5 Sammlung von Maſchinen, Inſtrumenten, Geräthſchaften, Gebäuden, Apparaten 2406 0 ww.- MWE: landwirthſchaftliche, häusliche und induſtrielle Oefonomie. | N a< SIM UDIIn, die it(rim le venen Tile E.uropens verfertigt wurden von dem. Grafen von Laſteyrie. i9: UÜus dem Franzöſiſchen überſezt. Zweiter Band. Wierte Liefevung, von 10 Tafeln mit erflärendem Text,: )„Pflüge, Taf. 4. 5,| Thiere, Taf, 4, 25. Wäſſerungen. Taf. 3+ 4+ I. 2+4 Gärtnerey. Taf, 4. 5. 6, Stuttgart und Tübingen, in der IG Cotta'ſen, wenn ſie die in den gegenüberſtehenden Trog gebrachte Nahrung freſſen wollen. Fig. 3- Stall zum Mäſten der Schwei- ne, mit ellyptiſen können, das man ihnen auf einer mit einem Rahmen verſehenen Tafel vorgelegt hat. Fig. 5. Hundsſtall, Man ſieht ſolce, oder unterſtüzt ſie auch durch Pfeiler in der Höhe, die ſie haben ſol. von Reinlichkeit zu erhalten, wenn man nicht mit| Dieſe Methode iſt ſehr erſparend. Hütte, worin man dem Vieh EE a III=...- ARDEN 2<<+= zi-- Laien II Een= E<= ä 7 M eike es | Zweyte Fig« 3- Eine Art, die Zugthiere an das Ziehen zu gewöhnen. Man findet öfters Zugthiere, die ſich dieſer Beſtimmung mit beſonderer Hartnäckigkeit widerſezen. Das ſchnellſte und leich- teſte Mittel, ſie an dieſe Art von Arbeit allmählig zu gewöhnen, iſt das durch das Bedürfniß der Nahrung. Zu dem Ende ſpannt man ſie an eine Krippe mittelſt eines, in einem Ringe laufenden Stri>s, an deſſen Ende ein Gewicht anbefeſtigt iſt, ſo daß das Thier ſich der Krippe nähern, oder von ihr entfernen kann, Man legt ihm ein Kummet mit zwei an einem Ortſcheit befeſtigten Striken an. Man fügt einen zweiten Stri>k B an, der auf einer Rolle läuft, die an ihrem -Ende ein Gewicht von 59 Kilogrammen trägt, das man nach Belieben vermehren, oder vermindern kann, Nach dieſer Cinrichtung bringt man Futter in die Raufe, Das durch den Hunger getriebene Thier be- mübt ſich nun der Raufe näher zu kommen; es zieht das Gewicht auf, und erhält es in dieſem Zuſtand fo lange, als es freſſen will, und wird dadurch an das Ziehen gewöhnt. Cs kann ſeine Anſtrengung durch das Zurükgehen ſogleich hemmen, indem als- dann das Gewicht auf dem Boden ruht. Nach 13 Tagen iſt es dann gemeiniglicz) ſchon an das Ziehen gewöhnt. (+ 257 Ta fel, Fig. 2. Die gewöhnliche Vorrichtung zum Beſchlagen der Pferde, Dieſe Vorriche tung iſt bey wilden Pferden fehr bequem. Man kann ſie auch bey ſolchen anwenden, wo man eine ſchmerzhafte Operation zu verrichten hat. Man pflanzt blos vier ſtarke Pfeiler in die Erde, wovon die zwei vor» dern eiwas höher ſind, und verbindet ſie an den Seiten durch HolzſtüFe, damit das Thier ſeiner Boo wegungen nicht mehr Meiſter it. Man ſchiebt durch zwei ſtarke Ringe eine Stange, die das Pferd nach hinten zurükbält, und knüpft ihm die Füße an dieſe Stange an, um ihm jeden Widerſtand-zu rauben. Man kann es auch dur) einen Strick bezähmen, den man an der Vorderſeite durchzieht, Fig. 3- Käfigartige Vorrichtung zum Beſchlagen der Pferde, Sie beſteht, wie die vorige, aus vier glei) hohen Pfeilern, die auf den vier obern Seiten durc) OQuerhölzer verknüpft ſind. Rechts und links macht man zwei andere Holzſiuke B, B, feſt, welche das Pferd zurückhalten. Eine bewegliche Stange A, die hinten angebracht iſt, dient zur Ans fnüpfung des Fußes; man wendet nöthigenfalls auch eine Kette an, ſowohl hinten, als vorn, Dieſe Zeich» nung wurde in Belgien gemacht. F de Oy Schlus ſer auf ihrer J danken Einnd fiatiſe Iudier Viertel nd d! Zürſet detelen pflanzt ſmenſten Felder bewäſſern. Niebuhr ſpricht von dieſer bei den Arabern ſehr gewöhnlichen Induſtrie. Cin ſolcher Waſſerbehölter, der zu den Zeiten der Königin Saha gebaut worden ſeyn ſoll, und der eine Cbene von einer halben Tagreiſe rechts und links be- wäſſerte, wird noch heut zu Tage als ein Wunder- werk dieſes Landes betrachtet. Nachdem der Damm deſſelben einmal zum Berſten gekommen war, ſo mußten die Bewohner der Cbene ihre Felder verlaſſen, | Sia 6.4 die dann ſeit dieſer Zeit unbenuzt geblieben find, Die Türken haben einen großen Theil der Behälter, die ihre Vorläufer im Beſitze des Landes angelegt hate ten, beibehalten. Das zum Bedarf der Stadt Con»- ſtantinopel dienende Waſſer gelangt nod bis auf den heutigen Tag aus Behältern dahin, die von den grie- des Waſſers| Dämme, welche dieſe Behälter bilden, müſſen mit Fi mit un Biſſe eins ab mäßig| Entſetn des Za ſen it Fuß Dr nung, bi! Man ri und brin höhungt iy, DJ R! zung ſigen füche de Zihnut fo mach de Ufer Boden| pflanzer WHlung: Man € 3.3 großer Solidität angelegt ſeyn, und mit beſonderer Sorgfalt unterhalten werden. I< habe einen in Spanien geſehen, der durch die Nachläſſigkeit des Baumeiſters zum Berſien kam, und eine ſolche Waſ- ſermaſſe ergoß, daß eine große Menge Wohnungen und Bäume umgeſtürzt, und ein großer Landſtrich verheert wurde. Fig. 2« Eine Stange zur Unterſuchung Wr erte Fig. 3-+ Eine zwiſchen zwei Hügeln mit unregelmäßigen Flächen angebrachte Wäſſerung. Wenn ein Bach durch den Grund eines abhängigen Thals läuft, deſſen Seiten unregel- mäßig hüglicht ſind, ſo legt man Dämme an, deren Entfernungen nach dem Abhang und der Ausdehnung des Landſtrichs berechnet ſind. Man öffnet auf die. fen Dämmen die Canäle A, A, Au,.ſ.w. von 2--3 Fuß Breite auf 12-- 2 Tiefe, je nach der Entfer- nung, bis zu welcher die Canäle das Waſſer führen ſollen. Man richtet ſie der Länge eines ſanſten Abhangs nach, und bringt die Drehungen nach den auſſtoßenden Ers höhungen und nach der größern Breite des Thals an. Dieſe Canäle werden von ihrem Urſprung an Fünrite Fig« 2. Cine Einrichtung zur Beſeſti- gung und Erweiterung derUfer eines ſum- pfigen Bodens, Geſezt, man wolle die Ober» fläche des Ufers am Rande eines Sumpfs, der in der Zeichnung mit K, K, K angedeutet iſt, erweitern, ſo macht man die Auswahl an einem andern Theil des Ufers des Sumpfs, wie bey A, A, und deſſen Boden aus Wurzeln von Schilf, oder andern Sumpf- pflanzen, zuſammengeſezt iſt. Dieſe in einander ver- ſchlungenen Wurzeln bieten feſie Maſſen dar, die aber nur an ihrem Ende mit dem Boden zuſammenhängen, der Tiefe des Waſſers, Sie bat an einem Ende eine hölzerne Scheibe, womit man ſich auf dem Grunde des Waſſers aufſtüzt, um die Tiefe deſſel- ben genau zu kennen, was durd) die auf derſelben eingezeichnete metriſche Eintheilungen geſchieht, Die- ſes Inſtrument kann guch noch zu mehrerlei anderem Gebrauche dienen, Tifek im weitern Verlauf immer ſchmäler; fie verbreiten ſic) durch angebrachte Furchen über die ganze Ober- fläche der Wieſe. Der Ueberſchuß läuſt in einen untern Canal ab, oder kehrt zu dem Bach durch ei- nen am Ende der Wieſe angelegten Abfluß- Canal zurü>. Die Furchen werden aus dem Canal in ei- nem rechten Winkel, oder in einer Richtung gezogen, die nach dem Abhang des Bodens beſtimmt werden muß. Man öbſſnet an ihrer Seite kleine Adern, die ) dem Waſſer den Lauf anweiſen, den es zur völligen UeberdeFung der Oberfläche des Bodens ha- ben muß, Hr, v. Bretail, Correſpondent des Agri- cultur- Conſeils, hat dieſes Syſtem mit Erfolg in dem Departement von Allier eingeführt, EE M IIS Man durchſchneidet dieſen Boden in Parallelograms- men, wie bey den Buchſtaben B, G, G angezeigd iſt, Wenn der Durchſchnitt auf drei Seiten gemacht iſt, ſo ſchiebt man in den Grund dieſes Durchſchnitts ein Seil C, D, E ein, das man mit einer Gabel mehr oder weniger tief, je nach der Die, die man dieſen Erdabſchnitten ertheilen will, verſenkt. Die beiden Enden des Seils weiden nun von zwei Män- nern gefaßt, und gezogen, wodurch die nur leicht mit dem Boden zuſammenhängende Wurzeln abgeriſſen, und der Erdabſchnitt dann nach der Ablöſung, als NT än I NEE 0 NNN TET OGNI SOR SERGE ZIEIDNEN upon 1 20m ewas meer WRE DIE RERE VEEED. Fe 2 ie C. 4 auf dem Waſſer ſen| det, und diente zur Trennung des Waſſ ip 30 Ww cy K, K, K erhellt, feſt»; Theil X und XY, und zur AE ler von dem M1 g eines Canals, zus ft , elc e i j i uU pP ben, füllen di if: ie Zwiſchenräume aus, dri-| , dringen in den' Zeichnung wurde mir von einem Gutsbeſit ſ eſiger mite weſte) je Oude het? untern Boden, und bilden eine ſeſt; Y, Y ſtelle einen Canal AE 0: Geſezt, getheilt, der eine ſolche Arbeit auf ſeinen B Breite dad, ſo kann man ſeine| gen hatte vornehmen[ en Eine urch verſchmälern, daß man auf dieſe Art en; tagen: pwd wu 4 iv ſinn | 4, mit yu ds) ft ſelen Ti vehinten h dieſet Ty) foſt zuſamm wr M mit Biett did find, dargeſtell ve vier€ Guehmatt KON Wä In Das M, unbedet, pfoſten abt zum Gu gegen dis > 09 jenhauſ Ph jelände " 14.0 (10; Man be 44| zum Veſ h||| die demi | len habs Unge d Dein) Gentim, Ü Zwe "geführte Crdzunge (en gebil von dem , t, Dieſe Ger mib Y eihun C Gg rx T ) me 8.168 Wiexte Sig. 2 und 2. Pomeranzenhaus für den Sommer und den Winter, Dieſe Vor- richtung trifſt man in Florenz zur Auſbewahrung der Pomeranzenbäume, und zum Schuße derſelben gegen Winterfröſte, an. Man errichtet einige Zolle über die Erde hervorragend ein mehr oder minder langes Viere> auf einer Breite von 2 Metern. Man ſtellt in beſtimmten Entfernungen auf dieſe Mauer Steine A, die mit einem Lohe durc ſind, und endlich mit Ziegeln bede>t, wie Fig. 2. dargeſtellt iſt. Während des Winters belegt man vie vier Seiten des Pomeranzenhauſes mit ſtarken Strohmatten, ſo daß die Bäume gegen die kalte Jahrtzeit wohl geſchüzt ſind, Wenn die Frühlings- wärme eintritt, ſo nimmt man die Strohde&>en des Dachs ab, und die Ponieranzenbäume bleiben nun unbede>t. Ebenſo kann man nun auch alle Holz- pfoſten abnehmen. Dieſes Verfahren iſt ſehr bequem zum Schuße der Pflanzen in der Mitte der Gärten gegen die Kälte unſerer Winter. Fig. 2« Durchſchnitt des Pomeran- zenhauſes, Fig. 3. Eine Mauer mit vbichtem Baum- geländer in der Höhe, Zum Scuße der an Nupnlte Fig. 1. Baummeſſer mit einem Haken, Man bedient ſich deſſelben an verſchiedenen Orten zum Beſchneiden der He>en; der Haken dient dazu, die dornigen Zweige, die den leeren Raum auszufül- len haben, in das Innere der He>e zu ſchieben. Die Länge der Klinge und ihres Hohleiſens beträgt 3 Decim.; der Haken hat 2 Decim, und die Klinge 7 Centim, Breite, Fig. 2. Eine Kräc>e zum Ebnen der Zweyter Band,» Vierte Lieferung, | Zauner einem Baumgeländer aufgezogenen Bäume pflanzt man gewöhnlich in der Gegend von Paris, in einer Entfernung von einem Meter, in die Mauern, an welche man die Bäume anbindet, unmittelbar unter der ſie bede>enden Mauerkappe, Siäbe, oder 5-6 Centim. breite und 4 Deeim. lang? Latten. An dieſe Latten befeſtigt man Strohde>en, welche die Bäume vor dem Froſt ſchüßen. Fig: 4«+ Eine mit Bretern bede>te Gartenlaube. Man errichtet ſolche Lauben in Gärten, um ſich gegen Sonne und Regen zu ſchü- gen. Man bepflanzt die Seiten mit Weinreben oder andern Schlinggewächſen, die Blumen, oder eine für den Anbli> angenehme grüne Fläche darbieten. Fig. 5 Eine kupferne Gießkanne, Man extheilt in der Gegend von Paris den Gieß- kannen der Gärtner dieſe Form. Die Metallſcheibe, welche die Hälfte der Oeffnung ſchließt, dient zur Zurückhaltung des Waſſers bei der Neigung der Gießkanne, und zum Tragen derſelben unter gewiſ? ſen Umſtänden. Der ſchwammförmige Hals iſt an ſeinem Ende mit Löchern durc WS 0 ] AS ERES“ EHEN RE a | |D f | BAS.(urtimnerer (Z,: ver Pr eä Eg EIE dm NE DDR DDr nn erg. gem verhin
  • en verfertigt, die von 4 an den 4 Enden angebrachten Pfeilern unterſtüzt ſind. Fig. 2. ſtellt die Aufnahme des vorigen Kar- rens von hinten dar. A iſt eine von den Spann- Jeiſten, welche das Ausgeinandergehen der Wagen- leitern verhindern, Fig. 3-« Ein Güterwagen, Sein Bau hat Füunrrt e Fig: 2. Ein BloFwagen, Man bedient ſi ſeiner in Paris zum Transport von Baiken und Baumſtämmen, Es iſt ein langer Karren ohne Lei- tern, den man von unten beladet, indem man die Balken mit einer Kette und mit Stricken feſthält, Der Balken A iſt mittelſt eines Rollholzes und ei- ner Kette B, Fig. 2. und mit Hülfe eines Hebels aufgehängt, der zwiſchen der Kette und dem Roll- holz durchgeht. An ſeinem hintern Ende iſt er gleich» falls durch Strike befeſtigt, die an das Ende des Hebels angefügt ſind. Zreyter Band» Taunfte Lieferung, “Karrens, Taf el. Aehnlichkeit mit dem eines gewöhnlichen Karrens,. Er iſt viel länger, und nach vorn und hinten mit Hervorragungen verſehen, um Stroh, Heu, und ans dere bis zu einer gewiſſen Höhe darauf gelädene Gegenſtände zurü>zuhalten, Man ſieht ſole Wa» gen auf den Pächtereien in der Gegend von Paris; Fig. 4+ Ein gewöhnlicher Schuttkarren, Man hat das vordere Rad ausgelaſſen, um die den Kaſten zuſammenſeßends Theile zu zeigen. Dieſer Kaſten iſt aus Bretern verfertigt, und dient zum Transport von Crde, Schutt, Gemuüß u, ſ, w. Fig. 5. Hintere Seite des vorigen Dieſe Seite kann durch eine Zuſams- menfügung von Bretern, die man mit einem Riegel und einem Zapfen zurückhält, geöffnet und ge- ſchloſſen werden, S6 rel Fig. 2« Plan des Blo>wagens, Man ſieht unten den durch die Kette und die Strie aufgehängten Balken, Fig. 3. Sclagbaumartiger Blo>wa- gen. Dieſe Art von Karren wird zum Transport von Fäſſern gebraucht. Er beſteht aus beweglichen Schwangbäumen, über welchen ein Drehkreuz A ans gebracht iſt, das zum Feſtziehen des die Fäſſer hals- tenden. Stri>s dient, Die beiden Schwangbäume, welche den eigentlihen Körper des Blo>wagens omen mung mren , EI I A ZI nn ÖH IT IIR pee C-> I bilden, ſind auf ihrer obern Fläche in etwas geneigo| Zurücklegung des Wagens zum Aufladen zu Stande ter Cbene zugerichtet, wie unter B, Fig. 4, erhellt,| gebracht werden kann. Der Tragbaum iſt an den Körper des Blo>wagens Fig. 4: Plan des lezten Wagen?. Die mit einem eiſernen Knopf, der in einer Schrauben-! Anſicht dieſer Figur wird zur Verſtändigung des vo- mutter läuft, anbefeſtigt, ſo daß dadurch die leichte| rigen dienen. Sehste Tafel. Fig. 1 Mühltrichterartiger Scub-| Kaſten, den man mit einer eiſernen Stange auf- karren. Er beſteht aus zwei Tragleiſten, von 26| hängt, die durch das Geſtell und den Kaſten geht, Decim. Länge, die miteinander durc; zwei Quer-| Lezterer wird durch einen Haken zurügehalten, den ſtüFe verbunden ſind, die zugleich die Beſtimmung| man nur aushängen darf, ſo wie man die enthal- haben, den Kaſten zu halten, Der Kaſten wird| tene Materie ausladen wil. B giebt die innere außerdem gegen zwei Pfeiler von der Länge von| Anſicht des Kaſtens, und€ die Seite, an welcher » Decim, befeſtigt, die zugleich als Füße dienen.| der Haken anbefeſtigt iſt, Dieſe in einigen Gärten Er iſt 10= 12 Decim. lang, auf 6 Breite an| in der Gegend von Paris gewöhnliche Tragbahre dem obern Theil. Man kann ihn zum Transport| iſt zum Transport von Erde u, ſ. w. ſehr bequem, flüſſiger Stoffe, Sands u. ſ. w. benüßen. Fig. 4. Cine gewöhnliche Tragbahre, Fig- 2- Gefäſſe um Flüſſigkeiten mit| Die Anſicht der Zeichnung erläutert hinreichend die Henkelgefäßen zu transportiren, Cs können| Form derſelben. Man ertheilt ihr je nach ihrer Bes Gefäße, von welcher Form ſie auch ſeyn mögen, zum| ſtimmung einen größern oder geringern Durchmeſſer, Transport von Flüſſigkeiten dienen, wenn man einen Fig. 4« Gefäß zum Transportiren von StoF durch die an ihnen befindlichen Henkel ſchiebt, Flüſſigkeiten mittelſt eines Stri>s. Wenn Fig. 3. Cine ſc durchzuſchieben, ſo nimmt man ſtatt deſſelben Seſtel, A, das auf 4 Füßen ruht, und einem| einen Stri, 51 Laſten, hol) d peteinig! terſtägt pelwell Wfefigt man die ine 14 ſen nm S4 Trenn Muhl bedien! bräuch auf ei € wnter Dieſel in das de di ſiem (ner Inbrin wm€ tuch wölhe "m Tue bin 9 vil, | Stande 1t, Di ange aufs ſten geht, ten, den ie enthal. ie innere n welder n Gärten Tragbahre [ Deuet, gbahr;, Ihend die Ihrer By t befeſtigt, der zum Aufheben der Laſt dient. Wenn man die Haſpelwelle mit den zwei Hebeln, die durch ihre Achſe gehen, dreht, ſo hebt man die angefügten Laſten auf. Man fügt an das obere Querholz ei- nen Schneller, der in das Triebrad der Haſpelwelle eingreift, und eine Drehung nach entgegengeſezter Richtung verhindert, In Schweden gebräuchlich. Fig. 2« Oehlpreſſe, Sie beſteht aus zwei Dielen A, die an ihren Enden Schrauben mit einer Schraubenmutter D, D, D, D, haben. Man hat die Seitenanſicht und den Plan dieſer Preſſe darge- ſtellt. Das Rad B, das als Hebel dient, iſt auf der Achſe der Schraube befeſtigt, ſv daß die beiden Dielen, je nach der Richtung, in der man das Rad dreht, ſic) nähern oder entfernen müſſen. Man| Biexte Fig. 1. Eine Mühle zum Mahlen des Reißes. Die große im Königreich Valencia ge- baute Menge von Reiß veraniaßte die Einwohner zum Nachdenken über die Vervollkommung der zur Trennung des Korns von ſeinen Hülſen nöthigen Mühlen, Diejenige, deren man ſich in dieſem Lande bedient, iſt weit vorzüglicher, als die in Italien ge- bräuchliche, und ſie erfüllt den vorgeſezten Zweck auf eine weit vollkommenere Art. Sie wird durch ein horizontales Rad A, das unter Nro. 2 abgebildet iſt, in Bewegung geſezt. Dieſes Rad beſteht aus einem einzigen Holzſtuck, in das man acht Abtheilungen eingehöbtt hat, wel- auf die Saamen in dem Maße hervorbringen, als ſie durc) die Annäherung der Dielen gedrückt wer» den, Man bedient ſich dieſer Vorrichtung in Ungarn. Fig. 3. Taba>preſſe. Man bedient ſich derſelben in Umerita zum ZuſammendrüFen der Ta» ba>sblätter in Fäſſern. Man kann ſie auch noch zu andern vfonomiſchen Zweden gebrauchen. Man pflanzt einen ſtarken Pfoſten in die Erde, an den man mittelſt eines Zapfens einen Hebel fügt, der auf und nieder ſteigen kann. Man ertheilt den Dru dadurc), daß man an das Ende des Hebels ein Ge- wicht befeſtigt, das man, wenn es nöthig iſt, mit»- telſt einer an das Ende eines Hebels oder Schlag- baums angefügten Kette aufhebt. Der Schlagbaum wird durch einen in die Erde gepflanzten hölzernen Balken unterſtüzt. 3 er ſeines Baums eine eiſerne Stange F auf, die gleich- ſalls mit eiſernen Banden angefügt iſt. Dieſe Stan- ge debt durch den untern Mühlſtein G, und ſezt ſich in der Spindel K feſt, welche den obern Mühlſtein unterſtüzt, und ihm die radſörmige Bewegung mit» theili; Der untere Mübhlſtein iſt unbeweglich und ruht auf einer Mauer, In ſeinem Mittelpunkt iſt er mit einem Loch durchbohrt, das mit einem höhe- ren Cplinder(ſ. Fig. 2.) beſezt iſt, worin der ei- ſerne Baum ſich dreht. Oberhalb dieſem Cylinder paßt und nagelt man eine Scheibe von Schwarz- Bled) im Durchmeſſer von 22 Decim. an, wenn man zu befürchten hat, das Reiß möchte in das Innere des Cylinders und des Baums einſchlüpfen. Der untere Müblſtein iſt in einen hölzernen Rah- men gefaßt(ſ. Fig. 4), und mit Korkholzſen des Rahmens eingefügt ſind, feiſtge- halten. Die Korkſcheiben haben gegen den Umfang eine Breite von 26-- 27 Centim. Der obere Mühlſtein 1, L iſt aus einem gels« will. Das Waſſerrad nimmt in dem Mittelpunkt| ben Sandſtein, von mittlerem, ſehr gedrängtem, |< 4 FREESSHSSSGENE SE alen:- anden PEERINGS ZEEEÖINEENEE TT u ETLNTNEnn 4== weer ME Zürner-... 60 und ſehr hartem Korn. Im Mittelpunkt M iſt er durchbohrt, um das Reiß auf den untern Mübhlſtein fallen zu laſſen, und er hat einen Einſchnitt,(ſ. Fig. 3.) der die Spindel K aufnimmt, in deren Mitte der eiſerne Baum befeſtigt iſt, Der Durchmeſſer« dieſes Muühblſteins beträgt 73 Centim. und ſeine Dicke ohngefähr 15 Centim. An ſeinem Mittel- punkt hat er eine Aushöhlung M, deren Durchmeſ- ſer 24 Centim. beträgt. Auch ſind an ihm, wie aus der Zeichnung erhellt, Furchen in gekrümmten Bogen angebracht, die von dem Mittelpunkt nach dem Umfang gehen, einen Centim. tief ſind, und 3 Centim. von einander entfernt ſtehen, Auch grädt man noh kleine ſchiefe Furchen ein, die nur wenig tief ſind, und die erſten durchkreuzen. Vier kleine, in dem Lo< des Muüblſteins aufgeſtellte Gerten, dienen zum Heraustreiben des Reißes in dem Maaß, als es berunter fällt, und werfen es auf die Kork- ſcheiben herunter, Sie müſſen etwas unter dem obern Mühlſtein hervorragen, und ſich auf dem un- tern anlehnen. Wenn män zwei davoa mit einander an ihrem obern Ende angefügt hat, ſo läßt man ſie durch die Spindel unten, die eine auf einer, und die andere auf der andern Seite, hervorſehen, und legt nun die beiden andern auf die gleiche Art an. Der durc die Muühlſteine beſezte Raum iſt mit einer Umfaſſung von Bretern N, von der Höhe von & Decim. bede>t. O zeigt den Mühltrichter zur Aufnahm? des Reißes an. Man bringt unten einen kleinen Mühbltrogſchub an, an welchem ein kleiner Fuß angebracht iſt, der auf dem Mühlſtein ruht, Dieſer dient zum Schütteln des Mubhitrog- ſchubs, und zur Beförderung eines regelmäßigen Falls des Retßes. Zu vollſtändiger Reinigung und Abſchälung des Reißes muß der obere Müdolſtein nothwendig in genau horizontaler Richtung geſtellt ſeyn. Daber muß denn auch der aufſtehende Baum vollkommen vertikal ſeyn. Man verſichert ſich über dieſe Stel lung dadurch), daß man in das obere Ende des Baums ein Stüc> Hoiz einſchiebt, deſſen Länge dem Durchmeſſer der Räder gleit, die man zuſchneidet und zuſammen paßt. Sie drängen ſich dur< den Rahmen und durch die in die vier E>en angefügte Bretchen zuſammen, und werden durch leztern feſtgebalten. Fig. 3. Schwingwanne zur Reinigung des Reißes. See beſtebt aus einem mit Drath durchflohtenem Geſtell, auf weichem eine Art Mühlo trichter ſteht, Cs wird von zweit Stützen getragen, die man näh'r oder entfernter ſtellt, je nachdem man der Schwingwanne eine größere oder geringere Neigung ebin will, Das Geſtell iſt 26 Decim, lang. beim Umdrehen des Bgums, von allen Punkten des| Die Dräthe ſteyen 2 Millim. von einander. (ſenden! ſm. H befeſtl fupfer 0 green (linder pun fin diehen, jrauden Ein eit von Man| fährlich verdien ſertizun Nan bv untern ein md hingt Yiffn (m tm iu] tüten, Nan fany bh. Wld 1 zu Ie Spins inen hey üiſen und Ende: bz Man läßt en Löcher um die davon zu 1 bringen, dadurch, , In ein aß das in aufen bile ? des Uv nt endlich , die mit x Durchs be haben it geſezte tem Reiß Art bon Inten her mit der dient, infaſſung, [iſcheiben nen paßt, durc di? nen, u inigung it Dath rt Mühl getragen, namdem geringerß M,[M+ EE Si 3 Wein-Bereitung. DETE rents LX Fig. 1. Cine Riffel für die Weintrau- ben. Dieſes in dem Departement der Meurthe ge- bräuchiiche Inſtrument wurde dem Agriculturrath des Miniſters des Innern von Herrn Valcoutrt dem ältern, mitgetheilt, Cs beſteht aus zwei vol: zercnen Cylindern G, F von 14 Ceatim, Durchmeſ- ſer und 8 Decim, Länge, die in einer Entfernung von 1* Centim, von einander in paralleler Richtung durch ein horizontales Geſtel B, C, D, E, er balten werden, und mit einem Gitter von grobem Eiſendraht, der mit Nägeln befeſtigt iſt, umgeben ſind. Der Cylinder VF, an welchem die Handhabe H befeſtigt iſt, hat an ſeinem Ende ein Triebrad von Kupfer oder von Ciſen, das in ein anderxe8 Rad von größerem Durchmeſſer, das am Ende des zweiten Cylinders G angebracht iſt, eingreift, Daher muß nun ein Cylinder ſich ſchneller als der andere um- drehen, Der Trichter-A, zur Aufnahme der Wein- trauben beſtimmt, iſt auf dem Geſtell angebracht. Ein einziger Arbeiter reicht hin, alle Weintrauben von einer beträchtlichen Weinleſe zu zerguetſchen. Man vermeidet dadurd) die lang daurende und ge» fährliche Operation des Tretens in der Kufe, und hat den Vortheil, daß die ſo erzielte Weinbereitung beſſer von ſiaiten geht. Fig. 2. Viere>ige hölzerne Kufe, Die»- ſe Art von Kufen, die zwar ſelten angewendet wird, verdient dod), wegen der Wobhlfeilheit ihrer Verfer- fertigung und Ausbeſſerung, häufigeren Gebrauch. Man verfertigt ſie mit taiken Bretern, die an ihrem untern Ende tiefe Gergeln oder Fugen baben, wor- ein man die Dielen fügt, welche den Boden aus PT-e x te Fig. 2. Ein Fuder, um den Weinmoſt an den Treſtern ſtehen zu laſſen, Herr Val- court, von dem oben die Rede war, hai dem Agri cultur- Raty des Miniſteis des Innern die Methode vorgelegt, die ſeit Kurzem in dem Meurthe- Depar- tement eingeführt iſt, um den Weinmoſt an den Tre- ſtern ſiehen zu laſen. Sie beſteht darin, daß man ſtatt einer Kufe, Fuder oder große Fäſſer anwendet, die gewöhnli< 4 Hecioliter halten, und deren man ſic) ionſt zur Aufsewahiung des Weins in den Kel- lern bedient. Man exſpart dabei nicht nur die Aus- gabe für die Kufen, die außer der Zeit der Weinleſe unn"68 ſind, ſondern man hat auc keinen fo großen Raum nöthig, und verbeſſert die Weinbereitung. Man bringt in der Gegend des Spundioe dur Holzleiſten von 1 Decim, Dicke, und 15 Centim, Breite, die in einer Entfernung von 30 Decim. von einander aufgeſtellt ſind. Man kann ſie mit Keilen, die man in die Zapfen eintreibt, wel- die durd) die Fuge der eniſprechenden Holzleiſte ge- hen, nach Belieben, feſt zujammendrängen. Tig 3«+ Tonne von verlängerter Form, Man bedient ſich derſelben in dex Lombardie zum Trausport des Weins auf Karren, Tig, 4- Eine Bank zum Aufſtellen klei»- ner Fäſſer. Man|tellt kleine Fäſſer mit Cſſig und andern Flüſſigkeiten darauf. Fig. 5. Cine kleine Kufe ſür die Wein- leſe. Man beſtimmt ſie in Bordeaux zum Transport der Weinleſe auf Karren; ſie iſt» Meter tief, hält im obern Durchmeſſer 1 Meter, und im untern 8 Decim. Fig« 6. Cin ſchmales Faß, Man bedient ſic deſſelben zur Aufbewahrung des Eſſigs, des Biecs, des Weins, und der gebrannten Waſſer. Die ODefſſnung, welche der Spundzapfe aufnimmt, iſt durch eine Erhöhung gebildet, die man an dem da- zu beſtimmten Bret geſpart hat, Fig. 7. Ha>meſſer zum Durchſchneiden der Weintreſter, Man gebraucht es im Depar- tement der Sironde. Die Klinge iſt 3 Decim, lang, das Hohleiſen derſelben 2. Die größte Breite deſſel- ven beträgt 14, und die kleinſte 20 Centim, Die Handhabe iſt 7 Decim, lang. TuT er ein Loc) an, worein man einen gewöhnlichen Spundo zapfen fügt. Che man die zerquetſchte Weintrauben in das Faß wirft, ſo legt man, um ſie leichter zu- ſammenzuhaiten, einen Trichter auf die Oeffnung, und füllt das Faß, wobei man aber Acht hat, eine Leere von 26-- 30 Gentim,. übrig zu laſſen. Alsdann ſchließt man es mit dem Thürchen, und hält das Spundloch offen, damit die entwickelte Luft das Faß nicht ſprengt. Nach vollendeter Gährung zieht man den ſüßen Wein durch den Hahnen ab, und öffnet alsdann das untere Thürchen, Man mmmt nun die Treſter heraus, um ſie auf die Kelter zu bringen, und füllt dann, nacy Reinigung des Faſſes, den neuen Wein ein, Man wird den großen Vors theil dieſes Berfahrens leicht einſehen, wenn man bedenkt, daß ſowobi die Qualität als die Quantität des Weins in dem Verhältniß zunehmen, als die Verdunitung des ko lenſauren Gaſes vermindert wird, | das durc) die Sährung entweicht, Die Verdünſtung -<<<<<= unmememmemegnbemmmeetre rl <<< nrg-=--- 3.2422- orn BERTIE: Klimt II EIIIE 2.- ' des Weins. Sie beſieht aus Dauben mit eiſernen dur) ein bloßes Spundloch iſt faſt unmerklich, wäh- rend die auf der Oberfläche einer großen offenen Kufe ausnehmend beträchtlich iſt. Man könnte diefe Verdün- ſtung ſelbſt noch dadurch vermindern, daß man in das Spundloch eine Klappe, oder einen Regulator, an- brächte, der ſic) nur dann öffnete, wenn die Menze des Gaſes zu ſehr zuſammengedrückt wäre, Fig. 2- Cin Küferklöyfel. Dieß iſt ein, in einem Keller ſehr nothwendiges Inſirument. Cs iſt 2 Decim. lang auf 3 Centim. Breite, Die Hand- habe hat eine Länge von 4 Decim. Fig. 3- Eine Schrotleiter mit einem Drehkreuz. Sie beſteht aus zwei Holzſtüken, die mit zwei Aufſäten verſehen ſind, weiche ein Dreh»- kreuz faſſen. Wenn man Weinfäſſer in einen K«lier ſenken will, ſo läßt man ſie mit Hälfe von Seilen, die man durch Umdrehung des Drehkreuzes nachläßt, die Treppe binunter gleiten. Man ſtüzt dieſes In- ſtrument gegen die Mauer, Fig. 4 Scrotleiter mit Sproſſen. Man legt ſie auf die Kellertreppe, um die Fäſſer daran hinuntergleiten zu laſſen, und zu verhindern, daß ſie fich nicht an den Treppen durch Aufſtoßen beſchädigen. FiqQ. 5- Sccleifenartige Schrotleiter, Sie leiſtet den gleichen Dienſt, wie die vorige, und iſt 13 Decim, lang. IUR ad 44550 Fig. 1- Schleifkanne zum Umgießen Reifen. Die Schnauze iſt öfters mit Ciſen beſchla- gen, ſo wie der zum Tragen dienende Henkel, Die- ſes, in Paris ſehr gewöhnliche, Inſtrument iſt ſehr feſt, und zu dem genannten Zwecke ſehr bequem. Fig. 2. Hebepumpe zum Umfüllen des Weins. Man taucht den Körper der Pumpe in das Faß, das man entleeren will, und den Zuſatz A in dagjenige, das man füllen wil. Man ertheilt der obern Röhre des Zuſatzes nad Umſtänden eine größere oder geringere Länge. Je nachdem die Ent- fernung der Gefäße mehr oder minder beträchtlich iſt, wird der untere Theil des Körpers der Pumpe mit kleinen Löchern durchbohrt. Fig. 3. Schleifkanne zum Umfüllen des Weins. Dieſes Gefäß von Blech, das die Form einer Gießkanne hat, iſt im Departement der Giron- de gebräuchlich, Cs hat 22 Centim. Höhe, und 19 Centim, in ſeinem mittlern Durchmeſſer. Nim. är Ein Dandfaß für den Eſfia. Dieß iſt eine kleine Wanne mit ihrem De>el und einem Hahnen. Man bedient ſich derſelben zur Aufs- bewabcung des Cſſigs. Fig. 9. Ein wannenartiger Trichter. Er beſteht aus Dauben, die mit Reiſen verſehen ſind, iſt länglich, und in ſeiner Mitte mit einer Röhre € 25 von Schwarzblech verſehen, Fig. 6. Ein Juſtrument zum Kläcen oder Schönen des Weins. Man bringt dieſes Inſtrument durch tas Spundioh ein, hält es dabei an dem Ring, bewegt es hin und her, um den Weiu, den man geſchönt hat, wohl umzurühien. Es beſteht aus einer, 7 Deeim. langen, eiſernen kleinen Stange, die am Ende mit einem Büſche! von Rofyaa- ren verſehen iſt. Der Ring hält 7= 11 Centim. Man bedient ſich dieſes Juſtiruments in Bordeaux, Fig. 7. Ein doppelter Rechen, umdie Weintrauben abzubeeren. Man bringt das Sitter Figur 8. auf eine Kufe. Man wirft nun die Weintrauben darauf, die man mit dem Rechen um- hertreibt. Die beiden Theile des Rechens, die man bei Fig. A darg:ſtellt hat, ſind durch zwei DOuers- ſtu>s mit einander verbunden. Die 5 Centim, lans- gen Hähne müſſen am Grunde breit genug ſeyn, um nicht in die Maſchen des Gitters einzudringen. Die Handbabe iſt in geneigter Richtung mit dem Rechen verbunden,. Fig. 8. Gitter zum Abbeeren der Wein- trauben. Gs beſieht aus einem achte>igen Raho men mit auſſtehendem Rande, der am Grunde mit einem Drathgitter verſehen iſt. Die Maſchen müſſen hinreichend groß ſeyn, um den dickſten Weintrgubeno. beeren den Durchgang zu geſtatten. SG 2a 8 00 Fig. b.- Tragförmiger Trichter, Dieß iſt ein kleiner Trog mit einer Röhre in ſeiner Miite, und mit zwei Füßen an ſeinen Enden, welche auf dem Umfang des Faſſes ruhen. Fig. 7«- Cine Wanne mit einem Henkel zum Umfüllen des Weins. Sie hat an ihrem Grunde 4, und an dem obern Theil 3 Decim, Durdo- meſſer. Jhre Höhe iſt 23 Centim. Fig- 8- Cin Handfaß in Form eines Tönni- ger Spieß durch denſelben, der an ſeinen beiden Enden hervorragt, und der. ſich auf den Rändern des Ofens aufſtüzt und umdreht, Der Ofen iſt auf 4 eiſerne Schafte aufgeſezt, die durch Ouer- ſtücke mit einander verbunden ſind. Auf der vor- dercn und hintern Seite iſt er mit zwei Löchern ver- ſehen, um der Luft Eingang zu verſchaffen. Man trägt ihn mittelſt zwei Handhaben, die an ſeinen beiden Enden angebracht ſind, von der Stelle. In- nen iſt ein Roſt angebracht, zur Unterſtüzung der Kohle oder des Holzes, Er ſteht auf 4 Füßen, die ihn einige Centim. über dem Boden erhalten. Fig. 2. Cin Dämpfer für die glühenden Kohlen. Dieß iſt ein Cylinder von Schwarzblech mit zwei Henkeln zum Tragen, und ein Dekel A. Die Becker bedienen ſich dieſes Inſtruments, das in Landhaushaltungen zum Auslöſchen der glühen- den Kohlen des Baofens gebraucht werden kann. Man braucht zu dem Ende nur mit dem Deckel zu ſchließen, wenn die Kohlen hineingeworfen ſind. Man macht es, je nac) dem Bedarf, größer oder kleiner. Tig. 3. Scuüreiſen zum Hervorziehen der glühenden Kohlen aus dem Ofen, Der Haken dieſes Inſtruments iſt eine eiſerne Klinge, Nur ein Theil der Handhabe iſt von Holz. Fig 4- Eine Feuerſchaufel. Sie dient ST af el; Kohlen von einem Ort zum andern, Auch zum Hinwegtragen des Unraths. Sie iſt von Schwarz» ble&, mit drei hervorſtehenden Seiten und einer Handhabe. Ftg. 5. Ein Ofen von gebrannter Erde, Er hat an ſeinem untern Theil einen Aſchenbeerd, über welchem ein Roſt angebracht iſt, und an ſeinem Umfang Löcher, um der Luft freien Durchzug zu geſtatten, Dieſe Ofenſorm iſt zur Verbrennung der Kohle gut ausgedacht und eingerichtet. Er hat zwei Henkel zum Tragen deſſelben, Man bedient ſich deſſelben in Paris, Fig. 6. Feuerbund von Sandſtein, Der Sandſtein, der die Wirkung des Feuers ſehr gut aushält, wird in Rom zur Verfertigung von Feuer- hunden benüzt, denen man die unter dieſer Figur angegebene Form ertheilt, Dieſes Hausgeräthe könnte in unſern größten Landhaushaltungen mit Vor- theil gebraucht werden. Tig- 7- Ein käſtht ſie mit einem Tuch, oder einer Ueberde>e, Dadurch wird die Leinwand leicht tro>en und warm. , die in en bellt, eſe Gefäge anz gelinde tt in ihrer | fg 19 ein, die en Flüſſige | Man dei € eine um als in den en, Dieſe , und ſind ) die Lands wünſchen, iſt 12 Drei eite von 5 die Böſche en Kohlen (die Leins mit einen wird die mE rn 42974 7; A. 25 39.977) Alerc/rzuer ZL 14/020)| R zzz<< iI<< Bad 77 | | | ene nR AIG SSER AE Ai 1 igitt eä 7 " j === 11111) HEHEIBEEN|| IT'>- ICH""|/| F=| NWWB| Un TTT NNN ji HI 4 WW.| B4 2 Ältsc ligten| | ZE|;| ===]: |) a LMU 4 (10|)= 1/ AN Sa meme..? Wag Zu Per LLLLUTY| HUNN NIN | NU zr WZ | een WAERE Ne zu ſpalten. Man trifft in einigen Ländern mitten auf den Feidern, große Steinbloöe, die nicht nur bei der regelmäßigen Pflugarboit hin- dern, ſondein ſelbſt einen Raum einnehmen, der ei- nen Crtrag liefern fönnte, Man kann die Felder von dieſen Steinmaſſen entledigen, und ſie ſelbſt zum Landbauweſen benügzen, wenn man ſie in ziem- lich regelmäßige StüFe ſpaltet, die alsdann auch leicht zu transportiren ſind. Man ſprengt ſie in einigen Gegenden durc Umgebung mit Feuer, oder dur? Schießpulver, Dieſe- Methoden erfordern Aufwand, und bringen nur unregelmäßige Maſſen hervor, die zu mehreren Bauanwendungen nicht paſ- ſend ſind. Die Methode die Steinblö>e durd) Spaltkeile zu ſprengen, beſteht darin, eine Furche von 10 Centim. Breiie, und 10=- 12 Tiefe, Fig. 2, 2, 3 zu bilden, wenn man die Crde, welche die Steine umgiebt, abgeiöſt, und mit Kohle die Die gezeichnet hat, die man den Ginjchnitten geben will. Man hölt dieſe Furche bis zu der Tiefe von 5= 6 Centim. mit der Spizhaue Fig. 3 aus, und endigt ſie mit der unter Fig. 2. vorgeitellten. Man legt alsdann gegen die Wandungen der Furche, bis zu einer Entfernung von 1X=- 2 Decim. Scheiben von Sc einſchiebt, das man mit einem Keil feſt macht, wie unten Fig. 8 zu ſe- hen iſt, An das Holzſtük fügt man mit zwei Zapfen eine krumm? YPandhabe, die zur Leitung und Hin- und Herbewegung auf der Fußbodenplatte eines Zimmers dient, um die Oberfläche derxtelben eben und glatt zu machen. Man bedient Ji) dieſes Werkzeugs in Italien. Fig. 9- dies Thons uſw. an ſeinem untern Theil mit einem eiſernen Reif umbunden ,- und oben mit einer geneigten Handhabe verſehen iſt. Man gebraucht ihn zum Zerſtoßen von Gyps, von Thon, um mit demſelben Waſſecrbehäl- ter u, f. w, auszuſchlagen, Fig. 10, Ein Keil mit ſeinem Hand- griff. Wenn man ſchwer zu ſpaltende Steine, Baumklöße, oder andere ähnliche ſchwer zu ſpal- tende Körper hat3 ſo hält man die Keile, welche zu dieſer'Operation dienen, mit einem StoF, deſſen Spalie durch zwei Bande gefangen iſt, Fig. 11. Kalkſe. Die Zeichnung liefert den Durchſc, der Glies bei Perpignan gemacht wurde. Man pflanzt in beſtimmter Entfernung Holzpfeiler in einen Fluß, einander in dem Verhältniß gegenüberſtehend, als die Breite der zu errichtenden Brücke erheiſcht. Dieſe Pfeiler vereinigt man durch DOuerſtücke, welche den Boden der Brücke tragen, und vereinigt ſie mit zwei ändern ins Kreuz geſtellten Balken, deren oberes Ende ſich an das Ende der Ouerſtücke und das untere Ende gegen zwei beinahe in gleicher Höhe mit dem Waſ- ſer ſtehende Pfeiler ſtuzt, Tig- 3. Scaukelbrüden aus einem einzigen Bret, Man kann ſolche Brücken über ſchmale Bäche anlegen, Man pflanzt zu dem Ende| 55-2, mitten ins Waſſer vier Pfoſten, die ein Querſtu> tragen, das etwas höher geſtellt wurde, als die bei- den Ufer des Bachs, ſo daß das die Brücke bildende Bret ſich blos auf das Querſtü> und eines von den Ufern ſtüzt, und eine Schaukel darbietet, über welche das Vieh nicht zu gehen wagt. Fig. 4. Treppenartige Brü>ke, Man errichtet dieſe Brücken auf Canälen, damit geladene Schiffe durchfahren können, oder auch in Luſt- gärten, zur Hervorbringung einer maleriſchen Anſicht. Man hat den Durchſchnitt dieſer Brücke mit ihrem Geländer dargeſtellt. Bei A iſt ſie von vorn bes trachtet, N einn:t e2 a f.24 Fig. 1 und 2, Brücke aus rohen Stei- nen. Die Fig. 1 ſtellt den Plan und Fig. 2 den Durchſchnitt ihrer Erhöhung dar. Dieſe Brücken, die eben ſo dauerhaft ſind, als ſie geringen Aufwand erfordern, können bei Leitung kleiner Waſſerſtröme von großen Nußhen ſeyn. Man bildet auf den bei- den Seiten des Waſſers mit Steinen von verſchie»- dener Form Mauren, deren Ausdehnung mit der Breite im Verhältniß ſteht, die man der Brücke er- theilen will. Man legt auf dieſe Mauren lange ſteinerne Platten, deren Zwiſchenräume man mit klei- nen Steinchen ausſtopft. Das ganze bedeckt man mit Erde; man legt alsdann ein Pflaſter an, und endlich pflanzt man in jeden Winkel der Brücke ei- nen Gränzſtiein. Dieſe Brücken können eine Breite von 1== 2 Meter haben, je nach der Länge der Steine, die man zur Verfügung hat. Wenn ſie gut gebaut ſind, fo bedürfen ſie keiner Ausbeſſerung, Fig- 3. Ein alsBrücke dienender Bo- den. Man eriichtet ihn aus ſtarken Dielen, und benüzt ihn in einigen Pachthöfen in der Gegend von Paris zum Uebergang der Karren in die Felder, ohne den Graben ausfüllen zu müſſen. Man fährt ihn bis an die Stelle, wo man ihn gebrauchen will, mit Hülfe von zwei Ringen, an welche man die Häng- ſeile der Pferde fügt, Fig. 44 Eine von zwei Pfoſten un- terſtüzte Brücke, Man kann über einen Bach von gewiſſer Breite mittelſt einer langen Diele eine feſte und ſehr wohlfeile Brücke anlegen. Man pflanzt zu dem Ende in der Breite des Bachs zwei Pfeiler ein, auf welcken werden auf Canä- len oder in Luſtgärten angelegt. Der Bau derſelben iſt einfac<, und durch die Anſicht der Zeichnung leicht zu erfennen, Fig. 6; Brücke zum Uebergang über kleine Waſſerſtröme, Man braucht zu dem Ende nur große Steine in den Strom in beſtimmten Entfernungen aufzuſtellen, und von einem zum andern lange und platte Steine zu legen. Fig. 7- Brücke mit doppelter Leiter, Man trifft dieſe Brü>ken an den Canälen von Ve- nedig in ſolchen Gegenden, wo der Ueberganz ſelten beſucht iſt. Man legt eine Diele auf zwei vertikal an beiden Uſern des Tanals eingepflanzte Pfeiler, und bildet ein Geländer mit zwei Stangen und einem Querſtü>. Man ſteigt mit Hülfe von zwei Leitern, die an die Enden der Diele angelehnt ſind, hinauf und herunter, Cine Seite der Leiter iſt mehr. verlängert, um den hinauf und herunterſteigenden Perſonen eine Unterſtühßung zu gewähren. 1 Auerſiig ALS Die feb ie bildende | Üneß bon bietet, Über iE Oy nit geladen h in Auſb k verbunden, und an ihrem Ende mit 3 großen abgeſtumpften und glat- ten, und 14 kleinern Gabeln beſezt ſind. Jn der Mitte iſt eine Diele von der doppelten Länge der übrigen angebracht, die als Deichſel dient, und auf den Prozſchämel eines Zugwerks, Fig. 2 geht, mit welchem ſie mittelſt eines Stri>s verbunden iſt, der an das eiſerne Beſchläg der Deichſel angefügt wird. Nachdem die Ochſen an dieſe Vorrichtung geſpannt, und die Garben rund auf einer Tenne autgebreitet ſind, ſezt man nun die Maſchine kreisförmig in Be- wegung, ſo daß das Cade der Gabeln, indem es auf dem Stroh ſchieppt, das Korn ablöst. Die als Deichſel dienende mittlere Diele hat an dem Theil, wo ſie mit den andern Dielen ver- einigt iſt, eine Länge von 9 Decim,, und 10 an dem Theil, wo ſie iſolirt ſieht; ihre Breite beträgt 26=- 30 Centim. Die größte Breite der ganzen Dreſch- maſchine beträgt 17% Decim.z die beiden Seiten ha ben bis an den Punkt, wo ſie anfangen, ſich zu ver- ſchmälern, eine Länge von 46 Centim. Die Die der Dielen beträgt 5 Centim.: Die 3 großen ei- ſernen Gabeln haben eine ganze Länge von 50 Centim,, und die 14 kleinen von 25* Centim. Derjenige Theil, welcher bei den großen ſowohl, als bei den kleinen die Gabel bildet, hat eine Länge von 8 Centim, Jeder Aſt dieſer Gabel hat eine Breite von 3 Centim., und bietet einen wirklichen Zwiſchenraum dar, deſſen Erundfläche 2x=- 3 Centim, beträgt, Cs wäre von Nutzen dieſe Maſchine in Frankreich und anderwärts zu verſuchen, da ihr Bau einfach, leicht und wohlfeil iſt. 'Fig. 3. Cin ſteinerner Dreſchflegel. Er beſteht aus einem dreieckigen Stein, deſſen Grund- fläche einen Meter lang iſt, ſo wie eine auf dieſem Grund errichtete ſenkrechte Linie, Seine Die be- trägt 12 Centim, Die, 3 Met, lange, Deichſel iſt Z-weyte Man| legten Baumſtämmen errichtet und wie bei gewöhnli- Fig. 1+ Cin Getreidemagaziti, bedient ſich dieſer Magazine an einigen Orten in der Schweiz. Man pflanzt Pfoſten in die Erde, auf welche platte Steine getegt werden, worauf man als- dann die Magazine zur Aufbewahrung des Getreides errichtet, Die Mauren werden aus übereinander ge» 0 F 081 mittelſt eines Zapfens an den Stein geſügt. Man befeſtigt das Ende derſelben an das Jod) der Ochſen, und treibt auf dieſe Art den Stein über die kreisför» mig ausgebreiteten Garben. Dieſes Dreſch verfahren, obſchon es weniger vollkommen als das vorige iſt, wird gleichfalls auf den Appeninen häufig ange- wendet. Fig. 4 Ein Flechtwerk zum Dre- ſchen des Mais, Dieß iſt ein hölzerner Rahmen, auf den man Latten nagelt, ſo daß rautenförmige Zwi- ſchenräume bleiben. Die Länge deſſelben beträgt 15 Decim., auf 10 Breite. Man legt ihn auf Geſtelle, wenn man die Maiskolben dreſchen oder die Körner von denſelben ablöſen wil. Man trifft dieſe Voro richtung im Königreich Valencia. Fig: 5. Cin aufgefaßtes Sieb zum Schwingen des Getreides. Die Gabel, an welcher das Sieb befeſtigt iſt, hat eine Höhe von 17 Decim., mit einer Ausbiegung von 9 Decim. Ein Arbeiter hält dieſe Gabel vertikal, und ſchüttelt ſie hin und her, während ein anderer das zu ſchwin- gende Getreide einſchüttet. In Jtalien gewöhnlich. Fig. 6-6. Schwingwanne für das Ge- treide, Sie iſt aus Weiden muſchelſörmig gefloch- ten, und mit zwei Handgriffen verſehen, die zum Halten und Scutteln dienen. Man bedient ſich der- ſelben zum Scywingen des Getreides und anderer Sgamen, Fig. 7- Ein Stohkorb zum Aufbewah- ren des Getreides. Er iſt aus kreisförmig ge- wundenem Stroh verfertigt, und mit Weidengerten zuſammengefügt. In Toskana haben dieſe Körbe eine Höhe von 1= 1x Meter, auf 8= 10 Decim. Durchmeſſer. Das Getreide erhält ſich vortrefflich darin, wenn man es nur ſorgfältig bede>t. Der Gebrauch derſelben könnte auch kleinern Güterbeſi- bern zur Auſbewahrung, nicht nur des Getreides, ſon- dern auch der Bohnen, und anderen Saamen ſehr nüßlich ſeyn. Ta Fel, t. Man bringt eine Thür an, zu der man mit Hülfe einer Leiter gelangt, und bil- det Abtheilungen mit Bretern zur Aufnahme des Getreides, Das, in diefen Magazinen aufgehäufte, Getreide iſt darin gegen Feuchtigkeit und Inſekten

    von einem Regen überraſcht zu werden, wo man einen Schober auseinander macht, deſſen Ge- treide man dreſchen will, ſo wie die durch) den Trante- port verurſachte Koſten, haben in England zu dem Ge- danken Veranlaſſung gegeben, den Schobern eine längliche Form zu ertheilen, die man leicht nac) Be- lieben verlängern kann, und eine bewegliche Scheune zu errichten, die man an eines von den Enden des Schobers anſügt, und die zum Dreſchen des Getreides dient. Dieſe Scheune iſt auf einem Boden errichtet, der auf ſechs Rädchen ruht, Sie iſt aus leichten Bretern zuſammengeſezt, und mit einem Strohdach verſehen. Aus dem Plan B erhellt, daß ſie in zwei Theile zerfällt; einen, worein ein Theil des Schobers eingreift, und den andern. der zum Dreſchen beſtimmt iſt. Die Arbeiter nehmen die Gaben in dem Maß, als ſie in ihrer Arbeit vorrücken, und ſchieben die be- wegliche Scheune, ſo wie ſie den Theil verarbeitet haben, den man unter die Scheune eindringen ließ. Leztere dient nog zur Bede>ung des Endes der Schober, wenn man Urſache hat, einen Regen zu fürchten. ehe man ihn bede>t bat. Fig. 3. Ein Gerüſte zur Errichtung von Getreideſe Stäbe aufgeöängt ſind. Im ſüdlichen Europa errichtet man kleine Schober, die einige Centim, di> mit zuſammengekneteter Erde bede>t werden. Fig. 5. Ein Hanfſchober, Man verwahrt in Catalonien don geröſteten Hanf, durch Aufhäufung in runden Schobern, von kleinen Durchmeſſern, und dur< BedeFung mit Ageln, wie aus der Zeichnung erhellt. Fig. 6. Ambos zum Scärfen der Si- Hel. Er iſt in der Mitte ſeiner Länge mit vier ei- ſexrnen Bändern verſehen, die ihn hindern zu tief in die Erde einzudringen, wenn mit dem Hammer dar? auf gearbeitet wird. Er iſt 1 Fuß lang, und ſein Scheitel hat 5 Centim, nach allen Richtungen, Fig. 7- Hammer zum Schärfen der Sicheln. Er iſt 26 Centim. lang, und ſein Kopf hat ZE Ceontim, in allen Richtungen. Die Handhabe iſt 3 Decim lang,! Fig. 8. Schlotterfaß(Cofun), Dieſen Namen erhält ein cylindriſches Gefäß von Blech, worin die Schnitter die Steine verwahren, mit wel- hen ſie die Sicheln ſchärfen, Sie hängen es mit einem Haken an ihren Gürtel, Dieſes Gefäß hat 5 Decim, Durchmeſſer„'und 20 Länge, Fig+« 9% Form des Steins, der zum Weßen der Sicheln dient, Fig. 10. Hafen, womit man das Stroh en an|| von den Schobern herunterzieht, Man ge- dieſer Bänder zwei eiſerne Zapfen an, welche in die' braucht ihn in einigen ſüdlichen Departementen von Frankreich, Der Stiel iſt 12 Decim,, und das Eis- daß dadurch ein feſter Boden gebildet wird, worauf| ſen 37 Centim, lang. 1 Ein uf )| fie den, auf leidt ten, 3 man GS Oltoh om, May Stroh, und » In Detey M ſüdlichen nige Contiy, tw eden, !an berne hit Auf fhäufur neſſern, un) un er Zeichnung 8 der Gl, mit biet dls 1 zu fief iy Dammer Das 19, und ſeln ngen, itfen die dd ſein Rey ie Handhole 1), Dieſtt von Blech, 1, mit wb en es mit efaß hat 3 der zum 8 Stroh Min gew nenten von d das€ Sc, Sie hat eine Länge von 38 Centim. das eiſerne Beſchläg mit eingerechnet, Fig. 7- Scuüppe. Man bedient ſich der- ſelben zum Augſchaufeln der Erde aus Löchern, in welche man Bäume vflanzen will. Zur Crleichterung dieſer Arbeit giebt man der Handhabe eine Länge von 5 Decim.z; der platte, am Ende abgerundete Thel derſelben hat eine Länge von 25 Centim,, und 21 in ſeinec größten Breite. Fig. 38.'- Kleine Schuppe. Sie beſteht aus einer eiſernen Klinge, die ſich an der Mitte ih- rer Höhe, A, in zwei Theile theilt, und worin das Ende der ſchaufelartig geendigten, und concaven, andhabe B befeſtigt iſt. Die Handhabe iſt 8 Decim, lang3 ihr 26 Centim. langes Cifen verlängert ſich in zwei zungenartige Fortſäte von 20 Centim., die zur Anfögung dienen. Die Breite derſelben iſt 14 Centim: Man bedient ſich dieſes Juſiruments zu verſchiedenen Gartenarbei en, Fig, 9- SGimfwil mit angenagelter und umgefrümmter Handhabe. Site iſt von concaver Form, und dient in dem Departement der GSironde zu verſchiedenem Gobrauc, Fig. x00 Schaufel mit einer knieför- mig umgebogenen Schaufelſtüße. Dieſes, im ſüdlichen Frantreich gebräuchti die Inſtrument bes ſteht aus einer Handhabe, die in die obere Oeffnung der Klinge dringt, und dort mit zwei zungenattigen Fortſäten befeltigt wird. Der Arbeiter ſtäzt ſeinen Fuß auf die in das Hohleiſen gehende und auf die | Klinge ſich auſſtüßende Schauſelſtüße. Taf el Fig. 2- Haue mit durcern des Bo- dens bei kleinen Anpflanzungen, Tig. 2: Eine Gartenhaue. Man bedient ſich derſelben in der Segend von Paris zu leichter Umloderung der Erde um Pflanzen, zum Autjäten des Unfrauts, und zum Auflockern der Erde um Kax- toffelpflanzen, Die Klinge hält 15 Centim, in ihrem größten Durchmeſſer. Fig: 3. Hak>e mit ſchaufelartiger Klinge, Man bedient ſich derſelben in dem De- partement der Sironde zum Bauen der Weinreben, Die umgekwmmte und 13 Decim., lange Handhabe bildet mit ihcer Klinge einen Winkel von 14 Gra- den, von der Mitte der leztern betrachtet. Sie hat eine Länge von 36 Centim,, und 25 in ihrer größten Breite, Tig- 4- Cin Haken mit drei Zacken. Er wird hauptſächlich zum Faſſen des Düngers, und zu ſeinem Aufladen auf Karren gebraucht, Tig. 5» Ein Haken mit zwei Zähnen. Er dient zu gleichem Gebrauch, wie der vorige, Fig« 6. Cine Gabel mit drei eiſernen Za>en. Man braucht ſie zum Faſſen des Düngers und zum Aufladen auf Karren 3; in einigen Gegenden auch zum Umarbeiten eines thonigen Bodens, 2. 7 phalen zum Abſchneiden von Wieſen- und Heide-Na» ſen, die man zum Düngen des Bodens verbrennt, gewöhnlich, Jig. 7+ Hane mit dreie>iger Deffnun&g Man bedient ſic) ihrer in Portugal zum Umbrechen eines ſteinigen Bodens, Fig. 88 Haue mit concaver Klinge. Sie dient zum AufloFern der Eide um Pflanzen und Wurzeln. Das Ciſen bildet mit der Handhabe einen Winkel von 40 Graden. Die Klinge iſt rund- lim, und etwas concav. Mean ectheilt ihr größere oder kleinere Durchmeſſer. Fig- 9- Große Haue mit rundlichem Eiſen. Sie wird in mehreren franzöſiſchen De- partementen getroffen. Die Klinge bat eine Länge von 3X Decim., auf 2 Breite. Tat 21 Fig. 7« Ein Ha>e mitſigem Eiſen, Man bedient ſich ihrer in Deutſchland zum Pflanzen des Kohl83. Man macht die Höhlung mit einer Hand, und pflanzt mit der andern. Man bennzt ſie auch zu andern ähnlichen Arbeiten, z. B. zum Felgen. Die Handhabe iſt nur zX Deciw. lang. Fig. 9% Dreizac>kige Haue, Man bedient ſic) derſelben in mehreren Ländern zum Umarbeiten eines thonigen Bodens, zum Ausrotten des Oueckens- graſes, und zum Auflockern der Erde, Die Hand» babe iſt 7 Decim. lang; die Za>en ſind von Eiſen und 23 Cent, lang, Die mittlerere Entfernung der einen von der andern beträgt 9X Centim, Fig- 20. Kleine Haue mit zwei Zäh»- nen, und einer Keilha>e. Man bedient ſid) derſelben in einigen Schweizer- Cantonen zum Anbau der Weinreben in felſigem Boden, von| bedien bn 6 DeideRy Verbren, ſun h Umbrecen Klinge, Pflanzen Handhabe It tündy vt größer dlihen chen Des ins Ränge nd[am (ben zum marbeiten inen M6 e tectin ndem der fen, Eiſen, Pflanzen nit einer m begüjt „B, zum „lang, x bedient marbeiten Dueren ie Hand on iſet nung det oi Zh jent ſich n Anbau He&en und Verzäunungen. E rv. ſt.e 35.0 f0.:1: Fig. 3. Eine He>e mit ineinander ge-! ter A.) Man pflanzt auf die Mitte dieſes Hügels flo werden. Auf dieſe Art nehmen ſie wenig Raum ein. Fig: 2: von Erde mit Pfeilern, zwiſchen welchen Braunbeer- ſträuche gezogen werden, Sie beſtehen aus einer Mauer von Erde mit Böſchung und mit Ra- ſen überzogen, worauf eing Reihe von Pfeilern ge- pflanzt wird, zwiſchen welchen man Braunbeergeſträu- de. Man bildet zum Schuß der Heenpflanzungen, in der Grafſchaft Durham in Eng- land, eine Echöhung von 3 Decim,, in der Breite von einem Meter, indem man ſich dabei der Erde bedient, die man durch Aushöhlung von zwei Grä- ben erhält,(S, den Durchſchnitt dieſer Anlage un- Zw. eyÖte Eine mit einer Mauer, mit| FiF. 1+ Erde, oben mit einer He>e, und mit ei- nem Graben geſchloſſene Verzäunung. Dieſe Art von Verzäunung iſt vorzüglich dann vor- theilhaft, wenn man Pflarzungen vor äußern Anfäl- len ſchüßen will, da die lebendigen He>en nie ſchnell genug wachſen können, um eine undurce mit Dornpflanzen transverſal gekrümmt. Wenn die unter der vorigen Figur beſchriebene Hee zu einem Alter von 5-=- 6 Jahren gelangt iſt, ſo ſchneidet man abwechs- lungsweiſe einen Stamm zwiſchen zwei andre bis zu einer Höhe von 8 Deeim. ab; hierauf haut man die kleinen Zweige der übrigen Stämme ab, und biegt ſie mittelſt eines an ihrem Fuße gemachten Cinſchnitts zu 25 Graden um, Dieſe Stämme werden nun in dieſem Zuſtand an den Pfeilern, und an ein oberes Ouerſtuck befeſtigt. Fig« 5» Verzäunung mit Banumz wei- gen, die mit OQuerſtüc>ken unterſtüzt ſind, Man zieht ſolken iſt leice hinkommen ſoll, eine Reihe von Dornſträuchen, und bede>kt ſie an einem GC. X..5 ihrer Enden mit Erde, die man durch das Anle- gen des Grabens erhält. Fig. 3. Berzäunungmiteiner Mauer im Grunde eines Grabens. Dieſe Art von Vorzsunung trifft man an großen Gartenanlagen, wo man ſich eine Ausſicke gepflanzt iſt. Die Mauer iſt 13= 14 Decim. hoch; die He>e iſt 3== 4 Decim. unter ihrem Gipfel angelegt, Man braucht ſie nicht zu beſchneiden. Man extheilt ſowohl der Mauer als | der Erde an der Grundfläche eine Breite von einem Meter. Fig."6. Verzäunung mit einer Bruſte lehnmauer, Man errichtet im Grunde eines Gta? bens eine mit Platten bede>te Mauer, bis zur Höhe der Aufſtühung, wo man ſich alsdann die Ansſicht auf ſchöne Umgebungen bewahrt, ohne dabei ein Un- glück befürchten zu dürfen, wie es der Fall bei einer mit der Erde gleich hohen Mauer wäre. Fig. 7«- BVerzäunung aus einer dop» pelten Böſchung, zwei He>en und einem Graben beſtehend, Die Böſchung hat an ih- rer Grundfläche 24 Decim, 3 dieſe Verzäunungen werden mit der Zeit ſehr ſtark, aber ſie nehmen eis uen großen Raum ein, Fig. 8: Ein Damm, der als Verzäu nung und als Weg dient. Solcen bepflanzt. Man legt auf beiven Seiten Gräben an, um das Austco>nen des Bodens zu erleichtern, und den Ablauf des Waſſers zu beför- dern, > eemeeteratennr EE wor ic dL EZ| N<3RQ| ' XS| (IV ZS|| WW|| | ZY|| x ? X|| | Y|| | V=|| | N(ZZ=Z| | ET| N|| .|| ;| | | | ' | | dr "NE 0 [7 F SCH SRE PNEU TEE RISI GORGE EDI I RPRETE 2405000 = FENEN Sn ZIT una SURG 102 DERE Bei 20- enn? ze. an- BER mg ei 2 oe- aeg*5%.=. du BEAL az; SEIS: 1000, Md „BGE tee 14 Ag ae 74 „517 774 F'yrndten 11777 vp M0 WUZ ZE 2% 5 GEROCOOS 5| NDONOLHOD L ai mes er amn ZY EEE 7. -» q 6 ſ | L> eller| j W |"" QK vn Lii" T in j ANE VW CNN UNDEN HUNW- 00 DH 6ENU"E wa y -===z6; >“ 8. x N 3 ci. a. 21-200 Guam 8 6 äl g x M.>: Zutat ve RE ei a RN ZUE']» nenen 19 1110 i ) 1 SATT PSU EFA 47 m" 31 A Be eeewemmnmbigw er a zz.= zz---r u H D ER de AIDS wu | qußt fie 4 2 E: KREIS 157 ju der Rü ;; EIE MIE nige tüm mals Duntte | WoL. Jey ) yß Wumf; | imo Ninge Oy doppelte | yy, won dD | febit eine dh | vm Zunrhol) |(hoben werde Wint, wie! ;|| jihs, WII| Wiht aus ei Wſehnen R6 4 Wbildet if, 6;| Guhelwalzen N) fe mit Wyn angeht Wh. 1, |. LIN) Der (NIN We dpf j|:.: GIII M jebogeng |- 2 Ih anfing Mi-;;:!| Nenn 4 j;. d CS"MEAN: dis iH PB; Eggen and Rechen. = x eRE LIED mn= DX BE be Fig: 1- Egge ovhne Zähne. Sie beſteht aus einem Doppeirahmen, von ſtarken Holzleiſten in beliebiger Größe; mit zwey Ringen zum Anſpan- nen. jahr, um alle Erdſchollen auszugleichen und die Erde feſter an die Wurzeln zu drücken, ſie hier mehr an- zubäufen, damit ſie ihnen zum Schuß vor zu ſtarker Austrocknung durch die Sonne diene. Tig. 2 Krumme Doppel-Egge. Man braucht ſie auf gepflügten Felderyn. Durch die der Figur der Kämme(zwiſchen den Furchen) gleichför- mige Krümmung ihrer Querhölzer, können die Zähne in alle Punkte der Oberfläche eingreiſen, auf die ſie, immer zwey Kämme zugleich) berührend, nach und nach herumkommt, Beyde Cggen laufen, durch zwey Ringe verbunden, parallel neben einander. Eine doppelte Kette verbindet“ie vorn mit der Wa- ge, woran die Pferde geſpannt werden. Hinten findet eine ähnliche Verbindung durch Strike mit ei- nem Querholz ſtatt, mittelſt deren ſie gelenkt oder gehoben werden kann, um das Unkraut, was ſich an» gehängt, wieder los zu machen, Fig. 3. Egge mit Stachelwarlzen., Sie beſteht aus einem viere>ichten, mit eiſernen Spiken verſehenen Rahmen, wovon ein Theil beſonders abgebildet iſt. Innerhalb deſſelben ſind noch zwey Stachelwalzen angebrac der Arbeit, geſtellt, Man braucht ihn in England, um die Felder von allem Geſicbh zu ſäus bern, das Heu auf den Wieſen 2c. zuſammen zu rechen, Fig: 5. Rechen mit einer Leiſte zum Heurek grade ſo. viel ausſchneidet, als man ſtehen läßt. Man bedient ſich deſſelben in einigen Gegen- den des ſüdlichen Europa. um gewaſchenes und wieder auf der Tenne troXen gewordenes Korn umzuwenden, Fig. 5. Rechen mit Hand-Riemen. Man braucht ihn in Schweden zum Heumachen und 2 3* zum Ucberrechen des gepllügten Bodens, damit ex von allem Geſtröh und Unkraut geſäubert werde. Fig« 6. Ciſerner Rechen mit beſon- ders angenieteten Zähnen. Cr beſteht aus ei- nem Stück Ciſen, woran die Zähne genietet wor»- den, und wird zu Gartenarbeiten in der Gegend von Rom gebraucht. Fig. 7- Eiſerner Rechen, deſſen Zähne aus einem Stuü> gearbeitet ſind. Gebrauch wie beym vorigen. Fig: 8. Langzähniger Rechen, Der Stiel iſt 2 Schuh lang, der Kamm ES, die 10Zäh- ne ſind 25 Schuh lang. Man braucht ihn in Va- lencia zum Ausgleichen der Erde und Augheben der Queen, ut aime SEEN jp 17% vet von 0 NW hinloy Th 3: 1140) mör Rau "4 iw. Dat me! iferde Zadun 490; fuprt 1m po Smetberlt et(imm Ehm 1a, 1008 leid) y„0 hinter 8 M Julie nict vy) nyo Im vf mehr Ar (land an Die 14) 01, um die "vy m Rummt hlt, und das vow Hofetigt 1 Kniung zw ſche! 0 chen Blaiber Whrlten Des| (hy, ibenfalls wu fg WI] und eite yy, die viel 14% Bird 2, Ra Grinfohler M, d, Pei ün eb, ing 00, Ahr gemein EM] 1". Ie fnet hh in) ent D; vt Munehme IN mit Batten ( Een€ eer es 4, damit N E werde, it beſon Öeſteht aud 3, genietet Wot der Geen) ſen Zihn ), Gfftuuf het, H » die 103ih t ihn in Ny nd Aufheben Maſchinen zum Fortſhaffen. Siebente Fig. 1“3. Karren mit Kaſtengeſtell. Anſicht von oben Fig. 1,, von der Seite Fig. 2., von hinten Fig. 3. Der obere, breitere Rahmen ver- ſtattet mehr Raum zum Aufladeu, ohne daß die Räder hindern, Hat man ſchwere, aber nicht viel Raum bedürfende Ladung, ſo kann man den Rahmen ab- nehmen; führt man Getreide, ſo verhütet der Kaſten jeden Körnerverluſt, Der Kaſten hat den Fehler, mit ſeinem Schwerpunkt zu weit nach hinten zu liegen, was leicht abgeändert werden kann, Da, bey zwey hinter einander geſpannten Pferden, bey- der Zuglinie nicht gleich ſeyn kann und die Laſt des zweyten in eben dem Maße zunimmt, wie das erſte mehr Kraft anwendet: ſo brachte man in England an die Ende der Räderachſen eine Rolle (A) an, um die ein Seil(B) geht, deſſen eines Ende am Kummt des hintern, in der Gabel ge- henden, und das andre am Kummt des Vorder- pferdes befeſtigt iſt. Dadurch entſteht eine-Wech- ſeiwirkung zwiſchen beyden Thieren, ſo daß, wenn eins ſichen bleiben will, auf ſein Kummt durch das Fortſchreiten des andern ein Druck entſteht, der es nöthigt, ebenfalls fortzugehen, wenn es nicht will Achte Fig. 2. Karren mit leichtem Oberge- ſtell und weitem Fachwerk zum Laden ſolcher Dinge, die viel Raum einnehmen, 3. B. Stroh, Reiſig 2c,- Wird von einem Pferde gezogen. Fig. 2- Rad mit 5 Löchern, an den eng- liſwärts gezogen werden, Ein Haken(A), deſſen eines Ende am Kummet befeſtigt iſt, das ander? aber in einem Zapfen an jeder Gabel eingreifi, zeigt an, welches von beyden Pferden, und um wie viel es zurück bleibt oder voraus iſt, Fig. 3. ſieht man, wie der Rahmen durch Zapfen und Schrauben am Geſtell befeſtigt iſt. Die Räder ſtehen nicht ſenkrecht, ſondern laufen ſo, daß ſie oben weiter aus einander, unten näher bey- ſammen ſtehen. Dieß wird dadurch bewirkt, daß die Enden der Axen von der horizontalen Richtung abweichen. Den dadurch entſtehenden Winkel zeigt die punktirte Linie an. Fig. 4. Karren, auc< als Shubkarren zu brauchen. Er kann wie jener fortgezogen, oder auch, wie dieſer, vor ſich ber geſchoben wer- den. Im erſten Fall erleichtert man ſich gemeinig- lic< die Arbeit durc) ein umgehängtes Tragband. Die Seitenwände können nad) Belieben wegge- nommen, oder mittelſt Schließen und eiſerner am Untergeſtell angebrachter Bänder 2c,, feſtgeſtellt werden. Tafel aufs Kaſtengeſtell aufgeſezt und mit Schrauben be- feſtigt, in beliebiger Verlängerung, um darauf leich- tere und voluminöſe Dinge zu laden, WMittelſt des eiſernen, durchlöcherten Bügels(A) kann man ihn noh hinten mehr oder weniger niederlaſſen, je nach- dem man den Zapfen höher oder niederer ſte>t, Die daneben angebrachte Kette verhindert, daß er nicht ganz umſchlagen kann. Mittelſt jenes Bügels kann auch, auf eine in der That ſinnreiche Art, nac vollendeter Ladung, der Schwerpunkt fixirt werden. Am Ende der Deichſel iſt das Joch fär das Ochſengeſpann. Er iſt in England zu Siroh-, Heu-, Getreide- und Dünger-Fuhren allgemein im Gebrauch. Fig, 5» Gede>ter Karren, um darin Frucht und andere Lebensmittel, die nicht naß wer- CS 3 den ſollen, zu verführen; in Bel gien übli. Dad| Vorder-Rad iſt gemeiniglich kleiner als die hintern, und Seiten ſind mit Leintüchern überzogen, die mit ODelfarbe angeſtricgen worden. Fig. 6. Dreyrädriger Karren, Das Nen ute Tig: 2- Schubkarren mit Wanne, die mit 2 eiſernen. Haken auf demſelben befeſtigt iſt, Die Handgriffe ſind höher wie gewöhnlich geſtellt, damit weniger Hebung und Anſtrengung nöthig iſt. Fig. 22 Schubkarren mit höchſt einfa- Hem Geſtell. Drey DOuerhölzer verbinden die Tragſtangen. Zwey Füße geben durch leztre, ver- einigen ſich unterhalb unter einem ſpißen Winkel, verlängern ſich oberhalb aber weit auseinander lau- fend; ſo daß ſie zum Widerhalt dienen und doch ziemlich viel Raum zur Ladung leichter Dinge ver- Ratten. Fig- 3. Gewöhnliche Tragbahre für iMwere Dinge. Fig- 4- Tragbahre mit Gittergeſtell, zu Stroh, Heu, Klee, Wurzelwerk 26. Seine Are läuft in einem bogenförmigen Geſtell, wird in der Gegend von Brügge zum Miſtfabren gebraucht. TI 63f.2026 Fig. 5. Schubkarren mit Fachwerk. Zu Abkübhl- Geſchirren(alcazarras) mit Trink- Waſſer, das man in Alicante zum Verkauf herum fährt. Fig. 6. Jn der Pariſer Gegend gebräuch- licher Schubkarren, Der Kaſten iſt mit den zwey Tragſtangen verbunden, erhält durc) Doppel- Leiſten an den Seiten noc< mehr Feſtigkeit und wird durch zwey Fuße geſtüzt, Das Hinterbrett iſt etwas höher, um das Geladene feſter zu balten, Die Achſe iſt von Eiſen. Fig- 7- Langer Schubkarren mit Vor»- der/ und Rücklehne, auc) zum Schuß und beſ- ſern Halt des Aufgeladenen, Jn Paris ſchafft man damit Heu, Stroh 2c. fort. Zuweilen wird auch noch zwiſchen den Rädern eine Lehne anges bracht, damit ſich die Ladung nicht an jenen reibe. (5 | * Rp 17 „jem en vans De B ug det fe . M u zu beyden (iy un) verb! j fen Mi pfl eder Sc jn Aole bat man, obetha „ww En 1] Selle, hy über DIe ji und(nde Ww fit fefthä at dem Lere wi gefüllt! 0) des Debt uſs des Dr (imad über 3 Fg, 2% Jmmngögt 16-8 3 pden ſoll, Pp 36 Ohlagban Ws Debelt, Gewicht, da iht, die 6 Fig. 1 (08 Duerl (iht der 3; Arben in Biſſers 4 | Übſeit "ht, J Vg die Hinton, jen Geſel 1 Miſifahux werf, 3 lnb Wiſe, erm führt, nd gebräuh, Iſt mit din rh Dop eſtigkeit und 7 zu balken, 1 mit Dey uß und bj aris ſhift weilen wi) Lehne ah jenen 1), Wäſſerungs-Maſchinen und Werkzeuge. SedhHsSste Fig. 1 Ziehbrunnen mit Schwengel in Form eines Schlagbaums, Zur Beſchleu- nigung des Waſſerſchöpfens mit wenigerer Anſtren- gung dient folgender Mechanismns. Man errich- tet zu beyden Seiten des Ziehbrunnens zwey Pfo- ften und verbindet ſie oben durc ein Querholz, auf deſſen Mitielpunkt ſich um einen Zapfen ein Hebel oder Schwengel bewegt, der an jedem Ende eine Rolle hat. Aus beyden Pfoſten gehen nach innen, oberhalb des Brunnens zwey Arme, heraus, an deren Cyden fich ebenfals Rollen befinden. Zwey Seile, jedes an einem Eimer befeſtigt, lau- fen über die Rollen der- Arme und des Schwen- gels und enden an jedem Pfoſten an einem Pflo>, der ſie feſthält. Zieht man nun das eine Seil mit dem leeren Eimer hinab, wird zugleich der an- dere gefüllt herauf ſteigen. Die Länge der Seile und des Hebels müſſen im rechten Verhältniß zur Tiefe des Brunnens fiehen. Der Schwengel muß etwas über& länger ſeyn, als der Brunnen tief iſt, Fig. 2- Haue zur Ziehung der Wäſ- ferungsgräben. Das etwas gekrümmte Siſen ißt 6-8 Zol lang und ſo breit, wie der Sraben werden ſoll. Fig. 3- Pumpbrunnen in Form eines Schlagbaums. Man beſchwert das eine Ende des Hebels, der die Kolbenſtange trägt, mit einem Gewicht, das in gehörigem Verpältniß zu der Tiefe ßebt, die er zu erreichen hat; wodurch dieſer Brun-| Giebente Taäatel. Fig.%1- Zapfen-Schüße, In der Mitte eines Querbalkens, der auf einem Pfoſtenwerk ruht, geht der Zapfen CA) durch, der mit ſeinem runden Kolben in ein Loch paßt, und hier den Ausfluß des Waſſers aus dem Fluder(B3 ſperrt. Von der Teichſeite her, wird ein durchlöchertes Brett ange- bracht. Man ſieht es hinter dem Zapfen. Fig»: 2- Schüßbe mit gewööhnlichem | Tafel nen ſehr. leicht zu regieren wird. Wan findet dieſe Einrichtung häufig in der Schweiz, Fig. 4- Nivellir-Zirkel, Die zwey höl- zernen Schenkel ſind oben mit einem eiſernen Stiſt verbunden. An ihrer Mitte bringt man durc Stif- te einen beweglichen Maßſtab an, mit regelmäßiger Einthei!lung. Oben vom Cirkel läßt man ein Bley- lotb herab gehen. Will man eine Gegend niveli- ren, ſo ſezt man den Cirkel auf alle zu regulirende Punkte ein, gibt das verlangte Niveau an, und bezeichnet die Stelle mit Pflö>ken vder Pfählen von entſprechender Höhe. Man wünſcht 3. B. auf ei- ne Länge von 4 Sc feſt gehalten. Fig. 3. Fünfzinkige Haue, mit langer, hobler Duülle, um darein einen langen Stiel zu ſtecken, womit dann Holzſtücke, Steine 2c, aus Waſſerbehäl- tern geſchafft werden können. Fig. ä&- Schuüße mit einzelinen beweg t E-2-- in ÄT 1? ] 4 ' an Gs lichen Brettern, deren keines mit dem andern verbunden, ſondern jedes für ſich in den Falz zweyer gegen einander über ſtehender Pfoſten ſo eingeſcho- ben iſt, daß man es mittelſt der angebrachten Ringe, nach Belieben, höher heben oder ganz wegnehmen und das Waſſer mehr oder weniger durchlaſſen kann, Fig: 5. Ein ſackförmiges Garn zum Ausfiſchen des Unraths aus dem Waſſer, An die Dülle eines eiſernen Ringes kommt ein lan- ger Stiel, An die Löcher des Rings iſt das ſack- 2.) förmige Netz befeſtigt. Dieß Inſtrumeut iſt in Ho l- lan d im Gebrauch, Fig. 6- Ein Hebel-Shüße, Er bes wegt ſich zwiſchen zwey Pfoſten, und iſt oben durch eine ſenkrechte Kette mit einem oben in den Pfoſten beweglichen Ouerholz verbunden. Durch ein Loch des leztern wird der Hebel eingeſezt, durc& den man mit leichter Mühe Kette und Schüßen heben kann. Fig. 7- Gewöhnlicher Schüße, durch ei- nen Ring leicht aufzuziehen und bey Wieſen-Wäſſe- rungen gebräuchlich, 4 1, ap, wonn 1) ve fun, u aper amgidt8 y auderdrüd myfn ſol. Ph 2 Wen IJ ve eier 4 mehr d 14 Arafelſen WM ITD, Uh, Ii, Im Wanzungen hin Holz 11 Schuh " Entfern zit Reihen Mh: "Wm verſd möfallen, "mit Ra Oſon mit M Oibtauch by ww G . WDe Wer N iſ in deb 8 Uh ft oben tard nden Phy urch ein 2 urch den Mit heben fürn, 18€, duch 4) Vieſer-Biy Fis- 3+ Pferde-Wegpußer, mit einer Gabel, worin ein Pferd oder Eſel geſpannt wer den kann, um ſo die Sänge zu reinigen, Mitteiſt zwzyer angebrachter Handhaben kann ihn der Acrbei- ter niederdrü>en, wenn er tiefer in den Boden eingreifen ſoll. Fig« 2. Wegeiſen mit Rad. Im We- ſentlichen iſt es eben ſo eingerichtet, wie Nr. 1.; nur erleichtert ein vorn angebrachtes kleines Rad no< mehr die Arbeit. A gibt die Seitenanſicht des Kraßeiſens und der Schraube, womit es be feſtigt wird. Man tiifft es häufig in den Pariſer Gärten. Fit» 3. Wegeiſen mit Rad für ein Zugthier. Dieß kann an einen Ring geſpannt werden, der am Ende des Baumes angebracht iſt. Achte Tig« 2. Furchenzieher mit zwey Spi- ben, um damit Parallel- Linien zu reihenweiſen Pflanzungen zu ziehen. Er beſteht aus einem Srück- und ſtellt die Töpfe darauf, welche die Ableger aufnehmen ſollen, Ee in 02: Zugleich befindet ſich an demſelben ein Rad, das höher oder niedriger geſtellt werden kann, je nach- dem das Eiſen flacher oder tiefer eingreifen ſoll. Lezteres iſt an einem OQuerholz befeſtigt, von dem ein Geſtell ausgeht, miitelſt deſſen die Maſchin2 geleitet werden kann. Man braucht es zur Zeritö- rung des Unkrauts und zum Anhäufeln der E:de in den Zwiſchenräumen der reihenweiſe geſezten Pflanzen. Tig. 4 Wegeiſen mit gabelförmigem Stiel, welches der Arbeiter vor ſich her ſchiebt. Fig: 5. Wegeiſen mit gewöhnlichem Stiel, wird, wie das vorige, gebraucht. Fig: 6. Gekrümmtes Wegeiſen. Dieß zieht der Arbeiter zu ſic? hin, Tafel. Tig. 5. Stürze von Eiſendrath zum Schuße einzelner Pflanzen gegen Thier» Beſchädi- gungen. Fig. 6. Eine aus Glastafeln zuſam- mengeſezte Glod>e, zu ähnlihem Zwe>, Das Verhältniß des Durchmeſſers zur Höhe iſt, wie 42*3- Mittelſt eines Glasthürchens kann friſche Luft eingelaſſen werden, Fig. 88 Eine gewöhnliche einfache Glasglo>e von gleichem Durchmeſſer and zu gleichem Zwe, in den Pariſer Gemüßgärten ge- bräuchlich. Fig. 7« Ein Weidenkorb zum Scuß der Pflanzen gegen die Sonne. Seine Verhältniſſe in Höhe, Breite und Oeffnung richten ſich nach den Pflanzen. Er kann au mehr oder weniger durch» brochen werden, Mit den 3 Füßen ſtellt man ihn feſt, GEL) JJeunte Fig. I. 2» Töpfe zu Ablegern unten und an der Seite offen- A und B Fig 1. ſind die Durchſchnitte von Fig. 2, die mittelſt eines Draths verbunden werden. Die Theilung läßt freyere Hand beym Ablegen. Die Größen- Verhältniſſe richtet man nach Bedarf ein. Fig. 3« Ebenſo, aber ohne die große Seiten- Oeffnung. Tig. 4-+ Orangerie-Kaſten, 2=-3 Schuh im Ouadrat, mit 3 Zoll hohen Füßen, Fig. 5. Eben ſo, aber eine der Seitenwände ) GS. 0er pflanzung vornehmen will. Beſeſtigt wird ſie wie- der durch eiſerne Ouer-Riegel. Fig: 65,8..Zwey Töpze zu Ablegern mit Henkeln, mittelſt deren ſie an Bäume feſtge- bunden werden, Fig. 8. ſtellt den Durchſchnitt dar, Fig. 7- Schale zum Durchlaſſen der Sämereyen, mit Löchern, 3=- 4 Zoll hoh, 7 oben und 5 unten im Ducchmeſſer.' Fig. 9, 10. Abſenker-Behältniß an einer Seite offen. Die Oeffnung 2 Zoll breit, 3 ho<. Der obere Durchmeſſer 1 Schuh, der untere 7=8 Zoll, Die Höhe 3-4 Zoll. Dient, kann weggenommen werden, wenn man eine Ber-| um mehrere Abſenker auf einmal zu machen. x 5 SEE IN I6 DIAET SEN EIE RUEE ZE H„zur"Boct Zt [BZ ZZu Wird ſy Wy 1 Ab leer Bäume fey Urbſhnit dr Hlaſſen der: Zol hed,| FS hältnij I" ) 2 Zo bl, Schub, m 5 3, Die,| Nahen, GE ZzZZ=ZZA08 EZ Wot A r7rrfrfr7z7zZZzzZzZ=Z=ZZ== EEN<< 4 EIR ZIIE; rl 4 „Lgyger 2/71 dd RFechen 5:22//5 N a Wa--. e? WO OW UM zw m MMW|="LAG ID===-+- Z CAISSE TAI 74 N// »« 2 HST (ID =S WW RIT IEE // 0) + y Y | | | / = (000 | TIC S--<<.-- IT T j 4 " „a || B-------= |<< ZZ 77 1 | <<<== x Gürtrzerert lm dm 1. | | | EIE ie| 1| 2% Y PAN XNKA NNZ PEN NWR ANWEN , 4( W„ y|| N MD 7- G---=-= N| GT INES Dd' 1 W| KE SIR-| nN 47<== jd MIT| Y<=<<<==zZzZZT| MERTEN ai a wr“ p| KIN„ſy CNN|=-'€ WENSENDOSENOON y; ANDKÜNTE NN NUNN u RATTEN = GETTE "| df i-- E Boapan: a“ Miueezeirennttn% ee, F=“ oarn af inten wennn dü- MIE... «Zie <= nn», EE AE 7<<<<= NSE ZZ REZ S-- SRE zZ „Atan»

    k. Man bringt eine Röhre zur Ableitung des Rauchs, und eine Oeffnung zum Anzünden des Feuers durch einen gemauerten Kanal an, der ſich nach außen mündet, und dort mit ei- nem Thärchen verſchloſſen wird. Iſt der Lehm ret gut ausgetrocknet, ſo wird er alsdann dadurch ge- brannt, daß man ihn heizt, anfänglic<) mit ſehr ge- lindem Feuer, das aber nach und nah verſtärkt wird, Fig. 2 Ein Gartenhaus mit einem Bienenſtand. Im Gartenhauſe bewahrt man ge- wöhnlich Inſtrumente und Gemüſe auf. Man kann aber auch deſſen Obertheil nod zu einem Bienen- ſtande benußen. Man erhöht die Vorderwand und bringt in derſelben von 2=- 2X Zoll kleine Oeff- nungen ins Gevierte, an, gegen die man von in- nen das Flugloch der Bienenſto>e ſtellt. Man läßt Eilfte Fig. 1. 2 1. 3. Cin Schupfen auf dem Viehhof. Dieſe Abbildungen ſtellen ſeinen Grund»- Aufriß und Durchſchnitt dar. Das Vieh muß.möglichſt in freyer Luft bleiben, aber zugleic) gegen ſchlechtes Wetter geſchüzt werden, Cs härtet ſich dadurch ab und wird nicht ſo leicht krank. Der Hof bildet ein Viereck, Fig. 1., deſſen Hälfte mit einem auf drey Säulen ruhenden Obda verſehen iſt, Fig. 2. Der Hof iſt mit einer Mauer eingefaßt und hat zwey Cin- gangsthüren, Fig. 1 u, Z« Tig. 4. Gine Raufe für die Schafe. Man bringt an den Mauern des Schafſtalls die ge- wöhnlichen Raufen in vertikaler Stellung, unten mit einem Breterboden, und mit dem nöthigen Raume zur Aufnahme des Futters. Dicht an dieſen Raufen befeſtigt man kleine Tröge, worin ſich die Futterab- Iwevter Band« Achte Lieferung HE 00.28. 28.207 E00. 1.0 1. das Dach ſo weit vorſpringen, daß es dieſe Oeff- nungen gegen den Negen ſchüßet. Man ſieht auf dieſe Art in mehreren Gegenden Deutſchlands die Bienenkörbe in Dachkammern aufgeſtellt. Die Schwei- zer ſtellen diXung von Mauern. Man giebt ihnen die Breite der Mauern, deren Obertheil man vamit verwahren will. Da ſie ineinander geſchoben ſind, ſo halten ſie um ſo feſter. Man trifft dieſe Vorrichtung in Toskana an. Fig. 60. Ziegel in der Form eines S. Man bedient ſich derſelben zur Vede>ung von Mauern und Dächern, indem man ſie auf die unter A abge- bildete Urt ineinander fügt. Sie ſind ſeit einigen Jahren in Paris im Gebrauch. Fig. 7+. Concave Ziegel zur Bede>ung. Sie bedecken einander mit ihren Enden, und ſchüten die damit bedeckten Mauern ausnehmend gegen Regen und allmähliges Cindringen des Waſſers, Fig.&- Bretcnen. Hierauf trüge man eine zweyte, und auf gleiche Art eine dritte Schichte auf, uad das ſo lange, bis das Leder nicmts mehr einſaugte. NU D- Nivellir-Zirkel. An dem oberen Winkel dieſes 6-- 8“ langen Zirkels iſt ein Seil auf der hinten nicht ſichtbaren Seite ſo angebracht, daß es von ver Mitte beyder Schenkel frey ausläuft und durch ein angehängtes Gewicht herabgezogen, einen Winkel bildet. Wird dieſer durchs Seil gleichſchenf- licht gebildet, ſo hat man genou das Niveau, kann auf dieſe Art das Fallen oder Steigen des Bodens erfennen und bie Nivceſtirung für irgend eine Waſſer- leitung bewerkſtelligen. Fi. Gewöhnliche Viſirſtangen, Sie ſind bald länger bald kürzer, oben iſi an ihnen ein 5“ breites und 3“ hohes Täfelchen befeſtigt, und Sedhste Fig. 1 1Ü. 2. Schlagbaumartige, ſich felbſt bewegende Pumpe. Die Cinfachheit dieſer Maſhire, und der manchyerley nüßliche Ge- brauch, welcher von ihr gemacht werden kann, ver- anlaßt uns zu ihrer Bekanntmachung, obſchon wir ſie niemals in Thätigkeit geſehen haben. Sie hat von der Aufmuniering83ef-lUichaft in London dei Preis erhalten. Sie beſteht aus einem gewöhnli- hen Pumpeaſtiefel mit einem Schnabel G, mit welchem man die Röhren in Verbindung ſezt, welche das Waſſer an den Ort ſeiner Beſtimmung leiten ſollen. Die Stange, welche den Stempel trägt, iſt mit einem dichten Metallcylinder C, von einem Gewicht von ohngefähr 120 Kilogrammen(249 16.) verſehen. Dieſer foli ein Gegengewicht ſür den Eimer D bilden, und den Stempel wieder nieder drücden, wenn der Cimer geleert worden, mittelſt des Schlagbaums B, der auf der einen Seite durc) eine Kette mit dem Stempel und auf der andern durch eine Stange mit dem Eimer in Verbindung ſteht. Zu lezterm wird das Waſſer ſo geleitet, daß ſich derſelbe allmählig dadur< füllt, alsdann ſich ſenkt, und durd) dieſe Senkung den Stempel der Pumpe emporziebt. Ein im Boden des CEimers angebrachtes Ventil öffnet ſich mittelſt eines an dem LQuecholz EL angebrachten Strids dann, wenn der Eimer beynahe den Boden erreicht hat. So wie ſich derſelbe entleert Hal. fOSNTeLQUZer durc) das Gewicht des entgegengeſezten Cylinders wieder auf, das Ventil ſchließt ſich wieder, der Eimer fällt ſich 3 horizontal in zwey Felder, ein weißes und ein ſchwar? zes, getheilt. Man braucht ſie zur Beſtimmung der Nivellirungsypunkte FI0 0: CHM Waſſerfang, in vem man das Waſſer abfließen laſſen vder Zz rud- halten kann, Er beſteht aus vier Bretern und einem Thürchen in einem Gewinde an einem det boy den Enden. Man ſtellt fie unterhalb dex Dämm? auf, welche gegen das Austreten der. Flüſſe und Räche ſchüpen ſollen. Wenn das Waſſer gegen den Damm zurückfließt, ſo drückt es auf das Thurdzen, und verſchließt daſſelbe. Wenn das Flußwaſſer nie- drig iſt, ſo iuchen die Gewäſſer, welche durc) den Damm zurückgehalten waren, einen Abfluß, dringen in dzu Waſſerfang, Ööfſfuen das Thuürchen und fließen ab. Dieſe Vorrichtung ſicht man in Eng» land. Tarre ls von neuem, und die Pumpe wird beſtändig in die- ſer W-chſelbewegung erhalten JA Rad mit einem Seile. Dieſz Maſchine kommt ganz mit der von Verra, 0, dem Erfinder oder Nachaimer, der ſie? einige Jahre vor der Nevolution in Frankreich bekannt machte, überein. Die hier beſchrieben? beſtand ſchon dreyßig Jahre vor jener Zeit, in einem Franzisfanerkloſier der Stadt Vinares in Catalonien, wo ich ſie in Thätigkeit geſehen habe. Site beſteht aus einem Rade C, von 16 Decim,(33 Schuh) Durch- meſſer, auf dem ſich ein Seil C dreht, nachdem es über zwey Rollen gelaufen iſt. Die eine dieſer Rollen liegt bey D, unmittelbar unter dem Rad, und das andere tieſer in einem Brunnen, der durch E bezeichnet iſt. Dieſes Rad iſt in ein Breterge- bäus eingeſchloſſen, S- AA. Siß- 4. im Durm: ſ, der mit dem andern Ende um die Walze läuſt, und dreht man dieſe um, ſo wird ſich, indem ſich der Strick aufrolt, der Hebel immer mehr herunter ziehen und preſſen,| Fia. 4... Eine Brüike mit zwey. Räd- <4en. Dieß iſt ein Boden mit zwey kleinen Räd» &en, deſſen man ſic) in den Straßen von Paris bedient, um bey angeſchwelittem Negenwaſſer troc>- nen Fußes über die Straße zu kommen, Nur ſelten gebraucht man die kleine Unterlage auf der den Rädern gegenüberſiehenden Seite, Ea bel: findet ſich zwiſchen den beyden Preßwänden. Die Preſſung erfolgt mittelſt eines Querholzes A, das man mit Keilen BB herunterdrängt, welche in die Oeffnung der Seitenpfoſien eingezwängt werden, E Ehe man die zu preſſende Subſtanz in den Trog bringt, legt man die beyden Rollen C, und hier: auf das Bret, das mit Löchern durchbohrt iſt, auf ſeinen Boden, bringt darauf das, was gepreßt wer- den ſoll, und darüber das Bret B, und preßt, nach- dem man die Holzblö>e F aufgelegt hat, In dor S<< weiz gebräuchlich. Fig. 2- Stampfen zum Zerſtoßen des Stechginſter. Dieſe Maſchine, deren man ſich in einigen Theilen der alten Bretagne bediente, um die Stechginſter(ulex europaeus) zu zerſtoßen, beſteht aus zwey oder drey ſtarken Pfoſten, die man in die Erde befeſtigt und gegen eine Mauer ſtuzt, und. mit einem Dache von Bretern zum Schuß des Arbeiters gegen den Regen bede>t, Die Pfoſten ſind an ihren obern Enden mit einander verbunden, und durc“ ein Querholz feſtgehalten. Zwey ſtarke, kegelförmige Stampfen, die an ihrem Ende mit ſchneidenden Klingen verſehen ſind, werden an ein Duerholz anbefeſtigt, das oben mit einem Seil ver»- bunden iſt, Der Urbeiter ſteht auf dieſem Querholz, hält ſich an dem Seil, und läßt nun die Stam- pfen durc) abwechſelndes Treten mit den Füßen auf- und niederſteigen. Auf dieſe Art zerſtößt er die Stechginſter, die in einem freisförmigen Holztroge zz 2) liegen. An ſeiner Seite hat er einen Haken, mit dem er die Stechginſter umwenden kann, ohne her- abſteigen zu müſſen. Er ſteigt auf die Maſchine mitielſt einiger an einem der Pfoſten angebrachten Sproſſen. Tig. 3. Eine Senfmühle. Die Mühle beſteht aus zwey Mühlſteinen, innerhalb eines höl- zeinen Sefäßes, die mit einem Sto> A in Bewe- gung geſezt werden. Dieſer iſt mit einem ſeiner Enden an der Zimmerdecke, und mit dem andern in einem an der OberfläGe des obern Mühlſteins angebrachten Loche befeſtigt. Der untere Mühlſtein C ruht auf dem Boden des Gefäßes; während ſich der obere B auf dieſem dreht, Der leztere iſt mit einem Loch: durc ertheilt, in eine Art von Teig verwandelt werden. Damit dieß deſto leichter geſchehe, gießt man in das Loch etwas Waſs» ſex oder Cſſig ein. Der Teig geht alsdann durch eine Fuge und durch ein an dem Gefäß angebrach- tes Loh hervor, und in ein darunter geſtelltes Ge- fäß über. D ſteht den DeFel dar, den man auf die Mühle legt, wenn man ſich derſelben nicht bedient. 0 STEN NNN | NNN | | MES LE RALE ere RE EE RI Sa GERE ISI IGES* CSS GIII E EE |- T -» 70 . DEER| | | it 2473 WWW Zundurtkechuhke Ceobdacde GELL zz eam FETTES NTI NINT 'e:<====<== NEE MZS 0076(011171 ZSS 11(ZZ et ITIM MK HKB) KN ji nun. DID Sneed FES NN 1)"| Ju Jl JN|| Ny Jl WW|)|| RE 240 EM WE 2 055' I Ps 77| DEE LAD ASTE DAL DIED | FOO 0000000 00000000040000100 6BVOSVOUSENSHHHONNNACA IA EEE| | I O0= |? 106 ih| al WWW y 1 x: 4 y N t| ? M t 0 W X y vn ve y YM N jh: WM M WERZ Y WU Z, uud zwitler: Laqtlr Ae Gelbtide LL Aal nei NI 7 100 NN IMM(u (0007171) 07) DNM(M) |: ene€ EISERNEN Gn TTI zr" Mas Samer ul -.|| ji"M- |) 0000(557 0 M M(a| DUM NN„nm| | n(OT M E0YZeU 2 ORAL Gi JH M 1 11000 1 ET 1 ve | | 4| " jp F|( |' (| | ( | N 4 WALE WasJcmer T= aezzapfiiteneniiigcnihtidennmigenendin..]ciin | 24.27 T March 7L1ert| ZZ ii1/ ZZ, ZZ Mashunert SE EEE| (ah) (3 Sammlung von Maſchinen, Inſtrumenten, Geräthſchaften, Gebäuden, Apparaten 1. 4. für landwirthſer- Werkzeuge und landwirthſchaft- liche Einrichtungen. Taf, 1+ 2« 3« Thiere, Taf, 3. 4+ 5. Milchwirthſchaft. Taf. 1. 2» i Stuttgart und Tübingen, wder TIG Cotta'ſhen Bi handiuns. == ei. 8a TT 4 AEI NEE" EEE Enie,> un af inen nenne dM; 04 diem guiilt „> ien Fig 4 R-. 5 AE FLR a aldrrbe HELI RE Mie: H = 2752 US, em Wbrttwerzn eg ZER ae Ie=S>> A. L"="/ We" Ne,„ee == Z=>“=== ie ZIMT QOF u BLIEITER Rowe ae FÜ Frede - Zz“ ZZ RES N= WET=< SIS IZ u R IGE== KES NATE= Ir=== 452.2 - EE 7 EZ=>„ZI-<2 u a Da 2==>=. 2 1 LILI d=>== Ss.=<=> Z> Zz ECD za u... 3 Z< ; WERE FENEN TD=> 5== | aun u IIIS ieren EEE bauen, ur ÜEEN n N Genug liche Ginrichtungen. Ex 100 83 05 Fer 1 Tig: 4: WM Fur mM enzienper für ein Pferd. Er beſteht aus einem Geſte), an das mai! mittelſt einer Acdſe eine Gadeideichſel befeſtigt, Der hintere Theil des Geſtells hat ein? doppelte Handha- be, die durch eineu eiſernen Stab mit dem Geſiell feſt verbunden iſt. Man kann die eiſernen Zähne, welche die Furchen ziehen, durch deliebige Löcher enger oder weiter ſtellen. YLBiü man Kraut und Wurze!gewächſe in gleicher Werte pflanzen, ſo zieht ein Pferd zuvor das Werkzeug über das ganze Teld in gerader Linie hinauf, und durchſchneidet dieſe dann rechtwinklicht der DOuere. Die Ducch- ſchnitts-Punkte zeigen an, wo die Pflanzen zu ſte Fein ſind. Fig. 22 Ein Klöpfel zum Zerſchlagen ver Erdſc B an eine Seite deſſelben, und bringt nun den Hebel D in deſſen Ausſchnitt. Wenn er dadurch etwas über die Erde gehoben iſt,-ſo bringt man die Enden des Doppel-Hakens unter ſeinen Boden, Dieß fann auch mit zwey einfachen Haken geſche- hen. Man verfährt eben ſo auf der entgegengeſez»- ten Seite des Kaſtens, und zwey Arbeiter können ihn nun mittelſt ver zwey:€ täbe transportiren, Man kann auf ähnliche Art mit Stricken verſehene Haken C brauchen, oder blos zwey Stangen F mit einem Stri>, den man unter dem Kaſten durcen, um die zarten Pflanzen vor der Sonne zu ſchüßen, die man ouf dieſe Art weit verſchien kann, ohne daß ſie leiden, Fig. 3. Gärtner-Gurtel, Der Arbeiter bedient ſich deſſelben, um die Hippe, die Binſen zum Anheften der Baumzweige, und andere zu ſei» nen Arbeiten nöthige Inſtrumente darin. aufzube? wahren. Der daran befindliche Haken iſt 10==x2 Centim. lang. lem tu Gl---=- CE 225 Fig. 4- CGEine Hippe mit einem Hack- meſſer. Man bedient ſic derſelben in Toskana, und ſie iſt zur Ausführung verſchiedener ländlichen Arbeiten ſehr gut ausgedacht, und vereinigt den Zwe mehrerer andern Inſtrumente, Die Weingärt- ner ſZneiden mit der Spitze der Hippe Weinreben- zweige, und hauen mit dem HaFmeſſer vas alte Holz ab, WMan bedient ſich dieſes Inſtruments auch zum Zuſpiten der Pfähle, zum Reinigen der Bäu- me, zum Holzabhauen, zum Beſchneiden der Oel- und Mautbeerbäume, u. ſ. w. Sogar lo>ert man mit dem flachen Ende der Klinge die Erde auf. Die am Ende gekrümmte Handhabe erleichtert die Arbeit. Fig. 95. Baum-Sceere, Die Handhaben ſind 25 Centim. und die Klingen 28 Centim, lang. Die mittlece Breite verſelben beträgt 3 Centim. Fig. 6- Der Schutz-Blumentopf. Ein gewöhnlicer Topf, dem aber die eine Hälfte fehlt. Man ſc<üzt damit zarte oder friſch geſezte Pſlan- zen gegen die Sonne.. Fig. 7- Der Spalier-Korb. Die Gärt- ner von Montreuil, in der Nähe von Paris, bedie- nen ſich deſſelben; ſie befeſtigen ihn vorn am Kör- per mit einem Gürtel, Nägel und Tuchfetzen, die ſie bei den Spalieren gebrauchen, ſind darin. Er iſt 15 Ceniim, tief, DY Irre Fig. 2- Heurecht. Man läßt den Flachs drei Tage lang ſo lie- gen, bis er anfängt ſi zu erhiten. Dieß wird man gewahr, wenn 8; mit der Hand in den Hau- fen hinein greift. Längſlens nach fünf Tagen nimmt man ihn auseinander, ſtellt die Bündel aufrecht, und läßt ſie ſo tro>nen, Fig. 3 und 4, Cin aus drey Theilen zuſammengeſeztes Geſtell zum Aufſam- meln des Heues, Wenn man das Heu mit der Fig. 3. Eine Gartenſen aufhängt. Fig. 10. Eine Hipve mit einem Ha- ken. Man bedient ſich derſelben in den weſtlichen Departementen zum Beſchrei den der Bäume und Hecken. Die Klinge iſt 3 Decim. lang, und 7 Cen? tim. breit. Die Dille hat eine Länge von 7 Cet- tim., und einen Durchmeſſer von 3= 4 Ceuntim, Der Häken iſt 13 Centim. lang, und ſeine Entfernung von der Klinge beträgt 4 Centim. Die Handhabe iſt bald 1, bald bi8.3 Meterlang: Der Hafen dient zur Entfernung der abgeſchnittenen Zweige, und zur Eino bringung anderer in vie Hecke, die darin bleiben ſollen, Fig. 11. Ein Gärtner-- Maßſtab. Er iſt 2 Meter lang. Die Enden ſind mit Metall be- ſchlagen, und auf einer Seite ſind die Decimals- Abtheilungen zum Abmeſſen eingeſchnitten, 3. 7 TO Ege oder dem doppelten Rehen zuſammengebracht und daraus kleine Haufen gebildet hat, ſo verei- nigt mant ihrer mehrere mittelſt des'Geſtells, das zuſammetigeſchlagen werden kann, und an deſſen Cnden mait zwey Pferde anſpannt. Die Heuarbeit und die Cinvringung deſſelben wird dadurch ſehr beihleunigt. Fig. 9. Eine Diſtelha>e mit ſchnei- vendem Haken. Sie iſt in einigen franzöſiſchen Departementen gewöhnlich, Die Klinge hat einen ſameidenden Haken und ein ſchaufelartiges Ende. Fig. 6. Cine Gartenhaue mit einer Klinge und mit Zähnen. Dieſes kleine Jn- ſtrument iſt zum Auflo>Xern des. Bodens ſehr gut eingerichtet, Auct kann man Unkraut und ſchädli- e mit einfa»- en an. Zu gleichem Zwe ſtl man im Janern Bänke, zum Schutz vor der Son» ne hin. Zuweilen ſind auc> Bäume vorhanden, an denen die SPupe>en hinaufkriechen können. Mar bringt ihnen täglich Blätter 2c. zur Nahrung. Wei- ber und Finder ſammeln dieſe auf dem Felde, und ſehon von Zeit zu Zeit nach, um ſolche, die allen falls entwiſcht wären, wieder in den Behälter zu thun. Fig. 2- Ein umgarnter Schaſpferch. Man pfercht auf dieſe Art die wandernden Heerden Italiens ein. Die Schäfer ſteken Pfoſten in die Erde, 7 Decim. ho< und 3 Meter auzeinan- der. Die Netze befeſtigen ſie daran mit 6 Mil- lim. langen Stricken, die oben und unten durch die viereckten Maſchen laufen, deren jede Seite 8-11 Centim. lang und die Schnüre, wovon ſie gefloch- ten werden, 4 Millim. dik ſind, Wir erte Fig. 2. Holländiſcher Kuhſtall." Die Kubſtälte in Holland haben der ganzen Länge nach drey Abtheilungen, an deren Enden ſich die Thüren befinden. Auf die erſte, vor dex Kopfſeite der Kühe be- findliche Abtheilung kommt das Futter, das man täglich auf Schubkarren herführt und auf vem Boden oder in Krippen vorlegt, In der mittlern Abtheilung ſte- hen die Kühe. Jede hat ihren, durch zwey Pfo- ſten beſchränkten Stand, an dem ſie, wie man in Fig. 2. ſieht, angebunden ſind. Die dritte A%bthei- lung iſt zur Aufnahme des Miſtes und Urins be- ſtimmt, der in einem Graben, in einem außerhalb befindlichen Behälter abiäuft, Auf Schubkarren fährt man bier den Miſt aus, Zu größerer Reinlichkeit bindet man den Kühen den Schwanz in die Hö- he, mittelſt einer durc< eine Rolle gehender und auf der andern Seite dur< ein Gewicht gezogner Schnur. Man gibt ihnen niemals eine Streu, ) e r: e: Zul el Fig. 3 und 4«+ Ein Fiſchbehälter, IK Seon, Flüſſen und ſelbſt in Pfützen verwahrt man die Fiſche mittelſt eines ſolcen auf Pfoſten von 10 Centim, im Gevierte ge- nagelt werden. Man bedeckt ſie mit einer Klapp- tynr2?, die verſchloſſen wird. Durch Pfähle befe- (igt man ſie im aſſer, nahe am Ufer, von wel- vem aus man mittelſt eines Brets, das als Brü- de dient, dazu kommen kann, Sie haben einen voppeiten Boden Fig. 4, den man mit einem Schü von aufzicht, der an einer Querleiſte durch Pflöcke feägehalten werden kann. Man kann alsdann leicht ans den auf dem Doppel-Boden in die Höhe ge- zogenen Fiſchen beliebig auswählen. Fig. 5 und 6. Eine Schne>en- Grube. Fig. 5. zeigt die eine Seitenwand des Behälters, und Fig. 6. den Boden, ſo wie man dieſe Einrich» tung in Deutſchland antrifft. Man macht eine Grube von 2 Metern oder mehr jede Seite und von 8 Decim, Tiefe, Man bekleidet die Seiten mit Breter- Wänden, und bede>t das Ganze mit beweglichen Bretern ſo dicht, daß dieſe Thiere nicht entwiſchen können. Man gibt ihnen Abfälle von; Gemüſen zur Nahrung. 57 af. Fig. 2- Art die Kühe im Stall anzu- binden. Man befeſtigt an dem Halsband der Kühe, mittelſt zweyer Ringe, zwey Ketten, die mit zwey andern Ringen enden, welche von oben über! die Pfoſten geſchoben werden, die man in der vorigen Figur vorgeſtellt ſiebt; ſo daß ſich die Kü- he weder links noch rechts hin begeben oder einan? der beunruhigen können. Fig. 2. Eine Art geſta hinter dem Kopf böſer Ochfen oder Kube befeſtigt, um ſie zu JENIN und Schaden zu verbüten, Dig. 4% Sch euleder. Zwey Stücken Le» der in 8 eines Angs befeſtigt man ſo an dem Kopf ſcheuer, ſiörriger Thiere, wie die Zeichnung leh:t, 194.5. Gitterartiges Halsband. Mar legt es bbsartigen Thieren um den Hais, damit es ſie hindrie, auf Menſchen loszugehen, Die obere Ouerleiſte iſt mit ve y Pflöcden befeſtigt, wodurd) ſie aufgehalten werden. Fig- 6. Stshel-Halshand. Dieſes be- ſteht aus zwey halbfreisförmigen Holzſiu>en, die FN Wuff ÜF e Vorrichtung zum Mäſten der ſe in Holla nd übl iche Methode er- pfer hin länglich. Tig. 2« Cin andrer Kälberſtall. Man läßt in Holland die Kälber nicht ſaugen, ſondern zieht ſie im“ Stall, der eigne Abtheilungen hat, mit Milch auf. Fig: 3. CGine bewegliche Raufe.- Da wo man das Bieh beſiändig im Frepyen läßt, bringt man ihnen in Raufen mit Rädern uad einem Wei- terdamM, vor welche man gin Pferd ſpannt, das Futter, bey ſchlechtem Wetter, beſonders im Win- ter, hinaus,: Figa 4. Futterkorb für Schafe. In einigen Gegenden Cnglands gibt man das Futter den Tchafen in Körben, deren unterer Umfang drey Meter hält. Sie ähnlicmen den Körbe, worin man Hühner aufzieht. Die Stäbe ſind 27 Cemnu- tim. von einander entfernt, ſo daß zwey Lämmer in dem Zwiſchenraum Plaßz haben, das Futter ein- zunehmen. Unten iſt der Korb bis zu 32 Cen- tim. Höhe ſo umflochten, daß daraus lauter ein- zelne, fleine Futterbehälter entſtehen, in deren obern Oeffnung von 50. Deeim. Durchmeſſer man das Futter wirſt, Die ganze Höhe des Korbs, den man überall hinſtellen kann, und der verhindert, daß das Vieh); nicht ſo viel Futter vergeude, iſt ein Meter ho. Fig. 5. Einfach es Jo. Man befeſtigt dieſes Cs'!ſr dem ; trümmtem Hande: woi doppelten Joche, das die Bewegungen der Thiere ! apien mit einander verbunden und be- ſt:gt werden,! Sie ſind von Außen mit Stacheln | Seitenhölzein verſehen, wolche die Köhe hindern an einander zu le>en, eine WGewohnbeit die zur Entſichung der Haarbalſten im Magen(Aega- 3yopilen) Anlaß gibt. Jig. 72„ZZ vich für Shiere:; welche auf dE Weide geſt werden. Dieß iſt ein Ouerholz/ das mit zwey Stri>ken an don Hals zw veyer Kühe gehängt wird, damit ſie durch dieſe Berfuppelung gehindert werden, der Weide zu ent: laufen, SES(%+5 01 ls hindert, vorzuziehen. Die Beſpannung geſchieht durc) zwey an 0 Enden des Jo&s zu befeſtigende Seile. Cs iſt in Baiern gewöhnlich. Fig. 6. Cin verſchiebbar2?s Joch. Es beſteht aus zwey Stücken, die ſic) mehr oder min- der von einander entfernen laſſen, je nachdem man breitere oder ſcimälere Furchen ziehen wil. Man bedient ſich NENNEN in dem Departement der Ga- ronne, um dei Boden zwiſchen den Reihenweiſe ſtehenden 2057 en und Maiepflanzen gehörig zu beſtelien. Man befeſtigt es mit einem Schließ» bolzen und zwey Zapfen. Fig. 7- Gin doppeltes Halsband. Es iſt von Holz, und durch ein Ge ſtell verbunden, in deſſen Mitte die Deichſel, mit einem Zapfen be» feſtigt wird. Man legt es um den Hals der Pferde oder Maulthiere an," die man auf dieſe Art in der zur rechten Bearbeitung. des WMaisfcl>es gehörigen Entfernung hält, Zu gewöhnlichem Anbau bat man andere, die weniger von einander entfernt ſind. In dem gleichen Dep: irtement üblich, Fig. 8. H Halsband ausgefloen, und dichter pref- ſen will, ſo hat maa in einigen Theilen von Holland die Gewohnheit, ſie in einem Kübel mit den Füßen zu treten. Die Käſe von Cantal wer- den nit den Knieen gekuctet. Sim 25. 3 10. 6. Gim 1 aufel- artiges Butterfaß.: Dieb itt ein Ka- ſten mit bogenförmigem Boden und Geſtell B, an deſſen Obvertheil eine bewegliche lange Stan- ge A befeſtigt iſt, Er hat vier Handhaben C, die zu ſeiner Transportirung von einem Ort zum andern dienen, Der Dek-l beſteht aus einem Bret, das mittelſt eines Handgriffs abgenommen werden kann, An dem untern Theil iſt ein Hahn angebracht, um die Molken ablaufen zu laſſen. Im Innern iſt am untern Theil des Geſtells ein hol» zernes Gitter D, Fig, 4, das man ein- und ausſHieben kann. Dieſe? Figur ſteät den DQuer- Durchſchnitt des Vutterfaſſes mit dem Gitter, dem Geſtell und der langen Stange A dar. Zuweiten bringt man im Iunern zwey Gitter, 25 Centim, von einander, an. Sie befördern die Scheidung der Milch, wenn man das Batterfaß in Bewegung ſezt. Zu dem Ende ſtellt man es auf ein Geſtell| mit inneren Falzen, Fig. 33 und ſchaufelt es var- auf mittelſt der Stange A wiegenartig hin und her. Es darf nur zur Hälfte gefüllt ſeyn. Man bedient ſich deſſeiben in einigen Pachthöfen Cnglands. | | | | | Fig»:5-..„Butterfaß, worin'dernStvßer durch einen Hebel in vertikaler Richtung in Bewegung geſezt wird. Cs 1uht auf einem Geſt 1 aus 4 Pfoſten, deſſen oberer Rahmen eine Üchſe trägt, an deren einem Ende ein Schwungrad zur Erhaltung des Gleichgewichts, und am andern eine Kurbel angebcacel feſthält, Zur Buttergewin- nung braucht man alsdann nur das Ende des He- bels abwechſelnd zu heben und niederzudrücken, wie bey einer Vumpe, Dadurch wird die Kurbel herumgedreht, und der Stößer ſteigt auf und ab. Durch das Schwungrad wird eine gleichförmigere Bewegung bewirkt, und dadur) die Ausſcheidung der Butter beſchleunigt und erleichtert. Dieſe Ma- ſchine iſt in England gewöhnlich. Fig. 6. Ein- Butterfaß mit. Kurbel und Getriebe, Es beiloeht aus einem Faß mit Kreuzgitter und einer mitten durcel öffnet man das Faß, Wenn die Butter gebildet iſt, nimmt man das Git«- ter heraus, und reiniget das Faß, Sate. Herbewegung eines Hebels den Stößer abwechſelnd zum Steigen und Fallen. Fig. 3. Cin Butterfaß, das durc ein Tretrad inBewegung geſezt wird, Dieſes durch einen Hund getriebene Rad greift in einen Tril: ling ein, deſſen Achſe den Stößer auf und nieder hebt, Alle dieſe Butterfäſſer ſind in Holland gewöhnlich. 8 Teß, 8 Oil eh ſelnd t< ein Dieſes en Tril: er hebt, öhnlic, Lirschredone Arie des Lrnbaas, 46“ ZL. LCIS SCILZ, 772 H R rk 3: FHER 27/a 9 SELE „eunummennerrtimen mem ideennnee Är AG IT===-<=-< WL) S0 SEIS AR SIS 8„wag 1]< 4 SESSELN Ig un leerten-==<- 4-- MSS 1! NASN 30 55 ] Emma EEN meer |== = x= SES REENNASVAAS Ai Ltnzerz, 167:“4 : IIe- EEE 20= SEE- AEN 3 5 7- ip LLE 2,9 r„ 2 u KÖlE 3 G245„ Zhrer: LB es if HCC| ATE Wi -- TTTTuuerrm====-- = m Za< IE TTT win 100100001 | GEIE| E00) 1m WW ZE De& E Heft: NP«Werber, 127“ 1 KLETT SOS LVSNSNNH FT 0900000000099130700000001 NOTE (0 | M Im EIN NNGONNNOGENNN Nn H x IN| /| ZU| | ſ 4 AM| ||) || || |] Es dien EI a | y' LL zer erge 27 672 DZ, LEG 3 u, ZE Er 27 LB 7 E LLE .. Sammlung ] von |- Maſchinen, Iuſtrumenten, Geräthſchaften, Gebäuden, Apparaten | 1: 6.05; für- landwirthſchaftliche, häusliche und induſtrielle Oekonomie.| -| Rach Zeichnungen, |; die in Letſchiedenen Theilen Curopens verfertigt wurden, „von.dem Grafen von Laſteyrie. | SIEGES, | 8| “Aus dem Franzöfiſchen überſezt.. M. || Zweiter Band. 6 Zehnte Lieferung,[4 2 von 10 Tafeln mit erflärendem Text,|: Urſprung der AFer- Geräthſchaften. 1] ß ZJ 07) | 3| 2|; « KIEE[3 Stuttgart und Tübingen,|, iu der TG Eotta lh en BuchHhandiung. |. ; Mr SE A EHE ZE X 8 87: 8 Me, TE u IR vnde DE Obi 2 IE RAARAI IE BETE DE= ED Urſprung der Aergeräthſchaften. Jahrhunderte verfloſſen, ehe wir die Kultur»- ſiufe erreichten, auf welcher wir dermalen ſtehen, Wir erfreuen uns der Erfindungen und Vervoll- Fommnungen, mit welchen der menſchliche Geiſt alle Gewerbe bereicherte, ohne zu bedenken, wie viel Nach- denken, wie viele Zeit, Anſtrengungen und günſtige Zu» fälle nöthig waren, um eine|o große Anzahl von Inſtrumenten und Maſchinen, die heut zu Tage unſere Kraft verhundertfahen, zu entde>en und zu vervollkommnen. Welche unermeßliche Kluft liegt nicht zwiſchen den zwey Stäben, deren ſich der Indier von Chili zur Umarbeitung der Erde bediente, und Swalls Pfluge! Welcher Gewinn an Kraft und Zeit! Welcher Unterſchied in den Wirkungen! Würde man auf den Urſprung der Künſie zu- rückgehen, und die Fortſchrittz derſelben verfolgen: würde man den Einfluß, den die Wiſſenſchaften auf die Cuviliſation ausgeäbt haben, unterſuchen: ſo azürde man auch zu der Ueberzeugung gelangen, daß nur ſie allein, durc; Entwicklung und Vervoll- Ffommnung der menichlichen Vernunft, den Men ſchen erheben, ihn zu eine: vollkommnern geſe?- ſchaſtlichen Ordnung und zu einer höhern Stufe von Tugend? und Glück leiten können. Das Bergeſſen aller der uns durch unſere Vorfahren zu Theil gewordenen Wohlthaten, das Cifern gegen Aufklärung, gegen Vervoilkommnung und gegen nüßliche Neuerungen, kann nur aus dem Munde der Unwiſſenden, des Egoiſten und Verdorbenen kommen, welck der Jndwiduen, das der Zwe> jeder menſchlichen geſelligen Vereinigung iſt, wird bey einer Nation um ſo größer ſeyn, je mehr Künſte und Wiſſen» ſchaften von einer größern Anzahl ihrer Individuen gepflegt und einen je höhern Grad von Vollkom- menheit ſie erreicht haben werden, Dieß 1ſt eine Wahrheit, die ſich in jeder Cpode der Völker-Ge- ſchichte, und nod) mehr bey der Geſchichte der Kün- ſte bewährt, und die zugleich zu einer völligen Re- form des barbariſchen Unterrichts in unſern europäi? ſcmäßig nach reiter Methode betrieben würde, von unbe- rechenbaren Folgen in ſeiner Wirkung werden durfte, Verfolgen wir aber je:t den Gang des menſch»- limen Geiſtes bey der Erfindung und Vervollkomm- nung der Akergeräthſchaften. Der Menſch fieng das mit an, zu beobachten, daß ein in die Erde gefalle» nes Samenkorn ſich reproducirte und Früchte lieferte, Er ſuchte nun diejenigen zu vermehren, die er zu ſeiner Nahrung tauglich fand, Er bede&&te fie mit Erde, damit ſie keine Beute der Thiere würden. Er bemerkte, daß die Vegetativn ſich weit kräftiger zeigte, die Production um vielzs zunahm, wenn der Boden umgearbeitet ward. Er wiuhite ihn mit einem vorgerichteten Pfahl um, Er fand, daß die Arbeit ſchneller von ſtatten gieng, wenn er zwey zugleich dazu gebrauchte. So entſtand die Beſtellungsweiſe, die noch gegenwärtig, 3 bey den Indianern von Chili in Südamerika üblich iſt. Die rohen und ungebildeten Völkerſchaften je- nes Landſtricyos nehmen zur Bearbeitung des Bo- dens in jede Hand einen Sto>, deſſen Spitze ſie in den Boden ſte>en, und den ſie, durch Anſtem- mung ihres Körpers auf das obere Ende, tiefer Hinein bringens?(S- Ti0. 1.) heben dann die Erde auf, und. wenden ſie, ſo gut fie können, um. Dieſe Art der Umarbeitung bat viel- leicht zu derjenigen, die noch gegenwärtig in Bis caya üblich iſt, Anlaß gegeben, wovon wir unter dem Artikel|Schaufeln, Fig. 3, Taf. 4. des lezten Bandes eine Beſchreibung geliefert haben, und die darin beſteht, zwey Gabeln zur Umarbeitung der Erde zu gebrauchen, Die Erfahrung lehrte, daß dieſe Verfahrungs- weiſe viel Zeit und Mühe koſte; und es brauchte wahrſcheinlich Jahrhunderte, um von einem ſo un- volikommenen Inſtrumente zu einem andern überzu- gehen, das nicht viel beſſer war, da der Kunſtſleiß der Indianer von Chili dieſen uns ſo leicht ſchei- nenden Schritt nor) nicht machen konnte. Cin ha- >enartig gewachſener Baumzweig bildete die erſie Haue, deren ſich die Menſchen bedienten(S. Fig. 2.): Dieſe Haue iſt auf einer Münze von Syra: kus abgebildet, wo man ohne Zweifel das Urbild des erſten Juſtruments beybehalten hat, deſſen man ſic) auf einer Inſel bedient, welche für die Wiege des Ackerbaus gilt. Die unzureichende Wirkung, welche mit dieſem Inſtrument hervorgebracht werden konnte, reizte wahrſcheinlich zum Nachdenken, ein zwekmäßigeres, von längerer Dauer zn erſinnen, ſo wie wir es bey den Indianern in Peru und mehreren andern amerikaniſchen Wilden finden.(S. Fig. 3.)- Es. beſteht aus einer Keilhaue von Stein oder Kno»- hen, die an ihrem obern Theil mit dem Ende ei- nes Stiels verbunden und in der Mitte mit einem Stri> daran feſtgebunden wird, damit ſie nicht wanke, Ein weniger ſteiniger und leichterer Bo- den führte auf die Anwendung eines geſchärſten Steins, der nicht ſo lang, aber am Ende breiter war, CS. Fig. 4.)- Dieſer Stein, der in eine |) ſ<)arfe Kante ausläuft, hat 25 Centim. Länge und 4 Die, Der Stiel iſt 6X Decim, lang. Wir finden bey den Cgyptiern einen ähnlichen Entwicklungsgang. Die nach den alten Denkmä- lern dieſes Volks gezeichnete Haue Fig. 5. hat große Aehnlichkeit mit der Haue der Wilden in Amerika(Fig. 3.) Gleiche Bedürfniſſe und Um- ſtände führten immer zu gleichen Reſultaten. Die in etruriſe (Fig. 6) iſt von gleicher Art. Sie macht den Uebergang zum Pflug, wie wir ſpäter erläutern werden, und könnte, wie die vorhergehende, mit Hülfe eines Stiels zum Umarbeiten des Bodens mit der Hand und mit Zugvieh dienen. Dieſe In- ſtrumente wurden, dem Zeugniſſe alter Denkmäler zufolge, zu den Kämpfen in den heroiſchen und barbariſchen Zeitaltern gebraucht. WSamgar, ein iſcaelitiſher Richter, bekämpfte die Feinde ſeiner Nation mit einem Pflug. Che man aber auf die Erfindung des Pflugs kam, der ginſt dem Men- ſce und Haue, wie aus den Fig. 7 und 8 erhellt, die Muratori aus Grabmälern ſammelte, Die leztere hat eine große Aehnlichkeit mit der nod) heut zu Tage üblichen. Der Kopf derſelben diente als Hammer. Zulezt machte man ihr anderes Ende zweyſpitzig(Fig. 9) zur Erleich- terung der Arbeit in ſteinigem Boden. Dieſe Art Zweyſpiße, die auf einem antiken, von Winckel- mann in ſeinen Monumenti anticht t. 1, n. 34, mitgetheilten Steine gravirt gefunden ward, kommt ſelten unter den neuern Inſtrumenten vor; wie umgekehrt, der zweytheilige, zweyſpibige Pflug, wo»- von wir ſpäter reden werden, den Griechen und Römern unbekannt geweſen zu ſeyn ſcheint, Cnd- lich finden wir unter den Inſtrumenten der Alten eine Keilhaue und Haue, die mit den noh gegen» wärtig üblichen übereinkommen(S. Fig. 10 u. 11.) Die Römer bedienten ſic) auch zur Bearbeitung eines ſteinigen Bodens der zweyzähnigen Haue, in Saxo80 bidentibus, wie ſich Plinius ausdrüct, Man findet ſie in einem Manuſcript des Terenz in der Vatikaniſchen Biblioth:k abgebildet(S. Fig. 12.) Ward dieſes Inſtrument kleiner eingerichtet, und zur 6. 2.0: NOSE id 5== Ära inge und Ihnlicen Denfimis - 3. hit bilden in und Ums en, Die Keilhace acht den erläutern nde, mit ) Bodens Dieſe Iv Denfmäle chen und gar, eit de ſeine x quf die em Mey vollfomm» den Fig, cabmälern ehnlichfeit Yer Kopf hte man 7 Erleich/ Dieſe Art 1 BDindel 1,1, ZU cd, fommi vor; wie Pflug, mw chm und nt,(nd! der Alten och gegen! 10 1 11,) arbeitung Haut, 19 ausdrüdt enz inde! Fig. 12,) , und zur megane gm Q., 779 AufloFerung des Bodens angewandt, ſo hieß es 3ar- coulus hicornis, Wahrſcheinlich hatten die Mens- ſchen, ehe ſie noc) den Gebrauch der Metalle kann- ten, ihre Hauen aus breiten, platten Holzſtücken zu- gerichtet; die ſie alsdann ſpäter, nachdem ſie den Gebrauch der Metalle erlernt, am Ende mit Ciſen beſchlugen, wie aus der Fig. 13 erhellt, die eine Haue darſtellt, wie ſie bey der Bodenbearbeitung in einigen Cantonen China's gebraucht wird. Der Pflug erhiclt ſpäter eine eiſerne Pflugſchar, und die Griechen verdankten dieſe Erfindung. der Ceres. Prima Ceres ferro in Greciam vertere, in ter- ram instituit. Nachdem die Menſchen lange genug den Boden mit einer Hacke, oder mit einem hakenartigen Zweig bearbeitet hatten, bemerkten ſie, daß die Arbeit mittelſt eines breiten und platten Holzſtu>s viel ſchneller von ſtatten ging. So entſtand der Spaten, der bey den Römern ungefähr zu dem gleichen Zu- ſtande von Vollkommenheit gelangte, in dem wir hn gegenwärtig ſehen, wie Fig. 14 zeigt, die den in dem Srabe eines Chriſten aus dem erſten Jahchun- dert genommenen, und von Fabretti bekannt gemad»- ten, abbildet. Da ſich das Holz ſchnell durch die be- ſtändige Reibung am Boden abnüzt, ſo verſuchte man, nachdem der Gebrauch der Metalle bereits bekannt war, das Ende dieſer Schaufel mit einer Cifenplatte zu beſchlagen, und bildete dadurch ein Inſtrument, das demjenigen ähnlich iſt, deſſen man ſich noc<4 gegenwärtig bedient, und das in diefem Werke unter dem Artikel Sd aufeln, 4. Tafel, Fig. 1, abgebildet iſt. Bald ſah man aber ein, daß es noch vortheilhafter ſey, die ganze Platte aus Ei- ſen zu verfertigen, und man gab ihr die Form, wel- X am beſten erreichte. Man ſch:niedete daher halbmond förmige Platten von der Art, wie ſie noch gegenwär- tig bey den Negern von Guinea im Gebraude ſind(S, Fig. 15.) Nachvem ſic) der Menſ< eine Zeitlang der Keil- hade, Haue und des Spatens bedient, und zu glei- ung zu g2- langen! So viel wiſſen wir, daß dieſes Mittel, deſſen Uusfindung uns ſo einfach und leicht erſcheint, nicht immer zur Ansſührung kam. Denn es gibt mehrere Denkmäler des Alterthums, wo die Pflüge keine oder nur oine ſehr unvollkommene Handhabe haben. Wo gänzliche Unwiſſenheit in al!en Könſten herrſcht, und der Menſch nur noh höchſt wenige Dinge kennt, kann ( nur ein Genie auf eine Erfindung dieſer Art gera- then, das eben ſo gut unter andern Umſtänden die Schraube des Urce dar, an die man eine Handhabe mit einem vpflugbaumartigen Verlängerungsſtüc>k gefügt hat. Man findet ſelbſt in dem Muscum Florenti- num ein StüFX Onix, auf dem ein Pflug abge-| bildet iſtz wo der Pflugbaum, die Pflugſchar und die Handhabe aus einem Holzſiuc> gebildet ſind(S. Fig. 21.) Indien, die Wiege der Elemente aller unſerer Kenntniſſe und unſerer Irrthümer, hat noch heut zu Taze ſeinen alten Pflug mit ſeinen Vorurtheilen bey- behalten. Nur die Form und die Beſpannung zei? 4.) gen in den verſchiedenen Lagen dieſes großen Län derſtrichs einige Verſchiedenheiten. Der unter Fig. 22 dargeſtellte wurde von einem Braminen gezeichnet, Das Pflugholz, in einer der vertikalen Linie ſich nä- bernden Stellung, an ſeiner vordern Seite mit einer Ciſenplatte, welche die Dienſte der Pflugſchar leiſtet, verſehen, iſt am Cnde des Pflugbaums befeſtigt, wo ſich eine beynahe vertikale Handhabe erhebt, Der Pflug der Araber von dem Stamm Yemen(Fig. 23), der wahrſcheinlich aus einem hohen Alterthum abſtammt, ſiellt gleichfalls die Form einer Haue dar, deren freisformige Biegung zur Aufnahme eines Pfei- lers verlängert wurde, um darauf eine ſenkrechte Handhabe zu befeſtigen, und dir alte Handhabe lei- ſiet die Dienſte des Pflugbaums, Cin in den Denk- mälern von Ober-Cgypten abgebildeter iſt noch heut zu Tage in dieſem Lande gebräuchli.5 tim. Der Pflugbaum iſt 12 Decim. latig, und mit dem Pflugholz durch zwey Stüßen verbunden, die durch denſelben gehen. Er hat einen Umfang vyn 15 Centim,, iſt abgerundet und mit dem Ortſcheit ver- bunden. Ueber die Spize der Pflugſchar erhebt er ſich um 32 Centim. Man kann ihn mittelſt vier Zapfen, die ihn an den Stützen feſt erhalten, höher oder niedriger ſtellen. Dieſe Richtung ertheilt man ihm dadurch„ daß man den zwiſchen ihm und den Zapfen befindlichen Naum ein oder mehrmals mit Stricken umwilelt. Der obere Zapfen der der Pflug- ſchar nähern Stütze ragt 14 Centim, über das Pf!ug- bo!lz hervor, der andere nur 7. Der Zapfen der zweyten Stüße ſteht nur 3 Decim. höher. Beyde ſtehen unten 15, und oben 11 Centim, von einander, und ſind oben durch ein 22 Centim. langes Querholz verbunden. Ihre Höhe beträgt 62 Lentim., ihre Die 2, und ihre Breite 7, Man ſieht in Perſien einige Pflüge, die ſtatt 2 Siüßen drey haben; in dieſem Fall ſind aber die zwey großen Stüßen dem Ende des Pflugholzes näher, und die dritte, nahe an der Pflugſchar liegende, iſt um die Hälfte niedri- ger als die übrigen, durchſezt den Pflugbaum, und trägt zwey Zapfen, weldhe die Neigung, die man dem Pfluge ertheilen wil, beſtimmen. Dieſes zu leichtem Boden beſtimmte Inſtrument wird von einem Ochſen, einem Pferde oder einem Eſel gezogen; das Thier ſowohl als der Führer ge- hen auf derjenigen Seite des Bodens, die noch nicht umgearbeitet iſt. Der leztere ſteht an der Sei- te der Stüßen, legt die rechte Hand auf das Quer- holz, und hält die Zügel mit der linken, Leztere ſind an ein Loch befeſtigt, das vben an der vordern Stütze angebracht iſt.; Die arabiſchen Pflüge kamen mit den Mauren nach Spanien, die nach der Ervberung dieſes Lan- des ihm einen höhern Ertrag abzugewinnen wußten. Spuren von ihnen findet man faſt nom in allen Pro- vinzen 3 jevoch mit dem Unterſchiede, daß die Hand- habe rückwärts gebogen iſt, und zwey mit dem Pflug- holz verbundene Pfloö>e die Stele des Streichbrets vertreten,- Der in dor Seg2nd von Malaga gebräud- liche(Fig. 26) iſt durchaus von gleicher Art, nur daß rechter und höher, die Pflugſhar aber länger iſt. Das Pflugholz iſt 5, und die Pflugſhar mehr als 3 Decim, lang, Die vertikale, 8 Decim. lange Hand- habe hat einen 2 Decim. langen Handgriff.. Der hinterſte Theil des Pflugbaums von dem Pflugholz bis zu den vorderen PflöFen hat 4 Decim,, und b bis zu der Stelle, wo er mit dem mehr als 2 Me- ter langen Pflugbaum verbunden iſt. Der Pflug im Königreich Granada unterſcheidet ſich von dem in Malaga nur durch ſeine ſchrägere Handhabe. Italien zeigt no) heut zu Tage Pflüge in der urſprünglichen Cinfachheit. Der Pflug, deſſen man ſic) in der Gegend von Peſtum und von Rom be- dient, unterſcheidet ſich nur wenig von den alten Pfltzen von Sicilien. Der erſte(Fig. 27) beſteht aus einem Pflugholz, das mit Inbegriff der Pflugs- ſchar 4 Decim. lang iſt; aus einem Zo Decim.. lan- gen Pflugbaum und einer 10 Decim, langen Hand» habe, Der Pflugbaum iſt mit dem Pflughoiz durch ein OQuerholz ſo verbunden, daß ein Zwiſchenraum von 2 Decim. zwiſchen beyden bleibt. Der römiſche Pflug(Fig. 28) hat einen vertikalen Stab, der die Stelle einer Handhabe vertritt. Der Pflugbaum iſt mit dem Pflugholz, wie bey dem vorigen ver» bunden,) Wir Ahh. wie die Menſchen die einfäche Haue nach und' nac) ſo zur Umarbeitung des Bodens vorrichteten, daß- fie ſich dabey der Kraft der Thiere bedienen konnten. Der Gebrauch der zweytheiligen Haue mußte hie und da auf eine ähnliche Anwendung führen. Wiewohl uns die Denkmäler des Alterthums kein Beyſpiel eines geſpaltenen Pflugs aufweiſen, ſo ijt do<ß wahrſcheinlich der Gebrauch deſſelben ſehr, alt geweſen. Dieß iſt um ſo wahrſcheinlicher, da die Liefländer, Eſthländer, Finnländer und Oſtboth- nier, die aus dem Innern von Rſien herzuſta minen ſcheinen, ſic) noch gegenwärtig dieſer Art von Pflug bedienen. Sie bedienen ſich aud) einer ähnlichen ge» ſpaltenen Haue, wie die unter Fiz. 0 abgebildete. Rus der Betrachtung des indiſchen Pffugs wird es | begreiflich,, wie Menſchen, die denſelben gebrauchten und die eine? mit der zweytheiligen Hane ähnliche Ar- beit hervorzubringen ſuchten, ein dem finnländiſchen der geframmte hintere Theil des Pflugbaums ſent-| Pflug ähnliches Inſtrument verfertigt haben(Fig. 29); C die Handhabe der erſten verſce und der einfachen und zweytheiligen Haue gethan hatte. Wir wollen hier ein zum Pflug umgeändertes, das bis vor die Eifenplatte herabgeht, mit derſelben verbunden wird, und zu- gleich die Kette trägt, an welcher man das Ortſcheit befeſtigt. Das andere Stück verlängert ſich unter einem rechten Winkel zur Handhabe, und dient dem Arbeiter, der den Pflug auſ einer Seite ſührt, zur Leitung deſſelben. Dieſe ſonderbare Einrichtung iſt aus dem Giunde merkwürdig, weil die Zug- und Miderſtandskraft faſt in einen Punkt zuſammen fal: len. Id beſige einen anderne, durch welche die mittelſt der Pflugſchar aufgehobene Erde auf die Seite geworfen würde. Man findet noch heut zu Tage den Gebrauch dieſer Art von Streiche- bret in verſchiedenen Ländern, vorzüglich in Spa- nien. Wir führen als Beyſpiel nux den Pflug von Valencia an(Fig. 35), der noch in andern Beziehun» gen, wie wir in der Folge zeigen werden, merkwür- dig iſt. Sicher beſtand das bey den Römern gebräuc- lie Streichbret nicht aus bloßen Pflö>ken, ſondern auch Bretern oder Holzſtüken, die ſo vertheilt wa- ren, wie ſie es bey dem Ackergeräthe der ſüdlichen Länder ſind. Man bediente ſic derſelben hauptſäch- lich zur BedeXung der Saat, zur Schließung abwärts laufender Furchen, und zur Ziehung der Waſſerfur- den. Cum tabellis additis ad vomerum Simul et gatum frumentum operiunt in porcis, et Sul- cant fos8as, quo pluyvia aqua delabatur. Varro. Seh und Räder blieben nun noch übrig, um den Pflug zu dem zu machen, was er heut zu Ta- ge iſt. Der Räderpflug war ſchon eine neuere Erfin- dung aus den Zeiten des Plinius, der die Entde>ung doſſelben den Bewohnern des cisalpiniſchen Galliens zuſchreibt, Non pridem inventum in Rhetia Gallig, ut duas adderent alii rotulas, quod ge- nus yocant planoraii. Virgil ſcheint dieſen Pflug ſchon als einen in ſeinem Vaterlande gewöhnlichen gekannt zu haben, Wenigſtens ſcheint dieß der Vers ſeiner Georgic. an- zudeuten: Stiva quequw cursus atergo torqueat 1mos3 und Serxvius, ſein Commentator, iſt dieſer Mey- nung.| Die bis auf unſere Zeit gekommenen Denkmäler des Alterthums liefern, ſo viel ich weiß, nur;z oder 5 Beyſpiele von Räder-Pflügen, die man bey den Grie- des Verfaſſers iſt. Plinius ſagt, er wolle die verſchiedenen Arten von Pflugſcharen be- ſchreiben, vomerum plura genera, Er ordnet in die erſte Claſſe das vomer culter, oder die meſſer- artige Pflugſs, deſſen eine Seite krummlinigt iſt, während die gegen die umzuacbeitende Erde lie- gende eutgegengeſezte Seite als ein ſcharfes Meſſer vorſpringt, bey der Spitze der Pflugſchar anfangend, und allmählig bis zu einer Höhe von 8=- 10 Decim. anſteigend. Dieß ſolte der vomer culter des Yli- nius, oder die meſſerartige Pflugſchar ſeyn, die man nod) in dem alten Latium findet, troß der Verände- rungen, welcd'e die aufeinander folgende Herrſchaft der Barbaren in dieſem Lande heibeygeführt bat. Man ſieht ſelbſt Spyuren davon bey Pflügen-mit dem gewöhnlichen Sc<. Wenn das römiſche Meſ- ) ſer am Pflug nicht ſehr tief in die Erde eindrang, fs erleichterte es wenigſtens die Umlegung der durch die Pflugſchar gehobenen Scholle, und vertrat einiger- maßen die Stelle unſeres, den Römern unbekannten Sechs, Die zweyte Art der von Plinius beſchriebe- nen Pflugſcharen iſt diejenige, deren dreye>iger lan- zenformiger eiſerner Theil, den die Römer rostrum nannten, in einen langen S. MB- 4 I, ſo rh die einiger Fännten ſchriebe, ger lan; '0strum ſe Pflug- hnlihſte gen, bes inlänge- etrum) Volterra | Fuſiry elegenen e erſtere el(ros- trägt 12 h, durch rd, hält lugſchar bis da- x füm nder has telle des rt Pfluz- von der F der 10» ectiviſch t-Inficht ndet ſich ng bröif, jed if. Räder flugeiſen inſte Art 2 und 37 en Pflug reite am in dieſet m zu 14ejl des mit dem Yuß- ie; C Ausdru> buris bezeichneten. Wir wollen die Be- deutung dieſes Worts, das uns mehrentheils miß- verſtanden geweſen ſcheint, näher zu beſtimmen ſuchen. Einer der alten Commentatoren des Vir- gils bezeichnet dieſes Wort ſo: Burig, pars aratri curya. Dieſe Beſtimmung ſagt aber nichts, da die- ſer Theil faſt bey allen Pflügen krumm iſt, Herr Monge ſagt in ſeinen gelehrten Abhandlungen über die Aergeräthſchaften der Alten, die er in den Sammlungen des Inſtituts herausgegeben hat, und die im auch bey dieſer Arbeit benüzt habe, daß Virgil mit dem Ausdru>k buris ein knieförmig ge- bogenes Stü> Holz verſtand, das ſowohl einen Theil der Deichſel, als einen Theil des Pflugholzes bilde,“ Die Stelle des lateiniſchen Dichters iſt fol- gende: Continuo in 8ilvis magna yvi relexa domatur In burim et curvi formam accipit ulmusaratri, Huic a stirpe pedes temo protentus in octo, Virgil gibt den Pflanzern den Rath, die Ulme, die in den Wäldern wächst, mit Gewalt zu biegen, um ihr die krumme Form zu ertheilen, die derjenige Theil des Pflugs haben muß, den er mit dem Na- men buris bezeichnet,(Es iſt hier nicht die Rede von der knieformigen Umbiegung, noch von einer einfachen ſol- tritt der Wewäſſer des Nils auf ihren Feldern aus? mit dem untern Cnde des Pflugbaums, Der lez- Zweyter Band. Zehnte Lieferung, ſtreuten, und daß ſie zu ihrer Unterbringung Heer». 2 € beit von Schweinen hin trieben, die mit ihren Fü- ßen und ihren Schnauzen alsdann die Erde umge- wühlt hätten. Man ſuchte dieſe Erzählung dur Anführung des Beyſpiels der Bewohner der Inſel Timon zu beweiſen, welche ihre Reisfelder durch Heerden von Büſfeln zuſammentreten laſſen. Allein die Umſtände, und der Zwe, den man ſich in bey- den Ländern vorſezt, ſind ganz verſchieden, Die Egyptier werfen die Saat auf Ländereyen, die durch den erſt erfolgten Rücktritt der Gewäſſer des Nils noh ganz feucht ſind. Schweinheerden würden nicht nur mit ihren Schnauzen den Boden nicht auflo>ern und den Samen ſo bedecken, ſondern ſie wurden die Saat auffreſſenz während in den ſchlammigen Reisfeldern, die mit 4 Decim, Waſſer überdec>t ſind, die Heerden von Büffelk, durch ihr Auftreten, die Erde zertheilen, mit dem Waſſer vermiſchen, und ovhngefähr die gleiche Wirkung hervorbringen, wie ein Pflug auf einem Äberſchwemmten Erdreich thun würde. Die Alten ſpannten die Ochſen mit vem Hals oder mit den Hörnern, wie noch heut zu Tage, an, Cicero, der ein größerer Redner, als Kenner der Naturgeſchichte war, behauptet, der Hals der Ochſen ſey für das Joch gebildet, und ihre breiten und ſtarken Schultern zum Ziehen des Pflugs. Ceryi- ces autem nale ad jugum; tum vires humero- rum et latitudines ad aratra extrahenda.. Dieſe Stelle beweist wenigſtens, daß die Römer die Och- ſen gemeiniglich am Halſe anſpannten. Columella, der von dieſen beyden Methoden ſpricht, billigt die leztere„= und ſtellt mit vielem Scharfſinn Gründe für ſeine Anſicht auf, die von allen guten Oekono»- men ſeines Zeitalters getheilt wurde? Plus enim, ſagt er, queunt pecudes collo et pectore conar1 quam cornibus, Plinius ſagt, daß die Alpenkühe, die viele Milch lieferten, obſchon ſie ärbeiten müßten, an den Hörnern, und nicht an dem Halſe angeſpannt würden. Die Art, das Joch auf dem Halſe der Ochſen zu befeſtigen, war bey den Alten ſo verſchie- den, wie bey uns. Wir wollen als Muſter eines ſolke, die an dem Joh mit einer Schnur verbunden erhalten werden, und am untern Theil durch ein Band vereinigt ſind, dienen als Kummet. Das toskaniſche Jo"unter- ſcheidet ſich wenig von dem römiſchen. Cs legt ſich an den Hals der Ochſen auf der einen Seite mit einer eiſernen Scheibe, und auf der andern mit ei- ner Schnur. Man bedient ſich der Schnüre auch in andern Gegenden. Die alten Griechen und Rö- mer bedienten ſich dazu breiter“Riemen. Man muß aber immer ſolhe Kummete vorziehen, welche die Thiere nicht wie das Joch ermüden, und die nur an die Spie des Halſes kommen. Wir wollen nun zu den Erndte- und Dreſch» Inſtrumenten übergehen. Die erſten Anbauer, die in gemäßigten Himmelösſtrichen lebten, und zu allen Jahreszeiten große Weiden zur Ernährung ihrer Heer» den antraſen, achteten das Stroh nicht, und be- gnügten ſich mit den Aehren, die ſie ernährten, Die Denfmälec des höchſten Ulterthums zeigen uns in der That Schnitter, die blos die Aehren abſchnei- den, und das Stroh auf den Feldern laſſen. Die- ſes Verfahren iſt ſehr treu in einem Gemälde der alten Elethyia in Egypten dargeſtellt(Fig. 46.). Die Menſchen, die Anfangs blos ein gewöhn: liches Meſſer zum Abſchneiden der Getreidehalme gebrauchtben, wie eine Stelle im Leben des Cleo» menes bey Plutarch beweist, fanden, daß dieſe Ar- beit um ſo ſchneller von ſtatten gehe, wenn die Klinge gekrümmt, und der Stiel unter ſpitzem Winkel mit ihr verbunden wäre. Sie ſanden ſpäter, daß eine halbkreisförmige Krümmung nod vortheilhafter wäre. Man findet dieſe Form(S. Mont) man ay d Form nt nie als für darüber (öjenige der Ums nn Hals "ge von und die an dem werden, nigt ſind, d) unt legt ſich eite mit 1 mit eb üre aud) und R: tan muß Ide die die mt ) Dreſch! t, die in zu allen rer Deer und be- tem Die n uni abſchnäi! en Dier nälde dit , 46), 1 gewöhn! eidehalm? des lev! dieſe At? wenn di x ſpihem ie fanden un om(S. C 11. 3 Fig. 47) auf der Rüſeite einer Münze von einem| Kamms zieht, und die Aehren durch ſtarkes Ziehen der Könige der Lagiden, die von Pellerin bekannt gemacht wurde, Endlich fand man, daß eine ge- zähnte Klinge dem vorgeſezten Zwe>e vollkommen entſprac<. Dieſe Act von Sichel ſieht man auf den Zeichnungen, welche die alten Manuſcripte des Heſiodus zieren. Sie kommen mit derjenigen über- ein, die wir in dem Artikel Sicheln Taf, 11, kg. 2, t. 1. geliefert haben. Nachdem man die Nußbarkeit des Strohes ken- nen gelernt hatte, ſchnitt man das Getreide in der Mitte ſeiner Höhe ab, und bewahrte alsdann den obern Theil mit den daran ſitzenden Aehren auf, Wie der Futter- oder Streu» Bedarf immer mehr zunahm, ſchnitt man auch das übrige Stroh, das man anfänglich auf den Feldern ſtehen gelaſſen hatte, ab. Dieſe verſchiedenen Berfahrungsarten ſind in der Abhandlung des Varro über den Ackerbau aufge- zeichnet, 1. c. 50 Metitur ut 8tramentum me- dium Subsecent, quod manu 8inistra Summum prehendunt: infra inanum stramentum, quod terrx hyret, corbibus in aream defertur, Spä- ter fand man es viel zeiterſparender, nur einmal, ſtatt zweymal zu ſchneiden. Che man zu dreoſchen verſtand, ſonderte man die Aehren ab und holte die Körner heraus. Man legte eine Lage Stroh auf die Erde, ſchnitt nun in dieſer Lage die Ae"cen an demſelben ab, wie dießnod) zu der Zeit des Varro in Umbrien der Fall war. Übi eos fecerunt multos (Manipulos), iterum pergenzent, ac de 8ingu- 1is Secant inter Spicas et stramentum: Spicas conjiclant in corbem atque in aream emittunt. Die Aehren wurden auf eine Tenne gebracht, wo ſie mit Stäben gedroſchen wurden. Da das Ab- ſchneiden der Vehren eine ſehr langwierige und un- angenehme Urbeit war, ſo ſuchte man. ſie mittelſt eines Kamms abzuriſfeln, ein Verfahren, das auf den Gemälden der unterirdiſchen Gewölbe der Stadt Elethyia dargeſtellt iſt. Dieſer Kamm(Fig. 48.) beſteht aus Zähnen, die an dem Ende eines Brets eingeſchnitten ſind, das in ſchräger Richtung aufge- ſtellt wird. Der Aroeiter'hält es mit dem Fuße feſt, während ex das Stroh durc) die Zähne des abſtreift. Dieſe Verfahrungsart führte auf zwey andere ähnliche Methoden, die wir in den alten Schriſt- ſtellern aufgezeichnet finden, Columelta drückt ſich) in dieſer Beziehung folgendermaßen AUSSIE 24C. 20, No. 3.: Sunt autem metendi Senera Com- plura. Multi falcibus veruculatis, afque 1i1 vel Yostratis vel denticulatis medium culmen Secant, Mualiti mergis, alil pectinibus Spicam ipsam!e- gunt, idque in rara Segete facilliimum, ian dena diffeillimum est. Quod si ſalcibus Seges cUMm parte culmi demersa Sit, protinus in aceryum, vel in nubilarium congeritur, et subind« OP- portunis Solibus torrefacta proteritur. Sin au- lem 8pice tantummodo recisw Sunt, possunt in horreum conferri, et deinde per hiemenm, yel bacalis excuti vel exteri pecudibus. Der Verfaſſer gibt in dieſer Stelle dreyerley Arten der Getreide- Erundte an, durc) Sicheln mit oder ohne Stüßen bald in einen rundlichen Schnabel auslaufend, bald ſägeförmig gezähnt, Als zweyte Art bediente man ſich der mergaw. Die dritte Art waren die peclines, Dieſe beyden Ausdrücke, vor» züglich der erſte, haben den Kritikern und Commeno- tatoren viel zu ſchaffen gemacht. In der That laſe ſen uns die alten Denkmäler keine Spur über dies ſes in unſern Jagen fo ungewöhnliche Verfahren, Ienförmive ge oder nach oben umgekrümmte Zähne andeutet, ſondern Zähne, die an ihrer Spie weiter aus ein- ander ſtehen, als unten, Dieſe Stellung erleichtert die Wirkung, während eine Krümmung an ihrem Ende ein Hinderniß mächen würde, Die Zähne ſind anf einem OQuerholz befeſtigt, das man höher oder niedriger ſtellen kann, je nachdem die Aehren höher oder niederer ſiehen. Zur Erleichterung dieſer Veränderung in der Stellung iſt der vordece Rand des Karrens niederer, als die drey übrigen, Es würde'von Nußken ſeyn, mit dieſer Art das Getreide zu erndten, einen Verſuch anzuſtellen; man könnte dadurch ſchneller fertig werden. Das Ge» treide von einer großen angebauten Stre>e würde in ſehr furzer Zeit geerndtet ſeyn, und man würde beſonders das Verderben deſſelben in feuchten Jah- ren verhüten, Das Stroh könnte alsdann zu ande- rer geſchickter Zeit abgeſichelt oder gemäht werden, Uebrigens erhellt aus den alten Schriftſtellern, daß das Verfahren, die Aehren zuerſt, und nachher erſt das Stroh einzuerndten, ſehr gewöhnlich war. Man findet bey den Ulten nod eine CErndte- methode, deren ſich die erſien Landbauer zur Be» nubung- des Strohs bedienten. Sie riſſen es aus, anſtatt es abzuſchneiden, wie dieß nor“ in einigen Gegenden Spaniens mit dem Hanfe der Fall iſt. Dieſe Methode war nod) zu den Zeiten des Plinius üblim. Alibiab radice vellunt. Wir finden mehrere Dreſcharten in der Borzeit, die alle noh in neuern Zeiten üblich ſind. Der erſte Menſc<, der Getreideähren erndtete, zerrieb ſie in feinen Händen. Dieſes langweilige Verfahren ver- anlaßte ihn, ſie mit Ruthen, Stangen oder Stäben zu zerflopfen. Virga, pertic18, baculis, wie ſich die Schriftſteller de re rustica ausdrücken. Daher der Urſprung des Dreſchflegels, ſtatt deſſen man ſich in heißeren Himmelsſtrichen noh ſchnellerer Mittel be- diente. Man breitete die Aehren allein, oder mit | I [1] 2 | '- WUM H |! M| ; |, ; TE E.: |:M 1 M 8 13 8= = |. II |(441') k ] 4 uf 140 34E ;| 1 || 100 5 Mm i'm || ;| | fhts F |;|) 1 p| »[97€ 4:41] "; F ns ' m m | IMM | (| c« 34 3 ihrem Stroh auf Tennen, die auf freyem Felde zuge-| ſteller geglaubt haben, war es nicht. Es hat einige richtet, und der Sonnenhite ausgeſezt waren. Ex medio tortas wstu terit area ſruges. Man enthülſete die Körner dadurch, indem man ſie von Pferden zertreten ließ; der Cſel, das Maulthier, der Ochſe und das Pferd wurden zu dieſer Arbeit ver- wendet; das Pferd wurde alen aber von den Alten vorgezogen, ſo wie dieß auch bey den neueren Guts- beſitern der Fall iſt. At 81 competit ut in area teratur frumentum, mihil dubinun est quin equis melius quam bobus, ea res conficiatur. Col. I. 2-6 21. S2 72: Die Fig. 53 ſtellt das Dreſhen dur; Pferde dar. Wenn man die Garben auf einer Tenne kreis- förmig angelegt hatte, ſo ließ ein im Mittelpunkt iſte- hender Menſch, der die an einander gekupvelten Pfer- de an Leinen hielt, dieſe allmählich über die ganze Fläche im Trab gehen. Die Tritte dieſer Thiere ſondern nicht nur die Körner von der Aehre ab, ſondern zerſtükeln auch das Stroh in einer Länge von 2-=- 10 Centimeier. Dieſes zerſchnittne Stroh nun war nebſt der Gerſte die einzige Nahrung der Ochſen und Pferde in den ſüdlichen Ländern. Dieſe Art zu dreſchen iſt die ſchnellſte unter allen, vor: züglich wenn man 10-- 15 Pferde zugleich die Ten- ne treten läßt. In neuern Zeiten beobachtet man die Vorſicht, den Pferden bey dieſer Arbeit die Ciſen gbzunehmen, damit ſiz auf dem Stroh nicht aus- gleiten. Die Alten hatten noh drey andere Arten, das Korn zu dreſchen. Sie bedienten ſich der traha, der tribula oder trihbulum und des plostellum. Das erſte Inſicument war von zweyerley Art: ein großer und platter Stein, an dem man eine. Deichſel zum Ziehen befeſtigte, ſo wie die Beſchreibung in dem Artikel Erndten(Band 2, Taf. 1, Fig. 3.) geliefert wurde, Das zweyte beſtand in einem ſchweren Holz- fru, das man gleichfalls über die Garben zog, wo- her der Name traha kam. Cs war zuweilen an ſei- nem äußerſten Rande mit eiſernen Streifen oder Zäh. nen verſehen, wie das auf der oben angezeigten Ta ſel(Fig. 1.) gezeichnete und. beſchriebane.: Seine Formen und Durchmeſſer konnten ſich nach Zeit nd Ort verändern; aber eine Ege, wie einige Schrift- Aehnlichkeit mit dem Schlitten zur Enthülſung des Korns, den die Lateiner tribulum oder tribvila nannten, und den die Italiener treblia, und die Spanier trillo nennen. Den leztern Namen haben wir im Franzöſiſchen beybehalten, als wir dieſes Inſtrument Fig. 4, 5 und 6 der zten Tafel Ernd»- ten, im erſten Bande darſtellten. Servius, der die tribula der traha entgegen- ſtellt, ſagt: die erſie habe Räder, die zweyte keine gehabt. Die erſie Verſicherung, die falſch iſt, hat alle Commentaioren, und ſelbſt Schneider, verführt, beyde Inſtrumente mit dem plostellum zu verwech- ſeln. Varro, de re rustica, 1. 1, c. 52. gibt in- deſſen eine Beſchreibung dieſer beyden Jnſtrumente, die für Perſonen, welche die unter verſchiedenen Him- melsſtrichen,.und bey verſchiedenen Anbauarten ges bräuchlichen Inſirumente kennen, ſehr genau und klar iſt. E spicis in aream excuti grana: quod fit apud alos jumentis junctis, ac tribulo. Id fit e tabula lapidibus aut ferro asperata, quo im- Posito auriga, aut ponderi grandi trahitur ju- mentis junctis ut discutiat e Spica grana:„Man enthüiſet die Aehren: auf, einer Tenne, Dieß ge» ſchieht mittelſt einer durc) Steine oder Eiſen rauh gemachten Tafel, an die man die Pferde anſpannt, Der Führer, oder jeder andere Körper, mit dem ſie beſchwert iſt, bewirkt durch ſeinen Druck, daß ſich die Körner von der Aehre trennen. Dieſe Erklä- rung, die dentlich genug iſt, bezeichnet den von uns beſchriebenen trillo hinlänglich. Die Stelle, in welcher Varro von dem plo- Stellum poericum ſpricht, wurde meines Wiſſens von keinem Kritiker oder Ueberſeßer verſtanden, wie ich in der davon gelieferten Beſchreibung angegeben habe, S. 1, Bd, dieſes Werks Fig. 3 und 4, Taf. 1 der Erndten. Cinige haben ihm Räder gegeben, ohne daran zu denken, daß gerade dieſer Zuſaß das In- ſerument gehindert haben würde, die Dienſte zu lei- ſien, zu denen es: beſjimmt war; andere haben die Cylinder, aus denen es beſieht, für Tafeln erklärt; und endlich hat man gar eine Ege daraus gemacht, Das Echwingen des Getreides iſt zu allen Zei- ten durch das- noch in unſern Tagen in allen ſüdli- GE a-. einige 9 des büla d die haben dieſes ends egen» feine ſt, hat führt, we ibt iv mente, 1 Dim en des nd flat od fit 1d fit 0 im- 1 Ju- „Man eß ge n rauh ſpannt, dem ſie aß ſich Erfliy nun 1 plo- Biſſens n, wie jegeben Taſ, 1 1, ohne 8 in: zu lei! jen die flärt; acht, n" Zel! ſudli- ( zwey verkehrt gegen einander ſtehende Kegel, wie man in dem Durchſchnitt Fig. 55. ſieht. In den obern ſchüttete man das Korn, das in den untern durch eine kreisförmige Oeffnung fiel, durch welche der leztere mit dem andern coniſchen Stein, Fig. 56. in Ver: bindung ſteht, der unbeweglid) in der Mitte eines kreisförmigen Gefäßes ſtand, in welhen das Mehl fiel. Am obern Theil; der Mühle dienten zwey Hebel zum Umdrehen der Steine. Dieſe Mühlſteine, die man in Frankreich, Spanien und vorzüglich in Jta- lien wieder findet, waren aus ſehr poröſen Lavaarten verfertigt, die zum Mahlen des Korns, theils wegen ihrer Härte, theils wegen ihrer vielen kleinen Lö- t ſind, „Das in Mehl verwandelte Korn diente anfangs ) Des foszes propres a la conservaltion des grains, et de la maniere de les construire, etc. de Pimprimerie royale. Paris 1819, 15») ] zur Verfertigung der Breye und polenta, dann des Brods ohne Sauerteig, das man unter heißer Aſche bul, ſo lange man die Backöfen noch nicht kannte, Ihre Erfindung begann mit einer Grube in ver Erde, vorin man Feuer anzündete, wie dieß noch bey eims- gen halbciviliſirten Völkerſchaften der Fall iſt. Wir haben nun den Urſprung der Ackergeröth» ſchaften nachgewieſen und die verſchiedenen Wege ge- zeigt, die man nah und nach einſchlug, um eine ge- ſunde Speiſe aus der Pflanze zu bereiten, welche dem größern Theil der Menſchen zur Nahrung dient, Jozt wollen wir ſehen, wie man aus Weintrauben. das gewöhnlichſte Geträuk bereiten lernte. Die Weinrebe bot dem Menſchen, im Zuſtande der Natur, ihre Reben an, die mon durch das bioße Stoßen eines LoHs in die Erde, leicht ſoctpflanzen konnte; deren Saft einſt die Freude des Weiſen er- höhen, bey dem rohen Menſchen aber die Fackel der Vernunft verlöſchen ſollte, In den zum Anbau dexr- ſelben günſtigen Himmelsſtrihen, z. B. Spanien, braucht man zur Fortpflanzung des Weins und zur Gewinnung ſeiner Früchte, nur das Inſicument an? zuwenden, das im erſten Bande dieſes Werks unter dem Artikel verſchiedene Art des Landbüus, Taf. 3+ Fig. 8 und 9 beſchrieben worden iſt. Das Beſchnei- den der Weinreben geſchah anfangs eben[o unvoll- kommen, wie ihr Bau. Man bediente ſich dazu deſs» ſelben Inſtruments, womit man das Getreide ſchnitt. Hierauf wurde es umgebogen, und endlich erhielt es Geſtalt und Theile ſo, wie ſie Columeg beſchrie- ben hat. Die gelinde zuſammengedrückte Weintraube liefert einen für den Gaumen erfuiſ noch angenehmer machten. Dieſe erſten Verſuche gaben zum Anbau der Weine- rebe und zur Weinbereitung Veranlaſſung. Die er- ſien, in' der Mechanik noch ungeſhi>ten Winzer werden den Saft der Weintrauben durch Zerauet? ſchung mit ſchweren Maſſen ausgepreßt haben. Das Alterthum ſcheint uns den Urſprung dieſer Verrich- tung» in einem Basrelief von griechiſcher Compoſi- C tion aufbewahrt zu haben.(S, Fig. 57.) Man ſieht einen großen mit Weintrauben gefüllten Korb, auf den Faunen mit aller Mühe einen großen Stein- blo&> zu wälzen ſuchen; während dieſen die drey andern mit einem Hebel zu Hülfe kommen. Cben dieß Denkmal ſtellt noch einen Faun dar, der einen mit Weintrauben geſüllten Schlauch herbeybringt, den wir hier nicht abbildeten Die Schwierigkeiten und Unvollkommenheiten dieſer Methode leiteten bald auf die Erfindung einer glzichförmigeren und wirkſamern Preſſe. Man machte von der ſchon bekannten Kraft des Keils eine glückli- kten Rahmen, deſſen in der Erde eingegrabe» ne Pfoſten der Kraft der Keile zu widerſtehen im Stande waren, Cin unten angebrachtes Kelterbett nahm die Trauben auf, man drücte auf dieſe ab- wechſelnd mit Keilen und Bohlen und beförderte endlich durc) Hammerſchläge die lezte ſtärkſte Preſ- ſung. Von dieſer Art iſt die unter den Gemälden von Herkulanum gefundene Preſſe.(Fig. 58.) Sie hat große Aehnlichkeit mit derjenigen, welche man noch gegenwärtig in der Gegend von Portici ge- braucht, Die Römer kannten auch die Preſſe mit einem Kelterbaum, und die Schraubenpreſſe. Wir finden ſowohl bey den Schriftſtellern als unter den Denkmälern dieſer Nation Gefäße, die zur Aufbewahrung und Transportirung des Weins gebraucht wurden. Zuerſt bediente man ſich der Schläuche. Hierauf kamen die thönernen Gefäße, die in ihrer Fabrikation ſchon mehr Geſchicklichkeit erforderten; weit ſpäter wurden die Fäſſer erfunden, deren Verfertigung ſchon größere Schwierigkeiten hatte, Die Schwere der großen thönernen Geſäße und die Gebrechlichkeit, denen ſie bey dem Transport ausge- ſezt ſind, veranlaßte, daß man den Schläuchen, ſelbſt nach Erfindung der Fäſſer, in Ländern, wo die Stra- ßen noch in ſchlechtem Zuſtand? waren, einen Vorzug gab; daher rührt der Gebrauch, den Wein in Schläu- neten Weintrauben u. ſ. w. beſtimmt, wie aus folgenden Zunamen erhellt, dolia picata, Vinaria, acetaria, auInaria, YINaCea, olearia, amurcari1a, ſrumentaria. Die Amphoren, die kleiner als die dolia wa- ren, wurden mehr oder weniger tief in die Erde ge-| ſte>t, demersa humi1, wie ſich Col:mella ausdrückt, In dieſer Lage hat man eine große Anzahl derſelben in einem Keller von Pompeji gefunden, Sie ſcheinen ſich hierdurc<) weſentlich von der dolia zu unterſchei: den, ungeachtet beyde zur Aufbewahrung des Weins dienten. Diejenigen, welche ich in Pompeli geſehen habe, waren 6=- 11 Decim, hoc. Sie hatten die gleiche Beſtimmung, wie die vorhergehenden. Sie ſind Fig. 62, 63, 64 und 65 dargeſtellt. Das lez- tere habe iM in Nom in dem römiſchen Collegium gezeichnet. ſein größter Durchmeſſer 15 Centim, Fäſſer aus Dauben, mit hölzernen Reifen zu- ſammengehalten, waren den Römern und Griechen| wohl bekannt, obſchon ſie dieſelben nicht ſo allgemein, wie in unſern Tagen, gebrauchten. Wir geben hier Fig. 66 die Abbildung eines Faſſes von der Traja»- niſchen Säule, an der man, ſo wie an der Säule des Antonin, ſehr viele Fäſſer ſieht. Im Collegium zu Rom befindet ſich eine thö- nerne Lampe mit einem Basrelief, worauf ein Faß vorgeſtellt iſt. Mehrere gravirte Steine zeigen das gleiche. Die Fig. 67 ſtellt ein Faß dar, das auf einem Karren liegt, und auf einem zu Langres ent- de>ten Grabe eingegraben war. Plinius ſpricht 1, 145&- 21 von den Fäſſern der Gallier, die zu ſeiner Zweyter Band» Zehnte Lieferung 175) Zeit in dieſem Lande allgemein im Gebrauch geweſen zu ſeyn ſcheinen. Circa alpes ligneis vas18 cou- dunt, circulisque cingunt. Die Römer bereiteten eine Art Wein, mit dar- in gelaſſener vieler Hefe, der öſters ſo di> war, daß man ihn wäſſern mußte, wenn er trinkbar werden ſollte. Dann ward er durchgeſeiht, und man hatte, zur Erleichterung dieſer Operation, Gefäße, die mit kleinen Löhern durckt wurden, ausgedacht. Der Seiher(Fig. 66) hat eine Eyform, mit zwey Griffen an der Seite und Seine Höhe beträgt 11x Decim., und|. oben eine Oeffnung von mittlerer Größe. Cine Art vorſpringenden, mit Löchern durct, halten mich ab, meine Unter? ſuchungen über den Urſprung mehrerer andern A>er- und ökonomiſchen Geräthe weiter auszudehnen. So hätte ic 3. B. mehrere Stellen alter Schriftſteller, wel- de in dieſer Beziehung noh nicht gehörig erläutert find, verſtändlicher machen können. ZJ) werde dieß, ſo wie es mir meine Geſchäfte erlauben, ſpäter thun, und in einem beſondein Werke die Abbildun- gen der von den Griechen und Römern in der Agri» kultur und in der Oekonomie überhaupt gebrauch» ten Inſirumente nach der Erklärung dieſer Schrift» ſieller, und nah den andern Denkmälern des Alter- | thums, die noch bis auf unſere Zeiten gelangt ſind, | liefern. " US bre SN MG t der Tafeln und des Texts des zweyten Bandes. <|- Landwirthſchafiliche Gebäude, Taf... 4, 2,: 35 Wr 0 107 77 87 95 LO 11,42," Hecken und Verzäunungen, S0 1,927| Maſchinen zum Transport, Tafs 45:2,)-3;. 4709. 0, I 850. S IE| Schaufeln und Hauen, Taf. 1,2, 35| „ib Pflüge. Täf. 1, 2, 3, A- 5, 657, 85 9, 10:| Egen, Taſ, 1, 2, 3, 4 Maſchinen. Taf. 1, 2, 3.100020 Wäſſerungen. Taf. 1, 2, Z, 4- DE0.75.3...0:| Verſchiedene Arten des Feldbau's. Tauf. 1, 23| Erndtew. Taf. 1, 2- Weinbereitung- Taf. 1, 2, 3, 4, I|] Thiere. Taf. 1, 2, SEU EDE w Milchwirthichaft. Taf. 1, 2» Haushaltungs-Gegenſtände. 00. 4. 02506 0 0001.04 Gäctnerey. Taf, 1, 2, 3, 4, 5, 6,.7::8; OM Oefonomiſhe Künſte, JEf. 15.24 Urſprung der Ackecgeräthſchaften. Taf. 1.= 10. Ende der Ueberſicht des zweyten und lezten Bandes. Berichtigung. Die bey den Maſchinen fehlende Tafel 5. 6, gehört zu den Wäſſerungen, weßhalb er- ſtere nur 6, und leztere 9 Tafeln hat, 2“ 7. > E 75prung 85 0 dkorge rd AS SSEGTSGGSCTUCGDTTTTIEGT, 2 EIIIE TT LR M: 04 1960, Weß Du. Hz DP zy» L= ammer nene / inmitten el EEN Ee Jaan 165 4 Ack 747 ZB5c 1a 7272; / D7(72 74 AE 7:5 - & LLe fte E Z7 S2. SL N anneigmu 2 1af 3 er dihse/ 77 rr 7“ 775 abr 24 Ae -- 4'4 IN SE eU SEITS 0 EEA AED GE TSC AE 32 LDW E* T /j; a I p [] j| 4.| ( WTE, "RK NR y ZW Doe fad 4 22-2 SV 2 Legt. DW» T [y | | DiTiel=- 27 By. 162 PLS Gizmo ege IL ps 737277 75 ZZ IX SEKI: 7; 2? 227 ZBd SULIG Dis Auczözigen ie Sede % ame. TE R SEITE SIR EIIIE<> = FE G l| 4 14 14; 1] " j 1 1 4 VW| 0 y 14€; ||| ||>" u| 1 3 0 lr „ kern, Ia EIE Bachait 157 7 - 27% 2G 427: Fn 4 zr 8 ' Be SC Z 7 Y 22, Wir ve„r126 Le 4a « 7 8, z„ « 152g db 5 7 € 1 KRRD.. Gez zu 227 Zz 7 777 EP GELL E05 232 SI ITA LIS Z IT 1 ZIRL 27 ZL GLL LLL LEG ———j—Q—C—C—C—CL L LL———— — 6————— 2 ————,˖‚—ö——————— — — .— 9 44 2 —— —— —-— — 5 28 OangS pĩE . —— — 4 n C — 0 .‿ 2 T — — 1 0 5 = O 15 5 — 15 19 0 O