La Ppofeſſ — — ͤ— .— Darſtellung der Landwirthſchaft Großbritanniens in ihrem gegenwaͤrtigen Zuſtande. Nach dem Engliſchen bearbeitet von Dr. A. G. Schweitzer, Profeſſor der Landwirthſchaft zu Tharandt und vieler gelehrten Geſellſchaften wirklichem, korreſpondirendem und Ehrenmitgliede. In zwei Baͤnden. ONdl HE Zweiter Band. Mit 37 eingedruckten Holzſchnitten. Leipzig: F. A. Brockhaus. 18 40. Nah wir nur dder vi Naſche von de auf aͤe und im in den vachſen 9 nnd Be eine fru af ſeb für atm un Ab di Ne Vade Fzeihen den ſch rigen ilrixen 8 nͤglch dern w 3 otract 6 chon ſo rimn U Zweiunddreißigſtes Kapitel. Von der Fuͤtterung des Rindviehs. Nach Beendigung des uͤber den Ackerbau zu Sagenden haben wir nun das in einer Wirthſchaft zu haltende Vieh zu betrachten, oder vielmehr, wie Bakewell ſich gluͤcklich ausdruͤckte, die beſte Maſchine zur Verwandlung des Futters in Geld. Das Rindvieh, von dem wir zuerſt ſprechen wollen, wird im Sommer entweder auf der Weide oder mit gemaͤhetem Gruͤnfutter auf dem Hofe, und im Winter in Staͤllen, oder unter Schuppen oder auch blos in den Strohhoͤfen mit Heu, Stroh, Oelkuchen und Wurzelge— waͤchſen, die bald roh, bald gedaͤmpft gegeben werden, erhalten. Bei der Weide verdient die Auswahl des fuͤr deren Boden und Beſchaffenheit paſſendſten Viehs die Hauptruͤckſicht. Wer eine fruchtbare Wieſe oder ein reiches Marſchland beſitzt, kann auf ſelbige Maſtochſen bringen, ſo groß ſie nur zu finden ſind; fuͤr aͤrmeren Boden und duͤrftigere Weide, die nur kurzes Gras zum Abbiß liefert, eignen ſich dagegen keine Ochſen beſſer, als die kleinen Galloway's oder andere Hochlandsraſſen. Wird die Weide wieder etwas reicher auf dem beſſern Turnipsboden, dann zeigen ſich die mittelgroßen Raſſen von Fifeſhire, uͤberhaupt aus dem ſchottiſchen Niederlande, oder aus Herefort und die kurzhoͤr— nigen Yorkſhirer am vortheilhafteſten. Die Viehmaͤſter handeln uͤbrigens kluͤglich, wenn ſie auch den Boden unterſuchen, wo das Vieh, welches ſie kaufen wollen, auferzogen wurde, und wo moͤglich immer ſolches waͤhlen, das auf einem geringern aufwuchs; denn wenn junges Vieh von einem guten auf ſchlechten Boden gebracht wird, ſo bleibt es in ſeinem Wachsthum zuruͤck, und iſt es ſchon alt genug, um fuͤr den Fleiſcher fett gemacht zu werden, ſo nimmt es nicht ſo gut und ſchnell zu, wie ſolches von minder II. 24 370 Zweiunddreißigſtes Kapitel. 7 guter Weide. Im Allgemeinen bezahlen ſich maͤßig große Ochſen rin Re von 40— 60 Stein Gewicht(den Stein zu 14 Pfund gerechnet) auf 3 beſſer, als ſehr große. Ihre Maſt vollendet man am beſten mit iauns Turnips und etwas Oelkuchen, nachdem ſie ſich auf der Weide idun ziemlich herangefreſſen haben. Nichts aber iſt unvortheilhafter, 1 als das Aufſtellen von Ochſen, um ſie fett zu machen, ehe ſie udnd u ſchon auf der Weide in einen guten Zuſtand gekommen ſind.„ uideſt Der Nutzen des Viehmaͤſters haͤngt mehr von der Guͤte der Zucht, lndes un als von der Groͤße der Stuͤcke ab, und das groͤßte Geheimniß Grasweide liegt darin, die Thiere zu erkennen, die in der kuͤrzeſten Zeit das ni erd meiſte Fleiſch bei der verhaͤltnißmaͤßig geringſten Futtermenge anſetzen. beſten zu Was die verſchiedenen Raſſen betrifft, ſo unterlaſſen wir es, Geſchech hier eine entſchiedene Meinung uͤber ſelbige auszuſprechen, denn die dß Kab Vorzuͤge, welche der einen oder der andern zugeſchrieben werden, nütos er ſind bereits vielfaͤltig mit ſolcher Waͤrme hervorgehoben worden, ft, ab? daß es hoͤchſt ſchwierig ſein wuͤrde, bei den ſo entgegengeſetzten ſie jadoch Anſichten daruͤber ein entſcheidendes Urtheil zu faͤllen. Wir ver⸗ dgläch! weiſen in dieſer Hinſicht auf die Geſchichte der engliſchen Rind⸗ An viehzucht des Hrn. Youatt, welche die Geſellſchaft fuͤr Verbreitung ühe, nuͤtzlicher Kenntniſſe ebenfalls herausgegeben hat*), ſo wie auf gemolken das, was uͤber Vieh und Weide im 7., 8. und 31. Kapitel des gleichen eid abe *) Deutſch von Hering. Um einen Begriff von der Groͤße und dem Dia Werth der engliſchen Viehzucht zu geben, ſtehe hier eine Stelle aus der Ein⸗ Güte beſ leitung dieſes Werkes fuͤr die, welche ſolches nicht beſitzen. Einhundert und und verk ſechzigtauſend Stuͤck Rindvieh werden allein in Smithfield, auf dem großen dand ber Londoner Viehmarkt, jaͤhrlich verkauft ohne die Kaͤlber und die bereits ge⸗ ſchlachteten Rinder, die aus mehren Gegenden des Landes zum Verkauf ge⸗ ds entwe bracht werden. Nehmen wir an, es ſei dies, wiewohl es kaum zu glauben, Oind die der zehnte Theil des ſaͤmmtlichen in den vereinigten Koͤnigreichen jaͤhrlich ge⸗ dach M. ſchlachteten Rindviehs, ſo wuͤrden das Jahr 1,600,000 Rinder zur Schlacht⸗ bank kommen. Rechnet man nun das Leben jedes Ochſens und jeder Kuh im„öö Durchſchnitt auf fuͤnf Jahre und den Preis eines jeden Stuͤcks zu 10 Pfund)6 Sterling, ſo gaͤbe dies fuͤr den Geſammtwerth des erwachſenen Rindviehs in llos mit England 80 Millionen Pfund Sterling. Ferner kommen jaͤhrlich in Smith⸗ ras fit field zum Verkauf 1,200,000 Schafe, 36,000 Schweine und 18,000 Kaͤlber; nnn eine nehmen wir dieſe ebenfalls als den zehnten Theil des Geſammtbedarfs des und nun vereinigten Koͤnigreiches an, und rechnen, daß das Leben jedes Schafes und git,d jedes Schweines zwei Jahre dauere und der Preis eines Kalbes 2 Pfund Vnih 10 Schilling, der eines Schweines 2 Pfund und der eines Schafes 1 Pfund 3 10 Schilling ſei, ſo kommen wieder nah an 40 Millionen heraus und ſo 3 kann man den Geſammtbetrag des Rind⸗, Schaf⸗ und Schweineviehs in Groß⸗ britannien gegenwaͤrtig mindeſtens auf 120 Millonen Pfund Sterling anſchlagen.— hſen hnet) mit Veide xfter, e ſie ſind. ucht, mniß das ezen. res, n ie rden, rden, tzten ver⸗ Rind⸗ ftung auf des dem Ein⸗ t und roßen s ge⸗ ff ge⸗ -uben, ch ge⸗ hlacht⸗ uh im Pfund hs in mith⸗ ilber; 3 des 3 und pfund pfund nd ſo Groß⸗ lagen. Von der Fuͤtterung des Rindviehs. 371 erſten Bandes geſagt worden iſt, und beſchraͤnken uns daher hier auf einige nachtraͤgliche Bemerkungen uͤber das Weiden, auf die Abwartung des Viehs auf dem Wirthſchaftshofe und auf eine Beſchreibung des Molkereiweſens. Die Benutzung der Weide iſt verſchieden nach der Natur des Bodens und nach den Anſichten des Viehhalters. Dieſer muß zuvoͤrderſt ſowohl die Beſchaffenheit, als die Flaͤche ſeines Weide⸗ landes unterſuchen. Dies kann entweder natuͤrliche oder angeſaͤete Grasweide, geſunde Wieſe oder Marſchweide ſein, und demgemaͤß muß er das Vieh auswaͤhlen, naͤmlich ſolches, das darauf am beſten zu gedeihen verſpricht. Dabei darf auch das Alter und Geſchlecht der Thiere nicht uͤberſehen, und die alte Bemerkung, daß Kalben mehr Vortheil bringen, als junge Ochſen, nicht fuͤr nutzlos erachtet werden. Verſchnittene Kalben werden ſchneller fett, als Ochſen derſelben Raſſe, aber nicht ſo ſchwer; man ſchaͤtzt ſie jedoch dafuͤr hoͤher an Werth, und daher erlangen ſie auch, obgleich 4—5 Stein leichter, immer einen hoͤhern Preis*). Junge gelte Kuͤhe liefern ebenfalls vortreffliches Fleiſch und ſelbſt alte Kuͤhe, wenn ſie eben den Bullen angenommen haben und nicht gemolken werden, maͤſten ſich in der Regel leichter, als Ochſen gleichen Alters, geben aber minder gutes Fleiſch. Altes Vieh wird aber im Ganzen nie ſo ſchnell fett, wie junges. Diejenigen Landwirthe, welche natuͤrliche Grasweide minderer Guͤte beſitzen, geben ſich mehr mit der Aufzucht des Viehs ab, und verkaufen daſſelbe jung und mager an ſolche, die beſſeres Land bewirthſchaften, und dadurch in den Stand geſetzt werden, es entweder auf der Weide, oder auf dem Stalle fett zu machen. Sind dieſelben nicht reichlich mit Land verſehen, ſo kaufen ſie erſt nach Michaelis das Jungvieh, halten es mit Stroh und Turnips *) Eine geſunde kraͤftige dreijaͤhrige Kalbe der langhoͤrnigen Raſſe kann, blos mit Gras gemaͤſtet, 600 Pfund ſchwer werden, waͤhrend ein Ochſe mehr Gras frißt und dafuͤr in einem Jahre nicht ſo viel an Fleiſch zunimmt. Laͤßt man eine ſolche Kalbe im dritten Jahre kalben, dann ſechs Monate melken und nun erſt fett werden, ſo daß ſie in ihren vier Vierteln 600 Pfund Fleiſch gibt, dann liefert ſie in ihrem vierten Jahre an Nahrungsſtoff: 1) ein Kalb, das ſechs Wochen alt, wiegt 140 Pfund. 2) Käſe-......... 360„ 3) Fleiſch....... 600„ Summa. 1100 Pfund. alſo weit mehr, als ein Ochſe gleichen Alters. 24* 372 Zweiunddreißigſtes Kapitel. d auf dem Strohhofe, bis es auf die Weite gehen kann, und ver⸗ den er fü kaufen es gewoͤhnlich fett am Ende des Herbſtes, auch wohl zu Ate i andern Zeiten des Jahres, bald fruͤher, bald ſpaͤter, je nachdem velte in die Beſchaffenheit der Weide und der Zuſtand der Thiere ſolches meien, d verſtatten. pier de Andere, die viel Wieſen haben, kaufen Ochſen kleiner Art Diſſen, und Schafe bald nach der Heuerndte, und laſſen den Nachwuchs„ ſir unba von ihnen abfreſſen; auf dieſe Weiſe werden ſie, wenn dieſer ben ſo reichlich iſt, mit Hilfe von etwas Heu und Oelkuchen, zu Weih⸗ lher nut nachten fett. Außerdem gibt es noch verſchiedene andere Einrich— dr Mäſt tungen, um den Markt das ganze Jahr hindurch nach und nach mnerwaͤhn mit fettem Vieh zu verſehen. Nicht ſelten behalten die Maͤſter ds Larde die dazu beſtimmten Thiere zwei Jahre; waͤhrend des erſten be⸗ ie Vaht kommen dieſe nur ſo viel Futter, daß ſie in gutem Zuſtande zwebmif bleiben, aber im zweiten Sommer werden ſie auf die beſte Weide teſſer gebracht und gegen Ende des Jahres auf dem Stall vollends fett ſhritih gefuͤttert. dunſ Das Alter und die Gewichtszunahme betreffend, ſo iſt durch Vorthe die ausgezeichnetſten Viehzuͤchter und Maͤſter in Schottland dar⸗ f 8 gethan worden, daß vom Galloway-Vieh, wenn es waͤhrend des giſhaf Sommers auf guter Weide gehalten und im Winter nur ſo ge— in Alg fuͤttert wird, daß es nicht abmagert, im Durchſchnitt ein Stuͤck fum d von 2 bis 2½ Jahren wiegt 30 Stein, à 14 Pfund. llit i 3—⸗ 3 ½ 3 ⸗ 41 2 his 4 ⸗ 4 ½— 51 ereits: Kein Alter eignet ſich vielleicht beſſer zum Maͤſten, als das 33 vierjaͤhrige, ſowohl in Bezug auf die Menge, wie auf die Guͤte 11— des Fleiſches. So verſichern die erfahrenſten Viehhaͤndler und nif Fleiſcher, daß von den groͤßten engliſchen Rindviehraſſen ein Stuͤck, iinm ſobald es regelmaͤßig geweidet, nicht noch auf dem Stall gefuͤttert önſ werde, in dieſem Alter im Durchſchnitt habe 4 Vime 110 bis 115 Steine à 8 Pfund Fleiſch, und 20⸗ 25 ⸗ à⸗ ⸗ Fett und Haut, choſſ daß aber ein ſieben Jahr alter Ochſe, der bis dahin gezogen habe, Witſſ und dann fettgeweidet werde, kaum noch zehn Procent am Ge— geſcut wicht zunehme. d Iu Dies wird beſtaͤtigt durch die Erfahrungen des Lord Spencer, riſan der ſelbſtgezogene Ochſen in großer Menge fett weidet, indem er üigi ſie nur in dem letzten Sommer, ehe er ſie dem Fleiſcher verkauft, ian d auf die beſte Weide bringt. Er hat die Gewohnheit, den Preis, S 4, üüm: das Guͤte und tuͤck, ittert abe, Ge⸗ ner, er uuft, reis, Von der Fuͤtterung des Rindviehs. 373 den er fuͤr jedes Stuͤck erhaͤlt, mit der Zahl der Tage von deſſen Alter zu dividiren, und hat dabei gefunden, daß die Thiere, welche im vierten Jahre ihres Alters an den Fleiſcher abgegeben werden, die Fettweide beſſer bezahlen, als die, welche fruͤher oder ſpaͤter daran kommen. Da nun die Unterhaltungskoſten der Ochſen, ehe ſie fettgeweidet werden, auf den geringern Weiden ſehr unbedeutend ſind, und die vierjaͤhrigen drei Viertheile ihres Lebens ſo wohlfeil zu erhalten ſind, im dritten Jahre fettgeweidete aber nur zwei Drittheile deſſelben, ſo erſcheint der Vortheil bei der Maͤſtung vierjaͤhriger Ochſen ſehr bedeutend. Doch iſt nicht unerwaͤhnt zu laſſen, daß manche große Viehmaͤſter im Norden des Landes auch ſehr ſchwere dreijaͤhrige zu Markte bringen und die Wahrnehmung, daß ſie bei dieſem Verfahren bleiben, fuͤr die Zweckmaͤßigkeit deſſelben in ihrer Lage zu ſprechen ſcheint, auch verſichert Dickſon, ein bedeutender Viehhaͤndler, in der landwirth⸗ ſchaftlichen Vierteljahrsſchrift Nro. 30 S. 275, daß die Kurz⸗ hornraſſe ſchon im zweiten Jahre ihres Lebens mit dem groͤßten Vortheil zur Vollkommenheit zu bringen ſei. Bei der Beſetzung des Weidelandes mit Vieh, die von der Beſchaffenheit des Bodens und Graswuchſes abhaͤngt, kann man im Allgemeinen die oͤrtliche Gewohnheit, in der Regel das Re— ſultat der Erfahrung, als den ſicherſten Fuͤhrer anſehen. Hier bleibt in Bezug darauf nicht viel zu dem hinzuzuſetzen, was bereits im einunddreißigſten Kapitel des erſten Bandes daruͤber geſagt worden, nur darauf iſt aufmerkſam zu machen, daß das Vieh im Fruͤhjahr nicht eher auf die Weide kommen darf, als bis es daſelbſt volle Nahrung findet, und daß das zum Fettwerden beſtimmte die beſten Weiden und die Vorhut darauf haben muß. Ihm ſolgt dann das Jungvieh, welches darauf bleibt, bis es im Winter aufgeſtallt oder in den Strohhof gebracht wird. Dieſer iſt auf manchen großen Guͤtern ein fuͤr ſich um— ſchloſſener Raum, auf den meiſten jedoch ein offener von den Wirthſchaftsgebaͤuden umgebener Platz, der gegen die kalten Winde geſchuͤtzt und reichlich mit Stroh beſtreut, hinlaͤnglich warm fuͤr das Jungvieh wird. Haut und Haare deſſelben werden hier ge— wiſſermaßen unempfindlich gegen das Wetter, und es leidet daher, obgleich dem Regen und Schnee ausgeſetzt, im Ganzen nur wenig von der Kaͤlte; doch gedeiht es ſichtbar beſſer, wenn es den Schutz eines bedeckten Schuppens genießt, unter den es ſich nach Be— lieben zuruͤckziehen kann. Es ſollte ihm daher ſtets dieſer Schutz 374 Zweiunddreißigſtes Kapitel. i i inen ſod zu Theil werden. Moͤge indeſſen der Hof mit Schuppen verſehen urhn ſein oder nicht, ſo ſollte er doch jederzeit durch Saͤulen und Riegel ſt dygen in mehre Abtheilungen gebracht werden, um die Thiere verſchie⸗ diſs du denen Alters und verſchiedener Staͤrke von einander trennen zu Aagathun köͤnnen. Auch muͤſſen ſie, zumal die Ochſen, hinlaͤnglichen Raum luttt ric haben; denn es ereignen ſich leicht Unfaͤlle, wenn ſie ſich ſtoßen je Fhi und draͤngen.*ghaltne In dieſen Strohhoͤfen bezweckt man gewoͤhnlich nur, das ſmki u Vieh in dem Zuſtande der Beleibtheit, den es auf der Weide er⸗ Lalſt langte, zu erhalten und zugleich das Stroh in Miſt zu verwan⸗ gnij m deln, es iſt daher ein ſehr uͤbliches Verfahren, das Futter der ne m Thiere blos auf Hafer⸗, Weizen⸗, Bohnen⸗ und Erbſenſtroh zu nt. beſchraͤnken, weder Heu, noch Turnips daneben zu geben. Boh⸗ nenſpreu iſt ein Leckerbiſſen fuͤr ſie und eben ſo die aus den Pferdeſtaͤllen kommende feuchte Streu, die deshalb taͤglich auf den Hof gebracht und daſelbſt ausgebreitet wird. Wenn ihnen dabei ein weiches warmes Lager bereitet, und das Dreſchen ſo eingerichtet wird, daß ihnen taͤglich friſches Stroh in die Raufen 4 geſteckt werden kann, ſo bleiben ſie allenfalls in ihrem Zuſtande; aber in den meiſten Faͤllen magern ſie in den Fruͤhlingsmonaten, wo das Stroh austrocknet und ſeine geringe Nahrungskraft vol⸗ lends einbuͤßt, ſo ab, daß vielleicht, wenn ſie nun auf die Weide kommen, mehr als ein Monat vergeht, ehe ſie wieder ihren vorigen Zuſtand erreichen; an eine Verbeſſerung deſſelben in dieſer Zeit Bic gar nicht zu denken iſt. Dazu kommt noch, daß bei dieſer Fuͤt— gel terungsweiſe nur ein ſchlechter, kraftloſer Duͤnger gewonnen wird, agnd der nicht halb ſo wirkſam iſt, wie der von wohlgenaͤhrten Ochſen. deſehen Es iſt daher gewiß ſehr raͤthlich, dem Jungvieh eine Futterzulage all rie von Turnips zu geben, die man immer mehr verſtaͤrkt, je mehr nihend das Stroh an Naͤhrkraft verliert. Bis Lichtmeß ſind 30 Centner un in Turnips fuͤr 20 Stuͤck gewoͤhnlicher Groͤße eine hinreichende* in de Gabe taͤglich, nach Lichtmeß aber ſollte ſie, wenn es der Vorrath iige, erlaubt, bis auf 45 Centner geſteigert werden. Auf Guͤtern mit heſſcen ſtrengem Thonboden, wo die Turnips nicht gedeihen, haͤlt man und no freilich oft eine ſolche beſſere Fuͤtterung fuͤr zu koſtbar, wenn dißß g zumal das Heu einen hohen Preis hat. Hier ſollte man aber ſlumn ſtets einige Fuder duͤrren Klee dazu beſtimmen und davon jeden richern Morgen und jeden Abend etwas, mit Stroh zu Haͤckſel geſchnitten, fütung den Thieren vorlegen. Der beſſere Zuſtand, in den dieſe dadurch ſErchi kommen und die groͤßere Guͤte des gewonnenen Miſtes bezahlen* Fſs Von der Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs. 375 einen ſolchen Aufwand jedesmal reichlich. Vornehmlich den Land⸗ wirthen, die ſich mit der Auferziehung des jungen Viehs abgeben, iſt dringend anzurathen, denſelben nicht zu ſcheuen, denn bleibt dieſes durch zu kuͤmmerliche Ernaͤhrung im Winter in ſeinem Wachsthum ſitzen, ſo erlangt es ſpaͤter ſelbſt durch das reichlichſte Futter nicht nur ſeine volle Groͤße nicht, ſondern auch niemals die Faͤhigkeit, ſo ſchnell und ſo gutes Fleiſch aufzulegen, wie beſſer gehaltenes. Es geht daher durch eine ſolche uͤbelverſtandene Spar⸗ ſamkeit an Zeit und Fleiſchmaſſe verloren und dieſer doppelte Verluſt faͤllt dem Viehzuͤchter anheim. Es laͤßt ſich wohl als gewiß annehmen, daß bei der Auferziehung des Viehs um ſo mehr an Geld gewonnen werde, je mehr man Geld darauf ver⸗ wendet. Dreiunddreißigſtes Kapitel. Von der Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs. Bei einer richtigen Wuͤrdigung des Bodens in den verſchiedenen Gegenden des Koͤnigreichs ergibt ſich, daß nur ein geringer Theil deſſelben reich und kraͤftig genug iſt, um ohne eine wenigſtens alle vier Jahre wiederkehrende Unterſtuͤtzung mit wirklich pflanzen⸗ naͤhrendem Duͤnger fortwaͤhrend ergiebige Ernten hervorbringen zu koͤnnen; aber ſo viel Duͤnger herbeizuſchaffen iſt, ausgenommen in der Naͤhe großer Staͤdte, fuͤr alle Landwirthe eine hoͤchſt ſchwie⸗ rige, manchmal kaum zu loͤſende und immer viel Nachdenken er⸗ heiſchende Aufgabe. Kalk, Mergel, Muſchelſand, Seifenſiederaſche und noch andere mineraliſche Dungmittel werden zwar mit zur Hilfe genommen; aber da ſie mehr anreizend und die im Boden ſchlummernden Kraͤfte weckend wirken, dieſen durchaus nicht be⸗ reichern, ſo hat ihre wiederholte Anwendung ohne gehoͤrige Unter⸗ ſtuͤzung von Duͤnger fauliger Art in vielen Faͤllen ſchon die groͤßte Erſchoͤpfung des Landes herbeigefuͤhrt. Sie ſind zwar vermoͤgend, dieſes eine Zeit lang zur Hervorbringung reicher Kornernten an⸗ 376 Dreiunddreißigſtes Kapitel. J zureizen, aber endlich verderben ſie ſolches gaͤnzlich und manche bm große Guͤter ſind durch die unverſtaͤndige Anwendung des Kalkes V 1, 3 ſo heruntergebracht worden, daß Jahre dazu gehoͤrt haben, ſie den m wieder in ihren fruͤheren Zuſtand zu verſetzen. Dies wuͤrde nie V 0, der Fall geweſen ſein, wenn es nicht an Vegetabilien zur Er⸗ 9 zeugung von Miſt, neben dem Kalk zu gebrauchen, gefehlt haͤtte. n Eine gehoͤrige Beruͤckſichtigung dieſer Thatſachen ſollte jeden A vn Landwirth veranlaſſen, auf die Erzeugung nicht nur ſolcher Ge— ki waͤchſe zu denken, die ihm unmittelbar den groͤßten Gewinn ge— ihin m waͤhren, ſondern auch ſolcher, die dem Boden wieder am meiſten n und zuruͤckgeben. Die Erfahrung hat gelehrt, daß dies durch die Ein⸗ rterung fuͤhrung der Wechſelwirthſchaft am ſicherſten geſchehen koͤnne, und Lemuu daß dieſe daher, zumal auf den minder ſchweren Bodenarten, die Knbelangt Grundlage jeder guten Wirthſchaftsfuͤhrung, gleichſam durch die ntter u Noth geboten ſei. Es iſt indeſſen kaum zu leugnen, daß in af dr Großbritannien die Verwendung der zur Erhaltung des Viehs d Land angebauten Gewaͤchſe noch nicht vollkommen verſtanden werde; in Menge T Flandern und einem großen Theil von Deutſchland maͤht man AWanze die zu ſeiner Sommernahrung beſtimmten ab und gibt ſie ihm Salfüt gruͤn im Stalle, und dies ſcheint in vielen Faͤllen ungleich vor⸗ Stalfütte theilhafter, als das Weiden. Manche einſichtsvolle Landwirthe inmalen haben daher auch in Großbritannien dieſes Verfahren theilweis wehrt, u nachgeahmt; indeſſen iſt es doch erſt ſeit den Bemuͤhungen des Ale und juͤngſt verſtorbenen Hrn. Curwen und einiger anderer ausgezeich— nommen, neter Landwirthe etwas allgemeiner dafelbſt geworden. In Irland d war iſt die gruͤne Stallfuͤtterung im Sommer kaum bekannt, doch hat B. neuerdings Hr. Blacker, ein ſehr erfahrner iriſcher Wirthſchafts⸗ Fu verſtaͤndiger, in einer kleinen Schrift uͤber die Verbeſſerung und V g Bewirthſchaftung kleiner Guͤter dieſelbe ſehr warm empfohlen. der Die Einwuͤrfe, welche man gegen die gruͤne Sommerſtall⸗ d fuͤtterung gewoͤhnlich macht, entſtehen aus der vorherrſchenden* 3 Idee, daß das Rindvieh ſich wohler befinde, wenn es ſich im 1 tr Freien ernaͤhre, als wenn es eingeſchloſſen werde, und daß das 8 Maͤhen und Hereinſchaffen des Futters zu viel Koſten verurſache, 1 die nur durch einen ſehr reichen Ertrag gedeckt werden koͤnnten. d Auch glaubt man vielfaͤltig, daß das mehrmalige Maͤhen einer ſi Wieſe, wenn man das Gras von ihr zum Gruͤnfutter auf dem 4 Stalle verwendet, nicht abweiden laͤßt, den Boden erſchoͤpfe. be Dies iſt aber ein Irrthum; denn dies erfolgt nie, wenn das r Gras vor der Bildung des Saamens gemaͤht wird und ſelbſt 3 Von der Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs. 377 wenn dieſe ſchon erfolgt, nur deſſen Reife noch nicht eingetreten iſt, man muß nur das allenfalls Entnommene durch eine ange⸗ meſſene Menge Duͤnger wieder zu erſetzen ſuchen. Auf duͤrftigem Boden und bei unterlaſſener Duͤngung mag indeſſen eine Er— ſchoͤpfung ſtatt finden, wenn man das Gras vor dem Maͤhen zur Saamenbildung kommen laͤßt; auch iſt nicht zu verkennen, daß es manche augenſcheinlich vortheilhafte Einrichtungen in der Land— wirthſchaft gibt, die nicht auf allen Bodenarten und in allen Lagen mit Erfolg anzuwenden ſind. Wenn der Boden indeſſen nur von mittelmaͤßiger Guͤte iſt, ergibt ſich bei der gruͤnen Stall— fuͤtterung eine große Erſparung von Gras und eine bedeutende Vermehrung des Miſtes. Was nun die Geſundheit des Viehs anbelangt, ſo laͤßt ſich allerdings nicht leugnen, daß die Thiere muntrer und ruͤſtiger zu ſein ſcheinen, wenn ſie ſich im Sommer auf der Weide befinden, als wenn ſie auf dem Hofe ſtehen; allein des Landwirths Abſicht geht darauf hinaus, die moͤglich groͤßte Menge Fleiſch auf den Thieren mit den moͤglich geringſten Koſten zu erzeugen, und dies iſt nach unſerer Meinung bei der gruͤnen Stallfuͤtterung am ſicherſten zu erreichen. Die Vortheile der Stallfuͤtterung im Winter mit ſaftigen Futtergewaͤchſen haben ſich in allen gutgefuͤhrten Wirthſchaften, wo man ſie verſuchte, be— waͤhrt, und wuͤrde ſie im Sommer eben ſo ſorgſam mit Gras, Klee und anderen derartigen angebauten Futterkraͤutern vorge— nommen, ſo wuͤrde ſie ſich vielleicht eben ſo vortheilhaft erweiſen und zwar aus folgenden Gruͤnden: 1) Bei dem Weiden werden eine Menge Pflanzen durch den Fußtritt, das Niederlegen, das Harnen und Miſten des Viehs verdorben und fuͤr dieſes ungenießbar gemacht. Dazu kommt noch, daß bekanntlich manche der beſten Graͤſer, die im jugendlichen Zuſtande das Vieh ſehr liebt, dieſem zuwider ſind und von ihm nur vom groͤßten Hunger ange— trieben gefreſſen werden, ſobald ſie alt geworden und zum Saamenanſatz gekommen ſind, und daß auf jeder Weide ſtets mehre ſo lange ſtehen bleiben, dadurch aber fuͤr den Viehmaͤſter ein großer Verluſt hervorgeht. Dies ereignet ſich nie, ſobald man ſie in einem paſſenden Zuſtande der Ausbildung abmaͤht. Es iſt auch erwieſen, daß das Vieh bei der Stallfuͤtterung manches ſchlechte Gras und Unkraut mit verzehrt, das es bei dem Weiden verſchmaͤht; ferner hat man bemerkt, daß das Gruͤnfutter, welches von der 378 Dreiunddreißigſtes Kapitel. v einen Viehart angehaucht und zuruͤckgelaſſen worden iſt, terunge von einer andern gern gefreſſen wird. So ſind die Ruͤck⸗ thelli ſtaͤnde aus dem Pferdeſtall den Ochſen ein angenehmes Pild Futter, und die Schweine freſſen rein auf, was andere ff na Thiere zuruͤckgelaſſen haben. nnüſen, 2) Bei der Stallfuͤtterung wird ungleich mehr und beſſerer ftoung Miſt gewonnen. Die Maſſe der Exkremente, welche das ß ichd Vieh fallen laͤßt, iſt zwar bei ſeinem Weidegang eben ſo nan le groß, als wenn es auf dem Stalle gefuͤttert wird, aber es gmintun geht dort faſt das Meiſte davon ungenutzt verloren, weil Bauenüt die Luft ſie zum Theil austrocknet und es nicht moͤglich iſt, B ſie mit Ausnahme der von den Schafen, gleichmaͤßig uͤber w du die ganze Flaͤche zu vertheilen. Bei der Stallfuͤtterung da⸗ in knen gegen kommen die Exkremente zur vollen Benutzung, man d Tic kann ſie ſammeln, ehe noch eine Verdunſtung ſtatt findet, ränein ſie mit Streu gemengt auf einen Haufen bringen und dar⸗ un gei aus einen vorzuͤglichen Duͤnger bereiten. Auch der Harn deem i kann in Gruben geſammelt und dadurch die Duͤngermaſſe Aphoem ſehr vermehrt werden. Selbſt ohne Anwendung von Stroh M5 zur Streu hat man, nach einem Berichte der Landwirth⸗ deruts ſchaftsgeſellſchaft zu Workington, gefunden, daß ein auf dut dem Stalle reichlich mit Gruͤnfutter genaͤhrtes Rind monat⸗ fhidern lich eine Tonne Miſt liefert. Setzt man dieſem auf dem Pyeite Haufen oder der Miſtſtaͤtte, waͤhrend er noch im feuchten tun V Zuſtande ſich befindet, Sand, Straßenkoth, Grabenauswurf dnn G und aͤhnliche Gegenſtaͤnde hinzu, ſo laͤßt ſich die Menge ad eines vortrefflichen Duͤngers noch ſehr vermehren. di din 3) Bei der Stallfuͤtterung werden die Beſchaͤdigungen an den Wäd Hecken durch das Vieh, ſo wie das Zertreten des Gras⸗ 3 dus landes durch daſſelbe bei naſſem Wetter gaͤnzlich vermieden; zaseh dieſes mehr gegen das Ungeziefer geſchuͤtzt und ihm, nament⸗ · Fahdd lich dem Arbeitsvieh, der Vortheil groͤßerer Ruhe verſchafft, Laruff denn es kann im Stalle ſeinen Bauch mit mehr Gemaͤch— ſihſ 1 lichkeit fuͤlen und ſich dann beſſer zum Schlaf hinlegen, diͤ als auf der Weide. dend ſi Trotz dieſer unverkennbaren Vortheile haben in England zur ſinen ſch Zeit doch nur noch wenige der ausgezeichneten Landwirthe die unehme Stallfuͤtterung bei ſich eingefuͤhrt. Einige ſogar, die dies, ange⸗ dau und regt durch Herrn Curwens Anpreiſungen derſelben und durch die dat gem von mehren Landwirthſchaftsgeſellſchaften ausgegangenen Aufmun-. Kte rnhenehn Von der Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs. 379 terungen dazu, gethan hatten, haben ſie wieder aufgegeben. Wir theilen dieſe uns unerklaͤrliche Erſcheinung redlich mit, da es der Wille der Geſellſchaft zur Verbreitung nuͤtzlicher Kenntniſſe nicht iſt, Jemand durch Ueberredung zu einem neuen Verfahren zu ver⸗ anlaſſen, ſie wuͤnſcht nur die Pruͤfung deſſelben durch ihre Em— pfehlung zu bewirken; doch koͤnnen wir nicht unbemerkt laſſen, daß ſich die Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs, ſo weit wir ſie kennen lernten, ſtets ſehr vortheilhaft gezeigt hat, und ihrer all⸗ gemeineren Verbreitung hauptſaͤchlich Vorurtheile und Liebe zur Bequemlichkeit entgegenzuwirken ſcheinen. Bei ihrer Ausfuͤhrung iſt vornehmlich darauf zu ſehen, daß das dazu beſtimmte Gruͤnfutter oftmals des Tages und ſtets nur in kleinen Gaben auf einmal vorgelegt werde, daß man das, was das Vieh etwa von einem Futter zuruͤcklaͤßt, ihm ſogleich weg— nehme und anderweit verwende, daß der Uebergang vom trockenen zum gruͤnen Futter nur allmaͤhlig geſchehe, und daß man neben dieſem immer etwas Stroh mitfuͤttere, um das daraus entſtehende Abweichen zu verhuͤten. Das beſte Mittel dagegen ſollen jedoch, wie uns verſichert worden, die jungen Spitzen des gemeinen Hai— dekrauts, unter das Futter bisweilen gemengt, abgeben. Auch iſt es ſehr vortheilhaft, eine Abwechſelung in den ver— ſchiedenen Futtergewaͤchſen eintreten zu laſſen. Dadurch wird der Appetit erhalten und das gleichmaͤßige Zunehmen der Thiere in ihrem Wachsthum am meiſten gefoͤrdert. Wuͤrden die verſchie— denen Gruͤnfuttergewaͤchſe gehoͤrig kultivirt, ſo koͤnnte es das ganze Jahr hindurch niemals an ſaftigem Gruͤnfutter fehlen. Die von der Weide verſchonte Nachmahd, Raigras, Kohl, Winterwicken und Luzerne wuͤrden im zeitigen Fruͤhjahre, Klee, Sommerwicken, Esparſette und die ſpaͤteren Luzerneſchnitte im Sommer, die Nach⸗ mahd der Wieſen und Klee im Herbſt, Turnips, Runkeln und Kartoffeln im Winter fortwaͤhrend hinlaͤnglich Futter darbieten, um ſelbſt ohne Zuſatz von Heu das Vieh reichlich fuͤttern zu koͤnnen. Fruͤh im Jahre, wenn Klee und Wicken noch nicht hinrei— chend ſind zur Erhaltung des Viehs, oder man Bedenken traͤgt, einen ſchnellen Uebergang vom trockenen zum gruͤnen Futter vor⸗ zunehmen, iſt es vortheilhaft, einen Theil dieſes Gruͤnfutters mit Heu und Stroh zu mengen. Wird dieſe Mengung den Tag zu⸗ vor gemacht, ſo daß ſie eine Nacht ſteht, ſo erlangt das trockene Futter eine Weichheit und Friſche, durch die es dem Vieh weit angenehmer wird. Beſondere Aufmerkſamkeit iſt auch darauf zu 380 Dreiunddreißigſtes Kapitel. richten, daß ſtets die richtige Menge von Gruͤnfutter, nicht zu viel und nicht zu wenig auf einmal, abgemaͤhet werde. Um dies zu bewerkſtelligen iſt es gut, Anfangs den Bedarf jeder Mahlzeit zu waͤgen und an die Koͤrbe, Karren, Wagen ꝛc. die man zum Her— beiſchaffen des Futters gebraucht, anzuſchreiben, wie viel jeder vollgepackt von den verſchiedenen Futtermaterialien faßt. Es iſt dies wenigſtens ein Mittel, die Dienſtboten an einige Ordnung zu gewoͤhnen, die in allen Geſchaͤften von der groͤßten Wichtigkeit, in keinem aber nothwendiger iſt, als in allen mit der Landwirth⸗ ſchaft verbundenen. Die Dienſtboten ſind freilich gegen die gruͤne Stallfuͤtterung; ſie erklaͤren dieſelbe fuͤr muͤhſelig und zeitraubend und meinen, die alte Fuͤtterungsweiſe ſei leichter und bequemer; aber wir ſollen den Zweig einer guten Wirthſchaft, der ſich ohne Muͤhe pflegen laͤßt, noch kennen lernen, oder die ſonderbare Er— ſcheinung noch erleben, daß mit Schlaͤfrigkeit derſelbe Vortheil zu erringen ſei, wie durch Thaͤtigkeit und Aufmerkſamkeit. Das Rindvieh ſollte bei der gruͤnen Sommerfuͤtterung in Hoͤfen gehalten werden, die rundum mit trockenen Schuppen zu ſeinem Schutz umgeben ſind. Man bringt dieſe Hoͤfe durch be— ſondere Vermachungen in verſchiedene Abtheilungen, um wenige Stuͤcke und nur ſolche von gleicher Staͤrke zuſammenſtellen zu koͤnnen, damit ſie ruhiger und ungeſtoͤrter freſſen und die ſchwaͤ— cheren nicht von den groͤßeren und ſtaͤrkeren vom Futter abgedraͤngt werden. Dieſe Hoͤfe muͤſſen ferner reichlich mit friſchem Waſſer zum Traͤnken verſehen ſein und immer reinlich gehalten werden, da die vom Gruͤnfutter ſo reichlich erzeugten Exkremente viel Schmutz verurſachen und das nicht in Reinlichkeit erhaltene Vieh keineswegs gedeiht. Um aber dieſen Vortheil zu erreichen iſt nichts weiter noͤthig, als ein wenig Zeitaufwand von Seiten des Land— wirths und ſorgſames Geſinde. Nicht wenige an Erfahrung reiche Viehmaͤſter geben zur Fuͤt— terung des ſpaͤter zu maͤſtenden Viehs offenen Pferchen den Vor— zug vor umſchloſſenen Hoͤfen, wenn ſie nur durch einen hohen Zaun gegen rauhe Winde geſchuͤtzt ſind. Es iſt allerdings wahr, daß daſſelbe manches Futter, das es im Stalle verſchmaͤht, auf⸗ zehrt, wenn es ihm auf dem Boden vorgeworfen wird. In eini⸗- gen Theilen von Norfolk und Suffolk beobachtet man ein eignes Verfahren, die Rinder auf Stoppelfeldern von Weizen und Gerſte anzubinden, ohne ihnen ein Obdach zu geben. Aus einigem alten Holzwerk, Riegeln und Bretern wird eine Art von Raufe und — — giine in h⸗ von dücn bin verd fil ie, liwichen leiner Gr diner dezu Verahten den unge durh ihre wahtt we Fede, d Mt aler dhh gt Schuyde de EF Drawe verſiche Ochſen Fede ſic haſter ſe ſaſthoß ſendet w Friien ge In das Viel cen Faͤl und hä ſichigen der a Der N Grüͤnfut lehrt, d wieder ſweffe ſch mit du haber fiͤen dige L Von der Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs. 381 Krippe aufgeſchlagen und davor treibt man im Schutz einer dich⸗ ten Hecke kleine Pfaͤhle in einer Entfernung von 3 bis 3½ Fuß von einander in den Boden, um die Thiere daran zu binden. Hier werden ſie nun aufgeſtellt, und mit herbeigefahrenen Ruͤben, Kohl ꝛc. gefuͤttert. Den Miſt wirft man hinter ihnen auf einen laͤnglichen Haufen zuſammen und ein hinter ihren Fuͤßen gemachter kleiner Graben fuͤhrt den Harn ab, nur einige ſammeln ihn in einer dazu beſonders angelegten Grube. Man ruͤhmt von dieſem Verfahren, daß es wohlfeiler ſei, als das Aufſtellen in mit Schup— pen umgebenen Hoͤfen, daß die Geſundheit der Thiere, die hier durch ihren engen Stand ſich hinlaͤnglich warm halten, beſſer be⸗ wahrt werde und die Anſammlung des Miſtes gleich auf dem Felde, das damit geduͤngt werden ſolle, großen Vortheil bringe. Mit aller Hochachtung fuͤr die Landwirthe Norfolks muͤſſen wir doch geſtehn, daß uns das Aufſtellen des Viehs in Hoͤfen mit Schuppen ungleich zweckmaͤßiger vorkommt. Dafuͤr ſpricht auch die Erfahrung eines der tuͤchtigſten unter ihnen ſelbſt, Herrn Draw's, der in ſeiner Beſchreibung der Norfolker Wirthſchaft verſichert, er habe durch genaue Verſuche auf demſelben Gute mit Ochſen derſelben Raſſe und Groͤße, mit Turnips von demſelben Felde ſich vollkommen uͤberzeugt, daß das Letztere weit vortheil— hafter ſei. Er ſetzt noch hinzu, daß Ochſen, auf dem Wirth— ſchaftshof ſelbſt gefuͤttert, ſchon im Februar auf den Markt ge— ſendet werden konnten, waͤhrend die auf angegebene Weiſe im Freien gehaltenen erſt in der Mitte des Aprils dazu tauglich waren. In einigen Gegenden von Schottland und Irland wird auch das Vieh angepfloͤckt(getuͤdert). Es macht ſich ſolches in man— chen Faͤllen nothwendig, wenn naͤmlich aus Mangel an Hecken und bei kleinem Beſitzthume die Thiere nicht gehoͤrig zu beauf— ſichtigen ſind, und deshalb entweder zu Hauſe behalten werden oder auf den Grundſtuͤcken der Nachbarn herumlaufen muͤſſen. Der Mangel an Dienſtboten macht uͤberdies das Maͤhen des Gruͤnfutters oftmals unmoͤglich und die Erfahrung hat auch ge— lehrt, daß das Vieh beſſer frißt und zunimmt, wenn es immer wieder friſches Futter bekommt, nicht uͤber das ganze Feld hin— ſchweifen darf. Dieſes Verfahren kommt in manchen Faͤllen ziem— lich mit der Stallfuͤtterung uͤberein und ſcheint noch den Vorzug zu haben, daß das Vieh dabei mehr Gelegenheit zum Genuß der friſchen Luft und zu einiger Bewegung hat. Daher machen auch einige Landwirthe in ziemlich großer Ausdehnung davon Gebrauch. 382 Dreiunddreißigſtes Kapitel. Es kommt indeſſen das Tuͤdern keineswegs der Stallfuͤtterung amt gleich; kaum iſt es etwas beſſer, als das Einſperren der Thiere, di der Schafe und des Rindviehs, in Hordenſtaͤlle, die man an ig einen andern Ort ruͤckt, ſobald das von ihnen umfaßte Land ab⸗ u a gefreſſen iſt, dadurch werden die Futtergewaͤchſe mehr geſchont, di als wenn ſie zur freien Weide dienen, und das Vieh erhaͤlt taͤg⸗ 6 Sii lich noch uͤberdies friſches Futter. Auch haben das Tuͤdern und* uude i Hordenfuͤttern noch den Vorzug vor den Weiden, daß bei ihnen dn 41 das abgefreſſene Stuͤck Land eine Zeitlang wieder geſchont und N St dadurch der Nachwuchs befoͤrdert werden kann, der uͤberdies durch Das die konzentrirten darauf fallenden Exkremente mehr beſchleunigt wird; auch muͤſſen dieſe nothwendig zur Verbeſſerung des Bodens weſentlich beitragen. Ahe Verſuche, die man zwiſchen der Stallfuͤtterung und dem DOa M Weidegange angeſtellt hat, ſprechen ſich, ſoviel davon bekannt ge— di worden, zu Gunſten der erſtern aus. Nach einigen hat dieſelbe V ſogar ſo außerordentliche Reſultate gewaͤhrt, daß man ſelbigen unmoͤglich vollen Glauben ſchenken kann. Die meiſten Mitthei⸗ V lungen dieſer Art ſprechen ſich uͤberhaupt in zu allgemeinen Aus⸗* druͤcken aus, ohne auf die Einzelnheiten ſo genau einzugehen, wie Het. es bei ſolchen Gegenſtaͤnden nothwendig iſt, wenn man zur vollen 1 Gewißheit kommen ſoll. Wir verlieren daher den Raum nicht— mit der ausfuͤhrlichen Nacherzaͤhlung ſolcher unbeſtimmten An— Aet! gaben, ſondern begnuͤgen uns mit der Auffuͤhrung einiger weniger V R. Thatſachen, die zwar meiſtens von Herrn Curwen, einem wahren Klch a Eiferer fuͤr die Stallfuͤtterung bekannt gemacht wurden, aber doch mef der wohl vollen Glauben verdienen, da Herr Curwen ein voͤllig Wedden rechtſchaffener Mann von den reinſten Geſinnungen war und ſeine naͤmlich Angaben keineswegs zu guͤnſtig ſind. Zu uͤbertriebene Schilderun⸗ u gen ſind gewiß der Sache, der ſie dienen ſollen, mehr ſchaͤdlich der d als foͤrderlich. 4 verbral Die Verſuche, von denen Herr Curwen der Ackerbaugeſell⸗ wounme ſchaft zu Workington, deren Praͤſident er war, Mittheilung machte, hältriſ wurden unter ſeinen Augen auf ſeinem Gute in Cumberland mit Tas d der groͤßten Genauigkeit angeſtellt. terift Der erſte wurde vorgenommen mit zwei zur Maſt beſtimm⸗ d 6 ten Kuͤhen, von denen die eine 10— 12 Jahr alt war und mehre V 8 Kaͤlber gehabt hatte, die andre im fuͤnften Jahre ſtand und noch Shs nicht traͤchtig geweſen war. Jene wurde auf dem Stalle mit RN A Gruͤnfutter, die andre auf der Weide gemaͤſtet. Der Vortheil*w Von der Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs. 383 war dabei augenſcheinlich auf der Seite der letztern, indem das Alter, in welchem ſie ſich befand, anerkannt das geeignetſte fuͤr die Maſtung iſt. Der Verſuch wurde begonnen den 14. Mai, und beendet den 1. October, dauerte demnach 140 Tage. Die auf dem Stall gefuͤtterte Kuh wog bei dem Aufſtellen 66 Stein und nahm an lebendem Gewicht bis ſie geſchlachtet wurde in folgender Weiſe zu: ſie wog den 4. Auguſt den 23. Auguſt den 6. Septbr. den 1. Octbr. 74 Stein, 77 Stein, 78 ½ Stein, 82 Stein. Das von ihr verzehrte Futter beſtand in 745 Stein gruͤnen Klee, 280 ⸗ Delkuchen, 30 ⸗ Sypreu. Die Maſtung wurde daher nicht mit Gruͤnfutter allein vollendet. Die auf der Weide gemaͤſtete Kuh wog am Anfange des Verſuches 57 Stein und am 1. October nuͤchtern 66 ⸗ Bei dem Schlachten ergab ſich folgendes: die erſtere gab die geweidete gab 45 St. 7 Pfd. Fleiſch in ihren vier Vierteln 36 St. 8 Pfd. Fleiſch 7 3 Talg 4 ⸗ 2 ⸗ Talg 52 St. 10 Pfd. 40 St. 10 Pfd. Nimmt man an, daß die Haut und der Abfall von heiden gleich an Werth geweſen ſeien, ſo berechnet ſich die Zunahme der auf dem Stall gefuͤtterten Kuh taͤglich auf 10½ Pence, die der Weidekuh dagegen nur auf 7½ Pence. Der Verkaufspreis war naͤmlich 4 Schill. 8 Pence pro Stein; die Weidekuh hatte 1 Acker Land zu 4 Guineen Pacht gebraucht; der Preis des Klees und der Oelkuchen dagegen iſt zu 1 Penny pro Pfund und der der verbrauchten Spreu im Ganzen zu 2 Schilling 6 Pence ange⸗ nommen worden. Demnach kann nun ein jeder nach ſeinen Ver⸗ haͤltniſſen und den gegenwaͤrtigen Preiſen die Rechnung ſteellen. Was die groͤßere Muͤhe und Abwartung bei der Stallfuͤtterung betrifft, ſo wird dieſelbe gewiß reichlich durch die groͤßere Menge und Guͤte des gewonnenen Miſtes bezahlt. Ein anderer Verſuch des Herrn Curwen war folgender. Sechs maͤßig große, drei Jahr alte Hochlandsochſen wurden den 27. Juni aufgeſtellt und bis zum 9. November groͤßtentheils mit Gras geringer Güte, aus Hecken, Pflanzungen und von Wegen 384 Dreiunddreißigſtes Kapitel. genommen, gefuͤttert, weil eine Hauptruͤckſicht dabei die Verzeh⸗ rung von Unkraͤutern war. Sie bekamen kein Stroh und nur den letzten Monat die Koͤpfe von Ruͤben und Moͤhren. Dennoch ergab ſich bei der folgenden Unterſuchung, daß ſie in dieſer Zeit um 75 Stein an Fleiſch zugenommen hatten. Dies machte, den Stein zu 4 Schill. 8 Pence berechnet, 17 Pfund 10 Schill., oder pro Stuͤck im Durchſchnitt 2 Pfund 18 Schill. 4 Pence, die man ziemlich als reinen Gewinn annehmen kann, und dazu kommt nun noch der Duͤnger, der reichlich fuͤr zwei Acker hingereicht haben wuͤrde. Eigen iſt es dabei jedoch, daß ſie, den 1. October ſtatt den 9. November geſchlachtet, einen groͤßern Gewinn noch abgeworfen haben wuͤrden, ohne das Extrafutter an Abfaͤllen von Moͤhren und Ruͤben beinahe ſechs Wochen lang zu verzehren, bei dem ſie alle ſechs nur zwei Stein im Ganzen zunahmen. Ihr lebendes Gewicht war naͤmlich zu verſchiedenen Zeiten folgendes: No. 27. Juni. 23. Auguſt. 1. October. 9. November. 1. 35 Stein 44 Stein 48 Stein 47 Stein 2. 35 3 44 ⸗ 46 ⸗ 46 ½ ⸗ 3. 36 ⸗ 48 ½ ⸗ 50 ⸗ 51 ⸗ 4. 37 2 46 ½ · 48 2 47 ½ 2 5. 38 2 47 2 50 ½ 2 52 ⸗ 6. 38 ⸗ 46 ½ ⸗ 49 ½ ⸗ 50 ⸗ Um zu unterſuchen, was fuͤr ein Einfluß auf junges Vieh ſich ergebe, wenn daſſelbe gar nicht auf die Weide komme, ſon— dern blos auf dem Stalle oder vielmehr im Hofe gefuͤttert werde, nahm Herr Curwen ſiebenzehn Kaͤlber, eilf von der Durham⸗ und ſechs von der Ayrſhire⸗Raſſe und ſtellte ſie auf, als ſie zwei Monate alt waren. Da bei dieſem Verſuche die Abſicht gleich mit dahin ging, ein fuͤr den Landwirth vorzuͤglich vortheilhaftes Verfahren bei der Aufzucht des Rindviehs auffindig zu machen, wurde jedes Geld koſtende Futtermaterial verworfen. Waͤhrend des erſten Monats ihres Lebens hatten jene Kaͤlber taͤglich nur 1 Gallon friſche Milch jedes erhalten, die drei nachfolgenden Mo⸗ nate bekamen ſie taͤglich 3 Gallon und daneben etwas Turnips und Heu, aber weder Mehl noch Oelkuchen. Vom Juni bis October beſtand ihr Futter einzig aus gemaͤhetem Klee; nach die⸗ ſem bis Ende Mai's aus Turnips, neben denen bis Lichtmeß etwas Heu, ſpaͤter aber nur Stroh gefuͤttert wurde. Nach dieſer Zeit ſtanden ſie an Groͤße wenig den auf gewoͤhnliche Weiſe ge— weideten von doppeltem Alter nach, und ihr Feiſtigkeitszuſtand war e au, d uſe, nd Gevite9 ee wurde Sorkngton tckgich roh guße ſchen. J talkn kn tmn zweit 6 Stein wudde. I richt weht icht dai Shten d vebdder Füj iichkeit d de Angan Lcem La Veide au dafür mo mers R. Klee⸗ ur mehr Vie der Wahr über hi daher n Shonlod de Somn Esperſete hafkäben ic, neh hadis, in höchſ dus hrbe Vurr ein 1 ieh ſon⸗ erde, am⸗ zwei leich uftes chen, rend nurx Mo⸗ ips bis die⸗ meß jeſer ge⸗ war Von der Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs. 385 ſo gut, daß eine ſolche ichtzehn Monate alte Kalbe der Ayrſhire⸗ raſſe, welche geſchlachtet wurde, 55 Steine à 14 Pfund lebendes Gewicht hatte, ausgeſchlachtet gab ſie 31 Stein 9 Pfd. Fleiſch 2 9 3 Talg. 34 Stein 4 Pfd. Sie wurde bei einer Zuſammenkunft der Ackerbaugeſellſchaft zu Workington verzehrt und ihr Fleiſch von allen Anweſenden fuͤr vorzuͤglich ſchmackhaft erklaͤrt. Die von der Durhamraſſe waren noch groͤßer und wuͤrden ausgeſchlachtet bis 46 Stein gegeben haben. Ja man war der Meinung, daß es gar nicht ſchwer halten koͤnne, das Stuͤck von ihnen bis 60 Stein nach vollende— tem zweiten Jahr zu bringen. Jede von ihnen verzehrte taͤglich 6 Stein Turnips und ½ Stein Heu, ſo lange dieſes gefuͤttert wurde. Als nachher Stroh an deſſen Stelle trat nahm man ſich nicht mehr die Muͤhe des Wiegens. Zu vergeſſen iſt jedoch dabei nicht, daß ſie auch taͤglich ein Futter von in Dampf gekochter Spreu erhielten, deſſen Waͤrme die Gedeihlichkeit des Gruͤnfutters befoͤrdert haben mag. Fuͤgen wir noch zu dieſen Nachweiſungen uͤber die Vorzuͤg⸗ lichkeit der Fuͤtterung mit gemaͤhetem Gruͤnfutter im Sommer, die Angabe John Sinclair's, daß bei dieſer Futterweiſe auf 17 Ackern Land ſo viel Rindvieh erhalten werden koͤnne, wie bei der Weide auf 50 Ackern,— ſo ſcheint dies ein wenig uͤbertrieben, dafuͤr moͤchte aber die von Herrn Brown auf Markle in Far⸗ mer's Magazin B. 6. S. 463 aufgeſtellte Behauptung, daß ein Klee⸗ und Raigrasfeld, zu Maͤhfutter benutzt, um die Haͤlfte mehr Vieh ernaͤhren koͤnne, als wenn es abgeweidet wird, mit der Wahrheit mehr uͤbereinſtimmen. Alle Thatſachen, die wir dar⸗ uͤber haben ſammeln koͤnnen, beſtaͤtigen dies, und es laͤßt ſich daher wohl als gemiß annehmen, daß namentlich auf ſtrengem Thonboden, der von Natur zu Turnips ſich nicht wohl eignet, die Sommerfuͤtterung auf dem Hofe mit gemaͤheten Wicken, Klee, Esparſette und Luzerne zu den groͤßten Verbeſſerungen des Wirth⸗ ſchaftsbetriebes zu rechnen ſei; denn es wird dabei nicht nur moͤg— lich, mehr Vieh von derſelben Flaͤche gut zu erhalten, ſondern uͤberdies auch mehr und beſſerer Duͤnger gewonnen, der wieder eine hoͤchſt wohlthaͤtige Ruͤckwirkung auf die Tragbarkeit des Bo⸗ dens haben muß. Ohne eine große Flaͤche immerwaͤhrende Weide iſt und eine kleine Menge von Vieh die Sommermonate hindurch 3 25 —— 886 Vierunddreißigſtes Kapitel. zu erhalten, wenn man nicht zur Stallfuͤtterung ſeine Zuflucht mit nehmen will; und iſt der Viehſtand nicht groß, ſo hat der Landwirth, welcher viel Acker beſitzt, mit deſſen vortheilhafter Be⸗ wirthſchaftung nur Koſten und Plage; denn nur wenn Ackerbau und Viehzucht im rechten Verhaͤltniß zu einander ſtehen(Horn und Korn— horn and corn— mit einander vereinigt ſind, ſagt der Englaͤnder) iſt die Erſchoͤpfung des Bodens durch den Pflug nicht zu fuͤrchten. Vierunddreißigſtes Kapitel. Winterſtallfuͤtterung des Rindviehs. Dieſe kommt in der Hauptſache mit der im Sommer uͤberein, nimmt aber in der Regel nicht eher den Anfang, als im October oder November, uͤberhaupt zu der Zeit, wo es noͤthig wird, das Bieh von der Weide zu nehmen. Manche Ackerwirthe, die kein Grasland beſitzen, kaufen auch wohl zu dieſer Zeit auf der Weide ernaͤhrtes Jungvieh, um es durch gute Winterfuͤtterung zum Markt vorzubereiten, und dies iſt es, was man gewoͤhnlich Stalffuͤt⸗ terung(stall fed) nennt, obgleich dieſes Maͤſten haͤufiger in offenen Hoͤfen ſtattfindet. Die Meinungen ſind noch ſehr daruͤber getheilt, ob offene Schuppen oder verſchloſſene Staͤlle beſſer dazu ſeien. Hinſichtlich der Geſundheit und vielleicht auch hinſichtlich der Kraͤftigkeit und des Wohlgeſchmacks des Fleiſches ſcheinen jene allerdings einige Vorzuͤge zu haben; aber mehre Beiſpiele ſprechen doch entſchieden dafuͤr, daß letztere mehr Vortheil gewaͤhren und Waͤrme dem Ge⸗ deihen der Thiere foͤrderlich ſei. Schon Arthur Young fuͤhrt in ſeinem Bericht uͤber die Landwirthſchaft in Eſſex zwei Faͤlle an, die dies beweiſen. Der verſtorbene Herr Moody zu Retford, ein ungewoͤhnlich gluͤcklicher Viehmaͤſter, hielt die Warmhaltung fuͤr ſo wichtig, daß er nach und nach die Luftloͤcher in ſeinem Maſt⸗ ochſenſtall, die deshalb mit Schiebern verſehen waren, faͤmmtlich choß b worde oddenihi bun nicch ſt ni beßte ttur Ro rinſſchſt vöthig ſande ſid ſe an fiie voden, ws ihte Daß 6 rech n man ſengen, ſie antr ſeben ſi genſtande In! zu Gyynde tinen H Stud an treten dn zu brauch kann das Rngeten vocdon macht n ſtehn ko Dee victiger nedden ſ dhies, Bena totiſch d Natt iat R handen -Juſucht o hat der after Ba Ackerbau n(Horn ind, ſagt en Pflug r uͤberein, n October wird, das „die kei der Weide zum Markt Stalfit⸗ in offenen ob offene Hinſichtlic tigkeit und gs einige entſchieden dem Ge⸗ fuͤhrt in Fͤlle an, tford, ein attung für rem Naſt⸗ fämmtlich Winterſtallfuͤtterung des Rindviehs. 387 ſchloß, bis die Thiere ſo ſchwitzten, daß das Haar ganz feucht wurde. Ehe dies erfolgte, nahmen ſie nach ſeiner Meinung nicht ordentlich zu. Faſt eben ſo wird auf dem Gute des Herrn Han⸗ bury zu Coggeſhall verfahren, wo das Maſtvieh ſo warm wie moͤglich ſteht, und man gefunden hat, daß dasſelbe dadurch ein weit beßres Gefuͤhl fuͤr den Markt von Smithfield bekommt. Arthur Young ſetzt uͤber dieſen Gegenſtand noch hinzu:„Viele wirthſchaften ohne nur die geringſte Idee davon zu haben, daß es noͤthig ſei, zu wiſſen, wie es Andere machen, und gewiß Tau⸗ ſende ſind ſchon fuͤr Oelkuchen umſonſt verſchwendet worden, weil ſie an frierende Thiere in ofſenen Schuppen von Leuten verfuͤttert wurden, welche glauben, ſie koͤnnen nichts Beſſeres lernen, als was ihre Großvaͤter ſchon machten.“ Daß auch das Jungvieh maͤßig warm zu halten ſei, wenn es recht wohl gedeihen ſoll, laͤßt ſich nicht ableugnen; doch darf man es nicht ſo weit treiben, daß die Thiere zu ſchwitzen an— fangen, weil dadurch ein Jucken auf ihrer Haut erregt wird, daß ſie antreibt, ſich zu reiben. Statt alſo ruhig ſich hinzulegen, ſtehen ſie auf und ſcheuern ſich an irgend einem erreichbaren Ge⸗ genſtande; dies iſt aber ihrem Zunehmen nicht foͤrderlich. In Betreff der offenen Schuppen bemerkt auch Herr Ellmann zu Glynde, er habe gefunden, daß neun Stuͤck, unangebunden in einem Hofe ſtehend, eben ſo viel Futter konſumiren, wie zwoͤlf Stuͤck angehaͤngte, weil ſie einen großen Theil deſſelben ſo zer— treten und verwuͤſten, daß es zu nichts mehr, als auf den Miſt zu brauchen iſt. Stehn ſie aber angebunden auf dem Stalle, ſo kann das, was ſie verſchmaͤhen, immer noch zur Fuͤtterung ge⸗ ringeren Viehs, das man zu dem Ende ſtets nebenbei in einem beſondern Hof halten ſollte, mit verwendet werden. Die Staͤnde macht man gewoͤhnlich neun Fuß weit, damit zwei Stuͤcke darin ſtehn koͤnnen. Die Auswahl des zu maͤſtenden Viehs iſt ein vorzuͤglich wichtiger Gegenſtand fuͤr den Maͤſter. Wenn dasſelbe fettgeweidet werden ſoll, dann kommen nicht nur Raſſe und Eigenſchaften des Thiers, ſondern auch ganz vorzuͤglich die Beſchaffenheit der Weide in Betracht, denn auf einer ſolchen, wo ſich allenfalls ein kleiner Schottiſcher Ochſe fett frißt, wuͤrde ein Lincolnſhirer darben. Bei der Maſtung im Stalle, oder vielmehr Wirthſchaftshofe ſind jedoch letztere Ruͤckſichten nicht zu nehmen, weil hier die Menge des zu gebenden Futters ganz von der Willkuͤhr des Maͤſters abhaͤngt. 25*¼ 388 Vierunddreißigſtes Kapitel. Hier hat man daher nur Raſſe und Bauart, uͤberhaupt die Ei⸗ genſchaften des Viehs zu betrachten. Es iſt gewiß, daß ſich manche Raſſen beſſer zur Maſt eignen, als andere, dies haͤngt aber vornehmlich davon ab, ob ſie die Eigenſchaſten, welche uͤber⸗ haupt die Maſtung beguͤnſtigen in einem groͤßeren oder geringeren Grade als Raſſeeigenthuͤmlichkeit an ſich tragen. Da indeſſen auch Thiere einer Raſſe darin von einander abweichen, ſo hat man immer vorzugsweiſe auf dieſe Eigenſchaften zu ſehen. Ein zur Maſtung wohl geeignetes Rind macht ſich vor Allem durch einen ebenmaͤßigen gedrungenen Bau, ſtarke Viertel, weiten Rumpf, feine duͤnne Knochen, maͤßig ſtarke Haut, eine fettige Erhoͤhung unter der Zungenwurzel und große, volle Augen be⸗ merkbar. Ueberdies iſt noch folgendes zu beachten: ein kleiner Kopf mit feiner Naſe und weitgeoͤffneten Nuͤſtern, ſo wie ein ruhiger, ſanfter Blick, der ein geduldiges Temperament erwarten laͤßt, zeigen von guter Maſtfaͤhigkeit; der Hals muß ſchmal, lang und duͤnn am Nacken, aber weit und ſtark an den Schultern ſein; der Ruͤcken breit und gerade bis zu dem Punkt, wo der Schwanz angeheftet iſt, mit wohl daran ſich ſchließenden vollem Hintertheil; das Rippengewoͤlbe muß rund, faſt breit an den Lenden, hinter den Schultern von großem Umfang und der Raum zwiſchen dem Huͤftbein und der erſten Rippe ſehr klein ſein; die Vorderſchenkel ſeien kurz und weit von einander geſtellt, damit die Bruſt ein breites Anſehn erhalte, die Hinterſchenkel gerade und an die Keulen wohl angefuͤgt, ſo daß kein Abſatz zwiſchen ihnen ſtattfinde; die Flanken voll und ſtark. Ein ſo gebautes Thier erlangt nicht nur das ſchwerſte Gewicht, ſondern legt auch gewoͤhnlich das meiſte Fleiſch auf den beſten Stellen an, gibt den mindeſten Abfall und liefert ſo viel Talg, daß es ſich, wie die Fleiſcher ſagen, gut ſchlachtet. Doch ſind dieſe angegebenen Merk⸗ male nicht auch immer ſichere Anzeigen, daß ſich ein ſolches Thier ſchnell maͤſten werde; im Gegentheil weiß man aus Erfahrung, daß manche ungeſchickt gebaute Thiere mit ſtarken Knochen und abfallenden Keulen in dieſer Hinſicht nicht ſelten Vorzuͤge vor andern weit zweckmaͤßiger geſtalteten haben; aber dann zeigte ſich bei jenen die Haut, wenn auch hart und ſtark, doch bei den An⸗ fuͤhlen ſanft und elaſtiſch, mit jener geſchmeidigen, verſchiebbaren, ſeidenartigen Weichheit begabt, die immer das ſichere Zeichen eines geſunden Zuſtandes iſt, waͤhrend ſie bei dieſen feſt auflag und das darunterliegende Fleiſch ein hartes Gefuͤhl gewaͤhrte. Der zuſtnd nach d der ſii grin 1 d Hand Ir anhal teffn. lntruch nit aͤne dre gute tetbunden ſädenatt ſe fähle deite He James Punte dong ſtark, veichen unter de ſä dicht Der gorpers beachten, deſſchied Rippen (tore ar das ſen doen Stelle Krelhes und Fei deren fuuſg de Sch ſchet E apt die E⸗ daß ſih dies haͤng elche uͤber geringeren eſſen auch hat man vor Allem el, weiten ne fettige lugen be⸗ in kleiner wie ein erwarten aal, lang Schukern t, wo R den vollem t an den der Raum ſein; die lt, damit kel gerade zwiſchen gebautes legt auch gibt den „wie de nen Merk⸗ ſches Thier Frfahrung, ochen und zzuͤge vor zeigte ſich den An⸗ hiebbaren, chen eines uflag und rte. Der Winterſtallfuͤtterung des Rindviehs. 389 Zuſtand der Haut und des darunter befindlichen Fleiſches iſt dem⸗ nach ein Gegenſtand von groͤßter Wichtigkeit, den man nur mit der Hand erkennen kann. Es war daher auch die Meinung des großen Viehzuͤchters Culley, daß, bei der Beurtheilung des Viehs die Hand der zuverlaͤßigſte Richter ſei. Aber freilich kann ihr nur anhaltende Uebung das dazu erforderliche ſichere Gefuͤhl ver⸗ ſchaffen. Hat ſie es indeſſen einmal erlangt, dann gewaͤhrt die Unterſuchung der Haut auch die moͤglich groͤßte Sicherheit, weil mit einer guͤnſtigen Beſchaffenheit derſelben gewoͤhnlich auch an— dere gute Eigenſchaften, Reinheit des Blutes, Maſtfaͤhigkeit ꝛc. verbunden ſind. Eine ſchwache, papierartige Haut mit duͤnnem, ſeidenartigen Haar iſt ein Zeichen von Schwaͤche, und deshalb eben ſo fehlerhaft, wie eine grobe, zaͤhe, mit hartem, kurzen Haar be— deckte Haut, die immer einen ſchlechten Freſſer anzeigt.*) Herr James Dickſon gibt in ſeiner Abhandlung uͤber die wichtigſten Punkte bei der Beurtheilung des lebenden Viehs folgende Beſchrei— bung einer wuͤnſchenswerthen Beſchaffenheit der Haut:„ſie ſei ſtark, aber loſe, liege verſchiebbar gleichſam auf einer Lage von weichem Fett, gebe bei dem geringſten Drucke nach, ſpringe aber unter den Fingern wieder zuruͤck, wie ein Stuͤck Gemsleder, und ſei dicht mit glaͤnzendem weichen Haar bekleidet.“ Der Anſatz des Fleiſches auf den verſchiedenen Theilen des Koͤrpers iſt ebenfalls bei der Beurtheilung des Viehs wohl zu beachten, weil dasſelbe auf den verſchiedenen Theilen auch von verſchiedener Guͤte iſt. Der Theil, welchen man in Edinburgh Rippenſtuͤck(Spare-rib) in London Vorder⸗ und MNittelrippe (fore and middlerib) nennt, die Lenden und der Ziemer liefern das feinſte Fleiſch, und folglich hat auch der Ochſe, welcher auf dieſen Theilen das meiſte Fleiſch traͤgt, den groͤßten Werth. Die Stelle, welche ſich am eheſten fett zeigt, iſt der Obertheil des Kreuzes, und da die Menge des dort ſich ablagernden Fleiſches und Fettes nicht ſelten außer allem Verhaͤltniß mit den auf an— deren Stellen befindlichen iſt, ſo werden dadurch Unerfahrene haͤufig in Irrthum gefuͤhrt. Am ſßpaͤteſten zeigen ſich gewoͤhnlich die Schultern fleiſchig und fett, und man kann daher mit ziem— licher Sicherheit annehmen, daß das Thier bald voͤllig ausgemaͤſtet *) Ueber dieſe Eigenſchaften einer bei Maſtrindern wuͤnſchenswerthen Haut, hat ſchon Thaer in ſeiner engliſchen Landwirthſchaft B. 3. S. 670, nach Culley gruͤndlich geſprochen. 390 Vierunddreißigſtes Kapitel. ſei, ſobald dieſe gut belegt ſind. Wenn die Flanken ſtark belegt ſind und der untre Theil des Bauches hinten zwiſchen den Schen⸗ keln und Rippen ſich bei dem Anfuͤhlen recht voll zeigt, ſchließt man gewoͤhnlich auf viel inneres Fett, und deshalb ſehen immer die Fleiſcher hauptſaͤchlich danach, weil ihr Gewinn vornehmlich darin beſteht. Dieſe Theile muͤſſen daher auch bei dem Ankauf des magern Viehs wohl unterſucht werden, da von deren Faͤhig— keit, ſich mit Fleiſch und Fett zu belegen, kuͤnftighin ein vortheil⸗ hafter Verkauf abhaͤngt. Doch findet hier oft große Taͤuſchung ſtatt; der Feiſtigkeitszuſtand eines Ochſens faͤllt zwar in die Augen, aber es findet doch ſtets ein großer Unterſchied zwiſchen nur an⸗ ſcheinender und wirklicher Fettigkeit ſtatt; das Fleiſch eines nur dem Auge ſehr fett erſcheinenden Ochſens zeigt ſich nicht ſelten bei dem Anfuͤhlen locker und ſchwammig, das eines wirklich fetten erſcheint dagegen immer feſt. Mit einem ſolchen wird ein Fleiſcher ſelten betrogen, waͤhrend die, welche ſich nur ſchwammig anfuͤhlen laſſen, ſich oft ſchlecht ſchlachten. Hinſichtlich des Erfolgs der Maſtung iſt es ein Irrthum zu glauben, daß derſelbe blos von der Menge des verzehrten Futters abhaͤnge; denn es giebt, wie jedem Viehhaͤndler bekannt, unter allen Raſſen Thiere, die nicht ſo gut und ſchnell zunehmen, wie andere, wenn ſie gleich eben ſo viel, wo nicht mehr noch freſſen. Dies kommt hauptſaͤchlich von ihrem Temperament her, indem einige ungleich unruhiger, unbaͤndiger und widerſpenſtiger ſind, als andere und dieſen denn an Maſtfaͤhigkeit nachſtehen; es bringt daher jederzeit mehr Vortheil, einen Ochſen von ruhiger Gemuͤths⸗ art zu maͤſten. Man findet ſolche Thiere zwar in allen Raſſen, aber doch in der einen viel haͤufiger, als in der andern, beſon⸗ ders was die jungen Thiere anbetrifft, und Raſſen, in denen Sanftmuth und Geduld vorzugsweiſe zu finden ſind, behaupten daher immer einen Vorzug. Der Ertrag des fetten Rindviehs an Fleiſch haͤngt theils von der Raſſe, dem Alter und dem koͤrperlichen Zuſtand des Thiers, theils von der Guͤte und Beſchaffenheit des Futters ab. Daher ruͤhrt die Ungleichheit in den Reſultaten der Verſuche, die man daruͤber angeſtellt hat und in den Anſichten, die uͤber den Werth der verſchiedenen Raſſen herrſchend ſind. So meinen Manche, daß ein vier- bis fuͤnfjaͤhriger Schottiſcher Ochſe beſſeres und preis⸗ wuͤrdigeres Fleiſch liefere, als ein junger von jeder andern Raſſe. Es werden aber viel 2 und 2 ½ jaͤhrige Ochſen zu Markt gebracht, undwen des Fliſt vondrä itm diſ ne eine n Gewi ſi, eine Harfodſ tz alerdi ur Maſt biingen, dde ande fochländi daß ferne durchwac ds de Va wochte gewiß ein gut denn die bei dem Na lung die det Sta Menge Diieren und we Crmar 8 8K angene Sthayn immer mäßige ſiemlih ſchen ſe nung ſt Lih d de ihm iihich ark belege n Schen⸗ en immer rnehmlich Ankauf 1 Fäͤhig⸗ vortheil⸗ uſchung Augen, aur an⸗ nes nur t ſelten h fetten Fleiſcher nfuhlen thum zu Futters unter n, wie freſſen. indem er ſind, bringt emuͤths⸗ Raſſen, beſon⸗ 1 denen ꝛhaupten ils von Thiers, Daher ie man Werth e, daß preid⸗ Raſſe. ebracht, Winterſtallfuͤtterung des Rindviehs. 391 und weun fie nur eben ſo gut gemaͤſtet ſind, wie jener, iſt in der Guͤte des Fleiſches kein bemerkbarer Unterſchied; ja zwei Jahr alte Kalben von der Kurzhornraſſe werden oft dem Gewicht nach hoͤher bezahlt, als aͤltere Ochſen, und das Maͤſten ſo junger Thiere wird immer haͤufiger, weil eine ſchnellere Ruͤckkehr des Kapitals dabei ſtattfindet. Da nun Gewinn das Ziel aller landwirthſchaftlichen Unternehmungen iſt, eine zeitige Tauglichkeit zum Maͤſten aber vornehmlich in der Herefordſhireſchen Raſſe und der Kurzhoͤrnigen eintritt, ſo ſcheint es allerdings der Klugheit angemeſſen, nur Thiere dieſer Raſſen zur Maſtung aufzukaufen. Dagegen iſt jedoch in Anſchlag zu bringen, daß dieſelben große Quantitaͤten von Heu, Oelkuchen oder anderm aͤhnlichen nahrhaften Futter verlangen, ein kleines hochlaͤndiſches Rind aber mit Gras und Turnips ſich maͤſten laͤßt, daß ferner ein vier Jahr altes Thier doch wohl ein mehr mit Fett durchwachſenes, ſaftigeres und wohlſchmeckenderes Fleiſch liefert, als ein zweijaͤhriges, noch im Wachsthum begriffenes, wie auch der Unterſchied im Preiſe auf dem Markte zu Smithfield beweiſen moͤchte. Denen, die Vieh im Stalle maͤſten, kann man uͤbrigens gewiß nicht ernſtlich genug empfehlen, nur ſolches zu kaufen, das ein gut dazu geeignetes Gebaͤude und die feinſten Formen beſitzt, denn dies verzehrt verhaͤltnißmaͤßig das wenigſte Futter und wirft bei dem Maͤſten den groͤßten Gewinn ab. Nachdem das Vieh eingekauft iſt, verdient deſſen Behand⸗ lung die naͤchſte Beruͤckſichtigung; denn von ihr haͤngt der Erfolg der Stallmaſtung faſt in eben ſo hohem Grade ab, wie von der Menge und Guͤte ihres Futters. Wer da glaubt, es genuͤge, den Thieren vollauf Futter zu geben, ohne die Art und Weiſe, wie und wenn dieſes geſchieht zu beachten, der wird ſich in ſeinen Erwartungen ſehr betrogen ſehen. Das Erſte, worauf es dabei ankommt, iſt ein den Thieren angenehmer und bequemer Standort; ſie moͤgen nun blos in einem Schuppen oder in verſchloſſenen Staͤllen ſtehen, ſo muͤſſen ſie doch immer gegen die Unbilden der Witterung geſchuͤtzt ſein und eine maͤßige Waͤrme genießen. Die offenen Schuppen muͤſſen daher ziemlich tief, niedrig und ſtets reichlich mit trockener Streu ver⸗ ſehen ſein. Geſchloſſene Staͤlle verdienen jedoch nach unſrer Mei⸗ nung ſtets den Vorzug, wenn wir auch nicht dafuͤr ſind, das Vieh gar zu warm darin zu halten und einen maͤßigen Luftzug, der ihm geſund iſt, abzuſchließen. Auch dieſe Staͤlle muͤſſen ſtets reichlich geſtreut werden, ſei's mit Stroh, oder mit Sand oder 392 Vierunddreißigſtes Kapitel. ſonſt einem Streumaterial; denn die Thiere genießen die Annehm⸗ ſezen, de lichkeit eines trockenen Bettes eben ſo gern, wie ihr Herr, und kumn nehmen um ſo beſſer zu, je lieber ſie ſich niederlegen. ſüchn Das Zweite iſt eine ſtrenge Ordnung im Fuͤttern, ſowohl fot um hinſichtlich der beſtimmten Menge, wie hinſichtlich der Futter— nn i zeiten. Letztere koͤnnen feſtgeſetzt werden, wie es der Maͤſter fuͤr w raͤthlich haͤlt, iſt aber die Einrichtung einmal getroffen, dann darf dir 1 keine Aenderung darin wieder eintreten. Das Rind iſt ein ge— tätt bin duldiges Thier, und die, welche mit vorgelegtem Futter gemaͤſtet uit u werden, merken ſich gar bald die feſtgeſetzte Futterſtunde genau; fin Gei wird dieſe einmal uͤbergangen oder nicht die gewoͤhnliche Menge dr Gite dargereicht, ſo werden ſie unruhig; geſchieht aber Beides ſtets in nüſet der beſtimmten Ordnung, ſo bleiben ſie auch geduldig in Ruhe glti ha von einer Futterzeit zur andern. Tritt hierin keine Stoͤrung ein, Epüätſi ſo bringen ſie die Zwiſchenſtunden liegend mit Wiederkaͤuen zu, nni in, V und nichts befoͤrdert die Fortſchritte der Maſtung mehr, als dieſe inmer ſti vollkommene Ruhe. Deshalb ſollte nicht nur ſtets der Stall Kaheſe wohlgeſtreut, ſondern auch das Licht moͤglichſt abgeſperrt, die raf dem Thuͤr geſchloſſen und Alles vermieden werden, was eine Stoͤrung Vunje⸗ von außen herbeifuͤhren kann. Es ſind mit einem Worte, alle bift. 4 Mittel hervorzuſuchen, die den Thieren Ruhe und Wohlbehagen rips aler V verſchaffen koͤnnen. gooßen Br Manche Viehmaͤſter geben den Maſtrindern das Futter fuͤnf⸗ mal des Tages, Andere und dies moͤchte wohl beſſer ſein, nur — dreimal, fruͤh bei Anbruch des Tages, Mittags und Abends kurz 5) K vor Untergang der Sonne. Die Thiere fuͤllen ſich dabei hinlaͤng— lauſſai lich den Magen, und haben Zeit genug der Verdauung gehoͤrig d obzuliegen, die durch oͤfteres Fuͤttern nur unterbrochen wird. Man Kena darf ihnen auch nicht mehr Futter auf einmal vorlegen, als ſie wäſe me mit Appetit zu ſich nehmen, damit ſie ſich nicht uͤberſaͤttigen. de ſiff Sobald ſie daher das dargereichte Futter zu verſchmaͤhen anfangen nit der und dadurch beweiſen, daß ihr Appetit geſtillt iſt, muß man das Saüni liegen Gebliebene augenblicklich wegnehmen. jhaen w Das Letzte, was bei einer gluͤcklichen Maſtung nicht fehlen n⸗ darf, iſt Reinlichkeit. Der Stall muß noch vor Tagesanbruch hr Big geoͤffnet und von jeder Unreinigkeit mit Waſſer und Beſen ſorg— diſer Thie faͤltig geſaͤubert werden. Nachdem die Thiere ſich ſattgefreſſen, berict zu muß man, wie ſchon oben bemerkt, das Liegengebliebene ſogleich ſinäat wegnehmen, die Raufen, Krippen und Troͤge ausfegen; auch it u i wohl, wenn es noͤthig, ſcheuern, und dann reichlich Saufen vor⸗ u Annehn⸗ err, und ſowohl Futter⸗ iſter fuͤr inn darf ein ge⸗ gemaͤſtet genau; Menge ſtets in n Ruhe ung ein, ten zu, ls dieſe tStall rrt, die Stoͤrung e, alle dehagen er fuͤnf⸗ n, nur ds kurz iinlaͤng⸗ gehoͤrig Man als ſie ſaͤttigen. anfangen nan das t fehlen anbruch en ſorg⸗ efreſſen, ſogleich z auch fen vor⸗ Winterſtallfuͤtterung des Rindviehs. 393 ſetzen, damit ſie ohne Maaß ihr Verlangen danach befriedigen koͤnnen*) Wird dabei ihre Haut gereinigt, ſo verurſacht ihnen ſolches ein ſichtbares Wohlbehagen. Sobald ſie naͤmlich anfangen fett zu werden, ſchuppt ſich die alte Oberhaut ab, und wenn man dies durch die Striegel zu befoͤrdern ſucht, wird dieſe Muͤhe durch das beſſere Anſehn des Viehs reichlich verguͤtet. Die verhaͤltnißmaͤßige Futtermenge, welche ein Maſtrind ver— zehrt, haͤngt nicht blos von deſſen Groͤße und Art ab, ſondern auch von der Befchaffenheit des ihm dargereichten Futters; denn ſeine Gewichtszunahme entſteht weniger von der Menge, als von der Guͤte des ihm Gegebenen. Von allen Pflanzenprodukten verbeſſert keine das Fleiſch des Maſtviehs in dem Grade, wie gutes Heu; fruͤher wurde auch nichts, als ſolches dazu benutzt. Spaͤterhin wendete man jedoch viel Oelkuchen nebenbei zur Maſtung mit an, und in den neueren Zeiten, wo die Fleiſchkonſumtion immer ſtaͤrker wurde, und bei den immer mehr ſich ausbreitenden Verbeſſerungen der Landwirthſchaft der Anbau von Futtergewaͤchſen auf dem Felde immer bedeutender wird, nimmt man auch mehr Wurzel- und Knollengewaͤchſe bei der Maſtung vielfaͤltig mit zur Hilfe. Kartoffeln, Runkeln, Moͤhren, Paſtinaken, Kohl und Tur— nips aller Art werden in Menge dazu verwendet, und in unſern großen Brennereien auch mit dem Spuͤlicht viel Ochſen gemaͤſtet**). *) Bei einem von John Sinclair angeſtellten Verſuche ward ein alter Mann beauftragt, Acht zu geben, wie oft auf einem Wirthſchaftshofe ſtehendes und daſelbſt mit Stroh und Spreu gefuͤttertes Rindvieh waͤhrend eines kurzen Wintertages zu dem Traͤnktroge gehe, und um in ſeinen Beobachtungen nicht irre geleitet zu werden, ihm ein beſtimmter Ochſe bezeichnet, den er vorzugs⸗ weiſe ins Auge faſſen ſollte. Es fand ſich dabei, daß dieſer achtmal des Ta⸗ ges ſoff, und der Mann war uͤberzeugt, daß die uͤbrigen Stuͤcke eben ſo oft wie der bezeichnete Ochſe tranken. Dies zeigt deutlich, daß die Thiere ihr Beduͤrfniß nach Waſſer nicht vollkommen befriedigen koöͤnnen, wenn man ihnen daſſelbe nicht reichlich und nur zweimal des Tages, wie es haͤufig geſchieht, vorſetzt. **) Die HH. Smith und Harington zu Breatfort maͤſteten in einem Jahre 810 Ochſen mit dem Spuͤlicht von 25,750 Quartern Gerſte, und jedes dieſer Thiere nahm davon in zwanzig Wochen durchſchnittlich 35 Stein an Gewicht zu. Bringt man davon 5 Steine als das Produkt des Heus, das ſie nebenbei verzehrten, in Abzug, ſo bleiben 24,300 Steine Fleiſch dem Spuͤ⸗ licht zu berechnen. Es kaͤme ſonach auf den Abfall von einem Quarter Gerſte ziemlich 1 Stein Fleiſch, beinahe doppelt ſo viel, als ſein Preis betraͤgt. Dieſelben maͤſteten aber auch 250 Ochſen mit dem Spulicht einer Zucker⸗ —— — 394 Vierunddreißigſtes Kapitel. Auch mit Sirup hat man Verſuche gemacht, und wenn er frei von Abgaben waͤre, duͤrfte er mit Mehl verſetzt oder in Waſſer aufgeloͤſt, wohl ein gutes Maſtmittel gewaͤhren*). Alle dieſe Erzeugniſſe geben aber ſchwerlich ein ſo ſaftiges und wohlſchmecken— des Fleiſch, wie ein Ochſe von reifem Alter liefert, der auf einer guten Weide angefuͤttert und im Winter mit gutem Heu und einem kleinen Zuſatz von Gerſten⸗ oder Bohnenmehl vollends aus⸗ gemaͤſtet wurde; aber es iſt nur nicht mehr moͤglich, damit allein auszukommen, weil unſere Wieſen und Weiden nicht mehr aus⸗ langen, das Fleiſchbeduͤrfniß zu befriedigen. In den Gegenden, wo Grasland im Ueberfluß vorhanden iſt, und viel Heu bei der Maſtung in Anwendung kommt, hat man gewoͤhnlich gefunden, daß ein Ochſe von 50 Steinen, wenn er taͤglich 40 Pfund Heu verzehrt, dadurch ſein Gewicht um 2 Pfund vermehrt, folglich in zwanzig Wochen eine Schwere von 70 Steinen erreicht. Zehn Pfund Heu und ein Buſßhel Kartoffeln des Tags bewirken daſſelbe. Bei anderen Verſuchen in dieſer Hinſicht hat man bemerkt, daß Ochſen von 60 Stein Schwere und daruͤber neben hinreichend trocknem Futter; den Nachtheilen des ſaftigen zu begegnen, taͤglich 18 Stein gemeine Turnips noͤ— thig hat. Ein Acker Land, der 25 Tonnen Turnips gibt, reicht demnach zur Ausmaͤſtung eines ſolchen Ochſen hin, wenn das trockne Futter aus Heu beſteht. Von gelben und ſchwediſchen Turnips ſind weniger erforderlich. Man hat gefunden, daß ein Ochſe von 45 Stein Schwere taͤglich 16 Stein weiße Turnips und ein anderer von 50 Steinen nur 12 Steine ſchwediſche zu ſeiner vollen Saͤttigung bedurfte. Nach mehren daruͤber gemachten Beobachtungen laͤßt ſich annehmen, daß eine Tonne Turnips, alle Arten untereinander, im Durchſchnitt ungefaͤhr 14 Pfund oder 1 Stein Fleiſch und Talg gebe. Ochſen von 45—60 Stein Schwere verzehren taͤglich 8— 10 Stein Moͤhren oder Paſtinaken ohne das dabei zu reichende trockene Futter, und vom Kohl frißt, wie man mehrmals bemerkt hat, ein Ochſe des Tags den fuͤnften Theil ſeines Gewichts. branntweinbrennerei, daneben war jedoch ein ſo großer Heuaufwand noch noͤ⸗ thig, daß der Abfall ſich am Stuͤck nur zu 20 Schilling ausnutzte und dadurch ſich offenbar ein Verluſt ergab. *) um dieſes Futter beſtens zu benutzen, koche man eine Pinte Molaſſe mit ½ Peck Mehl und gebe dieſe Mengung kalt. G auch de entſch thad Si Anne Frrng rünic ſit jemi nan dieſes ter Unſt in wenigſt rs und ſtaften un Frnjit d mi ſechs; foriſtire, der lan dne a nahme Qelkuche als er ft und die d ſeehender eebend Ger Aufſe an er ftei in Waſſ et Alle diſ ſcchmecken⸗ auf einer veu und ds aus⸗ it allein ehr aus⸗ rhanden mt, hat 1, wenn icht um dere von artoffeln n dieſer Schwere ohtheilen ps noͤ⸗ reicht nn das ediſchen daß ein Turnips iſche zu mmachten ps, alle und oder 0 Stein aſtinaken hl fiß fünſten noch no⸗ dadurch Molaſſe Winterſtallfuͤtterung des Rindviehs. 395 Es verſteht ſich von ſelbſt, daß alle dieſe Angaben, wenn auch den Reſultaten vielfacher Verſuche entnommen, nicht als entſcheidend und in allen Faͤllen als untruͤglich anzuſehen ſind. Sie koͤnnen nur als der Wahrheit ſich annaͤhernd gelten und Fingerzeige fuͤr die Praxis darbieten. Ein kleiner Ochſe braucht natuͤrlich weniger als ein großer, aber die verzehrte Futtermenge ſteht ziemlich in genauem Verhaͤltniß mit dem Gewicht, und wenn man dieſes allein in Anſchlag bringt, kommt unter uͤbrigens glei⸗ chen Umſtaͤnden in der Regel auf den groͤßeſten verhaͤltnißmaͤßig am wenigſten. Auch iſt es allgemein bekannt, daß Rinder gleichen Alters und gleicher Raſſe doch nicht immer auch gleiche Eigen⸗ ſchaften und gleiche Maſtfaͤhigkeit beſitzen. Intreſſant iſt in dieſer Hinſicht ein Verſuch, der zu Woburn vom Herzog von Bedford mit ſechs Ochſen angeſtellt wurde. Zwei davon waren von Here⸗ fordſhirer, zwei von Devonſhirer, einer von Suſſex und einer von der langhornigen Leiceſterſhirer Raſſe. Sie wurden ſaͤmmtlich eine gleiche Anzahl von Tagen aufgeſtellt und erhielten, mit Aus⸗ nahme von des einen Devonſhirer taͤglich eine beſtimmte Menge Oelkuchen, daneben aber noch jeder ſo viel Heu und Turnips, als er freſſen wollte. Die ganze Menge des verzehrten Futters und die daraus erfolgte Gewichtszunahme ergeben ſich aus nach— ſtehender Zuſammenſtellung: Lebend Gew. bei dem Verzehrtes Futter. Leb. Gew. a. Ende Zunahme. Aufſtellen. der Aufſtellung. N1. Beei e. ſdannsen s e Heu No. 2. desgl. Turnips A 136 St. 1 Pf. Heu 487 Oelkuchen 433 3 169 St. 11 Pf. 23 St. 11 Pf. No. 3. Suſſer ſuenge 2655 150„— 13 ⸗ 18 ⸗ 58 8 6 6 8 432 Gt. Heu 392 ⸗ 435 No. 4. Tacren er Denn 463. Heu 1 Oelkuchen 42, Turnips L73 2 Heu ⸗ Oelkuchen 343 2 6 No. 6. Devonſ.. 2668 114 St. 7 Pf. Pur S5d Aus dieſem Verſuche ergibt ſich, daß, der gewoͤhnlichen An⸗ nahme entgegen, ein kleiner Ochſe im Verhaͤltniß zu der genoſſe⸗ nen Nahrung mehr zugenommen hat, als groͤßere. Bemerkens⸗ 1438 ⸗-— ⸗ 23⸗— ⸗ No. 5. Devonſ. 117 S 154„— 1 37 ⸗— 2 4 V w. 7 ⸗ 26 ⸗— ⸗ 396 Vierunddreißigſtes Kapitel. werth iſt auch die auffallende Verſchiedenheit in dieſer Hinſicht zwiſchen den beiden Devonſhirer Ochſen von ziemlich gleichem Ge— wicht bei der Aufſtellung, desgleichen die ſonderbare Erſcheinung, daß Thiere ſo verſchiedenen Gewichts ziemlich gleich viel Futter verzehrt haben. Es iſt jedoch nicht ſelten der Fall, daß unter dem Maſtvieh gleichen Alters, gleicher Raſſe und anſcheinend gleicher Eigenſchaften einige Stuͤcke ſich leichter maͤſten und zu einem groͤßern Gewicht gelangen, als die anderen, obgleich das Beſehn und Befuͤhlen dies nicht erwarten ließen. Im Allgemeinen be— halten indeſſen einige Raſſen doch beſondere Vorzuͤge vor anderen. Bei der Maſtung in Staͤllen oder Schuppen muß das Vieh neben den rohen ſaftigen Erdgewaͤchſen immer etwas gutes Heu und feines Stroh als Korrektiv erhalten, und jene ſollten ſtets mit Beruͤckſichtigung ihrer Haltbarkeit verfuͤttert werden. Wenn daher Turnips zu Maſtfutter beſtimmt ſind, iſt es vortheilhaft, zuerſt die gewoͤhnlichen weißen, dann die gelben von Aberdeen und zuletzt die ſchwediſchen zu verfuͤttern. Wendet man zu dieſem Behuf Kohl, Moͤhren, Paſtinaken, Kartoffeln und Runkeln an, ſo ſind dieſelben ebenfalls der Reihe nach zu verbrauchen, jedoch mit der Ruͤckſicht, daß die nahrhafteſten unter dieſen Futterma⸗ terialien zuletzt kommen; denn die Maſtthiere werden immer ekler, je mehr ſie an Gewicht zunehmen, und verzehren gegen das Ende der Maſtzeit nicht mehr ſo viel Futter, wie am Anfang derſelben. Deshalb muß man ihnen, wenn jenes naht, die moͤglich groͤßte Maſſe von nahrhafter Subſtanz in einem kleinen Volumen beizu⸗ bringen ſuchen, Kleien, Schwarzmehl, Schrot von allen Arten Getreide, Oelkuchen und zu Gallert gekochter Leinſaamen werden ebenfalls neben Erdgewaͤchſen und Heu zu Maſtfutter verwendet. Man gibt von ihnen dem Stuͤck taͤglich 5— 10 Pfund, je nachdem ihr Preis, der Zuſtand des Viehs, der Wunſch, es bald fuͤr den Markt tauglich zu machen, und die Anſicht des Maͤſters eine ſolche Gabe mehr oder weniger vortheilhaft erſcheinen laſſen. Kleien und Leinoͤl in dem Verhaͤltniß, das man zwei Peks von jenen in drei Futtern taͤglich gibt und an jedes eine Pinte Leinoͤl mengt, werden ſehr eifrig als ein Maſtfutter empfohlen, das vor⸗ zuͤglich geeignet ſei, mageres Vieh ſchnell in die Hoͤhe zu bringen. Was die Zubereitung des Futters betrifft, ſo iſt man lange der Meinung geweſen, daß das Bruͤhen, Kochen oder Daͤmpfen deſſelben, beſonders der Erdgewaͤchſe, die Nahrhaftigkeit vermehre. Deshalb hat man haͤufig Kartoffeln und Ruͤben, ſowie das ver⸗ gterte 6 ſace jdr herand ſehr riit hüüfrin tn Ein mvir nac oge der H. P u Gfflſ M Fütr. ithuge ii geitee übrigen Ver deß nict zu teffn N wicht na jede uür aufgefkell üllung w terfuhr ma krichitde, vurden, w auf Lcht täglich in di verſch Dee wii daneben ſtwediſche ich änen ſden Tag darz voll ſne 57 doren, da te habe in halbe Wwis V er Huſſit ichem Ge ſcheinung iel Futte unter dem gleicher zu einem s Beſehn einen be⸗ anderen. das Vieh ates Heu ten ſtets Wenn heilhaft, lberdeen u dieſem fkeln an, jedoch tterma⸗ r ekler, s Ende erſelben. geoͤßte n beizu⸗ en Arten werden rwendet. nachdem fuͤr den ets eine laſſen. es von Liinoͤl as vor⸗ ringen. lange aͤmpfen ermehre. das ver⸗ Winterſtallfuͤtterung des Rindviehs. 397 fuͤtterte Getreide mit einander in Dampf gekocht. Einige Ver⸗ ſuche jedoch, die neuerer Zeit daruͤber von der Hochlandsgeſellſchaft veranlaßt wurden, ſcheinen die Zweckmaͤßigkeit dieſes Verfahrens ſehr zweifelhaft zu machen. Da es fuͤr den Landwirth jederzeit hoͤchſt wuͤnſchenswerth ſein muß, uͤber Alles, was auf ſeinen Ge— winn Einfluß haben kann, zur klarſten Einſicht zu kommen, thei— len wir nachſtehend Einiges von dem mit, was in den Verhand— lungen der Hochlandsgeſellſchaft daruͤber bekannt gemacht worden iſt. Hr. Walker zu Farrygate, dem ſeiner Verſuche wegen von der Geſellſchaft der erſte Preis zuerkannt wurde, ſtellte den 20. Febr. 1833 ſechs zweijaͤhrige geſchnittene Kalben und vier zweijaͤhrige unverſchnittene auf, die bisher in dem Strohhof reich— lich gefuͤttert worden waren und in ihrer Freßluſt, ſowie in ihrem uͤbrigen Verhalten eine ſolche Gleichheit an den Tag gelegt hatten, daß nicht leicht eine gleichartigere Auswahl unter magerm Vieh zu treffen ſein moͤchte. Die verſchnittenen Kalben wurden hierauf in zwei dem Ge⸗ wicht nach moͤglichſt gleiche Abtheilungen gebracht, und davon jede fuͤr ſich auf einem offenen mit Schuppen verſehenen Hofe aufgeſtellt. Hierauf beſtimmte man durch das Loos, welche Ab⸗ theilung rohes, welche gedaͤmpftes Futter erhalten ſolle. Eben ſo verfuhr man mit den unverſchnittenen Kalben, nur mit dem Un⸗ terſchiede, daß dieſe ganz unter einem gedeckten Schuppen gehalten wurden, wo ſie jedoch Raum genug zum Umhergehen, ſowie voll— auf Licht und Luft hatten. Das ihnen gereichte Futter beſtand taͤglich in folgendem: Die verſchnittenen Kalben erhielten 35 Viund eruftſheit und Die nicht verſchnittenen 344. Keufeſhe und daneben noch ſo viel von Koͤpfen, Wurzeln und Erde gereinigte ſchwediſche Turnips, als ſie freſſen wollten und jedes Stuͤck taͤg— lich einen halben Stein Stroh. Das gedaͤmpfte Futter wurde jeden Tag friſch bereitet. Man fuͤllte zuvoͤrderſt das Dampffaß ganz voll Turnips, und ſchuͤttete die Kartoffeln darauf, nachdem jene 5—7 Stunden gekocht hatten, und ſo weit zuſammengefallen waren, daß dieſe Platz im Faſſe fanden; das Bohnenſchrot kam eine halbe Stunde ſpaͤter hinein und nachdem dieſes etwa noch eine halbe Stunde gekocht hatte, wurden dieſe Materialien, die Turnips fuͤr ſich und die Kartoffeln mit dem Schrot fuͤr ſich in N u 398 Vierundbreißigſtes Kapitel. beſondere Kuͤbel gebracht und hier wohl zerquetſcht und unter⸗ ah d einander geruͤhrt. Das Futter, das rohe ſowohl wie das ge⸗ öm daͤmpfte, wurde dreimal des Tages vorgelegt, nachdem man die ba 5 Troͤge ſorgfaͤltig geſaͤubert und das darin Zuruͤckgebliebene wegge⸗ hy nommen hatte. Turnips erhielten die Thiere ſo viel als ſie nur dn freſſen wollten. Die mit dem rohen Futter genaͤhrten bekamen gün das Bohnenſchrot Mittags und von den Kartoffeln die eine Häͤlfte in fruͤh, die andere ebenfalls Mittags. Neben dem angegebenen V lit Futter wurde noch etwas Salz, jedem Thiere taͤglich etwa 2 Un- Wmn zen, verabreicht, theils um dem baldigen Sauerwerden des gee ti band daͤmpften Futters vorzubeugen, theils weil es dem Vieh uͤberhaupt nu ſehr angenehm und gedeihlich iſt. w mihe Folgende Zuſammenſtellung zeigt, wie viel bei dieſen Ver⸗ V dun in fahren woͤchentlich an Futter konſumirt wurde. zun ll. Gedaͤmpftes Futter. Rohes Futter. ijin d na. 1 Gewich. Dcei verſchnitten 37 Cnt. 16 Pf. Turnips. 25 4 Cnt. 14 Pf. N Kalken 3 ½— ⸗ Kartoffeln. 3 ¾¼ ⸗ ⸗ V ½ ⸗ 7 ⸗ Bohnen. ½ ⸗ 7 ⸗ V 1 .. 23½ ⸗— ⸗ Turnips. 17 ½ ⸗— ⸗ 4 aiher ungkſchnt 3½ ⸗— ⸗ Kartoffeln. 3 ¾ ⸗— ⸗ V 5* ⸗ 7 ⸗ Bohnen. ſe,⸗ 7⸗ aa — do Aeſa Ihr lebendes Gewicht am 20. Februar, wo ſie aufgeſtellt V nrti bis zum 20. Mai, wo 8 von ihnen geſchlachtet wurden, war li ur folgendes: ſu uſt hatten, ſe 20. 20. 20. Schlacht⸗ 3 20. Febr. Maͤrz. April. Mai. Fiaih Talg. againe gäßern 8 St. St. St. St.(St.. St.. Die drei mit gedaͤmpftem Fut⸗ Pf Ti. St. Pi wo d ter genaͤhrten verſchnittenen oigen ſe Kalsen„ 222 241[256 ½ 270 ½ 152 23 4 dj Die mit rohem Futter genaͤhr⸗ begen ten verſchnittenen.. 222 ½ 241 257[268 150 3 24 11 Im Nri Die mit gedaͤmpftem Futter R Sälh genaͤhrten Kenderſchaietenn Kalben No. 1... 84 90 ½ 99 103 56 10 8 11 krie — No. 2.. 92 98 103 106 56 10 8 11 d. Die mit rohem Futter genaͤhr⸗ en ten unverſchnittenen No. 3 90 96[100 105 38 6 8 3 i, ſt — No. 4 84 /½ 92 ½ 100 108 58 6 8 8 en un dricher Dieſer Verſuch zeigt, daß das Vieh von dem gedaͤmpften teti Futter nicht nur mehr fras, als von dem rohen, ſondern daß Aͤin ind unter⸗ das g⸗ man die e wegge⸗ z ſie nur bekamen ne Haͤlfte gegebenen da 2 Un⸗ des ge⸗ berhaupt ſen Ver⸗ Futter. 14 Pf aͤmpften ern daß Winterſtallfuͤtterung des Rindviehs. 399 auch die dabei ſtattgefundene Gewichtszunahme keineswegs im Stande war, den Aufwand fuͤr Kohlen und vermehrte Arbeit bei den Daͤmpfen zu erſetzen, denn die damit gefuͤtterten ver⸗ ſchnittenen Kalben geben zwar 1 Stein 11 Pfund mehr Fleiſch, die mit rohem dagegen 1 Stein 7 Pfund mehr Talg. Auch er⸗ gab ſich bei der Rechnung, daß die unverſchnittenen Kalbe No. 1 bei dem Schlachten einen Verluſt von 3 Schilling 8 ½ Pence brachte, die No. 3 dagegen einen Gewinn von 10 Schilling 10 Pence abwarf. Die Tabelle zeigt ferner eine groͤßere monat⸗ liche Gewichtszunahme bei der Kalbe No. 4, als bei der No. 2 dies mag jedoch mehr eine Folge ihrer Dispoſition uͤberhaupt, als des verſchiedenen Futters ſein; denn Beide wurden nach Vollen⸗ dung jenes Verſuchs auf eine reiche Weide gebracht, hierauf bis zum 11. Januar 1834 mit Kleeheu und Turnips gemaͤſtet und zeigten dann bei dem Schlachten noch dieſelbe Verſchiedenheit im Gewicht: No. 2 gab naͤmlich 73 St. 8 Pf. Fleiſch, 10 St. 5 Pf. Talg und 7 St. 3 Pf. Haut. No. 4—— 77 St. Fleiſch, 12 St. 9 Pf. Talg und 6 St. 8 Pf. Haut. Noch mehre aͤhnliche Verſuche dieſer Art haben ſaͤmmtlich das Reſultat gegeben, daß das rohe Futter bei der Maſtung mehr Vortheil gewaͤhrt. Wenn auch nicht bei allen der Erfolg ganz gleich war, bei einem ſich ſogar die in Dampf gekochten Kartof⸗ feln entſchieden nahrhafter und gedeihlicher, als die rohen gezeigt hatten, ſo war doch niemals die bei einer ſolchen Zubereitung ſich ergebende Futterſparniß groß genug, um den damit verbundenen groͤßern Koſten- und Muͤhaufwand uͤberwiegen zu koͤnnen. Nur wo der Preis des Futters ſehr hoch, der des Brennmaterials da⸗ gegen ſehr niedrig waͤre, koͤnnte ſich allenfalls ein Vortheil dabei zeigen. Die Ausgaben fuͤr Kohlen werden ſelbſt bei einem niedri⸗ gen Preiſe derſelben auf 10 Schilling pro Kopf berechnet.(Mit der Selbſterhitzung des Futters ſcheint man in England noch keine Verſuche gemacht zu haben.) Ob große oder kleinere Raſſen das Maſtfutter am beſten be⸗ zahlen, iſt noch immer nicht genau ermittelt, da es auf die Indi⸗ viduen ankommt; doch ſcheinen in dieſer Hinſicht die angeſtellten Verſuche mehr zu Gunſten der großen, als der kleinen zu ſprechen, die verhaͤltnißmaͤßig mehr freſſen, ohne ſchneller fett zu werden. Die kleineren Stuͤcke liefern indeſſen faſt immer ein feineres Fleiſch 400 Fuͤnfunddreißigſtes Kapitel. und eignen ſich beſſer fuͤr die kleinere Familienkonſumtion, erlangen daher gewoͤhnlich auf dem Markte einen verhaͤltnißmaͤßig hoͤheren Preis. Die Groͤße des Thieres ſcheint ſonach nur einen geringen Einfluß auf den Gewinn des Maͤſters zu haben. Wenn aber auch das Fleiſch eines großen Ochſen minder fein und zart iſt, ſo gewinnt es doch vielleicht gut gemaͤſtet, das an Saftigkeit, was ihm an Feinheit abgeht; auch paſſen ſolche Thiere beſſer fuͤr die niederen Volksklaſſen in den großen Staͤdten und die Verproviantirung der Schiffe. Es moͤchte folglich nicht geradehin zu entſcheiden ſein, welche Art von Vieh in aller Hinſicht die vortheilhafteſte ſei; wenn man bei der Maſtung richtig verfaͤhrt und mit der Aus— wahl des Viehs, vorſichtig dabei zu Werke gehend, gluͤcklich iſt, ſcheint es vielmehr hinſichtlich des Vortheils ganz gleich zu ſein, ob man großes oder kleines aufſtellt. Die Maſtung auf dem Stalle kann aber bisweilen zu weit getrieben werden, ſo daß das Fleiſch zu ſett wird, ohne an Wohlgeſchmack zu gewinnen. Beſonders nach⸗ theilig iſt dies, wenn die große Feiſtigkeit durch koſtbares Futter erzwungen wird, das ſich ſaſt niemals bezahlt macht. Fuͤnfunddreißigſtes Kapitel. Vom fetten Vieh. Ob ein Ochſe im hoͤchſten Grade fett ſei, kann ſelbſt von dem unerfahrenſten Beobachter erkannt werden, aber die Punkte, nach denen ſich ſein wahrer Werth berechnen laͤßt, ſind nur durch eine ſehr genaue Unterſuchung zu erkennen, und die im vorigen Ka⸗ pitel gemachte Bemerkung, daß ein großer Unterſchied ſei zwiſchen ſcheinbarer und wirklicher Fettigkeit iſt ſo richtig, daß ſelbſt die erfahrenſten Kenner ſich oftmals in Anſehung der Hauptruͤckſicht, die der Kaͤufer zu nehmen hat, taͤuſchen, naͤmlich in Anſehung desjenigen, was den Gewinn des Fleiſchers ausmacht, oder mit andern Worten in Anſehung des ihm zukommenden ſogenannten fuͤnften Viertels, beſtehend aus Abfall, Haut und Talg, d. h. rmiei Da man Menge ſet n Inn bei „ 5d. henn, 1 mmege ur wftn. achr Helh ] Wen erlangen eren Pras. Einſuß auch da gewinn ihm an niederen irung der iden ſein teſte ſeiz der Aus⸗ ſcklich iſt ſein, ob n Stalle Kleiſch zu rs nach⸗ 5 Futter von dem kke, nach urch eine gen Ka⸗ zwiſchen elbſt die rüccſicht, nſehung dder mit enannten 6, d. h. Vom fetten Vieh. 401 demjenigen Fette, das ſich im Innern des Leibes angeſetzt hat. Da man dieſes weder fuͤhlen, noch ſehen kann, laͤßt ſich auf ſeine Menge nur aus anderen Umſtaͤnden ſchließen, und es iſt nicht ſelten der Fall, daß Thiere, welche aͤußerlich ſehr fett ſind, im Innern verhaͤltnißmaͤßig einen ſo verſchiedenen Talggehalt haben, daß die Differenz darin bei ſolchen, die gleiches lebendes Gewicht beſitzen, mehre Steine betraͤgt. Nachſtehend geben wir einige Fin— gerzeige zur genauen Beurtheilung und Schaͤtzung derjenigen Theile des fetten Viehs, auf die es am meiſten ankommt, und die man daher Haupttheile nennt. 1) Wenn jeder Knochen des Thieres ſo dicht mit Fleiſch belegt iſt, daß er ganz abgerundet erſcheint und ſeine Subſtanz kaum zu fuͤhlen iſt, kann man mit Zuverlaͤßigkeit annehmen, daß es gut gefuͤttert ſei, vornehmlich wenn die Huͤftbeine ganz abgerundet, die Rippen weich, die Flanken voll und bei dem Ochſen die Hoden,(der Sack) gleichſam ausgeſtopft ſind. Machen ſich dieſe Merkmale ſichtbar, dann muß man das Thier noch genauer mit den Haͤnden unterſuchen und vornehmlich nach dem unterſten Theil der Rippen greifen; zeigt ſich dabei die Haut geſchmeidig oder nachgiebig, d. h. weich aber doch feſt bei dem Anfuͤhlen, dann kann man mit Sicherheit annehmen, daß es aͤußerlich, naͤmlich auf den Knochen fett ſei. 2) Hierauf unterſuche man mit der Hand die Huͤftbeine; ſind dieſelben feſt, rund und voll, wie ausgeſtopft, dann kann man ziemlich ſicher darauf ſchließen, daß das Thier aͤußer— lich und innerlich fett ſei, Fleiſch und Talg gebe. Hierauf greife man dahin, wo der Schwanz angeheftet iſt, zeigt dabei ſich dieſe Stelle dick, voll und weich, ſo iſt es eben— falls ein Zeichen aͤußerer Fettigkeit; ebenſo wenn ſich die Steißbeine weich und locker anfuͤhlen. 3) Zuletzt hat man noch die Hoden bei dem Ochſen und die Gegend um das Euter bei der Kuh zu unterſuchen; zeigen ſich ſelbige bei dem Anſuͤhlen dick, rund, voll wie ausge— ſtopft, und doch weich, unter den Haͤnden quellend, dann laͤßt ſich erwarten, daß das Thier auch viel Talg habe; fehlen dagegen dieſe Anzeichen, ſo kann man fuͤglich auf das Gegentheil ſchließen. Hat man auf dieſe Weiſe ſich zu einer richtigen Beurthei⸗ lung des Zuſtandes des Thieres verholfen, ſo iſt der naͤchſte Ge⸗ II. 26 2 4 ———— I ———————— 402 Fuͤnfunddreißigſtes Kapitel. genſtand der Berathung zwiſchen Kaͤufer und Verkaͤufer das Ge⸗ wicht. Genau laͤßt ſich dieſes nur durch eine Wage ermitteln, die daher auch keinem Viehmaͤſter fehlen ſollte; denn nur mit ihrer Hilfe iſt er im Stande, waͤhrend der Maſtung die Fortſchritte der Zunahme ſeiner Thiere zu erfahren und zu ermitteln, in wel— chem Verhaͤltniß dieſe mit den verurſachten Koſten ſtehe. Es kann aber kein Stuͤck richtig gewogen werden, wenn es nicht wenigſtens zwoͤlf Stunden vorher gefaſtet hat. Blos nach dem Auge und dem Betaſten das Gewicht ſchaͤtzen zu wollen, bleibt immer, ſelbſt fuͤr den Erfahrenſten, ein unſicheres Unternehmen; noch ſchwie— riger iſt die genaue Ermittelung des Verhaͤltniſſes des lebenden Gewichtes zum todten oder Schlaͤchtergewichte. Dieſes laͤßt ſich ſelbſt durch die Anwendung der Wage nicht zuverlaͤßig entdecken, weil dasſelbe ſehr verſchieden iſt. In England gibt man dieſe verſchiedenen Gewichte nach Steinen an, und nimmt meiſtentheils bei dem lebenden den Stein zu 14 Pfund, bei dem Schlaͤchter⸗ gewicht zu 8 Pfund an; doch iſt dies nicht uͤberall im Lande der Fall, ſondern auch noch manche andre Annahme uͤblich, ſo hat vom Schlaͤchtergewicht der Stein zu Smithfield 8 Pfund zu 16 Unzen, in Glasgow 16 Pfund zu 22 Unzen, in Schottland gewoͤhnlich 16 Pfund zu 16 Unzen, in Ayrſhire 16 Pfund zu 24 Unzen. Gewoͤhnlich rechnen die Kaͤufer, daß das Schlaͤchtergewicht die Haͤlfte des lebenden betrage, wenn aber auch die Verkaͤufer dies meiſtens zugeſtehen, ſo wiſſen die Fleiſcher doch recht gut, daß jenes mehr betraͤgt. In den meiſten Faͤllen macht es wohl nahe an drei Fuͤnftheilen des lebenden aus. Der Aufſeher uͤber den Maſtſtall des verſtorbenen Herrn Curwen behauptete, daß nach ſeinen Erfahrungen das Schlaͤchtergewicht zum lebenden ſich im Durchſchnitt wie 556 zu 1000 verhalte. Geſetzt alſo, ein Ochſe wiege lebend 50 Steine, ſo muͤßte er todt in ſeinen vier Vierteln, den Bruchtheil weggelaſſen, an Fleiſch geben 27 Stein 11 Pfund. Im Ganzen wird man auch dieſes Verhaͤltniß ziemlich zutreffend finden, aber bedeutende Schwankungen kommen immer vor, in— dem Thiere gleichen Gewichts todt gar oft ſehr verſchiedene Re⸗ ſultate hinſichtlich ihres Gehalts an Fleiſch und Talg, die Haͤute und den Abfall gar nicht in Anſchlag gebracht, darbieten. So ergaben ſich, um nur einige Beiſpiele zum Beweis anzufuͤhren, bei Herrn Ferguſon zu Woodhill gleichzeitig folgende Gewichts⸗ verhaͤltniſſe: En the : In . n 3 ehe n, e Efuß. Rege auch fahni zu Uni bi der Ec nure de ſenen do in Lorſch deßſabbe o rütig 4 dahde. desſcied d ete Terie) 8 an dd wia ſändig he falhe in E v Herrn maln aufzuf bratnan ſe Nutthidu d lche umfn Ehnnn, ſch lign enit ta guda n ud ſi d Har Maful das Ge⸗ ſtteln, de mit ihre ortſchritte in wel⸗ Es kann enigſtens luge und ſelbſt h ſchwie⸗ lebenden laͤßt ſich entdecken, an dieſe ſtentheils hlaͤchter⸗ m Lande wüch, ſo Yfund zu hottland fund zu rgewicht derkaͤufer techt gut, es wohl ſeher uͤber tete, daß enden ſich enn Ochſe Vierteln, 2 Pfund. zutreffend vor, in⸗ dene Re⸗ ie Haͤute ten. So zufüͤhren, Gewichto⸗ Vom fetten Vieh. 403 Lebend. Gewicht. Schlaͤchtergew. Talg. Ein Aberdeenſhirer Ochſe 132 St. 11 Pf. 84 St. 6 Pf. 16 St. 5 Pf. „» kurzhoͤrniger ⸗ 132 ⸗— ⸗ 90 ⸗ 1 ⸗ 14— ⸗ « dergl. Kalbe 120 4 ⸗ 77 9 ⸗ 15 ⸗ 8 ⸗ » dergl. Stier 120 ⸗ 5 ⸗ 67 ⸗27 ⸗ 14 ⸗ 12 ⸗ Alter, Raſſe und Grad der Fettigkeit haben auf dieſes Verhaͤltniß Einfluß. Je groͤßer der letztere iſt, deſto mehr betraͤgt in der Regel auch das Gewicht der vier Viertel und des Talges im Ver— haͤltniß zu dem des lebenden Thieres. Um in Ermangelung einer Wage dem Beſehen und Betaſten bei der Schaͤtzung des Rindviehs zu Hilfe zu kommen, hat man neuerer Zeit das Meſſen ſeines Umfangs und ſeiner Laͤnge, um ſeinen kubiſchen Inhalt und dadurch auch ſein Gewicht zu finden, in Vorſchlag gebracht, und es iſt auch nicht zu leugnen, daß dasſelbe oft uͤberraſchend richtige Reſultate gibt, nur ſcheint es noͤthig, Aenderungen in der Anlage der Rechnung zu machen, je nachdem Alter, Geſchlecht, Raſſe und Feiſtigkeitszuſtand der Thiere verſchieden ſind.*) Zuverlaͤßig iſt alſo dieſes Verfahren keineswegs, wie ſchon ein paar Beiſpiele zeigen werden: der Lord Kintore *) Dieſe Ermittelung des Schlaͤchtergewichts des Rindviehs durch Aus⸗ meſſung, welche bei uns zuerſt Herr v. Strachwitz im 10. B. der von Thaer herausgegebenen Annalen der Fortſchritte des Ackerbaus S. 131 anempfohlen, hat rege Aufmerkſamkeit erweckt und ſeit jener Empfehlung neuerer Zeit vielfaͤltige Vervollkommnungsverſuche erhalten,(S. Univerſalblatt B. 2. S. 110, Amtlichen Bericht der Verſammlung deutſcher Landwirthe in Dres⸗ den— bei Arnold daſelbſt 1838 erſchienen— S. 180. und noch mehre an⸗ dere Werke) und iſt den deutſchen Landwirthen wohl ſchon ſo bekannt, daß es ganz unſtatthaft ſein wuͤrde, die weitlaͤufige Auseinanderſetzung deſſelben, die in unſerm engliſchen Werke, durch Zeichnung erlaͤutert, enthalten iſt, voll— ſtäͤndig hier wieder zu geben. Nur das duͤrfte bemerkenswerth ſein, daß die⸗ ſelbe in England große Theilnahme gefunden hat und ſich daſelbſt vornehmlich die Herren Renton, Cary, M'Derment und Douglas bemuͤht haben, For⸗ meln aufzufinden, nach denen aus dem Maaß das Gewicht mit Sicherheit zu berechnen ſein ſoll. Die Vereinfachung des Verfahrens, welche der bekannte Matthieu de Dombasle in Vorſchlag gebracht hat, nach der das Meſſen des bloßen Umfangs eines Thieres ſchon hinreichen ſoll zur Erkennung von deſſen Schwere, ſcheint in England noch nicht Anerkennung gefunden zu haben. Die daſigen Landwirthe und Schriftſteller, welche Formeln fuͤr die Berechnung an⸗ gegeben haben, empfehlen ſaͤmmtlich den Umfang des Thieres hinter den Schul⸗ tern und ſeine Laͤnge vom Schulterpunkt bis zum Ende des Hinterbackens, wie es Herr v. Strachwitz nennt, ſ. a. a. O. auch angegeben, zu meſſen, und jedenfalls duͤrfte ſolches auch mehr Zuverlaͤßigkeit erwarten laſſen. 26* 404 Fuͤnfunddreißigſtes Kapitel. ließ vor einigen Jahren auf der Schauausſtellung zu Smithfields einen ausgemaͤſteten ſiebenjaͤhrigen Aberdeen-Ochſen ſchlachten, deſſen lebendes Gewicht 224 Stein betrug und blos in ſeinen vier Vierteln 173 Stein 4 Pfund Fleiſch gab, wiewohl er der Meſſung zufolge nur 135 Stein 8 Pfund geben ſollte. Eine verſchnittene Kalbe dagegen, die der Meſſung nach 53 Stein 3 Pfund Schlaͤchtergewicht erwarten ließ und lebend 88 Stein wog, gab nur 49 Stein Fleiſch in ihren vier Vierteln. Haͤtten die Thiere alle eine mathematiſche Form und waͤre das Verhaͤlt⸗ niß des Abfalls zum guten Fleiſch bei allen dasſelbe, dann wuͤrde mit dieſem Verfahren mehr Sicherheit verbunden ſein. So moͤgen alle geuͤbte Schaͤtzer nichts davon wiſſen, weil ſie das Gewicht des Fleiſches mit dem Auge und deſſen Guͤte durch das Gefuͤhl ſicherer zu erkennen glauben. Der Verkauf des fetten Viehs auf den woͤchentlichen Maͤrkten in London wird meiſtentheils durch Kommiſſionaͤre beſorgt. Dies ſind Leute, die ihr alleiniges Geſchaͤft daraus machen, und die, mit den Beduͤrfniſſen der Kaͤufer, ſo wie mit dem Stand des Markts immer in genauer Bekanntſchaft ſtehend, in der Regel beſſere Preiſe dafuͤr erlangen, als der Eigenthuͤmer ſelbſt. Die fetten Thiere werden daher Treibern anvertraut, die regelmaͤßig den Weg dahin machen, an mehren beſtimmten Orten einkehren und gegen eine maͤßige Verguͤtung die richtige Ueberlieferung an den Verkaͤufer uͤbernehmen. Der Landwirth hat daher nicht noͤthig die Wanderung ſeiner Thiere ſelbſt zu beaufſichtigen, und hat, ſobald ſie ſeinen Stall verlaſſen haben, uͤberhaupt fuͤr nichts weiter zu ſorgen, als fuͤr das Einſtreichen des Geldes, das ihm gewoͤhn— lich noch in derſelben Woche, oder doch in der naͤchſtfolgenden zu⸗ geſendet wird. Das Thier wird nach ſeinem lebenden Gewicht geſchaͤtzt und wenn es beſonders ſchoͤn iſt, angenommen, der Stein deſſelben von 14 Pfund gebe einen Stein Schlachtgewicht zu 8 Pfund. Bei minder gutem Vieh jedoch, mit großem Kopf und ſtarken Knochen, gilt gewoͤhnlich der bereits erwaͤhnte Grundſatz, daß die vier Viertel ausgeſchlachtet nur die Haͤlfte des lebenden Gewichts betragen. Auf die Bezahlung dieſer vier Viertel kann der Maͤſter allein Anſpruch machen, man nimmt an, daß das, was es außer⸗ dem noch gibt, das ſogenannte fuͤnfte Viertel, den Profit des Fleiſchers ausmache. Geſetzt nun, die vier Viertel werden zur Haͤlfte des lebenden Gewichts angenommen, ſo rechnet man, daß de Huu Gewih Einrit ui A ww leſt M lomn en ſchen ◻☛2 G ſh ten, de gn vitd. tägiche T trwarten, uction de diſe C auf den andern A d ſch ie ſo doh dem Lar einem au ir aber nithiln Jlichvin nd nit nihlch a rſch aur Nerfteuer Krur bn zu nithfiade chlachte, n ſeinen er der . Eine Stein à Stein Haͤtten Verhaͤlt⸗ wuͤrde moͤgen Gewicht Gefühl Maͤrkten Dies und die, and des r Regel Die maͤßig kehren ung an noͤthig ad hat, z weiter gewoͤhn⸗ den zu⸗ aͤtzt und deſſelben Pfund. ſtarken daß die hwichts Maͤſter außer⸗ ffit des den zur an, daß Von den Milchkuͤhen. 405 die Haut den achtzehnten und der Talg den zwoͤlften Theil dieſes Gewichts betrage. Der uͤbrige Abfall, als Kopf, Gekroͤſe, uͤbrige Eingeweide, Blut und Fuͤße werden nie nach dem Gewicht ver— kauft. Die Haut und der Talg werden gewoͤhnlich in ihrem Preiſe dem Preiſe des Fleiſches der Vorderviertel des beſſeren Viehs, oder dem geſammten Fleiſchpreiſe des geringeren gleichgeſchaͤtzt und geben allein ſchon dem Fleiſcher einen ſehr hohen Gewinn. Sechsunddreißigſtes Kapitel. Von den Nilchkuͤhen. Es iſt allen Grundbeſitzern bekannt, daß die Pachtrente von Guͤ⸗ tern, die blos Milchwirthſchaft treiben, am puͤnktlichſten abgetra⸗ gen wird. Daraus geht hervor, daß ſelbige eine ſichere und ein— traͤgliche Beſchaͤftigung ſein muͤſſe. Dies iſt auch nicht anders zu erwarten, ſo lange die Konſumtion von Kaͤſe und Butter die Pro— duktion derſelben ſo ſehr uͤberſteigt, wie gegenwaͤrtig. Der Preis dieſer Erzeugniſſe iſt waͤhrend der letztvergangenen funfzig Jahre auf den engliſchen Maͤrkten mehr geſtiegen, als der irgend eines andern Artikels, und gewaͤhrt uͤberdies noch den Vortheil, daß er ſich jederzeit ziemlich gleich bleibt. Er ſteigt allerdings nicht ſo ploͤtzlich, wie bisweilen der des Getreides, und bietet daher dem Landwirth nicht wie dieſer, eine ſo guͤnſtige Gelegenheit zu einem augenblicklichen außexordentlichen Gewinn dar; dafuͤr ſinkt er aber auch nie auf eine dem landwirthſchaftlichen Gewerbe ſo nachtheilige Weiſe. Auch zu beſonderen Spekulationen bietet die Milchwirthſchaft keine Gelegenheit dar; wird ſie jedoch ordentlich und mit Einſicht betrieben, ſo wirft ſie ihrem Beſitzer nicht nur reichlich alle gewoͤhnlichen haͤuslichen Beduͤrfniſſe ab, ſondern hat er ſich auch dabei in der Regel noch eines maͤßigen Ueberſchuſſes zu erfreuen. Sie laͤßt ſich recht gut mit einer Ackerwirthſchaft, die nur ſehr wenig Weideland beſitzt, vereinigen, ſobald nur der Boden zum Anbau von Futterkraͤutern und Wurzelgewaͤchſen ſich 406 Sechsunddreißigſtes Kapitel. eignet; denn die Kuͤhe ſind bei abgemaͤhetem Gruͤnfutter gar wohl in voller Milch zu erhalten und die Frau eines Farmers mit ihren Toͤchtern kann bequem zwoͤlf bis zwanzig Stuͤck abwarten. Wir brauchen ſchließlich nicht darauf aufmerſam zu machen, daß die Beſchaͤftigung damit keine große Muͤhe verurſacht, das Einkom— men bei einer Ackerwirthſchaft nicht wenig erhoͤht, und ſelbſt fuͤr die achtbarſten Frauen nichts Veraͤchtliches hat. Um aber die Milchwirthſchaft mit Gluͤck betreiben zu koͤnnen ſind weſentlich nothwendig 1) eine gute Viehraſſe, 1 2) zweckmaͤßige Gebaͤude und Geraͤthſchaften, 3) eine verſtaͤndige Vorſteherin des Molkereiweſens. Die Raſſe, welche von den Kuhhaltern in der Umgegend von Lon— don, die ihre Milch friſch verkaufen, weder Butter noch Kaͤſe daraus machen, am meiſten geſchaͤtzt wird, iſt die alte Yorkſßhirer, oder eine Kreuzung zwiſchen der Teeswater- und Holderneßraſſe,*) weil ſie die meiſte Milch gibt. Dieſe Kuͤhe werden in der Regel nicht ausgetrieben, ſondern mit gemaͤhetem Gruͤnfutter, Biertre— bern und ſaftigen Wurzelgewaͤchſen reichlich auf dem Stalle oder Hofe gefuͤttert. Kommen ſie ja auf die Weide, ſo verlangen ſie vorzuͤglich gutes Grasland. Ihre Milch iſt zwar nicht ſehr ge⸗ haltreich, ſie geben aber viel und beſitzen nebenbei noch eine große Maſtfaͤhigkeit, ſo daß ſie bei der reichlichen Fuͤtterung, die ihnen zu Theil wird, bald fett und von dem Fleiſcher gern gekauft werden. Die langhoͤrnigen Raſſen ſind mehr in Anſehn in Lancaſhire, Cheſhire und den benachbarten Gegenden, weil ſie mehr Kaͤſe lie— *) Ueber die verſchiedenen Rindviehraſſen in Großbritannien ſ. B. 1. S. 290.— In dem ausuͤbenden Landwirth, der von Herrn Dr. Viktor Ja⸗ kobi beſorgten ſehr guten Ueberſetzung von Low's Lehrbuch der Landwirthſchaft iſt daruͤber ebenfalls viel und gruͤndlich geſprochen. Das Vollſtaͤndigſte, was wir daruͤber beſitzen, iſt jedoch die ſchon mehrmals angezogene Beſchreibung der Rindviehzucht von Großbritannien, the Cattle, die von Herrn Profeſſor Hering in Stuttgart unter dem Titel:„das Rindvieh“ auf deutſchen Boden verpflanzt worden iſt. Schon Thaer hat in ſeiner beruͤhmten engliſchen Land⸗ wirthſchaft gruͤndlich uͤber dieſen Gegenſtand, natuͤrlich im Verhaͤltniß zu dem dazumaligen Standpunkt desſelben, geſprochen, und auch noch in vielen an⸗ dern landwirthſchaftlichen groͤßeren Werken und Zeitſchriften findet man zahl⸗ reiche und gruͤndliche Notizen daruͤber. Es wuͤrde demnach unnoͤthige Raum⸗ verſchwendung ſein, wenn man auch hier eine ausfuͤhrliche Beſchreibung dieſer verſchiedenen Raſſen geben wollte. Einige kurze Notizen und Zuſaͤtze aus an⸗ deren Werken zu dem, was unſer Original gibt, duͤrften voͤllig genuͤgend ſein. fen. d riche weirr gen 1' o hacc fegriche fih Unf ondvithſ ham: K Daniäd 81 ſe tinn tingem G größte N gering, un Nriſe ſich von Ith burterrich dn Ader Jäſſe, mocht, Iuſſe d dn Vor In 1 Ncuh le bei d nß in i n bäſee haftn dra in den dr ſar wohl nit ihren 7. Wit daß die einkom⸗ lbſt fuͤr ber die eſentlich on Lon— h Kaͤſe kſhirer, raſſe,*) et Regel Biertre⸗ le oder gen ſie ehr ge⸗ große dnen zu werden. neaſhire, Kaͤſe lie⸗ ſ. B. 1. giktor Ja⸗ wirthſchaft gſte, was ſchreibung Poofeſſor en Boden hen Land⸗ zu dem dielen an⸗ nan zahle e Raum⸗ ung dieſer e aus an⸗ igend ſein Von den Milchkuͤhen. 407 fern. Die ungehoͤrnten Suffolks, die Devonſßhirer, die in einigen reichen Marſchgegenden von Sommerſet und Glouceſter gezogen werden, eben ſo die Glamorgans werden ebenfalls in jenen Ge⸗ genden und ihren Umgebungen fuͤr gute Milcher gehalten. Die Raſſe jedoch, welche in dieſer Hinſicht alle anderen im vereinigten Koͤnigreiche, wenigſtens auf maͤßiger Weide zu uͤbertreffen ſcheint, iſt die Ayrſhirer, von der Herr Aiton in ſeiner Beſchreibung der Landwirthſchaft dieſer Grafſchaft ſagt, es gebe keine noch, die auf gleichem Boden, bei gleichem Klima und gleichen uͤbrigen Umſtaͤnden ihr gleichkomme, weder als Milchvieh, noch fuͤr die Schlachtbank. Die Hochlaͤndiſche Kuh gibt jedoch feinere Milch, und in der ſpaͤterhin folgenden Beſchreibung der Bereitung der Dunlopkaͤſe wird nachgewieſen, daß die Milch eines Rindviehſtam— mes, der aus einer Kreuzung der Glouceſter- und Alderneyraſſe mit einem Durhambullen hervorgegangen iſt, demnach halb Dur— ham⸗ ¼ Alderney⸗ und ½¼ Gloueeſterblut enthaͤlt, aus derſelben Quantitaͤt Milch mehr Kaͤſe gibt. Von den kleinen Alderneys iſt es uͤberhaupt bekannt, daß ſie einen fettern Rahm als andere liefern, und ſich mit ganz ge— ringem Grasland begnuͤgen, auf dem eine Yorkſhirer Kuh die groͤßte Noth leiden wuͤrde. Ihr Milchertrag ſelbſt iſt jedoch nur gering, und da ſie uͤberdies in einem verhaͤltnißmaͤßig ſehr hohen Preiſe ſtehen, ſo findet man ſie faſt nirgends, als in den Parks der Edelleute. Die Kerry⸗Kuͤhe, eine ganz kleine Raſſe aus der Grafſchaft von Irland, von der ſie den Namen traͤgt, geben ebenfalls ſehr butterreiche Milch und wuͤrden, nach England eingebracht, mit den Alderneys rivaliſiren. Unverſtaͤndige Kreuzungen mit anderen Raſſen, in der Abſicht, ſie zu verbeſſern, haben es ſchwierig ge⸗ macht, ſie ganz rein noch zu finden. Uebrigens verdienen in jeder Raſſe oder jedem Schlage die groͤßeren Individuen in der Regel den Vorzug vor den kleinern. In Bezug auf die Geſtalt und Eigenſchaften einer guten Milchkuh ſind bei jeder Raſſe ganz andere Ruͤckſichten zu nehmen, als bei der Auswahl einer vorzuͤglich zur Maſt taugenden. Dieſe muß in ihrem ganzen Gebaͤude mehr einem Ochſen gleichkommen, die beſten Milchkuͤhe aber haben einen kleinen feinen Kopf mit lebhaften aber ruhigen Augen, ſind duͤnn und hohl am Nacken, ſchmal in der Bruſt und am Schulterpunkt, uͤberhaupt leicht in ihrem Vordertheil, aber breit am Kreuz, jedoch nicht ſehr fleiſchig 408 Sechsunddreißigſtes Kapitel. laͤngs des ganzen Ruͤckgrats, ſie zeigen uͤberhaupt an keinem Theil ihres Koͤrpers viel Anlage zum Fettanſatz und haben nur eine ganz kleine Wamme. Das Euter muß groß, voll, rund und mit hervortretenden Milchadern verſehen, aber nur duͤnnhaͤutig ſein und nicht ſchlaff herunterhaͤngen oder weit hinten ſich befinden. Die Striche ſollten ſtets im Quadrat, gleich weit von einander ſtehen, und von gleicher Groͤße, weder breit, noch dick oben am Euter, wohl aber lang ſein und in eine Spitze auslaufen. Eine Kuh mit großem Kopf, hervorragenden Ruͤckgrat, kleinen Euter und Strichen, in den Flanken aufgeſchuͤrzt, wird immer nur ſchlecht melken.*) Außer dieſen aͤußeren Kennzeichen verdient noch ihre Ge— muͤthsbeſchaffenheit große Beruͤckſichtigung; eine geduldige, fried- liche Kuh verurſacht nicht nur weniger Muͤhe bei ihrer Abwartung, als eine unruhige ſtoßige, ſondern liefert auch in der Regel mehr Milch und gibt ſie lieber her. Es iſt zwar nicht leicht bei einem Kauf auf dem Markt die Gemuͤthsbeſchaffenheit eines Thieres zu erkennen, aber eine friedliche macht ſich doch durch ihr ganzes Weſen bemerkbar, und darauf ſollte man immer Acht haben. Der Landwirth, welcher Gelegenheit zur Selbſtaufzucht hat, muͤßte ſehr nachlaͤßig und unverſtaͤndig ſein, wenn er nicht dazu die beſte fuͤr ſeine Verhaͤltniſſe geeignetſte Raſſe auswaͤhlen wollte, und ſelbſt wenn er ſeine Milchkuͤhe kaufen muß, ſollte er ſtets die beſte, welche er haben kann, ohne Ruͤckſicht auf ihren Preis, aus⸗ waͤhlen; denn wenn er in der Auswahl gluͤcklich war, ſo wird *) Man hat in England einige alte Verſe, in denen man die Eigen⸗ ſchaften einer guten Milchkuh, beſonders einer von Yorkſhirer Raſſe ziemlich genau angegeben findet und die im Farmer's Magazin mitgetheilt ſind. Im Deutſchen wuͤrden ſie etwa folgendermaßen lauten: Sie habe lang und fein den Kopf und zart das Horn, Sie fuͤtt're gut ſich ohn' Oelkuchen ſelbſt und Korn, Am Nacken ſei ſie ſchmal, am Kreuze voll und breit, Die Flanke gut belegt, die Lendengegend weit, Der Leib recht rund gewölbt und ziemlich langgeſtreckt, Der Ruͤcken grad und glatt, mit Hoͤckern nicht bedeckt. Die Huͤften muͤſſen ſtark, der Blick ſanftmuͤthig ſein, Die Schenkel ſchlank und leicht, die Vorderbeine fein; Der Hals ſei lang und ſchwach, der Schwanz gefuͤg' und duͤnn, Die Bruſt nicht allzueng und groß der Milchgewinn, Die Knochen ſaͤmmtlich zart und ſeidenweich die Haut— So gibt ſie gutes Fleiſch, iſt nicht zur Maſt gebaut. 8 im d gewß komm: vnnin ſehe M o zur b Naſtithe Mhwir ränte de ſmen, ſe tllig be riſſ d beſonders Diſe ſac nit Eor Wdw dich le hirnix Oe daſen, a ſcon fruh Nals bi naten N nach W dieſe am ſchenraun Mcharr Fhn We gees J wieder Pochen neiſten J li ſie dr rifen, nt bis weiten iſt tins E üda, em Thal nur eine und mit tig ſein efinden. inander ben am . Eine n Euter jer nur hre Ge⸗ , fried⸗ dartung, - mehr einem jeres zu ganzes elj. ht hat, t dazu wollte, ets die 6, aus⸗ ſo wird je Eigen⸗ eziemlich ind. In n, Von den Milchkuͤhen. 409 ihm das, was ſie mehr koſtete, als eine von geringerer Guͤte gewiß reichlich wiederbezahlt. Bei der Aufzucht des Rindviehs kommt außer der Beſchaffenheit des Bodens und den Wirthſchafts⸗ verhaͤltniſſen uͤberhaupt, vornehmlich noch der Zweck, wozu das⸗ ſelbe beſtimmt iſt, ob naͤmlich zum Verkauf an die Viehmaͤſter oder zur Molkerei, in Betracht. In jenem Falle ſind hauptſaͤch⸗ lich die Eigenſchaften zu beruͤckſichtigen, welche das Zeichen guten Maſtviehs abgeben, in dieſem die einer guten Milchkuh. Manche Milchwirthſchafter behalten ihre Kuͤhe, wenn ſie gut, bis in das zehnte oder zwoͤlfte Jahr, und wenn ſie dann auch an Werth ſehr ſinken, ſo haben ſie doch durch ihre Produkte ſich ſchon fruͤher voͤlig bezahlt gemacht. In manchen Gegenden gibt es eine Vieh— raſſe, die für den daſigen Boden und die daſigen Verhaͤltniſſe beſonders gut geeignet iſt, daſelbſt beſſer gedeiht, als jede andre. Dieſe ſuche man ja nicht zu verdraͤngen, ſondern waͤhle vielmehr mit Sorgfalt und Umſicht die beſten Thiere zur Zucht in ihr aus, und wenn ſie bei zweckmaͤßiger Wartung und Pflege gutes Milch— vieh liefern, iſt es ganz gleich, ob es eine langhoͤrnige oder kurz— hoͤrnige oder eine ungehoͤrnte ſei. Die Kalben werden gewoͤhnlich nicht eher zum Bullen ge— laſſen, als bis ſie zwei Jahr alt ſind, doch kalben manche auch ſchon fruͤher. Die beſte Jahreszeit zum Zulaſſen iſt von Anfang Mai's bis Ende Juli's; die meiſten Kaͤlber werden in den Mo— naten Maͤrz und April geboren; doch kalben viele Kuͤhe auch bald nach Weihnachten. Diejenigen, welche viel Kuͤhe halten, laſſen dieſe am liebſten das ganze Jahr hindurch in gleichmaͤßigen Zwi— ſchenraͤumen zum Bullen, um fortwaͤhrend einen ziemlich gleichen Milchertrag zu haben. In den meiſten Faͤllen laͤßt man die Kuͤhe zehn Wochen vor dem Kalben trocken ſtehen, weil man durch laͤn— geres Melken dem kuͤnftigen Milchertrag Abbruch zu thun glaubt; wiederholte vergleichende Verſuche haben indeſſen gelehrt, daß ſechs Wochen langes Trockenſtehen vollkommen hinreichend iſt. In den meiſten Milchwirthſchaften behaͤlt man die Kuͤhe ſelten laͤnger, als bis ſie drei Kaͤlber gehabt haben, weil ſie ſich, ſo jung noch, beſſer maͤſten, als in einem hoͤheren Alter; zur Zucht ſind ſie aber recht gut bis nach dem zwoͤlften Jahre zu brauchen, und nach dem zweiten Kalbe geben ſie in der Regel mehr Milch, als wenn ſie erſt eins gehabt haben. Es haͤlt indeſſen oft ſehr ſchwer einen guten Viehſtand auf⸗ zufinden; denn es iſt, in den Gegenden ausgenommen, wo man 410 Sechsunddreißigſtes Kapitel. ſich hauptſaͤchlich mit der Aufzucht beſchaͤftigt und die Vorzuͤge der verſchiedenen Raſſen kennt, nichts Seltenes, daß Kuͤhe von allen Oxten her zuſammengebracht und ohne Auswahl mit Bullen aller Raſſen gepaart werden. Daher findet man auch haͤufig in Milchwirthſchaften Kuͤhe von ganz unpaſſenden Kreuzungen, die gar keinen beſtimmten Karakter an ſich tragen. Dies ſcheint frei— lich nicht von einer richtigen Beurtheilung von Seiten ihrer Be— ſitzer zu ſprechen, aber die, wie Viele thun, bei dem Ankauf ihrer Kuͤhe nur nach den geringſten Preiſen ſtreben, ſind auch bisweilen genoͤthigt, zu nehmen, was ſie bekommen koͤnnen, wenn es ſchon ihrer beſſern Anſicht entgegen iſt. Ein jeder Landwirth, der Kuͤhe haͤlt, ſollte ſorgſamer darin zu Werke gehn, und diejenigen, die in ſeinen Beſitz kommen, ſelbſt wenn ſie von einer Raſſe oder einem Schlage ſind, hinſichtlich ihres Ertrages mit einander vergleichen. Denn ſelbſt Kuͤhe einer Raſſe, die an einem Orte geboren, von einem Ochſen gefallen, im Alter und Anſehn ganz gleich ſind, weichen dennoch haͤufig im Milchertrag ſehr von einander ab, und liefern von derſelben Quantitaͤt nicht gleichviel Butter. Man hat Beiſpiele, daß manche Kuͤhe von derſelben Futtermaſſe um die Haͤlfte weniger Butter gegeben haben, als andere gerade ſo ge— fuͤtterte. Verſuche in dieſer Hinſicht ſind leicht anzuſtellen: man ernaͤhrt laͤngere Zeit mehre Kuͤhe mit demſelben Futter, wiegt und mißt ſowohl die einer jeden gegebenen Menge davon, wie auch die von einer jeden erhaltenen Milch genau, und ſchuͤttet die von einer jeden fuͤr ſich, um zu ſehen, welche mehr oder weniger Rahm und Butter gibt. Eine Berechnung der Futterkoſten und des Buttergewinns zeigt denn, welche von dieſen Kuͤhen den hoͤch— ſten Ertrag gibt. Daß ſolche Verſuche oft vernachlaͤßigt werden, iſt ſehr unrecht; denn eine ſchlechte Kuh frißt eben ſo viel, wie eine gute, und daraus entſteht ein taͤglicher Verluſt. Bei der Abwartung der Milchkuͤhe iſt ein guter Stall fuͤr ſie ein beſonders wichtiger Gegenſtand; er muß behaglich warm und luftig, vor Allem aber trocken ſein. Ein maͤßiger Grad von Waͤrme iſt ihnen allerdings erſprießlich, aber wenn ſie nur trocken ſtehen, koͤnnen ſie viel Kaͤlte ertragen und friſche Luft darf ihnen niemals fehlen. Es findet im Ganzen kein Unterſchied zwiſchen ihnen und Ochſenſtaͤllen, wie ſie im 5. und 8. Kapitel des erſten Bandes beſchrieben ſind, ſtatt, nur muͤſſen daneben Verſchlaͤge fuͤr Kaͤlber angebracht ſein und eine noch weit groͤßere Reinlichkeit in ihnen beobachtet werden. Dieſe wird in Holland aufs Aeußerſte geribe der Lan ſten Cn gch: 1 wit un pült K Jferd H Follen ſtniten de ſchn rin ſich bon Gai undreun, nffe, ung ſe da F porke das T ir di, iſ ſo g in alln tu ahale in Guß Inen die aoch an und b fir zwi dan in oang um ihr daß di je nach dun ein duch ei ſe dm. bagt we Hi h aut d Ahen Vorzige üͤhe don „Bulen ufig in en, die int frei⸗ ter Be⸗ uf ihrer isweilen es ſchon er Kuͤhe „die in er einem gleichen. n, von h ſind, ab, und Nan hat um die ſo ge⸗ : man gt und ie auch die von weniger ſten und en hoͤch⸗ werden, iel, wie Stall für h warm rad von trocken rf ihnen zwiſchen es erſten eiſchaͤge einlichkeit Aeußerſte Von den Milchkuͤhen. 411 getrieben. Das Molkereiweſen iſt daſelbſt ein ſo wichtiger Gegenſtand der Landwirthſchaft, daß aus dem Wohnzimmer der wohlhabend⸗ ſten Landwirthe eine Glasthuͤr in den daran ſtoßenden Kuhſtall geht, und dieſer regelmaͤßig geſcheuert und mit Sand beſtreut wird, um ihn ſtets im Zuſtand der groͤßten Nettigkeit zu erhalten. Die Kuͤhe ſelbſt werden nicht nur geſtriegelt und gebuͤrſtet, wie die Pferde, ſondern man haͤngt auch nicht ſelten ihre Schwaͤnze in Rollen auf, wie die der engliſirten Pferde, nachdem ſie ge⸗ ſchnitten ſind, nur um das Beſchmutzen derſelben zu verhuͤten. Der ſchoͤnſte und zweckmaͤßigſte Kuhſtall, der jetzt in Großbritan— nien ſich befindet, iſt wohl der des Herrn Harley in der Naͤhe von Glasgow. Er enthaͤlt unter einem Dach Staͤnde fuͤr ſechs— undneunzig Kuͤhe, die in zwei Doppelreihen, quer durch, mit den Koͤpfen gegeneinander an einem dazwiſchen hinlaufenden Futter⸗ gang ſtehen, von dem aus ſie auf beiden Seiten gefuͤttert werden. Der Fußboden des Stalls neigt ſich ein wenig nach dem Mittel⸗ punkte zu, um in einem hier befindlichen Abzug den Harn und das Waſſer vom taͤglich erfolgenden Scheuern und Schwemmen in ein gemeinſchaftliches Behaͤltniß zu leiten. Der Luftzug darin iſt ſo genau regulirt, daß man die Temperatur des Stalls faſt in allen Jahreszeiten genau auf 60 Grad Fahrenheit,(12⁰ R.) zu erhalten vermag. Die Staͤnde fuͤr zwei Kuͤhe ſind durch Pfeiler von Gußeiſen von einander getrennt, welche Loͤcher haben, in denen die Abtheilungsriegel eingelaſſen ſind. Herr Aiton empfiehlt jedoch an deren Stelle Scheidewaͤnde von Fließen, 4 ½ Fuß hoch und 6 ½ Fuß lang, als zweckmaͤßiger zur Abtheilung der Staͤnde fuͤr zwei Kuͤhe. An jeder Seite einer ſolchen Scheidewand ſoll dann ein zwanzig Zoll langer Eiſenſtab ſenkrecht auf dem Futter⸗ gang angebracht ſein, um die Kuͤhe mit ſchwachen Ketten, die um ihren Nacken geſchlungen ſind, in der Art haͤngen zu koͤnnen, daß dieſe vermittelſt eines Ringes daran hinauf⸗ und herabgleiten, je nachdem die Kuͤhe ſtehen oder ſich legen wollen. Wenn ſie dann einmal Kartoffeln zum Futter bekommen, wird ein Pflock durch ein in dem Stabe dazu angebrachtes Loch geſteckt, damit ſie den Kopf nicht erheben koͤnnen, und ſo dem Erſticken vorge⸗ beugt werde. Hinſichtlich des Futters hat die Erfahrung bewieſen, daß, ſo gut auch angebaute Futterkraͤuter und Wurzelgewaͤchſe dazu ſind, doch eine gute natuͤrliche Weide fuͤr die Kuͤhe vor allem Andern den Vorzug behauptet. Sie erzeugt nicht nur die meiſte 412 Sechsunddreißigſtes Kapitel. Milch, ſondern dieſe wird auch fetter und wohlſchmeckender, als wenn die Kuͤhe auf dem Hofe mit gemaͤhetem Futter ernaͤhrt werden. Dies ſollte aber dennoch keinen Landwirth abhalten, ſein Milchvieh auf letztgenannte Weiſe zu fuͤttern; denn der Unterſchied in der Menge und Guͤte der Milch iſt ſo gering, daß er durch die anderen Vortheile der Stallfuͤtterung weit uͤberwogen wird. Die Kuͤhe, wenn ſie auch waͤhrend des Winters ruhig im Stalle ſind, zeigen, einmal an den Weidegang gewoͤhnt, eine lebhafte Unruhe, eine Sehnſucht nach Freiheit, ſobald der Fruͤh— ling naht. Daher ſollte man ſie da, wo ihre Sommernahrung einmal auf der Weide ſtatt findet, im Fall Ueberfluß daran vor— handen iſt, ſchon recht zeitig im Fruͤhjahre den Tag uͤber darauf bringen, waͤhrend der Nacht aber noch im Stalle halten und da— ſelbſt mit gutem Wieſenheu reichlich ſaͤttigen, bis die Witterung warm und die Weide ſo ergiebig iſt, daß die Thiere darauf voll⸗ kommen ſatt werden. Iſt dieſer Zeitpunkt eingetreten, dann laͤßt man ſie die ganze Nacht darauf, gewoͤhnlich vom Monat Mai an bis Ende Octobers. In ſehr heißen Sommertagen laſſen manche Landwirthe ihre Kuͤhe des Mittags unter einen Schuppen treiben, und dies iſt, wenn es zumal auf dem Weidegrundſtuͤck an Schatten von Baͤumen oder einem leichten Schuppen gebricht, gewiß nicht unrecht, ſobald der Wirthſchaftshof in der Naͤhe liegt. Haben ſie aber dahin erſt einen weiten Weg zu machen, ſo bringt es eher Nachtheil, weil durch vieles Laufen der Milchertrag ge⸗ ſchwaͤcht wird. Fettes grobes ſtarkes Gras gibt viel Milch, ſcha— det aber der Guͤte der Butter, und zu groß und alt gewordenes, wenn auch ſonſt ganz gut, verleiht ihr einen ranzigen Geſchmack. Dies zu verhuͤten, iſt es vortheilhaft, das Grasland in mehre Abtheilungen zu bringen, die Kuͤhe in ſelbige der Reihe nach zu treiben und ſie in jeder acht bis zehn Tage zu laſſen. Dadurch erreicht man, daß ſie fortwaͤhrend ein reiches, dichtgeſchloſſenes, kurzes, fettes Gras finden. Der zweite Graswuchs auf den Wieſen erzeugt vorzuͤglich viel Milch, daher bringt man die Kuͤhe gewoͤhnlich darauf, ſo bald ſie ſich nach der Heuernte wieder ſo weit begruͤnt haben, daß ſie den Thieren einen vollen Biß gewaͤhren. Dies geſchieht auch bei der Stallfuͤtterung, bei der man bis die Kuͤhe auf die Wieſen gehen koͤnnen, deren Ernaͤhrung mit gemaͤheten Wicken, Klee, Luzern ec. allein bewerkſtelligt. Alle dieſe Gewaͤchſe erzeugen ebenfalls viel Milch; doch will man bemerkt haben, daß dieſelbe ton de dem no von prtiſig hiit au inns H. iih hi tre dh. de man drxgen von denen de Mich inn un verigſen doe N dänet Nax. vi, d düſſes rur gocſoßz nur in ge (Wiiung. itit E und Aat V. 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So gibt das Mehl von Leinſaamen, Erbſen und Hafer, das man dem Traͤnkwaſſer beimengt, eine fette Milch, Biertrebern dagegen zwar viel, aber eine ganz duͤnne. Daher ſind ſelbige ein von denen ſehr geſuchtes Futter, die keine Butter machen, ſondern die Milch friſch verkaufen. Weiße Turnips ferner verleihen dieſer einen unangenehmen Geſchmack, die ſchwediſchen hingegen nicht, wenigſtens nicht in dem Maaße. Man glaubt faſt allgemein, daß dieſer zu beſeitigen ſei, wenn man in die Milch ein wenig von einer Salpeteraufloͤſung gieße, oder ihr den achten Theil ihrer Menge heißes Waſſer zuſetze, wenn ſie zum Aufrahmen hingeſtellt wird; die Erfahrung hat uns jedoch ganz deutlich gezeigt, daß dieſes nur in einem ſehr geringen Grade der Fall iſt. Gemeines Kochſalz vermehrt und verbeſſert die Milch ſehr; man braucht es nur in ganz kleinen Gaben darzureichen, und doch hat es dieſe Wirkung. Die von Herrn Curwen ſeinem Vieh verfuͤtterte Quan⸗ titaͤt Salz betrug taͤglich nicht mehr, als eine Unze auf zehn Kuͤhe und Kalben. Wenn die Kuͤhe trocken ſtehen, werden ſie von manchen Land— wirthen auf den Strohhof gebracht und daſelbſt bis kurze Zeit vor dem Kalben nur ſchlecht gefuͤttert. Dies iſt jedoch hoͤchſt un— klug; denn wenn es auch nicht noͤthig iſt, ſie in dieſer Zeit ſo reichlich zu fuͤttern, daß ſie fett werden, ſo duͤrfen ſie doch auf keine Weiſe abmagern, weil ſie ſonſt nach dem Kalben nur wenig und ſchlechte Milch geben und die Nachzucht ſehr dadurch leidet. Der durch den nachmaligen geringern Ertrag des Molkereiweſens entſtehende Verluſt iſt daher meiſtens ungleich groͤßer, als der Gewinn, der aus einer ſo uͤbelverſtandenen Futtererſparniß her— vorging. Milchvieh muß nicht nur jederzeit in einem blos guten Zuſtande erhalten werden, ſondern vielmehr in einem ſolchen, den man milchverheißendes Anſehn(milky habit) zu nennen pflegt. Die Kuͤhe werden im Herbſt und Winter gleich nach Tages— 414 Sechsunddreißigſtes Kapitel. anbruch, im Sommer fruͤh fuͤnf Uhr und Nachmittags um vier oder fuͤnf Uhr gemolken, ſo daß zwiſchen jedesmaligem Melken ein Zwiſchenraum von ziemlich zwoͤlf Stunden liegt. Manche laſſen das Melken waͤhrend des Sommers dreimal in vierundzwanzig Stunden vornehmen. Da zu der Zeit ihre Euter ſtets voll ſind, theils weil ſie friſchmilchend ſind, theils weil ſie vollauf ſaftiges Futter haben, ſo glaubt man durch dieſes Verfahren nicht nur mehr Milch zu erhalten, ſondern auch den Thieren eine angenehme Erleichterung zu verſchaffen, und haͤlt es daher fuͤr vortheilhaft. Die Erfahrung hat jedoch das Gegentheil bewieſen; das Euter iſt groß genug, die ganze Milch, die ſich in zwoͤlf Stunden erzeugt, zu faſſen, und der aus der etwa ſtattfindenden geringen Milch⸗ vermehrung bei dreimaligem Melken hervorgehende Gewinn iſt nicht groß genug, die dadurch vergroͤßerte Muͤhe zu bezahlen. Auch gewoͤhnen ſich die Kuͤhe bald ſo daran, daß ſie es zu an— deren Zeiten, wo es ganz unpaſſend iſt, ebenfalls erwarten. Befinden ſich die Kuͤhe auf einer vom Wirthſchaftshofe ent— ſernten Weide und iſt das Wetter gut, ſo iſt es vortheilhafter, ſie im Freien zu melken, als heimzutreiben. Um jenes zu erleich— lern ſchlaͤgt man einige Pfaͤhle ein, an die man ſie bindet und legt ihnen dabei ein Lieblingsfutter vor. Bei dem Melken ſelbſt iſt es von groͤßter Wichtigkeit, darauf zu ſehn, daß die Euter rein ausgemolken werden. Das Gegen— theil vermindert nicht nur die Menge und Guͤte der Milch, ſon— dern kann auch krankhafte Zuſtaͤnde herbeifuͤhren. Die Thiere V muͤſſen dabei mit der groͤßten Sanftmuth und Schonung behan— delt werden, zumal wenn ſie noch jung und kitzelig ſind, ſie geben niemals ihre Milch gern her, wenn man ſie ſchlaͤgt oder tritt. Wenn die Striche zart oder gar wund ſind, iſt es gut, ſie vor— her mit warmem Waſſer zu erweichen, uͤberhaupt ſollten, um das Melken ganz reinlich zu beſorgen, die Euter vorher jedesmal ſorg— faͤltig abgewaſchen werden, aber, es thut uns Leid, es ſagen zu muͤſſen, dies wird gar haͤufig vernachlaͤßigt. Die Wahl der Dienſtboten zur Abwartung der Kuͤhe und der Beſorgung des Molkereiweſens iſt daher nicht unwichtig. Es ſollten nur Leute ſein, auf deren unermuͤdete Sorgfalt und Sanft⸗ muth man das groͤßte Vertrauen ſetzen kann; denn alle dabei vorkommenden Geſchaͤfte muͤſſen mit der regelmaͤßigſten Puͤnktlich⸗ keit und der ausgezeichnetſten Reinlichkeit beſorgt werden; auch nicht der geringſte Koth oder Unrath iſt zu dulden, weder in den „ — ggy— gebird den n ſonen, würde Grriti Mſtem em, Inna ſi tolkomme ſe ſenſt diſe Awe ich web Vas Ergland tühmter. 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Frauen— zimmer ſind zu den bei dem Molkereiweſen vorkommenden Arbeiten vollkommen ausreichend, ſie paſſen beſſer dazu als Maͤnner, weil ſie ſanfter und minder plump ſind. Daher ſollten ihnen auch dieſe Arbeiten allein uͤberlaſſen bleiben; man kann ſie eine wirk— lich weibliche Beſchaͤftigung nennen. Was die Menge und Guͤte der Milch betrifft, ſo gibt es in England wohl nur wenige Perſonen, die nicht von Cramp's be— ruͤhmter Kuh gehoͤrt haͤtten, welche in vier Jahren, von 1805 bis Ende 1808, den außerordentlichen Milchertrag von 23,559 Quart gab, aus welcher 2132 Pfund Butter wurden. Den groͤßten Durchſchnittsertrag, den ein glaubwuͤrdiger landwirthſchaftlicher Schriftſteller, Hr. Aiton, aufgezeichnet hat, iſt jedoch der von circa 4000 Quarts von einer Kuh in 300 Tagen, oder in der Zeit des Jahres, die ſie gewoͤhnlich gemolken wird. Auf dieſe Zeit vertheilt, ſtellt er ſich folgendermaßen dar: in den erſten 50 Tagen, 24 Quart taͤglich, 1200 Quart. F s zweiten 50 ⸗ 20 ⸗ ⸗ 1000 ⸗ zz dritten 50 ⸗ 14 ⸗ 2 700 ⸗ z vierten 50 ⸗ 8 2 2 400 ⸗ ⸗ ⸗ fuüͤnften 50 ⸗ 8 2 400 ⸗ ⸗ z ſechsten 50 ⸗ 6 ⸗ 2 300 ⸗ Auch fuͤhrt Hr. Aiton den Beſitzer einer ausgezeichneten Milchwirthſchaft in Ayrſhire an, der geſagt habe, er moͤge keine Kuh im Stalle haben, die nicht jaͤhrlich ihr Eigengewicht an Suͤßmilchkaͤſen liefere. Doch geſteht er zu, daß manche Kuͤhe kaum die Haͤlfte geben. und daß 600 Gallons im Jahre von einer Kuh als ein ſchoͤner Durchſchnittsertrag vom Ayrſhirer Vieh zu betrachten ſei. Das von andern Raſſen mag dieſem bisweilen gleich kommen, ihn uͤbertreffen aber gewiß nicht. In Devonſhire nimmt man den taͤglichen Milchertrag im Durch⸗ ſchnitt des ganzen Jahres an zu 12 Quart. In Cheſire zu..... 8 In Lancaſhire zu...... 8.9⸗ 416 Siebenunddreißigſtes Kapitel. Gute Kuͤhe gewoͤhnlicher Art moͤgen uͤberhaupt in den meiſten Faͤllen 8— 12 Quart im Durchſchnitt des ganzen Jahres geben; aber nur ausgezeichnete Thiere im Alter der vollſten Milchergiebig⸗ keit und fortwaͤhrend, Sommer und Winter hindurch, mit dem beſten Futter reichlich genaͤhrt, einen hoͤhern Ertrag liefern. Ueberhaupt haben darauf die Guͤte der Weide oder andern Som— merfutters, das Alter und die Art des Viehs, ſelbſt die Jahres— witterung und Jahreszeiten, jedes fuͤr ſich, einen beſondern Ein⸗ fluß auf die Menge und Guͤte der Milch. So iſt die im Herbſt und Winter gewonnene ſtets reicher an Butter, als die des Fruͤh⸗ lings und Sommers. Ein allgemein guͤltiger Durchſchnittsertrag iſt daher nicht durch Rechnung zu finden, die Umſtaͤnde haben zu großen Einfluß darauf. Derſelbe Fall, faſt noch in hoͤherm Grade, tritt auch bei dem Ertrag an Butter und Kaͤſe ein, weil außer jenen Umſtaͤnden auch noch der darauf einwirkt, daß manch— mal Kuͤhe einer Raſſe bei gleichem Futter von derſelben Menge Milch verſchiedene Quantitaͤten Butter und Kaͤſe geben. Als einen anſehnlichen Ertrag von Beiden kann man es anſehen, wenn eine Kuh jaͤhrlich im Durchſchnitt gibt entweder 160— 180 Pfund vorzuͤgliche Butter oder 350— 400 Pfund Kaͤſe, wenn man die ganze Milch dazu verwendet, und daneben noch eine unbedeutende Menge Molkenbutter. Siebenunddreißigſtes Kapitel. Von dem Rilchhauſe und der Bereitung der Butter und des Kaͤſes. Von der zweckmaͤßigen Einrichtung eines Milchhauſes haͤngt die vollkommene gute Bereitung der Butter und des Kaͤſes weſentlich ab; es ſollte daher nichts geſpart werden, um ihm eine ſolche, im Verhaͤltniß zur Beſchaffenheit und Groͤße der Wirthſchaft, zu geben. Damit meinen wir nicht eine ſo glaͤnzende und elegante, wie man ſie in manchen Edelmannsmeiereien findet, oder eine ſo V boſtben dehnun ſolche, Wirti ſol, 7 9, m in d nil beſ n, un fint S fade En vileg w tu diſer triihte de fnd. L) den W huptfet dd Veſ in wet itmne icht dn 1 in mäſſen es geben. hergiei mit den liefern n Som⸗ Jahres⸗ ern Ein⸗ n Herbſt es Fruh⸗ ttsertrag aben zu hoͤhern in, weil manch⸗ Menge n. Als en, wenn 60 Pfund nan die deutende ing der hängt die weſentlich ne ſolche, ſchaft, 3u elegante det eine ſ Von dem Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 417 koſtbare, wie ſie in manchen ſehr großen Wirthſchaften der Aus⸗ dehnung des Geſchaͤftes gemaͤß getroffen worden iſt; ſondern eine ſolche, wie ſie jeder vornehmen kann und wie ſie ſelbſt fuͤr maͤßige Wirthſchaften, wo nur das Beduͤrfniß der Familie gedeckt werden ſoll, paßt. Es iſt in dieſer Hinſicht vorzuͤglich wichtig, die Maͤn— gel, an denen ſehr viele Milchhaͤuſer leiden, aufzudecken und einige Winke zu geben, wie dieſen abzuhelfen ſein moͤge; denn viele beſtehen faſt nur aus einem an die Kuͤche ſtoßenden Schup— pen, und nur wenige ſind nach einem zweckmaͤßigen Plan aufge— fuͤhrt. Da es in den meiſten Faͤllen ſehr ſchwierig iſt, eine paſ⸗ ſende Einrichtung dieſer Art im Wohnhauſe ſelbſt zu treffen, ſo wollen wir nachſtehend lieber angeben, wie ein beſonderes Gebaͤude zu dieſem Behuf mit geringen Koſten aber hoͤchſt zweckmaͤßig zu errichten ſei. Die Raͤume, welche in einem guten Milchhauſe ſein muͤſſen, ſind: I) einer zur Aufbewahrung der Milch, 2) einer zum But⸗ tern und Kaͤſemachen, und 3) einer zum Aufheben der Geraͤth— ſchaften. Dazu kommt noch in den Kaͤſereien ein Vorrathsbe⸗ haͤltniß unter dem Dache. Das Gebaͤude, obgleich in einer bequemen Stellung zum Wohnhauſe, ſollte nie in unmittelbarer Beruͤhrung mit den Aus— duͤnſtungen des Wirthſchaftshofes oder anderer Unreinigkeiten kom⸗ men, und ſtets entfernt von einem Teich oder ſtehendem Waſſer errichtet werden; denn nichts hat einen nachtheiligern Einfluß auf den Geſchmack der Milch und des Rahms, als dieſes. Da eine gleichmaͤßige Temperatur in ſeinem Innern ebenfalls ein Gegen— ſtand großer Wichtigkeit iſt, ſo muß man ein ſolches Gebaͤude, ſo viel als moͤglich gegen die Extreme der Kaͤlte und Hitze zu ſchuͤtzen ſuchen. Die erfahrenſten Milchwirthinnen ſind uͤber den dem Ausrahmen und Buttermachen guͤnſtigſten Waͤrmegrad noch nicht ganz einſtimmig; doch kommen alle dahin uͤberein, daß das Milchhaus im Sommer nicht zu kuͤhl ſein koͤnne, im Winter aber leicht hinlaͤnglich warm zu erhalten ſei. Daher ſollte die Hauptſeite nach Nordoſt gerichtet und das Gebaͤude gegen Suͤden und Weſten von Mauern oder hohen Baͤumen beſchattet ſein. Das Dach ſollte ein hohes Walmendach ſein, das auf allen Sei— ten weit uͤber das Gebaͤude hervorſpringt, um ſeine Waͤnde zu beſchirmen. Das Haus in ſeinem Innern ſelbſt ſollte etwa die Einrichtung haben, welche nachſtehender Grundriß Fig. 29 zeigt. Von den darin befindlichen Raͤumen iſt der mittlere, in II. 27 418 Siebenunddreißigſtes Kapitel. V welchem die Milch aufbewahrt wird, das wichtigſte; ſeine Um— faſſungswaͤnde, die in der Zeichnung ſchwarz angedeutet ſind, ſollten, um Sommer und Winter eine moͤglichſt gleichmaͤßige Tem⸗ peratur durch das Abſchließen alles Eindringens der aͤußeren Luft zu erzeugen, volle vier Fuß ſtark aus feſtgerammelter Erde und Raſen errichtet werden; die uͤbrigen Waͤnde des Hauſes koͤnnen dagegen aus einfachen Ziegeln oder bloßem Fachwerk beſtehn; ihre Hoͤhe braucht nicht mehr, als 7— 8 Fuß zu betragen. Durch die Mitte des Daches muß eine Dunſtroͤhre einige Fuß daruͤber hinaus gehen, mit einer Klappe verſehen, die vermittelſt eines Zuges nach Belieben zu oͤffnen oder zu ſchließen iſt. Die Einrichtung der Gemaͤcher wuͤrde nun folgende ſein: A.) Die Milchkammer mit breiten Geſtellen rings um, die Gefaͤße mit Milch und Rahm darauf zu ſetzen; und in der Mitte mit einem Tiſch zur Zubereitung der Butter fuͤr den Markt. Die Fenſter ſind mit Gittern geſchloſſen, die man mit Gaze von Drath uͤberziehen laͤßt, um das Eindringen der Fliegen abzuhalten; davor befinden ſich doppelte Laden von Holz, um die Kaͤlte abzuhalten. Glasfenſter macht man nicht gern, der Abgabe(Fenſtertaxe) wegen. B.) Das Butter⸗ und Kaͤſehaus mit einem Keſſel in der einen Ecke und an den Seiten mit Geſtellen fuͤr Kaͤſepreſſe und Faͤſſer; mit großen Gefaͤßen von Blei oder Schiefer*) zur Auf⸗ *) Die bleiernen Gefaͤße werden von einigen verworfen wegen der nach⸗ theiligen Wirkungen, die ſie hervorbringen, wenn eine ſaure Fluͤſſigkeit darin ſtehn bleibt; die Molken bleiben aber laͤnger ſuͤß in ihnen, als in hoͤlzernen, auch laſſen ſie ſich leichter rein erhalten. Schiefer iſt freilich noch beſſer zu dieſem Behuf und ſelbſt noch leichter zu reinigen, aber auch theurer. nahme Tußen Geritſ unſi ir labi Uälnng Wm Vor dle de abt, den Dac anbtige gäühfal eidden Machhd kamme Ane, Nicoha ſche M drte ha im biſ uft aus Thal de einäge bifi A in En oh dos ſie hin in Vic at in mrvor ſladngs iigm ie d däng eine Um⸗ tet ſind ige Tem⸗ eren Luft Erde und konnen hn; ihre uurch die r hinaus ges nach tung der um, die der Mitt akt. Oi von Drat ten; dabol zuhalten re) wegen. e in der preſſe und zur Auf⸗ der nach ſgkeit darn hoͤlzernen och beſſer ker. Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 419 nahme der Molken und mit Rinnen, dieſe in eine Ciſterne an der Außenſeite zu leiten fuͤr die Schweine. C) Das Waſchhaus zum Scheuern und Aufbewahren der Geraͤthſchaften; es enthaͤlt zu dem Ende einen Ofen mit Keſſel zum Einbruͤhen der Gefaͤße und eine mit einem fließenden Waſſer in Verbindung ſtehende Pumpe. Hier befindet ſich der einzige Eingang in das Haus und davor ſind Geruͤſte unter der durch den Vorſprung des Daches gebildeten Verandah angebracht, um alle die hoͤlzernen Geraͤthe, welche gewaſchen und gebruͤht worden, zum Trocknen und Luͤften aufſtellen zu koͤnnen. Wo man ſich vornehmlich mit der Verfertigung von Kaͤſen abgibt, laͤßt ſich die Vorrathskammer fuͤr dieſe recht gut unter dem Dache und eine dahin fuͤhrende Stiege in dem Waſchhauſe anbringen; Manchen iſt es aber lieber, dieſe Kammer uͤber dem Kuhſtall zu haben, weil durch deſſen Waͤrme die Reife der Kaͤſe befoͤrdert werde. In vielen großen Meiereien findet man auch Milchhaͤuſer mit gewoͤhnlichen Daͤchern, unter denen die Schlaf⸗ kammern der Maͤgde angebracht ſind. Es gibt auch noch manche andre Einrichtung und ſo kennen wir ſelbſt eine Meierei, wo das Milchhaus gegen drei Fuß vertieft iſt und uͤberaus dicke, 10 Fuß hohe Mauern von Ziegelſteinen, ſowie eine Kaͤſekammer unter dem Dache hat. Das ganze Gebaͤude iſt anders eingerichtet, als das oben beſchriebene, indem das Milchbehaͤltniß mit 3 Seiten der Luft ausgeſetzt und mit einer Verandah umgeben iſt. Der andere Theil des Hauſes iſt nur von leichtem Fachwerk errichtet, und der einzige Eingang zum Ganzen im Waſchhauſe angebracht, wie der beigefuͤgte Plan Fig. 30 zeigt. Bei dieſer Einrichtung iſt es vielleicht moͤglich, mehr Kuͤhlung im Sommer hervorzubringen, aber die Bewahrung einer gleich— maͤßigen Temperatur iſt ſchwieriger, und die Auffuͤhrung koſtbarer. In Bezug auf die Bauart bleibt nichts zu erwaͤhnen uͤbrig, als das Material zu den Daͤchern und zum Pflaſtern, weil das— ſelbe hinſichtlich der Reinlichkeit und der gleichmaͤßigen Temperatur von Wichtigkeit iſt. Ein Ziegeldach taugt hier nichts, weil es zu kalt im Winter, zu warm im Sommer und Reperaturen ſehr unterworfen iſt. Stroh, Farrenkraut, Schilf und Binſen paſſen allerdings beſſer dazu; allein dann muͤſſen die Daͤcher volle 3 Fuß dick gemacht werden. Dadurch wird indeſſen ein außerordentlich ſtarker Verbrauch dieſer ſo vergaͤnglichen Stoffe herbeigefuͤhrt, eine Herberge fuͤr Maͤuſe und anderes Ungeziefer geſchaffen und im 27* 420 Siebenunddreißigſtes Kapitel. Figur 30. 11111 7 Laufe der Zeit ein modriger Geruch im Innern erzeugt, der ſich der Milch mittheilt und dem Geſchmack der Butter nachtheilig wird. Ein Dach von hinlaͤnglich ſtarken Schieferplatten verdient demnach den Vorzug; denn es widerſteht dem Wetter am meiſten und iſt am dauerhafteſten. Dennoch findet man es, in den Ge— genden, wo es viel Schiefer gibt, ausgenommen, nur noch ſelten in Anwendung, weil es ſchwer herzuſtellen iſt und bisher einer Abgabe unterworfen war. Dies iſt gegenwaͤrtig jedoch beſeitigt und durch die Errichtung von Saͤgemuͤhlen uͤberdies noch die Her— ſtellung eines ſolchen Daches dermaßen erleichtert worden, daß es, ſeine Dauer mit in Anſchlag gebracht, jedes andere auch an Wohl⸗ feilheit uͤbertrifft. Der Fußboden eines Milchhauſes ſollte einige Fuß uͤber die Umgebungen erhoͤht und mit Abzuͤgen verſehen ſein, um das Waſſer, das zum Abſpuͤhlen des Fußbodens, der Kuͤhlung und Reinlichkeit halber verbraucht worden iſt, ableiten zu koͤnnen. Hier iſt zu bemerken, daß jedes Bischen Milch, das auf den Fußboden gegoſſen wird, ſogleich aufgewiſcht werden muß, da es, ſauer werdend, das ganze Behaͤltniß mit einem den Geſchmack der Milch verderbenden Geruch erfuͤllt, daß es ferner weſentlich noth— wendig iſt, das ganze Gebaͤude moͤglichſt trocken zu erhalten, weil Feuchtigkeit auf alle Molkereigeſchaͤfte hoͤchſt nachtheilig einwirkt. Der Fußboden der meiſten Milchhaͤuſer iſt gegenwaͤrtig mit Ziegeln gepflaſtert; dieſe ſind aber nicht wohl dazu tauglich, weil ſie faſt 1 riemal zu ver die ett tigen gif vuf nu gicce nſche fmne,e ainer ſte der fes ſtd d di rict ger läterm düſ R Nah Brom volit Lrrnel ſch vier hälwiß R i Meg Wühſen dem R Wapen, da But und M neymen ſchften der Gut Grfbri dej eine dr gena di nan dali B ddiäd me 8 däd ſit der ſich ſachtheilig verdient meiſten den Ge⸗ h ſelten ſer einer beſeitigt die Her⸗ daß d, an Woh⸗ über d um da lung und en. Hitt Fußboden 6, ſauer mack der ich noth⸗ ten, weil äinwirkt it Ziegel al ſie f Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 421 niemals ſo eben zu legen und ſo dicht mit Moͤrtel in den Fugen zu verſtreichen ſind, daß nicht Vertiefungen ſich bilden, in welchen die etwa vergoſſene Milch ſtehen bleibt und einen nicht zu beſei— tigenden uͤbeln Geruch annimmt; dann auch, weil ſie, ſelbſt glaſirt, viel Feuchtigkeit in ſich aufnehmen. Schieferplatten ſind nicht nur dauerhafter, ſondern nehmen auch, wie vergleichende Verſuche gezeigt haben, nur o0 ihres Gewichts an Feuchtigkeit in ſich auf, waͤhrend Ziegeln deſſelben einſaugen; jene werden ferner, einer Waͤrme von 60⁰ Fahrenheit(12— 13° R.) ausgeſetzt in einer Viertelſtunde trocken, dieſe dagegen behalten noch nach ſechs Tagen etwas Feuchtigkeit zuruͤck. Dieſe Vorzuͤge des Schie— fers ſind ſo bedeutend, daß die Anwendung deſſelben zum Belegen des Fußbodens und zum Decken des Daches eines Milchhauſes nicht genug zu empfehlen iſt. Die zweckmaͤßigſte Staͤrke der zu letzterm gebrauchten Platten iſt ein Zoll; der Quadratfuß davon koſtet gegenwaͤrtig in den dazu angelegten Saͤgemuͤhlen der Hrn. North und Comp. in London und der HH. Curry, Granary, Bromley ꝛc. 1 Sch. 2 Pence ohne das Auflegen, und wenn ſie polirt werden, 1 Sch. 6 Pence. Der Schiefer iſt ein ſo ſchlechter Waͤrmeleiter, daß nach den Erfahrungen der Fiſchhaͤndler die Fiſche ſich vierundzwanzig Stunden laͤnger in ihm, als in einem Be⸗ haͤltniß von Marmor halten. Die in einer Meierei erforderlichen Geraͤthſchaften beſtehen in Melkgelten, Milcheimern, flachen Schuͤſſeln oder Aeſchen zum Abkuͤhlen der Milch, Sieben zum Durchſeihen derſelben gleich nach dem Melken, Loͤffel zum Abnehmen des Rahmes, Butterffaͤſſer, Wagen, Formen und Teller zum Waͤgen, Meſſen und Verzieren der Butter; desgleichen Faͤſſer, Kuͤbel, Kaͤſemeſſer oder Brecher, und Preſſen fuͤr die Kaͤſebereitung und groͤßere Gefaͤße zum Auf— nehmen der Buttermilch und der Molken. Alle dieſe Geraͤth— ſchaften, mit Ausnahme einiger Abweichung in der Einrichtung der Butterfaͤſſer und Kaͤſepreſſen ſind ſich in allen Theilen von Großbritannien, wie von ganz Europa ſo gleich und ſo bekannt, daß eine Beſchreibung davon unnoͤthig ſein wuͤrde. Die meiſten der genannten Gefaͤße werden in England aus Holz angefertigt, weil man gegen die von glaſirtem Toͤpfergeſchirr und Blei man— cherlei Bedenken traͤgt; manche und wohl die beſten Milchaͤſche ſind jedoch von unglaſirtem Steingut, und viele Kuͤbel zur Auf— nahme der Molken von Blei, ohne daß man von letztern, ob ſie gleich ſeit vielen Jahren gebraͤuchlich, noch einen nachtheiligen Er— 422 Siebenunddreißigſtes Kapitel. folg gehabt haͤtte. Doch ſind ſie auch haͤufig von verzinntem Eiſen, oder von Sandſtein und Schieferplatten gefertigt. Letztere zumal ſind neuerer Zeit ſehr in Aufnahme gekommen. Die Melk⸗ gelten, die man in Holland haͤufig von Meſſing gefertigt findet, ſind in England faſt durchgaͤngig von Holz, beſonders von Ahorn, dem man ſeiner Leichtigkeit und ſeines reinlichen Anſehens wegen den Vorzug gibt. Die meiſten anderen hoͤlzernen Geraͤthſchaften ſind ebenfalls von Ahornholz gefertigt, mit Ausnahme der groͤßeren Gefaͤße, der Kaͤſefaͤſſer und Formen, die von Holz aller Art und meiſt vom Boͤttcher gefertigt werden, doch findet man die letztern auch aus dem Ganzen aus Ruͤſternholz gearbeitet, und bisweilen ſogar von Gußeiſen. Die Siebe haben meiſtens einen Boden von Haartuch und einen Durchmeſſer von 12 bis 15 Zoll. Die Kaͤſepreſſen ſind meiſtens von Stein und haben nach Verhaͤltniß der Groͤße der Kaͤſe eine Schwere von 5 bis 20 Cent⸗ ner. Eine neuerlich erfundene und in den Schottiſchen Gieſereien gefertigte iſt ganz von Eiſen, ſehr einfach und uͤbt den Druck auf den Kaͤſe vermittelſt einer Schraube aus, durch die er weit regel⸗ maͤßiger verſtaͤrkt werden kann. In den Molkereien, wo man nur kleine Kaͤſe, die keinen ſtarken Druck beduͤrfen, bereitet, bedient man ſich zu dem Auspreſſen auch haͤufig einer ſehr einfachen Ma⸗ ſchine, die blos aus einem beweglichen Baume beſteht, der ver— mittelſt eines Bolzens mit dem einen Ende an eine aufrechte Saͤule befeſtigt iſt und an dem andern einen Haken hat, woran das Gewicht gehaͤngt wird, das auf die untergeſetzten Kaͤſeformen druͤcken ſoll. S. Fig. 31. Figur 31. „ g. f 1 1 1 E e Die Butterfaͤſſer ſind in England eben ſo verſchieden, wie in Deutſchland; es gibt daſelbſt eigentliche Butterfaͤſſer, worin das Geſchaͤft vermittelſt eines auf- und niedergehenden Stoͤßels der d Att. ausgen bei m Cyrwwrr ni lind dm vor laenahn ir Cano uid, in dödau heikrger Wlang, wſe, an W ſine pülrn iie de hick ver und gll ſiher R fneiweſe dien daher ſ ſich die deſeng Sbi 6 Nich in fach geſeen Lahalt uf die wamen dih 98 duute ſt 1 nna erzinnin Leßten ie Me⸗ zt finden mAhorn, 3 wegen hſchaften groͤßeren Art und e letztem bisweilen oden von den nach 20 Cent⸗ ieſereien dtuck auf eit regel⸗ man nur bedient en Ma⸗ der ver⸗ aufrechte woran ſeformen Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 423 oder vermittelſt eines Wedels bewirkt wird, und Butterrollen aller Art. In dem vorliegenden Werke iſt indeſſen, eine einzige etwa ausgenommene, keine beſchrieben und abgebildet, die nicht auch bei uns bekannt waͤre, ja nach dem, was daruͤber geſagt iſt, laͤßt ſich ſogar vermuthen, daß das von Schwerz in der belgiſchen Landwirthſchaft wohl zuerſt beſchriebene Cleve'ſche Butterfaß, ge⸗ wiß eins der beſten, wo nicht das allerbeſte, das bis jetzt erfun— den worden, in England nicht bekannt ſei. Die oben erwaͤhnte Ausnahme iſt ein Butterfaß in Form eines Schaukelpferdes, das in Canada gebraͤuchlich ſein ſoll, und in dem die Butter bereitet wird, indem ſich ein darauf ſitzendes Kind vergnuͤgt. Die Form und Einrichtung der Butterfaͤſſer, obwohl zur Foͤrderung und Erleichterung des Geſchaͤftes mehr oder weniger beitragend, iſt im Ganzen wirklich ein Gegenſtand von minderem Belang, das Wichtigſte bleibt, wie bei dem ganzen Molkerei⸗ weſen, die hoͤchſt moͤgliche Reinlichkeit. Das Butterfaß, welches am reinlichſten gehalten wird, iſt daher auch das vorzuͤglichſte, ſeine Form ſei uͤbrigens, welche ſie wolle. Das Scheuern, Ab⸗ ſpuͤlen, Luͤften und Trocknen der Milch- und Buttergefaͤße ſowohl wie des Fußbodens in den Milchhaͤuſern darf daher keinen Augen— blick vernachlaͤſſigt werden. Gut iſt es, die wohl gewaſchenen und geluͤfteten Butterfaͤſſer vor dem Gebrauch noch einmal mit fuͤßer Milch auszuſchwenken. Eine gute Beaufſichtigung des Mol⸗ kereiweſens bleibt demnach, wenn daſſelbe vorzuͤgliche Produkte liefern und Vortheil abwerfen ſoll, die Hauptſache. Es wird daher ſtets da am beſten beſorgt und am eintraͤglichſten ſein, wo ſich die Hausfrau ſelbſt mit Luſt, Einſicht, Ordnungsliebe und derjenigen Ausdauer darum bekuͤmmert, die immer eine Folge des Selbſtintereſſes iſt. Die Milch muß gleich nach dem Melken ganz ſanft in das Milchhaus getragen, daſelbſt durch ein Haarſieb geſeiht und dann in flache Gefaͤße, nicht uͤber 3 bis 4 Zoll tief, zum Abkuͤhlen ge⸗ goſſen werden. Hier tritt nun nach wenig Stunden, immer im Verhaͤltniß zur Temperatur, der aus ihr ſich abſcheidende Rahm auf die Oberflaͤche. Diejenigen, welche recht eigenſinnig ſind, nehmen ihn davon ſchon nach 12 Stunden ab, um ihn ganz wohlſchmeckend, ſowohl zum unmittelbaren Gebrauch, wie zum Buttermachen zu bekommen. In der Regel laͤßt man ihn aber ſich 24— 36 Stunden auf der Milch ſammeln, je nachdem die Temperatur der Luft ſein Abſcheiden mehr oder weniger beguͤnſtigt, 424 Siebenunddreißigſtes Kapitel. ehe man ihn abnimmt, oder wiederholt dieſes doch, nachdem der erſt aufgetretene fruͤher ſchon weggenommen war. Eine kleine Menge Waſeer, kaltes im Sommer, warmes im Winter, zu der Milch in den Gefaͤßen geſchuͤttet, befoͤrdert das Ausrahmen der⸗ ſelben, weil dadurch ihre Temperatur der des Milchhauſes, die immer gegen 55 Grad Fahrenheit(10“ R.) betragen ſollte, gleich zu machen iſt; man vermuthet jedoch, daß dadurch der Guͤte ge⸗ ſchadet werde. Ddie Milch enthaͤlt Butter- und Kaͤſeſtoff; was zuruͤckbleibt, nachdem dieſe ausgeſchieden ſind, heißt Molken. Man hat mehre ſogenannte Lactometer erfunden, um die Guͤte der Milch zu unter⸗ ſuchen. Sie erfuͤllen ihren Zweck aber nur ſehr unvollkommen, zeigen hoͤchſtens an, daß die der einen Kuh ſich anders verhalte, wie die der andern, geben aber uͤber ihren wahren Gehalt an Butter und Kaͤſe keinen genauen Aufſchluß und werden daher auch in den Molkereien nur wenig angewendet. Nachfolgende Bemer⸗ kungen des Dr. Anderſon ſchließen Alles in ſich, was ſich bei der Behandlung der Milch ergeben moͤchte. 1) Die bei einmaligem Melken zuerſt aus dem Euter der Kuh kommende Milch iſt nicht nur duͤnner, ſondern auch von mindrer Guͤte, als die ſpaͤtere und bis auf den letzten Tro⸗ pfen nimmt die Fettigkeit derſelben fortwaͤhrend zu. 2) Der Rahm, welcher auf der zum Ausrahmen hingeſtellten Milch zuerſt in die Hoͤhe tritt, iſt fetter und reichlicher, als der, welcher ſpaͤterhin in einem gleich großen Zeitraum ſich abſcheidet; dieſer uͤbertrifft in jener Hinſicht wieder den dritten und ſo fort, ſo daß immer weniger und duͤnnerer Rahm aufſteigt ſo lange bis er gaͤnzlich aufgetreten iſt. 3) Gehaltreiche Milch wirft weniger Rahm auf, als ſie wirk— lich enthaͤlt, im Verhaͤltniß weniger, als duͤnne; dieſer Rahm i*ſt aber dafuͤr fetter. Setzt man ſo gehaltreicher Milch etwas Waſſer zu, ſo ſcheidet ſich mehr Rahm aus ihr ab, als wenn man ſie unvermiſcht laͤßt; ſeine Guͤte wird aber da⸗ durch verringert. 4) Milch, welche in einem Eimer oder anderen Gefaͤße ziem⸗ lich weit getragen, und dadurch naturlich geſchuͤttelt, auch theilweis abgekuͤhlt wird, ſetzt niemals ſo viel Rahm ab, wie die, welche gleich unmittelbar nach dem Melken in die Gefaͤße zum Ausrahmen gegoſſen wird. 5) Um ganz vorzuͤgliche Butter zu fertigen, ſollte man die — glich d ſch aus men, fſt ga igere d in öft, ihn 1 I A hehmen durclüch ſim R. duch d man je Da d nd ji wR da d heſtin bonjig b Stund ic di luger hden N ene klei. , zu de nen dar iſes, die , gleich Guͤte ge⸗ ückbleibt at mehre u unter⸗ kommen verhalte ehalt an her auch Bemer⸗ b der der Kuh ich von n Tro⸗ eſtellten her, als zum ſich der den dunnerer iſt. ſie witk⸗ er Nahm ch etwas ab, als ber da⸗ ſe ziem⸗ „auch hm ab, in die nan die Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 425 Milch fuͤr ſich ſammeln, die zuletzt aus den Eutern kam und den zuerſt aufttetanden Rahm fuͤr ſich abnehmen und buttern. Butter wird entweder aus Rahm allein oder aus der ganzen unabgerahmten Milch verfertigt. Man ſollte glauben, dieſe ver— ſchiedenen Verfahrungsarten muͤßten auch ganz verſchiedene Re⸗ ſultate gewaͤhren, der Unterſchied iſt aber hinſichtlich der Menge und Guͤte des Produkts kaum merklich; wohl aber in der Naͤhe großer Staͤdte, wo ſtarker Begehr nach Buttermilch ſtatt findet, bisweilen Vortheil dabei, die ganze Milch zu verbuttern, ob dies gleich etwas mehr Muͤhe verurſacht. Auch aus dem Rahm, der ſich aus den Molken abſcheidet, nachdem der Kaͤſe herausgenom⸗ men, wird bisweilen noch Butter verfertigt. Das Verfahren iſt faſt ganz dasſelbe, das gewonnene Produkt jedoch von weit ge⸗ ringerer Guͤte. Wenn Butter vom Rahm allein gemacht wird, nimmt man ihn im Winter viermal, im Sommer zwei⸗ bis dreimal ab, ſo oft, bis keiner mehr ſich abſcheidet. Ehe es geſchieht, ſollte man ihn jedesmal mit einem Meſſer von Elfenbein oder Silber von dem Rande des Napfes, an dem er feſthaͤngt, abloͤſen. Das Ab⸗ nehmen deſſelben macht ſich am beſten mit einem großen fein durchloͤcherten Loͤffel und erfordert einige Geſchicklichkeit. In man— chen Molkereien ſindet man bleierne Milchgefaͤße, unten mit einem durch einen Stoͤpſel zu verſchließenden Loche, aus dem, wenn man jenen zieht, die Milch, den Rahm zuruͤcklaſſend, ablaͤuft. Das vorhin angegebene Verfahren iſt indeſſen das gebraͤuchlichſte und jedenfalls auch das beſſere. Die Laͤnge der Zeit, welche man die Milch ſtehen laͤßt, ehe man den Rahm abnimmt, muß nach der Temperatur der Luft und den Anſichten des Wirthſchafters beſtimmt werden. Bei maͤßig warmem Wetter ſollte ſie, ſobald vorzuͤglich feine Butter erzielt wird, nicht laͤnger, als 8 bis 12 Stunden ſtehen. Um gewoͤhnliche gute Butter zu erlangen, laͤßt ſich dieſe Zeit bis 12 Stunden und bei kaltem Wetter noch weit laͤnger ausdehnen. Der Rahm wird in einen hohen Krug oder ein anderes Ge⸗ faͤß der Art gegoſſen und darin, um ſein Gerinnen zu verhuͤten, jeden Tag mehrmals mit einem hoͤlzernen Loͤffel umgeruͤhrt, bis man zu einmal Buttern genug beiſammen hat. Zu dieſem Sam— meln des Rahms eignet ſich kein Gefaͤß beſſer, als eins, das unten dicht am Boden ein mit einem Hahn verſehenes Loch hat, 426 Siebenunddreißigſtes Kapitel. durch das man, jenen oͤffnend, von Zeit zu Zeit die im Rahm ſich etwa bildende molkenartige Fluͤſſigkeit, die der Guͤte und dem Geſchmack der Butter merklich ſchadet, ablaſſen kann. Um den Rahm zuruͤckzuhalten, bringt man im Innern des Gefaͤßes ein feines Sieb von Silberdrath an. Viele ſind der Meinung, ganz gute Butter koͤnne nur aus friſchem, ſuͤßen Rahm bereitet werden. Dies iſt jedoch ein Irr— thum. Butter bildet ſich nur, wenn derſelbe einen gewiſſen Grad von Saͤure angenommen hat, und von ſolchem, der nicht wenigſtens uͤber einen Tag alt iſt, laͤßt ſich keine nur leidliche Butter ver— fertigen. Wie lange der Rahm ſtehen muͤſſe, um dieſen Grad von Saͤure zu erlangen, iſt durch laͤnger fortgeſetzte genaue Ver⸗ ſuche noch nicht hinlaͤnglich eroͤrtert worden; es haͤngt ſolches auch jedenfalls von der Witterung mit ab und laͤßt ſich daher keine beſtimmte Vorſchrift daruͤber ertheilen. Selbſt in den Molkereien, die wegen ihrer guten Butter in Ruf gekommen ſind, bindet man ſich in dieſer Hinſicht an keine feſte Regel. Man ſammelt, ohne weitere Ruͤckſicht, den Rahm von einem Mal Buttern zum an— dern und richtet ſich bei der Beſtimmung der dazwiſchen liegenden Zeit nach oͤrtlichen und zufaͤlligen Umſtaͤnden. Im Allgemeinen kann man wohl annehmen, daß der Rahm im Sommer binnen 3 bis 4 Tagen in den beſten Zuſtand komme und uͤberhaupt die Zeit ſeines Sammelns nicht unter 3, aber auch nicht uͤber 7 Tage betragen ſolle. Der Rahm von einem jeden Melken ſollte jedoch ſtets fuͤr ſich aufgehoben, und ſauer geworden, nicht eher, als bei dem Buttern ſelbſt mit ſuͤßem vermiſcht werden; denn geſchieht ſolches eher, ſo entſteht eine Gaͤhrung, die zwar zum Theil durch das Umruͤhren zu verhuͤten iſt, aber doch dem Rahm leicht einen uͤbeln Geruch verleihen kann. Wenn die Kuͤhe ſchlechtes Gras oder Wurzelgewaͤchſe zum Futter bekommen, iſt es, um minder uͤbelſchmeckende Butter zu gewinnen, gut, daß Schlagen derſelben oͤfters vorzunehmen, den Rahm nicht ſo lange ſtehen zu laſſen. In Eheſhire iſt es uͤblich, den Rahm nicht eher abzunehmen, als bis die Milch darunter anfaͤngt zu ſchlickern. Im Sommer tritt dieſer Zuſtand, je nachdem die Witterung warm iſt, nach ein bis zweimal 24 Stunden ein, und im Winter ſtellt man ſie an das Feuer, um ihn ſchneller herbeizufuͤhren. In Midlothian ſetzt man die Milchnaͤpfe in heißes Waſſer, um das Aufſteigen des Rahms zu befoͤrdern und laͤßt, wenn er rein abgeſchieden iſt, die Milch unter ihm ab. In den weſſtlichen Grafſchaften tolkend rich l räſten an ſch gtlt dis zur Fahms däyun ds be ſ gaui ir ir. n doy jit e lebung de R bid faſt l riſcher d N d fiße miſe latter Vinte ſicen, ſtnell dde dſe varne Nic, uie in Rain und da Um da aͤßes en nur aus ein Irr⸗ en Grad enigſtens ter ver⸗ n Grad ue Ver⸗ hes auch er keine lkereien, det man t, ohne zum an— iegenden emeinen binnen upt die 7 Tage e jedoch als bei geſchielt eil durch cſt einen es Grai n minden derſelben laſſen. mehmen, Sommer ſt, nach man ſie jdlothian lufſteigen geſchieden aſſchaften Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes 427 von England, beſonders in Cornwallis, bereitet man den beruͤhmten dicken Rahm, der, wie man behauptet, den vierten Theil mehr betraͤgt, als der auf gewoͤhnlichem Wege gewonnene. Das Ver⸗ fahren dabei iſt folgendes: Die Milch wird warm, wie ſie von der Kuh kommt, in weite flache Gefaͤße von wohl verzinntem Meſſing oder von Steingut, 2—5 Gallon haltend, geſeiht, nach⸗ dem man zuvor in dieſelben etwas kaltes Waſſer gegoſſen hat, das, wie man ſagt, das Anbrennen der Milch verhuͤten und das vollſtaͤndigere Abſcheiden des Rahms bewirken ſoll. Die Morgen— milch bleibt ſo ſtehen bis gegen Mittag, die Abendmilch bis zum naͤchſten Morgen, dann werden die damit gefuͤllten Gefaͤße uͤber ein ſchwaches, nicht rauchendes Feuer oder auf einen heißen Ofen geſtellt, um ſie zu erwaͤrmen. Dieſe Erwaͤrmung darf jedoch nicht bis zum Kochen getrieben werden, weil dadurch die Guͤte des Rahms Schaden leiden wuͤrde. Die Erkennung des richtigen Zeitpunkts iſt ſchwierig; bei den irdenen Gefaͤßen jedoch leichter, als bei den metallenen. Jene haben naͤmlich einen geringern Um— fang unten am Boden als oben, und wenn nun die Milch den gehoͤrigen Waͤrmegrad erreicht, erhebt ſich gleichſam dieſer Boden in ihr und bildet ſich auf der Oberflaͤche nach. Bei den metalle— nen dagegen, welche gemeiniglich unten und oben gleich weit ſind, gibt es kein ſo ſicheres Kennzeichen; doch laͤßt ſich bei einiger Uebung der richtige Waͤrmegrad an dem Anſehen der Oberflaͤche der Milch und an deren Dichtigkeitszuſtand leicht erkennen. Es bilden ſich naͤmlich kleine Falten auf ihr und ihre Conſiſtenz wird faſt lederartig. Im Sommer muß uͤbrigens die Erwaͤrmung raſcher vor ſich gehen, als im Winter, weil bei heißem Wetter die Milch uͤber ſchwachem Feuer leicht gerinnt und ſauer wird. Iſt die Erwaͤrmung gehoͤrig erfolgt, ſo werden die Milchge— faͤße wieder zuruͤck in das Milchhaus gebracht. Im Sommer muͤſſen ſie an den kuͤhlſten Ort deſſelben, am liebſten auf Stein⸗ platten geſtellt werden, um ihre Abkuͤhlung zu befoͤrdern; im Winter dagegen muß man die Waͤrme laͤngere Zeit zu erhalten ſuchen, und zu dem Ende die Gefaͤße leicht zudecken; denn bei ſchneller Abkuͤhlung ſcheidet ſich der Rahm nicht vollſtaͤndig ab und entſteht daher Verluſt an Butter. Dieſe wird aus dem auf dieſe Weiſe gewonnenen Rahm alſo bereitet: man nimmt ihn bei warmer Witterung den Tag nach ihrer Erwaͤrmung von der Milch, bei kalter einen Tag ſpaͤter und ſchlaͤgt ihn unmittelbar nachher zu Butter. Er wird zu dem Ende in eine hoͤlzerne 428 Siebenunddreißigſtes Kapitel. Schale, die erſt mit heißem, dann mit kaltem Waſſer wohl ge⸗ reinigt worden, gegoſſen und darin mit der Hand, die zuvor ebenfalls erſt mit heißem, dann mit kaltem Waſſer aufs Sorg— faͤltigſte gewaſchen wurde, in einer Richtung rund umgeruͤhrt. Dieſes Waſchen erſt mit heißem, dann mit kaltem Waſſer geſchieht nicht nur der Reinlichkeit wegen, ſondern auch, um das Ankleben der Butter zu verhuͤten. Dieſe kommt bei dieſem Verfahren außer⸗ ordentlich ſchnell zuſammen; wird hierauf, nachdem ſie von der Buttermilch getrennt iſt, mehrmals in kaltem Waſſer wohl aus⸗ gewaſchen, dann ein wenig geſalzen, und nun auf einer hoͤlzernen Tafel wohl durchgeknetet und gepreßt, um ſie von allen Milch⸗ und Waſſertheilchen vollkommen zu trennen, zuletzt als Markt⸗ waare verſchiedentlich geformt*). *) Dieſe Art der Butterbereitung iſt bereits von dem Bearbeiter im 14. B. des Univerſalblattes, Jahrgang 1838, S. 142, öffentlich bekannt gemacht, und daran eine Mittheilung uͤber damit gemachte, nicht ganz ge⸗ lungene Verſuche, geknuͤpft worden, vereint jedoch mit Angabe der Gruͤnde, durch die wahrſcheinlich der nicht ganz gluͤckliche Erfolg hervorgebracht wurde. Seitdem hat er ſelbſt keine erneuerten Verſuche damit angeſtellt, aber wohl ſelbſt im Sommer auf dieſe Weiſe bereitete Butter in einer ihm befreundeten engliſchen Familie gegeſſen und allerdings gefunden, daß dieſelbe ſehr ange⸗ nehm, wie man ſagt, nußartig im Geſchmack iſt, ſich aber doch in dieſer Hinſicht von der auf gewoͤhnlichem Wege, jedoch mit aller Vorſicht und hoͤchſt moͤglicher Reinlichkeit verfertigten Butter auf keine Weiſe auszeichnet. um gute Butter im Winter zu bekommen, die an Geſchmeidigkeit der Mai- und Septemberbutter nicht nachſteht, und das Kaͤſeartige gewoͤhnlicher Winter⸗ butter durchaus nicht beſitzt, gibt es neben uͤberhaupt guter Abwartung, ge⸗ hoͤriger Reinlichkeit und einem geſunden, hinlaͤnglich warmen Aufbewahrungs⸗ ort, gewiß kein beſſeres Mittel als das a. a. O. im Univerſalblatt angegebene. Es beſteht, um es kurz zu wiederholen, darin, daß man den Rahm ja nicht erwaͤrmt, weder am Ofen, noch durch Zugießen von heißem Waſſer(dies hat allemal nachtheiligen Einfluß auf den Geſchmack und die Beſchaffenheit der Butter); daß man aber dafuͤr, wenn gebuttert werden ſoll, die den Abend zuvor gemolkene Milch entweder ganz oder zum Theil, je nachdem der Vor— rath davon iſt, uͤber einem raſchen Feuer bis zur Waͤrme von ungefaͤhr 30 Grad R. kommen laͤßt und ſie, ſo wie dies geſchehn, zugleich mit dem kalten Rahm in das vorher ausgebruͤhte Butterfaß gießt, darauf ſehend, daß dieſe Miſchung eine Temperatur von 12— 15 R. erhalte, lieber 1 bis 2 Grad weniger, als mehr. Wenn dann das Buttern an einem Orte vorgenommen wird, der nicht kälter als 80+† iſt, ſo geht die Butter uͤberaus ſchnell zu— ſammen und erhaͤlt ſie eine ausgezeichnet gute Beſchaffenheit. Gewiß verliert ſie im Winter an Guͤte und Wohlgeſchmack gegen den Sommer mehr noch durch einen unpaſſenden Aufbewahrungsort, der Milch und Mangel an Sorg⸗ d 3 gevöhr Buttr die n kuy und fit jab „Nil A Em un giij nan auc giſcier du d genonm zunſt da nan ſmet invirke mgeo ad wohl. die zutn s Sorg ngeruͤhr. geſchieh Ankleben en außer⸗ von der vohl aus⸗ hoͤlzernen n Milch Narke beiter im h bekannt ganz ge⸗ er Grunde, ot wurde. ber wohl reundeten hr ange⸗ in dieſer nd hoͤchſt net. Um Mai⸗ und - Winter⸗ tung, ge⸗ vahrungs⸗ ngegebene m ja nich (dies hat fenheit der den Abend der Vor⸗ gffähr 30 em kalten daß dieſe 2 Grad enommen chnell zu⸗ verliert nihr noch an Sorg⸗ Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 429 In den meiſten Molkereien wird bei der Butterbereitung auf gewoͤhnliche Art der ganze vorhandene Rahm auf einmal in das Butterfaß gegoſſen und verarbeitet. In der Gegend von Epping, die wegen ihrer vorzuͤglichen Butter ſchon ſeit laͤngerer Zeit be⸗ kannt iſt, nimmt man dagegen zu der feinern Qualitaͤt nur den zuerſt abgeſchoͤpſften Rahm. Man ſchoͤpft denſelben ab, nachdem die Milch in ganz flachen Naͤpfen an einem kuͤhlen Ort etwa 24 Stunden geſtanden hat. Hierauf gießt man ſie in Geſchirre von groͤßerer Tiefe und laͤßt ſie ſich neu mit Rahm bedecken. Hat man auch dieſen abgenommen, ſo bringt man ſie in noch tiefere Geſchirre, und ſchoͤpft jedes Bischen Rahm noch ab, das etwa zum Vorſchein kommt. Der zum zweiten und dritten Male ab⸗ genommene gibt weit geringere und bleichere Butter, als der zuerſt gewonnene, und wird daher auch ſtets fuͤr ſich gebuttert, da man gefunden hat, daß die Guͤte der aus dem erſten bereiteten ſogleich verringert wird, wenn von dem ſpaͤter ſich bildenden nur eine Kleinigkeit darunter kommt. Bei der Bereitung der Butter aus der ganzen unabgerahmten Milch verfaͤhrt man in der Gegend von Glasgow, wo es vor⸗ nehmlich uͤblich iſt, folgendermaßen: Die ſo eben gemolkene Milch wird in flachen Gefaͤßen zum Abkuͤhlen in ein friſches, wohlge— luͤftetes Mitchhehaͤltniß 12— 24 Stunden lang hingeſetzt, ſo lange bis ſie ſich zur Temperatur dieſes Behaͤltniſſes herab verkuͤhlet hat. Hierauf gießt man ſie in groͤßere wohlgereinigte Gefaͤße, welche die geſammte Milch von einmal, hoͤchſtens zweimal Melken faſſen, und hier bleibt ſie bis ſie verbuttert wird. Will man die Milch von zweimal Melken in einem ſolchem Gefaͤße ſammeln, ſo muß die zweite abgekuͤhlt und hineingegoſſen werden, ehe die erſte an⸗ faͤngt zu ſaͤuern. Es muß zwar die ganze Milch vor dem But— tern einen gewiſſen Grad von Saͤure erlangen, dieſe aber von ſelbſt ſich in ihr bilden, nicht durch ein Kunſtmittel, ſelbſt nicht durch eine Vermengung von ſaurer und ſuͤßer Milch erzeugt wer⸗ den, denn ſonſt entſteht leicht eine der Guͤte der Butter nach— theilige Gaͤhrung. Auch iſt es wichtig, die Milch ganz ruhig in den Faͤſſern ſtehen zu laſſen, ſie vor dem Buttern nicht anzu⸗ ſamkeit und Reinlichkeit bei der Behandlung, als durch das minder gut darauf einwirkende Futter. Der Einfluß deſſelben iſt allerdings ſehr groß, kann aber zum großen Theil gemaͤßigt werden, wie die Erfahrung im Winter von 18⁄₰ aufs Neue entſchieden dargethan hat. 430 Siebenunddreißigſtes Kapitel. ruͤhren. Werden dieſe Regeln befolgt, ſo erhaͤlt man eine ſehr gute, feine, wohlſchmeckende Butter und eine vorzuͤglich angenehme Buttermilch. Das Buttern ſelbſt geſchieht ganz auf gleiche Weiſe; man nehme blos den Rahm oder die ganze Milch; nur ſind zu letzter groͤßere Faͤſſer und mehr Kraft noͤthig, daher man es ſich bei ihr durch mancherlei mechaniſche Vorrichtungen zu erleichtern ſucht. Bei heißer Witterung ſind die Butterfaͤſſer vorher mit kaltem Waſſer, je kaͤlter deſto beſſer, abzukuͤhlen, bei kalter dagegen mit heißem zu erwaͤrmen. Die Bewegung bei dem Buttern muß ganz gleichmaͤßig und, zumal im Sommer, nur langſam geſchehen, waͤhrend deſſelben auch von Zeit zu Zeit die in dem Faſſe ſich bildende Luft herausgelaſſen werden, weil ſich ſonſt das Geſchaͤft aufhaltender und der Guͤte des Erzeugniſſes nachtheiliger Schaum bildet. Die guͤnſtigſte Temperatur zur Butterbereitung aus bloßem Rahm iſt 50— 60 Grad Fahr.(8— 12° R.). Iſt ſie hoͤher, ſo verliert die Butter an Anſehen, Geſchmack und Feſtigkeit. Wird dagegen die ganze Milch verarbeitet, dann traͤgt eine hoͤhere von 70— 75 Grad Fahr.(17—18° R.) zur gaͤnzlichen Abſcheidung der Butter bei. Um dieſelbe herzuſtellen, gießt man etwas heißes Waſſer hinzu, ohne jedoch das Buttern dabei zu unterbrechen. Sobald die Maſſe zu kalt wird, entwickeln ſich Luftblaſen, und es leidet nicht nur die Guͤte, ſondern auch die Farbe des Pro— dukts Schaden. Um zu allen dieſen Operationen die richtige Temperatur immer wahrnehmen zu koͤnnen, ſollte man meinen, muͤſſe in jedem Milchhauſe ein Thermometer haͤngen und dies wuͤrde allerdings eine groͤßere Sicherheit und Gleichmaͤßigkeit im Verfahren herbeifuͤhren; aber man findet nur ſelten eins in An— wendung. Die Milchmaͤdchen kennen gewoͤhnlich keinen andern Waͤrmemeſſer, als ihre Fingerſpitzen und er taͤuſcht ſie wirklich ſeltner, als man glauben ſollte. Iſt die Butter zuſammen, ſo wird ſie aus dem Faſſe ge— nommen, in der Regel durch mehrmaliges Waſchen in reinem Waſſer von aller Milch und Unreinigkeit befreit, die Feuchtigkeit daraus gedruͤckt und geſalzen. Das Salz muß ganz fein gepul⸗ vert ſein und aufs Innigſte mit der Butter gemengt werden, ſonſt entſtehen verſchiedene gefaͤrbte Streifen in ihr, gelbe, wo das Salz hinkommt, weiße, wo es fehlt. Solche Butter wird nicht gern gekauft und heißt in England genadelte, mit Nadeln be— ſaͤete(Pinsowed) Butter. Das Salzen muß um ſo ſtaͤrker ge— Si 1 gutker knmyſt ud da neiſens ſdoch tn E mmn d wedda 3 wnü in J mit dihil terſcie nach de ſt ſe ſäimm G volſ durft Port if. eine ſir angenehm iſe; mn zu letzte ſich bei ern ſucht. t kaltem ſegeen mit rn muß ſeſchehen, gaſſe ſich Geſchäff Schaum bloßem oͤhet, ſo t. Wird öͤhere von ſcheidung 5 heißes brechen. en, und es Pro⸗ richtige weinen, und die iigkeit in 3 in An⸗ n anden e wirkiich Faſſe ge⸗ mreinem uchigkeit n gepul⸗ en, ſonſt wo das ind nicht deln be⸗ arker g— Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 431 ſchehen, je laͤnger ſie aufbewahrt werden ſoll. Von gutem reinen Kochſalz kann man ungefaͤhr 10 Unzen auf den Stein von 14 Pfun⸗ den rechnen, lieber etwas mehr als weniger. In Irland iſt es nicht ungewoͤhnlich, dem Salz etwas Salpeter zuzuſetzen, ½ Unze Salz und ½ Unze Salpeter auf das Pfund Butter von 16 Unzen. Die zur laͤngern Dauer und zum Verkauf dazu beſtimmte Butter wird mit einer runden hoͤlzernen Keule feſt in Faͤſſer ge⸗ ſtampft, von denen eins im Durchſchnitt gegen 84 Pfund enthaͤlt und dann mit feinem Kochſalz beſtreut. Dieſe Faͤſſer werden meiſtens von Eiche und Eſche verfertigt. Das Lindenholz ſoll jedoch allen andern vorzuziehen ſein, weil es das einzige iſt, das keine Saͤure haͤlt. Allein es iſt nicht uͤberall zu haben, und wenn man die Dauben von anderem Holze 4 Stunden lang kocht, werden ſie ebenfalls von aller Saͤure befreit. In Irland iſt der Butterhandel durch eine Parlamentsakte regulirt und folgendermaßen eingerichtet. Die Landleute kommen am Morgen des Markttages auf den Verkaufplatz und ſtellen ihre mit Butter angefuͤllten Faͤſſer um ſich auf; die Boͤttcher oͤffnen dieſelben und der Beſchauer folgt ihm, ohne zu wiſſen, wem die verſchiedenen Faͤſſer gehoͤren, deren Inhalt er pruͤft und die er nach deſſen Befund bezeichnet. 7 bedeutet erſte Sorte. ſt dritte Sorte. tk, zweite 4 vierte ⸗ Die Boͤttcher ſchlagen ſie hierauf wieder zu und ſchneiden das Gewicht und die Sorte der Butter darauf ein. Nun erſt iſt ſie verkaͤuflich. Der Preis wird nur ſuͤr die erſte Sorte be⸗ ſtimmt. Die fruͤhere Geſchichte der Butterbereitung iſt nur hoͤchſt un⸗ vollſtaͤndig bekannt. In der Bibel iſt zwar die Rede davon; doch duͤrfte dies ein Fehler der Ueberſetzung ſein, indem da, wo das Wort Butter vorkommt, wohl nur Rahm darunter zu verſtehen iſt. Die griechiſchen Schriftſteller ſprechen nie davon und die Roͤmiſchen nicht eher, als bis ſie das Buttern von den Deutſchen gelernt hatten. Dies iſt jedoch nicht zu verwundern, denn ein heißes Klima iſt nicht guͤnſtig dazu und man findet daher ſelbſt heutigen Tages dieſes Milchprodukt im ſuͤdlichen Europa nur ſelten. In England ſcheint es jedoch ſeit undenklichen Zeiten bekannt zu ſein; denn als Julius Caͤſar daſelbſt einfiel, war es die gewoͤhnliche Speiſe der Bewohner dieſer Inſel; die Bereitung des Kaͤſes lernten dieſe dagegen von ihren Unterjochern. Es iſt 4 432 Siebenunddreißigſtes Kapitel. jedoch kaum glaublich, daß ein Volk, das ſo große Kuhherden beſaß, gar nichts von der Verfertigung einer Art Kaͤſe aus der ſauergewordenen Milch gewußt haben ſollte. Der Gebrauch des Labes dabei ſcheint noch ſpaͤter aufgekommen zu ſein, man findet bei den alten Schriftſtellern nichts davon, auch iſt es nicht be— kannt, wenn ſeine Anwendung entdeckt wurde. Sauerkaͤſe werden in Großbritannien da, wo viel Butter gewonnen wird, wohl gemacht, aber im Ganzen wenig geachtet, und nur als eine gemeine Speiſe angeſehn. Die guten in den Handel kommenden und ſehr geſchaͤtzten Kaͤſe, die es daſelbſt jetzt gibt, ſind ſaͤmmtlich Labkaͤſe, meiſtens aus der ganzen Milch, ohne etwas Rahm von ihr zu nehmen gefertigt; denn man iſt uͤberzeugt, daß ihre Guͤte ſtets geringer werde, ein Theil ihres Wohlgeſchmacks verloren gehe, ſowie nur etwas Rahm wegge⸗ nommen wird. Die Bereitung dieſer verſchiedenen Kaͤſe iſt zwar der Hauptſache nach faſt uͤberall im Lande gleich, aber es kommen doch auch in jeder Gegend kleine Abweichungen darin vor, welche auf den Geſchmack und die Beſchaffenheit einer jeden Sorte nicht ge⸗ ringe Einwirkung aͤußern und daher wohl Beachtung verdienen. Es ſcheint in der That die Verſchiedenheit der meiſten Kaͤſearten oft mehr von den, nicht ſelten ganz unerheblich ſcheinenden Eigen⸗ thuͤmlichkeiten in dem bei ihrer Bereitung beobachtetem Verfahren, als vom Futter abzuhaͤngen, wiewohl in manchen Gegenden der große Einfluß, den auch dieſes darauf hat, nicht zu verkennen iſt. Dies duͤrfte vornehmlich in Cheſhire der Fall ſein; denn waͤhrend man jeden Kaͤſe an einem andern Orte taͤuſchend nachmachen kann, ſobald man nur daſſelbe Verfahren bei ſeiner Bereitung beobachtet, iſt es noch niemals gelungen, den Cheſterkaͤſe in ſeiner vollen Eigenthuͤmlichkeit in einer andern Gegend und von anders gefuͤtterten Kuͤhen herzuſtellen. Man glaubt dieſe Erſcheinung den vielen Salztheiten zuſchreiben zu muͤſſen, die ſich in jener Graf⸗ ſchaft in der Erde finden und durch die zahlreichen Salzquellen, welche daſelbſt zum Vorſchein kommen, kund geben. Sei es in— deſſen damit wie es wolle, ſo viel iſt gewiß, die beſten Kaͤſe werden immer dann gemacht, wenn die Kuͤhe im Sommer auf die Weide gehen; doch ſtehen ihnen die waͤhrend der uͤbrigen Monate des Jahres bei guter Stallfuͤtterung gefertigten nur we⸗ nig nach. Ein wichtiger Gegenſtand dabei iſt das Lab. Es haͤngt die Guͤte und Eigenthuͤmlichkeit der Kaͤſe von ihm oft mehr, als von andet bewi verſch bener finü ip ein docne Gehrauc de Lab i fi ritttn ſchrſ Galwe riched da He ttwah Zuſch g eeffährt fäeneT Salz un uede nonme (e lin rätung bracch Guſſ Kalbe tüchtg frug g haaus bungt Kuhheim ſe aus N rauch da ran finde n icht be⸗ I Butter geachtet, min den elbſt jetzt n Milch, man iſt eeil ihres mwegge iſt zwar men doch elche auf nicht ge⸗ verdienen. aſearten Eigen⸗ erfahren, den der nnen iſt. waͤhrend achmachen Bereitung in ſeine dn andet inung dan ner Graf gquellen, hei es in⸗ ſen Kaͤſe mer auf uͤbrigen nur we⸗ hingt die „als von Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung b. Butter u. d. Kaͤſes. 433 anderen Umſtaͤnden ab, daher wollen wir nachſtehend einige der bewaͤhrteſten Arten ſeiner Bereitung und Anwendung, die in den verſchiedenen Gegenden verſchieden ſind, angeben. Voraus ſei bemerkt, daß man die in den dazu benutzten Kaͤlbermagen be— findliche geronnene Milch ſelten mit gebraucht, ſondern ſich mei— ſtens der bloßen Magenhaͤute bedient, die man, nachdem ſie von ihrem Inhalt gereinigt ſind, mit einigen Haͤnden voll Salz tuͤch⸗ tig einreibt, dann aufrollt und ſo in die Naͤhe des Kamins zum Trocknen hinhaͤngt. Man bewahrt ſie laͤngere Zeit auf, ehe man Gebrauch von ihnen macht, weil man bemerkt haben will, daß das Lab an Guͤte gewinne und beſſere Kaͤſe liefere, wenn es nicht friſch zur Anwendung kommt. Ein Stuͤckchen eines ſo be— reiteten Kaͤlbermagens von der Groͤße eines Sechspeneeſtuͤckes(unge⸗ ſaͤhr ſo groß wie ein Viergroſchenſtuͤck), in einem Theeſchaͤlchen voll Salzwaſſer etwa 12 Stunden vor dem Gebrauch aufgeweicht, iſt hin— reichend fuͤr 18— 20 Gallon Milch. Dies iſt die gewoͤhnlichſte und in der Hauptſache faſt uͤberall befolgte Zubereitung des Labes; die vorhin erwaͤhnten Abweichungen darin beſtehen hauptſaͤchlich in einigen Zuſaͤtzen, in der Zeit des Einweichens vor dem Gebrauch ꝛc. Eine ſehr erfahrene Milchwirthin in Glouceſterſhire z. B. verfaͤhrt dabei folgendermaßen: ſie nimmt ſechs auf vorhin ange— gebene Weiſe getrocknete Kaͤlbermagen und legt ſie nebſt 2 Gallon Salz und 2 Citronen in einen Topf mit etwas Waſſer. Letztere werden weggeworfen, ſobald ſie einen widerlichen Geruch ange— nommen haben und ertheilen dem Lab einen angenehmen Geſchmack. Je laͤnger dieſe Maſſe ſteht, deſto beſſer wird ſie, und die Zube— reitung ſollte daher ſtets wenigſtens zwei Monate vor dem Ge⸗ brauch geſchehen. Das uͤblichſte Verfahren in der genannten Grafſchaft iſt jedoch folgendes: der Magen eines friſch geſchlachteten Kalbes wird von ſeinem Inhalte gereinigt, von innen und außen tuͤchtig mit Salz eingerieben und 3 bis 4 Tage in einen irdenen Krug gethan, bis ſich eine Lake bildet, dann nimmt man ihn heraus und haͤngt ihn zum Trocknen auf. Iſt dieſes erfolgt, ſo bringt man ihn in den Krug zuruͤck, deſſen Deckel mit einigen kleinen Loͤchern durchbohrt ſein muß, damit die Luft eindringen koͤnne, und laͤßt ihn wohl ein Jahr darin liegen. Wenn man nun Gebrauch davon machen will, ſo werden die Blaͤtter von Brombeeren und wilden Roſen, 1 bis 2 Haͤnde voll von jeden und 3 bis 4 Haͤnde voll Salz in 1 Gallon Waſſer eine Viertel— ſtunde miteinander gekocht, dann die Fluͤſſigkeit durchgeſeiht und II. 28 8³⁴4 Siebenunddreißigſtes Kapitel. zum Abkuͤhlen hingeſtellt. Iſt dies erfolgt, ſo legt man den Ma⸗ gen hinein, nebſt einer mit Gewuͤrznelken geſpickten Citrone. Je laͤnger er darin bleibt, deſto beſſer wird das Lab. Eine halbe Pinte, und ſelbſt noch weniger von dieſer Fluͤſſigkeit reicht hin, funfzig Gallons Milch zum Gerinnen zu bringen. In einigen weſtlichen Theilen von England geſchieht die Be— reitung des Labs folgendermaßen: Wenn der dazu beſtimmte Kaͤl⸗ bermagen gehoͤrig vorbereitet iſt, laͤßt man in 2 Quart weichem Waſſer eine angemeſſene Menge Salz zergehen und kocht dann einige Haͤnde voll aromatiſcher Kraͤuter aller Art bei maͤßigem Feuer ſo lange darin, bis die Fluͤſſigkeit auf 3 Pinten eingekocht iſt. Man gießt ſie hierauf von den Kraͤutern rein ab und lau⸗ warm auf den Magen, den man zuvor mit einer in Scheiben ge⸗ ſchnittenen Citrone belegt hat. Man laͤßt nun das Ganze 1 bis 2 Tage alſo ſtehen; ſeiht hierauf die Fluͤſſigkeit rein ab und hebt ſie in einer wohlverkorkten Flaſche auf. Sie haͤlt ſich uͤber Jahr und Tag und ertheilt dem Kaͤſe einen beſonders angenehmen Geſchmack. In Cheſhire iſt das gewoͤhnliche Verfahren folgendes: Die Kaͤlbermagen werden, ſowie ſie vom Fleiſcher kommen, von der darin enthaltenen geronnenen Milch, ſowie von dem daran kleben⸗ den Schleim und allen Unreinigkeiten durch ein ſanftes Waſchen gereinigt, dann mit Salz gefuͤllt und ſo in einen Krug gelegt, deſſen Boden ebenfalls mit Salz beſtreut worden. Der Krug muß ſo weit ſein, daß 3 ſolche Magen, denen jeder bei dem Hineinlegen mit Salz bedeckt wird, nebeneinander in einer Schicht liegen koͤnnen. Hat man nun eine hinreichende Anzahl auf die angegebene Weiſe in mehren Schichten eingelegt, ſo wird das ganze Gefaͤß mit Salz voll gefuͤllt, und ſo an einen kuͤhlen Ort hingeſtellt, bis die Zeit des Kaͤſemachens im folgenden Jahre her⸗ annaht. Nun werden die Magen herausgenommen, und nachdem die Lake abgelaufen, auf einem Tiſch ausgebreitet, auf beiden Seiten mit feinem Salz beſtreut, und dieſes mit einem Mandel⸗ holz eingewalzt. Nachdem dieſes geſchehen, wird ein Holzſpahn hindurchgeſteckt, um ſie auszuſpreizen und ſo zum Trocknen auf⸗ haͤngen zu koͤnnen. Iſt dieſes erfolgt, ſo nimmt man die ſaͤmmt⸗ lichen Magen, die man in einem Jahre zum Kaͤſemachen noͤthig zu haben glaubt und legt ſie in ein offenes Gefaͤß, gießt hier auf einen jeden 3 Pinten Quellwaſſer und laͤßt dies 24 Stunden darauf ſtehen. Dann nimmt man die Magen heraus, bringt ſie in ein andres Gefaͤß und gießt hier abermals Waſſer, auf jeden 1 den Mo trone. Line habe reicht hi die Be⸗ amte Kal⸗ weichen ocht dann maͤßigem eingekocht und lau⸗ diben ge⸗ e 1 bis! eebt ſie in und Tag Geſchmack des: Die von da in kleben⸗ Waſchen g grbg der Krug bei dem er Schicht A auf d wird di uͤhlen O Jahre her ad nachden auf beiden n Mandel⸗ Holzſpahn knen auf⸗ ie ſammt⸗ en noͤhig t hier auf Stunden bringt ſi „auf jede Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 435 nur 1 Pinte, darauf und laͤßt ſie ebenfalls 24 Stunden darin liegen. Dann zieht man ſie einen nach dem andern aus der Fluͤſſigkeit, ſtreicht und preßt ſie ſanft mit den Fingern aus und wirft ſie nun weg. Die beiden auf dieſe Weiſe gewonnen Aufguͤſſe miſcht man untereinander, ſeiht ſie durch ein reines Lei⸗ nentuch und ſetzt ſo viel Salz hinzu, daß ſich daſſelbe nicht voll— ſtaͤndig aufloͤſt, ſondern zum Theil auf den Boden des Gefaͤßes ungeloͤſt niederſchlaͤgt. Den Tag darauf und auch fernerhin den ganzen Sommer hindurch, ſo oft ſich Schaum erzeugt, wird die Fluͤſſigkeit durchgeſeiht und neues Salz hinzugeſetzt. Eine halbe Pinte von ihr und oft noch weniger, reicht gewoͤhnlich hin zu 60 Pfund Kaͤſe; ſie muß aber jedesmal vor dem Gebrauch ſorg— faͤltig umgeruͤhrt werden. In Schottland verfaͤhrt man anders. Die geronnene Milch, welche ſich in den Kaͤlbermagen findet, wirft man daſelbſt nicht weg, ſondern ſucht ſie im Gegentheil, weil ſie hauptſaͤchlich die Wirkung des Labes bedinge, noch dadurch zu vermehren, daß man dem Kalbe einige Stunden vor dem Schlachten ſo viel Milch zu ſaufen gibt, als es nur in ſich aufnehmen kann. Sowie nun aus dem Koͤrper des Thieres der Magen herausgenommen worden, befreit man ihn von ſeinem Inhalte, lieſt alle anderen Gegen— ſtaͤnde, Stroh oder anderes Futter ꝛc., die ſich unter der geronne⸗ nen Milch etwa finden, ſorgfaͤltig heraus, ſie ſelbſt aber bringt man nachher, mit etwas Salz vermengt, wieder in den Magen zuruͤck, den man uͤberdies noch von innen und außen wohl mit Salz einreibt und dann zum Trocknen aufhaͤngt. Man haͤlt dafuͤr, daß er an Brauchbarkeit gewinne, wenn er mindeſtens ein Jahr, lieber noch laͤnger, haͤgge. Will man nun Lab daraus bereiten, ſo wird er ſammt ſeinem Inhalt in kleine Stuͤcke geſchnitten, und nebſt einigen Haͤnden voll Salz in einem Gefaͤße entweder mit abgekochtem und wieder auf 65° F.(14° R.) abgekuͤhltem Waſſer oder mit friſchen Molken uͤbergoſſen. Die Menge, welche dazu erforderlich iſt, haͤngt von der Beſchaffenheit des Magens ab. Der eines jungen nicht gemaͤſteten Kalbes erfordert nur 3 Pinten, dagegen der eines 4 bis 5 Wochen gut genaͤhrten bedarf wenigſtens 2 Quart. Dafuͤr gibt der letztere aber auch ſo viel Lab, wie zwei der vorigen Art. Nachdem der Aufguß 2 bis 3 Tage darauf geſtanden, wird die Fluͤſſigkeit abgelaſſen und ein neuer, kaum halb ſo ſtarker gemacht, der 1 bis 2 Tage darauf ſtehen bleibt, dann ebenfalls rein abgelaſſen und mit der erſt gewonnenen Fluͤſ⸗ 28 „ —————— 436 Siebenunddreißigſtes Kapitel. ſigkeit vermiſcht wird. Man ſeiht darauf das Ganze ſorgfaͤltig durch und hebt es in wohl verſtopften Flaſchen auf, in die man dazu, auf jedes Quart etwa 1 Loth guten Whisky gießt. So zubereitetes Lab kann gleich gebraucht, aber auch monatelang auf⸗ bewahrt werden. Die Magen ſelbſt wirft man auf den Miſt und huͤtet ſich etwas davon in den Kaͤſe zu bringen. Ein Eßloͤffel voll dieſes ſchottiſchen Labes reicht hin, 30 Gallons Milch zum Gerinnen zu bringen, und zwar in Zeit von 5 bis 10 Minuten, waͤhrend bei der Anwendung der engliſchen Labzubereitungen wenigſtens 3 Stunden und noch mehr Zeit dazu erforderlich ſind. Dies iſt blos Folge davon, daß in den letzteren die in den Kaͤlbermagen befindliche geronnene Milch nicht mit enthal— ten iſt. Man entfernt dieſelbe, weil man in der Meinung ſteht, der Kaͤſe werde durch ſelbige ſproͤde. Dies ſoll indeſſen keineswegs der Fall ſein; zu leugnen iſt indeſſen nicht, daß ſie, im Labe ge⸗ laſſen, leicht ranzig und dadurch, wenn man nicht die groͤßte Sorgfalt beobachtet, dem Kaͤſe ein unangenehmer Geſchmack mitgetheilt wird. Um nur ſuͤße Micchkaͤſe, d. h. ſolche, zu denen die ganze Milch, ohne etwas Rahm davon zu nehmen, verwendet wird, zu verfertigen, gießt man ſaͤmmtliche dazu beſtimmte Milch gleich nach dem Melken durch einen Seiher in einen großen, ihrer Menge angemeſſenen Kuͤbel und deckt ſie mit einem Tuche zu, damit keine Unreinigkeit hineinfalle. Hat ſie die zum Laben guͤnſtigſte Tem— peratur 90— 95° F.(26— 280° R.) nicht, ſo muß ein Theil der— ſelben, am beſten in einem tiefen verzinnten Meſſinggeſchirr, das man in heißes Waſſer ſetzt, erwaͤrmt und dann zum Ganzen ge— goſſen werden, um ihm jenen Waͤrmegrad zu verleihen. Ihn zu beobachten iſt von Wichtigkeit; denn iſt die Milch bei dem Laben kaͤlter, ſo wird der Kaͤſe zu weich, waͤrmer, ſo quillt er auf, wird er ſchwammig und ſproͤde; er verliert demnach in beiden Faͤllen an Guͤte. Der in dieſem Waͤrmezuſtand ſich befindenden Milch wird das Lab unter Umruͤhren zugeſetzt, und ſie gerinnt nun ohne weiteres Hinzuthun in kurzer Zeit. Wo man ſo viel Kuͤhe hat, daß die bei einem Melken gewonnene Milch zu einem Kaͤſe gerade hinreicht, macht ſich dieſes am leichteſten, weil der Waͤrmegrad, den ſie, von der Kuh kommend, beſitzt, der ange— meſſenſte dazu iſt; aber in vielen Wirthſchaften muß die Milch von mehrmaligem Melken dazu genommen werden, und dann iſt ein Theil derſelben nicht nur voͤllig abgekuͤhlt, ſondern hat ſich auch ſchon Rahm darauf gebildet. Es wird daher eine kuͤnſtliche Erwan davon indiſſn wid e nf n qläbſem dndn 6 tübtt ihn Iiih für nit einen gllſigtit Füſervfer durt ſen geſahen, güract, Gae weden neten! werdet an ann Fieheuſe nocknem gſtiet ſe Gn feines de mß ſch Anſchen lage git ode R reut n und ente netes M Denn ſi nn. Di der der— ſaxvage da d i d Kctet- 1ie ſorgfün zdie maj jeßt. En lang auf den Mi hin, 30 Zeit vor engliſchen Zeit daß letzteren nit entha⸗ ung ſteh inesweg⸗ Labe ge⸗ Sorgfalt Helt witd die gan t widd, z Nich geech hrer Nenge damit kein ligſe Tem⸗ Theil der⸗ ſchirt, das Ganzen 9 . Ihn dem Laber t er auf in beide befindenden ſe gerinn n ſo viel zu einem weil der der ange⸗ de Milch dann iſt hat ſich kurſtli Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. b. Kaͤſes. 437 Erwaͤrmung noͤthig und ſehr haͤufig nimmt man zuvor den Rahm davon ab, um ihn zu Butter zu benutzen. Dadurch verlieren indeſſen die Kaͤſe bedeutend an Guͤte, und um dies zu vermeiden, wird es nothwendig, den Rahm auch mit zu verkaͤſen; abnehmen muß man ihn aber dennoch, weil er, ebenfalls mit erwaͤrmt, gleichſam zerſchmilzt, und dann nicht vollſtaͤndig im Kaͤſe bleibt, ſondern einen Theil ſeiner Fettigkeit an die Molken abgibt. Man ruͤhrt ihn daher, um dieſen Verluſt zu vermeiden, nachdem die Milch fuͤr ſich bis zum beſtimmten Waͤrmegrad gebracht worden, mit einem Theil derſelben zuſammen und gießt bei dem Laben dieſe Fluͤſſigkeit hinzu. Die darauf ſich bildende geronnene Maſſe, der Kaͤſetopfen, wird ſodann in moͤglichſt kleine Theile zerbrochen, durch ſanftes Druͤcken von einem Theil der Molken befreit, etwas geſalzen, in ein Tuch geſchlagen und mit dieſem in eine Form gebracht, von einer ihrer Menge angemeſſenen oder der in der Gegend uͤblichen Groͤße. Die auf dieſe Weiſe entſtehenden Kaͤſe werden mit einem ihrer Groͤße entſprechenden Gewicht zum fer— neren Auspreſſen der Molken beſchwert, von Zeit zu Zeit umge— wendet und wenn ſie feſt genug ſind, um aus der Form kommen zu koͤnnen, entweder auf ein Trockengeruͤſte oder den Boden des Kaͤſehauſes aufgeſtellt, wo man ſie ebenfalls umwendet und mit trocknem Salze einreibt, bis ſie zum Verkauf fertig ſind. Anfangs geſchieht ſolches taͤglich, ſpaͤterhin nur von Zeit zu Zeit. Ein weſentliches Erforderniß, guten Kaͤſe zu bereiten, iſt feines trocknes, von jedem bittern Beigeſchmack freies Salz, man muß ſich daher ſolches zu verſchaffen ſuchen. Auf ihr aͤußeres Anſehen hat es ferner Einfluß, was man ihnen fuͤr eine Unter⸗ lage gibt. Legt man ſie noch friſch geradehin auf den Boden oder die Geruͤſte, ſo kleben ſie an und werden dadurch beſchaͤdigt; ſtreut man gleich Anfangs Stroh unter, ſo druͤckt ſich dieſes ein und entſtellt ebenfalls ihr Anſehen; feines Heu oder wohl getrock— netes Moos eignen ſich daher am beſten zur erſten Unterlage. Wenn ſie dann aͤlter werden, kann Stroh an deren Stelle kom— men. Die getrockneten Blaͤtter des Johanniskrautes(hypericum) oder der großen Vogelmilch(ornithogalis) oder zarte gruͤne Bir⸗ kenzweige ſollen ein Schutzmittel gegen die Milben ſein. Das vorſtehend uͤber die Kaͤſebereitung Geſagte iſt dasjenige, was in der Hauptſache uͤberall, wo man ſich mit ihr befaßt, be— obachtet wird; kleine Abweichungen in Nebendingen kommen jedoch in den Gegenden, die dadurch einen Ruf erlangt haben, jedesmal 438 Siebenunddreißigſtes Kapitel. vor, und da gerade davon, wie bereits erwaͤhnt, ein Theil der Eigenthuͤmlichkeiten verſchiedener Kaͤſearten herzuruͤhren ſcheint, iſt es intereſſant, dieſe Abweichungen kennen zu lernen. In Cheſhire, wo die beruͤhmteſten engliſchen Kaͤſe gefertigt werden, verfaͤhrt man alſo. Man nimmt zu jedem Kaͤſe allemal wenigſtens die Milch von zwei Melkzeiten, ſelbſt in den Molke— reien, wo taͤglich zwei Kaͤſe fertig werden. Ja zu Anfang und Ende der Zeit der Kaͤſebereitung, wo die Milchergiebigkeit der Kuͤhe meiſt geringer iſt, kommt zu einem Kaͤſe wohl die Milch von drei, vier und fuͤnf bis ſechs Melkzeiten. Wenn man zu einem Kaͤſe die Milch von zweimal Melken nimmt, iſt es nichts ganz Ungewoͤhnliches, von der Abendmilch von zwanzig Kuͤhen den naͤchſten Morgen eine Pinte Rahm zu Butter abzuſchoͤpfen. Da aber dadurch der Kaͤſe an Guͤte verliert, bleibt der Rahm doch meiſtens dabei, man nimmt ihn jedoch ab, weil es, wie ſchon geſagt, nicht gut iſt, ihn mit der Abendmilch zugleich zu erwaͤrmen. Zu dem Ende gießt man, nachdem ſie abgerahmt, einen Theil derſelben in ein metallnes Gefaͤß und ſetzt dieſes in ein groͤßeres mit heißem Waſſer, das man ſo lange auf den Ofen ſtellt, bis die Milch hinreichend erwaͤrmt iſt. Dann gießt man einen Theil derſelben zu der uͤbrigen Abendmilch, um dieſer eben— falls die gehoͤrige Waͤrme zu geben, den andern aber ruͤhrt man unter den abgenommenen Rahm, um dieſen fluͤſſig zu machen und mengt dann beide Fluͤſſigkeiten innig unter einander. Dieſes wird des Morgens von der Vorſteherin der Molkerei beſorgt, waͤhrend die Milchmaͤdchen die Kuͤhe melken, deren Morgenmilch dann ſo— gleich unter die auf angegebene Weiſe vorbereitete Abendmilch ge⸗ ſchuͤttet und mit ihr verkaͤſet wird. Zu dem Ende gießt man das Lab ſammt etwas Farbeſtoff*) hinzu und ruͤhrt es darunter; deckt dann das Faß, worin dies geſchehen, mit einem hoͤlzernen Deckel zu und breitet ein Tuch daruͤber. Das Gerinnen erfolgt in der Regel nach 1 ½ Stunden; waͤhrend dieſer Zeit muß jedoch oftmals nachgeſehen werdeh Wenn *) Am haͤufigſten wird zum Faͤrben der Kaͤſe in England die ſpaniſche Orſeille angewendet. ½¼ Unze davon reicht hin zu 60 Pfund Kaͤſe. Man zerreibt ſie in einem Gefaͤß mit etwas warmer Miſlch und gießt dieſe Miſchung, nachdem ſie ein wenig geſtanden, zu der ganzen Maſſe. Auch Ringelblumen⸗ blaͤtter in Milch gekocht und friſch ausgepreßten Moͤhrenſaft benutzt man zu gleichem Zweck, jedoch ſeltner, und von letzterem wird behauptet, daß er dem Geſchmack nicht guͤnſtig ſei. V V N det Rah das Ge ganza gyſtit rrmir für R dm Gei wd W 3 3 in recht ſoc d fongſ Mſſe e etwa ei If dis 5 halberei ſchn die hihe,: dögegen ton- dakt da dein Theil d cheint, i gefertig eallemal 1 Molke⸗ fang und gkeit de die Milch man zu es nichtz igg Kuͤhen uſchoͤpfen er Nahm es, wie gleich zu bgerahmt dieſes in den Ofen eßt man ſer eben⸗ hrt man chen und eſes wird waͤhrend dann ſo⸗ dmilch ge arbeſtoff vorin die ein Tuh Stunden; n. Wenn e ſpaniſche äſe. Man Miſchung, gelblumen⸗ zt man zu daß er dem Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 439 der Rahm, wie es bisweilen der Fall iſt, in die Hoͤhe tritt, ehe das Gerinnen vor ſich geht, muß derſelbe wieder innig mit der ganzen Maſſe vermengt, und dieſes wiederholt werden, ſo oft es geſchieht. Sollte ferner zu große Abkuͤhlung der Milch das Ge⸗ rinnen verzoͤgern, ſo iſt durch Zugießen von heißem Waſſer oder heißer Milch ein hoͤherer Waͤrmegrad herzuſtellen. Dies muß je— doch geſchehen, ehe das Gerinnen begonnen hat; denn das Ge⸗ ronnene darf nicht umgeruͤhrt werden. Wuͤrde die Maſſe zu heiß befunden, ſo kann man durch Zugießen von kaltem abhelfen, in der Regel geſchieht jedoch ſolches nicht, ſondern laͤßt man in dieſem Falle das Gerinnen vor ſich gehen, bis die erſten Molken abzu— laſſen ſind, von denen man dann einen Theil erkalten laͤßt und nachher dieſen wieder in das Gefaͤß zuruͤckgießt. Hat man zu wenig Lab genommen, ſo wird der Kaͤſe zu weich, und man kann, ſolches befuͤrchtend, noch etwas hinzuſetzen; doch muß dieſes vor dem Gerinnen geſchehen, weil ſpaͤter dieſes dadurch nur geſtoͤrt wird und eine deſto zaͤhere Maſſe die Folge davon iſt. Wie geſagt, ungefaͤhr nach 1 ½ Stunde iſt das Gerinnen, wenn Alles gut geht, beendigt. Ob dies wirklich geſchehen, iſt durch das Beruͤhren der Oberflaͤche mit der flachen Hand zu er— kennen. Dabei iſt jedoch die Erfahrung die einzige Leiterin; denn die Feſtigkeit des Topfens(die geronnene Maſſe) iſt um ſo groͤßer, je waͤrmer bei dem Laben die Milch war. Sobald der Topfen die gehoͤrige Feſtigkeit erlangt hat, wird er mit dem gewoͤhnlichen Kaͤſemeſſer, einem ſaͤbelfoͤrmig geſchnitzten Holze bis auf den Grund des Kaͤſefaſſes in zollweiter Entfernung kreuzweis, die Schnitte im rechten Winkel aufeinanderſtoßend, durchſchnitten. Hierauf er⸗ folgt das Zerreiben des Topfens mit den Haͤnden, das ſo lange fortgeſetzt wird, bis alle Theile deſſelben in eine feine gleichartige Maſſe verwandelt ſind. Dazu ſind gewoͤhnlich 40 Minuten er— forderlich, dann wird ein Tuch daruͤber gebreitet, und das Ganze etwa eine halbe Stunde ſtehen gelaſſen, damit die Maſſe ſich ſetze. Iſt dies erfolgt, ſo neigt man das Faß ein wenig, ſchiebt ein halbkreisfoͤrmiges, dem Boden des Faſſes angepaßtes Bret zwi⸗ ſchen dieſen und den Topfen, und hebt letztern damit in die Hoͤhe, um den groͤßten Theil der Molken auspreſſen und dieſe abgießen zu koͤnnen. Hierauf zertheilt man ihn in viereckige Stuͤcke, von 8—9 Zoll Durchmeſſer, haͤuft dieſe auf einander und wieder⸗ holt das Auspreſſen der Molken aus ihnen vermittelſt der Hand und eines mit 60 Pfund beſchwerten Bretes. Dies wird ſo lange 440 Siebenunddreißigſtes Kapitel. fortgeſetzt, als bei dieſer Behandlung noch etwas Fluͤſſigkeit her⸗ auszubringen iſt. Nun macht man aus dem Topfen drei ziemlich gleiche Theile, bringt einen davon in ein flaches metallenes Gefaͤß und zerkruͤmelt ihn hier, eine Handvoll Salz hinzufuͤgend und damit innig ver⸗ mengend, aufs Aeußerſte. Iſt dies geſchehen, ſo legt man den— ſelben in eine Kaͤſeform, die zu dem Ende auf einer uͤber einen Kuͤbel gelegten Leiter bereit ſteht, und mit einem groben Leinen⸗ tuche inwendig bekleidet iſt. Hierauf wird mit dem zweiten und dritten Theile des Topfens ebenſo verfahren, nur mit dem Un⸗ terſchiede, daß man in den zweiten gewoͤhnlich acht bis zehnmal mehr Salz mengt, als in den erſten und dritten. Einige Kaͤſe— macherinnen ſalzen jedoch auch alle drei Theile gleich ſtark, jeden mit nicht mehr als drei Haͤnden voll Salz*) Dieſes Zerkruͤmeln der Kaͤſemaſſe verlangt mehr oder weniger Zeit, je nachdem die Milch bei dem Laben waͤrmer oder kaͤlter war; eine halbe Stunde iſt vielleicht die laͤngſte Zeit. Bei dem Einlegen des zerkruͤmelten Topfens in die Form, haͤuft man ihn kegelfoͤrmig auf, um das Herabbroͤckeln zu ver⸗ meiden, dann ſchlaͤgt man die vier Zipfel des Tuches daruͤber und drei Weiber druͤcken ihn, ihre Haͤnde darauf legend, allmaͤh⸗ lig, aber mit Kraft nieder, immer darauf ſehend, daß nichts davon uͤber das Tuch herausdringe und herabfalle. Sobald als die Maſſe dadurch zuſammenhaͤngend geworden iſt, legt man ein kleines viereckiges Bret auf den einen daruͤber gebreiteten Zipfel des Tuches und beſchwert daſſelbe mit einem Gewicht von 60 Pfund, oder laͤßt eine Preſſe darauf wirken. Zu gleicher Zeit werden mehre eiſerne Speiler ſowohl oben neben dem darauf liegenden Brete, als auch an der Seite durch die in der Form befindlichen Loͤcher in die Maſſe geſtoßen, wieder herausgezogen und an anderen Or— ten eingeſtochen. Damit faͤhrt man fort, bis kein Tropfen Mol— ken mehr herausdringt. Nun werden Preſſe und Speiler entfernt, die Zipfel des Tuches zuruͤckgeſc=hlagen und entweder von einer „ *) Hier iſt zu bemerken, daß die ganze hier gegebene Beſchreibung der Bereitung der Cheſterkaͤſe, fuͤr ſolche berechnet iſt, die eine Schwere von 60 Pfunden bekommen. Wenn auch in der Hauptſache kleinere und groͤßere eben ſo behandelt werden, ſo machen ſich doch natuͤrlich bei verſchiedenen dazu ver⸗ wendeten Milchmengen ſtets kleine Abaͤnderungen noͤthig, die ein Jeder indeſſen leicht auffinden kann. N. Nacd nottig ſo fin Nriſce Kr wüͤm, Ch vide E gäſs djſt eu Er wid laczerte Dä dei in de do Größe keine Nolt wäder au in R Naſſen nachdem di aihen I bis lö Iſſe iſ, ind von ſe ſtaf und konne, entfente man ep mm⸗ Käſt in der hern duch g unter di Munchen und diit ſcte Uhr Mine Nurte, ſihe i n Bla Knu igkeit hr. he Thel zerkruͤmal nnig ver nan den⸗ ber einen n Leinen. eiten und dem Ur⸗ zehnmal ige Kaͤſe⸗ rk, jeden erkruͤmeln hdem die eStunde die Forn, r zu ber⸗ daruber allmaͤh⸗ 5 davon als die aan ein en Iypfel 0 Pfund den mehre en Brete, en Lochen deten Or⸗ fen Mo⸗ entfernt. on einer ihung der e von 60 ßere eben dazu ber⸗ er indeſſen Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 441 Magd oder vermittelſt eines Reifen ſo lange zuruͤckgehalten, als noͤthig iſt, den Topfen aufs Neue bis zur halben Tiefe der Form ſo fein wie moͤglich zu zerkruͤmeln, worauf die Operation des Preſſens und Durchſtechens wiederholt wird. Dann heben die Kaͤſemacherinnen den Topfen an den vier Zipfeln des Tuches aus der Form, die darunter weggezogen, in warmen Molken abgeſpuͤlt und wieder hingeſtellt wird. Nun zieht man uͤber den obern Theil des Kaͤſes ein andres reines Tuch, und bringt ihn mit deſſen Hilfe aufs Neue ſo in die Form, daß das Obere zu unterſt kommt. Er wird nun abermals bis zur halben Tiefe der Form aufs Aeußerſte zerkruͤmelt und dann aufs Neue gepreßt und durchſtochen. Dieſe verſchiedenen Operationen von dem Einlegen des Topfens in die Form bis jetzt erfordern bei einem Kaͤſe der angegebenen Groͤße etwa drei bis vier Stunden. Kann durch dieſe Mittel keine Molke mehr herausgepreßt werden, ſo nimmt man den Kaͤſe wieder aus der Form, ſpuͤlt dieſe in warmen Molken aus, ſchlaͤgt ihn in ein feineres und groͤßeres Tuch in der Art, daß die ganze Maſſe umhuͤllt iſt, bringt ihn in die Form zuruͤck und mit dieſer, nachdem ein ſtarkes, glattes Bret daruͤber gelegt worden, unter die eigentliche Kaͤſepreſſe, die gewoͤhnlich mit einem Gewicht von 14 bis 15 Centnern darauf wirkt. So wie der Kaͤſe unter der Preſſe iſt, wird er auch gleich mit Speilern durchſtochen. Dieſe ſind von ſtarkem Eiſendraht, 18 bis 20 Zoll lang, an den Spitzen ſcharf und hinten abgeſtumpft. Um ſie in den Kaͤſe bringen zu koͤnnen, iſt die Form mit kleinen, ein Zoll weit von einander entfernten Loͤchern verſehen, demnach mit ungleich mehren, als man Speiler auf einmal anwendet, die daher oft'herausgezogen und an anderen Stellen wieder eingeſtochen werden. Nachdem der Kaͤſe eine halbe Stunde unter der Preſſe geſtanden, wird er wie— der hervorgenommen, aus der Form gehoben, in ein anderes reines Tuch geſchlagen, umgekehrt wieder in jene gedruͤckt und dann unter die Preſſe zuruͤckgebracht. Ehe dieſes geſchieht, legen ihn Manche vorher in warme Molken und laſſen ihn wohl eine Stunde und druͤber darin ſtehen, um ſeine Rinde zu verhaͤrten. Um ſechs Uhr Abends wird er abermals in der Form umgewendet und in ein anderes reines Tuch geſchlagen. Dabei durchſtechen Manche, ehe ſie ihn in die Form zuruͤckbringen, ſeine ganze Ober⸗ flaͤhee bis zur Tiefe von ein bis zwei Zoll, um das Entſtehen von Blaſen zu verhuͤten. Dieſe koͤnnen indeſſen auch, im Fall ſie ja zum Vorſchein kommen, dadurch entfernt werden, daß man 442 Siebenunddreißigſtes Kapitel. ſie mit einem Federmeſſer aufſchneidet, in den Einſchnitt heißes Waſſer troͤpfelt, dann die aͤußere Rinde feſt druͤckt, etwas Salz darauf ſtreut und endlich ein Stuͤckchen Schiefer, das man mit einem halben Pfunde beſchwert, auf die Stelle legt. Den naͤchſten Morgen fruͤh ſechs Uhr wird der Kaͤſe aber⸗ mals umgewendet und in ein noch feineres Tuch geſchlagen, aber fernerhin nicht mehr mit Speilern durchſtochen. Dieſes Umwen⸗ den wiederholt man noch zwei bis drei Male, immer Morgens und Abends, jedesmal ein feineres Tuch zu ſeiner neuen Umhuͤl⸗ lung nehmend, damit moͤglichſt kleine Eindruͤcke auf ſeiner Rinde zuruͤckbleiben. Nachdem er auf dieſe Weiſe gegen 48 Stunden gepreßt worden, nimmt man ihn hervor, fuͤttert die Form blos mit einem feinen Tuche aus, laͤßt aber ſeine Oberflaͤche unbedeckt und ſtellt ihn nun in eine zum Salzen beſtimmten Wanne, worin man ihn ganz mit Salz uͤberſtreut. Hier ſteht er drei Tage, wird taͤglich umgewendet, bei jedem Umwenden wohl geſalzen und die Form in dieſer Zeit zweimal mit einem reinen Tuche ausge⸗ legt. Nach dieſer Zeit nimmt man ihn ganz aus der Form und umgibt ihn an deren Stelle mit einem hoͤlzernen Reifen, der ziemlich eben ſo breit, wie der Kaͤſe hoch iſt. So ſtellt man ihn auf die Salzbank, wo er acht Tage ſtehen bleibt und waͤhrend dieſer Zeit taͤglich umgewendet und dabei jedesmal geſalzen wird. Der ganze Bedarf an Salz fuͤr einen Kaͤſe der angezeigten Groͤße betraͤgt etwa drei Pfund, dabei wird jedoch viel verſchwendet. Iſt dieſe Zeit voruͤber, ſo waͤſcht man ihn in lauwarmem Waſſer ab, und ſtellt ihn dann, nachdem er wohl abgewiſcht worden, auf die Trockenbank, wo er etwa ſieben Tage ſtehen bleibt. Nach deren Verlauf wird er abermals abgewaſchen und abgetrocknet. Nachdem er ein paar Stunden alſo ruhig ſtehen geblieben, wird er uͤber und uͤber mit ungefaͤhr zwei Unzen ſuͤßer Molkenbutter eingeſchmiert, und nun an den waͤrmſten Ort der Kaͤſekammer gebracht. Waͤhrend er ſich hier befindet, putzt man ihn in der erſten Woche taͤglich einmal ab, und reibt ihn dabei in der Regel jedesmal mit etwas ſuͤßer Butter ein; darauf wird er noch eine Zeit lang taͤglich umgewendet und dabei im Sommer dreimal, im Winter zweimal in jeder Woche abgerieben. Spaͤterhin wird je⸗ doch das Umwenden und Abputzen nur von Zeit zu Zeit noch einmal vorgenommen, bis er endlich den gehoͤrigen Reifegrad er⸗ langt hat, der oft erſt nach Jahr und Tag eintritt. Die ganze Arbeit bei der Verfertigung dieſer Kaͤſe geſchieht in der Regel von V nrauni Kaͤſe bi 9 Glouſt Sern l ingelů hr beth lingigen Inden ma vorin dos erfant b ſuij b ein veri fämen. Shal d durdſchni von en ſchneller erjilt n Reegun Bocen; ſin wie m Nun dun de Käſatge zerſchit tenen M Fornan, und bui ſie nmach Käſe au feiner un Pnn fein riglch i dn mit ſüs z ſtche nu d de d du nitt heis twas E man mi ;aͤſe aber gen, abe Umwen⸗ Morgen⸗ n Umhuͤl⸗ ter Rinde Stunden orm blos unbedech ne, wornn rei Tag, alzen urd che ausz⸗ Form und eifen, da man ihn waͤhrend en wird. en Groͤße chwendet. a Waſſe t worden ibt. Nit getrockme ben, wit olkenbutt däſekamner in in da der Rege noch eine eimal, in wird je⸗ zeit noch fegrad ei⸗ Die ganze Regel von Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 443 Frauenzimmern, und dieſes ſelbſt in ſo großen Molkereien, wo Kaͤſe bis zur Schwere von 140 Pfunden gemacht werden. Bei der Verfertigung des ſogenannten doppelten Kaͤſes von Glouceſterſhire, einer zweiten in beſonders gutem Rufe ſtehenden Sorte, verfaͤhrt man folgendermaßen. Nachdem die Milch, wie in Cheſhire, gelabt worden, und der Topfen feſt genug iſt, um ihn brechen zu koͤnnen, wird er ganz glimpflich mit einem drei— klingigen Meſſer von 14 Zoll Laͤnge kreuzweis durchſchnitten, indem man mit demſelben bis nahe an den Boden des Kuͤbels, worin das Laben vorgenommen wurde, nur etwa einen Zoll davon entfernt bleibend, eindringt. Nun laͤßt man die ganze Maſſe fuͤnf bis zehn Minuten ruhig ſtehen, damit ſich das Geronnene ein wenig ſenken und die Molken ganz klar in die Hoͤhe treten koͤnnen. Iſt dies erfolgt, ſo wird von den letztern mit einer Schale etwas herausgeſchoͤpft und hierauf der Topfen wieder durchſchnitten. Dies muß Anfangs ganz langſam und mit weit von einander entfernten Schnitten, nach und nach aber immer ſchneller und in engern Streichen geſchehen. Mit der einen Hand erhaͤlt man vermittelſt des Rahmloͤffels das Ganze in beſtaͤndiger Bewegung und treibt man die in den Molken ſchwimmenden Brocken zuſammen, waͤhrend man mit der andern den Topfen ſo fein wie moͤglich zerſchneidet. Dies dauert etwa eine Viertelſtunde. Nun laͤßt man das Ganze eben ſo lange ruhen, und gießt dann die Molken durch ein ſehr feines Haarſieb ab, um keinen Kaͤſetheil entrinnen zu laſſen. Hierauf wird der Topfen in Stuͤcke zerſchnitten und dadurch ein großer Theil der darin noch enthal⸗ tenen Molken entfernt. Dann druͤckt man ihn mit der Hand in Formen, bedeckt dieſe mit großen Tuͤchern von feinem Cannevas und bringt ſie eine halbe Stunde lang unter die Preſſe; nimmt ſie nach dieſer Zeit wieder hervor, und zerreibt nun den jungen Kaͤſe auf einer eigens dazu eingerichteten Muͤhle aufs Feinſte, viel feiner und beſſer, als es mit der Hand geſchehen kann. Dieſe ganz fein zerriebene Maſſe wird nun mit der Hand ſo feſt wie moͤglich in Formen gedruͤckt, die man in Tuͤcher ſchlaͤgt und dieſe dann mit etwas heißem Waſſer begießt, um das Aeußere des Kaͤſes zu erhaͤrten und ſein Aufſpringen zu verhuͤten. Iſt dieſes geſchehen, ſo nimmt man ihn wieder aus der Form, kehrt ihn in dem Tuche, in das er geſchlagen iſt, um, und bringt ihn ſo in jene, die unter der Zeit mit Molken ausgewaſchen wurde, zuruͤck. Das Tuch wird nun oben daruͤber zuſammengeſchlagen, und die 444 Siebenunddreißigſtes Kapitel. Form unter die Preſſe geſtellt, wo ſie zwei Stunden lang bleibt. Nach dieſer Zeit nimmt man ſie darunter hervor, den Kaͤſe heraus, wendet dieſen um, ſchlaͤgt ihn in ein trocknes Tuch, druͤckt ihn wieder in die Form und preßt aufs Neue eben ſo lange. Dies muß im Laufe des Tages noch ein paar Mal wiederholt werden, dann aber bleibt der Kaͤſe ſo lange unter der Preſſe, bis er ge⸗ ſalzen werden ſoll, was gewoͤhnlich 24 Stunden nach ſeinem Ge— rinnen geſchieht. Das Salzen wird dadurch bewirkt, daß man die ganze Außenſeite des Kaͤſes mit fein gepulvertem Salz tuͤchtig einreibt. Man laͤlt es hier fuͤr beſſer, ihn erſt nach ſeiner Verfertigung zu ſalzen, als dieſes ſchon mit dem Topfen, ehe er in die Form kommt, vorzunehmen. Wenn man auf letztere Weiſe auch einen recht guten, ſchmackhaften Kaͤſe erhalte, ſo werde er doch leicht locker und broͤckelich, niemals ſo geſchmeidig, ganz und dicht, als wenn er erſt ſpaͤter geſalzen wird. Es darf dieſes jedoch niemals eher geſchehen, als bis ſeine Rinde voͤllig geſchloſſen iſt, nirgends einen Riß hat, weil ein ſolcher nach dem Salzen ſich niemals ſchließt. Nachdem das Einreiben mit Salz auf oben angegebene Weiſe geſchehen, wird der Kaͤſe wieder in die Form und in dieſer unter die Preſſe gebracht, unter welche gewoͤhnlich mehre auf einmal geſtellt werden, mit der Vorſicht, daß der friſcheſte zu un⸗ terſt, der aͤlteſte zu oberſt komme. Das erwaͤhnte Salzen wird dreimal wiederholt in Zwiſchenraͤumen von 24 Stunden und jedes⸗ mal nachher kommt der Kaͤſe wieder unter die Preſſe. Nachdem es zum zweiten Mal geſchehen, nimmt man das Tuch weg, damit keine Eindruͤcke von ihm zuruͤckbleiben. Hat der Kaͤſe im Ganzen ungefaͤhr fuͤnf Tage unter der Preſſe geſtanden, ſo wird er in die Kaͤſekammer getragen, und daſelbſt einen Monat hindurch taͤglich einmal umgewendet. Nach dieſer Zeit iſt er fertig zum Reinigen, das in einem Abſchaben deſſelben mit einem gewoͤhnlichen Meſſer beſteht. Iſt er dadurch von der an ihm entſtandenen Schmutz⸗ kruſte befreit, ſo wird er mit einem wollenen Tuche abgerieben und mit einer aus Bolus oder Umbraun und Bier bereiteten Farbe angeſtrichen, die man, wenn ſie hinlaͤnglich abgetrocknet, an dem ſcharfen Rande des Kaͤſes und einen Zoll breit an jeder Seite woͤchentlich einmal mit einem Tuche hart reibt. Die karakteriſtiſchen Eigenſchaften des doppelten Glouceſter⸗ kaͤſes ſind ſeine Fettigkeit, ſeine Milde und ſein wachsartiges Ge⸗ fuͤge, die es bewirken, daß er ſich ohne zu zerkruͤmeln in die V fänſten ſchedet inden auch d 12 Min ni ki fürdert Er b beihr Huuptſach um bei d 5- LEir der Piſſtir diftr auf doo d ſtabifnde hen N di M eine Naa lſſenden firben Der vode ſt wid we Mondu annratm Stitmn: hiet u ſondenn Firchſpi unden g algemein en das do jdoch tix, gfetigen Nätten Fin der Väa lang blet dſe heran druͤckt il ge. Dis lt werden bis er ge einem Ge⸗ die ganz einreib tigung zu die Form zuch einen doch leicht dicht, as H niemals rirgende h niemald engegeben! in dieſer ehre auf e zu un⸗ den wird od jedes⸗ Nachden deg, dani m Ganze er in d rch täͤgit Räinigen hen Miſer Schmutz⸗ aögerieben bereiteten getrocknet, an jeder jlouceſter⸗ iiges Ge⸗ in in die Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 445 feinſten Stuͤcke ſchneiden laͤßt. Der einfache Gloueeſterkaͤſe unter⸗ ſcheidet ſich von ihm durch ſeinen geringern Salz- und Fettgehalt, indem man haͤufig einen Theil abgerahmte Milch dazu nimmt, auch durch eine geringere Dicke. Ein einfacher wiegt ſelten uͤber 12 Pfund, ein doppelter gewoͤhnlich gegen 22 Pfund. An Salz wird bei dieſer Bereitung ungefaͤhr 3 ½ Pfund auf den Centner erfordert und 1 Pfund Orſeille reicht hin fuͤr ½ Tonne Kaͤſe. Es verdient noch bemerkt zu werden, daß die in Nordengland ſo beruͤhmten Eier- oder Trinkgelagkaͤſe(toasting cheese) in der Hauptſache ganz auf dieſelbe Weiſe verfertigt werden, nur ſetzt man bei deren Bereitung zu jedem Pfund Topfen das Gelbe von 5—6 Eiern und mengt ſelbiges recht innig damit. Der Kaͤſe von Cheddar(einem Orte in Sommerſet) und Wiltſhire kommt dem doppelten Glouceſterkaͤſe ſo nahe, daß er oft dafuͤr auf den Londoner Maͤrkten verkauft wird. Es beweiſt dieſes, daß bei ſeiner Verfertigung auch ziemlich daſſelbe Verfahren ſtattfinden muͤſſe. Doch bereitet man auch in Wiltſhire in man— chen Meiereien einen gruͤnen Kaͤſe, indem man etwas Milch auf die Blaͤtter von Salbei, Rainfarrn, ein wenig Peterſilie ꝛc. gießt, eine Nacht darauf ſtehen laͤßt und ſie dann der uͤbrigen zu ver— kaͤſenden beimiſcht, je nachdem man dieſe mehr oder weniger dun— kel faͤrben will. Uebrigens bleibt das Verfahren daſſelbe. Der Stiltonkaͤſe, der wegen ſeiner Fettigkeit zum Sprichwort worden iſt, und den Viele fuͤr den beſten in ganz England halten, wird vornehmlich in Leiceſterſhire in der Umgegend von Melton Mowbray gefertigt und hat ſeinen Namen nicht, wie man ſonſt annnahm, deshalb bekommen, weil er in dem Kirchſpiele von Stilton in Leiceſterſhire zuerſt gefertigt wurde(denn dies geſchah hier wohl nicht eher, als in anderen Gegenden dieſer Grafſchaft), ſondern deshalb, weil man ihn in einem Gaſthauſe in jenem Kirchſpiele, das an der großen nach dem Norden des Reichs fuͤh⸗ renden Landſtraße liegt, zuerſt kennen lernte und er von hier aus allgemein in Ruf kam. Dieſer wurde ſo groß, daß man fruͤher gern das Pfund von ihm mit einer halben Krone bezahlte. Dies gab jedoch Veranlaſſung, daß man ihn in den Grafſchaften Cam⸗ bridge, Huntingdon ꝛc. gegenwaͤrtig viel nachmacht und die ſo gefertigten Kaͤſe alle mit dem Namen Stilton belegt, ob ſie gleich den aͤchten an Guͤte nachſtehen ſollen, auf den Preis hat es in— deſſen den Einfluß gehabt, daß das Pfund jetzt nur noch mit 10 Pence bis 1 Schilling bezahlt wird. 446 Siebenunddreißigſtes Kapitel. Man nimmt zu ihm den Rahm von der Abendmilch und die unabgerahmte Morgenmilch, ja Manche, die ihn recht fett haben wollen, nehmen noch mehr Rahm dazu; man ſoll ſogar bisweilen Butter mit dazu verwenden. Das Lab wird ferner ohne Faͤrbung hinzugegoſſen, und der Topfen, ohne zerſchnitten worden zu ſein, ganz in ein Sieb geſchuͤttet, damit die Molken, die man mit Hilfe darauf gelegter Gewichte vollkommen auszupreſſen ſucht, rein von ihm ablaufen koͤnnen. Iſt er ſo trocken, daß er zuſam— menhaͤngen bleibt, ſo wird er in ein reines Tuch geſchlagen, mit dieſem in eine mit Reifen gebundene Form und ſo unter eine Preſſe gebracht, nachdem er vorher auf ſeiner ganzen Außenſeite tuͤchtig mit Salz eingerieben worden iſt. Hat er hier hinlaͤnglich Feſtigkeit erlangt, ſo wird er aus der Form genommen, auf ein trocknes Bret gelegt und in ein reines Tuch feſt eingebunden. Dieſes Einbinden in ein friſches reines Tuch wird ſo lange taͤg— lich wiederholt, bis er eine ziemlich feſte Rinde erhalten hat, und die Gefahr des Aufſpringens nicht mehr zu beſorgen iſt. Dann ſtellt man ihn frei in die Kaͤſekammer und widmet ihm keine Pflege weiter, als daß man ihn fleißig umwendet und von Zeit zu Zeit einmal abbuͤrſtet. Dieſe Kaͤſe ſind nicht groͤßer, als ein maͤßig großer Hutkopf, dem ſie auch in der Form ſehr aͤhnlich ſind, und wiegen nicht mehr als hoͤchſtens 12 Pfund das Stuͤck; aber dennoch vergehen faſt zwei Jahre, ehe ſie ihre volle Reife bekommen, weil man ſie nicht eher fuͤr vollkommen gut haͤlt, als bis ſie durch und durch muͤrbe ſind. Um ihre Reife zu befoͤrdern, ſtellt man ſie nicht nur in einen feuchten warmen Keller, ſondern ſteckt ſie auch wohl, in ſtarkes Packpapier gewickelt, in ein Miſtbeet. Neuerer Zeit iſt der Dunlopkaͤſe ſehr beliebt geworden, wegen ſeiner Fettigkeit und Milde. Derſelbe wird in Schottland in den Grafſchaften Renfrew, Lanark, Ayr und Galloway gefertigt und hat ſeinen Namen von dem Kirchſpiele Dunlop in dem Bezirk von Cunningham in Ayrſhire erhalten, wo er zuerſt fabricirt wurde. Ein ſolcher Kaͤſe wiegt in der Regel 20— 60 Pfund und bei ſeiner Bereitung verfaͤhrt man auf folgende Weiſe: Wenn in einer Wirthſchaft ſo viel Kuͤhe gehalten werden, daß ſich aus der Milch von einer Melkzeit ein Kaͤſe von hinlaͤng⸗ licher Groͤße verfertigen laͤßt, ſo wird dieſelbe unmittelbar nach dem Melken durch ein Sieb in das Gefaͤß geſchuͤttet, wo das Lab hinzugegoſſen werden ſoll, und dieſes dazu gethan, ſowie das „ füſten ds Gein Wlende, de dnd jddoc jit wei dadu Nam ſo w ſem ad Heeruuf in einer irem fin in Luh mäͤdem d Dud eine fernen. S herauage ſchritin, Geriht imme wird 3 deſer wengt i Urxe Sa ſ dil da ini vern K. dh in den da ich undie t fett hane er biswelt ne Färlun en zu ſen man mi eſſen ſuct er zuſem⸗ agen, mi unter eine Außenſeite hinlaͤngäch , auf ein ngebunden lange taͤ mhat, und iſt. Dam t ihm keie d von Zii Hutkopf egen nicht vergehen man ſie vnd durf ie nicht m h wohl, dden, weyn dland in da gefetigt u dem Bezil⸗ ſt fabricin 60 Pfund eiſe: en werden n hinlaͤng tebar nat t, wo di ſowie do Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 447 Melken vorbei iſt. Sind aber nicht ſo viel Kuͤhe vorhanden, ſo ſammelt man die Milch in 6—8 Zoll tiefen Naͤpfen und ſtellt dieſe zum Abkuͤhlen in das Milchhaus. Der Rahm wird dann, wenn wieder gemolken und dieſe friſche Milch in das Labfaß ge— goſſen worden, abgeſchoͤpft und unter dieſe geruͤhrt. Die abge— rahmte kalte Milch aber erhitzt man bis zur Blutwaͤrme, etwa 900 F. im Sommer und 95° im Winter(25— 28 R.), gießt ſie dann zu jenem Gemenge von Rahm und Milch und ſetzt nun das Lab hinzu. Ein Eßloͤffel von dem auf S. 435 beſchriebenen fluͤſſigen ſchottiſchen Lab reicht hin fuͤr 100 Quart Milch, und das Gerinnen erfolgt gewoͤhnlich nach 12—15 Minuten. Iſt es vollendet, ſo zerreibt man den Topfen mit dem Rahmloͤffel oder der Hand und laͤßt die Molken ſo ſchnell wie moͤglich ab, ohne jedoch jetzt ſchon zu preſſen, damit ſie nicht weiß gefaͤrbt erſcheine, weil dadurch dem Kaͤſe Fettigkeit entzogen werden ſoll. Sind die Molken abgelaufen, und hat der Topfen einige Feſtigkeit erlangt, ſo wird er mit dem Kaͤſemeſſer durchſchnitten, anfangs nur lang— ſam, aber immer geſchwinder, je mehr er an Feſtigkeit zunimmt. Hierauf kommt er in ein eigens dazu beſtimmtes Gefaͤß, naͤmlich in einen viereckigen Kaſten, der mit Loͤchern am Boden und mit einem hineinpaſſenden Deckel verſehen iſt; letzteren legt man darauf, ein Tuch daruͤber und ein Gewicht von etwa 3—4 Steinen, je nachdem die Maſſe groß iſt, auf dieſes, um durch einen leichten Druck einen Theil der neu abgeſchiedenen Molken daraus zu ent— fernen. Hat er ſo etwa—½ Stunde geſtanden, ſo wird er herausgenommen; in kleine Stuͤcke von zwei Zoll im Gevierte zer— ſchnitten, wieder in jenen Kaſten gebracht und mit verdoppeltem Gewicht beſchwert. Dieſes Zerſchneiden und erneuerte Preſſen mit immer verſtaͤrktem Gewicht, das endlich bis 100 Pfund ſteigt, wird 3—4 Stunden lang alle halbe Stunden wiederholt. Nach dieſer Zeit ſchneidet man ihn noch einmal ganz klein, und ver— mengt ihn aufs Innigſte mit feingepulvertem Salz. Eine halbe Unze Salz ſind hinreichend zu 24 Pfund friſchem Kaͤſe, weil nicht ſo viel davon nutzlos verloren geht, wenn man es mit dem Topfen innig vermengt, als wenn die Kaͤſe blos von außen geſalzen werden. Iſt es auf die angezeigte Weiſe geſchehen, ſo wird ein reines Tuch in warmes Waſſer getaucht, wieder ausgerungen und die Form damit ausgefuͤttert, der geſalzene junge Kaͤſe darauf gethan, das Tuch daruͤber geſchlagen, der Deckel aufgelegt und dieſer eine Stunde lang mit 50 Pfund Gewicht beſchwert. Hierauf 448 Siebenunddreißigſtes Kapitel. bringt man ihn erſt unter eine ordentliche Preſſe und ſetzt ihn 1 ½ Stunde lang einem Druck von 200 Pfunden aus. Nun wird er wieder herausgenommen, in ein friſches Tuch geſchlagen, umgewendet und aufs Neue in der Form unter die Preſſe geſtellt, wo er die ganze Nacht ſtehen bleibt. Tags darauf, ſowie waͤh⸗ rend der drei bis vier Tage, die er in der Preſſe bleiben muß, wird er ſtets des Morgens umgewendet, in ein friſches Tuch ge— ſchagen, und dann wieder einem verſtaͤrkten Druck ausgeſetzt, der endlich die Schwere einer Tonne erreicht. Iſt das Preſſen vollendet, ſo werden die Kaͤſe etwa 8— 10 Tage lang in der Kuͤche aufbewahrt, taͤglich drei- bis viermal umge— wendet und mit einem trocknen Tuche abgerieben. Dann kommen ſie in die Vorrathskammer, die kuͤhl, weder feucht, noch trocken, weder der Sonne, noch einem ſtarken Luftzug ausgeſetzt ſein muß. Hier gelangen ſie allmaͤhlich zur Reife, ohne in Gaͤhrung zu ge— rathen und aufzublaͤhen oder auch eine aufgeſprungene Rinde zu bekommen; man muß ſie aber noch ein bis zwei Monate lang taͤglich und ſpaͤterhin zweimal in jeder Woche umwenden, dabei auch von Zeit zu Zeit mit einem trockenen Tuche abreiben. Nach mehreren in Ayrſhire gemachten Verſuchen geben im Durchſchnitt 5 Quart Milch 1 Pfund Kaͤſe im getrockneten Zu⸗ ſtand. In der großen Molkerei des Hrn. Haywards zu Fro⸗ ceſter⸗Court im Thal von Glouceſter“*), wo man eine Rindvieh— *) Unter dem Thale von Glouceſter und dem Thale von Barkeley(Vale of Gloucester etc.) verſteht man einen niedrig gelegenen Landſtrich zwiſchen dem Fluß Severn und den Cotswold Huͤgeln, der ſich von Thurnbury bis Evesham in einer Laͤnge von 40 Meilen erſtreckt, und eine verſchiedene Breite, von 4—10 Meilen, hat. Seine Oberflaͤche bildet einen ſanften von den Cotswoldhuͤgeln nach dem Severn ſich neigenden Abhang und kann im Gan⸗ zen, obwohl von einigen kleinen freiſtehenden Huͤgeln der Oolitformation un⸗ terbrochen, doch als eine Ebene gelten. Das Thal von Gloueeſter gleicht beinahe einem Halbkreis, von dem der Severn die Corde, die umgebenden Huͤgel der Bogen ſind, in ihm liegen die Staͤdte Glouceſter, Tewkesbury und Cheltenham. Seine Laͤnge von Matſonhill bis Bredonhill im Norden betraͤgt 15 Meilen, ſeine Breite von Severn bis Dowdeshill 7—8 Meilen, ſein Flaͤchengehalt zwiſchen 50,000 und 60,000 Acker. Das daran ſtoßende Thal von Barkeley aͤhnelt mehr einem Segment, als einer andern regelmaͤßi⸗ gen Figur; es hat den Severn zur Corde, Huͤgel im Suͤden und Oſten zum Bogen, und von den Matſonhuͤgeln im Norden bis Auskliff eine Laͤnge von 25 Meilen, ſeine mittlere Breite betraͤgt 4 Meilen und ſein Flaͤchengehalt gegen 50,000 Acker. Die Waſſer des Severn, die hier mehr einer langen Secbucht, als einem Fluſſe gleichen, gewaͤhren einen großartigen Anblick. Die N niſſe zü ney⸗ will ma lons N vor 3e, ühn, und w ce luße henürteſe och ung Euurrkäſe daen inde die dä de dinige Wo Glbtauch ſäß Ra am Pade Et wid ohne ihr weier g dud Er beommen; „ ſo reliet meht wälan üleidet, da erſtrect, n freunzich und mien weniger e verſchidene Stelen ein kalen Chan kmirun hend nur dh gwägrt däfem 1 dön dmſe ihe mit dade betiſe h E dc die gann, d ſetz i aus. M. geſchloge zſſe geſten wwie wa⸗ äben muß 3 Tuch ge⸗ geſetz, d —10 Tag nal umge⸗ n korwen och ttocken, ſein muß ung zu ge e Rinde z onate lang den, dabei ben. geben im geten Ju⸗ zu Fro⸗ Rindvieh⸗ dleh Näc rich zwiſch zurnbury edene Brü en von di unn im Gar formation h⸗ uceſter glätt e umgebendn Tetkesbu im Norden — Meilen, zan ſtoßende regelmaͤßi⸗ Oſten zum Länge von Llüchengehal einer lange Anblick. d Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 449 raſſe zuͤchtet, die aus der Kreuzung von Baſtarden aus der Alder⸗ ney⸗ und Glouceſterraſſe mit einem Durhamochſen entſtanden iſt, will man jedoch 112 Pfund doppelten Glouceſterkaͤſe aus 100 Gal— lons Milch erhalten haben. Dies gaͤbe ziemlich 1 Pfund Kaͤſe von 3 ½ Quart Milch. Die naͤhern Angaben fehlen jedoch dar— uͤber, und es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß ſolches nur zu der Zeit des Jahres der Fall war, wo die Milch am reichſten iſt. Außer den genannten Kaͤſearten, welches die beliebteſten und beruͤhmteſten in Großbritannien ſind, werden daſelbſt auch noch, jedoch ungleich ſeltener, magere Labkaͤſe von abgerahmter Milch, Sauerkaͤſe, Ziegen- und Schafkaͤſe und Rahmkaͤſe verfertigt, von denen indeſſen nur die letztgenannten hinſichtlich ihrer Bereitung, die bei den uͤbrigen von der allgemein bekannten nicht abweicht, einige Worte verdienen. Sie werden nur fuͤr den unmittelbaren Gebrauch verfertigt, und ſind eigentlich weiter nichts, als dicker, ſuͤßer Rahm, den man in kleinen, 1 ½ Zoll tiefen, Formen, die am Boden kleine Loͤcher zum Abtraͤufeln der Milch haben, trocknet. Er wird mit Binſen belegt, damit er umgewendet werden koͤnne, ohne ihn unmittelbar mit den Haͤnden anzugreifen, und nicht weiter gepreßt, als ganz leicht zwiſchen Tuͤchern mit ſanftem Hand⸗ druck. Er muß an einem warmen Orte liegen und ſeine Reife bekommen; denn wird er nur von dem leichteſten Froſte beruͤhrt, ſo verliert er ſeine Milde und ſeinen Wohlgeſchmack. Aber auch mehr wellenfoͤrmige Oberflaͤche iſt fortwaͤhrend mit einem friſchen Gruͤn be⸗ kleidet, der Fuß der Huͤgel, der ſich an manchen Stellen bis an den Fluß erſtreckt, mit Buchen vom uͤppigſten Wuchſe bewachſen, die Landſchaft uͤberaus freundlich, der Boden faſt durchgaͤngig gut. Derſelbe beſteht in ſeiner obern und untern Schicht meiſtentheils aus blauem Liasthon, dem bald mehr, bald weniger organiſche Ruͤckſtaͤnde beigemengt ſind. Dadurch entſtehen natuͤrlich verſchiedene Grade von Fruchtbarkeit, dieſe erreicht jedoch an den meiſten Stellen einen hohen Grad. Nur an wenigen findet man einen zaͤhen, armen, kalten Thonboden, der ſich blos zu magrer Weide fuͤr Jungvieh, nicht zur Ernäaͤhrung von Milchkuͤhen oder zum Ackerbau eignet. Letzter wird in dieſer Gegend nur ſehr beſchraͤnkt betrieben; das meiſte Land liegt zu Gras nieder, und gewaͤhrt Weide der beſten Art, zumal fuͤr Milchkuͤhe. Daher findet man in dieſem Thale auch faſt nur Milchwirthſchaften. Dies hat herbeigefuͤhrt, daß in demſelben jedes Grundſtuͤck mit hohen Hecken, in welchen große Baͤume ſtehen, umſchloſſen iſt, die dieſer Gegend von ferne das Anſehen eines maͤch⸗ tigen Waldes geben. In der von der Geſellſchaft zur Verbreitung nuͤtzlicher Kenntniſſe herausgegebenen Beſchreibung merkwuͤrdiger Wirthſchaften findet ſich auch die einer ſolchen Milchwirthſchaft im Thale von Barkeley, der oben⸗ aannaten, die gar viel Intereſſantes und Eigenthuͤmliches aufweiſt. 29 450 Siebenunddreißigſtes Kapitel. großer Hitze darf er nicht ausgeſetzt ſein, weil er ſonſt leicht ranzig wird. Auch gehoͤrt eine beſondere Kenntniß dazu, den Zuſtand ſeiner Reife richtig zu erkennen. Ziegen⸗ und Schafkaͤſe werden nur in einigen Theilen von Wales- und Schottland verfertigt, ob ſie gleich ziemlich beliebt ſind, und daher ſtarke Nachfrage finden.„ Es duͤrfte am Schluß dieſes wichtigen und lehrreichen Ka⸗ pitels, von deſſen weitſchichtigem Inhalte jedoch nur das Weſent— lichſte vorſtehend mitgetheilt worden, den meiſten Leſern vielleicht nicht unintereſſant ſein, noch einige Nachweiſungen uͤber die außer⸗ ordentliche Groͤße der Butter- und Kaͤſeerzeugung und Conſumtion in Großbritannien, ſowie uͤber einige dabei noch vorkommende und im Vorhergehenden nicht erwaͤhnte Eigenthuͤmlichkeiten zu erhalten; daher findet es gewiß Entſchuldigung, wo nicht Beifall, wenn nachſtehend daruͤber noch einige Mittheilungen, meiſtentheils Mac Cullochs vortrefflicher Statiſtik enthoben, gemacht werden. Der Verbrauch von Butter iſt in Großbritannien ungeheuer. Die im Wald von Epping*)(Epping forest) und in Cambridge⸗ ſhire verfertigte ſteht in London im groͤßten Anſehn. Die Kuͤhe, von denen jene gewonnen wird, finden ihre Nahrung zum Theil auf der Weide in jenem Walde, und man glaubt, daß die Baum— blaͤtter, ſowie die vielen daſelbſt wildwachſenden Kraͤuter, den Wohlgeſchmack der Butter erhoͤhen. Sie wird in runden langen walzenfoͤrmigen Stuͤcken von ein bis zwei Fuß Laͤnge, von denen jedes 1 Pfund wiegt, zu Markte gebracht. Die Butter von Cambridgeſhire kommt von Kuͤhen, die einen Theil des Jahres ihr Futter auf kalkigen Hoͤhen ſuchen, den andern auf den reichen Marſchen des Landes geweidet werden; ſie wird wie jene zu Markte gebracht und haͤufig als ſolche verkauft. Die Butter aus Suffolk und Yorkſhire kommt der aus Cambridgeſhire ziemlich gleich und man rechnet, daß aus jenen Grafſchaften jaͤhrlich gegen 25,000 Centner nach London geſendet werden. Die aus Somerſet wird der von Epping gleich geachtet und in runden ½ Pfund *) Unter dem Wald von Epping verſteht man einen Landſtrich in Eſſex, der ehemals ganz mit Wald bedeckt war, neuerer Zeit aber meiſtens in Kultur genommen worden iſt. Die Ueberbleibſel des alten Waldes von Epping, ſowie des von Hainault, die bis jetzt noch nicht urbar gemacht und eingefriedigt ſind, betragen nur etwa 10,000 bis 12,000 Acker, liegen in dem ſuͤdweſtlichen Winkel jener Grafſchaft und werden großentheils zur Weide fuͤr das Milchvieh mit benutzt. V wicgend ſhire iſ oder We Londori dmn! ffgächſe ſe, velch gten let Jhand gf d ub. nd beri da dot der wirden de nac d ungeformt dtüon gende B Irindiu de leta 2' Jfund⸗ 1600,oh0: 1 Milione ttt gu andaen 3 bedaff vor oder Mmdi Steting tt, z um Lond binſ de berihm Kſtt alei ud deß e ſe nacht dapjud daing. en de fbuan licht mi en Zuſtn aͤſe wede verferig Nachfro teichen ge ss Weſent vielleich die außer onſumtion nende vnd nerhalten, jall, wem theils Ma en. vmgeheuk. Camoride Die Küht zum Thei die Baum⸗ uter, den den langen von denen Sonter von des Jahl⸗ den reic wvie jenen Butter ui hire ziemih ährlich gah uis Somerſt n Yfun trich in Eſſan ens in Kulte⸗ Fpping, ſcri d ungefridi nſſidweſtih das Micchi Von d. Milchhauſe u. d. Bereitung d. Butter u. d. Kaͤſes. 451 wiegenden Stuͤckchen verkauft. Die aus Glouceſter- und Orford⸗ ſhire iſt ebenfalls ſehr gut und wird in halbpfuͤndigen Stuͤckchen oder Wecken in viereckige Koͤrbe gepackt und ſo auf Wagen nach London zum Verkauf geſendet. Die Butter aus den Berggegen— den von Wales und Schottland, ſowie von den Haiden Englands iſt gleichfalls von vorzuͤglicher Gute, anerkanntermaßen beſſer, als die, welche auf den reichſten Graslaͤndereien gewonnen wird, nur geben letztere groͤßere Quantitaͤten. Sehr viel Butter wird in Irland gefertigt; ſie macht einen Hauptausfuhrartikel dieſes Lan⸗ des aus. Sie ſteht zwar gewoͤhnlich der in England und Schott— land bereiteten ſehr an Guͤte nach; dies iſt aber mehr eine Folge der dort herrſchenden geringern Sorgfalt und Reinlichkeit, als der mindern Guͤte der Milch. Viele der beſſeren iriſchen Butter, die nach London kommt, wird daſelbſt nochmals gewaſchen und umgeformt, und dann als Butter aus Cambridgeſhire verkauft. Um einen Begriff von der Groͤße der Conſumtion und Pro— duktion der Butter in Großbritannien zu bekommen, diene fol— gende Berechnung. Man kann annehmen, daß in London jedes Individium woͤchentlich mindeſtens 6 Unzen Butter verbrauche; dies betraͤgt fuͤr die Perſon das Jahr 19 ½ Pfund, oder rund 20 Pfund. Wenn nun die Bevoͤlkerung dieſer Stadt gegenwaͤrtig 1,500,000 Menſchen betraͤgt, ſo brauchen dieſe allein des Jahres 30 Millionen Pfund oder 13,392 Tonnen. Dazu kann man noch recht gut 3000 Tonnen zur Verproviantirung von Schiffen und anderen Zwecken rechnen. Demnach betraͤge der jaͤhrliche Butter— bedarf von London in runden Zahlen mindeſtens 16,000 Tonnen oder 320,000 Centner oder 35,840,000 Pfund. Dies macht, das Pfund im Duͤrchſchnitt zu 10 Pence angenommen, 1,490,000 Pfund Sterling. Eine Kuh gibt des Jahres ungefaͤhr 168 Pfund But— ter, es wuͤrden demnach ziemlich 213,000 Kuͤhe noͤthig ſein, nur um London hinlaͤnglich mit Butter zu verſehen. Hinſichtlich der Kaͤſeproduktion ſind Cheſhire und Gloueeſter die beruͤhmteſten Grafſchaften in England. Man rechnet, daß in erſter allein 92,000 Kuͤhe der Molkerei wegen gehalten werden, und daß eine im Durchſchnitt 3 Centner Kaͤſe des Jahres liefere, dies machte in dieſer Grafſchaft allein jaͤhrlich 13,800 Tonnen. Das Pfund zu 6 Pence angenommen, betraͤge dies 772,800 Pfund Sterling. Die Kaͤſe von Cheſhire und Glouceſter ſind 20— 80 Pfund ſchwer, die meiſten haben 50— 60 Pfund. Nordwilts liefert eben⸗ falls viel und gute Kaͤſe, die ſonſt unter dem Namen Gloueeſter⸗ 29* 452 Achtunddreißigſtes Kapitel. V kaͤſe gingen, jetzt aber nach ihrer Grafſchaft genannt werden. rich ind Der Kaͤſe von Cheddar in Somerſet aͤhnelt ſehr dem Parmeſen— bis vin kaͤfe. In Leiceſterſhire, wo der beruͤhmte Stiltonkaͤſe fabricirt wecen wird, betraͤgt die jaͤhrliche Produktion an Kaͤſen aller Art gegen wan d 1500 Tonnen und man nimmt an, daß aus dieſer und den be— ſena nachbarten Grafſchaften jaͤhrlich wohl 5000 Tonnen Kaͤſe auf dem trüig Trent hinab verfuͤhrt werden. Beſonders gute und ſehr geſchaͤtzte iiehtt Kaͤſe ſind ferner noch die aus Derbyſhire, von Cottenham und tn Quat Southam(zwei Orten in Cambridgeſhire), aus Warwickſhire und An bon e Banbury in Orfordſhire, ſowie die Rahmkaͤſe von Bath und Wibe jid York. Die von Cottenham, Southam und Banbury ſind be— W doon zagt ſonders beliebt wegen ihres Fettgehaltes und Wohlgeſchmacks. da dn Oe Schottland iſt in dieſer Hinſicht erſt neuerer Zeit durch ſeine der Begit Dunlopkaͤſe beruͤhmt geworden, die aber auch ganz vortrefflich Wathn wi ſind und in vielen Gegenden jetzt nachgemacht werden. Fülen ad Wiſe d en da des Leibe ahneymen ,. lunger,- Achtunddreißigſtes Kapitel. KAaa i V du bictt ni Hife 1 daſtlag Von der Aufzucht der Kaͤlber zu Jungvieh und ür zum Schlachten. Nafhn V Un ſih Die Kuh geht bekanntlich in der Regel neun bis zehn Monate Säit de oder 40—41 Wochen traͤchtig, mit einem Bullkalb meiſtens einige vom, b Tage laͤnger, als mit einem weiblichen. Selten bringt ſie mehr dann ba als ein Kalb zur Welt; doch gibt es einzelne ſehr ſeltene Faͤlle, Vo wo von einer drei bis vier Kaͤlber zugleich geboren worden ſind. ſcen auf Wenn von Zwillingskaͤlbern das eine ein weibliches iſt, ſo ſoll es m ſe i zur Fortpflanzung nicht tauglich ſein. Dieſes iſt jedoch nicht inr ſthw immer der Fall und der mit ihm geborene Ochſe jedesmal zeu— ble Wit gungsfaͤhig. Die Kuh wird bald nach dem Kalben wieder bruͤnſtig, r rem man ſollte aber jedesmal vier bis fuͤnf Wochen verſtreichen laſſen, nus Be ehe man ſie wieder zum Ochſen bringt. Will ſie jedoch ſpaͤterhin iun n zu der Zeit, wo der Landwirth wuͤnſcht, daß ſie, um ſeine Kaͤlber rnite zu einer beſtimmten Zeit im Jahre zu haben, zukommen ſolle, ich! t wad. Parmeſa⸗ e fabliit Art geger d den be e auf den geſchaͤzt tham und kſhire und dath und ſind be⸗ acks. urch ſeine vortrefflich neh und yn Mona ſtens eing gt ſie meß ltene Fäll orden ſind. do ſoll es doch nicht zmal zeu⸗ tbrunſtig⸗ hen laſſe ſpaterhin dine Käͤbe nmen ſoll Von d. Aufzucht d. Kaͤlber zu Jungvieh u. zum Schlachten. 453 nicht rindern, ſo muß man den Begattungstrieb, der etwa drei bis vier Tage anhaͤlt, durch beſonders nahrhaftes Futter zu er— wecken ſuchen. Es ſind zwar mehre Mittel in Vorſchlag gebracht worden, dieſes zu bewirken, die meiſten ſind aber ſo abſurd, daß ſie nicht erwaͤhnt zu werden verdienen; nur eins, das Parkinſon vorſchlaͤgt, iſt ſo einfach und harmlos, daß es ſich zur Anwendung empfiehlt. Man ſoll naͤmlich einer Kuh, die nicht rindern will, ein Quart oder noch mehr Milch zu ſaufen geben, die man ſo eben von einer andern gemolken hat, die gerade bruͤnſtig iſt, ehe dieſelbe jedoch zum Ochſen gelaſſen worden. Nach drei bis vier Tagen zeigt ſich die gewuͤnſchte Wirkung. Iſt eine rindernde Kuh bei dem Ochſen geweſen und zugekommen, ſo bleibt in der Regel der Begattungstrieb aus, ſonſt erwacht er gewoͤhnlich nach drei Wochen wieder. Man kann daher jenes Ausbleiben in den meiſten Faͤllen als ein ſicheres Zeichen anſehn, daß ſie empfangen habe; indeſſen taͤuſcht es doch bisweilen, und man konnte daher fruͤher erſt drei bis vier Monate nach der Begattung aus der Zunahme des Leibes und der Bewegung des Foͤtus mit voͤlliger Gewißheit abnehmen, daß ſie traͤchtig ſei. Neuerer Zeit iſt es jedoch ge— lungen, Merkmale zu entdecken, die ſchon nach ſechs bis acht Wochen das Traͤchtigſein untruͤglich erkennen laſſen. Das Mittel dazu bietet das Ohr dar; man kann naͤmlich nach jener Zeit ſchon mit Hilfe des Stethoscops(der Auscultation) ganz deutlich den Herzſchlag des Foͤtus vernehmen, der um das doppelte ſchneller iſt, als der der Mutter. Zu gleicher Zeit macht ſich auch das Rauſchen des Blutes durch die Gefaͤße der Placenta bemerklich. Um ſich davon zu uͤberzeugen, lege man das Ohr an die rechte Seite des Leibes, zuerſt oben und dann unten, bald mehr nach vorn, bald mehr nach hinten immer abwechſelnd, und man wird dann bald jene Toͤne hoͤren, die nicht zu verkennen ſind. Wenn die Kuh ausgetragen hat, ſollte man ihr, wenn ſie ſchon auf der Weide, eine beſondere kleine Umhaͤgung einraͤumen, um ſie in Ruhe vor dem andern Vieh zu bringen und ihr bei einer ſchweren Geburt leicht Hilfe leiſten zu köͤnnen. Ja bei uͤbler Witterung iſt es ſogar raͤthlich, ſie auf den Hof zu nehmen, und wenn auch gerade nicht in den Stall zu ſtellen, ihr doch ein gutes Bette von Stroh zu machen. Dafuͤr hat man auch zu ſorgen, wenn die Kuͤhe auf dem Stalle gefuͤttert werden. Der natuͤrliche Fortgang des Gebaͤrens darf weder unterbrochen, noch kuͤnſtlich beſchleunigt werden; denn Beides iſt meiſt ſchaͤdlich, und Vö 454 Achtunddreißigſtes Kapitel. die Natur vollendet in der Regel ohne alle Unterſtuͤtzung die Ge⸗ i 4 burt am gluͤcklichſten. Wenn ſie ſich jedoch einmal ungewoͤhnlich 9 1 verzoͤgerte, und die Wehen nachließen oder minder kraͤftig wuͤrden, duf 1 dann kann man mit Nutzen die Kraͤfte des Mutterthieres unter⸗ dn ſtuͤtzen durch eine Gabe von einer Pinte gutes Ale, das man er— via waͤrmt und mit ebenſoviel Haferſchleim gemiſcht hat. Haferſchleim n ſollte uͤberhaupt dieſen Thieren in der Zeit oͤfter gereicht und ſel— 35 V biges vor dem Genuß kalten Waſſers behuͤtet werden. Jene kim⸗ Gabe von warmem Bier und Haferſchleim kann man zu mehren Wim 3 Malen in Zwiſchenraͤumen von einer Stunde wiederholen, und Vüin ;. 4 ud ſähr ſollten die Wehen ganz ausbleiben, ſo wird angerathen, einer 3 g jeden ſolchen Gabe, von der jedoch nur die erſte aus einer ganzen ſunn Pinte Bier, die folgenden blos aus einer halben beſtehen ſollen, Ma eine halbe Unze fein gepulvertes Mutterkorn hinzuzuſetzen, wonach. 3 dieſelben angeblich bald wieder in ihrer natuͤrlichen Staͤrke er⸗ ſah in ſcheinen und das Gebaͤren vollenden. ſunn Iſt das Kalb zur Welt gekommen, ſo laſſe man die Kuh vädm;, ruhig mit ihm, damit ſie es ablecken und die Nachgeburt(die ſo— wr genannte Reinigung), verzehren koͤnnen. Sie thut ſolches mit baim, Begierde, und die Natur ſcheint ihr dieſe Speiſe gewiſſermaßen b N zu einer Medicin beſtimmt zu haben, daher es unklug iſt, ſie anlſſug wegzunehmen und die Kuh von dem Genuß derſelben abzuhalten.(A a. Geht die Nachgeburt nicht bald nach dem Kalben ab, ſo muß di(ii man dem Thiere einen abfuͤhrenden Trank, beſtehend aus 1 Pfund V dc de Bitterſalz*) und 2 Drachmen Ingwer mit oben vorgeſchriebener ſt ia Gabe von Ale und Nutterkorn, reichen; denn aus ihrem Zuruͤck— Lm 4 bleiben kann großer Nachtheil entſtehen. Wenn aber auch die ofmmie Nachgeburt ganz regelmaͤßig erfolgt, iſt es doch gut, der Kuh le,m jedesmal bald nach dem Kalben ein nahrhaftes warmes Getraͤnk, thand am beſten Haferſchleim mit warmem Waſſer darzureichen, und ihr einn nicht ſ ührei *) Dem Bitterſalz(Sulphat der Magneſia oder ſchwefelſaurer Bitter⸗ 3 erde) geben die engliſchen Viehaͤrzte als Purgirmittel fuͤr das Rindvieh den gten, Vorzug vor dem Glauberſalz, weil es ſicherer wirke und ſich leichter im 1 Waſſer aufloͤſe. Die Groͤße der Gabe muß ſich natuͤrlich nach der Groͤße und 1 Staͤrke des Viehs richten, 1 Pfund auf einmal iſt jedoch die gewoͤhnlichſte unden: und man ſoll ohne Gefahr großen Stuͤcken 1 ½ Pfund auf einmal geben uf, ſei koͤnnen. Es heißt dieſes Salz in England Epſomſalz(Epsomsalt). Auch tucnt noch deshalb gibt man ihm den Vorzug, weil es in ſeiner Wirkung ſich immer V drit gleich bleibe, waͤhrend das Glauberſalz, wenn es, wie der Fall oftmals ſich ereignet, ſeine Kryſtallform verliert und an der Luft zerfallen iſt, ſtaͤrker wirkt. 6 9 die 6. gewoͤhnit g wuͤdde es unter man er⸗ ferſchlein und ſel⸗ n. Jene t mehren en, und u, einer t ganzen en ſollen, „wonach taͤrke er⸗ die Kuh rt(die ſo⸗ lches mit ſermaßen iſt, ſie zuhalten. ſo muß 1 Pfurd ſchüebener in Zuruͤc auch d der Ka 6 Getränt en, und ir urer Bitter⸗ eindvieh den leichter im Groͤße und ewöhnlichſt nmal geben salt). Auch ſcch inmen omut ſch türker wirkt Von d. Aufzucht d. Kaͤlber zu Jungvieh u. zum Schlachten. 455 drei Stunden nachher das oben angegebene Abfuͤhrmittel einzu⸗ geben, jedoch ohne den Zuſatz von Ale und Mutterkorn. Große Aufmerkſamkeit iſt nun auf den Zuſtand des Euters zu richten, das nach dem Kalben leicht ſich entzuͤndet. Das natuͤrlichſte und wirkſamſte Mittel, dies zu verhuͤten, iſt, das Kalb bei der Mutter zu laſſen und ihm zu erlauben, daß es ſauge, ſo oft es will; je haͤufiger dies geſchieht, deſto mehr wird die Neigung zur Ent⸗ zuͤndung vermindert, und wenn die Kuh fieberhafte Anfaͤlle be— kam, ſo beruhigt ſie nichts mehr als die Gegenwart ihres Jungen. Bisweilen ereignet es ſich jedoch, daß die Strichen aufgeſprungen und ſehr empfindlich ſind, die Kuh mag dann das Kalb nicht ſaugen laſſen, und man laͤuft Gefahr, beide Thiere zu verlieren, dann muß man das Euter ſammt den Strichen drei⸗ bis viermal des Tages mit warmem Waſſer baͤhen, es nachher jedesmal ganz ſanft ausmelken, dabei das Kalb an dem Finger die Milch auf⸗ ſaugen laſſen und die wunden Striche mit folgender Salbe ein⸗ reiben: man ſchmelze 1 Unze gelbes Wachs und 3 Unzen Schmer untereinander und reibe unter dieſe Maſſe, wenn ſie zu erkalten beginnt, ½ Unze Bleizucker und 1 Drachme feingepulverten Alaun. Nicht ſelten verwerfen die Kuͤhe, in Folge verſchiedener Ver⸗ anlaſſungen; unzweckmaͤßige Behandlung, ſchlechte Abwartung, zu große Anſtrengung und ſelbſt zu reichliche Fuͤtterung koͤnnen dies Ereigniß herbeifuͤhren. Es iſt ſogar nichts Ungewoͤhnliches, daß die Neigung zu Fehlgeburten wie eine anſteckende Krankheit ſich uͤber eine ganze Herde, ja uͤber ganze Gegenden verbreitet. Wenn eine Kuh der Gefahr des Abortirens ausgeſetzt iſt, geht oftmals die Leibesfrucht, ehe ſie zum Vorſchein kommt, in Faͤulniß uͤber, und der davon entſtehende widerwaͤrtige Geruch des Mutter⸗ thieres hat, wenn daſſelbe unter der Herde nur kurze Zeit bleibt, einen ſolchen ſympathetiſchen Einfluß auf die andern Kuͤhe, daß nicht ſelten nach wenigen Tagen mehre von ihnen ihre Kaͤlber fruͤhreif zur Welt bringen. Der Hirte muß daher hoͤchſt ſorgſam auf die Anzeichen merken, die gewoͤhnlich einer Fehlgeburt voran⸗ gehen, und das Thier, welches dieſelben zeigt, ſogleich von den uͤbrigen entfernen. Dieſe Anzeichen beſtehen hauptſaͤchlich in fol— genden: Die Kuh ſteht vom Freſſen ab, das Wiederkaͤuen hoͤrt auf, ſie iſt traͤge und verdroſſen, die Milch vermindert ſich, ver⸗ trocknet wohl ganz, die Bewegungen der Leibesfrucht werden ſchwaͤcher und laſſen allmaͤhlich ganz nach; der Leib iſt etwas auf⸗ 456 Achtunddreißigſtes Kapitel. gelaufen, der Gang ein wenig ſchwankend, hat ſie ſich niederge⸗ legt, ſo erhebt ſie ſich ſpaͤter als gewoͤhnlich und geht ſie, ſo bleibt ſie bisweilen laͤngere Zeit bewegungslos ſtehn. Kurz vor dem Verwerfen tritt eine gelbe oder roͤthliche zaͤhe Fluͤſſigkeit aus der Mutterſcheide(dieſes Merkmal taͤuſcht ſelten oder niemals) und das Athemholen wird dem Thiere ſchwer, beinahe konvulſiviſch. Der Leib verliert dann fuͤr einige Tage ſeine natuͤrliche Rundung, faͤllt hierauf ſichtbar zuſammen, die Kuh faͤngt an zu ſtoͤhnen, der Puls wird klein, hart und ausſetzend, endlich treten Wehen ein und die Leibesfrucht geht oft mit Schwierigkeit und nicht ohne Gefahr ab. Zeigen ſich die genannten Umſtaͤnde, dann ſollte die Kuh ſogleich von der Weide in einen bequemen Stall oder Schuppen gebracht werden. Iſt der Ausfluß zwar ſchleimig, aber nicht ſtin— kend, ſo laͤßt ſich vermuthen, daß der Foͤtus noch am Leben ſei, und hat man ſich davon etwa durch noch bemerkbare Bewegungen deſſelben uͤberzeugt, ſo gluͤckt es bisweilen, dem Verwerfen vorzu⸗ beugen. Man laͤßt dem kranken Thier nach Verhaͤltniß ſeiner Groͤße und Staͤrke eine reichliche Menge Blut ab und gibt ihm gleich nachher eine Purganz von der vorhin angezeigten Art. So wie dieſe zu wirken anfaͤngt, erhaͤlt es dann eine halbe Drachme Opium mit einer halben Unze ſuͤßem Salpetergeiſt verſetzt und nun laͤßt man es ruhn. Daneben darf es in der erſten Zeit nichts bekommen, als ein nahrhaftes Saufen, am beſten von Haferſchleim und Waſſer, bis ſich die Zufaͤlle gelegt haben und es wieder ſeine gewohnte Freßluſt zeigt, nichts von den Traͤnken, die von den gewoͤhnlichen Viehaͤrzten verordnet werden. Iſt dagegen jener Ausfluß uͤbelriechend, dann kann man den ſichern Schluß machen, daß das Kalb todt ſei, und man muß es dann ſo bald wie moͤglich abzutreiben ſuchen. Man behandelt zu dem Ende die Kuh, wie es bei dem regelmaͤßigen Kalben ange⸗ geben worden, und reicht ihr obigen nahrhaften Trank. Beſon⸗ dere Aufmerkſamkeit iſt darauf zu verwenden, daß die Placenta fortgeſchafft werde. Man gibt ihr zuvoͤrderſt eine Purganz, dann die vorhin angegebene Miſchung von Ale und Mutterkorn, und ſucht nachher, indem man die Hand in die Mutterſcheide einfuͤhrt, die Placenta ganz glimpflich loszureißen. Gewalt darf man durch— aus nicht anwenden, weil ſonſt nachtheilige Blutfluͤſſe entſtehen koͤnnen. Hat man ſeinen Zweck erreicht, ſo waͤſcht man die Ge⸗ burääte ſolche in der Eti dami d und w ny lif diteuh 1 ſtaat tinn in dn Sobal ennlaßt, u bfän, gehen der Hocſagz a Kann ſand if dmn, ana ſchl Euter de in Cnij dondern au brrkhrt; d Keonders a iikaten, d dhn weg lich vihhen gegen fral man dahe zuſammen Dan ſchnur u unterbind de Drenn dn Baſſn biſtit Lande de · ) da( hetn wie zu de ni ric Käne zo Ralem niede ſe blen vor den aus da als) un vulſiviſc NRundung, ſtoͤhnen, 1 Wehen ſicht ohne die Koh Schuppen icht ſtin⸗ Leben ſei, vegungen en vorzu⸗ niß ſeiner gibt ihm lrt. So Drachme etzt und ſten Zeit ten von den vnd Traͤnken man den n muß e handelt zu lben ange⸗ Beſon⸗ Macenta nz, dann orn, und einfuͤhrt, an durch entſtehen n di Ge⸗ Von d. Aufzucht d. Kaͤlber zu Jungvieh u. zum Schlachten. 457 burtstheile mit einer Aufloͤſung von Chlorkalk*), ſpritzt auch eine ſolche in die Mutterſcheide und gibt ſie ſelbſt innerlich ein. Auch der Stall oder Schuppen, wo das kranke Thier geſtanden, muß damit abgewaſchen werden, wie bei einer anſteckenden Krankheit, und das todt abgegangene Kalb ſowohl wie die Nachgeburt muß man tief vergraben. Am raͤthlichſten iſt es dann immer, eine ſolche Kuh nicht wieder zuzulaſſen, ſondern ſie fett zu machen und zu ſchlachten. Dies iſt das ſicherſte Mittel, dem oftmaligen Abor— tiren in einer Herde vorzubeugen. Sobald die Kuh das Kalb geboren, wird ſie aus Naturtrieb veranlaßt, daſſelbe durch Lecken von dem ihm anhaͤngenden Schleim zu befreien; ſollte ſie einmal ſonderbarerweiſe eine Abneigung da— gegen beweiſen, ſo braucht man nur eine Handvoll gewoͤhnliches Kochſalz auf das junge Thier zu ſtreuen, und ſie wird dann das Lecken ſonder Vorzug hegen. Ein nicht ungewoͤhnliches Verfahren iſt dann, etwa eine Stunde nach der Geburt dem Kalbe ½ Pinte einer ſchleimigen Getreideabkochung einzugeben, die erſte Milch im Euter der Mutter aber(das Coloſtrum, in Niederſachſen Beeſt, im Engliſchen beestings geheißen), ihm nicht zukommen zu laſſen, ſondern auszumelken und wegzuwerfen. Dies iſt jedoch ganz verkehrt; denn jene Milch enthaͤlt der Naturordnung zu Folge beſonders abfuͤhrende Kraͤfte, beſtimmt die zaͤhen leimigen Unrei— nigkeiten, die ſich in den Gedaͤrmen des jungen Thieres angehaͤuft haben, wegzuſchaffen. Sie ſcheint auch fuͤr daſſelbe von vorzuͤg⸗ lich naͤhrender und ſtaͤrkender Beſchaffenheit zu ſein, taugt da— gegen freilich nicht fuͤr die Zwecke der Molkerei, um ſo mehr ſollte man daher jedesmal das Junge einige Tage mit ſeiner Mutter zuſammen zu laſſen. Wenn das Kalb anfaͤngt zu ſaugen, muß man die Nabel— ſchnur unterſuchen, und dieſelbe, wenn ſie zu bluten feortfaͤhrt, unterbinden, jedoch nicht nah am Leib. Bleibt die Stelle, wo die Trennung erfolgte, wund, ſo legt man ein mit einem heilen— den Balſam dick beſtrichenes Baͤuſchchen von Werrig auf dieſelbe, befeſtigt es vermittelſt einer Bandage, alle Morgen und alle Abende den Verband erneuernd, bis Heilung erfolgt iſt. Die *) Den Chlorkalk ſchaͤtzen die engliſchen Viehaͤrzte ungemein ſowohl zum aͤußern wie zum innern Gebrauch. Unter allen Medikamenten, die bei dem Rindvieh in Anwendung kommen koͤnnen, heißt es, ſteht derſelbe beinahe oben an. Eine halbe Unze pulveriſirter Chlorkalk in einem Gallon Waſſer gibt eine zu allem Gebrauch hinreichend ſtarke Aufloͤſung. 458 Achtunddreißigſtes Kapitel. Anwendung von Aetzmitteln, die von den gewoͤhnlichen Viehaͤrzten vorgeſchlagen wird, iſt durchaus zu verwerfen. Bisweilen erſcheint zwiſchen dem dritten und zehnten Tag nachher eine Entzuͤndung des Nabels; man muß dieſen daher taͤglich unterſuchen, bis keine Gefahr in dieſer Hinſicht mehr zu befuͤrchten iſt, und ſobald als eine Anſchwellung dieſes Theiles, verbunden mit Roͤthe und großer Empfindlichkeit ſich zeigt, dieſelbe zu wiederholten Malen ſo lange mit warmem Waſſer baͤhen, bis ſie wieder vergangen iſt; ſollte dennoch die Entzuͤndung anhalten, ja ſogar zunehmen, ſo darf man nicht verſaͤumen, einen Arzt herbeizurufen; denn die Sache kann gefaͤhrlich werden. Die maͤnnlichen Kaͤlber, welche verſchnitten werden ſollen, unterwirft man, ſo wie ein Monat nach ihrer Geburt verfloſſen iſt, dieſer Operation, weil ſie um deſto weniger gefaͤhrlich iſt, je zeitiger ſie geſchieht. Die fernere Auferziehung der Kaͤlber, ſie moͤgen zur Fortpflanzung ihres Geſchlechts oder fuͤr die Schlacht⸗ bank beſtimmt ſein, iſt ein Gegenſtand von großer Wichtigkeit. Sollen ſie zu erſtgenanntem Zwecke dienen, ſo iſt es gut, die Einrichtung ſo zu treffen, daß die Kuͤhe laͤngſtens in der Mitte Mai's kalben, weil ſpaͤter geborene bis zum Winter nicht ſtark genug werden und auf der Weide zu empfindlich gegen unguͤnſtige Witterung ſind, diejenigen aber, welche waͤhrend des Winters an— kommen und waͤhrend dieſer Jahreszeit unter Obdach gehalten werden, wachſen im naͤchſten Sommer ſichtbar auf der Weide. Es gibt zwei Arten ihrer Auferziehung, entweder laͤßt man ſie ganz bei ihren Muͤttern, wohl ein Jahr lang, oder man nimmt ſie von ihnen nach einigen Tagen oder Wochen hinweg. Iſt na— tuͤrliche Weide von geringerer Guͤte in hinreichender Menge vor⸗ handen, ſo iſt die erſte Art jedenfalls vorzuziehen, nicht nur, weil ſie die wenigſte Muͤhe verurſacht, ſondern auch, weil ſie das ſchoͤnſte Vieh hervorbringt. Es werden daher nicht wenig Thiere auf dieſe Weiſe erzogen. In ſehr vielen Faͤllen bringt es indeſſen mehr Vortheil, die Milch fuͤr die Molkerei zu benutzen und dann muͤſſen die Kaͤlber bald nach der Geburt abgeſetzt werden. Dies geſchieht ebenfalls auf verſchiedene Art. Man waͤhle indeſſen, welche man wolle, ſo muß immer die Abſicht vorwalten, das Thier zur moͤglich groͤßten Vollkommenheit zu bringen, und dies iſt nur durch reichliche Ernaͤhrung zu bewirken. Laͤßt man das Kalb nicht bei ſeiner Mutter, ſo iſt es am rathſamſten, daſſelbe in einen kleinen Stall oder Verſchlag zu L. hringen, nur di der u mufß ae bis 3 ſ M w Ennden in Ehlt etww zehn Wede Ge Anh dcn geoed. M. bles mit die aſten kowmen Wochen detterer Nahrun tohne and ben u dnn das un, inde ſt rwßt Waſa man de keit a wonn Abkochu lang de berringe de um Huther q ) M lifwietun ſ brig n mue mmn ſ das Legta d Yichane en erſchen Entzürdun „bis ken ſobald d und große n ſo lange iſt; ſollt „ ſo dar die Sache en ſollen, verfloſſen glich iſt, Kaͤlber, ſi Schlacht Wichgkit s gut, i rder Mi nicht ſtat unguͤnſtig inters an⸗ gehalten der Weide. § Wan ſi man nimr :9. Iſt Menge be ht nur, w weil ſie d wenig Tian t es indiſin en und dan erden. Do hle indeſſa valten, de , und die iſt 6 Verſchlag ¹ Von d. Aufzucht d. Kaͤlber zu Jungvieh u. zum Schlachten. 459 bringen, und ihm, es an dem Finger ſaugen laſſend, Anfangs nur die friſchgemolkene Milch von ſeiner Mutter zu geben, von der es eine Zeitlang taͤglich gegen 4 Quart bedarf. Dieſe Menge muß aber immer geſteigert werden, ſo daß es nach einigen Wochen bis 3 Gallons taͤglich erhaͤlt. Iſt die Witterung mild und guͤnſtig, ſo laͤßt man es nach 14 Tagen bis 3 Wochen taͤglich ein paar Stunden in den Baumgarten oder auf ein beſonders eingehegtes im Schutz liegendes Stuͤckchen ſuͤßer Weide, und faͤngt es nach etwa zehn bis zwoͤlf Wochen an, an dem Grasfreſſen auf der Weide Geſchmack zu gewinnen, dann entwoͤhnt man es nach und nach von der Milch, ihm ſtatt der friſchgemolkenen abgerahmte gebend. Die Kaͤlber koͤnnen indeſſen recht gut auch aufgezogen werden blos mit abgerahmter Milch und Mehl, ganz ohne friſchgemolkene, die erſten drei Tage etwa ausgenommen, wo ihnen das Beeſt zu— kommen muß. Manche geben ihnen, wenn ſie nur ein paar Wochen alt geworden, nichts als einen Mehltrank und Heuthee. Letzterer und gekochter Leinſamen ſind ebenfalls ein vorzugliches Nahrungsmittel fuͤr junge Kaͤlber, mit welchem ſich dieſelben ohne anderes Futter aufziehen laſſen. Man kocht 1 Quart Lein⸗ ſaamen mit 6 Quart Waſſer zehn Minuten lang und zerruͤhrt dann das Ganze zu einem Schleim. Den Heuthee verfertigt man, indem man einen irdenen Topf mit Heu der groͤßten Guͤte leicht anfuͤllt, daſſelbe niederdruͤckt, dann den Topf voll kochendes Waſſer gießt und darauf zudeckt. Nach ein paar Stunden ſeiht man die ſich abſondernde dunkelgefaͤrbte und ſtarkriechende Fluͤſſig⸗ keit ab, die ſich mehre Tage haͤlt und dem Kalbe ſtets nur lau— warm gegeben werden darf. Vermengt man ſie nicht mit jener Abkochung von Leinſaamen, ſo muß man Anfangs einige Tage lang drei Theile Milch und einen Theil Thee nehmen, dann aber verringert man den Zuſatz von jener allmaͤhlich ſo, daß endlich das umgekehrte Verhaͤltniß, ein Theil Milch und drei Theile Heuthee eintritt*). Dieſem Getraͤnk kann man ſpaͤterhin auch *) Ueber die Bereitung des Heuthees und die damit bewirkte gluͤckliche Auferziehung der Kaͤlber, ſ. Univerſalblatt B. 4. S. 140. Dieſer Gegenſtand iſt uͤbrigens den beſſeren Landwirthen Deutſchlands ſo bekannt und faſt in allen neueren Lehrbuͤchern der Landwirthſchaft und Anleitungen zur Wirthſchafts⸗ fuͤhrung ſo gruͤndlich behandelt, daß es Raumverſchwendung ſein wuͤrde, wenn das, was im vorliegenden Original daruͤber geſagt wird, vollſtaͤndig wieder⸗ gegeben werden ſollte. Nur einige Sonderbarkeiten und nicht allgemein be⸗ 460 noch Hafer⸗ oder Bohnenmehl, Kleien, Buttermilch, Molken ꝛc. in verſchiedenen Verhaͤltniſſen und immer ſteigender Menge zu— ſetzen, dadurch aber den Bedarf an friſcher ſuͤßer Milch bei der Erziehung der Kaͤlber aufs Aeußerſte beſchraͤnken. In ſehr vielen Faͤllen gibt man ihnen dieſelbe nur drei Tage lang und ſucht ſie dann gleich an andere nahrhafte Traͤnke der angezeigten Art zu gewoͤhnen. Wir kennen einen Landwirth, der mehre Jahre hin— durch eine große Anzahl Kaͤlber mit gluͤcklichem Erfolg aufzog, indem er ſie ſchon nach ſieben Tagen von der Kuh nahm und ihnen dann nur noch zehn bis zwoͤlf Tagen abgerahmte Milch mit in kleine Stuͤcke zerſchnittenen Turnips gab, die ſie bald, daran knaupelnd, eſſen lernen. War dies erfolgt, dann brachte er ſie auf ein Turnipsfeld, und widmete ihnen keine Pflege weiter, als daß er ihnen jeden Abend und jeden Morgen ein kleines Bund friſches Hafer- oder Gerſtenſtroh an die Hecke hin— legte, die am meiſten gegen den Wind geſchuͤtzt war. Er brachte ſie bisweilen ſchon im Monat Januar auf das Ruͤbenfeld und verlor niemals ein Stuͤck, im Gegentheil ſchienen ſich alle wohl zu befinden und in gutem Zuſtand zu bleiben. Auch das von der Ackerbaugeſellſchaft zu Maſſachuſets in Amerika mit einem Preis belohnte Verfahren bei der Auczucht der Kaͤlber verdient Beachtung. Man nimmt dieſelben nach drei Tagen von der Kuh und ernaͤhrt ſie dann blos mit einem Mehl— trank, den man dadurch bereitet, daß man 1 Quart Hafer- und Gerſtenmehl, unter einander gemengt, eine halbe Stunde lang in 12 Quart Waſſer kocht und durch Quirlen oder Ruͤhren die Bildung von Kluͤmpchen zu verhindern ſucht. Von dieſem Tranke gibt man jedem Kalbe fruͤh und abends jedesmal 1 Quart lau— warm zu ſaufen. Nach zehn Tagen legt man ihnen ein Bund feines ſußes Heu in den Stall, das ſie bald zu benagen anfangen und ſtellt in einem kleinen Trog eine kleine Quantitaͤt Mehl hin, damit ſie gelegentlich daran lecken koͤnnen. Nachdem ſie, die Futtermenge immer mehrend, etwa zwei Monate lang ſo ernaͤhrt worden ſind, bringt man ſie am Tage uͤber auf die Weide und hoͤrt mit jener Fuͤtterung allmaͤhlich auf, ſobald ſie ſich hier voll— Achtunddreißigſtes Kapitel. kannte Verfahrungsarten, theilen wir im Auszug mit. unter den deutſchen Schriften, welche von der Aufziehung des Rindviehs gruͤndlich handeln, ver⸗ dienen Pabſts Rindviehzucht und von Lengerkes landwirthſchaftliches Conver⸗ ſationslexicon noch beſondere Erwaͤhnung. V Vorte läh dſte 1-9! Fab vich kre Mich fäbte hi Nagp än toffin a fie ſo g die Kuh dou N ſahren Februar zweil f ein Kab ine Fu F rühnen u ſam ſd man de bei de achtt trä, je n Naturz dieſes dreima ſiicen. ine blöt albe aaad j brgen d in Wic Küe inn di Min, Menge ilch bad ſehr vin ad ſuct zten An Jahte iin olg aujag nahm uh hmte Ma te ſie weh inn brach ine Pii korgen ei Hecke hin Et brach⸗ enfeld un alle wo dfer⸗ wod vnde var Ruhren d ſem Tran⸗ Quart la ein Bun en anfangen t Mehl hin m ſie, d ſo ernaͤhr Weide und hhier vol den deutſch zandeln, e iches Condi Von d. Aufzucht d. Kaͤlber zu Jungvieh u. zum Schlachten. 461 ſtaͤndig ernaͤhren. Man ſagt, daß ein halber Buſchel Getreide hinreiche, ein Kalb bis zu dieſer Zeit zu erhalten. Hat der Landwirth die Abſicht, mehr Kaͤlber aufzuziehen, als er Kuͤhe beſitzt, ſo laͤßt ſich dieſes auf folgende Weiſe mit Vortheil ausfuͤhren. Man kauft ein Kalb gleiches Alters und laͤßt daſſelbe mit ihrem eigenen an der Kuh, genau zu derſelben Zeit, das eine auf dieſer, das andere auf jener Seite etwa 15— 20 Minuten ſaugen. Anfangs will die Kuh das fremde Kalb nicht annehmen, aber bald laͤßt ſie es ruhig ſaufen; da aber ihre Milch bald nicht mehr zur vollſtaͤndigen Ernaͤhrung zweier Kaͤlber hinreicht, muß man dieſen nebenbei in immer ſteigender Menge eine nahrhafte Suppe, feines Heu, kleingeſchnittene Kar— toffeln oder ein anderes, dem aͤhnliches Futter reichen. Hat man ſie ſo gegen drei Monate im Stalle behandelt und immer noch die Kuh ausſaugen laſſen, ſo bringt man ſie auf die Weide und kauft zwei andere Kaͤlber, mit denen man genau daſſelbe Ver— fahren beobachtet. Haͤtte nun die Kuh im Januar oder Anfangs Februar gekalbt, ſo wuͤrde in der erſten Woche des Auguſts das zweite Kaͤlberpaar ganz abzuſetzen ſein, und nun kann man noch ein Kalb auf gleiche Weiſe fuͤr den Schlaͤchter maͤſten, ſo daß eine Kuh im Jahre fuͤnf Kaͤlber aufzieht. Was man nun aber auch fuͤr ein Verfahren bei dem Ent— woͤhnen und Ernaͤhren der Kaͤlber waͤhle, ſo wird man doch mit einem jeden nur dann ſeinen Zweck vollſtaͤndig erreichen, wenn man dabei die groͤßtmoͤgliche Sorgfalt, Reinlichkeit und Ordnung bei der Zubereitung und Darreichung der Nahrungsmittel beob— achtet. Sehr oft laͤßt man letztere nur zweimal des Tages ein— treten, da aber das junge Thier ſtets um ſo beſſer gedeihen wird, je naturgemaͤßer man es behandelt, und ein jedes in ſeinem Naturzuſtand ſich mehrmals des Tages zu ſaͤttigen ſucht, ſo iſt dieſes offenbar zu wenig und man ſollte ihm daher mindeſtens dreimal des Tages regelmaͤßig zu beſtimmten Zeiten ſeine Nahrung reichen. Dabei iſt noch zu bemerken, daß es niemals gut iſt, eine ploͤtzliche Abaͤnderung darin eintreten zu laſſen, indem ſich die Kaͤlber bald an ein beſtimmtes Nahrungsmittel gewoͤhnen und niemals gern gleich ein anderes annehmen. Haben ſie darauf den uͤbrigen Theil des Sommers auf der Weide zugebracht, ſo iſt es von Wichtigkeit, ſie nebſt dem andern Jungvieh zeitig im Herbſt, ehe die Witterung kalt und rauh wird, auf den Hof zu nehmen, ihnen hier einen abgeſonderten Raum einzugeben, der mit Schuppen 462 Achtunddreißigſtes Kapitel. zu ihrem Schutz verſehen iſt, und wo ſie fortwaͤhrend ein warmes trockenes Lager finden muͤſſen; denn ſtehen ſie kalt und ſind ſie genoͤthigt, auf naſſem Boden zu liegen, ſo verkuͤmmern ſie leicht. Ihre fernere Behandlung, Fuͤtterung und Pflege haͤngt großen— theils von den Wirthſchaftsverhaͤltniſſen, dem Boden, der Art von Futter, die man ihnen geben kann, und ihrer Beſtimmung ab. In dem 7. Kapitel des erſten Bandes und in dem 32., 33., 34. und 35. Kapitel dieſes Bandes iſt daruͤber ausfuͤhrlich gehan⸗ delt worden, wir machen daher nur nochmals darauf aufmerkſam, daß ohne gutes und reichliches Futter, es beſtehe nun aus Gras oder Heu oder Erdgewaͤchſen ꝛc. und ohne zweckmaͤßige Pflege das Rindvieh weder gedeihen, noch einen reichlichen Nutzen geben kann. Da das Fleiſch von gemaͤſteten Kaͤlbern ein ſehr geſuchter Artikel iſt, ſo befaſſen ſich mit deren Maſtung viele Landwirthe in der Naͤhe großer Staͤdte, wo ſie eine gute Verkaufswaare ab— geben. In großer Entfernung von einem ſolchen Orte iſt kein Vortheil dabei, denn da ſie nicht getrieben werden koͤnnen, ſon— dern ihr Transport zu Wagen geſchehen muß, ſo wird dieſer bei großer Weite leicht zu koſtbar. Die Kaͤlbermaſtung im Großen beſchraͤnkt ſich daher meiſtens auf die Gegenden, wo die mit ihrem Auf⸗- und Verkauf ſich Befaſſenden regelmaͤßig ihre Wagen hin— ſenden, um die fetten Kaͤlber aufzunehmen und den naͤchſten Tag in der Nachbarſchaft auf den Markt zu bringen. Dieſelben er— halten an Fuhrlohn und Verkaufskoſten bis zu einer Entfernung von 20 Meilen von London 5 Schilling von jedem Kalbe und uͤberdies noch 1 Schilling von jeder Guinee, die ſie uͤber 5 Pfund Sterlinge loͤſen. Dies faͤllt an entfernteren Orten weg, weil die Landfleiſcher, welche fette Kaͤlber kaufen, ſie auf ihre eigene Koſten abholen. Da die Milch von einer Kuh hinreicht zur Ernaͤhrung von zwei bis drei Kaͤlbern, je nachdem ſie daran reich iſt, und die Maſtzeit laͤngere oder kuͤrzere Zeit dauern ſoll, ſo werden die dazu be⸗ ſtimmten Thiere haͤufig von den ſogenannten Kaͤlberhaͤndlern her— beigeſchafft, die mit eigens dazu erbauten Karren alle Theile der Gegenden, wo vorzugsweiſe Milchwirthſchaft betrieben wird, durch⸗ fahren, daſelbſt die neugebornen Kaͤlber aufkaufen und ſie wieder zu verſchiedenen Preiſen, das Stuͤck fuͤr 1 Guinee bis 30 Schil— ling, je nachdem ſie groß, alt und gut geartet ſind, an die Maͤſter verhandeln. Unter einem Alter von vier Wochen ſollte nie ein Kalb ge— ſchlachtet werden, weil es fruͤher weder eine wohlſchmeckende noch gdeih an abg zur 6 wide es hin tal Fiych fl, nu 1” Stj rür dürfe V fiſt dem da Maing werden, im in ſahten abſohde man ei doß 6 ſcver üden ſe end venn en groß teen de Mh ſ dara n daneher möß. das aud rung d Thjieres kicht, d wenn ma ſivaö ſch dn Stu dimgs, duſtenen ſittat dorm aa i ein vne und ſind m ſie lit ingt große n, der Beſtimmu m 32, 9 rlich gehen ufmerkſan aus Gii Pflege dar ſeben kann r geſuchte Landwirtz swaare ar te K d onnen, ſir⸗ ad dieſer di im Gufe mit ihra gagen hir yhſten Tah ſelben er⸗ Entferwwng d Wwerdie d Sterli andfleiſc en abhole ag von wſ die Mih ie dazu de indlern he⸗ Theile de vird, durte ſie wiede 30 Schi⸗ die Mair in Kalb ge ccende noh Von d. Aufzucht d. Kaͤlber zu Jungvieh u. zum Schlachten. 463 gedeihliche Speiſe fuͤr den Menſchen abgibt. Dennoch kommen an abgelegenen Orten viele ſchon wenige Tage nach ihrer Geburt zur Schlachtbank. Auf der andern Seite ſollte man es aber auch wieder nicht aͤlter werden laſſen, als hoͤchſtens zehn Wochen, wo es eine Schwere von 16—20 Steinen erlangt hat; denn ſpaͤter⸗ hin verliert ſein Fleiſch viel von der weißen Farbe, die man vor⸗ zuͤglich an ihm ſchaͤtzt. Daher werden Kaͤlber, die vollkommen fett, nur 14—15 Stein wiegen, oftmals um 1—2 Schilling pro Stein theurer bezahlt als ſolche, die 20—30 Stein wiegen, nur duͤrfen jene nicht unter ſieben bis acht Wochen alt ſein, weil ſonſt dem Fleiſch die erforderliche Feſtigkeit fehlt. Um daſſelbe von der hoͤchſten Guͤte zu erzeugen, muß die Maſtung der Kaͤlber blos mit friſcher Kuhmilch vorgenommen werden, indem man ſie ſelbſt an der Kuh ſaugen laͤßt, oder ſie ihm in einem Gefaͤß zu ſaufen gibt. Das erſtgenannte Ver— fahren iſt das naturgemaͤßeſte und bewirkt eine groͤßere Speichel— abſonderung, muß daher dem Thiere ſelbſt gedeihlicher ſein. Wenn man es aber befolgt, ſo gewoͤhnt ſich die Kuh ſo an das Kalb, daß es, nachdem dieſes nach einigen Wochen verkauft worden, ſchwer haͤlt, einen neuen Saͤugling an ſeine Stelle zu ſetzen, indem ſie ſich haͤufig hartnaͤckig weigert, denſelben anzunehmen, und wenn ſie endlich dazu gezwungen wird, laͤngere Zeit hindurch einen großen Theil ihrer Milch zuruͤckhaͤlt. Noch hat dieſes Ver⸗ fahren das Unangenehme, daß Anfangs das Kalb die ſaͤmmtliche Milch ſeiner Ernaͤhrerin nicht konſumiren kann, ſpaͤterhin aber daran nicht genug hat, und daher, wenn man nicht andere ihm daneben noch geben kann und mag, zu zeitig verkauft werden muß. Deshalb beobachtet man gemeiniglich das andre Verfahren, das auch noch den Vortheil hat, daß man die Menge der Nah⸗ rung dem Alter, dem Appetit und der Beſtimmung des jungen Thieres jederzeit genau anpaſſen kann, auch wird es bei demſelben leicht, der Milch noch andere nahrhafte Subſtanzen zuzuſetzen, wenn man ſelbiges fuͤr vortheilhaft haͤlt Dagegen haͤlt es dabei etwas ſchwer, die Kaͤlber an das Saufen aus der Gelte oder dem Stutz zu gewoͤhnen. Mit einiger Geduld, indem man ſie Anfangs auf bekannte Weiſe an den in die Milch gelegten reinge— waſchenen Fingern ſaugen laͤßt, gelingt es indeſſen bald. Er— leichtert kann es noch werden, wenn man ſtatt der Finger ein in der Form eines Striches am Euter zuſammengeflochtenes weiches Leder in die Milch legt und das Kalb daran ſaugen laͤßt. Man 464 Achtunddreißigſtes Kapitel. glaubt ſogar, daß es raͤthlich ſei, dieſes beizubehalten, ſelbſt wenn es ſchon trinken kann, weil dadurch die Abſonderung des Speichels mehr befoͤrdert werde. Die Art des Maͤſtens iſt alſo ziemlich einfach; es finden jedoch dabei in den verſchiedenen Gegenden einige Abweichungen ſtatt, die kennen zu lernen nicht unintereſſant iſt. In der Umgegend von London laͤßt man die zum Maͤſten beſtimmten Kaͤlber an ihren Muͤttern ſaugen, in den erſten drei bis vier Tagen nach dem Kalben dreimal des Tages, ſpaͤterhin ſtets nur zweimal. Iſt die Kuh ſehr reich an Milch, ſo wird ihr noch ein zweites Kalb von ziemlich gleichem Alter beigegeben; ihr eignes muß ſich aber erſt vollkommen geſaͤttigt haben, ehe das andre etwas erhaͤlt. Ehe man die Kaͤlber zum Schlachten abgibt, laͤßt man ihnen haͤufig etwas Blut ab. An der einen Seite ihres Staͤllchens ſtellt man einen ſchmalen Trog hin, in welchem immer etwas Kreide, entweder in Stuͤcken oder Pulver befindlich iſt, nicht etwa, wie manche irrigerweiſe glauben, um das Fleiſch weißer zu machen, ſondern um der Entſtehung von Saͤure im Magen der Kaͤlber vorzubeugen. Manche mengen etwas Gerſtenmehl unter die Kreide, und noch Andere geben ihnen eine, zwei bis drei Pillen von Kreide, Gerſtenmehl und Lein— ſaamenſchleim taͤglich ein, weil ſie dadurch ſchneller, als von Milch allein fett werden ſollen. Es iſt auch nichts Ungewoͤhn— liches, ihnen zwiſchen ihren Saugezeiten Pillen von der Groͤße eines Taubeneis einzuſtecken, die aus einem Schnapsglas voll gewoͤhnlichen Wachholderbranntwein und ſo viel Gerſtenmehl be— ſtehen, als zu deſſen Aufnahme erforderlich iſt. Man beabſichtigt damit, die Thiere dumm zu machen, und glaubt, daß ſie dann ruhiger ſein und ſchneller zunehmen. Dieſes Verfahren, zwei Kaͤlber an einer Kuh ſaugen zu laſſen, hat, abgeſehen von der Schwierigkeit ein fremdes ihr an— zugewoͤhnen, den großen Nachtheil, daß man die zum Fettwerden des Thieres noͤthige Menge Milch nicht gehoͤrig abmeſſen kann. Laͤßt man ihr eignes Kalb ſich zuerſt ſatt ſaufen, ſo bekommt es nur die magerſte Milch und die beſtnaͤhrendſte bleibt fuͤr das fremde, laͤßt man dagegen dieſes, um den geruͤgten Fehler zu vermeiden, zuerſt ſaugen, ſo iſt es unmoͤglich, es genau ſo zu treffen, daß fuͤr das andere noch genug im Euter zuruͤckbleibe. Das Blutabzapfen ſoll die Weiße des Fleiſches erhoͤhen und wird daher von manchen mehrmals wiederholt; es iſt indeſſen zeffel gegen Tjieri 1 püki lihe A Ggiij ti funſan ſ zu al noh, ieh ſh giih wohl dnc konne ſi Da Be ftidigt u en Kabd d Ve zum gr Kaͤlber, als dem nuke at ſin. lücffen E feadch ni we ve 3 Ger chͤnſ dunte; aber ne D. iih de ſ ſ4 3 ht un ſt rim ntu 1 ſellſt we ‚s Speic es finde weichung um Niſen erſten drei , ſpaterhn ), ſo waͤ beigegeben haben, ehe Schlachten der eing g hin, in der Pulder auben, m ſtehung in che menza geben iſta und Läi⸗ als von ungewoͤhn⸗ der Groͤße 5os val enmehl b⸗ beabſicht! ß ſie dan ſaugen i ndes iht er Fettwedde neſſen kan bekommt bt für de⸗ Fehler z genau ſo dbleibe. rhöhen m it indeſt Von d. Aufzucht d. Kaͤlber zu Jungvieh u. zum Schlachten. 465 zweifelhaft, ob der gewuͤnſchte Erfolg dadurch erreicht werde, da⸗ gegen ſchadet es jedenfalls dem Wachsthum und Zunehmen des Thieres. Die Gegend von Strathaven und einiger benachbarter Kirch— ſpiele in Lanarkſhire ſind ſchon ſeit langer Zeit durch ihr vortreff⸗ liches Kalbfleiſch beruͤhmt. Hier laͤßt man die Kaͤlber aus dem Gefaͤß trinken. Manche reichen ihnen in den erſten Wochen nur ſparſam Milch in der Meinung, dadurch ihren Appetit ſpaͤterhin ſo zu erhoͤhen, daß ſie mehr zu ſich nehmen. Dies iſt aber wohl irrthuͤmlich und diejenigen ſcheinen beſſer zu fahren, die ſie ſich gleich von Anfang an ſatt ſaufen laſſen. In der erſten, wohl auch bisweilen noch in der zweiten Woche ihres Lebens koͤnnen ſie die ſaͤmmtliche Milch einer guten Kuh nicht konſumiren. Das Beduͤrfniß wird aber immer groͤßer und muß vollſtaͤndig be— friedigt werden. Es verzehrt daher in dem Alter von vier Wochen ein Kalb die ganze Milch einer Kuh und wenn es noch zwei bis drei Wochen ſtehen ſoll, bedarf es vielleicht die von zwei Kuͤhen zum groͤßten Theile. Deshalb iſt es gewoͤhnlich, den ganz jungen Kaͤlbern, ſowie denen, die zur Aufzucht beſtimmt ſind, die zuerſt aus dem Euter kommende duͤnne Milch zu geben, die zuletzt ge⸗ molkene fettere aber denen zuzuwenden, die fuͤnf bis ſechs Wochen alt ſind. Dies hat die Folge, daß dieſelben weit ſchneller den hoͤchſten Grad von Fettigkeit und Groͤße erlangen; es iſt aber freilich nichts Seltenes, daß ein Kalb dieſe zweite Milch von zwei bis drei Kuͤhen erhalten muß. Manche vermengen die Milch mit Eiern oder Mehl, um ſie nahrhafter zu machen, aber die achtſamſten Maͤſter ſind dagegen, weil jeder Zuſatz das Fleiſch dunkler faͤrbe; ſie geben daher nur die reine Milch, Kreide darf aber niemals fehlen. Die groͤßte Reinlichkeit und Regelmaͤßigkeit ſowohl hinſicht⸗ lich der Nahrung, als der Stallung kann bei der Kaͤlbermaſtung, ſie geſchehe wie ſie wolle, nicht genug empfohlen werden, ohne ſie iſt der Erfolg unſicher. Das Lager muß immer rein und trocken, die Temperatur moͤglichſt gleichmaͤßig ſein und jede Feuch⸗ tigkeit und Unreinigkeit entfernt werden. Es darf daher an reinem trockenen Stroh in ihren Staͤllchen und einem Abzug fuͤr den Harn durchaus nicht fehlen. Am beſten iſt es, jedes zu maͤſtende Kalb in einen kleinen Verſchlag oder Stall fuͤr ſich zu bringen, der ſo eng iſt, daß es nur nach Willkuͤhr darin ſich legen und aufſtehen kann, und nicht volles Licht hat, um ſeine II. 30 466 Achtunddreißigſtes Kapitel. Neigung zu Luftſpruͤngen zu unterdruͤcken; doch darf es an Luft nicht fehlen. Als zweckmaͤßig empfiehlt ſich eine Einrichtung, die zu Abbey Holme, einem Ort in Cumberland, der durch ſeine vor⸗ zuͤglich ſchoͤnen ebenfalls fettgetraͤnkten Kaͤlber einen großen Ruf erlangt hat, gebraͤuchlich iſt. Das einem jeden gewidmete Staͤll⸗ chen iſt nicht allzu eng, um es nicht zu beklemmen, das Thier ſelbſt aber vermittelſt eines Halsriemens, der an jeder Seite einen Ring hat, an zwei aufrecht ſtehende Staͤbe befeſtigt, ſo daß es zwar nach Belieben ſtehen oder liegen, aber weder ſich umdrehen, noch Spruͤnge machen kann. Vorn iſt eine Thuͤr angebracht, die nur geoͤffnet wird, um den Miſt fortzuſchaffen, neu einzuſtreuen und den Trank hinzuſetzen. Dergleichen Staͤllchen werden von Holz oder Ziegelſteinen errichtet. Letzteres iſt der Dauer wegen beſſer und wenn man die Steine ſo ſetzt, daß ſie nicht dicht ſchließen, ſondern ein Zwiſchenraum von Ziegel zu Ziegel bleibt, ſo wird zugleich der gehoͤrige Grad von Dunkelheit erreicht. Uebrigens ſind nur zum Schlachten beſtimmte Kaͤlber ſo zu be⸗ handeln, den zur Aufzucht ausgewaͤhlten darf es an Freiheit nicht fehlen. Bisweilen, wenn ſie ſehr gierig ſind, uͤberſaufen ſich die Kaͤlber und bekommen dann leicht Verſtopfungen oder den Durch⸗ fall. Durch beide, beſonders durch letzteren, kommen ſie ſehr zuruͤck und kann die ganze Maſt vereitelt werden. Man muß daher ſogleich Mittel dagegen ergreifen. Die erſten Grade der Verſtopfung ſchwinden gewoͤhnlich, wenn man ihnen etwas warme Fleiſchbruͤhe von Hammelfleiſch oder Waſſer, worin ein Stuͤckchen Speck gekocht worden, eingießt; will ſie danach nicht weichen, ſo kann man in dieſer Fluͤſſigkeit 2 Unzen Bitterſalz aufloͤſen und dies dem kranken Thier eingeben. Gegen den Durchfall wendet man zuvoͤrderſt ein Warmbier mit Ingwer an, und gibt daneben ein warmes ſchleimiges Getraͤnk von Kleien und etwas Erbſen⸗ oder Bohnenmehl in Waſſer gekocht. In Eſſer, wo vielleicht mehr Kaͤlber gemaͤſtet werden, als in jedem andern Theil von England, macht man vornehmlich von folgendem Mittel Gebrauch: Saamenkoͤrner von Siebenzeiten(Fönum gräcum) und Kreide werden fein gepulvert, mit Mehl gemengt und daraus mit Ale Pillen geformt, von denen man zweimal des Tages bis zur Schwere von 2 Unzen den kranken Thieren einſteckt. Oder man nimmt Foͤnumgraͤcum⸗Saamen, ſtoͤßt ihn zu einem feinen Pulver, ruͤhrt dieſes mit dem Inhalt von zwei friſchgelegten Eiern, deren W Schale ſammer ſi r der rij nar i Pffmi jict den rthen I urzenit din gid Am har oder ſül thus) weuung, Rennlcht dö haͤngt; ſchieden ni lin geih tir bi ſ bedden. dls um 5-„ fahrene Vortzei Zeit, w J ſiehen; gen kar Ki x von es an h ichtung, d h ſeine bor großen Ri dmete Stii⸗ 1 das Thit rSän eine „ ſo doß t ich undrehe, gebracht, i warzuſtreue wedden wn Dauer weg te nicht diß diegel blei ahett ertit ber ſo g Freiheit i fen ſich d den Durch en ſie ſehr Man muß Grade de eddas walt ein Stüͤckt t weichen aufloſen achfall vene d gibt drein etwos Eiiſ wo bielli 1 Theil tel Gebtalt M Ki raus mit! ages bis' t. Oder 3 feinm Pui Eiern, dr Von d. Aufzucht d. Kaͤlber zu Jungvieh u. zum Schlachten. 467 Schalen ebenfalls pulveriſirt und darunter gemengt werden, zu⸗ ſammen, und gießt ſo viel Wachholderbranntwein hinzu, als noͤthig iſt, um dieſer Miſchung die gehoͤrige Konſiſtenz zu geben. Eins der wirkſamſten Mittel iſt indeſſen Rhabarber, von deſſen Pulver man zwei Theeloͤffel voll auf einmal mit einem Speiſeloͤffel voll Pfeffermuͤnzwaſſer zuſammengeruͤhrt, eingibt. Hat die erſte Gabe nicht den erwuͤnſchten Erfolg, ſo ſetzt man der zweiten etwas rothen Wein hinzu.— Kreide bleibt jedenfalls das beſte Vorbeu— gungsmittel gegen dieſe Uebel, die ſelten entſtehen, wenn immer dafuͤr geſorgt iſt, daß es daran in den Kaͤlberſtaͤllchen nicht fehle. Man haͤngt entweder ein groͤßeres Stuͤck zum Lecken darin auf, oder ſtellt einen kleinen Trog mit pulveriſirter Kreide, oft mit etwas Mehl vermengt hinein. In letzterm Falle iſt oͤfter Er⸗ neuung, ſelbſt wenn der Trog noch nicht leer iſt, noͤthig der Reinlichkeit wegen. Der Gewinn, welcher ſich bei der Kaͤlbermaſtung ergibt, haͤngt ſehr von den Umſtaͤnden ab, und wird daher hoͤchſt ver⸗ ſchieden berechnet. Hr. Aiton ſagt in ſeiner Anleitung zur Milch— wirthſchaft, ein gut zunehmendes Kalb, das neugeboren 6—8 Schil⸗ ling gekoſtet habe, koͤnne durch die Milch von einer Kuh binnen vier bis fuͤnf Wochen zu dem Preis von 50—60 Schilling, binnen ſechs bis ſieben Wochen zu dem von 4 Pfund Sterling gebracht werden. Soll es noch laͤnger ſtehen, ſo bedarf es mehr Milch, als eine Kuh gibt, kann aber auch dann leicht den Preis von 5—7 Pfund St. erreichen. Mehre in dem Milchweſen wohl er⸗ fahrene Landwirthe rechnen, daß bei der Kaͤlbermaſtung mehr Vortheil als bei dem Verkauf der Milch ſei, ſobald dieſe zu der Zeit, wo jene ſtattfindet, nicht uͤber 2 Pence das Quart koſtet. Man weiß aus Erfahrung, daß eine gut melkende Kuh in ſieben Wochen ein Kalb bis zu 14 Steinen Schlachtgewicht brin⸗ gen kann. Daſſelbe verzehrt im Durchſchnitt in der erſten Woche ungefaͤhr 10 ⸗ ⸗ zweiten ⸗. 16 z dritten ⸗ 20 ⸗ vierten⸗ 2 24— Gallon, . 2 fuͤnften ⸗ 2 22 2 z ſechsten ⸗ ⸗ 30 4 ſiebenten ⸗ 2 32 alſo gegen 160 Gallon und es erlangt alsdann, wenn die Milch, von der es ſich naͤhrte, gut war, die moͤglich hoͤchſte Preiswuͤr⸗ 30* 468 Achtunddreißigſtes Kapitel. digkeit, ſo daß ſein Fleiſch mit 5 Schill. 8 Pence der Stein, das ganze Thier demnach mit 3 Pfund 19 Sch. 4. P. bezahlt wird. Nun iſt es nichts Ungewoͤhnliches, daß eine gute Kuh 900 Gallon Milch jaͤhrlich gibt und daher 5 ⅜½ ſolche Kaͤlber auf— ziehen kann. Nimmt man jedoch nur 5 an, ſo kommt die Rech⸗ nung etwa auf folgende Weiſe zu ſtehen. Fuͤnf Kaͤlber à 14 Stein, der Stein zu 5 Schil. 8 Pence 19 Pf. 16 Sch. 8 P. Ankaufskoſten von vier Kaͤlbern à 20 Sch. 4 Pf. Proviſion dem Haͤndler 1 ⸗5 Sch. 5 ⸗ 5 ⸗ bleibt 14 Pf. 11 Sch. 8 P. als Jahresertrag einer Kuh bei der Maſtung von Kaͤlbern. Im mittleren Durchſchnitt kann man indeſſen blos annehmen, daß eine Kuh nur 3½ Kaͤlber, jedes jedoch zu 140 Pfund aus⸗ geſchlachtet, in einem Jahre aufzuziehen vermoͤge. Da das Kalb⸗ fleiſch vorzugsweiſe im Winter und Fruͤhjahr geſucht und deshalb nicht immer gleich hoch bezahlt wird, muß man bei einer ſolchen Berechnung auch darauf Ruͤckſicht nehmen; ferner iſt nicht aus der Acht zu laſſen, daß der Erfolg der Maſtung ſehr mit von der Art der Kaͤlber abhaͤngt, indem manche beſſeres Fleiſch liefern und ſchneller zunehmen, als Andere, daß aber der, welcher dieſes Geſchaͤft treibt, nur ſelten eine Auswahl treffen kann, ſondern nehmen muß, was ihm angeboten wird. Dies Alles in Anſchlag gebracht, ergibt ſich, daß die gewoͤhnliche Annahme der Kaͤlber⸗ maͤſter in der Naͤhe von London, welche die jaͤhrliche Benutzung einer dazu verwendeten Kuh im Durchſchnitt auf 12 Pfund Ster⸗ ling berechnen, der Wahrheit ziemlich nahe kommen moͤge. Ob es vortheilhafter ſei, die Milch zu Kaͤſe oder Butter zu benutzen, iſt ebenfalls noch eine Streitfrage, und es laͤßt ſich auch wohl im Allgemeinen nichts Entſcheidendes daruͤber angeben, weil die verſchiedenen Verhaͤltniſſe mancherlei Abweichungen hervorbrin⸗ gen. Hr. Hayward zu Froceſter Court in Glouceſterſhire, der waͤhrend ſeiner langen Thaͤtigkeit in ſeiner Molkerei manches Hun⸗ dert Kuͤhe gehalten und ſehr genaue Außzeichnungen gemacht hat, haͤlt die Verfertigung feiner Kaͤſe fuͤr die vortheilhafteſte Benutzung der Milch. Seine Berechnung iſt ſolgende: nach 160 Gh dos Davo kau Belt Oän E Fiſe un Butem aüteberd lange dernnat Bute di g verurſ Niche Butter er ben Nc b N pfun daga do Tükend Täfud iund om der Ein P. bexit gute Fu Kaͤlber u t die Rit dence Sch. 5) 5; Sch. 81 ern. annehme Mund ar⸗ a das lit⸗ und deszhl iner ſolch nicht als r mit vol iſch liefen ſcher dies , den in Arſcht der Kaͤle e Benutzu Pfund Er moͤge. der Bultr laßt ſich u ngeben, i hervorbri ſerſhit, d unches Hu gemacht hal te Benubzunt Von d. Aufzucht d. Kaͤlber zu Jungvieh u. zum Schlachten. 469 100 Gallon Milch geben 112 Pfund Kaͤſe erſter Qualitaͤt, von denen das Pfund 6 Pence koſtet, dies macht 2 Pf. 16. Sch. 5 Pfund Molkenbutter à 8 Pence 3*⸗ A P. 100 Gallon Milch wer⸗ den demnach benutzt zu 2 Pf. 19 Sch. 4 P. 100 Gallon Milch geben 84 Pf. Butter à 10 Pence, dies macht 1 Pf. 8 Sch. 4 P. 74 Pf. Kaͤſe der ſchlech⸗ teſten Sorte à 3 Pence 18 ⸗ 6 ⸗ 100 Gallon werden dem⸗ nach benutzt zu 2 Pf. 6 Sch. 10 P. 160 Gallon Milch erzeugen 112 Pf. Kalbfleiſch, das Pf. zu 7½ P., dies macht 3 Pf. 10 Sch. Davon abgezogen Kauf⸗ und Ver⸗ kaufskoſten 10 ⸗ Bleibt fuͤr 160 Gallon Milch 3 Pf.— Sch. Dies macht fuͤr 100 Gallon 1 Pf. 17 Sch. 6 P. Er berechnet dabei aber weder die Fabrikationskoſten des Kaͤſes und der Butter, noch die Benutzung der Molken und der Buttermilch zu Schweinefutter, beide wahrſcheinlich gegeneinander aufhebend, ferner nimmt er nicht darauf Ruͤckſicht, daß der Kaͤſe lange Zeit aufgehoben werden muß, ehe er verkaͤuflich iſt, und demnach Kapitalzinſen ihm anzurechnen ſind, daß dagegen die Butter gleich nach ihrer Bereitung zum Verkauf kommt und daß die Benutzung der Milch zur Kaͤlbermaſtung nur wenig Arbeit verurſacht. Nach der Berechnung anderer, ebenfalls ſehr aufmerkſamer Milchwirthſchafter kommt es ziemlich auf eins heraus, ob man Butter oder Kaͤſe macht, bringt eher jene einen groͤßern Vortheil. So beweiſt Hr. Wimpey zu Brockhampton, daß 105 Gallon Milch bei guter richtiger Behandlung 36 Pfund gute Butter und 60 Pfund magere Kaͤſe liefern. Dieſelbe Quantitaͤt Milch da⸗ gegen blos zu fetten Kaͤſen benutzt, 105 Pfund Kaͤſe und 6 Pfund Molkenbutter geben. Nimmt man nun folgende Preiſe an: 1 Pfund gute Butter 13 Pence, 1 Pfund Molkenbutter 11 Pence, 1 Pfund fetter Kaͤſe 6 Pence und 1 Pfund magerer Kaͤſe 4 Pence, ſo kommt die Rechnung alſo zu ſtehen: 470 Achtunddreißigſtes Kapitel. 36 Pf. beſte Butter à 13 Pence 1 Pf. 19 Sch. 60⸗ magere Kaͤſe à4 ⸗ 1 ⸗— ⸗ 2 Pf. 19 Sch. 106 Pf. fette Kaͤſe à 6 Pence 2 Pf. 13 Sch 6 Pf. Molkenbutter à 11 P.² 5 ⸗ 6 P. 2 Pf. 18 Sch. 6 P. Hier ergibt ſich demnach ein kleiner Vortheil auf Seiten der Butter. Nach anderen aͤhnlichen Rechnungen verhaͤlt es ſich ent— weder eben ſo, oder ſtellt ſich ein eben ſo geringer zu Gunſten des Kaͤſes dar. Den meiſten Gewinn bringt es jedenfalls, wo man die Milch friſch verkaufen kann, wie es in der Naͤhe von London und anderen großen Staͤdte der Fall iſt. Die Kuhhalter ſuchen hier vornehmlich viel, wenn auch nicht ſehr gehaltreiche Milch durch ſtarke Fütterung, beſonders mit Biertraͤbern und Turnips, zu erzeugen und laſſen dieſelbe im Ganzen, den Gallon fuͤr 8— 10 Pence an die Milchhaͤndler ab, die ſie nun im Ein⸗ zelnen, das Quart gewoͤhnlich fuͤr 4 Pence verkaufen; aber nicht einmal mit dieſem Gewinn zufrieden ſind, ſondern nicht nur zuvor etwas Rahm abnehmen, ſondern auch die Milch noch mit Waſſer verduͤnnen und ihr, wie man ſagt, Kreidepulver zuſetzen, um ihr ein fetteres Anſehen zu geben. Bei der Schaͤtzung des Ertrages einer Meierei iſt nun noch wohl in Anſchlag zu bringen, daß dieſelbe Menge von Milch im October vielleicht mehr an Butter und Kaͤſe liefert, als im Fruͤhjahr, daß ferner noch eine Menge anderer Umſtaͤnde weſent— lich darauf einwirken, z. B. Behandlung, Fuͤtterung, Raſſe und koͤrperlicher Zuſtand des Viehs. Manche Gegend erzeugt durchaus beſſere Butter als Kaͤſe, und in einer andern tritt wieder der umgekehrte Fall ein, manche Kuh ferner gibt mehr, eine andere wieder fettere Mil 5, und ſo laͤßt ſich denn etwas allgemein und uͤberall Giltiges in dieſer Hinſicht nicht angeben. Selbſt die Art des Butterns ſcheint nicht geringen Einfluß darauf zu haben. Dies geht aus einem Verſuch hervor, den die Hochlandsgeſellſchaft vor Kurzem bekannt gemacht hat. Nach demſelben gaben 300 Gal⸗ lon Milch, das woͤchentliche Erzeugniß von zwoͤlf Kuͤhen, den Rahm davon unter einander geſchuͤttet 84 Pſund Butter, 14 Quart demnach 1 Pſund; 294 Gallon dagegen, von jeder Kuh einzeln geſammelt und den Rahm davon fuͤr ſich verbuttert, nur 70 Pfund. Hier waren demnach 17 Quart zu 1 Pfund Butter erforderlich. 4 da Wä borgen güt ſe ihtn Fönde onder dem En⸗ Ab jen Att e ſind f den wa dü En den dagc gühe von woll hurnj dar d douth D duret dorte dmo Sc.. SSch. 6„¼ Seiten de es ſich ent zu Gunſte ffalls, w Naͤhe von Kuhhalte gehaltreict raͤbern un den Gall un im Er ; abet it ht nur zur mit Wiſt en, um i nun noc Milch im t, als im ade weſent „Naſſe wi ugt durche wieder! eine ande algemenn u Selbſt de uf zu habin mndsgeſlitt ben 300 G Kühen, 1 ter, llDu „Kuh innt dur 70 Jin r erodait Vom Schaf. 471 Neununddreißigſtes Kapitel. Vom Schaf. Die Wichtigkeit der Schafzucht in Großbritannien ergibt ſich daraus, daß die Anzahl der daſelbſt gehaltenen Schafe nach einer neuerlich vorgenommenen Schaͤtzung ſich auf 32 Millionen belaͤuft. Es gibt ſehr verſchiedene Raſſen daſelbſt, die ſich durch ihre Groͤße, ihren Bau, die Beſchaffenheit ihres Fleiſches, die Menge und Feinheit ihrer Wolle, ihre groͤßere oder geringere Haͤrte von ein⸗ ander unterſcheiden, und in ihren Eigenthuͤmlichkeiten nicht nur dem Naturforſcher, ſondern auch dem Landwirth ein intereſſantes Studium darbieten, und zwar letzterem in einem hoͤheren Grade, als jenem, weil es bei ihm von großer Wichtigkeit iſt, welche Art er fuͤr ſeine Verhaͤltniſſe waͤhlt. Der hauptſaͤchlichſte Unter⸗ ſchied, der zwiſchen ihnen ſtattfindet, beſteht darin, daß die, welche auf den mageren Hoͤheweiden der Duͤnen(Sandhuͤgel, downs) ſo— wie auf den Haideweiden der Gebirge gezuͤchtet werden, klein von Statur ſind und eine dichte, kurze, feine Wolle tragen, die in den Marſchen und anderen fruchtbaren Niederungen gezogenen dagegen eine anſehnlichere Groͤße erlangen und mit einer laͤngeren groͤberen Wolle bekleidet ſind. Dies begruͤndet die zwei beſtimmt von einander verſchiedenen Hauptarten, die kurzwolligen und lang⸗ wolligen. Einige Raſſen von jeder dieſer Arten ſind wieder ge— hoͤrnt, die anderen ungehoͤrnt. Nachſtehend folgt eine Ueberſicht der verſchiedenen vorhandenen Raſſen. Vließgewicht auf Schlachtgewicht Na m e u. dem Leibe ge⸗ eines Viertels. Kurzwollige. waſchen. Southdown, ungehoͤrnt 2 ½— 3 Pf. 18— 20 Pf. Wilts und Chiltern, gehoͤrnt 2— 2 ½ ⸗ 14—18 ⸗ Dorſet, desgleichen 3 ¼— 3⁄41 ⸗⸗ 16— 20 ⸗ Portland, desgleichen 1½-2 ⸗ 8-10 ⸗ Exmoor und Dartmoor, desgleichen 3— 4 ⸗ 10— 12 ⸗ Neununddreißigſtes Kapitel. Ramen. dr aerſhlan Aihe hee Kurzwollige. gewaſchen. Corniſh, gehoͤrnt 2— 2 ½ Pf. 12—15 Pf. Ryeland, ungehoͤrnt 1 ¼— 2 ¼h ⸗ 13— 16 ⸗ Dean Foreſt und Mendip, gehoͤrnt 1 ½— 2 ⸗ 12— 14 ⸗ Norfolk, desgleichen 1 ½1— 2½ ⸗ 14— 18 ⸗ Cannock Heath, ungehoͤrnt 2 ½— 3 ⸗ 16— 20 ⸗ Shropſhire Morf, gehoͤrnt 1 ¼— 2 ⸗ 9— 13 ⸗ Delamer⸗Foreſt, desgleichen 8— 10 ⸗ Herdwick, ungehoͤrnt 1 ½— 16⁄1 ⸗ 9— 12 ⸗ Cheviot, desgleichen 2 ½— 3 ½ ⸗ 12— 18 ⸗ Scotch Heath, gehoͤrnt 2½—3 ⸗ 13— 16 ⸗ Shetland, gehoͤrnt u. ungehoͤrnt 1½—2 ⸗ 8— 9 ⸗ Welſh Mountain, desgleichen 2— 2½ ⸗ 9—11 ⸗ Iriſche, gehoͤrnt 2— 2 ½ 2 10— 14 ⸗ Reine Merinos, gehoͤrnt u. ungehoͤrnt 4— 5 ⸗ 15— 18 ⸗ Namen. Wollgewicht. Fleiſchgewicht Langwollige. eines Viertels. Bampton Notts, ungehoͤrnt 7—8 Pf. 22—28 Pf. South Ham, desgleichen 8—9 2 8 22„⸗ Cotswold, desgleichen 7—=— 8 ⸗ 26.—34 ⸗ Romney Marſch, desgleichen ½— 8S ⸗ 22=28 ⸗ Diſhley, desgleichen 6—?7 ⸗ 21-25„⸗ Leiceſter und Lincoln, desgleichen 8— 10 ⸗ 24 32 ⸗ Teeswater, desgleichen 7—8 ⸗ 26—36 ⸗ Iriſche, desgleichen 6 ½— 7½ ⸗ 22— 26 ⸗ Dieſe Tabelle gibt das Gewicht an, welches Thiere, die ein Alter von zwei Jahren und drei Monaten erreicht haben, im Durchſchnitt liefern, Schafe ſowohl wie Widder, die ſtets etwas mehr als jene geben; ſie ſoll indeſſen nur andeuten, was fuͤr von einander ſich unterſcheidende Raſſen ehedem auf Großbritanniens Weiden lebten. Neuerer Zeit ſind durch Kreuzungen zwiſchen ver— ſchiedenen von ihnen, z. B. zwiſchen den Merinos, Diſhleys, Southdowns ꝛc, eine Menge Unterraſſen gebildet, manche der alten dadurch verbeſſert, manche verſchlechtert, manche beinahe ganz ausgerottet worden. Auch durch ſtaͤrkere Fuͤtterung, beſſere Abwartung und Verſetzung in andere Verhaͤltniſſe haben Andere ſich ſo vergroͤßert und verbeſſert, daß ſie kaum noch zu erkennen ſind. So geben z. B. jetzt die nach Strathnatzer in Suterland⸗ ſhire verſetzten und daſelbſt ſowohl mit großer Sorgfalt gezuͤchteten als aul und in Viertl D rech⸗ Gehmt, dn be gadtni fehenta And dann nun icht wedm. war, k Echlach Beuolke worden Raſſe gſett bringen dritn. Lorſchei at verr käiſteſch di Ial den R. feſte d Rudm die ſch nicht gewuh 4 Victi liſen ſe dattend iit ſt füt ſe wa eiuge ri däde laitgan eines Vier Fleſſchgewitt eines Viet 22— 2 1 8— 22 6— 34⸗ =28 ⸗ —25 ⸗ 32 ⸗ — 36 ⸗ 226⸗ re, die haben, in ſtets etwe vas füͤr dn ßbritantin wiſchen ve⸗ Diſhleye manche de he beinahe ng, beſſer hen Anden. u erkennen Suterland⸗ gezüchteln Vom Schaf. 473 als auch ſehr reichlich gefuͤtterten Cheviots 4— 4 ½ Pfund Wolle und in einem Alter von vier Jahren 18— 26 Pfund Fleiſch im Viertel. Das Alter der Schafe wird gewoͤhnlich von der Zeit an ge⸗ rechnet, wo es zum erſten Mal geſchoren wurde, nicht von ſeiner Geburt an. Man erkennt es auf allgemein bekannte Weiſe aus dem Wechſel der Schneidezaͤhne, und ſeine natuͤrliche Dauer iſt gewoͤhnlich neun bis zehn Jahr; aber ſchon im ſechsten, hoͤchſtens ſiebenten Jahre fangen den Thieren die Zaͤhne auszufallen an, und dann iſt es die hoͤchſte Zeit ſie zu ſchlachten, weil ſie ſich nun nicht mehr gut ernaͤhren koͤnnen und daher immer ſchlechter werden. Ehemals, wo die Wolle der Hauptzweck der Schafzucht war, kamen ſie ſelten vor dem fuͤnften oder ſechsten Jahr zur Schlachtbank, gegenwaͤrtig aber, wo durch die ſehr vermehrte Bevoͤlkerung der Begehr nach gutem Hammelfleiſch weit ſtaͤrker worden iſt, und man ſowohl durch die Verbeſſerung mancher Raſſe, wie durch die reichliche Turnipsfuͤtterung in den Stand geſetzt worden iſt, die Thiere eher zur voͤlligen Ausbildung zu bringen, gelangen dieſe gewoͤhnlich ſchon im zweiten, hoͤchſtens dritten Jahre auf den Markt. Es ſind neuerer Zeit Raſſen zum Vorſchein gekommen, die das genoſſene Futter faſt ſaͤmmtlich in Fett verwandeln, beinahe gar kein Fleiſch geben. So haben die Leiceſterſchafe in dem Alter von 2½ Jahren gewoͤhnlich drei bis vier Zoll dickes Fett auf ihren Rippen und ein Diſhleyhammel, den Hr. Culley maͤſtete und zu Alnwick ſchlachten ließ, hatte eine feſte Fettdecke von mehr als ſieben Zoll Staͤrke. Sein ganzer Ruͤcken glich dem fetteſten Speck. Die Cheviot-Haideſchafe und die ſchwarzkoͤpfigen Bergſchafe erreichen jedoch ihre Vollkommenheit nicht vor dem vierten bis fuͤnften Jahre und werden daher auch gewoͤhnlich nicht eher geſchlachtet. Bei der Schafzucht iſt ein Gegenſtand von nicht geringer Wichtigkeit die Zeit, wo man den Staͤhr zu den Mutterſchafen laſſen ſoll. Dieſelbe muß ſich nach dem Klima und dem zu er— wartenden Fruͤhjahrsfutter fuͤr die Laͤmmer richten. Iſt dieſes nicht ſehr reichlich, ſo daß ſie aus Mangel daran im Wachsthum geſtoͤrt werden, ſo wird ihr Fleiſch zaͤhe und es ganz unmoͤglich, ſie wieder in einen recht kraftvollen, geſunden Zuſtand zu verſetzen. Saͤugende Schafe muͤſſen daher die beſte Weide, und wenn keine Turnips gebaut werden, im Winter reichlich Heu erhalten. Die Zeit des Unterlaſſens findet eben wegen Beruͤckſichtigung der vorhin 474 Neunundhreißigſtes Kapitel. angegebenen Umſtaͤnde meiſtens im October ſtatt, damit die Laͤm⸗ mer zur Zeit der vollen Fruͤhjahrsweide auf die Welt kommen). Gewoͤhnlich laͤßt man ein Mutterſchaf nicht eher zum Staͤhr, als bis es 15— 18 Monate alt geworden iſt. Die Zahl von Schafen, die man einem Staͤhr zutheilt, ſollte nicht blos nach ſeinem Alter und ſeiner Kraft abgemeſſen werden, ſondern auch nach der Beſchaffenheit der Weide, auf welcher die Herde gehalten wird. So findet man nicht ſelten auf freien umfaͤnglichen Hoͤheweiden, wo ein großer Raum behuͤtet wird, bei 100 Mutterſchafen 3 Staͤhre, waͤhrend auf eingehegten Weiden 2 fuͤr dieſe Zahl vollkommen hinreichend ſind. Gewoͤhn⸗ lich nimmt man jedoch an, daß 60 Schafe die groͤßte Zahl ſei, die ein Staͤhr bedienen koͤnne, wenn man ſich nicht der Gefahr ausſetzen will, viel unbefruchtete Schafe und ſchwaͤchliche Laͤmmer zu bekommen. Ein Jaͤhrlingsſtaͤhr iſt eben ſo gut zu gebrauchen, wie ein aͤlterer, doch meinen manche Schafzuͤchter, daß man ihn vor erlangtem zweiten Jahre nicht ſtark angreifen ſolle. Es iſt nichts Ungewoͤhnliches, die Bruſt des Staͤhrs mit einer faͤrbenden Materie zu beſchmieren, damit man ſehe, welches Schaf von ihm beſprungen ſei, und wenn man mehre gebraucht, gibt man jedem eine andere Farbe, um auch ſehen zu koͤnnen, von welchem das eine oder das andere gedeckt wurde. Dies gibt jedoch haͤufig zu Taͤuſchungen Veranlaſſung, weil die Schafe nicht immer gleich vom erſten Sprung befruchtet werden. Bisweilen wollen ſie gar nicht ſtaͤhren, dann muß man mit einem ſtimuli— renden Futter, Oelkuchen, Getreide, Leinſaamen, auch wohl Ruͤbſen oder uͤppig gewachſenem Klee, uͤberhaupt recht nahrhaftem Gruͤn⸗ futter zu Hilfe kommen, und wirkt dieſes nicht, die nicht bruͤnſtig werdenden Thiere maͤſten. Das zweckmaͤßigſte Verfahren bei dem Begatten der Schafe iſt gewiß das Springen aus der Hand, wo man die zur Zucht *) Nur ſelten koͤnnen die engliſchen Schafe, mit Ausnahme der Dorſets, dahin gebracht werden, daß ſie den Staͤhr vor dem September annehmen. In einer kleinen Herde ſehr ſchoͤner Merinos, die 1835 aus Sachſen nach Yorkſhire gebracht worden war, lammten jedoch die ſaͤmmtlichen Mutterſchafe ſchon Ende Decembers des genannten Jahres und im naͤchſten wieder zu der— ſelben Zeit. Die Laͤmmer waren von großer Geſundheit und Kraft, und ihre Muͤtter zeigten ſich, wenn auch nicht beſonders gehalten, ſehr hart und als gute Saͤugerinnen. Eine von ihnen lammte in 14 Monaten dreimal. Es geſchah ſolches zu Melbourne Hall bei Hr. Vavaſour. gbrale und ii ſie bi man d lih A thelen mn diſ ir der- borzlgan geſin d lhſitt ſcjche l befuſſe Stanm kaufen Räßſte vnter kumm Dabei Anter ſih ein tizelnen de gſen w in dm ſän, den, erſch tuͤric Futt Deſſe große leber 9 zäßti lier g de and galar aN N6 mit d 89 t komnen Stähr, 1' ihr zutze abgemeſt Weide, a ht ſelten a aum behit eingehegt .Gewü zte Zahl der Gefi iche Laͤmm mgebrauch daß man i le. Staͤhrs n ſehe, welte re gebraui zu koͤnnn Dies gih Schafe nich Bisweilen lem ſrauli⸗ woh Rübſt aftem Gie ſnicht brint n der Sch die zur auc ne der Oorſt ber annehna Sachſen ni n Aurterſchi wieder zu de d Kraft, u ſehr hart u naten drein Vom Schaf. 475 gebrauchten Staͤhre in kleinen Verſchlaͤgen auf der Weide haͤlt, und ihnen die fuͤr ſie beſtimmten Schafe einzeln vorfuͤhrt, ſobald ſie bruͤnſtig werden. Um hieruͤber Gewißheit zu erhalten, laͤßt man einen ſogenannten Probirſtaͤhr(im Engliſchen teaser, eigent⸗ lich Plagegeiſt, Quaͤler) unter der Herde gehn, deſſen Geſchlechts⸗ theile mit einer Schuͤrze verhuͤllt ſind. Auf dieſe Weiſe wird es am eheſten moͤglich, einen beſtimmten Zweck zu erreichen, Fehler in der Wolle, der Statur, der Maſtfaͤhigkeit ꝛc. zu verbeſſern und vorzugsweiſe begehrte Eigenſchaften aufs Hoͤchſte auszubilden. Es gehoͤrt aber dazu ein geſundes Urtheil, Feſthalten einer beſtimmten Anſicht, ſorgſame Pruͤfung aller Individuen einer Herde und ge— ſchickte Auswahl paſſender Sprungſtaͤhre. Die meiſten Landwirthe befaſſen ſich daher nicht damit, ſondern begnuͤgen ſich mit dem Stamm, den ſie einmal beſitzen oder auf den benachbarten Maͤrkten kaufen koͤnnen, ohne weiter eine Verbeſſerung deſſelben zu ſuchen. Hoͤchſtens ſtreben ſie nach moͤglichſt guten Zuchtſtaͤhren, die ſie unter ihre Mutterſchafe werfen, ohne ſich weiter darum zu be⸗ kuͤmmern, von welchem das eine oder das andere bedeckt wird. Dabei hegen ſie faſt allgemein die Anſicht, daß zwei Staͤhre unter die doppelte Anzahl von Schafen gethan, als man gewoͤhn⸗ lich einem zutheilt, mehr Laͤmmer zeugen, als wenn man jedem einzelnen ſeinen Theil fuͤr ſich gibt*). Die Mutterſchafe ſollten zur Zeit, wo ſie zum Staͤhr ge⸗ laſſen werden, zwar im Zuſtand der Wohlgenaͤhrtheit, aber nicht in dem der Fettigkeit ſich befinden, auch waͤhrend des Traͤchtig⸗ ſeins, das 21— 23 Wochen waͤhret, nicht zu ſtark gefuͤttert wer⸗ den, weil dadurch leicht das Lammen auf ſehr nachtheilige Weiſe erſchwert wird. Sind ſie jedoch arm an Fleiſch und deshalb na⸗ tuͤrlich ſchwach, ſo muͤſſen ſie einige Zeit vor dem Lammen beſſeres Futter erhalten, um mehr Kraͤfte und reichlich Milch zu bekommen. Dieſe Vermehrung des Futters vor der Lammzeit erfordert jedoch große Vorſicht und viele Schaͤfereibeſitzer nehmen daher eine ſolche lieber nach ihr vor. *) Ein merkwuͤrdiges Beiſpiel von doppelter Befruchtung fuͤhrt Hr. John Prieſt in ſeiner Beſchreibung der Landwirthſchaft in Bukinghamſhire an. In einer Herde von Mutterſchafen wurden zwei Staͤhre, einer von der Norfolker⸗, der andere von der Leiceſterraſſe gebraucht. Einige von ihnen brachten Zwil⸗ lingslaͤmmer zur Welt, von denen das eine vom reinen Norfolker, das andere ein Mittelding war zwiſchen Norfolker⸗ und Leiceſterſtamm.(Sollte ſich dieſes nicht anders erklaͤren laſſen?) 476 Neununddreißigſtes Kapitel. Bei großen auf Huͤgel- und Bergweiden gehaltenen Herden laͤßt man die Schafe gewoͤhnlich ganz im Freien ihre Laͤmmer bringen, ohne weiter eine Aufmerkſamkeit ihnen zu widmen, als daß der Schaͤfer gelegentlich einmal nachſieht, um vielleicht dem einen oder dem andern Thiere Hilfe zu leiſten. Es geſchieht ſolches ſogar gewoͤhnlich auch in kleinen Wirthſchaften, welche die Bequemlichkeit haben, Einhegungen in der Naͤhe des Gehoͤftes zu beſitzen. Sorgſame Schafzuͤchter jedoch, deren Herden ſich auf entfernten Weideraͤumen ergehen, laſſen denſelben kleine auf vier Raͤdern ruhende Huͤtten zum Gebrauch des Schaͤfers uͤberall hin nachfahren. Im Norden von Schottland haͤlt man die Mutterſchafe ge— woͤhnlich in Thaͤlern, die von einem Baͤchlein durchfloſſen werden. Dieſem zunaͤchſt befindet ſich gewoͤhnlich ein ebenes Stuͤck fette gruͤne Weide, daran ſtoßen dann auf beiden Seiten felſige ſteinige mit Haide bedeckte Huͤgel und dahinter erhebt ſich die torfige mit Alpenpflanzen bedeckte Gebirgsebene. Die Lammzeit erfolgt, wenn die Wollgraͤſer, Eriophorumarten, ausgeſchlagen ſind, die Moor— Binſe oder Simſe(Scirpus cespitosus) aber noch nicht gruͤnt; die Mutterſchafe weiden am Tage an den Bachraͤndern und brin⸗ gen die Nacht mit ihren eben geborenen Laͤmmern auf den dahinter liegenden Steinhuͤgeln zu. Man haͤlt es fuͤr uͤberaus vortheilhaft, dieſe mit Stechginſter zu beſaamen, der bei uͤbelm Wetter Schutz verleiht, und, wenn er periodenweis ordentlich in Schlaͤge einge— theilt, ſammt der Haide niedergebrannt wird, mit ſeinen jungen Trieben ein eben ſo ſaftiges und nahrhaftes Futter gewaͤhrt, wie Turnips. Eine Wandernng durch ein ſolches Thal zur Lammzeit an einem Aprilmorgen, wenn die Schafe mit ihren Laͤmmern unter dem bluͤhenden Ginſter froͤhlich bloͤckend herumgaukeln, ge— waͤhrt einen wahren Genuß. Bei weiten Außentriften iſt allerdings dieſe Einrichtung nicht uͤbelz doch bleibt ein wohl geſchloſſener Pferch in der Naͤhe von des Schaͤfers Huͤtte vorzuziehen. Auf minder großen Guͤtern in ſolchen Gegenden, wo die Grundſtuͤcke ſaͤmmtlich mit Hecken um— geben ſind, findet jedoch ein noch anderes Verfahren ſtatt. Man ſchlaͤgt naͤmlich in einer warmen, dem Auge des Herrn nahge— legenen Koppel bewegliche und bedeckte Staͤlle von Horden auf, und haͤlt dieſelben durch reichliche Streu von Stroh, Laub, Farn⸗ kraut ꝛc. vollkommen trocken. Sie muͤſſen jedoch nach der Weide zu fuͤr die Schafe offen ſein, damit dieſe ſich nach Willkuͤhr aͤßen oder un men ei ds dhi es wan orge lüfratſ ant di hüreien! d Sbif duh wid da Geb tige ſti iſ, duſer u beyfle de Waet, um ſe hah, 1 lat, oder vyrne M dr fall ei Lanmen Kabaich ſänce imme, Lſt m, benen eine v daſſeb Lann, men we tenen Oin hre Limm. vidma, ü jelleiht a Es geicit „welche Gehoͤftes 4 en ſich a ne auf w uͤberall i erſchafe 9. ſen werde Stuͤck fit ſige ſtein torfige ni folgt, wa die Ma⸗ icht grun⸗ und bii⸗ en dahinte ertheilhaft er Schut ͤge enR⸗ en jungen waͤhrt, wi r Lammzi Laͤmmen aukeln, g⸗ ctung iit Nahe uu Güͤter i Hecken un⸗ att. Man ein nahge⸗ orden. auf ub, Fan⸗ der Waͤde lkühr aͤfen Vom Schaf. 477 oder unter das Dach zum Ausruhen begeben koͤnnen. Das Lam⸗ men erfolge uͤbrigens, wo es wolle, frei oder geſchuͤtzt, ſo bleibt es dabei unumgaͤnglich noͤthig, fuͤr eine gute geſunde Weide, wo es weder ſtehendes Waſſer, noch Graͤben, noch Loͤcher gibt, zu ſorgen. Waͤhrend der Lammzeit iſt die groͤßte und gewiſſenhafteſte Aufmerkſamkeit von Seiten des Schaͤfers erforderlich. Denn wenn auch die Natur in der Regel ſelten Hilfe erheiſcht, ſo iſt doch bisweilen bei den Schafen die Geburt ſo ſchwer, daß der Beiſtand des Schaͤfers, den er zu leiſten verſtehen muß, nicht fehlen darf. Auch wird nicht ſelten bei kaltem Wetter durch zu lange Dauer der Geburtsſchmerzen das Schaf ſo entkraͤftet, daß ihm ein kraͤf⸗ tiger ſtaͤrkender ſchleimiger Getreidetrank noͤthig wird, und es gut iſt, daſſelbe von der uͤbrigen Herde zu trennen und fuͤr ſich gut zu verpflegen bis es wieder bei Kraͤften iſt. Die Laͤmmer kommen nicht ſelten in einem Zuſtand zur Welt, wo ſie beinahe leblos erſcheinen und die groͤßte Sorgfalt, um ſie zu erhalten, noͤthig iſt. Sie erholen ſich in der Regel bald, wenn man ſie einige Stunden in einen Korb voll Wolle legt, oder in die Naͤhe eines Kuͤchenfeuers bringt und ihnen etwas warme Milch einfloͤßt. Manchmal, jedoch nur ſelten, tritt auch der Fall ein, daß das Schaf ſein Junges verlaͤßt oder bei dem Lammen ſtirbt. Dann wird es noͤthig, das Lamm entweder mit Kuhmilch aufzuziehen oder an ein anderes Schaf, welches das ſeinige verloren hat, zu gewoͤhnen. Das Letztere gelingt nicht immer, und man wendet daher wohl zu Zeiten eine beſondere Liſt an, die Mutter zu taͤuſchen; man zieht naͤmlich dem geſtor— benen Lamme das Fell ab, und naͤhet ein lebendes, entweder das eine von Zwillingen oder eins, das ſeine Mutter verloren, in daſſelbe. Es gewoͤhnt ſich dann das Schaf bald an das fremde Lamm, dem nach ein paar Tagen die umgehuͤllte Haut abgenom⸗ men werden kann. Wenn die Laͤmmer einige Staͤrke erlangt haben, etwa acht bis zehn Tage alt ſind, ſo werden die maͤnnlichen, welche nicht zur Zucht dienen ſollen, kaſtrirt, und ihnen ſowohl wie den weib— lichen die Schwaͤnze verſtutzt. Zu beiden Operationen, die bei vorſichtiger Ausfuͤhrung ganz ohne nachtheilige Folgen fuͤr die Thiere ſind, wuͤnſcht man trocknes und warmes Wetter, auch wo moͤglich bedeckten Himmel; iſt dieſer heiter und große Waͤrme, dann unternimmt man ſie am liebſten des Abends. 478 Neununddreißigſtes Kapitel. Das Verſtutzen der Schwaͤnze, zwei bis drei Zoll unter ihrer Wurzel, gibt nicht nur dem Hintertheil ein ſtaͤrkeres und wohl— gefaͤlligeres Anſehn, ſondern verhindert auch die Beſchmutzung des Vließes. Man ſagt jedoch, daß in hohen kalten Lagen der Schwanz den Eutern der Mutterſchafe einen warmen, wohlthaͤtigen Schutz verleihe, und deshalb ihnen gelaſſen werden ſolle. Da— gegen wird indeſſen wieder eingewendet, daß dadurch nicht ſelten bei dem Lammen ein großes Hinderniß in den Weg gelegt werde. Die Laͤmmer werden nach einiger Zeit mit ihren Muͤttern zugleich auf die Weide getrieben. Wenn und wie das geſchehen ſoll, haͤngt ab von der Jahreswitterung, dem Stande des Graſes, den Verhaͤltniſſen der Wirthſchaft, der Zeit, wo die Laͤmmer zur Welt kamen und von deren Beſtimmung. Sollen ſie zum Schlach— ten verkauft werden, ſo muͤſſen die Muͤtter die beſte Weide er⸗ halten und iſt dieſe nicht von der allervorzuͤglichſten Beſchaffenheit, ſo gibt man ihnen Turnips, Ruͤbſen, auch wohl Heu und Oel— kuchenmehl noch daneben, um einen reichlichen Milchzufluß zu be⸗ wirken; denn in London und anderen großen Staͤdten werden ſchon vor Oſtern fette Laͤmmer auf den Markt gebracht, zu einer Zeit alſo, wo noch nicht hinlaͤnglich Gras zu deren Maſtung vor— handen ſein kann, wenn man nicht fuͤr Winterweiden geſorgt hat (ſ. B. I. S. 612 u. 613). Sie werden gewoͤhnlich in einem Alter von drei bis vier Monaten geſchlachtet. Die Kaͤlber⸗(weib⸗ lichen) Laͤmmer ſind immer beſſer, als die Hammellaͤmmer, weil jene ſich uͤberhaupt ſchneller maͤſten und dieſe durch die Kaſtration doch etwas zuruͤckkommen. Ehedem wurden auch allaaͤhrlich viel ſogenannte Hauslaͤmmer ſchon zu Weihnachten nach London zu Markte gebracht und da— ſelbſt als ſehr beliebte Speiſe theuer bezahlt; ihre Erziehung machte daher einen nicht unbedeutenden Wirthſchaftszweig auf mehreren Guͤtern in der Nachbarſchaft aus. Der Geſchmack daran ſcheint ſich jedoch neuerer Zeit ſehr verloren zu haben, dieſes, ver— eint mit der Muͤhe und der Gefahr, die mit dieſem Geſchaͤft ver— bunden ſind, mag Urſache ſein, daß daſſelbe jetzt nur noch im Kleinen betrieben wird. Das Verfahren dabei bietet manches Intreſſante dar. Nur die Dorſetſhire'ſche Raſſe eignet ſich zur Erziehung ſolcher Laͤmmer, und die fruͤhlammenden Schafe werden durch die ganze Grafſchaft hindurch mit großer Sorgfalt aufgeſucht; man ſagt, unter dreien eigne ſich kaum eins dazu. Die von großer Geſtat meiſten! Kürpett D N 'mf knr h haahte nun ſie H' Scha Gchafe haft hol un vur ſo Nleſt üe dn Nic wüſſen aufs B Mchw Nüunn⸗ Limmer heftaumns ſatm in t inme man dac um da dadurch gebrann votgäſ wichti ſe ihr clgele 3 Nux ſarzich unte ih 5 und n z ſchmuten n Lagen N vohlthtin ſolle. do nich ſet elegt wen in Muͤttn s geſchene des Graſt Lämmer um Schlau e Weide! eſchaffenze eu und O zufluß zul⸗ dten wein t, zu ir aſtung ue geſorgt hi in einen er⸗(weib⸗ met, weil Kaſtration Hauslaͤnm ht und de Erziehurg tszweig af hmack dem dieſes, ver geſchaͤft ber er noch in manches Erziehung 1 durch d ucht, ma von großer Vom Schaf. 479 Geſtalt und mit weißen Naſen werden zu dieſem Behuf am meiſten geſchaͤtzt, und alle, die nur etwas Schwarzes an dieſem Koͤrpertheile tragen, zuruͤckgeworfen. Die Farbe des Fleiſches dieſer Laͤmmer hat auf ihren Preis ebenfalls großen Einfluß, und die, bei denen man dafuͤr ſtehen kann, daß ſie ſich ſchoͤn weiß ſchlachten, werden immer am beſten bezahlt. Dafuͤr kann man aber natuͤrlich nicht einſtehn, wenn man ſie von Schafen zieht, die auf dem Markt gekauft wurden. Die Schaßzuͤchter, bei denen die Erzieher ſolcher Laͤmmer ihre Schafe holen, ſind daher ſehr ſorgſam in der Auswahl der Staͤhre, um nur ſolche zu gebrauchen, deren Nachzucht ganz gewiß weißes Fleiſch liefert. Sie glauben dies am Maule erforſchen zu koͤnnen, ſelbſt ehe ihnen noch dieſe bekannt worden iſt).— Die Paarung muß zu einer Zeit geſchehen, daß die Laͤmmer von Michaelis an bis gegen Weihnachten hin fallen. Die Schafe muͤſſen ferner waͤhrend der ganzen Saͤugezeit und ſchon vorher aufs Beſte gefuͤttert werden, man gibt ihnen daher neben dem Nachwuchs auf den Wieſen Turnips, Raps, Kohl, auch andere Ruͤbengewaͤchſe, Biertraͤbern, Getreideſchrot, Leinſaamen ꝛc. Die Laͤmmer werden von den Muͤttern, die immer in der Naͤhe des Hofraums ſich befinden, abgeſondert und unter Obdach, nicht ſelten in einen fuͤr ſie eigens errichteten leichten Stall geſtellt, wo immer fuͤr eine reichliche Streu geſorgt iſt. Zugleich ſteckt man auch etwas Stroh, mit den Aehren nach unten in Raufen, um den jungen Thieren Gelegenheit zum Knaupeln zu geben und dadurch zu verhuͤten, daß ſie ſich die Wolle nicht abfreſſen. Etwas gebrannte Kreide wird ihnen entweder in Stuͤcken oder Pulver vorgeſetzt, um den Durchfall zu verhuͤten, und vor Allem iſt es wichtig, ſtets fuͤr die moͤglichgroͤßte Reinlichkeit zu ſorgen, weil ſie ihren Stall nicht eher verlaſſen, als bis ſie an den Fleiſcher abgeliefert werden. Um ſie vom Herumſpringen abzuhalten und ihr Ruhigliegen zu befoͤrdern, wird ihrem Aufenthaltsort das Licht gaͤnzlich entzogen und dieſes nur ſo oft etwas zugelaſſen, als man ſie ſaugen laͤßt. Es geſchieht ſolches meiſtens dreimal, bisweilen auch viermal des Tages. Iſt der Stall groß genug, daß die Muͤtter des Nachts mit darin liegen koͤnnen, ſo treibt man ſie *) Die Erzieher, Kaͤufer und Schlaͤchter ſolcher Laͤmmer ſind einſtimmig der Meinung, daß die, deren Lippen einen ſcharfen Rand haben, kein ſo weißes Fleiſch geben, wie die, wo dieſer Rand glatt und weich iſt. 480 Neununddreißigſtes Kapitel. bald nach Sonnenuntergang ein, und den naͤchſten Morgen, ſobald der Tag angebrochen, wieder auf die Weide, und fuͤhrt ſie nur noch einmal in den Mittagsſtunden ihren Laͤmmern zu. Gemei⸗ niglich ſind aber die Stallungen zu eng und heiß, und der dadurch entſtehende ſchnelle Wechſel von Hitze und Kaͤlte wird den Schafen leicht toͤdtlich; daher laͤßt man die Alten meiſtentheils des Nachts auf der Weide und fuͤhrt ſie ihren Jungen nur des Morgens, Mittags und Abends zum Saugen zu. Hat ein Schaf nicht hinlaͤnglich Milch, um das Lamm voll— ſtaͤndig zu ſaͤttigen, ſo benutzt man diejenigen, welche ihr Lamm entweder durch den Tod oder durch Verkauf verloren haben, in den Morgenſtunden als Ammen, indem man ſie am Kopfe feſt— haͤlt oder in ein Joch ſpannt und die Laͤmmer daran ſaugen laͤßt. Dann treibt man ſie auf die Weide, Mittags fuͤhrt man die wirklichen Muͤtter ihren Jungen zu, damit dieſe ſich eine Stunde lang recht voll ſaufen koͤnnen, um vier Uhr werden wieder die Ammen herbeigebracht und des Nachts endlich die Muͤtter bei den Laͤmmern gelaſſen. So behandelt, werden dieſe binnen acht Wochen hinlaͤnglich fett und erlangt ihr Fleiſch eine außerordentliche Weiße und einen ungemeinen Wohlgeſchmack. Ihr Preis iſt ſehr verſchieden nach der Jahreszeit, in der ſie ſchlachtfaͤhig ſind; manchmal koſtet das Stuͤck bis 5 Pfund, andere Male kaum halb ſo viel. Graslaͤmmer erfordern zwar ebenfalls viel Aufmerkſamkeit und Sorgfalt, um ſie zur Oſterzeit ſchlachtbar zu haben, aber bei weitem nicht ſo viel, wie die Hauslaͤmmer, die dafuͤr jedoch weit beſſer bezahlt werden, wenn ſie im Winter zur rechten Zeit auf den Markt kommen. Einhundertundfunfzig Dorſetſchafe bringen nach Angabe der Laͤmmerzieher im Durchſchnitt jaͤhrlich 200 Laͤmmer ohne die Zwillinge, und zwar auf folgende Weiſe: 100 Stuͤck im Monat Juni zugelaſſene werfen ihre Laͤmmer einige Zeit vor Weihnachten, die nach und nach verkauft werden bis die Graslaͤmmer auf den Markt kommen; 50 andere, die zu Michaelis hochtragend gekauft wurden, lammen im October und bald wieder zum Bock gebracht, nochmals im Juli, ſo daß 200 Laͤmmer binnen eines Jahres zum Verkauf kommen. Die Erziehung der Laͤmmer als Nachzucht erfolgt bei den kurzwolligen Raſſen auf den Duͤnen⸗ und Hoͤheweiden mehrerer engliſcher Grafſchaften, ſowie in den Berggegenden von Wales 7 und der in den reichen ſie ein entwihn 1 wem di dhei wei eine ii fi ſch le duch dbei ſenen än ſehr wih ſongfälig die auch Fähler in in dhe häuſg, unglaud dr hiie Gnvreüw0 diten ein jemab ber Nach lis den auch auh den zuf Nadtthe kunner und we werden. fidet m venig Ge ſit läch Nden de â dähr lie ud ſiie g Bs U. dtgen, ſag ührt ſin zu. 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Gut iſt es je— doch dabei, die Schwaͤchlinge von den ſtarken zu trennen und jenen ein beſonderes gutes Weideſtuͤck einzuraͤumen. Auch iſt es ſehr wichtig, bei den zur Nachzucht beſtimmten Laͤmmern eine ſorgfaͤltige Auswahl unter den Mutterthieren zu treffen, und alle die auszumaͤrzen, die nicht gut gebaut ſind, oder ſonſt einen Fehler an ſich haben. Nachlaͤſſigkeit hierin kann die ganze Herde in uͤbeln Ruf bringen, und dennoch findet eine ſolche noch gar haͤufig auf unbegreifliche Weiſe ſtatt, wie es denn uͤberhaupt noch unglaublich Viele gibt, die nicht bedenken, daß der Verluſt, wel— cher bei einer uͤbelbehandelten Herde durch Todesfaͤlle und Erziehung unpreiswuͤrdiger Thiere entſteht, ungleich groͤßer iſt, als die Mehr— koſten einer gut gepflegten und zweckmaͤßig abgewarteten nur jemals betragen koͤnnen. Nach dem Abſetzen der Laͤmmer muͤſſen die Muͤtter noch drei⸗ bis viermal in immer laͤngeren Zwiſchenraͤumen ausgemolken, auch auf eine magere Weide einige Tage gebracht werden, um den Zufluß von Milch nach und nach zu verringern und den Nachtheilen vorzubeugen, die aus deren Anhaͤufung entſtehen koͤnnen. Dennoch beduͤrfen die Euter ununterbrochene Aufſicht, und wenn eins von Milch ſtrotzend erſcheint, muß es ausgemolken werden. Das Melken der Schafe zum Behuf der Kaͤſebereitung findet nur noch in einigen entlegenen Gegenden ſtatt, weil es wenig Gewinn bringt und den Thieren nachtheilig iſt. Ein Schaf gibt hoͤchſtens eine Pinte bis ein Quart Milch und ein flinkes Maͤdchen kann daher wohl 20 Stuͤck in einer Stunde melken. Die beſte Weide fuͤr die entwoͤhnten Laͤmmer, welche ſtets die nahrhafteſte erhalten muͤſſen, gewaͤhrt der Nachwuchs von Klee und Esparſette; auch Fruͤhlingswicken und uͤberhaupt jedes ſaftige gruͤne Futtergewaͤchs ſind zur Befoͤrderung ihres ſchnellen WMuhles wohl geeignet. In dieſer Periode ihres Lebens duͤrfen . 31 482 Neununddreißigſtes Kapitel. keine Koſten bei ihrer Erhaltung geſcheut werden; denn eine un⸗ umſtoͤßliche Wahrheit bleibt es, daß kein Stuͤck Vieh ſeinem Zuͤch⸗ ter Lohn und Freude bringt, das in ſeiner Jugend Noth leiden muß. Sohbald daher die gruͤne Weide knapp zu werden anfaͤngt, muß man zur Ernaͤhrung der jungen Schafe Ruͤbſen und Turnips mit zu Hilfe nehmen. Die Verfuͤtterung der letztern findet auf zweierlei Weiſe ſtatt; man treibt entweder die Thiere auf das Turnipsfeld und laͤßt ſie hier nach Belieben freſſen oder faͤhrt die Ruͤben auf eine abgefreſſene, feſtgetretene, trockene Weide, und legt ſie hier zerſchnitten vor. Erſteres geſchieht gewoͤhnlich auf ſolchen Feldern, die trocken genug ſind, ein Schaf zu jeder Zeit zu tragen; denn es hat den Vortheil, daß es nicht nur die we— nigſte Muͤhe verurſacht, ſondern auch ſaͤmmtliche Exkremente, die trockenen und fluͤſſigen, dem Boden erhaͤlt. Gut iſt es jedoch bei dieſer Fuͤtterungsweiſe, wenn man das Feld in Abtheilungen, die durch Hordenſtaͤlle gemacht werden, nach und nach abfreſſen laͤßt. Ueberlaufen die Laͤmmer, wie es wohl auch vorkommt, das ganze Feld, um ſich das Beſte auszuleſen, ſo muß man ihnen aͤltere magere Thiere, vornehmlich zur Maſt beſtimmte Hammel, nach⸗ folgen und fuͤr dieſe die Ruͤben auf angegebene Weiſe(ſ. B. II. S. 246 ꝛc.) herausheben laſſen. Sehr iſt darauf zu ſehen, daß die Laͤmmer weder Turnips noch Klee verzehren, wenn ſie mit Eis belegt ſind. Wo jedoch der Boden feucht und weich iſt, muͤſſen natuͤrlich die Ruͤben vom Felde weg an einen andern Ort gebracht werden; bei den Runkeln iſt dieſes ſogar noͤthig, es moͤge das Land trocken oder feucht ſein. Fuͤr die Schafe ſelbſt iſt dieſes jedenfalls das zweckmaͤßigſte Verfahren, weil ſie dabei immer trocken liegen, daher ihre Wolle nicht beſchmutzen, und auch, zumal wenn ſie die Ruͤben zerſchnitten, nicht ganz erhalten, beſſer zunehmen. Dieſes Zerſchneiden iſt uͤberhaupt ſehr vortheilhaft; man kann, wenn es erfolgt, mit derſelben Maſſe von Ruͤben mehr Thiere gut ernaͤhren, als wenn ſie ganz gegeben werden. Dem Turnips⸗ felde entgeht zwar dadurch der Vortheil, den ihm die darauf fallenden Exkremente gewaͤhren, dafuͤr kommt aber dieſer dem Grundſtuͤck zu gute, worauf ſie verzehrt werden, was freilich nicht immer auf derſelben Stelle geſchehen darf. Eine Weide, wo Schafe ſo gefuͤttert werden, traͤgt im naͤchſten Jahre ungleich mehr. Aus dieſen Gruͤnden findet man auch dieſes Verfahren in den meiſten niederen Gegenden, wo Leiceſter⸗ und andere große Schaf in Am 9 auch ho Futte, gdil zu lſt (ir in jda m gepeben, gendchi Rac w din ſe mißig d lichen F ſcch d enge ſlochten Zoll m And das tetzehren d deſ reden Da firdaü zum B und D wät. und T matͤrl Der S und im nd Eri 4 Von jien d Aat d ſacſ düint ddr A. enn aͤn, ſeinen aa Noth lir den anfte und Tun n findet jere auf der ſaͤht Weide, u woͤhnlich! zu jeder nur dien kremente, es jedoch ilungen, bfreſſen li t, das or ihnen iin mmel, uct 2(ſ. B1 ſehen, di nn ſie mi n naturlich ci werden Land trock edenfalls ocken liegt gal wem er zunetme ; man im mehr The em Turnie die dann dieſer de fteiich nit Weide, L re ungli- 3 Verfatee andere gu Vom Schaf. 483 Schafe gehalten und in Menge gemaͤſtet werden, faſt allgemein in Anwendung. Bei der Turnipsfuͤtterung, ſie geſchehe wie ſie wolle und ſei auch noch ſo reichlich, bleibt es immer wohlgethan, etwas trocknes Futter, Stroh oder Heu daneben zu geben, weil dadurch jene gedeihlicher und dem Durchfall vorgebeugt wird. Iſt das Heu zu koſtbar, ſo gewaͤhrt Erbſenſtroh, das die Schafe ſehr lieben, ein vorzuͤgliches Erſatzmittel deſſeben. Das trockene Futter muß jedoch mit der groͤßten Regelmaͤßigkeit zu beſtimmten Zeiten ge— gegeben, nicht, wie es wohl bisweilen geſchieht, auf den Boden geradehin geworfen, ſondern ihnen ordentlich aufgeſteckt oder vor— gelegt werden, entweder in Krippen oder Troͤgen, die hie und da in ſchicklichen Entfernungen aufgeſchlagen ſind. Recht zweck— maͤßig dazu ſind die in einigen Theilen von Lincolnſhire gebraͤuch— lichen Futterkoͤrbe, große kreisrunde von Flechtwerk gebildete Kaͤ⸗ fiche, die unten etwa zehn Fuß in Umfang haben und oben etwas enger ſind. 18 Zoll vom Boden aufwaͤrts ſind ſie dicht zuge⸗ flochten, dann ſtehn die Staͤbe, welche das Geruͤſte bilden, zehn Zoll weit auseinander, damit die Schafe ihre Koͤpfe hineinſtecken, und das von oben hineingeworfene Futter, trockenes oder ſaftiges, verzehren koͤnnen. Bei dieſen Koͤrben findet der Vortheil ſtatt, daß die ſchwaͤcheren Thiere von den ſtaͤrkeren nicht leicht verdraͤngt werden. Das vorſtehend angegebene Verfahren fuͤr Aufzucht der Schafe findet uͤberall ſtatt, wo dieſelbe mit Sorgfalt, wenn auch nicht zum Behuf der Maſtung betrieben wird; allein in manchen Huͤgel— und Duͤnengegenden des Landes widmet man ihr dieſe Sorgfalt nicht. In einem großen Theile der Berghoͤhen von Schottland und Wales gibt es zur Ernaͤhrung der Schafe faſt nichts, wie natuͤrliche Weide und dieſe beſteht hauptſaͤchlich aus Haidekraut. Der Saamen deſſelben gewaͤhrt den Schafen im Winter Nahrung, und im Fruͤhjahr kommen nacheinander die Binſen-, Schwingel⸗ und Eriophorumarten, Pimpinelle, Simſen ꝛc. und manche Graͤſer zum Vorſchein, die im Verein mit mehren Alpenpflanzen, welche in jenen Gegenden heimiſch ſind, ihnen reichliche Aeßung bieten. Die Natur hat mit beſonderer Guͤte fuͤr ihre Erhaltung geſorgt, und ſelbſt wenn tiefer Schnee die Gefilde bedeckt hat, treibt der Inſtinkt die Thiere an, ihn mit ihren Fuͤßen wegzuſcharren, und das darunter verborgene Gras ſich hervorzuholen. Das Pferchen mit den Schafen findet ſtatt im Fruͤhjahr auf 31* 484 Neununddreißigſtes Kapitel. den Feldern, die das Jahr vorher Getreide getragen haben und zu Turnips beſtimmt ſind, dann im Sommer und Fruͤhherbſt auf Brach⸗ und Kleeaͤckern zu Weizen, und wenn dieſe Zeit voruͤber iſt, auf Stoppeln oder auch umgepfluͤgten Lande, das im naͤchſten Jahr mit irgend einer Frucht beſtellt werden ſoll. Bisweilen ſchlaͤgt man auch die Horden ganz fluͤchtig uͤber die ebengeſchehenen Weizenſaaten weg, mehr um ſie feſttreten zu laſſen und dadurch den Saamen in den Boden zu bringen, als um eine erhebliche Duͤngung zu bewirken. Bei naſſer Witterung iſt es auch ſehr gut, einen feſtſtehenden Hordenſtall auf einem trockenen Stuͤck Weideland zu haben, wo die Schafe des Nachts liegen koͤnnen, wenn das gepfluͤgte Erdreich zu weich iſt. Auch mit den Laͤm⸗ mern, wenn ſie abgeſetzt und ſtark worden ſind, pfercht man trockene hochgelegene Grundſtuͤcke eben ſo, wie mit alten Schafen. Dies iſt das gewoͤhnlichſte Verfahren in allen Gegenden, wo es an Schafweiden auf Huͤgeln, Duͤnen, Haiden ec nicht fehlt; die Landwirthe in den Niederungen verfahren jedoch bisweilen anders, und die bloßen Theoretiker verwerfen das Pferchen auf dieſe Weiſe gaͤnzlich, weil es wohl den Koͤrnerertrag vermehre, den Thieren aber nachtheilig ſei, die Wolle beſchmutze und die Fleiſchzunahme hindere. Man opfere, ſagen ſie, das Grasland dem Ackerlande, oder beſtehle, wie Bakewell, der ein großer Feind davon war, ſagte, Petern, um Paulen zu bezahlen. Es leidet wohl auch keinen Zweifel, daß das dem Lande gewiß ſehr heilſame Pferchen mit einigen Nachtheilen fuͤr die Thiere und die Wolle verbunden ſei, und daß jene dabei, durch das Hin⸗ und Hertreiben geſtoͤrt, nicht ſo zunehmen, als wenn ſie ſich in Ruhe ernaͤhren koͤnnen. Dagegen iſt es aber wohl kaum auch in Zweifel zu ziehen, daß der dem Boden dadurch erwachſende Vortheil jenen Nachtheil weit uͤberwiege. Es iſt ge⸗ wiß, daß Grundſtuͤcke mit fettem, bindenden Boden, die in kleinen Koppeln liegen, durch das Pferchen leicht zu feſtgetreten werden und daß die Schafe nicht ſo ſchnell zunehmen, wenn ſie aus einiger Entfernung dahin laufen muͤſſen, als wenn ſie nach Fuͤl⸗ lung ihres Magens ruhig ſtehn oder liegen koͤnnen. Die lang⸗ wolligen Schafe ſind uͤberdies nur ſchlechte Fußgaͤnger und leiden ſehr durch weites Treiben. Mit ihnen ſowohl, wie auf Boden, wo man ſie gewoͤhnlich haͤlt, wird daher auch nur ſelten das Pferchen vorgenommen, eben ſo wenig mit Schafen, die zum Maͤſten beſtimmt ſind. Dagegen iſt durch ſehr erfahrene Land⸗ wihe Konmi meinen ohned in En folgede Acelan ſt, wo gerinn ſdes Ec de Mfe ug, w die hau Fedder: eonditio dſen uyyige wünde Epg rliliche wie dur dn heßf dodige von ſ A gehalt Nachts ſo biſ ſagen) dovon gegenw Grasla haben rühhertſt Zeit donl Gim nächi Biswale ngeſchehenn und dadu ne etheblit s auch ſ kenen Sii gen koͤnne ſt den Lir pfercht me ten Schaft egenden, nicht fih och biswil Pferchen u ag verni tze und! 5 Grasln roßer Fun dem Laude en füt di dabe, dur 1, als wer 3 aber we oden dadut . Es ißg die in lenn treten wene enn ſie u ſie nach 9 Die lan und leide auf Bodmn ſelten di n, die zur ahrene Lin Vom Schaf. 485 wirthe aus den Huͤgelgegenden des Landes, die deshalb von Kommiſſionen des Hauſes der Lords und des Hauſes der Ge⸗ meinen befragt wurden, einſtimmig dargethan worden, daß ſie ohne den Hordenſchlag ihr Ackerland nicht vortheilhaft zu benutzen im Stande ſeien. Der verſtorbene Billingsby aͤußerte ſich daruͤber folgendermaßen:„In einer reichen, fruchtbaren Gegend, wo des Ackerlandes nur wenig und daſſelbe dem Graslande untergeordnet iſt, wo es an reichlichem Duͤnger nicht fehlt, und der Acker mit geringen Koſten vollauf damit verſehen werden kann, wo ferner jedes Schaf reichlich gefuͤttert wird, da iſt es kein Wunder, wenn das Pferchen nicht ſehr in Anſehn ſteht, aber ich bin dreiſt ge⸗ nug, wiederholt zu behaupten, daß in groͤßeren Wirthſchaften, die hauptſaͤchlich Ackerbau betreiben, und entfernte, unkraͤftige Felder mit einem leichten, ſteinigen Boden beſitzen, daſſelbe die conditio sine qua non eines guten Betriebes ſei. Ich frage deſſen Gegner, ob wohl die Duͤnen von Dorſet und Wilts ſo uͤppige Kornernten tragen koͤnnten, wenn das Pferchen eingeſtellt wuͤrde?— Nein!— Der Landwirth wuͤrde nur mit geringem Erfolg pfluͤgen und ſaͤen, wenn ſeine Brachen nicht von dieſen nuͤtzlichen Thieren feſtgetreten und ſowohl durch deren Exkremente, wie durch ihre Ausduͤnſtung geduͤngt wuͤrden. Ueberdies iſt in den heißen Sommertagen den Schafherden nichts ſo heilſam, wie das Liegen auf gepfluͤgtem Lande, ſie eilen von ſelbſt dahin zuruͤck, wenn ſie ihren Hunger geſtillt haben.“ Wenn die Schafe auf kuͤnſtlich angebaueten Futtergewaͤchſen gehalten werden, hat man es ſehr vortheilhaft gefunden, ſie des Nachts an einen andern Ort zu bringen, weil ſie ſonſt ihr Futter ſo beſchmutzen und zertreten,(verſtaͤnkern, stench, wie die Schaͤfer ſagen), daß es ihnen zuwider wird und ſie einen großen Theil davon verwuͤſten. Uebrigens iſt nicht zu vergeſſen, daß bei dem gegenwaͤrtig ſo verbeſſerten Ackerbaubetrieb in Großbritannien kein Grasland dem Ackerland geopfert wird, ſondern auf dieſem faſt mehr Schafe gehalten werden, als auf jenen. Auch darf man nicht unbeachtet laſſen, daß das Pferchen hauptſaͤchlich nur mit Jung- und Zuchtvieh, ſowie mit den kurzwolligen Schafarten, die haͤrter ſind und mehr abhalten koͤnnen, ſich vornehmen laͤßt. Die Hordenſtaͤlle werden aus hoͤlzernen oder eiſernen Horden, in einzelnen Faͤllen auch aus ſtarken an Forkeln aufgeſpannten Netzen gebildet. Jene ſind gemeiniglich 7 ½ Fuß lang und 3 Fuß hoch. Vierzig ſolche Horden in Quadrat aufgeſetzt, und taͤglich 486 Neununddreißigſtes Kapitel. ſo fortgeruͤckt, bedecken demnach in acht Tagen ziemlich einen Acker. Der Stall muß taͤglich fortgeſchlagen und hinſichtlich ſeiner Groͤße nach der beabſichtigten Staͤrke der Duͤngung und der Zahl der Schafe abgemeſſen werden; doch darf man dieſen nie mehr Raum gewaͤhren, als daß ſie bequem darin liegen koͤnnen, weil ſie ſich ſonſt in eine Ecke zuſammendraͤngen und ihre Exkremente nicht gleichmaͤßig uͤber das Land verbreiten. In Kent rechnet man, daß 200 Schafe in ſieben Naͤchten einen Acker beduͤngen koͤnnen. Dieſe Angabe paßt jedoch nur fuͤr große Marſchſchafe, z. B. Romneys, die von ihren Beſitzern zur Ueberwinterung oft in die Hoͤhegegenden gebracht werden. In Suſſer und Hampſhire nimmt man dagegen an, daß 3000— 3500 Southdowns noͤthig ſeien, um in einer Nacht einen Acker zu be⸗ pferchen. Mutterſchafe mit ihren Laͤmmern wendet man erſt vier bis fuͤnf Wochen nach dem Lammen zum Pferchen an, weil letz⸗ tere, ganz jung, noch leicht dabei verungluͤcken. Der Werth einer Pferchduͤngung wird gewoͤhnlich zu 35— 50 Schilling vom Acker angenommen. Je reichlicher die Aeßung der Schafe, deſto beſſer iſt auch ihre Duͤngung, beſonders wenn ſie ſich von Turnips, Klee, Esparſette ꝛc. reichlich ernaͤhren. Auch die Jahreszeit hat auf den Werth des Pferchens Einfluß, das im Spaͤtherbſt, kurz vor der Weizenſaat, wird am meiſten geſchaͤtzt. Im Durchſchnitt kann man den Preis einer Pferchduͤngung zu 40 Schilling annehmen und danach mag jeder Landwirth ſich be⸗ rechnen, ob der dadurch entſtehende Verluſt an Fleiſch und Wolle von jenem uͤberwogen werde oder nicht. In den Gegenden des Reiches, wo es große Strecken un— eingefriedigten Landes gab, herrſchte fruͤher der Gebrauch, daß die Landwirthe Schafe zum Pferchen von ſolchen Leuten mietheten, die einzig durch deren Haltung auf Gemeindetriften ſich ihren Le— bensunterhalt erwarben. Der gewoͤhnliche Preis war 1— 1 ½ Schil⸗ ling fuͤr 20 Schafe eine Woche lang, je nachdem die Beſchaffenheit der Herde und des Futters war. Waͤhrend des letzten Krieges iſt aber ſo viel ſolches Land eingefriedigt worden, daß dieſer Ge— brauch faſt ganz abgekommen iſt. In den Wirthſchaften, die nicht groß genug ſind, um einen beſondern Schaͤfer zu halten, oder wo der Boden zu feucht und bindend zum Pferchen iſt, wird der Schafduͤnger am beſten in feſtſtehenden Hordenſtaͤllen, die man auf einem trockenen Weideſtuͤck oder unmittelbar am Wirthſchaftshofe, im Schutz einer Hecke und det O wockn gooße mehre Heii Ene pen b wirthe keonder de Lar A Go Schup und w hej ſt zweckw Wirt blieb wejſe oder al zl etze Faters rihtt ſ ia i 4 Klebw koſten zur? vor nann engliſ das S hälte hüne ei diteru Wh anf hun ni me hrif Guſc einen N. einet Gih er Zahl n mehr Rau weil ſſeſſ mente nit den Naͤct och nur ſi eſitzern i ſerden.„ 000— 35) lcker zu t⸗ an erſt d , weil h zu 35-1) Aeßung de rs wenn ſ hren. Au uß, das n n geſchä. ingung zu th ſich be⸗ vnd Wele Strecken e ich, daßd n miethetr ich ihrn l⸗ —1 Eije zeſchffnti geen Kritge jdieſer G. um eine feucht un beſten i Weideftid r Hecke und Vom Schaf. 487 der Gebaͤude, errichtet, geſammelt. Wenn man hier reichlich mit trocknem Laube, mit Stoppeln, Stroh ꝛc. ſtreut, erhaͤlt man ohne große Muͤhe eine große Menge des vorzuͤglichſten Duͤngers, wie mehre genaue Beobachtungen zeigen. So gaben an einem Ort in Herfordſhire 300 kurzwollige Schafe, die von Ende Octobers bis Ende Maͤrz ſo gehalten wurden und reichliche Streu von Stop⸗ peln bekamen, 80 Fuder Miſt der beſten Guͤte. Es wird auch dieſes Verfahren bereits von mehren Land⸗ wirthen auf leichtem Boden, die große Herden beſitzen, beobachtet, beſonders um Hammel zu maͤſten und den Mutterſchafen waͤhrend der Lammzeit Schutz zu verſchaffen. So hat z. B. Hr. Ellmann zu Glynde zwei bis drei ſolche Hoͤfe, die mit zwoͤlf Fuß tiefen Schuppen umgeben ſind, die ebenfalls mit Streu verſehen werden, und warm genug ſind, um manches Lamm vor dem Umkommen bei ſtuͤrmiſchem Wetter zu bewahren. Dieſe Einrichtung iſt ſo zweckmaͤßig befunden worden, daß man ſie in mehren großen Wirthſchaften nachgemacht hat und man behauptete, die Schafe blieben hier weit geſuͤnder, als bei der gewoͤhnlichen Haltungs⸗ weiſe. In den Schuppen, deren Seitenwaͤnde nur mit Flechtwerk oder alten Horden verwahrt ſein ſollten, um nicht zu große Waͤrme zu erzeugen, werden Raufen aufgeſchlagen zur Aufnahme des Futters, die unten mit Troͤgen verſehen und uͤberhaupt ſo einge⸗ richtet ſein muͤſſen, daß kein Heuſaamen und andrer Unrath aus ihnen in die Wolle falle. Auch die Errichtung ordentlicher Staͤlle mit Waͤnden von Klebwerk, mit einem leichten Dach, die nur wenig zu erbauen koſten, hat man in Vorſchlag gebracht, und ſie moͤgen allerdings zur Lammzeit, ſowie bei naſſer Witterung manchen Vorzug noch vor einem offenen Pferch haben; uͤbrigens aber duͤrften, die ge⸗ nannten Faͤlle ausgenommen, die Staͤlle in einem Klima, wie das engliſche, entbehrlich, wo nicht verwerflich ſein. Die Natur hat das Schaf mit einem Pelz verſehen, der es gegen Naͤſſe und Kaͤlte ſchuͤtzt. Selbſt in Schottlands kalten Bergen gedeihen ſie ohne einen anderen Schutz, als die Schirme, die man zu ihrer Sicherung gegen die heftigen Schneeſtuͤrme hie und da errichtet, und auf den Orkney⸗ und Shetlands⸗Inſeln leben ſie ganz im Freien(S. B. I. S. 523). Die Errichtung von Staͤllen ſoll, wie man ſagt, durch die Flammaͤnder gegen das Jahr 1660 nach Herefordſhire gebracht worden ſein; die feine Wolle von dieſer Grafſchaft wurde aber ſchon weit fruͤher von Camden unter dem 488 Neununddreißigſtes Kapitel. Namen:„Lempſter's goldnes Vließ“ geruͤhmt, und der Dichter Drayton*) fragt: Lebt jetzt in England wohl ein Mann, dem Ruhmesklang Von Lempſter's goldnem Vließ noch nie zum Ohre drang? Es iſt uͤbrigens noch ſehr in Zweifel zu ziehn, ob nicht das or— dentliche ſorgliche Aufſtellen der Schafe ihnen Schaden bringe; denn ſie leiden in der That mehr von der Hitze als von der Kaͤlte; doch iſt es mehrmals mit gluͤcklichem Erfolg verſucht worden. Beſonders gab ſich Hr. George Webb Hall, ein ſehr geſchickter Landwirth, ſehr damit ab; erbaute transportable Staͤlle von 24 Fuß im Quadrat, die ſich in Abtheilungen von 12 Fuß Laͤnge und 8 Fuß Breite zerlegen und wieder zuſammenſetzen ließen. Dieſe Abtheilungen, ſchmal genug, um durch jedes Feldgatter gebracht zu werden, wurden auf Raͤder geſetzt und der Herde nachgefahren. Er widmete dieſe Sorgfalt einer Merinoherde, die er jedoch ſeit⸗ dem mit vielem Verluſt aufgegeben hat. In den hohen ausgeſetzten Gebirgsgegenden des Nordens von Großbritannien ſind bisweilen Schutzſchirme fuͤr die Schafe noth— wendig, um ſie vor den Schneeſtuͤrmen zu ſichern, denen ſie oft nicht widerſtehen koͤnnen, unter denen ſie nicht ſelten beinahe ganz vergraben werden, und durch die ſchon tauſende umgekommen ſind. Viele Wirthſchaften beſitzen ſo viel dergleichen Hoͤheweiden und darauf eine ſolche Menge von Schafen, daß es unmoͤglich iſt, *) William Camden war ein ausgezeichneter Alterthums⸗ und Geſchichts⸗ forſcher, der unter der Koͤnigin Eliſabeth lebte. Er war geboren zu Lon— don 1551 und ſtarb daſelbſt als zweiter Wappenkoͤnig den 9. Novbr. 1623. Er war der Vf. mehrer bedeutender Werke, unter denen jedoch ſeine Be⸗ ſchreibung von Britannien, unter dem Titel:„Britannia“, und ſeine Annalen der Koͤnigin Eliſabeth die beruͤhmteſten ſind. Seines Namens Gedaͤchtniß ſtiftete er ſich auch noch durch die Gruͤndung einer Profeſſur der Geſchichte in Orford. Drayton, mit dem Vornamen Michael und nicht zu verwechſeln mit dem beruͤhmten 100 Jahre ſpaͤter lebenden Dichter Dryden, war ein Zeitge⸗ noſſe Shakeſpeares, geboren zu Atherſtone in Warwickſhire im J. 1563, und geſtorben 1631. Er erblickte demnach das Licht der Welt ein Jahr vor Shakeſpeare, der 1564 geboren ward, und uͤberlebte ihn, der ſchon 1616 die Erde verließ, koͤrperlich um 15 Jahre. Nicht ſo in ſeinen Werken; denn die Gedichte deſſelben, ob ihm gleich weder Feuer, noch Einbildungskraft fehlt, werden kaum noch geleſen. Ihr ſpielender, zierlicher Ton ſpricht nicht mehr an. Die beruͤhmteſten darunter ſind: Heroiſche Epiſteln, Polyolbion, Nym⸗ phidia und Schaͤfers Blumengewinde. Aus dem letztgenannten iſt obige Stelle genommen und das vorletzte gilt fuͤr ſein ſchoͤnſtes und zierlichſtes. ſie vor in den iͤoch ſie ein und M heſtim zur al Voran kann, Inſknt fſthend dunfen Schafe Schnee Man e Wäde wanter Rfegen ſicheren Man e dß ſe beftat t näge Grode ſdoh der E einem Foreſ von; Hahe ihren Naſen O g nic den ii diee Nn ſn kle dlange Si ng ng? nicht din bringe; de on der Kal⸗ ſucht wunr ühr geſtt l von 2 5 ſ Länge ließen. D gutter getne rnachgefttr er jedoch ſt Nordens h Schafe viſe denen ſe beinahe n kommen ſi weiden un muͤgli i und Geſchicht tboren zu ker Novbr. 168 doch ſeine d d ſeine Ama ens Goͤitti der Geſchitne verwechſeln u war ein i J. 1563, 1 ein Iahr de ſchon 1ölb gerken; dem d ungskraft i icht nict me holbion/ ahe iſt obige Ele es. Vom Schaſ. 489 ſie vor dergleichen Ungemach zu ſchuͤtzen; man uͤberlaͤßt ſie daher in den meiſten Faͤllen der Gnade des Himmels. Manche haben jedoch offene Hordenſtaͤlle mit hohen Seitenwaͤnden errichtet, um ſie einigermaßen gegen die Heftigkeit der Stuͤrme zu bewahren, und man nennt dieſelben„Stallungen“— Stells. Sie ſind dazu beſtimmt, bei einem ploͤtzlich eintretenden Sturme den Schafen zur Zuflucht zu dienen. Da ein ſolcher oft ſo ploͤtzlich, ohne alle Voranzeichen eintritt, daß der Schaͤfer nicht in der Naͤhe ſein kann, laͤßt man ſie offen und die Thiere ſuchen ſie, durch ihren Inſtinkt angetrieben, ſelbſt auf. Sie ſind daher nicht wie jene feſtſtehenden Hordenſtaͤlle zum Anſammeln des Miſtes zu betrachten, duͤrfen auch nicht groͤßer ſein, als noͤthig iſt, um 100— 120 Stuͤck Schafe zu faſſen, weil ſich ſonſt in ihrem innern Raume der Schnee gar zu leicht auf eine gefaͤhrliche Weiſe anhaͤufen koͤnnte. Man errichtet daher deren mehre auf verſchiedenen Stellen des Weidereviers und ſucht fuͤr ſie ſolche Punkte aus, wo man er— warten kann, daß der Schnee von des Windes Wehen rein weg— gefeget werde; denn ſonſt koͤnnten leicht die armen Thiere, in ſicherem Schutz ſich waͤhnend, um ſo eher vergraben werden. Man errichtet ſie in verſchiedener Form, je nachdem man glaubt, daß ſie den meiſten Schutz verleihen. Einige geben ihnen die Geſtalt eines H oder T, weil ſie ſo den Wind ablhalten ſollen, er moͤge wehen, woher er wolle; Andere geben aus demſelben Grunde dem S den Vorzug; die zweckmaͤßigſte Geſtalt ſcheint jedoch durchaus die eines Kreiſes zu ſein, weil ſie Schutz verleihen, der Sturm moͤge auch rundum wirbeln. Sie muͤſſen nur auf einem ebenen Grunde errichtet ſein. Der Lord Napier in Ettrick Foreſt ließ dieſelben alſo erbauen, gab ihnen einen Durchmeſſer von zehn Yards, ein offnes Thor von drei Fuß Weite und eine Hoͤhe von ſechs Fuß. Ein ſolcher Stall, der 75 Schafe mit ihren Laͤmmern faßt, und deſſen Waͤnde aus rohen Steinen und Raſen beſtehen, koſtete 40 Schilling zu errichten. Dergleichen Staͤlle haben gewiß ihr Gutes, helfen aber faſt gar nichts, wenn man nicht zugleich auch fuͤr Futter darin ſorgt; denn ein ſolcher Schneeſturm haͤlt oft mehre Tage an, und die Thiere wuͤrden umkommen, wenn ſie nichts zu leben faͤnden. Man errichtet daher, wenn man damit verſehen iſt, in den Staͤl— len kleine Heufeimen, von denen ſich die Schafe nach Willkuͤhr zulangen koͤnnen; denn der Schnee iſt nicht ſelten ſo tief, daß der Schaͤfer ſie nicht erreichen kann. Da der Vorrath von trocknem 490 Neununddreißigſtes Kapitel. Futter in ſolchen Wirthſchaften niemals groß iſt, bewahrt man das wenige Heu nicht ſelten innerhalb jener Staͤlle in bedeckten kleinen Schuppen auf, aus denen man es mit ſparſamer Hand vertheilt und die waͤhrend der Lammzeit zugleich den Muͤttern mit ihren Jungen zum Schutz dienen. Ein Pfund Heu des Tages reicht hin, dem Schafe das Leben zu friſten; drei Pfund aber be— darf es, um ſich ordentlich zu ſaͤttigen. Man ſollte glauben, die Schafe muͤßten in ſolchen Lagen das Heu lieber freſſen, als das Gras, und jenes vor ſich habend, die Luſt verlieren, dieſes unter dem Schnee aufzuſuchen und aufs Neue ſich dem Sturme auszuſetzen. Dem iſt aber nicht alſo, ein ſolches Bergſchaf wird nur durch den aͤußerſten Hunger angetrie⸗ ben, die Weide zu verlaſſen und frißt nur hoͤchſt ungern Heu, wenn es Gras ſich verſchaffen kann. Dies gilt jedoch freilich nur von dem Schottiſchen Originalſchafe mit ſchwarzer Naſe, ſo lange es noch nicht mit einer andern Raſſe gekreuzt iſt. Daſſelbe iſt ſo hart und von der Natur dieſen Gegenden ſo angepaßt, daß es ſelbſt bei dem uͤbelſten Wetter keinen Schutz ſucht, außer wenn es das Vorgefuͤhl eines Schneeſturmes empfindet. Faſſen wir das uͤber das Horden und Aufſtallen der Schafe Geſagte zuſammen, ſo ergibt ſich Folgendes: das gewoͤhnliche Pfer⸗ chen in zu verſetzenden Hordenſtaͤllen verſtattet eine Duͤngung des Landes, ohne eine andere Muͤhe zu verurſachen, als das Fort— ruͤcken der Horden. Da es aber meiſtens auf Ackerland geſchieht, ſo koͤnnen Feuchtigkeit und Schmutz den Schafen leicht nachthei— lig, und, findet es fern von der Weide ſtatt, dieſe dadurch in ihrer Maſtung zuruͤckgehalten werden. Die Schutzſchirme— Stells— ſind nur in hohen Lagen gegen Schneeſtuͤrme anwendbar. Die feſtſtehenden Hordenſtaͤlle liefern, gehoͤrig mit Sand, Stroh, Stoppeln ꝛc. geſtreut, viel und guten Miſt, rauben aber dem Acker den Vortheil des Feſttretens und der Ausduͤnſtung der Thiere, und verurſachen mehr Muͤhe und Arbeit durch das Men— gen und Ausbringen des Duͤngers. Die wirklichen Staͤlle haben alle Vortheile und Nachtheile der genannten Einrichtungen, gewaͤhren nur noch mehr Schutz, ſind aber koſtbar in ihrer Errichtung und tragen zur Verweich⸗ lichung der Schafe bei. Das Scheren der Schafe erfolgt meiſtens Anfangs Juni, und wird, wie das vorhergehende Waſchen in Großbritannien in der Hal Deulſch Bei de einzeh, votgeſh Paſcen berluct fahrens Pyſcvy Siifl. Di den Wiſ gemein f damit da Fett dur flar, d Tage ſ auf die 59 Sti leſtung 1 heiem. Erig gt nen vodd durch de der W ſchlugen eheden und ie ſein, d zu ahſt luch da halhaſt gewit där dur ſüit de ſcende che An od un de bewahll en e in badin arſamer ga Muͤttem i u des Tn dund aber! olchen Lin ſich haban en und i icht alſo, eer anget ungern 9⸗ h freilichn taſe, ſo len Daſſelben ngepaßt, d t, außer va n der Ei hnliche üngung u das Folt⸗ d geſchieht M vachtht⸗ dadurch! hohen da V mit San rauben d duͤnſtung u h das Me Nathei ehr Schui Verweit engs u ritannien Vom Schaf. 491 der Hauptſache beinahe ganz auf dieſelbe Weiſe verrichtet, wie in Deutſchland. Es gibt daher nur wenig daruͤber mitzutheilen. Bei dem Waſchen werden die Schafe ſeltner geſchwemmt, als einzeln gewaſchen. Fließendes Waſſer wird noch haͤufig ſtehendem vorgezogen, nur darf jenes nicht kalkhaltig ſein. Auch das Waſchen mit erwaͤrmtem Waſſer in Buͤtten hat man mit Erfolg verſucht und Bakewell verſichert, daß die Mehrkoſten dieſes Ver— fahrens reichlich durch die außerordentlich duͤngende Wirkung des Waſchwaſſers bezahlt werde. Dennoch findet es nicht allgemeinen Beifall. 3 Die Schur kann bei warmem Wetter ſchon drei Tage nach dem Waſchen vorgenommen werden, man haͤlt es jedoch faſt all— gemein fuͤr vortheilhafter, eine ganze Woche damit zu warten, damit das Vließ frei von jeder Feuchtigkeit und wieder etwas mit Fett durchdrungen werde. Sie findet oͤfter auf einer Scheunen— flur, als im Freien ſtatt. Ein geuͤbter Scherer ſoll in einem Tage wohl 60 Stuͤck ſcheren koͤnnen. Dabei kommt es freilich auf die Groͤße der Thiere und die Beſchaffenheit der Wolle an. 50 Stuͤck von der Southdownerraſſe ſoll man als die Durchſchnitts⸗ leiſtung anſehen koͤnnen. Es ſind auch Verſuche gemacht worden, die Schafe zweimal in einem Jahre zu ſcheren, man hat davon aber keinen guͤnſtigen Erfolg gehabt; denn wenn auch etwas mehr Wolle dabei gewon⸗ nen wurde, ſo fand man doch, daß die Stapelung derſelben da— durch litt, und die im Herbſte erſt geſchorenen Thiere viel von der Winterkaͤlte auszuſtehen hatten. Um letzteres zu verhuͤten, ſchlugen Einige vor, den Thieren Flanelljacken anzuziehen, wie es ehedem die Bockhalter in Leiceſter thaten. Fuͤr Staͤhre zarter und koſtbarer Art mag ein ſolches Verfahren allenfalls paſſend ſein, der Vorſchlag aber, eine ganze Herde ſo zu behandeln, iſt zu abſurd, als daß er verdiente, etwas darauf zu entgegnen. Auch das mehrjaͤhrige Wachſenlaſſen der Wolle hat ſich nicht vor— theilhaft erwieſen, man verliert dabei an Menge, ohne an Guͤte zu gewinnen, ſchadet dadurch der Geſundheit der Thiere, die mehr durch Hitze als Kaͤlte leiden, und gewiß auch der Gleichar— tigkeit des Wollwuchſes, indem die aͤltere, der Haut entfernter ſtehende Wolle, unmoͤglich der juͤngeren gleich ernaͤhret werden kann. Ehedem war es gebraͤuchlich, die Laͤmmer gleich mit den Alten oder doch nur ein wenig ſpaͤter zu ſcheren; neuerer Zeit iſt man aber zu der Ueberzeugung gekommen, daß die Wolle der 492 Neununddreißigſtes Kapitel. Jaͤhrlinge an Guͤte und Brauchbarkeit gewinne, wenn ſie als Laͤmmer nicht geſchoren wurden. Die Scherer muͤſſen ſorgſame Leute ſein, die nicht nur die Wolle ganz glatt vom Leibe wegnehmen, ſondern auch die Thiere nicht ſchneiden. Auf die dadurch entſtehenden Wunden ſetzen ſich augenblicklich die Fliegen und Bremſen, und legen ihre Eier da— hin, aus denen das Thier quaͤlende Maden entſtehen. Man muß daher nach der Schur jedes Schaf wiederholt unterſuchen, und jede Stelle, an welcher das Ungeziefer ſeine Eier abgeſetzt haben ſollte, oͤffnen und mit einer Merkurialſalbe beſchmieren, von der die geringſte Kleinigkeit den Inſekten verderblich iſt. Es wird auch angerathen, den ganzen Koͤrper der Schafe mit einer Salbe von 4 Gallon Fiſchthran, e ⸗ Cheer, und 1 Pinte Terpentinoͤl einzureiben, um die Zecken und Laͤuſe, die auf ihnen ſind, zu toͤdten. Eine Tabaksabkochung iſt zu demſelben Zweck ebenfalls tauglich. Auch wendet man bei den Laͤmmern folgendes Mittel an, um die Laͤuſe, die in ihrer Wolle ſein koͤnnten, zu toͤdten. Ein Pfund Arſenik wird in einem kochenden Abſud von Seife aufgeloͤſt und dieſe Aufloͤſung in einer Buͤtte mit vielem warmen Waſſer verduͤnnt. In dieſe Fluͤſſigkeit, die etwa fuͤr 20 Laͤmmer hinreicht, wird jedes Thier einzeln getaucht und dann ſeine Wolle durch Ausdruͤcken von aller Feuchtigkeit moͤglichſt befreit. Ein einziges Eintauchen vernichtet die Laͤuſe, und ſchuͤtzt die Thiere den ganzen Sommer hindurch gegen Ungeziefer; man muß ſich aber ſehr huͤten, daß ſie nicht mit dem Kopf untertauchen und etwas von der Fluͤſſigkeit verſchlucken. Unnoͤthig iſt es, auch die geſchorenen aͤltern Schafe einzutauchen; denn auf ihnen findet das Ungeziefer keinen Schutz. Ein ſonderbarer Gebrauch iſt in mehren Gegenden Groß⸗ britanniens, namentlich in den ſchottiſchen Hochlanden zu finden, naͤmlich das Salben der Schafe gegen Ende des Herbſtes mit Oel, Theer, Butter und aͤhnlichen Subſtanzen. Man haͤlt es fuͤr noͤthig, die Thiere gegen die Kaͤlte zu ſchuͤtzen, die Raͤude zu verhuͤten, den Wuchs der Wolle zu befoͤrdern und das Ungeziefer zu toͤdten, das in den Vließen ſein koͤnnte. Letzteres halten Mehrere fuͤr den hauptſaͤchlichſten, wo nicht einzigen Nutzen dieſes Gebrauches. Sie geben zu, daß dadurch die Wolle der alten Schafe weicher und milder erhalten werde, behaupten aber, daß 6 ihher ds W meiſten zehn d Enndiin ters mn ufmai deſs e ſälkeſih Saben d audüdli r hjebde iſt wihn wohl an ddurh A man ze, be Butter Geriulſe wchl aur al. W dile du dillächt A Suhſter wenden R w dähr ageſaltt 6 itn? wenn ſt nicht un ch di de den ſetzen ihre Eie —. Man m erſuchen, u ggeſetzt ha een, von ſt. Es m. ner Salben nen ſind, weck eberfl gendes M 7, zu thr d von ei lem wam 20 Lamm ſeine Woll efrät. En de Thi an muß ſt rtauchen u es, auch ihnen ſie genden bi en zu fine Herbſtes d Man haͤlt ie Raͤude s Ungezie teres halt Nutzen diſt le der alin n aber, d Vom Schaf. 493 es ihnen leicht andere Nachtheile bringe, weil dadurch zu Anfang des Winters, wo ſie der Waͤrme ihrer natuͤrlichen Bekleidung am meiſten beduͤrfen, das Vließ offen gehalten und der Kaͤlte wohl zehn Tage lang, bis die Wolle wieder etwas gewachſen ſei, das Eindringen bis unmittelbar auf die Haut verſtattet werde. Letz⸗ teres mag allerdings eine kurze Zeit lang der Fall ſein, aber die aufmerkſamſten Schafzuͤchter ſtimmen dennoch darin uͤberein, daß dieſes Salben die Thiere entſchieden gegen das Uebermaß der Kaͤlte ſichere. Graham verſichert in ſeiner Abhandlung uͤber das Salben der Schafe in den Preisſchriften der Hochlandgeſellſchaft, ausdruͤcklich, daß die verſuchsweiſe nicht geſalbten ſich weit ſchlech— ter hielten, als die geſalbten und weniger Wolle lieferten. Es iſt wahr, ſo behandelte Wolle nimmt manche helle Farbe nicht wohl an und laͤßt ſich ſehr ſchwer rein waſchen. Was ſie aber dadurch am Preis verliert, gewinnt ſie an Menge. Theer und Butter ſind die gewoͤhnlichſten Subſtanzen, die man, zu dieſer Salbe uͤber einem gelinden Feuer zuſammengeſchmol— zen, verwendet. Vier Gallons virginiſchen Theer und 35 Pfund Butter iſt die gewoͤhnliche Quantitaͤt, die man auf 5 Stuͤck große Cheviotſchafe rechnet; in ſehr kalten Gebirgslagen nimmt man wohl auch 5 Gallon Theer und 40 Pfund Butter auf dieſelbe Zahl. Von der kleinen ſchwarznaſigen Raſſe koͤnnen dagegen mit dieſer Quantitaͤt 50— 60 Stuͤck, bei recht geſchickter Vertheilung vielleicht 70— 80 Stuͤck beſtrichen werden. Da die Butter zu koſtbar, ſo hat man vielfaͤltig andere Subſtanzen, Palmoͤl, Fiſchthran ꝛc. an ihrer Stelle mit anzu— wenden verſucht, und folgende Miſchungen in Vorſchlag gebracht: 1) 7 Pfund Harz. 17 ⸗ Butter. 16 ⸗ Palmoͤl. 25 Gallon Fiſchthran. 2) 4 Quart Theer. 14½ Pfund Butter. 14 x½ ⸗ Palmoͤl. Die angegebenen Quantitaͤten reichen jede fuͤr 40 Stuͤck Schafe hin. Obengenannter Graham ſtellte mit beiden Verſuche an, waͤhrend er, der Vergleichung wegen, eine Anzahl Schafe ungeſalbt ließ. Das Refultat war folgendes: Das Beſalben eines Schafes koſtete mit erſter Miſchung 5 Pence, mit der zweiten 5 ½ Pence; bei dem Verkauf der Wolle wurden 494 Neununddreißigſtes Kapitel. 24 Pfund von jener Salbung mit 24 Schilling. 24 ⸗* 2 der zweiten, ⸗ 21 ⸗ und 24 ⸗- der ungeſalbten⸗ 24 ⸗ bezahlt. Dies machte mit Beruͤckſichtigung der verſchiedenen Ge⸗ wichte fuͤr ein Vließ der erſten 4 Schilling Pence, der zweiten 4 Schilling und der ungewaſchenen nur 3 Schilling 5 Pence im Durchſchnitt. Noch mehr wird folgende Miſchung als hinreichend fuͤr 50— 55 Schafe empfohlen: 18 Pfund Butter, 12 Pfund Harz, 18 Pfund Schweine⸗ ſchmer und 4 Pfund ordinaͤres Baumoͤl. Die Butter und der Schmer werden in einem, das Harz in einem andern Topf zerlaſſen und wenn dies geſchehen, in ein drittes Gefaͤß zuſammengegoſſen und innig mit einander vermengt. Nach dieſem gießt man erſt das Oel hinzu, ruͤhrt es tuͤchtig damit zuſammen und laͤßt nun dieſe Mengung einige Tage ſtehn, bis ſie die Konſiſtenz einer Salbe erlangt hat. Da alle dieſe Miſchungen ziemlich theuer ſind, hat ein ge— wiſſer Hr. Harkneß eine andere empfohlen, die ſo wohlfeil ſein ſoll, daß die Koſten fuͤr ein Thier nicht mehr als 1 ½ Pence be⸗ tragen. Dieſelbe wird fuͤr 72 Stuͤck auf folgende Weiſe bereitet: man nimmt 24 Quart Theer, 2 Gallon hellen Fiſchthran, 3 Stein Kartoffeln und 2 Pfund Soda. Die Kartoffeln werden rein ge⸗ ſchaͤlt und zerrieben, dann gewaſchen, gekocht und zuletzt zu einem feinen Brei zermalmt. Hierauf gießt man den Fiſchthran ſammt der Soda auf dieſen Brei und ruͤhrt das Ganze ſo lange unter einander, bis ſich eine gleichfoͤrmige Maſſe gebildet hat. Nun gießt man ein Gallon Urin hinzu, ruͤhrt abermals und wenn die Mengung die Waͤrme der von der Kuh kommenden Milch erlangt hat, wird der Theer hinzugegoſſen. Nachdem man das Ruͤhren etwa zehn Minuten noch fortgeſetzt hat, entſteht eine gleichartige Salbe, die nach wenig Stunden zum Gebrauch fertig iſt. Der Zuſatz von Kartoffeln ſoll das Gute bewirken, daß ſich die Wolle viel leichter rein waſchen laſſe. Manche Schaͤfereibeſitzer wenden auch Baumoͤl allein an, und wollen gefunden haben, daß dadurch der Wuchs der Wolle ſehr befoͤrdert, ſowie ihre Geſchmeidigkeit vermehrt werde. Auch ſoll dadurch, wenn man es auf die Haut der Thiere, nicht in das Vließ ſelbſt bringt, die Feuchtigkeit von ihnen abgehalten und alles Ungeziefer getoͤdet werden. Unmittelbar nach der Schur zu letztgen Erfolg Salbu Thitte erwah 6s d d man de der Et aubeinand dr At, Pall ü daf ſie nicht n hei den Walle a det,d angewi 9 Schaßun dnd mit jiet, d ſrienen, ſct we bat w den Sd jidem jj falls d jene E A licht; fiorn; huſcha ſein d ſtwi miſenke r⸗ i aute üm vändet ſling ſchiedenen e, der zvit 3 5 Jener inreichend; nd Schwe das Har hehen, in nder verma tuͤchtig de age ſtehn, d, hat in ) wohlfeilſ I ² Pem Veiſe berin ꝛan, 3 Sit den rein ge etzt zu dnen Rtan ſanm dLange un⸗ t hat. N und wenn Milch erln n das Rün ine gleichnit ertig iſ. d ſich die W öl allein s der W werde. A tere, nicht bgehalten 1 der Schur Vom Schaf. 495 letztgenanntem Zweck angewendet mag es wohl den erwuͤnſchten Erfolg haben und auch den Wuchs der Wolle foͤrdern, aber als Salbung im Spaͤtherbſt vermag es in hohen kalten Lagen die Thiere nicht ſo gegen die Stuͤrme zu ſchuͤtzen, wie eine der vorhin erwaͤhnten Salben und uͤberdies wirft man ihm noch vor, daß es die Raͤude befoͤrdere, waͤhrend jene dieſelbe heilen. Die Anwendung der Salbe geſchieht auf folgende Weiſe: man legt das Schaf auf einen beſonders dazu eingerichteten Tiſch oder Stuhl, theilt deſſen Vließ ſtreifenweis bis auf die Haut auseinander und ſtreicht auf letztere mit dem Finger die Salbe in der Art, daß keine Stelle des Thieres damit unbedeckt bleibt, die Wolle aber nur an den Wurzeln etwas davon erhaͤlt. Sehr dick darf ſie uͤbrigens nicht aufgetragen werden; denn es entſteht ſonſt nicht nur eine unmittelbare Verſchwendung, ſondern auch noch bei den Mutterſchafen der Nachtheil, daß ſie ſchmilzt, ſich in die Wolle am Bauche zieht, dieſe in zitzenaͤhnliche Flocken zuſammen— klebt, woran die Laͤmmer ſaugen und dadurch ſich das Wollfreſſen angewoͤhnen. Ein hoͤchſt nothwendiges Erforderniß zu einer gluͤcklichen Schafzucht iſt ein guter Schaͤfer, der ſeine Geſchaͤfte puͤnktlich und mit Geſchicklichkeit den Vorſchriften ſeines Herrn gemaͤß ver— richtet, die in einer Herde vorkommenden wundaͤrztlichen Ope— rationen zu leiſten vermag und in den Kuren von Krankheiten nicht unerfahren iſt. Die Stellen der Schaͤfer ſind dieſer Wiſſen— ſchaft wegen gleichſam erblich worden, indem dieſe vom Vater auf den Sohn uͤbergeht; es leidet aber keinen Zweifel, daß man aus jedem jungen anſtelligen, Neigung dazu zeigenden Menſchen eben— falls einen Schaͤfer und vielleicht einen beſſern bilden koͤnne, als jene Erbſchaͤfer ſind. Man denkt oft, die Geſchaͤfte eines ſolchen Mannes ſeien leicht; es gehoͤrt, auch allerdings nicht viel dazu, eine Herde au fuͤhren und gemaͤchlich mit ihr fortzuſchreiten oder ſtehend ihr zuzuſchauen; aber waͤhrend der Lammzeit und bei uͤbler Witterung ſind ſeine Geſchaͤfte, die oft des Nachts verrichtet werden muͤſſen, gar ſchwierig und muͤhſelig, und von ſeiner Sorgfalt und Auf— merkſamkeit haͤngt das Wohl einer Herde in ſolchem Grade ab, daß er eine hoͤchſt wichtige Perſon in einer Wirthſchaft wird. Ein guter Schaͤfer muß nicht nur ehrlich, redlich, thaͤtig und ſorgſam ſein, ſondern auch ein gelaſſenes Gemuͤth beſitzen; denn behandelt er ſeine Schafe mit Hitze und Leidenſchaft, ſo kann er 496 Neununddreißigſtes Kapitel. ihnen gar leicht manchen erheblichen Nachtheil zufuͤgen. Ein mit Maͤßigung handelnder Mann und ein nicht biſſiger Hund bewirken in halb ſo viel Zeit und mit halb ſo viel Muͤhe mehr, als ein hitziger und ein biſſiger. Leiſtet er das Verlangte, dann iſt er ein ehrenwerther Mann, der Vertrauen verdient. Er ſollte daher eine raͤumige Huͤtte zur Wohnung haben und noch manche andere Vortheile genießen, die ihn an das Intereſſe ſeines Herrn feſſeln. Dazu iſt vielleicht nichts mehr geeignet, als ihn ſo zu ſtellen, daß er als Lohn einen verhaͤltnißmaͤßigen Antheil am Ertrage der Schaͤferei habe. Es wird dies meiſtentheils dadurch bewirkt, daß man den Schaͤfern erlaubt, ſich eine beſtimmte Anzahl von Scha⸗ fen zu halten und einen Theil ihrer Futterkoſten zu tragen. Ge— ſchieht indeſſen ſolches, ſo ereignet es ſich nicht ſelten, daß des Schaͤfers Vieh das beſte iſt und von weniger Unfaͤllen betroffen wird, als das des Herrn. Dieſer Uebelſtand, verbunden mit manchen anderen kleinen Spitzbuͤbereien, hat Veranlaſſung ge⸗ geben, den Vorſchlag zu thun, daß dieſe Ablohnungsart, wie in Preußen, verboten und in eine nach beſtimmten Procenten vom Reinertrage der ganzen Herde verwandelt werde. Wenn in⸗ deſſen der Herr gehoͤrig aufpaßt und ſelbſt ſeine Schuldigkeit thut, koͤnnen auch bei jener dergleichen Betruͤgereien nicht vorfallen. Sie zu verhuͤten, iſt das von Hrn. Sellar bei ſeinen großen Schaͤfereien in Sutherlandſhire eingeführte Verfahren, ein vor⸗ treffliches Mittel.— Seine eigenen Schafe ſind im Geſicht ſaͤmmt— lich gebrannt und haben uͤberdies noch ein Zeichen im Ohr; kein Schaͤfer dagegen darf ein gezeichnetes Schaf beſitzen, und es ſind demnach die ihrigen leicht zu erkennen. Dieſe ſind ferner unter ſaͤmmtliche Herden vertheilt, ſo daß kein Schaͤfer die ſeinigen allein huͤtet, ſondern zugleich auch einen Theil von denen eines andern. Das Sortiren und der Verkauf des Viehs geſchehen oͤffentlich und ergibt ſich dabei, daß ein Schaͤfer weniger oder mehr Laͤmmer hat, oder von weniger oder mehr Unfaͤllen betroffen worden iſt, ſo er— folgt eine genaue Unterſuchung und kommt dabei eine Unredlichkeit zum Vorſchein, ſo erfolgt augenblickliche Entlaſſung. Auch der Schaͤferhund iſt kein unwichtiger Gegenſtand, indem auf ſein Benehmen und ſeine Abrichtung bei dem Bewachen einer Herde nicht wenig ankommt. In Großbritannien kennt man zwei verſchiedene Arten von Schafhunden, von denen die eine, glatte, vornehmlich in England, und die andere, zottige, in den noͤrd- lichen Theilen des Inſelreichs zu finden iſt. Beide ſind ſich hin— ſichüch geriche leiner Hüͤfß Scyf Prußer V Beiſcri das De abur auh de Echi dn Jume däthonm gen. d fp ch tuit V Edzſ getß zwriche A voll, fe tignet j d Finhe e Kegelr an d d Fab uf de⸗ A ganßen Viiüßes. nit alg Di ) E dugſpiat md dn Ntder gen. En i Hund bewie mehr, alzi dann iſt Er ſollte di manche ande MHerrn fiſt ſo zu ſtih m Extrage bewirkt, ahl von E. ttagen. Aten, daß faͤllen betnf verbunden ranlaſſung, faungsat, de. Wemi⸗ huldigkät icht vorja ſeinen grin en, ein bo⸗ eſicht ſämmnt n Ohr; ki und esſ d ferner u r die ſäin —n eines ude oͤffentich r Lamm den iſ, ſt⸗ ine Unralit ennt mm e ie eine, g „in dn ii ſin ſi hn Vom Schaf. 497 ſichtlich ihrer Gelehrigkeit und ihres Verſtandes gleich. Gut ab⸗ gerichtet befolgen dieſe treuen Thiere die Befehle ihres Herrn mit einer Schnelligkeit und Geſchicklichkeit, die Verwunderung erregen. Haͤufig ſind ſie jedoch etwas biſſig und verletzen dann leicht die Schafe, was ein guter Hund niemals thun ſollte, und die in Preußen und Spanien auch niemals thun. Die letzteren ſind der Beſchreibung zu Folge beſonders freundlich und glimpflich gegen das Vieh und thun doch ihre Schuldigkeit. Überhaupt haben aber auch die Schaͤfer jenes Landes eine ganz beſonders gute Art, die Schafe zu fuͤhren. Sie gewoͤhnen einige Hammel, ihnen auf den Namensruf zu gehorchen und zu ihnen zu kommen; dieſen Leithammeln folgen dann die uͤbrigen der Herde ſo willig und gern, daß an ein Zwangsmittel gar nicht zu denken iſt. Sie ent⸗ ſprechen vollkommen den Schafen, von denen in der heiligen Schrift ſteht*), und werden gemeiniglich mit einer Hand voll Salz fuͤr ihre Dienſte belohnt. Durch aͤhnliche Mittel wuͤrde es gewiß moͤglich ſein, auch Schafe anderer Raſſen eben ſo ab⸗ zurichten. Die Schafwolle wird eingetheilt in Kamm- und Krempel— wolle, je nachdem ſie zu der einen oder andern Verwendung mehr geeignet iſt. Bei ihrer Beurtheilung kommt es hauptſaͤchlich auf die Feinheit und Gleichmaͤßigkeit des einzelnen Wollhaares, auf die Regelmaͤßigkeit der Stapelung, die Laͤnge der Stapel und Haare, die Geſchmeidigkeit und Elaſticitaͤt, die Beide vereint zu der Fabrikation feiner Tuͤcher unumgaͤnglich nothwendig ſind, und auf die Walkefaͤhigkeit der Wolle an. Die Verſchiedenheit in dieſen Eigenſchaften tritt nicht nur in ganzen Vließen hervor, ſondern auch in einzelnen Stellen des Vließes. Daher werden oft aus einem mehre Sorten gemacht, wie allgemein bekannt iſt. Die kurze, vorzuͤglich zu gewalkten Fabrikaten taugliche Wolle *) Es iſt hier auf die bekannte Stelle im Evangelium Johannis Kapitel 10 angeſpielt: Wahrlich, wahrlich ich ſage euch, wer nicht zur Thuͤr hinein⸗ geht in den Schafſtall, ſondern ſteiget anderswo hinein, der iſt ein Dieb und ein Moͤrder. Der aber zur Thuͤr hineingeht, der iſt ein Hirte der Schafe. Demſelbigen thut der Thuͤrhuͤter auf und die Schafe hoͤren ſeine Stimme, und er ruft ſeine Schafe mit Namen und fuͤhret ſie aus, und wenn er ſeine Schafe hat ausgelaſſen, gehet er vor ihnen hin und die Schafe folgen ihm nach; denn ſie kennen ſeine Stimme. II. 32 498 Neununddreißigſtes Kapitel. hat in England neuerer Zeit, ſeitdem vom Kontinent ſo viel vor⸗ zuͤgliche Krempelwolle eingebracht wird, ungemein an Feinheit abge⸗ nommen, waͤhrend ihr Gewicht ſich vermehrt hat. Waͤre die Wolle der Hauptzweck bei der Schafzucht, ſo wuͤrde daraus nicht nur fuͤr den Zuͤchter, ſondern auch fuͤr die Wohlfahrt des Landes ein großer Verluſt entſtehn. Aber die große Steigerung des Wohlſtandes und der Bevoͤlkerung des Landes und der daraus hervorgehende groͤßere Begehr nach Hammelfleiſch haben in den letzten Jahren Veranlaſſung gegeben, auf die Vermehrung des Gewichts von letzterem mehr hinzuarbeiten, als auf die Feinheit der Wolle. Bakewell war der erſte, der eine derartige Verbeſſerung der Schafzucht erſtrebte. Er ſuchte vornehmlich eine zur Fleiſch⸗ und Fetterzeugung geeignete Geſtalt herzuſtellen, vernachlaͤſſigte dabei aber die Beſchaffenheit des Vließes beinahe gaͤnzlich. Der Landwirth fand jedoch dabei vollſtaͤndig ſeine Rechnung, denn was er durch die Verſchlechterung der Wolle verlor, wurde ihm durch die Gewichtsvermehrung des Vließes ſowohl, wie des Koͤr⸗ pers reichlich erſetzt. Er, Bakewell, war es auch, der die Miethe von Zuchtſtaͤhren zu der außerordentlichen Hoͤhe brachte, die ſie vor einigen Jahren erreichte. Vor 1780 wurde fuͤr einen Sprungwidder eine bis hoͤchſtens zehn Guineen Miethe bezahlt. Zu letzterem Preiſe ver⸗ miethete in dieſem Jahr Bakewell ſelbſt noch einige. Sein Stamm ſtieg aber von dieſer Zeit an ſo im Rufe, daß damit zugleich die Bockmiethe von zehn bis zu 100 Guineen anwuchs. Im Jahre 1786 vermiethete er ſogar den Gebrauch eines Staͤhres waͤhrend zweier Drittheile der ganzen Sprungzeit an zwei Schafzuͤchter fuͤr 200 Guineen, ſo daß die Miethe fuͤr die ganze Sprungzeit 300 Guineen betragen haben wuͤrde. Von da an bis 1789 ſtiegen dieſe Preiſe fortwaͤhrend, ſo daß mehrmals 500 Guineen gezahlt wurden. Er erhielt in dieſem Jahre fuͤr drei 1200 Guineen, und fuͤr ſeine ſaͤmmtlichen Sprungſtaͤhre 3000 Guineen Miethe. Da⸗ bei blieb der Sinn ſuͤr dergleichen Verbeſſerungen noch immer nicht ſtehn; der Gebrauch eines Staͤhres wurde wiederholt mit 500 Guineen bezahlt, und ein einziges ſolches Thier brachte in drei Sprungzeiten ſeinem Eigenthuͤmer die ungeheure Summe von 1300 Guineen ein. Die Bockmeiſter, wie ſie genannt wurden, bildeten in Lei⸗ ceſterſhire eine eigene Geſellſchaft, die ſich an beſtimmte Regeln band und den Werth des Schafſtammes, der ihnen ſoviel Geld norau dern find ſ giiſi und ſü der vm B nard ſ dr Rü zlſen nen b thene 6 dche wu Keen nem jile ſitt ſch di ſerr zu rech E Shanin meüren Dan⸗Fon Wliße.; nit ausg den Kce de m der Zii ſtrenaun wein bad m Oiſ erina nter ih üiter en elan a dauſ ſt u Jtue klen Aöa h N ſ unt ſo biee n Feinſät hg at. Wäte d de daraus ſi aott des em Stägerung) ind der dame haben in) ermehrung ff die Fen ge Verbeſſen ine zur F vernachliſ gäͤnzlich) dechnung, oor, wurd I, wie de on Zuchflt einigen in dder ein m Nreiſe i Sein Stam t dugkech d 8. Im 8 tahres wähn Schafzuͤchte aze Sprung is 1780 fh Guineen ga do Guinen n n Miete. gen noch i wiederhot Thier buatn ure Eunm/ ſtimme R Vom Schaf. 499 einbrachte, aufrecht zu erhalten ſich bemuͤhte. Schafzuͤchter in an⸗ deren Gegenden des Reichs ſuchten ſie nachzuahmen. Gegenwaͤrtig ſind jedoch dieſe Preiſe ungemein gefallen, und es ſcheint unbe greiflich, wie nur jemals ſo enorme Summen entrichtet werden und ſich wieder bezahlt machen konnten. Es war dies auch in der That nur auf Seiten derer moͤglich, die auf das Vermiethen von Boͤcken aus ihrer eignen Nachzucht ſpekulirten. Die Rechnung ward ſo geſtellt: Wenn von fuͤnf Perſonen jeder zwanzig gute, zur Nachzucht von Staͤhren taugliche Mutterſchafe hat und ſie zuſammen fuͤr einen 500 Guineen Miethe zahlen, ſo kann jeder, wenn es gut geht, und Zwillingslaͤmmer mit fallen, zehn maͤnn⸗ liche und zehn weibliche Thiere von verbeſſerter Raſſe ziehen. Werden nun erſtere nach vollendetem zweiten Jahre fuͤr 20 Gui⸗ neen jeder, zuſammen ſuͤr 1000 Guineen vermiethet, ſo verintreſ⸗ ſirt ſich binnen zwei Jahren das Kapital um 100 Procent, ohne den ferneren Gebrauch der Staͤhre und die nachgezogenen Muͤtter zu rechnen. Ehedem wurde die Wolle zu den feinſten Tuͤchern nur aus Spanien nach England gebracht, und dieſer zunaͤchſt kam die von mehren engliſchen kurzwolligen Raſſen, beſonders die Ryeland⸗, Dean⸗Foreſt⸗, Mendix⸗, Wiltſhire⸗, Southdown⸗ und Shetland⸗ Vließe. Durch die verſtaͤndige Kreuzung zwiſchen Merinoſtaͤhren mit ausgewaͤhlten Muͤttern der genannten Raſſen, beſonders mit den Ryelands wurden in der vierten Generation Schafe erzeugt, die an Feinheit der beſten ſpaniſchen ziemlich nahe kommen. Zu der Zeit wurden von mehren patriotiſchen Maͤnnern große An⸗ ſtrengungen gemacht, dieſe Verbeſſerung oder Veredlung immer weiter zu treiben, und man ſchmeichelte ſich mit der Hoffnung, bald mit den beruͤhmteſten ſpaniſchen Herden wetteifern zu koͤnnen. Dieſe Hoffnung iſt jedoch nicht in Erfuͤllung gegangen. Die Merinos zeigten ſich als Schlachtvieh unvortheilhaft, die Schafe unter ihnen brachten nur wenig Laͤmmer und waren ſchlechte Muͤtter, und der augenblickliche Vortheil, der durch jene Kreuzun⸗ gen erlangt wurde, ging gaͤnzlich unter in der beſſern Qualitaͤt der deutſchen Wollen und der Wohlfeilheit ihrer Preiſe. Es hat ſich bei einer von dem Hauſe der Lords eingeleiteten Unterſuchung im Jahre 1828 ergeben, daß durch die ſaͤchſiſchen und boͤhmiſchen Wollen die engliſche kurze Wolle bei der Fabrikation der feinen Tuͤcher beinahe gaͤnzlich verdraͤngt worden iſt; es muͤßte daher ihr Preis ſo ſinken, daß es dem Zuͤchter gar keinen Vortheil mehr 32* 500 Neununddreißigſtes Kapitel. erwarten ließe, wenn ſie nicht noch auf andere Weiſe zu verwen⸗ den waͤre und jener Verluſt durch das vermehrte Gewicht nicht einigermaßen wieder erſetzt wuͤrde. Die außerordentliche Verbeſſerung, welche Sachſens Wollen durch die Einfuͤhrung ſpaniſcher Schafe in jenes Land unter dem Kurfuͤrſten Friedrich Auguſt in den Jahren 1765 und 1778 zu Theil geworden war, machte auch andere Souveraine Europas auf dieſen Gegenſtand aufmerkſam, und vermochte ſelbſt den Koͤnig Georg III. von England, Verſuche mit dem Einbringen ſpaniſcher Schafe in England zu machen. Es wurden demnach mit der Krone von Spanien Vertraͤge abgeſchloſſen und dieſen zu Folge am Ende des vorigen und zu Anfang des gegenwaͤrtigen Jahr⸗ hunderts eine große Anzahl aus den beruͤhmteſten Herden jenes Landes ausgeleſene Schafe in England eingefuͤhrt. Man vertheilte ſelbige uͤber das ganze Land und mehre ausgezeichnete Landwirthe betrieben die Kreuzung zwiſchen ihnen und den Landſchafen mit großem Eifer. Daß die Sache mißgluͤckte, waͤhrend ſie in Deutſch— land einen glaͤnzenden Erfolg hatte, iſt nicht der minderen Ange⸗ meſſenheit des engliſchen Bodens und Klimas, ſondern dem Um⸗ ſtande zuzuſchreiben, daß hier das Fleiſch mehr Werth hat, als auf dem Kontinente, wo es an manchen Orten gar nicht beachtet wird und die Wolle immer ſchnellen und guten Abſatz findet. Deshalb wurde die Sache wieder aufgegeben, nicht weil man eine Verbeſſerung der Wolle bezweifelte, ſobald man nur die Schafe auf knapper Weide hielte, ſondern wegen der Schwierigkeit, viel und gutes Fleiſch auf andere Weiſe, als durch reichliche Gras⸗ und Turnipsfuͤtterung zu erhalten, wozu auch noch die geringe Maſt⸗ faͤhigkeit der Originalmerinos kommt. Man gab ſich große Muͤhe, Beides zu vereinigen, aber die Erfahrung hat entſchieden gezeigt, daß ſich Wolle und Fleiſch nicht gleichmaͤßig verbeſſern laſſen und jene hat dieſem weichen muͤſſen, wenigſtens die feine Krempelwolle. Damit haben denn auch die aus der Kreuzung von Merinos und Landſchafen hervorgegangenen Thiere ſehr an Beifall verloren und die Schafzuͤchter wenden gegenwaͤrtig der Produktion von Kamm— wolle ihre Aufmerkſamkeit mehr zu, weil ihnen dieſe bei dem gegenwaͤrtigen Zuſtand der engliſchen Manufakturen mehr Vortheil gewaͤhrt und ſich eher neben dem Fleiſch gut erzeugen laͤßt. Mit dieſem verhaͤlt es ſich hinſichtlich ſeiner Verbeſſerung an⸗ ders; denn wenn auch durch die Kreuzung mit der neuen verbeſ⸗ ſerten Leiceſterraſſe die Groͤße der Original Leiceſter⸗ Lincoln⸗Tees⸗ waüet die 5 die T verrin trach Jeſc Hälſt chrit von dr rict me It die ſtoate Fliſch Fell Vole! Gehtdſ Eiger Buu di Si uaſſ un em t wuden zu Na ad 8- wweite oſter in En dende gehroch 6 M. V Fün den Kon dat Har dn Gu im fin ſin Whe ſa Aw ſe zu berde Gewicht ſit hſens Val ind unter de und 178„ aine Eurn lbſt den Kun gen ſpanite nach mite èſen zu F aͤrtigen J Herden jia Man verthin ete Landwin andſchafen n ſie in Duut ninderen uir dern den l erth hal,u nicht beahlt köſaß finde eil man eine die Schof iergkelt, di che Gras⸗ geringe N große M chieden gzit ſern laſſen un Krempelral Merinos Pverloren u von Kamt. dieſe bei da mehr Vor in läͤßt. rbeſſerung in neuen veitf einoln i Vom Schaf. 501 waterſchafe eher etwas ab⸗ als zugenommen hat, ſo iſt doch durch die Feinheit der Knochen und die Regelmaͤßigkeit der Form, welche die Thiere dadurch erlangt haben, die Maſſe des Abfalls bedeutend verringert und das Gewicht des guten verkaufbaren Fleiſches be— traͤchtlich vermehrt worden. Vor jener Verbeſſerung betrug das Fleiſch von dieſen großen plumpen Schafen ſelten mehr, als die Haͤlfte ihres lebenden Gewichts, jetzt dagegen iſt es im Durch⸗ ſchnitt mehe als ⅛ deſſelben. Ja bei gutgemaͤſteten Hammeln von der verbeſſerten Diſhley⸗Raſſe ſoll auf das Pfund Fleiſch oft nicht mehr als eine Unze Knochen kommen. Zwei Hammel dieſer Art, die eben nicht beſonders gefuͤttert worden waren, wurden ge⸗ ſchlachtet und gaben folgendes Reſultat. Nr. 1. Nr. 2. Fleiſch in den vier Vierteln 144 Pfd. 144 Pfd. Fell 15 ⸗ S Unz. 16 ⸗ 8 Unz. Wolle und Haut 16 ⸗— ⸗ 18 ⸗— ⸗ Gekroͤſe 4 ⸗ 8⸗ 8 8⸗ Eingeweide 10 ⸗ 4 ⸗ 3 8 Blut 6 ⸗— ⸗ 5 ⸗— ⸗ 196 Pfd. 1 Unz. 195 Pfd. 8 ÜUnz. Die Kreuzung ferner zwiſchen Staͤhren der neuen Leiceſter⸗ Raſſe und kurzwolligen Schafen hat die Groͤße und Geſtalt der letztern verbeſſert und deren Maſtfaͤhigkeit bedeutend erhoͤht. Sonſt wurden Southdowns vor dem dritten Jahr ihres Alters niemals zu Markte gebracht und ſelten erreichten ſie eine groͤßere Schwere, als 8— 11 Stein; jetzt kommen ſie ungleich ſchwerer ſchon im zweiten Jahre ihres Lebens auf den Markt, und die neuen Lei⸗ ceſter ſelbſt ſieht man ſchon nach zwanzig Monaten ihres Lebens in Smithfield. Auf die zu Weihnachten 1835 daſelbſt ſtattfin⸗ dende Thierſchau wurden drei Southdowns von dreißig Monaten gebracht, davon wog der eine 20 Stein 3 Pfd., der andere 20 St. 6 Pfd. der dritte 21 St. Fuͤr den Zuͤchter iſt dies gewiß ein großer Vortheil, aber fuͤr den Konſumenten hat es den Nachtheil, daß er weder Lamm— noch Hammelfleiſch ißt. Um Schoͤpſenfleiſch zu liefern, das ſelbſt den Gaumen eines Epikurs befriedigt, darf ein Schaf nicht vor dem fuͤnften Jahre geſchlachtet werden. Nur erſt in dieſem Alter iſt ſein Fleiſch feſt, ſaftig, dunkelgefaͤrbt und kraͤftig, im zweiten Jahre ſchon geſchlachtet dagegen ſchwammig, bleich und kraftlos. Die Viehmaͤſter geben dieſes zwar nicht zu, und wir bekommen 502 Neununddreißigſtes Kapitel. in den Berichten von den an verſchiedenen Orten des Landes ge⸗ haltenen Thierſchauen vielfach lobpreiſende Erzaͤhlungen zu leſen von jungen Hammeln, die in außerordentlich kurzer Zeit zu unge⸗ meiner Groͤße und Fettigkeit gebracht worden ſind; man uͤberlaſſe aber Jemand die Entſcheidung zwiſchen dem Fleiſche eines ſo jungen Leiceſterhammels und dem eines fuͤnfjaͤhrigen der South⸗ downraſſe, und er wird wohl das Urtheil faͤllen, daß jenes kraft⸗ los und unſchmackhaft, dieſes aber kraͤftig und von großem Wohl⸗ geſchmack ſei*). Damit ſoll keineswegs der Werth jener Ver⸗ beſſerung, noch weniger die Ausdauer und der Scharfſinn, die ſolche hervorgebracht haben, herabgeſetzt worden; denn das iſt nur zu gewiß, haͤtte ſie nicht ſtatt gefunden, ſo wuͤrde es gegenwaͤrtig unmoͤglich ſein, der Nachfrage nach Schoͤpſenfleiſch vollkommen zu genuͤgen. Sie iſt demnach ein Gegenſtand von hoher Wichtig— keit ſowohl fuͤr den Zuͤchter, wie fuͤr den Konſumenten; diejenigen Landedelleute jedoch, die Land genug beſitzen, und ihre Tafel mit vorzuͤglich gutem Schoͤpſenfleiſch beſetzt zu fehen wuͤnſchen, ſollten ſich einige Thiere der kleinſten Hoͤheraſſe von mehrjahrigem Alter anſchaffen, dieſelben auf einer kurzgraſigen Raſenweide ihrer Parks waͤhrend des Sommers erhalten und bei herannahendem Winter mit gutem Heu und etwas Getreide, ohne Anwendung von Hl— kuchen und Turnips, maͤſten. So wuͤrden ſie ein Fleiſch von hoͤchſter Guͤte gewinnen, das ſich weit laͤnger haͤlt, als das von jungen mit Turnips gemaͤſteten Thieren, und den Winter hindurch, bis es muͤrbe wird, haͤngend, an Zartheit und Wohlgeſchmack dem Wildpret gleichkommt**). Die langwolligen Schafe jeglicher *) Um das Alter eines Schafes nach dem Schlachten zu erkennen, ſoll man, wie Herr Ellmann verſichert, die Farbe des Bruſtknochens unterſuchen. Bei einem Lamme und einem nicht uͤber ein Jahr alten Thiere iſt derſelbe roth; bei einem zwei Jahre alten finden ſich übergaͤnge in die weiße Farbe, die immer vorherrſchender wird, bis endlich nach vollendetem vierten Jahre dieſelbe jene ganz verdraͤngt hat. **) Die Southdown⸗Hammel werden hinſichtlich der Zartheit und Schmack⸗ haftigkeit ihres Fleiſches, beſonders im Sommer, allen andern, mit Ausnahme der Norfolkhammel vorgezogen. Man gibt als Urſache davon die groͤßere ſpecifiſche Schwere und Dichtheit ihres Fleiſches an, durch die daſſelbe dem Eindringen der aͤußeren Luft minder zugaͤnglich werde, als das groͤbere und loſere der groͤßern Raſſen, das der Faͤulniß eher unterworfen iſt. Das Schaf von der Inſel Portland(in Dorſetſhire), das kleinſte, welches gegenwaͤrtig noch in dem vexeinten Koͤnigreiche zu finden iſt, und von dem ein Viertel ſel⸗ Art ſi in und w lich in rauu! peſh hin Eind ſi Mainunn Grad b0l derchwun ge do do M kuum en iden R grheli ptiehen ieſer u dis zun 2 a ds! gfſclacte ſ cern jed Schaf, im Faſch d 6 körnern feſtere Vahmi und F — Unn Vorthei muſſrige ſad inde moewend ——ÿ—ͦ—ᷣ—-—-——VHO—B—ꝛ——— — q in ühet dich ür zaue —— kandes 8 zu liſ zu unge uberlaſ eines i er South enes kref. em Woh⸗ ener Ver ſinn, di as iſt nu enwarn ollkomme er Wichi diejenin Tafel ii hen, ſolte rigem Alt ihrer Aet em Ver g von 2 leiſch on das von hindurch, wac den e zegücht Vom Schaf. 503 Art taugen zu dieſer Behandlung nicht; denn ſelbſt dann, wenn ſie in einem ſpaͤtern Alter geſchlachtet werden, iſt ihr Fleiſch grob, und wenn auch ſaftig, doch kraftlos und unſchmackhaft, aber frei— lich im Preiſe den Verhaͤltniſſen des Armen angemeſſen. Die neuen Leiceſterſchafe liefern bei guter Haltung eine groͤßere Maſſe Fleiſch von derſelben Menge Futter, als jede andere Art von Schafen; ihr Fleiſch iſt aber von ganz eigner Beſchaffenheit. Sind ſie nicht gemaͤſtet, ſo iſt es zart und ſaftig, aber nach der Meinung Vieler gleichgiltig von Geſchmack; bis zum hoͤchſten Grad von Feiſtigkeit ausgemaͤſtet ſcheinen die Muskeln beinahe verſchwunden, wenigſtens iſt ſo viel Fett in ihr Innres eingedrun⸗ gen, daß man ſie kaum erkennen kann. Überhaupt gehn bei ihnen das Magre und Fett ſo ineinander uͤber, daß ſich die Grenzlinie kaum erkennen laͤßt; das ganze Fleiſch ſcheint gleichſam eine Maſſe faden Fettes zu ſein. Matroſen, Fiſcher und Kohlenkaͤrner ſind große Liebhaber von dieſem feinfaſrigen Fleiſche. Moͤgen ſie es lange genießen! Das Fleiſch eines kleinen Schafes iſt jedoch ungleich beſſer und darum auch weit hoͤher im Preiſe; es gewinnt an Guͤte bis zum fuͤnften Jahre des Thieres. Das Fleiſch von Hammeln wird immer fuͤr beſſer gehalten, als das von Schafen, wenn dieſe gleich in einem reiferen Alter geſchlachtet werden, und daher auch theurer bezahlt. Kenner ver⸗ ſichern jedoch, daß ein verſchnittenes oder niemals zugekommenes Schaf, im fuͤnften Jahre erſt gemaͤſtet, ungleich wohlſchmeckenderes Fleiſch liefere, als irgend ein Hammel. Es iſt durch Verſuche erwieſen, daß mit Heu und Getreide⸗ koͤrnern gemaͤſtete Schafe ſchneller zunehmen, fetter werden und feſteren Talg liefern, als wenn ſie Wurzelgewaͤchſe erhalten; der Viehmaͤſter fragt jedoch nicht, was gibt das meiſte und beſte Fleiſch und Fett?— ſondern wodurch erhalt' ich ſolches am wohlfeilſten? — Und in dieſer Hinſicht ſind in England Koͤrner ſchwerlich mit Vortheil jemals anzuwenden. Gerſtenſchrot und Ruͤben, ſo wie mulſtriger Hafer und Kartoffeln, von jenem, ¾ von dieſem, ſind indeſſen noch mehrmals mit gutem Erfolg als Maſtfutter angewendet worden. Dabei will man bemerkt haben, daß Kar⸗ ten uͤber zehn Pfund wiegt, ernaͤhrt ſich auf einem felſigen Boden und ſein Fleiſch uͤbertrifft das aller andern Raſſen an Wohlgeſchmack; wird daher auch am theuerſten bezahlt, das Pfund gewoͤhnlich mit 1 Schilling. 504 Neununddreißigſtes Kapitel. toffeln allein den Schafen nach einigen Tagen zuwider, Turnips und Runkeln aber vom Anfang bis zum Ende der Maſtzeit gern von ihnen gefreſſen wurden. Das am heaͤufigſten gebrauchte Hilfsfutter neben den Erdgewaͤchſen iſt Hlkuchenmehl. Die auf⸗ fallendſten Verſuche bei der Maſtung der Schafe wurden von dem kuͤrzlich verſtorbenen Dr. Carthwright angeſtellt, um zu ermitteln, ob die Moskovade nicht mit Vortheil bei derſelben zu benutzen ſei, und waͤre dies der Fall, was fuͤr Subſtanzen ihr, ohne den Thieren nachtheilig zu werden, beizumengen waͤren, um den Land⸗ wirth, damit fuͤr ihn bei ihrer Verwendung Vortheil bliebe, zu Anſpruͤchen auf einen Ruͤckzoll zu berechtigen. Die ihr beigemengten Subſtanzen waren Leinoͤl, Fiſchthran, Palmoͤl, thieriſches Ol, Aſſafoͤtida, Urin und Spießglanz, von denen die meiſten den Zucker zur Deſtillation untauglich machen, und die ſaͤmmtlich ohne Ausnahme eine anderweitige Benutzung deſſelben nicht verſtatten. Dieſe Subſtanzen wurden fuͤr ſich an funfzehn Southdown Hammeln verſucht, von denen jeder den 27. Auguſt 1808 im Durchſchnitt 90½ Pfund und den 29. Sept. 109 Pfund wog. Als ſie darauf den 22 Oct. abermals gewogen wurden, hatte jeder im Durchſchnitt ſein Gewicht noch um funf⸗ zehn Pfund vermehrt. Da ſie jedoch neben dem Zucker auch Kleien und Erbſen erhielten, ſo iſt es ſchwer zu ſagen, ob dieſen oder jenem dieſe Fleiſchzunahme beſonders zuzuſchreiben ſei. Waͤhrend der erſten Woche des Verſuchs wurden die Hammel jeden Abend eingepfercht und bekamen hier das Stuͤck ½ Pinte Kleien und Pinte Erbſen, eine Gabe, die den naͤchſten Morgen, wenn ſie den Hordenſtall verließen, wiederholt wurde. Nach einer Woche waren ſie an das trockne Futter gewoͤhnt, und nun wurde den Kleien und Erbſen fuͤr jedes Stuͤck eine Unze reiner Zucker zugeſetzt. Nachdem ſie denſelben freſſen gelernt, verſetzte man ihn nach und nach mit den vorhin genannten verſchiedenen Subſtanzen und zwar: 1) mit Leinoͤl, ein Theil Ol auf 32 Theile Zucker. Die Schafe verzehrten dieſe Mengung ohne den geringſten Wider⸗ willen, im Gegentheil mit demſelben Appetit, wie den reinen Zucker. Man verdoppelte den naͤchſten Tag den Zuſatz von Ol und der Erfolg war derſelbe. 2) mit Fiſchthran. Man gab ihn in demſelben Verhaͤltniß, wie das vorige, und die Thiere verzehrten dieſe Mengung mit beſonderem Behagen. 3) mit Aſſafoͤtida, von dem man einen Theil zu 148 Theilen zuder augend endlic lent. einna, ten ſt 19) wurden 9)= aitn ven 6 n m zucen die N und auch )- und auch ung do A zu beze Fflhthna de Quan imutr, in ij m Futenur Eöhſen Guhſtan ſelt um ſraßen litbe ſ inheſen Sälbſan 8 drahwei dund. nich ein J de neſt aͤne Von nh u Tuni ſzeit ge gebrauct Die auf von dem ermitteln benuten ohne den en Land⸗ jebe, zu ſchthran, nz, von machen enutzung ſich an feder den 9. Sept. gewogen i funf⸗ r auch dieſen Hammel 4 Ninte Morgen ach ein in wurde er Zuck man ihn lſtunzn. Zucker. Wider⸗ reinen on Ol altniß, gg mit Theilen— Vom Schaf. 505 Zucker ſetzte. Einige von den Hammeln nahmen dieſes Futter augenblicklich an, Andere aber weigerten ſich, und wenn ſie auch endlich davon fraßen, ſo wurde der Trog doch nicht voͤllig ausge⸗ leert. Man wiederholte jedoch den Tag darauf den Verſuch noch einmal, waͤhlte aber das Verhaͤltniß 1 zu 220, und nun verzehr⸗ ten ſie dieſe Mengung eben ſo ſchnell, wie die vorige: 4) mit Urin, 1 Theil Zucker auf 24 Urin. Dieſe Mengung wurde mit großer Begierde aufgefreſſen. 5) mit Palmoͤl, mit dem es ſich wie mit den andern Fettig— keiten verhielt. 6) mit thieriſchem Ol in dem Verhaͤltniß wie 1 zu 224 Thei⸗ len Zucker. Trotz des widerwaͤrtigen Geruchs dieſes Hles wurde dieſe Miſchung doch nur von zwei oder drei Thieren verſchmaͤht und auch dieſes nur ein bis zwei Tage. 7) mit Brechweinſtein, I Theil davon auf 240 Theile Zucker, und auch dieſes Futter wurde ohne die geringſte nachtheilige Wir— kung auf den Geſundheitszuſtand verzehrt. Nachdem die Thiere alle dieſe Mengungen, ohne Widerwillen zu bezeigen, zu ſich nahmen, wurde das Verhaͤltniß des Leinoͤls, Fiſchthrans und Palmoͤls zum Zucker bis auf 1 zu S erhoͤht, und die Quantitaͤt der letztern pro Stuͤck bis auf 2 Unzen den Tag vermehrt, ohne daß dadurch eine Veraͤnderung in ihrem Appetit oder in ihrem Geſundheitszuſtande erzeugt worden waͤre. Vom 24. September bis zum 22. October wurde die taͤgliche Futterportion fuͤr ein Stuͤck bis auf 1 Quart Kleien, 1 Pinte Erbſen und 3 Unzen Zucker geſteigert, und mit den verſchiedenen Subſtanzen, mit denen man letzteren verſetzte fortwaͤhrend gewech⸗ ſelt, um zu entdecken, welche davon ihnen am liebſten ſei. Sie fraßen dieſelbe ſaͤmmtlich gern, doch ſchienen ſie eine kleine Vor— liebe fuͤr den Fiſchthran zu aͤußern. Der Dr. Cartwright glaubt indeſſen, daß es vortheilhafter ſei, nicht blos eine der genannten Subſtanzen beizumengen, ſondern eine Miſchung zu machen von 1 Pfund Palmoͤl, 1 Pfund Fiſchthran, 2 Pfund Urin, 2 Unzen Brechweinſtein, 24 Quarters Aſſafoͤtida, 28 Tropfen thieriſches Ol und 1 CEentner Zucker, weil dies eine Zuſammenſetzung ſei, welche ein thieriſches, ein vegetabiliſches und ein empyreumatiſches Ol, desgleichen etwas ammoniakaliſches und metalliſches Salz nebſt einer Kleinigkeit von Harz enthalte und nur wenig koſte. Vom 22. Oct. bis 2. Nov, wurden dieſe Hammel ganz auf⸗ geſtallt und blos mit trockenem Futter und Zucker geſuͤttert. Man 506 Neununddreißigſtes Kapitel. brachte ſie in drei Abtheilungen; von der einen erhielt jedes Stuͤck taͤglich 6 Unzen Zucker, von der andern jedes Stuͤck 4 Unzen und die dritte gar keinen Zucker; Kleien, Erbſen und Heu wurden daneben bis zu voller Saͤttigung gegeben und die Thiere jede Woche gewogen. Ihre Gewichtszunahme war jedoch, vermuthlich in Folge ihrer Einſperrung, nicht ſehr erheblich; am ſtaͤrkſten je⸗ doch bei denen, die keinen Zucker, und am ſchwaͤchſten bei denen, die 6 Unzen den Tag erhalten hatten. Dr. Cartwright zieht aus dieſen intereſſanten Verſuchen nach— ſtehende Schlußfolge: 1) Zucker kann den Schafen mit großem Nutzen gegeben werden, ſobald ſie gruͤnes Futter, ſei dieſes auch nur wenig, da⸗ neben erhalten. 2) Derſelbe gewaͤhrt ihnen den meiſten Vortheil, wenn ſeine taͤgliche Gabe fuͤr das Stuͤck nicht 4 Unzen uͤberſteigt. 3) Wenn das Pfund Zucker nicht mehr, als 4 Pence koſtet, ſo macht ſich eine taͤgliche Gabe von 4 Unzen ſchon durch die Fleiſchzunahme, die Bequemlichkeit der Fuͤtterung und die Duͤnger⸗ vermehrung gar nicht in Anſchlag gebracht, vollkommen bezahlt. Und ſollte, wie ſich erwarten laͤßt, die Melaſſe daſſelbe, wie die Moskovade leiſten, ſo waͤre der Vortheil, da jene ungleich wohl⸗ feiler, noch groͤßer. 4) 6 Unzen Zucker taͤglich iſt eine zu große Gabe fuͤr Schafe, die nicht groͤßer, als die Southdowus ſind. 5) die Vortheile der Stallfuͤtterung der Schafe, ſie geſchehe mit Zucker oder einem andern Futtermaterial, ſind ſehr zweifelhaft. In den letzten Jahren iſt indeſſen, trotz dieſer Behauptung, doch die Stallmaſtung der Schafe mit angebauten gruͤnen Futter⸗ gewaͤchſen ſehr in Aufnahme gekommen, und gelingt es nicht, ſie bis zum Schluß des Sommers damit zum Verkauf gehoͤrig fett zu machen, ſo wird dieſes durch ſchwediſche Turnips oder wenn es an dieſen fehlt durch Heu und Ölkuchen vollends bewerkſtelliget. Dabei will man gefunden haben, daß es wohlgethan ſei, die Turnips nicht unmittelbar nach dem Herausnehmen zu verfuͤttern, ſondern ſie vorher ein paar Tage liegen und abtrocknen zu laſſen, weil ſie dadurch einen Theil ihrer Waͤßrigkeit verlieren, und dies nicht nur auf ihre Nahrhaftigkeit, ſondern auch auf ihre Gedeih⸗ lichkeit einen guͤnſtigen Einfluß zu haben ſcheint. Nichts befoͤr⸗ dert das Fettwerden der Schafe mehr, als Ölkuchen. Selbſt wenn ſie vollauf Turnivs haben, bringt es mehr Vortheil, dem Stuͤck —ÿʒ——ÿ—ÿ—ÿ——— —— daneben Sterlng könnte! miſen! ſieenf ſche nM von dum ar Aneeh ehenſo ber weden de falte ſtet wachſen g 6zin Er tz Runke Nur lette Bee ü wachſen, werden, geben ti bor ihter in Dany ſi diſts; rm de Waſſche: out dg in Wn gedeckte Dutſt tuͤgich daneben fat daß 8 1 gehen die Atthei dohlkiler da ſ- ſene M Nice d dionn a ö ldes di Unzen eu wudden chiere jae ermuthlic arkſten je bei denen, ⸗ hen nach⸗ gegeben nig 3 da⸗ eenn ſeine ne koſtet durch die Dünge⸗ bezahlt. wie die h wohl⸗ Schafe, geſchehe veifelhaft zauptung Futter nicht, ſi oörig fet der wenn ffeliget. ei, die füttern, laſſen, d dies Hedeih⸗ beför⸗ twenn Stud Vom Schaf⸗ 507 daneben noch 1 Pfund Slkuchen, ſelbſt wenn die Tonne 8 Pfund Sterling koſtet, zu verabreichen, als ſie blos mit jenen zu fuͤttern, koͤnnte man den Acker auch fuͤr 4 Pfund Sterl. haben. Doch muͤſſen die Olkuchen immer nur mit Maaß gefuͤttert werden, weil ſie ſonſt einen nachtheiligen Einfluß auf den Geſchmack des Flei⸗ ſches ausuͤben, deſſen Guͤte und Schmackhaftigkeit uͤberhaupt ſehr von dem Futter abhaͤngig iſt. Das große Marſchſchaf wuͤrde ſich in Anſehung deſſen auf den Bergen von Schottland und Wales, ebenſo verbeſſern, wie ſich das aus dieſen Gegenden auf die Fett— weiden des Landes gebrachten verſchlechtert. Heu oder Stroh ſollten ſtets, um die Verdauung zu befoͤrdern, neben den Erdge⸗ waͤchſen gegeben werden; hat man von dieſen hinreichend, ſo iſt es im Erfolg ziemlich gleich, was man fuͤr eins verfuͤttert, feien es Runkeln, Turnips aller Art, Kohl, Moͤhren oder Paſtinaken. Nur letztere duͤrften einigen Vorzug vor den andern haben; das Beſte iſt es jedoch ganz gewiß, zwiſchen den genannten Futterge⸗ waͤchſen, ſobald ſie naͤmlich ſaͤmmtlich in einer Wirthſchaft erbaut werden, eine Abwechslung eintreten zu laſſen. Auch die Kartoffeln geben ein ſehr gutes Maſtfutter ab; man ſcheut ſich nur haͤufig vor ihrer Verwendung dazu, weil man waͤhnt, ſie taugten nur in Dampf gekocht dazu, und mit Recht in der Meinung ſteht, es ſei dieſes zu weitlaͤufig und umſtaͤndlich fuͤr dieſen Zweck, zumal wenn die Schafe nicht auf dem Hofe ſtehn. Allein es iſt durch Verſuche erwieſen, daß ſie auch noch in Scheiben geſchnitten ſehr gut dazu ſich eignen. Beſonders nuͤtzlich haben ſie ſich mitten im Winter gezeigt, ſobald man ſie zerkleinert in Troͤge unter die gedeckten Schuppen den Schafen zum Freſſen hinſtellt. Im Durchſchnitt verzehrt ein ausgewachſener Southdown-Hammel taͤglich 1 Gallon Kartoffeln, und wird davon nebſt ein wenig Heu daneben in kurzer Zeit ziemlich fett. Man hat gefunden, daß ſie faſt daſſelbe leiſten, wie Koͤrner und Olkuchen. Bei dem Darreichen von trocknem Futter, Stroh und Heu, neben dieſen ſaftigen Futtermaterialien wollen Mehre einen groͤßern Vortheil vom Stroh, als vom Heu erlangt haben, weil jenes wohlfeiler ſei, und die waͤßrigen Eigenſchaften der Ruͤben u. ſ. w. eben ſo gut verbeſſere. Herr Ruſſell zu Warwickſhire ſagt, daß ſeine Maſthammel niemals beſſer zunaͤhmen, als wenn ſie ſchwe⸗ diſche Turnips und etwas friſch gedroſchenes Gerſtenſtroh erhielten. Bekommen ſie ſtatt dieſes gutes Heu, ſo freſſen ſie mehr von dieſem, als von den Turnips und nehmen davon minder gut zu, 508 Neununddreißigſtes Kapitel. denn je groͤßer die Menge iſt, die ſie von den Ruͤben in einer ge⸗ gebenen Zeit verzehren, deſto ſchneller werden ſie fett. Ein maͤßiger Grad von Fettigkeit iſt ſowohl fuͤr den Kon— ſumenten, als fuͤr den Maͤſter der vortheilhafteſte. Wird ſie zu weit getrieben, ſo vermindert ſich die Guͤte des Fleiſches, ohne daß der Landwirth etwas mehr gewinnt, indem die Vermehrung des Talges nur den Fleiſcher bereichert. Bei der Stallfuͤtterung mit ſaftigen Futtergewaͤchſen iſt ſolches nicht zu beſorgen, aber lku— chen, Leinſaamen und andere aͤhnliche Futtermaterialien, die ſchnell maͤſten, bringen leicht einen ungemein ſtarken Fettanſatz zu Wege, der zwar bisweilen mit Vortheil, aber doch noch oͤfter mit Verluſt verbunden iſt und ſtets der Guͤte des Fleiſches ſchadet. Das Maͤſten der Schafe auf dem reichen Graslande Irlands und des noͤrdlichen Englands, ſo wie in den Marſchen von Eſſex, Somer— ſet und Kent, wo ſie allmaͤhlich zu dem gewuͤnſchten Grad von Feiſtigkeit gelangen, iſt gewiß eine der vorzuͤglichſten Maſtungs— arten, wenn man zumal die Feſtigkeit, Nahrhaftigkeit und Schmack— haftigkeit des hier erzeugten Fleiſches mit in Anſchlag bringt. Die Zahl von Schafen, die auf einem Acker ſolcher Weide ſich aus— maͤſten laſſen, haͤngt von ihrer Art und von der Guͤte des Bodens ab; nicht jedes Stuͤck Land eignet ſich zum Maͤſten, wenn ſich auch uͤbrigens die Thiere vorzuͤglich geſund darauf halten. Es iſt daher, ohne Beruͤckſichtigung der beiden angegebenen Umſtaͤnde, gar keine Schaͤtzung moͤglich. Da der Werth der Fettweiden verſchieden iſt, muß auch na— tuͤrlich der Viehmaͤſter bei ihnen eine verſchiedene Benutzung ein⸗ treten laſſen, und deren Gewinn zum großen Theil von der Eigenthuͤmlichkeit ihres Bodens abhaͤngen. Geringes Land dieſer Art kann natuͤrlich nicht ſo hoch rentiren, wie das der erſten Guͤte. Auch beruht der Vortheil des Wirthſchafters ſehr mit auf ſeinem richtigen Urtheil bei dem Einkauf des magern Viehs, und ſelbſt die Jahreszeit und Witterung haben großen Einfluß auf den Er— trag der Maſtung. Den meiſten Gewinn von ihr ziehen gewoͤhn— lich die, welche im Beſitz verſchiedenartiger Weiden ſind, und da— durch in den Stand geſetzt werden, das verkaufte fette Vieh gleich wieder durch neu auf das beſte Land gebrachtes zu erſetzen. Hier kommt es denn mehr darauf an, immer den vollen Beſtand zu erhalten, als mit der Selbſtzuͤchtung ſich zu befaſſen. In vielen Gegenden, wo es Fettweiden gibt, zumal in den Marſchen, ſind die einzelnen Grundſtuͤcke haͤufig durch tiefe und breite Graͤben dbgethe erſchwer Brücke, lice H — — — — — An britannie züchtung Das wi ſeis für Maet und mi rilic n lich, und Sharſinn neis A vle ſchaſten werden für Ne kann he Bergen borſich 1Stamn richt be haben; danger 3e duigen. Dia ur düſtig m. E. denin h V unguſie Vom Schaf. 509 emnet g⸗ 6 abgetheilt und dadurch das übertreiben von einem zum andern den gor erſchwert. In ſolchen Faͤllen leiſtet eine leicht verſetzbar⸗ hoͤlzerne id ſien Bruͤcke, wie nebenſtehende Fig. 32 eine abgebildet iſt, weſent⸗ ohne di liche Hilfe. rung des— rung nit— er Olii⸗ 7— ie ſchnel 1—— „Wege,— Verluſt . Das und des 3... Gone Am Schluſſe dieſes Kapitels uͤber die Schafzucht in Groß⸗ zrad in britannien ſind vielleicht einige Bemerkungen uͤber die bei der eſuns⸗ Zuͤchtung zu beobachtende Grundſaͤtze nicht am unrechten Orte. Schmal⸗ Das wichtigſte Ziel derſelben iſt die Erzeugung der beſten Wolle, gt. d ſeis fuͤr den Kamm oder die Krempel, und der moͤglich groͤßten ü an.— Maſſe von Fleiſch bei ganz geringem Knochengewicht zu vereinigen ‚dens und mit den moͤglich wenigſten Koſten zu bewirken. Dies iſt 4 freilich nur bei einem in aller Hinſicht vollkommenen Thiere moͤg⸗ 3 ſich lich, und ein ſolches iſt noch nicht dargeſtellt worden, aber durch 3 iſ Scharfſinn, Nachdenken und Ausdauer hat man doch auch hierin ſtaͤnde bereits Außerordentliches und Staunenswerthes geleiſtet. Die Vollkommenheit eines Schafes wird durch ſeine Geſtalt und Eigen— dach ne ſchaften bedingt, die dem Boden und Klima, wo es gehalten und en⸗ werden ſoll, angemeſſen ſein muͤſſen. Was man daher an einem von di fuͤr Niederungen beſtimmten Schafe ſchoͤn und zweckmaͤßig findet, id diſt kann hoͤchſt fehlerhaft an einem ſein, das ſich ſeine Nahrung auf en Güt⸗ Bergen ſuchen ſoll. Ein einſichtsvoller Zuͤchter wird daher hoͤchſt f ſeinem vorſichtig ſein bei der Kreuzung ſeines fuͤr die Ortlichkeit paſſenden d ſilſt Stammes mit einem andern, der die dazu gehoͤrigen Eigenſchaften dn Er⸗ nicht beſitzt, ſollte letzterer auch in mehrer Hinſicht große Vorzuͤge V woͤhn⸗ haben; denn wenn in einer Gegend eine beſondere Raſſe ſeit b nd da⸗ langer Zeit exiſtirt, kann man wohl annehmen, daß ſie fuͤr die gleich dortigen Klima⸗ und Futterverhaͤltniſſe vorzugsweiſe paſſen muͤſſe. Hier Dieſer Umſtand verdient vornehmlich von Seiten derer volle Be⸗ nd zu ruͤckſichtigung, die ſich bereits im Beſitz einer guten Raſſe befin⸗ vielen den. Es ſind zwar durch verſtaͤndige Kreuzungen große Verbeſſe⸗ 1 ſind rungen hervorgebracht, aber auch durch unverſtaͤndige manche hoͤchſt Graͤben unguͤnſtige Erfolge erlangt worden, ſo daß Mehre ihre Verſuche, 510 Neununddreißigſtes Kapitel. verbeſſern, ſehr zu bereuen haben. Auch zu ſtrenge Inzucht iſt zu vermeiden, weil dadurch leicht die Groͤße und Kraft der Schafe ſich verringert; daher ſollte man von Zeit zu Zeit Sprungſtaͤhre aus andern Herden nehmen. Das Verfahren, welches Herr Ellmann, ein beruͤhmter Schafzuͤchter in Eſſer anwendet, iſt in dieſer Hinſicht gewiß ſehr zu empfehlen. Er lieſt ſich von Zeit zu Zeit aus der Herde eines ſeiner Nachbarn 40— 50 Stuͤck der beſten Schafe aus, laͤßt dieſe mit ſeinem vor— zuͤglichſten Staͤhr begehen und waͤhlt ſich aus dieſer Nachzucht ſeine Sprungſtaͤhre. Dadurch, ſowie durch das jedes Jahr wieder⸗ holte ſtrenge Ausmerzen der nicht dem Zweck entſprechenden Mut— terſchafe hat er ſeinen Schafſtamm auf die Stufe von Beruͤhmtheit gebracht, die er gegenwaͤrtig einnimmt. Das Verfahren des Herrn Sellar zu Strathnaver in der Grafſchaft Sutherland, der in dieſem noͤrdlichen Theile von Schott⸗ land vorzuͤglich feine Cheviots erzieht und als Schafzuͤchter einen großen Ruf beſitzt, verdient ebenfalls Beachtung. Er waͤhlt aus ſeiner Herde die vorzuͤglichſten Thiere aus und kauft in den be⸗ ruͤhmteſten Schaͤfereien gleicher Raſſe, ohne Ruͤckſicht auf den Preis, einige eben ſo vorzuͤgliche hinzu. Dieſe kleine Elitenherde nimmt er unter ſeine eigne unmittelbare Aufſicht, um in jeder Familie das darin befindliche Hinneigen zu irgend einem Fehler oder die Grundlage zu irgend einer vorzuͤglichen Eigenſchaft zu entdecken, und mit Beruͤckſichtigung dieſer Entdeckungen nimmt er denn die Kreuzung zwiſchen den verſchiedenen Familien vor. Auf dieſe Weiſe erhaͤlt er ungleich ſchoͤnere Zuchtthiere, als die Älteren waren. Dieſes Verfahren, ſagt er ſelbſt in der intereſſanten Be— ſchreibung ſeiner Wirthſchaft, hat einem Zauber gleich gewirkt, und in wenig Jahren meinem Schafſtamm ein ganz anderes Anſehn verliehen, wie ſich nicht nur auf den Thierſchauen zeigt, ſondern auch, und das gilt hier noch mehr, aus dem vortheilhaften Verkauf der Wolle und des Viehs ſelbſt hervorgeht.— Er meint jedoch, daß die ſehr feinen Staͤmme der Cheviotraſſe Zufaͤllen mehr unter⸗ worfen und zum Maͤſten weniger geeignet ſeien, und zieht daher die kraͤftigeren und ſtaͤrkeren Thiere vor, ſollte ihr Vließ den Wollhaͤndlern auch minder gefallen. Die Eigenſchaften des Staͤhres ſowohl, wie des Mutterſchafes laſſen ſich in verſchiedenen Abſtufungen und Miſchungen an der Nachkommenſchaft erkennen; in den meiſten Faͤllen vererben ſich einen an ſich ſchon ihrem Zwecke entſprechenden Stamm noch zu ſdoch gioßen men Müteer Nachun größe, heſer Ernſche nit goht ver ber Cole wu R du bwic Tha ve Vertdun pogach ſe liche ſt Nutter Verkalh dun ſeine de Föte Mate uthwend dalndete Die in md tt dn ditefe ſamg ennh n woch d urch let ſollte mi nen. Do uͤchter i empfehlcn. „Nahhban einem bor Nachzucht ir wieder⸗ den Mu⸗⸗ eruhmthet er in der on Schot⸗ chter einn wählt aa r oͤen l⸗ auf den ltenherde in jeder Fehler ſchaft zu nimmt e vor. Af ie Alten nten B⸗ virkt, und ·s Arſen ſndern Perkauf jddoch, unter⸗ t daher ieß den erſchafes an der ben ſic Vom Schaf. 511 jedoch die des Vaters am ſtaͤrkſten. Dies hat manche Zuͤchter zu großen Mißguiffen verleitet, naͤmlich dazu, Sprungwidder zu neh⸗ men, die weit groͤßer ſind, als die von ihnen zu begehenden Mutterſchafe. Daraus entſteht in der Regel eine uͤbelgebaute Nachzucht; iſt dagegen das Mutterſchaf verhaͤltnißmaͤßig etwas groͤßer, als der Staͤhr, ſo wird dieſe in den meiſten Faͤllen ver⸗ beſſert. So glaubten die Viehmaͤſter auf der Inſel Shappy(zur Grafſchaft Kent gehoͤrig), ihre Romneyraſſe durch die Kreuzung mit großen Lincolnſhiren Staͤhren verbeſſern zu koͤnnen; der Erfolg war aber ein hoͤchſt ungluͤcklicher, das Koͤrpergebaͤude und die Wolle wurden auf gleiche Weiſe verſchlechtert. Die Kunſt, eine Verbeſſerung des Koͤrpergebaͤudes der Thiere zu bewirken, beſteht darin, daß man ein ſchoͤn gebautes weibliches Thier waͤhlt, welches verhaͤltnißmaͤßig etwas groͤßer, als das zur Veredlung beſtimmte und daher, wie ſich von ſelbſt verſteht vor⸗ zuͤglich ſchoͤn, dem vorliegenden Zweck entſprechend gebaute maͤnn⸗ liche iſt. Der Grund davon liegt darin, daß das Vermoͤgen des Mutterthieres, ſein Junges zu ernaͤhren mit ſeiner Groͤße im Verhaͤltniß ſteht, die Faͤhigkeit aber, ſich ſelbſt gut zu erhalten, von ſeiner kraͤftigen und guten Konſtitution abhaͤngt. Die Groͤße des Foͤtus ſteht dagegen meiſtentheils im Verhaͤltniß zu der des Vaters. Wenn nun die Mutter unverhaͤltnißmaͤßig kleiner iſt, ſo fehlt ihr das Vermoͤgen, ihr Junges gehoͤrig zu ernaͤhren, und dadurch wird daſſelbe ſchwaͤchlich und mißgeſtaltet. Iſt aber das Mutterthier vorzuͤglich kraͤftig und etwas groͤßer, ſo iſt es auch im Stande, den von einem kleineren maͤnnlichen Thier erzeugten Foͤtus beſonders gut zu ernaͤhren, und dadurch wird deſſen Ausbildung und ferneres Wachsthum nothwendig verbeſſert und befoͤrdert. Das groͤßere weibliche Thier hat auch mehr Milch und vermag daher dem Jungen, nachdem es auf die Welt gekommen, ebenfalls eine kraͤftigere Nahrung angedeihn zu laſſen. Um ferner ein voll⸗ kommen und gut ausgebildetes Thier herzuſtellen iſt es durchaus nothwendig, daß daſſelbe von ſeiner Geburt an bis zu ſeinem vollendeten Wachsthum reichliche Nahrung unausgeſetzt erhalte. Die aͤußere Form unſerer Hausthiere iſt vielfach ſtudirt wor⸗ den und man hat die beſten Verhaͤltniſſe derſelben genau ermit⸗ telt; dieſe aͤußere Form iſt indeſſen nur ein Anzeichen von der Beſchaffenheit des innern Baus. Die Grundſaͤtze fuͤr die Ver⸗ beſſerung jener muͤſſen daher auf die Kenntniß vom Bau und Gebrauch der innern Theile geſtuͤtzt werden. Die Lunge iſt von 512 Neununddreißigſtes Kapitel. dieſen der wichtigſte. Von ihrer Staͤrke und Geſundheit haͤngt die Kraft und Geſundheit des Thieres hauptſaͤchlich ab; denn die Verwandlung des Futters in eigentlichem Nahrungsſtoff ſteht im Verhaͤltniß zu deren Groͤße und normalem Zuſtande, daher hat ſie auch auf die Maſtfaͤhigkeit des Thieres einen großen Einfluß. Die Konſtitution eines Thieres, worunter man deſſen innere und aͤußere Form und Bildung verſteht, bedingt vornehmlich ſeine Vollkommenheit. Was die aͤußere anbetrifft, ſo iſt bei einem Schafe hauptſaͤchlich Folgendes zu beruͤckſichtigen: Der Bruſtkaſten muß tief und weit ſein; denn damit ſind in der Regel auch große Nieren und ſtarke Lenden verbunden; die Rippen muͤſſen immer weiter hervorſpringen, je mehr ſie ſich den Huͤften naͤhern, die Schulterblaͤtter nach den Hintervierteln zu immer weiter werden, weil dadurch der Ruͤcken mehr Oberflaͤche erhaͤlt, und dieſes gerade als ein wichtiger Punkt bei den fuͤr den Fleiſcher beſtimmten Thie⸗ ren erſcheint, weil dieſe dadurch vorzugsweiſe die Befaͤhigung er⸗ halten, mehr Fleiſch an den Theilen des Koͤrpers anzuſetzen, wo es den meiſten Werth hat. Auch die Groͤße der Lungen ſteht mit der Weite des Bruſtkaſtens im Verhaͤltniß. Der Kopf ſollte ferner klein und ſchmal ſein; denn dadurch wird nicht nur die Geburt der Laͤmmer erleichtert, ſondern es iſt ſolches auch das Zeichen guter Raſſe, ſo wie zarte Glieder große Maſtfaͤhigkeit andeuten. Die thieriſche Natur iſt ſo nachgiebig, daß ſie ſich den groͤß⸗ ten Abaͤnderungen in Klima und Futter unterwirft, und nach und nach ganz andere Eigenſchaften annimmt. Dieſe Umwandlungen ſind jedoch nur ſtufenweis vorzunehmen und oft mehre Generationen erforderlich, ehe ſie zur Vollendung kommen. Die Groͤße der Thiere haͤngt hauptſaͤchlich von dem Boden ab, worauf ſie leben. Iſt derſelbe reich und ergiebig, ſo daß er ihnen reichliche Nahrung gewaͤhrt, ſo werden auch von Generation zu Generation die darauf lebenden Thiere groͤßer; das Gegentheil tritt ein, wenn der Boden duͤrftig und futterarm iſt. Die Schafe von Wales und Lincoln— ſhire bilden in dieſer Hinſicht recht uͤberzeugende Beiſpiele. Es mag zweckmaͤßig ſein, das Gebaͤude und die Beſchaffenheit des Fleiſches oder der Wolle einer vorgefundenen dem vorliegenden Klima und Boden angemeſſenen Raſſe zu verbeſſern, aber ein Streben nach Vergroͤßerung ihrer Geſtalt, ohne zugleich fuͤr die dazu erforderliche vermehrte Nahruing; zu ſorgen, iſt ſehr unuͤber⸗ legt zu nennen. ſie ſi heit de tets, untera Hinſch dſſen Stamme nute, eihen 8 3 bor au owite ttt Rſſe zu auf di ſind vorn ſch anfü gewiſſe und ein lich zu niſſe zu dr Thie kirperr ſit, as futſe w krarhe denen a Mitre im Ge jenem Deulſch ſt me hitere öffi Ehten, dhei hhet ; denn d. ff ſteht i daher hi Einfluß ſſen inner mlich ſene bei einen Bruſtkaſtn nuch große en immer hern, die er werden, eſes gerade nten Thie⸗ higung er⸗ ſetzen, wo ngen ſtelt Topf ſollt nur die auch das faͤhigkeit dn goͤß⸗ nach und andlungen neratione Groͤße de ſie leben eMahrung die derauf er Boden eincoln⸗ ele. Es heit des legenden aber ein p für die unuͤber⸗. Vom Schaf. 513 Die Maſtfaͤhigkeit iſt eine ſehr gute Eigenſchaft jeder Raſſe, ſie ſei klein oder groß; allein es laͤßt ſich nur ſchwer mit Sicher— heit daruͤber urtheiln. Wenn man zwanzig Schafe gleichen Al— ters, ſowie gleicher Raſſe, Geſundheit und Behandlung naͤher unterſucht, wird man niemals alle gleich fett, ſondern in dieſer Hinſicht ſteis einen großen Unterſchied unter ihnen finden. In— deſſen werden doch alle die charakteriſtiſchen Eigenſchaften ihres Stammes in hoͤherem oder geringerem Grade an ſich tragen, und mancher Stamm ſich durch die Mehrzahl von fetten Thieren unter gleichen Verhaͤltniſſen auszeichnen. Dieſe muß man in ihrem Bau vorzuͤglich beachten, um die Merkmale großer Maſtfaͤhigkeit zu ermitteln; wenn man nun eine ſich beſonders gut maͤſtende Raſſe zuͤchten will, hat man vorzugsweiſe bei den Zuchtthieren auf die wichtigſten dieſer Merkmale Ruͤckſicht zu nehmen. Dieſe ſind vornehmlich folgende: feine Knochen, ein maͤßig duͤnnes, weich ſich anfuͤhlendes Fell, ein regelmaͤßiger Koͤrperbau, der durch eine gewiſſe Fuͤlle und Abrundung aller Theile ſich zu erkennen gibt, und eine ruhige, ſanfte Gemuͤthsart. Dabei iſt nun noch vorzuͤg⸗ lich zu empfehlen, lieber eine fuͤr die vorhandenen Futterverhaͤlt⸗ niſſe zu kleine, als zu große Raſſe zu waͤhlen. Die Geſundheit der Thiere, ſowie die Regelmaͤßigkeit und Zweckmaͤßigkeit ihren Koͤrperform verdienen bei der Viehzucht uͤberhaupt ſtets mehr Ruͤck⸗ ſicht, als die Groͤße; dies aber iſt gerade ein Punkt, den Vieh— zuͤchter und Maͤſter oft nicht gehoͤrig beachten. Hinſichtlich der in Großbritannien vorkommenden Schaf⸗ krankheiten iſt nicht viel zu ſagen. Es ſind die naͤmlichen, mit denen auch wir zu kaͤmpfen haben, und die dagegen angegebenen Mittel enthalten ebenfalls nichts Neues und Beſonderes, zeigen im Gegentheil, daß in mancher Hinſicht die Thierarzneikunſt in jenem Lande mindere Fortſchritte gemacht haben moͤge, als in Deutſchland. Wie hier bleibt die Behandlung der kranken Schafe dort meiſtentheils blos den Schaͤfern uͤberlaſſen, und da dieſe haͤufig ſehr unwiſſend, wohl aber reich an Vorurtheilen und An— maßung ſind, ſo ergibt ſich daraus die Nothwendigkeit, daß der Schaͤfereibeſitzer ſelbſt einige Kenntniß von den Krankheiten des Schafviehs und ihrer Heilung ſich zu erwerben ſuche, um den Schaden, den dieſe mit ihrer Unwiſſenheit anrichten koͤnnen, be⸗ gegnen zu koͤnnen. Einen Vieharzt bei dieſen Thieren zu Hilfe zu rufen, daran denkt man nur ſelten. Bemerkt zu werden verdient, daß die Pocken und Traber⸗ II. 33 514 Neununddreißigſtes Kapitel. krankheit in England nicht bekannt ſind. Von jenen wird aus⸗ druͤcklich geſagt, daß ſie nicht vorkommen, dieſe wird nicht einmal genannt, und ſcheint daher ganz fremd zu ſein. Dagegen herrſchen andere Krankheiten, Faͤule, Raude, Drehkrankheit, Laͤhme ꝛc. dort in eben dem Maße, wie in Deutſchland. Gegen die boͤsartige Klauenſeuche, Fußfaͤule(foot-rot) in England genannt, werden zwei Mittel als vorzuͤglich wirkſam geprieſen, die wir, da dieſe Krankheit auch bei uns viel zu ſchaffen macht, den deutſchen Schaͤfereibeſitzern nachſtehend zur Beachtung empfehlen: 1) von Hrn. Laidlaw zu Bowerhope in Sellkirkſhire vorge⸗ ſchlagen mit der Bemerkung, daß ſich daſſelbe in ſeiner Gegend ſo wie im Norden von England als unfehlbar erwieſen habe. 1 Unze aͤtzender Sublimat; 2 Unzen blauer(Kupfer⸗) Vitriol; 2 Unzen Gruͤnſpanz 4 Unzen weißer(Zink⸗) Vitriol werden in Weineſſig aufgeloͤſt und dieſe Aufloͤſung mit einer Feder in die kranke Klaue geſtrichen, nachdem man dieſelbe wohl gereinigt, aus⸗ geſchnitten und mit Kalkwaſſer ausgewaſchen hat. 2) Von Hrn. Riddell zu Drydean bei Selkirk als unfehlbar empfohlen. Unzen aͤtzender Sublimat; 2 Unzen Kupfervitriol, 1 ½ Unze Gruͤnſpan; 2 Unzen Alaun; ½ Unze Zinkvitriol; 2 Unzen Salz⸗ ſaͤure und ½ Unzen feingepulverte Holzkohle werden mit einer halben Flaſche deſtillirtem Eſſig innig gemengt, und dieſe Miſchung auf gleiche Weiſe angewendet, wie die vorige. Neben dem Gebrauch dieſer Mittel ſoll man aber auch noch, zumal in hartnaͤckigen Faͤllen, jedem Schafe zwei Unzen Glauber⸗ ſalz in Waſſer aufgeloͤſt, innerlich eingeben. Einer großen Plage ſind die Schafe in Großbritannien ausgeſetzt, die bei uns nicht bekannt iſt, und von der eine Schil⸗ derung gemacht wird, die nicht ohne Intereſſe und wiſſenſchaft⸗ liche Wichtigkeit iſt. Dieſe Plage wird durch verſchiedene Fliegen⸗ arten hervorgebracht, die den Thieren manchmal ſehr verderblich, ſelbſt toͤdtlcch werden koͤnnen. Die gewoͤhnliche kleine Fliege (wahrſcheinlich die Herbſtfliege, Stomoxys calcitrans, mit der Stu⸗ benfliege haͤufig verwechſelt) iſt darunter die mindeſt gefaͤhrliche, verurſacht aber doch den Schafen bei feuchtem, warmem Wetter große Beſchwerde, zumal an allen waldigen und eingeengten Orten. Sobald ein Schaf nur die geringſte wundige oder grindige Stelle an ſeinem Koͤrper hat, wird es augenblicklich von ihnen ange⸗ griffen, und ſie ſind ſo blutgierig, daß, wenn eine hinzufliegt, ihr glech verlaſſ Schai mittl chem ſontk dis w witkſan ni Fſſ Wi ſlegen( Lhen g es mehr in Geſt däten — ) grfitric Ohß e 5 unte Sch ſtrahung läen, und düſcs Inſc 6s ſte noch inſe viel auch ſogenann auch di auf. N oenügend mi Inſ nung ſo tur erlang ſodd darüt li Gef Mitelun i iſe fatſch ſthſ i 8 afüls u ſi lbe 8 dchem Llite R vitd dh ht einm herrihe e d. don boͤsarii werdan da diſſ deutſchen vorge⸗ Gegend abe. Virriol; erden in er in de ngt, an⸗ unfehlbrr Unze Salz⸗ it einer liſchung uch noch Glauber britanrin ne Shj⸗ ſenſchaf⸗ e Flicgen⸗ rderblich, Flige er Stu⸗ ührliche, Wettet Orten. 3 Stelle n ange⸗ iegt, ir Vom Schaf. 515 gleich Myriaden folgen und ſie das gepeinigte Thier nicht eher verlaſſen, als bis ſie ſich vollgeſogen haben. Kann man die Schafe nicht auf Hoͤhen treiben, ſo ſollte man dieſelben ſtets un⸗ mittelbar nach der Schur mit einem ſtarken Seifenabſud, in wel⸗ chem ein ſtinkendes empyreumatiſches Ol, oder Aſſafoͤtida oder ſonſt eine ſtarkriechende Subſtanz aufgeloͤſt worden, abwaſchen und dies waͤhrend des Sommers ein paar Mal wiederholen. Noch wirkſamer duͤrfte, neueren Erfahrungen zufolge, ein Beſchmieren mit Fiſchthran ſein. Weit mehr Qual verurſachen aber noch die großen Fleiſch⸗ fliegen(Large Fleshflies, oder Sheep-Maggot-Flies, im gemeinen Leben gewoͤhnlich Blue-bottles, blaue Fliegen, genannt), von denen es mehre Arten, ſchwarze, weiße und gruͤnliche gibt, die ſich jedoch in Geſtalt und Benehmen voͤllig gleich ſind, nur zu verſchiedenen Zeiten zum Vorſchein kommen*). Sie erzeugen ſich in irgend *) Was fuͤr ein Inſekt dieſes gefuͤrchtete und in ſeinen Wirkungen ſo gefaͤhrliche ſei, iſt dem Bearbeiter bis jetzt nicht zu entziffern moͤglich geweſen. Daß es keine eigentliche Fliege, weder unſre Fleiſchfliege(Sarcophaga) noch unſre Schmeisfliege(Musca vomitoria) ſein koͤnne, geht aus der ganzen Be⸗ ſchreibung hervor, indem die Maden von dieſen nie auf lebenden Geſchoͤpfen leben, und nur von verweſtem Fleiſche ſich naͤhren. Wahrſcheinlich gehoͤrt dieſes Inſekt zu den Bremſen, oder Daſſeln(oestrus), aber was fuͤr eins mag es ſein? Der naturhiſtoriſche lateiniſche Name iſt weder in unſerm Original, noch in ſonſt einem engliſchen Werke uͤber Viehzucht oder Landwirthſchaft, ſo viel auch deren nachgeſchlagen wurden, zu finden; in allen wird von dieſen ſogenannten Fleiſchfliegen, wie von einer bekannten Sache geſprochen. Aber auch die zu Rathe gezogenen naturhiſtoriſchen Werke hellen dieſes Dunkel nicht auf. Weder Kirby, noch Oken, noch Voigt und mehre Andere geben einigen genuͤgenden Aufſchluß daruͤber, und ſelbſt Naturkundigen, die ſich vorzugsweiſe mit Inſektenkunde beſchaͤftigen und darum befragt wurden, war dieſe Erſchei⸗ nung ſo fremd und ſo unerklaͤrlich, daß von ihnen ebenfalls keine Auskunft zu erlangen war. Wir theilen daher nur des Intereſſes wegen das in Eng⸗ land daruͤber Erfahrene mit, erfreut, daß in Deutſchland die Schafherden nicht gleiche Gefahren zu beſtehen haben, und ſind vielleicht ſo gluͤcklich, durch dieſe Mittheilung einen Sachkenner zu veranlaſſen, daß er den gewuͤnſchten Aufſchluß uͤber dieſen wiſſenſchaftlich wichtigen Gegenſtand gebe. Eine Anfrage deshalb findet ſich bereits in den Schriften und Verhandlungen der oͤkonomiſchen Geſell⸗ ſchaft im Koͤnigreiche Sachſen, Lieferung 42, S. 145, wo v. F. dieſer ihm ebenfalls unbekannten Schafmade in Folge des von Dr. Jacobi aus dem Eng⸗ liſchen uͤberſetzten Werkes des David Low, des ausuͤbenden Landwirths, gedenkt, in welchem S. 647 ohne alle weitere Erlaͤuterung von dieſem Inſekt faſt auf gleiche Weiſe, wie oben geſprochen wird. 33*† 516 Neununddreißigſtes Kapitel. einem Aaſe, und wenn das hervorkommende Inſekt fliegen kann, wird es durch einen Geruch, wie die Schafe bei feuchtem, warmem Wetter oder fruͤh im Morgenthau von ſich geben, angelockt. Es ſetzt ſich auf ſie und legt ſeine Eier an die Stellen des Koͤrpers, die der jungen Brut Schutz und Nahrung verheißen. Der untere Theil der Schwanzwurzel und die Gegend rund um den After ſind jedoch ſeine Lieblingsorte, wiewohl auch der Ruͤcken nicht von ihm verſchont bleibt. Es iſt, um die daraus entſtehende Plage zu verhuͤten, ſehr rathſam, die Umgebung jener Theile ſchon einige Zeit vor der Schur ganz knapp abzuſcheren, dies ein paar Monate nachher zu wiederholen und den Rumpf des Thieres, beſonders ſein Hintertheil mit folgender Miſchung zu waſchen. 1 Pfund pulveriſirter Arſenik, 12 Unzen Potaſche und 6 Unzen gewoͤhnliche Waſchſeife in 30 Gallons Regen⸗- oder Flußwaſſer Stunde lang gekocht. Dieſe Fluͤſſigkeit haͤlt die Fliegen ab und toͤdtet ihre Brut, ohne der Wolle zu ſchaden; man muß jedoch bei ihrer Zu⸗ bereitung ſich huͤten, etwas von dem ſich entwickelnden Dampf einzuathmen. überhaupt iſt bei der Anwendung des Arſeniks immer große Vorſicht nothwendig, daher machen anſtatt der obigen Miſchung manche erfahrene Schaͤfer lieber von nachſtehender Ge⸗ brauch: man loͤſt eine Unze Queckſilberſublimat in einem Gallon Waſſer auf und ſetzt dieſer Miſchung drei Speiſeloͤffel voll Ter⸗ pentinoͤl zu. Die genannten Inſekten beginnen ihre Angriffe bisweilen ſchon im Mai und ſetzen ſie fort bis Ende Septembers. Von ihrer Gefaͤhrlichkeit kann man ſich einen Begriff machen, wenn man be⸗ denkt, daß ein einziges Weibchen bis 20000 Junge erzeugt, und daß die Maden ſo viel freſſen und ſo ſchnell wachſen, daß ſie in vierundzwanzig Stunden ihr Gewicht zweihundertmal vermehren. Vor einigen Jahren waren von 4090 Schafen, die auf fuͤnf Land⸗ guͤtern in der Nachbarſchaft von Loch Venaher und Loch Lomond in den ſchottiſchen Hochlanden gehalten wurden, in einem Sommer 550 Stuͤck angegriffen worden, von denen 195 Stuͤck ſtarben und 335 Stuͤck zwar genaſen, aber lange Zeit brauchten, ehe ſie ſich voͤllig wieder erholten. Bei ſehr ſchwuͤlem Wetter verwandeln ſich die an mehren Stellen des Koͤrpers oft von mehren Fliegen in ungeheurer Menge abgeſetzten Eier ſchnell in Maden, die ſich in die Haut einfreſſen, und ſo ſchnell vermehren, daß in zwei bis drei Tagen die Haut von mehren tauſenden durchfreſſen iſt, und das ſo geplagte Thier, wenn nicht ſogleich Hilfe erfolgt, noch vor Ablauj ziefe Kai Möbe gan han g dann p Etell Alilich ten, die focene Waſet e wan de in einen glbene- Aoſchere 6 wi dorben, geſebt dann Na llibt ni ffher, d Tyeration ſade, d ſchümme ſelbſt venetiar und l! G deutſch vorkom daher„ ſermit gen kon, warmen ockt. Cz Körpetz er unten den Afte nicht bon de Nage on einixe Monate eſonders 1 Pfund woͤhnlih⸗ unde lan ödtet i ihrer zu n Damij Arſenit er obigen der Ge⸗ Gallon oll Ter⸗ ten ſchon don ihrer man le ugt, un aß ſiein ermehen unf Land⸗ Lomond Sommer ben und ſie ſic eln ſich egen in 1t ſich in wei bis ſ, m ſoch bel Vom Schaf. 517 Ablauf einer Woche in ein abgenagtes, mit dieſem ekelhaften Un⸗ geziefer bedecktes Skelett verwandelt iſt. Das von der Fliege geſtochene Schaf zeigt ſogleich großes Mißbehagen. Es haͤngt den Kopf, bewegt den Schwanz auf eine ganz eigne Weiſe, ſtampft mit dem Fuße, zieht den Leib mit Zei⸗ chen großer Unruhe in die Hoͤhe, laͤuft eine kurze Strecke, bleibt dann ploͤtzlich ſtehn und beißt mit den Zaͤhnen nach der geſtochenen Stelle. Sobald der Schaͤfer dies bemerkt, ſollte er ſtets augen— blicklich das ſich ſo benehmende Thier fangen und genau unterſu⸗ chen, die gefundenen Eier mit den Fingern zerdruͤcken und die ge— ſtochene Stelle mit Seifenwaſſer und Urin oder mit Goulard'ſchem Waſſer waſchen. Haͤtten ſich die Maden ſchon gebildet, dann muß man die Wolle nicht nur da, wo dieſe ſich zeigen, ſondern auch in einem groͤßern Umfange rundum glatt abſcheren und die ange— gebene Waſchung hier ebenfalls vornehmen. Wenn jedoch dieſes Abſcheren der Wolle ſich vermeiden laͤßt, iſt es ſehr gut; denn es wird dadurch nicht nur das aͤußere Anſehn des Thieres ver— dorben, ſondern auch die Haut den Angriffen kleinerer Fliegen aus⸗ geſetzt. Zeigt ſich bei einer Unterſuchung die Haut durchbohrt, dann haben ſich die Maden ſchon unter ſie eingefreſſen, und nun bleibt nichts uͤbrig, als dieſe Stellen mit einem Federmeſſer zu oͤffnen, die vorgefundenen Maden zu entfernen und die durch dieſe Operation entſtandenen Wunden mit einer gewoͤhnlichen Wund— ſalbe, wie man ſie in den Apotheken kauft, zu heilen. In ſehr ſchlimmen Faͤllen kann man ſich jedoch dieſelbe am wirkſamſten ſelbſt bereiten, indem man ½ Pfund reines Queckſilber, ⁄ Pfd. venetianiſchen Terpentin, ½ Unze Arſenik, ½ Pinte Klauenfett und 1 Pfd. Schweineſchmer in einem Moͤrſer unter einander reibt. Es moͤchte dieſes Wenige das Intereſſanteſte ſein, was dem deutſchen Leſer aus unſerm Originale uͤber die in Großbritannien vorkommenden Schafkrankheiten mitzutheilen iſt; wir halten uns daher nicht laͤnger bei dieſem Gegenſtande auf, ſondern ſchließen hiermit das lange Kapitel uͤber die daſige Schafzucht. & — 82 Vierzigſtes Kapitel. Vierzigſtes Kapitel. Von den Ziegen und den Hirſchen. Die Ziegen ſtammen zwar urſpruͤnglich aus einem waͤrmeren Klima, als das Großbritanniens, aber ſind doch ſchon ſeit langen Zeiten hier einheimiſch und wurden ehedem in großen Herden in den Bergen von Wales und allen Huͤgelgegenden des vereinigten Koͤnigreiches gehalten; man machte aus ihrer Milch viel Kaͤſe und hielt ihr Fleiſch fuͤr eine geſunde und leckere Koſt. Die immer allgemeiner werdende Einhegung des Landes hat ſie jedoch jetzt beinahe ganz aus den groͤßeren Wirthſchaften verbannt, weil ſie die Hecken benagen und uͤber die hoͤchſten der gewoͤhnlichen Ver— machungen ſpringen. Auch ihr Fleiſch haͤlt man gegenwaͤrtig fuͤr weit geringer, als das der Schafe, und ſo findet man ſie denn faſt nur noch einzeln bei ſolchen, die deren Milch wegen ihrer Nahrhaftigkeit und leichten Verdaulichkeit ſchaͤtzen, oder bei Pferde⸗ haltern, welche in dem Glauben ſtehen, daß der von ihnen aus⸗ gehende, unangenehme Geruch etwas Heilſames fuͤr die Pferde habe. Die Abneigung, welche man gegenwaͤrtig in Großbritannien gegen das Fleiſch der Ziegen, ſowohl gegen das der Jungen, wie gegen das der ausgewachſenen Thiere zeigt, beruht jedoch ganz ge⸗ wiß auf einem Vorurtheil; denn in den ſuͤdlichen Laͤndern Europa's kommen die Zickelchen gleich den Laͤmmern auf die vornehmſten Tafeln und werden von den Meiſten fuͤr weit wohlſchmeckender gehalten, als die letzteren. Ihre Auferziehung mag allerdings auf gutem Weideland keinen Vortheil bringen, da ſie aber die jungen Triebe der Haide und des Ginſters auf Hochmooren lieben und viele Pflanzen gern verzehren, die von anderen Thieren verſchmaͤht werden, ſo waͤre es gewiß nicht unvortheilhaft, einige Ziegen unter den Schafherden mitzuhalten, mit denen man jene hochgelegenen Torf⸗ und Haideweiden benutzt. So gibt es in der Grafſchaft Surrey, nicht weit von London, weite Landſtrecken, die faſt nichts wenn ſ und jun Fleſch Kdnnte Vrdor das d ſj m 5 gehen ſo der Lich diſes r wen m bedae zehun Schafe ſett n — ) iſt, als ger Glt vei QAu niuut aͤrmeren langen erden in ereinigte Kaͤſe und ie imme doch jit weil ſe hen Ver⸗ rtig für je denn n ihrer Pferde⸗ en aus⸗ e Pferde ritannin ꝛgen, wi ganz ge Europat nehmmſten veckender ngs auf jungen en und chmaͤht munter dlegenen naſſcaft nicht Von den Ziegen und den Hirſchen. 519 wie Haide tragen, faſt ganz werthlos und daher fuͤr einen hoͤchſt geringen Pacht zu haben ſind. Traͤte hier ein ſpekulativer Mann auf, der eine bedeutende Flaͤche ſolchen Landes, groß genug, um einen Hirten gehoͤrig zu beſchaͤftigen, pachtete, einige ganz leichte Schuppen zum Schutz der Thiere bei uͤblem Wetter errichtete, und fuͤr etwas Heu zur Winternahrung fuͤr ſie ſorgte, ſo wuͤrde er gewiß das geringe aufgewendete Kapital ſehr hoch verzinſt erhalten- Dafuͤr ſpricht, daß außer der Milch, die oft von Geneſenden ihrer leichten Verdaulichkeit wegen ſehr geſucht wird und bald in der Nachbarſchaft guten Abſatz finden wuͤrde*), die Ziege gewoͤhn⸗ lich zwei, ſehr haͤufig drei Junge auf einmal wirft, und dieſe ſelbſt unſeren Epikuraͤern gar bald eine Lieblingsſpeiſe geben wuͤrden, wenn ſie nur einmal zu Markte kaͤmen. Auch die Felle der alten und jungen Thiere ſind von nicht geringem Werth, und ſelbſt das Fleiſch von jenen ſteht dem Hammelfleiſch nicht viel nach und koͤnnte wenigſtens den Armen eine gute Nahrung gewaͤhren. In London wird nicht ſelten Hammelfleiſch zum Verkauf ausgeboten, das dem Ziegenfleiſch in Spanien und Portugal, wo es ſehr haͤu⸗ fig genoſſen wird, an Guͤte weit nachſteht. Hirſche werden viel in den Parks der Edelleute gezogen und geben ſo fuͤr den Landwirth allerdings keinen eintraͤglichen Zweig der Viehzucht ab. Es verdiente jedoch unterſucht zu werden, ob dieſes nicht unter beſonderen Umſtaͤnden dennoch moͤglich waͤre, wenn man uͤbrigens uneintraͤgliche Haide⸗ und Berglaͤndereien dazu benutzte; denn der Preis des Wildprets iſt ſo hoch, daß ſeine Er⸗ ziehung leicht ſich hier beſſer bezahlt machen duͤrfte, als die der Schafe. Wie dabei am zweckmaͤßigſten zu verfahren, iſt aber bis jetzt noch nicht ermittelt. *) Dazu kommt, daß der Milchertrag der Ziegen im Verhaͤltniß groͤßer iſt, als der der Kuͤhe. Wir haben eine gekannt, die eigentlich von ſehr gerin⸗ ger Guͤte war, und dennoch mehre Wochen nach dem Hecken hindurch taͤglich zwei Quart Milch gab. In Liſſabon wird mehr Ziegen⸗, als Kuhmilch verbraucht. Einundvierzigſtes Kapitel. V Fall ſ driißi vollen i Einundvierzigſtes Kapitel. d Bc i grij 4 ruutn Von den Schweinen.— 3 r leſc Das Schwein gibt ein Fleiſch, das ſowohl friſch, wie eingeſalzen, inn. allgemein eine beliebte Speiſe gewaͤhrt, und iſt nebenbei ein ſo ſhira d vortheilbringender Konſument aller genießbaren Abfaͤlle, daß nicht fol Et nur jeder groͤßere Landwirth ſich mit ſeiner Auferziehung befaßt, di ſondern auch jeder Haͤusler ſich damit abgibt, wenn er nur irgend beſtwa die Mittel zu deſſen Erhaltung auffinden kann. Es gibt kein büſet Thier, das fuͤr das verzehrte Futter ſo viel Fleiſch zuruͤckgibt, und chwad deshalb wird es mit Recht des Armen Vieh genannt. Dies wuͤrde Haut! jedoch, trotz der dadurch bewirkten großen Nachfrage, wegen der als den Fruchtbarkeit der Sau, die gewoͤhnlich ſieben bis zehn Junge auf id kli einmal zur Weltz bringt und haͤufig zweimal in einem Jahre gißen S wirft, die Schweinezucht nur wenig vortheilhaft machen, ſobald elhithe man ſich dabei gekaufter und koſtbarer Nahrungsmittel bedienen a ſ wollte; da aber dieſe Thiere, wie bereits erwaͤhnt, mit jedem Fut— n d ter vorlieb nehmen, ſelbſt mit ſolchem, das von anderm Vieh un⸗ niß zu ter die Fuͤße getreten worden, und jeden Abfall verzehren, er komme zu Ec aus der Kuͤche, der Molkerei oder ſonſt woher, alſo mit geringen dieſer Koſten aufzuziehen ſind und viel Miſt liefern, der nur dem der gen, Schafe an Guͤte nachſteht, ſo ſind ſie fuͤr den Landwirth ein ſehr ſhmae nuͤtzliches Vieh, und dieſer ſchon reichlich belohnt, wenn die ver⸗ p wer kauften Stuͤcke nur ihre Erzeugung bezahlen. ilce Wenn aber auch das Schwein mit jeder Speiſe vorlieb nimmt, b eſehen ſobald nur ſein Appetit vollſtaͤndig befriedigt wird, ſo zeigt es ſich V d doch bei freier Wahl als wahrer Gourmand, indem es immer das tu Nahrhafteſte auszuſuchen weiß. Wenn man ihm Turnips und hit, d Kartoffeln neben einander vorſetzt, wird es gewiß die letzteren heſa waͤhlen, und Bohnen wie Erbſen zieht es der Gerſte und dem ried Hafer weit vor. Sein Leben beſchließt es in Großbritannien weit 9.. 2— Kh fruͤher, als es bei dem regelmaͤßigen Gange der Natur wohl der 1 Vch. geſalzen, e ein ſo daß nicht ig befͤßt ur irgend gibt kei kgibt, und es winde egen der nge auf Jahre ſobald bedienen dem Fut⸗ Vieh un⸗ er komme geringn dem der Hein ſehr die ber- nimm, tes ſich ner das und letzteren nd dem ien weit oohl der Von den Schweinen. 521 Fall ſein wuͤrde; denn man weiß, daß es im wilden Zuſtande bis dreißig Jahre alt wird, waͤhrend es zahm in der Regel noch vor vollendetem zweiten Jahre geſchlachtet wird, und man ſelbſt Eber und Zuchtſauen ſelten uͤber fuͤnf Jahre alt werden laͤßt.. Obgleich dieſes Thier wegen ſeiner Neigung zum Koth zum Sprichwort geworden iſt, ſo ſteht es doch wegen der Fuͤlle und des Wohlgeſchmacks ſeines Fleiſches in der ganzen chriſtlichen Welt in großem Anſehn, und durch die Kreuzung der verſchiedenen Hauptraſſen von ihm ſind ſo viele Unterraſſen entſtanden, daß deren genaue Beſchreibung allein einen ganzen Band fuͤllen wuͤrde. Wir beſchraͤnken uns daher auf die Angabe der wichtigſten unter ihnen. Es ſind dies die Chineſiſche, die Rudgewicker, die Hamp⸗ ſhirer, die Berkſhirer, die Tonquins, die aus Eſſer, Suffolk, Nor⸗ folk, Shropſhire, Woburn und Diſhley. Die chineſiſche ward aus Indien eingebracht. Es gibt zwei beſtimmte Abarten derſelben: die weiße und die ſchwarze, jene iſt beſſer gebaut, aber weniger hart und fruchtbar. Beide haben ſchwache Knochen, feinen Kopf, kleine Ohren, runden Leib, duͤnne Haut und ſo kurzen Hals, daß, wenn ſie fett ſind, der Kopf kaum aus dem Nacken guckt und faſt nur der Ruͤſſel zu ſehen iſt. Sie ſind kleiner, als andere Arten, erreichen, zwei Jahre alt, ſelten eine groͤßere Schwere als ſechzehn bis achtzehn Stein, laſſen ſich ſchwer aufziehen, und die Muͤtter ernaͤhren ihre Jungen nicht wohl. Ihr Fett iſt zu weich, um guten Speck zu geben, und haͤuft ſich leicht in zu großer Menge an, auch ſind ihre Hintertheile im Verhaͤlt— niß zu dem uͤbrigen Koͤrper ſo ſchwach, daß ſie nicht mit Vortheil zu Schinken ſich benutzen laſſen. Demnach wuͤrde die Erziehung dieſer Schweine bis zu einem hoͤheren Alter keinen Gewinn brin— gen, da ſie aber eine ſo große Maſtfaͤhigkeit beſitzen und uͤberaus ſchmackhaftes Fleiſch liefern, dem jung kein anderes gleichkommt, ſo werden ſie vorzuͤglich von den Molkereibeſitzern ſehr geſucht, welche die Tafel der Englaͤnder mit jungen Schlachtſchweinen verſehen. Die ſchwarze Abart iſt ſehr genuͤgſam und mit wenig Futter fett zu machen. Dieſer Vorzuͤge wegen ſind ſie, trotz ihrer Klein— heit, doch beliebt, und hat man ſie zur Kreuzung mit anderen Raſſen benutzt. Auch ſind ſie uͤberaus fruchtbar: man hat Bei— ſpiele, daß eine auf einmal neunzehn Stuͤck geworfen und binnen vierzehn Monaten in drei Wuͤrfen funfzig Junge zur Welt gebracht hat. Ihre Kreuzung mit groͤßeren Raſſen hat zwar deren Groͤße 522 Einundvierzigſtes Kapitel. etwas vermindert, aber ihre uͤbrigen Eigenſchaften in mehren Faͤllen bedeutend verbeſſert. Es gibt auch eine gemiſchte Raſſe, die durch einen aus Ame⸗ rika eingebrachten wilden Eber von ziemlich gleicher Geſtalt erzeugt worden ſein ſoll, ſchwarz und weiß gefleckt iſt und bald aufrecht ſtehende dicke Ohren, wie die aͤchte chineſiſche, bald herabhaͤngende hat. Letztere ſind groͤber und ſtaͤrker, aber wunderbar fruchtbar und gute Ernaͤhrerinnen ihrer Jungen; doch taugen ſie nur zu Zuchtſchweinen und jungen Schlachtſchweinen, in hoͤherm Alter voͤllig ausgemaͤſtet erreichen ſie ſelten ein großes Gewicht, auch ſtehen ſie jenen an Maſtfaͤhigkeit weit nach. Die Rudgewickraſſe, die fruͤher in ziemlicher Menge an den Grenzen von Surey und Suſſer gezuͤchtet wurde und eine unge⸗ heure Groͤße erreichte, iſt nicht ſo bekannt, wie ſie verdient; denn ſie gibt die groͤßten Schweine in ganz Britannien, die faſt ſo ſchwer werden, wie ein fetter Suſſexochſe, und ſich ohne große Muͤhe maͤſten laſſen. Ein zweijaͤhriges Schlachtſchwein dieſer Raſſe wiegt gewoͤhnlich 70 Stein, ja nicht ſelten 90— 116 Stein; man hat ſogar dreijaͤhrige geſchlachtet, die bis 182 Stein ſchwer waren. Das Hampſhirer Schwein, weiß von Farbe, galt ſonſt als das, welches den beſten Speck liefert. Dies war aber mehr eine Folge der Eichelmaſt in den Waͤldern, als ſeiner natuͤrlichen Eigen⸗ ſchaft. Es iſt an ſich ein ſtarkknochiges, ſchmalſeitiges, grobes Thier, das in anderen Verhaͤltniſſen ſich nicht gut maͤſten laͤßt und kein gutes Fleiſch liefert. Durch die Kreuzung mit andern Raſſen, beſonders mit der chineſiſchen und der Suffolker iſt es ſehr ver— beſſert worden. Das Berkſhirer Schwein hat eine rothbraune Farbe mit ſchwarzen Flecken, einen wohlgeformten Kopf, und nach vorn ſte— hende, bisweilen uͤberhaͤngende Ohren. Es iſt kurzbeinig, feinkno⸗ chig und mit ſo grobem, lockigem Haar verſehen, daß man zu der Vermuthung gefuͤhrt wird, ſeine Haut und ſein Fleiſch muͤßten grob ſein. Aber keine andre Raſſe liefert ſo gutes und feines Rauchfleiſch. Auch erreicht dieſe Art eine ziemliche Groͤße; das Durchſchnittsgewicht eines vollkommen ausgemaͤſteten Thieres iſt 40— 50 Stein; man findet aber nicht ſelten einzelne, die uͤber 100 Stein ſchwer werden. Dieſer Vorzuͤge wegen hat dieſe Raſſe neuerer Zeit vorzuͤgliche Anerkennung von Seiten der beſten Sachverſtaͤndigen erhalten, und dies hat Veranlaſſung gegeben, daß man ſ Kreuzu Menge andre, hat ind De d Man! nach ſ durg di gell v die im d von den vielen S Sie ſind Koyf w und let beider und tie ilerzau und lefe lyr, wer Angen Gr bon Re von de Bucii Vor ei ſchau von ſi und de KSte Ljun Di Aie de ſa Gtij ſvenen dendr agun Rüſi aren guun maus Ame⸗ alt erzeug ld auftect bhängend fruchther je nur zu erm Alter cht, auch d an den ane unge⸗ ient; dem die fif o ohne gaße vein diſe 16 Stein; ein ſchwer ſonſt als ehrr eine n Eigen⸗ „Nodes uaßt und rn Raſſen ſehr ver Farbe mi vorn ſt⸗ j feinkno⸗ an zu der müßten d feines ße; das jeres iſ die über zat dieſe er beſten ben, daß Von den Schweinen. 523 man ſie gegenwaͤrtig ziemlich weit verbreitet findet und vielfach zu Kreuzungen mit anderen Raſſen benutzt hat. Dadurch ſind eine Menge neuer Abarten entſtanden; faſt jede Gegend beſitzt eine andre, von der großes Ruͤhmen gemacht wird. Den beſten Erfolg hat indeſſen wohl die Kreuzung mit chineſiſchen Schweinen gehabt. Die daraus entſtandene Raſſe heißt Tonkey oder eigentlich Tonquin. Man will jedoch bemerkt haben, daß dieſelbe in ſich fortgepflanzt nach ſieben bis acht Jahren ausarte und daher von Zeit zu Zeit durch die wiederholte Kreuzung der Originalthiere wieder neu her⸗ geſtellt werden muͤſſe. Die halbſchwarzen Schweine von Eſſex ſtammen ebenfalls zum Theil von der Berkſhirer Raſſe, wurden vor einigen Jahren von dem verſtorbenen Lord Weſtern aufgebracht, und werden von vielen Sachverſtaͤndigen zu den vorzuͤglichſten des Landes gerechnet. Sie ſind ſchwarz und weiß gefleckt, kurzhaarig und duͤnnhaͤutig, Kopf und Ohren ſind kleiner, als bei denen der Berkſhirer Raſſe, und letztere inwendig behaart(dies iſt ein charakteriſtiſches Zeichen beider Raſſen). Der Ruͤſſel iſt kurz und ſtumpf, der Koͤrper breit und tief, und das Hintertheil voll, aber leicht an Knochen, die uͤberhaupt nur ſchwach ſind. Sie freſſen raſch, wachſen ſchnell und liefern vortreffliches Fleiſch. Die Mutterſchweine ſind frucht— bar, werfen acht bis zwoͤlf Stuͤck auf einmal, aber ernaͤhren ihre Jungen nicht ſonderlich. Eine andre Raſſe, die aus der Kreuzung der von Eſſex und von Hertford hervorgegangen iſt und danach benannt wird, wurde von dem beruͤhmten Viehzuͤchter, Hrn. Dodd, zu Chenies in Buckinghamſhire hervorgebracht und iſt gegenwaͤrtig ſehr geſchaͤtzt. Vor einigen Jahren ſtellte er ein junges Schwein auf der Thier— ſchau zu Smithfield aus, das den 11. Februar in einem Alter von ſieben Wochen und drei Tagen weggenommen worden war und den 26. Dec. geſchlachtet wurde; ſein lebendes Gewicht betrug 48 Stein 7 Pfund, und ſein todtes ohne Kopf und Abfall 40 Stein 7 Pfund. Die Suffolker und Norfolker Raſſe ſind lange Zeit in dem Rufe der Haͤrte und Fruchtbarkeit geweſen, jedoch nur von gerin— ger Groͤße. Durch eine Kreuzung mit Berkſhire⸗ oder Diſhley⸗ ſchweinen gewinnen ſie. Sie werden ſchnell fett, von den Londoner Branntweinbrennern aber nicht ſehr geſucht, weil ſie zur Speck— erzeugung nicht geeignet ſeien. Dieſe ziehen ihnen daher die Porkſhirer vor. 524 Einundvierzigſtes Kapitel. Die Shropſhirer Raſſe iſt eine der groͤßten, und war daher fruͤher von den Landwirthen ſehr geſucht, die ihre Dienſtboten ſelbſt bekoͤſtigten. Sie erreicht eine ungemeine Schwere; man hat Beiſpiele, daß ein 2 ½ Jahr altes Schwein dieſer Raſſe 103 Stein todtes Gewicht hatte ohne Kopf und Fuͤße. In den letzten Jah— ren iſt jedoch in der genannten Grafſchaft durch die Kreuzung mit anderen Raſſen eine feinere hervorgebracht und die urſpruͤngliche faſt ganz verdraͤngt worden. Die Woburnraſſe wurde von dem verſtorbenen Herzog von Bedford durch die Kreuzung mehrer Raſſen, die man nicht genau angegeben findet, erzeugt; ſie iſt weiß mit verſchiedenen Farben gefleckt, gut gebaut, hat einen runden Leib, kurze Beine und klei— nen Kopf und zeichnet ſich uͤberdies noch durch Haͤrte, Fruchtbar⸗ keit und große Maſtfaͤhigkeit aus. Man ſagt, ein Schwein dieſer Art naͤhme in derſelben Zeit doppelt ſo viel an Gewicht zu, wie das einer andern Raſſe. Die Diſhleys, welche von dem verſtorbenen Bakewell wahr⸗ ſcheinlich aus einer Verbindung der Berkſhirer Raſſe mit der chineſiſchen hervorgebracht, und zu jener Zeit ſo beruͤhmt, wie die anderen Viehraſſen dieſes großen Viehzuͤchters wurden, ſind uͤberaus fein von Knochen und wohlſchmeckend. Sie ſind ſehr gut gebaut und ſollen mehr Fleiſch im Verhaͤltniß zu den Knochen und dem Abfall geben, als jede andre Raſſe. Ausgemaͤſtet haben ſie bei— nahe gleiche Hoͤhe, Dicke und Laͤnge, ihr Leib beruͤhrt den Boden, und ihre Augen ſind vor Fett kaum zu ſehen; der ganze Koͤrper gleicht einem Fettklumpen. Dagegen macht man dieſer Raſſe den Vorwurf, daß ſie nicht ſehr fruchtbar ſei, die Jungen nicht gut aufziehe, langſam wachſe, mehr Futter als andere Raſſen brauche und zaͤrtlich ſei. Trotz dieſer Vorwuͤrfe iſt doch nicht zu leugnen, daß die Kreuzung anderer Raſſen mit einem Diſhleyeber ſehr guͤnſtige Erfolge gehabt und manche weſentliche Fehler derſelben verbeſſert hat. Die Schweine, maͤnnliche wie weibliche Thiere, werden ſchon in einem Alter von acht bis neun Monaten zur Fortpflanzung tuͤchtig, man ſollte ſie aber dennoch vor dem vollendeten Jahre nicht zur Begattung laſſen, weil ſie dann kraͤftigere Junge bringen und die Sau zu deren Ernaͤhrung faͤhiger wird. Nach neuerdings in Frankreich gemachten Erfahrungen(ſ. Giron:„Sur la Reproduction des Animaux domestiques“ Annales des sciences naturelles) bringt von zwei an einem Tage zu einem und de ihm zu zur T alten die zue Thir ein mal aler G. galiſin peüölic, zwi nin ſenderder darauf doß die wichigt d ‿ nehme Bruſt di wüͤbe un Sorungg Bau W wena d ſtaltu Fall ei daß ſi lichen ſollte; 5 hen ſuchdi vnmen di ſe d war daa Dienſbern te; mi h 103 S letzten zi⸗ reuzung mi rſprüngich Herzog we nicht gnal enen Fyrben ne und kle⸗ Fruchtbr⸗ hwein dieſ ht zu, wi well wahr e mit de :, wie die beraus t gebaut und dem ſie bei⸗ Boden, d Karper Raſſe da nicht g en brauch u leugnen veber ſih derſebben den ſchon lanzung n Jahre bringen ngen(ſ 4onales uenem Von den Schweinen. 525 und demſelben Eber gelaſſenen Mutterſauen diejenige, welche von ihm zuerſt beſprungen wird, mehr maͤnnliche als weibliche Thiere zur Welt. Ein Eber wurde an einem Tage zu zwei Jahre alten Sauen gleicher Groͤße und von einem Wurfe gelaſſen, und die zuerſt von ihm belegte warf neun maͤnnliche und ein weibliches Thier, die andere aber gerade umgekehrt neun weibliche und nur ein maͤnnliches. Ferner wurde ein ganz junger, erſt fuͤnf Monate alter Eber zu zwei Mutterſchweinen, mit ihm von einem Wurfe, gelaſſen, von denen die zuerſt beſprungene fuͤnf maͤnnliche und zwei weibliche, die andere vier Stunden ſpaͤter ſechs weibliche und nur zwei maͤnnliche Thiere zur Welt brachte. Der Mittheiler dieſer ſonderbaren Erſcheinung empfiehlt, auch bei anderen Hausthieren darauf zu achten, und meint, wenn ſie hier ebenfalls ſich ergebe, daß dies bei der Pferde- und Rindviehzucht ein Gegenſtand von Wichtigkeit ſei. Die Auswahl eines Zuchtebers haͤngt ſo weſentlich von der Mode oder der oͤrtlichen Vorliebe fuͤr die eine oder die andere Raſſe ab, und richtet ſich ſo wenig nach Boden und Klima, daß ſich wirklich keine andre Regel dafuͤr angeben laͤßt, als die: man nehme kein Thier, das nicht einen kleinen Kopf, eine breite, ſtarke Bruſt, ein bogenfoͤrmiges Ruͤckgrat, ein tonnenfoͤrmiges Rippenge— woͤlbe und ein rundes, volles Hintertheil, fleiſchig bis faſt zum Sprunggelenke, hat. Auch ſollte er ſtets etwas gedrungener im Bau und von einer geringern Groͤße ſein, als die Sau; denn wenn dieſe groͤßer iſt, erſcheint eine kraͤftigere, hinſichtlich der Ge— ſtalt und des Fleiſches beſſere Nachzucht, als wenn der umgekehrte Fall eintritt. Weiter iſt in Bezug auf ſie nichts zu bemerken, als daß ſie uͤberhaupt von einer guten Art ſein, einen weiten umfaͤng⸗ lichen Leib und wenigſtens 10— 12 Bruſtwarzen(Zitzen) haben ſollte; letzteres, um viele Junge ernaͤhren und aufziehen zu koͤnnen. Der Eber muß gut gefuͤttert und nicht zu ſehr angeſtrengt werden; mehr als zwanzig Sauen ſollte man ihm nie zutheilen. Auch die Sau muß wohl genaͤhrt werden, um ihre zahlreiche Nach— kommenſchaft zu erhalten, darf aber kein Maſtfutter bekommen, weil ſie fett nicht gut empfaͤngt und nur wenig Junge bringt.— Sie traͤgt in der Regel 16— 17 Wochen(117 Tage im Durch⸗ ſchnitt) und zeigt den Begattungstrieb(brauſet oder brennt) bald nach der Entwoͤhnung der Ferkel aufs Neue. Es iſt wohlgethan, denſelben nicht zu lange unbefriedigt zu laſſen, weil ſie ſonſt un⸗ rruhig wird und nicht gut frißt, und ſo kann man recht fuͤglich in 526 Einundvierzigſtes Kapitel. einem Jahre zwei, ja in zwei Jahren wohl fuͤnf Wuͤrfe von einer Sau erhalten. Bei dieſem Zulaſſen derſelben zum Eber iſt jedoch einige Ruͤckſicht darauf zu nehmen, daß die jungen Schweine ſehr empfindlich gegen die Kaͤlte ſind und daher nicht mitten im Win⸗ ter auf die Welt kommen duͤrfen, man ſuche es daher wo moͤglich ſo einzurichten, daß die Begattung im Mai und November ge— ſchehe, wo dann das Ferkeln im Februar und Auguſt erfolgt. Bei einigen Schweinezuͤchtern, die im Beſitz einer beſonders guten Raſſe waren, dieſelbe konſtant erhalten wollten und deshalb ſtrenge Inzucht trieben, ſoll dieſe einen unguͤnſtigen Erfolg gehabt, eine ſo ſchwaͤchliche Nachkommenſchaft endlich hervorgebracht haben, daß die Jungen meiſtens gleich nach der Geburt wieder ſtarben. Da es ſich nicht ſelten ereignet, daß eine junge Sau ihre eigenen Jungen frißt, ſo muß man ſehr aufmerkſam auf ſie ſein, ſobald ſie werfen will. Man erkennt ſolches daran, daß ſie Stroh in ihr Maul nimmt und ſich ein Lager zu bereiten ſucht. Ein gutes Mittel gegen das Auffreſſen der Jungen iſt es, dieſe gleich nach der Geburt mit einer ſtarken Aufloͤſung von Aloe in lauwar⸗ mem Waſſer zu beſtreichen, durch deren bittern Geſchmack die Sau abgehalten wird, ſich an ihnen zu vergreifen. Auch muß man dafuͤr ſorgen, daß dieſe von anderen Schweinen nicht geſtoͤrt wer⸗ de, vor allen darf der Eber durchaus nicht zu ihr, weil dieſer die Ferkel jedesmal umbringt. Man laſſe ſie daher nach dem Werfen wenigſtens eine Woche lang ruhig in ihrem Koben ſtecken und bereite ihr hier ein trocknes, weiches und warmes Lager, ſtreue jedoch in den erſten Tagen nicht zu reichlich und nur mit kurzge— hacktem Stroh ein, damit ſich die Ferkel nicht darunter verſtecken koͤnnen, weil ſie ſonſt leicht von ihrer Mutter erdruͤckt werden. Wenn dieſe ſehr groß und ſchwer iſt, geſchieht dieſes oftmals; um es zu verhuͤten, bringt man an den Seitenwaͤnden der Koben kleine, offene, oben gedeckte, nur wenige Zoll vom Boden erhoͤhte Staͤllchen⸗ an der Seite offene, niedrige Kaſten an, in welche die Jungen ſich fluͤchten koͤnnen. Die Zahl der auf einmal geworfenen Jungen iſt ſo verſchie— den, daß ſich nichts Beſtimmtes daruͤber angeben laͤßt. Gewoͤhn— lich rechnet man, daß zwanzig Mutterſauen 150 Ferkel bringen, dies macht auf jeden Wurf 7 ½ Stuͤck. Man hat jedoch Beiſpiele, daß eine Sau in zwanzig Wuͤrfen 355 junge Schweine brachte, und eine 37 Stuͤck auf einmal warf. Funfzehn bis zwanzig Fer⸗ kel kommen nicht ſelten von einer Sau auf einmal zur Welt; dochi ſind d ihnen Gervi 1 di u ir d nicht in auſgejä heſee Or di Jung wagrend Aufenthe geregel ſo düufe ſchweine Jahl d möglic zehn 2 Ernaihru hücſeens biee go⸗ dnz ſebſt in W dbet de ſonders verſäun ſie ene ſtarkes ſie ſau ſulict jun ſtro e bon ea r iſ iddt weine ſeht mim Wir. vo moͤglc vember ge ffolgt. beſonden nd deshal ig gehabt iht haben, ſtarben. Sau ihr uf ſie ſ F ſie Eirh ucht. En dieſe geich n lauwer⸗ k die Sau uß man oͤrt wer⸗ il dieſer ach dem en ſtecken get, ſtreu⸗ nit kurzg⸗ verſtecn it werde tmals; un ben klein, Stilchen, noen ſich berſchie⸗ Hewoͤhn⸗ bringen, Beiſpiele brachte, zig Fer⸗ n Welt Von den Schweinen. 527 doch iſt die Haͤlfte dieſer Zahl das Gewoͤhnlichere, und nicht immer ſind die zahlreichſten Wuͤrfe auch die vortheilhafteſten, weil es in ihnen immer Schwaͤchlinge gibt, die nur mit Muͤhe und ohne Gewinn ſich aufziehen laſſen. Wenn eine Woche nach dem Werfen verfloſſen iſt, kann man die Sau taͤglich ein paar Stunden dem Koben entlaſſen, und ſobald ihre Brut einige Staͤrke erlangt hat, mag ſie ihr folgen, aber nicht in einen eingeſchloſſenen Strohhof, weil ſie hier leicht in der aufgehaͤuften Streu erſticken koͤnnte. Ein Stuͤck Grasland iſt der beſte Ort fuͤr ſie; denn das Gras verbeſſert die Milch der Sau, die Jungen gedeihen und ſtaͤrken ſich hier, und der Stall wird waͤhrend ihrer Abweſenheit geluͤftet und gereinigt. Die Zeit ihres Aufenthaltes im Freien muß nach dem Zweck ihrer Auferziehung geregelt werden. Sind ſie zu jungen Schlachtſchweinen beſtimmt, ſo duͤrfen ſie nur wenig Bewegung haben; ſollen aber Speck⸗ ſchweine aus ihnen werden, dann kann dieſe ſtaͤrker ſein. Iſt die Zahl der Jungen groß, dann vermindere man dieſelbe ſo bald als moͤglich, indem man einige als Spanferkel in dem Alter von vier⸗ zehn Tagen bis drei Wochen ſchlachtet und ſo der Mutterſau die Ernaͤhrung der uͤbrigen leichter macht. Mehr als ſechs bis ſieben, hoͤchſtens neun, ſollte man ihr niemals laſſen, wenn es auch Bei⸗ ſpiele gibt, daß ſie noch mehr ganz gut aufgebracht haben, und uns ſelbſt ein Fall bekannt iſt, daß eine Sau von dreizehn Wuͤr⸗ fen 177 Schweine vollkommen gut aufgezogen hat. Sie muß aber dann ein ausgezeichnet geſundes, kraͤftiges Thier ſein und be— ſonders gut gefuͤttert werden. Letzteres iſt aber auch da nie zu verſaͤumen, wenn man ihr nur wenig Junge laͤßt. Anfangs muß ſie einen warmen, ſchleimigen Mehltrank bekommen, dem man etwas ſtarkes Bier zur Staͤrkung hinzuſetzt; dann gibt man ihr, ſo lange ſie ſaͤugt, fruͤh und abends warmen Molkereiabfall oder Kuͤchen⸗ ſpuͤlicht mit Schwarzmehl und des Mittags ein feſtes, ſubſtantioͤſes Futter, das aus gekochten Kartoffeln, mit Bohnen- oder Erbſen⸗ ſchrot verſetzt, oder aus anderen nahrhaften Futtermaterialien beſteht. Nach Verlauf von drei Wochen werden die jungen Eber, die nicht zur Zucht dienen ſollen, gewoͤhnlich verſchnitten; Einige ver— ſchieben ſolches jedoch, bis ſie 6— 8 Wochen alt ſind. Auch die weiblichen Thiere, die nicht zu Mutterſchweinen beſtimmt ſind, werden dieſer Operation unterworfen, in der Regel eine Woche ſpaͤter. Dieſelbe iſt gefahrlos und wird von einer untergeordneten 528 Einundvierzigſtes Kapitel. Art von Viehaͤrzten verrichtet, welche unter dem Namen„Schweine⸗ ſchneider“(Sow-gelders) bekannt ſind und vom Stuͤck in der Re⸗ gel einen Shilling erhalten. Die jungen Saugſchweine duͤrfen in ihrer Ernaͤhrung der Mutter nicht allein uͤberlaſſen bleiben, ſondern muͤſſen taͤglich neben— bei noch zwei⸗ bis dreimal etwas abgerahmte Milch, oder Butter⸗ milch, oder Molken, oder Kuͤchenabfaͤlle, die man warm gemacht und mit etwas Mehl, oder Schrot, oder gekochtem Wurzelwerk ver⸗ ſetzt hat, erhalten. Wem dies zu muͤhſam iſt, kann ihnen auch fortwaͤhrend abgerahmte Milch an einen Ort des Stalles hinſtellen, zu dem die Mutter, ihrer Groͤße wegen, nicht gelangen kann. Nach ſechs bis acht Wochen ſind die jungen Schweine in der Regel zum Entwoͤhnen ſtark genug; man nimmt dieſes nach und nach vor, indem man ſie anfangs noch zweimal, dann nur einmal taͤglich an ihrer Mutter ſaugen und die ſchwaͤchſten dieſer noch einige Zeit laͤnger, als die uͤbrigen laͤßt. Sie muͤſſen reinlich und warm gehalten und ſehr ſorgſam gefuͤttert werden. Wenn auch die Abfaͤlle aus der Meierei und der Kuͤche zu ihrer Ernaͤhrung dienlich ſind, ſo zeigen ſie doch bald ein Verlangen nach Wurzel⸗ werk, das ihnen denn auch gekocht nebſt Biertrebern und Brannt⸗ weinſpuͤlicht ſo lange nebenbei mit gegeben werden mag, bis ſie ſtark genug ſind, ſich als Laͤuferſchweine ihre Nahrung ſelbſt auf dem Wirthſchaftshofe zu ſuchen. Solche Laͤufer jedoch, die zeitig zum Schlachten beſtimmt ſind, um feines friſches Speiſefleiſch zu geben, ſollten fortan nur mit Molkereiprodukten, abgerahmter Milch, Molken, Buttermilch c,, denen man etwas Mehl, auch wohl gekochte Kartoffeln oder Pa— ſtinaken zuſetzt, gefuͤttert werden; denn wenn auch der Kuͤchenſpuͤ⸗ licht nahrhaft iſt, ſo gibt er doch kein wohlſchmeckendes Fleiſch*). So genaͤhrte Schweine ſind gewoͤhnlich nach vier Monaten ver⸗ kaͤuflich und wiegen dann etwa 7—8 Stein. Laͤßt man ſie aͤlter werden, ſo erlangen ſie zwar eine groͤßere Schwere, aber die Guͤte *) Als Beweis dafuͤr kann folgendes Beiſpiel dienen: Der Verf. ſtellte vor einiger Zeit zwei junge Schweine von einem Wurfe nach dem Entwoͤhnen auf, und ließ das eine mit Kuͤchenſpuͤlicht, dem etwas Schwarzmehl zugeſetzt wurde, das andre mit abgerahmter Milch fuͤttern. Nach vier Monaten wur⸗ den beide geſchlachtet; das mit Spuͤlicht gefuͤtterte war ſchwerer, als das andre, aber ſein Fleiſch hatte, gebraten, geroͤſtet und eingeſalzen, einen unan⸗ genehmen Geſchmack, waͤhrend das des andern uͤberaus wohlſchmeckend war. in einen ſt e g diſes n Gräben Mahrun zwar bi ind, in ſie deg Wrze ſie fri falhf ſ Ftterui Etale 9 duch ſo t feden, Sohr bon me fette S in eine glech von ih I joer Fle, a dn Fell dih bond üſin aane d ſitt m ladn D dd ſo di U „Sihie in der ge ährung de glich nebn der Butte⸗ rm gemadh zelwerk ber ihnen auu hinſtelle gen kam. ne in de 3 nach und nur enm dieſe noc reinlit ud Wenn aut Emaͤhruen c Wurzi⸗ ) Brannt⸗ , bis ſie ſelbſt auf veſtiram fortan au ttermilch noder 1 Kuͤchenſt. 3 Fleſſh onaten bi⸗ def. ſtelle Entwoͤhnen il zugeſtt naten wur⸗ e, als das einen unan⸗ end war⸗ Von den Schweinen. 529 ihres Fleiſches vermindert ſich und damit auch verhaͤltnißmaͤßig ihr Preis. Die ſogenannten Milchſchweine, welche fuͤr eine vor⸗ zuͤgliche Delikateſſe gehalten werden, muͤſſen drei volle Monate, ohne entwoͤhnt zu werden, bei ihrer Mutter bleiben, und duͤrfen nichts weiter erhalten, als Milch von dieſer und nebenbei zu ihrer vollen Saͤttigung abgerahmte Kuhmilch. Sie wiegen, wenn man ſie nach jener Zeit ſchlachtet, gewoͤhnlich 4 ½— 5 ½ Stein. Bei Schweinen dagegen, die man aufzieht, um ſie ſpaͤterhin in einem weiter vorgeruͤckten Alter als Fettſchweine zu ſchlachten, iſt es gleichgiltig, was ſie als Laͤufer fuͤr Futter erhalten, wenn dieſes nur reichlich iſt. Man ſieht ſie haͤufig laͤngs der Wege und Graͤben hinſchweifen, und eifrig zuſammenſuchen, was ihnen zur Nahrung dienen kann; ſie freſſen jeden Abfall. Man haͤlt ſie zwar bisweilen in eignen Staͤllen, die mit einem Hof umgeben ſind, in dem ſie ſich nach Willkuͤhr ergehen koͤnnen, und fuͤttert ſie regelmaͤßig mit allerlei Abfaͤllen und gekochtem oder rohem Wurzelwerk, auch wohl etwas Getreide; aber haͤufiger laͤßt man ſie frei in den Hoͤfen herumlaufen, und ſich ihre Nahrung hier ſelbſt ſuchen, die zum großen Theil aus Scheunenauswurf und den Futterruͤckſtaͤnden beſteht, welche das mit Turnips, Klee ꝛc. auf dem Stalle oder Hofe gefuͤtterte Rindvieh gelaſſen hat. Sie ſind je⸗ doch ſo wenig ekle Freſſer, daß ſie in nicht zu großer Zahl vor⸗ handen, ihren reichlichen Unterhalt finden, und nach Ablauf eines Jahres weit genug herangefuͤttert ſind, um nach einer Maſtung von wenigen Wochen mit Kraftfutter, beſonders mit Koͤrnern, ſehr fette Schlachtſchweine zu geben, Ja ſie befinden ſich nicht ſelten in einem ſo guten Zuſtande, daß man ſie, ohne weitere Fuͤtterung gleich zum Hausbedarf ſchlachten kann und vortreffliches Fleiſch von ihnen erhaͤlt. Man laͤßt ſie bisweilen auf Graslaͤndereien weiden, noch haͤu⸗ figer aber fuͤttert man ſie mit gruͤnabgeſchnittenen Wicken oder Klee, die man ihnen entweder in ihrem Stall oder in einem auf dem Felde aufgeſchlagenen Pferch vorwirft. Es gibt indeſſen auch noch Landwirthe, die nachlaͤſſig genug ſind, ihnen das willkuͤhrliche Abfreſſen der angeſaͤeten Futterkraͤuter zu erlauben. Dieſes ver⸗ kehrte Verfahren kann nicht ſtreng genug geruͤgt werden, da es nicht nur eine große Futterverwuͤſtung, ſondern auch einen bedeu— tenden Duͤngerverluſt herbeifuͤhrt. Man treibt ſie auch nicht ſelten in Waldungen, um ſich mit Eicheln und Buchnuͤſſen zu naͤhren, ſo wie auf die Stoppelfelder, um die ausgefallenen Koͤrner aufzu⸗ II. 34 530 Einundvierzigſtes Kapitel. leſen, man hat ſie ſogar mit ziemlichem Vortheil auf Kartoffel⸗ feldern eingepfercht und ſich die Knollen ſelbſt herauswuͤhlen laſſen. Sie ſcheinen ſie auf dieſe Weiſe vorzuͤglich zu lieben und geben zugleich dem Acker nicht wenig Duͤnger zuruͤck. Jede Art von Gruͤnfutter ſagt ihnen zu, doch verdienen, nach John Sinclair's Angabe gruͤnausgeraufte Bohnen den Vorzug vor jedem andern. Der Acker Bohnen wurde bei dieſer Verwendung auf zehn Pfund Sterling benutzt. Die Fuͤtterung der ſpaͤter zur Maſt kommenden Schweine bezweckt mehr die Befoͤrderung ihres Wuchſes, als die Verbeſſerung ihres Fleiſches und kann daher auf die verſchiedenſte Weiſe und mit den waͤßrigſten Nahrungsmitteln geſchehen, rathſam bleibt es aber immer, ihnen uͤber Nacht eine kleine Gabe von Erbſen oder Bohnen zu reichen, um ihren Magen zu waͤrmen, und ihnen, wenn ſie ausgetrieben worden, die Heimkehr angenehm zu machen. Wenn ſie viel im Freien herumlaufen, iſt es nothwendig, ihnen einen Ring durch die Naſe zu ziehen, um ſie vom Wuͤhlen abzuhalten, auch legt man ihnen bisweilen einen aus drei Stuͤcken Holz zuſammengeſetzten dreieckigen Rahmen um den Nacken, damit ſie nicht Hecken und Vermachungen durchbrechen koͤnnen. Der Ring iſt von Eiſen und wird ihnen angelegt, wenn ſie noch ganz jung ſind; der Schmerz, den er ihnen verurſacht, wenn ſie mit dem Ruͤſſel aufſtoßen, verhuͤtet den Schaden, den ſie damit anrich⸗ ten koͤnnen. Bisweilen geht er aber verloren und dann muß die Operation von Neuem vorgenommen werden. Dies zu vermeiden hat man zwei andere Vorkehrungen vorgeſchlagen, man ſoll naͤm⸗ lich entweder mit einem ſcharfen Raſiermeſſer den Naſenknorpel abſchaͤlen oder die beiden ſtarken Flechſen am Ruͤſſel etwa 1 bis 1 ½ Zoll hinter den Naſenloͤchern durchſchneiden. Dieſe Operation ſoll den Thieren keinen Nachtheil bringen und die dadurch ent⸗ ſtandene Verwundung bald heilen, zumal wenn ſie in der Jugend vorgenommen wird. Daruͤber aͤußert ſich jedoch in der britiſchen Encyklopaͤdie ein Ungenannter folgendermaßen:„Wenn dem Zeugniß der Schweine ſelbſt zu glauben iſt, denkt dieſes anders; denn es druͤckt ſein Mißhehagen daran auf eine ſehr unzweideutige Weiſe aus.“ Die Schweinezucht wird von allen Landwirthen ſchon des bloßen Duͤngers wegen fuͤr ſo vortheilhaft gehalten, daß man ſie uͤberall ſo ſtark zu betreiben ſucht, wie es nach richtigen wirth⸗ ſchaftlichen Grundſaͤtzen nur irgend moͤglich iſt. In Bezug darauf rechn benu oolle At ter h Tunte in S dabei af di Shhahu tin lif 5 ein E der Kl die A Wal ſehri einn? man! dugera Ei ühen d ſcwer! Ganrad d innet 360: rechn zwol und 5 niih ſüer zugs — ) tid der ſ Ther ds Aad nur. f Karicf ihle liſe und geg e Ant wuf Sinclair em anden zehn Pfund kommende 5, als di rſchiedenſt a, rathſan Gabe won u wäͤrnen r anpenehm nothwande om Wihl rei Stucn En, dami en. Der noch gann in ſie mit ait anrich n waß d verwede ſoll nir raſenknor⸗ etwa 1 ſe Opertin adurch ent der Jugen britiſchen zenn dem z anders; weideutig ſchon des ß man ſi gen wirt. zug darau Von den Schweinen. 531 rechnet Herr Browne auf Markle, daß auf jede ſechs zu Kornbau benutzte Acker Land ein Schwein aufgezogen und gemaͤſtet werden ſolle. Hr. Henderſon nimmt jedoch erſt auf 7 ½ Acker Land dieſer Art ein Schwein als Haltung an, wenn daſſelbe weiter kein Fut— ter bekomme, als Kuͤchen- und Molkereiabfaͤlle, Ruͤckſtaͤnde vom Futter des Rindviehs und allenfalls ein wenig Klee oder Wicken im Sommer, ſo wie etwas Wurzelwerk im Winter. Es kommt dabei aber ſo viel auf die Orts⸗ und Bodenverhaͤltniſſe, uͤberhaupt auf die ganze Wirthſchaftseinrichtung an, daß ſich eine ſolche Schaͤtzung mit Anſpruch auf allgemeine Giltigkeit gar nicht ma— chen laͤßt. In Milchwirthſchaften rechnet man haͤufig auf jede Milchkuh ein Schwein; hier machen aber wieder der verſchiedene Milchertrag der Kuͤhe, die Art ihrer Benutzung, ob zu Butter oder Kaͤſe und die Art der gezuͤchteten Schweine einen großen Unterſchied. Im Thal von Aylesbury*) in Buckinghamſhire, wo das Molkereiweſen ſehr im Großen betrieben, und meiſt Butter gemacht wird, ſagt ein Landwirth, bei einer Kuhhaltung von zwanzig Stuͤcken koͤnne man ungefaͤhr 6— 7 Speckſauen und 10 Lauferſchweine blos mit abgerahmter Milch und Buttermitch erhalten. Ein andrer verſichert, daß er bei derſelben Anzahl von Milch⸗ kuͤhen vierzehn Speckſchweine jedes im Durchſchnitt 300 Pfund ſchwer maͤſte, wenn er ihnen neben den Milchabfaͤllen ein wenig Getreide mit gebe. Ein dritter behauptet, bei dreißig Milchkuͤhen koͤnne man innerhalb eines Jahres ſieben bis acht Speckſchweine von 320— 360 Pfund Schwere maͤſten und 40 Laufer fuͤttern. Gewoͤhnlich rechnet man jedoch in der genannten Gegend auf zwanzig Kuͤhe zwoͤlf Schweine, die in einem Alter von ſechzehn Wochen verkauft und immer wieder neu erſetzt werden. Molken ſind weniger nahrhaft als abgerahmte und Butter⸗ milch, und werden nie allein zur Ernaͤhrung der Schweine benutzt; daher iſt auch die Schweinehaltung in den Milchwirthſchaften, wo vorzugsweiſe Kaͤſe bereitet wird, verhaͤltnißmaͤßig geringer. *) Das Thal von Aylesbury liegt mitten in der Grafſchaft Buckingham wird von der Thame, einem Fluß, der unterhalb Dorcheſter in Oxfordſhire in die Themſe faͤllt und einem kleinen Bach, der ſich mit jenem am Ende des Thales vereinigt bewaͤſſert, und iſt wegen ſeiner reichen Weiden beruͤhmt. Man treibt in demſelben eine beſonders ſtarke Rindviehzucht und findet faſt nur Grasland, wenig Acker darin. 34* 532 Einundvierzigſtes Kapitel. Man hat bei der Schweinezucht vornehmlich zwei Abſichten; entweder will man friſches und eingepoͤkeltes Schweinefleiſch fuͤr die Haushaltung gewinnen, oder Speck, Schinken und Salzlleiſch zum Verkauf, beſonders fuͤr die Marine. Das friſche Schweine⸗ fleiſch in England wird nur von jungen Laͤufern genommen, die noch kein Jahr alt ſind, und nur halb gemaͤſtet werden; ausge⸗ wachſene Schweine dagegen maͤſtet man vollſtaͤndig aus, um Speck zu gewinnen. Fuͤr den Hausbedarf gibt man den kleineren Raſ⸗ ſen, von Berkſhire, Eſſex, Suffolk ꝛc. den Vorzug, das reine chi⸗ neſiſche Schwein paßt nicht wohl dazu; denn wenn es auch ganz jung uͤberaus ſchmackhaftes Fleiſch liefert, ſo hat es doch eine ſolche Anlage zum Fettwerden, daß es dieſen Wohlgeſchmack oft ſchon nach wenig Monaten verliert. Da man nun doch nicht alle Schweine zu gleicher Zeit, ſondern nur nach und nach ſchlachten kann, wenn man nicht einen großen Theil davon einſalzen will, ſo iſt dies ein Gegenſtand, der Beachtung verdient. Schweine, die in jedem Alter gutes wohlſchmeckendes Fleiſch liefern, und von denen daher die zu einem Wurf(einer Hecke oder Zucht) gehoͤrigen nach und nach zu benutzen ſind, verdienen jedenfalls den Vorzug. Man verfaͤhrt dabei am beſten auf folgende Weiſe: Geſetzt eine Zucht Schweine beſtehe aus neun Stuͤcken, ſo ſchlachte man drei davon als Spanferkel und ziehe nur die uͤbri⸗ gen ſechs zu jungen Schlachtſchweinen und Speckſauen auf. Da— von entwoͤhne man aber blos viere, zwei laſſe man an der Sau, um ſie als Milchſchweine, das eine in einem Alter von zwoͤlf, das andre in einem von ſechzehn bis achtzehn Wochen zu ſchlach⸗ ten. Zwei von den entwoͤhnten ſtecke man gleich in einen Koben und fuͤttere ſie mit abgerahmter und Buttermilch, der man, wenn ſie allein dazu nicht ausreicht, etwas Mehl oder Schrot, auch wohl gekochtes Wurzelwerk(Runkeln eignen ſich ſehr gut dazu) zuſetzt, recht fleiſchig, ohne ſie jedoch ganz zu maͤſten und ſchlachte ſie zu verſchiedenen Zeiten, nachdem ſie ſechs bis neun Monate alt geworden ſind. Auf dieſe Weiſe erhaͤlt man in einer Haushaltung wohlſchmeckendes friſches Schweinefleiſch fuͤr den groͤßten Theil des Jahres und die zwei von einer ſolchen Zucht noch uͤbrigen Thiere werden nun im naͤchſten Jahre als Speckſchweine ausgemaͤſtet und das eine davon im Maͤrz, das andre erſt im October, wenn ſie zwoͤlf und achtzehn Monate alt ſind, geſchlachtet. Maͤrz und October ſind die Monate, wo in den Haushal⸗ tungen die Schweine am haͤufigſten geſchlachtet werden. Sie lie⸗ gen wähh Nauu mone ſchar frich enthal G Schwe hon ac ſoches Spe zu der alt we ghörig Wliber iefer fuande Aler ſo rich tihr, vachſene forat, Veerz ſchwe nm ſeche Jiip von des ein 4 5 natu i das hhecte deliw 1 Lſchhn. efleich ſu Salzliſt Schweine mmen, die n; ausge um Spec teren Raf reine chi⸗ nuch gan ine ſolche oft ſcho nicht al ſchlachte ſalzer vil Schvän , und u gehörige Votzug. ſcken, ſo die üͤbti⸗ f. Da⸗ der Sau⸗ von zwäſ zu ſchat nen Kohen nan, wen rot, aut gut deyuj d ſchlache nate alt shaltung Theil des Thiere ſtet und wenn ſi Hꝛushal⸗ Sie li⸗ Von den Schweinen. 533 gen in einer ſolchen Entfernung auseinander, daß man, ſie dazu waͤhlend, das ganze Jahr hindurch friſch bereiteten Speck und Rauchfleiſch haben kann; doch eignet ſich auch jeder andre Winter⸗ monat dazu. Waͤhrend des Sommers wird nie ein Schwein ge⸗ ſchlachtet; es herrſcht daſſelbe Vorurtheil gegen den Genuß von friſchem Schweinefleiſch in den Monaten, deren Namen kein R enthalten, wie gegen den der Auſtern in dieſen Monaten. Es wurde oben geſagt, das eine der voͤllig ausgemaͤſteten Schweine ſolle nach vollendetem Jahre, das andre in einem Alter von achtzehn Monaten geſchlachtet werden. Dies geſchah, weil ſolches eben das gewoͤhnlichſte Verfahren iſt; allein um recht guten Speck und feine feſte Schinken zu bekommen, ſollten eigentlich die zu deren Erzeugung beſtimmten Schweine wenigſtens zwei Jahr alt werden, weil ſich erſt nachher Fleiſch und Fett fuͤr ſich allein gehoͤrig ausbilden, fruͤher beide immer mit einander verwachſen bleiben. Ja Mutterſauen, die vier bis fuͤnf Mal geworfen haben, liefern Speck und Schinken in vorzuͤglichſter Guͤte. Die zum Maͤſten erforderliche Zeit haͤngt theils von dem Zu⸗ ſtande des Thieres zur Zeit ſeiner Aufſtellung, theils von ſeinem Alter ab. Iſt es jung und nur zu einem Fleiſchſchwein beſtimmt, ſo reichen fuͤnf bis ſechs Wochen vollkommen hin, iſt es etwas aͤlter, ſo moͤgen ſechs bis acht noͤthig ſein. Um aber ein ausge— wachſenes ſo weit zu maͤſten, daß ſein Fleiſch in den Zuſtand kommt, wo es den Mittelklaſſen am liebſten iſt, werden zwoͤlf bis vierzehn Wochen, und zur Ausmaͤſtung eines vollkommenen Speck⸗ ſchweins, wie man es gern in den Wirthſchaften ſchlachtet, das nur noch mit Muͤhe ſich von ſeinem Lager erheben kann, fuͤnf bis ſechs Monate, auch wohl noch mehr erfordert. Um den richtigen Zeitpunkt zu erfahren, wenn ein ſolches Thier den hoͤchſten Grad von zweckmaͤßiger Fettigkeit erreicht hat, muß man es waͤhrend des letztern Theils der Maſtung jede Woche waͤgen; denn da ſich ſein Appetit immer mehr vermindert, je fetter es wird, ſo nimmt es natuͤrlich auch endlich nicht mehr an Fleiſch und Fett genug zu, um das Futter zu bezahlen, und dann muß es augenblicklich ge— ſchlachtet werden. Um dies zu beweiſen nur ein Beiſpiel; ein zur vollkommenen Ausmaͤſtung aufgeſtelltes Schwein wog: den 10 October 36 Stein 7 Pfund 3 24 ⸗ 41 ⸗ 5 Gewinn 38 Pfund 2 6 November 45 ⸗ 7„⸗ 34 2 3 21 ⸗ 47 2—⸗ 2 11 2 534 Einundvierzigſtes Kapitel. den 5 December 48 Stein 7 Pfund Gewinn 13 Pfund 2 22 2 48„6„ Verluſt 1 ⸗ In Bezug auf das Maſtfutter verdient bemerkt zu werden, daß aus Irland viele Speckſchweine nach England kommen, die blos mit Kartoffeln gemaͤſtet worden ſind. Dieſelben ſcheinen dem Gewicht und aͤußeren Anſehn nach vollkommen gut, wenn ſie aber ſogleich, ohne noch einige Wochen mit ſubſtantioͤſeren Futter zur Befeſtigung ihres Fleiſches ernaͤhrt worden, geſchlachtet werden, ſo ſtehen ſie den in England zum Theil mit Koͤrnern gemaͤſteten Schweinen weit nach. Ihr Fett hat ein talgiges Anſehn, einen faden Geſchmack und ſchrumpft aus Mangel an Feſtigkeit zuſam⸗ men; es ſollte aber durch das Kochen hart und durchſcheinend werden, einen roͤthlichen Schimmer erhalten, einen kraͤftigen Ge⸗ ſchmack haben und das Fleiſch im Topfe quellen. Wenn alſo auch die Kartoffeln ein vortreffliches Futter bei der Auferziehung der Schweine ſind, ſo eignen ſie ſich doch allein nicht wohl zur Maſtung. Beſſer werden ſie dazu, wenn man ſie kocht und mit einem Zuſatz von Getreideſchrot verfuͤttert, womit denn auch eine Menge von Schweinen gemaͤſtet werden; aber ſelbſt bei dieſem Verfahren erhaͤlt man keine ſo guten Speckſchweine, als wenn man blos Milch und hartes Futter gibt. Haben die dazu beſtimmten Schweine das gehoͤrige Alter er— reicht, und ſind ſie durch ihre fruͤhere Haltung nach den bereits gegebenen Vorſchriften in einen Zuſtand verſetzt worden, wo man ſie beinahe ſchlachtbar nennen koͤnnte, ſo muͤſſen ſie dann noch einige Wochen ein hartes Futter bekommen, damit ihr Fleiſch und Fett die gehoͤrige Feſtigkeit erhalte, die zu wohlſchmeckenden Schin— ken erfordert wird. Dabei finden verſchiedene Verfahrungsarten ſtatt: Einige fangen mit einem Futter an, das aus zwei Drit— theilen gekochten Kartoffeln und einem Drittheil Schrot von glei— chen Theilen Erbſen und Gerſte beſteht, und vermehren die Menge von letzterem, jene vermindernd, in dem Maaße, wie das Schwein zunimmt. Frißt dieſes gut, ſo verzehrt es in zwoͤlf Wochen 14—16 Buſhel Getreide und verdoppelt in dieſer Zeit ſein Ge— wicht. Ein Buſhel Erbſen, vier Buſhel Hafer uud eben ſo viel Gerſte, oder drei bis vier Buſhel Kartoffeln mit zwei Buſheln Hafer- und Gerſtenſchrot werden von Andern fuͤr eine ſehr gute Miſchung zu gleichem Behuf gehalten; nichts kommt aber in die— ſer Hinſicht der Fuͤtterung mit ganzen weißen Erbſen und einem duͤnnen Brei von Milch und Mehl gleich. b wer bar eber zur das der dadl Land dg nweſen duch wen bot geigt beſon ſol gi ſi kii ſc einge ltſe Shh Sal ſch der wen 3 Pfmd 1 zdu werden mmen, de eeinnen den an ſie ahe Futter zu werden, ſ gemaͤſteten in, einen it zuſam⸗ chſchonend aftigen Ee Wenn aſ zuferſihung dt wohl zu ht urd m rauch ent hei dieſen als wenn Alter e⸗ en bereitz „wo mm dann w Fleiſch u den Schi hrungsanie zwei Di öt von gli di Meng s Schwein f Wochen ſein Ge⸗ en ſo viel Buſheln ſchr gut er in die und einen Von den Schweinen. 535 Dieſe Fuͤtterung kann freilich nur von ſolchen durchgefuͤhrt werden, die viel Kuͤhe haben und iſt daher nicht uͤberall anwend⸗ bar. Schwarzmehl von Weizen und geſchaͤlter Hafer ſchaͤtzt man ebenfalls zu dieſem Behuf ſehr; Bohnen aber, die bisweilen auch zur Anwendung kommen, machen das Fleiſch der Schweine, wie das aller Thiere, die man damit fuͤttert, zu hart, und dies ſchadet der Guͤte der Schinken, wenn gleich der Speck, feſter werdend, dadurch gewinnt. Aus demſelben Grunde verwerfen auch die Landwirthe, welche große Sorgfalt auf die Fuͤtterung verwenden, die grauen Erbſen, weil ſie den Bohnen ziemlich gleich ſich er— weiſen. Kann keine Milch gegeben werden, ſo erſetzt man ſie durch einen duͤnnen Brei von in Waſſer gekochtem Mehl, dem man ein wenig Salz zuſetzt. Laͤßt man denſelben eine Zeit lang vor dem Gebrauche ſtehn, bis er ſchwach ſaͤuerlich geworden, ſo zeigt er ſich, wie ſchon Arthur Young nachwies, als Maſtfutter beſonders guͤnſtig. Die Erbſen jedoch, die man daneben fuͤttert, ſollte man ſtets trocken geben. Manche glauben zwar, daß ſie gekocht beſſer maͤſten; aber allen Erfahrungen zu Folge befoͤrdern ſie in dieſem Zuſtande nicht in derſelben Weiſe die ſaftige Feſtig⸗ keit des Fleiſches. Um dieſe ganz nach Wunſch herzuſtellen, ſcheint es ſogar am zweckmaͤßigſten, den Mehltrank ganz wegzulaſſen und einige Wochen vor dem Schlachten nichts zu geben, als trockne Erbſen und Waſſer.*). *) Marſchall gedenkt zweier Verfahrungsarten bei dem Maͤſten der Schweine, die wohl Beachtung verdienen duͤrften. Bei der einen wurde viel Salz mit verfuͤttert, auf jede zwei Buſhel Gerſtenmehl 1 Pinte, weil man ſich uͤberzeugt hatte, daß ſolches die gute Verdauung befoͤrdere, den Fortgang der Maſtung beſchleunige und zum groͤßern Wohlgeſchmack des Fleiſches nicht wenig beitrage. Bei der andern wurde ſaͤmmtliches zur Verfuͤtterung beſtimmte Getreide, Gerſte ſowohl, wie Erbſen, Hafer ꝛc. ganz und trocken gegeben, weil man ſich durch die Erfahrung fuͤr uͤberzeugt hielt, daß dieſes Verfahren weniger ver⸗ ſchwenderiſch ſei, als das gewoͤhnliche, wo man die geſchrotenen Koͤrner mit Waſſer zu einem Brei ruͤhrt, der im Winter leicht in den Troͤgen einfriert, im Sommer an den Seitenwaͤnden feſtbaͤckt. Auch wurde vor nicht langer Zeit von einem Pachter folgender Verſuch erzaͤhlt. Er ſtellte zwei Schweine von einem Wurf und gleichem Gewicht, jedes fuͤr ſich, zur Maſt auf, und fuͤtterte das eine mit einem Trank von Gerſtenſchrot und Kuͤchenſpuͤlicht, das andre mit trocknem Schrot, wobei es ſein Saufen erſt eine Stunde ſpaͤter, nachdem es dieſes verzehrt hatte, erhielt. Sechs Wochen nachher wurden beide gewogen und es ergab ſich, daß das mit trocknem Mehl gefuͤtterte einen Stein ſchwerer war. 536 Einundvierzigſtes Kapitel. Was die Menge von Futter betrifft, ſo verzehren Laͤufer waͤh⸗ rend der Maſtzeit woͤchentlich etwa drei Pecks Getreide; aber die Quantitaͤt von Erbſen, welche ein Speckſchwein zu ſeiner Aus— maͤſtung bedarf, haͤngt von deſſen Groͤße, Raſſe, Zuſtand, Maſt⸗ faͤhigkeit und Beſtimmung ab, ob es naͤmlich zum Verkauf kommen oder in der Wirthſchaft geſchlachtet werden ſoll. Ein großes Thier verzehrt in der erſten Zeit 1½— 2, ja bisweilen ſogar 2 ½ Buſhel woͤchentlich, und man rechnet, daß ſich ſein Gewicht mit jedem Buſhel um 9— 10 Pfund vermehrt. Ein Schwein demnach, das 50 Stein wiegt, und gut aufnimmt, kann in einer Woche um zwei Stein ſchwerer werden, bis es endlich nicht mehr ſo ſtark frißt, und ſeine Gewichtszunahme das Futter nicht mehr bezahlt. Andere nehmen an, daß fuͤnf Saͤcke Gerſte und ein Sack Erbſen (1 Sack= 4 Buſſheh) hinreichen zur Ausmaͤſtung eines Schwei⸗ nes von 60—70 Steinen; daß aber ein kleineres, das ſich ſchon bei dem Aufſtellen in einem guten Feiſtigkeitszuſtande befindet, nicht mehr, als 6—7 Buſhel Erbſen noͤthig habe. Eins groͤßerer Art und noch mager bedarf freilich vier- bis fuͤnfmal mehr, um einen hohen Grad von Fettigkeit zu erlangen. So wurde z. B. ein Schwein von der Berkſhireraſſe den 28. Auguſt zum Maͤſten aufgeſtellt und den 8. Maͤrz des folgenden Jahres erſt geſchlachtet, daſſelbe verzehrte in dieſer Zeit 78 Buſhel Erbſen, Gerſte und Hafer, wog aber auch freilich nach ſeinem Tode 82 Stein 7 Pfund. Man maͤſtet auch wohl Schweine mit Branntweinſpuͤlicht, Schlaͤchterabfall, Grieben von den Seifenſiedern und Hlkuchen. Alle dieſe Futtermaterialien liefern jedoch ein uͤbelſchmeckendes Fleiſch und ſind daher nicht vortheilhaft. Wer aber in der Naͤhe großer Seehaͤfen wohnt, hat manchmal Gelegenheit, bedeutende Quanti— taͤten von Reis, der fuͤr den Tiſchgebrauch nicht mehr wohl taug⸗ lich, ſonſt aber noch unverdorben und zu Viehfutter ganz gut iſt, wohlfeil zu kaufen, und dieſer gibt, nach allen Erfahrungen ein vortreffliches Maſtfutter ab. So kaufte ein Fleiſcher in London Namens Somers im Jahr 1836 eine Tonne ſolchen Reis, den Centner fuͤr 7 Schilling, und verbrauchte denſelben blos zur Ma— ſtung von Schweinen. Ein neun Monat altes ſtellte er auf in der Mitte des Junis und ſchlachtete es den 18. December. Es wog 368 Pfund, gab ein Alles uͤbertreffendes Fleiſch, und hatte waͤhrend ſeiner Maſtung verzehrt 250 Pfund Reis, ein wenig Gerſtenmehl, zwei Saͤcke Abfall aus dem Backhauſe und ſechs Buſhel Erbſen. Das Fleiſch war nach der Meinung des Maͤſters unge blos ſuch Vor nam duie alb, zuma d3, deritur che wagen Reſul Purtz mehr Veiſ ſung jehn. 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B.) im Allgemeinen dahin aus, daß der durch eine ſolche Zu— bereitung des Futters etwa erlangte Vortheil durch den groͤßeren Milchaufwand und die Koſten des Brennmaterials wieder aufge⸗ wogen wuͤrde, bei den Schweinen dagegen ergab ſich ein anderes Reſultat. Faſt alle Verſuche bewieſen, daß gekochte oder gedaͤmpfte Wurzel- und Knollengewaͤchſe ihnen weit beſſer bekommen, und mehr Fleiſch erzeugen als roh. Von den vielen bekanntgemachten Verſuchen dieſer Art ſei nur einer mitgetheilt, um einige Nachwei⸗ ſung uͤber die Art ihrer Ausfuͤhrung zu geben: Herr Boswell auf Balmuto und Kingcauſie ſtellte den 1. Dec. zehn Laͤuferſchweine von einer Zucht in zwei gleichen Abtheilungen, jede 5 Centner 78 Pfund wiegend, auf. Das ihnen gereichte Futter beſtand in runden rothen Kartoffeln und Hafermehl erſter Guͤte, und ward der einen Abtheilung roh, der andern gekocht gegeben. Jene erhielt das Hafermehl mit kaltem Waſſer zu einem duͤnnen Brei angeruͤhrt, bei der andern wurde es mit den gekoch⸗ ten Kartoffeln vermengt. Gleich vom Anfang an, ſagt Hr. Bos— well, war es ſichtbar, daß die letztere den Vorrang behaupten wuͤrde, und man ſah ſich genoͤthigt, der erſten etwas an Hafermehl zuzulegen, um beide auf gleiche Weiſe zum Verkauf heranzufuͤttern; aber dennoch blieben die mit unzubereitetem Futter ernaͤhrten Schweine ſo gegen die andern zuruͤck, daß man ihnen vom 1. Maͤrz an ebenfalls zubereitetes gab, und von nun an nahmen ſie ſichtbar zu. Das lebende Gewicht an dieſem Tage, den I. Maͤrz, war von der Abtheilung, die gekochtes Futter erhalten 10 Ctr. 57 Pfd. 2 2 2 2 rohes 2 5 8 2 71 ⸗ Dieſer auffallende Unterſchied iſt ein ſchlagender Beweis fuͤr die groͤßere Nahrhaftigkeit des zubereiteten Futters. Die Koſten des letzteren betrugen jedoch 6 Pfund 19 Schill. 4½ Pence, die des rohen nur 5 Pfund 8 Schill. 6 Pence, demnach mehr 1 Pfd. 10 Schill. 10½ Pence. Dafuͤr wogen die damit gefuͤtterten Thiere 538 Einundvierzigſtes Kapitel. 210 Pfund mehr, dies betraͤgt 15 Stein zu 14 Pfund lebend Gewicht. Rechnet man den Stein nur zu 4 Schilling, ſo ergibt ſich dennoch auf jedes ſo genaͤhrte Schwein ein Gewinn von fuͤnf Schilling und zehn Pence, und es iſt uͤberdies noch anzunehmen, daß bei einem Verkauf die in einem beſſern Zuſtand ſich befinden⸗ den Thiere auch verhaͤltnißmaͤßig theurer wuͤrden bezahlt worden ſein, als die anderen. In Folge dieſer und aͤhnlicher Reſultate ſind mehre einſichts⸗ volle Schweinezuͤchter der Meinung, es ſei von Nutzen, jede vege— tabiliſche Subſtanz, die man den jungen Schweinen vorlegen wolle, zu kochen und ſie ihnen dreimal des Tages lauwarm zu geben. über den Erfolg bei Maſtſchweinen fehlt es indeſſen an genauen Unterſuchungen hieruͤber und moͤchte es wenigſtens nur hinſichtlich der Knollen-⸗ und Ruͤbengewaͤchſe unbedingt anzurathen ſein. Das Schweinefleiſch, welches zum Hausbedarf beſtimmt iſt, und nicht friſch verſpeiſt wird, erhaͤlt, mit Ausnahme des Specks und der Schinken in den meiſten Landwirthſchaften folgende Be— handlung: man reibt es wohl mit Salz ein, zerhackt es in paſ— ſende Stuͤcke und legt es in Faͤſſer. Hierauf bereitet man eine ſtarke Salzlake, indem man eine der Maſſe angemeſſene Salzauf— loͤſung uͤber einem gelinden Feuer langſam kocht und alle ſich ab— ſondernden Unreinigkeiten abſchoͤpft. Sie muß ſo ſtark ſein, daß ſie ein Ei traͤgt und wird nach ihrem Erkalten uͤber das Fleiſch gegoſſen, daß ſich darin 2— 3 Jahr haͤlt, und nach dieſer Zeit feſter, wohlſchmeckender und dem Zuſammenfallen bei dem Kochen minder unterworfen ſein ſoll, als wenn man es fruͤher verbraucht. Bei der Bereitung des Specks und der Schinken von ſchwe— ren Sauen verfaͤhrt man folgendermaßen: Das Schwein muß volle vierundzwanzig Stunden faſten, ehe es geſchlachtet wird; nachdem dieſes erfolgt, bleibt das ausgeweidete Thier eine ganze Nacht haͤngen. Hierauf wird es mit ſeinem Ruͤcken auf einen großen feſten Tiſch gelegt. Der Kopf wird dicht hinter den Oh— ren abgeſchnitten, und die Hinterfuͤße ſo weit unterhalb der Sprunggelenke, als es noͤthig iſt, um die Schinken nicht zu ent— ſtellen und ſie gut aufhaͤngen zu koͤnnen; hierauf zertheilt man den Koͤrper in zwei gleiche Haͤlften mitten durch das Ruͤckgrat ver⸗ mittelſt eines ſcharfen reinen Meſſers und wenn es noͤthig, mit Hilfe eines Hammers. Nun werden die Schinken bei dem zwei— ten Ruͤckenwirbel abgeloͤſt, und die Speckſeiten laͤngs der Rippen hin abgeſchaͤlt, wobei zu bemerken, daß bei der erſten Rippe hinter den Ee well ſo geſche mit ei läßt je geleg nach dl nen aul Saler ſets ett kn ode ſch ud 8 meiſte man ſa as Br an de Naͤuch miyig kann. Seien (ineein Diiſer de Si ſeönerr zunde Rauch ander 3 5 unter eiten jehn. ger hä d derfah naige Daru deiih hfund ſe fund aa 9, ſo eihe n von fin mnzunehmer ſch befinder hlt worde t einſicte jede be⸗ egen woln zu gebe in genaun hinſichtin ſein. eſtinnt ff des duch olgena d. es in oi man än! Salzaui le ſich ab— ſein, daß as Fleiſch dieſer Zei em Kochen verbraut von ſchte zwwein mi htet wid eine gant auf eint r den 19 rhalb der ht zu ent⸗ man den grat ver⸗ hig, mit em zwei⸗ Rpppen pe hinte Von den Schweinen. 539 den Schultern ſich eine Blutader befindet, die entfernt werden muß, weil ſonſt an dieſer Stelle das Fleiſch leicht verdirbt. Iſt dies geſchehen, ſo reibt man die Speckſeiten ſowohl, wie die Schinken mit einer Handvoll Salpeter ein, bedeckt ſie dann mit Salz und laͤßt ſie an einem kuͤhlen Ort. Nachdem ſie ſo etwa eine Woche gelegen haben, wendet man ſie um und ſalzt ſie von Neuem und nach abermals zwei bis drei Wochen koͤnnen ſie dann zum Trock— nen aufgehangen werden. Die Spoeckſeiten muͤſſen jedoch bei dem Salzen mit der Schwarte unten liegen, und dieſes ſelbſt ſollte ſtets entweder in einem Trog mit einem Abfluß in ſeinen Win— keln oder auf einem ſchief liegenden Brete geſchehen, damit die ſich bildende Lake ablaufen koͤnne. Das Raͤuchern der Schinken und des Specks geſchieht in den meiſten Wirthſchaften, wo Holz gebrannt wird, in der Eſſe, und man ſagt, daß ſie an Wohlgeſchmack gewinnen, wo Eichenholz als Brennmaterial dient. Sehr haͤufig, zumal da, wo Steinkohlen an die Stelle des Holzes treten, findet man jedoch auch beſondere Raͤucherkammern in Anwendung, in denen das Raͤuchern gleich⸗ maͤßiger Tag und Nacht ununterbrochen und ſorgſamer geſchehen kann. Dieſelben ſind gewiſſermaßen nichts, als große, von allen Seiten geſchloſſene Kaſten von etwa 7 Fuß Hoͤhe, in welche durch eine einzige kleine Offnung am Boden der Rauch geleitet wird. Dieſer ſelbſt aber entſteht aus brennenden, oder vielmehr glimmen⸗ den Saͤgeſpaͤnen, die man auf den unter jener Hffnung befindlichen ſteinernen Herd fuͤnf bis ſechs Zoll hoch aufſtreut und die ange— zuͤndet ein bloßes Schmauchfeuer ohne Flamme geben. In dieſen Raͤucherkammern werden die Schinken und Speckſeiten ſo uͤberein— ander aufgehangen, daß die unteren mit ihren Enden etwa 2 ½— 3 Fuß uͤber den Boden zu haͤngen kommen, daß die oberen und unteren einander nicht beruͤhren und daß das Kopfende der Speck— ſeiten nach unten haͤngt. Dieſe ſind gewoͤhnlich ſchon nach vier— zehn Tagen hinlaͤnglich geraͤuchert; die Schinken aber muͤſſen laͤn⸗ ger haͤngen, oft wenn ſie groß, wohl ſechs Wochen. Von dieſem hier beſchriebenen vorzugsweiſe angewendeten Verfahren gibt es mehre Abweichungen, von denen jedoch nur wenige einiges Intereſſe darbieten duͤrften. In Spanien und Portugal, wo die Schinken von beſonderer Guͤte ſind, wendet man bei ihrem Einſalzen Zucker mit an, in dem Verhaͤltniß von einem Pfund Zucker auf 3 Pfund Salz und 2 Unzen Salpeter. Der⸗ ſelbe traͤgt weſentlich dazu bei, das Fleiſch ſaftig zu erhalten und E 540 Einundvierzigſtes Kapitel. mildert den ſcharfen Geſchmack, den es durch zu ſtarkes Salzen bisweilen annimmt. In Weſtmoreland, das durch ſeine vorzuͤg⸗ lichen Schinken beruͤhmt iſt, werden ſie ſtark mit Seeſalz einge— rieben und dann auf eine ſteinerne Bank zum Ablaufen der Lake gelegt. Nach vier bis fuͤnf Tagen wird das Einreiben wiederholt und dabei auf jeden Schinken etwa eine Unze feingepulverter Sal⸗ peter dem Salze zugemengt. Haben ſie abermals eine Woche lang gelegen, ſo haͤngt man ſie zum Trocknen auf. Dies geſchieht ent— weder, indem man ſie nur an der Hitze des Feuers trocknen laͤßt, ohne daß ſie mit dem Rauch ſehr in Beruͤhrung kommen, oder daß man ſie mitten in den Rauch, der durch Torf⸗ oder Holzfeuer erzeugt wird, haͤngt, und ſie hier ſo lange laͤßt, bis warme Witte— rung eintritt, wo man ſie dann in Haferſpreu einpackt, zuvor aber, um ſie vor den Schmeißfliegen zu bewahren, in grobe Leinwand oder Papier wickelt. In Hampfhire, Berkſhire und einigen der nahgelegenen Gegenden werden die Schweine nicht, wie anderwaͤrts gewoͤhnlich iſt, gebruͤht, ſondern uͤber einem Strohfeuer geſengt und die Borſten dann rein abgekratzt. Man haͤlt dies fuͤr beſſer, als jenes, weil durch das Bruͤhen haͤufig das Fett zu weich werde. Die Schinken und Speckſeiten reibt man hierauf tuͤchtig mit einer Mengung von Salz und Salpeter ein, und legt ſie in einen Trog, worin ſie nach Verhaͤltniß ihrer Groͤße drei bis vier Wochen liegen bleiben, jedoch mehrmals umgewendet und dann auf die angegebene Weiſe geraͤuchert werden. Der Wiltſhirer Speck, dem man vor jedem andern den Vorzug gibt, wird auf folgende Weiſe zuberei— tet: Man legt die Seiten in große hoͤlzerne Troͤge oder Wannen und beſtreut ſie uͤber und uͤber mit Seeſalz. Haben ſie ſo vier— undzwanzig Stunden gelegen, und ihren Überfluß an Blut und anderen Saͤften verloren, ſo nimmt man ſie heraus, trocknet ſie vollſtaͤndig ab, und reibt ſie mit etwas Seeſalz, das zuvor in einer Bratpfanne erwaͤrmt wurde, von Neuem ein. Dies wird vier bis fuͤnf Mal hintereinander taͤglich wiederholt, und damit ſtets ein Umwenden der Seiten verbunden. Sind ſie von einem beſonders ſtarken Schwein, ſo laͤßt man ſie nach dieſer Zeit wohl gegen fuͤnf Wochen in der Lake liegen, wendet ſie einen Tag um den andern um, und haͤngt ſie dann zum Raͤuchern auf. Eine eigne Art von Salzfleiſch(brawn) wird nur von Ebern gewonnen, die man von allen Raſſen und jedem Alter dazu ver⸗ wendet; je groͤßer und breiter an den Schultern ſie jedoch ſind, deſto lieber werden ſie gekauft. Mehre Orte ſtehen wegen der Betet das n. feriit Herde der en ſe bi und in Schlac errauf! dß man tſat venwi Eire ſo und fo iches faſe, w f leder Schmn erlach ſchensr Wohn Thell ſtall ſ gebrac des M der Sc trichtet dnpebun Ritz bo dh fir glltet in Ec aſ tag ts Sim mne dori kſaß 1 en der d wiederhu lberter Sa⸗ Voche m ſchieht n cennen liß ꝛmen, od Holfeun rme Wit⸗ zuvor ohn e Leinna einign dr anderwi geſengt un beſſer, ab ich werde. mit einer ſen Trog, en liegen gegebene man vor ſe zuberi⸗ r Wannen je ſo vier Blut und rocknet ſ or in eine d vier bi fets ein heſonders gen fünf andern Ebern zzul ber⸗ ch ſind, gen der Von den Schweinen. 541 Bereitung dieſes Salzfleiſches in großem Ruf, beſonders Oxford, das meiſte und wohl ebenſo gute wird indeſſen in Canterbury ver⸗ fertigt. Gegen den 15. October kommen nach dieſer Stadt ganze Herden von Ebern, die man ſogleich zum Maͤſten aufſtellt, entwe⸗ der einzeln oder in Abtheilungen von drei bis vier Stuͤcken, wo ſie beſſer freſſen. Das Maſtfutter beſteht meiſtentheils aus Bohnen und in das Saufen gibt man ihnen etwas Schwefel. Das Schlachten erfolgt gegen Weihnachten. Die Hauptgeſchaͤfte bei der darauf vorgenommenen Bereitung des Salzkleiſches beſtehn darin, daß man das Fleiſch aufkochen laͤßt, die Knochen herausſchaͤlt, es einſalzt und wuͤrzt und zuletzt in kummetfoͤrmige Wuͤlſte zuſam⸗ menwickelt, die man in Tuͤcher ſchlaͤgt und mit Band umwindet. Eine ſolche Wulſt wiegt gegen dreißig Pfund, die Schinken, Beine und Koͤpfe werden nicht mit dazu verwendet, ſondern wie gewoͤhn⸗ liches Salzfleiſch behandelt, oder an die Armen verkauft. Mehr laͤßt ſich uͤber die Verfertigung des erwaͤhnten Fleiſches(brawn's) nicht angeben, da man aus ihr ein Geheimniß macht und ſelbſt der Aufforderung des Praͤſidenten des Boards of Agriculture, et⸗ was daruͤber mitzutheilen, nur kaͤrglich entſprochen wurde. Die Schweineſtaͤlle beſtehn haͤufig aus bloßen Koben, die an der Mauer irgend eines Wirthſchaftsgebaͤudes angebracht ſind; ſo nahe, wie moͤglich an der Kuͤche und dem Milchhaus. Letzteres iſt leider oft zu nahe der Fall, weil man die Fuͤtterung der Schweine mit den Abfaͤllen der Kuͤche und Molkerei zu ſehr zu erleichtern ſucht. Ein gewiſſer Grad von Naͤhe iſt jedoch wuͤn— ſchenswerth, weil dadurch viel Arbeit erſpart wird und in manchen Wohnhaͤuſern auf dem Lande befindet ſich daher in dem hintern Theile der Kuͤche eine Thuͤr oder ein Fenſter, die in den Schweine⸗ ſtall ſich oͤffnen, und durch welche die verſchiedenen Abfaͤlle dahin gebracht werden koͤnnen, ohne der Magd Zeit zu koſten. Die Luft des Milchhauſes iſt jedoch ſtets von den ſtinkenden Ausduͤnſtungen der Schweineſtaͤlle gaͤnzlich rein zu halten, Dieſe ſollten daher ſo errichtet werden, daß die Koben durch eine hohe Mauer von den Umgebungen des Milchhauſes ganz abgeſchieden ſind und in dieſes nichts von dem unangenehmen Geruch eindringen kann; dabei muß aber fuͤr eine Ciſterne geſorgt ſein, in welche die Molkereiabfaͤlle geleitet werden und aus der Roͤhren dieſelben durch die Mauer in den Schweineſtall fuͤhren, ſo daß die Magd weiter nichts zu thun hat, als uͤber den Hof zu gehen, und die Fluͤſſigkeit in die Sauf⸗ troͤge zu gießen oder laufen zu laſſen. Der Schweineſtall, welchen 542 Einundvierzigſtes Kapitel. der Earl von Egremont errichtet hat, iſt vielleicht das vollkom— menſte Gebaͤude dieſer Art im vereinigten Koͤnigreiche, zwar zu koſtbar fuͤr gewoͤhnliche Wirthſchaften, aber fuͤr groͤßere, wo man auf gute Gebaͤude ſieht, ſeiner Zweckmaͤßigkeit wegen empfehlungs— werth; daher theilen wir beiſtehend Fig. 33 den Grundriß davon mit. Figur 33. 1 A. Eingang zu den Staͤllen. B. Offene Staͤlle mit Troͤgen. C. Koben, ebenfalls mit Troͤgen zum Maͤſten. D. Innere Eingaͤnge zu dem Ganzen. E. Innerer Hof. F. Ort zum Kochen des Futters. G. Speicher fuͤr die zum Futter beſtimmten Koͤrner und Erdgewaͤchſe. Wie man aber auch die Schweineſtaͤlle einrichten will, ſo ſollten ſie doch ſtets, um dem Harn Abfluß zu verſchaffen und den Thieren ein trocknes Lager leicht zu bereiten, auf einer etwas abhaͤngigen Flaͤche errichtet und in kleinere Staͤlle oder Koben von 6—7 Fuß Weite, und 14—15 Fuß Tiefe abgetheilt werden, deren hinterer Theil weit genug iſt, daß ſich ein großes Maſtſchwein da⸗ rin legen koͤnne. Eeſ nd vol dß di zwechne alen g Nrodu ſcht) ſpriot ſbite an ircoln oigten nb v ahuac V Wiſer Aefer . gen, Mei Sitt ihrer em e tit der gende iit in d m ud di ttu hade gan das volin⸗ ee, zwar re, wo man mpfehlung davon ni en. nten Korne n wil, ſi zaffen und iner etwas ſoben von den, deren hwein da⸗ Von der Federvieh⸗ und Kaninchenzucht. 543 Zweiundvierzigſtes Kapitel. Von der Federvieh⸗ und Kaninchenzucht. Es ſei der Federviehzucht hier nur mit wenigen Worten gedacht, und vorzuͤglich nur deshalb, um darauf aufmerkſam zu machen, daß dieſelbe gewiß oft mit Vortheil mehr ausgedehnt, und viel zweckmaͤßiger betrieben werden koͤnnte, als gegenwaͤrtig, da in allen groͤßern Staͤdten Englands eine große Nachfrage nach deren Produkten, und daher zu erwarten iſt, daß jede darauf mit Ein— ſicht verwendete Sorgfalt ſich gut bezahlt machen werde. Dafuͤr ſpricht auch ein in dem Bericht uͤber die Wirthſchaft in Bedford⸗ ſhire angefuͤhrter Brief des Predigers Cooper an den Biſchoff von Lincoln, worin nachgewieſen wird, daß ein Pachtgut mit uneinge⸗ friedigten Grundſtuͤcken, welches 30 Pfund Sterling jaͤhrlich Pacht gab, nur an ſolchen Produkten allein jaͤhrlich 13— 16 Guineen einbrachte, waͤhrend ein anderes mit dem beſten eingefriedigten Wieſenlande, das achtmal mehr Pacht zahlte, kaum ſoviel deren lieferte, als der eigne Bedarf forderte. Auf dem Kontinent von Europa wird ſo viel Gefluͤgel erzo⸗ gen, daß daſſelbe beinahe eben ſo wohlfeil iſt, als das von dem Metzger zu Markte gebrachte Fleiſch, und in Irland bringt jede Huͤtte ganze Schwaͤrme davon hervor, obgleich die Bewohner zu ihrer Fuͤtterung faſt nichts weiter haben, als die Brocken von ih⸗ rem eignen duͤrftigen Kartoffelmale. Die Bruten davon theilen mit dem Menſchen den Platz am Herde, und die von dieſem aus⸗ gehende Waͤrme ſo weſentlich zum Gedeihen dieſer Thiere, beguͤn⸗ ſtigt eine muͤheloſe Aufzucht derſelben. In England erziehen aber die großen Landwirthe Federvieh faſt nur zu ihrem Beduͤrfniſſe und die kleineren thaͤtigen Freiſaſſen, die ſich mit der Bewirth⸗ ſchaftung weniger Acker Land abgaben und deren Sparſamkeit uͤbende Lebensgefaͤhrtinnen die Maͤrkte reichlich verſahen, ſind beinahe ganz verſchwunden. Man ſieht daher jetzt, ſei es aus Mangel an 544 Zweiundvierzigſtes Kapitel. Schutz fuͤr ſie, ſei es aus Widerwillen der Bewohner gegen ſie, nur ſelten Huͤhner und anderes Federvieh in der Naͤhe der laͤnd⸗ lichen Wohnungen, und ſo muͤſſen denn die Tafeln der Londoner zum großen Theil aus Frankreich damit verſehen werden. Aber nicht nur in der Huͤtte des laͤndlichen Arbeiters, ſondern auch auf den meiſten engliſchen Wirthſchaftshoͤfen iſt gewoͤhnlich nur ſchlecht fuͤr den Schutz dieſer Thiere geſorgt. Man glaubt, es genuͤge, ihnen ein Dach zu verſchaffen, unter das ſie bei Regen, Schnee und Sturm fluͤchten koͤnnen. Dieſer Mangel an Aufmerk— ſamkeit ſtoͤrt jedoch ihr Fettwerden und verurſacht einen großen Verluſt an Eiern, die von den Huͤhnern ſelbſt im Winter, wo ſie am theuerſten ſind, in großer Menge gelegt werden, wenn man ſie warm haͤlt. Dieſe Sorge fuͤr Waͤrme und gute Abwartung kennt man noch am beſten in Buckinghamſhire und Berkſhire, von wo aus zeitig im Fruͤhjahre gemaͤſtete junge Enten, die man in der Stube aufzieht, in großer Menge auf den londoner Markt geſendet wer— den. Es geſchieht ſolches vornehmlich von Haͤuslern, welche Zuch⸗ ten von verſchiedenem Alter aufbringen, und ſie dort zu ungeheu⸗ ern Preiſen verkaufen. Ein einziger Mann, ein laͤndlicher Arbeiter, der nur eine einzige Stube beſitzt, hat ſchon mehrmals in einem Jahre gegen 400 Enten, von denen die meiſten mit zwoͤlf Schill. das Paar verkauft wurden, zu Markte geſchickt. Der Sinn fuͤr Reinlichkeit, der bei den meiſten Kleinhaͤuslern in England vor⸗ herrſcht, verſtattet die Auferziehung des Federviehs im Innern des Hauſes oder gar der Stube nicht; es waͤre aber ſehr zu wuͤnſchen, daß die Huͤhnerhaͤuſer, die man in jeder Wirthſchaft, und ſelbſt bei jedem maͤßigen laͤndlichen Wohnhauſe, wo uͤberhaupt Federvieh gehalten wird, findet, hinter der Kuͤcheneſſe errichtet, und durch eine daraus abgeleitete Roͤhre erwaͤrmt wuͤrden. Gewoͤhnlich vergißt man aber nicht nur blos die Sorge fuͤr die noͤthige Waͤrme, ſondern man gibt dieſem Vieh auch weiter nichts zu freſſen, als was es im Hofe und auf dem Duͤngerhaufen findet, hoͤchſtens Abends und Morgens ein paar Haͤnde voll ge— ringe Koͤrner. Wer ſich aber mit der Erziehung von Federvieh ernſtlich beſchaͤftigt, handelt anders; er fuͤttert daſſelbe nicht nur reichlich mit Koͤrnern, ſondern auch mit Schiffszwieback, der in Bier oder Fleiſchbruͤhe geweicht worden, daneben auch wohl mit Theriak und gekochtem Hammelfett, und erreicht auf dieſe Weiſe ſeinen Zweck, es dazu aufgeſtellt, bald fett zu machen, vollkommen. Tevth Mihe auffun in Tii kleine den mi weitet nch9 ſie zu; und ihne Feenden woft ihr des Sat undigu fia), i Schlach barſch len von in der. Pedn, than, Pnx nit un 89 dn Sae ihtes d ſich we Graſſ ſind ſi daß ſi mal he Net h durtzi nt Krn aind rüider diſ f gſtit d hunda I tRegen jder lan r Londong n. , ſonden gewöhnlit an glaut⸗ bei Regan Aufmer en großen er, wo ſt wenn mu kenn nn 'n wh as de di. ſendet wa⸗ elche dut⸗ ungeheu⸗ Arbeiter, in einem f Schil Sinn fuͤr land vor⸗ nnern de wunſche ſelbſt bi Federtit durch in Sorge ſ ich weiter gethaufen voll ge⸗ ſeervieh icht nut der in vohl mit ſ Weiſe kommen Von der Federvieh⸗ und Kaninchenzucht. 545 Truthaͤhne werden haͤufig geſtopft, verurſachen damit aber ſo viel Muͤhe, daß dieſe ſelten bezahlt wird. Enten und Gaͤnſe ſind leicht aufzuziehen. Jene begnuͤgen ſich mit allem Freßbaren, was ſie in Teichen und Graͤben finden und beduͤrfen daneben nur einen kleinen Zuſchuß von Koͤrnern, und wo die Gaͤnſe auf Gemeinwei— den mitgehen koͤnnen, iſt, bis ſie zum Maͤſten aufgeſtellt werden, weiter nichts bei ihrer Aufzucht noͤthig, als daß man ſie des Nachts nach Hauſe bringt. Das Maͤſten erfolgt am beſten, wenn man ſie zu zwei bis drei Stuͤcken an einem dunkeln Orte einſperrt, und ihnen reichlich Hafer und Waſſer vorſetzt. In einigen Marſch⸗ gegenden werden ſie haͤufig ihrer Federn wegen gehalten; man rauft ihnen die Flaumenfedern viermal, bisweilen ſogar fuͤnfmal des Jahres aus, Ende Maͤrzes(zur Zeit des Tages Mariaͤver— kuͤndigung), zu Johannis, zu Anfang des Auguſts(Petri Ketten⸗ feier), zu Michaelis und zu Martini; die Federn, die ſie bei dem Schlachten noch geben, werden ebenfalls benutzt. In der Nach⸗ barſchaft von Gemeinweiden kann die Haltung der Gaͤnſe biswei⸗ len vortheilhaft ſein; auch werden ſie von manchen Landwirthen in der Meinung gezogen, daß ſie der Geſundheit der Kuͤhe auf den Weiden, die ſie begehen, zutraͤglich ſein. Dies iſt aber ein Irr⸗ thum, ſie verderben vielmehr durch ihre Exkremente eine große Menge Gras und ſind deshalb, auf einer Wieſe wenigſtens, gar nicht zu dulden. Kaninchen werden nicht nur als Hausthiere zur Verſorgung der Kuͤche gezogen, ſondern in noch groͤßerer Menge, vornehmlich ihres Felles wegen, in eignen Gehegen gehalten, die man auf an ſich werthloſem Sandlande in mehren der ſuͤdlichen und mittleren Grafſchaften angelegt hat. In einem Alter von ſechs Monaten ſind ſie zur Fortpflanzung faͤhig, und ihre Fruchtbarkeit iſt ſo groß, daß ſie, gut gefuͤttert, manchmal in einem Jahre ſechs- bis ſieben— mal hecken und gewoͤhnlich ſechs bis neun Junge auf einmal zur Welt bringen. Dies iſt jedoch vorzugsweiſe nur bei den als Hausthier gezuͤchteten der Fall, welche warm gehalten und reichlich mit Koͤrnern und anderen Vegetabilien gefuͤttert werden. Die im Zuſtand der Wildheit lebenden ſind minder fruchtbar. Bei ſo reichlichem Futter werden jene ſchon nach drei Monaten fett; ihr Fleiſch iſt jedoch, wenn auch weiß und wohlſchmeckend, nicht ſo geſchaͤtzt, wie das der wilden. Wenn die Kaninchengehege nicht mit einer Wirthſchaft ver⸗ bunden ſind, laͤßt man daneben immer etwas Land Fun Fruchtbau II. 5. 546 Zweiundvierzigſtes Kapitel. liegen, um Futter fuͤr dieſe Thiere zu erziehen, und da ſie einen ſehr wirkſamen Duͤnger liefern*), pfluͤgt man einen Theil des Geheges alljaͤhrlich um, beſtellt denſelben mit Turnips, dann mit Sommergetreide, mit untergeſaͤetem Klee— und Grasſaamen und laͤßt ihn nun wieder liegen. Man hat gefunden, daß dergleichen Gehege das Anlagekapital ſehr gut verintereſſiren; aber die Thiere ſelbſt ſind den Hecken und Feldfruͤchten ſo gefaͤhrlich, daß das Land, welches ihnen zum Aufenthalt dient, gleichſam in einem Zu⸗ ſtande von Verwuͤſtung erſcheint. Man haͤlt ſie daher allgemein fuͤr ſchlechte Nachbarn, fuͤr eine wahre Landplage und hat, wenn ihre Haltung auch einigen Nutzen gewaͤhren mag, doch fortwaͤhrend auf ihre Vertilgung hinzuwirken geſucht. Viele Gehege ſind des— halb auch neuerer Zeit zerſtoͤrt worden; doch macht man noch im— mer in einigen Gegenden einen Gegenſtand der Spekulation aus ihnen und es iſt nicht unintereſſant, ihre Bewirthſchaftung, wenn man ſo ſagen darf, naͤher kennen zu lernen. Ein Maͤnnchen reicht hin fuͤr zehn Weibchen, die ſich den⸗ ſelben Tag, wo ſie ihre Jungen geworfen, wieder zu ihm begeben. Der gewoͤhnliche Winterbeſtand iſt drei Paar pro Acker, und das Produkt jedes Paares zehn bis zwoͤlf Stuͤck getoͤdtete Kaninchen. Neu ihnen eingeraͤumtes Land erzeugt jedoch mehr; ein ausgetra— genes Esparſettefeld von 250 Ackern, das in ein Kaninchengehege umgewandelt wurde, lieferte manches Jahr an 4000 getoͤdtete Ka⸗ ninchen und der Beſtand betrug ungefaͤhr 700 Paar. Man rech⸗ nete, daß ſie jaͤhrlich gegen 100 Pfund Sterling Reinertrag nach Abtrag der Zinſen ꝛc. einbrachten. Turnips, Klee⸗ und Esparſette⸗ heu ſind das beſte Winterfutter fuͤr ſie. Auch gibt man ihnen bisweilen Hafer und Gerſte, wenn der Schnee nicht ſo hoch faͤll, daß er die Koͤrner bedeckt; bei ſtrenger Winterwitterung ſind Tur⸗ nips jedoch vorzuziehen, weil die Thiere ſie durch ihren Geruch leicht auffinden und unter dem Schnee hervorſcharren koͤnnen. Zwei Karrenladungen Turnips oder eine Ladung Heu ſind zur Erhaltung eines Beſtandes der angezeigten Groͤße taͤglich noͤthig. In den Haͤuſern werden von den Liebhabern mehre verſchie— dene Arten gezogen, aber in den Gehegen findet man ſelten eine *) Der Buſhel davon wird fuͤr 6 Pence verkauft; und ein Mann zu Aylesbury, der 140 Kaninchenweibchen und 10 Maͤnnchen haͤlt, verſichert, daß dieſe nebſt ihren Jungen woͤchentlich 24 Buſhel davon lieferten. wohl de N ma ſ nachten fid, nu lamal Daat d mal n berderb duch Aädu diebe Geien peiſten vrarbei britzw winne d erfodder nincher auf le maßen Dwi der Nernau Virteft Aae S hrfen Andere Iraſe Adtt a ſie ean Thel de dann ni namen un dergliche die Thjen , daß dai einem Ie allgemin hat, wem rtwaͤhren ſird di n voch ir Ulation au tum, venn die ſih de⸗ zm begbe , und dii Kaninchen. ausgetra⸗ chengehege uͤdtete Ke⸗ Man reg⸗ etrag nat BEspatſet⸗ man ihnr bhoch jih g ſind de hren Genih ren konnen eu ſind zu ch niͤthig. t verſchi⸗ ſelten ein in Mann iu erſichert, d Von der Federvieh⸗ und Kaninchenzucht. 547 andere, als die ſilberfarbenen und die grauen. Das Fell von je— nen behauptet den Vorzug, dieſe aber ſind um ſo viel haͤrter, daß wenn ein Gehege mit beiden zugleich beſetzt wird, nach wenig Jahren von jenen gewoͤhnlich nur noch wenige vorhanden ſind. Sie kommen in verſchiedenen Schattirungen vor und werden, ſo— wohl hinſichtlich ihres Felles, wie ihres Fleiſches trugbar gegen die Mitte des Novembers. Damit tritt nun auch die Zeit, wo man ſie zu toͤdten anfaͤngt, ein, die gewoͤhnlich bis gegen Weih⸗ nachten dauert. Da demnach die Zeit, wo ſie im beſten Zuſtande ſind, nur kurz iſt, kommen ſie gewoͤhnlich in ſolcher Menge auf einmal auf den Markt der Hauptſtadt, daß ſie ſehr wohlfeil, das Paar oft nur fuͤr vier Pence, verkauft werden muͤſſen, da es zu⸗ mal noͤthig iſt, ſie moͤglichſt ſchnell loszuſchlagen, weil ſie leicht verderben. Viele Unkoſten entſtehen den Inhabern von Kaninchengehegen durch die Reparaturen an den Vermachungen, und durch die Toͤdtung von Raubthieren, ſo wie durch die Abwehr der Wild⸗ diebe, die, wenn es an ſcharfer Aufſicht fehlt, gar bald ein ganzes Gehege entvoͤlkern koͤnnen. Die Preiſe der Felle, von denen die meiſten nach China gehen, nur der Ausſchuß von den Hutmachern verarbeitet wird, ſchwanken ſehr, und es iſt daher dieſer Wirth⸗ ſchaftszweig kein recht zuverlaͤſſiger, doch ſind ſchon bedeutende Gewinne dabei gemacht worden. Das zur Anlage eines Kaninchengeheges von 1700 Ackern erforderliche Kapital wurde, mit Einſchluß des Ankaufs der Ka⸗ ninchen und der Landrente von dieſer Flaͤche auf ein ganzes Jahr, auf 1395 Pfund 8 Schilling 4 Pence und der Ertrag folgender⸗ maßen berechnet: Ausgaben: Drei regelmaͤßige Waͤrter nebſt dem bei dem Toͤdten noͤthigen Beiſtand 85 Pfd. Vermachungen 42 ⸗ 10 Sch. Winterfutter 42 ⸗ 10 ⸗ Netze, Schlingen ec. 14 ⸗ 3 ⸗ 4 P. Abſtreifen, Unkoſten bei dem Verkauf ꝛc. 212 ⸗ 5 ⸗ Landrente, 7 Schilling vom Acker 595— Intereſſen vom Kapital 5% 69 ⸗ 5 869 Pfd. 13 Sch. 1 Proͤdukt 20000 Stck. Kaninchen à 14 P 1166 ⸗ 13 ⸗ 4 überſchuß 297 Pfd. 35*† 548 Dreiundvierzigſtes Kapitel. Dies gibt mehr als 20% Gewinn uͤber die gewoͤhnlichen Intereſſen und dabei iſt noch die Landrente fuͤr ſo ſchlechtes Land viel zu hoch berechnet, demnach laͤßt ſich der eigentliche Gewinn noch hoͤher annehmen*).(2) Dreiundvierzigſtes Kapitel. Von den Einfriedigungen, Vermachungen, Hecken ec. Nichts traͤgt zu einer bequemen, angenehmen, ſchnellen und ſau⸗ beren Feldbeſtellung mehr bei, als eine zweckmaͤßige Abtheilung und Einhegung der Grundſtucke vermittelſt dauerhafter Einfrie⸗ digungen. Wenn man die zuerſt umfriedigten Laͤndereien Englands betrachtet, ſcheint es, als waͤren dieſelben aus den fruͤher beſtan⸗ denen Waͤldern herausgeſchnitten, keineswegs durch von Menſchen— hand angelegte Hecken eingezaͤunt worden. Allerdings moͤgen die fruͤheren Fuß⸗ und Fahrwege, ſo wie die natuͤrlichen Waſſerablei⸗ tungen oftmals die Form und Groͤße der einzelnen Acker beſtimmt haben und deshalb nicht uͤberall rechtwinklige Umfriedigungen, durch welche die Pflugarbeiten ſo ſehr erleichtert werden, anzulegen geweſen ſein. Daher kommt es auch, daß ein großer Theil der Oberflaͤche nicht von zweckmaͤßigen Hecken, ſondern von nutzloſem Buſchholz eingenommen wird, das den boͤſeſten Unkraͤutern zur Pflanzſchule, den ſchaͤdlichſten Voͤgeln, Inſekten und anderem Un— geziefer zur Herberge dient. Die Abtheilungen aͤlterer Landguͤter ſind ſichtbar mehr das Werk des Zufalls, als der Überlegung, und weder der Groͤße des Guts, noch einem vernuͤnftigen Wirthſchaftsſyſtem angepaßt. Faſt jedes Gut hat ſeine oͤrtlichen Vortheile und ſeine Fehler, und der einſichtsvolle Landwirth wird ſich ſtets beſtreben, jene ſicher zu *) Bei dieſer Rechnung iſt jedoch gar nichts in Anſchlag gebracht fuͤr die Sommerernaͤhrung. Kann dieſe wohl in dem Gehege ſelbſt allein ſtattfinden?— gelle ben dinze ange mißt gen lande lung eſt d inthe zucſic teebe arbeit diſer triche rochte de? Bön⸗ Säien deveni ſ jdde vöhnüth htes dan e Gewing ken u- 1 und ſiu⸗ Abtheildung r Enfti⸗ Englands r beſtan⸗ Nenſchen⸗ ögen die aſeerablei⸗ veſmmt edigungen anzulegen Theil de nutzlſen rautern zu derem U mehr de Gröͤße des ßt. Faſ und der ſicher zu acht füͤr di tinden!- Von den Einfriedigungen, Vermachungen, Hecken ꝛc. 549 ſtellen, dieſe moͤglichſt zu mindern. Nichts aber kann dieſes Stre— ben mehr beguͤnſtigen, als eine angemeſſene Groͤße und Form der einzelnen Felder und die Richtung der Umfriedigungen. Von der angemeſſenen Groͤße der Felder haͤngen die Vortheile einer zweck— maͤßigen Fruchtfolge ab und durch die Richtung der Umfriedigun⸗ gen wird eine wirkſame Entwaͤſſerung geſichert. Wenige Acker⸗ laͤndereien haben eine ſolche Lage, daß die Richtung oder die Stel— lung der Einfriedigungen gleichgiltig ſein koͤnnte. Die Beſchaffen⸗ heit des Bodens und die Lage des Grundſtuͤcks verdienen bei ſeiner Eintheilung in verſchiedene Stuͤcke und deren Einhegung große Ruͤckſicht; wenn es aber nur irgend moͤglich iſt, muß man ſuchen, dieſelben mit parallelen Linien zu umgrenzen, weil dies alle Acker— arbeiten ungemein erleichtert. Bei den neueren Unternehmungen dieſer Art hat man ſich auch mehr, als fruͤher beſtrebt, dies zu erreichen, und dabei zugleich darauf geſehen, ſie, wo es nur anging, rechtwinklig auf die hinzufuͤhrenden Wege ſtoßen zu laſſen, um den Zugang bequemer zu machen. Die gewoͤhnlichſte Einfriedigung beſteht in Graͤben und Hecken. Bisweilen ſtehen letztere zwar auch blos auf einer Erhoͤhung ohne Seitengraben; doch iſt dies nur ſelten der Fall, in der Regel haben ſie wenigſtens auf einer Seite einen etwas breiteren, noch haͤufiger auf jeder Seite einen ſchmalen Graben neben ſich hinlaufen. Figur 34. Be — —.,—— — —— ſ 1. Die Hecke, wie vorſtehende Fig. 34 ſie zeigt, ſteht auf einer niedrigen Erhoͤhung von drei Fuß Breite, die dadurch gebildet wird, daß man zwei ein Fuß weite Graͤben gleichlaufend neben einander hinzieht, und den Auswurf in der Mitte zuſammenwirft.. Die beſte Heckenpflanze iſt und bleibt der Hage- oder Weiß⸗ dorn,(crataegus oxyacantha— engliſch hawthorn oder gewoͤhnlich 550 Dreiundvierzigſtes Kapitel. quickset). Die jungen Pflanzen davon werden in oͤffentlichen Baumſchulen aus Saamen gezogen, und erreichen daſelbſt nach zwei Jahren die geeignetſte Groͤße zur Anlage von Hecken. Tau⸗ ſend Stuͤck davon koſten gewoͤhnlich 10— 15 Schilling. Sie muͤſ⸗ ſen, aus der Erde gehoben, feucht gehalten und gegen Froſt ge⸗ ſchuͤtzt, wo moͤglich gleich nachher verpflanzt werden. Dies kann im Herbſt, Winter und zeitig im Fruͤhjahr geſchehen. Die Mitte des Oktobers haͤlt man jedoch fuͤr die paſſendſte Zeit. Vor dem Pflanzen iſt der Boden voͤllig zu ebnen und gut vorzurichten; dann zieht man eine gerade Linie auf der Mitte des aufgeworfenen Huͤgels hin, oͤffnet in deren Richtung einen der Laͤnge der Wurzeln angemeßnen etwa 10 Zoll tiefen Graben, oder mehre eben ſo tiefe Loͤcher, und pflanzt die jungen Dornen etwa fuͤnf Zoll weit von einander auf das Sorgfaͤltigſte, jedoch nicht ſehr tief ein, in der Naͤhe ihres Stammes eine kleine Vertiefung laſ⸗ ſend, um das Regenwaſſer aufzufangen und den Wurzeln die Feuchtigkeit zu bewahren. Nicht ſelten ſind dieſe bei dem Ein⸗ pflanzen zu lang, dann iſt es gut, ihre Spitzen zu verkuͤrzen, da⸗ mit ſie bei dem Einlegen nicht umgeſchlagen werden; man wirft aber dieſes Abgeſchnittene nicht weg, ſondern legt es zwiſchen den Pflanzen ſorgfaͤltig mit ein. Viele dieſer Wurzelſpitzen treiben dann Schoͤßlinge und tragen dazu bei, den Grund der Hecke zu verdichten. 2. 3 „Noch eine andere Weiſe, dieſe anzulegen, zeigt Fig. 35, wo die Dornen auf den Rand des zu ihrem Schutz nur auf einer Seite gezogenen etwas tieferen und breiteren Grabens mit gleicher Sorgfalt eingepflanzt werden. Das obere, beſſere Erdreich, das man bei dem Heben des Grabens gewinnt, benutzt man zur Be⸗ reitung eines fruchtbaren Bettes fuͤr die jungen Pflanzen und zum Dece gehob gen verſeh niht 6 m bei, bereit rife: hra tne( angl Geſag und n neuen de T obere f 1/ fits in un Tu m Ricta ſolen, zur Okto werd der Stre üffentte elbſ nac en. Tau⸗ Sie wiſ Froſt ge Dies kam Die Nie und gut Mitte des enen der aden, oda rnen etw h rictſehr tiefung li⸗ Jurzen R dem Ei⸗ ürzen, de nun wüft ſchen den treiben Hecke zu .35, wo auf einer it geeicer nich, das zur Be⸗ und zun Von den Einfriedigungen, Vermachungen, Hecken ꝛc. 551 Decken ihrer Wurzeln, das minder gute, das aus der Tiefe heraus⸗ gehoben wird, zur Bildung eines Schutzwalls hinter der jun⸗ gen Hecke. Die Hecken mit einem oder zwei Graͤben an ihren Seiten zu verſehen, iſt aus mehren Gruͤnden ſehr rathſam. Dieſe dienen nicht nur zur Ableitung des uͤberfluͤſſigen Waſſers auf den Ackern, es moͤge von oben oder unten kommen, ſondern tragen auch dazu bei, den Pflanzen eine beſſere Stelle zu freudigem Wachsthum zu bereiten und gewaͤhren der jungen Hecke Schutz gegen allerlei An⸗ griffe und Beſchaͤdigungen. Es iſt daher ganz unſtatthaft, die Hecken, wie es ſonſt haͤufig geſchah, platt auf den Boden hin ohne Graben zu pflanzen. Man ſieht auch eine ſolche fehlerhaft angelegte faſt niemals freudig gedeihen. Es ergibt ſich aus dem Geſagten, daß die Anlage von Hecken manche Überlegung fordert und nicht leicht hingenommen werden darf. Kann man bei einer neuen Umhegung eines Grundſtuͤcks die Einrichtung ſo treffen, daß die Vorart oder der untere Theil deſſelben nach Mitternacht, der obere nach Suͤden liegt, ſo iſt dies in vieler Hinſicht ſehr vortheil⸗ haft, nur leider nicht immer ausfuͤhrbar; dagegen kann man doch ſtets auf eine andere Weiſe fuͤr die ſchicklichſte Richtung der Graͤ⸗ ben und das beſſere Gedeihen der Hecken ſorgen. Weſentlich traͤgt dazu mit bei, daß man ſchon zeitig, lange vor der Anlage deren Kichtung genau beſtimmt, und den Landſtreifen, wo ſie hinkommen ſollen, bis zur Breite von vier Yards waͤhrend des Sommers bis zur moͤglichſten Tiefe umpfluͤgt, ihn ſtark duͤngt, und ihn bis zum Oktober, wo man das Pflanzen, das bis zum Mai fortgeſetzt werden kann, beginnt, eine voͤllige Brachbearbeitung gibt. Nach der Pflanzung iſt es ferner gut, den der Hecke zunaͤchſt liegenden Streifen des umhegten Grundſtuͤcks bis zur Breite von vier Yards drei bis vier Jahre lang mit Hackfruͤchten zu beſtellen. Da dies, we— gen des der jungen Hecke zu gebenden Schutzzaunes nicht wohl mit dem Pfluge bis ganz nahe zu ihr hin moͤglich iſt, ſo uͤberlaſſe man den Zwiſchenraum zwiſchen dieſem Schutzzaun und der jun⸗ gen Hecke, der nicht unter fuͤnf Fuß breit ſein darf, kleinen Leuten einige Jahre zur Benutzung mit Kartoffeln. Dies traͤgt weſentlich zum ſchnellen Wuchs der Hecke bei. 1 Dieſelbe bedarf, um in der kuͤrzeſten Zeit einen recht dichten Schutz zu gewaͤhren, anfangs nur ein geringes Beſchneiden. Ihre Feſtigkeit beſteht in der nicht nachgebenden Steifheit ihrer Haupt⸗ ſtaͤmme, und damit ſelbige dieſe erlangen, darf man ſie auch an 552 Dreiundvierzigſtes Kapitel. der Seite nur ſchwach beſchneiden, ihnen blos die ſtaͤrkſten Aſte, die als Nebenbuhler der Hauptſtaͤmme anzuſehen ſind, abnehmen. Das Verſtutzen der Gipfel muß ſo lange gaͤnzlich unterbleiben, bis ſie 3 ½˖ Fuß uͤber der Erde wenigſtens einen Durchmeſſer von einem Zoll erhalten haben. Beſitzen die Staͤmmchen dieſe Staͤrke, dann bietet die Hecke einen vollkommenen Schutz gegen alle nicht hochſpringenden Thiere dar, und dauert eine lange Reihe von Jahren, ohne weiter etwas zu beduͤrfen, als ein jaͤhrliches Be— ſchneiden mit einem ſcharfen Heckenmeſſer oder einer Schere, um ihre nutzloſe Ausbreitung im Zaum zu halten. Manche ſchoͤne junge Hecke wird dadurch ruinirt, daß man ſie in ihrer Jugend zu haͤufig und in verſchiedener Hoͤhe verſtutzt. Man muß nur bedenken, daß jeder einzelne Dorn darin, wie ein fuͤr ſich mit andern in eine Reihe gepflanzter Baum zu betrachten iſt, den man ſo bald wie moͤglich in voller Staͤrke und ſchoͤner Geſtalt ſehen will; Beides kann nicht erreicht werden, wenn man ihm wiederholt den Gipfel nimmt. Erreichen die jungen Dornen ſchon in den erſten beiden Jahren eine ziemliche Staͤrke und ma— chen ſie viele Seitenzweige, ſo darf man auch dieſe nicht eher ver— ſtutzen, als bis ſie eine anſehnliche Dicke erlangt haben. Geſchieht es fruͤher, ſo machen ſie zwar eine große Menge junger Triebe, die anſcheinend große Dichtheit gewaͤhren, aber nur fuͤr kurze Zeit etwa ein Schaf abhalten, keineswegs einen berittenen Jaͤger oder ein groͤßeres Stuͤck Vieh, die eine ſolche Hecke leicht niedertreten. Das zu fruͤhe Verſtutzen derſelben hat auch noch den Nachtheil, daß ſie durch die dadurch hervorgelockte Maſſe kleiner Triebe oben dichter und ſchwerer wird, als unten, daß hier ferner die Staͤmm— chen ihre Zweige verlieren und ſo Offnungen entſtehen, durch welche Huͤhner, Laͤmmer und kleine Schafe bald Durchfahrten machen. Eine auf angegebene Weiſe angelegte Hecke bietet aber nicht nur einen ſichern Schutz auf die Dauer dar, ſondern nimmt auch nur einen ſehr geringen Raum ein, beherbergt nur wenig Voͤgel, haͤlt Sonne und Wind nicht ab, und verurſacht, einmal in die Hoͤhe gebracht, beinahe gar keine Unkoſten, waͤhrend die auf alte Art angelegten, breiten, aus mehren Holzarten beſtehenden, hoͤher gezogenen und beinahe wie die Holſteiner Knicke behandelten Hecken alle ſieben Jahr erneut, umgelegt und ausgeholzt werden muͤſſen, dadurch aber ſehr bedeutende Arbeit und Koſten verurſachen, die um ſo weniger durch das gewonnene Brennholz bezahlt werden daſ Sch füge den bis geſ bern Jenes weri- fübend ſolche M Kofee Düng macht dem diß hefte ſemmi gu bri d dck rnähn lin d abe ſamu nicht ſtu bisw fehle bring Wode dung d er Id all d u vodher Kiüen de dönehma. nterbleidn, meſſer von iſe Sta alle nict Reihe von liches B⸗ chere, un daß man everſtutz 1, wie ei betractn und ſtne wem un en Domn e und mr⸗ t eher ver⸗ Geſchieht r Triebe, tze Zeit iger oder derteten, Nachtheit riebe oben e Staͤmn⸗ en, durg ürchfahrte aber rict immt auch ig Voͤge⸗ lin die auf alte t hoͤher Hecken miſſen, hen, die werden Von den Einfriedigungen, Vermachungen, Hecken ꝛc. 553 da ſie durch den großen Raum, den ſie einnehmen, und durch den Schatten, den ſie verbreiten, den Feldfruͤchten viel Schaden zu— fuͤgen. Zu verkennen iſt jedoch nicht, daß Hecken jener Art in den erſten ſieben Jahren viel Ausgaben erfordern, weil man ſie bis dahin, wo ſie erſt ſich ſelbſt vertheidigen und als vollendet an— geſehen werden koͤnnen, beſchuͤtzen muß. Es geſchieht dies entweder vermittelſt eines Schutzzaunes von beiden Seiten oder mit Horden. Jenes iſt, wenn der todte Zaun in Ordnung gehalten wird, das wenigſt muͤhſame und doch ſicherſte. Die Vortheile einer kraͤftig wachſenden wirklich Schutz ver— leihenden Hecke der angegebenen Art ſind fuͤr den Landwirth von ſolcher Wichtigkeit, daß er bei ihrer Anlage niemals knickern ſollte. Iſt der Boden nicht von Natur gut, ſo darf er weder Muͤhe, noch Koſten ſcheuen, um ihn vor derſelben durch Bearbeitung und Duͤngung in einen beſſern Zuſtand zu verſetzen. Dieſer Aufwand macht ſich ſchon dadurch reichlich bezahlt, daß eine ſolche Hecke dem Fruchtbau nur wenig Land entzieht. Es iſt eine alte Regel, daß man bei der Schaͤtzung des Ernteertrages eines Landguts, es beſtehe meiſt aus Acker- oder meiſt aus Grasland, von dem ge— ſammten Flaͤchengehalt den zehnten Theil fuͤr die Hecken in Abzug zu bringen habe, daß demnach ein Gut von 100 Ackern nur von 90 Ackern den Zehenten entrichten koͤnne. Eine Hecke der alten gewoͤhnlichen Art nimmt wenigſtens eine Breite von ſechs Fuß ein, eine, wie ſie vorſtehend zur Anlage vorgeſchlagen wurde, kann aber in der groͤßten erforderlichen Staͤrke bei der halben Breite ſammt den Graͤben hergeſtellt werden, und daraus entſteht ein nicht geringer Gewinn fuͤr den Landwirth. Iſt freilich das Grund— ſtuͤck ſehr naß, ſo ſind breitere Graͤben zur Ableitung des Waſſers bisweilen nothwendig, dieſe duͤrften aber auch ohne die Hecke nicht fehlen, und ſind daher bei dieſen nicht mit in Anrechnung zu bringen. Eine der angegebenen Art iſt dicht und geſchloſſen am Boden, hinlaͤnglich feſt und ſteif, braucht mit Einſchluß der Erhoͤ— hung, auf der ſie ſteht, nicht uͤber fuͤnf Fuß hoch gehalten zu werden, und erfuͤllt dennoch ihren Hauptzweck, Schutz gegen allen Anlauf und alles Übertreten zu verleihen, vollkommen; auch beſchattet ſie das Land nicht auf nachtheilige Weiſe und haͤlt keineswegs die trocknenden Luftſtroͤmungen ab. Nicht ſelten geſchieht es, daß entweder durch Jaͤger oder durch große Stuͤcke Vieh Loͤcher durchgebrochen, auch wohl die Graͤben und Erhoͤhungen beſchaͤdigt werden. Dergleichen Beſchaͤ— 554 Dreiundvierzigſtes Kapitel. digungen ſind ſogleich wieder auszubeſſern. Es geſchieht ſolches gewoͤhnlich von den Schaͤfern, deren eigner Vortheil mit einer bal⸗ digen Herſtellung verbunden iſt, die dabei aber oftmals mit ſo weniger Überlegung verfahren, daß dadurch der Schaden eher groͤ— ßer, als geringer wird. Iſt das Loch ſo groß, daß es durch das Zuſammenflechten der Zweige von den nebenſtehenden Dornſtaͤmm⸗ chen nicht ſich dicht verſchließen laͤßt, und ſind von dieſen ſogar mehre umgebrochen, ſo iſt es das Beſte, die beſchaͤdigte Stelle mit einer ganz neuen ſorgfaͤltigen Pflanzung zu decken, und dieſe, bis ſie herangewachſen, mit einer dichten Vermachung von Pfaͤhlen und todten Dornen zu beſchirmen. Der wilde Holzapfelbaum wird bisweilen ſtatt des Weißdorns zu Hecken benutzt, und bildet auch allerdings einen dichten unuͤber— ſteigbaren Schutz; aber er wuchert zu ſehr ins Land und laͤßt ſich, zumal bei Reparaturen, minder leicht behandeln, ſteht daher dieſem weit nach. Manche Schriftſteller empfehlen auch, die Hecken aus mehren Baum- und Straucharten beſtehen zu laſſen, weil dieſes fuͤr das Auge angenehmer ſei, und empfehlen vornehm— lich die Stechpalme dazu, die auch wirklich einen vorzuͤglich ſchoͤnen Zaun gibt, aber fuͤr des Landwirths Zweck zu langſam waͤchſt, und gar zu viele Nachſtellungen auszuſtehen hat, weil ſie zu Spa— zierſtoͤcken, Peitſchenſtaͤben und Weihnachtsverzierungen ſehr geſucht wird. Ganz unnuͤtz in den Hecken ſind der Flieder, ſo wie alle Arten von Weiden und Fruchtſtraͤuchen. Wo man ſie findet, muß man ſie ausrotten. Wir wiederholen es noch einmal, nichts taugt dazu beſſer, als der Weißdorn, weil er gleichmaͤßig waͤchſt, hart, unangreiflich, leicht zu ziehen und dauerhaft iſt. Unter den neueren wirthſchaftlichen Verbeſſerungen duͤrfte in⸗ deſſen gewiß keine von entſchiednerem Nutzen ſein, als die Bepflan zung eines der minder fruchtbaren Grundſtuͤcke mit Holz, um das Landgut mit ſeinem Beduͤrfniß daran zu allerlei Gebrauch zu ver— ſehen. Es kann jetzt kaum eins ohne eine ſolche Beihilfe beſtehen. Hopfen- und Hordenſtangen, Pfaͤhle und dergleichen Dinge werden beinahe fortwaͤhrend in einer Wirthſchaft erfordert. Wuͤrde dem⸗ nach ein Stuͤck Land blos zu deren Erziehung beſtimmt, und mit Eſchen, Weiden, Roßkaſtanien bepflanzt, es wuͤrde bald der ein⸗ traͤglichſte Theil des Ganzen werden. Jeder Grundbeſitzer hegt mit Recht den Wunſch, daß es ihm an Zimmerholz nicht fehle, und eine ſchoͤn bewaldete Landſchaft hat fuͤr Jedermann einen nicht geringen Reiz. Daß jedoch das in d theil nich ſchon durch abet Veni und; un. kaund dichte m d o di gelegt ünge drzi hen mund nüſſen vorden nche piayf len ime ſtand benu brei aus pflar hegen 1 4 ſiht, 1, Ma dach 16 T tai fale üht ſads taͤner bie als mit ſo eher gi⸗ durch di dornſtamn⸗ eſen ſoga Stelle mi dieſe, bi Pfaͤhlen — „ Waßdorn ten undher 2 und ſtetdahr ac, d n zu hſ n vornehn⸗ lich ſchöne ꝛm wächſt zu Spa⸗ hr geſucht wie all ndet, wuf achts tau ſt, d durfte ir ie Beyfin 3, um de uch zu ber ſe beſkehan e werden ürde dem⸗ und mit der ein⸗ ß es ihn Landſchaft ddoch die Von den Einfriedigungen, Vermachungen, Hecken ꝛc. 555 in den Hecken gezogene Holz dieſer Art dem Pachter nicht vor— theilhaft ſein koͤnne, daß ſeine Saaten deren Schatten und Schutz nicht beduͤrfen, iſt einleuchtend. Wo die dazu beſtimmten Baͤume ſchon vorhanden ſind, kann ſich der Pachter gegen ihre Nachtheile durch die deshalb weniger bewilligte Pachtſumme wahren, wo ſie aber erſt gepflanzt werden ſollen, gibt es mancherlei zu bedenken. Wenn ein Grundbeſitzer Baͤume in eine Hecke zu pflanzen gedenkt, und mit ſeinem Pachter uͤber die Auswahl der Sorten, die Art und Koſten der Pflanzung, ihrer Beſchuͤtzung und Verpflegung freundlich uͤbereinkommt, ſo wird indeſſen der letztere gewiß nicht leicht etwas dagegen einzuwenden haben, da aber dabei eben ſo gut ein zweckmaͤßiges, als verkehrtes Verfahren ſtattfinden kann, ſo duͤrften einige Worte daruͤber hier nicht am unrechten Orte ſein. Wenn eine junge Hecke auf die vorhin angegebene Weiſe an— gelegt wird, ſo muͤſſen die Baͤume zu gleicher Zeit, hinter derſelben eingeſetzt werden. Eichen und aͤchte engliſche Ruͤſtern ſind die einzigen, die zwiſchen Ackergrundſtuͤcken ohne großen Nachtheil ſte— hen koͤnnen, jene auf dem reichſten und tiefſten, dieſe auf den minder gebundenen geringeren Bodenarten. Die jungen Baͤume muͤſſen wenigſtens ſchon einmal in der Baumſchule verpflanzt worden ſein, und zwei bis drei Fuß Hoͤhe haben, auch iſt darauf zu ſehen, daß die Ruͤſtern aus Ablegern gezogen, nicht etwa ge⸗ pfropft ſind. Der Grund dafuͤr iſt, daß die aͤchte engliſche oder kleinblaͤttrige Ruͤſter, wenn ſie auf einem guͤnſtigen Standort ſteht, immerfort neue Schoͤßlinge treibt, die zur Verjuͤngung des Be— ſtandes, wenn die alten Baͤume gefaͤllt worden, unausgeſetzt zu benutzen ſind; das Pfropfen der Ruͤſtern geſchieht aber auf die breitblaͤttrige oder Lindenulme und demnach entſteht auch nur dieſe aus den Auslaͤufern der gepfropften, nicht die aͤchte engliſche. Die jungen muͤſſen aber nicht nur auf das Sorgfaͤltigſte ge⸗ pflanzt, ſondern auch wohl gepflegt, durch Verbinden mit Dornen gegen das Vieh geſchuͤtzt, und wenn ſie ſich uͤber die Hecke erho⸗ ben haben, ihrer untern Äſte beraubt werden, damit ſie vom Vieh nicht leiden. Je naͤher ſie uͤbrigens der Hecke ſtehen, deſto beſſer iſt es, weil ſie dann der Beſchaͤdigung durch die Ortſcheite der Pfluͤge und Eggen weniger ausgeſetzt ſind. Spaͤter, je hoͤher ſie wachſen, muͤſſen ſie ausgeaͤſtet(geſchneidelt) werden, damit ſie beſſe⸗ res Bauholz geben und mit ihren unteren Zweigen keinen nach— theiligen Schatten uͤber den Acker werfen. Um dies zu bewerk⸗ ſtelligen, haut man alle zwei bis drei Jahre jeden Aſt, der eine 556 Dreiundvierzzigſtes Kapitel. Neigung auf die Seite auszutreiben zeigt, nicht zu knapp am Stamme ab, ohne jedoch die Krone des Baumes zu ſtutzen. Wenn dies zehn bis zwoͤlf Jahre fortgeſetzt worden, kann in der Regel das fernere Ausaͤſten unterbleiben; der Wipfel breitet ſich dann nicht mehr ſo bedeutend aus, daß ſeine Beſchattung ſehr nachthei— lig wirken koͤnnte, wenigſtens nicht ſo, als wenn man den Baͤumen die unteren AÄſte gelaſſen haͤtte, und dabei werden ſie doch auch nicht ſo verſtuͤmmelt, wie es in Middleſex der Fall iſt, wo man ihnen die Aſte vom Kopf bis auf den Boden herab nimmt, ein Verfahren, das vorzuͤglich von denen getadelt wird, die eine große Vorliebe fuͤr die naͤtuͤrliche Form der Baͤume haben. Was die Entfernung anbetrifft, in welcher dieſelben an den Hecken hin ſtehn ſollen, ſo ſcheint die von dreißig bis vierzig Fuß die zweckmaͤßigſte. Die Wipfel kommen ſich dann nicht zu nah, um den Fruͤchten nachtheilig zu werden und doch ſtehn ſie auch nicht ſo entfernt, daß das Landgut dadurch ein kahles Anſehn bekaͤme. Auf einem jeden mit einer Vermachung umſchloſſenen Grund⸗ ſtuͤcke muͤſſen natuͤrlich auch Thore zum Eingang und Ausgang vorhanden ſein. Das alte gewoͤhnliche fuͤnfbalkige Thor iſt viel— leicht das zweckmaͤßigſte, das es geben kann, ſobald es aus dem beſten eichenen Kernholze gefertigt iſt. Es iſt neun Fuß breit und beſteht aus zwei Saͤulen, einer vordern und einer hintern, in welche die Querbalken entweder eingezapft, oder, was vielleicht noch beſſer iſt, nur eingelaſſen und feſtgenagelt ſind. Die Hinter— ſaͤule(the thur) iſt ſieben Zoll breit, 4 ½ Zoll ſtark und ungefaͤhr vier Fuß hoch; die vordere(the heat, das Haupt) eben ſo lang, aber nur vier Zoll breit und drei Zoll ſtark. Der obere Quer⸗ riegel(the top-rail) iſt vier Zoll breit und drei Zoll ſtark. Die andern vier ſind flach, vier Zoll breit und 1 ½ Zoll ſtark. Die drei untern ſtehn naͤher an einander, als die beiden obern, und alle fuͤnf ſind allmaͤhlich verlaufend nach dem Hintertheil zu etwas ſtaͤrker, als vorn, um den Anſchlag zu ſchwaͤchen. Zur groͤßern Befeſtigung eines ſolchen Thores laͤuft von dem untern Theile der hintern Saͤule eine Leiſte ſchraͤg nach der Mitte des obern Riegels hin und von da eine andre ſenkrecht uͤber alle Riegel weg nach der Mitte des untern. Dieſe Leiſten ſind entweder von derſelben Staͤrke, wie die unteren Riegel, in ſie eingelaſſen und feſtgenagelt, oder beſtehen, vielleicht zweckmaͤßiger aus zwei ſchwaͤcheren Haͤlſten, von denen die eine innen, die andre außen darauf genagelt iſt. dieſ und zun knapp a ben. Ven der Raae ſich dem ͤr nachthe⸗ en Baͤume doch auc „ wo mn immt, ain eine groß⸗ den an de vierzig ziß cht z inh hn ſi auc hles Kiſcn ten Grun. Ausqang riſt viel aus dem breit und tern, in wellcht ie Hinter d ungefät en ſo lang bere Qur⸗ ſtark. Di ſtatk. bern, un zu ekwes gröͤßern Lheile der Riegels heg nach derſelben genagelt Hälſten,. agelt it Von den Einfriedigungen, Vermachungen, Hecken ꝛc. 557 Dieſe Thore ſind einfach, leicht zu verfertigen, wohlfeil, dauerhaft, und nach erlittenen Beſchaͤdigungen ſchnell und ohne große Koſten zu repariren. S. Fig. 36. Figur 36. - Die Pfoſten, zwiſchen denen ſie ſich oͤffnen, ſtehn mit der Hecke in einer Linie. Der eine, in welchen die Haspen zum An— haͤngen des Thores eingetrieben ſind, iſt ſtaͤrker und laͤnger, als der andre, weil er das ganze Gewicht des Thores zu tragen hat, und je tiefer er eingeſetzt, je feſter er gerammelt wird, deſto laͤnger leiſtet dieſes ſeine Schuldigkeit. Der andre Pfoſten kann ſchwaͤcher ſein, weil er durch das Anſchlagen des Thores nicht ſo viel zu leiden hat, ſobald dieſes gehoͤrig angehangen iſt. Dieſe Pfoſten ſtehn immer neun Fuß weit auseinander, weil dies fuͤr alles Fuhrwerk eine genuͤgende ffnung gibt. Gewoͤhnlich iſt die Ein— richtung ſo getroffen, daß das Thor zwiſchen ſie faͤllt, beſſer iſt es aber, wenn es an den vordern Pfoſten anſchlaͤgt. Die Angeln, an denen das Thor haͤngt, ſind mit langen ſtarken Fluͤgeln oder Federn verſehen, und vermittelſt dieſer an die hintere Saͤule feſtgenagelt. Auf das richtige Einhaͤngen des Thores kommt viel an. Daſſelbe ſoll ſich leicht oͤffnen, in einem rechten Winkel mit dem Pfoſten geoͤffnet ſtehn bleiben, und wenn es zum Zufallen ange— ſtoßen wird, mit immer ſchnellerer Bewegung dem andern Pfoſten zueilen. Dies wird bewirkt durch die Stellung des unteren Has⸗ pens und ſein groͤßeres Hervorſtehn aus dem Pfoſten. Der obere wird in dieſen ſo feſt eingetrieben, daß er nur wenig her— vorſteht und die Angel ſich nur bequem daran bewegen kann; der untere aber weniger tief und nicht ſenkrecht darunter. Das Thor muß nun in der oben angegebenen Richtung geoͤffnet ſtehn bleiben, und aus ihr gebracht, mit Beſchleunigung zufallen, mit um ſo 558 Dreiundvierzigſtes Kapitel. groͤßerer, je mehr der untere Haspen uͤber dem obern und dem Pfoſten herausragt. Dieſe Haspen werden bisweilen innerhalb des hintern Pfo⸗ ſtens eingeſchlagen und das Thor faͤllt dann an einen Vorſprung des vorderen an. Weil aber dadurch der feſte Schluß leicht ge⸗ ſtoͤrt und das Thor der Beſchaͤdigung mehr ausgeſetzt wird, iſt es beſſer, dieſes an der aͤußeren Seite anzuhaͤngen und anſchlagen zu laſſen; dann wird es aber freilich nothwendig, es entweder etwas breiter zu machen oder die Pfoſten ein wenig naͤher an einander einzurammeln. Um die Beſchaͤdigungen dieſer durch nachlaͤſſige Fuhrleute zu verhuͤten, iſt es gut, ſie durch ſchraͤg an ihre innern Seiten eingeſchlagene ſtarke Pfaͤhle oder durch Pralſſteine ſicher zu ſtellen. Der Verſchluß dieſer Thore findet auf verſchiedene Weiſe ſtatt, entweder vermittelſt Ketteln, oder vermittelſt leicht zu oͤffnen⸗ der und von ſelbſt wieder in den Schließhaken fallender Klinken von Holz oder Eiſen. Schwingthoren(Swinggates) gibt man den Vorzug bei oͤffent⸗ lichen Durchfahrten, weil ſie nie offen gelaſſen werden koͤnnen, ohne ſie ganz auszuheben oder etwas vorzuſtemmen. Sie ſind, wie allgemein bekannt, ſo eingerichtet, daß ſie ſich nach allen Sei— ten oͤffnen, indem ſie nicht in Angeln an zwei Haspen oben und unten haͤngen, ſondern ſich zwiſchen den Pfoſten unten auf einer am Boden befindlichen Pfanne und oben entweder an einem Has⸗ pen oder in einem Ringe drehen. Außer der beſchriebenen Art von Feldthoren findet man noch viele anders geformte, jene bleibt aber, wie bereits geſagt, unter allen hoͤlzernen die einfachſte und empfehlungswertheſte. Die Ab⸗ aͤnderungen, die man damit vorgenommen hat, ſind meiſt uner— heblich, und mehr von der Laune, als von der Nothwendigkeit hervorgebracht worden. Neuerer Zeit findet man jedoch viele leicht von Eiſen geſchmiedete Thore, die zwar bei der Anſchaffung weit mehr koſten, als die hoͤlzernen, ihrer groͤßeren Dauerhaftigkeit we⸗ gen am Ende aber doch wohlfeiler ſind. Thore aller Art ſind in⸗ deſſen der Beſchaͤdigung durch unachtſame Fuhrleute ausgeſetzt, beſonders durch ſolche, die keinen Begleiter bei ſich haben, und es gibt kein Mittel, ſich ganz dagegen ſicher zu ſtellen. Um das voͤllige Zuruͤckſchlagen der Thore zu verhuͤten, und dadurch das richtige Zumachen derſelben zu befoͤrdern, iſt es ſehr gut, wenn man an den Punkt, bis zu welchem ſie ſich oͤffnen ſollen, einen ſtarken anlehn in en Einiit mant len ſol 1 ſind g Un ſi beßrs. nöglitſt durhſch ſters d Fip. 3 O gungen Mur maßig leihen wegne lihen Pland Arzüge Ihabe Kde dun ſ66 i ſär Eh m und im hinern R. Vorſprun iß leicht d wid, iſ 6 nichlagn a veder etwe⸗ an einande nachläſſig ihre innen ſtne ſice ꝛdene Leiſ t l üffue⸗ der gleken gbei öff⸗ en können Sie ſind allen Sei oben und auf einet mem Has⸗ man nod eſagt, und Die Al meiſt une⸗ hwendihti viele liht ffuno wil igkeit we⸗ ſind in⸗ zusgeſetzt und es Um das urh das t, wenn n, eineh Von den Einfriedigungen, Vermachungen, Hecken ꝛc. 559 ſtarken Pfahl oder kurzen Klotz einrammeln laͤßt, an den ſie ſich anlehnen koͤnnen, und wo ſich ein Haken anbringen laͤßt, der ſie, in ein an ihnen befindliches Ohr eingelaſſen, feſthaͤlt. Bei dieſer Einrichtung werden die Thore von einem einzeln kommenden Fuhr⸗ mann viel ſicherer zugemacht, als wenn ſie blos von ſelbſt zufal— len ſollen. Bei manchen Guͤtern laufen Fußſteige, die nicht wegzubringen ſind, quer uͤber die Felder zum großen Arger ihrer Bewirthſchafter. Um ſie ſo wenig nachtheilig, wie moͤglich zu machen, gibt es kein beßres Mittel, als ſie immer im guten Zuſtand zu erhalten, ſie moͤglichſt gerade anzulegen, und an den Stellen, wo ſie die Hecken durchſchneiden, zweckmaͤßige Gatterthore anzubringen, welche mei— ſtens die Einrichtung haben, die ſich auf nebenſtehender Abbildung Fig. 37 darſtellt. 7△ A/△ — A); ——— S N, S ₰ d„ 627 „ F U= 7 — Si, ns S7) 3 AAe vJ, J, — e. VIeé,D, 299⸗ 1—=S s Ae e, J2R, 7— — ꝙᷓ—ʒ 2˙ gungen der Grundſtuͤcke abgeben, ſo meinen einige doch, ſteinerne Mauern ſeien zwar nicht ſo wohlgefaͤllig fuͤr das Auge, aber zweck— maͤßiger fuͤr den Landwirth, weil ſie dem Vieh mehr Schutz ver⸗ leihen, ſein Durchbrechen ſicherer verhuͤten und weniger Raum wegnehmen. Sie ſind daher auch in Schottland und dem noͤrd— lichen England nicht ſelten zu finden, und faſt ganz allgemein in Irland. Beide Arten von Einfriedigungen haben gewiß ihre Vorzuͤge; doch duͤrften die der lebendigen Hecken bedeutender ſein. Dieſelben ſind zwar, ehe ſie herangewachſen, vielleicht koſtbarer, als die andern, dafuͤr aber, einmal in gutem Zuſtand von ewiger Dauer, waͤhrend dieſe fortwaͤhrender Ausbeſſerungen beduͤrfen. Auch iſt es eine ſehr unrichtige Anſicht zu glauben, daß die Mauern in ſehr den Winden ausgeſetzten Gegenden dem Vieh einen groͤßern Schutz gewaͤhrten, als die Hecken; denn man hat bemerkt, daß 560 Dreiundvierzigſtes Kapitel. die Windſtroͤme, wenn ſie, auf die Mauer ſtoßend, zuruͤckprallen, in eine wirbelnde Bewegung gerathen, und nun mit vermehrter Heftigkeit daruͤber herabfallen; dagegen, durch die kleinen Offnun⸗ gen der Hecke hindurchdringend, zertheilt und in ihrer Wuth ge— brochen werden. Wenn indeſſen auch letztere, abgeſehen von ihrem anmuthigen AÄußern, vielfach den Vorzug verdienen, ſo kann doch die Errichtung von Mauern oder Steinwaͤllen da wo Lage und Beſchaffenheit des Landgutes dazu ganz beſonders guͤnſtig ſind, unter gewiſſen Umſtaͤnden wohl rathſam werden. Man mauert ſie gewoͤhnlich trocken auf, und nur da mit Kalk, wo daran überfluß iſt. Es gehoͤrt eine beſondre Fertigkeit dazu, ſie gut zu errichten und die Steine muͤſſen ſehr paſſend, duͤrfen nicht rund und nicht zu klein ſein, wenn ſie Dauer erhalten ſollen. Sand⸗, Kalk⸗ und Feuerſteine von 1—4 Fuß Durchmeſſer und mit glatten, geraden Flaͤchen paſſen am beſten dazu. Um eine gute Vermachung abzugeben, muͤſſen dergleichen Mauern we— nigſtens fuͤnf Fuß hoch, am Grunde 2½— 3 Fuß und oben, all⸗ maͤhlich abnehmend, 15—18 Zoll breit ſein. Oben gibt man ih— nen eine Decke von rohen Schieferplatten, die auf jeder Seite 2—3 Zoll uͤberſpringen. Wenn man keine Thore anbringen will, ſollten in den ein Grundſtuͤck umgebenden Mauern eine oder zwei Hffnungen gelaſſen werden, breit genug fuͤr einen Reiter; denn ſonſt ſetzen bei Jagden die Jaͤger uͤber die Mauer und richten großen Schaden an. Man ſchließt dieſe Offnungen durch Hoͤlzer, die in die an ihren Seiten gelaſſenen Loͤcher geſteckt werden, und leicht wieder wegzunehmen ſind, wenn kein Vieh in der Koppel ſteht. Sobald dies der Fall, wird ein rechter Jaͤger ſie niemals offen laſſen. Von der Von an 4 Vel punkte w er di F dn an 1 Kärd (euiſch EK‚de m lich dur Duuch e zu Vern lefrch dp hin 1 iwme Iaüche Narhen — * Drahtw. tes eg Staic ge ij verde 8³5 ſd don di d d in ein iſt detmathen ſitt h win ſie mih d ſetzi m U riüprin bermehne en dffnn Puth gr von ihre kann dot Lage und ünſtig ſih ur da mi Fertigket ir paſſen uer erhaltn Duncmeſt dazu. Am Mauum ve⸗ d oben al⸗ bt man i jeder Sän ingen wil oder zwi er; dem d richten ch Holze aden, und der Kopp ſie niem Von den ſchaͤdlichen Thieren; Voͤgeln, Inſekten, Wuͤrmern ꝛc. 561 Vierundvierzigſtes Kapitel. Von den ſchaͤdlichen Thieren; Voͤgeln, Inſekten, Wuͤrmern ꝛc. Der Verluſt, welchen der Landwirth zu leiden hat, von dem Zeit⸗ punkte an, wo er ſeine Saat der Erde anvertraut, bis dahin, wo er die Fruͤchte ernten kann, iſt ungemein groß. Die Saaten lei⸗ den am meiſten durch Schaaren von Inſekten, die nun einmal, wie Kirby und Spence in der Einleitung zu ihrer Inſektenkunde (deutſch von Oken) ſo richtig ſagen, ein Univerſalreich auf der Erde und deren Bewohner aufgeſchlagen haben, das ſich vornehm⸗ lich durch die ihnen zugefuͤgten Beleidigungen bemerkbar macht.— Durch eine ſehr ſorgfaͤltige Ackerbeſtellung laͤßt ſich zwar ſehr viel zur Vermeidung oder Abwehrung des von Inſekten, Wuͤrmern ac. zu befuͤrchtenden Schadens thun; aber ganz reicht ſie doch nicht dazu hin, und die Anwendung von mancherlei Mitteln kann dane⸗ ben immer noch rathſam werden; obgleich auch ſie nur ſelten gaͤnzliche Abhilfe gewaͤhren. Gegen die Engerlinge, Schnecken, Raupen und Drahtwuͤrmer*) ſind mehrmals die Vermengung des *) Der in England und faſt noch mehr in Schweden ſo gefuͤrchtete Drahtwurm(wire-worm) iſt bekanntlich die Larve des Saatſchnellkaͤfers(Ela- tes Segetis) die in ungeheurer Menge(auf einer Quadratelle hat man 4— 8 Stuͤck gefunden) im Boden, beſonders in trocknem lebt und allen Halmfruͤchten ein verderblicher Feind iſt. Man rechnet, daß eine einzige im Stande ſei⸗ 8— 20 Halme zu zerſtoͤren, und bedenkt man dabei die große Menge, welche ſich von dieſen ſchaͤdlichen Thieren im Acker anhaͤufen kann, ſo wird es glaub⸗ lich, daß ſie, wie aus Schweden verſichert wird, dem Landmann wohl die Haͤlfte ſeiner Halmfruͤchte rauben. Sonderbar, aber fuͤr den Feldbau hoͤchſt guͤnſtig iſt es, daß in Deutſchland dieſes Thier faſt gar nicht ſich findet, zu vermuthen aber, daß man in England mehre den Saaten nachtheilige in der Geſtalt ihnen aͤhnliche Wuͤrmer und Inſektenlarven mit dem Namen Draht⸗ wurm(dieſe Benennung iſt von der drahtartigen Form und Zaͤhigkeit genom⸗ men) belege; denn in unſerm Original ſteht, es gebe in Großbritannien uͤber ſechzig verſchiedene Arten von Drahtwuͤrmern! II. 36 562 Vierundvierzigſtes Kapitel. Saamens mit Ruß, und das Einweichen deſſelben in Fiſchthran oder in ſtarkem Rußwaſſer mit ziemlichem Erfolg angewendet wor⸗ den. Üüberduͤngungen mit friſchgebranntem Kalk und Ruß haben ſich ebenfalls wirkſam gezeigt; der letztere iſt nur ſelten in hinrei— chender Menge zu bekommen, und der Kalk nicht in allen Faͤllen dem Boden zuſagend. Auch das Auftreiben von Gefluͤgel, beſon— ders von Enten hat, wenn es mit einer hinreichenden Anzahl ge⸗ ſchah, ſich mehrmals ſehr wirkſam zur Vertilgung von dergleichen Ungeziefer, namentlich der Schnecken erwieſen. Naͤchtliches Walzen mit ſchweren ſteinernen Walzen bleibt jedoch das am gewoͤhnlich— ſten angewendete Mittel, ob es gleich nicht ſo wirkſam iſt, wie das Üübertreiben mit Rindvieh. Der Feuchtigkeitszuſtand des Bodens verſtattet nur haͤufig die Anwendung der letztgenannten Mittel nicht. Fuͤr die Gaͤrten wird im Gartenmagazin Nr. 37 gegen die Schnecken empfohlen, man ſolle Kohlblaͤtter in einem Ofen erwaͤr⸗ men, dann mit geſchmolzenem ungeſalzenem Fett begießen und ſo auf das Land legen. In wenig Stunden wuͤrden ſie mit Schnecken bedeckt ſein, die man mit ihnen dann leicht ableſen koͤnne. Zur Vertilgung der Ameiſenhaufen, die auf dem Graslande großen Nachtheil bringen, gibt es kein beßres Mittel, als das Ab— ſchaͤlen des Raſens auf ihnen. Man bedient ſich dazu eines eige— nen Werkzeuges, naͤmlich einer halbmondfoͤrmigen, zehn Zoll breiten Haue, mit der ſich ſolches ſehr bequem verrichten laͤßt. Der Ra— ſen wird umgekehrt hingelegt, und die entbloͤßte Stelle mehre Wo— chen lang, nachdem man die daſelbſt befindliche Erderhoͤhung ge⸗ pulvert und rundum verſtreut hat, dem Froſt und Regen offen ge— laſſen, um die Inſekten gaͤnzlich zu vertreiben und zu zerſtoͤren. Hierauf legt man den Raſen wieder oben auf und ſchlaͤgt, oder tritt oder walzt ihn feſt, damit er mit dem uͤbrigen in eine Flaͤche komme. Dieſe Arbeit geſchieht meiſtens waͤhrend des Winters, wenn es fuͤr die gewoͤhnlichen Wirthſchaftsarbeiter nicht viel zu thun gibt; manche Landwirthe verbrennen jedoch den abgeſchaͤlten Raſen lieber, oder fuͤllen die durch das Ausgraben des Ameiſen⸗ neſtes entſtandene Vertiefung vor dem Auflegen mit friſchgebrann⸗ tem Kalke aus, und dazu eignet ſich das zeitige Fruͤhjahr beſſer, wo zugleich eine Überduͤngung des Graslandes damit ſich ver⸗ binden laͤßt. Den Regenwuͤrmern wird von dem Gaͤrtner und Landmann, beſonders von erſterem ebenfalls ſehr nachgeſtellt, aber mit Unrecht; denn ſie bringen mehr Nutzen als Schaden. Sie dienen gewiſſer⸗ b Von de maßen ſchen de zu unte färden geiter d Die Ta Reihen der End fiken und Jpechern mw ſiges N Hüten n ot Tage kommen einzuſch Sperlir Hhütben ſen Thei Aoenayme lewitte Nan den wan fuiſchdur gierg, nach die mamn denn; bieler deſto g Un ſolkrabe Räge der Wd Schre tin da date g da A düif daſete Fichte vendet wa. Ruß hate n in hire⸗ alln Fäle age., beſ Anzahl ge dergleiza hes Wahr gewöhnlit it, wie de des Boda anten Nit 7 ggxer d din ervir⸗ tben ud ſe it Schnee nne. Grasland s das A eines eige Zoll breite Der R wehre V⸗ chohung gen offen zu zerftin ihlägt, d eine Flch es Witni riht viel 4 ahgeſchäͤln 6 Ameiſen⸗ ſchgebrann⸗ ahr beſſet ſich ver Landmann, it Unrecht n gewiſt⸗ Von den ſchaͤdlichen Thieren; Voͤgeln, Inſekten, Wuͤrmern ꝛc. 563 maßen dazu, eine dem Athmen zu vergleichende Verbindung zwi⸗ ſchen dem Innern des Bodens und der ſie umgebenden Atmoſphaͤre zu unterhalten und die von ihnen ausgeſtoßenen Erdkluͤmpchen be⸗ foͤrdern weſentlich die Fruchtbarkeit; mit einer Dornenegge nieder⸗ geſtrichen, geben ſie dem Graslande eine ſehr gute Üüberduͤngung. Von Voͤgeln hat der Landmann beſonders viel zu leiden. Die Tauben freſſen ſeine Erbſen, die Saatkraͤhen langen ganze Reihen friſch gelegte Kartoffeln mit ihren langen Schnaͤbeln aus der Erde, im Winter naͤhren ſich Schaaren von Sperlingen, Buch— finken und andern kleinen Voͤgeln von ſeinen Getreidefeimen und Speichern und zur Erntezeit ſtellen dieſelben den reifenden Fruͤch⸗ ten mit Gierigkeit nach. Dagegen gibt es kein andres zuverlaͤſ⸗ ſiges Mittel, als daß man Knaben mit Vogelflinten ſo lange zum Huͤten anſtellt, als Gefahr vorhanden iſt. Dieſe muͤſſen aber noch vor Tagesanbruch auf dem Platze ſein; denn ehe es noch daͤmmert kommen die Voͤgel ſchon herbei. Vogelſcheuchen aufgeſtellt, ſie einzuſchuͤchtern, helfen nicht viel. Man hat die Vernichtung der Sperlinge und andrer kleinen Voͤgel durch daraufgeſetzte Praͤmien befoͤrdern wollen, das iſt aber nicht wohl gethan; denn einen gro⸗ ßen Theil des von ihnen angerichteten Schadens bezahlen ſie, mit Ausnahme des Sperlings vielleicht, reichlich durch die von ihnen bewirkte Vertilgung ſchaͤdlicher Inſekten. Man hat auch angerathen, die Saatkraͤhen zu vergiften, in⸗ dem man in eine Arſenikaufloͤſung geweichte Gerſtenkoͤrner auf die friſchausgefahrenen Duͤngerhaufen ſtreut. Sie freſſen dieſelben be⸗ gierig, und buͤßen dafuͤr mit ihrem Leben. Man ſollte aber nicht nach dieſem ſtreben, ſondern ſie nur zu der Zeit, wo ſie dem Land⸗ mann wirklich Nachtheil bringen, unſchaͤdlich zu machen ſuchen; denn zu anderen Zeiten verſchaffen ſie ihm durch das Auffreſſen vieler verderblicher Thiere, beſonders von Wuͤrmern und Inſekten, deſto groͤßeren Nutzen. Unter allen Voͤgeln iſt in England der eigentliche Rabe oder Kolkrabe der verrufenſte; denn ſein feiner Geruch lockt ihn in die Naͤhe der Sterbenden und ſein heiſeres Geſchrei verbreitet Angſt und Schrecken. Er wird daher von dem Zaghaften gefuͤrchtet und von dem Landmann gehaßt, weil er dem jungen Federvieh und den zarten Laͤmmern nachſtellt. Ja er iſt ſo fleiſchgierig, daß er bei dem Anblick eines erwachſenen Schaafes, das ſich in einem Zuſtande der Hinfaͤlligkeit befindet, in welchem es nicht aufzuſtehen vermag, daſſelbe in immer engeren Kreiſen umfliegt, endlich darauf 36* 564 Vierundvierzigſtes Kapitel. herabſtuͤrzt, ihm zuvoͤrderſt die Augen aushackt und dann an ſeinem uͤbrigen Koͤrper ſich vergreift. Er iſt indeſſen in England ein ſeltner Vogel und auf der andern Seite wieder nüͤtzlich, weil er viele faulende Subſtanzen aufzehrt. Die Eulen ſtehn ebenfalls in großem Mißkredit, weil man ſie fuͤr den unheilvollen Verkuͤndiger haͤuslichen Ungluͤcks haͤlt. Man ſtellt ihnen daher ſehr nach, nicht nur aus dieſem Grunde, ſondern weil man auch die Anſicht hegt, daß ſie junge Ziegen und Wildkaͤlber toͤdten. Dies iſt aber ein Irrthum; ihre Hauptnah⸗ rung beſteht in Feldmaͤuſen, ſie ſind daher mehr ein Freund, als ein Feind des Landmanns, und ſollten nicht vertilgt, ſondern ge⸗ ſchont werden. Die Tauben, zahme ſowohl, wie wilde verzehren faſt nichts, als Saamenkoͤrner, und richten daher, die Huͤlſenfruͤchte und Ge— treidekoͤrner vorzuͤglich liebend, und weit darnach fliegend, allerdings nicht geringen Schaden an; doch wird derſelbe haͤufig auch zu uͤbertrieben geſchildert, da ſich durch Huͤter viel dagegen thun laͤßt, da ſie auch eine Menge von Unkrautsſaamen auffreſſen und viele von den Getreidekoͤrnern, die ſie aufleſen, ohnedies verloren ſind. Eine verminderte Taubenhaltung koͤnnte indeſſen wohl wuͤnſchens⸗ werth ſein. Man rechnet, daß in England und Wales uͤber 20000 Taubenſchlaͤge, von denen jeder im Durchſchnitt 100 Paar alte Tauben halten mag, zu finden ſind. Nimmt man aber im Ganzen nur 1125000 Paar zahme Tauben an, von denen jedes, mit Einſchluß deſſen, was es fuͤr die Jungen eintraͤgt, taͤglich eine Pinte Koͤrner verzehren mag, ſo gibt dies, die Ernaͤhrung mit Koͤrnern blos fuͤr 140 Tage berechnet, die ungeheure Summe von 157500000 Pinten oder 2460937 ½ Buſhel Getreide jaͤhrlich, ohne das, was ſie von der Saat aufleſen und mit ihren Fluͤgeln ausſchlagen. Dies iſt ein Verluſt, den ſie weder mit ihrem Fleiſche noch mit ihrem Miſte wieder zu erſetzen vermoͤgen. Unter den vierfuͤßigen Thieren, die man gewoͤhnlich unter dem Namen Ungeziefer mit begreift, ſind die Ratten und Maͤuſe die ſchaͤdlichſten. Man ſollte daher kein Mittel unverſucht laſſen, ſich von dieſen laͤſtigen Geſchoͤpfen zu befreien. Das vorzuͤglichſte bleibt, die Haus⸗ und Scheunenflur, die Daͤcher ꝛc. auf die im 1. B. Kap. 5 angegebene Weiſe gegen ihr Eindringen zu ſchuͤtzen. Da daſſelbe aber immer in einigem Grade, zumal in der Scheune ſtattfindet, ſo iſt es rathſam, vor dem gaͤnzlichen Raͤumen derſelben ſie voͤllg vor dem Einſtroͤmen der aͤußern Luft zu ſchließen, indem —,— Von dec man äle der Ope ſceln, Then gi fült ſe ten an, f tellißt d aſt nach vitd man fnden ind in, ſo vel Geuuch na ſnd. d widderfole bon den! Schwefe Fal giſehen ſcheuen, ſo find a ghender⸗ En einzig Aettm dur ſohten d Fahren Hmanden ſtets zu der Ad äatte Perſeh ten die ankomun 4 ) d dnät di tin itt teie, dit ſo den ſen nig N an ſäne england an h, weil 3 weil man Fücs hät m Grunde Ziegen und Hauptut eund, alz undern 9e faſt nicte eund Ge⸗ alledings auch d thun läßt und dile oren ſind ünſchene⸗ les uͤbe 00 Paar aber im den jedes aglich ein uung m eunme der jiähriit n Flügen m Flehh inter dem juſe die en, ſich iglichſte die in ſchützen Scheune erſelben inden Von den ſchaͤdlichen Thieren; Voͤgeln, Inſekten, Wuͤrmern ꝛc. 565 man alle Öffnungen aͤngſtlich verſtopft und nur bei dem Beginn der Operation die Thuͤr einige Minuten offen laͤßt. Iſt dies ge⸗ ſchehen, ſo ſtellt man einige eiſerne oder von Ziegelſteinen oder Thon geformte, das Feuer feſt verwahrende Kohlenbecken auf und fuͤllt ſie mit Schmiedekohlen. Hierauf zuͤndet man dieſe von un— ten an, ſtreut, wenn ſie in vollem Brande ſind, Schwefel darauf, verlaͤßt die Scheunenflur ſchnell, ſchließt die Thuͤr feſt zu und geht erſt nach ein paar Tagen wieder dahin zuruͤck. Bei dem Offnen wird man die meiſten Ratten und Maͤuſe todt auf der Flur liegen finden, und wenn auch einige in ihre Loͤcher entkommen ſein ſoll— ten, ſo verraͤth doch ein widerlicher, aber nicht lang anhaltender Geruch nach einiger Zeit, daß ſie ebenfalls geſtorben und verweſt ſind. Dieſes Raͤuchern iſt kurz vor der Ernte noch einmal zu wiederholen, und wenn man, ſobald die Scheune gefuͤllt iſt, ein von den Ratten herruͤhrendes Loch ſindet, ſollte man ſtets zuvor Schwefelfaden hineinſtecken, ehe man es verſtopft. Fallen und Gift zeigen ſich nur theilweis wirkſam; denn ab— geſehen davon, daß ſich Manche vor dem Gebrauch des letzteren ſcheuen, weil ſich dabei ſchon mehre traurige Faͤlle ereignet haben, ſo ſind auch die Ratten ſo ſchlau, daß ſie die auf ihren Fang aus⸗ gehenden Perſonen wittern, und die Fallen erkennen und meiden. Ein einziger Fall iſt uns von einer gaͤnzlichen Vertilgung der Ratten durch Fangen bekannt geworden, und zwar durch das Ver⸗ fahren, welches Herr Benjamin Broad zu Thrurxton vor einigen Jahren in einer eignen Flugſchrift bekannt gemacht hat, die in den Haͤnden jedes Landwirths ſein ſollte*). Seine Vorſchlaͤge ſcheinen ſtets zum Ziele zu fuͤhren und bei einem Verſuch, den die Lords der Admiralitaͤt auf mehren Linienſchiffen, auf denen privilegirte Rattenfaͤnger nichts ausrichten gekonnt hatten, mit dem erwaͤhnten Verfahren anſtellen ließen, war die gaͤnzliche Vertilgung der Rat⸗ ten die Folge. Der Hauptpunkt, worauf es dabei vornehmlich ankommt, iſt, daß der Aufſteller die Fallen nicht mit bloßen Haͤn⸗ *) Der Bearbeiter hat ſich Muͤhe gegeben, dieſes Schriftchen, deſſen Ti⸗ tel nicht einmal naͤher angegeben iſt, in die Haͤnde zu bekommen, es hat ihm aber nicht gluͤcken wollen, und er kann daher nur das Wenige daraus mit⸗ theilen, was in dem vorliegenden Werke angefuͤhrt iſt. Dieſes Wenige ſcheint aber ſo wichtig zu ſein, daß es ſich wohl der Muͤhe verlohnen duͤrfte, mit dem Ganzen bekannt zu werden. Daher hiermit darauf aufmerkſam gemacht ſein moͤge. 566 Vierundvierzigſtes Kapitel. Len d den angreife, ſondern dieſe zuvor mit der angewendeten Witterung unten en einreibe und ihnen dadurch ihren natuͤrlichen Geruch benehmez Winda denn der Geruchsſinn dieſer Thiere iſt ſo fein, und ihre Schlau⸗ krnan heit ſo groß, daß ihr Verdacht, ſo wie ſie nur das Geringſte me⸗ uif W ken, augenblicklich rege wird, und ſie dadurch gleich bewogen wer: N den, von ihren natuͤrlichen Geluͤſten abzuſtehen. Die ſicherſte Wit⸗ habn terung, ſie heranzulocken, iſt nach Hrn. Broad, gutes lichtes Malz ſinn m mit einer kleinen Menge von Kuͤmmeloͤl angemacht. Um dieſelbe man ſen zu bereiten, beſtreicht man die Haͤnde mit etwas Kuͤmmeloͤl und ſtitlüm reibt das Malz darin herum, damit jeder Kern deſſelben gleich, üilm ru maͤßig davon beruͤhrt werde. Cs iſt große Vorſicht dabei noͤthigg u nd denn nimmt man zu viel Hl, ſo gehn die Ratten nicht eher an ſchlunnen das Malz, als bis ſich der Geruch davon etwas verloren hat. V nit ihe Das richtigſte Verhaͤltniß des Hls zum Malze ſcheint zu ſein 1 Wiſen zu 9000. Die Fallen, welche Hr. Broad anwendet, zeichnen ſich tetderbi durch nichts aus, ſind die ganz gewoͤhnlichen, der Erfolg haͤgt de mit blos von dem richtigen Verfahren bei ihrem Aufſtellen ab. dm Ge Das Frettchen iſt der entſchiedenſte Feind der Ratten und gerung kann, in einem Kaͤficht gehalten und von Zeit zu Zeit herausge⸗ die dar laſſen, zu deren Vertilgung mit großem Vortheil benutzt werden. grindid Man muß es jedoch gut in ſeinem Kaͤficht fuͤttern, damit es gern b vider n dahin wieder zuruͤckkehre; denn ſonſt entſchluͤpft es und richtet un⸗ ſm. D ter dem Huͤhnervieh großen Schaden an. Auch die Katzen, wenn Maulwir man deren zur Vertilgung der Ratten und Maͤuſe halten wlll, daan d muͤſſen gut gefuͤttert werden; denn ſie ernaͤhren ſich keineswegs, von d wie man wohl glauben mag, von jenem Ungeziefer allein, und ihn än verſaͤumt man, ihnen andere Nahrung daneben zu geben, ſo halten nit ih ſie ſich ebenfalls im Huͤhnerhauſe oder Taubenſchlage dafuͤr ſchad⸗ fünf b los. Man hat die Katzen in den Scheunen und auf den Boͤden Lätün nicht gern, weil ſie das Getreide mit ihrem Koth verunreinigen. zu kir Dem kann man einigermaßen dadurch begegnen, daß man ihnen—(iij ein Loch zu deren Ablagerung vorrichtet und vor deſſen Eingag Mul ein Haͤufchen Aſche hinwirft. r bo Um die Getreidefeimen vor Ratten und Maͤuſen zu bewahren, ihen bleibt das Sicherſte deren Errichtung auf ſteinernen oder eiſernen und teg Saͤulen, wie es bereits angegeben worden. 80 Auch die Feldmaͤuſe, von denen es mehre Arten gibt, richten tn ſ oft gar großen Schaden an; als vorzuͤglich wirkſames Mittel zu du der ihrer Vertilgung hat ſich das Bohren von ungefaͤhr zwanzig Zoll dcer tiefen Loͤchern in den Boden bewaͤhrt; man macht ſie wo moͤglich m Wittre benehme te Stla⸗ ingſte mer⸗ vogen wer⸗ herſe Wi⸗ chtes Nh jn dieſeb melöl und en gleich⸗ i nottig, d eher an loren hat zu ſein! ignen ſi olg hing d. atten und herauge t werden. es gern ichtet un⸗ n, wenn ten wil, neswege lein, un „ſo halen für ſch ee Bodn unreinign nan ihne Einaang — ewahren, eiſernen „richten ſdittel zu öig Jol mogich Von den ſchaͤdlichen Thieren; Voͤgeln, Inſekten, Wuͤrniern ꝛc. 567 unten etwas weiter, als oben, glaͤttet ſie, und verſieht ſie an ihren Waͤnden mit einer Lockſpeiſe. Schierlingsſaamen mit den Getreide⸗ koͤrnern ausgeſtreut, toͤdtet ſie, haben aber dieſelbe Wirkung auch auf Voͤgel, die davon etwa freſſen. Die Maulwuͤrfe, welchen fruͤher uͤberall ſehr nachgeſtellt wurde, haben neuerer Zeit viele Vertheidiger gefunden. Man ſagt, ſie ſeien mehr nuͤtzlich, als ſchaͤdlich, weil ſie ſich keineswegs, wie man ſonſt geglaubt, von Vegetabilien, ſondern blos von meiſt ſchaͤdlichen Wuͤrmern und Inſektenlarven ernaͤhren, und die von ihnen ausgeworfene Erde ausgeſtreut einen ſehr guten Duͤnger fuͤr das Grasland abgebe. Dies auch zugegeben, laͤßt ſich doch nicht ableugnen, daß ſie alle Graslaͤndereien ohne Ausnahme nicht nur mit ihren Haufen ſehr entſtellen, ſondern auch das Maͤhen der Wieſen ungemein erſchweren und den verdeckten Abzuͤgen hoͤchſt verderblich werden. Sie ſind daher ſowohl von den Landwirthen, die mit vielen Koſten ihre Wieſen trocken gelegt haben, wie von den Gaͤrtnern mit Recht gehaßt. Ihre Vertilgung oder Verrin⸗ gerung geſchieht gewoͤhnlich durch ſogenannte Maulwurfsfaͤnger, die daraus ein ordentliches Geſchaͤft machen, es aber haͤufig nicht gruͤndlich vollfuͤhren, weil ſie, wie die Rattenfaͤnger, um immer wieder neue Arbeit zu finden, alljaͤhrlich ziemliche Brut uͤbrig laſ— ſen. Dieſe zu vernichten, iſt folgendes ein gutes Mittel: die Maulwuͤrfe hecken gegen das Ende des Mais; die Huͤgel, unter denen dies erfolgt, zeichnen ſich durch ihre Breite, Tiefe und Hoͤhe von den andern aus. Bemerkt man einen ſolchen, ſo graͤbt man ihn einige Zeit nachher, wo man glauben kann, daß die Mutter mit ihren Jungen ſich darin befinde, aus. Gewoͤhnlich findet man fuͤnf bis ſieben Stuͤck darin. Bekanntlich ſind Regenwuͤrmer eine Lieblingsſpeiſe der Maulwuͤrfe, man glaubt dieſe daher vergiften zu koͤnnen, wenn man jene mit einer Abkochung von Brechnuß, (Kraͤhenaugen) vergiftet und in die Fahrten oder Gaͤnge der Maulwurfe ſteckt. Dieſe verzehren ein ſo vergiftetes Thier jedoch nur vom aͤrgſten Hunger getrieben; wenn ſie ihn ja ergreifen, ſo ziehen ſie ihm, ehe ſie ihn verſchlingen, die Haut eben ſo geſchickt und regelmaͤßig ab, wie ein Fiſchweib dem Aal. Will man die Maulwuͤrfe nicht toͤdten, ſondern nur vertrei— ben, ſo iſt ſolches leicht mit Schwefel zu bewirken. Man oͤffnet zu dem Ende die Haufen, ſteckt in die gefundenen Fahrten oder Loͤcher Schwefelfaden oder mit Schwefel uͤberzogene Papierſtreifen und zuͤndet ſolche an. Die Maulwuͤrfe ziehen von einer ſo be⸗ 568 Fuͤnfundvierzigſtes Kapitel. handelten Wieſe gaͤnzlich fort und kommen ſo bald nicht wieder. Geſchieht dies ſpaͤterhin, ſo darf man nur die Raͤucherung wiederholen. Sehr mit Unrecht wird in England uͤberall und von Jeder⸗ mann der Igel verfolgt; man gibt ihm Schuld, daß er die Kuͤhe ausſauge und uͤberaus luͤſtern nach Eiern ſei. Und doch iſt es ein ſo harmloſes Thier, daß er nie getoͤdtet werden ſollte; denn er lebt faſt nur von Gewuͤrmen, richtet durchaus keinen Schaden an, und reinigt in Gaͤrten gehalten, dieſe von vielem Ungeziefer. Es iſt oft die Frage aufgeworfen worden, ob nicht die Vor⸗ ſehung jedes Thier zu irgend einem nuͤtzlichen Behuf geſchaffen und gleichſam unter den Schutz des Menſchen geſtellt habe? Dies wollen wir keineswegs beſtreiten, doch glauben wir, daß Jedermann, ſeine Meinung uͤber dieſen Gegenſtand ſei uͤbrigens, wie ſie wolle, auch das Recht habe, ſein Eigenthum gegen die Angriffe der Thiere zu ſchuͤtzen. Damit iſt jedoch keineswegs ihrer gaͤnzlichen Vertil⸗ gung das Wort geredet. Fuͤnfundvierzigſtes Kapitel. Von dem Haushalt der Haͤusler auf dem Lande. Von den Gaͤrten derſelben. Von den Bienen. Von der Land⸗ vertheilung unter die Arbeiter. Von der Spatenkultur. Die Lebensweiſe, welche fruͤher die laͤndlichen Arbeiter, Dienſtbo⸗ ten und Haͤusler in England fuͤhrten, iſt jetzt faſt nirgends im ganzen Koͤnigreiche mehr zu finden. Auslaͤndiſche Produkte, Thee Kaffee, Zucker ꝛc. haben den Verbrauch der Milch, des Ciders und des Biers in ihren Wohnungen vermindert, und die ſonſt ge— uͤbten Geſchaͤfte des Backens und Brauens werden darin unnoͤthig ge— macht durch die zahlreichen Baͤcker und Brauer, die ihre Waaren bis an deren Schwellen bringen. Dergleichen Veraͤnderungen ſind in einem ſo bewegten Leben und bei einer ſo innigen Beruͤhrung der veſt bar un wo durch und ihre bſigkit darin vl friſtjen; ume ſch der hhe ſch ſih veſſthen, ton ſeine 8o der lin darüber voy, m ſellſt ha ſchwer, und Geri knnen. Sah g tn ren He gen he manche Rben. zur T auch d zu bac 4 rufen, tanſt! vhd birii llin, ſeihn km it win. Räuchenn bon Joda. 1 die All hiſt ea e, denn e chaden jefer. die Vor⸗ gſſchaffen be? Diß Kdermamn ſie voll de Lhjier en Veril⸗ „ To er Land. kultur Dienſtho⸗ ends im e, Thee Eiders uſt ge⸗ thigge⸗ Waaren en ſind uhrumj Von dem Haushalt der Haͤusler ꝛc. 569 der verſchiedenen Gewerbsklaſſen, der landbauenden, der techniſchen und der handeltreibenden, wie ſie in England ſich vorfinden, nicht zu vermeiden, ſie erzeugen ſich durch den Drang der Umſtaͤnde. Ein allgemeiner Mangel an Sparſamkeit entſtand unverkenn⸗ bar unter den laͤndlichen Arbeitern waͤhrend des letzten Krieges, wo durch große Steigerung ihres Lohns ihre haͤusliche Ordnung und ihre Gewohnheiten geaͤndert wurden und eine gewiſſe Sorg— loſigkeit eintrat, von der ſie auch noch nicht frei ſind. Unterſtuͤtzt darin wurden ſie noch durch die Armengeſetze, welche manchen kraͤftigen Mann zum Muͤßiggang verleiteten, und verdienſtloſe Arme ſchufen. Eine allgemeine Noth trat mit der Herabſetzung der Loͤhne nach dem Kriege ein und das allgemeine Wohlwollen ſah ſich nun genoͤthigt, den laͤndlichen Arbeiter mit Mitteln zu verſehen, die ihn in den Stand ſetzten, ſich ſelbſt zu helfen und von ſeinem Anſteller minder abhaͤngig zu machen. Cobbett, der ſich bekanntlich ungemein bemuͤhte, den Zuſtand der laͤndlichen Bevoͤlkerung zu verbeſſern und eine eigne Schrift daruͤber herausgab, ſchlaͤgt als ein Mittel dazu unter andern mit vor, man ſolle darauf hinwirken, daß ſich dieſelbe ihr Brot wieder ſelbſt backe, ihr Bier wieder ſelbſt braue. Es haͤlt dies jedoch ſchwer, weil es ihnen jetzt gaͤnzlich an den dazu noͤthigen Sfen und Geraͤthen fehlt und ſie zu arm ſind, ſich ſelbige anſchaffen zu koͤnnen. Dieſe Armuth macht es ihnen auch unmoͤglich, ſich eine Kuh zu kaufen, ſelbſt wenn ſie Futter fuͤr dieſelbe anſchaffen koͤnn— ten, und das Halten von Schweinen wird ihnen haͤufig von ih— ren Herren nicht geſtattet, weil dieſe, herumlaufend, auf den We— gen herumſtoͤbern und die Vermachungen beſchaͤdigen, auch zu manchen kleinen Diebereien von Seiten ihrer Beſitzer Veranlaſſung geben. Hrn. Cobbetts Vorſchlaͤge haben daher bis jetzt nur wenig zur Verbeſſerung der Lage dieſer Leute beigetragen. Man hat auch dagegen eingeworfen, es ſei fuͤr dieſelben unvortheilhaft, ſelbſt zu backen und ſelbſt zu brauen, weil ſie dadurch von Arbeiten um Lohn abgehalten wuͤrden und ſie Brot und Bier wohffeiler ein⸗ kaufen, als ſelbſt produciren koͤnnten, wenn man zumal den Zeit— verluſt bei letzterem mit einrechne. Im Allgemeinen iſt dieſer Ein⸗ wand richtig, er paßt aber nicht ganz auf dieſen Fall; denn die bei jenen Geſchaͤften nothwendige Arbeit faͤllt den Weibern faſt allein anheim, die ohnedies ſelten fuͤrs Geld arbeiten und indem ſie ihrer Familie den Gewinn des Baͤckers und Brauers erſparen, einen offenbaren Profit machen. Koͤnnte ferner der Haͤusler ſein 570 Fuͤnfundvierzigſtes Kapitel. Bier ſelbſt brauen, ſo wuͤrde er es auch mit haͤuslicher Gemaͤch⸗ lichkeit gern am eignen Herde trinken, und keinen Anreiz haben, in die Schenke zu gehen. Eine andre große Änderung in der Lebensweiſe der landlichen Dienſtboten iſt dadurch entſtanden, daß es immer mehr aufkommt, die maͤnnlichen nicht mehr in der Wirthſchaft ſelbſt zu bekoͤſtigen. Es iſt dies mehr eine Folge des eignen Verlangens dieſer Leute, welche ſich ihre Nahrungsmittel gern ſelbſt kaufen wollen, als das Beſtreben ihrer Herrſchaft, ſie vom eignen Tiſch zu vertreiben. Dieſe Änderung hat aber nachtheilig auf beide Theile eingewirkt: die Herrſchaften haben die Aufmerkſamkeit und Vorſorge fuͤr ihre Leute verloren und dieſe ſind minder treu, ehrlich und thaͤtig in ihrem Dienſte geworden; ſchon dadurch, daß ſie um jeder Kleinig— keit willen, die ſie brauchen, genoͤthigt ſind, in das Dorf zu ge— hen, und hier Verbindungen anknuͤpfen, die oft mit vorſchnellen Heirathen endigen, und Armuth zu ihrem Lebenslooſe machen, auch zur Trunkenheit, zu Diebereien und andern unmoraliſchen Handlungen vielfach Veranlaſſung geben. Die meiſten maͤnnlichen Dienſtboten ſind jetzt verheirathet und empfangen Wochenlohn, der nach den Preiſen des Getreides regu— lirt wird. Sie verrichten mit einem oder zwei Jungen, welche auf dem Landgute ſchlafen, die hauptſaͤchlichſten und regelmaͤßigen Wirthſchaftsarbeiten und bringen die Nacht bei den Ihrigen zu. Ihre Lage iſt in den letzten Jahren dadurch vielfach ſehr verbeſſert worden, daß mehre menſchenfreundliche und patriotiſche Grund⸗ eigenthuͤmer und Paͤchter ihnen ein Stuͤck Land zu Gaͤrten einge⸗ raͤumt haben. Dies hat die beſte Wirkung gehabt, nicht nur, weil dadurch dieſe Leute eine geſunde vegetabiliſche Koſt in hinrei⸗ chender Menge, ſondern auch Gelegenheit erhalten, ſich ſelbſt und die Ihrigen in arbeitsfreien Stunden zu Hauſe nuͤtzlich zu beſchaͤf⸗ tigen. Der Beſitz eines Grundſtuͤcks gibt ſeinem Eigenthuͤmer eine feſte Stelle in ſeinem Orte, bietet ihm nicht nur Vergnuͤgen, ſondern auch manchen Gewinn dar, und feſſelt ihn mehr an ſeine Wohnung. Die Flaͤche deſſelben darf jedoch nicht mehr betragen, als gerade erforderlich iſt, ihm und ſeiner Familie in den Stunden, wo ſie durch Lohnarbeit nichts verdienen konnen, nuͤtzliche Beſchaͤf⸗ tigung zu verſchaffen. Der einem ſolchen Haͤusler eingeraͤumte Garten ſollte wo moͤglich ſtets eine regelmaͤßige Form haben; ein laͤngliches Viereck, Parallelogramm, iſt die zweckmaͤßigſte, und man ſollte auch immer drrauf ſ faͤligen 6 langichen wei enf auen remn But bi verſtide in dm giauk e nrch d 5 1 waͤchſe de Oos! Das? Das Da4 DI5. Dod 1 Geni⸗ re hab ländlihe aufkommt bek böſtign 5 Laut als de d zein ingewirk efüͤr ihr thaͤtig in r Kleinig⸗ tf zu ge⸗ rſchnellen machen, wrabſchen rathet und des regu⸗ —, welche maͤßigen rigen zu. verbeſſen e Grund tten eine⸗ nich 1 in hinni ſelbſt un ʒu beſti genthüme engnügun an ſellle etragen, btunden, Beſchäf⸗ llte wo Viereck inme⸗ Von dem Haushalt der Haͤusler ꝛc. 571 darauf ſehen, daß bei der Anlage das Nuͤtzliche mit dem Wohlge⸗ faͤlligen moͤglichſt vereinigt werde. Es wird vorgeſchlagen, in dem zu einem Garten eingezaͤunten laͤnglichen Viereck, inwendig ein zweites von den vier Seiten gleich weit entferntes abzuſtecken, dieſes auf allen Seiten mit einem be— quemen Weg zu umgeben, und an dieſem wieder vier gleich breite Beete bis an die Umfaſſung hin ſtoßen zu laſſen, die natuͤrlich von verſchiedener Groͤße ſein muͤſſen, indem zwei an den laͤngeren, zwei an den kuͤrzeren Seiten des Parallelograms liegen. Das innere Viereck ſoll hierauf in acht Gartenbeete von verſchiedener Groͤße je nach der Wichtigkeit der darauf gebauten Pflanze, abgetheilt werden, und ſo entſtehen dann zwoͤlf Hauptbeete, die folgende Ge⸗ waͤchſe tragen und im Wechſel damit beſtellt werden ſollen. Das 1. Beet mittelgroß; Zwiebeln, Anfangs Maͤrz geſaͤet. Das 2. Beet; etwas groͤßer: Lange gelbe Moͤhren, Mitte des Maͤrz geſaͤet. Das 3. Beet; kleiner als Nr. 1I., Paſtinaken, zu derſelben Zeit geſaͤet. Dieſe 3 Beete werden im Herbſt nach der Ernte mit großem fruͤhen Yorkeſhirer Kohl bepflanzt, der Anfangs Auguſts ge⸗ ſaͤet worden. Das 4. Beet, groͤßer als Nr. 2 der vorigen. Kohl. Das 5. Beet ſo groß, wie Nr. 2. Feuerbohnen. Das 6. Beet doppelt ſo groß, wie das vorige: Erbſen und Saubohnen, geſaͤet vom Februar bis Mai. Nach deren Ernte gereinigt, geduͤngt, gegraben und mit Kohl, der im Juni geſaͤet worden, bepflanzt. Das 7. Beet Nr. 3 an Groͤße gleich. Sellerie, geſaͤet in der Mitte des Maͤrzes. Bleibt den ganzen Winter hindurch ſtehn. Das Land wird im naͤchſten Fruͤhjahr mit Erb⸗ ſen beſaͤet. Das 8. Beet faſt ſo groß, wie die uͤbrigen zuſammen, Fruͤh⸗ kartoffeln, nach deren Ernte dieſes Stuͤck mit Savoyer und Schottiſchem Kohl, auch mit Turnips beſtellt wird. Das 9. Beet an einer der langen Seite des Weges nach der Vermachung zu Kartoffeln und Radieschen. Nach der Ernte von jenen Salat. Das 10. u. 11. Beet. Beide an den kuͤrzeren Seiten des Rectangulums Turnips zu verſchiedenen Zeiten, Anfangs Aprils und Anfangs Mais geſaͤet. 572 Fuͤnfundvierzigſtes Kapitel. Das 12. Beet an der andern langen Seite des Rectangulums. Brechbohnen. Über die Beſtellung dieſer Gartengewaͤchſe iſt nichts Neues und Beſonderes, das in Deutſchland Beachtung verdienen duͤrfte, angegeben, wir laſſen daher das daruͤber Geſagte um ſo lieber weg, als wir eine Menge vorzuͤgliche Gartenbuͤcher beſitzen, die daruͤber weit beſſere, fuͤr unſre Verhaͤltniſſe paſſendere Auskunft geben, als hier zu finden iſt. An Duͤnger, meint der Verf. koͤnne es fuͤr einen ſolchen Garten nicht fehlen, indem das in der Wirth— ſchaft gehaltene Vieh, ein paar Schweine, vielleicht auch einige Ziegen, oder gar eine Kuh, desgleichen der Cloakenduͤnger, das ſorgſam ausgejaͤtete Unkraut, Straßenkoth, Waſchwaſſer ꝛc. bei ſorgſamer Zuſammenhaltung alles dazu dienenden hinreichend Duͤn⸗ ger geben muͤßten. Gut geduͤngt freilich und ſorgfaͤltigſt bearbei⸗ tet muͤſſe ein ſolches Grundſtuͤck werden, um den beabſichtigten Zweck zu erreichen. Obſtbaͤume ſeien in einem Garten dieſer Art nicht wohl zu dulden, weil ſie dem Ertrag der Gemuͤſe leicht Eintrag thun; hoͤchſtens, wenn es gewuͤnſcht werde, ein halbhochſtaͤmmiger Apfelbaum; dagegen ſei es rathſam, eine Hecke von Stachel⸗ und Johannisbeeren, beſonders der ſchwarzen Art von letzteren zwiſchen dem Wohnhaus und dem Garten anzupflanzen, weil die Fruͤchte derſelben fuͤr die ganze Familie nuͤtzlich ſein und zum Abbacken, Kochen und Weinmachen mit Vortheil benutzt wer⸗ den koͤnnten. Gut und manchen Vortheil bringend, heißt es, ſei es ferner, mit einem ſolchen Garten einen Bienenſtand zu verbinden. über deſſen Abwartung wird im Allgemeinen wenig oder gar nichts Neues geſagt, und es kann daher das Meiſte unbeſchadet wegblei⸗ ben. Empfohlen wird, die jungen Schwaͤrme ſtets in einen neuen Korb oder Stock zu bringen, weil ſie in einem, worin ſchon Bie— nen geweſen, nicht gern einwohnten. Waſſer iſt den Bienen un— umgaͤnglich nothwendig, ſie ſaufen viel, und man ſollte daher in einer trocknen Gegend beſtaͤndig flache mit friſchem Waſſer gefuͤllte Gefaͤße in der Naͤhe ihres Standes ſtehen haben. In tiefen er— trinken ſie leicht. Merkwuͤrdig iſt ihre Vorliebe fuͤr Seewaſſer, das zu erlangen ſie ſtundenweit fliegen. Wenn indeſſen auch nichts beſonders Beachtungswerthes uͤber den Gartenbau und die Bienen⸗ pflege mitgetheilt wird, ſo duͤrfte ein beigegebener Garten- und Bienenkalender doch nicht ohne Intereſſe ſein, ſchon deshalb, weil datals d ſich ucht Dw was in diſnJ nach eine imuj gi Frſen un innmte a R gchaten das Fütt fährt me dne halt auſtag kalt, ſe futter z Trj m weche d r auh in erhe diir S büm ni tangul ichts Nan enen dinß, i ſo lihe ziizen, d e Auskunf Verf. kön der Witt⸗ ruch einig nger, dam ſer n. hi chend Du⸗ Iſt banrie ghſihrgten ht wohl m trag thun, hſtammign Stacht letztern weil die und zum utt wer⸗ es fern den. lb gar riht et wegbli inen neun chon Be. enen aur daßer in gefüͤllt ijefen er⸗ eewaſſer ch nictt Bienen⸗ en⸗ und lb, wii Von dem Haushalt der Haͤusler ꝛc. 573 daraus die Eigenthuͤmlichkeiten des Klimas von Großbritannien ſich recht leicht erkennen laſſen. Januar. Das Wetter iſt gewoͤhnlich zu naß und unbeſtaͤndig, um et— was im Garten vornehmen zu koͤnnen. Der Haͤusler muß daher dieſen Monat vorzuͤglich auf Vorbereitungen fuͤr die Zukunft, nach einem feſten Plane verwenden und wenn ſich die Witterung einmal guͤnſtig zeigt, dieſelbe ſogleich zum Saͤen von Radieschen, Erbſen und Saubohnen benutzen, zu denen daher immer das be⸗ ſtimmte Land zugerichtet zu erhalten iſt. Die Bienen muͤſſen ungeſtoͤrt, wohl aber trocken und warm gehalten werden. Findet man einen ſehr leichten Stock, welcher das Fuͤttern bedarf, ſo iſt dieſes nicht zu unterlaſſen. Dabei ver⸗ faͤhrt man folgendermaßen: eine Pinte Ale, ein Pfund Zucker und eine halbe Unze Salz werden mit einander gekocht und alle dabei aufſteigenden Unreinigkeiten ſorgfaͤltig abgeſchoͤpft. Iſt die Miſchung kalt, ſo hat ſie die Konſiſtenz des Honigs. Um ſie als Bienen— futter zu benutzen, gießt man ſie in einen kleinen flachen hoͤlzernen Trog mit einem Deckel, der mit kleinen Loͤchern verſehen iſt, durch welche die Bienen ihre Nahrung einſaugen koͤnnen, ohne damit ſich zu bekleben. Februar.⸗ Der Boden muß zu Schwertbohnen vorgerichtet werden, auch pflanze man noch einige Reihen Kohl, wenn im Saamenbeete Pflanzen davon noch vorhanden ſind. Die im October gepflanzten Reihen behacke man und erſetze die etwa darin entſtandenen Luͤcken. Ferner ſaͤe man etwas Kopfſalat auf ein warmes Fleckchen und eine Reihe Peterſilie, wenn es daran fehlt. Die Bienen fahre man fort zu fuͤttern. Dies macht ſie nicht etwa traͤge, ſondern verhindert nur, daß ſie nicht zu fruͤh ausflie— gen. Man fuͤttere ſie des Abends und nehme des Morgens die Troͤge wieder weg, damit nicht etwa fremde Bienen, die kein Fut⸗ ter erhalten, herbeigezogen werden. Je waͤrmer die Bienen in dieſer Jahreszeit gehalten werden, deſto beſſer iſt es; das Aus— bruͤten der Eier wird dadurch befoͤrdert und die Fruchtbarkeit der Koͤnigin vermehrt. Maͤrz. Dieſer Monat iſt der geſchaͤftsreichſte im ganzen Jahr; es iſt daher noͤthig, nichts ohne reifliche überlegung zu thun, und die 574 Fuͤnfundvierzigſtes Kapitel. Zeit wohl einzutheilen, damit es daran nie fehle. Die verſchiede— nen Theile des Gartens muͤſſen vorbereitet werden zum Empfang der Saaten von Schwertbohnen, Markerbſen, Zwiebeln, Moͤhren, Paſtinaken, Sommerſpinat, Porre ꝛc., ſo wie zum Auslegen der Kartoffeln. Überdies iſt noch die Anſaat neuer zaͤrtlicher Pflanzen, ſo wie von Salat und verſchiedenen Kuͤchenkraͤutern, auch das Verpflanzen der Zwiebeln von der Winterſaat vorzunehmen. Die Bienen beginnen nun an warmen Tagen ihren Ausflug; man muß ſie aber immer noch fuͤttern, ſobald man merkt, daß Hunger ſie dazu antreibt. April. Hier iſt nachzuholen, was von den im vorigen Monat ge— nannten Arbeiten nicht vollfuͤhrt wurde. Jede erſparte Stunde muß auf die Beſtellung der verſchiedenen Gartengewaͤchſe verwen⸗ det werden. Die Kartoffeln, welche den groͤßten Theil des Gar⸗ tens einnehmen, laſſen ſich nicht wohl an einem Tage legen, es geſchehe nach und nach, doch iſt es rathſam, ſie wo moͤglich ſaͤmmt— lich vor Ende dieſes Monats in die Erde zu bringen. Erbſen und Bohnen ſind zu behacken, das Land zu neuen Saaten von Brechbohnen(Phaſeolen, Fiſolen) vorzubereiten, und die Ausſaat von Kopf-, Savoyer⸗ und Blumenkohl auf kleine Fleckchen zum ſpaͤtern Auspflanzen, auch die von hollaͤndiſchen Ruͤben, vorzunehmen. Bei den Bienen iſt aufzumerken, ob ſie ſchwaͤrmen wollen, und zur Aufnahme der Schwaͤrme Alles vorzubereiten. Dieſer Monat iſt guͤnſtig, Stoͤcke einzukaufen; denn daß ſie den Winter gut uͤberſtanden haben, gibt eine Buͤrgſchaft fuͤr ihr ferneres gutes Gedeihen. Mai. Die Vollendung der in den beiden letzten Monaten genannten Arbeiten nimmt gewoͤhnlich noch einen Theil von dieſem in An— ſpruch. Gegen Ende deſſelben ſaͤe man nochmals Brechbohnen, ſowohl Buſch⸗ oder Zwerg⸗, wie Stangenbohnen. Ferner ver⸗ pflanze man Salat und betreibe vorzuͤglich emſig die Vertilgung jedes Unkrauts, ſo wie es zum Vorſchein kommt. In den Bienenſtoͤcken kommen in dieſem Monat die Droh— nen zum Vorſchein. Wenn dies zeitig geſchieht, haͤlt man es fuͤr ein gutes Zeichen, weil fruͤhe Drohnen zeitige Schwaͤrme ver⸗ kuͤndigen. Die Hux nate. 2 ſtehedan und Für de Dohnien Gedrihen liher ihe 6 dah Porritte Noe ungegts menkoh mͤſfart ſhen d deren E iſem G doh dr. a! ſom ſe erwande Süce fehll Kraänse chen. geeign Baui 1 beiſcin. um Emyfe in, Mhh Auslegen d her Pfanza 1, auch da emen. en Ausflg merkt, di Muntt g⸗ dte Stunde hſe etwen⸗ il ds Gar⸗ he legen, 6 glich ſenne⸗ n. Etiſe daaten tu he Ausſau chen zun zunehmen. en wolle n. DM den Vie neres gat⸗ genannin em in Ar rechhohnan emer ver⸗ ertilgung je Droh⸗ m G flr mme ver⸗ 1 Von dem Haushalt der Haͤusler ꝛc. Funi. Die Pflege der geſaͤeten und gepflanzten Gewaͤchſe bildet den Haupttheil der Gartengeſchaͤfte in dieſem und dem kuͤnftigen Mo⸗ nate. Das Jaͤten, Hacken, Behaͤufeln, Verduͤnnen der zu dicht ſtehenden ꝛc. duͤrfen keinen Augenblick verſaͤumt werden. Gurken und Kuͤrbiſſe ſind zu legen. Dies iſt ein geſchaͤftsreicher Monat bei den Bienen. Die Drohnen erſcheinen in großer Menge, und ſind ein Zeichen vom Gedeihen des Stocks. Wenn ſie des Nachts außerhalb der Flug⸗ loͤcher ſitzen bleiben, kann man bald einen Schwarm erwarten und es iſt daher nothwendig, Acht zu haben, beſonders an warmen Vormittagen. JFuli. Noch vor der Heuernte muß jede leere Stelle im Garten umgegraben und zum Bepflanzen mit Kopf⸗, Savoyer- und Blu⸗ menkohl, mit Brocoli und allen fuͤr den Winter beſtimmten Ge— muͤſearten vorgerichtet werden. Man ſteckt dieſelben entweder zwi⸗ ſchen die Reihen anderer Gewaͤchſe, oder auf die irgend leer gewor⸗ denen Beete; aber nur feuchte Morgen und Abende eignen ſich zu dieſem Geſchaͤft. Will man Sellerie bauen, ſo iſt dieſer Monat auch der geeignetſte zum Vorrichten der dazu beſtimmten Beete. In dieſem Monat kommen die zweiten Schwaͤrme. Man kann ſie bald nach den erſten, den ſogenannten Jungferſchwaͤrmen erwarten. Sollten die Bienen zu dieſer Zeit ſehr außerhalb der Stoͤcke liegen, ſo iſt dies ein Zeichen, daß es ihnen an Raum fehlt. Dieſen muß man ihnen durch Anſaͤtze, untergeſchobene Kraͤnze und dergl. je nach Beſchaffenheit der Stoͤcke zu geben ſu⸗ chen. Es iſt dieſer Monat fuͤr Anfaͤnger in der Bienenzucht der geeignetſte, Jungfernſchwaͤrme einzukaufen. Dieſe beginnen ihren Bau in der Mitte der Stoͤcke, die zweiten Schwaͤrme an einer Seite. Augu ſt. Die Gartenarbeit dieſes Monats kommt der des vorigen ziem⸗ lich gleich. Gegen das Ende deſſelben tritt die erſte Zwiebelernte ein, und der dadurch gewonnene Raum iſt nun zu Winter⸗- oder Fruͤhjahrsgemuͤſe zu benutzen. Auch muß Land vorgerichtet werden zur Ausſaat von Spinat, Kohl, Zwiebeln, Radieschen, Salat und Blumenkohl. Das Schwaͤrmen der Bienen hoͤrt in dieſem Monat auf. 576 Fuͤnfundvierzigſtes Kapitel. Die Hauptſorgfalt iſt darauf zu richten, daß keine Raubbienen, Wespen und andere Raͤuber den Stoͤcken Schaden zufuͤgen. Die Drohnen werden vertrieben oder getoͤdtet, und man ſchaͤtzt die Stoͤcke vorzuͤglich, welche ſich ihrer Drohnen zuerſt entledigen, weil man ſolches fuͤr ein Zeichen anſehn kann, daß ſie faſt ganz voll Honig ſind. September. Ungeachtet der dringenden Feldarbeit in dieſem Monat muß doch der Eigner eines ſolchen Gartens ſich dann und wann eine Stunde zu ſtehlen ſuchen, und ſollte es bei Mondſchein ſein, um ſeine Winterzwiebeln und ſeinen Fruͤhlingskohl zu ſaͤen; denn ein laͤngerer Verſchub bringt jedesmal Schaden. Es ſagen zwar manche Arbeiter:„Je, wir koͤnnen ja einige Schock Pflanzen kau⸗ fen!“— Es iſt aber gewiß beſſer, alle Jahre ein paar Schock verkaufen zu koͤnnen, als ſie erkaufen zu muͤſſen. Man benutze jedes unbeſetzte Stuͤckchen Land zur Anſaat von Wintergemuͤſen; denn ſie kommen gewiß nach und nach noch zur Anwendung. Man vergreife ſich ja noch nicht an den Bienenſtoͤcken; denn ſie nehmen noch immer an Schwere zu, und laſſen nicht eher da— mit nach, als bis die Bluͤthe der Haide voruͤbergeht. Sctober. Die Pflege der anſtehenden Gewaͤchſe, Jaͤten, Hacken und Behaͤufeln derſelben, wenn es Noth thut, die Entfernung der ver— welkten Stengel und Blaͤtter und die Vorbereitung des Landes zu Fruͤhlingskohl ſind die wichtigſten Geſchaͤfte dieſes Monats. Werden Saamen reif, ſo ſind dieſelben ſorgfaͤltig einzuſammeln zu trocknen und aufzuheben. Dies iſt die Zeit der Honigernte, und der Beſitzer von Bienenſtoͤcken zieht nun den Gewinn von ihnen, den ſie ihm ge— waͤhren koͤnnen. Die zum überwintern tauglichen Stoͤcke werden zuvoͤrderſt ausgeſucht und die uͤbrigen mit Schwefeldampf getoͤdtet. Dies empoͤrt empfindſame Gemuͤther und erſcheint als ein grau⸗ ſamer Dank fuͤr die Gaben dieſer fleißigen Thiere. Es iſt aber vielleicht weniger grauſam, als wenn man ſie ſpaͤter eines lang⸗ ſamen Todes ſterben laͤßt, ſobald ſie an einem kalten Morgen hungrig ausfliegen, nicht im Stande ſind zuruͤckzukehren, und nun vor Kaͤlte umkommen. Man hat manche Mittel in Vorſchlag ge⸗ bracht, den Bienen das Leben zu erhalten; dadurch aber nur an die Stelle eines ploͤtzlichen Todes einen langſameren geſetzt, blos ine di nenzuct ſe in Oc auf das Lufmehme ar ſi Oo B0 Ahn Tau ſ ſolders w Di ſchaben z Water im Jan ſt e ne oen, no f in ge s lcſſen. D hohe Ba trocknen, ſt iim leiden d allem G reinigm. di Di, we titzeyren dier auch 2 üin ſ Raubbitr 1 ſtatt ü ledigen, ni it ganz u Monat mi wann ein n ſein, u 1 denn ei ſagen zut Hlanzen kar baar Schol Man benute ntergeniſen, vendung. focken; der iht eher y acken und ag dt ver⸗ des Lande *s Monkr zuſammal Beſiter d ſie iyn y töcke weden pf getödi ein grau⸗ s iſt aber ines lang⸗ Morge und nun ſchlag g⸗ er nut an ſeht, bli Von dem Haushalt der Haͤusler ꝛc. 577 eine Änderung des Leidens erzielt und den Gewinn von der Bie⸗ nenzucht verringert; denn dieſer geht faſt ganz verloren, wenn man ſie am Leben laͤßt. November. Das Pflanzen des im naͤchſten Fruͤhjahr zu erntenden Kohls auf das im vergangenen Monat dazu vorbereitete Land, und das Aufnehmen der Kartoffeln, Moͤhren und Paſtinaken zum Winter⸗ bedarf ſind die beiden wichtigſten Gartengeſchaͤfte dieſes Monats. Das Behaͤufeln des Selleris und der weißen Endivien, und das Behacken des Winterſpinats kommen zunaͤchſt daran. Auch die Ausſaat fruͤher Erbſen und der Mazaganbohnen*) kann auf be⸗ ſonders warm gelegenen Stellen vorgenommen werden. Die Bienenſtoͤcke werden gewogen, um ihren Gehalt an Honig ſchaͤtzen zu koͤnnen. Die daran reichen, ſchweren uͤberſtehen den Winter ohne Beiſtand wohl, die leichteren dagegen muͤſſen auf die im Januar angegebene Weiſe gefuͤttert werden. Vor Allem aber iſt es noͤthig, die Bienenſtoͤcke wohl zu bedecken, damit weder Re— gen, noch Schnee auf ſie einwirken koͤnne; Trockenheit beduͤrfen ſie in gleichem Maße, wie Waͤrme. December. Alles nicht beſtellte Land iſt umzugraben und rauh liegen zu laſſen. Den feuchten ſchweren Thonboden werfe man dabei in hohe Beete auf, damit er durch den Froſt gemuͤrbt werde; den trocknen, ſandigen, leichten aber lege man ganz platt hin; Froſt iſt ihm nicht dienlich. Alle Gartengewaͤchſe, die durch die Kaͤlte leiden koͤnnten, muß man dagegen ſchuͤtzen und den Garten von allem Geniſte, von Blaͤttern, Stengeln, Struͤnken ꝛc. ſorgfaͤltig reinigen. Die Bienen muß man moͤglichſt gegen Feuchtigkeit ſichern. Die, welche warm und trocken gehalten werden, ſind lebendiger, verzehren mehr Futter, als die von der Kaͤlte leidenden und geben daher auch einen hoͤhern Ertrag. Die Vertheilung von kleinen Landſtellen an die laͤndlichen Arbeiter hat neuerer Zeit die allgemeine Aufmerkſamkeit viel in *) Die Mazaganbohne iſt eine Abart der gewoͤhnlichen Saubohne, die ſich durch ihre Fruͤhreife auszeichnet, aber ſehr unſicher im Ertrag iſt, deshalb nicht mehr haͤufig auf dem Felde angebaut wird. II. 37 578 Fuͤnfundvierzigſtes Kapitel. Anſpruch genommen, und mehre wohlwollende Maͤnner ſelbſt aus den hoͤchſten Staͤnden haben eine Geſellſchaft gegruͤndet, die den Namen:„Freunde der arbeitenden Klaſſe“ traͤgt und die Ausfuͤh⸗ rung einer ſolchen Landvertheilung in der Art, wie bei den bekann⸗ ten hollaͤndiſchen Armenkolonien*), bezweckt, jedoch nur in Bezug auf die gelegentlich nicht hinlaͤnglich beſchaͤftigten Haͤusler auf dem Lande. In einer von dieſer Geſellſchaft ausgegebenen Flugſchrift heißt es:„Wer nichts zu hoffen hat, hat auch nichts zu fuͤrchten. Wenn wir die Menſchen an die beſtehende Ordnung der Dinge nicht durch das Band des Eigennutzes und die wahrſcheinliche Hoffnung auf wenigſtens einige Lebensannehmlichkeit, wenn auch nicht auf Reichthum, der gewoͤhnlichen Frucht der Thaͤtigkeit, zu feſſeln vermoͤgen, ſo wird bei den gegenwaͤrtigen geſellſchaftlichen Verhaͤltniſſen die Furcht vor Strafe keinen willigen Gehorſam, ſondern nur deſſen uͤblen Stellvertreter, erzwungene Unterwuͤrfigkeit, hervorbringen und auf dieſe Weiſe blos geringe Sicherheit gegen Stoͤrungen der oͤffentlichen Ruhe verſchaffen.“— Dieſe Bemer⸗ kungen wurden hervorgerufen durch die groͤblichen Beleidigungen, welche vor einigen Jahren die Landwirthe von der laͤndlichen Be⸗ voͤlkerung hie und da zu erdulden hatten. Die Ruhe iſt zwar ſeitdem wieder hergeſtellt, aber die Lage der Arbeiter noch keines⸗ wegs ſo beſchaffen, daß ſie die Annehmlichkeiten des Lebens ge⸗ nießen koͤnnten, zu denen ſie berechtigt ſind und die ihnen jeder Menſchenfreund wuͤnſchen muß. Dies und der weit verbreitete Sinn fuͤr Unſittlichkeit unter der arbeitenden Klaſſe, der waͤhrend des letzten langen Krieges erwachte und durch den Mißbrauch der Armengeſetze vermehrt wurde, haben Viele der reicheren und vor⸗ nehmeren Landbewohner eben bewogen, in den genannten Verein zuſammen zu treten und vornehmlich dahin zu trachten, ob es *) über dieſe durch Wohlthaͤtigkeitsſinn vermittelſt Subſcriptionen ge⸗ ſchaffene, von der niederlaͤndiſchen Regierung unterſtuͤtzten Armenkolonien zu Friedrichsort ꝛc. etwas hier ſagen zu wollen, wuͤrde ein unnoͤthiges Beginnen ſein, da der Gegenſtand bereits allgemein bekannt und in Deutſchland viel be⸗ ſprochen worden iſt. In von Grouvers Reiſe in die Niederlande(1826 er⸗ ſchienen) und in von Kirkhoff uͤber die Wohlthaͤtigkeitskolonien in Friedrichsort Leipzig 1828 findet man zahlreiche Notizen uͤber dieſe leider jetzt nicht mehr ganz wohl gedeihenden Anſtalten; desgleichen im Converſationslexikon der neueſten Zeit und Literatur und im Univerſalblatt Band 3, S. 65 ꝛc. darf nur fabfi läſſgen und d dät ſ Iahte dh ſeben zu denen mel dentlch e chen, dan Ein 6 dm bülkerung kretten l 5 von in witde heben d d lichkät ſütution Unathir bitdeien gßen ſtet, Gu fllc eil ebe ſtat funzte, näſch ſttend Unge de nänen ite lern, ner ſeltt ndet, de d die Ausi ei den bein. nut in e Haͤusler a lugſchrift e zu fuͤrtt g der Dm voahrſcheinit „wenn ac haͤtigkeit, ellſchaftliche Gehorſam terwürfigken chethet gg Diſe Bm Beleidigune kandlichen⸗ kuhhe iſt u noch kan⸗ 3 Lebens t ihnen j eit verbrit der währ Mißbrauch zeren und annten U rchten, bſeriptionen rmenkolonien! jiges Begin ſchund vilt ande(19259 in Fridrie ſettknict unaleiton 65 n. Von dem Haushalt der Haͤusler ꝛc. 579 nicht moͤglich ſei, dieſer ſo wichtigen Klaſſe wieder zu ihrem fruͤ⸗ heren beſſeren Zuſtand zu verhelfen, und es iſt hoͤchſt erfreulich zu vernehmen, daß ſchon viele guͤnſtige Erfolge dieſes Strebens zu bemerken ſind. Bisher hat man ſich meiſtens darauf beſchraͤnkt, thaͤtigen Haͤuslern kleine Landſtellen zu einem maͤßigen Preis zu verpachten, damit ſie darauf fuͤr ſich und ihre Familien vegetabi⸗ liſche Nahrungsmittel erziehen koͤnnen. Die Bearbeitung derſelben darf nur in den Stunden geſchehen, wo ſie anderweit nicht be— ſchaͤftigt ſind, um ihre uͤbrigen Verpflichtungen nicht zu vernach— laͤſſigen und ihrem Brotherrn keine Arbeitskraft zu rauben. Mit der Zeit jedoch, wenn dieſe Paͤchter durch die Erfahrung einiger Jahre uͤber ihre wahren Intereſſen und das ſicherſte Mittel, die— ſelben zu foͤrdern, beſſer belehrt ſind, geht man darauf hinaus, denen mehr Land einzuraͤumen, die ſich vorzuͤglich thaͤtig und or— dentlich erweiſen, auch ihnen zugleich einen Geldvorſchuß zu ma— chen, damit ſie daſſelbe gut und zweckmaͤßig bearbeiten koͤnnen. Ein wahres Gluͤck waͤre es in der That zu nennen, wenn es den Bemuͤhungen jener Geſellſchaft gelaͤnge, die laͤndliche Be— voͤlkerung Englands von dem herabwuͤrdigenden Pauperismus zu erretten und die laͤngſt untergegangene Klaſſe der kleinen Grund⸗ beſitzer von dem Zuſtande der Heuerlinge, zu dem ſie herabgeſun— ken, wieder zu dem faſt ganz vergeſſenen Stande kleiner Paͤchter zu erheben, die eben ſo viel, wie die gemeinen Arbeiter leiſteten und vielleicht nur wenig beſſer lebten, ſich aber durch ihre Recht⸗ lichkeit und ihre feſte Anhaͤnglichkeit an die Geſetze und die Kon— ſtitution vortheilhaft auszeichneten. Sie waren ſich einer gewiſſen Unabhaͤngigkeit bewußt, und dies verlieh ihnen Ehrgefuͤhl. Sie bildeten gleichſam ein Verbindungsglied zwiſchen dem wohlhabenden groͤßern Pachter und dem bloßen Arbeiter, der jenem jetzt zu fern ſteht, und von ihm oft ganz vernachlaͤſſigt wird. Es iſt jedoch zu fuͤrchten, daß jenes wuͤrdige Ziel nur ſpaͤt erſt errungen werde, weil eben viele jener groͤßeren Paͤchter der Sache abgeneigt ſind und ſtatt ſie zu unterſtuͤtzen, ihr oft entgegenhandeln; denn ſie fuͤrchten, daß durch eine ſolche Einrichtung ihre Dienſtleute an⸗ maßlich und ungehorſam werden. Wenn aber auch die daraus entſtehenden Schwierigkeiten uͤberwunden ſind, wird es doch noch lange dauern, ehe die Denkart des gemeinen Arbeiters im Allge— meinen eine wohlthaͤtige Änderung erleidet, und er durch eigne Erfahrung die wahre ihm einzuraͤumende Unabhaͤngigkeit ſo kennen lernt, daß man ihm unbeſorgt die Mittel dazu anvertrauen kann. 37* 580 Fuͤnfundvierzigſtes Kapitel. Man biete ihm indeſſen nur einen Anreiz zur Arbeit dar, indem man ihm einen verhaͤltnißmaͤßigen Antheil an den Erfolgen ſeiner Bemuͤhungen uͤberlaͤßt, und ſo wird es gewiß gelingen, ihn zu einem Freund der fuͤr die menſchliche Geſellſchaft ſo nothwendigen geſetzlichen Ordnung zu machen. Der vierte Theil eines Ackers duͤrfte in der erſten Zeit ein hinlaͤnglich großes Stuͤck Land ſein, das man einem jeden Arbeiter zur eignen Benutzung einraͤumen kann; denn wenn er daſſelbe auf die zu Anfang dieſes Kapitels angegebene Weiſe als Garten benutzt, iſt es groß genug, ihn und ſeine Familie in jeder muͤßigen Stunde hinlaͤnglich zu beſchaͤftigen. Es verſteht ſich dabei von ſelbſt, daß alle dieſe kleinen Landſtellen, waͤren ſie auch mehr, als noch einmal ſo groß, nur mit dem Spaten zu bearbeiten ſind. Die Vorzuͤge dieſer Bearbeitung vor der mit dem Pfluge ſind, ſeit man daran gedacht, die ſich immer mehrenden Armen in den Stand zu ſetzen, daß ſie durch Arbeit fuͤr eigne Rechnung manche Lebensbeduͤrfniſſe ſich wohlfeiler erwerben koͤnnen, als auf andre Weiſe, durch mehrfache Verſuche unwider⸗ leglich dargethan worden. Demohngeachtet wird man ſich immer genoͤthigt ſehen, den groͤßten Theil des Landes mit dem Pfluge zu bearbeiten, weil man mit demſelben in einer gegebenen Zeit mit Hilfe der Zugthiere eine ungleich groͤßere Flaͤche beſchicken kann, und es nicht moͤglich ſein wuͤrde, mit der Spatenkultur allein auch fuͤr denjenigen und zwar groͤßeren Theil der Bevoͤlke— rung, der ſich nicht ſelbſt mit dem Anbau ldes Landes befaßt, und befaſſen kann, den nothwendigen Bedarf an Brotkorn zu er⸗ zielen. Ja ſelbſt ihre eigenen Subſiſtenzmittel ſaͤmmtlich wuͤrden die Armen kaum jemals mit dem Spaten allein ſich fortwaͤhrend verſchaffen koͤnnen. Man hat dies geglaubt und durch das Bei— ſpiel der hollaͤndiſchen Armenkolonien, ſowie der meiſten irlaͤndiſchen Huͤttenbewohner zu beweiſen geſucht. Es zeigt ſich jedoch bei naͤherer Unterſuchung, daß es den letzteren nur in guͤnſtigen Jahr⸗ gaͤngen allenfalls gelingt, und ſelbſt da nur deshalb, weil ihre Nahrung faſt blos aus Kartoffeln beſteht, und ſie das elendeſte und kuͤmmerlichſte Leben fuͤhren, das man ſich denken kann. Das groͤßere Wohlleben in den hollaͤndiſchen Armenkolonien, das ſich nach ihrer Anlegung daſelbſt zeigte, war eine Folge der Geldvor⸗ ſchuͤſſe, die den Anſiedler in den Zuſtand eines kleinen Pachters verſetzten oder der jaͤhrlichen, vermittelſt Subſcriptionen zuſammen⸗ gebrachten Geldunterſtuͤtzungen, die den Armentaxen gleich zu ſetzen find. Sollen die Armen durch Spatenkultur auf den ihnen an⸗ itſnen ſten leben genin, ire Hüſ de in; ſprecen. nch man damn ehr güteeini c hohen— de Bſtel Soctend nar darn vie berit Beſchfti dornewi Annehm zeugung Großen De dm Pfu unndwurthe utzuſoi ds va begrirde dens di grben vich feſ thelüg Aceerba nur de nit geh gung un it u dun w d Get ſtdad nits di Shan bit de, Uin Eriügn ſenn ingen iin nothwendͤgn eines Ain lück Land ſi ung einune dieſes Kapi nug, ihn de) wbeſchäͤftin en Landſtelr nut mit m earbeitung in de ſih inna urch Arteit ſär fälet ervebden zſuche mwde⸗ nan ſich imne it dem qir egebenen che beſchitn Spatenkulte der Bevoͤlke, andes befaß olkorn zu milich wͤrde h fortwͤhte urch das B. en irländiſce ich jed d ünſtigen S ib, weil das elerddt kmn Oe in, das ſi der Geldbor⸗ un Pactes zuſomma- ſeic zu ſebn en ihnen e- Von dem Haushalt der Haͤusler ꝛc. 581 gewieſenen Landſtellen etwas mehr gewinnen, als die allerdringend⸗ ſten Lebensbeduͤrfniſſe, und daneben noch einige Annehmlichkeiten genießen, ſo muͤſſen ſie ſich, da die ihnen uͤberlaſſene Flaͤche fuͤr ihre Kraͤfte zu groß ſein wuͤrde, entweder uͤbermaͤßig anſtrengen, oder den Beiſtand ihrer wohlhabenden Nachbarn mit Zugvieh an⸗ ſprechen. Soll weder das, noch jenes ſtattfinden, und ihnen den— noch mancher Lebensgenuß zu Theil werden, ſo iſt ſolches nur dann etwa ausfuͤhrbar, wenn man ihnen blos Land der beſten Guͤte einraͤumt; fuͤr dieſes wuͤrden ſie aber ſchwerlich einen eben ſo hohen Pacht zahlen koͤnnen, wie ein gewoͤhnlicher Pachter. Die Beſtellung ihnen uͤberlaßner kleiner Landſtellen vermittelſt des Spatens von Seiten der laͤndlichen Arbeiter duͤrfte daher wohl nur dann fuͤr ſie den zu erwartenden Nutzen gewaͤhren, wenn ſie, wie bereits erwaͤhnt, nur dazu dienen ſoll, ihnen eine nuͤtzliche Beſchaͤftigung in arbeitsfreien Stunden, einen Nebenverdienſt und vornehmlich ſolche Nahrungsmittel zu verſchaffen, die mehr zur Annehmlichkeit als zur Nothdurft des Lebens dienen. Die Er— zeugung des Brotkorns wird immer Sache des Ackerbaus im Großen bleiben muͤſſen. Die unverkennbaren Vorzuͤge jedoch, welche der Spaten vor dem Pfluge bei der Bearbeitung des Bodens hat, ſollten die Landwirthe im Allgemeinen mehr anregen, den Urſachen derſelben nachzuſpuͤren, und ſich ihrer bei der Feldbeſtellung ebenfalls ſo viel als moͤglich zu bemaͤchtigen. Dieſe Vorzuͤge werden vornehmlich begruͤndet durch die tiefere Durcharbeitung und Lockerung des Bo⸗ dens bis zur vollen ihm gegebenen Tiefe, welche durch das Um— graben ſich bewirken laſſen, ohne daß das Land wieder vom Zug⸗ vieh feſtgetreten wird, was namentlich dem zaͤhen Thon ſehr nach— theilig iſt. Ein Gleiches ziemlich in derſelben Weiſe bei dem Ackerbau auszufuͤhren iſt aber gewiß auch moͤglich, ſobald man ſich nur der vollkommenſten Ackerwerkzeuge bedient, dieſelben richtig, mit gehoͤriger Ruͤckſichtsnahme auf Vertiefung, Lockerung, Reini⸗ gung und Muͤrbung anwendet und von Zeit zu Zeit den Spaten mit zu Hilfe nimmt, wenn der Pflug ꝛc. allein nicht ausreicht. Dann wird der Gebrauch jenes Werkzeugs nicht zu koſtbar und der Gartenbau gleichſam auf den Acker uͤbergetragen. Dies aber iſt der Triumph des Ackerbaus und ſollte das Ziel jedes Land⸗ wirths ſein. Die Koſten des Umgrabens betragen nach Hrn. Falla, dem Beſitzer einer großen Baumſchule bei Neweaſtle- upon⸗Tyne, 582 Fuͤnfundvierzigſtes Kapitel. 33 Schilling 4 Pence fuͤr den Acker, wenn der Preis des Buſhels Weizen 9 Schilling iſt.„Da ich, fuͤgt er hinzu, neugierig war, zu erfahren, wie gut und zu welchem Preiſe das Umgraben durch Weiber, Knaben, Maͤdchen und alte ſchwache Perſonen auszufuͤhren ſei, vornehmlich in Bezug auf die Beſchaͤftigung der Armen, ließ ich vergangnen Herbſt ein Stuͤck Land von 1728 Quadratyards mit zwei ſich folgenden kurzen Spaten durch Maͤdchen umgraben oder vielmehr rajolen, und ich habe zu meinem Vergnuͤgen geſehen, daß die Arbeit mit zwei ſolchen ſich folgenden Spaten, von denen jeder 5—6 Zoll tief eindringt, beſſer ausgefuͤhrt wird, als durch einen 9— 10 Zoll tiefen Spatenſtich von einem kraͤftigen Mann gegeben. Der gewoͤhnliche Taglohn, den ich ſolchen Maͤdchen zahle, betraͤgt 10 Pence, 9 ½ Tage brachten ſie beide zuſammen alſo 19 Tage uͤber jene Arbeit zu, und ſie koſtete demnach 15 Sch. 10 Pence, dies wuͤrde fuͤr den Acker, welcher 4840 Quadratyards hat, 2 Pfd. 4 Schill. 5 Pence betragen, alſo I1 Schill. 1 Penny mehr, als das Umgraben mit einem Spatenſtich; ich bin aber uͤberzeugt, daß die Vorzuͤglichkeit jener Arbeit dieſen Unterſchied reichlich decken werde; glaube auch, da dies der erſte Verſuch der Maͤdchen war, daß ſie in Zukunft fuͤr 33 Schilling deſſelben lei— ſten werden. Sie arbeiteten mit leichten zu dieſem Behuf eigens angefertigten Spaten, die 9 ¾ Zoll lang, 8 Zoll breit ſind, ſammt den leichten Stiel 4 ½ Pfund wiegen und mir hoͤchſt zweckmaͤßig ſcheinen.“— Der engliſche Spaten beſteht, wie der auch in Deutſchland am haͤufigſten gebrauchte, aus einem ganz eiſernen Blatte, in das der Stiel oder die Handhabe eingelaſſen iſt. In ſolcher Geſtalt kennt man ihn in Irland, wo er ein ſtark gebrauchtes Werkzeug iſt, nicht; daſelbſt bedient man ſich des Grabſcheits, wie man es auch in mehren Gegenden Deutſchlands, in der Mark, dem Oder— bruche, auch in manchen Theilen von Sachſen, im Altenburgſchen recht wohl kennt, und das ſich von jenem dadurch unterſcheidet, daß das Blatt, das eigentlich Wirkſame an dieſem Inſtrument, nicht blos von Eiſen, ſondern in ſeinem Haupttheile aus Holz ge⸗ fertigt und nur vorn mit Eiſen ſtark beſchlagen, beſchuht iſt. Es heißt in der iriſchen Sprache loy und kommt in verſchiedener Geſtalt vor, die durch den Gebrauch, den man damit machen will, beſtimmt wird. Die Handhaben daran ſind naͤmlich zwar immer laͤnger, als an dem engliſchen, aber doch nicht jedesmal gleich lang, eben ſo hat das Blatt nicht immer dieſelbe Laͤnge und Breite. Dann bel dene ien vomn gt Jfug u ſehr r kif fſi ſa but ſtitt dr O G riff wi⸗ 182 4 Gart the giße ch wi änds d Rede w aͤniger Aufmeri Sinn! den Ge Landwi Drigina t wo krſchede dännten doiehru dann de uvhn rn diſ dagin des Buß eugitig w, graben durg auszuführ Annan, i dundratyane en ungrae ügen geſcha, bon denn „ als dur⸗ tigen Man en Maͤdin de zuſamma nach 15 Sc. Dduudrotyards jil,1enny ich bin ahe n Unterſtid Verſuch d deſſelben! Gehuf eige ind, ſaun weckmaͤßi Deutſſchle latte, in d lcher Geſt es Wath wie man 6 dem D⸗ ſtenburgſta unterſchedd Inſtrumen, s Holz ge⸗ tiſ. E. erſchidener achen wil var immer glich lng d Breik. Von dem Garten des Farmers. 583 Dann beſteht noch ein Unterſchied darin, daß das Blatt verſchie⸗ dene Form hat, bald gerade, bald mit ſeinem untern Theile nach vorn gekruͤmmt iſt. In dieſer Form wirkt es beinahe wie ein Pflug und wird es in der Hand eines geſchickten Arbeiters ein ſehr kraͤftiges Werkzeug. Man ſtoͤßt es mit einem Fußtritt wie gewoͤhnlich in die Erde, druͤckt dann den Stiel etwas nieder und ſchiebt es nun mit kraͤftigem Stoß wohl 2—3 Fuß weit unter der Oberflaͤche fort die man dann heraushebt und auf die Seite wirft, wie es bei dem Pfluͤgen geſchieht. Sechsundvierzigſtes Kapitel. Von dem Garten des Farmers. Der Garten eines Farmers, der ſchon auf feinere Gemuͤſe und eine groͤßere Auswahl derſelben Anſpruch zu machen hat, muß na⸗ tuͤrlich mit groͤßerer Sorgfalt und Umſicht beſtellt werden, als der eines bloßen Huͤttenbewohners, von dem im vorigen Kapitel die Rede war. Es werden auch auf faſt jedem Landgute von nur einiger Groͤße in England dem Gartenbau großer Fleiß und große Aufmerkſamkeit zugewendet, freilich immer im Verhaͤltniß zu dem Sinn und der Neigung des Unternehmers. Da man ſo allgemein den Gemuͤſegarten fuͤr einen ſehr wichtigen Gegenſtand bei der Landwirthſchaft in Großbritannien haͤlt, iſt ihm auch in unſerm Original ein eignes Kapitel, das letzte des ganzen Werkes gewid⸗ met worden. Die darin gegebene Anweiſung zum Anbau der verſchiedenen Kuͤchengewaͤchſe weicht im Ganzen von den bei uns bekannten und in zahlreichen ſehr guten Gartenbuͤchern gelehrten Verfahrungsarten ſo wenig ab, laͤßt ſogar, ſelbſt mit Beruͤckſichti⸗ gung der Eigenthuͤmlichkeiten des engliſchen Klimas noch ſo viel zu wuͤnſchen uͤbrig, daß es Raumverſchwendung ſein wuͤrde, wenn wir dieſes Kapitel ziemlich vollſtaͤndig wieder geben wollten. Wir begnuͤgen uns daher, um die Eigenthuͤmlichkeiten Großbritanniens 584 Sechsundvierzigſtes Kapitel. unſerm Zwecke gemaͤß auch in dieſer Hinſicht darzuſtellen, mit der Angabe der zum Anbau empfohlenen Kuͤchengewaͤchſe und einiger dabei vorgeſchlagenen Verfahrungsarten, die uns empfehlungswerth und nicht hinlaͤnglich bekannt zu ſein ſcheinen. Dabei iſt jedoch moͤglich, daß die geringe Kenntniß des Bearbeiters in dieſen Din⸗ gen Manches fuͤr wichtiger gehalten haben koͤnne, als es an ſich iſt; dann hoffe er aber auf freundliche Nachſicht ſeiner Leſer. Zuvoͤrderſt wird zum Anbau empfohlen der Spargel. Es heißt, von dieſem delikaten Gemuͤſe wuͤnſche jeder Farmer wenig⸗ ſtens ein paar Beete in ſeinem Garten zu beſitzen, uͤber ſeinen Anbau wird aber durchaus fuͤr den Deutſchen nichts Neues geſagt. Naͤchſt ihm wird der Seekohl, crambe maritima genannt. Man ſoll ihn auf vier Fuß breite, tief bearbeitete Beete mit zwei Fuß breiten Wegen dazwiſchen pflanzen. Seine Kultur heißt es, ſei leicht. Wenn man ihn aus Saamen zieht, braucht er zwei Jahre, um zur Vollkommenheit zu gelangen; er iſt aber ſo hart, daß er nicht zu ſtrenge Winter ganz gut uͤberſteht. Ein leichter ſandiger aus Torf oder Raſen entſtandener Gartenboden eignet ſich am beſten fuͤr ihn; man duͤngt denſelben entweder mit Seegras allein, oder mit einem Kompoſt, der aus neun Theilen voͤllig ver— faultem Farrnkraut oder Laub, und einem Theil Holzaſche beſteht und dem man auf jede Handkarrenladung etwa ½ Pfund gemei⸗ nes Kochſalz zuſetzt. Ein Theil ſolcher Kompoſt und drei Theile gute leichte ſandige Gartenerde geben eine Miſchung, die das kraͤftige und gleichmaͤßige Wachsthum dieſer Pflanze dauernd be⸗ foͤrdert. Hat man keinen torfigen Gartenboden und auch kein Seegras, ſo kann man allenfalls auch guten Seekohl in jedem leichten Gartenboden erziehen, den man tief umgraͤbt, oder viel— mehr rajolt und tuͤchtig mit Holz⸗(ja nicht mit Steinkohlen-) Aſche und der angegebenen Quantitaͤt Salz duͤngt. Die Ausſaat geſchieht Ende Maͤrz oder Anfangs Aprils. Man macht gewoͤhnlich auf jedes der gut zugerichteten Beete von angegebener Breite drei Reihen. Wenn die Witterung warm und feucht iſt, kommen die Pflanzen bald zum Vorſchein. Sollten ſie von Ungeziefer ange⸗ griffen werden, ſo ſtreue man auf und neben ſie eine Mengung von drei Theilen Holzaſche, einem Theil Ruß und einem Theil zu Pulver geloͤſchtem Kalk. Spaͤterhin muß man ſie ſorgfaͤltig durch Jaͤten und Hacken vom Unkraut rein halten, auch ſo weit verduͤnnen, daß ſie nur funfzehn Zoll von einander in der Reihe zu ſtehen kommen. Die herausgerauften Pflanzen kann man zur — Arlage ne Behandlu o au d eiſchin e gll, verjuultm ic dmd oder zwen Außerhen der Albſaa nz nit tnler de wentofen long mit doch verm Blu wid an Habſte woyl 3u den Vin Rryſlanzen Kat ſol aüſen di d Sühut g waͤhrend gffähr vorn enn Manzer werden, diſen; Behaufe 1 die in habe Bro i dſe zuwu⸗ ſanze be in Hä, tlln mi Kr ſe und eung. ſchungzvnn bei iſ jädg dieſen Di⸗ 6 es an ſi ter Leſer. pargel d. zrmer wenin uͤber ſeinn keues geſag ma genant: eete mit zwi tur heißt a uuct er zwei er ſo hatt En lächte en eignetſh mit Seege n volli aſche beſtt und gemi⸗ drei Theile „de das auernd be⸗ auch kan hl in jeden „odet vil⸗ hlen⸗) Niche aat giſtit öhnlich di Breite di koummen de zifer ange Mengung m Thei ſorgfältg ſo weit der Niihe man zur Von dem Garten des Farmers. 585 Anlage neuer Beete, ſie dahin verſetzend benutzen. Bei dieſer Behandlung wachſen ſie uͤppig heran, und breiten ſie ſich bald ſo aus, daß jede Reihe wie eine zuſammenhaͤngende gruͤne Linie erſcheint. Unkraut darf man nie aufkommen laſſen, naͤchſtdem iſt es gut, wenn man, im Juli und October etwa, nochmals mit verfaulten Blaͤttern duͤngt, und dieſe dem Boden einzuverleiben ſich bemuͤht, auch die Zwiſchenraͤume zwiſchen den Beeten ein— oder zweimal bis zur Tiefe von neun Zoll umgraͤbt und aufs AÄußerſte pulvert. Will man den Seekohl im andern Jahr nach der Ausſaat zeitig nutzen, ſo bedecke man ihn waͤhrend des Win- ters mit einer dicken Lage trockner Blaͤtter oder Stroh. Noch ſchneller kann man ihn treiben, wenn man ihn mit großen Blu⸗ mentoͤpfen deckt und dieſe gegen das Fruͤhjahr hin einige Wochen lang mit warmem Miſt umgibt; ein zu heftiges Treiben muß je⸗ doch vermieden werden. Blumenkohl iſt das dritte der empfohlenen Gemuͤſe. Es wird angerathen, ihn gegen den 24. Auguſt hin auszuſaͤen, im Herbſt dann, wenn die Pflanzen recht kraͤftig ſind, auf geſchuͤtzte, wohl zubereitete ſtark geduͤngte Beete zu verſetzen, und wenn er den Winter hier gluͤcklich uͤberſteht, ihn im April nochmals zu verpflanzen, um recht zeitig Blumen zu bekommen. Eine zweite Saat ſoll dann im April gemacht werden, damit es im Herbſt an dieſem Gemuͤſe nicht fehle. Um daſſelbe recht zeitig im Fruͤh— jahr zu haben, ſoll man einige der im Herbſt auf kraͤftige im Schutz gelegene Gartenbeete zu dieſem Behuf ausgeſetzten Pflanzen waͤhrend des Winters mit Glasglocken zudecken, ſo groß, daß un— gefaͤhr drei Pflanzen unter einer ſtehn, dieſe Glocken am Tage vorn etwas heben und des Nachts wieder niederlaſſen. Sind die Pflanzen ſo weit erwachſen, daß die Glocken von ihnen ausgefullt werden, ſo gibt man ihnen einen groͤßern Raum, indem man dieſen Ziegelſtuͤcke unterlegt. Damit verbindet man zugleich ein Behaͤufeln und eine Duͤngung mit Pfuhl(Jauche) und Waſſer. Auf dieſe Weiſe ſoll man ſchon den 10. Mai herrliche Blu⸗ men haben. Brocoli ſoll zu Wintergemuͤſe dienen. Man ſaͤe mehre Sor— ten deſſelben, beſonders Grainges fruͤhen Capſchen-, den ſpaͤten Purpur- und den Blumenkohlbrocoli in der Mitte des Aprils, pflanze ihn im Juli auf gut geduͤngte und tiefgegrabene Garten⸗ beete in Reihen 2½ Fuß weit auseinander, und unterlaſſe das Hacken, Jaͤten und Behaͤufeln nicht. Auf dieſe Weiſe erlangt 586 Sechsundvierzigſtes Kapitel. man Koͤpfe vom Capſchen ſchon vor und von den andern Sorten nach Weihnachten*). Bohnen(Phaſeolen) ſowohl niedrig bleibende, wie laufende ſollen zu mehren Zeiten des Jahres gelegt werden, um ſie immer jung zu haben. Ein Artiſchockenbeet darf auch nicht fehlen, und kann, einmal angelegt, mehre Jahre benutzt werden. wber die Kultur dieſes Gewaͤchſes wird nichts Neues und von dem allgemein Bekannten Abweichendes mitgetheilt. Erdbirnen, Topinamburs(in England Jeruſalem Artiſchocken genannt) ſollen ebenfalls gepflanzt werden. Ihre Kultur iſt ein⸗ fach und bekannt. Sie ſind mit jedem Boden zufrieden, bleiben in der Erde ſtehn und werden im Winter nach Beduͤrfniß her⸗ ausgenommen. Sellerie wird ungemein gelobt und deſſen ſorgſame Pflege auf gutem, tiefgegrabenen Lande ſehr empfohlen. Man ſoll im Juli auf den dazu beſtimmten Gartenbeeten parallel neben und vier Fuß von einander ſechs bis acht Zoll tiefe Graͤben auswer⸗ fen, in dieſelben eine drei Zoll hohe Lage vom beſten, reichſten Gartenduͤnger bringen und ſelbigen untergraben; darauf werden dann die aus dem Pflanzenbeet genommenen jungen Selleriepflan⸗ zen ſechs Zoll von einander eingeſetzt, und reichlich angegoſſen. Nach vier bis ſechs Wochen haben die Pflanzen mit ihren Blaͤt⸗ tern die Graͤben ausgefuͤllt, und nun iſt es Zeit, ein wenig lockere Erde von den Seiten auf ſie zu werfen, jedoch mit der Vorſicht, daß das Herz der Pflanzen nicht verſchuͤttet werde. Dieſes Erde⸗ geben wird von Zeit zu Zeit ſo lange wiederholt, bis ſie auf Daͤmmchen von 1½— 2 Fuß Hoͤhe zu ſtehn kommen. Durch *) Unter Brocoli iſt nicht der ſchwarzkoͤpfige Blumenkohl, den man ſonſt wohl ebenfalls ſo benannte, zu verſtehen, ſondern der Spargelkohl, der vom Blumenkohl zwar einige Ahnlichkeit hat in ſeinem Wuchs, aber doch ſehr von ihm abweicht. Er iſt in England vornehmlich deshalb beliebt, weil er dem, der mehre Sorten davon anbaut, vom Herbſte bis zum naͤchſten Fruͤhjahr ein delikates Gemuͤſe ſichert, wenn naͤmlich vor Eintritt des Froſtes die ganzen Stoͤcke ausgehoben und im Keller oder an irgend einem andern gegen den Froſt geſicherten Orte eingepflanzt werden; ſie wachſen daſelbſt weiter fort und treiben ſtets junge Koͤpfe. Die ſo vorzuͤgliche und ſolide Saamenhandlung der H. H. J. G. Booth und Kompagnie in Hamburg verkauft ein Sorti⸗ ment von zwanzig verſchiedenen Sorten, fruͤhen und ſpaͤten, dieſes Gemuͤſes, ½ Loth von jeder, fuͤr 5 Mark— 2 Thlr. deſes d zu änm Salo chen rt waͤche, d denn And Fal beid tn, dß Intnvr. dn duſch Tünatſam Swüb manche an ſolcen Ge ricts Be üclüchen richt gen hrer Etz viederhol ſch niht tnä Spa taſtche i nd de J apod, d keicht dar das Rche Spe ten und in änen zu dſer Ergg Iwenpuii fahtnen ) Au. § 9 Bat dder rngiſ tadn e ſt ded Heh de ven dg ern Sne nie laufende ſie inne ann, einmal ultur diſe Bekannta Artiſchocke tur iſt ein en, bleibn durfniß her ſame Mige ann ſell im den ud ben audwer en, reichſtn auf werde elleriepfla angegoſſen ahten Bi⸗ denig bann der Vorſc Dieſes Ede bis ſie al nen. Durg dn nun ſi lkohl, der din duch ſeßr don veil er dem Frihjahr ein es die ganzen m gegen den weiter foll menhandlung t ein Corti⸗ iſes bemiſc⸗ Von dem Garten des Farmers. 587 dieſes Verfahren werden die Blattſtiele vollkommen gebleicht und zu einem den ganzen Winter dauernden Gemuͤſe zubereitet*). Salat, Endivien,(im Winter, wenn jener fehlt, zu verbrau⸗ chen) rothe Ruͤben und Winterſpinat ſind ebenfalls Kuͤchenge— waͤchſe, die in einem ſolchen Garten ihre Stelle verdienen, uͤber deren Anbau aber nur das Bekannte geſagt iſt. Daſſelbe iſt der Fall bei den Gurken, nur ſieht man aus dem daruͤber Beigebrach⸗ ten, daß das engliſche Klima, wahrſcheinlich wegen mangelnder intenſiver Waͤrme im Sommer, denſelben minder guͤnſtig iſt, als das deutſche. Sie verlangen daſelbſt weit mehr Sorgfalt und Aufmerkſamkeit, wenn ſie gedeihen ſollen. Zwiebeln, wehre Laucharten, zeitige Kartoffeln und noch manche andere minder erhebliche Kuͤchengewaͤchſe duͤrfen in einem ſolchen Garten natuͤrlich auch nicht fehlen, ihre Kultur bietet jedoch nichts Bemerkenswerthes dar und iſt allgemein bekannt. Zum gluͤcklichen Gedeihen aller Gartengewaͤchſe ohne Ausnahme iſt nicht genug zu empfehlen: das ſorgfaͤltigſte Trockenlegen des zu ihrer Erziehung beſtimmten Grundſtuͤcks, deſſen gehoͤrige, oftmals wiederholte Duͤngung und deſſen tiefe Bearbeitung. Man darf ſich nicht begnuͤgen mit dem Umgraben deſſelben bis zur Tiefe eines Spatenſtiches, ſondern muß es von Zeit zu Zeit zwei Spa⸗ tenſtiche tief rajolen. Zwar verlangen die Puff- oder Saubohnen und die Zwiebeln, wie der Weizen einen etwas geſchloſſenen Un— tergrund, dieſer iſt aber ſelbſt auf einem ſo tief gelockerten Boden leicht durch Kunſt wieder herzuſtellen, und es braucht deshalb alſo das Rajolen nicht zu unterbleiben. Spalier- und Zwergobſtbaͤume, Stachel⸗, Johannis⸗, Himbee⸗ ren und Erdbeeren, Zeller- und Lampertsnuͤſſe gehoͤren ebenfalls in einen ſolchen Garten und koͤnnen, gehoͤrig verpflegt, nicht nur zu deſſen Zierde dienen, ſondern auch einen nicht unbedeutenden Ertrag abwerfen. Die richtige Behandlung der Spalier- und Zwergbaͤume hinſichtlich des Beſchneidens ꝛc. erfordert einen er— fahrnen und geſchickten Gaͤrtner; leichter iſt die der andern ge— *) Zu dieſer Behandlung des Selleries eignen ſich nach der Angabe der H. H. Booth und Komp. in Hamburg der weiße und violette echte italieniſche oder engliſche Sellerie, den man deshalb in England blanching celery(blei— chenden Sellerie) nennt. In der Saamenhandlung der genannten Herren ko⸗ ſtet das Loth Saamen von dieſen beiden Sorten 3 Schilling etwa 2 Gr., von den anderen gewoͤhnlichen Selleriearten nur 8 Pf. bis 1 Gr. 4 Pf. 588 Sechsun dvierzigſtes Kapitel. nannten Obſtarten. Stachel- und Johannisbeeren, eben ſo die Nußſtraͤucher werden auf gleiche Weiſe beſchnitten, naͤmlich inwen⸗ dig offen gehalten und beſtaͤndig eingeſtutzt. Die Himbeeren haͤlt man am beſten in Ordnung, wenn man das Holz, das im vori⸗ gen Jahr getragen, abſchneidet, und von den in demſelben getrie⸗ benen jungen Schoͤßlingen an jedem Strauch fuͤnf bis ſechs der kraͤftigſten ſtehn laͤßt, damit ſie in dieſem Jahre tragen. Man bindet dieſe hierauf oben zuſammen und ſchneidet ſie ſo weit zu⸗ ruͤck, daß ſie nur drei bis vier Fuß hoch bleiben. Die Erdbeeren muͤſſen im Auguſt angelegt und auf den ihnen gewidmeten Beeten in einzelnen Buͤſchen, frei von Auslaͤufern und Unkraut erhalten; auch von Zeit zu Zeit mit klarem Miſt geduͤngt werden. Man bringt denſelben mit einer Hacke leicht unter die Erde, huͤtet ſich aber, das Land zwiſchen den Stoͤcken tief umzugraben. Dieſe Beete ſollten ſtets alle drei oder vier Jahre umgelegt und er⸗ neuert werden. Gerde 1 Darftellung ine Abeit gonnen,) Fleß, jd benutend, And theuen hne im ür den bie hrandlcſt ſer fernet vnd Wh Auzatbet das deutſe (che briti fenes the es wicht engliche mehte an mehte ol den, um dn deutſ vurſchaf Anenämer Site d. dn en oh gat und mn dben ſo e inlih imn inbeeren hü das in vrr nſelben geit bis ſchs d rragen. M e ſo weit e ie Erdbeenn neten Beet aut erhalten erden. M de, hüͤtet ſt tobe. Diſe elegt und er⸗ Nachſchrift. Gerade am erſten Pſingſtfeiertage d. J. hab ich die vorliegende Darſtellung der Landwirthſchaft Großbritanniens zu Ende gebracht, eine Arbeit, die vor nunmehr ziemlich zwei Jahren von mir be⸗ gonnen, und ſeitdem mit immer ſteigender Liebe und raſtloſem Fleiß, jede von anderen dringenden Geſchaͤften freie Stunde dazu benutzend, fortgeſetzt wurde. Unmoͤglich kann ich dieſes mir werth und theuer gewordene Werk vollendet in die Welt gehen laſſen, ohne ihm eine kurze Nachſchrift mit auf den Weg zu geben, um für den bisher faſt allgemein ihm geſchenkten, vielfach auf das Freundlichſte gegen mich ausgeſprochenen Beifall zu danken, es der ferneren Theilnahme des leſenden Publikums zu empfehlen, und noch einige Worte uͤber ſeinen Inhalt und die Art ſeiner Ausarbeitung zu ſagen. Ein Jeder, der Gelegenheit haben ſollte, das deutſche Werk mit dem ihm zum Grunde gelegten engliſchen (the british husbandry) zu vergleichen, wird leicht vemerken, daß jenes theils mehr, theils weniger gibt, als dieſes. Mehr, weil es nicht blos eine überſetzung oder Bearbeitung des genannten engliſchen Buches iſt, ſondern bei ſeiner Abfaſſung auch noch mehre andere wichtige und intereſſante engliſche Werke benutzt und mehre aͤltere und neuere deutſche Schriften zu Rathe gezogen wur⸗ den, um Neueres nachzutragen, Irrthuͤmliches zu berichtigen, und dem deutſchen Leſer nicht nur manche Erklaͤrung und Erlaͤuterung zu verſchaffen, ſondern auch das Werk ſelbſt bei dem Leſen ihm angenehmer zu machen.— Weniger, weil es die Woͤrter und Saͤtze des Originals nicht ſklaviſch treu ſaͤmmtlich wiedergibt, ſon⸗ dern eine Menge Wiederholungen und fuͤr den Deutſchen wenig oder gar keinen Werth habende Stellen weggeſchnitten wurden, und man bemuͤht war, das Ganze mehr zuſammenzudraͤngen, und 590 Nachſchrift. in einer gefaͤlligeren, anmuthigeren, minder weitſchweifigen Form erſcheinen zu laſſen, als jenes darbietet. Obgleich auf das eben Geſagte ſchon mehrmals im Werke ſelbſt hingedeutet worden iſt, ſo glaubte ich doch, noch einmal darauf aufmerkſam machen zu muͤſſen, um das Verhaͤltniß des Bearbeiters zu ſeinem Werke hervorzuheben, und zu deſſen richtiger Beurtheilung etwas beizutragen. Jedenfalls duͤrfte daſſelbe in der ihm gegebenen Geſtalt eine nicht unwichtige Bereicherung der deutſchen landwirthſchaftlichen Literatur zu nennen ſein, und gehoͤ— rig benutzt eine ergiebige Quelle der Belehrung darbieten. Man wolle es nur nicht als ein Lehrbuch der Landwirthſchaft betrachten, ſondern blos fuͤr das anſehn, was es ſeinem Titel nach ſein ſoll, fuͤr eine getreue Darſtellung des gegenwaͤrtigen Zuſtandes der Landwirthſchaft Großbritanniens, in deren inneres Weſen und Getriebe es uns einen uͤberſichtlichen Blick verſchafft, ohne jedoch alles darin Vorkommende als ein Muſter zur Nachahmung aus— geben zu wollen, obgleich nicht zu verkennen iſt, daß ſich der Landwirthſchaftsbetrieb jenes Landes durch Manches ſehr zu ſeinem Vortheil auszeichnet, und Mehres davon, den deutſchen Verhaͤlt⸗ niſſen angepaßt und mit reiflicher Uberlegung angewendet, zur weſentlichen Verbeſſerung des unſrigen beitragen duͤrfte. Taͤuſche ich mich nicht, ſo bietet der zweite Band unſeres Werkes des Lehrreichen und Anwendung oder Nachahmung Verdienenden mehr dar, als der erſte Band. Namentlich ſcheinen mir viele Vor— ſchriften uͤber den Anbau der landwirthſchaftlichen Gewaͤchſe der Beherzigung werth, und vielleicht noch mehr ein Theil des uͤber Viehzucht Geſagten. Darunter duͤrſte vornehmlich zu rechnen ſein, was das Rindvieh und ſeine Benutzung anbetrifft, beſonders deſſen Maſtung, ſo wie die Behandlung der Milch und die Be⸗ reitung der daraus zu gewinnenden Produkte, der Butter und des Kaͤſes. Moͤchten doch die daruͤber gegebenen Vorſchriften allge— meine Beachtung und theilweis Nachahmung finden! Auch das uͤber Schafzucht Geſagte iſt hoͤchſt intereſſant, moͤchte jedoch, das die Maſtung Angehende etwa ausgenommen, des in Deutſchland Anwendbaren weniger darbieten. Die uͤbrigen Theile des zweiten Bandes, obgleich des Intereſſanten und Lehrreichen ebenfalls nicht wenig enthaltend, dienen mehr dazu, das anſchauliche Bild von dem ganzen Landwirthſchaftsweſen in England ꝛc., das wir erhal⸗ ten ſollen, zu vervollſtaͤndigen und dadurch zur Erfuͤllung des Hauptzweckes des vorliegenden Werkes beizutragen. Hat es dieſen zwech n lich belch dithſch zet N gäbe, d vorrfli usriice 1 meic ar Emon ledvirtſe e ncch jner erv tt, de ſaand u liett, d ſon wac To & weffgen den als in Vm jnoch enm Lethaltniß d deſſen itin daſſelbe ni reicherung d in und g bieten. M aft dettacht nach ſäin. Juſtendes de es Weſen und ft, ohne jädch chahmung du⸗ „doß ſich de ſehr zu ſein tſchen Vertt gewendet,„ fte. Ti Werkes i nenden meit it wele Var Gewaͤchſe de Theil des ün h zu rehmn rift, beſend )h und die d Butter und de 3ſchiften dlr Auch te jedoch, d n Deutſchle l des zweinn benfalls nit he Bid bun zs wir erha⸗ erülung de Ht s din Nachſchrift. 591 Zweck nur einigermaßen erreicht, ſo iſt auch der Bearbeiter reich⸗ lich belohnt, und eine empfindliche Luͤcke in der deutſchen land— wirthſchaftlichen Literatur ausgefuͤllt worden, in der es neuerer Zeit an einem Buche fehlte, das daruͤber genuͤgenden Aufſchluß gaͤbe, da die aͤlteren, namentlich die von Begtrup und Thaer, ſo vortrefflich ſie an ſich auch ſind, fuͤr die Gegenwart nicht mehr ausreichen. Das Streben, dieſen Hauptzweck moͤglichſt vollſtaͤndig zu erreichen, gab auch Veranlaſſung, der eigentlichen Darſtellung der Landwirthſchaft Großbritanniens als Anhang noch eine kleine landwirthſchaftliche Statiſtik der einzelnen Grafſchaften dieſes Rei⸗ ches nach Mac Culloch und Anderen beizugeben, die Manches in jener erwaͤhnte naͤher nachweiſt, uͤber Mehres wichtige Aufſchluͤſſe gibt, die große Verſchiedenartigkeit des Landbaubetriebes in Eng⸗ land ꝛc. noch mehr hervorhebt und des Intereſſanten ſo viel dar⸗ bietet, daß ſie wohl als eine werthvolle Beigabe zu betrachten ſein moͤchte. Tharandt, am 8. Juni 1840. Schweitzer. Anhang. Statiſtiſche Notizen uͤber die verſchiedenen Grafſchaften Großbritanniens, vorzuͤglich in landwirthſchaftlicher Hinſicht. 38 Grund imnthelt. acht in ſüdweſtic von Val ſälihe, 1 N W wadoch von dee Wäde! dens und genomme darket, Hüͤgeln, riſten. grüne T orfigem längs d ſus einen m Lüſte ſn fuuct ni n andn erw aien: dun 1 =— A. England und Wales. England wird gegenwaͤrtig in vierzig, Wales in zwoͤlf Grafſchaften eingetheilt. Von jenen liegen ſechs im Norden, zwoͤlf in der Mitte, acht im oͤſtlichen, drei im ſuͤdoͤſtlichen, vier im ſuͤdlichen, drei im ſuͤdweſtlichen und vier im weſtlichen Theile des Landes an der Grenze von Wales. Dieſes zerfaͤllt wieder in einen noͤrdlichen und einen ſuͤdlichen Theil, von denen jeder ſechs Grafſchaften enthaͤlt. I. Noͤrdliche Grafſchaften von England. 1) Northumberland, eine an der See gelegene Grafſchaft und die noͤrdlichſte Englands. Der Flaͤchengehalt betraͤgt 1197440 Acker, von denen man ungefaͤhr 800000 auf Pflugland, Wieſen und Weiden rechnen kann. Es zeigt ſich große Verſchiedenheit des Bo⸗ dens und der Oberflaͤche; allein die Thaͤler und Kuͤſtengegenden aus⸗ genommen, iſt der vorherrſchende Karakter Nacktheit und Unfrucht⸗ barkeit, der noͤrdliche und nordoͤſtliche Theil beſteht faſt ganz aus Huͤgeln, Bergen, traurigen kalten Mooren und ſumpfigen Mo— raͤſten. Die Cheviot⸗Berge zeichnen ſich vor allem durch ihre ſchoͤne gruͤne Vegetation aus; die andern Huͤgel und Moore aber ſind mit torfigem Boden bedeckt und erzeugen wenig mehr als Haidekraut. Laͤngs der Kuͤſte und in den Thaͤlern beſteht der Boden groͤßtentheils aus einem ſtrengen kleyigem Lehm und iſt ſehr fruchtbar. Zwiſchen den Kuͤſtengegenden und den Mooren iſt ein großer Theil des Bodens ein feuchter Lehm mit kaltem Kleyuntergrund. Das Klima iſt je nach der Beſchaffenheit und der Hoͤhe des Landes verſchieden, indem es in den Gebirgsgegenden kalt und rauh, und in den Thaͤlern und Niederungen ziemlich mild und fruchtbar iſt. Es gibt wenig Graf⸗ ſchaften im Reiche, in denen die Kultur in jeder Hinſicht ſo reißende Fortſchritte gemacht hat. Ackerbau und Viehzucht ddn beide mit 0 596 Statiſtiſche Notizen. vieler Umſicht und Erfolg betrieben. Das Hauptſyſtem iſt im Kley— boden, vor dem Weizen zu brachen. Die Rotation iſt: 1) Brache, 2) Weizen, 3) Gruͤnfuttergewaͤchſe, 4) Hafer und dann wiederum Brache vor Weizen. Jedoch baut man auch bisweilen Bohnen und Erbſen an der Stelle des Hafers. Bisweilen wird der groͤßerer Theil des Gutes mit Gras- und Kleeſaamen beſaͤet, und 3 Jahre vor dem Weizen als Warde- und zu Gruͤnfutter benutzt. Turnips wer⸗ den vorzuͤglich in den an der Kuͤſte liegenden Landſtrichen gebaut, und ſtets nur gedrillt. Weizen und Hafer bilden die Haupt-Koͤrner⸗ fruͤchte. Der Anbau des Roggens war einſtmals auf trockenem ſandi⸗ gen Boden ausgebreitet. Allein dieſer Boden iſt ſo ſehr durch An— wendung von Mergel und die Einfuͤhrung des Turnipsbaues verbeſſert worden, daß er jetzt ausgezeichnete Weizenernten traͤgt, und da⸗ her gegenwaͤrtig nur noch ſehr wenig Roggen erbaut wird. Gerſte wird ziemlich viel gewonnen, aber weder ſie noch der Hafer ſind bei den Einwohnern in ſo großem Gebrauche, wie es die Herren Bailey und Culley in ihrem Berichte ſchildern. Das Rindvieh beſteht groͤß— tentheils aus der kurzgehoͤrnten Raſſe. Einig- Stuͤcke wildes Vieh, welche fuͤr ein Ueberbleibſel des alten eingebornen Stammes gehalten werden, ſind noch zu Chillingham Park anzutreffen. Die Schaafe beſtehen theils und zwar groͤßtentheils aus der eigenthuͤmlichen Raſſe ohne Hoͤrner, die unter den Namen der Cheviots bekannt iſt, vom gleichnamigen Landſtrich, in welchem ſie urſpruͤnglich gefunden wur⸗ den; theils aus der Haide- oder Moorland Raſſe, mit weiten ſpiral— foͤrmigen Hoͤrnern, ſchwarzem Kopf und Beinen, und theils aus langwolligen Schaafen. In den beſten Diſtricten zuͤchtet man jetzt die verbeſſerten Backewellſchen Leiceſterſchaafe, und das raſch gemaͤſtete zeitige Leiceſter Lammfleiſch findet leichten Abgang auf dem Markte zu Morpeth. Der Beſtand aller Schaafraſſen zuſammen wird auf ungefaͤhr 540000 Stuͤck geſchaͤtzt, und das jaͤhrliche Erzeugniß an Wolle auf 12300 Packs. Die beſten Zugpferde bringt man aus dem Clydesdale. Die Groͤße der Guͤter iſt ſehr verſchieden; meiſtens ſind ſie jedoch groß, und ſolche ausgedehnte Guͤter bringen oͤfter 1000— 2000 Pfd. Sterl. jaͤhrliche Rente. Die Pachtzeit iſt groͤß⸗ tentheils 7, 14 oder 21 Jahre. Die Pachtinhaber ſind meiſt ver⸗ pflichtet, nicht mehr als 2 Getreideernten mit einer von Gruͤnfutter dazwiſchen nach einer Brache zu nehmen, und vor der erſten Koͤrner⸗ Ernte zu duͤngen. Das zu ſolchen großen Pachtungen noͤthige Ca⸗ pital gibt den Inhabern derſelben Gelegenheit zu einer guten Er— ziehung, und einen unabhaͤngigen zu Unternehmungen geneigten Geiſt, den man ſelten bei den Paͤchtern kleinerer Guͤter antrifft. Sie kleben daher nicht am Alten, ſondern haben ein williges Ohr fuͤr Belehrung, machen gern neue Verſuche und nehmen jede nuͤtzliche Verbeſſerung an, die ſie in andern Gegenden kennen lernen. Blos zu dieſem letztern Zweck haben manche von ihnen das ganze Koͤnigreich bereiſt, und Al, 00 fundin, i Iaht 3 ohl untranm in Lunbe zu withen Geörauch Pachöf iihm En 15 Et jimite 4' aß dus diden de ghüre N Win ſdneſ ſein r. Landrith Gewarben. Kugfer u Wansbec ttheblich anden Fi an der K die vorzug dohl der 9 mi 10182 . Nr de Doi 9 ſtobende 660000 dbrige 3 Seen. Scab über der dn ried bitge iſt Turnips ud Thor niſ Tor fuuter n nüt hlſteai id das Wh wr m itt in g. ſſt. 1 Jang, dann widen en Bohnen u t größerer Thi 3 Jahre don „Turgixs de ſtrichn geümn Paupt⸗Korne ockenem ſand ehr durch A aues verbeſſt ntt, und w witd. 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Man findet kultivirte Waͤlder in ziemlicher Anzahl und auch einige natuͤrliche, allein man kann ſagen, daß das Land im Ganzen ſehr arm an Baͤumen iſt. Steinkohlen bilden das Handelsprodukt Northumberlands. Es beſitzt einen un— geheuren Reichthum dieſes unſchaͤtzbaren Minerals. Auch findet man im ſuͤdweſtlichen Theile des Landes reiche Bleiminen, Eiſen, Kalk— ſtein ꝛc. Der vorzuͤglichſte Induſtriezweig dieſer Grafſchaft neben der Landwirthſchaft beſteht im Schiffsbau und den dahin einſchlagenden Gewerben. Auch gibt es große Fabriken von Glas, Bleiweiß, Kupfer u. ſ. w. Die Hauptfluͤſſe ſind der Tyne, Alne, Coquet, Blythe, Wansbeck und Till. Die Lachsfiſcherei, die vor Zeiten im Tyne erheblich war, iſt jetzt ſehr in Verfall gerathen. Kabeljaus und andere Fiſche, Hummer und Muſcheln gi'c es jedoch im Ueberfluß an der Kuͤſte. Die Hauptſtaͤdte dieſer Grafſchaft ſind: Newcaſtle, die vorzuͤglichſſte Stadt im Norden von England, und nach London wohl der groͤßte Hafen des Landes, mit 42760 E.; Tynemouth, mit 10182 E.; North Shields mit 6744 E.; Berwick mit 8920 E.; Morpeth mit 3890 und Alnwick, mit 6788 E. 1831 betrug die Bevoͤlkerung des Landes 222912 Seelen. 2) Cumberland, eine am Meere gelegene an Schottland ſtoßende Grafſchaft, haͤlt 974720 Acker, von denen man ungefaͤhr 660000 auf Ackerland, Wieſen und Weiden rechnen kann. Der uͤbrige Theil beſteht aus Gebirgen, unverbeſſerlichen Haiden und Seen. Unter erſteren ſind mit die hoͤchſten Berge Englands als der Scaw Fell mit zwei Spitzen 3166 Fuß, der Helvellyn 3055 Fuß uͤber dem Meere und andere mehr. Die vorherrſchende Bodenart in den niedrigeren Gegenden und an einigen Stellen der weſtlichen Ge— birge iſt ein trockner Lehm, der ſich vorzuͤglich fuͤr den Anbau von Turnips eignet; doch trifft man daſelbſt auch vielen naſſen Lehm— und Thonboden. Der Boden der oͤſtlichen Moore und Gebirge iſt meiſt Torferde, die kalt, haidig, naß und bis zum Extrem un⸗ fruchtbar iſt. Das Klima iſt feuchter als das von Northumberland, und nicht ſo guͤnſtig fuͤr die Reife der Koͤrnerz ebenſo iſt der Wirth— ſchaftsbetrieb nicht ſo gut wie in der vorgenannten Grafſchaft; doch wird das Land im Allgemeinen rein und in gutem Zuſtande erhalten, und wenn man ſeine Qualitaͤt und das nicht ſonderlich guͤnſtige 598 Statiſtiſche Notizen. Klima in Betracht zieht, ſo ſtehen wenige Grafſchaften hinſichtlich der Agricultur uͤber dieſer. Weizen und Hafer ſind die Haupt⸗Korn⸗ fruͤchte. Die Rotation auf dem trocknen Lehm iſt folgende: nachdem das Land drei Jahr als Grasland, und zwar 1 Jahr zu Heu, 2 Jahr zu Gruͤnfutter benutzt worden, 1) Hafer, 2) Turnips, 3) Gerſte oder Weizen, 4) Gruͤnfuttergewaͤchſe. Im Thonboden wird meiſt zu Weizen gebracht, und der Fruchtwechſel iſt hier 1) Hafer, 2) Brache, 3) Weizen, 4) Gruͤnfuttergewaͤchſe. Turnips wurden in dieſer Grafſchaft zur Fuͤtterung des Rindviehs zuerſt gebaut von Mr. Howard zu Corby, im Jahre 1755. Ihr Anbau iſt jetzt ſehr ausgebreitet und zwar werden ſie hauptſaͤchlich gedrillt. Die alte Rindviehraſſe Cumberlands war hauptlſaͤchlich eine vergleichungsweis kleine Varietaͤt der langhoͤrnigen, ſie iſt aber mit Gallowais und Kyloes vermiſcht worden, und in neuerer Zeit hat die kurzhornige Raſſe in der Grafſchaft Aufnahme gefunden. Die Schaafe gehoͤren theils zu den Cheviots, theils zu den ſchwarzkoͤpfigen Moorſchaafen. Die Anzahl derſelben wird auf ungefaͤhr 380000 Stuͤck geſchaͤtzt und ihr Ertrag an Wolle auf 7800 Packs. Außer den in der Greafſchaft ſelbſt gezogenen Schaafen kaufen die cumberlaͤndiſchen Landwirthe davon noch viele auf den hochlaͤndiſchen Maͤrkten, die dann, nachdem ſie mit Turnips gemaͤſtet worden, nach Liverpool und andere Orte gehen. Sie widmen auch den von Northumberland kommenden großen Gaͤnſe— heerden ihre Aufmerkſamkeit.— Das Grundeigenthum iſt in Cum⸗ berland ſehr vertheilt, und man findet wenig große Guͤter daſelbſt, ſondern der bei weitem groͤßte Theil der Grafſchaft zerfaͤllt in kleine Beſitzthuͤmer, die jaͤhrlich von 10— 150 Pfd. Sterl. bringen und meiſt von ihren Eignern ſelbſt bewirthſchaftet werden, die hier Sta⸗ tesmen oder Lairds heißen. Die Herren Bailey und Culley belehren uns, daß die Landwirthſchaft bei dieſen kleinen Eigenthuͤmern nicht immer ſehr auf pecuniaͤren Vortheil ausgehe. Der Laird, ſagen ſie, ſcheint mit dem Gute ſeiner Vorfahren auch deren Wilrthſchafts— weiſe zu erben und haͤngt meiſt an dem Einen ſo ſehr wie an dem Andern. Er iſt ſelten emporſtrebend und ſcheint mit ſeiner Lage zu⸗ frieden; auch ſind Luxus und Schmuckſachen nicht eben ein Gegenſtand ſeiner Wuͤnſche. Sein kleines Gut, das er mit eignen Haͤnden be⸗ bauet, erzeugt meiſt alle zum Lebensunterhalt noͤthigen Artikel, und ſeine Kleidung beſteht auch zum großen Theil aus Stoffen eigner Fabrik. Sein Karakter iſt in hohem Grade offen und ehrliebend, und es ſind wohl wenig Völker ſtillvergnuͤgter und bei Wenigem gluͤcklicher.“ In den letzten 30 Jahren hat ſich jedoch viel in dieſer Beſchreibung Geſagtes veraͤndert. Nicht die eigne Manufactur ge⸗ nuͤgt mehr, und auch in anderer Hinſicht hat ſich der Laird einem hoͤheren Ziele genaͤhert. Die Pachthoͤfe ſind meiſt klein, und die Pachtzeit erſtreckt ſich gewoͤhnlich auf 7 Jahr. Den Pachtern iſt ſtreng unterſagt, 2 Koͤrnerernten ſich folgen zu laſſen, und ſie ſind thalim, 3 tes Ara ichtet rarſitti di Bute if uht beſbench Erien dmn Nme bom zuhe ſid naeräcn d und an d muͤhlen. tie vin. dn. A und gfi wird vil biſſerr; dale. f hr Chen, edeutende 4 ſie biet rlälti 5 Ceern dew i 3) ſchaft in taupbar ſſ ſehr lice Ge ham u Der in eini weitem 2 Venden dr d hühe bacnde in Uw dlde d mders wd en hinic Hruxretn nde: nutde zu Heu,) 9, 3) Gen vird meſ ) Hrfer,2 3 wurden i gebaut don bau iſt jg t. Die al ichungewe lowais un b kurzgorni zaafe geſorn janfn Di iht und ir e Guiſtiit wirche daven nachdem ſe Orte gehe roßen Gänt iſt in Eu er daſele t in klein ngen und hjer Sta⸗ ey belehrn umern nit aird, ſagen Wiethſchafts⸗ wie an der er Lage zu Genenſten) Händen be lrtikel, un pffen eihne dthrliebend i Wmnihen ilin düß uectur ge Laitd einem 7, un d actm iſ ndſe ſi Anhang. 599 gehalten, ihre Wirthſchaft ſo einzurichten, daß ein beſtimmter Theil ihres Areals 3 Jahr als Grasland benutzt werde. Auch ſind ſie verpflichtet, vor Turnips oder Weizen zu duͤngen, wenn ſie ſelbige in die Brache ſaͤen. Die Wohn- und Wirthſchafts⸗Gebaͤude ſind leid⸗ lich und bequem. Die cumberlaͤndiſchen Lairds ſind noch manchen beſchwerlichen Abgaben unterworfen, die ihren Grund in den militaͤri⸗ ſchen Dienſten haben, zu denen ihre Vorfahren in den Tagen der Grenzkriege verpflichtet waren. Ein Lehngeld iſt bei Uebergange eines jeden Grundſtuͤcks in andere Haͤnde zu geben, auch wenn es an Erben kommt. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 9 Schill. 1 ½ Pence vom Acker. Fabriken in Ginghams und andern baumwollen Zeugen ſind zu Carlisle und Panrith, Schiffbau und Segeltuch⸗ webereien zu Whitehaven; zu Keswick macht man grobwollene Zeuge und an verſchiedenen Orten findet man Eiſengieſereien und Papier— muͤhlen. Auch ſehr werthvolle Minen von Steinkohlen trifft man, die von Whitehaven aus nach Irland und Schottland verſchifft wer— den. Auch reiche Bleiwerke enthaͤlt die Grafſchaft, und das ſelten und geſuchte Reißblei oder Schwarzblei,(Plumbago) oder Graphit wird vielleicht nirgends in der Welt in ſo großem Ueberfluſſe und von beſſerer Qualitaͤt gefunden als in dem beruͤhmten Werke zu Borrow⸗ dale. Kalkſtein iſt im Ueberfluß vorhanden. Der groͤßte Fluß iſt der Eden, und die Seen, von denen einige wie der Ulleswater, von bedeutender Groͤße ſind, ſind wegen der maleriſchen Anſichten beruͤhmt, die ſie bieten. Die hauptſaͤchlichſten Staͤdte dieſer Grafſchaft ſind: Carlislecity 20000 E.; Whitehaven 15716 E.; Workington 6415 E.; Cokermouth 4536 E. Die Bevoͤlkerung der ganzen Grafſchaft betrug im Jahre 1831 gegen 169681 Seelen. 3) Durham, eine von der Nordſee im Oſten beſpuͤlte Graf⸗ ſchaft enthaͤlt 702080 Acker, von denen man ungefaͤhr 500000 als taugbar zu Acker- und Wieſenbau rechnen kann. Seine Oberflaͤche iſt ſehr verſchiedenartig, meiſt jedoch huͤgelich und kahl. Die weſt— liche Gegend enthaͤlt auf einer Linie von Allansford uͤber Wolſing— ham nach Barnard Caſtle viele Berge und ausgebreitete Moraͤſte. Der Boden iſt in den verſchiedenen Gegenden auch ſehr verſchieden; in einigen beſteht er aus einem fruchtbaren thonigen Lehm, in bei weitem groͤßerer Ausdehnung aber aus einem feſten unfruchtbaren Thon, mit geringeren Stellen kalkigen Bodens von verſchiedenen Graden der Fruchtbarkeit. Der Boden der Moore beſteht meiſt aus Torf. Das Klima iſt verſchieden und haͤngt in hohem Grade von der Hoͤhe des Landes ab. Waͤhrend das Wetter in den niederern Gegenden ſchoͤn und mild iſt, ſieht man haͤufig auf den Gebirgen im November Schnee, welcher auf ſelbigen bis in die Mitte oder Ende Juny anzutreffen iſt. Die Haupternte faͤllt von Anfang Sep⸗ tembers bis Mitte Octobers; in den weſtlichen Theilen der Grafſchaft wird dieſe Zeit aber oft bis in die Mitte Novembers verlaͤngert. 600 Statiſtiſche Notizen. Der Wirthſchaftsbetrieb iſt im Ganzen gut. Die Hauptkoͤrnerfruͤchte ſind Weizen, Hafer, Gerſte, Bohnen und Erbſen. Eine Mengung von Roggen und Weizen, hier Mengkorn oder Miſchling(maslin) genannt, wird haͤufig angebaut, und dient den Einwohnern als Brod— getreide. Der Anbau der Turnips iſt auf allen trockenen Boden ausgebreitet, beſonders aber in den Thaͤlern des weſtlichen Theils der Grafſchaft, wo neuerer Zeit viele Verbeſſerungen gemacht worden ſind. Die Kultur der Kartoffeln verſteht man am Beſten in dem Kirchſpiele Whettonle-wear. Senf wurde in vorzuͤglicher Qualitaͤt fruͤher viel gebaut, jetzt trifft man ihn jedoch ſelten. Das Haupt⸗ duͤngemittel iſt Kalk, den man in der groͤßten Ausdehnung anwendet. 70— 80 Buſhel davon bringt man auf den Acker, wo dann, wenn das Land trocken, ſehr ſchoͤne Ernten von Weizen und Klee erzeugt werden. Die Teaswater Varietaͤt von der kurzhoͤrnigen Rindviehraſſe wird fuͤr eine der beſten im ganzen Reiche gehalten, ſowohl ihrer Maſtfaͤhigkeit, als auch ihre Milchergiebigkeit wegen, und iſt daher jetzt ſehr verbreitet. Die dem naͤmlichen Diſtrikte eigenthuͤmlichen Schaafe ſind groß und liefern ſchoͤne, lange Kammwolle. Sie ſind aber meiſt, um ihre Koͤrpergroͤße zu vermehren, mit den neuen Leiceſter's und andern Varietaͤten gekreuzt und vermiſcht. In andern Gegenden findet man mehr Cheviots und Haideſchaafe. Die ganze Anzahl der Schaafe in Durham wird auf 226000 Stuͤck geſchäͤtzt, und ihr jaͤhrliches Product an Wolle auf 6000 Pack. Wagen ſind ſelten in Durham, Northumberland und Cumberland zu ſehen. Alle Fuhren geſchehen wie in Schottland, mit einſpaͤnnigen Karren. Der Schottiſche- oder Schwingpflug, mit zwei vom Pfluͤger ſelbſt geleiteten Pferden beſpannt, iſt der gewoͤhnlichſte. Es gibt wenige große Guͤter, dagegen eine große Anzahl von mittler und oft ſehr geringer Groͤße. Ein großer Theil des Landes iſt im Beſitz der Kirche, und es ſind auf dieſem die Pachtungen mit der Cultur un— guͤnſtigen Bedingungen belaͤſtigt. Die Guͤter ſind von verſchiedener Groͤße, von 50— 1000 Acker, die groͤßere Anzahl jedoch hat 50— 200 Acker, und die Pachtzeit iſt meiſt willkuͤhrlich, ausgenommen in den weſtlichen Diſtricten. Wenige ſind auf 12 bis 14 Jahre verpachtet, und auf dieſen haben die Verbeſſerungen Fortſchritte gemacht; aber auf den auf kurze Zeit verpachteten Hoͤfen iſt der Ackerbau beim alten geblieben, denn kein kluger Mann wird da ſein Geld zu Verbeſſe— rungen ausgeben, wo er nicht Gelegenheit hat, Nutzen von ihnen zu ziehen, wenn ſie vollendet. Auch Herr Bailey laͤßt ſich ſehr un— guͤnſtig uͤber die Lage der kleineren Paͤchter aus. Er ſagt, ſie arbei— ten mehr und leben ſchlechter als ihre Dienſtleute. Wohn- und Wirthſchaftsgebaͤude ſind mittelmaͤßig. Die durchſchnittliche Land— rente iſt 14 Schill. 5 Pence vom Acker. An mineraliſchen Schaͤtzen iſt Durham ſehr reich, beſonders an Kohlen, Blei und Eiſen. Be⸗ ruͤhmt ſind die zu Gatesheadfell gebrochenen, und nach ihrem Ver⸗ 4 ſinſch ſcifunin von guß Shüldé m krun dr 4 9 geißte und A, 1n e vome⸗ unmn Kantt adoſti. utr die and bis it in dem n afruchbar de ſih de Boälingto aber beſtt Bodens, Narhen un dem Land Jhiichnete J bſten Erfug ſin it n nn Gagnd malſtigen Di Lnd o worgeſe auh nicht man find ſchitdenen ſulſi Di heu Gerſte, gerauchli btere w dis u T riddli th dnnt ſtw, an ſdund dn Thi Fimcin pttänaftit ine Maxn ling(waau ern als Bu⸗ kinen Vahn en Theits N nacht worn veſten in di her Qunlit Das Hau g anwend. dann, war Klee erzun Rindvicrſſ ſowohl ihe un) iſ hjer pathümüchen * Sie ſind t da wun In andm Die zw ück geſci Wagen 2 ſcha en Karrn aͤger ſelbſt jot wenigr ĩ oft ſehr Beſiz de Cultur un⸗ verſchiedenen t 50 men in de rachtet un ; abtr ai beim altn u Vetkeſt von ihne h ſehr un ſie atbei ohn⸗ uhd he Lan⸗ Scita ſen. B⸗ tem Vr⸗ Anhang. 601 ſchiffungsort, Neweaſtle, benannten Muͤhlſteine. Fabriken ſind nicht von großer Bedeutung. Die Hauptfluͤſſe ſind der Tees, Wear und Derwent. Die Hauptſtaͤdte Durham 10125 E.; Sunderland mit Biſchop Wearmouth 40735 E.; Gateshead 20600 E.; South Shields mit 18756 und Darlington mit 8574 E. Die Bevoͤl⸗ kerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 253700 Seelen. 4) Yorkſhire, auch am Meere gelegen, iſt bei weitem die groͤßte und wichtigſte Grafſchaft Englands. Sie enthaͤlt 3735040 Acker, von denen man 2500000 auf Pflugland, Wieſen und Wei— den rechnet. Wegen ſeiner großen Ausdehnung und ſeines verſchie— denen Karakters praͤſentirt Yorkſhire im Kleineren das ganze Koͤnig— reich, hinſichtlich der Oberflaͤche, des Bodens, der Producte und Induſtrie. Einige ſeiner Berge an der weſtlichen Grenze gehoͤren unter die hoͤchſten des Hauptgebirgszuges, der ſich von Suͤdſchott— land bis in die Mitte von Derbyſhire zieht; und eben daſelbſt und in dem noͤrdlichen Theile gibt es auch große Flaͤchen von hohem unfruchtbaren Moorboden. Im Oſten findet man eine große Ebene, die ſich vom Cap Flamborough und Cap Filey von der Kuͤſte bis Bocklington und Markt-Wighton ausdehnt. Nichts deſto weniger aber beſitzt Yorkſhire auch einen Reichthum des ausgezeichnetſten Bodens. Das Thal von York, die Gegenden von Cleveland im Norden und von Holderneß im Suͤdweſt, neben noch manchem an— deren Landſtriche in verſchiedenen Theilen der Grafſchaft zeigen aus— gezeichnete Fruchtbarkeit, indem ſie einen Boden beſitzen, der zu den beſten Erfolgen des Ackerbaues und der Viehzucht berechtigt. Das Klima iſt nach Boden und Hohe verſchieden, jedoch, die hochgelege— nen Gegenden ausgenommen, meiſt mild und, die niedrigen und marſchigen Laͤndereien am Humber ausgenommen, auch geſund. Die Landwirthſchaft ſteht nur auf einer mittleren Stufe; ſie iſt nicht ſo vorgeſchritten, wie in Northumberland oder Lincolnſhire, aber auch nicht ſo zuruͤck, wie in verſchiedenen andern Grafſchaften, und man findet in dieſer Hinſicht eine große Verſchiedenheit in den ver— ſchiedenen Theilen. In den weſtlichen, dem ſogenannten Weſt⸗Riding, ſoll ſie groͤßere Fortſchritte gemacht haben, als in einem der andern. Die hauptſaͤchlichſte Rotation iſt dort 1) Turnips oder Brache, 2) Gerſte, 3) Gruͤnfutter, 4) Weizen. Die Knochenduͤngung iſt ſehr gebraͤuchlich, und mehr noch ausgedehnt die mit Oelkuchenmehl. Letztere wird mehr zu Weizen, die Knochenduͤngung aber vorzugs⸗ weis zu Turnips angewendet. Die Trockenlegung des Bodens iſt in dem noͤrdlichen und oͤſtlichen Theile(dem Nord- und Oſt-Riding) ſehr vernachlaͤßigt. In letzterem befolgt man kein beſonderes Acker— ſrſtem, ausgenommen in den Ebenen, wo die Rotation folgende iſt: 1) Turnips, 2) Gerſte, 3) Gruͤnfutter, 4) Weizen. In den an⸗ dern Theilen und dem Nord-Riding folgen ſich nicht ſelten zwei Koͤrnerfruͤchte, und es wird dort wenig Fleiß auf die Feldbeſtellung 602 Statiſtiſche Notizen. verwendet. Ueberhaupt wird in Yorkſhire mehr Viehzucht als Acker⸗ bau getrieben. Eine große Anzahl Pferde werden in vielen Gegenden gezogen. Die geſchaͤtzteſten ſind die Cleveland Braunen, ſo genannt theils von der Gegend, in der ſie urſpruͤnglich in der groͤßten Voll— kommenheit gefunden wurden, theils von ihrer Farbe; jetzt ſind ſie ſehr weit verbreitet, und vorzuͤglich als Wagenpferde geſucht. Unter dem Rindvieh herrſcht große Verſchiedenheit; meiſt beſteht es aus der langhoͤrnigen Raſſe, jedoch trifft man auch eine betraͤchtliche Zahl kurzhoͤrnigen Viehs mit endloſen Varietaͤten, die aus der Kreuzung beider Raſſen hervorgegangen ſind. Gegenwaͤrtig ſind die Teeswater und Holderneß Viehſtaͤmme die groͤßten Favoriten der Viehmaͤſter; die langhoͤrnige Raſſe aber, oder eine durch Kreuzung zwiſchen ihr und der kurzhoͤrnigen entſtanden, werden von den Meie⸗ rei⸗Paͤchtern vorgezogen, und die Milchwirthſchaften Londons er⸗ gaͤnzen meiſt ihren Kuhbeſtand aus Yorkſhire. Eine ſolche Kuh gibt durchſchnittlich taͤglich 22— 24 Quart Milch, die jedoch keine ver— haͤltnißmaͤßige Quantitaͤt Butter liefert. Die Schaafraſſen ſind hier ſo verſchieden, wie die des Rindviehs. Der ganze Beſtand derſel— ben iſt ſehr groß, indem er auf ungefaͤhr 1150000 Stuͤck geſchaͤtzt wird, die einen jaͤhrlichen Ertrag von 27322 Packs Wolle bringen. Schweinezucht wird auch betrieben, und die Yorkſhirer Schinken ſind im ganzen Lande beruͤhmt. Das Landeigenthum iſt in dem Weſt— und Nord⸗Riding ſehr vertheilt, weniger in dem Oſt-Riding, ſo wie in den meiſten Gegenden Englands. Einige Familien dieſes Ridings beſitzen ihre Guͤter ſchon ſeit Jahrhunderten. Pachthoͤfe gibt es von allen Groͤßen, die groͤßere Anzahl ſcheint jedoch unge— woͤhnlich klein zu ſein. Großentheils ſind ſie auf ein Jahr oder mit jaͤhrlicher Aufkuͤndigung verpachtet. Hierin liegt hauptſaͤchlich der Grund, daß hier der Ackerbau keine großen Fortſchritte gemacht hat und die Paͤchter ihre Aufmerkſamkeit mehr auf ihre Heerden wenden. Denn ein Pachter ohne Pachtcontract, folglich von dem guten Willen und den Launen des Grundbeſitzers abhaͤngig, wird zwar ſein Gut nicht herabkommen laſſen, aber auch nicht ſo thoͤrig ſein, Summen zu deſſen Verbeſſerung aufjuwenden. Die Wohn- und andern Ge⸗ baͤude ſind ſehr mittelmaͤßig. Die durchſchnittliche Rente vom Lande betraͤgt 165 Sch. 8 Pence vom Acker. Das Weſt⸗Riding Yorkſhires nimmt in Hinſicht auf Fabrikweſen eine der erſten Stellen ein. Es iſt der Sitz großer Wollenamnufacturen und Flachsſpinnereien und liefert treffliche Eiſen und Stahlwaaren. In den andern Ridings liegt das Fabrikweſen darnieder. Kohlen, Blei, Kupfer und Alaun, Kalkſtein und ſchoͤne Quaderſteine liefert das Land auch. Die Haupt⸗ fluͤſſe ſind: Ouſe, Swale, Ure, Wharfe, Aire, Calder, Don, Der⸗ went, Hull und Esk; ſaͤmmtlich, bis auf letzteren, ergießen ſie ſich in die Muͤndung des Humbers. Zahlreiche Kanaͤle und gute Stra— ßen befoͤrdern Handel und Gewerbe. Der Hauptſeehafen Yorkſhires ſt Hul,ſi Hautide ſ 916he E; 19035 4 vorth 1i9dh 1608oh, de zweidſtits 5) Weſ Atr, vm d dinn. Dr- nt G ilt ein untrckberet, Edn in N fruhii und und di Lg d änlch het paſt. W Itet, äne Schſet, d und Kant. dw Winte⸗ Erglandèe. mi 10015( 1 Dos Sean. 1 Lante 1iao Ad Obalfäche ſ Wettmereln eine goße ben Karake Bladſton Griſſhifte ſſ eine gr von gylde; if auch fſa behm und detm Geg ſlächt das ai nrdan mridnng u teh hi fütt ſin nat gtau lin baſ it als dh. len Gem „ſb Ran gräßten a de jiht ſ fende gſit friſt beſtit de beträchl die aus irtig ſind avoriten ch Kreuzu in den M. Londons ſche uh gü ch kine ver⸗ ſen ſind hie iſtund deree Stud gichit Vole beren Schinin ſi n dem Ui⸗ ⸗Riding milien d Pachthl jedoch unge aot odet mi plſächlich gemacht ke erden wende guten Wil vat ſin 6— in, Summ danden b te vom lo in Jafſ⸗ llen ein. d nnereien é den Ridit und Alau Anhang. 603 iſt Hull, ſein Rival in neuerer Zeit der Hafen von Goole. Die Hauptſtaͤde ſind: York 25359 E.; Leeds 123393. E.; Scheffield 91692 E.; Hull 54110 E.; Halifax 34437 E.; Huddersfield 19035 E.; Wakefield 24538 E.; Bradford 43537 E.; Saddle⸗ worth 15986 E. 1831 betrug die Bevoͤlkerung des Oſt-Ridings 169800, des Nord⸗Ridings 190800 und des Weſt⸗Ridings, des Fabrikdiſtricts 976400 Seelen. 5) Weſtmoreland, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 487680 Acker, von denen nur 180000 als Pflugland, Wieſen und Weiden dienen. Der Name, Weſtmoreland bezeichnet genugſam ſeinen Karak— ter; es iſt eine Gegend voll hoher Gebirge, nackter Huͤgel und unfruchtbarer, ſauerer Moore. Die Thaͤler, vorzuͤglich das von Eden im Norden, und das von Kendal im Suͤden, ſind jedoch fruchtbar und gut angebaut. Die Wirthſchafsweiſe, der Karakter und die Lage der Gutsbeſitzer und Paͤchter iſt denen Cumberlands ſo aͤhnlich, daß das dort Geſagte mit geringer Abweichung auch hier⸗ her paßt. Die durchſchnittliche Landrente iſt 9 Sch. 1 Pence vom Acker, eine der niedrigſten in England. Weſtmoreland iſt reich an Schiefer, Blei und Kohlen. Die Hauptfluͤſſe ſind der Eden, Lune und Kent. Seine Seen ſind noch beruͤhmter als die Cumberlands; das Wintermeer an ſeiner weſtlichen Grenze iſt der groͤßte See Englands. Appleby mit 2723 E. iſt die Hauptſtadt, aber Kendal mit 10015 E. die groͤßte und durch ſeine Wollenmanufacturen be— ruͤhmt. Die ganze Bevoͤlkerung betrug im Jahre 1831 nur 55041 Seelen. 6) Lancaſhire, an dem Meere gelegen, enthaͤlt im Ganzen 1130240 Acker, von denen ungefaͤhr 850000 angebaut ſind. Die Oberflaͤche iſt ſehr verſchieden. Der Bezirk Furneß iſt rauh und Weſtmoreland aͤhnlich. Laͤngs der Grenze von Yorkſhire trifft man eine große Flaͤche von huͤglichen und moorigen Laͤndereien. Denſel— ben Karakter hat die ganze Strecke Landes von dem Bergruͤcken Blackſtone Edge, weſtlich nach Chorlay. Der ſuͤdliche Theil der Grafſchaft von der Formby Spitze und Liverpool oͤſtlich nach Oldham iſt eine große Ebene mit mehren bedeuteten Mooren. Der Bezirk von Fylde zwiſchen der Lancaſter-Bai und der Muͤndung des Ribble iſt auch flach und verhaͤltnißmaͤßig reich und fruchtbar. Sandiger Lehm und Sand ſind die vorherrſchenden Bodenarten in den nie⸗ drigeren Gegenden und Torf in den Mooren. Das Klima, obgleich vielleicht das feuchteſte in ganz England, iſt mild und geſund. Lan— caſhire verdankt ſeine Beruͤhmtheit, ſeinen Wohlſtand und ſeine ſtarke Bevoͤlkerung den Fabriken und Handel, nicht der Landwirthſchaft, in welcher Hinſicht ſein Ruhm nicht weit her iſt. Die Hauptkorn⸗ fruͤchte ſind Hafer und Weizen, beſonders erſterer. Turnips werden wenig gebaut, dahingegen Kartoffeln mehr, als in einer andern eng— liſchen Grafſchaft, daſſelbe gilt auch von den Moͤhren. Hanf wird 604 Statiſtiſche Notizen. in ziemlicher Menge gewonnen. Die Fruchtfolge iſt etwas barbariſch, wenn man uͤberhaupt das eine Fruchtfolge nennen kann, wenn der Landwirth baut, was ihm ſeine Laune eingibt, oder was er im ge— genwaͤrtigen Augenblick fuͤr das Beſte haͤlt. Und es ſcheint, daß die Fortſchritte im Aufſuchen eines beſſern Syſtems nur gering ſind. Den Paͤchtern iſt entweder unterſagt, mehr als einen beſtimmten Theil ihres Landes auf einmal unter dem Pfluge zu haben, den ſie dann nach ihrem Gefallen benutzen koͤnnen, oder ſie duͤrfen nicht 2 Koͤrnerfruͤchte ſich folgen laſſen, ohne dazwiſchen das Land ein oder mehrere Jahre zu Gruͤnfutter zu benutzen. Das Letztere iſt zwar vorzuziehen, beides aber doch ſchlecht, und daher der groͤßte Theil des Landes unrein und ausgeſogen. Die Entwaͤſſerung iſt ſehr vernachlaͤßigt. Sonderbar iſt es, daß hier, wo doch das Ma— ſchinenweſen ſo ausgezeichnet iſt, das Getreide noch alles mit dem Flegel ausgedorſchen wird, und die Ackerwerkzeuge meiſt von fehler⸗ hafter Bauart ſind. Die meiſten Gegenden von Lancaſhire ſind mit Mergel reichlich verſehen, und der ſtarke Gebrauch deſſelben iſt von beſtem Nutzen geweſen. Ueberhaupt findet man in der Graf⸗ ſchaft mehr Weide⸗ und Milchwirthſchaften, als Feldbau, und bei weitem der groͤßte Theil des Landes wird zu Futterbau oder Gras⸗ land benutzt. Eine ungeheure Maſſe Heu conſumiren die vielen großen Staͤdte, und die zu Bleichen verwendeten Laͤndereien nehmen großen Raum ein. Lancaſhire iſt als das Vaterland der lang— hoͤrnigen Rindviehraſſe bekannt, ſie iſt jetzt aber ſehr mit anderen gekreuzt und vermiſcht und wird ſelten noch rein gefunden. Der kurzhoͤrnige Stamm iſt ſtark eingefuͤhrt worden. Yorkſhire- oder Holderneß⸗Kuͤhe, alle andere an Milchergiebigkeit uͤbertreffend, wer⸗ den vorzugsweis in der Nachbarſchaft großer Staͤdte gehalten, waͤh— rend man in den Kaͤſe⸗ und Butterwirthſchaften in den noͤrdlichen und mittleren Theilen der Grafſchaft meiſt langhoͤrnige Kuͤhe haͤlt. In den Kaͤſewirthſchaften rechnet man im Durchſchnitt jaͤhrlich 2 bis 3 Centner Kaͤſe von einer Kuh, wobei noch etwas Milch und Butter fuͤr die Hauswirthſchaft abfaͤllt. In den ſuͤdlichen Theilen der Grafſchaft haͤlt man wenig Schaafe, deſto mehr aber in den noͤrdlichen und nordweſtlichen Diſtricten. Sie gehoͤren meiſt zu den Haideſchaafen, doch gibt es auch zahlreiche Heerden von South Downs, Cheviots und andern Varietaͤten. Der ganze Beſtand in allen Theilen der Grafſchaft wird auf 310000 Stuͤck geſchaͤtzt, und ihr jaͤhrlicher Ertrag an Wolle auf ungefaͤhr 5800 Packs. Pferde verſchiedener Art werden allenthalben gezuͤchtet, und der Stamm dieſer nuͤtzlichen Thiere iſt ſehr verbeſſert worden. Es gibt einige große Guͤter, im Allgemeinen iſt aber das Eigenthum ſehr vertheilt. Die Ackerpachtwirthſchaften ſind meiſt klein, die Meierei⸗ oder Milch⸗ wirthſchaften dagegen meiſt groß. Die gewoͤhnliche Pachtzeit iſt7 Jahr. Die Gebaͤude ſind meiſt gut. Oft beſtehen die Umhegungen det bifüd Naddn indet Bautod ſt —— — —4 — = — Eifenbahn ze Veh dr 3 dunhits in ſt kunnn mi 1on 8, 1053) Bat ten onder lt Ererpool 24 E. Die T 1336do4 S I 9 0 bch denen m da wit Ein Wüungen, Drinneote v KahK. Naue nachongen Gheſhun hir an das nat pas un der brochen. D ſentrecſt d hoch. D it durh nur 100- e iſt die 1 beſte Irioden, Na ud. T N aer ſin wait Dittſin R Mi. da dohn dos barben nn, wenn vas er in, zeint, di gering ſi n beſtinnt haben, ie duͤrfen rit s Land di Leßtere i der gröft iſſerung iſe h da Mr⸗ às wit dm von ſehler raſhite ſin deſſebb iſ der Gui u, und bi oder Gti⸗ die vielen rr nehmen der lang⸗ anderen n. Der ire- oder ed, vwer⸗ ten, wit noͤrdlich Küͤhe hä Micch un en Theit ber in da ſriſt zu den In Stuth zeſend in ſht, und Pferde Stamm bt einige vertheit der Milh⸗ zeit iſt nhegung⸗ Anhang. 605 oder Einfriedigungen aus roh zuſammengeſetzten Steinwaͤllen. Im Norden findet man einige huͤbſche Waͤlder von Unterholz, aber an Bauholz iſt Mangel. Die durchſchnittliche Landrente iſt 1 Pfund 2 Sch. 5 ¼ Pence vom Acker. In fabriklicher Hinſicht iſt Lanca⸗ ſhire der Hauptſitz der Cattunmanufactur. Es verdankt hauptſaͤch— lich ſeine großen Fortſchritte in Gewerben und Handel ſeinen uner⸗ ſchoͤpflichen Kohlengruben. Die Hauptfluͤſſe ſind: Merſey, Irwell, Ribble, Lune, Wyre ꝛc. Der große Bridgewater Canal und die Eiſenbahn zwiſchen Liverpool und Mancheſter ſind ausgezeichnete Werke der Baukunſt und Speculation. Die wichtigſte Handelsſtadt Lancaſhires und nach London der Hauptſtapelplatz ganz Europas iſt Liverpool mit 165172 E. Die uͤbrigen Staͤdte ſind Mancheſter 187002 E.; Salford oft zu Mancheſter gerechnet, 50810; Oldham 50513; Bolton 43396; Rochdale 41308; Preſton 33871; Aſh⸗ ton under Line 33597; Blackburne 27091; Torteth⸗park, nahe an Liverpool 24067; Wigan 20774; Warrington 18184; Bury 19140 E. Die Bervoͤlkerung der Grafſchaft betrug im Jahre 1831: 1336854 Seelen. II. Grafſchaften an der Grenze von Wales. 1) Cheſhire, vom Meer beſpuͤlt, enthaͤlt 673280 Acker, von denen man ungefaͤhr 620000 auf Ackerland, Wieſen und Wei⸗ den mit Einſchluß der Parks und Luſtgaͤrten; 28600 Acker auf Wuͤſtungen, Haiden, Gemeindelaͤndereien und Waͤlder; 18000 auf Torfmoore und Moraͤſte, und das Uebrige auf Meerſand rechnen kann. Neuerer Zeit wird jedoch des wuͤſten Landes durch Urbar⸗ machungen weniger. Eine Huͤgelreihe laͤuft laͤngs der Oſtgrenze von Cheſhire hin, von Lawton, an der Grenze von Staffordſhire, bis an das nordoͤſtliche Ende; eine andere Reihe erſtreckt ſich von Mal⸗ pas an der weſtlichen Seite bis Frodsham. Letztere iſt oft unter⸗ brochen. Der vorragendſte Theil in ihr iſt der einzeln ſtehende, meiſt ſenkrecht aus der Ebene ſich erhebende Fels von Buſton, 366 Fuß hoch. Der uͤbrige Theil der Grafſchaft, ungefaͤhr des Ganzen, iſt durch ſeine niedrige, ebene Oberflaͤche merkwuͤrdig, indem er ſich nur 100— 200 Fuß uͤber das Meer erhebt. Die Anſicht des Lan⸗ des iſt die einer ausgebreiteten, dicht mit Waldbedeckten Ebene. Der Boden beſteht meiſt aus einem rothen, reichen thonigen oder ſandigen Lehmboden, und iſt mit Ausnahme weniger beſchraͤnkter Strecken Moor und Haide, ungemein fruchtbar. Der Regenfall iſt ſtaͤrker hier als in einem andern Theile Englands, Weſtmoreland und Lanca⸗ ſhire vielleicht ausgenommen, und man kann ſich keinen ſchoͤneren Weidediſtrict denken. Der uͤppige Graswuchs, hervorgerufen durch die Milde und Feuchtigkeit des Klimas, die guͤnſtige Beſchaffenheit des Bodens und den Schutz der Hecken und Baͤume, mit denen 606 Statiſtiſche Notizen. die Felder umgeben ſind, dauert faſt das ganze Jahr hindurch. Man legt ſich daher hauptſaͤchlich auf Milchwirthſchaften. Die Anzahl der in der Grafſchaft zur Milcherzeugung gehaltenen Kuͤhe ſchaͤtzt man auf 92000 Stuͤck. Kaͤſe iſt das Hauptproduct, und ſelbiger iſt nicht blos in ganz England, wo eine ungeheure Maſſe davon conſumirt wird, bekannt und geſchaͤtzt, ſondern auch in dem groͤßten Theil Euro⸗ pas. Angenommen, es gebe jede Kuh im Durchſchnitt 2½ Cntr. Kaͤſe, ſo wuͤrde das jaͤhrliche Product der Grafſchaft an dieſem Ar⸗ tikel nicht weniger als 11500 Tonnen betragen. Die Ackerwirth⸗ ſchaft wird weniger geachtet und iſt betraͤchtlich zuruͤck. Kartoffeln werden viel gebaut, und theils im Lande ſelbſt verbraucht, theils nach Liverpool, Mancheſter und andere Plaͤtze Lancaſhires ge⸗ ſendet. Sie werden gewoͤhnlich in umgebrochnes Weideland gelegt, nach ihnen Hafer und nach dieſem nicht ſelten Weizen oder Gerſte geſaͤet. Die Guͤter ſind meiſt groß, die Pachthoͤfe aber klein; ein großer Theil derſelben hat unter 10 Acker, und nur einer oder zwei haben 350— 400 Acker. Wenn man die unter 10 Acker haltenden ausſchließt, iſt die durchſchnittliche Groͤße derſelben 70 Acker. Die Pachtbedingungen ſind laͤſtig;z es iſt den Pachtern verboten mehr, als einen beſtimmten Theil des Gutes, gewoͤhnlich den dritten Theil, zu beackern, und Wieſen umzubrechen. Ob gleich es in Cheſhire wenig ausgedehnte Waͤlder gibt, ſo hat man doch eine große Menge werthvollen Bauholzes in den Einfriedigungen. Von Punkten, die eine Ausſicht uͤber das Land bieten, erſcheint ſelbiges wie ein großer ununterbrochner Forſt. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 20 Schill. 1¼ Pence vom Acker. Cheſſhire beſitzt große Maſſen des ausgezeichnetſten Mergels, deſſen haͤufige Benutzung viel zur Frucht⸗ barkeit des Landes beigetragen hat. Salz und Kohlen ſind in Menge vorhanden und wird erſteres ſtark ausgefuͤhrt. Die Hauptfluͤſſe ſind der Dee und Weaver, und verſchiedene Canaͤle durchſchneiden, das Land, was ſeiner guͤnſtigen Lage ungeachtet wenig aurslaͤndiſchen Handel hat. Die vornehmſten Staͤdte ſind: Cheſter 21363; Stok⸗ port und Brinnington, 29456; Macclesfield 23129 E. Die Be⸗ leeenn der Grafſchaft betrug bei der letzten Zaͤhlung 334410 eelen. 2) Schropſhire, oder Salop, eine Binnengrafſchaft, ſuͤdlich von Cheſhire, enthaͤlt 829520 Acker, von denen faſt 790000 auf Pflugland, Wieſen und Weiden gerechnet werden. Die Anſicht des Landes bietet viele Verſchiedenheit. Kein Theil der Oberflaͤche iſt ganz eben, nur das große Gefild von Salop oder Shrewsbury zeigt ſich als Ebene. Es erſtreckt ſich von Nord nach Suͤden 30 Meilen und von Oſten nach Weſten 28 Meilen. Der Wrikin⸗hell im Oſten der Ebene, der Bettus, die Stipperſteine, der Longmount und Wenlock ſind die erhabenſten Puncte. Der Boden iſt verſchieden, aber doch meiſt fruchtbar. Im Oſten beſteht er aus einem rothen ſnndige där Mätung dn ſch in guhe in dem iſt dn wiſtihn Weſti, thid Ir Säly b öldn ud nae Qunt i Grſtriſt or en fünli auer Aunltät den di Hacht 38 d bäut ſch n ſihrlch lfer das Etent ſähr dioß, t An da Gre oft hum2 vechſeln ſie Cuun Foreſt getheil, hie i ie Mehtzatl degahen, gewe deine, ſondern ihtt Fwibk. Nach n ir ſpinnen n. pachtet. D contracten a Bezug duf Die zatled 45- 9 3. lin ſich no nicht von Dont ſind uf einet t hirdurche Di Tnze ſühe ſtidtn ſelbige ſir dauon cofin ſen Thei er ſchrit A ſt an dieſn! Die Ackat üͤc. Kaui braucht, t. kaneafhires dideland 9. zen oher G aber keir, tein dher e Atr halender 10 Aä. De wehetn nih en diitten d es in Cffſ ne große ge r Punke wie ein ke betraͤgt! Maſſen l zur Frut ſind in M dauptfluſe ſ ſſchneiden,) F autlindiſt 21353) Eh E. De hlung 309 nſchgft, hn Tooch⸗ die Anſcht eflche it G zu ziigt ) Miilen u A im M. mount i ſt vrſhin einm totte Anhang. 607 ſandigen Lehm, aͤhnlich dem in Cheſhire, im Suͤden iſt eine Miſchung von Thon und Lehm vorherrſchend, und im Weſten findet ſich ein großer Theil tiefen und leichten Bodens. Die Ernte beginnt in dem oͤſtlichen Theile der Grafſchaft um 14 Tage eher, als in dem weſtlichen; dies iſt theils von der groͤßern Hoͤhe des Landes im Weſten, theils auch von der Verſchiedenheit des Bodens herzuleiten. In Salop wird mehr Ackerbau getrieben, jedoch finden ſich auch im Suͤden und Weſten bedeutende Milchwirthſchaften, in denen eine große Quantitaͤt Kaͤſe gemacht wird, den man unter dem Namen von Cheſterkaͤſe verkauft, der dieſem aber nicht an Guͤte gleichkommt. In den huͤgelichen Gegenden wurde ehemals Wolle von beſonders guter Qualitaͤt erzeugt, in den letzten 20 oder 30 Jahren aber ha⸗ ben die Pachter mehr auf Vermehrung der Groͤße der Schaafe und Schwere der Vließe hingezuͤchtet. Der ganze Beſtand der Schaafe belaͤuft ſich auf 420000 Stuͤck, die ungefaͤhr 7000 Packs Wolle jaͤhrlich liefern. Hopfenbau findet ſich an der Grenze von Hereford. Das Eigenthum iſt ſehr verſchieden vertheilt. Einige Guͤter ſind ſehr groß, waͤhrend es auch viele von geringer Ausdehnung gibt. An den Grenzen von Wales trifft man ſehr kleine Pachthoͤfe, die oft kaum 20 Acker halten; aber auf der Oſtſeite der Grafſchaft wechſeln ſie zwiſchen 100— 500 und mehr Acker. Der Diſtrict von Clun Foreſt im Suͤdweſten der Geafſchaft iſt in kleine Freiguͤter getheilt, die in einem Ertrage von 5— 150 Pfund jaͤhrlich variiren; die Mehrzahl gehoͤrt jedoch zu der kleineren Klaſſe. Die Inhaber derſelben, gewoͤhnlich die Eigner ſelbſt, beſchaͤftigen nur wenige Ar— beiter, ſondern verrichten den groͤßten Theil der Geſchaͤfte ſelbſt mit ihrer Familie. Die Landwirthe ſind ſehr betriebſam; ſie arbeiten gleich mit ihren Dienſtleuten, waͤhrend ihre Frauen backen, brauen, ſpinnen ꝛc. Gewoͤhnlich werden die Guͤter von Jahr zu Jahr ver⸗ pachtet. Der Ackerbau hebt ſich; aber bei dem Mangel von Pacht⸗ contracten auf laͤngere Dauer und mit ſonderbaren Bedingungen in Bezug auf die Wirthſchaftsweiſe bleibt er immer noch ſehr fehlerhaft. Die Zahl der auf einanderfolgenden Koͤrnerfruͤchte iſt in den letzten 15—20 Jahren weſentlich vermindert worden, aber nicht ſelten fol⸗ gen ſich noch jetzt 2 Weizenernten. Das hier Geſagte gilt jedoch nicht von der Oſtſeite der Grafſchaft, wo die Guͤter groͤßer ſind. Dort ſind die Paͤchter thaͤtig und unternehmend, und der Ackerbau auf einer hohen Stufe. Turnips werden in Menge und meiſt ge⸗ drillt gebaut; gering iſt der Anbau des Hafers. Das Rindvieh iſt von gemiſchter Raſſe und nicht beſonders. Schweinefleiſch und Speck iſt bei dem Volke ſehr gebraͤuchlich. Einige Farmer halten große Heerden Truthuͤhner. Die Entwaͤſſerungsanſtalten ſind noch theil⸗ weis ſehr mangelhaft. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 17 Schill. 2 Pence vom Acker. Die vorzuͤglichſten mineraliſchen Pro⸗ ducte ſind Eiſen, Kohlen, Blei, Kalk und Sandſtein. Im Jahre 608 Statiſtiſche Notizen. 1830 waren 48 Schmelzoͤfen im Gange, die 73000 Tonnen Eiſen lieferten. Ausgezeichnetes Porzellan und andere Arten von Toͤpfer⸗ waare wird zu Coalport am Severn gefertigt, und bemerkenswerth ſind die Fabriken von Flanell in dieſer Grafſchaft. Der Severn trennt dieſelbe in zwei nicht ſehr ungleiche Theile, die von mehren Ca— naͤlen durchſchnitten werden. Die aͤlteſte eiſerne Bruͤcke Englands, im J. 1777 von Mr. Abraham Darby erbaut, fuͤhrt uͤber den Severn. Die Straßen, fruͤher ſehr ſchlecht, ſind jetzt ſehr verbeſſert. Die vornehmſten Staͤdte ſind: Shrewsbury 21227 E.; Osweſtry⸗ town 8581 E.; Ludlow 5253 E. Die ganze Bevoͤlkerung der Graf⸗ ſchaft belief ſich 1831 auf 222503 Seelen. 3) Herefordſhire, eine Binnengrafſchaft, ſuͤdlich von Sa— lop, enthaͤlt 552320 Acker, von denen man 500000 auf Acker⸗ land, Wieſen und Weiden rechnet. Die Oberflaͤche bietet eine ſchoͤne Abwechslung und iſt mit praͤchtigen Waͤldern geſchmuͤckt. Im Oſten trennen es die Malvern-hills von Glouceſterſhire, im Suͤdweſt die Black⸗Mountains von Breknokſhire. Der Boden zeigt ſich uͤberall reich und fruchtbar. Aber die uͤppigen Waͤlder und die reichen an⸗ geſchwemmten Laͤndereien betruͤgen den oberflaͤchlichen Beobachter, und die Fruchtbarkeit des Bodens iſt im Allgemeinen nicht ſo groß, wie man glaubt. Die Weidelaͤndereien ſind arm, und die Kraͤuter nicht nahrhaft genug. Nichts deſto weniger aber bringt das Land aus⸗ gezeichnete Weizen und Gerſteernten, und iſt wegen ſeines Ciders und ſeiner Wolle beruͤhmt. Hopfenbau iſt an den an Woreeſter⸗ ſhire grenzenden Theilen bedeutend; dort waren im J. 1834 an 12018 Acker Hopfenpflanzungen. Der Grundbeſitz iſt verſchieden vertheilt; es gibt große, mittle und kleine Beſitzungen. Das Ge— ſetz der gleichen Erbvertheilung der Guͤter exiſtirt in einigen Gegen⸗ den, wird aber gewoͤhnlich durch Teſtamente unguͤltig gemacht. Die Farms ſind meiſt groß und die Anzahl der kleinen vermindern ſich; ſie ſind gewoͤhnlich auf ein Jahr verpachtet. Das Land iſt im Ganzen gut bewirthſchaftet, aber in einigen Gegenden die Entwaͤſſe⸗ rung ſehr vernachlaͤßigt. Turnips werden haͤufig angebaut. In einigen Theilen des Landes ſind bedeutende Verbeſſerungen hinſicht⸗ lich der Bewaͤſſerung gemacht worden. Das Herefordſhirer Rind⸗ vieh wird mit Recht ſehr geſchaͤtzt; es maͤſtet ſich leicht, milcht gut und gibt, obgleich an Thaͤtigkeit dem von North Devon nicht gleich kommend, gute Arbeitsthiere; liefert auch vorzuͤgliches Fleiſch und iſt merkwuͤrdig fromm und folgſam. Faſt die Haͤlfte der Pflugarbeit wird durch ſelbiges verrichtet, und ſelbſt ein Theil der Erntefuhren. Die Wolle der Rylandſchaafe, ſo beruͤhmt durch ihre Feinheit, iſt durch die Kreuzung mit den Leiceſters verſchlechtert, das Fleiſch aber weſentlich verbeſſert worden. Im Durchſchnitt hat ſich das Gewicht der Herefordſhirer Vließe, und das Product an Wolle ſeit dem Jahre 1800 faſt verdoppelt. Die Anzahl der Schaafe in der Graf⸗ ——— V V 11o’ Snl 1 Yon fit 310 Wode ſed. Aandſchfte ngionen bi Dar weſliche ganbite ite woiſchen den dwäͤdet. ſhafenhet. ſtin. An eener land öiſtehend, ch iſt theilweis ani Dimme gewact, bedar wſcden dorge Nanäcd S on Vöden, dann dot. witd abern ſicſitſte d Raſſe, uud einer benne und Ürſpr in der M teſihr 175 le des ſaſe wei udan g un aer it ſtiſhe h. taütn. 8 a ſhn Lnndat I 00 Tannan. iten von d d bematenn. Xr Sevrn in von mehren Riice Enge fühtt iht, t ſehr veriſ 7E.; Noßß kerung der ſüͤdlich von⸗ 000 auf bietet eine t uckt. 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Die vor⸗ zuͤglichſten Staͤdte: Hereford 10280 E.; Leominſter 5249 E.; Roß 3078 E. 1831 betrug die ganze Bevoͤlkerung der Grafſchaft 110976 Seelen. 4) Monmouthſhire, eine an der See liegende Grafſchaft, haͤlt 317440 Acker, von denen 270000 Ackerland, Wieſen und Weiden ſind. Die Oberflaͤche zeigt eine große Verſchiedenheit der Landſchaften, von den Wildniſſen und der Erhabenheit der Alpen⸗ regionen bis zu einem reichen und mannigfaltig angebautem Lande. Der weſtliche Theil oder der zwiſchen dem Fluſſe Usk und Glamor⸗ ganſhire iſt meiſt rauh und gebirgig; der oͤſtliche hingegen, oder der zwiſchen den Fluͤſſen Usk und Wye verhaͤltnißmaͤßig eben und gut bewaldet. Der Boden iſt verſchieden, meiſt aber von guter Be⸗ ſchaffenheit. In einigen Gegenden beſteht der Untergrund aus Kalk⸗ ſtein. An der Kuͤſte findet ſich ein ausgedehnter, niedriger und ebener Landſtrich, theils aus einem tiefen, reichen lehmigen Boden beſtehend, theils aber auch aus ſchwarzer Torferde. Dieſe Gegend iſt theilweis der Ueberfluthung der See ausgeſetzt und durch groß⸗ artige Daͤmme geſchuͤtzt. Der Ackerbaubetrieb hat zwar Fortſchritte gemacht, bedarf aber noch vieler Verbeſſerungen. Die Pflugarbeiten werden hauptſaͤchlich von Ochſen verrichtet. Auf Thonboden iſt die Rotation Brache, Weizen, Hafer, Gruͤnfutter, und auf dem ſandi⸗ gen Boden, Turnips, Gerſte, Gruͤnfutter und Hafer; Brache geht dann vor Weizen her, wenn das Land nicht ſehr rein iſt, haͤufiger wird aber noch eimal Weizen nach Hafer geſaͤet. Kalk iſt das haupt⸗ ſaͤchlichſte Duͤngemittel. Das Rindvieh gehoͤrt zu der Herefordſhire Raſſe, und man findet hier ſchoͤnere Thiere davon, als in irgend einer benachbarten Grafſchaft, die ausgenommen, von der ſie Name und Urſprung herleitet. Maulthiere ſind ſtark in Gebrauch, meiſt in der Naͤhe der Bergwerke. Die Anzahl der Schaafe wird auf un⸗ gefaͤhr 175000 Stuͤck geſchaͤtzt, die einen Ertrag von 2000 Pack Wolle des Jahres liefern. Viele Obſtgaͤrten trifft man an, jedoch ſind ſie meiſt von geringem Umfange. Hopfen wird an einigen weni— gen Orten gebaut. Manche Beſitzungen ſind zwar groß, das Eigen⸗ thum aber im Ganzen ſehr vertheilt. Die Groͤße der Farms wechſelt zwiſchen 60— 400 Acker; 140 Acker ſind als das Medium zu be⸗ trachten. Sie werden von Jahr zu Jahr verpachtet und der Mangel an feſten Pachtcontracten iſt ſehr zu beklagen. Die durchſchnittliche kamͤrenie iſt 12 Schill. 9 ¾ Pence vom Acker. De Skraßen, vor 610 Statiſtiſche Notizen. 30 Jahren noch ſehr erbaͤrmlich, ſind jetzt viel verbeſſert, und er⸗ leichtern nebſt Kanaͤlen und Eiſenbahnen den Betrieb der Bergwerke nicht wenig. Eiſen, Kohlen und Kalkſtein ſind in Ueberfluß vor⸗ handen; das Fabrikweſen iſt jedoch unbedeutend. Die Hauptfluͤſſe ſind der Wye, Usk, Munnow und Ebwy. Die Hauptſtaͤdte Pon⸗ tipool 10820 E.; Aberyſtwith 5992 E.; Monmouth 4916 E. 1831 betrug die Bevoͤlkerung der Grafſchaft 98130 Seelen. III. Mittel⸗Grafſchaften. 1) Nottinghamſſßire, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 535680 Acker, von denen ungefaͤhr 470000 auf Ackerland, Wieſen und Wei⸗ den zu rechnen ſind. Die Ebene, durch die der Trent laͤuft und das Thal von Belvoir ausgenommen, iſt die Oberflaͤche des Landes meiſt huͤgelich und uneben, jedoch erreichen die Huͤgel keine bedeu⸗ tende Hoͤhe. An der weſtlichen Seite der Grafſchaft, zwiſchen Not⸗ tingham und Bawtry iſt der Boden meiſt ſandig und kieſig, an der Oſtſeite zwiſchen Burton Joyce und Breckingham findet man einen thonigen Landſtrich. Der Boden der niederen Ebene laͤngs des Trents, Trentbankland genannt, beſteht meiſt aus ſandigem Lehm, und der des fruchtbaren Thales Belvoir aus ſtrengem Lehm. Das Klima iſt trocken und gut. Die Ernte beginnt mit Anfang Auguſt, und iſt Mitte oder Ende Septembers beendet. Der alte Forſt von Sherwood, der Hauptſchauplatz der Thaten Robin Hoods und ſeiner Gefaͤhrten, bedeckte einen großen Theil des ſandigen und kieſigen Landes an der Weſtſeite der Grafſchaft, welche deshalb auch noch der Walddiſtrict genannt wird. Der Forſt dehnte ſich von Notting⸗ ham bis an die Naͤhe von Workſop aus, in einer Laͤnge von un⸗ gefaͤhr 25 Meilen, indem er in der Breite 6—9 Meilen wechſelte. Laͤngſt hat aber ein ordentliches Forſtweſen in ſelbigem auſgehoͤrt, und er enthaͤlt jetzt einige der ſchoͤnſten Parks und Landſitze Eng⸗ lands. Der Ackerbau, wenn auch nicht in allen Theilen der Graf⸗ ſchaft gleich fortgeſchritten, iſt im Ganzen gut. Die gerodeten Wald⸗ laͤndereien liefern ausgezeichnete Ernten von Gerſte und Turnips. Das Trentbankland iſt durch ſeine Haferernten beruͤhmt, indem man dort oft von einem einzigen Acker 10 Quaters erntet, und zwar von der beſten Qualitaͤt. In den noͤrdlichen Theilen der Grafſchaft und in dem Thale Belvoir iſt Weizen die Hauptfrucht; auch Boh⸗ nen, Erbſen und Kohl werden gebaut. Man hat hier eine Art Hafer, provinziell Skegs genannt, der in das ſchlechteſte Land geſaͤet wird und dann etwa 4 Quarters vom Acker; in gutem dagegen wohl 14— 15 Quarters bringt. Sie wird als ausgezeichnetes Pferdefut⸗ ter geſchaͤtzt, mit ungefaͤhr zwei Drittheilen des Preiſes von anderm Hafer bezahlt und waͤchſt, wo nichts ſonſt wachſen will. Hopfenbau findet ſich in den noͤrdlichen Diſtricten, jedoch nur in geringer Aus⸗ dehrung. Strki te viden, te Iabrhnde eet iſ tbit in Fuſdit murn gip cwandn! ſn erebt tuen Echan uf thn 590 1 gaüchtt. 3 ſebicem und utg Miſſen umg fzunn ſin nich Wilb erſtindig. Nande von ſie in R und Sind fin) H. ſojnitten. 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Die Schaafe im Forſtdiſtricte waren von einem kleinen ungehoͤrnten Stamme mit grauen Koͤpfen und Fuͤßen; ſelbiger iſt jetzt aber faſt gaͤnzlich ver⸗ ſchwunden und von den neuen Leiceſters und andern verbeſſerten Raſ⸗ ſen erſetzt worden. Der ganze Beſtand der in der Grafſchaft gehal— tenen Schaafe wird auf 255000 Stuͤck, und ihr Ertrag an Wolle auf etwa 8900 Pack geſchaͤtzt. Einige große, ſchwarze Zugpferde wer⸗ den gezuͤchtet. Der Forſtdiſtrict liefert viel und ſchoͤnes Bauholz. In ſelbigem hat der Herzog von Portland eine große Strecke leichten und untragbaren Waldbodens durch Bewaͤſſerung in ſehr werthvolle Wieſen umgewandelt. Tauben ſind in Maſſe vorhanden. Die Be⸗ ſitzungen ſind theils groß, theils klein. Die Farms meiſt klein und nach Willkuͤhr verpachtet. Die Wirthſchaftsgebaͤude geraͤumig und anſtaͤndig. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 19 Schill. 11 ½ Pence vom Acker. Die Strumpfmanufactur hat einen ihrer Haupt⸗ ſitze in Nottingham, desgleichen die Bobbinetweberei. Kohlen, Kalk und Sandſtein ſind reichlich vorhanden. Der Trent, Idle und Soar ſind die Hauptfluͤſſe; auch wird das Land von mehren Canaͤlen durch⸗ ſchnitten. Die Hauptſtaͤdte: Nottingham 50680 E.; Newark am Trent 9557 E. 1831 betrug die ganze Bevoͤlkerung der Grafſchaft 225320 Seelen. 2) Derbyſhire, eine Binnengrafſchaft enthaͤlt 657920 Acker, von denen 500000 Ackerland, Wieſen und Weiden ſind. Alle die Theile der Grafſchaft, die im Suͤden von Belper liegen, ſind im Gan— zen eben, nordwaͤrts von dieſer Stadt aber erheben ſich Huͤgel, die den Anfang des großen Hauptgebirgszugs ausmachen, der ſich von hier bis an die Schottiſche Grenze erſtreckt. Der nordweſtliche Winkel der Grafſchaft High Peak genannt, iſt voller Gebirge und Moore, und wegen ſeiner Hoͤhlen bekannt, von denen die von Caſtleton die beruͤhmteſte iſt. Die ſchoͤnſten romantiſchen Gegenden findet man aber in den Thaͤlern, die oft ſehr eng und von hohen und ſteilen Felſen umſchloſſen ſind. Der Boden des ſuͤdlichen Theils iſt meiſt ein roͤthlicher Lehm. In den mittleren und oͤſtlichen Theilen trifft man aber jede Verſchiedenheit des Bodens an, in dem High Peak viele große Moore. Das Klima wechſelt nach der Hoͤhe und Lage des Landes, indem es in den hochgelegenen Laͤndereien kalt und rauh, und in den niederen Gegenden und in den Thaͤlern mild iſt. In Derby wird Beides, Ackerbau und Weidewirthſchaft getrieben, jedoch iſt letztere in den noͤrdlichen Gegenden vorherrſchend. Der Ackerbau iſt weit zuruͤck. In den ſuͤdlichen Theilen ſind die Paͤchter beſonders in der Auswahl der Fruͤchte beſchraͤnkt und das Zh iſt dort oft 2 612 Statiſtiſche Notizen. in einem unreinen und erſchoͤpften Zuſtande. Auch fehlt es dort ſehr an gehoͤriger Entwaͤſſerung. Die Hauptkoͤrnerfruͤchte ſind Weizen, Bohnen und Hafer. Im Norden der Grafſchaft iſt Milchwirthſchaft vorherrſchend; es iſt daſelbſt den Paͤchtern ſtreng verboten, Weideland umzubrechen, und dadurch ihr Fruchtbau auf ein kleines Stuͤck Land beſchraͤnkt, das kaum hinreicht, ihr Brot zu erzeugen; ja oft iſt nicht einmal dieſes erlaubt. Hafer iſt die Hauptfrucht in dieſem Diſttrict, und die Hauptnahrung der arbeitenden Klaſſe hat lange Zeit in dem High Peak aus Haferbrot beſtanden. Beim Pfluͤgen ſind die Pferde hinter einander geſpannt, und zwar immer 3 oder 4 vor einem Pflug, der meiſt zwei Raͤder hat. Einer beſonderen Rindviehraſſe hat man nicht den Vorzug gegeben. Einige zuͤchten die langhoͤrnige oder Staf⸗ ford Raſſe lieber, andere wieder die kurzhoͤrnige oder Durham Raſſe, jedoch trifft man die erſte haͤufiger, als die letztere. Eine Kreuzung beider Raſſen iſt ſehr beliebt. Das Hauptproduct der Derbyſhirer Milchwirthſchaften iſt Kaͤſe, und wird ſelbiger ſehr geſchaͤtzt. Ein gewoͤhnlicher Gebrauch iſt es, aus den Molken des aus friſcher Milch bereiteten Kaͤſes noch Butter zu machen. In der Nachbarſchaft von Aſhboura ſind die hauptſaͤchlichſten Milchwirthſchaften, und man ſchaͤtzt die Ausfuhr von Kaͤſe auf jaͤhrlich 2000 Tonnen. Die Moor⸗ ſchaafe waren fruͤher in dem noͤrdlichen Theile der Grafſchaft vorherr⸗ ſchend, allein jetzt hat man ſich andere und groͤßere Arten angeſchafft. Der jetzige Beſtand an Schaafen wird auf ungefaͤhr 360000 Stuͤck geſchaͤtztt, und deren Product an Wolle auf 9000 Pack. Die Pferde von Derbyſhire ſtehen denen von Leiceſter im Range am naͤchſten. Schweine werden in großer Anzahl in den Molkereien gehalten und Eſel trifft man hier mehr, als in irgend einer andern Grafſchaft Englands. Die Landbeſitzungen ſind von verſchiedener Groͤße, einige ſehr groß, die Mehrzahl jedoch klein. Die Farms ſind meiſt klein und mit jaͤhrlicher Aufkuͤndigung verpachtet. Die Wirthſchaftsgebaͤude ſind, wenigſtens in den noͤrdlichen Theile, ſehr beſchraͤnkt. Die durch⸗ ſchnittliche Landrente betraͤgt 18 Schill. 10 ⅜ Pence vom Acker. Hin⸗ ſichtlich des Bergbaues und des Fabrikweſens ſteht Derby ſehr hoch. Man findet Kohlen, Eiſen, Kupfer, Blei, Zink, Gyps und Mar⸗ mor. Fabriken ſind in dieſen Erzen, in Cattun, Seide, Porzellan ꝛc. Die Hauptfluͤſſe ſind der Trent, Derwent, Dove und Rother, und viele Canaͤle befoͤrdern die Schifffahrt. Die Hauptſtaͤdte ſind Derby 23607 E.; Belper 7890 E.; Cheſterfield 5775 E. Die Bevoͤl⸗ kerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 237170 Seelen. 3) Staffordſhire, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 757760 Acker. Der Ueberblick des Landes zeigt eine große Verſchiedenheit. Der noͤrdliche Theil beſteht meiſt aus Moorland. Die Huͤgel ſteigen in dieſem Diſtricte oft bis zu einer Hoͤhe von 1000 Fuß uͤber die Meeresflaͤche empor; ſie beſtehen zuweilen aus angehaͤuften Kies, zu⸗ weilen aus ungeheuren Felſen, um deren Fuß maͤchtige Steinbrocken erſtrut lieg Dſtit un Bodn aud Daur u ane Krin ncin h dn iuße ntik D De bnnif wöhk nuch 1 1 ſcit, v ihe di fonnge deh Boden, und dn. De en ſiht ſta dues und wenn auch dings ſchr ſin die H oben iff fatter, cuf in, 4) Gr in aatibi 4ſ0co ni ni Dardig Grasard. Anbzu vor fer wanden Paiſhieden Nemacht w therund. Erbauung ondere we Gnffund iff eine K oni Herr muct der fn in i dafrdſ ug m oſtangn ith ds a d A 1 c en, Waddln 3 Stüͤt d n oft iſt wite ieſen Ditn e Jeit in m ind die ofe einem Pſ aſſe hat m à oder St⸗ ucham Rſſ kine Krauhn er Derhyſtin geſhät Eir fiſche Mlch tonrſchſt om , und un . Da Nar ſſchft dehr ten angitft 60000 dt Die h ꝛm niche ehalten un Graſſchie räͤße, eini d mäiſt kli ſchaftegbän . D' durg⸗ Nc. Hi⸗ vyy ſchr doc s und Nr „Jorſelin Rother, u te ſind D Die Tn beh. äͤlt Turl erſchedenti dugel fin uß über W n Kis, A' Stinbrocn Anhang. 613 zerſtreut liegen. Mit Ausnahme einiger ſchoͤner Thaͤler iſt dieſer ganze Diſtrict unfruchtbar kalt und rauh. An einigen Stellen beſteht der Boden aus Torf, an andern aber, beſonders zwiſchen den Fluͤſſen Dove und Churnet iſt er von beſſerer Qualitaͤt und entſprießen ihm gute Kraͤuter. In den mittlern und ſuͤdlichen Theilen der Grafſchaft wechſeln Huͤgel mit ebenen Laͤndereien auf das Angenehmſte ab. In dem aͤußerſten ſuͤdlichen Winkei bilden große Eiſenwerke den Haupt⸗ anblick. Das Thal des Trent iſt beſonders fruchtbar und ſchoͤn. Die Cannock Haide im Weſten der Geafſchaft iſt die bei weitem groͤßte noch uͤbrig gebliebene wuͤſte Strecke Landes. Sie enthaͤlt un⸗ gefaͤhr 28000 Acker. Das angebaute Land wird auf 600000 Acker geſchaͤtzt, von denen man 100000 auf Wieſen und Weiden, das andere auf Pflugland rechnet. Von letzterem ſind etwa 200000 Acker ſtrenger Lehm, 200000 Acker kieſiger oder ſandiger Lehm und kalkiger Boden, und 100000 Acker leichter Sand, kieſiger oder anderer Bo⸗ den. Die Luft iſt ſcharf und kalt und, beſonders im Norden, findet ein ſehr ſtarker Regenfall ſtatt. Stafford iſt mehr ein Land des Berg⸗ baues und der Fabriken, als des Ackerbaues. Jedoch iſt letzterer, wenn auch nicht ſo weit vorgeſchritten als er es ſein koͤnnte, neuer⸗ dings ſehr verbeſſert worden. Weizen, Hafer, Bohnen und Gerſte ſind die Hauptkornfruͤchte. Die gewoͤhnliche Rotation auf dem Thon⸗ boden iſt: 1) Brache, 2) Weizen, 3) Bohnen, 4) Hafer, 5) Gruͤn⸗ futter; auf den leichteren Bodenarten 1) Turnips, 2) Gerſte, 3) Wei⸗ zen, 4) Gruͤnfutter, 5) Hafer. 1813 waren von den 600000 Ackern cultivirten Landes 54000 mit Weizen, 36000 mit Gerſte, 45000 mit Hafer, 15000 mit Bohnen, Erbſen und Wicken, 17000 mit Turnips beſtellt, 33000 Acker Weizenbrache und das uͤbrige Grasland. Seitdem hat ſich aber die Brache ſehr vermindert, der Anbau von Bohnen und Turnips ſehr vermehrt. Gerſte und Ha⸗ fer werden ſeitdem auch weniger, Weizen dagegen mehr angebaut. Verſchiedene bedeutende Verbeſſerungen ſind in den letzten 20 Jahren gemacht worden, beſonders auf den Beſitzungen des Herzogs von Su⸗ therland. Derſelbe hat große Summen auf Entwaͤſſerungen, auf die Erbauung neuer, bequemer und ſchoͤner Farmhaͤuſer, und auf andere weſentliche Verbeſſerungen verwendet. Meiſt zuͤchtet man in Stafford die langhoͤrnige Rindviehraſſe; in letzter Zeit hat man aber oft eine Kreuzung mit den kurzhoͤrnigen unternommen, ſo daß jetzt ganze Heerden von letzterer Raſſe angetroffen werden. Das Haupt⸗ product der bedeutenden Milchwirthſchaften iſt Kaͤſe, der dem von Cheſhire und Derbyſhire nichts nach gibt. Die Anzahl der Schaafe in Staffordſhire wird auf 187000 Stuͤck geſchaͤtzt, und deren Er⸗ trag an Wolle auf 3500 Pack. Das Einkommen von den Land⸗ beſitzungen wechſelt je nach ihrer Groͤße von 10000 Pfd. St. jaͤhr⸗ lich bis auf 40 Schilling. Farms gibt es von aller Groͤße, von 25 bis zu 500 Ackern; jedoch nimmt die Zahl der kleineren ab. 614 Statiſtiſche Notizen. Pachtcontrakte auf laͤngere Zeit werden haͤufig eingegangen, aber die groͤßere Zahl der Farms wird noch nach Willkuͤhr verpachtet. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 20 Schilling vom Acker.— Kohlen, Eiſen und Kalk werden in großer Menge gefunden, und das Land iſt durch ſeine Toͤpfer und Eiſenwaaren beruͤhmt. Die Hauptfluͤſſe ſind der Trent, Dove und Stour. Auch Canaͤle durchſchneiden das Land. Die vornehmſten Staͤdte ſind: Lichfield, 6499 E.; Wolver⸗ hampton 24732 E.; Bilſton 14492 E.; Newcaſtle under Lyne 8192 E.; Stafford 6956 E.; Burslem 10250 E. Die Bevol⸗ kerung der Grafſchaft belief ſich im J. 1831 auf 410485 Seelen. 4) Leiceſterſhire, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 515840 Acker, von denen 480000 Pflugland, Wieſen und Weiden ſind. Die Oberflaͤche iſt verſchieden und uneben. Jedoch erreichen die Huͤgel, ausgenommen in dem Charnwood⸗Forſtdiſtrict, keine anſehnliche Hoͤhe, ſondern ſind nur flach und ſanft erhaben. Einige Gipfel be⸗ ſtehen aber dennoch aus unfruchtbaren Felſen. Der Boden iſt meiſt ein ſtrenger bindiger, mit unter auch ein ſandiger Lehm und dem Graswuchs vorzuͤglich guͤnſtig. Die Wieſen und Weiden ſind daher ausgezeichnet, und uͤberhaupt mehr Land mit Gras bedeckt, als unter dem Pfluge. Leiceſterſhire iſt wegen ſeiner Pferde, ſeines Rindviehs und ſeiner Schaafe beruͤhmt. Selbige wurden alle, beſonders aber Rindvieh und Schaafe, durch die Geſchicklichkeit und ausdauernden Bemuͤhungen des beruͤhmten Mr. Robert Bakewell zu Diſhly, unweit Loughborough außerordentlich verbeſſert. Eine merkwuͤrdige Thatſache iſt es aber, daß der noch vor wenig Jahren ſo beruͤhmte Diſhly⸗Stamm des langhoͤrnigen Rindviehs jetzt faſt verloren ge— gangen iſt, und im Verhaͤltniß ſehr wenige Individuen von ſelbigem noch in ſeinem Mutterlande gefunden werden. Der alte Stamm hat ſeinen Platz wieder eingenommen oder, wo dieſes nicht der Fall iſt, hat man die verbeſſerte, kurzhoͤrnige Raſſe vorgezogen. Der Ackerbau hat ſich keiner ſo großen Verbeſſerungen zu erfreuen gehabt, wie die Viehzucht; jedoch wird das Land im Ganzen rein und in gutem Stande erhalten. Mit Gerſte wird eine groͤßere Flaͤche beſaͤet, als mit irgend einem andern Getreide, aber es werden auch Weizen, Ha⸗ fer und Bohnen im Großen angebaut und ſchoͤne Ernten von ſelbi— gen gewonnen. Auf dem Thonboden iſt die Rotation: 1) Brache, 2) Weizen, 3) Bohnen; auf dem lehmigen Boden: 1) Turnips, 2) Gerſte oder Hafer, 3) Gruͤnfutter, 4) Weizen. Der unter dem Namen Stilton bekannte fette und milde Kaͤſe wird in dieſer Graf⸗ ſchaft hauptſachlich bereitet, und zwar beſonders in der Gegend von Melton Mowbray. Außer dieſem wird jedoch noch viel guter Kaͤſe anderer Art gemacht, und man ſchaͤtzt das ganze Product der Graf⸗ ſchaft an Kaͤſe auf 1500 Tonnen jaͤhrlich. Die Schaafe in Leieeſter⸗ ſhire ſind theils von dem alten Leiceſter⸗ theils von der neuen Lei⸗ ceſter- oder Diſhly⸗Raſſe, theils auch von dem Charnwood oder V V Fufimm Anyol d m Püle Si ſid 1 kergt. 1 Driffdetbe urtſcit Kazn, Ci ibrilit d ckeren. auär fienhät d ie Griſch Mitte der inz Dir pfed du ſuchm, Liaſter Prrälkeru 59 4 ſpd. De rin, und llüchen T Kühe w ſims d und Far rente ber lauft lin Soar m Bevöleer 6) Acu, b werhen. tinxei id terr⸗ tiſin. N chaber Dangit de und udn. T ſhffmhe igen, ain erpachet, 8. ter.— gahe und de de Haunhi thſchneiden E. 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Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 27 Schill. 2 ¾¼ Pence vom Acker. Kohlen, Eiſen, Blei, Kalk, Schiefer liefert das Mineralreich. In fabriklicher Hinſicht iſt Leiceſterſhire der Hauptſitz der Wollenſtrumpf⸗ wirkereien. Auch wird hier ſehr viel Malz bereitet. Der vornehmſte Fluß iſt der Soar; auch mehre Kanaͤle trifft man. Wegen der Offenheit der Gegend und anderer dazu guͤnſtiger Umſtaͤnde eignet ſich die Grafſchaft vorzuͤglich zur Jagd, und Melton⸗-Mowbray, in der Mitte der dazu beſonders auserſehenen Gegend, des ſogenannten Spor⸗ ting Diſtricts, beſitzt zu dem Ende Anſtalten, eine große Menge Pferde aufzunehmen, wimmelt auch waͤhrend der Rennzeit von Be⸗ ſuchern, ſowohl Fremden als Einheimiſchen. Die Hauptſtaͤdte ſind: Leiceſter 39433 E.; Loughborough 10800 E.; Hinkley 6468. Die Bevoͤlkerung der Graſſchaft belief ſich 1831 auf 197003 Seelen. 5) Rutland, die kleinſte der engliſchen Grafſchaften, enthaͤlt 95360 Acker, von denen 90000 Pflugland, Wieſen und Weiden ſind. Die Oberflaͤche bietet freundliche Abwechslung, die Luft iſt rein, und der Boden faſt uͤberall lehmig und fruchtbar. In dem weſtlichen Theile der Grafſchaft wird mehr Weidewirthſchaft, in dem oͤſtlichen mehr Ackerbau getrieben. Es iſt vorzuͤglich beruͤhmt wegen ſeines Weizens, Kaͤſes und ſeiner Schaafe. Die Grundbeſitzungen und Farms ſind von verſchiedener Groͤße. Die durchſchnittliche Land— rente betraͤgt 20 Schill. 9 ½ Pence vom Acker. Der Fluß Welland laͤuft laͤngs der ſuͤdoͤſtlichen Grenze, und ein Canal verbindet den Fluß Soar mit der Hauptſtadt der Grafſchaft, Okeham 2440 E. Die Bevoͤlkerung des Laͤndchens betrug im J. 1831 an 19385 Seelen. 6) Northamptonſßhire, eine Binnengrafſchaft enthaͤlt 650240 Acker, von denen 580000 auf Acker, Wieſen und Weiden gerechnet werden. Der Anblick des Landes bietet viele Verſchiedenheit und Schoͤnheit. In den meiſten Gegenden wechſeln wellenfoͤrmige Huͤgel und terraſſenaͤhnliche Abhaͤnge mit wohl gewaͤſſerten Thaͤlern. Die hoͤchſten Huͤgel ſind in dem ſuͤdlichen Theile der Grafſchaft, allein der erhabenſte Gipfel erreicht nur eine Hoͤhe von 800 Fuß uͤber die Meeresflaͤche. Der Boden iſt verſchieden, meiſt aber reich und frucht— bar und beſteht hauptſaͤchlich aus den verſchiedenen Arten von Lehm— boden. Der bei weitem groͤßte Theil iſt von ſtrenger und ſchwerer Be— ſchaffenheit, und wohlgeeignet zum Anbau von Weizen und Bohnen; 616 Statiſtiſche Notizen. jedoch trifft man auch einen großen Theil von leichterer Art an, doch wenig ſteifen Thon und ſcharfen Sand. Eine vorzuͤgliche Tugend des Bodens iſt ſeine Tiefe und die trockne, durchlaſſende Natur des Untergrundes, der haͤufig aus Kalk beſteht. Im Nordoſten der Graf⸗ ſchaft findet man einen bedeutenden Strich Marſchland, und laͤngs des Wellands und des Nene mehre ſehr ſchoͤne natuͤrliche Wieſen. Das Klima iſt gut und geſund und die Zahl von Landſitzen groͤßer als in irgend einer andern Grafſchaft. Northampton theilt ſich faſt gleich in Weide⸗ und Ackerwirthſchaft. Letztere iſt nicht ſehr vor⸗ geſchritten. Die Rotation auf dem Lehmboden iſt 1) Turnips, 2) Gerſte, 3) Gruͤnfutter, 4) Weizen. Das Land iſt meiſt rein und in gutem Stande. Die Hauptkoͤrnerfruͤchte ſind Weizen, Gerſte und Hafer. Der durchſchnittliche Ertrag des Weizens iſt 3— 4 Quarter vom Acker. Wird er auf die Brache geſaͤet, ſo pflegt man ihn ſtets einzuackern. Bohnen und Turnips werden in großer Menge erzeugt. Das angebaute Land wird ungefaͤhr folgender Maßen benutzt: 60000 Acker tragen Weizen; 3000 Roggen, 33000 Gerſte, 30000 Bohnen, 24000 Hafer, 15000 Erbſen und Wicken, 30000 Futtergewaͤchſe; 30000 Acker liegen Brache und das uͤbrige iſt Grasland, Klee und anderes Gruͤnfutter mit eingeſchloſſen. Dieſe Angabe iſt indeß nicht als ganz genau anzunehmen, ſondern deutet nur das ungefaͤhre Ver⸗ haͤltniß an, in dem die genannten Fruͤchte gebaut werden. Nort⸗ hampton iſt weniger durch ſeine Viehzucht beruͤhmt; aber eine große Anzahl von Rindvieh wird in andern Gegenden angekauft und hier fuͤr den Londoner Markt gemaͤſtet, wohin jaͤhrlich 15000— 16000 Stuͤck geſendet werden. Die langhoͤrnige war fruͤher die einzige Raſſe, deren Aufzucht man einige Aufmerkſamkeit ſchenkte, jetzt faͤngt man jedoch an die kurzhoͤrnigen einzufuͤhren. Im Suͤdweſten der Graf⸗ ſchaft trifft man bedeutende Molkereiwirthſchaften. Schaafzucht iſt ein Hauptgegenſtand der Northamptonſhirer Farmer, und zwar zuͤchtet man einen durch Kreuzung entſtandenen langwolligen Stamm. Die Anzahl der Schaafe ſchaͤtzt man auf ungefaͤhr 640000 Stuͤck, die jaͤhrlich 16000 Pack Wolle liefern. Pferde, vorzuͤglich von einem großen, ſchwarzen Schlage, werden viel gezogen. Man ſchaͤtzt die Anzahl der zur Arbeit und zum Vergnuͤgen gehaltenen Pferde auf 20000. Da man aber in dieſer Grafſchaft nicht ſelten 5 Pferde in einem Geſpanne ſieht, ſo wuͤrde ihre Anzahl mit Vortheil zu ver— ringern ſein. Die Grundbeſitzungen ſind meiſt groß, aber es gibt nur wenige große einzelne Wirthſchaften. Die durchſchnittliche Groͤße der uneingefriedigten Farms iſt gewoͤhnlich 130 Acker, die der einge⸗ friedigten wechſelt von 180 bis 200 Ackern. Man befaßt ſich jedoch neuerer Zeit viel mit deren Vergroͤßerung. Sie werden gewoͤhnlich von Jahr zu Jahr verpachtet, eine Art und Weiſe, die ohne Zwei⸗ fel viel dazu beitraͤgt, daß die Wirthſchaftsweiſe ſtets dieſelbe bleibt. Die Wirthſchaftsgebaͤude ſind mit Ausnahme der in neuerer Zeit ecbautn, n fern und b mit Sunh lingö N ſtiit in di bom Tad 1 ffinter na Thil ds! mähr Bu luw. d usgenommen Sthuhwante Lendone N ſungm n dn ſe. 4 berough 55 Gaſſchft )* mihält 57 Wiffen un von Wem jtzt einihen Noren unn (un 90 3 in ömun ud Wde dn d Graalande 85000 T Ackr kün nutt. 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Dies iſt offenbar nachtheilig und man meint daher mit Recht, daß der zehnte Theil des Waldbodens, wohl eingezaͤunt und gegen Frevel geſchuͤtzt, mehr Bauholz liefern wuͤrde, als das Ganze bei der jetzigen Behand⸗ lung. Die mineraliſchen Producte ſind, Kalkſtein und Schiefer etwa ausgenommen, von geringer Bedeutung, desgleichen das Fabrikweſen. Schuhwaaren werden in großen Quantitaͤten fuͤr die Armen und den Londoner Markt gefertigt. Die Fluͤſſe Nene, Ouſe, Welland ent⸗ ſpringen in dieſer Grafſchaft und mehre bedeutende Canaͤle durchſchnei⸗ den ſie. Die Hauptſtaͤdte ſind: Northampton 15351 E.; Peter⸗ borough 5553 E.; Wellingborough 4688 E. Die Bervoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 179276 Seelen. 7) Warwickſhire, liegt faſt in der Mitte von England und enthaͤlt 574000 Acker, von denen ungefaͤhr 500000 als Pflugland, Wieſen und Weiden benutzt werden. Der noͤrdliche und groͤßte Theil von Warwickſhire war fruͤher ein ausgedehnter Forſt und hat noch jetzt einigermaßen ſeinen alten Karakter, indem man ihn mit Haiden, Mooren und Gehoͤlz uͤberſtreut erblickt. Erſtere ſind jedoch in den letzten 30 Jahren ſehr vermindert worden. Der ſuͤdliche Theil iſt im Ganzen ſehr fruchtbar. Man ſchaͤtzt den von natuͤrlichen Wieſen und Weiden eingenommenen Flaͤchenraum auf 235000 Acker, und den des angeſaͤetem Graslande auf 60000 Acker, die ganze Flaͤche des Graslandes alſo auf 295000 Acker. Davon werden 80000 bis 85000 Acker Wieſen jaͤhrlich zu Heu gehauen, 10000 bis 15000 Acker kuͤnſtliches Grasland gruͤn verfuͤttert, das uͤbrige als Weide be⸗ nutzt. Molkerei nnd Maſtung werden mit gleich gluͤcklichern Erfolg betrieben. Die langhoͤrnige Rindviehraſſe wird zur Milchbenutzung vorgezogen; der durchſchnittliche Ertrag einer Kuh an Kaͤſe betraͤgt ungefaͤhr 2 ¾ Cntr. Kurzwollige Schaafe ſind gaͤnzlich aus der Graf⸗ ſchaft verbannt. Der Beſtand an Schaafen belaͤuft ſich auf 342000 Stuͤck, und die davon gewonnene Wolle auf 8600 Pack. Der Acker⸗ bau erfreut ſich keiner ſolchen Einſicht, wie die Viehzucht, und iſt in einigen Gegenden ſehr zuruͤck. Weizen, Gerſte, Hafer und Bohnen baut man in großer Ausdehnung. Erſterer wird meiſt ge⸗ drillt, und es iſt daher ſehr ſonderbar, daß die Turnips breitwuͤrfig geſaͤet werden. Bohnen werden gewoͤhnlich geſteckt, gedibbelt. Der Gebrauch des Obenaufduͤngens findet man hier oͤfter angewendet, als in anderen Grafſchaften. Die Beſitzungen ſind von verſchiedener Groͤße, einige ſehr groß, andere klein. Die Farms wechſeln von 80 618 Statiſtiſche Notizen. bis zu 500 Acker. Die Anzahl der kleineren iſt aber ſo uͤberwiegend, daß die durchſchnittliche Groͤße nur auf 150 Acker angenommen wer⸗ den kann. Die alten Koppeln(eingefriedigten Stuͤcke) halten im Durch⸗ ſchnitte 10, die neuen 15 Acker. Pachtcontracte ſind ungebraͤuchlich und die Farms werden meiſt von Jahr zu Jahr verpachtet. Die Pachter ſind gehalten, die Zahl von drei Koͤrnerernten nach einer Bra⸗ che nicht zu uͤberſteigen; hinſichtlich des Weizenbaues findet jedoch keine Beſchraͤnkung ſtatt. Die durchſchnittliche Landrente belaͤuft ſich auf 22 Schilling 5 ½ Pence vom Acker. Über die Wirthſchafts⸗ gebaͤude laͤßt ſich wenig Gutes ſagen. Das Mineralreich liefert Koh⸗ len und die Fabriken ſtehen auf einer hohen Stufe. Birmingham iſt der Haupſitz der Eiſenwaarenmanufactur. Die Hauptfluͤſſe ſind: Avon, Tame, Alne und Leam. Kanaͤle, und eine Eiſenbahn von London nach Birmingham, und von da nach Mancheſter befoͤrdern die Verbindung. Die Hauptſtaͤdte ſind Birmingham 146986 E.; Coventry 27070 E.; Warwick 9169 E.; Stratford⸗ on⸗ Avon, der Geburtsort Shakespeares 3488 E. 1831 betrug die Bevoͤlkerung der Grafſchaft 336988 Seelen. 8) Worceſterſhire, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 462720 Acker, von denen ungefaͤhr 400000 zum Betrieb der Landwitthſchaft benutzt werden. Die Oberflaͤche zeigt eine ſchoͤne Abwechslung. Von den Huͤgeln erreichen die Bredon-Hills eine Hoͤhe von 900 Fuß. Die Thaͤler von Worceſter und Evesham oder richtiger die des Se— vern und Avon, vorrzuͤglich letzteres, ſind uͤberaus fruchtbar und an⸗ muthig; in vielen Theilen aber, beſonders an der Oſtſeite der Graf⸗ ſchaft iſt der Boden kalt und arm. Außer fettem Vieh und Milch— producten liefert Woreeſterſhire eine große Menge feiner Wolle, Hop— fen, Äpfel und ausgezeichneten Cider. Der Ackerbau iſt hier in ſehr vernachlaͤßigtem Zuſtande. Das Syſtem iſt ein ſchlechtes, die Rotation beſchraͤnkt ſich faſt nur auf Koͤrnerfruͤchte, und mit der Entwaͤſſerung gibt man ſich auch keine Muͤhe, obſchon viele naſſe Laͤndereien vor⸗ handen ſind. Das Pfluͤgen wird nicht ſonderlich ausgefuͤhrt und die ganze Wirthſchaftsweiſe kann nur nachlaͤßig genannt werden.— Im Jahr 1834 waren 1849 Acker mit Hopfen bepflanzt. Das Grund⸗ eigenthum iſt verſchieden vertheilt. Die Farms ſind jedoch meiſt klein. Die durchſchnittliche Landrente belaͤuft ſich auf 22 Schilling 4 Pence vom Acker. Kohlen und Salz ſind die wichtigſten mineraliſchen Pro⸗ ducte. Die Fabriken liefern lederne Handſchuhe, Eiſenwaaren, Glas, Teppiche ꝛc. Die Hauptfluͤſſe ſſind: Severn, Avon, Tame. Die vornehmſten Staͤdte: Worceſter 18610 E.; Dudley 23043 E.; Kidderminſter 20865 E.; Stourbridge 6148 E. 1831 war die Be⸗ voͤlkerung der Grafſchaft 210356 E. 9) Glouceſterſhire, vom Severn Kanal beſpuͤlt, enthaͤlt 805120 Acker, von denen 750000 als Pflugland, Wieſen und Wei⸗ den benutzt werden. Es wird von Natur in drei Diſtricte getheilt, V den Cott ariit man baföt ven Stti der Pſf den dm k Inmrrnuch Kaſeft f die Mib⸗ der Gatäud ir in- in, 6 di mühli ghaut d Emnte, 1 iſt auch d 6-7 R ſin Lnde ſen Wieſe keſter un gwiſen; dann das Uachothun 3 Viſ 9 Uce, ſcgiten ber Vn W detn T) aſter bee kereien g auf ihre 44 Cat A Ah Cotswole ange K. Folge de anze An Fück un dan He Maren Al un mn ziiße utäte nan ſet wid. 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Die Milde des Klimas in der Thalgegend iſt bemerkenswerth, in den Cotswolds jedoch iſt die Luft ſcharf und kalt. Ungefaͤhr 300000 Acker ſind Ackerland, der Ackerbau iſt aber nicht ſehr vorgeſchritten. Weizen, Gerſte, Hafer und Bohnen ſind die Hauptkoͤrnerfruͤchte. Die nachlaͤſſige Art, auf welche ein großer Theil des Thallandes an⸗ gebaut wird, verurſacht den Verluſt einer Ernte bei drei oder vier Ernten, wegen Uebermaaßes der Brache, und aus demſelben Grunde iſt auch das Land nicht rein. Man ſieht in dem Thale nicht ſelten 6— 7 Pferde in einem Geſpanne, und eine große Flaͤche des ſchoͤn⸗ ſten Landes als Wieſe, Weide und Baumgarten liegen. Die ſchoͤn⸗ ſten Wieſen befinden ſich an dem Ufer des Severn unterhalb Glou⸗ ceſter und werden durch Daͤmme vor Ueberſchwemmung geſchuͤtzt. Zu gewiſſen Zeiten jedoch uͤberſchwemmt man das Land freiwillig, und wenn dann das Waſſer ſchnell wieder verlaͤuft, iſt ſein Einfluß auf das Wachsthum der Kraͤuter außerordentlich, ſo daß man nicht ſelten auf dieſen Wieſen einen Heuertrag von 2— 2½ Tonnen in einem Schnitt vom Acker erhaͤlt. Glouceſterſhire iſt lange wegen ſeiner Milchwirth⸗ ſchaften beruͤhmt geweſen, von denen man die vorzuͤglichſten in dem Thale von Berkeley antrifft. Selbige erzeugen den groͤßten und beſten Theil des unter dem Namen doppelten und einfachen Glou⸗ ceſter bekannten Kaͤſes. Alle Arten von Rindvieh werden in den Mol— kereien gehalten, indem man weniger auf Schoͤnheit der Thiere, als auf ihre Milchergibigkeit ſieht. Eine gute Kuh gibt jaͤhrlich 3 ½ bis 4 ½ Entr. Kaͤſe, ſo daß der durchſchnittltche Ertrag einer Molkerei von 20 Kuͤhen auf 4 Tonnen angenommen werden kann. Das den Cotswoldhuͤgeln eigenthuͤmliche Schaaf iſt groß und liefert eine grobe lange Kammwolle;z jedoch iſt der reine Stamm nur noch ſelten, in Folge der Vermiſchung mit neuen Leiceſters, South Downs ꝛc. Die ganze Anzahl der Schaaſe in der Grafſchaft betraͤgt ungefaͤhr 550000 Stuͤck und deren jaͤhrliches Product an Wolle 15000 Pack. Cider iſt ein Haupterzeugniß der Grafſchaft. Bei faſt jedem Farm iſt ein Obſtgarten; aber nur an den Abhaͤngen der Huͤgel, und in dem Thal⸗ und Forſtdiſtrict wird Cider zum Verkauf gemacht. Der am hoͤchſten geſchaͤtzte Cider, Styre genannt, wird beſonders an den weſtlichen Ufern des Severn gewonnen. Er iſt ſtark und, wenn er jung, ſehr herbe, ſo daß er erſt durch mehrjaͤhriges Liegen genießbar wird. Das Grundeigenthum iſt ſehr vertheilt. Es gibt Beſitzungen 620 Statiſtiſche Notizen. die einen jaͤhrlichen Ertrag von 10000 Pfd. St. bis auf 5 Pfd. St. und noch weniger abwerfen. Man findet wohl einige große im Gange aber mehr kleine Wirthſchaften. Ihr Pacht mag im Durchſchnitt 200 bis 400 Pfd. St. des Jahres betragen. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 20 Schilling vom Acker. Eiſen, Kohlen, Blei und Kalkſtein liefert der Bergbau, die Fabriken, die hier von Be⸗ deutung ſind, hingegen feines breites Tuch, Zinn-, Kupfer-, Eiſen— waaren, Glas, Seife, raffinirten Zucker ꝛc. Die vorzuͤglichſten Fluͤſſe ſind: Severn, Wye, Upper und Lower Avon, Thames oder Iſis ꝛe. Die Cotswoldhuͤgel bilden die Waſſerſcheide zwiſchen der Thames und dem Severn. Mehre Kanaͤle und Eiſenbahnen durchſchneiden das Land. Die Hauptſtaͤdte ſind: Briſtol 103886 E.*), Cheltenham 22942 E.; Stroud 8607 E.; Glouceſter 11933 E.; Tewkesbury 5780 E. Die ganze Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich im J. 1831 auf 386904 Seelen. 10) Orfordſhire, eine Binnengrafſchaft von ſehr unregel⸗ maͤßiger Form, enthaͤlt 483840 Acker, von denen ungefaͤhr 400000 Ackerland, Wieſen und Weiden ſind. Die Oberflaͤche iſt ſehr uneben und hoch. Der Boden in dem noͤrdlichen Winkel der Grafſchaft be⸗ ſteht meiſt aus einem rothen, fruchtbaren und tiefen Lehm; der in den mittleren Theilen iſt verhaͤltnißmaͤßig unfruchtbar, indem er ſich meiſt ſeicht, ſandig oder kieſig und arm zeigt, beſonders in der Wich⸗ woodforſt genannten Gegend. Laͤngs der Iſis und andern Fluͤſ⸗ ſen jedoch findet man große Flaͤchen ſchoͤnen Wieſenlandes. Der ſuͤd⸗ liche Theil enthaͤlt die Chiltern Huͤgel, und hier iſt der Boden ſehr verſchieden;z der magere und kalkige aber vorherrſchend. In dem groͤß⸗ ten Theil von Orfordſhire wird Ackerbau getrieben, ſelbiger hat jedoch keine großen Fortſchritte gemacht. Einige weſentliche Verbeſſerungen ſind zwar in den letzten 30 Jahren eingefuͤhrt worden, aber dennoch iſt die Wirthſchaftsweiſe in mancher Hinſicht noch mangelhaft. Sein Hauptaugenmerk richtet der Farmer auf ſeine Gerſte, als auf eine Frucht, die, vorzuͤglich in dem noͤrdlichen Theile der Grafſchaft, ſehr reichliche Ernten gibt, oft 6 bis 7 Quarter vom Acker. Die hieſige Gerſte wird zum Behufe des Malzens jeder andern gleich, wenn nicht hoͤher geſchaͤtzt, und große Quantitaͤten Malz gehen von hier auf den Londoner Markt. Turnips werden in den meiſten Theilen der Graf⸗ ſchaft gebaut. Die gewoͤhnliche Rotation iſt: 1) Turnips, 2) Gerſte, 3) und 4) Gruͤnfutter, 5) Weizen. Molkereiwirthſchaft iſt ein Haupt⸗ betriebszweig und wird beſſer verſtanden als die Ackerwirthſchaft. Das Hauptproduct iſt Butter. Schaafe gibt es von verſchiedenen Staͤm— men; jedoch haͤlt man jetzt faſt nur langwollige. Die Anzahl der— ſelben wird auf 300000 Stuͤck geſchaͤtzt und ihr Wollertrag auf 6300 *) Bedminſter in Somerſetſhire bildet eine Vorſtadt von Briſtol und hat 13130 E., ganz Briſtol alſo 117016 E. Pod. bc meiſt kine u 14 3 ſcaftaiſ abet aft 9. erchixlin⸗ ſim nhe nate betri Aker von die doeif uin Ahls ſch de dger Hig Bodenarte und Kies Mfe let ſuchen nur daß Land 9 die Ente de känen. D m w und falge ander. 2 dung der Wiſen i theils, u nutt. dr Hau nen kͤh inmerwat dut, und ddiſer G h undo n Ved tin faͤe lins jan auf 5 c m Dutſcz durcjſtrit Kohle, R hir un d dupfe⸗ Ein gglicſten di g oder Iſ, „Thamesu ſchneiden „Cheltene 5 Teweir üf ſch in ſähr urge führ 40000 ſt ſehr wede Graſſchft de dehm; drn „indem drſi in der Ui andern i 5. Derſ Boyöen zn dem gr et hat jenn aber deneh gelhoft En als uf en rafſtcſ, ſi . Di hiſſe c, wem ii hier auf ien der b 6, 2) G3 ſſt ein hu⸗ hſchef. d denen Süir Anzahl de g auf 6300 Priftl und Anhang. 621 Pack. Große Landbeſitzungen gibt es wenig und die Farms ſind meiſt kleiner als in den andern Grafſchaften. Die Pachtzeit iſt 7 oder 14 Jahre. Die Pachter ſind weder an eine beſtimmte Wirth⸗ ſchaftsweiſe gebunden, noch in der Weizenſaat beſchraͤnkt. Daher ſind aber oft gegen Ende der Pachtzeit die Farms in einem zerruͤtteten und erſchoͤpften Zuſtande; und das Land iſt uͤberhaupt weit von dem An— ſehen entfernt, das eine gute Wirthſchaft erzeugt. Die jaͤhrliche Land— rente betraͤgt 20 Schilling 6 ¾ Pence vom Acker. Das Fabrikweſen iſt in Oxrfordſhire von geringer Bedeutung. Die Hauptfluͤſſe ſind die Iſis und Thame, vereinigt Themſe genannt, ferner Evenlode, Cherwell, Windruſh ꝛc. Die Hauptſtaͤdte ſind: Orford 20434 E., Banbury 3737 E. 1831 betrug die Bervoͤlkerung der Grafſchaft auf 151726 Seelen, und 832 die Armenunterſtuͤtzungsſumme 130607 Pfd. St. 11) Buckinghamſſhire, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 472320 Acker, von denen 440000 zum Landwirthſchaftsbetrieb benutzt werden. Die Oberflaͤche bietet eine ſchoͤne Abwechslung. Das fruchtbare Thal von Aylesbury nimmt den mittlern Theil der Grafſchaft ein, waͤhrend ſich die Chiltern Huͤgel an der ſuͤdlichen Seite, und eine Reihe ſan— diger Huͤgel an der noͤrdlichen Seite hinziehen. Die vorherrſchenden Bodenarten ſind fruchtbarer Lehm, ſtrenger Thon, Kreide, Mergel und Kies. Es wird Acker⸗ und Weidewirthſchaft faſt in gleichem Maße betrieben. Der Ackerbau iſt noch ſehr zuruͤck. Die Pachter ſuchen nur Koͤrner, Heu und Stroh zu gewinnen, dadurch aber wird das Land oft ſehr erſchoͤpft, und ein neuer Pachter oft gezwungen, die Ernte des vorhergehenden Jahres zu kaufen, um nur duͤngen zu koͤnnen. Der Turnipsbau iſt meiſt auf die Huͤgel beſchraͤnkt. Wei⸗ zen und Bohnen ſind die Hauptfruͤchte in den niederen Gegenden und folgen ſich oft einander ohne Brache eine laͤngere Zeit hinterein— ander. In wenigen Graſſchaften trifft man eine ſo große Verſchwen⸗ dung der Pferdekraͤfte, wie hier. Die Graslaͤndereien und fetten Wieſen in dem Thale von Aylesbury und andern Gegenden werden theils, und zwar meiſt zur Milchwirthſchaft, theils zum Maͤſten be⸗ nutzt. Ein bedeutendes Quantum an Heu wird jedoch auch nach der Hauptſtadt geſendet. Die Anzahl der in den Molkereien gehalte⸗ nen Kuͤhe wird auf ungefaͤhr 27000 Stuͤck geſchaͤtzt, von denen immerwaͤhrend 21000 productiv ſind. Butter iſt das Hauptpro⸗ duct, und man rechnet, daß ungefaͤhr 1950 Tonnen Butter jaͤhrlich in dieſer Grafſchaft zum Verkauf bereitet werden. Sie geht ſaͤmmtlich nach London. Die Viehmaſtung beſchraͤnkt ſich meiſt auf das Thal von Aylesbury, indem die ausgezeichneten Weiden daſelbſt ſehr ſchnell eine ſichtbare Veraͤnderung hinſichtlich der Staͤrke und der Geſtalt eines jeden dahin geſendeten Stuͤckes Vieh hervorbringen. Zu beiden, ſowohl Milch- als Maſtvieh, wird meiſt die kurzhoͤrnige Rindvieh— raſſe genommen. Große Veraͤnderungen ſind hier hinſichtlich des 622 Statiſtiſche Notizen. Schaafſtammes in den letzten 30 Jahren gemacht worden, und zwar in ſolchem Grade, daß ſich das durchſchnittliche Gewicht eines Vließes in dieſer Periode von 3 bis zu 5 Pfd. vermehrt hat. Der jetzige Beſtand an Schaafen wird auf ungefaͤhr 220000 Stuͤck geſchaͤtzt und deren Product an Wolle auf etwa 4600 Pack. Schweinezucht wird ſtark betrieben und damit die ſchlechtere Milch in den Molkereien ver⸗ werthet. Enten zieht man in großen Quantitaͤten zu Aylesbury. Die Wirthſchaftsgebaͤude ſind im Ganzen gut, und meiſt ſind Gaͤr⸗ ten bei ihnen gelegen. Es gibt einige große Beſitzungen. Die Farms ſind von verſchiedener Groͤße, im Durchſchnitt halten ſie 180 Acker. Pachtcontracte findet man nicht haͤufig. Die durchſchnittliche Land⸗ rente betraͤgt 21 Schilling 1½¼ Pence vom Acker. Die Landſtraßen ſind in ſehr ſchlechtem Zuſtande. Die mineraliſchen Producte ſind von keiner, das Fabrikweſen von geringer Bedeutung. Die Temſe, Ouſe und Thame ſind die Hauptfluͤſſe. Die vornehmſten Staͤdte: High Wycombe 6299 E.; Aylesbury 4907 E.; Buckingham 3610 E. Die Bevoͤlkerung der Greafſchaft belief ſich im J. 1831 auf 146529 Seelen. 12) Bedfordſhire, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 296320 Acker, von denen 250000 auf Ackerland, Wieſen und Weiden ge⸗ rechnet werden. Die Oberflaͤche zeigt eine Abwechslung zwiſchen ſanft anſteigenden Huͤgeln und ſchoͤnen, wohlgewaͤſſerten Thaͤlern. Den ſuͤdlichen Winkel nehmen die Chiltern Huͤgel ein und dort trifft man jede Verſchiedenheit des Bodens, von dem ſteifſten Thone, bis zum leichteſten Sande. Im Norden des Ktreidediſtricts zieht ſich ein Streif Sandboden hin, von Lighton Buzzard bis an die Grenze von Bucks, dann nordweſtlich, quer durch die Grafſchaft bis Potten. Dieſer Streif iſt 1 bis 5 Meilen breit und zeigt verſchiedene Stufen von Fruchtbarkeit. Er eignet ſich vornehmlich zur Gartenkultur und zum Turnipsbau. Der Boden in dem Thale von Bedpford beſteht haupt⸗ ſaͤchlich aus Thon. Ueberhaupt iſt die ganze Geafſchaft ziemlich frucht— bar, mit Ausnahme des noͤrdlichſten Theils derſelben, wo der Bo— den zwar meiſt eine ſchwarze Farbe hat, aber kieſig, leicht und arm iſt. Noch 1770 waren faſt drei Viertheile der Oberflaͤche offene Ge⸗ meindegrundſtuͤcke, Felder ſowohl wie Wieſen, Weiden und Lehden. Aber ſeitdem iſt der groͤßte Theil dieſer Laͤndereien eingefriedigt ver— theilt, angebaut und verbeſſert worden, nicht nur zum großen Vor⸗ theil der dabei Betheiligten, ſondern auch zum Gemeinwohl. Die Veraͤnderung wurde hauptſaͤchlich durch die Bemuͤhungen und das Beiſpiel des Herzogs Franz von Bedford bewirkt. Das meiſte Land iſt unter dem Pfluge, und der Ackerbau im Fortſchreiten be— griffen. In dem Sand⸗ und Mergelboden gedeihen die Turnips, be— ſonders die ſchwediſchen ſehr gut; ſie werden daher auch ſtark ange⸗ baut. Eine feſtſtehende Fruchtfolge wird nicht beobachtet. Auf dem Thonboden ſind Bohnen und Weizen die Hauptfruͤchte; auf den — ·—ʒöꝑ˖—— lachten 8 und Wäie fer nnch d in gtoßr guten f Gruſchiſt fürcſoilen andern G Na 9 hid. DW Albuch a fn de l Paletteag Gann iſ Grißt der u Jahr b auf 7, we ſalen me zeen we bei einer nimmt. ſin. D. Balade Di G. Salli. h barkeit Nardſee gür Lan h, Hef h d dütiden dam Mite n Hor R dun rriſt r oden, Und jcht gi, Gl, ſcht enes Vii 9t N lil. Der ſe tuck geſch Ue o, 9 weinezucht n 1 Myls 1Molk n zu Arlesie meiſt ſid 6 hden. Diem ſte 180 1R hnittliche lo Die Landſty 4 Produck; Di da hehmſten Stz ucknggam 3hl 7 J 1831 echät Woalh un Nede na zoiſchen ſei Tlaͤlem a dort tür hone, nn ſich ein di ze von Blt ne Stufen u ultur und zum 8 zſ be häppi⸗ 2 be teht haui⸗ haht u tereien we Anhang. 623 leichten Bodenarten folgen gewoͤhnlich Turnips, Gerſte, Gruͤnfutter und Weizen einander; auf dem Lehm werden meiſt Bohnen und Ha⸗ fer nach dem Weizen geſaͤet. Das Drillen iſt ſehr in Gebrauch und ein großer Theil des Weizens wird gedibbelt. Thon benutzt man mit gutem Erfolge auf ſandigem Boden als Duͤnger. Die Pfluͤge in der Grafſchaft ſind immer fuͤr mehr als drei Pferde gebaut. In den Kirchſpielen Sandy(ſo genannt wegen ſeines Bodens), Gritford und andern Gegenden trifft man große Garten, in denen eine bedeutende Menge Gemuͤſe fuͤr den Bedarf Londons, Cambridges ꝛc. gebaut wird. Das Rindvieh iſt von gemiſchter Raſſe, und fern von jedem Anſpruche auf Auszeichnung. Ebenſo verhaͤlt es ſich mit den Schaa⸗ fen. Die Anzahl derſelben belaͤuft ſich auf 200000 Stuͤck und ihr Wollertrag auf 4250 Pack. Es giübt einige große Beſitzungen, im Ganzen iſt aber das Eigenthum ſehr vertheilt. Die durchſchnittliche Groͤße der Farms betraͤgt 150 Acker. Sie werden meiſt von Jahr zu Jahr verpachtet, einige aber auch mit Pachtcontracten gewoͤhnlich auf 7, weniger haͤufig auf 10 und 14 Jahre. Einige dieſer Pachte ſollen nach halbjaͤhrlicher Aufkuͤndigung einem andern Pachter uͤber⸗ geben werden. Iſt dieſes der Fall, ſo kann man nicht erwarten, daß bei einer ſolchen Bedingung der Pachter irgend eine Verbeſſerung vor⸗ nimmt. Die Farmer in den noͤrdlichen Gegenden ſollen ſehr arm ſein. Die Farmgebaͤude ſind mittelmaͤßig und oft unpaſſend gelegen. Die Reparaturen beſorgen meiſt die Beſitzer. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 18 Schilling 4 ¾ Pence vom Acker. Walkererde findet ſich in der Gegend von Woburn. Von Fabrikproducten ſind nur etwa Strohgeflechte zu erwaͤhnen. Die Hauptfluͤſſe ſind die Ouſe und Ivell. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Bedford 6959 E.; Biggleswade 3226 E.; Leighton Buzzard 3330 E.; Luton 3961 E. Die Geſammtbevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 95383 Seelen. IV. Oeſtliche Grafſchaften. 1) Lincolnſhire, hinſichtlich der Groͤße die zweite, der Frucht⸗ barkeit aber die erſte Grafſchaft Englands, wird im Oſten von der Nordſee beſpuͤlt. Sie enthaͤlt 1671040 Acker, von denen 1465000 zur Landwirthſchaft benutzt werden, und wird in drei Diſtricte, Lind⸗ ſey, Keſteven und Holland eingetheilt. Erſterer umfaßt ziemlich die Haͤlfte der ganzen Grafſchaft. Der Boden dieſes Diſtricts iſt ſehr verſchieden. Laͤngs der Kuͤſte und auf der durch die Fluͤſſe Trent, Idle und Ouſe gebildeten Inſel Ancholme trifft man weite Strecken Marſchland. Der Landſtrich von Spilsbury nordwaͤrts nach Barton am Humber, die Ebene genannt, enthaͤlt meiſt einen ſandigen Mer⸗ gel von verſchiedenen Graden von Fruchtbarkeit, der aber jetzt faſt durchſchnittlich ſchoͤne Ernten liefert. Von Lincoln nordwaͤrts nach 624 Statiſtiſche Notizen. Manton zieht ſich ein Strich Haideland, das aber auch ſehr verbeſſert iſt und ſchoͤne Haferernten liefert. Der Diſtrict Keſteven begreift den ſuͤdweſtlichen Theil der Grafſchaft und hat etwas Haide und Marſch⸗ boden, iſt aber im Ganzen trocken und fruchtbar. Der Diſtrict Hol⸗ land enthaͤlt das uͤbrige, oder den ſuͤdoͤſtlichen Theil, und hat hin⸗ ſichtlich des Bodens viele Aehnlichkeit mit dem auf dem Kontinent gelegenen Staaten gleiches Namens, indem ſelbiger faſt ganz aus niedrigem Marſchland und Fennen beſteht*). Ungeheure Eindeichun⸗ gen ſchuͤtzen vor der Ueberſchwemmung der See und der Fluͤſſe. An einigen wenigen Stellen findet ſich das Marſch⸗ und Fennenland noch in ſeinem urſpruͤnglichen Zuſtande, im Ganzen aber iſt es durch fort⸗ geſetzte und gut geleitete Entwaͤſſerungsanſtalten und ſonſtige Ver⸗ beſſerungen feſt und trocken gemacht worden, und bildet einen der fruchtbarſten Theile des Koͤnigreichs. Nings um den Meerbuſen Waſch hat man in den letzten 50 Jahren ein großes Stuͤck des ſchoͤnſten Landes der See abgewonnen, und die Deiche allmaͤhlig er⸗ weitert. Aber, obgleich aͤußerſt fruchtbar, entbehren doch die Marſchen und Fennen aller Anmuth. Das Weaſſer iſt meiſt noch ſalzig und das Klima nicht geſund. Im Ducchſchnitt liefert Lincolnſhire mehr Rinder und Schoͤpſe, als irgend eine andere Grafſchaft des Reiches. In einigen Theilen der Marſchen iſt die Weide ſo ausgezeichnet, daß ein Acker hinreicht, ſechs Schaafe und 10 Acker genug ſind vier Och⸗ ſen zu maͤſten. Keine andere Grafſchaft hat in der Unternehmung und dem Erfolge von Verbeſſerungen aller Art ſo viel geleiſtet, als Lincolnſhire. In den beſten Theilen der Marſchen und Fennen ſind die Hauptkoͤrnerfruͤchte Hafer und Weizen. Die gewoͤhnliche Rotation iſt hier: 1) Raps, 2) Hafer, 3) Weizen. Letzterer muß dieſe Stelle erhalten, wenn er nicht zu ſehr in das Stroh wachſen ſoll. Ohne Zweifel paſſen jedoch die Marſchen weit beſſer zur Weide- als zur Ackerwirthſchaft und es iſt zu bedauern, daß die hohen Grtreidepreiſe waͤhrend der letzten Kriegsjahre die Eigner einiger der betreaͤchtlichſten Strecken Marſchlandes verlockt haben, ſelbiges in Pflugland umzu⸗ wandeln. Man fand zwar bald, daß dieſes eine unweiſe Unterneh⸗ mung geweſen ſei; allein es iſt nicht ſo leicht, die geringeren Arten des Fenn⸗ und Marſchbodens, nachdem ſie eine Zeit lang Getreide⸗ ernten geliefert, wieder als gutes Grasland zu benutzen. Bohnen werden in der Grafſchaft wenig gebaut; geſchieht es in den Marſchen, ſo ſaͤet man ſie nach Weizen, und zwar aus demſelben Grunde, aus dem man Weizen nach Hafer bringt. Oefter baut man jedoch nach dem Weizen noch einmal Hafer. Die Farms in den ebenen und moorigen Gegenden ſind ſehr bedeutend. Große Strecken, die noch vor 30 Jahren verhaͤltnißmaͤßig wenig Werth hatten, befinden ſich *) Marſchen ſind naͤmlich die der See naͤher, Fennen, die mehr im Lande gelegenen Laͤndereien. S. B. 1. S. 390. — Di tmihn ſninden A Grihfutte⸗ Giad bent d tündn faben nndhe dit ttitn von. lichen Da dürgen. 5 Knsſ ſchn berähmt gen Att der kur Kragpne n Feanen gi Pole bem worden, d Stuumm an droff feine 2 bi ſem alte Fnohen, bi der Säanne Stü dece welche Ve Gewicht d an. Das der Entwi Waſſerndg Federn iir auch geo ſin), wal 1d54 war wt dg ne Gä thma m I Anhang. 625 a hm jetzt auf der hoͤchſten Stufe der Kultur und liefern die ſchoͤnſten Ern⸗ d Di ten. Alle Arten von Getreide, beſonders aber Gerſte, werden im und Na groͤßten Ueberfluſſe erzeugt. Dieſe außerordentliche Verbeſſerung iſt Ir Diſit e zum Theil der Knochenduͤngung zuzuſchreiben, die man auf den Ebe⸗ und ſuſt nen und Mooren Lincolnſhires ſeit laͤngerer Zeit und in groͤßerer fdem Kontin Ausdehnung anwendet, als in irgend einem andern Theile Englands. tfiſt pzg Die gewoͤhnliche Rotation auf den außerhalb der Marſchen ſich be⸗ eure Eindähn findenden Ackerlaͤndereien iſt: 1) Turnips, 2) Gerſte oder Hafer, 3) der Fliſſ.. Gruͤnfutter, 4) Weizen. Der Turnipsbau wird hier in hoͤherem hinnenundn Grade betrieben, als irgend wo, und nach Einfuͤhrung des Knochen⸗ es durchſ duͤngers haben ſich die Turnipsernten verdoppelt, und ſind die Ernten ſonſtce d anderer Fruͤchte und der Ertrag der Weiden geſtiegen. Große Quan⸗ bildet einn; titaͤten von Mergel und Oelkuchenmehl bringt man auch auf den den Meun leichten Boden, und in den Fennen iſt es gebraͤuchlich mit Thon zu toßes Etitie duͤngen. In Folge des Reichthums ſeiner Weiden iſt Lincolnſhire ce alnijſh e laͤngſt ſchon wegen ſeiner Pferde, ſeines Rindviehs und ſeiner Schaafe t ſe Aen beruͤhmt geweſen. Das Rindvieh beſteht aus einer plumpen, großen nth ſaii ud Art der kurzhoͤrnigen Raſſe, iſt jedoch in der letzten Zeit ſehr durch linäbſin nte Kreuzung mit dem Teeswaterſtamme verbeſſert worden. Die in den aft da Ritz Fennen geborenen Schaafe ſind wegen ihrer Groͤße und der Laͤnge ihrer usezitnt, Wolle bemerkenswerth; jetzt aber ſo ſehr mit neuen Leiceſters gekreuzt Jſind ditd worden, daß man ſelten noch ein Schaaf von reinem Lincolnſhirer öUntende Stamm antrifft. Der Koͤrper des jetzigen Schaafes iſt zwar nicht ſo I galiſtt, groß, ſeine Wolle nicht ſo lang und ſein Vließ nicht ſo ſchwer, wie es bei dem alten Stamme der Fall war, aber es hat feinere Wolle und 5 3 4 1— 2 Amns Knochen, wird ſchneller fett und liefert beſſeres Fleiſch. Die Anzahl 6 dise St der Schaafe in Lincolnſhire iſt ſehr groß und wird auf 1800000 fl. d. Stuͤck geſchaͤtzt, von denen ungefaͤhr 1300000 Marſchſchaafe ſind, ed ſel. welche Vließe von 9 Pfund Schwere im Durchſchnitt geben. Das Weide⸗ uun Gewicht der Vließe der andern Schaafe nimmt man auf 6 Pfund i itrdan an. Das ganze Product an Wolle uͤberſteigt 62000 Pack. Vor rderittlhſin der Entwaͤſſerung wurden die Fennen von einer großen Menge wilder flugind m⸗ Waſſervoͤgel bewohnt und auch noch jetzt zieht man viele Gaͤnſe, deren weſſ unmmf Federn einen geſuchten Handelsartikel abgeben. Fruͤher fand man einzen li auch große Kaninchengehege, die jetzt aber bedeutend vermindert lang Geni⸗ ſind, weil man das Land beſſer zum Ackerbau zu benutzen weiß. ben 3 1834 waren 562 Acker mit Hopfen bepflanzt. Das Eigenthum iſt den Marte ſehr verſchieden vertheilt; indem es Beſitzungen von allen Groͤßen Gunde gibt, von 25000 Pfd. St. bis herab auf 5 Pfd. St. jaͤhrlichen nn jddoc i Ertrag. Die groͤßere Zahl iſt klein. Auf der Inſel Ancholme leben m eünnen die Einwohner in Doͤrfern beiſammen, und faſt jedes Haus iſt von im, die nmn dem Inhaber eines Farms von 1 bis 50 Ackerland bewohnt, das befinden6 mit der groͤßten Sorgfalt bewirthſchaftet wird. Die Groͤße der ein⸗ zelnen Guͤter iſt ſo verſchieden, wie die der Beſitzungen. In den mehr in eu eſe und moorigen Diſtricten ſind ſie, wie ſähen deiß⸗ ſehr 626 Statiſtiſche Notizen. groß, aber den Durchſchnitt der ganzen Grafſchaft angenommen gibt es eine groͤßere Anzahl kleiner Guͤter. Sie werden meiſt verpachtet mit Contracten auf 7 bis 14 Jahre. Die Inhaber großer Farms zeichnen ſich durch ihre Intelligenz und ihren Unternehmungsgeiſt aus. Sie ſind induſtrioͤs, thatig, aufgeklaͤrt, gefaͤllig und gaſtfrei, und pruͤfen gern, wie die Northumberlaͤnder, die Wirthſchaftsweiſe anderer Gegenden, das Beſſere in ihr eignes Syſtem aufnehmend. Die Farms in den Marſchgegenden ſind durchgaͤngig mit Wirthſchaftsgebaͤuden verſehen, deren Mauern oft aus einer Miſchung von Stroh und Thon beſtehen. Die Haͤusler haben auf manchen Beſitzungen Kuͤhe mit kleinen Stuͤcken Land und ſollen ziemlich angenehm leben. Die durchſchnittliche Landrente betrug 1810 nur 18 Schilling 10 Pence, jetzt 20— 21 Schilling vom Acker. Fabrikweſen und Bergbau ſind von keiner Bedeutung. Die Hauptfluͤſſe ſind: der Trent, Witham, Welland und Ancholme. Große Kanaͤle durchſchneiden das Land. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Lincoln 12634.; Boſton 12818 E.; Grantham 7448 E.; Stamford 7062 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 317244 Seelen. 2) Huntingdonſhire, eine kleine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 238080 Acker, von denen 220000 zum Anbau benußt werden. Die Oberflaͤche zeigt in den weſtlichen und ſuͤdlichen Theile angenehme Abwechslung; der nordoͤſtliche Theil iſt aber meiſt eingedeichtes Marſch— land. Der Boden iſt verſchieden, groͤßtentheils aber ſehr gut. Die⸗ jenigen Marſchen und Fennen, welche ordentlich entwaͤſſert ſind, koͤnn⸗ ten ſehr fruchtbar ſein; da man aber einen Fehler bei der Anlage der Entwaͤſſerung beging, iſt ſie großentheils ſehr mangelhaft ausgefuͤhrt, und es erfordert daher große Summen, das Land vor Ueberſchwem⸗ mung zu ſchuͤtzen. Der ganze obere Theil der Grafſchaft war einſt Forſt; jetzt iſt Mangel an Bauholz. Die Fennen werden hauptſch lich zur Weidewirthſchaft benutzt, der uͤbrige Theil der Grafeſchaft ſcheidet ſich gleich zwiſchen Acker⸗ und Weidewirthſchaft. Der Acker⸗ bau iſt nicht fortgeſchritten. Das Land wird hier und in Cambridge⸗ ſhire in hohe breite und gewoͤlbte Beete gepfluͤgt, wobei ſehr vill Land verloren geht, und uͤberdies noch oft verwildert, verunreinigt und ausgeſogen wird. Die Hauptkoͤrnerfruͤchte ſind Weizen, Hafer und Bohnen. Raps und Senf werden ebenfalls ſtark angebaut, weniger Turnips. Die Anzahl des Rindviehs ſchaͤtzt man auf 9000 bis 10000 Stuͤck. Es war fruͤher gemiſcht und meiſtens von ge— ringerer Art, neuerlich iſt es jedoch durch Einfuͤhrung des kurzhoͤrnigen Stammes weſentlich verbeſſert worden. In einigen Gegenden macht man ſehr guten Kaͤſe, in anderen Butter. Die Anzahl der Schaafe wird auf 195000 Stuͤck geſchaͤtzt; dieſelben liefern etwa 4500 Pack lange Kammwolle. Taubenzucht ſindet man in keiner Grafſchaft ſo ſtark, wie hier und in Cambridge. Das Brennmaterial iſt knapp. Die aͤrmeren Einwohner brennen meiſt Torf; Holz gibt es nur wenig. de Gun Witiſzft wedn ſie nte bete Marnufte und W nutin taft ble ſh 96 Itr, bon ſäölcher an nifilign dol Needh vädüch Jaſal von di Gruff Der Vode Orim abe ſüdn i tridig, Perke b gcihen thails aus müſt hoh Giiben ge keitt, die mſtiaa da Guiſ tonſtire Naps be ürtn futte f werden all Art vollige der ſd diſſen i N deſhi düt wi awiſe angenemmen mäſt denxat ter guſ Fnr. tmungägiſta nd gaſtfri, w haftaweiſe nen end. De zm tthſchaftsgedue bon Stroh d Feſſtungen d hm leben. 1 ling 10 N. ad Wecgbau Tannt, Pitr wdiden des an oftm 109 6, Jralerany ae rfſchoft, wüt ußt wade. N Theile anpnir gedeichtes Ae ſehr gut. ſeert ſind ie der Anlag aft ausgefit adr Vedevſchwe ſchaſt war i derden hauptit l der Grifch aft. 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Die Fennen noͤrdlich von der Ouſe gehoͤren zum groͤßten Theil zu der ſogenannten Inſel von Ely. Der ſuͤdlich von der genannten Linie liegende Theil der Grafſchaft zeigt auf ſeiner Oberflaͤche eine ſchoͤne Abwechslung. Der Boden der Fennen iſt meiſt reich, ſchwarz und tief, an einigen Orten aber auch thonig und ſandig. Auf den hoͤher gelegenen Grund⸗ ſtuͤcken iſt der Boden ſehr verſchieden, bald thonig und lehmig, bald kreidig, kieſig ꝛc. Die Fennen ſind nur durch Ausfuͤhrung großer Werke bewohnbar gemacht worden. Dieſe beſtehen theils aus Waſſer⸗ graͤben oder Kanaͤlen zum Sammeln und Abfuͤhren des Waſſers, theils aus Daͤmmen, das Austreten der Fluͤſſe zu verhindern, welche meiſt hoͤher ſind, als das ſie umgebende niedere Land. Das in den Graͤben geſammelte Waſſer wird durch Pumpen in die Fluͤſſe ge⸗ leitet, die fruͤher durch Windmuͤhlen, jetzt aber oft durch Dampf⸗ maſchinen in Bewegung geſetzt werden. Ungefaͤhr der dritte Theil der Grafſchaft wird zum Ackerbau benutzt, der mit dem in Hunting⸗ tonſhire viele Aehnlichkeit hat. Hafer, Weizen und Kartoffeln und Raps baut man in Menge in den Fennen. Letzterer ſoll faſt den vierten Theil des Ackerlands einnehmen, und hauptſaͤchlich zu Gruͤn⸗ futter fuͤr die Schaafe dienen. Große Quantitaͤten Hanf und Flachs werden hier ebenfalls gezogen. In den hoͤheren Gegenden baut man alle Arten Koͤrnerfruͤchte, vorzuͤglich aber Gerſte. Rindvieh und lang⸗— wollige Schaafe werden in großer Anzahl in den Fennen gehalten, und der ſuͤdliche Theil der Grafſchaft, beſonders das Thal des Cam, an deſſen Ufern es einige ſehr ſchoͤne Wieſen gibt, iſt lange durch ſeine Milchwirthſchaften beruͤhmt geweſen. Die Butter aus Cam⸗ bridgeſhire geht meiſt nach London, wo ſie als Epping Butter ver⸗ kauft wird*). Die zu Cottenham gemachten großen und duͤnnen Rahmkaͤſe ſind ſehr geſchaͤtt. Ihre Vorzuglichkeit ſoll nicht von .») S. S. 450 wo von den verſchiedenen Sorten Butter, die in England im Rufe ſtehen, die Rede iſt. 40* 628 Statiſtiſche Notizen. einem beſonderen Verfahren in den Molkereien, ſondern von der Na⸗ tur der Kraͤuter herruͤhren. Schwere Zugpferde werden viel gezogen. Der Beſtand der Schaafe wird auf ungefaͤhr 110000 Stuͤck geſchäͤtzt, von denen etwa 42000 langwollige ſind, deren Vließe durchſchnittlich 8 Pfd. wiegen. Die uͤbrigen ſind kurzwollige, man findet dieſe be⸗ ſonders in den ſuͤdlichen Theilen der Grafſchaft, wo es einige große Schaafweiden gibt. Das ganze Product an Wolle betraͤgt ungefaͤhr 2650 Pack. Faſt bei jedem Farm befindet ſich ein Taubenhaus, von denen oft ein einziges uͤber 100000 Dutzend Tauben des Jahres liefert. Es gibt einige große Beſitzungen. Der groͤßte Theil der Grafſchaft zerfaͤllt aber in Guͤter von 200 bis 500 und 1000 Pfd. St. jaͤhrlichen Ertrag. Viele die 20— 50 ja bis 400 Pfd. St. liefern, werden von ihren Eignern bewirthſchaftet. Die Groͤße der Farms iſt ſehr verſchieden; die meiſten halten 20 bis 100 Acker, einige aber auch 100 bis 1000 Acker. Die Verpachtungen geſchehen meiſt willkuͤhrlich. Wird ein Pachtcontract bewilligt, ſo geſchieht es gewoͤhnlich auf 4 bis 5 Jahr, wodurch jedoch nichts gebeſſert wird. Der ſchlechte Zuſtand der Ackerwirthſchaft in dieſer Grafſchaft und in Huntingdon hat hauptſaͤchlich ſeinen Grund in dem Mangel an ſicheren Pachtcontracten von vernunftgemaͤßer Dauer. Die Wirthſchaftsge⸗ baͤude ſind nicht viel werth und die Arbeiterwohnungen ſehr ſchlecht. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 16 Schilling 6¼ Pence vom Acker. Mineralien und Manufacturen ſind unbedeutend. Die Haupt⸗ fluͤſſe ſind die Ouſe, Cam oder Granta und Nene oder Nen. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Cambridge, mit der groͤßten Univerſitaͤt Eng⸗ lands 20917 E.; Ely 6189; Wisbeach 8177 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich im J. 1831 auf 143955 Seelen. 4) Norfolk, wird von der Nordſee beſpuͤlt und enthaͤlt 1295360 Acker, von denen nahe an 1200000 Ackerland Wieſen und Weiden ſind. Die Oberflaͤche iſt meiſt flach. Man ſieht in der ganzen Graf⸗ ſchaft keinen Huͤgel von nur mittler Hoͤhe, ſondern nur einige un— bedeutende Erhoͤhungen und Vertiefungen. Der Boden variirt vom reichſten Marſchlande, Thon und Lehm, bis zum leichteſten Sand; ſandiger Lehm iſt jedoch die vorherrſchende Bodenart. Das Marſch⸗ land findet ſich hauptſaͤchlich im Weſten der Grafſchaft, jedoch auch in großer Ausdehnung von Yarmouth nordwaͤrts bis Mundsley an der Oſtkuͤſte. In dieſem Diſtricte gibt es viele kleine Seen. Im nordweſtlichen Winkel der Grafſchaft beſteht der Boden aus ſandigem Lehm, und hier wird das, unter dem Namen Norfolkerwirthſchaft, bekannte Syſtem hauptſaͤchlich in Ausfuͤhrung gebracht. Das Land von Thetford noͤrdlich bis Caſtle Acre hat einen armen, ſehr leichten ſandigen Boden, der entbloͤſt von Vegetation iſt, und meiſt von Haiden, Schaafweiden und Kaninchengehegen eingenommen wird. Der Boden des uͤbrigen oder mittleren Theils beſteht aus verſchiedenen Arten von Lehm, der zuweilen bindend und naß, großentheils aber ſndih, Thüen Das Kü Oſtvind Land, b fin and bekhnd d aus Lü Diße p Durriutn TRault un dim ſen N näetet; einer z Behande ſelt und ſehen es ſiren 2 Ger futterger Femer woch ein ein ſchech anem 6 Wütſſche dn Na ter huf ſaugen Kärnerf untrrſg ſäen, nachthe irgend werkſte maſchin faht de Liſen ſuaber llam ſair tonnn ſt nic Vn ſhs in bun der een dill gezege Stit 8 e durdjſznttit finet diſe. 8 einige gi etrigt ungefä aubenhaus, w en des Ihe dßte Theil n d 1000 f 00 Pf. E. e Große 5 1s 100 Nä. ungen geſcehn ſo gechigt„ à griſſer vi riftzeft ud i mal en ſchen Wiriſhriti⸗ en ſeht ſchct 1⁴ Penee in ꝛDie hw⸗ er Nen. d verſitͤt n Bevolkerun len. zält 12053 und Wän e ganzen Gii⸗ zur einige ur⸗ en batütt vom cteſten Sand; Das Muſſt⸗ t, fedoch u Mundal u e Sen dr aus ſiiim nkkerwirhti :. Dꝛs bu. „ſehr laͤchn i meiſt un wird. N verſchtänen enthaß dhe Anhang. 629 ſandig, trocken und zum Turnipsbau paſſend iſt. In den meiſten Theilen der Grafſchaft gibt es große Lagen des ſchoͤnſten Mergels. Das Klima iſt trocken und mild, jedoch ſind im Fruͤhjahre die Norfolk, von Natur ein armes Land, befindet ſich jetzt in einem beßern Kulturzuſtand, als die mei— Oſtwinde vorherrſchend und ſtreng. ſten anderen Grafſchaften des Reiches. Vor der Regierung Georg II., beſtand der nordweſtliche Theil, der jetzt am hoͤchſten kultivirt iſt, noch aus Wuͤſten, Schaafweiden und Gehegen von ſehr geringem Werthe. Dieſe wurden durch Einzaͤunung, Mergelung und mit Hilfe des Turnipsbaues in Ackerland vom hoͤchſtem Ertrage verwandelt. Lord Viscount Townshend trug weſentlich zu dieſen Verbeſſerungen bei, und beſonders zu der Einfuͤhrung des Turnipsbaues, dem Grund— ſtein des Norfolkſyſtems. Die hauptſaͤchlichſten Verbeſſerungen in neuerer Zeit beſtehen vornehmlich in der Annahme der Drillkultur, einer zweckmaͤßigeren Fruchtfolge, und in einer beſſern Auswahl und Behandlungsweiſe der Schaafe und des Rindviehs. Fruͤher war Nor⸗ folk unbeſtritten der beſtkultivirteſte Theil Englands, neuerer Zeit ſetzen es einige jedoch Northumberland nach, andere aber laſſen ihm ſeinen alten Ruhm. Die gewoͤhnliche Rotation iſt: 1) Turnips, 2) Gerſte, 3) Klee, oder Klee und Reygras, 4) Weizen. Die Gruͤn⸗ futtergewaͤchſe ſtehen gewoͤhnlich nicht laͤnger als ein Jahr. Einige Farmer, beſonders in den Marſchen und an der Oſtkuͤſte nehmen noch eine Erbſen oder Gerſternte nach dem Weizen; dieſes iſt aber ein ſchlechtes Syſtem und wird von keinem guten Wirth in einer andern Gegend befolgt. Turnips bilden die Baſis der Norfolker Wirthſchaftsweiſe, und man ſagt,„ſie haben, in Verbindung mit dem Mergel, die Grafſchaft gemacht.“ Die Beſchraͤnkungen der Paͤcht⸗ ter laufen immer darauf hinaus, daß ſie das Land nicht zu ſehr aus— ſaugen koͤnnen. In andern Grafſchaften wird die Folge von zwei Koͤrnerfruͤchten zwar auch nicht gebilligt, hier aber geradehin ſtreng unterſagt. In einigen Beſitzungen iſt es nicht erlaubt, Hafer zu ſaͤen, ſondern nur Gerſte, weil man letztere dem Lande fuͤr weniger nachtheilig haͤlt. Ueberhaupt iſt in Norfolk der Gerſtbau ſtaͤrker als irgend wo im Reiche. Das Ackern wird durchaus mit Pfluͤgen be— werkſtelligt, die mit 2 Pferden oder Ochſen beſpannt ſind. Dreſch— maſchinen ſind ſehr in Gebrauch. Die Weidewirthſchaft Norfolks ſteht der Ackerwirthſchaft nach. Arthur Young ſagt,„daß nirgends Wieſen und Weiden ſchlechter behandelt wuͤrden“; ſeit ſeiner Zeit ſind aber bedeutende Verbeſſerungen in dieſer Hinſicht geſchehen. Die Gallowayrindviehraſſe iſt in Norfolk naturaliſirt worden und bildet jetzt hier und in Suffolk den Hauptſtamm. Sie hat an Groͤße ge— wonnen ſeit dieſer Naturaliſation, iſt aber nicht ſo gut gebaut, maͤſtet ſich nicht ſo leicht und liefert weniger gutes Fleiſch, als in ihrem Vaterlande. Außer den im Landeè gezogenen, wird noch viel ſchotti⸗ ſches Vieh auf den großen Maͤrkten Norfolks gekauft,— f dem Stalle 630 Statiſtiſche Notizen. oder auf andere Weiſe gemaͤſtet und auf den Markt der Hauptſtadt geliefert, welche einen großen Theil ihres Bedarfs an friſchem Fleiſche von hier und Sufeoolk bezieht. Das Norfolk eigenthuͤmliche Schaaf iſt hart, lebhaft, klein, gehoͤrnt und mit ſchwarzer Naſe und Fuͤßen verſehen. Sein Vließ wiegt ungefaͤhr 2 Pfund und ſein Fleiſch wird ſehr geſchaͤtt. Man ſetzt ſie jedoch jetzt den Southdowns⸗, Lincoln⸗ und Leiceſterſchaafen nach. Der gegenwaͤrtige Beſtand an Schaafen wird auf 720000 Stuͤck geſchaͤtzt, und ihr jaͤhrlicher Ertrag an Wolle auf 14000 Pack. Eine große Menge ſchoͤne Truthuͤhner werden hier, wie in Suffolk gezogen, und, neben noch anderen Transport⸗ mitteln, gegen Weihnachten alle von hier nach London gehen⸗ den, oͤffentlichen Kutſchen, die Poſt ausgenommen, damit befrachtet, oft mit gaͤnzlicher Ausſchließung von Paſſagieren. Faſanen und Rebhuͤhner ſind auch im Ueberfluß vorhanden, ebenſo Kaninchen in den ſandigen Laͤndereien nordwaͤrts von Thetford. Gaͤnſe kommen vornehmlich in den Fennen vor. Beſitzungen gibt es von allen Groͤ⸗ ßen, von 30000 Pfd. St. jaͤhrlichen Ertrag abwaͤrts. Die Farms ſind meiſt groß. Arthur Young ſagt:„Große Farms ſind die Seele der Kultur Norfolks geweſen. Zerſpaltet ſie in Pachtungen von 100 Pfnd. St. des Jahres, und ihr werdet nichts als Bettler und Un— kraut in der ganzen Greafſchaft finden. Kleine Farmer konnten ſo große Dinge nicht ausfuͤhren, wie in Norfolk ausgefuͤhrt worden ſind. Einhaͤgungen, Mergelung, und das Halten einer Schaafheerde, groß genug, um hinreichenden Duͤnger zu liefern, ſind durchaus nur Sachen des großen Farmers.“— Pachtcontracke auf 21 Jahr waren fruͤher allgemein, und Arthur Young betrachtet mit Recht die Ge⸗ wißheit eines ſolchen Pachtes als Haupturſache der Verbeſſerung. Jetzt lauten jedoch die Pachte gewoͤhnlich nur auf 7 oder 14 Jahr. Die Farmgebaͤude ſind im Ganzen gut. Die Scheunen groͤßer als irgend wo anders im Koͤnigreiche. Die durchſchnittliche Landrente be⸗ traͤgt 14 Schilling 4 ½ Pence vom Acker. Die Fabriken liefern beſonders Wollenwgaren ꝛc. Die Hauptfluͤſſe ſind: Great Ouſe, Nen, Little Ouſe, Waveney, Yare, Wenſume und Bure. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Norwich 61110 E.; Yarmouth 21115 E.; Kings Lynn 13370 E. 1831 betrug die Bevoͤlkerung der Grafſchaft 390054 Seelen. 5) Suffolk, vom deutſchen Meere(der Nordſee) beſpuͤlt, ent⸗ haͤlt 969600 Acker, von denen 820000 Ackerland, Wieſen und Weiden ſind. Die Oberflaͤche iſt im Ganzen flach, der Boden ver⸗ ſchieden. Der des mittleren und groͤßten Diſtricts beſteht hauptſaͤch lich aus ſtrengem Lehm auf thonigem Mergeluntergrunde. Suͤdlich von Burſtall findet ſich ſehr reicher Lehm von ungewoͤhnlicher Frucht⸗ barkeit. Der an der See gelegene Diſtrict beſteht aus ſandigem Lehm und Sand, welcher an einigen Orten mit Haide bedeckt iſt. Der Boden in dem nordweſtlichen Theile iſt verhaͤltnißmaͤßig arm und in gröjet⸗ n von Eentri rro 75 aber ach di Lur d Lcecdods in Faühjade Kihn d nochmals i firpatoren vütnäche ) Garte, 1) Vne It died finft.„ von beſter iſ berühmt Je Pfae dunxin und ſados gſt in, un Rn. M kleiner S ficbe, ſit zeichen d ls de nete M. 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Brachbearbeitung wird dem ſchweren Lande oft gegeben, ſelbſt vor Bohnen, die man ſo wie auch Erbſen, in großer Menge baut. Der Turnipsbau iſt nicht ſo ausgebreitet, wie in Norfolk; am meiſten findet er ſich noch an den Grenzen von Cambridgeſhire. Nach Klee wird ſehr haͤufig Weizen gedibbelt; wo es aber das Land zulaͤßt, werden alle Sorten Getreide, ſo wie auch die Turnips gedrillt. Arthur Young ſchreibt die Verbeſſerung des Ackerbaus in Suffolk großentheils dem Vermeiden des Pfluͤgens im Fruͤhjahre zu. Der groͤßte Theil des mit Bohnen, Erbſen und Wicken zu beſtellenden Landes wird jetzt ohne nach dem Winter nochmals zupfluͤgen gedrillt, indem man nur Skarifikatoren und Ex⸗ ſtirpatoren zu deſſen Bearbeitung im Fruͤhjahre verwendet. Die ge⸗ woͤhnliche Rotation iſt, wo Turnipsbau vorhanden: 1) Turnips, 2) Gerſte, 3) Gruͤnfutter, 4) Weizen. Auf dem ſchweren Boden: 1) Brache, 2) Weizen, 3) Gruͤnfutter oder Bohnen, 4) Weizen. Iſt die dritte Frucht Gruͤnfutter, ſo folgen Bohnen oder Hafer als fuͤnfte. Hanf wird ſchon ſeit laͤngerer Zeit in ziemlicher Menge und von beſter Qualitaͤt angebaut, ebenſo Moͤhren und Hopfen. Suffolk iſt beruͤhmt wegen ſeiner Pferde, ſeines Rindviehs und ſeiner Schweine. Die Pferde werden punches(Stoͤpſel) genannt; ſie ſind kurz, ge⸗ drungen und zu den gewoͤhnlichen landwirthſchaftlichen Arbeiten be⸗ ſonders geſchickt. Das Rindvieh iſt aus der Gallowayraſſe entſprun⸗ gen, von welcher viele Individuen in der Grafſchaft gemaͤſtet wer⸗ den. Aehnlich ihren Stammeltern, ſind ſie ohne Hoͤrner und von kleiner Statur. Roth und weiß geſcheckt, und eine gelbliche Rahm⸗ farbe, ſind jetzt die geſuchteſten Farben; ſchwarzbraun gilt fuͤr ein Zeichen von geringerer Guͤte. Die hieſigen Kuͤhe ſchicken ſich beſſer, als die Galloways, fuͤr die Milchwirthſchaften, indem es ausgezeich⸗ nete Milcher ſind. Das Product an Butter ſteht jedoch nicht im Verhaͤltniß zur gewonnenen Milch, obgleich es ſehr bedeutend iſt. Man ſchaͤtzt die jaͤhrlich von hier nach London geſendete Butter auf 50000 bis 55000 Firkins(Faͤßchen). Die Anzahl der Schaafe belaͤuft ſich auf 497000 Stuͤck, ihr jaͤhrliches Product an Wolle auf 8800 Pack. Das ſchoͤne Ipswich Schaaf iſt eins der am weiteſten verbrei⸗ teten im Koͤnigreiche. Kaninchengehege gab es fruͤher ſehr viele in den ſandigen Gegenden, ſelbige ſind aber jetzt bedeutend vermindert. Das Beſitzthum iſt ſehr vertheilt. Ein großer Theil befindet ſich in den Haͤnden achtbarer kleiner Gutsbeſitzer, die ihr Eigenthum ſelbſt bewirthſchaften. Die Pachtguͤter(Farms) ſind im Allgemeinen groß, jedoch gibt es auch kleine. Sie ſind gewöhnlich auf 7 bis 14 Jahr 6³²2 Statiſtiſche Notizen. verpachtet. Dis Paͤchter ſind meiſtens gehalten, die Zahl von deei Koͤrnerfruͤchten nach einer Brache nicht zu uͤberſchreiten, uͤbrigens iſt ihnen viel freier Wille gelaſſen. Die Wirthſchaftsgebaͤude ſind mit⸗ telmaͤßig, die Arbeiterwohnungen meiſt ſchlecht. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 14 Sehlia 3 ¾ Pence vom Acker. Mineralien finden ſich nur wenige. Das Fabrikweſen iſt, gegen fruͤher, geſunken, Wollen und Seidenwaaren, Flintenſteine werden gefertigt. Bewaͤſſert wird Suffolk von den Flüſſen: Orwell, Deben, Ald, Blythe und Lark. Der Stour trennt es von Eſſex. Die Hauptſtäͤdte ſind: Ipswich 20454 E.; Burg St. Edmunds 11436 E.; Sudbury 4677 E. Die Bevölkerung der ganzen Grafſchaft belief ſich 1831 auf 296304 Seelen, die Unterſtuͤtzungsſumme fuͤr die Armen auf 259098 Pfd. St. In wenigen Greaſſchaften ſind die Armen ſo zahlreich und die fuͤr ſie beſtimmte Steuern ſo hoch, wie hier. 6) Eſſex, ebenfalls vom deutſchen Meere im Oſten beſpuͤlt, enthaͤlt 981120 Acker, von denen etwa 900000 auf Pflugland, Wieſen und Weiden kommen. Die Oberflaͤche der Grafſchaft zeigt ſich im Ganzen flach und wenn ſie auch nicht ganz von Huͤgeln oder Anhoͤhen entbloͤſt iſt, ſteigen ſelbige doch nicht zu einer betraͤcht⸗ lichen Hoͤhe an. Der Boden beſteht faſt ganz aus Lehm und iſt mehr ſchwer, als leicht. Im Nordweſten findet ſich ein kleiner Strich Kreideboden, und laͤngs der Themſe und der See eine ausgedehnte Strecke ſehr fetten Marſchlandes. Die Ueberreſte des alten Forſtes von Epping und Hainault liegen im Suͤdweſten der Grafſchaft. (ſ. S. 450.) Im Fruͤhjahre ſind die Oſtwinde ſehr rauh. In den nie⸗ deren Gegenden laͤngs der See hat man haͤufig Nebel, beſonders im Herbſte, und Wechſelfieber zeigen ſich nicht nur in den Marſchen, ſondern auch weit hinein in das innere Land. Der Ackerbau befindet ſich in einem weit mehr fortgeſchrittenen Zuſtande, als in mancher andern Grafſchaft. Weizen und Gerſte ſind die Haupteoͤrnerfruͤchte. An einigen Stellen eignet ſich der Boden nicht zum Anbau der Tur— nips, die uͤbrigens, wo dies nicht der Fall, in großer Menge erzeugt werden. Auf leichtem Lehm iſt die gewoͤhnliche Rotation: 1) Turnips, 2) Gerſte oder Hafer, 3) Gruͤnfutter, 4) Weizen und 5) Wicken zu Futter. Nach dieſen erhaͤlt das Feld eine reine Brache zu Wei⸗ zen oder Gerſte. Wenn anſtatt der Futterwicken eine Ernte von Erbſen oder Bohnen genommen wird, bekommt das Kleefeld eine halbe Duͤngung, ſonſt nicht. Auf dem ſteifen, ſchweren Lehm, der ſich nicht zu Turnips eignet, iſt die gewoͤhnliche Rotation: 1) Blache, 2) Weizen, 3) Gruͤnfutter, 4) Hafer oder vielleicht noch einmal Weizen. Aber es gibt in Eſſer viele tauſend Acker Land, die ein Jahr um das andere gebracht werden, ſo daß das halbe Ackerland leere Sommerbrache bleibt. Doch glaubt man, daß dieſes Syſtem weſentlich verbeſſert werden wuͤrde, durch gelegentliches Einſchieben von Bohnen an die Stelle der Brache und durch noch manche andere dwe cma ſhige et unn 1 ſin N Quatter2. tin tili ſädihen d mel, Em werden hie Aufjiehen ent eu 14 Tahe 1 rietſchfte Brühmthät danderäe Downè u Downs. gſchätt. delden ve Whälen Di Sif Bode, Afßs sthun W,* Jahl de nur noch dr Genf Er wechſ den d die ſchr duf beſt jeßt wer fanden O Hrmngebe thie betr Nrrralre difn w in Vanſ doch dur mir, S din d A don 9 n, üörien däude ſd 1 durthſtritt Minali . tüßn, giut t i. Bauiſe d, Bhhteu ruptſtädte ſ E; Su lief ſich t e Armen die Arme die hier Dſen hſſit auf gfuyln Gufihnt gi hß un Huͤgih rener benii Lohm und ſ n kleine nd ine ausgii Z alten iih eer Gruf. In den beſonoͤers i —n Marſche erbau befin in mand pkkörnerftüch nbau der Dur Mrye etzeue : 1) Turnis Nache uu D ne Emtete fild in 8 ehm, Reſch 1 1 R noch ein annd, dii lbe Acn iiſes Efin nſchiben anche andin Anhang. 633 zweckmaͤßige Abaͤnderungen. Die Qualitaͤt des in dieſer Graſſchaft erbauten Weizens iſt gut. Sein Ertrag vom Acker iſt im Durch⸗ ſchnitt 25 Buſhel Weit uͤber 250000 Quarter Weizen und 150000 Quarter Malz ſendet Eſſex jaͤhrlich nach London. Kartoffeln werden hier, vielleicht wegen der Naͤhe der Hauptſtadt, mehr als in andern ſuͤdlichen Grafſchaften angebaut. Auch Hopfen, Coriander und Kuͤm⸗ mel, Senf, Saffran und andere Artikel von geringerer Bedeutung werden hier gezogen. Eſſex hat keine beſondere Rindviehraſſe. Das Aufziehen von Kaͤlbern, Milchwirthſchaft und Maſtung werden jedoch ſtark betrieben. Die Kaͤlber kauft man in einem Alter von 10 bis 14 Tage und maͤſtet ſie fuͤr den Londoner Markt. Die Hauptmilch⸗ wirthſchaften ſind zu und bei Epping, das durch ſeine Butter ſo große Beruͤhmtheit erlangt hat. Maſtung wird hauptſaͤchlich in den Marſch— laͤndereien betrieben. Man findet hier Lincolns, Leiceſters, South— Downs und noch viele andere Schaafraſſen; jedoch vorzuͤglich South— Downs. Der ganze Beſtand an Schaafen wird auf 520000 Stuͤck geſchaͤtzt, die jaͤhrlich gegen 8650 Pack Wolle liefern. Schweine werden viel gezogen. Die Berkſhirer Raſſe iſt in den ſuͤdlichen Theilen beliebt, in den noͤrdlichen findet man jedoch jede Varietaͤt. Die Suffolker Pferde ſind beliebt. Ausgenommen auf ſehr ſchwerem Boden, ſieht man ſelten mehr als 2 Pferde vor einem Pfluge. Das Beſitzthum iſt ſehr verſchieden vertheilt, indem es Guͤter von allen Groͤßen gibt, von 1 und 5 Pfd. St. bis auf 25000 Pfd. St. jaͤhrlichem Einkommen; aber in wenigen Grafſchaften gibt es ſo viele kleine und maͤßig große Guͤter, die von ihren Eignern ſelbſt bewirth⸗ ſchaftet werden, wie hier. Einige Pachtungen in dieſer Grafſchaft gehoͤren unter die groͤßten im Reiche. Fruͤher gab es mehre die 1000, 1500 bis 2000 Pfd. St. Pacht zahlten; jetzt hat ſich die Zahl der großen Farmer etwas vermindert, und man findet ſolche nur noch in den Seegegenden. Nimmt man aber den Durchſchnitt der Grafſchaft an, ſo iſt die Groͤße der Farms keineswegs bedeutend. Er wechſelt zwiſchen 150 bis 200 Acker. Auch hier, ſo wie in an— dern Theilen Englands, ſindet man die beſte Wirthſchaftsweiſe, und die ſchoͤnſten Heerden faſt nur auf groͤßeren Farms. Pachtcontracte auf beſtimmte Zeit, gewoͤhnlich auf ſieben oder vierzehn Jahre ſind jetzt weniger haͤufig, wie fruͤher. Einige Guͤter ſind auch mit lau— fenden Contracten verpachtet, die alle 7 Jahre erneuert werden. Die Farmgebaͤude ſind meiſt gut und bequem. Die durchſchnittliche Land⸗ rente betraͤgt 18 Schilling 5½ Pence vom Acker. Die Produkte des Mineralreiches ſind von keiner Bedeutung. Die Fabriken in wollenen Stoffen waren fruͤher bedeutend, ſind jetzt aber ſehr geſallen. Außer der Themſe, Lea und Stour, an den Grenzen von Eſſex, wird es noch durchſchnitten von den Fluͤſſen Rodin, Crouch, Chelmer, Black— water, Colne ꝛc., die alle, außer dem Rodin, ſchiffbar ſind. Einige dieſer Fluͤſſe ſind beruͤhmt wegen ihrer Auſtern, von denen jaͤhrlich 634 Statiſtiſche Notizen. zwiſchen 12000 und 15000 Buſhel ausgefuͤhrt werden. Die Haupt⸗ ſtaͤdte ſind: Colcheſter 16167 E.; Chelmsford 5435 E.; Maldon 4895 E.; Harwich 4297 E. Die Bevoͤlkerung der Geafſchaft belief ſich 1831 auf 317233 Seelen. 7) Hertfordſhire, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 403200 Acker, von denen ungefaͤhr 350000 Ackerland, Wieſen und Weiden ſind. Es iſt dieſes eine ſehr anmuthige Grafſchaft. Laͤngs der Nordgrenze zieht ſich eine jener großen Kreidehuͤgelreihen hin, woran England reich iſt; die Oberflaͤche des uͤbrigen Landes wechſelt zwiſchen Huͤgeln und Thaͤlern, und da ſie mit vielen Landſitzen und wohl ge⸗ lungenen Pflanzungen geſchmuͤckt iſt, bietet ſie einen ſchoͤnen Anblick dar. Der Boden beſteht zum groͤßten Theil aus ſandigem und ſtren⸗ gem Lehm; doch findet man auch Thon, Kreide und Kies. Der beſte Lehmboden iſt in dem ſandigen Thale von Cheshunt nach Hod⸗ desdon. Thonboden trifft man vorzuͤglich auf der oͤſtlichen, theil⸗ weis aber auch auf der weſtlichen Seite der Grafſchaft. Kies findet ſich um Hatfield, North Mims ꝛc.; er iſt ſehr arm und un— fruchtbar. Der Untergrund beſteht meiſt aus Kreide. Bei weitem der groͤßte Theil der Grafſchaft iſt unter dem Pfluge. Die Haupt⸗ fruͤchte ſind Weizen und Gerſte, deren Qualitaͤt gut iſt. Der Tur⸗ nipsbau iſt hier laͤngſt in großer Ausdehnung betrieben worden, aber nicht mit der Einſicht oder dem Erfolge, wie anderwaͤrts. Ueberhaupt ſteht Horts in landwirthſchaftlicher Hinſicht nicht ſehr hoch. Das Land wird im Ganzen zu ſeicht gefluͤgt und iſt theilweis aͤußerſt un⸗ rein. Man nimmt jetzt haͤufiger 3 Koͤrnerernten nach einer Brache, als zwei. Die Rotation iſt gewoͤhnlich 1) Brache, 2) Weizen, 3) Gruͤnfutter, 4) Weizen, 5) Hafer; oder 4) Bohnen, 5) Weizen. Dieſer ſtarke Koͤrnerbau bringt jedoch dem Landmann keinen Segen. Heu wird in großer Menge und von guter Qualitaͤt gewonnen. Im Suͤden findet man viele Aepfel- und Kirſchanlagen. Rindvieh wird in Horts wenig gezogen oder gemaͤſtet, indem man es fuͤr vortheil⸗ hafter erachtet, das Grasland zu Erzeugung von Heu zu benuhen. Schaafe dagegen zuͤchtet man in ziemlicher Menge, beſonders fuͤr die Schlachtbank. Die Anzahl derſelben wird auf 277000 Stuͤck ge⸗ ſchaͤzt, und ihr Ertrag an Wolle auf 5770 Pack. Das Grund⸗ Heigenthum iſt ſehr vertheilt, und große Beſitzungen findet man wenig. Die Farms ſind von verſchiedener Groͤße, im Ganzen aber nicht groß. Die Pachtcontracte lauten gewoͤhnlich auf 7 oder 14 Jahr. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 16 Schilling 11 ½ Pence vom Acker. Die Fabriken ſind von keiner Wichtigkeit. Sie liefern Strohgeflechte, Seiden- und Baumwollenwaaren, Papier ꝛc. Malz wird viel bereitet. Die Fluͤſſe ſind: die Lea, Rib, Beane, Colne, Gad, Stort(an der Oſtgrenze) ꝛc. Die Hauptſtaͤdte: Hemel Hempſtead 6037 E.; Hert⸗ ford 5247 E.; Watford 5293 E. Die Beroͤlkerung der Geafſchaft belief ſich 1831 auf 143341 Seelen. 9Ri Dbrtliht— ie dun Hu ſt vntin lſg m urh die! chönen, n ians löm Enn öüſt in A tae in gi ſ doh i Läma doh amber ung vicd de ſchen Feue whare üder ungaachtt der Käͤlt In, ſin iüſen Vo b ſt, Uberfluſſe tn Aufmer imſe, we W Vaed dunx. der Go wyenſett fortziſch Drache, würfg, toffiln in die Ganzen Grafſcha * dh, und t pfe R fach tatt d därnm dn li vazar Di hu⸗ 1 8. Ma Brufci baüi thält 40300 und Wi t ängs N en hin, man rchſet zwiſte Und wohl hoͤnen Ant⸗ em und ſi Kies. d ant nach F öſtlchen, tze ft. 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Enfield Chaſe im Nordoſt der Grafſchaft iſt meiſt eingehegt und angebaut, aber der groͤßere Theil der Hounslow Haide im Suͤdweſten befindet ſich noch in ſeinem Urzuſtande. Obgleich veraͤnderlich, ſo iſt das Klima doch gut. In London hat man oft im November und De⸗ cember ungemein dichte Nebel. In dieſer Stadt und deren Umgebung wird die Temperatur durch die ungeheure Anzahl der daſelbſt befind⸗ lichen Feuer ſehr erhoͤht, und zeigt ſich bei Trockenheit die Athmos⸗ phaͤre uͤberall mit Rauch und andern Unreinigkeiten angefuͤllt. Aber ungeachtet dieſer Unanehmlichkeiten und des verderblichen Einfluſſes der Kaͤlte, welche die Nordoſtwinde im Maͤrz, April und Mai brin⸗ gen, ſind wenige große Staͤdte ſo geſund wie London. Es verdankt dieſen Vorzug theils dem trocknen, abſchuͤſſigen Boden, auf dem es erbaut iſt, theils den ausgezeichneten Entwaͤſſerungsanſtalten, dem Ueberfluſſe an reinem Waſſer, und der auf die Reinlichkeit verwende⸗ ten Aufmerkſamkeit; theils aber auch der Ebbe und Fluth der Themſe, welche die Kanaͤle neu füllt und alle Arten von Unreinigkeit mit hinweg nimmt, waͤhrend ſie friſche Luft und friſches Waſſer bringt. Nur ein ſehr kleiner Theil von Middleſſex wird als Pflug— oder Gartenland benutzt; dem, was man erwarten ſollte, ganz ent— gegenſetzt, iſt es hinſichtlich des Ackerbaues eine der am wenigſten fortgeſchrittenen Grafſchaften. Die alte, gewoͤhnliche Rotation iſt: Brache, Weizen und Gerſte oder Brache, Weizen und Bohnen, breit⸗ wuͤrfig geſaͤtt. Doch werden neuerer Zeit haͤufig Turnips und Kar⸗ toffeln auf dem leichten; gedrillte Bohnen auf dem ſchweren Boden an die Stelle der Brache geſetzt. Die Wirtthſchaftsgeraͤthe ſind im Ganzen ſchlecht, und es ſoll unmoͤglich ſein, die Handwerker der Grafſchaft zu einer Neuerung oder Verbeſſerung derſelben zu vermoͤ⸗ gen. Der gewoͤhnliche Pflug iſt ſchwer, plump, in der Ausfuͤhrung roh, und nicht ſelten ſieht man einen ſolchen Pflug von vier, fuͤnf, ſechs Pferden gezogen, begleitet von einem Pfluͤger und zwei Treibern. Der fruchtbare Boden laͤngs der Themſe von Kenſington nach Isle⸗ worth befindet ſich meiſtens in den Haͤnden von Kunſt⸗ und Handels⸗ gaͤrtnern, die eine große Menge von Fruͤchten und Gemuͤſen nach Lon⸗ don liefern. Bei weitem der groͤßte Theil der Grafſchaft iſt jedoch Grasland, deſſen Behandlung, vorzuͤglich in Hinſicht auf das Heu⸗ 636 Statiſtiſche Notizen. machen, ſehr gut verſtanden wird. Außer den fruchtbaren Wieſen an dem Lea gibt es wohl noch gegen 70000 Acker hochgelegene Wieſen und Weiden. Viehzucht und Maſtung wird dennoch wenig betrieben. Die Paͤchter meinen, ihr Gras und Heu beſſer zu verwerthen, wenn ſie es in die Hauptſtadt verkaufen. Die Conſumtion an Heu und Korn durch die Pferde iſt ſehr groß; man rechnet, daß ſich wenigſtens 12000 Kuͤhe in den Milchwirthſchaften in London und deſſen Um⸗ gebung befinden. Sie gehoͤren alle zur kurzhoͤrnigen Raſſe. Nur in wenigen dieſer Wirthſchaften werden die Kuͤhe zur Zucht gebraucht; in den meiſten gemaͤſtet und verkauft, ſobald als ſie trocken ſtehen. Die Anzahl der in der Grafſchaft gehaltenen und gezogenen Schaafe iſt unbedeutend. Nur das Maͤſten von Laͤmmern in den Winter⸗ monaten als Lurusartikel wird von den Farmern in Middleſſer im Großen betrieben.(S. d. Beſchreibung der Laͤmmermaͤſtung im 39. Kapitel) Das Eigenthum iſt, wie gewoͤhnlich in der Naͤhe großer Staͤdte, ſehr vertheilt. Nur wenige Landguͤter haben eine Ausdeh⸗ nung von 500 bis 600 Acker, eine groͤßere Anzahl etwa 200 Acker, aber die durchſchnittliche Groͤße derſelben kann man nur zu 100 Ackern annehmen. Pachtcontracte auf laͤngere Zeit, meiſt auf 14 bis 21 Jahr ſind ziemlich allgemein. Die aͤlteren Farmgebaͤude beſtehen meiſt aus Holz⸗- und Strohdaͤchern, die neueren aber ſind großentheils aus Backſteinen errichtet und mit Ziegeln gedeckt. Da jedoch mehr Wieſen- als Ackerbau getrieben wird, befinden ſich in der Regel nur wenig Gebaͤude bei einem Farm. Die durchſchnittliche Landrente be⸗ traͤgt 38 Schilling 8¼ Pence vom Acker. Mineralien ſind von keiner Bedeutung. In der Naͤhe Londons findet man viele Ziegelbrenne⸗ reien, die den Eigenthuͤmern großen Gewinn bringen. Die Haupt⸗ fluͤſſe ſind die Themſe, Lea, Colne, Brent und große Kanaͤle durch⸗ ſchneiden die Grafſchaft. Die Hauptſtaͤdte ſind: London city 132803 E.; Weſtminſter city 202891 E.; Marylebone⸗Diſtrict 240294 E.; Finsbury⸗Diſtrict 226086 E.; Tower Hamlets 367864 E.; Chel⸗ ſea 32371 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 2144531 E. V. Suͤdoͤſtliche Grafſchaften. 1) Surrey, obgleich Binnengrafſchaft, erfreut ſich doch, wegen ihrer Lage an der Themſe, der Vortheile eines an der See gelegenen Landes. Dieſe Grafſchaft enthaͤlt 485120 Acker, von denen 400000 zum Anbau benutzt werden. Mit Ausnahme des ſogenannten Wal⸗ des beſteht die Oberflaͤche aus Huͤgeln und Thaͤlern. Einige der Huͤgel erreichen eine anſehnliche Hoͤhe und bieten viele Abwechslung und ſchoͤne Ausſichten. Der Boden iſt ſehr verſchieden; man findet den fruchtbarſten Lehm und aͤrmſten Moorboden. Es gibt hier drei Theile, die ſich durch ihren Boden weſenlich unterſcheiden 1) de Wid, kich ſandig lhn 3) ie di de Gufſch und dr Dh den, inem diym lihm lu der Gr Hnde⸗ und Gmyn kunn Becriüung, dr Gernd d fudſte wd Acaland,S genein ſthi 1) Bnch, vefüttert w oid. 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Im Nordoſten der Duͤnen, zwiſchen ihnen und der Themſe, trifft man auf eine große Verſchiedenheit von Bo⸗ den, indem er theils aus ſtrengem, bindenden Thon, theils aus ſan— digem Lehm ꝛc. beſteht. In den nordweſtlichen und ſuͤdlichen Thei⸗ len der Grafſchaft, vorzuͤglich in erſteren befinden ſich große Strecken Haide⸗ und Moorland, kleinere an verſchiedenen andern Orten. Im Ganzen kann man von den Haiden in Surrey nur eine ſehr ſchlechte Beſchreibung geben. Die groͤßte von ihnen iſt die Bagshothaide, an der Grenze von Berkſhire. Im Ganzen iſt jedoch die Geafſchaft fruchtbar und das Klima gut. Ein großer Theil von Surrey iſt Ackerland, aber die Ackerwirthſchaft im Allgemeinen in einem un— gemein ſchlechten Zuſtande. Die gewoͤhnliche Rotation im Wald iſt 1) Brache, 2) Weizen, 3) Gruͤnfutter, 4) Hafer 5) Wicken, die verfuͤttert werden, worauf das Land wiederum zu Weizen vorbereitet wird. Haͤufig bringt man aber auch 3) Hafer, 4) Gruͤnfutter, 5) Bohnen. Im noͤrdlichen Theile der Grafſchaft iſt die Fruchtfolge 1) Turnips, 2) Gerſte, 3) Gruͤnfutter, 4) Weizen 5) Wicken, Rog— gen oder verſchiedene Futtergewaͤchſe. Doch iſt es auch nichts Selte— nes, daß zwei oder noch mehr Koͤrnerfruͤchte einander folgen. Auf dem fruchbaren, muͤrben und kalkhaltigen Boden zwiſchen Croydon und Epſom gewinnt man nicht ſelten 6 Quarter Weizen vom Acker, und auf dem ſchoͤnen ſandigen Lehm bei Godalming ſind 5 Quarter keine ungewoͤhnliche Ernte. Aber auf den aͤrmeren Bodenarten und im Walde uͤberſteigt der Ertrag ſelten 2 ½ Quarter. Der Anbatt der Turnips wurde in Surrey fruͤher, als in einer andern Grafſchaft Englands eingefuͤhrt, allein bis heute findet man ſie noch ſelten ge— drillt, und uͤberhaupt zweckmaͤßig behandelt. Im Ganzen ziehen die Farmer Surreys Wicken allem andern Gruͤnfutter vor. Wendepfluͤge ſind in vielen Gegenden gebraͤuchlich, gewoͤhnlicher iſt aber ein Pflug mit feſtſtehendem Streichbret. Selbiger wird von 3, 4 oder 5 hin— tereinander geſpannten ſchweren Pferden gezogen. Kalk iſt ein ſehr gewoͤhnliches Daͤngemittel, und die Anwendung von Salz zu dieſem Zwecke wird taͤglich allgemeiner. Hopfen baut man in großen Quan— titaͤten an, und der in der Gegend von Farnham gewachſene wied den meiſten andern vorgezogen. An verſchiedenen Orten laͤngs der Themſe zieht man Spargel und andere Gemuͤſe. Eine beſondere Rindviehraſſe hat Surrey nicht, aber kurzhoͤrniges und Suſſexvieh findet man am haͤufigſten. Schaafe werden in großer Anzahl ge⸗ halten, beſonders in den Duͤnen. Der ganze Beſtand an ſelbigen ſchaͤzt man auf 283000 Stuͤck und ihren jaͤhrlichen Ertrag an Wolle auf 4120 Pack. Auch eine große Menge Schweine werden gemaͤſtet; ſie gehoͤren meiſt zu den Berkſhirer und Chineſiſchen Varietaͤten. 638 Statiſtiſche Notizen. Huͤhner machen ebenfalls einen nicht unwichtigen Zweig der Viehzucht in dieſer Grafſchaft aus. Man ſchaͤtzt beſonders eine Art dieſer Thiere, welche den Namen Dorkingraſſe traͤgt, ſehr groß wird und ſchoͤn gebaut, ganz weiß von Farbe, und dadurch von andern Huͤhnerarten unter⸗ ſchieden iſt, daß die dazu gehoͤrigen Thiere 5 Krallen an jedem Fuße haben. Sehr große Beſitzungen gibt es in Surrey nicht. Die Farms ſind von jeder Groͤße. Die anſehnlichſten ſind in den Duͤnen, die kleinſten im Walde. Die durchſchnittliche Groͤße uͤberſteigt nicht 170 Acker. Sie werden gewoͤhnlich auf 7, 14 oder 21 Jahre verpachtet. Die fehlerhaften Bedingungen bei dem Antritt eines Pachtes vernichten jedoch die Vortheile, die anderwaͤrts aus ſo langen Pachten entſtehen wuͤrden. Hier, ſo wie in Kent und Suſſer hat ein angehender Pachter ſo viele Ausgaben fuͤr Gegenſtaͤnde von verhaͤltnißmaͤßig geringem Werthe zu machen, daß, wenn er nicht ungewoͤhnlich reich iſt, der groͤßere Theil ſeines Kapitals ausgegeben iſt, ehe er die Wirthſchaft ſelbſt beginnt. Dieſes hat vielleicht mehr als etwas anderes die Fortſchritte des Ackerbaues hier gehemmt, un⸗ geachtet ſich die Farmer Surreys der Naͤhe des Londoner Marktes zu erfreuen haben. Im Wald ſind die Farmgebaͤude ſchlecht und baufaͤllig, an andern Orten beſſer. Die Arbeiterwohnungen ſind gut und haͤufig mit Weinſtoͤcken und Blumen verziert. Die durchſchnitt⸗ liche Landrente betraͤgt 15 Schilling 2¾ Pence vom Acker. Gutes Bau⸗- und Kopfholz findet man viel, vorzuͤglich im Wald. An ver⸗ ſchiedenen Orten graͤbt man Walkererde; auch gute Sand⸗ und Kalk⸗ ſteinbruͤche ſind hier. Abgeſehen von den Fabriken in der Haupt⸗ ſtadt, hat Surrey wenig Fabriken. Außer der Themſe fließen in die— ſer Grafſchaft noch der Wey, die Mole und Wandle. Die Haupt⸗ ſtraßen ſind gut, die Seitenwege aber, vorzuͤglich im Walde, ſehr ſchlecht. Die Hauptſtaͤdte ſind Southwark 134117 E.; Lambeth⸗ diſtrict 160613 E.; Croydon 12447 E.; Richmond 7243 E. Die uͤbrige Bevoͤlkerung der Grafſchaft betrug im Jahre 1831 gegen 486326 Seelen. 2) Kent, an der Nordſee, die ſuͤdoͤſtlichſte und dem Kontinent am naͤchſten gelegene Grafſchaft Englands, enthaͤlt 996680 Acker, von denen etwa 900000 zum Anbau benutzt werden. Der Anblick iſt verſchiedenartig und ſchoͤn. Die Ufer der Themſe und uͤberhaupt der groͤßere Theil des Landes nordwaͤrts von einer Linie von Gra⸗ vesend bis an den Kanal von Oſt⸗Swale bei Milton, die Inſeln Cheppey und Grain mit eingeſchloſſen, ſo wie auch die Ufer des Stour, ſind Marſchland. An die Marſchen am Oſt⸗Swale und Stour ſtoͤßt ein Strich ſehr ſchoͤner, tiefer, fetter Lehmboden. Un⸗ mittelbar im Suͤden der weſtlichen Marſchen und des jebt erwaͤhnten Landſtriches, dehnt ſich eine Reihe Kreidehuͤgel durch die ganze Laͤnge der Grafſchaft aus, von Dower bis an die Grenzen von Surrey. Eine andere Huͤgelreihe laͤuft faſt parallel mit der erwaͤhnten in einer Enkfernund der„Pald Val de ſrit ſt u ſchwemm, vorjigich kuidigen ndem Or nedrigen utmn, Or Whm inhe Orer 3 mg, ſcht wiſ ſhen wit Drr ſäͤl im der n Speil der Känu. di⸗ un legt E,w ſo di ſe A wurd, Theil bo wirthe d wiſen. fmn de iig d dhn 8 und dn gön tnerrin un dnh ſamj 1 1 8 dir Griße iünſi „ 14 dder ei dem An eerwaͤrts au ent und El degenſtände wenn er ÿtals uegatn at vieleihr m er erenmt, m endene Nts zude ſchocht w hnune ſi g Die duitſſtet NAcer. ir Wald. Ür and⸗ un a der Hi fliefen in Die Hau n Walde, E.; Lanie 7213 6. N re 1831 geh dem Kenti 996680 d. , Det ſn und iine Linie vur ir ˖ion, d 35 ) die Ur w ſ⸗ Sw ſw möoden, jebt erwifte ſe ganze lin von Sum tnin in i Anhang. 639 Entfernung von etwa 8 Meilen. Suͤdlich von letztrer befindet ſich der„Wald“ genannte Diſtrict, und in den aͤußerſten ſuͤdoͤſtlichen Winkel der Grafſchaft die Romney Marſch. Der Boden dieſer Di⸗ ſtricte iſt ungemein verſchieden. In den Marſchen iſt er meiſt ange⸗ ſchwemmt, tief und ſehr fruchtbar. Auf den kreidigen Laͤndereien, vorzuͤglich an den Seiten der Huͤgel, beſteht er meiſt aus einer looſen, kreidigen Erde, zuweilen mit einer Beimiſchung von Feuerſteinen; an andern Orten iſt es eine arme, leichte Flugerde und Sand. Die niedrigen Landſtriche zwiſchen den zwei Huͤgelreihen beſtehen meiſt aus trocknem, lehmigen Boden, der fruchtbar und leicht zu bearbeiten iſt. Der Boden der zweiten erwaͤhnten Huͤgelreihe iſt ſehr verſchieden. An einigen Orten beſteht er aus einem fruchtbaren Lehm, an anderen iſt er thonig, ſandig und ſteinig. Im Ganzen iſt der Boden des oͤſt— lichen Theiles beſſer, als der des weſtlichen. Die Inſel Scheppey liegt oſtwaͤrts von der Muͤndung des Med⸗ way, indem ſie durch den ſchiffbaren Kanal, Swale genannt, von der uͤbrigen Grafſchaft getrennt wird. Sie iſt ungefaͤhr 11 Meilen lang, und an der breiteſten Stelle 8 Meilen breit. Der Boden be⸗ ſteht meiſt aus tiefen, ſtrengen und ſteifem Thon, der in den Mar— ſchen mit einer duͤnnen Lage von vegetabiliſchem Moder bedeckt iſt. Der ſuͤdliche und groͤßere Theil des Eilands iſt niedrig und marſchig, an der noͤrdlichen Seite aber befinden ſich hohe Felſen. Der groͤßte Theil der Inſel hat wie uͤberhaupt das Marſchland, kein geſundes Klima. Die Inſel von Grain beſteht aus einer niedrigen Marſchgegend, und liegt weſtlich vom Ausfluß des Medway. Der ſeichte Arm der See, der ſie fruͤher vom Feſtlande trennte, iſt jetzt meiſt ausgefuͤllt, ſo daß ſie nicht mehr eine wirkliche Inſel iſt. Die Inſel Thanet, von der ſchon im 1. B. S. 529 geſprochen wurde, gehoͤrt ebenfalls hier her. Sie wurde fruͤher zum groͤßten Theil von Moͤnchen beſeſſen, welche zu ihrer Zeit die beſten Land⸗ wirthe waren, und iſt ſtets wegen ihrer hohen Kultur beruͤhmt ge⸗ weſen. Kent iſt, in Folge ſeiner Naͤhe am Kontinent, ohne Zweifel der Theil von England, der am fruͤheſten civiliſirt wurde. Die naͤmlichen Umſtaͤnde, denen es ſein fruͤheres Uebergewicht verdankt, bewahrten ihm auch ſpaͤterhin ſeine Bedeutung; und obgleich es jetzt von man⸗ cher andern Grafſchaft an Reichthum und Bervoͤlkerung uͤbertroffen wird, ſo erhalten ihm doch noch ſeine Lage, die Verſchiedenheit ſeines Bodens und ſeiner Oberflaͤche, die Annehmlichkeit ſeines Klimas, und ſeine vortheilhaften Einrichtungen ſeine alte Beruͤhmtheit. Nichts kann die Verſchiedenheit und Guͤte ſeiner rohen Producte uͤbertreffen. Es liefert ſchoͤne Ernten von allen Arten von Getreide, beſonders Weizen, Gerſte, Erbſen und Bohnen. Hopfen baut man hier mehr als in irgend einer andern Grafſchaft. Kirſchen, Nuͤſſe, Aepfel und 640 Statiſtiſche Notizen. Pflaumen gehen von hier in großer Menge nach London. Der Wald⸗ diſtrict iſt wegen ſeines Eichenbauholzes beruͤhmt und die Romney— Marſch wegen ihres Rindviehs, ihrer Schaafe und ihrer Wolle. Auch große Gemuͤſegaͤrten ſieht man. Das Gefluͤgel von jeglicher Art iſt groß und ſchoͤn. Desgleichen ſind Fiſche, Auſtern, Kaninchen und Wildpret von vorzuͤglicher Guͤte. Der Ackerbau ſteht beſonders in Oſt-Kent auf ſehr hoher Stufe. Weizen und Gerſte werden in großer Menge angebaut, und erſterer von beſter Guͤte auf der Inſel Cheppey gewonnen. Die Kultur der Erbſen und Bohnen ſoll hier beſſer als anderswo in England verſtanden werden; ſie werden meiſt gedibbelt und gedrillt. Auch bei den Halmfruͤchten findet, zumal auf leichtem Boden haͤufig das Drillen ſtatt. Turnips werden, außer der Inſel Thanet, auf den nicht ſchweren Boden in betraͤchtlicher Menge gebaut. Die gewoͤhnliche Fruchtfolge iſt: 1) Turnips, 2) Gerſte, 3) Gruͤnfutter, 4) Weizen, 5) Erbſen. In Weſt-⸗Kent iſt ſie: 1) Brache, 2) Weizen, 3) Hafer, 4) Gruͤnfutter oder Bohnen. Man macht hier von verſchiedenen Arten Duͤnger Gebrauch; dahin gehoͤren unter andern Fiſche und wollene Lumpen. Erſtere aͤußern nur fuͤr kurze Zeit Wirkung, die Lumpen jedoch fuͤr mehre Jahre. Auch Kreide wird gebrannt und als Duͤnger verwendet, und das Kreidegeroͤlle wird haͤufig uͤber die Themſe nach Eſſex gefuͤhrt, wo man es mit vielem Erfolge auf kaltem Marſchboden benutzt. Die Hopfenpflanzungen liegen meiſtens zwiſchen Maidſtone und Canterbury. 1834 wurden von ihnen 21402 Acker eingenommen, und die Ab⸗ gabe betrug(2 Pence vom Pfund) 175555 Pfund St., was auf eine Ernte von 21066600 Pfund ſchließen laͤßt. Jenes Jahr war jedoch ein außerordentlich guͤnſtiges. Die wollenen Lumpen werden gewoͤhnlich in den Hopfenpflanzungen angewendet. Die Koppeln ſind meiſt klein, ausgenommen im nordoͤſtlichen Theile der Grafſchaft jen— ſeits Canterbury, wo das Land verhaͤltnißmaͤßig offen iſt. Die Vieh⸗ zucht kann kaum bedeutend genannt werden, deſſen ungeachtet haͤlt man eine große Anzahl Rindvieh, ſowohl zur Maſt- als zur Milch— nutzung. Im Wald werden die Suſſex-Ochſen ſtark zum Zuge ge⸗ braucht. Das Milchvieh bezieht man jedoch aus andern Grafſchaften, und beſteht ſelbiges hauptſaͤchlich aus Walſher mit Suſſexer ꝛc. Vieh vermiſchter Raſſe. Die Anzahl der Schaafe in Kent iſt groß. Das Romney Marſchſchaaf iſt das gewoͤhnlichſte; es ſteht hoch auf den Beinen und iſt gut gebaut, aber nicht ſo groß, wie es ſcheint, maͤſtet ſich bald und liefert lange Kammwolle. Die Anzahl der Marſch⸗ ſchaafe wird auf 293000 Stuͤck geſchaͤtzt, die in dem uͤbrigen Theile der Grafſchaft auf 520000 Stuͤck. Das ganze Product an Wolle betraͤgt uͤber 18000 Pack. Das Eigenthum iſt ſehr vertheilt. Die kleineren Gutsbeſitzer ſind hier ſehr gebildet und haben oft noch neben ihren eignen Beſitzungen bedeutende Guͤter gepachtet. In Kent wird noch alles Land zu gleichen Theilen vererbt, wenn dieſes nicht durch in Tima leben liht Thein und auf de Ai anz Enzln 19 Guen 10 b6 14 60) ds 1 Plläütr,d Bii zen unl Ahnjit tns ei tergichi Hächem du dauſe und miſt aus- indiſin me critiche de ächeren ſchr vechvl ſcht. Bu bet geſcieh großen Beh wan, Stoun Fardle durch vich 0712 han 10485 lic C, detcug N 9)8r DC Okberf von Freibe frctt ſih Grpl, de Kippen en Der Bade benunen, Sihlich d tiihtlich itth⸗Dor n Dſem han ud J Anhang. 641 1 De W e da ein Teſtament vereitelt wird. Es erben naͤmlich bei der Eltern Ab⸗ Al 1 leben nicht blos der aͤtteſte Sohn, ſondern alle Soͤhne in gleichen tlicha Ut Tguheilen und wenn keine Soͤhne vorhanden ſind, geht die Erbſchaft Kninzng auf die Toͤchter uͤber. Vor der Eroberung war dieſer Gebrauch in t biadet ganz England allgemein, jeßzt exiſtirt er außer Kent nur noch in we⸗ rh win 1 nigen Gegenden. Die Groͤße der Farms iſt verſchieden. Viele halten df un*10 bis 14 Acker, wenige 200 Acker; jedoch gibt es auch einige von gan fhi 600 bis 1500 Acker. In manchen Gegenden iſt der Pacht nach Vnn h Willkuͤhr, die groͤßere Zahl iſt aber auf 7 oder 14 Jahre verpachtet. „Vde un Bei den auch hier, ſo wie in Surrey, fehlerhaften Gebraͤuchen bei „ zuml Antritt eines Pachtes iſt es zu verwundern, daß die Agricultur ſo en, aufer. weit vorgeſchritten iſt. Jedoch haben ſich auch ſchon Hunderte von lüche A Paͤchtern durch ihre Verbeſſerungen zu Grunde gerichtet. Die Farm⸗ 6, N ün haͤuſer und Wirthſchaftsgebaͤude ſind im Ganzen mittelmaͤßig und ⸗Kent iſ ſ meiſt aus Holz errichtet, die im jetzigen Jahrhundert erbauten ſind o Aimn indeſſen meiſt von Ziegelſteinen und bequem eingerichtet. Die durch⸗ genuch, vüü ſchnittliche Landrente betraͤgt 17 Schilling 5 Pence vom Acker. Außer erkae äußem dem eichenen Bauholze im Walddiſtricte gibt es auch noch anderes tnin IMt ſehr werthvolles Bauholz und Brennholz in andern Theilen der Graf⸗ ndä, un d ſchaft. Buſchholz wird viel zu Hopfenſtangen verbraucht. Die Ar⸗ t gfügt, beit geſchieht meiſt im Verding. Die Manufacturen ſind von keiner benubt. N großen Bedeutung. Die vornehmſten Fluͤſſe ſind: Themſe, Med⸗ nd Cantein way, Stoure, Rothe, Darent und Ravensburne. Mehre bedeutende und dul Kanaͤle durchſchneiden die Grafſchaft. Die Hauptſtaͤdte ſind: Grenn⸗ t, was i wich 20712 E.; Deptford 19795 E.; Maidſtone 15287 E.; Chat⸗ 3 Jaßrnn ham 16485 E.; Canterbury 15314 E.; Rocheſter 9891 E.; Dover ayen werd 11924 E.; Sandwich 3136 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft Koypen i betrug 479156 Seelen im Jahr 1831. Hrafſchaſt jir 3) Suſſex, am engliſchen Kanal gelegen, enthaͤlt 938240 Acker. t. De Vir⸗ Die Oberflaͤche und der Boden ſind ſehr verſchieden. Eine Reihe mxoochk hil von Kreibehuͤgeln, die gewoͤhnlich South-Downs genannt werden, er⸗ is iw Mh⸗ ſtreckt ſich durch die Grafſchaft von South-Harting und Miland zun Jue Chapel, bis an die Grenze von Hampſhire, wo ſie in hohen, ſteilen n Graſchrftn Klippen endigt. Der noͤrdliche Abhang iſt ſteiler als der ſuͤdliche. ſtur e d Der Boden der South-Downs beſteht meiſt aus einem leichten, ſt gu. J braunen, humoſen Erdreich, auf lockerem, kreidigen Untergrunde. hoch afft Suͤdlich von dieſer Huͤgelreihe, laͤngs der Kuͤſte findet man eine be⸗ ſchein traͤchtliche Strecke ſchoͤnen, fetten Lehmbodens. Noͤrdlich von den de Püit⸗ South⸗Downs liegt der ſogenannte Walddiſtrict von Suſſer, der ſich ütrign di nach Oſten hin mit dem Walde von Kent verbindet. Zwiſchen Hors⸗ 1 ham und Maresfield, und im nordoͤſtlichen Winkel der Grafſchaft rzeit. A findet man armes, ſandiges Land. Der Boden des Waldes iſt dem f noch nr in dem Walde von Kent aͤhnlich, indem er meiſt aus ſteifem, zaͤhen in Kitt wid Thon mit ſandigen und kieſigen Stellen untermiſcht, beſteht. Er iſt 4 rict durh f mit Eichenwaldung bedeckt. Im oͤſtlichen Theii der Graf⸗ 642 Statiſtiſche Notizen. ſchaft befinden ſich auch bedeutende Strecken ſchoͤnen und tiefen Marſch⸗ bodens. Arthur Young vertheilt die Oberflaͤche folgendermaßen: Huͤgel⸗ oder Duͤnenland 68000 Acker, fruchtbares Ackerland 100000 Acker, meiſt ſandige Wuͤſtungen 110000 Acker, Ackerland und Weiden im Walde 425000 Acker, Waldung 170000 Acker. Das uͤbrige kommt auf Waſſer, Sand, Gebaͤude ꝛc. Das Klima iſt mild, trocken und warm. Ein großer Theil von Suſſex iſt unter dem Pfluge, aber der Landwirthſchaftsbetrieb in ſchlechtem Zuſtande. Die am meiſten angebauten Koͤrnerfruͤchte ſind Weizen, Hafer und Gerſte, und auf allem leichten Boden werden Turnips erzielt. Die gewoͤhnliche Rota⸗ tion iſt dann 1) Turnips, 2) Gerſte, 3) Gruͤnfutter, 4) Weizen, 5) Raps oder andere gruͤne Fruͤchte. Im Wald iſt die gewoͤhnliche Rotation: 1) Brache, 2) Weizen, 3) Gruͤnfutter, 4) Hafer; oder 3) Hafer, 4) Gruͤnfutter. Bohnen werden nicht viel gebaut, deſto mehr aber Hopfen, vorzuͤglich in den oͤſtlichen Theilen der Graſſchaft. Es waren daſelbſt 10431 Acker im J. 1834 mit dieſem Gewaͤchs beſtanden. Suſſex iſt mit Recht wegen ſeines Rindviehs und ſeiner Schaafe beruͤhmt. Beide ſind ausgezeichnet in ihrer Art. Die Ochſen ſind von einer dunklen, rothen Farbe, und haben ſpitz zulaufende und aufwaͤrts gebogene Hoͤrner. Sie maͤſten ſich leicht, liefern aus⸗ gezeichnetes Fleiſch und ſtehen als Arbeitsthiere keiner andern Raſſe nach. Der groͤßte Theil der Pflugarbeit im Walde wird mit Ochſen verrichtet. Jedoch iſt das hier einheimiſche Rindvieh nicht befriedigend fuͤr Milchwirthſchaften. Die beſondere, hierher gehoͤrende Schaafraſſe ſind die South-Downs, ſo genannt von den Kreidehuͤgeln(Duͤnen) gleiches Namens, wo ſie in groͤßter Vollkommenheit angetroffen wer⸗ den. Die Raſſe iſt jetzt ſehr weit verbreitet; hat aber in Folge der groͤßern Ausdehnung des Ackerbaues in den Duͤnen ſelbſt und der Vergroͤßerung der Thiere und des Gewichtes der Vließe, hinſichtlich der Guͤte des Fleiſches ſowohl, wie der Wolle ſehr daſelbſt verloren gegen fruͤher. Der hohe Preis des Getreides waͤhrend der letzten Kriegsjahre und der niedrige der Wolle von 1825 bis 1830 verur⸗ ſachten jene Ausdehnung des Ackerbaues in den Duͤnen, die umge⸗ kehrten Verhaͤltniſſe haben ihn aber ſpaͤterhin wieder vermindert. Die Anzahl der Schaafe wird auf 863000 Stuͤck geſchaͤtzt, von denen allein 316000 auf den Duͤnen weiden. Das ganze jaͤhrliche Pro⸗ duct an Wolle nimmt man zu 10800 Pack an. Suſſex iſt laͤngſt wegen des Ueberfluſſes und der Guͤte ſeines Bauholzes beruͤhmt ge⸗ weſen; es uͤbertrifft in dieſer Hinſicht entſchieden jede andere Graſſchaft. Eichen liefert vorzuͤglich der Wald, andere Gegenden mehr Buchen. Das Beſitzthum iſt ſehr vertheilt. Die durchſchnittliche Groͤße der Farms im Walde iſt 100 Acker, in den Duͤnen 1200 bis 2000 Acker. Ein großer Theil der Farms iſt nach Willkuͤhr verpachtet und die Gebraͤuche bei Antritt des Pachtes ſind ebenſo fehlerhaft, wie die in Surrey und Kent. Die Wirthſchaftsgebaͤude ſind durchaus mit Stroh ghc rente betrah kine Bd Srndſten, der Aun. voyſeafche icſin Et ames 850 verug de V 9) 8e die ſt in in 4 Dſr iſlicen dn Windſ Strcen ſhiede, Thal von iind in! jirſihtli nehren O. diſte, di?. ſchft, von wigt, ds v, w Rfed, des Thal Emtm doch der; de Deerf Tcerand 200O; kͤgeln, Acker;7 30000? 1 iſgrhn ti iite d iffn q eniimn. 1ooh Re und Vani 15 übrige um nid, trockn u em Pfluge, Die an ni Gerſte, uyn ewohnlihe g ter, 4) Lir die gewin 4) Haft wiel gebaut, ſ en der Guſſti dieſem Gevit dviezs and fenn At. D Däſe t ſiit zaiend eict, lifern we ner udem d witd wit din nicht befli ende Scli Ageln(Dan ngetroffen i in Folge! ſädſt und ieße, hinſict daſelbſt vero hrend der li bis 1830 ver. nen, die un⸗ vermiddert.¹ ait, un d ſe jährlih 1 Süſſer iſt ⸗ lzss berihrt andere Guſſt n mer Bi tihe Griſ 1200 bis M verpach lechaft vi⸗ 3 d durhnus n Anhang. 643 Stroh gedeckt und mit Planken beſchlagen. Die durchſchnittliche Land⸗ rente betraͤgt 11 Schilling 8 ½ Pence vom Acker. Fabriken ſind von keiner Bedeutung. Man findet Eiſenſtein, Walkererde, Kalk und Sandſtein. Große Fluͤſſe gibt es nicht. Der hauptſaͤchlichſte iſt der Arun. Im Walde hat man beſondere Teiche, in denen Suͤß⸗ waſſerfiſche fuͤr den Londoner Markt gemaͤſtet werden. Die vorzuͤg⸗ lichſten Staͤdte ſind: Brighton 41994 E.; Haſtings 10097 E.; Lewes 8592 E.; Chicheſter 8270 E.; Horsham 5105 E. 1831 betrug die Bevoͤlkerung der Grafſchaft 272328 Seelen. VI. Suͤdliche Grafſchaften. 1) Berkſhire, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 481280 Acker. Sie iſt eine der ſchoͤnſten Grafſchaften des Reiches und von Natur in 4 Diſtricte getheilt. Der erſte iſt der Forſtdiſtrict, welcher ihren oͤſtlichen Theil bis an den Fluß Loddon in ſich begreift. Er enthaͤlt den Windſorforſt, einen Theil der Bagshothaide und noch andere Strecken wuͤſten Landes. Seine Oberflaͤche und ſein Boden ſind ver⸗ ſchieden, letzterer aber meiſt ſandig, kieſig und arm. Der zweite, das Thal von Kennet, erſtreckt ſich von Wargrave im Oſten bis Hunger⸗ ford im Weſten. Der kieſige Boden iſt hier zwar vorherrſchend; aber hinſichtlich ſeiner Beſchaffenheit und Fruchtbarkeit ſehr verſchieden. An mehren Orten laͤngs den Ufern des Fluſſes wird Torf gefunden. Der dritte, die Kreidehuͤgel oder Duͤnen, erſtreckt ſich quer durch die Graf⸗ ſchaft, von Streatley im Oſten bis Aſhbury im Weſten. Und der vierte, das Thal des weißen Pferdes, liegt nordwaͤrts von den Kreide⸗ huͤgeln, und hat ſeinen Namen von der gigantiſchen Figur eines Pferdes, die roh auf einen jener Huͤgel gezeichnet iſt. Der Boden des Thales iſt ein ſtrenger, grauer, kalkhaltiger Lehm, der uͤppige Ernten von Gras und Korn hervorbringt. An einigen Orten iſt je⸗ doch der Boden auch von geringer Fruchtbarkeit. Dr. Beeke vertheilt die Oberflaͤche, die er auf 464500 Acker annimmt, folgendermaßen: Ackerland ungefaͤhr 255000 Acker; Wieſen und Kuhweiden im Thale, 72000 Acker; Schaafweiden, beſonders uneingefriedigte auf den Kreide⸗ huͤgeln, 25000 Acker; andere trockne Weiden, Parks ꝛc. 25000 Acker; Wuͤſtungen, beſonders duͤrre Haiden, 30000 Acker; Holzungen, 30000 Acker. Das übrige koͤmmt auf Gebaͤude, Waſſer, Straßen, Hecken ꝛc. Die Landwirthſchaft ſteht auf einer ziemlich niedrigen Stufe. Die Hauptkoͤrnerfruͤchte ſind Hafer und Weizen. Das Land iſt gewoͤhnlich auf 7 oder 14 Jahre verpachtet. Da aber den Paͤch⸗ tern ſelten Bedingungen hinſichtlich der Kultur geſtellt werden, ſo iſt der Boden, wenn er nicht von den Eignern ſelbſt bewirthſchaftet wird, im Allgemeinen ſehr ausgeſogen. Die gewoͤhnliche Rotation iſt auf dem Turnipsboden: 1) Turnips, 2) Gerſte oder Hafer 3) Gruͤn⸗ futter, 4) Weizen, 5) Hafer. Auf ſchwerem Käuen 1) Brache, 644 Statiſtiſche Notizen.. 2) Weizen, 3) Bohnen, 4) Weizen und Hafer, und wenn die vierte Frucht Weizen iſt, kommt 5) nochmals Hafer. 4 oder 5 Pferde ſind gewoͤhnlich vor einen Pflug geſpannt, und man nimmt an, daß recht gut ein Drittel der Arbeitspferde erſpart werden koͤnnten. Auf dem ſchweren Boden werden die Bohnen meiſt gedibbelt. Berkſhire erfreut ſich uͤbrigens der Beruͤhmtheit ſeiner Milch- und Maſtwirth⸗ ſchaften. Das Rindvieh beſteht jetzt meiſt aus der Holderneß⸗ und Teeswaterraſſe, jedoch wird im Walddiſtricte auch viel Schottiſches⸗ und Walesvieh gemaͤſtet. Der weſtliche Theil des Thales des weißen Pferdes, vorzuͤglich das Kirchſpiel von Buscot iſt wegen ſeiner Milch⸗ wirthſchaften beruͤhmt. Es wird daſelbſt der ſogenannte Tannenzapfen⸗ kaͤfe gemacht. Jedoch iſt der groͤßere Theil des in Berkſhire gefertig⸗ ten Kaͤſes von der Art des doppelten Glouceſters. Dr. Mavor ſchaͤßt die Geſammtſumme der in dem Molkereidiſtricte gehaltenen Kuͤhe auf 5000 Stuͤck und verſichert, daß jaͤhrlich 2000 bis 3000 Tonnen Kaͤſe von Buscot aus nach London gehen, wobei die von Berkſhire gelieferte Quantitaͤt nicht weniger als 1000 Tonnen betraͤgt. Die South-Down Schaafraſſe, jedoch mit andern ſtark gekreuzt, iſt jetzt die am meiſten verbreitete. Der ganze Beſtand an Schaafen wird auf 308000 Stuͤck geſchaͤtzt, und deren Product an Wolle auf 4470 Pack. Die Berkſhirer Schweineraſſe iſt eine der beſten des Reiches. Sie werden in großer Anzahl gezogen, und vornehmlich auf Speck benutzt. Gemuͤſe, beſonders Zwiebeln und Spargel, wird auch viel gebaut und nach London und Bath verſendet. Große Beſitzungen gibt es wenig, das Beſitzthum iſt meiſtens ſehr vertheilt. Viele Guͤ⸗ ter werden von ihren Beſitzern bewirthſchaftet. Die Farms ſind von mittler Groͤße, eher klein, als groß. Die Gebaͤude auf ihnen mittel— maͤßig. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 16 Schilling 10 Pence vom Acker. Manufacturen und Mineralien ſind von keiner Bedeu— tung. Außer der Themſe durchſtroͤmen Berks noch der Kennet, der Loddon, der Ock und andere Fluͤſſe. Kanaͤle und die Eiſenbahn von London nach Briſtol durchſchneiden es. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Reading 15595 E.; Windſor 5650 E.; Abingdon 5259 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft betrug 145289 Seelen im Jahre 1831. 2) Wiltſhire, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 874880 Acker, von denen ungefaͤhr 800000 Ackerland, Wieſen und Weiden ſind. Es wird durch die Fluͤſſe Kennet und Avon und den beide verbinden⸗ den Kanal in zwei große Theile getheilt, gewoͤhnlich Nord- und Suͤd⸗ Wiltſhire genannt. Der ſuͤdliche Theil beſteht meiſt aus der Ebene von Salisbury und hat großentheils Kreideboden, wird jedoch von einigen fruchtbaren, gut bewaͤſſerten und ſchoͤnen Thaͤlern durchſchnit⸗ ten; denn obgleich dieſer Landſtrich eine Ebene genannt wird, ſo iſt er doch, wie alles Kreideland, wellenfoͤrmig. Die ebenſte Flaͤche liegt um Stonehenge. Zwiſchen Trowbridge und Pewſey und zwiſchen Kul ud d Lmd Di eon Saliäl riſchat, doch diſtt uin gohe watthit. d auf 7 dder tuͤpungn 4 huu, lut f hau ſt i? Itlibenz u mewbed MKerdm in Land anme KWeide zu doch in ſärnacfücht mſchräͤnkt Turnips, dm griſte vid Mic imen Ner inwich ſe Iadachaec de Ghuiſt fern dn Wole die ie theiss Sonth⸗D ſchtt me auf da Di Vie dver leßter Jak S immenhen iweine un Ach ng dat ſ in k. d untn A 8 En Anhang. 645 wenn die Ua en5 Willy und der Dorſetſhirer Grenzen trifft man auch ſehr fruchtbares nimmt i d Land. Die Marlborough⸗Downs, die in vieler Hinſicht der Ebene „V K kiann d von Salisbury ſehr aͤhnlich ſind, liegen in dem noͤrdlichen Theile der bet. Vrei Grafſchaft, zwiſchen Marlborough und Swindon; uͤbrigens beſteht und Maiit jedoch dieſer Theil meiſtens aus fruchtbarem Thallande. Es gibt zwar 3 einige große Beſitzungen, aber im Ganzen iſt das Beſitzthum ſehr vertheilt. Farms finden ſich von allen Groͤßen, und ſie ſind meiſtens auf 7 oder 14 oder 21 Jahre verpachtet, mit unverwerflichen Be⸗ dingungen beim Antritt. Farmgebaͤude waren fruͤher zuſammen ge⸗ baut, jetzt ſtehn ſie wieder mehr von einander abgeſondert. Der Acker⸗ bau iſt in Wiltſhire in ſehr vorgeſchrittenem Zuſtande, und zeigt von Intelligenz und Unternehmungsgeiſt der Farmer. Das Pflugland iſt merkwuͤrdig rein und in guter Kultur. Man glaubt jedoch, daß der Ackerbau in den Duͤnen zu ſehr ausgedehnt ſei. Wenn hier das Land einmal aufgebrochen iſt, haͤlt es ſchwer, es wieder in gute Weide zu verwandeln, und doch gibt es, wenn das Getreide nicht hoch im Preiſe ſteht, als letztere einen hoͤheren Ertrag. Die Haupt⸗ Holderntß⸗ wh iel Schotiſte gales des win n ſeiner Mo Tannenzayi eriſhire gefen t. Mavor ſte ltenen Kühe n 9 3000 Tamr fe tor Iefhit en betir. N inun, ig ſe koͤrnerfruͤchte ſind Weizen und Gerſte. Der Anbau der letzteren be⸗ tEhriſn i beſchraͤnkt ſich jedoch großentheils auf den leichten, kreidigen Boden. m Aulei Turnips, Raps, Kohl und Kartoffeln werden ſtark angebaut. Auf e der bin dem groͤßten Theile des fruchtbaren Landes in dem noͤrdlichen Diſtricte vornegmiſ wird Milchwirthſchaft und Rindviehmaſt getrieben. Der Kaͤſe, der, argel, vi etwas Butter ausgenommen, faſt das einzige Product der Molkereien roße Beſtgn iſt, wurde fruͤher als Gloueeſterkaͤſe verkauft, iſt jetzt aber unter dem t. Vilb Namen Nord Wiltſhirer Kaͤſe wohl bekannt und geſchaͤtzt. Das dums ſinò d Rindvieh iſt von verſchiedener Raſſe. Trotz des hohen Ertrags der iynen wint Rindviehzucht, werden die Schaafe dennoch in dem groͤßeren Theile iläns 10 Nr. der Grafſchaft fuͤr eine Hauptſtuͤtze der Landwirthe gehalten. Sie lie⸗ 1 keinet Be fern den hauptſaͤchlichſten Duͤnger, und die Laͤmmer machen nebſt der der Kennt, d Wolle die wichtigſten Verkaufsartikel aus. Die Anzahl der Schaafe, Eienbahn den die theils aus der einheimiſchen gehoͤrnten Raſſe, mehr noch aber aus glihſten Sud South⸗Downs und aus einer Kreuzung zwiſchen beiden beſtehen, ingdon deög ſchaͤtztt man auf ungefaͤhr 700000 Stuͤck, von denen etwa 584000 eilen in J auf den Duͤnen weiden, und die uͤbrigen auf dem angebauten Lande. Die Vließe der erſteren wiegen im Durchſchnitt 2 ¾ Pfund, und die 874880 1 der letzteren 4 Pfund. Ihr Geſammtproduct an Wolle betraͤgt 8650 nd Weün Pack. Die Wieſenwaͤſſerung iſt in Suͤd-Wiltſhire in groͤßter Voll⸗ beide vetn⸗ kommenheit zu ſehen, und wird in großem Maaßſtabe ausgeuͤbt. ford u de⸗ Schweine werden viel gehalten, und der Wiltſhirer Schinken ſteht in aus der S großer Achtung. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 18 Schil⸗ rid jäuh u ling 6½ Pence vom Acker. Die Manufacturen Wiltſhires ſind be— jmn durt ti deutend; ſie liefern feine wollene Zeuge, Teppiche, feine Stahlwaa⸗ ren ꝛc. Die vornehmſten Fluͤſſe ſind: die Themſe, der obere und untere Avon, und der Kennet. Die Hauptſtaͤdte: Trowbridge 10863 E.; Salisbury 9876 E.; Chippenham 5270 E.; Calne 4876 E. it witd, 6 ſte Fltt ig un griſche 646 4 Statiſtiſche Notizen. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich im J. 1831 auf 239181 Seelen. 3) Hampſhire, Southhampton oder Hants, am engliſchen Kanale gelegen, umſchließt die Inſel Wight und enthaͤlt 1040000 Acker, von denen inel. der Inſel etwa 900000 Acker zum Anbau benutzt werden. Dieſe Grafſchaft wird fuͤr eine der angenehmſten Englands gehalten. Die Oberflaͤche wechſelt angenehm zwiſchen ſanft anſteigenden Huͤgeln und fruchtbaren Thaͤlern, waͤhrend das Klima meiſt mild und heiter iſt. Der Boden wechſelt ſehr, enthaͤlt aber großentheils viel Kreide. Der noͤrdliche Theil iſt zum Theil huͤgelig, aber zwiſchen Baſingſtoke und Selcheſter trifft man das ſchoͤnſte Wei⸗ zen- und Bohnenland der Grafſchaft. Ein breiter Guͤrtel Kreidehuͤ⸗ gel oder Duͤnen, von zahlreichen Thaͤlern durchſchnitten, dehnt ſich quer durch die Grafſchaft aus, von der Ebene von Salisbury bis an die Grenzen von Suſſex und Surrey. Der ſuͤdweſtliche Theil wird meiſt von dem neuen Forſt und ausgedehnten Haiden eingenommen. Noͤrdlich vom Hafen von Portsmouth ſind große Strecken Forſt- und Duͤnenland, aber in den ſuͤdlichen und mittleren Theilen, beſonders in den von den Fluͤſſen Anton, Itchen und andern bewaͤſſerten Thaͤ⸗ lern, trifft man ſehr gutes Land, und einige der ſchoͤnſten Bewaͤſſe⸗ rungswieſen Englands. Marſchland findet man an verſchiedenen Orten an der Kuͤſte. Die Hauptkoͤrnerfruͤchte ſind Weizen, Gerſte, Hafer, Bohnen und wenig Erbſen. Der Turnipsbau iſt bedeutend, beſonders auf dem leichten, kalkhaltigen Boden. Esparſette wird auch auf dem Kalkboden erbaut, und vielleicht mehr, als anderswo in England. Aber der Ackerbau hat nicht, obgleich er in den letzten 20 bis 30 Jahren ſehr verbeſſert worden, den Grad von Vollkommen⸗ heit erreicht, den man erwarten ſollte. Es iſt den Paͤchtern zwar unterſagt, zwei Weizenernten ſich folgen zu laſſen, aber zwei Koͤrner⸗ ernten uͤberhaupt ſind erlaubt und daher nicht ungewoͤhnlich, ſo daß haͤufig Hafer dem Weizen folgt, wobei das Land an vielen Orten verarmt und erſchoͤpft wird. Jedoch iſt dieſer verderbliche Gebrauch in Abnahme. Der alte Hampſhire Pflug, gewoͤhnlich von 4 großen und ſchweren Pferden gezogen, iſt ein ſchwerfaͤlliges und plumpes Werkzeug; es ſind jetzt aber Pfluͤge von verbeſſerter Conſtruction und ganz aus Eiſen gefertigt viel im Gebrauche. Der gewoͤhnliche Hamp⸗ ſhireſche Wagen beſteht aus zwei feſt mit einander vereinigten Karren. Einige bedeutende Hopfenpflanzungen ſind anzutreffen. Das Rind⸗ vieh beſteht aus verſchiedenen Raſſen; jedoch iſt laͤngs der Kuͤſte und auf der Inſel Wight die Alderney oder kleinere Raſſe des normaͤnni⸗ ſchen Viehs vorherrſchend, anderwaͤrts wiederum das Devonſßhirer, oder eine Kreuzung zwiſchen ihm und der Alderney Raſſe. Die Mol⸗ kerei wird nicht ſehr betrieben und nicht viel mehr Butter gemacht, als zum eignen Bedarf noͤthig iſt. Die Schaafe ſind auch von ver⸗ ſchiedener Raſſe. In dem Forſtdiſtricte waren fruͤher das Haideſchaaf put m lcoh Magx dn Hiden Di Gited punän 3 nh wih, ti f de Bei ritm d Bſtangm ſ ſchiden; i frdem biele wit kliner. dwhachtt,) Irrpachten riele ſind 11 Stilin hül jigt un Ej innt Inſer in in Wefen. Hhan wid i Aaneen ſ Wedautwa, Won, der macht wors 50389 E. wingun 5 Gellen im de und iſtt Solent⸗ be igt 1 ſchön dndſ ſe tdorch M äüm Da dan hut d dedgg in 1 11 af hl 4 5, am aulſche Kthfält 104 d un hr im Wnf ehm zriſte ſm pren das gin ſhr, etit a un Thei häe dos ſchinfe d Oirtl grrdt⸗ witen, dänt Slätury ä eſtiche Tyil ei den inmane Streäer h in Thein, dindes bemiſicm de chönſtn dwſf an vercier Wehzen, bi du iſt bede rſette wird anderswo den letzten! n Volkkomme Pachtern in ber zwei Kenr vöhniich, ſo di an tilen Drn erhüche Gedauc h wn 4 piin s und lluh Conftrrtin d vähnüch hr⸗ reinigten dun 2 Vff Das la⸗ des normin⸗ 8 O evonſbin⸗ ſ Die N zuttet onch auch vn ke as Hedechaf Anhang. 647 und das alt Wiltſhirer am gewoͤhnlichſten, es iſt ſeitdem aber viel mit andern Raſſen gekreuzt und haͤufig von den South⸗Downs er⸗ ſetzt worden. Die Anzahl der Schaafe iſt ſehr groß;z man ſchaͤtzt ſie auf 576000 Stuͤck, wovon 60000 Stuͤck auf die Inſel Wight kommen. Ihr jaͤhrliches Product an Wolle nimmt man auf 7450 Pack an. Beruͤhmt ſind die ſchoͤnen Schaafe von Weyhill. Eine große Menge kleiner, feſter Pferde werden in dem Forſtlande und in den Haiden gezogen. Bekannt iſt Hampfhire wegen ſeines Specks. Die Guͤte deſſelben ruͤhrt jedoch nicht von der Vorzuͤglichkeit der ein— heimiſchen Schweineraſſe her; dieſe iſt im Gegentheil nicht viel werth und wird, rein, ſelten noch gehalten. Die vorherrſchenden Raſſen ſind die Berkſhirer, dann eine Kreuzung zwiſchen dieſer und den ein⸗ heimiſchen Vieh, oder der chineſiſchen oder einer andern Art. Di. Beſitzungen ſind meiſt groß, die einzelnen Wirthſchaften aber ſehr ver⸗ ſchieden; in den mittleren Theilen der Grafſchaft haͤufig ſehr groß, indem viele 400 bis 500 Acker enthalten, in andern Theilen wieder weit kleiner. Bis vor Kurzem waren ſie meiſt auf beſtimmte Zeit verpachtet, jetzt hat aber der fehlerhafte Gebrauch des willkuͤhrlichen Verpachtens feſten Fuß gefaßt. Die Farmgebaͤude ſind meiſt gut; viele ſind von Holz errichtet. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 11 Schilling 5 Pence vom Acker. Der ſogenannte neue Forſt ent⸗ haͤlt jetzt ungefaͤhr noch 92000 Acker, war fruͤher jedoch weit groͤßer. Er nimmt den ganzen Landſtrich ein zwiſchen dem Southhampton Waſſer im Oſten, den britiſchen Kanal im Suͤden und den Avon im Weſten. Eichen und Buchen ſind ſeine Hauptbeſtaͤnde. Auch Honig wird in den Waͤldern viel gewonnen. Den Schiffbau ausge— nommen ſind die Manufacturen von Hampſhire von keiner großen Bedeutung, eben ſo wenig die Mineralien. Die Hauptfluͤſſe ſind der Avon, der Anton und der Itchen, der bis Wincheſter ſchiffbar ge— macht worden iſt. Die Hauptſtaͤdte ſind: Portsmouth und Portſea 50389 E.; Southhampton 19324 E.; Wincheſter 9212 E.; Ly⸗ mington 5472 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft betrug 314313 Seelen im J. 1831. Die Inſel Wight liegt der Southhamptonſhirer Kuͤſte gegenuͤber und iſt von dieſer durch die Straße von Spithead und durch den Solent- oder Weſtkanal getrennt; die Entfernung vom feſten Lande betraͤgt 1 bis 3 Meilen. Die Inſel enthaͤlt 86810 Acker und zeigt eine ſchoͤne Abwechslung von Huͤgeln, Thaͤlern, Staͤdten, Doͤrfern und Landſitzen. Eine Reihe von Kreidehuͤgeln zieht ſich quer durch ſie hindurch, und bietet ſchoͤne Schaafweiden und praͤchtige Ausſichten. Das Klima iſt uͤberaus mild und vielleicht das geſundeſte Englands. Der Boden iſt lehmig und meiſt ſehr fruchtbar. Der Fluß Medina theilt die Inſel in 2 faſt ganz gleiche Theile. Ihre Bevoͤlkerung betrug in eben genannten Jahre 35431 Seelen. 4) Dorſetſhire, am britiſchen Kanale gelegen, enthaͤlt 643840 648 Statiſtiſche Notizen. Acker, von denen ungefaͤhr 570000 zum Anbau benutzt werden. Die Oberflaͤche des Landes iſt angenehm unterbrochen, das Klima trocken und geſund, die Ernte aber nicht ſo zeitig, als in anderen, nicht ſo ſuͤdlich gebogenen Gegenden. Hr. Stevenſon ſchaͤtzt die Oberflaͤche nur auf 504000 A., und vertheilt dieſe ſo: 161000 A. ſind Kreide⸗ boden, 85000 A. Sand, 38000 A. Lehm, 60000 A. Kies, 30000 A. Steingeroͤle, 117000 A. Thon und 13000 A. Boden verſchie⸗ dener Art. Dorſetſhire iſt zuweilen der Garten Englands genannt worden, allein obgleich einige Diſtricte ausgezeichnet fruchtbar ſind, wie das Thal von Blackmoor und einige Kuͤſtengegenden, ſo ſcheint es doch keinen beſondern Anſpruch auf dieſen Beinamen zu haben. Es enthaͤlt bedeutende Kreideduͤnen, zwiſchen Blandford und Hamp⸗ ſhire große Strecken Forſtboden, und um den Hafen von Poole mehre tauſend Acker duͤrren Haidemoor. Das Eigenthum beſteht in großen Beſitzungen. Die Farms ſind verſchieden, meiſt aber groß. Pacht auf beſtimmte Zeit ſind jetzt haͤufiger, als fruͤher. Die durchſchnitt— liche Landrente betraͤgt 15 Schilling 2¼ Pence vom Acker. Der Ackerbau iſt durch Annahme einer beſſeren Fruchtfolge, durch den An⸗ bau der Turnips anſtatt der Brache auf den minder gebundenen Bo⸗ denacker ꝛc. weſentlich verbeſſert worden. Hanf und Flachs werden viel gebaut, fruͤher jedoch mehr. Waͤſſerungswieſen gibt es viel und ihre Behandlung wird gut verſtanden. Der groͤßere Theil der Geaf⸗ ſchaft iſt Grasland, indem man Schaafmaſtung und Milchwirthſchaft im Großen treibt. Die Schaafe ſind kurzwollig und beſonders der Maſtfaͤhigkeit ihrer Laͤmmer wegen ſehr geſchaͤtzt. Die Anzahl der⸗ ſelben betraͤgt ungefaͤhr 632000 Stuͤck. Das durchſchnittliche Ge⸗ wicht ihrer Vließe 3¾ Pfund, und ihr Geſammtproduct an Wolle etwa 9900 Pack. Das Pferchen mit Schaafen wird ſtark ausgeuͤbt. Das Rindvieh iſt von keiner beſonderen Raſſe, die Molkereien aber ſind oft ſehr groß. Butter iſt das Hauptproduct derſelben; Kaͤſe wird nur von der abgerahmten Milch gefertigt, und meiſt in der Grafſchaft ſelbſt conſumirt. Die Molkereien werden zum großen Theil von den Farmern nach der Anzahl der Kuͤhe verpachtet, und mehre dieſer Paͤchter haben dabei ihr Gluͤck gemacht. Quaderſteine von beſonderer Guͤte liefern die Bruͤche auf der Inſel Portland. Irdne Waaren werden viel gefertigt, und die Fabriken in Flachs und Hanf ſind bedeutend. Die Hauptfluͤſſe ſind der Stour und Frome. Die hauptſaͤchlichſten Staͤdte: Poole 8216 E.; Schaftes⸗ bury 8698 E.; Weymouth und Melcomb Regis 7665 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 159252 Seelen. VII. Suͤdweſtliche Grafſchaften. 1) Somerſetſhire, am Kanal von Briſtol gelegen, enthaͤlt 1052800 Acker, von denen etwa 900000 zum Anbau benutzt werden. Yacſin e die iine d nufbiſen t birgigz il land, ten dn beinder des ſch ge Thal von de Künine egüm nen timf ni Alind, ünn. ) Wäzn, ſichen: 1) vaͤchſ⸗ 4 thr wenig. dem Miſte Daälkultar dbbelt. ſchaft ſt Rindyich pch vile Semeſſt langvollt laͤuft ſich heſonders vegaxdich Welend Ace, d Biume. Iiſtzun de es d Mehl daden, hln fin lceund nlitn nutt derdan ¹ ds Simn tut 1 nien rict aht die Dart do ſnd K 91. Lis, M .Vtder tei Englins gne det fruchtr enden, ſo ſt namen zu k ford und Hr von Poole n. diſegt in g der guß n Da durſchut von lar ge, duh wn lr r güundenen Jr nd Jachs veir gibt e uiw Theil dr be BMicchwirt no heſondenn d Anzahl ſchnittliche dut on D b ſtark ausyi- Melkereien 3 derſelben; K nd meif in an den zum guſſe verprchtt, u ht. Durdeſtt Inſel Partu briken in N der Stur n 3 E düis 7665 6 d 252 Sel ten. elegen, athi benutt verden Anhang. 649 Yorkſhire etwa ausgenommen, gibt es keine Grafſchaft in England, die eine groͤßere Verſchiedenartigkeit der Oberflaͤche oder des Bodens aufweiſen koͤnnte. In einigen Gegenden iſt ſie huͤgelig, ja ſogar ge— birgig; in den mittleren Theilen trifft man große Strecken Marſch⸗ land, von oft ausgezeichneter Fruchtbarkeit; wieder in anderen Gegen⸗ den befinden ſich ausgedehnte Moore. Indeß gibt es vieles Land, das ſich gleich gut zur Acker- wie zur Weidewirthſchaft ſchickt. Das Thal von Taunton iſt einer der reichſten und ſchoͤnſten Landſtriche des Koͤnigreichs; der Ackerbau daſelbſt jedoch weder ausgedehnt noch ſorgſam betrieben. Das Land wird indeſſen weniger ausgeſogen, als vielmehr nicht gut bearbeitet; es iſt oft unrein und in keinem guten Zuſtande. Die Hauptkoͤrnerfruͤchte ſind Weizen, Hafer, Gerſte und Bohnen. In den ſuͤdlichen Gegenden iſt der Umlauf 1) Brache, 2) Weizen, 3) Bohnen oder Gruͤnfutter, 4) Hafer. In den oͤſt⸗ lichen: 1) Brache, 2) Weizen, 3) Hafer oder Gerſte, 4) Futterge⸗ waͤchſe. Kartoffeln werden in großer Menge gebaut, Turnips aber ſehr wenig. Kalk braucht man viel auf dem Ackerlande; er iſt neben dem Miſte das einzige Duͤngmittel, das man angewendet findet. Drillkultur wird wenig getrieben, die Bohnen werden meiſtens ge⸗ dibbelt. Die Arbeiter ſollen traͤg ſein. Ein großer Theil der Graf⸗ ſchaft iſt Grasland mit ſtarkbetriebener Molkerei und Maſtung. Das Rindvieh gehoͤrt meiſtens zur Devonſhirer Raſſe, doch werden auch noch viele andere Staͤmme gehalten. Der beruͤhmte Chedder Kaͤſe hat ſeinen Namen von einem Dorfe an der Weſtſeite der Mendip Huͤgel; jetzt wird er aber meiſt in den Marſchen um Glastonbury gemacht, waͤhrend der Bridgewater Kaͤſe in den Marſchen zwiſchen dieſer Stadt und Croß gefertigt wird. Die Anzahl der Schaafe in Somerſetſhire wird auf etwa 500000 Stuͤck geſchaͤtzt. Es ſind theils langwollige, theils kurzwollige. Ihr jaͤhrliches Product an Wolle be— laͤuft ſich auf ungefaͤhr 10500 Pack. In verſchiedenen Gegenden, beſonders aber in dem Thale von Taunton wird eine große Menge ausgezeichneten Ciders bereitet. Die Holzungen in den verſchiedenen Theilen der Grafſchaft bedecken einen Raum von 20000 bis 25000 Acker, und zeichnen ſich aus durch das ſchoͤne Wachsthum ihrer Baͤume. Das Beſitzthum iſt ſehr verſchieden vertheilt. Es gibt große Beſitzungen, aber vieles Land iſt in den Haͤnden kleiner Grundbeſitzer, die es ſelbſt bewirthſchaften. Die Farms haben verſchiedene Groͤße, die Mehrzahl iſt jedoch klein. Wenn beſtimmte Zeitpachte bewilligt werden, ſo lauten ſie gewoͤhnlich auf 8 bis 12 Jahre; in vielen Faͤllen findet aber das Pachten nach Willkuͤhr ſtatt. Die durchſchnitt⸗ liche Landrente betraͤgt 25 Schilling 9 Pence vom Acker. Die mine⸗ raliſchen Producte ſind zahlreich und werthvoll. Sie beſtehen meiſt aus Kohlen, Blei, Galmei, Walkererde, Kalkſtein, Quaderſandſtein ꝛc. Die Fabriken liefern wollne und ſeidene Waaren. Die Hauptfluͤſſe ſind: der untere Avon, Ax, Brue, Parret und Exe. Die vorzuͤg⸗ 650 Statiſtiſche Notizen. lichſten Staͤdte: Bath 50802 E.; Wells 6649 E.; Frome 12240 E.; Taunton 11139 E.; Yeovil 5921 E. Die Bervoͤlkerung der Graf⸗ ſchaft belief ſich 1831 auf 403908 Seelen. 2) Devonſhire, noͤrdlich am Kanal von Briſtol, ſuͤdlich am engliſchen Kanale gelegen, enthaͤlt 1654400 Acker, von denen etwa 1200000 zum Anbau benutzt werden. Oberflaͤche und Boden ſind ſehr verſchieden. Dartmoor und das daſſelbe zunaͤchſt umgebende Land zeigt ein Gemenge von gebirgigen wilden Hochmooren, und ſumpfigen Moraͤſten, und iſt eine der wenigſt werthvollen Gegenden des Koͤnigsreichs. Allein mit Ausnahme dieſes und noch einiger an— derer huͤgeliger und mooriger Diſtricte von geringerem Umfange beſteht die Grafſchaft meiſt aus gutem Lande. Beſonders hat ſie große und gut geſchuͤtzte Thaͤler, von denen das von Exeter das beruͤhmteſte iſt. Der Boden beſteht meiſt aus roͤthlichem Lehm, welcher an einigen Orten vornehmlich im Suͤden, ſtark mit Sand gemengt iſt. Das Klima iſt mild, aber wegen der Lage an der See ungewoͤhnlich feucht. Daher kommt es auch, daß die Ernte in den meiſten Theilen der Grafſchaft, ſo wie auch in Cornwall, wohl um 14 Tage ſpaͤter faͤllt, als in den mittleren Grafſchaften, die doch weit noͤrdlicher liegen. Der Ackerbau iſt nicht ſo weit vorgeſchritten, wie in anderen Graf— ſchaften. Den Paͤchtern iſt es indeſſen jetzt doch unterſagt, mehr als 2 Koͤrnerfruͤchte ſich folgen zu laſſen. Die gewoͤhnlichſte Rotation iſt 1) Weizen(nach Kleedreiſch), 2) Gerſte oder Hafer, 3) Gruͤnfutter oder 1) Weizen, 2) Turnips, 3) Weizen. Letzteres wuͤrde puͤnktlich ausgefuͤhrt, ſehr gut ſein, allein es fehlt in der ganzen Grafſchaft an einem regelmaͤßigen Kulturſyſteme, und die Ernten ſind nicht beſon⸗ ders. Die Weizenernte gab fruͤher hier Anlaß zu einer Art von Saturnalien, dieſer Gebrauch hat aber ſehr abgenommen. Fruͤher war Gerſte das bei den Landleuten gewoͤhnliche Brodkorn, in den letzten 20 Jahren hat ſich aber der Gebrauch des Weizenbrodes ſehr verbreitet. Der Kartoffelbau iſt, beſonders im Suͤden, ſtark. See⸗ gras und Seeſand werden haͤufig, und oft mit gutem Erfolge, als Duͤngemittel angewendet. Obſtgaͤrten ſind, beſonders auf der Weſt⸗ ſeite der Grafſchaft, ſehr ausgebreitet und wichtig. Ihr Product an Cider wird im Durchſchnitt auf 3 ⅜ Hogsheads vom Acker geſchaͤtt; doch ſoll derſelbe im Allgemeinen ſehr herb und ſauer ſein. Die hie⸗ ſige Rindviehraſſe gilt fuͤr eine der beſten im Reiche. Sie maͤſtet ſich leicht, gibt ausgezeichnetes Fleiſch, und uͤbertrifft alle andern Raſ⸗ ſen als Arbeitsvieh, in dem die dazu gebrauchten Thiere leicht, thaͤtig, gelehrig und aͤußerſt willig ſind. Hinſichtlich des Milchertrags ſteht ſie vielleicht andern Raſſen nach, dafuͤr gibt aber ihre Milch verhaͤlt⸗ nißmaͤßig wehr Rahm und Butter als andere. In dem Thale von Exeter, das eine Molkereigegend iſt, finden ſich jedoch alle Arten von Rindvieh. Die Milchwirthſchaften machen uͤberhaupt in der ganzen Grafſchaft einen Haupterwerbszweig aus. Gewoͤhnlich verpachten die gaeme he abe bſſrge moichacfe Riſin; A naen duch man auf d. lunge Jam Päle vid iirar kleini nit weniun pen. Da ſch en. U 5 R 500“ d Witſſ ſcttüte Acr. din beiden erſcge Qunderſand Frbei d Datt und noch der T rott 4445 96 E.; icſt3t, 3) Co. Ach, von d 6 Oown d Wäbja Wily ſti der Mere eine ausgen güt es ab dan Wern laicht und dder in in Oſeen. ſt merkr weſen der Lhter b Iit wen und Naibt ütea d hältn d Ruüth Gimners lann G tomeLL2g0 krung in Gri ſtol, ſüdc don denen i. und Voden üchſt unge ochmooren, u vollen Gegn poch einiget! mfange bit t ſie große derühmteſte lcher an eirin nengt it e gewähnic fat iſtn Thiihn dr Taxe ſäte filt nordliher limn n andern bii terſagt, win jſte Rotriri 3) Geui vuͤrhe pund Grofſchaft vicht beſo äͤnet Att i umen. Frit ddkorn, in d eizenbrodes ſ n, ſink Ei⸗ im Erulg Hauf da f Ihr Produet Alr gſſte ſin. D e. Eirn lle ande di e liiht ti icherrngt ſ Mich vetfl dmn Thab n ale Aren du in der gan veryyften d Anhang. 651 Farmer ihre Kuͤhe nach der Kopfzahl auf ein Jahr, die induſtrioͤſeren aber beſorgen das Molkereigeſchaͤft ſelbſt. Die Exmoor⸗ und Dart⸗ moorſchaafe ſind die beruͤhmteſten der in der Grafſchaft einheimiſchen Raſſen; aber es werden faſt alle anderen britiſchen Schaafarten da⸗ neben auch noch mit gehalten. Die ganze Anzahl der Schaagfe ſchaͤtzt man auf 630000 Stuͤck, von denen etwa 200000 Stuͤck ſchwere, lange Kammwollvließe liefern. Das jaͤhrliche Geſammtproduct an Wolle wird auf etwa 15500 Pack geſchaͤtzt. Die Pferde ſind von einer kleinen, gedrungenen Raſſe; im Ganzen verwendet man hier weit weniger Aufmerkſamkeit auf ihre Aufzucht, als in andern Graf— ſchaften. Das Beſitzthum iſt ſehr vertheilt, es gibt Pachtguͤter von 5 bis 500 Pfnd. St. Jahresrente; die meiſten ſind jedoch klein. Die Wirthſchaftsgebaͤude ſind groͤßtentheils unanſehnlich. Die durch⸗ ſchnittliche Landrente betraͤgt jaͤhrlich 14 Schilling 8 ½ Pence vom Acker. Zinn, Kupfer, Blei, Eiſen und Mangan wird gefunden; die beiden erſtgenannten Metalle in betraͤchtlicher Menge. Auch Granit, Quaderſandſtein, Kalkſtein und Schiefer ſind in Ueberfluß vorhanden. Fabriken gibt es nur wenige. Die Hauptfluͤſſe ſind: die Exe, der Dart und der Tamar, letzterer trennt Devon von Cornwall. Ferner noch der Taw und Torridge. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Devon⸗ port 44454 E.; Plymouth 31080 E.; Exeter 28201 E.; Tiverton 9766 E.; Taviſtock 5602. Die Bevoͤlkerung der Graſfſchaft belief ſich 1831 auf 494168 Seelen.. 3) Cornwall, die weſtlichſte Grafſchaft Englands, enthaͤlt 851200 Acker, von denen etwa 650000 zum Anbau benutzt werden. Der Anblick Cornwalls iſt nicht einladend. Die Oberflaͤche iſt uneben und an verſchiedenen Orten mit ungeheuren Granitmaſſen beladen. Brown Willy iſt der hoͤchſte Huͤgel und hat eine Hoͤhe von 1368 Fuß uͤber der Meeresflaͤche. Zwiſchen Davidſtow und St. Neots findet ſich eine ausgedehnte Flaͤche moorigen und unfruchtbaren Bodens, daneben gibt es aber auch große Strecken fruchtbaren Landes, beſonders an den Ufern des Alom, Fowey und Fal. Im Ganzen iſt der Boden leicht und kieſig. Waldungen traͤgt das Land jetzt nicht; man hat aber in den letzten Jahren viele Anpflanzungen gemacht, beſonders im Oſten. Das Klima in Cornwall, vorzuͤglich im weſtlichen Theile, iſt merkwuͤrdig durch die Gleichheit ſeiner Temperatur. Es wird, wegen der Naͤhe der See, im Sommer weder ſehr heiß, noch im Winter bedeutend kalt. Zu Penzance und Mount's Bai haͤlt der Froſt, wenn er eintritt, nur wenige Stunden an; Schnee faͤllt ſelten, und bleibt noch ſeltener laͤngere Zeit liegen. Die Vegetation wird waͤhrend der Wintermonate wenig unterbrochen, und die Wieſen be⸗ halten ihr Gruͤn das ganze Jahr hindurch. Andererſeits haben aber die Fruͤchte, eben wegen der Feuchtigkeit der Luft und der Kuͤhle des Sommers, nicht den Wohlgeſchmack der in den weſtlichen und mitt—⸗ leren Grafſchaften erbauten. Weintrauben reifen ſelten in der freien 652 Statiſtiſche Notizen. Luft; und ebenſo bringen Wallnuͤſſe und ſelbſt gewoͤhnliche Haſelnüſſe nur ſelten Fruͤchte. Regen faͤllt oft, aber faſt niemals in ſchweren Guͤſſen. Wenn man die Natur des Bodens und die unguͤnſtige Lage in Erwaͤgung zieht, ſo iſt der Ackerbau in Cornwall bedeutend vorgeſchritten zu nennen. Weizen, Gerſte, Hafer und Roggen werden unter den Koͤrnerfruͤchten am haͤufigſten angebaut. Unter dem Hafer begreift man auch den nackten Hafer, hier pillar genannt, von dem corniſchen Worte, pilez, nackt(S. B. 2. S. 194). Er wird vor⸗ zuͤglich zu Haferſchleim fuͤr die Kaͤlber und zu Huͤhnerfutter verwendet. Der gewoͤhnliche Fruchtwechſel iſt: 1) Weizen nach Dreiſchbrache, 2) Hafer, 3) Kartoffeln oder Turnips, 4) Gerſte, 5) Gruͤnfutter, Klee— und Grasgemenge, das wenigſtens 3 Jahre liegen bleibt. Kartoffeln werden in großer Menge gebaut. In der Umgegend von Penzance bringt das Land 2 Ernten von ihnen in einem Jahre, und ein Acker ſoll 300 Buſſel zeitige Kartoffeln als erſte und 600 Buſhel von einer ſpaͤteren Art als zweite Ernte gegeben haben. Kalkduͤngung iſt ſehr in Anwendung, desgleichen die Duͤngung mit Seeſand, Seegras, an das Land geworfenen Fiſchen ꝛc. Das Nindvieh iſt von ver⸗ ſchiedener Raſſe; die einheimiſche Art iſt klein, ſchwarz, hart, und nicht gut gebaut. Einer Kreuzung zwiſchen ihr und dem Nord-De⸗ vonſhirer Viehe gibt man den Vorzug. Kaͤſe wird wenig gemacht, und das Wenige iſt ſchlecht, deſto beſſer aber die corniſche Butter, von der bedeutende Quantitaͤten gewonnen werden. Die Anzahl der Schaafe in Cornwall wird auf etwa 200000 Stuͤck geſchaͤtzt, und ihr jaͤhrliches Product an Wolle auf 5900 Pack. Der Grundbeſitz iſt ſehr vertheilt und zerſtuͤckelt. Die Farms ſind meiſtens klein und auf 14 oder 21 Jahre verpachtet. Die Gebraͤuche beim Antritt eines Pachtes ſind nicht gut, und haben einen ſehr nachtheiligen Einfluß auf den Ackerbau. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 10 Schil⸗ ling 3 ¾ Pence vom Acker des Jahres. Beruͤhmt iſt Cornwall wegen ſeiner Zinn und Kupferbergwerke, die zu den ergiebigſten in der Welt gehoͤren. Auch Blei, Schiefer, Speckſtein, und ein wenig Gold und Silber werden gefunden. Die Hauptfluͤſſe ſind: der Tamar, Lynher, Fowey, Camel und Fal. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Truro 11417 E.; Helſton 10845 E.; Penzance 8621 E.; St. Ives 7115 E.; Falmouth 7284 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 302440 Seelen. Wales. Dieſes alte Fuͤrſtenthum hat eine ausgebreitete Seekuͤſte, in dem es von der iriſchen See, dem St. Georges Kanal und dem Kanal von Briſtol umgeben iſt. Es wird gewoͤhnlich in Nord- und Suͤd⸗ Wales getheilt; erſteres enthaͤlt die Grafſchaften Angleſea, Caernarvon, dardil, 5 ſchaften Bu Kadror.. 3100O J gebigg und b Bang i Dd Küma ſit vun de lch mid, i nichm kal rr Fagt ſle delltichn⸗ i d Ihrchn, 1 ſo gt, we Aber eben Widen gür geindentJ odentüche Elwhd im norgan in Tponboden Drr Naurd an⸗ 1 Win Rch den Wess ſevohl d Vorhäle din wenig des Beden mälaſſig. 4ls 8 b Frͤchken thenſyire Gerſternt wachſen drumer d daſmntaͤr⸗ heinn dndi he trudih ic d Lätdem Of w ohnlich mn 7 ſo id die nzüni Lornwall ddaut ind oggen ae Untt den genannt, wn 1). Er vih erfutter vernn Dreiſchörach, Grünfütter, leidt. Karte end von Pen. hre, und eir i 6000 Bulhel n Kalkünu Snſn) Enm⸗ vich ſt win vr hwanz, dn, w ĩd dem Nod⸗d !d weni am. corniſch r Die Anl k geſchaͤht Der Grun ſſtens kleia im Anteitt i theiligen Eim eträgt 10 Ch BCornpal we ſten in dr W. wenig Gd Tanat, Aue e. Trudo ltiſ Ibes lli?, balif ſt zreküſte, in ind dem Fn ord- uih Sü- ea, Garrnarbdn „Radnor. Anhang. 653 Donbigh, Flint, Merioneth und Montgomery; letzteres die Graf⸗ ſchaften Brecon, Caermarthen, Cardigan, Glamorgan, Pembroke und Im Ganzen enthaͤlt Wales 4752000 Acker, von denen 3117000 Ackerland, Wieſen und Weiden ſind. Die Oberflaͤche iſt gebirgig und huͤgelig;z der Snowdon in Caernarvonſſire iſt der hoͤchſte Berg in Wales, und erhebt ſich 3571 Fuß uͤber die Meeresflaͤche. Das Klima iſt feuchter als das von England, und die Temperatur ſehr von der Hoͤhe des Landes abhaͤngig; in den Thaͤlern ungewoͤhn⸗ lich mild, in den hoͤher gelegenen Gegenden und auf den Gebirgs⸗ ruͤcken kalt und rauh. Aber auch in den noͤrdlichen Grafſchaften iſt der Froſt ſelten von langer Dauer. Das Thal von Glamorgan und die ſuͤdlichen Theile von Pembrokeſhire ſind beſonders beruͤhmt wegen der Milde des Klimas. Der Schnee bleibt nicht lange liegen, und Myrthen, Arbutusarten und andere zarte Straͤucher gedeihen im Freien ſo gut, wie an der entgegengeſetzten Kuͤſte von Devon und Cornwall. Aber eben wegen ſeiner Feuchtigkeit iſt das Klima von Wales den Weiden guͤnſtiger, als dem Koͤrnerbau. Der Boden iſt meiſt von geringerer Art, doch findet man in einigen Thaͤlern auch eine außer⸗ ordentliche Fruchtbarkeit. Zu dieſen gehoͤrt vorzuͤglich das Thal des Clwyd im Norden und das Thal, oder vielmehr die Ebene von Gla⸗ morgan im Suͤden. Letztere iſt ſehr groß; beſteht vornehmlich aus Thonboden, und bringt gut bearbeitet die ſchoͤnſten Weizenernten. Der Ackerbau in Wales befindet ſich durchgaͤngig in einem ſchlechten Zuſtande; man hat weniger Verbeſſerungen vorgenommen, als ſonſtwo im Reiche. So hat Caermarthenſhire ſehr fruchtbaren Boden; er beſteht großentheils aus ſandigem Lehm und es wird in ganz Großbritannien kein beſſeres Land getroffen, als in einigen Theilen dieſer Geafſchaft, ſowohl zum Turnipsbau, als zu Fettweiden fuͤr die Schaafe. Dieſe Vortheile ſind hier aber von keinem großen Nutzen; Alles, was nur ein wenig Muͤhe verurſacht oder uͤber die natuͤrliche Ertragsfaͤhigkeit des Bodens geht, wird fuͤr ganz unnoͤthig gehalten und gaͤnzlich ver⸗ nachlaͤſſigt. Ueberhaupt producirt ganz Wales kaum halb ſo viel, als es bei ſorgfaͤltiger Kultur erzeugen koͤnnte. Ein Umlauf von Fruͤchten nach beſtimmten Regeln iſt ſelten eingefuͤhrt. In Caermar⸗ thenſhire iſt die erſte Frucht Weizen, nach welchem gewoͤhnlich zwei Gerſternten folgen; dann wird Hafer geſaͤet, ſo lange als welcher wachſen will. Wenn das Land voͤlig erſchoͤpft iſt, machen einige Farmer die Ausgabe, es mit Gruͤnfutter zu beſaͤen, andere laſſen es als natuͤrliche Weide liegen. Wenn es dann 6 bis 7 Jahre gelegen hat, beginnt wieder die Runde der Fruͤchte, nachdem nur etwas Vieh darauf herum gelaufen iſt. In Angleſea war es vor 20 Jahren ge⸗ braͤuchlich, 5 Koͤrnerfruͤchte nach einander zu nehmen, die aber ſaͤmmt— lich ſo kaͤrglich ausfielen, daß ſie kaum die Beſtellungskoſten deckten. Seitdem iſt nach und nach ein verbeſſertes Syſtem eingefuͤhrt worden. Hafer wird weit mehr angebaut, als anders Getreide. In den 654 Statiſtiſche Notizen. gebirgigen Diſtricten trifft man am haͤufigſten Schwarzhafer. Turnips und Kartoffeln ſind eingefuͤhrt worden und der Anbau beider, vorzuͤg⸗ lich der letzterer, hat neuerer Zeit ſich ſehr ausgebreitet. Der welſche Pflug, den man noch faſt durchgaͤngig im Gebrauch findet, iſt ein erbaͤrmliches Werkzeug. Es ſchneidet nicht, ſondern reißt das Land mit aller Gewalt auf; ſo daß es oft nicht zur Haͤlfte ordentlich ge— pfluͤgt wird. An einigen Orten beſteht das Geſpann aus einem Klep⸗ per(pony) und einem halbverhungerten Reitpferde, oder aus einem Klepper und einem Paar kleiner Ochſen, mit einem Maͤdchen als Treiberin. An Entwaͤſſerungen iſt großer Mangel. Die Pferde, das Rindvieh, die Schaafe ſind verſchieden nach der Natur der Weiden. In den Thaͤlern ſind ſie groͤßer als in den Gebirgsgegenden, auch mehr mit anderen Raſſen gekreuzt. Die kleinen in Wales einheimiſchen Pferde(Merlins) werden jetzt ſelten noch angetroffen, außer in Me⸗ rioneth und Montgomery. Sie ſind ſicher auf den Beinen und ſehr ausdauernd. Die Thaͤler von Montgomery ſind laͤngſt durch eine beſſere Pferderaſſe bekannt geweſen. Die Aufzucht von Rindvieh macht einen Haupttheil der welſchen Landwirthſchaft aus, indem daſſelbe hauptſaͤchlich den Farmern die Mittel liefert, ihren Pacht und andern Ausgaben zu bezahlen. Daſſelbe iſt verſchieden in den verſchiedenen Theilen des Landes, nach der groͤßern oder geringeren Futtermenge und Sorgfalt, die man darauf verwendet. Es gehoͤrt meiſtens zu der Raſſe mit mittelgroßen Hoͤrnern und iſt oft ſehr klein. Pembroke und Glamorganſhire haben jedenfalls das beſte Rindvieh. Eine Kreuzung zwiſchen einem Airſhirer Bullen und einer Glamorganer Kuh ſchaͤtzt man jetzt ſehr hoch, indem ſie beſſere Milcher gibt, haͤrter und leichter zu halten iſt, als die einheimiſchen Raſſe. Eine große Menge kleines Rindvieh wird in Angleſea gezuͤchtet. Ein Durchſchnitt von drei Jahren(von 1831 bis mit 1833) zeigt, daß jaͤhrlich 5861 Stuͤck Rindvieh uͤber die Bruͤcke von Menai geſendet werden, wobei aber etwa 500 Stuͤck iriſches Vieh iſt, das man zu Holyhead ge⸗ landet hat. Die Anzahl der Schaafe wird auf ungefaͤhr 1250000 Stuͤck geſchaͤtzt, und deren jaͤhrliches Product an Wolle auf mehr als 10000 Pack. Das Fleiſch der Gebirgsſchaafe wird ſehr geſchaͤtzt. Beſitzungen gibt es von allen Groͤßen, von 20 Pfnd. St. bis 30000 Pfnd. St. jaͤhrlichem Ertrage. Die Vererbung zu gleichen Theilen war fruͤher in Wales vorherrſchend; die Folge davon war eine zu große Zerſtuͤckelung des Grundeigenthums und daraus hervorgehende Verarmung, daher man den Gebrauch ſchon vor laͤnger als zweihun— dert Jahren aufhob. Seitdem iſt eher das Gegentheil, Landanhaͤu— fung in einer Hand eingetreten, die jedoch neuerer Zeit wieder ab⸗ nimmt. Die Farms ſind von verſchiedener Groͤße, einige groß, die meiſten aber klein. Die durchſchnittliche Groͤße derſelben in Suͤd— Wales kann man auf 50 bis 60 Acker annehmen. Pachte auf be⸗ ſtimmte Zeit finden nicht ſelten, aber unter unguͤnſtigen Einrichtungen ſatt. Ni ſchaftuz, Aülaf di ind iwher aandes n nungd. 3 Gruatt abe Hence vom unſir laferr Eün Dumn- Falttein vi tezüclch d ſt nh i di giißte hüt Wales Vye, ande dawh, D eteſſett doch hit Hifn, t ſnd: M. 6187 E; betug S V Auße wenige an gende⸗ 4) Shaßed Aderneh und Eng etpn 400 ttig die ſi frucht düß dar. ſa ſoc ſin uh ſeni decgch dan ſ dm we Anhang. 655 unhän de du ſtatt. Meiſtentheils enthalten ſie keine Vorſchriften fuͤr die Bewirth⸗ nn din d, vnr ſchaftung, und ſo kommt es denn haͤufig, daß die Guͤter ſchon vor attt d Ablauf der Pachtzeit gaͤnzlich erſchoͤpft ſind. Die aͤlteren Farmgebaͤude ad ſi finde ſind aͤußerſt ſchlecht, die neueren aber in den meiſten Theilen des 1 nßrun Landes weit beſſer. Ebenſo verhaͤlt es ſich mit den Arbeiterwoh⸗ difß teutit nungen. In Glamorganſhire zeichnen ſich ſelbige ſogar durch gute n auz inem Bauart aus. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 6 Schilling 8 oder aus Pence vom Acker. An Mineralien iſt Wales ſehr reich. Seine nem Miͤdh Kupfer-, Blei⸗ und Eiſenminen ſind beruͤhmt. Im Jahre 1830 Die Mid, lieferte Suͤdwales allein 277000 Tonnen Eiſen, Nordwales 25000 atur der A Tonnen. Die Steinkohlenlager ſind unerſchoͤpflich. Schiefer und osgegenden, Kalkſtein wird auch im Ueberfluß gefunden. Die Fabriken liefern dalss ähin vorzuͤglich wollene Waaren, als Flanell ꝛc. Die walesſche Sprache en, auftt in iſt noch in den meiſten Theilen des Fuͤrſtenthums gewoͤhnlich, aber Beinen un der groͤßte Theil der Einwohner verſteht jetzt auch engliſch. Fluͤſſe längf uuh hat Wales im Ueberfluß. Die groͤßten ſind der Severn, Dee und von gindi nat Wye; andere ſind noch der Clwyd, Conway, Wnion, Oyfi, Teify, s, m uſ Towy, Tawe, Neath, Taffe ꝛc. Die Straßen ſind neuerer Zeit ſehr Patt udan verbeſſert worden, und Eiſenbahnen erleichtern die Verbindung. Je⸗ den veftiür doch hat Wales, trotz ſeiner ausgebreiteten Seekuͤſte und ſeiner ſchoͤnen germ Futm Haͤfen, wenig Handel und Schifffahrt. Die vorzuͤglichſten Staͤdte gchött mir ſind: Merthyr Tydvil 22083 E. z. Swanſea 13256 E.; Cardiff kein. Jr 6187 E.; Pembroke 6511 E. Die Bevoͤlkerung des Fuͤrſtenthums— Rindvith. betrug 805236 Seelen im Jahre 1831. er Glamon cher güt 1 ſe Lmp Inſeln. Enn Durchſtt A den Inſeln Wiaht und Angl hs. dz iihriß d— ußer en Inſeln ight und ng eſea gehoͤren noch einige et werden, ue weri andere Eilande zu England. Die hauptſaͤchlichſten ſind fol⸗ geehaadeh gende: d ihae 3 1) Die Kanalinſeln. Sie liegen im engliſchen Kanal(der miür bn Straße von Calais) und beſtehen aus den Inſeln Jerſey, Guernſey, ole uf me Alderney und Sark, mit einigen andern. Alderney iſt die noͤrdlichſte in ſin gü und England die naͤchſte und Jerſey die groͤßte von ihnen, ſie enthaͤlt .E. ts h etwa 40000 Acker und Guernſey ungefaͤhr 32000 Acker. 1831 be⸗ gliha n trug die Bevoͤlkerung der ganzen Inſelgruppe 62710 Seelen. Jerſey on wi 3 iſt fruchtbar ſchoͤn bewaldet und bietet einen reichen angenehmen An⸗ dus hertußnt blick dar. Guernſey iſt weniger fruchtbar und hat weniger Holz; be⸗ nger als m ri ſitzt jedoch ebenfalls große Strecken guten Bodens. Das Klima iſt hei, Lmri ſehr mild und angenehm. Der Ackerbau auf den Inſeln wird auf Zait kih ziemlich gleiche Weiſe betrieben, und iſt, wenn auch im Ganzen weit tinige gih, vorgeſchritten, doch noch großer Verbeſſerungen faͤhig. Der Grund elben in 1 davon ſcheint in der zu großen Vertheilung des Bodens zu liegen; Pacht t uf denn das Beſitzthum iſt durch das Geſetz der gleichen Theilung ſo n Eitiiheune 656 Statiſtiſche Notizen. zerſplittert, daß die durchſchnittliche Groͤße der Beſitzungen nicht 15 Acker uͤberſteigt. Weizen und Gerſte, beſonders erſterer, ſind die Hauptkornfruͤchte der Inſeln. Der Ertrag des Ackers iſt ſehr groß, indem er faſt 5 Quarter betraͤgt. Lucerne, Kartoffeln und Paſtinaken werden uͤberaus ſtark angebaut, vorzuͤglich letztere. Cider iſt eines der Hauptproducte Jerſeys; es ſollen im Durchſchnitt jaͤhrlich etwa 150000 Gallons ausgefuͤhrt werden. In Guernſey widmet man der Cider weniger Aufmerkſamkeit. Seegras gibt auf allen dieſen Inſeln ein Hauptduͤngemittel ab. Das Land bringt in Jerſey und Guernſey eine ſehr hohe Rente. Die Kanalinſeln ſind beruͤhmt wegen einer beſondern Rind⸗ viehraſſe, bekannt unter dem Namen Alderney oder normanniſches Vieh. Es iſt klein und nicht ſchoͤn gebaut, ſcheint aber ſehr fuͤr ſein Mutterland zu paſſen. Es gibt nicht viel, aber um deſto beſſere Milch. Dieſes Rindvieh und deſſen Erzeugniſſe bilden einen Haupt⸗ ausfuhrartikel von Jerſey. Schaafe werden wenig gehalten. Beguͤn⸗ ſtigt durch verſchiedene Privilegien, vorzuͤglich durch die faſt gaͤnzliche Befreiung von Abgaben, haben ſich die Inſeln einen ſehr ausgebreiteten Handel verſchafft. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: St. Helens in Jer⸗ ſey 16027 E., und St. Peter⸗le⸗Port auf Guernſey 13893 E. 2) Die Scilly Inſeln liegen etwa 30 Meilen ſuͤdweſtlich von Lands End. Ihre Anzahl iſt ſehr groß, allein nur wenige ſind von Bedeutung. Ihr Geſammtflaͤcheninhalt betraͤgt nur 5570 Acker, ihre Bevoͤlkerung 2465 Seelen. St. Maxy iſt die groͤßte von ihnen. Es wird auf ihnen etwas Weizen, Gerſte und Hafer gebaut, jedoch naͤh— ren ſich die Einwohner meiſt von der Fiſcherei. 3) Die Inſel Man iſt ſtreng genommen keine engliſche Inſel, ſondern ein fuͤr ſich beſtehender Landestheil mit eigener Verfaſſung, mag jedoch hier als ſolche mit aufgefuͤhrt werden. Sie liegt in der iriſchen See und enthaͤlt ungefaͤhr 180000 Acker mit einer Bevoͤl⸗ kerung von 41000 Seelen. Eine Gebirgskette theilt Man der Laͤnge nach in 2 Theile. Der hoͤchſte Gipfel iſt der Sneafell, 2004 Fuß uͤber der Meeresflaͤche. Der Boden iſt verſchieden, meiſt ſandig und lehmig, zuweilen auch ein ſteifer Thon. Er iſt nirgends ſehr frucht⸗ bar. Das Klima iſt milder, als in den benachbarten Theilen Eng⸗ lands und Irlands, vorzuͤglich im Winter. Froſt und Schnee ſind ſelten. Aber da in Folge der groͤßeren Feuchtigkeit des Klimas der Sommer nicht heiß iſt, faͤllt die Ernte ſpaͤt. Etwa 100000 Acker werden zum Anbau benutzt. Der Ackerbau hat zwar neuerer Zeit manche Verbeſſerung erhalten, iſt aber immer noch in einem ſchlech⸗ ten Zuſtande. Die mit Koͤrnerfruͤchten beſtellte Flaͤche und der durch⸗ ſchnittliche Ertrag iſt ungefaͤhr wie folgt: Weizen 8000 Acker, Ertrag pro Acker 2 ½ Quarter. Gerſte 5000———— 4— Hafer 13000———— 3— Däs git ater de E und Jach aur Düngu na, Fent do man ℳ üiht. ud ſ ainhein Mt tuwg dun fart aſßen⸗ 1 ut Sitd auch dn d geßfern di Eigner haltenden ſird vorhe Dauglaß b Aoße Gäiten der Erwähnun ſitzunyn ni erſtern, ſin ias iſt ſir 1 In und Piſis. Cder iſt e hrit ſittich a wime my nlen diſin a tſey und Gun beſondern h. er normann ader ſchr fünn um deſto iſ lden einen hi ſehr a St. Hanz ain ſey 13803˙ n ſuͤdwelh rwenie ſn 5570 Acn e von ihnen rut, jedoch englſche J ener Werftſt Sie liegt in mit enr Ba t An der lan enfäl, t di mäſt ſedi u gends ſh fan ten Thelhn d und Scm des Kir a 1000ldir war nuut R in einn ſi e und di 3 Quarten — Anhang. 6⁵7 Dies gibt etwa 5000 Quarter Weizen und 3000 Quarter Gerſte uͤber die Conſumtion. Kartoffeln werden viel gebaut, auch Turnips und Flachs zum Hausbedarf. Mergel, Kalk und Seegras findet man zur Duͤngung viel benutzt. Es gibt hier einen eigenen Stamm klei⸗ nen, harten Rindviehs, der aber jetzt nur ſelten noch gehalten wird, da man eine Kreuzung von britiſchem und iriſchem Vieh ihm vor⸗ zieht. Auch Ayrſhirer Vieh iſt eingefuͤhrt worden. Die auf der In— ſel einheimiſchen Schaafe ſind klein und feſt, aber nicht wohl zur Maſt tauglich und meiſtens weiß, ſeltner grau, ſchwarz oder braun von Farbe. Man findet dieſen Stamm jedoch nur noch in der Huͤ⸗ gelgegend, waͤhrend man in dem Niederungen verbeſſerte Raſſen zuͤch— tet. Seit der Einfuͤhrung von Pfluͤgen fuͤr zwei Pferde hat man auch den einheimiſchen kleinen Pferdeſtamm großentheils durch einen groͤßeren und ſtaͤrkeren erſetzt. Das Beſitzthum iſt ſehr vertheilt und die Eigner bewirthſchaften gewoͤhnlich ihre kleinen 10 bis 200 Acker haltenden Guͤter ſelbſt. Bleiminen, Schiefer- und Kalkſteinbruͤche ſind vorhanden; Fabriken aber unbedeutend. Die groͤßte Stadt iſt Douglaß 6786 E. Außerdem liegen noch einige wenige kleine Inſeln an andern Seiten der engliſchen Kuͤſte, ſie ſind aber zu unbedeutend, um einer Erwaͤhnung zu verdienen. II. 42 Statiſtiſche Notizen der verſchiedenen ſchottiſchen Grafſchaften. Schottland wird in 33 Grafſchaften getheilt; wir beginnen mit der ſuͤdlichſten. 1) Wigtownſhire, an der iriſchen See gelegen, enthaͤlt 293760 Acker, wovon etwa ein Drittel Pflugland iſt. Die Oberflaͤche iſt huͤgelig, die Huͤgel ſteigen aber zu keiner betraͤchtlichen Hoͤhe an. Die Grafſchaft iſt in drei Diſtricte getheilt, der erſte, Machars, erſtreckt ſich von Wigtown und Portwilliam bis Burrow Head, der zweite Rhynns, iſt eine vom Loch Ryan und der Bai von Luce gebildete Halbinſel, der dritte, der Moor- oder obere Diſtrict. Der Boden der beiden erſteren iſt meiſtens ein brauner Lehm, trocken und wohl zum Turnipsbau geeignet. Um die Stadt Wigtown herum trifft man eine große Strecke fetten, angeſchwemmten Landes. Die Moore, welche kalt und unfruchtbar ſind, umfaſſen mehr als den dritten Theil der Grafſchaft. Das Klima iſt mild aber feucht. Das Beſitzthum iſt in den Haͤnden weniger und meiſt unter untheilbarer Vererbung. Die Farms ſind von mittler Groͤße und großentheils auf 19 Jahre verpachtet. Der Ackerbau war in dieſer, ſo wie in den meiſten an— dern ſchottiſchen Grafſchaften, fruͤher ſehr roh und ſchlecht. Es gab keinen beſtimmten Umlauf der Fruͤchte; Ackerwerkzeuge und Beſtellung waren gleich erbaͤrmlich; das Weideland wurde zu ſtark mit Vieh be— ſetzt und die Eigenthuͤmer geriethen in Armuth. Da entdeckte man um das Jahr 1730 den Mergel, an dem Galloway ſehr reich iſt, und wendete ihn als Duͤnger an. Dies verurſachte fuͤr eine Zeit lang eine erſtaunliche Vermehrung des Koͤrnertrags. Aber der zu oft hintereinander wiederholte Anbau von Halmfruͤchten fuͤhrte den Boden zu ſeiner fruͤheren Unfruchtbarkeit zuruͤck und uͤberzeugte die Gutsbe⸗ ſitzer, daß das Mergeln, welches ſo viel verſprach, und ſich ſo gut bezahlt gemacht hatte, ihren Guͤtern von keinem bleibenden Nuten ſän kunt bau dge ſte Kri neffach ſn, 2 Jaſr gl is ewyfe und voch ftiuſtin iauur G. thſeer The fücte ſch ahs ded mehr zur Hawytfu Fartoffeln gefäht, Kultut 8 werde Turnips und beg Die An Kiche in den M Witit. vm Acer Wa e Stidte. 2337 6 lüf ſic ) ſjire de hüͤlt de di de dityig. lichen hi d Da Sers R kli dr gii Beſtu ndn nütter ſtüt T ſchotii ir bomn wie en, athät Ah Die Dhrth en Höhem Machars, 8 Head, dar on Luce g Der Boden und wohl, derum tiift n 8. Die M z den diik J Do Wiſitfar ilbara Vertunn ils auf 19 3r n de miſten ſchect. E ge und Ain Fark mit A““ ſark mi r in d hte für Kne führte da 4 ugte die bud und ſih 4 leibenden Nwh Anhang. 68 ſein konnte, wenn die Paͤchter nicht von einem zu angeſtrengten Frucht⸗ bau abgehalten wuͤrden. Hierauf wurde es, noch vor dem amerikani⸗ ſchen Kriege, Gebrauch, denſelben zu verbieten, mehr als drei Koͤr⸗ nerfruͤchte nach einander zu nehmen, desgleichen auch ihnen zu unter— ſagen, Weideland aufzubrechen, wenn es nicht wenigſtens 6 bis 9 Jahre gelegen hatte. Dieſer Gebrauch war, obgleich er nichts weniger als empfehlenswerth iſt, doch eine große Verbeſſerung gegen fruͤher, und noch zu Anfang dieſes Jahrhunderts in Galloway und Dum— friesſhire vorherrſchend, wie er auch noch in einigen minder gut be— bauten Gegenden jetzt zu finden iſt. Sonſt ſieht man aber in allen beſſern Theilen dieſer Grafſchaft gegenwaͤrtig ſelten noch zwei Halm— fruͤchte ſich folgen; uͤberhaupt iſt jetzt jeder Wirthſchaftszweig hier uͤber⸗ aus verbeſſert worden. Im Allgemeinen eignet ſich dieſe Grafſchaft mehr zur Gras- als zur Ackerwirthſchaft. Hafer und Gerſte ſind die Hauptfruͤchte, jedoch wird jetzt auch Weizen in großer Menge gebaut. Kartoffeln zieht man in großer Menge. Turnips ſind laͤngſt ein— gefuͤhrt, aber nur erſt ſeit wenigen Jahren ein Hauptgegenſtand der Kultur geworden. Jetzt iſt ihr Anbau ungemein ausgebreitet und es werden große Quantitaͤten Knochenmehl zur Duͤngung auf dem Turnipslande eingefuͤhrt. Die Wirthſchaftsgebaͤude ſind meiſt neu, feſt und bequem. Die Straßen ſind neu und großentheils ausgezeichnet. Die Rindviehraſſe iſt eine ohne Hoͤrner und gehoͤrt zu den beſten im Reiche. Die Schaafraſſen in den niederen Landen ſind verſchieden; in den Mooren trifft man meiſtentheils die ſchwarzkoͤpfige oder Linton Varietaͤt. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 8 Schilling 6 Pence vom Acker. Mineralien und Manufacturen ſind ganz unbedeutend. Die Hauptfluͤſſe ſind: Cree, Bladenoch und Luce. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Newtonſtewart 3461 E.; Stranraer 3329 E.; Wigtown 2337 E.; Whithorn 2415 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft be⸗ lief ſich 1831 auf 36258 Seelen. 2) Kirkcudbright, am Solway Frith, bildet mit Wigtown⸗ ſhire den unter dem Namen Galloway bekannten Diſtrict. Es ent— haͤlt 533760 Acker, von denen etwa der vierte Theil Pflugland iſt. Die Oberflaͤche iſt meiſt huͤgelig und auf ausgedehnten Strecken ge— birgig. Die hoͤchſte Spitze findet ſich auf dem Kellgebirge im noͤrd— lichen Theile der Grafſchaft und erhebt ſich 2659 Fuß uͤber die Mee— resflaͤche. Das pflugbare Land liegt beſonders ſuͤdlich von einer Linie von Dumfries nach Gatehouſe. Der fruchtbarſte Theil zieht ſich an der Seekuͤſte und laͤngs den Ufern der Fluͤſſe Doe und Nith hin. Das Klima iſt in den niederen Diſtricten ſehr mild, in den oberen oder gebirgigen aber nicht ſelten ungemein rauh. Es gibt einige große Beſitzungen, im Ganzen iſt aber das Beſitzthum mehr vertheilt, als in den meiſten andern ſchottiſchen Grafſchaften. Die Farms ſind von mittler Groͤße und meiſtens auf 19 Jahr verpachtet. Die Ackerwirth⸗ ſchaft iſt ſehr verbeſſert, aber das Hauptaugenmerk wendet man auf die 660 Statiſtiſche Notizen. Rindviehzucht. Galloway hatte fruͤher eine eigene Pferderaſſe, die ſich beſonders wegen Kleinheit des Kopfes und Halſes, wegen Rein⸗ heit der Knochen und wegen ihrer Ausdauer zu Reitpferden eignete. Dieſer alte Stamm iſt jetzt aber meiſtens verloren gegangen, indem er durch groͤßere, mehr zum Zuge geſchickte Pferde erſetzt worden iſt. Die Rindviehraſſe iſt ausgezeichnet. Die Schaafe in den Mooren und hohen Laͤndereien ſind meiſt ſchwarzkoͤpfig. In den niederen Diſtricten ſind aber Cheviots, South⸗Downs und neue Leiceſters eingefuͤhrt. Erſtere haben ſo gar ſchon einen Weg in die Moore ge— funden. Schweine, von verbeſſerten Stamme, werden auch in be⸗ traͤchtlicher Menge gezogen. Die groͤßere Zahl des in dieſer Graf⸗ ſchaft und in Wigtown gezogenen Rindviehs wurde bisher halbfett nach Norfolk geſendet, wo es von den Viehmaͤſtern gekauft und fuͤr den Londoner Markt vollends ausgemaͤſtet wird. Aber das Maͤſten des Rindviehs und beſonders der Schaafe, und die Verſendung der⸗ ſelben durch Dampf nach Liverpool faͤngt jetzt an mehr uͤberhandzu⸗ nehmen. Die Farmgebaͤude ſind ſehr verbeſſert, und auf alle betraͤcht— licheren Guͤtern findet man Dreſchmaſchinen. Die Straßen ſind jetzt, trotz der Unebenheit des Landes, ſehr gut. Kartoffeln werden ſtark angebaut und der Turnipsbau greift reißend um ſich. Kalkſtein, Koh⸗ len ꝛc. werden von Whitehaven in Cumberland eingefuͤhrt. Die durch⸗ ſchnittliche Landrente betraͤgt 7 Schilling 3 Pence vom Acker. Ma⸗ nufacturen ſind unbedeutend. Die Hauptfluͤſſe ſind der Dee, Fleet, Urr und Nith. In erſterem iſt die Lachsfiſcherei bedeutend. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Kirkeudbright 2690 E., und Torqueer mit Marwelton, einer Vorſtadt von Dumfries 4665 E. Die Bevoͤl⸗ kerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 40590 Seelen. 3) Dumfriesſhire, am Solway Frith, enthaͤlt 808320 Acker, von denen ungefaͤhr der vierte bis fuͤnfte Theil als Ackerland benutzt wird. Die Oberflaͤche iſt ſehr abwechſelnd, meiſtens aber ge⸗ birgig. Der Gipfel des Hartfells erhebt ſich 2635 Fuß uͤber die Meeresflaͤche. Die Huͤgel aͤhneln ſehr den Cheviotshuͤgeln, und haben meiſtens eine ſchoͤne gruͤne Bedeckung. Der Boden in den niederen Diſtricten iſt meiſt leicht, Sand, Kies oder Steine enthaltend. Auch trifft man einige bedeutende Moraͤſte. Das Klima iſt dem von Kirk— cudbright aͤhnlich. Die Beſitzungen ſind großentheils ſehr groß. Die Farms wechſeln in den niedern Diſtricten von 100 bis 400 Ackern, in den hoͤheren von 500 bis 5000 Ackern. Feſte Kontracte ſind allge⸗ mein. Die Ackerwirthſchaft iſt in den letzten 40 Jahren durch Ein⸗ fuͤhrung von verbeſſerten Inſtrumenten, durch Annahme einer beſſern Fruchtfolge, durch Reinigung des Landes und durch die Schaafma⸗ ſtung mit Turnips ſehr verbeſſert worden. Der Turnipsbau hat, ſo⸗ wohl fuͤr Dumfries, als auch fuͤr Galloway die groͤßten Vortheile gebracht. Er hat ſich ſo reißend verbreitet, daß man annehmen kann, 1835 ſeien zehn Mal mehr Turnips gebaut worden, als 1820. Dica du den duüe Ehmfe 1 gachenn unte und brgunga Drs Nin dülchen; Nruptfü ſind: D Graſſch 9) Rtt klſte land z gllirii findͤen n6 Ao ibride hals lat dk W R von d Klma wähni wiaghr Doon traur enth ſe, u Ri äipfnden änn. begangen, dm eiſet wordn cin da Man In da widm d neue Liife in die Mor den auch ir in dieſer t bisher hi gekauft un Ader ds Mi e Vrrfenduny mehr Unmir auf a nice Strife ſd ſ ffeln ondan ſii Kalfen, de uͤhrt. 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Schweine werden ſtark ge⸗ zogen und das Einſalzen des friſchen Schweinefleiſches, und das Be⸗ reiten des Schinkens und Specks wird wohl verſtanden. Die durch⸗ ſchnittliche Landrente betraͤgt 6 Schilling 1 Pence vom Acker. Werth⸗ volle Kohlen- und Bleiminen, Kalk⸗ und Quuderſteinbruͤche. Die Hauptfluͤſſe ſind: Nith, Annan und Esk. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Dumfries 11606 C.; Annan 5033 E. Die Bervoͤlkerung der Geafſchaft belief ſich 1831 auf 73770 Seelen. 4) Ayrſhire liegt in Form eines halben Mondes laͤngs der Oſtſeite des Friths des Clyde und hat eine 75 Meilen lange See— kuͤſte. Es enthaͤlt 668800 Acker, wovon etwa die Haͤlfte auf Acker⸗ land zu rechnen iſt. Die Oberflaͤche iſt unregelmaͤßig und zum Theil gebirgig. In den ſuͤdlichen und oͤſtlichen Theilen der Grafſchaft be⸗ finden ſich große Strecken huͤgeliger Weiden, Moore und Moraͤſte. Das Ackerland liegt beſonders an der Kuͤſte vom Girvan nach Weſt⸗ kilbride. Der Boden in den Niederungen laͤngs der Kuͤſte iſt meiſten⸗ theils leicht und ſandig, in den mehr innerhalb gelegenen Theilen aber beſteht er hauptſaͤchlich aus einem zaͤhen Thon, an einigen Orten von großer Fruchtbarkeit. Der niedere Theil der Grafſchaft bietet von den Huͤgeln aus einen reichen und ſchoͤnen Anblick dar. Das Klima iſt mild, aber feuchter, als an der Oſtſeite der Inſel. Ge⸗ woͤhnlich wird Ayr in die drei Diſtricte von Carrick, Kyle und Cun⸗ ningham getheilt. Der erſte und groͤßte liegt zwiſchen dem Fluſſe Doon und Wigtownſhire. Er enthaͤlt eine große Strecke wilder und trauriger Wuͤſten, iſt jedoch nicht gaͤnzlich von fruchtbarem Lande entbloͤſt, vorzuͤglich am Girvanwaſſer. Kyle, der mittlere Diſtrict, liegt zwiſchen dem Doon und Irvine. Mehr als die Haͤlfte dieſes Diſtricts iſt angebaut, und das niedere Land, vorzuͤglich in der Ge— gend der Stadt Ayr bietet einen reichen und uͤppigen Anblick dar. Cunningham liegt noͤrdlich vom Irvine, zwiſchen ihm und Renfrew— ſhire, und iſt, obgleich der kleinſte, doch der bevoͤlkertſte, am beſten kultivirte und reichſte dieſer drei Diſtricte. Man findet hier ſehr große Beſitzungen, aber auch viele der mittleren und kleineren Klaſſe. Die Ackerwirthſchaften ſind meiſt klein. Der Ackerbau in Ayrſhire, der in der Mitte des vorigen Jahrhunderts noch ſehr danieder lag, iſt jetzt auf eine wunderbare Weiſe verbeſſert. Weizen und Gerſte werden 662 Statiſtiſche Notizen. gebaut, aber nicht im Verhaͤltniß zum Hafer, der die Hauptkoͤrner⸗ frucht ausmacht. Bohnen, Erbſen und Kartoffeln baut man eben⸗ falls an, letztere in betraͤchtlicher Menge. Die Milchwirthſchaften ha⸗ ben eine große Ausdehnung, beſonders in Cunningham. Die Ayr⸗ ſhirer Kuͤhe ſind im ganzen Lande als gute Milcher beruͤhmt. Der wohl bekannte und ſehr geſchaͤtzte Dunlopkaͤſe,(S. S. 446) wird hier hauptſaͤchlich bereitet; jedoch auch in den angrenzenden Grafſchaf⸗ ten gemacht, und als Dunlopkaͤſe verkauft. Die ganze Anzahl des Rindviehs in Ayrſhire betraͤgt ungefaͤhr 61000 Stuͤck. Die Anle⸗ gung von unterirdiſchen Abzugsgraͤben mit Ziegeln iſt neuerer Zeit in den meiſten Theilen Schottlands, und beſonders auch in dieſer Grafſchaft, ſehr in Aufnahme gekommen. In der Gegend von Kil— marnock werden zu dieſen Behuf jetzt viele Millionen Ziegel jaͤhrlich gefertigt. Der Herzog von Portland iſt auch ein ſehr großer Ziegel— fabrikant, und entwaͤſſert fuͤr diejenigen von ſeinen Paͤchtern, die es verlangen, indem er ſich von ihnen eine Rentenzulage von 5 Schil— ling pro Acker zahlen laͤßt, was bei weitem nicht dem hoͤheren Werth gleichkommen ſoll, den durch die Entwaͤſſerung der feuchte Thonboden, auf dem ſie angewendet wird, erhaͤlt. Die Wirthſchaftsgebaͤude ſind neuerer Zeit ſehr verbeſſert worden. Die Einhegungen in den Nie— derungen beſtehen meiſtens aus Hecken und Graͤben, und die Koppeln ſind kleiner, als in mancher andern Grafſchaft. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 10 Schilling 1½ Pence vom Acker jaͤhrlich. Die Straßen ſind jetzt im Ganzen gut. Kohlen, Eiſen, Kalk- und Qua⸗ derſteine werden an verſchiedenen Orten gefunden. Die Fabriken lie⸗ fern vorzuͤglich Wollenzeuge und Garn. Auch viele Gerbereien trifft man an, und die bekannten, ſchottiſche genannten ſchoͤnen hoͤlzernen Schnupftabakdoſen werden meiſtens in dieſer Grafſchaft gefertigt. Die vorzuͤglichſten Fluͤſſe ſind: Ayr, Doon, Stinchar, Girvan ꝛc. Die Hauptſtaͤdte: Kilmarnock 18093 E.; Ayr 7606 E.; Maybole 6287 E.; Irvine 5200 E. Die Bevoͤlkerung der Geafſchaft belief ſich 1831 auf 145055 Seelen. 5) Renfrewſhire am Clyde⸗Frith gelegen, enthaͤlt 145280 Acker, von denen etwa die Haͤlfte Ackerland iſt. Die Oberflaͤche wech⸗ ſelt angenehm ab; man trifft eine große Strecke huͤgeliges, mooriges Land, vorzuͤglich in den weſtlichen Theilen der Grafſchaft und laͤngs der Grenzen von Ayrſhire. Von Port Glasgow oſtwaͤrts, laͤngs des Fluſſes Clyde, iſt das Land verhaͤltnißmaͤßig flach. Der Boden iſt in dieſem, ſo wie in andern Theilen ſehr verſchieden. An einigen Orten iſt er mager und ſandig, an andern beſteht er jedoch aus tie— fem, lehmigen Thon von ſehr großer Fruchtbarkeit; und, da er wohl von Hecken umzaͤunt und mit Landſitzen und Pflanzungen geſchmuͤckt iſt, bietet er einen reichen Anblick dar. Es gibt hier ſehr große Be⸗ ſitzungen, das Eigenthum iſt aber dennoch ſehr vertheilt. Die Farms ſind von mittler Groͤße, und die Gebaͤude nicht vorzuͤglich. Die Aerrit weit u ui Nich tente betti fahtt ſind tun, ſadne kerſeine Galt, 9 1466 E derungen aow neih Preite ji Gunſſchef jemüch Nflanzur nuthiſſ wien 7 Erri ohte, d Epſchaft ſon Ha Wrd die dae gllegen, Das a totzügli hald ſo Dar n in u innerh endſte Gezitk thken füht d m, di Huuttön dut nn ei zrirzſhfin har ham. di Pr. t beihm, d. .S 440) nid enden Guffcr ganze Angtlie ick Die An it neuerer a auch in die Roend von g. iJienl jähi ht Neßer zin Pachtern, ies ge von Ecl n häten Vr rucht Thebdda, caftzgezud ſid gen in du N⸗ und die Kapni e durchſchnitt jührich.) alk⸗ und d e Fabriten erbereien trif nen halzerne gferuͤgt. d diwwan d. N. Maybole 6087 ſchaft taif ſc enthält 14023, Ohberläche beg⸗ eiges, woori haft und li jets, länd Der Bani . An lhn jedoch dl ie d, da er nun geſchmä thr große b⸗ Die ium zuplic di Anhang. 663 Ackerwirthſchaft iſt zwar ſehr verbeſſert, ſteht aber doch noch immer weit zuruͤck. Ueberhaupt eignet ſich die Grafſchaft beſſer zu Maſt⸗ und Milchwirthſchaften, als zum Ackerbau. Die durchſchnittliche Land⸗ rente betraͤgt 17 Schilling 7 Pence vom Acker. Fabriken und Schiff⸗ fahrt ſind hier von großer Bedeutung; erſtere liefern vorzuͤglich Cat⸗ tun, ſeidne und wollene Waaren ꝛc. Auch Kohlen, Kalk- und Qua⸗ derſteine werden gefunden. Die vorzuͤglichſten Fluͤſſe ſind: White Cart, Black Cart und Gryfe. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Paisley 57466 E.; Greenock 27571 C.; Port Glasgow 5192 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 133443 Seelen. 6) Lanarkſhire oder Clydesdale, eine Binnengrafſchaft, ent⸗ haͤlt 604800 Acker, von denen nicht ganz die Haͤlfte angebaut iſt. Die Oberflaͤche iſt ſehr verſchieden, an einigen Orten gebirgig, an andern huͤgelig, wieder an andern verhaͤltnißmaͤßig flach. Die Nie— derungen zu beiden Seiten des Fluſſes Clyde von Tintoc nach Glas⸗ gow neigen ſich ſanft nach Nordweſt, nehmen mit dem Fluſſe an Breite zu und an ihren niedrigſten Punkte faſt die ganze Weite der Grafſchaft ein. Sie enthalten eine große Flaͤche fruchtbaren und ziemlich ebenen Landes, auf dem angebaute Felder und gelungene Pflanzungen mit Landſitzen, Staͤdten und Doͤrfern auf das An— muthigſte abwechſeln. Das Klima iſt in den oberen Diſtricten zu⸗ weilen ſehr rauh, in den niederen mild und feucht. Lomarkſhire wird in drei Bezirke getheilt, einen oberen, mittlern und unteren. Der obere, wo die Stadt Lanark liegt, enthaͤlt etwa 2 Dritttheile der Grafſchaft, indem er die ganze ausgedehnte Strecke umfaßt, die zwi— ſchen Peeblesſhire, Dumfriesſhire und Ayrſhire liegt. Dieſe Strecke beſteht meiſt aus Gebirgen, Huͤgeln und großen traurigen Mooren, die einer Verbeſſerung unfaͤhig ſind. Der Berg Coulter Fell, hier gelegen, erreicht eine Hoͤhe von 2440 Fuß uͤber der Meeresflaͤche. Das angebaute Land befindet ſich laͤngs des Clyde und des Douglas, vorzuͤglich an letzterem. Der mittlere Bezirk, wo Hamilton liegt, iſt halb ſo groß, wie der obere und ſeine Oberflaͤche verhaͤltnißmaͤßig eben. Der niedere Bezirk nimmt den nordweſtlichen Winkel der Grafſchaft ein und hat eine ſehr geringe Ausdehnung, iſt aber, da Glasgow innerhalb ſeiner Grenzen liegt, der bevoͤlkertſte, reichſte und bedeu— tendſte von den drei Bezirken. Der Boden des Theiles des oberen Bezirks, der nicht durchaus gebirgig, moorig oder ſumpfig, iſt meiſt trocken, leicht und locker. In dem mittlern und unteren Bezirke be⸗ ſteht der Boden großentheils aus zaͤhem Thone, doch gibt es auch Lehm, Sand und Kies. Ungefaͤhr drei Viertheile der Grafſchaft ge— hoͤren ſehr großen Eigenthuͤmern, das Übrige zerfaͤllt in verhaͤltniß— maͤßig kleine Beſitzungen. Die mit der Aufzucht des Viehs ſich be⸗ faſſenden Weidewirthſchaften ſind groß, die Ackerwirthſchaften von verſchiedener Groͤße; die Mehrzahl jedoch klein. Die Farmgebaͤude ſind ſehr verbeſſert und der Ackerbau hat große Fortſchritte gemacht. 664 Statiſtiſche Notizen. Die Entwaͤſſerungen ſind, obgleich ſehr nothwendig, lange zu ſehr vernachlaͤſſigt worden, werden dafuͤr aber jetzt eben ſo ſtark, wie in Ayrſhire betrieben. Weizen wird in dem niederen und mittleren Be⸗ zirke viel gebaut, Hafer iſt aber die Hauptfrucht und naͤchſt ihm Gerſte, jedoch vorzugsweiſe Wintergerſte. Der Turnipsbau iſt be⸗ deutend. Der Gebrauch des Knochenmehls als Duͤnger fuͤr die Tur— nips iſt neuerdings in einigen der am wenigſten verbeſſerten Theilen der Grafſchaft eingefuͤhrt worden, und verſpricht von außerordentlichem Erfolge zu ſein. Apfel, Birnen, Pflaumen ꝛc. die ſonſt in Schott— land wenig bekannt ſind, werden in den niederen und flachen Laͤnde⸗ reien am Ufer des Clyde ſehr ſtark gezogen, und man rechnet, daß nahe an 550 Acker von Obſtgaͤrten eingenommen werden. Der Er⸗ trag wechſelt ſehr nach der Jahreswitterung. In manchen Jahren werden die Fruͤchte von einem halben Acker fuͤr 150 Pfnd. St. ver⸗ kauft, in anderen bringen die Baͤume wenig oder gar nichts. Um Glasgow findet man auch viele Gemuͤſegaͤrten. Die Molkereiwirth⸗ ſchaften ſind in Lomarkſhire ſchon ſeit laͤngerer Zeit und mit vielem Erfolge betrieben worden. Ayrſhirer Kuͤhe ſind die gewoͤhnlichſten, und einige Farmer haben deren 15 bis 30 Stuͤck. Der hier gefer⸗ tigte Kaͤſe aͤhnelt meiſt dem Dunlop. Die Zugpcferde dieſer Grafſchaft ſind wohl bekannt und im ganzen ſuͤdlichen Schottland und noͤrdlichen England ſehr geſchaͤtzt. Die Anzahl der zum Ackerbau verwendeten Pferde inel. der jungen, noch nicht arbeitenden, betraͤgt jetzt in Lo— markſhire 10000 Stuͤck. Die Schaafe beſtehen theils aus Cheviots, meiſtens aber aus ſchwarzkoͤpfigen. Die Anzahl derſelben betraͤgt weit uͤber 120000 Stuͤck. Holzanpflanzungen ſind waͤhrend der letzten 20 Jahre ſehr viele gemacht worden. Die durchſchnittliche Landrente be— traͤgt 9 Schilling 10 Pence pro Acker. Dieſe Grafſchaft verdankt den Wohlſtand ſeiner Fabriken und ſeines Handels vorzuͤglich den un— erſchoͤpflichen Kohlenwerken. Ebenſo beſitzt ſie auch große Eiſen- und Bleibergwerke, und hat einen Ueberfluß an Kalk- und Quaderſteinen. Glasgow iſt die erſte Stadt Schottlands und die dritte Großbritan— niens hinſichtlich der Bevoͤlkerung und durch ſeine Cattun und andere Fabriken beruͤhmt. Der Hauptfluß iſt der Clyde. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Glasgow 202426 E.; Hamilton 9513 E.; Lanark 7672 E.; Airdrie 9867 E. Die Bevoͤlkerung der Glafſchaft belief ſich 1831 auf 316819 Seelen. 7) Peeblesſhire, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 204160 Acker, wovon nur ein kleiner Theil, 34800 Acker, Ackerland iſt. Der groͤßere Theil der Oberflaͤche beſteht aus Bergen, Mooren und Suͤmpfen; an den Ufern des Tweed findet ſich jedoch ein Strich fruchtbares Land. Die hoͤchſten Gebirge ſind im ſuͤdlichen Theile der Grafſchaft, und der Gipfel des Broadlaw erhebt ſich 2741 Fuß uͤber die Meeresflaͤche. Die Huͤgel ſind im Ganzen ſanft anſteigend und bieten gute und geſunde Schaafweiden. In den niederen Theilen der Grufchft Ganzn d nur äiniger 9 lthen 30 alleiniy, breikt 4 Stit Sſt ſid ſchr Penee bon Dr Hrunn Gedxurtun,, 8)S dodon ke der vorige ghicgi Gipfel. giften harn Be udut hire hat zalben. men wor nng and J Chevi dc Lih dida S Ude m Quantit fatter g grießen atmiſſe gmacht Binnen kühe b auf die Acerla füher Inder dufat in, lnne U ſ ſin wei taumnn 3 nachſ ir Arnixsdan ſi unger fir din verbeſertn din raußerotdenii ſonſt in eie no flachen bi nan rechnet, erden. Der manchen Ink 9 Pfnd. Et. e⸗ gat nichts. l Di Mabrivit⸗ t un) mir biiem de gwährütſſe, di hie gir de digſe Grſcr nd und nait rbau verwed traͤht jezt in 5 aus Chei en betraͤgt: der lezten Landrante! efſchaft verdnt tzuͤglich den u roße Eſſe⸗ un d Qurbrrſpiven, itte Groftritn⸗ ttun und ande die voriiglchbn 13 E. Lrt Grafſhaft d nthäͤlt Mh „Ackeri Mam m och eit End hen Thäl 741 Fuf lä anſteinm en Tyiln de Anhang. 665 Grafſchaft iſt der Ackerbau ſehr verbeſſert, aber, wie man glaubt, im Ganzen zu ſehr ausgebreitet worden. Die Gebaͤude auf Farmen von nur einiger Bedeutung ſind gaͤnzlich erneuert worden, vorzuͤglich in den letzten 30 Jahren. Die ſchwarzkoͤpfige Schaafraſſe war fruͤher die alleinige, aber ſeit 1795 ſind Cheviots eingefuͤhrt und jetzt ſehr ver— breitet. Der ganze Beſtand an Schaafen wird gegenwaͤrtig auf 102000 Stuͤck geſchaͤtzt. Der Landbeſitz iſt in den Haͤnden weniger; die Farms ſind ſehr groß. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 5 Schilling 7 Pence vom Acker. Weder Mineralien noch Fabriken ſind betraͤchtlich. Der Hauptfluß iſt der Tweed. Peebles, die einzige Stadt von einiger Bedeutung, hat 2750 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 10578 Seelen. 8) Selkirkſhire, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 169280 Acker, wovon kaum der zehnte Theil Ackerland iſt. Dieſe Grafſchaft aͤhnelt der vorigen in vieler Hinſicht. Der groͤßere Theil der Oberflaͤche iſt gebirgig; die Huͤgel ſind aber gruͤn und ſanft anſteigend bis zum Gipfel. Der St. Mary's Loch und Loch von Lowes ſind mit die groͤßten Seen des ſuͤdlichen Schottlands. Man findet einigen frucht⸗ baren Boden in den Thaͤlern des Tweed, des Yarrow, Ettrick und anderer Fluͤſſe, jedoch nur von unbetraͤchtlicher Ausdehnung. Sellkirk⸗ ſhire hat voͤllig an den Verbeſſerungen Theil genommen, die im letzten halben Jahrhunderte in den meiſten Gegenden Schottlands vorgenom⸗ men worden ſind. Ackerbau, Viehbeſtand, Straßen, Gebaͤude, Nah— rung und Kleidung der Einwohner haben ſich ungemein verbeſſert. Die Cheviots haben die ſchwarzkoͤpfigen Schaafe verdraͤngt, und mit dem Viehe hat ſich auch die Behandlung deſſelben geaͤndert. Es gibt keine Schaafmilch mehr, und anſtatt daß das Vieh fruͤher Hunger leiden mußte, ſobald Schnee den Boden bedeckte, werden jetzt große Quantitaͤten Heu gemacht, die den Schaafen ein reichliches Winter⸗ futter gewaͤhren, das ſie im Schutz von Staͤllen oder Einhegungen genießen. Innerhalb der letzten 40 Jahre iſt das Land auch voͤllig entwaͤſſert worden. Gleichgroß ſind auch die hinſichtlich des Ackerbaues gemachten Verbeſſerungen. Das Syſtem mit Außenſchlaͤgen und Binnenſchlaͤgen war lange in Gebrauch; die Milchſchaafe und Milch— kuͤhe blieben waͤhrend der Nacht auf dem Felde und der Boden wurde auf dieſe Art geduͤngt. Jetzt iſt eine beſſere Fruchtfolge vorherrſchend; Ackerland und Wieſen ſind eingehegt und abgetheilt, der Pflug fuͤr 2 Pferde iſt gewoͤhnlich, der Turnipsbau eingefuͤhrt, und Weizen, ſo lange fuͤr hieſigen Boden und Klima fuͤr unpaſſend gehalten, wird haͤufig und mit Erfolg gebaut. Die neuen Haͤuſer ſtechen ſehr gegen die alten Huͤtten ab, die Straßen ſind gut und mehr belebt; der Putz beſchraͤnkt ſich nicht mehr auf blos heimiſche Produkte, und was fruͤher Luxus war, iſt jetzt Lebensbeduͤrfniß.— Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 4 Schilling 8 Pence vom Acker. Die Wollenma⸗ nufactur iſt eingefuͤhrt; Mineralien gibt es nicht viel. Die Haupt⸗ 666 Statiſtiſche Notizen. fluͤſſe ſind der Tweed, Yarrow und Ettrick. Die Grafſchaft hatte 1831 nur 6833 Einwohner; die Staͤdte ſind ſehr klein. 9) Roxburgſhire oder Teviotdale, eine Binnengrafſchaft, ent⸗ haͤlt 457920 Acker, wovon etwa zwei Fuͤnftheile von Zeit zu Zeit unter den Pfluge genommen werden. Es herrſcht hier eine große Verſchiedenheit der Oberflaͤche. Das niedere oder pflugbare Land be⸗ ſteht meiſt aus leichtem Turnipsboden und liegt großentheils in den Thaͤlern des Tweed und des Teviot. Der gebirgige oder Weidediſtrict befindet ſich hauptſaͤchlich in den ſuͤdlichen und ſuͤdoͤſtlichen Theilen der Grafſchaft. Die Huͤgel aͤhneln denen in den benachbarten Graf⸗ ſchaften, ſind trocken und geben eine gute Schaafweide. Das Eigen⸗ thum beſteht meiſtens aus großen Beſitzungen, doch fehlt es auch nicht an kleineren. Die Pachtguͤter ſind meiſt groß, und oͤfter pach— tet ein Farmer 3 oder auch wohl noch mehr zuſammen. Die Acker⸗ wirthſchaft wird in den niederen Theilen von Rorburgſhire ſo gut verſtanden und ausgeuͤbt, wie in irgend einem Theile von Berwick— ſhire, Northumberland oder Oſt-Lothian. Beruͤhmt iſt dieſe Graf⸗ ſchaft auch dadurch, daß mehre Verbeſſerungen in ihr zuerſt in ganz Schottland eingefuͤhrt wurden; Hr. Dawſon, ein hieſiger Farmer, war ein großer Verbeſſerer der ſchottiſchen Landwirthſchaft. Weizen wird jetzt in großer Menge erzeugt. Das Rindvieh iſt von gemiſchter Raſſe. Die Schaafe ſind meiſtens Cheviots. In den letzten 20 Jahren ſind hier vorzuͤglich viel Verbeſſerungen gemacht worden. Ein großer Strich Landes, der nur Weide war, gewaͤhrt jetzt die uͤppigſten Ernten; die Knochenduͤngung iſt eingefuͤhrt, die Beſtellungsweiſe verbeſſert, ein großer Theil wuͤſten Landes urbar gemacht worden. Die Farmge⸗ baͤude ſind nach beſſeren Plaͤnen erbaut, auf den meiſten bedeutenderen Guͤtern Dreſchmaſchinen errichtet, ꝛc. In der Gegend von Jedburgh, Melroſe, Kelſo findet man auch einige ſehr ergiebige Obſtgaͤrten. Waͤhrend des amerikaniſchen Kriegs wurde ſehr viel Taback erzeugt. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 10 Schilling pro Acker. Außer dem Mergel, an dem die Grafſchaft ſehr reich iſt, finden ſich keine Mineralien von Bedeutung. Die Wollenmannfactur iſt eingefuͤhrt worden, Das Kirchſpiel Kirk Yntholm iſt beruͤhmt als die groͤßte Zigeuner Colonie in Schottland. Die Hauptfluͤſſe ſind: der Tweed, Teviot, Gala, Leader ꝛc. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Jedburgh 5647 E.; Kelſo 4939 E.; Hawick 4970 E.; Melroſe 4339 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 43663 Seelen. 10) Berwickſhire, an der Nordſee gelegen, enthaͤlt 282880 Acker, von denen etwa der dritte Theil hoͤchſtens die Haͤlfte Acker⸗ land benutzt wird. Der Theil der Grafſchaft, welcher zwiſchen dem Leader, dem Tweed und den Lammermoorhuͤgeln liegt, wird Merſe genannt. Er iſt verhaͤltnißmaͤßig eben, nach Suͤdoſt anmuthig auf— ſteigend, und hat großen Theils einen tiefen, fruchtbaren, thonigen Boden, und ein trocknes, warmes, die Reife befoͤrderndes Klima, iſt —ʒᷓaᷓuaaᷓaneVaiqͤ˖ñ⏑—··— demnech 1 beſatt m Tkälm fin eim der N ſelſt zon in dn Hin vorfande. meſene 6 Mr Dr gettiben. 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Der Lammermoordiſtrict beſteht meiſt aus hochgelegenem, kalten, moorigen Lande; in ſeinen Thaͤlern findet ſich jedoch auch ziemlich fruchtbarer Boden. Merſe iſt eine der am beſten angebauten Gegenden des Reiches. Es gibt da— ſelbſt zwar keine großen Guͤter; der Landbeſitz iſt aber dennoch nur in den Haͤnden Weniger, und eine ganz kleine Wirthſchaft auch kaum vorhanden. Die Farms haben im Gegentheil meiſtens eine ange— meſſene Groͤße und zeichnen ſich durch zweckmaͤßige Gebaͤude aus. Mehre Dreſchmaſchinen in dieſer Grafſchaft werden durch Dampfkraft getrieben. Die Farmer ſind einſichtsvoll, thaͤtig und unternehmend. Alle Regeln und Verfahrungsarten, welche bei dem Betrieb des Acker⸗ baues und der Viehzucht ſich neuerer Zeit als die anerkannt beſten bewaͤhrt haben, werden von ihnen wohl verſtanden und puͤnktlich aus— gefuͤhrt. Weizen und Turnips ſind die Hauptfruͤchte, doch werden auch Gerſte, Hafer und Bohnen in großer Menge gebaut. Viele Verbeſſerungen ſind waͤhrend der letzten 20 Jahre bewerkſtelligt worden durch die vollkommnere Entwaͤſſerung des Landes, durch Einfuͤhrung beſſerer, der verſchiedenen Bodenbeſchaffenheit angemeſſener Fruchtfol⸗ gen, durch die Anwendung des Knochenduͤngers, die Urbarmachung von wuͤſtem Lande ꝛc. Die Pferde gehoͤren meiſtens zur Clydesdaler Raſſe und ſind ſtark und thaͤtig. Die gegenwaͤrtige Anzahl der Zug— pferde wird auf 5500 Stuͤck geſchaͤtzt. Ein Paar derſelben wird fuͤr 40 bis 50 Acker hinreichend gehalten, und da gewoͤhnlich die Haͤlfte Land auf allen Ackerfarmen zu Gras niedergelegt iſt, ſo rechnet man immer auf einem Farm fuͤr jede 100 Acker ein Paar Zugpferde. Das Rindvieh beſteht aus gemiſchter Raſſe, und man hat es neuerer Zeit auf alle Weiſe, beſonders durch Einfuͤhrung von kurzhoͤrnigen Bullen zu verbeſſern geſucht. In Merſe gibt es meiſtens langwollige Schaafe, in den Lammermoorhuͤgeln dagegen ſind die Cheviots mehr verbreitet. In den rauheſten und unwirthlichſten Gegenden gibt man jedoch der ſchwarzkoͤpfigen Raſſe, oder einer Kreuzung zwiſchen ihr und den Cheviots, den Vorzug. Der ganze Schaafbeſtand mag ſich etwa auf 115000 Stuͤck belaufen. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 16 Schilling 5 Pence vom Acker. Die Straßen ſind gut, aber ſchwer zu unterhalten. Mineralien und Manufacturen ſind hoͤchſt unbedeutend. Die Hauptfluͤſſe ſind: Tweed, Whitadder, Blackadder und Leader. Die Lachsfiſcherei im Tweed gehoͤrt unter die ergiebig⸗ ſten des Reiches. Staͤdte ſind ganz unbedeutend. Dunſe hat nur 3496 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 34048 Seelen. 11) Oſt⸗Lothian oder Haddingtonſhire, an der Nordſee und dem Frith des Forth gelegen, enthaͤlt nur 174080 Acker, wovon etwa vier Fuͤnftheil pflugbar oder des Anbaues faͤhig ſind. Der Theil des Lammermoor, der in dieſe Grafſchaft gehoͤrt, hat den naͤmlichen Karakter, wie der von Berwickſhire. Aber mit dieſer Ausnahme iſt 668 Statiſtiſche Notizen. die Grafſchaft meiſt eben; die Oberflaͤche des niedern Landes je— doch ſehr verſchiedenartig. Nord-Berwick-law, ſo genannt von dem Dorfe gleiches Namens, iſt ein einzelner Huͤgel von betraͤchtlicher Hoͤhe, und dort finden ſich auch noch andere dergleichen Huͤgel. Laͤngs der Kuͤſte iſt der Boden ein reicher, leichter, roͤthlicher Lehm; nach den obern Diſtricten hin geht er nach und nach in Thon uͤber. Die Niederungen werden hinſichtlich der Ergiebigkeit von wenig Ge— genden des Koͤnigreichs uͤbertroffen. Die moorigen Diſtricte nehmen 6— ¼ der Oberflaͤche der Grafſchaft ein. Der Oſtwind iſt vor⸗ herrſchend und rauh im April und Mai; das Klima aber deſſenun⸗ geachtet geſund, trocken und mild. Das Beſitzthum iſt in ſehr un— gleiche Theile zertheilt. Die Farms haben meiſtens nur eine mittlere Groͤße, im Durchſchnitte etwa 300 bis 500 Acker pflugbares Land; ſind jedoch kleiner auf dem beſſeren, groͤßer auf dem ſchlechteren Bo— den. Sie ſind meiſtens auf 19 oder 21 Jahre verpachtet, und der Pacht wird, obgleich er in Geld zahlbar iſt, nach den Getreidepreiſen beſtimmt. Der Ackerbau hat eine ſehr hohe Stufe der Vollkommen— heit erreicht. Der Turnipsbau in dieſer Grafſchaft uͤbertrifft den in jedem Theile von England, nicht nur hinſichtlich der Beſtellung und Pflege, ſondern auch hinſichtlich der Guͤte der Ruͤben. Letzteres kommt wohl von dem Reichthume des Bodens her; die Turnips ſind ſehr groß und dauerhafter, als die in irgend einem andern Theile der vereinigten Koͤnigreiche. Gerſte findet man nur wenig, Weizen haupt⸗ ſaͤchlich, daneben aber auch noch viel Hafer und Bohnen angebaut. Die Rotation in der Kuͤſtengegend iſt. 1) Turnips, 2) Weizen, 3) Klee, 4) Weizen, 5) Bohnen, 6) Hafer. Auf dem Thonboden wird gewoͤhnlich vor dem Weizen gebracht und die Rotation iſt: 1) Brache, 2) Weizen, 3) Gruͤnfutter, 4) Hafer, und zuweilen 5) Bohnen. Wird aber eine Bohnenernte genommen, ſo bekommt das Land dazu etwas Duͤnger. Die Paͤchter ſind waͤhrend ihrer Pachtzeit und bei ihrem Abgange genoͤthigt, eine beſtimmte Flaͤche als Brache oder mit Hackfruͤchten beſtellt und eine andere mit Gruͤnfutter und Getreide beſaͤet zuruͤckzulaſſen. Streng iſt ihnen unterſagt, zwei Koͤrnerfruͤchte nach einander zu nehmen. Seegras wird an der Kuͤſte ſtark zu Duͤnger verwendet, ebenſo Kalk auf dem Thonboden; aber der am haͤufigſten gebrauchte und wirkſamſte Duͤnger bleibt doch der Stall⸗- und Hofmiſt. Neuerdings werden jedoch auch Knochen zur Duͤngung der Turnips haͤufig mit benutzt. Der Gebrauch der Brache wurde hier um 1720 eingefuͤhrt, und war daſelbſt lange zuvor weit verbreitet, ehe er in einem andern Theile Schottlands feſten Fuß faßte. Die Wirthſchaftsgebaͤude ſind im Ganzen groß und bequem. Die Werkzeuge ſaͤmmtlich von der beſten Art, und es gibt keinen Farm von einiger Bedeutung ohne eine Dreſchmaſchine. Die Viehzucht, obgleich ein noch weniger beachteter Gegenſtand, hat ſich doch ſeit einigen Jahren ſehr verbeſſert, beſonders in Folge der Vermehrung det Wide wenig auf Turiipd, triütlche b Köhlen m Bernnrtid datung. loſten nent 362 36lb E 1⁰ 9 ds ſech dachedſe ndern j ethäbt ſch nicdee La de ſch! un weni bothät Liſitun Die Fa in Dſ⸗ ſihjſehr dr Hauy mähn ji ſendn ſä h a 1 Eiindur die de Lnnd, d pete d acchd zahl A nieden 9, Aande genamt enn , rithlihe dn nc in Thon eit don venn t Diſtite ne Oſtwind iſ a aber diſe iſt in ſii nur eine me dflagbates n ſchlachkern. erpachtet, um den Gerrari 2 der Valeamnen t ünft wn der Biſalund u Rüben. Ai die Turrisi andern dh -, Weizn zohmen an 6, 29) L dem Thon⸗ e Rotatzor r, und zurf hen, ſo beim d wifrerd i linne glice e nit Griniit unterit, idd in ir ſf Thontoden,“ er blaüt ſ uch Futea rauch rach feſten Il) ſ begum* t keinn dn Die Tihac t ſich vh ſ er Ventha Anhang. 669 der Weide. Rindvieh und Schaafe werden zwar verhaͤltnißmaͤßig nur wenig aufgezogen; aber in großer Anzahl angekauft zur Maſt mit Turnips, Heu und Stroh fuͤr den Edinburger Markt. Die durch⸗ ſchnittliche Landrente betraͤgt 20 Schilling 10 Pence vom Acker. Kohlen und Kalkſtein ſind in Menge vorhanden, aber, einige große Brennereien ausgenommen, gibt es wenig Manufacturen von Be⸗ deutung. Der Tyne iſt der einzige anſehnliche Fluß. Die vorzuͤg⸗ lichſten Staͤdte ſind: Haddington 5883 E.; Dunbar 4735 E.; Tra⸗ nent 3620 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 36145 Seelen. 12) Mid⸗Lothian oder Edinburghſhire, am Meerbuſen des Forth, enthaͤlt 226560 Acker, wovon nahe an zwei Drittheile kulturfaͤhig ſind. In einigen Theilen iſt die Oberflaͤche huͤgelig, in anderen ziemlich gebirgig. Die hoͤchſte Spitze des Pentlandgebirges erhebt ſich etwa 1880 Fuß uͤber die See. Dieſes Gebirg theilt das niedere Land der Grafſchaft in zwei verhaͤltnißmaͤßig ebene Landſtriche, die ſich nach der See hin vereinigen. Thonboden iſt vorherrſchend, und wenige Theile der Grafſchaft ſind wegen ihrer natuͤrlichen Frucht⸗ barkeit merkwuͤrdig. Es gibt hier eine betraͤchtliche Anzahl großer Beſitzungen, aber das Eigenthum iſt doch im Ganzen gut vertheilt. Die Farms haben verſchiedene Groͤße. Der Ackerbaubetrieb iſt dem in Oſt⸗Lothian aͤhnlich, jedoch etwas weniger vollkommen, und richtet ſich ſehr nach dem Beduͤrfniß an Kartoffeln, Milch ꝛc.„Weizen iſt der Hauptgegenſtand der Aufmerkſamkeit der hieſigen Farmer, und es moͤgen jetzt jaͤhrlich 15000 bis 18000 Acker mit dieſer Frucht be⸗ ſtanden ſein. Es iſt in dem letzten Jahrhundert in dieſer Hinſicht hier eine wunderbare Veraͤnderung vorgegangen. Wenn im Jahre 1727 ein kleines Stuͤck von 8 Ackern innerhalb einer Meile von Edinburgh geſaͤet wurde, ſo war dies eine außerordentliche Erſcheinung, die die Aufmerkſamkeit aller Nachbarn auf ſich zog. Die Flaͤche Land, die jetzt mit Weizen beſtanden iſt, betraͤgt mehr als das Dop— pelte von der die 1790 damit beſtellt wurde, und ſeit dieſer Zeit ſind auch die Ernten ſelbſt vom Acker reichlicher worden. Eine große An⸗ zahl Ayrſhirer Kuͤhe wird fuͤr den Bedarf der Hauptſtadt an Milch, Butter ꝛc. gehalten. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 24 Schil⸗ ling 6 Pence vom Acker. An Kohlen iſt Ueberfluß. Die Hauptfluͤſſe ſind: Nord- und Suͤd-Esk, Almond und das Waſſer von Leith. Die hauptſaͤchlichſten Staͤdte ſind: Edinburgh 130301 E.; Leith 25855 E.; Muſſelburgh 8961 E.; Dalkeith 5586 E. Die Be⸗ voͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 219592 Seelen. 13) Weſt⸗Lothian oder Linlithgowſhire, am Frith des Forth gelegen, enthaͤlt 76800 Acker, von denen ohngefaͤhr drei Vier⸗ theile pflugbar ſind. Die Oberflaͤche iſt von Anhoͤhen unterbrochen, jedoch gibt es wenig Huͤgel von Bedeutung und keine Berge. Der Boden iſt thonig, ſandig und kieſig. Auch trifft man große Strecken 670 Statiſtiſche Notizen. mageren, moorigen Boden und einige Moraͤſte in den ſuͤdweſtlichen Theilen der Grafſchaft. Das Klima iſt kaͤlter als in den anderen beiden Lothians. Der Ackerbau iſt dem von Mid⸗Lothian ſehr aͤhn⸗ lich, nur mit dem Unterſchiede, daß mehr Turnips und weniger Kar⸗ toffeln gebaut werden. Man trifft einige Pferde- und viel Rinddieh— zucht. Das Beſitzthum iſt in den Haͤnden weniger. Die Farms ſind von mittler Groͤße. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 21 Schilling 7 Pence vom Acker. Kohlen werden in den meiſten Thei⸗ len der Grafſchaft gefunden, auch Kalk- und Quaderſandſtein. Die wichtigſten Fluͤſſe ſind: Almond und Avon. Die anſehnlichſten Staͤdte: Linlithgow 4874 E.; Bathgate 3593 E.; Borrowstonneß 2809 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 23291 Seelen. 14) 15) Stirlingſhire mit der kleinen Grafſchaft Clack⸗ mannan, am Frith des Forth gelegen. Erſtere enthaͤlt 321280 Acker, letztere 30720, wovon etwa zwei Drittheile pflugbar ſind. Die Oberflaͤche iſt ſehr verſchieden, indem ſie theils aus hohen Ber— gen, theils aus großen Mooren, Suͤmpfen, Waͤldern ꝛc., theils aus ſehr ſchoͤnem, angeſchwemmten Lande beſteht. Der Ben-Lomond in Nordweſten von Stirlingſhire, iſt der hoͤchſte Berg daſelbſt und er— reicht eine Hoͤhe von 3191 Fuß. Die mittleren und ſuͤdlichen Theile der Grafſchaft ſind von Huͤgeln durchzogen. Das niedere, ange⸗ ſchwemmte Land, welches ſehr fruchtbar iſt, befindet ſich zu beiden Seiten des Forths, und bedeckt einen Raum von etwa 45000 bis 50000 Ackern. Der Boden deſſelben beſteht aus blaͤulichem Thon, untermiſcht mit Sand. In den weſtlichen Theilen iſt der Thon vor— herrſchend, und da er feſt und eiſenfluͤſſig, meiſtens kalt und naß. An einigen Orten laͤngs des Fluſſes iſt der Boden leicht und kieſig. In den hoͤheren Mooren iſt er mooſig und in den niederern befinden ſich bedeutende Torfgraͤbereien. Es gibt mehre große Beſitzungen, das Eigenthum iſt aber doch ſehr vertheilt. Die Farms in den niederen Gegenden wechſeln von 20 bis 300 Acker; in den huͤgeligen und ge— birgigen Theilen ſind ſie aber weit groͤßer. Der Ackerbau iſt ſehr verſchieden, meiſt aber der Lage und dem Klima wohl angepaßt. Das Trockenlegen des Bodens hat neuerer Zeit ſehr an Ausdehnung ge— wonnen. In den Niederungen ſind Weizen, Bohnen, Gerſte und Klee, vorzuͤglich die beiden erſten, die Hauptfruͤchte. Auf dem leich— teren Lande werden Turnips in großer Ausdehnung gebaut; Hafer iſt die vorherrſchende Frucht auf allen aͤrmeren Hoͤhen. Der Kartcoffel⸗ bau wird ebenfalls ſtark betrieben. Die Schaafe gehoͤren meiſtens zu der ſchwarzkoͤpfigen Lintonraſſe; doch ſind auch Cheviots in großer Anzahl eingefuͤhrt worden. Neben dem Rindvieh der Greafeſchaft, welches ſich nicht durch ſeine Guͤte auszeichnet, wird noch ſehr viel hochlaͤndiſches gehalten, von dem jaͤhrlich eine große Menge zum Maͤſten auf den Maͤrkten zu Falkirk aufgekauft wird. Dieſes ſind die groͤßten Viehmaͤrkte Schottlands. Sie werden an den zweiten Dienſtcoen kit ſt d lands kom Etyaf ggen R nf die? Fandvih a Mfad au Pund Et. Aapflanzune ſen, Dwc Sdiiling?2 nih w d dech, dn lng d40 6377 E. 13b2l S 16): Tyh Uegen zvei Dit wechslung. Juß üͤber ſchft ſind begeſſere fruchuit din demer jebe andre Enwwiſſer nit Recht dn. 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Schaͤtzt man nun das Stuͤck Rindvieh auf 7 Pfund St., das Schaaf auf 11 Schilling, das Pferd auf 10 Pfund St., ſo betruͤge ihr Werth beinahe an 650000 Pfund St. Stirlingſhire hat etwa 23000 Acker Waldungen und Anpflanzungen. Kohlen ſind im Ueberfluſſe vorhanden, auch Eiſen— ſtein, Quaderſtein ꝛc. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 12 Schilling 2 Pence vom Acker. Große Eiſengießereien, auch Brenne⸗ reien und andere Fabriken trifft man an. Die Hauptfluͤſſe ſind: Forth, Carron, Bannockburn ꝛc.; die vorzuͤglichſten Staͤdte: Stir⸗ ling 8340 E.; Falkirk 12743 E.; St. Ninians 9552 E.; Alloa 6377 E. Die Bevoͤlkerung von Stirlingſhire belief ſich 1831 auf 72621 Seelen, die von Clackmannan auf 14729 Seelen. 16) Fife begreift die zwiſchen den Meerbuſen des Forths und Tay liegende Halbinſel, und enthaͤlt 300800 Acker, wovon mehr als zwei Drittheile angebaut ſind. Die Oberflaͤche zeigt eine ſchoͤne Ab⸗ wechslung. Der hoͤchſte Gipfel des Lomondgebirgs erhebt ſich 1721 Fuß uͤber die See. Die oͤſtlichen und ſuͤdoͤſtlichen Theile der Graf⸗ ſchaft ſind verhaͤltnißmaͤßig eben und fruchtbarz der vom Eden be— bewaͤſſerte Strich ebenfalls. Das moorige und weniger werthvolle Land liegt meiſt in den weſtlichen Theilen der Grafſchaft. Etwas Huͤgelland findet ſich im Norden, iſt jedoch von vielen fruchtbaren Thaͤlern durchſchnitten. Der Boden iſt ſehr verſchieden. In den fruchtbarſten Gegenden beſteht er meiſt aus einem reichen Lehm, in den aͤrmeren meiſt aus kalten Thon; daneben trifft man jedoch auch jede andre Bodenart. Das Klima iſt trocken und weſentlich durch Entwaͤſſerung und Anbau verbeſſert worden. Im Ganzen kann Fife mit Recht als eine der beſten ſchottiſchen Grafſchaften angeſehen wer— den. Es iſt wohl bebauet, hat mehr als das gewoͤhnliche Verhaͤlt— niß an Landſitzen und Baumpflanzungen, und ſeine Kuͤſte iſt dicht mit Staͤdten und Doͤrfern beſetzt. Das Beſitzthum iſt gut vertheilt. Die Farms haben verſchiedene Groͤße, 50 bis 500 Acker. Die Farmgebaͤude ſind innerhalb der letzten 40 Jahre ſehr verbeſſert wor— den, und koͤnnen jetzt wohl mit denen in andern Geafſchaften einen Vergleich aushalten. Die Entwaͤſſerungen ſind mit Gluͤck in großen Maaßſtabe ausgefuͤhrt worden, und haben weſentlich zu einem beſſeren Anblicke des Landes und zur groͤßeren Fruchtbarkeit beigetragen. So ſind einige große Seen vollkommen ausgetrocknet worden, die jetzt die ſchoͤnſten Ernten liefern. Daſſelbe iſt der Fall mit großen Strecken niedern, ſumpfigen Landes. Der Ackerbau hat gleiche Fortſchritte ge⸗ macht, iſt aber noch vieler Verbeſſerungen faͤhig, wenigſtens in den 672 Statiſtiſche Notizen. weſtlichen Theilen der Grafſchaft. Weizen und Gerſte werden viel angebaut, Hafer iſt aber die Hauptkornfrucht. Turnips, Bohnen und Kartoffeln findet man ebenfalls in großer Menge. Fife iſt lange wegen ſeiner ausgezeichneten Rindviehraſſe beruͤhmt geweſen. Schon 1800 rechnete man 10000 Milchkuͤhe in dieſer Grafſchaft. Die Schaafe ſind nicht ſehr zahlreich. Die alte Pferderaſſe war klein, unanſehnlich und weder zum Reiten noch zum Zug gut geeignet. Sie iſt aber ſehr verbeſſert worden. Taubenhaͤuſer gibt es in großer Anzahl. Kohlen ſind im Ueberfluſſe vorhanden, auch Kalk- und Quaderſtein. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 22 Schilling 5 Pence vom Acker. Die Manufacturen liefern vorzuͤglich Linnenzeuge. Die Hauptfluͤſſe ſind: Eden und Leven, die bedeutendſten Staͤdte Dunfermline 17068 E.; Dyſart 7104 E.; Cupar 6473 E.; Kirk⸗ caldy 5034 E. Die Bervoͤlkerung der Greaſſchaft belief ſich 1831 auf 128839 Seelen. 17) Kinroßſhire, eine kleine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 50560 Acker, von denen 4480 Waſſer ſind und beſonders auf den Loch Leven kommen. Die Oberflaͤche iſt verſchiedenartig. In den niedern Gegenden im Norden und Weſten des Sees iſt der Boden thonig, ſandig und ziemlich fruchtbar. In den hoͤher gelegenen Theilen aber iſt er unfruchtbar, meiſtens moorig und mooſig. Der Ackerbau hat zwar große Verbeſſerung erhalten, iſt aber wegen des unguͤnſtigen Klimas manchem Verluſte unterworfen. Das Beſitzthum iſt ſehr ver⸗ theilt, und meiſtens in den Haͤnden kleiner Grundeigenthuͤmer. Hafer iſt die Hauptfrucht. Man trifft hier eine große Brennerei und Cat⸗ tunfabriken. Kohlen fehlen, Kalk- und Quaderſteine ſind vorhanden. Die durchſchnittliche Landrente belaͤuft ſich auf 9 Schilling, 10 Pence vom Acker. Die Hauptfluͤſſe ſind: Leven und Nord⸗ und Suͤd⸗ Queich; Kinroß und Milnathort die einzigen Staͤdte. Die Grafſchaft hatte 1831 9072 Einwohner. 18) Dunbartonnſhire, am Loch Lomond, am Forth und Clyde Kanal gelegen, enthaͤlt 165760 Acker, von denen 19840 Waſ⸗ ſer ſind. Der groͤßte Theil der Grafſchaft beſteht aus hohen Bergen, eines Anbaues unfaͤhig. Das Ackerland, welches eine ſehr beſchraͤnkte Ausdehnung hat, liegt vorzuͤglich laͤngs des Clyde, oͤſtlich von Dun— barton, an beiden Seiten des Forths und im Suͤden des Lochs Lomond. Der Boden dieſes pflugbaren Landes beſteht meiſtens aus Thon. Das Klima iſt feucht und veraͤnderlich. Der Contraſt zwiſchen den hohen, unfruchtbaren Bergen, und der Schoͤnheit und Fruchtbarkeit des niederen Landes iſt ſehr auffallend. Waldungen und ſchoͤne Baum⸗ pflanzungen gibt es hier in ziemlicher Menge. Der Landbeſitz iſt in den Haͤnden Weniger. Farms gibt es von allen Groͤßen. In den Niederungen laͤngs des Clyde ꝛc. wird ſehr ſchoͤner Weizen gebaut; Hafer iſt jedoch die Hauptkornfrucht. Das Rindvieh beſteht meiſtens aus kleinen hochlaͤndiſchen Thieren, und zeichnet ſich nicht durch ſeine Göͤte uu nicdan The hatn. di rnſez aberd die Chebit rurte bangt Prducte ſud reiciöuet der einzige Grſſheft 3 10 N ſſtet eande, 3 tomm De Sühnſ Fäſland ſt ſchitten umd von denen mäſtens un licen Gage Bin en de Jdoch git lings der⸗ Felane d Aes. Or Sezund dn 39 1nd ad Na R ſand dait bedeckt. Wadungen ruh und ſchllich der Ennge ent Qudratm in de g. Land in tn. 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Der Leven iſt der einzige anſehnliche Fluß. 1831 hatte Dunbarton 3623, die Grafſchaft 33211 E. 19) Argyleſhire, eine ſehr ausgedehnte Grafſchaft, theils aus feſtem Lande, theils aus Inſeln beſtehend, enthaͤlt 2054400 Acker. Davon kommen auf das feſte Land 1446400, auf die Inſeln 608000. Die Suͤßwaſſer Seen bedecken einen Raum von 51840 Ackern. Das Feſtland iſt an ſeinen Kuͤſten von Bayen und Seearmen tief einge⸗ ſchnitten und beſteht groͤßtentheils aus langen, ſchmalen Vorgebirgen, von denen Cantire das bemerkenswertheſte iſt. Die Oberflaͤche iſt meiſtens uneben, und an mehren Stellen, vorzuͤglich in den noͤrd— lichen Gegenden gebirgig, wild und aͤußerſt rauh. Der Cruachan Ben an der Spitze des Loch Awe hat eine Hoͤhe von 3670 Fuß. Jedoch gibt es einige fruchtbare Thaͤler zerſtreut in den Bergen, und laͤngs der Fluͤſſe und Seearme. Das ganze pflugbare Land auf dem Feſtlande der Grafſchaft betraͤgt aber doch nicht mehr als 170000 Acker. Der Boden iſt ſehr verſchieden. In den Niederungen an der See und den Fluͤſſen beſteht er vornehmlich aus leichtem Lehm mit Sand und Kies vermengt; an den Seiten der Huͤgel hauptſaͤchlich aus Kies auf eiſenſchuͤſſigem Thon ruhend. Die Gipfel der Berge ſind nackte, duͤrre Felſen, und ihre Seiten theilweis mit duͤrrer Haide bedeckt. Man trifft auch große Striche Moor- und Torfboden. Die Waldungen bedecken 35000 bis 45000 Acker. Das Klima iſt naß, rauh und dem Reifen und Ernten des Getreides unguͤnſtig. Hin⸗ ſichtlich der Groͤße der Farms herrſcht eine ungemeine Verſchiedenheit. Einige enthalten nur wenige Acker, waͤhrend ſich andere uͤber mehre Quadratmeilen ausdehnen. In verſchiedenen Gegenden wird der fruͤher in den groͤßten Theile der Hochlanden vorherrſchende Gebrauch, das Land in einer Art von Gemeinſchaft zu pachten, noch aufrecht erhal⸗ ten. Hierbei pachten mehre Perſonen einen Farm zuſammen, indem ſich jeder fuͤr die zu zahlende Rente verbindlich macht. Sie bringen dann das Pflugland in luine⸗ an einander ſtoßende Stuͤcke, oder Beete von moͤglichſt gleicher Groͤße und Guͤte, und vertheilen hierauf dieſelben unter ſich du rch das Loos, zuweilen ſür die ganze Pachtzeit, zuweilen auch nur fuͤr ein einziges Jahr. Das Pfluͤgen und die meiſten andern Arbeiten werden in Gemeinſchaft vollfuͤhrt, und ſtoͤßt eine Huͤgelweide an das niedere Land, ſo beweidet man ſie in Ge⸗ meinſchaft. In einigen der niedern Theile der Hochlande uͤberſteigen II. 43 874 Statiſtiſche Notizen. die bei dieſer Pachtungsweiſe einem Pachter zukommenden Theile nicht 3 bis 7 Acker. Es iſt unnoͤthig, ſich uͤber den verderblichen Einfluß weiter auszulaſſen, den dieſe Pachtungsweiſe mit ſich fuͤhrt. Wo ſie ſich vorfindet, kann weder von Induſtrie noch von einem verſtaͤn⸗ digen Ackerbau die Rede ſein, und es iſt erfreulich zu hoͤren, daß dieſer Gebrauch immer mehr abnimmt. Die Gebaͤude der Farms weichen ſehr nach deren Groͤße ab. Die groͤßeren Guͤter haben deren ſehr huͤbſche, waͤhrend die der kleineren ſehr oft nur aus elenden Huͤt⸗ ten beſtehen. Die Hauptfruͤchte ſind Hafer und Kartoffeln. Der Anbau der letzterer hat ſich ſehr ausgedehnt. Die Ackerwerkzeuge ſind zwar viel verbeſſert worden, aber immer noch an vielen Orten ſehr unvollkommen. Das Pfluͤgen geſchieht nicht mit der gehoͤrigen Sorg⸗ falt, und wird zum großen Theil durch die Bearbeitug mit dem Spaten erſetzt. Beruͤhmt iſt die Grafſchaft wegen ihres ausgezeichne⸗ ten Rindviehs. Es iſt hart, maͤſtet ſich leicht und liefert, in den niedern Landen Schottlands und Englands fett gemacht, ausgezeich⸗ netes Fleiſch. Der Beſtand deſſelben betraͤgt gegen 65000 Stuͤck, von denen jaͤhrlich große Lieferungen nach Suͤden gehen. Fruͤher war das Schaafvieh ſehr vernachlaͤſſigt, allein ſeit einigen Jahren iſt deſ⸗ ſen Verbeſſerung ein Hauptgegenſtand der Aufmerkſamkeit worden, man hat Cheviots in ſtarker Anzahl eingefuͤhrt. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt, inel. der Inſeln, 1 Schilling 11 Pence vom Acker. Die Mineralien ſind Kupfer, Eiſen, Blei, Kohlen und Schiefer. Große Fluͤſſe finden ſich nicht; die Awe iſt der bedeu⸗ tendſte. 1831 hatte die Stadt Campbeltown 4869, die ganze Gref⸗ ſchaft 100973 E. 20) Perthſhire, eine der groͤßten und bedeutendſten Graf⸗ ſchaften des Feſtlandes von Schottland, enthaͤlt 1688320 Acker, von denen 32000 Acker Waſſer ſind. Dieſe große Grafſchaft umfaßt Alles, was Schottland karakteriſirt. Sie hat jede Verſchiedenheit der Oberflaͤche und des Bodens, von hohen, rauhen, unfruchtbaren Ge⸗ birgen an, bis zu niedrigen, ebenen fruchtbaren Thaͤlern. Ihre Seen und Fluͤſſe ſind großartig; die letzteren ſtuͤrzen waͤhrend ihres Laufes bald mit dem Ungeſtuͤme eines Gebirgsbaches dahin, bald ſchleichen ſie traͤge fort, und breiten ſich endlich bei ihrem Ausfluſſe in die See in große Meerbuſen aus. Das Klima iſt ebenfalls verſchieden, in den Thaͤlern mild und freundlich, in den hoͤheren Regionen aber rauh und kalt. Der Ackerbau befindet ſich theilweis in einen ſehr verbeſ⸗ ſerten und bluͤhenden Zuſtande, theilweis aber auch noch unter dem Joch aͤlterer fehlerhafter Gebraͤuche. In den Gebirgen wohnen Cel⸗ ten, in den ebeneren Gegenden Sachſen, die ſich in Sprache, Klei⸗ dung und Sitten ſtreng von einander unterſcheiden. Perthſhire war fruͤher in die Diſtricte von Gowrie, Perth, Stormont, Strathearn, Menteith, Breadalbane, Balquhidder und Nannoch getheilt. Dieſe „ 2. Eintheilung iſt zwar geſetzlich aufgeloͤſt, aber im gewoͤhnlichen Leben doch ncch 1 Niͤalande ſzaft liegt, 1 Lyvie züß ir d pnd higelige ſin don niht abneh bante Lond unnfütr Au Jyei N5 nie 45. 111) 4 ud v in Fruch non Fottei us ihnlih ſeih. 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Neben den gebirgigen und huͤgeligen Diſtricten gibt es dort auch noch ſehr ausgebreitete Flaͤ⸗ chen von Hochmooren, Torfmooren und Suͤmpfen, die jedoch immer mehr abnehmen. Auch große Waldungen trifft man. Das ange⸗ baute Land wird auf 530000 bis 560000 Acker Niczäst, oder auf ungefaͤhr den dritten Theil der ganzen Oberflaͤche. Der fruchtbarſte Theil des niedern Landes wird die Carſe von Gowrie genannt(ſ. B. 2. S. 117). Ihr Boden beſteht meiſt aus tiefem, fruchtbaren Thon, und wird vielleicht von keinem andern des vereinigten Koͤnigreichs an Fruchtbarkeit uͤbertroffen. Der niedere Theil von Strathearn or Forter biot bis zum Zuſammenfluſſe des Earn und Tay beſteht aus aͤhnlichem Boden und kommt jenem an Fruchtbarkeit faſt ganz gleich. Außer den genannten Gegenden und den Niederungen laͤngs des Tay, bei Perth, finden ſich noch in den Thaͤlern des Teith, Forth, und andern Fluͤſſen große Strecken angeſchwemmten Landes und ſandigen und kieſigen Lehms. Leichter, kieſiger Boden iſt uͤber⸗ haupt in Perthſhire vorherrſchend. Man trifft einige große Guͤter, aber auch eine große Menge kleinere Beſitzungen. Die Ackerfarms wechſeln in der Groͤße von 50 bis 500 Acker. Auch hier findet man, wie in Argyleſhire, den Gebrauch der gemeinſchaftlichen Pachtung, jedoch ſeltener als in jener Grafſchaft. Die Farms in den niedern Diſtricten ſind ſaͤmmtlich auf beſtimmte Zeit, meiſtens auf 19 Jahre verpachtet. Eben ſo die großen Viehwirthſchaften, nur einige der kleinern hochlaͤndiſchen Grundbeſitzer verpachten ſie von Jahr zu Jahr. Die Gebaͤude in den niedern Gegenden ſind meiſt feſt und ſchoͤn; in einigen der hoͤheren aber oft noch ſchlecht und unzureichend. Weizen und Bohnen von ausgezeichneter Guͤte ſind in den fruchtbaren Nie⸗ eredeh dir Hauptproducte, in den mittleren Gegenden iſt Gerſte, in den hoͤheren Hafer die Hauptfrucht. Kartoffeln werden viel gebaut und viel conſumirt, neuerer Zeit aber auch in großen Quantitaͤten nach London ausgefuͤhrt. Turnipsbau findet ſich ebenfalls im Großen. In den Thaͤlern, beſonders in Gowrie, werden große Mengen von Fruͤchten, als Aepfel, Birnen ꝛc. erbaut. Das Rindvieh iſt von ver⸗ ſchiedenen, dem Lande aber nicht eigenthuͤmlichen Raſſen. Es wechſelt nach der Guͤte des Bodens, auf dem es weidet. Die Anzahl der Schaa hat ſich in den letzten 40 Jahren ſehr vermehrt. Fruͤher kannte man nur das weiße oder gelbkoͤp fige kleine Gebirgsſchaaf. Vor etwa 60 Jahren wurde die ſchwarzkoͤpfige Tweedale Raſſe eingefuͤhrt, und wieder neuerer Zeit haben dieſe theilweis den Cheviots Platz ge⸗ macht. Die ganze Anzahl der Schaafe betraͤgt jetzt weit uͤber 220000 Stuͤck. Die Straßen ſind ſehr verbeſſert. Kohlen, Kalk⸗ und Qua⸗ ₰ 676 Statiſtiſche Notizen. derſteine ſind reichlich vorhanden. Die durchſchnittliche Landrente be⸗ traͤgt 5 Schilling 6 Pence vom Acker. Leinen⸗ und Cattunmanu⸗ factur beſchaͤftigt viele Menſchen. Die vornehmſten Fluͤſſe ſind: Tay, Forth, Earn, Teith, Lyon, Garry, Tummel ꝛc. Die Hauptſtaͤdte ſind: Perth 20016 E.; Crieff 4786 E.; Dunblane 3288 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 142894 Seelen. 21) Angus oder Forfarſhire, an der Nordſee, enthaͤlt 570880 Acker, wovon 2560 Acker Waſſer ſind. Dieſe reiche und bluͤhende Grafſchaft wird von der Natur in 4 Diſtricte getheilt. Der erſte, oder Grampiandiſtrict enthaͤlt etwas weniger als die Haͤlfte des Flaͤcheninhalts, indem er das ganze Land umfaßt, was noͤrdlich von einer Linie liegt, die ſich von Lintrathan im Weſten bis Edzell zieht. Das Gebirge in dieſem Landſtrich wird zuweilen Braes von Angus genannt, und ſteigt nach und nach gegen die noͤrdlichen Grenzen der Grafſchaft an. Die Berge ſind meiſt rund und ſanft und mit einer duͤnnen Decke mooriger Erde bekleidet, die verkruͤppelte Haide traͤgt. An einigen Stellen, beſonders in Glen Clova, ſind die Gebirge ſchroff und ſteil und wo dort ſich Boden findet, iſt er mit gruͤnen nahr⸗ haften Kraͤutern bedeckt. Der daran ſtoßende Diſtrict bildet einen Theil des großen Thales von Strathmore, gewoͤhnlich How von An⸗ gus genannt. Er nimmt den Raum ein zwiſchen dem Fuße des Grampiansgebirges und der Sidlaw Huͤgel, und bietet eine anmuthige Abwechslung zwiſchen ſchoͤnen Anhoͤhen, gut bebaueten Feldern, An⸗ pflanzungen und Landſitzen, obgleich er noch an einigen wenigen Or⸗ ten wuͤſt iſt. Der Boden in den Thaͤlern iſt meiſt angeſchwemmt, aber nicht ſo fruchtbar wie man glauben ſollte. Die Sidlaw Huͤgel bilden den dritten Diſtrict. Sie laufen parallel mit dem Grampian⸗ gebirg und ſteigen zu einer Hoͤhe von 1400 Fuß an. Einige von ihnen ſind mit verkruͤppelter Haide bedeckt, andere bis an den Gipfel bebaut. Der vierte und letzte Diſtrict beſteht aus den niederen Lan⸗ den, die zwiſchen den Sidlaw Huͤgeln, den Frith des Tay und der See liegen. Mit wenigen Ausnahmen iſt es ein fruchtbarer, hoch kultivirter Landſtrich, der ſich uͤber etwa 142000 Acker verbreitet. Im Ganzen enthaͤlt Angus mehr pflugbares Land als eine andere ſchottiſche Grafſchaft. Das Klima wechſelt nach Hoͤhe, Lage, Bo⸗ den ꝛc. Es gibt einige große Beſitzungen; im Ganzen iſt aber das Beſitzthum ſehr vertheilt. Die Groͤße der Farms iſtt ſehr verſchieden. In den Niederungen ſind ſie gewoͤhnlich auf 19 Jahre verpachtet in einigen Theilen des Grampiangebirges aber findet man keine Pacht⸗ contracte und wo dieſes der Fall iſt, gibt es keine Verbeſſerungen und der Acker iſt in eben dem ſchlechten Zuſtande, in dem er vor einigen hundert Jahren war. Theilweis findet man auch in dieſen Diſtricten das alte Syſtem der gemeinſchaftlichen Pachtung. Die Farmgebaͤude und Arbeiterwohnungen waren fruͤher ſehr ſchlecht; in den niedern Gegenden ſind ſie jedoch in den letzten 40 Jahren meiſtens „ T nuu ahäht rindittic d ſlch gndvirſſh Das Jarche xaoin/ Frochendun Dunder u vyſchidene⸗ Geüner⸗ Hacln, de Lrou 5 M ſe auch ſche Lnde ſrin güt it hoaute Füiſſe ſid de 4535 0660 E. 1300050 ) hut 249 ie holbe ntiſſerun ſtan, He Nlaed V Gſſ racht en bate Lmn Förtſezun 50000 ten Und Dſten w vm Ki den un Das üt gaugege n nied iit gu fers git auch 90 Nact ſchnete P Arr ce lam 3 utamm biſt 3 dn, R Näupfin 3285 E. :8l Säſn Nonſe, ena diß reche ch gthalt d. 3 die Hälfe ds türdlih dis Cdl zi aes ddn Ang hen Grea ft und mi inr ite hi angt ie Gain ſtuf ſit ginn ir rict didet ein How in lr dem dun eine annut. t Feldern, wenigen mheſchwem àdlaw Häht a Groxpiar Erige vr an den Gyfft niedern La⸗ BTuy un' dr chloere, hoc ſcer werdrit l aine ander e, Lage, de n iſt abet ihr verhhi hte verpe n käne li Varbeſſean dem i 9 uch in n tung. A ſclut i ren nuſtn Anhang. 677 neu erbaut und zwar feſt und in einem guten Style. In dem Gram⸗ piandiſtrict dagegen ſind die Haͤuſer vieler der kleineren Farmer noch ſo ſchlecht, wie ſie nur ſein koͤnnen. Entwaͤſſerung und alle Arten landwirthſchaftlicher Verbeſſerungen haben reißende Fortſchritte gemacht. Das Brachen iſt in den Niederungen, welche ſchoͤne Weizenernten er⸗ zeugen, gewoͤhnlich; Kartoffel- und Turnipsbau ſehr ausgebreitet. Knochenduͤnger wird in großer Menge verwendet und viel davon in Dundee und andern Staͤdten bereitet. Das Rindvieh iſt von verſchiedener Raſſe. Die Schaafe gehoͤren meiſt zu der weißkoͤpfigen Gebirgsraſſe, jedoch ſind jetzt, wie auch in andern Gegenden des Hochlandes, die ſchwarzkoͤpfige und Cheviotsraſſe, weit verbreitet. Die Waldungen bedecken jetzt einen Raum von 30000 bis 35000 Acker. Mit der Verbeſſerung der Wohnungen und der Landwirthſchaft ſind auch Reinlichkeit und beſſere Sitten eingekehrt. Die durchſchnitt⸗ liche Landrente betraͤgt 9 Schilling 2 Pence vom Acker. Außer Kalk⸗ ſtein gibt es keine Mineralien von Werth. Die Leinenmanufactur iſt bedeutend und hat ihren Hauptſitz in Dundee. Die vorzuͤglichſten Fluͤſſe ſind: Nord- und Suͤd⸗Esk und Isla, die Hauptſtaͤdte: Dun⸗ dee 45355 E.; Montroſe 12055 E.; Forfar 7949 E.; Arbroath 6660 E.; Brechin 6508 E. Die Bevoͤlkerung belief ſich 1831 auf 139606 Seelen. 22) Kincardineſhire oder Mearns, an der Nordſee, ent⸗ haͤlt 244480 Acker, wovon 1280 ⸗Waſſer ſind. Man rechnet, daß die halbe Grafſchaft aus angebautem Lande, Waldungen und einer Verbeſſerung faͤhigen Mooren beſtehe, und die andere Haͤlfte aus Ge— birgen, Huͤgeln ꝛc. Das Grampiangebirge nimmt den weſtlichen, mittlern und groͤßten Theil des noͤrdlichen Theils der Grafſchaft ein. Es iſt ſehr hoch. Der Mount Battock, hier der hoͤchſte Gipfel, er⸗ reicht eine Hoͤhe von 2611 Fuß uͤber der Meeresflaͤche. Das pflug— bare Land beſteht hauptſaͤchlich aus dem How von Mearns, einer Fortſetzung des Strathmore oder How von Angus. Es enthaͤlt etwa 50000 Acker verhaͤltnißmaͤßig niederen, fruchtbaren und gut angebau⸗— ten Landes, und 7000 Acker wohlgelungene Baumpflanzungen. Im Oſten wird der How von einer niedern Huͤgelreihe geſchuͤtzt, die ihn vom Kuͤſtendiſtricte trennt. Letzterer enthaͤlt etwa 68000 Acker, von den ungefaͤhr 32000 in einem hohen Kulturzuſtande ſich befinden. Das übrige ſind Huͤgel, Moore und Holzboden. Eine andere Acker⸗ baugegend iſt das ſchmale Thal laͤngs des Dee. Das Klima iſt in den niederen Landen zwar mild, aber dem zeitigen Reifen der Fruͤchte nicht guͤnſtig. Der Landbeſitz iſt in den Haͤnden Weniger. Acker⸗ farms gibt es von allen Groͤßen; viele ſind klein, einige halten aber auch 400 bis 500 Acker. Die bei Angus gemachten Bemerkungen uͤber Pacht, Gebaͤude ꝛc. paſſen faſt ganz auch hierher. Im Jahr 1807 rechnete man, daß nur gegen 74840 Acker in Kultur ſein, alſo etwa 30 Procent der ganzen Oberflaͤche, ſeitdem hat ſich aber dieſe Flaͤche 678 Statiſtiſche Notizen. ſehr vermehrt. Die Hauptfruͤchte ſind: Gerſte, Hafer, Turnips und Kartoffeln, doch werden auch Weizen, Bohnen und Erbſen haͤufig angebaut. Die Waldungen bedecken einen Raum von ungefaͤhr 17609 Ackern. Die Anzahl des Rindviehs ſchaͤtzt man auf 24825 Stuͤck, darunter 6236 Milchkuͤhe und die Anzahl der Schaafe auf 24957 Stuͤck, excl. der Laͤmmer. Verbeſſerungen ſind mit vieler Einſicht gemacht worden und der Werth des Landes in einem kaum denkbaren Maaße geſtiegen. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 13 Schilling 2 Pence vom Acker. Kalk, das einzige Mineral von Bedeutung, iſt in Ueberfluß vorhanden. Die Hauptfluͤſſe ſind der Dee, North Esk, Bervie, Dye ꝛc. Stonehaven iſt die Hauptſtadt. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 31431 Seelen. 23) Aberdeenſhire, eine ſehr ausgedehnte, an der Nordſee gelegene Grafſchaft, enthaͤlt 1260800 Acker. Ungefaͤhr der fuͤnfte Theil der Oberflaͤche beſteht aus hohen Gebirgen, und die Huͤgel, Moore, Torflager und andere wuͤſte Laͤndereien nehmen faſt zwei Drittheile der ganzen Grafſchaft ein. Sie wurde ehedem in die Di⸗ ſtricte Mar im Suͤden und Weſten, Fromartin, Garioch und Strath⸗ bogie in der Mitte, und Buchan im Norden getheilt. Die Gebirge in den ſuͤdweſtlichen Theilen ſind, nur etwa den Ben Nevis ausge⸗ nommen, die hoͤchſten Schottlands. Der Ben Macdui erheht ſich 4327 Fuß uͤber die See, der Cairntoul 4245 Fuß ꝛc. Dieſe Ge⸗ birge zeigen oft ſenkrechte Felſen und die Gipfel beſtehen bald aus ſanft anſteigenden, feſten, bald aus ſchroff abgeriſſenen Granitmaſſen. Das pflugbare Land liegt hauptſaͤchlich zwiſchen dem Don und dem Yethan, in den Diſtricten Fromartin und Garioch, in Strathbogie und zwiſchen dem Ugie und der See im Norden. In den Niede⸗ rungen an der Kuͤſte iſt Thon der vorherrſchende Boden; in den hoͤ⸗ heren angebauten Gegenden aber gibt es betraͤchtliche Strecken leichten, ſcharfen, ſandigen Lehms. Sand, Moor und Torflager ſind auf den Huͤgeln und Hoͤhen vorherrſchend. Wegen der Umgebung der See und der großen Ausdehnung der Kuͤſte ſind die Winter mild, die Sommer aber kurz und gewoͤhnlich kalt. Das Beſitzthum iſt gut vertheilt. In der Groͤße der Farms herrſcht eine große Verſchieden⸗ heit; aber obgleich die Anzahl der kleinen Guͤter ſehr vermindert wor⸗ den iſt, gibt es deren jetzt doch noch mehr in den niedern Landen von Aberdeenſhire, als in den meiſten andern Ackerbaudiſtricten Schott⸗ lands. So beſitzen gewoͤhnlich Handwerker kleine Stuͤcken Land von 1 bis 2 Ackern. Die Gebaͤude ſind denen von Angus und Kincar⸗ dineſhire aͤhnlich. Der Ackerbaubetrieb findet auf verſchiedene Weiſe ſtatt, iſt aber im Ganzen neuerer Zeit ſehr verbeſſert worden. Unge⸗ faͤhr 160000 Acker Land tragen jaͤhrlich Haſer, alſo mehr, als allen andern Fruͤchten zuſammen gewidmet wird. Wintergerſte wird auch viel, Weizen aber nur wenig gebaut, weil ihm weder Boden noch Klima guͤnſtig ſind. Der Weizen wird oft durch Stuͤrme oder durch regfan n ſice dr beatbeitt. l ungen die Ian enüdign,; druon und ir der End vagbek um uf T 7 ₰ i ſchche 3 Fächen Land votzüglich 9 angettetm u 16 der be Waddungen gußen Lah ſtoſ. D Sie hat i Fal ſih w Gwichts d ſon auf 1. mixt. 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Sie iſt nuͤtzlich, um ſich der Granitbloͤcke zu entledigen, mit denen der Boden belaſtet iſt. Die groͤßeren Stuͤcke davon werden zu Bau⸗ und Pfaaſterſteinen zer chnitten, die man theils in dem Lande ſelbſt verbraucht, theils ausfuͤhrt. Die kleineren ver⸗ wendet man zu Einhegungen, Straßen ꝛc. In keiner Grafſchaft hat die Natur weniger zur Befoͤrderung von Verbeſſerungen gethan, die menſchliche Induſtrie aber faſt in keiner mehr. Jaͤhrlich werden große Flaͤchen Land pflugbar gemacht. Farmer aus Berwickſhire und andern vorzuͤglich angebauten fuͤdlichen Grafſchaften haben hier Pachtungen angetreten und durch Beiſpiele ſehr viel zur Kenntniß und Verbrei⸗ tung der beßeren Syſteme und Verfahrungsarten beigetragen. Die Waldungen ſind ſehr ausgebreitet und werthvoll. Es wird hier eine groͤßere Anzahl Rindvieh gezogen, als in irgend einer andern Graf⸗ ſchaft. Die einheimiſche Raſſe wird mit vollem Rechte vorgezogen. Sie hat in den letzten 30 Jahren an Groͤße ſehr zugenommen und ſoll ſich wirklich ſeit Einfuͤhrung des Turnipsbaues hinſichtlich des Gewichts verdoppelt haben. Die Anzahl des Rindviehs wurde 1811 ſchon auf 110000 Stuͤck geſchaͤtzt und hat ſich ſeitdem noch bedeutend vermehrt. Die Milchwirthſchaft hat neuerer Zeit ebenfalls große Fort⸗ ſchritte gemacht. Der Werth der Butter, die von Aberdeen und Peterhead aus jaͤhrlich verſchifft wird, ſoll uͤber 100000 Pfund St. betragen. Die Anzahl der Schaafe iſt fruͤher groͤßer geweſen, als jetzt. 1811 uͤberſtieg ſie nicht 100000 Stuͤck; ſeitdem hat ſie ſich aber wieder vermehrt, obgleich die Schaͤfereiwirthſchaft hier weniger Fortſchritte gemacht hat, als in anderen hochlaͤndiſchen Grafſchaften. Die Raſſen ſind verſchieden; es gibt kleine weißkoͤpfige, ſchwarzkoͤpfige und Cheviots. An Kalkſtein und Schiefer iſt Ueberfluß; auch der hieſige Granit wird geſchaͤtzt. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 3 Schillinge 8 Pence vom Acker. Die Hauptfluͤſſe ſind: Dee, Don, Yethan, Ugie, Bogie, Doveran ꝛc. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Aber⸗ deen 58019 E.; Peterhead 6695 E.; Fraſerburgh 2954 E. 183 betrug die Bevoͤlkerung der Grafſchaft 177651 Seelen. 24) Banffſhire, am Moray Frith gelegen, enthaͤlt 414080 Acker, von denen 1280 Waſſer ſind. Laͤngs der Kuͤſte iſt die Ober⸗ flaͤche des Landes ziemlich eben und der Boden, hauptſaͤchlich aus Lehm und Sand beſtehend, im Ganzen ſehr gut angebauet und ſehr fruchtbar. Übrigens aber iſt die Oberflaͤche gebirgig und huͤgelig und von nur wenigen Thaͤlern unterbrochen. Das Grundeigenthum iſt 680 Statiſtiſche Notizen. in ungeheuren Beſitzungen vertheilt; 2 Drittheile der Grafſchaft ha⸗ ben nur vier Eigenthuͤmer. Es gibt einige große und viele kleine Farms. Die Gebaͤude gleichen denen in andern hochlaͤndiſchen Graf⸗ ſchaften. Der Ackerbau hat gegen ſonſt große Verbeſſerungen erhalten. Weizen, Gerſte, Turnips und alle jetzt in Schottland gewoͤhnlich ge— bauten Fruͤchte, werden auch in dieſer Grafſchaft erzeugt; doch nimmt der Hafer den groͤßten Theil des Pfluglandes ein. An den meiſten Orten iſt indeſſen Ackerbau ein untergeordneter Gegenſtand, und die Hauptaufmerkſamkeit ſchenkt der hieſige Landwirth ſeinem Rindviehe. Die alte einheimiſche Rindviehraſſe war hart und gut. Sie wird jetzt aber faſt nur noch in den hoͤheren Gegenden gehalten, wo ſie, wegen Mangel an Futter in ihrem Wachsthum zuruͤck bleibt. In mehrern der niedern Gegenden iſt die Gallowayraſſe eingefuͤhrt wor— den, und ſehr gut eingeſchlagen. Die ungehoͤrnte Aberdeenraſſe und einige Ayrſhirer Kuͤhe hat man ebenfalls ins Land gebracht. Die Anzahl des Rindviehs ſchaͤtzt man auf etwa 25000 Stuͤck. Schaafe gibt es verhaͤltnißmaͤßig nur wenige. Marmor, Kalkſtein und Mer⸗ gel ſind im Ueberfluſſe vorhanden. Bergkryſtalle und Topaſe, und die Flechte, die den ſogenannten rothen Indigo oder Perſio liefert, werden in den Gebirgen gefunden. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 3 Schilling 9 Pence vom Acker. Die Fluͤſſe ſind: der Spey und Doveran, die Hauptſtaͤdte Banff 3711 E.; Keith 4464 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 48604 Seelen. 25) 26) Moray oder Elginſhire und Nairnſhire, zwei an dem Moray Frith gelegene Grafſchaften, enthalten 433920 Acker, wovon 6400 Acker auf Waſſer kommen. Die Oberflaͤche iſt meiſten⸗ theils huͤgelig und gebirgig, aber an der Seekuͤſte liegt ein betraͤcht— licher Strich leichtes und fruchtbares Ackerland, was jedoch an einigen Orten, vorzuͤglich in Nairn, mit trocknem Flugſande bedeckt iſt. Das Klima laͤngs des Moray Frith iſt wegen ſeiner Milde bekannt und gehoͤrt wirklich zu einem der geſuͤndeſten in Schottland. Weizen iſt an der Kuͤſte ſchon laͤngſt mit Erfolg gebaut worden. Der Landbe⸗ ſitz befindet ſich in den Haͤnden Weniger. Farms gibt es von allen „Groͤßen. Die Gebaͤude waren fruͤher ſehr ſchlecht, ſind jetzt aber auf den groͤßeren Guͤtern meiſt neu, feſt und bequem. Der Turnipsbau hat ſich ſehr verbreitet. Ueberhaupt iſt fuͤr die Verbeſſerung des Acker⸗ baues in dieſer Grafſchaft ſchon fruͤh viel geſchehen, darin jedoch in der neuern Zeit gewiſſermaßen ein Stillſtand eingetreten, und daher derſelbe jetzt gegen den in anderen Theilen von Schottland zuruͤckge⸗ blieben. Das einheimiſche Rindvieh iſt durch Kreuzung mit der Skye und Argyleſhirer Raſſe verbeſſert worden. Die Anzahl deſſelben ſchaͤtzt man in beiden Grafſchaften auf etwa 23000 Stuͤck. Schaafe wer⸗ den wenig gehalten und ſind meiſtens von der alten weißen oder gelb⸗ koͤpfigen Raſſe; doch hat man auch andere eingefuͤhrt. Die Wal— dungen ſind betraͤchtlich. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 3 Stin demiſtin! üe dar 805 6; tug 81, ). um aland hält Nl8 und 77370 auf Ptern von Jererneh Menn und digäcſte De in gofet rcht gut ku hriknniens( latytiihich Fith, gfun Dalem an ſäch in! nuh in 3 Tlith. De vun alln mahte Qun ruauf wen giſſſe Etuch en ſchr vernain Aferde⸗ un ducte und mehmlichkeit beſimmte: auf eine) dn de ni erbaut zen gut u Di Auß Efkerts g einnd d Stzufheerd Ul ſchst 1808 d 5 in: un Wchthun gil dutai ſGuſchit, m. nie de Nindi in Gen⸗ runge 3 dgrißnt ptz doch iim An dn nin ge bracht A — . K Stu duc. Shrh 1 ſtein 1 uh Mr Al⸗ 2 ſ meiſt an Rtraͤch dch an eininn deckt iſt. D e bekannt und d. Vaien i De Undbe⸗ t es bon a len dett aber uf er Turnipedur ung de lt⸗ arin jdot en, und ſ kland; zM 1 mit men eſilber ſi Schaafe be⸗ en oder ⸗ Die Ll⸗ e banit Anhang. 681 Schilling 5 Pence vom Acker. Blei, Eiſen, Kalk, Mergel, Qua⸗ derſandſtein und Schiefer werden angetroffen. Spey und Nairn ſind die Hauptfluͤſſe. Die wichtigſten Staͤdte: Elgin 6130 E.; Forres 3895 C.; Nairn 3228 E. Die Beroͤlkerung der Grafſchaften be⸗ trug 1831, von Moray 34231, von Nairn 9354 Seelen. 27) Inverneßſhire, die groͤßte Grafſchaft Schottlands, wird vom atlandiſchen Ocean und dem Moray Frith beſpuͤlt. Sie ent⸗ haͤlt 2716800 Acker, wovon 1943920 A. auf das Feſtland kommen und 773760 A. auf die Inſeln. Auf erſterem werden 84480 Acker, auf letzteren 37760 Acker von Waſſer eingenommen. Das Feſtland von Inverneßſhire iſt uͤberaus wild, rauh, gebirgig und reich an Mooren und Haiden. Man rechnet wirklich, daß dort nur etwa der vierzigſte Theil von Natur nicht mit Haide bedeckt war. Jedoch iſt ein großer Theil dieſer Haiden pflugbar gemacht und auch viel davon recht gut kultivirt worden. Der Ben Nevis, der hoͤchſte Berg Groß⸗ britaniens(4370 Fuß hoch) liegt hier. Das kultivirte Land wird hauptſaͤchlich um Inverneß, laͤngs des innerſten Theils des Moray Frith, gefunden, ferner laͤngs des Spey und in einigen ſchmalen Thaͤlern an andern Fluͤſſen und Seen. Das Klima iſt verſchieden; jedoch im Allgemeinen feucht und ſtuͤrmiſch an der weſtlichen Kuͤſte, rauh im Innern, und vergleichsweiſe mild und trocken am Moray Frith. Der Landbeſitz iſt in den Haͤnden Weniger. Farms gibt es von allen Groͤßen. Einige Weidewirthſchaften erſtrecken ſich uͤber mehre Quadratmeilen Land, waͤhrend ſich einige kleine Ackerfarms nur auf wenige Acker beſchraͤnken. Letzteren iſt jedoch faſt ſtets eine gewiſſe Strecke Hoͤheweide beigegeben. Die Anzahl dieſer kleinen Pach— tungen hat ſich ſeit Einfuͤhrung der groͤßeren Schaͤfereiwirthſchaften ſehr vermindert. Eine Folge davon iſt eine große Verminderung der Pferde⸗ und Menſchenarbeit, eine große Vermehrung brauchbarer Pro⸗ ducte und eine bedeutende Steigerung der Induſtrie, ſo wie der An⸗ nehmlichkeiten des Lebens. Große Farms ſind durchgaͤngig auf eine beſtimmte Zeit, kleinere aber oft nur von Jahr zu Jahr verpachtet, auf eine Weiſe alſo, die Traͤgheit und Armuth neben Abhaͤngigkeit von den Eigenthuͤmern im Gefolge hat. Die in den letzten 40 Jah⸗ ren erbauten Wirthſchaftsgebaͤude der reicheren Farmer ſind im Gan⸗ zen gut und feſt, die der aͤrmeren aber meiſtens noch ganz erbaͤrmlich. Die Aufzucht von Rindvieh und Schaafen iſt das Hauptgeſchaͤft. Erſteres gehoͤrt meiſt zu der Skye- oder Kyloeraſſe und der ganze Beſtand deſſelben wird auf 40000 bis 45000 Stuͤck geſchaͤtzt. Die Schaafheerden haben waͤhrend der letzten 30 Jahre ſehr zugenommen. 1798 ſchaͤtzte man die Anzahl der Schaafe nur auf 25000 Stuͤck, 1808 auf 50000 und jetzt auf mehr als 120000 Stuͤck. Die Lin⸗ ton- und Cheviotraſſe iſt weit verbreitet worden. Das ungeheure Wachsthum des Landwerthes in dieſer Grafſchaft zeigt folgendes Bei— ſpiel deutlich: die Rente des Weidegutes zu Glengarry betrug 1788 682 Statiſtiſche Notizen. nur 800 Pf. St. jaͤhrlich, 1828 aber 6000 bis 7000 Pf. St. Zu Inverneß wird jaͤhrlich ein großer Schaafmarkt im Monat Juli gehalten, wo Kaͤufer und Commiſſionaͤre aus dem Suͤden mit den Schaͤfereibeſitzern dieſer und anderer Grafſchaften zuſammenkommen und betraͤchtliche Kaͤufe abgeſchloſſen werden. Ungefaͤhr 100000 Stuͤck Schaafe und 100000 Stein Wolle kommen im Durchſchnitt jaͤhr⸗ lich auf dieſen Markt. Waldungen gibt es viel. Der Karakter und Zuſtand des Volkes iſt in dieſer, ſo wie in andern hochlaͤndiſchen Grafſchaften jetzt weit beſſer, als zu Anfang des vorigen Jahrhun⸗ derts. Von den zahlreichen Verbrechen des Blutvergießens, Raubens und Pluͤnderns, durch die fruͤheren Kriege beguͤnſtigt und im vorigen Jahrhundert immer noch bisweilen vorkommend, hoͤrt man jetzt nichts mehr. Die haͤuslichen und geſellſchaftlichen Tugenden werden jetzt von allen Staͤnden mehr geachtet und ausgebildet. Das Geſetz iſt uͤberall in Anſehen und die Handhabung deſſelben gerecht und unpartheiſch. Es reiſen jetzt ohne Furcht und unangefochten Perſonen allein und unbewaffnet in allen Richtungen mit großen Summen Geldes durch die Hochlande. Dieſe wunderbare und wohlthaͤtige Veraͤnderung iſt beſonders den ausgezeichneten, unter dem General Wade und neuerer Zeit durch Commiſſaͤre des Parlaments erbauten, Straßen zuzuſchrei⸗ ben. Sie fuͤhren durch jeden Theil der Grafſchaft und haben ver⸗ ſchiedene, fruͤher faſt unzugaͤngliche Gegenden der Civiliſation und Ordnung erreichbar gemacht. Ihr Einfluß iſt in vieler Hinſicht ganz außerordentlich geweſen. Vor der Erbauung dieſer Straßen konnten weder Karren, noch andere Fuhrwerke gebraucht werden; der ganze Verkehr wurde durch kleine hochlaͤndiſche Pferdchen bewirkt. Bis 1755 beſtand zwiſchen Inverneß und Edinburg nur eine Fußbotenpoſt. 1760 kam die erſte Poſtkutſche nach Inverneß, und dieſe war lange Zeit der einzige vierraͤdrige Wagen in der ganzen Umgegend. 1803 gab es 5 Poſtkutſchen in der Stadt Inverneß, jetzt befinden ſich 4 Kutſch⸗ fabriken daſelbſt, und jaͤhrlich ſind 160 bis 200 Kutſchen bei dem Wettrennen zu Inverneß verſammlet. Die durchſchnittliche Landrente, zacl. der Inſeln, betraͤgt 1 Schilling 6 Pence vom Acker. Kalkſtein, Schiefer und Marmor werden gegraben. Die Hauptfluͤſſe ſind: Spey, Neß und Beauly. Inverneß, die einzige Stadt von Bedeutung, hat 14324 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 94797 Seelen. 28) 29) Roß und Cromartyſhire bilden einen Seediſtrict von großer Ausdehnung am atlantiſchen Ocean. Sie enthalten zu⸗ ſammen 1904000 Acker, von denen 1532800 auf das Feſtland und 375200 auf die Inſeln kommen. Die Suͤßwaſſerſeen bedecken einen Raum von 57600 Ackern. Die oͤſtlichen Theile der Grafſchaften, die Halbinſeln Black⸗Isle und Oſt⸗Roß ſind verhaͤltnißmaͤßig flach und fruchtbar. In Oſt⸗Roß ſindet ſich ein betraͤchtlicher Strich ſtren⸗ ger Lehm- und leichter Sandboden. Der Boden von Blackisle iſt ſt(öhr riih ſeht ie ſi Lhn In Bedi thonih it jörch d nerehen und d Rindiun zut aber viele von aler Geißen, noch zaglric, iſ fiet, untiſ iihen Thämn Riſſt änggfü Die Shiftr gröfert und Verbſtcer al anc die Gü de Kodablihe in it, de f abg nommen. Förzuch, ſ ſowohl hinſi geoßen Gihen 5 fH 9 den Pchaſctt NW „1 Schottlandi. Straßen dur ſizen und Hecen und derdole We ſind jett nie außethalb d Klitgigm Wwar brab ter Induſt ltn und tif ͤen ſ n Linr nit änen ge dn, gftjät daen Gpſe ricg if. rta g 7n„ 78 im Mut Süden fn ufämm. künnn 3 wonde Durzſtnit i Der Kn wüte! tn zcti orihen J Jahth egens„Nui und im vor⸗ wan jeht ni werden jat Geſeß iſt uün und unparthe ſonen allir u ei o ſ(oad Jhhl e e Ahc Lade und waee 16* M 1 kraßel d zröuſher und haben vr r OHGℳ, 11 Pin Ä h, Ser Son Sttaßen 1Ac war langes nd. 18059 ſich 4 Autt utſchen bei de li he Lnd 11 cker. Ral gltſe iſſe ſind Ehn Bedeutumg, ſch 181 einen Eun i jie enthn s Fſ n öodeci un 7 Giij fſcuin Ei. ſch 1 a au Anhang. 683 i*ſt ſehr verſchieden, großentheils ganz arm. Der angebaute Theil be⸗ ſeeht aus ſtrengem Lehm, guten, ſchwarzen Humusboden und ſandigen Lehm. In Strathpeffer und der Umgegend von Dingwall iſt der Boden thonig. Im Ganzen, dieſe wenigen Ausnahmen abgerechnet, iſt jedoch dieſe Grafſchaft wild, rauh und gebirgig, mit Seen reich verſehen und von ſchmalen Thaͤlern durchſchnitten, die Schaafen und Rindern zur Weide dienen. Die Beſitzungen ſind meiſtens ſehr groß, aber viele von ihnen von nur eienſn Werth. Farms gibt es von allen Groͤßen, aber die Anzahl der kleinen Pachtſtellen, obgleich immer noch z ahlreich, hat ſich ſehr wermindeit Das einheimiſche Rindvieh iſt hart, unterſetzt und wohl fuͤr das Land paſſend; aber in den weſt⸗ lichen Theilen der Grafſchaft hat man die Skye⸗ und Argyleſhirer Naſſe eingefuͤhrt. Das Rindvieh war fruͤher zahlreicher als jetzt. e Schaͤfereiwirthſchaften haben ſich ſchon ſeit vielen Jahren ver— größert und die ganze Aufmerkſar mkeit der vornehmſten Farmer und Verbeſſerer auf ſich gezogen, ſo daß nicht nur die Anzahl, ſondern auch d Guͤte des Rindviehs ſich vermindert hat. Ueberhaupt hat die verderbliche Gewohnheit mehr Vieh zu halten, als gut zu ernaͤh⸗ ren i,d ie fruͤher in vielen hochlaͤndiſchen Grafſchaften herr iſchte, ſehr abgenommen. Vor nicht lang ger Zeit wurden Ochſen zur Feldarbeit gebraucht, jetzt nur noch he ſt ſelten. Alle Arten von Verbeſſerungen ſowohl hinſichtlich der Viehzucht, als des Ackerbaues, ſind von den ind von vielen einſichtsvollen und unternehmen⸗ & d „ 9 Bro zen E 1 1HETL ſitz ie von Suͤden eingewandert ſind, verſucht wor⸗ den. Der groͤßte Theil von Sſt⸗ Noß⸗ ein großer Theil von Black⸗ isle, mit dem Lande um Dingwall, und die Nordweſtkuͤſte des In⸗ neren Frith von Cromarty, gehoͤren jett unter die ſchoͤnſten Diſtricte Schottlands. Sie ſin nach allen Richtungen hin mit herrlichen Straß en durchzogen, haben eine mehr als gewoͤhnliche Zahl von Land itzen und Bnumyflan zungen, die Einhegungen beſtehen meiſt aus §. ecken und Graͤben mit Baͤumen. Der Ackerbau hat ſich auf wun⸗ dervolle Weiſe gehoben, und die Ernten von Weizen und Turnips ſind jetzt nicht geringer, als in mehren fuͤdlicheren Grafſchaften. Aber außerhalb der genannten Gegenden, wird noch ein großer Theil des gebirgigen Landes von alt hochlaͤndiſchen Paͤchtern eingenommen, die zwar brav und abgehaͤrtet, doch arm und ohne Unterne hmungsgeiſt oder Induſtrie ſind. Sie wohnen in den Thaͤlern zwiſchen den Ge⸗ birgen und an den Ufern der Fluͤſſe oft ſo dicht, daß eine Familie auf jeden ſchottiſchen Acker Pflugland kommt. Auf dieſen bauen ſie Hafer, Wintergerſte und Kartoffeln. Das Land bearbeiten ſie haͤufig mit einem gekruͤmmten Spaten, und wenn ſie ja den Pflug anwen⸗ den, geſchieht es meiſtens noch auf die Weiſe, welche ehedem in der ganzen Grafſchaft gebraͤuchlich war und ihrer Seltſamkeit wegen merk⸗ wuͤrdig iſt. Der aͤußerſt rohe Pflug wird von vier neben einander gehenden Pferden gezogen, zu ihrer Anſpannung dient ein langer 684 Statiſtiſche Notizen. Apparat von Birkenzweigen, der ſich zwiſchen ihnen und dem Pfluge befindet, die Zuͤgel ihrer Zaͤume oder vielmehr Halftern werden in 4 Loͤcher, die ſich in einem Querholze von etwa 6 Fuß Laͤnge befinden, geknuͤpft und dadurch der Fuͤhrer, der dieſes Querholz in die Hand nimmt, in den Stand geſetzt, alle Pferde zugleich zu fuͤhren, und ge— legentlich mit einem Stocke anzutreiben. Er geht dabei ruͤckwaͤrts, das Geſichte dem Pfluͤger zukehrend, und beſtimmt ſo die Beeite der Pflugſchnitte. Ein dritter Mann druͤckt den Grindel mit ſeinem ganzen Gewicht nieder, um den Pflug in der Erde feſtzuhalten und ein Vierter folgt mit einem krummen Spaten, um das umzugraben, was jener ſitzen laͤßt, und die in die Furche zuruͤckfallenden Pflugſchnitte vollends umzuwenden. Hr. Downie fuͤhrte 1790 zuerſt einen ver⸗ beſſerten Pflug, der nur von 2 Pferden ohne beſonderen Fuͤhrer ge⸗ zogen wurde, ein, und erregte dadurch großes Aufſehen bei den Ein⸗ gebornen. Die kleineren Farmer beſitzen durchgaͤngig betraͤchtliche Stre⸗ cken Weideland, welches gewoͤhnlich an das Ackerland anſtoͤßt, zu⸗ weilen aber auch weit davon entfernt iſt. Ihre Huͤtten ſind meiſt erbaͤrmlich; nur wenige haͤben Feuereſſen oder Fenſter, und im Winter befindet ſich gewoͤhnlich des Rindvieh mit der Familie unter einem Dache. Mineralien und Fabriken ſind von keiner Bedeutung. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 1 Schilling 1 Pence vom Acker. Die Hauptfluͤſſe ſind: Conon, Orin, Beauly. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Tain 3078 E.; Fortroſe 1799 E.; Dingwall 2124 E. Die Bevoͤlkerung der beiden Grafſchaften belief ſich 1831 incl. der Inſeln auf 74820 Seelen. 30) Sutherland, der nordweſtlichſte Theil des britiſchen Feſt⸗ landes, enthaͤlt 1152640 Acker, wovon 30000 mit Waſſer bedeckt ſind. Der Anblick des Landes iſt wild, kahl und großentheils un⸗ aͤngebaut. Die oͤſtliche Kuͤſte hat einen ſchmalen Rand guten Pflug⸗ landes; aber der Reſt der Oberflaͤche iſt rauh und gebirgig, von ver⸗ ſchiedenen ſchmalen Thaͤlern und einigen betraͤchtlichen Seen und Moraͤſten unterbrochen. Sutherland, aͤhnlich andern hochlaͤndiſchen Grafſchaften, war noch neuerer Zeit von einheimiſchen Paͤchtern be⸗ wohnt, die in aller Hinſicht denen von Roß aͤhnlich waren. Dieſelben haben ſich jedoch entweder in Doͤrfer an der Kuͤſte zuruͤckgezogen, oder ſind ausgewandert, und das Land iſt in ausgedehnte Schaͤfereiwirth⸗ ſchaften mit ſchoͤnen Gebaͤuden vertheilt worden. Das einheimiſche Rindvieh iſt klein, gilt aber, gekreuzt mit Argyle⸗ oder Skeyvieh, je⸗ dem andern gleich, das das Hochland hervorbringen kann. Auch Galloways und andere Varietaͤten ſind eingefuͤhrt worden. Wegen der außerordentlichen Verbreitung der Schaͤfereien in dieſer Geafſchaft, hat ſich der Rindviehbeſtand in noch groͤßerem Grade vermindert, als in Roßſhire; da ſich aber Schaafe weit beſſer fuͤr das Land paſſen, ſo iſt die Veraͤnderung von ſehr großem Vortheile geweſen. Große Strecken Landes, die fruͤher faſt unuͤtzbar waren, ſind mit ihrer Hilfe mngemit fa ſattt wern ren Sutklt in, Aichn renindtt hat woten. De mäßiger beiß dönn ſo glcn Iril munf Vetſſeumn und Etls d Bedehder ſen wohßnen, ki it in lebef vdn gegat dom Acer. dale. Done der Gruſſche 31) G hale 44000 Unofführ ar moohn und m per Euri ſch Polt de ſo d, N kann. E moutigen B miſcht mit ſt dieſr La tt dann ai Grüſſchift, te, ungeac alz in ande macht die dn Häͤnde und hur bo ti nit me vdddarrige benite di vorden, wn dönüch, d Ianiß n nin un en a Iften nine Juß Lon T befn Ue the in ſ Fe zu fü 1 hren, m. t Röi rühn. nt ſo di Vi mi ſinen e kzuhnten m umzugraber enden Pfuhſt o zuerſt eine ondern Fuhr ſſehen bei de ig berächihee: erlan üyſlſf,, : Hät ſid dan ſer n in Vnt ani ratt in r Bedaaumn. d k Deden Jene bon d Die whöüh dingwall A⸗ 5 1831 1 britiſchen it Waſſer b großentheib jand gutn M gebityig, bon n blicen Suet u dern hechitdſch ſchen Pittm warin. v zurichevhn og nte Etin Das dinhe 17 oder Sin p gen kir At worden A dhieſer G. Geft vetmindi, I ins Lw git zn zeweſen e ˖ mit irr M Anhang. 685 ungemein fruchtbar gemacht worden. Cheviots gedeihen beſonders gut in allen Theilen der Grafſchaft. Ungefaͤhr 40000 Schaafe und 180000 Vließe ſollen jaͤhrlich von hier aus nach dem Suͤden ver⸗ ſendet werden. Vier Fuͤnftheile der Grafſchaft gehoͤren dem Herzog von Sutherland, welcher große Summen auf Erbauung von Stra— ßen, Bruͤcken, Gebaͤuden und auf andere weſentliche Verbeſſerungen verwendet hat. Seit 1811 ſind 444 Meilen Straßen hier gebaut worden. Der Streif Pflugland an der Oſtkuͤſte iſt in Farms von maͤßiger Groͤße getheilt, wohl eingehegt und entwaͤſſert, und zeigt einen eben ſo guten Turnipsbau, wie nur in einem andern Theile der Inſel anzutreffen iſt. In der That ſind nirgends in Schottland Verbeſſerungen in ſo hohem Grade, oder mit mehr Eifer, Geſchick und Erfolg verſucht worden, als in dieſer entlegenen Grafſchaft. Die Bewohner ſind gewandter, reinlicher, arbeitſamer und unternehmender, wohnen, kleiden und naͤhren ſich beſſer, als in fruͤherer Zeit. Wild iſt im Ueberfluß vorhanden. Kohlen, Kalkſtein und Quaderſandſteine werden gegraben. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 6 Pence vom Acker. Die Hauptfluͤſſe ſind: Oickel, Fleet, Brora und Helms⸗ dale. Dornoch, die Hauptſtadt, hat nur 504 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 25518 Seelen. 31) Caithneß, die nordoͤſtlichſte Grafſchaft Schottlands, ent⸗ haͤlt 446000 Acker, von denen 6400 Acker auf Waſſer kommen. Ungefaͤhr drei Achttheile der Oberflaͤche beſtehen aus Gebirg, Hoch— mooren und huͤgeligen Weiden. Das Gebirg liegt laͤngs der Gren⸗ zen von Sutherland; der Morven, der hoͤchſte Punkt deſſelben, erhebt ſich 2324 Fuß uͤber die See. Der uͤbrige Theil der Grafſchaft iſt ſo flach, daß er eine weite, wellenfoͤrmige Ebene genannt werden kann. Er bbeſteht meiſtentheils aus wuͤſten Strecken torfigen und moorigen Bodens, bedeckt mit verkruͤppelter Haide, jedoch auch unter⸗ miſcht mit einigen Stellen von hoͤherer Fruchtbarkeit. Von Wald iſt dieſer Landſtrich eben ſo entbloͤſt, wie von Huͤgeln, und ſo bietet er dann einen kahlen, traurigen Anblick dar. Wegen der Lage der Grafſchaft, von drei Seiten von der See eingeſchloſſen, ſind die Win— ter, ungeachtet des hohen Breitegrades, mild; allein der hier oͤfter, als in andern Gegenden an der Oſtſeite des Eilandes, fallende Regen macht die Sommer kalt und naß. Der Landkeſitz befindet ſich in den Haͤnden Weniger. Die Farms ſind haͤufig in kleinen Stuͤcken und nur von Jahr zu Jahr verpachtet, und die Paͤchter uͤberdies noch oft mit meiſtens unbeſtimmten Servituten belaſtet. Aber trotz dieſer widerwaͤrtigen Umſtaͤnde ſind doch Weieſerhen aller Art innerhalb weniger Jahre in Caithneß mit einem Geiſte und Erfolge ausgefuͤhrt worden, den man nicht erwarten konnte. Fiither war es faſt unzu⸗ gaͤnglich, außer zur See; jetzt faͤhrt die Poſtkutſche regelmaͤßig von Inverneß nach Wick, und ebenſo nach Thurſo, an der aͤußerſten noͤrd⸗ 686 Statiſtiſche Notizen. lichen Kuͤſte des Eilands. Innerhalb der letzten 10 Jahre ſind an 250 Meilen Straßen erbaut worden. Im Ackerbau ſind die Fort⸗ ſchritte gleich groß. Viel iſt durch Entwaͤſſerung, Einhegung und Urbarmachung wuͤſter Laͤndereien geſchehen, ferner durch Begruͤndung kleiner Farms und Einführung beſſerer Wirthſchaftsſyſteme. Hafer und Weintergerſt⸗ ſind die Hauptkornfruͤchte. Mit den Weizen hat man auch Verſuche gemacht, aber das Klima iſt ihm zu unguͤnſtig. Kartoffeln und Turnips dagegen werden im Großen, ungleich mehr, als in fruͤh heren Zeiten angebaut, und ſo iſt denn jetzt die Produktion ſo groß, daß, trotz der ſtarken Conſumtion im Lande, immer noch iel Getreide und Wolle zur Ausfuhr uͤbrig bleibt. Noch vor kurzer 36 it gehörte das hieſige Rindvieh zu dem ſchlechteſten der Hochlande; jetzt aber iſt es durch Einfuͤhrung der Argyle⸗ und Skkeyraſſe ſehr ver⸗ beſſert worden, ebenſo die Alhahſe durch Einfuͤhrung der Cheviots. In Folge die ſer und anderer Umſtaͤnde iſt der Werth des Grundeigen⸗ thums in dieſer entlegenen Brafſchaſt ſehr geſtiegen. Die durchſchnitt⸗ liche Landrente betraͤgt 1 Schilling 5 Pence. Im Ganzen ſind die Haͤuſer noch ſchlecht, in den letzten Jahren jedoch auch viele beſſere Gebaͤude errichtet worden. Die Einwohner von Caithneß ſind deut⸗ lich ſcandinaviſchen oder got thiſchen Urſprungs und ſprechen meiſt ein reines Engliſch. Kalk iſt im Ueberfluß vorhand den. Die Hauptfluͤſſe ſind: Thurſo, Wick und Dunbeath. Die Ha nuptſtaͤdte: Wick 9850 E.; Thurſo 4679 E. Die Beovoͤlkerung der Graſfſchaft belief ſich 1831 auf 34529 Seeler op Ee (8 85. — Inſeln. 1) Hebriden, oder weſtliche Inſeln.— Außer dem Feſtland gehoͤren zu Schottland noch eine große Anzahl Inſeln, von denen mehre eine anſehnliche Ausdehnung, nur wenige aber bedeutenden Werth haben. Die an der weſtlichen Kuͤſte und in dem Frith des Clyde gelegenen werden Hebriden oder weſtliche Inſeln genannt, und dieſe gewoͤhnlich wieder eingetheilt in die inneren und aͤußern Hebriden. Jene ſind die naͤher dem Lande gelegenen; zu ihnen gehoͤren Skye, Mull, Islay, Jura, Coll, Rum, Tiree ꝛc. Von den aͤußeren, den dem Feſtlande ferneren ſind die wichtigſten Barra, Suͤd⸗Uiſt, Benbecula, Nord⸗Uiſt und Lewis, die groͤßte dieſer Inſeln. Im Ganzen rechnet man, daß die Hebriden aus 200 Inſeln Vfte hen, von denen etwa 80 bewohnt ſind. Die in dem Frith des Clyde gelegenen bilden die Grafſchaft Bute und die uͤbrigen gehoͤren zu den Grafſchaften Lirgyle⸗ Inverneß, Roß. Nach den genaueſten Sch atzungen enthalten ſie 2739 Quadratmeilen, oder 1688960 Acker. Die in dem Frith des Guyde gelegenen enthalten 105600 Acker. Einige von ihnen, vorzuͤglich Arran, Skye, Mull und Jura enthalten große Strecken hohes, rauhes Gebirgsland. Daſ⸗ ſibe ijd Hace Und uf den m du den reiden. e um, Vlt zeund deſe ubern R ds Gani iagt Lat einig ge 1 An. wiis I N Tuff und 3 Küad äͤlhhe zib/ drd und der. if der 1' ſt wiſt dn uij und in in m zoch in amne gſſaue al ulcht ußen,' vehn. l n barwüche Mferden von gute nit unge Aasich Nah u fadet n ſonſt w Jartoff macht. df Ha land dagtt ſich Alf whef Uün 0 dihe ſi e ſad die Eunhen met urhh Vginde döſſſtme hi den Wiin m zu vnxin 1, unglihn tt die Proͤ⸗ de, imma Roch vor der Hochl dogroſſe ſih ng der(hen des Gruniis hfhhn r7M pyr Do 90 Jünn T nä ind d fänt bſi zer dem Fit von den un den Vetth h 6 3 bh gig 9 bn min Jel Fant ſid e, Nu, 4 den dm d becula, R Lnot rech e w. e m an 3 1 9 eetns genen W 4 11 N 1, Shr N tasl Iec⸗ 1 ebirgel Anhang. 687 ſelbe iſt der Fall in einigen Theilen von Lewis. Haͤufig finden ſich Hoch⸗ und Gruͤnlandsmoore, vorzuͤglich in den aͤußeren Hebriden, und auf den meiſten gibt es bald groͤßere, bald kleinere Strecken Huͤgel⸗ weiden. Der Boden iſt ſehr verſchieden; aber im Allgemeinen ſehr arm, nur Islay und Bute, deren Boden groͤßtentheils aus Kalkſtein⸗ geund beſteht, ſo wie einige wenige guͤnſtige Punkte von Skye und anderr Inſeln, machen davon eine Ausnahme. Faſt zwei Drittheile des Ganzen beſtehen aus Torferde, die oft auf Granit oder Gneiß liegt. Laͤngs der weſtlichen Kuͤſte der aͤußeren Hebriden, und noch an einigen andern Orten findet man große Strecken Sandboden. Theil⸗ weis iſt derſelbe ſo loſe, daß ihn der Wind bewegt; wo er aber mit Torf und Thon vermengt gefunden wird, iſt er nicht unfruchtbar. Das Klima iſt mild, jedoch veränderlich, ſtuͤrmiſch und feucht. Auf den aͤußeren Hebriden beginnt der Fruͤhling gegen das Ende des Maͤr⸗ zes, der Gofn mer— Mais, der Herbſt in der Mitte des Auguſts, und der 2 Winker gen Ende des Octobers. Das Pflugland, welches auf der groͤßeren Zahl der Inſeln nur eine ſehr geringe Flaͤche nimmt, iſt meiſt leicht und ſandig. Man ſchaͤtzt es auf ſaͤmmtlichen Hebri⸗ den auf etwa 2250 00 Acker. In Islay, Bute, Arran, Collonſay und in einigen Theilen von Skye, Mull ꝛc. iſt die Landwirthſchaft in jed der Hinſicht ſehr verbeſſert worden, auf dn and ern Inſeln jedoch noch in einem ſehr ſchlechlemn Zuſtande. Der Caſchrom, oder ge⸗ kruͤmmte Spaten wird haͤufig, vorzuͤglich auf den aͤußeren Hebriden, gebraucht. Der P öflug kan n wirklich oft nur an Stellen angewendet werden, die entwaͤſſert und geebnet find, und dieſe ſind leider nur gering. Ungefaͤhr 12 M kaͤnner reichen hin, in einem Tage einen Acker mit dem Caſchrom umzugraben. Der alte hebridiſche Pflug iſt ein er⸗ baͤrmliches Werkzeug; er hat nur eine Handhabe und wird von 4 Pferden gezogen; iſt jedoch jetzt nur noch ſelten in Gebrauch. Weizen von guter Qualitaͤt wird zu Bute erbaut, auch in Islay, jedoch mit ungewiſſem Erfolge. Hafer und Gerſte,(Wintergerſte, hordeum hexastichon) ſind die Hauptkor rnfruͤch te auf den Hebriden. Blos in Islay und auf einigen Farms in den uͤberha pt kultivirten Gegenden findet man etn das einem geregelten Umlauf fe der Fruͤchte Aehnliches, Hanſ†„ G 2 ſonſt nir gends. n rnin 8 w —2 5 erden auf Bute und Islay gebaut. Der Kartoffelb en, um 1743 einge fuͤhrt, hat aber grö Fortſchritte ge⸗ 6 r 5 u† 71 uuffol macht. eegra 11 da 9 ₰ Hau db ungemitte L. Das Rindvieh bildet d Nonnthangdolen G ri don* 7 3— das Hau eih ande ls product der Pebriden. Die„ Kiloe oder„ Weſt⸗ e M le Raſſ 1 genann Naſ 3 f vorzuͤglich fuͤr das L vorzuͤ ich ur dees 8. 1 Hochlaͤndiſe ſich klein, hart, maͤſtet ſich leicht, und eignet ſich Ri b t au ZVe Aneahl d8 8 9 ind. Die Anzahl des Rindviehs wird )„ 4 auf ungefͤhr 120000 Stuͤck geſchaͤtzt, wovon jaͤhrlich etwa der fuͤnfte Theil nach dem Feſtlande deße Die einheimiſche Schaafraſſe iſt ſehr klein, indem ein Stuͤck nur 15 bis 20 Pfd. wiegt. Geſicht und Fuͤße ſind weiß, die Wolle han verſchiedener Farbe. Das Gewicht 688 Statiſtiſche Notizen. der Vließe variirt von ½ bis zu 1 Pfd. Neuerlich ſind jedoch die ſchwarzkoͤpfige, oder Gebirgsraſſe, und Cheviots eingefuͤhrt worden. Die Anzahl der Schaafe wird auf etwa 100000 Stuͤck geſchaͤtzt. Die Pferde ſind klein, ausdauernd und gelehrig. Sie haben kein ſchoͤnes Aeußeres, einen großen Kopf und langes rauhes Haar. Die Hebriden ſind ungefaͤhr unter 50 Eigenthuͤmer getheilt. Das Land iſt an tacksmen, Paͤchter und Unterpaͤchter verpachtet. Erſtere pach⸗ ten große Strecken, die ſie wieder in kleineren Theilen an Unterpaͤch⸗ ter ausgeben und zwar meiſtens nach Willkuͤhr, ſelten auf feſtbe⸗ ſtimmte Zeit. Auch das gemeinſchaftliche Pachten(runrig) kommt vor. Die Bevoͤlkerung der Hebriden belief fich 1831 auf 104021 Seelen, wovon auf die Inſeln im Frith des Clyde 14151 kommen. Die Wohnungen und andern Gebaͤude ſind im Ganzen noch ſchlecht. An Mineralien liefern die Inſeln Kalk, Blei, Schiefer ꝛc. 2) Die Orkney⸗ und Shetlandinſeln bilden zuſammen eine Grafſchaft. Von den Orkneyinſeln iſt Pomona die groͤßte. Ihre An— zahl belaͤuft ſich auf 67, von denen etwa 40 nicht bewohnt ſind. Ihr Flaͤcheninhalt betraͤgt etwa 281600 Acker, ihre Bevoͤlkerung nach der Zaͤhlung von 1831 gegen 28847 Seelen. Die Shetland⸗ oder Zetlandinſeln ſind an der Zahl uͤber 100; aber Mainland oder die Hauptinſel, iſt viel groͤßer als die andern alle zuſammen.(S. B. 1. S. 523.) Der Anblick dieſer Inſeln iſt ſich faſt gleich; die Shetlandgruppe iſt aber die rauhere, feuchtere und unfruchtbarere von beiden. Sie ſind meiſt, vorzuͤglich an der weſtlichen Seite, von hohen, ſchwarzen, abhaͤngigen Klippen umgeben, an denen ſich die durch Stuͤrme bewegte See mit furchtbarer Wuth bricht. Von hohen Bergen ſind ſie entbloͤſt. Der hoͤchſte Gipfel, der Mount⸗Rona in Shetland, uͤberſteigt nicht 919 Fuß. Sie gleichen bei einem Ueberblick oͤden, haidigen Wuͤſten, die abwechſelnd von Felſen, Suͤmpfen, Seen und an einigen wenigen Orten von kleinen Strecken beweglichen Sandes unterbrochen ſind. In einigen Theilen jedoch, vorzuͤglich in Orkney, gibt es auch ſehr fruchtbares Land, welches gute Getreideernten und uͤppiges Gras hervorbringt. Das Klima iſt dem auf den aͤußern Hebriden aͤhnlich, nur daß die Tage im Sommer etwas laͤnger, im Winter etwas kuͤrzer ſind. Das angebaute Land uͤberſteigt auf den Orkneyinſeln nicht 25000 Acker, auf Shetland nicht 22000 Acker. Die Farms find gewoͤhnlich ſehr klein; wenige haben mehr als 10 Acker Pflugland, und viele nicht einmal ſo viel. Die Landwirthſchaft iſt, beſonders in Shetland, ob⸗ gleich viel verbeſſert, doch noch in ſehr ſchlechtem Zuſtande. In Shet⸗ land wird der Boden groͤßtentheils umgegraben; in Orkney ſind jedoch die Pfluͤge allgemein in Gebrauch. Hafer und Wintergerſte ſind die einzigen angebauten Koͤrnerfruͤchte. Seegras iſt die Hauptduͤngung. Kartoffeln werden in großer Menge, Turnips ebenfalls gebaut. Über B, V b V ds dich JſtseR den renige brennen, u beſchftign ſind„ als den gegtabe Firwalli Stidte vo Einwohner n an Untmi⸗ lten auf fſ rmnrig) ton auf 1040. :4151 komm woch ſchle⸗ tn. zuſamme Pßt Jr⸗ Ar t berohgt ſin Sevice run dac IZahl uher 100 als d na dieſer Puß 1 uhere, in 7 zulich un pen uma htbar ker W ähſe Giyj 9 Frß. 5 die abwechich gen Oren n d. Ir eirin ſe hr fruch 1 ibaen 5 rri in , nur d lh an 4 wmel eſte 1 1 Haupte ptdün⸗ ginu d Anhang. 689 das daſelbſt gehaltene Vieh, beſonders die kleinen beliebten dauerhaften Pferde, die Shelties.(S. B. 1. S. 523.) Pferde von Orkney wer⸗ den weniger geſchaͤtzt. Die Fiſcherei, das Strohflechten, das Kelp⸗ brennen, und die Fabriken von wollenen Struͤmpfen und Handſchuhen beſchaͤftigen viele der Einwohner, die weit induſtrioͤſer und gebildeter ſind, als die auf den aͤußern Hebriden. Blei und Kalkſtein wer⸗ den gegraben; Mergel iſt haͤufig vorhanden, wird aber wenig benutzt. Kirkwall in Orkney und Lerwick in Shetland ſind die einzigen Staͤdte von einiger Bedeutung. Erſtere hat 3065, letztere 2750 Einwohner. II. 44 Statiſtiſche Notizen der verſchiedenen iriſchen Grafſchaften. Irland wird in 4 Provinzen und dieſe wieder in 32 Grafſchaften getheilt. I. Leinſter. 1) Wexrford, am St. Georges Kanal gelegen, enthaͤlt 564470 Acker, von denen 18500 unverbeſſerliche Gebirge und Suͤmpfe ſind. Die Oberflaͤche bietet gefaͤllige Abwechslung; das Klima iſt mild, der Boden theils leicht bearbeitbar, theils ſteifer Thon. Das Eigen⸗ thum beſteht in ſehr großen Beſitzungen; die Groͤße der Farms iſt verſchieden. Milchwirthſchaften gibt es viel, aber ſie werden ſchlecht verwaltet. Einige Diſtricte ſind lange wegen ihrer großen Gerſternten bekannt geweſen. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 14 Schilling vom Acker; dies iſt aber viel zu hoch. Die Baronie von Forth, die den ſuͤdweſtlichen Winkel von Werford einnimmt, unterſcheidet ſich von dem uͤbrigen Theile der Grafſchaft und vielleicht auch von jedem an— dern Diſtricte Irlands. Sie wurde durch eine Colonie von Suͤd⸗Wales bevoͤlkert. Die Einwohner ſind induſtrioͤs, haushaͤlteriſch, friedlich und reinlich; die Farms zwar nur klein, 10 bis 50 oder 60 Acker haltend, aber gut bewirthſchaftet. Das rein gehaltene und zweckmaͤßig bearbeitete Land liefert ſchoͤne Ernten von Bohnen und Weizen, und der verbeſſerte ſchotti⸗ ſche Pflug, von zwei Pferden gezogen, iſt im Gebrauch. Die Farm⸗ haͤuſer und andere Gebaͤude ſind feſt und, reinlich und zeichnen ſich ſehr vor denen in andern Theilen der Graſſchaft aus. Auch hier gibt das Land ſehr hohe Rente. Mineralien von Bedeutung hat Werford nicht; die Wollenmanufactur iſt eingefuͤhrt worden. Die Hauptfluͤſſe ſind Slanley und Barrow, die Hauptſtaͤdte: Werford 10673 E.; Naw⸗A 50 Grmfſbet bel ) Kil won dcen ſite ſ tm we igen Dkten Fnkſeinuntzrg Oa Küma i in anem ſchl wentiche du füln, ab di Pehur und 8- Neeriwitſt De Vabiſth abe: in Alge ungewohnli. ſchitlche La de hächſten i wolenen Wa Bliierz iider Säur, Nor E. Di B Sabn 9) Cor⸗ Hhilt elose ſad Da ſä ſtd d c iſt liichtt d ſtzungen hat ſind richer, göt hin ſhr dr geoße O land. Di Di Hruptſ hat gl4 ſ. Diſs emitig a ſin niſens lein. Ned und iſt m nitt zu h Tunne ſot du, ud ſ en iiſch 1 A Grfſhrfe enthält. ” Sumj. lima iſ n. Das E. e der Farme ie werden ſce roßen Grſſin rägt 14 Schili ie won durt, unteſchidet uh ron jäm: e von Südd rich füult Ain talm a ig beatbiteon 1 6 Anhang. 691 New⸗Roß 5011 E.; Enniscorthy 5955 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 182713 Seelen. ¹ 2) Kilkenny, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 513686 Acker, von denen 96569 unkultivirte Berge und Suͤmpfe ſind. Die Ober⸗ faͤche iſt abwechſelnd, und der Boden von verſchiedener Guͤte. An einigen wenigen Orten iſt er moorig, meiſt aber leicht und trocken, auf einem Kalkſteinuntergrund liegend; einige Thaͤler ſind außerordentlich fruchtbar. Das Klima iſt mild. Die Landwirthſchaft befindet ſich immer noch in einem ſchlechten Zuſtande, ob ſie gleich in den letzten 20 Jahren weſentliche Verbeſſerungen erhalten hat, ſowohl hinſichtlich der Frucht— folge, als auch der angewendeten Werkzeuge, der Viehhaltung ꝛc. Weizen und Kartoffeln ſind die Hauptfruͤchte, dann Hafer und Gerſte. Molkereiwirthſchaft wird ſtark betrieben, aber nicht gut verſtanden. Die Landbeſitzungen ſind groß, die Farms von verſchiedener Groͤße, aber im Allgemeinen klein. Gemeinſchaftliche Pachtungen ſind nicht ungewoͤhnlich. Die Gebaͤude ſind groͤßtentheils ſchlecht. Die durch⸗ ſchnittliche Landrente betraͤgt 17 Schilling vom Acker, und iſt eine der hoͤchſten in Irland. Fabriken gibt es in Teppichen und andern wollenen Waaren. Kohlen, Sandſtein, Braunſtein mit Eiſen und Bleierz finden ſich an verſchiedenen Orten. Die Hauptfluͤſſe ſind Suir, Nore und Barrow. Die Hauptſtadt Kilkenny hat 23741 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 169949 Seelen. 3) Carlow oder Catherbough, eine Binnengrafſchaft, ent⸗ haͤlt 219863 Acker, wovon 23030 unkultivirte Berge und Suͤmpfe ſind. Die ſuͤdliche Grenze iſt gebirgig, der uͤbrige Theil der Graf⸗ ſchaft aber ſchoͤn wellenfoͤrmig. Der Boden in den hoͤheren Laͤndereien iſt leichter Kies, in den niederen ein fruchtbarer Lehm. Die Be— ſitzungen haben nur mittle Groͤße. Die Bewohner dieſer Grafſchaft ſind reicher als die der meiſten andern Grafſchaften der Inſel. Es gibt hier ſehr große Molkereiwirthſchaften, und die hieſige Butter, von der große Quantitaͤten ausgefuͤhrt werden, gilt fuͤr die beſte in Ir⸗ land. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 15 Schilling vom Acker. Die Hauptfluͤſſe ſind Barrow und Slaney. Die Hauptſtadt Carlow hat 9114 E., die Grafſchaft 81988. 4) Wicklow, an dem St. Georges⸗Kanal gelegen, enthaͤlt 494704 Acker, von denen 94000 unangebaute Berge und Suͤmpfe ſind. Dieſe Grafſchaft iſt ſehr gebirgig, zum Theil gut bewaldet, anmuthig und reich an maleriſchen Schoͤnheiten. Die Beſitzungen ſind meiſtens groß, die Farms von verſchiedener Groͤße; viele nur klein. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 12 Schilling vom Acker, und iſt im Ganzen viel zu hoch. Die arbeitende Bevoͤlkerung iſt nicht zur Haͤlfte beſchaͤftiget, und ihre Lage, ſowie die der kleineren Farmer ſo traurig, wie ſie nur ſein kann. Weizen wird wenig ge⸗ baut, und faſt nur in den oͤſtlichen Theilen der Geafichaſe Wicklow 692 Statiſtiſche Notizen. beſitzt große mineraliſche Schaͤtze, Waſchgold Kupfer, Blei, Wis⸗ muth, Braunſtein, Zink ꝛc. Mergel iſt im Ueberfluß vorhanden und ſoll die Fruchtbarkeit einiger Gegenden ſehr vermehrt haben. Die Hauptfluͤſſe ſind: Slaney, Fuſtra und Ovoca. Die Hauptſtadt Wicklow hat 2472 E.; Arklow 4383 E. Die Bevoͤlkerung der Graf⸗ ſchaft belief ſich 1831 auf 121557 Seelen. 5) Dublin, am St. Georges⸗Kanal gelegen, enthaͤlt 248631 Acker, von denen Huͤgel und Suͤmpfe nur 10812 einnehmen. Der Boden iſt meiſtentheils ſeicht und von Natur arm. Der Untergrund beſteht faſt durchgaͤngig aus kaltem, zaͤhem Thon. Das Beſitzthum iſt ſehr vertheilt. Die Farms nahe an der Stadt ſind ſehr klein, die entfernteren groͤßer; ſie werden ſaͤmmtlich in aller Hinſicht ſchlecht be— wirthſchaftet und es fehlt auf ihnen an den nothwendigen Gebaͤuden. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 18 Schilling. Der Hauptfluß iſt der Liffey, in dem betraͤchtliche Lachsfiſcherei ſtattfindet. Weder Mineralien noch Manufacturen ſind von Bedeutung. Die Haupt⸗ ſtadt der Grafſchaft und ganz Irlands, Dublin hat 265316, die ganze Grafſchaft 380167 EC. 6) Kildare, eine Binnengrafſchaft enthaͤlt 392435 Acker, von denen 66447 unbebaute Suͤmpfe und Wuͤſten ſind. Die Oberflaͤche hat mehre kleine Huͤgel und ſchoͤne Abhaͤnge, iſt aber groͤßtentheils flach und faſt eben. Der Boden beſteht hauptſaͤchlich aus Thon und iſt uͤberaus fruchtbar. Die Curragh von Kildare iſt ſchon laͤngſt deshalb beruͤhmt geweſen. Sie erſtreckt ſich uͤber etwa 5000 Acker und ihr Boden iſt ein ſchoͤner trockner Lehm auf ſandigem Untergrunde. Man trifft einige ſehr große Beſitzungen; das Eigenthum iſt aber den⸗ noch ſehr vertheilt. Die Farms wechſeln in der Groͤße von 5 bis 200 und auch bis 500 Acker. Der fruͤhere elende Landwirthſchafts⸗ betrieb hat, ſo wie im Allgemeinen durch ganz Leinſter, innerhalb der letzten 15 bis 20 Jahre bedeutende Verbeſſerungen erhalten. Viele fehlerhafte Verfahrungsarten und Werkzeuge ſind ſeitdem theil⸗ weis durch beſſere erſetzt worden, der alte Pflug des Landes wird nicht mehr oft gebraucht. Die Kartoffeln werden haͤufig in Reihen ange⸗ baut und mit Pferdehacken bearbeitet, die Koͤrnerfruͤchte folgen ſich nicht mehr in ununterbrochener Reihe, und Weizen wird mehr und von beſſerer Oualitaͤt erzeugt, als fruͤher. Die durchſchnittliche Land⸗ rente betraͤgt 13 Schilling vom Acker. Die Hauptfluͤſſe ſind: Bar⸗ row, Liffey und Boyne, die vorzuͤglichſten Staͤdte: Naas 3808 E.; Athy 4494 E.; Kildare 1753 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 108424 Seelen. 7) Koͤnigin⸗Grafſchaft, enthaͤlt 396810 Acker, von denen 60972 aus unkultivirten Suͤmpfen und Wuͤſtungen beſtehen. Die Oberflaͤche iſt meiſt flach, und der angebaute Boden ſehr fruchtbar. Die Beſitzungen ſind meiſt groß; aber viele fuͤr immer verpachtet. Die Hauptpaͤchter dieſer Guͤter bilden die mittlere Klaſſe des Adels. ie hiin pachtt und auferdentle an ſind,, In den gäl zit nnc uefilnimiß güſt vid hi lihe Vndee ſein nahm dis taziuli 30 k. W 14351 Ea 5 Ki von Alen Slubh-dom Gatzen rech dan. 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In den Faͤllen aber, wo die Landlords ihre Farms auf beſtimmte Zeit verpachtet haben, ſind ſie groͤßer, und findet ſich auf ihnen ein verhaͤltnißmaͤßig beſſeres Ackerbauſyſtem eingefuͤhrt. Eine große Menge Kaͤſe wird hier fuͤr den Dubliner Markt gefertiget. Die durchſchnitt— liche Landrente betraͤgt 14 Schilling vom Acker. Kohlen und Kalk⸗ ſtein werden angetroffen. Die Hauptfluͤſſe ſind: Barrow und Nore. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Maryborough 3223 E.; Portarlington 3091 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 14580⸗ Seelen. 8) Köoͤnigs⸗Grafſchaft, enthaͤlt 528166 Acker. Der Sumpf von Allen nimmt einen großen Theil des nord-oͤſtlichen, und das Sliebh-loomgebirge des ſuͤdlichen Theils der Grafſchaft ein. Im Ganzen rechnet man, daß Suͤmpfe und Gebirge 133349 Acker be⸗ decken. Der Boden iſt an einigen Orten ſehr fruchtbar, an andern aber auch leicht und kieſig. Im Ganzen kann man annehmen, daß er auf einer mittlern Stufe von Fruchtbarkeit ſtehe. Die Beſitzungen ſind meiſt ſehr groß; Ackerfarms ſind klein, aber einige Weidefarms groß. Das gemeinſchaftliche Pachten und Verpachten an Unterpaͤchter iſt hier nicht ſo gewoͤhnlich, wie in einigen andern Theilen Irlands. Deſſen ungeachtet ſind die Umſtaͤnde der Ackerfarmer nicht viel beſſer und ihre Wohnungen ſo ſchlecht, wie ſie nur ſein koͤnnen. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 12 Schilling vom Acker. Silber und Kalkſtein werden angetroffen. Die Hauptfluͤſſe ſind: Shannon, die große und kleine Brosna. Die Hauptſtadt Birr oder Parſons⸗ town hat 6594, die ganze Grafſchaft 144229 E. 9) Weſtmeath, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 386251 Acker, von denen 55982 unangebaute Suͤmpfe und Wuͤſten, und 16334 Seen ſind. Die Oberflaͤche zeigt eine angenehme Abwechslung von Waͤldern, Seen, Stroͤmen, Huͤgeln und Suͤmpfen. Der Untergrund beſteht aus Kalkſtein; das Gruͤn der Geaslaͤndereien iſt ausgezeichnet ſchoͤn. Das Beſitzthum beſteht aus maͤßigen Guͤtern. Pachtcontracte lauten gewoͤhnlich auf 21 Jahre oder auf Lebenszeit. Die durch⸗ ſchnittliche Landrente betraͤgt 13 Schilling 7 Pence vom Acker. Die Hauptfluͤſſe ſind: Shannon, Inny und Brosna. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Mullingar 4295 E., und Athlone 11406 E. Die Bevoͤl⸗ kerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 136872 Seelen. 10) Longford, eine Binnengrafſſchaft, enthaͤlt 263645 Acker, von denen 55247 unkultivirte Berge und Suͤmpfe, und 15892 Seen ſind. Das Ackerland iſt meiſtentheils eben und fruchtbar. Das Beſitzthum beſteht mehr aus großen Guͤtern; die Ackerfarms ſind jedoch meiſtens klein, und Weidewirthſchaft der Hauptgegenſtand der land⸗ 694 Statiſtiſche Notizen. wirthſchaftlichen Betriebſamkeit. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 12 Schilling 3 Pence vom Acker. Der Shannon bildet die weſtliche Grenze der Grafſchaft, die von den Fluͤſſen, Inny, Curlew und Tallen durchſchnitten iſt. Der Hauptſee iſt der Lough Gwanagh. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Longford 4516 E.; Granard 2069 E. Die Bevolkerung der Grafſchaͤft belief ſich 1831 auf 112558 Seelen. 11) Meath, an der iriſchen See gelegen, enthaͤlt 567127 Acker, von denen nur 5600 unkultivirt oder Wuͤſtung ſind. Die Oberflaͤche iſt meiſt flach; der Boden beſteht aus Thon oder Lehm auf Kalkſtein oder Kies, und zeigt an einigen Orten eine außerordentliche Frucht⸗ barkeit. Es gibt einige große Beſitzungen, im Ganzen iſt aber das Grundeigenthum ſehr vertheilt. Weidewirthſchaft war fruͤher die Haupt— ſache; ſeit dem Ende des amerikaniſchen Krieges hat jedoch der Ackerbau nach und nach mehr an Ausdehnung gewonnen, ſo daß jeßt etwa Vier Fuͤnftheile unter dem Pfluge ſind. Ungeachtet des herrlichen Bodens und der guͤnſtigen Lage von Meath iſt der Ackerbau und mit ihm der Zuſtand der Landbebauer doch gleich ſchlecht. Eine ununter⸗ brochene Folge von Hafer und andern Koͤrnerfruͤchten iſt nicht unge⸗ woͤhnlich und dauert zuweilen 20 Jahre lang fort. Die gewoͤhnliche Rotation iſt: Weizen, Hafer, Brache, Kartoffeln und Klee, gewoͤhn⸗ lich ohne Anwendung von Duͤnger, und bei ſchlechter Bearbeitung der Brache. Vor nicht gar langer Zeit arbeitete man mit Pferden und Ochſen neben einander, und ſpannte haͤufig 6 Stuͤck vor einen Pflug. Trotz der ſchlechten Beſtellung ſtehen die Fruͤchte doch ausgezeichnet. Waͤhrend der letzten 15 Jahre ſind zwar mehre weſentliche Verbeſſe— rungen im Ackerbaubetrieb ſowohl in Meath ſelbſt als in den benach⸗ barten Grafſchaften vorgenommen worden, namentlich in Betreff der Ackerinſtrumente, des Umlaufs der Fruͤchte, der Reinigung des Lan⸗ des ꝛc.; aber ihr Einfluß iſt nicht hinreichend, den Hauptkarakter der hieſigen Landwirthſchaft zu veraͤndern. Die meiſten großen Farmer (dazu rechnet man die, welche 50 bis 150 Acker bewirthſchaften) ha⸗ ben kein beneidenswerthes Loos. Sie entbehren meiſtens jeder Art von Annehmlichkeit, beſonders guter Wohnungen. Die Huͤtten der Haͤusler und kleineren Paͤchter ſind aber vollends ganz ſchlecht. Sie ſchuͤtzen oft nicht einmal hinlaͤnglich gegen Regen, und enthalten Loͤcher zum Anſammeln des eingedrungenen Waſſers. Die unmittelbar unter den Gutsherren ſtehenden Arbeiter ſind beſſer daran, ihre Haͤuſer ſind doch meiſtens waſſerfeſt; doch haben nur wenige Feuereſſen, und noch ſeltner Fenſter. Das Licht dringt nur durch die geoͤffnete Thuͤr oder durch kleine Loͤcher in der Mauer, die durch ein Bund Stroh nach Willkuͤhr verſtopft werden, in das Innere. Das Schwein iſt der gewoͤhnliche Hausgenoſſe; die Huͤhner die beſtaͤndigen; und wenn die Familie eine Kuh beſitzt, erhaͤlt auch ſie eine Wohnung mit ihr. Doch ſind die Gebaͤude in neuerer Zeit etwas beſſer geworden. Eben o ſchlc Fuſe dn zuriün 9 Stzwein w Seu Akr R humühen. Nübmn. M beif 1831 11 iiihn Si un wüſt ſ meen Dhü da Diſtl ßen, vile fruchte bagt Ver da grißerer Untevachte ſchnittäche manufacte De. 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Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt in Meath 18 Schilling vom Acker. Die Linnenmanufactur wird in einigen Theilen der Grafſchaft betrieben. Der Hauptfluß iſt Boyne. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Navan 4416 E.; Kells 4326 E. Die Bevooͤlkerung der Grafſchaft belief 1831 auf 176826 Seelen. 12) Loth, die noͤrdlichſte Grafſchaft von Leinſter, liegt an der iriſchen See. Sie enthaͤlt 206261 Acker, von denen 14916 bergig und wuͤſt ſind. Die Oberflaͤche iſt gegen Norden gebirgig, in den andern Theilen wellenfoͤrmig, der Boden im Allgemeinen fruchtbar. Die Beſitzungen ſind von maͤßiger Groͤße; die Farms von allen Groͤ⸗ ßen, viele ſehr klein. Weizen, Hafer und Kartoffeln ſind die Haupt⸗ fruͤchte. Klee und Turnips werden nur von den Eigenthuͤmern ge⸗ baut. Verbeſſerungen im Ackerbau haben ſtattgefunden und einige der groͤßeren Paͤchter befinden ſich in guten Umſtaͤnden; die Lage der Unterpaͤchter und Haͤusler iſt aber eben ſo wie in Meath. Die durch⸗ ſchnittliche Landrente betraͤgt 16 Schilling vom Acker. Die Linnen⸗ manufactur wird ſtark betrieben. Die Hauptfluͤſſe ſind: Boyne und Dee. Die wichtigſten Staͤdte: Drogheda 17365 E.; Dundalk 10078 E.; Ardee 3975 E.; Carlingford 1319 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 124846 Seelen. II. Munſter. 1) Cork, die groͤßte Grafſchaft Irlands, am St. Georges⸗ Kanal und dem atlantiſchen Ocean gelegen, enthaͤlt 1769563 Acker, von denen 700760 unangebaute Gebirge und Suͤmpfe ſind. Dieſer ausgedehnte Landſtrich bietet jede Verſchiedenheit der Oberflaͤche und des Bodens dar. Im Weſten iſt er rauh, felſig und gebirgig, die noͤrdlichen und oͤſtlichen Theile zeichnen ſich durch ihre Ueppigkeit und Fruchtbarkeit aus. Bauholz mangelt. Der groͤßte Strich niedern Landes liegt noͤrdlich vom Blackwater. Der fruchtbarſte Boden iſt der, welcher auf Kalkſtein ruht. Die Beſitzungen ſind im Allgemei— nen ſehr ausgedehnt; die Ackerfarms jedoch meiſt ſehr klein. Wo ſie groͤßer, ſind ſie haͤufig von mehrern in Gemeinſchaft gepachtet, und unter die Familie des Hauptpachters vertheilt. Ein Pach— ter ſchaͤtzt oft ſeinen Reichthum nach der Zahl ſeiner Soͤhne, welche arbeiten ohne Arbeitslohn noͤthig zu machen. Dies dauert aber nur kurze Zeit. Sie heirathen fruͤhzeitig, neue Familien entſtehen, ein verſchiedenes Intereſſe entſteht und mit ihm eine Theilung des Farms. Unter ſolchen Umſtaͤnden kann der Ackerbau nur in dem ſchlechteſten 696 Statiſtiſche Notizen. Zuſtande bleiben. Die Kartoffeln, die Frucht, von welcher das Da⸗ ſein der kleinen Farmer abhaͤngt, nehmen ihren ſaͤmmtlichen Duͤnger und ihre ganze Arbeit in Anſpruch. Ein großer Theil der Boden⸗ bearbeitung geſchieht mit dem Spaten; das gelegentliche Pfluͤgen wird von Mehren gemeinſchaftlich verrichtet; Einer gibt naͤmlich den Pflug, ein Anderer die Pferde, und wieder ein Anderer die Pfluͤger. In der Gegend um Macroom iſt der Pflug mehr in Anwendung, als der Spaten, der Betrieb des Ackerbaus aber im Ganzen hoͤchſt fehler⸗ haft. Koͤrnerfruͤchte folgen einander, ſo lange als das Land ſolche tra⸗ gen will; dann legt man es zu Gras nieder, das ohne weitere Kultur dennoch ſehr uͤppig waͤchſt, und unerklaͤrlicherweiſe auf dieſem erſchoͤpf⸗ ten Boden und bei dieſem verkehrten Verfahren eben ſo nahrhaft wie reichlich ſt. Wenn indeſſen auch der Betrieb der Landwirthſchaft in Cork im Ganzen hoͤchſt tadelnswerth iſt, gibt es doch auch gluͤcklicher Weiſe einige Ausnahmen. In Irland haͤngt unendlich mehr von dem Benehmen der Landlords ab, als in England; wo dieſe nach vernuͤnftigen und milden Grundſaͤtzen verfahren und ſich der zu großen Theilung des Landes widerſetzen, befindet ſich die Landwirthſchaft in einem weit beſſeren Zuſtande, und iſt die Lage der Farmer, wenn ſie auch derſelben Klaſſe in England nicht gleich kommt, doch weit beſſer, als ſie es auf den Beſitzungen eines minder einſichtsvollen und engherzigen Landlords iſt. Mehre der Grundeigenthuͤmer in Cork haben den vorhin angegebenen Weg betreten, und dies wird gewiß auf den Zuſtand der Landwirthſchaft und ihrer Betreiber den guͤnſtig⸗ ſten Einfluß haben. Weizen ſowohl, wie Hafer werden ſtark gebaut. Im Jahre 1832 wurden von Youghall aus 107000 Quarter Hafer, 23288 Quarter Weizen und 24970 Centner feine Mehle verſchifft. Man findet einige betraͤchtliche Molkereiwirthſchaften ſowohl in der Naͤhe der Stadt Cork, als auch an andern Orten, und große Quan⸗ titaͤten Butter, Speck und andere Speiſeartikel werden von Cork aus⸗ gefuͤhrt. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 13 Schilling 7 Pence vom Acker. Große Strecken ſchoͤner Straßen ſind neuerer Zeit erbaut worden durch Diſtricte, die bisher in hohem Grade unzugaͤnglich waren. Dieſes iſt eine Verbeſſerung, von der man ſehr viel gute Folgen erwarten kann. Einige Fabriken in leinen Zeugen und mehre betraͤchtliche Brennereien ſind anzutreffen. Die Hauptfluͤſſe ſind: Lee, Bandon, Blackwater, Ilen, Funcheon, Bride und Awbeg. Die Kuͤſte iſt an vielen Stellen von der See tief eingeſchnitten. Die Hauptſtaͤdte ſind: Cork 107016 E.; Youghall 9608 E.; Bandon 9917 E.; Kinſale 7312 E.; Mallow 6974 E.; Fermoy 6976 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 813732 Seelen. 2) Kerry, am atlantiſchen Ocean gelegen, enthaͤlt 1148720 Acker, von denen 552862 unkultivirte Gebirge und Suͤmpfe, und 14669 Waſſer ſind. Dieſes iſt eine der wildeſten, rauheſten und gebirgigſten aller iriſchen Grafſchaften. 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Das Klima iſt ungewoͤhnlich mild aber auch beſonders feucht. Der Boden enthaͤlt in den Niederungen viel Kalk, und iſt zum großen Theil uͤberaus fruchtbar. Das Beſitzthum beſteht in großen Guͤtern, von denen einige fuͤr immer, ſehr viele an Mehre gemeinſchaftlich verpachtet ſind. Der Ackerbau iſt erbaͤrmlich. In den Gebirgsgegen⸗ den wird die Kultur faſt gaͤnzlich mit dem Loy oder Spaten verrichtet und als Arthur Young durch Irland reiſte, fand er hier in mehrern Kirchſpielen keinen einzigen Pflug. In den Gebirgen werden große Heerden Ziegen gehalten, die fuͤr das arme Volk von unendlichen Nutzen ſind. Es gibt ſehr betraͤchtliche Weide⸗ und Molkereiwirth⸗ ſchaften und die einheimiſche Raſſe des iriſchen Rindviehs mit mittel⸗ großen Hoͤrnern ſoll nur noch in Kerry in ihrer vollen Reinheit und Vollkommenheit gefunden werden. Die hieſigen Kuͤhe ſind wirklich Kuͤhe fuͤr arme Leute; ſie leben uͤberall, ſind hart, geben fuͤr ihre Groͤße viele und gute Milch, und laſſen ſich leicht maͤſten. Nur Weide⸗- und Molkereifarms haben eine bedeutende Groͤße, das Pflugland aber jiſt in ſehr kleine Theile zerſplittert. Die Inhaber derſelben entbehren zum groͤßten Theile des Kapitales und faſt jeder Annehmlichkeit des Lebens ganz. Kartoffeln ſind beinahe das einzige Product, das ſie fuͤr ſich behalten, alles andere verſchlingt die Bezah⸗ lung der Rente. Dieſer traurige Zuſtand findet ſich aber leider nicht blos in Kerry, ſondern dehnt ſich faſt uͤber die ganze Inſel aus; doch iſt die Noth haͤufiger und groͤßer in den ſuͤdlichen und weſtlichen Ge⸗ genden, als in den anderen. Es wuͤrde jedoch ungerecht ſein, wollte man nicht erwaͤhnen, daß neuerer Zeit weſentliche Verbeſſerungen in dieſer Grafſchaft ſtattgefunden haben, deren guter Erfolg zu der Hoff⸗ nung auf fernere berechtigt. Seegras liefert eine unerſchoͤpfliche Quelle des werthvollſten Duͤngers, der gehoͤrig angewendet den groͤßten Vor⸗ theil bringen wuͤrde. Die Ausfuhr von Weizen und andern Koͤrner⸗ fruͤchten von Tralee aus iſt im Wachsthum begriffen, und mehr noch die von Butter. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 6 Schilling 1 Pence. Manufacturen gibt es kaum und die mineraliſchen Reich⸗ thuͤmer der Grafſchaft ſind noch nicht erforſcht worden. Die Haupt— fluͤſſe ſind: Feale, Lane, Roughan und Mang. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Tralee 9568 E.; Killarney 7910 E.; Dingle 4327 E. Die Bevoͤlkerung der Geafſchaft belief ſich 1831 auf 263126 Seelen. 3) Limerick, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 674783 Acker, von denen 91981 unkultivirte Suͤmpfe und Gebirge ſind. Die aͤußer⸗ ſten ſuͤdlichen, weſtlichen und nordoͤſtlichen Theile ausgenommen, iſt die Oberflaͤche im Ganzen flach, und der Boden meiſtentheils von 698 Statiſtiſche Notizen. ausgezeichneter Guͤte. Der Grundbeſitz iſt in verhaͤltnißmaͤßig wenige große Guͤter vertheilt. Die Weidefarms nehmen zum großen Theil eine bedeutende Flaͤche ein, und werden neuerer Zeit auch ſtark zum Ackerbau mit benutzt. Die Paͤchter derſelben ſuchen ſo viele Unter⸗ paͤchter wie moͤglich zu bekommen. Die Kultur hat ſich in den letzten Jahren in Limerick und den andern am Shannon liegenden Graf⸗ ſchaften ſehr verbeſſert. Dies beweiſt die ungeheure Vermehrung der Ausfuhr roher Producte von der Stadt Limerick, die ſich innerhalb der letzten 15 Jahre um mehr als das Doppelte vergroͤßert hat. So wurden im Jahre 1820 nur 102593 Barrel Weizen ausgefuͤhrt, und 1833 ſchon 218915 Barrel. Die Ausfuhr des Hafers ſtieg in demſelben Zeitraume von etwa 150000 auf 400000 Barrel. 1824 betrug die Ausfuhr des Mehls nur 174 Ctnr., 1833 ſtieg ſie uͤber 37000 Ctur. Die in dieſer Grafſchaft gemachte Butter iſt nur von geringer Guͤte. Die Ausfuhr derſelben von Limerick aus iſt indeſſen vom Jahr 1822 bis 1833 von 42800 Firkins auf etwa 75000 Fir⸗ kins geſtiegen. Die Ausfuhrangaben darf man zwar nicht fuͤr die Grafſchaft Limerick allein gelten laſſen, da aus andern Grafſchaf⸗ ten ein großer Theil dieſer Producte nach Limerick zur Verſchiffung auf dem Shannon gebracht wird; ſie zeigen aber doch Zuwachs, zu welchem dieſe Grafſchaft ebenſo viel beitraͤgt, wie irgend eine andere. Laͤngs des Shannon wird jetzt Seeſand ſehr allgemein als Duͤnge⸗ mittel angewendet. Des Wachsthums der Production in Limerick und der benachbarten Grafſchaften ungeachtet iſt aber doch die Lage der kleinen Farmer und Haͤusler nicht viel beſſer worden. Der Zu⸗ ſtand der Armen in der Stadt Limerick iſt ſo erbaͤrmlich, als man es ſich nur vorſtellen kann, und eine wahre Schande fuͤr ein Land, das ſich civiliſirt nennt. Eine vorzuͤglich gute langhoͤrnige Rindvieh— raſſe wird hier gezogen und ſtark gemaͤſtet. Die durchſchnittliche Land⸗ rente betraͤgt vom Acker 18 Schilling 8 Pence. Manufacturen von Bedeutung gibt es nicht. Die Hauptfluͤſſe ſind: Shannon, Maig, Deale und Mulkerna. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Limerick 66554 E. und Rathkeale 4972 E. Die Bervoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 315355 Seelen. 4) Tipperary, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 1013173 Acker, von denen 182147 unangebaute Gebirge und Suͤmpfe, und 11328 Waſſer ſind. Die gebirgigen Diſtricte befinden ſich vornehmlich in Suͤdweſten, und Suͤdoſten, wo das Sliebhnamangebirg ſich erhebt, außerdem laͤuft aber auch noch eine Gebirgskette quer durch die Graf— ſchaft. Das Sumpfland wird zum groͤßten Theile durch den mehre Grafſchaften beruͤhrenden großen Sumpf von Allen gebildet. Dieſe Gebirge und Suͤmpfe abgerechnet, beſitzt Tipperary meiſtens große fruchtbare Ebenen, mit einem kalkigen Boden, ſo tragbar, wie er nur in irgend einem Theile des Reiches zu finden iſt. Einige Be⸗ ſitzungen ſind ſehr groß, viele aber von maͤßiger Groͤße; die Acker⸗ armn3 im ihice Con roherſten enndler! Süichn tfeln a k. ausgegeden, wid. 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Darunter verſteht man den verderblichen Gebrauch der Landlords und großen Paͤchter, den Arbeitern oder Haͤuslern kleine Stuͤckchen Land auf ein Jahr zu uͤberlaſſen, um daſſelbe mit Kar⸗ toffeln ꝛc. zu bepflanzen. Gewoͤhnlich wird hierzu altes Grasland ausgegeben, das in der Regel durch Raſenbrennen in Kultur geſetzt wird. Der Pacht, der fuͤr ſolches Land gegeben wird, iſt ungeheuer, indem er von 7 bis 12 oder 13 Pfnd. St. vom Acker betraͤgt. In einigen Theilen haͤngt der Hauptunterhalt des Landvolks von dieſem Conacker ab; wo aber dieſer Gebrauch herrſcht, iſt auch nicht die kleinſte Verbeſſerung auszufuͤhren, und nur die außerordentliche Frucht⸗ barkeit des Bodens bewirkt, daß bei dieſem verderblichen Verfahren noch irgend etwas erzeugt wird. Weidewirthſchaft war von jeher die Hauptbeſchaͤftigung in Tipperary. Die einheimiſche iriſche langhoͤrnige Rindviehraſſe erreicht eine bedeutende Groͤße und wird in dieſer Graf— ſchaft am vollkommenſten gefunden. Viele tauſend Stuͤck werden davon jaͤhrlich ausgefuͤhrt. Auch trifft man hier ſchoͤne Heerden lang⸗ wolliger Schaafe. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 17 Schil⸗ ling 8 ½ Pence. Das Landvolk fuͤhlt ſich bedruͤckt und iſt in einem aufgeregten Zuſtande. Wollene Tuͤcher werden viel verfertigt, vor⸗ nehmlich in Carrick, und an Kupfer, Blei, Kohlen, Schiefer ꝛc. iſt Tipperary reich. Außer dem Shannon iſt noch der Suir ein Haupt⸗ fluß. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Clomnel 15134 E.; Carrick⸗ on-Suir 9226 E.; Nenagh 8466 E.; Thurles 7084 E.; Caſhel 6961 E.; Tipperary 6972 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft be— lief ſich 1831 auf 402563 Seelen. 5) Waterford, am St. Georges Kanal gelegen, enthaͤlt 471281 Acker, wovon 118034 unangebaute Gebirge und Suͤmpfe ſind. Obgleich im Allgemeinen gering, gibt es doch eine große Strecke ſehr ſchoͤnen Landes in dieſer Grafſchaft, vorzuͤglich in dem ſuͤdoͤſt— lichen Viertel und das Gebirg liefert ſchoͤne Weiden fuͤr das Rind— vieh. Die Beſitzungen ſind meiſtentheils ſehr groß. Waterford beſitzt die ausgedehnteſten Milchwirthſchaften unter allen Grafſchaften Ir⸗ lands. Als Arthur Young ſie beſuchte, war kaum der dreißigſte Theil des Grund und Bodens unter dem Pfluge. Das Pflugland hat ſich jedoch ſeitdem ſehr vermehrt, beſonders durch die verderbliche Theilung der Farms. Wenn in dieſer Grafſchaft die aͤlteſte Tochter eines Far⸗ mers heirathet, theilt der Vater, anſtatt ihr nur einen Theil abzu⸗ treten, ſeinen Farm zwiſchen ſich und dem Schwiegerſohne; die naͤchſte Tochter erhaͤlt die Haͤlfte des uͤbriggebliebenen, und ſo geht dieſe Thei⸗ lung fort. Den Soͤhnen wird es uͤberlaſſen, ſich ſelbſt durchzuhelfen. Einige der Molkereifarms befinden ſich in leidlichen Umſtaͤnden, aber die Lage der Ackerfarmer und Haͤusler iſt ſo klaͤglich, wie irgendwo. Einige ſehr weſentliche Verbeſſerungen find in den letzten 15 Jahren 700 Statiſtiſche Notizen. eingefuͤhrt worden. So findet man eiſerne Schwingpfluͤge, die von 2 Pferden gezogen und von einem APfluͤger geleitet werden, jetzt ſehr haͤufig. Auch wird das Land reiner gehalten, als ſonſt, viel Kalk als Duͤnger angewendet, dem Futterbau mehr Aufmerkſamkeit geſchenkt, und der Weizenbau mit Eifer betrieben. Letzterer hat ſich in dieſen wenigen Jahren mehr als verdoppelt, die Production des Hafers aber etwas vermindert. Auch die Ausfuhr von Butter und Speck hat gewonnen. Waterford haͤlt man jetzt fuͤr den erſten Hafen Irlands und einen der erſten Europas hinſichtlich der Ausfuhr roher Producte. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 12 Schilling 6 Pence vom Acker. Die Mineralien ſind: Kupfer, Eiſen ꝛc. Manu⸗ facturen unbedeutend. Die Hauptfluͤſſe ſind: Blackwater, Suir und Bride. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Waterford 28821 E.; Dungarvan 6527 E.; Lismore 2894 E. Die Beroͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 177054 Seelen. 6) Clare, am atlantiſchen Meere gelegen, enthaͤlt 802352 Acker, von denen 259584 Gebirge und Suͤmpfe und 18655 Waſſer ſind. Das Pflugland iſt meiſt leicht, aber ſehr fruchtbar. Die Nie⸗ derungen, bekannt unter dem Namen„Corcaſſes“, am Shannon und Fergus ſind wegen des Reichthums ihrer Weiden beruͤhmt, auf denen die groͤßten Ochſen fett gemacht werden koͤnnen. Das Beſitz— thum beſteht in großen Guͤtern. Eine ausgedehnte Flaͤche Landes wird als Weide benutzt. Die Ackerfarms ſind meiſtens klein, halten oft nur 1 bis 2 Acker, ſelten 40 bis 50 A. Das gemeinſchaftliche Pachten iſt nicht mehr ſo gemein, wie fruͤher, indem viele Eigen- thuͤmer das Verderbliche deſſelben eingeſehen und ſich demſelben wider— ſetzt haben. Hafer und Kartoffeln ſind die Hauptfruͤchte, aber auch Weizen und Gerſte werden jetzt haͤufig gebaut. Die Landwirthſchaft hat ſich etwas verbeſſert, aber befindet ſich im Ganzen noch immer in ſchlechtem Zuſtande. An vielen Orten duͤngt man das Land ent⸗ weder durch Raſenbrennen oder mit Miſt, und baut dann 1) Kar⸗ toffeln, 2) Kartoffeln, zuweilen auch 3) Kartoffeln und 4) Weizen; dann folgen wiederholte Haferernten, bis der Boden vollkommen er⸗ ſchoͤpft iſt. Hierauf bleibt das Land mehre Jahre hindurch faſt ganz unproductiv, indem es nichts als duͤrftig wachſendes Unkraut hervor⸗ bringt. Laͤngs der Kuͤſte wird viel Seegras und Seeſand als Duͤnger gebraucht. In den gebirgigen Theilen wird der Spaten vorzugsweiſe angewendet. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 11 Schilling 3 Pence vom Acker. Die Gebaͤude ſind denen in den benachbarten Grafſchaften aͤhnlich. Kalk iſt im Ueberfluß vorhanden; auch Kohlen, Eiſen, Blei ꝛc. werden angetroffen, aber nicht ausgebreitet. Manu⸗ facturen gibt es faſt gar nicht. Die Hauptfluͤſſe ſind der Shannon und Fergus. Die Hauptſtadt Ennis hatte 7711, die ganze Graf⸗ ſchaft 258322 E. im Jahre 1831. 96 denen 3000 ſm die lur nur d vagfitt u Di Nacht aberſtihen, noh iht! ar andern ſiͤrh mh diſ das Land! wringer 6 tſt ds G uil ghalt Nente zu und klänen rente betr Di Lini Wvorhandent Shanna, rupſnr AKr Peſſer ſi⸗ Scanheit Diſ Gr De Bod uoß. Fa de wäſſte In den dorſchitt andern G ſaoc rich die Schw dnd Karto riägt 1.2 ha iwas ſih u pe aus, din dtriehn. ſteit1 ſlig, ſi b twenn, jig ads ſan di Lumetſrii egterr hat ſc Productien dz dn Butter u en erſen Hiia Ausfült ue Schiling t ꝛc. Mann⸗ 7, Suir und Dungarban rſſhrit bi tthält Koſn 186om Taſer bar. DeMe am ehmren bexlimt, uf . Ddas Iſt⸗ Flache Ame s klein, d emeinſchoits biele Eir ſelben wiöer⸗ à, ader auch andwirthſchift noch imme das Land ent dann 1) K⸗ d 4) Wäm, vollkommen e⸗ durch fiſt gan Inkraut hewvr nd als Dung en votzubewi⸗ Stllin n benache auch Käha, nitet. Nre der Shan ganze b Anhang. 701 III. ulſter. 1) Cavan, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 473449 Acker, von denen 30000 unangebaute Gebirge und Suͤmpfe, und 21987 Waſſer ſind. Die Oberflaͤche iſt huͤgelig, der Boden meiſtens arm. Es gibt hier nur zweei große Beſitzungen, die uͤbrigen ſind von maͤßiger Groͤße. Ungefaͤhr vier Fuͤnftheile des Landes befinden ſich unter dem Pfluge. Die Pachtſtellen ſind klein, indem ſie im Durchſchnitte nicht 9 Acker uͤberſteigen, und der Ackerbau iſt faſt in aller Hinſicht ſchlecht. Vor noch nicht langer Zeit verhielt ſich die Menge des erbauten Hafers zu der anderen Koͤrnerfruͤchte wie 70 zu 1. Dieſes Verhaͤltniß hat ſich jedoch jetzt anders geſtellt. Flachs folgt gewoͤhnlich den Kartoffeln und nach dieſem wiederholen ſich Haferernten ſo haͤufig, wie in Clare, bis das Land voͤllig erſchoͤpft iſt. Weizen wird wenig und nur von ſehr geringer Guͤte gebaut. Ein großer Theil der Arbeit geſchieht vermit⸗ telſt des Spatens. Schweine und Ziegen werden von den Haͤuslern viel gehalten; erſtere, um durch deren Verkauf das noͤthige Geld zur Rente zu loͤſen, letztere zur Milchnutzung. Die Lage der Haͤusler und kleinen Paͤchter iſt eben ſo traurig, wie in Meath. Die Land⸗ rente betraͤgt im Durchſchnitte 13 Schilling 7 ½ Pence vom Acker. Die Leinenmanufactur iſt weit uͤber die Grafſchaft verbreitet. Die vorhandenen Mineralien kennt man kaum. Die Hauptfluͤſſe ſind: Shannon, Erne, Woodford, Annalee ꝛc. 1831 hatte Cavan, die Hauptſtadt 2931, die ganze Grafſchaft 227933 E. 2) Fermanagh, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 471348 Acker, von denen 101952 unangebaute Suͤmpfe und Gebirge, und 48977 Waſſer ſind. Die Oberflaͤche iſt verſchidden und an maleriſchen Schoͤnheiten reich. Der Lough Erne bildet eine ſchoͤne Waſſerflaͤche. Dieſe Grafſchaft iſt beſſer bewaldet als die meiſten andern Irlands. Der Boden iſt ziemlich fruchtbar. Die Beſitzungen ſind meiſtens groß. Farms gibt es von ſehr verſchiedenen Umfang; einige ſind groß, die meiſten aber klein. Auf den Hoͤhen wird viel Rindvieh gezogen. In dem noͤrdlichen Theile von Fermanagh hat der Ackerbau mehr Fortſchtitte gemacht, als in einem andern Theile von Ulſter; in den andern Gegenden der Grafſchaft iſt er aber noch weit zuruͤck. Vor noch nicht viel Jahren waren die Landleute gewoͤhnt, ihren Pflug an die Schwaͤnze der Pferde zu ſpannen. Hafer, Gerſte, Weizen, Flachs und Kartoffeln ſind die Hauptfruͤchte. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 12 Schilling 3 Pence vom Acker. Die Paͤchter ſtehen ſich hier etwas beſſer, als in andern Grafſchaften. Beſonders zeichnen ſich die Proteſtanten in dieſer Hinſicht vortheilhaft vor den Katholiken aus. Eiſenerz wird gefunden und die Leinenmanufactur ziemlich ſtark betrieben. Die Hauptſtadt Enniskillen hat 6116, die ganze Graf⸗ ſchaft 149763 E. 702 Statiſtiſche Notizen. 3) Monaghan, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 327048 Acker, von denen 9236 unangebaute Berge und Suͤmpfe, und 7844 Waſſer ſind. Die Oberflaͤche des Landes iſt der von Cavan aͤhnlich. Sie iſt huͤgelig, die Huͤgel nehmen aber keine große Flaͤche ein, und ſind meiſtens pflugbar. Der Boden beſitzt nur geringe Fruchtbarkeit. Es gibt hier wenig ſehr große Beſitzungen, die meiſten ſind nur klein. Die Farms ſind ſaͤmmtlich nicht ſehr bedeutend; die groͤßeren haben im Durchſchnitt nicht uͤber 25 Acker, die kleineren, deren Zahl weit groͤßer iſt, 6 Acker. Der Ackerbau hat zwar einige Verbeſſerungen erhalten, iſt aber immer noch in ſehr ſchlechtem Zuſtande. Der Spaten iſt mehr im Gebrauch als der Pflug. Die Hauptfruͤchte ſind: Hafer, Kartoffeln und Flachs; jedoch wird jetzt auch mehr Weizen und Gerſte gebaut, als fruͤher. Die Pferde ſind ſo ſchlecht genaͤhrt und ſchwach, daß ſie unfaͤhig ſind, nur irgend eine genuͤgende Arbeit zu leiſten. Butter wird viel gewonnen, aber es gibt keine großen Molkereiwirth⸗ ſchaften. Ziegen findet man von den Haͤuslern zur Milchnutzung viel gehalten. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 13 Schilling 3 ³¾ Pence vom Acker. Leinenzeuge werden in dieſer Grafſchaft, ſo wie in den benachbarten in großer Menge gefertigt, da die damit ſich Befaſſenden aber zugleich auch Landwirthe ſind, ſo werden in beiden Geſchaͤften keine Fortſchritte gemacht, und beide befinden ſich daher in einem ſchlechten Zuſtande, der auch ſo lange anhalten wird, bis beide Gewerbe getrennt von verſchiedenen Individuen betrieben werden. Monaghan beſitzt Kalk und Blei, auch ſind Anzeigen von Kohlen entdeckt worden. Fluͤſſe von Bedeutung ſind nicht vorhanden. Die Hauptſtadt Monaghan hatte 1831 nur 3848, die ganze Grafſchaft 195536 E. 4) Armagh, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 328183 Acker, von denen 42472 unangebaute Berge und Suͤmpfe und 18394 Waſſer ſind. Die Oberflaͤche iſt reich an Abwechslung und Anmuth, theils gebirgig, theils wellenfoͤrmig, theils flach. Der Boden iſt im All⸗ gemeinen fruchtbar. Ein großer Theil dieſer Grafſchaft gehoͤrt der Kirche, aber auch einige Edelleute haben ſchoͤne Beſitzungen hier. Kleinere Guͤter gibt es in Menge, und dieſe ſind wieder durch ihre Paͤchter in ganz kleine Stuͤcke zertheilt. Die Farms halten nur 2 und 5 bis 20 Acker. Diejenigen, die 40 bis 50 Acker haben gelten fuͤr groß, und werden faſt nur in den Gebirgen angetroffen. Der Ackerbaubetrieb iſt erbaͤrmlich. Kartoffeln, Hafer und Flachs ſind die Hauptfruͤchte, aber auch ſehr ſchoͤner Weizen wird gebaut, vorzuͤglich in der Naͤhe der Stadt Armagh und in dem ganzen norrdoͤſtlichen Theile der Grafſchaft. Auch findet man einige ſehr ergiebige Obſt⸗ gaͤrten. Butter wird in bedeutenden Quantitaͤten gefertigt. Rindvieh von einem kleinen, verbutteten Schlage wird in den gebirgigen Diſtric⸗ ten gezogen. Schaafe gibt es wenig und von geringer Art. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 11 Schilling 6 ½ Pence vom Acker. V V Di Linenm Munlhan d tin weit be ncßann G ner Mimot W Blackwater. paft 2 h dat enhält ölt Sümyfe ſnd untr di ch i. Du tnie Bäſtun hüät. Dem hab jett t Aer Dä ſber nur Fel Acem. 9 henonmmen n dung ens! man ſälten u manier gebg nder nur ſlacs. Den hühr ſchr bll. bein Dſß d Dachſche Häuſet da⸗ auch diele en in Algemein und heriſchte in Gebruch ſthuiden iſt driiſchen Gr⸗ ringer Beͤeu die wjigi und Balhm ſih 1831 3 6) An tütit 7588 un 9790, theil n diſer Nurden dd, niichen d in goßet d 32s Ain 1 Teſſ ähnit, Ei din, un ſnd uchtakeit. G ſind nar dn, grißtren hi deren zuül ni Vatteſſeungn Der Syun e ſind: Hafn an und Geiſ t vnd ſchwal, deit zu liiſn Malkerivit⸗ t Nichmuzung t 1 Ehjling „Grfcift,ſ a di dnit ſh verden in bede nden ſih die alten wid, dn etrieben vin n von An hunden. I ae Grafſcha 83 Acker, uuf 18304 Vrſir lnmuth, thei en iſt im A zaft gehutt eſihungen lir jeder duch int halte nu! eer haben gabe getrofn.) Jacts ſuſ aut, vunse wigen N er Att N ne von lta Anhang. 703 Die Leinenmanufactur iſt uͤber die ganze Grafſchaft, ſo wie in Monaghan verbreitet. Die Wohnungen der niedern Volksklaſſe ſind hier weit beſſer, als in andern Gegenden Irlands, nur die be⸗ nachbarten Grafſchaften Down und Antrim ausgenommen. Schoͤ⸗ ner Marmor wird hier gefunden. Die Hauptfluͤſſe ſind: Bann und Blackwater. Die Hauptſtadt Armagh hat 9470, die ganze Graf⸗ ſchaft 220134 E. 5) Down, an der iriſchen See und dem Nordkanal gelegen, enthaͤlt 611404 Acker, wovon 108569 unangebaute Berge und Suͤmpfe ſind. Das hier befindliche Gebirg von Mourne gehoͤrt mit unter die hoͤchſten in Irland, uͤbrigens iſt aber die Oberflaͤche meiſtens eben. Der Boden beſitzt nur maͤßige Fruchtbarkeit. Es gibt einige große Beſitzungen, aber das Eigenthum iſt deſſen ungeachtet ſehr ver— theilt. Die Farms, die fruͤher haͤufig 200 bis 500 Acker hielten, haben jetzt meiſtens 20 bis 50 Acker, und nur zuweilen noch 100 Acker. Diejenigen Farmer, die nebenher noch Leinweber ſind, beſitzen aber nur Farms von 1 bis 20 Ackern, oder im Durchſchnitt von 5 Ackern. Verbeſſerungen ſind in den letzten 20 Jahren mehre vor⸗ genommen worden, aber die Kleinheit der Guͤter macht die Einfuͤh— rung eines guten Wirthſchaftsſyſtems faſt unmoͤglich. Turnips ſieht man ſelten und Kartoffeln werden noch gewoͤhnlich nach der Faulbett⸗ manier gebaut.(S. B. 2. S. 266.) Die Koͤrnerfruͤchte folgen ein⸗ ander nur mit theilweiſer Unterbrechung von Kartoffeln, Erbſen und Flachs. Der Anbau des letzteren hat ſich waͤhrend der letzten 10 Jahre ſehr vermehrt. Kuͤhe werden viel gehalten und Pferde in den gebirgigen Diſtricten gezogen. Auch maͤſtet man viele Schweine. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 16 Schillinge pro Acker. Die Haͤuſer der Farmer haben meiſtens ein nettes Ausſehen; doch gibt es auch viele erbaͤrmliche darunter. Ueberhaupt iſt die Bevoͤlkerung hier im Allgemeinen wohlhabender, als in den meiſten iriſchen Grafſchaften; und herrſchte der Gebrauch der großen Zerſplitterung des Landes nicht, ein Gebrauch, dem die in Irland ſich findende Armuth meiſt zuzu— ſchreiben iſt, ſo wuͤrden die Landbewohner in Down denen der meiſten britiſchen Grafſchaften nicht viel nachgeben. Mineralien ſind von ge⸗ ringer Bedeutung. Die Hauptfluͤſſe ſind: Benn, Lagan und Newry. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Newry 13065 E.; Downpatrik 4784 E. und Ballymaccarret 5168 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 352012 Seelen. 6) Antrim, am Nordkanal und atlantiſchem Meere gelegen, enthaͤlt 758866 Acker, von denen 225970 auf Gebirge und Suͤmpfe und 49790 auf Waſſer kommen. Der Lough Neagh liegt groͤßten⸗ theils in dieſer Grafſchaft. Die Oberflaͤche iſt ſehr verſchieden. Im Norden und Oſten iſt ſie gebirgig und von Wald entbloͤſt. Auch zwiſchen Belfaſt und dem Lough Neagh iſt ein Gebirgsruͤcken und ein großer Theil unebenen Landes findet ſich noch an andern Orten. 704 Statiſtiſche Notizen. Das flache Land um den Lough Neagh iſt an vielen Stellen ſumpfig; doch trifft man auch große Strecken fruchtbares Land, und in der Umgegend von Belfaſt gewaͤhren die netten, weißen Haͤuſer der Hand⸗ werker einen heiteren Anblick. Die Beſitzungen ſind meiſtens groß, die Farms aber, in den gebirgigen Diſtricten ausgenommen, nur klein. Der Ackerbau iſt dem in Down aͤhnlich. Beſſere Werkzeuge und Verfahrungsarten ſind vielfach eingefuͤhrt worden, und wuͤrden weit groͤßere Fortſchritte gemacht haben, wenn das Land nicht ſo ſehr ver— theilt waͤre. Die Rindviehraſſe iſt ſchlecht, man ſucht ſie aber gegen— waͤrtig zu verbeſſern. In den Gebirgen werden viele Ziegen gehalten. Belfaſt ſelbſt und das Land der Umgegend bietet einen wohlthuenden von einem beſſeren Zuſtande zeigenden Anblick dar, und das Volk ſcheint heiterer und gluͤcklicher, als in irgend einem andern Theile Irlands. Dieſes hat man der Leinenmanufactur zugeſchrieben, aber wahrſcheinlich haben der Handel, von dem Belfaſt der Mittelpunct iſt, und die Einfuͤhrung der Cattunfabriken mehr dazu beigetragen. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 16 Schilling vom Acker. Kohlen werden zwar gefunden, aber von ſo ſchlechter Beſchaffenheit, daß man nach Belfaſt engliſche einfuͤhrNt. An der Nordkuͤſte von Antrim iſt die praͤchtige Anhaͤufung von Baſaltſaͤulen, die der Rieſendamm (Giant's Causeway) genannt wird. Die Hauptfluͤſſe ſind: Bann und Lagan. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Belfaſt 53287 E.; Lisburn 5218 E.; Carrickfergus 8706 E. Die Bervoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 316909 Seelen. 7) Londonderry, am atlantiſchen Meere gelegen, enthaͤlt 518270 Acker, von denen 136038 auf Gebirge und Suͤmpfe, und 9565 auf Waſſer kommen. Die Oberflaͤche iſt in vielen Theilen gebirgig, mit weiten und fruchtbaren Thaͤlern. Mit Ausnahme des der Kirche und Corporationen gehoͤrigen Landes, wurde das ganze Grundeigenthum dieſer Grafſchaft von Jacob IJ. an mehre zu dem Ende zuſammengetretener Londoner Geſellſchaften verliehen, die daſſelbe wieder bald auf beſtimmte, bald auf unbeſtimmte Zeit verpachtet ha— ben. Die durchſchnittliche Groͤße des Farms iſt 5 bis 20 Acker. Groͤßere bis 200 Acker hoͤchſtens ſind ſelten. Wo die Pachtcontracte fuͤr immer oder doch fuͤr lange Zeit abgeſchloſſen, ſind die einzelnen Guͤter ſehr zerſplittert, die Kinder nehmen naͤmlich eine Theilung des Farms des Vaters vor, ſo daß ein Gut von 40 Ackern noch 2 oder 3 Generationen in Flecken von 4 bis 5 Acker zerſtuͤckelt iſt. Es gibt ganze Diſtricte, wo das Land in lauter Stuͤcke von 6 bis 7 Acker zertheilt iſt, und ein Farm fuͤr groß gilt, wenn er 12 bis 14 Acker haͤlt. Seit wenigen Jahren haben die Eigner einiger Beſitzungen den verderblichen Einfluß dieſes Syſtems gefuͤhlt, und ſich, wo es nur anging, bemuͤht, der ferneren Zerſtuͤckelung vorzubeugen und mehre kleine Pachtſtellen in eine groͤßere zuſammen zu ziehen. Ihre Bemuͤhungen ſind jedoch bisher noch nicht hinreichend geweſen, die 4 durdſchitic n Ddi Weizen und Siling2 unh Hiusler etiin d Die vorzüdl E.; Nenti tllif ſch l 9 dhyto dhn M300 4 RS und Wſſen, ftuctturn L de Sanms dſſeichn, b tt wclücl gmainſcfti heriſch, it vſchiht mit ſe von Uf rtoffelr un N geringr4 (Tene vom: iad d Kartffe. Kohlen taug Dalindern ungannon ar Grafſcha 9 d. ruigenonme Acer, don Damals i Ohrrfliche: 9 gyfe inten life dictjum inn vepa in wa lide 1bis o lber dochn mymein ſi Sta ſunf, and, ud in And, m in d Häuſe de han ind maſſtn dhf e Watheuge w) und vinden de nicht ſo ſiht e it ſie aber gun ⸗Ziegen gehalr ten wohlthunde und das N. n andern Th⸗ uggſchriben, a er Mttlhunt beigettngr. A m Aar. Faßln Geſchefitet, d dküͤſten Anrm e der Raſerdonn lüͤſſe ſnd. Am 3287 E. Lhm ung der Gefti galegen„ a Sümpſ/ wlen Tha⸗ it Ausnahme! wurde das hir n mehre zu dr lichen, de dſt Zeit wrrpatkt ir 5 bis A l die Pochkenm ſind ü iinit eine Thelung Acern oh! icket it. E an d bs i r12 bis tl einiger Bfähh und ſi/ n valteige zu jehn 9 ſend gete. Anhang. 705 durchſchnittliche Groͤße der Farms zu veraͤndern. Bei dieſer Art der Verpachtung iſt es natuͤrlich, daß der Ackerbau, obgleich in vieler Hinſicht verbeſſert, immer noch auf einer ſehr niedern Stufe ſtehen muß. Die Hauptfruͤchte ſind: Kartoffeln, Hafer und Flachs. Auch Weizen wird viel gebaut. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 12 Schilling 2 ¾ Pence vom Acker. Der Zuſtand der kleinen Farmer und Haͤusler iſt nicht gluͤcklich. Die Leinenmanufactur wird ſtark betrieben. Die Hauptfluͤſſe ſind: Bann, Foyle, Faughan und Roe. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Londonderry 19620 E.; Coleraine 5752 E.; Newton-Limavady 2428 E. Die Bevoͤlkerung der Geafſchaft belief ſich 1831 auf 222012 Seelen. 8) Tyrone, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 754395 Acker, von denen 171314 unangebaute Gebirge und Suͤmpfe und 27261 Waſſer ſind. Die Oberflaͤche iſt an vielen Stellen, vorzuͤglich im Norden und Weſten, rauh und gebirgig, doch trifft man auch große Strecken fruchtbaren Landes. Das Beſitzthum beſteht meiſt in großen Guͤtern. Die Farms ſind von verſchiedenem Umfange; die in den gebirgigen Diſtricten, vorzuͤglich zur Weidewirthſchaft benutzten, groß und ſelten ſehr zerſtuͤckelt, die Ackerfarms dagegen klein und gewoͤhnlich an Mehre gemeinſchaftlich verpachtet. Wo aber dieſe Art von Verpachtung herrſcht, iſt auch der Ackerbau erbaͤrmlich. Ein großer Theil der Arbeit geſchieht mit dem Spaten, und wo Pfluͤge gebraͤuchlich ſind, werden ſie von Pferden, Ochſen und Milchkuͤhen nebeneinander gezogen. Kartoffeln und Hafer ſind die Hauptfruͤchte. Rindvieh und Schaafe von geringer Art. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 14 Schilling 6 Pence vom Acker. Die Wohnungen und Koſt der Maſſe des Volks ſind aͤußerſt erbaͤrmlich, ſie lebt faſt nur von Hafermehl und Kartoffeln. Die Leinenmanufactur iſt ſtark verbreitet. Die gefundenen Kohlen taugen nicht viel. Die Hauptfluͤſſe ſind: Blackwater, Foyle, Ballinderry ꝛc. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Strabane 4700 E.; Dungannon 3515 E.; Newtonſtewart 1737 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 304468 Seelen. 9) Donegal, der nordweſtliche Winkel Irlands, iſt faſt ganz, ausgenommen im Oſten, von der See umgeben, und enthaͤlt 1165107 Acker, von denen 644371 Gebirge und Suͤmpfe ſind. Die Kuͤſte Donegals iſt tief von mehren Seearmen eingeſchnitten, und ſeine Oberflaͤche meiſtens gebirgig, rauh und unfreundlich; doch trifft man auch große Strecken gutes Land, das bei guter Behandlung, ſchoͤne Ernten liefern wuͤrde. Das Klima iſt feucht und unguͤnſtig. Das Beſitzthum beſteht in ſehr großen Guͤtern, von denen aber einige fuͤr immer verpachtet ſind. Die Farms ſind von verſchiedenem Umfange; in den Niederungen haben ſie 5 bis 40 Acker, in den Gebirgsgegenden 40 bis 500 Acker. Gemeinſchaftliche Pachtung iſt zwar noch gewoͤhnlich, aber doch in der Verminderung begriffen. Der Ackerbaubetrieb iſt un jemein ſchlecht. Mit dem Spaten wird viel mehr Atbeit verrichtet, — 5 706 Statiſtiſche Notizen. als mit dem Pfluge, der auch in einigen Gebirgsgegenden, wo der Spaten am meiſten in Gebrauch iſt, kaum anzuwenden ſein wuͤrde. Kartoffeln werden uͤberall gebaut; auch Flachs und Hafer, aber ver⸗ haͤltnißmaͤßig wenig anderes Getreide. Das Rindvieh iſt von einer kleinen, verbutteten Raſſe. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 6 Schilling vom Acker. Das Volk befindet ſich in einem traurigen Zuſtande und die Wohnungen ſind zwar ziemlich feſt aber ſehr unrein. Auch hier iſt die Leinenmanufactur ausgebreitet, ſcheint aber nicht die Umſtaͤnde des Volks zu verbeſſern. Die Hauptfluͤſſe ſind: Fin, Erne, Dale, Guibarra und Swilly. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Ballyſhan⸗ non 3775 E.; Letterkenny 2168 E. Die Bervoͤlkerung der Graf⸗ ſchaft belief ſich 1831 auf 289149 Seelen. IV. Connaught. 1) Galway, am atlantiſchen Meere gelegen, enthaͤlt 1510592 Acker, von denen 476997 Gebirge und Suͤmpfe, und 77922 Waſſer ſind. Letztere kommen meiſt auf den Lough Corrib. Die ſuͤdlichen und weſtlichen Theile dieſer Grafſchaft ſind gebirgig und wild, aber eine ausgedehnte Strecke oſtwaͤrts vom Lough Corrib und der Stadt Galway iſt meiſtens flach. Der Boden dieſes Theiles iſt trocken und fruchtbar; er ruht auf einem Untergrunde von Kalkſtein und iſt an einigen Stellen ſo ſeicht, daß er ſich nicht zum Ackerbau ſchickt; wohl aber die ſchoͤnſten Weiden gibt. Das Klima iſt mild, aber uͤberaus feucht. Es finden ſich hier mehre ſehr große Beſitzungen. Farms gibt es von jedem Umfange; die Ackerfarms ſind aber meiſtens klein. Hier iſt die gemeinſchaftliche Pachtung ſehr gewoͤhnlich und ein Farm wird oft an zwanzig und mehr Paͤchter verpachtet. Dieſe theilen das Land wieder an ihre Kinder, in ſolche Theile, die ein Viertel oder ein Fuͤnftel von dem betragen, was ſie einen Manns⸗ Antheil nennen; darunter wird das verſtanden, was ein Mann an— faͤnglich zu ſeinem Antheil in Pacht bekam. Ein beſtimmter Theil des Farms wird zum Ackerbau benutzt, und dieſer Theil wieder in Looſe, vielleicht in 20 oder 30, getheilt. Dieſe werden nun wieder in Felder, und dieſe in noch kleinere Looſe zerſtuͤckelt, von denen jeder Theilnehmer ein oder zwei Beete erhaͤlt. Dieſe Beete bleiben aber nur ſo lange in ſeinen Haͤnden, als ſie zum Ackerbau benutzt werden. Die Weide wird in Gemeinſchaft benutzt und die Aelteſten eines Dorfes machen die Geſetzgeber, die ſolche Maßregeln treffen, wie ſie ihnen fuͤr ihre Gemeinſchaft paſſend erſcheinen, und jeden unter ihnen entſtehenden Streit ſchlichten. Ihre Haͤuſer ſtehen geſchloſſen an ein⸗ ander und bilden Doͤrfer. Der ſchaͤdliche Einfluß ſolcher Pachtſyſteme auf den Ackerbau und auf die Lage der Paͤchter iſt leicht erſichtlich. Kartoffeln und Hafer ſind die Hauptfruͤchte; jedoch iſt der Anbau der eiſtemn hi lands. 3 Lideſtn hat ſi t wemiger ei Wideland 8 vit Pſtug, d Pfuommn de dich Der Enuke grih d ſtin he 2 Säli fähtt. D wit in on diemich Shannon, w 331. ſchaſt bei 92 42514 knmen Eun 3. und einge, d df Do hr Aandes n da. Dd de zum ſcaftlic varifen de Acert doer fiſt geds nic wijend v giſhiht, das gnn, nach Lan iit beza Jamn br Ammn Dacta dung w ige K. Spegenen, w tenden ſit ti Orf r. iih ſt in in zandrete benin n einn tunn t abr ht un eint ader nit e ſind: Fi 6r tidte: Valht kerung der Henthit föllälo und 1me Wſe rib. De ſalih ig un wid Corc w dieſes Vii unde von üi Alima ſ 1 große Beſſbu jnd ader mei r gewohnlih, verpachtet. he Theib, R ſie einn Am as ein Mm i beſiinnir de r Thel win! verden un ni lt, von dan Beete blebn au benutt tn ie Aaltfeui n teffen i jden und in gicleſſn un er Pattfſ leicht ili j der u Anhang. 707 erſteren hier nicht ſo ausgedehnt, wie in einigen andern Theilen Ir⸗ lands. Sehr guter Weizen wird ebenfalls producirt, vorzuͤglich im Suͤdoſten von Galway. Auch die Erzeugung von Hafer und Gerſte hat ſich in den letzten 15 Jahren ſehr vermehrt; es iſt dies jedoch weniger eine Folge beſſerer Kultur, als viel mehr des Aufbruchs von Weideland. Der verbeſſerte ſchottiſche Pflug, der von 2 Pferden ge⸗ zogen wird, iſt in einigen Orten eingefuͤhrt; aber der alte inlaͤndiſche Pflug, der mit 4 oder mehr Pferden beſpannt wird, und außer dem Pflugmann noch einen oder zwei Treiber und einen Mann erfordert, der denſelben in den Boden druͤckt, iſt noch gewoͤhnlich im Gebrauch. Der Spaten wird auch viel angewendet. Ausgezeichnetes langhoͤrniges Rindvieh wird in dieſer Grafſchaft gehalten. Auch trifft man einige ſchoͤne Heerden Schaafe an. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 12 Schilling 1 Pence vom Acker. Die Leinenmanufactur iſt einge⸗ fuͤhrt. Die Wohnungen der niederen Volksklaſſe ſind eben ſo ſchlecht, wie in anderen Gegenden Irlands. Auch die Farmgebaͤude ſind er⸗ baͤrmlich und ſchlecht gelegen. Die betraͤchtlichſten Fluͤſſe ſind der Shannon, Suck und Black River. Die vorzuͤglichſten Staͤdte: Gal⸗ way 33120 E.; Loughrea 6268 E. Die Bevoͤlkerung der Graf⸗ ſchaft belief ſich 1831 auf 414684 Seelen. 2) Mayo, am Ocean gelegen, enthaͤlt 1355048 Acker, wovon 425124 Gebirge und Suͤmpfe, und 57940 Waſſer ſind. Letztere kommen meiſtens auf die Seen Lough Mask, Lough Con, Lough Carra. In dieſer Graſfſchaft liegen einige der hoͤchſten Berge Irlands und einige Theile derſelben ſind wenig beſſer als unkultivirte Wuͤſten. Doch trifft man daſelbſt auch viele fruchtbare Thaͤler; wegen des zu Tage gehenden Kalkſteins taugen jedoch viele Strecken des flachen Landes nicht zum Ackerbau, dafuͤr liefern ſie aber ausgezeichnete Wei⸗ den. Das Grundeigenthum zerfaͤllt in wenig ungeheure Beſitzungen, die zum groͤßten Theil auf die bei Galway beſchriebene Weiſe gemein⸗ ſchaftlich verpachtet ſind. Dieſes Syſtem ſoll indeß im Abnehmen begriffen ſein, und dies iſt zu wuͤnſchen, da es ſich jeder Verbeſſerung des Ackerbaus und der laͤndlichen Induſtrie entgegenſetzt. Es ſcheint aber faſt, als wenn ſich der noch verderblichere Gebrauch des Con⸗ ackers nicht nur uͤber dieſe Grafſchaft, ſondern uͤber ganz Connaught reißend verbreitet habe. Er droht wirklich, wenn ihm nicht Einhalt geſchieht, wozu hier keine nahen Ausſichten vorhanden ſind, ſich uͤber das ganze Weideland der Provinz zu verbreiten. Das Verlangen nach Land in Connaught iſt unglaublich; kein Pacht iſt zu hoch, der nicht bezahlt wuͤrde, und es iſt erſtaunlich, wie gut dieſe uͤbermaͤßigen Renten bezahlt werden. Auf den kleinen Ackerfarmen wird Alles, Kartoffeln und etwas Hafermehl ausgenommen, verkauft, um den Pacht zu bezahlen. Das Rindvieh iſt langhoͤrnig und durch Kreu⸗ zung mit engliſchem Vieh verbeſſert. Noch vor dreißig Jahren hatten einige Weidewirthe an 3000 Acker in Pacht; hen üen aber nur 5* 708 Statiſtiſche Notizen. noch wenige mehr als den zehnten Theil dieſer Landflaͤche. Von den beſten Weidelaͤndereien ſoll der iriſche Acker etwa 40 Schil⸗ ling bringen. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 8 Schilling 6 Pence vom geſetzlichen Acker. Ausgezeichneter Schiefer wird hier ge⸗ funden. Die Hauptfluͤſſe ſind: Moy, Guiſhden, Deel, Owenmore und Robe. Die Kuͤſte iſt von der See tief eingeſchnitten und im Weſten mit unzaͤhligen Inſeln umgeben. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Caſtlebar 6373 E.; Ballina 5510 C.; Weſtport 4448 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 366328 Seelen. 3) Roscommon, eine Binnengrafſchaft, enthaͤlt 609405 Acker, von denen 131063 auf Suͤmpfe und Gebirge und 24787 auf Waſſer kommen. In den noͤrdlichen Theilen der Grafſchaft und noch an einigen andern Ortern finden ſich einige Gebirgszuͤge, im Ganzen iſt aber die Oberflaͤche faſt flach, und entweder mit gruͤnen Feldern oder mit Suͤmpfen bedeckt. Der Boden hat meiſtens Kalk zum Unter⸗ grunde und gewaͤhrt vortreffliche Weiden. Die Beſitungen ſind ſehr groß, und viele von ihnen vererbpachtet. Die Inhaber der letzteren bilden einen Stand, der zwiſchen den großen Eigenthuͤmern und den gewoͤhnlichen Paͤchtern mitten inne ſteht. Ein großer Theil des Lan⸗ des iſt Weideland, aber der Ackerbau dehnt ſich immer mehr mit reißender Schnelligkeit aus. Es ſind hinſichtlich des Landwirthſchaft⸗ betriebs verſchiedene Verbeſſerungen eingefuͤhrt worden, aber das Haupt⸗ wirthſchaftsſyſtem bleibt immer noch ſehr unvollkommen, und beſonders werden die kleineren Farms, welche die Mehrzahl ausmachen, auf eine nachlaͤſſige und erſchoͤpfende Weiſe behandelt. Nur da finden Ausnahmen ſtatt, wo vermoͤgende Maͤnner groͤßere Pachtungen uͤber⸗ nommen haben. Hafer und Kartoffeln ſind die Hauptfruͤchte, aber auch Weizen wird viel gebaut. Ein großer Theil der Feldarbeit ge⸗ ſchieht mit dem Spaten. Das Rirndvieh iſt langhoͤrnig, das Schaaf⸗ vieh langwollig; beide Vieharten gut. Milchwirthſchaften gibt es wenig. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 13 Schilling vom Acker. Einige der neueren Gebaͤude ſind nett und bequem, die groͤßere Anzahl aber iſt immer noch von der denkbar ſchlechteſten Beſchaffenheit. Man trifft hier Adern von Kohlen und Eiſen; da aber ihre Aus— beutung wenig lohnt, ſo werden ſie kaum beachtet. Die Leinenma⸗ nufactur hatte ſich auch in dieſer Grafſchaft ſehr verbreitet, iſt aber ſeit einigen Jahren in Verfall gerathen. Da Roscommon ſeiner gan⸗ zen Ausdehnung noch vom Shannon beſpuͤlt wird, ſo haben vielleicht viele Grafſchaften Irlands keine ſo gute Gelegenheit zum Abſatze ihrer Producte. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Roscommon 3306 E.; Boyle 3439 E.; Elphin 1507 E. Die Beooͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 249618 Seelen. 4) Leitrim, an der Donegal⸗Bay gelegen, enthaͤllt 420375 Acker, von denen 128167 Gebirge und Suͤmpfe, und 25568 Waſſer ſind. Dieſe Grafſchaft iſt ſehr gebirgig, die Berge ſind aber nicht —Q— V zan. unftu 1 den T 8 ſi t geij. liche S hi terpa trurigen wandlung⸗ gl und d vih ſt da Bauttr vih a De in, üan ſ 10 Scjllin badect deh Eir dS ſid. Noh Brülrung 5 50 ddenn 1687 glichſt auhh daeut gddente A Güte gei iir fur itrges ie Da ac de E 130000 a tr. 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Der Ackerbau befindet ſich meiſtens noch in einem traurigen Zuſtande, aber doch auf dem Wege zu einer guͤnſtigen Um⸗ wandlung. Kartoffeln, Hafer und Flachs ſind die Hauptfruͤchte; Klee und Turnips unbekannt, wenigſtens dem Pachter. Das Rind⸗ vieh iſt durch Einfuͤhrung von engliſchen Raſſen verbeſſert worden; Butter wird viel gewonnen. Die Schaafe ſind klein und gering an Zahl. Die Wohnungen des Volkes beſtehen meiſt aus elenden Huͤt⸗ ten, eben ſo die Farmgebaͤude. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 10 Schilling 7 ¾ Pence vom Acker. Fruͤher ſoll Leitrim mit Wald bedeckt geweſen ſein, jetzt iſt es aber faſt gaͤnzlich davon entbloͤſt. Eine der Quellen des Shannon iſt hier. Die vorzuͤglichſten Staͤdte ſind: Mohill 1606 E. und Carrick-on-Shannon 1870 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 141524 Seelen. 5) Sligo, am atlantiſchen Meere, enthaͤlt 434887 Acker, von denen 168711 Gebirge und Suͤmpfe, und 8260 Waſſer ſind. Ob⸗ gleich dieſe Grafſchaft rauh, gebirgig und ſumpfig iſt, enthaͤlt ſie doch auch bedeutende Flaͤchen ſehr gutes Land. Es gibt wenig ſehr aus— gedehnte Beſitzungen, und ein großer Theil des Landes iſt in kleine Guͤter getheilt. Die Pachtverhaͤltniſſe und Wirthſchaftsweiſe gleichen in ſjeder Hinſicht denen in Leitrim. Seit einigen Jahren hat ſich uͤbrigens in Sligo und Leitrim der Fruchtbau außerordentlich vermehrt. Dies ergibt ſich aus der ſtarken, ſich reißend vermehrenden Ausfuhr aus der Stadt Sligo. 1831 betrug z. B. die Ausfuhr des Hafers 130000 Quarter; 1832: 134000, und 1833 gar 154000 Quar⸗ ter. Die Ausfuhr des Weizens hat ſich in den genannten drei Jah⸗ ren auch verdreifacht, war aber 1833 doch nur 3127 Quarter. Die Ausfuhr der Butter und des Schweinefleiſches hat ebenfalls fortwaͤh⸗ rend ſehr zugenommen. Von erſterer wurden 1833 nicht weniger als 150000 Tonnen(casks), von letzterem 8547 Barrel verſchifft. Es iſt wahr, daß die Ausdehnung und die Verbeſſerung des Acker⸗ baues nicht uͤberall in Irland mit der Verbeſſerung der Lage der Paͤchter und Landleute gleichen Schritt halten; aber es iſt doch auch ſchwer anzunehmen, daß die Ausfuhr ſich ſo vermehren koͤnnte, ohne einen guͤnſtigen Einfluß auf beide auszuuͤben. Auch hier hat ſich, ſo wie in Leitrim, das Conackerſyſtem in den letzten 20 Jahren ſehr ausgedehnt. Die durchſchnittliche Landrente betraͤgt 10 Schilling 8 Pence vom Acker. Die Einwohner befinden ſich hier in dem naͤm⸗ lichen Zuſtande, wie in Leitrim, oder vielleicht noch uͤbler. Die Hauptfluͤſſe ſind: Sligo, Arrow, Awinmore, Esky, Moy ic. Die 710 Statiſtiſche Notizen. vorzuͤglichſten Staͤdte: Sligo 15152 E.; Ardnaree 2482 E. Die Bevoͤlkerung der Grafſchaft belief ſich 1831 auf 171765 Seelen. Inſeln.. Eine große Anzahl Inſeln liegen laͤngs der Suͤdweſt⸗, Weſt⸗ und Nordweſtkuͤſte von Irland; wenige an der Oſtkuͤſte. Die groͤßte von ihnen wird Achill- oder Adler-Inſel genannt, von den Adlern, die ſich daſelbſt aufhalten. Sie enthaͤlt etwa 22000 Acker mit 4000 Bewohnern, iſt gebirgig und unfruchtbar und von dem Feſtland durch einen ſchmalen Kanal getrennt, welcher theilweis bei niederem Waſſer zu durchwaten iſt. Die Clare⸗, Arran⸗ und Valentia⸗Inſel ſind nach Achill die groͤßten auf der Weſtkuͤſte. Ihre Bewohner und die auf den andern Inſeln erhalten ſich theils von der Fiſcherei, theils vom Ackerbau. Sie ſprechen nur die iriſche Sprache, ſind kaum bekannt mit den Grundlagen der Civiliſation, und befinden ſich mei— ſtens in der aͤußerſten Armuth. Die Rachlin-Inſel an der Nord⸗ kuͤſte Irlands iſt vorzuͤglich beruͤhmt durch ihre Baſaltſaͤulen. Man rechnet, daß in der See und den Bayen um Irland nahe an 200 Inſeln liegen, von denen zwiſchen 130 und 140 bewohnt ſind. Ihre Bevoͤlkerung, die meiſt ſehr dicht iſt, betraͤgt etwa 43000 Seelen. Anmerkung. Unter dem Sumpflande, von dem in vorſtehender Be⸗ ſchreibung von Irland ſo haͤufig die Rede iſt, ſind nicht bloß wirkliche Suͤmpfe(Moraͤſte), ſondern hauptſaͤchlich Torfmoore zu verſtehen, uͤberhaupt Land, das ſeines Ueberfluſſes an Feuchtigkeit wegen noch nicht in Kultur ge⸗ nommen wurde. dan. Verglähende d und Gemwie Einletung de Wahe Kaxth, S0 Antit ar gu V Hachnat. 99 Jehenten undg In den lan dlrihegin andaabe Weſt e großte Mlern, t 4000 d durch Vaſeer d ſind und de „theils d kaum ich mei⸗ Nord⸗ Man an 200 d. Ihre Inhaltsverzeichniß des erſten Baͤndes. Seite Vorrede.„ 1— XVIII Vergleichende Ueberſicht des en nöüſchen d Geldes, Maaßes und Gewichts..XIX—-XXVI Einleitung............. 1— 63 Erſtes Kapitel. Von der Wahl und dem Beſitz eines Lnsuus Srihe Kapital, Koſten und Ertrag.... 64— 85 Zweites Kapitel. Antritt der Pachtung und dabei vorkommende Taxpation 66— 91 Drittes Kapitel. Pachtrente. Pachtzeit. Kontrakte....... 91— 111 Viertes Kapitel. Zehenten und Gemeindelaſten........ 111— 129 Fuͤnftes Kapitel. Von den landwirthſchaftlichen Gebaͤuden.. 130— 157 Sechſtes Kapitel. Weirthi haſaeinrichtung. Armenweſen. Dienſtboten. Handarbeit.„.... 157=127 Inhaltsverzeichniß des erſten Bandes. Siebentes Kapitel. Eintheilung derſelben. Eſel und Mauleſel.. Achtes Kapitel. Arbeit des Zugviehs. Gewoͤhnung und Behandlung deſſelben. Wetaleichung zwiſchen Mirdes und Dhſin als Zugvieh.. Neuntes Kapitel. Ueber die Natur und Eigenihiinlichieite der Beiſcbirde⸗ nen Duͤngmittel... Zehntes Kap tel. Von den faulenden Duͤngerarten. Stall oder Hofmiſt. Eilftes Kapitel. Fortſetzung. Kloakenduͤnger. Fluͤſſiger Duͤnger... Zwoͤlftes Kapitel. Mineriſihe Duͤngmittel. Kalkige Subſtanzen. Kreide. 33 – W—W1W1Z10’ſha“ Dreizehntes Kapitel. Fortſetzung. Mergel. Vierzehntes Kapitel. Fortſetzung. Gips. Fuͤnfzehntes Kapitel. Fortſetzung. Aſche. Ruß. Seifenſiederausſchlag. Sechszehntes gapiil Fortſetzung. Raſenbrennen Siebzehntes Hapftet Fortſetzung. Gebrannter oder vielmehr geroͤſteter Thon. Achtzehntes Kapitel. Fortſetung. Salz. Salpeter Geſpannarbeiten. Pferde. Futterkoſten. Arbeitsleiſtung. Seite 178— 249 249— 298 299— 304 304— 357 357— 369 369— 401 401— 414 414— 425 426—437 437— 458 458—473 473— 488 imf 1 qhaia Ftttam jiin 1 3 1 ſeond. 6' tieben un 4 18 erſänd 5 Vülm r 1 raun 48 (ſthamm 5 leweine de mitsl, dier arigen. 4 Dadenantn 1n der Em 14 Vüſun, 3 240— 08 1SIA 304— 351 357- 360 59 01 404—414 414- 405 425 437-45 458- 43-48 Inhaltsverzeichniß des erſten Bandes. Neunzehntes Kapitel. Verſchiedenartige Duͤngmittel. Knochen Zwanzigſtes Kapitel. Fortſetzung. Gruͤnduͤngung Einundzwanzigſtes Kapitel. Fortſetzung. Oelkuchen. Malzſtaub Zweiundzwanzigſtes Kapitel. Fortſezung. Torf.. Dreiundzwanzigſtes Kapitel. Fortſetzung. Seetang. Kelp. Verdorbene Fiſche. Thran⸗ grieben und Oel..... Vierundzwanzigſtes Kapitel. Fortſetzung. Kuͤrſchnerabfall. Lederſchnitze. Gerberlohe. Wollene Lumpen und Tuchſchererabfall. Zuckererde Fuͤnfundzwanzigſtes Kapitel. Fortſetzung. Thon. Sand. Teich⸗, Fluß⸗ und See⸗ ſchlamm...... Sechsundzwanzigſtes Kapitel. Allgemeine Betrachtungen uͤber die verſchiedenen Duͤng⸗ mittel, die faulenden, mineraliſchen und verſchieden⸗ artigen.......... Siebenundzwanzigſtes Kapitel. Bodenarten... Achtundzwanzigſtes Kapitel. Von der Eindaͤmmung und Entwaͤſſerung Neunundzwanzigſtes Kapitel. Hochmoore. Aufſchlicken Dreißigſtes Kapitel. Gruͤnlandsmoore. Wuͤſtungen. Fennen. Suͤmpfe. Bruͤche. 713 Seite 488— 509 509— 514 514— 521 521—528 528— 535 536— 540 541—546 546—551 552— 563 564— 582 582— 594 595— 600 Inhaltsverzeichniß des erſten Bandes. Einunddreißigſtes Kapitel. Seit Ueber dauernde Graslaͤndereien. Weiden. Wieſen 601— 616 Zweiunddreißigſtes Kapitel. Ueber die Heubereitungg........ 616— 632 Dreiunddreißigſtes Kapitel. Von der Verwandlung des Aillandes in immerwaͤhrende Weide oder Wieſe...... 633— 654 Vierunddreißigſtes Kapitel. Bewaͤſſerung 654— 662. 1 Von in Aee Eggin. Gn 4 T lftiyet „1—27 „— —, 4 igtangn Seit 601— 616 616- 6/ 633— b54 654662. Inhaltsverzeichniß des zweiten Bandes Erſtes Kapitel. Seite Von den Ackerwerkzeugen. Pfluͤee. 1—21 Zweites Kapitel. Eggen. Grubber. Stearrifikatoren. Erſtirpatoren. Schaufelpfluͤge und Pferdehecken...... 21—33 Drittes Kapitel. Walrzen.......... 34— 38 Viertes Kapitel. Uebef die Beackerung.......... 39—54 Fuͤnftes Kapitel. Brache...... 55— 74 Sechſtes Kapitel. Ueber die breitwuͤrfige Gaun⸗ die„Duilſtt und das Dibbeln. 74— 95 Siebentes gapitel. Von dem Ackerumlauf, der Fruchtfolge..... 96— 127 Achtes Kapitel. Betrachtungen uͤber verſchiedene Fruchtforlle... 128 443 —E838—ööͤͤͤſͤſͤſͤ —ͤͤͤ 716 Inhaltsverzeichniß des zweiten Bandes. Neuntes Kapitel. Von den Halmfruͤchten im Allgemeinen Zehntes Kapitel. Vom Weizen. Eilftes Kapitel. Vom Roggen.. Zwoͤlftes Kapitel. Von der Gerſte............ Dreizehntes Kapitel. Bom Hafer......... Vierzehntes ezitel Ernte der Halmfruͤchnhte.. Fuͤnfzehntes Kapitel. Von den Bohnen, Erbſen und Wicken. Seite 143— 155 155—178 178— 183 184— 190 190— 199 200— 213 214—228 Sechzehntes und Siebzehntes Kapitel. Vom Buchweizen und Welſchkorn.. Aöhlzehutes Kapitel. Von den Turninps... Teimchntes Kapitei Vom Rübſen............ Zwanzigſtes Kaidei Von den Runkelruͤben.. inundzwanzigſte Kapitel Vom Kohl... i. Zweiundzwanzigſtes Hapitele Von den Kartoffenn. Dreinndzwanzugſtet eayrea Von den Moͤhren und Paſtinaken. 129—231 232— 249 249— 251 251—P255 256— 259 259— 279 279— 290 2, 4 Ran Senf⸗ 2 P Vun den Fulbt 68 Wicen 38 Lun n exar Se Siel Lein ud huf A Wätthuin 8 Pperriſeowen 5 täͤer R Krapy. Wd. 4 duxfe Van dy Dyfhe 3 Von d gittran du Van d Semme Luſder Vi⸗ V 8 Lon itt Vin de An dn Mch Inhaltsverzeichniß des zweiten Bandes. Vierundzwanzigſtes Kapitel. Sihh 183- Von den Futterkraͤutern und Graͤſern. Kleearten. Rai⸗ gras. Wicken. Cichorien und Spoͤrgel„ 155-l Fuͤnfundzwanzigſtes Ksditst Von der Esxarſette und Luzerne 178- Seihsnadzanziuſte copree Raps. Senf. Mohn.. 184 100 Siebenundzwanzigſte⸗ Kapitol Lein und Hanf.......... 1⁰⁰- 9 Achtundzwanzigſtes Kapitel. Weberkarden. Koriander. Kuͤmmel. Fenchel. Anis. M200-A Kanarienſaamen. Rettig⸗ und Spigaſrämkne Offi⸗ einelle Kraͤuter.... 15 Rennnndiwanzigſtes epinals Krapp. Waid. Wau 'itel Dreißigſtes Kapitet⸗ 129- 31 Vom Hopfen Einunddreißigſtes Kapitel. .232-=0 Von den Obſtgaͤrten und dem Obſtwein Zweiunddreißigſtes Kapitel. . 29-A Von der Fuͤtterung des Rindviehs. Dreiunddreißigſtes Kapitel . Bl-Ai Von der Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs Vierunddreißigſtes Kapitel. . B-A Von der Winterfuͤtterung des Rindviehs b Nunfunddeeshigſtes Kapitel. 259- Vom fetten Vieh. Gechsunddreißigſtes orrra Von den Milchkuͤhen. 4 303— 311 312— 314 314— 321 321—329 329—335 335— 355 355— 367 369— 375 375— 385 385— 400 400— 405 405— 416 ͤͤöͤöͤöͤöͤöͤöͤöͤöoͤoͤoͤöͤoͤöoͤöͤͤͤͤoͤo 1 Inhaltsverzeichniß des zweiten Bandes. Siebenunddreißigſtes Kapitel. 1 Seite Vom Milchhauſe und der Vereltung der Butter und des Kaͤſes.. ·* ·. ·ℳ«.«. 8«.. 416— 452 Achtundreißigſtes Kapitet Von der Aufzucht der Kaͤlber. 452— 470 Neununddreißigſtes Lapitel. 14 Bom Schaaf............. 471— 51 Vierzigſtes Kapitel. Von den Ziegen und Hirſchen 518— 519— V Einundvierzigſtes Fapitel. a Von den Schweinne)e). 520— 542 1 Zweiundvierzig ſes Kapitel V 8 Von dem Federvieh und den Kaninchen..... 543— 547 Pahede 4*.. 4 2 3 4 Dreiundvierzigſtes Kapitel. mta Wa Von den Einfriedigungen........ 548— 560 beas Vierundvierzigſtes Kapitel. ai Von den ſchaͤdlichen Thieren.. 561— 566 fane Fünfundvierzigſtes Lapitel,. Pu Von der Wirthſchaft der Haͤusler.... 569— 582—— firruation, Sechsundvierzigſtes Kapiten E ſa in Seland, Von dem Garten des Farmers...... 583— 588 1 necht Kartane Dife Anhang. V lhrn d — H Graalan Statiſtiſche Notizen uͤber die verſchiedenen Grafſchaften Pmanie Großbritanniens, vorzuͤglich in landwirthſchaftlicher 16d. Hinſtcht........ 5593-710. JH ur Hinſich 593— Penuii Manustie, Aguutis alha, —— ,5 — wmnif, Acpecuns gen uczeſteag hratemw n Se (Die roͤm. Zahlen bezeichnen den Band, die deutſchen die Seite.) Ameiſenhaufen, Vertilgung, II, 562. Anis, II, 324. Anthenanehum odor., Ruchgras I, Antrittszeit einer Pachtung, I, 86. Apfelarten, II, 361. Apfelwein, II, 365. Abeitsleiſtung eines Geſpanns, I, 215. Armentaxe, I, 127. Armenweſen der Dienſtboten, I, 162. Aſche in Kloaken geworfen, I, 359. — Duͤngmittel, I, 417. — verſchiedene Arten, I, 426. Aufeggen des Weizens, II, 163. Aufſchlicken, aufſchlemmen, I, 592. Ausgaben, jaͤhrliche, I, 82. — bei drei verſchied. Wirthſchafts⸗ weiſen, I. 84. Ausſaat der Graͤſer, I, 634. Avena elatior, franz. Raigras, I, 643. flavescens, gelber Wieſenhafer, I, 644. d 446- . 452— 9, b rn . 8.a Regiſter. , eſa .520- 54 549-=g Abweiden des Weizens, II, 167. 1 Acles millefolium, Schaafgarbe, I, Ackerbau, deſſen 548.560 Wichtigkeit, I, 1. Annehmlichkeit, I, 3. zeitherige Verbeſſerung, 1, 6. Nutzen, I, 19. 1 p Zuſtand in England zur Zeit der dül 688 Roͤmer, I, 20. Angelſachſen, I, 22. Normaͤnniſchen Eroberung I, 23. 560— 580 Eduards III., I, 33. Reformation, I, 38. Franz. Revolution, I, 56. — in Irland, I, 47. . 583- 8— in Schottland, I, 52. Ackerkrume, Tiefe, II, 52. Ackerland, Entwaͤſſerung, I, 576. — in Grasland verwandelt, I, 633. Ackerumlauf(Fruchtwechſel), II, 96. . 168. 1 39=J10.— dreijaͤhriger, II, 101. Ackerwerkzeuge, II, 1. Aira aquatica, Waſſerſchmiele, I, 148. Agrostis alba, Windhalm, I, 322. II, 65. stolonif., Fioringras, 1, 648. Alopecurus genicul., kniefoͤrmiger Fuchsſchwanz, I, 647. — pratens., Wieſenfuchsſch., I, 642. Bakewell's Verdienſte um die Vieh⸗ zucht, I, 8. Baumblaͤtter, Futterſurrogat, I, 288. —— Streu und Duͤnger, I, 314 Beackerung, II, 39. Beatſon's Syſtem, II, 72. Beete, Breite, II, 44. Beſchlagen der Pferde, I, 238. 720 Beſchlagen der Ochſen, I, 296. Bewaͤſſerung der Wieſen, 11, 654. Bienen, II, Pflege, II, 373. Schwaͤrme, II, 575. Biermaaß, engl., I, XXV. Birnbaͤume, II, 359. 365. Birnenarten, II, 362. Birnenweine, II, 365. Bittererde, I, 389. Bleichſucht der 12 hasf„ 1, 369. Blumenkohl, II, 585. Bluͤthe der Halmfruͤchte, I, 151. Boden fuͤr Erbſen, II, 221. Esparſette, II, 303. Gerſte, II, 186. Hafer, II, 191. Hanf, II, 318. Hopfen, Il. 337. Kartoffeln, II, 262. Klee, II, Kohl, II, 256. Lein, II,*314. Moͤhren, II, 279. Obſt, II, 357,8 Roggen, II, 180. Runkelrüben„II, 249. Ruͤbſen, II, 249. Turnips, I, 232. Weberkarden, II, 322. Wicken, II, 228. Feſtdruͤcken durch Maſchinen, II, 160. Bodenarten, Eigenſchaften, I, 552. 639. II, 158. — Düngung mit Miſt, I, 346. — Kalk, I, 382. — Kreuzung„ 1. 400. — Bebauung, II, 114. 130. Bohnen, Arten, II, 214. — Ausſaat und pflege, II, 215. — Ernte, II, — Ertrag, II, 121. — mit Eroſen, 1, 193. 207. Brache, II, 55. Bradby⸗Park, Muſter eines Wirth⸗ ſchaftshofes, I, 153. Brand, Getreidekrankheit, II, 175. Mittel dagegen, II, 176. Brocoli, Anbau, II, 585. Bruſtpflug, Einrichtung, I, 440. Buchweizen, II, 230. Butterbereitung, II, 427. Butterfaͤſſer, II, 422. — Regiſter. Cheſterk aſe⸗ Sepeitung, II, 439. Cichorien, II 1. Cider, Bereitung, II, 362. Crambe marit., Seekohl, II, 584. Crataegus oxyac., Weißdorn, II, 549. Cynosurus caerul..„ blaues Kamm⸗ gras, 1, 643. cristat. emeines 1.&1„ 9 Kammgras, Dactylis glomer., Hundsgras, I, 643. Dawſon, Befördere der engl. Land⸗ wirthſchaft, I, Daͤmpfen des d,dan 1, 185. Dibbeln, II, 84. Dibbeleiſen, II, 85. Dienſthohen⸗ Verhalten gegen dieſelb. 2 — Belkdſtigung, II, 570. — Auiher heilie an ſie, II, 570. Doppelpflug, II, Dornegge, I, 615. Dreifelderwirthſchaft, I, 101. Dreſchmaſchine, II, 207. Ort der Aufſtellung, I, 146. Drillſaat, Nutzen, II, 78. Geraͤthſchaften dabei, II, 82. Duͤnger, veget. u. anim., I, 303. 337. Arten: Baumblaͤtter, I, 314. Fett, I, 335. Fiſchabfall, I, 533. Gerberlohe, I, 537. Harn, I, 364. 510. 561. Kloakenduͤng., I, 357. Knochen, I, 488. Kuͤrſchnerabfall, I, 536. vederſchnitel⸗ I, 536. Miſt, I„312— 337. 546. Oel, I. 335. Oelkuchen, 1. 514. Seegras, I, 528. Thrangrieben, I, 534. Zuckererde, I, 540. — mineral., I, 303. 369. Arten: Aſche, I, 417. 426. Erdmergel, I, 403. Kalk, I, 473. Kelp, I, 531. Kreide, I, 370. Mergel, †, 401. Muſcheimergel I, 405. Ruß, I, 431. eirer Gah, Snnd, 1 3 Sclomn⸗ Etrehaſtz 3-. Dünge erfättn goh. 314 Eagen, veil Eitn m Endimmun brfätin, Pater veg,T (II, 169.- Erunzutt Entgronn, Entväſer, Ettſen, A — Din — 1uſd — Erne Eſich, B. Ednerge,9 Enn d Ln (mteuſch Wiopharod Eſel, I, Eeporſettns — Din — Hau, — Ma — Saad Eule, L4 Erfixpato l fenniruns N. Farrützull dema, d. — liſt Fabntur ban ſenchel fe 689. — elat) . — tuitg . — Llas eh. — or — n — mh 9, II, 439. 1, 362. aßl, I, 586 eiüdorn,II äl9 hlaues Kann⸗ nes Kanmguae dsgras, D,618. der engl. Land: 3 9 dn. I, 165 a gegen daſelh. , 570. an ſie, I, 570 584. . 03. 359. 6. 8. 405. Regiſter. Salpeter, I, 485. Salz, I, 473. Sand, I, 542. Schlamm, I, 543. 398. Strohaſche, I, 427. Torf, I, 521. Duͤngerſtaͤtte, zwckm. Lage, I, 142. 300. 314. Eggen, verſch. Arten, II, 21. 27. Eichen an Hecken, II, 555. Eindaͤmmung der Fluͤſſe, I, 564. Einfriedigungen, I, 548. Elater seg., Drahtwurm, I, 487. II, 159. 354. 561. Entenzucht, II, 545. Entgrannen der Gerſte, II, 211. Entwaͤſſerung, I, 567. Erbſen, Arten, II, 222. — Duͤngung, II, 224. — Ausſaat, II, 225. — Ernte, II, 226. Erdfloh, I, 324. 434. Erdmergel, Dungmittel, I, 403. Ernte d. Halmfruͤchte, II, 200. Erntemaſchinen, II, 203. Eriophorum, Wollgras, I, 605. Eſel, II, 248. Esparſette, Boden, II, 303. — Duͤngung, II, 304. — Heu, I, 622. II, 305. — Pflege, II, 304. — Saamengewinnung, II, 306. Eulen, II, 564. Exſtirpatoren, II, 32. Farrenkraut, Streu, I, 313. II, 277. Federviehzucht, II, 543. Feimen, Heu, I, 626. — Halmfruͤchte, II, 205. Feldmauern, II, 559. Feldthore, II, 556. Fenchel, II, 324. Pentav duriusc., Hartſchwingel, I, 9. elatior, hoher Schwingel, I, 641. fluitans, Mannaſchw., I, 647. ehae., lochaͤhnlicher Schw., I, ovina, Schaafſchw., I, 641. prat., Wieſenſch., I, 641. 7 rubra, rother Schw., I, 641. 721 Fennen, Urbarmachung, 1, 590. Fioringras, I, 648. Fiſchabfall, Dungmittel, I, 533. Flaͤchenmaaß, engl., I, XXI. Fuhrwerke, Einrichtung, I, 219. — Arten, I, 220. Futterkraͤuter u. Graͤſer, I, 639. II, 117. 290. Futtermaterialien, trockne, ihr. Ver⸗ haͤltniß, I, 193. — verſchiedne, ihr Werth, I, 205. II, 396. Fuͤtterung des Rindviehs, II, 369. Fuͤtterungskoſten der Pferde, I, 211. Gaͤnſe, II, 545. Gaͤrten, II, 355. — des Farmers, II, 583. — der Dienſtboten, II, 571. , atiiche Arbeiten darin, II, Gebaͤude, landwirthſchaftl., I, 130. Hoͤfe, 1, 142. Kornboͤden, I, 141. Scheunen, I, 137. Schuppen, I, 144. Ställe, I, 154. Geld, engl., I, XIX. Gemeindeabgaben, I, 126. Gerberlohe, Dungmittel, I, 537. Gerſte, Arten, II, 184. — Bearbeitung, II, 187. — Boden, II, 186. — Duͤngung mit Jauche, I, 368. — Saat u. Saͤeweiſe, II, 187. — Ertrag, II, 189. — Entgrannen, II, 211. — Pferdefutter, I, 209. Geſchirre der Ochſen, I, 266. Geſpannarbeiten, I, 178. Getreide, ausgewachſenes, II, 152. — erfrornes, II, 151. — Maaß, engl., I, XXII. — Wechſel, II, 148. 158. Gips, Merkmale, I, 414. — DOungmittel, I, 415. — gemahlen, I, 418. — Anwendung, I, 419. Grabenpflug, Einrichtung, I, 571. Grandboden, I, 559. Grasland, Duͤngung mit Miſt, I, 349. 368. 616. Kalk, I, 385. Mergel, I, 408. 722 Aſche, I, 426. Seifenſiederausſchlag, I, 435. Grasland, Trockenlegung, I, 571. — Verbeſſerung, I, 652. — immerwaͤhrendes, I, 601. 633. Graͤſer u. Futterkraͤuter, I, 639. Grey's Syſtem, II, 68. Grihe, geeign., eines Landguts, I, Grubber, verſchied., II, 25. Gruͤnduͤngung, Nutzen, I, 510. — paſſende Zeit, I, 511. Gruͤnfutter fuͤr Pferde, I, 194. Gruͤnlandsmoore, I, 598. Hafer, Arten, II, 192. — Boden, II, 191. 194. — Beſtellung, II, 194. — Ertrag, II, 197. — Saamen u. Saͤeweiſe, II, 196. — Stroh, II, 195. 198. —— mit Turnips, I, 287. Bade„ zur Streu verwendet, I, Haltica olerac., Erdfloh, II, 324. Halmfruͤchte, II, 143. Ertrag u. Wachsthum, II, 150. Reife, II, 153. Krankheiten, II, 154. Handarbeiten, I, 173. Hanf, Boden, II, 318. — Beſtellung, II, 319. — Ernte, II, 319. Harn, Dungmittel, I, 310. 361. — mit Waſſer vermiſcht, I, 364. Haͤusler, Haushalt, II, 568. — Gaͤrten, II, 571. Hecken, Anlage, II, 549. Heu, Bereitung, I, 616. 618. 661. — Zeit, I, 617. — Maſchinen, I, 624. — Feimen, I, 626. — Futter I, 193. II, 490. Himmelsgerſte, II, 185. Hirſche, 1I, 519. Hochezoore, Benutzung, I, 590. II, 22. Holcus avenac., Hafergras, I, 643. II, 304. lanatus, wolliges Honigr., I 644.. irs un ⸗ 1, — mollis, weiches Honigr., I, 644. 33 Holzaſche, Dungmittel, I, 426. Regiſter. Hopfen, Arten, II, 337. — Einfuͤhrung, II, 335. — Ertrag, II, 350. — Fortpflanzung dur m, Feitdſt zung durch Saamen, — Koſten, II, 350. — Kultur, II, 339. Lage, II, 339. — Pflucken, II, 346. — Stangen, II, 343. — Trocknen, II, 348. — Verpacken, II, 349. — Zufaͤlle, II, 354. Hoͤfe, landwirthſchaftl., I, 142. 314. Hufbeſchlag, I, 238. 296. Huͤhner, II, 544. Igel, II, 568. Imperialpflug II, 12. Inſecten, ſchädl., II, 561. Mittel dagegen, II, 562. Irlands Ackerbau, I, 47. II, 124. Jauche, Dungmittel, I, 310. 361. Joche der Ochſen, I, 266. 2,, Kummet vorzuziehen, I, — Einrichtuug, I, 268. Kalk mit Unkraut vermiſcht, I, 321. — Stein gemahlen, I, 373. Sand, 1, 374. Brennen, I, 397. gebrannter, II, 66. 163. 376. Anwendung, I, 39. 382. Vorſichtsmaßregeln b. Streuen, I, 379. — in welchem Zuſtande einzupfluͤ— gen, I, 386. 3 zapfſ — wie viel zu gebrauchen, I, 389. — mit Erde vermiſcht, I, 398. s Kennzeichen der Reinheit, I, Kamille, II, 326. Kanarienſaamen, II, 324. Kaninchenzucht, II, 545. Kartoffein⸗ Einfuͤhrung in Engl., II, V 11T — Arten, II, 260. — Boden, II, 262. — Duͤngung, I, 325. 331. 368. II, 263. — Anbau, II, 264. — Saat, II, 270. aln, zuuſn — Kran — Pfc 13. — Ernt — Aufeer — Ertra Wertt — Benu Vorft f lis Farbffebf iber G diff — Miff Kiſe, Art — buus — Krei — preſſ Kll, dund üfe, ſch Slee, Arte — Fadele — Thba⸗ — ol — da — heule —— — untn — Nouf — dt Mä, I0 Gips, I Iſce, I. Kltoden, 115, Kaakendürl Krace, in — n — hath Sch Mul — l Amyſt Mitu 652. Adu. Gerde 7 Sai 1 Kariande Kerntäde t 897. 1, 33. 50. duch Enumg, 0. 39. 2 „56l. „552. „47. II, 128 „I, 310. 351, 255, vorzuziehen, J „268. richt, I, 321. 73. ¹ 7. 66. 163. J. .39. 382. geln b. Streuen, tande einzupfl⸗ rauchen, J.389. iſch, I, 398. er Reinheit,J 324. 545. ng in Enol/, . 2. 325. 381. 366, 4. 5 Regiſter. Kartoffeln, Saamenkartoffeln, II, 271. — Augen, II, 271. — Krtheitene II, 274. 5 bſchneiden der Bluͤthen, II, —— ddes Kraͤutrichs, II, 273. — Ernte, II, 276. — Aufbewahrung, II, 276. — Ertrag, II, 277. — Werth, II, 278. — Benutzung, II, 278. — Verfrucht fuͤr Sommergetreide, II, 169. 263. Kartoffelhafer, II, 192. Kaͤlber, Geburt, II, 452. — Aufziehung, II, 258. — Maͤſtung, II, 462. Kaͤſe, Arten, II, 432. 439. — Haus, II, 418. — Bereitung, II, 432. — Preſſen, II, 422. Kelp, Dungmittel, I, 531. Kiefer, ſchottiſche, I, 598. Klee, Arten, I, 645. II, 291. — Boden, II, 292. — Anbau, II, 294. — Ausſaat, II, 180. — Benutzung, II, 295. — Heu, 1, 616. —— Bereitung, I, 622. — nuntergepfluͤgt., II, 159. — Vorfrucht fuͤr Weizen, II, 168. — Land, Duͤngung mit Miſt, I, 368. II, 294. Gips, I, 416. 420. Aſche, I, 417. Kieibeden, Verbeſſerung, I, 558. II, 115. Kloakenduͤnger, I, 357. Knochen, Dungmittel, I, 488. — Art d. Zermalmens, I, 489. — nothwend. Faͤulniß, I, 505. Kohl, Arten, II, 256. — Anbau, II, 257. Kompoſt von Miſt u. Erde, I, 342. 343. 546. 652. —— Torf, 1, 522. —— Schlamm, 1, 544. Kalk u. Erde, I, 398. Gerberlohe u. Erde, I, 538. Salz u. Erde, I, 483. Koriander, II, 323. Kornboͤden, I, 141. 723 Kornwurm, II, 178. Krankheiten des Weizen, II, 175. Halmfruͤchte, II, 155. Korn, II, 182. Bohnen, II, 221. Turnips, II, 242. Kartoffeln, II, 274. Hopfen, II, 354. Schaafe, II, 513. Krapp, II, 329. Kreide, Dungmittl, I, 370. — Anwendung, I, 371. — Gewinnung, I, 371. Kuhgras, II, 292. Kuͤchengewaͤchſe, II, 571 583. Kuͤhe, Raſſen, II, 406. — Abwartung, II, 410. — Melken, II, 413. — tragende, II, 425. — abortirende, II, 455. — auf Weiden, I, 611. II, 411. Kuͤmmel, II, 323. Kuͤrſchnerabfall, Dungm., J, 536. Lab, II, 432. Lactometer, II, 424. Landgut, Wahl u. Beſitz, I, 64. Landpreſſer, II, 160. Landvertheilung an Dienſtb., II, 570. Lathyrus pratens., Honigwicke, I, 642. Lavendel, II, 327. Laͤmmer, II, 476. Lehmboden, Guͤte, I, 560. 338. II, 158. 358. — Benutzung, II, 114. 131. — mit Kalk geduͤngt, I, 382. 393. — Fruchtfolge darauf, II, 135. Lein, Duͤngung, I, 361. II, 315. — Boden, 11, 314. — Waſſerrotten, II, 317. Linſen, II, 228. Lolium arist., ital. 645. II, 297. peren., engl. Raigras, I, 644. II, 297. Lumpen, Dungmittel, I. 539. Luzerne, Werth, I, 198. 623. II, 310. — Ausſaat, II, 308. — Duͤngung, I, 421. II, 310. — Boden, II, 307. 46* Raigras, I, 724 Magnesia, im gebrannten Kalk nach⸗ theilig, I, 389. — vertilgt den Sauerampfer, I, 389 Muizkeine oder Staub, Dungmittel, , 519. Marſchland mit Kalk geduͤngt, I, 383. Maulthiere und Eſel, Zucht, I, 246. Maulwuͤrfe, I, 615. II, 567. Maulwurfpflug, Einrichtung, I, 573. Maͤſtung des Rindviehs, II, 369. 386. 396. Maͤuſe, Mittel dagegen, II, 564. Mengeduͤnger, ſ. Kompoſt. Mergel, Dungmittel, I, 401. — Beſtandtheile, I, 404. — Arten, I, 403. — Anwendung, I, 408. — Gruben, I, 406. — Koſtenaufwand, I, 407. Milch, Gehalt, II, 424. — Geraͤthſchaften, II, 421. — Haus, I, 144. II, 417. Milchkuͤhe, I, 611. II, 411. Miſt, Arten, I, 306. 309. ns, I, 312. 317. 320. 46. — Fahren, I, 321. 351. II, 65. — Gewinn, I, 337. II, 380. — Wirkung, I, 305. — Aufbewahrung, I, 318. — Verbrauch, I, 346. — langer, I, 331. — verrotteter, I, 335. Moorboden, II, 12. — mit Kalk geduͤngt, I, 393. —— Seifenſiederausſ., I, 435. — zu ſchaͤlen, I, 454. — Fruchtfolge darauf, II. 122. Moͤhren, Boden, II, 279. — Duͤngung, II, 280. — Saamen, II, 281. — Pflege, II, 281. — Arten, II, 283. — Kraͤutrich, II, 283. Aufbewahrung, II, 284. — Werth, II, 286. — Saamenerzeugung, II, 289. Muſchelmergel, Dungm., I, 405. Nachfruͤchte, II, 111. Neuland m. Kalk ged., I, 385. Obſtbaͤume, Anpflanz., II, 358. 360. Regiſter. Obſtgaͤrten, II, 355. — Boden, II, 356. — Anlage, II, 359. Ochſen, I, 249— 296. — Staͤlle, 1. 272. Oefen zum Thonbrennen, I, 465. Oel, Fett, Dungm., I, 535.) Oelkuchen, Dungm., I, 514. Pachtung, Antritt, I, 86. Pacht⸗Contracte, I, 103. II, 127. — Rente, 1, 91. — Zeit, I, 98. Paſtinaken, Arten, II, 285. — Boden, II, 285. — Ausſaat, II, 286. — Saamenerzeugung. II, 288. — Werth, II, 286. Pfeffermuͤnze, II, 327. Pferchen der Schaafe, I, 308. II, 483. Pferdefutter, Art u Zubereitung, I, — taͤgl. Bedarf, I, 200. — Miſchung, II 30. Pferdehacken, II, 30. Pferdemiſt, I, 306. Pferderaſſen, engl.: Lincoln, I, 239. Cleveland, I, 241. Suffolk, I, 241. Clydesdale, I, 242. Pferdeſtaͤlle, I, 235. Pflanzen, Wurzeln, II, 49. — officinelle, II, 325. Pfluͤge, Arten, I, 353. 555. 572. 574. II, 3. — Handhabung, II, 41. Pfluͤgen, II, 44. Tiefe, II, 50. Pil na pratens., Timotheusgr., I, Plantago lanceol., Wegerich, I, 642. Poa angustif., ſchmalblaͤttrig. Ris⸗ pengras, I, 641. D,uun, jaͤhriges Rispengr., I, tlun„ Waſſerrispengr., I, compressa, pengr., I, 641. nemoral., Waldrispengr., I, kriechendes Ris⸗ htens, Wieſenrispengr., I, Poa tririal 640. Poteriumm S — NMzen — Chhäl 3Ä” riaſtned attm, Mit Npenwirmer Riie dr be tttuher, Kiddich, Fü — Näten — Gieen Rüpengriſer Koggen, N — Arden, — AAular, — dm, — Erua — Lfferd Rumex obte vermiſcht, — acetob, 390 Knein, Fu Amälelben, Küß, Dungn — aen Rutnbaga, — Aufbe Küſen, Il — Nach Rüſtern, I 555, Lwenkötr An des 14, Nenge l Waclä,) 1„ 465. 585. ö14. 6. 8. II, 19. 35. II, Bs. 06.II, 433 ereitung, 00. 9. 555. 672. 41. theuegt., D erich J, 642. lätteig. Ri⸗ Rispengr.,1 rrispengr/ l hendes Ris⸗ täpengr.,! rispengr/2 Regiſter. 725 Pon beiwial., gemeines Rispengr., I, Poterium sanguis., Pimpinelle, I, G42. g Pimp„ Raben, II. 563. Radieschenſaamen, II, 324. Rahm, II, 425. Raigras, Arten, I, 644. 645. II, 297. Nutzen, II, 298. Ranunculus acris, Butterblume, I, 646. Raps, II, 312. Raſen, Pflanzung, I. 653. — Brennen, I, 437. 589. 597. — Verfahrungsarten, I, 445. — Nutzen, I, 437. 448. — Schaͤlen, Werkzeuge, I, 438. 256 chaͤlen, zeuge, I, Raſenſchneider, II, 16. Ratten, Mittel dageg., II, 564. Regenwuͤrmer, II, 562. Reife der Halmfruͤchte, II, 201. Rhabarber, II, 328. Rindvieh, Fuͤtterung, II, 369. 386. — Maͤſten, 386. — Eigenſchaften, II, 388. Rispengraͤſer, I, 640. 648. Roggen, Nutzen, II, 178. — Boden, II, 180. — Kultur, II, 191. Saat, II, 182. — Ertrag, II, 183. Pferdefutter, I, 208. Rumex obtusifol., Ampfer mit Kalk vermiſcht, I, 321. acetos., Sauerampfer, I, 371. 389. Runkeln, Futter, I, 289. Runkelruͤben, II, 249. Ruß, Dungmittel, I, 431. — gegen Turnipspfliegen, II, 243. Rutabaga, Guͤte, II, 234. 242. — Aufbewahrung, I, 284. Ruͤbſen, II, 249. — Nachfrucht, II, 112. Riſben⸗ Anpflanzung an Hecken, II, Saamenkoͤrner, II, 145. Vieſeg des uUnterbringens, II, 146. Menge, II, 147. Wechſel, II, 148. 164. Saamenkartoffeln, II, 271. Saat, breitwuͤrfige, II, 765. Saat⸗Schnellkaͤfer, I, 487. II, 159. 354. 561. Saatweizen, II, 173. Salpeter, Dungmittel, I, 485. Salz, Dungm., I, 473. — Futterzuſatz, I, 202. — verbeſſert verdorbnes Heu, I, 481. Sand, Dungmittel, I, 542. Sandboden, I, 558. II, 158. Entwaͤſſerung, I, 575. 629. Fruchtfolge, II, 132. Duͤngung mit Kalk, I, 383. Kalkkompoſt, I, 299. Thonmergel, I, 403. Sauerampfer, I, 371. 389. Saͤemaſchine, II, 77. Schaafgarbe, I, 644. Schaafe, Raſſen, II, 471. — Natur, II, 512. — Alter, II, 473. — Begattung, II, 474. — Weiden, 1, 657. 604. 660. II, 476. 482. 502. 508. — Kreuzung, II, 499. 509. — Laͤmmer, II, 476. — Mutter, II, 479. — Staͤhre, II, 510. — Pferchen, I, 308. II, 483. — Horden, II, 485. — Schwemmung, II, 490. — Schur, II, 491. — ungeziefer, Mittel dageg., II, 492. 515.— — Fleiſch, II, 501. — Maͤſtung, II, 500. 313. — unfälle u. Gegenmittel, II, 513. — Miſt, I, 303. II, 486. Schaafgarbe, I, 644. Schaͤfer, II, 495. Schaͤferhund, II, 496. Schaͤlmeſſer, II, 16. Schaͤlpflug, I, 441. Scheunen, I, 137. Schlamm, Dungm., I, 543. Schnecken, Vertilg., I, 437. 474. 487. Schnittpflug, I, 15. Schweine, Arten, II, 521. — Eber, II, 525. — Werfen, II, 526. — Auferziehung, II, 528. 1 b 726 Regiſter. Schweine, Maͤſtung, II, 533. 23s Zurichtung des Fleiſches„ II, — Staͤlle, II, 541. — Miſt, 1, 309. — Nutzen, II, 520. Sehwingelsraſor, I, 639. 641. 642. Echnnagaflns⸗ II. 7. Seegras, Ouigmita, I, 528. Seekohl, II, Sellerie, II, 573. 586. Senf, II, 313. Sommerbrache, II, 46. 56. Sommergerſte, II, 185. Sommergetreide, II, 151. Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs, II, 175. Sommerweizen, II, 156. 170. Sommerwicken, II, 299. Spaten, II, 582. Spatenkultur, II, 580. Spinatſaamen, II, 324. Spoͤrgel, II, 302. Stachelwalze, II, 37. Stall- oder Hofmiſt, I, 306. — Wirkung, I, 305. — v. Federvieh, I, 305. —— Hornvieh, I, 307. —— Schaafen, I, 308. II, 486. —— Schweinen, I, 309. Staͤlle d. Federviehs, I, 145. 544. —— ˖/chſen, I, 272. —— Pferde, I, 235. —— Schweine, I, 144. II, 541. — Einrichtung auf einigen engl. Landguͤtern, I, 277. Stechginſter, I, 191. Stroh, Dungmittel. I, 311. Fuͤtterung, I, 287. — Aſche, I, 427. — Hof, II, 374. 380. — von Huͤlſenfruͤchten, I, 313. — Gewinn nach Ackern, I, 337. Suͤmpfe, Trockenlegung, 598. Suͤßholz, II, 326. Tauben, II, 564. Taxation beim Antritt einer Pach⸗ tung, I, 86. — d. Duͤngers, I, 87. —— Strohs, I, 88. —— Beſtellung, I, 88. —— Duͤngung, I, 90. Teiche, I, 147. Te hſchlaim mit Kalk vermiſcht, I, Thon, Dungmittel, I, 541. — Brennen in Oe fen, I, 468. — Haufen, I, 471. Thonboden, Verbeſſerung, I, 554. 638. II, 158. — Duͤngung mit Kalk, I, 382. 392. [O[—;— 403. — Fruchtfolge, II, 116. 130. Thore an Einfriedigungen, II, 556. Thrangrieben, Dungm., I, 534. Timotheusgras, I, 643. Topinamburs(Erdbirnen), II, 586. Torf, Gewinnung, I, 428. — Dungm., I, 521. Torfboden, I, 562. zoeſinbre⸗ Trockenlegung, 1. 596. Dernchtſohg darauf, II, 122. Trifolium medium, I, 646. pratens., gem. Wieſenklee, J, 645. II, repens, weißer Klee, I, 645. 291. — Sandmergel, I, II, kul, eiane der Drillwirthſchaft, dulwe Einfuͤhrung in Engl., 43. II, 232. — Ochſenfutter, I, 282. — Arten, I, 284. II, 233. — Ausſaat, II, 234. — Auswahl des Saamens, II, 235. — Bodenbearbeitung, II, 236. — Pflege, II, 239. — Duͤngung, I, 348. II, 233. 237 —— mit gebr. Thon, I, 462. ——— Knochenmehl, 1, 488. 500. 508. — Ertrag, II, 241. — Ernte, II, 244. — Aufbewahrung, II, 245. — Benutzung, II, 246. 482. — Schneidemaſchinen, II, 247. — Werth, II, 248. Turnipsfliege, I, 324. II, 243. Ulex europ., Stechginſter, I. 191. Unkraut, I, 321. II, 57. 62. 66. 148. 166. — 8 titnn Ait, fi — Scu — Etäll — Aunt — Vede Wogll, ſc Vrxe 4 Wad, Wäl 4 11 b Lüſent Pau, I ian Weh berkarden Wageri rü Woden, D 5lb. Vaimaoß/ Viij dorn zu Päien, Ar. Art — Dungi 158. 107. — Weſtll — Mege — Saat, — nit Weimnftieg Wandepfug, Diim, Art — 5a, — Futter Däder,. Wiſſer nilee Aeam 83 jin erger ne tr Wintergriſ Vorerfall dutemed Meweize intenni ice Dir unſtes berniſct, 3 541. I, 468. 7, I, 9l. /—, 554 k, I, 382. dmergel, J 5 130. II, 556. 534. T Il, 586. 8. „ I. 595. II, 122. 6. eſentlee, J , I, 645. ittzſchaſt ingl., D 883. ,II,295. II, B5. II, 233. Regiſter. 227 Victualiengewicht, engl., II, XXIII. Vieh, fettes, II, 400. — Schuppen, I, 280. — Stäͤlle, I, 276. — Traͤnken, I, 147. — Weiden, I, 604. II, 369. Voͤgel, ſchaͤdliche, II, 563. Wagenſchuppen, I, 143. Waid, II, 332. Walzen, II, 34. Waſſerrotten d. Leins, II, 316. Wau, II, 334. Waͤſſerungswieſen, I, 657. Weberkarden, II, 323. Wegerich, I, 642. Weden⸗ I, 604. II, 369. 482. 502. 08. Weinmaaß, engl., I, XXV. Weißdorn zu Heckenanlagen, II, 549. Weizen, Arten, II, 155. — Duͤngung, I, 348. 433. II, — Saame, II, 173. — Fruchtfolge, II, 169. — Ertrag, II, 171. — Eigenſchaften, II, 172. — Mehl, II, 173. — Stroh, I, 287. 311. — Krankheiten, II, 175. Mittel dagegen, II, 176. — mit Korn vermiſcht, II, 181. Weizenfliege, II, 178. Wendepflug, II, 4. Wicken, Arten, II, 299. — Heu, II, 300. — Futter, I, 197. II, 227. Widder, II, 510. 498. Wieſenklee, I, 645. II, 291. Wieſenland, Duͤngung, I, 349. Winterbrache, II, 67. Wintergerſte, II, 186. Wintergetreide, II, 157. Wintergraͤſer, I, 650. Winterſtallfuͤtterung, II, 386. Winterweide, I, 612. Winterweizen, II, 156. 169. Winterwicken, II, 299. Wirt ſchaſtsardeiten, Berechnung, I, Wirthſchaftseinrichtung, I, 157. Wirthſehaflshoſe⸗ 1, 148. II, 372. Wolle, Arten, II, 497. — Mittel zum Wachsthum, II, 492. — Gewicht, engl., I, XXIII. Wollgras, 1, 605. Wurfmaſchinen, II, 209. Wurzelgewaͤchſe mit Gips geduͤngt, I, 422. Wuͤſtungen, Urbarmachung, I, 582. Zehnten, I, 111. — Abſchaͤtzung, I, 116. Betrag, I, 123. Erhebung, I, 114. v. Holz, I, 121. — Thieren, I, 119. — Weiden, I, 117. —— Wuͤſtungen, I, 122. Zehntenrecht, I, 124. Ziegen, II, 520. Zuchteber, II, 525. Zuckererde, Dungm., I, 540. Zugkuͤhe, I, 272. Zugochſen, I, 249. Gebrauch in Engl., I, — vermindert, warum? I, 251. — verdraͤngt in Schottl., I, 253. 7 vergl. mit Zugpferden, I, 252. 262. — Wettpfluͤgen veranſtaltet, I, 254. — Arbeitsleiſtung, I, 260. — Zeit des Schlachtens, I, 262. — Werth fuͤr Nationalwohlfahrt, I, 263. — Geſchirre, I, 266. — Zuſtand in freier Luft, I, 273. — Fütterung im Stalle, I, 279. 286. — engl. Raſſen, I, 289. — Merkmale guter Pflege, I, 291. — Zucht u. Auferziehung, I, 289. — Gewoͤhnung zum Ziehen, I, — Beſchlagen, I, 296. Zugpferde, Fuͤtterung, II, 179. — taͤgl. Bedarf, I, 200. jaͤhrl. Unterhaltungsk., I, 211. — Behandlung im Stalle, I, 233. — Arbeitsleiſtungen, I, 215. — Abrichtung zur Arbeit, I, 245. Zwiebeln, II, 576. 587. Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig. 215 J. d (1nnnnn