit. Chem. S. 391. der s die, di Zink werde nicht amalgamirt(61), ſondern es ſcheide ſich em Sri ein braunes Pulver ab, das im Feuer brenne. Vielleicht 1 meynt er das Pulver, deſſen Pott ae Zinco p. 37. erwaͤh⸗ net, welches man aus dieſem Amalgama erhaͤlt, wenn es Eiſen, un lange in einem Morſel mit Waſſer gerieben wird; ich mey⸗ n beſchei⸗ ne aber, daß dies Pulver zwar zum Theil vom Zink, zum en Amalho Theil aber auch vom Queckſilber herruͤhre, wie die Redu⸗ cirung deſſelben mit brennbaren Materien, und die theils von Pott am angef. G. theils in den Ar. Mogunt. T. I. p. 249. angefuͤhrten Verſuche zu erkennen geben; doch wer⸗ den wir hievon weiter reden, wenn wir von dem Pulver zu ehe, ach reden kommen werden, das die Amalgama's anderer Me⸗ Netall,und talle durch Reiben geben. Sp 3 kiehn 2. Anm. Schmilzt man ein Theil Bley mit ein Theil Zink etorte, od zuſammen, und amalgamirt dieſes dann mit ſechs Theilen e Queckſ Queckſilber, ſo erhaͤlt man ein weiches Amalgama, wie gen kann, Butter; reibt man dieſes mit Waſſer, ſo ſcheidet ſich der ind Bley Zink unter der Geſtalt eines Pulvers heraus, das ein ver⸗ ſchmil t kalchter Zink iſt. Schmilzt man aber ein Theil Spießglas⸗ uit, konig mit zwey Theilen Zink zuſammen, puͤlvert und amal⸗ dann das gamirt dieſe Miſchung, ſo ſcheidet ſich der Spießglas⸗ aus dem koͤnig waͤhrend dem Reiben heraus. Schmilzt man ein Theil Zink mit zwey Theilen Zinn gemaͤhli zuſammen, und amalgamirt es in einer Retorte mit ſechs Theilen Queckſilber, ſo vereinigen ſich dieſe Metalle ſo mit ſie, und einander, daß das Queckſilber ganz und gar nicht uͤber⸗ deſttllirt werden kann. tten Amal. b, auch§. 32. nit iler, (617) Vogel behauptet am er nicht ganz in das Queckſilber deßenpiet angef. Orte§. 302, nicht, daß eingehe. Hr Baume(Erl. ſtit, und der Zink nicht verquickt werde, Exp. Ch. Th. II. S. 527.) will den; wel⸗ da er vielmehr meldet, daß ſich von der Verquickung des Zinks holt wer⸗ dieſes Amalgama ſehr wohl be: ohneErwaͤrmung auch noch nichts in Fal reiten laſſe, ſondern nur, daß wiſſen. A. d. U. er 5 32 Vierzehntes Capitel. §. 32. Der Wißmuth wird mit dem Queckſilber auf eben die Art, wie der Zink,(§. 31.) aber mit mehrerer Schwierig⸗ keit amalgamirt; und kann dieſe Amalgamirung ſowol durch Reiben, mit Huͤlfe des Waſſers, oder durch Zuſammen⸗ ſchmelzen in einem maͤßigen Feuer, wie auch, welches am leichteſten verrichtet wird, auf die Art angeſtellet werden, daß man erwaͤrmtes Queckſilber zu zerſchmolzenem Wißmuth gießt, ſolches wohl umſchuͤttelt, dann in einen Moͤrſel ſchuͤttet, und wohl mit Waſſer zuſammenreibet. Dieſes Amalgama(62), das gemeiniglich aus zwey Theilen Queckſilber, gegen ein Theil Wißmuth bereitet wird, iſt weich von Conſiſtenz, mit der Zeit aber ſcheidet ſich der Wißmuth in Geſtalt eines Pulvers vom Queckſilber. Thut man dieſes Amalgama in einen langhaͤlſichten glaͤſernen Kol⸗ ben, ſetzt den in eine Sandkapelle, und feuert ſtark an, ſo ſcheidet ſich das Queckſilber gleichfalls vom Wißmuth, der wie ein Kalch oder verkalchtes Halbmetall auf dem Queckſil⸗ ber ſchwimmet. 1. Anm. Aus den angefuͤhrten Umſtaͤnden iſt es deutlich zu kerſehen, daß ſich der Wißmuth deswegen vom Queckſilber ſcheidet, weil er dadurch verkalcht worden iſt. 2. Anm. Zu den kuͤnſtlichen Herfuͤrbringungen des Queck⸗ ſilbers,(Mercurificirungen) aus dem Zinn und Bley, kann der Wißmuth auf folgende Art gebraucht werden: Man ſchmilzt Bley und Wißmuth von jedem ein Loth zu⸗ ſammen, ſchuͤttet das geſchmolzene Gemenge zu 4 Loth Queckſilber, das man dazu ganz heiß in einem eiſernen Morſel bereit halten muß, und bedeckt es mit erwas Oel, beſonders Baumol, damit es nicht wegſpruͤtze, ruͤhret dann das Gemenge wohl um, damit ſich das Queckſilber mit den (52) Der Wißmuth wird hie⸗ demſelben durchs Leder druͤcken bey mit dem Queckfilber ſo ge⸗ laͤßt. S. Ludolfs Einl. nau vereiniget, daß er ſich mit in d. Ch. S. 722. A. d. U. * ————, ᷣ K H— 78 auf ebende r Schwit ſowol dart Zuſammar welches an werden, di ßmuthgieß ſchuͤttet, u ch aus zun bereitet vin eidet ſich de lber. Thu aſernen Kol ſtark an, ſi ßmuth, de in Qucckſſ „ Rutlich 1 Queckſilber des Queck⸗ n und Bley, icht werden. ein Loth zu⸗ e zu 4 Loth nem eiſernen t etwas O „rüͤhrit ann jeckſlber mit den deder druͤcken olfs Einl. 274 4.d. U. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitatenꝛt. 83 den Metallen vereinigen kann, bis es erkaltet, da man das Oel abgießt, und ein fluͤßtges Amalgama hat, aus dem man durch ein ſemiſches Leder 5 Loth und 2 Quentgen klares Queckſilber 63) abſondern kann, woraus man ſieht, daß das Queckſilber einen Zuwachs von 6 Quentgen erhal⸗ ten hat, und iſt es merkwuͤrdig, daß ſich, ob dieſer Zu⸗ wachs gleich wenigſtens zum Theil vom Wißmuth herruͤh⸗ ret, boch kein Wißmuth aus dem ſolchergeſtalt durch das ſemiſche Leder gereinigten Queckſilber abſondert; woraus zu folgen ſcheinet, daß nicht der Wißmuth, ſondern ehe das Bley mercurificirt worden ſey. Deſtillirt man dieſes Queckſilber, ſo behaͤlt es doch noch etwas von den Metal⸗ len bey ſich, wie man aus dem Uebergewichte deſſelben merken kann. S. Pott de limutho. S. 152.(64) 3. Anm. Schmilzt man Zinn und Wißmuth, von jedem 3 Loth, zuſammen, ruͤhrt die Vermiſchung wohl um, bis ſich alles wohl mit einander vereinigt hat, laͤßt es dann etwas kalt werden, und gießt dazu 2 Quentgen Queckſil⸗ ber, und ruͤhrt es wieder wohl um, gießt dann die Ver⸗ mmiiſchung auf einen Reibſtein, oder in einen ſteinern Mor⸗ ſel, und laͤßt es kalt werden, ſo hat man unaͤchtes Mahl⸗ Silber, Muſiv⸗Silver, Argeutum Mufivum, oder Argen- tinna Muſionm, das mit Eyweiß, oder klaren Lack⸗Fuͤrniß, wie auch mit Weingeiſt, der etwas Gummi enthaͤlt, tem⸗ perirt wird. Nimmt man halb ſo viel Queckſilber, als Zinn oder Wißmuth, ſo wird dieſes unaͤchte Mahl⸗Silber nicht ſo feſt und dicht, ſondern loſer. — (63) Er lief aber traͤge und hieng allenthalben an, zum of⸗ fenbaren Beweiſe, daß er nicht rein war, ſondern metalliſche Theile bey ſich hatte. A. d. U. (64) Er nahm, wie Pott am angef. G. bemerkt, bey⸗ nahe 2 Quentgen von den bey⸗ 3 8s 33. gemiſchten Koͤrpern mit ſich uͤber, und das uͤbrige Wißmuth und Bley(folglich war beydes in das Queckſilber eingegangen, und der Wißmuth befoͤrdert auch die ge⸗ naue Vereinigung des Bleyes mit dem Queckſilber; S. d. 62ſte Anm.) blieb zu einem Koͤnig zu⸗ ſammengefloſſen zuruͤck. A. d. U. 84 T Vierzehntes Capitel. §. 33. Mit dem Spießglas⸗Koͤnige iſt die Amalgamirung am ſchwereſten zu bewerkſtelligen, doch laͤßt es ſich auf folgende Art thun: Man ſchmilzt ein Theil Spießglas⸗Koͤnig uͤberm Feuer, gießt ihn zu dreymal ſo viel, vorher abgewogenes, erwaͤrmtes und vorher mit ſiedendem Waſſer bedecktes Queck⸗ ſilber, und reibet es wohl unter einander; doch muß man mit dem Reiben kaum uͤber eine Viertelſtunde anhalken, denn reibet man laͤnger, ſo ſcheidet ſich der Spießglas⸗Koͤnig in Geſtalt eines Pulvers oder Staubes aus dem Queckſilber beraus, deſſen immer mehr und mehr wird, bis ſich zuletzt das Queckſilber voͤllig von allem Spießglas⸗Koͤnige entlediget. Dieſes Amalgama iſt weich, hat aber keinen Beſtand, weil ſich der Spießglas⸗Koͤnig vom Queckſilber, nicht allein durch Digeriren, ſondern auch durch Schuͤtteln init Waſſer, und, wie oben angefuͤhrt, durch Reiben, ſcheidet. Man kann dieſer Scheidung des Spießglas⸗Koͤniges aber zuvor⸗ kommen, wenn man ihn vorher wohl reinigt, und mit einem Zuſatz von Kalch oder Kreide ſchmilzt. Anm. Vermiſcht man 1 Theil Spießglas⸗Koͤnig mit 2 Thei⸗ len Silber, ſo kann er auf die Art mit dem Queckſilber vereiniget werden; wie auch, wenn er mit Zink und Wiß⸗ muth zuſammengeſchmolzen wird. Mit dem Regulus An- timonii martialis, d. i. Spießglas⸗Konig mit Eiſen und fixem Laugenſalz zuſammengeſchmolzen, kann man das OQueckſilber auch entweder auf eben die Art, die wir ange⸗ fuͤhrt haben, oder auf die von Joh. Zeinr. Rudolfi in den Elem. Amalg. p. 38. vorgeſchriebene Weiſe vereinigen, die jedoch von der von uns angefuͤhrten Methode nicht weiter verſchieden iſt, als daß er einen heiſſen, mit einem Deckel verſehenen, eiſernen Morſel gebraucht hat, mit ei⸗ nem kleinen Loche in dem Deckel, oder mit einem Trichter, woodurch der geſchmolzene eiſenhaltige Spießglas⸗Konig zu 2 dem heiſſen Queckſilber gegoſſen, und mit einer heiſſen Keule durchgerieben wird. Jhur ———,——. he, d alsei ſ(ingt den Qus ſach mirung mn uf folgende önig uͤden gewogens ktes Que muß ma alken, denn ⸗Koͤnigi Queckſibe ſich zuts entledign. a Beſtand nicht allen nit Waſſer et. Mm ber zuvar⸗ mit einen nit 2 Thei⸗ Dueckſilber und Wſß⸗ gulus Ar- Eiſen und man das wir ange Kudolfin vereinigen⸗ !hode nicht mit emem nt, mit ei⸗ Trichter, Konig zu jſen Keule Auch Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 85 Auch meldet Rudolfi am angef. O. daß man auf folgende Art ein Spießglas⸗Konigs⸗Amalgama erhalte: Man wiegt 2 Quentgen grob gepuͤlverten Spießglas⸗Konig ab, und reibet es ein wenig in einem Moͤrſel mit 30 Tro⸗ pfen Salzgeiſt. Dann gießt man einen oder zween Tro⸗ pfen Queckſilber dazu, und reibt es damit, und faͤhrt ſo fort, gemaͤhlich das uͤbrige Queckſiiber, das in allem ein Quentgen betraͤgt, zuzugieſſen, und reibet es, bis die Vereinigung bewuͤrket iſt. §. 34. Vom Kobold, Arſenik⸗ und Rickel⸗Koͤnig weiß man noch nicht, ob ſie ſich mit Queckſikber amalgamiren laſſen(65); doch ſcheint Pott in den Exercit. Caäum. p. 136. zu glau⸗ ben, daß der Arſenik⸗Koͤnig vielleicht auf eben die Art, wie vom Spießglas⸗Koͤnige(§. 33.) gemeldet werden, mit dem Queckſilber vereiniget werden koͤnne; auch berichtet Leh⸗ mann in ſeiner Abhandl. von Metallmuͤrtern S. 9. daß ein reiner cryſtalliniſcher Arſenik durch anhaltendes Rei⸗ ben mit eben ſo viel Queckſilber, ſowol vereiniget werden koͤn⸗ ne, daß nach der Deſtillirung ſowol ein Theil des Arſeniks, als ein Theil des Queckſilbers zu einem grauen Pulver ver⸗ einigt, am Boden der Retorte zuruͤck bleibe; und wenn man den ſublimirten Arſenik wieder mit dem uͤbergegangenen Queckſilber zuſammenriebe, und ſo wieder deſtillirte, ſo bliebe auch da gleichfalls ein ſolches graues Pulver zuruͤck. §. 35. Auſſer den von uns angefuͤhrten Arten zu amalgamiren muß man wiſſen, daß das Queckſilber mit einigen Metallen amalgamirt werden kann: 1) Durch Raͤuchern, da man 1 das (65) Mit dem Kobold konnte warmen eiſernen Moͤrſer rieb. Hr. Baume das Queckſilber(Erl. Exp. Ch. Th. II. S. nicht vereinigen, ob er es gleich 524.) Vom Nickel verneinet es eine ganze Stunde lang in einem Hr. Cronſtedt. A. d. U. 85 VLVierzehutes Capitel. das Queckſilber durch ein enges Rohr, oder ein klein Loch zu dem Metall, das man amalgamirt haben will, aufſteigen laͤßt(66). 2) Wenn Metalle aus ihrer Aufloͤſung in aͤtzen⸗ b Ben⸗ den Aufloͤſungs⸗Mitteln mit einer zureichlichen Menge Queck⸗ ſilber niedergeſchlagen werden, das man hernach durch Rei⸗ ben genauer damit vereinigen kann. §. 36. Bey allen dieſen erwaͤhnten Amalgamirungen findet man folgende Umſtaͤnde: 1) Daß alle Metalle ihre Dehnbarkeit und das Queck⸗ ſilber ſeine Fluͤßigkeit verlieren, und ſelbige dagegen zu einer bruͤchigen loſen Maſſe vereiniget werden, die jedoch das An⸗ ſehen einer gleichartigen Materie hat.— 2) Die rothen Meralle verlieren auch ihre Farbe, und nehmen die Farbe des Queckſilbers an. 3) Einige Metalle werden voͤllig verkalcht, und ſchei⸗ den ſich entweder von ſelbſt, oder mit andern Mekallen waͤh⸗ rend dem Reiben ab; wie das Kupfer,(§. 25.) Eiſen, . 30.) der Zink gewiſſermaßen, oder zum Theil,(§. 31.) der Wißmuth,(§. 32.) und Spießglas⸗Koͤnig(§. 33.). Einige findet man nur in ihrer Oberflaͤche verkalcht; wie das C Zinn(§. 26.) und Bley(§. 29.), andere wiederum ganz und gar nicht verkalcht, wie das Gold(§. 23.) und Silber (F. 24.). 8 4) Man findet auch, daß die Hitze dieſe Amalgami⸗ rungen befoͤrdert; wie auch 5) Daß ſie mit Waſſer befoͤrdert werden, es ſey ſolches rein, oder mit einem Salz, z. B. Kochſalz, Salpeter, Lau⸗ genſalz, Harn, u. ſ. w. gemiſcht. 6) Das (65) Hieher gehoͤret auch die ſilbers durch den Bleydampf. ſogenañte Coagulirung des Queck⸗ A. d. U nachde ſand; Qaeck V V Auch NAnale des vereini hätniſ valkeon Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 87 in 6) Das Verhaͤltniß des Queckſilbers weicht ab, je ng dndcn nachdem die Metalle in Anſehung ihrer Haͤrte unterſchieden ngedut ſind; die weichern Metalle erfordern nur 3 oder A mal ſo viel durch N Quuckſilber, die haͤrtern aber wol 6, 8 bis 10 mal ſo viel. hai Auch iſt dieſes Verhaͤltniß verſchieden, nachdem man das Amalgama weicher oder harter, feſter oder loſer haben will. 7) Da man alſo bey allen Amalgamirungen findet, daß gen fide das Queckſilber die Metalle durchdringt, und mit ihnen ſo vereinigt wird, daß eines das andere bey einem gewiſſen Ver⸗ d haͤltniſſe haͤlt, ſo iſt es klar, daß die Amalgamirung eine das Qur vollkommene Aufloͤſung iſt.(S. I. Th. Cap. II.§. 1.) en zu einer 4 i das A 5§. 32. Aus dem angefuͤhrten erſieht man, daß die Anziehung arbe, des Queckſilbers zu den Metallen folgende Ordnung hat: 1) Zum Golde, welches das Queckſilber ſtaͤrker anzieht, als und ſche⸗ der Magnet das Eiſen; 2) zum Silber, mit welchem es nlen wih in Anleitung dieſer Anziehung in baumaͤhnliche Geſtalten aus⸗ Eiſfn, waͤchſt; 3) zum Zinn, das weniger als das Bley verkalcht (.z1) wird; 4 zum Bley; 5) zum Jink;(S.§. 32. 2. Anm.) 6333) 0) zum Wißmuth; 2) zum Kupfer; 8) zum Eiſen; 9) zum wiedie Spießglas⸗Koͤnige. rum gan Anm. Manche Chemiſten berichten zwar, und behaupten, nd Silber daß man mit Queckſilber das Wefentliche der Metallen wie mit einem Aufloͤſungs⸗Mittel ausziehen koͤnne; und das geſchieht auf die Art, daß man die bereiteten metalliſchen malgame Amalgama's in einem Mörſel mit Waſſer reibt, wie vom reinem Queckſilber gemeldet worden,(§. 8.) und damit einige Tage anhaͤlt, ſo ſcheidet ſich allezet ein Pulver ab, e ſolhes das mit dem Waſſer abgegoſſen, und dann geſamlet wird; eler, lal⸗ dieſes Pulver wird Extractum Metalloruu Mercuriale,(queck 2 ſilberichtes Metall⸗Extract) genannt. 6) Das Dieſes Pulver ſoll vom Golde ſchwarz, vom Silber graͤulich, vom Zinn ſchwarz, vom Kupfer erſt ſchwaͤrzlich, eydampf dann gelblicht, vom Bley weißlicht, abgeſchteden werden; auch ſoll ſich das Pulver, ſo man vom Bley und Kupfer F 4 erhaͤlt, 88 1. Vierzehntes Capiterl. erhaͤlt, wieder zu ſeinem Metall reduciren laſſen, dahin⸗ gegen ſich das Pulver, ſo man vom Golde, Silber, und Zinn erhaͤlt, nicht reduciren laͤßt, ſondern das guͤldiſche u einem ſmaragdgruͤnen, das aus dem Silber zu einem „ hyacinthfarbenen Glaſe fließt. S. Borrichius de Jap. Herm. Aegypt. Joh. Ulr. Ruyſch Experim. Oſiandr. Jun⸗ ckers Couſp. Chem. T. l. Creuling de Aureo vellere. S. 28. Aata Maguntina. I. I. Auch ſoll man aus dem mit zum Rei⸗ ben gebrauchten Waſſer, wenn es geſamlet und abgedampft wird, ein Salz erhalten, das Jal Metaltorum genannt wird, welches der Graf de la GARarg in ſein. Chem. Haydraul. teutſch. Ausg. S. 232. auch aus dem Queckſilber durch Reiben mit Waſſer bekommen zu haben meldet, rothlicht von Farbe. Unſere Meynung iſt die: Da wir durch die vorherge⸗ hende Verſuche uͤberzeugt ſind, daß das Queckſilber vor ſich allein durch Reiben verkalcht werden koͤnne,(§. 8.) wir auch wiſſen, daß ſelbſt das Waſſer durch anhaltendes Rei⸗ ben zu einer Erde verwandelt werden kann, ſo halten wir dafuͤr, daß das Pulver, ſo ſich aus den Amalgamirungen des Goldes, Silbers und Zinnes ausſcheidet, in Anſehung der ſtarken Anziehung dieſer Metalle gegen das Queckſilber, und ihrer Beſtaͤndigkeit in der Vereinigung mit demſelben, nichts anders, als ein ſolcher, mit einer Erde aus dem Waſſer vermiſchter Oueckſilberkalch ſey, weswegen denn dieſes Pulver auch nicht reducirt, wohl aber zum Theil verglaſet werden koͤnne; indeſſen kann man doch nicht in Abrede ſeyn, daß nicht einige wenige Theilchen der gedach⸗ ten Metalle in dieſen Kalchen eingemiſcht ſeyn ſollten, in⸗ dem ſolches durch die ungleiche Farbe des entſtandenen Glaſes dargethan wifd. Was a er die Pulver betrift, welche aus den Amalgamirungen der uͤbrigen Metallen ab⸗ geſchieden werden, ſo ſieht man aus der Reduction derſel⸗ ben, daß ſie nebſt dem Queckſilberkalch etwas von dem, waͤhrend dem Amalgamiren und Reiben verkalchtem, Me⸗ kalle enthalten. Was das Salz betrift, ſo man zuwei⸗ len erhaͤlt, ſo meynt man, dieſes haͤnge von der im Waſ⸗ ſer befindlichen Saͤure ab, die etwas von den Metallen aufloͤſe. 1 §. 38. — M Endw ſüſen. tungd Anm. ſchung ben de thoden 1 iiſhy ſäht dan de genſt man! in ſl foll de mal ge 3 6e ſiderd foloen wenn Stan ſchatte s dan⸗ ieſe⸗ Re bon die ir eine ſen, dehſ ilber, und s guͤddſche er zu einm dus a. L nar. Jun⸗ ere. G.. it zum R ögedam nannt witd . Mndruul ilber durc röthlict e vorherge ber vorſſch §. 8.) wit endes Re⸗ halten wir amirungen Anſehung neckſilber, eemſelben, aus dem gen denn um Theil ) nicht in er gedach⸗ lten, in⸗ ſtandenen er betrift, ttallen ab⸗ jon derſel⸗ von dem tem, Ne⸗ an zuwer in Vaſ⸗ Metallen §.38. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 89 §. 38. Was die Coagulirung des Queckſilbers betrift, deren Endzweck eigentlich iſt, das Queckſilber zur Conſiſtenz eines feſten Koͤrpers zu bringen, und die man nicht mit der Toͤd⸗ tung des Queckſilbers verwechſeln muß, als welche, wie(§. 3. Anm.) angefuͤhrt worden, durch die Zertheilung und Mi⸗ ſchung deſſelben mit andern Materien bewuͤrket wird, ſo ha⸗ ben die Chemiſten folgende mehr und weniger gelingende Me⸗ thoden angegeben, das Queckſilber zu coaguliren: 1) Daß das Queckſilber von der Kaͤlte verdicket werde, iſt ſchon vorher angefuͤhrt worden(§. 2.), woraus man er⸗ ſiehet, daß die Fluͤßigkeit des Queckſilbers zufaͤllig iſt, und von der Waͤrme abhaͤnget. 2) Von ſtarker Seifenſieder⸗Lauge, oder dem aus Lau⸗ genſalz mit Kalch bereiteten Aezſtein(Lapis cauſticus), wenn man ihn an der Luft zerfließen laͤßt, und dann reine Leinwand in ſolche Lauge tunket, und das Queckſilber damit beſtreicht, ſoll das Queckſilber verdickt werden; aber das will nicht alle⸗ mal gelingen. 3) Vom Eiſen⸗Gel oder Liquor martialis ſuipticus iſt ſchon angefuͤhret worden(Cap. 9.§. 23.), daß das Queck⸗ ſilber davon verdickt werde. 4) Durch Bley oder Zinn wird das Queckſilber auf folgende Art verdickt: Man ſchmilzt Bley oder Zinn, und wenn es beym Erkalten geſtehen will, macht man mit einer Stange ein Loch in das noch etwas fließende Metall, und ſchuͤttet das Queckſilber gleich in dieſes Loch hinein, und laͤßt es dann noch etwas am Feuer ſtehen, ſo wird es verdicket. Dieſe Verdickung iſt aber nichts anders, als ein durch Huͤlfe des Feuers ſchnell bereitetes Bley⸗ oder Zinn⸗Amalgama. Von dieſem Amalgama redet Hogheland, und haͤlt es fuͤr eine Verwandlung des Queckſilbers zu Bley(Plumbifi- 385 eatio — 90 Vierzehntes Capitel. catio Mercuri), Creuling aber de Auro vellere Sect. VV. P. 30. ſagt, er habe hieraus etwas edlers erhalten. 5) Wenn man Queckſilber zu wiederholten malen ſo ſtark erwaͤrmt, daß es anfaͤngt zu rauchen, und es jedes mal in Leinoͤl abkuͤhlt, ſo ſoll es auch verdickt werden(S.§. 10. 2. Anm.); mir hat es aber noch nicht gelingen wollen, ob ich das Kochen gleich ſechsmal wiederholt habe. 6) Wenn man 6 Theile Spangruͤn, und eben ſo viel Kochſalz nimt, ſolches zuſammen mit 2 bis 3 mal ſo viel Waſſer, das mit Eßig gemiſcht iſt, in einem eiſernen Gra⸗ pen kocht, und zu dieſer Vermiſchung, wenn ſie vollkommen ſtedet, 4 Theile Queckſilber thut, darauf mit dem Kochen fortfaͤhrt, und die Vermiſchung wohl mit einem Spatel um⸗ ruͤhrt, bis ſie ſich am Spatel und Boden des Topfes, wie eine gelbe Maſſe anhaͤngt. Dann gießt man das Waſſer ab, und reibt die gelbe Maſſe in einem Moͤrſel mit reinem Waſſer, das man oft mit friſchem verwechſelt, bis die Maſſe eine glaͤnzende Farbe erhaͤlt. Dies iſt aber nichts anders, als ein Kupfer⸗Amalgama, das an der Luft hart wird, ob es gleich durchgaͤngig Mercurius coagulatur,(verdicktes Queckſilber) genannt wird. §. 39. Mercuriſicirungen(kuͤnſtliche Queckſilber⸗Bereitungen), ſind diejenige Arbeiten, durch welche man entweder aus Me⸗ tallen, oder andern dazu dienlichen Materien etwas Queckſil⸗ ber bereiten kann; ſie ſind folglich zweyerley: 1) Metalliſche, da man aus andern Metallen Queckſilber hervorbringt, das, auf dieſe Art bereitet, Mercuriur Metallorum,(Queckſil⸗ ber der Metallen) genannt wird. 2) Eigentliche Mer⸗ curificirungen, da man ein Queckſilber aus unmetalliſchen dazu dienlichen Materien, dergleichen beſonders die ſalzigen ſind, hervorbringt, und wird dieſes Mereurius primaterialis (urſpruͤngliches Queckſilber) genannt. §. 40. merke mi T nem bewi tungen Quh angeſt bexm V de A Spie geſh Qu mit auff 6S ſ nitr gama re dect. 1. malen s jedes ma 8 H.l. llen ob 1 ben ſo n nal ſo vi ernen Gra ollkomma am Kochen Spatel un opfes, wie as Waſſt mit reinen die Maſt ts anders ird, ob es erdicktes eitungen) aus M⸗ Qaeckſt Retaliſche, ingt, dos, Aueckſil ſche Mer⸗ dealiſchen ie ſalzigen materinu 6 40 Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 91 §. 40. Was die metalliſchen Mercurificirungen anbetriſt, ſo merke man, daß ſie von dreyerley Art ſind; einige werden mit Beyhuͤlfe des gewoͤhnlichen Queckfilbers, andere mit ei— nem ſalzigem Zuſatz, andere durch einig ebeſondere Arbeiten bewuͤrket. 3 11) Von metalliſchen Mercurificirungen, oder Berei⸗ tungen des Mercurii Metallorum mit Beyhuͤlfe des gemeinen Queckſilbers, haben wir ſchon(§. 32. 2. Anm.) Beyſpiele angefuͤhrt. Wir merken hier nur an, daß die Chemiſten beym Silber den heaheleee Spießglas⸗Koͤnig auf folgen⸗ de Art gebrauchen: Das Silber wird mit dem eiſenhaltigen Spießglas⸗Koͤnig(Regulus antimonii marcialis) zuſammen⸗ geſchmolzen, dieſe Vermiſchung dann mit dreymal ſo viel Queckſilber amalgamirt, einen Tag und Nacht, oder laͤnger mit ſo ſtarkem Feuer digerirt, daß das Queckſilber etwas aufzuſteigen ſcheint. Dann wird das Amalgama hart, und es ſcheidet ſich ein ſchwarzes Spießglas⸗Pulver ab, das oft mit reinem Waſſer abgeſpuͤlet werden muß, bis das Amal— gama glaͤnzend wird; dann wird es weiter mit reinem Waſ⸗ ſer gerieben, bis das Waſſer nicht mehr unrein wird, und ſodann in eine Retorte gethan, und das; Queckſilber abdeſtil⸗ liret. Das am Boden zuruͤckbleibende Silber wird darauf mit halb 8— viel ienbalefien Spießglas⸗Koönig gerieben, mit demſelben; Queckſilber amalgamirt, und wie vorher damit ver⸗ fahren, und dieſe Arbeit zehnmal wiederholet. Das Kupfer kann auf eben die Art, wie vom Silber gemeldet worden, mercurificirt werden; wie auch, wenn man es mit Silber zuſammenſchmilzt, und dann, wie ge— ſagt, damit verfaͤhrt. Dieſe Mercurificirungs⸗Methoden ſcheinen aber nicht ſicher und zuverlaͤßig genug zu ſeyn: auch ſind ſie von weni⸗ ger Bedeutung, weil man aus dem Abnehmen des Metalls, und 92 Vierzehntes Capitel. und dem Zuwachs des Queckſilbers, falls man ſolchen bemer⸗ ken ſollte, doch nicht mit Gewißheit auf eine bewuͤrkte Mer⸗ curificirung ſchließen kann, da man aus der Erfahrung weiß, daß zwiſchen dem Queckſilber und den Metallen eine ſtarke Anziehung Statt findet; woraus man ſchließen kann, daß es kein Wunder ſey, wenn etwas von dem Metall bey dem Queckſilber, als ſeinem Aufloͤſungsmittel, zuruͤckbleibt, und das Gewicht deſſelben vermehrt, welches Metall jedoch durch eine ſtaͤrkere Hitze, auch durch Digeriren, abgeſchieden wer⸗ den kann. Faſt eben ſo unſicher ſcheint folgende Mercurificirungs⸗ Art zu ſeyn. Man mengt 6 Theile Silber⸗Amalgama mit 8 Theilen aͤtzenden Sublimat, thut das Gemenge in eine Re⸗ torte, und ſublimirt es; laugt dann den Sublimat aus, und revificirt ihn, ſo findet man einen Zuwachs am Queckſilber. 2) Die Beyſpiele der metalliſchen Mercurificirungen mit Beyhuͤlfe von Salzen, ſind von mehrer Bedeutung. Ueberhaupt merke man, daß dieſe Mereurificirungen auf die Art angeſtellet werden, daß man das Metall, welches man hiezu nehmen will, zu einem feinem Pulver feilet und ſiebet; davon ein Theil mit halb ſo viel gepuͤlvertem Salmiak vermiſcht, und aus einem Kolben mit vorgelegter Vorlage deſtillirt. Den fluͤchtigen Geiſt, ſo man erhaͤlt, kann man aufheben; der Todtenkopf aber wird mit dem Sublimat ver⸗ miſcht, und wieder aufſublimirt. Den durch dieſe wieder⸗ holte Sublimirung erhaltenen Sublimat vermiſcht man wie⸗ der mit dem Zuruͤckbleibſel, thut den erwaͤhnten fluͤchtigen Geiſt, und etwas Eßig, und verkalchten Weinſtein dazu, digerirt dieſes Gemenge in einem verſchloſſenen Gefaͤße, und deſtillirt es mit einem Zuſatz von Weinſtein⸗Salz. Den er⸗ haltenen Geiſt vermiſcht man mit etwas Salzgeiſt, reibt dann den erhaltenen Niederſchlag etwas mit gefloſſenem Wein⸗ ſtein⸗Oel, und revificirt ihn darauf, ſo erhaͤlt man etwas Queckſilber. 14 Beſon⸗ hen bemar üͤrkte Ma. rung wiß eine ſtarte in, daß 66 bey dem leibt„ und doch dud ſjeden wer ifieirungs gama nit eine R⸗ aus, und ꝛeckſilber ficirungen kung. cirungen welches eilet und Salmiak Vorlage kann man imat ver⸗ ſe wieder⸗ man wie⸗ fluͤchtigen tein dal, ſäße, und Den er⸗ iſ, reibt em Wein⸗ an etwas Beſon⸗ Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 93 Beſonders werden dieſe Mercurificirungen mit Metal⸗ len auf folgende Arten angeſtellet: a) Man loͤſet Bley in Scheidewaſſer auf, und bereitet alſo ein Hornbley(Plumbum Corneum); dieſes vermiſcht man dann mit eben ſo viel ſtarken Salzgeiſt, und laͤßt es 3 bis 4 Wochen digeriren, ſaͤttiget es dann mit einem oͤlichtem Harngeiſt, und laͤßt es wieder 3 bis 4 Wochen digeriren; zuletzt deſtillirt man es mit einem Zuſatze von ſchwarzem Fluß und Venediſcher Seife aus einer glaͤſernen Retorte, ſo erhaͤlt man etwas Queckſilber in der Vorlage. S. Neumanns Chym. Theor. Pr. S. 396. Auch erhaͤlt man etwas Queckſilber aus dem Hornbley, wenn man 6 Theile davon mit einem Theile Pottaſche, und einem Theil ungeloͤſchtem Kalch ver⸗ miſcht, und die Vermiſchung aus einer, in eine ledige Ka⸗ pelle gelegten, glaͤſernen Retorte mit ſtarkem Feuer deſtillirt, da ſich denn etwas Queckſilber am Halſe der Retorte anſetzt. Anm. Mehrere Arten Queckſilber aus dem Bley zu erhal⸗ ten(67), findet man bey Kunckeln und Junckern im Conſp. Chem. T. I. p. 401. u. ſ. w. angefuͤhrt. b) Aus Zinn erhaͤlt man Queckſilber, wenn es erſt mit Kochſalz verkalcht wird, und dann 6 Theile davon mit einem Theil Pottaſche und einem Theil ungeloͤſchtem Kalch vermiſcht und deſtillirt werden, wie vom Bley gemeldet worden. Anm. Einen weitlaͤuftigern Proceß, Queckſilber aus den „Zinnblumen zu erhalten, die man bekommt, wenn man das Zinn mit Salpeter verpuffen laͤßt, beſchreibet Jun⸗ cker am angef. Ort. c) Aus dewaſſer aufgeloͤſet, ein weißliches (57) Die einfachſte und kuͤr⸗ zeſte Mercurificirung iſt unſtrei⸗ tig die, welche Herr Große in den Mem. de l' Acad. N. d. Sc. à Paris v. J. 1733. angefuͤhrt hat, da nemlich Bley in Schei⸗ Pulver zuruͤck ließ, das gueckſil⸗ bericht war. Doch will ich fuͤr die Richtigkeit dieſes Verſuchs nicht einſtehen, die auch andere Chemiſten leugnen. A. d. U. wird aus fixem Laugenſalz und A. d. U 94 Vieezehntes Capitel. c) Aus Kupfer erhaͤlt man Queckſilber, wenn man Kupferaſche mit Salmiak vermiſcht, die Vermiſchung eine lange Zeit der uft ausſetzt, und dann mit Seife deſtillirt. So auch, wenn man blauen Vitriol, der aus Kupfer und Schwefel bereitet worden iſt, in Harn aufloͤſet, die Auf⸗ loͤßung einige Tage vorſichtig digerirt, dann durchſeihet, die weiſſe Erde aber im Seihepapier zuruͤck laͤßt, und die durch⸗ geſeihete Feuchtigkeit aus einem Kolben deſtillirt, und dabey zuletzt ein ſtarkes Sublimir⸗Feuer giebt, ſo erhaͤlt man in der uͤbergegangenen Feuchtigkeit einige Spuren von Quͤeckſilber. d) Aus Silber kann man auf folgende Art Quͤeckſilber bereiten: Man macht ein Hornſilber(Luna cornua) dar⸗ aus, und verfaͤhrt damit, wie vom Hornbley gemeldet wor⸗ den(Lit. a.). Man kann auch das Hornſilber mit fluͤchtigem Harn⸗ ſalz, das mit Eyweiß, und einem wohl rectificirtem Wein⸗ geiſt vermiſcht worden, vermiſchen, die Vermiſchung drey Wochen digeriren, dann mit ſchwarzem Fluß verbinden, und ſo deſtilliren. e) Aus rohen Spießglaſe mit verkalchtem Vitriol und Kochſalz zuſammen aus einer eiſernen Retorte getrieben, will Neumann Ch’m. S. 392. unter dem Glaſe ein ſchmie⸗ riges Weſen, wie Butter, erhalten haben, aus welchem er Queckſilber abgeſondert hat.— f) Aus fixem Arſenik erhaͤlt man auch Queckſilber, wenn er mit Starkey's Seife(68) vermiſcht, und ein Vier⸗ teljahr lang in einen Keller zum Zerflieſſen geſetzt wird. Anm. Mehrere metalliſche Mercurificirungen mit Salzen kann man bey Junckern und Neumann an den 2 angef. (68) Die Seife des Starkey's einem aͤtheriſchen Oele bereitet. „ d 3 ang haͤlt ben, liche ) Arbeiten Blunen nem We nd endli b A das Spie len ind Välbren de, nen bisſch V ſchritte von u chen, v ſehen M. ſchen hieher e lang an! nem M und lißt worauf am Hal etws A n Me Lueckſil den k J. An 5 wähl denn man zung eine ſtillit. 1s Kufer die A⸗ eihet die die durc und dabe nan in der eckſilber. Weckſibe wa) darr eldet wor em Harn m Wein⸗ ung drey den, und riol und etrieben, nſchmie⸗ elchem er neckſilber, ein Vier⸗ ird. tSabeu an den angef. bereitet. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 95 angef. Orten und bey andern Chemiſten nachſehen, und haͤlt man nicht fuͤr noͤthig, hier ſolchen weiter zu beſchrei⸗ ben, weilman aus dem angefuͤhrten Beyſpiele eine zureich⸗ liche Kenntniß von dieſer Sache erlangen kann. 3) Die metalliſche Mereurificirungen durch beſondere Arbeiten beſtehen fuͤrnemlich darinn, daß man feine und zarte Blumen aus den Metallen bereitet, die hernach mit gefloſſe⸗ nem Weinſtein⸗Oel vermiſcht, und macerirt, dann gerieben und endlich deſtillirt werden. Beynahe von eben der Beſchaffenheit iſt der Proceß, das Spießglas⸗Queckſilber zu bereiten, den man bey Stah⸗ len in den Fundam. Chem. p. 213. Creuling de Aureo Vellere Sect. IV. p. 12. und andern Chemiſten angefuͤhrt fin⸗ det, nemlich durch wiederholte Sublimirungen mit Salmiak, bis ſich alles Spießglas aufſublimirt; in wie weit dieſe Vor⸗ ſchriften aber mit den von C. Meumann angefuͤhrten, und von uns(Cap. 9.§. 23. N. 6. 3. Anm.) erwaͤhnten Verſu⸗ chen, vereinbaret werden koͤnnen, kann ein jeder leicht ein⸗ ſehen. Mit mehrerer Gewißheit kann man den Teichmeyer⸗ ſchen Verſuch, aus Eiſen etwas Queckſilber zu erhalten, hieher rechnen; nemlich: Man laͤßt Eiſenfeilſpaͤne ein Jahr lang an der freyen Luft liegen, zerſtoͤßt ſie dann wohl in ei⸗ nem Moͤrſel, ſchlemmt das Pulver, damit es rein werde, und laͤßt es wieder ein Jahr unter freyem Himmel liegen, worauf man es aus einer Retorte deſtillirt, da man denn am Halſe der Retorte eine zaͤhe Materie, und darinn zugleich etwas Queckſilber erhaͤlt. Aus allen dieſen Verſuchen erſieht man, daß man aus den Metallen mit Zuſetzung anderer Materialien, etwas Queckſilber erhalten kann, und daß die Metalle veraͤndert werden koͤnnen. 1. Anm. Bey allen Mercurificirungen, die die Chemiſten er⸗ waͤhnen, muß man anmerken, daß diejenige, wobey Amal⸗ gami⸗ —— Vierzehntes Kapitel. gamirungen, queckſilberhaltiges Waſſer und Salze vorge⸗ ſcchrieben werden, und da wuͤrklich Queckſilber hinzukommt, alle falſch ausgedacht ſind, weil man bey dieſen Arbeiten gemeiniglich ein wieder lebendig gemachtes Queckſilber fuͤr ein Queckſilber der Metallen haͤlt. 6 2. Anm. Bey den Chemiſten iſt es noch eine Frage: Ob die Mercurii metallorum, oder das Queckſilber, ſo man auf oberwaͤhnte Art aus den Metallen erhaͤlt, wuͤrklich porher in den Metallen befindlich geweſen; oder ob es nicht viel⸗ mehr aus den Metallen, und den zugeſetzten Materien er⸗ zeugt und hervorgebracht worden ſey? Das erſtere ſchei⸗ nen Henckel in ſeinen kleinen mineral. Schriften S. 265. Zimmermann in d. Anmerk. zu C. Neu⸗ mann; Hundertmarck in d. Streitſchrift ae Mercu- zio viνο. u. a. m. zu bejahen, indem ſie behaupten, die Mercurificirung ſey eine Zertheilung und Veraͤnderung der Metalle zu einer beſtaͤndigen Fluͤßigkeit und Queckſilber⸗ Geſtalt, weil die Metalle, wenn ſie im Feuer fließen, eben dieſelbe Geſtalt, als ein fluͤßiges Queckſilber haben, und die Verwandſchaft und Anziehung zwiſchen dem Queckſil⸗ ber und den Metallen, mit der, die zwiſchen dem Eiſe und dem Waſſer herrſcht, gleich iſt. Die letztere Meynung be⸗ jahet Juncker in Couſp. Chem. T. I. p. 40). der da meynt, man koͤnne in den Metallen keinesweges ein ſolches ſigiren⸗ des Weſen erweiſen, das das allenfalls in den Metallen befindliche Queckſilber figiren könne. Eben der Meynung ſcheint auch C. Jeumann zu ſeyn, da er in ſeiner Chym. T. Pradt. S. 113. behauptet, die ganze Mercurifici⸗ rung haͤnge groſtentheils von der Salzſaͤure ab, die das fuͤrnehmſte zur Mercurificirung beytrage, wannenhero auch ſelten ein Proceß gefunden wird, wozu nicht etwas vom Kochſalz kommen ſollte, und hievon ruͤhrt es auch her, daß man deſto mehr Queckſilber erhaͤlt, je oͤfter man das Queck⸗ ſilber mit den Salzſaͤuren behandelt. Unſere Meynung iſt alſo die, daß man, wenn auch, wie es doch nicht geſchehen kann, aus allen Metallen, ohne einigen Zuſatz, Queckſilber zu erhalten ſtuͤnde, doch dar⸗ aus keinen andern Schluß ziehen koͤnne, als den, daß die Metalle zum Theil zu Queckſilber veraͤndert werden koͤnnen, und ſolchergeſtalt einerley Materie in ihrer Grundmiſchung haben; daß aber daraus noch nicht folge, daß das Suue - ilber A. ¹) Marrie indeſſen w drſben V 1) af, ſih dreymal dem ma es aufd einkochen ar und her in allen in dem ſic Sali, 0 ahe nach ſtee feine in ene g verſeſt einen ge denſelben Feſchmo⸗ det man 2); did läſet, ung mit de ein Lalh borge Anzukonn, ſen Arbäin eckſiler ſ nge: Obh ſo man ai klich pore s nicht d Naterien erſtere ſch Schrifte 1C. Neu ft de Nern⸗ nderung ie Queckſilh ließen, eba haben, und im Quechſe m Eiſe un eynung h da meyn hes figiren Metalla Meynunj r in ſeine Mercurffe⸗ ab, die des nhero auch etwas von uch her, di das Qued⸗ tenn ouch⸗ falen, ohne doch dar⸗ en, das die en können, nomiſchung ds Qutk ſile Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛct. 97 ſilber wuͤrklich in den Metallen befindlich ſey; doch hievon bey einer andern Gelegenheit ein mehrers.— 3. Anm. Die Methode das kuͤnſtliche Queckſilber mit Vitriol⸗ Oel zu bereiten, kann man aus Veidholds Abhandl. von dieſer Materie erſehen; S. Runkels LZabor. chem, §. 41. Was die eigentlichen Mercurificirungen betrift,(§. 39. N. 2.) durch welche man ein Queckſilber aus dazu dienlichen Materien hervorbringen kann, ſo ſind ſelbige ſelten genug; indeſſen will ich doch deren zwey erwaͤhnen, ob ich gleich keine derſelben verſuchet habe. 1) Man loͤſet reines Luͤneburger Salz in Regenwaſſer auf, ſeihet die Aufloͤſung gut durch, und laͤßt ſie dann etwa dreymal 24 Stunden in einer Steinkrucke gelinde ſieden, in⸗ dem man immer ſo viel friſches Waſſer wieder zugießt, wenn es auf die Haͤlfte eingekocht iſt; darnach laͤßt man alles voͤllig einkochen, ſo daß das Salz voͤllig trocken wird, das denn klar und durchſichtig iſt. Dies Salz wird gepuͤlvert und wieder in Regenwaſſer aufgeloͤſet, und ſtark mit vollem Auf⸗ wallen in Blaſen gekocht, ſo ſcheidet es ſich in zwey Theile, indem ſich ein Rand, von einem ſehr zarten und feinem Salz, oben rund herum an die Krucke haͤnget, das uͤbrige aber nach dem Einſieden am Boden ſitzen bleibet. Das er⸗ ſtere feinere Salz wird in einem glaͤſernen Moͤrſel gepuͤlvert, in eine glaͤſerne Retorte gethan, deren Muͤndung man vorne verſtopft, und mit ſtarkem Feuer ſublimirt; ſo erhaͤlt man einen gelblichten oder roͤthlichten Sublimat; und wenn man denſelben in einem Tiegel ſchmilzt, und gleich, nachdem er geſchmolzen, vom Feuer nimt und kalt werden laͤßt, ſo fin⸗ det man am Boden etwas Queckſilber. 2) Vermiſcht man Vitriol und Kochſalz mit einander, und loͤſet es in Waſſer auf, oder vermiſcht eine Vitriol⸗Auf⸗ loͤſung mit einer Kochſalz⸗Aufloͤſung, ſo wird auſſer einiger Erde ein grauliches Pulver niedergeſchlagen, das in unge⸗ G faͤlltem 98 Vierzehntes Capitel. faͤlltem Scheidewaſſer aufgeloͤſet, einige Tropfen Queckſilber nachlaͤßt. S. die Chym. Exper. einer Geſellſch. im Erzgebuͤrge III. Th. S. 175. Anm. Solten dieſe Verſuche ihre Richtigkeit haben, ſo woͤre meines Wiſſens daraus deutlich zu erſehen, daß im Salz⸗ geiſt etwas befindlich ſeyn muͤſſe, das zur Erzeugung des Queckſilbers etwas beytrage, welches man meines Beduͤn⸗ kens aus den vorhergehe kann(69). §. (69) Daß die Salzſaͤure zur kuͤnſtlichen Bereitung der Me⸗ talle vorzuͤglich ſey, hat noch neu⸗ lich Hr. Bergrath Scopoli zu erweiſen geſucht, der in ſeinen Princin. Min. S&rhi.& Pratt.§. 101. S. 79. einen Verſuch anfuͤhrt, da die Alannerde, mit Salzſau⸗ rem, Schwefel und Salmiak be⸗ handelt, Queckſilber, und auf andere Arten mit der Salzſaͤure immer etwas Metalliſches gege⸗ ben hat. Uebrigens iſt auch die ſtreitige Art der Mercurificirung hier an⸗ zufuͤhren, da Ludolf aus dem zuruͤckbleibenden Salze eines, oft uͤber den Todtenkopf cohobirten, Roſenwaſſers Queckſilber⸗Kuͤgel⸗ chen erhalten haben will, wor⸗ uͤber man meine 06/, chem.& mi⸗- eral. P. II. Obf. V. nachſehen kann, woſelbſt ich auch einen von mir beobachteten ſonderbaren Zu⸗ all angefuͤhrt habe, da ich aus nden Mercurificirungen erſehen 3. 42. Da das Queckſilber von manchen Chemiſten fuͤr einen Urſtoff der Metallen gehalten worden iſt(70), ſo haben ſie auch Weingeiſt lebendiges Queckſilber erhielt. A. d. U. (20) Die Meynungen hier⸗ uͤber kam man fuͤglich auf zwo reduciren. Eine, daß das Queck⸗ ſilber ſo wie es da iſt, einen Be⸗ ſtandtheil der Metalle ausmache, wie denn ſchon die Araber Queck⸗ ſilber und Schwefel(d. i. Brenn⸗ bares) fuͤr Beſtandtheile der Me⸗ talle annahmen, auch Hom⸗ berg die Metalle fuͤr nichts anders, als ein von der Licht⸗ Materie durchdrungenes Queck⸗ ſilber, hielt, und den Unterſchied derſelben aus der groͤßern oder geringern Menge derſelben, und ihrer genauern oder loſern Ver⸗ 3 bindung mit derſelben erklaͤrte, auch nicht undeutlich zu verſte⸗ hen gab, die Verwandlung der unedlen Metalle in die edlen be⸗ ruhe groͤßtentheils darauf, daß man mehrere Lichttheile genauer mit 5 uch auf ie Kunſ ktol z ¹ nit denſ S. d. Nen 9 22 ayig, Od ma 5 ſey ung des ß uch der demſel Mruall t auch in de miſten z. bergehalt Beeſgli len, we Fluſſe h einigen, zu Chue die ſlber hohen Ofe war meht hiher ͤbli wwtüſten, Na durch ten, dage am Sibe alſo dara daß, dde das vieff zerſtort w ilberge b Quckſit ſellſch in ben, ſo ni aß in Ei zeugung de ines Baͤdh. gen erſchen en fuͤr ein ſo haben e aach § Queckſüte nungen hit lich auf zwe das Quet⸗ t, einen B e ausmach⸗ raber Aued⸗ (d. i. Brenn⸗ ile der Me uch Hon, fuͤr nicht den der Lict genes Quet⸗ n Unterſchic größern ode erſelben, und oſern Ver⸗ ben erklätte, h zu verſte andlung der die edlen be darauf, diß eile genaue mit Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 99 auch auf mancherley Art geſucht, denſelben eben ſowol durch die Kunſt, als es von der Natur geſchicht, zu einem reinem Metall zu figiren. mit denſelben vereinigen muͤſſe. S. d. Mem. de!' dcad. R. de Sc. à Paris, v. J. 1709. Ob man nun gleich nicht in Abrede ſeyn kann, daß die Wuͤr⸗ kung des Feuers und vermuthlich auch der Beytritt einiger Theile aus demſelben zur Veredlung der Metalle vieles beytragen, man auch in den Schriſten der Alche⸗ miſten z. B. viel von dem Sil⸗ bergehalt findet, welchen die Bleyglaͤſer dadurch erhalten ſol— len, wenn man ſie lange im Fluſſe haͤlt, auch bey der vor einigen Jahren auf dem Harze zu Clausthal eingefuͤhrten Art, die ſilberhaltigen Bleyerze im hohen Ofen zu gute zu machen, zwar mehr Bley, als bey der bisher uͤblichen Methode, ſie ſo oft zu roͤſten, ehe ſie im Krumm— Ofen durchgeſetzt werden, erhal— ten, dagegen aber ein Abgang am Silber verſpuͤrt wird, und alſo daraus zu erhellen ſcheint, daß, obgleich das Bley durch das vielfaͤltige Roͤſten zum Theil zerſtoͤrt werde, doch zugleich ſein Silbergehalt dadurch in etwas vermehrt werde, ſo moͤchte die Theorie, daß das Queckſilber der zweyte Beſtandtheil der Metalle ſey, doch nicht die wahrſchein⸗ lichſte ſeyn, da 1) das Queckſil⸗ ſilber nur an wenigen Orten, wie G 2 Die z. B. bey Idria in Ungarn, in Deutſchland bey Muſchellands⸗ berg in Zweybruͤcken, in Spa⸗ nien bey Almanda, und in Peru zu Guanca Velica haͤufig, und bey den beruͤhmten uͤbrigen Un⸗ gerſchen, Saͤchſiſchen, Harzi⸗ ſchen, Schwediſchen und Nor⸗ wegiſchen Bergwerken faſt gar nicht, oder, wenn man auch am Harze und anderwaͤrts Anzeigen darauf, und in Schweden ein natuͤrliches Amalgama, gefunden haben will, doch ſehr ſelten ge⸗ funden wird; 2) die kuͤnſtliche Hervorbringung des Queckſilbers aus den Metallen noch ſo man⸗ chen Schwierigkeiten unterwor⸗ fen iſt, die ſonſt ziemlich leicht ſeyn muͤßte, da das Queckſilber ſonſt aus ſeinen Verbindungen ſo ſchwer nicht zu trennen iſt, 3) die Verwandelung des Queckſil⸗ bers in edlere Metalle ſchwer ge⸗ nug haͤlt, daß ſie auch noch von vielen fuͤr ein Hirngeſpinſt gehal⸗ ten wird; auch 4) das vor ſich verkalchte Queckſilber, ob es gleich zum Theil fix genug wird, doch kein recht vollkommenes Metall geben will, wenigſtens auf der Capelle nicht ſteht; 5) das Queck⸗ ſilber ſelbſt ſchon ein vollkomme⸗ nes Metall iſt, das den ſo ge⸗ nannten edlen Metallen, dem Golde und Silber, an genauer Ver⸗ —— ———————— doœ Vierzehntes Capitel. Die Figirung des Queckſilbers iſt folglich diejenige Ar⸗ beit, durch welche das Queckſilber zu einem ſchmelzbaren Me⸗ tall verwandelt werden kann. weiß, auf folgende Art geſchehen: Vereinigung ſeiner Beſtandthei⸗ le, nicht weicht und nur darinn von den uͤbrigen Metallen unter⸗ ſchieden iſt, daß es bey einem ge⸗ ringern Grade der Hitze fluͤßig iſt; und endlich 6) in den unvoll⸗ kommenen Metallen, dem ſo leicht zu verkalchenden Eiſen, deſſen Erde, die ſich doch durch bloßes Brennbares reduciren laͤßt, wenn ſie nicht zu ſehr ihres ſal⸗ zigen Antheils beraubet worden iſt, wohl ſchwerlich die Gegen⸗ wart eines vollkommenen Queck⸗ ſilbers angenommen werden darf. Die andere Meynung kömmt ohngefehr auf eine Verfeinerung der alten Theorie von den drey Urſtoffen der Metalle heraus. Nachdem nemlich der beruͤhmte Alchemiſt Vfadacus Hollandus zu⸗ erſt, an ſtatt der bisher ange⸗ nommenen zween, drey Urſtoffe der Metalle lehrte, nach welchem ſie Baſlius Valentinus annahm, und Theophr. Paracelſus weiter ausbreitete, der daher auch von vielen nachher fuͤr den Erfinder dieſer Theorie gehalten worden iſt, ſo waren nun in der Folge alle Alchemiſtiſche Schriften (denn weiter ward die Chemie zu den Zeiten noch nicht bearbei⸗ tet) vom Sale, Sulphure und Dieſes kann, ſo viel man 1) Durch Mercurio der Metalle voel. Indeſſen behaupteten die Schrift⸗ ſteller durchgaͤngig, daß ſie nicht das gemeine Salz, Schwefel und Queckſilber darunter verſtuͤnden, ſondern gewiſſe Urſtoffe, die die⸗ ſen nahe kaͤmen, von welchen aber ein jedes auch die Eigen⸗ ſchaften der beyden andern haͤtte. Becher, dem man den Ruhm laſſen muß, daß er die, bisher ſehr unverſtaͤndlich und verwor⸗ ren vorgetragenen, Grundſaͤtze der Alchemiſten zuerſt in eine Art von Syſtem zu bringen, und eine gefunde Theorie daraus zu bilden, geſucht hat, ſuchte dann auch die ſonſt, wenn ſie recht erklaͤrt wird, noch immer ſehr wahrſcheinliche Lehre, von den drey Urſtoffen der Metalle, verſtaͤndlicher zu er⸗ klaren. Da er fand, daß alle Arten Koͤrper bey einer genauen Unterſuchung zuletzt eine Erde zuruͤcklaſſen, ſo fiel er darauf, dieſe drey Urſtoffe Erden zu nen⸗ nen, und nannte alſo den Schwe⸗ fel der Alchemiſten eine entzuͤnd⸗ liche Erde, das Brennbare der Metallen, deſſen weſentliche Noth⸗ wendigkeit die Reducirungen leh⸗ ren, ihr Salz eine verglasliche Erde, weil die Kalche der Me⸗ talle ſich verglaſen laſſen, und an ſtatt ihres Queckſilbers nahm er 5 Aume et eige die denn ſentiche? der die machte, d Karperd, damats ne kanate, Deſendtt ſen Mit ſalze und ſch. S folgende worden die neue ſolchen! fethung erachten, naxin Herr L (ba 0 diſerical Vonn me höngege ſo ſahet einen ſa rie ga und ſo die Not tweiſen f man noch ſein ar ihn von; unterſche auch kein Fönn, ¹) ſiejengelt Azbaren Ne ſo viel nn ¹) Dun Netalle ul en die Schrſ „daß ſie ni Schweflluh er verſtünd, toffe, die R von welhn h die Eizn andern hätte an den Rühn er die, bieße ˖und verwer „ Grundſth rſt in eine A gen, und iin aus zu biden dann auch d⸗ terklaͤrt wit ahrſcheinlch rey Urſtoffn dlicher zu d,, daß äl iner genane t eine Eie - er darui Erden zu ne⸗ o den Schwe⸗ eine entzünd⸗ rennbare der atlicheRoth⸗ dkungen leh⸗ wrglasliche ihe der Me⸗ laſſen, und ſlbers ni Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 101 1) Durch Verkalchen im Feuer(S.§. 5. 2. Anm.). 2) Durch oft wiederholte Deſtillirungen(S.§. 6. 5. Anmerk.) er eine mercurialiſche Erde an, die denn nun eigentlich der we⸗ ſentliche Beſtandtheil ſeyn ſollte, der die Metalle zu Metallen machte, doch aber auch in andern Koöoͤrpern, dem Arſenik(den man damals noch nicht als ein Metall kannte, ſondern auch fuͤr einen Beſtandtheil, beſonders der weiſ⸗ ſen Metalle, hielt) dem Koch⸗ ſalze und andern mehr zu finden ſey. Dieſe Theorie iſt in den folgenden Zeiten wenig veraͤndert worden, wenigſtens reden noch die neueſten Chemiſten von einem ſolchen Urſtoffe, den ſie zur Ent⸗ ſtehung der Metalle nothwendig erachten, nur daß ihn einige eine mercurialiſche, andere, wie der Herr Leibmedicus Dogel (Luſtit. Chem.§. 95⸗99.) einen arſenicaliſchen Urſtoff nennen. Wenn man aber alles hieher ge⸗ hoͤrige genau in Erwaͤgung zieht, ſo ſiehet man leicht ein, daß man einen ſolchen Urſtoff in der Theo⸗ rie gar wohl entbehren kann, und ſo wenig das Daſeyn, als die Nothwendigkeit deſſelben er⸗ weiſen kann. Denn 1) findet man noch keine Beſtimmung deſ⸗ ſelben angegeben, die zureiche, ihn von den andern Urſtoffen zu unterſcheiden, und es laͤßt ſich auch keine ſolche Beſtimmung an⸗ geben, 2) Laſſen ſich alle Wuͤrkun⸗ G 3 offenbar, 3) Durch gen, die dieſem Urſtoffe zuge⸗ ſchrieben werden, aus den Eigen⸗ ſchaften der andern Urſtoffe hin⸗ kaͤnglich ecklaͤren. 3) Sehen wir aus unzaͤhlichen be⸗ kannten Verſuchen, daß die Ge⸗ genwart des Brennbaren den Metallen alle die Eigenſchaften giebt, die dieſe Koͤrper von den andern Meneralien unterſcheiden, daß ſee dieſelben alſobald verlie⸗ ren, wenn ihnen das Brennbare genommen wird; folglich die ei⸗ gentlichen metalliſchen Eigen⸗ ſchaften blos durch den Zutrits des Brennbaren bewuͤrket wer⸗ den, und man alſo nicht noͤthig habe, einen beſondern Urſtoff der Metalle anzunehmen, von dem ſich doch nichts beſtiamtes ſagen laͤßt; und endlich ſo beweiſen 4) die wenigen deutlichen Verſuche, die uͤber die kunſtliche Hervor⸗ bringung der Metalle, zus nicht metalliſchen Koͤrpern, bekanat ſind, daß Erde, Suure und Brennbares zureiche, ſie zu be⸗ wuͤrken, das Brennbare ihnen die metalliſche Eigenſchaft gebe, und nach Abſcheidung deſſelben ihr Kalch nur darum verglaslich ſey, weil die Erde deſſelben noch ein Salzweſen bey ſich hat. Ich wuͤrde alſo die drey Urſtoffe ſo erklaͤren, daß ich den Sulphur der Alchemiſten ein Brennba⸗ t ress ſehen. 102 Vierzehntes Capitel. 3) Durch Reiben erhaͤlt man einen queckſilberichten Kalch, deſſen vierter Theil fir iſt(S.§. 8. 1. Anm.) 4) Durch Niederſchlagen aus dem Scheidewaſſer mit getrocknetem und gepuͤlvertem Menſchenkoth(S.§. 14. 4. Anm.). Henckels kl. min. Schr. S. 117. 5) Durch die Zinnober⸗Arbeit„ und oͤftere Sublimi⸗ rungen(S.§. 22. 4. Anm.). 6) Soll das vom Hornſilber abgezogene Koͤnigswaſſer das Queckſilber zu Silber und Gold figiren. S. die Chym. Exper. einer Geſellſch. im Erzgeb. S. 192. 7) In wie weit das Queckſilber durchs Silberſalz zu Silber figiret werden koͤnne, davon ſehe man Creuling de AHureo vellere. p. 34. und 36. und Ulr. Chriſt. Sal⸗ chows Evpl. ſepar. Auri ab Argento. S. 8. 8) Soll Mennige in Scheidewaſſer aufgeloͤſet Queck⸗ ſilber zu guͤldiſchem Silber figiren. S. Chym. Erfahr. einer Geſellſch. im Erzgeb. S. 198. Anm. Bey den Alchemiſten findet man vieles von dieſen Figirungen erwaͤhnt, aber man muß bemerken, daß nicht alles Silber iſt, was mit einer weißen, noch Gold, was mit einer gelben Farbe, erhalten werden kann;z das Queck⸗ ſilber kann zu einem ſchmelzbaren Metall figirt werden, das weder Gold noch Silber, Zinn oder Bley iſt. Daß das Queckſilber einige Gleichheit mit dem Waſſer habe, kann man aus folgenden Umſtaͤnden zur Genuͤge er⸗ 1) Haben res, ihr Sal eine Kieſelerde, Schriften findet, daß die Ver⸗ und ihren Mercurium ein, ver⸗ faſſer, die wuͤrklich gedacht, und muthlich ſaures, Salzweſen nicht andern nachgeſchrieben ha⸗ nennte; und ich glaube zu dem ben, dieſes unter ſolchen Benen⸗ letztern um ſo viel mehr Urſache nungen auch ſelbſt verſtanden zu zu haben, da man bey genauerer haben ſcheinen. A. d. U. Durchleſung der alchemiſtiſchen b 1 V als dare verwand das We 4 ghe zer ſenen Ferſore Däm Geſi fer G. V känmen 2 fſilberichte un.) dewaſſerni 1. 14 117. re Sublim aöniganiſ die Chyn. 2. zilberſa reuling iſt. Sa löͤſet Qut⸗ 1 Erfah! von dieſe u, daß nittt Gold, wet das Quac werden, dat dem Waſer Genüge e 1) halen daf die Ver⸗ gaacht, und ſſchriben ha⸗ chen Benen⸗ erſtanden zu d. Ä. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 103 1) Haben beyde beynahe einerley Anſehen, ausgenom⸗ men, daß das Queckſilber undurchſichtig, das Waſſer aber durchſichtig iſt. 2) Sind beyde bey einem großen Grad der Hitze fluͤſ⸗ ſig, und geſtehn in der Kaͤlte; doch wird das Queckſilber nach dem Verhaͤltniß ſeiner Schwere weit ſpaͤter ſteif, als das Waſſer(§. 2.). 3) Beyde koͤnnen ſowol durch Reiben und Schuͤtteln, als durch Hitze zu einer feſten ſchmelzbaren Erde oder Koͤrper verwandelt werden; das Queckſilber zu einem ſchwerern als das Waſſer(S.§. 2. 6. u. 8.). 4) Beyde werden durch die Hitze in Duͤnſte oder Daͤm⸗ pfe zertheilet, die eine Schnellkraft haben, und in verſchloſ⸗ ſenen Geſaͤßen nicht gehalten werden koͤnnen, ſondern ſelbige zerſprengen, wenn ſie zu ſehr getrieben werden(71); die Daͤmpfe, die das Queckſilber giebt, ſind im verſchloſſenen Gefaͤße ſichtbar; die vom Waſſer nur im offenen. Aus die⸗ ſe Gleichheit ſcheinen folgende Schluͤſſe gezogen werden zu oͤnnen: a) Daß eben die Gleichheit und eben das Verhaͤltniß zwiſchen dem Waſſer und den uͤbrigen gegrabenen Koͤrpern, als zwiſchen dem Queckſilber und den Metallen Staat ſinde. S. Henckels kl. min. Schr. S. 266. Und da die uͤbrigen mineraliſchen Koͤrper ihren Urſprung vom Waſſer, oder den Materien, die das Waſſer ausmachen, haben, ſo verhaͤlt ſich das Queckſilber vielleicht eben ſo gegen die Me⸗ talle, die alſo ihre Entſtehung vielleicht auch dem Queckſilber, oder eigentlicher zu reden, den Materien, die im Queckſilber zu finden ſind, zu danken haben. G 4 b Fin⸗ (71) Eine merkwuͤrdige Er⸗ hizt ward, um ſich ſchlug, fuͤh⸗ fahrung des Hrn. Geoffroy ret Herr Baume in ſeiner uͤber die Gewalt, mit welcher Erl. Exp. Ch. Th. I. S. 439. das, in eiſerne Buͤchſen einge⸗ an. A. d. U. ſchloſſene, Queckſilber, da es er⸗. 104 Vierzehntes Kapitel. b) Findet man, daß die Fluͤßigkeit des Queckſilbers blos zufaͤllig iſt, wie beym Waſſer, und getrennt werden muͤſſe und koͤnne, weil man auch oft natuͤrlich gewachſenes Queckſilber findet, das nicht fuͤßig iſt, welches auch Zim⸗ mermann in Henckels kl. min. Schr. angefuͤh⸗ ret hat(72). o) Da aber das Waſſer nichts anders iſt, als eine bey gelinder Hitze fließende durchſichtige Erde: ſo kann man auch ſagen, daß das Queckſilber ein bey gelinder Hitze fließendes undurchſichtiges, aber glaͤnzendes Metall ſey. Anm. In Anleitung der Gleichheit zwiſchen dem Waſſer und Queckſilber haben verſchiedene Chemiſten behauptet, daß im Queckſilber ein wuͤrkliches Waſſer befindlich ſey, wel⸗ ches einige auch daraus zu ſcheiden geſucht haben. Kob. Boyle im Chym. Srept. Sect. II. und nach ihm mehrere, beſonders C. Neumann in der Chem. Th. Pr. 2te Zim⸗ merm. Ausg. S. 1366. haben dieſes Waſſer im Queck⸗ ſilber aus der Fluͤßigkeit deſſelben, wie auch daraus zu er⸗ weiſen geſucht, daß nach Zwoͤlfers Triumpf⸗Wagen ein wuͤrkliches Waſſer aus dem Queckſilber deſtillirt werden koͤnne G3), ob dieſes gleich zuweilen nicht gelingen will. (7²) Sollte dieſes nicht me⸗ tallhaltiges Queckſilber geweſen ſeyn, dergleichen natuͤrliches Amalgama Cronſtedt (Perſuch e. Min. Brun⸗ nichſche Ausg.§. 215. S. 229.) anfuͤhrt? Sonſt er⸗ weiſet die oben angefuͤhrte Ver⸗ dickung durch eine ſtarke kuͤnſtliche Kaͤlte es ſchon zur Genuͤge, daß die Fluͤßigkeit deſſelben nur ein Nebenumſtand, und es, in Ver⸗ gleichung mit andern Metallen, nur bey einer geringeren Waͤrme fluͤßig iſt. A. d. A. (23) Man findet auch dieſes in Stahls Funa. Chem. P. I. Urb. p. 129.§. 22. beſchrieben. Es ſoll nemlich das Queckſilber, wenn man zur Zeit nur wenig davon in eine gluͤhende TubulatRe⸗ torte ſchuͤttet, in ein klares Waſ⸗ ſer verwandelt, in die Vorlage uͤbergehen; doch auch dieſes Waſ⸗ ſer durch eine gelinde Deſtillirung wieder zu laufendem Queckſilber werden. Da ich den Verſuch nie ſelbſt angeſtellet habe, will ich fuͤr die Richtigkeit deſſelben nicht Buͤrge ſeyn, indem er mir ſehr zweifelhaft, und vielen Trug⸗ ſchluͤſen unterworfen zu ſeyn ſcheinet. A. d. U. Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 105 Durſi Urb. Hierne vermiſchte ein aus 1 Theil Zinn und einen ent weden halben Theil Queckſilber verfertigtes Zinn⸗Amalgama mit gewachſene reiner und wohl getrockneter Pott⸗Aſche, und eben ſo viel auch Zim gereinigtem Sodeſalz, deſtillirte dieſe Vermiſchung, in der r. angſt Hofnung das Queckſilber zu Waſſer aufzuloͤſen, erhielt auch ſh wuͤrklich etwas Waſſer, das aber ohne Zweifel von dem Salze herzuleiten iſt. Zu der vorhergehenden Vermiſchung als einelg that er auch zuweilen etwas Salmiak, wovon er Blumen i mun at bekam, die mit Queckſilber und etwas Waſſer vermiſcht ze gieſen waren. Aber bey allen dieſen Verſuchen, die er mehrere ze flieende Mahle wiederholet, das Zinn reducirt, und mit dem uͤber⸗ gegangenen Queckſilber von neuem amalgamirt; auch her⸗ nach mit den Laugenſalzen, bald mit, bald ohne Salmiak, Waſer uh zum deſtilliren vermiſcht hatte, konnte er das Queckſilber auptet, diß nicht in Waſſer aufloͤſen, ſondern er hatte nach 6 Deſtilli⸗ ch ſey, u rungen von 4 Unzen Queckſilber doch noch 3 Unzen und 3 ben. Rohb. und ein halb Quentgen uͤbrig, ſo daß nur 4 und ein halb hm mehren Quentgen Queckſilber verlohren gegangen waren, welches 7. 2te zin⸗ bey ſo manchen wiederholten Verſuchen leicht geſchehen er im Qutt⸗ konnte, ohne daß man deswegen annehmen durfte, es ſey araus zu dieſes verlohrne Queckſilber in Waſſer verwandelt worden. wW piedna Unſere Meynung iſt daher die, daß man wol etwas elingen wil Waſſer im Queckſilber finden koͤnne, welches auch die An⸗ Arh. ziehung deſſelben zum Waſſer(§. 23. Anm.) zu bezeugen ſcheint; wir glauben aber nicht, daß ſolches als ein we⸗ hricben, 6 ſentliches Beſtandtheil des Queckſilders angeſehen werden clilber den koͤnne, da es Queckſilber in feſter Conſiſtenz ohne Waſſer wenig dere giebt, und man vom OQOueckſtlber nicht mehr Waſſer als Dubultt, Ne von andern Metallen abſcheiden kann. Wir geben daher klres Vi zu, daß das Queckſilber in Anſehung ſeiner von uns ange⸗ de Wuitr fuͤhrten Gleichheit mit dem Waſſer ein metalliſches Waſ⸗ hdiſsSi ſer genannt werden koͤnne; daraus folget aber noch nicht, 4 M daß es als ein verdicktes und in die Enge gebrachtes fet⸗ di ln tiges und ſchleimigtes Waſſer angeſehen werden koͤnne, wie Ducchſihe Hundertmarck in der Dill. ae Nercurii vivi Aft. p. 6. nf 6 und andere mehr, anfuͤhren. eſſabeen nict 4§. 44. ieln Taug So viel ſich aus den vorhergehenden Verſuchen mit ei⸗ n zu ſn niger Gewißheit ſchließen laͤßt, ſo findet man, das Queckſilber G 5 ſey 106 Vierzehntes Capitel. ſey ein fluͤßiges undurchſichtiges glaͤnzendes Metall(§. 43.), das nur bey der ſtrengſten Kaͤlte geſtehet(§. 2.); es beſte⸗ he(74): 1) Aus einer Erde, wie ſowol aus den Reibungen, Ver⸗ kalchungen und Deſtillirungen(§§. 2. 6. u. 8.), als auch daraus deutlich zu erſehen iſt(75), daß die mineraliſchen Saͤuren ſich daran haͤngen koͤnnen(S.§. 12. 2. Anm.). Ob dieſe Erde aber glasachtig ſey, wie die mehreſten Chemi⸗ ſten meynen, S. Hundertmarck am angef. O.; oder eine Kalcherde, wie Mangold in den A10. Magunt. T. I. p. 254.§. 26. behauptet, daruͤber wollen wir im 3ten Theil unſere Aeußerung geben, nachdem wir die Unterſuchung aller Arten der metalliſchen Erden gehabt haben werden. 2) Aus einer verborgenen Saͤure oder Salzigkeit, wel⸗ che nicht allein Kunckel mit der Zerfreſſung der Metalle im Queckſilber, und Borrichius mit dem Roſten des Eiſens in demſelben, ſondern auch Juncker im Conſp. Chem. I. I. p. 1002. u. ſ. w. mit mehreren angefuͤhrten Um⸗ ſtaͤnden zu beweiſen geſucht haben; beſonders ſcheinen ſolches 12) die Verkalchungen der Metalle waͤhrend den Amalgami⸗ rungen, wovon wir ſchon einen deutlichen Beweis angefuͤhrt haben(S.§. 36. N. 3.), und b) die von uns angefuͤhrten Mercuriſicirungen, die ſich ſchwerlich ohne Salze verrichten laſſen(S.§. 40. u. 41.), deutlich darzuthun. Anm. (24) Die Beſtandtheile des Queckſilbers werden, wie die der andern Metalle, Erde, Saͤure und Brennbares ſeyn. A. d. U. (75) Da das Queckfilber bey allen dieſen Veraͤnderungen nicht leicht zerleget wird, ſondern ohne brennbare Zuſaͤtze mehrentheils wieder in laufender Geſtalt er⸗ halten werden kann, ſo kann man aus dieſen Verſuchen wol kaum einen Schluß auf die Erde deſſelben ziehen, da man ſeine Erde gar nicht einmal hier ſo, wie bey andern metalliſche Kalche, erhaͤlt, ſondern das ganze Queck⸗ ſilber durch Zuſaͤtze ſeiner Fluͤßig⸗ keit beraubet worden iſt. A. d. U. ——— V 69 Qaecſſibe ule betta einges i innet. der winer recſen h Chemiſtn Miſe ge doch ſt den Hmn. aubnehmie Llen. 9. ſchen Säſe ract. her zu den urückebro etaliſche Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitatenꝛc. 107 d 1 Anm. Dieſe Saͤure iſt vielleicht ohngefehr eben dieſelbe, die zes beſt im Kochſalze ſteckt, in welcher die Erde(N. 1.) aufgelsſet iſt, und das fluͤßige Metall ausmacht. Folglich irren Neumann und HZundertmarck, wenn ſie alles ———-—— ———————— 2 —— Ungen, Ie ſalzige im Queckſilber leugnen, und das Roſten vom Waſ⸗ ), als uh ſer herleiten wollen, das doch im Queckſilber gar nicht zu ninerolſc erweiſen iſt. 7 2. Aum 3) Daß ein brennbares Weſen im Queckſilber befind⸗ ſten Chn. lich ſey, haben wir ſchon bewieſen, als wir anfuͤhrten, daß ngef 6. es etwas ſalzichtes enthielte; aber auſſerdem erhellet dieſes . ügin auch deutlich aus dem Schwefel, der erzeugt wird, wenn m in man das Vitrioloͤl vom Queckſilber abzieht(§. 12. 2. Anm.). nreſiche Anm. Was weiter vom Queckſilber anzuführen ſey, und in verden. wie weit ſelbiges fuͤr einen Ürſtoff oder einfachen Köͤrper, von dem die Metalle ihren Urſprung haben, gehalten wer⸗ gigkeit, w den koͤnne, oder ob es nicht vielmehr fuͤr einen metalliſchen der Meral Körper zu halten ſey, und in wie weit die kleinſten Kuͤgel⸗ R chen als ein feſter Koͤrper angeſehen werden koͤnnen, kann oſten d 3 im Cuf man aus dem angefuͤhrten erſehen(76). ührten le Funf⸗ inen ſolch Amalgan(26) Ueber die Lehre vom und wegen ſeiner Fluͤßigkeit und z angefh Queckſilber, als Urſtoff der Me⸗ Fluͤchtigkeit zu den Halbmetallen 5 eflht talle betrachtet, habe ich ſchon gerechnet worden. Da indeſſen angefuͤhetn einiges in der 7oſten Anm. er⸗ die Beſtandtheile deſſelben ſo ge⸗ e verrichtn innert. Ihm in der Aufſtellung der mineraliſchen Korper den rechten Platz zu geben, hat den nau mit einander vereiniget ſind, daß man es bisher durch keine Kunſt hat zerlegen koͤnnen, ſo Aum Chemiſten und Mineralogen viele gebuͤhrte ihm, meines Erachtens, Muͤhe gemacht. Indeſſen iſt es der Platz unter den ganzen Me⸗ n, ſo kont doch faſt durchgaͤngig(wenn wir tallen, und zwar unter den voll⸗ etſuchen vol den Hry. Leibmedicus Dogel kommenen. Denn wenn gleich auf die Erde ausnehmen, der es in ſein. 7 ſit. ſeine Fluͤßigkeit der, unter die d man ſeine Chem.§. 30. unter die minerali. Merkmale der ganzen Metalle mäl hiet ſo ſchen Saͤfte ſezt, doch in ſeinem aufgenommenen, Dehnbarkeit zu lſche Kalht Pract. Mineralſyſtem wie⸗ wiederſprechen ſcheinet, ſo iſt das ganze Quit der zu den metalliſchen Koͤrpern Queckſilber ja auch dehnbar, ſo iner Flüfis zuruͤckgebracht hat) unter die bald man ihm den gehoͤrigen t. Adl metalliſchen Koͤrper aufgezaͤhlet, Grad der Kaͤlte giebt, und iier⸗ em — 108 e e=e *ℳ, NR B A. Re n e Funfzehendes Capitel. Vom Arſenik, dem fixen Arſenik, Operment, Rauſchgelb u. a wm. 6. t nter dem Arſenik verſteht man hier die weiße, ſchwere I. 3 4 3und ſattſam ſproͤde kalchichte metalliſche Materie, die entweder in mehlichter Conſiſtenz, oder inwendig klar und glaſicht, auswendig aber feſt, glatt, undurchſichtig und milchfarbig gefunden, auch in Anſehung ihrer giftigen Be⸗ ſchaffenheit, Ratzengift, genannt wird, und allgemein bekant iſt. Anm. Wie der Arſenik aus verſchiedenen, theils ihm eige⸗ nen, theils zu andern Metallen gehoͤrenden Erzen(77) erhalten(78), und wie er zubereitet werde, wird in der dem können die andern Metalle, z. E. das Gold, ja auch leicht ihre Dehnbarkeit verlieren, und bleiben doch noch Metalle. Die Fluͤchtigkeit deſſelben moͤchte hier noch den ſtaͤrkſten Einwurf ma⸗ chen; indeſſen laſſen ſich die an⸗ dern Metalle ja auch zum Theil verfluͤchtigen; wenigſtens iſt das Verrauchen des Bleyes bey der Abtreibung des Werkbleyes im Großen auf den Huͤtten bekannt genug. A. d. U. (22) Das eſgentliche und rein⸗ ſte Arſenik⸗Erz iſt der Mispickel; doch findet man ihn auch in metalliſcher und Kalchgeſtalt ge⸗ Metal⸗ diegen, mit Schwefel im Rauſch⸗ gelb und Operment, und in ver⸗ ſchiedenen Erzen mit andern Metallen mit oder ohne Schwe⸗ fel vereiniget. A. d. U. (28) Er wird bey der Roͤſtung arſenikaliſcher Erze gelegentlich erhalten, und in lang ausgedehn⸗ ten wagerechten Rauchfaͤngen, dergleichen man in J. Gottl. Ce hm anns Cadnuologia oder Geſchichte des Far⸗ benkobolds Th. I. Koͤnigsb. 1761. 4. Tab. III. abgezeichnet findet, gefangen, woſelbſt er ſich in mehlichter Geſtalt anlegt. In Gruben, wo Feuer geſezt wird, findet V V V men u ſublim wenn! weißen findet er tang de chwe Aoh. 8 permen. iße, ſchten Materie, g nwendig ſchſichtigu giſtigen. d allgem eils ihm ei⸗ Erzen() wird in d Meu efel in Nauſ t, und in we mit anden ohne Schwe 1 d. U. y der Rüſtug e gelegentic ig ausgtdehn Nauchfänga, J. Gottl 5 Cathillgig e des dar⸗ I. Ktrig „abzezeichnt voſelſt eſch t anlegt. 1 eſezt dolth gſ find Funfzehendes Capitel. Vom Arſenik c. 109 Metallurgie(70) gelehrt; merkwuͤrdig iſt es, daß dieſer metalliſche Kalch nie anders gefunden wird, oder abgeſchie⸗ den werden kann, als in einer ſolchen kalchichten Geſtalt. Er weicht zwar in Vermiſchung mit Schwefel und andern eineralien etwas in Anſehung ſeiner Farbe und einiger Etgenſchaften ab, wie man denn rothen, gelben und ſchwar⸗ zen Arſenik hat; indeſſen koönnen doch alle dieſe Abaͤnde⸗ rungen, wie auch das Operment hierunter begriffen werden. Woher er ſo genannt werde, ob aus dem Griechiſchen, woſelbſt Arſenikos etwas maͤnnliches und tapferes bedeu⸗ tet, oder aus dem Lateiniſchen Ars ſenum, Kunſt des Al⸗ terthums, kann uns gleich viel ſeyn. b H. 2. An der Luft wird der klare glaſichte Arſenik undurchſich⸗ tiger, doch ohne eine merkliche Abnahme oder Zunahme ſei⸗ nes Gewichts, und ohne feine trockene Beſchaffenheit und ſein glattes Anſehen zu verlieren; indeſſen geſchiehet dieſe Veraͤnderung doch ſchneller in feuchter Luft, und an kleinern Stuͤcken.— In Anſehung ſeiner eigenthuͤmlichen Schwere verhaͤlt er ſich zum Golde, wie 1 zu 5, und zum Waſſer, wie 3076 zu 1000. §. 3. Im Feuer ſchmilzt der Arſenik, ſowol im offenen, als verſchloſſenen, und iſt ganz fluͤchtig, mit einem unangeneh⸗ men und giftigen Knoblauchs⸗Geruch. In offenen Gefaͤßen ſublimirt er ſich, wie ein weißer Dampf auf, der ſich jedoch, wenn man etwas, beſonders Eiſen, daruͤber haͤlt, zu einem weißen ſchweren Mehle daran ſetzt; im verſchloſſenen Gefaͤße 24. aber findet er ſich, nach der Beobach⸗ 31. 32.) auch in eryſtalliniſcher tung des Hrn. Tilas(S. Geſſealt. A. d. U. Schwed. Akad. d. Wiſſ.(79) Sect. II. Cap. II.§. 14. Abh. B. VI. v. J. 1744. S. lat. Ausg. S. 171. A. d. U. 110 Funfzehendes Capitel. aber ſublimirt er ſich zu einem feinen Pulver oder Mehle auf; laͤßt man ihn ſchmelzen, und gleich kalt werden, ſo geſte⸗ het er mit einer platten Oberflaͤche, wird aber halb durch⸗ ſichtig(80). 4§. 4. Vermiſcht man gepuͤlverten Arſenik mit Kalch, Kreide oder Eyerſchalen, und treibt es etwa 6 Stunden lang mit ſtarkem Feuer in einem glaͤſernen Kolben mit aufgeſetztem Helm, ſo ſublimirt ſich wol etwas Arſenik in die Hoͤhe, ein Theil deſſelben wird aber ſigirt, und ſchmilzt zu einer glafich⸗ ten Conſiſtenz. Eben das ſoll geſchehen, wenn man den Arſenik mit Thon, oder einer glasachtigen Erdart vermiſcht. Anm. Man ſiehet ſolchergeſtalt, daß der Arſenik eine ſtarke Anziehung zu den ralchtichten und glasachtigen Erdarten und zum Thone hat; woher es auch kommt, daß er von den Mineralten, mit welchen er vermiſcht iſt, ſo ſchwerlich ganz und gar abgeſchieden werden kann, und daß er mit metalliſchen Kalchen und andern ſchmelzbaren Mineralien fließt, ohne zu verrauchen(8 1). Wenn er mit Kreide behandelt wird, ſoll man nachher etwas Silber daraus erhalten koͤnnen; wovon Henckel in ſeinen kl. min. Schr. S. 289. redet, das Zimmer⸗ mann aber in Neumanns Chem. I. I. p. 384. um⸗ ſtaͤndlich berichtet(82).. b§. 5⸗ (0) Dieſes beſchreibt Herr tallen im Fluß gerathen iſt. Baume in ſeiner Erl. Exp. A. d. U. Ch. Th. II. S. 255. A. d. U. (§ ²) Aus dieſen und andern (81) Es muͤſſen deswegen die arſenikaliſchen Erze, wie die ſchwefelichten, nicht zu heiß ge⸗ röſtet werden, weil der Arſenik, wie der Schwefel, nicht leicht zu verjagen iſt, wenn er mit Me⸗ Verſuchen iſt er ehedem fuͤr einen Urſtoff der weißen Metalle, und eine dienliche Materie zur Ver⸗ edlung der Metalle gehalten wor⸗ den. Da neuere Entdeckungen gelehret haben, daß man ihn fuͤr ein Vo . ſoder, tſeni nuß die michun D b, ſoe ein hey dufgelö ſ 1 ein ager miſſe, wenig a die dof ſtoff der nen. D Monn Arſint, Uhſ ſur la engerückt ſn in 9 8. Theod. non Apſen Pum met J. Bre den Arſa metallſch Ak. d. vom J⸗ A. d. 1 683) baſſer au gogen, me geſät ung hiene Mehle dſ ſo gſt halb dur ſch, Krid n lang mi aufgeſettn . Hohe,( iner glafih Arſenik ne k eine fin en Erdartm daß er ber ſo ſchwerlc daß er ni Minerala nan nachßet mHencktl Zimmer⸗ P. 384. un⸗ 99 gerathen ite und andern em für einen Netalle, und nie zur Ver⸗ ehalten wor ntbeckungen nan ihn fit ein Vom Arſenik, fixen Arſenik, Operment ꝛc. 111 §. 5. Im Waſſer loͤſet ſich der Arſenik auf; dazu wird aber erfodert, daß er vorher fein gepuͤlvert, und gegen 1 Theil Arſenik 48 bis 50 Theile Waſſer genommen werden, und muß die Aufloͤſung in der Waͤrme geſchehen, und die Ver⸗ miſchung unterweilen geſchuͤttelt werden. Dampft man dieſe Aufloͤſung mit gelinder Hitze etwas ab, ſo erhaͤlt man kleine gelblichte Cryſtallen, die, wenn ſie fein gepuͤlvert ſind, eben ſo wie der Arſenik, vom Waſſer aufgeloͤſet werden. Sie werden Arſenik⸗Cryſtallen, Cry- ftalli arſenicales genannt(83). ein eigenes Halbmetall halten muͤſſe, ſo wird man ihn eben ſo wenig als das Queckſilber(S. die 7oſte Anm.) fuͤr einen Ur⸗ ſtoff der Metalle halten koͤn— nen. Man ſehe hievon Herrn Monnets Preisſchrift vom Arſenik, die in Roziers Obf. fur la phuſique&c. Sept. 73. eingeruͤckt, auch 1774. zu Ber⸗ lin in 8. herausgekommen iſt. S. Theod. Quelmalz Progr. An- non Arſenicum ſit primum iin ci- pium mitallonum. Lipſ. 17)F. J. Browall Verſuche uͤber den Arſenik, und beſonders deſſen metalliſches Weſen, in Schw. Ak. d. W. Abhandi. B. VI. vom Jahr 1744. S. 18⸗30. A. d. U. 3 (§3) Arſenik mit Scheide⸗ waſſer aus dem Operment aus⸗ gezogen, und zu dieſer Aufloͤſung eine geſaͤttigte Pottaſch⸗Aufloͤ⸗ ſung hienein getroͤpfelt, ſo ent⸗ Dickt ſteht ein Brauſen, und der Ar⸗ ſenik wird ſogleich zu weiſſen, prismatiſchen, vierſeitigen, an beyden Enden abgeſtuͤmpften, Cryſtallen niedergeſchlagen, die ſich nunmehr in kaltem Waſſer in kurzer Zeit und in ziemlicher Nenge aufloͤſen laſſen. S. Hrn. Bergraths Cartheuſers Mineral. Abhandl. Th. II. S. 112⸗114. Ward die Aufloͤ⸗ ſung vorher mit hoͤchſtrectificir⸗ ten Weingeiſt vermiſcht, ſchlug ſich nichts nieder, ſobald aber Pottaſche hinzukam, gieng der Niederſchlag ſogleich vor ſich, und wurden dieſe Cryſtallen noch weißer und glaͤnzender als jene, von eben der Geſtalt als jene, aber weit duͤnner und zaͤrter, und fahen in der Zuſammenſetzung beynahe wie Schneeflocken, oder Benzoeblumen aus. S. Eben⸗ daſ. S. 118. u. 119. Es fraͤgt ſich indeſſen, ob die groͤßere Auf⸗ loͤslichkeit dieſer Cryſtallen nicht mit 112 Dickt man die Arſenik⸗Aufloͤſung ein, und eine unſchmackhafte Erde daraus niedergeſchlagen, die vom Waſſer nicht aufgeloͤſet wird, aber mit Metallen fließt, und mit dem Borax ſich verglaſet, — fixem Arſenik(Arſenicum Fixum) Funfzehendes Capitel. ſo wird ſie gelb, folglich eine Art von iſt. 1. Anm. Der Arſenik kann wol von wenigerm Waſſer, z. B. 5 bis 20 mal ſo viel aufe ber iſt es aber beſſer, daß man viel nimt(84). 1 2. Anm. Die Arſenik⸗Aufloͤſung ſelbſt verhaͤlt ſich auf fol⸗ gende Art: geloͤſet werden; des Kochens hal⸗ a) Farbt ſie den Violenſyrup nach einiger Zeit gruͤn. b) Brauſet ſie weder mit den Mineralſaͤuren noch Laugen⸗ ſalzen. Salpeters, Kochſalzes, Salmiaks, aͤnderung in 1 mit daher ruͤhre, daß ihnen ſo wol vom Aufloͤſungsmittel, als dem zum Nieederſchlagen ge⸗ brauchten Laugenſalze, etwas anhaͤnge, das alſo ein Salpeter waͤre, der beygemiſcht ſie leichter aufzuloͤſen machen, auch auf die Geſtalt derſelben einen Einfluß haben kann. A. d. U. 6 V(34) Funfzehn Theile Waſſer c) Wird ſie von gen; denn die Aufloͤſun graubraͤunlicht; eine mit Aufloͤſung nach 12 Stunde mit Scheidewaſſer gemacht Kupfer⸗Aufloͤſung in Koͤni ” dergeſchlagen. Die Zinn die Aufloͤſung des Bleyes Mittelſalzen nicht niedergeſchla⸗ gen des vitriolifirten Wunderſalzes, Alauns, Boraxes, und fixen Salmiaks(85), derſelben; da Aufloͤſung d) mehrentheils der. Die Gold⸗Aufloͤſung gelb niedergeſchlagen; die Silber⸗Aufloͤſung in eben der Zeit Scheidewaſſer verfertigte Eiſen⸗ n zu einem gelben Ocher; eine e Kupfer⸗Aufloͤſung weiß, wor⸗ auf die oben ſtehende Feuchtigkeit gruͤn wird, aber eine gswaſſer wird nicht davon nie⸗ Aufloͤſung wird davon ſtark, auch nach einiger Zeit niedergeſchla⸗ Weinſteins, machen keine Ver⸗ gegen aber ſchlaͤgt die Arſenik⸗ alle metalliſche Aufloͤſungen nie⸗ wird davon nach 24 Stunden gen. werden erfordert, um einen Theil Arſenik in der Hitze aufgeloͤſet zu halten, dennoch ſchießt er daraus in der Kaͤlte ſchon an. A. d. UI. (85) Der fixe Salmiak iſt kein Mittelſalz, ſondern ein erdichtes, das aus Salzſaͤure und Kalcherde beſteht. S. Phyſ. Chem. Th. II. Abth. I. Cap. 9. §. 13. A. d. U.— —————ÿ—ͦ—ꝛↄ————y——— —————//B———ꝑ—/⸗.ꝭñ dird ſie a lagen, d kallen fit ne Art dan Maſer, Lahn te ſich auf ſn er Zeit gen noch kaugn nedergeſch Weinſtans 1s, Borans foſungen i 24 Stunda eben der zi rtigte Eſſ Ocher; en weiß, wor⸗ „ aber en t davon ue nſtark, auc ſedergeſchl⸗ ga m einen dhel aufgebſet z eßt er daraus n. Nd. U. Salmiak it ſendem ein Salſſämr . Phyſ h. C. thinaͤl, u. a. m. Vom Arſenik, fixen Arſenik, Operment ꝛc. 113 gen. Eine Queckſilber⸗Aufloͤſung in Scheidewaſſer ſchlaͤgt ſie ſtark nieder, aber die Aufloͤſung des aͤtzenden Subli⸗ mats nicht. Die Wißmuth⸗Aufloſung wird nicht leicht niedergeſchlagen, wo man nicht viel von der Arſenik⸗Auf⸗ loͤſung hinzugteßt. Die Aufloſung ſowol des weiſſen als Eiſen⸗Vitriols wird davon niedergeſchlagen, wie auch der Bleyzucker; mit der Aufloͤſung des Zinks in Scheidewaſſer und des Spießglas⸗Köonigs geſchieht eben kein Niederſchlag. Uebrigens merke man auch, daß die Arſenik⸗Aufloͤſung e) von hinzugegoſſener Kieſel⸗Feuchtigkeit nach einiger Zeit verdicket wird. Dies giebt uns eine zureichliche Anleitung, wie man die Arſenikaliſchen Waͤſſer unterſuchen muͤſſe, und wie we⸗ nig die gewoͤhnlichen Waſſer⸗Proben zu dieſem Endzweck verſchlagen wollen. §. 6. Vom hoͤchſt rectificirten Weingeiſt wird der Arſenik in der Hitze aufgeloͤſet, wenn man 25 bis 80 Theile davon ge⸗ gen 1 Theil Arſenik nimt, und die Aufloͤſung mit oͤfterm Schuͤtteln befoͤrdert; ſo bald die Aufloͤſung aber kalt wird, ſo ſchlaͤgt ſich auch der mehreſte Arſenik von ſelbſt nieder. Bleibt etwas davon zuruͤck, ſo kann man es daraus merken, daß es von einer hinzugegoſſenen Aufloͤſung des Schwefels in unge⸗ loͤſchten Kalch, wie auch mit Laugenſalz niedergeſchlagen wird. H. 7. Von 70 bis 75 Theilen Eßig und Eßig⸗Geiſt wird der Arſenik auch aufgeloͤſet, wenn man damit, wie(§§. 5. u. 6.) gemeldet worden, umgeht. §. 8. Von allen ausgepreßten Oelen, als dem Baumoͤl, Man⸗ deloͤl, u. a. m. wird der Arſenik durch ſtarkes Kochen auf⸗ geloͤſet. So auch von den feinern deſtillirten Oelen, als Terpen⸗ 5§. 9⸗ 114 Funßzehendes Capitel. F. 9. Gießt man 2 Theile Vitrioloͤl auf 1 Theil wohl gepuͤl⸗ verten Arſenik, und laͤßt dieſe Vermiſchung in einer Sand⸗ kapelle einſieden, bis die Materie beynahe trocken wird, oder keine Blaſen mehr zu ſehen ſind, und gießt denn heiſſes Waſ⸗ ſer auf das Zuruͤckbleibſel, und ſeihet es durch, ſo hat man einen in Vitrioloͤl aufgeloͤſeten Arſenik. zoͤſet man ein Theil Arſenik durch ſtarkes Kochen in zwey Theilen Vitrioloͤl auf, und miſcht dann ſo viel gepuͤl⸗ verten Borax dazu, als der Arſenik wieget, ſo geht erſt ein ſtarkes Brauſen vor, wobey ſich einige Blumen aufſublimi⸗ ren, aber darnach wird die Vermiſchung gemaͤhlich klar, und erhaͤlt, nachdem ſie kalt geworden, eine zaͤhe und klare Con⸗ ſiſtenz, wie Terpenthin. Dieſe zaͤhe Materie wird Gummi Arſenici(Arſenik⸗Gummi) genannt; ſie fließt in der Waͤrme, wird aber in der uft gemaͤhlich undurchſichtig und weiß. Zieht man Vitrioloͤl zu wiederholten malen uͤber Arſenik ab, ſo wird er figirt, und ſchmilzt nachher im Feuer, und kann eine ſtarke Hitze ertragen, ehe er verraucht, ob ſich gleich etwas aufſublimirt, das wie Federweiß(Alumen plumoſum) ausſieht. Digerirt man den Arſenik lange mit Vitrioloͤl, ſo hat man ſo viele Abziehungen, um ihn zu figiren, nicht noͤthig. §. 10. Kocht man zwey Loth Scheidewaſſer mit zwey Quent⸗ gen fein gepuͤlverten Arſenik ſo lange, bis der groͤßte Theil des Scheidewaſſers verkocht iſt, und gießt dann von neuem zwey Loth Scheidewaſſer auf das Zuruͤckbleibſel, wiederholet dies noch zweymal, und ſchwenkt die Vermiſchung waͤhrend dem Kochen oft um, ſo loͤſet ſich der Arſenik voͤllig auf, und ſchieſ⸗ ſet, nachdem die Vermiſchung kalt geworden, in vierſeitige Cryſtallen an; da ſich denn das uͤbrige zu einer klaren dicken „ 9. Materie A. Von aterie! tſenit⸗ der ſüeden m det ſche Außlöͤſun te Theil ſih, ud eſordert, — erſo ung kalt darc au Anm. Siiu ſchw ken nom fola ng will arthe ſur⸗ 5 in Ahſeni vogl gai einer San n widd, i heiſſes Ne ſo hatme s Koche ſo viel gexl geht aſt waufſublm. lich klar,u ad klare C wird(umn fließt in a rchſichtig u uͤber Arin Feuer, u ob ſich gli plumolun Vitriolil, nichtnihh. wey Qum⸗ ßte dhelld nelem zvey detylt des vährend dem und ſtie⸗ in vierſeite kloren dich Matene Vom Arſenik, fixen Arſenik, Operment ꝛc. 115 Materie verdicket, die einem Gummi aͤhnlich ſieht, und auch Arſenik⸗Gummi(S.§. 9.) genannt wird. Anm. Man ſiehet alſo, daß der Arſenik, um aufgeloͤſet zu werden, funfzig Theile Scheidewaſſer erfordere, und der⸗ jenige geirrt habe, der da ſagt, daß der Arſenik nur zum Theil vom Scheidewaſſer aufgeloͤſet werde, wie Gellert auch meynet. §. 11. Der Salzgeiſt loͤſet den Arſenik unter allen Mineral⸗ ſaͤuren am leichteſten auf(86), wie denn auch andere metal⸗ liſche Kalche vom Salzgeiſt am leichteſten aufgeloͤſet werden. Mit 20 bis 24 Theil Salzgeiſt kann man einen Theil Arſe⸗ nik aufloͤſen, doch wird hiezu auch erfordert, daß es etwas ſieden muͤſſe. Waͤhrend der Aufloͤſung und dem Kochen ſchei⸗ det ſich ein Pulver ab, das oben auf fließt, und nachdem die Aufloͤſung bewuͤrkt und kalt geworden iſt, ſchlaͤgt ſich der groͤß⸗ te Theil des Arſeniks nieder, und ſchießt an. Mit Koͤnigswaſſer geht die Aufloͤſung noch beſſer vor ſich, und werden davon nur 6 Theile gegen ein Theil Arſenik erfordert, wenn man die Aufloͤſung durch Kochen befoͤrdert. Auch erfolgt hiebey kein Niederſchlag, nachdem die Aufloͤ⸗ ſung kalt geworden; ſo kann man auch aus dieſer Aufloͤſung durch Laugenſalze nichts ſonderlich niederſchlagen. Anm. Bey dieſer Aufloͤſung des Arſeniks in den mineraliſchen Saͤuren(§§. 9. 10. u. 11.) iſt es merkwuͤrdig, daß man ſchwerlich einigen Niederſchlag mit fixem Laugenſalz bewuͤr⸗ ken kann, die mit Salzgeiſt verfertigte Aufloͤſung ausge⸗ nommen, die jedoch erſt nach einiger Zeit einen Nieder⸗ ſchlag leidet(87). H 2§. 12. (86) Nach Pottens Anlei⸗ ſeinem Erze herausziehe. S. deſ⸗ tung will der Herr Bergrath ſen Miner. Abh. Th. II. Cartheuſer die Salpeter⸗ S. 112. ff. A. d. U. 3 ſaͤure fuͤr diejenige halten, welche(87) Man vergleiche die 83ſte den Arſenik am leichteſten aus Anmerk. d. U. 116 Junfzehendes Capitetl. S. 12. Von dem firen Laugenſalz, als dem gefloſſenen Wein⸗ ſtein-Oel, der Lauge des ſixen Salpeters, der Auftoͤſung des Sode⸗Salzes, wird der Arſenik zum mehrſten und ſtaͤrkſten aufgeloͤſet. Miſcht man gepuͤlverten Arſenik mit einem von dieſen Aufloͤſungsmitteln, und ſetzet es dann in die Hitze, ſo wird die Aufloͤſung dick, braun und zaͤhe, und erhaͤlt eine feſte Conſiſtenz, wenn man eine zureichliche Menge von Ar⸗ ſenik genommen hat. Dieſe ſolchergeſtalt bereitete Maſſe wird Arſenik⸗Le⸗ ber,(Hepar Axſenici) genannt; ſie hat einen widerlichen Geruch, iſt hart und bruͤchig, zieht aber Feuchtigkeit aus der Luft an, und loͤſet ſich groͤßtentheils im Waſſer auf, wor⸗ aus der Arſenik durch die Mineralſaͤuren zu einem weiſſen Pulver niedergeſchlagen werden kann; und wird dieſe Faͤllung mit Vitriolſaurem bewuͤrkt, ſo wird der Arſenik figirt. Im Feuer fließt dieſe Arſenik⸗Leber, raucht mit einem arſenika⸗ liſchen Geruch, und wird zuletzt dick und zu einem undurch⸗ ſichtigen Glaſe. S. Macquer in der Fiſt. de Acad. de Parir. 1746. p. 232. u. ſ. w. Vrermiſcht man die eingedickte Aufloͤſung des Arſeniks in einer alcaliſchen Lauge mit gepuͤlverten Kieſeln, und ſchmilzt es, ſo erhaͤlt man das Arſenik⸗Glas,(Vitrum Arſenici). Schmilzt man reines Laugenſalz im Feuer, und thut erwas gepuͤlverten Arſenik dazu, ſo wird er gaͤnzlich aufgeloͤ⸗ ſet, und mit dem Salze im Waſſer vollkommen aufloͤslich. H§. 13. VVom fluͤchtigen Laugenſalz, ſowol dem waͤßrichten Sal⸗ migkgeiſt, als den andern fluͤchtigen Geiſtern wird der Arſe⸗ nik auch in der Waͤrme aufgeloͤſt, und durch die Mineral⸗ ſaͤuren, wie Keſſel in Neumanns Chem. de Arſen. S. 485. erinnert, nicht daraus niedergeſchlagen, es ſey denn durch den Salzgeiſt. §. 14. Von Geger Pahalten. 1)2 nachdem er mmit einem ſaarkes Bn ven und; dſenkalſch inde Hihe tzut man btſs wäͤtket wi bis aleB peter wit verſtarkt Materie heraus ni eum ſuunj Aum. 2 Arſenit deckten ſteuz e trockde de ſcheßt n zes, inde ſirup gru ſenen Vi⸗ luſlſingie und ſtatiſe it einem i 81 3 die Oi. erhäͤlt in nge von d rſenit⸗q widerlihe chtigkeit an ſer auf mn inem weiſen dieſe Filln figirt. hy em arſen ſem undurc .de An des Arſeut und ſchri m ATfaici r, und thi lich aufga auflöelch richen Sal⸗ ed der Alſe⸗ ie Mneral⸗ . de Atfen es ſey dem . 14 Vom Arſenik, fixen Arſenik, Operment ꝛc. 117 §. 14. Gegen den Salpeter zeigt der Arſenik ein beſonderes Verhalten. 1) Wenn man Salpeter in einem Tiegel ſchmilzt und, nachdem er wohl geſchmolzen iſt, etwas gepuͤlverten Arſenik mit einem eiſernen Loffel dazu eintraͤgt, ſo wird dadurch ein ſtarkes Brauſen bewuͤrket, mit einem graͤulichen Aufſchaͤu⸗ men und Ziſchen, doch ohne zu blitzen, auch ſteigt erſt ein arſenikaliſcher Dampf auf, nach welchem der Salpetergeiſt in die Hoͤhe geht. Nachdem ſich dieſe Bewegung geſetzt hat, thut man mehr gepuͤlverten Arſenik zum Salpeter, worauf gleichfalls ein ſolches Brauſen und eine ſolche Bewegung be⸗ wuͤrket wird. Man faͤhrt fort, mehr Arſenik zuzuwerfen, bis alle Bewegung aufhoͤrt, eben ſo als wenn man den Sal⸗ peter mit einer brennbaren Materie verpuffen laͤßt. Zuletzt verſtaͤrkt man das Feuer, ſo daß die im Diegel befindliche Materie eine Viertelſtunde fließt, worauf man den Tiegel heraus nimt, und den ſogenannten firen Arſenik(Arſeni⸗ eum fxuν) bereitet hat. 98 e. 93p Anm. Vernüſcht man zwey Theile Salpeter mit einem Theil Arſenik, und laͤßt dieſe Vermiſchung in einem großen be⸗ deckten Tiegel im Feuer fließen bis ſie eine glaſichte Conſt⸗ ſteuz erhaͤlt, ſuͤßet ſelbige ſodann mit Waſſer aus, und trocknet ſie, ſo hat man eben daſſelbe. Dieſer fixe Arſenik zieht Feuchtigkeit aus der Luft an, ſchießt nicht an, und hat alle Eigenſchaften eines Laugenſal⸗ zes, indem er auch mit Saͤuren brauſet, und den Violen⸗ ſyrup gruͤn faͤrbt, u. ſ. w. 1 Daß in dieſem Zuruͤckbleibſel viel Arſenik zuruͤckgeblie⸗ ben ſey, kann man durch folgende Erſcheinungen erweiſen: a) Daß dadurch die mit Salpetergeiſt gemachten metalliſchen Aufloͤſungen niedergeſchlagen werden; und zwar wird das Queckſilber dadurch gelb, das Eiſen roͤthlich, das Bley weiß, das Silber purpurfarben, das Kupfer hellblau, der Zink H 3 weiß, 118 Funfzehendes Capitel. weiß, der Wißmuth gelb, der Kupfer⸗Vitriol gruͤn, der Eiſen. Vitriol dunkelgruͤn, Gold und die Aufloͤſung des atzen⸗ den Sublimats aber gar nicht niedergeſchlagen.(S.§. 5. 2. Anm.). b) Kann man damit weiſſes Kupfer berei⸗ ten, wenn man Kupfer und ſixen Arſenik, von jedem acht Theile nimt, und mit einem Sechzentheil Silber in einem verdeckten Gefaͤße zuſammenfließen laͤßt; oder welches beſſer iſt, wenn man 1 Pfund Meßing, 2 Loth Zinn, 1 Pfund fixen Arſenik und 4 Loth ſchwarzen Fluß in einen Tiegel thut, und mit Kochſalz oder gepuͤlvert Glas zwey Zoll hoch bedeckt, und dann wohl fließen laͤßt, ſo erhaͤlt man ein weiſſes Ku⸗ pfer, das ſich einigermaßen haͤmmern laͤßt. c) Behandelt man den firen Arſenik mit andern Metallen, ſo thut er bey⸗ nahe eben die Wuͤrkungen, als der Arſenik. . 2) Wenn man fein gepuͤlverten Salpeter mit eben ſo viel fein gepuͤlverten Arſenik vermiſcht, die Vermiſchung in eine glaͤſerne Retorte thut, ſelbige in eine Sandkapelle legt, eine Vorlage, worein man vorher etwas rein Waſſer gegoſ⸗ ſen, vorlutirt, doch ſo, daß eine kleine Oefnung uͤberbleibt, worauf man ſehr vorſichtig und gelinde zu feuren anfaͤngt, bis die Retorte warm geworden, und der rothe ſalpetrichte Dampf uͤbergegangen, dann das Feuer gemaͤhlich verſtaͤrkt, und die in der Lutirung gebliebene Oefnung verſtopft, ſo werden die uͤbergehenden Daͤmpfe in dem Waſſer verdickt, das davon eine blaue Farbe erhaͤlt, die mehr und mehr zunimt, je laͤn⸗ ger die Deſtillirung fortgeſetzt, und der Grad des Feuers nach und nach verſtaͤrket wird. Wenn die Retorte roth iſt, kann man mit dem Feuer aufhoͤren. Dcerr in der Vorlage aufgeſtiegene blaue Geiſt, der blaues Scheidewaſſer, Siritus Nitri cæruleus genannt wird, iſt ſehr durchdringend und fluͤchtig, und muß gleich in eine glaͤſerne, mit einem eingeſchliffenen Stoͤpſel verſehe⸗ ne Flaſche gegoſſen, und darinn aufbehalten werden. Er raucht, ob er gleich mit Waſſer vermiſcht iſt, und da er ſehr s 6 füch⸗ Pom ücſig ſ uch eine ffiß wol ethalten w nnn leicht ter als S ſäiner tau andern l wecchem nlech Faxbe, d ſben, w auftiſt, Cun. V V diſe Naſe m nuß, do kocht, u der rche Älfent, ſchwime ander priſmmati trum a- aus Arſ ol grun, n ung des ihn, .(&. upfer ben n jedem ag ber in ein welches h nn, 2 Pf Tiegel he hoch bad⸗ weſſſs ) Behae o khut ath er mit eüin ermiſchung dkapellelt Waſſer g ng überbli Kanfäͤng richte Dan arkt, undy ſo werden , das dau nimt, ſelh s Feuers nc oth iſt dm ſe Geſt, de uleu’ genonnt muß glechii pſel veiſi verden. 6 nd daa ſt 7 fů Vom Arſenik, firen Arſenik, Operment. ꝛc. 119 fuͤchtig iſt, ſo verraucht er auch leicht an der freyen Luft, die auch ſeine Farbe zugleich verzehrt, und muß deswegen das Gefaͤß wohl verſchloſſen ſeyn, worinn man dieſen blauen Geiſt erhalten will. Daß dieſer Geiſt ein Salpetergeiſt ſey, kann man leicht, theils aus dem Zuſatz erſehen, indem nichts wei⸗ ter als Salpeter und Arſenik dazu gebraucht wird; theils aus ſeiner rauchenden, aͤtzenden und freſſenden Eigenſchaft, nebſt andern Umſtaͤnden; theils auch aus dem Ueberbleibſel, von welchem wir gleich reden wollen. Daß dieſer Salpetergeiſt zugleich etwas Arſenik enthaͤlt, kann man aus der blauen Farbe, der Fluͤchtigkeit und durchdringenden Eigenſchaft deſ⸗ ſelben, wie auch daraus hernehmen, daß er das Kupſer zwar aufloͤſet, zugleich aber weiß macht, wie Juncker im Conſp. Chem. T. I. p. 170. berichtet. Anm. Weſſel meynt in Neumanns Chem. de Auſ. S. 480. daß die blaue Farbe von einem im Arſenik befind⸗ lichen Kupfer herruͤhre; wenn aber etwas Kupfer im Arſe⸗ nik waͤre, ſo muͤßte es ſich nothwendig ehe in den Aufloͤ⸗ ſungen, als in der Deſtillirung mit einer blauen Farbe zei⸗ gen, weil das Kupfer nicht ſo ſehr fluͤchtig iſt. S. Cap. 2. §. 30. Anm. zoͤſet man die in der Retorte zuruͤckgebliebene ſalzige Maſſe mit heiſſem Waſſer auf, welches auf die Art geſchehen muß, daß man ſie herausnimt, puͤlvert, und mit Waſſer kocht, und ſeihet dann die Aufloͤſung durch, und laͤßt ſie an der freyen Luft abdunſten, ſo erhaͤlt man 1) ein wenig reinen Arſenik, der mehrentheils wie eine Haut auf dem Waſſer ſchwimmt; 2) einen reinen Salpeter, der nicht hat aus ein⸗ ander geſetzt werden koͤnnen; 3) ein Satz, das vierſeitige priſmatiſche Cryſtallen mit vierſeitiger Endſpitze hat, Sal meu- trum arſenicale(Arſenik⸗Mittelſalz) genannt wird, und aus Arſenik und dem Laugenſalz des Salpeters beſtehet. H 4§. 15. — 120 Funfzehendes Capitel §. 15. Das Jal neutrum arſenicale hat folgende Eigenſchaf⸗ ten, wie Macquer entdeckt hat.(S. die Hiſft. de IAcad. de Paris.) 1) Kann man es nicht anders erhalten, als wenn die Vermengung des Salpeters mit dem Arſenik in verſchloſſe⸗ nen Gefaͤßen bewuͤrket wird. 3) In verſchloſſenen Gefaͤßen ſchmilzt es auch in der groͤßten Hitze nicht, laͤßt auch den Arſenik nicht fahren; kann auch nicht durch die Mineralſaͤuren aus einander geſetzt werden. 3) Im offenen Feuer laͤßt es den Arſenik ganz leicht fahren, da denn das Ueberbleibſel an der Luft zerfließt, wel⸗ ches das Salz nicht thut. 4) Iſt es ein vollkommenes Mittelſalz, das in den (§. 14.) angefuͤhrten Geſtalten anſchießt, und weder von den mineraliſchen Saͤuren, noch von den Laugenſalzen aus einander geſetzt oder veraͤndert wird.— 5) Von den, mit den mineraliſchen Saͤuren verfertig⸗ ten, Aufloͤſungen der Metalle aber wird es aus einander ge⸗ ſetzt, die Aufloͤſung des aͤßenden Sublimats, und des Gol⸗ des in Koͤnigswaſſer ausgenommen; wie ſolches auch mit dem firen Arſenik geſchiehet(§. 14. N. 1.). Dieſe Auseinander⸗ ſetzung geſchicht theils durch die Anziehung des Arſeniks zu den Metallen, weswegen auch die Metalle zugleich mit dem Arſenik niedergeſchlagen werden; theils durch die Anziehung der Mineralſaͤuren zum Laugenſalz; und ſieht man alſo auch die Urſache, warum die mineraliſchen Saͤuren vor ſich nicht im Stande ſind, einige Auseinanderſetzung zu bewuͤrken, weil nemlich der Arſenik eine eben ſo ſtarke Anziehung zum Laugenſalze, als zu einer von den Mineralſaͤuren zu haben ſcheint. 6) Mit Vom 6)5 mn verſc k zueine Per jidem zwe nen eiſern mit einem uder Ver dchältn lſt getel euchtig einer arde per dalij nannt we N. vel gepui kkorke; ern der g urein ge dndfeirt ſals eſehe einandaſe ſache ang nahe eben genſalzig Aubeinan Ver heien d karte in 6 aneineg li, oden e Ciaen die Rii als wem in verſchſ. 3 auch in e fahren; ken lander gſtt ik ganzlit erfließt, u , das ind d weder e genſälzen ar ren verferig einander e und des Ge⸗ auchmitden Auseinonde⸗ Arſeniks eich mit dm ſe Anzieug nan alb acc wor ſchnih u bewtken iehung um en zu hrben )N Vom Arſenik, fixen Arſenik, Operment c. 121 6) Mit Zuſatz einer brennbaren Materie wird es auch im verſchloſſenen Gefaͤße auseinander geſetzt, und der Arſe⸗ nik zu einem Koͤnig dargeſtellt. §. 16. Vermiſcht man gepuͤlverten Salpeter und Arſenik, von jedem zwey Theile, mit ein Theil Schwefel, thut dies in ei⸗ nen eiſernen Moͤrſel, bedeckt ſolchen mit einem Deckel, der mit einem Loch verſehen iſt, wodurch man gluͤhende Kohlen zu der Vermiſchung werfen kann, um ſie verpuffen zu laſſen, ſo erhaͤlt man eine Maſſe, die, etwas caleinirt und an die Luft geſtellt, zerfließt und dann Liquor AIrſenici(Arſenik⸗ Seuchtigkeit) genannt wird, aber zum Unterſchiede von einer andern eben ſo genannten Feuchtigkeit, Liguor Anſénici per deliquium(gefloſſene Arſenik⸗Seuchtigkeit) ge⸗ nannt werden muß. S. 17. Vermiſcht man wohl getrocknetes Kochſalz mit eben ſo viel gepuͤlverten Arſenik, und deſtillirt es aus einer ſtarken Retorte; ſo wird das Kochſalz nicht auseinander geſetzt, ſon⸗ dern der groͤßte Theil des Arſeniks ſublimirt ſich auf, und nur ein geringer Antheil deſſelben wird vom Salze gebunden und figirt, der jedoch im offenen Feuer leicht verrauchet. Hier⸗ aus erſiehet man, daß der Arſenik das Kochſalz nicht aus⸗ einanderſetzen kann; und kann man hievon keine andere Ur⸗ ſache angeben, als die, daß der Arſenik vielleicht eine bey⸗ nahe eben ſo ſtarke Anziehung zum Salzgeiſt, als zum lau⸗ genſalzigen Theil des Kochſalzes habe, und deswegen keine Auseinanderſetzung dadurch bewuͤrket werden koͤnne. Vermiſcht man ein Theil gepuͤlverten Arſenik mit drey Theilen aͤtzenden Sublimat, und deſtillirt es aus einer Re⸗ torte, in einer Sandkapelle, mit heftigem Feuer; ſo erhaͤlt man eine Feuchtigkeit, die Arſenik⸗Butter, Butyrum Ar- ſenici, oder Arſenik⸗Seuchtigkeit, Liquor Arſeniei ge⸗ H 5 nannt —— —U 4. 4 122 Fnunfzehendes Capitel. nannt wird, und ein mit Arſenik geſchwaͤngerter Salzgeiſt iſt, woraus man die Anziehung des Arſeniks zum Salzgeiſt erſehen kann.- Eben dieſe Arſenik⸗Butter und Feuchtigkeit erhaͤlt man, wenn man einen Theil Arſenik mit 3 Theilen feines trockenen Kochſalzes und 6 Theilen calcinirten Vitriols vermiſcht, und ſolches mit ſtarkem Feuer deſtillirt(88). Anm. Anſtatt des verkalchten Vitriols kann man auch Vi⸗ triol⸗Oel nehmen, da denn aber mehrere Vorſicht erfor⸗ dert wird. Nimt man anſtatt des Arſeniks Operment zu dieſer Deſtillirung, ſo erhaͤlt man zwar auch eine Arſenikbutter oder Feuchtigkeit, aber danebſt eine Feuchtigkeit, die auf derſelben fließt, und einem weſentlichen Oel aͤhnlich ſieht, die ſich mit den mineraliſchen Saͤuren leicht vereiniget, aber mit fixen Laugenſalzen brauſet, und von ſelbigen, wie auch von weinichtem Waſſer niedergeſchlagen wird. Man ſiehet leicht ein, daß dieſe Arſenik⸗Feuchtigkeit, mit den vorher erwaͤhnten(§. 16.) nicht verwechſelt wer⸗ den muͤſſe. G. 18. Deſtillirt man eine Vermiſchung von gleichen Theilen Salmiak und Arſenik auf eben die Art, wie bey den Ver⸗ miſchungen mit den andern Salzen gemeldet worden iſt, ſo erhaͤlt man zuerſt etwas fluͤchtiges Laugenſalz, darauf etwas ſublimirten Arſenik; am Boden der Retorte bleibt eine Maſſe zuruͤck, die oben auf Arſenikaliſch iſt, unten aber aus Sal⸗ miak beſtehet. Der Salmiak wird alſo vom Arſenik gleich⸗ fals nicht auseinander geſezt. Nimt (8 ½) Man kann die Arſenik⸗ butter auch auf die Art erhalten, daß man Operment mit aͤtzendem Sublimat vermiſcht und deſtil⸗ lirt, da dann die Salzſaͤure des Sublimats den Arſenik des Oper⸗ 244 ment aufloͤſet und mit ſich uͤber⸗ nimt, wobey zugleich der Schwe⸗ fel des Operments mit dem Queck⸗ ſilber des Sublimats zu einem Zinnober aufſteiget. S.§. 19. n. 1. I. Anm. A. d. U. Von NRi almiak nd langſ er Salp us dem ten, wen ein glei zerfieft, fätbe. der dieſen moniacale kümmt ſc überein. D Arſenik weniger werden reinem E ſind, ind mehr Sc nan veni 11) fein gxüt fil dermi Pottaſhe fel fgie dienlihe tter Salgin um Salxij t erhältn lnes trocken ermiſcht, man auchh Vorſicht ai nent zu di eArſeniitan igkeit, de laͤhnlüch ſt icht vereingg Iſelbigen,m wird. k⸗Feuchtigth erwechſelt ie eichen Thel bey den M vorden iſ, darauf etwe ibt eine Ni ber aus El Atſeniegec Nant ni ſch id eic der Schwe mitdem ut nats zu ir t. O. 4 J. d. l. Vom Arſenik, firen Arſenik, Operment ꝛc. 123 Nimt man flammenden Salpeter an ſtatt des gemeinen Salmiaks, da denn aber die Deſtillirung mit ſehr gelindem und langſamen Feuer angeſtellet werden muß; ſo ſcheidet ſich der Salpetergeiſt ab und geht in rothen Daͤmpfen uͤber, und aus dem Todtenkopf kann man das Arſenik⸗Mittelſalz erhal⸗ ten, wenn langſam gefeuert worden; ſonſt aber erhaͤlt man eine gleichſam zuſammengeſchmolzene Maſſe, die an der Luft zerfließt, und im Waſſer aufgeloͤſet, ſolches weiß und milchigt faͤrbet. Das Salz, ſo man erhaͤlt, nennt Macquer, der dieſen Verſuch zuerſt gemacht hat, Sal irſenico-Am- moniacale(Ammoniakaliſches Arſenik⸗Salz,) und koͤmmt ſolches mit dem Arſenik⸗Mittelſalze(§. 15.) ſehr uͤberein. 14 e§. 19. Durch die Vereinigung mit dem Schwefel erhaͤlt der Arſenik eine gelbe oder rothe Farbe, je nachdem mehr oder weniger Schwefel mit dem Arſenik vermiſcht oder aufgeloͤſet werden kann. Dieſe Vereinigung iſt mit reinem Arſenik und reinem Schwefel ſchwer zu bewerkſtelligen, da beyde fluͤchtig ſind, indeſſen iſt ſie doch leichter durchs Schmelzen, da man mehr Schwefel gebraucht, als durchs Sublimiren, wozu man weniger Schwefel nimt, zu bewuͤrken. 1) Gelben Arſenik erhaͤlt man, wenn man 10 Theile fein gepuͤlverten Arſenik mit einem Theile gepuͤlverten Schwe⸗ fel vermiſcht, und dazu ganz reine trockne und gepuͤlverte Pottaſche thut, wodurch ſowohl der Arſenik, als der Schwe⸗ fel figiret werden. Dieſe Vermiſchung wird in einem dazu dienlichen Gefaͤße ſublimiret, und kann, wenn es noͤthig iſt, noch oͤfter wieder aufſublimirt werden. Man nennt dieſen Sublimat Arſenicum flauum, Arſenicum vitrinum, gel⸗ ben Arſenik,(Kauſch⸗Gelb)(§9). 1. Anm. 8(89) Der Name Rauſchgelb gelben Arſenik, ſondern fuͤr den iſt bey Kuͤnſtlern nicht fur den rothen(n..), Nürauchlich als welcher 7 124 Funfzehendes Capitel.. 1. Anm. Der mit Schwefel vermiſchte gelbe Arſenik, den uns die Natur liefert(00), wird Operment(Auripigmen- eum) genannt, und hat folgende Eigenſchaften: a) Im ver⸗ ſchloſſenen Feuer ſchmilzt er zu einer rothen Maſſe; b) Im offenen Feuer, oder in einem heiſſen Schmelztiegel giebt es erſt einen weiſſen unangenehm riechenden Dampf von ſich, darnach gelbe ſchweflichte Blumen, und brennet. c) Mit Salpeter vermiſcht, und in einen heißen Schmelztiegel ge. than verpuft er und giebt gleichfals weiſſe Blumen; aber ein Theil davon wird durch das Laugenſalz des Sal⸗ peters, eben ſo, wie der Arſenik, figirt; da denn alles ſchwefelichte abgebrannt iſt. 1) Mit Seife und Laugen⸗ ſalz vermiſcht, und auf die gewoͤhnliche Art in einem ver⸗ deckten Gefaͤß geſchmolzen, giebt es einen König, der dem Arſenik⸗Konig gleich iſt, und weiter hin beſchrieben wer⸗ den ſoll. e) Mit aͤtzendem Sublimat vermiſcht und deſtil⸗ lirt giebt es ziemlich viel fluͤßige Arſenik⸗Butter, die ſo klar als Waſſer iſt, nebſt einem glichten Weſen(S.§. 17. Anm.) und bey verſtaͤrktem Feuer etwas Zinnober, worauf ein gelber muͤrber Todtenkopf uͤberbleibt, der das erdichte iſt, das in dem gewachſenen Operment, wie ein Glimmer gefunden wird. nicht aufgeloſet, brauſet auch nicht mit denſelben. S. Pott ae Aaripigm. 9) Von den fetten und andern Oelen wird es, wie die Mahle wohl wiſſen, aufgeloͤſet(Q1). h) †) Von den Mineral⸗Saͤuren wird es So auch von einer ſcharfen Aſchenlauge, woraus man mit ungeloͤſchten Kalch auf folgende Art die ſympathetiſche Dinte bereitet. Man nimt ein Theil gepuͤlverten Oper⸗ ments, vermiſcht es wohl mit zwey Theilen gepuͤlverten ungeloͤſchten Kalchs, kocht die Vermiſchung, mit ohnge⸗ welcher fein gerieben eine Pome⸗ ranzenfarbe giebt, welche das Rauſchgelb anzeiget. Dieſer gelbe Arſenik aber hat die Farbe des Operments, die ein helles Gelb iſt. A. d. U..2 (90) Sie liefert auch eine an⸗ dere Vereinigung des Schwefels mit dem Arſenik im Rauſchgelb⸗ fehr Kieſe, der beym Röſten einen rothen Arſenik giebt. S. Cron⸗ ſtedt Verſ. e. Mineralſyſt. verm. d. Bruͤnnich.§. 242. — A. d. U. (0⁷) Es frißt aber ſehr unter den Farben, und giebt, beſon⸗ ders mit Blau gemiſcht, zwar ein ſchoͤnes, aber! ſehr wandel⸗ bares Gruͤn. A. d. U. Von fihe und hatori Jheib berm gekoch 2, Ann ſo kn Mhl men entha⸗ Gabl ander Aſfen a). Aferik⸗ und dieſ 6⸗)! nuß man Gevichsſa Tuflöſung, erglätt get aben, da! dur Belaſig Kunküͤce inden, war ſung geche wotden, we nicht zuſ eben geda Dinte nich mit heſtich in eiigerE 4 Kärper warz gef e wegen d tol den Nar ſſchen Dint Vom Arſenik, fixen Arſenik, Operment ꝛc. 125 Arin 1 fehr acht Theilen ſcharfer Lauge, in einer glaſuͤrten Krucke, uripignn. und ſeihet die Aufloͤſung durch 92). Der Liquor vini pro- ſn. batorius(03) aber wird aus ein Theil Operment, und zwey en n Theilen ungeloͤſchten Kalch bereitet, die wohl mit einander mfe vermiſcht, und mit ohngefehr acht Theilen reinen Waſſers ner 5 gekocht werden, worauf die Aufloͤſung durchgeſeihet wird. metzteg 1 2. Anm. Was die Bereitung des gelben Arſeniks anbetrift, lumen; a 5 kann man am beſten dazu kommen, wenn man Arſenik⸗ alz des e Nehl nimt, und ſolches mit Schwefel Kies vermiſcht, oder a denn u man nimt auch ſolche Erze, die zugleich Arſenik und Kies und Lau enthalten, und ſtellet damtt die Sublimirung, in dienlichen in ea 1. Sublimir⸗Gefaͤßen, an. Auf großen Bergwerken iſt keine nig, den andere Vermiſchung gebraͤuchlich, als die gedachte mit chriebenne Arſenik⸗Mehl und Kies, oder Schwefelichten Erzen. deuh 38 2) Rothen Arſenik erhaͤlt man, wenn man 10 Theile ·1n E,,- Arfſenik⸗Mehl mit 2 Theilen gepuͤlverten Schwefel vermiſcht, vber 8 und dieſe Vermiſchung entweder eben ſo, wie der Schwefel das erdd aus ein Glnm ren wird(9²) Um dieſe anzuwenden, muß aber dieſe ſympathetiſche nſelben. 6 muß man eine mit der gegohrnen Dinte nicht mit derjenigen ver⸗ andern Gewaͤchsſaͤure verfertigte Bley⸗ wechſeln, die aus dem Kobold jſet(40) h Aufloͤſung, z. B. Eßig mit Sil⸗ bereitet wird(S. Cap. 16.§. 4.) aus man i berglaͤtt gekocht bey der Hand und deswegen bekannt iſt, weil, pathetiſte haben, da man denn verſchiedene wenn etwas damit auf ein Pa⸗ werten dyer zur Beluſtigung gereichende kleine pier geſchrieben und trocken wird, gepuͤbettn Kunſtſtuͤcke damit machen kann, ſolches in der Kaͤlte faſt gar nicht „mnit ohn indem, was mit der Bleyaufloͤ⸗ zu ſehen iſt, erwaͤrmt aber, gruͤn ſung geſchrieben oder gezeichnet ausſieht. A. d. U. worden, wenn es trocken, faſt gar Rüſen ein nicht zu ſehen iſt, aber von der(93) Dieſen Namen fuͤhrt 6.Croſ eben gedachten ſympathetiſchen dieſe Feuchtigkeit, weil ſie zur Finetalſſt Dinte nicht allein, wenn es da- Unterſuchung der, nach dem i. 1 mit beſtrichen wird, ſondern auch ſchaͤdlichen Gebrauch einiger nichlaur in einiger Entfernung, wenn noch Weinhaͤndler, durch Blepzucker baſ unt ein Koͤrper dazwiſchen lieget, und Silberglaͤtte verſuͤßten ſau⸗ thenen ſchwarz gefaͤrbet wird, und hat ren Weine dient, die ſie ſchwarz giät, di ſie wegen der letztern Wuͤrkung faͤrbt, wie weiter hin beym Bley niſct n wol den Namen einer ſympathe:(Cap. 23.§. g. 4. Anm.) er⸗ ht wina⸗ tiſchen Dinte erhalten. Man wieſen werden wird. A, d. U⸗ .ll. 1 1265 Junfzehendes Capitel. aus ſeinem Erze deſtillirt wird, deſtilliret und die erhaltene Maaterie umſchmilzt und in Formen gießt, oder ſelbige blos, ohne ſie zu deſtilliren, zuſammen ſchmilzt, da der Arſenik durch den Schwefel ſchmelzbar geworden iſt. Das hievon xO¶(¶d„ õZö——— 4 1 4 erhaltene Product nennt man Arſenicum rubrum, Kißſigallum, (rothes) Kauſchgelb(04). Wird die erhaltene Maſſe durchſichtig und roth, ſo wird ſie Schweſel. Rubin(Rubinus Sulphurir) genannt, ſolte rſenik⸗Kubin(Kubinur Arſenici) heißen; man erhaͤlt denſelben, wenn man halb ſo viel Schwefel als aber eher Arſenik nimt. 1. Anm. Die leichteſte Art, den rothen Arſenik zu erhalten, iſt die, wenn man drey Theile gepuͤlverten Scherbenkobold mit einem Theile Schwefel vermiſcht, und die Vermiſchung in ein verdecktes Gefaͤß zuſammenſchmilzt. 2, Anm. Will man den Schwefel vom Arſenik ſcheiden, ſo kann ſolches auf dreyerley Art geſchehen: 1) Mit gelindem Feuer, da der Schwefel von ſelbſten zuerſt verrauchet, worauf man den Arſenik immer reiner erhaͤlt, je laͤnger die Sublimirung fortgeſezt wird. Dieſes geht aber nur mit dem rothen Arſenik an, der viel Schwefel enthaͤlt, obgleich auch dann doch noch keine vollkommene Scheidung erfolget. 2) Mit Queckſilber, als welches eine ſtaͤrkere Anziehung zum Schwefel, als zum Arſenik hat. Der mit Schwefel vermiſchte Arſenik muß erſt allein ganz fein gepuͤlvert wer⸗ den, und wird dann mit ein wenig Queckſilber auf einmal gerieben, bis ſelbiges getoͤdtet iſt, worauf man mehr Queck⸗ ſilber hinzuthut, und es wieder eben ſo durch einander (94) Nach der Meynung des Hrn. Lehmanns in ſeiner Abhandl. von der Sandaracha der Alten(in deſſ. phyſ. chym. Schr. S. 205⸗221.) S. 216. war dieſe Verſetzung des Arſeniks mit Schwefel ſchon dem Pli⸗ nius und Dioſcorides bekannt, und die Sandaraca der reibt. Alten. Man kann ſich dieſer Eigenſchaft des Arſeniks, daß er vom Schwefel roth gefaͤrbt wird, auch bedienen, die Gegen⸗ wart des Arſeniks oder Schwe⸗ fels in einem Mineral zu erfor⸗ ſchen, da man es im erſten Falle mit Schwefel, im zweyten mit Arſenik ſublimirt. A. d. AU. — Vom reibt ſanm rein! werde ſonde wird Helm und! Arſen welch V bor ſi pülber feucht nſſch hie giſes gele Arſe gen gen man Arſe ſubli Ver Schwefl ſchniht e worinn es Retorne braunes Laxir Magne Ve ſtts, ſ Anm. auf. G tothe Vom Arſenik, firen Arſenik, Operment ꝛc. 127 die er ſelb ſün reibt. Man ſezt dies Zuſchuͤtten des Queckſilbers und Zu⸗ gehe, ſammenreiben mit demſelben fort, bis etwas Queckſilber der Ari rein und lebendig zuruͤckbleibt, und nicht mehr getoͤdtet Das hier werden kann, der Arſenik auch nicht mehr gelb oder roth, Kiſgrlue ſondern grau oder ſchwarz ausſieht. Dieſe Vermiſchung wird in einen glaͤſernen Kolben gethan, auf dem man einen Helm ſezt, und ihn in eine Sand⸗Kapelle ſtellt, und nach roth, ſoi und nach das Feuer verſtaͤrkt, ſo ſublimirt ſich erſtlich der Arſenik, und darnach bey ſtaͤrkerm Feuer der Zinnober auf, enannt, Sln 91 ne) welcher leztere jedoch nicht gaͤnzlich frey vom Arſenik iſt. 8 fa Will man dieſe Producte reiner haben, ſo kann man jedes Schweſelt vor ſich wieder aufſublimiren. 3) Mit Laugenſalz. Man puͤlvert nemlich den mit Schwefel vermiſchten Arſenik wohl, feuchtet das Pulver mit ſcharfer Lauge an, daß die Ver⸗ t zu ethaln miſchung wie Gruͤtze wird, trocknet ſie dann mit geringer cherbenin Hitze und ſublimirt ſie in einem, in eine Sand⸗Kapelle Vennſſch geſezten, mit einem Helm verſehenen, Kolben, zuerſt mit. gelindem, zulezt mit ſehr verſtaͤrktem Feuer, damit aller i ſcheiden, Arſenik aufſublimirt werde, den ſonſt das Laugenſalz feſt Mit geliie genug haͤlt; am Boden bleibt der Schwefel mit dem Lau⸗ ſt verrauct genſalz vereinigt zuruͤck. Hiebey muß man merken, daß „je lange man nicht zu viel Laugenſalz nehmen darf, ſonſt wuͤrde der aber nut a Arſenik gaͤnzlich zuruͤckgehalten werden, und nicht auf⸗ hält, tglt ſublimirt zu erhalten ſeyn. dung affohe ere Anzitun§. 20. nit Schnit Vermiſcht man weiſſen Arſenik mit wohl gepuͤlvertem fpidee Schwefel, und rohem Spießglaſe zu gleichen Theilen, und uu 1 ſchmilzt es entweder in einem wohl verdeckten Schmelztiegel, urch inuit worinn es ſchnell genug vor ſich geht, oder in einer glaͤſernen Retorte oder Kolben in einer Sandkapelle, ſo erhält man ein 8 braunes oder braunrothes Glas, das Lapir Phrmeſan, auch ann ſch hiſt Lapis de Tyibus, oder Magnes Arſenicalis(Arſenikaliſcher 1 Magnet) genannt widd. nh en,di Gem Vermiſcht man dieſes Glas mit Salpeter, und deſtil⸗ G 8 in lirt es, ſo erhaͤlt man auch einen blauen Salpeter⸗Geiſt. neral zu diſe ,2 r.; u ain ſt Anm. Der arſenikaliſche Magnet loͤſet das Gold im Fluſſe zveyten i auf. Iſt derſelbe gehoͤrig zubereitet, ſo hat er eine ſchöne A.d. Ul coothe Farbe, beſonders, wenn man weniger Spießglas 1 8 genom⸗ 128 Junſfßzehendes Capitel. genommen hat, und kann er dann den Nahmen Schwefel⸗ dder Arſenik⸗Rubin verdienen. 3 §. 21. Um den Arſenik⸗Koͤnig, d. i. den Arſenik in einer me⸗ talliſchen Geſtalt zu erhalten, ſind verſchiedene Wege erfun⸗ den worden, und wird dieſes entweder durchs Schmelzen, oder Sublimiren bewuͤrket. 1) Um den Arſenik⸗Koͤnig durchs Schmelzen zu erhal⸗ ten, gebraucht man entweder einen metalliſchen Zuſatz, oder einen reducirenden Fluß. 1. a) Mit metalliſchen Zuſaͤtzen geſchieht es auf die Art, daß man zwey Theile gepuͤlverten Arſenik mit ein Theil ſchwar⸗ zen Fluß, 1 Theil Borax und 1 Theil ungeroſteten Eiſenfeil⸗ ſpaͤnen vermiſcht, die Vermiſchung in einen Schmelztiegel thut, und mit Salz bedeckt, dann einen umgekehrten Tiegel daruͤber ſezt, die Fugen wohl verkleibet, und ſolches wie ge⸗ woͤhnlich, aber mit ſchnellem Feuer ſchmilzt. Den Koͤnig findet man, nachdem die Maſſe abgekuͤhlt, wenn man den Tiegel zerſchlaͤgt, am Boden deſſelben, und hat derſelbe eine blaß⸗ weißliche metalliſche Farbe, iſt hart, aber muͤrbe, und enthaͤlt zugleich ſo wol Arſenik, als Eiſen. Anm. Anſtatt der Eiſenfeilſpaͤne koͤnnte man auch gefeiltes Kupfer nehmen, da man denn weiß Kupfer erhalten wuͤrde. Stellt man mit dieſem Koͤnige in einem laͤſernen Kol⸗ ben, worauf ein Helm geſezt und verkleibt iſt, aus einer Sand⸗Kapelle die Sublimirung an, ſo ſublimirt ſich etwas davon unter einer glaͤnzenden metalliſchen Geſtalt auf, das ein mehrentheils reiner Arſenik iſt, wiewol auch ein kleiner Antheil von Eiſen, oder Kupfer, ugleich mit dem Arſenik, hat verfluͤchtigt und mit dieſem Lonnge vereinigt werden konnen, wie denn auch ein wenig Arſenik wuͤrklich bey den, am Woden zuruͤckbleibenden, Metallen figirt gefunden wird. 8 h Mit md lat b) urch Sc nd mit jebey i ſſchmel Schmet ſch ſhn indert w da iſt, 81 alten, Danpfer nict ulgt m glätten lich aſ den, do Lauge ſe üfgalöſ r, wie h Anm. deine andem wan ſim dere man Kan nen Schaf kiin einen Wege aſt 3 Schnne Azen zu ts uſit, Hauf die Theilſch eten Eiſa Schmegnig khrnde ölches wi Den Ke tn denn manda t derſebbe n r mäͤrbe, u) gläſernen iſt, aut ent wirtſichete ſtat aff de uch tin keinee t denärini, einigt waden rlichbey de irt gefunda ye Vom Arſenik, ſixen Arſenik, Operment ꝛc. 129 b) Mit einem Fluß kann man auch den Arſenik⸗Koͤnig, durch Schmelzen, erhalten, wenn man den Arſenik puͤlvert, und mit noch einmal ſo viel Seife und Pottaſche ſchmelzet; Hiebey iſt noͤthig, daß man 3 bis 4 Loth Arſenik zu einem Geſchmelze nimt, auch muß, wenn es wohl gelingen ſoll, die Schmelzung mit ſtarkem, und ſchnell verſtaͤrktem, Feuer ſehr ſchnell bewuͤrket werden, damit alle Sublimirung ver⸗ hindert werde. Der Koͤnig, den man auf dieſe Art erhaͤlt, iſt gelblicht und blaͤttricht, von Conſiſtenz, behaͤlt ſeine Farbe an der Luft, ob er gleich zerfaͤllt. In die Flamme eines lichtes ge⸗ halten, brennt er, da denn die Arſenik⸗Blumen in weiſſen Daͤmpfen aufſteigen; im uͤbrigen aber iſt er leichtfluͤßig, und nicht ſo fluͤchtig im Feuer; lange im Feuer gehalten, wird er zulezt mit einer gelben Glasrinde uͤberzogen, die der Silber⸗ glaͤtte nicht unaͤhnlich iſt; vom Scheidewaſſer wird er ſchwer⸗ lich aufgeloͤſet, ſondern faͤllt ehe wie ein weiſſer Kalch zu Bo⸗ den, doch wird er von den Mineralſaͤuren und der alcaliſchen Lauge leichter als der Arſenik aufgeloͤſet. In ſcharfer Lauge aufgeloͤſet, und dann mit Harn und Salmiak digerirt, ſoll er, wie berichtet wird, zuletzt etwas Queckſilber geben. Anm. Vermiſcht man Arſenik, reines fixes Laugenſalz und reines fluͤchtiges Laugenſalz, zu gleichen Theilen, mit ein⸗ ander, thut dieſe Vermiſchung in einen Schmelztiegel, den man mit einem andern bedeckt, und die Fuge wohl ver⸗ ſchmiert, und ſetzt dieſen Schmelztiegel ſo ins Feuer, daß der eine auſſerhalb dem Feuer zu ſtehen koͤmmt, ſo erhaͤlt man bey vorſichtiger Regierung des Feuers auch einen Köonig. S. Brandt in Al. Vpfal. 2) Durch Sublimiren erhaͤlt man einen Arſenik⸗Koͤnig: a) Wenn man gepuͤlverten Arſenik mit eben ſo viel ſchwarzen Fluß vermiſcht, und ſolches in einem glaͤſernen, mit einem verſchloſſenen Helm wohl verwahrten, Kolben thut, dieſen in eine Sand⸗Kapelle ſezt, und das Feuer, ſo ſtark J als —— ——— ———— 130 Funfzehendes Capitel. als moͤglich, verſtaͤrkt, ſo erhaͤlt man zuerſt einige braune oder ſchwarze Arſenik⸗Blumen, darnach aber ſublimirt ſich der Arſenik in einer reguliniſchen Geſtalt und metalliſchen Farbe auf. 3 Dieſer Koͤnig beſteht aus mehrentheils achtſeitigen Cry⸗ ſtallen, hat keine Feſtigkeit, iſt ganz muͤrbe, zerfaͤllt leicht an der Luft, und wird in einer Nacht ſchwaͤrzlich und rußigt; im Feuer ſchmilzt er nicht, ſondern brennet mit einer kleinen Flamme, und geht dann weg; vom Scheidewaſſer wird er mit einer ſtarken Bewegung aufgeloͤſet, und ſchießt damit, wie die Silbereryſtallen, an. Vermiſcht man dieſen Koͤnig wohl mit angeſchoſſenem Silberſalz, durch tuͤchtiges Reiben, und ſchuͤttet die Vermiſchung dann auf ein Papier, ſo ent— zuͤndet ſie ſich, und das Papier faͤngt an zu brennen. S. Henckels kl. min. Schr. S. 96. f. b) Wenn man den Arſenik mit ſo viel Oel, z. B. Baum⸗ ol oder Leinoͤl, vermiſcht, daß die Vermiſchung die Conſiſtenz einer dicken Gruͤtze erhaͤlt, die man denn in einen glaͤſernen Kolben oder in eine Flaſche thut, ſolche in eine Sandkapelle ſetzt, vorſichtig zu feuern anfaͤngt, und die Hitze nach und nach vermehrt, bis das Oel abgeraucht iſt, ſodann das Feuer ſchnell verſtaͤrkt, da man denn zugleich die Muͤndung des Kolbens, oder der Flaſche, mit einem Stoͤpſel verſchließt, und mit heftigem Feuern anhaͤlt, bis man ſieht, daß ſich nichts mehr aufſublimiret, ſo erhaͤlt man den Koͤnig in einer Maſſe, in groͤßerer Menge, als auf irgend eine andere Art, und etwas beſtaͤndiger an der Luft, uͤbrigens aber mit dem, der durchs Sublimiren mit ſchwarzem Fluß(S. a.) erhal⸗ ten wird, von einerley Beſchaffenheit. Anm. Man kann dieſe Arbeit auch in einer Retorte verrich⸗ ten, und anſtatt des Oels(95), Talch, auch deutſche Seife, Trahn oder ein anderes Fett nehmen. §. 22. —(5) Herr Baume ſchreibt ſich ſolches leichter mit dem Ar⸗ ausdruͤcklich Oel hiezu vor, weil ſenik vermiſchen ließe, und will 3 die Vof A reiſen? ine met hrennbor Schvefe 6 19. R. ſſeis ¹ menſchm Wuuche Känig 1 zen, m lic,, in mentüt, d witd d ſtvorſe eyn befun .*) einigt, det ſchd Kupfer Atten ar einige brar ſäblimi d metaliſt ſchſeiigeng, zerfält li ch und u it einer len waſſer wid ſchießt du. dieſen Fh htiges Nehe dapier, ſ brennen. z. B. Bau die Conſſt einen gläſen ne Sandtwe Hite nach u danndas u Müͤndung i ſel verſchl jeht, doß ſt König inchn ne andere N aber mi dn S. a.) dch Leture verih deutſch Eäſe . 2 rmi dem ühe, undn Vom Arſenik, fixen Arſenik, Operment ꝛc. 131. §. 22. Aus dem Arſenik⸗Koͤnig erhaͤlt man wiederum reinen weiſſen Arſenik, wenn man das brennbare Weſen, wovon er ſeine metalliſche Geſtalt erhalten hat, abſcheidet. Dieſes brennbare Weſen kann man leicht auf eben die Art, wie den Schwefel, entweder mit Queckſilber, oder Laugenſalz, wie (§. 19. N. 2. 2. Anm.) angefuͤhrt worden, abſcheiden. §. 23. Nun ſchreiten wir zur Betrachtung des Verhaltens des Arſeniks in Vermiſchung mit Metallen. 1) Das Gold laͤßt ſich mit dem Arſenik⸗Koͤnig zuſam⸗ menſchmelzen, und wird ſproͤde davon, und dunkelgrau im Bruche; durch Abrauchen im Feuer kann man den Arſenik⸗ Koͤnig leicht wieder davon ſcheiden. 2) Silber und Arſenik⸗Koͤnig vermengt und geſchmol⸗ zen, machen eine ſproͤde Maſſe, die auswendig etwas gelb⸗ lich, inwendig im friſchen Bruch aber dunkelgrau iſt. Caͤ⸗ mentirt man Silber mit Arfenik in einem verdeckten Gefaͤß, ſo wird das Silber bruͤchig, und laͤßt man den Arſenik ſodann mit vorſichtig regiertem Feuer abrauchen, wird es loͤchrigt zu ſeyn befunden. Auch verfluͤchtigt der Arſenik das Silber. 3) Kupfer mit Arſenik⸗Koͤnig, durch Schmelzen ver⸗ einiget, wird bruͤchig und weiß im Bruche. Hierauf gruͤn⸗ det ſich die Bereitung des weiſſen Meralls oder weiſſen Kupfers, wozu wir ſchon Zuſammenſaͤtze und Bereitungs⸗ Arten angefuͤhrt haben(§. 14. N. 1.). Anm. Man kann auch weiſſes Kupfer erhalten, wenn man Kupferfeilſpaͤne mit Arſenik zuſammen ſchmilzt, etwas ſchwarzen Fluß dazu thut, und alles zuſammen mit Koch⸗ ſalz, oder einem umgekehrten Schmelztiegel bedeckt, oder J 2 auch, die Reducirung auch in einem deſſ. Erl. Exp. Ch. Th. II. Kolben angeſtellt haben. S. S. 259. A. d. U. — ₰ Funfzehendes Capitel. 132 hauch, wenn man Arſenik nimt, der durchs Schmelzen in Laugenſalz aufgeloͤſet worden,(§. 12.) und ſolchen von neuem ſchmilzt, und ſo bald er fließt, Kupfer dazu thut. Dieſes weiſſe Kupfer verraͤth ſeinen arſenikaliſchen Antheil dadurch, daß es an der Luft etwas ſchwarz wird, und der Arſenik im Feuer wegraucht. Sezt man etwas Silber dazu, und ſchmilzt es damit einige Mahl um, ſo wird es geſchmeidiger(06). „4) Wenn man ein wenig Arſenik zu geſchmolzenem Zim traͤgt, ſo wird das Zinn hart, aber etwas bruͤchig, auch weiß und glaͤnzend; thut man viel Arſenik zum Zinn, ſo wird es verkalcht, und das Gemenge laͤßt ſich mit demſelben Gra⸗ de des Feuers nicht wieder in Fluß bringen. Anm. Daß ſo wol in allem Zinn, als in dem Zinn⸗Erze etwas Arſenik befindlich ſey, ſoll weiter hin in der Abhand⸗ lung vom Zinn erwieſen werden. Hier wollen wir nur anmerken, daß ſich die Vermiſchung aus Zinn und Arſe⸗ nik am beſten durch einen Zuſatz von Eiſen bewuͤrken laͤßt, wodurch der Arſenik zuruͤckgehalten wird, wie man aus dem weiſſen Metalle erſieht, das aus Zinn, Eiſen und Arſeuik beſteht, und wie Silber ausſiehet. 55) Wirft man zu geſchmolzenem Bley, in einem Schmelztiegel, etwas Arſenik, ſo verglaſet ſich ein Theil des Bleyes gleich zu einem hyacinthfarbenen Glaſe; das uͤbrige aber behaͤlt zwar ſein metalliſches Anſehen, indeſſen wird es doch bruͤchig und im Bruche glaͤnzend. Anm. Eben dieſes erfolgt, wenn man den Arſenik⸗Koͤnig mit Bley zuſammenſchmilzt. man auch, aus fixem Arſenik(§. 14. n.) und weiſſem Thon, Ein aͤhnliches Glas erhaͤlt (96) Schon durchs bloße Um⸗ ſchmelzen, wiewol mit ſtarkem Feuer, erhielt es Hr. Baumée (Erl. Exp. Ch, Th. 11. S. 729.) geſchmeidig, ohne daß es ſeine Farbe verlohr. Man kann ſonſt, wenn man nur nicht zu viel Arſenik zuſetzt, ein eben ſo geſchmeidiges Metall, wie der Meßing, erhalten, das ſich auch recht gut verarbeiten laͤßt, und wenn es verfilbert wird, gut genug ausſieht. A. d. U. durch d dss Eiſ füßgi W mang hender ſoqglei das E Arſeri in He V wenn C Ii Sch venn ſe önne. Aum R maurh zu um Sc andere E indem d ißig wi wird das dn = — — — — mſebben in Jinn⸗Ch dder Aohen ollen ſwit m nn und Ai ewrken li vie man aun n, Eſſen u y, in einn ein Theilde ; das üri eſſen vid rſenit⸗en Glas dndüt weiſem dhen ni t, eitüm ſ call, wie de dos ſchach en laͤt, un t wird, g d. Ä. Vom Arſenik, fiven Arſenik, Operment c. 133 wie auch aus dem Mißpickel. Thut man Arfenik zu ge⸗ ſchmolzenem Bleyglaſe, ſo erhaͤlt ſolches eine rothe Farbe. 6) Eiſenfeilſpaͤne zum Arſenik gethan, wenn er in Lau⸗ genſalz aufgekoͤſt und geſchmolzen iſt(§. 12.), brennen et⸗ was, werden aber darnach voͤllig zu einer ſchwarzen ſalzigen Maſſe aufgeloͤſt. Schmilzt man aber Eiſen mit reinem Ar⸗ ſenik zuſammen, wozu man ſich allenfalls der Beyhuͤlfe des ſchwarzen Fluſſes bedienen kann, ſo erhaͤlt man einen Koͤnig, der vom Magnet nicht gezogen wird, aber von dem theils durch den ſchwarzen Fluß, theils durch das brennbare Weſen des Eifens reducirten und eingemiſchten Arſenik⸗Koͤnig leicht fuͤßig iſt(2). Dieſe Vermiſchung kann auch erhakten werden, wenn man gewoͤhnlichen oder fixen Arſenik(§. 14. N. 1.) zu glü⸗ hendem Eiſen, in einen Schmelztiegel, traͤgt, und denſelben ſogleich zudeckt; oder caͤmentirt man es zuſammen, ſo haͤlt das Eiſen den Arſenik zuruͤck, und wird ganz weiß, wie ein Arſenik⸗Kies oder Mißpickel. Zimmermann berichtet in Henckels kl. min. Schr. S. 299. ff., daß man, wenn Eiſen mit Arſenik zuſammengeſchmolzen, und darnach in Satzgeiſt aufgeloͤſet wuͤrde, aus der eingedickten Maſſe, wenn ſie mit Bley vereiniget wuͤrde, etwas Silber erhalten koͤnne. 5 15 Anm. Es iſt merkwuͤrdig, daß das Eiſen nicht vom Magnek gezogen wird, wenn es mit Arſenik vereinigt iſt(98). J 3. 2) Wird (97) Daher wird der Arſenik auch zur Verſetzung des Eiſens, um Schnallen, Uhrketten und andere Sachen daraus zu gießen, indem das Eiſen dadurch leicht fluͤßig wird, genommen. Zwar wird das Eiſen hiedurch ſehr ſproͤ⸗ de und zerbrechlich, es gewinnt aber dagegen wieder in der Po⸗ litur, die es annimt. A. d. U. (98) Daher werden auch die mehreſten Eiſen⸗Glimmer nicht vom Magnet angezogen, auch andere arſenikaliſche Eiſen⸗Erze, wenn ſie gleich metalliſch genug ausſehen. A. d. U. 134 Funfzehendes Capitel. 7) Wird der Arſenik mit Queckfilber vermiſcht und ſub⸗ limirt, ſo reißt er wol etwas Queckſilber mit ſich in die Hoͤhe; ſonſt iſt es aber ſchwer, das Queckſilber mit dem Arſenik zu vereinigen.(S.§. 19. N. 2. 2. Anm.) 8) Der Kobold⸗Koͤnig laͤßt ſich, ſo viel bekant iſt, mit dem Arſenik nicht zuſammenſchmelzen, ob der Kobold gleich roth davon gefaͤrbt wird; auch nicht 9) der Wißmuth, ob man gleich in allen Kobold⸗(99) und Wißmuth⸗(100) Erzen Arſenik findet. Vermiſcht man Operment mit Wißmuth⸗Erz und deſtillirt es, ſo erhaͤlt man gelben Arſenik(Arſenicum citrinum). 10) Mit dem Spießglas⸗Koͤnige laͤßt ſich der Arſenik⸗ Koͤnig auch ſchwerlich zuſammenſchmelzen. Vermiſcht man Arſenik mit eben ſo viel Spießglas, und deſtillirt es, ſo er⸗ haͤlt man etwas Phlegma, und darnach arſenikaliſche Blu⸗ men; am Boden aber bleibt Spießglas liegen, auf dem eine rothe Maſſe oben auf liegt, die eine Art von Lapis Pyrme- ſon iſt(§. 20.), und mit Salpeter deſtillirt, den Salpeter⸗ Geiſt abtreibt. 11) Mit dem Zink laͤßt ſich der Arſenik⸗Koͤnig zuſam⸗ menſchmelzen, und wird daraus eine ſproͤdere und haͤrtere Vermiſchung als der Zink vorher war, die im Bruche, wie Stahl ausſieht(101). (99) In einigen Glanzkobol⸗ den iſt der Kobold durch Hulfe des Eiſens mit dem Arſenik ver⸗ erzt. S. Cronſtedts Verſ. e. Mineralſ. durch Bruͤn⸗ nich. S. 256., nach welchem die Koboldbluͤthe auch arſenik⸗ haltig iſt, die nach Lehmann (Ph. Ch. Schr. S. 237. 238.) ſelenitiſch ſeyn ſollte. Auch iſt nach Lehmann(Cadmiol. Th. I. S. 38.) im geſtrickten §. 24. Kohold der Kobold mit Arſenik⸗ König vereiniget. A. d. U. (100) In den Wismutherzen ſteckt der Arſenik in Verbindung mit dem Kobold, dieſem gewoͤhn⸗ lichen Begleiter des Wismuths, da dieſer ſich gediegen zeigt. (101.) Vom Verhalten des Arſeniks gegen den Nickel S. weiter hin Cap. 17.§. 9. n. d. .⁴ 2 0⁴ A erAlſer das erg ſan jiebung 1.u.. lungen Viriol⸗ gen, ne deſelber beßde 5 tiit, der A kam( vom Ar 8 Are 9 Eiß om Ar hit. den Ar zum S Qacſſ Kobod ten kan d len, wel ¹) entweder hin dehi demn Arſei bekant ſſ 1 Kobol zit Kobold Vemſſin ſo ahhätme c der A Verniſch lirt es, 6, nialſtec „auf dem Lapi Phm den Salhe. König zſr e und hin Bruche, d 613 d mit Ara A. d.l Wismuttenn in Verhidung dieſem gahe des Wenai gediegn nin Vethalte d en Mal 6 7 9 9. H Vom Arſenik, fixen Arſenik, Operment ꝛc. 135 §. 24. Aus den bisher angefuͤhrten Verſuchen ſieht man, daß der Arſenik die ſtaͤrkſte Anziehung zum Laugenſalze hat(§. 12.), das er gewiſſermaßen ſaͤttiget(§. 15.). Unter den Mineral⸗ ſaͤuren hat er, wie andere metalliſche Kalche, die ſtaͤrkſte An⸗ ziehung zum Koͤnigswaſſer, danaͤchſt zum Salzgeiſt(S.§. 11. u. 13.), welches auch aus den Deſtillirungen und Faͤl⸗ lungen deſſelben(§. 5.) erhellet. Was die Salpeter⸗ und Vitriol⸗Saͤure betrift, ſo kann man weder durch Aufloͤſun⸗ gen, noch durch Faͤllungen, voͤllig erforſchen, zu welcher von denſelben der Arſenik die ſtaͤrkſte Anziehung habe, weil er ſie zu beyden ſchwach genug hat. §. 25. Was die Aneignung des Arſeniks zu den Metallen be⸗ trift, ſo bemerken wir ſelbige 1) zum Eiſen, durch welches der Arſenik von den uͤbrigen Metallen abgeſchieden werden kann(§. 21.). 2) Zum Nickel, als welcher ſich ſchwerlich vom Arſenik ſcheiden laͤßt. 3) Zum Kupfer, durch welches der Arſenik gleichfalls von den uͤbrigen Metallen, nur nicht vom Eiſen, abgeſchieden werden kann. 4) Zum Zinn, das vom Arſenik verkalcht wird, und denſelben im Fluſſe zuruͤck haͤlt. 5) Zum Zink. 6) Zum Bley, das zum Theil mit dem Arſenik verglaſet wird. Die Aneignung des Arſeniks zum Silber und Golde, wie auch zum Spießglas⸗Koͤnig und Queckſülber, iſt ſchwer zu beſtimmen. Zum Wißmuth und Kobold hat der Arſenik, ſo viel man durch Schmelzen erfah⸗ ren kann, keine Aneignung. M §. 26. Durch die Schmelzung des Arſeniks mit denen Metal⸗ len, werden folgende Veraͤnderungen bewuͤrket: 1) Verlieren ſie allzuſammen ihre Farbe und werden entweder weiß, wie das Kupfer und Eiſen, oder grau„wie J 4 das —— V ——————— —— L:O:—Xñ:————— 13565 Junfzehendes Kapitel. das Silber, Gold und der Zink. Das Zinn aber erlanget einen hoͤhern Glanz. 2) Verlieren ſie auch ihre Geſchmeidigkeit„ und wer⸗ den haͤrter und ſproͤder. 3) Werden die Metalle mehrentheils vom Arſenik ver⸗ fluͤchtigt; das Bley aber wird aufgeloͤſet, und das Zinn ver⸗ kalcht. §. 27. Daß der Arſenik ſalziger Art ſey, und als ein metalli⸗ ſches Salz angeſehen werden koͤnne und muͤſſe(102), wird erwieſen 1) Aus ſeinem Anſehen und Gleichheit mit den Salzen. 3e. 2) Aus ſeiner Aufloͤslichkeit im Waſſer, und allen Fluͤßigkeite. S 1 3) Aus dem Anſchießen deſſelben, das mit ihm, wie mit andern Salzen, erfolgt. Daß dieſes Salz aber von einer aͤtenden Natur ſey, und den ſchaͤrfſten Mineralſaͤuren gleich komme, wird erwieſen 1) Aus der Eigenſchaft deſſelben, daß es den Salpe⸗ kergeiſt eben ſo wie eine ſtarke Vitriolſaͤure abtreibt. lalzen. 3) Aus der Eigenſchaft deſſelben, daß es die Laugen⸗ falze zu einem Mittelſalze ſaͤttiget. e Daß es ferner in Anſehung dieſer aͤzenden Kraft mit dem Salzgeiſt am mehrſten uͤbereinkomme, wird bekraͤftigt: — 1) Da⸗ (10²) Deswegen fuͤhrt ihn Mineralſyſtem unter den auch der Herr Leibmedicus Yo⸗ Salzen auf. A. d. U. gel in ſeinem Practiſchen 12) Aus der ſtarken Anziehung deſſelben zu den Laugen⸗ de Me ” 1 liſt, a uch kor üngen 2 Hernſt Kunſt 3 durim Metall zu zerſt ober eän t, und te riant de as Zimde Zein mett (102), ud den Suhn „ und dia— nit ihm, n aturſey, m derwieſe den Sah 4 den Luge die laugn. Kuif ri beufigt: ) da unter a * Vom Arſenik, fixen Arſenik, Operment ꝛc. 137 1) Dadurch, daß es eine ſtaͤrkere Anziehung zum Salz⸗ geiſt, als zu irgend einer andern Mineralſaͤure hat, woher es auch kommt, daß die mit dem Salzgeiſt verfertigten Aufloͤ⸗ ſungen durch den Arſenik nicht niedergeſchlagen werden koͤnnen. 2) Durch die Aehnlichkeit, die der Arſenik mit dem Hornſilber und dem Hornbleye hat, welche als ein durch die Kunſt bereiteter Arſenik angeſehen werden koͤnnen. 3) Durch die Aehnlichkeit, die er mit dem Satzgeiſte darinn hat, daß er die Metalle verfluͤchtiget.(S. Cap. 3. §. 20. N. 6.) Anm. Die Vitriolſaͤure, von weſcher Neuman ne glaubt, daß ſie im Arfenik befindlich ſey, iſt nicht darinn zu erwei⸗ ſen. Daß der Arſenik den Salpetergeiſt abſcheiden kann, ruͤhrt nicht von einer Vitriolſaͤure, ſondern eher von dem ſtaͤrkern Anziehen des Arſenik⸗Salzes zuͤm Laugenſalz her (S.§. 17.). HBirſching im Lehrbegr. S. 229. meynt, der Arſenik ſey im Mineral⸗ Reich eben das, was das fluͤchtige Laugenſalz im Gewaͤchs⸗Reich, ich denke aber, daß dieſe Salze weit von einander unterſchieden find.. C. 28.— Daß der Arſenik zugleich ein metalliſcher Koͤrper ſey, und ſolchergeſtalt als ein metalliſches Salz angeſeben werden muͤſſe, erhellet 1) Aus der metalliſchen Schwere deſſelben(S.§. 2.). 2) Aus der Eigenſchaft deſſelben, daß er ſich mit den Metallen im Fluſſe vereinigt, ohne ihr metalliſches Anſehen zu zerſtoͤren. Waͤre der Arſenik ein bloßes Salz, ſo muͤßten die Metalle davon nothwendig ein ſalziges Anſehen bekom⸗ mmen, wenn ſie davon aufgeloͤſet wuͤrden, wie man bey allen andern Aufloͤſungen findet(S.§. 23.). 3) Daraus, daß man aus dem Arſenik einen metalli⸗ 8 ſchen Koͤnig erhalten kann(S.§. 21.). Jz Daß 138 Funfzehendes Capitel. Vom Arſenik ꝛc. Daß aber dieſes im Arſenik befindliche Metall verkalcht ſey, wird daraus geſchloſſen, weil es mit Zuſatz einer brenn⸗ baren Materie, wie andere metalliſche Kalche wieder herge⸗ ſtellet und calcinirt werden kann(S.§. 21.) §. 29. 8 Daß zugleich etwas brennbares im Arſenik beſindlich ſey, ſcheint theils aus der Fluͤchtigkeit deſſelben, theils dar⸗ aus, daß er wuͤrklich ein Salz enthaͤlt, das ohne eine brenn⸗ bare Materie nicht gedacht werden kann, theils aus der An⸗ eignung und Vereinigung deſſelben mit dem Schwefel, ge⸗ ſchloſſen werden zu koͤnnen. §. 30. In Anleitung deſſen, was nun angefuͤhrt worden, fin⸗ det man, daß der Arſenik ein fluͤchtiges aͤtzendes metalliſches Salz iſt, das zum Theil mit dem Queckſilber uͤbereinkommt, als von welchem ſchon vorher erwieſen worden, daß es aus eben denſelben oder aͤhnlichen Beſtandtheilen beſtehe(Cap. 14. §. 44.), indem das ungleiche Verhaͤltniß der Beſtandtheile, und das verſchiedene erdichte Weſen, oder beyde Punkte das ſind, was den groͤßten Unterſcheid derſelben, ſowol in Anſe⸗ hung der Aezbarkeit, als der uͤbrigen Eigenſchaften ausmacht. Inzwiſchen kann man hiebey merken, daß a) der Arſenik viele Gleichheit mit dem aͤtzenden Sublimat hat, b) man etwas Queckſilber aus dem Arſenik erhalten kann,(§. 21. b.) c) der Arſenik mehrentheils eben die Wuͤrkungen als das Queckſilber auf die Metalle ausuͤbet, indem es ihnen ihre Farbe, Geſchmeidigkeit und Beſtaͤndigkeit benimmt.(S. 9. 25. und Cap. 14.§. 36.)(103) 2 Sech⸗ (103) So gerne wie ich die mir doch noch nicht beſtimmt ge⸗ in den letzten§.§. geaͤußerten nug zu ſeyn. Daß der weiſſe Saͤtze und deren Beweisgruͤnde kaufbare Arſenik unter die metal⸗ mit unterſchreibe, ſo ſcheinen ſie liſchen Salze gehoͤre, iſt behnaßt 4 3 tallen. ſoll in Ähhan ſo ſch Subli muß. ein me atge Jemand dann au⸗ gen unte ten. S nealiſc Areenik genomn wiß ge mehl Arſeni komme zu zwe mehreſt en, be alige nufbaren i ange mmer C dan aus ſenik r ttal erkath Heiner um wieder han nik befnaͤ , theis d ie eine bren 3 aus der g worden, ſ S metalliche bereinkonn daß es a he Cw. Geſtandthel e Punktede wol in An en ausmac der Arent nt, b) na (H.21.) gen als de z ihnen he un.(69 Sch beſäimmt h iß der weſt er die ſ5 ſſt beynahe jſt G 139 AA AA A AS Sechzehntes Capitel. Vom Kobold, Saflor und Schmalte. §. I. § er Kobold iſt von den mehrſten Chemiſten und Mine⸗ ralogen uͤbergangen worden; ſie hielten ihn blos fuͤr eine Miſchung von Arſenik, Eiſen und andern Me⸗ tallen. Daß er aber ein beſonders Halbmetall ausmache, ſoll in Anſehung ſeiner Eigenſchaften, u. ſ. w. in folgender Abhandlung erwieſen werden. ſo ſicher, als daß der aͤtzende Sublimat dahin gezaͤhlt werden muß. Daß der Arſenik⸗Koͤnig ein metalliſcher Koͤrper ſey, wird heutiges Tages auch nicht leicht Jemand mehr leugnen, wie ihn dann auch die neuern Mineralo⸗ gen unter den Metallen auffuͤh⸗ ren. Daß das Giftmehl ein metalliſcher Kalch ſey, da dem Arſenik⸗ Könige das Brennbare genommen worden, iſt auch ge⸗ wiß genug. Daß aber das Gift⸗ mehl und der kaufbare weiſſe Arſenik in allen Stuͤcken uͤberein⸗ kommen, daran waͤre noch wol zu zweifeln. Bisher ſind die mehreſten Verſuche der Chemi⸗ ſten, beſonders die uͤber ſeine ſalzige Beſchaffenheit, mit dem kaufbaren weiſſen glaſichten Arſe⸗ nik angeſtellt, und da bleiben noch immer Erſcheinungen uͤbrig, die man aus den allgemeinen Eigen⸗ Anm. ſchaften eines metalliſchen Kalchs nicht erklaͤren kann. Wenn man aber bedenkt, daß ſich der Arſenik ſo wol aus ſeinem Erze, als wenn er redueirt iſt, nicht leicht in feſter Geſtalt,(es ſey denn daß er ganz metalliſch aufgetrie⸗ ben werde) ſondern zu einem Pulver aufſublimirt, ſo muß man ſchon auf den Argwohn fal⸗ len, daß dem kaufbaren weiſſen Arſenik etwas beygemiſcht ſey, und den obgleich undeutlichen Beſchreibungen einiger Schrift⸗ ſteller zufolge, wird derſelbe auch aus dem Giftmehle durch einen, und zwar kochſalzigen Zuſatz be⸗ reitet.(Nur der Herr Verf. ſchreibt in ſeinen Elem. Metall. S. 414. einen laugenſalzigen Zu⸗ ſatz vor). Kein Wunder alſo, wenn er ſich unter einer mehr ſalzigen Geſtalt zeigt, als andere meralliſche Kalche. Um daher eine 1 1 8 140 Sechzehntes Capitel. Anm. Man muß ſich hiebey aus der Mineralogie erinnern, daß das Wort oder Nahme Kobold von mancherley Be⸗ deutung iſt(104). Zuweilen wird dadurch nichts anders, als ein arſenikaliſches Erz verſtanden, wie z. B. der Scher⸗ eine mehrere Gewißheit hierinn zu verlangen, wuͤrde es noͤthig ſeyn, daß die bisher mit dem weiſſen kaufbaren glaſichten Ar⸗ ſenik angeſtellte Verſuche mit dem Giftmehle wiederholt wuͤr⸗ den, oder welches noch beſſer waͤre, wenn man den kaufbaren Arſenik erſtlich reducirte und die⸗ ſen Koͤnig wieder verkalchte, und nun den Unterſchied zwiſchen dem kaufbaren Arſenik und dieſem Kalch unterſuchte. Wuͤrden dann dieſe Verſuche eben ſo ausfallen, ſo muͤßte man den Arſenik als dasjenige Metall betrachten, in deſſen Kalche der ſaure Antheil in groͤßerer Menge, und freyer, als in den Kalchen anderer Me⸗ talle, befindlich waͤre; woher ſich denn auch Schluͤſſe auf die Beſchaffenheit des, in den uͤbri⸗ gen metalliſchen Kalchen ſtecken. den Salzweſens ziehen ließen. ** 44 (104) Der Name Kobold iſt zuerſt fuͤr eine Art von Polter⸗ geiſtern gebraucht worden, welche die Bergleute beuneuhigen ſollten, mehrentheils aber giſtige Schwa⸗ den waren, deren Wuͤrkung, mit der Einbildungskraft furchtſamer Leute vereinigt, leicht Geſpen⸗ ſtermaͤhrchen bewuͤrken konnte. Nachher wurde dann dieſer Name ben⸗ allmaͤhlich den arſenikaliſchen Er⸗ zen beygelegt, wie denn noch eine Art von Weißguͤlden⸗ oder Weiß⸗ Erz, zu Andreasberg, auf dem Harze, Silberkobold genannt wird, der Scherbenkobold auch beynahe nur ein gediegener Arſe⸗ nik⸗Konig iſt. Weil nun die Farbenkobolde die mehreſte Zeit etwas arſenikaliſch ſind, ſo ſind ſie wol aus der Urſache mit unter dieſem Namen begriffen worden; vielleicht haben ſie dieſelben auch aus der Urſache ſo genannt, weil man ſie vordem zu nichts zu ge⸗ brauchen wußte, ehe die blaue Farbe, die ſie dem Glaſe geben, bekannt ward. Mineralogen nennen izt alſo nur das Halbme⸗ tall Kobold, welches die Glasmaſſe ſchoͤn blau faͤrbet, im Koͤnigs⸗ waſſer aufgeloͤſet Pfirſichbluͤth⸗ farbig, erwaͤrmt aber, gruͤn ausſieht; und von dieſem Halb⸗ maetalle redet hier der Verfaſſer. Lehmanns Cuamiologie waͤre hier geworden, was Hen⸗ ckels Kieshiſtorie beym Kieſe iſt, wenn dieſes ſchoͤne Werk zu Ende gebracht worden waͤre. So aber hoͤret es beym wichtigſten Theil der Unter⸗ ſuchung des faͤrbenden Theils, auf. Er hielt ihn bis dahin nur füͤr eine Erde, und noch ſpaͤter .(Vo⸗ — — taube, keinen! Glas man ab et den Vom Kobold, Saflor und Schmalte. 141 gogie ſeeinne nanczeng benkobold, der dieſen Nahmen aus Verſehen bekommen hat. l d Zuweilen wird das pulverhafte Zuruͤckbleibſel darunter ver⸗ ts nin ſtanden, das nach dem Roͤſten der arſenikaliſchen Erze zu⸗ da dit ruͤckbleibt, und zum oͤftern ein Farbenkobold enthaltendes 1 Kobölderz, oft aber auch von anderer Beſchaffenheit, iſt und ein anderes Halb⸗ oder ganzes Metall enthaͤlt. Zuwei⸗ —— ſenikalſt len bedeutet es das Erz, aus welchem man den Kobold e denn h oder das blaue Glas erhaͤlt, welches eigentlich Kobolderz, den⸗ oer W oder Farbenkobold genannt, wird. Zuweilen wird dieſer sberg, auſin Nahme aber auch fuͤr die metalliſche Subſtanz genommen, olold gnnn die aus dem Kobolderze erhalten, und ſonſt Koboldkoͤnig rbenbobed a genannt wird, und in dieſer Bedeutung ſchreiten wir nun gediegene zur Betrachtung des Kobolds. Mell nu Wie dieſes Halbmetall aus ſeinem Erze erhalten wer⸗ e meuſei den kann, wird in der Probier⸗Kunſt und Metallur⸗ ch ſuh, in gie(105) gelehrt. Wir wollen hier nur erwaͤhnen, daß rſache ni mn es kaum 150 Jahre ſind, daß man das Kobolderz zu nutzen riffn uun gewuſt hat, und daß noch nicht 30 Jahr verfloſſen ſind, ie dieſelben un ſeitdem der Herr Bergrath Brandt zuerſt bewieſen hat, ſo genaune n daß dieſes Erz ein beſonderes Halbmetall erhalte. zu nichts a 1 ehe die la§. 2. m Glaſtgin—— Minaln Der Kobold⸗Koͤnig, oder die halbmetalliſche Subſtanz, r das Hahne ſo man aus dem Kobold⸗Erz erhaͤlt, iſt von weißgrauer oder deGlung graublauer Farbe, hart und bruͤchig von Conſiſtenz, im t, im Käni Bruche Pfirſchhl t aber, gii. 3.. ſ s Pr. Min. S 3 oli S Princ. Miu. S. 224. n diüln hd 65 9 5e tede) findet Vf b. Kobold noch im Anfange als d nhß taube Kobolde beſchrieben, die ein Baſtardmetall aufgefuͤhrt iſt, dr keinen Koͤnig geben und doch das ſo iſt dieſes durch den Irrthum 5 Auun Glas blau faͤrben ſollen. Da veranlaſſet worden, daß man 4 usſen man aber aus der Schmalte wie⸗ das aus Kobold, Arſenik u. ſ. w. ſtori im der den Koboldkönig reduciren beſtehende metalliſche Gemenge, Rdiſs ir kann, ſo fallen die tauben Ko⸗ welches einige unreine Kobold⸗ üuuct rehn bolde und die Erde weg; und erze geben, und wälches unter henn aimn was die Meynung betrift, daß dem Namen der Speiſe bekannt der Unn dieſes Metall kein beſonderes, iſt, an ſtatt des reinen Koboldes nn Jih ſondern ein zuſammengeſetztes unterſucht hat. A. d. U. bi dahinm ſey, weswegen auch in Sco⸗(105) Elem. Metall. S. 415. ff. noch pitt 9 dan 144 Sechzehntes Capitel. Bruche ſtahlderb, und matt von Ausſehen, wird auch an der Luft etwas matter, und verhaͤlt ſich in Anſehung ſeiner Schwere zum Waſſer, wie 7 zu 1, oder wie 7,700 zu 1,5900. Anm. Daß der vererzte Kobold an der Luft verwittert, ſieht man aus der Kobold⸗Bluͤthe. §. 3. Im Feuer haͤlt der Kobold⸗Koͤnig aus, ohne zu rau⸗ chen(106) oder zu brennen. Wird er gepuͤlvert und in ei⸗ nem Scherben im Probier⸗Ofen calcinirt, ſo wird er ſchwarz oder dunkel, aber nicht roth, ſcheint auch im Anfange Feuer zu faſſen, wie Kohlgeſtuͤbe, doch ohne Flamme, faͤngt auch an etwas zuſammen zu ſintern, doch nur in einem muͤrben Kuchen, der loſe zuſammengebackt iſt, und ſich leicht zerthei⸗ len laßt. In ſtaͤrkerem Feuer fließt er ohngefehr bey eben der Hitze, als das Silber oder Gold. Auf der Kapelle treibt er nicht. Anm. Der Bergrath Brandt, der dieſes Halbmetall zuerſt entdeckt, und in den Ant. Erud. Uyſal. fuͤrs Jahr 1735. be⸗ ſchrieb, und ſich hernach in ſeiner 1760. gehaltenen Rede vom Farbenkobolde gegen die Muthmaßungen des Herrn von Juſti verantwortet und ausfuͤhrlicher erklaͤrt hat, berichtet in gedachter Rede, wenn man beym Roͤſten eines Erzes ein röͤthliches Pulver, wie Eiſenſafran erhalte, ſo ſey ſolches ein Zeichen, daß das Erz kein Farbenkobold oder Kobolderz ſey. 4 S. 4. Was das Verhalten des Koboldes gegen die Mineral⸗ ſaͤuren betrift, ſo merke man folgendes: 1) Ein (106) Doch' verfliegt er nach, wird, und die freye Luft auf ihn dem Verſuche des Hrn. Baume wurken kann, da er hingegen im (Erl. Exp. Ch. Th. II. S. verdeckten Feuer die heftigſte Hitze 287.) im offenen Feuer, wenn aushaͤlt.(Ebendaſ. S. 291.) er von gluͤhenden Kohlen beruͤhrt A. d. U. Vom Kobold, Saflor und Schmalte. 143 fain 1) Ein wohl in die Enge gebrachtes und vom Waſſer ſ 3i befreytes Vitrioloͤl loͤſet den Kobold in etwas auf, und gibt Wb eine roͤthliche Aufloͤſung; gießt man denn etwas Waſſer da⸗ zu, ſo wird die Aufloͤſung roͤther, und es loͤſet ſich noch etwas rwwitter, mehr auf.(107) 2) Vom Scheidewaſſer und Salpetergeiſt wird der . Kobold aufgeloͤſet(108), und die Aufloͤſung roſenroth, aus dhne un welcher er durch zugegoſſen Waſſer nicht, durch fixes Laugenſalz ſchwaͤrzlich, durch fluͤchtiges aber roth niedergeſchlagen wird. dert und in ird er ſche Anm. Die Chemiſten, ſelbſt die, welche einige Einſicht in nfangepu der Erkenntniß der metalliſchen und mineraliſchen Koͤrper beſizzen wollen, berichten durchgaͤngig, daß man aus e, fangt an 1b——— 3 eſin Wißmuth eine gruͤne ſympathetiſche Dinte bereiten koͤnne, den min aber ſie geſtehen zugleich, daß es nicht mit einem jeden leicht zrt Wißmutherze angehe, und darinn haben ſie Recht, weil efehr beyan dieſe Dinte eigentlich vom Kobold, und nicht vom Wiß⸗ f der Kayf muth kommt, und folglich aus dem Wißmutherz, das keinen Kobold enthaͤlt, gar nicht erhalten werden kann, weil der Wißmuth mit den Mineralſaͤuren auch nie eine lömetal ur cothe, ſondern eine beynahe klare, ein wenig ins blau⸗ jahr 1735 gruͤne ſpielende Farbe giebt. 3 haltnn di Dieſe ſympathetiſche Dinte wird auf folgende Art en des Nm bereitet. Man loͤſet Kobolderz in Scheidewaſſer auf, wo⸗ rarllittſe bbey allezeit ein ſtarkes Brauſen und Dampfen erfolget. Niſen ne Dieſe Aufloͤſung, die vom reinen Kobolderz allemahl roth mn ethale oder gelbroth, vom Koboldhaltigen Wißmutherz aber dunk⸗ Farbenithh ler und beynahe braͤunlich wird, bringt man dann in die Enge, danmit ſie recht ſtark werde, und gießt ſie, um ſie rein zu erhalten, eben vom Zuruͤckbleibſel ab, gießt eine ſtarke und wohl geſaͤttigte Salzlauge dazu, ſo erfolget zu⸗ die Mume weilen einiger Niederſchlag, zuweilen auch keiner. Dieſe ſolcher⸗ )⁰*(107) Dieſe Aufloͤſung giebt Th. I. S. 301. ff. A. d U. e Luft ufi dem rothen Gravenhorſtiſchen teieeli Alaun(S. Phyſ. Ch. Th. II.(108) Dieſe Aufloͤſung giebt 4 8 Cap. 2. 90. A. d. U.) einenwah⸗ Cryſtallen, die mit Recht Ro⸗ hefi 19 ren Koboldvitriol. S. auch boldſalpeter genannt werden aſ.L Baumes Erl. Eyp. Ch. koͤnnen. A. d. U. 144 7 G Sechzehntes Capitel. ſolchergeſtalt zubereitete Fluͤßigkeit die roͤthlich oder roth⸗ gelb, zuweilen auch etwas braͤunlich ausſieht, iſt die gruͤne ſympathetiſche Dinte, womit man Buchſtaben ſchreiben kann, die in der Waͤrme gruͤn ausſehen, in der Kaͤlte aber verſchwinden(109)... Andere bereiten dieſe Dinte auf die Art, daß ſie eine reine, abgegoſſene, ſtarke und ſehr concentrirte Aufloͤſung eines Kobolderzes mit einer ſtarken und ſehr concentrirten Salzlauge vermiſchen, dann alles fluͤßige bis zur Trocken⸗ heit abrauchen laſſen, und das zuruͤckgebliebene Salz in Waſſer auftoͤſen. Wenn man mit einer mit Vitrivloel verfertigten, und mit ſcharfer Salzlauge verduͤnnten Aufloſung eines Kobold⸗ erzes ſchreibt, und das Papier ans Feuer haͤlt, ſo werden die Buchſtaben auch zuweilen gruͤn, ob gleich die Aufloͤſung roth iſt und bleibt; die mehreſten Kobolderze geben aber auf dieſer Art eine rothe Dinte, die bey ſtarker Hitze ſchwarz wird. Schreibt man mit einer Aufloſung, die aus Kobold⸗ erz, oder Koboldhaltigen Wißmutherz mit Scheidewaſſer ohne beygemiſchter Salzlauge bereitet worden, ſo werden die Buchſtaben am Feuer ganz roth, vom Wißmuth aber Waibdh thut man aber Salzlauge dazu, ſo werden die Buchſtaben von der Aufloͤſung des Kobolderzes in der Warme gruͤn, und verſchwinden in der Kaͤlte, von dem Wißmuth aber brandgelb. Unter den Schwediſchen Erzen ſind das Kobolderz von Tunaborgs Grube in Suderman⸗ land, und das von der Ritterhuͤtte in Weſtermanland hiezu die dienlichſten, als welche beyde Arten die beſten ſind, auch kann man das Wißmutherz von Loos in Hel⸗ ſiugen hiezu gebrauchen, die ich alle genug verſucht habe. 3) Vom (109) Die Cryſtallen, in welche dieſe Aufloͤſung des Ko⸗ bolds im Koͤnigswaſſer anſchießt, findet man in meinen O6f. chenn. & Ain. Gætt. 1771. S. 7 1. 72. beſchrieben, und Fig. 10. gezeich⸗ net. Die Bereitung der ſympa⸗ thetiſchen Dinte lehren Hellot / (ſur une nouvelle Encre ſym- pathique— in Mem. de t'Ac. do Paris v. J. 1737.) Macquer (Anf. Gr. der pract. Ch. Leipz. 1768. 8. S. 353. ff.) Baume(Wrl. Exp. Ch. * VN„ 5 ſ Au 1 Ba tt, die rih aden 8 r t, daß f 8 r nau 5 is zur Tute lebene GSa. rfertigten, 9 eines Kah ält, ſo ven dieAuftin 1 rze geben 3 er hite ſtna ſe aus Kolt Sundan den, ſo wiin Wißmut) a ſo werden lderzes mn äͤlte, von ediſchen Enn in Süͤderm Veſtermanlon rten die beſt 1Loos in h erſucht hoh⸗ z) Na llencre ſr lem, dt ldel Macqut pract. lh 6 38.f 1. Erp. G f) uan 8 X8 Vom Kobold, Saflor und Schmalte. 145 3) Vom Salzgeiſt wird der Kobold aufgeloͤſet, und die Aufloͤſung zuerſt gruͤn, darnach aber violett und purpur⸗ farben; auch wird er etwas durch den Salzgeiſt verfluͤchtigt, wie man merket, wenn man ſolchen Geiſt nach der Aufloͤſung wieder abziehet. 4) Vom Koͤnigswaſſer wird er auch mit einer rothen Farbe aufgeloͤſet, und von dieſem Auſſingemmitre⸗ wie die andern Metalle fluͤchtig gemacht. Anm. Von dem angefuͤhrten Aufloͤſungsmittel wird auch der verkalchte Kobold oder Koboldkalch auf eben die Art aufge⸗ löͤſet, wie auch das Kobolderz ſelbſt, und mag der rothe Kobold⸗Beſchlag(Kobold⸗Bluͤthe) den die Natur her⸗ vorbringt, oft hievon herruͤhren, ob er gleich auch oft vom Arſenik entſtehen kann. Die mehrſten Kobolderze brauſen auch ſtark mit den Mineralſaͤuren, beſonders mit dem Scheidewaſſer, doch thun ſie es nicht alle. §. 5. Vom fluͤchtigen Laugenſalz, z. B. dem Salmiakgeiſt, wird der Kobold auch durch Digeriren aufgeloͤſet, und wird die Aufloͤſung ganz roth, wie Kirſchenſaft. Anm. Daß der Kobold von der Schwefelleber aufgeloͤſet wird, iſt bekannt(S. Cap. 10.§. 10. n. 9.), wie er ſich aber mit dem Schwefel(110) verhalte, iſt noch nicht vollig erforſcht worden. §. 6. In Vermiſchung und zſatandenſchmeßung mit an⸗ dern ganzen und Halbmetallen, verhaͤlt ſich der Kobold, wie folget: (1 ⁰0) Nach dem Hr. Bau⸗ me verbindet er ſich mit dem Schwefel fuͤr ſich allein nicht. (Erl. Exp. Ch. Th II. S. 323.) Vermoge des Eiſens fin⸗ det man ihn dadurch vererze, 1) Gold (S. Cronſtedts Verſ. e. Min. d. Bruͤnnich S. 257.) und ſt dieſes Kobold⸗ erz zur blauen Farbe das ſchoͤnſte, 9 2A 4 K — —— — ———ᷓ— 146 Seechzehntes Capitel. 1) Gold und Kobold geben durch Schmelzen vereinigt, eine Vermiſchung, die dem Kobold⸗Koͤnig gleich ſieht, und kann dieſe Vermiſchung, nachdem ſie fein gepuͤlvert worden iſt, verkalcht und durch Schmelzen in ein violettes Glas ver⸗ wandelt werden, das goldhaltig iſt. 2) Silber und Kobold⸗Koͤnig laſſen ſich nicht durch Schmelzen vereinigen, ſondern das Silber legt ſich vor ſich allein auf eine Seite, und der Kobold auf der andern, und laſſen ſie ſich leicht mit einem Hammer von einander trennen. 3) Das Kupfer vereinigt ſich mit dem Kobold leicht im Fluſſe, und wird hieraus, wenn man von jedem gleich viel genommen hat, eine Vermiſchung, die eben ſo ſproͤde, als der Kobold ſelbſt iſt, und wird der Kobold hievon im Bruche wenig veraͤndert. 4) Zinn und Kobold zu gleichen Theilen zuſammenge⸗ ſchmolzen, geben eine Maſſe, die im Bruche dunkelgrau, aber doch ſo dehnbar iſt, daß ſie ſich unter dem Hammer ganz duͤnn ausſtrecken laͤßt, welches das einzige bisher bekante Beyſpiel von der Dehnbarkeit einer Vermiſchung aus ganzen und Halbmetallen iſt.(111) 5) Das Bley laͤßt ſich nicht mit dem Kobold⸗Koͤnig zuſammenſchmelzen, ſondern ſie bleiben jedes beſonders, und laſſen ſich leicht mit dem Hammer ſcheiden.(112) 6) Eiſen und Kobold⸗Koͤnig kann man vollkommen zu⸗ ſammenſchmelzen, und wird dabey nicht der geringſte Ab⸗ gang am Gewichte bemerkt, wenn man die Schmelzung mit ſchwarzem Fluß und Kohlgeſtuͤbe verrichtet. Dieſe Mi⸗ ſchung wird vom Magnet gezogen, wenn man auch nur ein Theil Eiſen gegen drey Theil Kobold nimt. See n 2) Mit (111) Iſt doch der Zink auch nicht verglaſet, ſondern bleibt ein Halbmetall und der Meßing als ein ſchwarzer Kalch zuruͤck; dennoch dehnbar genug. A. d. U. Baume Erl. Exp. Ch. (112) Auch auf der Capelle Th. II. S. 600. A. d. U. wird der Kobold vom Bleyglaſe , 9 nig wed 9 nicht in N.T) des Fei unter d Fatbe, und Ko 9 men, 1 ein köͤnne das e Mit. ſchd mit d bedK beynch gerne Alun len den? mit d amalg nenner elen veri ich ſche n düldert wenn ettes Glas, nander frerne obold lichen dem geechn ſo poud, von im Vnd zuſemmen he dunkeg Hammer bishet ben ng aus geng KobodFn eſonders, n 1²) ollkommang geringſieh hmelzung ni Diſſ N auch nun )M ſondetn li Kalch zurit . Exp. 0 Vom Kobold, Saflor und Schmalte. 147 2) Mit dem Queckſilber vereinigt ſich der Kobold⸗Koͤ⸗ nig weder mit, noch ohne Hitze.(S. Cap. 14.) 8) Arſenik⸗Koͤnig und Kobold⸗Koͤnig laſſen ſich auch nicht im Fluſſe mit einander vereinigen.(S. Cap. 15.§. 23. N. 7.) Schmilzt man ſie zuſammen, ſo wird die Flamme des Feuers blau. Vermengt man den Kobold mit Arſenik unter dem Roͤſten, ſo zeigt ſich bey gelindem Feuer eine rothe Farbe, die von der Natur bey der Verwitterung bewuͤrkt, und Kobold⸗Bluͤthe genannt wird. 9) Mit dem Nickel fließt der Kobold⸗Koͤnig zuſam⸗ men, wovon im folgenden Capitel ein mehrers. 10) Kobold⸗Koͤnig und Wißmuth kann man nicht durch Schmelzen vereinigen, ſondern ſie bleiben jeder fuͤr ſich, und koͤnnen leicht mit dem Hammer geſchieden werden, ob gleich das eine in dem andern wie ein Kern eingeſchloſſen liegt.(113) Mit Huͤlfe des Spießglas⸗Koͤniges oder Nickels, mit dem ſich der Kobold leicht vereinigt, kann man aber den Kobold mit dem Wißmuth zuſammen ſchmelzen. 11) Mit dem Spießglas⸗Koͤnige vereinigt ſich der Ko⸗ bold⸗Koͤnig recht gut im Fluſſe, und wird die Vermiſchung beynahe leberbraun im Bruche. 12) Mit Zink laͤßt ſich der Kobold⸗Koͤnig auch nicht gerne zuſammenſchmelzen, ſondern der Zink verbrennt zu Blumen. Hieraus ſieht man, daß ſich der Kobold⸗Koͤnig mit al⸗ len Metallen zuſammenſchmelzen laͤßt, das Silber, Bley, den Arſenik und Wißmuth ausgenommen; auch ſchwerlich mit dem Zink; und kann er auch mit dem Queckſilber nicht amalgamirt werden. Seine Aneignung, wenn man ſie ſo nennen darf, ſcheint in folgender Ordnung zu ſtehn: K 2 1) Zum (r13) Auch vom Wißmuth getrieben; Baume a. a. O. wird er auf der Capelle nicht ubs S. 431. A. d. U. „. b ¹ b 148 Sechzehntes Capitel. 1) Zum Nickel; 2) zum Eiſen; 3) zum Zinn; 4) zu Kupfer; 5) zum Gold; 6) zum Spießglas⸗Koͤnige. §. 7. Vermiſcht man verkalchten Kobold⸗Koͤnig(§. 3.) mit noch einmal ſo viel gepuͤlverten Borax, oder mit zwey⸗ bis dreymal ſo viel geſchlemmten Kieſeln, und eben ſo viel Pott⸗ aſche oder anderm Laugenſalz, und ſchmilzt es mit heftigem Feuer, vor einem Blaſebalg, oder in einem Windofen, ſo erhaͤlt man ein blaues Glas. Anm. Dieſes Schmelzen kann auch in einem Scherben im Probier⸗Ofen verrichtet werden, wenn man einen viertel Centner verkalchten Koboldkonig mit einem halben Centner geſchlemmten Kieſeln, einem halben Centner Pottaſche und einem halben Centner reinen Salpeter vermiſcht, und die Vermiſchung in einen gluͤhenden Scherben traͤgt. Vor dem Blaſerohr kann man das Schmelzen im Kleinen mit. Borax verſuchen. §. 8. 3 Wenn man gepuͤlvertes und gewaſchenes Kobold⸗Erz roͤſtet, bis aller Arſenik weggejagt iſt, es dann auf einer Muͤhle fein mahlet, und durch ein feines Sieb ſiebet, dar⸗ auf das feine Mehl mit zwey, drey, oder mehrern Theilen geſchlemmten Kieſeln, je nachdem das Kobold⸗ Mehl von ei⸗ ner beſſern, mittelmaͤßigen„oder ſchlechtern Art iſt, vermi⸗ ſchet, dieſe Vermiſchung mit Waſſer anfeuchtet, und nach⸗ dem man ſie genau abgewogen hat, in Tonnen einpackt und einſtampfet, die man denn zuſchlaͤgt und zeichnet, ſo hat man die Miſchung, die in der Tonne ſo hart wie ein Stein, und Saflor„Zaffer(Zaffera, oder Zaffra) genannt wird. Der Saflor iſt alſo nichts anders, als ein gepuchter, gewaſchener, geroͤſteter und geſiebter, mit geſchlemmten Kie⸗ ſeln oder fein gemahlenen Sande vermiſchter, und in Ton⸗ nen erhaͤrteter Kobold.. Anm. Kobol eln od igter eyden. zuomac ben au (u in ge Tab. ſelbtt, des erſt den Ble dder vom Pt hhuue g itzer gels . 507⸗ Vom Kobold, Saflor und Schmalte. 149 önige Anm. Auf großen Blaufarbe⸗Werken wird dieſes Puchen ge. und Waſchen in großen Poch⸗ und Waſch⸗Werken verrich⸗ tet. Das Roͤſten geſchieht in großen Oefen, die bald wie Backofen ausſehen, und einen wol 100 Klaftern(Pamnar) langen wagerechten Rauchfang haben, in welchem ſich das mit znen Arſemkmehl ſammlet, aus dem man nachher den weiſſen dwere Arſenik bereitet(114). Das Sieben geſchicht durch Siebe, 1 ſ die Ne die wohl verdeckt, damit nichts wegſtaͤuben moͤge, mit 3 mit hefte Riemen an die Muͤhle gehangen werden. Das grobe, ſo Windoſa, zuruͤckbleibt, wird von neuem geroͤſtet, und auf eben die Art damit verfahren. Den Namen hat dleſe Vermiſchung von der blauen Farbe, die ſie durchs Schmelzen erhaͤlt, m Scherben welche einem Saphirblau gleich ſtehet. Auf die Tonnen, an einen uin worinn die Miſchung eingepackt wird, werden nach der halben Cane Guͤte und Feinheit derſelben verſchiedene Zeichen einge⸗ Pottaſie brannt. F. 8. bedeutet feinen Saflor; M. 8. Mitkel miſcht, und Saflor; O. 8. Ordinair Saflor. trägt. d in Kleina§. 9. Man vermiſcht das gepuchte, gewaſchne und geroͤſtete Kobold⸗Erz(§. 8.) mit 2 oder 3 Theilen geſchlemmten Kie⸗ ſeln oder Sand, und eben ſo viel ſtark caleinirter und gerei⸗ 3 Kabd0 nigter Pottaſche, oder auch mit ſo viel von letzterer, als die ann auf in beyden andern, das Erz und die Kieſel zuſammen, ohngefehr (b ſeehe, d ausmachen, ſchmilzt es in großen Haͤfen, und ſchaͤumet das ehrern Thel oben auf fließende Salz, das nicht in die Verglaſung gegan⸗ ⸗Mahl et K 3 gen tt iſt, vem et, und uud(114) Solche Ofen finde man Juſti Ch. Schr. Th. I. einpatt in Ke h manns Cadmiolog. S. 270. Je A. Es ueᷣ: ffiſta- Tab. II. u. IIüI. gezeichnet, wo⸗ ria Cadnuæ Foſſilis metallicæ- t, dohem ſelbſt auch der vierte Abſchnitt Berol. 1744. 4. Cap. 3. S. 26. ff. Stin, u) des erſten Theils S. 53⸗71. von Daß die Smalte und folglich der nannt wid den Blaufarbwerken im Großen, Kobold den Alten ſo unbekannt und der fuͤnſte Abſchnitt S. 72. ff. nicht geweſen fey, wie man ge⸗ ein gpucte vom Probiren des Kobolds auf meiniglich glaubt, ſoll aus anti⸗ lemmrenc blaue Farbe nachzuſehen ſind. quen Moſaiquen Arbeiten zu er⸗ und in dr Kuͤrzer findet man es in Vo⸗ ſehen ſeyn. S. Frobers gels Pr. Min. Syſtem. Briefe aus Waͤlſchland. S. 507⸗512. S. 114. A. d. U. Prn S. auch von — eeeeedddͤu 7 ⸗ 3 .ö—ö Sechzehntes Capitel. gen iſt, ſondern als eine Glasgalle abgenommen werden muß, mit einem eiſernen oͤffel ab; dann ſchoͤpfet man das blaue Glas mit einer eiſernen Kelle heraus, und ſchuͤttet es in ein 150 Gefaͤß voll Waſſer, oder man nimt auch den Hafen heraus, und laͤßt die niedergeſchmolzene metalliſche Maſſe, die Speiſe genannt wird, erſtlich ablaufen, worauf man das Glas in kalten Waſſer abloͤſcht.(115) Das erhaltene Glas wird unter den Stampfen eines Pochwerks zerſtoſſen, geſiebet, und mit Waſſer auf einer Muͤhle gemahlen. Nach dem Mahlen wird die Muͤhle aus⸗ geleeret, und das Mehl mit dem Waſſer nach dem Waſch⸗ werk gebracht, um daſelbſt von allem Salze und dem weiſſen Staube rein gewaſchen zu werden; zu welchem Endzweck neue Waſchkuͤbel gebraucht werden, wovon man in das erſte das Mehl mit dem Waſſer ſchuͤttet und umruͤhrt, und wenn ſich das groͤbſte und ſchwerſte ein wenig geſetzt hat, das oben ſtehende truͤbe Waſſer in das anderer Gefaͤß ablaͤßt, dieſes mit Waſſer anfuͤllt, umruͤhrt, und nachdem es ſich etwas geſetzt hat, das oben ſtehende Truͤbe in das dritte Gefaͤß ab⸗ gießt, u. ſ. w. Nachdem es alſo durch dieſe 9 Kuͤbel gewa⸗ ſchen worden, wird es ſortirt und getrocknet, und Schmal⸗ te, blaue Staͤrke(Oelblau 116), Smaltum, auf fran⸗ zoͤſiſch Aur a poudre, oder Azur fin genannt. Schmalte iſt alſo ein mit Kieſeln und Pottaſche oder augenſalz verglaſetes und gepuͤlvertes Kobold⸗Erz. 1. Anm. (115) Dieſes Abloͤſchen im Waſſer iſt ein vorzuͤglicher und nothwendiger Handgriff zur Er⸗ haltung einer ſchoͤnen blauen Farbe. A. d. U. (116) Die Benennung des Oelblaues hat die Smalte, weil fie zum Oelmahlen brauchbar iſt, wie denn der blauen Stlaͤrke, weil auch die Staͤrke damit zum Blauen der Waͤſche verſetzt wird, wiewol ſolche hiedurch ſehr abge⸗ nutzt, und alſo das Blauen mit einem Safte aus dem Gewaͤchs⸗ Reich billig vorgezogen wird. . 2Q 2 werdenme an das lan üttet esin Hafen ſeta dieSh das Gla tampſen i ſſer auf n ie Mihlens h dem Vit d dem viſ⸗ em Endhet un in das e rt, und wen hat, das ie ablaͤßt, de es ſich ewe itte Glſiß Kübelgn ind Schme tum, aulfftr Pottaſche Er 1.An glauen Lut ärke damiri he berſekti durch ſcht as Blauen dem Gewith tgezogen n Vom Kobold, Saflor und Schmalte. 151 1. Anm. Je reiner und weiſſer der Kieſel, oder der Sand und die Pottaſche ſind, deſto ſchoͤner wird das Glas(117); und je weniger man von dieſen Materien gegen das Erz nimt, deſto dunkler wird das Glas, doch haͤngt auch vieles von der Beſchaffenheit des Erzes ab. Ueberhaupt wird das erhaltene gepuͤlverte Glas in zwey Sorten eingetheilt; die eine, welche hellblau iſt, und hernach bey einer neuen Bereitung von Schmalte mit dem verſetzten Kobolderz in dem Glasofen geſetzt wird, wird Eſchel, die andere dunkler gefaͤrbte Blaufarbe, oder Kobold genannt; Beyde Sorten werden wieder nach ihrer verſchiedenen Guͤte an Farbe und Feinheit ſortirt, und mit Buchſtaben be⸗ zeichnet F. F. F. E bedeutet Extra Fein Eſchel, F. F. E. Feinſte Eſchel; F. E. Fein Eſchel; M. E. Nittel Eſchel; O. E. Ordinair Eſchel; G. E. Gemein Eſchel; So bedeuten auch F. F. F. C. Extra feinen Kobold, O. C. Ordinairen Kobold, G. C. Gemeinen Kobold, O. B. Ordinaire Blaufarbe, u. ſ. w. 2. Anm. Ob die Farbe des Glaſes durch Abloͤſchung im Waſſer erhoͤhet werde, ſo wie man findet, daß der Zinno⸗ ber mit Waſſer gerieben eine hoͤhere, der mineraliſche Tur⸗ bith im Waſſer abgekuͤhlt eine gelbe, und guͤldiſches Sil⸗ ber im Waſſer gekornt eine gelbliche Farbe erhaͤlt, das laſſen wir dahin geſtellet ſeyn; ſo viel erhellet aber deutlich, daß durch ſolches Waſchen viel Ruß oder Staub abgeſchie⸗ den, und das Glas loſer und muͤrber zu puͤlvern wird(118). §. 102 Vermiſcht man das blaue Glas, ſo man entweder aus dem Kobold⸗Koͤnig(§. 7.) oder dem Kobold⸗Erz erhaͤlt, und welches Schmalte genannt wird(§. 9.), mit dreymal ſo viel K (117) Samb. Mag. B.XV. S. 408. A. d. U. (r18) Die Erhoͤhung der Farbe durch das Abloͤſchen wuͤrde ich aus den, durch die ſchleunige Erkaͤltung und dadurch bewuͤrkte 4 ſchwar⸗ Zuſammenziehung der Oberflaͤ⸗ che, zuruͤckgehaltenen und genauer vereinigten Feuerweſen und halb⸗ zerlegten brennbaren Theilen er⸗ klaͤren, ſo wie dieſes beym Stahle die Haͤrte deſſelben bewuͤrkt. A. d. U. 3 — — —— ———b—“b—bb 1 7 5 152 Sechzehntes Capitel. ſchwarzem Fluß, und einer reducirenden Materie, als Ruß oder Kohlgeſtuͤbe, wozu man noch etwas reines Glas oder Borax oder auch Glasgalle ſetzen kann, und ſchmilzt ſolches in einem Windofen, oder vor einem Blaſebalg, ſo erhaͤlt man nach vollendeter Schmelzung einen metalliſchen Koͤnig, der alle jetzt angefuͤhrte Eigenſchaften hat, und folglich ein reducirter Kobold⸗Koͤnig iſt.(1 19) FS. I1. Da man aus dem Kobold⸗Koͤnig ein blaues Glas er⸗ halten(§. 7.), und aus dieſem blauen Glaſe, wie aus der Schmalte, wieder einen Kobold⸗Koͤnig reduciren kann(§. 10), ſo ſieht man deutlich, daß die blaue Farbe von einem metal⸗ liſchen Weſen, oder einer metalliſchen Erde herruͤhret. Und da man findet, daß dieſes metalliſche Weſen ſeine beſondere Eigenſchaften hat, die ich angefuͤhrt habe, ſo erhellet auch deutlich, daß es ein beſonderes Halbmetall ſeyn muͤſſe. Der Kobold⸗Koͤnig iſt alſo ein beſonderes Halbmetall. Anm. Wenn man ſich erinnert, daß alle geſaͤrbten Glaͤſer und Fluͤſſe ihre Farbe von etwas Metalliſchen haben, wie (Phyſ. Chym. 1. Th.) angefuͤhrt worden iſt; ſo hat man daher eine Anleitung zu ſchließen, daß die blaue Farbe der Schmalte gleichfals von einem metalliſchen Weſen hergelei⸗ tet werden muͤſſen. Was dieſes im Kobold befindliche metalliſche Weſen eigentlich fuͤr eines ſeyn moͤge, daruͤber iſt man in Ungewißheit geweſen, und hat ſich mit Muth⸗ maßungen behelſen muͤſſen, bis der Bergrath Brandt dargethan hat, daß es von einem beſondern Halbmetall herruͤhre. Einige, unter welchen ich Ellern und Leh⸗ mann rechne, meynen, der Kobold habe die blaue Farbe vom Kupfer, oder einer Tinctura venerea nebſt Eiſen und Arſenik, 1 (1r9) Auch Hr. Baume cirung ohne ſo viele Weitlaͤuftig⸗ ſchreibt hiezu mehrere Zuſaͤtze keiten„blos mit Pottaſche und vor(Erl. Exp. Ch. Th. II. weiſſer Seife recht gut gelungen. S. 298.). Mir iſt die Redn⸗ A. d. U. ◻Ꝙ Vom Kobold, Saflor und Schmalte. 153 rie 9. „alRi Arſenik, weil a) alle Koboldaufloͤſungen, auf Eiſen ge⸗ 3 Gſes k ſtrichen, einen rothen Flecken zuruͤcklaſſen, b) weil man chmilßt ſa⸗ ſympathetiſche Dinte daraus bekommt, c) weil man in der gg, ſo elt Speiſe Eiſen, Kupfer und Arſenik vorfinden kann. Hierauf iſchen n ſe aber dient zur Antwort: 1) Daß die Aufloͤſung im fluͤchti⸗ d ſolg gen Laugenſalz kein Kupfer beweiſet, und daß einige Ko⸗ glch bolderze wol zuweilen etwas Kupfer enthalten moͤgen(120), man dagegen aber auch manche findet, die nicht die ge⸗ ringſte Spur deſſelben zeigen. Der rothe Flecken auf dem Eiſen will nicht viel bedeuten, und erſolgt auch nicht im⸗ nues g mer. 2) Daß die ſympathetiſchen Dinten nichts weniger Ulaih als Kupfer beweiſen. 3) Was die Speiſe betrift, ſo wer⸗ „ wie aus den wir davon im folgenden Capitel zu reden kommen. kann(. Dagegen hat Joh.. Go ttl. von Juſti, ſo wol einem n in ſeinem Grundriß des Mineral⸗Reichs, als in ſeinen andern Schriften, und noch neulich in ſeinen geſamten rihre, Chymiſchen Schriften. 1. B. S. 267. ff. und S. 438. ff ſeine benin behaupten wollen, die blaue Farbe haͤnge von einigen mit eehellt a Arſenik vereinigten Eiſentheilchen ab, und der Koͤnig, den müſſe man bey der Schmelzung der Kobolderze erhaͤlt, ſey nichts anders, als ein Gemenge aus Arfenik, Eiſen, Kupfer Halbmeul und Wißmuth, oder wie er in den Chym. Schriften. „. I. B. S. 51. ſaget, aus Arſenik, einer metalliſchen Erde ſarbten Glit und Eiſen. Seine Gruͤnde ſind fuͤrnemlich folgende: 1) n haben, n Daß man kein Kobolderz findet, welehes nicht Arſenik und ; ſo hot nn Eiſen halten ſolte. 2) Daß Henckel eine ſolche blaue aue Farbenr Farbe aus Eiſenfeilſpaͤnen und Arſenit habe bereiten konnen. geſen hergi 3) Daß man aus Braunſtein, der Eiſen haͤlt, mit Arſenik ld befndih vermiſcht, ein blaues Glas erhalten koͤnne. Aber ein jeder oge, dorür wird leicht die groben Fehler einſehen, die er hierinn be⸗ h mit Nuu gangen hat; wir merken hier nur kuͤrzlich an: a) daß es th Prandt falſch iſt, daß es kein Kobolderz ohne Arſenik gebe, und n Halbuntl iſt es merkwuͤrdig, daß er ſelbſt zugtebt, das ſchwarze Ko⸗ n und Leh⸗ bolderz von kleinen Zellen halte keinen Arſenik. S. ſeine e blauegute Chym. Schr. am angef. O. S. 445. b) Daß es falſch bſt Eſen mn iſt, daß Henckel eine blaue Farbe oder Schmalte aus Jeſant Eiſenfeilſpaͤnen und Arſenik bereitet habe.*) Daß es falſch iſt, daß der Braunſtein, anders als zufaͤlliger Weiſe, Eiſen „Viläſ ahte Pottaſche un (120) Oft findet ſich auch Laugenſalz blau faͤrben kann. Nickel mit dem Kobold zuſam A. d. II. men, der dann auch das fluͤchtige gut gelunge 154 Sechzehntes Capitel. enthalte, und mit Arſenik ein blaues Glas gebe, weil ſolches weiß iſt. Ueberdem haͤtte Herr von Ju ſti wiſ⸗ ſen muͤſſen, daß alle Kobolderze, ehe ſie geſchmolzen wer⸗ den, vorher geroͤſtet werden, damit der Arſenik weggejagt werde; auch haͤtte er wiſſen ſollen, daß man niemals aus einem Mißpickel oder Arſenik⸗Kies, der Arſenik und Eiſen haͤlt, ein blaues Glas bereiten kann. Was uͤbrigens den Koboldkoͤnig betrift, von welchem er ohne allen Erweis behauptet, daß er ein metalkiſches Gemenge ſey, ſo will ich nur das anfuͤhren, daß er, da er in den Chym. Schr. am angef. G. S. 51. ſagt: „In dem Falle wuͤrde der Koboldkoͤnig vor ein beſonderes „Halbmetall zu achten ſeyn, wenn die eigenthuͤmliche Erde „des Kobolds, welche die Glaͤſer blau faͤrbt, mit in den „Koͤnig gienge, woran ich ſehr zweifele.“ hiedurch zu erkennen giebt, daß er die Schmalte nicht unterſucht und reducirt habe, auch auf keinem Blaufarben⸗Werke gewe⸗ ſen ſey, und geſehen habe, daß die Kobold⸗Speiſe, oft bey einem neuen Geſchmelze zum blauen Glaſe angewandt wird, welches er doch von Keſſeln und Neumann Chem. T. Pr. Cap. de Arſenico, haͤtte lernen koͤnnen. G. 12. Da der Kobold⸗Koͤnig, wenn er verkalcht oder vergla⸗ ſet worden iſt, mit einem dienlichen Fluß und brennbarem Zuſatze in eine metalliſche Geſtalt wieder hergeſtellet werden kann(§. 10.), ſo iſt es offenbar, daß er aus einem, mit einer verglaslichen Erde, die unter der Verglaſung eine blaue Farbe annimt, vereinigten brennbaren Weſen beſtehet. Anm. Wenn Kobolderz geſchmolzen oder verglaſet wird, ſo ſetzt ſich etwas metalliſches zu Boden, das Speiſe(§. 9.) genannt wird(121). Es ſcheint daher das Metalli⸗ ſche⸗ (121) Dies iſt denn der uͤbri⸗ worden iſt, nicht mit ins Glas ge Kobold, welcher vielleicht, gegangen iſt, und oft Nickel und weil er beym Roͤſten nicht genug⸗ andere Metalle bey ſich fuͤhrt, ſam verkalcht, oder noch nicht wie in der Folge erwaͤhnt wird. aller Schwefel zugleich verjagt A. d. U. as gebe, a n Ju ſi nh ſchmoße dzen ue enik weggene n ne enit undgi jvon lt in metallſt, n,„daß ,A S. 51 ſen ein beſand thumähe bt, mtn « hiurh un 35 n.Warkeg d⸗Syeſt laſe enen Neunn n konnen. ht oder ben d brennber eſtellet wen 1s einem, n ſlung eineln beſſehen glaſet vid Speiſt 69 nit ins G oſt Niklu bey ſic ſ anhn nt we Vom Kobold, Saflor und Schmalte. 155 ſche, waͤhrend die Schlacke verglaſet wird, abgeſchieden zu werden, und unveraͤndert zu bleiben, welches noch deut⸗ licher zu erfolgen ſcheint, wenn ſolche Erze bearbeitet wer⸗ den, die nebſt dem Kobolde noch Wi tßmuth halten, der vorher mit gelinder Hitze ausgeſeigert und niedergeſchmol⸗ zen wird, worauf das Zuruͤckbleibſel, das Wißmuth⸗ graupen KRecremeutum lL'ifiuuth genannt wird, und blos fuͤr eine taube Schlacke oder glasachtige Erde gehalten worden, auf oberwaͤhnte Art behandelt(§. 9.) ein blaues Glas gebe. Von dieſen Umſtaͤnden haben die Chemiſten und Metallurgen ohne weitere Unterſuchung, eine Anleitung genommen, die blaue Farbe von einer Erde herzuleiten, die ſie eine metalliſche Erde nannten, und meynten, ſelbige konne weder als zu den ganzen, oder Halbmetallen, geho⸗ rig, noch als vom Arſenik oder Schwefel herruͤhrend, ſon⸗ dern nur als eine unbeſtimmte oder unreife Erde angeſehen werden. S. Henckels oritol. S. 462. Daß dieſes alles aber aus bloßer Unwiſſenheit geſchloſſen worden, iſt aus dem bisher angefuͤhrten offenbar, und ſteckt beſonders der Fehler darinn, daß ſie die erwaͤhnten Schlacken und Wis⸗ muthgraupen nicht unterſucht hatten. r e Siebenzehntes Capitel. Vom Nickel und der Speiſe. §. I. § as Halbmetall, ſo man Mickel nennt, weil es meh⸗ rentheils im Kupfer⸗Nickel gefunden wird, iſt in den ſpaͤtern Zeiten von dem Berghauptmann Cron⸗ ſtedt in den Abhandl. der Akad. der Wiſſenſch. zu Stockh. fuͤr das Jahr 1751. und 1754. zuerſt beſchrieben, und ihm folgende beſondere Eigenſchaften beygeleget worden. §. 2. Der Nickel iſt weiß von Farbe, etwas ins rothe ſpie⸗ lend, derb und glaͤnzend im Bruche. In Anſehung ſeiner eigen⸗ bbdd 3 7 156 Siebenzehntes Capitel. 1 eigenthuͤmlichen Schwere verhaͤlt er ſich zum Waſſer, wie 3 zu 1, oder eigentlicher, wie 8,500 zu 1,000. H⸗ 3. Im Feuer wird der Nickel durchs Calciniren, wenn er rein iſt, zu einem gruͤnen Kalch. Laͤßt man ihn waͤhrend des Verkalchens ungeruͤhrt, ſo ſchießt er bey ſtarker Hitze wie Baͤuꝛne oder Corallen in Aeſte an: und kann dieſer Kalch vor ſich allein nicht verglaſet werden, ob die dunkelgraue Farbe gleich in eine dunkelbraune uͤbergeht. Um in Fluß zu gera⸗ then, fordert der reine Nickel beynahe eben ſo einen Grad der Hitze, als das Kupfer, oder Gold, und iſt etwas fluͤchtig, gibt auch einen weißgelben Dampf, wenn man die Hitze mit einem Blaſebalg verſtaͤrkt. Auf der Kapelle treibt er nicht. Anm. Eben ſo verhaͤlt ſich das Erz deſſelben auch beym Roſten; es raucht recht ſtark, waͤchſt bey ſtaͤrkerer Hitze wenn man es ungeruͤhrt laͤßt, in baumaͤhnliche Geſtalten aus, und wird auch graulich und zuletzt dunkelbraun. 1 §. 44 Gegen die Mineralſaͤuren verhaͤlt ſich der Nickel auf folgende Art: 1) Die Vitriolſaͤure oͤſet ihn nicht gerne auf; kocht man den Nickel aber mit Vitrioloͤl, bis die mehreſte Fluͤßig⸗ keit abgeraucht iſt, ſo wird die Aufloͤſung zuletzt gruͤnlich. Kocht man dieſen gruͤnen Brey mit Waſſer, ſeihet denn das Waſſer durch, dampft es ab, und laͤßt es auſchießen, ſo er⸗ haͤit man einen gruͤnen Nickel⸗Vitriol. Anm. Eben dieſes erfolgt auch mit dem Erze, der den Nickel haͤlt, woher es auch kommt, daß das Nickelerz an der Luft mit einem gruͤnen Beſchlage oder Ocher verwittert, der aus⸗ gelaugt eine hochgruͤne Lauge giebt, die, abgedampft und angeſchoſſen, einen in vierſettige, auf zwey Seiten an den Enden abgeſchraͤgte, Saͤulen angeſchoſſenen gruͤnen Nickel⸗ Vitriol giebt.* 2) In Duſer, te einiren, ie nihn vin actrgß eſer Kalhe elgraue 91 Fluß ug inen Grdd etwas fach die Higen ben nu el ſtäͤrkere zliche Geſan inkelbraun. der Niclu ne auf; ic hreſte l lezt günd eihet damdo hießen, ei⸗ der denü etz an debe ttert der al gedampit) Sääten an runn Aü 9 Vom Nickel und der Speiſe. 157 2) In Scheidewaſſer oder Salpetergeiſt aufgeloͤſet, giebt er eine hochgruͤne Aufloͤſung, wird von reinem Waſſer gar nicht, von firem Laugenſalz zu einem weißen, ein wenig gruͤnlichten, Pulver niedergeſchlagen. 3) Vom Salzgeiſt und Koͤnigswaſſer wird er gleich⸗ falls mit einer gruͤnen Farbe aufgeloͤſet. 4 Anm. Alle Erzarten, welche Nickel enthalten, geben ſowol ein Vitriol⸗Oel, als Scheidewaſſer und Salzgeiſt, eine gruͤne Aufloͤſung, und iſt dieſes lange bekannt geweſen, ob man gleich nicht unterſucht hat, woher das komme. Wir finden hieraus eine leichte Art Nickelhaltige Erze, durch die gruͤne Farbe ſowol beym Verkalchen, als Aufloͤſen zu erkennen. Hievon iſt es hergekommen, daß man den Kupfer⸗Nickel ohne weitere Unterſuchung fuͤr eine Art von Kupfererz gehalten hat; weil das Kupfer einige Saͤuren gruͤn faͤrbt, weswegen auch Henckel in ſ. Kieshiſtorie S. 462. ff. meynt, und behauptet, der Kupfer⸗Nickel ent⸗ halte Kupfer und Kobold. Alle dieſe Aufloͤſungen werden von der Salzlauge nicht gefaͤllet, ſondern erhalten vielmehr eine ſtaͤrkere gruͤne Far⸗ be, und wenn man damit ſchreibet, werden die Buchſtaben gruͤn, verſchwinden jedoch nicht in der Kaͤlte. §. 5. Vom Salmiakgeiſt wird der Nickelkalch aufgeloͤſet, ent⸗ weder, wenn man den Nickel damit aus ſeiner Aufloͤſung (§. 4.) niederſchlaͤgt, und noch ſo viel davon hinzugießt, daß er zur Aufloͤſung zureichlich ſeyn kann, oder wenn man die⸗ ſen Geiſt auf den ausgeſuͤßten Niederſchlag gießt. Dieſe Aufloͤſung im Salmiak ſieht blau aus. Anm. Laͤßt man dieſe Aufloͤſung abrauchen, und reducirt den Bodenſatz, ſo erhaͤlt man einen Nickel⸗Koͤnig, aber kein Kupfer(122) das ſonſt auch den Salmjak⸗Geiſt blau faͤrbt. §. 6. (122) Man kanndieſes leicht nen Koͤnig in Vitriolſaurem auf⸗ finden, wenn man den erhalte⸗ loͤſet, da er eine gruͤne Auäfuns 7 giebt, X 158 Siebenzehntes Capitel. §. 6. Mit Salpeter verpuffet der Koͤnig nicht, gaͤhrt aber etwas damit; in ſtarkem Feuer wird der Nickel zuletzt vom Salpeter zu einer gelbgruͤnen Maſſe zerſtoͤrt. §. 7. 4. Mit Borax wird der Nickel ſo leicht nicht verſchlacket. Man kann alles Eiſen und allen Kobold vom Nickel ſcheiden, wenn man ihn erſtlich ein wenig roͤſtet, und dann mehrere male mit Borax ſchmilzt; in heftigem Feuer aber fließt der verkalchte Nickel mit dem Borax zu einem rothbraunen Glaſe, das bey ſtarker Hitze violett, und zuletzt weiß wird. Anm. Wir haben oben(§. 3.) ſchon angemerkt, daß ſich der Nickel⸗Koͤnig vor ſich allein nicht verglaſen laͤßt; hier wollen wir noch dies hinzuſetzen, daß man ihn auch nicht wohl mit einem Zuſatz von Glaſe verglaſen kann. §. 8. Zum Schwefel hat der Nickel eine ſehr ſtarke Anzie⸗ hung(123). Ein wohl geroͤſteter Nickelkalch vereinigt ſich damit in einem Scherben im Probier⸗Ofen zu einem Spur⸗ ſtein, der eine rundliche Oberflaͤche hat, und auswendig glaͤnzend von reguliniſcher Geſtalt und Haͤrte, inwendig im Bruche ſtahlderb iſt, gelb ausſieht, und dem Kupfer⸗Erze aͤhnlich giebt, wenn er aber Kupfer waͤ⸗ re, eine blaue geben muͤßte. A. d. U. (123) Vielleicht moͤchte man daher vermoͤge des Schwefels den Nickel vom Kobolde ſcheiden koͤnnen. Umgekehrt ſcheint ſich nach einem Verſuche des Herrn Baume(Prl. Exp. Ch. Th. II. S. 324.) der Kobold durch eine Schwefelleber vom Nickel ſcheiden zu laſſen; welches auch der Herr von Enge⸗ ſtroͤm Tal om Mineralogieus Hinder och Framſteg) bejahet, der die Meynung des Hrn. Bau⸗ me, als wenn der Kobold hiebey auseinander geſetzt waͤre, zugleich widerlegt. A. d. U. ich Rattrun füſamn tennt Metal davon 3 hartes Diſſe, ſi mit V h ¹4) dgfne ht, gährt c6 ckel zlgen cht vercht Nickel ſche dann mi aber fitß brauneng wird. nerkt, deß laſen läßt, dihn auhn kann, r ſtarte 4 h vereinig neinem en nd auswen , inwendi Kupfer0, 11 4.) der 40 wefelebe ii ulaſſe; kit von Eng. Mixrabha zeg) bejehn s Hrn. Ba erKobob ſi twäre, u Vom Nickel und der Speiſe. 159 aͤhnlich iſt, das man Stalslag(124) nennt. Durch Calci⸗ niren wird dieſer Spurſtein leicht zu einem Kalch, wenn er nach und nach zerrieben wird.(S. Cap. 10.§. 15. N. 13.) Loͤſet man den Nickel in Schwefelleber oder mit vitrio⸗ liſirten Weinſtein auf(S. Cap. 10.§. 10.), ſo erhaͤlt man eine metalliſch glaͤnzende Maſſe, die den gewoͤhnlichen Kupfer⸗ Erzen voͤllig gleich ſieht. Wenn man dieſe Vermiſchung an der Luft zerfließen laͤßt, oder mit Waſſer aufloͤſet, ſo werden einige metalliſche Blaͤtterchen abgeſchieden, die mit leicht⸗ fluͤßigem Glasſatz mehrentheils zu einem, aus Schwefel und Nickel beſtehenden, Nickel⸗Rohſtein zuſammenfließen. §. 9. In Vermiſchung und im Fluſſe mit andern Halb⸗ oder ganzen Metallen verhaͤlt ſich der Nickel auf folgende Art: 1) Gold loͤſet er in einem anhaltenden Schmelzfeuer auf, und wird daraus ein weiſſer, doch dunkler und ſproͤder Koͤnig. Dieſe Vermiſchung wird durch die Aufloͤſung in Scheidewaſſer wieder getrennt. 2) Mit dem Silber vereinigt er ſich nicht, und ob es gleich ſcheint, als waͤre das Silber und der Nickel in einem plattrunden Koͤnig zuſammengezogen, ſo ſind ſie doch nur zuſammengeſintert, und koͤnnen leicht mit dem Hammer ge⸗ trennt werden. Hiebey iſt dies merkwuͤrdig, daß man dieſe Metalle allezeit in einer Flaͤche liegen findet, ohne daß eines davon ſich uͤber oder unter dem andern geſetzt hat. 3) Kupfer und Nickel vermiſcht, machen ein weiſſes, hartes und ſproͤdes Metall aus, das an der Luft leicht roſtet. Dieſe Vermiſchung verraͤth das Daſeyn des Kupfers, wenn ſie mit Borax geſchmolzen wird, da ſie das Varorglir, da⸗ on (124) Dies iſt ein derber ſolida. Waller. Mineral. Kupferkies, Minera cupri flava S. 365. A. d. U. 160 Siebenzehntes Capitel. ſonſt vom Nickelkalch roth gefaͤrbt wird, gruͤn faͤrbet; und macht man das Kupfer ausfindig, wenn man die Vermi⸗ ſchung aufloͤſet, und dann mit Zink oder Eiſen niederſchlaͤgt. Anm. In Anleitung dieſes Verſuchs ſieht man, daß der Kupfer⸗Nickel mit Recht dieſen Nahmen erhalten hat, da er einem Kupfererz aͤhnlich ſieht, aber kein Kupfer enthaͤlt; denn Nickel bedeutet ſo viel als nichts. 0—) Das Zinn vereinigt ſich leicht mit dem Nickel zu ei⸗ nem weiſſen glaͤnzenden Koͤrper, und wenn dieſe Vereinigung mit der Muffel bewuͤrket iſt, lodert in demſelben Augenblick eine Flamme auf, und beyde bluͤhen zu einem weiſſen Kalch in baumaͤhnlicher Geſtalt auf. 5) Das Bley vereinigt ſich ſchwerlich mit dem Nickel, und wird daraus ein ſproͤder, ſchwaͤrzlicher und grobaͤugich⸗ ter Koͤnig.— 6) Das Eiſen iſt unter den Metallen dem Nickel das liebſte, und ſcheint es, als wenn der Schwefel, der das Ei⸗ ſen ſo leicht aufloͤſet, die beyde zuſammenhaͤlt. Wenn man daher das Eiſen vom Nickel ſcheiden will, muß man den Nickel wohl verkalchen, und dann das Eiſen, mit Borax und Kalch zu gleichen Theilen gemiſcht, verſchlacken. 7) Mit Queckſilber laͤßt ſich der Nickel weder durch kal⸗ tes Reiben, noch wenn man geſchmolzenen Nickel zu einem in Waſſer wohl erhitzten Queckſilber gießt, vereinigen. 8) Der Arfſenik haͤlt ſich lange beym Nickel, und iſt ſchwer davon zu ſcheiden. 9) Der Kobold hat eine ſtarke Anziehung zum Nickel. Man ſieht dieſes daraus, daß, wenn das Eiſen gleich durch die Verſchlackung mit Borar vom Koͤnige geſchieden wird, doch der uͤbrige Koͤnig den Borayx mit einer blauen Saflor⸗ Farbe faͤrbet. Schmilzt man Kobold und Nickel zuſammen, ſo erhaͤlt man einen koͤrnichten ſtahlblauen Koͤnig, der in Scheidewaſſer nit einer hochrothen Farbe, wie ein reiner Koboldkoͤnig aufgeloͤſet wird. 10) Mit 1 licht, ſt d er dar hen ei 9ng Sc Vaſſe pung Permi Uniger liſche dem. mit a den J) 1 Vom Nickel und der Speiſe. 161 dn fätbe„ an die Wn. 10) Mit rohem Spießglaſe vermiſcht ſich der Nickel en nidrftt leicht, und wird ſproͤde, weiß und ſchuppicht im Bruche. 6 Mit dem Spießglas⸗Koͤnig wird ein feſter bleyfarbener Koͤr⸗ per daraus, der im Scheidewaſſer wieder geſchieden wird. t man, da erhalten ſi Kupfer ent 11) Wißmuth und Nickel zuſammengeſchmolzen, ge⸗ ben einen ſproͤden, im Bruche ſchuppichten und ſchattichten en Nitn( Skyggande)(125) Köͤnig. ööſet man dieſe Vermiſchung eſe Vaein in Scheidewaſſer auf, ſo kann der Wißmuth daraus mit löcn un Waſſer niedergeſchlagen werden, welches mit allen Vermi⸗ mn ſchungen mit den uͤbrigen Metallen nicht angeht. In dieſer wiſſnt Vermiſchung laͤßt ſich der Wißmuth mit dem Kobold ver⸗ . einigen. n zu 12) Mit dem Zink vermiſcht ſich der Nickel nicht. uit Man ſieht hieraus, daß ſich der Nickel, in den metal⸗ em Nt liſchen und halbmetalliſchen Vermiſchungen, ziemlich mit dI, deet dem Kobold uͤbereins verhaͤlt(S. Cap. 16.§. 6.), und ſich . Vmn mit allen ganzen und Halbmetallen, das Silber, Queckſilber, muf und den Zink, und zum Theil das Bley ausgenommen, vereinigt. n, mit Rr§. 10. hlain Die Aneignung des Nickels ſcheint in folgender Ord⸗ vederduthe nung zu ſeyn: 1) Zum Kobold; 2) zu Eiſen; 3) zum Ar⸗ ſickl ui ſenik; 4) zum Zink; 5) zu Wißmuth. Seine Aneignung einigen. zu den uͤbrigen Metallen kann man noch nicht beſtimmen. ſiickel, wi 8 1. Da der Nickel und Kobold mehrentheils in einem Erze, ag zn J3 auch ſogar in dem ſogenannten Kupfernickel zuſammen gefun⸗ ſen gih den werden, wie Henckel in ſeiner Pyritol. am angef. ſieden Orte bezeuget, außer welchem man noch oft in eben dem kel zuſanm 3 Erze önig, di(125) Ich halte dieſen Aus, gebraͤuchlichen Beyworte glan⸗ wie ein tie druck mit dem in der Mineralogie zig fuͤr einerley. A. d. U. 10)— 4 1 162— Siebenzehntes Capitel. 8. Erze etwas Wißmuth eingemiſcht findet, ſo iſt es kein Wun⸗ der, daß die Maſſe, welche ſich beym Koboldſchmelzen ſam⸗ let, und Speiſe genannt wird(S. Cap. 16.§. 9.), von verſchiedener Beſchaffenheit iſt. 1) Oft iſt ſie ein Nickel, oder eigentlicher zu reden, ein Nickel⸗Rohſtein, der den im Roͤſten nicht fortgejagten Schwefel und Arſenik an ſich genommen hat. Dieſe Speiſe wird daraus erkannt, daß ſie im Bruche derb iſt, verkalchet gruͤn wird, wie auch mit Scheidewaſſer eine gruͤne Aufloͤſung giebt. oͤſet man ſie in Vitrioloel auf, wobey ein ſehr ſtar⸗ ker und ſchwefelichter Dampf mit Gewalt aufſteigt, wie auch etwas Arſenik, und laͤßt dieſe Vermiſchung ſtehen, ſo erhaͤlt man bald genug den gruͤnen Nickel⸗Vitriol. 2) Oft iſt dieſe Speiſe ein Kobold⸗Koͤnig, oder Ko⸗ bold⸗Rohſtein, der ſich mit dem Schwefel und Arſenik ver⸗ einigt hat. Dieſe Speiſe erkennt man daran, daß ſie im Bruche ſtahlblau iſt. Mit Scheidewaſſer und Vitrioloel giebt ſie eine rothe Aufloͤſung, verkalcht wird ſie dunkelbraun; Sie giebt ein blaues Glas, und kann daher auch zum Umſchmel⸗ zen gebraucht werden(S. Cap. 16.§. 11. Anm.). 3) Zuweilen iſt dieſe Speiſe ein Wißmuth, der ſich waͤhrend dem Schmelzen niedergeſchlagen hat. Dieſen kennt man an ſeiner innern Fuͤgung(Textur) und daran, daß er die mineraliſchen Saͤuren weder roth noch gruͤn fäͤrbt. 4) Oft iſt die Speiſe ein Gemenge aus Nickel, Kobold und Eiſen, daß auch in den mineraliſchen Saͤuren eine rothe Aufloͤſung giebt, aber verkalcht, theils gruͤn, theils braun wird, da denn das braune gemeiniglich oben auf, und der gruͤne Kalch darunter liegt, wenn man die Speiſe waͤhrend dem Roͤſten nicht ruͤhrt. Schmilzt man dieſes Gemenge nach dem Roͤſten mit Borar und Kalch, und ſchmilzt es wie⸗ derum mit bloßem Borax„ſo erhaͤlt man zulezt reinen Nickel und blaues Glas. 5) Oft Ki man man fanen em g Af te 16 kein de dſchmehen ſ 6.§.-), licher unn cht ſorgein Dieſe 8 iſt, vattte grüͤneA y ein ſiſ deigt, niun ehen, ſat. onig, org nd Arfenker inn, daß ſer Vitrialel fkelbraun,e zum Umſcne nm.). munh, deſt Diſſe in daran, di⸗ färb. Nickel, 860 uren einen „theils h auf, un peiſe vihn eſes Genng hmnihesn treinen i 1 M Vom Nickel und der Speiſe. 163 5) Oft iſt die Speiſe ein Gemenge aus Kobold, Nickel und Wißmuth, das gleichfals durch die Verkalchung, theils braun, theils gruͤn wird. In den mineraliſchen Saͤuren wird es beynahe gelbgruͤn oder braun aufgeloͤſet, und wechſelt waͤhrend der Aufloͤſung mit den Farben. Anm. Hieraus erſieht man, wie ſehr diejenigen irren, welche die Speiſe fuͤr ein Gemenge aus Arſenik und Eiſen, oder fuͤr einen reinen Wißmuth halten: daß die Speiſe zuweilen von der Luft aufgeloͤſet und ſalzig wird, wie von Juſti in ſ. Chym. Schr. S. 441. berichtet, ſolches hat ſie mit andern geſchwefelten Sporſteinen gemein(126). §. 12. Schmilzt man den Nickelkalch(§. 3.) mie ſchwarzem Fluß, und einer reducirenden brennbaren Materie, ſo erhaͤlt man den Nickel wieder in Geſtalt eines Koͤnigs. So erhaͤlt man gleichfals einen Nickel⸗Koͤnig, wenn man den gruͤn en Vitriol, ſo man aus dem Nickel ſelbſt, oder ſeinen Erzen erhaͤlt,(§. 4. n. 1.) mit dreymahl ſo viel ſchwar⸗ zem Fluß ſchmilzt. Anm. Schmilzt man das geroͤſtete Nickelerz, das ſich waͤh⸗ rend dem Roͤſten ſo, wie der Nickel(§. 3. 9. Anm.) zeiget, mit ſchwarzem Fluß und reiner brennbaren Materie, ſo erhaͤlt man einen geſchwefelten und eiſenhaltigen Nickel roͤſtet man dieſen, verkalcht ihn, und verſchlackt ihn erſt⸗ lich mit Borax und Kalch, darnach mit bloßen Borax, ſo erhaͤlt man einen reinen Nickel. Nimt man die unter dem Roͤſten aufgeſchoſſenen baum⸗ aͤhnlichen Zweige zur Schmelzung, ſo erhaͤlt man einen reinen, und von aller andern Beymiſchung befreyeten Koͤnig. Hat man einen reinen derben Kupfer⸗Nickel, und roͤſtet ihn auf einem Scherben unter einer Muffel, ſo tehere 2 ich (126) Von der Speiſe kann miofogie Th. II. Abſchn. 4. S. man auch Cehmanns caa- 104, 105. nachſehen. A. d. U. 164 Siebenzehntes Kapitel. ſich ein Rohſtein heraus, und das uͤbrige bleibt ein unge⸗ ſchmolzenes hellbraunes eiſenhaltiges Gemenge. Dieſer Rohſtein waͤchſt bey weiterm Verkalchen in Zweige und Kugeln aus, die gleich gruͤn werden, bald hoher, bald bleicher von Farbe, mehrentheils unter der braunen Maſſe liegen, und leicht zu ſehen find, wenn man dieſe Naſſe vorſichtig aufhebet. Dieſes gelingt auch mit einem derben Erz von Loos, wie ich erfahren habe. Schmilzt man dieſe gruͤne Gewaͤchſe ſodann mit ſchwarzem Fluß, ſo erhaͤlt man einen Nickel, der jedoch noch etwas Schwefel, Arſe⸗ nik und Eiſen haͤlt, die auf oberwaͤhnte Art abgeſchieden werden koͤnnen. §. 13. Da der Nickel alle die Eigenſchaften hat, die einem metalliſchen Koͤnige zukommen; indem er einen metalliſchen Glanz und Schwere hat, ſich mit den andern Metallen ver⸗ einigt, ohne ihr metalliſch Weſen zu zerſtoͤren(§. 3.), wie andere Metalle verkalcht und reducirt wird(§. 12), und im Erkalten eine glaͤnzende erhabene Oberflaͤche bekommt, ſo ſiehet man leicht ein, daß der Nickel eine metalliſche Beſchaf⸗ fenheit habe. 4 S. 14. 8* Da ſich das metalliſche Weſen des Nickels(§. 13.) 1) in Anſehung ſeiner Schwere, die geringer als die Schwere des Kobolds iſt, aber die Schwere des Wißmuths uͤbergeht (§. 2.); 2) in Anſehung der gruͤnen Farbe, die es ſowol durch Aufloͤſungen(§. 4.) als Verkalchungen(§. 3. u.§. 12. 2. Anm.) erhaͤlt; 3) in Anſehung des Auswachſens ſowol des Rickels ſelbſt, als ſeines Erzes;(§. 3. u.§. 12. Anm.); 4) in Anſehung ſeiner ſtarken Anziehung zum Schwefel (F. 8.), und 5) dadurch, daß er nicht gerne in heftigem Feuer das Glas faͤrbt, oder ſich verglaſen laͤßt(§. 3.), von den uͤbrigen Halb⸗ und ganzen Metallen unterſcheidet, ſo ſchließt man hieraus, daß der Nickel ein beſonderes Halb⸗ metall ſey. Anm. dieſen läſun engen thels ded als Gla gehe Vom Nickel und der Speiſe. 165 ebleibt e 3 emengt mw Anm. Wenn man die von uns in dieſem und dem vorherge⸗ in dura henden Capitel angefuͤhrten Eigenſchaften des Nickels und bald fäi Kobolds zureichlich erwaͤgt, ſo ſcheint der Nickel mit dem MI,- Kobold die größte Aehnlichkeit zu haben, und mit ihm am er br 1 n. c B 3—. aunn eheſten uͤberein zu kommen. Weil ſie ſich a) in Anſehung uent der Aufloͤſung in den mineraliſchen Saͤuren, die Farbe chnilte 4 ausgenommen,(S.§.+ und Cap. 15.§. 4.) b) wie auch Fuuß, hn. in der Aufloͤſung im fluͤchtigen Laugenſalz(S.§. 5. und 8 3 don Cap. 16.§. 5.) und c) in Vermiſchung mit andern Me⸗ „ wefh tallen(§. 9. u. Cap. 16.§. 6.) den Wißmuth ausgenom⸗ tt abgit men, mehrentheils gleich verhalten. Daß ſie aber dennoch unterſchiedene Halbmetalle ſind, kann man aus den von uns angefuͤhrten Unterſchieden ſehen. Joh. Heinr. S. von Juſti hat dagegen in hat, dem den Chym. Schr. S. 49. ff. und ſeinen andern vorher inen meirlt herausgegebenen Schriften behauptet, daß der Nickel en Merli nichts anders als ein Gemenge aus Kupfer, Kobold⸗ en 6. Speiſe, Arſenik und Eiſen ſey. Er will dieſe Meynung 7e1 d? zohhl durch folgende Gruͤnde erhaͤrten: 1) Daß das von §. 12),R. Cronſtedten beſchriebene Erz eben die Eigenſchaf⸗ he bekomm ten als der Kupfer⸗Nickel habe; 2) daß der aus dem rcaliſced Kupfer⸗Nickel geſchmolzene Koͤnig das Scheide⸗ und Koͤ⸗ nigs⸗Waſſer gleichfalls in Anſehung des Kobolds, be⸗ ſonders aber des Kupfers, gruͤn faͤrbe, als welches in dieſen Aufloͤſungs⸗Mitteln gruͤn wird, und gruͤne Auf⸗ loͤſungen giebt; 3) daß die Auswachſung von einem ſickis(1 eingemiſchten Zink herruͤhren konne; 4) daß das Kupfer als deetr theils aus der gruͤnen Farbe, die der Salmiak⸗Geiſt, der vom Kupfer blau gefaͤrbt wird, davon annimt, theils munhe üi aus der Verglaſung mit Borax zu einem rothbraunen de, die t ſ Glaſe, weil Kupfer mit Borax, wenn es nicht im Fluſſe n G..u gehalten wird, ein rothbraunes Glas giebt, theils auch swalſſni daraus, daß er ſich, wie das Kupfer, nicht mit dem Queck⸗ ſn r ſilber amalgamiren laͤßt, deutlich erkannt werde. zum St Hierwieder wollen wir in aller Kuͤrze nur folgende erne in hi Umſtaͤnde anfuͤhren: a) Der Kupfer⸗Nickel iſt eben das üt( 3 Erz, welches den Nickel enthaͤlt; folglich iſt es kein Wun⸗ „ der, daß er eben die Eigenſchaften hat, die Cronſtedt ntaſcede, beſchrieben hat, und daß er Nickel haͤlt. Man ſieht hier⸗ eſonderes aus, daß von Juſti nicht einmahl gewußt hat, wovon L 3 Cron⸗ u 166 Siebenzehntes Capitel. Cronſtedtredet, folglich von einer Sache, die er nicht kannte, und nicht verſtand, ohne Grund geredet hat. b) Indem der Herr von Juſti zugiebt, daß der vom Kupfer⸗ Nickel erhaltene Koͤnig das Scheidewaſſer gruͤn faͤrbet, ſo giebt er zugleich, wenn gleich wider ſeinen Willen und ohne es zu wiſſen, zu, daß der Nickel etwas anders als Kobold ſey, von dem er ungereimter Weiſe ſagt, daß er das Scheide⸗ und Konigswaſſer gruͤn faͤrbe, da er dieſe Aufloͤſungsmit⸗ tel roth ſaͤrbt. Solte die gruͤne Farbe vom Kupfer kom⸗ men, ſo fraͤgt ſich, warum man denn mit Vitriolsl daraus keinen blanen Vitriol, wie doch geſchehen ſolte, ſondern einen gruͤnen erhaͤlt? c) Daß das Auswachſen von einem beygemiſchten Zink herruͤhren konne, davon hat der Herr von Juſti wol keinen Grund anfuͤhren koͤnnen, weil andere Metalle bey gewiſſen Gelegenheiten eben ſowol, als der Zink auswachſen, indeſſen aber wunſchten ich und an⸗ dere nur, zu wiſſen, wenn, und mit welchen Umſtaͤnden von Juſti angenommen hat, daß der Zink oder das Zinkerz auswachſe? Daß er in Blumen zerleget werden kann, iſt eine ganz andere Sache, und hat mit dieſen Auswach⸗ ſungen keine Aehnlichkeit; der Herr von Juſti verraͤth ſeine Unwiſſenheit zu ſehr; d) Was die Gruͤnde betrift, mit welchen er die Gegenwart des Kupfers erweiſen will, ſo ſind ſelbige von ſolcher Beſchaffenheit, daß ſie wenig Aufmerkſamkeit verdienen; denn was die gruͤne Farbe be⸗ trift, die das Scheidewaſſer davon erhaͤlt, ſo haben wir, mehrerer Umſtaͤnde zu geſchweigen, eben ſchon erinnert, daß man, falls ſelbige vom Kupfer herruͤhrt, mit Vitriolol keinen gruͤnen, ſondern einen blauen Vitriol„ erhalten muͤßte, und doch giebt der Nickel die gruͤne Farbe allen mineraliſchen Saͤuren. Daß der Salmiakgeiſt vom Kupfer blau wird, iſt wahr, ob er aber, wenn er den Nickel auf⸗ 0oſet, von einem in demſelben befindlichen Kupfer blau werde, iſt eine andere Frage, die mit Recht verneinet wer⸗ den kann, bis der Herr von Juſti entweder durch Re⸗ duciren oder Vermiſchen mit Zink, oder auf eine andere Art eine Spur vom Kupfer in dem Niederſchlage wird er⸗ weiſen koͤnnen(S.§. 5.). Die Verglaſung des Nickels mit Borax zeigt deutlich, daß hier kein Kupfer gefunden wird, da das Glas in ſtarkem Feuer wieder weiß wird. Was die Amalgamtrung betrift, ſo haben wir ſchon in einer Abhandlung gezeigt, daß das Kupfer ſich leicht ben m Erde we Maeerie (un cope ſicht Halbweta deſſen §. 300. auf ſane Maele weicher nich in nur al Farbee arſenital Jog der? tm Erzen 6 aus d bey de 36 Pfan a ni d ſchwatzr der Cet yſtalli hielt er durch g Kupſerg hrauſete nich ſeß 8 4us; 9) hrluſetee ggheine ge inem weij ch, die e eh dervon u grün fit e Willen und 5 als Koh bakee er das e ei Aufäſtng m Käufer fe Gitriolol den ſolte, ann chſen von ha den hat dehr fonnen, n eben ſenel zten ich unde chen Unſite Zink oder get werdein ieſen Aueer J uſti benn Gruͤnde ben⸗ s erweiſenn daß ſie ne gruͤne Fir ſo haben n n erinner, mit Vitten kriol, 3 ne Fare u eiſt von Kun den Nicka n Kupfr verneinee eder durc uf eine ane hhlage ui g des Aüt un gxind er vaif n wir ſchen h agig Vom Nickel und der Speiſe. mit dem Queckſilber aualganren laͤßt, welches der Nickel nicht thut(127). §. 15. Da der Nickel durchs Verkalchen zu einer glasachtigen Erde werden kann(S.§. 3. u.§. 7.), welche mit brennbaren Materien wieder zu Nickel in metalliſcher Geſtalt reducirt (127) Auch der Hr. Bergrath Scopol i will den Nickel noch nicht ſo recht fur ein beſonderes Halbmetall gelten laſſen. S. deſſen Princ. Miu. Syft.& Prast. §. 300. Er beruft ſich daſelbſt auf ſeine, mit dem Terhehenr Nickel angeſtellte Verſuche, als welcher 1) bey der Verkalchung nicht in Zweige aufſchoß, ſondern nur aufſchwoll, eine erdichte Farbe erhielt, und einen dicken arſenikaliſchen Dampf gab; 2) Zog der Magnet aus dem geroͤſte⸗ ten Erze noch mehr Theile aus, als aus dem rohen; 3) verlohr er bey der Verkalchung 30 bis 36 Pfund vom Centner; 4) gab er mit Bley eine mußige unreine ſchwarzgraue Schlacke; cryſtalliniſchen Arſenik; 6) er⸗ hielt er aus dem geroͤſteten Erze durch gehoͤrige Zuſaͤtze ein mit Kupfer gemiſchtes Eiſenkorn; 7) brauſete er mit dem Vitriolgeiſt nicht ſehr, faͤrbte ihn roͤthlich, und das Zuruͤckbleibſel ſah braun aus; 8) Mit Scheidewaſſer brauſete er lange und heftig, und gab eine gelbliche Aufloͤſung nebſt einem weißlichen Zuruͤckbleibſel; 5) gab der Centner 9 bis 12 Pfund 864 werden 9) den Salmiakgeiſt faͤrbte er blau; 10) gab er mit Sand und Laugenſalz ein blaues Glas. S. deſſen Einl. z. Kenntniß u. Gebrauch der Foßilien. Ob nun gleich dieſe Erſcheinun⸗ gen von denen, ſtedet beſchrieben hat, zum Theil merklich unterſchieden ſind, ſo laͤßt ſich doch daraus weiter nichts ſchließen, als daß der vom Hrn. Bergrath unterſuchte Nickel nicht rein, ſondern mit andern Me⸗ tallen, z.B. Kobold(S. n. 7 u. 10.) vermiſcht geweſen it: und da uͤbrigens die Cron⸗ ſtedtſchen Verſuche, deren noch verſchiedene vom Hrn. B. R. nicht angefuͤhrt ſind, Kennzeichen genug zum weſentlichen Unter⸗ ſcheide des von ihm unterſuchten Nickels von andern Halbmetallen darbietet, ſo folgt daraus offen⸗ bar, daß das vom Hrn. B. R. unterſuchte Mineral entweder kein Nickel, oder ein ſehr unrei⸗ ner geweſen ſey. Die Reduci⸗ rung des durch den Salmiakgeiſt ausgezogenen wuͤrde den Herrn B. R. vielleicht eines andern uͤberfuͤhrt haben. 3 Daß 167 welche Cron⸗ Riga u. Mietau. 1769. S. 194. 7 168 Acchtzehntes Capitel. werden kann(§. 11. und 12.), ſo ſchließt man hieraus, daß der Nickel aus einer brennbaren Materie und einer glasachti⸗ gen Erde, die das Glas in ſtarkem Feuer nicht ſonderlich faͤrbet(§. 7.), beſtehe. A e e eeeeeeee Achtzehntes Capitel. Vom Wißmuth, Blanc d' Eſpagne u. a. m. §. I. eil der Kobold, Nickel und Wißmuth oft in einem Erze zuſammen gefunden, und ſolchergeſtalt ſehr mit einander verwechſelt werden, ſo wollen wir nun die Eigenſchaften des Wißmuths kuͤrzlich betrachten, damit Daß der Herr Ritter und Archiater von Linne den Nickel in ſeinem Syſtem unter die Kupfererze gebracht hat, und an dem weſentlichen Unterſchiede deſſelben von andern Metallen und Halbmetallen zweifelt, wun⸗ dert mich um ſo viel mehr, da doch in demſelben Syſtem das Eißbley nebſt dem Braunſtein und Wolfram, nach einer, viel⸗ leicht nicht ſo ganz ungegruͤnde⸗ ten, Vermuthung, als ein be⸗ ſonderes Metall aufgefuͤhrt wor⸗ den ſind. Auch Herr Sage, der ſonſt zu Neuerungen ſo geneigt iſt, (Anf. Gr. der Min. Leipz. 1775. g. S. 175. 176.) rechnet den Kupfernickel noch zu den dieſe Kobolderzen, ohne außer dem Kupfer, Eiſen, Kobold und Ar⸗ ſenik ein beſonderes Metall an⸗ zufuͤhren. Herr Baume(Erl. Exp. Ch. Th. II. S. 336⸗ 341.) führet nur die Cronſtedt⸗ ſchen Verſuche an, will den Nickel aber doch auch fuͤr eine Vermiſchung verſchiedener me⸗ talliſchen Subſtanzen halten. Daß der Nickel den vornehm⸗ ſten Theil des ſilberaͤhnlichen und in hohem Werthe gehaltenen weißen Metalls der Chineſer ausmache, lehrt Herr von Engeſtroͤm in ſeiner ſchon angefuͤhrten Rede(om Mineralo- Siens hinder ock fraulfteg) Aum. .Q 2 ſſhrie T dieſe drey ie beſſer nterſched Anm. ſeit. heuti lius renn unter thun. tich uns Ind (1a) thliche an hierne 1” einet llec nich ſnde dn 4** pagne th oſtin in dnhu— wollen wi gachten, de ohne aufe h Koboſd un eres Mln e(cEtlec 3. 336 39) Cronſtar e an, wil w ˖auch fit rſchiedene n nzen halen A den vornir eraͤhnüchnn the geholen ls der Chint t Hert vol in ſeint ſ (on Mhenik anſel) u Vom Wißmuth, Blanc d Eſpagne ic. dieſe drey Metalle, indem ſie neben einander ſtehen, um ſo viel beſſer moͤgen mit einander verglichen, und von einander unterſchieden werden koͤnnen. Anm. Dieſes Halbmetall iſt, ſo viel man weiß, nur erſt ſeit 4 bis 500 Jahren bekannt. Abertus Aagn as be⸗ ſchrieb es unter dem Nahmen Marcaſita, den es auch noch heutiges Tages in den Apotheken behalten hat. Baſi⸗ lius nennt es Bismuthum und Wißmuth. Agricola nennt es graues Bley oder Aſchbley, Plumbum Cinereum, unter welchem Mahnden auch andere deſſen Erwaͤhnung thun. Woher es dieſe Nahmen erhalten habe, und ob es richtiger ſey, es Bißmuth oder Wißmuth zu nennen, ſcheint uns ſehr gleichguͤltig ſeyn zu koͤnnen. §. 2. Der Wißmuth iſt weißgelb(128) von Farbe, blaͤtte⸗ richt, gleichſam ſchiefericht im Bruche, und bruͤchig(129) 169 genug, dabey aber doch etwas weich. Seine eigenthuͤmliche Schwere verhaͤlt ſich zur Schwere des Waſſers, wie 9,700 zu IO000. Anm. In Anſehung der Schwere koͤmmt der Wißmuth dem Silber am naͤchſten. §. 3. Im Feuer verhaͤlt ſich der Wißmuth, wie folget: L (128) Er ſpielet etwas ins rothliche und unterſcheidet ſich dadurch vom Zink, welcher mehr ins blaͤuliche fallt. Bruche iſt er vom Zink, welchem er ſonſt ſehr nahe koͤmmt, unter⸗ ſchieden; er faͤllt in gewiſſe Blaͤt⸗ ter und Flaͤchen, da die Textur des Zinks ſpreuartig(aceroſa) d. i. aus kleinen unordentlich zu⸗ ſammengehaͤuften Blaͤttchen be⸗ ſteht. A. d. U. Auch im 5 1) (129) Mit Boray oder fixem Laugenſalz geſchmolzen, wird er etwas geſchmeidiger, und da die⸗ ſes durch bloße entzuͤndliche Zu⸗ ſatze nicht zu bewuͤrken iſt, ſo ruͤhrt die Bruͤchigkeit des Wiß⸗ muth nach dem Herrn B. R. Scopoli(Ann. Hiſi. Nat. V. S. 62.§. 16.) nicht von einem Mangel am brennbaren Weſen, ſondern von einer eingemiſchten fremden Saͤure her. A. d. U. 1 170 Achtzehntes Capitel. 1) Schmilzt er bey gelindem Feuer wie das Bley, ebe er gluͤhend wird, und dampft, wenn er geſchmolzen, wie Bley, aber mit einem ſtaͤrkern, entzuͤndlichen und mit einer. blauen Flamme brennenden Dampf. Er kann ſolchergeſtalt in offenem Feuer groͤßtentheils in Daͤmpfe weggejagt werden, ſo daß von 4 Loth Wißmuth nicht mehr als 24 Gran Glaͤtte uͤberbleibt, welche der Glaͤtte, die man vom Bley erhaͤlt, voͤllig gleich iſt. Anm. Pott leugnet dieſe Erſcheinungen zum Theil in ſeiner Abhandl. deliſmutzo; Geoffroy der juͤngere aber hat ſie in den Mem. de t'cad. R. de Parrs. fuͤrs Jahr 1753.— mit vielen Verſuchen beſtaͤrket, und haben ſelbige ihre Rich⸗ tigkeit, wenn man nur reinen Wißmuth hat. 2) Schmilzt man den Wißmuth in einem Scherben unter der Muffel, oder in einem andern Gefaͤß, und ruͤhrt ihn fleißig um, ſo verkalcht er ſich, wie Bley, zu einem gelben Kalch, der bey ſtaͤrkerer Hitze vor ſich ſelbſt zu einem gelben Glaſe fließt, das auf der Kapelle, wie Bleyglas treibt, und daher eben ſo gebraucht werden kann, die unedlen Me⸗ talle zu verglaſen, und die damit vermiſchten edlen Metalle auf der Kapelle abzutreiben. Auch hat dieſes Glas eine bey⸗ nahe eben ſo durchdringende Kraft, als das Bleyglas. 1. Anm. Nach Pott's Zeugniß am angef. O. verliehrt der Wißmuth waͤhrend dem Verkalchen von 2 Unzen und 3 Quentgen ohngefehr 1 und ein halb Quentgen; aber nach Geoffroy's Verſuch am angef. O. ſoll der Wiß⸗ muth eben ſo wie das Bley einen Zuwachs am Gewicht, von ohngefehr ein Dreyzehntheil gegen den eingeſetzten Wißmuth erhalten(130), und nach Neumann erhaͤlt 2 man (130) Die Verſchiedenheit laͤnger im Feuer gehalten wird, dieſer Erfolge kann von der Zeit abhaͤngen, die der Wismuth im Feuer gehalten worden iſt. Zu⸗ erſt verliert er beym Verkalchen ſein Brennbares und muß daher auch einen Abgang am Gewichte keiden. Wenn der Kalch aber erhaͤlt er wieder einen Zuwachs am Gewichte, durch die ſich, aus dem Feuer, an ihn haͤngenden Theile, die denn endlich das Ge⸗ wicht, ſo der Wismuth vor dem Verkalchen hatte, uͤberſteigen muͤſſen. A. d. U. einerner ihn mit 88 9 eung cbe Retorie mehr ſtaͤndig Gelege mehr'? das Bo, 6 molzen, n und mitg n ſochenne gejagt wai 4Gran git Voy d zum Thal er ſuͤngere⸗ rs Jahr e ü hrecde nem Sch äß, undii ley, zu ehm ſllbſt za imn Bleyglastet j unedlen R edlen Mu Hlas einelh leyglos . G. berlit 12 Un)en u) tentgen; lit ſoll de d am emi en eingeſen nann ahl nc gehalten di einen zuvetz ch die ſch 1 hu hngean zolich dus 6 mut vor do übertein e Vom Wißmuth, Blanc d'Eſpagne ꝛc. 171 man auf jedes Pfund gegen eine halbe Unze Uebergewicht. Auch berichtet Meuder im Commerc. Lit. Norimb. 1753. n. 156. daß der Wißmuth im Brennpunkte eines Brenn⸗ ſpiegels zu einem klaren gelben Glaſe flteße, das mehr wie⸗ gen ſoll, als der Wißmuth vorher wog. 2. Anm. Daß man aus dem Wißmuth auch eine, wiewol etwas bleichere, Mennige bereiten kann, hat Geoffroy auch am angef. O. erwieſen. 3) Thut man gepuͤlverten Wißmuth in einen ſtarken ſteinernen oder eiſernen Kolben, oder Retorte, und treibt ihn mit ſtarkem Feuer, ſo ſublimiren ſich einige wenige weiſſe etwas gelblichte Blumen auf. Steellet man dieſe Sublimi⸗ rung aber in einem mit einem Stoͤpſel verſehenen Kolben oder Retorte an, daß man Luft hinein laſſen kann, ſo erhaͤlt man mehr Blumen, die nicht arſenikaliſch, ſondern im Feuer be⸗ ſtaͤndig ſind. Je mehr uft hinzu kommt, und je mehr man Gelegenheit hat, das geſchmolzene Metall zu ruͤhren, deſto mehr Blumen erhaͤlt man. Anm. Man kann den Wißmuth in offenem Feuer, wenn die Luft frey hinzukommen kann, ganz in Daͤmpfe verjagen. 4) Treibet der Wißmuth auf der Kapelle, wie Bley. Anm. Einige meynen, der Wißmuth benehme dem Silber etwas von ſeiner Geſchmeidigkeit, wenn es damit abgetrie⸗ ben wuͤrde, und rathen daher, daß man 4 Theile Wißmuth mit 2 Theilen Bley vernniſche, ſo ſoll man ein ganz reines und geſchmeidiges Silber erhalten, das zu Treſſen das dienlichſte ſey. Portt berichtet am angef. O. als er zu einem Quentgen Silber, in einem Scherben, 4 Quentgen Wißmuth zugeſetzt, und das Gemenge 8 Stunden in ſtar⸗ kem Feuer gehalten hat, habe er gefunden, daß das Sil⸗ ber einen Zuwachs von 10 Gran am Gewicht bekommen habe, aber dabey etwas bruͤchig geweſen ſey. .§. 4. Was das Verhalten des Wißmuths gegen die minera⸗ liſchen Saͤuren betrift, ſo iſt folgendes zu merken: 1) Daß vom Salpeterſauren ſeines brenn⸗ 172 Achtzehntes Capitel. 1) Daß der Wißmuth vom Vitrioloͤl mit einer gelb. rothen Farbe aufgeloͤſet wird, die ſich jedoch, wenn man die Aufloͤſung etwas ſtehn laͤßt, zu einer dunklen oder braunen Farbe veraͤndert. Anm. Es iſt merkwuͤrdig, daß man aus dieſer Aufloͤſung durch fixes Laugenſalz nichts niederſchlagen kann. 2) Vom Scheidewaſſer oder Salpetergeiſt wird der Wißmuth am beſten und ſtaͤrkſten mit einem ſtarken Rauch und Brauſen aufgeloͤſet. Mit zwey Theilen Scheidewaſſer kann man einen Theil Wißmuth aufloͤſen, wenn man vor⸗ ſichtig damit umgeht. Nach geſchehener Aufloͤſung pflegt der Wißmuth, wenn ſelbige wohl geſaͤttiget iſt, und man ſie un⸗ geruͤhrt ſtehen laͤßt, anzuſchießen. Die Aufloͤſung ſieht weiß⸗ lich aus, wird aber zuletzt klar, beynahe blaͤulich wie Waſſer; wenn man ſie aber mit Waſſer verduͤnnt, wird ſie wieder weis, wie Milch.(131) 1. Anm. Nimt man zu viel Scheidewaſſer, ſo wird das Brauſen zu ſtark, ſo daß es uͤber den Rand des Gefaͤßes hinaus gaͤhrt. Das beſte iſt daher, daß man zur Zeit immer ſehr wenig Wißmuth aus Scheidewaſſer wirft, und aufloͤſen laͤßt(132); auch kann man das Scheidewaſſer vorher etwas mit Waſſer verduͤnnen. 2. Anm. Die mit Scheidewaſſer oder Salpeter⸗Geiſt berei⸗ tete Aufloͤſung kann mit reinem Waſfer gefaͤllet werden, wenn man 8 bis 9 mahl ſo viel davon zugießt; auch wird ſie von einer ſehr verduͤnnten Salzlauge gefaͤllet. Die ganze Aufloͤſung wird davon weis, und es legt ſich ein fe ne allen metalliſchen Auflöſungen, baren Weſens nicht gaͤnzlich be⸗ wo es auf Genauigkeit und Si⸗ (131) Daß der Wismuth(132) Es iſt dieſes ein bey V 1 V raubet, ſondern aus der Auflö⸗ I talliſch niedergeſchlagen werde, griff, beſonders aber bey denen berichtet der Hr. B. R. Sco⸗ Metallen, die ſich ſonſt leicht poli in ſ. Prine. Min. Syſt. E verkalchen. A. d. U. FPracl.§. 223. A. d. U. ſung mit Waſſer zum Theil me, cherheit ankommt, noͤthiger Hand⸗ V l mit iin, klen dder h Z dieſer zuft gen kann. tergeiſt wih em ſtatken e len Scheide „wenn mng uftoͤſung zin „ und maſſe fföſung ſte rulich wie Wi⸗ rd ſie wieden ſſer, ſo wid Nand des Giſt daß man zar; ewaßer vitt, das Schederi peter⸗Geſite gefäͤllt den gießt; auc ge gefällt, es legt ſihenf 1 Jiſt diſs i chen Aufüſbi nauigket un mt,rüchgre es aber bo h ie ſich oſ l „ d. U. Vom Wißmuth, Blanc d'Eſpagne ꝛc. 173 nes weiſſes Pulver daraus nieder, das mit reinem Waſſer ausgeſuͤßt, und vorſichtig im Schatten getrocknet, Blane a Eſpague, Blauc des Peules, Magiſtlerium Bismaelhi, genannt wird. Dieſes wird als ein Schoͤnheits⸗Mittel zur Schmin⸗ ke, auch von den Peruckmachern, die Haare blaß zu machen, gebraucht; doch wird ſolch Haar davon mit der Zeit ſchwarz. Calcinirt man dieſes Pulver etwas im Feuer, ſo erhaͤlt es eine gelbliche Farbe, wie der Turbith, erhaͤlt aber ſeine weiße Farbe in der Kaͤlte wieder, da es fett und blaͤttericht, wie Talk anzufuͤhlen iſt. Verrichtet man die Faͤllung mit gefloſſenem Weinſteinoel, ſo wird der Niederſchlag Magiſte- rium Vismuthi Clavei genannt. Dieſe Faͤllung kann auch mit waͤßrichtem und weinich⸗ tem Salmiakgeiſt, wie auch mit Weingeiſt verrichtet werden. C. Neumann berichtet im Cap. vom Wißmuth, daß die Aufloͤſung des Wißmuths im Scheidewaſſer, von einer Goldaufloͤſung in Koͤnigswaſſer, einer Kupfer⸗Eiſen⸗ und Bley⸗Aufloͤſung in Scheidewaſſer, und von in Waſſer aufgeloͤßten aͤtzenden Sublimat, einigen Niederſchlag leide, obgleich von verſchiedener Weiſſe, und in größerer oder geringerer Menge: Silber, Zinn, Queckſilber und Spieß⸗ glas⸗Koͤnig aber in Scheidewaſſer aufgeloͤſet ſchlagen gar nichts, und die Zink⸗Aufloſung in Scheidewaſſer ſehr wenig daraus nieder. C. Neumann berichtet zwar auch ebendaſ. daß der Wißmuth aus ſeiner Aufloͤſung in Scheidewaſſer durch aufgeloͤſeten gereinigten Salpeter, vitrioliſirten Weinſtein, Kochſalz, Wunderſalz, blaͤttrichtes Weinſteinſalz(Terra foliata Tartari), fixen Salmiak, Alaun, Borax und Sal⸗ miak, niedergeſchlagen werden; wogegen aber Pott be⸗ hauptet hat, daß durch die gedachten Aufloͤſungen in An⸗ ſehung ihrer Salze kein Niederſchlag bewuͤrket wuͤrde, ſon⸗ dern nur vermoge des Waſſers, in welchen die Salze auf⸗ geloͤßt ſind; er hat erfahren, daß weder durch Kupfer⸗ Vitriol, Wunderſalz, Salmiak, vitrioliſirten Weinſtein, noch durch die uͤbrigen Salze ein ſonderlicher Niederſchlag bewuͤrket werden kann. 3. Wenn man den Wißmuth in Scheidewaſſer aufloͤſet, und mit Salzlauge niederſchlaͤgt, ſo erhaͤlt man keinen Harne Wißmuth,(NYiſmuthum cornuum), wie einige meynen, ſondern und wird die Aufloͤſung im Anfang gruͤn, nachher aber klar, 174. Acchtzehntes Capitel. ſondern einen ſtrengfluͤßigen Kalch, weil die Salzlauge den Wißmuth nicht vermoͤge ihrer Salze, ſondern vermoͤge ihres Waſſers niederſchlaͤgt. 4. Anm. Was die ſympathetiſche Dinte anbetrift, wovon durchgaͤngig gemeldet wird, daß ſie aus dem Wißmutherz durch Aufloſung in Scheidewaſſer und Beymiſchung einer ſtarken Salzlauge bereitet werde; ſo haben wir unſere Sedanken und Meynung hievon ſchon angefuhrt. Wir leugnen nemlich nicht, daß ſie aus einem Wißmuth bereitet werden koͤnne, behaupten aber, daß es mit keinem andern angehe, als welches zugleich Kobold enthalt, indem der Kobold, und nicht der Wißmuth das iſt, was die gedachte Dinte bewuͤrket(S. Cap. 16.§. 4. n. 2.)(133). Löoſet man Wtßmutherz in Scheidewaſſer auf, ſo werden die Aufloͤſun⸗ gen mehrentheils gruͤn, oder gelbgruͤn, aber nicht roth, wie vom Kobold, und geben wol zuweilen eine gruͤne ſym⸗ pathetiſche Dinte, aber keine ſo vollkommene, als die, welche man aus dem reinen Kobolderz erhaͤlt. 3) Vom Sazzgeiſt wird der Wißmuth ſchwerlich auſ⸗ geloͤſet, ehe er verkalchet worden; doch muß man zugeben, daß mit Beyhuͤlfe einer anhaltenden Digerirung etwas davon aufgeloͤſet wird, das mit firem und fluͤchtigem Laugenſalz dar⸗ aus niedergeſchlagen werden kann. Verkalcht man den Wiß⸗ muth aber vorher, ſo wird er gleich ganz und gar aufgeloͤſet. Anm. Das Wißmutherz, ſo zugleich Kobold haͤlt, wird vom Sazgeiſt mit gelbrother Farbe aufgeloͤſet, und wenn man mit der Aufloͤſung etwas ſchreibt, ſo werden die Buchſtaben in der Waͤrme gruͤn. 11 4) Vom Koͤnigswaſſer wird der Wißmuth aufgeloͤſet, wie (133) Zudem kann man ſie auch aus den Wismuthgraupen, dem Zuruͤckbleibſel vom Aus⸗ ſchmelzen des Wismuths, erhal⸗ ten, wie auch dieſe zum Blau⸗ farbemachen genommen werden, indem der Kobold ſtrengfluͤßiger als der Wismuth iſt, und daher bey dem Grade des Feuers, wo⸗ durch der Wismuth heraus ge⸗ ſeigert werden kann, nicht ſchmilzt, ſondern im Erze zu⸗ ruͤckbleibt. A. d. UM. I die Waſ iget, we 1. Anr gelbe briäu 2. An den kapel bey, wora Pen mut ſth it jee we bon da ble tal Ja (iza) fallenden Perſen, vichten g kann man Gemäͤdden nachahmen attgeriebe Niangema ſhenannte Vom Wißmuth, Blanc d'Eſpagne ꝛc. 175 eSahzla banege wie Waſſer. Auch wird er durch das Koͤnigswaſſer verfluͤch⸗ tiget, wenn man ſolches mehrere male daruͤber abzieht. nbetri. em Un 1. Anm. Die Wißmutherze geben mit dem Koͤnigswaſſer eine hmiſchun e9 gelbe Aufloſung, die in der Waͤrme nicht gruͤn, ſondern den nuhm braun wird. 0 en wir dng 4 s. 2. Anm. Wenn man 1 Theil Wißmuth mit 2 Theilen aͤtzen⸗ kaun di den Sublimat vermiſcht, und aus einer in eine Sand⸗ nem ende kapelle geſetzten Retorte treibt, ſo fließet das Gemenge alt, inen bey geringer Hitze mit einigem Brauſen, und wird gruͤn, vas dieg worauf man bey ſtufenweiſer vermehrter Hitze erſtlich 33). doſem ein lebendiges Queckſilber, darnach aber eine Wiß⸗ en die Lufei. muth⸗Butter erhaͤlt, die im Halſe der Retorte ge⸗ ꝛber nicſt n ſtehet, zum Theil aber, wenn das Feuer ſtark geweſen eine gruͤneſy iſt, in die Vorlage uͤbergehet. Dieſe Wißmuth Butter mene, ab zerfließt an der Luft, und laͤßt mit Waſſer verduͤnnt ein lt weiſſes Pulver fallen. Deſtillirt man dieſe Wißmuthbutter von neuem, ſo erhaͤlt man wieder einige Butter, die wie üna ha das vorige mal erſcheint, aber am Boden der Retorte man uügin bleibt ein feines zartes Pulver, von Farbe, wie die Orien⸗ g etwas i taliſchen Perlen, liegen. Deſtillirt man dieſe Wißmuth⸗ Butter zum dritten Mahle, ſo erhaͤlt man ein noch zaͤr⸗ augenſahde teres und feineres Pulver, von einer hohen Perlenfarbe, man den A und kann man die Wißmuth⸗Butter ſolchergeſtalt durch gar auſgelt wiederholte Deſtillirungen ganz und gar zu einem lebendi⸗ , gen Queckſilber, und einem ſolchen Perlfarbenen Pulver, haͤlt, vidtm mit dem man die Orientaliſchen Perlen ſelbſt in Gemaͤlden, und wemne nachahmen kann(134), zerlegen. S. die Hiſt. de? dtad. die Buchſihn Roy. de Paris. Ver⸗ uth auſgibt hher aber t.(134) Einenſolchen ins Graue mit welcher die innere Flaͤche M fallenden Silberglanz, wie von zarter Glaskugeln uͤberzogen und Perlen, auch den von den ner⸗ ſo Perlen nachgeahmt werden, ˖it, un dir vichten Fluͤgeln der Inſekten, die aus den Schuppen des Cy- es Feuels, R uth heraus 9 kann, 1 n im Etze Ä. kann man in feinen Miniatur⸗ Gemaͤlden auch mit Eyerſchalen nachahmen, die roh mit Waſſer zart gerieben und mit etwas Gum⸗ mi angemacht werden. Von der ſogenannten orientaliſchen Eſſenz, rini Alburni Liue bereitet wird. S. die Anm. des Herrn Prof. Beckmanns in Sage chem. Unterſ. Gott. 1775. 8. S. 82. ff. A. d. U. 176 Achtzehntes Capitel. Vermiſcht man 2 Theile Wißmuth mit einem Theil aͤtzenden Sublimat, und deſtillirt es, ſo erhaͤlt man, wie bey der Oeſtillirung des Operments mit aͤtzendem Subli⸗ mat, zwey Fluͤßigkeiten, die ſich nicht mit einander ver⸗ miſchen laſſen; indem die eine einem Oele, die andere einem Geiſte aͤhnlich iſt: dieſes ruͤhrt von de ſowol in dem Wißinutherz 6. iſt(435. m Arſenik her, der als in dem Operment befindlich 5. Der deſtillirte Eßig loͤſet den Wißmuth eben ſo leicht, wie das Bley, bey ſtarkem Sieden, auf, erhaͤlt davon aber nicht, wie einige meynen, einen ſuͤßen, kupferichten und freſſenden Geſchmack. ſondern einen bittern, Aus dieſer Aufloͤſung kann man den Wißmuth leicht mit fixem Laugenſalz niederſchlagen, bemerken, daß das Wißmut muth ſelbſt, aufgeloͤſet wird. und kann man hiebey h⸗Erz leichter, als der Wiß⸗ Anm. Wenn der Eßig recht ſcharf und ſtark, und mit Koch⸗ ſalz, Salpeter oder Alaun geſchaͤrft iſt, und dann mit dem Koboldhaltigen Wißmuth⸗Erz gekocht und abgegoſſen, die zuruͤckgebliebene Maſſe etwas caleinirt, und ſo lange eingedickt wird, bis er ſo dick wie Hefen wird, man eine roͤthliche ſympathetiſche Dinte(136). (135) Nicht alle Wißmuth⸗ erze konnen als arſenikaliſch an⸗ geſehen werden, und wenn Ar⸗ ſenik darinn enthalten iſt, ſo haben ſie ihn nur zufaͤllig. Bil⸗ lig ſollte man die reinern Wis⸗ mutherze nicht einmal Erze nen⸗ nen; denn den Wißmuth finder man gewohnlich gediegen, und unvererzet in den Geſteinen, und kann er daher auch aus dieſen Muͤttern blos durch den gehoͤri⸗ gen Grad des Feuers ausge⸗ ſchmolzen werden, wie denn auch der Herr Bergrath Scopoli ſo erhaͤlt §. 6. aus der Urſache blos gediegenen Wißmuth annimt.(Princ. Mia. S.& radt.§. 222.) Wo nun aber z. B. Kobold mit eingemiſcht iſt, kann er wol mit vererzet ſeyn, wenigſtens daß man denn in einem ſolchen Erze wol Arſenik ſuchen koͤnne, da dieſer die mehreſte Zeit nicht weit vom Kobolde und ein ſehr gewoͤhnlicher Begleiter deſ⸗ ſelben iſt. A. d. U. (136) Die Urſache hievon ſteckt darinn, daß hiebey zugleich Kobold mit aufgeloſet worden iſt. 9 9 9 mit einin g rhilrnn itenden 8 nit einande, die ander 6 Arſenit be, erment beß. th cön rhaͤlt dewn ern einen i Wißmuß ann man h „ als der d k, und ni , und dann. t und ahgene rt, und ſol wird, ſo h 136). ſi he blos ghihn imt.(Liu §. 222,) Vu pold wit enxme olmit vernn man deminr vol Arſenit it er die mehniit n Kobolde m ſcher eglein d ülfat hin daß hiee nt fgebſt nann Vom Wißmuth, Blanc d'Eſpagne ꝛc. 177 §. 6. Fluͤchtiges Laugenſalz, z. B. der Salmiakgeiſt, loͤſet nichts vom Wißmuth auf, doch wird ſolcher Geiſt nach lan⸗ gen Digeriren etwas gelblich; loͤſet man den Wißmuth aber in Salpetergeiſt auf, und ſchlaͤgt ihn dann mit Salmiakgeiſt nieder, ſo wird er, wenn man mehr von demſelben zugießt, wieder davon aufgeloͤſet. Wann man den Wißmuth oder deſſen Aufloͤſung mit fixem Laugenſalz niederſchlaͤgt, und den Niederſchlag wohl auslauget und trocknet, ſo wird ſolcher auch vom Salmiakgeiſt aufgeloͤſet, wie das Queckſilber, wenn es auf dieſe Art behandelt wird. Anm. Daß der Wißmuth von dem mit Ochſenblut geſchaͤrf⸗ ten Laugenſalze aufgeloͤſet werden koͤnne, wenn er damit aus dem Scheidewaſſer gefaͤllet wird, hat Marggraf in den Mem, de Berlin. 1745. bewieſen. §. 7. Mit Salpeter verpuffet der Wißmuth nicht, wird aber verkalcht; und dieſer Kalch kann mit heftigem Feuer leicht zu einem gelblichen Glaſe verglaſet werden. Zu 1 Theil Wißmuth werden beynahe 5 Theile Salpeter erfordert. Anm. Wenn man Wißmuth⸗Erz mit Wunderſalz ſchmilzt und, was ſich aufgeloͤſet hat, mit reinem Waſſer auslau⸗ get, ſo erhaͤlt man eine roͤthliche Aufloͤſung, die in der Waͤrme gruͤn wird; es verſteht ſich aber, daß dieſes nur von dem Wißmuth⸗Erze gilt, das zugleich Kobold enthaͤlt. §. 8. Traͤgt man Schwefel zu geſchmolzenem Wißmuth, ſo bekommt er davon ein ſpießichtes Anſehen, wie Spießglas, und wird zu einem Rohſtein; man kann den Schwefel aber nachher durch Roͤſten wieder voͤllig davon abſcheiden. S. Cap. 10.§. 15. N. 9. 1. Anm. C. Weumann berichtet in ſeiner Chym. Keſ⸗ ſelſchen Ausg. T. IV. P. I. S. 620, und Fimmerm. M Ausg. —ꝛ——— 178 Achtzehntes Capitel. Ausg. S. 1275. als etwas beſonderes, daß er aus Wiß⸗ muthkalch und Schwefel eine dem rohen Spießglaſe aͤhn⸗ liche Maſſe erhalten habe, womit er einige Verſuche ange⸗ ſtellt hat, da er nicht wußte, daß dieſe Maſſe ein Wißmuth⸗ Rohſtein oder Spurſtein war, von welchem man eben die Wuͤrkung zu erwarten hatte, die andere Spurſteine liefern, und war weiter nichts in allen den angefuͤhrten Verſuchen, das ein weiteres Nachdenken erforderte, ſondern man haͤtte beynahe vorher wiſſen konnen, wie ſie ausfallen wuͤrden, wwenn man ſich die Aneignung der Metalle bekant gemacht haͤtte. 2. Anm. Daß der Wißmuth von der Schwefelleber aufgels⸗ ſet werde, iſt bekant. S. Cap. 10.§. 10. §. 9. In Verbindung mit ganzen und Halbmetallen verhaͤt ſich der Wißmuth auf folgende Art: 1) Mit dem Golde vereinigt er ſich leicht im Fluß, und wird das Gemenge, wie Wißmuth ausſehend, das auch bruͤchig iſt, und waͤhrend dem Schmelzen wird ein Theil des Wißmuths verglaſet. Dieſes Gemenge ſcheidet ſich leicht auf der Kapelle, woſelbſt man den Wißmuth, wie Bley, ab⸗ treiben, und das Gold ſodann durch Schmelzen mit Borax und heftigem Feuer zur hoͤchſten Feinheit bringen kann. 2) Mit Silber laͤßt ſich der Wißmuth auch leicht zu⸗ ſammenſchmelzen, ſo daß das Gemenge wie Wißmuth aus⸗ ſieht; das Silber verliert aber weniger von ſeiner Geſchmei⸗ digkeit, als das Gold. Waͤhrend der Schmelzung verglaſet ſich ein Theil des Wißmuths. Dieſes Gemenge ſcheidet ſich gleichfalls auf der Kapelle, doch pflegt ſich gemeiniglich etwas Wißmuth ſo an das Silber zu haͤngen, daß er durchs Ab⸗ treiben auf der Kapelle nicht davon geſchieden werden kann, woher einige die Meynung gefaßt haben, daß das Silber durch die Behandlungen mit Wißmuth einen Zuwachs an ſeinem Gewichte bekomme. 3) Kupfer mugeſchm iupuver ght, wen ſahr en 2 92 geſchmole ſeht, nur ſoldern ma Ehmengen Zſommen wärden. Anm. nird und tane ſchie 9 einander die ſich e Schmelje gung mit d Anm. I na, 6) mit heſtig Magnet halle, S daß et aud 8 Soitſgii e Varſtttn iſe en Vi em man purſteme hrten Pait ndern man sfallen vi e bekant gene efellebe aß metallen d it in züß hend, dabn ird ein d heidet ſchl h, wie Alht tzen mi I igen kan h auch lit Wißmuh ſeiner Gſte nelzung vage enge ſhediſ meiniglchen zer dcs en weddnir daß do el en Junaci⸗ Hii Vom Wißmuth, Blanc d' Eſpagne ꝛc. 179 3) Kupfer und Wißmuth zu gleichen Theilen zuſam⸗ mengeſchmolzen, geben eine blaßrothe ſproͤde Maſſe, die man zu Pulver ſtoſſen kann. Waͤhrend dem Zuſammenſchmelzen geht, wenn man von jedem 1 Loth genommen hat, ohnge⸗ fehr ein Quentchen durch die Verkalchung verlohren. 4) Zinn und Wißmuth zu gleichen Theilen zuſammen⸗ geſchmolzen, geben ein Gemenge, das wie Wißmuth aus⸗ ſieht, nur mit dem Unterſchied, daß es nicht ſo glaͤnzend, ſondern matter im Bruche, als der Wißmuth iſt. Dieſes Gemenge iſt ſehr leichtfluͤßig im Feuer. Auch geſchicht die Zuſammenſchmelzung ohne daß etwas merkliches verbrannt worden. Anm. Wann man Zinn mit wenig Wißmuth ſchmilzt, ſo wird es haͤrter und klingend davon. Aus 2 Theilen Zinn und 1 Theil Wißmuth erhaͤlt man ein Metall, das Tut⸗ tanego genannt wird; dieſes iſt aber von dem Zink unter⸗ ſchieden, der ſonſten auch Tuttanego genannt wird. 5) Bley und Wißmuth in gleichem Verhaͤltniß gegen einander zuſammengeſchmolzen, geben eine dunkelgraue Maſſe, die ſich etwas beugen und haͤmmern laͤßt. Waͤhrend dem Schmelzen wird vielmehr verſchlacket, als in der Vereini⸗ gung mit dem Zinn. G Anm. Wie hiedurch Mercurificirungen bewuͤrket werden koͤn⸗ nen, S. Cap. 14.§. 32. 2. Anm. 6) Mit Eiſen brennt er etwas im Feuer, fließt aber mit heftigem Feuer zuſammen, und das Gemenge wird vom Magnet gezogen. 2) Wie ſich der Wißmuth mit dem Queckſilber ver⸗ halte, S. Cap. 14.§. 31. 8) Wie mit Arſenik, S. Cap. 15.§. 23. N. 9. 9) Mit Kobold, S. Cap. 16.§. 6. N. 10. 10) Mit Nickel, S. Cap. 17.§. 9. N. 11. M 2 11) Mit ————— —— 180 Achtzehntes Capitel. 11) Mit dem Spießglas⸗Koͤnig vereinigt ſich der Wiß⸗ muth vollkommen ohne einige Verſchlackung, und das Ge⸗ menge ſieht wie Spießglas⸗Koͤnig oder weiſſer Wißmuth aus. 12) Mit Zink brennt der Wißmuth beſtaͤndig beym Schmelzen, ſo lange der Zink raucht, und giebt keinen Koͤ⸗ nig, ſondern der Zink wird verkalcht; wie denn auch Dott de V'ſinuthio S. 153. berichtet, daß ſich Zink und Wißmuth nicht mit einander im Fluſſe vereinigen laſſen, ſondern der Zink, wenn man das Schmelzen mit ſchnellem Feuer be⸗ wuͤrket, allein unter dem Wißmuth liegend gefunden werde, und leicht davon geſchieden werden koͤnne. Nimt man aber gleich viel Wißmuth und Zink, bedeckt das Gemenge mit ſchwarzen Fluß, und ſchmilzt es ſo, ſo vereinigen ſie ſich zu einem ſproͤden Gemenge, wobey der Wißmuth auch ſein ſchie⸗ ferichtes und glaͤnziges Gefuͤge verliert, und an deſſen Statt im Bruche ſtreifig wird. Man ſieht hieraus, daß der Wißmuth alle ganze und Halbmetalle, den Arſenik und das Gold ausgenommen, auf⸗ loͤſet. Seine Verwandſchaft zu denſelben ſcheint in folgender Ordnung zu ſtehen: 1) Zum Bley, durch welches er vom Kupfer und Schwefel geſchieden wird; 2) zum Silber; 3) zum Golde; 4) zum Queckſilber; 5) zum Spießglas⸗Koͤ⸗ nige; 6) zum Zinn; 7) zum Eiſen; 8) zum Kupfer. r. Anm. Bey dieſer metalliſchen Vermiſchung iſt zu bemer⸗ ken, daß der Wißmuth in Verbindung mit dem Golde und Silber eine Maſſe ausmacht, die eine größere eigenthuͤm⸗ liche Schwere haͤlt, als jedes derſelben beſonders betrach⸗ tet, vorher hatte, indem die Vermiſchung in einen kleinern Raum gebracht wird, und eine groͤßere Dichtigkeit er⸗ haͤlt(137). In Vereinigung mit dem Bley, Zinn 33 . Eiſen (137) Es iſt dies ohngefehr Weingeiſtes mit Waſſer vorkommt, eben der Fall, welcher bey der Ver⸗ daß nemlich das Gemenge einen miſchung eines hoͤchſtrectificirten kleinern Raum einnimt, als die 4 Ingre⸗ 81 Eſſen Naun gung Naum 2. Ann nen 66 gredenz eimnahen. f. Clenn. ſchn, daß zam Thel ſe in die andern auf nen, ohl ſalche bil deangen, andern ver elſo hier, Ahſlſang den andern (13) ſoſchs Lat ſttide ſt, Hammer de glcche zerbrechen ſchwoͤmme Gewohnl gelothe eit um davon werden, der Brtar beſc utſe werde ſäich aus Maullzur iets ein igt ichdeg. 9, und do 3 Wißmuh 1 beſtände giebt kemn enn auc pe k und Uhr ſen, ſandn nellem gun wgefundene Nint na Geneng einigen ſeſt uth auchſenſt dan deſene h alle gue Sgenommen, heint in ilge h welches ge um Sibe, Spoiefglas m Kuyſer hung iſ gbe nit dem bede⸗ roßere eget zeſonders l in enen tan re Dictzin Bley, Ime 9 nit Viſtrui as Gemenge te m einnint, We efa Vom Wißmuth, Blanc d' Eſpagne:ic. 181 Eiſen aber, giebt er ein Gemenge, das einen groͤßern Raum einnimt, aber nicht ſo dichte iſt. Aus der Vereini⸗ gung mit dem Kupfer wird ein Gemenge, das eben den Raum nach, als vor dem Schmelzen einnimt. 2. Anm. Hiebey iſt auch zu merken: a) Wenn man 1 Theil Wißmuth mit 2 Theilen Zinn und eben ſo viel Bley zuſam⸗ men ſchmulzt, ſo erhaͤlt man ein leichtfluͤßiges Gemenge, das Schlageloth(138) genannt, und zum Loͤthen gebraucht Ingredienzen deſſelben vorher einnahmen. S. Dogels Iuſt. Chei.§. 399. Die Urſache muß wahrſcheinlicher Weiſe die ſeyn, daß die Theilchen des einen um Theil ſo beſchaffen ſind, daß 7 ſie in die Zwiſchenraͤumchen des andern aufgenommen werden koͤn⸗ nen, ohne die Theilchen, die ſolche bilden, von einander zu draͤngen, und alſo den Raum des andern vergrößern zu duͤrfen, daß alſo hier zum Theil eine wahre Aufloſung des einen Metalls in. dem andern geſchicht. A. d. U. (138) Schlageloth wird ein ſolches Loth genannt, das nicht ſproͤde iſt, ſondern ſich unter dem Hammer dehnen laͤßt, daß alſo die gelotheten Sachen ohne zu zerbrechen, nach Belieben ge⸗ ſchwaͤmmert werden koͤnnen. Gewohnlich erfordern die Schla⸗ gelothe eine etwas ſtaͤrkere Hitze, um davon in Fluß gebracht zu werden, den man aber doch durch Solche. Boray befoͤrdern kann. Lothe werden denn entweder vor⸗ ſaͤtzlich aus dem zu loͤthenden Metall durch metalliſche Zuſaͤtze, die es ein wenig leichtfluͤßiger M 3 wird. machen, bereitet, wie man denn ſolchergeſtalt Gold⸗Silber⸗Meſ⸗ ſing⸗Schlageloth u. ſ. w. hat, oder man nimt auch in einigen Faͤllen ganze nicht verſetzte Me⸗ talle zum Lothe, wie man denn z. B. Meßing, anſtatt des Schla⸗ geloths, mit Silber loͤthen kann. Wenn aber Sachen zu Loͤthen ſind, die kein ſtarkes Feuer ver⸗ tragen, oder die ſchon mit Schla⸗ geloth anderwaͤrts geloͤthet find⸗ und alſo dieſes leicht wieder los⸗ gehen koͤnnte, ſo muß man ein leichtfluͤßiges Loth haben; und ein ſolches iſt das hier vom Herrn Verf. beſchriebene, das wegen ſeiner Leichtfluͤßigkeit Schnelloth, und wegen ſeiner hauptſaͤchlichſten Ingredienzen und dem Metalle, zu deſſen Loͤ⸗ then es zuerſt beſtimmt worden iſt, Jinnloth genannt wird. Es kann ſolches aber keinen Ham⸗ mer vertragen, und alſo keines⸗ weges Schlageloth heißen. So wie die Schmelzbarkeit dieſer Lothe verſchieden iſt, ſo wird auch in dem Verfahren mit denſelben ein Unterſchied beobach⸗ tet. Die Schlagelothe werden klein geſchlagen und ierſchnien 2 182 Achtzehntes Capitel. wird. b) Schmilzt man aber Wißmuth, Zinn und Bley zu gleichen Theilen zuſammen, ſo erhaͤlt man einen glaͤn⸗ zenden Konig, der beynahe wie Bleyglanz ausſteht, aber ſo leichtſluͤßig iſt, daß er zu anatomiſchen Einſpruͤtzun⸗ gen(139) gebraucht werden kann, beſonders, wenn man etwas QOueckſilber dazu miſcht. c) Schmilzt man Kupfer, Bley und Wißmuth zu gleichen Theilen zuſammen, ſo er⸗ haͤlt man einen rußigen Koͤnig. d) Spießglas⸗Koͤnig, Zinn und Wißmuth zuſammen geſchmolzen geben ein wet⸗ ches Metall, womit man Abdruͤcke von Muͤnzen oder an⸗ derm figurirten Metall machen kann. S. Pott de"ihi. P. 150. e) Aus einem Theil Zinn, 1 Theil Bley, 2 Thei⸗ len Wißmuth, und 10 Theilen Queckſilber erhaͤlt man Spiegel⸗Folie. S. Veumanns i.Veſſelſche Ausg. S. 596. f) Wie man aus Wißmuth, Zinn und Queckſilber unaͤchtes Mahlſilber(Argentum muficum) er⸗ haͤlt, iſt ſchon(Cap. 14.§. 32. Anm.) erzaͤhlet worden. §. 10. Schmilzt man den, entweder durchs Feuer(§. 3. N. 2.), oder mit Salpeter, zu einem braunen Kalch verkalchten Wiß⸗ muth mit heftigem Feuer, ſo giebt er ein gelbes Glas, wie das Bley, das auch beynahe ſo durchdringend, wie das Bley⸗ glas iſt, nie aber ein blaues. auf die Fugen der zuſammen zu lothenden, vorher mit einer Fei⸗ le, oder auf eine andere Art, an⸗ gefriſchten und zuſammengepaß⸗ ten, Flaͤchen gelegt, und mit Borax niedergeſchmolzen, dahin⸗ gegen das Schnelloth gewoͤhnlich mit einem heißen Eiſen(das bey den hiemit umgehenden Hand⸗ werkern ein Kolben genannt wird) tropfenweiſe abgeſchmol⸗ zen und auf das zu loͤthende, ſo vorher mit gepuͤlvertem Harz be⸗ ſtreuet worden, gebracht und mit Zwar berichtet C. Meu⸗ mann dem Kolben gehoͤrig verbreitet wird. A. d. U. (139) Man bedient ſich dann zum Einſpruͤtzen einer hoͤlzernen Spruͤtze. Der Vorzug dieſer, jedoch koſtbaren, Einſpruͤtzungen iſt der, daß man die ſolchergeſtalt eingeſpruͤtzten Theile durch eine tuͤchtige Macerirung ſo auflöſen kann, daß man die bloßen Mo⸗ delle der Gefaͤße rein und zuſam⸗ menhaͤngend behalten kann. 2* ℳ „ 2 ann eſſe giche; thſch jalte k Eigenſe (42. minera ſhunge man al eein eige d ged beſön Da and einer ſung ein Varkalc (69.3 J. ge beſt und will arſe zen kalle glas ten, , Jmn nn mon enen n; alsſeh 76 ſchen Enſt nders, den nilzt ua e zuſanmm, Spießglas,. zen geben an, Nuͤnzen t. 5. Pott deil Bley,20 ilber ahte Ch. Veſſelt Smuth, zm tum mullan erzaͤhlt uaa euer(. N verkaſchtn gelbes Gic, d, wie dehe ichtet C. nah gehörig wihn .U. mn bedient ſti zen einer ſihn der Vorzug en, Einſpith nan diſſelchne Thell duct cerirung ſt ac an dieben ſße rein ud ie behalen i Vom Wißmuth, Blanc d' Eſpagne ꝛc. 183 mann in ſeiner Abhandl. vom Wißmuth,(Chem. Keſſelſche Ausg. S. 522.), daß man vom Wißmuth⸗ Kalche zuweilen ein blaues Glas erhalte; dies iſt aber ein Fehlſchluß, und die blaue Farbe, die das Glas zuweilen er⸗ halten kann, ruͤhrt von einem beygemiſchten Kobold her. §. I1. Man kann ſowol das braune Glas, als den Kalch (§. 10.) zu Wißmuth reduciren, wenn man ſie mit ſchwar⸗ zen Fluß und einer brennbaren Materie verſetzt. §. 12. Da der Wißmuth ſeine eigenthuͤmliche und beſondere Eigenſchaften in Anſehung ſeiner Farbe, ſeines Gefuͤges, (§. 2.) und ſeines Verhaͤltniſſes im Feuer(§. 3.) mit den mineraliſchen Saͤuren(§. 4.) und in metalliſchen Vermi⸗ ſchungen(§. 9.), und anderer ſchon erwaͤhnter Umſtaͤnde hat, man auch uͤberdem aus der Mineralogie erſieht, daß er ſein eigenes Erz hat, und von der Natur beſonders ganz rein und gediegen bewuͤrket wird, ſo ſchließt man daraus, daß er ein beſonderes Halbmetall ſey. Daß dieſes Halbmetall aus einer brennbaren Materie und einer metalliſchen beſtimmten Erde, die in der Vergla⸗ ſung eine gelbe Farbe annimt, beſtehe, ſieht man aus den Verkalchungen, Verglaſungen und Reducirungen deſſelben. (§§. 3. 10. u. 11.) 1. Anm. Joh. Zeinr. G. von Juſti mennt in ſein. geſ. Chym. Schriften. B. I. S. 10. ff., der Wißmuth beſtehe aus einem arſenikaliſchen alcaliſchen Grundweſen, und einem brennbaren Weſen. Das arſenikaliſche Weſen will er dadurch beweiſen, daß das Wißmuth⸗Erz allezeit arſenikaliſch und der Wißmuthkalch mit Schwefel geſchmol⸗ zen eine Art von Spießglas ausmache, das auf die Me⸗ kalle eben die Wuͤrkungen ausuͤbe, als das rohe Spieß⸗ glas, und muͤſſe man es fuͤr eine ausgemachte Sache hal⸗ ten, daß das Spießglas arſenikaliſch ſey. Auch ſucht er M 4. ſolches 184 Achtzehntes Capitel. ſolches arſenikaliſche nebſt dem alcaliſchen Grundweſen mit dem kuͤnſtlichen Wißmuth zu beweiſen, der nach ſeiner Auſſage aus 2 Theilen Arſenik, 1 Theil Weinſtein, einem halben Theil Salpeter, und ½ Theilen Zinn bereitet wird, die erſt caͤmentirt und dann geſchmolzen werden. Das alcaliſche Grundweſen will er uͤberdem mit der Faͤllung des Wißmuths aus den ſauren Aufloͤſungs⸗Mitteln durch die Laugenſalze beweiſen, als welche durch das Silber und Zinn nicht bewuͤrket wuͤrde, weil diefe alcaliſch waͤren. Ueber dieſe Schluͤſſer will ich folgende Erinnerungen mit⸗ theilen: 1) Iſt es falſch, daß alles Wißmuth⸗Erz arſe⸗ nikaliſch ſey, weil man hier in Schweden Wißmuth⸗Erze aufweiſen kann, die nicht den geringſten Arſenik halten; uͤberdem waͤre es eben ſo ungereimt, zu ſchließen, daß der Arſenik ein Beſtandtheil des Wißmuths ſey, weil beyde in einem Erze zuſammen gefunden werden, als wenn man ſchließen wolte, der Schwefel ſey ein Beſtandtheil des Queckſilbers, weil ſie allezeit im Zinnober bey einander gefunden werden, oder der Arſenik ſey ein Beſtandtheil des Zinns, weil man in allen Zinn⸗Erzen etwas Arſenik fin⸗ det. u. w. 2) Iſt es auch ungegruͤndet, daß das Wiß⸗ muth⸗Erz mit Schwefel geſchmolzen, eine Art von Spieß⸗ glas habe; denn jeder Bergmann weiß, daß man aus die⸗ ſer Miſchung nichts anders als einen Wißmuth⸗Roh⸗ oder Spurſtein erhalten kann, der in Anſehung ſeines Schwe⸗ fels eben die Wuͤrkung als das rohe Spießglas auf die Metalle ausuͤbt(S.§. 8.). 3) Iſt es auch ungegruͤndet, daß das rohe Spießglas arſenikaliſch ſey, wovon im fol⸗ genden Capitel ein mehreres erwaͤhnt werden wird. 4) Was den kuͤnſtlichen wißmuth anbetrift, zu deſſen Be⸗ rettung man bey Chowas in ſeiner Pzarmac., bey Kan⸗ gen in ſ. op. S. 664. Kraͤutermann, dem Verf. der Kunſt⸗ und Schazkammer S. 454. Alch. deuud. S. 49. und bey Neumann deſſen Vorſchrift von Juſti folgt, verſchiedene, etwas in dem Verhaͤltniſſe ab⸗ weichende Vorſchriften findet, ſo hat man nicht noͤthig, weitlaͤuftig zu beweifen, daß eine aͤußere Gleichheit nicht viel zu einer innern Gleichheit beytrage. Wenn von Juſti, und die gedachten Schriftſteller einen ſolchen kuͤnſtlichen Wißmuth vorzeigen koͤnnen, der auf der Kapelle treibt, und ſich eben ſo, wie der natuͤrliche in Verbindung mit den Metallen und gegen die Mineral⸗Saͤuren verhalr dann (14o) hr den vol Unr. enſaßt nit ang dem nur Lc, Er immer gau Nün Vom Wißmuth, Blanc d' Eſpagne ꝛc. 185 Juntnene— der nach i dann erſt, und nicht ehr, will ich zugeben, daß man einen Veinſtein, Wißmuth durch die Kunſt bereiten konne. Aus den ober⸗ n beretet waͤhnten und angefuͤhrten Miſchungen kann man nichts werden. d anders als ein Gemenge aus Zinn und Arſtnik erhalten, der gillnn und haͤtte er wiſſen muͤſſen, daß er aus fixem Arſenik und otteln dut Zinn eben daſſelbe Product haͤtte erhalten köͤnnen, wenn as Sibe er nur um die Verkalchung oder Verſchlackung(S. Cap. 15. alcalſſh e§. 23. n. 4.) zu verhindern, etwas ſchwarzen Fluß oder— anerungnt. eine brennbare Materie hinzugethan haͤtte. 5) Was das zmuth Enn alcaliſche Weſen betrift, ſo wollen wir, ob wir gleich an⸗ Vißmule derwaͤrts, und zwar aus andern Gruͤnden Gelegenheit zu Arfeni u beweiſen haben werden, daß im Wißmuth etwas alcaliſches leße, 8 befindlich ſey, hier doch den Schluß des Hrn. von Juſti h, wl lad unterſuchen. Was alſo den Grund angeht, daß die Ge⸗ ds vor genwart des alcaliſchen Weſens duͤrch die Faͤllungen er⸗ Befendthl wieſen werde, ſo iſt dieſer Schluß heutiges Tages in der e ben 1 M Chemie laͤcherlich, und wird beym Hrn. von Juſti um h dunand ſo viel laͤcherlicher, da er ſagt, daß der Wißmuth durch Reſhanzkkel Befäath die Laugenſalze aber nicht durchs Silber und Zinn, die pas kii ein alcaliſches Grundweſen haben, niedergeſchlagen werde. diſdad Denn warum ſolten die vermeynten alcaliſchen Metalle Arrwonen nicht eben ſowol einen Niederſchlag bewuͤrken, als die aß man dlsc Laugenſalze? Iſt da, wie er die Aufloͤſungen erklaͤrt, ein nuth⸗Aeh Streit zwiſchen den Laugenſalzen und den ſauren Auflo⸗ g ſaines Et ſungs⸗Mitteln, warum nicht auch zwiſchen den alcaliſchen dißglas ai Metallen und dieſen Aufloͤſungs⸗Mitteln? Ueberdem wol⸗ ch ungegrine len wir noch dies erinnern, daß man lange wird warten wovon ſn koͤnnen, ehe Hr. von Juſti beweiſen wird, daß im erden vi Golde, Eiſen, Kupfer und Bley ein ſaures, und im Sil⸗ t, zudiſad ber und Ziun ein Laugenſalz befindlich ſey(140). nac., bey Lan nn, den W. M 5 2. Anm. 4. Alch, dau orſchtiß—(140) In etwas geſchiehet Metalle, die nur eine alkaliſche Verhältnſ hier dem Hrn. von Juſti Erde enthalten, ihn ungefaͤllet un nncht l wol Unrecht. Ein wahres Lau⸗ laſſen muͤſſen. Indeſſen will ich Gläichhett nt genſalz wollte er hier wol gar den Schluß deſſelben hiedurch noch Wenu d! nicht angenommen haben, ſon⸗ nicht fuͤr wahr ausgeben, da die er einen ſöte dern nur eine alkaliſche oder Vorausſetzungen erſtlich gewiſſer auf dergaul Kalch⸗Erde, und dann konnten beſtimmt werden muͤſſen, und es ein Verönda immer Laugenſalze den alkaliſchen mit dem Erweiſe einer alkaliſchen Linm wi Wißmuth niederſchlagen, wenn Erde im Silber und Zinn ſchwer 1 genug 186 2. Anm. C. Neumann meynt in ſeiner Cuym. Aleg. daß der Wißmuth aus bleyichten, arſenikaliſchen und kupfrich⸗ ten Theilen beſtehe. Das bleyichte werde dadurch erwie⸗ Achtzehntes Capitel. ſen, daß ſich der Wißmuth in den Verkalchungen, Vergla⸗ ſungen und die Abtreibung auf der Kapelle faſt eben ſo, wie das Bley verhaͤlt(S.§. 3.). Die arſenikaliſche Theile will er mit der durchdringenden und verduͤnnenden Kraft, die der Wißmuth auf die Metalle ausuͤbt, und mit der Spro⸗ digkeit, die er bey ihnen verurſacht, beweiſen. Die kupfe⸗ richten beweiſet er mit der blauen Farbe, die er zuweilen erhaͤlt, wenn er mit Salmiak behandelt wird, mit dem kupferichten Geſchmack, den die Aufloſung deſſelben im Efßig erhaͤlt, und mit der daraus zu bereitenden ſympa⸗ thetiſchen Dinte. an: 1) Daß, wie ſchon angefuͤhrt worden, und man aus Wir merken hiebey kuͤrzlich folgendes den von Geoffroy in der Hüih. de PAcad. R. de Paris 1753. angefuͤhrten Verſuchen weiter erſehen kann, zwiſchem dem Bley und Wißmuth unſtreitig eine große Gleichheit gefun⸗ den werde, man aber auch zugeben muͤſſe, daß ſich auch eine große Ungleichheit zwiſchen denſelben finde, und zwar: a) In Anſehung des Dampfs, indem der Wißmuthdampf entzuͤndlich iſt,(S.§. 2. n. 3. Anm.) welches der Bley⸗ dampf nicht iſt. b) In Anſehung der Blumen, indem das Bley einige arſenikaltſche Blumen giebt, der Wißmuth aber nicht. c) In Anſehung der Auffoſungen, beſonders im Eßig, als welcher vom Wißmuth einen kupferichten, vom Bley einen ſuͤßen Geſchmack erhaͤlt, und im Scheidewaſ⸗ ſer, das mit Wißmuth ſtark, mit dem Bley aber nicht rraucht. d) In Anſehung der metalliſchen Vermiſchungen, die wir weiter werden vergleichen koͤnnen, wenn wir vom Bley zu handeln kommen werden. Indem von Juſti am angef. G. dieſe Neumannſche Meynung wider⸗ legen will, begeht er auf einer halben Seite drey Fehler, nemlich, da er Aufloͤſungswege keinen Eingang in den Wißmuth fmde⸗ ſagt; daß der Schwefel auf dem trockenen genug halten wird. Ich meines Theils habe mich aus den bishe⸗ rigen hekannten Verſuchen der Chemiſten noch nicht uͤberzeugen knnen, daß die Grunderden der Meetalle ſo ſehr verſchieden ſeyen, glaube aber gern, daß ſie, durch die verſchiedenen Bearbeitungen der Metalle, veraͤndert, verſchie⸗ den erhalten werden koͤnnen. A. d. U. durchga dem S ſcied m Spießg ner Ber Vom Wißmuth, Blanc d Eſpagne ꝛc. 187 Chym. Ne en un 3 da er ſagt, daß Bley und Eiſen ſich nicht zuſammen ſchmel⸗ dadurt m zen ließen; und da er meynt, daß der Wißmuth mit Zinn ungen, Nn nicht, wie das Bley verkalcht und zu Afche werde. 2) Was faſtäb die arſenikaliſchen Theile betrift, von welchen Veumaun iſche Thaln meynt, daß ſie im Wißmuth befindlich ſeyn, ſo uͤbergehen nden gaui, wir ſelbige, als ganz unerwieſen, weil die von uns ange⸗ wit de 3 fuͤhrten Umſtaͤnde nicht erweißlich ſind, und wir auch ſchon vorher(1. Anm.) davon gehandelt haben. 3) Was endlich die kupferichten Theile anbelangt, ſo iſt ſchoen im vorher⸗ gehenden dargethan worden, daß die blane und gruͤne Far⸗ be, ſo man zuweilen vom Wißmuth erhalten, nicht, wie ſen. Da j die er aan wird, mtn dedf von Juſti meynt, vom Wißmuth, ſondern von einem 3 5 Um beygemtſchten Kobold oder Nickel, herruͤhre. Auch wird Küch ſane der kupferichte Geſchmack der Wißmuth⸗Auffoͤſung im Eßig 1 rundu nichts ſonderliches beweiſen. Nur dann kann man den . aegyü Wißmuth erſt mit Grunde als ein zuſammengeſetztes Metall 1, wiſtenne anſehen, wenn man entweder ſeine Beſtandtheile analy⸗ Gleichſätſn tiſch darthun, oder ihn ſynthetiſch aus den vermeynten iſdens metalliſchen Miſchungen zuſammenſetzen kann. de, und ſer ünhe eeeee e nen, indn Wim. Neunzehntes Capitel. 7, beſondeb 3 G Soni⸗„— e 2 din anae Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige, und den Bley an verſchiedenen daraus zu verfertigenden Vermſten Bereitungen. wenn vin n von J 1 G Meynandad—.§... 3 Aei 9 ey der Betrachtung des Spießglaſes muͤſſen wir uns Vrnuh 1 erſtlich erinnern, daß man unter dem rohen Spieße glaſe(Antimonium crudum), das gewoͤhnlich oder M V durchgaͤngig Spießglas oder Antimonium genannt wird, und n, duß t, dem Spießglas⸗Koͤnige(Regulus Antimonii) einen Unter⸗ en Beteiue ſchied machen muß. Das erſtere iſt nichts anders, als ein b e 5 Spießglas⸗Erz, das durch eine einfache Schmelzung von ſei⸗ G wechmn ki ner Bergart befreyet worden iſt. Das letztere aber iſt die 4 metalli⸗ 7 188 metalliſche Subſtanz, die aus dem gedachten Erze reiner oder unreiner abgeſchieden werden kann. Neunzehntes Capitel. Da beyde aber gebraͤuch⸗ lich ſind, ſo muͤſſen wir unſere Gedanken und Abhandlung auf beyde richten, welches doch ſo viel kuͤrzer geſchehen kann, da vom Spießglaſe ſchon zu lich gehandelt worden iſt. Anm. Wie das rohe Spieß ausgeſchmolzen werde, vor von den Chemiſten ausfuͤhr⸗ glas, oder das Spießglas⸗Erz wird in der Metallurgie(141) und Probier⸗Kunſt gelehrt. Es beſteht in einer ein⸗ fachen Schmelzung, da ſich das ſehr leichtfluͤßige rohe Spießglas von den Stein⸗ oder Erdarten ſcheidet, und da dieſe Schmelzung in kegelſoͤrmigen Haͤfen verrichtet wird, wodurch das Spießglas eine kegelformige Geſtalt erhaͤlt, ſo muß man merken, daß die unterſte Spitze eines ſolchen Kegeis allemal das reinſte und am mehrſten metalliſche iſt, welches den Aerzten zum Unterricht dienen kann. Woher das Spießglas ſeinen Nahmen erhalten hat, kann man nicht mit Gewißheit ſagen, auch thut dies nichts zur Sache(142). 6. 2⸗ Das rohe Spießglas, oder Antimonium crudum, iſt graublau von Farbe, glaͤnzend, aus lauter groͤßern und klei⸗ (141) El. Maetall. P. III. C. VIII.§. 2. S. 385. Die Probe lehrt Vogels Pr. Min. Syſtem. S. 499. A. .. (142) Den deutſchen Namen kann man leicht aus der ſpießich⸗ ten Geſtalt und der bruͤchigen Conſiſtenz erklaͤren. Mit dem lateiniſchen Namen aber haͤlt es ſchon ſchwerer, und will die vom Hru. B. R. Scopoli an⸗ gefuͤhrte Meynung(Princ. Min. Sqſ.& Pruft.§. 210.) hierinn auch noch kein Genuͤge thun. nern 1 Die Alten nannten es ſonſt auch Stibiimn, und iſt dieſer Name, als aͤcht lateiniſch, von verſchie⸗ denen neuern Mineralogen vor⸗ gezogen worden. alchemiſtiſcher Schriften muß Bey Leſung man ſich huͤten, nicht alles, was vom Antimonio geſagt wird, vom Spießglaſe zu verſtehen; wenigſtens iſt das Antimonium des Baſilius Valenti⸗ nus gewiß nicht das gemeine Spießglas, ſondern ein anderes Mineral, das er ſeiner aͤußerli⸗ chen Geſtalt wegen unter dieſem Namen anfuͤhrt. A. d. U. nemS märbe, brennen nach ver iu100 ner An de A. 1 ſeht m Syieß ſchwefe ſchlac nes bh qu berg ſieigen ſändig gen ſ kan, worden Schwe (Cau diid. (14) Laig Erzerim 4 aber gti d Alhande Spitßglt dlume tt in eint chtflüßſen cheidet, m verrichtan Geſatt ah e eines ſach metaliſten kann. m crodun, ößern undie ſ ten es ſont n ſt dieſer Me ch, von deſte Nineralegen ⸗. Def bſn Schriftm ni nicht ales i io geſagt in ſe zu verſ as Antiworin s Valent⸗ ſcht des geni dern ein anni r ſeiner un zen unter dien 44. Le Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige r. 189 nern Strahlen oder Spießen zuſammen geſetzt, ſehr loſe und muͤrbe, ganz leichtfluͤßig, ſo, daß es in der Flamme eines brennenden Lichts ſchmilzt. Seiner eigenthuͤmlichen Schwere nach verhaͤlt es ſich gegen das Waſſer, wie 4200 oder 4000 zu 1000, nach Meuders Abwiegung aber, die man in ſei⸗ ner Anallſi Antimonii findet, mit dem weiſſen Arſenik gleich. S§. 3. Im Feuer verhaͤlt ſich das rohe Spießglas auf folgen⸗ de Art: 4 a) Streuet man etwas bavon auf gluͤhende Kohlen, ſo ſieht man gleich einen Schwefeldampf aufſteigen, und das Spießglas mit einer blauen Farbe brennen, woraus ſeine ſchwefelichte Natur genugſam zu erſehen iſt. b) Bey gelindem Feuer fließt es ſehr leicht zu einer ſchlackenartigen Maſſe zuſammen; bedient man ſich aber ei⸗ nes vorſichtig und langſam regierten Feuers, um den Fluß zu verhindern, ſo ſieht man einen ſtarken Schwefeldampf auf⸗ ſteigen, den man wohl abrauchen laͤßt, und die Macerie be⸗ ſtaͤndig ruͤhrt, bis man keinen ſolchen Dampf mehr aufſtei⸗ gen ſieht, worauf man das Feuer nach und nach verſtaͤrken kann, bis die Materie zu einem grauen Kalch verwandelt worden iſt, der nicht mehr im Gluͤhfeuer fließt, oder einen Schwefeldampf von ſich giebt, und Spießglas⸗Kelch (Calx Antimonii oder Antimonium incineratum) genannt wird. 1. Anm. Dieſe Verkalchung verrichten einige mit einem Brennſpiegel, das koͤmmt aber auf eins heraus. Von 3 Loth gepuͤlverten rohen Spießglas erhaͤlt man zwey Loth Spießglas⸗Kalch(143)- 2. Anm. (143) Ob man gleich aus dem chenden Schwefels weniger Kalch Spießglaſe wegen des wegrau⸗ dem Gewichte nach hben muß ſo 190 Neunzehntes Capitel.„ 2. Anm. Dieſer Spießglas⸗Kalch loͤſet die Erd⸗ und Stein⸗ Arten(den Thon ausgenommen), zu einem Glaſe auf, wenn man ſie mit doppelt ſo viel Spießglas⸗Kalch ſchmilzt. Mit Kreide wird das Glas undurchſichtig, und glaͤnzend, mit Sand gelb, mit Gyps gelblich. c) Zwingt man dieſen Spießglas⸗Kalch(b) mit heſti⸗ gem Feuer in einem Windofen, oder in einer Eſſe vor dem Geblaſe, ſo wird es vor ſich zu einem hyacinthfarbenen Glaſe, das Vitrum Autimonii(Spießglas⸗Glas) und in Anſe⸗ hung ſeiner Farbe Succinum Antimonii(Spießglas⸗Bern⸗ ſtein) genannt wird. 1. Anm. Aus dieſem Spießglas⸗Glaſe werden folgende Be⸗ reitungen verfertiget: a) Brech⸗Moſt, Japa vomitorimn, der auf die Art bereitet wird, daß man 1 Theil von dem Glaſe wohl gepuͤlvert mit 12 Theilen Weinmoſt vermiſcht, einen Tag digerirt, durchſeihet und dann uͤberm Feuer ein⸗ dicket, bis nur der dritte Theil zuruͤckbleibt, wovon denn 2 oder 3 Quentgen zu einer Gabe zureichen. b) Brech⸗ Wein, Aoua emetica, oder die ſogenannte Aoua BHenecicta Rulandi(14 4), da ein halber Scrupel von dem gepuͤlverten Glaſe mit 2 Unzen Wein, 12 Stunden lang digertrt, und der Wein durchgeſeihet wird. Daß der Wein das Glas aufloͤſe, ſieht man aus den Wuͤrkungen deſſelben, da er ein Brechen verurſachet; wenn man 2 Unzen davon auf einmal giebt, einen Eckel macht, und abfuͤhrt, wenn man 2 oder ſo erhaͤlt doch dieſer Kalch nach⸗ her bey langer Calcinirung einen Zuwachs am Gewichte. S. des Hrn. Leibmed. Vogels Dih. Anal. Ch. p. 162. Man vergl. §. 16. n. 2. 1. Anm. A. d. U. (144) Der Rulandſche Brechwein wird mit Rheinwein, auch aus dem Croco metallo- rum, der Huxhamſche mit Spaniſchem oder anderm ſuͤßen Weine bereitet. Beyde haben das vorzügliche eines an⸗ genehmen Geſchmacks, und kön⸗ nen daher Kindern leicht beyge⸗ bracht werden, wenn dieſe ein Brechmittel noͤthig haben; wie⸗ wol auch die Unbequemlichkeit dabey iſt, daß ſie ſich wegen des Weins nicht lange ohne zu ver⸗ derben, aufbewahren laſſen, man auch in Anſehung der Stlaͤrke der Aufloͤſung ungewiſſer als beym Gebrauche des Brechwein⸗ ſteins iſt. A. d. U. — —=— ſteige dels, Ks nen (1t ger kann m mb lſen unde Fr. 82 Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigeꝛc. 191 rd⸗ unde än 2 oder 3 Quintgen davon nimt, und zu 30, 60 oder 80 em Glaſ f 1 3 0 Kaliſſtn Tropfen auf eine Gabe genommen, das Blut reinigt, und und gun die Ausduͤnſtung befoͤrdert, wie Huxph am(in den äil. Trausact. Vol. XLII. P. II. Art. CV. S. 833.) anfuͤhrt, der dieſen Brechwein fuͤr das beſte Arzeneymittel haͤlt, das man aus dem Spießglaſe bereiten kann. c) Brechwein⸗ b) mith G (o) nitt ſtein, Tartarus emeticus, da man das gepuͤlverte Glas Eſe doed mit Weinſtein⸗Rahm in groͤßerem oder geringerem Ver⸗ arbenenl haͤltniſſe vermiſcht, je, nachdem man den Brechweinſtein und in a ſtaͤrker, oder ſchwaͤcher, haben will; die mehrſten nehmen gglas Ba jedoch von beyden gleich viel. Dieſe Vermiſchung wird nachher mit Waſſer gekocht, durchgeſeihet, und endlich bis zur Trockenheit eingedickt. d) Gewiptes Spießglas⸗ Glas, Vitrum antimouii ceratun da man 2 Loth gepuͤlver⸗ tes Glas zu 1 Quentgen geſchmolzenes Wachs in einem eiſernen Loffel thut, ſolches uͤber dem Feuer eine halbe Stunde wohl umruͤhret, und dann ausgießet(145). Den Brech⸗ Syrop( Shrupus Emeticus) und Brech Zucker (Oxdſaccharum emeticum) uͤbergehe ich gerne, da die erwaͤhn⸗ en folgenden Sapa vnniin Thell bon mnoſt verniſt beem Feur t, wovon kr ce 1 n. b) Bt ten Bereitungen ſchon zu allerley Behuf zureichen. Alua hauui 2. Anm. Mit dieſem Spießglas⸗Glaſe kann man nicht allein dem gepllbenn verſchiedene Erd⸗ und Stein⸗Arten, wie mit dem Spieß⸗ g digernt, m glas⸗Kalch, ſondern auch ſogar Metalle aufloͤſen, wenn Vein das(le man die ſtrengfluͤßigen tuͤchtig in einem Scherbel gluͤhet, die leichtfluͤßigen aber ſchmilzt und dann das gepuͤlverte Glas dazu thut. Doch macht der Wißmuth hier eine Ausnahme. d) Faͤngt man den von dem flieſſenden Spießglaſe auf⸗ ſteigenden Dampf in dazu dienlichen Gefaͤßen, z. B. in Alu⸗ dels auf, ſo erhaͤlt man die ſogenannte Flores antimonii ꝑer ſe(einfache Spießglas⸗Blumen), die von verſchiede⸗ eſſelben, u zzen davon u hrt, wennm A ügliche einsn macks, und ern leicht uan venn diſen 34* 4 nni nen Farben, weißgelb und roth ſind. Unbenuemätt Anm. ſe ſch vemn 83— nae ohne gi(145) Von den Wuͤrkungen the vitrum antimonii ceratum, hten ſiſnn des gewixten Spießglas⸗Glaſes in Phil. Transadt. V. 47. nach⸗ na drr S kann man unter andern das N. ſehen. S. auch A. E. Büchuer o ſſt Hamb. Mag. B. IV. S. de viribus vitri autim. Cerate. unan 159.173. Pringle's Abh. Hal. 1757. und Pä. Fr. Gm e- ds np in Edimb. Verſ. B. V. und lin, de vil*ο antimonit cerats. d.l. Er. Geoffroy on the effects of Tub. 1776. A. d. U. 192 Neunzehntes Capitel. Anm. Um dieſe Blumen zu erhalten, kann man ſich auch eines mit einem Stopſel im Bauche verſehenen langhaͤl: ſichten Kolbens oder Retorte bedienen, und das gepuͤlverte Spießglas mit ein Drittel Sand vermiſchen. Man merke hier, daß die Sublimirung deſto ſchneller und ſtaͤrker vor ſich geht, je ſtaͤrkern Luftzug man auf das Spießglas an⸗ bringen kann.. e) Deſtillirt man das Spießglas, oder zuͤndet es auf eben die Art, wie den Schwefel, an und ſamlet die Duͤnſte; ſo erhaͤlt man die Spießglas⸗Saͤure, oder Spießglas⸗ Geiſt, Kidum oder Sviritus Antimonii. f) Schmilzt man das Spießglas, und ſchuͤttet es ſo heiß und glaͤnzend in ein Gefaͤß voll Waſſer, ſo ſcheidet ſich ein Schwefel heraus, der auf dem Waſſer ſchwimmet, und fixer ſchweißtreibender Schwefel, Sulphur diaphore- kicum ſixum genannt wird. S. Meuder p. 74.(146) §. 4. Das rohe Spießglas leidet von der Luft keine Veraͤn⸗ derung, wird auch von reinem Waſſer oder Weingeiſt gar nicht aufgeloͤſet, wenn man ſich gleich bemuͤhet, dieſe Aufloͤ⸗ ſungen durch zureichliches Kochen zu befoͤrdern. Von den ſauren und ſeifenartigen Saͤften des Gewaͤchs⸗Reichs aber, z. B. vom Wein, Citronenſaft, Aepfelmoſt, wird es zum Theil aufgeloͤſet. 5 Anm. Daß das rohe Spießglas vom Regen⸗ und Flußwaſ⸗ ſer zum Theil aufgeloͤſet werde, beweiſet Huxham da⸗ mit, daß einige ſolche Waͤſſer, in der Hitze mit gepuͤlverten rohen Spießglaſe digerirt, eine weiſſe milchichte Farbe, und einen ſchwefelicht⸗ ſpießglasartigen Geruch und Ge⸗ ſchmack erhalten, und eine Arzeneykraft haben. §. 5. (146) Und Fr. Zoff⸗ timoniati fxati eßtᷣcacia in Medi- manns Diſſ. ae fulpkuris an- eina. Hal. 1699 A. d. U. 6 las au 1 aaus Mber glas⸗ gehend ( der ni davon, (inige 3 ſan ber einem d Adden! mn nin i N ſhenen la das ggit den. Manv und ſiit 8 Spſeßie 1 er zuͤdt, mlet dio dij er Spüiſ nd ſchättt „ſo ſedte ſchwimme, ulphur din P. 24. 00 uft keine de r Weingiſt het, dieſene dern. Vud hs⸗Reics t, wid 6 en, und Flie Huxhar emit gepibne milchichte an Geruch umd haben 1 j effeniin in Ne 99 1. ¹ Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigec. 193 §. 5. Gegen die Mineralſaͤuren verhaͤlt ſich das rohe Spieß⸗ glas auf folgende Art: a) Vom Vitrioloͤl wird ohne Hitze oder Kochen nichts daraus aufgeloͤſet, ſondern das Spießglas wird nur dunkler von Farbe. Kocht man das Vitrioloͤl aber damit, oder zieht es aus einer Retorte daruͤber ab, ſo verſpuͤrt man nicht allein einen ſtarken Schwefeldampf, ſondern man findet auch, daß ſich zuletzt etwas Schwefel aufſublimirt, da denn ein grauer Kalch zuruͤck bleibt, der, wenn er wohl ausgelaugt wird, ein Spießglas⸗Kalch(§. 3. b.) iſt. Es ſcheidet alſo die Vitriolſaͤure den Schwefel aus dem rohen Spießglaſe, loͤſet aber vom Spießglaſe ſelbſt wenig auf. b) Starkes Scheidewaſſer bewuͤrket eine ſtarke Ruͤh⸗ rung, wie man aus den aufſteigenden Blaſen ſehen kann, die jedoch nicht lange waͤhrt; es verkalcht das Spießglas zu einem grauen Pulver, loͤſet aber wenig davon auf; daß in⸗ deſſen doch einige Aufloͤſung geſchehe, kann man ſowol aus der gruͤnlichten Farbe, die das Scheidewaſſer bekoͤmmt, als aus andern Umſtaͤnden und Faͤllungen ſchließen. Waͤhrend der Aufloͤſung entſteht gleichſam eine fette Haut, die auf dem Scheidewaſſer ſchwimmt. Wird das zuruͤckgebliebene graue Pulver wohl ausgelauget, ſo hat man gleichfalls einen Spieß⸗ glas⸗Kalch, welcher jedoch mehr Schwefel als der vorher⸗ gehende enthaͤlt. —) Mit Salzgeiſt, wenn er rein iſt, kann man wenig oder nichts aus dem rohen Spießglaſe aufloͤſen. Es wird davon, wiewol langſam, zermalmt und verkalcht, indem einige Schwefeltheilchen abgeſchieden werden. d) Vom Koͤnigswaſſer wird eine vollkommene Aufloͤ⸗ ſung bewuͤrkt, und zwar mit ſtarker Hitze, Aufbrauſen, und einem dicken rothen, jedoch bald vergehenden Dampf. A Boden bleibt eine graue und gelbe Materie zuruüͤkk. N 1, Anm. 1944 Neunzehntes Capitel. 1. Anm. Verduͤnnt man dieſe graue und gelbe Materie, nachdem ſie vorher wohl getrocknet worden, mit Waſſer, ſchwenkt es um, und gießt das Waſſer in ein andres Ge⸗ faͤß ab, worauf man friſches Waſſer zugießt, damit eben ſo verfaͤhrt, und ſolches mehrere maͤle wiederholt, bis man ſſieht, daß die gelbe leichtere Materie von der ſchwerern grauen wohl abgeſchieden worden iſt, ſo bleibt, wenn man das obenſtehende weiſſe Waſſer in ein anderes Gefaͤß ab⸗ ggießt, ein Pulver am Boden liegen, das, gelinde getrock⸗ naet, alle Eigenſchaften eines gewoͤhnlichen Schwefels hat. 8 Dieſer Schwefel wird Salphur autimonii ſolutioue Praæcipita- am, durch Aufloͤſen niedergeſchlagener Spießglas⸗ Schwefel genannt. 1 Laͤßt man das abgegoſſene weiſſe Waſſer ſtehn, ſo faͤllt ein feines weiſſes Pulver zu Boden, ſo man findet, wenn das klar gewordene Waſſer abgegoſſen wird. Dieſes Pul⸗ 6 ver wird, nachdem es wohl ausgeſuͤßt und getrocknet wor⸗ den, Flores antimonii albiſfimi Fixi, hoͤchſtweiſſe fixe Spieß⸗ glas⸗Blumen genannt, iſt ahber nichts anders, als ein durchs Koͤntgs⸗Waſſer verkalchter Spießglas⸗Kalch. 2. Anm. Bey allen dieſen mineraliſchen Aufloͤſungen bemerkt man, daß das rohe Spießglas mehrentheils in allen etwas h aangegriffen, doch, den Fall mit dem Konigs⸗Waſſer aus⸗ genommen, wenig aufgeloͤſet wird. Wir finden, daß alle⸗ mal eine Verkalchung, wobey die ſchwefelichten Theile ab⸗ geſchieden werden, aber keine ſonderliche Aufloͤſung bewuͤr⸗ ket wird, indeſſen kann man ſelbige doch auch nicht gaͤnz⸗ lich leugnen. Ddie gebraͤuchlichſte Aufloͤſung des Spieß glaſes geſchie⸗ het auf folgende Art mit dem aͤtzenden Seniif if a) Ein Theil gepuͤlvertes rohes Spießglas wird mit 2 ½ bis 3 Theilen aͤtzenden Sublimat vermengt, beyde wohl mit einander durchgerieben, worauf das Gemenge gerne anfaͤngt ſich zu erhitzen, das nun in eine vorher erwaͤrmte glaͤſerne Re⸗ torte geſchuͤttet wird, die einen kurzen weiten Hals hat, und in eine Sandkapelle auf den Boden geſetzt und mit Sand bedeckt hͤeckt fuuer bo läßigkei llinder pießg velche ſ di lhende färktem innober aubicht er Sp. Prannt Naſee reducire gelbe Nan en, wit d ein andee eßt, dangte derholt, bſ d n der ſt leibt, wenn deres Giff jgelinde e nSthasis plution⸗ Tranj ter Spiii ſer ſehn, zi an findtt n rd. Diſs dgetrocknin iſſe firee andets, d glas⸗Kalh floſungenten ls in allen ngs⸗Vaſſee finden, dißn lichten dhele Aufloſung be auch nict jeßglaſes gi imat: glas widm „ bede wi ge gere mi emte gläſen 1 Hab r, and mi E⸗ eh Vom Spießglafe, deſſen Kdnige c. 195 bedeckt wird, da man denn eine Vorlage vorlutirt, und das Feuer vorſichtig verſtaͤrkt. Man erhaͤlt ſodann eine dicke Fluͤßigkeit, wie ein Fett, die in der Kaͤlte dick wird, bey gelinder Waͤrme aber wie Butter ſchmilzt, und deswegen Spießglas⸗Burter„ Butyrum Antimonii genannt wird, welche ſich gewoͤhnlich im Halſe der Retorte anſetzt. Dieſe Spießglas⸗Butter zerſchmilzt, wenn man eine gluͤhende Kohle an den Hals der Retorte haͤlt; worauf bey ver⸗ ſtaͤrktem Feuer rothe Daͤmpfe aufſteigen, und ſich ein dunkler Zinnober, theils in feſten Stuͤcken, theils ſtrahlicht, theils ſtaubicht, an den Seiten, und im Halſe der Retorte anſetzt, der Spießglas⸗Zinnober, Cinnabaris Antimonii(147) genannt wird. In der Retorte bleibt eine ſchwarze glaͤnzende Maſſe am Boden liegen, woraus ſich ein Spießglas⸗Koͤnig reduciren laͤßt. 1. Anm. Die Chemiſten gehen in dem Verhaͤltniſſe des aͤtzen⸗ den Sublimats, gegen das Spießglas, ſehr von einander ab, indem einige mehr Sublimat, andere weniger, noch andere von beyden gleich viel nehmen; ſo will ich hier nur erinnern, daß man, wenn die Deſtillirung, um die Spieß⸗ glas⸗Butter zu erhalten, angeſtellet wird, mehr von dem ätzenden Sublimat nehmen muß; wird ſie aber nur des Zinnobers wegen vorgenommen, ſo kann man ſich mit wenigerm behelfen. Stahl, Meuder, u. a. m. neh⸗ men 8 Theile Spießglas gegen 16 Theile ätzenden Subli⸗ mat, Malouin 3 Theile aͤtzenden Sublimat gegen 2 Theile Spießglas. Macquer gebraucht zur Bereitung der Spießglas⸗Butter beynahe eben das Verhaͤltniß, wel⸗ ches wir angefuͤhrt haben, nemlich 6 Theile rohes Spieß⸗ glas und 16 Theile aͤtzenden Sublimat, zum Zinnober aber 6 Theile Spießglas und 8 Theile aͤtzenden Sublimat(148). N 2 2. Anm. (147) Man vergl. die 44ſfte Baumés Erl. Exp. Ch. Anm. d. Ueb. Th. II. S. 494., 3 Theile (148) In Vogels Iaſt. Sublimat gegen ein Theil Spieß⸗ Ch.§. 565. werden 2 Theile in glas vorgeſchrieben. A. d. U. JA 19 Neunzehntes Kapitel. Auch gehen die Chemiſten in dem Verfahren ſelbſt von einander ab; denn einige feuchten das Gemenge mit Waſſer an, oder laſſen es etwas zerfließen, wenn ſie die Spieß⸗ glas⸗Butter bereiten wollen, um ſelbige in ſo viel groͤßerer Menge zu erhalten, und deſtilliren es hingegen gleich, wenn ſie Zinnober erhalten wollen; andere veraͤndern die Vor⸗ lage, ſo bald die Spießglas⸗Butter abgeſchieden iſt, und der rothe Dampf angefangen hat zu erſcheinen, damit ſie die Butter ſo viel reiner erhalten, welches auch wuͤrklich das ſicherſte iſt; noch andere bringen den Proceß ohne Ver⸗ aͤnderung der Vorlage zu Ende, und rectificiren dann die Butter, die darnach reiner und fluͤßiger wird. Es iſt ſehr noͤthig zu wiſſen, daß man ſich bey der Veraͤnderung oder beym Abnehmen der Vorlage fuͤr den aufſteigenden aͤtzenden und durchdringenden Dampf ſehr in Acht nehmen muß. Boerhave melder, daß ihm ein Fall bekannt ſey, da jemand dadurch getoͤdtet worden. Die Menge, die man ſowol von der Butter als dem Zinnober erhaͤlt, haͤnget ſehr davon ab, nachdem die Deſtillirung vorſichtig angeſtellt worden. Meuder ſagt, er habe von 8 Loth Spießglas und 16 Loth aͤtzenden Subli⸗ mat 9 Loth Butter und 14 Loth Zinnober erhalten. Macquer erwaͤhnt nur 3 und drey viertel Theile But⸗ ter und 7 Theile Zinnober aus der eingeſetzten Maſſe. 2. Anm. Man kann ſich auch mancher andern Verſetzungen bedienen, ſowol um die Spießglas⸗Butter als den Spieß⸗ glas⸗Zinnober zu erhalten. 6 2a) Wenn man anſtatt des aͤtzenden Sublimats andere Queckſilber⸗Bereitungen, die eine Kochſalzſaͤure ent⸗ halten, als den verſuͤßten Sublimat, die Queckſilber⸗ Panacee, den weiſſen Praͤcipttat, u. a. m. gebraucht, ſo erhaͤlt man gleichfals Butter, aber weniger aͤtzend, und in geringerer Menge; auch erhaͤlt man dann gleichfals einen Zinnober. b) Nimt man aber anſtatt des aͤtzenden Sublimats Koch⸗ ſalz und verkalchten Vitriol, gebrannken Alaun, oder Vitrioloel, oder auch Salmiak mit einer der gedach⸗ ten Arten, nemlich verkalchten Vitriol oder Vitriolol, verſetzt das Spießglas damit, und deſtillirt a „. erha ahren ſlbie tengemt M di er ſo bielgit gen gleih, indenn Ren ſchieden ſ, einen dama S auh dit droeeß huc feiren dm ird. an ſch bh Vorlage fir n Danpffß t, daß ün dtet wordn, Putter älstr , narden Meudenſ Haͤtzenden Ei nnober atßele ertel Theilede zten Maſe 1 ern Verſizune rals den er ublimats me ochſalzſänne „die Suecfie a. m geürue eweniger ii haͤlt man Sublmatsci ten Aloun, zner der ga loder Ii deftlltt, cch Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigect. 197 erhaͤlt man auch Spießglas⸗Butter, aber keinen Zinnober. c) Nimt man anſtatt des aͤtzenden Sublimats Hornbley oder Hornſtlber, oder auch, welches das bequemſte iſt, Silberkalch, der mit Kochſalz niedergeſchlagen wor⸗ den, und miſcht davon 2 Theile mit 1 Theil Spieß⸗ glas, und deſtillirt es, ſo erhaͤlt man in der Vorlage ohngefehr ſo viel, als der achte Theil des Spießgla⸗ ſes betraͤgt, theils fluͤßige, theils geronnene Spieß⸗ glas⸗Butter, die Buthrumn Antimonii Lunare(Silbe⸗ richte Spießglas⸗Butter) genannt wird. Merk⸗ wuͤrdig iſt es bey der Deſtillirung der zuletzt erwaͤhnten Vermiſchung, daß man waͤhrend der Deſtillirung ein gelindes Sauſen in der Vorlage bemerkt, und nach geendigter Deſtillirung weiſſe glaͤnzende Blumen, die Spießglashaltige Blumen ſind, an den Seiten der Retorte, und am Boden derſelben eine derbe Maſſe findet, die Silber mit Spießglas⸗Koͤnig vereinigt iſt. S. Macquers Ch. Pr. T. I. S. 415. ff 4) Dahingegen erhaͤlt man Spießglas⸗Zinnober, wenn man Spießglas in Salzgeiſt aufloͤſet, Queckſilber dazu thut, dann die Saͤure abzieht, und das Zuruͤckbleib⸗ ſel ſublimirt; wie auch, wenn man Queckſilber in Scheidewaſſer aufloſet, zu dieſer Aufloͤſung Spießglas⸗ Goldſchwefel thut, dann die Saͤure davon abzieht, und den Zinnober aufſublimirt; gleichergeſtalt aus dem Goldſchwefel des Spießglaſes und Queckſilber, die man mit einander zu einem Mohr vereiniget; ſo auch aus verſuͤßtem Queckſtlber⸗Sublimat und Spieß⸗ glas⸗Goldſchwefel; aber aus dieſen Vermiſchungen erhaͤlt man keine Spießglas⸗Butter. §. 7. Daß die Spießglas⸗Butter, die ſonſt auch Spetma Draconum venenatorum(giftiger Drachen⸗Schaum) ge⸗ nannt wird, ein fluͤßiges metalliſches Salz, oder ein fluͤchti⸗ ger ammoniakaliſcher Vitriol iſt, der aus der Satzſaͤure und darinn aufgeloͤſeten Spießglas⸗Koͤnig⸗Theilchen beſtehet, wird erwieſen, a) was den Antheil vom Spießglas⸗Koͤnig betrift, N 3 ſowol 198 Neunzehntes Capitel. ſowol durch die Zubereitung(§. 6.), woſelbſt wir angemerkt haben, daß der Schwefel aus dem rohen Spießglaſe zum Zinnober abgeſchieden werde, ſo daß nur die reguliniſchen Theile vom Salzſauren aufgeloͤſet werden konnten, als auch daraus, daß man die Spießglas⸗Butter am beſten aus dem Spießglas⸗Koͤnige bereiten kann. b) Daß dieſe Aufloͤſung durch die Salzſaͤure geſchehen iſt, ſieher man theils aus der Trennung des reinen Queckſilbers vom aͤtzenden Sublimat, der blos aus Salzſaͤure und Queckſilber beſteht, wenn man Spießglas⸗Koͤnig gebraucht(149); cheils aus den verſchie⸗ denen(§. 6. 2. Anm.) angefuͤhrten Proceſſen, durch welche blos der Salzgeiſt abgetrieben wird. - Dieſe Butter oder Aufloͤſung hat folgende Eigenſchaften: 1) Stellt man ſie an die Luft, ſo zieht ſie die Feuchtig⸗ keit aus derſelben an, verlieret ihre Durchſtehtigkeit, wird weiß und fluͤßig, und wird dann Spießglas⸗Oel, Oleum Antimoni genannt, wobey zugleich ein Pulver zu Boden faͤllt, das ausgeſuͤßt, Mercurius uit; genannt wird. 2) Brauſet ſie mit allen Saͤuren und ſauren Geiſtern, beſonders mit dem Vitriolgeiſt, als mit welchem ſie auch raucht. 3) Brauſet ſie mit allen Laugenſalzen. Anm. Es ſcheint, die Saͤuren brauſen damit in Anſehung threr Anztehung zu der metalliſchen Subſtanz; die Laugen⸗ falze aber in Anſehung ihrer Anziehung zu dem Sauren der Spießglas⸗Butter, doch iſt das erſte noch ungewiß. 4) Gießt man zu der Spießglas⸗Butter doppelt ſo viel hoͤchſtrectificirten Weingeiſt, ſo verdickt ſich die ganze Maſſe, und wird, wie zu Eiſe. 5) Ver⸗ (149) Die Bereitung der Baume am angef. Orte. Spießgkas⸗Butter mit dem S. 489. ff. A. d U. 1 Spießglas⸗Konige lehrt Herr ein we V ſißet in ein berich de A tonce auffö kann. (⸗ wol b ſolche austre ſo ſal wee de twi Andme Spieſgl de reguti inten ale 1 beſten ag dieſe du n theils un den Slin eht, wi us den vei n, durhne Eigenſhet ſie die gat ſchtigket, as⸗Gel,0 ulver u d nt wid. ſauren Gii velchem ſe mwit in duthe tanz; delen ndem Saun h ungeuſ ter doypikit die ganſ M. n angef li . d Ä. Vom Spießglaſe, deſſen Kdnigeꝛc. 199 5) Vermiſcht man ſie mit laulichtem Waſſer, ſo wird ein weiſſes Pulver niedergeſchlagen.(150) 6) Faͤllet man ſie mit weinichtem Salmiakgeiſt, und ſuͤßet den Niederſchlag aus, trocknet ihn, und ſublimirt ihn in einem Glaskolben, ſo erhaͤlt man, mit etwas Queckſil⸗ berichtem vereinigte, Salmiak⸗Blumen. S. Meuder de Antim. p. 140. 2) Faͤllet man die Spießglas⸗Butter mit einer Wiß⸗ muth⸗Aufloͤſung, und ſuͤßet den Niederſchlag aus, und ſub⸗ limirt ihn auf, ſo erhaͤlt man einen talkichten ſilberfarbenen Sublimat. Anm. Die Aerzte geben es fuͤr ein allgemeines aͤtzendes Mit⸗ tel aus, und wenn man mit einer in Spießglas⸗Butter getunkten Feder rund um die vom kalten oder heißen Bran⸗ de angegangene Stellen ſtreicht, ſo ſoll es verhindern, daß ſich der Brand nicht uͤber den mit der Feder gemachten Kreis fortziehe; auch ſoll man, wenn man vorſichtig damit umgeht, Warzen damit vertreiben koͤnnen(151). Sie beſteht aus 9 Theilen Salzſaͤure und 7 Theilen Spießglas⸗Konig; auch hat ſie einige Queckſilbertheilchen beygemiſcht, die mit dem Salzgeiſt uͤbergegangen find(152) (130) Der Grund der hier geſchehenden Faͤllung beruhet darauf, daß die Salzſaͤure den Spießglas⸗König nur, wenn ſie concentrirt iſt, in einiger Menge auflöſen und auſgeloͤſet erhalten kann. A. d. U. (151) Da man nicht allzu wol verhindern kann, daß ſich ſolche Fluͤßigkeiten nicht weiter austreiben als man es haben will, ſo ſind alle fluͤßige Aetzmittel, wie die Spießglas⸗Butter, der N 4§. 8. Salzgeiſt, ſtarkes Scheidewaſſer zum Wesgbeizen der Warzen u. ſ. w. nicht ſo bequem, ſon⸗ dern, wenn doch gebeizt werden ſoll, trockne Aetzmittel, wie der Hoͤllenſtein und der aus einge⸗ dickter Seifenlauge bereitete Aetz⸗ ſtein, vorzuziehen. A. d. U. (152) Hievon kann es denn auch vielleicht kommen, daß man im Mercurio vitæ Queckſilber findet. A. d. U. 200 Neunrzehntes Capitel. 8. 8. 8 In Anleitung vorgedachter Eigenſchaften dieſer Spieß⸗ glas⸗Butter(§. 7.) ſind folgende Bereitungen daraus ge⸗ woͤhnlich, die wir durchgehen wollen. 1) Spießglas⸗Oel, Oleum Antimonii, ſo man er⸗ haͤlt, wenn man die Butter mit einer Glasſcheibe theilet, und vorſichtig in eine trockne Retorte abfließen laͤßt, und aus ei⸗ ner Sandkapelle in eine wohl verlutirte trockene und neue Vor⸗ lage, erſt mit gelindem, dann mit gemaͤhlich verſtaͤrktem Feuer deſtillirt, bis alles uͤbergegangen iſt. Man erhaͤlt dieſe Butter dann fluͤßig, faſt wie ein Oel, doch wird es noch fluͤßiger und einem Oele aͤhnlicher, wenn man es zum dritten mal wieder uͤberdeſtillirt, da man es denn in glaͤſer⸗ nen Flaſchen wohl verwahren muß. Anm. Auf dieſe Art kann man alſo Metalle in einer dem Anſehn nach glichten Geſtalt erhalten. Man muß ſich bey dieſen Rectificirungen fuͤr dem giftigen Dampf huͤten. 2) Mercuriur vitæ, oder Pulvir Algaroth, erhaͤlt man auf folgende Art: Man ſchmilzt die Spießglas⸗Butter, und troͤpfelt davon ſo viel, wie man will, in wenigſtens 4 bis 6 mal ſo viel laulichtes Waſſer. Das Waſſer wird hievon dick, weiß, und es faͤllt ein weiſſes Pulver zu Boden. Nach vollendeter Faͤllung gießt man das oben ſtehende klare Waſſer ab, und ſuͤßet das unten liegende Pulver tuͤchtig mit laulich⸗ tem Waſſer aus, ſo iſt das gedachte Algaroths⸗Pulver fertig. 1. Anm. Andere nehmen anſtatt der Butter Spießglasvel (n. 1.) ſo ſie tropfenweiſe in 4 mal ſo viel Waſſer gießen; aber das kommt uͤbereins heraus, und wird dieſer Mercu- rius vitæ, den andere Mercurius Mortis nennen, einerley mit dem vorigen: Dies will ich nur noch erinnern, daß man, wenn die Spießglas⸗Butter mit Spießglas⸗Ko⸗ nig bereitet iſt, einen weiſſeren Mercurium vita erhaͤlt. 2. Anm. Dieſes Pulver iſt zwar nicht aͤtzend wie die Butter, indeſſen verurſacht es zu 2 hochſtens 3 Gran, gegeben ein ſtarkes Brechen. 1 Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige ꝛcd. 201 3. Anm. Schmilzt man dieſes Pulver, nachdem es wohl ken diſere ausgeſuͤßt und getrocknet worden, mit heftigem Feuer, und ingen daas laͤßt es lange im Fluſſe ſtehn, und gießt denn die geſchmol⸗ zene Materie auf ein warmes glattes Kupfer⸗Blech aus, ſo erhaͤlt man ein gelbliches Spießglashaltiges Glas, das Dnii, ne, UVitrum Autinomii ficcineuim(Bernſtein gelbes Spieß⸗ heibe thit glas⸗Glas) genannt wird. Schmilzt man es aber ſo vor ſich, wie Boerhave(Proc. 223.) meldet, oder, aßt, und r. 1 1.. 5 3 9 nan welches leichter und ſicherer iſt, mit ſchwarzem Fluß und ne und nang. Kohlgeſtuͤbe, und gießt die geſchmolzene Materie gleich in plich derſtt einen Gießpuckel aus, ſo erhaͤlt man einen zackichten glaͤn⸗ . Ma 1 zenden Koͤnig, der Regulus antinroni aculeatus(ſtachlichter 1, doch n Spießglas⸗Vonig) genannt wird. Man erſieht hier⸗ ean nhe aus, daß ſowol in der Spießglas⸗Butter, als dem Spieß⸗ en mäkn glasoel die reguliniſchen Theile im Salzgeiſt aufgelsſet ſind 8 denn ingc(S.§. 7.) und dieſes Pulper unrecht den Nahmen Mercu- rius erhalten hat, ob man gleich nicht gaͤnzlich leugnen ale in in kann, daß er nicht etwas Queckſtlber enthalten ſolte, wie Ran moſt Billichius und Sennert behaupten(153). Auch Mnſe ſh ſehe ich nicht ein, aus welchen Gruͤnden Kouelle die⸗ dampf hütn ſes Pulver zu den Spießglashaltigen Salzen hat rechnen koͤnnen. S. die Hit. de lo Aœad. AN. de Patis. v. J. 1754. fott, eün ob man gleich nicht leugnen kann, daß etwas von dem glas⸗Butt, Salzgeiſt bey dieſem Pulver zuruͤckbleibt, zu geſchweigen, enigſtens(i daß es niemals ſo wohl ausgeſuͤßt wird. So viel iſt gewiß,⸗ widdhiane und die Erfahrung lehrt es, ſo bald man den Salzgeiſt Bodm. N mit Waſſer verduͤnnt, laͤßt er ſein Spießglas⸗Pulver fal⸗ oden. M len; woraus man ſieht, daß der Salzgeiſt den Spießglas⸗ nde klau Vo⸗ König nicht aufloſet, wo er nicht ſehr ſtark und concentrirt chtig nitlat iſt. Es bleibt alſo nur ſehr wenig ſalziges bey dem nieder⸗ he⸗ubtrſ geſchlagenen Pulver zuruͤck, und kann ſolches daher, unſerm e Beduͤnken nach, den Nahmen eines Salzes nicht verdienen. ter Eplä Boerhave hat von 11 Unzen Mercurius vitæ gegen 10 el Paſſe h Unzen Spießglas⸗Konig erhalten. ird dieſer len 4. Anm. Gebraucht man anſtatt des Waſſers Weingeiſt zur Faͤllung, ſo wird das Pulver zugleich ſchmerzſtillend, und bewuͤrkt zu 4 bis 6 Gran eingenommen, erſtlich ein nennen, ih cch erinnern,N Ereßuit Brechen, darnach aber einen Schlaf und Schweiß. Es m vite Ghi N 5 muß dd wie djedun.. Eran, min(153) Man leſe hievon des zita Mercurit uon expers, Gött. Hrn. Leibmed. Vogels Reſp. 1767. A. d. U. 3 un B. F. SrARCK, Difl. Mereurius 202 Neunzehntes Capitel. muß alſo bey dem niedergeſchlagenen und ausgeſuͤßten Pulver etwas Salzgeiſt zuruͤckbleiben, das durch den Weingeiſt verſuͤßt wird. 3) Das Arcanum Kiverii erhaͤlt man, wenn man den vorher wohl ausgeſuͤßten Mercurius vitæ ſo lange im Feuer calcinirt, und beſtaͤndig ruͤhrt, bis er alle Schaͤrfe verloh⸗ ren hat. Anm. Auch hieraus ſieht man, daß die Ausſuͤßung nicht zureicht, um alle Salzſaͤure abzuſcheiden. 3 4) Den philoſophiſchen Vitriolgeiſt, Spiritus Vitrioli Philoſophicus, erhaͤlt man, wenn man das klare ſaure Waſſer nimt, das zuerſt nach der Faͤllung des Mercuri vitæ abgegoſſen ward(N. 2.), ſolches durchſeihet, und auf die Haͤlfte eindicket. Anm. Dieſer Geiſt hat mit Unrecht den Nahmen eines Vitriol⸗Geiſtes erhalten; er iſt ein ſchwacher Salzgeiſt, der etwas vom Spießglaße enthaͤlt. Mit dem Weinſtein⸗ Salz macht er ein wieder hergeſtelltes Kochſalz; und deſtil⸗ lirt man ihn mit gemaͤhlich verſtaͤrktem Feuer, ſo erhaͤlt man zuletzt einen ſtaͤrkern und etwas rauchenden Salzgeiſt, der alle Eigenſchaften eines gewoͤhnlichen Salzgeiſtes hat; vermindert man das Feuer aber ſo bald der geltndere Geiſt uͤbergegangen iſt, ſo ſublimirt ſich ein feines Salz in der Retorte auf, das an der Luft nicht zerfließt, auch im Waſ⸗ ſer nicht ſchmilzt; im Feuer verglaſet es ſich, aber das Glas laͤßt ſich mit Waſſer aufloͤſen, und ſchießet das Salz hernach wieder daraus an; auch faͤrbet dies Salz die Flam⸗ me gruͤn. S. Kaſſo n in Hit. de D Acad. des Sienc. de Paris. 175§ 1. woraus man ſtehet, daß in dieſem Geiſte et⸗ was ſpießglaſichtes befindlich iſt. 5) Den mineraliſchen Bezoar(Hezoardicum mi- nerale) bekoͤmmt man auf folgende Art: Man ſchmilzt Spießglas⸗Butter, und gießt ſie in einen etwas erwaͤrmten glaͤſernen Kolben, gießt ohngefehr eben ſo viel Salpetergeiſt dazu, als die Butter wog, und, damit alle Butter deeiner karen ren u ſatdert b auſſ einer S (it ihn Kobben Perlage pyritu gkalet! thet, er abro ſoch zu de zur man ei te min dus voll dittel de und auege, das un „ wenn nn, lange inp S 1 iſſ Ausſlß lgeiſt, G n man do lung des ler chſeiher, w en Nahme hwacher El ſdit dem Vir⸗ ochſalz; und Feuer, ſo uchenden Ei n Sahzaeſis der gelndan feines eih leßt, auchir! es ſich, a ſchiegttde dies Sal dg Acad, db 9 in dieſen b „Hewaartian t: Munſte etvas eri viel Saben le Buterpe 1” Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige c. 203 klaren und roͤthlichen Aufloͤſung aufgeloͤſet werde(154), er⸗ fordert wird, wobey man ſich aber fuͤr den Dampf, der da⸗ bey aufſteigt, huͤten muß. Darnach laͤßt man allen Geiſt in einer Sandkapelle mit gelindem Feuer abrauchen, oder deſtil⸗ lirt ihn in eine vorgelegte Vorlage uͤber, ſo behaͤlt man im Kolben eine weiſſe ſchwere Maſſe zuruͤck, und erhaͤlt in der Vorlage einen Geiſt, der bezoardiſcher Salpetergeiſt, Sviritus Mitri Bezoardicus genannt wird. Nachdem alles erkaltet iſt, gießt man wieder eben ſo viel Salpetergeiſt, als vorher, zu der zuruͤckgebliebenen Maſſe, und laͤßt ſolchen wie⸗ der abrauchen, oder zieht ihn davon ab, und verfaͤhrt denn noch zum dritten male wieder eben ſo damit. Dann laͤßt man die zuruͤckgebliebene Maſſe eine halbe Stunde gluͤhen, ſo hat man eine trockne weiſſe, etwas ſaure Materie, die der gedach⸗ te mineraliſche Bezoar iſt. 1. Anm. Um dieſen koſtbaren Weitlaͤuftigkeiten zu entgehen, pflegen einige den Salpetergeiſt auf gemeldete Art zu der Butter zu gießen, und dann das geiſtige abzuziehen, darauf aber gleich das Zuruͤckbleibſel zu calcinſren und auszuſuͤßen, ohne ofter oder mehr Salpetergeiſt darauf zu gießen. 2. Anm. Der Geiſt, den man nach geſchehener Vermiſchaung abziehet, iſt ein Koͤnigs⸗Waſſer, aber das Pulver oder Zuruͤckbleibſel ſelbſt, welches mineraliſcher Bezoar genannt wird, iſt nichts anders, als eine Art von ſchweißtreiben⸗ den Spießglas⸗Kalche(Antimonium diaphoreticum) und kann in eben der Abſicht zu einem halben Quentchen auf einmal gegeben werden. 3. Anm. Hiebey kommen zwey Fragen zu beantworten vor: a) Woher es komme, daß der Salpeter⸗Geiſt die Spieß⸗ glas⸗Butter ſo veraͤndern koͤnne, daß ſie ihre Fluͤchtigkeit verliehrt, und bey der Abſcheidung des Aufloͤſungs⸗Mit⸗ tels nicht mit uͤbergeht? b) Woher es komme, deß der Salpe⸗ (154) Es wird hiedurch ein iſt, da dieſe Aufloͤſung durch bey⸗ Koͤnigswaſſer bewuͤrkt, welches gemiſchtes Waſſer keinen Nieder⸗ das vollkommenſte Auſtoſungs⸗ ſchlag mehr leidet. Man vergl. mittel des Spießglas⸗Koniges§. 16. n. 5. ch. A. d. U. 4 204 Neunzehntes Capitel. beitzend iſt, doch hier alle Aetzbarkeit des Mercurius vitæ oder niedergeſchlagenen Pulvers, veraͤndert und hebet, und das, was ſonſt ein Brechmittel war, in ein ſchweißtrei⸗ bendes verwandelt? Die erſte Frage iſt leicht beantwortet, wenn man die dem Satzgeiſt vorzuͤglich eigene Eigenſchaft, die Metalle zu verfluͤchtigen, betrachtet, als welches der Salpeter⸗Geiſt nicht thun kann, der die Metalle mehren⸗ theils verkalchet. So bald dagegen der Salzgeiſt mit dem Salpeter⸗Geiſt zu einem Konigswaſſer vereinigt worden, ſo wird dadurch nicht nur ſeine Anziehung zu den Spieß⸗ glas⸗Theilen vereiniget, ſondern er verliehrt auch zugleich die beſondere Eigenſchaft zu verfluͤchtigen. In eben dem Verhaͤltniß, worinn der Salzgeiſt vom Spießglaſe geſchie⸗ den wird, wird dieſes auch figirt. Außerdem muß man merken, daß, in ſo weit die Spießglas⸗Theile bey ihrer Vereinigung mit der Salzſaͤure ihr mehrſtes brennbares 15 Weſen verlohren haben, der Salpeter⸗Geiſt, oder das Koͤnigswaſſer in den zuruͤckbleibenden Kalch nunmehr nicht mehr eingehen oder ſelbigen weiter aufloͤſen koͤnne. Zur „Beantwortung der andern Frage, muͤſſen wir, was vor⸗ her erinnert worden iſt, merken, nemlich, aß beym Mer- curio vitæ noch etwas Salzgeiſt zuruͤckgeblieben iſt(S. n. 2. 4. Anm. u. n 3.); Da aber der Salpeter⸗Geiſt in dieſem mineraliſchen Bezoar den Salzgeiſt abſcheidet, und veraͤndert, wodurch deſſen Anztehung aufgehoben, und da⸗ gegen der Spießglas⸗Kalch in eben dem Verhaͤltniß figirt wird, ſo kann es nicht anders ſeyn, als daß, indem die Calcintrhitze dazu kommt, alles Koönigswaſſer abgeſchieden werden muß, worauf ein mit aller Aetzbarkeit befreyeter Spießglas⸗Kalch zuruͤckbleibt, der dem ſchweißtreibenden Spießglas⸗Kalch gleich iſt. man 1 Theil Mercurius vitæ mit 3 Theilen gepuͤlverten Salpeter verſetzt, dieſe Vermiſchung in einem gluͤhenden V Tiegel verpuffen laͤßt, und dann ausſuͤßt; aber dieſer Kalch wird gemeintglich Cerulla Antimoni(Spießglas⸗ Weiß) genannt. 6) Be⸗ Salpeter⸗Geiſt, der an und vor ſich ſelbſt aͤtzend und 4. Anm. Nach Anleitung der in vorhergehender Anmerkung angefuͤhrten Theorie kann man auch auf eine kuͤrzere und bequemere Art einen mineraliſchen Bezoar erhalten, wenn 6) eonrd dn manl dder der alpeter, (E.N. todorch! lhr habe No uch m drom mi rabrum ) Epißßg beſtehe. nig, der her an ) er, die en einan rMat dene K fohrung andere der gen zu haben mit gen ly ſind ſen. d lähupte d verſ (153) dlſt äͤze Mercurilh t und hebee ein ſchwe icht beante gene Enynt als welce Netale ne Salzgeſttm dereinigt i ng zu dene ſehrt auch a 1. Jn eia Spießglſg gerdem muhn „Theile beyſ hrſtes bun Geiſt, dda lch nunmier oͤſen kenne e wir, hän h, daß beſn geblieben i Salpeter⸗Ge ſt abſcheidet, gehoben, u Vechaͤtnsit s daß, ſna aſſer ahgeche barkätt bf ſchweißhrlan ender Anne eine kitzne ar erhalten, eilen geyll einem glühe üßt, abe mi(Spiehte 29* Vom Spießglaſe, deſſen Kdnigeꝛc. 205. 6) Bezoardiſcher Salpetergeiſt, Fpiritus Nitri Besoardicur wird, wiewol mit Unrecht, der Geiſt genannt, den man bey der Bereitung des animaliſchen Bezoars erhaͤlt, oder der Geiſt, der das erſte mal aus der Vermiſchung des Salpetergeiſtes mit der Spießglas⸗Butter uͤbergegangen (S. N. 5.). Er iſt ein reines und wahres Koͤnigswaſſer, wodurch das, was wir vorher(N. 5. 2. u. 3. Anm.) ange⸗ fuͤhrt haben, beſtaͤrket wird. §. 9. Was den Spießglas⸗Zinnober(§. 6.) betrift, der ſonſt auch Antimonium rubrum(rothes Spießglas), Sulphur ru- brum minerale(rother mineraliſcher Schwefel) auch Bezoar rubrum(rother Bezoar) genannt wird, ſo iſt zu merken: 1) Daß dieſer Zinnober aus dem Schwefel des rohen Spießglaſes, und dem Queckſilber des aͤtenden Sublimats beſtehet. Daher koͤmmt es, daß man mit Spießglas⸗Koͤ⸗ nig, der keinen ſolchen Schwefel enthaͤlt, auch keinen Zinno⸗ ber erhalten kann. 2) In ſo weit man aus der Erfahrung weiß, daß Koͤr⸗ per, die mit einander vereinigt ſind, nicht wieder ſo leicht von einander geſchieden werden koͤnnen, daß nicht etwas von der Materie zuruͤck bleiben ſollte, mit welcher der abgeſchie⸗ dene Koͤrper vereinigt war; man auch auſſerdem aus der Er⸗ fahrung weiß, daß der Goldſchwefel des Spießglaſes eine andere Wuͤrkung auf den menſchlichen Koͤrper außert, als der gemeine Schwefel, ſo denken wir hievon Anleitung genug zu haben, zu glauben, daß der Spießglas⸗Zinnober und der mit gemeinem Schwefel bereitete Zinnober nicht voͤllig einer⸗ ley ſind, ob gleich ſowol Fr. Hofmann in ſeinen Obſ. Chem. als C. Meumann in ſeiner Chem. Med. u. a. m. behaupten wollen, daß dieſe Zinnober⸗Arten nicht von einan⸗ der verſchieden ſeyn(155)⸗ 2 T, nm. (155) Der Unterſchied des Spießglas⸗Zinnobers vom ne woͤhn⸗ 206 Neunzehntes Capitel. 1. Anm. Die Aerzte haben bemerkt, daß der Spießglas⸗ Kraft Erbrechen zu bewuͤrken und abzufuͤhren mittheile; welches der gemeine Zinnober nicht thut. 2. Anm. Da der Zinnober, den man bey der Deſtillirung ſonderlich rein, ſondern mehrentheils ſchwaͤrzlich iſt, ſo muß er noch vorher gereiniget werden, ehe er zu einem mediciniſchen Nutzen gebraucht werden kann; dieſe Reini⸗ gung wird mit einem Zuſatze von gebranntem Hirſchhorn, zuweilen auch von reinem Queckſilber bewuͤrket, worauf man eine neue Sublimirung anſtellet. . 10. Gegen die Laugenſalze verhaͤlt ſich das rohe Spießglas ſo, daß ſich das Laugenſalz mit dem ſchweflichten des Spieß⸗ glaſes vereiniget, ſolches von den Koͤnig⸗Theilen ſcheidet, und eine Schwefelleber⸗Miſchung bildet, die wieder die Koͤnig⸗ Theile nach Verhaͤltniß des Laugenſalzes, der Staͤrke des Feuers, und des Schmelzens der Miſchung, mehr oder we⸗ niger aufloͤſet. Dieſes bekraͤftigen folgende bekante Arbeiten: 1) Kocht man fein gepuͤlvertes rohes Spießglas in ſcharfer und wohl concentrirter Lauge eine oder ein paar Stun⸗ den, oder digerirt es ſtark damit, bis das Aufloͤſungs⸗Mit⸗ tel in der Kaͤlte eine gelbrothe Farbe erhaͤlt, gießt die Lauge dann eben ab, und laͤßt ſie erkalten, ſo ſetzt ſich eine gelbe oder gelbrothe Materie zu Boden, die, ausgeſuͤßt, Spießglas⸗ Schwefel genannt wird. Unterſucht man dieſen Spießglas⸗Schwefel, ſo findet man folgendes: a) Wenn man etwas viel Koͤnigswaſſer dazu gießt, des rohen Spießglaſes mit atzendem Sublimat erhaͤlt, nicht woͤhnlichen Zinnober kann nur davon herruͤhren, daß einige Theile des Spießglas⸗Königes mit dem Schwefel aufgeriſſen ſind, und dann kann freylich der Spießglas⸗Zinnober eine aͤhnli⸗ che brechmachende Kraft, wie der Spießglasſchwefel ausuͤben, Daß auch der Dampf deſſelben ſchaͤdlich ſey, S. Wedels Progr. de vi deleteria funi cip- nabaris antlmoni. A⸗ d. U. Zinnober, wenn Wein darauf gegoſſen wird, ſelbigem eine ſift, jneral dn Mit Laugenſet lihdieſe gleicher den ch de Eiger d a, ſend rüget, v 4 Schw auffolg ſcharfe ſo viel. gepuͤlve hallenh d ic, duch! hüüſem der Srien dd, ſähha ühren une der Deſiln materhäln waͤrziic ſt ehe er un un; dieſege tem dittie ewurket, wen whe Eri ſchten desen zilen ſchede wieder die i der Statt. z, mehr de bekante Ath s Spiefge er ein dare Auflöſungen „gißßt denn ſich einegehen t, Spleſg hwefel, iſt onigsoſti 1 hende Kei sſchweſtl u er Danuf dſ .6. wed daleueria fun gnil. 4 1 Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigeꝛc. 207 gießt, ſo ſcheidet ſich ein reiner Schwefel ab. b) Gießt man Mineralſaͤuren darauf, um etwas daraus aufzuloͤſen, ſo wer⸗ den Mittelſalze daraus gebildet, zum Beweiſe, daß etwas Laugenſalze in dieſem Schwefel eingemiſcht ſey. Es iſt folg⸗ lich dieſer Spießglas⸗Schwefel eine Spießglas⸗Leber, die zu⸗ gleich etwas metalliſches enthaͤlt, denn die ſcharfe Lauge loͤſet den Schwefel auf, hieraus wird eine Schwefelleber, welche die Eigenſchaft hat, Metalle aufzuloͤſen. Dieſer Spießglas⸗Schwefel iſt alſo kein reiner Schwe⸗ fel, ſondern mit ſalzigen und metalliſchen Theilen verunrei⸗ niget; von der Art ſind folgende Bereitungen: A. Der durch Kochen bereitete Spießglas⸗ Schwefel, Sulphur Antimonii Decoctione paratum, der auf folgende Art bereitet wird: Man macht eine ſtarke und ſcharfe Lauge aus 2 Theilen Pottaſche und 1 Theil Kalch, mit ſo viel Harn, als dazu noͤthig iſt. Kochet mit dieſer Lauge gepuͤlvertes Spießglas ſo lange, bis ſie eine gelbe Farbe er⸗ halten hat; darauf gießt man die Lauge eben ab, ſeihet ſie durch, und gießt Vitriolgeiſt, oder deſtillirten Eßig dazu, wodurch der Schwefel niedergeſchlagen wird, der hernach mit heiſſem Waſſer ausgeſuͤßt, und getrocknet werden muß. Anm. Da wir kurz vorher angemerkt haben, daß der Schweſel des rohen Spießglaſes von einer jeden ſcharfen Lauge aufgeloͤſet werde, ſo ſieht man wohl, daß dieſes Verfahren nicht nothwendig iſt, ſondern die Aufloſung entweder mit bloßer Pottaſche⸗Aufloͤſung, oder auch mit bloßem Kalkwaſſer bewuͤrkt werden kann, welches letztere Hupham in den Phitoſ. Trausatt. Vol. XCVIII. b. II. .833, fuͤr das beſte haͤlt, beſonders, wenn nach einem ochen von einigen Stunden, die durchgeſeihete Lauge, die ſo klar, wie Waſſer iſt, mit Weinſtein⸗Cryſtallen, oder Citronen⸗ oder Pomeranzen⸗Saft, gefaͤllet wird. Auch ſcheint die Faͤllung nicht nothwendig zu ſeyn, weil man aus der durchgeſeiheten Abkochung oder Lauge durch bloßes Abrauchen den Schwefel erhält, wenn er gleich ausgeſuͤßt wird, doch zu 2, 3 bis 4 Gran gegeben, abfuͤhren ſoll. B. Der d 208 Neunzehntes Capitel. B. Der mineraliſche Kermes, Kermer minerale, welcher auf folgende Art bereitet wird. Man nimt gegen 4 Theil fein gepuͤlvertes Spießglas, 1 Theil ſtarkes und rei⸗ nes Laugenſalz vom Salpeter, oder fixen Salpeter(156), und 3 Theile Waſſer, kocht alles zuſammen 2 Stunden lang recht ſtark, oder ſo lange, bis ein Loͤffel voll von der klaren Lauge in der Kaͤlte kruͤmlicht und gelb wird, worauf man die Aufloͤſung abgießt, ganz heiß durchſeihet, und 24 Stunden in die Kaͤlte ſetzt.. Gießt man denn die obenſtehende Lauge vorſichtig von dem Bodenſatz ab, und gießt ſie wieder auf das uͤbergeblie⸗ bene Spießglas zuruͤck, thut allenfalls noch ſo viel friſches Waſſer hinzu, als bey dem erſten Kochen verdunſtet iſt, und verfaͤhrt hiemit weiter, ſo wie vorher angefuͤhrt worden iſt, ſo wird hiedurch eine ſtaͤrkere Aufloͤſung und ein haͤufigerer Niederſchlag bewuͤrket, als das erſte mal. Ferner kann dieſe Lauge wiederum abgegoſſen und mit dem uͤberbliebenen Spießglaſe auf eben die Art, wie vor⸗ ber gekocht werden, da man auch eben ſo vielen wo nicht meh⸗ rern Bodenſatz erhaͤlt. Dieſes kann man beynahe ſo oft wiederholen, als man will(157). Der nach den drey erſten Abkochungen geſam⸗ lete Bodenſatz, der ſich durch die Kaͤlte niedergeſchlagen hat, wird wohl mit heiſſem Waſſer ausgeſuͤßt, und denn mine⸗ raliſcher Kermes, oder Cartheuſer⸗Pulver, Palvi⸗ Carihuſianorum, Poudre der Chartreuæ, genannt.„ 1. Anm. (156) Eine gute reine Pott⸗ der erhaltene Kermes. Wahr⸗ aſche thut eben die Dienſte, und ſcheinlicher Weiſe werden alſo macht die Bereitung wolfeiler. nach Verhaͤltniß immer mehr XA. d. U. Theile des Spießglas⸗Koͤnigs zugleich mit aufgetoſet, und alſo (157) Je öfter man dies Ko⸗ der letzte Kermes mehr regulini⸗ chen des Spießglaſes mit friſcher ſche Wuͤrkung, als der erſtere, Lauge wiederholt, je rother wird zeigen. A, d. U. Kerner nimn Nan nim ſterkes n, Salpete(g 2 Srande l von dee woraufne und 24 Eh ige dorſcht uf das lban ch ſo ril ſ eerdunſtti. fführt wui nd ein huß bgegoſſn m ie Art, nen elen wo nihr erholen, b, kochungngi dergeſchlonn und denſi Pulver, genannt. 1N ie Kerms 1 Weiſe weig: altniß inme Souefolos, aufgeloſt, u ermes nüt g ng, abs d gf d. U. Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigec. 209 1. Anm. In der Art, den mineraliſchen Kermes zu bereiten, gehen die Chemiſten in etwas von einander ab. Einige digeriren erſt rohes Spießglas 24 Stunden mit gefloſſenem feuerbeſtaͤndigen Salpeter, und kochen es dann nur ein⸗ mal, verfahren aber im uͤbrigen damit, wie angefuͤhrt worden. Einige laſſen ſich blos mit dem Digeriren begnuͤ⸗ gen, und gießen die Lauge gleich darauf wieder ab, ohne weiteres Kochen, wodurch ſie einen zaͤrtern und feinern mineraliſchen Kermes zu erhalten glauben. Andere berei⸗ ten dieſen Kermes auf die von uns angefuͤhrte Art, nehmen aber jedesmal weniger von dem gefloſſenen fixen Salpeter, und zwar das erſte mal nur drey viertel Theil davon gegen das Spießglas gerechnet, das zweyte mal nur drey viertel Theil der vorigen Menge, und zum dritten mal nur halb ſo viel, wodurch ſie auch einen feinern und zaͤrtern Kermes, in dem Verhaͤltniſſe der verminderten Staͤrke der Lauge zu erhalten glauben. Andere verrichten dieſe Aufloͤſung mit gleich viel fixen Laugenſalz oder Pottaſchen⸗Lauge und Spieß⸗ glas, und nehmen dazu dreymal ſo viel Waſſer, verfahren aber im uͤbrigen eben ſo, wie vorher angefuͤhrt worden. 2. Anm. Da die Lauge durch dieſes Kochen gar nicht ge⸗ ſchwaͤcht(158), ſondern durch die eingemiſchte zarte Schwe⸗ feltheilchen ſtaͤrker und wuͤrklich mehr leberartig wird, die Schwefel⸗Theile hingegen vom Spießglas immer mehr und mehr abgeſchieden werden, ſo iſt es kein Wunder, daß man nach geſchehenem Niederſchlagen eine und dieſelbe Lauge mehrere male gebrauchen kann, und zum zweyten mal aus der ſtarken und leberichten Lauge mehrern Nieder⸗ ſchlag, als aus der erſten, aus der dritten mehrern, als aus der zweyten, und ſo ferner bey wiederholter Arbeit je⸗ desmal einen haͤufi zerern Niederſchlag erhaͤlt, weil die Lauge, ſo bald ſie bis zu einem gewiſſen Grad geſaͤttigt iſt, nicht mehr aufloͤſen kann, wenn man ſie auch noch ſo lange kochen wollte. (158) Ein, wiewol geringer, Theil derſelben wird jedoch durch die Saͤure des beym Kochen zum Theil zerlegten Schwefels geſaͤt⸗ tiget, und alſo einer weitern Auf⸗ Man löͤſung des Spiesglas⸗Schwefels unfaͤhig; wenigſtens war das in meinen 05/. chem. S Min. S. 72⸗ u. 73. beſchriebene Salz ein wah⸗ res Mittelſalz. A. d. U. O 1 210 Neunzehntes Capitel. Man ſieht hieraus, warum man die aufgeloͤſte Ma⸗ terie ſich niederſetzen laſſen muß, ehe man die Lauge wie⸗ derum gebrauchen kann; und warum man die Staͤrke der Lauge vermindern muß, wenn man ſich dieſer Zubereitung zur Arzeney bedienen will, damit nemlich weniger metalli⸗ ſche Theile mit aufgeloͤſt werden. 3. Anm. Etwas beſonderes iſt es, daß ſich der mineraliſche Kermes von ſelbſt in der Kaͤlte niederſchlaͤgt(159); dieſer Umſtand muß beſonders der ſchwachen Vereintgung des Laugenſalzes mit dem Spießglas⸗Schwefel zugeſchrieben werden, wodurch eine loſe Schwefelleber erzeugt worden iſt, die die metalliſchen Theile aufgeloͤſt hat, welche viel⸗ leicht auch etwas zu dieſer Faͤllung beytragen moͤgen. Man erſieht hieraus, warum die Lauge heiß durchgeſeihet wer⸗ den muß. 4. Anm. Der Unterſchied zwiſchen dem gedachten minerali⸗ ſchen Kermes und einem gemeinen Spießglas⸗Schwefel be⸗ ſteht darinn; 1) daß er eine rothe Farbe hat, dahingegen ein gemeiner Spießglas⸗Schwefel rothbraun oder blaß ausſieht. 2) Faͤrbet er das Silber nicht rothgelb, wie der Spießglas⸗Schwefel. 4) Wird er ohne Schmelzung, der gewohnliche Spießglas⸗Schwefel aber durch Schmelzen bereitet. 4) Hat er gelindere Wuͤrkungen, als ein Arze⸗ neymittel betrachtet, und enthaͤlt weniger mekalliſche Thei⸗ le, weswegen er auch von einigen Aerzten ſehr geruͤhmt worden iſt, und ſoll er zu ein halben oder ein Viertel⸗Gran gegeben, ein blutreinigendes und Harntreibendes, zu 2 Gran aber ein abfuͤhrendes Mittel ſeyn. S. Fr. Zoff⸗ manns (159) Die Urſache liegt in dem Verhalten des Schwefels zum Laugenſalz. Gemeiner Schwe⸗ fel oder Schwefelblumen mit auf⸗ geloͤſeter Pottaſche gekocht, ſchla⸗ gen ſich auch von ſelbſt in der Kaͤlte zu einer feinen Schwefel⸗ milch nieder. Bey dem erſten Verſuche A,.) befoͤrderten die Feuertheile des Kalchs eine voll⸗ kommenere Aufloͤſung, wie ſelbige auch durchs Schmelzen im Feuer vollkommen bewuͤrkr wird, und eine aufgeloͤſete Spießglasleber dann einer Saͤure zum Nieder⸗ ſchlage bedarf. Loͤſet doch auch das bloße Kalchwaſſer den Schwe⸗ fel ſchon in etwas auf. A. d. l. nem dieg ſteitig i ben, al Shiehge danit be kſ löſ ſig nn; bapürkte wſeein t ſchung auch noc nig lau ollzeit, hältniß und des dieſem ubereit (40) Ns D. tnineralis run efe CRpn. 8 Hineral. XAy. 84 rali. Vie Pk. G. grvation eparati ellee(o SChart 1a. par 7Acad, ſe aufgelhn in dieeug in die Etut deſer zuben wenige ne der mien agt(15)) d Veraingun veſel zugeſne t erzeugt an hat, nle agen mägen, durchgeſihn dachten nin glas⸗Schre e hat, dajin hbraun or rothgelb, we e Schmelam durch Schne ten, als an er metaliſchd ten ſehr geit ein Viatl ttreibendes, S. Sr. 9 men es Kalchs in uflöſung,wiſ Schnehen nie bewuͤrkt wih ete Epiilt zure zun No : böſt dh hwaſſrdneth was af”” Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige ꝛc. manns 05f. Ph. Chem. L. III. Obf. 17. Senac(ours do Chymie S. 452. ꝛc.(160). 211 II.) Schmilzt man gepuͤlvertes rohes Spießglas in ei⸗ nem Tiegel mit Laugenſalz zuſammen, ſo muß dadurch un⸗ ſtreitig eine ſtaͤrkere Aufloͤſung und Vereinigung bewuͤrkt wer⸗ ben, als durch das Kochen(N. 1.). Der Schwefel des Spießglaſes wird von dem Laugenſalz ſtaͤrker aufgeloͤſet, und damit vereinigt, wodurch eine Schweſelleber bewuͤrkt wird. Dieſe loͤſet wiederum ſo viel mehr metalliſche Theile auf, da ſie nun zugleich im Fluſſe ſtehn. Die durchs Schmelzen bewuͤrkte Schwefelleber kann man folglich nicht anders, als wie ein mit dem Laugenſalz nach ſeiner ganzen Zuſammen⸗ ſetzung vereinigtes rohes Spießglas anſehen, welches man auch noch ferner daraus ſehen kann, daß ſich, wenn man we⸗ nig Laugenſalz, z. B. ½ gegen das Spießglas gerechnet, nimt, allezeit ein Koͤnig(161), groͤßer odex kleiner, nach dem Ver⸗ haͤltniß der groͤßern oder geringern Menge des Laugenſalzes, und des ſtaͤrkern oder ſchwaͤchern Feuers niederſchlägt. Aus dieſem Grunde ſieht man nun die Eigenſchaften der folgenden Zubereitung ein: 9 2 A. Spieß⸗ (160) FRANC. XAv. Mtr- LARS D. de explorata Kermes miner alis J. pulveris Carthatfeano- runs efhtcacig. Arg. 1752. CAs. CHpH. ScHMIEDEL de Kernines minerali. Erlang. 17 54. FKANcC. XAV. SAETZER de Kerzes mine- rali. Vienn. 17757. SPIELM. Iuſi. Ch. Exp. 99. S. 280. Ob- fervation hiſt.& med. ſur une preparation d' Antimoine, ap- pellée Communement Poudre des Chartreux ou Kermes Mi- neral. par M. LEM EkY in Memm. de T Mcad. de Paris. v. J. 17 20. kann. Mem. ſur l'emeticité de l' An- timoine, ſur le tartre emeti- que& ſur le Kermes Mineral. par M. GEorrRor. Ebend. 1734. Suite de l'examen du Kermes Mineral. Ebend. 17354 A. d. U. (161) Alſo wird doch nicht das ganze rohe Spießglas, ſon⸗ dern, außer ſeinem Schwefel, nur ein Theil des metalliſchen Antheils mit aufgeloͤſet, wo nicht ſo viel Laugenſalz genommen wird, daß alles aufgeloͤſet werden A. d. U. 212 Neunzehntes Capitel. A. Spießglas⸗Leber, Hepar Antimonii, wird durch ein einfaches Schmelzen aus einem Theile gepuͤlverten Spießglaſes, und eben ſo viel Pottaſche oder anderm Laugen⸗ ſalze bereitet. Dieſe Spießglas⸗Leber ſieht braunroth aus, und enthaͤlt Spießglas nach ſeiner ganzen Miſchung. Anm. Dieſe Schwefelleber hat eben die Eigenſchaften und eben die Aufloͤfſungs⸗Kraft, als die vorher beſchriebene (Cap. 10.§. 10.). B. Spießglas⸗G old ſchwefel(162), Sulphur An- * (15²) Von den Wuͤrkungen und Bereitungen des Spießglas⸗ Goldſchwefels kann man unter andern folgende Schriften nach⸗ leſen: Io. Gop. BRENDEEL Progr. de ſulphuris antimonii aurati colore& vi non vomitoria. Gôtt. 1777. in deſſen Opuſc. P. I. Gött. 1769. S. 67. CH. CoxR. FABRICII, Reſp. BALLERSTEDT P. de fulphuris antimonii auirati eximio uſu in arthritidle. Helmſt. 1759. C. Fk. KaLrscuMiEp, RKeſp. LIMMER de Natura ſul= Phuris Antimonii aurati& hino dependente virtute enetica eiusdem. Ien. 176 3. GE. Lvp. ArE- FELD Refp. de MELLING de iaſigui uſu ſulphurris antimonit aurati in amorbis a vitiis limphaæ ortis. Gieſ. 176. E. A. Nico- LAI Progr. I-IV. de fulphure Antimonii aurati. len. 1763- 1766. H. FEIL. PANLITZKY D. de ſulphuris antimonii aurati extractione, reſpectu Lenraæ folia- ia tartari inde oriunda optimæ. timonii auratum erhaͤlt man, wenn die Spießglas⸗Leber it. A. Hal. 1774. J. A. Unzers Beobacht. vom med. Gebrauche des goldgelben Schwefels des Spießglaſes; im Hamb. Mag. B. VIII. S. 356⸗372. Ebend. beſtaͤtigte Beobb. von der lindern⸗ den Kraft deſſelben. Ebendaſ. B. IX. S. 609⸗618. Z. G. Hoppens Betr. uͤber die Kraͤfte des goldgelben Schwefels aus dem Spießglaſe. Ebend. B. IX. S. 79⸗ 85. fortgeſetzt. Ebendaſ. B. XI. S. 505.512. D. Z. S. Bucholz Ch. Abh. von verſchiedenen bisher nicht ſonderlich bekannt geweſe⸗ nen Aufloſungen des guͤldiſchen Spießglas⸗Schwefels im N. Hamb. Mag. B. X. St. 56. S., 175⸗191. S. auch Bau⸗ me Erl. Exp. Ch. Th. II. S. 364. ff. Vogels Lehrſ. der Ch.§.752. Anm. All⸗ gem. Begr. der Ch. Th. III. Leipz. 1769. 8. S. 554⸗556. SPIEFIL M, Iuſt. Cheua. Exp. 98. S. 278. A. d. U. Lit A) aſſet ſteirEmj ne Sal in braun ttrockner llber w ſtichen u oddet wa ſhet ma araus, cieden daß wan chzüht, mal ſo aus, ſo ſchweißt man es Butter un,( 1. Anr Köni wüſſ das mal der bra der der ſte nach (163) Ghlſchwe (ineretwa in date hiinmi hel hpühe andern ae 9. braunxt, ſchung eigenſchin 1 Icher bit 1 2), Läpnng Spißßglie (li J. A.Vrg m med. Cätae en Schwifte im Hambeſ 56371 Ehn 6b. vonder n ſelben. Ehun 09⸗b16, 90 5 Betr. lür lgelben Enn dießglaſe Kie »9⸗ S6. fon 5. Xl. S. 0f Buchoh erſchiedene ſch bekannt geh gen des di⸗ Schwefis n -g. S.X.8 . S. ant N⸗ Exp. 0.. Vogelsdi 752. Amn, ¹ . der(.N 3. G. ſſueſ Chem. 1p; 6 „ d. Ä. Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige c. 213 (Lit. A.) ſtark mit Waſſer gekocht wird, worauf gedachtes Waſſer heiß durchgeſeihet und deſtillirter Eßig oder eine Wein⸗ ſtein⸗Cryſtallen⸗Aufloͤſung oder eine andere Saͤure, oder auch eine Salmiak⸗Aufloͤſung hinzugegoſſen wird, ſo ſchlaͤgt ſich ein braunes Pulver nieder, das darnach wohl ausgelaugt und getrocknet wird. Dieſes niedergeſchlagene und ausgeſuͤßte Pulver wird Goldſchwefel genannt, weil es, auf Silber ge⸗ ſtrichen und gerieben, ſolches gelblich faͤrbt, als wenn es ver⸗ goldet waͤre(163). Daß es zugleich Koͤnig⸗Theile enthalte, ſiehet man deutlich genug aus dem angefuͤhrten, wie auch daraus, daß ſich waͤhrend der Bereitung kein Koͤnig abge⸗ ſchieden hat, und wird ſolches dadurch noch mehr beſtaͤrkt, daß man, wenn man Salpetergeiſt uͤber dieſen Goldſchwefel abzieht, mineraliſchen Bezoar erhaͤlt. Laͤßt man es mit 2 mal ſo viel Salpeter verpuffen, und ſuͤßt das Zuruͤckbleibſel aus, ſo erhaͤlt man einen Spießglas⸗Koͤnig⸗Kalch, der dem ſchweißtreibenden Spießglas⸗Kalch gleich iſt, und deſtillirt man es mit aͤtzendem Sublimat, ſo erhaͤlt man Spießglas⸗ Butter und Zinnober(§. 6. u.§. 8. N. 5.). Junckers Conſp. Chem. T. I. p. 1023. 1. Anm. Da die ſchwerern Theile nothwendig mehr vom Koͤnige enthalten, und bey der Faͤllung zuerſt niederfallen muͤſſen, auch dunkler von Farbe ſind, ſo pflegen die Aerzte das Niedergeſchlagene zu unterſcheiden, und die Faͤllung 2 mal mit Saͤuren zu verrichten, und den, der zuletzt nie⸗ derfaͤllt, als mehr von den Koͤnig⸗Theilen befreyet, zu ge⸗ brauchen. Man muß auch anmerken, daß ſich die ſchwe⸗ rern Theile von ſelbſt niederſchlagen, wenn man dieſe aus der Schwefelleber verfertigte Lauge einige Wochen un geruͤhrt ſtehen laͤßt, und in der Abſicht erhaͤlt mau, wenn ſolche nachher mit einer Saͤure, oder Nem ſaurem Geiſte zefl 3 8 (163) Die Benennung des daß die Alchemiſten etwas beſon⸗ Goldſchwefels moͤchte eher von ders in dieſem Schwefel geſucht ſeiner etwas ins Roͤthliche fallen, haben. S.§. 20. 4. Anm. und den Farbe herzuleiten ſeyn, und§. 22. n. 1. Anm. A. d. U. Neunzehntes Capitel. 214 let wird, einen mehr von den Koͤnig⸗Theilen befreyten, und zur Arzeney brauchbareren Schwefel. 2. Anm. Wenn die Faͤllung mit einer Eiſenvitriol⸗Aufloͤ⸗ ſung verrichtet wird, ſo wird die Vermiſchung gleich ſchwarz, und das niedergeſchlagene Pulver erhaͤlt auch eine ſchwarze Farbe. C. Den mediciniſchen Spießglas⸗Koͤnig(154) erhaͤlt man, wenn 5 Theile rohes Spießglas mit einem Theil Laugenſalz und mit etwas Kochſalz bedeckt, geſchmolzen, dar⸗ auf aber in einen Gießpuckel gegoſſen, und nachdem es erkal⸗ tet, die Schlacken vom Koͤnige geſchieden werden. Dieſer mediciniſche Spießglas⸗Koͤnig, Regulu Antimonii medicinalis ſieht dunkelbraun aus, iſt unten in der Spitze etwas feſter und metalliſch, oben aber ſchuppicht, zer⸗ fließt nicht an der Luft, wird auch vom Waſſer nicht aufge⸗ loͤſet, und von den mineraliſchen Saͤuren nicht veraͤndert; mit Salpeter verpuft er eben ſo, wie das rohe Spießglas, und mit doppelt ſo viel Salpeter verpuffet, wird er gaͤnzlich verkalcht; gepuͤlvert und ausgeſußt bekommt er eine rothe Farbe, und mit ſchwarzem Fluß, oder Salpeter und Wein⸗ ſtein, oder auch Eiſenfeilſpane geſchmolzen, giebt er einen reinen metalliſchen Koͤnig. 1. Anm. Wenn dieſer Koͤnig gepuͤlvert, und mit 6 bis 7 mal ſo viel ſcharfer Kalchlauge, wozu man noch etwas Salpe⸗ ter, z. B. ein Drittel gegen den Konig gerechnet, hinzu thun kann, 4 Stunden oder laͤnger gekocht, und waͤhrend dem Kochen immer ſo viel rein Waſſer, als verkocht iſt, 1 1 zuge⸗ (164) Von den verſchiedenen Erf. 1762. FR. HoFFMANN Bereitungen deſſelben kann man D. de analgfe reguli autimouii Vo ge Is Progr. de varia in- medicinali. Hal. 169§. 4. SPIELM. tor que hauc optina confleiendi re- guli autimonii medicinalis ratioue. Gôtt 1765. nachſehen. S. auch I. H. KxIPHOF Reſp. LOPBER d Kegulo autimonii medicinali. Inſt. Chem. Exp. 28. S. 129. f. Baume Erl. Exp. Ch. Th. II. S. 393. f. Er wird auch Magneſia opalina, und Rubinus Antimonii genannt. A. d. U. — zuge daß ſähet oder dem den fel 7 Bul V 2, Ant als nag weui 6s d und ſch n. kan G R zen 3.A wi dieſe Maſ hinu dfa Sch dan ma we M äi dee 5 Antimo⸗ glas mit 3 nich eKkaltet. Deſe 8 heilen beih iſenvitta g ung glethen nuch ene ſne Rönig. mmit einend eſchnat, nachden e derden. Jönig, n , iſt unena erſchpyih, aſſer nickt nicht vettt rohe Soiß wird er n mt er einen lpeter undd 1, gihea d mit öhſnn noch etwabe gerechnt, cſt, und ir „ als berbt 3 FR. Horru- f rigul aut 41. 1693, 490 xp. 8. OiI 33,, Eruch glina und Aubs eann A0 Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigeꝛc. 215 zugegoſſen wird, man hernach aber ſo viel verrauchen laͤßt, daß nur ein Drittel zuruͤckbleibt, das dann heiß durchge⸗ ſeihet, mit kaltem Waſſer gefaͤllet, und, nachdem es 12 oder mehr Stunden ungeruͤhrt geſtanden, das Waſſer von dem niedergeſchlagenen Pulver abgeſeihet wird, ſo hat man den ſogenannten ſchweistreibenden Spießglasſchwe⸗ fel, Sulphur Antimonii diaphoreticum. S. Rothens Einl. Burgharts DOeſtillirk. S. 292. 2. Anm. Man ſiehet ſowol aus der angefuͤhrten Anmerkung, als den Eigenſchaften des Koͤnigs, daß er Schwefel ge⸗ nug enthaͤlt; denn je weniger Laugenſalz man nimt, deſto weniger Schwefel kann auch abgeſchieden werden; auch iſt es offenbar, daß das Spießglas in eben dem Verhaͤltniſſe und Menge verkalcht wird, worinn der Schwefel abge⸗ ſchieden wird; und folget daher hieraus, daß dieſer medi⸗ ciniſche Spießglas⸗Konig nicht anders angeſehen werden kann, als wie ein Gemenge aus verkalchtem und rohem Spießglaſe, das zugleich mit etwas Laugenſalz, zu einer Maſe„oder einem ſchlackigten Koͤnig, zuſammen geſchmol⸗ zen iſt. 3. Anm. Schmilzt man vorher Spießglas mit Kochſalz, ſo wird es nicht veraͤndert. Das Kochſalz thut folglich bey dieſer Schmelzung weiter nichts zur Sache, als daß es die Maſſe bedeckt, und ſolchergeſtalt die Hitze in den Tiegel hinunter treibt. Es iſt nichts an dem, was Neumann dafuͤr haͤlt, daß nemlich der Salzgeiſt von der Saͤure des Schwefels unter dem Schmelzen abgetrieben wuͤrde, und dann das Spießglas angriffe, und eine Butter damit machte; denn, ſollte der Salzgeiſt auf die Art abgetrieben werden, ſo muͤßte er ſich ehe mit dem Laugenſalze zu einem dittelſalz, als mit dem Spießglaſe zu einer Butter verei⸗ nigen; daß aber beyde Umſtaͤnde nicht gegruͤndet ſind, lehrt die Erfahrung. D. Den einfachen Spießglas⸗Roͤnig,(Nagulus Antimonii fmplex,) erhaͤlt man, wenn 1 Theil rohes Spieß⸗ glas mit eben ſo viel Laugenſalz wohl vermiſcht, geſchmolzen, und noch fluͤßig in einen Gießpuckel ausgegoſſen wird, und erkaltet. Nachdem ſcheidet man die Schlacken vom Koͤnige. Dieſer Koͤnig iſt, nachdem man ein ſtaͤrkeres oder ſchwaͤche⸗ 9 4 res 216 Neunzehntes Capitel. res Feuer angebracht hat, auch groͤßer oder kleiner, ſonſt voͤllig metalliſch, und hat auch ein metalliſches Anſehen. Das Laugenſalz, welches hier in einer groͤßern Menge, als in der vorhergehenden Arbeit(Lit. C.) gebraucht wird, ver⸗ ſchluckt hier allen Schwefel, wodurch das Spießglas ver⸗ kalcht wird, das aber bey anhaltender Hitze durch das Brenn⸗ bare des Schwefels reducirt und zu einem Koͤnig niederge⸗ ſchlagen wird; da aber aus der Vereinigung des Schwefels mit dem Laugenſalz zugleich eine Schwefelleber entſteht, ſo iſt es kein Wunder, daß auch viel Metall von dieſer Leber aufgeloͤſet wird, und die Menge dieſes Metalls in Verhaͤltniß der Staͤrke des Feuers verſchieden iſt. Anm. Sammlet man die bey dieſem Schmelzen entſtandene Schlacken, puͤlvert ſie und kocht ſie tüchtig mit heißem Waſſer, ſeihet das Waſſer dann heiß durch, und gießt deſtillirten Eßig, oder einen andern ſauren Geiſt dazu; wozu man ſich beſonders des Salzgeiſtes bedienen kann, der tropfenweiſe und langſam zugegoſſen wird, um kein Brauſen zu erregen; ſo hat man, wenn der Niederſchlag zu eichlich ausgeſaßt und getrocknet wird, gleichfals einen Sp eßglas⸗Holdſchwefel, von eben der Beſchaffen⸗ heit, von welcher der vorige(Lit. B.) war. E Spießglas⸗Safran, Crocus metallorum, erhaͤlt man, wenn die Spießglas⸗Leber gepuͤlvert mit Waſſer, be⸗ ſonders heiſſem, wohl ausgeſuͤßt wird, wodurch ſie eine hoͤ⸗ here Farbe erhaͤlt. Anm. Wie der einfache Spießglas„Koͤnig, der Goldſchwe⸗ fel des Spießglaſes, u. a. m. ſonſt mit andern Zuſaͤtzen berei et werden, ſoll am gehoͤrigen Orte weiter beſchrieben und erwaͤhnt werden. 6. TIIr. Mit Salpeter verpuft das rohe Spießglas wegen des Schweſels, den es enthaͤlt; waͤhrend dieſer Verpuffung wird dieſer Spießglas⸗Schweſfel„nach dem Verhaͤltniſſe der Men⸗ ge, des hiezu genommenen, Salpeters, in groͤßerer oder ge⸗ ringe⸗ tlgerer- alpeter, euers, t hweſe dird, das At eines auch une hirvon! gen, mit iner und ſeiten be zenden; und ſal aar. nü ge 1. An und 3 keine ſe iſches uit onig nihn des Stai ber entſen von diſt s in Vaſtd elzen enirne htig min urch, und h ren Geſt de bedienen in wird, m der Nedenſt glkeichfols in der Siſt . talenm aj nit Waſt, urch ſe in „der bolſte andern zſ veiter beſhn falas reßn Verufinat altniſedede rißen dn np Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigeꝛc. 217 ringerer Menge, abgeſchieden und fortgejaget, wogegen der Salpeter, nach Verhaͤltniß ſeiner Menge und der Staͤrke des Feuers, theils alcaliſiret und ſolchergeſtalt mit dem uͤbrigen Schwefel, zu einem ſchwefellebrichten Gemenge, vereiniget wird, das die Koͤnig⸗Theile wieder aufloͤſet, theils zu einer Art eines ſpießglaſichten Polychreſt⸗Salzes verwandelt, theils auch unveraͤndert mit den Spießglas⸗Theilen vereinigt wird. Hiervon kommt es, daß manche hieher gehoͤrige Zubereitun⸗ gen, mit denen, die mit Laugenſalz verfertigt werden, von einer und eben derſelben Beſchaffenheit ſind. Folgende Ar⸗ beiten bekraͤftigen dieſen Satz: I. Vermiſcht man gepuͤlvertes rohes Spießglas mit eben ſo viel gepuͤlverten Salpeter zuſammen, und thut das Gemenge in einen gluͤhenden Tiegel oder eiſern Loͤffel, ſo ver⸗ puft ſelbiges, und fließt zu einer rothen oder gelblichen glaͤn⸗ zenden Miſſe zuſammen, die von den oben ſtehenden rußigen und ſalzigen Schlacken geſchieden, Spießglas⸗Leber, Hepar Antimonii, und von einigen Chemiſten Crocus Anti- monii genannt wird. 1. Anm. Thut man das Gemenge aus rohem Spießglas und Salpeter in einen kalten Tiegel oder eiſernen Morſel, und zuͤndet es mit einer gluͤhenden Kohle an, ſo verpuft es gleichfals, und man erhaͤlt faſt eben das Product, uur daß es mehr leberfarben iſt. 2. Anm. Dieſe Spießglas⸗Leber koͤmmt zwar mit der vor⸗ hergehenden uͤberein(§. 10. n. 11.), denn wenn ſie gepuͤl⸗ vert und ſtark mit Waſſer gekocht, und dieſes dann heiß durchgeſeihet wird, ſo faͤllt etwas Schweſel von ſelbſt nie⸗ der, und mit Saͤuren wird ein Goldſchwefel daraus niedergeſchlagen, der das Silber faͤrbet; uͤbrigens unter⸗ ſcheidet ſie ſich aber von derſelben; a) darinn, daß ſie nicht an der Luft zerfließt, wie die vorige, welcher Umſtand von dem ſtarken Zuſammenſchmelzen dieſer Leber, die faſt einer Verglaſung, oder eigentlicher zu reden, einer Verſchlackung gleichet, und der geringern Menge des aus dem Salpeter durchs Verpuffen bewuͤrkten Laugenſalzes herruͤhret. b) Unterſcheidet ſich dieſe Leber nch darinn, daß ſie erun 5 218 Neunzehntes Capitel. hart und glaſicht ausſieht, welches von der vorhergegan⸗ genen Verpuffung, wodurch eine Verkalchung angefangen hat, und dem darauf folgenden Zuſammenſchmelzen her⸗ 3 ruͤhret, woher es kommt, daß man etwas Spießglas⸗ fen mit heftigem Feuer ſchmilzt. 3. Anm. Kocht man dieſe Spießglas⸗Leber gepuͤlvert zu wiederholten malen ſtark mit Waſſer, bis das zuruͤckge⸗ bliebene Pulver vollig ausgeſuͤßt befunden wird, ſo wird das gewaſchene Pulver Spießglas⸗Safran, Crocus 6 MNetallorum oder Crocus Totus genannt. 4. Anm. Sammlet man das Waſeer, worinn die Spießglas⸗ Leber gekocht worden iſt(3. Anm.) und gießt etwas Eßig dazu, ſo faͤllt ein Gold⸗Schwefel zu Boden(S. 2. Anm.); Laͤßt man es abrauchen und ſetzt es zum Anſchießen hin, ſo erhaͤlt man ein Salz, das Spießglas⸗Salpeter, Nitrum Antimoniutum, oder Mitruu Bibiatum, auch Anod«num minerale genannt wird, und dem Polychreſt⸗Salz ſehr nahe kommt(165). Das Waſſer enthaͤlt alſo ſo wol etwas SpießglasLeber, als auch ein mit dem Polychveſt⸗Salz, oder, wie Macquer meynt, mit dem vitrioliſirten Weinſtein am naͤchſten uͤbereinkommendes Mittelſalz. Durch alles dieſes wird, wie man ſiehet, was wir vorher von b. der Wuͤrkung des Salpeters auf das Spießglas geſagt haben, deutlich bekraͤftiget. 5. Anm. Bey dieſer Gelegenheit muß ich auch erwaͤhnen, 8 daß aus dem Spießglas⸗Safran(3. Anm.) bereitet 1 werden: 8 1) Brechwein, Aqua benedidta Rulaudi, oder Agaa eme- tica(S.§. 3. Lit. C. 1. Anm.). Zu dieſem Endzweck 4 ggießt man auf 3, hochſtens 4Gran Spießglas⸗Safran 2 Unzen Rheinwein, laͤßt es eine Nacht uͤber darauf — ſtehen, (165) Daß der Spießglas⸗ dem Sale acetoſellæ und ein Salpeter wuͤrklich ein Salpeter⸗ wenig Waſſer in einem Moͤrſer ſaures enthalte, welches aber viel reibet, da denn der Scheidewaſ⸗ loſer, als in dem gewoͤhnlichen ſer⸗Geruch gleich zu empfinden Saipeter, haͤnget, kann man iſt. A. d. U. leicht ſinden, wenn man es mit Glas erhaͤlt, wenn man das Gemenge nach dem Verpuf⸗ Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigeꝛc. 219 der borhen chung n ſtehen, ſeihet den Wein dann durch, und vermiſcht nenſchneſ ihn mit einem Syrup. twas Srii 2) Brechweinſtein, Tartarus emericus(166). Dieſer nach den de wird aus dem gedachten Spießglas⸗Safran und Weinſtein⸗Eryſtallen bereitet, die zu gleichen Theilen eber golle vermiſcht, mit ſo viel Waſſer, als zur Auflöſung der dis das en Weinſtein⸗Cryſtallen erfordert wird, ſtark gekocht en vitd in werden, worauf die Aufloſung ganz ſiedend heiß durch⸗ Saftan 4 geſeihet, und bis zur Trockenheit abgedampft wird. Hiebey iſt zu merken, daß die Apotheker und Chemi⸗ ſten in der Bereitung des Brechweinſteins genug von nn die Eyic einander abgehen, welches man indeſſen hier weiter gießt ewae⸗ auszufuͤhren fuͤr unnothig haͤlt(S.§. 3. C. 1. Anm.). den E a So viel will ich nur noch anfuͤhren, je mehr der Spieß⸗ n Anſcheßne glas⸗Safran zu der Verglaſung gebracht worden, glas⸗Sag und je aͤhnlicher das Spießglas einem reguliniſchen m, auch A Korper geworden iſt, deſto beſſer wird er von den hchret⸗S Weinſtein⸗Cryſtallen aufgeloͤſet, und deſto ſtaͤrker alſo ſo run wird der gedachte Brechweinſtein. Polychenſ 3) Gleichergeſtalt erhalt man aus dem Spießglasſafran dem vitrelir Brechzucker, Oxx facckarum emeticun, wenn der Spieß⸗ Mittelſa d glas⸗-Safran mit Eßig infundirt, darnach durchge⸗ à wir voten ſeihet und mit Zucker verſetzt wird. Spiefägla g„ 6. Anm. Laͤßt man ein Gemenge von gleich vielem Salpeter und rohem Spießglaſe in einer Tubulat⸗Retorte verpuffen, h auch enh und ſammlet den aufſteigenden Dampf in eine vorgelegte G. Anm.) ler Vorlage, ſo erhalt man einen Geiſt, der, nachdem er rectificirt worden, Cilhus Antimonü fimpler(einfacher eder u⸗ Spießglas⸗Clyſſus) genannt wird. Verſetzt man ge⸗ dieſem ey dachtes Gemenge mit eben ſo viel Schwefel, und verfaͤhrt piefglt en auf eben die Art damit, ſo erhaͤlt man zuſammengeſetz⸗ dach iherur ten Spießglas Clyſſus.(Clalus autimonii duplec) 4 Dieſe Clyſſuſſen haben auch etwas Schwefel⸗Saͤure bey ſich. n c . els In di Stdr(166) Eine ſehr ſchoͤne und kie tartariſuto. VUpſ. 1773. Reſp. 8 1 ufs vollſtaͤndige Abhandlung uͤber LEver; von der ich anderwarts — dieſes Arzeneymittel iſt Herrn eine Ueberſetzung liefern werde. Brogmanns Ditl ae Su. A. d. U. cetoſele h: N in enen N 220 Neunzehntes Capitel. II. Vermiſcht man 2 Theile Salpeter mit 1 Theil rohes Spießglas, und laͤßt es verpuffen, ſo wird mehr Schwefel abgeſchieden, und man erhaͤlt, nachdem das Salz nach dem Verpuffen ausgelaugt worden iſt, einen weiſſen gelblichen Kalch, der nicht gaͤnzlich von allem Schwefel befreyet wor⸗ den iſt; er wird von Boerhaven im Proc. 216. Anti- monii Emeticum mitius,(gelindes Brech⸗Spießglas) genannt. III. Verſetzt man 1 Theil gepuͤlvertes rohes Spießglas mit 3 bis 4 Theilen gepuͤlverten Salpeter, und thut dieſes Gemenge in einen gluͤhenden Tiegel, oder zuͤndet es mit einer gluͤhenden Kohle an, laͤßt es damit verpuffen, und nach dem Verpuffen etwas im Feuer ſtehen, und ſchuͤttet es dann noch ganz heiß ins Waſſer, gießet dieſes, nachdem ſich das Pal⸗ ver geſetzt hat, ab, ſamlet das Pulver, lauget es mit heiſſen Waſſer aus, und trocknet es, ſo hat man den ſchweiß⸗ treibenden Spießglas⸗Kalch„ Antimonium diaphore- ticum(166**), der auch Calx Antimonii, oder Diaphoreti- cum minerale genannt wird. 1. Anm. Um dieſes bekannte Pulver wohl verkalcht, fein, weiß und ſchoͤn zu erhalten, muß man 1) viermal ſo viel Salpeter nehmen, damit aller Schwefel vollkommen zer⸗ ſtoͤret werde. 2) Kann man außerdem die nach dem Ver⸗ puffen zuruͤckgebliebene Materie noch eine viertel⸗ oder halbe Stunde im Feuer calciniren; 3) Schuͤttet man die calci⸗ nirte Materie gleich in Waſſer, und digerirt ſie damit ei⸗ nige Stunden, worauf man 4) alles zuſammen wohl um⸗ ſchuͤttelt (166 S. I. H. ScuVxz D. parations du fondant de Ro- de antimonii diaphoretici præpa- trou et de l'Antimoine diapho- ratiane, natura& uſu. Hal. 173 8. I. A. WEPEI Progr. I-III. de Praparatioue Autiuonii DLiapho- retici. Ien. 1742. 4. I. Chph. ScHNEIPER D. de Autimonio dia- Pphoretico. Lugd. Bat. 1705. Herr Geoffroy Obf. ſur les pre- retique, in Mem. del*Ac. de Pazis. v. J. 1751. Vogels Lehrſ. der Ch.§. 709. 710. SPHELM. Inſt. Chem, Exp. 93. S. 269. f. Baume Erl. Exp. Ch. Th. II. S. 385 A. d. U. gena citis, V ſh Vii ie 3. A V fal aue Vom Spießglaſe, deſſen Köonige c. 221 nit 1T 1. 85 ſchuͤttelt und, nachdem ſich das gröͤbere geſetzt hat, das G 3Sa h uͤbrige eben in ein ander Gefaͤß abgießt, daſelbſt das feine Sal nah Pulver ſich ſetzen laͤßt, und das ſalze Waſſer eben abgießt, deiſſen g. das zuruͤckbleibende Pulver aber von aller Salzigkeit durch rſel befre Waſchen mit reinem Waſſer befreyet. roe. 2lh. 2. Anm. Dieſer Spießglas⸗Kalch hat folgende Eigenſchaf⸗ ⸗Spieß ten: a) Iſt er im Waſſer nicht aufloͤslich. b) Brauſet er weder mit dem Salpeter⸗Geiſt, noch mit dem Vitriolol. heeen c) Kann er, wenn er wohl von aller Salzigkeit gereinigt tohes Eyi iſt, zu einem Spießglas⸗König reduciret werden, der ſo jund that viel kleiner iſt, je mehr Salpeter genommen und je ſtaͤrker indet es ni die Verkalchung bewuͤrket worden iſt. d) Wiegt er mehr, n, und ich als das, zur Verkalchung genommene, rohe Spießglas wog. tret et 6 Man erhaͤlt gemeiniglich aus 8 Loth Spießglas ohngefehr ds dana 11 Loth ausgeſuͤßten ſchweißtreibenden Spießglas⸗Kalch. eem ſichdun e) Enthaͤlt er ein ſalpetrichtes Weſen, wenn er auch noch gget es mi⸗ ſo viel ausgeſuͤßet worden iſt. Man ſieht dies theils an n den cn dem Zuwachs am Gewicht, den er nach der Verkalchung nan hf eerlanget hat, theils daraus, daß er, mit 2 Theilen deut⸗ nin aunn ſcher Seife gemiſcht, etwas verpuft und Feuer faßt, theils oder Dunnn daraus, daß er mit Vitriolol einen rothen Dampf giebt, theils auch daraus, daß er etwas abfuͤhrt, und die Wuͤrkung der abfuͤhrenden Mittel vermehrt, wie man aus dem ſo l berkaltt,. genannten SPulvere Cornachino erſieht, das auch Pulwis Con- 1) vſermal n citis de Warwich, oder Pulvis de tribus genannt, und aus lvolkkonna, ſchweißtreibendem Spießglas⸗Kalch, Diagrydium, und die nach un Weinſtein⸗Rahm, zu gleichen Theilen genommen, bereitet viertel⸗an wird. let nane 3. Anm. Sammlet man das zur Ausſuͤßung gebrauchte erittſt un Waſſer, und ſchuͤttet Eßig oder Vitriol⸗Geiſt dazu, ſo ſammen nin faͤllt ein zarter feiner Kalch zu Boden, der Materia perlata, auch Cerufa antimonii,(Perben⸗Weiß, Spießglas⸗ Weiß) genannt wird, und ein Spießglaskoͤnig⸗Kalch, wie der ſchweißtreibende Spießglas⸗Kalch, nur etwas fei⸗ ah- 3 d 1 forima ner, iſt, und von dem aus dem Salpeter bewuͤrkten Lau⸗ 3—. mums genſalz aufgeloͤſet worden iſt, und aus dem ein Köonig re⸗ 9 dls 40 ducirt werden kann. Unrecht wird er daher von Boer⸗ ¹ Fa haven Sulphur Fixatum Stibti(figirter Spießglas⸗ Wo9 e Schwefel) genannt, weil er nicht, wie Boerhabe d Erelhs meynt, einen Spießglas⸗Schwefel enthaͤlt. erl. Lr.. 1 A dol 5. Anm. 222 Neunrzehntes Capitetl. 4. Anm. Laͤßt man dies Ausſuͤßwaſſer bis zur Trockenheit verdunſten, ſo erhaͤlt man ein weiſſes ſalziges Gemenge von beſondern Geſchmack, das Nitrnu Antimoniatum genannt wird; und a) aus dem waͤhrend dem Verpuffen bewuͤrkten Laugenſalz des Salpeters; b) aus einem durch die Schwe⸗ felſaͤure und das Laugenſalz des Salpeters gebildetem Mit⸗ telſalze, das einem Polychreſt⸗Salz gleich kommt, und Sal Polychreſtum autinoniale(Spießglas⸗Polpchreſtſalz) genannt wird; c) aus einem reinen nicht verpuften Sal⸗ peter, welches ſich zutraͤgt, wenn viel Salpeter zum Ver⸗ puffen genommen worden, und endlich d) aus einem von dem Laugenſalz aufgeloſeten(3. Anm.) Spießglas⸗Kalch beſtehet. Laͤßt man dieſe Lauge aber abdunſten, bis ſich eine Haut darauf ſetzt, und ſtellt ſie denn zum Anſchießen hin, ſo erhaͤlt man einen reineren Spirß las⸗Salpeter, ohne Laugenſalz, und ohne Spießglas⸗Kalch. Dieſer Spieß⸗ glas⸗Salpeter iſt denn mehrentheils einerley mit dem Spießglas⸗Polychreſtſalz. 1 5. Anm. Laͤßt man das nach dem Verpuffen uͤbergebliebene Gemenge ſo, ohne es auszulaugen, ſo wird es An’imonium diaphoretisnm nitz atum,(ſalpetrichter ſchweißtreibender Spießglas⸗Valch) genannt, und beſteht theils aus ei⸗ nem Spießglas⸗Kalch, theils aus dem(4. Anm.) ange⸗ fuͤhrten Salz, die durch die Ausſuͤßung abgeſchieden wer⸗ den koͤnnen. 6. Anm. Will man das Verpuffen in einer Tubulat⸗Retorte anſtellen, an der man eine Vorlage angebracht hat, ſo erhaͤlt man in der Vorlage Spleßglas⸗Clyſſus(Clufus Autimomi) und im Halſe der Retorte Spießglas⸗ Blu⸗ men,(Flores Autimonii) die Vogel in ſeinen luſt. Chem. S. 334. fuͤr arſenikaliſch haͤlt. In der Retorte bleibt am Boden ein ſalpetrichter ſchweißtreibender Spießglas⸗ Valch zuruͤck, der durch Ausſuͤßung ein gewoͤhnlicher Kweiireihender Spießglas⸗Ralch wird(S. n. 1. nm. 6.). §. 12, Wenn wir wiſſen, was der Salpeter durchs Verpuffen (§. 11.) für Wuͤrkungen ausuͤben kann, ſo iſt es nicht ſchwer einzu⸗ titzuſehe chmelt tarThei thhalken, gemeſe ie aus d Flatzeugt llch w c Lal „zu ei Diſſs . zenen rch ten Sal bedeckt, der in de Naguyſ und berke 9. E ſch dar 2) el Sn den Deg⸗ man die am Vaͤ von eben hat als eretvas z ur dnt auges ge Roniatum ehen puffen u durch dest s gebidden⸗ ich konm, Polycha t berpuſta dalpeter an d aus ena Spießgan,n ten, bis ſth m Anſchießa „Salpeti h. Diiſer e einerley mi fen uͤbergete vird es Aime hweißtriide deht thelb u 1(4 Tun) c abgeſchenr Tubularae ngebracht in „Chhſſus e Spießglasch n ſeinen wil Retorte U der Gyuß ein gewänt ch wid(e durchs Vr iſtaänttſe 69 Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigecd. 223 einzuſehen, was er ausrichten koͤnne, wenn eine ſtarke Schmelzhitze hinzukoͤmmt, da ſowol die Spießglas⸗ als Sal⸗ peter⸗Theile auch eine groͤßere und ſtaͤrkere Kraft zu wuͤrken erhalten, die jedoch nothwendig der Menge des Salpeters angemeſſen ſeyn muß. Hiedurch wird die Spießglas⸗Leber, die aus dem alcaliſirten Salpeter und dem Spießglas⸗Schwe⸗ fel erzeugt wird(S.§. 11. N. I.), faͤhig, mehr aufzuloͤſen; folglich wird auch das durchs Verpuffen verkalchte Spießglas, nach Verhaͤltniß der Menge des Salpeters, mehr oder weni⸗ ger, zu einem glasartigen Fluſſe gebracht. Dieſes bezeugen folgende Bereitungen: 1) Wenn man zu 6 Theilen gepuͤlverten und geſchmol⸗ zenen rohen Spiaßglaſes nach und nach einen Theil gepuͤlver⸗ ten Salpeter ſchuͤttet, und zwiſchen jedem male den Tiegel bedeckt, ſo erhaͤlt man eine geſchmolzene Maſee, oder Koͤnig, der in der Oberflaͤche mit verſchiedenen Farben ſpielet, und Magneſia Opalina genannt wird. Dieſe iſt ein aus rohem und verkalchten Spießglaſe zuſammengeſchmolzenes Gemen⸗ ge. Es kann auch aus rohem Spießglaſe und Spießglas⸗ Kalch durch Schmelzen bereitet werden. 2) Vermiſcht man 4 Theile rohes Spießglas mit 1 Theil Salpeter, und laͤßt dieſes Gemenge in einem gluͤhen⸗ den Tiegel verpuffen, und wohl fließen, ſo erhaͤlt man, wenn man die geſchmolzene Materie in einen Gießpuckel ausgießt, am Boden einen inediciniſchen Spießglas⸗Koͤnig, der von eben der Beſchaffenheit iſt, und eben die Eigenſchaften hat, als der vorher beſchriebene§. 10. N. 11. C.), nur, daß er etwas brauner, und dunkel purpurfarben iſt. Anm. Andere bedienen ſich eines andern Verhaͤltniſſes; ſie nehmen nemlich 8 Theile Spießglas gegen 1 Theil Salpe⸗ ter; andere 6 Theile Spießglas; aber mir ſcheint es zu⸗ reichlich zu ſeyn, wenn man ſo viel Salpeter nimt, als man ſonſt Weinſteinſalz gebraucht, und nur ein wenig mehr. 3) Schmilzt 224 Neunzehntes Kapitel. 3) Schmilzt man gleich viel rohes Spießglas und Sal⸗ peter zuſammen, wozu einige auch eben ſo viel Kochſalz hin⸗ zuthun, ſo erhaͤlt man nach einem Schmelzen, von einer Viertelſtunde, am Boden des Tiegels, einen wie Stahl glaͤn⸗ zenden Koͤnig(oder Maſſe), der, gepuͤlvert und ausgeſuͤßt, hell coffebraun ausſieht, und Hartmanns Spießglas⸗ Safran, Crocus Antimonii Hartmanni genannt wird. 1. Anm. Wenn Kochſalz zugeſetzt wird, pflegt dieſes Ge⸗ menge nicht ſonderlich zu verpuffen, oder zu rauchen, es ſiedet aber dagegen ſchnell mit großen Blaſen. S. Meu⸗ ders Aal. Ant. p. 29. 2. Anm. Wenn man das rohe Spießglas ohne Kochſalz mit eben ſo viel Salpeter nach und nach verpuffen laͤßt, es ſchmilzt, und das Gemenge wohl fiießen laͤßt, ſo erhaͤlt man eine gelbe glaſige Materie, die ausgeſuͤßt dem Croco Rulauai aͤhnlich iſt. Und da wir ſchon bewieſen haben, daß das Kochſalz im Fluß keine ſonderliche Wuͤrkung auf das Spießglas habe,(S.§. 10. n. 2. C. 3. Aum.) ſo iſt es offenbar, daß dieſer Rulandſche Safran von dem vorher⸗ gehenden Hartmannſchen(1. Anm.) wenig verſchieden ſeyn wird, und dieſe beyde mit dem Spießglas⸗Safran(§. 11. n. 1.) uͤbereins herauskommen. 3 3. Anm. Dem, was in der 2. Anm. angefuͤhrt worden, zufolge ſieht man, daß die beym Spießglas⸗Safran (S. II. n. 1.) angefuͤhrte Anmerkungen und Produkte auch hier ſtatt finden. §. 13. Wie ſich das rohe Spießglas verhalte, wenn es mit Salmiak verſetzt und ſublimirt wird, iſt ſchon(Cap. 9.§. 24. N. 6.) angefuͤhrt worden. Man erhaͤlt dann einen harnich⸗ ten Geiſt, einige gefaͤrbte Blumen, aus welchen ein Spieß⸗ glas⸗Schwefel erhalten werden kann, und einen Todtenkopf, der mit der Spießglas⸗Butter uͤbereinkoͤmmt. Nimt man zu dieſer Sublimirung rohes Spießglas, das in Koͤnigswaſſer aufgeloͤſet worden, worauf man den Spießglas⸗Kalch mit gelindem Feuer unter beſtaͤndigem Ruͤh⸗ ren, an, um nt, daun jneinem hült man Yuwenit hellme Humonti 1. Anm vermie berput dem gaas Rellnn 2, Anr niſt Vel Felli n 3. Am) Efe Gabp ißgls u viel Kecſ elhe, vn T wieSu et und dlsgi 8 Spis v ſenannt wi pflegt din er zu rauche laſen. Siſ. dhne ohſi derpufen li T laßt, ſot sgeſüßt dm wieſen habe Vürtung ahl 3. Anm.) ſoſ von dem wei g verſchiea s⸗Saftan angefuͤhet den pießglas, Si und Produne te, wenn b i(Can 9. nn einen eri elchen in e einen ddei t. whes Si vorauf man eſtändige Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige ct. 225 ren, um das Koͤnigswaſſer wohl abzutreiben, tuͤchtig trock⸗ net, dann puͤlvert, mit eben ſo viel Salmiak vermiſcht, und in einem Glaskolben aus einer Sandkapelle ſublimirt, ſo er⸗ haͤlt man etwas weniges ſaures Waſſer, und vielfarbichte Blumen im Helm, die, nachdem ſie wohl ausgeſuͤßt worden, Hellmonts Spießglas⸗Blumen, Flores Antimonii Helmontii genannt werden.(S. Cap. 9.§. 24. N. 6.) 1. Anum. Wenn man dieſe Blumen mit 3 Theilen Salpeter vermiſcht, und nach und nach in einem gluͤhenden Tiegel verpuffen laͤßt, ſo erhaͤlt man nach der Ausſuͤßung und dem Trocknen die ſigirten Schweißtreibenden Spieß⸗ glas⸗Blumen des Hellmonts.(Flores Autimonii Hellmontiani Fixati diaphoretici). 2. Anm Hiervon nahm Hellmont 18 Gran, und ver, miſchte die mit 16 Gran Scammonien⸗Harz, und 7 Gran Weinſtein⸗Rahm, welches Gemenge Purgaus Diaceltateſſou Heumonti genannt wird, und mit dem Pulvere Cornachino (§. 11. n. III. 2. Anm.) uͤbereinkommt. 3. Anm. Einige berichten, wenn man rohes Spießglas mit Eiſen⸗Vitriol ſchmölze, und darauf nach und nach etwas Salpeter wuͤrfe, ſo ſolle man einen weiſſern Koͤnig erhal⸗ ten, der im Scheidewaſſer, worinn Silber aufgeloͤſet wor⸗ den, aufgeloͤßt und mit Vitriolsl niedergeſchlagen, einen rothgelben Kalch ntederſetze, welcher mit Borax geſchmol⸗ 7 zen, ein geſchmeidiges Metall gebe. S. Chym. Exp. einer Seſellſch. im Erzgeb. Vogels Bibl. B. IV. S. 239. §. 14. Nachdem wir das Verhalten des Spießglaſes mit dem Salpeter und Salmiak betrachtet haben, ſo muͤſſen wir nun zuſehen, wie es ſich mit den uͤbrigen Mittelſalzen verhaͤlt. Wir merken daher an, daß es ſich mit den Mittelſalzen, die eine Vitriolſaͤure enthalten, auf die Art verhaͤlt, daß die Vitriolſaͤure ſich mit der brennbaren Materie des Spießgla⸗ ſes zu einem Schwefel vereinigt, und das vom Mittelſalz uͤbrig gebliebene Laugenſalz mit dem Schwefelichten vereinigt, eine 226 Neunzehntes Capitel. eine Schwefel⸗Leber giebt, wovon das rohe Spießglas, theils verkalcht, theils unverkalcht, zu einer ſolchen halbverglaſeten Maſſe, wie der mediciniſche Spießglas⸗Koͤnig(S. §. 10. II. C. und§. 12. N. 2.) iſt, zuſammenfließt. Man erhaͤlt ſolchergeſtalt einen mediciniſchen Spießglas⸗ Koͤnig: 1) Aus 1 Theil vitrioliſirten Weinſtein mit 4 Theilen rohes Spießglas zuſammen geſchmolzen. 2) Aus 1 Theil Arcanum duplicatum gleichfalls mit 4 Theilen rehes Spießglas zuſammen geſchmolzen. 3) Aus 1 Theil Ebshom⸗ oder Geſundbrunnen⸗Salz und 4 Theilen rohes Spießglas. Anm. Dieſe mediciniſche Spießglas⸗Koͤnige koͤnnen zwar voon dem vorher erwaͤhnten(§. 10. n. II. C.) dem aͤußern Anſehen nach etwas verſchieden ſeyn, aber in Anſehung ihrer Eigenſchaften kommen ſie mit demſelben vollig e uͤberein. §. 15. Nim wollen wir zuſehen, wie man aus dem rohen Spießglaſe einen metalliſchen Koͤrper oder Koͤnig erhalten kann. Soll dieſes aber geſchehen, ſo wird nothwendig erfor⸗ dert, daß nicht allein der viele im rohen Spießglaſe befind⸗ liche Schwefel abgeſondert werde, ſondern auch zugleich ſolche Mittel gebraucht werden, die entweder den metalliſchen Kalch zu einem metalliſchen Koͤrper reduciren, oder das reine Me⸗ tall vor der Verkalchung bewahren, welches nur durch brenn⸗ bare Materien ausgerichtet werden kann. Dem zu folge ſind folgende Wege gebraͤuchlich, theils mit verkalchtem, theils mit unverkalchtem rohen Spießglaſe. 1) Aus verkalchtem rohen Spießglaſe erhaͤlt man einen Koͤnig, wenn man es nach der Verkalchung wieget, und mit eben ſo viel ſchwarzem Fluß vermiſchet, das Gemenge mit Kochſalz und den Tiegel mit einem loſen Deckel bedeckt, tuͤch⸗ tig ch gemu ig ſchm uckel al Unige )) cwerje urThe ann ſch Anm. Kon puff ) ni bben geſehre ſo man Soießg iinen ſ glas 15 6. 319 9 ſchtes rten S etet we den dig ſchmolh dem ſe Spießgle n balbdag e 1 asRoͤnig, nenfißt. 9 1 Spieß in mit 1 m glchſa nolzen. undörunene. nige kommn L C.) den e aber in zuit demſelben n aus den r Korig 1 nothwendh pießglai uch zuglitſt netaliiſhn der dasun s nur dutir Dam gi verkalchen ecthik nu⸗ gwiegs,m das Gemagi eckt bodc Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige c. 227 tig ſchmilzt, und ſo bald, als es wohl fließt, in einen Gieß⸗ puckel ausgießt und, nachdem es erkaltet, die Schlacken vom Koͤnige ſcheidet. 2) Man erhaͤlt denſelben auch, wenn man anſtatt des ſchwarzen Fluſſes 2 Theile Weinſtein und 1 Theil Salpeter zu 1 Theil verkalchten Spießglaſe nimt, und dies Gemenge dann ſchmilzt. Anm. Aber auf dieſe letztere Art erhaͤlt man einen kleinern Koͤnig, weil viel von dem Spießglaſe, waͤhrend dem Ver⸗ puffen, in Daͤmpfe und Blumen verrauchet iſt. 3) Schmilzt man einen Theil verkalchtes Spießglas mit eben ſo viel teutſcher Seife in maͤßiger Hitze, haͤlt es ohn⸗ gefehr eine Stunde lang im Fluſſe, und ſchmilzt den Koͤnig, ſo man daraus erhaͤlt, wieder mit halb ſo viel verkalchtem Spießglaſe, ſo erhaͤt man nach Geoffroy's Verſuchen einen ſo großen Koͤnig, daß er von 1 Pfunde robes Spieß⸗ glas 18 bis 20 Loth wiegt. S. Vogels uſtit. Chem. S. 319. 4) Da aber die Verkalchung des Spießglaſes beſchwer⸗ lich genung iſt, ſo gebraucht man mehrentheils rohes unver⸗ kalchtes Spießglas, und nimt gegen 8 Theile ſolches gepuͤl⸗ verten Spießglaſes, 6 Theile Weinſtein, und 3 Theile Sal⸗ peter, welches Gemenge man nach und nach in einem gluͤhen⸗ den Tiegel verpuffen laͤßt und ſchmilzt, worauf man die ge⸗ ſchmolzene Materie in einen Gießpuckel ausgießt und, nach⸗ dem ſie erkaltet, den Koͤnig von den Schlacken ſcheidet. 5) Daß man mit Laugenſalz einen Koͤnig erhalte, ha⸗ ben wir oben ſchon erinnert.(§. 10. II. D.) 1. Anm. Die Chemiſten gehen in dem Verhaͤltniſſe des Schwefels und Salpeters, gegen das Spießglas, genung von einander ab. Einige nehmen von beyden gleich viel, andere gegen 1 Theil Spießglas nur ein viertel Theil Wein⸗ ſtein, und ein halben Theil Salpeter. Andere nehmen gleich viel Spießglas und Weinſtein, aber dagegen nur P 2 halb —— 228 Neunzehntes Capitel. halb ſo viel Salpeter. Brendel raͤth, gleich viel Spießglas und Weinſtein, aber nur ein achtel Theil Sal⸗ peter zu nehmen, welcher letztere nach ſeiner Methode nicht mit dem erſten vermiſcht, ſondern nach und nach dazu in den Tiegel gethan wird. S. Dogels Iuft. hrm. S. 318. u. ſ. w. Wir merken hier nur dieſes an, daß, je weniger Weinſtein man nehmen darf, auch deſto weniger von dem Spießglaſe waͤhrend dem Verpuffen verlohren geht, und dem zufolge das von uns angefuͤhrte Verhaͤltniß, unſers Beduͤnkens, das ſicherſte iſt. 2. Anm. Da man findet, daß zu dieſer Schmelzung keine andere Materialien genommen werden, als alkaliſche, oder ſolche, die waͤhrend dem Verpuffen alkaliſch geworden, wir auch wiſſen, daß ſich dieſe alkaliſche Materien mit dem im Spießglaſe befindlichen Schwefel leicht zu einer ſchwefel⸗ lebrichten Miſchung vereinigen,(S.§. 10.) ſo kann man daraus leicht ſchließen, daß die bey dieſem letztern Schmel⸗ zen aus dem unverkalchten Spießglaſe erhaltenen Schlacken fuͤr nichts anders als eine Spießglas⸗Leber angeſehen werden koͤnnen. Dem zufolge werden ſie auch eben ſo, wie die Spießglas⸗Leber angewandt; Man kocht ſte nemlich mit Waſſer, und ſchlaͤgt daraus auf die(§. 10. II. B.) angefuͤhrte Art einen Goldſchwefel des Spießglaſes nieder, der mit dem vorher beſchriebenen in allen Stuͤcken einerley iſt. Will man das, was von der Durchſeihung der mit Waſſer gekochten Schlacken zuruͤckbleibt, trocknen, und mit ein viertel Theil Kohlgeſtuͤbe und 2 Theile Salpe⸗ 1e ſchmelzen, ſo erhaͤlt man daraus einen Spießglas⸗ Koͤnig. 3. Aum. Sollte der erhaltene Konig nicht vollig rein ſeyn, ſo wird er wieder mit ein viertel Theil Theil Salpeter oder Pottaſche ein oder mehrere male umgeſchmolzen, wodurch er ganz rein und mit einem Stern gezieret wird; obgleich Schulze in ſ. Chym. Verſ.§. 10. behauptet, daß man dieſen Stern nur dann, wann die Schmelzung mit Laugenſalz verrichtet wird, nicht aber mit Salpeter, erlange. §. 16. 4 Der Koͤnig, welchen man auf gedachte Art(§. 15.) aus dem rohen Spießglaſe erhaͤlt, wird einfacher Spieß⸗ glas⸗ llas⸗A nterſch keallſch erden ſo nehr, ſ gicht ms Fläche, d m vom! aünes Fdieſe ud ſtar detämm cche glas. ddu beſt ner Metſod und nach dn lußt Clan. 8 „daß, ſete weniger tn lohren gat ethältu, Schmehang as alkalſch, iſch gewadne terjen mitdm zu einer ſte 1o.) ſo kannr em letztern ein haltenen Säh s⸗Leber anht Hauch eben h. nkocht ſiene die(.all des Spje n in alln ei der Dmuthſt ickbleibt, tut id 2 Thealecs einen Ghi ht vollign Lheil Sahen chmolzen, ne eret widd . behauptt je Schmeler t Salyetn,a chte i(” jan Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigect. 229 glas⸗Koͤnig, Regulus Antimonii ſimplex genannt, zum Unterſchiede von den andern Spießglas⸗Koͤnigen, die mit metalliſchen Zuſäͤtzen bereitet werden, und gleich beſchrieben werden ſollen. Folgende Eigenſchaften ſind von ihm bekant. 1) Sieht er weiß aus, und glaͤnzt, je reiner er iſt, deſto mehr, faſt wie Silber; im Bruche ſieht er gleichſam ſchup⸗ picht aus, oder er zeigt, eigentlicher zu reden, eine glaͤnzende Flaͤche, doch iſt er zugleich ſtrahlicht, und laufen die Strah⸗ len vom Umkreiſe zum Mittelpunkt, wie die Zweige eines Baumes nach ihrem Stamm, und daher kommt es auch, daß dieſer Koͤnig, wenn er wohl gereinigt und ganz duͤnne und ſtark fließend ausgegoſſen wird, obenauf einen Stern bekoͤmmt; uͤbrigens iſt er ſproͤde genung, und ſeine eigent⸗ liche Schwere zur Schwere des Waſſers, wie 7500 zu 1000. Anm. J. Hurham(S. Pthil. Trausatt. Vol. XIVIII. P. II. Krt. CV. p. 933.) behauptet, daß auch der Spieß⸗ glas⸗Konig aus kleinen Spießen, wie Nadeln beſtehe, ob man ſie gleich nicht mit Augen ſehen koͤnne, welches er damit beweiſet, daß a) man diefelben in dem Brechwein⸗ der etwas Spießglas⸗Konig aufgeloͤßt enthaͤlt, durch ein Vergroßerungsglas ſehen koͤnne, wenn man ein wenig da⸗ von auf eine Glasſcheibe thut, b) wenn man einen Spieß⸗ glas⸗Kalch, oder deſſen Glas mit brennbaren Materien reducire, man eine ſolche aus lauter Nadeln und Spießen beſtehende Fuͤgung erhalte; e) wenn man Mercurium vitæ ohne Zuſatz ſchmelze, man einen aus Spießen beſtehenden ſtachlichten Spießglas⸗BRoͤnig erhalte.(S.§. 8. n. 2. 3. Anm.) d) Berichtet er auch, daß die Spießglas⸗Blu⸗ men aus ſolchen Spießen beſtehen. 2) Iſt er im Feuer leicht fluͤßig, doch je reiner er iſt, deſtoweniger. Im Caleinir⸗Feuer, wird er auf einem Scher⸗ bel, doch ohne merklichen Schwefel⸗Dampf, zu einem grauen Pulver verkalcht, das Calw Reguli Antimonii, Spießglas⸗ Koͤnigs⸗Kalch genannt wird, welcher Kalch im Schmelz⸗ feuer zu einem Glaſe fließt, das Spießglas⸗Glas genannt wird, und von eben der Beſchaffenheit iſt, als das, ſo man aus dem rohen Spießglaſe erhaͤlt.(§. 3.). P 3 1. Anm. 230 Neunzehntes Capitel. 1. Anm. Die Verkalchung des Spießglas⸗Konigs pflegen einige mit einem Brennſpiegel zu verrichten, und iſt es merkwuͤrdig, daß der Konig unter dieſer Verkalchung einen Zuwachs am Gewichte erhaͤlt, ſie geſchehe mit den Kuͤchen⸗ feuer, oder vor einem Brennſpiegel. Homberg hat die⸗ ſen Zuwachs an 2 und einem halben Quentgen(S. Le⸗ mery's GCh. Cap. F.); andere an einer Unze; Hierne (Teutam. Chem. P. II. p. 15.) gegen 2 Unzen, 5 Quentgen und 1 Scrupel aufs Pfund befunden. G 2. Anm. Sowol dieſer Spießglaskoͤnig⸗Kalch, als deſſen Glas haben eben die Aufloſungs⸗Kraft und Eigenſchaft, als der Kalch und das Glas, ſo man aus dem rohen Spießglaſe erhaͤlt(§. 3.), daß ſie Erd⸗ und Stein⸗Arten aufloͤſen; aber daraus kann man noch nicht auf eine Me⸗ calliſirung gedachter Erd⸗ und Stein⸗Arten, oder auf einen Eingang ins Gold oder Silber, ſchließen. S. Junckers Conſp. Chem. T. I. p. 1024. 3. Anm. Schmilzt man den Spießglas⸗Kalch oder Glanz mit einer brennbaren Materie, z. B. mit ſchwarzem Fluß und Kohlgeſtuͤbe, ſo erhaͤlt man den Spießglas⸗Konig wiederum in ſeiner metalliſchen Geſtalt. 3) Bey eben dem Grade des Feuers, wobey dieſer Koͤ⸗ nig fließt, wird er auch verfluͤchtiget, und kann ganz und gar in Blumen oder Daͤmpfen aufſublimirt werden. Samlet man dieſe Blumen, oder dieſen Dampf, auf die gehoͤrige Art, ſo findet man, ſie beſtehen mehrentheils aus weiſſen Theilchen, wie Brillanten, die mit ſpitzigen gemiſcht ſind. Auch iſt er im verdeckten Feuer fluͤchtig, fordert dann aber einen ſtaͤrkern Grad des Feuers. Anm. Macquer berichtet in ſeinen Eiem. do Chym. Pr. k. I. p. 433. daß dieſe Blumen nicht zu einem Konig redu⸗ eirt werden koͤnnen, und im Schmelzfeuer wegrauchen, aber im Koͤnigs⸗Waſſer leicht aufgeloͤſet werden. 4) Von den ſauren und ſeifenartigen Saͤften und Fluͤſ⸗ ſigkeiten des Gewaͤchs⸗Reiches, wie von Wein, Citronen⸗ ſaft, Pomeranzenſaft, Aepfel⸗ und Birnen⸗Moſt, u. a. m. W wird td die als dend Anm. Kuge Nacl chen Pilul wel ange den darit Bech und We gat Eſ 3 Känig 1 hey ſer ſung. d ſarkem Damyf, worcf dem fid net we doypelt ähendi 5 mehr od witd ab einem w 1.3m eini bon 3⸗Körige hten, me Verialtuge e wit den it mberg ſe gentgen(, Unze; it zen, Aa Kalch, t t und Eigaſ n aus dem und Gtin nicht auf n ten, oder auſ en. S. JIudh ⸗Kalch dda iit ſchwanm Spfeßglas⸗ge „woben diil jann ganzun. verden Er auf die theils wum gen gemitti forder die Elau. h einem Konn zfeuer wegle t werden Sifin Wein, Cu en⸗Meſ un p Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige c. 231 wird dieſer Spießglas⸗Koͤnig zum Theil aufgeloͤſet, wie man aus den davon verfertigten Brechmitteln ſiehet. Anm. Wenn man den Spießglas⸗Konig ſchmilzt, und kleine Kugeln oder Schroot daraus gießt, ſo geben dieſe eine Nacht uͤber in Wein gelegt, dennſelben die Kraft, Erbre⸗ chen zu verurſachen; dieſe Kugeln oder Schroot werden Piimlæ perpetuæ,(immerwaͤhrende Pillen) genannt, weil ſie immer auf die gedachte Art, zu eben dem Entzweck angewandt werden koͤnnen. Macht man kleine Becher aus 7 dem Spießglas⸗Konige, und laͤßt Wein eine Nacht uͤber darinn ſtehen, ſo wird er auch ein Brechwein. Dieſe Becher werden Calices vomitoril, Brech⸗Becher, genannt, und iſt es kein Wunder, daß der Spießglas⸗Koͤnig vom Weine aufgeloͤßt wird, da man findet, daß er das Spieß⸗ glas⸗-Glas(§. 3. C.) und die Blumen davon aufloſet. Eiſen und Kupfer verhalten ſich eben ſo. 5) Gegen die mineraliſchen Saͤuren verhaͤlt ſich dieſer Koͤnig faſt eben ſo, wie das rohe Spießglas.(§. 5.) a) Von ſtarkem Vitrioloͤl wird er, wenn er rein iſt, bey ſtarkem Sieden aufgeloͤſet, und giebt eine braune Aufloͤ⸗ ſung. Deſtillirt man 1 Theil Spießglas⸗Koͤnig mit 4 Theilen ſtarkem Vitrioloͤl, ſo erhaͤlt man einen ſtechenden Schweſel⸗ Dampf, und etwas Schwefel im Halſe der Retorte ſublimirt, worauf ſich eine ſchleimigte Materie abſondert, aber auſſer⸗ dem findet man einen Theil des Koͤnigs in der Retorte zu ei⸗ ner weiſſen aufgeſchwollenen ſalzigen Maſſe verkalcht, die doppelt ſo viel, als der eingeſetzte Koͤnig, wiegt und ganz aͤtzend iſt. b) Mit Scheidewaſſer brauſet der Spießglas⸗Koͤnig mehr oder weniger, nachdem er reiner oder unreiner iſt, er wird aber wenig oder nicht davon aufgeloͤſet, ſondern nur zu einem weiſſen Kalch zerfreſſen. 1. Anm. Daß dieſe Aufloͤſung allemal kruͤmlicht ſey, wie einige Chemiſten behaupten, habe ich nicht merken koͤnnen; von Farbe iſt ſie gruͤnlicht. 3 ſt 3 d 2. Anm. ſehr ſparſam aufgeloͤſet. 232 Neunzehntes Capitel. 2. Anm. Puͤlvert man den Spießglas⸗Koͤnig, und gießt darauf in einem Glaſe nur ſo viel Scheide⸗Waſſer, daß es halb ſo hoch, als das Pulver ſteht; ſo wird das Schei⸗ dewaſſer eingezogen, und kleine durchſichtige Cryſtallen von unbeſtimmter Geſtalt gebildet, die ſich zwiſchen der Flaͤche des Spießglaſes ſetzen, und nachher auswachſen. S Macquers El. Chem. Pradl. P. I. p. 405. c) Von der Salzſaͤure wird dieſer Koͤnig, ſowol in ſei⸗ ner metalliſchen Geſtalt, als verkalcht, bey ſiedender Hitze — d) Von dem auf gewoͤhnliche Art bereiteten Koͤnigs⸗ waſſer wird er, bey ſtarken Sieden uͤberm Feuer, eigentlich nicht aufgeloͤſet, ſondern mehr zu einem Kalch zerrieben; be⸗ reitet man aber ein Koͤnigswaſſer aus 4 Theil Salpetergeiſt und 1 Theil Salzgeiſt, und wirft den gepuͤlverten Koͤnig dar⸗ ein, und zwar nur wenig auf einmal, und nicht wieder was friſches, ehe das vorher eingeworfene aufgelöſet iſt, ſo erhaͤlt man, wenn dieſes Aufloͤſen in einer Sandkapelle oder einem Scheidefuß uͤberm Feuer verrichtet wird, eine ſchoͤne gelbe Aufloſung, die ihre Farbe jedoch mit der Zeit verliert. e) Vermiſcht man 21 bis 3 Theile aͤtzenden Queckſilber⸗ Sublimat mit 1 Theil Spießglas⸗Koͤnig wohl zuſammen, und deſtillirt es auf die(§. 6.) angefuͤhrte Art, ſo erhaͤlt man a) eine Spießglas⸗Butter von eben der Eigenſchaft, wie die vorige(§. 7. u. 8.), die auch zu eben den Bereitungen dien⸗ lich iſt. b) Reines Queckſilber; aber keinen Zinnober. In der Retorte bleibt eine ſchwammichte Maſſe zuruͤck. 2. Anm. Von 6 Theilen Spießglas⸗Koͤnig und 16 Theilen ätzenden Sublimats erhaͤlt man§ und drey viertel Theile Butter und 10 Theile reines Queckſilber. 2. Anm. Vermiſcht man 3 Theile aͤtzenden Sublimats mit 1 Theil gepuͤlverten Spießglas⸗Koͤnig, der vorher in einem glaͤſernen Moͤrſel beſonders ganz fein gepuͤlvert ſeyn muß, thut dieſes Gemenge in ein kleines vierecktes Glas, mit einem engen Halſe und packt oder ſtampft es wohl zuſam⸗ men, / 4 t, od * nur ber, ſolc weväker derer K ſalz, ſ hergeſ den vier Ahaſt gen tei 3 Anm, ) di Küni ſcren„0 liten ethalt vüſe ein Anm (önig und, ſede⸗ Vaſ 4 d wits dse. nige Enſialn, viſchen der auswacſn D. 403. hig, ote d' dy ſedende ereitetn fir Feuer, inn nch zerice heil Sahern verten Kinzd nicht widen liſt it, ie kapelledam eine ſhine eit verliet enden Quiſt wohl zſſinn lrt, ſo chüm genſchaft,in Bereitunmnde en Zinnabe hte Maſimt ig und 1 drey viett⸗ Sublimron er borher i puͤwertſonte recktes Guu, ſt amin Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige c. 233 men, und laͤßt es dann ſtehen, ſo faͤngt das Gemenge an, ſich ſtark zu erhitzen, zu brauſen, und aufzuſchwellen, wel⸗ ches alles von der Wuͤrkung des Salz⸗Geiſtes auf den Spießglas⸗Konig entſteht. S. die Adl. Med. Halu. Ann. 1671. Obſ. LXX. p. 131. 6) Schmilzt man den Koͤnig mit feuerbeſtaͤndigem Lau⸗ genſalz, ſo wird daraus etwas ſchwefellebrichtes erzeugt, das den gedachten Koͤnig, in Verhaͤltniß der genommenen Menge Laugenſalzes und der Staͤrke des Feuers enkweder ganz und gar, oder nur zum Theil aufloͤſet und verſchlacket. Nimt man nur wenig Laugenfalz, ſo wird eine geringere Menge Le⸗ ber, folglich auch eine geringere Aufloͤſung und Verſchlackung bewuͤrket, und zugleich ein reinerer, weit weiſſer und glaͤnzen⸗ derer Koͤnig, als vorher, erhalten; nimt man mehr Laugen⸗ ſalz, ſo giebt es auch mehr Schweſelleber, und es wird ſol⸗ chergeſtalt alles aufgeloͤſet und verſchlacket. Nimt man nur den vierten Theil Laugenſalz und ſchmilzt den Koͤnig um, ſo erhaͤlt man ihn nach einer, oder mehreren, Umſchmelzun⸗ gen reiner und mit einem Sterne gezieret.(S.§. 15. II. 3. Anm.) 7) Was(N. 6.) angefuͤhrt iſt, geſchieht auch, wenn der Koͤnig von neuem, mit Salpeter und Weinſtein, in groͤſ⸗ ſerem, oder geringern, Verhaͤltniß, oder mit den gebraͤuch⸗ lichen Fluͤſſen vermiſcht wird, wovon der Koͤnig in groͤßerm Verhaͤltniß aufgeloͤſet, aber dagegen in geringerm Verhaͤlt⸗ niſſe ein reinerer Koͤnig niedergeſchlagen wird. Anm. Juncker berichtet im Couſp. Chen T. I. p. 1026. wenn man den Konig mit dem aus Salpeter und Weinſtein bereite⸗ ten Fluſſe niederſchmelze, und dieſes Schmelzen mehrere male mit friſchem Fluß wiederhole, bis man ihn nach dem Schmel⸗ zen unveraͤndert und ungefaͤrbt erhaͤlt, ſo ſolle er weicher davon und, wenn man ihn nachher weiter auf einem Scher⸗ ben im Probier⸗Ofen ſchmilzt, faſt ſo weich werden, wie Bley, weswegen er dann auch Pliumbum Antimonii, Spieß⸗ glas⸗Bley, genannt wird, das, mit ſcharfer Lauge deſtillirt, etwas Queckſilber geben ſoll. P 5 8) Mit 234 Neunzehntes Capitel. 8) Mit Salpeter verpuft dieſer Koͤnig nicht, wenn er vorher wohl gereinigt und geſchmolzen iſt, aber den Salpeter alcaliſiret er nichts deſto weniger doch voͤllig, ſo daß er zu ei⸗ nem ſcharfen und ſtarken Laugenſalz verwandelt wird, und er⸗ haͤlt man darnach einen reinern, aber kleinern, Koͤnig, wenn man den Salpeter in weit geringerem Verhaͤltniſſe, zur Haͤlf⸗ te oder ½ Theil gegen den Koͤnig nimt. Verrichtet man die⸗ ſes Schmelzen mit heftigem Feuer, ſo werden die Schlacken gelb, und man erhaͤlt einen ſternichten Spießglas⸗Koͤ⸗ nig,(KNagulur Antimonii ſtellatur,)(S.§. 15. N. 2. 3. Anm.). Schmilzt man den erhaltenen Koͤnig zum zwey⸗ ten male mit einem Drittel oder weniger Salpeter, ſo wird dieſer noch ſtaͤrker alcaliſirt, und erhaͤlt eine klare gelbliche Farbe, und wird der Koͤnig immer weniger, aber auch im⸗ mer weiſſer und reinlicher, und der Stern deutlicher. Auf dieſe Art kann auch der ganze Koͤnig mit Salpeter in meh⸗ rern Umſchmelzungen verſchlacket werden, welches eher ge⸗ ſchicht, wenn man mehr Salpeter nimt. Anm. Vermiſcht man den gepuͤlverten Koͤnig mit 3 Theilen Salpeter und thut das Gemenge in einen gluͤhenden Tie⸗ gel, ſo wird er verkalcht, und zu einem weiſſen Kalch figirt, der Spießglas⸗Weiß, Cerul Auumoaau genannt wird,⸗ aber von dem ſchweißtreibenden Spießglas⸗Kalch wenig unterſchieden iſt, und deswegen auch Antimonium diaphore- eicum regulinum,(reguliniſcher ſchweißtreibender Spießglas⸗Kalch) genannt wird; und iſt es merkwuͤr⸗ dig, dh die Lauge von der Ausſuͤßung dieſes Kalchs weit ſchaͤrfer iſt, als die, ſo man von dem gewoͤhnlichen ſchweiß⸗ treibenden Spießgkas⸗Kalch erhaͤlt. Sie faͤrbt Silber und Zinn ſchwarz, woraus man ſieht, daß ſie brennbares Weſen genug enthaͤlt. S. Vogels 7 1. Chem. S. 335. 9) Vermiſcht man 1 Theil Koͤnig mit 2 Theilen gepuͤl⸗ verten Salmiak, und ſublimirt es, ſo erhaͤlt man ſpieß⸗ glashaltige Salmiak⸗Blumen, Forer ſalir Ammo- niaci Ant imonialeg. §. 17. 8 2 tden Udin d ſeht ma nüinerad flleber bet(g hell, d doere D men r rig mi dachten Schwe N54 haes ſthve wefel tt vird bö ch eſchiede Spieh d ſſtes mit Be größere haben. 7 8 den (Neguu gcht, n dber dnen, ſoddöan delt witd, n en, Känign oktriſe, et errichtet mo den die Etſe Spießooen (S.. g Künig zung Salpettr, hr ine klare git er, aber utt deutlichet.) Salpettt inn welches pnig mit z3h ten glühendd veiſſen alhf an gekaunt m glas⸗Kalhm atimouiun dmhin hweißtruin, nd iſt es mei dieſes Kalter ohnlichen tn Sie fätt daß ſi bemn uſt. Cum. 6 t ⸗Tpele 3 thilt nanſe vrat ſll 45 Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigeꝛc. 235 §. 17. Wenn man dieſe Eigenſchaften(§. 16.) des Koͤnigs mit den Eigenſchaften vergleicht, die das rohe Spießglas hat, und in den vorhergehenden Paragraphen angefuͤhrt ſind, ſo ſieht man deutlich, daß das rohe Spießglas a) einen reinen mineraliſchen Schwefel, welcher mit Laugenſalz eine Schwe⸗ felleber(§. 10. 11. ff.) und mit Queckſilber einen reinen Zin⸗ nober(§§. 6.9.) macht, aber b) zugleich einen reguliniſchen Theil, der unter der Abſcheidung des Schwefels abgeſondert und gereinigt wird(§. 15.), enthaͤlt. Dieſe Meynungen werden ferner dadurch beſtaͤrkt, daß man rohes Spießglas erhaͤlt, wenn man den Spießglas⸗Koͤ⸗ nig mit Schwefel ſchmilzt. Dagegen findet man in dem ge⸗ dachten reguliniſchen Theil zwar wol keinen mineraliſchen Schwefel, womit ein Zinnober bewuͤrkt werden koͤnnte(§. 16. N. 5. e.), aber man findet doch, daß dieſer Koͤnig ein brenn⸗ bares Weſen enthaͤlt, von welchem mit dem Vitrioloͤl ein ſchwefelichtes Weſen,(§. 16. N. 5. a.) mit Laugenſalz eine ſchwefellebrichte Miſchung bewuͤrkt, und der Salpeter alcali⸗ ſirt wird(§. 16. N. 6. 7. u. 8.), welches brennbare Weſen, da es ohne eine Zerſtoͤrung des Koͤniges nicht vollkommen ab⸗ geſchieden werden kann, ſolchergeſtalt einen Beſtandtheil des Spießglas⸗Koͤniges auszumachen ſcheinet. §. 18. Nach Maßgebung der(§. 17.) angefuͤhrten Meynung iſt es leicht einzuſehen, daß man auch einen Spießglas⸗Koͤnig mit Beyhuͤlfe derjenigen Metallen erhalten kann, welche eine groͤßere Anziehung zum Schwefel, als der Spießglas⸗Koͤnig haben. 1) Das gebraͤuchlichſte Metall iſt das Eiſen, womit man den ſogenannten eiſenhaltigen Spießglas⸗Koͤnig, (Rægulus Antimonii martialir) auf folgende ÄArt erhaͤlt: a) Man n 236 Neunzehntes Capitel. a) Man gluͤhet 1 Theil Eiſenfeilſpaͤne wohl in einem Schmetztiegel, und thut dann 2 Theile fein gepuͤlvertes rohes Spießglas dazu, und wenn alles geſchmolzen iſt, ſo wirft man nach und nach 1 Theil Salpeter(gegen das Eiſen ge⸗ rechnet) dazu, doch nur immer wenig zur Zeit; darauf laͤßt man alles zuſammen wohl fließen, bis es ſo fluͤßig, wie Waſ⸗ ſer wird, da man denn die Vermiſchung in einen erwaͤrmten Gießpuckel ausgießt und, nachdem ſie erkaltet, die Schlacken abſcheidet. 1 b) Darauf puͤlvert man den erhaltenen Koͤnig, und wiegt ihn, ſchmilzt ihn ſodann von neuem, und ſchuͤttet, wenn er wohl fließt, nach und nach 1 Theil Salpeter dazu, worauf man es in einem ſtarken und friſchen Fluß erhaͤlt, wie⸗ der in einen Gießpuckel ausgießt und, nachdem alles kalt ge⸗ worden, die gelben und aͤtzenden Schlacken vom Koͤnige ab⸗ ſcheider. c) Dieſer Koͤnig(b) wird von neuem gepuͤlvert und gewogen, dann in einem neuen Schmelztiegel geſchmolzen, und, nachdem er geſchmolzen iſt, wiederum nach und nach 4 Theil Salpeter dazu gethan, die Miſchung in ſtarkem Feuer in friſchem Fluſſe erhalten, ſodann in einen Gießpuckel aus⸗ gegoſſen, und, wenn ſie kalt geworden, die Schlacken abge⸗ ſchieden, die nun klar und gelb, aber aͤtzend ſind, und So⸗ riæ Antimonii ſuccinæ, bernſteinfarbene Spießglas⸗ Schlacken genannt werden. Der Koͤnig, welcher unter den Schlacken gefunden wird, hat oben auf einen Stern, und wird deswegen auch Kegulur Antimonii martialis flellatus, ſternichter eiſenhaltiger Spießglas⸗Koͤnig), auch Regulur Alcheiniſlicur genannt. 1. Anm. Die Chemiſten weichen hier, ſowol in Anſehung der Ingredienzen, als der Bereitungsart, ſehr von einan⸗ der ab. Einige nehmen gleichviel Spießglas, Salpeter und Weinſtein, und halb ſo viel Eiſenfeilſpaͤne, als Spieß⸗ glas. Andere pflegen anſtatt des Salpeters und Wein⸗ ſteins ein viertel Theil oder, mehr Pottaſche(gegen das Eiſen Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigec. 237 ſe wegl i z ni Eiſen gerechnet) zu nehmen. Andere wieder pflegen zur Kepildett zwoten Schmelzung ein halben Theil rohes Spießgkas, und zen iſ, ſ. ein ſechstel Theil Salpeter gegen den König zu rechnen. en das Ein S. Macquers Eiem. de Ch. Pr. Aber anſtatt deſſen pflegen andere drey viertel Theile Salpeter zur andern Seit;, dan— e ald Schmelzung zu nehmen. Noch anbere ſtellen vier Schmel⸗ füſig til zungen an, und verrichten die zwote blos mit einem Zuſatze einen erwin von rohem Spießglaſe. S. Junckers Conp. Ch. I. I. t, die Edh P. 325· 2. Anm. Puͤlvert man die Schlacken, die man beym erſten Schmelzen a) erhaͤlt, welche hart genug ſind, und ihr eiſen⸗ hen Kiig artiges Weſen dadurch verrathen, kocht ſie ſtark und wohl n, und ſcit mit Waſſer, bis ſo viel davon aufgeloſet iſt, als aufgeloſet jil Sabered werden kann, und ſeihet das Waſſer dann durch, ſo bleiben Jluß azät geroſtete Eiſenfeilſpaͤne, oder ein feiner Safran, vom Durch⸗ den Ilest ſeihen zuruͤck, der ausgeſuͤßt und getrocknet, ſpießglashal⸗ . tiger Eiſen⸗Safran, Crocus Martis Antimonialis, oder vom Keng Stahls Eiſen⸗Safran, Crocus Martis Stahli, genannt „ wird. Schlaͤgt man die durchgeſeihete Lauge mit einer Saͤure oder Eßig nieder, ſo erhaͤlt man hier auch einen mi gellme Spießglas⸗Goldſchwefel.(S.§. 15. n. 1I. 2. Aum.). ſegal gſtat Loßt man dieſe erſten Schlacken an der Luft zerfallen, n nach udu ſuͤßt ſie dann mit Waſſer aus, und laͤßt das getrecknete in ſtatkem e Zuruͤckbleibſel mit dreymal ſo viel Salpeter verpuffen, ſo Gitßpul erhaͤlt man nach der Auslaugung und Trocknung auch Scölucn Spießglashaltigen Eiſen⸗Safran, der reiner und dſern 8 zaͤrter, als der vorhergehende iſt. ſid, 4 Man ſieht hierans, daß der Salpeter bey dem erſten ne Spiige Schmelzen nach dem Verpuffen zu einem Laugenſalz gewor⸗ g, welche n den iſt, das ſich mit dem, durch das Eiſen, aus dem einen Sienn Spießglas abgeſchiedenen Schwefel vereinigt hat, woher artnabr f es ſowol, als von der Verkalchung des Eiſens durch den Schwefel des Spießglaſes, gekommen iſt, daß der größte Roͤnig) Theil des Eiſens, zugleich mit dem Schwefel, in dieſe Schlacken eingegangen iſt, aus welchen man den gedachten Eiſen⸗Safran erhaͤlt. ni eth Anm. Puͤlvert man den im erſten Schmelzen erhaltenen galis, Eu Konig, und laͤßt ihn mit dreymal ſo viel Salpeter in einem 1, Ee gluͤhenden Schmelztiegel verpuffen, ſo erhaͤlt man nach der ban, 43 Ausſuͤßung ein gelbes Pulver, das, ausgeſuͤßt, Antimo⸗-— eter5 j m nium Martiale disophoreticume: eiſenhaltiger ſchweißtrei⸗ ſſche(goen vben⸗ Eſt 258 MNeunzehntes Capitel. bender Spießglas⸗Kalch genannt wird. S. Hoff⸗ manns Ati. Lab. Altdorf. S. 90., woraus man deutlich ſieht, daß etwas Eiſen darinn eingemiſcht iſt. Man kann 1 ſolches auch finden, wenn man den durchs erſte Schniel⸗ zen erhaltenen, Konig ſchmilzt und nach und nach etwas 8 Schwefel dazu thut, indem er alsdann nur zum Theil zu rohem Spießglaſe verwandelt wird, das ſich jedoch ſehr ſchwer von den uͤbrigen Koͤnigtheilen ſcheiden laͤßt, zu ge⸗ ſchweigen, daß der niedergeſchlagenen Materie mehren⸗ theils allezeit etwas von der niederſchlagenden anhaͤngt. Um dieſes im Konig eingemiſchte Eiſen abzuſondern, wird der Konig von einigen Chemiſten noch einmal mit rohem Spießglaſe geſchmolzen; uns duͤnkt aber, daß man, un⸗ geachtet die Anziehung des Eiſens zum Schwefel ſtaͤrker als zum Koͤnige iſt, eben daſſelbe durch ein ſtarkes Schmel⸗ zen mit Salpeter oder Laugenſalz erhalte, wie daraus er⸗ 3 6 hellet, daß man, wenn man den durch das erſte Schmel⸗ zen erhaltenen Konig mit 3 mal ſo viel Salpeter vermiſcht, und dann verpuffen laͤßt, nach der Verpuffung aber alles zuſammen tuͤchtig gluͤhen laͤßt, und dann ausſuͤßt, das Stomachicum Poterii(Potiers Magenpulver) erhaͤlt, das von dem ſchweißtreibenden Spießglas⸗Kalch(§. I1. n III.) oder Spießglas⸗Weiß(§. 16. n. 5. h. Anm.) nicht unterſchieden iſt. 4. Anm. Vermiſcht man 1 Theil Eiſenfeilſpaͤne mit 2 Thei⸗ len rohes Spießglas, und ſchmilzt es ohne einen weitern Zuſatz von Laugenſalz oder Salpeter zuſammen, ſo erhaͤlt man einen mehr Eiſenhaltigen Koͤnig; Puͤlvert man die Schlacken, die man dabey erhaͤlt, und gießt Vitriol⸗Geiſt darauf, ſo loͤſet ſelbiger das Eiſen auf, und man erhaͤlt einen Eiſen⸗Vitriol davon; der Schwefel aber wird rein abgeſchieden. Trocknet man dieſen Schwefel, ſo findet man, daß er a) wie ein anderer Schwefel brennt, b) einen ſtarken Schwefel⸗Dampf giebt; c) in Laugenſalz aufgeloßt, zu einer Schwefel⸗Milch niedergeſchlagen wird; d) mit Queck⸗ ſilber Zinnober giebt, und folglich alle Eigenſchaften eines — gewoͤhnlichen Schwefels hat(S.§. 17.). 5. Anm. Schmilzt man Eiſenfeilſpaͤne und rohes Spießglas zu gleichen Theilen zuſammen, und ruͤhrt es waͤhrend dem Schmelzen wohl mit einem Ruͤhrhaken, damit ſich nichts vom Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige c. 239 iid 6 0 aus manin vom Koͤnige anſetzen koͤnne, ſondern ſelbiges gaͤnzlich in tiſt. Na die Schlacken gehe, die man dann puͤlvert, und mit 3 mal chs eiſe et ſo viel Salpeter verpuffen laͤßt und ſchmilzt, ſo erhaͤlt man hund nac ein leberfarbenes Crama, das gepuͤlvert, ausgeſuͤßt und nur zum dhe geſchlemmt Crocus Martis autimonialis,(Spießglashalti⸗ 3 ſich jcat ger Eiſen⸗Safran), auch Beꝛoardiruu Martiale Tlavumn, eiden läßt, oder Antimonium Mantiale Cachetticum genannt wird. K 4 6. Anm. Loͤſet man die beym zweyten und dritten Schmel⸗ buſemm zen erhaltene Schlacken in Waſſer auf, ſo erhaͤlt man eine inmn ſa ſtarke und ſcharfe Lauge, findet aber zugleich, daß ein weiſ⸗ dn ſes Pulper wie Sand zu Boden faͤllt. Daß dieſes in den Quhene Schlacken eingemiſchte Pulver von Spießglas⸗Theilen chnetkt herruͤhret, kann man daraus hernehmen, daß man einen in ſinzet Koͤnig reducirt erhaͤlt, wenn dieſe Schlacken geſchmolzen de, wie daus werden und, ſo bald ſie fließen, etwas Kohlgeſtuͤbe dazu das eiſt et⸗ gethan, und der Tiegel zugedeckt wird, wobey das Salz zalpeterderi auch zugleich viel von ſeiner ätzenden Eigenſchaft verltehrt. puffung ün Hievon kommt es auch, daß dieſe Schlacken, wenn ſie inn alsſäßt, einige male vor ſich ſelbſt geſchmolzen, und nach jedem npulver) ii Schmelzen etwas an der Luft geſtellet werden, zuletzt zu las⸗Kalch einem Glaſe werden. S. Junckers Couſp. Gh. I. I. 5. A Anmſſ 10. 22. Vermiſcht man dieſe Schlacken mit Salmiak und ſublimirt ſie, ſo erhaͤlt man ein gelbbraunes Salz, aus welchem ſich wuͤrklich ein Spießglas⸗Kalch abſcheiden laͤßt ſbaͤne mied(S. Cap. 9.§. 4. n. 2.). hne einen dir ammen, d Hieraus ſcheint offen bar zu erhellen, daß ſich ein ver⸗ Puͤlbent un kalchtes Spießglas in dieſen Schlacken finde, und da der jeßt Vitnu Salpeter durch keine andere Materie, als ein brennbares und man a Weſen alcaliſirt werden kann, ſo erhellet auch deutlich, daß el aber vir zugleich ein brennbares Weſen aus dem Spießglaſe ab⸗ geſchieden werde, das die gemeldeten Wuͤrkungen aus⸗ uͤbet(§. 12.), worauf ein Spießglas⸗Kalch zuruͤckbleibt; findet nu daß alſo dieſe Schlacken ihre Farbe theils von dem einge⸗ : b) ema miſchten Spießglas⸗Kalch, theils von dem brennbaren alß aufch Weſen des Spießglaſes haben. an Die Durchſichtigkeit, welche ſie beym dritten Schmel⸗ 13 zen erhalten, ruͤhrt ohne Zweifel von eben den Urſachen, aber wenigerm Spießglas⸗Kalch und einer ſtaͤrkern Schmel⸗ drohes Sy zung her, wodurch die Theile mehr verduͤnnt, und gleich⸗ t es wihten! ſam zur Verglaſung diſponirt worden ſind, wie die ange⸗ damit ſch fuͤhrte Urſachen glaubwuͤrdig machen. Und hat man hſerunn 1 o vie 240 Neunzehntes Capitel. ſo viel wenſger Anleitung die Farbe dieſer Schlacken, wie Macquer und Malouin meynen, von einem einge⸗ miſchten Eiſen herzuleiten, da ſie nach Verhaͤltniß ihrer Reinigkeit gelber und durchſichtiger werden, und vom Eiſen eher eine ſchwaͤrzlichte, als gelbe und durchſichtige Farbe zu vermuthen ſtehet. 1 Seine aͤtzende Kraft hat dieſes Laugenſalz des Sal⸗ peters von dem eingemiſchten brennbaren Weſen, wo⸗ von alle Laugenſalze ihre Aetzbarkeit mehr oder weniger haben,(S.§. 16. h. Anm.) wie bey einer andern Gele⸗ genheit erwieſen werden ſolk. 7. Anm. Was den Stern(167) betrift, den man auf dem Koͤnig, wenn er rein iſt, findet,(§. 135. n. 2. 3. Anm.) ſo kann ſelbiger um ſo viel weniger von einer Vereinigung des Spießglaſes mit dem Eiſen, wie Becher und Boyle dafuͤr halten, hergeleitet werden, da man ihn auch ohne Eiſen erhalten kann; ſo kann er auch nicht von der Erſchuͤt⸗ terung des Gießpuckels hergeleitet werden, wie Lange meynt; denn dieſer Stern geraͤth beſſer, wenn man den Gieß⸗ puckel nicht erſchuͤttert; auch nicht von dem ſtarken Schmel⸗ zen, wie Stahl glaubt, ſondern blos von der Reinigkeit und der eigenthuͤmlichen ſtrahlichten Fuͤgung des Königs. G. 19. Wenn man das rohe Spießglas mit den uͤbrigen Me⸗ tallen, das Gold und den Zink ausgenommen, auf eben die Art ſchmilzt, wie vom Eiſen angefuͤhrt worden, nemlich ge⸗ gen 1 Theil Silber, Zinn oder Bley, ſo man vorher in ei⸗ nem Tiegel gluͤhen laͤßt, oder ſchmilzt, 2 Theile Spießglas, gegen Kupfer eben ſo viel Spießglas nimt, und alles zuſam⸗ men wohl fließen laͤßt, ſo ſchlaͤgt ſich auch ein Spießglas⸗Koͤ⸗ nig nieder, indem die Metalle ſich mit dem Schwefel verei⸗ nigen, und dadurch verſchlackt werden. Da dieſe Metalle aber (167) S. I. P. IAcon D.& rationes, in Opufe Chom. G& de Regulo antimonii ftellato. Erf. Phof. Aled. S, 481. SPIEL M. 1692. GE. E. SrAHLII reguli Iuft. Chem. S. 309. A. d. U. antimonii ſtellati encheireſes Cit em haben(E die ufdie genüſcen ſchi Tbeil aut zuſat nannt. nm. werden Metall cehalte ]2 w e garu Kayſe 1 ESchl die b ecchall Vas tale ber zuir ale N ſget, j ſetes ihn ausgenonn llniſchen Niinigang ban einer (169) E ict verſch Cchwej nrtzet, und nit den Mei e Silakt „bon einen Vaüln, en und bene. duchſihtge augenſal e ren Ven, nehr oder me jner anden den man ann . N.2. 3 Ann einer Jrrne zecher und x nan ihn auch, ſt von der ei den, wie g venn man deng em ſtarken ec von der Am gung des ſe den übrinn men, aſehne rden, nali man wothei Theile Siih und alesie in Sdiefpis n Schrefl! Da diſ Ne 1 b in Cpnſe Uhn S, 431. dun 2. 30), Pd Vom Spießglaſe, deſſen Kbnige ꝛc. 241 aber eine geringere Anziehung zum Schwefel, als das Eiſen haben(S. Cap. 10.§. 15. 3. Anm.), ſo findet man, daß die auf dieſe Art niedergeſchlagene Koͤnige mehr von dem bey⸗ gemiſchten Metalle enthalten, auch mehr von dem regullini⸗ ſchen Theil in den Schlacken uͤbrig bleibt; ſie werden daher auch zuſammengeſetzte Koͤnige, Keguls compoſiti ge⸗ nannt. Anm. Daß die Metalle vom Spießglaſe verſchlacket(168) werden, wird dadurch erwieſen, daß ſich das verſchlackte Metall niederſchlaͤgt, wenn man die mit dieſen Metallen erhaltene Schlacken mit Eiſenfeilſpaͤnen ſchmilzt. Man kann auch das verſchlackte Silber mit halb ſo viel gekoͤrntem Bley, das verſchlackte Bley mit halb ſo viel gekornten Zinn, dieſes mit halb ſo viel Kupfer, und das Kupfer mit der Haͤlfte Eiſen im Fluſſe niederſchlagen. Auch iſt es merkwuͤrdig, daß die mit Zinn bewuͤrkten Schlacken am leichteſten, danaͤchſt die mit Silber, ſodann die vom Kupfer, dann die vom Eiſen⸗ aber die vom Bley erhaltene Schlacken am allerſchwerſten im Feuer fließen. §. 20. Was das Verhalten des rohen Spießglaſes gegen die Metalle betrift, ſo kann man uͤberhaupt anmerken, daß es zwar alle Metalle im Fluſſe aufloͤſet, und ſich mit ihnen ver⸗ einiget; jedoch mit dem Unterſchiede, daß es ſich in Anſehung ſeines ſchwefelichten Theils mit allen, den Zink und das Gold ausgenommen, vereinigt, mit letzterem aber blos ſeines regu⸗ liniſchen Theils wegen verbindet. Hierauf gruͤndet ſich die Reinigung des Goldes durchs Spießglas, die folglich nicht von einer ſtaͤrkern Anziehung des Goldes zum Spießglas⸗Koͤ⸗ nig, (158) Sie werden eigentlich Schwefel aufgeloͤſet werden, nicht nicht verſchlackt, ſondern von aber mit dem Golde, z. B. das dem Schwefel des Spießolaſes der Schwefel nicht angreift⸗ vererzet, und daher geht es auch A. d. U. mit den Metallen an, die vom 8 242 Neunzehntes Capitel. ne I 88 nig, ſondern von der Vereinigung des Spießglas⸗Schwefels mit den andern Metallen, und der dadurch erfolgenden Ver⸗ ſchlackung derſelben(§. 19.) abhaͤgget. Ddieſe Reinigung des Goldes wird auf folgende Artver. richtet: Man laͤßt 1 Theil Gold wohl in einem Tiegel gluͤhen, traͤgt dann nach und nach 3 Theile gepuͤlvert Spießglas da⸗ zu, und laͤßt es wohl fließen, bis das Gemenge funket; dar⸗ auf gießt man alles zuſammen in einen mit Wachs ausge⸗ ſchmierten und erwaͤrmten Gießpuckel, und ſcheidet, nach⸗ 1 dem es kalt geworden, den aus Gold und Spießglas⸗Koͤnig beſtehenden, Koͤnig von den Schlacken. Dieſen Koͤnig ſchmilzt man dann zum zweyten male mit 2 Theilen Spieß⸗ glas, auf eben die Art, wie vorher; worauf der davon erhal⸗ tene Koͤnig in einem Scherben im Probier⸗Ofen im Anfange mit gelindem, nach und nach aber mit ſtaͤrkerm Feuer ge⸗ ſchmolzen wird, bis er friſch fließt. Waͤhrend dieſem Schmelzen ſieht man das Spießglas wegen ſeiner Fluͤchtig⸗ keit deutlich abrauchen, und muß man dieſes Wegrauchen mit einem Handblaſebalge befoͤrdern, womit man auf das Gold blaͤſt, bis kein Rauch mehr zu ſehen iſt, ſondern das Gold rein und gruͤn da ſteht, da man denn zuletzt ein wenig Salpeter und Borax zuſetzen kaannu. 1. Anm. Eine ausfuͤhrlichere Beſchreibung dieſes Schmel⸗ ens, oder, wie es auch genannt wird, Gießens durchs Antimonium, findet man in der Probier⸗Kunſt(169); ſo pviel will ich nur erinnern, daß man das Gold, je unreiner es iſt; deſto oͤfter durchs Spießglas gießen muß. 2. Anm. Daß bey dieſem Durchgießen etwas von dem Golde in den Schlacken ſitzen bleibt, ſo man Plachma nennt, wie an auch etwas Salpeter, kann man daraus ſehen, daß man, wenn (r69) I. A. CAMER Elem. lox. GoppDARD Exp. of the Art. Docim. P. II. Proc. 32. Refining of Gold with Anti- S. 133. f. S. auch WarLen mony, in Phil, Tyaasaft. A. El. Metall. S. 383. SrIELM. d. U 8473. n Inſi. Chem. Exp. 117. S. 109. f. . wenn ehn mn Das! Edied das( verein 3, Aum einen mat trelber Dueck 4. Anm 88 wied ſche dea on eine 5. An erf ge( Metal für e vir a bewie s pe She fach am glas 1 Beſe 10 70), iche zufuc ſt den Ge hatusbtine ſůt Sgießg. 1 n Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigee. 243 aüßglest 9, ſaekee nrirWnen Llſcrtee e efaehh wenn gedachte Schlacken mit einem Zuſatze von einen ſech⸗ Rade zehn Theil Kupfer und ein viertel Theil Eiſenfetlſpaͤne ge⸗ ſchmolzen werden, einen guͤldiſchen Silber⸗Konig erhaͤlt. uffolgnden Das Kupfer wird hinzugeſetzt, um ſich mit dem Konig des nem d 9 Spieſglaſes zu vereinigen, und das Gold niederzuſchlagen, in Sgeh das Eiſen nur ſich mit dem Schwefel des Spießglaſes zu dett Erii vereinigen, und das Silber zu beſreyen. 30. 4 nge fuie 3. Anm. Um allen Weitloͤuftigkeiten zu entgehen, kann man mit Wels einen goldhaltigen Spießglas⸗Konig mit aͤtzenden Subli⸗ und ſchede, mat vermiſchen, und mit heftigem Feuer aus der Retorte Spießglesn treiben, ſo erhaͤlt man Spießglas⸗Butter und etwas dan 6 Queckſilber, und das Gold bleibt rein zuruͤck. t2 Thellne. 4. Anm. Hieraus ſieht man, daß die Eigenſchaft, die Farbe uf der atn des Goldes zu erhöhen, die dem Spießglas beygemeſſen Oß i0 e wird, und welche einige unkundige Alchemiſten in dem Gold⸗ be fen in i ſchwefel haben ſuchen wollen, nur darinn beſteht, daß es ſtärkerm gen die andern beygemiſchten Metalle abtreiht und verſchlackt, Währed von deren Beymiſchung, als fremden Theilchen, das Gold gen ſene t eine mattere Farbe hatte. dieſes Vene⸗ 5. Anm. Daß das Spießglas alle Metalle, außer dem Gold, omit man a verfluͤchtige und verſchlacke, iſt faſt eine allgemeine Kla⸗ ſ F ge(170), woher das Spießglas auch den Nahmen Lupus en iſt, wie Metallorum(Wolf der Metallen) erhalten hat, auch noch in zulegt äin fuͤr raͤuberiſcher, als das Bley angeſehen worden iſt; da wir auch durch die angefuͤhrten Verſuche und Umſtaͤnde bewieſen haben, daß dieſe Verſchluckung des Spießglaſes ung diſecehe blos in einer Verſchlackung beſteht, die Erfahrung auch, d, Gitfn wie gleich weiter erwieſen werden wird, lehrt, daß das ter⸗Kuni ch Spießglas ſowol vom Silber als vom Bley ohne eine Ver⸗ s Gold, fu fluͤchtigung derſelben verblaßen werden, und verrauchen teßen nuß kann, ob man gleich nicht leugnen kann, daß das Spieß⸗ wwas vone glas etwas mit ſich wegfuͤhre, ſo ſieht man, daß dieſe tbas wnme Beſchuldigungen ungegruͤndet ſind, und aus einem Man⸗ Plachua hen) 8 9 2 g el, us ſehen, d 4 (170) Es iſt dis eine gewoͤhn⸗ und erhaͤlt man daher auf Berg⸗ liche Zuflucht der Probierer, wenn werken leicht Erze, die fuͤr Spies⸗ da ä ſie den Gehalt eines Erzes nicht glashaltig ausgegeben werden, df boli nit herausbringen koͤnnen, ſolches ohne das geringſte davon zu ent⸗ Püil Dmul, fuͤr Spießglashaltig auszugeben, halten. A. d. U. 1 2424* Neunzehntes Kapitel. gel, an Kentniß der Wuͤrkung des Spießglaſes, auf die Metalle hergeleitet werden muͤſſen..— .§. 21..— 2 Was das Verhalten des Spießglas⸗Koͤnigs gegen die Metalle betrift, ſo merken wir folgendes an: u1) Das Gold fließt mit demſelben zuſammen, und hat man von beyden gleichviel genommen, ſo wird das Gemenge wie Spießglas ausſehend. 2 Anm. Wie der Spießglas⸗Koͤnig vom Golde abgeſchieden werde, iſt ſchon angefuͤhrt worden(§. 20.). 2) Das Silber laͤßt ſich auch mit dem Spießglas⸗Koͤ⸗ nige vereinigen, und ſieht die Vermiſchung, wie Spießglas⸗ Koͤnig aus. Vom Silber kann der Spießglas⸗Koͤnig eben ſo wie vom Golde(§. 20.) durch Abrauchen und Beyhuͤlfe eines Blaſebalges abgetrieben werden, ohne daß es etwas Silber mit naͤhme. 3 3) Kupfer und Spießglas⸗Koͤnig geben ein ſehr mür⸗ bes etwas ins violette fallende Gemenge. 1. Anm. In einigen Apotheker⸗Buͤchern findet man den A kupfrichten Spießglas 2 BVonig 7( Regulus nutimonii venereus), eingefuͤhrt, der aus gleich viel reinem Kupfer und Spießglas⸗Koͤnig bereitet wird. Daß man aber auch aus rohem Spießglaſe und eben ſo viel Kupfer einen kupfrichten Spießglas⸗Konig erhalten koͤnne, erhellet aus dem§. 19. deutlich. an 2. Anm. Schmilzt man den Eiſenhaltigen ſternichten Spieß⸗ glas⸗Koͤnig(§. 18.) mit dem kupfrichten Spießglas⸗Koͤ⸗ nige in einem gewiſſen Verhaͤltniſſe zuſammen, ſo bekommt n der daraus zuſammengeſetzte Koͤnig, anſtatt des Sterns, auch gleichſam ein Netz, und wird deswegen Rete V'ulcani, Dulcans Tetz genannt, wodurch die zuſammen liegenden Mars und Venus gebunden werden. 4) Zinn und Spießglas⸗Koͤnig zu gleichen Theilen zu. ammen geſchmolzen, werden wie Spießglas ausſehen. .. 1. Anm. 1. Anm König das; Konig autinte klecr Wf nere, dern! konume ¹ in den Spß 2. 2. Aur (1. 4 wiſche üßt, mt Sch und wede mit ſeßglaſs 6 1. unmn n ind de On vold tügſtt 0.). m Spiexis , wie Siit los⸗Kung hen und c. hne daß u t ben ein it m findet unn (ELagubs un jel reinen ge daß man dhe viel Kuſe e onne, ahhte ſternihtme⸗ en Spfezgett nmen, ſole iſtatt des e wegen ker uſammen lin ſdichen dhile, as ausſche „A Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigeꝛc. 245 1. Anm. Schmilzt man gleich viel eiſenhaltigen Spießglas⸗ König und Zinn mit heftigen Feuer zuſammen, ſo daß ſich das Zinn nicht niederſchlagen kann, ſo erhaͤlt man einen Konig, der Finnhaltiger Spießglas⸗Koönig, Regulus autimonii Tovialis, oder Eleckrum Uliuus genannt wird, weil Electrum bey einigen Chemiſten eben ſo viel als das erſte Weſen der Metalle bedeutot, und dieſes minus(das klei⸗ nere, weil es aus dem eiſenhaltigen Koͤnige und einem an⸗ dern Metalle bereitet wird; wenn mehrere Metalle dazu kommen, wird es Electrum Mayus genannt. Auch darf ich nicht verſchweigen, daß die Chemiſten in dem Verhaͤltniß der Materien zu dieſem zinnhaltigen Spießglas⸗Konige von einander abgehen. Einige nehmen 2 Theile Zinn gegen 1. Theil eiſenhaltigen Spießglas⸗Ko⸗ nig, wovon man einen Koͤnig erhaͤlt, der wie Silber glaͤnzt. Andere nehmen 2 Theile vom eiſenhaltigen Spießglas⸗ Köonige gegen 1 Theil Zinn, wovon man einen Koͤnig er⸗ haͤlt, der wie Spießglas ausſieht. Bey dieſen Schmetzungen geht mehrentheils ein achtel Theil verlohren, welches davon kommt, daß etwas, beſon⸗ ders vom Zinn, verſchlacket wird, indem dieſes eine ſtaͤr⸗ kere Anziehung zum brennbaren Weſen hat, als der regu⸗ liniſche Theil des Spießglaſes. 2. Aum. Wenn man den zinnhaltigen Spießglas⸗Koͤnig (1. Anm.) puͤlvert, mit 3 oder 4 mal ſo viel Salpeter ver⸗ miſcht, und in einem gluͤhenden Schmelztiegel verpuffen laͤßt, den zuruͤckgebliebenen Kalch darauf fein reibt, und mit heißem Waſſer ſchlemmt, ſo daß man den feinſten Schlamm oder Pulver erhaͤlt, und ſolchen dann ausſuͤßt und trocknet, ſo hat man einen perlfarbenen Kalch, der weder mit Scheidewaſſer noch mit Salzgeiſt brauſet, aber mit dem Vitriolol etwas raucht und brauſet, und Auti⸗ letlicum Poueri,(Potiers Schwindſucht⸗Pulver) oder Diaphoretiaum loviale,(zinnhaltiger ſchweißtreibender Kalch) genannt wird(171). (171) Von der Bereitung und den Wuͤrkungen dieſes Mittels, findet man verſchiedenes in Sr. IVr. Avo. ALEREcCH Diff. ex- 9 3 Eben hib. Medicam. Saturninorum& Jovialium hiſt. G uſum. Gött. 1772.§. 13⸗15- S. 18⸗26 A. d. U. 1 246 Neunzehntes Capitel.. Eben daſſelbe erhaͤlt man, wenn man mit dem nach dem Verpuffen zuruͤckbleibenden Kalche eben ſo verfaͤhrt, wWie bey andern metalliſchen Kalchen und dem ſchweißtrei⸗ benden Spießglas⸗Kalche gewohnlich iſt.. 3. Anm. Schmilzt man 3 Theile von dem einfachen Spieß⸗ glas⸗Konige mit 2 Theilen Zinn, und puͤlvert den davon erhaltenen Konig, und deſtillirt davon, mit 5 mal ſo viel aͤtzenden Queckſtiber⸗Sublzmat, Spießglas⸗Butter(§. 6.) die man mit 3 mal ſo viel Salpeter⸗Geiſt, wie beym mine⸗ raliſchen Bezoar(§. 8. n. 5.) angefuͤhrt worden iſt, be⸗ handelt; ſo hat man Bezoaraiczwon Ioviale( zinnhaltigen mineraliſchen Bezoar); welchen man auch bekommt; wenn der zinnhaltige Konig mit 3 bis 4 mal ſo viel Sal⸗ peter verpuft, und dann, wie der ſchweißtreibende Kalch, haltige mineraliſche Bezoar iſt alſo von dem vorhergehenden Schwindſuchts⸗Pulver des Potiers nicht unterſchieden, ſon⸗ dern beyde ſind nichts anders als ein Gemenge aus Zinn⸗ unnd Spießglas Kalch nebſt etwas Salpetrichten(S.§. 11. 3 en. III. 2. Anm.). 3. 1 86 V Einige Chemiſten bereiten dieſen zinnhaltigen minera⸗ liſchen Bezoar auf die Art, daß ſie einen Theil eiſenhalti⸗ gen Spießglas⸗Konig mit zwey Theilen Zinn zuſammen ſcchmelzen, und den erhaltenen zinnhaltigen Koͤnig wieder mit ein Quentgen Gold, gegen jede Unze des Köͤnigs, ſchmelzen, und den davon erhaltenen Konig 3 mal, einmal mit 3 mal ſo viel, das zweyte mal mit doppelt ſo viel, und ddas dritte mal mit eben ſo viel Salpeter perpuffen laſſen, und zwiſchen jedem male 3 Stunden calciniren, worauf deer ſolchergeſtalt erhaltene Konig wohl ausgeſuͤßt und ge⸗ rocknet wird. 4. Anm. Wenn man eiſenhaltigen Spießglas⸗Koͤnig mit de eben ſo viel Kupfer und Zinn, zu gleichen Theilen, ver⸗ miſcht ſchmilzt, oder auch aus Eiſen, Kupfer, Zinn und Spießglas⸗Koͤnig von jedem gleich viel, auf gehorige Art zuſammen ſchmilzt, wobey dies zu beobachten iſt, daß das Eiſen erſt gluͤhen, dann das Kupfer darzugethan, und wenn dieſes anfaͤngt zu ſchmelzen, erſt das Zinn, und zu⸗ letzt der Spießglas⸗Konig hinzugethan werden muß; ſo . erhaͤlt man einen Koͤnig„ der Regulus Metallorum,(Metal⸗ len⸗Koͤnig), oder Zleuram Mains genannt wird. Hiebey 19 ℳ Chem ahgehe gen une Theile den kl andite nig u aus g Koönig. 1 81 3 menſch behandelt wird(S.§. 8. n. 3. 4. Anm.). Dieſer zinn⸗ währe damit deeſch 5 Aun mwit; em h ainen hut daral Thatt A ſanmenge derig han 1 9 menge, 1 9 1 9) ok. 10. 9) ot. II. 10) dt. II, * 9 2 eben d be de ſchne einſeha ulvett da mit; mn 1 las⸗Fatre wie behed t wudenſ e(zinnhan n auch beite 4malſo t Aptreibendeg ). Diſt 3 en vorhergite unterſcidn, hemenge na erichten(6 nnhaltigen me en Thell tine n Ziun ir igen Köndn Unze desſe nig 3 mal oppelt ſ ne r perplff alcinien ie ausgeſlße eßglas⸗Kan: hen Jheike Kupfer, N , auf gehen achten ſt,d darzugete, das Jnn,. werden mn lalumnm,(Alt annt wid, 66 Not. 10. Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigec. 247 Kiebey muͤſſen wir auch noch erwaͤhnen, daß einige Chemiſten auch hier, wie anderwaͤrts, in dem Verhaͤltniß abgehen. Einige bereiten dieſen Koͤnig aus dem zinnhalti⸗ gen und dem kupferhaltigen Spießglas⸗Konig zu gleichen Theilen; andere aus dem einfachen, dem zinnhaltigen und dem kupferhaltigen Spießglas⸗Koͤnig zu gleichen Theilen: andere wieder aus 2 Theilen eiſenhaltigen Spießglas Koͤ⸗ nig und 1 Theil Kupfer und 1 Theil Zinn; noch andere aus gleichen Theilen, Kupfer, Zinn, Zink und Spießglas⸗ Koönig. 1 O 8 Wenn eine von dieſen oder den vorhergehenden Zuſam⸗ menſchmelzungen gerathen ſoll, ſo muß man das Gemenge waͤhrend dem Schmelzen mit einem Ruͤhrhaken umruͤhren, damit die Vermiſchung gleichfoͤrmig werde, und kein Nie⸗ derſchlag vorfalle. 5. Anm. Vermiſcht man den Metallen⸗Koͤnig fein gepuͤlvert mit 3 mal ſo viel Salpeter, und laͤßt das Gemenge in ei⸗ nem gluͤhenden Tiegel nach und nach verpuffen; darauf bey ſtarkem Feuer fiießen, gießt es dann in ein Gefaͤß, das einen flachen Boden hat, ſchneidet es in Stuͤcken, und thut dieſe in einen glaͤſernen Kolben, und gießt Weingeiſt darauf; ſo erhaͤlt man eine rothe wohlriechende, aber ſcharfe Tinktur, die Liüum(Lilte) genannt wird. 5) Bley und Spießglas⸗Koͤnig zu gleichen Theilen zu⸗ ſammengeſchmolzen, geben einen dunkeln Koͤnig, der ſich wenig haͤmmern laͤßt. 38 2 5h) Eiſen und Spießglas⸗Koͤnig giebt ein ſproͤdes Ge⸗ menge, wie Gußeiſen, das nicht vom Magnet gezogen wird. 7) Spießglas⸗Koͤnig und Queckſilber. S. Cap. 1 4. §. 33. 8) Spießglas⸗Koͤnig und Arſenik. S. Cap. 15.§. 23 „y) Spießglas⸗Koͤnig und Kobold. S. Cap. 16.§.. Not. I 1. b † 10) Spießglas⸗König und Nickel. S. Cap. 17.§. 9. Not. I I 6* 8. 4 3 8 8 8— Q 4 1 1) 248 Neunzehntes Capitel. 1) Spießglas⸗Köͤnig und Wißmuth. S. Cap. 18. §. 9. N. 11. 12) Zink und Spießglas⸗Koͤnig zuſammengeſchmolzen, wird ein Gemenge, das weder dem Zink, noch dem Spieß⸗ glas, aͤhnlich, ſondern im Bruch wie Stahl ausſieht, und noch ſproͤder, als der Zink iſt. 1. Anm. Man ſieht hieraus, daß ſich der Spießglas⸗Koͤnig mit allen ganzen und Halb⸗Metallen zuſammen ſchmelzen laͤßt, nur mit dem einen leichter als mit dem andern. Das Gemenge von Eiſen, Zinn oder Zink und Spießglas⸗Koͤ⸗ nig bekoͤmmt eine geringere eigenthuͤmliche Schwere, als es nach der Schwere eines jedes dieſer Metalle haben ſollte; aber mit Silber, Kupfer, Bley oder Wißmuth zuſammen geſchmolzen giebt der Spießglas⸗Konig ein Gemenge, das ſchwerer iſt, als es nach der eigenthuͤmlichen Schwere ei⸗ nes jeden Metalls ſeyn ſollte. 2. Anm. Die Verwandſchaft des Spießglas⸗Koͤnigs zu den Metallen ſcheint den Faͤllungen deſſelben zufolge, 1) zum Zink; 2) zum Wißmuth; 3) zum Eiſen; 4) zum Nickel; O zum Kupfer; 6) zum Zinn; 7) zum Bley; 8) zum Sil⸗ ber und 9) zum Golde zu ſtehen. 9. 22. Aus den von uns weitlaͤuftig angefuͤhrten Verſuchen kann man mit Sicherheit folgende Schluͤſſe ziehen: 1) Daß das rohe Spießglas fuͤr nichts anders, als ein halbmetalliſcher Rohſtein gehalten werden koͤnne, der aus Schwefel und einem reguliniſchen oder metalliſchen Weſen beſtehe. Man beweiſet dieſes A. ſowol durch die Zerlegung(Analyſis) wodurch ge⸗ dachter Schwefel abgeſchieden wird, welches a) durch die Verkalchung und Verpuffung„( S. z. 3. 3. und§. 11.) 1 b) durch die Auftoͤſung, ſowol im Vitriolsl, als im Koͤnigswaſſer,(S.§. 5. a. U. d.). 4 7 c) durchs ſiin Sa *) d .Anm.) hn kann. zwüctlit 3 indem mau der aus d zen beret Anm. findl f, ſuchen odere aus de (65. darau ſen und ei einander d rung des n fünnen. 4 4 h. 6 d mmengſtn. noch un qhl asft Spißgts ufanmn ia den anden nd Eyjegen, ſche Säͤn, ſ(etalt halgit dißenuth uin ein Gemag iichen Sta las King 1 6 in n; 4) um hi Bley; hme en Verſuhht n: s anders, i köonne, n etalliche fſis) wr 5 ffun,() Tirut 6 u Vom Spleßglaſe, deſſen Koͤnigeꝛc. 249 oo durchs Kochen mit Lauge und Kalchwaſſer,(S. §. 10. N. 1. A. u. B.) in d) durchs Deſtilliren, und die Bereitung des Zinno⸗ bers,(§. 6. u.§. 9.) 5 c) durch die Schmelzung mit Laugenſalzen und alcali⸗ ſirten Salzen,(§. 10. N. 2. B.§. 11. N. 1. und§. 15. 1. Anm.) f) durch die Sublimirung(§. 13.) verrichtet wer⸗ den kann. Worauf ein reguliniſcher Koͤrper oder ein Koͤnig zuruͤckbleibt(S.§§. 15. 18. u. 19.) B. Als auch durch die Zuſammenſetzung(Syntheſis), indem man einen ſolchen Rohſtein oder rohes Spießglas wie⸗ der aus dem Spießglas⸗Koͤnige und Schweſel durch Schmel⸗ zen bereiten kann.(S.§. 18.) Anm. Daß dieſer Schwefel, der im rohen Spießglaſe be⸗ findlich iſt, eben ſo, wie ein anderer Schwefel, beſchaffen ſey, haben wir ſchon(§. 17. u. 13.) bewieſen. Vergebens ſuchen daher die Goldmacher u. a. m. hier ein Geheimniß, oder eine Uebereinſtimmung mit dem Golde, wozu ſie theils aus der Erhoͤhung derFarbe des Goldes durchs Spießglas (S.§. 20. 3. Aum.) eine Anleitung genommen haben, theils daraus, daß das Spießglas im Salzgeiſt aufgeloͤſet ſol⸗ chen, wie das Gold, gelb faͤrbet, welches doch auch der Eiſeenroſt und einige andere Mineralien thun; theils dar⸗ aus, daß der Spießglas⸗Schwefel auf Silber geſtreuet, ſolches gleichſam vergoldet, welche gelbe Farbe jedoch leicht verſchwindet. 2) Der Spießglas⸗Koͤnig, oder der reguliniſche Theil des Spießglaſes beſteht in Anleitung der vorhergehenden Ver⸗ ſuche, in ſeiner Zuſammenſetzung aus einem brennbaren We⸗ ſen und einer metalliſchen Erde eigener Art, die beyde ſo mit einander vereinigt ſind, daß ſie nicht leicht ohne eine Zerſtoͤ rung des metalliſchen Weſens von einander geſchieden werden koͤnnen.. 925 Das d 250 Neunzehntes Capitel. Das brennbare Weſen des Spießglas⸗Koͤnigs erſieht man an theils aus der alcaliſirenden und aͤtzenden Wuͤrkung des Spießglas⸗Koͤniges auf den Salpeter,(S.§. 17.), theils aus der Verkalchung deſſelben durchs Feuer,(§. 16. N. 2.) oder durch die Mineralſaͤuren(§. 16. N. 5.) und der Redu⸗ rirung des erhaltenen Kalchs duͤrch brennbare Materien(6. §. 8. R. 2. 2. Anm.§. 11. N. III. 2. Anm.§. 15. R. 2. 3. Anm.§. 16. N. 2. 3. Anm. und§. 18. 5. Anm.), theils auch daraus, daß man, ſo oft man den Spießglas⸗Koͤnig mit Laugenſalz umſchmilzt, ſchwefel ichte und aͤtzende Schla⸗ cken erhalt(S.§. 18. 5. Anm.); cheils auch aus dem ſchwe⸗ felichten Dampf und Geruch, den man verſpuͤrt, wenn man Vitrioloͤl uͤber d den Spieß 8 las⸗ König abzieht(S.§. 16. Not. 3. 4.)— Anm. Dieſes im Spießglas⸗ Könige beſindiichs. rennbare Weſen iſt das, was einige den Gold⸗Schwefel, andere den metalliſchen Schwefel nennen; daß es aber nichts an⸗ ders als ein brennbares Weſen ſey, kann man daraus er⸗ ſehen, daß es durch Kohlgeſtuͤbe oder ein anderes 3 Jen wieder hergeſtellet werden kann. Das beſondere metalliſche Weſen, oder Erde, erkennt man in dem Spießglas⸗Kalch, der entweder durchs Feuer (§. 16. N. 2.), oder die Mineralſaͤuren(§. 16. R. 5. u. 6.) erhalten wird, beſonders aber in dem daraus bewuͤrkten Glaſe (S. 3. C. 1.§. 16. N. 2.), weswegen auch dieſe metalliſche. Erde fuͤr eine glasachtige Erde gehalten wird. 8 72) H. 233 Da man findet,, daß das metalliſche Weſen„ d der 18en Theil des Spießglaſes ſeine beſondern Eigenſchaf⸗ ten hat„ und ein i beſonders Verhalte gegen gndere Metalle 1 zeigt e. Der Kalch des Spieß⸗ lich eine mit einem Salzweſen glas⸗Koͤniges iſt, wie alle me⸗ verbundene Kieſelerde. A. d. U. talliſche Kalche verglaslich, folg⸗ TW g piüßglcs⸗ 1. Anm. ſchider haben und al üucht zwol Tege! 8. La de de Sche ſie no ng u dergo 3 de 1 as⸗ dͤurch ani Quec Drn lich d König dern Epjeß UUmſi nn, ſchr e Vrſt gehel man ous zu di eine noch fon, ( 73) 3) oeahn Kinie en Värka 8 17) „(Ld ) und de te Matea n. L. gn . Anm. Spießglas nd aͤzendee Gh oue dnſe verpütt, bziegt( 0. 1 indliche brme Schweft!, es aber nuct in man darme. Hein andan der Elde, it eder darten 5. 16. Nſ s bewüctale h dieſe mut d.(1n- Weſen, 0 ondern Eig en ander d 1 t einen Sl Kiſene 0 Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigeꝛc. 251 zeigt(§§. 16. u. 21.), ſo ſchließt man daraus, daß der Spießglas⸗Koͤnig ein beſonderes Halbmetall ſey. 1. Anm. Die Chemiſten haben vom Spießglas⸗Koͤnig ver⸗ ſchiedene und recht wunderliche Meynungen gehegt. Einige haben ihn fuͤr eine Art von verdickten Queckſilber gehalten, und auf allerley Art Queckſilber aus ſelbigem zu erhalten geſucht; wie dann Boyle, Kunckel, Langelott, Fwolfer, und Becher, ſolches durch verſchiedene Wege und Verfahrungsarten erhalten zu haben berichten. S. Cap. 14.§. 39. Auch berufen ſie ſich unter andern auf die Verwandſchaft deſſelben mit der Salzſäure und dem Schwefel, die er mit dem Queckſilber gleich habe, wozu ſie noch den Umſtand ſetzen, daß man mit Spießglas⸗Ko⸗ nig und Gold eben ſowol, als mit Queckſilber und Gold vergolden koͤnne. Da aber das Queckſilber vielleicht eben die Beſtandtheile oder Grundmiſchung hat, als der Spieß⸗ glas⸗Koönig und die uͤbrigen Metalle, ſo folgt, wenn gleich durch verſchiedene Zuſaͤtze Queckſilber aus dem Spießglas⸗ Koͤnige zu erhalten ſteht, doch hieraus nicht, daß wuͤrklich Queckſiber im Spießglas⸗Konig befindlich ſey(173). Dann wird es erſtlich erwieſen ſeyn, wenn jemand wuͤrk⸗ lich das Queckſilber ohne einen Zuſatz aus dem Spießglas⸗ Koͤnig wird herausziehen köͤnnen. Was uͤbrigens die an⸗ dern angefuͤhrten Gruͤnde betrift, ſo iſt zu merken, daß der Spießglas⸗Konig, wenn er gleich in dieſen angefuͤhrten Umſtaͤnden einige Gleichheit mit dem Queckſiber haben kann, doch dagegen in vielen andern Umſtaͤnden von ihm ſehr verſchieden iſt. Andere haben den Spießglas⸗Koͤnig fuͤr einen erſten Urſtoff der Metalle(Radix ſ. primum Ens metallorum) gehalten, weswegen auch Libavius behauptet hat, man könne ſowel Silber, Gold und Zinn, als Bley dar aus erhalten. Auch ſcheint Henckel meines Beduͤnkens u dieſer Meynung geneigt geweſen zu ſeyn, da er ihn fuͤr eine ſolche Materie gehalten hat, die weder Queckſilber noch Metall ſey, ſondern aufgehoͤrt have Queckſilber zu ſeyn, aber angefangen metalliſch zu werden. S. Hen 3 5 3 (173) Man vergl. uͤber die den Metallen die 7oſte Anm⸗ Gegenwart des Queckſilber in d. U.— 1 1 t 1 1 2 52 MNeunzehntes Capitel. von der Aneignung. S. 109. Da aber alle dieſe Muth⸗ maßungen nicht zu erweiſen ſind, und dieſe Meynung der vorhergehenden ſehr nahe kommt, auch von der uͤbelgefaß⸗ ten Meynung einiger Alchemiſten herruͤhrt, ſo haben wir nicht noͤthig uns dabey aufzuhalten. Verſchiedene von den neuern Chemiſten ſind der Meynung, der Spießglas⸗Konig ſey ein zuſammengeſetztes Metall, und enthalte zugleich etwas Arſenik oder ein arſenikaliſches Weſen. S. Junckers Conſp. Chem. p. 1035. C. Neu⸗ manns Cz. Iu. Pr. Zimmerm. Ausg. S. 1212. Dogels mulit. Cz. S. 320. Joh. Z. G. von Juſti geht in ſeinen geſaml. Chym. Schr. ſo weit, daß er glaubt, das arſenikaliſche Weſen ſey im Spießglas⸗Koͤnige das hauptſaͤchlichſte, und mache den vornehmſten Theil deſſelben aus, und der Spießglas⸗Konig beſtehe blos aus dieſem mit einem brennbaren Weſen und einer mineraliſchen Saure verbundenen arſenikaltſchen Weſen. Das arſenika⸗ liſche Weſen ſuchen ſie zu beweiſen: a) durch die durchdrin⸗ gende und verduͤnnende Kraft des Spießglas⸗Koͤniges auf die Meralle; b) durch die Fluͤchtigkeit deſſelben im Feuer, und ſeinen weiſſen Dampf, der ſich wie der Arſemk an kalte Koͤrper anſetzt; c) durch ſein aͤhnliches Verhalten gegen den Schwefel, indem der Spießglas⸗Koönig nicht allein den Schwefel verderbt, wie man beym Goldſchwefel fieht, ſondern auch durch den Schwefel, wie der Arſenik, gemildert wird(174), wie man am rohen Spießglaſe ſieht; ch durch die Aehnlichkeit, die ſich zwiſchen dem Spießglaſe und dem arſenikaliſchen Bleyglaſe findet; e) durch das Verhalten deſſelben gegen den Salpeter, worinn er ſich, wie der Arſenik beweiſet, in Anſehung des Verpuffens, der Fluͤchtigkeit, des Geruchs und der Schaͤrfe, die der Sal⸗ peter mit Spießglas verpuffet annimt, dagegen ſolche Um⸗ ſtaͤnde vermindert werden, wenn der Salpeter mit andern brennbaren Materien verpuft wird. f) Durch die brech⸗ machende und heftige ausfuͤhrende Wuͤrkung deſſelben auf den menſchlichen Koͤrper. g) Zum Schluſſe ſetzt von Juſti noch hinzu, daß der Spießglas⸗Koͤnig, wenn er im Feuer fließt, (174) Es war daher eine ſehr Wegjagung des Schwefels, mil⸗ ungluͤckliche Berbeſſerung, da der dern wollte. S. Kunckels Apotheker das Spießglas, durch Labor. Chym. S. 442⸗ A. d. U. 3 1 fligt mit ue mit bo t, jl in Er ſoleße eränigung nachvun de Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnige c. 253 er alledn„... deeee fließt, eben ſo als der Arſenik, wie Knoblauch rieche; und von de mit eben ſo viel gepuͤlvertem Schwefelkieſe gemiſcht, und it, ſo 8 mit vorſichtig verſtärktem Feuer aus einer Retorte deſtil⸗ ürt, zuletzt bey ſtarker Hitze etwas Rauſchgelb gebe. Aber alle dieſe angefuͤhrte Umſtaͤnde ſcheinen nicht ſo 1 1 4 bun vollkommen uͤberzeugend zu ſeyn, daß man daraus auf ein an a 3 im Spießglas⸗Konig befindliches arſenikaliſches Weſen un 5 ſchließen koͤnnte; denn 3 5J. 3 1 Ausg. 8 1 1) Wird die durchdringende und verduͤnnende Kraft des Gömn Spießglas⸗Koniges nicht ſtaͤrker befunden, als die f aai ddees Bleyes und anderer Metalle; und geſetzt, fie ſey Spitſgls beym Spießglas⸗Konige eben ſo ſtark als beym Arſe⸗ nik; ſo kann man ja doch aus dieſer Uebereinſtimmung vornehmſin 9. 941 hmian noch nicht ſchließen, daß eines von dem andern ent⸗ be f hirihe ſtanden ſey; mit eben dem Recht konnte man den en. Das ri Spießglas⸗Koͤnig mit Peter Fabern, Teich⸗ urch diedrtt meyern, und andern zu einer Art von Bley, oder glas⸗Fin 1 zu einem Queckſilberichten Weſen machen, wie vorher eſclön nin aangefuͤhrt worden, weil der Spießglas⸗Koͤnig ſowol nie der Aiat mit dem Bley, als mit dem Queckſilber viele Eigen⸗ 13e6„ Finhen enen har ſglas⸗Kati 2) Eben ſo verhaͤlt es ſich mit dem weiſſen Dampf. Denn beym Gölſt. ehe dieſer Grund gelten kann, muß vorher bewieſen i, wie de le werden, daß alles, was mit weiſſen Daͤmpfen raucht, Spieirihit. und ſich an kalte Koͤrper ſetzt, arſenikaliſch ſey. en dem Gon 3) Das Verhalten des Spießglas⸗Koͤniges gegen den t; e) dut Schwefel iſt von dem Verhalten des Arſeniks gegen „worjmni den Schwefel voͤllig verſchieden; denn man findet, s Verpufen daß der Arſenik ſeine Kraft nach Verhaͤltniß der Menge irfe, dein des Schwefels, womit er vereinigt wird, verliehrt; agegen ete ein jeder weiß aber, daß in dem Goldſchwefel unſtrei⸗ lpeter min tig mehr Schwefel als im rohen Spießglas iſt; und Durch di dooch bewuͤrkt erſterer mehr Brechen, als der letzte⸗ g deſebne re(175); anderer Umſtaͤnde zu geſchweigen, woraus tzt von dieſe I wenn erin 4 5 1(475) Hievon liegt der Grund lung anhaͤngenden Salztheilchen, 1 wol nicht in dem Verhaͤltniß des wodurch der reguliniſche Antheil sSünftb Spießglas⸗Königs zum Schwe⸗ des Goldſchwefels aufloslicher, fel, ſondern in der geringern folglich auch wuͤrkſamer gemacht LJa Vereinigung derſelben, und den worden iſt. Sann4 noch von der Aufloͤſung und Faͤl⸗ 254 Neunzehntes Capitekl. dieſe Ungleichheit genugſam zu erſehen iſt. Ueberdem doch nicht viel zur Sache thun. konnte dieſe Aehnlichkeit, wenn einige Statt finde, 6 4) Die Aehnlichkeit zwiſchen dem Spießglas⸗ Glaſe und dem arſenikaliſchen Bley⸗Glaſe iſt ſo groß nicht, daß ſich nicht eine ziemlich große Ungleichheit in Anſehung der Farbe, und ihrem Verhalten gegen andere Koͤr⸗ per, und auf der Kapelle dazwiſchen finden ſollte. Das Glas des Spießglaſes geht nicht in die Kapelle ein, geht auch langſam in Fluß, und wird zum Theil vom Silber ohne Beymiſchung einer brennbaren Ma⸗ terie zu einem reguliniſchen Koͤrper reducirt, und ver⸗ einigt ſich ſolchergeſtalt mit dem Silber; aber es kann das Silber nicht verglaſen. Alles dieſes thut das 1 Bleyglas nicht. Uebrigens thut eine ſehr kleine Aehn⸗ lichkeit nichts zur Sache. 4 5) Was das Verhalten des Spießglas⸗Koͤniges mit dem * Salpeter betrift, ſo iſt es von dem Verhalten des Arſeniks mit dem Salpeter, ſowol in den Erſcheinun⸗ gen, als Wuͤrkungen, gaͤnzlich unterſchieden; denn erhaͤlt man wol beym Verpuffen des Salpeters mit Spießglas⸗Köonig, blauen Salpeter⸗Geiſt, figirten Arſenik, oder Arſenik⸗Mittelſalz(S. Cap. 15.§§. 15. 16.)? Man kann hieraus ja eher beweiſen, daß der Spießglas⸗Konig nicht arſenikaliſch ſey, als daß man hieraus einen Beweis ſeines arſenikaliſchen Weſens hernehmen koͤnnte. 6) Sollte man von der ein Erbrechen wuͤrkenden und hef⸗ tig abfuͤhrenden Kraft deſſelben auf ein arſenikaliſches Veeſen ſchließen duͤrfen, ſo moͤchte man auch vielleicht eine Anleitung haben, in der Spaniſchen Fliege, dem Hollenſtein und verſchiedenen giftigen Kraͤutern, etwas arſenikaliſches zu ſuchen. Was die vom Herrn von Juſti angefuͤhrten Um⸗ ſtaͤnde anbetrift, ſo kann man ſelbige fuͤr nichts an⸗ ders, als man ſie findet, nemlich fuͤr ungegruͤndet halten; denn nie ſpuͤrt man beym Schmelzen des Spießglas⸗Koniges einen Knoblauchs⸗ Geruch, und nie erhaͤlt man vom Spießglas⸗Koͤnige mit Schwe⸗ felkies deſtillirt, Rauſchgelb, wol aber Schwefelblu⸗ men nebſt einem Theil des Konigs, der durchs ſtarke Feuer verfluͤchtiget worden iſt. Rul nasNun f — — —== T un bk Konig olhend 91 d — ———.— ½ 2 Vom Spießglaſe, deſſen Koͤnigeꝛc. 255 ihen ſſ. mue Nun bleibt uns noch uͤbrig zu beweiſen, daß im Spießglas⸗ König nichts arſenikaliſches befindlich ſey; wie aus den tfgle folgenden Umſtaͤnden ſonnenklar zu erſehen iſt. ſo groß ii A) Hat man aus dem Spießglas⸗Koͤnige nie weder durch ichheit wan⸗* Sublimiren, noch durch Aufloſen, oder auf eine an⸗ gegen ada dere Art, ja nicht einmal durch Züſammenſetzen, ein ſchen fnda arſenikaliſches Weſen abſcheiden oder ausziehen koͤnnen. nicht mM„. S) Weiß man, daß ſich alles arſenikaliſche Weſen im nd wiihm Waſſer aufloſen laͤßt, und muͤßte ſich ſolches daher, er brenndan falls es ſich im Spießglas⸗Koͤnige faͤnde, entweder reducht, n aus dem Spießglas⸗Konige, oder dem Glaſe, oder iber, in beyden, mit Waſſer ausziehen laſſen. 3 diſei— Da der Arſenik in gefloſſenem Weinſteinoͤl vollig auf⸗ ſer inn loslich iſt, ſo muͤßte man eine Spur eines ſolchen ar⸗ ſenikaliſchen Weſens aus dem Spießglas⸗Konige er⸗ 8⸗Korigts m halten, wenn man ihn mit gefloſſenem Weinſteinol dem erhan ſtark digerirt, oder kocht.— n danerte P) Muͤßte der Spießglas⸗Koͤnig, im Fall er arſenikaliſch nterſchädan waͤre, das Kupfer weiß fuͤrben; dazegen aber findet des Sabum: man, daß er das Kupfer eher roth oder violett faͤrbt⸗ ri giſ welches mit einer arſenikaliſchen Materie nie bewuͤrkt S. Lay 1h, 1 wird. 8 bew G.::. ifhen E) Zeigt ſich der Spießglas⸗Konig in Miſchung mit an⸗ nkalſchn dern Metallen ganz anders als der Arſenik. F) Hiezu komt noch, wie Suxham in den Phil. Trausaft. ürkendnn am angef. O. angefuͤhrt hat, daß die Geſtalt der bütken an kleinſten Theilchen des Arſeniks von der Geſtalt der emn axfn. Spießglas⸗Koͤnig⸗Theilchen vollig verſchieden ſey, man aut t iindem jene vierſeitige Pyramiden ſind, die an der un⸗ nſchen gig tern Seite mit einander verbunden werden, die letztere en Krauterne aber eine ſpießichte ſtrahlichte Geſtalt haben. jangefühnt 2. Anm. Etwas ſalziges meynen einige Chemiſten wie bige it ut Bohn, Job. Mor. Hoffmann, und insbeſondere f fir ungg. von Juſti am angef. G. im Spießglaſe gefunden zu ſetntn haben; aber theils irren dieſe Herren in ihrem Beweiſe; uus Geruh theils halten ſie den Schwefel, oder das brennbare Weſen lchs⸗ uteh füuͤr eine Saͤure, oder ein Salz, die doch weit von einander ne,ua unterſchieden ſind. Sollte der Spießglas⸗Konig nach aberEt von Juſti's Meynung, hauptſaͤchlich aus Arſenik be⸗ 6 9 zauth ſtehen, 256 gwanzigſtes Capitel. ſtehen, der mit einer brennbaren Materie oder einem Schwefel vereinigt ſey; ſo waͤre er dann von dem ſchwar⸗ zen Arſenik oder Fliegenpulver nicht unterſchieden. Wenn dieſe Herren aus Arſenik und einem brennbaren Weſen oder Schwefel durch Zuſammenſetzen einen Spießglas⸗Koͤnig hervorbringen koͤnnen, ſo laͤßt ſich gegen ihren Satz nichts einwenden. A* A e R R A Ae A Ne R Ri Ae Ri n Zwanzigſtes Capitel. Vom Zink oder Tuttanego, und den daraus verfertigten Bereitungen. §. I. § a man aus der Mineralogie und Metallurgie(176) ſchon genugſam wiſſen wird, daß der Zink, der auch Spiauter, wie auch Contrefait,(Boyle nennt ihn Speltrum, und Kircher Caloin) genannt wird, aus allen ſogenannten Gallmey⸗ und mehrern in der Mineralogie unter die Zinkerze aufgefuͤhrten und daſelbſt beſchriebenen Erz⸗ arten erhalten wird; ſo hat man nicht noͤthig hier dieſe Erz⸗ arten, oder den Gallmey weitlaͤuftig zu beſchreiben, ſondern es wird genug ſeyn, wenn wir melden, daß man aus dieſen Erzarten, nachdem ſie vorher verkalcht und geroͤſtet, darauf gepuͤlvert und mit ganz trockenem Kohlgeſtuͤbe vermengt wor⸗ den ſind, wenn man dieſes Gemenge in eine wohl beſchlagene und ſtarke Eiſerne oder Stein⸗Retorte thut, dieſe in einen Reverberier⸗Ofen legt, und eine Vorlage, worinn man etwas Waſſer vorgeſchlagen hat, davor lutirt, mit heftigem Feuer den Zink im Halſe der Retorte in metalliſche Tropfen verdickt, erhaͤlt. 7 1 8 1. Anm. (176) Ei, Metal. S. 387. 1. Anm. 2 Thel zen, un dieſes n 2. Anm. hat des de R keinen welcher von we At Linac „. Inm. tigen an d komm taneg werde dieſes 4. Anr für n doch, hande kurzli dieſe T fen, d Erze, als de Hahe (1n-) Auy⸗Ers braune T ſtedts verm. di § us.) da ce Jnk h du5 dortige ſir, der deriſchen Fürüchtgal atetie ote Kbon denſt. terchiedn. 1. nbare Vin Spießgl 1 ihren 8 1 S e. d den d. n. Metalige., der Fint, du t(Boßlen enannt wid,, n der Mnnu beſchriehene zig hierdi ſchreiben,ſi⸗ s man asi geröſe,u übe vermen ewohl bitt ut, diße⸗ vorinn man nit hefihen ˖e Topfenn 141 Vom Zink oder Tuttanego ꝛc. 257 1. Anm. Da es auch ein kuͤnſtliches Metall giebt, das aus 2 Theilen Zinn und 1 Theil Wißmuth zuſam mnen geſchmol⸗ zen, und auch Tuttanego genannt wird, ſo muß man dieſes nicht mit dem Zink verwechſeln. S. Cap 18.§. 9. n. 4. 2. Anm. Der Zink iſt noch nicht lange bekannt geweſen, und hat deswegen auch kein beſonderes Zeichen erhalten, wie die Araber den Metallen, die ſie kannten, gaben, auch keinen Griechiſchen oder Lateiniſchen Nahmen. Der erſte, welcher deſſelben Erwaͤhnung thut, iſt Arsrurvs Màohvs, von welchem er Marcaſta aurea genannt wird. S. Pott de Zinco. P. 3. 3. Anm. Wie der Zink bey den Schmelzungen eines bleyhal⸗ tigen Erzes bey Goslar im Großen gewonnen werde, ha⸗ ben die Metallurgen beſchrieben(177). Der mehreſte kommt zu uns aus Oſt⸗Indtien, unter dem Nahmen Tut⸗ tanego; wie er aber daſelbſt aus ſeinem Erze erhalten werde, wiſſen wir noch nicht mit Gewißheit; auch gehoͤrt dieſes nicht zu unſerm gegenwaͤrtigen Vorhaben. 4. Anm. Was den Gallmey betrift, ſo will ich, ob er gleich fuͤr nichts anders, als ein Zink⸗Erz gehalten werden kan, doch, weil einige Chemiſten von demſelben beſonders ge⸗ handelt haben, einige mit deinſelben angeſtellte Verſuche kuͤrzlich erwaͤhnen. Man muß hier vorher anmerken, daß dieſe Verſuche mehrentheils den geroͤſteten Gallmey betref⸗ fen, der eigentlich zum Unterſchiede ſowol von dem rohen Erze, das gegrabener Gallmey, Cadnia natina lapidoſae als den vermiſchten und waͤhrend dem Schmelzen in die Höhe aufgetriebenen Blumen, die Ofen⸗Gallmey, Caa- (177) Es find nicht allein Bley⸗Erze, unter welchen das braune Bley⸗Erz(Cron⸗ ſtedts Verſ. e. Miner. verm. durch Bruͤnnich, §. 22§.) das vornehmſte iſt, wei⸗ che Zink halten, ſondern auch das dortige Kupfer⸗Erz oder Kies, der ſich von den uͤbrigen Harziſchen durch ſeine bleiche gruͤnlichtgelbe Farbe, und mat⸗ — nHat ten feinen koͤrnichten Bruch un⸗ terſcheidet. Der Zink wird da⸗ ſelbſt gelegentlich erhalten, in⸗ dem vorne in der Bruſt des Ofens, worinn die Erze ausgeſchmolzen werden, uͤber dem Heerde, der Zinkſtuhl angebracht iſt, worinn der reducirte Zink aufſteigt. Man findet dieſes ausfuͤhrlich in Schluͤters Huͤttenwerk⸗ Cap. 40. beſchrieben. A. d. U. 258 Zwanzigſtes Capitel. mia ſornacum oder furnoruu genannt werden, geroͤſteter Gallmey„Lapis Calaminaris, Oder Caduia lapidoſa calcinata genannt wird. Dieſes erwaͤhnte geroͤſtete Zink⸗Erz oder Gallmey, das gelb, gelblich, roͤthlich, oder blaß, zuweilen auch braun von Farbe iſt, wird a) vom Vitrioloͤl zum Theil, nemlich 5 bis 8 Gran vom OQuentgen, aufgeloͤſet. Was aber den rohen Gallmey betrift, ſo brauſet ein Theil deſſelben mit verduͤnntem Vitriolsl, z. B. der Achenſche, und das gla⸗ ſichte Zink⸗Erz aus Engelland; ein Theil, wie die ſoge⸗ nannte Zink⸗Blende brauſet damit nicht, ſondern giebt einen Schwefel⸗Geruch. Aufgeloſet aber werden doch alle rohe Zink⸗Erze und Blenden von der verduͤnnten Vitriol⸗ Saͤure, und ſchießen damit an; einige geben weiſſe durch⸗ ſichtige, ſaͤulenfoͤrmige, andere undurchſichtige Cryſtallen. b) Vom Salpeter⸗Geiſt zu 8 bis 12 Granen. Mit dem Scheide⸗Waſſer brauſen alle Zink⸗Blenden, ſchießen aber nicht damit an; dagegen brauſet der Achenſche Gallmey nicht damit, giebt aber mit demſelben weiſſe ſaͤulenfoͤrmige Cryſtallen. e) Vom Salz⸗Geiſt zu 40 bis 0 Granen mit ſtarker gelber Farbe, welches Boylen und Ettmuͤl⸗ lern auf die Gedanken gebracht hat, daß im Gallmey etwas guͤldiſches befindlich ſey. Man findet aber aus die⸗ ſen und andern Verſuchen, daß viel Eiſenhaftes, doch in groͤßerer oder geringerer Menge im Gallmey eingemiſcht ſey, welches vom Salzgeiſt aufgeloͤſet wird, und ihn gelb faͤrbet. Folglich irren diejenigen, welche glauben, daß im Gallmey kein Eiſen gefunden werde. So viel iſt wol ge⸗ wiß, daß man, wenn man gepuͤlverten Gallmey mit ge⸗ wohnlichem Eiſenfluß ſchmilzt, oft keine Spur von Eiſen erhaͤlt, ſondern nur eine ſchwarze Schlacke; aber eben die ſchwarze Schlacke verraͤth es, daß etwas Eiſenhaftes bey dem⸗ ſelben ſey, und uͤberdem findet man auch andere Arten von Gallmey, die bey der Probe ein wuͤrkliches Eiſen⸗Korn geben. Außerdem will ich auch berichten, daß das Eiſen, wenn man einen Centner Gallmey mit einem halben Centner Ei⸗ ſenfeilſpaͤnen und einem Zuſatz von ſchwarzem Fluß, Kohl⸗ geſtuͤbe und Vorax oder Glasgalle ſchmilzt, einen Zuwachs bekommt, und man einen Konig erhaͤlt, der wol gegen 56 und ein halb Pfund wiegt; alſo ein Zuwachs von 6 und einen halben Pfund; da man aber weiß, daß reines Eiſen mit ſchwarzen Fluß zu einem Koͤnig geſchmolzen, 18 bis 19 d neml beträ Galln der ſ Vewe gen enige ſowol ren. richte wit d löſet. galbe Mt unar Dir duu mit ſeihe nan Sii ſehe if änen ns Wldu ie als übriges doch kan liche Sch oder 7 Anm. man als aalle iner l. Vom Zink oder Tuttanego ꝛc. 259 werden, ga qinia ana 19 auf Hundert verliehrt, ſo muß man die Haͤlfte davon, nemlich 9 zu gedachten 6 und einen halben hinzuſetzen, ſo e oderöln betraͤgt die Vermehrung des Eiſens durchs Schmelzen mit develen ſalnn Gallmey 15 und ein halbes. In den Blenden, beſonders Faum dnt der ſogenannten Pech⸗Blende, hat man einen deutlichern dfr d Beweis vom Eiſen, weil ſie zum Theil vom Magnet gezo⸗ et. Vasat gen wird, beſonders, wenn ſie vorher geroͤſtet wird. Daß Theil deſtte einige Blenden zugleich etwas Arſenik uußalten⸗ haben nſche, undin ſowol Pott als Marggraf beym Sublimiren erfah⸗ Thel, h ren. S. Pott ae eudogal. S. 110. ꝛc. llebrigens be⸗ nicht, ſenn, crichtet Pott am angef. O. p. 113. die Blende brauſe ber werdane mit deſtillirten Eßig, und werde zum Theil davon aufge⸗ verduͤnn loͤſet: mit Salpeter⸗Geiſt brauſe ſie ſtaͤrker und gebe eine egeben täſtc gelbe Aufloͤſung, die vom fixen Laugenſalz verdickt werde. rchſichtige enm Mit Salz⸗Geiſt brauſe ſie gleichfals, und gebe eine gelbe Granm. g unangenehm faulicht riechende Aufloſung; mit verduͤnntem enden, ſchezae Vitriol⸗Geiſt brauſe ſie und gebe eine weiſſe Aufloͤſung, die r Achenſche be durchs fixe Laugenſalz verdickt wird. Schmilzt man Blende weiſe ſulnſe mit eben ſo viel Schwefel, und laugt dann das Salz aus, o bis„oGtwm. ſeihet die Lauge durch, und laͤßt ſie anſchießen, ſo erhaͤlt en und kiin⸗ man weiſſen Vitriol. t, daß in t findet abtr u S. 9. Eiſenzaſt Seinem aͤußern Anſehen nach kommt der Zink dem Zin⸗ Baüunhi ne ſehr nahe, ob er gleich nicht ſo leicht an der uft anlaͤuft. he glaubn, Auf einem friſchen Bruch ſieht er weiß⸗ glaͤnzender aus, etwas So vit in ins Blaͤulichte fallend, und zeigt eine gleichſam faſerichte, oder, en Galugee wie aus glatten Pyramiden zuſammengeſetzte Fuͤgung; iſt ne Spur iit uͤbrigens zaͤhe, ſo, daß er ſich nicht zu Pulver ſtoßen laͤßt, lacke Kusn doch kann man ihn auch nicht haͤmmern. Seine eigenthuͤm⸗ enig liche Schwere verhaͤlt ſich zur Schwere des Waſſers wie 6,000 es Eiſen r oder 7,000 zu 1,000. das 54 Anm. Da der Zink nicht gepuͤlvert werden kann, ſo kann halbe 7 man einen gepuͤlverten Zink auf keine andere Art erhalten, warzen d als durch Feilen, Raſpeln oder Koͤrnen, wie andere Me⸗ nüie,nde talle. Man muß auch merken, daß der Zink ſchwer mit 93 dr 8 einer Scheere zu ſchneiden iſt. , daß tnae , 1 Pethmzanl R 2§. 3. 1 260 Zwanzigſtes Capitel. b F. 3..* Im Waſſer und an der Luft wird der Zink wenig oder gar nicht veraͤndert. §. 4. Im offenen Feuer verhaͤlt ſich der Zink auf folgende Art: A. Durch eine gelinde Calcinir⸗Hitze, ſo gelinde, daß der Zink nicht fließt, wird der gepuͤlverte Zink, nicht, wie andere Metalle verkalcht, ſondern nur etwas dunkler von Far⸗ be, aber ohne etwas von ſeinem brennbaren Weſen zu ver⸗ lieren. Sonſt fließt er leicht im Feuer, doch nicht ſo leicht, als der Spießglas⸗Koͤnig, das Zinn und das Bley. Verſtaͤrkt man das Feuer etwas, wenn er fließt, ſo, daß der Tiegel anfaͤngt roth zu werden, ſo faͤngt er erſtlich an mit einer blaugruͤnen Farbe zu brennen, da man zugleich gleichſam nur weiſſe Aſche aufſteigen ſieht, und das geſchmol⸗ zene Metall mit einer weiſſen Materie, wie mit einer weiſſen — Aſche bedeckt wird. Wann man dieſe Materie oder weiſſe Aſche mit einem eiſernen Loͤffel abnimt, ſo findet man, daß der geſchmolzene Zink beſtaͤndig in eine ſolche Flamme aus⸗ bricht, und zugleich eine ſolche weiſſe Materie erzeugt wird, bis aller Zink in ſolche Zweige und Materie verwandelt wor⸗ den iſt. 4. 5 1,. Dieſe weiſſe Zweige und Makerie werden Zink⸗Blu⸗ men, Flores Zinci genannt, die, wenn ſie mit gelindem Feuer bereitet ſind, und genau zuſammen geſammlet werden, gegen 18 Theil mehr wiegen, als der Zink, aus welchem ſie bereitet ſind; bey ſtarkem Feuer hat man immer einigen Verluſt. Schuͤttet man etwas Zink auf gluͤhende Kohlen, und fachet das Feuer mit einem Blaſebalg an, ſo faͤngt er gleich an mit einigem Sauſen, und einer blitzenden blaugruͤnen . Farbe, gurbe,ſ eder 3 32 nchlverch nenn dos genen ka i Cap. 3 ch und herte, in branntes Ve dos Fauer lſcher G tngemiſe R noch ino falcht we krennbar Äöbenne nn Laſt da ander nk wei p ſolgende — gelinde nkler en Weſa gn heſo lit, eh. n er flißt angt eant a man u d das gete nit einernii kerie ode ni ndet ma, e Flanme je erjauf verwandn en Jinta e mit gin ammler aus webn immer de Kohle, fangt alt den kaugne gah Vom Zink oder Tuttanego ꝛc. 261 Farbe, faſt wie Salpeter, zu brennen und verfliegt in Zwei⸗ ge oder Blumen. B. In verdecktem Feuer, ſublimirt ſich der Zink in wohl verſchloſſenen Gefaͤſſen zum Theil in metalliſcher Geſtalt, wenn das Gefaͤß aber nicht recht verſchloſſen iſt, zu einer grauen kalchichten Materie auf. Neumann berichtet im Cap. de Zinco, daß er von Zink⸗Feilſpaͤnen, die er, mit nach und nach verſtaͤrktem Feuer, aus einer Retorte deſtillirt hatte, im Halſe der Retorte ein ſchwarzes rußiges, wie an⸗ gebranntes Oel riechendes, Weſen erhalten habe. Verſetzt man den Zink aber mit Kohlgeſtuͤbe und treibt das Feuer ſchnell, ſo ſublimirt er ſich ganz und gar in metal⸗ liſcher Geſtalt auf, und bleiben blos die allenfalls im Zink eingemiſchten Unreinigkeiten mit dem Kohlgeſtuͤbe zuruͤck. Man ſieht hieraus, daß der Zink weder in verdeckten noch in offenen Gefaͤßen, ſo vor ſich, auf eine andere Art ver⸗ kalcht werden kann, als daß er entzuͤndet wird, da dann das brennbare Weſen wegbrennt; auch ſieht man, daß dieſes Abbrennen oder Verkalchen nicht anders geſchehen kann, als wenn Luft hinzukommen kann, wie denn dieſe bey einem je⸗ den andern Feuer erfordert wird. 1. Anm. Bey dieſer Gelegenheit muß ich berichten, daß nicht aller Zink gkeich rein iſt; man findet ihn bald mit Bley, bald mit ſonſt etwas andern vermiſcht. Den Zink zu rei⸗ nigen ſind verſchiedene Wege angegeben worden. Einige wolten, man ſoll ihn mit ein wenig Wachs oder Unſchlitt ſchmelzen, und nachdem es etwas gefloſſen und etwas ge⸗ ſchuͤttelt worden iſt, in einen Gießpuckel ausgießen, damit ſich das Bley am Boden ſetzen moͤge, das man denn ab⸗ ſchlagen ſolle; aber das ſicherſte iſt, daß man den Zink ſublimirt, welches in zwey Schmelztiegeln geſchehen kann, die, nachdem man den Zink in den unterſten gethau hat, wohl auf einander verkleibet, und in einen Wind⸗Ofen ge⸗ ſetzt werden, da man denn das Feuer ſchnell verſtaͤrkt, und ohngefaͤhr eine Viertelſtunde damit anhaͤlt. Nachdem alles . erkaltet iſt, findet man den reinen Zink aufſublimirt. Lirßn 2 wir ₰ —y— 262 Zwanzigſtes Capitel. glas⸗Koͤnigs und Wißmuths in verdeckten Gefaͤßen erfo⸗ dert. Folglich iſt der Zink fluͤchtiger als dieſelben. S. Macquers El. ae Ch. Pr. T. II. p. 479. 2. Anm. Einige Chemiſten haben die Flamme des Zinks fuͤr 1 etwas beſonders gehalten, vielleicht glaubten ſie, es ſey das philoſophiſche Feuer, und haben in dieſem Gedan⸗ ken andere Metalle durch die Zink⸗Flamme zu ſchmelzen geſucht, welches in einem Heerde angeht, da man eine ſolche Zuruͤſtung macht, daß das Metall ohne einigen Zu⸗ ſatz durch die Flamme des Zinks geſchmolzen werden kann. Aber alles, was man hiemit gewinnet, iſt das, daß man gefunden hat, die Metalle nehmen hiedurch, wegen des dadurch eingemiſchten Zinks, etwas am Gewichte zu. §. 5. Gegen die mineraliſchen Saͤuren verhaͤlt ſich der Zink, wie folget: 1) Das ſtarke Vitrioloͤl greift den Zink nicht ſonderlich an, aber verduͤnnt loͤſet es ihn mit ſtarkem Brauſen, Hitze, einem widrigen Schwefelgeruch, und einem ſehr leicht feuer⸗ fangenden Dampfe auf. Auf und in der Aufloͤſung wird allemal eine ſchwarze Materie oben auf fließend, die zuletzt zu Boden faͤllt; ſamlet man ſie, ſpuͤlet ſie ab, und trocknet ſie, ſo ſindet man, daß ſie brennt und wie Schwefel riecht. Aͤßt man dieſe Aufloͤſung abrauchen und anſchießen, ſo erhaͤlt man weiſſen Vitriol. S. Cap. I.§. 27. 3. Anm. Anm. Das ſchwefelichte Weſen, ſo man bey dieſer Aufloͤſung G erhaͤlt, und welches ein reiner Schwefel iſt, kann nicht als vorher im Zink befindlich angeſehen werden, ob der Zink gleich im Feuer brennt; ſondern dieſer Schwefel iſt durch die Vereinigung der Vitriolſaͤure mit dem Brennba⸗ ren des Zinks erzeugt worden;(Man vergl. Cap. 10. §. 25.) woher es auch kommt, daß man dieſen Schwefel nicht ohne eine Vitriolſaͤure erhalten kann. 3 2) Der Salpetergeiſt oder das Scheidewaſſer loͤſen den Zink mit der groͤßten Heftigkeit und Hitze auf, wobey ein v 4 er wird keine ſo ſtarke Hitze, als zur Sublimirung des Spieß⸗ bc Dane wfed. Anm. olber man ſäirte Säuk ) tauſen, angenehm lockn a tüolgeſt fenhet, ſind, de großet Waſſe. bleib K 4) nem Ver de vom wicd. N ſhen S „(1t) ſt, waru das Gold an ihten folagen ufigern i hſeb des e Ffiße teſelben. des Iint en ſie 6 deſen bie e zu ſchatg da na ne einigan ſich ſedet rauſen, h r leict lußtöſung „ diezulte ad trocne e riect anſchiin . 27. 3*h ieſerdlitn ſt, kann c erden, er Schne Vom Zink oder Tuttanego ꝛc. 263 ber Dampf aufſteigt, und die Aufloͤſung ganz klar und weiß wird. Anm. Es iſt was beſonders, daß dieſe Aufloͤſung durch ge⸗ puͤlverte Krebsſteine nicht niedergeſchlagen wird, woraus man ſieht, daß die Anziehung des Zinks zur Vitriolſaͤure ſtaͤrker iſt, als die Anziehung der Krebsſteine zu dieſer Saͤure. 3) Vom Salzgeiſt wird der Zink mit einem geringern Brauſen, und einer mindern Erhitzung, aber mit einem un⸗ angenehmen Geruch aufgeloͤſet, wobey zugleich viele ſchwarze Flocken abgeſchieden werden, die mit denen, welche vom Vi⸗ triolgeiſt abgeſchieden werden(N. 1.), von einerley Beſchaf⸗ fenheit, nemlich eine ſchwefelichte oder brennbare Materie ſind, die der Salzgeiſt hier, wie aus andern Metallen, in großer Menge abſcheidet. Sonſt iſt die Aufloͤſung klar, wie Waſſer. Anm. Deſtillirt man Zink mit doppelt ſo viel aͤtzenden Subli⸗ mat, ſo ſublimirt ſich zuerſt etwas von dem aͤtzenden Subli⸗ mat auf, darnach aber geht eine Zink⸗Butter, Burgrum Zinci, mit dicken und weiſſen Daͤmpfen uͤber, da denn ein Theil des Zinks in glaͤnzender metalliſcher Geſtalt zuruͤck⸗ bleibt. S. Pott de Sale Comm. S. 72. 4) Das Koͤnigswaſſer loͤſet den Zink gleichfalls mit ei⸗ nem Brauſen und Erhitzen auf, und wird die Aufloͤſung gelb, die vom Waſſer nicht, wie einige meynen, niedergeſchlagen wird. Man ſieht hieraus, daß der Zink von allen minerali⸗ ſchen Saͤuren ſtark und haͤufig aufgeloͤſet wird(178); und R 4 koͤn⸗ (178) Ob dieſes die Urſache ſtens iſt dieſes tetzte unſtreitig die iſt, warum man mit dem Zink Urſache, warum der Zink ge⸗ das Gold, Silber und Kupfer dachte Metalle in metalliſcher aus ihren Aufloͤſungen nieder⸗ Geſtalt herausſcheidet; vielleicht ſchlagen kann? und ob ſolches vom auch die Urſache ſeiner ſtarken haufigern und freyern Brennba. Aufloslichkeit. A. d. Uu den deſſelben herruͤhret? wenig⸗ 264 Zwanzigſtes Capitel. 1 koͤnnen wir noch den allgemeinen Satz hinzufuͤgen, daß die mineraliſchen Saͤuren, wenn ſie mit dem Zink geſaͤttigt wer⸗ den, entweder verdickt werden, oder mit einem zuſammen⸗ ziehenden Geſchmack(indem ſie ihre Saͤuren verlieren) zu⸗ ſammen gehen, und nachher mit Laugenſalzen nicht brauſen. 1§. 6. Nicht allein die Mineralſaͤuren, ſondern auch die Saͤu⸗ ren des Gewaͤchs⸗Reiches loͤſen den Zink auf. 1) Eßig, ſowol deſtillirter, als undeſtillirter, loͤſet doch den Zink auf, wiewol in verſchiedener Menge; die Auf⸗ loͤſung wird, wenn der Zink rein iſt, klar, und bekommt nicht, wie einige berichten, einen ſuͤßen, ſondern einen me⸗ talliſchen herben Geſchmack. 2) Von der Weinſteinſaͤure wird der Zink auch aufge⸗ loͤſt, wenn man ihn mit aufgeloͤſetem Weinſtein kocht. Es bleibt daher kein Zweifel uͤbrig, daß der Zink nicht auch von andern Gewaͤchsſauren ſollte aufgeloͤſet werden koͤn⸗ nen, ob gleich noch nicht alle Verſuche damit angeſtellet wor⸗ den ſind. 3§. 7. Von den Laugenſalzen und den alcaliſchen Fluͤßigkeiten wird der Zink nicht ſo leicht aufgeloͤſet. 1) Digerirt man Zink mit gefloſſenem Weinſteinoͤl, ſo wird er nicht veraͤndert; hat man das Weinſteinſalz aber vor⸗ her mit Ochſenblut caleinirt, und den Zink in Salpetergeiſt aufgeloͤſet, und ſchlaͤgt ihn nun mit der Blutlauge nieder, und gießt nach geendigten Niederſchlagen noch mehr davon hinzu, ſo ſoll er wieder in etwas aufgeloͤſet werden, wie Marggraf in den Mem. de Berlin 1745. berichtet. Schmilzt man den Zink aber mit feuerfeſten Laugenſalz, ſo wird nur ein kleiner kaum merklicher Theil davon aufgels⸗ ſet, und loͤſet man das Laugenſalz im Waſſer auf, und ſchlaͤgt 43 7. nit Ef horaus m ndlic iſ ¹): uſgellſe perieunge ſſr in ein pihthen ſieht in id wei les wied zbar am teticum Mitrum Abulat Spießge ſberhal Lni, i Neorteg ſaus welc Vom Zink oder Tuttanego ꝛc. 265 1 ſen d G 5. 2 7 2 2Q.„.„ ani es mit Eßig nieder, ſo verſpuͤrt man keinen widrigen Geruch, ün woraus man ſieht, daß im Zink kein gemeiner Schwefel be⸗ em Fuſann,„. 4 ndlich iſt. verſina). indüich ii nich n⸗:. 2) Vom fluͤchtigen Laugenſalz wird der Zink auch nicht aufgeloͤſet, es ſey dann, daß ſich durch eine langwierige Di⸗ gerirung etwas aufloͤſen ließe. Loͤſet man den Zink aber vor⸗ auchäie her in einer mineraliſchen Saͤure(§. 5.) auf, und gießt nach geſchehener Aufloͤſung einen ſtarken Harngeiſt hinzu, ſo ent⸗ ſteht im Anfange wol ein Niederſchlag, und die Aufloͤſung ſilin wird weiß; wenn man aber mehr Harngeiſt hinzu gießt, wird enge; de alles wieder klar und aufgeloͤſet. und leir 1 989 dern eina§. 8. Gegen Mittelſalze verhaͤlt ſich der Zink auf folgende Art: int achtyh 1) Mit doppelt ſo viel Kochſalz verſetz, in eine Retorte en focl gethan, und mit heftigem Feuer getrieben, wird der Zink der ziin ohne Flamme, oder ohne zu brennen, verkalcht. ſet wetdt. 2) Vermengt man Zink mit Salpeter, und thut die⸗ angeſtlt ſes in einen gluͤhenden Tiegel, oder ſchuͤttet Salpeter zu ge⸗ ſchmolzenem Zink, ſo entſteht ein ſtarkes Verpuffen, und zwar am ſtaͤrkſten, wenn man von beyden gleich viel nimt, en Fliin und den Salpeter, wenigſtens zum Theil alcaliſirt. Vermiſcht man 2 oder 3 Theile Salpeter mit einem Theile Zink, und laͤßt es auf die gewoͤhnliche Art, wie das Weintii Spießglas verpuffen; ſo wird der Zink verkalcht, und der ſinſißjt. Kalch ſchweißtreibender Zink⸗Kalch, Zincum diapho- n Sälkenf reticum genannt, mit welchem man den Zink⸗Salpeter, lutlougen Nitrum Zincatum, auslaugen kann. Laͤßt man es in einer ch nehi Tubulat⸗Retorte mit vorgelegter Vorlage, mit der beym ſet we Spießglas angefuͤhrten gewoͤhnlichen Vorſichtigkeit verpuffen, 5.bei ſo erhaͤlt man in der Vorlage einen Zink⸗Clyſſus, Chſus ſten lupn Zinci, im Halſe der Retorte einige Zink⸗Blumen, und in der deden uit Retorte am Boden bleibt ſchweißtreibend er Zink⸗Kalch, uf und aus welchem Zink⸗Salpeter ausgelaugt werden kan. R 5 Anm. und gelbe Blumen, nebſt etwas Butter. 266 Zwanzigſtes Capitel. Anm. Ob dieſe Bereitungen gleich, wie die aus dem Spieß⸗ glas mediciniſche Nahmen erhalten haben, ſo werden ſie doch meines Wiſſens nicht zur Arzeney gebraucht. 3) Kupfer⸗ und Eiſen⸗Vitriol ſchlaͤgt der Zink nieder, doch vom erſteren mehr, als vom letzteren; denn die Aufloͤ⸗ ſung des Kupfer⸗Vitriols veraͤndert ihre Farbe, und das Kupfer wird gaͤnzlich niedergeſchlagen, dagegen die Aufloͤſung des Eiſen⸗Vitriols ihre Farbe nicht veraͤndert, ſondern nur ein Theil Eiſen⸗Ocher daraus niedergeſchlagen wird, wozu auch erfordert wird, daß man ſie etwas digerirt, und nur wenig Zink⸗Feilſtaub zur Zeit hinein wirft, denn ſonſt ſetzt ſich der Ocher um den Zink und verhindert die Aufloͤſung deſſelben. Anm. Man ſieht hieraus, daß man aus den Erzen, die zugleich etwas Zinkiſches enthalten, nie einen reinen Eiſen⸗ Vitriol, und aus eiſenhaltigem Erze nie einen reinen Zink⸗ Vitriol erhalten kann(179). 4) Schmilzt man den Zink mit vitrioliſirtem Wein⸗ ſtein, oder Wunderſalz, ſo erhaͤlt man etwas Schwefel, wel⸗ ches auch mit allen andern Salzen, die eine Vitriolſaͤure ent⸗ halten, angeht. Deſtillirt man 2 Theile Zink⸗Feilſtaub mit 1 Theil vitrioliſirtem Weinſtein, aus einer Retorte, ſo erhaͤlt man auch etwas Schwefel. 5) Mit doppelt ſo viel Salmiak vermiſcht und ſubli⸗ mirt, giebt der Zink einen durchdringenden harnichten Geiſt Loͤſet man 2 Theile Salmiak in Waſſer auf, thut dazu 1 Theil Zink, und laͤßt ſolches uͤberm Feuer ſtark ſieden, ſo wird der Zink voͤllig auf⸗ geloͤſet. (179) Freylich enthaͤlt der Antheils vom Eiſen auch berau⸗ kaufbare weiſſe Vitriol gewoͤhn⸗- ben, wenn man ihn auftsſet, lich auch etwas Eiſen, wiewol und nach und nach etwas Zink⸗ in ſehr geringer Menge. Doch feilſtaub hineinwirft. A. d. U. kann man ihn dieſes geringen 1 gſet. Iin 6 Anm. feucht Mi tkannte Pm. übrige ander . d ahält( Kalch, löſung, ahalten Prrouff dem Unr ſe iſoptuen (14o) r H.. und leug Fink 1 E Au (u) kenden H nannterji mutallico, ſchrieben. (ig⸗) vm diſſe dem di ſo wenn aucht. r Jink nn de A rbe, unc die luhi „ſonden n wid,n rirt, udn denn entſ die Aufiu en Ehſn reinen eſ en reinen ſſirem Ve chweſe,n itrioſcune ⸗Felſtain orte, ſat ſcht ud rnichtnbi man adh ink, unch ink böh R , Vom Zink oder Tuttanego c. 267 geloͤſet. S. Henckels Anm. uͤber Reſpur vom Min. Geiſt. Anm. Salmiak und Zink gemiſcht, und mit Waſſer ange⸗ feuchtet, erhitzt ſich, und dampft. §. 9. Mit dem Schwefel kann man den Zink auf keine bisher bekannte Art vereinigen. S. Cap. 10.§. 15. N. 10.(180.) Anm. NMan kann den Zink alſo mit Schwefel, welcher alle uͤbrige Metalle, außer dem Golde und Zink aufloͤſet, von andern Metallen reinigen(181). §. 10. Die Zinkblumen(182), ſo man auf obgemeldete Art erhaͤlt(§. 4.), haben eben dieſelbe Eigenſchaft als der Zink⸗ Kalch, den man mit aͤtzenden Aufloͤſungs⸗Mitteln durch Auf⸗ oͤſung, Abziehung des Aufloͤſungs⸗Mittels, und Auslaugung erhalten kann(§. 5.), wie auch der Zink⸗Kalch, ſo durch Verpuffen mit Salpeter bewuͤrkt wird(§. 8. N. 2.); nur mit dem Unterſchiede, daß die Zinkblumen, als mehr aͤſtig, auch philoſophiſche Wolle, Lana Philoſophica, Cottons Phi- loſophicaler genannt werden. (180) Dieſes bekraͤftigt auch der Hr. B. R. Scopoli, und leugnet das Daſeyn wahrer Zink⸗Erze.(Princ. Alin. Saſt.& Pract.§. 226.) A. d. U. (181) Die hiebey zu beobach⸗ tenden Handgriffe hat ein Unge⸗ nannter im Bifol. chemiso-Phdſ.- matallico. S. 108. u. 109. be⸗ ſchrieben. U. d. U. (182) In der Arzeney hat man dieſe Zink⸗Blumen neuer, 8 Die lich in allerhand krampfhaſten und Nervenkrankheiten bewaͤhrt gefunden. S. Gaubius Entwuͤrfe von verſchiede⸗ nem Inhalt. Jen. 1772. 8. S. 123 129. IAc. HAXKT. D. de Zinco eius que florum uſu medi- co, obſervationibus confiruato, L. B. 1772. 4. BEN. BELL de Eyilepßſia per flores Zinci ſublevata. S. Med. and Phil. Commient. b9 a Soc. at Edimb. I. J. P. IV, u. a. m. A. d. U.* 3 1 1 ie 4 4* Af 4 ' 1 1 e 3 6 1 9 1 8 f 3 AI A 1 4 A —— ſſͤ 1 3 4 268 gZwanzigſtes Capitel. „ Die Eigenſchaften dieſer Zinkblumen und Kalchen ſind folgende: 1) Auf gluͤhenden Kohlen erhalten ſie gleich eine gelbe Farbe, werden aber in der Kaͤlte wieder weiß; woran man die Zink⸗Kalche leicht erkennt, und von allen andern Kalch⸗ und Erdarten unterſcheidet. 2) Im Feuer ſind ſie ſo vor ſich beſtaͤndig, und werden weder verglaſet, noch ſublimiret, es ſey denn bey dem heftig⸗ ſten Grade des Feuers. 3) Sucht man ſie vor einem Blaſerohr auf Kohlen zu reduciren, ſo ſieht man, daß ſie, wie der Zink mit einer Flamme brennen, woraus erhellet, daß ſie zwar reducirt werden, aber auch gleich wieder abbrennen. 4) Werden ſie mit Kohlgeſtuͤbe verſetzt, und auf(§. 1.) gemeldete Art aus einer ſtark beſchlagenen Retorte deſtillirt, ſo erhaͤlt man auſſer einem grauen und gelben Sublimat wol etwas reducirken Zink im Halfe der Retorte in kleinen Trop⸗ fen, aber wenig genug, ſo daß auch manche deswegen be⸗ haupten, dieſe metalliſche Koͤrner koͤnnten in Kalchen oder in den Blumen unſcheinbar eingemiſcht geweſen ſeyn. S. Macquer T. II. p. 458.(183) 5) Will man dieſe Blumen aber, wie einen andern metalliſchen Kalch mit einer brennbaren Materie, es ſey was fuͤr eine man wolle, oder mit reducirenden Fluͤſſen in Schmelz⸗ tiegeln behandeln, ſo erhaͤlt man dieſe Blumen und Kalch⸗ Arten nie vollkommen weducirt, ſondern nur mit dem Fluſſe zu einer Art von Glas oder Schlacke zuſammengefloſſen. Doch darf ich auch nicht verſchweigen, was Lavſon im Tr. de Nihilo, und Cramer in ſeiner Probierk. berich⸗ ten, die blaulichten Zinkblumen wuͤrden vom aͤtzenden Laugen⸗ . ſalz (183) Auch das Brennbare dem Gallmey.(Scopoli des Eiſens redueirt den Zink aus a. a. G.§. 226.) A. d. U. ai uun rem klei Awm. nit dua dazu laſſ died ſe ind ſin getre Koh ine net dieſe geringe fand Vom Zink oder Tuttanego ꝛc. 269 K. ſ... 2,2727„ e„. tni ſalz zu einem Koͤnig, die gruͤnen und weiſſen aber nur zu ei⸗ nem kleinen Korn reducirt. :ich ene Anm. Neumann meldet, er habe 1 Theil Zink⸗Blumen worm mit 6 Theilen Borax mit ſchnellem Feuer geſchmolzen, und indern ga darauf nach und nach Unſchlitt mit Kohlgeſtuͤbe vermiſcht dazu gethan, und auf der geſchmolzenen Maſſe abbrennen aſſen, darauf alles mit kaltem Waſſer abgekuͤhlt, und auf , und we die Art einige redueirte metalliſche Koͤrner nebſt einer ſchwar⸗ y den i en Schlacke erhalten. Auch berichtet Zimmermann in Meumanns G. S. 1598. daß Zink⸗Blumen, mit ſchwarzen Fluß und Ruß, oder gepuͤlverten zur Schwaͤrze uf Kha, getrockneten Knochen, in einem Tiegel von Kalcherde, mit ink nit Kohlgeſtuͤbe, und einem wohl aufgekleibten Tiegel bedeckt,. zwar keder in einem Glas⸗Ofen wohl durchgegluͤht, gleich heraus ge⸗ 4 nommen, und ausgeſchuͤttet, zu Zink reducirt werden. 6) Von allen Mineral⸗ und Gewaͤchs⸗Saͤuren werden wet dil dieſe Blumen, wie der Zink ſelbſt, jedoch langſamer und mit Läbingr geringerm Brauſen aufgeloͤſet. kleinen do Anm. Wenn man Salz⸗Geiſt von dieſen Blumen abzieht, 3 wird das Ueberbleibſel ſtrahlicht, und roth von Farbe(184). nd alf. desnegen alche dt 2) Haͤlt man ſie mit doppelt ſo viel Salpeter, 10 bis n ſehn e 12 Stunden in heftigem Feuer, ſo wird der Salpeter ohne zu verpuffen figirt und alcaliſirt, erhaͤlt davon eine gelbrothe einen e Farbe, und wird Nitrum rubrum Keſpurii,(Keſpurs e, Eſert rother Salpeter) genannt; dieſer, im Waſſer aufgeloͤſet, nin Sct heißt Alcaheſlinum Reſpuri, Reſpurs Alcaheſt. n und üt 88) Werden dieſe Blumen mit Schwefel im Feuer be⸗ it den g handelt, ſo geſchieht wol eine Aufloͤſung, wie man durchs mmengäbet Auslaugen finden kann, aber es wird nichts reducirt. avſont 1. Anm. Bey dieſer Gelegenheit muß ich auch berichten, daß diett bit dieſe Blumen auch weiſſer Nicht Niel album genannt enden la werden, ſ 3 (184) Wie der Salzgeiſt uͤber erſten Abtheil. des zweyten Theils (Scon Zink ſelbſt abgezogen, dem Sal⸗ dieſer Phyſ. Chymie erwaͤh⸗ Anl petergeiſt nahe komme, iſt in der net worden. A. d. U. 270 Zwanzigſtes Capitel. werden, und haben ſowol Henckel in ſ. Vieshiſtorie als Lavſon in d. Diſl.«e Nihilo albo bewieſen, datz dieſe Blumen der rechte weiſſe Nicht oder das Nihil der Araber ſey(185). 2. Anm. Siegmund Schmieder iſt in den Epz. Nac. Cu. Cent. 3.& 4. Obſ. 57. auf die Gedanken gefallen, daß die ſogenannten Marien⸗ oder Wetter⸗Saͤden Fia- menta Divœæ Mariæ l irginis oder Meteorica, die ſich im Herbſt oder Fruͤhling auf den Feldern ſehen laſſen, durch eine unteritrdiſche Hitze ſublimirte Zink⸗Blumen waͤren; aber er hat nicht daran gedacht, daß es kaum gediegenen Zink in der Natur giebt, und daß zur Erzeugung der Zink⸗ Blumen nothwendig erfodert wird, daß der Zink brennen muͤſſe, zu geſchweigen, daß dieſe Wetter⸗Faͤden nach ihren Figanſchaſten von den Zink⸗Blumen weit unterſchieden ind. §. I11. Nun wollen wir aber wieder zum Zink zuruͤckgehen, und das Verhalten deſſelben gegen andere ganze und Halbmetalle betrachten. Vorher muͤſſen wir noch anmerken, weil der Zink, in andere geſchmolzene Metalle eingemiſcht, allemal unter der Vereinigung ſehr brauſet und tobet, ols wenn er das Gefaͤß zerſchlagen wollte, welches jedoch nicht zu befuͤrchten iſt, und uͤberdem allezeit bey dem Grade des Feuers, wobey die andern Metalle mehrentheils fließen, anfaͤngt zu brennen, und zu Blumen verkalcht zu werden, ſo muß man entweder nach der Zumiſchung des Zinks zu den geſchmolzenen Metal⸗ len, nachdem die Vereinigung ſchon geſchehen iſt, das Ge⸗ menge gleich aus dem Feuer nehmen, und ausgießen, oder auch, wenn man den Zink hinzu thut, zugleich etwas gepuͤl⸗ verten Weinſtein oder ſchwarzen Fluß nebſt etwas gepuͤlver⸗ tem (185) Es wird der weiſſe Nicht theken findet man oft an ſtatt auch zu Goslar beym Ausſchmel⸗ deſſen eine ſtaubichte Kalcherde. zen der Erze erhalten. S. Do⸗(Cronſtedts Min. verm. gels Pract. Min. Syſt. durch Bruͤnnich.§. 5.) S. 489. und daſelbſt Huͤtten⸗ A. d. U. nicht genannt. In den Apo⸗ um Gle hinzuthun Meallen Phn ſdnohin neer dn djer weni ints ver d n Gobd Pereitun zuſamme verflüch den des lenden das Feu den Tie Ilumen ) büchigen dmm Sil Vo ber auf de geme Ink z man das da der Saljgei der Eill 3) gl, wi andern 8 kia u lil de A in den z anken gſl er⸗Sädan e ſich mzn en, duc ſ n watm, gediegena n gung der— er zini bunn äden nagjin ͤt untaiſt ruͤckgehen nd habmui kken, wel niſcht, am dls wenn a t zu beſtte Feuers, n ngt zu beme man envin olzenen M riſt, dub sgießen, h etves i rwas gnüi. 1 nan oſt at bicht Kabm s Min. vm anich. 7 Vom Zink oder Tuttanego ꝛc. 271 tem Glaſe, wodurch die Maſſe bedeckt und erhalten wird, hinzuthun, welche Umſtaͤnde beſonders bey den ſchwerfluͤßigen Metallen, dem Golde, Silber und Kupfer nothwendig ſind. Uebrigens verhaͤlt ſich der Zink auf folgende Art: 11) Gold und Zink zu gleichen Theilen zuſammenge⸗ ſchmolzen, wird eine ſproͤde und bleiche Maſſe; nimt man mehr Zink, ſo wird das Gold nach Verhaͤltniß immer weiſſer, aber weniger ſproͤde, weil das Gold dann die Sproͤdigkeit des Zinks verringert. Thut man 10 Theile Zink zu einem Theil geſchmolze⸗ nes Gold, in einen Tiegel, und verfaͤhrt damit, wie bey der Bereitung der Zinkblumen gemeldet iſt(§. 4.), ſo wird alles uſammen in Blumen verwandelt, und das Gold dergeſtalt verfluͤchtiget, daß nur eine kalchichte weiſſe Materie am Bo⸗ den des Tiegels zuruͤck bleibt, die von den wieder niederfal⸗ lenden Blumen herruͤhrt. Hiebey muß man merken, daß das Feuer zuletzt verſtaͤrkt werden, und ein eiſerner Löͤffel uͤber den Tiegel gehalten werden muß, an welchem ſich die feinern Blumen ſetzen koͤnnen. 2) Silber und Zink fließen auch zu einer ſproͤden und bruͤchigen Maſſe zuſammen, und verhaͤlt ſich der Zink mit dem Silber faſt eben ſo, wie mit dem Golde. Vermiſcht man 10 Theile Zink mit einem Theile Sil⸗ ber auf eben die Art, wie bey der Vermiſchung mit dem Gol⸗ de gemeldet worden, ſo wird alles Silber zugleich mit dem Zink zu Blumen verwandelt und verfluͤchtiget, aus welchen man das Silber ſowol durch Schmelzen mit ſchwarzem Fluß, da der reducirte Zink abbrennt, als durch eine Aufloͤſung im Salzgeiſt oder Vitriolgeiſt, wovon das Zinkiſche, aber nicht der Silberkalch aufgeloͤſet wird, wieder ausſcheiden kann. 3) Kupfer und Zink zuſammengeſchmolzen, wird theils gelb, wie Meßing oder Prinzmetall, theils von einer andern Farbe und Beſchaffenheit, und iſt nach dem verſchie⸗ denen 272 Zwanzigſtes Capitel. denen Verhaͤltniß, worinn ſelbige zuſammengeſchmolzen wor⸗ den ſind, ſo an Farbe als Geſchmeidigkeit oder Sproͤdigkeit verſchieden, wozu auch die groͤßere oder geringere Reinigkeit des Kupfers viel beytraͤgt. Von 3 Theilen Zink gegen 5 Theile Kupfer wird das Gemenge noch etwas geſchmeidig. 1. Anm. Wenn wir vom Kupfer zu reden kommen, werde ich auch von den gelben kuͤnſtlichen Metallen, als dem Meßing, Prinz? Metall, Pinſchback, Tomback, u. a. m. an einem Orte handeln. 2. Anm. Bey den Chemiſten iſt die Frage vorgefallen, ob man die gelbe Farbe, welche das Kupfer vom Zink erhaͤlt, als von einer farbenden Etgenſchaft des Zinks herruͤhrend, oder nur als eine durch den bleichern Zink verduͤnnte und ausgedehnte Jarbe⸗ anzuſehen habe? Das letztere behaupten Kunckel, C. Weumann, Zimmerm. Ausg. S. 1595. u. a. m. Sie fuͤhren an, wie eine rothe geſaͤttigte Safran⸗Eſſenz gelb werde, wenn man ſie mit Waſſer ver⸗ duͤnnt, ſo werde es auch ein rothes Kupfer, wenn es durch den Zink gereckt wuͤrde. Haͤtte der Zink eine faͤrbende Ei⸗ genſchaft, ſo koͤnnte er dem Golde ſeine Farbe und Glanz nicht benehmen; und muͤßte dann auch alle weiſſe Metalle faͤrben. Hierauf wird aber geantwortet: a) wenn der Zink keine beſondere Eigenſchaft das Kupfer zu faͤrben, ſondern nur eine verduͤnnende haͤtte, woher es denn komme, daß die rothe Farbe des Kupfers nicht gleichfals, von den andern weiſſen Metallen, als dem Silber, Arſenik⸗Koönige, u. a. m. gleichergeſtalt verduͤnnt wuͤrde?(186) b) woher es komme, daß die gelbe Kupferfarbe durch die Gewalt des Feuers in unſichtbaren Daͤmpfen fortgejagt werden koͤnne? c) Ob der Zink nicht auf eben die Art die Kraft habe, das Kupfer gelb zu faͤrben, wie der Arſenik ſie hat es weiß zu machen? Nan findet, daß die Aneignung des Kupfers beſonders, was die faͤrbende Kraft betrift, uͤberall in der Natur ſehr ungleich iſt; und iſt es wahr, was auch NMeumann berichtet, und Henckel in den Ept. Nat. Cur. 1537. p. 308. angefuͤhrt hat, daß ein gewiſſer Kuͤnſtler mit 5 Gran eines, N. 2 4 7 (186) Doch filt ein achtloͤ⸗ wenn es polirt wird, ziemlich thiges Silber im friſchen Bruche, ins Gelbliche. A. d. AU. N. t al, Krafe man etwa häng 3 Ann Wen aufd Int 1 1 ene wird. niße 9 Boy ſei zender u ſchwedi ſchänes NMine an m den Zind 5 ſc ing inem Ge und ſch, (1gy) bhennbare 4 b Ad. u (1sg) dn zini aus, daß! bicmae indeſen gihmi der Snde gere Rin 2n Jit ge S geſchme, kommen d tallen, b ick, Ti vorgtfaln, vom zni dinks heunn nk verdimn letztere bhen merm. Au ne rothe git de mit Vaſet er, wenn sw. eine farbnde Farbe und alle welſſe nhl a) wenn de u färben inn in komm di „ von den i k⸗Königeuan woher Gin alt des den könne! o zabe, du hi weiß uu upfers bi in der Aur ih Neuns tt pitd, iini 4 1. Vom Zink oder Tuttanego ꝛc. b 4 273 NB. rothen, aus dem Zink ausgezogenen Pulvers ein gan⸗ es Pfund Kupfer gelb habe faͤrben koͤnnen, ſo iſt es offen⸗ ar, daß die gelbe Farbe nicht von einer verduͤnnenden Kraft des Zinks herruͤhren koͤnne(187). Indeſſen kann man demohngeachtet nicht gaͤnzlich leugnen, daß nicht auch etwas von einer verduͤnn haͤngen koͤnne. enden Eigenſchaft des Zinks ab⸗ 3. Anm. Was die Verfluͤchtigung des Kupfers durch den Zink betrift, ſo iſt zu merken, daß dazu wol zwanzig mal ſo viel, wo nicht mehr Zink erfordert wird, weil das Kupfer eine kleine Menge Zink feſthaͤlt(188), und davon gefoͤrbet wird. Die Blumen, ſo man n gedacht keinen harnichten Geiſt blau. niß erhält, faͤrben jedoch bey dem gedachten Verhaͤlt⸗ 4) Zinn und Zink zu gleichen Theilen genommen, flieſ⸗ ſen auf die angefuͤhrte Art leicht zuſammen; auch behaͤlt das Bley ſeinen vorigen Glanz und Anſehen, und wird eher glaͤn⸗ zender und haͤrter, ohne daß es ſchmeidigkeit verlieret. merklich viel von ſeiner Ge⸗ Man kann aus Bley und Zink ein ſchoͤnes Metall bereiten, das zum Gießen, Abdruͤcken von Muͤnzen und Loͤthen dient(S. Cap. 18.§. 9. N. 4.). Wird Zinn mit 10 bis 12 mal ſo viel Zink verſetzt, ſo wird es durch den Zink verfluͤchtiget. 5) Bley und Zink, von jedem gleich viel, vereinigen ſich im Fluſſe, wenn, wie geſagt, damit verfahren wird, zu einem Gemenge, das haͤrter und weiſſer, als das Bley iſt, und ſich etwas unter dem Hammer ſtrecken laͤßt. Das Bley (187) Vielleicht thut das brennbare Weſen, welches im Zink ſo häufig ſteckt, etwas. (188) Wie feſt das Kupfer den Zink haͤlt, ſiehet man dar⸗ aus, daß der Meßing ſo oft um⸗ geſchmolzen werden kann; daß es indeſſen doch auch bey den wie⸗ wird derholten Schmelzungen einen kleinen Theil vom Zink fahren laͤßt, ſiehet man theils aus der roͤthlichen Farbe, die die Ober⸗ flaͤche eines guten Keſſelmeßings annimt, theils daraus, daß der Meßing, je oͤfter er umgegoſſen wird, eine deſto groͤßere Zaͤhig⸗ keit erhaͤlt. A. d. U. S 274 Zwanzigſtes Capitel. wird auch vom Zink verfluͤchtiget, wenn man nur genug da⸗ von hat, nemlich 10 bis 12 mal ſo viel, als das Bley wiegt; denn nimt man weniger Zink, ſo ſcheidet er ſich voͤllig wieder vom Bleye.— Anm. Man ſagt, wenn man Bley und Zink zuſammen⸗ ſchmilzt, und Kugeln davon gießt, ſolle man damit alle⸗ mal das Ziel treffen koͤnnen. 6) Eiſen und Zink laſſen ſich nicht ſo leicht zuſammen⸗ ſchmelzen, weil der Zink ehe abbrennt, als er mit dem Eiſen vereiniget werden kann; daß ſich aber doch etwas vom Zink mit dem Eiſen vereinige, wenn zu leichtfluͤßigem Eiſen viel Zink zugeſetzt wird, kann man durch Aufloͤſen und Nieder⸗ ſchlagen erfahren. 2) Queckſilber und Zink werden leicht mit einander ver⸗ einiget, und zu einem Amalgama(S. Cap. 14.§. 31.). 8) Der Arſenik⸗Koͤnig und der Zink vereinigen ſich gleichfalls mit einander(Cap. 15.§. 23. N. 11.). 9) Kobold und Zink nicht gerne(Cap. 16.§. 6. N. 1 2.). 10) Nickel und Zink gar nicht(Cap. 17.§. 9. N. 12.). 11) Wißmuth und Zink ſchwerlich(Cap. 18.§. 9. Not. 12.). 12) Spießglas⸗Koͤnig und Zink laſſen ſich mit einander zuſammenſchmelzen(Cap. 19.§. 21. N. 12.). Aus den angefuͤhrten Umſtaͤnden ſieht man, daß der Zink mit allen Metallen und Halbmetallen, wenn man den Nickel ausnimt, vereinigt werden kann; doch mit dem einen ſchwerer, als mit dem andern; beſonders iſt er mit dem Ei⸗ ſen, Kobold und Wißmuth nicht leicht zu vereinigen. In Vermiſchung mit Gold, Silber, Kupfer und Bley vermehrt er die eigenthuͤmliche Schwere derſelben in groͤßerm Verhaͤltniß, als der beſonderen Schwere dieſes Metalls und des Zinks entſpricht. Wird er hingegen mit Zinn, Eiſen, oder dder Ey emeng V hämch Aym. hen, zm do geſehen wiſcheme (in mehen 9 um T zum Geld Aum. der; M ſgri 6 d Win Feue gen ſö vi ſin derut a g) dec Sa (8 Coy fnde„da ten ab be Iints Dennbar As dem feits aus dm Jin N9' t denur m fen(g. nur enad 8Tar ri dällg e int girn. tan dant cht aſin mit de en das vong. gem Eiſan n und Ma teinndey 4 31) dereinign Cap.18,9 h mitäm man, dir wenn ma 9 mit den ermidnd nigen. pſer ud3 en in gifn „Merlbd Zin, ei 1T Vom Zink oder Tuttanego r. 275 oder Spießglas⸗Koͤnig zuſammengeſchmolzen, ſo erhaͤlt das Gemenge eine geringere Schwere, als es vermoͤge der eigen⸗ thuͤmlichen Schwere derſelben haben ſollte.— Anm. Hiervon koͤmt es vielleieht, daß einige geglaubt ha⸗ ben, das Zinn erhalte vom zugeſetzten Zink keinen Zuwachs am Gewicht. Die Aneignung des Zinks ſcheint in folgender Ordnung zu ſtehen: 1) Zum Spießglas⸗Koͤnig; dann 2) zum Zinn, welchem er am naͤheſten kommt, wovon im Capitel vom Zinn ein mehrers; 3) zum Kupfer, das davon gelb gefaͤrbet wird; % zum Arſenik⸗Koͤnig; 5) zum Bley; 6) zum Silber; 7) zum Gold, und 8) zum Queckſilber. 3 Anm. Aus den angefuͤhrten Umſtaͤnden ſteht man auch, daß der Zink alle ſtrengfluͤßige Metalle leichtfluͤßiger, auch alle Metalle mehr oder weniger, doch das Zinn am wenigſten, ſproͤde macht. §. 12. 8 Der Zink kann zwar nicht ſo, wie die andern Metalle, im Feuer verkalcht werden(§. 4.), da er indeſſen doch dage⸗ gen ſo viel eher durchs Abbrennen(§. 4.) und, wie die mehr⸗ ſten der uͤbrigen Metalle, ſowol in aͤtzenden Aufloͤſungs⸗Mit⸗ teln(§. 5.), als mit Salpeter durchs Verpuffen(§. 8. N. 2.), durch Salmiak(§. 8. N. 5.), wie auch durch Queckſilber (S. Cap. 14.§. 31.) verkalcht wird; man auch zugleich findet, daß unter dieſen Verkalchungen blos ein brennbares Weſen abgeſchieden wird, wie man theils aus der Flamme des Zinks(§. 4.), theils aus dem wuͤrklichen Scheiden des Brennbaren durch den Vitriol⸗ und Salzgeiſt(§. 5.), theils aus dem ſtarken Verpuffen des Zinks mit dem Salpeter, theils aus der Erzeugung eines ſchwefelichten Weſens aus dem Zink mit vitrioliſirtem Weinſtein und Wunderſalz(§. 8. N. 4.), theils auch aus der Reducirung des verkalchten Zinks, die nur mit einer brennbaren Materie bewerkſtelliget werden kann(§. 10. N. 3.), zum Ueberfluß erſieht; ſo ſchließt man S 2 hier⸗ 1 „ 276 Zwanzigſtes Capitel. ein brennbares Weſen zu einem Beſtandtheile habe. 1J. Anm. Daß dieſes brennbare Weſen kein gemeiner Schwe⸗ fel ſey, der mit Schwefel ſo abgeſchieden werden kann, wie man den Schwefel aus dem rohen Spießglas ſcheiden kann, iſt vorher erwieſen worden(§. 7. n. 1.), und er⸗ hellet noch deutlicher aus dem(§. 10. n. 8.) angefuͤhrten; wiewol der Salzgeiſt hier eben die Wuͤrkung, als aufs rohe Spießglas zu aͤußern ſcheint, wovon im vorhergehenden Capitel gehandelt worden iſt. 2. Anm. Bey dieſer Gelegenheit muß ich auch erwaͤhnen, daß C. Neumann irret, wenn er glaubt, dieſes brenn⸗ bare Weſen ſey nebſt etwas Arſenikaliſchen die Urſache, warum der Zink von allen Saͤuren aufgeloͤſet werde. Denn, weenn dieſes wahr waͤre, ſo duͤrfte der Salzgeiſt das brenn⸗ bare Weſen nicht abſcheiden. Von dem Arſenikaliſchen . wird glelch geredet werden..4 §. 13. 4 Da nach der Abbrennung und Verkalchung des Zinks 6 nichts als ein Kalch oder Erde zuruͤck bleibt(§§. 4. 5. 8. u. 10.), die a) weiß von Farbe iſt, b) ſich ſchwerlich oder gar 6 nicht verglaſen oder ſublimiren(§. 10. N. 2.) laͤßt, c) von allen Saͤuren mit einigem Brauſen aufgeloͤſet wird(§. 10. N 6.), auch gedachte Saͤuren ſättiget, und ihnen einen bit⸗ kern Geſchmack giebt(§. 5.), zu geſchweigen, daß d) die Anziehung derſelben zu den Saͤuren ſtaͤrker, als die Anzie⸗ hung der verſchluckenden Erdarten, zu denſelben, zu ſeyn Weinet(§. 5. N. 2. Anm.)„wozu noch kommt, daß e) dieſe Srde mit den gemeldeten Saͤuren entweder verdickt wird oder eſanmnen geht(§. 5.), und k) eine ſtarke Anziehung zum V reanbaren Weſen hat, das ſie auch am laͤngſten feſt haͤlt, V nan aus der Farbe, die die Blumen dem rothen Salpe⸗ den(§. 10. N. 7.), und aus der Reducirung(§. 10.) welches lauter beſondere Eigenſchaften einer alcaliſchen ¹ lch⸗Erde ſind, ſo ſchließt man hieraus, daß der Zink in hieraus, daß der Zink in ſeiner wuͤrklichen Grundmiſchung in ſeine Eddeei 1N und duec kan. ((19) dende ian einem B Juſtide düict we tul eine deene vo ninn Vom Zink oder Tuttanego ꝛc. 2 Budnit in ſeiner metalliſchen Grundmiſchung eine beſondere Kalch⸗ di Erde eigener Art zu einem Beſtandtheile habe. gemeintr e 1. Anm. So viel iſt gewiß, daß man aus einer Kalcherde wedeni und einer brennbaren Materie, bisher, ſo viel bekant, deßolas te durch die Kunſt noch kein Metall oder Ziuk hervorbringen n. J.), W. kann; aber dies iſt auch eben das, was uns veranlaſſet :) aagfifn hat, dieſe Erde eine beſondere Kalch⸗Erde eigener Art zu g) als außn nennen, in ſo weit ſie auch die uͤͤbrigen Eigenſchaften einer vorhenghe Kalch⸗Erde, nemlich, ſich zu einem Kalch brennen zu laſ⸗ ſen, der ſich mit Waſſer erhitzt, u. ſ. w. nicht hat. Wir haben vorher angemerkt, daß die Erdart, die ſich aus den auch anie Salzen ausſcheidet, ob ſie gleich oft kalchicht zu ſeyn ſchei⸗ öt, diſſs ne, doch von der vor ſich ſelbſt in der Natur beſindlichen hen die u Kalch⸗Erde weit unterſchieden ſey. Eben dieſes findet bey ſet warde de vielen Metallen Statt. Will man dieſe Erde eine metal⸗ zgeiſt d in liſche Erde nennen, kann man es thun, wenn man nur r Arſatti darinn mit uns uͤbereinkommt, daß ſie alcaliſch oder kalchicht ſey 1 2. Anm. Viele Chemiſten, beſonders C. N eumann. Eller, von Juſti, u. a. m. wollen auch etwas A* wer ſenikaliſches im Zink annehmen, und nennen die gedacht jungdaz Erde daher eine erdichte arſentkaliſche Materie. Dieſes (69.4. 56 1 arſenikaliſche Weſen wollen ſie erwelfen, a) aus der e werlich de igkeit des Zinks, b) aus der mehlichten Geſtalt der Zin )ußf C Erde, und der Eigenſchaft, die ſie hat, ſich an kalte Ko⸗ 2 :9 u4, per, wie der Arſenik, anzuſetzen; c) aus dem widrigen t wid d Geruch, den man vom brennenden Zink verſpuͤrt, welchen ihnen iini von Juſti in ſein. Chym. Schr. S. 150. einen Knob⸗ lauchs⸗Geruch nennet; d) aus der blaugruͤnen Flanme, die er mit dem Harn⸗Phosphorus gemein hat; e) aus der gen, daß hi leuchtenden Eigenſchaft des Zink⸗Kalchs, ſowol im Of 1 , als de ſche i Gallmey, als der Blende(189); 4) aus dem Arſenttali⸗ ve S 3 ſchen, erdict wi 1 Arziehen(189) Das Leuchten der riſſen, keuchten, und habe eben noſen fi Blende kann um ſo viel weniger daher Blenden, die nicht leuch⸗ baeh zu einem Beweiſe des Hen von ten, und von eben den Farben I mhhne Juſti dienen, da es der Blen⸗ ſind. Auch die Blenden vom cirng e de nicht weſentlich iſt. Ich kenne Harze, die ich roth, draun und einliſ nur eine gelbe und eine rothe ſchwarz habe, leuchten auf dieſ⸗ s, uptr Blende von Scharfenberg, die im Finſtern mit einer Nadel ge⸗ Art nicht. A. d AUA. 278 Zwanzigſtes Capitel. ſchen, das ſich in den Blenden und den Gallmeyen ſinde (S.§. 2. Anm.). Hierauf dient folgendes zur Antwort: Da man 1) von den Zink⸗Erzen weder beym Roſten noch beym Meßing⸗Schmelzen einige arſenikaliſche Ausduͤnſtun⸗ gen bemerkt; 2) auch mit der ſchaͤrfſten Lauge weder aus dem Zink noch aus den Zink⸗Blumen das geringſte Arſenika⸗ liſche abſondern kann, man auch 3) findet, daß das Ver⸗ halten des Zinks gegen den Salpeter, das Kupfer und andere mineraliſche Korper, von dem Verhalten des Arſe⸗ niks gegen die gemeldete Koͤrper weit verſchieden iſt, indem die Fluͤchtigkeit und Sprodigkeit, die er, wie andere Halb⸗ Metalle, den Metallen mittheilet, nicht viel auf ſich hat, ſo ſchließt man hieraus biliig, daß man keinen Arſenik im Zink erweiſen koͤnne; zu geſchweigen, daß der Arſenik noth⸗ wendig mit dem brennbaren Weſen abgeſchieden werden muͤßte, wenn der Zink brennt; welches jene auch zu erken⸗ nen zu geben ſcheinen, wenn ſie aus der Flamme und dem Geruch einen Schluß ziehen; aber, wie koͤnnte denn das Brennbare des Kohlgeſtuͤbes auch dies Arſenikaliſche wieder herſtellen? Was die angefuͤhrten Gruͤnde betrift, ſo merken wir an, daß a) die Fluͤchtigkeit des Zinks von der Fluͤchtigkeit des Arſeniks ſehr weit unterſchieden ſey, in⸗ dem jener ſich, wenn er einmal ſublimirt iſt, ſchwerlich oder gar nicht wieder aufſublimiren laͤßt; dieſer ſich aber immer wieder auſſublimiren laͤſſet. b) Laͤßt ſich der Spießglas⸗ Konig in weiſſe Daͤmpfe aufſublimiren, die ſich an kalte Korper ſetzen, ohne deswegen arſenikaliſch zu ſeyn(S. Cap. 19.§. 23. 1. Anm.). c) Der Geruch, der vom brennenden Fink verſpuͤrt wird, iſt ſehr geringe, wenig⸗ ſtens nicht arſenikaliſch, er ſey es dann in von Juſti's Gehirne. d) Die blaugruͤne Flamme kann um ſo viel we⸗ niger etwas Arſenikaliſches zu erkennen geben, da man auch vom Schwefel zum Theil eine ſolche Flamme bemerkt, wenn er ſtark fließt und brennt. So zeigt auch der Schwe⸗ fel mit Queckſilber im mineraliſchen Mohr, wenn man ihn etwas abbrennen laͤßt, u. a. m. eine ſolche Flamme; zu ge⸗ ſchweigen, daß man im Harn⸗Phosphorus noch nichts Arſenikaliſches hat erweiſen koͤnnen. e) Die leuchtende Eigenſchaft, ſowol des Ofen⸗Gallmeys als der Blende, ꝛeigt ehe ein entzuͤndliches oder ſchwefelichtes, als ein arſe⸗ nikaliſches Weſen an. f) Man findet wol in einzgen Hlen⸗ den und Gallmey⸗Arten etwas Arſenikaltſches, muͤſte es aber in allen finden, wenn der Arſenizt ein Beſtandtheil des Zinks waͤre.§. 14. Da de gera⸗ ſuinſi jinr, nntal y tothens ſem tragen ber, udn nar 4 kand üen Ind für 9 ber. Iley Jun Quck. werden wwiſch ene Iink, (ec): n; Vom Zink oder Tuttanego ꝛc. 279 es zur Aune§. 14 eyn Aain, teäuain Da man ſieht, daß der Zink, wie in den vorhergehen⸗ ſauge ad den Paragraphen bewieſen worden iſt, ſeine beſondern Eigen⸗ eringeatie ſchaften hat, und ein eigenes Verhalten gegen andere Koͤrper de iden zeigt, ſo ſchließt man daraus, daß er ein beſonderes Halb⸗ as ſuſt metall ſey. haltd dg cieden c me Anm. Einige Chemiſten haben in der Meynung geſtanden, wie andee der Zink ſey ein zuſammengeſetztes Metall, und findet man viel auf ſte bey ihnen verſchiedene Vorſchriften dazu angefuͤhrt. Cha⸗ kanen arat⸗ ras ſagt, er koͤnne aus Bley, Arſenik und Gallmey mit der Arſentne Weinſtein und Salpeter bereitet werden. Andere aus dem zeſchedin ni rothen fixen Schwefel des Vitriols, und gereinigten Gruͤn⸗ ene auchu ſpan, nebſt Queckſilber, ſo auf geſchmolzenem Kupfer ge⸗ der Famm tragen wuͤrde. Branell meynt, man koͤnne aus Sil⸗ Mwie uünnte ber, Zinn und Kupfer Zink bereiten. Daß aber alle dieſe ſies Arſani und mehrere aͤhnliche Verſetzungen vergebens ſind, kann MGrände t man leicht ausfuͤndig machen, wenn man bedenkt, daß t Ne zubn aus allen ſolchen Verſetzungen kein Metall erhalten werden jeeſcheön g kann, das im Feuer ganz und gar fluͤchtig iſt, und zugleich ſt ſöwante brennt, welches doch die eigentlichen Eigenſchaften des er ſchabg n Zinks ſind. Wiederum haben andere Chemiſten den Zink h der Epi fuͤr eine beſondere Art eines Metalles gehalten. Glau⸗ die ſch ni ber und Panet meynten, es ſey eine beſondere Art zſch u in Bley; Lemery, es ſey eine beſondere Art Wißmuth. Feruc, N Kunkel und CaknirvcVS hielten ihn fuͤr ein verdicktes gerin Queckſilber; Helmont hingegen fuͤr einen figirten Ar⸗ ddor 5 ſenik. Barbette hat es aber beſſer getroffen, und koͤmt 8 fun der Wahrheit naͤher, wenn er ihn in ſeiner Prazi S. 42. d 6 fuͤr eine beſondere Art Zinn haͤlt; denn ob das Zinn und 65 1* der Zink gleich ſehr von einander unterſchieden ſind, ſo Glanm ie kommen ſie doch von allen Metallen am mehrſten mit ein⸗ auchdnee ander uͤberein, wie im Capitel vom Finne weiter bewieſen k, lendſie werden wird. Da man aber dagegen viele Ungleichheit Jlonmn zwiſchen dem Zinn und Ziak findet, ſie auch ihre beſondern olus ut n Erze haben, und man in den mehrſten Zink⸗Erzen keine Jnhuhe Zink⸗Spur findet(190), ſo kann man, aller der Aehn⸗ tes, b nd S4 lichkeit nibnn„(*90) Auch finden ſich dee auf einem Gange beyſammen. liche 8 Zinn, und Zink⸗Erze nicht leicht Der Rammelsberg hat zinkiſche enn Hetun Erze 1 1 4 1 3 1I I J G f 3 h I Fa 1 5 9 E 1 1 7 1 S 280 Zwanzigſtes Capitel. Vom Zink ꝛc. lichkeit ungeachtet daraus nichts anders ſchließen, als daß der Zink und das Zinn, ob ſie gleich in Anſehung der alca⸗ liſchen Erde, und des brennbaren Weſens, vielleicht ſehr mit einander uͤbereinkommen, doch in ihren Eigenſchaften genug von einander unterſchieden ſind, welches theils von einem verſchiedenen Verhaͤltniß dieſer Beſtandtheile, theils auch von andern Umſtaͤnden herruͤhren kann, und bleibt daher doch der Schluß richtig, daß der Zink ein beſonderes Halb⸗Metall ſey, wie das Zinn ein beſonderes Metall iſt. Vierte Erze genug, vom Zinn hat man aber keine Spur daſelbſt gefun⸗ den, ſondern die einzige Anzeige auf Zinn⸗Graupen fand ſich in der Gegend von Andreasberg, wo bisher noch keine Zink⸗Erze den Gruben, wo im Saͤchſiſchen die Zinn⸗Zwitter und Graupen gebrochen werden, finden ſich Blenden nicht leicht. A. d. U. gebrochen worden ſind, und in nku. hließen h 1 ſehung d 4. billech 6 en Eignite dches tan nndchale e dw den ſi, m vo in(ätſi ter und Guu dn, fui lechl 4 dl- Vierte Abtheilung den ganzen Metallen, deren Eigenſchaften, b und Verhalten gegen andere Koͤrper. 1 — R 3 nheit doch be den Che t angeſte dtur und enken. A h, ausfin Anm. D kant ger — Vierte Abtheilung. Von den ganzen Metallen, deren Eigenſchaften, unnd Verhalten gegen andere Koͤrper. — Ein und zwanzigſtes Capitel. Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl, Berliner⸗ Blau, u. ſ. w. §. 1. ** 18 ekantermaßen wird von allen bisher bekanten Me⸗ 8 tallen keines haͤufiger gefunden, als das Eiſen, das auch zugleich das nothwendigſte, und von den alleraͤlteſten Zeiten her bekant geweſen iſt. Man muß jedoch zugleich geſtehen, daß ſeine Natur und Beſchaf⸗ fenheit doch noch nicht voͤllig erforſcht worden iſt, und man bey den Chemiſten nicht viel mehr, als einen oder andern da⸗ mit angeſtellten Verſuch antrift, und ſie uͤbrigens uͤber die Natur und Beſchaffenheit deſſelben noch verſchieden genug denken. Wir wollen daher verſuchen, ſolches, ſo viel moͤg⸗ lich, ausfindig zu machen. Anm. Daß das Eiſen von den alleraͤlteſten Zeiten her be⸗ kant geweſen iſt, lehrt uns Moſes in ſeiner Geſchichte vom Tubalcain, und anderwaͤrts mehr. Dem ohn⸗ geachtet findet man doch, daß die Alten ſich ofter des 3 Kupfers 284 Ein und zwanzigſtes Capitel. Kupfers, anſtatt des Eiſens, zu allerhand Geraͤthſchaften ſowol in der Haushaltung, als im Felde, bedient haben, welches einige Griechen und die Romer veranlaßte zu be⸗ haupten, daß das Kupfer wenigſtens, was ſeinen Nutzen und Gebrauch betrift, eher als das Eiſen bekannt geweſen ſey. Die wahre Urſache aber, warum ſie ſich des Kupfers mehr, als Eiſens bedienet haben, iſt theils die, daß ſie das Kupfer leichter bekommen konnten, theils ein Mangel an Kenntniß recht mit dem Eiſen umzugehen; denn man findet keine ſonderliche Spuren, daß die Griechen oder Röomer Hammerwerke ſollten gehabt haben; dagegen hat⸗ ten ſie viel Kupfer, ſowol von Cypern als von andern Dertern. §. 2. Um die beſondern Eigenſchaften des Eiſens recht kennen zu lernen, muß man vorher wiſſen, daß ſich unter dem Ei⸗ ſen, ſowol in Anſehung der Beſchaffenheit der Erze, aus welchen es genommen wird, als in Anſehung der Umſtaͤnde, die zur Geſchmeidigkeit deſſelben in Acht genommen werden muͤſſen, viel Unterſcheid ſindet. Dem zufolge muß man ei⸗ nen Unterſcheid zwiſchen gegoſſenes und geſchmiedetes, roth⸗ bruͤchiges oder kaltbruͤchiges, geſchmeidiges oder Duͤrr⸗Erz⸗ (191) Eiſen machen. a) Das Guß⸗Wiſen, welches auch Melden⸗Eiſen (Tack-Jarn) genannt wird, wird aus dem Eiſen⸗Erze mit Kohlen und einem dienlichen Fluſſe ausgeſchmolzen(192), iſt hart und bruͤchig, ob man es gleich aus einem gutartigen Erze zuweilen etwas zaͤhe erhaͤlt. b) Ge⸗ 4(191) Düpr⸗rs(Torr-(192) Von dem Ausſchmel⸗ en) werden in Schweden di„.. Seade nndenn( C r. n ſedt zen des Eiſens aus ſeinen Erzen §. 201.) genannt, weil ſie ſchwe⸗ giebt der Verfaſſer ausfuͤhrlichere rer fließen, dahingegen die leicht⸗ in ſei 7 fluͤßigen ſchwefelichten oder arſe⸗ Nrchxichten in ſeinen er, Aleuen. nikaliſchen Erze Quickmalm P. III. Cap. I. A. d. U. genannt werden. A. d. U. 2 hyen Maaer ſche Eſin a) nen chalt gſcnediges ſtefazt geſmadg 2 3I ſche., wn enme pt deß glühehe igrim Fau nethaltn J B4 ſlähet, gehr (9) G 281, f A (99) Dn in het zvalß Kat ſhe flen ſt. Da abeien, ie übend delon ehlſiſen, u üt an der R ſle b Küchenger, in ſne anſenhaſt, J ich zu ſſinig ihel lit e aus ſt ſd ſteint en dühuett adan ſet ia anc da Gaithin bediat en eranlaßtt 1 ds ſeina d hekanit n ſih ds i tls die, eils ingen hen; dm e Griegen n; dayanſe als ven ahe ens rect. ) unter dm der E, g der Umib nommen wehn ge muß ne zmiedete, n oder Da Mede En Eiſen⸗Enn mohen in inem guunt ſ6. den uste aus fenn ee ſer anfült ſeinen fö N9 Adl. 8 Vom Eiſen, Eſenroſt und Stahl ꝛc. 285 b) Geſchmiedetes Eiſen, das auch Stangen⸗Eiſen, oder ſchlechtweg Eiſen genannt wird, wird aus dem Guß⸗ Eiſen(a) durch oͤfteres Gluͤhen zwiſchen Kohlen und Haͤm⸗ mern erhalten(193); es iſt zwar hart, aber zugleich zaͤhe und geſchmeidig, doch mit Unterſcheid nach Verhaͤltniß ſeiner Be⸗ ſchaffenheit, indem es rothbruͤchig, kaltbruͤchig, oder voͤllig geſchmeidig iſt. V c) Rothbruͤchiges(194) Eiſen wird das genannt, welches, wenn es roth gluͤhet, ſproͤde iſt, und unter dem Hammer ſpringt; kalt aber, und auch ſo gar, wenn es ganz weiß gluͤhet, weich und geſchmeidig iſt. Dieſes ſchweiſſet ſehr im Feuer, und wird aus geſchwefelten Erzen und Kie⸗ beſtaͤndig uͤbel riechen. ſen erhalten. d) Kaltbruͤchiges Eiſen(195) iſt, wenn es roth gluͤhet, geſchmeidig, aber, ſowol, wenn es weiß gluͤhet, als (193) S. Elem. Metall. S. 283. ff. A. d. U. (194) Das rothbruͤchige Ei⸗ ſen hat zwar die Vorzuͤge, daß es kalt ſehr weich und leicht zu feilen iſt. Dagegen aber iſt es zu arbeiten, wo es noch dunkel⸗ gluͤhend gebogen werden ſoll, wie zu Hufeiſen, unbrauchbar, roſtet leicht an der Luft, laͤuft unter der Feile blau an, taugt nicht zu Kuͤchengeraͤthen, da es die Speiſen ſchwarz faͤrbt und ihnen einen eiſenhaften Geſchmack giebt, auch nicht zu Oefen, als welche Nan er⸗ haͤlt es aus ſchweſelichten Erzen, und ſcheinet ein zuruͤckgebliebener Schwefel oder deſſen Saͤure die Urſache dieſer Fehler zu ſeyn; daher anch das Umſchmelzen mit wenn Kalch zur Verbeſſerung eines ſolchen Eiſens vorgeſchlagen wird. S. Wall. Es. Metall. S. 268. n. I. Ebendeſſ. Rede in kl. Abh. einig. Gel. in Schwe⸗ den, B. II. S. 18. Pol⸗ hens Teſtament. A. d. U. (195) Das kaltbruͤchige Eiſen roſtet nicht ſo leicht, hat mehr eine Silberfarbe, nimt eine bef⸗ ſere Politur an, und wird nicht ſo leicht von Speiſen angegriffen. Die Urſache wird von einigen in einem beygemiſchten Arſenik ge⸗ ſucht, der aber bey den mehre⸗ ſten dieſer Erze fehlt. Wahrſchein⸗ lich iſt ſie in einem Mangel des gehorigen Brennbaren zu ſuchen, S. Waller. Fl. Mecall. S. 268. n. 2⸗ 271. Min. Beluſt. Th. I. S. 240⸗243. A. d. U. 286 Ein und zwanzigſtes Capitel. wenn es kalt iſt, ſproͤde. Man erhaͤlt ſolches Eiſen aus den Moor⸗ und See⸗Erzen, u. a. m., in welchen das natuͤrliche brennbare Weſen fehlt, wovon denn auch die Haͤrte dieſes Eiſens herruͤhrt. 8 e) Geſchmeidiges Eiſen laͤßt ſich heiß verarbeiken, und auch kalt etwas handthieren, ohne zu ſpringen; man erhaͤlt es aus den ſogenannten Duͤrr⸗Erzen. Anm. Wer dieſe verſchiedene Arten von Eiſen nicht kennet, kann ſich leicht irren, wenn er von den Beſtandtheilen des Eiſens etwas reden will, weil man findet, daß in einigem Eiſen ſolche Materien zufaͤlliger Weiſe eingemiſcht ſind, die eigentlich nicht zum Weſen des Eiſens gehoren, aber doch ſchwerlich oder gar nicht von ſelbigen geſchteden werden koͤnnen; woher es auch kommt, daß die Chemiſten von der Beſchaffenheit des Eiſens ungleiche Gedanken geheget haben. §. 3. Das Eiſen, nemlich das geſchmiedete oder geſchmeidige Eiſen, von welchem hier eigentlich die Rede ſeyn wird, iſt insgemein ein geſchmeidiges Metall, haͤrter als alle uͤbrige Metalle, mehr oder weniger dunkelgrau oder ſchwarzblau von Farbe, im Bruche etwas glaͤnzend, oder gleichſam aus glaͤn⸗ zenden und etwas faſerichten Theilchen zuſammengeſetzt, wird vom Magnet gezogen, und verhaͤlt ſich in Anſehung ſeiner eigenthuͤmlichen Schwere zum Waſſer, wie 27,645 oder 8,000 zu 1,000. S Hiebey findet ſich folgender Unterſchied: 1) Das geſchmeidige Eiſen iſt zaͤhe, dunkelgrau glaͤn⸗ zend im Bruch, mit faͤſerichten Theilchen, als wenn es haa⸗ richt waͤre, daher es auch im Bruche ſcharf anzufuͤhlen iſt. 2) Das kaltbruͤchige Eiſen iſt ſproͤde, im Bruch ent⸗ weder weiß oder glaͤnzend wie Silber, oder blaͤulicht, meh⸗ rentheils grobaͤugicht und grobglanzig, oder gleichſam glaſicht, wenig oder gar nicht faſericht. 3) Das A ) dn klnu, i düſen T m aune gien — d nß nch anuS trune Fartte nid, ſäochs meiremng ötſichhart ſch davon ſels ſebt hitein ſen, ſo lang dem eraberß c Marts Wir mei ) dwn t Eſenh d) Eſef d latts, 3 9 dißß Stellen t umſchwebt; 1 Anm,„ baſen(C berichet, deluſtg als ander dagegen, dine gele lienus Naurhtigk Fhalchen tll. s Eſn en dis nanen de Hin verrteit, agen; nae Sſer nite Teſtandthal tt, dnß n mg ingemſcht ſ thötn, a geſchtdn ne Chenſten wn mien geheoah oder getm de ſenn oid er als dleih er ſchwarßeen leichſamaste mmengeſce zAnſchutir „645 da dankägo als weme anzufhlei , in Guht e bläulch,7 glchongli Jd- Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 287 3) Das rothbruͤchige Eiſen iſt zaͤhe, im Bruche dun⸗ kelgrau, nicht ſonderlich glaͤnzend, auch nicht faſericht, von auſſen zu mehrentheils queruͤber bruͤchich, zuweilen auch mit braunen Flecken gefleckt; es ſchweißt ſtark im Feuer. §. 4. An der Luft veraͤndert ſich das Eiſen auf die Art, daß es nach einiger Zeit erſtlich dunkel wird, dann anfaͤngt eine braune Farbe zu erhalten, und zu einem Boſt verwandelt wird; jedoch eine Art mehr und eher, als die andere, und an einem Ort mehr und weniger als am andern. Dieſer Roſt ſetzt ſich hart und feſt auf das Eiſen an, und laͤßt ſich ſchwer⸗ lich davon ſcheiden, draͤngt ſich auch nach und nach ins Eiſen ſelbſt hinein. Ein ſolcher Eiſen⸗Roſt wird von den Chemi⸗ ſten, ſo lange er auf dem Eiſen ſitzt, Ferrugo(Roſt), nach⸗ dem er aber abgeſchieden worden, und vor ſich allein iſt, Cro⸗ cus Martis(Eiſen⸗Safran) genannt. Wir merken hierbey an, daß 2) das rothbruͤchige Eiſen eher und ſchneller als ein an⸗ ders Eiſen roſtet.. b) Eiſenfeilſpaͤne und rauhes Eiſen eher, als grobes und glattes, und dieſes wieder eher, als polirtes Eiſen roſtet. o) Dieſes Roſten ehe am feuchten Orte, als an trocke⸗ nen Stellen vor ſich geht; auch eher, wo ein ſaurer Dunſt herumſchwebt, als anderwaͤrts. 1. Anm. Heinr. Ellis in der Reiſe nach Hudſons Meer⸗ buſen(S. Samml. Merkw. Reiſen. B. I S. 308. ff.) berichtet, daß das Eiſen im Hudſonſchen Meerbuſen, ob die Luft gleich daſelbſt ſehr feucht iſt, doch nicht ſo leicht, als anderwaͤrts roſtet, ſo auch in Rußland; daß es aber dagegen auf der Inſel Barbados, und andern unter der Linie gelegenen Orten unglaublich ſchnell roſte. Er will hieraus ſchließen, daß das Roſten eigentlich nicht von der Feuchtigkeit, ſondern den in der Luft befindlichen ſalzigen Theilchen herruͤhre, welche in den noͤrdlichen Gehenda 288 Ein und zwanzigſtes Capitel. nicht ſo haͤufig in der Luft aufſteigen koͤnnten, als an den heißeren Oertern, woſelbſt die Erde immer offen ſey, und das Waſſer nicht zufriere. Dieſe Meynung ſtreitet aber wider Kaͤmpfers Beweiß, der in ſeinen Amon. Faſc. I. p. 16 3. meldet, daß zu Iſpahan in Perſien das Eiſen nicht liegt, die heiß genug iſt(196); indeſſen wird doch dies hie⸗ durch bekraͤftigt, daß das Eiſen nicht allenthalben gleich roſte. Es waͤre zu wuͤnſchen, daß man hieruͤber mehrere ſichere Beobachtungen haͤtte; doch hievon weiterhin ein mehrers. 2. Anm. Stellet man Eiſenfeilſpaͤne in einem flachen Ge⸗ faͤße unter freyem Himmel, daß Thau und Regen darauf fallen kann, und puͤlvert dann, nachdem es gut geroſtet iſt, den Roſt, ſiebet, waͤſcht und ſchlemmt ihn, und trocknet das hiedurch erhaltene feinſte Pulver, ſo erhaͤlt man Cro- cus Martis Aere præparatus(Eiſen⸗Safran an der Luft be⸗ reitet), der auch Crocus Martis aperiens genannt wird. 3. Anm. Wie man aus dieſem Safran QOueckſilber erhalten konne, findet man Cap. 14.§. 40. n. 3. 4. Anm Einige Chemiſten, wie Vogel, Boulduc, u. a. m. meynen, das Eiſen konne an der Luft aufgeloſet werden, weil ſich aus den Sauerbrunnen⸗Waſſern, ein Eiſen⸗Safran niederſchlaͤgt, wenn man die Luft heraus⸗ pumpet(197); aber dies kann eine andere Urſache haben. S§. 5. einmal angefeuchtet roſte, welches doch in einer Gegend (196) Hier wird aber auch der Unterſchied zwiſchen der See⸗ und Land⸗Luft in Betrachtung kommen. A. d. U. (197) Hieher gehoͤrt dann auch die neuere Erfindung, die Stahlwaſſer, vermöoge der ſoge⸗ nannten fixen Luft, nachzuma⸗ chen. S. Hr. Lane Schreiben an Hrn. Cavendiſch uͤber die Aufloͤslichkeit des Eiſens im gemeinen Waſſer durch die Zwi⸗ ſchenkunft fixirter Luft, im N. Hamb. Mag. B. Xl. St. 66. S. 483⸗498. aus den Pil. Trausaft. v. J. 1769. Vol. LIX. S. 216⸗227. IOH. PRIESTLEY Direflious for impregnating water with fixed air, ſo ar to give it the peculiaꝝ ſpirit and Virtuer of Pyrmont- water and other Minæ- ralwater of fimilar natur. Lond. 1774. Man ſſehet aber leicht ein, daß hier ein Trugſchluß vor⸗ geht, und die Aufioͤſung des Ei⸗ ſens den beym Aufbrauſen ver⸗ flüchtigten Vitriolſaͤuren zuzu⸗ ſchreiben iſt. A. d. U. 2— In reltr i iſtr, w tt eln Naen. N ſeneiſoe a Päſen Jgedanyſte Nene Ar. Aum. der v angeft en Er kgeni waſſe vmn wobe Laſf unan Silbt Eie der E gelegen dn, oh nuthlch „Aum. dicliche varmen nit Wa thaͤlt berfahr cus Ma Ä99) So ſerelander ſe Kanunt fücen 6 nten, iſsn nung ſtet, en Anen, a en dasſeſan ein eneren itd nc a dlentba hierübee n don watethn. anem faacen und Regen wr em es glt gn tihn, und tec ſo ahält umd an an dir l »genannt ve dueckſuber ah — 1, Bould der kuft auie mnen⸗Vaſen, n die kuſt ſe⸗ rre Urſochehe 6 8. aus Wn J. nsg ſtl 7. IoR. Enutnu iupregnuni ir, ſo ar u pirit au ſu ater aud Uhb uilar un h in ſtche d reindauſt ßie Tuftſunn e wm üinn 9. Virulinm H. A dl Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 289 S§. 5. Im Waſſer roſtet das Eiſen auch, doch ſtaͤrker und ſchneller im Seewaſſer, als in Teich⸗ oder anderm reinen Waſſer, wie durch die Seefahrer bekant genug iſt; auch ro⸗ ſtet eine Art wie(§. 4.) gemeldet worden, leichter als die andere. Auch meldet Bohn in ſein. Diſſ. Ph. Ch. wenn Eiſenfeilſpaͤne lange mit Waſſer gekocht wuͤrden, ſo erhielte das Waſſer zuletzt einen vitrioliſchen Geſchmack, und gebe abgedampft etwas Salz. Guß⸗Eiſen wird im Meerwaſſer zu einer Art von Bleyerz verwandelt(198). 1. Anm. In den Abhandl. der Koͤnigl. Schwed. Akad. der Wiſſenſch. v. J. 1756. XVII. B. S. 15. findet man angefuͤhrt, daß Naͤgel, die in den Grund einer Schleuſe zu Stockholm niedergefallen waren, und daſelbſt lange ge⸗ legen hatten, von dem mit der Fluth zugefloſſenen See⸗ waſſer ſo ausſehend worden waren, als wenn ſie von fei⸗ nen Stahl⸗Draͤthen zuſammengedrehet worden waͤren, wobey das grobere Eiſen querdurch verroſtet und vom Waſſer weggeſpuͤhlt war, die feinern Draͤthe aber waren uuangegriffen, und ſahen, wenn ſie angefeilt wurden, wie Silber aus, hatten aber die Haͤrte eines weichen Eiſens. Eine bey eben der Gelegenheit herausgezogene Schaufel oder Spaten aber, ſo hinter der Mauer mit Thon bedeckt gelegen hatte, ward ganz unverletzt, und glaͤnzend befun⸗ den, ohne daß ſie angeroſtet geweſen ware, wovor ſie ver⸗ muthlich durch den Thon bewahrt worden war. 2. Anm. Nuͤhrt man Eiſenfeilſpaͤne mit Waſſer zu einem dicklichen Gemenge an, und ſtellet ſolches an einen gemaͤßigt warmen Ort; oder beſprenget Eiſenfeilſpaͤne nach und nach mit Waſſer, und laͤßt ſie zwiſchen jedem male trocknen, ſo erhaͤlt man, wenn damit auf gedachte Art(§. 4. 2. Anm.) verfahren wird, gleichfals einen Eiſen⸗Safran, der Cro⸗ cus Martis per Irrorationem(Eiſen⸗Safran durch Be⸗ 35 netzen), (198) Sowird von den durch ſie ſo weich wie Bley befunden die Englaͤnder ausgefiſchten eiſer: worden ſind. S. Gottingſche nen Kanonkugeln der unüͤber⸗ Anz. 1773. Zug. St. 47. windlichen Flotte gemeldet, das S. 408. A, d, U 2 290 Ein und zwanzigſtes Capitel. netzen), auch 8S. wird. 3 Dieſer durch Beſprengen mit Waſſer bereitete Eiſen⸗ Safran ſoll, wie Bourdelin berichtet, etwas ſchwe⸗ 7 rer, als vorher die Eiſenfeilſpaͤne wiegen, auch betraͤgt der Zuwachs am Gewicht nach Hiarne'’s Verſuchen ge⸗ gen 2 Loth(199). Auch ſoll er deſtillirt einen fluͤchtigen gleichfals Crocus Martis aperiens genannt Harn⸗Geiſt geben. S. Hiaͤrne's lentau. Chem. P. II. S. 92. §. 6. 1 Vom Verhalten des Eiſens im Feuer iſt folgendes zu bemerken: 2) Gluͤhend wird das Eiſen ſehr geſchwinde, und ſchnel⸗ ler, als ein anderes Metall, auch kann es blos durch eine 1 ſtarke Bewegung oder Reiben, z. B. durch Feilen, Haͤmmern, nommenen Eiſenfeilſpaͤne nicht, Reiben, oder auf eine andere Art, ohne Feuer etwas heiß und gluͤhend erhalten werden, weswegen es denn auch zuwei⸗ Flammen⸗Feuer oder in die Flamme eines Lichtes fallen, ſo ſieht man mit Vergnuͤgen, wie die kleinen Feilſpaͤne gleich⸗ ſam Feuer faſſen, und mit einem leuchtenden und funkenden Schein brennen. *) Laͤßt man das Eiſen ſehr gluͤhend werden, und ſetzt es der Luft aus, oder ſchuͤttelt und haͤmmert es, ſo ſpritzt es helle elektriſche leuchtende Funken von ſich(200), und ein — großer den aͤtzenden Sublimat weiß nie⸗ der. A. d. U. (200) Die Schmiede nennen dieſes Schweißen, und da ver⸗ ſchiedene Stuͤcke Eiſen mit einer (199) Siaͤrne beſtimmt aber das Gewicht der dazu ge⸗ daß ſich alſo das Verhaͤltniß der hiebey beobachteten Zunahme, am Gewicht, nicht beſtimen laͤßt. Von dem Geiſte erhielt er aus derſel⸗ ben Menge⸗Roſt, 2 Quentgen. Dieſer Geiſt ſchlug unter andern det werden muͤſſen, dieſe Arbeit zuſammenſchweißen. A. d. U. Anm. T 8 grftr de ritrenRe and en der dügeſt dünm nitwe ten vorfaͤllt, daß ſich Muͤhlen⸗ und Wagen⸗Raͤder entzuͤnden. b) Laͤßt man nach und nach einige Eiſenfeilſpaͤne in ein ſolchen Hitze zuſammengeſchmie⸗ ſict, dah nan ht in in Glas dniſt. i GlsDe doſtdera age tan derw Aum.( Gefiß djega nit Hü fellet n Näfel tchält hemelde boftan cs Ma zenann die K ,— funter 6 f 0 1). me aber tl. aperieng d ſer beratt 6 den, auch 1- tes Vajin dt einen ft lentau, Chn. 1 dr iſfnde winde, uh es dus dat Felen, ganm Feurr ins S den aucſ Nader en jſenfeiſcint s liches ſa n Fellpuege een undjinin werden, vy rt es, of (200), N 609 ſa Sublimat de Schmihew veifen, un d” tücke Eſenante e uſonnnwie müſen, ieed weßn 4, 7 Vonm Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 291 großer Theil des Eiſens wird zu einer ſchwarzen ſproͤden ſchup⸗ pichten Materie verwandelt, die klein gemahlen roth ausſieht, und ein verkalchtes oder verbranntes Eiſen iſt. Anm. Von der Art ſind die Schuppen, die in der Schmiede abgeſchieden werden, wo das Eiſen geſchmiedet und ge⸗ haͤmmert wird, die deswegen auch Hammerſchlag genen⸗ net werden. Das rothbruͤchige Eiſen verbrennt am ſtaͤrk⸗ ſten, und wirft auch die mehreſten Funken von ſich. Hievon kommt es, daß das Eiſen ſo viel beym Gluͤ⸗ hen und Haͤmmern verliert. d) So lange das Eiſen im Gluͤhfeuer liegt, findet man nicht, daß es eine merkliche Veraͤnderung leidet, ſondern man hat im Gegentheil bemerkt, daß Eiſen, ſo 4 Wochen im Glas⸗Ofen gelegen, derber und glaͤnzender davon gewor⸗ den iſt. So bald daſſelbe Eiſen aber in die Muͤndung des Glas⸗Ofens gelegt worden iſt, daß nur die Flamme und die zuft darauf haben wuͤrken koͤnnen, ſo iſt es in Zeit von 8 Ta⸗ gen aufgeſchwollen, und vollkommen zu einem Eiſen⸗Saf⸗ ran verwandelt worden. Anm. Setzt man Eiſenfeilſpaͤne in einem flachen unglaſurten Gefaͤße ſo in einem Reverberter⸗ oder Calcinir⸗Ofen, daß die Flamme alle Theilchen wohl durchdringen kann, um mit Huͤlfe des Luftzuges das Brennbare zu verjagen; oder ſtellet man Eiſenfeilſpaͤne in einem Scherben, unter die Muffel eines Probier⸗Ofens, und ruͤhrt ſie fleißig um; ſo erhaͤlt man, wenn damit eben ſo, wie(§. 4. 2. Anm.) gemeldet worden, verfahren wird, einen rothen Eiſen⸗ Safran, der Crocus Martis per Reverberationem, auch Cro- cus Martis adſtringens(zuſammenziehender Eiſen⸗Safran) genannt wird, und mehr wiegt, als das Eiſen vorher wog, wie Ettmuͤller und andere beobachtet haben. 9 In verdeckten Gefaͤßen verbrennt das Eiſen in weit ſtaͤrkerer Hitze nicht, ſondern wird dadurch reiner und beſſer. f) Im Schmelz⸗Feuer wird das Eiſen zwar weich; um es aber vor ſich allein in Jlußſn bringen, wird der da 3 2 e 292* Ein und zwanzigſtes Capitel. ſte Grad des Feuers erfordert, und muß man hiebey als et⸗ was beſonders anmerken: 1) Daß geſchmeidiges Eiſen, wenn es umgeſchmolzen und nicht gehaͤmmert wird, bruͤchig und zu Guß⸗Eiſen ver⸗ wandelt wird. 3) Daß es beym Umſchmelzen viel von ſeinem Gewich⸗ te, nemlich gegen 16 bis 18 auf Hundert, verliert, welches verkalchet und verſchlackt wird. „Anm. Es iſt wol wahr, daß das Umſchmelzen des Guß⸗ keeiſens, unter welchem verſchiedene fremdartige Theile ab⸗ geſchieden worden, das Eiſen zu einiger Geſchmeidigkeit geneigt machen kann; auch iſt es wahr, daß man aus einigen Erzen ſchon durch die erſte Schmelzung ein ziem⸗ lich zaͤhes Eiſen erhalten kann, das ſich feilen und etwas heaͤmmern laͤßt; indeſſen darf man doch nicht glauben, daß man das Eiſen blos durch Umſchmelzen, ohne Haͤmmern, zu einer vollkommenen Geſchmeidigkeit bringen koͤnne. Schmitzt man Eiſenfeilſpaͤne mit einem dienlichen Fluß aus Laugenſalzen, glaſichter Materie und Kohlgeſtuͤbe, oder mit einem gewohnlichen Eiſen⸗Fluß, ſo, wie er bey Eiſen⸗Proben gebraucht wird, ſo erhaͤlt man ein ſproͤdes Eiſen⸗Korn mit 18 auf Hundert Verluſt. S. Brandt n in den Abhandl. der Akad. d. Wiſſenſch. zu Stockh. o. J. 1751. S. 209. woraus man ſieht, daß die zugeſetzte brennbare Materie nicht im Stande iſt, die Geſchmeidig⸗ keit des umgeſchmolzenen Eiſens zu erhalten, und alſp noch weniger ſelbiges, wie einige Chemiſten meynen, verbeſ⸗ ſern oder geſchmeidig machen kann. S. Junckers Couſp. Chem. I. I. S. 931. Macquer Elem. de Chym. I. II. S. 263. Es iſt alſo das Haͤmmern unumgaͤnglich nothwendig, wenn man geſchmeidiges Eiſen haben will, wodurch theils viele fremdartzge Theile abgeſchieden wer⸗ den, theils die Theilchen des Eiſen⸗Korns zu einem geho⸗ tigen Zuſammenhange mit einander gebracht werden. In⸗ zriſchen wird hiedurch nicht geleugnet, daß geſchmeidiger Stahl und Eiſen nicht, auf eine beſondere Art umgeſchmol⸗ — zen, ſeine Geſchmeidigkeit behalten konne. 2) Erd. 9) eur w nachdn udſtif ven mo tde ſiſ Am. ſeaf⸗ dat Tingſe bt ühla wid daſ verlt rigig dige wihh 1 zviſch hängen täume angeſſ Zwiſe angeff lihte, wird (aol) di de(iſe 8 uihe Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 293 1 9) Endlich muͤſſen wir beym Verhalten des Eiſens im Feuer noch dies hinzuſetzen, daß alles Eiſen, wenn man es Sunget nach dem Gluͤhen ſchnell in Waſſer abkuͤhlt oder abloͤſcht, hart GußEſan und ſteif wird; ſeine Geſchmeidigkeit aber wieder bekoͤmmt, 15 wenn man es oft gluͤhet, und nach und nach in heiſſer Aſche iſinen Gan oder zwiſchen Kohlen kalt werden laͤßt. verlien nt Anm. Da man weiß, daß das Feuer eine ausdehnende 6 Kraft hat, wodurch der Zuſammenhang der Theilchen nach Verhaͤltniß der Heftigkeit des Feuers in groͤßerm oder ge⸗ ringern Grade aufgehoben wird, und man einigen Grund hat zu glauben, daß die Theilchen bey einer ſchnellen Ab⸗ kuhlung ihren vorigen Zuſammenhang nicht ſo vollkommen mehen de dartgge dpale B. wieder erhalten, und wieder ſo dicht an einander verbun⸗ nelan u den werden knnen, wenigſtens ihre Aneinandertretung fale 15 1 verhindert werde, ſo koͤnnen die angefuͤhrten Umſtaͤnde ei⸗ Rir gul 3 nige Anleitung zu den Gedanken geben, daß die Geſchmei⸗ neß 39 digkeit des Eiſens, die durch eine ſchnelle Abkuͤhlung geſtoͤrt e wird, vielleicht, wenigſtens zum Theil, von dem gehoͤrigen ingm ſi Zuſammenhange der Theilchen des Eiſens abhaͤnge, und dienitn das Haͤmmern folglich, wie(Lit. f. Anm)) angefuͤhrt wor⸗ lu ahß den iſt, das mehrſte dazu heytragen. 14 gfies „ſo, wean man einſt AReaumur(dꝗAre de Conventir le fos farg& en eier. .S. Bram S. 322.) und Tillet(S. Allg. Magaz. B. V. S. 399.) ſch. zuEnt leiten dieſe Eigenſchaft des Eiſens, durch Abloͤſchen in kal⸗ daß dieuie tem Waſſer aus einer geſchmeidigen Materie in eine harte die Gcre veraͤndert zu werden, von einer ſchnellen Veraͤnderung der en, und ihnt Zwiſchenraͤume her, die von der ſchwefelichten Materie ab⸗ meynen,— haͤnge, welche durch die Gewalt des Feuers in die Zwiſchen⸗ S. Junt raͤume eindraͤnge und durch ein ſchnelles Abkuͤhlen daſelbſt r Fen alh eingeſchloſſen werde. Was aber die Veraͤnderung der tn ununat Zwiſchenraͤume betrift, ſo kommt dieſes mit dem, was wir Siſen hattt angefuͤhrt haben, mehrentheils uͤberein, und das ſchweſe⸗ dbgtſtide lichte Weſen, welches als eine Urſache angefuͤhrt wird, ns ar in wird weiterhin eroͤrterr werden(20ͤ1)) acht verdn T 3 S. 7. dnß gient Ait unſte(201) Läͤßt ſich die Erhaͤrtung Stahl noch merklicher iſt, nicht . des Eiſens durch eine ſchleunige ſo erklaͤren, daß bey einer ſchleu⸗ Abloͤſchung, welche bey dem nigen Erkaltung der Sberiche ur — — — 294 Ein und zwanzigſtes Capitel. G.. 1 Gegen die Mineralſaͤuren verhaͤlt ſich das Eiſen auf fol⸗ gende Art: 1) Vitrioloͤl greift, wenn es ſtark iſt, das Eiſen nicht ſonderlich an, ob ſich gleich eine kleine Bewegung zeigen kann, und das Eiſen wird etwas ſchwaͤrzer oder dunkler; gießt man im Gegentheil ſtarkes Vitrioloͤl auf Eiſenfeilſpaͤne, ſo werden dieſe in ein hartes weiſſes Coagulum verwandelt, das ſich nachher ſchwer wieder loͤſen laͤßt, wenn man Waſſer hinzu⸗ ſchuͤttet. Verduͤnnt man das Vitrioloͤl aber mit Waſſer, ſo loͤſen 2 Theile davon Theil Eiſenſeilſpaͤne auf, die nach und nach hineingeworfen werden muͤſſen, und geſchicht dieſe Auf⸗ loͤhung mit einem ſtarken Erhitzen und Brauſen, und giebt einen unangenehmen, doch nicht arſenikaliſchen, ſondern ſehr entzuͤndlichen Dampf, wobey ſich auch allemal eine ſchwarze Erde abſcheidet; die Aufloͤſung ſelbſt aber iſt im Anfange gelbe, wird ſodann gruͤnlicht, aber in der Hitze wieder braun, und eingedickt giebt ſie ordentliche Eiſen⸗Cryſtallen. Anm. Im I. Cap.§. 27. iſt gemeldet worden, wie man aus dieſer Aufloͤſung Eiſen⸗Vitriol erhalten koͤnne. Ebenda⸗ ſelbſt iſt auch berichtet worden, daß die ſchwarze Erde, welche abgeſchieden wird, ein Schwefel iſt, der mit Queck⸗ filber einen Zinnober giebt; aber daraus folgt noch nicht, daß dieſer Schwefel vorher im Eiſen befindlich veeſeneh. ondern ſſce, durch die hiebey bewuͤrkte Ver⸗ kuͤrzung derſelben, ihre Zwiſchen⸗ raͤume ſo verenget werden, daß die in dem noch erhitzten Innern, dieſes Metalls annoch befindlichen Feuertheile nicht ſo ſchnell ver— fliegen koͤnnen, und daher bey einem laͤngern Aufenthalte ſich mehr mit der Subſtanz des Ei⸗ ſens vereinigen und ſie hart und bruͤchig machen koͤnnen, dahin⸗ gegen bey einer langſamen Er⸗ kaͤltung die Zwiſchenraͤume der Oberflaͤche lange genug geoͤfnet bleiben, um ſolche frey durchzu⸗ laſſen? Die verſchiedene Haͤrte, die der eigenthuͤmlichen Schwere und Kaͤlte der zum Abloͤſchen ge⸗ nommenen Fluͤßigkeiten, und der vorher bewuͤrkten Erhitzung, ent⸗ ſpricht, macht dieſen Begriff, meines Erachtens, wahrſchein⸗ lich. A. d. U. ac vrng nädi l inber ſch Kdunnt. muß m Eheideve d kruͤm nduach ſen der⸗ donden. brwſet, nich. Al tr Ki Scheid Anm nnua Und l Ethihe ſtſch ſteſen Scheit lſung Jun 1. 936 deich heraue (LFa uit E uns dm nge tel. ds Eſena das Ein zung ſeignie rüler gn ſpane, cr⸗ dandett, de an Paſtet tmit Vaſt uf, denchr ſſcichtdieh auſen, udgt hen, ſerden nal eine o iſt in Un ſite wiede in pſtalen. den, wienme könne, Ehn te ſchwae 1, der nſtdu folgt nah m dlich geri 1 Zwiſchenrzen nge genug ſolche ſty e verſchedene huͤmiche et rzun Alöte ldßigtetn, tren Ethien t diſtrde kens, nt 4 Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 295 ſondern er iſt durch die Vereinigung der Vitriol⸗Saͤure mit einer brennbaren Materie hervorgebracht worden, und man kann ihn ohne Vitriol⸗Saͤure nicht erhalten(S. Cap. 8.§. 25.). 2) Acht Theile oder mehr Salpetergeiſt, oder Scheide⸗ waſſer, loͤſen einen Theil Eiſen auf, wenn man nach und nach wenig von den Eiſenfeilſpaͤnen ins Scheidewaſſer thut, und die Aufloͤſung geht mit einer ſtarken Erhitzung und Brau⸗ ſen vor ſich, wenn man das Scheidewaſſer vorher mit Waſſer verduͤnnt. Will man eine vollkommene Aufloͤſung haben, ſo muß man nicht mehr Eiſenfeilſpaͤne nach und nach ins Scheidewaſſer thun, als bis die Aufloͤſung etwas dicklicht und kruͤmlicht zu werden anfaͤngt, denn ſonſt ſchlaͤgt ſich nach und nach ein Eiſenkalch nieder, und zwar mehrentheils in eben der Maaße, worinn vorher Eiſenfeilſpaͤne zugeſchuͤttet worden. Dieſe Aufloͤſung iſt gelbroth und ſchießt nicht an, brauſet auch mit fluͤchtigem Laugenſalz oder einem Harngeiſt nicht. Kaäͤrzlich muß ich noch erwaͤhnen, daß Guß⸗Eiſen und einige Koͤnige wie Bleyerz ausſehen werden, wenn man ſie in Scheidewaſſer legt. 1. Anm. Nimt man ſtarkes Scheidewaſſer, und ſchuͤttet auf einmal ſo viel Eiſenfeilſpaͤne hinein, daß das Gemenge eben und gleich hoch wird, ſo entſteht ein ſtarkes Brauſen und Erhitzen, mit braunen und weiſſen Daͤmpfen, aber es ge⸗ ſchicht keine Aufloͤſung, ſondern das Eiſen wird nur zer⸗ freſſen und verkalcht, und laͤßt ſich dann nicht mehr in Scheidewaſſer aufloͤſen. Bey dieſen Zerfreſſungen und Auf⸗ loͤſungen des Eiſens in Scheidewaſſer findet man bey Jun ckern in ſ. Cenſp. Cheu. T. I. S. 211. 2c. S. 340. u. 936. viele Anmerkungen angefuͤhrt, die jedoch nicht ſon⸗ derlich viel auf ſich haben. Wenn man in einer zu Abo herausgegebenen Streitſchrift kiefet, daß die Dammerde (Svart mylla) wegen des eingemiſchten Eiſen⸗Rohſteins mit Scheidewaſſer brauſe, ſo muß man ſolches fuͤr einen Irrthum halten, da es wieder alle Erfahrung ſtreitet, in⸗ dem das Scheidewaſſer den Eiſen⸗Rohſtein gar nieht angreift.— 3 T 4 4 2. Anmw. 7 1 296 Ein und zwanzigſtes Capitel. 2. Anm. Faͤllet man die Aufloͤſung des Eiſens in Scheide⸗ waſſer in einem Glaſe, das oben weiter als unten iſt, mit gefloſſenem Weinſteinoͤl, ſo erhaͤlt man einen Eiſenbaum, Vegetatio oder Arboreſcentia Martis. S. LCemery(202). in der(fiſt. de l' Acad. de Paris. 17005. 3) Der Sazzgeiſt loͤſet gleichfalls Eiſen mit einem Brauſen auf, das, nachdem der Salzgeiſt ſtaͤrker oder ſchwaͤ⸗ cher iſt, auch ſtaͤrker oder geringer iſt, und es ſcheidet, wie bey der Vitriolſaͤure eine ſchwache und leichte Materie ab, die ſchwefelichter Art, und mit etwas wenigem Eiſen vereiniget iſt; denn, wenn man ſie ſamlet, und an der Luft liegen laͤßt, ſo wird ſie gelb, und gießt man einen friſchen Salzgeiſt dar⸗ auf, ſo wird ſie in der Hitze aufgeloͤſet, und giebt eine roth⸗ braune Aufloͤſung, aus welcher ſich, wenn man das Feuer verſtaͤrkt, nach einigen Stunden eine gelbbraune Materie niederſetzt, da indeſſen die Aufloͤſung ſelbſt gelb, und der Salzgeiſt zum Theil in einen Salpetergeiſt verwandelt wird. (S. Cap. 3.§. 35. N. 4.). Die Aufloͤſung des Eiſens im Salzgeiſt ſteht im An⸗ fange gelb aus, wird ſie aber geſaͤttigt, ſo wird ſie gruͤnlich, und kann nicht zum Anſchießen gebraucht werden. Laͤßt man ſie bis zur Trockenheit abrauchen, ſo erhaͤlt man ein gruͤnes Salz, das im Weingeiſt aufloͤslich iſt, aber an der Luft zer⸗ fließt und gelblich wird. 4) Vom Koͤnigswaſſer(203) wird das Eiſen zu einer gelben Aufloͤſung aufgeloͤſet, und faͤllt hiebey allemal etwas nieder. 1. Anm. (zos) Rehtetions& Obſer⸗(203) Dieſes iſt auch das beſte vations diverſes ſur une vege- di Ei tation chimique du Fer,& Auſtöſangs⸗⸗ Miftel des Ciſen⸗ fur quelques experiences faites kalchs. S. Poerners Anm. à cette occaſion aver differen- u Hr. Baume Abh. vom tes liqueurs acides& alcalines zu 5 5 avec differens metaux fubfli- Thon. S. 31. A. d. M. tues au Fer. 2 . vr 69 Eihns dnem ct ¹ind Retei det n Erhite ſäwäm pueh koth d an 3 Gewer daher Gähr deA derſ ſahen zuri ſoge Dur öfen berſt undt angeſe Edde, theit joter dundſe 4.„ 19 Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 297 ſins ſn G G— ſounnii. Anm. In Zimmermanns Berg⸗Akademie. enen eſele ni G. 62. ff. wird ein artiger Verſuch einer Außoͤſung des Lemerf Eiſens im Konigs⸗Waſſer angefuͤhrt. Dieſes war aus eeinem Pfunde Salpeter⸗Geiſt, und einer Aufloſung von 4 Loth gereinigten Salmtak und ohngefehr drey Vierkel⸗ eiſn mit tie pfund reines Waſſer bereitet. Dies Gemenge ward in eine ärker in Netorte gegoſſen, an einen kalten Ort geſtellet, und zur deſie 1 Zeit nicht mehr Eiſenfeilſpaͤne hineingeworfen, als ohne ds ſtede 1 Erhitzen und Brauſen aufgelsſet werden konnten, nemlich kNarai g jedesmal nur eine Meſſerſpitze voll. Hiermit ward beynahe Eien taene zwey Tage lang angehalten, und doch nicht mehr als 3 rlüft gn Loth eingeworfen, wovon doch noch etwas unaufgeloſet e h aam Boden lag. Nach einigem Umſchuͤttemn ſieng dieſes en Sälgitd Gemenge endlich an, ein wenig zu brauſen, und ward d giebt awen daher ſchnell in die Waͤrme geſtellt, worauf gleichſam eine man dri e Gaͤhrung anfieng, die beynahe einen Tag anhielt, worauf böraune A die Aufloͤſung dick ward, doch ohne, daß ſich etwas nie⸗ eh derſchlug. Wie dieſe Aufloͤſung darauf zweymal durchge⸗ ſt gab, Mid ſeihet ward, lies ſie eine weißgelbe Erde im Seihe⸗Papier verwandetn zuruͤck, die mit Kohlgeſtuͤbe gegluͤhet, vom Magneten ge⸗ zogen ward; die durchgeſethete Aufloͤſung blieb nach dem Durchſeihen klar und roth, man ließ ſie darauf in einem eiſ ſütin offenen Glaſe ſtehen, da zuletzt ein angenehmer Geruch witd ſe g verſpuͤrt ward; worauf ſie mit reinem Waſſer verduͤnnt, rden. liin und wieder offen ſtehn gelaſſen, und damit zwey Jahr lang man iigt angehalten ward, waͤhrend welcher Zeit ſich eine ganz weiſſe Erde zu Boden ſetzte, und, nachdem alles Waſſer meiſten⸗ ran dalln theils abgedunſtet war, eine Materie von slichter und har⸗ zigter Conſiſtenz zuruͤckblieb, die ſich nicht mehr im Waſſer . aufloͤfen ließ. Auch berichtet Juncker im Couſp. Chem. 8 Eiſn gi T. I. p. 215. wenn man viele Eiſenfeilſpaͤne in Salpeter⸗ ey allema'in Geiſt zerfreſſen ließe, indem man erſt mit wenigen anfien⸗ ge, darnach aber zuletzt einige Loth Eiſenfeilſpaͤne auf ein⸗ ub mal zu einem Pfund ſolchen Geiſtes ſchuͤttete, nachdem das Aufbrauſen aufgehoͤret und viel Eiſenkalch niedergeſchlagen, 1. T die klare und duͤnnere Aufloͤſung abgoͤſſe, und auf das Zu⸗ ſſt ug a tuͤckbleibſel oder den uͤbergebliebenen groͤbern Eiſenkalch Mättl ds viel Waſſer goͤſſe, ſolches umſchwenke und dann einige Tage uaungeruhrt ſtehen ließe, darauf das Waſſer nebſt dem fei⸗ Dornnas 45 naern Eiſenkalch ab⸗ und wieder ſo viel friſches Waſſer auf umeabee das grobere Zuruͤckbleibſel goſſe, daß es gegen zwey mal 1. Adl ſo hoch darauf ſtuͤnde, ſo gienge es in eine Gaͤhrung uͤber⸗ 5 die 298 Ein und zwanzigſtes Capitel. die an die 5 bis 6 Tage anhielte, und zuletzt wuͤrde, nicht wie ſonſt zu geſchehen pflegt ein gelbrother, ſondern ein dunkelgruͤner Eiſenkalch oder Erde daraus abgeſondert. 2. Anm. Merkwuͤrdig iſt es, daß alle Saͤuren, worinn man Eiſen aufloͤſet, ſo ſtumpf gemacht und veraͤndert werden, daß ſie nachher nicht mehr mit Laugenſalzen brauſen. §. 8. Was die Aufloͤſung des Eiſens in den Gewaͤchs⸗ Säu⸗ ren betrift, ſo bemerken wir dabey folgendes: 1) Vom deſtillirten Eßig wird das Eiſen, wenigſtens zum Theil aufgeloͤſet, da man auf ein Theil Eiſenfeilſpaͤne 10 mal ſo viel Eßig in einen glaͤſernen Kolben gießt, und ei⸗ nige Stunden damit kochen laͤßt. Dieſe Aufloͤſung ſieht roth aus, und hat einen zuſammenziehenden, zugleich aber ſuͤßen Geſchmack. 1. Anm. Es iſt merkwuͤrdig, daß der Eßig bey dieſer Auf⸗ loſung ſeine Schaͤrfe verliehrt; denn wenn man die Aufls⸗ ſung deſtillirt, ſo erhaͤlt man ein blaſſes Phlegma. 2. Anm. Ob dieſe Eiſen⸗Aufloͤſung, wie Juncker berich⸗ tet, zum Anſchießen gebracht werden koͤnne; kommt auf weitere Verſuche an. 3. Anm. Weil dieſe Aufloſung g ganz roth und klar iſt, ſo wird ſie Tinctura Martis Aceto facta(mit Eßig bereitete Eiſen⸗Tinktur) genannt. Anm. Befeſtigt man ein Eiſenblech in einen Helm, und ſetzt den auf einen Kolben worinn Eßig iſt, und deſtillirt ſolches ſodann, ſo wird das Eiſen zu Roſt zerfreſſen, und der uͤbergezogene Eßig ſieht rothgelb aus, und enthält ein funn Eiſen aufgeloſet, welches man durch Faͤllen finden ann 2) Vom Weinſte in wird das Eiſen gleichfalls aufge⸗ loͤſet. Wenn man in ſiedend heiſſem Waſſer ſo viel gepuͤlver⸗ ten Weinſtein⸗Rahm aufloͤſet, als ſich darinn aufloͤſen laſſen will, und dieſe Aufloͤſung ganz heiß auf ſeine Eiſenfeilſpaͤne in einen vorher erwaͤrmten gläſernen Kolben gießt, und in einer aner Sn einigen 3 her m 1 Pait 1 dedut wie Viri dißt ar ducke tichlbſt kolt wi tberrom thr, als) niedergeſe deebſerſſ ſn⸗We dsein e wid. J. An 19p Geen der T fellt häl m Martia Anders fenther Nahm Anm Tfu imen t ſo ſehen loct as) C baie dän, 1. let nänd her, ſandtn, abgelnde ten, vorinna eraͤndert ne. en brauſn Genits⸗e . tiſe, venigt eil Eſſnii dn gießt,n flöſung ſ glech aber e ſig bey diſel nn man de Phlegm. Junckerln ſane; konn hund kr nit Eßg denr einen he iſt, un dit ſſt zerfuſſn , und ut urch Fillaf gleihſal 1 torilga mnaffif ineCſetie 1 gi. 1n til Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 299 einer Sandkapelle ſieden laͤßt; ſo ſieht man die Aufloͤſung mit einigem Brauſen vor ſich gehen, die zuletzt dick wird. Sei⸗ het man dieſe Aufloͤſung dann durch, ſo ſcheidet ſich einiger Weinſtein⸗Rahm heraus, der im Seihepapier zuruͤck bleibt, die durchgeſeihete Aufloͤſung aber iſt gelbgruͤn, und ſchmeckt wie Vitriol. Dieſe Aufloͤſung laͤßt ſich nicht cryſtalliſiren, aber bis zur Trockenheit abgedampft, giebt ſie ein ſchwarzbraunes Zu⸗ ruͤckbleibſel, das an der uft zerfließt, leicht im Waſſer auf⸗ geloͤſet wird, und dann die Gallaͤpfel⸗Abkochung ſchwarzfaͤrbt, aber vom feuerfeſten Laugenſalz, oder andern Saͤuren nicht eher, als nach einiger Zeit, da etwas vom Weinſtein⸗Rahm niedergefallen iſt, niedergeſchlagen wird. Dieſes Zuruͤck⸗ bleibſel iſt alſo eiſenhaltig, und wird T'artarus Martis, Ei⸗ ſen⸗Weinſtein genannt(204), der ſolchergeſtalt leichter als ein anderer aufloͤslicher Weinſtein im Waſſer aufgeloͤſet wird. S. Macquers El. de Ch. Pr. T. II. p. 256.&c. 1. Anm. Nimt man, wie allgemein vorgeſchrieben wird, 1 Pfund Weinſtein auf 8 Loth Eiſenfeilſpaͤne, kocht dies Gemenge mit 12 mal ſo viel Waſſer, und ſeihet, nachdem der Weinſtein aufgeloſet iſt, die Aufloͤſung heiß durch, und ſtellt ſie dann au einem kalten Ort zum Anſchießen, ſo er⸗ haͤlt man binnen kurzen Cryſtallen, die zwar Tartarus Martialis, Eiſen⸗Weinſtein genannt werden, aber nichts anders, als ein angeſchoſſener, mit einigen geroſteten Ei⸗ ſentheilchen, oder Eiſen⸗Safran, gemiſchter, Weinſtein⸗ Rahm ſind.. 2. Anm. Vermiſcht man 12 Loth reine Eiſenfeilſpaͤne, mit 1 Pfund fein geriebenen weiſſen Weinſtein, thut dies in einen eiſernen Grapen, und ſo viel rein Waſſer dazu, daß es ſo dick wie eine Gruͤtze wird, laͤßt es ſo 24 Stunden ſtehen, gießt dann noch 12 Pfund rein Waſſer dazu, und kocht es 12 Stunden lang zuſammen, indem man immer friſches (204) Es wird auch Stahl⸗ ren die Stahlkugeln hieher. Weinſtein, Tartarus chaly- A. d. U. beatus, genannt. Auch gehoͤ⸗ 300 Ein und zwanzigſtes Capitel. friſches Waſſer anſtatt deſſen, das ſich verkocht, zugießt, nimt es dann vom Feuer ab, laͤßt das Dicke ſich zu Boden ſetzen, gießt die duͤnne Aufloſung alsdann eben ab, und laͤßt ſie abrauchen, bis ſie die Conſiſtenz eines Syrups erhaͤlt, ſo wird ſie Pinctura Martis Tartariſata, mit Wein⸗ ſtein bereitete Eiſen⸗Tinktur genannt. 3. Anm. Vom Rheinwein und dem Vin de Tinte wird das Eiſen gleichfalls, wenigſtens zum Theil aufgelsſet, wenn man auf 2 Theile Eiſenfeilſpaͤne 24 Theile Wein gießt, es 3 bis ½ Tage lang in maͤßiger Waͤrme digerirt, und unter⸗ deſſen auch einigemal umſchuͤttelt. Die Weine, beſonders der Vin de Tinte erhalten hievon eine ſchwarze Farbe, und einen zuſammenziehenden Dinten⸗Geſchmack. Mehrere und verſchiedene Eiſen⸗Tinkturen erhaͤlt man auch, wenn man Eiſenfeilſpaͤne mit einem Gewaͤchs⸗Saft, wie mit Aepfel⸗Maulbeer⸗Kirſchen⸗ Citron⸗Weintrauben⸗ Saft u. a. m. kocht, die Aufloͤſung durchſeihet, und bis zur Conſiſtenz eines Extrakts eindickt, dann wieder mit einem duͤnnen Gewaͤchs⸗Saft, oder mit Wein oder Weingeiſt, zur Conſiſtenz eines Elixirs verdunnt(205) 48 §. 9. Vom feuerfeſten Laugenſalz wird das Eiſen ſowol im trocknen, als naſſen Wege aufgeloͤſet. a) Schmilzt man Eiſenfeilſpaͤne mit eben ſo viel Lau⸗ genſalz, ſo wird ein großer Theil des Eiſens aufgeloͤſet und verſchlackt.(S.§. 6. f. N. 2. Anm.) b) Feuchtet man Eiſenfeilſpaͤne mit gefloſſenem Wein⸗ ſteinoͤl an, und laͤßt ſie einige Zeit in der Waͤrme liegen, bis ſelbiges eintrocknet, feuchtet ſie dann mit gefloſſenen Wein⸗ ſteinoͤl an, und verfaͤhrt damit, wie vorher, welches oͤfter wiederholet werden kann, und kocht dann alles zuſammen mit Waſſer, (205) Unter dieſen ſind die, den Apotheken gebraͤuchlich, von mit dem Apfel⸗ und Quitten⸗ welchen die letzte das mehreſte Saft bereiteten, Tincturæ mar- Eiſen haͤlt. A. d. U.— tis pomatæ& cydoniatæ in iſer augeni 98 ah uful Sgjedewn blengen ſcigs b „„ n ten o Aum. ſah m Gaftat Gſung a Aum Eiſen⸗ genſal beſor ſlan eßt ¹) ſteinem gun au ſerhla dor) gena rluxe di Naſgele dai Als Srayl d a durch lagrnei aen Sche Läc, in 17). Naßſe tel. derlodt,. ike ſc 2 3 dben o, nz chnes e dn iſate nitt n. e Tnte ph aufgebſt,ee le Vengi ſgetiet udu Vene, ſd unein ,9 mack. kturen eäte m Gewiche. ron⸗Väntrat ſeihet, undle, wieder mi in oder Ve 95). Eiſe ſeni eben ſoti s auſgſte efoſſend aͤrme layn, 3 gefoſenn e er, välhe es zgſnnar — Di gbtictic, lezte de n nch „.d.l Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 301 Waſſer, ſo erhaͤlt man eine Eiſen⸗ Aufloͤſung im feuerfeſten Laugenſalz. c) Die gebraͤuchlichſte Art, das Eiſen im fixen Laugen⸗ ſalz aufzuloͤſen, iſt die, daß man erſtlich Eiſenfeilſpaͤne in Scheidewaſſer aufloͤſet(S.§. 7. N. 2.), und dieſe Aufloͤſung ſo lange tropfenweiſe zu gefloſſenem Weinſteinoͤl gießt, bis ſelbiges blutroth wird, das dann eine wahre Eiſen⸗Aufloͤſung im fixen Laugenſalz iſt.(206) 1. Anm. Man kann aus dieſer Eiſen⸗ Aufloͤſung im Laugen⸗ ſalz mit deſtillirten Eßig oder Rheinwein, einen Eiſen⸗ Safran niederſchlagen, woraus man ſieht, daß die Bufio. ſung vollkommen iſt. 2. Anm. Gießt man zu der mit Scheidewaſſer bereiteken Eiſen⸗Aufloͤſung etwas von der Lauge, die aus fixem Lau⸗ genſalz mit Ochſenblut calcinirt, bereitet wird, und gleich beſchrieben werden ſoll; ſo erhaͤlt man zuerſt einen Nieder⸗ ſchlag, wenn man denn aber mehr von ſolcher Lauge dazu gießt, ſo wird der Nieberſchlag vollig wieder aufgeloſet. d) Loͤſet man Eiſen in Vitriolſaurem auf, und ſchlaͤgt mit einem aus fixem, mit einer brennbaren Materie verei⸗ nigten Laugenſalz nieder, ſo erhaͤlt man zuerſt einen blauen Niederſchlag, der ausgefuͤßt und getrocknet, Berlinerblau (207) genannt wird; thut man aber noch mehr von gedach⸗ ter Lauge dazu, ſo⸗ wird der blaulichte Niederſchlag voͤllig wie⸗ der aufgeloͤſet. 1 1. Anm. (2e6) Ausfuͤhrlicher beſchreibt Blaues, und den dazu nöthigen Stahl dieſe Aufloͤſung des Handgriffen. S. Præparatio Eiſens durch Zugießung mehre⸗ ceærulei pruſſiaci ex Germania ren Laugenſalzes, zu dem dadurch miſſa ad Io. WoopwaRd in aus dem Scheidewaſſer gefaͤlleten Phil. Trausatt. N. 381. S. 15. Kalch, in Opuſc. Ph. Chgym. Obſ. and exp. upon the pro- S. 743. A. d. U. cefs for making the Pruſſian Blue, communicated by Dr. (207) Von der Bereitung WoopwàhRp; by Mr. IoHN des Preußiſchen oder Berliner⸗ BROoWN beirdaf. Senn ru. 302 Ein und zwanzigſtes Capitel. ¹ 1. Anm. Ob der gedachte blaue Niederſchlag gleich nicht fuͤr eine Aufloͤſung des Eiſens im fixen Laugenſalz gehalten werden kann, ſo habe ich es doch nicht undienlich zu ſeyn erachtet, ſolches hier anzufuͤhren, und etwas genauer zu beſchreiben. Das hiezu dienliche feuerfeſte Laugenſalz wird auf die Art bereitet, daß man erſtlich Ochſenblut uͤber ein gelindes Feuer unter beſtaͤndigen Ruͤhren abrauchen laͤßt, bis es zu einem duͤrren groben Pulver wird, dann 3 Theile von die⸗ ſem verkalchten Pulver mit 1 Theil Laugenſalz vermiſcht, und weiter uͤberm Feuer calcinirt, bis kein Rauch mehr geſpuͤrt wird. Hievon macht man denn mit Waſſer eine Lauge, und gießt dazu eine aus 2 und einem halben Theil Alaun und 2 Theilen wohl gereinigten Eiſen⸗Vitriol mit einer zureichlichen Menge Waſſers gemachten Lauge. Nach geſchehenem Vermiſchen gießt man das Gemenge aus einem Gefaͤß ins andere hin und her, damit es wohl gemiſcht werde, bis alles erkaltet, worauf man es durchſeihet. Der als⸗ dann erfolgende Niederſchlag ſieht gruͤnlicht aus, erhaͤlt aber, nachdem er mit heißen reinem Waſſer wohl gewa⸗ Hrn. Macquer Mem. ſur une nouvelle eſpece de Tein- ture bleue òu il m'entre ni Paſtel ni Indigo, in Meiu. de ' Acad. de Paris v. J. 1749. S. 255⸗265. Ebendeſſ. Exa- men chymique du Bleu de Pruſſe. Ebendaſ. v. J. 1752. S. 70⸗77. Hrn. Abt Menon Mem. ſur le Bleu de Pruſſe, in Mem. FPreſent. T. I. S. 563⸗ 589. Hrn. Geoffroy(St. PFr.) Obſ. ſur la preparation du Bleu de Pruſſe ou de Berlin, in Meu. de T Mad. de Paris. v.§. 1725. und Hrn. Geoffroy (Cl. Ioh.) Differens moiens de rendre le Bleu de Pruſſe plus ſolide à l'air& plus facile à preparer. Ebend. v. J. 1743. ſchen von Juſti Betracht. uͤber das Berlinerblau, in Geſ. Ch. Schr. B. I. S. 283⸗ 296. Beweis, daß man die Pottaſche bey Verfertigung des Berliner⸗ blauen eben ſo gut als das fixe Laugenſalz des Salpeters brau⸗ chen konne, im Hamb. Mag. B. XVI. S. 317. 329. Herrn Scopoli Obf de cæruleo Berolinenſi aliisque Laccis, in Anu. Hiſt. Nat. III. n. 3. S. 67⸗276. uͤberſ. im NI. Hamb. Mag. B. VII. St. 41. S. 420⸗ 432. und die daſelbſt S. 432⸗ 439. und in Potts Littzo⸗ geognoſ. VI. Anh. S. 26. an⸗ gefuͤhrten Schriften. S. auch Baume Erl. Exp. Ch. Th. II. S. 659⸗673. A. d. U. 2 lun ene 9 ſchent Fuht nittaſe imgto lagemn brunr im? da. 2 cnlant fähne NAt G. dere n das 2 Aufg aus m tceg rer Ean al99 Feun auf,n tril,n nnſſhlg d dann mon geroſthe dhel Gemef an w. de in liſung lis e Sode wenn „Anm. Lalch ſolag el Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 303 g glech i Ugenſal hä ſchen und von aller Salzigkeit befreyet worden, eine blaue undienit Farbe, und iſt dann das erwaͤhnte Berlinerblau. twas daan„Anm. Da das Berlinerblau nichts anders, als ein ver⸗ G mittelſt des feuerfeſten, mit einer brennbaren Materie ver⸗ na dide einigten Laugenſalzes, aus der Vitriolſaͤure, auf die Alaun⸗ übe i Erde, niedergeſchlagener Eiſen⸗Safran iſt, wie man enläßt, i daraus ſieht, daß man aus dem Berlinerblau Alaun aus⸗ 3 Thele e laugen kann, und wenn das Berlinerblau im Feuer ge⸗ genſ dene brannt und gegluͤhet wird, ein Eiſen⸗Safran zuruͤckbleibt, kein Kawha ſo kann es auch auf verſchiedene andre Arten bereitet wer⸗ mt Wiſt den. Einige nehmen Pottaſche, andere Sodaſalz. Einige inem habn! caleiniren das Laugenſalz, anſtatt des Ochſenbluts, mit Eſen⸗Amer feinem und reinen Ruß, und wird die damit auf gedachte üten lun Art erhaltene blaue Farbe Erlangerblau genannt. An⸗ dere bereiten dieſe blaue Farbe aus Sauerbrunnen⸗Waſſer, emenge audin 1 Ialbe Rlin das ſie vorher etwas eindicken, und dann eine Alaun⸗ 1. Aüheste Aufloͤſung in gehoͤriger Menge zugießen, worauf ſie die nlcht aus t aus fixem, mit Ochſenblute calcinirten, Laugenſalz berei⸗ duſe 1 1 tete Lauge hinzugießen. Andere wieder miſchen 1 Theil 10 3 reiner und feiner Eiſenfeilſpaͤne mit 6 Theilen gereinigten Salpeter, ein wenig Schwefel, und ſo viel Kohlgeſtuͤbe, di Bnrt als erforderlich iſt, ſchmelzen dieſes Gemenge mit heftigem Amm Feuer in einem Schmelztiegel, loſen es darnach in Waſſer 1 üin n e auf, ſeihen es durch, und ſchuͤtten etwas Alaun und Vi⸗ I 9. 1n triol, oder vorher beſonders bereitete und darnach ver⸗ man zi miſchte und durchgeſeihete Aufloͤſungen dieſer Salze, dazu, zung de e da denn die blaue Farbe niedergeſchlagen wird. Vermiſcht ſo gat ib man Theil Eiſenfeilſpaͤne, die vorher etwas im Waſſer es Salomn geroſtet, darnach gegluͤhet und klein gerieben ſind, mit 2 im Hanſe Theilen Schwefel und 4 Theilen Salpeter, und thut dieſes 317,3 Gemenge in einen gluͤhenden Tiegel, und nach und nach Obl de an. ein wenig Kohlgeſtuͤbe darauf, ſo erhaͤlt man eine Maſſe, alüisque lan die, in Waſſer aufgeloſt und durchgeſeiht, mit einer Auf⸗ Yat. Il 5„ loͤſung von Vitriol und einem reinen Alaun vermiſcht wird, d. in N.99 bis ein Niederſchlag anfaͤngt zu erfolgen, da man denn Il. Er“ Sode⸗Aufloͤſung hinzugießt, ſo erhaͤlt man Berlinerblau, je daſäbt? wenn man das niedergeſchlagene Pulver trocknet, und mit n potts! Scheidewaſſer reibet. S. die Acta Mogunt. T. I. p. 170. 279, d 6 3. Aum. Wenn Eiſen in Saͤuren aufgeloͤſet wird, wird der ciiin E. Kalch deſſelben vom feuerfeſten Laugenſalz gruͤn niederge⸗ kn 4 ſchlagen, auch erhaͤlt die Aufloſung eine blaugruͤne Farbe. 99“ 7j. 1§. 10. 304 Ein und zwanzigſtes Capitel. n 1n§. 10. 1 Mit fluͤhhtigem Laugenſalz, wie z. B. im Salmiak. t Geiſt, ſchwillt das Eiſen auf, und wird in einen graugelben Ruſach Safran verwandelt... 1. Anm. Vom Harn wird das Eiſen genugſam zerfreſſen, katwen obgleich eintge Zeit dazu erfordert wird. 11753 ud fit us 2. Anm. Wenn man Eiſen in Scheidewaſſer aufloͤſet, und dactm ns dann Salmiak⸗Geiſt oder ein aufgeloſtes fluͤchtiges Lau⸗ ndiit genſalz zugießt, ſo erfolgt im Anfange eine Verdickung ohne Brauſen, wenn man aber noch mehr zugteßt, und es)) nn umſchwenkt, ſo wird alles wieder aufgeloſet, und die Auf⸗ ſliie Sa loͤſung erhaͤlt eine roͤthliche Farbe(S. Cap. 8.§. I. 2. Anm.). 3 Cigis Auch, wenn das Eiſen im Salzgeiſt aufgeloͤſet worden, 12 und man einen fluͤchtigen Salmtak⸗Geiſt dazu gießt, ſo erfolgt wol einige Verdickung, aber es wird nachher ge⸗ maͤhlich wieder klar und aufgeloſet.. Ponue iim as. §. 11. ſsten, a Daß das Eiſen vom auſgeloͤſeten Kochſalze oder Salz⸗ in Nuſeng lauge angefreſſen wird, iſt bekant, und habe ich nicht noͤthig, Schmegudn ſolches weitlaͤuftig anzufuͤhren.(S.§. 5,9 8„ enomnen Fbilder, n 1§. 12. 1 Sen Reibt man Eiſenfeilſpaͤne und Salpeter zu gleichen Thei⸗ len zuſammen, ſo faßt das Gemenge Feuer, und brennt mit 36 einer Flamme, und der groͤßte Theil des Eiſens wird ver⸗ Aus d9 fluͤchtiger, ſo, daß nur ein kleiner Theil davon zuruͤck bleibt, tzäen, al der nach der Auslaugung ein Eiſen⸗Safran iſt. lütrwitd, Anm. Schuͤttet man auf das, was nach dem Verpuffen Gni derſch zuruͤckbleibt, reines Waſſer, und laͤßt es aufloͤſen, ſo viel Ktſa A es aufloͤſen kann, und gießt es dann von dem groͤbern 7 al Bodenſatz in ein anderes Gefaͤß ab, und laͤßt ſich darinn die feinere Materie niederſetzen, ſo erhaͤlt man nach einem. Abſpuͤlen mit Waſſer, den ſogenannten Zwoͤlferſchen Ei⸗ Don der, ſen⸗Safran, Crocus Martis, oder Pulvis Cachecticus uie(Cw. Zwölferi. Es iſt merkwuͤrdig, daß man von einem gan⸗ ril ih nar ne zen Pfunde Eiſenfeilſpaͤne kaum ein Loth von dem gedach⸗ 6 rnn *ten Eiſen⸗Safran erhaͤlt. alln —§. 13. d in ein elnen gut dugſan e ſer aftt fuücge, eine Dade ezuagßt, m. ſet, undden d Lreh ufgeloſet unn ſt dau gi. witd nache ſſae oee ich nich i zu glibet. und bem kiſens wihn on zuriti ſt. h dem Vni auftoſen, tman nach r⸗ wolferſhen alris Cachecd” wvon enen don dan g * 1)' Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 305 §. 13. Vom Salmiak wird das Eiſen ſowol im trocknen, als naſſen Wege aufgeloͤſet. 1) Loͤſet man Salmiak in heiſſem Waſſer auf, und kocht die Eiſenſeilſpaͤne einige Stunden mit dieſer Aufloͤſung, und ſeihet ſie durch, ſo hat man einen Theil des Eiſens in ge⸗ dachtem Aufloͤſungs⸗Mittel aufgeloͤſet, das rothbraun gefaͤrbt iſt, und einen zuſammenziehenden Geſchmack hat. 2) Wie man aus Eiſenfeilſpaͤnen und Salmiak, eiſen⸗ haltige Salmiak⸗Blumen erhalt, iſt ſchon angefuͤhrt worden. S. Cap. 9.§. 21. §. 14.. Vom Wunderſalz, Arcanum duplicatum, und mehre⸗ ren, aus der Vitriolſaͤure und einem Laugen alz zuſammen⸗ geſetzten, Salzen, wird das Eiſen, wie andere Metalle, im Fluſſe aufgeloͤſet, und ſalziger Art gemacht, wenn die Schmelzung mit Beyhuͤlfe des zugemiſchten Kohlgeſtuͤbes vor⸗ genommen wird, das mit der Vitriolſaͤure etwas Schweflich⸗ tes bildet, mit welchen das Laugenſalz ſchwefellebricht wird. (S. Cap. 10.§. 10. und 25.) §. 15. G Aus eben der Urſache, warum das Eiſen ſowol im trocknen, als naſſen Wege, von verſchiedenen Salzen ver⸗ kalcht wird, wird es auch durchs Caͤmentiren verkalcht, wenn es mit verſchiedenen Salzen, wie mit Vitriol, Salpeter, Kochſalz, Alaun, u. a. m. caͤmentirt wird. H. 16. Von der Wuͤrkung des Schwefels aufs Eiſen, iſt ſchon vorher(Cap. 10.§. 15. N. 6.) gehandelt worden. Hier will ich nur noch hinzuſetzen, daß man durch das Eiſen, wel⸗ ches von allen Metallen die ſtaͤrkſte Anziehung zum Sehe⸗ U e 305 Ein und zwanzigſtes Capitel. fel hat(S. Cap. 10.§. 15. 3. Anm.), den Schwefel von den uͤbrigen Metallen abſcheiden kann. Caͤmentirt man Ei⸗ ſen mit Schwefel in einem verdeckten Gefaͤß, ſo wird es bey gelinder Hitze zu einem Safran verkalcht, und Crocus Mar- tis ſulphuratus, geſchwefelter Eiſen⸗Safran, genannt. §. 17. Aus den bisher angefuͤhrten Eigenſchaften und Verhal⸗ ten des Eiſens findet man, es roſte und werde zu einem Saf⸗ ran, oder einer metalliſchen Erde, verwandelt: a) an der Luft(§. 4.), b) im Waſſer(§. 5.), c) im Feuer(§. 6. c. u. d.), ſowol waͤhrend dem Fluſſe, als ohne Schmelzen; d) durch die Mineralſaͤuren(§. 7.); e) durch Gewaͤchsſaͤu⸗ ren(§.§.); f) durch fires Laugenſalz(§. 9.); g) durch fuͤchtiges Laugenſalz(§. 10.); h) durch Salpeter(§. 11.); i) durch Salmiak(§. 12.);) durch Schwefel(§. 13.); 1) durch Queckſilber(Cap. 14.§. 30. 1. Anm.); und mit einem Worte, wo es nur aufgeloͤſet wird, da wird es auch verkalcht. 8 Dieſe Safrane ſind von einander unterſchieden; 1) in Anſehung ihrer Farbe, welche bey einigen Aufloͤſungen roth, bey einigen braun, bey andern braunroth, bey andern gelb⸗ lich, bey andern ganz gelb, wieder bey andern gruͤn, bey noch andern blau befunden wird, weswegen wir denn auch einen natuͤrlichen braunen, rothen, und gelben Ocher, ja in dem natuͤrlichen Berlinerblau,(208) auch einen blauen haben. (208) Von dem natuͤrlichen ten. S. 307.531. 575. ud⸗ Berlinerblau, einer blauen Ei⸗ ſenerde, die ſich in Torfmooren oft findet. S. Phyſ. Ch. Th. II. C. 5. 207. Anm. des Ueb. BEeHER. Phgf. fubterz. S. 421. Henckel in Acr. Pz. Med. A. N. C. Vol. V. Ann. 1740. S. 325. und kl. Min. Schrif⸗ wig Verr. Muſ. Dresd. S. 93. Springfeld in A. A. N. C. 1754. von Juſti Neue Wahrh. Stuͤck 10. S. 4564. Brandes Kecherches chy- miques ſur la terre de Beuth- nitz, in Mem. de l' Acad. de Berlin, v. J. 1757. uͤberſ. in 1 1 Min. gien. 20f dhel u (erdfrendS (roci alhrcr nanit ve welmm ſ8 rr fitiga MerCie uAnn unte toer keinech⸗ dumd ebrein, ſſchmatk m⸗ dcsſcure Ze der von L4g, ſeen gab7 Acem Ge ſ Gls bon ſm derigern ghi iinkach durch ding jiſe un ntder, nan. F eluſſg Ladet c bs Dra Jn. von C PenLarts 116 d. —n Eina amegtit ag, , ſ did 4 ud Cwuu aftan me often udde de ju tiene delt: 7 a m Fen ohne Shne urch Genite §9.) g Lalbete ¹ „ da wid za terſcieden, Auftöſinene bey andm andern gin en wir dma gelben Oth auch einnie w 7 53t. N Nren! in' gfeldu on Juſtie Srück 10 6 es Kechelckt r l tere tele Nem. t 1 3 un ien — ſ Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 307 haben. ²) In Anſehung der Feinheit und Zartheit ihrer Theile, da einige ganz zart ſind, die dann Croci aperitivi, (eroͤfnende Eiſen⸗Safrane), andere groͤbere, welche Croci adſtringentes,(ſtopfende Eiſen⸗Safrane) ge⸗ nannt werden. 3) In Anſehung der eingemiſchten Theile, weil man findet, daß einige Safrane in der Deſtillirung ei⸗ nen fluͤchtigen Geiſt geben, dergleichen man auch aus dem Moor⸗Erze und einigen natuͤrlichen Ochern erhaͤlt(S.§. 5. 2. Anm. und Hiaͤrne's Tentam. Chem. p. 11.); andere wieder keine Spur eines ſolchen fluͤchtigen Weſens zeigen. Darinn aber kommen alle dieſe Kalcharten mit einan⸗ der uͤberein, daß ſie A) einen ſaͤuerlichen zuſammenziehenden Geſchmack haben; B) nicht vom Scheidewaſſer oder den Ge⸗ waͤchsſaͤuren, ob ſie gleich eine Tinktur damit geben, wol aber vom Koͤnigswaſſer und Salzgeiſt aufgeloͤſet werden, und dieſen gelb, die Vitriolſaͤure aber gruͤn aͤrben; C) mit dien⸗ lichem Glasfluſſe gemiſcht, leicht verglaſet werden, welches Glas von einem haͤufigen Zuſatz dieſer Safrane ſchwarz, von wenigern gruͤnlicht wird. Auch iſt es merkwuͤrdig, daß der Eiſenkalch leichter und ſchneller, als das Eiſen ſelbſt, ſchmilzt; D) durch dienliche reducirende Mittel, wie Kohlgeſtuͤbe, mit Beyhuͤlfe verglaſender Materien und Laugenſalze und Lein⸗ zͤl, wieder, obgleich mit Muͤhe, zu Eiſen reducirt werden koͤnnen. u 2 1. Anm. wh. Min. Beluſt. Th. II. S. 294 314. Cadetturzgefaßter Pro⸗ ceß, das Preußiſche Blau aus Hrn. von Calſabigi mi⸗ neraliſchem Waſſer hervorzubrin⸗ gen, in Cartheuſ. Saml. St. 2. S. 113. 116. Anmerk. daruͤber. Ebendaſ. S. 117⸗ 125. Druglas Verſuch und Wahrnehm. eine, in einem Torf⸗ moore in Schottland angetroffe⸗ ne, blaue Subſtanz betreffend, im N. Hamb. Magaz B. XI. St. 65. S. 469⸗478. aus den Phil. Trausact. v. J. 1768. B. 58. S. 181⸗188. Pallas Reiſe Th. I. S. 34. J. H⸗Hagen Unterſuchung einer merk⸗ wüuͤrdigen blauen Farbe⸗ Erde aus den Preußiſchen Torfbruͤchen. Koͤnigsb. 1772. 4. A. d⸗ U.— 308 Ein und zwanzigſtes Capitel. 4 4 1 1. Anm. Da man die Farbe des Eiſenroſtes veraͤnderlich findet, man aus der Erfahrung weiß, daß aus dem Eiſen eine weiſſe Erde geſchieden werden kann(§. 7. n. 4. Anm.), wovon uns auch Grignons(209) Amianth, welcher nichts anders, als ein weichfadichter weiſſer Eiſenkalch iſt, der in den Vorſten des Heerdes gefunden wird, und die weiſſe Erde, ſo man durch anhaltendes Verkalchen der Schuppen, die auf dem Gußeiſen ſitzen, erhaͤlt, uͤberzeu⸗ gen; ſo hat man vollige Anleitung zu ſchließen, daß die Farbe des Eiſenkalchs zufaͤllig ſey, und theils den anhaͤn⸗ genden Theilchen der Aufloͤſungs⸗Mittel, theils auch eini⸗ gen aus dem Eiſen zuruͤckgebliebenen färbenden ſchweflich⸗ ten und brennbaren Theilen, von und durch welche die Aufloͤſungen gefaͤrbt werden, zuſchreiben muͤſſe(210); folglich ſowol diejenigen, welche der Eiſenerde eine braune, rothe oder gelbe Farbe zueignen, als die, welche meynen, dieſe Eiſenroſte oder Safrane ſeyen die wahre Eiſenerde, zu irren ſcheinen. Der Eiſenroſt iſt eine Erde, Theile enthaͤlt, welche beſtimmt ſind, Eiſen zu werden, ſobald eine brennbare Materie dazu koͤmmt; die Eiſenerde die ſolche iſt aber diejenige, welche zu einer ſolchen Eigenſchaft be⸗ ſtimmet werden ſoll. 2. Anm. Das fluͤchtige Salz, und der fluͤchtige Geiſt, ſo man aus einigen Arten von ſie nicht allem Eiſen⸗Kalch und von einem, mit einer brennbaren ten Salzweſen bewuͤrkt angeſehen Eiſenroſt erhaͤlt, koͤnnen, da eigen ſind, nur als zufaͤllig, Materie vereinig⸗ werden. 3. Anm. Loͤſet man Eiſen⸗Vitriol in Waſſer auf, ſeihet die Aufloͤſung durch, und ſchlaͤgt (209) S. Hrn. Behmanns Gedanken uͤber den kuͤnſtlichen Amianth des Herrn Director Grignonin Phyſ. Chym. Schr. Berl. 1761. 8. S. z3⸗ 42. Er haͤlt es fuͤr ein mit Zins⸗ Blumen vereinigtes Eiſen. A. d. U. (301) Die Farbe wird hier, wie bey den uͤbrigen rothen me⸗ „ den Eiſen⸗Safran mit zer⸗ floſſe⸗ talliſchen Kalchen den anhaͤngen⸗ den Feuertheilen zuzuſchreiben ſeyn, wovon der ſchrumpfende Geſchmack und die zuſammenzie⸗ hende Kraft der rothen Eiſen⸗ Safrane, und die Rothe gelber Thone nach dem Brennen, zu Beweiſen dienen moͤgen; nach deren verſchiedenem Verhaͤltniß die Eiſenkalche alſo gelb oder roth ausfallen. A. d. U.— d hesm 9 den wakr tas A üßt, unte zulet en ns ſat,un DE Rut. 4 Aum. 8 ſchent nduce e der C teſt ad baren ae es naeer dr den wed f richt an fange af Fewor u ditlenn gar nage nulr woh s. Neniſt kfetden nducra Eſin⸗Fn daß man dnten, Ing dad duſ 1 berſchlale bortheit ite Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 309 Nroſtee A, 2 8 drat floſſenem Weinſteinoͤl nieder, ſeihet dann alles wiederum Gnn 9. durch, und ſpuͤlet den beym Eiſen⸗Kalch im Seihepapier uim 3 befindlichen vitrioliſtrten Weinſtein mit oft zugegoſſenem 3 deßß h heißen Waſſer ab, bis man einen reinen Safran erhaͤlt, den man dann trocknet, in einem eiſernen Loffel thut, et⸗ was Baumol dazu thut und uͤber dem Feuer abbrennen . erhn h laͤßt, und dieſes mehrere male wiederholet, ſo erhaͤlt man „chgle ig zuletzt ein ſchwarzes Pulver, das Aethiops martialis(i⸗ a hlein d ſen⸗Mohr) genannt wird, alle Eigenſchaften des Eiſens d thels dne hat, und ein reducirter Eiſen⸗Kalch iſt. S. VANDERMON- dch DE Recueil Period. T. VI. p. 57. Coum. Linſ. Vol. VII. p. 490. at en 9 6. 6 S 0* nd maſh 4. Anm. Aus den eben(3. Anm.) angefuͤhrten Verſuchen döen ruße ſcheint wol zu folgen, daß der Eiſen⸗Kalch leicht genug zu ſmede emn reduciren ſey; wenn man ſich aber dabey erinnert, daß W Re der Eiſen⸗Kalch durch eine weit geringere Hitze, vermit⸗ telſt eines Glasfluſſes, verſchlackt, als mit einer brenn⸗ baren Materie reducirt werden kann, und das Eiſen, wenn die, welche an de wahte bſ ie i es nach der Reduction laͤnger im Feuer gehalten wird, wie⸗ 7 Chen der verkalcht und verſchlackt wird(§. 6. c, d, und f,), ſo omnt, Reſt wird man ſich nicht mehr wundern, daß die Reducitrung lchen Egage nicht immer gelingen will, beſonders, wenn der Safran V lange im Feuer gehalten, und dadurch ſchwerfluͤßig genug r fluͤchtge G geworden ſind. Daher iſt es denn auch gekommen, daß erhält, iimn viele in der Meynung geſtanden, daß einige Eiſen⸗Safrane d, nur ad g gar nicht reducirt werden koͤnnten; beobachtet man aber en Matere den nur wohl, erſtlich, daß der Eiſen⸗Kalch von allen fremden den. Beymiſchungen, und Salzen, wodurch die Verſchlackung eföoͤrdert wird, wohl gereinigt ſey, dann, daß man ſtark zaſſer aſ,ſt reducirende Mittel, wie Oele und Kohlgeſtuͤbe, mit andern en⸗Saſin Eiſen⸗Fluͤſſen, auf gedachte Art gebrauche, und endlich, daß man damit vorſichtig im Feuer umgehe, ſo ſollte ich denken, daß ſich alle Eiſen⸗Safrane reduciren leßen. Lalchen dede iin u Inzwiſchen will ich auch noch das hiebey erwaͤhnen, on der ſti daß dieſe Eigenſchaft des Eiſens, ſich ſo leicht im Feuer und di zi verſchlacken zu laſſen, bey Schmelz⸗Proceſſen um ſo viel ſt Ir nt vortheilhafter ſey, da man dadurch, wenn man recht da⸗ N bey verfaͤhrt, zur Verſchlackung und Abſonderung deſſelben und die Net 4 91 Sa dn brne von andern Metallen den kuͤrzeſten Weg hat, 1 diene nign, 5. Anm. Ueber die Urſache, warum das Eiſen an der Luft G ſchidenen di coſte, hegen die Chemiſten nicht einerley Gedanken. In lte aſtahu⸗ Anleitung des ſaͤuerlichen Geſchmacks, den der Eiſenroſt 4. 7 9 U 3 hat, 1 Ein und zwanzigſtes Capitel. 4 hat, meynt Geoffroy, es ruͤhre von einer im Eiſen befindlichen, und ein Beſtandtheil deſſelben ſeyenden Saͤure her; andere meynen, es komme von einem eingemiſchten Schwefel, weil rothbruͤchiges Eiſen eher, als anderes roſtet, und der Schwefel nicht ſo leicht vom Eiſen geſchte⸗ den werden kann. C. Neumann, u. a. m. meynen, das Roſten ruͤhre von dem brennbaren Weſen des Eiſens her, das an der Luft eine ſchwefelichte Eigenſchaft anneh⸗ me; andere wieder, daß es von den in der Luft befindli⸗ chen ſauren Theilchen herruͤhre(S.§. 4. 1. Anm.). Vo⸗ gel meynt, die Luft habe eine aufloſende Kraft. Ehe wir unſere Meynung davon ſagen, wollen wir erſt erinnern, daß man zwar nicht leugnen koͤnne, daß ein eingemiſchtes und verborgenes ſchweflichtes Weſen das Roſten unter⸗ ſtuͤtzen und beſchleunigen konne, da man aber findet, daß einige Eiſen⸗Erze nicht ſchweſelicht ſind, und keine Spur davon zeigen, ſo wuͤrde es ſchwer halten, dem Schwefel allein alle Urſache hievon zuzuetgnen. Die in der Luft be⸗ findliche Saͤure koͤnnte vielleicht dieſes Zerfreſſen wol be⸗ foͤrdern, aber ſie nicht ganz und gar bewuͤrken, weil ſie den Zink(211) nicht angreifen kann, der doch leichter von Saͤuren aufgeloſet wird. Dem zufolge, und da man fin⸗ det, daß 1) alles Eiſen roſtet, und dies allenthalben, 2) es nicht ſo leicht roſtet, wenn es eben in feuchter Erde liegt (§. 5. 1. Anm.), 3) es aber ſehr vor dem Roſt bewahrt wird, wenn man es durch einen fetten oder olichten Ueber⸗ zug fuͤr den Zugang der Luft bewahrt, 4) auch das ſchnel⸗ lere oder langſamere Roſten des Eiſens ſich in einem ge⸗ wiſſen Verhaͤltniß, ſowol gegen deſſen aͤußere Oberflache und der Glaͤtte(§. 4. n. 6.), als gegen die in der Luft be⸗ findlichen Theile(§. 4. am angef. Orte) verhaͤlt, ſo ſcheint man hieraus mit Fug ſchließen zu duͤrfen, daß die Urſache vom Roſten des Eiſens vornemlich in dem Eiſen ſelbſt ge⸗ ſucht werden muͤſſe, vielleicht in einer ſauren oder electri⸗ ſchen Materie, wozu die Wuͤrkung der Luft, ohne welcher das Roſten nicht erfolgt, viel beytraͤgt(212). § ½8. (221) Der Zink wird doch(212) Die Verwitterung der an der Luft auch blind, und zeigt Kieſe erklaͤret das Roſten der zuletzt einen weiſſen pulverhaften Metalle einigermaßen. Im Eiſen Ueberzug auf der Oberflaͤche. iſt das brennbare Weſen am un⸗ 2 ·.— voll⸗ J' 1 nichug nit ſchdsſti bon ndrora Hi aib che gſchmr in, bellein udds ſch) uch Schm f ithe ewpas z0 id. Ium. 33 werdeam ) Gr geſchwohend aher ſeiſeen —en Magng )) ful ſe, und ſenge des dexflgigern enäniglch umnenſem ſandtheien, ſe vſit di hlach. daßs ſct nit, ſt iidenn Ober n aicklei lhr eitauche Ualitn. 4 3 Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahlꝛc. 311 ene g, a G. 18. ſenendade un In Anſehung des Zuſammenſchmelzens und der Ver⸗ m enn miſchung mit andern Metallen und Halbmetallen, verhaͤlt 1.4 dh ſich das Eiſen auf folgende Art: 9 de 1) Gold und Eiſen vereinigen ſich leicht mit einander, eſd und wird Theil Gold von 3 Theilen Eiſen in einer geringern dm Hitze aufgeloͤſet, als worinn das Eiſen ſchmilzt; man muß an daher geſchmolzenes Gold nicht mit eiſernen Werkzeugen ruͤh⸗ pir ent em ren, weil ein Theil davon aufgeloͤſet wird, und ein Theil des en inmt Goldes ſich ans Eiſen heftet. Gleiche Theile von beyden, s aunn durch Schmelzen mit einander vermiſcht, geben eine grau⸗ dr 3 lichte etwas ſproͤde Maſſe, die jedoch vom Magneten gezogen wird. 7, dem Etde Anm. Daß der Eiſen⸗Safran mit dem Golde vereiniget ie in der l erfiſen n werden koͤnne, ſoll im Cap. vom Golde erwaͤhnet werden. wurten, ne.,. doch lictre 2) Silber und Eiſen, zu gleichen Theilen zuſammen⸗ undunm geſchmolzen, geben eine, an Farbe dem Silber ſehr gleiche, ünnbän aber ſteifere, jedoch ziemlich geſchmeidige Miſchung, die auch ſeuchter En 4 vom Magneten gezogen wird. am Naſt he. 3) Kupfer und Eiſen(213) vereinigen ſich leicht im er ölichtenle auchist. Fluſſe, und wird das Kupfer dadurch nach Verhaͤltniß der ſih nmn Menge des beygemiſchten Eiſens graulichter, ſproͤder und ein di ſchwerfluͤßiger, und einem Schwarzkupfer aͤhnlich, das auch erk, ie gemeiniglich Eiſen enthaͤlt. Dieſes mit Eiſen gemiſchte Ku⸗ „daß ub U 4 pfer m Eſſenſe uren odee vollkommenſten mit den uͤbrigen(213) Von einem geringen uft, ohnene Beſtandtheilen verbunden, und Antheil Kupfer wird das Eiſen 12) daher roſtet dieſes Metall auch erwas rothbruͤchig. Man waͤhlt ſo leicht. Daß es polirt nicht ſ daher zum mediciniſchen Ge⸗ 3 leicht roſtet, iſt theils aus der ver⸗ brauch am tiebſten Eiſen von Vnwitenn minderten Oberflaͤche, theils aus Hufnaͤgeln, zu deren Bereikung 3 den Zuruͤckbleibſeln der zur Po⸗ ein Eiſen erfordert wird, das t das Nin rmaßen Ind aee Vſt i, 6 litur gebrauchten fetten Materie zu erklaͤren. A. d. U. weder roth⸗ noch kaltbruͤchig, und alſo gewiß rein iſt. A. d. U. ———— — — —— — —— 3 4 X 312 Ein und zwanzigſtes Capitel. pfer wird vom Magneten gezogen, wenn gleich weniger Eiſen in mehrerem Kupfer eingemiſcht ſeyn ſollte.(214) 4) Zinn und Eiſen geben, wenn man? Theil vom letz⸗ tern gegen 2 Theile des erſteren nimt, eine Miſchung, die im Bruche dunkelgrau iſt, ſich aber doch etwas unter dem Hammer ſtrecken laͤßt und vom Magneten gezogen wird. 5) Bley und Eiſen ſollen ſich, wie die Chemiſten durch⸗ gaͤngig behaupten, nicht zuſammen ſchmelzen laſſen. Es geſchieht dieſes aber gewiß, wenn man 3 Theile gekoͤrnt Bley zu 1 Theil ſtark gegluͤhetem Eiſen thut, und ſolches mit ſchwarzem Fluß bedecket, wodurch die Verbrennung verhin⸗ dert, und das Schmelzen erleichtert wird. Die olcherge⸗ ſtalt erhaltene Miſchung ſieht wie Bley aus, laͤßt ſich etwas ſchmieden, wird aber vom Magneten gezogen. 6) Wie ſich das Eiſen gegen das Queckſilber verhalte, (S. Cap. 14.§. 30.) „ 7) Gegen den Arſenik,(S. Cap. 15.§. 23. N. 6.) 8) Gegen den Kobold,(S. Cap. 16.§. 6. N. 6.) o9) Gegen den Nickel,(S. Cap. 17.§. 9. N. 6.) 10) Gegen den Wißmuth,(S. Cap. 19.§. 9. N. 6.) 11) Gegen das rohe Spießglas,(S. Cap. 19.§. 19.) Gegen den Spießglas⸗Koͤnig,(S. Cap. 19.§. 2 1. N. 6.) 12) Gegen den Zink,(S.⸗Cap. 20.§. 11. N. 6.) 1. Anm. Bey dieſem Zuſammenſchmelzen iſt zu bemerken: 1) Daß die Miſchungen aus Eiſen und Wißmuth, Eiſen und Arſenik, Eiſen und Spießglas⸗Konig, Eiſen und Zink, (214) In wie vielfachem Ver⸗ ſing, aus den Nov. Coment. Pe- haͤltniſſe dieſer Verſetzung das zwop. T. Xll. v. d. J. 1766. 1767. Eiſen dennoch vom Magnete ge: S. 368⸗390. uͤberſ. im Neuen zogen werde, zeigt Hrn. Leh⸗ Hamb.„ Tag. B. X. St. 56. manns Abhandlung vom S. 3462372.A. d. 11. Magnetiſchen Kupfer und Mef⸗ ¹ 7 4 Ddduu a bod 1 9) drnie Nam Eens um erj) u ſei) Dn ds Eſſns, n dſen Der ſlende C g cen: Ir rg; en v lenuunra p. dſ. Agr ſ. Art d 1 ( batls. 1 araus Endſs zu di fe In ₰ 7 1 w Sch AKW FlI. 0t malno em 1 wMher, inn n Ghph, 202 3. h. Polheim Er⸗ A. d. U. 4 1. Vom Eiſen, Eiſenroſt und S Pönann k und Stahl ꝛc. 313 9 N 2. 219) ink, und Eiſen 8 29. 9. und Go ei 8 3 1The liche Schwere haben, a ze eine geringere eigenthuͤm⸗ b Vül thuͤmlichen Schwere eines ie in Anleitung der eigen⸗ „Nütun ben ſollten. des jeden dieſer Metalle, ha⸗ etwag Ante—₰ D 1 d unt 2) Daß die Beynuſch lla gogenna haͤrter, vnd zum deden, Eiſens die weichern Metalle — heil muͤrb oder ſorsde macht. Cheniſed 3) Daß das Spießglas und der Arſenik de erlfß 1 Eigenſchaft, vom Magnet Lrfonik 3 em Eiſen ſeine z del benehmen. 1 S gezoge en 3¹1 holdeleh e geia.. 22 undſüte„ Daß der Arſenii, Spieſglas⸗Ko 1 Wiß las⸗Konig, Kobol riat ßmuth ſich it dem Eiſen am g, 3— ruiig 1 4 Konig vereinig de 5 gei rſg nein* di ſi 2. Anm. Die Anzi üm um. Die Anziehung des Ei 39 1 15 Fr che Ordnung zu Fehen: 9 19. de Eiſens ſcheint in fülde de en. 3) zum Sp ahes3 g9 35 in S aimihte 2) zum Arſenik; 5 4ʃ1 9 11 rckübr de loc 9) zum Gold; 7) Sum Bei faiße 5 zum Ko⸗ 1 um Zinn;„. ufſammeh.. zum Kupfer; 9) zum Zinn; 10) zum Wißmurh. Kupfer; 5..) A 3§. 1 9. 4 ..5Ai Nachdem wir nun ſolcherge eſtal V *O. No, Eiſe ns kurz dur 3 U kalt die Eigenſchaften des. de chgegan ngen ind, werden m*¼ ..9. N(215) zu de r werden wir nun Lchen etah V V 5) zu betrachten haben welcher entweder Ca aſr(215) B 3— kerse „Oalp. 19 d 215) Von der Verfeiner; 3 n. Verfeinerun. ne. 9. K.nu des Eiſens, dem Stahle d des Siahls Peden. Audereſtun 1 g deſſen Bereitung konnen auch 5 Stahls; in Schw. Ar. .§. 1l.I” folgende Sch reo 8„ bh. B. II. v.. 17—₰¼ chriften nachgeſehen 5 J 740. S. f 8 bat werden: L' r de couνε uien 2 53 19. Eyar/ C010 veruing rou 4 niſ. fer forge en acier, pan M. de a24 Shenſe by H. Home Lond. 5 Wfsnuß Reanunr& Paris. 1522. 4. Eben⸗ n. Vouyjases Metallus giqkes pls 1 n Lün d deſſ. Art d'adoucir le fer fon⸗- S les& Obſ. ſur les Miues 4 du. Paris. 1762. fol. Gabr d henhe de fer, la fabr icatiou G Laurgus von der Haͤrtung des L.) ae Se, Je, d. laiss 3 hl nn Ju lre Stahls zu verſchiedenem Behu⸗ Non. e7. Z Aitheſeldh dere d nü fe; in Se 7 ehu- ſuche vom Stahl ud3 3 in Schw. Ak. Abhand. de aElhadchenf neid d ib ln ulr B. IX. M. Biſter Manner ſen waßzeen venun din We gag.L of mabing of Stecl, and its Bing. Hamb. Mag. B. XV. 8 1—. 3) dl dendeme„ ün HPhrl. e N 2 35 65 W ALLEK. El. Me- 1 Ch.. tuνtt. L. IV. Cap. I. S. 389⸗407. 9 1 314 Ein und zwanzigſtes Capitel. ſenerze durch Roͤſten und Schmelzen erhalten, oder auch aus dem Eiſen ſelbſt bereitet wird. In Anſehung ſeines Ur⸗ ſprungs hat man folglich zwey Arten von Stahl: 1) Stahl aus einem Eiſenerz, der auf die Art bereitet wird, daß aus dem Erze erſt auf die gewoͤhnliche Art ein gu⸗ tes Gußeiſen bereitet, und aus dieſem hernach der Stahl be⸗ wuͤrkt wird, indem man es in einem beſondern Heerd wohl umſchmilzt, und vom Feuer durchdringen laͤßt, zu welchem Endzweck es vor dem Schmelzen in ſchmale Stuͤcke zertheilt, und waͤhrend dem Schmelzen wohl von den Schlacken rein gehalten wird, die man dann und wann abzapft, bis das Eiſen gleichſam zu einer glaſichten Maſſe wird, welche dann unter dem Hammer geſtreckt, und bearbeitet wird, ſo iſt denn ein grober Stahl fertig. Nach vollendetem Schmelzen und Strecken muß der Stahl bereitet und gegerbet werden, welches auf die Art ge⸗ ſchicht, daß der ausgeſtreckte Stahl in kleinen Stangen ge⸗ hauen wird, die dann vierfach oder achtfach zuſammenge⸗ ſchweiſſet werden, worauf der zuſammengeſchweißte Stahl wieder zu feinen Stangen ausgeſchmiedet, und ſo wieder, wie zuvor, zerhauen und zuſammengeſchweiſſet wird. Dieſes wird, wenn es noͤthig, mehrere male wiederholet, worauf er zuletzt in kalten Waſſer wieder abgeloͤſchet wird. 1. Anm. Eine ausfuͤhrliche Beſchreibung hievon gehort ei⸗ gentlich nicht zu unſerm jetzigen Vorhaben: doch will ich noch das hinzuſetzen, daß zu dieſem Stahlmachen erfordert werde 1) ein hartes und zaͤhes Eiſen; 2) daß das Gußeiſen auf reinem Sande in duͤnne Scheiben gegoſſen werde, da⸗ mit es ſchnell fließen moͤge; 3) kleine Heerden, damit das Feuer wohl durchdringen koͤnne; 4) eine ſtumpfer zuge⸗ hende(ſtupad) Forme, die auch oben etwas kuͤrzer als unten ſeyn muß; 5) ein ſcharfer Luftzug aus der Forme, weswegen. die Baͤlge etwas ſtaͤrker und ſchneller gehen muͤſ⸗ ſen; 6) kleine Schmelzungen; 7) ſtarke und gute Kohlen, und werden hiezu beſonders die Steinkohlen geruͤhmt; 8) muß es oft im Heerde umgewandt werden, damit es deſ eſſer 49 beſtun 1on 0 3Ä 1 119. u/Ec Gld n. en unt a. Feota 2 0 tman gerigr thntai ſted ehm dp 6ſa) Nad— di h ſint n 19-' En hehr ehn n 6 A hillae nicht 4 An werſon Eiſen ſtihae veßzn⸗ Glenag. den in Stand genalg und (ub) 69 Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 315 oder auh. 4 han 3 beſſer durchgebrannt und verfeinert werde; 9) Im Fall es h ä nicht fließen will, ſo muß man das Schmelzen durch einen — Zuſchlag von trocknem Thon oder feinem Sande befordern; den an andern Orten ſchlagen ſte Aſche nebſt Vitriol und Alann di thn zu; 10) wird der Stahl hart und bruͤchig, bis er durchs liche Ara. Gluͤhen und Strecken geſchmeidig geworden iſt. Aus allen c de er dieſen Umſtaͤnden iſt deutlich zu erſehen, das das Eiſen dn Ni nicht zu Stahl werden kann, wenn es nicht genug vom it, i 4 Feuer durchdrungen wird. erin 2. Anm. Ehe der Stahl gegerbet(garfwadt) wird, iſt er Sthſatn ganz hart und brächig, aber nachdem er voäkommen ge⸗ leäne gerbet worden, geſchmeidig und biegſamer, daß man alſo bzayſt t ohne Gerben, weſches hauptſächlich im Gluͤhen und Aus⸗ idd, weccei ſtrecken beſteht, keinen geſchmeidigen und beugſamen Stahl tet wid, 1 1 erhalten kann. Dieſes wird dadurch noch mehr beſtaͤrkt, daß dieienigen, welche mit Stahlarbeiten umgehen, den Stahl oft noch weiter auf gedachte Art gerben, und zu⸗ trecken mi gleich die Stahlſtangen ſehr oft winden muͤſſen, wodurch die Theile beſſer und feſter mit einander vereinigt und gleich⸗ alf Sie Ns saufde formig mit einander gemiſcht werden, welches um ſo viel ien Etugn noͤthiger iſt, da ſie gefunden haben, daß ſich ſonſt der ih zuſonne Stahl entweder beym Haͤmmern zuſammenſchlaͤgt oder ſich ſchweißte beym Abkuͤhlen auseinander draͤngt, wovon er krumm oder ind ſo widen gebogen wird. S. Su. Uet. Ac. Handl. V. IX. p. 60. Kc. wird. N 3. Anm. Beym Stahlmachen verliert man gewohnlich die Haͤlfte vom Eiſen; man erhaͤlt von 26 Liespfund Gußeiſen erhelt,n nicht mehr als 13 bis 14 Liespfund Stahl. wird. 7 4. Anm. Zuweilen erhaͤlt man auch in den Heerden der Ham⸗ hievon merſchmtede Stahl, wenn etwas von dem geſchmolzenen en: dohnt Eiſen außerhalb der Schlacke zu liegen kommt, und alſo machen äſ ſtaͤrker vom Feuer durchdrungen werden kann, indem man daß desb weiß, daß die Schlacke ſonſten immer das Eiſen erhaͤlt. poſen wat Gleichergeſtalt erhaͤlt man Stahl aus dem Eiſen, das bey erden, dan den Franzoͤſiſchen Streckofen(Vallonſmidet) von der ge ſuunnſi Stange bey ſtarker Hitze abſchmilzt und Eiſen⸗Sau(Loup) etwas üti genannt wird(216), weil dieſes mehrere male umgegerbet 8 us undd gelaͤutert iſt.— nelle gohe 2) Aus 9 gun gh— lmn grine 1,dan(216) S. WaALI. Er. Metatt, P. III. C. I.§. 17. A. d. U. 4/„ e — 316 Ein und zwanzigſtes Capitel. 2) Aus Eiſen oder Stangeneiſen erhaͤlt man Stahl entweder durch 2) Schmelzen, da Stangen. Eiſen nach Vanini und Reaumuͤrs V Verſuchen, in ein anderes geſchmolzenes Eiſen getunkt, und ſo eine Zeitl ang im Fluß gehalten, wird, worauf es, wenn man es heraus nimt, zu Stahl verwandelt iſt, jedoch mit einigem Abgange. Eben dieſes geſchicht auch, wenn Stangen Eiſen in geſchmolzenen und duͤnn fließenden Gußeiſen, oder auch in geſchmolzenen Eiſen⸗Schlacken um⸗ geſchmolzen wird; wie auch, wenn man Eiſen mit ſchwarzem Fluß, oder Glasgalle, oder auch mit calcinirten Borax ſchmilzt und tuͤchtig fließen laͤßt, zu geſchweigen, daß man auch in dem Heerde der Harnnzieen e auf andere Art Stahl erhalten kann. b) Durchs Caͤmentiren, da Stangen⸗ Eiſen mit aller⸗ hand brennbaren Materien, K nochen, Horn, Klauen, u. d. m., wozu einige Koßlgeſmie⸗ auch Salz oder Salmiak mi— ſchen, caͤmentirt, Wer ſchich tweiſe eingeſetzt und in verdeck⸗ ten Gefaͤßen wohl g egluͤhet wind.(217) So auch, wenn eiſerne Stangen mit einer aus Aſche, Salz und Nuß gemach⸗ ten Lauge uͤbergeſtrichen, dann eine Zeitlang zwiſchen Kohlen gegluͤhet, und wieder mit eben der Lauge dberzogen werden, welches mehrere male wiederholt werden muß. Auch Ahatt man Stahl, wenn man Eiſen ſtark gluͤhet, und in Harn abloͤſcht; wie auch, wenn es mit Kochſalz, das haͤuſig g zugeworfen, oder mit den Kohlen vermiſcht wird, im Feuer behandelt, und ſchnell im Miſt ſt abgekuͤhlet wird; ſo auch, (217) Auf dieſe Art werden dringt. Man nennt ſolches ein⸗ auch eiſerne Amboſe, Haͤmmer geſetztes Eiſen, und es hat den und andere eiſerne Werkzeuge Vortheil des wolſeiten Preiſes eingeſetzt, und dadurch zum Theil und einer geringeren Gefahr des zu Stahl gema cht, welches aber Zerſpringens vom Schlagen. doch nicht leicht uüͤber ein paar A. d. U. Linien tief durch die Oberftaͤche duch, tnt nahrere Chen, det 6,bn 1. Pum.. kann n dünnals und Dan E de dlat Bodenn kleneno Weertent ander ce den un dber! oder em. u Oh nothiit Stanm Gta ta a in kal 12. Anm. GI Eiſen b Gußeſe 1 durchC beſte a denn di dem Scj u. a. m. und Ha dbey d andere und un iche G ſreitet meynt, ſocchs Aaachens Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 317 t man. 3 auch, wenn man Eiſen lange im Feuer mit Kalch behandelt; Daſe mehrerer Miſchungen zu geſchweigen. S. Neumann's aninin Chem. de Ferro. Hamburg. Magazin Band XV. hünta S. 38. ꝛc. gehaen n 4 tahl ueme 1. Anm. Wer das Stahlmachen im Kleinen verſuchen will, G geſhitt kann ſich auf folgende Art am beſten helfen: Man nimt rim i duͤnnes vierecktes Eiſen, z. E. Naͤgel, einige Linien dick, ehn und, nachdem der Tiegel groß iſt, langer oder kuͤrzer. Schlacene Dann macht man ein Gemenge aus 6 Theilen Ruß, 3 nit ſchare Theilen Aſche, und 1 Theil Salze, hiemit bedeckt man den Boden des Tiegels einen Viertelzoll hoch, ſtellet dann dieſe rinirten Ier„den Her. 1E , kleinen Eiſen⸗Stangen auf dieſes Pulver ſo, daß ſie einen d6 ſ..— a 1. gen, uhn Viertelzoll weit von den Seiten des Tiegels und von ein⸗ ſauff anden ander abſtehen. Darauf fuͤllt man den Zwiſchenraum und den ganzen Tiegel mit gedachtem Pulver an, ſo daß es uͤber die Stangen ſteht, bedeckt es dann mit einem Deckel Eiſenmt oder andern Tiegel, verkleibt es, und giebt ihm 10 bis Kauen, 12 Stunden oder laͤnger, ein ſtarkes Feuer, nachdem es er Salnitr noͤthig, welches man daraus erſehen kann, wenn man eine undit Stange herauszieht, und fiehet, ob ſie durch und durch kuwichne Stahl geworden ſey. Zuletzt loͤſcht man gedachte Stangen So auc,m in kaltem Waſſer ab. nd Rüß ght. rrrah 2. Anm. Wenn von Juſti in ſeinen Chem. Schriften wiſchenäe S. III. ſagt, daß der Stahl in den Stahl⸗Huͤtten aus erjogen h Eiſen bereitet werde, haͤtte er erinnern muͤſſen, das es . Gußeiſen ſey; wenn er S. 116. ſagt, daß der aus Eiſen durch Caͤmentiren mit brennbaren Materien bereitete Stahl ſen ſri beſſer ſey, als der durchs Schmelzen bereitet wird, ſo irret er; it Kochſch denn die Sache verhaͤlt ſich gerade umgekehrt, wie er aus miſct uid dem Schwediſchen, Steyerſchen und Solingerſchen Stahl. fühlet nn u. a. m. haͤtte lernen muͤſſen. Wenn er uͤber die Bereitung 1 und Haͤrtung des Stahls urtheilen und anderer Verſuche dabey durchziehen will, ſo haͤtte er das Gegentheil durch andere Verſuche beweiſen, und nicht ſie durch ſelbſt erdachte renit eſcet und ungegruͤndete Hypotheſen, ob er ſie gleich unumſtoß⸗ A r 1 dn n 6ſt liche Grundſaͤtze nennt, zu verkleinern ſuchen ſollen. Es rſin de ſtreitet wider die Erfahrung, daß Laugenſalze, wie er tonm Gii meynt, beym Stahlmachen ſchaͤdlich ſeyn ſollten; er haͤtte an St ſolches aus Schwedenborgs Beſchreibung des Stahl⸗ 4 machens bey Quambaka und anderwaͤrts, erſehen ſollen; 8 auch —— 318 Ein und zwanzigſtes Capitel. auch ſtreitet es wieder die Erfahrung, wenn er ſagt, daß die Stein⸗Kohlen hiezu nicht taugen, und haͤtte er ſolches aus den in Angermannland uͤblichen Bereitungen lernen ſollen. So iſt es der Erfahrung entgegen, wenn er das Salz verwirft, das gleichfalls beym Stahlmachen gebraucht wird; mehrere Irrthuͤmer zu geſchweigen, die gleich er⸗ waͤhnt werden ſollen. 3. Anm. Aus dieſen angefuͤhrten Umſtaͤnden ſieht man, daß man aus allem Eiſen Stahl machen kann, ob gleich aus einer Art einen beſſern und der ſich beſſer behandeln laͤßt, als aus der andern; folglich trren diejenigen, weſche glau⸗ ben, daß es ein beſonderes Stahl⸗Erz gebe(218). Das beſte Erz zum Stahl iſt ein Gemenge aus Blutſtein⸗Arten und Stahlſtein. —.§. 20. Der Stahl hat mehrentheils eben dieſelben Eigenſchaſ⸗ ten als das Eiſen, doch iſt er in folgenden Umſtaͤnden von demſelben unterſchieden: 1) Hat der Stahl ein feineres und zaͤrteres Korn und Faſern, als das Eiſen, weswegen er auch im Bruch beynahe maßiv ausſieht, als aus feſt zuſammengefuͤgten Theilchen; doch giebt es einigen Unterſchied zwiſchen Stahl und Stahl; (219) eine Art ſieht im Bruch ganz fein koͤrnicht und dun⸗ kelgrau (218) Weil der Eiſenſpath das reinſte Eiſen erhaͤlt und ſol⸗ ſches daher am vorzuͤglichſten zum Stahlmachen genutzt wird, ſo hat er den Namen des Stahl⸗ ſteins erhalten. S. Cronſt. Verſ. e. Min. d. Bruͤn⸗ nich§. 30. S. 35. A. d. U. (219) Dieſer Unterſchied iſt bey der Wahl des Stahls zu mancherley Werkzeugen wichtig. Je feinkornichter der Stahl im Bruche iſt, deſto oͤfter laͤßt er ſich umarbeiten, ohne ſeine Gute zu verlieren, und erhaͤlt bey einer gelindern Gluͤhung eine beſſere Haͤrte, und behaͤlt mehr Schnell⸗ kraft. Stahlarbeiter nennen ihn daher friſchen Stahl, und waͤhlen ihn zu ſchneidenden Werk⸗ zeugen. Der andere muß ſtaͤrker beym Haͤrten erhitzt werden, und nimt doch nur eine Glashaͤrte an, da er zu zerbrechlich iſt, bey einer geringen Haͤrte werden daraus lgrau du elgraueo u in E digt in enſſd, 95 dw Eim,ſs 35 un Eſſn). ) Nh egſmer b eus gem thage uli Nenige male. ühe wond tibiſt a 1 ni fuue nn er ſ äte ceſt tettunga e en, nan t, nadhen gine d, die gt. nſiht nn n, ob glac t behanden gen, weſce tde ld, d Dlutſennene iben Eirni Umſiinda rteres Ken Bruch lene gten Thit cahl uden rnicht und 1 eſto öitt i , ohne ſine nd ethält he hung ehe Hatt mehret rbeite vern n Sui, ſchnederde ndete nuſt⸗ thitt vedn 3 r ene Gih Kbretlih ſ Hun u bru Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahlꝛc. 319 kelgrau aus; anderer hat ein etwas groͤberes Korn und eine hellgraue oder weiſſe Farbe, faſt wie Silber; noch anderer zeigt im Bruche dunkele Flecken oder Streifen, die ein Zei⸗ chen ſind, daß er nicht wohl gebrannt iſt. 2) Hat er eine groͤßere eigenthuͤmliche Schwere, als das Eiſen; wenn die eigenthuͤmliche Schwere des Eiſens 7,695 iſt„ ſo iſt die ſpecifike Schwere des harten Stahls 27,704, die des weichern Stahls 7,738, und die des Feder⸗ ſtahls 7,809. 3) Iſt der Stahl haͤrter, als das Eiſen; denn man kann Eiſen mit Stahl feilen. 4 4) Nachdem er wohl gegerbet worden, iſt er elaſtiſcher, beugſamer, auch zaͤher als Eiſen, und kann oͤfter gebogen werden, ohne zu ſpringen.(220) 5) Roſtet der Stahl nicht ſo leicht an der Luft, als das Eiſen. 6) Schlaͤgt er gegen Kieſel Feuer, welches ein ſicheres Merkmal deſſelben iſt.(22 1) 2) Giebt er, wenn man ihn zerbricht, einen beſondern Klang. 8) Nimt er im Feuer verſchiedene Farben an, und laͤuft erſt gelb, dann goldgelb, ſo roth, darauf blau, und endlich ſchwarz an, welche Farbe man bemerkt, wenn man ihn aus dem Feuer nimt.(222). 9) Schweißt daraus gemachte ſchneidende Werkzeuge zu bald ſtumpf; wenn er einige male gehaͤrtet und aus⸗ gegluͤhet worden, bleibt er nicht viel beſſer als blaſſes Eiſen; die⸗ ſer wird fauler Stahl genannt. A. d. U. 4 (220) Ein guter Stahl muß ungehaͤrtetz, ſo wie man ihn in Stangen erhaͤlt, wenn man ihn zerbricht, ſich allemal vorher ge⸗ bogen haben. A. d. U. (221) Dis haͤngt ſehr von ſeiner Haͤrte ab, und der haͤrteſte giebt die mehreſten Funken. (222) Dieſes Anlaufen iſt bey der Haͤrtung des Stahls wohl 320 Ein und zwanzigſtes Capitel. 9) Schweißt er auch weniger im Feuer, als das Eiſen. 10) Wird der Stahl, wie das Eiſen gehaͤrtet, wenn er nach dem Gluͤhen in kaltem Waſſer(S.§. 6. 9. Anm.) oder dem ſo genannten. Haͤrtwaſſer, welches entweder aus Salz⸗ waſſer, oder e ein wenig Salpeter und Salz mit Harn an Waſſer bereitet wird, oder in Knoblauchs⸗Saft, abgeloͤſcht wird.(S. Sv. Ver Ac. Handl. IX. Band, v. J. 1748. S. 70.) Hiebey wollen wir nur noch den Umſſtand, als eine allgemeine Regel bemerken, daß der Stahl deſto haͤrter wird, je kaͤlter das Haͤrtwaſſer, und je heiſſer dagegen das Eiſen iſt, und kommt ſolchergeſtalt die groͤßere oder geri ingere Haͤrtung auf ein heiiſer es oder kuͤhleres Eiſen an.(223) 4 wohl zu beobachten. Schnei⸗ dende Werkzeuge auf Metall laͤßt man nach der Haͤrtung gelb, was federhart werden ſoll, blau an⸗ laufen, und kuͤ hlt ihn dann in Fett ab. Je naͤher das An⸗ laufen der blauen Farbe gekom⸗ men iſt, deſto weicher wird dann der Stahl, ſo weit ihn die Hitze durchdrungen hat. A. d. U (223) Die in der 20rſten Anmerkung gegebene Erklaͤrung der Erhaͤrtung des Eiſens wird hier auch anzuwenden ſeyn. Die Kenntniß der verſchiedenen Stu⸗ fen der Haͤrte, welche man dem Stahle geben kann, iſt bey der Bereitung guter ſtaͤ hlerner Werk⸗ zeuge nothwendig. Die ſtaͤrkſte Haͤrte erhaͤlt der Stahl, wenn man ihn weiß gluͤhen laͤßt, und in kaltem Waſſer oder Urin ab⸗ löſcht. Er wird dann bruͤchig wie Glas, und ſo hart, daß man Dage⸗ Glas damit ritzen kann. Zu Dreheiſen auf Stahl und Meſ⸗ ſing an denen man eine dicke Schneide hat, iſt dieſe Haͤrtung die beſte und bedarf keines An⸗ laufens. Da aber hiebey die Oberflaͤche zum Theil verſchlackt wird, weswegen der abgeloͤſchte Stahl auch ganz weiß und glaͤn⸗ zend ausſehend wird, ſo wuͤrden die ſcharfen Hervdrragungen der Seiten, denen man durch Wetzen nicht zu Huͤlfe kommen kann, hiebey abgenutzt werden, weswe⸗ gen die gehauenen oder geſchnit⸗ tenen Feilen mit Zuſaͤtzen von Horn, Ruß, Salz, wie§. 19. n. 2. b. zur Bereitung des Stahls durch Caͤmentiren vom Verfaſſer vorgeſchrieben worden, in eiſerne Buͤchſen gepackt, gegluͤht, und ſo wie ſie in den Buͤchſen ſtecken abgeloͤſcht, und hiedurch eben⸗ falls eine ſehr ſtarke Haͤrtung be⸗ wuͤrkt. Schneidende Werkzenge auf 1 Dage und luzun dm Gllhe 88 nü Ndttl ür ennt, einent Junckern el 1l) 4¹ gemacht wen nmn kuvſtä⸗ mn ck. anf Meßine dünne Sch daht nan dach dem fen. Dieſg man bey indem nan drrauf frei dan lit, un pun vieder 8 Katzeuge au geͤethere te dih geglähe 7 lübn dan 1 doſchung ir 44 de H. in asiſe n Tiſſer, dd.U. (a9) Ma ſlhene Koh R lhend it lle tlegen, ſaum, m il. 1 9. 6 9. k medederause nit je Saſt 1 nd,. In 1 Undia, tahl dele eiſe du eredergin cn. e 8 7 — d t uißen kmn if Etrg od. den man tme t, ii dee he bedarf kine! da aber ſalg zm Thel det gen der h anz weß whe d witd, on eervornane wan uöt iſe konwai tt werdan ne eenen dn ſt wit zuſts Sal, n ereitungdee iten von Ä worden,h” dt, wolin. den Bihſetin und hidu ſiehütl nidene e, Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 321 Dagegen wird er weich, wenn man ihn lange gluͤhen und langſam im Feuer kalt werden laͤßt(22 4), oder ihn nach dem Gluͤhen mit Oel oder andern fetten Sachen beſtreicht, oder ihn in Miſt oder einem Gemenge aus Weinſtein und Oel abkuͤhlt, oder nach KReaumuͤrs Verſuchen, mit Eiſenroſt, oder auch mit gebrannten Knochen und Kohlen caͤmentirt. S. Meumanns Chhm. T. IV. P. I. p. 874- Junckers Conſp. Chem. I. I. p. 930. 11) Kann der Stahl ehe, als das Eiſen, magnetiſch gemacht werden; weswegen auch Knight(225) zu klei⸗ nen kuͤnſtlichen Magneten Stahl, und kein Eiſen genom⸗ . men hat. auf Meßing und Stahl, die duͤnne Schneiden haben ſollen, laͤßt man hellroth gluͤhen, und nach dem Abloſchen gelb anlau⸗ fen. Dieſes letztere verrichter man bey großen Werkzeugen, indem man Unſchlitt oder Oel darauf ſtreicht, ſolches abbren⸗ nen laͤßt, und dann das Werk⸗ zeug wieder im Waſſer abloͤſcht. Werkzeuge auf Holz erhalten ei⸗ ne Federhaͤrte, nemlich dunkel⸗ roth gegluͤhe, und nach dem Ab⸗ loͤſchen blau angelaufen. Die Ablöſchung in Oel, Fett u. ſ. w. macht die Haͤrte geſchmeidiger oder elaſtiſcher, die Abloͤſchung im Waſſer, Harn ꝛc. bruͤchiger A. d. U. (224) Man legt ihn zwiſchen gluͤhende Kohlen, blaͤſet an bis er gluͤhend iſt, und laͤßt ihn dann ſtille liegen, bis das Feuer aus⸗ gebrannt, und der Stahl, zwi⸗ S. 21. ſchen den Kohlen und der Aſche, gemaͤhlich erkaltet iſt. Um das Verbrennen der Oberflaͤche zu verhuͤten, ſchlaͤgt man ihn auch wol vorher in Thoͤn ein, und gluͤhet ihn ſo aus. A. d. U. (225) Of ſome Magnetical Experiments, in Phil. Trausadt. N. 474. Seite 161. uͤberſ. im Hamb. Mag. B. I. S. 346⸗ 351. und B. III. S. 94⸗102. Von der Bereitung der kuͤnſtli⸗ chen Magnete kann man ſonſt folgende Schriften nachſehen; S. Savery Magnetical- obſervations and experiments in Phiz. Transacf. N. 414. A. Marcellokthe magnetical vertue communicated to lron and Steel. Ebendaſ. N. 423. J. Canton Method af making artificial Magnets wi- thout the uſe of natural ones. Ebendaſ. Vol. 47. S. z1. X AKberſ. 322 Ein und zwanzigſtes Capitel. F. 21. Wenn wir uns nun erinnern, a) daß man aus allen Arten Eiſen und Eiſenerzen Stahl erhalten kann(S.§. 19. N. 1. u. 2.), und zwar mehrentheils auf einerley Art, nur mit dem Unterſchiede, daß zum Stahlmachen ein ſtaͤrkeres Feuer erfordert wird, damit das Eiſen durchdrungen werde, als wohin alle Einrichtungen abzielen(§. 19. 1. Anm.); b) man uͤberdem auch findet, daß der Stahl augenſcheinlich aus kleinern und feſter zuſammengefuͤgten Theilen als das Eiſen beſteht, auch eine groͤßere eigenthuͤmliche Schwere hat (§. 20. N. 1. und 2.); c) auch der Stahl und das Eiſen beynahe einerley Eigenſchaften haben, wenn man nur die Haͤrte und Schnellkraft oder Beugſamkeit ausnimmt, als welche Umſtaͤnde unſtreitig von der genauern und feſten Ver⸗ dr reinem gfſiken w uͤberſ. im Kamburg. Magaz. B. VIII. S. 339⸗355. G. V. Richmann de virtute magnetica absque Magnete communicata experimenta, in Nov. CoMM. PETROr. P. IV. S. 235. Traite ſur les aimans ar ti,iels par le P. RIVOIRP. A Paris 1752. 12. SAM. KLIN- GENSTIERNA& lO. BRANDES Diſf. de magunetiſino arteficiali. Holm. 1752. DAaN. WirH. NεsEL Diſſ. de magnete artef- ciali. VItraj. 1756. 4. uͤberſ. im Hamb. Mag. B. XVII. S. 227⸗ 271. Wem. ſur les aimans artificiels-ar M. ANTHEAVME à Paris. 1760. Fagon fingulie- re d'aimanter un barreau d'A- cier-par M. du HAM EL in Mem. de' Acad. de Paris v. J. 1745. Obſervations ſur la nouvelle methode d'aimanter-par M. bin⸗ de LALAxpE Ebendaſ. v. J. 1761. Experiences, ſi mon- trent avec quelle facilité le fer & F'acier s'aimantent, ſans méme toucher a T'aimant, p. M. de REavivR Ebendaſ. v. J. 1723. Dieſe Erfindung nebſt der ausgemachten Aehnlich⸗ keit der magnetiſchen und electri⸗ ſchen Kraft, ſcheinen eine An— haͤufung von Feuertheilen in dem Stahle darzuthun, die mit der Reinigung des Eiſens, von der beygemiſchten unmetalliſchen, oder wenigſtens nicht ſo vollkommen metalliſirten, oder beym Schmel⸗ zen ihres brennbaren Weſens be⸗ raubten, Erde, den Unterſchied des Stahls vom Eiſen, wie des gehaͤrteten von dem ungehaͤrte⸗ ten, mit auszumachen ſcheinen. Man vergl. den folgenden§. und die aoiſte Anm. A. d. U. d bindung de Effheng und aus C (ao Ne zuſchn den dngde) branmn, h 7 Denn⸗ teniger in nächte mann Geine En ſcieden wi durch dier rint, thei ſcure beyn funden ſt Am. gentli ſehe I nige he⸗ ſihea mehr b Auberet Prat, T probie Die Gr ſind: 3 terſen; Gervich Etahl. chen M nit Kre dendel 5 al lym C Stahl man ausde an(6, dre A, en ein ſit drungne b119 l laugenſtint Tpelen un he Stang und dsg ausnünnt 1 und feſen e b Kbendeſn lences, Oli mh elle d 1 eimantert, h er a lumn, MyN Khend. Dieſe Enie machten iſchen uae ſcheinen i zuertheiender hun, dem Eſſens, un umeraliſce ht ſo wlie der byme nbaren ie , d Uunt m Eiſc, n dem unnie umadi ſh nfalenen n. 4. 9. 1' Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 323 bindung der Theile abhaͤngen; d) wir auch endlich aus der Erfahrung wiſſen, daß aus Eiſen Stahl gemacht(§. 19.) und aus Stahl wieder weiches Eiſen gemacht werden kann (§. 20. N. 10.); ſo ſchließt man daraus, der Unterſchied zwiſchen dem Eiſen und Stahl beſtehe, theils in der Abſchei⸗ dung oder Reducirung einiger Theile, waͤhrend dem Stahl⸗ brennen, theils in dem dichtern und feſtern Zuſammenhange der reinern metalliſchen Theile, wodurch die Schwere und Feſtigkeit vermehrt wird. Wenn man nun ferner betrachtet, daß der Stahl 1) weniger im Feuer funket, 2) weniger an der Luft roſtet, ſo moͤchte man vielleicht eine Anleitung haben, zu ſchließen, daß es eine Saͤure ſey, die vom Eiſen unter dem Brennen abge⸗ ſchieden wird(man vergl.§. 17. 5. Anm.); welches theils durch die veraͤnderliche Farben, die der Stahl im Feuer an⸗ nimt, theils dadurch weiter bekraͤftigt wird, daß die Vitriol⸗ ſaͤure beym Stahlmachen nicht ſehr vortheilhaft zu ſeyn be⸗ funden iſt. Anm. In Anſehung der Beſtimmung desjenigen worinn ei⸗ gentlich der Unterſchied zwiſchen dem Stahl und Eiſen be⸗ ſtehe, ſind die Bergleute und Chemiſten ſehr uneinig. Ei⸗ nige beſonders Chemiſten, behaupten, der Unterſchied be⸗ ſtehe eigentlich darinn, daß dem Eiſen beym Stahlmachen mehr brennbare Theile mitgetheilt werden, als bey der Zubereitung des Eiſens; S. Macquers Elem. de Chym. prat. I. I. p. 264. Gellert Metall. Cramers Probierk. von Juſti's Chym. Schr. I. B. S. 107 ec. Die Gruͤnde, die fuͤr dieſe Meynung angefuͤhrt werden, ſind: a) daß Eiſen durch Caͤmentiren mit brennbaren Ma⸗ terien zu Stahl werde; b) daß das Eiſen nichts von ſeinem Gewichte verliere, wenn man es durch Caͤmentiren zu Stahl zu machen ſucht; c) daß man den Stahl mit ſol⸗ chen Materialien, die das Brennbare ſtark anziehen, wie mit Kreiden und weiß gebrannten Knochen, zu Eiſen ver⸗ wandeln koͤnne; aber hingegen iſt zu erinnern, 1) daß man ohne alles Caͤmentiren(S.§. 19. n. 1. u. 2. a.) und auch beym Caͤmentiren, ohne eine beſondere brennbare Materie, Stahl aus Eiſen bereiten kann; und iſt es ſolchergeſtalt X 2 nicht 4 AI G 3 1 ¹ I —— 324 Ein und zwanzigſtes Capitel. nicht ausgemacht, was die brennbare Materie zum Stahl⸗ machen beytrage, ob man gleich weiß, daß das Eiſen bey den Caͤmentirungen nicht zum vollen Fluſſe gebracht wird, da ſich die brennbaren Theilchen einſchleichen koͤnnten, im Fall ſie in verdeckten Gefaͤßen in Bewegung geſetzt werden konnten. Wahrſcheinlicher ſcheint dies zu ſeyn, daß dieſe Materialien blos das Eiſen vor dem Verbrennen, dem ſonſt die Oberflaͤche des Eiſens im offenen Feuer ſehr un⸗ terworfen iſt, bewahren und einen Theil der vielleicht ein⸗ gemiſchten Erde reduciren. 2) Was den andern Grund anbetrift, ſo kann ich zwar ſo genau nicht beſtimmen, ob und wie viel das Eiſen von ſeinem Gewichte verlieren kon⸗ ne oder nicht, wenn es durch Caͤmentiren zu Stahl ver⸗ wandelt wird, und komt vielleicht vieles auf die Wahl der Materiallen und die Anſtalten an; daß jedoch das Eiſen beym Schmelzen und Gerben einen anſehnlichen Verluſt 8 leide, wenn es auf die Art zu Stahl gemacht wird, haben wir ſchon oben(§. 19. 3. Anm.) erinnert. Wenn es ſich mentiren nichts von ſeinem Gewichte verloͤhre, ſo hat die⸗ ſer Umſtand ſo viel weniger auf ſich, und kann um ſo viel — weniger eine brennbare Materie erweiſen, als man weiß, daß alles Brennbare die Köorper wol leichter und weicher, aber ſelten oder niemals ſchwerer und haͤrter macht(226). 3) Bey dem dritten Grunde iſt zu erinnern, daß der Stahl — auch ohne ſolche Materialien weich gemacht werden kann (S§. 19. N. 10.), und es uͤbrigens ungewiß iſt, wie dieſe ihre auziehende Kraft auf ein brennbares Weſen ausuͤben konnen, das einem, nicht zum Fluß gebrachten, Korper, oder Materie, einverleibet und damit vereinigt iſt, der ſelbſt keine geringere Anziehung zum brennbaren Weſen hat. Aus den angefuͤhrten Umſtaͤnden erſieht man folglich deutlich, daß es noch nicht erwieſen iſt, daß im Stahl mehr Brennbares als im Eiſen ſey; zieht man hiebey nun noch in Erwaͤgung, daß 1) man von den uͤbrigen ganzen oder halben Metallen kein Beyſpiel aufweiſen kaun, daß eines derſelben mehr Brennbares annehmen konne, als zur metalliſchen Natur deſſelben erforderlich iſt, es auch nicht 1 aan. moglich (226) Erhalten doch die metal⸗ groͤßere metalliſche eigenthuͤmliche liſchen Kalche, durch die Redu- Schwere. A. d. U. eirung mit dem Brennbaren, die ſo verhielte, daß das Eiſen beym Stahlmachen durch Caͤ⸗ ng woter taliſ 'A gabe ang häung dasd Eiſem wie au 9) N bilw neſen in E wid ühne both helle nicht im groß 9Gen ſchied auis h ros A Sie be enn dhe kömnt nes bß dee erſ Nandl, ſtarken ders e de, we bon de in Fei daagen Stahl Eiſen der E Neyn rſe un e das Eſat getract at inomtn, J ghſtzt an ſeyn, doßde renna, d Fenet igte dr vielladte andern ge beftinmm, te verlenſe 1 zu Etaln uf de Valt edoch dis eſt hnüchen ru ſcht wrd ſer Pan achen duché“ hre, ſo n kann un ſ „als umnn ter und vei ter matht e daß dereii ht wede i S iſt, nedi Weſen min achten, n rreinigt ſe aren Wiie eht manſe daß ire⸗ man hied uͤrige e eiſen tan n fonne, d ·, ds au h jeiynin: . Ä. Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 325 moͤglich zu ſeyn ſcheinet, daß ein Metall oder Korper einen weitern Zuwachs eines ſeiner weſentlichen, und das me⸗ talliſche Weſen ausmachenden, Theile zulaſſen koͤnnen; b) Alle Einrichtungen beym Stahlmachen mehr dahin ab⸗ zielen, etwas zu verjagen, oder blos eine ſtaͤrkere Vereini⸗ gung der Beſtandtheile mit einander zu bewuͤrken, als ein haͤufiges brennbares Weſen hinzuzuſetzen; c) Man weiß, daß das brennbare Weſen, wenn es auſſerordentlich im Eiſen eingemiſcht wird, ſolches ehe weich, als hart, macht, wie auch aus dem rothbruͤchigen Eiſen zur Genuͤge erhellet. ch Der Stahl, wenn er gegluͤhet und verſchmiedet wird, viel weniger als das Eiſen ſchweiſſet, und mit ſichern Be⸗ weiſen kein haͤufigeres brennbares Weſen im Stahl, als im Eiſen, dargethan werden kann. e) Andere Metalle, wie das Gold, Kupfer, u. a. m. gehaͤrtet werden konnen, ohne daß mehr Brennbares damit vereiniget werde, als ſie vorher enthielten, ſo ſcheint aus allen dieſen deutlich zu er⸗ hellen, daß der Unterſchied zwiſchen dem Stahl und Eiſen nicht in einer haͤufigern Gegenwart des brennbaren Weſens im Stahle als im Eiſen geſucht werden koͤnne. Andere, beſonders Bergleute, zu welchen ich auch den großen Chriſtopher Polheim zaͤhle, hegen eine der vori⸗ gen beynahe entgegen geſetzte Meynung, indem ſie die Ver⸗ ſchtedenheit zwiſchen dem Stahl und Eiſen eigentlich dar⸗ aus herleiten wollen, daß ein ſchwefelichtes und brennba⸗ res Weſen, oder beſſer eine Saͤure, abgeſchieden werde. Sie berufen ſich darauf, daß man a) Stahl erhaͤlt, wenn ein Theil des Gußeiſens auſſerhalb den Schlacken zu liegen koͤmmt, da doch das Eiſen in der Schlacke ſein Brennba⸗ res behalte, auſſerhalb derſelben verliere, und ſey dieſes die erſte Anleitung zum Stahlmachen. S. Sv. I. Mc. Hanal. 1740. S. 11. b) es bey dem durchdringenden und ſtarken Feuer, womit der Stahl bereitet wird, nicht an⸗ ders erfolgen koͤnne, als daß viel Brennbares verjaget wer⸗ de, weswegen es auch uͤberall Stahlbrennen heiße, wenn von der Bereitung deſſelben die Rede ſey; e) er weniger im Feuer ſchweiſſe; d) das Eiſen durchs Caͤmentiren mit Laugenſalzen, welche das Brennbare an ſich ziehen, zu Stahl gemacht werden kann; e) der Stahl haͤrter als das Eiſen ſey, wozu noch f) das geſetzt werden koͤnne, daß der Stahl nicht ſo bald an der Luft roſte. Ob aber dieſe Meynung gleich, wenn ſie recht erklaͤrt wird, inigen knd X 3 at, 1 1 it ¹ AI I 1 4 8 is. 31* 1 39 4* 5 4 r n 1 p —— —— — 326 Ein und zwanzigſtes Capitel. hat, ſo ſcheint ſie doch allein nicht zuzureichen, um daraus den Unterſchied, der ſich zwiſchen dem Stahl und Eiſen findet, zu erklaͤren. Andere meynen, der Unterſchied zwiſchen dem Stahl und Eiſen beſtehe in einer Reinigung, wodurch die im Ei⸗ ſen befindlichen fremdartigen und erdichten Theilchen ent⸗ weder abgeſchteden oder redneirt wuͤrden, wannenhero der Stahl auch nicht anders, als wie ein gereinigtes Eiſen an⸗ geſehen werden koͤnne; welcher Meynung Caſpar Neu⸗ mann u. a.m. guͤnſtig zu ſeyn ſcheinen; aber aus dem, was ſchon angefuͤhrt worden iſt, ſcheint es unſers Erach⸗ tens deutlich zu erhellen, daß beym Stahlmachen wol eine Reinigung vor ſich gehen konne, wie auch der ſtarke Ab⸗ gang zu erweiſen ſcheint, daß aber der Unterſchied zwiſchen dem Stahl und Eiſen nicht blos in dieſer Reinigung geſucht werden koͤnne, wird aus dem ſchon angefuͤhrten deutlich einzuſehen ſeyn; zu geſchweigen, daß eine ſolche Reinigung oder Scheidung beym Caͤmentiren ſchwerlich, oder gar nicht, bewuͤrkt werden kann. Eine ſeltſamere Meynung heget ein ungenannter Fran⸗ zoſe, der von den Stahlbereitungen im Elſaß geſchrieben, deſſen Traktat auch ins Schwediſche uͤberſetzt und 1752. herausgekommen iſt. Seine Meynung iſt die, daß der Stahl zwiſchen dem Stangen⸗ und Guß⸗Eiſen in der Mitte ſtehe, weniger Schwefel als das Guß⸗Eiſen, und mehrere als das Schmiede⸗Eiſen bey ſich habe, folglich um aus ge⸗ ſchmiedetem Eiſen Stahl zu machen, ihm ein Theil des Ei⸗ ſens wiedergegeben, beym Guß⸗Eiſen aber derſelbe vermin⸗ dert werden muͤſſe. Er unterſtuͤtzet ſeine Meynung damit, daß das Guß⸗Eiſen, wenn es im Feuer getrieben wird, ehe zu Stahl, als zu weichem Eiſen wird. Ob es aber gleich ſeine Richtigkeit haben kann, daß das Guß⸗Eiſen ehe zu Stahl, als zu weichem Eiſen, wird, ſo hat doch dieſer Schhriftſteller die Urſache, wovon ſolches herruͤhren kann, nicht zur Genuͤge erforſcht. Fuͤrs erſte hat er darinn Un⸗ recht, daß er mehr Schwefel oder brennbares Weſen im Guß⸗Eiſen als im geſchmiedeten Eiſen annimt, denn hier iſt nicht die Rede von einem reinen Schwefel, ſondern von einem brennbaren Weſen; dann fehlt er auch darinn, daß er im geſchmiedeten Eiſen weniger Schwefel oder Brenn⸗ bares annimt; endlich, ſo irrt er auch, wenn er nae a dß iüer aus Tneic Nach beracher ndin wi fäne. da w Hell bwolrkte; d, dea gs bewür waden 1 (S. ab. doruus ei de tigkeitn, rei ſache (ar) Ve ſe llſachen ic jde zar ſellict iſ liſen, m ſich nict mwewiſch, Luüſterin üniden zun llät, der Vfſn der 8 d dam ber unanla di rein dm onander 1 hen, im eun mä ſchen dm 6c durch he n. ten Thlchan wannene enigtes eſa, ꝛ9 Caſpuc zaber aus ds unſesee Amachen ta ih der fann nteſchid mſt Nemnnunzit geführtendu eſolchegenhe c, odergute ngenanniee Elſaß gechie erſitt und m Jiſt de, di Eiſen indage ſen, udnir lglich mau ein Thelde derſebere Meynunader ttrieben ni Ob es de zuß⸗Eſe ſo hat d Z herrihru“ hat er dum⸗ nöerts Ve wefl, onne auch duim defa de 19 l „wenn Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 327 daß das Guß⸗Eiſen deswegen zu Stahl werde, weil ein uͤberfluͤßiges ſchwefelichtes Weſen abgeſchieden werde; wor⸗ aus man denn deutlich erſiehet, daß ſein ganzes Syſtem unrichtig iſt.(227) §. 22. Nachdem wir die Eigenſchaften des Stahls und Eiſens betrachtet haben, ſo haben wir nun auch zu unterſuchen, ob und in wie weit ein kuͤnſtliches Eiſen hervorgebracht werden koͤnne. Dceer erſte, der hiezu eine Anleitung gegeben hat, iſt wol Helmont, welcher Eiſen aus Thon und Schwefel bewuͤrkte; danaͤchſt Becher, der mit Toͤpferthon und Lein⸗ oͤl, die er wohl vermengte und calcinirte, etwas Eiſenhalti⸗ ges bewuͤrkte, das nachher mit einem Magneten ausgezogen werden kann, oder wie Juncker im(Conſp. Chem. T. IJ. S. 926. berichtet, wenn man Vitriolgeiſt darauf gießt, und daraus einen Eiſenvitriol macht. Dieſer Verſuch hat eine Veranlaſſung zu vielen Strei⸗ tigkeiten, auch unter Chemiſten, gegeben, ob und in wie weit ſolches Eiſen aus andern (227) Vielleicht iſt keine die⸗ ſer Urſachen allein zureichend, doch jede zum Theil gegruͤndet. Vielleicht iſt der Stahl das rein⸗ ſte Eiſen, und im Guß⸗Eiſen ein noch nicht reducirter Eiſenkalch eingemiſcht, der ſowol bey der Stahlbereitung als beym Um⸗ ſchmieden zum Stangeneiſen, ver⸗ glaſet, oder durch das brennbare Weſen der Kohlen redueirt wird, da dann beym Stahlſchmelzen das Verglaſete abgeſchieden wird, und die reinen Eiſentheile naͤher an einander gebracht und mit Erdarten, auch andern Koͤr⸗ F 4 pern mehrern Feuertheilen vereinigt werden,(m. vergl. die 224ſte A. d. U.) deren Vereinigung durch das oͤftere Abkuͤhlen noch mehr befoͤrdert wird. Vielleicht ſteckt in dem Eiſenkalche auch eine uͤber⸗ fluͤßige Saͤure, die bey dem Re⸗ duciren mit dem Brennbaren ei⸗ nen Schwefel macht, wodurch das Eiſen bruͤchig bleibt, bis es durch wiederholte Bearbeitung im Feuer oder laͤngeres Schmelzen von denſelben befreyet wird. A. d. U. I 4 328 Ein und zwanzigſtes Capitel. pern erhalten werden koͤnne, und in wie weit man dieſes Ei⸗ ſen hervorgebracht, oder herausgezogen, nennen koͤnne. Wir wollen daher die, theils von G. Geo ffroy, welcher zuerſt entdeckte, daß auch aus der Aſche der Gewaͤchſe durchs Calciniren etwas Eiſenhaftes erhalten werden kann, in den Mem. de! Acad. Koxu. de Parir. v. J. 1705. S. 562. ff., theils von QLemmery in den gedachten Mom. de! Ac. R. de Paris v. J. 1706. S. 272., theils vom Dan. Ga⸗ leati im Comm. Honon. 1'. III. P. II. S. 20. ff. S. All⸗ gem. Magazin Iil. B. S. 109. ff.) angeſtellten Verſuche kurz anfuͤhren, und dann ſehen, was man fuͤr einen Schluß aus dieſen Verſuchen ziehen koͤnne. Wir wollen daher erſt die Verſuche ſelbſt anfuͤhren, ſodann, was das fuͤr ein Ei⸗ ſen ſey, das man erhaͤlt, und endlich, was man hieraus fuͤr einen Schluß ziehen koͤnne. 1t Wir bemerken daher A. bey den Verſuchen ſelbſt 1) Daß man, den reinen und durchſichtigen Bergery⸗ ſtall, den reinen und ungefäͤrbten Quarz, Sand und andere aͤhnliche harte Steine ausgenommen, faſt aus allen Arten, von Erden und Steinen, ſie ſeyn gefaͤrbt oder nicht, etwas Eiſen erhalten kann. Anm. Es irren ſich folglich die, welche glauben, daß man aus allen und jeden Erdarten, auf gedachte Art, Eiſen erhalten koͤnne; auch thun diejenigen einen Fehltritt, wel⸗ che meynen, daß man kein Eiſen aus Kalch⸗Erden, Kalch, und weiſſer Kreide erhalte, wenn man ein fettes Oel uͤber ſelbige aus einer Retorte abzieht, und dann das ſchwarze Ueberbleibſel auslauget. 2) Erhaͤlt man Eiſen aus der Aſche aller Arten von Gewaͤchſe, und deren Theilen, aus Blaͤttern, Blumen, den Kraͤutern, Saͤften, Honig, wie auch aus den Wurzeln, Zweigen und dem Stamme ſelbſt; doch erhaͤlt man es haͤu⸗ figer fß as! ſch mer als dn9 den ſhn ſenn madt ad venic swelche weten, Grricſer + 1 eoonders in, doch weniger. heue %„ſ. ſſen, al ftlr ch hr e; kt dat das Oar. — —— — —— Kun Gaſs, rchlaß vn de mit — —— — — ll. man dn nnen känne Ges ffe ſche der Gen ten wadae :170j. E9 en Nun d, 4 m Dan. 6. 20.f. 6, eſtllen dai für einerett wolln die des ſireh man hiene ctigen Ang Zand uden aus altn e der nich,a nuben, din achte An, ü in Fehlkit lch Erde n fettes A ann dasſt aler Aenn , Alunun, d den Aoſ it un hh 4 Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 329 figer aus den kleinern Pflanzen und Grasarten, in welchen ſich mehr glasachtige Erde findet, und in geringerer Menge aus den groͤßern Gewaͤchſen, und Baͤumen(228), in wel⸗ chen ſich mehr Kalcherde ſinder; auch geben die Seegewaͤchſe, wenn man die Korallen, u. a. m., die auch eine Kalcherde enthalten, ausnimt, mehr Eiſen, als die Landgewaͤchſe. 3) Erhaͤlt man auch aus der Aſche faſt aller Thiere Ei⸗ ſen. Das mehrſte geben die Wuͤrmer, danaͤchſt die Voͤgel und Froͤſche, u. a. m., weniger die Schaafe, Haaſen u. a. m., noch weniger die Knochen und Hoͤrner der vierfuͤßigen Thiere, aus welchen man zuweilen gar keines erhaͤlt. Auch iſt hiebey zu merken, daß man nach Verhaͤltniß allezeit mehr Eiſen aus Gewaͤchſen, als aus Thieren, erhaͤlt. 4) Aus Menſchenblut, Knochen, Blaſenſteinen, Harn, beſonders dem Bodenſatz deſſelben, erhaͤlt man gleichfalls Ei⸗ ſen, doch, nach Verhaͤltniß der Umſtaͤnde, bald mehr, bald weniger. Im XIIIten Bande des Hamburgiſchen Ma⸗ gazins wird angeſuͤhrt, daß man aus Menſchenblut mehr Eiſen, als aus Ochſenblut, erhalte; nemlich 2 Pfund Och⸗ ſenblut gaben 2½ Quentgen und 3 Gran; 2 Pfund Menſchen⸗ blut aber 3 Quentgen und 15 Gran. Der Herr von Hal⸗ ler haͤlt das Eiſen fuͤr eine Urſache der rothen Farbe des Bluts.(229) 5) Sagt Galeati, er habe aus den Gewaͤchſen und Thieren, die bey Eiſen⸗Bergwerken wachſen, oder ſich auf⸗ 5 halten, (228) Die Gegenwart des Ei⸗ ſens in den Gewaͤchſen erweiſet auch die gruͤne Farbe des gemei⸗ nen Glaſes, und der blaue Nie⸗ derſchlag von der Saͤttigung der Sode mit dem Vitriolſauren. A. d. U. (229) In wie weit dieſe und andere Meynungen uber die Ro⸗ the des Bluts gegruͤndet, und welches die wahrſcheinlichſte Er⸗ klarung der Urſache derſelben ſey, findet man in meines Freundes, Herrn J. Th. Pyl, hier in Greifswald 1775. herausgekom⸗ menen Diſſ. de Rubedine famgui- nis. A. d. U. 330 Ein und zwanzigſtes Capitel. halten, mehr Eiſen erhalten, als aus denen, die ſich an an— dern Orten finden; dagegen aber im Harn und Blute der Bergleute, die in und bey den Bergwerken leben, nicht mehr Eiſen gefunden, als in dieſen Saͤften derjenigen, die ſich an andern Orten aufhalten. 6) Auch wird berichtet, daß man aus Aſche, aus wel⸗ cher die Eiſentheilchen abgeſchieden worden ſind, nachher nichts Eiſenhaftes wieder habe abſcheiden koͤnnen, wenn man gleich dieſe Aſche mit Oelen gemiſcht und calcinirt hat. B. Was das Eiſen betrift, ſo findet man, daß das Ei— ſenhafte, ſo auf gedachte Art aus allen dieſen Koͤrpern abge⸗ ſchieden wird, wol vom Magneten gezogen, aber weder von ſauren Feuchtigkeiten und Geiſtern, noch von den Laugenſal⸗ zigen veraͤndert wird. Um aus dieſen Verſuchen und andern Beobachtungen einen richtigen Schluß ziehen zu koͤnnen, muͤſſen wir vorher merken, daß faſt in allen Erd- und Steinarten, auch Ge— waͤchſen und Thieren zufaͤlliger Weiſe etwas Eiſenhaftes ein⸗ gemiſcht ſeyn kann; da aber ſelbiges theils aus der Farbe er⸗ kannt, theils mit Salzgeiſt oder Koͤnigswaſſer, ſelbſt vor der Calcinirung, wenigſtens zum Theil, ausgezogen, theils durch gehoͤrige Scheidung und Ausſchmelzung erhalten, theils mit einer zur Aufloͤſung gegoſſenen Blutlauge niedergeſchla⸗ gen werden kann; ſo iſt hier nicht die Rede von dem Daſeyn dieſes Eiſenweſens in den gedachten Erd⸗ und Steinarten, ſon⸗ dern von dem eiſenhaften Weſen, das man, vor gedachter Calcinirung und auf benannte Art angeſtelltem Brennen, nicht wahrnehmen kann. C. Wann man ſolchergeſtalt die angefuͤhrten Verſuche zu⸗ reichlich erwaͤget, ſo ſollte aus der fuͤnften und ſechſten Be⸗ merkung zu folgen ſcheinen, daß die Gewaͤchſe und Thiere dieſes Eiſenweſen von einem vitrioliſchen Waſſer haben, wel⸗ ches die Eiſenerde einfuͤhre und zuruͤcklaſſe, aber dagegen ſtrei⸗ ten, —— 2 m, vieme d dai wichſern de Crleine — ſrenitiji glachdr t ſſ ales Er tinrGewält perden, und kmm. We näcſe md ines aus ei pliſes, ne doch wenig Thierer uns der ſch an wiͤßte, wi mgeführten eiſngaſteg GG auch, dnigſers; funtund, ih dilee 4 D wichſen ir Weiſe i aüig meh wißerem ihſen me en, weil in ſne als dr mwente! d, h flt den Gewe mmfle. e. die ſch n und Ja ſöen, nite ſigen, diſ ſce, u en ſind, me unnen, nen. geinit nan, daß de ſen Kärxen 1, oberwae von den l en Vacbalt müſſen virn narten, ad. s Eſeenie aus dergi waſeer, ſi rusgezoge, ng erhale uge niidnt von dm d d Steinanne an, dor rar ſellen dr gtteVei und ſchi vitemi Baſirjois⸗ thedyn⸗ 1 Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 331 ten, wie man findet, folgende Umſtaͤnde: a) Findet man, daß das Eiſenhafte, welches auf gedachte Art aus den Ge— waͤchſen und Thieren erhalten wird, weder vor, noch nach der Calcinirung ein reines Eiſen iſt, weil es von ſauren und laugenſalzigen Feuchtigkeiten nicht angegriffen wird, ob es gleich der Magnet ziehet. Von eben der Beſchaffenheit iſt faſt alles Eiſenerz, das ſolchergeſtalt auch eben ſo wenig von einer Gewaͤchsſaͤure und noch weniger vom Waſſer aufgeloͤſet werden, und folglich auch nicht in die Gewaͤchſe eingehen kann. Waͤre es ein vitrioliſches Weſen, das in die Ge— waͤchſe und Thiere eingeht, ſo muͤßte man dann auch Spuren eines aus einander geſetzten Vitriols, und ſowol eines Vitriol⸗ geiſtes, welchen man doch nur in einigen Holzarten, die je— doch weniger Eiſenhaftes geben, aber nicht in den uͤbrigen Thieren und Gewaͤchſen finden kann, als auch einen Ocher, der ſich aus den fluͤßigen Saͤften unfehlbar niederſchlagen muͤßte, wahrnehmen, und findet man alſo leicht, daß die angefuͤhrte Meynung keinen Grund hat. b) Waͤre dieſes eiſenhafte Weſen vorher in den Gewaͤchſen befindlich, ſo muͤß⸗ te es auch, noch nach der Verfaulung, durch den Salzgeiſt, wenigſtens zum Theil, aus der dann zuruͤckbleibenden Erde, erkannt und ausgeſchieden werden koͤnnen; aber da mag man noch ſo viele Verſuche anſtellen, ſo ſind ſie doch alle vergeb⸗ lich. c) Waͤre dieſes Eiſenweſen vor der Calcinirung in den Gewaͤchſen und Thieren befindlich, ſo muͤßte es ſich natuͤrli⸗ cher Weiſe in den groͤßern Gewaͤchſen und Thieren, die un⸗ ſtreitig mehr Waſſer ſaufen und einſaugen, als die kleinern, in groͤßerem Verhaͤltniß finden, auch muͤßte in den Landge⸗ waͤchſen mehr Eiſen, als in den Seegewaͤchſen gefunden wer⸗ den, weil im Meer weniger Zugang zu einer Eiſenerde ſtatt findet, als auf dem feſten Lande; da man aber in Anleitung der zweyten und dritten Bemerkung eben das Gegentheil fin⸗ det, ſo faͤllt auch die Meynung weg, daß dieſes Eiſenweſen in den Gewaͤchſen und Thieren vor der Calcinirung befindlich ſeyn ſolle. d) Eben dies beweiſet auch das Eiſenhafte, ſo man 332 Ein und zwanzigſtes Capitel. man aus dem Menſchenblute und Harn erhaͤlt, welches ſich nicht nach den Orten, und ſolchergeſtalt nach Beſchaffenheit des Waſſers, ſondern, in Anleitung der Beobachtungen des Herrn Galeati, nach eines jeden Menſchen ſtaͤrkern, oder ſchwaͤchern, Geſundheit verhaͤlt, wozu noch der in den Phi- loſ. Transatl. Vol. L. P. II. p. 594. eingeruͤckte Verſuch des Hrn. Edward Wrights(230) kömmt, aus dem man erſieht, daß das im Waſſer aufgeloͤſete Eiſen ſodann nicht einmal in die Milchgefaͤße eingeht. In Anleitung deſſen, daß die Gegenwart des Eiſen⸗ weſens in den Gewaͤchſen oder Thieren vor dem Verbrennen nicht erwieſen werden kann, ſo ſcheint hieraus deutlich zu er⸗ hellen, daß dieſes Eiſenweſen nicht ausgezogen, ſondern aus der, in den gedachten Koͤrpern beſindlichen, Erde hervorge⸗ bracht worden ſey.(231) (230) An experiment by which it appears that ſalt of ſteel does not enter the Lacteal Veſſels. Hr. W. loͤſete eine Unze Eiſenſalz in einer gehoͤrigen Menge Waſſer auf, ſeihete die Aufloͤſung durch, vermiſchte ſie mit einem Pfunde Brodt und Milch, und zwang es einem Hunde ein, oͤfnete ihn nach einer Stunde, ſammlete den Chylus aus dem Ductu thoracico, und fand, daß ſolcher von einer Gall⸗ aͤpfel⸗Aufloſung nicht ſchwarz ge⸗ faͤrbt ward. Man findet dieſen Verſuch uͤberſetzt im N. Zamb. Mag. B. 14. St. 13. S. 33⸗ 95., woſelbſt auch S. 94. 85. ein Verzeichniß der Schriften, von dem in thieriſchen Saͤften gefundenen Eiſen, zu finden iſt. ⁴. 9⁹ 6 1. Anm. 7 (231) Un ſich hievon zu uber⸗ zeugen, muͤßte man aus einer Erde erſtlich alle Eiſentheile und Kalch mit Koͤnigswaſſer auszie⸗ hen, und ſie dann mit einem brennbaren Zuſatze, in welchem auch nichts Eiſenhaftes zu ver⸗ muthen ſtuͤnde, calciniren. Man vergl. Phyſ. Ch. Th. II. 1. Ab⸗ theil. 17. A. d. U. Indeſſen kann man doch auch nicht ganz leug— nen, daß nicht ein Theil der glas⸗ achtigen Erde in Gewaͤchſen und Thieren, durch genaue Verbin⸗ dung mit Saurem und Brenn⸗ barem, zu Eiſen gemacht werden koͤnne, da wir die Kraft der or⸗ ganiſchen Koͤrper und der Ver⸗ aͤnderung der Beſtandtheile ihrer Nahrungsſaͤfte kennen, das denn beym Verbrennen eine Kaichhe talt 1.Aum. froy (aih emme D be Jin Etie, m. Heun Pirvwol tn, ſot ſs Eiſen herausge ) h 7 blau ſen eni doch ſen de we bla hem ſer eine deck aus! bor das dem entſ (E32 fiſti der— nnönde zuſ nue rde fanaar zih ſch nc kei edihs 8 i Nd ſt ſehe ſen, Eiſ d Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahlꝛc. 333 hält w 41. bi 1. Anm. Hieruͤber war ein großer Streit zwiſchen G. Geof⸗ Teſtern froy, der da behauptete, das Eiſenhafte, ſo man aus den dedatgng Gewaͤchſen und Thieren erhielte, wuͤrde erſt erzeugt, und hen rte Lemmery, der da annimt, es wuͤrde nur herausgezogen. hde udn Dieſe verſchiedene Meynungen haben noch ihre Anhaͤnger.. ritr Ait Joſ. Monti, Saleati, u. a. m. gehen auf Lemmery's Seite; dahingegen Becher in d. Weiſen Narrheit und Naͤrriſchen Weisheit, Stahl, Juncker und Neumann mit Geoffroy einerley Meynung hegen. Wir wollen nun die Gruͤnde kurz anfuͤhren und beantwor⸗ ten, ſo von denen angefuͤhrt werden, welche meynen, die⸗ nt, aus d Aiſen ſdm enwert de ſes Eiſenhafte ſey ſchon darinn befindlich, und werde nur dem Dan herausgezogen. dus deutac 1) Behaupteten Morhoff u. a. m., daß man in allem blauen Thon vor der Calcinirung eine Spur von Ei⸗ ſen finden koͤnne, und ob ſelbiges gleich nach der Cal⸗. cinirung mit Leinol ſichtbar werden koͤnne, ſo ruͤhre es doch davon her, daß das vorher verborgene Etſenwe⸗ 1 ſen dann durch dieſe Calcinirung entwickelt werde. Da dieſes aber eine bloße Hypotheſe iſt, und nie bewieſen werden kann, daß alles Eiſenhafte, welches ſich im blauen Thon nach der Calcinirung ergiebt, in demſel⸗ ben vorher verſteckt befindlich geweſen ſeye, ſo faͤllt die⸗ ſer Grund von ſelbſt weg. Warum ſollte nicht der ogen, ſon en, Edew t ſih hſercre ußte mon awe Halle Eſenr Kömigsneſt eine Theil des Eiſenhaften ſowol als das uͤbrige ent⸗ ſie dam mt deckt und abgeſchieden werden koͤnnen? oder, wie und Zuſatt, v aus welchem Grunde kann man ſagen, daß das eine Eiſenzcit vor der Calcinirung mehr verborgen geſteckt habe, als de, calinin das andere? Sollte man wol ſo viel Eiſenhaftes aus 1 .Ch.ll dem Thon abſcheiden können, wie der rothen Farbe d. U. 3wie entſpricht, die ein Ziegelſtein durchs Brennen erhäaͤlt? uch vitt tn(232) Man muͤßte auf die Art den Thon ſelbſt nicht ct ein va anders. In(Getvehlnt G dng ſtalt in der Aſche bliebe, durch(232) Da der Thon, wenn Zaunm ud brennbare Zuſaͤtze aber ſo weit man alles Eiſenhafte zuvor aus⸗ — reducirt wuͤrde, daß es ſich vom gezogen hat, ungefaͤrbt bleibt, Clſen 9 wir de Kri dorot ud r Biirat” fiekann de⸗ ranun te Magnete ziehen ließe, wenn es gleich noch kein vollkommen ge⸗ ſchmeidiges Eiſen waͤre, da es mit der Reducirung der Eiſen⸗ kalche oft ſehr ſchwer haͤlt. A. 2 6⁴ (S. auch Poerners Anm. zu Baumé Abh. v. Thon S. 13. 14.) ſo kann dieſe Roͤthe nur von dem, in demſelben be⸗ findlich geweſenen, durch den Bey⸗ Ein und zwanzigſtes Capitel. anders als fuͤr ganz und gar eiſenhaft anſehen. Wie gehet es zu, daß man mit Salzgeiſt aus einem unge⸗ brannten Thon wenig oder gar nichts Eiſenhaftes aus⸗ ziehen kann, und mit Vitriolgeiſt wol einen Alaun, aber keinen Vitriol erhaͤlt 233)? Ein jeder wird da⸗ her einſehen, daß dieſer Einwurf von keiner Bedeu⸗ tung iſt. 2) Werden die N. 5. angefuͤhrten Verſuche zu Huͤlfe ge⸗ nommen, und daraus geſchloſſen, daß, da die bey Bergwerken ſich findenden Gewaͤchſe und Thiere wol hundertmal ſo viel Eiſen geben, als die, ſo an andern Orten gefunden werden, ſo muͤſſe auch das in gemel⸗ deten Koͤrpern befindliche Eiſenhafte von der Erde her⸗ ruͤhren. In ſo weit ich aber die Sache begreife, ſo ſcheint hieraus nichts anders geſchloſſen werden zu koͤn⸗ nen, als daß die in den, bey Bergwerken wachſenden und ſich aufhaltenden, Gewaͤchſen und Thieren befind⸗ liche Erde mehr geneigt iſt, eiſenhaft zu werden, als die, welche andere Gewaͤchſe und Thiere liefern. Wo⸗ von aber dieſe Beſtimmungen herruͤhren, iſt eine ſchwere Sache auszumachen. Zimmermannſcheint zwar ſolche in ſeiner Berg⸗Akademie von einer in den Ge⸗ waͤchſen vorgehenden Gaͤhrung herleiten zu wollen, als welche an einem Orte ſtaͤrker, an andern ſchwaͤcher ſeyn koͤnne. Ich aber vermuthe, daß ſolches, theils von beſondern Eigenſchaften des Waſſers, theils von der Beſchaffenheit der Erde herruͤhre, indem ich gefun⸗ den habe, daß nicht aus allen Waͤſſern einerley Erde zu erhalten ſey,(wovon in dem erſten Capitel des drit⸗ ten Theils ein mehreres angefuͤhrt werden ſoll) und die Luft bey Bergwerken elektriſcher und mehr mit elek⸗ triſcher Materie angefuͤllet iſt, als anderwaͤrts, wel⸗ ches dadurch beſtaͤrkt wird, daß die Gewitter bey Berg⸗ werken Beytritt der Feuertheile roth ge⸗ wordenen Eiſen⸗Ocher hergeleitet werden. So recht geringe kann der Antheil deſſelben in den Zie⸗ gel⸗Erden auch nicht ſeyn, da er ſie verglaslich macht. A. d. U. (253) Die Vitriolſaure greift den Eiſenkalch gar nicht an; der Salzgeiſt auch nicht ſo vollkom⸗ men wie das Konigswaſſer, (Poernera. a. O. S. 81.) und das Fette des Thons behin⸗ dert ſolche Ausziehung der Eiſen⸗ theile vielleicht auch. A. d. U. 4 tel. f anſehtn aus en ſabeie dol Anen 4 En ſded don ienee rſuche uh „ daß, di iſe udd dhn. ddie,ome auch das i te von der E „Sathe ban loſſen wada gwerken dett und dhien zaft zu werde Thiere hin. hren, ſtmit maun ſchen von einerni rleiten unel n andern ſöt. daß ſlchs Waſſers, h re, indem h aſſern ennhe den Capſ et werden eund märn s andernin, e Gewſttrt K alch oyrſitte auch nit das Konie er a.e et de din⸗ Arzthungie ict au 30 3) 4) Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl 6. 335 werken ſtaͤrker ſind. Was die elektriſche Materie zur Zuſammenſetzung des Eiſens beytrage, ſoll gleich er⸗ waͤhnet werden. Ferner muß man hiebey auch das in Erwaͤgung ziehen, daß man aus dem Blute und Harn der Bergleute nicht mehr Eiſenhaftes erhalten kann, als aus dem Blut und Harn anderer Leute, welcher Umſtand wenigſtens ſo viel erweiſet, daß der ange⸗ fuͤhrte Grund nicht allgemein iſt. Wird der N. 6. erwaͤhnte Verſuch angefuͤhrt, und dar⸗ aus geſchloſſen, daß, da man aus eben derſelben Erde durch wiederholte Calcinirungen nicht mehr Eiſenhaf⸗ tes erhalten koͤnne, als man bey dem erſten Brennen bekommt, ſo koͤnne das Eiſenhafte auch nicht als aus der Erde erzeugt, ſondern muͤſſe als ſchon darinn ge⸗ genwaͤrtig angeſehen werden. Dieſer Schluß ſcheint aber eben ſo wenig richtig zu ſeyn: denn es iſt moͤg⸗ lich, daß ſich einige Theile durch das Brennen ſo er⸗ haͤrten, daß ſie keine Vereinigung mehr mit dem brenn⸗ baren Weſen eingehen koͤnnen; auch iſt es moglich, daß die Erde, ſo man aus den Gewaͤchſen und Thieren erhaͤlt, gemiſcht, und ein Theil davon Eiſen zu wer⸗ den geſchickt iſt, der andere nicht.. Wird auch angefuͤhrt, daß man aus einigen Erd⸗ und Stein⸗Arten, wie aus Kreide, reinem Kalch und Gyps, Berg⸗Cryſtall, dem Rußiſchen Glaſe, reinem Fiuß⸗ ſpath, kein Eiſen bewuͤrken koͤnne. Hierauf dient zur Antwort, daß man nicht behauptet, daß aus allen Arten von Erden und Steinen Eiſen hervorgebracht werden konne, als welches zu behaupten ungereimt waͤre. Folglich werden alle zuvor erwaͤhnte Sand⸗ und Stein⸗Arten, nebſt andern mehr(N. 1.) als weniger geſchickt, in eine Eiſen⸗Erde verwandelt zu werden, ausgeſchloſſen. Was aber die Kreide und den Kalch betrift, ſo erhaͤlt man daraus Eiſen, wann man ein fettes Oel tuͤchtig damit durcharbeitet und es dann aus einer Retorte mit ſtarkem Feuer wieder abzieht. Wer wird es aber wagen, zu ſagen, oder auf ſich nehmen, zu beweiſen, daß in der Kreide oder im reinen Kalch vorher Eiſen befindlich ſey? Von dem Gyps hege ich eben dieſe Meynung. Mit dem Quarz, Feldſpath u. ſ. w. hat es aber eine andere Beſchaffenheit, denn ns je —— 336 Ein und zwanzigſtes Capitel. die harten Stein⸗Arten anbetrift, ſo wird ein jeder leicht einſehen, daß ihre kleinſten Theile ſo hart und feſte ſind, daß ſie keine Verbindung mit einem brenn⸗ baren Weſen zulaſſen, als wozu loſe erdichte Theile erfodert werden. 2. Anm. Bey dieſer Gelegenheit muß ich auch die uͤbrigen von den Chemiſten angefuͤhrten Arten, ein kuͤnſtliches Ei⸗ ſen hervorzubringen, erwaͤhnen. Seoffroy hat aus dem Weinſteingeiſt, Terpenthinol und Vitriolgeiſt Eiſen bewuͤr⸗ ket, die er vermiſcht und deſtillirt, und aus dem Zuruͤck⸗ bleibſel Eiſen erhalten hat. Stahl hat Eiſen aus Alaun, Kochſalz und etwas Braunroth erhalten, dieſes ſcheint aber von keiner Bedeutung zu ſeyn, da man weiß, daß im Braunroth viel Eiſenhaftes ſtecke. Auch kann man zu dem erſten hinzuſetzen, daß man auch aus Vitriolgeiſt und Weingeiſt Eiſen erhaͤlt.(234) §. 23. Was im vorhergehenden Paragraphen abgehandelt iſt, leitet uns nun zur Betrachtung der Beſtandtheile des Eiſens, die durch die Zerlegung deſſelben ausfindig zu machen ſind. Wir merken daher an, daß das Eiſen beſtehe 1) Aus einer brennbaren Materie. Dieſe wird er⸗ kannt: a) aus dem Leuchten und Schweiſſen des Eiſens inn Feuer(§. 6.); b) aus der Bewuͤrkung eines ſchwefelichten und brennbaren Weſens mit dem Vitriolgeiſt(§. 7. N. 1.); c) aus dem Verpuffen deſſelben mit dem Salpeter(§. 12.); d) aus der Reducirung des verkalchten Eiſens(§. 17.). 2) Aus einer, vielleicht thonartigen Erde. Denn die Erde, die durch die Verkalchungen blos dargeſtellt, durch die Reducirung aber zu Metall gemacht wird(§. 17.), iſt nichts anders als ein Eiſenroſt, oder eine metalliſche Erde von (234) Auch aus der Aufloͤ⸗(§. 99.) durch die Blutlauge ei⸗ ſung der Erde des Regenwaſſers nen blauen Eiſenkalch erhalten im Vitriolſauren will ogel haben. A. d. U. Y . nnn ineg ineruſced dßeſſo reinen Cir S0 a deErun I kon(84 metuliche« 2. zun, ui 5 desz), )) num w deltrſck: ſichergeſtwe. rigt it. 1. Anmnl waſſender dnfa g⸗ ſoſſchütt zu w an. teng act She Eſen de Danma dn zaſff. tget, d Ackrerdac. dber dihg tnniget ſe langſen g ii ſeyn un die man z⸗ 63) Da huit als d ſrelſäare be n t Gſſes ae 1 ilichen fin tel. 4 ſo vid n, Yaleſ 4 Jmit enene lſe adchn huuh de h en kinſlet ftoy hat ut olgeſteſte d us d a t Eſſen u. n dieſsſihen. man waß, d ich iann nn 6 Wrrpoi. den chochadt ndtheieds Äg zu mach ſiehe . Diei ſen doi eines ſhit diſt” Salpetee ſens 6 1) Erde d. z dargetel, wird, ne metlſſt durchdedh a Eſirkach n 1.d. l Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 337 von einer ganz andern Beſchaffenheit, als irgend eine andere mineraliſche Erde. Folglich, da man ſchon bewieſen hat, daß der Eiſenroſt in Anſehung ſeiner Eigenſchaften von einer reinen Eiſenerde verſchieden iſt(§. 17. 1. Anm.), man auch aus der Erfahrung weiß, daß eine einfachere Erde, beſon⸗ ders der Thon, zum Eiſenhaftwerden geſchickt gemacht wer⸗ den kann(§. 22.), ſo ſchließt man hieraus, daß gedachte metalliſche Erde eine mehr zuſammengeſetzte Erde ſey, und zwar, wie es ſcheint, aus einer einfachen thonartigen Er⸗ de(235), die 3) mit einer Saͤure oder brennbarem Weſen, das mit der elektriſchen Materie von einerley Beſchaffenheit iſt, und ſolchergeſtalt der dritte Beſtandtheil des Eiſens wird, verei⸗ niget iſt. B 1. Anm. Wenn wir den Umſtand erwaͤgen, daß mit Koͤnigs⸗ waſſer durch eine lang anhaltende Digerirung eine ſolche einfache Erde abgeſchieden werden kann,(§. 7. N. 4. I. Anm.) ſo ſcheint dieſe unſere Meynung hiedurch ferner bekraͤftiget zu werden; aber noch mehr Staͤrke wuͤrde ſie erlangen, wenn die von FZimmermann in ſ. Berg⸗Akademie S. 91. angefuͤhrte Beobachtung ihre Richtigkeit haͤtte, daß Eiſen und Eiſen⸗Schlacken nach einer geraumen Zeit zu Dammerde oder Thon werde; welche Beobachtung er mit dem Zeugniſſe eines andern glaubwuͤrdigen Mannes bekraͤf⸗ tiget, der da bezeugt, daß Eiſenerze mit Miſt gemengt, in Ackererde oder Thon verwandelt worden ſind, welches ich aber dahin geſtellet ſeyn laſſe: So viel kann ich jedoch mit einiger Gewißheit ſagen, daß einige Eiſenerze nach einer langſamen Verwandelung den Gewaͤchſen nicht hinderlich zu ſeyn ſcheinen, ſondern ihren Wachsthum ehe befoͤrdern, wie man auf alten Hodden ſieht; aber wer kann ſagen oder behaup⸗ (235) Da die Thonerde we⸗ iſt es kein Wunder, daß der Eiſen⸗ ſentlich aus der Kieſelerde und kalch dem Thone ſo nahe kommt, Vitriolſaͤure beſtehet, die Saͤure und eben daher auch die Eiſen⸗ des Eiſens aber vermuthlich der werdung des Thons begreiflich zu vitrioliſchen ſehr nahe kommt, ſo machen. A. d. U. „ 9 4 8 338 Ein und zwanzigſtes Capitel. behaupten, daß dieſes von Eiſenroſt, oder Eſen⸗Ocher ge⸗ ſchehe, als welches zum Wachsthum der Gewaͤchſe vollig ungeſchickt iſt? Denn weiß man auch, daß die Eiſenerde eben ſo ſchwer zu ſchmelzen iſt, als der Thon. 2. Anm. Auſſer den angefuͤhrten Gruͤnden geben mir, zur Annehmung der letzten elektriſchen Materie, im Eiſen, eine Anleitung, theils die elektriſchen Funken, die das Eiſen im Feuer von ſich ſpritzt, wenn es ſchweißt, theils die zwiſchen dem Eiſen und der elektriſchen Materie ſich findende Anzie⸗ hung, die ſich beym Einſchlagen der Gewitter in Haͤuſer zeigt, theils die Uebereinſtimmung, die ſich zwiſchen der elektriſchen und magnetiſchen Kraft findet. Und ſolcherge⸗ ſtalt glaube ich mir einen Begriff davon zu machen, woher es komme, daß der Magnet mehrentheils zu Tage ausſtrei⸗ chend gefunden wird; woher es komme, daß der Thon zu Tage eiſenhaltiger gefunden wird, als in der Tiefe; daß die Gewaͤchserde, und die thieriſche eiſenhaft werden kann; woher es komme, daß die bey den Bergwerken wachſende Gewaͤchſe mehr eiſenhaltig ſind u. ſ. w.; wovon auch ſchon zuvor etwas erwaͤhnt iſt, indem ich davor halte, daß die elektriſche Materie mehr und mehr figirt werden kann. Hieraus laͤßt ſich auch einſehen, warum nicht alle Saf⸗ rane reducirt werden koͤnnen: Denn, wenn die Eiſenerde ſo zerſtoͤrt wird, daß ſie dieſes elektriſche Weſen vollig ver⸗ liert, ſo ſind auch denn alle Verſuche, ſie zu reduciren, vergebens. 3. Anm. Ueber die Beſtandtheile des Eiſens hegen die Che⸗ miſten auch verſchiedene Gedanken. Geoffroy meynt in Anleitung ſeines§ 22. 2. Anm. angefuͤhrten Verſuchs, und weil ſich das Eiſen, wann es vor dem Brennſpiegel ge⸗ ſchmolzen wird, wie ein geſchmolzenes Pech oder Erdharz zeiget, das Eiſen ſey aus einer Erde, einem erdharzigen Oele und einer Vitriolſaͤure zuſammengeſetzt, und ſucht die Saͤure theils durch die(2. Anm.) angefuͤhrte Verſuche, theils durch den ſauren Geſchmack des Eiſenroſtes zu er⸗ weiſen. Lemmery meynt, das Eiſen ſey aus einer Erde und etwas Oelichtem oder Schwefelichtem zuſammengeſetzt, und glaubt, das Saure, ſo Geoffroy annimt, gehoͤre dem Eiſen nicht zu, weil das Eiſen durch Saͤure zerſtoͤrt werde, und folglich die Saͤure nicht zur Grundmiſchung deſſelben gehoͤren koͤnne. Galeati ſcheint dieſe Saͤure zu⸗ 8 zuge⸗ 2 nh 1 men t. andan darmn* Tmn.h* fuh Eauett ſlich nungenT drſprum. uſeganha ſanerden C. geſthec unterſc ſczt enda und S. ſen horgt dosäſa de d ſtan thut, ga tercch nne des 1 ſchm mie nach, 40 tachtet Gen langm e, ezt) Cgen te Nae aa reine Ferſts t kann, naz der Clecttig dwegung geſa taauſt uirg Vszetunge Nal ds in 6. drennbaren un egt thels d ud det ch fin draac ul 7 ll. Vom Eiſen, Eiſenroſt und Stahl ꝛc. 339 det ECer d— e Gevithi zugeben, aber zugleich ein Laugenſalz im Eiſen anzu eh⸗ c de ge men. Juncker, Neumann, u. a. m. reden von keinem chon. andern Beſtandtheile, als einer Eiſenerde, und einem brenn⸗ n gin baren Weſen. VDon Juſti meynt, die Vitriolſaͤure be⸗ ie,u ſtimme die Erde eiſenhaft zu werden; er ſagt, das Eiſen 1 9 beſtehe aus einer Erde, einem brennbaren Weſen und einer. 3 sch Saͤure. Andere meynen, im Eiſen ſey zugleich ein Schwe⸗ — halsdege fel befindlich. Ohne uns aber bey den verſchiedenen Mey⸗ ic fadenen nungen aufzuhalten, will ich nur erinnern, daß der Wi⸗ evitte u derſpruch zwiſchen denſelben ſo groß nicht iſt, als er wol eſcch zwſta. zu ſeyn ſcheint. Das Eiſen beſteht aus Eiſenroſt oder Ei⸗ dt. Undſate ſenerde und einem brennbaren Weſen: hiebey bleiben eini⸗ zu mathm ge ſtehen, die uͤbrigen aber haben den Eiſenroſt genauer SzuTageue unterſucht und gefunden, daß er gleichfalls zuſammenge⸗ mdaß de da ſetzt ſey, welche Zuſammenſetzung ſie einer einfachen Erde in der di und einer Saͤure zuſchrieben, von welcher Saͤure das Ro⸗ haft watain ſten herruͤhren ſollte. Da wir aber unſere Gedanken uͤber gwerken buut das Roſten ſchon oben geaͤußert haben, und man weiß, daß wovon auh e die elektriſche Materie von einer feinen ſchwefelichten Art vor halt, di iſt(236), wie der Geruch und Geſchmack derſelben dar⸗ werden im thut, ſo wird es leicht einzuſehen ſeyn, daß der ganze Un⸗ . terſchied dieſer Meynungen mehrentheils auf den Urſprung. um niile des in dem Eiſen befindlichen Schwefelichten und elektri⸗, wenn die ſchen Weſens beruhe, welches jedoch meinem Beduͤnken eVeſe e nach, als von dem mineraliſchen Schwefel verſchieden, be⸗ trachtet werden muß, welches auch dte verſchiedenen Wuͤr⸗ 2* , ſie zurh — kungen des elektriſchen Feuers ausweiſen. ns hege d N 2 Zwey ſeoffof n(236) Eigentlich iſt die electi. Funken, wegen des annoch un⸗ ten Vnith⸗ ſche Materie nichts anders als zerlegten, mit verfuchtigten, Brennſ das reine Feuerweſen. Wohl Brennbaren, in Reducirung me⸗ pech ode et aber kann, wenn dieſe, wie es talliſcher Kalche würkſam ſeyn. einem mii⸗ bey der Electricitat geſchiehet, u S. des Grafen von Milly ſetzt, und Bewegung geſetzt, und im Eiſen Abhandl uber die durchs Electri⸗ geführte Ne angehauft wird, beſonders bey ſiren bewürkte Verwandelung der Eſſenroſt der Ausziehung des Funkens, ein Metallkalche in ihre urſprungli⸗ ſe aus ent Theil des im Eiſen befindlichen che Metalle, in Sammtung m zuſannage rennbaren und Saurem theils brauchb. Abhandl. aus Hr. y anint,g zerlegt, theils verfluchtiget wer⸗: Abt Dozier Beob. uͤber urchSiurefr den, und daher der ſaͤuerliche Ge⸗ die VNatur und Kunſt. B J. ur Grunwi⸗ ſchmack des electriſchen Funkens, Leipzig, 1775. 8. S. 247⸗253. nt dieß Sin und der ſchwefelichte Geruch ent⸗.d. U.— 3 9) ſtehen, auch daher der electriſche 340 SS G& AAAee A e Zwey und zwanzigſtes Capitel. Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn, weiſ⸗ ſen Kupfer, Meßing, Pieſchbach, Tombach, und andere metalliſche Gemenge. §. 1. aͤchſt dem Eiſen iſt wol das Kupfer unſtreitig das noͤ⸗ thigſte und nuͤtzlichſte Metall. Es iſt auch eben ſo lange, als das Eiſen, nemlich von den alleraͤlteſten geweſen, doch die Natur deſſelben wenig erforſcht worden. 1. Anm. Das Kupfer hat ſeinen Namen wol von Cuprum, und dieſes, wie Plinius bezeuget, von der Inſel Cypern, woſelbſt es ehedem gefunden worden iſt. Woher aber das Wort Aes komme, ein Name, der dem Kupfer auch im La⸗ teiniſchen gegeben wird, weiß man nicht mit Gewißheit. Die Alten hatten zwo Arten, wovon die eine Cypriſches Erz(Aes Cyprium), die andere Corinthiſches(Aes ge, ſey Meßing geweſen, andere halten es fuͤr ein metalli⸗ ſches Gemenge, von der Art, wie unſer Glockengut. Das Kupfer wird auch Venus genannt. 2. Anm. Daß das Kupfer ehedem mehr, als jetzo, im Ge⸗ brauche geweſen iſt, erſehen wir daraus, daß es ſowol von den Hebraͤern, als geln und Pforten, zu Bogen, Ketten, Gewehren, zum Acker⸗ und andern Geraͤthe gebraucht worden iſt. S. Cal⸗ mar in Bibl. Unterſuch. S. 53. Martin Wahl⸗ berg Diſſ. au vis Aeris prius, gquam ferri, innotuerit? Aum. Da man von reinem und geſchmeidigen Kupfer kei⸗ ne ſonderliche Abaͤnderungen, als nur in Anſehung einiger Einmiſchung findet, ſo halten wir es nicht fuͤr noͤthig, uns damit aufzuhalten, indem unſere Abſicht nur iſt, von rei⸗ — nem und geſchmeidigen Kupfer zu handeln. 6 .2⸗ Zeiten her bekant, und ehedem mehr, als jetzt im Gebrauche Corinthiacum) genannt wird; das letztere, meynen eini⸗ bey den Griechen und Roͤmern zu Rie⸗ . du95 das Eien 4 , i A tnfätſt if Tiſte 13s Aum. ſtt. d hatt, 4 V terden k8 *hm. 115 den g. guſchme e wict G. Streciann der Nos Am. len, R w von da Jpochegg fomme Ä- drl. nit s ni des itt chnal e mnmandieze 1Anm. L nit uͤber ſondern n 3 (e) Der it emein aue eulin letiteg Coxite angrin, h, dont ſenge. unſteitg de Es iſ ach von den alatth jett in Gen erforſct vane mwol bon om dder Jndlen . Woher b Kupfer aut icht mit Gi⸗ die eint Cyynſ vrinthiſts ztere, wey des fir in r Glockengn „als jeze n 3, daß esſtt nd Roman n, Gewehe⸗ erdenſſt E Martin!. i, imun medi wi in Anihume ſicht it oit⸗ cht nar ſ, wi den 6 22ſtes Cap. Vom Kupfer, Kupferroſt ꝛc. 341 §. 2. K Das Kupfer iſt ein geſchmeidiges Metall, weicher als das Eiſen, aber haͤrter als die uͤbrigen Metalle, von Farbe roth, im Bruche glaͤnzend und beynahe dicht oder derbe; es verhaͤlt ſich in Anſehung ſeiner eigenthuͤmlichen Schwere zum Waſſer, wie 8,784 oder 9,000 zu 1,000. 1. Anm. Wenn man Kupfer oft gluͤhet und haͤmmert, wird es hart, ob es gleich nicht voͤllig zu der Haͤrte gebracht werden kann, wie der Stahl. 2. Anm. Hiebey muß man anmerken, daß das Kupfer, nach⸗ dem es reiner oder unreiner iſt, auch mehr oder weniger geſchmeidiger iſt. Wenn etwas Schwefel in ſelbiges einge⸗ miſcht iſt, ſo iſt es nicht ſo geſchmeidig, und wird beym Strecken unter dem Hammer ſchartig, doch in Verhaͤltniß der Menge des beygemiſchten Schwefels. 8 3. Anm. Die Kupfer⸗Schuppen, die beym Haͤmmern abfal⸗ len, werden Aeris ſquamæ(Kupfer⸗Hammerſchlag) und von den Griechen Aeric genannt; ſie waren ehedem auf Apotheken gebraͤuchlich, ſind jetzt aber aus der Mode ge⸗ kommen. G §. 3. An der Luft laͤuft das Kupfer bald ſchwarz an; darnach roſtet es mit der Zeit, und wird zu einer gruͤnen Erde, jedoch nicht ſo ſchnell und ſo ſehr, wie das Eiſen; wie man findet, wenn man die Kupfer⸗Daͤcher mit denen von Eiſen vergleichet. 1. Anm. Wenn die mit Eiſenblech belegten Daͤcher nicht wo⸗ mit uͤberſtrichen(237) ſind, koͤnnen ſie nicht lange dauren, ſondern roſten und werden lochericht; Kupfer⸗Daͤcher hin⸗ J 3 gegen (237) Der beſte Ueberzug iſt der gemeine aus Leinoͤl und Sil⸗ berglaͤtt bereitete Mahlerfirniß, dem man durch einen trockenen erdichten Zuſatz mehrere Feſtig⸗ keit giebt. Gewoͤhnlich wird hie⸗ zu der Todtenkopf des Vitriols genommen; daß aber Ruß hiezu vorzuͤglicher ſey, lehrt Herrn Sahlbergs Abhandlung in Schwed. Ak. d. Wiſſ. Abh. B. I. v. J. 1739. S. 94⸗9§. Kohlenſtaub wuͤrde auch ein vor⸗ zuͤglicher Zuſatz ſeyn. A. d. U. 342 Zwey und zwanzigſtes Capitel. gegen koͤnnen, wie die Erfahrung lehrt, viele hundert Jahre ausdauren, ohne ſchadhaft zu werden, die Stellen ausgenommen, wo das Waſſer etwas aufgehalten wird und geſtehet.. 2. Anm. Die Erfahrung lehrt jedoch, daß eine Art Kupfer eher und ſchneller roſtet, als die andere; und zwar wird es um ſo vte! ſchneller und ſtaͤrker angefreſſen, je mehr Schwe⸗ fel es enthaͤlt. —§. 4. Von reinem Waſſer wird das Kupfer ſo ſchnell nicht auf⸗ geloͤſet, ob man gleich nicht mit Gewißheit weiß, ob ein ganz reines Waſſer das Kupfer nicht in etwas angreifen mag; iſt das Waſſer aber ſauer, ſalzig oder fettig, ſo loͤſet es das Kupfer auf, und verwandelt es zu einer gruͤnen Erde, die Gruͤnſpan oder Spangruͤn(Schwediſch Erg, Lateiniſch Ae- rugo) genannt wird; doch iſt hiebey auch einiger Unterſchied in Anſehung des Kupfers zu bemerken. 1. Aum. Ich habe geſagt, daß man noch ungewiß iſt, ob das vollig reine Waſſer das Kupfer angreift; denn man weiß zwar ſo viel, daß Kupfer, wenn es lange im Waſſer liegt, zu Gruͤnſpan zerfreſſen wird, aber im Fall das Waſ⸗ ſer rein geweſen iſt, ſo iſt man doch noch in einer Unge⸗ wißheit, ob es nicht zu der Zeit, da das Kupfer angefreſ⸗ ſen ward, etwas ſauer habe werden koͤnnen. Die Ver⸗ ſuche ſind hierinn noch nicht zureichend. 2. Anm. Es iſt ſeit einiger Zeit ein ſtarker Streit uͤber den Gebrauch der kupfernen Gefaͤße in der Haushaltung, in Anſehung ihrer Auffoslichkeit und des Roſtens, gefuͤhrt worden. Rouelle in den Nem. de Paris. Thierry in ſeiner, unter Falconets Vorſitz 1749 vertheidig⸗ ten, Streitſchrift, Rouſſeau im NMercure de Franse, Qu ellmalz in. Progr. do Vaßis Hen Coquinc famul., das im Zamb. Magazin B. XII. S. 461. eingeruͤckt iſt. Ig nA3 Wari dFelta veneftca zudole de zameè, und A mi, der gegen Ellern geſchrieben, im Reeueil period. par Vax- DERMONDP. T. VII. p. 340. verwerfen den Gebrauch der Kupfer⸗Geſchirre. Dahingegen billigen ihren Gebrauch nach wie vor Joh. Balt. Ph. Pott in dnie ichen lihi5 metnl 4 riſch in d Ti klletn Oott ſcen G. ſcemt* llegren. bhnde 2n Liee Se fenhett) r d 3 82* aufgalicr ulſt 5 ttſten A leztery. ſchwetan tl dugee dem ler Kner uhe her eon Oder ann gegoſſenm läht md de Kun ranes 3. fupfer a his auf.. dit anfangt m⸗ die, dam⸗ 96, ſrt ſtal.. Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 343 ht, tille 8.- eeden, a lichen Gedanken und gruͤndlichen Unterſuchung des metalliſchen Geſchirres ꝛc.; Joh. Andr. Har⸗ aufgehalen, ſüan niſch Phyſik. Gedanken, Joſ. Franz. Te ſta im Traktat /apra la Dihert. della venefica indole delle rameè, iß ine gut Eller in der Hiſt de n2αd. R. de Berlin v. J. 1754.(238) und ſoi n Gottl. Fabricius im kurzen Auszug der Lllert⸗ en, ſemret ſchen Abhandl. ꝛc. mehrere zu geſchweigen. Aber es ſcheint bey dieſem Streit ſo zugegangen zu ſeyn, wie es mehrentheils bey allen andern Streitigkeiten zugeht, daß beyde Theile zu weit gegangen ſind. Wir wollen in aller ſoſbne Kuͤrze einige Umſtaͤnde anfuͤhren, woraus man die Beſchaf⸗ bloä mte fenheit der Sache einſehen kann. 1) Iſt zu merken, daß weß, dn, das Kupfer, ſo wie andere Metalle oder Koͤrper nicht leicht angreſfe na aufgeloͤſet wird, wenn es auſſerhalb dem Aufloͤſungs⸗Mit⸗ lſt 6) tel iſt, als wenn es im Aufloſungs⸗Mittel liegt; denn im 3, ſo löſtt a 85 5 Lelt T 2— enen Ei erſten Fall koͤnnen die Theile deſſelben nur auf einer, im 34 de letztern aber auf allen Seiten angegriffen werden, zu ge⸗ 1; Vin ſchweigen, daß das im Gefaͤße eingefaßte Aufloͤſungs⸗Mit⸗ einigerUret. tel durch die Wuͤrkung des Feuers mehr vom Boden oder dem Metalle weggetrieben, und zum Abrauchen, als zu p einer Wuͤrkung auf das Metall geſchickt gemacht wird; wo⸗ ch ungenit her es denn auch koͤmmt, daß man, ſo lange ein Gericht nariſſ; dan. oder Suppe in kupfernen Gefaͤßen gekocht und gleich aus⸗ es lange m ai gegoſſen wird, wenig Zeichen einer Aufloſung bemerkt; er im Fal da laͤßt man es aber im Gefaͤße ſtehen, ſo findet man, daß och mem das Kupfer mehr oder weniger aufgeköſet wird. 2) Daß ds Kuuſieme reines Waſſer, in reinen kupfernen Gefaͤßen gekocht, das önnen. A Kupfer nicht aufloͤſet, oder zerfrißt, wenn man es gleich bis auf die Haͤlfte einkocht, und zwey bis dreymal 24 er Stret l Stunden in dem Gefaͤße ſtehen laͤßt, wornach es gleichwo Hausſaln anfaͤngt, einen Beyſchmack anzunehmen. 3) Vier, auch Jaſet Wuͤrze in kupfernen Pfannen gekocht, greifen, wie der Zu⸗ 3n 1 cker, das Kupfer nicht ſehr an. 4) Kocht man aber ſalzi⸗ beng 1 ges, ſaures Waſſer oder Suppe in reinen kupfernen Ge⸗ Neruun, 3-. Y 4 ſchir 1—(238) Man findet dieſe Abe thergill, daß der Gebrauch 41ut 1 handlung des Hrn. Ellers der kupfernen Gefaͤße, auf der 2,n 7 auch in deſſen Phyſ. chym. Flotte, eine Haupturſache von arden mmed. Abh. S. 398⸗414. und dem Seeſcorbut ſey, in Lond. dan, a Min. Beluſt. Th. 1I. S. Aerzte Bemerk. B.. S. 1. gen hen 5 499⸗ 51 8. S. auch J. Tra⸗ 1 2. 4£ 2d. U. tt m den dat 1 vis Schreiben an J. Go⸗ 1 344 Zwey und zwanzigſtes Capitel. ſchirren, und laͤßt es etwas darinn ſtehen, ſo findet man, daß e was vom Kupfer aufgeloͤſet worden iſt. 5) Eben dieſes geſchicht auch, wenn fette Suppen u. d. m. in kupfer⸗ nen Geſchirren gekocht worden. Hieraus folget der Schluß, daß man wol allerhand Arten von Spetſen ohne Gefahr in kupfernen Gefaͤßen kochen koͤnne, jedoch mit den Ein⸗ Feuer ſchraͤnkungen, daß a) ſie nicht ſehr ſalz oder ſauer ſeyen, b) das Gefäß vorher recht rein ſey, c) die Speiſe nicht im Gefaͤß ſtehen bleibe, d) das Kupfer zu mehrerer Sicher⸗ heit verzinnt werde.(239) 5. 5. Im Feuer verhaͤlt ſich das Kupfer folgendermaßen: ſteiget ein Dampf davon auf. 1) Legt man ein Stuͤck Kupfer, oder Kupferblech, ins „ſo faͤrbt es die Flamme gruͤn. feilſpaͤne auf gluͤhende Kohlen, Streuet man Kupfer⸗ und erhaͤlt das Feuer ſtark, ſo Faͤngt man dieſen in Gefaͤßen auf, ſo findet man, daß es Kupfer iſt; und wird dieſer Sub⸗ limat Kupferblumen(Flores Aeris) genannt. 4 1 Anm. Wenn man geſchmolzenes Kupfer, ſo wie es aus dem Schmelzofen kommt, mit kaltem Waſſer beſprengt, ſo wird das Waſſer, das dieſe Hitze nicht ertragen kann, mit vieler Gewalt zuruͤckgeworfen(240), und zugleich fliegt etwas von dem Kupfer, das die ſchnelle Abkuͤhlung nicht vertraͤgt, (239) Wie vorzuͤglich die Ver⸗ zinnung mit Salmiak ſey, indem nothwendig reines, nicht mit Bley verſetztes, Zinn hiezu ge⸗ nommen werden muß, findet man unter andern in der Aus⸗ fuͤhrlichen Anweiſung zur Verzinnung der kupfer⸗ nen, meßingenen und ei⸗ ſernen Gefaͤße, mit reinem Engliſchen Finn, von den Gebruͤdern Gravenhorſt. Braunſchw. 1774. 3. Sonſt kann wie man vom Verzinnen des Kupfers Hrn. Baume Erl. Exp. Ch. Th. II. S. 339. ff. nachſehen. .2.⁴ 2. (240) Man muß ſich daßer, wenn man etwas aus Kupfer gießen will, aͤußerſt vorſehen, daß die Forme ganz trocken ſey, weil ein paar Tropfen Waſſer Pfun⸗ de geſchmolzen Kupfer mit der groͤßten Gewalt um ſich werfen. * 2. 3 A 8 tie E 6 Ennd 2 An e. n, de benn 12t pun G. ſerd jntin Ne ) dis Ind ncch von undſcht ertmn Bupfers 3. Y n nur Ge trr däun ter bagſ erſoetmm.: Aevena 2 Amn beri merſchat „. Anm. wi Hammec gluß u ne dunr iin an der bg Lufer en löſch uc ſclack mit Dran Aum. foſt unng Feuer a imnn; na Um frtiſett dhwid Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangrun ꝛc. 345 hen, euai 3 wie Sand in die Luft, und faͤllt nachher wie ein feiner en udn 19 Sand auf dem Boden nieder. Dieſes Kupfer nannten die sfogtdree Alten Kupfer⸗Blumen; es koͤmmt voͤllig mit dem uͤber⸗ deſſn thn 6 ein, das bey uns Farbe oder Kupfer⸗Sand genannt und doch nite beym Gaarmachen(Garninger) von der Heftigkeit des ih oder 3 Feuers und Luftzug aus dem Ofen heraus fliegt. S. Dio⸗ 9 de en ſcorides B. V. Cap. 48. Agricola B. IX. Cap. 13. Va⸗ da niinde lentini Muſ. Muſeor. B. I. S. 74. LàANGII Cpp. T. I. p. 333. 2) Bey einem gelinden Feuer wird das Kupfer nach und nach verkalcht, wiewol nicht ohne eine muͤhſame Arbeit end und ſehr langſam. Es wird dann zu einer rothen Aſche, die undem Kupferaſche(Crocus Veneris) genannt wird. öujä 1. Anm. Wer Kupfer⸗Aſche ohne Zuſatz bereiten will, darf erelet noſe nur Kupfer⸗Feilſpaͤne nehmen und in einem Scherben, un⸗ das Feunſe ter der Muffel des Probier⸗Ofens, bey ebenem Feuer, un⸗ n dieſen iac ter beſtaͤndigem Ruͤhren, verkalchen, wozu wol einige Tage d wid deni erfordert werden; auch kann man das Kupfer in einen gan 1 Reverberier⸗Ofen bringen. 1 2. Anm. Wenn das Kupfer gegluͤhet und gehaͤmmert wird, ſo tie verkalcht es ſich gleichfalls, wie der da abfallende Ham⸗ r bepren e merſchlag beweiſet, welcher ein verkalchtes Kupfer iſt. laanen 3. Anm. Wenn man Kupfer⸗Aſche(1. Anm.) oder Kupfer⸗ 8 dlim Hammerſchlag(2. Anm.) mit etwas Laugenſalz, um den 3 n,— Fluß zu befoͤrdern, in einer brennbaren Materie zum Re⸗ 1 duciren ſchmilzt, ſo erhaͤlt man ein Kupfer, das nicht leicht an der Luft roſtet. Eben ſolches erhaͤlt man, wenn man erzinne din Kupfer gluͤhet, und in etwas Urin oder Salzwaſſer ab⸗ um el loͤſcht, und damit ſo lange fortfaͤhrt, bis das Kupfer ver⸗ „3f ſchlackt iſt. Auch kann man es erhalten, wenn Kupfer à3 2 ſe mit Bley abgetrieben wird. 4. Anm. Die Kupfer⸗Aſche fuͤr ſich allein zu verglaſen, iſt Nan muf ſte faſt unmoͤglich; das einzige, ſo man mit dem ſtaͤrkſten etwas aus Feuer ausrichten kann, iſt, daß ſte etwas bleicher werden außert uſte kann; mit glasartigem Zuſatze aber wird ſie zu Glaſe. anz trcm„. un Wiſt 3) Um in Fluß gebracht zu werden, erfordert das Ku⸗ den guſtn pfer ein ſtarkes Feuer, wiewol kein ſo ſtarkes als das Eiſen, maͤltun ſäi doch wird es ſchnell gluͤhend und faͤrbt die Flamme beſtaͤndig N 5 mit 346 Zwey und zwanzigſtes Capitel.. mit einer blaugruͤnen Farbe, ohne indeſſen etwas merkliches am Gewichte zu verlieren. Wenn es geſchmolzen iſt, ſpielt es mit einer blaugruͤnen Farbe. Anm. Wenn man einige Liespfunde Kupfer auf einmal ſchmilzt, ſo ſpuͤrt man unter dem Schmelzen einen Schwe⸗ fel⸗Geruch, von dem das Silber auch ſchwarz wird. Es 7 ſcheint alſo ein Schwefel vom Kupfer weggetrieben zu wer⸗ iſe vielleicht die Urſache, warum einige Arbeiter das Kupfer oft umſchmelzen, ſo ſte dann Cuivre de Rouſette nennen, welches unſtreitig vor anderm Kupfer einen Vorzug ver⸗ dient, und nicht ſo ſchnell roſtet. 4) Im verdeckten Feuer leidet das Kupfer keine ſon⸗ derliche Veraͤnderung. 3 4 n Hieraus ſieht man, daß das Kupfer a) im offenen Feuer fluͤchtig iſt, b) in gelindem Feuer verkalcht wird, aber waͤhrend dem Schmelzen bey ſtaͤrkerer Hitze keinen ſonderli⸗ chen Verluſt leidet, woferne das Feuer dann nicht ſo ſtark iſt, daß es unveraͤndert in die Hoͤhe geriſſen wird. 1 6. 6. uin Gegen die Mineralſaͤuren verhaͤlt ſich das Kupfer, wie olget: 1 1) Vitrioloͤl zu halb ſo viel gefeilt oder zerſchnitten Ku⸗ pfer gethan, bewuͤrkt gleich ein Brauſen und Dampfen; ſetzet man dieſes Gemenge darnach aufs Feuer, und laͤßt es ſieden, bis alles beynahe trocken geworden, oder das Vitriol⸗ oͤl eine graue Farbe erhaͤlt, und gießt dann heiſſes Waſſer da⸗ zu, ſo erhaͤlt das Waſſer eine blaue Farbe, woraus man, wenn es durchgeſeihet, abgedampfet und zum Anſchießen hin⸗ geſtellet wird, blauen Vitriol erhaͤlt(S. Cap. I.§. 27. 2. Anm.). Vom Vitriolgeiſt wird das Kupfer nicht aufge⸗ loͤhet, wofern es nicht vorher verkalcht, oder aus einer Aufloͤ⸗ ſung und Salpeter⸗ oder Salzſäure niedergeſchlagen worden iſt, woraus man ſieht, daß die Vitriolſaͤure den Kupferkalch G leichter, Jchter, 8 wid de. den, wenn ſolches mit Kohlen umgeſchmolzen wird. Das b V a9) 8— Ln 8 7,1n9: tcr an giiytn Je Rjon Rüts fſir,1 d dn e ſollen⸗ etei 1 dunne. indik: Abſonat das ſam V ſen pe l AWipr ſoerän höheum wanaht runeau 2 Aum ni frag torden. KNhuuen i dlioi Wr ſannt. 9*5 ggſt ſan dch. 6 1 un den, enauriſche ll. S. f dll de aqn, Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤnꝛc. 347 etdos nan—: Gmulhniß leichter, als das Kupfer ſelbſt, angreife; angefreſſen aber h wird das Kupfer von jeder Vitriolſaͤure bald. ubfer uf 1. Anm. Legt man etwas Eiſen in die mit Vitriolol verfer⸗ nehen anna tigte Aufloſung, ſo ſchlaͤgt ſich das Kupfer in metalliſcher ſchwar und Geſtalt und Farbe aufs Eiſen nieder und wird Caͤment⸗ veggetrbnn 1 Kupfer 241), Cuprum præcipitatum, genannt; geſchicht moln ni die Faͤllung aber mit fixem Laugenſalz, ſo erhaͤlt der Nie⸗ Arbeterd derſchlag eine blaugruͤne Farbe, und iſt ein zerfreſſenes Ku⸗ de Rollete 5 pfer, das viel Brennbares bedarf, wenn es reducirt wer⸗ den ſoll. Zieht man die Vitriolſaͤure mit ſtarkem Feuer ab, — N9 emn de ſo bleibt das Kupfer auch etwas verkalcht, und braun von Farbe zuruͤck. Man ſeht ſolchergeſtalt, daß die Verkal⸗ Kufe a. chungen der Metalle in den Aufloͤſungs⸗Mitteln nicht waͤh⸗ 4 rend der Aufloſung ſelbſt, ſondern unter der Faͤllung und Abſcheidung daraus geſchehen, da das Aufloͤſungs⸗Mittel fer)in das Brennbare zuruͤck behält, wofern nicht eine ſolche Sub⸗ erkachtnid ſtanz zugeſetzt wird, zu deſſen Brennbaren das Aufloͤſungs⸗ 2 h hihf Mittel eine ſtaͤrkere Anziehung hat. Gießt man zu einer iße keinen i Aufloſung des Kupfers in Vitriolſaurem etwas Harngeiſt, dann tiich ſi ſo erfolgt kein Niederſchlag, aber die Aufloͤſung erhält eine en witd. hoͤhere blaue Farbe. S. Juncker I. I. p. 908. Thut man Kochſalz hinzu, ſo erhaͤlt die Aufloͤſung eine ſchone gruͤne Farbe. 2. Anm. Der Niederſchlag, welchen man durch die Faͤllung das Kuf mmit fixem Laugenſalz erhaͤlt, wird, nachdem er ausgeſuͤßt worden iſt, beſonders, wenn es aus der Auffoͤſung des 3 erchin blauen Vitriols in Waſſer bereitet worden iſt, Sulphur Vi- àr Ketſyum trioli Veneris fixum,(ſixer Kupfer⸗Vitriols⸗Schwefel) ge⸗ und dr nannt. teuer, und derdod 2) Mit Salpetergeiſt oder Scheidewaſſer brauſet das heiſsb Kupfer ſtark, mit rothen Daͤmpfen, aber die Nſlöſi wir be, wora am Auſci 2 9—(241) S. Phyſ. Ch. Th. II. eratis, vnlgo Cement-Waſſer ſer utti Abth. I. C. 1. 13. And. u. S. dictis, kerrum in æs permu- M, auch von den Caͤmentquellen im tantibus, in Phil. Trausatt. N. er aneinal Altenburgiſchen Hamb. WMag. 480. überſ. im Hamb. Mag. gcGuamn B.ill. S. 496 501. Marru. B. W. S. 333⸗345. A. d. U⸗ d bufe BELI de aquis Neofolienfib1us ba 348 Zwey und zwanzigſtes Capitel. wird gruͤnlich(242), und ſchießt, wenn ſie abgedampft wird, nach einiger Zeit in ganz blaue und durchſichtige or⸗ dentliche gleichſeitige vierſeitige ſaͤulenfoͤrmige Cryſtallen, von gleichlaufenden Seiten, an; bey allzuſtarker Abdampfung aber bleibt ein dunkelgruͤner Kalch oder Spangruͤn zuruͤck. Deſtillirt man eben die Auſtoͤſung, ſo erhaͤlt man einen gruͤ⸗ nen Geiſt, und es bleibt ein entzuͤndliches Salz zuruͤck,(S. Juncker p. 908.) das die Feuchtigkeit aus der Luft an— zieht und von ſluͤchtigen Laugenſalzen niedergeſchlagen wird, ob es gleich ſtark damit aufbrauſet. 1. Anm. Heinri ch Backer beſchreibt im Employment for ehe Microſcop. p. 195., wie das Kupfer auf folgende Art ſchoͤn zum Wachſen gebracht werden koͤnne: Man legt ein Stuͤck oder eine kleine Platte reines und glaͤnzendes Kupfer in und eine halbe Unzen Scheidewaſſer, nimt es nach 12 Stunden wieder heraus, und thut dann zu dieſem Scheidewaſſer etwas von einer dicken und weiſſen, mit Scheidewaſſer bereiteten, Queckſilber⸗Aufloͤſung; darnach thut man auch ein wenig fein geriebenen Salmiak dazu, ruͤhrt ſodann das Gemenge um, bis das Salz zerſchmol⸗ zen, da man wieder mehr Salmiak zuthut und wieder um⸗ ruͤhret, und wiederholet dieſes ſo lange, und ſo oft, bis das Gemenge eine hellblaue Farbe erhaͤlt und gleichſam zaͤhe wird; ſodann legt man ein glattes und polirtes Stuͤck Eiſen, oder Nagel, von Laͤnge eines Zolls, in dieſes Ge⸗ menge, und nimt es, wenn es kupferfarben gefaͤrbt wor⸗ den, wieder heraus, legt es mitten auf eine Glasſcheibe, ſtreicht zwey oder drey Tropfen von dieſer Vermiſchung, die man vorher wohl umſchuͤttelt, mit einer Feder zur Sei⸗ ten des Eiſens ſo duͤnne, daß das Glas doch ſeine Durch⸗ ſichtigkeit behaͤlt, und laͤßt dieſes in einer wagerechten Stellung ſtehen. Wenn nun das Auswachſen vor ſich ge⸗ gangen iſt, ſo nimt man das Stuͤck Eiſen mit einer Zange 4 weg, (242) Dieſe Aufloͤſung giebt ein Salz, das ſich bey einer ſehr gelinden Hitze entzuͤndet. S. Actual Fine and Dstonation produced by che Contact of Tinfoil, with the ſalt compo- ſed of Coppes and the Nitrous acid. by B. HreGINS, in Phil. Trausact. Vol. LXIII. P. I. Art. 16. A. d. U. d wrnn Vmn d wweg, n hjt 6 velic ſt. ndenr an, te alm.. jſtett net ſocſſare harnoot lol un ner, G. e Lum Shaſſ⸗ eem .Chr Schlaun aſche m der dar fen, ſn Geurr na Vm ſet, ungit her arin Erperi ts )) Ds lyfer nur id die un Kſch demn 1 ſſ Außtii eaſtbraug ujfer aber nnd uid ſleß kr ati 1 lfiag i b nager Geſ pitel. ſige Cnſtle arker Adu Srangin n dit man za Sal wit, at aus dere dergiſhogn, it in Enphnn fer auf ſogm onne: Mal d glände aſer, nim e uut dann a g n und weſ Außöſing, enen Salnit das Sal et thut und wih gge, und ſoth rhallt und gen zund politze volls, in d⸗ arben geftte uf eine Glt dieſer Vemt einer Fedein s doch ſine! einer vune wachſin in ſen mit ene with thelater pes nnc heſe .HrooHS, wdol UAll k” . Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 349 weg, trocknet den Raum, wo es gelegen, mit grauen Pa⸗ pier ab, und tunkt das Glas mit den Auswuͤchſen darnach vorſichtig in Waſſer, und trocknet es darnach mit einem andern Glaſe, das auf einige Stuͤcken Kork gelegt werden kann, die zwiſchen dem Glaſe gelegt werden. 2. Anm. Wirft man in die mit Scheidewaſſer bereitete Ku⸗ pfer⸗Aufloͤſung etwas Eiſen, ſo wird das Kupfer gleichfalls in metalliſcher Geſtalt niedergeſchlagen; thut man etwas Kochſalz dazu, ſo wird ſie gelb; vermiſcht man ſie mit Harngeiſt, ſo wird ſie blau; ſchuͤttet man dann etwas Vi⸗ trioloͤl dazu, ſo ſchlaͤgt ſolches einen weiſſen Kalch daraus nieder, und die Aufloͤſung wird meergruͤn. S. Kunckels O5ſ. p. 55. Thut man zu dieſer Kupfer⸗Auffoͤſung in Scheidewaſſer etwas Vitriol, und deſtillirt es ſodann, ſo erhaͤlt man erſt Scheidewaſſer in rothen Daͤmpfen, darnach aber einige Tropfen eines gruͤnen Geiſtes und einen gruͤnen Sublimat. S. Chym. Experim. einer Geſellſch. im Erzgebuͤrge. Schlaͤgt man das Kupfer aus dem Scheidewaſſer mit Pott⸗ aſche nieder, digerirt darauf den Niederſchlag mit Harn, der davon gruͤn wird, laͤßt ſodann alles Fluͤßige wegdam⸗ pfen, ſo erhaͤlt man ein Zuruͤckbleibſel, das in gelindem Feuer, wie ein rothes Glas fließet. Wenn man Kupfer ſiebenmal in Scheidewaſſer aufls⸗ ſet, und gluͤhet, ſo laͤßt das Kupfer etwas Gold und Sil⸗ ber zuruͤck, und giebt zuletzt weiſſe Cryſtallen. S. Chym. Experim. einer Geſellſch, im Erzgeb. 3) Von der Salzſaͤure oder dem Salzgeiſt wird das Kupfer nur ſchwerlich aufgeloͤſet, und kaum ohne Hitze, und wird die Aufloͤſung zuerſt braun, hernach aber dunkelgruͤn, da ſich denn auch eine weiſſe Erde niederſchlaͤgt. Gießt man dieſe Aufloͤſung ab, und auf friſches Kupfer, ſo wird ſie wie⸗ der erſt braun, darnach gruͤn. Kupferaſche oder verkalchtes Kupfer aber loͤſet ſich im Salzgeiſt leicht und ohne Muͤhe auf, und wird ſolche Kupferaſche im Anfange ganz weiß, zuletzt aber erhaͤlt die Aufloͤſung eine ganz gruͤne Farbe. Dieſe Aufloͤſung laͤßt ſich nicht zum Anſchießen in Cryſtallen, regel⸗ maͤßiger Geſtalt, bringen, auch nicht durch fluͤchtiges Lau⸗ gen⸗ —— d 5 AN 1 I 1 1 af 1 6 1 1 1 1 e p 1 4 1 I p 1 350 Zwey und zwanzigſtes Capitel. genſalz faͤllen, ob ſie gleich ſtark damit brauſet und blau wird; dicket man ſie bis zur Trockenheit ein, ſo erhaͤlt man ein Zu⸗ ruͤckbleibſel, das leicht fluͤßig iſt, und etwas im Feuer bren⸗ net, aber an der Luft zerfließt. 1. Anm. Die weiſſe Erde, ſo ſich hiebey niederſchlaͤgt, iſt ein Kupferkalch und haͤngt von einer im Salzgeiſt befind⸗ lichen Vitriolſaͤure ab; denn wenn man, vor oder nach der Aufloͤſung, ein wenig Vitriol zum Salzgeiſt ſchuͤttet, ſo er⸗ haͤlt man eine Menge von dieſem Kalche, aus welchem man durch Aufloͤſen in Waſſer, Abrauchen und Anſchießen einen blauen Vitriol erhaͤlt. Sie iſt folglich kein Silber, wie einige geglaubt haben, ſondern ein durch die Vitriol⸗ ſaͤure gefaͤllter Kupferkalch. 2. Anm. Wirft man etwas Eiſen in dieſe Aufloͤſung, ſo ſchlaͤgt ſich das Kupfer in metalliſcher Geſtalt nieder; aber durchs fixe Laugenſalz wird ein gruͤner Niederſchlag be⸗ wuͤrket. 3. Anm. Der Verfaſſer des Joeret de Chguis fuͤhrt zwar als die beſte Art, den blauen Vitriol zu verfertigen, die an, daß man etwas Salpetergeiſt zum Vitriolol miſche; da der Vitriol aber hievon heller wird, ſo wollen wir hier nur erwaͤhnen, daß man die ſchoͤnſten hellblauen Cryſtallen auf di Ait ehäͤlt, wenn man ein wenig Salzgeiſt zum Vitriol⸗ ol thut... 4) Im Koͤnigswaſſer loͤſet ſich das Kupfer leicht und ohne Hitze auf, wiewol die Aufloͤſung ſtaͤrker wird, wenn man ſie in der Hitze macht. Dieſe Aufloͤſung ſieht dunkel⸗ gruͤn aus und ſchießt nach dem Abdampfen in unordentliche undurchſichtige und etwas weißliche Cryſtallen an. Anm. Was von den Faͤllungen bey der vorhergehenden 2ten und zten Nummer angefuͤhrt worden, findet auch hier Statt. 55) Deſtillirt man ein Theil Kupfer mit drey Theilen aͤtzenden Queckſilber⸗Sublimat, ſo erhaͤlt man einen Todten⸗ kopf, der leicht im Feuer fließt und eine dunkelgruͤne Flamme giebt, und Cuprum Gummatoſum( gummichtes Ku⸗ pfer) Aud Mrraſiuwr EimſcunS Sinm n talſn, bat den Kyfer ict dchſſse 1 b 3 un 6 be, ud e. ketuond. Pah! dem Geweg Alſet* Nn tunden Kog tguvid an in di Aut slfäſnn E. n de ſärſ aGod un ete nieder ſen lißt ſes wAnm.(„ üftin; Koferbl ſige, da g ſolte V Aothig. ſ . öi ſtudlean rhä men g das im gan eh nidae— in Salgſt n bor doirnn orſt chite alche, aus de rhen und hihe folglch ine⸗ iu durch dee di Aurbin, Geſtalt nane ner Rieſt mis ftht ſer verfertgn, h riolol wice, wollen ur hen blauen Ciyſle alzgeſſtzum h Kupferlit arker wid,n öſung ſehte en in unwni llen an. vorhergehend , findet at mi dyd nan uun de unfelrinehe ammice Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 351 pfer) genannt wird; das Queckſilber aber wird abgeſchie⸗ den, und geht in die Vorlage uͤber. §. 7.. Aus dem gemeldeten Verhalten des Kupſers gegen die Mineralſaͤuren ſieht man, daß a) keine derſelben durch die Einmiſchung des Kupfers kann zerſtoͤrt worden ſeyn, da dieſe Saͤuren nach den Aufloͤſungen noch mit den Laugenſalzen brauſen; b) die Vereinigung dieſer Aufloͤſungs⸗Mittel mit dem Kupfer doch ſo ſtark iſt, daß ſolches wol mit fixem, aber nicht durch fluͤchtiges Laugenſalz daraus niedergeſchlagen wer⸗ den kann; c) der Niederſchlag beynahe eben die Farbe ha⸗ be, und erhalte, als die Aufloͤſung hatte, woraus er gefaͤl⸗ let ward. §. 8. Von den Gewaͤchsſaͤuren und andern Fluͤßigkeiten aus dem Gewaͤchs⸗ und Thierreich wird das Kupfer auch auf⸗ geloͤſet. In Eßig wird es aufgeloͤſt, wenn man es damit einige Stunden kocht, da der Eßig dann eine gruͤne Farbe erhaͤlt. Hiezu wird zehnmal ſo viel Eßig als Kupfer erfordert. Dickt man die Aufloͤſung ein, ſo wird ſie dunkelgruͤn; zieht man das Aufloͤſungs⸗Mittel ab, ſo erhaͤlt man blaugruͤne Cryſtal⸗ len, die jedoch mit der Zeit ſchwarz werden, aber aufgeloͤſt das Gold aus ſeiner Aufloͤſung mit einer ſchoͤnen glaͤnzenden Farbe niederſchlagen. S. Juncker T. I. p. 909. Durchs Eiſen laͤßt ſich das, im Eßig aufgeloͤſete, Kupfer nicht faͤllen. 1. Anm. Einige Chemiſten, z. E. Boerhave, meynen, dieſe Aufloͤſung laſſe ſich am beſten bewuͤrken, wenn man dunne Kupferbleche, bey der Deſtillirung des Eßigs, in Helm lege, da der Eßig dann gruͤn in die Vorlage uͤbergehe; aber ſaiche Weitlaͤuftigkeiten ſind unſers Beduͤnkens nach nicht nothig. 2. Anm. 352 Zwey und zwanzigſtes Capitel. 2. Anm. Es iſt ſonſt bekant, daß das Kupfer roſtet, wenn es im Eßig zu liegen kommt; hiervon hatten die Alten ih⸗ ren Kupferroſt, Aerugo, da ſie etwas Kupfer in Eßig legten, und roſten ließen, und dann den Roſt abſchabten, wie Dioſcorides im V. B. Cap. XII. u. XIII. berichtet. Sie nannten dieſen Kupferroſt, geſchabten(Aerugo raſilis), zum Unterſchiede von dem Aerugo ſcoleſia, deſſen gleich Er⸗ waͤhnung geſchehen ſoll, und dem Aerugo nativa. §. 9. Vom Wein wird das Kupfer, nach dem in den Mem. de?Acad. K. desc. de Daris pour l'An. 1750. angefuͤhr⸗ ten Bericht des Herrn Montet auf folgende Art auf⸗ geloͤſet: a) Waͤhlt man hiezu am liebſten Schwediſches Kupfer, das dicht und ſchwer iſt, welches in ſchmale Stuͤcken zerthei⸗ let und etwas gehaͤmmert wird, damit es gleichſam dadurch gereinigt werde, worauf es einige Tage in Gruͤnſpan gelegt wird, der vorher bereitet worden iſt, damit es von der Saͤure durchdrungen und leichter aufzuloͤfen werde. b) Werden große thoͤnerne Toͤpfe auf die Art zugerichtet, daß ſie vorher mit ſolchem Wein, der ſchon ehedem zur Bereitung des Gruͤn⸗ ſbpans gebraucht worden iſt, etwa 8 Tage oder laͤnger einge⸗ ſaͤuert werden. Wenn nun ſolchergeſtalt alles fertig iſt, ſo macerirt man c) die vorher getrocknete Weinranken und Stiele oder ſogenannte Weintroͤſter zwey Tage, entweder in friſchem Wein, oder ſolchem, der ſchon vorher gebraucht iſt, und Vinaſſe genannt wird, worauf gedachte Ranken und Stiele zum Gaͤhren in Haufen gelegt werden, bis eine war⸗ me Kupferblatte, wenn man ſie auf die Haufen legt, von der Saͤure angegriffen wird. Darauf gießet man d) den Wein oder Vinaſſe ab, und packt das Kupfer ſchichtweiſe mit dieſen ſauren Weinranken in den zugerichteten Topf ein, und laͤßt es darinn liegen, bis ſich weiſſe Punkte auf der Oberflaͤche des Kupfers zeigen. e) Sodann nimt man das Kupfer her⸗ aus, laͤßt es trocknen, und feuchtet es dann oft mit Wein oder Tun c dder V wmn weidder tXn Mcſe t ſhtteud eandd dr um An G penct am. 6r man b) n Gete, dena derch de nizr Peinſäurian, gende. )) dſtindg zü⸗ den die eine in Verran ahernſtalt ſezuckr, G nStern, e . 1b) ſh wie augz dn Aſt ſ gt wan iin e vitel aufer ut 6 G hrtta di 4 ll beitte hden inel n. 175o. ug. j folgende n cwadſtesge nle Stien s gleicſon de in Grinſtn, ſit es vende⸗ erde. htet, daßſer Bereitungden eoder läni alles r e Weinnin. Tage, un vother ghne achte nt den, bi i Haufen lg man G hichtwiſt n Topf ein, m auf der Oh nan das Kuyt 9 dann it ns 8. Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangrun rc. 353 oder Vinaſſe an, und laͤßt es, zwiſchen jedem Anfeuchten, wieder trocknen, bis man den Gruͤnſpan als einen Teig aus⸗ wachſen ſieht, der dann abgeſchabet wird. f) Das abge⸗ ſchabte Kupfergruͤn wird in Gefaͤßen geſammlet, da es waͤh⸗ rend dem Trecknen in groͤßere Stuͤcke zuſammenbackt, die dann zum Unterſchied von dem Kupferroſt(Aerugo), Gruͤn⸗ ſpan oder Spangruͤn(Viride Aeris) genannt werden. Anm. Eine andere Beſchreibung dieſer Bereitung findet man beym Seoffroy T. I. p. 703. S. die Mineralogie Seite 454. .§. 10. Der Gruͤnſpan iſt folglich ein metalliſches Salz, das durch die mit einem brennbaren Weſen und Waſſer vereinigte Weinſaͤure bewuͤrkt worden iſt; ſeine Eigenſchaften ſind fol⸗ ende: 8 a) Der Farbe nach iſt er graugruͤn, welche Farbe er beſtaͤndig behaͤlt, ohne an der Luft veraͤndert zu werden, in⸗ dem die eingemiſchten weiſſen Flecken, wenn man ſie durch ein Vergroͤßerungs⸗Glas beſieht, nichts anders als kleine Salzcryſtallen, von einem faſt ſuͤßlichtem Geſchmack, wie Bleyzucker, und einer etwas verſchiedenen Geſtalt, bald wie ein Stern, bald anders gebildet, ſind. b) Sſet er ſich ſowol in der Vitriol⸗ als Kochſalz⸗Saͤure auf, wie auch groͤßtentheils im Eßig, wenn er damit digerirt und gekocht wird, welche letztere Aufloͤſung Tinctura Aeris genannt wird. Gießt man dann den Eßig ab, laͤßt ihn ab⸗ rauchen und anſchießen, ſo erhaͤlt man gruͤne durchſichtige Cryſtallen oder die auf den Apotheken ſogenannte Flores Aeris (oder faͤlſchlich ſogenannten deſtillirten Gruͤnſpan) die an der Luft ſchwarz und vom Weingeiſt aufgeloͤſet werden. Laͤßt man ein Papier hievon vollziehen, und zuͤndet es an, ſo brennet es mit einer gruͤnen Flamme. Auch loͤſen ſie ſich in Waſſer auf, und werden von allen Mineralſaͤuren, nicht aber vom Eiſen, niedergeſchlagen. 1. Anm. 20 354 Zwey und zwanzigſtes Capitel. 1. Anm. Dieſe PFlores ſind ſolchergeſtalt keine Blumen, noch ein deſtillirtes Salz, und muͤſſen gereinigter und an⸗ 8 geſchoſſener Gruͤnſpan(viride æris depuratum et cryſtalliflatum) oder mit Eßig bereitete Rupfer⸗Cry⸗ ſtallen,(Cryſtalli Veneris cum aceto) genannt werden. 2. Anm. Deſtillirt man dieſe Flores Aeris, ſo erhaͤlt man zuerſt ein ſaures Phlegma, darnach aber eine ſchwere, ſehr ſcharfe und fette Saͤure, die ein ſehr concentrirter Eßig iſt, und Acetum ope æruginis concentratum(Eßig aus Gruͤnſpan) genannt wird; zuͤndet man dieſen an, ſo brennt ein Theil davon wie Weingeiſt ab, aber das uͤbrige iſt eine ſcharfe Saͤure. Hieraus ſieht man, daß der Eßig vom Kupfer unveraͤndert und ſtaͤrker abgeſchieden werden kann, welches ſich mit andern Metallen und Laugenſalzen und Erdarten nicht thun laͤßt. Dieſer ſolchergeſtalt degil lirte Eßig wird auch Acetum Eſurinum, von Zwoͤlfern Alcaheſt, und von andern philoſophiſcher Weingeiſt genannt. 3. Anm. Da der Gruͤnſpan nicht gaͤnzlich in Eßig aufgeloͤſet wiird, ſo hat Boerhave und nach ihm Gellert hievon eine Anleitung genommen, eine fremde Beymtſchung darinn anzunehmen, ſo Boerhave ein oͤlichtes Fett nannte; man findet aber, weder durch die Zuſammenſetzung, noch durch die Zerlegung, einige Anleitung zu einer ſolchen, oder einer andern, Materie. Montet glaubte wiederum, ſo unum⸗ gaͤnglich nothwendig wie der zur Bereitung des Gruͤnſpans zu gebrauchende Wein geiſtig ſeye, und deswegen auch zu vielem ſauren Wein etwas Brandtewein gegoſſen werden muͤſſe, ſo ſchaͤdlich ſey es, wenn etwas Fett oder Oel hin⸗ zukomme. Die Urſache, warum der Gruͤnſpan vom Eßig nicht ganz aufgeloͤſet wird, iſt die, daß ein Theil des Kup⸗ fers nicht in eine Salzgeſtalt gebracht, ſondern nur mehr zum Kalch geworden iſt. Schmilzt man das Ueberbleibſel von der Aufloͤſung des Gruͤnſpans im Eßig mit ſchwarzem Fluß, ſo erhaͤlt man ein brüchiges bleiches Metall, das wie Glockenſpeiſe ausſieht, und mit Tutie und andern In⸗ “ gredienzen gemiſcht, durch Schmelzen ein geſchmeidiges gooldfarbenes Metall giebt. 4-Anm. Da dieſe Plores Viridis Aeris(b) eben ſo wie die mmit Eßig bereitete Kupfer⸗Cryſtallen(§ 8.) an der Luft ſchwarz werden, und der Gruͤnſpan ſolches nicht thut 6 3 6 0 (Supferu Tom 4 ſett r erimg ſted ſt nmm ſagen! ſm )gin im Saunn lortlebecon NFulb zeis i To dr auc d 2 en Subl Al häſfe, dis gnehm riem auf ene gl hleike dieſ ni ſhvarzſt inde gih den Gru Jlaubt, pirins d zwolfes dungs welſſen ſezt ena ſun Be dube, 8 gud 8 9. Kach u Farbe 1 worden nden pite. bene Nlune, keinigt m, Riis Gglran tete Jupft, ) genunnt a zeri, ſ ah. ber eine ſten. contenteitrei, tatum(fg, man dſeſn ab, aber ai tman düe abgiſtian e en und bauga er oochenett um, von zowdn phiſche wen ich in Effteie ihm Gelere Veymſſchmnie es Fett nune enſezung, uth er ſolchen, en wiederun, bn tung des bi 1d deswegnu ein gegoſtnn s Fett ohnl Grüͤnſvante iß ein Thelte t, ſondemun nan das l Eßig miſt gleiches Nuu utie und me en enn gſtte (b) önſen rG4) mh. oics uünte Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 355 ſo ſieht man hieraus, daß zwiſchen dem Gruͤnſpan und dem gereinigten angeſchoſſenen Gruͤnſpan ein wuͤrklicher Unter⸗ ſcheid ſeyn muß, der von dem in dieſen gereinigten Blu⸗ men befindlichen Eßig herruͤhret, und irren ſich alſo die⸗ Pernen, welche dieſen Unterſcheid blos in einer Reinigung etzen. c) Puͤlvert man ihn, und vermiſcht ihn mit gepuͤlver⸗ tem Salpeter, ſo verpuft er etwas im Feuer, und laͤßt ein Ueberbleibſel nach, das an der Luft zerfließt, und Oleum Viridis Aeris(Gruͤnſpan⸗GOel) genannt worden iſt. d) Mit Salmiak deſtillirt, giebt er einen gruͤnen Geiſt, der auch Spiritus Viridis Veneris(Gruͤnſpan⸗Geiſt) und ein Sublimat, das Ens Veneris, auch Flores Veneris (Kupfer⸗Blumen) genannt wird. S. Cap. 9.§. 24. e) Deſtillirt giebt er zuerſt etwas Phlegma, etwa zur Haͤlfte, dann einen ſcharfen Geiſt, der auch ſtark iſt, unan⸗ genehm riecht, und ohngefehr den fuͤnften Theil betraͤgt, wor⸗ auf eine graue Maſſe, gegen 6 Loth vom Pfunde, zuruͤck bleibt, die verkalchtes Kupfer iſt, und nach der Calcinirung mit ſchwarzem Fluß geſchmolzen, 5 Loth reines Kupfer vom Pfunde giebt. Anm. Von dem Geiſt, welcher durch die Deſtillirung aus dem Gruͤnſpan erhalten wird, haben einige Chemiſten ge⸗ glaubt, daß er etwas harniges enthielte, ſie nannten ihn Spiritus Aeruginis, auch Spiritus Antepilepticus. Siehe Zwoͤlfer. J. M. Zoffmann in Lab. Chem. pag. 249. Burggrafs Lericon unter dem Titel Aerugo. Er geht in weiſſen Daͤmpfen uͤber, der Geiſt ſelbſt aber iſt gruͤn, und ſetzt einen Bodenſatz nieder, wenn man ihn ſtehen laͤßt, um Beweiſe, daß er etwas Kupfer mit ſich uͤbergenommen Babe⸗ ob ſolches gleich von Neumann geleugnet wird, S. udolfs Einl. in d. Chymie. S. 403. Vogels oft. Chem. p. 213. etwas harnichtes enthaͤlt er aber nicht, ob er gleich unangenehm riecht. Der Streit, der uͤber die gruͤne Farbe dieſes Geiſtes und ſeinen Kupfer⸗Gehalt gefuͤhrt worden iſt, ruͤhrt daher, daß einige gereinigten Gruͤnſpan, andere Kupferroſt genommen haben, indem man von jenem 3 2 einen 85 6 Zwey und zwanzioſtes Capitel. einen weiſſen, im letztern Fall aber einen gruͤnen Geiſt erhaͤlt. 3 2 Daß dieſer Geiſt alſo von dem Geiſt, den man durch Deſtilliren aus dem gereinigten Gruͤnſpan erhaͤlt(b. 2. Anm.), Wahrheit am gemaͤßeſten zu treffen, wenn er in ſeinen Elem. Chem. J. II. p. 191. ſagt: Dieſer Geiſt ſey kein Eßig⸗ geiſt, ſondern ein Mittelding zwiſchen einer rohen Saͤure und einer weinichten Saͤure, und irret ſich daher Neu⸗ mann, u. a. m,, die dieſen Geiſt fuͤr einen concentrirten Weineßig ausgeben. 8 k) Wie man aus Gruͤnſpan und Kochſalz zu gleichen Theilen genommen, ein verdicktes Queckſilber(Mer- curius coagulatus) erhalten kann, indem man dieſe Miſchung mit Waſſer und Eßig in einem eiſernen Topf kocht, und nach⸗ her unter dem Kochen Queckſilber dazu thut, iſt im 14. Cap. §. 38. N. 6. angefuͤhrt worden. Anm. Aus allen dieſen bisher angefuͤhrten Eigenſchaften des Gruͤnſpans laͤßt ſich leicht einſehen, ob und in wie weit er mit andern Zuſaͤtzen berettet werden koöonne. C. Neu⸗ mann berichtet, daß er mit Weineßig und Kochſalz, mit Eßig und Alaun, mit Eßig und Vitriol, mit ſauren Mol⸗ ken und Vitriol bereitet werden koͤnne, am beſten aber ge⸗ rathe er, wenn man Kupfer⸗ oder Meßing⸗Feilſpaͤne ein Vierteljahr oder laͤnger zum oftern mit einer Salmiak⸗Auf⸗ . loſung in Waſſer, und zuletzt mir Weineßig anfeuchte, wor⸗ aus man wol einen bleichgruͤnen Kupferroſt, aber keinen Grunſpan erhaͤlt. Es ſteht dahin, indeſſen kann man ver⸗ ſuchen, ob man nicht auf gedachte Art einen Gruͤnſpan mit Johannts⸗Beerwein oder Trauben, reifen Stachelbeeren oder Schlehen bereiten kann, beſonders, wenn die aus die⸗ ſen Beeren bereiteten Weine mit etwas Weingeiſt verſtaͤrkt wuͤrden. §. 11. 1) Mit aufgeloͤſetem Weinſtein erhaͤlt man aus dem Kupfer durch Kochen auch eine gruͤne Tinctur oder Aufloͤſung. Anm. 8 1 ¹ 1 verſchieden ſey, erhellet ſowol aus der Bereitung als den angefuͤhrten Umſtaͤnden. Boerhave ſcheint es hier der 9 * mi duufed dit dan a ) 96 ſurr Mäo ſt ſeeht marur ſelangen 6 V Anm. P d n i fmaun ferwo C Andergt Efg ſa litn, a tthält. Dun den ₰ 1)„ ten icheh n vi dinen gene eit, da na d. mnerhält o ce r Berenu a e ſcheint e Eatſ m Reiner tohaei ret ſch die teinen counar Kochſtz u neckſilde man dißelt of kock,oin ut, jſtin uga ten Eigenſteiu b und m wem⸗ m könne(ſh. Fund Kacſih. ol, mit ſeun „am bſtnäb ſeßing⸗Lline einer Sien eßig anfuta ferroſt, che deſſen kanae einen Grußur reifen Euohlt 8, wenn ahah Vennöſtun⸗ hält men 3 rur cde lill „ Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn c. 357 Anm. Dieſe Auftsſung zeigt ſich auch beym Weißſieden, wo⸗ von gleich die Rede ſeyn wird. 2) Von allen andern ſauren Saͤften und Fluͤßigkeiten des Gewaͤchsreiches wird das Kupfer gleichfalls aufgeloͤſet und zu einem Roſte verwandelt. 3) Wird es von allerhand Oelen aufgeloͤſet, wenn dieſe mit Kupfer⸗Feilſpaͤnen digerirt oder gekocht werden, und er⸗ haͤlt dann eine gruͤne Farbe. 4) Von der Milch roſtet das Kupfer, und wird von ſaurer Milch oder Molken aufgeloͤſet. 1 5) Daß das Kupfer vom Schweiß angegriffen werde, ſieht man daraus, daß die Stecknadeln gruͤn werden, wenn ſie lange dicht am Leibe getragen werden. 6) Vom Harn wird das Kupfer gleichfalls aufgeloͤſet. Anm. Die Alten bereiteten ihre Aerugo ſcolecia auf die Art, daß ſie Harn oder etwas von ihrem Nitrum, das aber ein Laugenſalz war, in einem kupfernen Morfel mit einer kup⸗ fernen Keule rieben. Dieſen ſolchergeſtalt bereiteten Kup⸗ ferroſt, der faſericht ausſah, nannten ſie Scolecia, auch Chyſocolla, wovon Plinius nachgeſehen werden kann. Andere pflegen etwas Salz zum Harn zu thun, und etwas Eßig zuzumiſchen, und darnach das Kupfer damit aufzu⸗ löoͤſen, wodurch man einen ſcharfen blaugruͤnen Kupferroſt erhaͤlt. §. 12. 8 Von den Laugenſalzen wird das Kupfer auch aufgeloͤſet. 1) Von fixem Laugenſalz, welches auf verſchiedene Ar⸗ ten geſchehen kann.— a) Durchs Schmelzen, eben wie vom Eiſen angefuͤhrt worden.(Cap. 21.§. 9. a.) b) Wenn man 3 Theile gefloſſenes Weinſteinoͤl zu ei⸗ nem Theil Eiſenfeilſpaͤne thut, ſolches in der Hitze eintrock⸗ nen laͤßt, und dann wieder ſo damit verfaͤhrt, und ſolches . 33 mehre⸗ 358 Zwey und zwanzigſtes Capitel. mehrere male wiederholet wird, man es ſodann mit Waſſer kocht, dieſes dann abgießt und etwas eindickt, ſo erhaͤlt man eine ſchoͤne blaue Aufloͤſung. c) Gießt man eine mit Scheidewaſſer bereitete Kupfer⸗ Aufloͤſung tropfenweiſe in gefloſſenes Weinſteinoͤl, ſo wird die Miſchung im Anfange gruͤn und gerinnet, darnach aber erhaͤlt ſie immer mehr oder mehr eine blaue Farbe. Anm. Das Kupfer wird folglich wie das Eiſen im fixen Lau⸗ genſalz aufgeloͤſet. S. Cap. 21.§. 9. a. b. c. d) Wenn man Kupfer⸗Feilſpaͤne, oder einen aus dem blauen Vitriol, durch Eiſen, gefaͤllten Kupferkalch mit einer Aufloͤſung des freſſenden Laugenſalzes kocht. 2) Vom Salmiakgeiſt und fluͤchtigen Laugenſalz wird das Kupfer auch aufgeloͤſet. 2) Nimt man Salmiakgeiſt, der mit Laugenſalz berei⸗ ret iſt, und thut Eiſenfeilſpaͤne in einen Glaskolben und gießt etwas von dem gedachten Geiſt darauf, und ſchuͤttelt ſolches zum oͤftern um, ſo erhaͤlt man eine Aufloͤſung, die im An⸗ fange blau iſt, nachher aber violett wird. Gießt man fri⸗ ſchen Geiſt auf das Zuruͤckbleibſel, ſo erhaͤlt man wieder eine ſolche Tinktur, und kann auf die Art das Kupfer ganz auf⸗ loͤhen. Wird dieſe Tinktur etwas eingedickt, ſo erhaͤlt man Kupfer⸗Cryſtallen(Cryſtalli Veneris). Anm. Da dieſer fluͤchtige Geiſt von einem ſehr kleinen An⸗ theile Kupfer gleich gefaͤrbt wird, ſo kann man auch mit demſelben leicht die Gegenwart des Kupfers entdecken, wenn ſich ſolches in andern Koͤrpern eingemiſcht findet. b) Löͤſet man Kupfer in Salzgeiſt auf, und gießt etwas von einem harnichten Geiſt hinzu, ſo giebt dieſes zuletzt eine vollkommene blaue Aufloͤſung; ſaͤttigt man die Aufloͤſung mit einem harnichten Geiſt, dampft ſie dann ab und deſtillirt ſie, ſo ſublimirt ſich das Kupfer auf, und die Farbe wird zerſtoͤrt. —) Mit Adafte Vn. 990 jeun 3 1 aum⸗ 1 uns „,aum. an dſ dfen thät Gn duttertn. Eudt a riſſedla dum Pler inn Peiſiche nhe Paſſeinen ußböen, ne Scha⸗ nachher, ſeeinge na vmm. hiu und woae id,. den w Vamggr rnüch in ia te wemiſt henden din Feuer deſt fäl man dhe dn Sahe arie 6 ſodum m d 1 R dict ſi — ſer beritt 1 . einſii, 1 innet, deuc due Fae as Eſſen m hn 4. b.c. dder im n Kufatlchae ht. igen lunni mit laugeni Glasktſbarh und ſcht füöſung, dn td. Giißtu hält man uint s Kupſe i dickt, ſain 6). nem ſehr len kann man un pfers enddi iſſcht finde uf, undgät ebt dieſs zle an dellfiun rch uddeit gaterng 9 Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 359 c) Mit dem Geiſte des Harns erhaͤlt man eben ſo leicht und auf eben die Art eine gruͤne Tinktur aus dem Kupfer. d) So auch mit Hirſchhorn⸗Geiſt. 1. Anm. Aus dieſen Aufoͤſungen wird das Kupfer durch Saͤuren niedergeſchlagen, wenn man ſolche damit vermiſcht. 2. Anm. Concentrirt man eine Aufloſung des Kupfers im Salzgeiſt ſtark, und thut ſo viel harnichten Geiſt hinzu, daß die Aufloſung geſaͤttiget wird, und eine blaue Farbe erhaͤlt, und deſtillirt ſie ſodann, ſo erhaͤlt man eine gruͤne Butter, darnach mit ſtaͤrkerm Feuer einen ſchwarzbraunen Sublimat, der, wenn er in Waſſer aufgeloͤſet wird, ein weiſſes Pulver am Boden liegen laͤßt, §. 13. Vom Kochſalz wird das Kupfer aufgeloͤſet, und hat Eller in den Mem. de! Acad. Roy. de Berlin:¹754. durch Verſuche ausfindig gemacht, daß 8 Loth Salz mit 5 Pfund Waſſer in einem kupfernen Keſſel gekocht, 20 Grane Kupfer aufloͤſen, das zu Roſt ward. Schmilzt man Kupfer mit Kochſalz, ſo findet man nachher, daß ſowol das Kochſalz als das Kupfer, wenn man ſie einige Zeit an der Luft ſtehen laͤßt, roſtig werden. Anm. Hierauf gruͤndet ſich das Weißſieden, ſo auf Muͤnzen und dan Goldſchmieden mit Salz und Weinſtein verrichtet wird, welches weiterhin Cap. 25.§. 20. beſchrieben wer⸗ den wird. §. 14. Vom Salpeter wird das Kupfer verkalcht, wenn man nemlich ein Theil Kupfer⸗Feilſpaͤne mit zwey Theilen Salpe⸗ ter vermiſcht, und das Gemenge nach und nach in einen gluͤ⸗ henden Tiegel ſchuͤttet, darauf den Tiegel verdeckt und das Feuer verſtaͤrkt, daß die Maſſe wohl in Fluß gerathe, ſo er⸗ haͤlt man darnach ein verkalchtes Kupfer, von welchem man den Salpeter abwaſchen kann. Bey dieſem Verkalchen und 3 4 Schmel⸗ — 1 4 1p 1 j eſ an a ¹ 1 I 1 4 h if 3 3 4 af — 1 4 6 2 360 Zwey und zwanzigſtes Capitel. Schmelzen kann man zwar kein ſonderliches Verpuffen mer⸗ ken, indeſſen wird der Salpeter doch alcaliſirt. 1. Anm. Ob man gleich ſolchergeſtalt findet, daß der Sal⸗ peter das Kupfer angreift, ſo merket man doch, daß das Kupfer weniger davon, als eines der uͤbrigen unedlen Me⸗ talle, angegriffen werde. 2. Anm. Vermiſcht man Salpeter mit Borax, und ſchmilzt dies Gemenge mit Kupfer⸗Feilſpaͤnen oder andern Metal⸗ len, in welchen etwas Kupfer eingemiſcht iſt, ſo erhaͤlt man blaue Schlacken; hiedurch kann man folglich das Silber vom Kupfer reinigen, indem man es zu wiederhol⸗ ten malen damit ſchmilzt, bis die Schlacken nicht mehr gefaͤrbt werden. 3. Anm. Um verkalchtes Kupfer zu erhalten, pflegen einige etwas Salmiak mit Salpeter zu vermiſchen, und mit die⸗ ſem Gemenge das Kupfer verpuffen zu laſſen. Andere neh⸗ men anſtatt des Kupfers blauen Vitriol, und laſſen dieſen mit Salpeter, oder mit Salpeter und Salmiak verpuffen. 4. Anm. Verkalcht man ein Theil Kupfer mit zwey Theilen Salpeter, und bereitet hieraus eine Ausziehung mit recti⸗ ficirtem Weingeiſt, ſo erhaͤlt man die ſogenannte Kupfer⸗ Tinctur des Democritus(Tinctura veneris Demoeriti). §. 15. Vom Salmiak wird das Kupfer gleichfalls aufgeloͤſet. Loͤſet man Salmiak in Waſſer auf, und kocht Kupfer⸗Feil⸗ ſpaͤne darinn, ſo erhaͤlt man eine blaugruͤne Aufloͤſung. Miſcht man 1 Theil Kupfer⸗Feilſpaͤne mit 3 Theilen Salmiak, feuchtet dieſes Gemenge mit viermal ſo viel Waſ⸗ ſer an, laͤßt dann das Waſſer wegkochen, und das Zuruͤck⸗ bleibſel an der Luft zerflieſſen, dann wieder eintrocknen und zerflieſſen; ſo erhaͤlt man, wenn ſolches zu oͤftern malen wie⸗ derholt wird, zuletzt ſchoͤne Kupfer⸗Cryſtallen. Anm. Wenn Kupfer⸗Feilſpaͤne in Vermiſchung mit Salmiak und Vitrtoloͤl deſtillirt werden, ſo erhaͤlt man Spiritum Veneris(Kupfer⸗Geiſt). Wie man mit Salmtak Gruͤnſpan erhaͤlt, S. Cap. 9. §. 24. und§. 8. R. 2· d.§. 16. tieten nih Ciareiſe ni eßgel s flragn. ducri decn So: endder Klo b Gaumhluwidan Kccſt u. MHhjit man gar Amm. ſfur⸗ de Emu d mir luſanu muß, ah St dochandch. pi gindem jit na ac i und 01 fn(8 9 1. Aum. Amfe ns ſdämentäe der din 2. Inm.9 man dh, d 1 üngen man Vorgr, m ſtr dder adeg nicht ſi, in n wan fatch. nan es u na ſchlacke dütn alten, fſon n iſchen, wm laſſen. Anene ol, und aſals Salnickba er wit wa e Luszihung nin ogenannteJu veneru Denae ichfals unn ocht Kuf eAufbſng ane mi zi ermal otit wund dosg er einträme räͤſtern ualn ken. chunant el halt um gu tthalt 6 b 6¹ Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 361 §. 16. Von den Mittelſalzen, die eine Vitriolſaͤure enthalten, wie vom vitrioliſirten Weinſtein, Wunderſalz, Doppelſalz, Ebshan⸗Salz wird das Kupfer aufgeloͤſet, wenn dieſe Salze mit Kohlgeſtuͤbe vermiſcht werden, als wodurch ein Schwe⸗ fel erzeugt wird.(S. Cap. 10.§. 10. u. 25.) H. 17. Durch Caͤmentiren wird das Kupfer gleichfalls von ge⸗ dachten Salzen aufgeloͤſt, und nimt man dazu gemeiniglich entweder Kochſalz oder Salpeter, in Vermiſchung mit Zie⸗ gelmehl und etwas Todtenkopf(vom Vitriol). Nimt man Kochſalz und Salpeter zuſammen, und rein Kupfer, ſo er⸗ haͤlt man gebrannt oder verkalchtes Kupfer(Aes uſtam). Anm. Hierauf gruͤndet ſich die Reinigung des Goldes und die Erhoͤhung der Farbe deſſelben, und iſt zu bemerken, daß man bey dieſer Reinigung nicht Kochſalz und Salpeter zuſammen, ſondern nur eines derſelben zur Zeit gebrauchen muß, weil ſonſt etwas vom Golde aufgeloſet wird. §. 18. Setzt man das Kupfer mit Schwefel ſchichtweiſe ein, und behandelt es ſo in einem verdeckten efaͤße, im Anfange mit gelindem, darnach aber mit etwas ſtaͤrkerem Feuer, ſo erhaͤlt man eine dunkele muͤrbe Maſſe, die ſich leicht puͤlvern laͤßt, und auch gebrannt Kupfer, Aes uſtum genannt wird.(S. Cap. 10.§. 15. N. 3.) 1. Anm. Dieſes gebrannte Kupfer erhaͤlt man auch, wenn Kupfer mit Salpeter und Kochſalz ſchichtweiſe eingeſetzt und caͤmentirt wird(S.§. 17.), wie auch aus dem, was von der Deſtillirung des Gruͤnſpans zuruͤckbleibt(§. 10. e.). 2. Anm. Wie man aus dieſem, mit Schwefel bereiteten, ge⸗ brannten Kupfer blauen Vitriol erhaͤlt, iſt angefuͤhrt wor⸗ den, Cap. 1.§. 27. 3 5 Schmilzt 362 Zwey und zwanzigſtes Capitetl. V vm ſ 1 Schmilzt man Kupfer und thut dann in Stuͤcken zer⸗ mm Ghl ſchlagenen Schwefel, immer ein wenig zur Zeit dazu, bis 9n Nig der Schwefel das Kupfer wohl durchdrungen hat, ſo erhaͤlt innn ens man einen grauen und bruͤchigen Spuͤrſtein, Lapis Cuprtuiu laor Poru.(243) V imun 3n §. 19. chu u Aus den angefuͤhrten Umſtaͤnden ſieht man, daß das Unſtide n. Mineralſaͤuren(§. 6.), Gewaͤchsſaͤuren und andere Fluͤßig. mnci, n keiten, auch aus dem Thierreiche(§§. 8. 9. 10.); durch en ſſt Laugenſalze(§. 12.), wie auch durch Mittelſalze(§. 13-16.),) iens und Schwefel(§. 18.), und endlich durchs Queckſilber(S. tierm Cap. 14.§. 25.) verkalcht und in eine metalliſche Erde ver⸗ un 3 wandelt wird. Man findet aber, daß dieſe metalliſche Kal, be likani che, die Kupferroſt(Erg) genannt werden: d Gits n 6 1 1) Von einander unterſchieden ſind, und zwar, a) in hu Anſehung der Farbe. So erhaͤlt man durch die Verkalchung g ful des Kupfers, durchs Feuer, einen rothen Safran(§. 5.); hen durch die Verkalchung deſſelben, durch Saͤuren, einen gruͤ⸗ ſi, 6 nen Kalch, der eigentlich Kupſerroſt genannt wird, ob dde Fifen gruͤne Farbe gleich ſehr verſchieden iſt(§ᷣ§. 6. u. 8.); durch— Kupfer durchs Waſſer(§. 4.), Feuer(§. 5.), durch die 1 83 die Aufloͤſung des Jupfers in Laugenſalzen, einen blauen 18 Kalch oder Niederſchlag(§. 12.); durch die Verkalchung mit Schwefel, einen grauen oder roͤthlichen(§. 18.); mit lan 41 Salzgeiſt und Vitriolſaͤuren(§. 6. N. 3.), wie auch mit Salz⸗- n geiſt und Harngeiſt(§. 12. N. 2. d. 2. Anm.) einen weiſſen. dmnig b) In Anſehung des Geſchmacks ſind einige ſauer, andere niſhtann ſcharf, andere erdicht aber widrig oder faſt freſſend und ecklig Att ſcen — vom Aifiin b hu 4 (243) Wenn man auf einen Schwefel befreyer, und in feine V d3 3 ſolchen Spurſtein, weil er noch Haare aufgezogen, ſo daß eine al ziemlich heiß iſt, einige Tropfen ſelche Stuffe gediegenen Kupfer⸗ Baaa Waſſer ſpritzt, ſo wird ſolches Haaren aͤhnlich genug ſieht. R ſſ, m mit Gewalt forta eworfen, zugleich d. U. nd ein n aber ein Theil des Kupfers vom a nvitl. b dund udn .8.9, u),- ütſch 6 3 rchs Queiſt meraliſche eh deſe weulſte werden: d, und ſwr, urch diePe hen Suftn Saͤuren, in genannt uid, . 6.u b) olzen, aint rh die Nit cen(9.3 „wieautne Inm.) eime einige cun nſtfiſen m jbeffeyt, ni ſten, uff ſinnn 1 hnih puh Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 363 vom Geſchmack, welcher letztere allen Kupferkalchen eigen iſt. c) In Anſehung der Beſtandtheile, indem man aus einigen einen ſauren Geiſt, aus andern keinen, erhaͤlt. 2) Auch wieder in manchen Stuͤcken mit einander uͤber⸗ einkommen, und zwar darinn, daß ſie: a) in der Vitriol⸗ Kochſalz⸗ und den Gewaͤchs⸗Saͤuren, wiewol mit einigem Unterſchiede, in Anſehung der Menge, die aufgeloͤſet wird, aufloͤslich ſind; b) mit brennbaren Dingen, wie mit ſchwar⸗ zem Fluß, Kohlgeſtuͤbe, zu Kupfer redueiret werden koͤnnen; c) ſie vor ſich ſchwerlich oder gar nicht, mit einem Glasſatze aber gar leicht, verglaſet werden koͤnnen, und demſelben meh⸗ rentheils die Farbe geben, die ſie haben: So faͤrbet das im Feuer verkalchte Kupfer das Glas im Anfange braunroth, bey ſtaͤrkerm Feuer aber gruͤnlich; der gruͤne Kupferroſt faͤrbt das Glas gruͤn, wovon man zum Theil die gruͤnen Fluͤſſe er⸗ haͤlt; die blaue Farbe aber, die das Kupfer vom Laugenſalz erhaͤlt, wird unter der Verglaſung veraͤndert, wogegen der gruͤne Kalch, den man mit Scheidewaſſer erhaͤlt, ein blaues Glas giebt, welches auch das Zuruͤckbleibſel thut, das man erhaͤlt, wenn eine Aufloͤſung des Kupfers im Salzgeiſt, mit zerfloſſenem Weinſteinoͤl geſaͤttiget, und dann alles zuſammen mit ſtarkem Feuer abgezogen und das Zuruͤckbleibſel geſchmol⸗ zen wird. 1. Anm. Bey dieſer Gelegenheit will ich auch des Unterſchie⸗ des gedenken, der ſich zwiſchen dem Kupferroſt und Gruͤn⸗ ſpan befindet. Er beſtehet darinn, daß a) der Kupferroſt dunkelgruͤn, der Gruͤnſpan hingegen hellgruͤn mit einge⸗ miſchten grauen Flecken iſt; b) der Kupferroſt mit der Zeit ſchwarz wird, der Gruͤnſpan nicht; c) der Kupfer⸗ roſt faſt ganz und gar von den Saͤuren aufgeloͤſt wird, der Gruͤnſpan aber nicht; d) man aus dem Kupferroſt nicht leicht etwas Geiſtiges erhaͤlt, da der Gruͤnſpan doch einen Geiſt liefert; e) der Kupferroſt wegen der ihm beygemiſch⸗ ten ſalzen, ſauren, laugenſalzigen oder harnichtſalzigen Theilchen nicht ſo dienlich zum Mahlen als der Gruͤnſpan iſt, der ſowol mit Waſſer als Oel gebraucht werden kann, und einen ebenen und glatten Ueberzug giebt. Wie 364 Zwey und zwanzigſtes Capitel. Wir muͤſſen uns auch erinnern, daß ſich zwiſchen dem natuͤrlichen Kupferroſt, der Berggruͤn oder Bergblau genannt wird, und dem kuͤnſtlichen ein Unterſchied findet; dieſer brauſet, wenn er gruͤn iſt, mit Laugenſalzen, und wenn er blau iſt, mit Saͤuren, da jener, der natuͤrliche, weder mit Laugenſalzen, noch mit Saͤuren brauſet.(244) 2. Anm. Woher es komme, daß das Kupfer an der Luft roſtet, kann man aus dem angefuͤhrten erſehen; es ruͤhrt nemlich zum Theil vom Kupfer ſelbſt, in Anſehung eines ihm beygemiſchten Schwefels her, der durch die Feuchtig⸗ keiten der Luft verdunnt und in Bewegung geſetzt wird(S. §. 2. 2. Anm. u.§. 5. N. 2. u. 3.); daß man aber die Urſa⸗ che auch zum Theil in der Luft ſelbſt ſuchen muͤſſe, und dieſe etwas dazu beytrage, ſcheint billig daraus geſchloſſen werden zu koͤnnen, daß das Kupfer in Vermiſchung mit Schwefel und Waſſer nicht ſo leicht, als das Eiſen, ange⸗ griffen werde, und ob gleich der Schwefel ſtaͤrker vom Kup⸗ fer als vom Eiſen zuruͤckgehalten wird, ſo findet man doch, daß die verduͤnnte Schwefel⸗ oder Vitriol⸗Saͤure das Kupfer nicht ſo leicht, als das Eiſen, aufloͤſet.(S.§. 6. N. 1.) (245) §. 20.. V Man erſieht ſolchergeſtalt aus dem angefuͤhrten, daß das Kupfer von allen Fluͤßigkeiten und Salze, jedoch in ver⸗ ſchiedener Farbe aufgeloͤſet wird, welche Farbe, da ſie nach der Beſchaffenheit der zerfreſſenden Materie unterſchieden iſt (§. 19. (244) Das Brauſen des Berg⸗ die Kupferkieſe nicht an der Luft blaues mit Saurem ruͤhrt von und Vitriol, ſondern muͤſſen ge⸗ der beygemiſchten Kalcherde her; roͤſtet werden, wenn man welche ſo findet man auch Kupfergruͤn daraus auslaugen will. Daher genug, das wegen eben derſelben finden ſich auch die Eaͤment⸗Waſ⸗ Beymiſchung gleichfalls mit Sau⸗ ſer, welche eigentlich durch Re⸗ rem brauſet. Rein cryſtalliſir⸗ genwaſſer aufgeloſeter Kupfervi⸗ tes Bergblau brauſet nicht da⸗ triol ſind, nur wo, wie im Ram⸗ mit. A. d. U. melsberge und anderwaͤrts, die Erze mit Feuerſetzen gewonnen (245) Daher verwittern auch werden. A. d. u.. f 9.A ten de deff Mtrn, 4 henen Suit tae miſe ſeudriu fſhbſ8. mnNekrionn dewi brannr — In hä Hbnetalwe 1) Lu en, und vae Lemenoe nt Eiber wr. es auch wom Nrauch ving ende Kohleh ſifer m,ae ennſt. ) Ein emos gg ſitſam i tcchten dc ſähe bögen ae Aüchmehrernag mn und Mü denid, dn neiß Kuſe 9 3) Jin in, und llen EMo d in unrfci ſt Lauyeihe ſener, da n ären trauſt 3 Lüpfer a 1 ten trſchen, ſt, in Jyſähune r durc deße eaung geſeta ß wan aöe ſt ſuche niß, lig darausgſt rin Dernſta. als das ſa vefiltitte me d ſofindtt nn riol Säumdet gſet.(E 94 m angeithte) Salze, jdo Farbe, uͤſe erie untnih p rkieſenict un ol, ſondem in den, wem nn uslaugen il auch dina he eigentih 1 aufgälſtt de „ nut wo, wi 3 e und andetviih Fautitn ſi 4 dl. * Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 365 (§. 19. N. 1.), offenbar nur zufaͤllig iſt, und groͤßtentheils von der Beſchaffenheit dieſer zerfreſſenden und aufloͤſenden Makerien, und dem beym verkalchten Kupfer zuruͤckgeblie⸗ benen Salzigen und Brennbaren abhaͤngt. Alle dieſe Saf⸗ rane und Eiſenroſt⸗Arten koͤnnen folglich nicht wie eine ein⸗ fache und reine Kupfer⸗Erde, ſondern nur als eine zuſammen⸗ geſetzte Erde angeſehen werden, die eine Kupfer⸗Erde mit an⸗ dern Materien zugleich, oder eine beſtimmte metalliſche Erde, die mit brennbaren Weſen Kupfer werden kann, enthaͤlt. §. 21. Im Fluß und Verſetzung mit andern Metallen und Halbmetallen verhaͤlt ſich das Kupfer auf folgende Art: 1) Gold und Kupfer laſſen ſich wohl zuſammenſchmel⸗ zen, und verlieren ihre metalliſche Geſchmeidigkeit nicht, das Gemenge wird aber etwas roͤther, als wenn das Gold mit Silber verſetzt wird, wie auch etwas leichtfluͤßiger, weswegen es auch von den Goldſchmieden zum Loͤthen des Goldes ge⸗ braucht wird. Legt man ſolches eiſenhaltiges Gold auf gluͤ⸗ hende Kohlen, ſo wird es nach Verhaͤltniß des beygemiſchten Kupfers mehr oder weniger ſchwarz, wie den Goldſchmieden bekant iſt. 3 2) Silber und Kupfer zuſammengeſchmolzen, giebt ein etwas gelbliches, oder zwiſchen dem rothen und weiſſen gleichſam in der Mitte ſtehendes Gemenge, wie man an den ſchlechten oder Scheidemuͤnzen ſiehet, wenn die weiſſe Ober⸗ flaͤche abgenutzt worden iſt. Das Kupfer giebt dem Silber auch mehrern Klang und mehrere Starke zu Silber⸗Geſchir⸗ 2 ren und Muͤnzen, wodurch die Abnutzung deſſelben vermin⸗ dert wird, doch muß man hiebey merken, daß Meßing und weiß Kupfer das Silber bruͤchig machen.... 3) Zinn und Kupfer laſſen ſich leicht zuſammenſchmel⸗ zen, und bleibt das Zinn dehnbar, und wird haͤrter, wenn man 20 Theile davon mit 10 Theilen Kupfer vermiſcht. Schmilzt 366 Zwey und zwanzigſtes Capitel. Schmilzt man aber 1 Theil Zinn mit 10 Theilen Kupfer zu⸗ ſammen, ſo wird das Gemenge hart und bruͤchig; verſetzt man dieſe Metalle aber mit einander zu gleichen Theilen, ſo giebt es eine ſproͤde, harte und weiſſe Maſſe, die ſich puͤlvern laͤßt und keine Kupferfarbe zeigt, wegen ihrer Haͤrte klinget, und nicht wieder, weder durch Calciniren, noch Verglaſen, noch Reduciren, ſondern blos durchs Scheidewaſſer zerſchie⸗ den werden kann, als welches das Kupfer aufloͤſet, das Zinn aber blos zerfrißt. Anm. Wie aus dieſer Miſchung die Glockenſpeiſe, und Stuͤck⸗ gut, wie auch die eigentlich ſogenannten Metalle bereitet werden, ſoll bey der Abhandlung vom Zinn beruͤhrt werden. 4) Bley und Kupfer zuſammengeſchmolzen, geben ein Gemenge, das ſeine metalliſche Geſchmeidigkeit behaͤlt, aber mehrentheils bleyfarben ausſieht.(2 46) Anm. Nimt man zu dieſer Verſetzung Rohkupfer, ſo kann das Gemenge wegen der Sprodigkeit des Kupfers nicht ſo geſchmeidig werden,— gem Grade iſt. Geſchieden wird das Bley wieder vom Kupfer durch die Saygerung, auch kann es durch Abtrei⸗ ben auf der Kapelle, oder einem Scherben, davon geſchie⸗ en werden. 3 ob es ſolches gleich doch noch in eini⸗ H Eiſen und Kupfer vereinigen ſich mit einander. (S. Cap. 21.§. 18. N. 3.) Anm. Dieſe Metalle werden durchs Gaarmachen von einan⸗ der geſchieden(247), auch koͤnnen ſie durchs Aberaiden m (246) Ein kleiner Antheil Bley benimt dem Kupfer von ſeiner Ge⸗ ich nicht, wohl aber, daß ein mit ſchmeidigkeit gar nichts, und giebt ihm ein dunkleres Anſehen, das nicht unangenehm iſt. Ob das wuͤrkliche japaniſche Kupfer, deſ⸗ ſen eigenthuͤmliche Schwere auch ſchwerer, wie die des ſchwedi⸗ ſchen iſt,(Cronſtedt C. 207. wenig Bley verſetztes Kupfer dem, was man unter dem Namen des japaniſchen Kupfers gewoͤhnlich erhaͤlt, vollkommen aͤhnlich ſieht. A. d. U. (247) Von der Scheidung des Kupfers vom Eiſen, wenn vle 19 §. 190. N. 2.) bleyhaltig iſt, weiß 'ana H iieinendeesen hn. 6 H. h Netul.(2; (S Cu7. 9 M e 8u.h, 1o) ni kenanh ') 60b 49zl.d. 1) N das igeis negras ben ben don den führen w.. ditt. ſe, dieſc ire hin n, noch Ven teddmuſege uſſiſt, a deſpeſe unde unten Netrleſe Zinn beiht e Gmohſen 11 idigket ehl, Fohfufe, en des Kuyſesnt ſdich doc na das Dley nee. fann ts duhh erben, denn ſich mi in armachen uia ſie durcſ u .,) blexfatt woh dber uht eyverſctsun unte din du en Kyfts Se olkonwen hih Dmn eetan rem ſſg de Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 367 mit Bley auf einem Probierſcherben von einander geſchie⸗ den werden, daß das Eiſen zugleich mit dem Bley ver⸗ ſchlacket wird, wiewol dabey ein Theil des Kupfers mit zerſtoret wird. Dieſe Scheidung kann auch auf der Kapelle bewuͤrket werden, und zwar aus dem Grunde, weil ſich das Bley nicht leicht mit dem Eiſen, wohl aber mit dem Kupfer vereinigt, und folglich das Eiſen vom Kupfer ge⸗ ſchieden wird, wenn Bley hinzu kommt. 6) Wie Queckſilber und Kupfer, durchs Verquicken, mit einander vereinigt werden und hiebey das Kupfer verkalcht wird. S. Cap. 14.§. 25. 7) Arſenik und Kupfer vereinigen ſich zu einenn weiſſen Metall.(S. Cap. 15.§. 14. N. 1.§. 23. N. 3.) 8) Kobold und Kupfer vereinigen ſich mit einander. (S. Cap. 16.§. 6. N. 3.) 9) Nickel und Kupfer laſſen ſich zuſammenſchmelzen. (S. Cap. 17.§. 9. N. 3.) W 10⁰) Wißmuth und Kupfer vereinigen ſich gleichfalls mit einander.(Cap. 18.§. 9. N. 3.) 11) So auch Spießglas⸗Koͤnig und Kupfer.(S. Cap. 19.§. 21. N. 3.). 12) Vom Verhalten des Zinks gegen das Kupfer, iſt etwas angefuͤhrt worden(S. Cap. 20.§. 11. N. 3.), ein mehrers aber kann aus demjenigen erſehen werden, was wir eben von den hievon abhaͤngenden metalliſchen Miſchungen anfuͤhren wollen. Anm. Bey dieſer Vereinigung des Kupfers mit andern Me⸗ tallen iſt zu merken: 1) Daß die Verſetzungen aus Kup⸗ fer und Silber, Kupfer und Zinn, Kupfer und Zink, Kup⸗ fer und Spießglas⸗Koͤnig eine größere, die aus Kudſer un in einem Erze oder Spurſtein zu⸗ Abh. der Akad. d. Wiſſenſch. ſammenſtecken, kann man des zu Stockh. B. XXV. nachſehen. Herrn Brandt Abh. in den A. d. U. — 1 6f 6 15 I Äl 1 ſ 1 368 Zwey und zwanzigſtes Capitel. und Gold oder Bley aber eine geringere eigenthuͤmliche Schwere haben, als ſie nach Verhaͤltniß der eigenthuͤm⸗ lichen Schweren jedes dieſer Metalle haben ſollten. Kup⸗ fer und Wißmuth zuſammengeſchmolzen aber haben eine Schwere, die der eigenthuͤmlichen Schwere, eines ſeden dieſer Metalle, entſpricht. 2) Daß das Kupfer den edlern Metallen ihre Geſchmeidigkeit nicht benimt, das Zinn aber muͤrbe und das Bley hart macht. 3) Daß das Kupfer denen weiſſen Metallen ihre Farbe nicht immer benehmen kann, wie man am Zinn ſieht, wo nicht vielmal mehr Kupfer als weiſſes Metall zur Verſetzung genommen wird. 4. 22. Der Meßing(248) iſt ein gelbes Metall, das ſich haͤmmern laͤßt, aus Kupfer und Zink zuſammengeſetzt iſt, auch auf die Art bereitet wird, daß man Kupfer aus geroͤſte⸗ tem Galmey(249) und Kohlenſtaub ſchichtweiſe eingeſetzt ins Feuer bringt, damit das Kupfer fließe, und der im Gall⸗ mey befindliche Zink etwas verfluͤchtiget und von dem Brenn⸗ baren der Kohlen reducirt werde, und ſolchergeſtalt in das geſchmolzene Kupfer eingehe, das davon gelb gefaͤrbt wird, (243) Ein Verzeichniß der Schriften von der Natur⸗ und Kunſt⸗Geſchichte des Meßings findet man im N. Zamburg. Mag. B. X. St. 56. S. 374⸗ 349. S. auch DArt de conver- vir le cuivre rouge en laiton par MII. GALON es Du HARMEL, A Paris 1764. fol. uͤberſetzt im Schaupl. der Kuͤnſte u. Zand⸗ werk. B. V. A. d. U. (249) An Orten, wo der ei⸗ gentliche Galmey nicht zu haben iſt, wie am Harze bey Goslar, gebrauchen ſie auch den Zinki⸗ aber ſchen Ofenbruch zum Meßing⸗ machen, den ſie Ofengalmey nen⸗ nen, und welchen man ſorgfaͤl⸗ tig von den alten Halden aufklau⸗ bet, wohin er ehedem aus Un⸗ wiſſenheit ſeines Gebrauchs ge⸗ ſtuͤrzt wurde. Da aber auch die⸗ ſer anfaͤngt erſchoͤpft zu werden, ſo bedient man ſich auch mit eben ſo gutem Erfolge der geroͤſteten Blende. Dieſe Blende und der Ofengalmey haben gewiſſermaßen auch noch einen Vorzug vor dem gegrabenen Galmey, der oft mit einer Eiſenerde verunreiniget iſt. A. d. U. an ber ein 6 dlrer 7. 10ℳ” maten t u.. vd tusun hir get dung dö muß, Veſeng 2, Aumn der be pdengi dieſes zu laac eſ Mu Adroc den M anſehen Nlade ſalche t 1407 419 ſeangen de net man 1l en. Ch 3 Adl (2l) 5 ſlähhnte in ſnkätnige, Nammils Ditel. uitdinl ung Renomvnr 68 Maul, d zuſemmnuſt unfe usg ſhichweſt eun He, unddein und von dnie ſolchergeiüti geb geite nbruch zun di ſie Ofengatne welchen nat alten Hilne er eheden u ſeines Gint de. Da üütt t erſchööft ur man ſchauh Etſolge d ⸗ Dieſe Bmed eh habengtſſe einen Terzun⸗ Galma dn nerde vnanrinl Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 369 aber ſeine Dehnbarkeit behaͤlt, und nach Verhaͤltniß des im Galmey beſindlichen Antheils Zink am Gewichte zunimt. 1. Aum. Eine ausfuhrlichere Abhandlung vom Meßing⸗ machen koͤmmt in der Probierkunſt und Metallurgie(250) vor. Dies kann ich jedoch nicht unberuͤhrt laſſen, daß ſich von IJuſti ſehr irret, wenn er aus Furcht, der Zink moͤge weggejagt werden, glaubt, der Galmey muͤſſe nicht vor⸗ her geroͤſtet werden, indem man vielmehr aus der Erfah⸗ rung weiß, daß ein Zink⸗Erz nothwendig geroͤſtet werden muß, um die gememiglich dabey befindliche Schwefel⸗ Saͤure, und den ſich auch dabey findenden Arſenik abzu⸗ treiben, ehe es zum Meßingmachen tauglich wird, und laͤßt ſich ſolche Roͤſtung wohl verrichten, ohne daß der Zink da⸗ bey mit verbrenne oder verfluͤchtiget werde, indem dieſer, um verfluͤchtiget zu werden, den Zuſatz eines brennbaren Weſens fordert. 2. Anm. Der Meßing wird von den Latei 7 nern Aurichalcum oder Orichalcum genannt; jenes will ſo viel ſagen, als goldenes Erz, oder Kupfer, das dem Golde aͤhnlich ſieht; dieſes bedeutet ein Berg⸗Erz von den griechiſchen Woͤrtern boc ein Berg, und Xalude Kupfer. Daß es natuͤrlichen Meßing gebe, berichtet Plinius, Feſtus, Pompejus, Aldrovand, Cruſius, welches andere aber leugnen, die den Meßing mit Recht fuͤr ein zuſammengeſetztes Metall anſehen. Blende oder Zink⸗Erz fuͤhre Da man indeſſen Kupfer⸗Erze hat, die zugleich n, ſo erhaͤlt man wuͤrklich aus ſolchen Erzen, wenn man recht damit umgehet, Meßing, der in dieſem Betracht, natuͤrlich genannt werden kann. (251) (250) El. Metall. P. IV. CII. S. 407412. Verſchiedene Ver⸗ ſetzungen des Kupfers mit Zink findet man in Herrn Baume Prl. Exp. Ch. Th. II. S. 730⸗ 735. A. d. U. (251) Hieher gehoͤret das bleichgelbe, im Bruche matte und feinkörnige, Kupfererz, welches im Rammelsberge bricht, und 3. Anm. auf der Huͤtte bey Goslar auf Kupfer genutzt, der Zink aber im Zinkſtuhl gefangen wird. S. auch Hrn. Lejell Abhandl. von einem neuerlich gefundenen zinkhaltigen Kupfererze, und daraus, ohne einen weitern Zuſatz von Kupfer, zu erhaltenden Meßingkoͤnig, in den Abh. der Akad. d. Wiſſ. zu Stockh. v. J. 1745. A, d. U. A a 370 Zwey und zwanzigſtes Capitel. 3. Anm. Ehe man noch recht wußte, was das fuͤr ein We⸗ ſen im Galmey ſey, welches gedachte Veraͤnderung und Zunahme des Kupfers bewuͤrkt, ſo glaubte man, der Gal⸗ mey gienge in erdichter Geſtalt ins Kupfer ein, welche Mey⸗ nung C. Veumann auch mit folgenden Gruͤnden verthei⸗ diget: 1) Daß ſich einige Erde abſcheidet, wann Meßing mit Queckſilber verqutckt wird; 2) daß man durchs Vi⸗ triolol auch einen erdichten grauen Niederſchlag abſondern kann; 3) daß bey der Schmelzung des Meßings mit Koch⸗ ſalz ein Theil des Meßings verſchlackt werde, das Kupfer aber zuruͤckbleibe; 4) wenn man das ſogenannte Flitter⸗ gold oder unaͤchte Gold ins Licht halte, ſo brenne der Gal⸗ mey mit einer Flamme ab, aber die Kupfer⸗Farbe bleibe zuruͤck. Von Juſti hegt in ſein. Chym. Schr. 1. B. S. 146. Anm. 13. eben die Gedanken, als eumann, und ſagt, er wiſſe wohl zehn Arten, wodurch dieſe Erde aus dem Meßing abgeſchieden werden koͤnne; er glaubt auch, daß Pott, der dieſe Erde mit Recht leugnet, nicht im Stande ſey, die von uns erwaͤhnten Neumanniſchen Gruͤn⸗ de uͤbern Haufen zu werfen. Um hierinn aber nicht weit⸗ laͤuftig zu werden, will ich erſt kurz beweiſen, daß keine Erde ins Kupfer eingehe, und dann gedachte Gruͤnde be⸗ antworten, und widerlegen. Daß nichts Erdichtes aus dem Galmey in das Kupfer eingehe, wird dadurch erwie⸗ ſen, daß 1) nichts Erdichtes mit einem reinen Metall, durch Schmelzen, vermiſcht werden kann, wenigſtens nicht ſo, daß das Metall ſeine Dehnbarkeit behalte; 2) ohne Zu⸗ ſatz von Kohlgeſtuͤbe kein Meßing durch den Galmey be⸗ wuͤrkt werden kann, welches doch wohl geſchehen muͤßte, wenn das Erdichte des Galmeyes in das Kupfer eingehen ſollte; 3) man den Meßing wieder zu Kupfer verwandeln kann, ohne daß die geringſte Erde abgeſchieden werde, wenn man den Meßing ins Feuer bringt, da die gelbe Farbe verfliegt, welches ſich auch bey der Entzuͤndung des Flit⸗ tergoldes im Lichte zeigt, da man offenbar ſieht, daß das, woas abbrennt, Zink iſt; 4) nach dem Meßingmachen der Galniey in ſeinem erdichten Zuſtand unveraͤndert zuruͤck⸗ bleibt, der Zink aber, den er enthielt, abgeſchieden iſt. Was nun die von Neumann angefuͤhrte Gruͤnde betrift, auf die ſich von Juſti beruft, ſo iſt die Antwort darauf folgende: a) Das Pulver, ſo bey der Verquickung des Meſ⸗ ſings abgeſchieden wird, iſt metalliſch oder ein durchs 1 ilber ewht 2 = — 9*⁷ ndeg V dnehits A. 1 umn 2 iſal ſtlatels us en t8, dl ſar n 4 Anm. dhüſt de dh Maiic duige dß 4 tes u „ Aunng en g.l. fndenne genanan Eimen Meßinſs tthilt n 8 Reet J tur V dende talge 9 fähun ſeie eeſten it man dwihſen Kl, tbeinng, faüiſchen Re de zu Adan aken, Sde dagnn,h 4 Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 371 ds das fit An. Dägn 1 ſilber verkalchtes Kupfer oder Zink, das leicht reducirt wer⸗—. an, deg den kann, und ſolchergeſtalt nicht erdicht iſt.(S. Cap. 14. — er tn, nices§. 25. 2. Anm. u.§. 31. 1. Anm.) b) Das durchs Vitriolsl en Grindat. niedergeſchlagene Pulver iſt gleichfalls nichts Erdichtes, ſon⸗ der, wan ge dern ein, durch die Vitriolſaure, gefaͤlltes Kupfer(S.§. 6. ß man duts, N. I. u. 3.) wie man durch die Reducirung leicht erfahren deiſche dia kann. 3) Daß ein Theil des Kupfers durchs Kochſalz im Neias n Fluſſe aufgeloſet und verkalcht, und ſolchergeſtalt leicht ver⸗ ſchlacket werde, iſt eine bekante Sache, und kann man dar⸗ werde, dan g 7ddg aus keinen Schluß ziehen, daß der Meßing mehr Erdich⸗ ſögenanne K jſo bemeg tes, als das Kupfer, enthalte, welches demſelben Schick⸗ uffe⸗zuhit ſale unterworfen iſt. n. Sir. 1, 4. Anm. In allen Aufloͤſungen und Ausziehungen u. ſ. w. s Neumm, verhaͤlt ſich der Meßing wie das Kupfer, loſet ſich in eben urch diſe En der Farbe auf, und giebt eben ſolchen Roſt, doch röſtet der ne; er gluhe Reßing nicht ſo ſchnell und wird auch nicht ſo geſchwind ht keugnt,. aufgeloſet, wie das Kupfer, woraus man deutlich ſiehet, teumannſchate daß der Meßing nichts anders, als ein mit Zink vermiſch⸗ ninn aberntt tes und ausgedehntes Kupfer, iſt. beweſin, it 5. Anm. Man muß hiebey merken, daß beym Meßing auch gddachteia ein großer Unterſchied in Anſehung ſeiner Dehnbarkeit ſtatt nchts(idin⸗ findet. Der Meßing der erſten Schmelzung, welcher Arco wird didud genannt wird, iſt ſproͤde, und wird folglich bey einer neuen nem rana ſe Caͤmentirung umgeſchmolzen, da man gleichviel Kupfer und in, wenziid Meßing mit Galmey und Kohlgeſtuͤbe caͤmentirt, und dann ſehalte, dh erhaͤlt man einen reinen Meßing, der gelaͤuterter Meſ⸗ ch den Gah. ſing(munderad Maffing) genannt wird(252). Wenn l geſchehan dieſer Meßing mit aͤtzendem Queckſilber⸗Sublimat behan⸗ as Kupfttnt delt wird, ſo ſoll er, wie Neumann berichtet, gelber und Käpfer dertt dehnbarer darnach, und zum unechten Blattgold oder Me⸗ chieden van— aldan neat gebraucht werden, wowider jedoch die Er⸗ da die glke ahrung ſtreitet. ntzüͤndan, e A 4 2 3 6. Anm. bn 4(252) Da der Meßing bey tun⸗Meßing, der durch das wie⸗ unehin ſeiner erſten Bereitung gemei⸗ derholte Gluͤhen beym Strecken lt, abgeſcher niglich etwas zu viel Zink erhäͤlt, ſo waͤhlen Kuͤnſtler zu ihrer Ver⸗ ſchon etwas vom Zink verlohren hat. Je oͤfter der Meßing um⸗ rin arbeitung, wenn ſie zaͤhen und geſchmolzen wird, deſto mehr de mnu elaſtiſchen Meßing haben wollen, verliert er vom Zink, und wird Anmito wie zu Raͤdern in Uhren, Wage⸗ deſto zaͤher, welches bey einigen dernduch 3 balken, Federn u. ſ. w. gern ge. Arbeiten erfordert wird. A. d. U. ü ſchlagenen, oder ſogenannten Lat⸗ 372 Zwey und zwanzigſtes Capitel. 6. Anm. Wenn man kleingefeilten Meßing in ein wohlflieſ⸗ ſend Glasſatz ſtreuet, ſo erhaͤlt man den ſogenannten bierre d'Aventurin, der wol ſeinen Namen davon erhalten hat, weil er durch einen Zufall erfunden worden iſt. F. 23. 1 Das Prinzmetall,(eigentlich Prinz Ruprechts Me⸗ tall, Metallum Ruperti) welches auch Bronze genannt wird, iſt ein goldgelbes Metall, das ſproͤde genug iſt, und aus Ku⸗ pfer und Zink bereitet wird. Gemeiniglich nimt man 1 bis 14 Theil Zink gegen 6 bis 8 Theile Kupfer, da dann das Kupfer erſt geſchmolzen, und wenn es fließt, der Zink dazu gethan, dann das Gemenge, weil es im Fluſſe ſteht, mit einem gluͤhenden Eiſen umgeruͤhrt und ſofort aus dem Feuer genommen wird, damit der Zink nicht verfliege. Nimt man Meßing an ſtatt des Kupfers, und thut I Theil Zink zu 8 Theilen fließenden und mit Kohlgeſtuͤbe be⸗ deckten Meßing, ſo erhaͤlt das Metall faſt voͤllig die Farbe des Goldes. 3 3 1. Anm. Die beſte Art, den Zink mit dem Kupfer zu verei⸗ nigen, iſt die, daß man in einem Tiegel erſtlich ſchwarzen Fluß und Borax ſchmilzt, und wenn es fließt, das Kupfer und den Zink, die man auch ſchon jedes beſonders geſchmol⸗ zen hat(253), in den Fluß tropfenweiſe hineingießt, und alles dann wohl umruͤhret. 2. Anm. Zum Prinzmetall nehmen einige 3 Theile gefeilten Zink, vermiſchen dieſe mit gepülvertem Weinſtein, und venetianiſcher Seife, um den Zink zu erhalten, thun die⸗ ſes Gemenge dann zu 12 Theilen geſchmolzenen Kupfers und verfahren damit, wie gedacht. Andere nehmen eben ſo viel Zink, als Kupfer oder wol gar noch mehr. Hiebey hat Kewis in phyſ. Chym. Abhandl. S. 379. erinnert, daß beyde Necht haben, indem er erweiſet, daß das Metall, wenn man 4, 5, 8 oder 12 mal ſo viel Kupfer als Zint 68 57 na (253) Dieſe Vorſicht iſt noͤ: than wird, ſehr umher ſpritzt. thig, weil der Zink, wenn er A. d. U. kalt ins geſchmolzene Kupfer ge⸗ in veyr heder 1 „ Am. k clleſthis ltt wert orr Et güthss Aum 3 beräteſ Pregſd und 1n Trſome daß nt nntalif alle cm Meßiht durch ſ ſchwe tcer ard 1 irüſcen fe (asa Tone kant,di r wem mani den Suölm 1 zvwar wellde ſonſiges N nrs ptide und rafüt (23h) da eym Meng it, ab uße dder der geto diitl. Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 373 ing in in daſe 2:... ſogenuntan. nach Verhaͤltniß immer zaͤher und feinkoͤrnichter, wenn dadon dhelal mian aber das Verhaͤltniß des Kupfers gegen den Zink bis orden ſt. zur Haͤlfte oder gar zu zwey Drittel vermindert, bruͤchig, faſerig, aber hoͤher von Farbe wird. Gleiche Theile oder ein wenig mehr Zink als Kupfer, giebt die ſchoͤnſte Farbe, die der des reinen Goldes gleicht. S. 7a ame et, daß de 9 tinz Runts. ronze gennne 3. Anm. Auch ſagt man, die Sproͤdigkeit des Prinzmetalls ug iſt ud g ſolle ſehr vermindert und die Dehnbarkeit wieder hergeſtel⸗ ſich nint 4 1 let werden, wenn man zuletzt etwas vom atzenden Queck⸗ 1 ſe nämnn) er⸗Sublimat zu der fließenden Miſchung aus Kupfer und h de dm Zink thue, welches aber ungegruͤndet iſt.(254) leßt der dh hn 9 4. Anm. Es iſt merkwuͤrdig, daß der durch die Caͤmentirung ſete bereitete Meßing ſich haͤmmern laͤßt, und dagegen das” dſor dus d Prinzmetall hart und ſproͤde iſt, da es doch aus reinem Zink erflitge und Kupfer zuſammengeſchmolzen wird; indeſſen faͤllt die — 1 Urſache hiervon leicht in die Augen, wenn man bedenkt, 1 ſupfes, nit 1 daß theils das Verhaͤltniß des Zinks zum Kupfer im Prinz⸗* mit Kohlgſt metall groͤßer, als im Meßing, iſt, theils auch dieſe Me⸗ faſt välg dp talle auf eine verſchiedene Art bereitet werden, indem beym Meßingmachen Kohlgeſtuͤbe(255) gebraucht wird, wo⸗ 6 durch das Metall ganz und dehnbar erhalten wird, zu ge⸗ 8 n dem Kwſerne ſchweigen, daß durch die Caͤmentirung die Miſchung glei⸗ gel eftichin cher und vollkommener bewuͤtkt wird. es fließt, dKatc beſordesſt Aa 3§. 24- eiſe hinengehe. 8 6 (254) Vom Golde iſt es be⸗ foͤrmiger Geſtalt ſteckenden Zink 6 ge 3 Thähſt kant, daß es geſchmeidiger wird, reducirt. Es iſt daher bey den em Weinin wenn man im Fiuſſe etwas aͤtzen: Verſetzungen des Kupfers mit rei⸗ erhalte e den Sublimat dazu traͤgt, und nem metalliſchen Zinke nicht nö⸗ G ſchmolzeal zwar weil dadurch das Zinn oder thig, wo man den Zink nicht Andere nemne ſonſtiges Metall, wodurch es et: vor dem Verdrennen bewahren noch meh was ſproͤde geworden iſt, zerſtoͤrt will. Die verſchiedene Geſchmei⸗ ¹ ¹ und verfluͤchtigt wird. A. d. U. digkeit, oder Sproͤdigkeit, dieſer Verſetzungen haͤngt alſo blos von Kupfer abat(255) Das Kohlgeſtuͤbe thut dem Verhaͤltniß des Zinks zum beym Meßingmachen nichts wei⸗ Kupfer ab, weswegen der Meſ⸗ ter, als daß es den im Galmey, ſing auch(S. 252.) durch öfte⸗ ,ſr he oder der geroſteten Blende, oder res Schmelzen zaͤher wird. A. — zinkiſchen Ofenbruͤchen in kalch⸗ d. U. 374 Zwey und zwanzigſtes Capitel. §. 24. Pinſchback, Similor, unechtes Gold(Aurum So- phiſticom), iſt ein geſchmeidiges Metall, das an Farbe dem Golde gleicht, und ſeine Farbe und Glanz ohne anzulaufen, ſchwarz zu werden, oder zu roſten, behaͤlt. Er giebt zweyer⸗ ley Arten davon; eine Art ſieht blos von auſſen wie Gold, und inwendig etwas weiß, wenigſtens bleicher als der Meßing aus, behaͤlt aber dennoch die aͤußere Goldfarbe beſtaͤndig, und wird auf der Oberflaͤche, wenn dieſe gleich abgen us wird, doch ſofort wieder, wie verguldet; die andere Art iſt durch und durch goldfarben. Beyde werden aus Kupfer und Zink, oder Meßing und Kupfer bereitet; die erſtere aber mit einem kleinen Zuſatz von Zinn. wird folglich erſodert: 1) Ein gereinigtes und von aller Schwefelſaͤure befreye⸗ Um ſolche Metalle zu erhalten, tes Kupfer, das ſich gut unter dem Hammer ſtrecken laͤßt. 2) Ein reiner von aller Schwefelſaͤure freyer Zink oder Meßing. 3) Eine gewiſſe Verhaͤltniß des Zinks oder des Meſ⸗ ſings gegen das Kupfer. 4) Ein ſolches Verfahren beym Miſchen und Zuſam⸗ menſchmelzen, wodurch die Geſchmeidigkeit eher vermehret als vermindert wird.— Was nun 1) die Reinigung des Kupfers betrift, ſo ſind dazu verſchiedene Wege von unterſchiedener Guͤte vorge⸗ ſchlagen worden. Scheffer erwaͤhnt in den Sy. Wet. Ac. IHandl. 1760. p. 382. daß dieſe Reinigung am beſten bewuͤr⸗ ket werde, wenn man das Kupfer mit einem Zuſatz von ein Achtel⸗ oder ein Zehntel⸗Theil Bley auf der Kapelle abtriebe, und darnach das Kupfer, wenn es zur Verſetzung gebraucht werden ſoll, mit Kohlgeſtuͤbe niederſchmoͤlze, das vorhero in Tiegel gethan worden, um das beym Abtreiben in etwas ver⸗ brannte Kupfer wieder zu redueiren und geſchmeidig zu ma⸗ en. Am n n. 108 a 5 Siiniild ddu 32 § ügiittus dn Don zunn Luſrr wif nuen mide vite.„G. nag, 9 das Kuſt⸗ dice Umgen Materien. *) ſete faches au Daid n Kuyfehm hereiktwi „ 3 de deſch Puſtdat n ſſ Wn tall indend g leinem An der, ne ein mi Kug Nim nihangd JInn. d drltf nit en Keiſt d des Hn vit. 8 God(Auu lds an fa ij ohre Anjahe . G gi w auſen wiceh, her as d M Gokfarbe bin gleichgaan andere Ar id us Kupſerndg rſtere aber nte Meale pehe zchwefeſäunte uner ſtrckn dure ſterrg Jinks odr Niſchen wa gkeit eherim Kuyfer be hiedenn Gunn in den K.9 71 1” zung anm ſie einem Jlih dder Koul Veietent wühe, du btreitn u d gſc 1 Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 375 chen. Andere verſchlacken das Kupfer erſt duͤrch wiederhol⸗ tes Gluͤhen und Abloͤſchen in freſſenden aus Harn, Eßig, Salmiak, Salpeter, Kochſalz u. ſ. w. bereiteten Waſſern, reduciren ſolches hernach wieder mit Salpeter, Weinſtein und Kohlgeſtuͤbe, und ſchmelzen dann das erhaltene Kupfer bey der Verſetzung durch Kohlen nieder.(S.§. 3. N. 2. 3. Anm.) Von IJuſti in ſeinen Ch. Schr. S. 147. meynt, daß das Kupfer am beſten gereinigt werde, wenn es zu wiederholten malen mit Pottaſche, Glasgalle und Glas umgeſchmolzen wuͤrde. In wie weit dieſe Art zu reinigen zureichend ſeyn mag, laſſe ich dahin geſtellet ſeyn; ſo viel iſt aber gewiß, daß das Kupfer dadurch nicht geſchmeidiger, ſondern durch ſo viele Umſchmelzungen, ohne einen Zuſatz von reducirender Materie, eher ſproͤder wird. 2) Was die Reinigung des Zinks betrift, ſo geſchicht ſolches auf die(Cap. 20.§. 4. 1. Anm.) angefuͤhrte Art. Den Meßing erhaͤlt man rein, wenn er aus gereinig⸗ ten Kupfer und Galmey, der von allem Schwefel frey iſt, bereitet wird. 3) Was das Verhaͤltniß der Zuſaͤtze betrift, ſo iſt ſol⸗ ches verſchieden, nachdem man einen roͤtheren oder gelbern Pinſchback haben will. Nimt man viel Zink gegen das Ku⸗ pfer, z. B. im Verhaͤltniß, wie 2 zu 5, ſo wird das Me⸗ tall inwendig etwas blaß, doch auſſen auf gelb. Von einem kleinern Verhaͤltniß des Zinks, z. B. wie 1 zu 4, 5, 6, oder 7, wird das Metall roͤther, und durch und durch wie ein mit Kupfer legirtes Gold.(S.§. 23. 2. Anm.) Nimt man Mefing anſtatt des Zinks, ſo hat man in Anſehung des Verhaͤltniſſes deſſelben eben das zu bemerken. Anm. Das von Hrn. von Juſti angefuͤhrte Verhaͤltniß, da er 26 Loth Zink gegen 1 Pfund Kupfer genommen hat, giebt nie ein geſchmeidiges Metall, wie denn auch Pott mit Recht dieſes Verhaͤltniß getadelt hat, und die Erklaͤrung des Hrn. von Juſtt hieruͤber gleichfalls ungegruͤndet iſt. Aa 4 Denn 375 Zwoey und zwanzigſtes Capitel. Denn durch den Fluß, welchen er dabey gebraucht, kann das Kupfer wol in etwas verbrannt und daher roͤther, und wol großen Theils verſchlackt, aber kein Arſenik vom Zinke, worinn keiner befindlich, weggenommen, noch das Metall geſchmeidig werden. 4) Will man mit dem Zuſammenſchmelzen der gedach⸗ ten Metalle ſo verſahren, daß das Gemenge ſeine Geſchmei⸗ digkeit behaͤlt, ſo iſt der ſicherſte Weg der, daß man das Kupfer ſtuͤckweiſe in einem Tiegel auf Koßlgeſtuͤbe legt, und durch ſolches nach und nach niederſchmilzt, ſodann das Kohl⸗ geſtuͤbe abſchoͤpft, den Zink oder Meßing zuſetzt, und gleich darauf etwas Kochſalz, ſo man vorher in einem andern Tie⸗ gel geſchmolzen hat, zuſetzt, um das Metall waͤhrend der Zeit zu erhalten, da die Miſchung umgeruͤhrt wird und ſich mit einander vereiniget. 1. Anm. Zu dem Metall, das auf der Oberflaͤche gelb aus⸗ ſehen ſoll, pflegt man gegen 1 Theil Kupfer einen halben ICheil Zink, und ein wenig Zinn zu nehmen, wie auch Cra⸗ ſeiner Oberflaͤche wie Gold ausſieht. 2. Anm. Geoffroy(256) bekam zwar von 10 Theilen Zink, §Theilen Kupfer und Theil Eiſen⸗Feilſpaͤnen ein etwas goldfarbenes Metall, das etwas bruͤchig war,(S. Nem. de Acad. K. des ſc. de Paris. v. J. 1725.) und raͤth Herr von Juſti deswegen, man ſolle zu der fließenden Miſchung gedachter Metalle nach und nach etwas von einem aus ſchwarzen Fluß,(der aus 3 Theilen Weinſtein gegen 1 Theil Salpeter bereitet iſt) Salmtak, Pottaſche, Glasgalle, gruͤ⸗ nen Vitriol, Glas und Eiſen Feilſpaͤnen, in einem gewiſ⸗ ſen Verhaͤltniſſe zuſammengeſetzten, Pulver ſchuͤtten; aber ein jeder, der dieſe Materialien kennt, wird leicht einſehen, was man damit ausrichten koͤnne. 3. Anm. Nachdem wir ſolchergeſtalt die Eigenſchaften und Verfertigung des Pinſchbacks beſchrieben haben, wird 88 die mer erinnert, da denn das daraus erhaltene Metall auf (256) Obſervations fur un Metal, qui reſulte de Talliage du Cuiyre et du Zinc. ſele. mm Mah 4 u hr ihin tit ach 89 4 1 beſion lchmſe Nlenre rr mu ſhman dohle 5 LmnG döennde ur dur deer ſiche Ku (hrniſen dit dte Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 377 ey geaut ndduberräße dies zu erinnerniſeyn, daß er ſeine Benennung von einem a Nſattten Englaͤnder hat, der Pinſchback hieß, und meines Wiſ⸗ tn, wh st ſens mit dem Tomback einerley iſt, da ich in den, von 34 andern angefuͤhrten, Beſchreibungen, der Bereitung und Eigenſchaften des Tombacks, hierinn keinen Unterſchied üunhen ag habe finden koͤnnen. Es heißt zwar, der Pinſchback ſolle nge ſin ii goldgelb. und der Tomback gelbroth ſeyn, aber dieſen ein⸗ d. d ttr zigen Unterſcheid erhaͤlt man, wie geſagt, durch ein groͤße⸗ der, daß na res, oder kleineres, Verhaͤltniß des Zinks oder Galmeyes dgagſitelg, gegen das Kupfer; doch willl ich nicht gäͤnzlich leugnen, t, ſeden den daß nicht auch ein wenig Zinn zur Bereitung des Tombacks g untg 6 genommen werde. Schmilzt man 7 Loth gereinigtes Kup⸗ n, Mg fer mit 3 Loth Meßing zuſammen, und ſetzt dann ein Vier⸗ Reinem enda tel⸗Quentchen, und ſo verhaͤltnißmaͤßig auf jedes dritte Loth kall wahrenden Meßing ein Viertel⸗Quentchen, gutes Engliſches Zinn dar⸗ t vid udſt zu, ſo erhaͤlt man gewiß ein gelbrothes Metall, doch kann 5 ich nicht behaupten, daß aller Tomback auf die Art berei⸗ 1 tet werde. Ein anderes Verfahren wird im Zamb. Mag. Oberftegle B. XV. S. 34. erwaͤhnt. Kurfn ns 4. Anm. Lewis fuͤhrt in phyſ. Chym. Abhandl. S. 403. eine men, dree. beſondere Bereitungsart eines goldgelben Metalls an, nem⸗ erhaltene N lich: Man nimt 8 Theile gereinigten Gruͤnſpan, 4 Theile Alexandriniſche Tutie, 2 Theile Salpeter und 1 Theil Bo⸗ evon lodhal rax, vermengt dieſes mit Oel zur Dicke eines Grützbreyes, ſchmilzt es in einem Tiegel und gießt es in einen, vorher z. 9 Feilſpaͤnn ne 8. Fzin wohl erwaͤrmten, Gießpuckel, oder Einguß, aus. chig war, en ) und eitſin 5. Anm. Die Verwandſchaft des Kupfers ſcheint, nach An⸗ fließendan gi leitung ſeines Verhaltens gegen andere Metalle, folgende was von tint zu ſeyn: 1) Zum Arſenik; 2) zum Eiſen; 3) zum Zink; einſtein ant 4) zum Spießglas⸗Konig; 3) zum Zinn, welches doch ſche, Glaszul nicht durchs Feuer, ſondern blos durchs Scheidewaſſer von nen, in eun ihm geſchieden werden kann; 6) zum Wißmuth, wodurch pulber himi das Kupfer gereinigt werden kann; 7) zum Bleye; 8) zum „wird lackct Golde; 9) zum Silber; 10) zum Queckſilber. die Etnchiin§ 25. tben hähan ah Da man keine Anleitung hat, ein kuͤnſtliches Kupfer durch die Zuſammenſetzung hervorzubringen, indem das kuͤnſt⸗ 3 liche Kupfer einiger, mit geringeren Kentniſſen verſehener, i reute ér Chemiſten aus dem Eiſen, nur ein bloßer Niederſchlag zu Aa 5 ſeyn 378 Zwey und zwanzigſtes Capitel. ſeyn befunden worden iſt,(S.§. 6. Anm.) ſo bleibt zur Erforſchung der Beſtandtheile des Kupfers kein anderer Weg, als die Zerlegung uͤbrig; ſo weit man aber auf dieſem Wege gekommen iſt, findet man, daß das Kupfer beſtehe: 1) Aus einem brennbaren Weſen, welches ſich ſowol durch die Verkalchungen, da das Brennbare, wie geſagt, (S.§. 19.) abgeſchieden wird, als durch das Reduciren, wenn man ihm dies Brennbare wieder giebt,(S.§. 19. N. 2. b,) darthun laͤßt. 2) Aus einer glasachtigen Erde, die mit Zuſatz eines Glasſatzes leicht fließt, und das Glas rothbraun, gruͤn, oder blau faͤrbt(§. 19. N. 2. c.), und uͤberdem einen eigenen un⸗ angenehmen und aͤtzenden Geſchmack hat; aus welchen Um⸗ ſtaͤnden deutlich zu erſehen iſt, daß dieſe Erde keine einfache Erde, ſondern mit einem ſolchen Weſen verſehen ſey, von welchem dieſe Farben im Glaſe bewuͤrkt werden(S.§. 19.), und die aͤtzende Eigenſchaft abhaͤngt, und welches 3) Ein zartes ſchwefelichtes Weſen zu ſeyn ſcheinet, wie daraus erhellet, daß das Kupfer a) eine blaue Flamme, wie der Schwefel, giebt; b) eine rothe Farbe hat, welche meh⸗ rentheils vom Schwefel abhaͤngt; o) es faſt unmsglich iſt, allen Schwefel vom Kupfer voͤllig abzuſcheiden, wie lange und ſtark man es auch im Feuer behandle; woraus man die ſtarke Anziehung deſſelben zum Kupfer erſieht, und welcher zufolge in demſelben vermuthlich eine, dem mineraliſchen Schwefel gleichartige, Materie ſteckt; d) der Kupferkalch und die Kupfererde beyde eben denſelben Geſchmack und die aͤtzende Eigenſchaft haben, als Kupfer, das mit Schwefel behandelt und calcinirt worden. 3 Daß dieſes ſchwefelichte Weſen aber von dem gemeinen mineraliſchen Schwefel verſchieden ſey, ſchließt man daraus, daß dieſer doch endlich, wiewol mit vieler Muͤhe, vom Kupfer geſchieden werden kann; dahingegen man das Schwefelichte, welches der Kupfererde eigenthuͤmlich iſt, nicht ohne eine ui ige uvſred ering 1e Im.n n dac nnd id bäyla 3 n El3. We ſs wan ie anſchſt m döſhe ſſthan wi ſch nnn Arenza rückbe n Änd 196 bon ſgr tyſten m duch t berſchlar hfett b ſomac e Pnten ha, w. necha angeſe dder di welt 1 daß dne eir aus de T l chene woferne ſchtes finden t Lpit uer) ſeh, as ein ndeeg der aſſdeſnt, . upfer ſdei ddeſheſ enndan n 1 durc de Aan tgitt,(E die mi zun rethbraun i dem einen gr ſat, aus neth ſe Ede kune ſen verſcenſe werden( nd welches nzu ſeyn ſhia neblaue Fimm bee hat, u es faſt unn uſcheiden,i ‚le; woran erſieht, Wre dem mite d) dr gei en Geſhmeir „das mi e er von den ge ſclleßtnnd Mte und an dos Etet d uct hut Vom Kupfer, Kupferroſt, Spangruͤn ꝛc. 379 lige Zerſtoͤrung des Kupferkalchs, oder der Kupfererde, tren⸗ nen kann, zu geſchweigen, daß es wuͤrklich vollſtaͤndiges Kupfer giebt, ehe ſolches mit dem mineraliſchen Schwefel vereinigt und durch ihn vererzt wird. 1. Anm. Die mehreſten Chemiſten ſind dabey ſtehen geblie⸗ ben, daß das Kupfer aus einer rothen verglaslichen Erde und einem brennbaren Weſen beſtehe; daß aber dieſe rothe verglasliche Erde gleichfalls zuſammengeſetzt ſey, iſt, mei⸗ nes Erachtens, durch die angefuͤhrten Umſtaͤnde deutlich genug erwieſen worden. Von Juſti(Chym. Schr. B. I. S. 144.) meynt, daß man die Vitriolſaͤure, als einen Beſtandtheil des Kupfers anſehen muͤſſe, weil das Kupfer von ſelbſt an einem feuch⸗ ten Ort roſtet, und man aus dem Kupfer, ohne Beymi⸗ ſchung einer Saͤure, Cryſtallen erhalten kann; aber er hat ſich nicht genug dafuͤr gehuͤtet, daß dieſes wol mit einigen Arten Kupfer, die noch einen mineraliſchen Schwefel zu⸗ ruͤckbehalten haben, aber nicht mit allem, voͤllig reinen, und von der Schwefel⸗Saͤure voͤllig befreyeten, Kupfer von ſtatten geht. Es wuͤrde auch vergeblich ſeyn, ein nicht roſtendes Kupfer zu ſuchen, oder darauf zu arbeiten, wie doch von Juſti ſelbſt bey der Bereitung des Tombacks vorſchlaͤgt, wenn die Vitriolſaͤure ein Beſtandtheil des Ku⸗ pfers waͤre. C. Neumann hat wegen des aͤtzenden Ge⸗ ſchmacks, der dem Kudferkalch eigen iſt, gemeynt, daß ein Antheil vom Schwefel, waͤhrend dem Roͤſten und Schmel⸗ zen, in das Kupfer eingehe und mit ihm vereinigt werde, welches er aber nicht als einen Beſtandtheil des Kupfers angeſehen haben will, ob es gleich von der Kupfer⸗Erde oder dem Kupferkalch nicht getrennet werden kann. In ſo weit von einem groben mineraliſchen Schwefel die Rede iſt, hat Neumann wol Recht, aber daraus folgt nicht, daß man die von ihm erwaͤhnte braune Kupfer⸗Erde, fuͤr eine einfache Erde anſehen, und das ſchwefelichte Weſen aus den Beſtandtheilen des Kupfers ganz ausſchließen muͤſſe. Ich glaube, daß kein brennbares Weſen mit einer einfa⸗ chen Erde durch die Kunſt gerade zu vereinigt werden kann, woferne nicht dieſe Erde vorher etwas ſalziges oder ſchwef⸗ lichtes enthalten hat. Im dritten Theile dieſer Chemie finden wir vielleicht eine Änleitung zu erweiſen, daß E in er 1 380 Drey und zwanzigſtes Capitel. der Natur verſchiedene oder mehrere Arten ſchwefelichter Weſen giebt. 5 2. Anm. Vom Arſenik, den einige der Neuern im Kupfer, wegen ſeiner Wuͤrkung im menſchlichen Koͤrper, haben an⸗ nehmen wollen, findet man nicht die geringſte Spur. Ein Korper kann ja ſchaͤdlich ſeyn, ohne eben darum arſenika⸗ liſch zu ſeyn. AA N A K e d T e e ne deaer Drey und zwanzigſtes Capitel. Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silbergläͤtt, Bleyweiß, Schieferweiß, Bleyzucker, u. g. m. 8 S. 1. on den ſchwerfluͤßigen Metallen kommen wir nun zu den leichtfluͤßigern, und wollen wir die Abhandlung vom Bley zuerſt vornehmen, welches unſtreitig ſo lange, als das Silber, in der Welt bekant geweſen iſt, weil das mehrſte Silber aus Bleyerzen erhalten wird. Es hat zwar wol keinen ſo ſehr bekanten Nutzen im gemeinen Leben, wie die vorhergehenden Metalle, indeſſen iſt es doch ſowol in Huͤtten⸗Arbeiten, zum Abtreiben der edleren Metalle, un⸗ entbehrlich, als zu andern mechaniſchen und mediciniſchen Endzwecken nuͤtzlich. Anm. Man findet bey den aͤltern Schriftſtellern einen Un⸗ terſcheid, zwiſchen ſchwarzem und weiſſem Bley, Plumbum nigrum, vel album; unter dem ſchwarzen Bley wird das Metall verſtanden, welches heutiges Tages durchgaͤngig unter dem Namen, Bley, bekant iſt, und hier beſchrieben werden wird; was ſie aber unter dem weiſſen Bley verſtan⸗ den haben, iſt ſchwerlich zu beſtimmen, weil ihnen auch das Zinn bekant war; vielleicht haben ſie dieſe beyde Me⸗ talle oft mit einander verwechſelt, wenigſtens icaine i 1— die 4 Vom 3 eſ 1 luni Mxu gihe dWs bevißſtes In lGngt äitt ihnid ſinmen l nſchng ſp: zu, o 4 „Andi bi NAi diaſiche hewandett g⸗ ſen weiſen 1 Anm. a u do ſt aus dn ungen en Iae za wahg führtn n u eria effteſe te eral * Anm.) dr ant ſuber er Pon te iit uſgl zen Kerper den Kgettgſe en elben danm rnn 5 Coyik ſu, Sibne Djeuck kommen nin nwirde llhe welches uſ kkant gereſmä ateen wid d im geneim nniſt es diſe edleren Mu en und mäi hriftſtelen tu eiſſem Bley he warzen Ao) es Cages dut , und hir bſth im waſſenchre men, weljiſn: ben ſe diſ l wenthſins ſhe Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 381 dieſer Fehler beym Plinius eingeſchlichen zu haben. Die Griechen nannten das Bley 204¾ o, aber das Zinn nag⸗ iαπιεοοο. Von den Chemiſten wird das Bley Saturnus, auch Balneum Kegis et Reginæ genannt, mehrerer Namen zu geſchweigen. KA §. 2.. Das Bley iſt ein dunkelgraues, im friſchen Bruche aber weißblaues Metall, welches die Haͤnde ſchwaͤrzt, wenn man es lange handhabet, und ſehr weich iſt, ſo daß es ſich leicht ſchneiden, dehnen und biegen, und ſowol kalt als warm haͤmmern laͤßt, aber zugleich ſehr ſchwer iſt, da es ſich in Anſehung ſeiner eigenthuͤmlichen Schwere zum Waſſer, wie 11,325; 1,000 verhaͤltt. §. 3. An der Luft wird das Bley ſehr bald ſchwarz, und nach einiger Zeit, beſonders an einem feuchten Ort, auf ſeiner Oberflaͤche etwas angefreſſen, oder zu einem weißlichten Ocker verwandelt; wovon es, wie verſchimmelt, oder mit einer ſei⸗ nen weiſſen Wolle uͤberzogen, ausſieht. r. Anm. Sowol Plinius als Galen, u. a. m. behaupten, daß das Bley einen Zuwachs an der Luft erhalte, welches ſie aus Verſuchen mit Bley⸗Daͤchern und andern Beobach⸗ tungen erfahren haben. Dieſen Zuwachs haben ſie dem Regen zugeſchrieben und geglaubt, daß das Bley vom Re⸗ gen wachſe oder einigen Zuwachs erhalte. Aber die ange⸗ fuͤhrten Verſuche und Beobachtungen geben nichts anders zu erkennen, als daß das Bley mit der Zeit an der Luft zerfreſſen wird, und dadurch einigen Zuwachs am Gewich⸗ te erhaͤlt.. 2. Anm. Becher meldet, daß man aus dem weiſſen Ocker, der an der Luft bewuͤrkt wird, ohne Schwierigkeit Queck⸗ ſilber erhalten köͤnne. Von reinem Waſſer wird das Bley, ſo viel bekant iſt, nicht aufgeloͤſet, ob es gleich mit der Zeit davon zerfreſſen wer⸗ . 4 den — — 1 382 Drey und zwanzigſtes Capitel. den kann,(S.§. 3.) beſonders von ſalzem Waſſer, deswe⸗ gen das Waſſer, ſo durch bleyerne Roͤhren geleitet wird, mit der Zeit einen uͤbeln Geſchmack erhaͤlt und ungeſund wird, wie ſchon Vitruvius beobachtet hat; auch ſieht man dies dar⸗ aus, daß das Waſſer, wenn man es lange in einem bleyer⸗ nen Moͤrſer reibt, zuletzt ſchwarz und dick wird, doch ohne, daß eine vollkommene Aufloͤſung geſchicht. Laͤßt man das Waſſer abrauchen, oder ſeihet es durch, ſo erhaͤlt man ein reines Bley, das gewaſchenes Bley,(Plumbum elo- tum) genannt wird. S. Dioſcorid. 9. 5. Im Feuer verhaͤlt ſich das Bley folgendermaßen: 1) Fließt es ſehr leicht, noch leichter als das Zinn, folglich zum leichteſten unter allen Metallen; es fließt noch ehe das Gefaͤß roth wird, wird auch ſelbſt im Feuer nicht gluͤhend.(257) 1. Anm. Wegen dieſer Leichtfluͤßigkeit, und ſeiner geringen 1 Anziehung zum Kupfer, kann man das Bley vom Kupfer ſcheiden, welches ein viel ſtaͤrkeres Feuer aushaͤlt, ehe es zum Fluſſe koͤmmt(S. Cap. 22.§. 5.), welche Operation die Saygerung genennet wird, auf Bergwerken gebraucht, und in der Metallurgie(258) beſchrieben wird, aber auch auf der Probierſtube verrichtet werden kann, theils auf die Art, daß man zween kleine Heerde, oder Arten von Scherben, von Thon und Kohlgeſtuͤbe aufrichten laͤßt, von welchen der eine, auf welchem das Gut zu liegen koͤmmt, ſeyn muß, auf und durch welchen eine kleine Rinne gefuͤhrt wird, wodurch das aus dem Kupfer, ſo auf dieſen Heerd geſtellt wird, ausgeſchmolzene Bley in den andern etwas niedriger oder voran ſtehenden Heerd ablaufen kann, wenn 3 der gar in papierne Patronen gießen, A. Geu) Ey Metab. P. III. C. VL 6 6 wenn man dieſe nur, damit ſie S. 364. ff. 24 etwas hoͤher, aber zugleich nach einer Seiten abhaͤngig (257) Man kann es daher ſo nicht ausweichen, in Sand ſetzt. der nin Auniita E zohs nitinc ir Rmimn nedat lünun, 2e tr dn ſſebey oG und der in dr le. ti. * Am m ſien giam. ſoüttazn nanmid t zar vied. *) Am tchalen wt, ſiche hnum ſchker nor e ſiſen, in dlch des etlickes d ienntwitd, a. inm Rebere 1 3 flledd deß) dieß in ſch dee d. ng irer du weswegen ſie dfen dedn, fache Pennne ly ſießt, düöang ſt axitl hem Diſe de gtt dungindn ſüht nan 4 angein inmt dic wid ne ſct üif n ), ſ tth m ley,(dlmma . gendermeſe kichte dden eralln; af ſelbt in gu ͤt, und ſnne das le te Feuer mshit, F*.), welher Bergweriagi deſchtieben un t werden im deerde, oaln de auftichn h Gut zu lnt iner Settn a ne kleinemne r, ſo aufde hin den mime dablaufn ine zweihe Vd” 1. ) II Nletal. 7 .ff. Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 383 der erſte mit einem maͤßigen Feuer geheizt wird, daß das Bley in Fluß kommen kann. S. Macquer Ch. Pr. T. I. S. 300; theils, daß man das minder bleyhaltige Kupfer, mit einem Zuſatz von 1 Viertel⸗Pfund Bley, auf jedes Pfund Kupfer, zuſammenſchmilzt und zu duͤnnen Blechen gießt, die in einem Scherben unter der Muffel aufrecht geſtellt werden, ſo daß ſie ſich mit dem obern Ende an die Muffel lehnen, worauf man ein ſolches Feuer giebt, daß das Bley in den Scherben abfließen kann. Das mehreſte koͤmmt hiebey auf das gehoͤrige Verhaͤltniß des Bleyes zum Kupfer, und der verhaͤltnißmaͤßigen Regierung des Feuers, an, wie in der Metallurgie und Probierkunſt ausfuͤhrlicher gelehrt wird. S. D. Kellners Scheidekunſt S. 108. 2. Anm. Um das Bley zu reinigen, haben es einige Chemi⸗ ſten geſchmolzen, und waͤhrend dem Schmelzen etwas Un⸗ ſchlitt hinzugethan, welche Arbeit ſie purgatio plumbi nannten; aber man ſiehet leicht, daß das Bley hiedurch nicht gereinigt, ſondern nur vor der Verkalchung bewahrek wird. 2) Wenn das Bley in einem maͤßigen Feuer im Fluſſe erhalten wird, bildet ſich auf ſeiner Oberflaͤche eine vielfar⸗ bichte Haut, welche ein Anfang ſeiner Verkalchung iſt; ver⸗ richtet man das Schmelzen in flachen breiten Pfannen oder Gefaͤßen, und ruͤhret das geſchmolzene Bley zugleich, ſo wird endlich das Bley ganz zu einer dunkelgrauen Aſche, die ein verkalchtes Bley iſt, und Bley-Aſche(Calx Plumbi) ge⸗ nannt wird. Calcinirt man dieſe Aſche ferner und ſtaͤrker mit einem Reverberir⸗Feuer, ſo wird ſie erſtlich weiß, etwas ins gelbe fallend, und weiſſes Maſticot(259), darnach bey (259) Dieſer Bleyaſche bedie⸗ nen ſich die Topfer zur Verferti⸗ gung ihrer durchſichtigen Glaſur, weswegen ſie dazu einen kleinen Ofen haben, in dem eine kleine flache Pfanne ſteht, worinn das Bley fließt, uͤber welcher eine Wolbung iſt, durch welche die, laͤnger hinter der Pfanne in die Hoͤhe ſteigende, Flamme des, unter der Pfanne auf einem Roſt brennen⸗ den, Holzes gezwungen wird, von hinten nach vorne uͤber die Pfanne weg zu ſtreichen, und ſo die Oberflaͤche des fließenden Bleyes zu verkalchen. Auf Fayence⸗ 384 A Drey und zwanzigſtes Capitel. laͤnger anhaltender Hitze gelb, und Bleygelb(260), oder gelbes Maſticot, Calx plumbi flava, Flavedo plumbi, Minium flavum, Ceruſſa citrina, genannt. Calcinirt man dieſen gelben Kalch noch weiter, ſo wird er roth, und heißt dann Mennige(261), Minium, auch Sandix, und ro⸗ thes Maſticot. 1. Anm. Merkwuͤrdig iſt es bey dieſem Verkalchen, daß das Verkalchte einen ſtarken Zuwachs am Gewichte erhaͤlt, 100 Pfund Bley geben 110, oft auch 120 Pfund Mennige. Woher dieſer Zuwachs komme, wird man ein ander mal ausfuͤhrlicher darthun koͤnnen, weil das Bley der einzige mineraliſche Koͤrper iſt, bey welchem man dieſen Zuwachs bemerkt.(262) Fayencefabriken, wo dieſes nun ſchon mehr im Großen getrieben wird, hat man auch groͤßere ei⸗ ſerne Pfannen, die vorne wage⸗ recht liegen, hinten aber etwas ſchraͤg in die Hoͤhe gehn, da man vermoͤge einer Kruͤcke, mit einem —.j— flachen durchloͤcherten Blatte, ſo wie auf der Oberflaͤche des flieſ⸗ ſenden Bleyes etwas, durch die daruͤber ſtreichende Flamme, ver⸗ kalcht wird, ſolches auf den ſchraͤ⸗ ge hinauf ſteigenden Theil der Pfanne ſchiebt, wo es mehr Hitze erhaͤlt und vollig durchbrennen kann, dahingegen das fließende Bley auch um ſo viel eher ver⸗ kalcht wird, je fleißiger man ſei⸗ ne Oberflaͤche, von dem darauf ſchwimmenden Bleykalch, be⸗ freyet und blos der daruͤber ſtrei⸗ chenden Flamme ausſtellet. A. d. U.— (260) Giebt eine bekante Mah⸗ lerfarbe zum Oelmahlen, wo es Da ſich durch ſeine beſſere Vereini⸗ gung mit dem Oele, und daß es nicht, ſo wie der Operment, dem es ſonſt der Farbe nach gleich⸗ kommt, um ſich frißt, empfielt. Ihm kommt das Neapelgelb, oder Giallolino, nahe. S. Fouge⸗ roux de Bondaroy Mem. fur le Giallolino ou Jaune de Na- ples; in Mem. de'Acad. d. ſc. d Paris v. Jahr 1766. A. d. U. (26 1) Die neueſte und unter⸗ richtendſte Schrift von der Berei⸗ tung der Mennige iſt die Abh⸗ des Hrn. Jars in den Mem. de Mcad. de Paris v. J. 1770. S. 68. ff. woſelbſt man auch Abzeich⸗ nungen von dem Ofen, deſſen ſich die Englaͤnder hiezu bedienen, findet. A. d. U. (262) Das Bley iſt nicht das einzige Metall, welches beym Ver⸗ kalchen einen ſolchen Zuwachs er⸗ haͤlt, indem man es beym Queck⸗ ſilber, Spießglas⸗Koͤnig, Zinn, gleich⸗ Von 3G un u0 Nd m jit 1 rnen Wdl m tigrt mannde Auhe ſtn berbde ta iat mendärn engt n in d: fiebahi⸗ abgen wet man h n V bey dal glihfls g ber erfalt Jer ie dn ſithn hdie Uſacae Nr Leyte n8 te ſele ieng ahitdes Ain. ſn ſeßengs tin rander 3) 1 Nuuche 3 limſümliche drslezte iin 1 de Nemn 1 reigeithe de u, c — t des D ticlich vde itel. dib ab lavedo . Cülenit d roth, ud dand, d vertlhen, wh dewichte thät o Pfund N man en ayht. as Bleh deg man de iſan gn. h ſeine beſen de dem Oäle, unh vie der Oyernnt er Fatde nah mn ſcch feift,m at das Nayta nahe. G ght Hondaroylan ino ou faule e em. de ldut4, ahr 1766. ai Die neuefe we Schriſt dunnd Mennigeſß A Jars idn Payls b. 15 dſtmnub on dem din, lina ſdälir da 1, p ghü 19 ral wichitr in iltn aes n manes dngs ißglsh 479 Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglatt ꝛc. 385 Da die Bleyaſche ſowol zu Verglaſungen und Glaſu⸗ rungen irdener Gefaͤße, als zu andern Endzwecken ſehr ge⸗ braͤuchlich iſt, ſo pflegt man ſie mehrentheils aus einer Miiſchung von 10 Theilen Bley und 1 Theil Zinn zu berei⸗ ten, weil ſich dieſe Miſchung leichter verkalchen laͤßt.(263) 2. Anm. Auch iſt die Veraͤnderung merkwuͤrdig, durch welche das Bley in Anſehung ſeiner Farbe untergeht(264/ da es erſt grau, dann gelb, und zuletzt roth wird. C. Neu⸗ mann behauptet, daß dieſe Farbe von einem Dampfe oder Ruße herruͤhre, der am Bleykalche geheftet und ihm ein⸗ verleibet werde; weswegen man auch keine Mennige erhal⸗ ten kann, wofern die Verkalchung nicht mit einem flam⸗ menden und rauchenden Reverberir⸗Feuer verrichtet und angeſtellet wird, wozu auch dies komme⸗ daß die Menn ge, in einem Scherben auf Kohlfeuer geſetzt, eine gelbe Oker⸗ farbe erhaͤlt, woraus zu folgen ſcheint, daß dadurch etwas abgetrieben wird, ſo die rothe Farbe verurſacht hat. Da man aber eine ſolche Veraͤnderung in Anſehung der Farbe bey den uͤbrigen Metallen, wenn ſie verzalchtwerden, nicht 1 gleichfalls bemerket hat. Wohl aber erhalt das Bley in der Men⸗ nige den ſtaͤrkſten Zuwachs. Daß ich die Ueſache dieſes Zuwachſes in den beytretenden Feuertheilen ſetze, habe ich ſchon bey Gele⸗ genheit des Queckſilbers erwahnt. Andere ſetzen ſie in einem Bey⸗ tritt fremder Theile aus der Luft, dem Rauche, in der vermehrten eigenthuͤmlichen Schwere, u. ſ. w. Das letzte iſt offenbar falſch, da ſich die Mennige in Anſehung ih⸗ rer eingenthuͤmlichen Schwere, wie 2 zu 5, zum Bleye verhaͤlt. Auch die uͤbrigen Meynungen glaube ich in meinen 05/. Chem. et Miu. P. I. et II. bey Gelegen⸗ heit des Queckſilber⸗Kalchs zu⸗ reichlich widerlegt zu haben. Ein wahr⸗ Verzeichniß der Schriften von der Verkalchung der Korper und dem dabey beobachteten Zuwachſe am Gewichte findet man im N. Zamb. Mag. B. II. St. 10. S. 375⸗378. A⸗d. U. (263) Dieſe Verſetzung iſt wol leichter, als das Zinn, nicht aber leichter als das Bley zu ver⸗ kalchen. Sie iſt daher auch nur zur Bereitung der Zinnaglaſuren uͤblich, indem ſich das Zinn vor ſich allein ſchwer verkalchen laͤßt. A. d. U. (264) Auch dieſe glaube ich in meinen 65/ Chem. et Min. P. I. et Il. bey Gelegenheit des Queck⸗ ſilber-Kalchs zureichlich erklaͤrt und erwieſen zu haben. A. d. U. Bb 385 Drey und zwanzigſtes Capitel. wahrnimt, da ſo wenig der Zinn⸗ als Spießglas⸗Kalch roth wird, ob es gleich der Wißmuth thut; ſo iſt es offenbar, daß in dieſem Metalle etwas ſtecken muß, ſo dazu das ſei⸗ nige beytraͤgt, ob man gleich nicht mit Gewißheit ſagen kann, wortnn das eigentlich beſtehe.(265) Wir machen hier nur die Bemerkung, daß das Queckſilber in den mine⸗ raliſchen Saͤuren, beſonders dem Salpetergeiſt,(S. Cap. 14-) eben die Veraͤnderung in Anſehung ſeiner Farbe lei⸗ det(266), welche beym Bleye durchs Feuer bewuͤrkt wird. 3. Anm. Zwiſchen dem Bleygelb und Maſticot iſt der Un⸗ terſcheid, daß letzteres aus verkalchten Bleyerze oder Bley⸗ glanz, erſteres aus dem Bley ſelbſt, bewuͤrkt wird. 4. Anm. Was die Eigenſchaften des Bleygelbes und der Mennige betrift, ſo bemerken wir 1) Daß beyde ſowol, als die graue Bleyaſche, vom Sal⸗ petergeiſt, Scheidewaſſer, Salzgeiſt und Konigswaſ⸗ ſer ſtaͤrker, als das Bley, angegriffen werden. 2) Daß ſie auch leichter und in viel groͤßerer Menge im Eßig aufgeloͤſet werden, als das Bley ſelbſt. Zur Aufloͤſung eines Quentchens werden doch 16 Loth Eßig erfordert. 3) Loͤſen ſie ſich auch ſehr leicht in ausgepreßten Oelen auf, und kann man beynahe halb Pfund Mennige in 1 Pfund Baumol aufloͤſen, wenn man mit der Aufts⸗ ſung im Feuer vorſichtig umgehet. % Mit Salmiak gemiſcht und deſtillirt, ſcheiden ſie aus demſelben einen ſehr ſcharfen Stinkgeiſt ab(267), da . d (265) Wenn man erweiſen konnte, daß wuͤrkliches Queckſil⸗ ber im Bleye ſtaͤcke, ſo wuͤrde ſich dieſes leicht beſtimmen laſſen. A. d. U. (266) Daß auch hier das Queckſilber vom Feuer roth wird und die Saͤure nur, durch eine Vertheilung deſſelben, die Wuͤr⸗ kung des Feuers darauf erleich⸗ enn tere, halte ich auch ſchon fuͤr zu⸗ reichlich erwieſen, da man aus dem gemeinen rothen Praͤeipitat keine Salpeterſaͤure mehr dar⸗ thun kann. S. meine 0 Ch. et Min. S. 36. A. d. U. (267) Die Schaͤrfe dieſes fluͤchtigen Geiſtes, und der Man⸗ gel des fluͤchtigen Salzes, wird von den Vertheidigern der fixen Luft, ſels 7 2 fun 4 ercd n b draT ſnd Erin Kon ſine 9 S one nite odi brm E p be V ſen welah men 8 2 * in iamdn aixäſt; mi Anpehun deſt den ſine f däl, alir. Nanige auch wülohrn? S nihr fn uiſt d den Nleſe on, wiewol terich ſt 1 däßten ehenſi 1. 8. b Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 337 7 las⸗gat Äſt e cfad. denn ein Theil der Mennige mit dem Salmiakgeiſt ver⸗ daza a einigt, und von ihm zu einer harten bruͤchigen bley⸗ farbenen metalliſchen Maſſe aufgeloͤſet, ein Theil aber Gersteti zu Bley reducirt wird, wenn man ein heftiges Feuer ſ W nh ber mn giebt, aber keine Blumen aufgetrieben werden. une 5) Schmilzt man dieſe Kalche vor ſich allein, und haͤlt 1 6 7 3 ſie lange in einem ſtarken Feuer, ſo verwandeln ſie ſich ſewünän zuerſt zu Slaͤtte(Lithargyrium), welches ein halb⸗ aſieſi verglaſetes Bley iſt, aber bey einem ſtarken und laͤn⸗ ſeyee u ger anhaltenden Feuer fließen ſie vor ſich alle zu einem irt un braunen, wenn ſie aber mit Kieſeln verſetzt geweſen ſind, zu einem gelben Glaſe. Dieſe Kalche loͤſen alle ngalts m. Erd⸗ und Steinarten nebſt allen andern metalliſchen Kalchen auf, verglaſen ſte, und geben mit ihnen ein daide ſehneidendes durchdringendes Glas. 4 dan 0) Schmilzt man dieſe Kalche mit einem Zuſatz von Thon, in vein 4 ſo wird etwas Bley reducirt(268); auch geſchicht ei⸗ nige Reduction, wenn ſie mit Schwefel, Zinnober, ößerer Re oder Eiſenfeilſpaͤnen geſchmolzen werden; daß ſie von Mley ſebt brennbaren Materien reducirt werden, iſt bekannt. den dech lt Schmilzt man Kupfer mit Mennige zuſammen, und behandelt das Gemenge darnach auf gehorige Weiſe, prtftnde ſo erhaͤlt man etwas Gold und Silber. So auch, und Naan wenn man Kupfer, Bley, Mennige und Sand zuſam⸗ Manxn menſchmilzt. S. Ch. gxp. e. Geſ. im Erzgeb. Th. III. an mit weli S. 207. und 210. 927 , ſdhnit B b2 7) Darf geiſtch en gauft, bey der Bereitung des Sal⸗ der Bereitung der eiſenhaltigen 2 miakgeiſtes mit Kalch, aus der Salmiakblumen, zu erhaltenden haauhſſ Anziehung der fixen Luft deſſelben, Geiſtes? Man vergl. Phyſ. Ch. eſn, Anan an den ſeiner fixen Luft beraubten Th.II. Abth. I. 252 und 257. uinli Kalch, erklärt. Hat aber die A. d. U. Meyers Ch. verſ. erüin ne Mennige auch ſo viele fixe Luft S. 169. 174. Wiegleb kl. O min verlohren? Will doch Hales Abhandl. S. 93⸗9„6. A. d. U. 6 Idl maehr fixe Luft in der Mennige(268) Dieſes ruͤhrt von dem di etii als dem Bleye ſelbſt gefunden brennbaren Weſen des Thons her, ſiſte, Id haben, wiewol ſolches unwahr⸗ und werden daher die fettern tige 3 ſcheinlich ſſt. Und woher denn Thone mehr, als die recht ma⸗ n id thedionn' thed 1 dieſelben Eigenſchaften des, bey gern, reduciren. A. d. U. 388 Drey und zwanzigſtes Capitel. Fi dn es V 18 7) Darf man auch nicht mit Stillſch weigen uͤbergehen, de un daß die Mennige auch aus Silberglaͤtte und Bleyweiß trus Ufas bereitet werden kann„ wodurch man verſchiedene Ar⸗ 4 ten von Mennige erhaͤlt, wenn damit, wie vom Bley k ut gemeldet worden, verfahren wird.. 3 3 2„ 1 2 2 1 4 5 — 3) Haͤlt man das Bley, bey einem etwas ſtaͤrkern iy dimſenz Feuer lange im Fluß, ſo verraucht ein Theil deſſelben, und X —=— — — — 4*,— das uͤbrige wird erſt zueiner grauen Aſche verkalcht(S. n. 1.), die darnach zu einer zaͤhen, halbverglaſeten, weiſſen oder gelb⸗ lichten glaͤnzenden Maſſe verwandelt wird, welche inwendig 9 do etwas blaͤttricht oder ſchlackicht ausſieht, und Silberglaͤt⸗ ſin iit te, Glaͤtte, Lithargyrium, auch Spuma argenti genannt ade inſt . wird.(S. N. 2. Anm. 3. N. 5.) ihn ep 1. Anm. Dieſe Glaͤtte wird auf Silber⸗Huͤtten geſammlet, ſinß woher ſie auch den Namen Silber Glaͤtte erhalten hat. ZzI l Mſe Anſehung der Farbe iſt ſie entweder etwas gelbe, da ſſe lih, relt denn Gold⸗Glaͤtte, Lithargyrus auri, Chryfitis, genannt ict, w wird; oder bleicher, da ſie Silber⸗Glaͤtte, Lithargyrus et werden. argenti, Argyritis heißt. Aber dieſe, der Farbe nach, ver⸗ ſchiedene Arten ſind uͤbrigens im geringſten nicht von ein⸗ NAm. J8 ander unterſchieden, und enthalten weder Gold noch Sill ANuii ber, ſondern beſtehen aus Bleykalch und etwas Bleyglas, finn d die zuſammen gefloſſen ſind(S. N. 2. Anm. 3. N. 5.), wel⸗ ches bey einem ſtaͤrkern oder ſchwaͤchern Feuer geſchehen aun kann, wovon die hoͤhere oder bleichere Farbe abhaͤngt, wo⸗ de Ne zu auch vielleicht zuweilen ein, dem Bley⸗Erze oder einem im Keiſt andern Metall, beygemiſchter Antheil vom Kupfer etwas ſig aar beytragen kann. M c.ſſ g Thelen 2. Anm. Was die Eigenſchaften der Glaͤtte betrift, ſokommt öin ſie mit der Mennige in dem Bleykalch, ſowol in Anſehung der Auffoͤſungen und des Fluſſes, als der Reducirungen, uti uͤberein, woraus man auch ſieht, daß kein ſonderlicher Un⸗ f de terſchied zwiſchen denſelben zu finden ſey. zit 9 4) Treibt man geſchmolzenes Bley mit ſtarker Hitze in 38 offenen Gefaͤßen, oder ſogenannten Sublimir⸗Krucken, doch bfüden 11..„ ſo, daß die Luft frey hinzukommen kann, ſo geht es mehren⸗ nnd nan theils in weiſſen Daͤmpfen und gelblichen Blumen in die Hoͤ⸗ 9 aus — he, dte Gla⸗ 7 2 ſen üne und ge erſchiaen. wſevena etwas ſ deſſeben ¹ ach(n eiſſende dSien Axgenu ſ duttin gim ethattn ſt. as gabe, hrfüns gr itte, lit 3 r Faren d ſen nictu er Godut d detwas Sle i N) n Feur ſit arbe düfän y Etſe dalt vom gwira te betie lte ſowelni⸗ der Jaune fen ſednte 9. nitwiri nir Kntth dghten⸗ Jlunes 1) 1 Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 389 ¹ he, die etwas fir ſind, und nach Geoffroys Verſuchen etwas Arſenikaliſches enthalten ſollen.(S. die Hiſt. de! Ac. R. de Paris v. J. 1753. 5) Daß das Bley auf der Kapelle treibt, da es theils in Daͤmpfen verfliegt, theils von der Kapelle eingeſogen wird, iſt eine aus der Probierkunſt und Metallurgie bekante Sache.. 6) Daß das Bley durch eine ſtarke Hitze, in verſchloſ⸗ ſenen Gefäßen, vor ſich allein, ohne einigen Zuſatz verglaſet werden kann, iſt ſchon zuvor(N. 2. Anm. 3. N. 5.) ange⸗ fuͤhrt worden; hier wird nur dies hinzu zu ſetzen ſeyn, daß ſich das Bley eher, als irgend ein anderes Metall, und in einer Miſchung aus Sand und Kieſeln ſehr leicht verglaſen kaͤßt, welche Steinarten von dem Bleykalche und Glaſe ſehr leicht, und mit ſtarkem Aufſchaͤumen und Brauſen aufgeloͤ⸗ ſet werden.— Anm. Man mag zu dieſen Verglaſungen Bley, Bleykalch, Mennige oder Glatte nehmen, ſo erhaͤlt man gleichwol ſeinen Endzweck. Zum Bleyglaſe pflegt man gemeiniglich 2 Theile Glaͤtte oder Mennige gegen 1 Theil reinen Sand oder geſchlemm⸗ ten Kieſel zu nehmen, und ein wenig Salpeter oder Koch⸗ falz zuzuſetzen, wiewol es auch ohne Salpeter und Koch⸗ ſalz geſchehen kann; auch erhaͤlt man ſolches von gleichen Theilen Mennige oder Glaͤtte und Kieſek. Waͤhrend dem Schmelzen muß man dahin ſehen, daß das Bleyglas nicht durch den Tiegel dringe, welches allezeit geſchicht, wenn man es zu lange im Feuer haͤlt. In einer halben Stunde iſt das Glas fertig, und man findet dann auch die mehreſte Zeit beym Eroͤfnen des Tiegels einen Bleykoͤnig unter dem Glaſe. Der Zuſatz der Kieſel zur Glaͤtte geſchicht nicht in der Abſicht, daß die Verglaſung der Mennige oder Glaͤtte befoͤrdert werden moͤge, ſondern um dies Glas zu binden, und weniger ſchneidend und durchdringend zu machen, weil das aus bloßer Mennige oder Glaͤtte ohne Zuſatz berei⸗ tete Glas ſo durchdringend und ſchneidend iſt, daß es in B b 3 keinem 390 Drey und zwanzigſtes Capitel. keinem Gefaͤße, wenn es im Fluſſe ſteht, gehalten werden kann. 269) Durch das Bleyglas kann man alle Erd⸗ und Stein⸗ Arten ſehr leicht, auch alle uͤbrige metalliſche Kalche, auf⸗ loͤſen. 7) Schmilzt man das Bley oft, und haͤlt es jedesmal lange im Feuer, ſo wird es beynahe zur Haͤlfte in Silber ver⸗ wandelt. S. Pott's Litho mers El. Artis Docim.(270) §. dermaßen: (269) Man muß daher gute Tiegel hiezu nehmen, und bey Heßiſchen dahin ſehen, daß keine kleine Kießflecken darinn ſtecken, als auf welchen Stellen das Bley⸗ gkas am leichteſten durchdringet. Auch muß man den Tiegel durch einen naſſen Leim, z. B. aus Thon und Aſche verwahren. Den⸗ noch haͤlt ein aus Thon und Sand zuſamengeſetzter Tiegel das Bley⸗ glas nicht lange im Fluſſe. Am laͤngſten haͤlt es ſich noch in Tie⸗ geln, die aus reinem Speckſtein gedrehet ſind. Vom Bleyglaſe ſoll man, wenn es lange im Fluſſe gehalten wird, auch Silber er⸗ halten koͤnnen. Ob hiebey eine wuͤrkliche Verwandelung eines Theils des Bleyes in Silber, etwa nach der Lemeryſchen Theorie, durch den Beytritt des Feuerwe⸗ ſens, geſchehe, oder nur bey ei⸗ 6. Gegen die Mineralſaͤuren verhaͤlt ſich das Bley folgen⸗ 1) Von nem laͤngern Fluſſe, Silberthei⸗ le, die bisher noch nicht ausge⸗ ſchieden worden ſind, niederſin⸗ ken, iſt noch nicht ausgemacht. Das mit einer Kieſelerde ver⸗ ſetzte Bleyglas iſt zur Ueberzie⸗ hung irdener Gefaͤße gebraͤuch⸗ lich, und die gewohnliche durch⸗ ſichtige Glaſur der Topfer, die geogn. Sortſetz. und Cra⸗ auch zu einer Art von weiſſem Steinzeuge, auch zur Ueberſe⸗ tzung ſehr weiſſer aber daher we⸗ niger glaͤnzender Zinnglaſuren gebraucht wird. A. d. U. (270) Auch hier iſt die Frage aufgeworfen worden, ob hier eine wahre Verwandelung oder nur eine Scheidung vor ſich gehe. Das erſte ſcheinet doch wahr⸗ ſcheinlicher, und durch den rei⸗ chern Silbergehalt der oft geröͤ⸗ ſteten Bleyglanze bekraͤftiget zu werden. A. d. U. An i 1 83 tzut nnck 1 dhit fuis ſidn, 5 man innn gt tacteleber Paſt, und im Aiuſt Aum. t Kagfa walchen n Leuaente weß. ſ das Acf 2 8 einm Ang Süheddevon dunt wid ſclägr ich ſſtdi An ht als, lun endieten d dif m viſſein de hö ſe ime ſeezät mn ſche Enſſa Numbi, ge cmac habe lläſe ſin, en Marrie duffen„und chn) Eiy 1 chaltane erd. und de Jalt ditts ae tein Eit ſet. ud, des Voji M Fluſſe, Lle t voch nitt den ſud, nh. nicht nume einer Keſte as iſtzu li Geſii git egewiſuiten ur de dhf er At un n auch ur l eiſer Vr urr ender gunl id Adl uch hir ſtheh worden hre wandehmn ung u ſchenn ua and dat rgezat w danze bf d. 9 Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt c. 391 1) Von der Vitriolſaͤure wird es nicht leicht aufgeloͤſet; thut man aber 2 Theile, oder noch mehr Vitrioloͤl, zu einem Theile gekoͤrnt Bley, und laͤßt es in einem Scheidekolben ſieden, bis die Materie auf dem Boden trocken wird, und man einen weiſſen Dampf aufſteigen ſieht, und gießt auf dies trockene Ueberbleibſel, nachdem es kalt geworden iſt, etwas Waſſer, und laͤßt es wieder ſieden, ſo erhaͤlt man etwas Bley im Vitriolſauren aufgeloͤſet. S. Kunckels Lab. Ckem. Anm. Solchergeſtalt findet man, daß das Bley, wie das Kupfer, im Vitriolſauren aufgeloͤſet werde. Der Kalch, welchen man aus einer ſolchen Aufloͤſung mit fluͤchtigem Laugenſalz oder Harngeiſt niederſchlaͤgt, iſt ganz zart und weiß. Uebrigens verhaͤlt ſich das Bley im Vitriolole, wie das Queckſilber. S. Cap. 14.§. 12. 2) Vem Salpetergeiſt wird das Bley vollkommen mit einem Brauſen aufgeloͤſet, wenigſtens, wenn man gefaͤlltes Scheidewaſſer dazu nimt, das auch mit reinem Waſſer ver⸗ duͤnnt wird. Iſt das Scheidewaſſer nicht gefaͤllt worden, ſo ſchlaͤgt ſich nach einiger Zeit der Bleykalch von ſelbſt nieder. Iſt die Aufloſung geſattigt, ſo ſieht ſie dick und etwas grau⸗ licht aus, und kann ein verduͤnntes Scheidewaſſer beynahe den vierten Theil ſeines Gewichts vom Bley aufloͤſen. Laͤßt man eine wohlgeſaͤttigte Aufloͤſung im Scheide⸗ waſſer in der Kaͤlte ſtehen, oder eine ſchwaͤchere abrauchen, bis ſie eine Haut oben auf ſetzt, und ſetzt ſie dann in die Kaͤlte, ſo erhaͤlt man pyramidaliſche, regelmaͤßige, vierſeitige, gelb⸗ liche Cryſtallen, die Bleyſalz,(271) Sal Saturni; oder Sal plambi, genennet werden, einen ſuͤßlichten etwas herben Ge⸗ ſchmack haben, ſehr ſchwer wiegen, ſchwer im Waſſer auf⸗ zuloͤſen ſind, an der Luft nicht zerfließen, mit einer brennba⸗ ren Materie nicht, wohl aber vor ſich allein, im Feuer ver⸗ puffen, und dann nach allen Seiten um ſich werfen, weswe⸗ B b 4 gen (27¹) Eigentlich ſollte es Bley⸗Salveter genannt werden. A d. U. 392 Drey und zwanzigſtes Capitel. b gen man dieſe Cryſtallen nicht voͤllig trocknen darf; ſie wer⸗ den deswegen auch Knallbley, Saturnus fulminans, Plum- bum fulminans, genannt, das man auch erhaͤlt, wenn die Aufloͤſung des Bleyes, ohne ſie anſchießen zu laſſen, blos eingedickt wird, welches Eindicken aber mit Vorſicht ange⸗ ſtellt werden muß. Reibt man die gedachten Bleycryſtallen aber zu einem Pulver, ſo ſchmelzen ſie im Feuer. Aaͤßt man die Bleyaufloͤſung abrauchen, und behandelt ſie, wie das Queckſilber bey der Verfertigung des rothen Praͤcipitats, ſo erhaͤlt man keinen rothen Praͤcipitat, ſondern zuletzt, bey ſtarkem Feuer, ein gelbliches Glas. Die Mutterlauge des Bleyſalzes, welche dick iſt und ſich nicht zum Anſchießen brin⸗ gen laͤßt, nennt man Bley⸗Gel, Oleum Saturni. Wird das Bleyſalz in friſchem Scheidewaſſer aufgeloͤſet, und die Aufloͤſung wieder eingedickt, ſo erhaͤlt man gleichfalls ein dickes Gemenge, das ſich ſchwerlich verdicken laͤßt, nach und nach aber figirt wird, ſo daß es im Feuer, wie Wachs, fließt, und auch Bley Oel genannt wird, welches ſich von dem vor⸗ hergehenden nicht viel weiter unterſcheidet, als daß es mehr Saͤure enthaͤlt, und ſich daher auch nicht ſo leicht verdicken laͤßt. 1. Anm. Waͤhrend, daß das Bley im Scheidewaſſer aufge⸗ loͤſet wird, ſetzt ſich allemal eine weiſſe Rinde um das Bley, welche die Aufloͤſung behindert, weswegen es nothig iſt, daß man dem Aufloͤſen mit einigem Schuͤtteln und ſtarkem Sieden, 5 oder 6 Stunden lang, zu Huͤlfe komme, um eine geſaͤttigte Aufloͤſung zu erhalten. 2. Anm. Laͤßt man die geſaͤttigte Bleyaufloͤſung in der Waͤr⸗ amae ſtehen, ſo ſchlaͤgt ſich nach einiger Zeit von ſelbſt ein graues Pulver nieder. Gießt man darnach die oben ſte⸗ hende weißlichte Aufloͤſung eben ab, und laͤßt ſie eine Zeit⸗ lang ſtehn, ſo ſchlaͤgt ſich ein weiſſes Pulver nieder, wor⸗ auf die Bleyaufloͤſung klar und gelb, wie eine Goldauflo⸗ ſung wird. Was dieſe Niederſchlaͤge betrift, ſo hat Große(272) in den Mem. de tAcad, de Parls, bemerkt: 4 A. Daß ————ÿ—ñ—’—:—ꝛ⏑ꝛ— — 3, Wm und ihi ſo ſtz ) A. bert Erl. ep. ue 1 1 1 — Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 393 d. 5* d ſer A. Daß das graue Pulver, oder Niederſchlag, wenn man mand, es mit einem Vergroͤßerungs⸗Glaſe betrachtet, theils olt, dn kleine Cryſtallen, die ein Bleyſalz ſind, theils eine za laſen, weiſſe, metalliſche, kalchichte Materie, theils ein graues Pericte queckſilberichtes Pulver, in welchem man reine Queck⸗ Iait ſilber⸗Kuͤgelchen wahrnimt, theils kleine Bley⸗ oͤrner Vagſe zeigt. Reibt man dieſen grauen Niederſchlag gegen 8 ne.(ißn Gold, ſo faͤrbet er ſolches weiß, wie Queckſilber; auch t ſe, ue verquickt er das Bley, wenn man ihm mit Hitze und Prrepi Reiben zu Huͤlfe kommt. Hieraus ſiehet man, daß in altt in dieſem Niederſchlag reines Queckſilber ſtecke, wes⸗ M ihe wegen es auch Preæcipitatum plumbi mercuriale Räntidim(queckſilberichter Bley⸗Miederſchlag) genannt Anſcſeßng wird. S. Macquer El. Cu. Pr. T. I. S. 315. ꝛc. Saturdi, N auch Cap. 14.§. 39. 2. a. gelöſt, w 8. Daß das weiſſe Pulver oder Niederſchlag, nichts an⸗ glätſtt, ders, als ein Bleykalch iſt, der im Schmelzfeuer theils Klüß, u vergkaſet, theils, wegen des zugleich in ihm befindli⸗ 4 Vt 1 chen Brennbaren reducirt wird. MAlſo,ſ ſch don dnn 3. Anm. Was die Aufloͤſung des Bleyes im Scheidewaſſer, als dier und ihre Faͤllung durch andere beygemiſchte Zuſaͤtze betrift, 6 lättent ſo iſt zu merken, daß ſie gefaͤllet wird 1) Von reinem Waſſer(273), wodurch die Aufloͤſung zeimift verduͤnnet wird, und ein weiſſer Bleykalch niederfaͤllt. de ae 2) Vom hoͤchſt rectificirten Weingeiſt, wodurch das Auf⸗ en 6 u loſungsmittel verſuͤßt wird, und das Bley in metalli⸗ tteln mitt ſcher Geſtalt niederfaͤllt. dulfe un 3) Mit fixem und fluͤchtigem Laugenſalz, wodurch die Aufloͤſung verdickt wird, aber ohne damit zu brauſen, dinn is Bb; horis Zatt rſtit rnach wec plas 2) Kreheene⸗ kür le(273) Nach dem Hrn. Bau⸗ laßt ſen omb. v. Jahr 1733. Herr 7, e re,.S. . Baume widerſpricht dem aber, me(rl. r p. Ch. T ll 8 ˖e eit behe⸗ und will auch nicht eine Spur 586.) gehet dieſes mit reinem vom Queckſilber darinn enthal⸗ deſtillirten Waſſer nicht an, und 6 ten, ſondern es nur vor ein haalb einem Waſſer erhaͤlt man hat Ounß zerfreſſenes Bley gehalten, wiſſen. mit gememen Bu ſer ery (ærl. Exp. Ch. Th. II. S. 582.) nur einen Bley⸗Vitriol. A. d. U. u A. d. U. b Drey und zwanzigſtes Capitel. woraus man ſieht, daß die Saͤure zerſtoͤrt worden iſt, d welches auch der ſuͤßlichte Geſchmack zu erkennen giebt; weswegen es auch kein Wunder iſt, daß die Bleyaufloͤ⸗ ſung den Violenſyrup gruͤn faͤrbt. 8 Der Brey, welchen man durch die Faͤllung mit ei⸗ nem harnichten Geiſt erhaͤlt, verpuffet im Feuer, wenn er bey ſtarker Hitze getrocknet wird. 4) Vom Vitriol, da man einen vitrioliſchen Bley⸗Nieder⸗ ſchlag erhaͤlt, der Bley⸗Ditriol, vitriolum plumbi genannt wird. 5) Vom vitrioliſirten Weinſtein, wie auch vom Wun⸗ derſalze. 6) Vom Alaun und Borax. S. die Cap. vom Alaun und Borax. 7) Vom Salpeter. 8) Vom Kochſalz. Durch die Faͤllung mit dieſem Salze, oder mit Salzgeiſt erhaͤlt man einen weiſſen Nieder⸗ ſchlag, der Hornbley, Plumbum cornuum oder da- turnus cornuns genannt wird, weil er dem Hornſilber in etwas gleichet. Wenn dieſes Hornbley gehoͤrig bereitet worden iſt, welches auf eben die Art, wie beym Hornſilber ge⸗ ſchicht, wovon im folgenden Cap. 25.§. 4. gehandelt werden ſoll, ſo hat es folgende Eigenſchaften: a) Im offenen Feuer iſt es fluͤchtig, im verſchloſſe⸗ nen aber dringt es durch die Gefaͤße; vorher fließt es doch leicht, wird ganz klar, und nimt, wenn man es nach dem Schmelzen kalt werden laͤßt, eine hornichte Geſtalt an. b) Durch ſtarkes Sieden wird es zum Theil im Waſ⸗ ſer aufgeloͤſet, und ſchießt nach dem Durchſeihen und Abduͤnſten in Cryſtallen an, die einen ſuͤſſen zuſammenziehenden Geſchmack haben. e) Auch vom Salzgeiſt wird es bey ſtarkem Sieden aufgeloͤſet, und ſchießt nachher in kleine laͤnglichte Cryſtallen an, die auf gluͤhenden Kohlen mit ei⸗ nem ſtarken Dampf verrauchen und verſchwinden. cdh) Im — —˖QO⏑—:—— nrde n — —SG MV— — 1 V af, mch kiine omn ſtſe aom doh mi. baſſt, nitd, dug⸗ Güähaen 1Anng Unnſ N 2. Ang elne 4. cthal voch 4 dn, 3 — 699 8 1 Nennßg i nber Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 395 ört wai d) Im Efigg ſchlaͤgt ſich dieſes Hornbley, als ein dns weiſſes Pulver, nieder. n e) Wenn es mit Zinnober oder Salmiak einige male Fällun ſublimirt wird, ſo erhaͤlt es eine Goldfarbe. nant †) Mit Kochſalz gemiſcht, dann mit Thon gemengt, 11 und aus einer ſtarken Retorte deſtillirt, giebt es de etwas Geiſt, und einigen Sublimat; miſcht man he de dieſe beyde Produkte wieder zuſammen, und de⸗ iriclim ſtillirt ſie von neuem bis zur rockenheit, ſo kann man aus dem uͤbergegangenen Geiſte, durch Wein⸗ nuch im ſteinſalz, etwas Queckſilber niederſchlagen, das in gedachtem Geiſte enthalten geweſen iſt. S. Stahls Chem Rut. Wie man aus dem Hornbley Cay wn auf eine andere Art Queckſilber erhalten kann, iſt ſchon angefuͤhrt worden, Cap. 14§. 39. N. 2. a. 9) Schmilzt man das Hornbley mit einem Zuſatz nit diſeme von Fett und Laugenſalz, ſo wird das Bley dar⸗ n weſſa d aus reducirt. Ldann 3) Die Salzſaͤure loͤſet durch Kochen wenig vom Bley auf, und giebt eine weißliche Aufloͤſung, zum Beweiſe, daß 4 keine vollkommene Aufloͤſung vor ſich gegangen ſey. So loͤ⸗ eretttune ſet ſie auch vom Bleykalche und Bleyglaſe wenig auf(274), õn Monni doch mit dem Unterſcheide, daß ſie mit denſelben gleichſam ſſahn brauſet, und das Bleyglas weiß und wie ein Salz ausſehend 1.Aun wird, das darnach im Feuer ſo fluͤchtig iſt, daß es bey einer derun Gluͤhhitze beynahe ganz und gar verraucht. und un, 1. Anm. Zieht man Salzgeiſt uͤber gekoͤrnt Bley durch Oeſtil⸗ falt wadel lre ab, ſo erhaͤlt man Hornbley.(S. N. 2. 3. Anm. N. 8.).. Pün 2. Anm. Mit Bley⸗Erzen brauſet der Salzgeiſt, und giebt zm g eine gelbe Auffoſung. Deſtillirt man dieſe Aufloͤſung, ſo dan da erhaͤlt man einen gelben Geiſt, der nunmehr weder Gold , Rnce noch Silber aufloͤſet. Laͤßt man die Aufloſung etwas ſie⸗ habn 3 den, ſo verliert ſie ihre gelbe Farbe, und wird weiß. e ferime iſch n ti 4) Miſhr 1 den Keſn(274) Daß der Salzgeiſt wol ſcher Geſtalt, aufloͤſe, meldet der und vesſee die Mennige und das Bleyweiß, Graf von Saluces. S. Min. „ nicht aber das Bley in metalli⸗ Beluſt. Th. V. S. 34. A. d. k. 7 396 D Drey und zwanzigſtes Capitetett. 9) Miſcht man gekoͤrnt Bley mit aͤßendem Queckſiber⸗ Sublimat und deſtillirt es, ſo geht das Queckſilber lebendig uͤber, und das Ueberbleibſel in der Retorte iſt ein Hornbley. 5) Im Koͤnigswaſſer loͤſet ſich das Bley beſſer, als im Salzgeiſt auf, doch wird die Aufloͤſung etwas dick und weißlicht. Zieht man das Koͤnigswaſſer aber uͤber Bley oder Bleykalch ab, ſo geht die Aufloͤſung ſtaͤrker vor ſich. Anm. Daß der Salzgeiſt und das Konigswaſſer das Bley nicht wohl und vollkommen auſtoͤſen, wofern man ſie nicht uͤber Bley oder Bleykalch abzieht, ſolches kommt daher, daß zu dieſer Aufloͤſung, wie beym Queckſilber, eine Zer⸗ trennung dieſer Saͤuren zu durchdringenden Daͤmpfen er⸗ fordert wird, ehe ſie ihre Wuͤrkung leiſten koͤnnen. §. 7. Nun muͤſſen wir das Verhalten des Bleyes gegen die Gewaͤchsſaͤuren betrachten, und zwar 1) gegen den Eßig, wovon folgendes zu merken iſt: A. Vom deſtillirten Eßig wird das Bley nicht leicht aufgeloͤſet, ſondern eher zerfreſſen, dochloͤſet ſich wol ein Theil davon auf, wenn man ihm mit ſtarkem Digeriren, gelinde Sieden und Schuͤtteln, einige Stunden hindurch zu Huͤlfe koͤmmt, da man dann findet, daß ſich von einem Quentchen Bley kaum ein Scrupel in zwo Pfund Eßig aufloͤſen laͤßt. Beſſer geht dieſe Aufloͤſung von ſtatten, wenn man Mennige anſtatt des Bleyes nimt, als wovon ſich ein Quentchen in einem Pfunde deſtillirten Eßigs aufloͤſen laͤßt; noch beſſer aber mit gepuͤlverter Glaͤtte, von welcher ſich ein Quentchen in einem halben Pfunde deſtillirten Weineßig auf⸗ loͤſet, weswegen man auch gemeiniglich Glaͤtte hierzu nimt. Alle dieſe Aufloͤſungen, ſie moͤgen mit Bley, Mennige oder Glaͤtte gemacht worden ſeyn, werden Bley⸗Eßig, Acetum plumbi, genannt, beſonders, wenn man die Auflo⸗ ſung eben abgießt, durchſeihet und das Waͤſſerichte ahee hen b rn 308 hen ſcßt 8 k.&h Iun.,2 mmaff Unmac An units faitis git 4 heſe Anns aldanp. bennahedee 3 G wid, aufſ dm Edeßf nen helrg gugſen hi Snndtnpen fiß ind wi lſtt, ud einen Jep thenden. deda enen ee Jlewwiß dih dſcn 2 einit wid dann Je. 1. Anm. leuem. ren we E) 2. nſinz n le Krtrac b diſ nineralis g ud Brandn — n utht ſiber ae n Horn ley beſt etwas din ibe di drſich naſir den fern mon ſen es ionmd käber, a den dinſe könnan. Iloes g merkniſt Beey nitt ſch wi and igerien, induch uc einen Autt auftſs ten, ven weren ſt gs aftint nec ſt en Ventih teſirunn Ah l aſſerl fe A t 4 Vom Bley, Bleygelb/ Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 397 chen laͤßt, bis die Aufloͤſung eine dickere Conſiſtenz erhalten hat.(75) b Anm. Damit dieſe Aufloͤſungen gut gerathen moͤgen, thut man am beſten, daß man etwas Eßig, beſonders auf Bley, Mennige oder Glaͤtte gießt, und ſolches bey fleißigem Schuͤt⸗ teln und Umruͤhren ſieden laͤßt, dann die fluͤßige Aufloͤſung abgießt, und friſchen Eßig auf den zuruͤckgebliebenen Theil gießt, und damit eben ſo verfaͤhrt. Hernach gießt man dieſe Aufloͤſungen zuſammen, ſeihet ſie durch, und laͤßt ſie abdampfen, bis ſie die gehoͤrige Staͤrke und Conſiſtenz, die beynahe, wie ein Oel ſeyn muß, erhalten haben. B. Der Dampf, welcher vom Eßig, wenn er deſtillirt wird, aufſteiget, zerfrißt das Bley, und loͤſet es auf. Zu dem Ende befeſtiget man duͤnn⸗geſchlagene Bleyplatten in ei⸗ nem Helm, ſetzt ſolche auf einen Kolben, worinn man Eßig gegoſſen hat, und deſtillirt es mit gelinder Hitze aus einer Sandkapelle. Der uͤbergehende Eßig iſt dick und weißlicht, fuͤß und widerlich von Geſchmack, enthaͤlt etwas Bley aufge⸗ loͤſet, und giebt, wenn man das Waͤſſerichte abdampfen laͤßt, einen Bleyeßig von eben der Beſchaffenheit, wie die vorher⸗ gehenden. 8 Die Bleyplatten findet man denn ganz weiß, und mit einem Bleykalch uͤberzogen, der, wenn man ihn abſchabt, Bleyweiß, Ceruſla, genannt wird, und ein weiſſer, bey⸗ nahe unſchmackhafter Kalch iſt, der, wenn er im Feuer cal⸗ cinirt wird, wie das Bley, eine gelbe Farbe erhaͤlt, und dann Bleygelb, Ceruſla flava, genannt wird. 1. Anm. Die hierzu gebrauchten Bleyplatten koͤnnen von neuem wieder eingeſetzt, und, wie vorher, damit verfah⸗ ren werden. 8 2. Anm. (275) So zu einer dicklichen S. Deſſen Chirurg,. werke. Conſiſtenz eingedickt, giebt er den Zwote Aufl. Luͤb. 1772. 8.„In Bley⸗Extract des Hrn. Gou⸗ den Apotheken iſt die Auflöſung lards, Deſſen Liquor vegeto- der Glaͤtte in Eßig, unter dem mineralis aus dieſem Extract Namen Acetum lithargyrii lan⸗ und Brandwein bereitet wird. ge bekant. A. d. U. 4 398 Drey und zwanzigſtes Capitel. 2.Anm. Das reinſte Bleyweiß, welches ſchiefericht iſt, wird Schhieferweiß, Album ſciſſile, oder Ceruſſa in Tabulis genannt... 233. Anm. Man ſieht hieraus auch, wie leicht das Bley, und bleyerne Gefaͤße an der Luft zerfreſſen werden. C. Wenn man mit dem Bleyweiß(B) ſo verfahrt, wie vom Bley, Mennige und Glaͤtte gemeldet worden(A), nemlich, daß man es in 5 oder 6 mal ſo viel deſtillirten ſtar⸗ kem Eßig durch ein gelindes Kochen und Schuͤtteln von eini⸗ gen Stunden aufloͤſet, die Aufloͤſung kalt werden laͤßt, das obenſtehende Klare abgießt und durchſeihet, und zu dem uͤber⸗ gebliebenen noch unaufgeloͤſeten Bleyweiß mehrern Eßig gießt, und eben ſo damit verfaͤhrt, bis das Bleyweiß mehrentheils oder voͤllig aufgeloͤſet iſt, dann dieſe abgegoſſene und durch⸗ geſeihete Aufloͤſungen zuſammen gießt, und, um das viele Waͤſſerichte abzuſcheiden, bis zur gehoͤrigen Staͤrke und Con⸗ ſiſtenz eines Oels abrauchen laͤßt, ſo hat man auch einen Bleyeßig, Acetum plambi, von eben der Beſchaffenheit, wie das vorige(A) war. 3 1. Anm. Da das kaufbare Bleyweiß gemeiniglich mit Kreide vermiſcht iſt, ſo thut man am beſten, wenn man zum Bley⸗ Eßig und den uͤbrigen Bley⸗Praͤparaten entweder Schiefer⸗ weiß oder Mennige oder Glaͤtte nimt. 2.Anm. Wenn man zu einem eingedickten Bleyeßig(A. B. oder C.) friſchen deſtillirten Eßig thut, es von neuem kocht, und wieder eindickt, ſo erhaͤlt man eine olichte fette Aufleͤ⸗ ſung, die auch Bleyôol, Oleum Saturni, genannt, und um ſo viel fetter, dicker und ſchwer zu verdicken wird, je oͤfter gedachtes Zuſchlagen und Eindicken(§. 6. N. 2. 5te Anm.) wiederholet wird; wenn man die Aufloͤſung aber mit Weineßig verrichtet, und dann zu einer dicken Con⸗ ſiſtenz, jedoch mit der Vorſicht eindickt, daß ſie nicht an⸗ brennet, ſo wird ſie Bley⸗Zonig, Mellago plumbi ge⸗ nannt, der an der euft etwas fluͤßig wird, und dann gleich⸗ falls Bleyol heißt. 3. Anm. Wenn man zu dem bereiteten Bleyeßig(A. B. oder C.) zerfloſſenes Weinſteinöl tropfenweiſe zugießt, ſo faͤllt emn — dn 8. nmE n fäcte 4 Pm ſt ſoſti ſim, Itre „ Am. 6 Piſer nden d herauäft dem,3 vins er. Firorisft⸗ 1 Venee Derbenen an gehärige Cami ſache zigt Dt ſüler it klnen h ind lct esn hen voch meſü rihn, al d5 ih 1 d Sanni, E duni, gau Anm. Ne ten, t theils alf Trocken ſet m. ader Eidice iſt in ewa ne erſote, d dienſſte * dict ſ d das Ia n. )'6 daie t wode detllnn, üt un Aden dt., ind zdend renig iß mäer. ſene unde h, un diu Stärewh nan accha Beſbrſet ſnigich wice n man unde ztwederoth Blotig vonnamit lichte ſttenn i, genannt,u erdicn d mG4 K1 te Apftſrgät einer dän daß ſe ntee llago pumi und omnäth rig an zugzeßt il 1 Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 309 ein weiſſer Niederſchlag nieden, der ausgeſuͤßt Magiſterium Saturni genannt wird. Eben dies erhaͤlt man auch mit . fluͤchtigem Laugenſalze.. 4. Anm. Wenn man Bleyoͤl(1. Anm.) mit Roſenoͤl miſcht, ſo erhaͤlt man den ſogenannten chemiſchen weiſſen Bal⸗ ſam, Balſamum album chemicorum. 5. Anm. Wenn man Bleyeßig mit einem wohlriechenden Waſſer vermiſcht, ſo erhaͤlt die Miſchung eine weiſſe Farbe, indem das Waſſer die Saͤure ſchwaͤcht, und der Bleykalch herausfaͤllt, weswegen ſie Bleymilch, Lac plumbi, auch, weil man ſie, um Flecken aus dem Angeſicht oder ander⸗ waͤrts wegzuſchaffen, gebraucht, Jungfern⸗Milch, Lac virginis, genannt wird. C. ldB. Wenn man Bleyeßig, nach welcher der(A. B. C.) an⸗ gegebenen Methoden er auch bereitet ſey, eindickt, bis er die gehoͤrige Conſiſtenz erreicht, und eine Haut auf ſeiner Ober⸗ flaͤche zeigt, und ihn dann zum Anſchießen an einen kalten Ort ſtellet, ſo erhaͤlt man am Boden eine weißgraue Maſſe, mit kleinen Cryſtallen; gießt man dann das obenſtehende ab, und laͤßt es von neuem abdampfen und anſchießen, ſo erhaͤlt man noch mehr ſolche kleine Cryſtallen; womit man ſo lange fortfaͤhrt, als ſich noch etwas zum Anſchießen bringen laͤßt. Das Salz, ſo man auf dieſe Art erhaͤlt, wird Bleyſalz, Sal Saturni, gemeiniglich aber Bleyzucker, Saccharum Sa- turni, genannt.. Anm. Dieſen Bleyzucker kann man auf zweyerley Art erhal⸗ ten, theils, wie ſchon gemeldet worden, durchs Anſchießen, theils auch durchs Eindicken, da man den Blepeßig bis zur Trockenheit eindickt. W èſet man den Bleyzucker, er ſey durchs Anſchießen oder Eindicken bereitet, in ſcharfen friſch deſtillirten Eßig, laͤßt ihn etwas in Ruhe ſtehen, damit ſich eine Unreinigkeit niederſetze, dicket es dann bis zur Setzung einer Haut oder zur Conſiſtenz eines Oels ein, und ſtellet es an einen kalten Ort; 400 Drey und zwanzigſtes Capitel. dem Zucker gleich ſehen, und auch mit Recht cryſtalliſir⸗ ter Bleyzucker, Saccharum Saturni cryſtalliſatum, ge⸗ nannt werden. 3 1. Anm. Um den Bleyzucker in groͤßeren Cryſtallen zu erhal⸗ ten, pflegen einige den deſtillirten Bleyeßig mit Salpeter⸗ geiſt, andere mit Salzgeiſt, oder auch mit Vitriolgeiſt zu ſchaͤrfen. 2. Anm. Vom Bleyzucker ſind folgende Eigenſchaften zu merken: 1) Hat er einen ſuͤßen, aber etwas herben Geſchmack, und gleicht, dem aͤußern Anſehen nach, dem Zucker. 2) Laͤßt er ſich in reinem Waſſer aufloͤſen, wird aber durch alle andere Aufloͤſungen und Kalcharten daraus zu ei⸗ nem weiſſen Kalch niedergeſchlagen, der ausgeſuͤßt ein Magiſterium plumbi iſt, wobey jedoch zu bemerken iſt, daß, wenn die Faͤllung mit Kochſalz oder Salzgeiſt verrichtet worden iſt, ſo wird der Niederſchlag ein Hornbley; bewuͤrkt man ſie aber mit einer Queckſil⸗ ber⸗Aufloͤfung, ſo wird der Niederſchlag und die Mi⸗ ſchung ſchwarz, wie auch mit einer Goldaufloͤſung. Wegen dieſer merklichen Faͤllung gebraucht man den Bleyzucker, um Waſſer zu unterſuchen, ob es rein oder nicht ſey. 3) Laͤßt man es in Terpenthinoͤl auf folgende Art zu einem „Balſam aufloͤſen: Man reibt Bleyzucker zu einem fei⸗ nen Pulver, erwaͤrmt es in einem glaͤſernen Kolben, gießt dann zmal ſo viel warmes Terpenthinöl dazu, und ſetzt den Kolben in Leinoͤl zum Sieden. 4) Wenn man die auf die vorher beſchriebene Weiſe erhal⸗ tene Cryſtallen von neuem wieder in ſcharfen Eßig auf⸗ loͤſet, die Aufloͤſung etwas ſtehen laͤßt, damit ſich das Unreine ſetze, dann abgießt und mit gelinder Waͤrme eindickt, und dieſes Aufloͤſen und Eindicken mehrere male wiederholt, ſo erhaͤlt man zuletzt eine feuerbeſtaͤn⸗ .“ 228 digere Materie, die leicht fließt, aber nicht dampft, 1 178 welche ſich, wenn ſie lange in gelinder Hitze behandelt, dann in ein kaltes Gefaß ausgegoſſen, und ſchnell ab⸗ gekuͤhlt wird, in kleine feine Baͤumchen verdickt, die wie Silber glaͤnzen. Setzt Ort; ſo erhaͤlt man dicke, ſchoͤne, und reine Cryſtallen, die = — (15) Nae air tfi ſos ein cnen „N. Jul. ’ exhib. NM unii et hauia 1 dl Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 401 Ct dle. 1 9 Setzt man dieſe Silber⸗Baͤumchens einer gelinden bale Hitze aus, ſo fließen ſie gleich; gießt man die geſchmol⸗ 3 atun, zene Materie in ein kaltes Gefaͤß aus, damit ſie ſich wieder verdicke, und wiederholt dieſes Schmelzen und nffaln Verdicken mehrere male, da man immer das Unreine, digne t welches ſich ausſcheidet, abſondert, haͤlt aber zuletzt und dit dieſe Materie bey gelinder Hitze etwas laͤnger im Fluſſe, ſaag— bis ſie eingedickt iſt; ſo erhalt man eine Maſſe, die wie Silber ausſieht. S. Boerh. Proc. CLXXIII. S. 397. Eonſei V Macquer E. Ch. Pr. T. II. S. 410. 5) Schmilzt man ihn bey ſchnellen und ſtarken Feuer, ſo herhn gſte verrauchen die Salzthetlchen zum Theil, und das Bley nah nzt wird zum Theil verglaſet, zum Theil reducirt. in, widahnd 6) Deſtillirt man Bleyzucker, ſo erhaͤlt man einen herbe ſartin dane ſchmeckenden entzuͤndlichen Geiſt, der in weiſſen Daͤm⸗ „der wi pfen uͤbergeht; wenigſtens kann man aus dem, was och ulatt uͤbergeht, durch die Rectiſicirung einen Geiſt erlangen, ſal ie ei dem Agricola(Comm. ad Popp.) eine beſondere Kraft 3 Nüari zur Ausziehung der Goldtinctur beylegt.(276) Mit ut ge ſtaͤrkerem Feuer erhaͤlt man ein gelbes, dickes, uͤbel⸗ ſäle un 1 riechendes, und endlich bey noch ſtaͤrkerer Hitze ein ge ade wohlriechendes rothes Oel; welche Oele zwar vom 15 1 Eßig herruͤhren, indeſſen doch etwas Bley enthalten, 9 rauttne beſonders das letztere, welches daher auch Bleyol, hen, dn Oleum plumbi genannt wird. S. Baſil. Valetin. S. 366. Treibt man das Oeſtilliren mit Heftigkeit, lgendelttae ſo bleibt ein Todtenkopf zuruͤck, der ſich an der freyen zucktr am ALuft von ſelbſt entzuͤndet, und ſolchergeſtalt einen Py⸗ wgläſena rophorus abgiebt; ſonſt kann er auch leicht wieder zu Terwatnu Bley reducirt werden. Von 24 Loth Bleyzucker erhaͤlt Siaön 3 man an geiſtigen und oͤlichten Fluͤßigkeiten 7 Loth, und 1, aus dem Ueberbleibſel 16 Loth Bley. rieben iſc mnſcherin Hieraus aßt, dmtn nit aind(226) Nach der Meynung ei⸗ Goett. 1772.§. 30. S. 43 in Endſkan niger Schriftſteller ſoll dieſer Geiſt welcher Probeſchrift man auch lezteme ende blos ein concentrirter Eßig ſeyn. uͤberhaupt uͤber die zur Arzeney aber nine S. Sr. Jur. Auo. ALsREchr gebraͤuchlichen Bleymittel vieles nder hit bh Diſſ. exhib. Medicauentorum Sa- geſamlet findet · A. d. U. ſin, und han tuxruin. et Sovialium Hiſt. et uſum.. b 1— nc dg Ce 402 Drey und zwanzigſtes Capitel. Hieraus ſieht man alſo, daß der Eßig ganz und gar veraͤndert, und von ſeiner ſauren Beſchaffenheit gleich⸗ ſam zu ſeiner vorigen alten Art, eines geiſtigen und olichten Weſens, zuruͤckgebracht worden iſt, das man in den Materialien findet, aus welchen der Eßig be⸗ reitet wird. 5. Anm. Wenn man den Bleyzucker in Roſenwaſſer aufloͤſet, und Vitriolgeiſt dazu gießt, ſo erhaͤlt man einen Nieder⸗ ſchlag, der Magifterium plumbi genannt wird, und von dem vorhergehenden(C. 2. Anm.) wenig oder gar nicht verſchieden iſt.— 4.Anm. Wegen der Suͤßigkeit, welche die Saͤuren vom Bleykalch, Bleyzucker oder andern Bley⸗Bereitungen er⸗ halten, iſt der verderbliche Unfug aufgekommen, daß man verdorbene Weine mit Bley oder einer Bereitung deſſelben verbeſſert, ob dies gleich keine Verbeſſerung, ſondern eine Verfaͤlſchung iſt. Da dieſes auf mancherley Art geſchehen kann, ſo halte ich die Beſchreibung derſelben fuͤr unnsͤthig; auch haben Macquer a. a. O., und andere mehr ſchon da⸗ von gehandelt. Die Kunſt, ſolche Verfaͤlſchung in den Weinen zu entdecken, beſteht darinn, daß man ſie 1) mit zerfloſſenem Weinſteinol probirt, wodurch der Bleykalch niedergeſchlagen wird; 2) mit dem Liquor vini probato- rius verſucht, der aus ungeloͤſchten Kalch und Operment bereitet wird, und ſchon an einem andern Ort beſchrieben worden iſt(277), welcher ſolche Weine ſchwarz faͤrbt, wel⸗ ches die ſicherſte und zuverlaͤßigſte Probe iſt.(278) 5. Anm. (277) S. Cap. 15.§. 19. N. 1. 1. Anm. und Phyſ. Chym. Th. II. Abth. I. 10. Anm. d. U. (278) Dieſe Verfaͤlſchung der Weine mit dem Bleye, wozu die Glaͤtte und der Bley⸗Zucker, als die aufloslichſten, am mehreſten genommen werden, iſt wegen der ſchaͤblichen Wuͤrkung des Bleyes auf den menſchlichen Koͤrper un⸗ ſtreitig hoͤchſtens zu verabſcheuen. Denn was auch einige Schrift⸗ ſteller, von welchen ich hier nut Hrn. Albrechtss angefuͤhrte Streitſchrift, und C. F. Huxk- DERTMARCkK Diſſ. de ſacchari faturni uſu interno falutari Lipſ. 1731. zum weitern Nachſchla⸗ gen anfuͤhren will, von dem gu⸗ ten Erfolge behutſam innerlich gebrauchter Bleymittel anfuhren, ſo iſt die Schaͤdlichkeit deſſelben in einer irgends betraͤchtlichen Menge 3 uun 4 Art nor nt n 6. Anm. 3 fet gi 6 * 1 Amu vt 4 iln, N) tar Girmi ucte Dedn uui deürf: Jazwe unte m güͤtenkages loll vonpiu hart genug, t Henckel dal 0. KRhek u. idonum, Frül dE HAENLK an, Hae ſamb. Magl Ps. im Alei Äh TH. PekI ep un tie buiſid Ins nfhhr wid. Dechg den Vefiſ di Geſundhät niclig di kam ſier ei 1 Liße des Ble ſrampfenden relaßt; indeſe danen flinen Alltſeten de üi, und dal Nitl desal ni probator awenden ſe tel. ſigana hafenher ds geſtgn den ſſ Rer chn dat ſendaſtr a wan einen n nt wird, u aig oder gnn die Eiunag iy⸗Derannn kommen,din Teratmglüt rung, ſerdene erley t g elben fir unt dere mehr te Gerfälſhun daß wanſt urch der de Tquot vnina aich und der eern Dtt hiten ſchwer ſi e iſt.En) 9 auch iide welchn ihſt rechts unt t, un Oi ex Dil ku utenn /iin weimn dit en wil, un we e begutin d Seennitluin Stliht n e ban rgend Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 403 5. Anm. Ob der Bleyzucker gleich durchgaͤngig auf gedachte Art mit Eßig bereitet wird, ſo kann man ihn doch auch mit andern Gewaͤchs⸗ und Thieriſchen Saͤuren bereiten. 6. Anm. Daß die Saͤure durch das Bley abgeſtumpft wird, erſiehet man daraus, daß ſowol die Aufloͤſung des Bley⸗ zuckers als der Glaͤtt⸗Eßig den Violenſyrup gruͤn faͤrben. 1 Menge doch, aus den traurigen Zufäaͤllen, die vom Genuſſe bley— ichter Getranke, und von einge⸗ ſchluckten Bleyduͤnſten mehr wie zu viel beobachtet ſind, und die Aerzte unter dem Namen der Zuͤttenkatze, der Bleycolik, und Colik von Poitou kennen, offen⸗ bar genug, von welchen ſchon Henckel de colica faturnina, C. SrRACk Obſ. med. de colica Pittonun. Frf. et Lipf. 1772. 8. DE HAEN Difſ. de colica Picto- num, Hagæ 174 F. S§. die im Zamb. Mag. B. XIV. S. 191⸗ 198. im Auszuge zu finden iſt, und TH. PERCIVAL Obſ. and exp. on the Poiſon of Lead, Lond. 1774. anzufuhren zureichend ſeyn wird. chen Verfaͤlſchung iſt daher fuͤr die Geſundheit der Menſchen ſehr wichtig. Schon der Geſchmack kann hier etwas lehren, da das Suͤße des Bleyzuckers doch einen ſchrumpfenden Nachſchmack hin⸗ terlaßt; indeſſen wuͤrde dies bey einem kleinen Antheile von auf⸗ geloͤſetem Bley ſchwerlich zurei⸗ chen, und daher gegenwuͤrkende Mittel, desgleichen der Liquor vini probatorius iſt, am beſten anzuwenden ſeyn. Hiebey beru⸗ Die Entdeckung einer ſol⸗ Cc 2§. 9. het der ganze Erfolg darauf, daß der Schwefel ſich mit dem Bley leicht vereinigt und ſolches dann ſchwaͤrzlich faͤrbt. Es iſt alſo ei⸗ nerley, ob man den Liquorem probatorium, der eine Aufloͤ⸗ ſung des Schwefels aus dem Operment, durch das Cauſticum des Kalchs, iſt, oder den Spiri- tum fumantem Beguini, der eine Aufloſung des Schwefels in, mit Kalch geſchaͤrftem, fluͤchtigen Laugenſalze iſt, oder eine gewoͤhn⸗ liche Schwefelleber nimt, wenn nur der Schwefel durch Aufloͤſun⸗ gen ſo vertheilt iſt, daß er ſich leicht mit dem, in den zu verſu⸗ chenden Fluͤßigkeiten aufgeloſeten, Bley vereinigen kann. Man kann uͤber dieſe und andere Unter⸗ ſuchungen verfaͤlſchter Weine fol⸗ gende Schriften nachſehen: Mo⸗ dels kl. Schriften, Petersburg, 1773. 8. Anhang zur erſten Abh⸗ S. 18⸗26. wo auch eine Anwen⸗ dung auf die Unterſuchung der, in ſchlecht glaſurten Topfen auf⸗ bewahrten und davon bleyhalti⸗ gen, Butter gemacht wird. Jo. ZELLERI Diſſ docimahia, figna, cauſfœæ et noxa vini litharg=νο man- goniſati, Altork 721. 4. Hr. D. Saubius Anzeigung eines Mittels, Drey und zwanzigſtes Eapitel. 404 §. 9. Kocht man gefeiltes Bley, Mennige, Silberglaͤtte oder einen andern Bleykalch mit im Waſſer aufgeloͤſeten Wein⸗ ſtein, ſo erhaͤlt die Aufloͤſung auch einen ſuͤßen Geſchmack. Deſtillirt man dieſe Aufloͤſung, ſo erhaͤlt man eine waͤſſerichte Fluͤßigkeit, einen Geiſt, ein Oel und einen Sublimat, der an der Luft zerfließt, und folglich ein verfluͤchtigtes Weinſtein⸗ ſalz eingemiſcht enthalten muß. In der Retorte bleibt etwas reducirtes Bley am Boden zuruͤck. 3 1. Anm. Will man mit dieſer Weinſtein⸗Aufloſung einen Bleyzucker bereiten, ſo moͤchte dies vielleicht am beſten von ſtatten gehen, wenn man, wie(Cap. 21.§. 8. N. 2.) vom Eiſen gemeldet worden, damit verfuͤhre. 2. Anm. Auf eben die Art, wie das Bley vom Weinſtein aufgeloſet wird, laͤßt es ſich auch in andern Saͤuren des Thier⸗ und Gewaͤchsreichs aufloͤſen, wenigſtens zum Theil ausziehen, welches auch mit dem Rheinwein angeht. 6. 10. Wenn man Bleyſalz(§. 6. N. 2. 4. Anm.) oder Bley⸗ zucker(§. 7. N. 1.) oder einen anderen in gedachten Saͤuren aufgeloͤſeten und daraus wieder niedergeſchlagenen Bleykalch, Mittels, wodurch man die ſchaͤd⸗ liche Vermiſchung der Weine, mit bleyiſchen Sachen, gewiß genug entdecken kann, aus den Verhaudl. der Hollaadſchen Maatſch. der I. D. I. S. 112. uͤberſ. im Zamb. Magaz. B. XVI. S. 500⸗510. und Abhandlungen— aus den Schriften der Zarlemmer und anderer hollaͤndiſchen Geſell⸗ ſchaften, B. I. Leipz. 1775. S. S. 26⸗37. wo auch die Verfaͤl⸗ ſchung der Butter mit Bley er⸗ waͤhnt wird. Methode, die Wei⸗ ne zu unterſuchen, in Samml. ſehr brauchbarer Abhandl. aus des Zrn. Abt Rozier Beob. uͤber die Natur und Runſt, B. l. Leipz. 1775. 8. S. 83⸗§8. und die vom Hrn. Baume aufge⸗ ſetzte Abhandl. von den, durch die Herren Morat, la Planche⸗, Baume und Cadet mit eini⸗ gen verdaͤchtigen Weinen ange⸗ ſtellten Verſuchen. Ebendaſ. S. 89⸗98. welche letztere Abh. man zu einem Muſter, zur Un⸗ terſuchung verdaͤchtiger Weine, empfehlen kann. A. d. U. un A fhefin is E icht me mineriſer d nn b tik, N be Ahſrah triht und it itn. Va ddch, uom s uf dit Fäͤlle enge ukenenxn Aun. 9 V folgen hſtetengr iſen nura ren ba döhten ſaht, u. nigigeus Keeen ſdae R nae l ſo chi kem d Rere N — ſel. Sibergin fgelöſetn ſißen Geſt neineviſt n Süblne, hrigrs Vi cetote date n⸗Aufcinn a leichtan ein 1. HRa)t 1 T ley bom dn anden Gun enigſtene w nwein enni Anm. an” gedacinen lagenen det er Abhanl aen Rozitr d und vui 3§. Ohjh amn. Beunch dl. vor wh Jorat, h und Crda n gtign Vhat erſüchn b .wiche k nn Mir rmditir famn A d” Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt Ic. 405 ſehr fein puͤlvert, und dann ſo lange im Feuer calcinirt, bis es nicht mehr dampft, ſo laͤßt ſich die Saͤure, ſie ſey eine mineraliſche oder eine Gewaͤchsſaͤure, ganz und gar abtreiben, und man behaͤlt einen zarten unſchmackhaften Bleykalch zu⸗ ruͤck, der Calx de Vitriolo Plumbi genannt wird. Das Bley hat alſo nicht allein die Eigenſchaft, daß es die Saͤuren bricht und veraͤndert, ſondern es laͤßt ſie auch ganz wieder fahren. S §. I11. Von den Laugenſalzen wird das Bley, oder der Bley⸗ kalch, auch, ſowol im Fluſſe, wie das Eiſen und Kupfer, als auf dem naſſen Wege aufgeloͤſet, da man es im letzten Falle lange mit ſcharfer Lauge kocht. Die Aufloͤſungen er⸗ halten eine ſchwarze Farbe. Anm. Boerhave fuͤhrt in ſ. Elen. Ch. T. II. Proc. CLXXV. folgenden Proceß an: Wenn man etwa 4 Loth rein cryſtal⸗ hſirten Bleyzucker oder Bleyſalz mit§ Loth geſaͤttigtes zer⸗ floſſenes Weinſteinol lange digerirt, dann 2 Loth Salmiak hinzuthut, und ſolches wieder zwey oder drey male in ei⸗ nem verdeckten Gefaͤß digerirt, indem man das, was etwa waͤhrend der Digerirung in eine vorgelegte Vorlage uͤber⸗ geht, wieder zuruͤckgießt, ſodann alles zuſammen in einer maͤßigen Waͤrme trocknet, wieder an einem feuchten Ort zerfließeen laͤßt und von neuem wieder eintrocknet, und aus einer Retorte im Sandbade, wovor man eine große Vor⸗ lage gelegt, und etwas reines Waſſer vorgeſchlagen hat, ſo erhaͤlt man dreyerley verſchiedene Materien, die bey ſtar⸗ kem Feuer uͤbergehen, und in der Retorte bleibt eine an⸗ dere Materie zuruͤck, die vom Bley merklich verſchieden iſt⸗ §. 12. Gegen die Mittelſalze und andere Salze verhaͤlt ſich das Bley, wie folget: 1) Vom Kochſalz wird das Bley ſowol auf dem trocke⸗ nen als naſſen Wege aufgeloͤſet, wenigſtens verkalcht. Ver⸗ mengt man gefeilt Bley mit wohl getrocknetem und gepuͤlver⸗ Ec 3 tem 406 Drey und zwanzigſtes Capitel. 8 tem Kochſalz, und laͤßt das Gemengſel an einem feuchten Ort zerfließen, ſo wird das Bley zu einem weiſſen Kalch oder Bleyweiß zerfreſſen. Gleichergeſtalt erhaͤlt man einen reinen Bleykalch, wenn man Bley ſchmilzt, und nach und nach loͤffelweiſe doppelt ſo viel gepuͤlvertes Kochſalz dazu thut, es zwiſchen jedem Zuwerfen, nachdem es abgekniſtert iſt, wohl umruͤhrt, und ſo fortfaͤhrt, bis das Bley nicht mehr zu ſehn iſt, und ſodann das Salz ablauget. 2) Vom Salpeter wird das Bley auch verkalcht. Man ſchmilzt nemlich das Bley, und wirft nach und nach ein we⸗ nig gepuͤlverten Salpeter dazu, das mit dem Bley verpuffet, alcaliſirt wird, und ſolchergeſtalt das Bley, wie ein Laugen⸗ ſalz, angreift. Nachher ſtoͤßt man die Maſſe klein, und ſuͤßt ſie mit reinem Waſſer aus. Anm. Mengt man gekornt Bley mit halb ſo viel Salpeter, thut es in einen Tiegel, und ſetzt ihn ins Feuer, ſo koͤmmt das Gemenge ohne Verpuffen in Fluß, und das Bley wird zu einem gelben Kalch, wie Silberglaͤtte veraͤndert. 4 3) Vom Wunderſalz, Doppelſalz, vitrioliſirten Wein⸗ ſtein, und andern ſolchen Salzen, die eine Vitriolſaͤure ent⸗ halten, wird das Bley, wie andere Metalle, im Fluſſe auf⸗ geloͤſet, beſonders, wenn man Kopylgeſtuͤbe oder eine andere brennbare Materie hinzuſetzt.(S. Cap. 10.§. 10. u. 25.) 4) Deſtillirt man Bley, Glaͤtte oder Mennige mit Salmiak, ſo geht ein gewaltig ſtarker, fluͤchtiger Geiſt(279) uͤber, der Salzgeiſt aber greift das Bley oder den Bleykalch an, und veraͤndert es zu einer dunkelrothen bruͤchigen ſchwe⸗ ren Maſſe.— 1§. 1 3. Die im vorhergehenden Paragraphen erwaͤhnte Mittel⸗ ſalze greifen das Bley auch an, wenn ſolches damit caͤmen⸗ eirt wird, und verwandeln es zu einem Kalch. §. 14. (²79) S. d. 267. A. d. U. ſin ſeßu 7n Baumält er beeich inbetlaben wid er Hie, gie . Amn durch Lälken ſcch ih (aso) Ga Rtaläſcher( uhn den ſazſgen d dtnasalſeic rigen de de dl zum En nit engewo d ſahign einen ih eiſſen Ktt man einene d nac w at dauth ſkeniſet nict n h vetict h und wh em Dlh te p, wie i a Naſt ine lb ſo bit dir ns Feurr ſie und dashr te verändn vitrioliſen ee Viciuſar ule, ini be oderine 0. 9 1obh der Muyl chtigexbit oder de de en brichgne en eniuse lches dt ach 7 Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 407 §. 14. Auch von Oelen wird das Bley aufgeloͤſet, wodurch man die Bleybalſame, Ballama Plumbi, oder Bleybut⸗ rer, Butyrum Plumbi erhaͤlt.(280) 1) Mengt man einen Theil gekoͤrnt Bley, Bleykalch, Glaͤtte oder Mennige, von welchen die letztere beyde doch die beſten hiezu ſind, in einer glaſurten Pfanne, mit zwey Thei⸗ len Baumoͤl oder einem andern ausgepreßten Oel, und ſetzt es aufs Feuer, ſo faͤngt der Bleykalch oder die Mennige erſt⸗ lich an zu fließen, wenn das Oel aber zu ſieden anfaͤngt, wird der bleyichte Zuſatz aufgeloͤſet, und dem Oele vollkommen einverleibet; laͤßt man dieſen Balſam lange im Feuer kochen, ſo wird er dick, und beynahe halb metalliſch, fließt in der Hitze, geſteht aber in der Kaͤlte. 1. Aynm. Da man aus dieſer Vereinigung oder Aufloͤſung, durch maͤßiges Kochen eine zaͤhe Maſſe erhaͤlt, die in der Kaͤlte hart, in der Waͤrme aber weich wird, ſo bedient man ſich ihrer, als eines Grundſtoffes zu Pflaſtern, und ver⸗ 5 miſcht (280) Schon das Bley in metalliſcher Geſtalt wird vom ausgepreßten Oele, oder vielleicht den ſalzigen Theilen deſſelben in etwas aufgeloſet. Wenigſtens rei⸗ nigen die Uhrmacher das Baum⸗ ol zum Einſchmieren der Uhren mit eingeworfenem Bley, da ſich die ſalzigen Theile deſſelben da⸗ mit niederſchlagen, und auch der Schleim zum Theil niederfaͤllt, und daher die Uhren davon ſo leicht nicht roſten. Die leichte Verbindung der Bleykalche, mit dem Oele, ruͤhrt von den anhaͤn⸗ genden fremden Theilen her, da bey der Mennige beſonders die Feuertheile, wie beym Kalch, wuͤrkſam ſind. Die Bereitung CG4 der Seife, wohin dieſe Vereini⸗ gung auch in etwas zu rechnen iſt, erweiſet ſolches zureichlich. Noch muß man bey dieſer Auf⸗ loͤſung anfuͤhren, daß das Bkey Oelen die Eigenſchaft leichter zu trocknen, mittheilt, weswegen auch der gemeine Mahlerfuͤrniß aus Leinöl, durch Kochen mit Silberglaͤtte, bereitet wird, da das Leinol dicker wird, und leich⸗ ter trocknet. Das Hanfoͤl, das ſonſt wohlfeiler iſt, trocknet, wenn es zu ſolchem Maͤhlerfuͤrniß, an ſtatt des Leinoͤls, genommen wird, nicht ſo leicht; indeſſen kann man ihm mit etwas weiſſen Vitriol nachhelfen. A. d. U. 408 miſcht ſie zu dem Endzwecke nach Verſchiedenheit der Um⸗ ſtaͤnde mit verſchiedenen Kraͤutern, damit ſolche Pflaſter nicht ſchwarz werden, welches ſich zutraͤgt, wenn das Oel etwas anbrennt, ſo muß man bey der Bereitung 1) eine gelinde Hitze geben, 2) etwas heiß Waſſer zugießen, wo⸗ durch das Anbrennen verhuͤtet wird, wobey man ſich aber wohl vorſehen muß, daß man zu dem heiſſen Oele kein kal⸗ tes Waſſer gieße, 3) das Gemenge beſtaͤndig mit einem Spatel umruͤhren. Waͤhrend dem Kochen ſteigt ein Geruch, wie von Seife, Drey und zwanzigſtes Capitel. auf, weswegen dieſe Miſchung auch eine metalliſche Sei⸗ fe genannt wird. 2. Anm. Wenn man einen ſolchen Bleybalſam heiß auf er⸗ waͤrmte Gefaͤße oder Mauerwerke ſtreicht, ſo haͤlt er das Waſſer ab, daß ſolches nicht dadurch dringen kann. 3. Anm. Wenn die Aufloͤſung des Bleyes in einem Oel eine mittelmaͤßige Dicke erhaͤlt, ſo wird ſie Butter genannt, welche von Baumol weiß, von Roſensl gelblicht wird. 2) Wie man einen Bleybalſam durch Aufloͤſung des Bleyzuckers in deſtillirtem Terpenthinoͤl bereiten kann, iſt ſchon zuvor(§. 7. D. 2. Anm.) erwahnt worden. §. /15. Vom Schwefel wird das Bley, nach Verſchiedenheit der Umſtaͤnde, verkalcht oder aufgeloͤſet.(S. Cap. 10.§. 15. N. 4.) 1) Mengt man 10 Loth gekoͤrnt Bley mit 4 Loth Schwe⸗ fel, und ſchuͤttet dies Gemenge in einen, im Feuer ſtehen⸗ den, recht heißen Tiegel, ſo brennt der Schweſel ab, das Bley aber wird verkalcht, das man nach und nach, ſo bald es verbrannt iſt, herausnimmt. Auf dieſe Art wird das Bley zu einem ſchwarzen Pulver verwandelt, ſo man ge⸗ brannt Bley, Plambum uſtum, nennet. S . 2) Läͤßt man das Bley in einem Tiegel fließen, und ſchuͤttet nach und nach etwas Schwefel hinzu, ruͤhrt es wohl um, und laͤßt die Maſſe bey einem gemaͤhlich derj ie 1— euer ie keih V 6, E.(a. um. Vn Meveni Al vone und gehte nnden bir Ecaet er grch ludn ton derliſt (S,n Kunſr, ſann zu einc vin Mineras en de d en veiſen 1), t Ale die Ha um ba Zabete Aled, dß ſe .1) wi lict zu eine Glaſeveden ind ſce dar b) li udan Siu üüichig t Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 400 denhenieh t ſoihe 8 Feuer fließen, ſo wird alles Bley zu einer Art von Bleyglanz, „wenu w der kleinſpießig und bruͤchig, wie ein Erz, iſt. tteitum. 3 d w 3) Wie ſich das Bley gegen die Schwefelſaͤure verhal⸗ ey umſt te, S. Cap. 10§. 10. N. 9. e. 3 ſin Daen Anm. Wenn man das Bley ſchmilz, und etwas gepuͤlvertes dndg mta Operment zu dem geſchmolzenen Bley thut, ſo wird das Bley von dem im Operment befindlichen Schwefel hartk, c tirn und giebt damit, wenn man es durch einen eiſernen, mit menlitt runden Loͤchern verſehenen, Durchſchlag gießt, Hagel⸗oder 9) Schrootkorner von verſchiedener Große, nachdem die Lo⸗ 4. cher groß geweſen ſind.. alſam a ͤt, ſo hta 9. 16. ngen m Aus dem angefuͤhrten erſieht man, daß das Bley 1) in anndu. von der Luft,(§. 3.) 2) im Waſſer, beſonders ſalzigem 8(§. 4.), wiewol im geringern Grade, als das Eiſen und Kupfer, 3) im Feuer ſehr leicht, erſtlich zu einem grauen, rc Aaftd dann zu einem gelben, ſo zu einem rothen Kalch(§. 5.), 4) Kreite im, von Mineralſaͤuren zu einem weißen Kalch(§. 6.), 5) otden. von den Thieriſchen und Gewaͤchsſaͤuren gleichfalls zu ei⸗ nem weiſſen Kalch(§. 7.), 6) von den Laugenſalzen(§. 11.), 7) von Mittelſalzen(§. 12.) verkalcht werde. Deiſ ehim Alle dieſe weiſſe Bley⸗ Kalche laſſen ſich mit ſtarker (S bhn Hitze, wenn nicht immer zum Dampfen, doch zu einer gel⸗ 1, ben Farbe bringen. nit ühen Alle dieſe Kalche kommen darin mit einander uͤberein, im geun. Schweſl daß ſie er and nog,ſ a) wie das Bley, vor ſich ſelbſt, in ſtarkem Feuer eſe Arh leicht zu einem durchſichtigen, mehr oder weniger, gelben ſelt, dnu Glaſe werden, auch andere Erd⸗ und Steinarten verglaſen, 1 und ſehr durchdringend ſind. kal ſtin b) leichter, als das Bley von den mineraliſchen und 1 rühran andern Saͤuren aufgeloͤſet, und durch den Salzgeiſt im Feuer ee h verfluͤchtiget werden.. gach uen ahlch Ec5 9 ſich 410 Drey und zwanzigſtes Capitel. 3 c) ſich mit brennbaren Zuſaͤtzen leicht zu Bley reduci⸗ ren laſſen; doch ſcheint es, daß man ſie zuweilen ohne einen brennbaren Zuſatz reduciren koͤnne. §. 17. Da die, ſowol im Feuer, als durch Aufloͤſungsmittel, erhaſtene Bleyerde, oder Bleykalch, im Feuer, und zwar ohne einigen Zuſatz, andere Farben annimt(§. 16.), ſo ſcheint es, als wenn man hieraus ſchließen kann, daß dieſe Bleyerde keine einfache und reine Bleyerde, ſondern noch zuſammengeſezt ſey, und eine, mit einem andern Weſen, oder einer ſchon beſtimmten metalliſchen Erde, die mit brenn⸗ baren Weſen Bley werden kann, vereinigte einfache Erde enthalte. §. 18. In Anſehung des Zuſammenſchmelzens mit andern halben und ganzen Metallen verhaͤlt ſich das Bley auf ſol⸗ gende Art: 1) Das Gold behaͤlt, wenn es mit gleichen Theilen Bley geſchmolzen wird, ſeine Dehnbarkeit, es wird aber in Anſehung ſeiner Farbe ſo veraͤndert, daß es den Bleygehalt zu verrathen ſcheint. Anm. Juncker berichtet in ſeinem Conſp. Chem. T. I. S. 970, daß der Bleydampf das Gold bruͤchig mache, wenn man das Bley in einem dazu geſchickten Gefaͤß ſtark treiben ließe, und einen Ducaten uͤber die Muͤndung deſſelben hielte. Solchergeſtalt kann der Bleydampf etwas ausrichten, wel⸗ ches das Bley im Fluſſe nicht vermag. Sollte der Bley⸗ dampf eine naͤhere Verwandſchaft zum Queckſilber haben, als das Bley?(281) Es wird hiebey noch auf eine ge⸗ nauere Unterſuchung ankommen. 2) Sil⸗ (281) Daß die eingefuͤhrte hauptet Hr. Baumé(Erl. Exp. Meynung, von dem Queckſilber. Ch. Th. II. S. 532.) A. d. U. gehalt des Bleyes, falſch ſey, be⸗ Den e 78 bmengis Frrbe dn3 lett de d8 ioin 3uſe 15 nucht,12 ſorol) d ded Sal ſc (5 ;) un derärigentan wie mon(me nid, i ſettit 1. Annan ſienpis 2 Anmm und ſem toll ta nen, ud Dan ande o alen. 9 I(op. n. 8 ) 8 fätin Fun 6) A kung nitei 7) V. V ni. 6( tel. 1 Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 411 uB/. i Dih 2) Silber und Bley fließen leicht zuſammen, und ge⸗ eilen dhn 72 1. 2,.A ben ein geſchmeidiges Gemenge, ob es gleich in Anſehung der 1 Farbe dem Bley aͤhnlicher wird, als dem Silber, doch ver⸗ liert das Silber ſeinen Klang nach Verhaͤltniß ſeines bley⸗ Auftälnze ichten Zuſates.. Feur, n. Anm. Da das Bley in ſtarker Hitze, theils in Daͤmpfe ver⸗ nin wf raucht, theils verglaſet wird, ſo laͤßt ſich das Bley leicht (g ſowol vom Silber als Golde, durchs Abtreiben ſcheiden, n kum d da das Bley eines Theils in Daͤmpfen weggeht, andern nde, ſade Theils in die Zwiſchenraͤume der Kapelle eingeſogen wird. em anden(S.§ 5. N. 5.) 17 dde,denit 3) Zinn und Bley laſſen ſich recht gut mit einander igee eiae, vereinigen, ohne daß ihre Geſchmeidigkeit etwas darunter leidet, wie man an dem ſo genannten dreyſtemplichten Zinn gewahr wird, in welchem 1 Theil Bley mit 2 Theilen Zinn ver⸗ 1 dlzens ni ſebt iſt das B r. Anm. In dem folgenden 24ſten Capitel wird von dem ge⸗ ſtempelten Zinn ausfuͤhrlicher gehandelt werden. t neban 2. Anm. Verſetzt man 1 Theil Zinn mit 1 Drittheil Bley, iit gach und ſetzt dieſe Verſetzung einer ſtarken Hitze aus, daß ſie it, es note voll roth wird, ſo ſchwillt ſie auf, ſcheint gleichſam zu bren⸗ es den ohr nen, und wird verkalcht. Dieſe beyde Metalle werden in der Verſetzung mit ein⸗ Chen Il?: ander viel ſchneller verkalcht, als jedes derſelben vor ſich matt in allein. ahea 4) Kupfer und Bley fließen leicht zuſammen.(S. vas autine Cap. 22.§. 20. N. 4.) 1 f . Säue 5) Eiſen und Bley laſſen ſich mit einiger Schwierig⸗ meuche keit im Fluße vereinigen.(S. Cap. 21.§. 18. N. 5.) 3 wt ue„ Ideennt.” 9 6) Queckſilber und Bley kann man durch die Verqui⸗ kung mit einander vereinigen.(S. Cap. 14.§. 29.) 7) Von dem Verhalten des Bleyes gegen den Arſe⸗ 75 nik. S. Ca. 15. S. 23. N.. Bun p. 15.§ 5 3 .e) 8) Ko⸗ —õÿõõõ—— 8 41² Drey und zwanzigſtes Capitel. 8) Kobold und Bley laſſen ſich nicht vereinigen.(S. Cap. 16.§. 6. N. 5.) N. 5.) 10) Wißmuth und Bley aber laſſen ſich mit einander vereinigen.(S. Cap. 12.§. 9. N. 5.) 11) Vom Verhalten des Bleyes gegen das rohe Spies⸗ glas S. Cap. 19.§. 20. gegen den Spießglas⸗Koͤnig. S. Cap. 19.§. 21. N. 5. 12) Gegen den Zink. S. Cap. 20.§. 11. N. 5. 1. Anm. Bey dieſen Zuſammenſchmelzungen und Verſetzun⸗ gen iſt zu merken: 1) Daß die Verſetzungen aus Gold und Bley, Silber und Bley, Wißmuth und Bley, Zink und Bley, und dem Spießglas⸗Koͤnig und Bley eine größere eigenthuͤm⸗ liche Schwere erhalten, als die der eigenthuͤmlichen Schwere eines jeden dieſer Metalle entſpricht; aber die Verſetzungen aus Kupfer und Bley und Zinn und Bley erhalten eine geringere eigenthuͤmlichere Schwere. 2) Daß das Bley den Metallen ihre Geſchmeidigkeit nicht benimt, das Kupfer ausgenommen, welches von et⸗ nem ſtaͤrkern Antheil Bley bruͤchig und mehr oder we⸗ niger klingend wird. 3) Daß das Bley die Metalle, das Gold und Silber aus⸗ genommen, zum Theil im Feuer verfluͤchtiget, und mit ſich fort numt. 2. Anm. Die Anziehung des Bleyes ſcheint folgende zu ſeyn: 1) Zum Schwefel, durch welchen es vererzt wird; 2) zum Arſenik, durch welchen das Bley figirt wird, und der Ar⸗ ſenik ſich mit dem Bley verglaſet; doch hat es zu beyden eine viel geringere Anziehung, als zum Eifen und Kupfer; 3) zum Queckſilber, wodurch das Bley verkalcht, aber vom Golde und Silber geſchieden wird; 4) zum Silber; 5) zum Golde, welche beyde Metalle es auf der Kapelle reiniget; 6) zum Wißmuth; 7) zum Zink, welcher das Bley zum Theil mit ſich verfluͤchtigt, aber in der Verae ung 9) Nickel und Bley ſchwerlich.(S. Cap. 17.§. 9. — 8 tand 14 b Aaek Nung naſes Cet n ie ten habilt ſetgſtit 15 ¹) n dühandau dedden ih de Unſtan ¹) R 8 Beer f Drecſlte alt gevor a icher jſ l rrinigen :Cn.n ſih ni a en das 1he Fgas⸗en .1 Ns gen und di Dley Slbe. und Sl u größen en der eigente le entſorte Bley undze ümlcherer zeſchmedhütt en, weccſet und mire d undihe verfüͤchtoe nt falene rerſtuin, wird w h bet s Efſen u ley vett „„) mnd es auf dil⸗ Int, n Kber nce Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 413 ckung durch Queckſilber davon geſchieden wird(S. Cap. 14.§. 37. N. 5. und Cap. 20.§. 11. N. 5.); 8) zum Spieß⸗ glas⸗Koönige; 9) zum Zinn; 10) zum Kupfer; 11) zum Nickel, gegen den Kobold aber zeigt das Bley keine Ver⸗ wandſchaft, auch kaum einige gegen das Eiſen. §. 19. Ehe wir uns uͤber die Grundmiſchung des Bleyes aͤuſ⸗ ſern koͤnnen, iſt es noͤthig, daß wir zuvor zeigen, mit wel⸗ chem Halbmetalle das Bley die groͤßte Gleichheit habe. Sol⸗ chergeſtalt findet man 1) Wenn man dieſe Abhandlung vom Bley mit der Abhandlung vom Queckſilber vergleichet, daß zwiſchen dieſen beyden die groͤßte Aehnlichkeit obwaltet, wie man aus folgen⸗ den Umſtaͤnden erſehen kann: a) Haben ſie, in Anſehung ihrer eigenthuͤmlichen Schwere, die groͤßte Gleichheit zu einander: die Schwere des Bleyes iſt ohngefehr 11,300(S.§. 2.) und die des Queckſilbers 13,593, wobey man zu bemerken hat, daß kalt gewordenes Bley auf fließendem ſchwimmt und alſo leichter iſt b) In Anſehung der Farbe, wenn das Bley im Feuer im Fluße ſteht. c) In Anſehung der Fluͤchtigkeit im Feuer; indem beyde ganz und gar in weiße Daͤmpfe verjaget werden koͤnnen. (S. Cap. 14.§. 4. 5. und Cap. 23.§. 5. N. 4. 5.) d) In Anſehung der Verkalchung im Feuer, woſelbſt das Queckſilber zu einem rothen(Cap. 14.§. 5.) und das Bley erſtlich zu einem grauen, darnach zu einem gelben und endlich gleichfalls zu einem rothen Pulver veraͤndert wird. (S. Cap. 23.§. 5. N. 2.) e) In Anſehung der Farbe, die das Queckſilber in Aufloͤſungsmitteln, nemlich der rothen vom Salpetergeiſt, und gelben im Vitriolgeiſt(S. Cap. 14.§. 12. 14.) bas 1 ley 414 Drey und zwanzigſtes Capitel. Bley aber im Feuer, nemlich erſtlich die gelbe, dann die ra⸗ the, annimt.(S. Cap. 23.§. 5.) f) In Anſehung der Aufloͤßlichkeit. worinn ſie beyna⸗ he uͤbereinkommen; 1) in Oelen(S. Cap. 14.§. 16. N. 12. g. 2.), 2) in Mineralſauren, wo ſie ſchwer im Vi— trioloͤl und Geiſt(S. Cap. 14. 23.§. 6. N. 1.), aber leicht im Salpetergeiſt aufzuloͤſen ſind, mit welchem ſo wol das Bley als das Queckſilber zum Anſchießen zu bringen iſt, und aus welchen beyde auch durch den Salzgeiſt weiß niederge⸗ ſchlagen werden.(S. Cap. 14.§. 13. 14. und Cap. 23. §. 6. N. 2.) Im Salzgeiſt wird auch keines derſelben eher aufgeloͤſet, als bis ſolcher ſehr verſtaͤrkt und in zarte Daͤmpfe gebracht iſt, wie beym Sublimiren des Queckſilbers mit Kochſalz(S. Cap. 14.§. 15.) und bey dem Abziehen des Salzgeiſtes uͤber das Bley(Cap. 24.§. 6. N. 3.) ge⸗ ſchicht. 8) In Anſehung ihrer Verwandſchaft zu einander und andern Metallen, mit welchen ſie ſich vereinigen laſſen, wo⸗ bey es merkwuͤrdig wird, daß beyde ſich ſo ſchwerlich mit dem Eiſen vereinigen laſſen, mehrerer Umſtaͤnde zu geſchweigen, die bey einer Vergleichung leicht bemerkt werden koͤnnen. Rechnet man noch den Umſtand hinzu, daß das Queck⸗ ſilber bey einer ſtarken Kaͤlte zu einer Maße, wie Bley ver⸗ dickt wird(S. Cap. 14.§. 7.), welches auch durch Lau⸗ genſalze und ſcharfe Lauge zu bewuͤrken ſteht(S. Cap. 14. §. 3. N. 2.), und dagegen das Bley durch die Mineral⸗ ſaͤure, beſonders den Salpetergeiſt(S. Cap. 23.§. 6. N. 2. 2 Anm.) und die Salzſaͤure in dem Hornbley(S. Cap. 23. §. 6. N. 2. 3. Anm. N. 6. f.) zu Queckſilber verwandelt wird; ſo wird die Aehnlichkeit, meines Erachtens, ſo ſtark, daß man alle Anleitung bekoͤmmt anzunehmen, daß entwe⸗ der das Bley ein verdicktes oder zum Geſtehen gebrachtes Queckſilber, oder das Queckſilber ein fluͤßiges Bley ſeyn muͤſſe, welches noch weiter dadurch bekraͤftigt werden wuͤrde, wenn Pem 3 tem dis 8 Taunut ct an itle lngeirnt Im. 849 lme By vat ſkelbeite Vrdici heiſir N Eolleſt MKäauſf⸗ der Wint Whandr a Aſei Yee auch M puſſhen di fnden.(Eg fättzigt n na dalenien en ſge weden, rale un Ge deinener. urſarhe me .*)3G nit welchen 6) In be ſe inw und ülhan emnlete oder n ſie hon. . 9. 16,' ver im A „aber li ſo wilw gen iſ, ſdiß nidn d Cug V ſes deritt und in in Duetſte em Alijih N5) inander’h) laſen, K ſlich mitde geſchvehn können. dos Qu ie Bew durch 5.L ie Mneu „5e 5 Ca 4 9 verwadt 8, iſt daß enme lrute Ba fh den düne tamn ——— 5 X t Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 415 wenn das allezeit gelaͤnge, was Morhoff in ſ. Epift. de Transmut. métall. behauptet, daß ſich einige Queckſilberkoͤr⸗ ner an einen goldenen Nagel ſetzen ſollen, wenn man ihn lange in zerſtoſſenem Bleyerze reibt. Anm. Koͤnnte man hieher nicht einige Anleitung nehmen, zu ſchließen, woher es kaͤme, daß das Queckſilber im heiſſen Bley verdickt wird? Es einer bloßen Verquickung zuzu⸗ ſchreiben, wuͤrde niemals paſſen, denn alsdann muͤßte die Verdickung ſchneller vor ſich gehen, wenn das Bley etwas heiſſer waͤre, als man bey dieſer Verdickung bemerket. Sollte wol nicht eine Materie im Bley ſtecken, die dieſe Wuͤrkung leiſtete? Vielleicht eben die Materie, welche in der Werkſtaͤtte der Natur das Queckſilber zum Bley geſte⸗ hend macht. Auſſer dieſer Aehnlichkeit mit dem Queckſilber hat das Bley auch mit dem Wißmuth viel Aehnliches, ob ſich gleich zwiſchen dieſen beyden Metallen auch viele Unaͤhnlichkeiten finden.(S. Cap. 18.§. 12. 2 Anm.) Gedachte Aehnlich⸗ keit zeigt ſich a) In Anſehung des gleichen Verhaltens, ſo beyde im Feuer zeigen, indem ſie beyde in weiſſe Daͤmpfe verfluͤch⸗ tiget, beyde zu einer Glaͤtte verwandelt werden; beyde durchs Caleiniren erſt zu einem gelben Pulver, dann zu einer Men⸗ nige werden, beyde auf der Capelle treiben, und andere Me⸗ talle vom Golde und Silber ſcheiden(S. C. 13.§. 3.); bey⸗ de in einer Verſetzung mit der Platina mit der Zeit eine Pur⸗ purfarbe annehmen. b) In Anſehung ihrer Aufloͤslichkeit ein Salpetergeiſt, mit welchem auch der Wißmuth Cryſtallen giebt. c) In Anſehung ihrer Faͤllung durch Salzlauge, wo⸗ bey ſie ein weiſſes Pulver geben, das im Feuer gelb wird, und ſolchergeſtalt eben eine ſolche Farbe annimt, wie der cal⸗ einirte oder niedergeſchlagene Bleykalch. b d) In 416 Drey und zwanzigſtes Capitel. 5 don Ale d) In Anſehung ihrer Aufloͤſung im Eßig, die mite lling ni 1 dem Wißmuth eben ſo leicht, wie mit dem Ble) voer ſich nchtthe 1 geht.(S. Cap. 18.) 4 Smafin Saining Ueberdem iſt zu bemerken, daß man ans den mit Huͤl; un fe des Wißmuths(S. Cap. 14.§. 33. 2 Anm.) zu bewuͤr⸗ rchdelne kenden Mercurificirungen des Bleyes, Anleitung genug hat, ſtu auf eine große Uebereinſtimmung zwiſchen dieſen Metallen zu g uu ſchließen. ndet werde echer de chei en Ne §. 20. Die angefuͤhrte Gleichheit des Queckſilbers, Wißmuths d nauhe und Bleyes, von welcher auch die genauere Vereinigung die⸗ zümei ſer Metalle mit einander herruͤhrt, giebt uns Anleitung ger. thied nug, zu ſchließen, daß dieſe metalliſchen Koͤrper aus einer. iudn nid ley Beſtandtheilen beſtehen muͤſſen, und der Unterſchied zwis— ds atſ ſchen denſelben nur in einer Verſchiedenheit des Verhaͤltniſſes ſſbeir ſ derſelben, und eines ſtaͤrkern Zuſatzes bey dem einen als bey dn Ben dem andern zu ſuchen ſey. Was nun eigentlich das Bley betrift, ſo glaubt man, es beſtehe ſo wol aus einem alcali⸗ ſchen Weſen oder Erde, die mit einem in die Enge gebrach, n. de Stückn mit ten brennbaren Weſen vereiniget, hiedurch von andern kal⸗ ün chichten Materien und Erdarten ver ſchieden und in ihrer Na⸗ 3 aeſ b tur und Weſen veraͤndert, und zu einer metalliſchen Erde ge worden ſey, als aus einem andern brennbaren Weſen, das de nachher mit der ſolchergeſtalt veraͤnderten alcaliſchen oder me⸗ näm Mach talliſchen Erde das Metall ſelbſt ausmache. bede teweſet mi 1) Die alkaliſche Erde erweiſet man 1) aus der Auf. iltsin loͤslichkeit des Bleykalches oder Bleyglaſes in allen Saͤuren, Gne dr e vurſe 1 welche nicht leicht Statt finden koͤnnte, wenn die Erde des 1 Bleyes glasachtig waͤre. 2) Aus der Zerſtoͤrung der Saͤu⸗ ren, die nicht leicht durch eine andere Erde bewuͤrkt werden ſan de 1 kann. Zudem findet man, daß einige Metalle wol von ign Kalte) Saͤuren aufgeloͤſet werden, aber die Saͤuren nicht zerſtoͤren: 3 Furrhan wie man daraus augenſcheinlich ſieht, daß ſie nach der Auf⸗ iannin loͤſung— 9, den ley u en mith ) zuba ggenugſ. Meiale Wime einigung lnletun er aus en terſcid Vergähni inen I6 ch das d einem d enge gat ander in ihre hen Eie Veſen,! hen oden aus del llen in deEi ng de vurkt v Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ꝛc. 417 loͤßung mit Laugenſalzen brauſen, welches die Bleyaufloͤſung nicht thut. 3) Findet man, daß die mit Saͤuren bereitete Bleyaufloͤſung den Violenſyrup gruͤn faͤrbet. 4) Aus der Vereinigung des Bleykalches mit Oelen, zu einer beynahe ſeifenartigen Beſchaffenheit.(282) Rechnet man hiezu noch die Umſtaͤnde, daß 5) das Queckſilber durch Laugen⸗ ſalz zu einer Art Bley(S. Cap. 14.§. 38.) und wiederum das Bley durch Saͤuren(§. 6. N. 2.) zu Queckſilber ver⸗ wandelt werden kann, welches auch ſowol Kunckel als Becher bekraͤftigen, als welche bezeugen, daß das Bley durch eine Macerirung mit Salzwaſſer zu Queckſilber werde; und wodurch unſere vorher geaͤußerte Meynung von einem Salzweſen im Queckſilber noch mehr beſtaͤrkt wird, und 6) daß das Bley faſt allemal in wuͤrfelichter Geſtalt vererzt ge⸗ funden wird, welche eigentlich dem alkaliſchen Grundſtoffe des Kochſalzes, oder dem natuͤrlichen Laugenſalze zukoͤmmt, ſo ſcheint hieraus mit aller Wahrſcheinlichkeit zu folgen, daß in dem Bley eine alkaliſche Erde befindlich ſey, die in einigen Stuͤcken mit dem natuͤrlichen Laugenſalze uͤbereinkomme. Anm. Dieſe Meynung wird dadurch auch weiter erlaͤutert, daß, wie wir vorher(Cap. 14.§. 40.) erinnert haben, alle Mercurificirung auf dem Kochſalze, es ſey auf ſeiner Saͤu⸗ re, oder ſeinem Grundſtoffe, oder beyden beruhe. 2) Das in die Enge gebrachte brennbare Weſen, ſo mit der gedachten Erde zuvor vereinigt worden iſt, und von welchem dieſe Erde ihre beſondere Eigenſchaften erhalten hat, erweiſet man a) durch die Fluͤchtigkeit des Bleyes, und Bley⸗ kalches im Feuer, die ſonſt unmoͤglich waͤre, weil ſonſt keine Erde vor ſich allein im Feuer fluͤchtig iſt(283); 1) dur (282) Dieſe haͤngt blos, wie eine Art von Seiſe geben. A. d. U. beym Kalche) von den anhaͤngen:(283) Dies laͤßt ſich beſſer den Feuertheilen ab; daher auch aus einem ſalzigen Beſtandtheile concentrirte Sauren mit Oelen erklaͤren. A. d. U. D8 418 D:Drey und zwanzigſtes Capitel. durch den Bleydampf, der dem von brennbaren Materien aufſteigenden Rauche aͤhnlich iſt; c) durch die gelbe und rothe Farbe, welche das Queckſilber, das Wißmuth und das Bley, ſo wol bey Verkalchungen, als Verglaſungen, im Feuer annehmen; d) durch die Verſuͤſſung aller Saͤu⸗ ren, ſo wol vom Bleykalch,“ als vom Bley ſelbſt; e) durch die Vereinigung des Bleyss, und Bleykalches mit Oelen; f) durch das Fließen deſſelben vor dem Brennſpiegel zu einer gleichſam harzigen Materie. Ddieſe beyde Stoffe, die alkaliſche Erde, und etwas in die Enge gebrachte brennbare Weſen, bilden eine beſondere Erde, die mit Recht eine beſtimmte metalliſche Erde genannt wird, weil ſie ſo wol von dem brennbaren Weſen, als der alkaliſchen Erde einige Eigenſchaften erhaͤlt.(S.§. 17.) Wenn eine ſolche beſtimmte metalliſche Erde mit einem andern brennbaren Weſen, das ſich abſcheiden und wieder herſtellen laͤßt, vereinigt wird, ſo giebt ſie ein Metall. Sol⸗ chergeſtalt findet man im Bley 3) ein brennbares Weſen, das der metalliſchen Erde die Dehnbarkeit giebt, und das Weſen iſt, welches bey den Verkalchungen abgeſchieden, bey den Reducirungen aber wieder hergeſtellet wird.(S.§. 16.) 8— Anm. Wenn Kttmuͤller nebſt andern geſagt hat, daß das Bley ein rohes Queckſilber in Menge enthaͤlt, ſo ſcheint er ſein Abſehen auf die Aehnlichkeit gerichtet zu haben, die ſich zwiſchen dem Vley und Queckſilber findet. Lemmery ſcheint dagegen eine Ruͤckſicht auf die Schmelzung des Bleyes vor dem Brennſpiegel genommen zu haben, wie er im Bleye ein eeerdharziges Weſen angenommen hat. C. Neumann und mehrere neuere Chemiſten nehmen im Bley eine gueckſilbe⸗ richte, eine glasachtige, und eine brennbare Erde und Ma⸗ terie an; die erſte Erde ſuchen ſie durch die Schwere und den Dampf, die zwote durch die Verglaslichkeit und Feſtig⸗ keit, die dritte durch die Verkalchung und Reducirung des Bleyes zu erweiſen. Da aber niemand erklaͤrt hat, noch hat erklaͤren koͤnnen, was eine queckſilberichte Erde 2 ein .. Ding 3 1 aur S 14 Drgt ant 7 ſch Po 8 d. 8 ſe hllcs ſäl te dor eln en ſchung ban de Ga deſen u uume 66* mehe b dueetiim Am. ſanſy. .. id (680) 8 dadmi u Me Vom Bley, Bleygelb, Mennig, Silberglaͤtt ac. 419 ten Mi 4 3 3 95 Ding ſey, ſo mag ſich keiner wundern, daß man ſie fuͤr f 1 eine unerweisliche Sache, und einen erdichteten Stoff an⸗ ißmuh ſiieht, deſſen Daſeyn nie hat koͤnnen dargethan werden. Verglea Was die glasachtige Erde betrift, ſo kann ſie ſo wenig ng allee durch die Verglaſung erwieſen werden, als man noch nicht it, a bewieſen hat, daß eine mit andern Stoffen vereinigte alka⸗ 4;. 9 liſche Erde nicht verglaslich iſt. egen der brennbaren em R Erde bleibt kein Zweifel uͤbrig.(284) Eben derſelbe Schrift⸗ piege ge ſteller ſucht zwar auch diejenigen zu widerlegen, welche zu⸗ vor ein Laugenſalz im Bley angenommen, und ſich in An⸗ ſehung deſſen auf ſeine Verglaslichkeit, verſchluckende und und Ho xerfuͤßende Eigenſchaft beruͤfen haben. Da wir aber bey eine beſ der Erweiſung der Eigenſchaften der alkaliſchen Erde auf Edeg dieſe Gruͤnde nicht ſonderlich geſehen haben, ſo halten wir Seſn, t es auch fuͤr unnoͤthig, gedachte Widerlegung hier weiter 2 din zu unterſuchen. frde mi A.. e Ne Ne Ne en und t ate Nab Vier und zwanzigſtes Capitel. Vom Zinn, Glocken⸗ und Stuͤck⸗Gut, dem Luin b uuaͤchten Mahlſilder, u. a. m. tiungn!§. 1. or, u eon den weichern Metallen iſt das Zinn naͤchſt dem t, oſtt ◻☚ Bley das weichſte, und werden alſo nun der Ord⸗ haben,U nung gemaß, nach dem Bleye, ſeine Eigenſchaften emmente zu erklaͤren ſeyn. 1 s Alet.. he Anm. Daß das Zinn ſchon ſeit uralten Zeiten bekant gewe⸗ Jeuma ſen ſey, ſiehet man aus dem 4ten B. Moſis Cap. 31. dine auc v. 22. und Ezech. Cap. 27. v. 12., woraus man ſieht, daß Erde n es in Tyrus zu Markt gebracht ward. Die Alten nannten Schen das Zinn weiſſes Bley, Tlüeibum album, doch ſcheine feſt unih 2 Nedueie 2 n lit hunt(284) Es wird beym Bley, und Brennbaren, immer die e Eddetit wie bey andern Metallen, die wahrſcheinlichſte bleiben. A. d. V. M Erundmiſchung, aus Erde, Salz V 1 420 Vier und zwanzigſtes Capitel. 4. x fem unter dieſer Benennung nicht immer das ginn verſtan⸗ den zu haben.(S. Cap. 23.§. I. Anm.) Bey den Chemi⸗ ſten heißt es Jupiter, und hat daſſelbe Zeichen, womit die Aſtronomen den Planeten Jupiter bezeichnen. Dieſes Metall iſt ſeltener, als eines der vorhergehen⸗ den; es bricht kaum an drey oder vier Orten in Europa mit Gewinn. Im gemetnen Leben unterſcheidet man das HOſtindiſche, welches Malackiſches Zinn genannt wird, und das beſte iſt, Engliſches, und Saͤchſiſches oder Bohmiſches Zinn. Auch unterſcheidet man es in Anſehung ſeiner Ver⸗ ſetzungen, reines Finn, das Etain Planc, glattes Zinn (284) genannt wird, und ſo rein iſt, wie es von der Huͦtte koͤmmt; klingendes Zinn, das verſetzt jſt. S. 2. Das Zinn iſt ein weiſſes, glaͤnzendes, weiches und biegſames, aber nicht klingendes Metall, das unter den Zaͤh⸗ neu, wenn man darauf beißt, kniſtert, und wenn man es zerbricht, knarret, einen beſondern Geruch hat, und unter den Metallen das leichteſte iſt, indem es ſich, in Anſehung ſeiner eigenthuͤmlichen Schwere, zum Waſſe„ wie 7,200, oder 7,321 zu 1,000, verhaͤlt. Anm. In Anſehung der Farbe gleicht das 3 inn mehrentheils dem Silber; doch iſt es etwas bläulichter, und ſteht gleich⸗ ſam in der Mitte zwiſchen dem Bley und Silber; uͤbrigens iſt es aber vom Silber auf mancherley Ark verſchieden, und auch nicht ſchwer vom Bley zu unterſcheiden. Schwerer aber haͤlt es, zu wiſſen, ob das Zinn bleyhaltig, oder mit einem andern Metall verſetzt ſey. Die Zinngießer beiſſen ans Zinn, und wiſſen, daß es deſto reiner iſt, je mehr es §. 3. unter den a Zihnen kniſtert.(285) (284) Die zinngießer nennen den Arſenick und denen mit ein⸗ es Blockzinn, weil es, das Mo⸗ geſchmolzenen Eiſentheilen zu⸗ luckiſche ausgenommen, in an⸗ ſchreiben, ob dieſer Knirren gleich, ſehnlichen Bloͤcken im Handel durch Schmelzen mit ſixem Lau⸗ vorkommt. A. d. U. geenſalz, nicht vergieng.(Ch. Dihe. (285) Herr Marggraf will Th.II. S. 111. 112.§. 7 ſolches dem darinn noch ſtecken: d. U. — 1 1 kpbe bä ge ; Wafſen un do le nnen enn El an Tm ſi ſad InDh n d. und arnen kti 1e,) das Gſſiß güh Ochn 8 4 Fu 1 um. duͤnm effenie hrenntt, kältes G man da man ſa ſag daran h 2 Ahm. s das dos Nle ſchedden. „ Anm. Sjan 3 Zinn ti dey den hen, wen en. 2 err borhene rten me. cheidet na rdannt with oder Hohm hung ſem „ glatte wie es ſſett ſſ , weiche unter den d wenn w dat, unn „rin Aih er, wie un mehrer und ſtehte ilber; r verſchiede dn. Et haltig, o inngießer Liſt, jen ddenen Eiſenthet er Knirr mmit fir ieng 112. 91 T ſen ſind. Vom Zinn, Glocken: und Stuͤck⸗Gut ꝛc. 421 . 3e An der Luſt verliert das Zinn wol, wie andere Metalle, auf ſeiner Oberflaͤche etwas von ſeinem Glanze; im uͤbrigen aber wird es im geringſten nicht veraͤndert, wie man an den verzinnten Eiſenblechen ſieht, die in Kirchen„als Knoͤpfe, oder ſo etwas, auf Daͤchern,, der Luft lange ausgeſetzt gewe⸗ 6 1. Im Waſſer hat man am Zinn keine Veraͤnderung wei⸗ ter beobachten koͤnnen, als daß es auſſen auf etwas ſchwaͤr⸗ zer wird, und erhaͤlt reines Waſſ er, wenn es in reinen zin⸗ nernen Gefaͤßen gekocht wird, davon keinen Geſchmack. S. 5. Im Feuer ſchmilzt das Zinn bald, und iſt, naͤchſt dem Bley, das leichtfluͤßigſte Metall; es fließt nemlich, ehe das Gefaͤß gluͤhend wird; und es wird ſelbſt waͤhrend dem Schmelzen nicht glüͤhend. Schmilzt man Zinn⸗Feilſpaͤne vor der Flamme eines Lichts, ſo wird die Flamme blau ge⸗ faͤrbt, und es giebt einen Dampf„der beynahe, wie Schwe⸗ fel und Knoblauch riecht. 1. Anm. Bley und Zinn fließen bey einer 8 gelinden Hitze, daß man Papier und Haare auf das geſchmolzene Metall werfen kann, ohne daß ſolches angezuͤndet wird, oder ver⸗ brennet, und gießt man das geſchmolzene Metall in ein kaltes Gefaͤß, ſo zuͤndet es auch kein Schießpulver an, das man darauf wirft, wenn es gleich noch fluͤßig iſt. Wie man ſagt, ſoll das Zinn von gluͤhenden Eiſen, das man daran haͤlt, ſchmelzen, aber nicht das Bley. 2. Anm. Da das Zinn eine ſtaͤrkere Anziehung zum Kupfer, als das Bley hat, ſo kann man das Zinn nicht ſo gut, als das Bley(S. Cap. 23. 5. 5. N. 1. 1. Anm.) vom Kupfer ſcheiden. 3. Anm. Daß die ſogenannte Reinigung des Zinns durch Schmelzen, mit einem Zuſatz von Unſchlitt oder Wachs und Dd 3 andern 3 422 ð Vier und zwanzigſtes Capitet. andern fetten Materien, welche Arbeit die Alten purgatio Ktanni nannten, keine Reinigung, ſondern eine bloße Um⸗ ſchmelzung iſt, wobey die fetten Zuſaͤtze das Metall fuͤr der Verkalchung bewahren. S. Cap. 23.§. 5. N. I. 2. Anm. 4-Anm. Schmilzt man es vor dem Brennſpiegel, ſo giebt ess einen dicken baumaͤhnlichen Dampf, oder weiſſe Blu⸗ men, und wird erſt zu einer weiſſen Aſche, die hernach zu kleinen Cryſtallen oder Baͤumchens veraͤndert wird, die ſich mit Fett zu Zinn reduciren laſſen. 2) Haͤlt man das Zinn lange im Fluß, ſo ſetzt ſich eine ſchwaͤrzlichte, ſtaubichte Haut darauf, und, wenn man ſol⸗ che abzieht, ſetzt ſich eine friſche u. ſ. w. bis faſt alles Zinn zu einer ſolchen Haut verwandelt oder verkalcht worden iſt; ruͤhrt man es aber fleißig um, ſo wird es ſchnelle zu einer ſolchen weißgrauen Aſche verkalcht, die Zinnaſche oder Zinnkalch, Calx ſtanni oder Cinis ſtanni genannt wird. Caleinirt man dieſe Aſche von neuem, ſo wird ſie ganz weiß, wenn das Zinn rein geweſen iſt. ) 1. Anm. Bey dieſem Schmelzen und Verkalchen iſt zu mer⸗ ken, daß man waͤhrend denſelben eine ſenerfangende Ma⸗ terie, wie kleine Brocken oder Tropfen von Zinn aufſteigen ſieht, die da roth werden, ſich entzuͤnden, und, wie Bro⸗ cken von Kohlen mit einer ſolchen Flamme, als der Zink, brennen, und zuletzt eine weiſſe flockigte Aſche zuruͤcklaſſen; auch beobachtet man, daß bey dieſer Gelegenheit ein weiſſer Dampf aufſteige, den man in dazu dienlichen Gefaͤßen zu Blumen auffangen kann, der aber, nach Geo ffroy's Meynung(in den Mem. de tAcad, de Paris v. J. 1738.) arſe⸗ nikaliſch iſt. 2. Anm. Dieſer Zinnkalch erhaͤlt einen Zuwaehs von ohnge⸗ fehr 25 pro Cent am Gewichr, oder nach Boylens Ver⸗ ſuch von 2 Quentchen und 57 Gran auf 4 Loth, wenn das Zinn rein iſt, aber nur 2 Quentchen und 59 Gran, wenn ſolches unrein oder verſetzt iſt. Das gemeine von den Zinn⸗ gießern verſetzte Zinn aber verliert, nach Geo ffroy's Verſuchen, gegen 15 Gran von 4 Loth.(286) 4 3⸗ Anm. dede zjt Rerggegne 1 einen dn „das5) in beyäah nen Feter tint — *. Vom Zinn, Glocken⸗ und Stuͤck⸗Gut ꝛc. 423 aundn 3. Anm. Dieſer Zinnkalch hat folgende Eigenſchaften: Metilſt 2) Wird er von den Mineralſaͤuren leichter, als das Zinn R.I 2+ aufgeloſet, und fordert weniger vom Auflöſungsmittel, ſia 1 beſonders vom Salzgeiſt und Koͤnigswaſſer. oder 3 b) Auch wird er von Gewaͤchs⸗Saͤuren leichter, als das die hene Zinn, beſonders vom deſtillirten Eßig, aufgelöſet. ſert wird,h c) So wird er auch von den laugenſakzigen Aufloͤſungs⸗ nittteln, wie auch von dem mit Kalch deſtillirtem Sal⸗ mmiakgeiſt, aufgeloſet.„ d ſettſ c⸗)) Erhaͤlt er bey ſtaͤrkern Calcinirungen keine andere Far⸗ wenn m ben, wie das Bley, ſoͤndern wird weiſſer, beſonders, faſt alz wenn das Zinn rein geweſen iſt. 1S 6 cht wan e) Laͤßt er ſich ſchwerlich in Fluß bringen, doch fließt er ſchnallea bey dem heftigſten Grade des Feuers zu einem Glaſe, Sinnaſch ddas wie Geigenharz gefaͤrbt iſt.(287) 14 genonntne) Mit Glasſalz fließt er zu einem weiſſen Glaſe, oder b Schmelzglaſe(Email), wozu es am mehrſten gebraucht dwidſ n wird. ) Mit brennbaren Materien, als Unſchlitt, Harz, u. a⸗m. 7 . geſchmolzen, wird er zu Zinn reducirt; doch haben die lichen ſin Chemiſten bemerkt, daß der Zinnkalch um ſo viel ſchwer⸗ terfaun fflußiger und weniger zu reduciren iſt, je ſtaͤrker die Ver⸗ nauut kalchung angeſtellt und fortgeſetzt worden iſt. 1, und,w 3 1 ne, ab 3) Deſtillirt man das Zinn aus einer Retorte, mit ſche luu vorgelegter Vorlage, ſo erhaͤlt man, bey dem ſtaͤrkſten Gra⸗ 1 de des Feuers, den man 2 oder 3 Stunden lang geben kann, 90t h einen Sublimat im Halſe der Retorte, der Arſenik iſt, und 6,3m ettiats Dd 4 ein vachs te(286) Da der Zinnkalch auch gen des verlohrnen Brennbaren h Boyl in beynahe verſchkoſſenen glaͤſer. vorher, und muͤßte alſo bemerkt Loth nen Retorten am Gewichte zu- werden, wenn man zu zeitig mit 59 G nimt, ſo wird die, von der Zu⸗ der Operation aufhoͤrete. A. d U. ine vonde nahme der Mennige und des. Geol Queckſilberkalchs, gegebene Er⸗(287) Herr Baume erhielt 86) klaͤrung hier auch anzuwenden ein rubinrothes Glas.(Erk. Txp. — ſeyn. Die Abnahme gehet we⸗ Ch. Th. Il. S. 534.) A. da 1. —— N 4²4 Vier und zwanzigſtes Capitet. ein Theil vom Zinn an der Seiten zu einem Hyacinthfarbe⸗ nen Glaſe zerfloſſen; welches man auch erhaͤlt, wenn das Zinn in zweyen verlutirten Tiegeln behandelt wird, da man aber keinen Arſenik erhaͤlt. S. Ma rggraf in den Mem. del Acad. de Berlin. v. J. 1756. S. 122. ff. §. 6. Gegen die Mineralſaͤuren verhaͤlt ſich das Zinn auf fol⸗ gende Art: 1) Thut man 2 oder 3 Theile Vitriol zu 1 Theil ge⸗ koͤrnt oder gefeilt Ziun, und ſtellt es in die Waͤrme„ſo wird die Aufloͤſung dick und weißlich; laͤßt man dann alle Fluͤßig⸗ keit abrauchen, ſo erhalt man eine zaͤhe Materie, die meh⸗ rentheils an der Seite des Gefaͤßes ſitzen bleibt; gießt man, nachdem alles kalt geworden iſt, etwas Waſſer dazu und ſtellt 'es wieder in die Waͤrme, ſo geſchicht eine vollkommene Auf⸗ loͤ)ung, eine gleichſam ſchleimigte oder gallertartige Materie ausgenommen, welche zuruͤckbleibt, ſich aber auf die eben gedachte Art gleichfalls aufloͤſen laͤßt. r1. Anm. Man ſiehet alſo, daß das Bley(Cap. 23.§. 6. N. J.) und Kupfer(Cap. 22.§. 6. N. 1.) und das Zinn auf gleiche Anrtt in der Vitriolſaͤure aufgeloſet werden. 1 Dieſe Aufloͤſung im Vitriolol wird durch fixes Laugen⸗ ſalz gefaͤllet, da die Aufloſung etwas gelblicht wird, aber ihre Klarheit behaͤlt; vom Salmiakgeiſt wird ſie gruͤnlicht 411 und ein Niederſchlag, wie Schnee, erhalten; mit Harn⸗ geiſt erhaͤlt man einen fehr feinen und weiſſen Niederſchlag. S. Hierne Vent. Chem. T. II. S. 93.— 2.Anm. Deſtillirt man gekornt Zinn mit Vitrioloͤl, ſo ſub⸗ limirt ſich etwas Schwefel auf. S. Neumanns Chem. Zimmerm. Ausg. S. 1446. 3. Anm. Wenn man Zinngraupen oder Zinnerz in rectificir⸗ tem Vitrioloͤl in einem Glaskolben im Sandbade aufloͤſet, ſo geſchicht die Aufloͤſung mit einem Brauſen; gießt man ns dann heiſſes Waſſer dazu, und ruͤhrt die Miſchung um, ſeihet ſie durch, laͤßt ſte abdampfen, und anſchieſſen, ſeß a Ain u td etvos R 1 armms Lumiſ run ſwrtar tunden aus mn Stede as Fin n ſss ahr e dß di lun ſ innpue enum ſois Dqher un evos Ahm. Schender kaugenes lru uet ld w dctane löſung und den färbt 1(238) Re anem teinne dumen afe lißt glit, nd, und 5 1) diſg des 3 dycrith nt, wenn d ird, dam ⸗ 3 in den A 1 3 3 aſ l 1 Thi rme, ſon c all gü Prie, den J; güßtn azu ud Vommenel stige Man auf dih 13§.69. ein auf g — afftes kau It wird, tjſie grünt u; wit ho Niederſtz kiolol, d anns, in raſß dade ai 1 gich ſAſchun⸗ jjeßſen ißmn — Vom Zinn, Glocken und Stuͤck Gut. 42s Regu. Min. S. 60. 2) Vom Salpetergeiſt oder Scheidewaſſer wird das Zinn zu einer hellgefaͤrbten Aufloͤſung aufgeloͤſet, wenn man etwas gekoͤrnt Zinn nach und nach ins Scheidewaſſer wirſt; thut man es aber in groͤßern Stuͤcken hinein, oder gießt das Scheidewaſſer aufs Zinn, ſo zerfrißt es das Zinn erſtlich mit einem ſtarken Brauſen, loͤſet es aber hernach, nach einigen Stunden auf.(288) 12. Gießt man etwas Waſſer zu der Aufloͤſung des Zinns im Scheidewaſſer, und laͤßt die Miſchung ſo ſtehn, ſo wird das Zinn zu einer Gallerte, die weiß, am Boben des Gla⸗ ſes aber gelblich gefaͤrbet iſt. Gießt man viel Waſſer dazu, daß die Aufloͤſung ſehr verduͤnnt wird, ſo ſchlaͤgt ſich ein weiſ⸗ ſes Zinnpulver oder Zinnkalch nieder, der ausgeſußt„Magi- ſterium Jovis, genannt wird. Digerirt man die mit Scheidewaſſer bereitete Zinnaufloͤ⸗ ſung etwas, ſo ſchlaͤgt ſich ein Zinnkalch von ſelbſt nieder. 1. Anm. Dieſe Aufloͤſung des Zinnes im Salperergeiſt oder Scheidewaſſer laͤßt ſich durch Metalle, alkaliſche Erden und Laugenfalze faͤllen; aber verduͤnnt brauſet ſie weder mit firen noch fluͤchtigen Laugenſalzen, und veraͤndert die Far⸗ be des Violenſyrups nicht. Vom Vitriolgeiſt und Eßig⸗ geiſt wird ſie in Anſehung ihrer Farbe veraͤndert, und lei⸗ det einen Niederſchlag. S. Hierne a a. O. Iſt die Auf⸗ löſung aber geſaͤttigt, ſo wird ſie vom fixen Laugenſalze und dem mit Kalch deſtillirten Salmtakgeiſt verdickt, und faͤrbt den Violenſyrup gelb, wie Wein, aber nicht roth. Dd 5 2. Anm. (288) Nie wird das Zinn von ſehr in eine Gallerte uͤber, daß einem reinen Salpeterſauren voll, man kaum etwas Fluͤßiges davon kommen aufgeloͤſet, ſondern es ſcheiden kann; wie auch Herr bleibet gleich ein weiſſer Kalch zu⸗ Baume(Erl. Exp. Ch. Th. II. ruͤck, und bey zu ſchnellem Ein: S. 541, 542.) behauptet. A. d. U. werfen des Zinns geht alles ſo haͤlt man Zinn⸗Cryſtallen, Cryſtalli Jovis. S. Rönigs —x — 1 1 1 . 1 g t t de 1 1 ap 1 5 1 4 V6 —. „— 1 / (289) Der Nutzen der Zinn⸗ auflöſung zum Scharlachfaͤrben iſt zwiefach. Eines Theils giebt der erdichte Theil derſelben, in⸗ dem er ſich mit der Farbe verei⸗ nigt, derſelben mehrere Feſtigkeit und Dauer. Andern Theils aber erhoͤhet das Brennbare derſelben ſie, von der ins Violette fallen⸗ den, zur hochrothen Farbe. Des⸗ wegen muß man auch mit der Aufloſung vorſichtig zu Werke gehn, und alle Erhitzung dabey vermeiden, damit mit dem auf⸗ ſteigenden gelben Dunſt nicht dies erhoͤhende Brennbare davon ge⸗ he. Schon Kunckel warnete hievor. Die leichtere und voll⸗ kommenere Aufloͤſung des Zinnes, im Koͤnigswaſſer, iſt daher vor⸗ zuziehen. Doch muß auch hier mit dem Einwerfen des Zinnes behutſam verfahren werden. S. Poͤrnes Chym. Verſ. zum Ku⸗ 9 n 1 eoe Ben ün mehegrahe8 As daß lid. ſlerei hinne abrüſherts fatitit 5 mmi b al See ihn dber ſwefen Sühweſe Fulickbe 1 Ind. den der ſ 10za. 2¹ (a9d) de Saßge wiewolin das Sah un ſcwar „ oten mitn neigenden Dieſe letze zwiſchen bereitein ruch falt g eines Ei einem dai, mußte m rnicht Kochen,” tarker de flöſung Erhitan nit mit i nDunſ nbate din duncee eichtet 50 löſang de 6 1 er 3 ſt 1 H mh erfen ds ren ne3 . o' ven . V d Vom Zinn n Glocken⸗und Stuͤck⸗Gut ꝛc. 427 Zinnaſche loͤſet der Salzgeiſt ohne Schwierigkeit auf. Miiſcht man Theil Zinn mit 2 Theilen aͤtzenden Queck⸗ ſilber⸗Sublimat, und deſtillirt es aus einer Retorte, ſo er⸗ baͤlt man erſtlich einen rauchenden Geiſt, dann eine Butter, aus welcher man den Zinnkalch mit Waſſer faͤllen kann, dar⸗ nach ſublimirt ſich, wenn man ein Suppreßions⸗Feuer giebt, eine graue Materie auf, die mehrentheils ausgewachſen und figurirt iſt, leicht an der Luft zerfließt, und Binngummi, Gummi Joviale genannt wird. Gießt man etwas Eßig dar⸗ auf, digerirt ihn damit, und gießt ihn ab, und deſtillirt ihn uͤber, ſo laͤßt er ein rothes Pulver zuruͤck, das Zinn⸗ ſchwefel, Sulphur Jovis, genannt wied; loͤſet man dieſen Schweſel im Waſſer auf und dickt ihn ein, ſo erhaͤlt man ein gruͤnlichtes Salz, das Zinnſalz, Lal Jovis, genannt wird. 1. Anm. Wenn man den Salzgeiſt wohl verſtaͤrkt und dann abzieht, ſo verfluͤchtiget er das Zinn oder den Zinnkalch, wie auch die Faͤllung des Zinnkalches aus der Butter be⸗ zeuget; ſchneller aber geſchicht dieſe Verfluͤchtigung, wenn man das Zinn erſt mit gleichen Theilen Queckſilber ver⸗ quickt, und dieſes Amalgama mit eben ſo viel aͤtzendem Queckſilber⸗Sublimat vereinigt und dann deſtillirt, da man den ſogenannten rauchenden Geiſt des Libavs(Spiri- tus fumans Libavit) oder Fumigatorium perpetuum Jo- viale erhaͤlt, der nichts anders, als ein rauchender Salz⸗ geiſt iſt, der einen mit ihm verfluͤchtigten Antheil Zinn ent⸗ haͤlt.(S. Cap. 14.§. 23.) 2. Aum. * man ſie mit Hitze befoͤrdert, ſetzt ſie doch nachher einen ſchwarzen Kalch ab. Nach der Bemerkung gen der Faͤrbekunſt. Th. II. S. 30⸗ 32. A. d. U. (290) Ohne Digeriren laͤßt der Salzgeiſt allemal einen Kalch, eviewol in geringerer Menge als das Salpeterſaure, und zwar ei⸗ nen ſchwarzen zuruͤck. Auch wenn des Herrn Baume(Erl. Exp. Ch. Th. H. S. 543.) giebt die Auflöſung einen auſſerordentlich ſtarken Knoblauch⸗ oder Arſenik⸗ Geruch. A. d. U.. Vier und zwanzigſtes Capitel. 4²8⁸ 2. Anm. Dieſe Aufloͤſung im Salggeiſt brauſet ſowol mit firen als fluͤchtigen Laugenfalzen, und wird von enſälhim niedergeſchlagen. 1 4) Das Koͤnigswaſſer iſt das beſte Auflſungsniittel d Zinnes, beſonders„ wenn man es aus gleichen Theilen Salpeter⸗ und Sazgeiſt bereitet( 291), ob dieſe Aufloͤ⸗ ſung des Zinnes gleich auch wol mit einem aus 2 Theilen Salpeter⸗ und 1 Theil Salzg geiſt, oder auch in andern Ver⸗ haͤltniſſen, Veirichiet werden kann. Von dem Koͤnigswaſſer nunt man 3 Theile, gegen 1 Theil gefeilt oder gekoͤrnt Zinn, und digerirt(292) es, worauf, nach Verhaͤltniß der Staͤrke des Aufloͤſungsmittels und der Umſtaͤnde ein ſtarkes Brauſen und Aufloͤſen erfolgt. Dieſe Zinn⸗Aufloͤſungen ha⸗ ben gemeiniglich einen angenehmen Geruch, beynahe, wie der rothe Steinbruch, und ſind gelb von Farbe. Gießt man dieſe Zinn⸗Aufloͤſung in ein Glas, und ſtellet ſie an einen warmen Ort, ſo erhaͤlt man kleine achtſeitige Cryſtallen, am Boden und an den Seiten, wie kleine Haare, ſetzt man die Aufloͤſung aber in die Kaͤlte 2, ſo verdickt tt ſi ſich, wenn ſie recht geſaͤttigt iſt.(293) 1. Arn I. 0 (291) Dieſes Varhalruſß ſ iſt am beſten getroffen, wenn es bey der Aufioſung ohne Waͤrme, ſo wenig einen weiſſen, als ſchwar⸗ zen Kalch, fallen laͤßt. Aus der Farbe des Kalchs, wenn einer dabey abgeſchieden wird, kann man, wie zuvor angefuͤhrt, ſehen, welche Saͤure im Uebermaaße da iſt, da man denn von der andern ſo viel, wie noͤthig, zuſetzen kann, indem ſich das Verhaͤltniß des von heyden Saͤuren zu nehmen⸗ den Antheils, ohne eine genaue Beſtimmung ihrer Staͤrke, ſonſt nie beſtimmt angeben laͤßt. A. d. U. (29²2) Zur Erhaltung eines guten Scharlachs, oder minera⸗ liſchen Purpurs, darf man aus der in der 289ſten Anm. ange⸗ gebenen Urſache nicht ſo verfah⸗ ren, ſondern muß die Aufloͤſung ohne Waͤrme, und mit behutſa⸗ men Einwerfen des Zinns hey klei⸗ nen Portionen bewerkſtelligen. Wirft man zur Zeit zu viel hin⸗ ein, daß ſich die Auflöſung er⸗ hitzt, ſo geht nicht allein das Beſte weg, ſondern das Zinn wird auch dann zum Theil verkalcht. A. d. U. (293) Eine beſondere von uiie V dn hor ſce nlch z zi un Aun 3 ſclii lhs hraue tmn hn „ AIna Wat dn T mitan fangd und h papiers ven dn gſer t damg in der 6 39 in da⸗ 3 uums 1 öhan 1 wi ſüchn 4. ¹ dn, dßd mi und ch uftſing ke, folgl 1 44 tes , don 4 8 bon N giachtenx A ag hn tt ſötbot don denſit äſungen chen d dieſe A us 2 Th andern Ne Königsni ſekorntgr thäͤltnig ſe ein ſin lſängen deynohe, Güßmn ſie an en yſtalln, gett mnn c, weni 7,r. altung doder min rarf mnt. NYam. 9 t ſo in ndie Aufts mit beh Zinnst ji zewerkleln 4; au viſh lufim tt alti das Jine 1” gel rn noer u h Vom Zinn/ Glocken⸗ und Stuͤck⸗Gut c. 429 1. Anm. Die mit Koͤnigswaſſer bereitete Zinn⸗Aufloͤſung ſchlaͤgt den aͤtzenden Queckſilber⸗Sublimat weiß nieder, brauſet mit fixen und fluͤchtigen Laugenſalzen, und wird von ihnen gefaͤllt, faͤrbt auch den Violenſyrup roth. 2. Anm. Loſet man gefeilt Zinn in einem Koͤnigswaſſer auf, das aus guten und reinem Scheidewaſſer und Salmiak in dem Verhaͤltniß bereitet iſt, daß man halb Quent. Sal⸗ miak auf 2 Loth Scheidewaſſer nimt, und ſtellet die Aufloͤ⸗ ſung denn ſo an, daß man zu g Lorh Scheidewaſſer nach und nach alle Viertelſtunde einen halben Scrupel Zinn ein⸗ wirft, und zwiſchen jedem Einwerfen das Glas mit einem papiernen Stoͤpfel verſchließt, und ſo fortfaͤhrt, bis man ein halbes oder ganzes Loth Zinn hineingeworfen hat, nach geſchehener Aufloͤſung das Klare von dem niedergeſchlage⸗ nen Pulver in ein Zuckerglas abgießt, und mit grau Pa⸗ pier bedeckt, in einer Sandkapelle bey maͤßiger Waͤrme ab⸗ dampfen laͤßt, bis ſich kleine Cryſtallen zeigen, und ſie denn in der Kaͤlte ſitzt, ſo erhaͤlt man viele Arſenit⸗Cryſtallen. S. Henckels Anm. uͤber Reſpur S. 211. Marggraf in den Men. de lAcad. de Berlin v. J. 1747. S. 41. ꝛc. 3. Anm. Wie die Zinn⸗Aufloͤſung zur rothen Farbe des Föfüns(Color ruber Caſſii) zu bereiten ſey, wird in der Abhandlung vom Golde ausfuͤhrlicher berichtet werden. 4A F. 7. Von den Gewaͤchsſaͤuren wird das Zinn aufgelöͤſet, obgleich Zimmermann a. a. O. will, daß es ge⸗ woͤhnlich nicht geſchehe. Marggraf(in den Mem. de FAc. de Berlin. a. a. O.) hat durch die Erfahrung gefun⸗ den, daß das Zinn, ſowol im deſtillirten, als rohen Eßig, mit und ohne Digerire aufgeloͤſet werde. Setzt man die Aufloͤſung in die Waͤrme, ſo wird ſie immer dicker und di⸗ ccker, folglich ſtaͤrker, und es faͤllt ein weiſſes Pulver, wie verkalchtes Zinn, nieder. Ein Phund deſtillirten Eßig loͤ⸗ ſet, von 4 Loth Zinn, mehr als 3 Quentchen, folglich mehr als vom Bley, auf. Der deobachtete Verdickung dieſer Auf⸗ Ch. et Tnin. GOett. 1771. Obſ loͤſung habe ich in meinen uf. III. beſchrieben. A. d. U. 430 Vier und wanzigſtes Capitel. 10 Der Zinnkalch wird noch leichter, als das Zinn ſelbſt, aufgeloͤſet, und die Aufloͤſung erleichtert, wenn man den Zinnkalch zuvor etwas mit Salmiak reibet. Auch loͤſet ſich ſo wol das Zinn, als der Zinnkalch in andern Gewaͤchsſaͤu⸗ ben, als Citronenſaft, Rheinwein, u. a. m. auf. 1. Anm. Marggraf, der dieſe Verſuche mit aller Genauig⸗ keit angeſtellt hat, hat auch gefunden, daß ſich der Eßig mit ſtarkem Feuer zuletzt ganz vom Zinn abtreiben laſſe, ohne veraͤndert zu werden, und ſich hiebey zugleich einiger Arſenik aufſublimire. W 1 2. Anm. Aus der Auffoͤſung des Zinns im Eßig erhaͤlt man ein Finn⸗Magiſterium, wenn man ſie mit Vitriolgeiſt oder Laugenſalzen faͤllt. 3. Anm. Die mit Eßig bereitete Zinn⸗Aufloͤſung wird durch dden Vitrjolgeiſt niedergefaͤllt. Nach Mynſichts Anwei⸗ ſung laͤßt ſie ſich auch zum Anſchießen bringen, da man Zinn⸗Salz, Sal Jovis erhaͤlt, das man auch auf eben die Art, wie den Bleyzucker aus dem Bleykalch bereiten kann. (S. Cap. 23.§.7. N. 1.). Daß das Zinn die Saͤure im Esſig bricht, ſieht man daraus, daß dieſe Aufloͤſung den Violenſyrup gruͤn faͤrbt. §. Aus den angefuͤhrten Aufloͤſungen(§. 5. und 6.) ſieht man 1) daß das Zinn, beynahe, wie das Bley, und noch ſtaͤrker, von den Mineral⸗ und Gewaͤchsſaͤuren aufgeloͤſet wird, und folglich das Zinn 2) auch unter allen Metallen die geringſte Menge von Saͤure zu ſeiner Aufloͤſung erfordert. 3) Daß man die Saͤuren nachher vom Zinn voͤllig und un⸗ veraͤndert abſcheiden kann, und, auſſer der Salpeter⸗ und den Gewaͤchsſaͤuren, keine Saͤure dadurch abgeſtumpft wer⸗ de; auch muß man 4) merken, daß alle dieſe Aufioſungen einen bittern Geſchmack, wie die Silber⸗Aufloͤſungen, ha⸗ ben, indem es wol wahr iſt, daß Eßig, wenn man ihn in einem zinnernen Gefaͤße ſtehen laͤßt, einen ſuͤßen Geſchmack erhaͤlt(S. Langii Onuſc. I. 1. S. 669.); das Zinnſalz, oder Iußt ardeg der Beuc uddmä gä. ) A bnge Im um’ 3 Metle 9 -)¹ dufgelſete Tufing 3 defliren ſtwche Wa Mwaſſr n n dißſm idr ufg enſa dde dam Sän oohge Sim an man uch liſe Gevichi j. äller Gac ſich dr btretben ugleich an⸗ iig aätn rit Viro. ung witdu ſichts Am ingen, Ran ich aufeben Jbereitegt die Stur (Außzöſenge 0” ’ eren aufpe ſſang aſ⸗ ſvöllgu Salpet Bſtumſn eAhftien löſängn 5 n man 1 en de das S0 das 4 Vom Zinn, Glocken⸗ und Stuͤck⸗Gut ꝛc. 431 oder der Zinnzucker, aber doch keine ſolche Suͤßigkeit, wie der Bleyzucker an ſich hat. 5) Werden ſie von Laugenſalzen und dem Kochſalz gefaͤllt. 5. 3§. 9. 1— Von den Laugenſalzen wird das Zinn gleichfalls auf⸗ geloͤſet: 3 1) Wenn man Laugenſalz mit gekoͤrnten Zinn ſchmilzt, und lange im ſtarkem Feuer im Fluße haͤlt, ſo wird das Zinn zum Theil auf eben die Art, wie die uͤbrigen unedlen Metalle, verſchlackt. 2) Wenn man gefeiltes Zinn in ſcharfer Lauge, oder aufgeloͤſetem aͤtzendem Laugenſalze kocht, ſo geſchicht einige Aufloͤſung. 1 — 3) Vom fluͤchtigen Laugenſalz, nemlich dem mit Kalch deſtillirten Salmiakgeiſt, wird das Zinn gleichfalls aufgeloͤ⸗ ſet, welche Aufloͤſung ſich auch zum Anſchießen bringen laͤßt. Wenn man das Zinn aus ſeiner Aufloͤſung im Schei⸗ dewaſſer mit Salmiakgeiſt niederſchlaͤgt, und nachher mehr von dieſem Geiſt zugießt, ſo wird der Niederſchlag zuletzt wieder aufgeloͤſet. Will man das Zinn auch mit fixem Lau⸗ genſalz oder zerfloſſenem Weinſteinoͤl niederſchlagen, und dann Salmiakgeiſt auf den niedergeſchlagenen Kalch gießen, ſo geht gleichfalls einige Aufloͤſung vor ſich. . EC. 10. Gegen die Mittelſalze verhaͤlt ſich das Zinn auf folgen⸗ de Art: 8 1) Wenn man Zinn ſchmilzt, und wenn es im Fluſſe ſteht, doppelt ſo viel Kochſalz Loffelweiſe dazu ſchuͤttet, nach⸗ dem dieſes aufgehoͤret hat zu kniſtern, die Maſſe umruͤhrt, und ſo lange im Feuer haͤlt, bis kein Zinn mehr zu ſehen 1i, 1 5 ₰ 43² Wiat und zwanzigſtes Cxwitl. ſo wird das Zinn verkalcht, und man erhält einen weiſſe Zinnkalch, wenn man das Salz ausgelaugt hat.„ Daß auch die Salzlauge das Zinn zerfrißt, ſieht man cheils aus der ſchwarzen Farbe, die zinnerne Gefaͤße anneh⸗ men, wenn man ein ſalzes Gericht, oder Salzlauge, dar⸗ inn ſietzen laͤßt, oder heiß uͤber dem Feuer erhaͤlt; theils aus der Verkalchung, die man bemerkt, wenn gekoͤrnt, oder ge⸗ feilt Zinn mit Salzlauge gekocht wird. 8 Anm. J. A. Hoffler hat in einer im J. 1753., unter dem Vorſitz des Hrn. A. E. Buͤchner, vertheidigten Difl. ds cir cumſpetto ufu vaforum ſtannesrum, etc. S. 30. ff. gewieſen, daß Eygeib und Eyweiß, beſonders, wenn ſie ſtark geſal⸗ zen worden, das Zinn ſo angreife, daß es ſchwarz wird, und Katzen, die von ſolchen Eyern gegeſſen haben, Erbre⸗ chen bekommen haben, und krank geworden ſind. 2) Mit Salpeter verpuft das Zinn im Feuer ſebr, und der Salpeter wird hiebey alkaliſitt. Wenn man zu 1 Theil Zinn, das im Fluß gehalten wird, nach und nach 2 Theil Salpeter thut, und die Miſchung dann in eine gleichfoͤrmige Hitze, wobey ſie nicht uͤberſteigt, wohl einſieden laͤßt, ſo er⸗ haͤlt man nach der Auslaugung einen weiſſen Kalch. 1. Anm. Wenn man das Zinn auf die Art mit dem Salpeter verpuffen laͤßt, daß man fein gekoͤrnt Zinn mit gleichen Theilen Salpeter untereinander mengt, und dieſe Miſchung nach und nach in eine mit einem Stopſel verſehene gluͤhen⸗ de Retorte ſchuͤttet, vor welche eine Vorlage gelegt iſt, ſo ſteigt ein weiſſer Dampf auf, und es ſetzen ſich Zinnblu⸗ men, Flores Stanni, im Halſe an, die ausgeſuͤßt werden muͤſſen. 2. Anm. Wie Potiers Schwindſuchts⸗M littel,(Anti- hecticum Poterii) und der 3 Zinn⸗ Bezoar(Bezoardicum Joviale) bereitet werden, iſt ſchon angefuͤhrt worden.(S. Cap. 19.§. 21. N. 4. 2. u. 3. Anm.) 3) Gegen die Mittelſalze 4 welche eine Vieriolſiure enthalten, wie der vitrioliſirte Weinſtein, das Dapyelia *⁴ nd Wnd all, und i den Kehg — zce m ſhag ür⸗ nuhnathal dem u bin F.ÄS, A dder einen Meynung, haltige penn man befteyet 1Anm. löſung *, Jnm. Nrial Salmi zimm Godd⸗ Mi mäben 1 wenn m (Lop. n. Im die E Wmeldet n 4 einen 1 ßt. ſesr heſäße 0 alzlauge, t thelt brnt, oe ' 3, unte digten di 0. ff ge. Kſie ſtat s cwant ſhaben, C. Kſid. Feuer ſc dan zu noch 2 eglechſn n laßt, alch. dem Ei n mit gie deſeit ſeheneg (gelegt ſich Jin. zgeſüht m Nitte G (Bexoad- twotden Virit V 6 dan V Vom Zinn, Glocken⸗ und Stück Gut ꝛc. 433 und Wunderſalz, verhaͤlt ſich das Zinn, wie die andern Me⸗ talle, und wird von ihnen im Fluß vermoͤge eines Zuſatzes von Kohlgeſtuͤbe aufgeloͤſet. 4) Verſetzt man einen wohl calcinirten Zinnkalch mit 2 oder 3 mal ſoviel Engliſchen Salz, und calcinirt dieſe Mi⸗ ſchung uͤber eine Stunde recht ſtark, ſo wird der Zinnkalch mehrentheils aufgeloͤſet und das Salz alkaliſiret; reibt man es denn zu einen Pulver, und feuchtet es mit Waſſer an, ſo erhitzt es ſich ſtark, aber nachher wird das Gemenge ſtein⸗ hart; reibt man es und loͤfet es in Waſſer auf, ſo erhaͤlt man eine gute Zinnaufloͤſung, aus welcher ſich mit zerfloſſenem Weinſteinoͤl ein Binn⸗Magiſterium niederſchlagen laͤßt. S. Zimmermann in den Anm. zu C. NMeumanns E. S. 1448.. 3) Verſetzt man ſehr fein gekoͤrntes oder gefeiltes Zinn, oder einen feinen Zinnkalch, mit 2 bis 3, oder nach einiger Meynung, mit 4 mal ſo viel Salmiak, ſo erhaͤlt man Zinn⸗ haltige Blumen, Flores Joviales, die ganz weiß ſind, wenn man den Sublimat nur wohl ausſuͤßt, und vom Sal⸗ ze befreyet. 1. Anm. Digerirt oder kocht man Zinn etwas in einer Auf⸗ löſung des Salmiaks im Waſſer, ſo wird es zerfreſſen. 2. Anm. Digerirt oder kocht man einen wohl calcinirten Zinnkalch in einer Aufloͤſung des geheimen Glauberſchen Salmiaks, ſo wird es aufgeloſet, und dieſe Aufloͤſung vom Zimmermann a. a. O. zur Faͤllung des Carmins und der Gold⸗Aufloſung vorzuͤglich geruͤhmt. §. 11. Mit dem Schwefel vereinigt ſich das Zinn gern zu einer muͤrben glaͤnzenden Maſſe. Wie ſich das Zinn verhalte, wenn es mit Schwefel ſchichtweiſe eingeſetzt wird, iſt ſchon (Cap. 11.§. 15. N. 5.) erwaͤhnt, und ſein Verhalten ge⸗ gen die Schweſel⸗Leber gleichfalls(Cap. 10.§. 10. N. 9. d.) gemeldet worden. Hier will ich nur noch dies hinzufuͤgen, Ee daß, 434 Vier und zwanzigſtes Capite. daß, wenn 5 Theile fein gekoͤrnt Zinn mit 3 Tbeilen gepul⸗ verten Schwefel in einer Pfanne aufs Feuer geſetzt werden, dieſe Miſchung, ſo bald der Schwefel zu brennen anfaͤngt, hell abbrennt, wie Schwefel und Salpeter, und ein Pulver zuruͤcklaͤßt, das ein Zinnkalch, oder gebranntes Zinn, Stannum uſtum iſt. Wenn das Zinn nicht alles verkalcht worden iſt, ſo kann man mehr Schwefel hinzuthun. Dieſer Zinnkalch iſt zum Theil grau, zum Theil ſchwarz, glaͤnzend, und kann durch ſtarkes Caleiniren, zu einer dun⸗ keln Umberfarbe gebracht werden, und wenn man mit dem Feuer noch laͤnger anhaͤlt, ſo wird er erſt wieder ſchwarz, ſo grau, und zuletzt im Streichfeuer weiß. S. Junkers Couſp. Chem. I. I. S. 960; Man ſieht hieraus, daß ſich der Schwefel nicht ſo leicht vom Zinn abſcheiden laͤßt, und dieſe Miſchung ſehr ſchwerfluͤßig iſt. Anm. Wenn man einige kleine Stuͤcke Schwefel nach und nach zu Zinn ſchuͤttet, das in einem Tiegel im Fluſſe ſteht, ſo vereinigt ſich etwas davon mit dem Zinn, das dann, wenn man es ausgießt, wie Zink ausſieht. Wenn man ein ſolches ſchwefelhaltiges Zinn, hernach in einem Tiegel fließen laͤßt, ſo zeigt es ſowol in Anſehung der Blumen, als der blauen Flamme, beynahe dieſelben Erſcheinungen, als der Zink. 2 1§. 12. Aus den angefuͤhrten Verſuchen ſieht man, daß das Zinn ſowol in der Luft, als im Waſſer wenig oder gar nicht verkalcht wird, ob es gleich etwas anlaufen kann.(S.§. 3. und 4.) So wird es auch vom Queckſilber nur auf der Ober⸗ flaͤche verkalcht.(S. Cap. 14.§. 23.) Deſto leichter und geſchwinder wird es hingegen verkalcht: 1) im Feuer(§. 5. N. 5), 2) von Mineralſaͤuren, und zwar zu einem weiſ⸗ ſen Kalch, oder gallertartigen Materie(§. 6.); 3) von Gewaͤchsſaͤuren(§. 7.); 4) von Laugenſalzen(§. 9.); 5) von Mittelſalzen(§. 10.); 6) vom Schwefel.(§. 11.) Wum Ac twitn men, vel überan, d h ſt priſt, T Tnai, gen h) le f, und de oſch Materie e (e9)! bar vor ſitzen ſhen benn Kcgen zur? en(daes enannt wi ſhiren( innglaſ unr, zum l duraſihfide glchict. dirſch ſh und in de ſczungen gübt, ſo aus einer Ble dammi de dewälte des theis wnn ſergut ger nan es, n in worden undünnen heilen 9 eſetzt nr 1 nen anſt nd ein untes ze alls veit thun. Theil ſce zu eine nan mi. t ſchwm Juni aus, diß den läßt, Wefel nate im Fluſe nn, das Wenna in einem d der Viu Erſcheinu Fuur 6' X Vom Zinn, Glocken⸗ und Stuͤck⸗Gut ꝛc. 435 Alle dieſe Kalche, die in Anſehung der ſtaͤrkern oder ſchwaͤchern, grauen oder weiſſen Farbe verſchieden ſind, kom⸗ men, wenn ſie ſtark genug calcinirt worden ſind, darinn uͤberein, daß ſie a) ſchwer zu verglaſen ſind, aber mit Glasſaͤtzen ein weiſſes, milchſarbichtes Glas geben, das Schmelzglas, Email, genannt wird.(294) b) leichter, als das Zinn ſelbſt, in Saͤuren aufgeloͤ⸗ ſet, und durch den Salzgeiſt verfluͤchtiget werden. c) ſchwer zu reduciren ſind, und hiezu viel brennbare Materie erfodern. (294) Der Zinnkalch giebt zwar vor ſich ſelbſt mit Glas⸗ ſatzen ſchon ein milchichtes und undurchſichtiges Glas, das des⸗ wegen zur Bedeckung von Metal⸗ len(da es Schmelzglas, email, genannt wird) und thoͤnern Ge⸗ ſchirren(da es auf Fayencefabri⸗ ken Zinnglaſur oder weiſſe Gla⸗ ſur, zum Unterſchiede von der durchſichtigen Bieyglaſur, heißt) geſchickt iſt. Weil aber das Zinn vor ſich ſchwer zu verkalchen iſt, und in den gewohnlichen Ver⸗ ſetzungen eine zu matte Glaſur giebt, ſo nimt man hiezu einen aus einer Verſetzung von Zinn und Bley bereiteten Kalch, der dann mit dem Glasſatze im Feuer⸗ gewoͤlbe des Brennofens mehren⸗ theils verglaſet, ſtergut genannt wird, worauf man es, nachdem es fein gemah⸗ len worden, unter Waſſer zu ei⸗ nem duͤnnen Brey ruͤhrt, da hinein und dann Mei⸗ Ee 2§. 13. getunkte gebrannte rohe Scher⸗ ben gleich, mit einem pulverhaf⸗ ten Ueberzuge, bedeckt werden, der hernach, im zweyten Feuer vollkommen verglaſet, die Gla⸗ ſur ausmacht. Das Bley muß derſelben einen Glanz wie das Zinn die Weiſſe, Undurchſichtig⸗ keit und Schwerfluͤßiakeit geben, wovon das zu beobachtende Ver⸗ haͤltniß dieſer beyden Metalle ab⸗ haͤngt, und weil ſehr weiſſe, d. i. ſehr zinnhaltige Glaſuren matt bleiben, werden dieſe auch wol, wo man beydes zugleich in eini⸗ ger Vollkommenheit haben will, mit einer Bleyalaſur uͤberzogen, die dann die Quart genannt wird. Der Glasſatz beſtehet in reinem Quarzſande, oder gepuͤlverten Kieſeln, und mineraliſchem Lau⸗ genſalze, woher man ſich der So⸗ de oder Glasgalle bedienet“ Das mineraliſche Laugenſalz iſt darum vorzuͤglich, daß man mehr davon nehmen, *⁴ 436 Vier und zwanzigſtes Capitel. 4 13. Da die im vorigen§. angefuͤhrten Zinnkalche oder Zinnerden mit brennbarem Zuſatz zu Zinn reducirt werden koͤnnen(§. 12. c.); ſo iſt es offenbar, daß dieſe Erde oder Kalch eine beſtimmte metalliſche Erde iſt, aus welcher man mit einem brennbaren Zuſatz Zinn bewuͤrken kann. §. 14. 1 1 Beym Zuſammenſchmelzen mit andern Metallen zeigt das Zinn folgende Eigenſchaften: 1) Gold und Zinn zuſammengeſchmolzen, giebt eine bruͤchige Maſſe, wie Glas, nem feinen Staube puͤlvern k die man in einem Moͤrſel zu ei⸗ ann, und iſt es etwas recht be⸗ ſonders, daß zwey ſo geſchmeidige Metalle, blos durch ihre Vereinigung im Fluſſe eine ſo leicht zu puͤlvernde Maſſe ge⸗ ben; auch iſt es etwas beſonders, daß dieſe Maſſe eine weiſ⸗ ſe Farbe hat, ob man gleich eben ſo viel Gold als Zinn zu⸗ genommen hat. nehmen, und alſo eine leichtfluͤſ⸗ ſige Glaſur erhalten kann, ohne daß ſie ſo leicht in der Luft wan⸗ delbar wird, als wenn man ein ſixes Laugenſalz aus dem Ge⸗ waͤchsreich dazu naͤhme. Dieſe Glaſur paßt eigentlich nur auf die Thonarten, welche wegen ei⸗ nes geringen Eiſengehalts nicht dunkel, ſondern nuͤr eyergelb, nach dem Brande gefaͤrbt ſind. Auf den Thonen, welche ſich roth brennen, will ſie nicht ſo gut ſitzen, und da hieraus gemeinig⸗ lich wohlfeilere Sachen gemacht werden, wurde es koſtbarer ſehr weiſſer Glaſuren nicht verlohnen. Calcinirt man dieſe gepuͤlverte Maſſe im Feuer, Ueberhaupt aber zeigen ſich die Thone in Annehmung der Gla⸗ ſuren ſehr verſchieden, welches eines Theils von der verſchiedenen Fettigkeit und daher unterſchie⸗ denen Schwindung derſelben her⸗ zuleiten iſt, und muß man daher das paſſende Verhaͤltniß der In⸗ gredienzen bey einer jeden Thon⸗ art durch Verſuche ausfindig ma⸗ chen, weswegen man hieruͤber auch keine allgemeine Vorſchrift geben kann. Mit dem Zinnkalche werden ſonſt auch die koͤnſtlichen Opal⸗ fluͤſſe gefaͤrbet. A. d. ä. Faur, e liſe Farber ka Gid h ſi benniiin, ternitem unß, ſr lie, zw thenden Arm. der drig (2 ' Njſtad beudſe 1 Thl? iin ſen kkünnr ds von ſchdechm N Vom Zinn, Glocken⸗ und Stuͤck⸗Gut ꝛc. 437 nkalche Feuer, ſo wird ſie erſt ſchwaͤrzlich, darnach weiß, wie ande⸗ ueir 8 re Aſche, ohne ein anderes Zeichen einer rothen oder gelben ſe Ed Farbe; auch kann man mit dem beſten Vergroͤßerungsglaſe wecha 1 kein Gold darinn wahrnehmen, wenn man dies Pulver auch u. noch ſo ſtark calcinirt; auch laͤßt es ſich nicht mit Queck/ lalber verquicken, wie leicht ſich uc ſowol das Gold als das Zinn verquicken laſſen. Bringt man das calcinirte Pulver zum Fluß, ſo wird es zum Theil zu einem gelben Goldhaltigem ſeralle Glaſe, zum Theil aber giebt es einen aus Gold und Zinn be⸗ ſtehenden Koͤnig. , gütt Anm. Einige Chemiſten melden, daß ſchon blos der Dunſt aMläörſ oder Dampf von geſchmolzenem Zinn das Gold und auch 2ros ett einige andere Metalle braͤchig zu machen im Stande ſey. 6 dunh 6295) - 4 Naſe 2) Silber und Zinn zuſammengeſchmolzen giebt eine Sſſeairem Maſſe, die ſich nicht haͤmmern laͤßt, ſondern gleichfalls muͤr⸗ lals Zim be und ſproͤde iſt, beſonders, wenn man 2 Theile Silber mit de Maſ 1 Theil Zinn zuſammen ſchmilzt. Calcinirt man dieſe Maſ⸗ a ſe im Feuer, nachdem man ſie vorher klein zerſtoſſen hat, ſo bekoͤmmt ſie das Anſehen einer Zinnaſche, ohne daß man et⸗ djeigen ſ was vom Silber darinn wahrnehmen kann, indeſſen läͤßt ſie Amg de ſich doch mit Queckſilber verquicken. haihit 3) Wie ſich das Zian zum Kupſer verhäͤlt. S. Cax. dir uneſt 22.§. 20. N. 3. tederſebn 1. Anm. Wenn man auf 100 Theil Kupfer 12 Theile Zinn, 3 ß wan u welches ohngefehr den achten Theil ausmacht, oder wie es ültniß de bey uns gebraͤuchlich iſt, auf 360 Mark Kupfer,(welches r aͤn d 18 Ließpfund und 4 Mark ausmacht) 36 Mark Zinn(das A ausfröhe Ee 3 1 Ließ⸗ Aman ſen ein Uſtt.(293) Dies geht ſoweit, daß BHauptmittel zur Wiederherſtel⸗ wenn nur ſehr wenig Zinn in eine lung der Geſchmeidigkeit des hie⸗ Eſſe geworfen wird, in der Folge durch ſpröde gewordenen Goldes Kkilce n alles Gold, ſo man darinn iſt das Schmelzen mit ein wenig n,s ſchmilzt, ſproͤde wird, woferne aufgeworfenem aͤtzendem Subli⸗ 9,1, nicht alle Steine herausgeriſſen„mat. A. d. U. und neue eingeſetzt werden. Ein 4 2) 8 A. 8 Vier und zwanzigſtes Capitel. 1 Ließpfund und 16 Mark ausmacht, und beynahe ein Ver⸗ aͤllnis des Zinns zum Kupfer, wie 1 zu 10 geben) nimt. (S. WMeyers Tal om HMletall-Arbetet. S. 20.) ſo erhaͤlt man durch gehoriges Schmelzen und Gießen, beſonders, wenn man noch etwas Meßing hinzuſetzt, eine harte gelblichte Metall⸗Miſchung, die Stuͤck⸗Uletall, Metallum Tormen- torum genannt wird; gemeiniglich aber nimt man Bley an ſtatt des Zinnes, in einem etwas verſchiedenen Verhaͤlt⸗ niſſe. Verſetzt man aber 100 Theil Kupfer mit 20 Theilen Zinn, welches den fuͤnften Theil ausmacht, wiewol einige auch den dritten Theil, oder noch ein großeres Verhaͤltniß, wieder andere, wie bey uns, auf 16 Theil Kupfer 4 Theile Zinn mit einem Zuſatz von Meßing oder Zink nehmen, da alſo das Zinn den vierten Theil ausmacht, ſo erhaͤlt man eine laͤutende bleichgelbe metalliſche Miſchung, die zu Glo⸗ cken gebraucht, und daher Glocken⸗Gut, auch Glocken⸗ Erz, Metallum Campanarum, oder Aes Caldanium ge⸗ nannt und auch zu Brennſpiegeln gebraucht wird. Heu⸗ tiges Tages nimt man gemeiniglich Bley, an ſtatt des Zin⸗ nes, da denn der Laut, nach dem Verhaͤltniß der Geſtalt und Größe der Glocken verſchieden iſt. Des Plinius Glockenſatz beſtand aus 100 Theilen Kupfer gegen 4 Theil Zinn, und die Glockenſpeiſe der Alten aus 100 Theilen Kupfer gegen 12 und 1 halb Theil Zinn.— Verſetzt man 3 Theile Zinn mit 1 Theil Kupfer und ein wenig Arſenik, und vermiſcht es mit ſchwarzem Fluß, oder Salpeter und Schwefel, wodurch der Arſenik figirt und das Metall erhalten wird, und bringt ſolches in Fluß, ſo erhaͤlt man ein feſtes, hartes und feines ſtahlfarbenes Metall, das zum Brennſpiegel gebraucht werden kann, und Metallum chalybeum genannt wird. Gerber meldet in der Oſtindiſchen Naturgeſch. S. 60., daß das Indianiſche weiſſe Cancham oder Von⸗ Kaldin⸗ genannte Metall, aus 8 Theilen Kupfer und 2 heilen Zinn bereitet werde. Verſetzt man 12 Theile Zinn mit einem Theil Spieß⸗ glas⸗Koͤnig, und ein 48 Theil Kupfer, welches 2 Quent⸗ chen auf 12 Unzen betraͤgt, und ſchmilzt dieſe Miſchung, ſo erhaͤlt man ein weiſſes glaͤnzendes Metall, das Zaͤrt⸗ Zinn, Stannum induratum et reſplendens, genannt dir „ u 1.Wm i dungs 2 Am. ͤlit ſwir 849 d 9) außoſe 93 dnanderz di daeunee hand man ds f 6 ſtenp Fan nahe eng geben) n ſo ethältn ondets,m darte geltee lum Tor tman alat denen De nit 2- d wiewwelir es Verhon upfer. at nehma, ſo erhätn 9, de uc. luch Gioch Taldanim. at wird h en ſtatt den duiß der bi⸗ des Phn gegen 1 5 Loo d eupfer unr en Fluß kuük fiotn 8 in Fui zahlfatte werden e drale hes 20“ jeſe N l, das⸗ av genom b 4 Vom Zinn, Glocken und Stuͤck⸗Gut ꝛc. 439 Auch hat Marggraf a. a. O. beobachtet, daß das Zinn durchs Eiſen glaͤnzend gemacht werde. 2. Anm. Scheiden laͤßt ſich das Zinn ſchwerlich vom Kupfer;; vielleicht geht es mit Scheidewaſſer an, als welches das Kupfer aufloͤſet, aber das Zinn zu einem Kalch zerfrißt(S. §. 6. N. 2.), oder mit Salmiakgeiſt, der das Kupfer wol, das Zinn aber nicht auders, als wenn es verkalcht iſt, aufloͤſet. 4) Zinn und Bley ſind die Metalle, welche ſich mit einander zuſammenſchmelzen laſſen, ohne daß ihre Dehnbar⸗ keit darunter leidet.(S. Cap. 23.§. 16. N. 3.) 1. Anm. Da dieſe Verſetzung im gemeinen Leben, zu aller⸗ hand Gefäß zen und mancherley Behuf, ſehr gebraͤuchlich iſt, man in dem Verhaͤltniß derſelben aber ſehr abweicht, ſo iſt es faſt in allen Laͤndern feſtgeſetzt, daß ein ſolches verſetz⸗ tes Zinn, nach dem Verhaͤltniß des Bleyes, zum Zinn ge⸗ ſtempelt, und daher pfuͤndiges oder geſtempeltes Finn, Stannum mixtum, genannt wird. a) Zweyſtemplichtes Jinn nennt man das, ſo aus 2 Theilen Zinn gegen 1 Theil Bley beſteht, und iu Schwe⸗ den zu verarbeiten verboten iſt.. b) Dreyſtemplichtes Zinn wird das genannt, ſo aus 83 Theilen Zinn gegen 17 Theil Bley beſteht. c) Das vierſtemplichte Zinn haͤlt in hundert Theilen 97 Theile Zinn und 3 heile Bley. In Anſehung der Verſetzung mit dem Bley wird das Zinn auch 2, 3, 4, 5 oder 5, auch mehr pfuͤndich ge⸗ naunt, nachdem es 2, 3, 4, 5, 6 oder mehrere Theile Zinn gegen das Bley enthaͤlt. So muß alſo das drey⸗ ſtemplichte Zinn ſechspfuͤndig ſeyn, u. ſ. w. 2. Anm. Die Scheidung des Zinnes vom Bley iſt in der Chemie bisher noch unbekant, wurde aber eine hoͤchſt⸗ noͤthige Erfindung ſeyn. 5) Zinn und Eiſen laſſen ſich vereinigen, und das Zinn behaͤlt ſeine Dehnbarkeit, wenn man nur wenig Eiſen hinzu⸗ ſetzt, und wird auch glaͤnzend davon.(S. Cap. 21.§. 18. N. 4.) Ee 4 1. Anm. 440 Vier und zwanzigſtes Capitel. 1. Anm. Aus der Verſetzung mit Eiſen iſt das Zinn ſchwer zu ſcheiden, indeſſen kann man es doch einigermaßen mit Scheidewaſſer bewuͤrken, welches das Eiſen aufloͤſet, das Zinn aber zerfrißt„oder verdickt, wenn man Waſſer zu⸗ gießt, oder mit Vitriolgeiſt, wodurch auch das Eiſen auf⸗ geloͤſet wird. 2. Anm. Es iſt merkwuͤrdig, daß ſich das Eiſen mit ge⸗ ſchmolzenem Zinn vereinigt, wenn man es darein wirft (296); wenn man aber Zinn zu geſchmolzenem Eiſen wirft, ſo wirft das Eiſen, mit dem Zinn, in kleinen runden Kuͤ⸗ gelchen um ſich, die wie Granaten zerſpringen. 6) Mit dem Queckſilber vermengt ſich das Zinn gerne. (S. Cap. 14.§. 27.) Anm. Wie man hieraus Muſiv⸗Gold und das Pumigato- rium perpetuum Joviale bereiten kann, iſt ſchon angefuͤhrt (Cap. 14.§. 28. ff.) 7) Arſenik und Zinn vereinigen ſich zu einer glaͤnzenden und ſproͤden Miſchung.(S. Cap. 15.§. 23. N. 4.) Aunm. Aus Arſenik, Zinn und Eiſen erhaͤlt man, wenn ſol⸗ che zuſammen geſchmolzen werden, ein n weiſſes Metall, das wie Silber ausſieht. 8) Kobold und Zinn vereinigen ſich zu einem dehnba⸗ ren Metall.(S. Cap. 16.§. 5. N. 4.) 9) Nikel und Zinn vereinigen ſich zu einem weiſſen Me⸗ tall.(S. Cap. 17.§. 9. N. 4.) 10) Wißmuth und Zinn laſſen ſich auch mit rander vereinigen.(S. Cap. 18.§. 9. N. 4.) 6*.. 5 I. Anm. (296) Hierauf beruhet das Verzinnen des Eiſens. Die zu verzinnenden Eiſenbleche werden, damit das Zinn ſich wohl anhaͤn⸗ gen moͤge, zuvor mit einer Beitze, von ſagrem Kleywaſſer, oder dem ſauren Waſſer von dem, zur Be⸗ reitung der Staͤrke, eingeweich⸗ ten Weitzen, oder einem Abſüde von jungen Tannenſpitzen, gebeitzt und von allem Roſt und Ham⸗ merſchlage befreyet. A. d. U. Tot J. Ann. dos- u) *,Ay. Tyſö täien! nuth d worden 2 Dl den ma bodect Faer meht 1. (Lo. 8- Aum. Echr (E 12) krlert de iit gor; Lan.. 1.W 1 )) 14 Vom Zinn, Glocken⸗und Stuͤck⸗Gut ꝛc. 441 asJimn ,. aun 1. Anm. Aus Zinn, Wißmuth und Queckſilber bereitet man Nauftöſt das Muſiv⸗Silber oder unaͤchte Nahl⸗Silber, Argen- nan Vn. um Muiivum, wie(Cap. 14.§. 32. 3. Anm.) angefuͤhrt iſt. das Eſn 2. Aum. Joͤnig fuͤhrt in Regn. Min. S. 65. an, daß man Muſiv⸗Gold aus Zinn und Wißmuth auf folgende Art be⸗ reiten koͤnne: Man ſchmilzt 2 Loth Zinn, thut 4 Loth Wiß⸗ ſun muth dazu, und ruͤhrt es wohl um; nachdem es kalt ge⸗ ten Eſſan worden, reibt man es mit 2 Quentchen Schwefel, und en nudn 2 Quentchen Salmiak durch und thut es in einen Kolben, ger 1 den man in eine Sandkapelle ſetzt, und mit einer Scheibe ee. bedeckt, worinn ein kleines Loch iſt, worauf man das ſas Jim, Feuer nach und nach verſtaͤrkt, bis die Miſchung nicht n mehr raucht. das Pmn⸗ 11) Das Spiesglas vereinigt ſich mit dem Zinn. So auch der Spiesglaskoͤnig.(Cap. 19.§. 21. N. 4.) ſzonen(Cap. 19.§. 20.) V Anm. Wie man einen zinnhaltigen Zinnkoͤnig, Potiers ner gläne 1 3 Schwindſuchts⸗Mittel und Zinnbezoar hieraus erhaͤlt, iſt (Cap. 19.§. 21I. N. 4. 1. 2. u. 3 Anm.) angefuͤhrt. knan, dem reiſſs n 12) Mit dem Zink vereinigt ſich das Zinn leicht und peerliert dabey wenig von ſeiner Geſchmeidigkeit, wofern man dem dM nicht gar zu viel Zink gegen das Zinn genommen hat.(S. 6 Cap. 20.§. 11. N. 4.) 1. Anm. Bey dieſen metalliſchen Verſetzungen iſt zu be⸗ an weiſt merken: 1) Daß die Verſetzungen aus Silber und Zinn, Kupfer und Zinn, Wißmuth und Zinn, eine groͤßere eigen⸗ mit eie 1 ni thuͤmliche Schwere haben, als ſie nach den Geſetzen . der Vereinigung haben ſollten; dahingegen die Verſe⸗ 19 tzungen des Zinns mit Gold, Bley, Zink und Spieß⸗ glas⸗Koͤnig eine geringere eigenthuͤmliche Schwere von dem, haben. 4— rke, einn 2) Daß das Zinn faſt alle Metalle, beſonders das Gold ereinen! und Silber, ſproͤde macht, ausgenommen das Eiſen, V Bley, den Kobold, und zum Theil den Zink, welche, nſoißen, 1 1 dell 5 4 un beſonders der Kobold, ihre Geſchmeidigkeit behalten. ſe. 3 Ee5 2. Anm. 442 Viier und zwanzigſtes Capitel. 2. Anm. Die Verwandſchaft des Zinns ſteht, wie es ſcheint, in folgender Ordnung: 1) Zum Zink, in Anſehung der großen Aehnlichkeit, die zwiſchen ihnen ſtatt findet; 2) zum Queckſilber, wie man aus dem Muſiv⸗Gold ſieht; 3) zum Spießglas⸗Konig; 4) zum Eiſen, das ſich ſchwerlich vom Zinn ſcheiden laͤßt; 5) zum Kupfer; 5) zum Bley, das ſich leicht mit dem Zinn vereinigen, aber ſchwer wieder davon ſcheiden laͤßt; 7) zum Wißmuth, durch welchen das Zinn, wie durchs Bley, vom Silber und Gold geſchieden werden kann; 8) zum Silber, und 9) zum Golde, welche edle Me⸗ talle den Zinndunſt anziehen. 1 3. Anm. Die Scheidung des Zinnes von den Metallen, mit welchem es vereinigt worden iſt, iſt ſchwer; deswegen, und weil es die uͤbrigen Metalle bruͤchig macht, wird das Zinn auch Diabolus Metallorum genannt. §. 15. Die aͤltern Mineralogen und Chemiſten haben zwiſchen dem Bley und Zinn viele Aehnlichkeit zu finden geglaubt, die man aber doch kaum weiter ausdehnen kann, als daß ſie bey⸗ de uͤbereins ausſehen, und eine gleich weiche Conſiſtenz ha⸗ ben, beyde leichtfluͤßig ſind, und eher fließen, als gluͤhen, leicht verkalcht werden, und von Mineral⸗ und Gewaͤchsſaͤu⸗ ren leicht aufgeloͤſet werden. Andere haben zwiſchen dem Zinn und Spiesglaskoͤnig einige Aehnlichkeit zu ſinden ge⸗ glaubt, weil ſie gleichfalls in Anſehung der Farbe etwas uͤber⸗ einkommen, der Spiesglaskoͤnig auch leichtfluͤßig iſt, im Feuer leicht zu einer grauen Aſche, vom Salpetergeiſt, wie das Bley, zu einem weiſſen Kalch verkalcht wird, und mit Schwefel ein ſproͤdes Gemenge giebt, wie Junker im Conſn. Ch. a. a. O. zu erkennen giebt. Die groͤßte Gleichheit hat das Zinn wol mit dem Zink, wie man aus folgenden Umſtaͤnden erſehen kann:. 2) Kommen ſie in Anſehung der Farbe ſo genau mit einander uͤberein, daß man Zinn und Zink, wenn ſie rein und in ſchmale Stangen gegoſſen ſind, dem aͤußern Anſehen nach, gar nicht von einander unterſcheiden kann. b) In en gagſe man duuff 7 ſiin Shw 1) 6 tnander im —————— eine deha 0s¹ ͤnder berin ſener Dent zulegtzu f e puffen 6 3)7 ichäſäe entveder de 1) ha Rtale ſ geſchmulen ce färend ſbgode ſe l2 nit im in 1,n) dhiſche wegleichn e1700, 1 wie esſ Anſehum findet; N ſieht; 9 ſchwerlih— „Daey, di wiedere cchen das) lchieden i kvelche al⸗ Metall edesweha t wird de z)aben gi n geglan rls daßſd. SLonſſt 1, alsg 4Gevat. zzwiſchen kzu ſaud ie etwo dißig ſ ctergeſßt keitd, un ſunken: dit den 1. aſo gena venn gern l 1 Vom Zinn, Glocken⸗ und Stuͤck Gut ꝛc. 443 b) In Anſehung deſſen, daß beyde in ſchmale Stan⸗ gen gegoſſen, auf eine Weiſe unter den Zaͤhnen kniſtern, wenn man darauf beiſſet. c) Kommen ſie einander, in Anſehung der eigenthuͤm⸗ lichen Schwere, ſehr nahe. d) Laſſen ſie ſich auch zum beſten und leichteſten mit einander im Fluſſe vereinigen, ohne daß das Zinn etwas von ſeiner Dehnbarkeit verlieret. e) Kommen ſie auch beym Calciniren genug mit ein⸗ ander uͤberein, indem der Zink brennt, und das Zinn bey ſeiner Verkalchung in kleinen Brocken Feuer faßt, raucht, und zuletzt zu einer weiſſen Aſche ausbluͤhet. f) So auch darinn, daß ſie beyde mit Salpeter ver⸗ puffen.„. g) Auch werden beyde leicht von Mineral⸗ und Ge⸗ waͤchsſaͤuren aufgeloͤſet, ſchmecken denn bitter, und werden entweder verdickt, oder ſchieſſen an. h) Iſt der Zinnkalch, wie der vom Zink, ſchwer oder gar nicht zu verglaſen und zu ſublimiren. i) Haben ſie beyde die Eigenſchaft, daß ſie die edlen Metalle ſproͤde, und leicht zu zerſtoſſen machen. k) Findet man, daß das Zinn, wenn es mit Kupfer geſchmolzen wird, ſolches, wie der Zink, gelb faͤrbt, wel⸗ che faͤrbende Eigenſchaft des Zinnes man zum beſten am Mu⸗ ſivgolde ſieht. 1) Vereiniget ſich das Zinn mit Kupfer, und haͤlt ſich mit ihm im Feuer eben ſo wie Zink und Kupfer. m) Erhaͤlt man vom Zinn auch eine ſolche Philoſo⸗ phiſche Wolle, oder ſolche Blumen, wie vom Zink, dergleichen Hom berg in den Mem. de!' Ac. de Daris. v. J. 1700. aus der Verſetzung des Zinnes mit dem Eiſen er⸗ wieſen 434 Vier und zwanzigſtes Capitel. wieſen hat, aus welchem er vor dem Brennſpiegel eine ſolche philoſophiſche Wolle erhalten hatte, von der er Anleitung nahm, den Zink fuͤr ein Gemiſche aus Zinn und Eiſen an⸗ zugeben; da aber Henkel eine ſolche Wolle aus Zinn, das er mit Kies, und Cramer aus Zinn, das er mit Kupfer behandelte, erhalten haben, ſo findet man, daß dieſe Wol⸗ le ſo wol dem Zinn, als Zink allein, und keiner Miſchung mit Eiſen, Kies, oder Kupfer, zugeeignet werden muͤſſe; zu geſchweigen, daß man dieſe Wolle auch vom Zinn und Schwefel erhalt. S.§. 11. Anm. Hieraus ſieht man, daß das Zinn und der Zink, in Anſehung ihres erdichten Beſtandtheils nahe mit einander uͤbereinkommen. G§. r6. Niach Anleitung dieſer angefuͤhrten Gleichheit zwiſchen dem Zinn und dem Zink, und den Eigenſchaften des Zinns, daß der Zinnkalch a) weiß, b) im Feuer ſchwer zu vergla⸗ ſen; c) in allen Saͤuren aufloͤslich iſt; d) ſeinen Aufloͤſun⸗ gen einen bittern Geſchmack giebt, e) wenigſtens mit eini⸗ gen Saͤuren eine Gallerte giebt, und ſich f) in Verglaſun⸗ gen, wie eine Kalcherde, verhaͤlt, welches lauter Eigenſchaf⸗ ten ſind, die einer Kalcherde zukommen, ſo ſchließt man billig, daß das Zinn beſtehe ¹) aus einer beſtimmten Kalcherde, wie der Zink.(S. Cap. 20.§. 13.) 2) Was das aber ſey, wodurch dieſe Kalcherde beſon⸗ ders beſtimmt und, aus der erdichten, zur metalliſchen Art gebracht werde, ſcheint wol nicht mit Grunde und erweis⸗ lich in einem fluͤchtigen merkurialiſchen Urſtoffe geſucht wer⸗ den zu koͤnnen, wie man durchgaͤngig meynt, ſondern iſt wol in einem breunbaren, oder entzuͤndlichen, in die Enge ge⸗ brachten, ſalzigen Weſen zu ſuchen, worinn die Kalcherde aufgeloͤſet und zu einer metalliſchen Erde veraͤndert worden iſt, A auch dar nnd ſo de det diſ ralſchn Er an oit ſel tuüg. 1 Arm. ttde beſt 116. aus een fenen tn, 0) ſenit in nen G o dr Netall noch hi⸗ vor der — arenik faner? ſcheinun mit dem inmer, funde. dialſch wend, ſebene en hat den Ar UUnſan Neni ¹ Anm. gegründ ben ber krautes inſer.6 ſo wird tthalt 1 Vom Zinn, Glocken⸗ und Stuͤck⸗Gut ꝛc. 445 gel eine iſt, das ſich auch ſo mit dieſer Kalcherde vereinigt hat, daß 4 Anle es auch durchs ſtaͤrkſte Feuer nicht abgeſchieden werden kann, und Ein und ſo die gewoͤhnliche Beſchaffenheit der Kalcherde abaͤn⸗ dus Jim) ddeert. Dieſe Meynung wird durch die Anziehung dieſer me⸗ Ir nit ſe talliſchen Erde zum brennbaren Weſen, wie man beſonders aß diſſed am Zink ſieht, und durch ſeine Leichtfluͤßigkeit im Feuer, be⸗ ner Me kraͤftiget. Deden ü I. Anm. Das, was die Kalcherde zu einer metalliſchen Kalch⸗ A Jin. eerde beſtimmt, ſoll nach Junckers Meynung(Conſp. Ch. T. I. S. 964.) etwas Arſenikaliſches ſeyn, welches er dar⸗ de 1 aus erweiſen will, daß a) kalchichte Materien den Arſenik 3 in, figiren(S. das Cap. vom Arſenik); b) die Zinn⸗Erze ſel⸗ Iimit äie ten, oder nie, ohne Arſenik gefunden werden; c) das Zinn auf gluͤhende Kohlen geſtreuet, beynahe, wie der Ar⸗ ſenik in Blumen aufſteiget; d) Wein, den man in zinner⸗ . nen Gefaͤßen aufhebt, eine brechmachende Kraft erhaͤlt; e) der vom geſchmolzenen Zinn aufſteigende Dunſt andere heit ei Metalle, wie der Arſenik⸗Dampf, ſprode macht, wozu in den noch hinzu koͤmmt, daß das Zinn in heftigem Feuer, oder , vor dem Brennſpiegel, nach Neumanns Bericht, einen ſe Aui aarſenikaliſchen Geruch von ſich giebt. Da das Zinn bey an lün ſeiner Vereinigung mit andern Metallen aber andere Er⸗ rens uie, ſcheinungen, als der Arſenik, zeigt, und man zwar bey den ( Vat⸗ mit dem Zinn angeſtellten Verſuchen wol, wenn gleich nicht 3 Eit immer, doch mehrentheils, in demſelben etwas Arſenik ge⸗ funden hat, doch auch zugleich weiß, daß man dies Arſe⸗ clißn nikaliſche abſcheiden kann, ohne daß das Zinn zerſtoͤret werde, ſo ſcheint es, daß es nicht als ein Beſtandtheil deſ⸗ . t6 ſelben angeſehen werden darf, wie auch Marggraf erfah⸗ 1 din, ren hat. Von dieſem zufaͤlliger Weiſe im Zinn eingemiſch⸗ ten Arſenik kann man die mehrſten von den angefuͤhrten hr 6 Umſtaͤnden herleiten, und hat folglich keine Anleitung, den lichn! Arſenik fuͤr einen Beſtandtheil des Zinnes zu halten. 41 aM 2. Anm. Sollte Junckers Bericht(Conſp. Ch. T. I. S. 968.) Pund ann gegruͤndet ſeyn, daß einige Zinn aus Erde und Kohlen ha⸗ Jeſiht ben bereiten wollen, auch man es aus der Aſche des Pfriem⸗ orm in krautes erhalten koͤnne, wie Roſencreutz in der Aſron. ne Eh infer. S. 159. und Hoffmann im Clave Schzderi, melden; Küme ſo würde die von uns angegebene Theorie daher mehr Licht eracn ehe ens 1 V 3 Jelrhe, 3) Daß ſſ 446 Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. 3) Daß ſich auſſer dieſer beſtimmten Kalcherde auch ein anderes brennbares Weſen im Zinn finde, welches leicht abgeſondert und wieder hergeſtellt werden kann, ſieht man a) aus dem Verpuffen des Zinns mit dem Salpeter, b) aus dem Schwefel, welchen man bey der Deſtillirung des Zinns mit Vitrioloͤl erhaͤlt, c) aus der Verkalchung und Neduxi⸗ rung deſſelben.. eeheAe e Ae ee Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber, Sil⸗ ber⸗Cryſtallen, Hoͤllenſtein, u. a. m. §. 1. on den beyden edleren Metallen haben wir zuerſt das Silber zu betrachten, als welches in Anſehung ſei⸗ ner Unentbehrlichkeit, ſowol in der Haushaltung, als dem Muͤnzweſen, woſelbſt es mehrere Dienſte, als eines der vorhergehenden Metalle leiſtet, naͤchſt dem Eiſen im gemei⸗ nen Leben das nuͤtzlichſte Metall iſt. Es iſt ein weiſſes, glaͤn⸗ zendes Metall, haͤrter und elaſtiſcher als das Gold, Zinn und Bley, aber weiſſer, auch minder elaſtiſch, als das Ei⸗ ſen und Kupfer, doch laͤßt es ſich in duͤnne Platten bringen, iſt ſehr geſchmeidig und unter dem Hammer gut zu ſtrecken, und ſchwer genug, indem es ſich in Anſehung ſeiner eigen⸗ thuͤmlichen Schwers zum Waſſer, wie 11,091 zu 1,000 verhaͤlt. 1. Anm. Das Silber wird von den Lateinern Argentum, von den Griechen 25yveion oder dν‿ᷣ oe genannt. Bey den Chemiſten heißt es Luna. Seine Dehnbarkeit erſieht man leicht aus den Silberdraͤhten. Man hat befunden, daß 1 Gran Silber ſich zu einer Laͤnge von 3 Ellen, und einer Breite von 2 Zollen ausdehnen laͤßt. Hieraus ſi ſteht 8 Tur wie E kan un b hen Anle 5 ſwen ſche an tat „ AnnC giam. ben n vnd um And nx in 1 6s etwas do duch wirg henn. Ann. lichtan anderng Chewa ſan füſ In. d wenn die ein de di6 Shn „ wou ſtht esd Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 447 alcherd, achd 4 wie wenig Silber in einer ſilbernen Treſſe enthalten ſeyn welchs 1 kann. 4 ſeßt 2. Anm. Was hier angefuͤhrt worden, iſt von reinem Silber deker, h zu verſtehen, und ſoll die Reinigung zum Schluſſe beſchrie⸗ Ing de„ ben werden. d und Na 3. Anm. Ob das Silber, wenn es gehaͤmmert wird, einigen b Zuwachs am Gewicht erhalte, wie einige berichten, die da ſagen, daß geſchlagenes Silber eine groͤßere eigenthuͤm⸗ b liche Schwere, als gegoſſenes Silber habe, uberlaſſen wir weeiitern Verſuchen. 4. Anm. Daß ſich das Silber haͤrten laͤßt, hat ſeine Rich⸗ Jitel tigkeit, und mag ſich die Haͤrtung deſſelben vielleicht auf n eben die Art, wie beym Eiſen und Kupfer, durchs Gluͤhen Cns und Haͤmmern bewuͤrken laſſen. eſlbber 4 9. M-§. 2. An der Luft und im Waſſer iſt das Silber beſtaͤndig; . nur an Orten, wo ſich vieler Schwefeldampf findet, wird b„es etwas ſchwarz, doch ohne weiter veraͤndert zu werden; weie auch wird das Silber von allen entzuͤndlichen Materien — 15haltun,. 15 3 Anm. Da man findet, daß das Silber in ſcharfer, fette und 1 Aig ent glichte Theile eingemiſcht haltender Lauge, und auch von n im i aandern entzuͤndlichen Materien ſchwarz wird, ſo haben die wveiſſes, Chemiſten auf die Gegenwart einer ſolchen Materie ſchlieſ⸗ 3 Godd, ſen zu koͤnnen geglaubt, wo der Silberkalch aus ſeiner ſs d Aufloſung ſchwarz niedergeſchlagen wird. 1 atta t§. 3. 4½ 8 Im Feuer ſchmilzt das Silber eher, als das Kupfer, 1 ſin 14 unnd wenn es wohl fließt, ſo zeigt es ein glaͤnzendes Anſehen, e91 P wie ein Spiegel, ſpielt aber mit bunten Farben, wenn es Iin der Hitze geſteht, welches Blicken genennt wird. e Schmilzt man Silber mit Glasſaͤtzen, oder reinem Gla⸗ uit ait⸗ ſe, wozu das Blattſilber am beſten zu gebrauchen iſt, ſo efunda faͤrbt es das Glas etwas purpurfarben. Im uͤbrigen iſt en, mi 1 das 1 Feg— tus 4 448 Fuünf und zwanzigſtes Capitel. das Silber, ſowol im offenen, als verdecktem Feuer, unver⸗ aͤnderlich, und bleibt auch auf der Kapelle ſtehen. 1. Anm. Homberg berichtet in den Mem. de r. Acad. de Paris, v. J. 1709., daß man etwas Gold aus reinem Silber er⸗ hielte, wenn man es hundertmal und druͤber ſchmelzte, und jedesmal einige Zeit im Fluß hielte, und dann ſcheidete. 2. Anm. Kunckel, u. a. m. berichten, daß reines Silber, welches uͤber einen Monat in einem Glasofen im Fluſſe ge⸗ halten ward, nur einige wenige Grane verlohren hatte, welches doch vielleicht daher geruͤhret ſeyn kann, daß das Silber nicht vollkommen rein geweſen iſt. Man findet ſol⸗ chergeſtalt, daß das Silber, an und vor ſich ſelbſt, im Feuer weder verkalcht noch verglaſet werden kann. 3. Anm. Vor dem Brennſpiegel geht das Silber faſt gar und gar im Dampfe auf, und ein kleiner Theil wird zu einem gelben Glaſe, wie ein Fuͤrniß. §. 4. Wars die Aufloͤſung des Silbers betrift, ſo iſt zu mer⸗ ken: 1) Daß es von ſehr in die Enge gebrachtem Vitrioloͤl aufgeloͤſet wird, wenn man 2 bis 3 Theile davon, gegen 1 Theil gefeilt oder gekoͤrnt Silber nimt, und die Aufloͤſung durch Kochen befoͤrdert. Dieſe Aufloͤſung wird durch reines Waſſer gefaͤllt, wo⸗ durch die Vitriolſaͤure verduͤnnt wird. Anm. Wenn man Silber in Scheidewaſſer aufloͤſet, und dann Vitriolol dazu thut, ſo wird es, wie zu einer Galler⸗ te; gießt man noch mehr Vitriolsl dazu, ſo wird der nie⸗ dergeſchlagene Kalch leicht aufgeloͤſet. Hiebey will ich erinnern, was Kunckel im Lab. Chym. S. 301. berichtet, nemlich, wenn man Silber in Scheide⸗ waſſer aufloͤſet, mit Kupfer niederſchlaͤgt, den Niederſchlag wohl ausſuͤßt, und hernach trocknet, dann doppelt ſo viel ſtarkes Vitrioloͤl darauf gießt und die Miſchung in eine Sandkapelle ſetzt, und mit gemaͤhlich verſtaͤrktem uer jeden bie„u In e ndenlſ br Vun nt due rndli, 9. Eheden n Wi nan uulc 6 Juns ) das antüche n hnden he waſſ einen dderzuſtes ſm als ag iden ſe, w ma Vhale ge uftͤſng nm Eine 1 enaſſe tmatudi bett, dhſ dern ſ ſang dügegt. Diß ii frem la n alen 1 Knl volat, handl de el zu gehe im füchg . Feuer„un n. Acad. de y iem Silher „ ſchmelte, Annn ſchede d teines 6 ren im guſ rerhra veann, di Nan ian ſich ſebi 2 kann. ber faſ on . vid ga 4 . 1 m ſ iſae Iütem W adavon, udie Afft 3 gffält, 4 auflöſ it, azu ened 1 ſo widd rli in lui die ne pen Na 1 doppin 1n 1 ſtätt 3 Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber r. 3 ſieden laͤßt, ſo ſoll es zuletzt wie Wachs fließen, und das Silber aufgeloͤſet werden. Wenn man dieſe Aufloͤſung, nachdem ſie erkaltet iſt, mit Queckſi lber verſetzt, ſo wird das Gemenge hatt, roth und laͤßt ſich etwas haͤmmern. Wenn man auch zu einer Aufloͤſung des Silbers in Scheidewaſſer, weil ſie noch warm iſt, etwas Queckſilber und Vitriolol thut, und die Miſchung deſtillirt, ſo erhaͤlt man zuletzt mit heftigem Feuer einen rothen Sublimat. S. Junckers Conſp. Chem. T. I. S. 889. 2) Das Scheide waſſer iſt das gebraͤuchlichſte und ei⸗ gentliche Aufloͤſungsmittel des Silbers; zu einer gut gera⸗ thenden Aufloͤſung aber wird erfordert, 4) daß das Scheide⸗ waſſer ſeine gehoͤrige Staͤrke habe; denn von zu ſchwachem oder zu ſtarkem Scheidewaſſer wird das Silber mehr zerfreſ⸗ ſen als aufgeloͤſet; b) daß das Scheidewaſſer zuvor gefaͤllt worden ſey, wovon ſchon vorher gehandelt iſt(Cap. 3.§. 28.) c) daß man es im gehoͤrigen Verhaͤltniß, nemlich 2 oder 3 Theile gegen 1 Theil Silber, zuſetze, d) daß u man der Aufloͤſung mit Kochen zu Huͤlfe komme. Eine ſolche Silberaufloͤſung iſt, werin ſie fertig iſt, ganz klar, und von keiner andern Farbe, als die das Schei⸗ dewaſſer hat; ſie hat einen ſehr bittern und brennenden Ge⸗ ſchmack und faͤrbt die Haut ſchwarz, welche Farbe ſie ſo ein⸗ beitzt, daß ſie auf keine Art abgewaſchen werden kann, ſon⸗ dern ſo lange beſtaͤndig dauret, bis die Haut mit der Zeit abgeht. Dieſe Aufloſung brauſet, ſwol mit denn Rüüchrigen, als firem Laugenſalze ſtark, wird auch vom ſixen, aber nicht voon allen fluͤ‚tigen, gefaͤllt. Schuͤler in der Diß. de Sale volat. urinoſo&c. S. 7., und Brandr in Ab⸗ handl. der Schwed. Akad. der Wiſſenſch. ſcheinen zu weit zu gehen, wenn ſie gerade zu ſagen, daß das Silber vom fluͤchtigen Laugenſalz ganz 19 gar keinen Niederſchlag leide. N 45Oo Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. me leide.(297) Marggraf hat dagegen in ſeinen Ch. Schr gewieſen, daß das Silber von einem mit Laugenſalz und ein wenig Waſſer deſtillirten Salmiakgeiſt nicht allein nieder⸗ geſchlagen, ſondern auch wieder aufgeloͤſet werde, wie weiter hin angefuͤhrt werden ſoll; es aber noͤthig ſeye, daß man ſo viel fluͤchtiges Laugenſalz zuthue, daß die Aufloͤſung geſaͤttigt wer⸗ de. Von dem mit Kalch deſtillirten fluͤchtigen Harngeiſt, wird ſie nicht gefaͤllet, ob Junker gleich im Conſp. Ch. a. a. O., nach Kunkels und Bechers Bemerkungen meldet, daß mit einem mit Kalch oder Aſche aus dem Harn deſtillirten Geiſt eine Faͤllung bewuͤrkt werden koͤnne; dem ohngeachtet iſt es aber gewiß, daß eine wohl mit Waſſer ver⸗ duͤnnte Silberaufloͤſung mit dem fluͤchtigen Geiſt nicht ein⸗ mal braußet. Vom Vitriolgeiſt wird dieſe Aufloͤſung mil⸗ chicht(S. N. 1. Anm.), und von der Aufloͤſung des atzen⸗ den Queckſilber⸗Sublimats wird ſie weiß und gefaͤllt. Mit reinem Waſſer aber kann man dieſe Aufloͤſung verduͤnnen, ohne, daß ſie etwas daraus niederſchlaͤgt. ABeny dieſer Auftoͤſung ſind nun die daraus zu erhaltene den Bereitungen, dann die Faͤllung derſelben, ſo die aus dem Niederſchlage zu erhaltende Produkte zu bemerken. . Anm. Wegen der durchdringenden Eigenſchaft, welche 11 die Silber⸗Aufloͤſung hat, kann man ſie gebrauchen, aller⸗ hand Namen und Geſtalten auf Marmor, einige loſere Aga⸗ khe und Jaſpisarten, u. a. m. zu zeichnen, wie auch Holz und Stocke zu faͤrben.. 2. Anm. Die Silber⸗Aufloͤſung faͤrbt auch rothe oder bleiche Haare ſchwarz, und wird denn Aqua græca genannt, eini⸗ ge ſetzen aber vorher ein wenig Kupfer⸗Vitriol dazu. Auch iſt bey dieſem Gebrauch zu merken, daß die Aufioͤſung zu⸗ 1 vot 297) Es kommt hiebey blos auf das Veyfahren an, ſo man hiebey beobachtet; da der durchs fluͤchtige Laugenſalz niedergeſchla⸗ gene Kalch, von mehrerem zu⸗ gegoſſenen wieder aufgeloͤſet wird, ſo entſteht kein Niederſchlag,wenn man gleich ſo viel zugießt, als, 8 iſt. A. d. U. b z Am. 1 um ihn wieder aufzuloͤſen, noͤthig V 6 rr ni vorher dinen ſe riſe, tes mi Pinſeict eme 4r apſer in vena and ablee Pasch engen ] 1 folende Ai cfeidewa er, deſtilich Thile Ah feltin einen ſeſen ſiih Aum. 19 gu rimt n miſter Neße un nchüche meht, 2, Anm. ſt, un nigoda ans ein uchſe, ., Ym. ſe ui h ſer gieße V als das „ V 1, Vom Silder, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 451 in ſeiten/. nhal vor mit 16 mal ſo viel Waſſer verduͤnnt, oder die Haare li I vorher in einer ſcharfen Lauge aus 3 Loth Laugenſalz, ſo in 8 en na einem Pfunde Waſſer aufgeloͤſet worden, gewaſchen werden de, wiem. muͤſſen, ehe man ſie mit der Aufloͤſung faͤrbt. loßmmn 3. Anm. Wenn man zu einer geſaͤttigten Aufloͤſung des Sil⸗ geſätige bers im Scheidewaſſer ſo viel gepuͤlverten Salmiak und dhen Han⸗ Weinſtein thut, daß die Miſchung dick wird, ſo kann man 48(aß kleine Kuchen daraus backen, und trocknen, womit man 8 4 Kupfer oder Meßing verfilbern kann, wenn man ſie mit Demarn ein wenig Speichel dagegen reibt, dann das Metall gluͤht nus deni und abloͤſcht, und ſolches zwey oder dreymal wiederholet. 1 koͤnne; Jit Vaſt§. 5. rzeiſt nict Was die aus der Silberaufloͤſung zu erhaltenden Be⸗ luftöſang. reitungen betrift, ſo ſind es folgende: 1 Bung den 1) Dianenbaͤume, Arbores Dianae, die man auf ugffill folgende Art erhaͤlt: Man loͤſet 1 Theil Silber in 3 Theilen 1 wne Scheidewaſſer auf, und gießt 9, 10, ja 12 Theile rein Waſ⸗ ſer, deſtillirten Eßig oder Weingeiſt, und darauf 2, 3 oder 8s u tb. 4 Theile Queckſilber dazu, worauf man alles wohl umſchuͤt⸗ ödean telt in einem Glaſe in maͤßiger Waͤrme zum Auswachſen ſtil⸗ deen. le ſtehen laͤßt. 19 rſczaft, 1. Anm. Wenn man Goldſchmieds⸗ oder Carolin⸗Silber hie⸗ ruuch zu nimt, ſo wird der baumaͤhnliche Anſchuß von dem ein⸗ wi elcin gemiſchten Kupfer gruͤn; auch iſt zu merken, daß man keine 1 d. aug große und ſchoͤne Baͤume erhaͤlt, wo man nicht eine zu⸗ di u reichliche Menge Silber, nemlich wenigſtens 1 Loth und mehr, dazu nimt. ethe dir 2. Anm. Wenn der Anſchuß von kupferhaltigen Silber gruͤn 2 ganm, iſt, und man ihn mit einigen Tropfen Salzgeiſt oder Koͤ⸗ Dol dau⸗ nigswaſſer beſprengt, ſo wird er weiß und faͤllt, wie Schnee, Je Jufha aus einander. Gießt man etwas Oueckſilber zu dem Aus⸗ n wuchſe, ſo veraͤndert ſich der Auftritt. 3 Z cufäb 3. Anm. Einige bereiten die Dianenbaͤume auf die Art, daß ideſt ſie erſt die Silber⸗Aufloſung, durch Abdampfen auf die a Kgh Faͤlfte, zu einer dicken Schmiere eindicken, hiezu rein Waſ⸗ 4 f ſer gießen, und es umſchuͤtteln, dann ſo viel Oueckſilber, ifal r aals das Silber wog, dazu than„ und es wegſetzen. An. 2 ere 452 FJuͤnf und zwanzigſtes Capitel. dere loͤſen auch Queckſilber in Scheidewaſſer auf, und gieſ⸗ ſen dann beyde Aufloͤſungen zuſammen. 2) Silber⸗Cryſtallen„ Cryſtalli lunares, die auch Silberſalz, Sal Lunae, oder Silber⸗Vitriol, Vitrio- lum Lunae, genannt werden, erhaͤlt man aus einer geſaͤttig⸗ ten Silberaufloͤſung, wenn man ſie abdampfen laͤßt, bis et⸗ was uͤber ½ davon abgedampft iſt, oder ſich eine Haut auf der Oberflaͤche zeigt, worauf man die Aufloͤſung zum Anſchießen in die Kaͤlte ſetzt. Dieſe Cryſtallen haben eine weiſſe Sil⸗ berfarbe, und fallen allezeit in duͤnne Platten, die hin und wieder einer ſechseckigen Geſtalt nahe kommen, ſich aber ſchwer trocknen laſſen, und beynahe gar nicht zu behandeln, gewaltig bitter und aͤtzend ſind, weswegen ſie auch Fel metal- lorum,(Metallen⸗Galle) genannt werden; mit Queck⸗ ſilber laſſen ſie ſich verquicken. 1. Anm. Je mehr die Silber⸗Aufloͤſung geſaͤttigt iſt, deſto ſchaͤrfer und feuriger ſind dieſe Cryſtallen; die ſchwarze Haut muß man davon trennen, deswegen loͤſen einige ſie wieder in deſtillirtem Waſſer auf, und digeriren ſie damit einige Stunden, ſeihen die Aufloſung dann durch, laſſen ſie bis auf die Haͤlfte, oder noch weiter, abdunſten, und wieder anſchießen. Andere bereiten daraus ein Mittel wi⸗ der die Waſſerſucht, das Hydragogum argenteum, oder Angeli ſalæ, ſo jedoch auf verſchiedene Art verfertiget wird. Rob. Boyle loſete die Silbercryſtallen in Waſſer, und eben ſo viel Salpeter, als die Cryſtallen wogen, in anderm Waſſer auf, vermiſchte dieſe Aufloͤſungen mit einander, und zog das Aufloͤſungsmittel bis zur Trockenheit davon ab, da er dann die zuruͤckgebliebene trockene Materie mit ge⸗ linder Hitze calcinirte. Boerhave beſchreibt den Proceß in ſeinen El. Ch. Tom. I. Proc. 183. auf die Art, daß man Silbereryſtallen in dreymal ſo viel Waſſer und Salpeter in reinem Waſſer aufloͤſet, die Aufloͤſung zuſammen gießt, bis zur Setzung einer Haut abdampfen laͤßt und ſo zum An⸗ ſchießen hinſtellet, da man Cryſtallen, wie Salpetercryſtal⸗ len, erhaͤlt, die hernach mit gelindem Feuer, unter beſtaͤn⸗ digem Nuͤhren, calcinirt werden. Ob, und in wie weit, dieſe Cryſtallen mit Nutzen zur Arzenep gebraucht nern⸗ a Amd wſtit dale ze rihm s uag ſuſh deqn teyſalte ſo vald tn gett örciſ gldſen dercr s. deſeih V nen ar 6s dod her,m 2 An0. een gwt Subr dieſem ſes n Geri ſgr bäſen )) Lajs 4 dds as d da) At, vf in änn wenn ſte kleie kegen reies 8* einen gd czen i nimt di rir toctne Rißd, 1 auf, m ares, di 4 kriol, ſi deiner gei gnläßt, h Haut aſ aum Aniche une weſſet , die hit zen, ſche zu behen 1uch Falm. un; mitd attigt ſt, 1; die ſte K lfen ene riren ſein à durch, abdunſta dein Mitt enteum, gerfertiget 2. Vaſir, en, in o tt einanden Pheit deta „ Faterie n Fjibt den 3 Art, diit Ind Gahe umen gii ind ſo zu Galpeteuen , unter d in win rauch b 7 K Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 453 laſſe ich dahin geſtellet ſeyn. Boerhave ruͤhmt ſie. An⸗ gen Sala in Jeptem Planet. Spagyr. Recenſ. S. 179., und Lob. Boyle de atilit. Phileſ. Erper. in Medicina. S. 364. ruͤhmen ſie auch ſehr in der Waſſerſucht, und ſolle man ſie zu 2 Gran, mit Wein oder Weingeiſt, welches, die Schaͤr⸗ fe zu verſuͤßen, ficherer iſt, einnehmen. Einige betruͤgeri⸗ ſche Goldmacher bedienen ſich ſolcher ſalpetrichten Silber⸗ cryſtallen, um ſie zu fließendem Bley zu thun, wovon ſie ſo viel Silber erhalten, als in gedachten Cryſtallen enthal⸗ ten geweſen iſt. Wenn man aber die, aus Silber, das in Gradirwaſſer, oder zuſammengeſetzten Scheidewaſſer auf⸗ geloͤſet worden, durch ſchnelles Anſchießen erhaltene Sil⸗ bercryſtallen in Weineßig auflöſet, ſo wird Queckfilber in dieſer Aufloͤſung in der Waͤrme verdickt, und traͤgt man es dann vorſichtig auf Bley ein, ſo erhaͤlt man mehr Sil⸗ ber, als man aufgeloͤſet hatte. 4 Anm. Wenn man reine Eiſenfeilſpaͤne mit gleichen Thei⸗ len Operment zuſammen miſcht und ſublimiret, dann den Sublimat mit 1o mal ſo viel reinen Silbercryſtallen in ei⸗ nem ſteinernen Möorſel zuſammen reibt, ſo entzuͤndet ſich dieſe Materie, wenn man ſie auf Papier ausſchuͤttet. Die⸗ ſes wird der Meuderſche Phoſphor, Phoſphorus Meu- deri, genannt. Ein anderer iſt(Cap. 15.§. 21. N. 2. A.) beſchrieben worden. 3) Aetzſtlber, Luna cauſtica, oder Hoͤllenſtein, Lapis infernalis, kann man ſowol von den Silbereryſtallen, als aus der Silberaufloͤſung, erhalten. Von den Silbercryſtallen erhaͤlt man Aetzſilber auf die Art, daß man dieſe Cryſtallen auf einer Glasſcheibe, oder in einer Taſſe von aͤchten Porcellain, aufs Feuer ſetzt, und wenn ſie, wie ein Oel, fließen, die geſchmolzene Maſſe in kleine kegelfoͤrmige Loͤcher gießt, die man vorher in ein zube⸗ reitetes Stuͤck Thon mit einem kegelfoͤrmigen Griffel, oder einem Federkiel, gemacht hat. Wenn die Maſſe in dieſen Loͤchern kalt geworden iſt, bricht man den Thon entzwey, nimt die kleinen Kegel heraus, und laͤßt ſie auf warmen Pa⸗ pier trocknen, buͤrſtet ſie dann mit einem recht warmen Ha⸗ ſenfuß ab, und verwahrt ſie in einem reinen trocknen Glaſe. Ff 3 Aus 454 JFuͤnf und zwanzigſtes Capitel. Aus der Silberaufloͤſung erhaͤlt man Aetzſilber, theils auf die Art, daß man ſie bis zur Trockenheit abzieht oder ab⸗ dampfen laͤßt, das Zuruͤckbleibſel in einem Tiegel ſchmilzt, und, wie vorher gemeldet worden, damit verfaͤhrt; theils auf die Art, daß man die Silberaufloͤſung groͤßtentheils ab⸗ dampfen laͤßt, und ſolches zuletzt beeilet, laͤßt man es dann kalt werden, ſo verdickt es ſich zu einer ſchwarzen Maſſe, die man hernach, wie gemeldet worden, verwahrt. Alles Aetzſilber zieht Feuchtigkeit aus der Luft an, und iſt im Waſſer aufloͤslich, woraus man mit Kupfer einen Sil⸗ berkalch niederſchlagen kann.. Weil es ſchwarz und brennend iſt, hat es den Namen Hoͤllenſtein erhalten⸗ 1. Anm. Bey dem Schmelzen der Silbercryſtallen, oder deſſen, was von der Abziehung des Aufloſungsmittels zu⸗ ruͤckgeblieben iſt, iſt zu merken, daß das Feuer nicht zu ſtark ſeyn muß, weil ſonſten die Maſſe uͤberlaͤuft, noch zu lange damit angehalten werden muͤſſe, weil das Aetzſilber ſonſt zu ſchwach wird; weswegen man es auch gleich aus dem Feuer nehmen muß, ſo bald es wie ein Oel fließt. Kunckel berichtet in ſeinem Lab. Chym. S. 314., daß man eine blutrothe Maſſe erhalte, die ſich um den Finger winden laſſe, wenn man etwas Harngeiſt, mit ſeinem Sal⸗ ze, zu dem geſchmolzenen Hoͤllenſtein thut, und es ſo der Hitze ausſetzt. S. Junckers Cowſp. Ch. T. I. S. 894. 2. Anm. Wenn das Silber nicht rein, ſondern kupferhaltig geweſen iſt, ſo wird das Aetzſilber mit der Zeit gruͤn; auch iſt zu merken, daß das Aetzſilber bald an der Luft zerfließt, und deswegen in einem wohl zugemachten Glaſe verwahrt werden muß. Dieſes Aetzſilber wird von den Wundaͤrzten als ein Beitzmittel gebraucht. 3. Anm. Sowol die Silbercryſtallen, als das Aetzſilber, laſſen ſich mit ſaudenſalt und ſchwarzen Fluß leicht, wie ein niedergeſchlagener Silberkalch, reductren.(S.§.6. 4. Anm.) 4 b 4) Bre N⸗ 9 iit mn, duf eine c ſit aöür hen hlleſt feln Fame teman lit gutn hevaſſer, 1 archte han ber von ſel das Anom itefrndat hir gon puſäll y 1 e ſicrtiſt tade Er Näm. d iich u Fait 9)¹ tig dacn; tſſe, 1 füllren do de bn de“ in ein en lift; Kraußtſ Reiber b ſzſber,. Hzieht dr igi t tſäßt, n eenthit R man esd on Niſt, cl. Luſt u ſer einae ds den In Ayfulln 1 Aungsmtt eehutr üt Sllauft, wt, k das lz 9 uch glach Slf E. 314, am den ſ djit ſeinme und tsh 1 Si ven kupfetet eit grin, a Luſt ehi Sölaſevemt aen Wunhie er das A as n, 11 660 * . . — 7 9 8 b Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 455 4) Brennendes Silber, Argentum ardens, er- haͤlt man, wenn man eine voͤllig gluͤhende Kohle nimt, die auf einer Seite flach iſt, hierinn eine Grube macht, ſie ſo ſtellt, daß die ſchwache Seite wagerecht liegt, und ein Quent⸗ chen Hoͤllenſtein in die Grube legt: dann brennt es mit einer hellen Flamme, und ziſchet, wie Salpeter. Nach dem Ab⸗ brennen bleibt das Silber rein zuruͤck. 4 § 6 98 Nachdem wir nun die Aufloͤſung des Silbers in Schei⸗ dewaſſer, und die daraus zu erhaltenden Bereitungen be⸗ trachtet haben, muͤſſen wir auch zuſehen, wie man das Sil⸗ ber von ſeinem Aufloͤſungsmittel ſcheiden koͤnne. Daß ſich das Aufloͤſungsmittel durch Deſtilliren davon abziehen laͤßt; iſt offenbar, und bedarf nicht vieler Erklaͤrung. Wir wollen hier alſo nur die vornehmſten und gebraͤuchlichſten Arten, ſol⸗ ches zu faͤllen, erwaͤhnen. So wird es niedergeſchlagen 1) durch fixes Laugenſalz und fluͤchtigen Geiſt, wenn er ſtark iſt, wie(§. 4.) gemeldet worden, auch von verſchlu⸗ ckenden Erden und Kalcharten, wie der Kreide. Anm. Der durchs fixe Laugenſalz niedergeſchlagene Silber⸗ kalch wird, nachdem er ausgeſuͤßt worden iſt, Silber⸗ WMagiſterium, Magiſterium Lunæ, genaunt. 2) Durch Vitrioloͤl oder Vitriolgeiſt, wenn man we⸗ nig davon zugießt(S.§. 4.); worauf man das Scheide⸗ waſſer, wie vorher, nutzen kann; wenn man es durch De⸗ ſtilliren von dem aufgeloͤſeten Metall gereiniget hat. 3) Durch andere Metalle, wie Zink, Eiſen, Wißmuth, Bley, Zinn, QWueckſilber, und beſonders durch Kupfer, da man die Aufloͤſung vorher wohl mit reinem Waſſer verduͤnnt, ſo in ein kupfernes Gefaͤß gießt, und eine Stunde darinn ſte⸗ hen laͤßt; oder auch in die, in einem Glaſe erwaͤrmte, Sil⸗ beraufloͤſung Kupferbleche legt. Hierbey findet man, daß der Silberkalch gefaͤllet und an deſſen Statt das Kupfer vom Ff 4 Schei⸗ 456 Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. Scheidewaſſer aufgeloͤſet wird, das davon eine gruͤne Farbe erhaͤlt. Dieſer gefaͤllte Silberkalch laͤßt ſcch ganz mit Queckſil ber verquicken, und traͤgt man ihn auf die Kapelle, ſo erhaͤlt man reines Silber, zum Beweiſe, daß bey dieſen Faͤllen kein eigentlicher Silberkalch, ſondern ein reines Blattſilber abgeſchieden wird, das nur auf der Oberfläche ein derkälchess Anſehen erhalten hat. 1. Anm. Durch dieſe Faͤllung mit Kupfer kann man die kal⸗ ee Verſilberung zuwege bringen, indem man 16 Loth von einem ſolchen gefaͤllten Silberkalch mit lekchen Theilen Salmiak und Kochſalz, oder Kochſalz und Wetnſtein ver⸗ miſcht, und dies Gemenge auf das zu verſilbernde einreibt; doch kann ſie auch ohne alles Salz verrichtet werden, wenn man den Niederſchlag ſelbſt auf das Metall ſtreicht. 2. Anm. Einige gebrauchten ehedem viel gekoͤrnt Bley oder Glaͤtte zur Faͤllung, worauf ſie das Scheidewaſſer abzogen, und den Niederſchlag auf der K Kapell abtrieben. S. Vell⸗ ner Scheider.. 4) Verrichtet man die Faͤllung mit Doppelſalz, und zieht dann das Aufloͤſungsmittel uͤber, ſo behaͤlt das Schei⸗ dewaſſer ſeine Eigenſchaften, und kann, nach wie vor, zum Scheiden gebraucht werden. S. Salchow. de ſapara- Zione auri ab argento. 5) Durch Kochſalz, Salzgeiſt oder Salmigk, bey welcher Faͤllung man das gewinnt, daß man das Silber ganz rein erhaͤlt(298), wenn der Silberkalch, nachdem er wohl ausgelaugt iſt, mit ſchwarzem Fluß oder Laugenſalz, und ein wenig Salpeter geſchmolzen wird; auc) erhaͤlt man dabey, wenn (⸗99) S. Hrn. Marggrafs Th. J. S. 275⸗290. und Min. neue Methode, das Silber ver⸗ Beluſt. Th. IV. S. 147⸗ 169 mittelſt der Satzſaͤure zum hoͤch⸗ aus den Mem. de l' Acad. de ſc. d ſten Grade der Feinheit zu brin. Berlin T. V. v. Jahr 1749. 3. gen; in Deſſen Chym. Schr. d. U. vun N benn dos 9. Thelle 690 bazotielt anſclenn aniſtl e „Inm. nn 5 Kalch s Ernel. venm Mar 1 Attihe ſand ſ tückk ſe aufſin man in „ Aunm ſälltenn Koni ne Lhl tenn t V Boerh V 4Anm.) bee wanſt ralſch, irre dowpe. er unt den d dazu t ttwas awie § Anm. Iimn, ausge Gegen Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 457 1ſ ginſa wenn das Scheidewaſſer durch Abziehen von den metalliſchen Theilen befreyet wird, ein Koͤnigswaſſer, womit man Sill dmit Duch berhaltiges Gold aufloͤſen kann; laͤßt man es abdampfen und ale, N anſchießen, ſo erhaͤlt man, wenn die Faͤllung mit Kochſalz Jdieen 1 angeſtellt iſt, wuͤrflichten Salpeter. es Vm 1. Anm. Wie man hiebey Hornſilber erhalten kann, und ti detat was dies ſey, ſoll gleich berichtet werden. 2. Anm. Der mit Kochſalz oder Salzgeiſt niedergeſchlagene Amm un Kalch wird allezeit oben auf ſchwarz, wenn man ihn an die in 15 uit Sonne ſtellt; woher man, wenn dieſer Kalch mit Kreide aichen Ne vermiſcht wird, eine Anleitung zu Schulzens Nacht⸗ aVenſin, Magnet, Scotophoricum Schulzii erhaͤlt, welcher auf die annde int Art bereitet wird, daß man Kreide in eine Silber⸗Aufloͤ⸗ dwerdnn n ſung aufloͤſet; alles Feuchte abdampfen laͤßt, und das Zu⸗ trät 4. ruͤckbleibſel in einer Scherbe calcinirt, bis ein gelber Dampf Pitaih aaufſteigt, worauf man die Materie verwahret, die, ſo oft Qrnt At man ſie an die Sonne ſtellt, ſchwarz wird. 2 3. Anm. Nimt man 2 Thelle von dieſem mit Kochſalz ge⸗ I. Sn faͤllten Kalch, und miſcht ihn wohl mit 1 Theil Spießglas⸗ Konig, und deſtillirt ihn aus einer Retorte, ſo erhaͤlt man — ſa,n eine Spießglas⸗Butter, und das Silber bleibt mit einem lye ae Theil des Spießglas⸗Koͤniges in der Retorte zuruͤck, das, jet dee wenn es reducirt wird, immer etwas Gold giebt. S. Apyie vor, Boerhave Ci. T. II. Proc. 186. 9 de ſmn 4. Anm. Der gedachte Niederſchlag iſt im offenen Feuer ſehr leichtfluͤßig, und zugleich ſehr fluͤchtig; es iſt daher, wenn Le man ihn reduciren will, rathſam, daß man ihn mit mine⸗ almic. 1 raliſchem Laugenſalz und etwas Fett oder Oel in grau Pa⸗ Silex pier einwickle, und ſo in das Laugenſalz packe, wovon man 3 dem err doppelt ſo viel, als vom Silberkalch, nehmen muß, daß 1 G,md er unten und oben und rund umher bedeckt werde, und s ſt 5 ddeen Tiegel nicht beruͤhre, und denn etwas Fett oder Oel at man dui dazu thue; auch muß man den Tiegel vorher inwendig mit etwas Unſchlitt, und hernach mit Borax ausreiben, daß 1 eer wie glaſurt werde. 1 ze udle 5. Anm. Deſtillirt man dieſen Niederſchlag mit Spießglas, 1E. Zinn, Arſenik oder Eiſen, ſo erhaͤlt man, wenn er auch rArai3 aausgeſuͤßt worden iſt, doch eine Butter, zum Beweiſe der h n GSegenwart der Salzſaͤure. Fſ 5§. 7. —— ———y 458» Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. 3§. 7. ʃ 3) Von der Salzſaͤure wird das Silber, wenn ſie rein und fluͤßig iſt, nicht angegriffen, loͤſet man aber das Silber vorher in Scheidewaſſer auf, und gießt dann Salzgeiſt dazu; ſo wird nicht allein ein Silberkalch niedergeſchlagen, ſondern die Salzſaͤure heftet ſich an dieſelbe auch ſo ſtark an, daß es unmoglich iſt, ſie mit Waſſe er davon zu ſcheiden. Auch wird der Silberkalch dadurch im Feuer verfluͤchtiget. Verſetzt man 1 Theil gekoͤrnt oder gefeilt Silber mit 2 Theilen aͤtzenden Queckſilber⸗Sublimat, und deſtillirt es aus einer Retorte; ſo geht das Queckſilber in die Vorlage uͤber, aber der im aͤtzenden Sublimat befindliche, in die En⸗ ge gebrachte, Salzgeiſt greift das Silber an; ſo daß es um 3 am G wichte zunimt, und im Feuer zu einem Bernſtein⸗ farbenen Glaſe fließt, das Hornſi ilber„ Luna Cornos genannt wird. Hieraus ſieht man, daß der Salzgeiſt, wenn er in Daͤmpfen verwandelt iſt, alsdann das Silber ſtark angreiſ, wie man auch beym Caͤmentiren gewahr wird. §. 8. Aus dem mit Kochſalz oder Salzgeiſt(S.§. 6. N. 5. und 7.) niedergeſchlagenen Silberkalch erhaͤlt man ein ſchoͤ⸗ nes Hornſilber auf folgende Art: Nachdem man ſich ein gutes gefaͤlltes Scheidewaſſer verſchaft hat, nimt man 5 Theile davon gegen 2 Theil rein zu Blechen geſchlagenes Sil⸗ ber, und verrichtet die Aufloͤſung auf gehoͤrige Art. Dieſe Auftoͤſung gießt man in ein großes Glas, und verduͤnnt ſie mit 6 bis 8 mal ſo viel ganz reinem Waſſer, und verrichtet die Faͤllung entweder mit einer, aus 2 oder 3 Theilen Waſſer, und 1 Theil Kochſalz bereiteten, und voß durchgeſeiheten Salzlauge, oder mit Salzgeiſt, den man ſo lange in die verduͤnnte Silberaufloͤſung troͤpfelt, bis kein Niederſchlag mehr erfolgt. Dann ßt man es ſich vollkommen 65 *9 gießt Amn gehdeie tes Käniter bena Kuch ſen Viſe, Kach, 1 u twten unn tue bitrt ſeht dur, ſ 1 b ſei her t, de dae m. t Sahgf eyſgg Gt dm A Söba Diſs )4 trben, un 7) ammer de ds durn * ſaches ac den dami fedazeſ nige 4 waſſer V le th, b V) heiſt aber, dammik, wenn ſer r das Eh lge d P en, ſn ian, d 3. Aihr 1 † Silbe — deſtilln, die Ve , in deh 40 daß r man Beriſt (om 1 wenn e 3tark egi ₰ 9)§.6. Jan einſt mmn ſc int mu „pgne 66 Lilu. d' rn vendunti and vert — ien ſ hen ange 3 Ndt Pn Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 459 gießt die obenſtehende klare Flüßigkeit, welche ein verduͤnn⸗ tes Koͤnigswaſſer iſt, ſachte ab, und ſuͤßt den zuruͤckgeblie⸗ benen Kalch, erſt mit kalten, darnach 5 bis 6 mal mit heiſ⸗ ſen Waſſer, aus. Darauf ſeihet man alles Waſſer vom Kalch ab, den man nunmehro, bey gluͤhender Hitze, lang⸗ ſam trocknen laͤßt. Schmilzt man nun dieſen ausgeſuͤßten und getrockneten Kalch mit gelindem Feuer, ſo, daß das Ge⸗ faͤß nicht ſehr gluͤhend wird, und nimt ihn gleich aus dem Feuer, ſo bald er geſchmolzen, ſo erhaͤlt man einen halbdurch⸗ ſichtigen, hornfarbenen oder braunen, etwas biegſamen Koͤr⸗ per, der das Hornſilber iſt. Anm. Dieſe Faͤllung kann nicht allein mit Salzlauge oder Salzgeiſt, ſondern auch mit Salmiak, Koͤnigswaſſer, Spießglas⸗Butter, Arſenik⸗Butter, Libavs rauchenden Geiſt, u. ſ. w. verrichtet werden. Daß man auch aus aͤtzen⸗ dem Queckſilber⸗Sublimat Hornſilber erhaͤlt, wenn man Silber damit deſtillirt, iſt ſchon(§. 7.) erwaͤhnt. Dieſes Hornſilber hat folgende Eigenſchaften: 1) Iſt es halbdurchſichtig, und Bernſtein⸗oder Horn⸗ farben, und ſchwer genug. 2) Iſt es biegſam, und laͤßt ſich etwas unter dem Hammer dehnen, weswegen auch einige glauben, daß dies das dehnbare Glas der Alten geweſen ſey. 3) Wird es vom Waſſer nicht aufgeloͤſet, wenn man ſolches auch damit kochet, wie man daraus ſieht, daß aus dem damit gekochten Waſſer durchs fixe Laugenſalz niches niedergeſchlagen wird. 4) Wird es auch nicht von der Salzſaͤure oder dem Ks. nigswaſſer, noch vom Scheidewaſſer, welches doch das Horn⸗ bley thut, wohl aber ein wenig vom Vitrioloͤl aufgeloͤſet. 3) Vom ſcharfen, mit Mennige deſtillirten, Salmiak⸗ geiſt aber wird es aufgeloͤſet, auch von dem, der von 1 Theil Salmiak, 2 Theil Laugenſalz und 3 Theil Waſſer, deſti irt 1 1 1 460 Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. lirt worden iſt, wovon 8 Loth* Quentchen Hornſilber aufloͤ⸗ ſen. Dieſe Aufloͤſung laͤßt ſich zum Anſchießen bringen, und thut man dazu 6 Theile Queckſilber gegen 1 Theil Hornſilber, ſo entſteht ein bauanahn icher Anſchuß. S. Mar g graf in den Mem. de!' Acad. de Berlin. 1749. 6) Iſt es in offenem Feuer fluͤchtig, und ſublimirt ſich zu einem arſenikaliſchen Weſen auf; in verdecktem Feuer abet dringt es durch die Gefaͤße, doch fließt es vorher ſehr leicht. Das beſte iſt doch, daß man es in glasartigen Stein⸗ oder Thon⸗Retorten behandelt. Es wird aber durchs Feuer nicht aus einander geſetzt, ſondern groͤßten Theils verſſlcht iger, und ein kleiner Theil bleibt unveraͤndert zuruͤck. 2) Deſtillirt man es mit Spießglas, Zinn, Wißmuh oder Eiſen, ſo erhaͤlt man Spießglas⸗Zinn⸗Arſenik⸗Wiß⸗ muth⸗ oder Eiſen⸗ Butter, woraus man deutlich ſieht, daß die Salzſaͤure ein Beſtandtheil des Hornſilbers iſt. Das Sil⸗ ber, ſo dann am Boden zuruͤck bleibt, laͤßt ſich von den bey⸗ gemiſchten Metallen, entweder mit Salpeter oder Borax, wodurch ſie verkalcht oder verglaſet werden, oder auf andere Art befreyen. . 8) Schmilzt man Hornſilber mit doppelt ſo viel Lau⸗ genſalz, beſonders mit einem mineraliſchen, ſo wird das Sil⸗ ber daraus reducirt. So auch„wenn man es auf Bley kraͤgt, das auf einer Kapelle oder in einem Scherben fließt, da ſich denn eine weiſſe Schlacke auf das Bley ſetzt. 9) Verſetzt man es mit Zinnober, und ſublimirt es da⸗ mit, ſo wird das Silber vererzt. S. Cramers El. Art. Docim. Sublimirt man das Hornſilber oft mit Zinnober, ſo erhaͤlt man in dem Sobeenrupf einen Theil Gold. S. Meumanns Prael. Ch. Th. V. C. XIV. S. 1541. 10) Verſetzt man es mit 2 oder 3 mal ſo viel calcinir⸗ ten Borax, und ſchmilzt es in einem Tiegel, der auch mit Borarx ausgeſtrichen iſt, ſo wird das Hornſilber gleichfalls reducirt. 11) Dun N njt ren und fn iet tnit nit We nuckiſ, mn fücti= Anuemd ulefcyend rein in dnmit gamna cud T3 Atvmſſt Vin Entoehe,3 füͤhigeng Thell Wa als nahſf dan Son z gengen iſn tort üörige woſchen ſſen fabre ung Deres Ba)„vd. angedradte unter welh an auf d els Me dr geworde 1 dnem Gl Anm. kann, ” enſiber u beinge, 1 vell herſte Natgg ſublimit⸗ Lem geun her ſehre An Stein 8/8 Feueen füchti m, Vin alreerik⸗ ich ſeßt 1 doe von da — G dder n at aufa 8 ottſori zoird deie rr es ofd jerben fi eſtt 3 blönite — Gad 1 Pers B5 onit Jiin Vom Silber, Dianenbaum Hornſilber ꝛc. 461 11) Reibt man Hornſilber mit zweymal ſo viel trock⸗ nen und fluͤchtigen Salmiak, und ſo viel Waſſer durch, daß es wie ein Gruͤtzbrey wird; thut dazu waͤhrend dem Reiben noch mal ſo viel Queckſilber, als das fluͤchtige Salz wog, und mehr Waſſer, und reibt ſolches immerweg, bis alles ver⸗ quickt iſt, welche Verquickung man durch Zuſetzung mehre⸗ ren fluͤchtigen Salzes befoͤrdern kann; dann reibt man dies Amalgama mit reinem Waſſer, um es von aller Salzigkeit zu befreyen, da man ſo oft friſches zugießt, bis man es ganz rein davon abgießen kann; ſodann deſtillirt man dies Amal⸗ gama aus einer Retorte, und befreyet es auf die gewoͤhnliche Art vom Queckſilber. Will man dem weitlaͤuftigen Reiben und Verquicken entgehen, ſo kann man das Hornſilber mit doppelt ſo viel fluͤchtigen Salze vermiſchen, in eine Retorte, und ein gut Theil Waſſer, nebſt dem benoͤthigten Queckſilber, dazu thun, alles wohl umſchuͤtteln, und mit vorgelegter Vorlage aus dem Sandbade deſtilliren, bis alles fluͤchtige Salz uͤberge⸗ gangen iſt, worauf man das Amalgama am Boden der Re⸗ torte uͤbrig fſindet, womit man denn, nachdem es rein ge⸗ waſchen iſt, durch Reiben mit Waſſer, wie gemeldet, ver⸗ fahren kann. Marggraf Ch. Schr. Th. I. Verſetzt man Hornſilber mit dreymal ſo viel gekoͤrnt Bley, und ſchuͤttet es in eine glaͤſerne Retorte, ſo fließt, bey angebrachter Gluͤhhitze, eine weiſſe ſuͤßlichte Maſſe oben auf, unter welcher das Bley mit dem Silber verbunden liegt, das man auf der Kapelle abtreiben kann, da man nach Kun⸗ kels Meynung, finden wird, daß ein Theil Bley zu Sil⸗ ber geworden iſt. 94 12) Verſetzt man Hornſilber mit einem Glasſatze oder reinem Glaſe, ſo giebt es ein Hyacinthfarbenes Glas. Anm. Wie man Queckſilber aus dem Hornſilber erhalten kann, iſt ſchon zuvor angefuͤhrt worden(Cap. 14.§. 39.). §. 9. 1 46² Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. §. 9. 62 Von den Gewaͤchsſaͤuren wird das Silber ſo vor ſich nicht angegriffen, aber loͤſet man es in Scheidewaſſer auf, und ſchlaͤgt es mit einer Aufloͤſung des ſchmelzbaren Harnſal⸗ zes nieder, ſo faͤllt ein gelbes Pulver zu Boden, das ein Sil⸗ berkalch iſt, der von ſtarken deſtillirten, und in die Enge ge⸗ brachten Eßig aufgeloͤſet wird. Wenn man Silber in Scheidewaſſer aufloͤſet, und mit waͤſſerichtem Salmiakgeiſt niederſchlaͤgt, den Niederſchlag ausſuͤßt, trocknet und ſtarken deſtillirten Eßig darauf gießt, ſo wird der Silberkalch gleichfalls aufgeloͤſet. Dieſe Art auf⸗ zuloͤſen erfordert aber eine anſehnliche Menge Eßig. 1 Schlaͤgt man das Silber aus ſeiner Aufloͤſung in Schei⸗ dewaſſer, nachdem ſolche wohl verduͤnnt worden iſt, mit ſehr reinen zerfloſſenen Weinſteinoͤl nieder, ſuͤßt den Niederſchlag aus, trocknet und reibet ihn fein, ſo wird er vom deſtillirten Eßig, bey maͤßigem Digeriren oder Kochen, in groͤßerer Menge, als nach der vorhergehenden Art, nemlich zu 1 Quent⸗ chen in 8 Loth Eßig, aufgeloͤſet, und dieſe Aufloͤſung ſchießt in der Kaͤlte zu Cryſtallen an. Der mit fixen Laugenſalz erhaltene Niederſchlag wird auch von gelinden Gewaͤchsſaͤuren, dem Citronenſaft, Sauer⸗ kleeſalz, ja ſo gar vom Rheinwein aufgeloͤſet. S. Marg⸗ grafs Ch. Schr. Th. I.(S. 112⸗121.) C. 10. V Aus den angefuͤhrten Umſtaͤnden ſieht man, 1) daß das Silber von allen Mineralſaͤuren, zum ſchwerſten von der Vitriol⸗ und Salzſaͤure, und von dieſer letztern nur, wenn es vorher in Kalchgeſtalt gebracht worden, gedachter Geiſt ſeine gehoͤrige Staͤrke hat, und mit Hitze angebracht wird, wo die Auftreibung zu daͤmpfen geſchicht, aufgeloͤſet wird. 2) Daß die Salzſaͤure ſich zum feſteſten an das Silber haͤngt, und zum ſchwerſten abſcheiden laͤßt. 3) Daß dieſe San dur un anh de dund ulf da vid Daß ſeuet fällven 8 Tonſt knem, uchn Vnd aufiſt, un dulkonmul zugiet 1 und men Vam! itt afped däſt un Paſer d (8 ½8 nen Kach ind trtie hra Dieſ nenn. Zer ſo er Sdeviſt naren He 3, das eie in de Eig öſet, un 4 Nꝛdet 8 darauf 2dieſe 4 T io. rafung nen zaiſt, ni Nidrit r eym deſil G. in ait 2 u d M — fſung ſt Feeſchlag we ſiſt,En 8 M 1 „dan, 1) rſen te In nr,r. dachte 6 1 bracht „ geböet 1 Dib Cui Vom Silber, Dianenbaum⸗ Hornſilber ꝛc. 453³ durch die Aufloͤſung nicht veraͤndert werde, ſondern ihre aißen⸗ de und aufloͤſende Kraft behalte, wenn ſie gehoͤrig abgeſchie⸗ den wird. 4) Daß alle dieſe Aufloͤſungen bitter ſind. 5) Daß ſie von Laugenſalzen zum Theil, und vom Kochſalze, ge⸗ fäll werden. 83§. I1. Vom firen Laugenſalz wird das Silber weder auf tro⸗ ckenem, noch naſſem Wege aufgeloͤſet. Wenn man aber das Silber zuvor in Scheidewaſſer aufloͤſet, und mit Blutlauge niederſchlaͤgt, ſo geſchicht eine vollkommene Aufloͤſung, wenn man noch mehr Blutlauge zugießt, oder den niedergeſchlagenen Kalch abſcheidet, waͤſcht, und trocknet, und ſo friſche Lauge darauf gießt. Anm. Hierinn verhaͤlt ſich das Silber mit dem Golde, Queck⸗ ſilber, Zink und Wißmuth uͤbereins. Dieſe Aufloͤſung des Silbers im fixen Laugenſalze wird weder vom K ochſalz, noch dem Salzgeiſt, wohl aber durch die phoſphoriſche Saͤure gefäll, da der Niederſchlag eine rothe Farbe erhaͤlt. §. 12.. Vom fluͤchtigen Laugenſalz wird das Silber gleichfalls nicht aufgeloͤſet. Iſt das Silber aber in Scheidewaſſer auf⸗ geloͤſet, und mit einem ſtarken, mit Laugenſalz und wenig Waſſer deſtillirten, Salmiakgeiſt niedergeſchlagen worden (S.§. 8. N. 9.), ſo geht eine vollkommene Aufloͤſung vor ſich, wenn man mehr vom gedachten Geiſte zugießt. So geſchicht auch einige Aufloͤſung i in dieſem Salmiak⸗ geiſt, wenn man die Faͤllung mit fixem Laugenſalz, oder zer⸗ floſſenem Weinſteinoͤl, verrichtet, und den niedergeſchlage⸗ nen Kalch von der obenſtehenden Fluͤßigkeit abſondert, waͤſcht und trocknet, und ſodann mit d dieſem Geiſte behandelt. S. Marggraf a. a. O. Dieſe Aufloͤſungen laſſen ſich auch zum Anſchiesen bringen. Auch „ 454 Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. Auch laſſen ſich dieſe Aufloͤfungen mit Hirſchho oen Geiſ,, 3 Ruß⸗ und Harngeiſt bewuͤrken, wie ehedem ſowol Glau⸗ ber als Kunkel angemerkt haben, wenn das Silber mit Kochſalz gefaͤllt wird; aber es wird hiebey nur ſehr wenig aufgeloͤſet. 1. Anm. Auch in Anſehung dieſer Aufloͤſung verhaͤlt ſich das Silber eben ſo, wie das Gold, Queckſilber„ der Zink und Wißmuth. 2. Anm. Was die, von einigen erwaͤhnte, Silber⸗ Dinktu⸗ ren anbetrift, welche entweder auf dem trockenen Wege be⸗ rettet werden, da man etwas Salmtak ſo lange in einem ſilbernen Gefaͤß liegen laͤßt, bis es eine blaue oder gruͤn⸗ lichte Farbe erhaͤlt; oder auf dem naſſen Wege, da man einen fluͤchtigen Geiſt mit gekoͤrntem Silber in verdecktem Gefaͤße digerirt, bis er eine blaue Farbe erhaͤlt, worau man Weingeiſt dazu gießt, und wieder ſo lange damit di⸗ gerirt, bis es blau wird, ſo ſind dieſe nichts anders, als falſche Tinkturen, und ruͤhren von dem im Silber einge⸗ miſchten Kupfer her. 3. Anm. Aus dieſer Aufloͤſung im fluͤchtigen Laugenſalz kann man auch Dianenbaͤume bereiten, wenn man etwas Queckſilber hinzu thut, und das Gemenge dann ſtehen laͤßt. 4. Anm. Auch iſt es merkwuͤrdig, daß dieſe, mit fluͤchtigem Geiſte bereiteten, Aufloͤſungen nicht von Vitriolſaͤuren, wohl aber vom Kochſalz und deſſen Saͤure, gefaͤllet wer⸗ den, welches ſich mit der Aufloͤſung im fixen Laugenſalz nicht alſo verhaͤlt.(§. 11. Anm.) §. 13. Was das Verhalten der Mittelſalze zum Silber be⸗ trift, ſo iſt folgendes zu merken: 1) Vem Kochſalz wird das Silber durch Caͤmenti⸗ ren aufgeloͤſet und bruͤchig, beſonders, wenn man etwas Vi⸗ triol zuſetzt, wodurch der Salzgeiſt ausgetrieben wird. Das Silber wird vom Kochſalz erſt ſchwarz, oder braun, und zu einer Art von Hornerz, verwandelt, wenn man das Caͤmen⸗ tiren aber oft wiederholet, ſo wird es zuletzt weiß und 5 ig, un dii, volt aesſceddt . 36 ſ 1 E niſtsan ſendrs, uſt Kti, dn Eiberbon 8 ſllt ber t 0 gan faddſc gorz weiß g Anm. 1 dufil † wid des d ſet,unddh ſiam in tile Aum. E beſonderz deſſ e ſſe ſil T V im St 9 d. und wenn de T ſälts Sib ben ud Anf ben zum Ou 1 1 Siibe m Cin ſte Säne ¹ ſcherne 1wol Gla ras Siba Pur ſchen meechaͤlt ſc 1, drzn. * Jilber, d A fenen Wh ange in J abe ode —Wage, un er in bedat errhaͤlt, n lange dauh aits anden, 7 Silba . kaugenſaht S n ann ſtehe i mit füt a8 Vitriſi n gefälle rriipen baupe ————LL Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber:c. 455 chig, worauf man nachher mit Scheidewaſſer etwas Gold ausſcheiden kann. S. Iſ. Hollandus in Op. Min. S. 365. in Theatr. Ch. Runkel in Obſ. Chym. S. 154. 2) Der Salpeter verpuft mit dem Silber nicht, und greift es auch nicht an, ausgenommen beym Caͤmentiren, be⸗ ſonders, wenn man etwas Vitriol zuſetzt, da er es, wie das Kochſalz, veraͤndert. Wohl aber reinigt der Salpeter das Silber von andern unedlen Metallen im Fluß, welches auf die Art bewuͤrkt wird, daß man das Silber mehrere Male mit 2 Theilen Salpeter und 1 Theil Borax ſchmilzt, bis man findet, daß ſich das Salz ohne einige Farbe rein und ganz weiß abſcheiden laͤßt. Anm. Wie das Caͤmentiren mit dem Silber am beſten an⸗ zuſtellen ſey, ſoll im folgenden Capitel erwaͤhnt werden. 3) Von Mittelſalzen, die eine Vitriolſaͤure enthalten, wird das Silber aufgeloͤſet, wenn etwas Kohlgeſtuͤbe zuge⸗ ſetzt, und dadurch eine Schwefelleber gebildet wird, und wird ſodann im Waſſer aufloͤslich, wie die andern unedlen Me⸗ kalle. Aum. Einige haben das Silber mit dieſen Salzen eaͤmentirt, beſonders haben ſie es mit vitrioliſtrtem Weinſtein ſchicht⸗ weiſe eingeſetzt, wodurch ſie ein gruͤnes Pulver erhielten, ſo ſie ſilberhaltigen vitrioliſirten Weinſtein, Tarta- rus vitriolatus Lüunaris, nannten, welches aber von dem im Silber befindlichen Kupfer abhaͤngt. 4) Der Salmiak greift das Silber ſo vor ſich nicht an, und wenn es rein iſt, weder auf dem trockenen, noch naſſen Wege. Vermengt man aber reines gekoͤrntes oder fein ge⸗ feiltes Silber mit etwas Salmiak, unter beſtaͤndigen Rei⸗ ben und Anfeuchten mit Waſſer, und thut es in einen Kol⸗ ben zum Sublimiren, ſo ſublimirt ſich bey verſtaͤrkten Feuer etwas Silber auf. Der Salmiak greift das Silber auch beym Caͤmentiren an, wenn ihm Vitriol zugeſetzt wird, um ſeine Saͤure loszumachen, die dann das Silber angreift, wie 338 beym 466 Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. beym Kochſalz. Haͤlt das Silber aber etwas Kupfer, ſo greift der Salmiak dies Kupfer, auf dem naſſen Wege, an, ſcheidet es vom Silber, und giebt eine blaue Tinktur, wor⸗ aus man ſieht, daß man den Salmiak, wie den Salpeter, wiewol auf verſchiedene Weiſe, zur Reinigung des Silbers gebrauchen kann. Anm. Bey dieſer Gelegenheit darf ich nicht unberuͤhrt laſſen, wie man das Silber ſowol dichter und feſter machen, als ihm eine größere eigenthuͤmlichere Schwere geben koͤnne. Etwas iſt zwar ſchon davon erwaͤhnt worden, nemlich im §. 2., woſelbſt der Zuwachs an Gewichte erwaͤhnt ward, welche es durchs Haͤmmern erhaͤlt, und im§. 3., woſelbſt angefuͤhrt iſt, daß es durchs Feuer zum Theil zu Gold ver⸗ wandelt werden koͤnne. Hier wollen wir nur erinnern, daß das Silber, wenn man es, oder den Kalch deſſelben, mit Salz und einem Zuſatz von Kalch, Kreide, u. d. m., wozu man auch Schwefel, Colcothar oder Galmey hinzu ſetzen kann, lange und ſtark caͤmentirt, figirt und verbeſſert wird, und ſolches am beſten mit Hornſilber oder gefeiltem Silber⸗ kalch gelinge. S. Kunckel, und Junckers Conſp. Ch. T. I. S. 887. Schmilzt man Arſenik und Spießglas zu gleichen Thei⸗ len in einer ſtarken Retorte zuſammen, und verſetzt 1 Pfund von, der nach dem Schmelzen am Boden zuruͤckgebliebe⸗ nen rothen Maſſe mit 1 und halb Pfund Salpeter, und deſtillirt es, nimt dann die vom Oeſtilltren zuruͤckgebliebene Materie, und verſetzt ſie mit ſo viel Salpeter, als das durchs Deſtilliren vorher abgeſchiedene Scheidewaſſer wog, und laͤßt es in einem Tiegel eine halbe Stunde fließen, gießt die Maſſe dann aus, puͤlvert ſie, und ſetzt ſie mit Silberblechen ſchichtweiſe zum Caͤmentiren ein, treibt end⸗ lich nach dem Caͤmentiren das Silber auf der Kapelle ab, und ſcheidet es, ſo wird man zuletzt ſehen, was man ge⸗ wonnen hat. S. Juncker, a. a. O. S. 889. §. 14. Wie ſich das Silber gegen den Schwefel ſowol im Fluſ⸗ ſe, als beym Caͤmentiren verhalte, iſt ſchon(Cap. 10.§. 15.) angefuͤhrt worden, und kann man aus dem§. a. Afoene ir Behan k Glaaſtn ſbriit,t role 8 wirkewts⸗ ſm and In fllunoG ame g uun Sg: 10.9. 8. .P. 6m 2. 1 Kunſt,” Wa 7-. Bink cen Sahen 8 des Eit 2 A berüͤhtt n 2 machen ¹ rre geben ii 10n, nenlit — erwhm 4 6§*, niſ Sizuehn 1„erinnen 1 n deſſbe Gn. d. m. Iwy hingg mverbeſetn 12 faltm en u glechad rrerſeßt n Curuickg Indalpetn,! rt richgehle weEtter, d »Sdewaſitn „ ötunde ſt wand ſcheſt 2in, trlte r pxr KW 7 was n 9. — An 4 im h.1e 8 9 2. 9 V . Vom Silber, Dianendaum, Hornſilber ꝛc. 467 Wir wollen nur noch dies hinzuſetzen, daß das durch die Behandlung des Silbers mit Schwefel erhaltene kuͤnſtliche Glaserz, zum Theil im Waſſer aufloͤslich, und cryſtallifir⸗ bar iſt, da man den, mit Recht ſo genannten, Silbervi⸗ triol erhaͤlt, indem er durch die Saͤure des Schwefels be⸗ wuͤrkt worden iſt. Man ſindet auch, daß das, wie Wachs, ſchmelzbare Silber, deſſen Kunkel in O5. Ch, S. 7. und 111., erwaͤhnt, und welches man durch wiederholte De⸗ ſtillirungen des Silbers mit Schwefel erhaͤlt, nichts anders, als eine Art von Glaserz iſt. Wie ſich die Schwefelleber zum Silber verhalte, iſt auch angefuͤhrt worden.(S. Cap. 10.§. 10. N. 9. 1. Anm. Caͤmentirt man Silber mit Schwefel, ſo wird das Silber nicht mehr vom Scheidewaſſer aufgeloͤſet, welches auch geſchicht, wenn man es mit Zinnober caͤmentirt; gießt man aber Koͤnigswaſſer auf ein ſolches caͤmentirtes Silber, ſo faͤllt ein ſchwarzes Pulver nieder, das vom Schwefel herruͤhrt. Thut man Schwefel zu geſchmolzenen Silber, und haͤlt es lange in gelindem Feuer, ſo waͤchſt es aus, und man erhaͤlt Haarſilber. Vom Lapis Pyrmeſon(S. Cap. 15.§. 20.) wird das Silber aufgeloͤſet und eine Art von Rothguͤlden⸗Erz da⸗ durch bewuͤrkt. 2. Anm. Wie man den Schwefel vom Silber ſcheiden koͤnne, wird in der Probier⸗ und Scheidekunſt gelehrt; hier will ich nur erwaͤhnen, daß man es im Fluſſe bewuͤrken koͤnne a) Mit Laugenſalzen, wobey man vorſichtig zu Werke ge⸗ hen muß, damit die dadurch bewuͤrkte Schwefelleber das Silber nicht aufloͤſe, und folglich wenig Laugen⸗ ſalz dazu nehmen, und mit der Arbeit im Feuer ſchnell verfahren muß. Aber das Silber laͤßt ſich auch vom Schwefel b) Durch Anſieden mit Bley, und Abtreiben auf der Ka⸗ pelle ſcheiden, wie in der Probierkunſt gelehrt wird. Gg 2 c) Mit 468 8 Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. c) Mit aͤtzendem Queckſilber⸗Sublimat geſchicht es durch Deſtilliren aus einer Retorte, da man etwas Zinnober und Horuſilber erhaͤlt. S ch Muß man auch merken, daß ſich dieſe Scheidung mit Konigswaſſer verrichten laͤßt, das den Schwefel ab⸗ ſcheidet. 0. 15. Aus dem, was von dem Verhalten des Silbers gegen andere Koͤrper angefuͤhrt worden iſt, ſieht man, daß es we⸗ der an der Luft, noch im Waſſer, ja nicht einmal im gewoͤhn⸗ lichen chemiſchen Feuer, verkalcht wird, wiewol einige Che⸗ miſten behaupten, daß es ſich mit einem beſondern Streich⸗ feuer bewuͤrken laſſe, ſo ſie wegen ſeines Erfinders, Joh. Iſ. Hollands, in deſſen Schriften man es erwaͤhnt fin⸗ det, Reverberatio Hollandica nennen. Vom Queckſilber wird das Silber gleichfalls verkalcht, ob man gleich aus dem Amalgama deſſelben, durch langes Reiben, ein verglas⸗ liches Pulver abſcheiden kann. S. das Cap. vom Queckſil⸗ ber. Die Mineralſaͤuren zeigen allein ein ſcheinbares Ver⸗ moͤgen das Silber zu verkalchen, ob ſie gleich daſſelbe auch nur obenhin angreifen, in ſo weit man findet, daß ſich, ſo⸗ wol einige Niederſchlaͤge, als die Silber-Cryſtallen, mit Queckſilber verquicken, und ohne reducirende Zuſaͤtze zu rei⸗ nem Silber reduciren laſſen(S.§. 5. und 6.), man auch mit ſolchem Kalch, wie mit reinem Silber, leicht verſilbern kann(S.§. 6. 1 Anm.), und die Verquickung des Horn⸗ ſilbers mit Queckſilber(§. 8. N. 9.) ſolches auch darthut. Der Schwefel verkalcht das Silber auch, und giebt ihm eine ſchwarze oder braune Farbe, wenn man den Schwe⸗ fel aber durch ein gelindes Roͤſten verjagt, ſo bleibt ein weiſ⸗ ſer Kalch zuruͤck, der auch ohne reducirende Zuſaͤtze wieder hergeſtellet werden kann.(299). Ein (299) Durch eine anhaltende maͤßige Hitze laͤßt ſich der Sahwe d —O—O—O—˖V;Oꝛ——ꝭ—ꝭ—ꝭQCꝑ—ꝑ—;B;OZé 3 ſſ8 ſutnn a knſüte S 2 dn Alſatits ſode § d.W( Ipmau das za ut t ndulu fud nitn ſchann tiſte r kebe d nuszel ddaß mana ſäimmeeli N 0 Metalen ſlunter d jfns, Lräene 6 Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 459 ſicht ama. was zm Ein jeder Silberkalch hat folgende Eigenſchaften: 1) Hat er eine weiſſe Farbe. cheddnn. 2) Iſt er fehr fluͤchtig, wenn er mit einem Antheil Schwes Sonfſ Kochſalz vereinigt iſſt. 3) Fließt er mit reinem Glasſalze zu einem Hyacinth⸗ farbenen Glaſe, ob das Silber gleich das Glas purpurfar⸗ eöibers ben faͤrbt.(S.§. 3.) 1. daßen 4) Läßt es ſich leicht, ohne einem beſondern reduciren⸗ 11 im qnh den Zuſatz, und wenn man vorſichtig damit umgeht, ohne 2 einigel ſonderlichen Verluſt, zu reinem Silber reduciren.(S.§.§. 1 wyern Eh. 5. 6. und 8.) 1 2ers, 3. Anm. Juncker berichtet im Couſp. Ch. T. I. S. 887., daß t erwählk das Pulver oder deſſen Kalch, ſo ſich bey dem Reiben des In Qutſt mit Queckſilber verqutckten Silbers abſcheidet, ſich nicht glihe reduciren laſſe; auch meldet er, S. 891., daß das hyacinth⸗ A eum farbene Glas, ſo man durch Schmelzung des Hornſilbers 3 en di mit einem Glasſatz erhaͤlt, wenn es mit Weinſtein⸗Salz ge⸗ Pom Qut ſchmolzen wird, keine Spur des Silbers gebe; was aber das 17 nbrresd erſte betrift, ſo iſt ſchon im Cap. 14. vom Queckſilber(§. Kedaſſelbede 37. Anm.) davon gehandelt worden, und, was das letz⸗ 4 2 1— tere angeht, ſo ſteckt ein Fehler im Proceſſe, weil derſelbe 2 ſc Schriftſteller zugiebt, daß ſich durchs Koͤnigswaſſer etwas Dialen, ausziehen laſſe.„ a ſäte nt§. 16. 3. man al. 2. 1— 1 jt wiſt Da ſich alle Silberkalche ſehr leicht zu Silber reduciren 4 den laſſen(S.§. I 5. und§.§. 6. und 8.), ſo iſt es offenbar, drth daß man ſie nicht fuͤr eine einfache Erde, ſondern fuͤr eine be⸗ ſtimmte metalliſche Erde anſehen kann. rr, und g 1 r date§. 1T7. aühr e n Was nun das Verhalten des Silbers gegen andere S ſibe vir Metalle angeht, ſo iſt folgendes zu merken: 1 3 Gg 3 1) Mit 8 V fel unter der Muffel eines Pro⸗ Silber in baumaͤhnlichen Geſtak⸗ 1 fih nit bierofens, vom Silber aus dem ten aufſchießt. A. d. U. d fl Glaserze abtreiben, da denn das 4 ——— — 470 Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. 1) Mit dem Golde laͤßt ſich das Silber leicht vereini⸗ gen, doch verliert das Gold hiebey etwas von ſeiner Geſchmei⸗ digkeit und Farbe, nach Verhaͤltniß des zugeſetzten Silbers. Anm. Wie ſich das Gold aus ſeiner Vereinigung am beſten ſcheiden laſſe, ſoll im folgenden Capitel erzaͤhlt werden. 2) Mit dem Kupfer vereinigt ſich das Silber leicht. (S. Cap. 22.§. 20. N. 2.) 1. Anm. Aus dieſer Vermiſchung beſteht alles vermuͤnzte und verarbeitete Silber, welches letztere man Goldſchmieds⸗ Silber nennt; und, weil man uͤberall die Mark Gold und Silber zu 16 Loth rechnet(300), ſo erhaält auch das Sil⸗ ber ſeine Benennung daher, und wird das ganz reine ſechs⸗ zehnloͤthiges, das 15 Loth Silber und 1 Loth Kupfer in der Mark enthalt, funfzehnloͤthtges, was 14 Loth Silber und 2 Loth Kupfer in der M u. ſ. w. genannt. ark enthaͤlt; vierzehnloͤthiges, Alles verarbeitete Silber muß in Schweden(301) nach der Verordnung 13 und 1 Veertel loͤthig ſeyn, wobey ein Achttheil weniger frey gegeben wird; folglich enthaͤlt hier alles verarbeitete Silber 2 der Mark. und 3 Viertel Loth Kupfer in Wenn das Silber ſchlechter, als achtloͤthig wird, und alſo mehr Kupfer als Silber in der Mtſchung enthalten iſt, ſo wird es gemeiniglich Pay oder Pagament genannt. 2. Anm. Die Miſchung aus Kupfer und Silber laͤßt ſich ſchei⸗ den 1) durchs Saigern, das auf Huͤtten gebraucht und in der Metallurgie beſchrieben wird, aber auch in der Pro⸗ bierſtube auf einem Scherben angeſtellt werden kann(302); (300) Im Preobiergewicht wird dann das Loth in 18 Gran getheilet, und hiernach die klei⸗ neren Unterſchiede der Feinheit berechnet. A. d. U. 6301) In Teutſchland iſt das verarbeitete Silber an den mehr⸗ 2) durch ſten Oertern 12 loͤthig, dahinge⸗ gen es zu Muͤnzen verſchieden verſetzt wird. Nach dem Leipzi⸗ ger Fuß wird die Mark feines Silber zu 12 Reichsthaler aus⸗ gemuͤnzet. A. d. U. 402) S. Cap. 23.§. 5. N. 1. t. Anm. — Ge dr Kw Fnninn. ds Sibem rühet!)ct rnſtaſd= wehs tna, dec ſo kang n on denten da N durch ſe 1) af eer Bloglo t übrigen un ſtugen, Ker Holg e lettere nm Übraucht, te oſclager a ſi aus in V nn ener INlaxea ſin wede Hoüafhm berm An Dee in belches Im Kleig angiſtelt b Nange 53 bma, un viel) in 1 des Pni kaͤgt und, dasalgen nd ſol te Sech den derGeſta n Silber, ung am din Alt werde alber „ 3 rmuͤnſeu nroldſchmi ark Geddu uch das a reineſch 1cih Käuit. 3 both En * ſehnthe 83 Sn(zolſ vott enthite ith Kuuſii 8 vird, Bug entte Arnt gan „ aßt ſccht »rucht t iin de zkann 1) u w hig dſ en wrüit der) * c dem 9) MMn ² hsthale⸗ . 55 6 Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 471 2) durch Abtreibung auf der Kapelle, mit zugeſetztem Bley, da das Kupfer verlohren geht(303); 3) durchs Aufloſen im Scheidewaſſer, wodurch das Kupfer aufgeloͤſet, und 3 das (303) Dieſes Abtreiben auf der Kapelle, welches ſowol zur Reinigung als zum Probieren des Silbers angewandt wird, be⸗ ruhet 1¹) auf der verglaſenden Ei⸗ genſchaf des Bleyglaſes, und da das Silber, Gold und die Pla⸗ tina, hievon ausgenommen ſind, ſo kann man dieſe Metalle auch von den uͤbrigen, welche durch das Bleyglas verglaſet werden, durch ſolche Verglaſung ſcheiden; 2) auf Gefaͤße, die ein ſolches Bleyglas, und alſo mit ihm die uͤbrigen verglaſeten Metalle ein⸗ ſaugen, dergleichen ausgelaugte Holz⸗ oder Beinaſche iſt. Die letztere wird im Kleinen hiezu ge⸗ braucht, und die Kapellen daraus geſchlagen, oder wenigſtens, wenn ſie aus Holzaſche bereitet ſind, mit einer Lage Beinaſche, ſo man Klaͤre nennt, bedecket; im Groſ⸗ ſen werden die Teſte aus bloßer Holzaſche bereitet. Zugleich wird beym Abtreiben auch etwas vom Bleye im Rauche verfluͤchtiget, welches man Treiben nennt. Im Kleinen wird die Arbeit ſo angeſtellt, daß man eine gewiſſe Menge Bley(zu feinem Silber 6 mal, zu loͤthigem 18 mal ſo viel) in eine unter der Muffel des Probierofens erhitzte Kapelle traͤgt und, wenn ſolches treibt, das abgewogene Silber dazutraͤgt, und ſolches in einer gehoͤrigen G g 4 a Hitze erhaͤlt, ſo geht das Bley zum Theil im Rauche davon, ein anderer Theil ſetzt ſich als Glaͤtte am Rande der Kapelle, und das uͤbrige zieht ſich mit den unedlen Metallen verglaſet in die Kapelle, da denn das Silber, wenn es voͤllig rein geworden iſt, mit Re⸗ genbogen⸗Farben blickt. Aus⸗ fuͤhrlicher findet man ſolches in Cramers Eiem. artis docim. P. II. beſchrieben. Da man ſel⸗ ten Bley ohne Silber erhaͤlt, ſo muß man den Sllbergehalt deſ⸗ ſelben abziehen. Etwas Silber wird doch vom Bleyglaſe mit in die Kapelle gezogen, welches bey einem maͤßigen Treiben etwa 2 Gran auf die Mark betraͤgt und, wenn man das Bley aus der Kapelle reducirt, aus derſelben wieder erhalten werden kann. S. Hrn. Hellot, Tillet und Mac⸗ quer Abh. von der Probirung des Goldes und Silbers(aus den Mem. de l'Acad. d. ſc. à Faris v. J. 1763.) in Min. Beluſt. Th. III. S. 379⸗396. Hr. Tillet Abhandl. von dem Probiren des Goldes und Silbers; von der Quantitaͤt Silber, welche bey dem Probiren in der Kapelle zu⸗ ruͤckbleibt; von der ſcheinbaren Vermehrung des Gewichtes des feinen Silbers beym Probiren, und der wuͤrklichen Vermehrung des Gewichts des in Glaͤtte ver⸗ wan⸗ 472 Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. 1es das Silber gefäͤllet wird(304), oder im Salmiakgeiſt, der— lt das Kupfer aufloſet;(S.§. 6. N. z. und§. 13. N. 4.) 4) durch Caͤmentiren und Schmelzen, da man das ge⸗ koörnte kupferhaltige Silber mit doppelt ſo viel von einer Miſchung, aus Bleyaſche, Salpeter, Schwefel, jedes zu halb Pfund, Arſenik und ſtark decrepitirtes Kochſalz, jedes zu 1 Pfund, ſchichtweiſe einſetzt, und vor dem Blaſe⸗ balge ſchmilzt, in einen Gießpuckel ausgießt, und, nach⸗ dem es kalt geworden, das Stiber abſcheidet, das man dann auf der Kapecle abtreiben kann. 3 Silber und Zinn gehen zu einer bruͤchigen Maſſe zuſammen.(S. Cap. 24.§. 14. N. 2.) 1. Anm. Da ſich dieſe Miſchung im Feuer zu einem, der Zinn⸗ aſche aͤhnlichen, Kalch verkalchen laͤßt, ſo kann man das Silber auf die Art ohne aͤtzende Aufloſungsmittel verkal⸗ chen, wiewol ſich dieſer Kalch, zum Beweiſe einer unvoll⸗ kommenen Verkalchung, mit Queckſilber verquicken laͤßt. 2. Anm. Scheiden kann man das Silber vom Zinn, 1) durch Aufloͤſen im Königswaſſer, ſo das Zinn, aber nicht das Silber aufloͤſet, 2) durch Anſteden mit Bley auf einem Scherben, und nachheriges Abtreiben auf der Kapelle, zu welchem Ende man die Miſchung eher verkalchen muß. wandelten Bleyes(aus den Mem. de! Acad. de Paris v. d. JJ 1760. 62. 63.) in Min. Beluſt. Th. IIlI. S. 422⸗431. u. 4 3 2⸗468. und Th. IV. S. 3⸗28. Die Ar⸗ beit im Großen iſt nur darinn verſchieden, daß bey dem Abtrei⸗ ben des geringhaltigen Werk⸗ bleyes, ein Teſt, oder große Ka⸗ pelle, mit einer Decke verſehen iſt, und die Verfluͤchtigung des Bleyes durch Baͤlge vermehret wird, da man denn auch die ſich anſetzende Glaͤtte am Rande, durch eine gemachte Rinne, ab⸗ laufen laͤßt, und das erhaltene 4) Sil⸗ Blickſilber noch einmal in einem kleinen Teſte fein breunt. S. Schluͤters Zuͤrtenw. WALL. Elem. Met. Sect. III. C. V.§. 12. S. 356. f. A. d. U. 7 (304) Kupferhaltiges Silber loͤſet ſich ohne Niederſchlag im Scheidewaſſer auf. Wohl aber kann man darnach durch mehr eingelegtes Kupfer das Silber herausfaͤllen. Reiner erhaͤlt man es durch die Faͤllung mit Salz⸗ geiſt, da ſich das Kupfer in dem dadurch bewuͤrkten Konigswaſſer aufgeloͤſet haͤlt. A. d. U. „2 Anm. E Kngerf Eümn l ghalim mna da M. Echem 6) At n. Anm. 4 beſtenid durch läßt un den Shor Ar nüͤbenn Ahm. 19 cen eef 1 9 E andeter M kännan. 8 Go6) d bthen. 3 D riatg ..J. 4 nan das bon g 32 ffel, jos, Otes ehe or dem al 1 1 ruh 1 et, dab n 4 higen-' 4 aun me 9 9 ramittt t — dner 9p † uckal e n, Uim ber nictit c auftn r ut Phna 81 8 anal in in 19) brenn A dnw. ſu PHl.(.I 1 † 56 tinn en derſchan 2 Wilit *) dutc das W Fler etfäte. 19 ni? 3 m duuf fer V ae Koli 1 I .1. — Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 473 4) Silber und Bley vereinigen ſich Her mit einander. (S. Cap. 23.§. 18. N. 2.) Anm. Wie man das Bley vom Silber durch Abtreiben ſchei⸗ de kann, iſt ſchon angefuͤhrt worden(Cap. 23.§. 18. N. 2. um.) 5) Silber und Eiſen laſſen ſich mit einander Fſhndne ſchmelzen.(S. Cap. 21.§. 18. R. 2.)(306) Anm. Scheiden kann man das Silber vom Eiſen 1) mit Köoͤnigswaſſer, welches das Eiſen aufloſet, 2) durch Schmelzen, mit doppelt ſo viel rohem Spießglaſe, wozu man, wenn es auf gehoͤrtge Art 1 Viertelſtunde im Fluß gehalten worden iſt, 16 mal ſo viel Bley thut, alles zuſam⸗ men wohl fließen laͤßt, nachdem es ausgegoſſen worden iſt, den Bleyköoͤnig von den Schlacken abſondert, auf einem Scherben anſtedet, und auf der Kapelle abtreibet. 6) Vom Queckſilber wird das Silber verquickt.(S. Cap. 14.§. 24.) Anm. Das Queckſilber laͤßt ſich aus dieſer Vereinigung am beſten durch Deſtilliren aus einer Retorte, oder Preſſen durch ein ſemiſches Leder, abſondern; was zuruͤck bletbt, laͤßt man auf einem Scherben abdampfen„ und reducirt den Silberkalch.— 7) Mit dem Arſenik vereiniget ſich das Silber zu ei⸗ ner muͤrben loͤcherichten Maſſe.(S. Cap. 15.§. 23.) Anm. Der Arſenik laͤßt ſich durch Abdampfen oder Verkal⸗ chen abſcheiden, ob er gleich das Silber zum Theil mit verfluͤchtiget. 8) Silber und Kobold laſſen ſich nicht, ohne Zuſetzung anderer Metalle, mit einander vereinigen, die beyde aufloͤſen koͤnnen.(S. Cap. 16.§. 6. N. 2. Gg 5 9,) Ni⸗ (306) Daher kann man auch feine ſtaͤhlerne Arbeiten mit Silber löthen. A. d. U. 2 474 Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. 9) Nickel und Silber laſſen ſich gleichfalls nicht im Fluſſe mit einander vereinigen.(Cap. 17.§. 9. N. 2. 10) Wißmuth und Silber vereinigen ſich leicht und vollkommen mit einander.(Cap. 18.§. 9. N. 2.) Anm. Dieſe Metalle ſcheidet man durch Abtreiben auf der Hapele⸗ mit, oder ohne Bley, von einander.(Cap. 18. a. a. O.) 11) Rohes Spießglas und Silber vereinigen ſich ſo mit einander, daß das Silber zum Theil mit dem Spießglas⸗ Koͤnig zuſammen geht, und zum Theil vom Schwefel ange⸗ griffen wird.(Cap. 19.§. 19. und 20.) Auch laͤßt es ſich mit dem Spießglas⸗Koͤnige zuſammen ſchmelzen.(Cap. 19. §. 21.) Anm. Die Scheidung des Silbers vom rohen Spießglaſe, oder deſſen Schlacken, wird durch Roͤſten, Anſieden mit Bley, und Abtreiben auf der Kapelle bewuͤrkt; auch kann man ſie durch Schmelzen mit zugeſetztem Eiſen verrichten, da man den Koͤnig, welcher hiebey niedergeſchlagen wird, nachher mit ein wenig Bley anſieden und abtreiben kann. Man kann auch auf die Art verfahren, daß man Eiſen in einem Tiegel gluͤhet, dann das Spießglas dazu thut und, wann alles geſchmolzen iſt, 15 oder 16 mal ſo viel Bley dazu ſetzt, und den Bleykoͤnig, nachdem er abgeſchlagen worden auf einem Scherben abſiedet, und auf der Kapelle abtreibt. Der Spießglas⸗Koͤnig aber kann auf eben die Art vom Silber, als vom Gold, nemlich durch Verrauchen unter dem Schmelzen, abgeſondert werden.(S. Cap. 19. a. a. O.) 12) Zink und Silber gehen zu einer ſproͤden Maſſe zu⸗ ſammen.(S. Cap. 20.§. 11. N. 2.) Anm. Scheiden kann man das Silber vom Zink, theils durch Schmelzen mit ſchwarzem Fluß, da der Zink abbrennt, theils durch Salzgeiſt oder Vitriolgeiſt, wodurch der Zink, aber Vih das Silber, aufgeloͤſet wird.(S. Cap. 20. G. d. O. I §. 18. Ans Abd Siber vent bricir, 9 duh ſt ſs 1 neren, Etywere ze leben, ddis be ſileme nit den Go hben Shwic te mehrent Ann. N ds Enn nig ſſi dedachin (. N V meynt n Sanga )à Feue nicht den kann. Ge) Unt Menthänichen ſezungen auz u dud Fden Silber ll nicht M.2. 2) leiche A ruft ner.(o Serigen ſ 8 Sriii 7 hweſtla S h läßte 2.(L 4 Sri 1r Anſiehnn 1 Ot; aute Dn bern 1= thlagnn 18 traba Wan dn 8 ut tharu un ſot bil r mbgeſthe ef dast thelsiet ft dütre nat d .8 Len 1 ſ ökkkkxxMIMXxIAXIMxIðõMoömmIç8p' jr—ↄü- Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 475 §. 183. Aus dieſen angefuͤhrten Verſuchen ſieht man, daß das Silber vom Kupfer etwas ſproͤde und hart, vom Zinn weit bruͤchiger, und vom Spießglas⸗Koͤnige noch bruͤchiger wird. Auch iſt bey dieſen oben gedachten metalliſchen Miſchungen zu merken, daß ſie ſaͤmtlich eine groͤßere eigenthuͤmliche Schwere(307) erhalten, als ſie nach den hydroſtatiſchen Geſetzen, oder jeder einzelnen Schwere zuſammen gerechnet, haben ſollten. Doch erhaͤlt das Silber in der Vereinigung mit dem Golde den groͤßten Zuwachs an ſeiner eigenthuͤmli⸗ chen Schwere, ſo daß dieſe Verſebung ihrer einzelnen Schwe⸗ re mehrentheils entſpricht. Anm. Mit einem Worte muß ich auch die Verfuͤchtigung des Silbers erwaͤhnen. Da das Silber im Feuer fix ge⸗ nng iſt, ſo ſind einige Chemiſten ſorgfaͤltig genug darauf bedacht geweſen, die Verfluͤchtigung deſſelben zu erlangen. c. Neumann. Beſſelſche Ausg. vom Silber. S. 421. meynt, es laſſe ſich mit Spießglas⸗Koͤnig, Arſenik und Salzgeiſt bewuͤrken, aber aus dem vorher erwaͤhnten ſieht man, daß der Spießglas⸗Koͤnig, an und vor ſich ſelbſt, das Silber nicht verfluͤchtigt, wohl aber die beyden letz⸗ tern, zu welchen man noch den Salmiak hinzu fuͤgen känn §. 19. Waes die Annaͤherung oder Verwandſchaft des Silbers betrift, ſo ſcheint ſie in folgender Ordnung zu ſtehen: 1) Zum Golde, weil man das Silber vom Gold im Feuer nicht ohne Beymiſchung eines andern Metalles ſchei⸗ den kann. 2) Zum (307) Unterſuchungen der ei⸗ genthuͤmlichen Schwere der Ver⸗ ſetzungen aus Silber und Kupfer, und daher genommene Anleitun⸗ gen, durch hydroſtatiſche Verſu⸗ che den Silbergehalt einer ſolchen Verſetzung zu finden, findet man in J. G. Leutmanns Explic. inuenti hydroſtatici de pon- dere argenti cupro mixti in- veſtigando in den Com. Petrop. T. III. v. J. 1728. A. d. U. 4 6 FJFuͤnf und zwanzigſtes Capite. 2) Zum Queckſilber, weil ſich dieſes aus der Verqui⸗ ckung anderer Metalle durchs Silber ſcheiden laͤßt. 3) Zum Bley, wovon ſich das Silber ſchwerlich ſchei⸗ den laͤßt, wenn die Fluͤchtigkeit des Bleyes im Feuer ſolcher Scheidung nicht zu Huͤlfe kaͤme; auch iſt dieſe Verſetzung unter dem Hammer dehnbar; auch laͤßt ſich das Silber durchs Bley von andern Metallen ſcheiden, wie man aus der Sai⸗ gerung und dem Abtreiben auf der Kapelle erſieht. 4) Zum Wißmuth, der mit dem Ble) beynahe einer⸗. ley Eigenſchaften hat. Hiebey iſt zu merken, daß, wenn das Bley und der Wißmuth keine ſtaͤrkere Verwandſchaft zum Silber, als den uͤbrigen Metallen haͤtten, ſie auch das Silber von denſelben nicht auf dem Scherben und der Kapelle befreyen koͤnnten, wie ſie doch thun. 5) Zum Zinn, weil der Zinndunſt das Silber angräff. 6) Zum Zink, zu welchem es eben ſolche Verwand⸗ ſchaft, wie zum Zinne, hat. 7) Zum Kupfer, womit es ſich genau, zu einer dehn⸗ baren Miſchung, vereinigt„ und von welchem es ſchwer zu ſcheiden iſt. 8) Zum Eiſen, das ſich mit dem Silber gleichfalls zu einer dehnbaren Miſchung vereiniget, und ſchwer davon zu ſcheiden iſt. 9) Zum Spießglas⸗Koͤnig, weil man ihn durch Ver⸗ kalchen abſcheiden, auch mit Kupfer und Eiſen das Silber aus den Schlacken von der Reinigung des Guldes durch das Kupfer, niederſchlagen kann. 10) Zum Arſenik⸗Koͤnig, der ſich darch bloßes Calci⸗ niren abſcheiden laͤßt. Zu Kobold und Nickel he das Silber keine Verwand⸗ ſchaft. 5. 20. Am 21 Dw dfflan tebit vorden, 1 ſs ſe aſt peſ deingus unnen geſca ) Di k Sſbe FHct darls nm de kalt gvodi Mainten? Sidenhiln 6 ben ſch ſint, und i n) 5) En 5Sibber n Meralein dun dos ehatene rar in de galet, ase faebt wird. Inm. G. glas⸗K d Salſaug, b 4 Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 477 us der N F. 20 li. Was die Reinigung des Silbers, und die Befreyung ſchwerit deſſelben von den beygemiſchten Metallen betrift, ſo iſt zwar 4 Jeue ſchon bey jedem Metalle etwas insbeſondere davon angefuͤhrt ſeſe Ve woorden,(§. 17.) indeſſen iſt es doch noͤthig, daß man die⸗ 6Siben ſes hier ausfuͤhrlicher abhandle. Wir merken hiebey, daß 1 aus dan dieſe Reinigung entweder nur die Dberſfäͤche betrift, oder voll⸗ ſeht. kommen geſchicht. ibeyn 2) Die Reinigung der Oberflaͤche hat nur zur Abſicht, das Silber von auſſen rein und weiß zu bewuͤrken, und ge⸗ 3 Blr 6 ſchhicht durch das Weißſieden, welches auf die Art geſchicht, aeil, daß man das Silber zuerſt etwas gluͤhet, und, nachdem es 1 1 don d kalt geworden, in eine Lauge ven gleichen Theil⸗ en Kochſalz, Weinſtein und Waſſer thut, die man uͤber dem Feuer im Sieden haͤlt, und worinn man es 1 Viertelſtunde, oder laͤn⸗ cer, bey ſtarkem Sieden liegen laͤßt, ſolches nachher heraus⸗ riihen nimt, und mit einer Kratzbuͤrſte rein buͤrſtet.(S. Cap. 22. ihe N.. 12.) b) Eine vollkommene Reinigung hat zum Endzweck, Neinn das Silber von den beygemiſchten unedlen, ganzen und hal⸗ K es ſta ben Metallen zu reinigen, und kann geſchehen 1) Durch das Abtreiben mit Bley(308), worauf man 1 gleihu das erhaltene Korn mit einem Zuſatz von Salpeter und Bo⸗ werder rax im Tiegel ſchmilzt, und ſolche Schmelzung ſo oft wieder⸗ polet, als es noͤthig iſt, bis das Silber nicht mehr davon ge⸗ faͤrbt wird.(S.§. 13. N. 2.) freyen in wind don 9 d Anm. Einige nehmen einen Zuſatz von Salpeter und Spieß⸗ 4 d glas⸗Koͤnig, welches aber unſicherer iſt. s d 2) Durch Aufloͤſen in Scheidewaſſer, und Faͤllen mit . dece Salzlauge, worauf man den erhaltenen Kalch ausſuͤßt, und mit öne 93 V 08) S. die 303te A. d. U. 66 89 3. 1* 1 6 8' —* 478 Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. mit doppelt ſo viel neneraliſchen Laugenſalz ſchmilzt.(S. §. 6. 4. Anm. und§. 8. N. 7.) 3) Durchs Calciniren mit Schwefel, und Reduciren des verkalchten Silbers mit Laugenſalz, welche Schwefelung und Reducirung, wenn es erfordert wird, mehrere male wie⸗ derholet wird. rer, als der vorhergehende. Dieſer Weg iſt aber muͤhſamer und unſiche⸗ 1. Anm. Die von einigen erwaͤhnte Reinigung durchs Caäͤ⸗ mentiren(S.§. 17. N. 2. 2. Anm.), iſt unvollkommen, und nicht zureichend, alle metalliſche Beymiſchungen vollig ab⸗ zuſcheiden, weswegen man dieſe Caͤmentirungen hier ganz uͤbergeht. 2. Anm. Die Probierung eines reinen Silbers geſchicht 1) auf dem Probierſtein(309), welches in der Probierkunſt gezeigt wird; 2) kann man es, im Falle der Noth, auf einer gluͤhenden, reinen, eiſernen Platte probieren, beſon⸗ ders, wenn ſie polirt iſt, wogegen man, wenn ſie hellroth gluͤhet, das Silber reibt; behaͤlt es ſeine Farbe, ſo iſt es rein, wird es roth, ſo haͤlt es Kupfer, und noch mehr, wenn es ſchwarz wird; 3) durch Schmelzen mit Salpeter und Borax, da, wenn die Schlacke weiß ausfaͤllt, das Silber rein iſt; 4) durch eine lange Digerirung mit Sal⸗ miakgeiſt, der von kupferhaltigem Silber blau, von reinem gar nicht, gefaͤrbt wird.(310) (309) Ein Probierſtein muß ſchwarz, von etwas rauhem Ge⸗ fuͤge ſeyn, und von Saͤuren nicht angegriffen werden. Da dieſe Eigenſchaften mehrern Stein⸗ arten eigen ſind, ſo werden auch von den Mineralogen verſchiede⸗ ne Steinarten hiezu empfohlen. Die Feinheit des Silbers wird daſelbſt nach der Farbe des Strichs beurtheilet, den es darauf laͤßt, wenn es dagegen gerieben wird, und den man mit dem Striche der dazu in verſchiedenem Ver⸗ ..21. haͤltniß aus Silber und Kupfer zuſammengeſetzten Probirnadeln vergleicht. Genauer als auf ein halb Loth reicht dieſe Probe aber nicht zu. Unedle Metalle erkennt man durch einen Tropfen Koͤnigs⸗ waſſer. A. d. U. 1 (310) Ob es vom Golde rein ſey, kann man durch die Auflo⸗ ſung im Scheidewaſſer erfahren, da das etwa im Silber beſindli⸗ che Gold in Geſtalt eines braunen Kalchs liegen bleibt. A. d. U. An 9. talen ſch ücet mti dn Unſände , An „ Au en kommen z. Aur ichin Dim Qacſie ſpieg 42 de ſe vom⸗ kiict auſge aus dieet fälet werde mit der Eo iſe An nd ducchſe en Sibde, ud konnen ue 4 mii. nd Rad Särfte rere maln ſr und ung dur. dllfonae A ngen nas Pngen ſen llbers zn t pither d der, „obſtrer enn 5 - rungn a, an ber un t pon Pruce uuer n. nsdieſeen dleThrucn 5 Duuft de Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 479 §. 21. In Vergleichung mit andern halben und ganzen Me⸗ tallen ſieht man deutlich, daß das Silber die groͤßte Aehn⸗ lichkeit mit dem Bley oder Queckſilber hat, wie aus folgen⸗ den Umſtaͤnden zu erſehen iſt: 1. Aus der Farbe, worinn ſie beynahe uͤberein kommen. 2. Aus der Schwere, worinn ſie auch ſehr nahe zuſam⸗ men kommen. 3. Aus ihrem Verhalten im Feuer; wodurch ſie ſaͤmt⸗ lich in Daͤmpfe verfluͤchtiget werden koͤnnen, das Bley und Queckſilber bey Plinder Hitze, das Silber vor dem Brenn⸗ ſpiegel. 4. In Anſehung ihrer Aufloͤſung in Mineralſaͤuren, da ſie vom Vitriolſauren ſchwer, vom Salpeterſauren aber leicht aufgeloͤſet werden, und mit dieſen Cryſtallen geben, auch aus dieſer Aufloͤſung durch Kochſalz, oder deſſen Geiſt, ge⸗ fäͤllet werden koͤnnen; ſie laſſen ſich auch alle drey ſchwerlich mit der Salzſaͤure vereinigen, ob ſie gleich zu derſelben die ſtaͤrkſte Anziehung haben, mit ihr einen feſten Koͤrper bilden, und durch ſie im Feuer verfluͤchtiget werden. 5. In Anſehung deſſen, daß ſowol das Queckſilber, als Silber, weder im Feuer, noch durch Aufloͤſungsmittel voll⸗ kommen verkalcht werden. 6. In Anſehung der leichten Aufloͤſung der Kalche die⸗ ſer Metalle in Gewaͤchsſaͤuren, und laugenſalzigen Geiſtern. 7. In Anſehung der Verwandſchaft und Aneignung, die dieſe Metalle zu einander, und gegen andere Metalle(S. §. 19.) zeigen. So wenig das Bley, als Silber, vereini⸗ gen ſich mir dem Kobolde. 8. In Anſehung ihrer Verglaſung, da ſie ein gelbes Glas geben. 9. Fuͤgt 480 Fuͤnf und zwanzigſtes Capitel. 9. Fuͤgt man noch die Umſtaͤnde hinzu, daß a) Bley und Silber gemeiniglich in einerley Erzart zuſammen gefun⸗ den werden, wie beynahe aller Bleyglanz darthut; b) das Hornbley und Hornſilber. wenige Umſtaͤnde ausgenommen, viele Aehnlichkeit mit einander zeigen.(S. Cap. 23.§. 6. 2. Anm. B. N. 1. und§. 3. in dieſem Cap.); c) man aus dem mehrſten Bley Silber ausſcheiden kann, oder hervor⸗ bringen; d) man ſowol aus dem Hornſilber, als dem Horn⸗ bley Queckſilber erhalten kann, ſo iſt, meiner Meynung nach, die groͤßte Aehnlichkeit zwiſchen dieſen Metallen erwieſen. Da wir auch ſchon eine große, zw biſchen dem Bley und Wißmuth zu findende, Aehnlichkeit(Cap. 23.§. 19. N. 2.) erwieſen haben, wozu man noch mehr Umſtaͤnde, die der Wißmuth mit dem Silber gleich hat, hinzufuͤgen kann, ſ folget daraus: Daß Queckſilber, Wißmuth, Bley und Silber naße zuſammen kommen, und entweder durch einen andern Zuſatz, oder einige Abaͤnderung im Verhaͤltniß ihrer Beſtandtheile, oder durch die ſtarke Vereinigung derſelben mit einander, ei⸗ nes in das andere verwandelt werden koͤnnen. §. 22. Was die Grundmiſchung des Silbers betrift, ſo iſt/ meiner Meynung nach, aus dem vorhergehenden einiger⸗ maßen zu erſehen, was man davon zu glauben habe. 1. Wenn das Silber, Bley, der Wißmuth und das Queckſilber, wie(§. 21.) erwieſen worden, die Dehnbarkeit und Erhaͤrtung des Silbers im Feuer ausgenommen, meh⸗ rentheils einerley Eigenſchaften haben, ſo ſcheinen ſie aus ei⸗ nerley Grundſtoffen zu beſtehen, nur vielleicht mit einiger Verſchiedenheit in dem Verhaͤltniſſe und der Verbindung der⸗ ſelben. Und, da zuvor erwieſen iſt, daß das Bley aus einer, durch ei ein damit vereinigtes, in die Enge gebrachtes, Ler bares A dg 1 laks 3 Wöſe nterſcläde diner we (Le, ud 1 mit der deſt 1 on, Vens and Coy.181 dgen, und 4 by den aude dn W ie ain et Sähangit ) Ff enn auf den reieres A ts rad dl Siben 6.596. bgezogeni Hdw Hon dlber gt Deüſer; deüſt, ud cienng ene zellein E. lſ, und mr pfen Pbrriben ſſtaft in mehr Sibe ſeinen hxr Gchmehzn dn kann. V manen g kdasgenom 1 .p. 23. 3, c) ma 1 oder ſe dm 1 eynunan Derviſſe Am Wo 9. 9,J Pinde, d Aiyen kan 3 Silber andern ai k odeſtand, reinande Aettift, 2nden dr chabe euuth u Deh 3 mmen, Denſen 3t min 2 bindu ey Aus! Jcles, 1 Vom Silber, Dianenbaum, Hornſilber ꝛc. 481 bares Weſen, von andern kalchichten Materien und Erdarten unterſchiedenen, in ihrer Beſchaffenheit veraͤnderten, und zu einer metalliſchen verwandelten, alkaliſchen Materie oder Erde, und einem andern, nachher hinzugekommenen, und mit der beſtimmten Erde vereinigten brennbaren, oder ſalzi⸗ gen, Weſen beſtehe,(S. Cap. 23.§. 20. Cap. 14.§. 44. und Cap. 18.§. 12.), ſo ſcheint ſich dieſes auch vom Silber ſagen, und unter andern aus der gelben Farbe des Silber⸗ kalchs, bey der Verglaſung, ſchließen zu laſſen. Man weiß uͤberdem auch, daß Henckel aus Kreide und Mispickel, oder Arſenik⸗Kieß, Silber hervorgebracht hat, wobey man ſich erinnern muß, daß der Arſenik nur fuͤr ein metalliſches Salz angeſehen werden kann.(S. Cap. 14.§. 17.) 2) Fuͤgt man noch folgende Umſtaͤnde hinzu, daß a) ein auf die gewoͤhnliche Art, mit Sande, oder Kieſeln, be⸗ reitetes Bleyglas(S. Cap. 23.§. 5. N. 1. Anm.), wenn man es reducirt, und den erhaltenen Bleykoͤnig abtreibt, alle⸗ mal Silber giebt, S. Junckers Conſp. Chem I. I. S. 896. b) man mit Koͤnigswaſſer, das uͤber Hornſilber abgezogen iſt, Queckſilber zum Theil zu Silber figiren kann; c) das Hornbley ſowol vor ſich, als mit Queckſilber, etwas Silber giebt; d) Mennige in Scheidewaſſer aufgeloͤſet, etwas Queckſilber zu Silber figirt; e) Bley in Scheidewaſſer auf⸗ geloͤſet, und mit Queckſilber⸗Cryſtallen verſetzt, durch Redu⸗ cirung einen Koͤnig giebt, der beym Abtreiben auf der Ka⸗ pelle ein Silberkorn nachlaͤßt; †) Bley in Scheidewaſſer auf⸗ geloͤſt, und mit Vitriolſaurem niedergeſchlagen, nach dem Abdampfen einen Kalch giebt, der nach dem Reduciren und Abtreiben Silber zuruͤck laͤßt; S. Chym. Exp. e. Geſell⸗ ſchaft im Erzgeb. Th. III.) altes weiſſes Dachbley mehr Silber, als gewoͤhnlich, giebt, wie J. Holland in ſeinen Oyer. Mineral. berichtet; h) Bley durch wiederholte Schmelzungen beynahe zur Haͤlfte zu Silber verwandelt wer⸗ den kann.(S. Cap. 23.§. 5. N. 7.) 5 H b So 1 482 FJuͤnf und zwanzigſtes Capitel ꝛc. So ſcheint hieraus deutlich zu erhellen, daß das Queck⸗ ſilber, Bley und Silber einerley Urſtoffe haben, und ihr Un⸗ terſchied auf dem Verhaͤltniß in der Vereinigung ihrer Be⸗ ſtandtheile beruhe, welche entweder im Feuer, oder durch Aufloͤſungen abgeaͤndert werden kann, da ſich etwas Brenn⸗ bares aus den Mineralſaͤuren, wenigſtens aus dem Kochſalz, feſter daran haͤngt. Daß der Unterſchied ſehr von der Vereinigung der Be⸗ ſtandtheile abhaͤnge, kann man daraus ſchließen, daß ſich das Silber, ſowol durchs Feuer, als durch Aufloͤſungsmit⸗ tel, ſehr ſchwer, Bley und Queckſilber aber ſehr leicht verkal⸗ chen laſſen. Ich glaube daher, daß die Alten nicht ſehr ge⸗ irret haben, wenn ſie ſagten, daß die edleren Metalle aus innigſt mit einander verbundenen Theilen beſtuͤnden. Anm. C. Neumann Veſſelſch. Ausg. de Arg. S. 419. meynt, im Silber ſey eine fire, eine entzuͤndliche, und eine queck⸗ ſilberichte Erde. Er ſagt, die erſte mache den großten Theil aus, und verhalte ſich, wie die, ſo man aus den Bergeryſtallen erhaͤlt; ich laſſe dies letztere dahin geſtellet ſeyn, und berufe mich, was die drey erwaͤhnten Erdarten betrift, auf das, ſo ich zuvor davon angefuͤhrt habe, in⸗ dem ich nur dies hinzu fuͤge, daß Kunckel in ſ. O6 Ch. S. 120. behauptet, man konne aus einer Mark Silber nicht mehr als 4 Loth, oder 2 Unzen einer ſolchen weiſſen Erde erhalten, wie die uͤbrigen Metalle geben, welches auch wunderlich oder minder glaubwuͤrdig zu ſeyn ſcheint. Ich meines Theils glaube nichts weiter, als eine beſtimmte metalliſche Erde, von welcher wir geredet haben, und ein brennbares Weſen, darin vorzufinden. Boerhave meynt in ſeinen El. Ch. T. I. S. 552. ff. im Silber ſey keine Erde zu finden, ſondern es beſtehe aus Queckſilber und Schwefel. Ich gebe, in Anleitung deſſen, was ſchon angefuͤhrt iſt, auch das zu; aber dann bleibt noch die Frage, ob im Queckſilber keine Erde ſtecke? wel⸗ ches hier weiter anzufuͤhren unnoͤthig ſeyn wird, da es ſchon zuvor erwieſen worden iſt. Sechs — d Maſes) alten Sch Välkamn tall, und gemeinen weſen, en ſeiner met Meral wi keinern Ao as lletal- Aum. u Mch lben ichh k. daßdesde ung ihre Sr, oderd etas N dem K A igung de Sßen, di elluflöſang kogr lechte En nict t Len Meul Ginden. 8E om P und en g he dan wi Sommu S dehin e 8 huten En rfüͤhrt h Wel in Park Sibb Gin weſſa J, welce an ſchent eine bäſr S habn,- — Sſef es bſt nlettnd Ger den deß 1Ä vind c G 4883 u AA A AS Sechs und zwanzigſtes Capitel. Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen, u. q. m. C. 1. § aß das Gold ein, zu allen, auch den aͤlteſten Zeiten bekantes, und zum hoͤchſten geachtet geweſenes, Me⸗ tall iſt, kann man ſowol aus der Beſchreibung, die moſes B. 1. C. 2. vom Paradieſe giebt, als ſpaͤtern, doch alten Schriftſtellern erſehen; und, ob es gleich wegen ſeiner Vollkommenheiten und Eigenſchaften eines der theureſten Me⸗ talle, und von ſehr hohem Werthe iſt, ſo ſcheint es doch im gemeinen Leben, ſowol in der Haushaltung, als dem Muͤnz⸗ weſen, entbehrlicher zu ſeyn, als woſelbſt das Silber, wegen ſeiner mehrern Steiſigkeit beſſere Dienſte leiſtet. Dieſes Metall wird Gold, von den Griechen Xeugog, von den La⸗ teinern Aurum, und von den Chemiſten ol(die Sonne) oder Rex Metallorum(Koͤnig der Metalle) genannt. Anm. Um das Verhaͤltniß der Metalle gegen einander, in Anſehung ihres Werthes ohngefaͤhr nach dem beynahe uͤberall angenommenen Werthe derſelben zu beſtimmen, will ich hier kuͤrzlich anfuͤhren, daß ſich Das Gold zum Silber, wie 1 zu 15 und Viertel, oder 15 und 1Achtel, das Silber zum Malakiſchen Zinn ohn⸗ gefaͤhr, wie 1 zu 88; zum Engliſchen Zinn aber, wie 1 zu 112 bis 115 und 1 Zweytel; zum Kupfer, wie 1 zu 88 und 1 Zweytel; zu Bley, wie 1 zu 600, und mehr; zum Eiſen, wie 1 zu 885, und mehr; zum Zink, wie 1 zu 204 und 1 Zweytel oder 1 Drittel; zum Queckſilber, wie 1 zu 25 und 1 Zweytel oder mehr, verhalte. Von den andern Halbmetallen laͤßt ſich der Preiß und das Verhaͤltniß nicht beſtimmen, ſondern haͤngt ſehr von dem ſtaͤrkern oder geringern Verbrauch und Nutzen der⸗ ſelben ab. H 2§. 2. 484 Sechs und zwanzigſtes Capiterl. G. 2. Das Gold iſt ein gelbes glaͤnzendes Metall, weicher als das Silber, Kupfer und Eiſen, aber haͤrter und elaſti⸗ ſcher, als das Zinn und Bley; es iſt das zaͤheſte und dehn⸗ barſte von allen Metallen; ohne Klang; ſehr ſchwer, oder das ſchwerſte von allen Koͤrpern; indem es ſich in Anſehung ſeiner eigenthuͤmlichen Schwere, wie 19,640 zu 1,000, zum Waſſer verhaͤlt.„ 1. Anm. Dies iſt von reinem Golde zu verſtehen, welches das dehnbarſte iſt, und ſich ſo ausdehnen laͤßt, daß man mit 2 Loth Gold ein Stuͤck Land von 10 Tonnen Ausſaat verguͤlden kann; nach der Ausrechnung laͤßt ſich ein Stuͤck Gold 651590 mal weiter, als es vorher war, ausdehnen. 2. Anm. Daß man das Gold haͤrten kann, iſt eine bekante Sache, und geſchicht vermuthlich auf eben die Art, wie mit dem Silber und andern Metallen, vielleicht mag es auch mit einem Zuſatze eines gewiſſen Antheils Eiſen ange⸗ hen, wie Lewis in Ph. Ch. Abh. Th. I. S. 149. berichtet. 3. Anm. Da das Gold ein ſehr dehnbarer Koͤrper iſt, ſo haͤlt es mit der Puͤlverung deſſelben ſehr ſchwer(311). Die Alten rieben geſchlagenes Gold mit grober Leinwand, uͤber ein Papier oder Schaale, bis ſie einen feinen Goldſtaub erhielten, indem ſie die Leinwand immer befeuchteten. Daß es ſich feilen oder koͤrnen laͤßt, iſt eine bekante Sache, auch kann man Blattgold mit den Fingern in einem Porcellanen Theekopf mit Gummi⸗Waſſer reiben(312), bis es zu einem feinen Pulver wird, indem man immer ein wenig Waſſer hinzu thut, damit es nicht trocken werde. Durch Reiben cerhaͤlt man ein braunes Pulver. 9.3. (312) Auf dieſe Art wird das aͤchte Mahlgold bereitet; auch nach dem Herrn Levis zuſam⸗ menh. der Buͤnſte Th. I. B. I. T 1 1 (311) Die bequemſte Art, es in Geſtalt eines feinen Pulvers zu erhalten, iſt die Fallung deſ⸗ ſelben aus ſeiner Aufloͤſung im „Konigswaſſer durch Weingeiſt oder deſtillirten Eßig.(S.§. 7. N. z. 4.) A. d. U. S. 104. ä delc 8 1 Aow. heicte ſwſton Trraat ſoben Füßtzis Walet, wäher höc 2 Ame Räben lottiſt 5 Homl adſe * dabon folle, aach fi wen, Puu Grand Im bie das nhe nerrg Im dckten laſt, Ayxrfie V l. 4 tall, ii ter und 6 S ſte und 1 ſähwe, hin Ahſ 2au.1,b00 Gehen, un raͤßt, dn Dnnen Aae t ſcchenen a, ausden ne ſſt eine b alleicht we Ils Eſſe 1 149. bat 8 T per i r u.! rSeirwand nen Galit Achtetn. ee Sactu ntan Poralt „(is G ue » wenin „ Ourch 1 9 Venur 21 bereitt,“ Levib 4 ad' ———— 7 2 Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen r. 485 §. 3. 4 An der Luft und im Waſſer iſt das Gold unveraͤn⸗ derlich. 1. Ahm. C. Neumann Beſſelſch. Ausg. de Auro. S. 370. berichtet, daß das Gold gleichſam durch eine magnettſche Kraft vom Waſſer aufgeloͤſet werde, wenn man es in eine Vorlage thut, worinn etwas Waſſer iſt, und man in einem Kolben, worauf ein Helm gepaßt worden, eine gewiſſe I. Fluͤßigkeit zur Hand hat, woran man gedachte Vorlage 1 anlegt, und es ſo kalt ſtehen laͤßt. Da er aber nicht er⸗ waͤhnt hat, was fuͤr eine Flußigkeit man in dem Kolben hahen ſolle, ſo laͤßt ſich hieruͤber nichts ſagen. 2. Anm. Was die Auffoͤſung des Goldes im Waſſer durchs Reiben in einer philoſophiſchen Muͤhle, nach der Lange⸗ „lottiſchen oder de la Garayiſchen Methode betrift, der Homberg auch gedenket, ſo iſt zu merken, daß wol etwas guͤldiſches in ſolchem damit geriebenen Waſſer befindlich, aber wol nicht aufgeloͤſet, ſtecken kann; da das verglas⸗ — liche Pulver, ſo man erhaͤlt, großtentheils vom Waſſer herzuleiten iſt.(S. Cap. 14.§. 37 Anm.) 3. Anm. Bey den Alten findet man, daß es ſehr gebraͤuch⸗ lich geweſen iſt, das Gold zu gluͤhen, und in Wein, der davon einen angenehmen Geſchmack und Kraft erhalten follte, Milch oder einem deſtilltrten Waſſer abzuloͤſchen; auch findet man, daß ſolches von einigen der ſpaͤtern Che⸗ miſten, wie von Ettmuͤller, Borrichius, Tackius, Burrhus, u. a. m. fuͤr gut gehalten wird, aber ohne Grund, wie Bohn in ſ. Dih. Ch. gewieſen hat. §. 4. Im Feuer fließt das Gold beynahe bey eben der Hie, wie das Kupfer, und zeigt im Fluſſe auf ſeiner Oberflaͤche eine meergruͤne Farbe. Im uͤbrigen iſt das Gold, ſowol im offenen, als ver⸗ decktem Feuer, unveraͤnderlich, wird vom Bleyglaſe nicht ver⸗ glaſet, und ſteht daher auf der Kapelle, ohne im geringſten zu verfliegen, oder veraͤndert zu werden. Hh 3 Das —— -—— ——— 6 — binroth. S. 201. dahin geſtellt ſeyn.(313) (3 13) Dieſe gruͤne Farbe wird wol aus der, durch die Erweite⸗ rung der Zwiſchenraͤume des flieſ⸗ ſenden Goldes bewuͤrkten, Bre⸗ chung der Lichtſtrahlen zu erklaͤ⸗ 486 Sechs und zwanzigſtes Capitel. Das Gold kann folglich im Feuer ſo vor ſich, weder verkalcht, noch verglaſet werden. Schmilzt man aber rei⸗ nes Gold, wozu man gepuͤlvertes Blattgold nehmen kann, mit einem Glasſatze oder Glaſe, ſo faͤrbt es das Glas ru⸗ 1. Anm. Bey der Behandlung des Goldes im Feuer ſind zwey beſondere Umſtaͤnde zu merken, nemlich: Erſtlich, daß das Gold eine ſtaͤrkere Hitze, als irgend ein anderer Koͤrper, annimt, und ſie auch laͤnger behaͤlt. Nan kann dies daraus ſehen, daß eine goldene Muͤnze, wenn man ſie 1 Viertelſtunde in laulichtem Waſſer liegen laͤßt, ſo heiß wird, daß man ſie kaum in den Haͤnden hal⸗ ten kann, ob das Waſſer gleich eine ertraͤgliche Waͤrme hat, auch behaͤlt es die Waͤrme wol an 4 Stunden, nachdem das Waſſer kalt geworden iſt. S. Teichmeyers Pauſ. Das andere iſt die meergruͤne Flamme, welche das Gold, wann es geſchmolzen wird, zeigt, die, wie die bunte ab⸗ wechſelnde Farbe des Silbers beym Blicke, nach der Mey⸗ nung einiger Chemiſten, von einem ausdampfenden Dunſt⸗ kreiſe, beynahe wie bey einem leuchtenden Flußſpathe, her⸗ ruͤhren ſoll, wiewol das Gold und Silber dtieſe Farben nicht vom Feuer haben, wenn ſie kalt ſind, als welches den Koͤrpern nur eine rothe Farbe mittheilt; man laͤßt dies aber 2. Anm. Vor dem Brennſpiegel ſoll das Gold, wie Hom⸗ berg in den Mem. de' cad. de Puris v. J. 1702. berichtet, entweder, wie Spreu, oder Sand und Aleine Koͤrner ver⸗ ſpritzen, wenn man es in den Brennpunkt bringet, oder verglaſet werden, wenn man es in einiger Entfernung vom Brennpunkt haͤlt, oder auch einen Dampf von ſich geben, wenn man es noch weiter davon entfernet haͤlt. Dieſe Ver⸗ ſuche ſind nachher nicht allein in Italien von Colonell, und 1 ren ſeyn, da auch duͤnnes Blatt⸗ gold, wenn man es gegen das Licht haͤlt, ſolches gruͤn durch⸗ ſchimmern laͤßt. A. d. U. du —O—O—’—’—’—’—·—A—·—·—·—:Qꝗ—:O——— Vm und in on auchin bekrit Lchthe gutm nuß d pberden. nur hing de Jer emande aoerd iade „ Aum Srrei Lache Vns Sänen be J. man magt Mdes ſede nd nit ſ af, we (0 Inm. der be nach! gende deſer geſte öhe — (319) s ſeiner. Vr, nit 4 l. Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 487 Ar ſich, n und in Teutſchland von C. Neumann, der es aber mit Aman dbn Hrn. Geoffroy vergebens nachgemacht und ganz anders leiehmen in befunden haben will,(S. Neumann a. a. O.) ſondern 2 M Cl auch in Frankreich von Macquer(El. d Gh. T. I. S. 83.) beſtritten worden; dagegen hat Hirſching in pPhyſ. Ch. gLehrbegriffen S. 36. Hombergs Verſuch gegen Mac⸗ den Faun quern zu vertheidigen geſucht. Unſerer Meynung nach⸗ h): muß dieſe Sache durch wiederholte Verſuche ausgemacht 8, ge werden. S. phyſ. Chem. To. I. S. 125. und wollen wir Binen nur hinzufuͤgen, daß der großte Streit in der Frage uͤber gerit die Verglaſung, beſteht, indem die mehreſten dartun mit ſ Araldan ni einander einig ſind, daß es dampfe, welchen Dampf Mac⸗ Arſrr„ quer doch fuͤr nichts anders, als reines, durch die Hitze en handan in die Hoͤhe getriebenes und verfluͤchtigtes Gold halten will. Wärwe in 3. Anm. Ob ſich das Gold durch ein lange anhaltendes 2 meyits. Streichfeuer verkalchen laſſe, laſſe ich dahin geſtellet ſeyn; 5 Tachenius u. a. m. ſcheinen es zu bejahen. Alchedese 1 1 1 de bnt§. 5.. P nac urnh Was die Aufloͤſung des Goldes in den mineraliſchen en Saͤuren betrift, ſo iſt zu merken: Sijuin 1. Daß es von der Vitriolſaͤure nicht angegriffen wird,. ulten man mag verſtärktes Vitrioloͤl oder Vitriolgeiſt dazu nehmen, a(ditin. und es ſieden laſſen oder nicht. Iſt das Vitrioloͤl ſehr ſtark und mit fluͤchtigem Salmiak verſetzt, ſo loͤſet es das Gold , n auf, wie einige berichten, welches andere aber verneinen. P'or ſe(314) 1 ae fm 3 jchtef ing Ce⸗ S enüe Anm. Juncker berichtet im conſp. Chem. T. I. S. 855, daß w nnmns der von dem Aufbrauſen des Vitrioloͤls mit vorſichtig, und 4 for nach und nach, zugeſetzten zerfloſſenen Weinſteinol aufſtet⸗ 4 dis gende Dampf des Goldes, wiewol langſam, aufloͤſe, und. 2 an dieſer Dampf, der doch nichts, als ein ſchwacher Vitriol⸗ nen geiſt iſt, ſoll nach KRunckels Ausſage, im Lab. Cuem. S. * 680. ff. das beſte Aufloͤſungsmittel des Goldes ſeyn. Le⸗ V H h 4 wis 3 j düans 5 4 W n6 35(314) Hat man aber Gold, laͤßt ſich dieſer Kalch im Vitriol⸗ 3 6 4 aus ſeiner Aufloͤſung im Konigs⸗ oôl aufloͤſen. A. d. U. 11A.d” waſſer, mit Vitrioloͤl gefaͤllet, ſo V 1 K * 1 4 488 Sechs und zwanzigſtes Capitel. wis(phyſ. Ch. Abh. Th. I. S. 167.) meldet, daß ihm die⸗ ſer Verſuch nicht habe gelingen wollen. Sollte der, bey der Aufloͤſung des Eiſens im Vitriolgeiſt, aufſteigende Dampſ, wenn man dieſe entzuͤndliche Daͤmpfe in einiger Menge einſammlen koͤnnte, nicht das Gold eher aufloͤſen? Daß der, bey der Deſtillirung des Doppelſalzes mit Sand, aufſteigende Dampf, welcher auch mehr vitrioli⸗ ſcher Art, als ein Konigswaſſer, zu ſeyn ſcheinet, Gold aaufloſet, iſt ſchon angemerket worden.(Cap. 3.§. 25. N. 5.) 2) Vom Salpetergeiſt oder Scheidewaſſer wird das Gold, auf die gewoͤhnliche Art, gleichfalls nicht angegriffen. Iſt der Salpetergeiſt aber recht ſtark, und entweder durch Abziehen, uͤber reinem Salpeter, oder auf eine andere Art, verſtaͤrkt worden, ſo loͤſet es das Gold, wiewol nur ſo oben⸗ hin, auf, daß man daſſelbe blos durch Schuͤtteln daraus faͤl⸗ len kann. S. Hoffmanns Ob]. Ph. Ch. Pott de Sdpb. Met. Brandt in Schw. Ak. der Wiſſenſ. Abh. v. J. 1748. 1. Anm. Da wir ſchon(Cap. 19.§. 8. N. 6.) bewieſen ha⸗ ben, daß der bezoardiſche Salpetergeiſt nichts anders, als ein Konigswaſſer iſt, ſo iſt es kein Wunder, daß er das Gold aufloſet, wie die Chemiſten erzaͤhlen, und das Gold, von dem niedergeſchlagenen Spießglas⸗Kalch darinn weiß wird. 2. Anm. Wenn man Gold in Weingeiſt in eine Vorlage legt, und aus einer mit der Vorlage lutirten Retorte Salpeter⸗ geiſt dazu deſtillirt, ſo ſoll, nach Kunckels und Junckers Bericht, das Gold aufgeloſet werden; C. Neumann aber ſagt, daß es nicht gelinge. Es koͤmmt hiebey auf die Um⸗ ſtaͤnde und das Verhaͤltniß an. 3) Vom Salzgeiſt wird das Gold gleichfalls nicht auf⸗ geloͤſet, wohl aber loͤſet er den Goldkalch auf, er mag durch einen ſalpetrichten Zuſatz zum Salzgeiſt, wie das Knallgold, und der nach dem Abziehen des Koͤnigswaſſers zuruͤckbleiben⸗ de Kalch, oder auf eine andere Art, als da man das Gold mit dens wit andeg bod ſch Brahlt I 295.) 1 ihen udt⸗ Imm. 1. gheinn geſt d. auch n AlG nt audſh mel n 95 wecce d gegen dan Gs bereita dder etw s, odie ſen Siu (315) diet de God klor, firg ſewel mig geſäll. 3 ſo ahilt Kall Sol uſbſine Aäſtugi (319)1 thode„die verrichte was Gold l. Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen zc. 489 dt, da T 8... fha mit andern Metallen, z. B. mit Zinn, Wißmuth und Ko⸗ 3. 3..„ in Titie bold ſchmilzt, verkalcht und fein reibet, bereitet ſeyn.(S. roüed Brandt in Schw. Ak. d. Wiſſ. Abh. B. XIV. S. I das G 295.) Alle dieſe Aufloͤſungen ſind gelb, brauſen mit fluͤch⸗ tigen und ſiren Laugenſalzen, und werden durch ſie gefallt. ppelſale Anm. Ettmüller ſagt, daß die Farbe aus dem Golde aus⸗ 80 mehr vi gezogen werde, wenn man es uͤber den Dampf vom Salz⸗ K ſcheintt, geiſt haͤngt oder legt; aber dies will nicht gelingen: ſo geht 23,§.2 ,9 auch, was Kunckel berichtet, nicht von ſtatten, daß ſich Blattgold im Sauzgeiſt aufoſen ſoll, wenn man es heiß Aſſer wid mit einigen Tropfen von einem harnichten Geiſt verſetzt; atanaegi auch nicht, wenn man Harnſalz hinzu ſetzt, wie einige n, woferne dieſes nicht etwas Kochſalz enthaͤlt ntoeder meynelne—. 17 Pre adn 4) Das Koͤnigswaſſer iſt die einzige Mineralſaͤure, zlnur ſi welche das Gold aufloͤſet. Man nimt 3 bis 4 Theile davon rCln darasi gegen das Gold, und iſt es beynahe einerley, auf welche Art 1. Per es bereitet ſey, wenn nur etwas ſalpetrichtes zum Salzgeiſt, eer Wiſe oder etwas kochſalziges, es ſey eine Aufloͤſung des Kochſal⸗ zes, oder Salzgeiſt, oder eine Salmiak⸗Aufloͤſung oder deſ —) bevitn ſen Saͤure, zum Selpetergeiſt koͤmmt.(S. Cap. 4.§. 21.) ee ts anded(315) de d Die Aufloͤſungen des Goldes im Koͤnigswaſſer, und a duimt des Goldkalches im Salzgeiſt, ſind gelb von Farbe, aber 2ℳ 1 4 5 3 klar, faͤrben die Haut mit einer Purpurfarbe, brauſen auch, Volin ſowol mit ſirem als fluͤchtigen Laugenſalz, und werden dadurch 8 8 geſaͤllt. Laͤßt man ſie abdampfen, und ſtellt ſie in die Kaͤlte, und Jur ſo erhaͤlt man rothe Cryſtallen, die Gold⸗Cryſtallen, Cry- eumame ſtalli Solares, genannt werden, und vieleckig ſind. Dieſe e) ufdi Aufloͤſung geht am beſten vor ſich, wenn man etwas Wein⸗ geiſt zugießt. 1 Hh 5 1. Anm. alls nd e nt(315) Die gewoͤhnlichſte Me⸗ und ſo lange Salmigk dazu thut „ 195 Fe thode, die Auflöſung des Goldes und ſich darinn auflöſen laͤßt, bis J zurick zu verrichten, iſt die, daß man es anfängt, das eingelegte Gold J an d etwas Gold in Scheidewaſſer legt, aufzuloͤſen. A. d. U. 2 1 7 N/ 490 Sechs und zwanzigſtes Capitel. 1. Anm. Hieher gehoͤret das ſogenannte Aqua chryſulca, oder Pugillum, das Fechterbad des Baſilius Valenti⸗ nus, welches ein Konigswaſſer iſt.(S. Cap. 9.§. 20. N. 5.) 2. Anm. Mit dieſer Aufloͤſung im Koͤnigswaſſer wird die kalte Verguldung auf die Art verrichtet, daß man ſo viel Gold, als ein Ducat wiegt, in 3 Quentchen Koͤnigswaſſer aufloͤ⸗ ſet, in dieſe Aufloͤſung ſo viel Salpeter thut, als ſich dar⸗ inn aufloſen laͤßt, feine reine Laͤppchen Leinwand darein tunket, ſolche trocknet, und zu braunſchwarzer Aſche ver⸗ brennet. Wenn man einen Korkſtoͤpfel oder Schwamm mit Speichel anfeuchtet, und damit dieſe Aſche gegen rei⸗ naes Silber reibt, ſo wird ſolches verguldet. H. 6. Aus der Aufloͤſung des Goldes und Zinnes im Koͤnigs⸗ waſſer erhaͤlt man die rothe Jarbe des Caßius, welche auf folgende Art bereitet wird: Man bereitet ein Koͤnigswaſ⸗ ſer aus 2 Theilen Scheidewaſſer und? Theil Salzgeiſt, wirft gemaͤhlich ein wenig ganz reines Zinn zum Auflöſen hinein, wobey zu merken iſt, daß dieſe Aufloͤſung langſam vor ſich gehen, aber zugleich recht geſaͤttigt werden muͤſſe. Darauf gießt man die Aufloͤſung von dem Bodenſatz, der ſich geſetzt hat, ab, und laͤßt ſie 12 Stunden, oder laͤnger, ſtehen, wor⸗ auf man wieder einige kleine Stuͤcke Zinn da hinein wirft. Sodann verduͤnnt man dieſe Aufloͤſung mit ohngefaͤhr 100 mal ſo viel ganz reinem Waſſer, und ruͤhrt es tuͤchtig um. Aus 3 Theilen Scheidewaſſer und 1 Theil Salzgeiſt be⸗ reitet man ein anderes Koͤnigswaſſer, worinn man das Gold aufloͤſet, und eine recht geſaͤttigte und gelbe Aufloͤſung be⸗ wuͤrkt. 1 Wenn dieſe Aufloͤſungen fertig ſind, gießt man etwas von der letztern Gold⸗Aufloͤſung zu der verduͤnnten Zinn⸗Auf⸗ löͤſung, ſo erhaͤlt die Miſchung eine ſchoͤne rothe Farbe, ſo die rothe Jarbe des Caßius, Color, ruber Caſsii, genannt wird. t. Anm. 0 ſtebent. dunnt Cah 2, Ar ſoul enlc lſce nbug chenm gleich nin „ And Uhben §26 (ine 4Aun wanp halt 610) ne Purpu. Poreelair Drrinng anf dne be dinnaf 1.), dn was at ſ (niger ke Annes ve —i Tͤö Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturenꝛc. 491 31ua chrn 4 Vi 1. Anm. Um ſich von der Menge des zur Verduͤnnung der 10, eng Zinn⸗Aufloͤſung erforderlichen Waſſers zu verſichern, kann man von der, mit etwas Waſſer verduͤnnten, fertigen witd dei Zinn⸗Aufloͤſung einige kleine Proben in andere Glaͤſer thun, ſo vielge und durch Eintroͤpfeln derſelben zur Gold⸗ Aufloͤſung erfor⸗ à Swaſſer a ſchen, wie viel Waſſer man mit zugießen muͤſſe. Man muß 2 als ſthe aber bemerken, daß die Rothe dieſer Miſchung ſich oft erſt⸗ Anwand lich nach einigen Stunden zeigt, wie ich erfahren, und ge⸗ Brer Nän funden habe, daß ſie gemaͤhlich zunimt. Atr Echt Will man etwas Zinn⸗Aufloͤſung zu dieſer Farbe bereit Nche ghnn ſtehend aufbewahren, ſo muß man ſie nicht mit Waſſer ver⸗ 4 duͤnnen, weil ſie vom Waſſer am Boden verdickt wird.(S. Cap. 24.§. 6. N. 4.) 2. Anm. Wenn man ein Theil von der Aufloͤſung mit 20 mal dsinſ ſo viel Waſſer verduͤnnt, und denn ein Stuͤckchen Zinn hin⸗ Hiüus n einlegt, ſo ſchlaͤgt ſich ein brauner Kalch nieder, der minera⸗ - liſcher Purpur, Purpura Mineralis oder Magiſterium auri 4 Külize rubrum genannt wird. Dieſen Kalch kann man gebrau⸗ Nalgiin chen, um Rubin⸗Fluͤſſe(316) damit zu bereiten, ob es flin gleich auch mit einer Gold⸗Aufloͤſung angeht, wovon man ſan einige Tropfen zu einer reinen und klaren Fritta gießt,. ſe. da 3. Anm. Wenn man auſie der Zinn⸗ Aufloͤſung rauchenden er ſt 3Libaviſchen Geiſt(S. Cap. 24.§. 14. N. 6. und Cap. 14. d§. 28. und Cap. 24.§. 6. N. 3.) nimt, ſo erhaͤlt man auch 2¹ ſahe eine ſolche rothe Farbe oder Purpur. un 4. Anm. Aus dieſen angefuͤhrten Verſuchen ſieht man, wie Angeff man verſchiedene Erz⸗ und Steinarten auf einem Goldge⸗ a lchtigu. halt probtren kann; nemlich man ſchlemmt die Erz⸗ oder 421 a Stein⸗ A ande üien(316) Er giebt auch die ſchoͤ, eine genugſame Menge Waſſer eflſ ne Purpurfarbe auf dem aͤchten an. Denn je mehr die eine Auf⸗ 2 Porcellain und Email. Bey der löſung, vor der Faͤllung mit der 6 e iemane 14 Bereitung kommt es vorzuͤglich andern, verduͤnnet geweſen iſt, 1 r)n zn. 1 auf eine behutſame Bereitung der deſto ſchoͤner faͤllt der Purpur aus. 6 Zinnaufloͤſung(S. d. 292. A. d. Die neueſte Abhandlung uͤber die A te u.), die man auch, wenn ſie et: Bereitung deſſelben vom Herrn Fü-e was alt iſt, durch Hineinwerfung Prof. Erpleben findet man in . einiger kleinen Stuͤcke friſchen den Nov. Lenimeuf. Soc. Reg. Gõtt. — Zinnes verbeſſern kann, und auf T. V. v. J. 1774. S. 107. f. ,hhe 4 492 Sechs und zwanzigſtes Capitel. Steinart wohl, nachdem ſie vorher zum puͤlvern muͤrbe gebrannt worden, gießt denn Konigswaſſer auf den reinen Schlich, um das Gold aufzuloͤſen, verduͤnnt die Auflöſung wohl mit Waſſer, und legt ein Stuͤck Zinn hinein, ſo er⸗ haͤlt die Aufloſung eine rothe Farbe, und es ſchlaͤgt ſich ein Goldkalch nieder. s. Anm. Woher dieſe Roͤthe oder rothe Farbe entſtehe, dar⸗ uͤber giebt es verſchiedene Muthmaßungen, und meynen einige, daß ſie von einer im Zinn befindlichen fluͤchtigen Materie, nemlich dem Brennbaren deſſelben, das ſich mit dem Gold vereiniget, herruͤhre, weſches auch ſo unglaub⸗ lich nicht zu ſeyn ſcheinet, in Anſehung deſſen, daß man im Zinn eine ſtarke faͤrbende Kraft wahrnimt, wie beym Muſivgolde zu ſehen iſt, man auch findet, daß der Verſuch nicht wohl gelingt, wenn die Auflsſung des Zinns mit ſtar⸗ kem Brauſen und Erhitzung bewuͤrkt und verrichtet wird, wobey etwas fluͤchtiges verfliegt. So viel iſt gewiß, wenn man das Fluͤßige oder die rothe Miſchung gleich abzieht, 1 C ſo geht keine Roͤthe uͤber, und das Zuruͤckbleibſel wird blaß⸗ gelb, welche gelbe Farbe man mit Weingeiſt ausziehen kann, da ein weiſſer Kalch zuruͤck kleibt; zieht man dar⸗ nach den gelben Weingeiſt bis zur Trockenheit ab, ſo laͤßt er Gold nach. 3 §. 7. Was die Faͤllung des Goldes aus dem Koͤnigswaſſer betrift, ſo laͤßt ſie ſich ohne Abziehen bewuͤrken . 1) Mit fixem Laugenſalz, wodurch das Gold voͤllig zu einem dunkelbraunen Pulver niedergeſchlagen wird, das ſich gluͤhen laͤßt, ohne mit einem Knall zu verpuffen. 2) Mit fluͤchtigem Laugenſalz, wodurch das Gold nicht voͤllig gefaͤllt wird, ſondern man findet, daß ſich noch mehr daraus niederſchlaͤgt, wenn man nachher noch fires Laugenſalz Dinzu thut. Durch die Faͤllung mit flaͤchtigem Laugenſalz erhaͤlt man einen gelben Kalch, der bey gelinder Hitze mit ei⸗ nem Knall verpuft, und Knallgold, Aurum fulminans, genannt wird. 3) Mit 1 )4 da, wenn üerxſlan Pm.. bewi kr. ſe bifr halt me nit alt rimai 6)d Paſſe, hl lifer YJi 9)¹ taſſr, in Nnd as. Wwalten wer 7 Anw. das ſſies läſet, 61p) C krnn hiern wel man mit hlßem. mſenrer Juft fer mißtei fllen knn dan es hier musSil 1 7 2 6 L 1 vern nih A df den nm nie Au tſi ri inei n tligt i Antſihe, 2 und ma Thera Gen füi 3 desſ 2* ſo m 1 en, ußn At, weie derdn nns mii Geittn 19 debi,ne E la 1 Gl an dait ari cht ma Ft ab, ſol rr dünigene 19 4 ar'nbd gitd, d Pehun Juht raten Gtesge 1 dan Sengeeh 21 h he nl 4 fdlue —— Vom Golde, Knallgolde, Gold Tinkturen ꝛc. 493 3) Mit Eßig oder einer W einſtein⸗Aufloͤſung, ſo ge⸗ ſchicht ein Niederſchlag, wiewol langſam, und das Gold wird mit einer Goldfarbe rein niedergeſchlagen. 4) Mit Wein und Weingeiſt, laͤßt ſich uch eine Faͤl⸗ lung, wiewol langſam, bewuͤrken. 5) So auch mit Oelen, beſonders mit Wacholder⸗Oel, da, wenn man es etwas digerirt, das Gold ganz rein nie⸗ dergeſchlagen wird. Anm. Dieſe drey letzten Faͤllungen haͤngen von der dadurch bewuͤrkten Verduͤnnung des Aufloͤſungsmittels ab; (317) ſie beduͤrfen folglich einige Zeit und Digerirung, auch er⸗ haͤlt man das Gold alsdann rein, ſo man jedoch nachher mit Salpeter und Borax ſchmelzen kann⸗ da man einen reinen Goldköonig erhaͤlt. 6) Mit einer Aufloͤſung des gruͤnen Eiſen⸗Vitriols im Waſſer, welche klar iſt, und die beſte und reinſte Faͤllung liefert. 2) Mit einer Aufloͤſung des weiſſen Arſeniks im Waſſer. 8) Mit einer Aufloͤſung von Queckſilber in Scheide⸗ waſſer, wodurch ein brauner Kalch niedergeſchlagen wird, und aus ver Fluͤßigkeit ein aͤtzendes Queckſilber⸗Sublimat er⸗ halten werden kann. Anm. Wenn man, athöen OQueckſilber zugeſetzt worden, das Konigswaſſer abzie eht, bis das uͤberblelbende die Con⸗ ſiſtenz eines Salzes cihole, ſolches darauf in Eßiggeiſt auf⸗ loͤſet, gut durchſaihet und reiniget, und ſwieder eindickt, ſo (317) Eine bloße Verduͤnnung kann hier nicht die Urſache ſeyn, weil man das Sold ſonſt auch mit bloßem reinem Waſſer aus ſeiner Auflöſung im Königswaſ⸗ ſer muͤßte in metalliſcher Geſtalt faͤllen können. Vielmehr muß man es hier, wie bey den Faͤllun⸗ gen des Silbers und Aueckſilbers erhaͤlt in metalliſcher Seſtalt, dem brenn⸗ baren Weſen dieſer Zuſaͤtze zu⸗ ſchreiben, wodurch das aufgeloͤ⸗ ſete Gold wegen der naͤhern Ver⸗ wandtſchaft alles Salzweſens gaͤnzlich beraubet werden, und daher in metalliſcher Geſtalt dar⸗ geſtellt werden kann. A. d. U. 494 Sechs und zwanzigſtes Capitel. erhaͤlt man eine Maſſe, die ſo leichtfluͤßig, wie Wachs iſt, und das Silber durchdringt, wenn es, ohne zu ſchmelzen, damit gluͤhet. 9) Mit reinem Queckſilber, das, wenn es zu einer ge⸗ ſaͤttigten Gold⸗Aufloͤſung zugeſetzt wird, zugleich mit dem Golde zu Boden faͤllt. Verduͤnnt man die Gold⸗Aufloͤſung vorher mit Waſſer, und thut viel Queckſilber dazu, und ſchuͤt⸗ telt es tuͤchtig um, ſo vereinigt ſich das Gold mit dem Queck⸗ ſilber, und wird niedergeſchlagen. 10) Mit Eiſen, womit man doch kein recht reines Gold erhaͤlt. Verduͤnnt man die mit Koͤnigswaſſer bereitete Gold⸗ Aufloͤſung erſt mit Weingeiſt, und legt dann Eiſen hinein, ſo wird es verguͤldet. 11) Mit Kupfer, wodurch das Gold rein niedergeſchla⸗ gen wird. Anm. Noch reiner erhaͤlt man aber das Gold, wenn man die Faͤllung mit cryſtalliſirtem in Eßig aufgeloͤſetem Gruͤn⸗ ſpan, oder im Waſſer aufgeloſeten Kupfer⸗Vitriol vornimt, wobey das Gold auch eine hoͤhere Farbe(318) zu erhalten ſcheint, da man dieſe Aufloſungen zuſammen gießt, und eine Zeitlang ungeruͤhrt ſtehen laͤßt. 12) Mit Zinn, deſſen Auſloͤſung, und dem rauchen⸗ den Geiſt des Libav's geht gleichfalls ein Niederſchlag vor ſich, wobey man einen purpurfarbenen Kalch erhaͤlt.(S. §. 6.) Anm. Wenn man alles Köoͤnigswaſſer durch Deſtilliren ab⸗ zieht, bis das Ueberbleibſel am Boden der Rerorte trocken zuruͤck bleibt, dazu von dem rauchenden Geiſt des Libavs oder Caßius gießt, und es wieder bis zur Trockenheit ab⸗ zieht, ſo ſubiimtren ſich zuletzt gelbrothe Blumen auf, wel⸗ che in der Waͤrme fließen, in der Kaͤlte aber zu einer zaͤhen Materie, wie ein Harz, werden. 13) Auch (318) Die hoͤhere Farbe wird Kupfergehalt beyzuſchreiben ha⸗ man hier einem beygemiſchten ben. A. d. U. 4 K vun 7 ein Nid 4 niddaſal 8 An vie 18 ſinin i b auch vG terticfer mene Kag Scheddesſ lich, ch geſeztesſt 619) 8 Virriolol n habe ich); waͤhyt, dr des Berlinnt lauge wir Kacch gef. 0h daſ. Di,Gt.,2 60) † Ynallul rict alen, dern aach 1 Inalputt- Stweiles Krl. Exp. ſo ſt de dni des Kul Die ben dhandlun. in Vereit 1 * 6 Vata „zuſchner ris zuairn, klich mi d⸗Au u, udd Siit dmae 4 t reines 9 fereirut rrſſe nedetg D) tenn loſetie atriol um weit rs un gi zrwem u ( derſto 1 D ethäte 2dafilin 12 torkelte = de 409 werrocknten Snen an du a 3O 4 uſche „ — Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 495 13) Auch kann mit einer Silber⸗ oder Bley⸗Aufloͤſung ein Niederſchlag bewuͤrkt werden, wobey die Metalle vermiſcht niederfallen.(319) H. 8. Knallgold(229), Aurum fulminans, erhaͤlt man, wie gedacht(§. 7.5 N. 2.), wenn das Gold aus ſeiner Aufloͤ⸗ ſung im Koͤnigswaſſer mit fluͤchtigem Laugenſalz gefaͤllet wird; ſo auch von der Faͤllung mit einem Ammoniakaliſchen Zuſatz verrichtet wird, oder das zur Aufloͤſung des Goldes genom⸗ mene Koͤnigswaſſer mit einem Zuſatze von Salmiak zum Scheidewaſſer bereitet worden iſt. Es iſt folglich unmoͤg— lich, ohne, entweder bey der Aufloͤſung, oder Faͤllung, zu⸗ geſetztes fluͤchtiges Laugenſalz, Knallgold zu erhalten. (319) Daß es auch durchs Vitriolol niedergeſchlagen werde, habe ich ſchon(Anm. 314.) er⸗ waͤhnt. Durch eine Ausziehung des Berlinerblaues und die Blut⸗ lauge wird es zu einem blauen S. Meyers Kalch gefaͤllet. Ch. Verſ. S. 304. WESTANDI Difſ. cit. S. 21. A. U. d. (3 20) Der Verfaſſer nennt es Knallpulver. Da man aber nicht allein ein Knallbley, ſon⸗ dern auch ein ganz unmetalliſches Knallpulver aus Salpeter und Schwefelleber hat(S. Baume Erl. Exp. Ch. Th. II. S. 14.), ſo iſt die eingefuͤhrte Benennung des Knallgoldes vorzuziehen. Die beſte und ausfuͤhrlichſte Abhandlung von der verſchiede⸗ nen Bereitung und Erklaͤrung Die der Eigenſchaften des Knallgoldes iſt Hrn. Bergmanns(Keſp. C. A. PLOMGREN) Diff. de calce auri fulminante. Upſal. 1769., woſelbſt man auch mehrere An⸗ fuͤhrungen findet. Sonſt kann man auch Weſtendorfs angef. Diſſ. S. 18⸗21. Lewis zu⸗ ſammenh. der Kuͤnſte Th. I. B. II. S. 172⸗177. nachſehen. Nach den Verſuchen des Hrn. Bergmanns erhaͤlt man auch Knallgold, wenn man Goldkalch im Salzgeiſt aufloͤſet und mit cauſtiſchem fluchtigen Geiſte faͤllt. Das fluͤchtige Langenſalz wird allemal zur Bereitung deſſelben nothwendig erfordert, und das Brennbare deſſelben iſt nach dem Hrn. Bergmann die Urſache des Knalles, welchen das Knall⸗ gold erwaͤrmt giebt. A. d. U. — —— ——— — — ——— ——y —— uſi 1 1 A „ 11 1 R — 6 e Sechs und zwanzigſtes Capitet. Wm 6 Die gewoͤhnliche Art, es zu bereiten, iſt folgende: Man 92 loͤſet das Gold in einer gehoͤrigen Menge Koͤnigswaſſer in ei⸗ heettes ſ nem Scheidekolben uͤber dem Feuer, zu einer recht geſaͤttig⸗ 55 1 ten Aufloͤung auf, verduͤnnt ſolche mit Waſſer, und thut ue nach und nach von einem fluͤchtigen Geiſt ſo lange etwas zu, derechore bis alles Brauſen aufhoͤret, worauf man es ſich ſetzen laͤßt,* 1 3 die Fluͤßigkeit abgießt, und das zuruͤckgebliebene Pulver gut. 1 1 1 mmiit Waſſer ausſußt, und ſo im Schatten oder einem warmen it ſihens 8 Zimmer trocknen laͤßt.— 1 aus. 1. Anm. Hieraus ſieht man, daß diejenige irren, welche,) 15 ohne die Art der Bereitung des zum Knallgolde dienlichen gckoöt, ſe⸗ Königswaſſers zu beſtimmen, fixes Laugenſalz zur Faͤllung 91 deſſelben vorſchreiben, da man auf die Art nie Knallgold erhaͤlt; weswegen man auch findet, daß einige Chemiſten ſchmahente dieſes Verpuffen verneinet haben; iſt das Konigswaſſer den Schm aber mit Salmiak bereitet, da man beynahe 1 Viertel Sal⸗ 4 miak gegen das Scheidewaſſer nimt, ſo kann die Faͤllung 9 3 —. mit firem Laugenſalz verrichtet und ein Knallgold, wiewol odm uathag von geringerer Kraft, als das von uns angefuͤhrte, erhal⸗ e mit Ene ten werden.. Feuer bbege 2. Anm. Wenn man den mit fluͤchtigen Laugenſalz erhalte⸗ verſagt, 3 nen Kalch, ohne ihn auszuſuͤßen, vorſichtig trocknet, ſo hene mit i erhaͤlt er eine ſtaͤrkere Kraft zu knallen. mib 6 9*) Dieſes Knallgold hat folgende Eigenſchaften:. ſeſſetem n ſ dunſenſä 1) Iſt es von Farbe braun. all, deg 2) Wiegt es mehr, als das zur Aufloͤſung genommene Am. 1 Gold, da man von einem halben Quentchen Gold beynahe Ton zwey Scrupel Knallgold erhaͤlt. güin 3) In einer gelinden Hitze, auch, wenn man es in ei⸗ raff nem Moͤrſer reibt, bis es heiß wird, ſo verpuft es mit einzem au 86 Knall und Blitz.(321) 1 Mlt 1 4) Kocht 1. 3 G n) At (321) Die verſchiedenen hie⸗- wanns angef. Difl.§. 3. aus tnde, abe bey zu bemerkenden Umſtaͤnde fin⸗ einandergeſetzt. A. d. U. w nict det man in des Herrn Berg⸗ l. hende: 9 ¹ waſſe 1 Nacht g Iir, m dige etere 3ch ſtze e Put 2 nem ve Situn, kKe din 2 zur t nie Kna Dae Cher 7G Könten w Vienl 1 n deßi⸗ 1 godd e 1wfüͤhrth WD nſal 9 Rn tvin 87 97 getone 12 od b romattt s ces ni Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 497 4) Kocht man es ſtark und lange mit Waſſer, ſo ver⸗ liert es ſeine Eigenſchaft zu verpuffen.(322) 5) Auch verliert es ſie, wenn es mit Vitrioloͤl etwas digerirt wird; gießt man doppelt ſo viel Vitrioloͤl auf den nie⸗ dergeſchlagenen Kalch, ſo wird es aufgeloͤſet und verfluͤchtiget. 6) koͤſet man es in einer verſuͤßten Saͤure auf, und zieht ſolche wieder ab, ſo behaͤlt das Ueberbleibſel die Kraft zu knallen. 7) Wird es mit zerfloſſenem Weinſteinoͤl digerirt oder gekocht, ſo verliert es die Kraft zu blitzen. 8) So auch, wenn es mit Schwefel verſetzt und ge⸗ ſchmolzen wird, da es eine braune Farbe erhaͤlt, wenn man den Schwefel abbrennen laͤßt. 19 9) Wie man das Knallgold reduciren koͤnne, iſt aus dem vorhergehenden zu erſehen, nemlich entweder, daß man es mit Schwefel verſetzt, ſolches im Anfange bey gelindem Feuer eben abrauchen laͤßt, darnach aber mit ſtaͤrkerm Feuer verjagt, bis es nicht mehr dampft, und das zuruͤckgeblie⸗ bene mit einem Zuſatz von calcinirtem Borax oder Glasgalle ſchmilzt; oder daß man es, entweder mit Vitrioloͤl, oder zer⸗ floſſenem Weinſteinoͤl verſetzt, dann bis zur Trockenheit ab⸗ dampfen laͤßt, und das uͤbriggebliebene mit Borax, Glas⸗ galle, oder einem brennbaren Zuſatze reducirt. Anm. Woher dieſe Knallkraft herruͤhre, daruͤber ſind die Meynungen der Chemiſten noch getheilt. Einige haben geglaubt, daß aus der Salzſaͤure des Koͤnigswaſſers und des fixen Laugenſalzes ein wieder hergeſtelltes Kochſalz be⸗ wuͤrkt wuͤrde, ſo abkniſterte. Andere haben gemeynt, daß aus der Salpeterſaͤure und fixen Laugenſalz ein wieder her⸗ geſtellter Salpeter erzeugt wuͤrde, der ſich, vermoͤge hes (322) Auch durch eine anhal⸗ lieret es die Kraft, zu verpuffen. tende, aber ſo gelinde Waͤrme, BnnG. Diſſ. l. c.§. 4. A. d. L. daß es nicht aufplatzen kann, ver⸗ Ji 498 CSechs und zwanzigſtes Capitel. im Salpeter und fixem Laugenſalze befindlichen Brennba⸗ ren entzuͤndete und verpufte. Fr. Hoffmann leugnet da⸗ gegen in ſeinen Oo4. Ph. Ch., daß ſich etwas Salpeterartiges am Gold anhaͤnge. Was aber die Meynungen betrift, welche ſich darauf gruͤnden, daß man mit fixem Laugenſalz ohne ein ammoniakaliſches oder fluͤchtiges Laugenſalz ein Knallgold bereitten kann, ſo haben wir das ungegruͤndete dieſer Vorausſetzung ſchon im vorhergehenden erwieſen, und da man auch weiß, daß zwiſchen dem Decrepitiren und der verpuffenden Kraft des Knallgoldes ein großer Unter⸗ ſchied iſt, der Salpeter auch nicht, ohne mit einer entzuͤnd⸗ lichen Materie verſetzt zu ſeyn, verpuffen kann, und das Gold bey dieſem Verpuffen keinesweges aus einander geſetzt wird, ſo fallen dieſe Hypotheſen von ſelbſt uͤbern Haufen. Andere ſind auf den Gedanken gefallen, daß dieſe Knall⸗ kraft von einem Salpeter⸗Salmiak, oder knallendem Sal⸗ peter(S. Cap. 9.§. 19) herruͤhre, der ſich am Gold haͤn⸗ ge,(323) und zwar aus folgenden Urſachen: a) wegen des Uebergewichtes, ſo das Gold im Knallgolde erhalten hat, und welches von denen am Golde ſitzenden Salzen abhaͤngt; b) weil man ihm die Knallkraft mit Waſſer, wodurch das Salz verduͤnnt und abgelaugt wird, mit Vitriolol, ſo den Salpeter⸗ und Salzgeiſt abtreibt, und mit zerfloſſenem Weinſteinoͤl, ſo die Saͤuren daͤmpft und das Salmiakſalz zerlegt, benehmen kann; c) weil dieſe Knallkraft nicht ohne Salpeterſaͤure und fluͤchtiges Laugenſalz, oder etwas ammoniakaliſches, erhalten werden kann; d) weil es kein anderes Salz, als den brennenden Salpeter, giebt, das und mit einem Knalle abbrenne; ſich fuͤr ſelbſt entzuͤnde, (3 23) Von der Meynung ſind Herr Leibmed. Vogel u. am. Herrn Bergmanns Meynung habe ich ſchon angefuͤhrt.(Anm. 120.) Da auſſer der Salpeter⸗ ſaͤure auch andere Saͤuren Knall⸗ gold geben, ſo wird man die Urſa⸗ che dieſes Verpuffens wol in der Verbindung des Feuerweſens der Saͤure, mit dem Brennbaren des zugeſetzten Laugenſalzes, zu er⸗ e) weil klaͤren haben. Die Entſtehung der uͤbrigen knallenden Salpeter⸗ ſalze, ſcheinet mir ſolches zu be⸗ kraͤftigen, und auch da wuͤrde man die lUrſache in dem Feuer⸗ weſen zu ſuchen haben, das man im Salpeterſauren vorzuͤglich, wegen des dabey befindlichen Brennbaren, in der Beſtrebung zu wuͤrken findet. A. d. U. min teinn. geoßenr Ancht dem e komd worne mane Gohn und he des ſtehell daß) kaliſ mß legen Ven. wihdc Anm.) ſchenn geloſ daß gebra golde ceer⸗ daza haden genal daß! ben hat, 1 Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 499 Schen Bun ſun leuxnt, o) weil auch andere Metalle, wie das Silber, nachdem es alpeterane im Scheidewaſſer aufgeloͤſet, und mit fluͤchtigem Laugen⸗ uungen it ſalz gefaͤllt worden, Kupfer in Scheidewaſſer oder Konigs⸗ rm lng waſſer aufgeloſt und mit fluͤchtigem Laugenſalz durch Ab⸗ auga ziehen vereiniget, Eiſen in Salpetergeiſt oder Konigswaſ⸗ az ungexi ſer aufgeloſt, und mit fluͤchtigem Laugenſalz niedergeſchla⸗ 2rden en⸗ gen, mit einem, wiewol ſchwaͤchern, Knalle, wie das Gold, eregtin abbrennen. 3 großer n Macquer(El. de Ch. Pr. T. I. S. 163.) will hingegen eintr an erinnern, daß ſich bey dem Verpuffen des Knallgoldes ein Iann, un großer Unterſchied finde, als welches ſich wegen des kleinen Deinande Antheils von Salz, ſo ſich am Golde haͤngen kann, mit J üben ja dem Verpuffen, ſo vom flammenden Salpeter abhaͤngen konnte, keinesweges vergleichen laͤßt. Darauf aber ant⸗ 2 haß dieſ wortet man, daß, wenn dieſes ſeine vollige Richtigkeit hat, J allndene man hieraus nichts anders ſchließen kann, als daß das man Ged Gold von ſeiner Seite auch etwas hiezu beytragen muͤſſe, 21: a) von und ſolches vielleicht in einiger Vereinigung und Anziehung De atzalne des Goldes zu einem ſolchen ammoniakaliſchen Salze be⸗ rrahe chr ſtehe, welche Meynung um ſo mehr dadurch bekraͤftigt wird, , wodun daß das Gold von den flüchtigen Geiſtern und ammonia⸗ Bna kaliſchen Zuſaͤtzen nicht allein aufgeloͤſet, ſondern auch ver⸗ it zriin fluͤchtiget wird, wovon ſich vielleicht in der Folge mehr Ge⸗ Sns San legenheit zu reden finden wird. »ralkkraſt 1 12ſz, oda§. 9. uch wil Von den Gewaͤchsſaͤuren wird das Gold nicht auf die le h gewoͤhnliche Art aufgeloͤſet.. Anm. Wenn das Gold auf die gehoͤrige Art zubereitet wird, 4 ſcheint es eben ſowol als das Silber in dieſen Saͤuren auf⸗ a bi geloͤſet werden zu koͤnnen. Dies will ich nur erwaͤhnen⸗ 1e d daß Quercetan deſtillirten Eßig, und Wedel Mannageiſt Mum eir gebrauchten, um damit eine Gold⸗Tinktur aus dem Knall⸗ 4 ſs golde auszuziehen. Agricola bediente ſich dazu eines Zu⸗ auch 3 cker⸗ oder Honig⸗Geiſtes; andere haben Thaugeiſt, u ſ. w. in dm ſe ddazu genommen; welche Geiſter alle eine gelinde Saͤure Guben, din haben, und hieher gehoͤren; man uͤberlaͤßt dies aber einer Sen un genauern Unterſuchung. Hier koͤnnte man auch erwaͤhnen, i bei daß der Harn⸗Phoſphor eine Wuͤrkung auf das Gold ha⸗ det d ben ſolle, wie Marggraf in ſeinen Ch. Schr. angefuͤhrt 2 4 ⁸¹ hat, die doch nicht ſonderlich iſt. Ji 2§. 10. 500 Sechs und zwanzigſtes Capitel. 5. G, 10. Vom fixen Laugenſalz wird das Gold weder auf dem trocknen, noch naſſen Wege angegriffen; aber die Farbe des Goldes kann man damit ganz und gar ausziehen, daß es ſo weiß, wie Silber, wird, nemlich auf die Art, daß man das Gold in Koͤnigswaſſer aufloͤſet, die Aufloͤfung in grau Pa⸗ pier ziehen laͤßt, und ſolches mit Kochſalz und Laugenſalz ſchmilzt. S. den Verf. der Alchem. denud. Hirſching S. 200. Pott de Sulph. Metall. S. 36. Anm. Daß das ſixe Laugenſalz das ſey, was C. Neumann Vaſſelſch. Ausg. S. 558. meynt, wenn er ſagt, daß ſich das, womit man die Farbe aus dem Golde ausziehe, und es etwas bruͤchig mache, in allen Haͤuſern und bey allen Bauern finde, kann ich wol nicht mit Gewißheit behaup⸗ ren, indeſſen ſcheint es doch ſo zu ſeyn. Wenn das fire Laugenſalz aber mit Ochſenblut calcinirt und geſchaͤrft wird, ſo loͤſet die Aufloͤſung deſſelben den mit dieſer Lauge aus dem Koͤnigswaſſer gefaͤllten Goldkalch, wenn man nemlich nachher mehr von dieſer Lauge zugießt, wie das Silber und einige andere Metalle, auf, und iſt es merk⸗ wuͤrdig, daß das Gold von dieſer Lauge in ſtaͤrkerm Grade, als das Silber, aufgeloͤſet wird. §. I1. Vom fluͤchtigen Laugenſalz wird das Gold auf eben die Art, als das Silber, aufgeloͤſet. Man loͤſet nemlich das Gold in Koͤnigswaſſer auf, und gießt mit Laugenſalz und ein wenig Waſſer bereiteten Salmiakgeiſt dazu, bis das Gold niederſchlagen iſt, worauf man mehr von dieſem Geiſt zu⸗ gießt, ſo geht die Aufloͤſung vor ſich. S. Marggraf in Mem. de! Acad. de Berlin. 1745. — n. 12. Unter den Mittelſalzen giebt es zwar keine, welche das Gold auf dem trocknen oder naſſen Wege, beſonders und ei⸗ gen⸗ gen d ntthins chedos E genugſ 0 ſulkn, 5 ds dof Striſs Arm.* dochis ſein ſcnen bene den d in n feun ddeſn ſet,a el golt deng weu das Gen⸗ Mot n ren An — gidtuch Koen t ddanitſir geblieben venn die Laſſer der aft wdie Ften 3n, doß kyaß mnd min gu id Lauge 8 Heſch 2 agt, d Nausziche A und bof „ßhett bäe 2r. Veum. Pbdi ciri Gben dir Ndeachn S ift, n 1 iſt an tern li d af 21 nenit dnühr aujis de ſem bi arggi 2 8 an Ie, uts E nderi g ———— Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 501 genthuͤmlich, angreifen; indeſſen ſinden ſich doch Salze, wel⸗ che das Gold auf eine gewiſſe Art, und in gewiſſen Verſetzun⸗ gen angreifen und aufloͤſen. Solchergeſtalt findet man 1) Daß die Mittelſalze, welche eine Vitriolſaͤure ent⸗ halten, wie das Wunderſalz, der vitrioliſirte Weinſtein und das Doppelſalz, mir Kohlgeſtuͤbe verſetzt, wodurch eine Schewefelleber gebildet wird, das Gold ganz und gar aufloͤſen. Anm. Da man auf dieſe Art ganz leicht ein trinkbares, doch unangenehm genug ſchmeckendes, Gold erhalten kann, ſo will ich kuͤrzlich berichten, auf was fuͤr Art dieſe Aufloͤ⸗ ſung angeſtellt werden kann. Auf 1 Theil gefeilt oder ge⸗ kornt Gold, oder anderes Metall nimt man 6 Theile Wun⸗ derſalz oder Doppelſalz, und 1 oder 2 Theile Ruß oder Kohlgeſtuͤbe, miſcht ſolches wohl unter einander, haͤlt es in einem Tiegel 1 halbe Stunde in einem ſtarken Schmelz⸗ feuer, und loͤſet die Maſſe in Waſſer auf, ſo wird das Gold, oder ſonſt hiezu genommenes Metall, zugleich mit aufgels⸗ ſet, ſo man mit Eßig, oder einer andern Saͤure, daraus niederſchlagen kann. In Anleitung deſſen glaube ich, daß Moſes aus dem goldenen Kalbe leicht ein trinkbar Gold hat machen, und den Iſraeliten dies guͤldene Kalb zu trinken geben koͤnnen, weun er ſich nur einen Heerd von Kohlgeſtuͤbe gemacht, und das Gold darauf mit einer zureichlichen Menge eines ſol⸗ chen Salzes, das ſich vielleicht haͤufig genug daſelbſt finden mochte, mit Kohlgeſtuͤbe verſetzt, eingetragen, und damit einige Zeit angehalten hat, bis alles zu einer pulveriſtrba⸗ 85 Maſſe aufgeloſet geweſen iſt.(S. Cap. 10.§. 19. N. 9. Anm.) 2) Wenn man Alaun, Salpeter und Kochſalz, zu glei⸗ chen Theilen, zuſammen miſcht, und mit eben ſo viel Blatt⸗ gold tuͤchtig reibt, dieſe Miſchung in einen ſtarken glaͤſernen Kolben thut, zureichend Waſſer darauf gießt, und ſo lange damit ſtark ſieden laͤßt, bis das nach dem Abdampfen uͤbrig gebliebene Salz eine gelbe Farbe erhaͤlt; weswegen man, wenn dieſes beym erſten Sieden nicht gelingen will, von neuem Waſſer darauf gießen, ſolches ſieden und abdampfen laſſen, Ji 3 und 1 — — — —— 502 Sechs und zwanzigſtes Capitel. und dieſes ſo oft wiederholen muß, bis das Salz die erwaͤhnte Farbe erhalten hat, ſodann dies gelbe Salz mit Weingeiſt digerirt, der gelb davon wird, und einen polirten neuen eiſer⸗ nen Drath in dieſen Geiſt ſteckt, ſo wird er verguldet. Tunkt man in dieſen Geiſt reine Jaͤppchen Leinwand, trocknet ſie und brennt ſie zu Pulver, ſo kann man damit, auf eben die Art, wie(§. 5. 2. Anm.) gemeldet worden, eine kalte Verguldung anſtellen. Dieſes Aufloͤſungsmittel wird Liquor ſalſus, oder Men- ſtruum ſine ſtrepitu genannt. S. Swoͤlfer, und Jun⸗ ckers Conſp. Chem. T. I. S. 856. Anm. Wenn man das vom Kochen gelb gewordene Waſſer mit fixem Laugenſalz oder zerfloſſenem Weinſteinsl faͤllt, ſo erhaͤlt man einen purpurfarbenen Kalch, der Crocus Solis genannt wird. S. Hofmanns Labor. Alidonf. S. 263. Juncker a. a. O. 3) Salmiak mit aͤtzendem Queckſilber⸗Sublimat ver⸗ ſetzt, greift das Gold, ſowol auf dem naſſen, als trockenen We⸗ ge an; dies ſolchergeſtalt verſetzte Salz, wird Alembroth Salz, Sal Alembrath genannt.(S. Cap. 14.§. 16. N. 2.) Anm. Mit dieſem Salze wird die ſogenannte Griechiſche Ver⸗ guͤldung bewuͤrkt, indem man gleich viel Salmiak und atzenden Queckſilber⸗Sublimat mut, ſolches in Scheide⸗ waſſer aufloͤſet, wodurch ein zuſammengeſetztes Koͤnigs⸗ waſſer bewuͤrkt wird, in welchem man das Gold aufloͤſet, die Aufloͤſung zur Dicke eines Oels abdampfen laͤßt, wor⸗ inn ein Silberdrath, wenn er hinein getunkt wird, ſchwarz und nach dem Ausgluͤhen verguͤldet wird. 4) Kochſalz mit Salpeter und caleinirten Vitriol ver⸗ verſetzt, wozu man noch ein wenig Ziegelmehl miſchen kann, um das Schmelzen zu verhindern, greift das Gold an, wenn man es damit eaͤmentirt, weil ein Koͤnigswaſſer dadurch be⸗ wuͤrkt wird. Anm. (3a¹) hefen r Scn Pyt cheri drudt hi diedurche vigierteng ſiber w jd iſt,der⸗ füyt we A in qluſſ velce me 8 V Nu bon Aie (324) baldig d döntin dh temi b — mit Wan 3 Aten neue ta rguldet Aten lein 1 nan dant, 3 worde, 1ſos, cdn. 1e, un I wordenen Lnſtemalſi her Croas Xiiltaurf 6 3 G Süblime trockennl en Aeentn ..H. 6 erGriedſc 2 Salmai- g vs in es arſettes de 5; Gold an ohfen lit Neit with 2 rien Vut Gode reſer din Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗ Dinkturen dc. 503 Anm. Hieraus ſieht man, daß es diejenigen nicht recht ge⸗ t offen haben, welche behaupten, daß man das Konigs⸗ aͤment(Cæmentum regale) aus Kochſalz und Salpeter bereiten muß. ah hievon gleich ein mehrers. §. 13. Vom Schwefel wird das Gold nicht aufgeloͤſet oder an⸗ gegriffen, wofern es nicht vorher recht zertheilt worden, oder der Schwefel ſigirt wird. Solchergeſtalt findet man 1) Wenn man verquicktes Gold, nachdem man das uͤberfluͤßige Queckſilber durch ein ſemiſches Leder davon ge⸗ druckt hat, mit halb ſo viel Schwefel tuͤchtig reibt, und das hiedurch erhaltene Pulver mit einer gelinden und vorſichtig regierter Hitze behandelt, bis der Schwefel und das Queck⸗ ſuber verflogen ſind, ſo wird das Gold verkalcht.. 2) Daß der Schwefel, wenn er durch Laugenſalz figirt iſt, oder die Schwefelleber, Gold aufloͤſet, iſt ſchon ange⸗ fuͤhrt worden(Cap. 10.§. 10. N. 9. a.). 3) Das Gold wird auch vom Rohſtein oder Spurſtein im Fluſſe aufgeloͤſet. Es irren ſich daher die Metallurgen, welche meynen, daß das Gold nicht vererzet werden koͤnne. (324) Anm. Hierher gehoren alle die Aufloͤſungen, welche mit Spießglas oder Spießglas⸗Koͤnig und Laugenſalzen bewuͤr⸗ ket werden, wodurch allemal etwas Leberartiges erzeuget wird; auch die, welche mit dem Pyrmeſanſtein, Lapis Pyr- meſan oder de tribus(S. Cap. 15.§. 20.) angeſtellt wer⸗ den, als welcher das Gold im Fluſſe leicht aufloͤſet. §. 14. Nun wollen wir zuſehen, ob und in wie weit das Gold von Oelen und andern gelinden Flßigkeiten aufgeloͤſet, und Ji 4 Gold⸗ (324) Hieher gehoͤret das Verſ. e. Min. durch Bruͤn⸗ Goldkieß von Andelfors und aus nich,§. 165. S. 179. A. d. U. Siebenbuͤrgen. S. Cronſt. 1 504 Sechs und zwanzigſtes Capitel. Gold⸗Tinkturen bereitet werden koͤnnen, und um nicht weit⸗ laͤuftig zu ſeyn, wollen wir dieſe Aufloͤſungen, nach der bis⸗ her uͤblichen Gewohnheit, unter dem Titel von Tinkturen zu⸗ ſammen faſſen. Alle Gold⸗Tinkturen theilt man billig in ſuperficielle, falſche und radicale ein. 1 ... Superficielle Tinkturen ſind Aufloͤſungen in gelinden und nicht aͤtzenden Aufloͤſungsmitteln, welche mit zubereiteten oder zuvor aufgeloͤſeten Golde verrichtet werden. Dem zufolge kann man zu dieſen Tinkturen oder Aufloͤſungen entweder den aus dem Koͤnigswaſſer niedergeſchlagenen Gold⸗ kalch oder die Gold⸗Aufloͤſung ſelbſt, oder aus dem Liquor falfus gefaͤlltes Gold, oder eine Aufloͤfung des Goldes und eine Schwefelleber hiezu nehmen. Wir merken ſolchergeſtelt folgende Tinkturen: '1) Das niedergeſchlagene Gold oder Knallgold wird von folgenden Aufloͤſungsmitteln aufgeloͤſet: a) Vom verſuͤßten Salzgeiſt wird es ganz und gar auf⸗ geloͤſet. 1 b) So auch von der vitrioliſchen Naphta. Gießt man ſolche zu einer Aufloͤſung des Goldes im Koͤnigsnaſſer, ſo ſcheidet gedachte Naphta, die immer oben auf der Aufloͤ⸗ ſung ſteht, das Gold, und nimt es ſichtlich in ſich. Gießt man dieſe goldhaltige Naphta fodann ab, und ſetzt ſi in ei⸗ nem engen, wohl vermachten Glaſe eine Zeitlang bey Seite, ſo erhaͤlt man aus der Aufloͤſung ſchoͤne gelbe ſalpet rartige Cryſtallen, welche ſehr heftig im Feuer knallen, wenn gedach⸗ te Naphta vorher mit einem Zuſatz von Weinſteinſalz von ih⸗ rer Saͤure befreyet worden iſt.(S. Schwed. Akad. der Wiſſ. Abh. v. J. 1749. B. X. S. 270. ꝛc.) 1. Anm. Daß durch die, wie gedacht, zur Gold⸗Aufloͤſung zugeſetzte vitrioliſche Naphta eine vollkommene Scheidung des Goldes aus dem Koͤnigswaſſer bewuͤrkt wird, kann man auſſer den erwaͤhnten guͤldiſchen Cryſtallen damit Lueſer a — Von daß gübe hnal 2 Am Nuff gthen ſin 97 titd der( (Len.C R. 2 Anm. erwa mitte ſen tenen eine wiew erha ) bereitet m met⸗ der deA,d bdien deres N won diſe b Theil i ſee damit areden, Aum. d God aber 81 zm nit 21 nach de 2(Tint ktan 21 ſipenun MLofſäſenen 8, welce 2Gichtet we 3 Aufti Bagenen * den le 1 Es Ged. falcha 2 nalgad * , Siuder SCr. 0 rnRäͤnigsn maufder eſch 1 us ſeßt 6½ bepe 12 ſabete 3 wenny zinſoh 2) Aka Vom Golde, Knalloolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 505 daß man mit dieſer Naphte eine, wiewol nur ſchwache Ver⸗ guͤldung bewuͤrken kann, wenn man ein polirtes Eiſen hinein ſteckt. 2. Anm. Ob dieſe Aufloͤſung des Goldes in der vitrioliſchen Naphte, wie Pott berichtet, die Tropfen des de la Morrr Penen das Podagra gismachen⸗ laſſe ich dahin geſtellet eyn. c) Vom Salpetergeiſt, oder der falpetrichten Naphte wird der Goldkalch gleichfalls und, nach Potts Ausſage, (Exert. Chem. S. 212. ff.) und anderer Zeugniß(S.§. 5. N. 2. 2. Anm.) auch das Gold ſelbſt, aufgelöoſet. Anm. Da man bey einigen Chemiſten eine harzige Materie erwaͤhnt findet, die nach der Abziehung des Aufloͤſungs⸗ mittels zuruͤckbleiben, und im Weingeiſt ganz aufloͤslich ſeyn ſoll, ſo glaube ich, daß die Aufloͤſung mit der entwe⸗ der aus der ſalpetrichten, oder vitrioliſchen Naphte erhal⸗ tenen harzigen Materie angeſtellt worden iſt, weil ich auch eine ſolche harzige Materie mit Queckſilber erhalten habe, wiewol man ſie auch mit dem rauchenden Geiſt des Libavs erhaͤlt.(S.§. 7. R. 12. Anm.) 2) Aus der Aufloͤſung des Goldes im Koͤnigswaſſer bereitet man auch eine Gold⸗Tinktur oder Aufloͤſung mit Zim⸗ met⸗ oder Rosmarin⸗Oel, oder einem andern Oele auf folgen⸗ de Art, deren ſich Hoffmann und der aͤltere Geoffroy bedienet haben: Man loͤſet ein Quentchen Zünmet⸗ oder an⸗ deres Oel, in ſtark reetificirtem Weingeiſt auf, nimt dann von dieſer Aufloͤſung 3 Theile, und verſetzt ſie mit einem Theile einer recht geſaͤttigten Gold⸗Aufloͤſung, und digerirt ſie damit, ſo hat man eine Gold⸗Tinktur, oder eigentlicher zu reden, eine Gold⸗Aufloͤſung in verſuͤßtem Koͤnigswaſſer. Aunm. Wenn man ſonſten auch Wachholder⸗oder ein anderes Oel zu einer Gold⸗Aufloͤſung gießt, ſo zieht das Oel das Gold an ſich, und erhaͤlt oben auf eine ſchwätgliche, unten aber eine Goldfarbe. b Ji 5 15 506 Sechs und zwanzigſtes Capitel. 3) Wie man von dem, aus dem Liquore ſalſo nieder⸗ geſchlagenen, Golde eine Tinktur erhalten kann, iſt ſchon an⸗ gefuͤhrt worden(§. 12. N. 2.) 4) Aus der Aufloͤſung des Goldes in einer Schwefel⸗ leber, die man entweder mit der gewoͤhnlichen Schwefelleber, oder einer Miſchung aus Weinſteinſalz und Schwefel, wozu einige auch Spießglas thun, wodurch doch immer etwas Schwefellebrichtes bewuͤrkt wird, auf welchen Gruͤnden auch Monteſuiders, Berlichs und anderer Aufloͤſungen fußen, oder mit einem vitrioliſchen Mittelſalz und Kohlgeſtuͤbe(S. §. 12. N. 1. u.§. 13.) verrichten kann, kann man wol ein trinkbares Gold erhalten, das aber einen unangenehmen Schwefelleber⸗Geſchmack hat. Hieher gehoͤren die Gold⸗ Tinkturen, ſo man aus Gold, Spießglas und Laugenſalz, welche zuſammen geſchmolzen werden, bereitet, von welchen (Cap. 10.§. 10. N. 7. Anm.) geredet worden iſt. B. SJalſche Tinkruren ſind ſolche, die man vom Gol⸗ de herleitet, welche aber von einer andern Einmiſchung ab⸗ haͤngen. Hieher gehoͤren a) Die Zucker⸗Tinkturen, Tincturæ ſaccharinæ, welche auf die Art bereitet werden, daß man Blattgold lange mit Zucker reibt, und hieraus eine Tinktur auszieht, die doch unſtreitig dem Zucker zugeeignet werden muß. b) Spießglas⸗Tinkturen, Tincturæ antimoniales, da das Gold mit Spießglas, oder Spießglaskoͤnig, geſchmol⸗ zen, oder calciniret, und dann eine Tinktur ausgezogen wird. c) Laugenſalzige Tinkturen, Tincturæ alcalinæ, welche auf die Art bereitet werden, daß man das Gold mit einem Streichfeuer calcinirt, dann hoͤchſtrectificirten, mit Harngeiſt verſetzten, Weingeiſt darauf gießt, den Kolben hermetiſch verſiegelt, in eine maͤßige Hitze ſetzt, und dann und wann umſchutrelt„bis die Tinktur blutroth geworden ſe ie 1 Von die man! cber ohne man der weft 62 veſcee de „A, ud liſe ih de ſch de me zu haben ſtt, mß damit tin 1. Inl auf ande wie mitte dieſen ſggen es n leßte roth dee, n das i ander vore „One blec Man Quec hne. 3 l. von liſtt, das hera dern ſo un Sol! 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Die Ausziehung der Farbe aus dem Golde kann auf die Art bewuͤrkt werden, daß man Horn, Haare, oder andere thieriſche Theile in 8 Unzen ſalpetrichten Salzgeiſt, wie auch eine halbe Unze Gold in eben ſolchem Aufloͤſungs⸗ mittel, und 2 Unzen Queckſilber in Scheidewaſſer aufloſet; dieſe 3 Aufloͤſungen gießt man zuſammen, zieht das Fluͤſ⸗ ſige davon ganz ab, gießt ſolches wieder zuruͤck, und zieht es noch einmal ab, und wiederholt ſolches ſechs mal, das letzte mal aber mit heftigem Feuer, ſo erhaͤlt man eine rothe Queckſilber⸗Butter, Butyrum mercuriale rubrum, die, wenn ſie rectificiret wird, Gold aufloͤſet. Nimt man das in der Retorte zuruͤckgebliebene, und thut es in eine andere, mit einem Stöoͤpſel im Bauche verſehene, Retorte, worinn man zuvor Salpeter geſchmolzen hat, ſo erhaͤlt man Queckſilber⸗Blumen, Flores mercuriales, das Gold aber bleibt weiß zuruͤck, das dann Sol ſine veſte genannt wird. Man ſollte wol glauben duͤrfen, daß dieſe weiſſe Farbe vom Queckſilber herruͤhrte, aber man kann dieſe Abſicht auch ohne Queckſilber erreichen, wenn man, wie gedacht, 2 oder 3 Unzen Horn oder Haare in einem, aus einer Miſchung von Kochſalz und Salpeter deſtillirtem, Koͤnigswaſſer auf⸗ loͤſet, in dieſe Aufloͤſung ein Quentchen Blattgold thut, das Aufloͤſungsmittel abzieht, die zuruͤckgebliebene Maſſe herausnimt, und in einem Diegel, worauf man einen an⸗ dern verkehrt geſetzt und die Fugen verkleibt hat, ſchmilzt, ſo erhaͤlt man eine weiſſe Schlacke, und weiſſes Gold oder Sol fine vefte. Glauber nennt dies Aufloöſungomirten 5 aP18 5 Sechs und zwanzigſtes Capitel. Lapis animalis,(thieriſcher Stein der Weiſen), aber Juncker ſagt im Conſp. Ch. T. I. S. 877. und 876., wo⸗ ſelbſt er dieſen Proceß auch beſchreibt, daß man anſtatt des Horns oder anderer thieriſchen Theile auch Kohlen nehmen koͤnne; C. Neumann beſchreibt dieſen Proceß auch im Cap. de Auro. Man erhaͤlt auch auf die Art weiſſes Gold, daß man erſt ein ſtarkes Scheidewaſſer, aus 3 Theilen calcinirten Vitriol, 2 Theilen reinen Salpeter und 1 Theil gebrannten Alaun bereitet, hiezu 1 Viertheil Salmiak thut, wovon es gelb wird, die Farbe des Goldes, ſo man damit behan⸗ delt, wuͤrklich erhoͤhet, weswegen es auch Gradierwaſ⸗ . ſer genannt wird. Dieſes, ſolchergeſtalt mit Salmiak ver⸗ ſetzte Scheidewaſſer deſtillirt man aus einem Kolben, wor⸗ auf man einen Helm geſetzt, eine große Vorlage vorgelegt, und die Fugen wohl verkleibt hat, mit vorſichtig regtertem Feuir Das Aufloſungsmittel, ſo man dann erhaͤlt, loͤſet Bold auf, und wenn man es davon abzieht, und mehrere male cohobirt, verfluͤchtiget es ſolches mit einer weiſſen Farbe, beſonders, wenn man Weingeiſt dazu gemiſcht hat. S. Kunckel, Stahl ae Supzere, Juncker a. a. O. 2. Anm. In Anleitung deſſen, was ich angefuͤhrt habe, wird es, meiner Meynung nach, nicht ſchwer halten, Gold⸗ Tinkturen zu erlangen. Die ſuperficiellen enthalten wuͤrk⸗ lich aufgeloͤſetes Gold, wie man daraus ſieht, daß ein ſil⸗ berner Loͤffel verguldet wird, wenn man ſie darinn abrau⸗ chen laͤßt. Die falſchen enthalten gar kein Gold. Die ra⸗ dicalen Tinkturen enthalten gleichfalls kein Gold, ſondern etwas, das ſich entweder durchs Abziehen uͤber dem Helm, oder durch Faͤllung abſcheiden und unterſuchen laͤßt; auch muͤſſen uͤbrigens dieſe Tinkturen Silber tingiren. Alle Alchemiſten ſtimmen darinn uͤberein, daß es leichter ſey, Gold zu bewuͤrken, als zu zerlegen. Was der Verfaſſer der Schrift, Arcanum Hermeticaæ Philoſophiæ Opus,§. XXXI. erzaͤhlt, findet hier Statt. Er ſagt:„Vom Golde ſelbſt „kann man nie eine Tinktur abſcheiden, indem es keinen „vollkommenern zuſammengeſetzten Koͤrper, als das Gold, „in der Natur geben kann, deſſen Vollkommenheit von der „genauen und unzertrennlichen Vereinigung des reinen und „kingirenden Schwefels mit dem Queckſilber entſpringt, die „beyde am beſten von der Natur dazu vorbereitet ſind, und „deren d Am „dete 6.0 1s wenig, ode der geſtt i4 dr hieley ſi, S.n. Knalgedd, ins Feuer Dem ung mit der ge doch ſeine aus dem ket; welch Gold darch in ein Gla ſchwerzen Veennbar terklihen Inü des God 1) gen.. 1. Ann Nark Godd reij Thel Verſ welc das A. A eiſen), A. d K4., Zum anſtote drohlen nan ſoceß audf ) od, din 1Ben eale Ael gur urithut, n ur damitt Hiradin 2 Salma 11 Kolbe Tlage iu mchtig nir & n chit 23,, undm 1t eneede 41 u gerſc 8 te an. O htthch halten, is aithaltn N77 di F darinne niold. b Iä)old, r'er den⸗ ren läßt Angitn wes lät ³ der b u, 2 2 1m Geb 8 als di mrenhett n adts rein Ganſpti tſt, 1 Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen c. 509 „deren wahre Trennung die Natur der Kunſt verſagt.“ S. Creuling S. 45. G. 15. Aus den bisher angefuͤhrten Aufloͤſungen ſieht man, wie wenig, oder faſt gar nicht, das Gold in denſelben auseinan⸗ der geſetzt wird. Man hat beobachtet, wenn man Knallgold (§. 8.) unter einer Glocke abknallen laͤßt, und den Staub, der hiebey verſtreuet wird, ſammlet, daß ſolcher rein Gold iſt, S. Macquer; auch haben wir angefuͤhrt, daß das Knallgold, wenn man es nur mit Waſſer kocht, und denn ins Feuer bringt, ſeinen Glanz und Farbe wieder erhaͤlt. Dem ungeachtet findet man doch zugleich, daß das Gold mit der Farbe etwas von ſeinem Brennbaren verlieren, und doch ſeine Schwere und Geſchmeidigkeit behalten kann, wie aus dem vorhergehenden, 1. Anm. zum 14.§. offenbar erhel⸗ let; welches dadurch noch weiter beſtaͤrkt wird, daß man das Gold durch Elektriſche Verſuche, unter gewiſſen Umſtaͤnden in ein Glas und weiſſe Farbe treiben kann, da es dann einen ſchwarzen Ruß zuruͤck laͤßt. Das Gold enthaͤlt folglich etwas Brennbares, ſo man von ihm abſcheiden kann, ohne es zu verkalchen. §. 16. In der Verſetzung mit andern Metallen, verhaͤlt ſich das Gold auf folgende Art: 1 1) Mit dem Silber laͤßt ſich das Gold leicht vereini⸗ gen.(S. Cap. 25.§. 17. N. 1.) 1. Anm. Beym Goldgewicht rechnet man 24 Karat auf die Mark, und 12 Graͤn auf ein Karat. Hievon erhaͤlt das Gold ſeine Benennung, und heißt 24karatig, wenn es rein iſt; 23karatig, wenn es ſo viele Theile Gold gegen ein Theil Silber oder Kupfer haͤlt, und ſo weiter. Aus dieſer Verſetzung werden einige Muͤnzen und alles Kronen⸗Gold, welches Silber halten muß, verfertiget; dagegen aber haͤlt das Piſtolen⸗Gold Kupfer. Da aber die mahrſten Soid 8 — 8 510 Sechs und zwanzigſtes Capitel. muͤnzen Silber halten, ſo will ich deren und anderer Seld⸗ ſorten Gehalt kuͤrzlich anfuͤhren. Die Portugalleſer und die ſogenannten Roſenobeln, halten 23 Karat und 10 Graͤn; das Ungarſche Gold iſt in den doppelten Ducaten zu 23 Karat und 10 Graͤn ausge⸗ muͤnzt. Gewoͤhnliche Ducaten haben in verſchiedenen Reichen einen verſchiedenen Gehalt, von 23 Karat und 3 Graͤn, wie die Tuͤrkiſchen, von 23 Karat und 11 Graͤn, wie die Florentintſchen, und 23 Karat und 6 Graͤn, wie die Schwe⸗ diſchen und Daͤniſchen.(325) Louis d'Ors halten 21 Karat 7 bis 9 Graͤn. Piſtolen(326) ſind von 20 Karat 4 Graͤn, und mit Kupfer legirt. Dieſes Gold hat vermuthlich ſeine Benen⸗ nung daher, daß es, zu Blattgold geſchlagen, um Flinten und Piſtolen zu vergulden gebraucht wird, wie das feinere, ſo man zur Verguldung der Degenklingen gebraucht, Da⸗ maſcirgold, und ſolche Klingen daher damaſcirte genannt werden. Das Buchbinder⸗Gold iſt ſchlechter als das Piſto⸗ len⸗Gold; und das Mahl⸗ und Apotheker⸗Gold noch ſchlech⸗ Keneſhhes vom Unterſchiede des Blattgoldes zu bemer⸗ en iſt. Die Rheiniſchen Guͤlden halten 18 Karat und 6 Graͤn. Das Kronen⸗Gold iſt von 18 Karat 4 Graͤn, mit 2 Graͤn remedium. Ob das Plectrum der Alten, wovon Alexander Severus ſeine Muͤnzen ſchlagen ließ, ein Theil Keilhen und vier Theile Gold gehalten hat, iſt mir nicht ekannt. 46 ABilllonen halten 12 Karat, mithin die Haͤlfte Gold und die Haͤlfte Silber. Das Horngold iſt gkaratig; daher das Hornguͤlden. 2. Aum. Scheiden kann man das Gold und Silber von einander 1) Durch — (3235) Von den Hollaͤndiſchen(326) Hievon ſollen 35 Stuͤck wiegen 67. ein Mark. A. d. U. ein Mark wiegen. A. d. U. 5 Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 511 i anden 1) Durch Caͤmentiren, wozu eine ſolche Miſchung erfor⸗ dert wird, deren Theile das Silber angreifen, aber ren Auſnae das Gold unveraͤndert laſſen. Zu dem Ende nimt man ephe erd decrepitirtes Kochſalz, weil der Salzgeiſt, wenn er in Grin a Daͤmpfen abgetrieben wird, das Silber aufloͤſet, und 7 aa zu einem Hornſilber verwandelt(S. Cap. 25.§. 7.), . und ſetzt, um den Salzgeiſt abzutreiben, calcinirten B henen gih Vitriol dazu, nebſt etwas Ziegelmehl, als dem Grund⸗ * und z. ſtoff des Caͤments. Das hiebey zu beobachtende Ver⸗ ¹ I eän, w haͤltniß iſt dies, daß man gegen 2 Theil Ziegelmehl, Trivie die.. Cheil decrepitirt Kochſalz und 1 halben Theil oder eben ſo viel calcinirten Vitriol nimt. ) din. Andere Zuſaͤtze ſind nicht noͤthig. Der Salpeter, 7 den einige zuſetzen, iſt eher ſchaͤdlich als nuͤtzlich, weil dän, u er mit dem Salzgeiſt ein Konigswaſſer giebt, welches 1a ſinmgr das Gold angreift. So iſt auch der Salmiak, deſſen Sn, unde Bellner in ſein. Scheidekunſt, u. a. m. gedenken, nicht Pie dienlich htezu; und noch weniger taugen der Gruͤn⸗ ötnt ſpan, gebranntes Kupfer, Eiſen⸗Safran, Galmey, E2 diſekte ha Blutſtein, welche aus Unwiſſenheit in Gebrauch ge⸗ d asden kommen ſind. Be. Dieſes Caͤmentiren wird mehrentheils in der Abſicht a'dds ie angeſtellt, daß man die Farben auf der Oberflaͤche der — Muͤnzen erhohen, und ſie von auſſen feiner machen will. 8 ind V Das Silber, welches ſich mit dem Caͤment vereinigt, A'örin erhaͤlt man wieder, wenn man gedachtes Caͤment mit 20 llten, einem dienlichen Fluß verſetzt und ſchmilzt, da man r leß,. etwas Bley oder Glaͤtte zuſetzt, und hernach das Bley 00 iſtm auf der Kapelle abtreibt. 1e. gn 2. Durch die Scheidung auf dem naſſen Wege, entweder üſfe h mit Scheidewaſſer, oder Koͤnigswaſſer, oder Vitrioloͤl. 1. a) Mit Scheidewaſſer verrichtet man die Scheidung, e Ghornwä wenn in der Miſchung dreymal ſo viel Silber als 4 Gold ſteckt; in andern Faͤllen muß man ſo viel 0n Eſber Silber zuſetzen, daß wmigſtens dieſes Verhaͤlt⸗ 1 V niß heraus koͤmmt, walches man Quartiren 1)¹ nennt, und mit Bley zuf der Kapelle verrichtet. 4 V Wie das Scheidewaſſen hiezu gefaͤllt, die Aufloͤ⸗ ſung angeſtellt, die Silber⸗Aufloͤſung von den 2= ſolkn am Boden zuruͤckblabenden ſchwarzen Flocken, 3 4 oder 51² Sechs und zwanzigſtes Capitel. oder Gold abgegoſſen werden muͤſſe, kann man (Cap. 3.§. 28. und Cap. 25.§. 4. N. 2.) ſehen. Das Silber wird gemeiniglich mit Kupfer oder Kochſalz daraus niedergeſchlagen, und der Kalch reducirt(S. Cap. 25.§. 6.). Das im Kolben zuruͤckgebliebene Gold wird mit ein wenig Sal⸗ peter und Borax geſchmolzen. b) Mit Koͤnigswaſſer, wenn die Miſchung mehr Gold als Silber haͤlt: Man ſchlaͤgt das Gold duͤnn, oder kornet es, und gießt dazu 3, 4 bis 5 mal ſo viel Scheidewaſſer, nachdem dieſes ſtark, und die Miſchung reich an Golde iſt, erwaͤrmt es uͤberm Feuer, und wirft etwa 1 Achttheil oder weniger, gegen das Scheidewaſſer gerechnet, fein Kochſalz hinein, worauf die Aufloſung anfaͤngt vor ſich zu gehen, und, nachdem ſie aufgehoͤrt, kann man wieder ein wenig Kochſalz hinein wer⸗ fen, damit die Aufloſung vollkommen bewuͤrkt werde. Nach geſchehener Aufloſung gießt man das Duͤnne ab, und ſethet es durch, worauf man das Gold mit einer klaren Aufloͤſung von gruͤnem Eiſen⸗Vitriol niederſchlaͤgt, und 10 oder 12 Stun⸗ den ſtille ſtehen laͤßt, ſodann das Aufloͤſungsmit⸗ tel abgießt, und das niedergeſchlagene Gold erſt mit Scheidewaſſer, um alles Silber abzuſcheiden, darnach mit ſiedendem Waſſer, bis alles Salzige davon iſt, abwaͤſcht, und mit trockenen Salpeter ſchmilzt. Das im Scheidekolben, und vielleicht im Seihepapier zuruͤckgebliebene Silber ſammlet man, ſuͤßt es mit Waſſer aus, und ſchmilzt es mit Laugenſalz und Salpeter; und iſt es kupfer⸗ haltig, ſo kann man es auf der Kapelle mit Bley abtreiben. Hieraus ſieht man, daß man, wenn man das Gold aus der Scheidung vom Silber mit Schei⸗ dewaſſer(a) rein haben will, die Faͤllung mit Kochſalz, als weiches das Kupfer nicht nieder⸗ ſchlaͤgt, antellen, und mit dem durch dieſe Ver⸗ ſetzung benuͤrkten Koͤnigswaſſer, nachdem man es vorher diſtilliret hat, das vom Scheiden zu⸗ ruͤckgeblieben Gold aufloͤſen, und hievon wieder da — —— ————·˖ʒõ3 69) Da das Gaddes nnckn de de Aühendl in den en. dl 9.9, 41 Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 513 7 das Konigswaſſer abziehen muß; ſo hat man 16 4 1 nach der erſten Scheidung reines Silber, und nach 2 undda, der andern reines Gold, und das Koͤnigswaſſer as im ge zum fernern Gebrauch. Irin wet c) Durch ein reines und verſtaͤrktes Vitrioloͤl kann b nan das Gold auch vom Silber ſcheiden, als 4 welches das Silber aufloſet, das Gold aber nicht lung mehee angreift, und muß man dieſe Aufloͤſung ſo anſtel⸗ Sn aud len, wie(Cap. 25.§. 4. N. 1.) gemeldet worden. 93, 4 bi6 er eſes ſin 3) Auf dem trockenen Wege(327), da man die Scheidung 9, erwin auf verſchiedene Arten anſtellen kann, indem man ent⸗ 1 Achtthel weder erſt das Silber vererzt, und dann das Gold nie⸗ werchnt derſchlaͤgt, oder beydes durch einerley Zuſaͤtze zugleich E oſung ii vererzt und niederſchlaͤgt. 1c ſſenit.) Wasdie erſte Scheidung auf dem krockenen Wege 2 Fal tnn anbetrift, ſo iſt es offenbar, daß ſie zwey Umſtaͤn⸗ 1Smmn ke de erfordert, 1) daß man eine aufloͤſende und ver⸗ e ſſang gict erzende Materie mit dem Silber vereinigen, 2) *h, worait daß man ein mehr in die Enge gebrachtes Gold Entu m aus dem Silber niederſchlagen muß. udun Die Vererzung des goldhaltigen Silbers laͤßt S lu 18 ſich mit Kochſalz anſtellen, wovon das Silber an⸗ Bun 6 geegriffen und zu einem Hornerz vererzet wird(S. Sreahznt Cap. 25.§.§. 6. u. 8.), auch mit dem Lapis Pyr- 15 alese meſon, wodurch eine Art von Rothguͤlden⸗Erz m kenen. bewuͤrkt wird; da das erſte aber beſchwerlich und 23. und. unſicher iſt, der Lapis Pyrmeſon auch Gold auf⸗ m eilbekſe loͤſet(S.§. 13. Anm.), ſo nimt man lieber Schwe⸗ zannd ihr fel, wodurch das Silber zu einer Art von Glas⸗ 28diſtebn erz vererzt wird(S. Cap 25.§. 14.). Dieſes 13 apellem geſchicht auf die Art, daß man das goldhaltige Silber kornt, je feiner und gleichfoͤrmiger, je beſ⸗ — r vent ne. ſer, A ber ni 4». ae Filun(327) Von dieſer Scheidung auch in Deſſen Phyſ. Ch. Med. F nichtr des Goldes und Silbers auf dem Abhandl. S. 1⸗ 36. im Zamb. „lich d trocknen Wege, kann man auch Mag. B. VII. S. 115⸗159. und nachden die Abhandl. des Hrn. Ellers in Min. Beluſt. Th. II. S. 177⸗ en Eic in den Mem. de l'Acad. de Berlin 217. uͤberſetzt zu finden iſt. wot T. III. v. J. 1747. nachſehen, die te haan 1 8 t 514 Sechs und zwanzigſtes Capitel. ſer, ſo dann Granalie genannt wird, ſolches ein wenig mit Waſſer anfeuchtet, und mit 1 Achttheil oder 1 Siebentheil Schwefel vermiſcht, welches 2, höchſtens 2 und 1 halb Loth auf die Mark Silber macht, je nachdem ſolches mehr oder weniger legirt iſt. Dieſe geſchwefelte Granalie ſtellet man dann in eine gelinde Hitze, damit der Schwefel in das Silber eingehen kann, ohne abzubrennen, das davon loͤchericht und bruͤchig wird; oder man kann auch die Granalie mit Schwefel caͤmentiren. Was die Faͤllung betrift, ſo verrichtet man ſie entweder mit Silber oder Eiſen, aber ohne einen andern Zuſatz. Das Silber iſt der vortheilhafteſte Zuſatz, da man auf jede Mark Silber, das im Feuer im Fluſſe gehalten wird, noch 3 Loth Sil⸗ ber nach und nach zuſetzt, nemlich erſtlich 1 Loth eintraͤgt, es umruͤhrt, nach einer Stunde das zweyte, und nach Verlauf eben der Zeit das dritte eintraͤgt, darauf alles zuſammen ſo lange im Feuer haͤlt, daß man weiſſe Silberkoͤrner in der Plach⸗ me ſieht. Der Grund dieſer Arbeit beruhet dar⸗ auf, daß ſich das zugeſetzte reine Silber nicht mit dem geſchwefelten Silber vereiniget, ſondern gleich zu Boden faͤllt und das Gold in ſich nimt, ſo das geſchwefelte Silber leicht fahren laͤßt. Mit Eiſen verrichtet man die Faͤllung auf die Art, daß man nach Verhaͤltniß des Silbers und des Verfahrens beym Schmelzen, 1 und 1 Zweytel bis 1 und 3 Viertelmark davon, auf jede 100 Mark geſchwe⸗ feltes Silber, zuſetzt, ſolches zuſammen 1 Viertel⸗ ſtunde oder laͤnger im Fluß haͤlt, ſodann ausgießt, und das erhaltene Plachma wieder mit einem Zu⸗ ſatze von einer halben Mark Eiſen auf jede 100 Mark Silber von neuem ſchmilzt. Bey andern, die von Scheidungen gehandelt haben, findet man wol andere Niederſchlaͤge er⸗ waͤhnt; von Juſti(Chym. Schr. S. 173.) em⸗ pfiehlt ſowol Silber als Eiſen, und auf einer an⸗ dern Stelle(S. 162.) ſchwarzen Fluß, Glasgalle, Eiſenfeilſpaͤne und Glaͤtte, welches mit dem, was BVellner(Scheider. S. 73.) anfuͤhrt, beynahe 8 uͤberein⸗ ——, —— ℳAꝗA ☛̈̈ οim /r 3 b Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 515 zih uͤbereinkommt; da dieſe und aͤhnliche Scheidun⸗ nt ne gen aber koſtbarer ſind, und der dabey gethanen 3 Pt 8 PanRieihund nicht entſprechen, ſo uͤbergeht man re en je billig. venigerla Nct menm b) Die Vererzung und Scheidung zugleich zu bewuͤr⸗ 2 hweſer ken, ſchmilzt man das Silber, ſo geſchieden wer⸗ Srennen, den ſoll, und thut dazu nach und nach 1 Viertheil det wanſe von einem Pulver, das man vorher aus 3 Thei⸗ * eantixen len Schwefel und 1 Theil Kochſalz berettet hat, 4 worauf man, wenn mit dem Schmelzen gut um⸗ Schtetnn gegangen iſt, bey Ausgießung der geſchmolzenen arohmn Maſſe in einen Gießpuckel das Gold vom Silber r thellet geſchieden findet. S. SAtcHow de ſeparatione Auri 9(bar, a ab Argento; Kellners Scheidek. S. 69. Proc. II. 2. lije und III. d rälch Auch kann man ſolches bewuͤrken, wenn man es Ennd ein Gemenge aus 4 Theilen Schweſel, 3 Achtel⸗ 2ei dhe theil Kochſalz und 12 Theilen Spießglas macht, uneige und hievon 5 Loth auf jede halbe Mark von dem rn dage goldhaltigen Silber nimt, womit das Gold bey benüt ſtarkem Schmelzfeuer vom Silber geſchieden wird. Andere Arten zu ſcheiden und zu faͤllen, der⸗ 6 gleichen einige erwaͤhnen, es ſey mit Kupfer, um, Spießglas⸗Koͤnig, mit, oder ohne Bley, oder auch — n mit einem andern Zuſatze, uͤbergeht man hier. Siit din Nur wollen wir bey dieſer kurzen Abhandlung von 1GTii der Scheidung auf dem trockenen Wege noch dies rerlimn erwaͤhnen, daß man das Plachma durch Redu⸗ Gettgie ciren und niederſchlagende Mittel im Fluſſe zu gute mwen d machen, und alles Silber wieder erhalten kann, Amn uh wozu ſchwarzer Fluß mit etwas Glasgalle und 1S it emn Zley am dienlichſten iſt, ſo man waͤhrend dem Pun Schmelzen zuſetzt, und darnach auf der Kapelle . abtreibt.. rzen gänt 4) Durch das Gießen durch Spießglas, wovon ſchon eine 1 undih Beſchreibung gegeben iſt(Cap. 19.§. 20.) 2,3 1 rruf ne 2) Mit dem Kupfer vereinigt ſich das Gold auch leicht. 8 i(S. Cap. 22.§. 20.) 4. 2 ache. an, 8 S K k 2 1. Anm. —————— 516 Sechs und zwanzigſtes Capitel. 1. Anm. Daß das Piſtolengold und einige Arten von Muͤn⸗ zen aus dieſer Verſetzung bereitet werden, iſt ſchon(N. 1) aangefuͤhrt worden.— 1 Die Urſache, warum die Goldſchmiede das Gold ins Feuer legen, um zu verſuchen, ob es ſchwarz wird, iſt die, daß das Gold, wenn es kupferhaltig iſt, im Feuer ſchwarz wird.(S. Cap. 22.§. 20. N. I.) 2. Anm. Vom Kupfer kann man das Gold beynahe auf eben ddie Art, wie vom Silber, ſcheiden: 1) Durch die Saige⸗ auf der Kapelle(328), da das Kupfer verlohren geht; 3) durch Audoſung, in Scheidewaſſer, oder Salmiakgeiſt; 4) durch Caͤmentiren, wazu man ſolche Dinge nimt, die das Kupfer angreifen, wie Salpeter mit calcinirtem Vi⸗ triol oder Schwefel; 5) durch das Gießen durchs Spieß⸗ glas; auch kann man 6) dazu gelangen, wenn man es mit ſolchen Zuſaͤtzen ſchmilzt, die das Kupfer verſchlacken, das Gold aber erhalten, und zu welchem Ende man das Kupfer mit Bley zuſammen ſchmelzen kann, dieſe Maſſe kornt, und mit Kalch und Laugenſalzen ſchmilzt, den er⸗ haltenen Koͤnig anſtedet, auf der Kapelle abtreibt, und ſcheidet; oder, man ſchmilzt auch Glaͤtte mit eben ſo viel Schwefel, woraus eine Art von Bleyglanz wird, und traͤgt hievon, oder von einem andern geſchwefelten Bleykalch, ddie zugeſetzte Glaͤtte eben ſo viel, als das Kupfer ausmacht, ſetzt denn feines Kohlgeſtuͤbe hinzu, ruͤhrt es wohl um, wo⸗ durch der Bleykalch reducirt wird, zu Boden ſinkt, und das Gold mit ſich nimt. Alle uͤbrige ſonſt in Scheide⸗ buͤchern vorkommende Arten zu ſcheiden, gruͤnden ſich auf eine dieſer beyden erwaͤhnten Methoden. 7 eben mit Vortheil, vereinigen, weil das Gold in dieſer Mi⸗ ſchung verkalcht und verglaslich wird.(S. Cap. 24.§. 14. . 1) hi. 9 1— Anm. (328) Auch hier muß man das fern man es durchs Abtreiben rein Gold quartieren, wenn es nicht vom Kupfer erhalten will. A. ſo viel Silber bey ſich hat„wo⸗ d. u. rung, wie beym Silber gemeldet; 2) durch das Abtreiben nach und nach ein wentg auf das geſchmolzene Kupfer, bis 1 20 Mit dem Zinn laͤßt ſich das Gold, wiewol nicht Anm. Att, Jänn 1) §⸗10 auf de God ner Vl las, man ſe dnet geicat deſeh 9) (E C Anm. laſſer den:) das Kape ätzeng durd God Erfete 90 nigen, n. hunmern 1 Ann) dinen. melo, daße Schen 4 A Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 517 en ſcon g Anm. Scheiden kann man das Gold vom Zinn 2) auf die Art, daß man die M iſchung verkalcht, und ſodann vas 33en. Zinn mit deſticlirtem Eßig durch Kochen auftsſet; beſſer „† dhn und kuͤrzer aber b) wenn man das Zinn verkaleht, und mit ird, ſ. 8⸗ 10 Theilen Bley anſiedet, und ſodann das Werkbley 8 neſßr auf der Kapelle abtreibt. Auf dieſe Art erhaͤlt man das 8 Gold aus dem mineraliſchen Purpur wieder, welcher kei⸗ umx, ner Verkalchung bedarf; c) durch Gießen durchs Spieß⸗ chdeen glas; wenn wenig Zinn im Golde eingemiſcht iſt, ſo kann das ait 6 man ihm auch d.) auf die Art helfen, daß man verſchie⸗ arlchra dene male etwas aͤtzenden Queckſilber⸗Sublimat auf das V 4 geſchmolzene zin nhaltige. Gold wirft, weil die Salzſaͤure g un deſſelben das Zinn zerſtoͤret. dlenn n 4) Bley und Gold vereinigen ſich leicht mit einander. dma(S. Cap. 23.§. 18. N. 1.) veſtſt Anm. So leicht ſich dieſe Metalle mit einander vereinigen unde laſſen, eben ſo leicht laſſen ſie ſich auch von einander ſchei⸗ di 9 den: 2) Durch die Scheidung mit Scheidewaſſer, wovon huin das Bley aufgeloͤſet wird; b) durchs Abtreiben auf der anbtrett a Kapelle; c) durchs Gießen durchs Spießglas; d) mit t tben aͤtzendem Queckſilber⸗Sublimat, wie das Zinn. Ob man, ean rnde. durch die, von einigen angefuͤhrten Schmelz⸗Proceſſe, mehr ſSen h Gold aus dem Bley erhalten koͤnne, laſſe ich zu weiteren Kar Erfahrungen ausgeſetzt ſeyn.(S. Cap. 23.§. 5. N. 2. 6. Anm.) fer aut. 82„ohlm 5) Eiſen und Gold laſſen ſich gut mit einander verei⸗ ai ſ fin nigen, wiewol ſich die daraus entſtehende Maſſe weniger mu haͤmmern laͤßt.(S. Cap. 21.§. 18. N. 1.)— 1 8 1. Anm. Hirſching(verſuche S. 473.) berichtet, daß man einen einfachen Eiſen⸗Safran, mit Huͤlfe des Lapis Pyr- 1 wienoln meſon, ſo mit dem Golde und Silber vereinigen koͤnne, Dindiſt doaß er auf der Teſte oder der Kapelle ſteht, auch blos durch ).a,t Scheidewaſſer, oder Queckſilber, abzuſondern iſt. 3 2. Anm. Die Scheidung des Eiſens vom Golde halten ei⸗ f nige, in Anleitung deſſen, was angefuͤhrt worden, fuͤr. 4 ſchwer, indeſſen laͤßt ſie ſich doch bewuͤrken, a) auf die 11 ins Art, daß man es in Konigswaſſer aufloͤſet, mit vielen Se 11 fixem Laugenſalz niederſchlaͤgt, den gefaͤllten Kalch wohl ausſuͤßt, und trocknet, ihn ſchmilzt und wieder in Koͤnigs⸗ 3 V Kk 3 waſfer 518 Sechs und zwanzigſtes Capitel. waſſer aufloͤſet, dann mit Queckſtlber niederſchlaͤgt, und den Niederſchlag, nachdem er wohl ausgeſüßt und getrock⸗ net worden, ſtark unter einer Muffel gluͤht; b) durch das Abtreiben mit Bley auf der Kapelle; c) wenn man es durchs Spießglas gießt. 6) Gold und Queckſilber vereinigen ſich wohl mit ein⸗ ander.(S. Cap. 14.§. 23.) Anm. Vom QWueckſilber kann man das Gold, wie das Sil⸗ ber, hefreyen, da man es entweder durch ein ſemiſches Leder davon druͤckt, und das Zuruͤckgebliebene auf einem Scherben abdampfen laͤßt, oder das Queckſilber davon ab⸗ deſtillirt. 7) Mit dem Arſenik vereinigt ſich das Gold, aber es wird ſproͤde,(S. Cap. 15.§. 23. N. 1.) woſelbſi auch die Scheidung des Arſeniks durch Abdampfen erwaͤhnt wird. 8) Mit dem Kobold geht das Gold zu einer Maſſe zu⸗ ſammen, die ſich verkalchen und zum Theil vergloſen laͤßt. (S. Cap. 16.§. 6. N. 1.) Anm. Scheiden kann man dieſe beyde Metalle von einander a) durchs Spießglas, b) durch Anſieden mit 12 oder 16 Theilen Bley, und nachheriges Abtreiben, zu welchem Ende man den Kobold zuvor wohl röͤſten muß. 9) Nickel und Gold vereinigen ſich mit einander, zue ei⸗ ner ſproͤden Miſchung.(S. Cap. 17.§. 9. N. 1.) Anm. Dieſe ſcheidet man a) mit Scheidewaſſer, b) durchs Spießglaß, c) durch Anſieden und Abtreiben auf der Ka⸗ pelle, wie beym Kobolde erwaͤhnt iſt.(N. 8.) 10) Wißmuth und Gold geben eine bruͤchige Miſchung. (S. Cap. 18.§. 9. N. 1.) Anm. Dieſe laſſen ſich leicht, theils a) durchs Spießglas, theils b) durchs Abtreiben(S. Cap 18. a. a. O.), theils c) mit Saſpetergeiſt, als welcher den Wißmuth auflöſet, von iuander ſcheiden. 11) Wie, gune 1 1 dem Gadt angeſl deit nur ucch ſt cig, un Gheniſ inn undanderte n)t ſuiden s 20, 6 ſ Anm. 9 rath vom donc der ,n zen As d 9 Vißmur vom Jinn . A ingehati zum dhe ) men wird da0 thünlche Schwer ere, die Vere gringere 3 h w 3 und en 10b) durtie 2 eenn man c ni h Nemee ae ein ſimſte ftne auſ e B ber dtte Rtod th r elbſtaaz. mashitnd ner Niſ ISergoſn s vA ban eien t ait lath elcte Jande G.) o ot,) m 1-rn aufte! Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 519 11) Wie, und auf was Art ſich das Spießglas mit dem Golde vereinige, und wieder davon ſcheiden laſſe, iſt ſchon angefuͤhrt worden(Cap. 19.§.§. 19. u. 20.). Ich will nur noch erinnern, daß das Gold vom Spießglas ganz bruͤ⸗ chig, und zu einem Pulver zu bringen iſt, weswegen einige Chemiſten hieraus einen Gold⸗Bezoar, Bezoardicum ſolare, und andere aͤhnliche Dinge haben bereiten wollen. 12²) Mit dem Zink vereinigt ſich das Gold zu einer ſproͤden Maſſe, und wird dadurch verfluͤchtiget.(S. Cap. 20.§. 11. N. 1.) Anm. Wegen der Verfluͤchtigung des Goldes iſt es nicht rathſam, die Miſchung zu calciniren, wenn man das Gold vom Zink befreyen will, ſondern man bewuͤrkt die Schei⸗ dung beſſer, a) mit Salpeter⸗ oder Vitriol⸗Geiſt, wovon der Zink aufgeloͤſet wird, b) durch Schmelzen mit ſchwar⸗ zem Fluſſe und etwas Kochſalz, c) mit Spießglas. §. 17. Aus dieſen angefuͤhrten Verſuchen ſieht man 1) Daß das Gold, beſonders vom Spießglas⸗Koͤnig, Wißmuth, Nickel, Kobold, Arſenik, und am mehrſten vom Zinn, ſproͤde wird. 8 2) Daß ſich das Gold, wenn es mit dieſen Metallen in gehoͤrigem Verhaͤltniſſe verſetzt iſt, leicht verkalchen, und zum Theil verglaſen laͤßt. 3) Daß das Gold durch den Zink, wenn er zu Blu⸗ men wird, mit verfluͤchtigt und zugleich verkalcht wird. 4) Iſt auch hiebey zu merken, daß die Verſetzung des Goldes mit Wißmuth, Zink und Bley, eine groͤßere eigen⸗ thuͤmliche Schwere haben, als ſie nach der eigenthuͤmlichen Schwere eines jeden dieſer Metalle haben ſollten, dahingegen die Verſetzung des Goldes mit Kupfer, Zinn und Eiſen eine geringere Schwere haben; die Miſchung aus Gold und Sil⸗ Kk 4 ber 520 86 Sechs und zwanzigſtes Capitel. ber aber entſpricht der eigenthuͤmlichen Schwere dieſer beyden Metalle. §. 18. Was die Verwandſchaft des Goldes betrift, ſo ſcheint ſie in folgender Ordnung zu ſtehen:— 1) Zum Queckſilber, zu welchem es eine eben ſo große, wo nicht groͤßere Anziehung hat, als der Magnet zum Eiſen. (S. Cap. 14. vom Queckſilber.) 2) Zum Silber, welches ſich nicht, ohne daß ein an⸗ deres Metall hinzu koͤmmt, vom Golde ſcheiden laͤßt, wie es denn auch das Gold beym Saigern mit ſich nimt. 3) Zum Spießglas⸗König, der ſich feſt ans Gold haͤngt. 4) Zum Bley, das ſich nur durchs Abrauchen abſchei⸗ den laͤßt, dem Golde ſeine Dehnbarkeit nicht benimt, ſolches auch von den uͤbrigen Metallen, theils beym Saigern, theils beym Abtreiben, ſcheidet. b 5) Zum Wißmuth, welcher beynahe einerley Eigen⸗ ſchaften mit dem Bley hat. 6) Zum Kupfer, das ſich leicht und gern mit dem Golde vereiniget, und die Farbe deſſelben erhoͤhet. 7) Zum Zinn, deſſen Dunſt ſich ſehr am Golde haͤnget. 8) Zum Zink, der das Gold mit ſich verfluͤchtigt. 9) Zum Eiſen. 8. 10) Zum Arſenik⸗Koͤnig. S 11) Zum Kobold. 3 12) Zum Nickel. Von 2 ſoſche al konmen, 1)) einer aus hvaches d'; aif mand den kom. 9)7 ts zu reini beiuchich 9) Eüber 23. ſ. e LVoax un R. l. 2¹ Ahm. 82 daßm n t. b 5 68 G ns 8 A im ſt uixe h Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 521 §. 19. Was die Reinigung des Goldes betrift, 3 geſchicht ſolches auf verſchiedene Art und Weiſe, und iſt entweder voll⸗ kommen, oder nur eine Reinigung der Oberflaͤche. X 1 4 zereeE zen nüt 2 57 am 0 lichig 1) Auf der Oberflaͤche wird das Gold durch Sieden in einer aus Salmiak und Urin verfertigten Lauge, oder durch ſchwaches Scheidewaſſer gereinigt. 2) Eine vollkommene Reinigung bewuͤrkt man a) Durchs Caͤmentiren, welches zuvor beſchrieben wor⸗ den.(§. 16. N. 1. 2. Anm.) b) Durchs Abtreiben auf der Kapelle mit Bley, wor⸗ auf man das erhaltene Korn mit Vorax und Salpeter ſchmel⸗ zen kann. c) Wenn man es durchs Spießglas gießt, welche Art es zu reinigen bey den Goldſchmieden, und ſonſten, die ge⸗ braͤuchlichſte iſt. d) Durch die Scheidung, zu welchem Ende es erſt mit Silber quartirt, ſo in Scheidewaſſer aufgeloͤſet,(S. Cap. 25.§.§. 6. u. 8.) und der zuruͤckgebliebene Goldkalch mit Borayx und Salpeter geſchmolzen werden muß.(S.§. 16. N. 1. 2. Anm. N. 2.) Anm. Die Merkmale und Kennzeichen eines reinen Goldes ſind daß es 1) im Feuer nicht ſchwarz wird. 2) auf dem Pyobierſtein einen hohen und reinen Strich giebt.(329) 3) auf der Kapelle ſtehr. 4) beym Spießgias⸗Koͤnig bleibt, und beym Abrauchen deſſelben nichts verliert. 5) im Koͤnigswaſſer aufgeloͤſet wird, ohne einen Nieder⸗ ſchlag zu bewuͤrken. K k 5 4 6) vom (3 29) Hier kann man unaͤch⸗ durch Scheidewaſſer entdecken. tes ſoder ſehr vermiſchtes Gold A, d. UI. 522 Sechs und zwanzigſtes Capitel. 6) vom Scheidewaſſer nicht angegriffen wird. 7) ſeine vollkommene Farhe, Sthuen⸗, und Dehnbar⸗ keit hat §. 20. Stellt man eine Vergleichung zwiſchen dem Golde Pnnd andern Metallen an, ſo findet man keine Aehnlichkeit, wo nicht mit dem Queckſilber und Silber. Mit dem Queckſilber koͤmmt das Gold zum naͤchſten uͤberein, a) in der Schwere, b) darinn, daß ſie ſchwerlich oder gar nicht von der Vitriolſaͤure aufgeloͤſet werden, c) daß ſie durch die gewoͤhnlichen Aufloͤſungsmittel und das Feuer wenig oder gar nicht verkalcht werden, ſo aber ohne reduci⸗ rende Mittel wieder hergeſtellet werden koͤnnen; ch daß ihre gefaͤllte Kalche gleich von dem mit Ochſenblut geſchaͤrften fixen Laugenſalz, wie auch e) vom fluͤchtigen Laugenſalz aufgeloͤſet werden; f) ſcheinen ſie beyde eine ſtarke Anziehung zur Salzſäurs. imgleichen g) zu einander unter ſich zu haben. Mit dem Silber koͤmmt das Gold darinn uͤberein, daß ſie beyde a) im Feuer beſtaͤndig ſind, und auf der Kapelle ſtehen; b) eine vortrefliche Dehnbarkeit haben, c) kaum, oder gar nicht durch die gewoͤhnliche Aufloͤſungsmittel, noch durchs Feuer, vor ſich ſelbſt, verkalcht oder verglaſet werden koͤnnen; d) ihre Kalche von dem mit Ochſenblut geſchaͤrf⸗ ten firen, und e) vom fluͤchtigen Laugenſalze, gleich gut aufgeloͤſet werden; f) daß aus dem Silber durch wieder⸗ holte Schmelzungen Gold bewuͤrkt werden kann. Hieraus folgt, daß, wie zwiſchen dem Silber, Queck⸗ ſilber und Gold, und folglich auch dem Bley(S. Cap. 25. S. 21.) eine nahe Verwandſchaft und Uebereinſtimmung ge⸗ funden wird, alſo es auch glaubwuͤrdig ſcheinet, daß dieſe Metalle, das eine in das andere, verwandelt werden koͤnnen, wenn man entweder das fehlende hinzuſetzt, oder das uͤber⸗ fluͤßige wegnimt, oder auch die Beſtandtheile Feinuke und aͤrker un ſätker mn de Vi widd, d 8— 4Po Va ſch ir uſ einonderſelg n richti Gnnäge, 3 kam(Sr die gewiſſ fur nicheſ dber auf Auſlöſunm ilegehend des, abz wos marzt miſchungn Img da, dß ber, ud udEibg ge Anlet 6 Thal lüg wird durd man eine eſtalt fine mit Jinno 1 6.l meun ach. An iigen Srin Ao: en ſnißt, . . aud D nm Geke lchte 3 lczum iit 3 ſe ſcne erden, 1ddw 8 dhnera n d) diſt acherſenſ A cſz uſ ariine uf pl a — übeun efdaſ 2, 9 n tninn t lſtr eie ln g gre, g 1 I ſtinma det 1 en 1 der èen Vom Golde, Knallgolde, Gold⸗Tinkturen ꝛc. 523 ſtaͤrker mit einander verbindet; und dieſes iſt es, was durch die Verſuche geſunder und erfahrner Alchemiſten bekraſtiger wird. oder auch dieſelbe bekraͤftigt. G. 2. Was die Grundmiſchung des Goldes betrift, ſo finden ſich hier verſchiedene Schwierigkeiten in Anſehung der Aus⸗ einanderſetzung deſſelben, als welche ſo leicht zu bewerkſtelli⸗ gen nicht iſt. Zwar weiß man aus dem vorhergehenden zur Genuͤge, daß man eine Tinktur aus dem Golde ausziehen kann(S.§. 14.), die man jedoch, in ſo weit das Gold, auf die gewoͤhnliche und bekante Art, nicht ſonderlich dabey leidet, fuͤr nichts weſentliches anſehen kann; ob man ſolche Tinktur aber auf eine andere Art ausziehen koͤnne, die eine radicale Aufloͤſung genannt wird, ſolches iſt eine andere Sache. Wir uͤbergehen daher dieſe, auf die Auseinanderſetzung des Gol⸗ des, abzweckende Speculationen, und wollen nur erwaͤhnen, was man aus wahrſcheinlichen Umſtaͤnden von der Grund⸗ miſchung deſſelben ſchließen kann. Im vorhergehenden Paragraph(20) iſt angefuͤhrt wor⸗ den, daß ſich zwiſchen dem Gold und dem Queckſilber, Sil⸗ ber, und folglich auch dem Bley(S. die Cap. vom Bley, und Silber) viele Aehnlichkeit ſinde; daher erhaͤlt man eini⸗ ge Anleitung zu ſchließen, daß dieſe Metalle, wenigſtens zum Theil, einerley Beſtandtheile haben muͤſſen. Dieſer Gedanke wird durch die Verſuche noch mehr bekraͤftiget, bey welchen man eine Verwandlung dieſer Metalle wahrnimt. Solcher⸗ geſtalt findet man, daß Hornſilber, wenn es mehrere male mit Zinnober ſublimirt worden iſt, etwas reines Gold liefert; S. Neumanns Pral. Ch. Th. V. Cap. XIV. So auch, nach Hombergs Verſuchen, daß Hornſilber mit eiſenhal⸗ tigen Spießglas⸗ Koͤnig deſtillirt aus einer Retorte, einen Todtenkopf nachlaͤßt, aus welchem man, wenn man ihn ſchmilzt, und den Spießglas⸗Koͤnig auf die gewoͤhnliche Art ver⸗ ————— — 8 4 524 Sechs und zwanzigſtes Capitel ꝛc. verblaͤſet, reines Silber erhaͤlt, das, wenn es nachher geſchla⸗ gen und geſchieden wird, Gold giebt. Fuͤgt man noch hin⸗ zu, daß Koͤnigswaſſer aus Hornſilber etwas Queckſilber zu Silber und Gold figirt, daß Hornbley mit Queckſilber etwas Silber und Gold giebt; ſo auch, daß Mennige, in Scheide⸗ waſſer aufgeloͤſt, einen Theil vom Queckſilber zu Silber und Gold ſigirt; mehrere unwiderſprechliche Verſuche zu geſchwei⸗ gen, ſo iſt, meines Erachtens, hieraus zu erſehen, daß das Gold, in Anſehung ſeiner Grundmiſchung, nothwendig aus denſelben Beſtandtheilen beſtehen muͤſſe, aus welchen die uͤbri⸗ gen Metalle beſtehen. Was uͤbrigens die Farbe, oder Tinktur betrift, ſo ſchließt man, da man findet, daß ſelbige im Golde durch das Kupfer erhoͤhet wird, man aus Kupfer mit Mennige zuſam⸗ mengeſchmolzen, etwas Silber und Gold, und aus gebrann⸗ tem Kupfer mit Silber und Mennige etwas Gold erhalten kann, dem ungeachtet aber die Goldfarbe am beſten mit dem Zinn nachgeahmt werden kann, wie das Nuſivgold, und Mangolds mit dem Zinn angeſtellte Verſuche, der es zu Blechen ſchlug, und mit Zinnober ſchichtweiſe eingeſetzt, 14 Tage im Feuer hielt(S. die Aa Mogunt. I. II.), hier⸗ aus, daß eben daſſelbe brennbare Weſen, welches im Kupfer oder Zinn ſteckt, und ihre Erde zu einer metalliſchen beſtimmt, auch eben daſſelbe ſey, welches ein dichtes Silber oder figir⸗ tes Queckſilber oder Bley zu Gold tingirt, und zwar in dem Verhaͤltniß und der Verbindung, daß hierauf ein zuſammen⸗ geſetzter Koͤrper der vollkommenſten Art wird. Hieraus folgt, daß das Erdige, ſo man in den gedachten Metallen finden kann, entweder abgeſchieden, oder ſo verduͤnnt und aufgeloͤ⸗ ſet werden muͤſſe, daß es ſeine erdigen Eigenſchaften ganz und gar verliert; weswegen dann auch die Theilchen in einer ge⸗ nauern Verbindung mit einander geſetzt werden koͤnnen, ehe man etwas Gold von ihm erhalten kann. Sieben 4. F ſna weit 16 in der Puo⸗ hen lande tina del denn Matſ Siber. d lichkeit minn und, ob m Netale zui thells domg Engelond, in Gchen n1 ²s thet de And. 6330) de cerwing an. lech Nlatina; N G. A. 6331) EI ation of ſſüblanre,, ſthe ol.) rilch Wec Naown bf Küina. 6 ——— 6. 525 wihan A r e man gotn e Sieben und zwanzigſtes Capitel. .nen Von der Platina. lau Siben ihe uſh§. r. lehen d 3 tothwa Ks ſind noch nicht viele Jahre her, daß in Engelland ralchende zuerſt ein ſchweres und weiſſes Metall bekant ward, ſo ſich in den ſpaniſchen Goldbergwerken in Oſtindien, . b in der Provinz Quito, auch an Stroͤmen und auf dem fla⸗ 8 1 chen Lande, ſehr haͤufig, wie ein Sand, findet, und Pla⸗ aenn tina del Pinto, oder Platina di Pinto genannt wird;„ z denniejie dan denn Platina iſt ein ſpaniſches Wort, und bedeutet kleines daus gann Silber. Es wird auch Juan blanca, und wegen ſeiner Aehn⸗ t Gud e lichkeit mit dem Golde von einigen weiſſes Gold genannt, Feünn und, ob man zwar hier keine Gelegenheit gehabt hat, dieſes Jivgadh Metall zureichlich zu unterſuchen, ſo will man doch, da es aſte theils vom Wattſon(330), Ellis und Lewis(331) in eheeſſe in Engelland(S. die Philoſ. Tranrabt. B. XLVIII.), theils I von Scheffern(332) in Schw. Ak. d. W. Abh. v. J. mesin 1752.; theils und hauptſaͤchlich von Marggraf in Mem. nbente de! Acad. de Berlin.(v. J. 1757) und Ch. Schr.(333) aber o unter⸗ d ver— wenn zumn(330) Several papers con- ſammenh. der Kuͤnſte, Th. I. 9 Hiero cerning a new Semimetal, cal- B. l. St. VII. Hiſtorie der Pla⸗ aſerolafd led Platina; in Phil. Transact. tina oder des weiſſen Goldes; t wdax N. 496. A. d. üU. S. 211⸗487. A. d. U. 1 9(331) Experimental exami-(332) Das weiſſe Gold oder aafn a nation of a white metallical- ſiebende Metall, in der teutſchen 6 aen in ane fubſtance, ſaid to be found in Ueberſ. B. IV. S. 275⸗ 284.” sr äner, the Gold-Mines of the Spa- A, d.. niſch Weſtindies, and then(333) Th. I. S. 1⸗41. ſind— Known by the appellation of auch in den Min. Beluſt. Th. I. kklatina. S. auch Deſſen zu- S. 436⸗472. Uüberſetzt, und be⸗ en b ſon⸗ V ——— A 14 5 526 Sieben und zwanzigſtes Capitel. unterſucht iſt, den Auszug zu geſchweigen, den de la Lan⸗ de aus Lewis Verſuchen im Journ. der Scav. ¹75§. und ein Ungenannter in einer Abhandlung unter dem Titel: I. Or blanc, oul huitieme Metall(334) gegeben haben, hier kuͤrz⸗ lich einen Auszug mittheilen, woraus man einigermaßen ſehen kann, was man von dieſem Metall denken kann und muß. Anm. Da wenigſtens ein Theil dieſes Metalls auf dem fla⸗ chen Lande gefunden wird, wo ſonſt kein Metall erzeugt werden kann, ſo iſt es offenbar, daß der daſelbſt befind⸗ liche Sand entweder ein von einem fließenden Waſſer aus den Bergwerken fortgeriſſenes Geſchiebe, oder Ueberbleib⸗ ſel eines Gold⸗Erzes, aus welchem die Spanter das Gold ausgezogen, und das uͤbrige dahin geworfen haben, ſeyn muͤſſe. Beſonders iſt es, daß dieſes Metall noch nirgends in europaͤiſchen oder andern Bergwerken, ſondern blos auf den erwaͤhnten Stellen in Amerika gefunden worden iſt. §. 2. 3. Dieſer erwaͤhnte Sand oder Platina beſteht gemeinig⸗ lich aus glaͤnzenden glatten Koͤrnern und Theilchen, die zum Theil weiß, glaͤnzend, und von einer unregelmaͤßigen Geſtalt ſind, von welchen ſich einige ein wenig unter dem Hammer dehnen laſſen, einige weniger, andere ſtaͤrker, ſo daß man ſie ſonders unter dem Titel: Marg⸗ grafs Verſuche mit dem neuen mineraliſchen Voͤrper, Platina des pinto genannt, zu Graiz 1771. in 8. herausgekommen. A. d. U. (334) Paris 1758. in 12. S. auch Hrn. Macquer Mem. fur un nouveau metal connu ſous le nom d'or blanc, ou de pla- tine, in Mem. de!'oad. des ſc. & Paris v. J. 1758. Hrn. Cron⸗ ſtedts Verſuche und Anmerkun⸗ gen uͤber die Platina des Pinto, in Abhandl. der Ak. d. Wiſſ. zu Stockh. B. XXV. v. J. 1764. Hrn. Wallerius Verſuche mit der Platina del Pinto. Ebendaſ. B. XXVI. v. J. 1765. Cf. Rruͤniz Nachricht von dem in Suͤdamerika neu entdeck⸗ ten Metalle, blatina del binto, oder weiſſes Gold, genannt, und den bisher davon ans Licht getre⸗ tenen Schriften, im Zamb. Mag. B. XXII. S. 273⸗ 284. A. d. U. e zu d e4 dd man auch nern, deit pfen, uldh Der richſt dens un Paſen Gode, nis nit gmiſe lihe Shr mehetben 1 Ing Penn ſen ten wird, un anngen in Juß zu quer beo dedem Bren ine vudle nacſr eu de.duad. M tiner Mic Glsfite ſict ſeg Drlanig (339) J ſen ſonſchen; idelln 2,7 u diteI en, hie h urmaßeſ Rudm 1' auf d a Netal 6, 6 aſetſ h den Voſtn 2 l 1 — nia d 2 habn, ta noch min adern li a) vannit * 7 eht ten An. Salonee A den he 4 ₰ P inn dit 7 A d r 1 t Vrüt 3nty. E .765, 1 Tutitt w t nel e im delke 9), Knans r ans ⸗ a1 gat .sg l 2. ſoh Von der Platina. 527 ſie zu duͤnnen Blechen aushaͤmmern kann; auch werden ſie etwas vom Magnete gezogen. Zwiſchen dieſen weiſſen findet man auch ſchwaͤrzlichte, mit braunen oder auch gelben Koͤr⸗ nern, die etwas Gold enthalten, im Feuer fließen und dam⸗ pfen, welche aber eigentlich nicht hieher gehoͤren. Der eigenthuͤmlichen Schwere nach iſt die Platina, naͤchſt dem Golde, das ſchwerſte Metall, und verhaͤlt ſich zum Waſſer, wie 16,995 oder 17,000 zu 1,000, und zum Golde, wie 18 ⅞ zu 19. Durch das Zuſammenſchmelzen mit gewiſſen andern Metallen hat man aber ihre eigenthuͤm⸗ liche Schwere, nach der Berechnung, bis zu 22,000 ver⸗ mehrt befunden. S. Scheffer a. a. O. „ 9. 3. Im Feuer iſt dieſe Platina ſehr ſchwerfluͤßig(335). Wenn ſie einige Stunden in einem ſehr heftigen Feuer gehal⸗ ten wird, ſo findet man, daß ſie ein wenig zuſammen ſintert und einigen Zuwachs am Gewicht erhaͤlt, ohne jedoch weiter in Fluß zu kommen. Vor dem Brennſpiegel aber hat Mac⸗ quer beobachtet, daß ſie fließt, aber, ſo bald man ſie aus dem Brennpunkt herausruͤckt, gleich zuſammen laͤuft, und eine rundliche, glaͤnzende Oberflaͤche, wie Silber, bildet, ſich nachher auch unter dem Hammer dehnen laͤßt. S. die Hiſt. de IAcad. Rox. de Paris. v. J. 1758. Mit Kohlgeſtuͤbe, Borax, ſchmelzbaren Harnſalz, oder einer Miſchung dieſer beyden Salze, oder mit einer ſtarken Glasfritte, mit dem Glaſe des Spießglaſes, mit Bleyglas fließt ſie gleichfalls nicht, doch faͤrbt ſie die Glasfritte etwas Opalartig meergruͤn. Im (335) Nach den Bucquet⸗ doch in Fluß bringen laſſen. A. ſchen, Gellertſchen u. Buͤf⸗ d. u. fonſchen Verſuchen ſoll ſie ſich 528 Sieben und wanzigſtes Capitel. keinen Verluſt, ſondern nimt eher am Gewicht zu. Im verſchloſſenen Feuer, aus einer Retorte deſtillirt, giebt ſie etwas Queckſilber, welches auch Marggraf in der rohen Platina gefunden zu haben berichtet. §. 4. 14 Von den Mineralſaͤuren wird die Platina gleichfalls ſo leicht nicht, und auf die gewoͤhnliche Art, mit bloßem Sie⸗ den, gar nicht, weder vom Vitriol⸗ Salpeter⸗ noch Salz⸗ Sauren aufgeloͤſet; zieht man dieſe Saͤuren aber mit ſtarkem Feuer daruͤber ab, ſo bemerkt man einige Veraͤnderung auf folgende Art: 1) Zieht man Vitrioloͤl mit verſtaͤrktem Feuer aus ei⸗ ner ſtarken Retorte daruͤber ab, ſo erhaͤlt man einen braun⸗ rothen, hie und da glaͤnzenden Todtenkopf. G 2) Zieht man Salpetergeiſt auf eben die Art uͤber die Platina ab, ſo erhaͤlt man zuletzt gleichſam weiſſe Cryſtallen im Halſe der Retorte, und das Zuruͤckbleibſel iſt gleichfalls braun. 3) Mit Sazzgeiſt auf eben die Art behandelt, giebt die Platina einen weiſſen cryſtallinſchen Sublimat, und zugleich etwas rothes im Halſe der Retorte; das Zuruͤckbleibſel iſt braun, und zerfließt etwas an der Luft. 4) Das Koöͤnigswaſſer loͤſet allein die Platina auf. Hiezu wird aber ein recht ſtarkes und wohl geſaͤttigtes Koͤnigs⸗ waſſer erfodert, das aus gleichen Theilen Salpeter⸗ und Salz⸗ geiſt bereitet iſt, wovon man wol 10 oder 12 Theile gegen 1 Theil Platina nehmen, und die Aufloͤſung in einem ver⸗ ſchloſſenen Gefaͤße anſtellen muß. Dieſe Aufloͤſung gehet mit einem Brauſen vor ſich, das Koͤnigswaſſer wird gelb da⸗ von, und giebt in der Kaͤlte rothe Cryſtallen. Das Zuruͤck⸗ bleibſel von dieſer Aufloͤſung ſieht ſchwaͤrzlich aus, und wird, nach⸗ Im Calcinirfeuer raucht ſie nicht, leidet auch daſelbſt * 4 acdem: gneten ge⸗ 548 1. Pm Pltm geſchl aurEi ſſ ſung ge anhn meeſa ſchlager gfets eß, Ditri des T ſelhes en 2. Anm fehren gen f Qeckſibe einer Aetol ewas tith albe Krn Vu tokenen 1 uf ander Nyeraͤnde 1 t auhhdſe tu. Kote dſn rggraf la glathe it bloßen der⸗ nch doer miſee Lerindene 4 1 ſellr a 1 1 n enen ie die Atht iſe ein 3 lit 4 didelt 3 n, und ericht 1 Platm. b dttge Iker⸗ ude t dhien iin eirent lilbe g vid ] Das⸗ 3 e, ma 4 ———————— Von der Platina. 529 nachdem es ausgeſuͤßt und getrocknet worden iſt, vom Ma⸗ gneten gezogen. 1. Anm. Aus dieſer Aufloͤſung im Koͤnigswaſſer wird die Platina durch fixes und fluͤchtiges Laugenſalz roth nieder⸗ geſchlagen, wenn man nicht mehr Laugenſalz zuſetzt, als zur Saͤttigung erfodert wird; auch wird ſie durch die Gold⸗ Auftöſung roth, pomeranzenfarben, von der Silber⸗Aufls⸗ ſung gelb, von der Aufloͤſung des Zinnes roth, dunkel⸗ pomeranzenfarben, von einer Aufloͤſung des Zinks im Sal⸗ peterſauren roth, vom Queckſilber ziegelfarben niederge⸗ ſchlagen; von der Aufloſung des Kupfer⸗Vitriols, des Ku⸗ ers im Salpeter⸗ oder Salzſauren, oder deſtillirten Wein⸗ eßig, des Bleyes im Salpeterſauren oder Eßig, des Eiſen⸗ Vitriols, oder des Eiſens im Salpeter⸗ oder Salzſauren, des Wißmuths im Salpeterſauren, des Alauns, Wunder⸗ ſalzes, der Kreide im Salpeterſauren, leidet ſie aber kei⸗ nen Niederſchlag. 2. Anm. Marggraf a. a. O. hat auch durch Verſuche er⸗ fahren, daß die rohe Platina keine imetaliſche Aufloͤſun⸗ gen faͤllt. 5) Verſetzt man die Platina mit halb ſo viel aͤzendem Queckſilber⸗Sublimat, und treibt es mit ſtarkem Feuer aus einer Retorte, ſo erhaͤlt man ein dunkelgraues, hie und da etwas roͤthlichtes Zuruͤckbleibſel, in welchem einige glaͤnzende gelbe Koͤrner, die wie Gold ausſehen, eingemiſcht ſind. ..§. 5. Vom fixen Laugenſalz wird die Platina weder auf dem trockenen Wege im heftigſten Feuer, noch vielweniger auf dem naſſen Wege, angegriffen. Im ſtarken Schmelzfeuer wird ſie vom reinen fixen Laugenſalz, nur etwas weiſſer. S. Marggraf a. a. O. §. 6. Mit Mittelſalzen mag man die Platina im Fuuſt oder auf andere Art behandeln, ſo bleibt ſie doch mehrentheils unveraͤndert. r. LI 2) Vom 530. Sieben und zwanzigſtes Capitel. 2) Vom Kochſalz wird ſie im ſtarken Schmelzfeuer blos etwas weiſſer. b) Mit dem Salpeter verpuft ſie nicht, doch verſpuͤrt man einigen Dampf waͤhrend dem Schmelzen, und der Sal⸗ peter wird alkaliſirt, und die Platina in etwas zerlegt, wenn man mit einem heftigen Feuer lange anhaͤlt, und erhaͤlt man dann ein im Salze aufgeloͤſetes Weſen, das durch Auslau⸗ gen abgeſchieden, ausgeſuͤßt, getrocknet, und dann calcinirt, ſchwarz wird, mit einem Glasſatze geſchmolzen aber ein un⸗ durchſichtiges graues Glas giebt. c) Verſetzt man die Platina mit halb ſo viel Salmiak, und treibt es mit einem ſtarken Sublimirfeuer, ſo erhaͤlt man einen gelben Sublimat, wie die eiſenhaltigen Salmiak⸗Blu⸗ men, die Platina aber bleibt im uͤbrigen unveraͤndert. d) Treibt man ein Theil Platina mit Alembrot⸗Salz, das aus 2 Theilen Salmiak und 1 Theil aͤtzenden Queckſilber⸗ Sublimat beſteht, aus einer Retorte, ſo ſublimirt ſich das Salz bey ſtarkem Feuer, und giebt zuletzt einen gelben Sub⸗ limat, dergleichen man mit Salmiak erhaͤlt. Das Zuruͤck⸗ bleibſel wird weiß, glaͤnzend, worinn einige Koͤrner, wie Gold, eingeſprengt ſind, die ſich etwas haͤmmern laſſen. .S 1§. 2. Vom Schwefel wird die Platina gleichfalls nicht ange⸗ griffen; ſo auch nicht von der Schwefelleber, oder Laugenſalz mit halb ſo viel Schwefel verſetzt; ob ſie gleich in einem hef⸗ tigen Grade des Feuers, ſo man 2 Stunden, oder laͤnger, mit einem Blaſebalge treibt, etwas veraͤndert worden ſcheint, welches jedoch im Weſentlichen nicht viel auf ſich hat. Eben ſo leidet ſie auch von der Kalchleber keine Aenderung, ſondern ſickert nur in ſtarkem Feuer zuſammen und wird glaͤnzender. Eben ſo verhaͤlt ſie ſich gegen Wunderſalz und Kohlge⸗ ſtuͤbe, woraus, wie bekant iſt, etwas Schwefellebrichtes im Feuer bewuͤrkt wiirrd.— Ver⸗ 2 . Gemeng treibt es ſch de⸗ andert, ie Gol Eh in Aiſ W betiſt, n' madht d deſelben niß qegis den glei R mon ab das Sit ſonderlin andert na he davon 3 es nachſ und meg dieſer Ne ſest ma⸗ Gemenge Rüöme. 98 ſchmahe Farbe, Nlaeina ä nelfeuate doch uft und dae pſerlegt un Sdahäte rurch Aa nann ealer n aber i dill Sth eiſo atän 3 almita randet zäentere 2enQudit Fini e an gebae 3 Doze 1 Kärna, dern la viche Ader on in eika 3 ddr l Hadu ſ 1h ht E nng d glätade ——O⏑ Von der Platina. 531 Verſetzt man die Platina mit dreymal ſo viel von einem Gemenge aus 1 Theil Schwefel und 2 Theilen Arſenik, und treibt es mit heftigem Feuer aus einer Retorte, ſo ſublimirt ſich der Arſenik in die Hoͤhe, die Platina aber bleibt unver⸗ aͤndert, ausgenommen, daß man in dem Zuruͤckbleibſel gelbe, wie Gold glaͤnzende, Koͤrner findet. Eben ſolche gelbe Koͤrner findet man auch, wenn man den Arſenik hiezu nimt. H. 8. Was das Verhalten der Platina gegen andere Metalle betrift, ſo hat Lewis folgendes beobachtet: 1) Mit dem Golde vereinigt ſie ſich im Fluſſe, und macht das Gold etwas bleicher, ſtoͤrt aber die Dehnbarkeit deſſelben nicht ſehr, ſo lange ſie in einem geringern Verhaͤlt⸗ niß gegen das Gold zugeſetzt wird; nimt man aber von bey⸗ den gleich viel, ſo wird das Gemenge bruͤchig. 2) Mit dem Silber vereinigt ſie ſich ſchwerlich, wenn man aber zur Vereinigung gelangt iſt, ſo findet man, daß das Silber durch dieſen Zuſatz in Anſehung ſeiner Farbe nicht ſonderlich, wohl aber in Anſehung ſeiner Dehnbarkeit, ver⸗ aͤndert worden iſt. 3) Das Kupfer macht die Platina, wenn man wenig davon zuſetzt, haͤrter, blaͤſſer, und weniger dehnbar, worinn es nach Verhaͤltniß des zugeſetzten Antheils von Platina mehr und mehr abnimt; poliren laͤßt ſich indeſſen das Kupfer bey dieſer Verſetzung immer, und roſtet auch nicht ſo leicht. Ver⸗ ſetzt man die Platina mit eben ſo viel Kupfer, ſo wird das Gemenge eben ſo leichtfluͤßig, als das Kupfer, und ziemlich geſchmeidig. 4 4) Mit dem Zinn laͤßt ſich die Platina leicht zuſammen ſchmelzen, hebt aber die Dehnbarkeit deſſelben, aͤndert ſeine Farbe, und macht es etwas dunkeler, je mehr man von der Platina zuſetzt. 9L12 9 Mit 532 Sieben und zwanzigſtes Capitel. 5) Mit dem Bley vereinigt ſich die Platina ſchwerlich, und wird muͤrber davon. Das Gemenge ſieht faſericht und blaͤttericht aus, und erhaͤlt mit der Zeit eine Purpurfarbe. Treibt man Platina mit Bley auf der Kapelle ab, ſo erhaͤlt man zuletzt einen grauen dunkeln Blick, und ein plat⸗ tes, aber nicht rundes Korn, das bruͤchig iſt und Bley ent⸗ haͤlt. Macquer hat beobachtet, daß das Bley ſich endlich nach einem Feuer von 50 Stunden hat abtreiben laſſen; mei⸗ ner Erfahrung nach geht es am beſten durch Saigern an. Sammlet man die kleinen goldaͤhnlichen Koͤrner, welche ſich in dem Zuruͤckbleibſel, von der Platina mit aͤtzendem Queckſilber⸗Sublimat(§. 4. N. 5.), Alembrotſalz(§. 6. d.) oder Arſenik(§. 7.) finden, und treibt ſie mit Bley auf der 7 Kapelle ab, ſo erhaͤlt man gleichfalls ein ſolches Korn, und einen folchen Blick, wie erwaͤhnt worden iſt. Wenn man aber den, auf dieſe Art, aus dem gelben Korn, erhaltenen Koͤnig mit Silber verſetzt, und mit Bley auf der Kapelle ab⸗ treibt, und ſolches Verſetzen mit Silber und Abtreiben meh⸗ rere male wiederholt, ſo erhaͤlt man zuletzt ein Korn, das ſich haͤmmern laͤßt, und bey der Scheidung mit Scheidewaſſer reines Gold zuruͤck laͤßt.(S. Marggraf a. a. O.) 6) Schmilzt man die Platina mit gleichen Theilen Ei⸗ ſen zuſammen, ſo erhaͤlt man eine harte, hohle Maſſe, die der Feile widerſteht, aber gegluͤhet leicht unter dem Hammer ſpringt. Im uͤbrigen iſt dieſe Maſſe nicht blaͤttricht, ſon⸗ dern koͤrnig. 5 7) Vom Qucckſilber wird ſie unvollkommen verquickt, und geht damit durch ein ſemiſches Leder. Dieſe Verqui⸗ ckung laͤßt ſich nicht bewuͤrken, wo man die Platina nicht vor⸗ her wohl mit Salzgeiſt gerieben hat.— Hat man die Platina aber mit dem Golde vereiniget, und verquickt ſie dann mit Queckſilber, ſo findet man ſie ſo mit dem Golde vereiniget, daß ſie ſich auf gewoͤhnliche Art nicht davon ſcheiden laͤßt. 8) Mit maginei 1] q. 7. 9. 9 rige, 2 kalſchen Mi eina bey ei gmn. C. 9: ainigen, dg ſreh der Zeit wid. 10p nns leid Daſe R. 11) läſet, un einem I bethäͤlk Kügige, vnn ſcheid Anm. rfde,; zu Stoc daß mm. nem Are liche An zuſest, lu ſchvet faſerict 1 Arpͤrfarh, apell t, und äige 1 nd Wan n ſch ane 1 laſſn 1 igern a. S irna, th tmit ine 1rſo g e Blo af Js Kn, n. —* Venn 1 düalm. aer Kanln Ibtreibnn S ern di a O) 2 Thä Ge M „yem hir. ainic, roen tnnc weſe den Cna uitlh De et Ant nN wealtt ohnli — N 1 Von der Platnr. 533 8) Mit dem Arſenik vereinigt ſie ſich leicht, der Arſenik mag in einer Glas⸗ oder Kalch⸗Geſtalt ſeyn. Marggraf a. a. O. hat Platina mit 6 Theilen sines aus 8 Theilen Men⸗ nige, 2 Thellen Kieſel und 1 Theil Arſenik bereiteten arſeni⸗ kaliſchen Bleyglaſes, zu einem Koͤnig geſchmolzen. Mit figirten Arſenik und Kalchleber kann man die Pla⸗ tina bey einem gewoͤhnlichen Schmelzfeuer gut in Fluß brin⸗ gen. S. Schw. Akad. d. Wiſſ. Abh. v. J. 1765. 9) Mit dem Wißmuth laͤßt ſie ſich leicht im Fluſſe ver⸗ einigen, und giebt eine ſproͤde und harte Maſſe, die inwen⸗ dig ſtrahlicht iſt, an der Luft ihren Glanz verliert, und mit der Zeit etwas purpurfarben, wie mit dem Bley(N. 5.) 10) Vom Zink wird die Platina ſtark aufgeloͤſet, der Zink leidet aber dabey eine ſtarke Veraͤnderung am Gewichte⸗ Dieſe Miſchung wird auch hart und ſproͤde. 11) Vom Spießglas⸗Koͤnig wird ſie gleichfalls aufge⸗ loͤſet, und giebt eine Miſchung von blaͤttrichter Textur, mit einem Zuwachs am Gewichte. Gegen das rohe Spießglas verhaͤlt ſie ſich, wie das Gold, und vereiniget ſich mit dem Koͤnige; das Spießglas laͤßt ſich aber ſodann nicht ganz da⸗ von ſcheiden. Anm. Die Verwandſchaft der Platina gegen die andern Me⸗ talle laͤßt ſich noch nicht mit Gewißheit beſtimmen; ſo viel weiß man nur, daß ſie ſich am beſten mit dem Arſenik, Golde, und Kupfer vereinigen laͤßt. §. 9. 4 4 3 Zur Vererzung und Verglaſung kann man die Platina, auf die, von mir in den Abh. der Koͤnigl. Ak. d. Wiſſ. zu Stockh. v. J. 1765. angefuͤhrte Art bringen, nemlich, daß man die Platina mit 8 mal ſo viel Spurſtein, ſo aus ei⸗ nem Arſenik⸗ oder reinem Schwefel⸗Kieſe, auf die gewoͤhn⸗ liche Art, mit einem Zuſatze von Glas niedergeſchmolzen iſt, verſetzt, da denn die Platina beym Schmelzen in den Spur⸗ . 91 3 ſtein 534 Sieben und zwanzigſtes Capitel. ſtein eingeht, und dadurch vererzt wird. Roͤſtet man dieſen Spurſtein ſodann, und verſetzt ihn mit eben ſo viel Borar, 2 Theilen Kalchleber, und 3 Theilen Glas, ſo erhaͤlt man einen Koͤnig, der wie ein derbes Lebererz ausſieht, ein wenig nach Schwefel riecht, aber mit Bleyglas in Bley angeſotten, und auf der Kapelle abgetr ijeben, einen Platina⸗Koͤnig giebt, der keine ſonderliche Veraͤnderungen zeigt. 2. Schmilzt man dieſe geroͤſtete Spurſteine aber blos mit Borax und Glas, ſo erhaͤlt man ein ſchwarzes feſtes Glas, woraus man mit ſchwarzem Fluß und Mennige die Platina durch Schmelzen niederſchlagen kann, die dann in das reducirte Bley eingeht, wovon man ſie durch Abtreiben oder Saigern ſcheiden kann, da man denn einen Koͤnig er⸗ haͤlt, der ſich beynahe haͤmmern laͤßt. 3. Daß der mit Laugenſalz aus dem Koͤnigswaſſer ge⸗ faͤllte Platina Kalch vor dem Brennſpiegel zu einer undurch⸗ ſichtigen glaſichten Maſſe wird, hat Masdhuer a. a..O. angefuͤhrt. §. 10. Aus den bisher angefuͤhrten und gemachten Verſchen erſieht man deutlich 1) Daß ſich die Platina mit allen Metallen, mit dem Silber am ſchwerſten, und mit dem Queckſilber ungern, ver⸗ einigen laͤßt. 2) Macht ſie alle Metalle haͤrter, und veraͤndert ihre Farbe mehr oder weniger. 3) Scheint ſie das Eiſen und Kupfer fuͤr dem Roſte zu bewahren; dahingegen mit dem Zinn und Bley das Ge⸗ gentheil beobachtet wird. 4) Wird die Platina, wie das Gold, durch die Spur⸗ ſteine aufgeloͤſet, und dem zufolge ſowol durch arſenikaliſche, als ſchwefelichte Kiesarten, vermoͤge des in den Spurſteinan befindlichen Eiſens, vere. 5) Wird ) tien, 3 vichchne inn ſeſſh den känne 9 R zufflg füßiger we rn Peſen ANa ſchaften beſtinme Da fähxt, ke 6.6 c.l b) konn ma⸗ waheneht 3 ſch führ, ſeht man d: Biſhaff Moatina rung eine Salpeter wenn ſie weſerne ſeni eine . da andenng keineswe hfällg 1 4 man de did Ven ethält na fe,(inwmn -angeſtte kütn 6 1 889 r die den 7 c Ateh 3n Kingt Jenaſt 1s ner m 1 ler 49 Srn Deit 1 lon, me Gungen! Srit 3 den Wi 5* 3 b88. P ſti fah Cmf 9 ——————-—-———— Von der Platiunä. 335 5) Wird die vererzte Platina durch verglaſende Mate⸗ rien, ſogar mit reducirenden Zuſaͤtzen, leicht verſchlackt, und nicht ohne Beyhuͤlfe eines andern zugeſetzten Metalles, wor⸗ inn ſie ſich ſammlen kann, reducirt oder niedergeſchlagen wer⸗ den koͤnnen. 1 6) Scheint aus den angeſtellten Verſuchen muthmaß⸗ lich zu folgen, daß die Platina vielleicht weicher und leicht⸗ fluͤßiger werden wuͤrde, wenn man ſie mit mehrerm brennba⸗ 1 ren Weſen vereinigen koͤnnte. H. 11. Nachdem wir ſolchergeſtalt die ſchon bekanten Eigen⸗ ſchaften der Platina durchgegangen ſind, muͤſſen wir noch beſtimmen, was ſie ſey. Daß die rohe Platina a) etwas Eiſenhaftes bey ſich fuͤhrt, kann man mit einem Magneten erfahren, und iſt aus §. 6. c. und d. zu erſehen. b) Daß ſie auch etwas Queckſilberichtes bey ſich fuͤhrt, kann man mit den Augen ſehen, und aus der Deſtillirung wahrnehmen.(S.§. 3.) c) Daß ſie auch einen Antheil von reinem Golde bey ſich fuͤhrt, das ſich ſonſten doch mit Muͤhe abſcheiden laͤßt, ſieht man aus§. 8. N. 5. d) Daß eine beſondere Erde, die in Anſehung ihrer Beſchaffenheit der Magneſie am näheſten koͤmmt, mit der Platina gemiſcht oder vererzt ſey, ſcheint aus der Abſonde⸗ rung einer ſolchen Erde bey dem Schmelzen der Platina mie Salpeter(§. 6. b.) zu erhellen, und zeigt ſich noch deutlicher, wenn ſie mit Kalchleber oder figirten Arſenik geſchmolzen wird; woferne nicht die Platina von dem Sakpeter oder figirten Ar⸗ ſenik eine beſondere Veraͤnderung leidet. Da aber alle dieſe Materien, ohne eine merkliche Ver⸗ aͤnderung, abgeſchieden werden koͤnnen, ſo duͤrfen ſie auch keinesweges als Beſtandtheile derſelben, ſondern nur, als zufaͤllig hinzugekommene angeſehen werden. 414 Hier⸗ 1 536 Sieben und zwanzigſtes Capitel ꝛc. Hieraus folgt alſo der unzuverruͤckende Schluß, daß die Platina, da ſie 1) mit allen Metallen vollkommen vermiſcht werden kann, ohne die metalliſche Beſchaffenheit zu zerſtoͤren; 2) mit Huͤlfe eines andern Metalls, ohne eine Veraͤnderung ihrer Beſchaffenheit, vererzt, und verglaſet, auch nachher niedergeſchlagen werden kann; 3) vor dem Brennſpiegel ge⸗ ſchmolzen die rundliche Oberflaͤche der Metalle beym Geſte⸗ hen annimt, und die metalliſche Dehnbarkeit erhaͤlt; 4) die eigenthuͤmliche Schwere der edlern Metalle hat, auch ein be⸗ ſonderes Metall ausmachen muß. Die Platina iſt folglich ein beſonderes Metall, das die Farbe des Silbers, die Beſtaͤndigkeit und Schwere des Gol⸗ des, aber die Haͤrte des Eiſens hat, ſich nicht haͤmmern, wohl aber poliren laͤßt, an der Luft weder roſtet, noch ſeinen Glanz verliert. 8 1. Anm. Zum naͤchſten koͤmmt die Platina mit dem Golde uͤberein a) in Anſehung ihrer Schwere; b) in Anſehung ihrer Beſtaͤndigkeit im Feuer, da die Platina ehe am Ge⸗ wichte zu als abnimt(§. 3.); c) in Anſehung ihrer Unauf⸗ loͤslichkeit in Mineralfaͤuren, und ihrer Auftoͤslichkeit im Koͤnigswaſſer; d) in Anſehung ihres Verhaltens gegen den Spießglas⸗Konig; e) in Auſehung der Schwierigkeit, ſie zu zerlegen. 3 Sie unterſcheidet ſich aber vom Golde, 1) durch ihre Farbe; 2) durch die viel geringere Zaͤhigkeit und Dehn⸗ barkeit: 3) durch die anſehnlich groͤßere Haͤrte; 4) durch ihre Schwerfluͤßigkeit.— 3 2. Anm. Solichergeſtalt faͤllt die Meynung weg, daß die Platina eines von den bekanten Metallen, nur durch Ar⸗ ſenik vererzt, oder eine metalliſche Kraͤtze(336) von der Behandlung goldhaltiger Erze ſey. 1 Regi⸗ (336) So hielt ſie z. B. Herr Zuruͤckbleibſel von der Verqui⸗ Lehmann(Enrwurf einer Mi⸗ ckung des Goldes aus ſeiner Berg⸗ neralogie, S. 59.) fuͤr einen art. A. d. U. Naätraben NKXcum el 1 3 A, eis for ſdur tind viri Aes calc corij cypt Wtr . Aettiopd Ae⸗Sil NAau, Albom NKlakk A. du, d Ken derni zr zerit t trände N net, * nnſpine 1 em G, 2 dät, R 1 auhe Lal, d Derede 1 t hinm 7 wtſe 1 . X 1 dm in Tnia d te ee ihab Stolitt * Ulten Sichcrh Regiſter. W A. Abtreiben, auf der Kapelle. 304 Anm. des Ueberſ. Acetum eſurinum. Cap. XXII.§. 10. b. 2 Anm. lithargyrii. 275. A. d. U. plumbi. XXIII. 7. A. und C. ope æruginis concentratum. XXII. 10. b. 2 A. Adler, weiſſer. XIV. 16. N. 10. AMeris flores. XXII. 5. N. 1. und 10. b. ſquamæ. XXII. 2. 3 A. tinctura. XXII. 10. b. viride S. Viride æris. Aes caldarium. XXIV. 10. N. 3. 1 A. corinthiacum. XXII. 1. 1 A. cyprium. Ebendaſelbſt. vſtam. XII. 17. und 18. Aethiops mineralis calide præparatus. XIV. 21. frigide præparatus. Ebendaſ. coctione cum calce— XIV. 21. 3 A. cum hepate calcis— Eebendaſ. martialis. XXI. I7. 3 A. Aez⸗Silber. XXV. 5. N. 3. Stein des Dolaͤus. XIV. 14. N. 1. 3A. Alaun, rother Gravenhorſtiſcher. 107 A. d. U. Album ſiſſile. XXIII. N. 1. B. 2 A. 4 Alcaheſt. XXII. 10. b. 2 A. — 8Ll5 Alca- —[.d— Regiſter. Alcaheſtinum Reſpurii. XX.§. 10. N. 7. Alembroth⸗Salz. XXVI. 12. N. 3. Bereitung XIV. 16. N. 7. Amalgama. S. Verquickung. Anima metalli. Ausziehung derſelben. XIV. 16. N. 7. Anodynum minerale. XIX. I1. I. 4 A. Antihecticum Poterii. XIX. 21. N. 4. 2 A. Antimonii acidum. XIX. d. e. emeticum mitius. XIX. I1. II. Antimonium crudum. XIX. 2. diaphoreticum. XIX. 8. N. 5. 2 A. und 11. III. martiale. XIX. 18. 32.. nitratum. XIX. I1. III. 5 A. regulinum. XIX. 16. N. 8. A. incineratum. XIX. 3. b. martiale cachecticum. XIX. 18. 5 A. Aqua benedicta Rulandi. XIX. 3. c. 1 A. b. und 11. I. 5 A. N. 1. chryſulca. XXVI. 5. N. 4. 1 A. emetica. XIX. 3. c. 1 A. b. und 11. I. 5. A. N. 1, græca. XXV. 4. N. 2. 2 A. phagædenica. Lv. 16. N. 6. und 23 A. d. U. Aquila alba. XIV. 16. N. 10. Arbor Dianæ. XIV. 24. und XXV. 5. N.. Arboreſcentia Martis. XXI. 7. N. 2. 2 A. Arcanum corallinum. XIV. 14. N. 6. Riveri. XIX. 8. N. 3. Arco. XXII. 22. 5 A. Argentum. XXV. I. A. 5 ardens. XXV. 5. N. 4. muficum. XXIV. 32. 3 A. muſivum. Ebendaſ. vivum. XIV. 1. 1 A. Ar ritis. XXIII. 5. R. 3. 1 A. A Acſe- ie ——— Regiſter. Arſenicum citrinum. XV. 19. N. 1. und 23. N. 9. fixum. XV. 5 flavum. XV. 19. N. 1. rubrum. XV. 19. N. 2. Arſenik. XV. Aehnlichkeit mit der Satzſäure. XV. 27. mit dem Queckſilber. XV. 30. aͤtzenden Sublimat. Ebendaſ. Benennung. Urſache derſelben. XV. 1. A. Brennbares in demſelben. XV. 29. iſt ein metalliſcher Körper. XV. 29. kann als ein metalliſches Salz angeſehen werden. XV. 22. Gcheidun deſſelben aus dem weiſſen Kupfer durchs Queckſilber. XIV. 24. 2 A. Silber daraus. XV. 4. A. was er ſey. XV. 1. und 30. Veraͤnderung der Metalle durch denſelben. XV. 26. Verhalten gegen den Eßig. XV. 7. im Feuer. XV. 3. mit kalchichten Zuſaͤtzen. XV. 4. gegen das Kochſalz. XV. 17. Koͤnigswaſſer. XV. 11. Laugenſalz, fires. XV. 12. fluͤchtiges. XV. 13. an der Luft. XV. 2. gegen Metalle. XV. 23. Oele. XV. 8. Queckſilber. XIV. 34. Salmiak. XV. 18. Salpeter. XV. 14. und Schwefel. XV. 16. flammenden. XV. 18. Salzgeiſt. XV. 11. Scheidewaſſer. XV. 10. Arſenik, * 2 Regiſter. Arſenik, Verhalten deſſelben gegen Schwefel. XV. 19. und Spießglas. XV. 20. aͤtzenden Sublimat. XV. 1 2. Vitrioloͤl. XV. 9. 1 Waſſer. XV. 5. Weingeiſt. XV. 6. Verwandſchaft, zu den Salzen. I XV. 24. Metallen. XV. 25. fixer. XV. 5. und 14. N. 1. 6 AQuaeckſilber daraus. XIV. 40. R.⸗ 2. f.— Figirung durchs Vitriolſaure. XV. 9. 12. gelber. XV. 19. N. 1. und 23. N. 9. rother. XV. 19. N. 2. weiſſer, aus dem Arſenik⸗ Koͤnig. XV. 22. Arſenik⸗ Aufloͤſung i im Waſle Eigenſchaften derſelben. XV. . 5. 2. »Butter. XV. 17. u. 19. N. 1. 1 A. u. 88 A. d. U. ⸗Cryſtallen. XV. 5. „Feuchtigkeit. XV. 16. 17. gefloſſene. XV. 16. »Glas. XV. 12. Gummi. XV. 9. 10. ⸗Koͤnig, Bereitung und Eigenſhaften XV. 21. ⸗Leber. XV. 12. ⸗Mittelſalz. XV. 4. N. 2. ⸗Rubin. XV. 19. N. 2. u. 20. 1 A. ⸗Salz, ammoniakaliſches. XV. 18. Arſenikaliſcher Magnet. XV. 20. Aſch⸗Bley. XVIII. 1. A. Aurichalcum. XXII. 22. 22. Auripigmentum. XV. 19. N. 1. 1 A⸗. Aurum. XXVI. T. fulminans. S. Knallgold. 5 horizontale. MV. 5. 4 A. u. 14. N. 5. 1e A. Aurum 7 7 7 I Awoth. J Azur f,) Babeom 1 Ballamus 2 1 Dexoatdi- 3 3 1T ſ Ismothu Bani dk de Wau 2 dan Qu Lil Ter —— Regiſter. Aurum Moſaicum, muſicum, muſivum. XIV. 28. ad ſcribendum præparatum. Ebendaſ. ſophiſticum. XXII. 1. 34. Azoth. XIV. 5. 4 A. Azur fin, a poudre. XVI. 9. Be Balneum Regis& Reginæ. XXIII. 1. A. Balſamus albus chemicorum. XXIII. 7. N. 1. C. 42. Plumbi. XXIII. 14. Berg⸗Gruͤn. XXII. 19. 1 A. M Bezoar, mineraliſcher. XIX. 8. N. 5. zinnhaltiger. XIX. 21. N. 4. 3 A. Bezoardicum joviale. XIX. 21. N. 4. 3 A. martiale flavum. XIX. 18. 5 A minerale. XIX. 8. N. 5. rubrum. XIX. 9. ſolare. XXVI. 16. N. 11. Bismuthum. XVIII. I1. A. Blani d' Eſpagne. XVIII. 4 N. 2. 2 A. de perle. Ebendaſ. Blau, Berg⸗XXII. 19. 1 A. u. 244 A. d. U. Berliner⸗ XXI. 9. d. u. 202 A. d. U. natuͤrliches. 208 A. d. U. Erlanger⸗XXI. 9. 2 A. ⸗Farbe. XVI. 9. 1 A. Bley. XXIII. Aehnlichkeir mit dem Queckſilber und Wißmuth. XXIII. 19. 6. Beſtandtheile. XXIII. 20. Eigenſchaften, aͤußere. XXIII. 2. Namen. XXIII. 1 A. Queckſilber daraus. XiV. 40. N. 2. a. Silberbaͤumchen daraus. XXIII. 8. 2 A. N. 4. Verhalten gegen den Eßig. XXIII. 7. „Bley, 1 4 aut “ 1 5 3 1 1 1 hr 1 ſ A 8 1 a G 8 1 3 1 6 1 — ————= ——— — Bley, Verhalten im n Reutr. XXIII. 5. gegen Laugenſalze. XXIII. 11. an der Luft. XXIII. 3. gegen Metalle. XXIII. 18. Mineralſaͤuren.— 6. Mittelſaze.— 12. 13. Oele.— 14. Schwefel.— 15. im Waſſer. XXIII. 4. gegen den Weinſtein. XXIII. 9. Verquickung. XIV. 29. Bley, Aſch⸗XVIII. 1 A. gebranntes. XXIII. 15. N. I. gewaſchenes. XXIII. 4. graues. XVIII. 1. A. Horn⸗ S. Hornbley. Knall⸗ XXIII. 6. N. 2 ſchwarzes. XXIII. 1. A weiſſes. Ebendaſ. und XXIV. 1. A. Bley⸗Aſche. XXIII. 5. N. 2. ⸗Balſam.— 14 ⸗Butter. Ebendaſ. ⸗Eßig. XXIII. 7. N. 1. A. B. C. ⸗Extract. 275. A. d. U. ⸗Gelb. XXIII. 5. N. 2. u. 7. N. 1.„B. Eigenſchaften. Ebendaſ. 4 A. Unterſchied vom Maſticot. Ebendaſ. 3 A. ⸗Glas. XXIII. 5. N. 3. 4 A. 5. u. N. 6. ⸗Honig.— 7. N. 1. C. 2 A. ⸗Kalche, Uebereinſtimmungen derſelben. XXIII. 16. ſind nicht einfach.— 17. ⸗Milch. Ebendaſ. 5 A. ⸗Niederſchlag, queckſilberichter. XXIII. 6. N. 2. 2 A. A. ⸗Oel. XXIII. 6. N. 2. u. 7. N. 1. C. 2Ae; n N. 6. Bley⸗ N N R =—, S⸗* a Buryrum⸗ arl du 1 3 Cadnin fh 1 4 1. . er, 1 P. l 1.N2 1.H,2l NRNegiſter. Bley⸗EsSalpeter. 271. A. d. U. Sals XXIII. 6. N. 2. und 8. Jitriol. XXIII. 6. N 2. 3 A. N. 4. Weiß.— 7. N. 1. B. ⸗Zucker. XXIII. 8. cryſtalliſirter. Ebendaſ. Blut, Roͤthe deſſelben. XXI. 22. A. N. 4. u. 2229 A. d. u. Blicken. XXV. 3. Brech. abe. XIX. 16. N. 4. Moſt,— 3. c. 1 A. a. * Spieß glas, gelindes. XIX. 11. II. ⸗Syrup. XIX. 3. c. 1 A. d. Tein, XIX. 3. c. 1. A. b. u. 11. I. 5 A. N. 1. Weinſtein. XIX. 3. c. 1 A. c. u. 11. I. 5 A. N. 2. ⸗ Zucker. XIX. 3. c. 1 A. d. u. 11.. 5 A. N. 3z. Bronze. XXII. 23. 1 Butter, Arſenik⸗ XV. 17. Bley⸗ XXIII. 14. Spießglas⸗ XIX. 6. a. Wißzmuth XVIII. 4. N. 4. 2 A. Zink⸗ XX. 5. N. 3. d. Butyrum antimonii. XIX. 6. a. arſenici. XV. 17. lunare. XIX. 6. c. mercuriale rubrum. XXVI. 14. C. 1 A. plumbi. XXIII. 14. zinci. XX. 5. N. 3. A. C. Cadmia fornacum. XX. 1. 4 A. furnorum. Ebendaſ. uNoſ calcinata, und nativa. Ebendaf. Caloin. Caeiwe A. 16. N. 10. Calx antimonii. XIX. 3. und 11. II. N N Calx Regiſter. Calx plumbi. XXIII. 5. N. 2. flava. Ebendaſ. de vitriolo plumbi. XXIII. 10. reguli antimonii. XIX. 16. N. 2. ſtanni. XXIV. 5. N. 2. Calyces vomitorii. XIX. 16. N. 4. A. Cancham. XXIV. 14. N. 3. 1 A. Cartheuſer⸗Pulver. XIX. 10. I. B. Ceruſſa. XXIII. 7. N. 1. B. antimonii. XIX. 8. N. 5. 4 A. u. 11. III. 30. u. 16. N. 8. citrina. XXIII. 5. N. 2. flava.— 7. N. 1. B. in tabulis. Ebendaſ. 2 A. Chamæleon mineralis. XIV. I. 1 A. Chryſitis. XXIII. 5. N. 3. 1 A. Chryſocolla. XXII. 1I. 6 A. Cinis ſtanni. XXIV. 5. N. 2. Cinnabaris antimonii. XIV. 22. und XIX. 6. a. arteficialis. XIV. 22. auripigmenti. Ebendaſ. fixata. XIV. 22. 8 A. Chyſſus antimonii. XIX. I1. III. 6 A. ſimplex. XIX. I11. I. 6 A. duplex. Ebendaſ. zinci. XX. 3. N. 2. Color ruber Caſsii. XXVI. 6. Contrefait. XX. I1. Cottons philoſophicales. XX. 10. Qrocus antimonii Hartmanni. XIX. 12. N. 3. 4 martii. XXI. 4. adſtringens. XXI. 6. d. A. und 17. aere præparatus. XXI. 4. 2 A. antimonialis. XIX. 18. 2 u. 5 A. aperiens. XXI. 4. 2 A. u. 5. 2 A. u. 17. per immorationem. XXI. 5. 2 A. 6.. Crocus Crocos m- Cſtalen, Cnkala p l m ſ V Coicre de Dabolcs: Danen Daphore min Dune, Dunze —— ) Regiſter. Crocus martis per reverberationem. XXI. 6. d. A. Stahlii. XIX. 19. 2 A. ſulp huratus, XXI. 16. 3 2olferi. XXI. 12. NM.. metallorum. XIX. 10. 11. D. u. 11. I. Rulandi. XIX. 12. N. 3. 2 A. ſolis. XXVI. 12. N. 2. totus. XIX. I1. I. 3 A. veneris. XXII. 5. N. 2. Cryſtallen, aus der ſympathetiſchen Dinte. 1092. d. U. Cryſtalli arſenicales. XV. 15. jovis. XXIV. 6. N. 1. 3 A. lunares. XXV. 5. N. 2. minerales. XIV. 14. N. 2. ſolares. XXVI. 5. N. 4. veneris. XXII. 12. N. 2. a. cum aceto. XXII. 10. b. 1 A Cuivre de Rouſette. XXII. 5. R. 3. A. Cuprum. XXII. 1. A. gummatoſum. XXII. 6. N. 5. Hrathätatua XXII. 6. N. 1. A. D. Diabolus metallorum. XXIV. 14. N. 12. 3 A. Dianenbaum. XIV. 24. XXV. 5. N. 1. und 12. 3 A. und 298 A. d. U. Diaphoreticum joviale. XIX. 21. R. 4. 32. minerale. XIX. I1. III. Dinte, ſympathetiſche. XV. 19. R. 1. 1 A. XVI. 4. N. 2. A. XVIII. 4. N. 2. 4 A. u. 5. A. Drachenſchaum„ giftiger. XIX. 7. Draco mitigatus. XIV. 16. R. 10. Mm E. Eiſen. —————————— Eiſen. XXI. Regiſter. E. Beſtandtheile deſſelben.— 23. aus Thon. 233 A. d. U. Erden, Steinen.— 22. A. N. 1. Gewaͤchſen. Ebendaſ. N. 2. und 223 A. d. U. Thieren.— 22. A. N. 3. 4. elektriſche Materie darinn.— 23. N. 3. aͤußere Eigenſchaften.— 3. iſt das haͤufigſte und nothwendigſte Metall.— 1. Queckſilber daraus. XIV. 40. N. 3.— Stahl daraus. S. Stahl. Verfluͤchtigung deſſelben durchs Queckſilber. 6 A. d. U. Urſache ſeiner Erhaͤrtung. 201 A. d. U. Verhalten im Feuer. XXI. 6. — 9 im Waſſer.— 5. gegen Kochſalz.— I1. die Luft.— 4. fixe. 197 A. d. U. warum es roſte. 212 A. d. U. Aeberzug wider das Roſten. 237 A. d. U. Laugenſalz, fluͤchtiges.— 10. fires.— 9. Kochſalz.— 11. Metalle.— 18. Mineralſaͤuren.— 7. Gewaͤchsſaͤuren.— 3. — 17. 5 A. und Salmiak.— 13. Salpeter.— 12. Salze beym Caͤmentiren— 15. Schwefel.— 16 Wunderſalz und andere vitrioliſche Mittel⸗ ſalze.— 14. Eiſen, 2 -—„F Regiſter. 1 Eiſen, Einweichung im Seewaſſer. 198 A. d. U. 9) vererztes, durch Arſenik, wird vom Magnete nicht gezogen. XV. 23. N. 6. Verquickung deſſelben. XIV. 30. 4 Verſchiedenheiten. XXI. 2. 1ng ul eingeſetztes. 217 A. d. U. — geſchmeidiges. XXI. 2. e, und 3. N. 1. 5 geſchmiedetes.— 2. b. 2* Guß⸗ EVpbendaſ. a. 851— kaltbruͤchiges.— 2. d. u. 3. N. 2. u. 195 A. d. u. kuͤnſtliches.— 22. B. u. 231 A. d. U. 5 Molden⸗ XXI. 2. a. 2 rothbruͤchiges.— 2. c. u. 3. N. 3. u. 194 A. d. U. a 61 vom Kupfer. 213 A. d. u. 94 4 Eiſen⸗Baum. XXI. 7. N. 2. 2 A. — ⸗Mohr.— 17. 3 A. »Oel, ſoll das Queckſilber verdicken. XIV. 38. R. 3. »Safran. XXI. 4. Queckſilber daraus. XIV. 40. N. 3. —, 51 Urſache ſeiner rothen Farbe. 210 A. d. U. Verſchiedenheiten und Uebereinſtimmungen, An,237 XXI. 12. an der Luft bereiteter.— 4. 2 A. durch Benetzen.— 5. 2 A. eroͤfnender.— 17. geſchwefelter.— 16. mit Salpeter bereiteter.— 12. ſpießglashaltiger. XIX. 18. 2 u. 5A. Stahls.— 18. 2 A. ſtopfender. XXI. 17. zuſammenziehender.— 6. d. A. e 1A *¹ Zwoͤlferſcher.— 12. A. 17 99„Salz, geht nicht ins Blut. 230 A. d. U. delſ ⸗Tinktur, mit Eßig.— 8. N. 1. mit Weinſtein.— 8.N. 2. 2 A. Mm 2 Eiſen⸗ Regi ſer. Lien⸗ Tinktur, mit andern Gewäͤchsſäſten. xxI 8. N. 2. A. und 2035 A. d.. WVitriol.— 7. N. 1. ⸗Weinſtein.— 8. R. 3. Electrum. XXVI. 16. N. 1. 1. A. minus. XIX. 21. N. 4. 1 A. majus. Ebendaſ. u. 4 A. Ens veneris. XXII. 10, d. Erz.— 1. 1 A. Cypriſches, Eerinthiſches. Ebendaſ. Ecchel. XVI. 9. 1 A. Eßig, aus Gruͤnſpan. XXII. 10. b. 2 A. FEtain plane. XXIV. 10. Extractum metallorum mercuriale. XIV. 37. A. Faͤden, Marien⸗XX. 10. N. 8. 2 A. Wetter⸗ Ebendaſ. Farbe, rothe des Caßius. XXVI. 6. Fechterbad des Baſilius Valentinus.— 5. N. 4. 1 A. Fel metallorum. XXV. 5. N. 2. Pers rugo. XXI. 94 3 Feuer, philoſophiſches. XX. 4. 2 A. Filamenta dvæ Mariæ virginis.— 10. N. 8. 2 A. meteorica. Ebendaſ. Flamme, blaue. XXIV. 5. ruͤne. XIX. 8. N. 4, A. XXII. 5* N. 1. u. 3. und 10. b. Plavco plumbi. XXIII. 5. N. 2. Flores antimonii. XIX. II. III. 6 A. albiſſimi fixi. XIX. 5. d. 1 rA. elmonti.— 13. 5 fixati diaphoretici.— 13. 1A.— E per de.— 3- 4. Flores 1 „ — 4— 6 V Fumigato gärſen⸗ Galwey Gäſt t Glat. all Glaſar, Glocken Glähwar Re gji ſt e r. Flores joviales. XXIV. r0. R. 3. 4 falis ammoniaci antimoniales. XN. 16. R. 9. ſtanni. XXIV. 10. N. 2. 1 A. . zinci. XX. 4. A. Flos veneris. XXII. 10. d. 3 Fumigatorium perpetuum joviale. XIV. 27. XXIV. 6. . N. 3. 1 A, . Fuͤrſten-Pulver. XIV. 14. N. 6. 2 A. 1 2— G. 3 Galmey, gegrabener. XX. 1. 4 A. „, geroͤſteter. Ebendaſ 4 Ofen⸗ Ebendaſ. . Geiſt, rauchender des Libavs. XXIV. 6. N. 2. 1 A. 2. Glaͤtte. XXIII. 5. N. 2. 4 A. u. 5. N. 3. 2 aus Wißmuth. XVIII. 3. N. 2.. . Glaſur, weiſſe, 294 A. d. U. AAl Glocken⸗Gut. XXIV. 14. N. 3. 1 A. 1»Erz. Ebendaſ. Gluͤhwachs. XIV. 2 23. 3 A. u. 51 A. d. U. 1 Gold. XXVI K. 24. ⸗ Aehnlichkeit mit dem Queckſilber und Sitzer— 20. Beſtandtheile deſſelben.— 21.— 3 aͤußere Eigenſchaften.— 2. d Gehalt des vermuͤnzten.— 16. N. 1. 1 A. 4 3 gelbrothe Blumen daraus.— 12. 3 Reinigung.— 19. und XIX. 20. 4 Verhalten im Feuer. XXVI. 4. — an der Luft und im Waſſe er.— 3. F gegen fixes Laugenſalz.— 10.— aul fluͤchtiges.— 11. . V b Mittelſalze.— 12.— 1 6 877 4. Mm 3 Gold. Regiſter. Gold„Verhalten gegen Mineralſaͤuren. XXVI. 5 f. Faͤllung aus dem Koͤnigswaſſer.— 6. 7. wird bey den Aufloͤſungen nicht aus einander geſetzt.— 15. Gewaͤchsſaͤuren.— 9. Schwefel.— 13. Metalle.— 16. Summe der Erfolge. 17. Verwandſchaft. 18. Verquickung. XIV. 23. 3 Gold, gemahlenes.— 23. 3 A. Knall⸗ S. Knallgold. Kalch. S. mineraliſcher Purpur. Muſiv⸗ XIV. 28. trinkbares. XXVI. 12. N. 1. A. unaͤchtes. XXII. 24. weiſſes. XXVII. I. Gold⸗Bezoar. XXVI. 16. N. 11. ⸗Cryſtallen.— z. N. 4. ⸗Glaͤtte. XXIII. 5. N. 3. 1 A. ⸗Tinkturen. XXVI. 14. aus dem Knallgolde.— 9. A. Gradierwaſſer.— 14. C. 1 A. Granalien.— 16. N. I. 2 A. N. 3. 3. Gruͤnſpan. XXII. 4. Bereitung.— 9. Eigenſchaften.— 10. deſtillirter.— 10. b. eenwicter und ageſtrſtne— 10. b. 1 A. Geiſt.— 10. d. u. e. A. „DOel.— 10. c. Unterſchied vom Kupfer⸗Roſt.— 19. 1 A. Gummi arſenici. XV. 9. H. Haͤrt⸗ — S Hlvnſ Hepar an ar Hälenſt har⸗D 6 b N Hydlagp, Hydtaxg V doan blar AIrngſet Tupiter. I 14 eſer.— i, 1t aus einn ¹ ————— Regiſter. Haͤrtzinn. XXIV. 14. N. 3. 1 A. Hellwaſſer. XIV. 23, 3 A. u. 52 A. d. u. Hepar antimonii. XIX. 103. II. A. u. 11. I. arſenici. dot, 12. Hoͤllenſtein. XXV. 5. N. 3. Horn⸗Bley. XXIII. 6. R. 3. 1 A. u. N. 4. u. 8. 2 A. Eigenſchaften.— 6. N. 2. 9A. u. N. 8. ⸗Silber. XXV. 7. 8. Eigenſchaften. 8. ⸗Wißmuth. XVIII. 4. N. 2. 3 A. Hydragogum argenteum. xv 5. N. 2. 1 A. Angeli ſalæ. Ebendaſ. Hydrargyrum. XIV. I. 1 A. J. Juan blanca. XXVII. I. Jungfer⸗Queckſilber. XIV. 1 A. d. U. ⸗Milch. XXIII. 7. N. 1. C. 5 A. Jupiter. XXIV. 1. A. K. Kalch, zinnhaltiger ſchweißtreibender. XIX. 21. N. 4. 2 A. Reducirung der metalliſchen durchs Elektriſiren. 236 A. d. U. Kermes minerale. XIX. I0. I. B. Knall⸗Bley. XXIII. 6. N. 2. ⸗Gold. XXVI. 7. Bereitung und Eigenſchaſten— 8. Pulver. 320 A. d. U. Kobold XVI. vielfache Bedeutungen des Namens.— 1. A. Beſtandtheile.— 12. aͤußere Eigenſchaften.— 2. Mm 4 Kobold, Regi ſt e r. Kobold, iſt ein beſonderes Halbmetall. XVI. II. und 104 .d. Reducirung aus der Smalte.— 10. Verhalten gegen den Borax.— 7. im Feuer.— 3. gegen Glasſaͤtze.— 7⸗9. Metalle.— 6. 54 Mineralſaͤuren.— 4. fluͤchtiges Laugenſalz.— 5. Be quücun deſſelben geht nicht an. XIV. 34. wofuͤr er ſonſt gehalten worden. XVI. 1. u. 11 A. Kobold⸗Bluͤthe. XVI. 4. N. 4. A. u. 6. R. 8. ⸗Speiſe.— 9. u. 12 A. Koͤnig, Metallen⸗ XIX. 21. N. 4. 4 A. zuſammengeſetzter.— 19. Kupfer. XXII. Alter ſeines Gebrauchs.— 1. Auswachſen deſſelben.— 6. N. 2. 1 A. Beſtandtheile.— 25. Eigenſchaften, aͤußere.— 2. Gefaͤße daraus, ob ihr Gebrauch ſchaͤdlich.— 4. 2 Anm. Verzinnung derſelben. 239 A. d. U. Mercurificirung daſſelben XIV. 40. N. 1. und N. 2. c. verſchiedene Namen. XXII. 1. 1 A Verhalten gegen den Eßig. XXII. 8. im Feuer.— 5. gegen Gewaͤchsſaͤuren.— 11. N. 2. Harn.— 11. N. 6. Kochſalz.— 13. Laugenſalze.— 12. an der Luft.— 3. gegen die Milch.— 11. N. 4. Mineralſaͤuren.— 6. 7. 8 Kupfer. Regiſter. bn ude Kupfer, Verhalten deſſelben gegen Oele. XXII. 1I. N. 3. Salmiak.— 15. 8 b Salpeter.— 14. Schweiß.— I1. N., 5. Schwefel.— 18. 2 vitrioliſche Mittelſalze.— 16. 17. 8 im Waſſer.— 4. 4 U gegen den Wein.— 9. Weinſtein.— 11. N. 1. 12 34 Metalle.— 21. f. rul mit Zink zu Meßing, u. ſ. w.— 22⸗24. ... Verwandſchaft zu denſelben— 24. V N. 4. 5 A. 3 Urſache des Roſtens.— 19. 2 A.. 4 Verquickung. XIV. 25. Kupfer, Caͤment⸗XXII. 6. N. 1. 1 A. u. 241 A. d. n. 3 V gebranntes.— 17. und 18. l gummichtes— 6. N. 5. weiſſes. XV. 14. N. 1. b. u. 21. N. 1u2. und 8 23. N. 3 N dih Kupſer⸗ Aſche. Xxi. 5. R. 2, ⸗Blumen.— 5. N. I. u. 10. d. 41 ⸗Cryſtallen.— 12. N. 2. a. 15. 3. Aut mit Eßig bereitete.— 10. b. 1 A. ⸗Geiſt.— 15. A. K ⸗Hammerſchlag.— 2. 3 A. u. 5. R. 2. 2 A. 2„Roſt.— 8. 2 A. 2 4 geſchabter. Ebendaſ. 2 Verſchiedenheiten und Aleberelnſeiinſungen⸗ XXII. 19. 20.— ⸗Sand.— 5. N. 1. A. 4 ⸗Tinktur, des Democritus.— 14. 4 A. .„Witriol.— 6. N. 1. hellblauer. Ebendaſ. N. 3. 3 A. 84 Schwefel, ſixer. Ebendaſ. N. 1. 2 A. X. Mm 5 L. Lac Regiſter. L. lluneia L 1. Magpeu: ac mercurii. XIV. 14. N. 1. ntt, plumbi. XXIII. 7. N. 1. C. 5 A. Ag 1 virginis. Ebendaſ. b C Lacerta viridis. XIV. 14. N. 8. A. A⸗G. Lana piiloſophica. XX. I10. ih Lapis animalis. XXVI. 14. C. 1 A. 81 calaminaris. XX. 1. 4 A. corroſivus Dolæi. XIV. 14. R. 8. A. J ger⸗ cupri purus. XXII. 18. Merei de tribus. XV. 20. lran. infernalis. XXV. 5. N. 3..1 byrmeſon. XV. 20. u. 23. R. 10. Nfſteat Libavs Geiſt. XIV. 27. Naeri ſ Lilium. XIX. 21. N. 4. 5 A. V Melago Liquor arſenici. XV. 16. 17. Nrnige! per deliquium.— 16. 6 ſalſus. XXVI. 12. N. 2. t vegeto-mineralis. 275 A. d. U. 4 vini probatorius. XV. 19. N. 1. 1 A. u. 94 A. d. u. 4 Lithargyrium. XXIII. 5. N. 2. 4 A. N. 5. u. 5. N. 3. Alenſtun auri. XXIII. 5. N. 3. A. argenti. Ebendaſ. Nauff Luna. XXV. I. 1 A. 1 cauſtica.— 5. N. 3. 1 cornua. S. Hornſilber. Mereuriu. Lupus metallorum. XIX. 20. 5 A. 1 0 M. b Magiſterium auri rubrum. XXVI. 6. 2 A. 0 bismuthi. XVIII. 4. N. 2. 2 A. 3 jovis. XXIV. 6. N. 2. und 7. 2 A. 1 cc Claueri. XVIII. 4. R. 2. 2 A. 5 c lunæ. XXV. 6. N. 1. A. a plambi. XXIII. 7. R. 1. 6. 3 A. und 8. 2 A. 4 N. 2. U. 3 A.. Magnes .* A. 4 4 Regiſter. Magnes arſenicalis. XV. 20. Magnelia opalina. XIX. 12. N. 1. u. 164 A. d. u. Magnet, arſenikaliſcher. XV. 20. bnſälehet⸗ XXI. 20. N. 11. u. 225 A. d. U. Schulzens Nacht⸗ XXV. 6. N. 5. 2 A. Mahl⸗Gold, aͤchtes. 312 A. d. U. unaͤchtes. XIV. 28. »Silber, unaͤchtes. XIV. 32. 3 A. und XXIV. 14. „ N. 10. 3 Mahler⸗Fuͤrniß. 280 A. d. U. Marcafita. XVIII. 1. A. aurca. XX. 1. 2 A. Maſticot, gelbes, rothes, weiſſes. XXIII. 5. N. 2. Materia perlata. XIX. 11. III. 3 A. Mellago plumbi. XXIII. 7. N. 1. C. 2 A. Mennige. XXIII. 5. N. 2. Eigenſchaften. Ebendaſ. 4 A. Urſache ihrer Roͤthe. Ebendaſ. 2 A. u. 264 A. d. U. Zuwachs am Gewichte. Ebend. 1 A. u. 262 A. d. U. aus Wißmuth. XVIII. 3. N. 2. 2 A. Menſtruum ſine ſtrepitu. XXVI. 12. N. 2. Mercurificirungen. XIV. 32. 2 A. u. 39. metalliſche.— 40. eigentliche.— 41. Mercurius. XIV. 1. 1 A. alcaliſatus. 31 A. d. U. calcinatus. XIV. 5. niger.— 8. coagulatus.— 38. N. 6. u. XXII. 10. f. corallinus. XIV. 14. N. 6. corroſivus ruber.— 14. N. 5. coſmeticus.— 14. N. 1. currens.— 1. 1 A. deſtillatione depuratus.— 6. Mereu- —u——— 4 Mercurius diapitmeriene Aſtruci. 2 2 Regi ſter. XIV. 22, S39 s Tilſingii. Ebendaſ. erſtmcha. XIV. 3. A. metallorum.— 39. mortis. XIX. 8. N. 2. 1 A. præcipitatus albus. XIV. 14. N. 1. argenteus. Ebendaſ. 8 A. aureus. Ebendaſ. „Havus. XIV. 14. N. I. 6 A. incarnatus. Ebendaſ. metallicus. XIV. 14. N. 1. sa. per ſe.— 5. ruber.— 14. N. 5. ſine addito.— 5. viridis.— 14. N. 1. 8 A. primaterialis.— 39. revificatus.— 6. 6 A. u. 16. N. g. rudis.— 1. 1 A. . ublimacus.— 12. Lanſteue.— 15. 6. dulcis,— 16. N. 10. virgineus. A. d. U. viræ. XIX., 7, N. 1. u.. N. 2. vivus. XIV. 1. 1A. Meßing. XX. 11. N. z. XxXII. 22. Bereitung. XXII. 22. gelaͤuterter. Ebendaſ. 5 A. natuͤrlicher, ob es welchen gebe. Ebendaſ. 2 A. Verquickung deſſelben. XIV. 24. 2 A. Metall, weiſſes. XV. 23. N. 3. u. N. 4. A. Prinz⸗, Prinz Ruprechis⸗ XXII. 23. ſtahlfarbenes. XXIV. ro. N. 3. 1 A. weiſſes.— 14. N. 7. A. Metalle, Veraͤnderung dhr den Arſent. XV. 26. Metalle, rtal, l Metalen rraliſch Aletalomm( che tor Ru R/* Mireralſe 261. e — * e —-———— —äx— Regiſter. Metalle, verſchiedener Werth derſelben. XXVI.. A. Urſtoffe derſelben. 70 A. d. U. Metallen⸗»Galle. XXV. 5. N. 2. Koͤnig. XIX. 21. N. 4. 4 A. ⸗Extract, queckſilberichtes. XIV. 37. A. Retalliſches Waſſer. XIV. 43. A. Metallum Campanarum. XXIV. 14. N. 3. 1 A. chalybeum. Ebendaſ. tormentorum. Ebendaſ.— Ruperti. XXII. 23. 1 Milch, Queſilber⸗ XIV. 14. N. 1. Lis Mineraliſcher Mohr, durch Faͤllen. 31 A. d. U. heiß bereiteter. XIV. kalt. Ebendaſ. k durch Kochen mit Kalch. XIV. 21. 3 A. mit Schwefelleber. Ebendaſ. 3 Purpur. XXVI. 6. 2 A. 2. Turbith. XIV. 12. Minium. XXIII. 5. N. 2. flavum. Cbendaf ⸗ Gold. XIV. 28. u. XXIV. 14. N. 10. 2 A. „ Silber. XIV. 32, 3 A. XXIV. 14. N. 10. N. Nicht, Huͤtten- 185 A. d. U. n weiſſer. XX. 10.. 8. 1 A. Nickel. XVII. Beſtandtheile. XVII. 15. aͤußere Eigenſchaften.— 2. hat eine metalliſche Beſchaffenheit.— 13. iſt ein beſonderes Halbmetall.— 14. Meynungen anderer Schriftſteller bir aber Ebend. A. Nedueirung.— 12. 1.Speiſe— 11. — Nict ——— Regiſter. Nickel, Verhalten gegen den Borax. XVII. 7. 1. im Feuer.— 3. gegen Metalle.— 9. Verwandſchaft zu denſelben.— 10. Mineralſaͤuren. XVII. 4. Salmiakgeiſt.— 5. Salpeter.— 8. Schwefel.— 8. Verquickung deſſelben, geht nicht an. XIV. 34. Nihil album. XX. I0. N. 8. 1 A. Nitrum antimoniatum. XIX. II. I. 4 A. u. III. 4 A. rubrum Reſpurii. XX. 10. N. 7. ſtibiatum. XIX. II. I. 4 A. zincatum. XX. 8. N. 2. O. Oelblau. XVI. 9. Oleum antimonii, XIX. 7. N. 1. und 8. N. 1. mercuri. XIV. 12. 3 u. 5 A. plumbi. XXIII. 6. N. 2. u. 7. N. 1. c. 3 A. unb 8. 2 A. N. 6. Opalfluͤſſe. 294 A. d. U. 4 Operment, Eigenſchaften. XV. 19. R. 1. 1 A. Arſenik⸗Butter daraus. 69 A. d. U. Orichalcum. XXII. 22. 2 A. Orientaliſche Eſſenz. 134 A. d. U. Oxyfacharum emeticum. XIX. 3. c. 1 A. d. und 11. I. 5 A. N. 3. Pagament. XXV. 17. N. 3. 1 A. Panacea mercurialis. XIV. 16. N. 10. u. 24 A. d. U. nigra. XIV. 22. 8 A. Pay. XXV. 17. N. 2. 1 A. Perlen, gerlen, Ph b 3 Phoſphor hirr d'c Pilen, i Pilule per Jinſchac Dachma, Pana. duße Na iſt e Yar Tan atin ce d di Plomdihc Plumbum 1 goti dese G doudh 86 Regiſter. Perlen, wie ſie nachzuahmen. XVIII. 4. N. 4. 2 A. und 134 A. d. UA. „ Weiß. XIX. I1. III. 3 A. Phoſphor, Meuderſcher. XXV. 5. N. 2. 2 A. Phoſphorus Meuderi. Ebendaſ. Pierre d'Aventurin. XXII. 22. 6 A. Pillen, immerwaͤhrende. XIX. 16. N. 4. A. Pillulæ perpetuæ. Ebendaſ. Pinſchback. XXII. 24. Blachma. XIX. 20. 2 A. Platina. XXVII. aͤußere Eigenſchaften derſelben.— 2. Namen und Schriften.— 1. iſt ein beſonderes Metall.— 11. Verhalten im Feuer.— 3. gegen fixe Laugenſalze.— 5. Mittelſalze.— 6. Metalle.— 8. Mineralſaͤuren.— 4. Schwefel.— 7. Summe der Erfolge.— 10. Vererzung und Verglaſung. XXVII. 9. Platina del pinto.— 1. di pinto. Ebendaſ. Plumbificatio mercurii. XIV. 38. N. 4. Plumbum album. XXIII. r. A. u. XXV. 1. A. antimonii. XIX. 16. N. 2. A. cornuum. S. Hornbley. elotum. XXV. 4. fulminans.— 6. N. 3. nigrum. XXIII. 1. A. uſtum. XXV. 15. N. 1. Potiers Magenpulver. XNIX. 18. 3 A. Schwindſuchtspulver.— 21. N. 4. 2 A. Poudre des Chartreux.— 10. 1. B. Praͤci⸗ Regiſter. Praͤripitat. S. Queckſilber⸗Praͤcipitat. Præcipitatum plumbi mercuriale. XXIII. 6. N. 2. 23. 4. Vigonis. XIV. 14. N. 5. Prinz⸗Meltall. A 23. Proteus. XIV. I. 17 Pugillum. XXVILS 1 A. Pulvis Aanat. dn 8 N. 2. cachedticus Zwölferi. XXI. 12. A. carthußanorum. XIX. 10. 1. B. comitis de Warwich. XIX. II. III. 2 A. cornachinus. Ebendaſ. de tribus. Ebendaſ. principis. XIV. 14. N.6. 2 A. Purgans diaceltateſſon Helmontii. XIX. 13. 2 A. Purgatio plumbi. XXIII. 3 N. 1. 2 4M4. ſtanni. XXIV. 5. 3 A. Purpura wineralis. XXVI. 6. 2 A.. Ppyrophorus, aus Wichaher. XXIII. 8. 2 A. N. 6. O. Quart, beym Glaſuren. 295 A. d. U. bey Scheidung des Goldes und Silbers. XXVI. 16. N. I. 2 A. N. 2. 2. Queckſilber. XIV. Beſtandtheile.— 44. aͤußere Eigenſchaften.— 1. 2 A. Figirung deſſelben.— 42. durch Zinn und Zink.— 31. 2 A. Gleichheit mit dem Waſſer.— 43. ob es wuͤrklich Waſſer enthalte. Ebendaſ. A. kann ein metalliſches Waſſer genannt werden. Ebendaſ. Kaͤlte deſſelben gegen andere Fluͤßigkeiten. XIV. 2. 2 A.. verſchiedene Ramen.— 1. 1A. ob es ein Urſtoff der Metalle ſey. 70 A. d. 1 Tädrung deſſelben. XIV. 3. A. 4 Queck⸗ Regiſter. 2 1 Queckſilber, Käoleäid deſ ilben mit Gummi. XIV. 3 A. d. U. mit Kochſalz. XIV. 15. 1 Lreheſtinen 31 A. d. II. Queckſilber⸗Sublimat.— 16. N. 10. Thon.— 175. . Verdickung.— 38. durch die kuͤnſtliche Kaͤlte.— 2. u. 2 A. d. U. Verhalten gegen den deſtillirten Eßig.— 11. 1 21 im Feuer. 4 ·7. gegen Gewaͤchsſaͤuren.— 18. verſuͤßte Mineralſaͤuren.— 17. 4 Laugenſalz, fires.— 19. u. 31 A. d. U. fluͤchtiges.— 20. u. 33 A. d. U. 2 al. b an der uft.— 2. gegen Metalle. T V Bley. XIV. 29. Eiſen.— 30. 313 Sien— 23. 8 Kupfer.— 25. Meßing.— 25. 2 A. Silber.— 24. de m Spießglas⸗Koͤnig.— 33. V Wißmuth.— 32. 1 Zinn.— 26. 8. Zink.— 31. Verwandſchaft gegen dieſelben.— 37. „ Oele.— 10. 21 V Salmiak. 33 A. d. U. 14 Salpeterſaures. XIV. 13. 14. 8— Salzgeiſt.— 15. 16. 1. 4, Schwefel.— 21. 22. Aeden 6 Waſſer.— 8. 1e. M Weingeiſt.— 9. 4 Vitrioloͤl. 12. 1dl durch Fällen zum aufloͤslichen Nieder⸗ 9— ſchlag. XIV. 14. N. 1. 3 A. Nun Queck⸗ Queckſilber, Wuͤrmer treibende Kraft deſſelben. XIV. 8. Regiſter. Zugutemachung und Erze. 1 A. d. U. uwachs am Gewichte. XIV. 2. 3 A. Queckſilber, gereinigtes, durch Deſtilliren. XIV. 6. ge oͤdtetes. 2. 2. Jungfern⸗ 1 A. d. UI. kuͤnſliches.— 32. 2 A. a 8 Arſenik. XV. 21. b. Bley. XXIII. Hornbley. XXIII. 6. N. 2. 3 A. 3. 2 A. u. 6. N. 2. A. ſchweißtreibendes. XIV. 22. 8 A. wieder lebendig gemachtes. XIV. 6. 6 A. u. 12. und 16. N. 9. der Metalle. 39. verdicktes. XIV. 38. N. 6. u. XXII. 10. f. verkalchtes, durchs bloße Feuer. XIV. 5. urſpruͤngliches.— 39. Queckſilber⸗ ⸗AitäſangrJe Eßig. TIv. 18. und 28. und N & r N 30 Butter, rothe. XXVI. 14. C. 1 A. Kalch. XIV. z. ſchwarzer. — 8. Milch. XIV. 14. N. 1. Oel.— 12. 3 A. und 5. A. Panacee, ſchwarze.— 22. 8 A. Praͤcipitat, blauer. 16 A. d. U. fleiſchfarbener. XIV. 14. R. 1. 6 A. gelber. Ebendaß guͤldiſcher. Ebendaſ. 8 A. gruͤner. Ebendaſ. metalliſcher. Ebendaſ. pomeranzenfarbiger. 16 A. d. U. rother. XIV. 14. N. 5. u. 17 A. d. U, Urſache ſeiner Roͤthe. 18 A. d. U. zinnoberrothe. 16 A. d. U. Queck⸗ Naſchoe rs Nazeng Rectemel!: degulls At 3 2 Regiſter. Queckſilber⸗Praͤcipitat, ſilberichter. XIV. 14. N. 1. 8 A. ſchwarzer. 16 A. d. U. weiſſer. Bereitung und Eigenſchaften. XIV. 14. R. 1. u. 15 A. d. II. u. 16. N. 3. aͤtzender. 131 A. d. U. ⸗Sublimat, aͤtzender. XIV. 15. verſchiedene Bereitungen. Ebendaſ. 2 A. und 19 A. d. U. Eigenſchaften. XIV. 16. verſuͤßter. Bereitung und Eigenſchaften.— 16. N. I11. „ Vitriol. XIV. 12. 5 A. u. 14. N. 2. Quick⸗Gold. XIV. 23. 5 Waſſer. 49 A. d. U... R. Rauſchgelb. XV. 19. N. 1. u. 89 A. d. U. rothes.— 19. N. 2. Ratzengift. XV. I. Recrementum Vismuthi. XVI. 12. A. Regulus antimonii aculeatus. XIX. 8. N. 2. 3 A. alchemiſticus.— 18. N. I. c. jovialis.— 21. N. 4. 1 A. martialis.— 18. N. 1. Verquickung. XIV. 33. A. Gtbrauch zur Mercurificirung des Silbers. XIV. 40. N. 1. ſtellatus. XIX. 18. N. 1. c. medicinalis. XIX. 10. 11. C. ſimplex. Ebendaſ. D. u. 16. ſtellatus. XIX. 16. N. 8. venereus.— 21. N. 3. 1 A. metallorum. XIX. 21. N. 4. 4 A. Reguli compoſiti. XIX. 19. Rete vulcani.— 21. N. 3. 2 A. 4 . N2 Kever⸗ Regiſter. Reverberatio Hollandica. XXV. 15. Rex metallorum. XXVI. I. Riſigallum. XV. 19. N. 2. Roſt. XXI. 4. Rothguͤlden⸗ Erz, kuͤnſtliches. XXVI. 16. N. 1. 2 A. N. 3. a. Rubinus antimonii. 164 A. d. U. arſenici. XV. I9. N. 2. ſulphuris. Ebendaſ. S. Kacharum ſaturni. XXIII. 8. cryſtalliſatum. Ebendaſ. Saflor. XVI. 7. Safran, Eiſen⸗ S. Eiſen⸗Safran. Kupfer⸗ XXII. 5. u. 19. N. 1. Spießglas⸗ XIX. 10. II. E. u. rI. I. 3 A. Sal alembroth. XIV. 16. N. 7. XXVI. 12. N. 3. arſenico- ammoniacale. XV. 13. jovis. XXIV. 6. N. 3. u. 7. 3 A. junæ. XXV. 5. N. 2. metallorum. XIV. 37. A. neutrum arſenicale. XV. 14. N. 2. Eiijgeenſchaften. XV. 15. plumbi. XXIII. 6. N. 2. polychreſtum antimoniale. XIX. II. III. 4 A. ſaturni. XXIII. 5. N. 2. u. 8. Salmiak⸗Blumen, eiſenhaltige. XIX. 16. N. 9. — zGheiſt ltaRenwigt bereiteter. XXIII. 5. N.. A. N. 4. u. 12. N. 4. Salpeter⸗ Geiſt, bezoardiſcher. XIX. S. N. 5. u. 6. blauer. S. Scheidewaſſer. Reſpurs rother. XX. 10. N. 7. Kobold⸗ 108 A. d. U. wuͤrflichter. XXV. 6. N. 5. Sandaraca. 94 A. d. U. Sandix. XXIII. 5. N. 2. ..„. Sapa §apa 10, Katorno cll lis Eaiger Echedde 1 Scheddls Sch ieſer nſ Schlagl.*. Schmal Shrali Schrotu Schweſt Schwef Scorlx an Kcotoph Seſf, Oiber. Abtt u 1 Au Ba ſdu Ge M N Nii Ne De Ve M.; 4* 4 m 7 4 1 Regiſter. Sapa vomitoria. XIX. 3. c. 1 A. a. Saturnus. XXIII. 1. A. cornuus. XXIII. 6. N. 2. 3 A. N. 8. fulminans.— 6. N. 2. Saigerung. XXIII. 5. R. 1. 1 A. Scheidewaſſer, blaues. XV. 14. N. 2. u. XV. 20. Scheidung, trockne. XXVI. 16. N. 1. 2 A. N. 3. Schieferweiß. XXIII. 2. N. 1. B. 2 A. Schlagloth. XVIII. 9. 2 A. u. 138 A. d. U. Schmalte. XVI. g. Schnell⸗Loth. XVIII. 9. 2 A. u. 138 A. d. U. Schrot, aus Bley. XXIII. 15. A. Schwefel, ſrer ſchweißtreibender. XIX. 3. f. aus der Zink⸗Aufloͤſung. XX. 5. J. 1. aus der Zinn⸗Aufloͤſung. XXIV. 6. Scheidung vom Arſenik. XV. 19. N. 2. 2 A. Spießglas⸗, figirter. XIX. 11. III. 3 A. Schwefel⸗Rubin. XV. 19. N. 2. Scoriæ antimonii ſuccineæ. XIX. 18. N. I. c. Scotophoricum Schulzii. XXV. 6. N. 5. 2 A. Seife, metalliſche. XXIII. 14. R. 1. rA. Sil ber XXV. Abtreibung mit Wißmuth. XVIII. 3. N. 4. A. aus Arſenik. XV. 4 A. und Eiſen. KV. 23. N. 6. Aehnlichkeit mit dem Bleye und Queckſilber. XXV. 21. Aufloͤſungen. XXV. I10. Beſtandtheile.— 22. aͤußere Eigenſchaften.— 1. Gold daraus.— 3. 16. Mercuriſicirung. XIV. 49. Namen. Ebendaſ.* A. Reinigungen. XXV. 20. Vegetirung. XIV. 2a4. Verfluͤchtigung durchs Queckſilber. Ebendaſ. 1 A. 2. Verhalten im Feuer. XXxV. 3. gegen Gewaͤchsſäuren.— 9. Nu 3 Silber, 3 ₰ Regiſter. Silber, Verhalten gegen Laugenſalz, fires. XXV. II. fluͤchtiges.— 12. Luft und im Waſſer.— 2. Metalle.— 17. 18. Verwandſchaft.— 19. Mittelſalze.— 13. Salpeterſaures— 4. N. 2. ₰ Bereitungen aus dieſer Aufloͤ— ſung.— 5. W Faͤllung daraus.— 6. Salzſaures.— 7. Schwefel.— 14. d Vitriolol.— 4. N. 1. Verkalchungen. XXV. 15. Verquickung. XIV. 24. Silber, Aetz⸗ XXv. z. N. 3. brennendes.— 5. N. 4. gemahlenes. XIV. 24. Horn⸗ S. Hornſilber. Silber⸗Baͤume. S. Dianenbaum. Cryſtallen. XXV. 5. R. 2. Glaͤtte. XXIII. 5. N. 3. Kalch. Eigenſchaften. XXV. 15. iſt eine beſtimmte metalliſche Erde.— 16, Magiſterium. XXV. 6. N. 1. A. Salz.— 5. R. 2. Tinkturen.— 12. 2 A. Vitriol.— 5. N. 2. und 14. Similor. XXII. 24. Smaltum, XVI. 9. Sol. XXVI. I.) Spangruͤn. XXII. 4. Speiſe. XVI. 9. und 12. A. Beſchaffenheit derſelben. XVII. I11 Speltrum. XX. I. Sperma Draconum venenatorum. XIX. 7. N N VN A³A N N Spiauter. G — N 1 — —— Regiſter. Spiauter. NN. 1. e Spiegel, B elegung derſelben. 57 A. d. U. Folie XVIII. 9. 2 A. e. Spießglas. XIX. — rohes, Eigenſchaften. XIX. 2. Beſtandtheile. XIX. 17. und 22. Verhalten im Feuer. XIX. 3. gegen Laugenſalze.— 10. Luft.— 4. Eiſen.— 18. andere Metalle.— 10. 20. Mineralſaͤuren.— 5. aͤtzenden Sublimat.— 6. Salmiak.— 13. Salpeter.— 11. 12. andere Metalle.— 14. im Waſſer.— 4. A. Unterſchied vom Koͤnig. XIX. I. Spießglas, Brech- gelindes. XIX. I1. II. Spießglas⸗Bernſtein. XIX. 3. c. „ Bley. XIX. 16. N. 7. A. ⸗Blumen. XIX. I1. III. 6 A. einfache. XIX. 3. d. Helmonts.— 13. hoͤchſtweiſſe ſire.— 5. d. 1 A. Butter. XIX. 6. A. Bereitungen daraus. XIX. 8. Eigenſchaften.— 7. iſt ein metalliſches Salz. Ebendaſ. ſilberichte.— 6. c. Clyſſus. XIX. I1. I. 6 A. u. 1I. III. 6 A. Geiſt. XIX. z. e. Glas.— z. c. u. 16. R. 2. bernſteingelbes.— 8. N. 2. 3 A. gewirtes.— 3. c. 1 A. d. A N N Nn 4 Spieß⸗ —— Regiſter. Spießglas⸗Kalch. XIX. 3. b. u. 5. a u. b. vermehrtes Gewicht deſſelben. 143 A. d. U. ſchweißtreibender. XIX. 8. N. 5. 2 A. u. 11. III. eiſenhaltiger.— 18. 3 A. reguliniſchrr.— 16. N. 8. A. ſalpetrichter.— I11. III. a. u. 6 A. ² Koͤnig, einfacher. XIX. 10. 1I. D. u. 16. Beſtandtheile.— 22. N. 2. Eigenſchaften.— 16. enthaͤlt nichts arſenikaliſches.— 23. 1 A. N.7. noch ſalziges. Ebendaſ. 2 A. iſt ein beſonderes Halbmetall. XIX. 23. Spießglas⸗Koͤnig, verſchiedene Meynungen der Schriftſteller. . Ebendaſ. 1 A. Verquickung. XIV. 33. ⸗ Kalch. XIX. 16. N. 2. Queckſilber daraus. XIV. 40 2. c. u. N. z. Verhalten gegen Metalle. XIX. Reducirung.— 15. eiſenhaltiger.— 18. N. 1. ſternichter. Ebendaſ. c. kupfrichter. XIX. 21. N. 3. 1 A. mediciniſcher.— 10. 11. C. u. 12. u. 14. metalliſcher.— 18. ſtachlichter.— 8. N. 2. 3 A. 116. N. 1. A. ſternichter.— 16. N. 8. AUrfſache des Sterns.— 18. 7 A. zinnhaltiger.— 21. N. 4. 1 A. zuſammengeſetzter.— 19. Leber. XIX. 10. II. A. u. 11. I. Mohr. XIV. 22. 6 A. Oel. XIX. 7. N. 1. und 8. N. 1. Polychreſtſalz.— 11. III. 4 AA. AGL 84⁴ K K Spieß⸗ —— Lpitits er aune antit foma utri. vene Virid vitric Spon an Splrſten K Stirke, Stahl. Anla 1. u. l * 7rA. belk. 3 4 4 ASchrſie Regiſter. Spießglas⸗Safran. XIX. 10. II. E. u. 11. I. 3 A. Hartmanns.— 12. N. 3. Saͤure. XIX. 3. e. Salpeter.— I1. I. 4 A. u. 11. III. 4 A. und 1635 A. d. U. Schlacke, bernſteinfarbene. XIX. 18. N. 1. c. Schwefel.— 10. durch Aufloͤſen niedergeſchlagener.— 5. d. 1 A. durch Kochen bereiteter.— 10. I. A. ⸗ Goldſchwefel. XIX. 10. II. B. u. D. A. und 11. I. 2 u. 4 A. und 15. N. 2. 2 A. und 1g8. 2 A. ſchweißtreibender. XIX. 10. II. C. 1 A. Weiß. XIX. 8. N. 5. 4 A. und 11. III. 3 A. und 16. N. 8. A. Zinnober. XIV. 22. 6. A. XIX. 6. A. und d. und 9. und 44 A. d. U. Spiritus æruginis. XXII. 10. e. A. antepilepticus. Ebendaſ. antimonii. XIX. 3. e. fumans Libavii. XXIV. 6. N. 3. 1 A. Bereitung. XIV. 27. Caſeii. Ebendaſ. nitri bezoardicus. XIX. S. N. 5. u. 6. cæruleus. XV. 14. N. 2. veneris. XXII. 1 5. A. viridis veneris. XXII. 15. d. vitrioli philoſophicus. XIX. 8. N. 4. A B K R 1⁴ N Spuma argenti. XXIII. 5. N. 3. Spurſtein. XXII. 18. Kupferhaare daraus. 243 A. d. U. Staͤrke, blaue. XVI. 9.„ Stahl. XXI. r9. f. Anlaufen deſſelben. XXI. 20. N. 8. und 222 A. d. U. Nnu 5 Stahl. Regiſter. * Stahl, Erweichung durch Ausgluͤhen. XXI. 20. R. 1o. und 224 A. d. U. Haͤrtung. XXI. 20. N. 10. und 223 A. d. U. Unterſchied vom Eiſen. XXI. 20. 21. u. 227 A. d. U. zwiſchen faulen und friſchen. 219 A. d. U. Urſprung, verſchiedener. XXI. 19. Stahl⸗Kugeln. 204 A. d. U. ⸗ Stein. 218 A. d. U. ⸗ Weinſtein. 204 A. d. U. Stannum induratum& reſplendens. XXIV. 14. N. 3. 1 A. mixtum. XXIV. 14. N. 4. 1 A. uſtum.— 11. Sterne, weiſſe. XIV. 27 A. Stomachicum Poteri. XIX. 18.3 A. Sublimat, aͤtzender. S. Queckſilber⸗Sublimat. Succinum antimonii. XIX. 3. c. Sulphur antimonii auratum. XIX. 10. II. B. decoctione paratum.— I. A. diaphoreticum.— 10. II. C. 1 A. ſolutione præcipitatam.— 5. d. 1 A. diaphoreticum fixum.— 3. f. fixatum ſtibio.— 11. III. 3 A. jovis. XXIV. 6. N. 3. rubrum minerale. XIX. 9.— vitrioli veneris fixum. XXII. 6. N. 1. 2 A. Suppreßions⸗Feuer, was es ſey. 7 A. d. U. Sympathetiſche Dinte. XV. 19. N. 1. 1A. Syrupus emeticus. XIX. 3. c. 1A. d. T. Tartarus chalybeatus. 204 A. d. U. emeticus. XIX. 3. c. 1 A. c. und 11. I. 5 A. N. 2. marcis. XXI. 8. N. 2. martialis. Ebendaſ. 1 A. vitriolatus lunaris. XXV. I1. N. 3. A. Thon, 1 1 dzen, 1 Tinktuet E Takuns 4 Tombce Qurtitt Tonenh den Ncgetais Trrpol kal rie Cdern 9 Vanue Trb Terjin Vride a de N hau Danal Vi triola Regiſter. Thon, warum einiger, gebrannt, roth wird. 232 A. d. U. ² Erde, im Eiſen. XXI. 23. N. 2. u. 235 A. d. U. Tinktur, metalliſche. XlV. 16. N. 7. aus dem Queckſilber.— 17. A. Tinctura æris. XXII. I0. b. auri, ſacharinæ, martiales, alcalinæ. XXVI. 14. B. a. b. C. martis aceto facta. XXI. 8. N. 1. cydoniata. 205 A. d. U. pomata. Ebendaſ. tartariſata. XXI.%. R. 2. 2 A. veneris Democriti. XXII. 14. 4 A. Tomback. XXII. 24. R. 4. 3 A. Turbith, mineraliſcher. XIV. 12. Turpethum minerale. Ebendaſ. 1 Tuttanego. XVIII. 9. N. 4. A. XX. 1. 1 u. 3 A. Vegetatio martis. XXI. 7. N. 2. 2 A. Vergoldung, im Feuer. XIV. 23. 3 A. kalte. XXVI. 5. N. 4. 2 A. u. 12. N. 2. griechiſche.— 12. N. 3. Vermillon. XIV. 22. 3 A. u. 41 A. d. U. Verquickung.— 23⸗ 26. Pulver, ſo ſich daraus ſcheiden laͤßt.— 37 A. Werſilberung, kalte. XXV. 4. N. 2. 3 A. u. 6. N. 3. 1 A. Verzinnung, mit Salmiak. 239 A. d. U. Viride æris. XXII. 9. depuratum& cryſtalliſatum.— 10. b. 1 A. Vismuthum cornuum. XVIII. 4. N. 2. 3 A. Vitriol, Kobold⸗ 107 A. d. U. 1 Nickel⸗ XVII. 4. R. I1. weiſſer. XX. 5. R. 1. Vitriolum lunæ. XXV. 14. R. 2. Vitrio- „ Regiſter. Vitriolum mercurii. XIV. 14. N. 2. plumbi. XXIII. 6. N. 2. 3 A. N. 4. Vitriol⸗Geiſt, philoſophiſcher. XIX. 8. N. 4. Vitrum antimonii. XIX. 3. c. ceratum. Ebendaſ. 1 A. d. fuccineum. XIX. 8. N. 2. 3 A. arſenici. XV. 12. 4 Vongalam. XXIV. 14. N. 3. 1 A. Vulcans Netz. XIX. 21. N. z. 2 A. W. Waſſerſucht, Mittel dawider aus dem Silber. XXV. 5. N. 2. 1 A. Weine, Unterſuchung verfaͤlſchter. 278 A. d. U. Wein⸗ Geſt⸗ philoſophiſcher. XXII. 10. b. 2 A. ⸗ Stein, ehelüche vitrioliſirter. XXV. 13. Wißmuth. XVII. Beſtandtheile. XVIII. 12. Benennungen, verſchiedene.— 1I. ANAM. aͤußere Eigenſchaften.— 2. u. 128 A. d. U. iſt ein beſonderes Halbmetall.— 12. kuͤnſtlicher. Ebendaſ. 1 A. Mennige daraus.— 3. N. 2. 2 A. treibt auf der Kapelle.— 3. N. 2. u. 4. Reducirung.— 11. Verhalten gegen die Blutlauge.— 6. A. Eßig.— 5. im Feuer.— 3. gegen fluͤchtiges Lugenſalz.— 6. Metalle.— 9. Verwandſchaft dazu. Ebendaſ. Wiß⸗ Pnut Pffmh Winud Pah, de WMPab, Zaftt.) Zaffea. Jinn. 1 Aeyr Wiit üüßer mach N Nan Que Vaf Ver =. M. giſter. Wißnurh, Verhalten gegen Mineralſaͤuren. XVIII. 4. Salpeter.— 7. Schwefel.— 8. Verquickung. XIV. 32. Verſchiedenheit vom Bleye. XVIII. 12. 2. A. 1. Wißmuth, Horn⸗XVIII. 4. N. 2. 3 A. Wißmuth⸗Blumen.— 3. N. 3. · Butter.— 4. N. 4. 2 A. 2 Glas.— 10. ⸗ Graupen. XVI. 12. A. Wolf, der Metalle. XIX. 20. 5 A. Wolle, philoſophiſche. XX. 10. XXIV. 15. M. Z. Zaffer. XVI. 7. Zaffera. Ebendaſ. Zinn. XXIV. Aehnlichkeit mit dem Blen, Spießglas⸗Koͤnig und Zink. XXIV. 15. Beſtandtheile.— 16. aͤußere Eigenſchaften.— 2. M macht das Gold bruͤchig.— 10. N. 1. A. und 295 A. d. U. Nutzen beym Scharlachfaͤrben. 289 A. d. U. Namen.— 1. Queckſilber daraus. XIV. 40. N. 2. b. Verfluͤchtigung durch die Salzſaͤure. XIV. 27. Verhalten im Feuer. XXIV. 5. gegen Gewaͤchsſaͤuren.— 7. Laugenſalze.— 9. gegen Mineralſaͤuren.— 6. Zinn, Regiſter. Zinn, Verhalten gegen Mittelſalze. XXIV. 10. Metalle.— 14. Schwefel.— I1. im Waſſer. XXIV. 4. Verquickung. XIV. 26. Zinn, Block- 284 A. d. U. gebranntes. XXIV. 12. glattes.— 1. A. klingendes. Ebendaſ. pfuͤndiges, oder geſtempeltes. R— 14. N. 4. 1 A. reines.— 1. A. Vinn. 2 lſche. XXIV. 5. N. 2. Aufloͤſungen in Saͤuren, allgemeine Eigenſchaften derſelben. 3. »Blumen.— 10. N. 2. 1 A. u. N. 5. ⸗Cryſtallen.— 6. N. 1. 3 A. ⸗ Glaſur. 294 A. d. U. ⸗ Gummi. XXIV. 6. N. 3. 2 Kalch.— 5. N. a.. Eigenſchaſten. Ebendaſ. 3 A. Zuwachs am Gewichte. 284 A. d. U. mit Salpeterſaurem. XXIV. 6. N. 2. mit Mittelſalzen.— 10. N. 1. „Kalche, allgemeine Eigenſchaften derſelben.— 12, ſind eine beſtimmte metalliſche Erde.— 13. ⸗» Loth. XVIII. 138 A. d. U. ⸗ Magiſterium. XXIV. 7. 2 A. und 10. N. 4. 2 Salz.— 6. N. 3. 4 mit Eßig.— 2. 3 A.. Zincum xxIöIZõ0ðõYõ Tnreus Regiſter. Zincum diaphoreticuwm. XX. 8. N. 2. Zink. XX. 1 aͤußere Eigenſchaften.— 2. hat ein brennbares Weſen zum Beſtandtheil.— 12. beſondere Kalcherde.— 13. nichts arſenikaliſches. Ebendaſ. 2 A. iſt ein beſonderes Halbmetall.— 14. Meynungen der Schriftſteller. Ebendaſ. A. Namen und Erze.— 1. Reinigung.— 4. 1 A. Scheidung vom Bley und Spießglas⸗Koͤnig, dunſßs Queckſilber. XIV. 31. 2 A. Verhalten im Feuer. XX. 4. A. B. gegen Gewaͤchsſaͤuren. XX. 6. Laugenſalze.— 7. an der Luft.— 3. gegen Metalle.— 11. Mineralſaͤuren.— 5. Mittelſalze.— 8. Schwefel.— 9. im Waſſer.— 3 Verquickung. XIV. 31. Zink-Blumen. XX. 4. A. Eigenſchaften. XX. 10. „ Butter. XX. z. N. 3. A. ⸗Clyſſus.— 8. N. 2. » Kalch, ſchweißtreibender.— 8. N. 2. »Salpeter. Ebendaſ. Zinno⸗ Regiſter. Zinnober, Bereitung durch Sublimiren. XIV. 22. Bereitungen, verſchiedene. Ebendaſ. 6 A. figirter. Ebendaſ. 8 A. natuͤrlicher, Unterſchied vom künſtlichen. Ebendaſ. 7 Anm. iſt kein bloßer Kalch, Ebendaſ. 5 A. ſondern ein wahres Queckſt lber⸗Erz. 43 A. d. II. 7 Scheidung ſeines Schwefels, durch Laugenſalz. 39 A. d. U. Urſache ſeiner rothen Farbe. XIV. 22. 3 A. und 40 A. d. U. ſtrahlichten Fuͤgung. XIV. 22. 5A. und 4. ⸗ 42 A. d. U. Zinnober, Spießglas⸗ XIV. 22. 6 A. — Seie 3 O — 1I Anr — n 3.1 — 13 Cll. — ⁵— — 20— 3 31 5 4 — — † Ann — 3 3. — S Cl — 3 — 3 3. — 65 Lll — 71 Jar — 7¹ Col. — II Ann Verbeſſerungen in der erſten und zwoten Abtheilung. Seite 3 Col. a. Zeile 4 von unten brennbare lies brennbares — 11 Anm. 5 3. 17 worden l. werden 12 Z3. 2 Waſſer l. Waſfer, 13 Cel. a. Z. 16 zu genauerer l. zur genaueren 15— b.— 24 Loche l. Lohe 20— b.— 7 ſpitzige l. ſpießige 31 Z. 4 eine oder die andere l. einer oder der andern — 8 den l. dem 47 Anm. 66 Engellaͤnd l. Engelled 48 Z. 5. 6 weiſen l. weißen 55 Col. h. Z. 1. der l. das 62 Z. 33 AL. B0kRO lI. ALBARO 63 Z. 10. 11. Anſchieſen l. Anſchießen 65 Col. a. Z. 21 aluminiens l. aluminieres 71 Anm. 1 Z. 2 Phlegma l. Phlegma's 74 Col. a. 3. 2 Anh.) S. 32. l. Anh. S. 32.) 81 Anm. 3 3. 27 Schwefelichte oder Brennbare, lies Schwefelichtes oder Brennbares. 88 3. 17 Krämplat l. Krämplut 89 Z. 7 kleiner l. keiner 90 3.5 langſtrehliche l. langſtrahliche 105§. 19 Z. 9 der l. dem — Anm. 132(eldfangd l.(eldfangd) — Cal. b. Z. 1 Niederſchlag l. Niederſchlage 108 Anm. 2 3.5 farbe l. farben. 110 Z. nach Kieſel l.(137) nach Bleyerz(138) 121 Col. b. Z. 26 Stochliſchen l. Stahliſchen 123 Anm. 3. 14 Kuͤherſt l. Kuͤhnſt 120 Z. 13 Mcidi l. Acidis 134 3. 3³ das folgende l. aus dem folgenden 135 letzte Z. welchen l. welchem 145 Col. b. S. 12 zwar l. und zwar 151§ 13 N. bruͤchige l. muͤrbe 156 Col. b. S. 10 wieder l. weiter. 161 Anm. 194 letzte Z. Hagers l. Hagens — 3. 6 es l. ſie —§. 21 3. 2 einer l. einem 153 3. 1 von l. vom 165 Anm, 1 3.1 Amerk. l. Anmerk, IIIIIIilibl. 1IIIIIIIIIIIIIIIIIII Seite 8 AIiIbill IIIIIIIIIIITIHIIIIILILIINIAIIIII 166 N.; Bochſalz findet man auch l. findet man auch Kochſalz 167§. 26 Z. 6 viel l. weit — Anm. 3.7 Vitriolſaure l. die Vitriolſaͤure 176 Z. 5 00. l. Abh. — Anm. 1 3. 6 Kolberg l. Rolbe 177. 209 204e l. 203 e 179(211) lI.(211) d) 182 3.4 wenig l. wenigem 184 Anm. 213 Dieſe l Die erſtere 188 Col. b. Z. 6 durchs fluͤchtige Laugenſalz des l. durch die Kalcherde des fixen 6 195 Col. a. Z. 21 feſterm l. feſtem —— b. Z. 17 Flüßens l. Fließens 196— b. 3. 1. unter l. und unter — N. 7 3.4 einen l. einem 197 Z. 10 Vitriolſaͤuren l. Vitriolſaurem 198 Anm. 3 3. 11 und mit l. mit —— letzte Z. ſelbigen l. ſelbigem 202§. 14 Z3. 6 Modell l. Model— 204 Z. 9 das Sedativſalz l. des Sedativſalzes 211 c. Z. 2 brauſe l. brauſet 226§. 3 Z. 6 ſelbiger l. ſelbige — Col. b. Z. 2. folinum l. falinum 228— zuzuſ. 1772. Nov. Comm. Goett. T. III. 230§. 6 Z.5 Rothſalz l. Rothſalz 234 Z.6 dem l. der 245 Anm. 1 3. 4 Matre l. Maire 262 Z. 13(§.) l.(§. 21 und 22. N. 1) 315 Anm. 295 3.8 Douſe l. Druſe 321 3.7 zuruͤcklaſſe l zuruͤcklaſſen — 3. 8 gleich l. gleichen — 3.9 von l. bey 322 3. 2 vom l von — 3. 6 der l. das 326 b. faͤſericht l. faſericht — c. faͤrben l. faͤrbe 350 Anm. 2 3. 17 Boccoua l. Boccone — Anm. 307 3. 4 ſandichtem l. ſandichte 352 Anm. 308 Z.3 Bomarn l. Bomare 360 Anm. Browne l. Brown ———xöͤi————Q—ę—QꝭQꝭQ—ÿjy ——— 2 r d tiolſin ———— den ketihſeg 1 6 8 L 9 P W 1 epee MnensAapne eneAeene Wargadba d 1eJeſtenn 1Pn; dd ſl 1 Megh- O ecm 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 W Colour& Grey Control Chart Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta eeweewenecniddc ewweeereeeeeder ſree Grey 3 8 Grey 4 Blace 1 1I Raakaan V 8 L ebſalsſe 1eee, 1al 1 en 1I.-,V,N,, daganagahndangän Aananane I agang! Al- M VTnnnnn d 1 2 3 4 5 6 8 9 10 11 12 13 SAhr- Colour& Grey Control Chart ee2S Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta „wune dCrey Se Giey⸗ gUñgnh&mg lo