„ 8— 3. g——„ *.. 4—g————— 8—— ooooöoö—ö—p— - Maſchinen, Inſtrumenten, Gefihofen Gebäuden, Apparaten & Tändlice, häausliche und induſtrielle Defonomie, Rah Zeichnungen, Sammlung PEE' 414.0 für Hie iK verſchiedenen Gegenden Europens bon dem Grafen von Laſteyprie, SE TEA RED Aus vem Franzöſiſchen überfſezt, Lieferung, von 10 Tafeln wit erflärendem Text. Landwirthſchaftliche Gegenſtände. Hecken und- Mauern. Maſchinen zum Transyortiren. Taf. 1. 2 Werkzeuge zur Behandlung der Milch, Taf. 1. 2 Taf 15225 3 Stuttigact und Tübingen, der 5,0 Eottga'ſen, Taf. 1, 2. Senſen und Gabeln, Taf. 4, 2, I, Maſchinen, Taf. 1, 2. 3; 4,5 INU ſerungen, Taf. 1.-2,3,4-9,0,7,8. 0 Verſchiedene Arten des Landbau's, Taf. 1, 2, 3, 4, 5, Maſchinen zur Behandlung der Erndte, Taf, 1, 2, 3,4, 5, 6 Weinbereitung, Taf. 1, 2, 3, 4, 5, 6. 1 Shiete, Tuff. 15.253. 4. Milchbereitung, Taf. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7«+ Geflügel, Taf. 1, 2. Bienen, Taf. 1, 2. Fiſche, Inſekten, Taf, 1. Häusliche Oekonomie, Taf. 1, 2, 3+ Gärtnerey, Taf. 1, 2,3, 4, I Ende der Tabelle des erſien Bandes. ſhen, 9 Bie iſt ſe gut bered zuglich abi ten an O pauft legt Pfoſten m ganzen S zn einigen in“ der&( a dimegfiacn binttifft,! nißt wird, Schanzyfäh den, und Dd“ Fiu echt | M | | | | | y f» a |: wre -& Y ed „ 3 betragen, damit das Vieh eine größere Luftmaſſe genießen kann. Von 2 Sei- ten ſind Fenſter angebracht. Die Stallthüre iſt bald auf der Seite des Vordachs, bald unter demſel- ben. Man errichtet gemeiniglich auf beyden Sei- ten dieſes Vordachs eine leichte Mauer oder eine einfache Verpfählung, um eine Stelle zum Schuß für das Geſchirr der Zugtbiere und Akergeräthe zu gewinnen. Das Futter wird auf dem Stall, und Figur erhellt, durch Pfoſten von einer Höhe von| den Gipfel des Daches aufgehäuft, Zw AchteXige Scheune, deren Dach durch einen Central-Pfeiler unterſtüzt wird. Dieſes Gebäude iſt eine Nachahmung von einer alten Kirche von Aquileja, die 11 Meotres im Durchmeſſer hat. Sie findet eine ſehr zwe>mäßige Anwendung bey Erbauung von Scheunen in Rückſicht auf die Form derſelben, die bey einem kleinern Aufwand von Bau- materialien größern Raum liefert, und nur ein ſehr leichtes und wohlfeiles Dach erfordert. Man könnte noch mit Bortheil bölzerne Balken zur Vereinigung E04 20-4. 0 1: des untern Theils des Dachs mit dem Central-Pfei- lex in dem Fall anwenden, wo man eine Scheune von großem Durchmeſſer bauen, und eine zu große Die der Mauern vermeiden will. Ein Strohdad) hat den Vortheil der größeren Leichtigkeit und eines geringeren Aufwands. Dieſe Scheune könnte mit Vortheil die Heuſchober erſezen, deren Errichtung in jedem Jahr vorgenommen werden muß, und ſehr koſt- bar iſt. Der Durchſchnitt des Gebäudes iſt in der Hälfte des Plans dargeſtellt, hint ſam und| bedie! He>en und Mauern. Gene Fig. I« Verzäunung mit gekreuzten ab- hängigen Pfählen. Sie iſt wegen der ſie zu- ſammenſetzenden Pfähle, die in der Erde feſtſte>en, und feſt aneinander ſchließen, ſehr dauerhaft. Man bedient ſich ihrer in mehreren Schweizer- Kantonen. Fig. 2» Verzäunung mit geknüpften und gabelförmigen Pfählen. Sie beſteht aus Pfählen, die ſich kreuzen, und lange hölzerne Pfeiler feſthalten. Der untere Theil iſt gleichfalls mit gabelförmigen Abſte>pfählen beſezt, welche die 2 wehte Fig. 1. Verzäunung mit Steinplatten, Sie ſind im Chamounithal im Gebrauch, und ſo auch an einigen andern Orten, wo man große Schieferplat- ten, beſonders auch Sandſteinſchiefer findet, die leicht aus den Steinbrüchen zu fördern ſind. Man pflanzt ſie einige Decimeter tief in die Erde, und läſſt ſie aneinander anſchließen, ſo daß ſie einen Metre, oder noh etwas mehr über die Erde hervorragen. Die Breite derſelben iſt 4= 8 Decim, Sie werden durc ihre lange Dauer ſehr nützlich. Fig. pfeilern. Man ſtellt dieſe Pfeiler, wenn ſie ge- hauen ſind, in einer Höhe von 12= 13 Decim., ohne den in die Erde eingeſenkten Theil zu rechnen, in einer Breite vdn 28 Centim,, und in einer Dicke von 13 auf, Man bohrt an dem obern Theil der- 2. Verzäunung mit Sandſtein-, SINE Tele Pfeiler unterſtüßen, und Schuß gegen das Eindrin- gen ſchädlicher größerer Thiere gewähren. Fig. 3. Verzäunung mit gefreuzten Pfählen und einfachen Ouerſtüken. Sie iſt aus dem Grunde vortheilhaſt, weil ſie nur we- nig Holz erfordert, und leicht und ſchnell zu ver- fertigen iſt. In der Schweiz iſt ſie ſehr gewöhn» lic, und dient beſonders zur Abtheilung ſolcher Ländereyen, die man zur Abweidung von Kühen und Ochſen beſtimmt. S0 5221 ſelben ein Lo< durc<, und zieht durch daſſelbe die Holzſtüke, welche zur Abhaltung größerer Thiere dienen. Dieſe Art iſt im Toskaniſchen gebräuchlich, Verzäunung mit ſieinernen Pfeilern. Jede Steinart von einiger Feſtigkeit dient zu einer ſolchen Verzäunung«. Indeſſen ver- dient immer der Sandſtein, wegen der Leichtigkeit ihn in lange und ſchmälere Formen zu behauen, vor andern den Vorzug. Nach Einſeßung dieſer Pfeiler in die Erde, werden ſie an ihrem obern Ende mit ei- nem eiſernen Gelenk verſehen, das die beyden Enden der Ouerhölzer aufnimmt, die mittelſt einer Schrau- be, die ſie gegen die Pfeiler drü>t, ſtark und feſt mit einander verbunden werden. Man trifft dieſe Fig. 3- Art von Verzäunung im Kanton Baſel. &: 3 | |] | 1] ET STEEN enum==& 2500 Ede; EEE ESSE |. wf. C 25 Dx T€-- Sa f A. Fig. I, Eine Mauer mit Schanzpfäh- len. Man errichtet eine Mauer bis zu der Höhe von| einigen Decim., worein man in beſtimmten Entfer- nungen Pfeiler einfügt, die unter einander durch Querhölzer verbunden werden, woran man Latten mit Nägeln befeſtigt, die mit ihrem untern Ende auf der Mauer ruhen. Dieſe Bauart iſt in mehreren Län- dern zur Verzäunung von Gärten oder Höfen gewöhn» lim. Sie verbindet Feſtigkeit mit Cleganz und Re- gelmäßigfeit. Fig. 2- Verzäunung mit geſtampfter Erde und Rohryflanzen, In dem Königreich Valencia in Spanien werden Gartenzäune mittelſt ei- ner Mau. von geſtampfter Erde, von. einer Höhe von 8--9 Decim,, verfertigt, worein nun eine Reihe von Rohren(arundo donax), die feſt aneinander anſchließen, und an ihrem obern und untern Ende den, eingefügt iſt, An Orten, wo dieſe Schilfart nicht wächst, kann man ſtatt derſelben Baumzweige anwenden. Dieſe Art von Verzäunung iſt ſehr dauer- haft, wenn die geſtampfte Erde von zäher Beſchaf- ; fenheit iſt. In Spanien iſt ſie ſchon ſeit den älte- | ſten Zeiten im Gebrauch, wie aus dem 14. Kap. des | 1. Buchs des Varro, de re rustica erhellt, der ſich | folgendermaßen ausdrückt: Quod(zeptum) ex terra et lapillis compozsitis ia formis ut in Hispania. Fig. 3. Mauer von Erde, die oben mit Roh- ren beſezt iſt, Dieſe Art von Verzäunung trifft man zu Murviedro in Spanien. Man errichtet von Lehm eine Art von Mauer, von der Höhe von 16== E77 Decim. Darauf fügt man Rohre ein, die gegen einander geneigt ſind, und vereinigt ſie mit einan- der durch zwey Querhölzer, die durch Weiden zu- ſammengeknüpft werden. Dieſe Art iſt ſct. Er:hat 4x Decimeter. in ſeinem größten Durchmeſſer, und 22 Centim, Länge. Der Fuß deſſelben iſt 9 Decim. lang, Der Durch- meſſer der Oeffnung, worein man den Trichter feſt: hält, 3x Decim. Fig. 3. Ein Model(moule aä cerat) für den zweyten Käs, den mau aus den Molken gewinnt. Er beſteht aus einer ſehr dünnen Platte, die kreis- förmig zuſammengelegt, und mittelſt eines Stris An ſeiner Mündung hat es 21 Centim,, an ſeiner Grundfläche 4, und ſeine Höhe iſt 21 Centim. Es wird in der Schweiz gebraucht, wo man ge» Schweiz, Fig. 4- Milcel des Keſſels. Er iſt an ei- ner Stelle durchlöchert, die man mittelſt eines Schies bers verſchließen kann, der fich“ in"einem Gewinde, woran er befeſtigt iſt, dreht, Fig. 6, Ein kupferner Durchſchlag oder Seiher, womit man die geronnene Milch heraus- nimmt und abtropfen läſſt, ehe ſie in die Mödel ge- bracht wird. Er hält 23 Ceatim, im Durchmeſſer, und der Griff 15 in der Länge, Tig. 7- Hölzernes Meſſer zum Zerſchnei- den der geronnenen Milch im Keſſel, 4 Decim, lang, mehr oder minder feſt mit Hülfe eines hölzernen| und 4 Centim, breit, RIE ip 7 m LE REI EE | k k ! 6|; 4: 5 7 u LU Be d„ 74| | 1„ai zulzirbrlicgi0e(e burl, E DL KBQDZBIODRUR XTR jj" mei enen Bea /achaftlicre Gebärde 17 ZEE: 7 LMU N 15.-. SZALKIITEZPP : SIERTEN Z| <<; Wenn, === nn- aeg ASAG heltrege 4 ain nnt" FRRENOEIUE FRAGEN SET ee NES Ege ge LL... ------------1 PZ 22/1207 1:3? 1. 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M x j A x 3 6 x I. lüp» s 1 K< s| MOE P 1 WN.TZ2. .? 4?y vs je: 58 N ie. X 7 p. 1 EN| AMON| NUS| EAR| y T 1:4 (Ww M .-- Y Z "D-+ ve| 4 R , He&en und Verzäunungen,. Ebert€ Fig. 1. Schilfzäune, Dieſe Art von Ver- zäunung, iſt in dem Departement der öſtlichen Py- renäen gewöhnlich. Man ſteckt Schilfe von arun- do donax in gleicher Linie in die Erde, und ſchnei- det das obere Ende- ſo ab, daß die HeFe eine Höhe von 15= 20 Decimetern erreicht. Man ordnet ſie an den Enden neßförmig, und ſenkt an drey Stellen der Höhe Querlatten ein. Dieſe Verzäunung iſt ſehr feſt und daueryaft. Fig. 2- Verzäunung mit zuſammenge- flosS7tie Fig. 1. Verzäunung mit doppelten Pfeilern und zwei Ouerhölzern, Man ſenkt zwei Pfeiler einander gegenüber in einer ver- hältnißmäßigen Entfernung mit der Länge der OQuer- hölzer, die man zu der Verzäunung brauchen will, in die Erde ein, Man umflicht den untern Theil der Pfeiler mit biegſamen Zweigen, und legt als- dann das erſte Querholz dgrauf. Hierauf bildet man auf gleiche Art eine zweite Unterlage für das zweite Ouerholz. Dieſe Verzäunung trifft man in dem Canton Zurid). Fig. 2« Berzäunung mit doppelten Pfeilern, und einem einzigen OQuerholze. Sie iſt mit der vorigen gleichartig, nur daß ſie blos ein Ouerholz in einer Höhe von 8 Decim. 2.3 dern in einer beſtimmten Entfernung vou dem er- ſten ein, u. ſ- f. Man knüpft die Zweige an den Stellen, wo ſie ſich kreuzen, mit Weiden u. ſ. w. zuſammen. Dieſe Art iſt einfach und ſehr ſicher, Man macht dieſe Verzäunungen von einer Höhe von 8-- 10 Decim, Tat er ler verbindet. Die ganze Höhe beträgt 10-12 Decim, Man trifft ſie ſehr häufig in der Shweiz, und ſie macht geringen Auſwand, Fig. 3. Verzäunung mitPfeilern und einem einfachen Gefle zu ſeyn braucht, und ohne an Solidi- tät zu verlieren, doch ſehr leicht iſt. Bei der Fabrikation derſelben bringt man eine kleine Krüm- mung an derſelben, und eine kleine Zurükſchlagung des Rands an den Seiten und an dem obern Theile derſelben an, wodurch ſie alsdann mehr Erde faſſen kann, Dieſes Inſtrument iſt in Belgien bei den Feld- arbeiten, vorzüglich aber bei Gartenarbeiten im Gebraud). Tig« 6. Schaufel von dreie>iger Form mit breitem Eiſen, Dieſes Eiſen iſt 3 Decim. lang, und hält 27 in ſeiner größten Breite, Man gebraucht es in der Gegend von Rom, und es mag in leichtem Boden, wo Sand und Kies iſi, ſehr tauglich ſeyn, Tig. 7. Dreie>ige ungefrümmte Schau- fel, Die Handhabe iſt 14x Decim, lang, Das Eiſen hat eine Länge von 43 Centim, An dem obern Theil hält es 29 Centim., und in ſeiner Mitte 2. W-€ DE. Tig. 1, Ha>e mit langem und ſigem Eiſen, Man gebraucht ſie in Spanien in ſteinigem Boden etwa 20, Man befeſtigt in der Handhabe, in einex beſtimmten Entfernung über dem Eiſen, einen eiſer- nen Zapfen, der 12 Centim. weit hervorragt, und zur Aufſtüßung des Fußes dient, um die Schaufel möglichſt tief einſenken zu können, Dieſes Verfah» ren iſt immer in dem Fall vortheilhaft, wo man in einem guten Boden zu arbeiten hat. Man kann dadurch den Boden ganz wechſeln, Dieſes Inſtrus ment wird in Holland gebraucht. Fig, 8. Schaufel mit Ohren, und mit viere>kiger Schneide, Man bedient ſich der- ſelben in den Belgiſchen Gärten, Das Eiſen der- ſelben hat eine umgekrümmte und concave Form, wodurch) man in den Stand geſezt wird, die Erde in eine gewiſſe Entfernung zu ſchleudern. Sie hält in der größten Länge 25 Centim., und in der klein» ſten 18; die Breite beträgt etwa 15 Centim,, die Handhabe 13 Decim, Fig. 9- Schaufel mit Ohren und ſpi- ziger Schneide, Die Belgiſchen Gärtner bedie- nen ſich derſelben zur Bearbeitung ſolchen Bodens, der ſchon einmal umgearbeitet war. Die Handhabe iſt 15 Decim, lang, Das Eiſen von concaver Form hat 23=- 24 Centim, in der größten Länge und 20 in der kleinſten, Die Breite beträgt 24 Centim, 2860. 0.04. zur Cultur der Weinreben, zu Erbſen-, Bohnen- u. ſ. w. Feldern. Das Eiſen hat an der Grund- fläße 20 Centim,, und in der Länge 33. Mit der Handhabe bildet es eine Oeffnung von 70 Graden, Fig 3. Ha>e mit rundlichem Eiſen, Dieſes Inſirument mit ſehr dicker Klinge, wird in den Umgebungen von Rom bei feſtem Boden ges braucht, Die Klinge hat eine Länge von 3X Decim, auf 3 in der größten Breite, Fig. 4 Has von viere>iger Form, = einer eſets und ufel fah» Nan ann „Die due, Valencia bei mehreren Feldarbeiten gebraucht. Die umgekrümmte Handhabe hat eine Länge von 8 Centim, Sie bietet eine ſenkrechte Entfernung oberhalb der Schneide der Klinge von 2 Decim, dar, Leztere it 3 Decim. lang, und 22 breit, Fig. 7. Hacke, die ſich auf die Seiten ausbreitet. Man bedient ſich derſelben im Ober» die noch etwas mehr zurü&kgekrümmt ſeyn muß, als Wallis zur Bearbeitung des Bodens, den man voin die Zeichnung angibt, iſt 48 Centim, lang. Die| unten nach oben bringt, um den Verfall und Ber» ſenkrechte Entfernung zwiſchen der Handhabe und| wüſtungen bei raſ e mit breitemandexrx Richtung». Die Handhabe hat eine Länge von Schneide verſchmälertem Eiſen, Sie| 13 Decim, iſt in Katalonien im GebrauH&, Die Handhabe Fig. 8- H mbs zm it kreisförmigem hält 8x Decim,, die Länge des Eiſens 3x Decim.,| Eiſen, Sie iſt im Königreich Granada üblich, auf 29 der Seite der Handhabe, und 21 an ihrem| und kann bei mittelmäßig feſtem Boden gebraucht Ende. Sie iſt bei leichtem Boden tauglich. werden. Die Handhabe, die einen Winkel von Fig. 6. Ha>e mit länglichen Eiſen.| 49 Graden mit der Klinge bildet, iſt 7 Decim, Dieſes Juſtrument, das Aehnlichkeit mit dem vo-| lang. Ihre größte Breite beträgt 37, und die rigen hat, wird von den Bauren im Königreich| kleinſte 22 Centim, Mit dieſer Ha>e werden faſt alle Feldarbeiten im Königreich Valencia, wo die Cultur zur höchſten Vollfommenheit gelangt iſt, verrichtet, Die Klinge hat 22 Centim. an der Seite der Handhabe, und blos 20 an den drei andern Seiten, Sie iſt mit der Handhabe durch eine zweigablige Dille vereinigt, und auf ſich ſelbſt zurükgekrümmt; die Handhabe, DE„la 2 ai Els Fig: 1 Gartenhaue mit rundlicher[ ſich derſelben bei der Cultur der Bäume und an? Klinge. Sie nnterſcheidet ſich von der nachfol-| derer Pflanzen in Frankreich und in andern Ländern, genden nur durc) die rundliche Form ihrer Klinge,| Das Ciſen iſt 13==24 Centim,, und die Handhabe die ſie zum Felgen nahe beiſammen ſtehender und| 9 Decim, lang. zarter Pflanzen geſchiter macht, Man giebt der Fig. 4+ Hac>e mit zwei umgekrümmten Handhabe dieſer Inſtrumente gemeiniglich eine Länge| fumpfen Zweigen, Dieſes Inſtrument it bei von 15 Decim. feſtem dichtem und ſteinigem Grunde, mit Oue>en- Fig. 2. Gewöhnliche Gartenhaue mit| gras ſehr tauglich Die Handhabe hat eine Länge viere>iger Klinge, Dieſes in unſern Gärten| von 75 Centim, Das gabelförmige Eiſen iſt 35 Centim. gewöhnliche Inſtrument, dient zum Felgen des Bo-| lang. Jede Gabel iſi 60=- 65 Millimeter breit, dens, und zum Zerſtören des Unfrauts. Man er-| und ſteht von der andern am Ende 40 Millimeter theilt ihm nach Beſchaffenheit des Bodens und der| weit entfernt. Sie wird in Frankreich gebraucht. Art der Arbeiten, zu welchen man es beſtimmt, Fig. 5. Tief zweigeſpaltene Ha>e, verſchiedene Dimenſionen, Im Medoc'ſchen hat ſie von den Winzern, die ſich Fig. 3. Eiförmige Ha>e, Man bedient| ihrer bedienen, den Namen peak erhalten, Die j | | 3 Y [4 | ? 1) | | j ! y L| ÜBERSETZER ZR eee=< Eg Er 4-53 14 Decim. lange Handhabe bildet, mitten auf de Klinge gemeſſen, einen Winkel von 13 Graden. Leztere hat in der größten Breite 28 Centim,, 33 in der Länge, und 27 in der Gablung. Fij: 6. Ha>e mit langem Eiſen, das jich gegen das Ende verſchmälert, und daſelbſt eine kleine Gabel bildet. Man bedient ſich derſelben in der Gegend von Terragona zur Bebauung eines feſien und ſteinigen Bodens. Die Länge des Eiſens bis zu der Gabel beirägt 27 Centim,, und von hier an bis an die Spiße 14. Die größte Breite an der Handhabe iſt 22 Centim. Leztere, die 11 Decim, lang iſt, bildet einen ſpißen Winkel, deſſen Baſis, in einer Linie betrachtet, die vertikal von dem Ende der Gabel aufſteigen würde, 2 Decim. betragen durfte, Tig. 7. Eine nur leicht gabelförmig geſialtete Ha>e, die ſi gegendie Schneide etwas verſchmälert, braucht ſie in ſteinigem| Man ges oden in der Sogend von Terragonna, Die Haudhabe iſt 12. Decim, lang. Das Ciſen iſt von dem Oehr der Handhabe bis zum Anfang der Spaltung 2 Decim,., und von hier aus bis an das Ende 1 Decim, lang. F's- 8. Gartenhaue von größerem Zuſchnitt. Sie kann auf den Feldern zum Fel- gen, und zum Lüften der Wurzeln und verſchiede- ner anderer Pflanzen gebraucht werden. Tig. 9. Ha>e mit Hufeiſenform, Man gebraucht ſie in den Umgebungen von Rom bei dichtem und zähem Boden, Die 7. Decim, lange Handhabe wird in einer umgekrümmten Dille befeſtigt, Die beiden Aeſte, von einer Länge von 20 Centim. bieten eine Oberfläc<ße von 12 Centim. von einer äußern Seite zur andern dar. IR einz Fahbritgarron. SG rf: e S Tia. 1. Gentäuerte Küſen, die mit alaſirtem Bacrſreinen bekleidet ſind. Dieſe Kufen ſind in einem großen Theil von Spa- nien gewöhnlich. Diejenige, deren Beſchreibung wir hier liefern wollen, wurde in Catalonien ge- zeichnet. Sie war aus behauenen Steinen gemauert, innerlich mit glaſirten Backſteinen überzogen, die auf ihren Seiten eine Oberfläche von 3 Decim. im Quadrat darboten. Die Bacſteine werden ge- meiniglich durch einen Kitt von Sand und Kalk mit einander verbunden. Der magere Kalk hat hier immer den Vorzug. Dieſe Kufe hatte eine Tiefe von 18x Decim. an der niedrigſten Gegend des Gewölbs, und 20% an der höchſtem Die Länge betrug 2 Metres 4 Decim, Der Buchſtabe A zeigt eine Oeffnung von einem Metre im Gevierte an, wodure von 5 Decim. an der Grundfläche, mit allmähligec Abnahme in der Höhe bis zu 4 Decim. Di>ke zu geben, wobei man innerlich die ſenkrechte Nichtung hält, Im Grunde bringt man eine kleine Neigung gegen den Hahnen an, um den Abfluß der Flüſſigkeit zu erleichtern, Die beſte Art, dieſe Kufen zu bauen und ihnen die größte mögliche Feſtigkeit und Undurchdringlichkeit zu ertheilen, iſt die mittelſt des Steinmoörtels(en beton) ein Verfahren, das leider bei uns nur zu ſehr vernachläſſigt wird, und das ſich bei einer Menge von Bauarbeiten mit Nußen anwenden ließe, Da mir die Art dieſer Abhandlung nicht geſtattet, in alle nähere Umſtände dieſes Bauweſens einzugehen, ſv 1 | t | 4 [7 |) | |) .| | t |) | | | + zrmiergetül= Mh Cu verweiſe ich hier, wie an mehreren andern Orten, auf die Männer vom Fach, auf ſolche Werke, die um- ſtändlich von dieſen Gegenſtänden handeln, Jh be- ſchränke mich auf die Bemerkung, daß man ohne gute Materialien, und ohne zwe>mäßige Manipu- ation derſelben keinen gut beſchaffenen Bau dieſer Urt erhalten wird. Man muß 3. B. gut gebrannte Backſteine, einen Ouarzſand, der von thoniger Bei- miſchung frey iſt, nehmen, oder ihn wenigſtens, wenn er dieſe Beimiſchung hat, lange auswaſchen. Der magere Kalk iſt unendlich vorzüglicher als der fette. Der Mörtel muß ſehr troken ſeyn, ſo daß er eine harte Maſſe? darbietet, wenn man ihn zwiſchen den Händen knetet, Die Lagen, die bei dem Cin- ſehen nach einander folgen, werden bei der Höhe eines Decim. durch Stampfen ſtark zuſammengedrückt, und die Arbeit muß mit einer ſolchen Schnelligkeit vor ſich gehen, daß dieſe Lagen keine Zeit zum Aus- tro>nen haben, Man muß dann die Vorſicht beo- bachten, ſie“ mit angefeuchtetem Stroh während der Unterbrechnng der Arbeit feucht zu erhalten und bei der weiteren Uebereinanderlegung mit Kalkmilch an- zufeuchten. Dieſe Art von Kufe dient nicht blos dazu, den Moſt gähren zu laſſen, ſondern auch den Wein, ſtatt eines Faſſes aufzubewahren, wie am Ende dieſes Artikels erhellen wird. Sie hat zugleich den Vor- theil, ſehr ökonomiſch zu ſeyn, da ſie keine Repara- fur erfordert undſchr dauerhaft iſt, Sie nimmt über- Zweyte Fig. 1- Kufe, oder Ciſterne mit vrei Abtheilungen für Aufbewahrung der Weins Der Aufriß derſelben. Fig. 2 Der Durchſchnitt derſelben. Man trifft dieſe Behälter in einigen Gegenden von Toskana, Der hier vorgeſtellte war in Räume gabgetheilt, wovon 1|e- | | dieß weit weniger Raum, als gewöhnliche Bütten ein, und verdiente wohl von allen Weinpflanzern zu einer Zeit nachgeahmt zu werden, wo das Holz immer ſeltener und theurer wird. Man kann meh- rere Kufen der Länge nach neben einander aufbauen, indem man Trennungsmauren anbringt. Cin wei- terer Vortheil iſt noch, daß man ſich derſelben in Jahren, wo die Weinleſe nicht in Fülle ausgefallen iſt, zur Aufbewahrung des Getreides bedienen kann, wie ich im Toskaniſchen geſehen habe, Fig- 2 Gemauerte Kufe ohne Ge- wolb, Dieſe wurden in der Gegend voi Terra- gona in Spanien gezeie C bemerkt man eine Art von Schacht, der aus zwey Bretern errichtet iſt, die uns ten mit Löchern durchbohrt ſind. Man kann dadurch den Wein mit Hebern in dem Fal ausziehen, wenn der Hahn ſich verſtopfen ſollte, Dieſe Kufe hat gleichfalls, wie die vorigen, einen Hahnen D., und einen ſteinernen Trog zur Aufnahme des Weins, TS>r. der ohngefäahr 4000 Bouteillen hielt. Ihr Durch» meſſer war 16 Decim, auf 16, Sie haben am ; obern Theil eine Oeffnung von 6 Decim. im Ge- vierte, worin man nac Cingießung des Weins, einen hölzernen Dekel anbringt, den man mit Gyps ſchließt, An dem vordern Theil ſieht man drei Oefk- Bitton lanzern 8 Hel In meh. ſbayen, Sin Weis elben in gefallen en fann, "ur? nam n Oe? Beins, Gyps y drei Deff ( Oeffnungen von 32 Gentim. Breite und 55 Höhe, mit etwas mehr Weite nach Innen als nach Auſſen, ſo daß die Thüre, die keilſörmig geſchnitten iſt, voll- kommen in die Oeffnung paßt, und mittelſt eines Stoc>s heraus gezogen werden kann, den man in einen Ring anlegt, der in der Mitte dieſer Thüre, wie aus der Zeichnung erhellt, angebracht iſt. Drei andere fkleins Oeffnungen an der Seite der orſiern, ſind mit einem Zapfen geſchloſſen und dienen zur Abziehung des Weins, ohne daß man nöthig hätte, die große Thüre zu öffnen. Die Höhe der Kufe von dem untern Theil der Thüre bis an den Gip/ fel beträgt 22 Decim. Sie ſteht auf einer gewölb- ten Untermauer von der Höhe von 9 Decim, Die Entfernung zwiſchen jedem Gewölb beträgt 45 Centim. und die zwiſchen der Spize des Gewölbes und dem hervorragenden Rand des Unterbaues beträgt 27 Centim. Dieſe Kufen, worin man den Wein gähren läßt, und worin man ihn vorzugsweiſe aufbewahrt, dienen unter manchen Umſtänden auc) zur Aufbewahrung des Getreides, 3 ) Fig. 3. Behälter zur Aufbewahrung des Weins. Er wurde in Katalonien gezeichnet, wo er in mehreren Gegenden gebraucht wird. Seine Tiefe beträgt 16, die Breite 16, und die Länge 17 Decim. Am Grunde iſt eine Abdachung zur Be- güönſtigung des Abfluſſes angebracht, Die Mauern, die aus Steinen aufgebaut ſind, die mit Kitt vereinigt wurden, haben innerlich und äuſſerlich eine Beklei- dung von dem gleichen Kitt erhalten, In dem obern Theil iſt eine geräumige Oeffnung von 23 Decim. Breite auf 3X Länge angebracht, die man mit der Thuüre Fig. 5 ſchließt. An der vordern Seite der Kufe ſind zwey Löcher angebracht, die man beym Her- auslaſſen des Weins öffnet. Cin unter das untere Loch angebrachter Trog dient zur Aufnahme der Flüſſigkeit, Fig. 4 ſtellt den Durchſchnitt des obern Theils dar, Fig. 5. Thürchen oder De>el, mit einem Ning und zwei Handgriffen, worin ein Sto> ein: gefügt wird, Fig. 6, der dazu dient, das Thürchen ſtark gegen die Oeffnung zu drücken, Fig. 6, der Sto, deſſen Gebrau< ſo eben an- gegeben wurde, ZBweyte LieferUtng» ta imnmmtmmnägenmeZeenrtttgun (un mnie "af EEE En „intel enk kennen R ee SSS REISSESSNNENNEINEN SH „he EE id niht“ ege „(An arama.= NE Bienenzucht. (SEE ACS. 20 Fi: 1 licher Form. Man bedient ſich deſſelben in dem Hasli-Thal in der Schweiz. Die Länge beträgt 4, die Breite zT, und die Höhe 2 Decim, Die Oeff- nung zum Eintritt der Bienen kann na< Willkühr mittelſt eines in einem hölzernen Zapfen laufenden Thuürchens geöffnet oder geſchloſſen werden. Dieſe kleinen Bienenſiö>e laſſen ſich leicht und ohne Auf- wand, vorzüglich in holzreichen Gegenden, bereiten. Fig. 2» Cin Bienenſto> von länglicher vieremigern Form"mit: vier Tußen- Er gleicht dem vorigen, und iſt ebenſo einfach in ſeinem Bau. Man macht ein Kiſtchen, deſſen durch Zapfen vereinigte Theile auf einem Brete mittelſt anderer Zapfen anbefeſtigt werden. Das Bret iſt durch 4 Füße über den Boden geſtellt. Dieſe Art iſt in Tos- kana gewöhnlich. Sie hat eine Länge von 8 Decim,, eine Breite von 38 Centim., und eine Höhe von 30. Fig. 3. Cin Bienenſto> von Korkholz, Man bedient ſich des Korks zur Verfertigung von Bienenſtö>ken in allen Kantonen Spaniens, wo dieſer Baum häufig wä auf einer ſteinernen Platte auf. Der Kork iſt in ſo fern für Bienenſtö>e eine vorzüg- liche Subſtanz, als er dieſelben vor Kälte und all: zugroßer Hißze ſchüzt. Tig-4- Eine Art mit den Honigbienen eine Reiſe zu machen. Der Gebrauch mit den Bienen eine Reiſe vorzunehmen, war ſchon in dem Ein Bienenſio> von läng-| höchſten Alterthume gewöhnlich. DL qa ſ EE 1; Die Bewohner von Ober-Egypten brachten die Bienenſiv>e auf Kähnen, womit ſie in die niederen Gegenden dieſes reichen Landes ſchifften, von den Römern mitgetheilte alte Sitte beibehalten, Man trifft fie auch in einigen Gegenden Frankreichs an, wo man ſich kleiner Karren dazu bedient; allein die Stöße, welche die Bienen dabey erhalten, ſtören ſie in ihrer Ruhe, und beſchädigen ihre Arbeiten; während die Haltung und der Gang der Eſel ſanft iſt und dieſen Inſekten nicht beſchwerlich fällt. Man bedient ſich aus dieſem Grunde des leztern Verfahrens zum Transport der Bienen von Mancha in Spanien nach dem Königreich Valencia, wo ſie überwintern, und im Frühjahr dann wieder in das erſtere Land zu? rückgebracht werden. Man bedient ſich dazu der Bie- nenſtö>ke von Kork, die“ oben beſchrieben wurden, wegen ihrer vorzüglichen Leichtigkeit, Der Grund eines jeden Bienenſto>s wird durch ein Binſengeflecht geſchloſſen, das mit 4 Bindfäden an dem obern Theil des Bienenſtoks angeknüpft iſt. Man legt einem Eſel 10 ſolche Bienenſtö>e auf den Rücken auf, die man mit Stricken befeſtigt. Gewöhnlich begleitet ein Mann zwey ſolche beladene Cſel. Er macht den Weg bei der Nacht und hält mit Sonnen-Aufgang ſtill. Alsdann ladet er die Bienenſtöc>e ab, ſtellt ſie in zwey Neihen gegen einander auf, und öffnet das Loch zu ihrem Austritt.* Sie verbreiten ſich alsdann ſogleich auf dem Felde, zum Aufſuchen ihrer Beute, Abends kehren ſie wieder in ihre Vienenſtö>ke zurü, und bei dem Eintritt der Nacht beladet der Führer ſeine Eſel wieder, und ſezt alsdann ſeine Reiſe fort. In 24 Stunden legt er 7 Stunden zurü>, Die Spanier haben dieſe, ihnen Tig. ü% Ländlicher Bienenſroct: Dieſe Art verdient auch bei uns auf dem Lande nachgeahmt zu werden, weil man, ohne die Vienen tödten zu müſſen, doch ganz bequem den Honig und das Wachs erhalten kann. In der Darſtellung. iſt ein Mantel von Stroh und ein Topf auf dem Gipfel angegeben. Fig. 2- Dieſer VBienenſio> beſieht aus dem Körper des Bienenſto>s, dem De&>el, und der Grundfläch2e, worauf derſelbe ruht, Er iſt aus Stroh- banden mit Baſt umwunden zuſammengeſlochten, Der Durchmeſſer beträgt 33 Centim., die Höhe 4 Decim. Am obern und untern Rande wird ein doyveltes Strohgeflecht angebracht, damit der Deckel genauer auf den Körper des Bienenſio&>s paßt, und dieſer genau auf der Tafel ruht, die ihm als Unterlage beſtimmt iſt, An der obern Oeffnung des Bienen- ſtocks bringt man ein achte>iges Bret an, das in der Mitte mit einem Loh von 3 Centim. durchbohrt ift. Dieſes Bret wird mit Nägeln an den doppelten Rand des Strohgeflechts des Körpers des Bienen- ſio>s anbefeſtigt, Wenn man die Bienen beräuchert, ſo begeben ſie ſich in den obern Theil. Der Körper des Bienenſto>s vereiniget ſich mit dem obern Theil durch zwey Stäbe, die durch beide gehen. Im In- nern befeſtigt man zwei Stäbe, die ins Kreuz, in einer Entfernung von x Decim, von einander aufge- ſtellt ſind. Sie dienen zur Unterſtüßhung des Baus, Dieſer von Herr Lombard vervollkommnete Bienen- ſto> wird in der Gegend von Paris und in mehreren franzöſiſchen Departements häufig angetroffen und verdient noch verbreitetere Nachahmung, Fig. 3, Bienenſtv> von Pfriemen- | fraut, Dieſe Art iſt an verſchiedenen Orten Spa- | niens, vorzüglich aber im Königreich Valencia ſchr verbreitet, Man verfährt dabei ſo, daß man aus Pfriemenkraut einen Cylinder flicht, der den Durd)- meſſer eines gewöhnlichen Bienenſto>s hat. Man ertheilt ihm gewohnlich 25 Centim, Höhe auf 36 Durchmeſſer, Fig. ke Bäenonſto>: vor Bye tern: viere>iger Form. Dieſer Bienenſto>, der aus 4 zuſammengenagelten Bretern und einem gleich» falls hölzernen Deckel beſteht, iſt leicht zu verfertigen und wohlfeil. Man bedient ſich deſſelben in dem Departement der Oſipyrenäen, Ti94 19.„Holzerner Bienenſtock mit horizontalen Unterlagen, Dieſe Art von Bie- nenſio> habe ich in Schweden geſehen. Sie beſieht aus 4 auf einer Bank aufgeſtellten Unterlagen, die durch eiſerne Klammern mit einander vereiniget ſind, die in Ringe eindringen, und auf dieſe Art die Un- terlagen in einer-feſtien Stellung erhalten. I< muß den Bienenliebhabern die Beurtheilung der möglichen Vortheile dieſer Vorrichtung überlaſſen. Fig. 6. Kegelförmiger aus Thon ver»- fertigter Bienenſto>. Man trifft auf einigen Dörfern in der Gegend von Bordeaux große Formen von ZuTerhüten ſtait der gewöhnlichen Bienenſtiv>e. Dieſe Gefäße von gebrannter Erde ſind 7 Decim. hoch. Man ſtellt ſie auf ein Bret mit drei Füßen, nachdem man zuvor am Rande das Loch zum Aus- tritt der Bienen angebracht hat. Gegen die Sonnenhiße ſc UT us IEM AN 727 TOTAL Ie u 4! TDM EN un ENEN ED TARENT ENGA << Epi nich || deiii Ee EEE FEHR D= n TTT TIT I ae m MU NDNTTTT H- =- LTS Z -=- I- NH |= | << == MW QV Q W Y WMW M WD WII PP ZM d V W==== Dd- MW== 3 DPD=== 7:7; 4 ZZ SI 7<<< u IERS= ee== d>? nt me ; 4 | | | | | (| | | ] | IK ) | | 3 ; 0? || 1] | | 4 |; | ] nut EE 4. kä ienn FOU V we 1-3+ " ze 23 vi gu Y X cx SONN» EN KAESE NES 77 90071170 ME]/ 1"(a 4 SIRI See eng debe PEE WEER ET gg„aſh SEENBCTEI nn. 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Ein Wäſſerungsrad, Das Wäſſerungsrad iſt unter allen Maſchinen zum Erheben des Waſſers das einfachſte, wohlfeilſte, und das zugleich bey gleichem Verhältniß von Kraft und Zeit- aufwand das beträchtlichſte Product liefert. Man| bedient ſich deſſelben ſeit undenklichen Zeiten in Aſien und in Afrika. Die Sarazenen haben-es in Spa- nien und in andern Ländern von Europa eingeführt. Man wendet es noh in einigen Theilen des ſüdli- Hen Frankreichs an. In Spanien wird es faſt all- gemein zur Bewäſſerung der Gärten und der Felder benuzt. Die Bauern verfertigen ſich dieſe Maſchi- nen mit Materialien, die ſie bey der Hand haben, von ſelbſt, und befruchten auf dieſe Art die troFen- ſten Gegenden, Der Umſtand, daß ſie im übrigen Curopa nicht benuzt werden, erklärt ſic blos aus der Unwiſſenheit und dem alten Herkommen, den zwey Fräftigſten Feinden jeder Verbeſſerung. Das hier abgebildete Wäſſerungsrad iſt in Ca- talonien übli), und ſchien mir das einfachſie und vollkommenſte von allen zu ſeyn, die ich in Frankreich, Ztatien und Spanien gezeichnet habe. Man nennt es im ſüdlichen Frankreich) Puisaro. Dieſe Maſchine verdiente nicht nur in allen unſern Gärten, ſondern auch in alen größern Landbewirthſchaftungen ſowol zur Bewäſſerung der Wieſen, als nöthigenfalls auch zu ändern landwirthſchaftlichen Betrieben, eine ausge- dehnte Anwendung. Der Gewinn wird dabey um ſo größer ſeyn, je weniger tief das Waſſer liegt. Zur Anlegung eines Wäſſerungsrads fängt man damit an, einen Schöpfbrunnen zu graben, A, Taf. 1. und I1l., von einer Länge von 3 Metres 7 Decimeter auf 1x Metres Breite. Man ſtellt über dieſen Brunnen das vertikale Rad B auf, das tr 3L Decim, Durchmeſſer hat, und 40 Zähne trägt. Cs beſteht aus Felgen und vier Radſpeichen, die an einem mit Inbegriff der Zapfen 13 Decim. langen Baum anbefeſtigt ſind, Jene werden von metalle- nen Wellen, die in der Mauer des Brunnens be- feſtigt ſiad, getragen. Der Umkreis des Rads wird von perpendikular auf ſeine Fläche gehenden Dritte VBeferung« Nägeln durchſchnitket« Dieſe greifen auf der einen Seite in die Zähne des horizontalen Rads BE ein, und ſtüßen auf der andern Seite das mit Gefäßen C beſezte Schöpfwerk. Sie müſſen hinreichend ges neigt ſeyn, damit das Schöpfwerk gegen die Grund»- mauer des Rads in ſeiner Richtung ſirebt, Die Gefäße verſchmälern ſich gegen zwey Drittheile ih- rer Höhe- Man erxrtheilt ihnen eine Länge von 35 Centim., und einem Durchmeſſer von 14 Cen- tim. an ihrer Oeffnung, Auf ihrem Grunde iſt ein Loch von 6 Millim.; ſie ſind zwiſchen zwey gefloch- tenen Stri>en von Pfriemenkraut mittelſt eines Binds fadens, der um ihren verſ feſt, damit es nicht, wenn man mit der Bewegung aufhört, ſich zurückdreht. Die Fig. 2. ſtellt mit Wachs: überzogene Sä>ke von. Leinwand von foniſcher Form dar, deren man ſich ſtatt der andern Töpfe bedienen könnte, um das Spiel der Maſchine zu erleichtern, und den Dritt e Tig.'- Eine aus einem Stüc> Fla- ſce Holz BB BB ein, die ſich bis an den Umkreis des Rades verlängern. Das Getriebe eofolgt mit dem Ende dieſer verſchie» denen. Stücke, es iſt aber nicht ſo regelmäßig, wie bey den oben beſchriebenen Rädern. Man könnte dieſe Maſchine an das Ufer eis | nes Sees oder eines Flußſes aufſtellen. Zu dem Ende würde man den Baum des vertikalen Rads verlängern, indem man an ſein Ende ein Rad mit Dieſes Rad wird die Bewegung durch eine mit einem Trilling verſehene Achſe empfangen, um welche das Zugs» thier ſich her bewegen wird, SE af er Fig. 5. Schöpfeimerartige Gießkanne, Sie iſt von Metall und mit einer langen Hand»- babe verſehen. Man bedient ſich derſelben in Ita» lien zum Begießen. und zu verſchiedenen andern häuslichen Auwendungen, Fig. 6. Ein Weichtrog. Dieſes Inſtru- ments: vedienen ſich die Gärtner in der Gegend; von Tours, wenn ſie Felder, die mit kleinen Sagay- mn eingeſät ſind, begießen wollen. Es beſteht aus zwey parallelen Bretern, ohngefähr von einer Länge von 4 Decim., die in einer Entfernung von 24 GCentim. durch Stäbe vereinigt ſind, worauf man eine Lage Stroh legt. Dieſe wird von einer Querlatte zuſammengedrückt, woran eine 17 Decim, lange Handhabe befeſtigt iſt, Man|tellt das In- ſtceument auf die Stelle, die man bewäſſern will, und gießt dann Waſſer darauf, das durch das Stroh“ ſickert, und ſich auf dem Boden verbreitet, ohne die Erde im Geringſten zu verſchieben. Fig: 7. Eine Schaufel von vierecki- ger Form, Man bedient ſich derſelben auf glei- de Art, wie der von No. 4; aber ſie ſchleudert Waſſer in ſehr beträchtliche Entfernung. ſchleudern,| das Waſſer nicht in ſo große Entfernung, wie jens.. € B2SSTCLRLAALAE IREEN TENEN: 2000 EREN. eini» Jorn nien Die 'y des Hol dem Imen, miſt ein, gern, ſchivs , Wie ! eis dem (ads mit Rad ling Zuge "We andy Itay dern ſtra? jend! 5047 ſteht einer von rauf inet (it Ius vill, das et, fi NN et 006. RKReilhaGCen, TE. X I. 2 Fig. 2% Eim Keilha>en mit einem fſcen. Er dient zum Behauen und Ausgbrechen felſigen Bodens, den man für den Landbau gewinnen will. Die ſpite Seite hat eine Länge von 3 Decimeter, das Eiſen dieſes Inſtruments verlängert ſich geweinig- lich in zwey 13--2 Decim. lange, und 44 Millim. Sreite Anſätze, die die Handhabe umfaſſen,-an der- ſelben mit Nägeln anbefeſtigt ſind, und zu dauer» hafter Befeſtigung dienen. Man ſieht dieſes In- ſtrxment an mehreren Orten, Fig. 3. Keilha>en mit einem ſcen mit einem Beil. Man bedient ſich deſſelben bey'm Bau der Weinreben in der Gegend von Tarragona in Spa- nien. Die Handhabe iſt 8x Decimeter lang, Das 3. 4 L..2-1 Eiſen, das zum Aufwühlen des Bodens dient,"hat eine Länge von 3 Docim; Der entgegengeſezte Theil, der zum Abſchneiden der Wurzeln: oder-der untern Zweige der Weinreben dient, hat 2'Decim, Länge. Tig. 5. Ein Keilha>en mit doppelter Schneide. Man gebraucht ihn zum Umgräben des Bodens. Die Schneiden, wovon die eine it vertifaler Richtung gegen die Handhabe, und die andere gerade entgegengeſezt geſtellt iſt, werden zum Abhauen der Wurzeln, auf die man bey'dem Urbarmachen eines Bodens ſtößt, gebraucht, Die Handhabe wird mittelſt zungenförmiger Fortſäße anbefeſtigt; ſie iſt 8 Decimeter lang; jedes Eiſen' iſt 39 Centim. lang, mit einer ohngefähr 6 Centim, breiten Schneide, Fig. 6. Großer Keilha>en mit dvp»- vpelter Schneide, Er unterſcheidet ſic) wenig von dem vorigen, auſſer durch ſeine Größe. Man bedient ſich deſſelben bey hartem und dichtem Boden. Fig- 7- Großer Keilha>en mit einex Schneide, Dieſes Inſtrument wird mit Voxr- theil zum Umgraben eines zähen und ſteinigen Bo»o dens benüzt. Es erfordert, wie das vorige, kräfso tige Arbeiter, Die Handhabe iſt 8 Decimeter lang 3 vie ſpige Seite 39 Centim, Das Inſtrument iſt viere>kig, und hat an ſeiner Mitte auf jeder Seite 4 Centim. Breite. Die ſchneidende Seite iſt 36 Centim, lang, und die Breite an ihrer Mitte bes- trägt 65 Millim,, nnd 85 an ihrem Ende, Mat bedient ſich dieſes Jnſtruments vorzüglic in der Gegend von Paris. Fig. 8. Gewöhnlicher Keilha>en. Das in eine Spike ausgehende Ciſen hat eine mittlere Dicke von 25 Millim, auf 3 Decim, Länge, Die Handhabe iſt 8 Decim, lang. -„edad | F! | ß | ( Jang, und- 3. oder 4 breit, E29 Zwe te Fig: 14 Keikha>en mit langer und ſ8 in kieſigem Grunde in der Gegend von Bevey in der Schweiz; der Schna- bel iſt 52 Centimeter lang; er hat 8 Millim, an ſei- nem Ende, 159 an ſeinec Mitte, und 20 an feiner Handhabe.. Der ſchneidende Theil iſt 11 Centim. Jang, und. 52 Millim, breit, Die Handhabe iſt ' Z'Decim.. lang. Fig. 2- Keilha>e oder Steinhaue mit einem Hammer, Site dient zum Umarbeiten der Erde, und zu anderm häuslichen. Gebrauch. Der„ſchneidende Theil iſt 12 Centiun, lang, und 7 Centim. breit, Der Hammer-hat eine Länge von 42: Centim, 3; die Haudhabe von Zo. Fig. 3- Keilha>e oder kleine Haue, Man. bedient ſich derſelben im Wallis bey der Gä tnerey. Die Handhabe iſt 3 Decimeter lang; das Ciſen iſt 9 Centim. breit, und. an ſeinem längſten Theil 18. Centim. lang, und an dem an. dern. Theil 5 Centim. lang auf 4 Breite, Fig« 4 Keilha>ke oder Gäthaue. Die- ſer. kleinen Gäthaue bedient man ſich in dem Kö- nigreich Valenc'a zum Auſlokern der Erde und Aus- rotten des Unkrauts. Man hält ſie, wenn man| damit arbeitet, mit einer Hand, und reißt mit der! andern das aufgeloFerte Unkraut aus, Die Hand- habe iſt ſehr kurz. Die Klinge iſt 5 Centimeter Cs iſt ein gutes Gar- ten- Inſtrument, deſſen man ſich auch zum Einſäen von Gemüſen bedient. Man. ſenkt es zu dem En- de in die Erde, erhebt es durd) Neigen ein wenig, und- wirft dann mit der linken Hand den Saamen unter die Klinge. Der Arbeiter hat an ſeinem Gürtel. einen Korb mit den Saamen anbefeſtigt, Auf. dieſe Art geht die Arbeit ſehr ſchnell. Fig.& Cin Mauriſcher Keilha>en, Dieſes Inſtrument wurde von den Mauren. nad) Spa- nien gebrae mit breitem dreye>i- gem Eiſen. Die Handhabe iir 1 Meter lang, Das Ciſen iſt an dem nächſten Theil bey der Hand»- habe 18 Centim, breit, und hat an beyden Seiten des Winkels eine Länge von 35 Centim, Die vertiz kale Entfernnung zwiſchen der Spitze des. Eiſens und der Handhabe beträgt 25 Decum, Man bedient ſich derſelben in der Gegend von Tarragona zum Bes bauen der Weingärten und der Felder. Diejes Ins / ſtrument verdient bey zöhem und ſteinigem Boden | Empfshlung; Fig.. 7. Keilbade mit zugerundeter S abel. Man bedient ſich dieſer Art von Zacken in der Gegend von Peipignan. Man rottet das. Unfraut damit aus, lodert die Erde damit auf, und. reißt manche WT IEEENS damit ab, Es hat 23= 4 Decim. ganze Länge. Fig. 8. Gabelförmige Keilha>e mit einer Spatel. Man bedient ſich dieſes Inſtru- ments im Canton Zürch zum zweyten Auflo>kern der Erde zwiſchen den Pflanzen. Die am andern Ende befindliche Spatel dient zur Entwurzelung und zur Herausnahme der gleichen. Pflanzen.(Der Zeichner hat dieſes Ende als eine Dille dargeſtellt, dieß iſt - ein Irrthum.) Arbei ſich der nt enb m mit pendis Schade, Minden xd das Das entim, Spize bildet, ) Cens e dir lang, ande eiten vertiz und dient Bes KU oden. ter der GC x T-h-i ) €: bi X; E22.S 2 I 0€ 16:00 Fig. 1+ Eine Spannfeſſel, ein am Hals anbefteſtigter Blo>. Man legt den Thieren Spanvyfeſſein an, um ſie entweder in ihren Bewe- gungen, wenn ſie allzu reiſſend ſind, zurückzuhalten, oder zu mäßigen, oder um ſie zu hindern, ſich auf große Strecken zu entfernen, und Hecken oder Ber- zäunungen zu durchbrechen, Wenn die Stiere ſehr wild ſind, und man zu befürchten hat, daß ſie die Menſchen angreifen, ſo hängt man ihnen einen dien Block an den Hals, ſo daß man nun leicht ihrer Verfolgung entkommen kann, Fig. 2« Cin gebogener Naſenriemen mit Stacheln. Man bedient ſich deſſelben in Holland zum Leiten der Ochſen beym Pflügen, oder wenn ſie an Wagen geſpannt ſind. Ein einziger Menſch kann auf dieſz Art mit veitriemen, die man an Rin- gen des Naſenriemens befeſtigt, ein ganzes Geſpann leiten. Das Intirument iſt von Ciſen, auf der Seite mit kiei: en Spitzen verſehen, und von halbkreisför- miger Geſtalt; es ruht auf der Naſe der Stiere, wo es mit zwey Stricken anbefeſtigt iſt, wovon der eine um den mittlern Theil des Kopſs geht, der andere hinter den Hörnern anbefeſtigt wird. Fig. 3« Cine Binde zur Zähmung der| Thiere. Man bedient ſich dieſer Binde zur Be- ſchrän*fung der Wildheit der Thiere alker Art, die| entweder Menſchen anfallen, oder ſich untereinander ſelbſt ſchaden könnten. In Holland legt man ſie| über die Augen von Kühen, Pferden, Widdern, und Schafen, die man auf Feldern in der Nähe von| Wohnungen weiden läßt, damit ſie ſich nicht verz| laufen und niedere Verzäunungen nicht überſpringen,| Fig. 4- Cine am Hals und am Fuß. be- feſtigte Spannfeſſel, Man bedient ſich dieſer Urt von Syannfeſſel im Departement von Puy-de-| Zweyte Fig. x. Ein kleiner Sattel, um die! Ziegen am Durchbrechen der Zäune zu hindern. Zu einer Zeit, wo man in Frankreich beſchäftigt iſt, die Thibetaniſchen Ziegen zu vermeh»- ren, dürfie es zwe>mäßig ſeyn, ein Mittel. zu ken- Döme und von Cantal, um Pferde, die man auf Weiden ſchi>t, zu bezähmen, Die Thiere werden dadurch weniger ermüdet, als wenn die Spannfeſ- ſeln an beyden Füßen angebracht ſind; ſie können dabey frey umhergehen, und weiden, ohne zu laus fen, oder He>ken und Schießgatter zu überſpringen, Man legt um den Hals des Pferdes ein hölzernes Halsband;- dieſes iſt mittelſt einer Kette oder eines Stri>s an ein gleichfalls hölzernes Armband, das man in einen der Vorderfüße ſchiebt, befeſtigt. Spo»- wohl das Halsband als das Armband werden mit einer Gerte befeſtigt, die an einem Ende einen Knopf, und an dem andern ein Loch hat; die Bes feſtigung erfolgt alsdann mittelſt eines Leders, das man in. das Loch einſchiebt. Fig. 5- Cin Naſenriemen mit einem Zaäahn- Cifen. Man bedient ſich deſſelben in Jta- lien beym Beſchlagen oder bey ſonſtiger Behand» lung ungelehriger Pferde, Das Inſtrument 1ſt von Ciſen, und hat einen Ring, den man. in die Zähne des Ciſens einfügt, ſv daß man die Naſenlöcher des Pferdes. ſtärker oder gelinder“ zuſammendrücken kann. Fig. 6. Gerader Naſenriemen mit Sta- < eln. Er beſteht aus einem. mit eiſernen Spiten und zwey Ringen an den Enden verſehenen Stück ' Holz- Ein an einem Ring befeſtigter. Strick geht in den andern über, und dient dem Führer als Zü- gel, der ihn, je nachdem er die Ochſen leiten will, anzieht. Dieſe Vorrichtung bleibt mittelſt eines Stricks aufgehängt, der hinter den Hörnern des Thiers ans befeſtigt it; ſie iſt in Toſkana gewöhnlich, aber ſehr fehlerhaft, weil die Spitzen immer auf die Schnauze der Ochſen. drüken. Die Vorrichtung von Fig. 2. verdient bey weitem den Vorzug, T:/ 4-1..0: nen, das man mit Vortheil zur Verhütung der Bez» ſchädigungen benuten kann, die durch dieſe Thiere veranlaßt werden. Wir ſahen dieſes Mittel in ei- nigen der kleinen Schweizer- Cantone ausgeführt, Man legt. ihnen einen kleinen Sattel auf den Kör-. CE 2. I per, der aus zwey Stü>ken eines groben Tuchs be» ſteht, auf denen man zwey Scheiben anbefeſtigt, die mit einem Riemen am obern Theil des Kör- pers, und mit zwey Gurten, einer vordern und einer hintern, feſtgehalten werden. Zwey hölzerne Fortſätze, die an dem innern Theil der Scheiben angefügt ſind, haben unter rechten Winkeln eine andere Latte durchgeſchoben. Durch das Ganze iſt nun. die Ziege mit einem Widerſtand verſehen, wenn fie Heken und Zäune durchbrechen wollte, ſo daß ſie nun unmöglich) durchdringen kann. Man könnte durch dieſe einfache Vorrichtung eine beſtimmte Anzahl von Ziegen auf eingeſchloſſenen Weiden gehen laſſen. Fig. 2- Armbandartige Feſſeln. Sie beſtehen aus zwey hölzernen Armbändern, die ſich mittelſt eines Nagels öffnen und ſchließen, wie Fig. 4. Taf. 1, angegeben wurde. Dieſe Feſſeln, die ge- meiniglic) an die Hinterfüße gelegt werden, ſind durch) eine Kette vereinigt. Fig. 3. Cine längliche Feſſel. Dieſe beſteht in einem länglichen, am Ende verſchmälerten Stü Holz, das in der Mitte ausgehöhlt iſt. Beym Zuſammenlegen faßt jene Höhlung das Bein des Pferdes, und man kann das Jnſtrument nun mit einem Bindfaden ſchließen. Cs iſt 4 Decmeter di>, auf eine Länge von 5X Centimeter. Man be- dient ſich deſſelben in Toſkana. Tig: 4- Armbandartige Feſſel für die Gänſe. Wenn man verhüten will, das die Gänſe ki. SSI NES fich nicht zu weit von den Wohnungen entfernen, fo legt man ihnen eine ſolche Feſſel an die Pfoten an, die mit einem Nagel befeſtigt wird. Die klei- nern Güterbeſiger bedienen ſich in Dänemark dieſes Mittels, das eine ansgedehntere Anwendung verdiente, Fig. 3. Eine Art Maulkorb von Holz, Er beſteht aus zwey Holzſtücken, die an einem ih- rex Endet: durch zwey Ringe vereinigt ſind. Man bedient ſich deſſelben in Spanien, um die Maul- thiere zu bemeiſtern, die ſich nicht beſchlagen laſſen woößen.'Man faßt die obere Lippe des Thiers zwiſchen den zwey Zangen, und hält ſie zu'ammen- gedrückt, indem man die beyden Enden einander nähert, die man. mit einem Bindfaden feſtkmpft, Fig. 6. Eine Feſſel oder ein Halsband für die Schweine, Es beſtiebt aus einer Quer- leiſte, durch deren Enden man ſchief zwey Latien ſchiebt, die man an dem obern Theile mit einem Stri> zuſammenknüvft, wenn man ſie dem Thier über den Hals geſchoben hat, Man bedient ſich dieſer Vor- richtung in den ſüdlichen Departementen von Frankreich, um zu verhindern, daß die Schweine ſich nicht zu weit entſernen, und durch He>en und Zäune durchbiechen. Tig. 7- Zangenartiges Naſenband. Dieß iſt eine Art von Zange, deren Enden ſtumpf ſind, und deren Handgriff mit zwey Ringen beſezt iſt, wo man in einem derſelben eine Schnur bes feſtigt, die frey in den andern Ring übergeht. Man ſchiebt die Zangen in die Naſenlöcher der Ochſen, wo man den ſie trennenden Knorpel damit faßt. Mau leitet und ſührt die Ochſen durch dieſes Mittel berm Pflägen, und beym Ziehen von Laſten. Dieſe Art iſt in Toſkana ganz allgemein. Die Handgriffe die- ſes Inſtruments haben eine Länge von 2 Decimeter, Die Zangen bilden einen Bogen mit einer Sehne von 7 Centimeter, wovon der Strahl 5x Centimetex beträgt. Man könnte ſich dieſes Mittels mit Vor- theil bedienen, um gefährliche Ochſen von einem Ort zum andern zu führen. Fig. 8. Naſenfeſſel von eyförmiger abgeſtuzter Form. Man verfertigt ſie aus Holzſchnißeln, die man mit Stiſten zuſammenfügt. Man wendet ſie in der Schweiz dazu an, um die Kälber abzuhalten ihre Muttex zu ſtoßen, und in vielen Gegenden, die Thiere am Freſſen zu verhin- dern, wenn ſie arbeiten ſollen, Dieſes Inrument hat 26 Centimeter in ſeinem größten Durchmeſſer, und die gleiche Tiefe. Die Holzſchnißcl, aus denen es zuſammengeſezt wird, haben 33--4 Centimeter. Fig. 9- Ein Halsband mit einer Feder. Man bedient ſich deſſelben in einigen Gegenden, um die Ochſen und Kühe im Stall anzubinden, Es wird aus einem zuſammengebogenen Holzſtu> verfertigt, das man in dieſem Zuſtand mittelſt einer Ouerleiſte, die mit einem Knopf an einem Ende und mit ei- nem"eingreifenden Zahn an dem andern verſehen iſt, verſchließt. Durch das Herausnehmen oder Einfügen dieſer Ouerleiſie kann man das Halsband von dem Hals der Thiere abnehmen, oder wieder anlegen. C I ? Maſchinen zur Behandlung der Erndte., E.i4ft 25 S0.4 61. Fig. 1 und 2, Cine gerinnelte Walze zum Dreſchen des Getreides, Die Kunſt, das Getreide zu dreſchen, und in der Maſch1nerie dabey zu fparen, iſt einer von den Theilen der Land»- öfonomie, der ſeit langer Zeit die Aufmerkſamkeit von einem großen Theil von Freunden der Land- wirthſchaft auf ſic< gezogen hat. Die Schweden, die Jtaliäner, die Engländer, die Franzoſen haben in dieſer Beziehung viele Verſuche angeſtellt. Die Enzländer haben allzu koſtbare und zu verwickelte Maſchinen angegeben, als daß ſie bey kleinern Be- ſitunzen hätten Anwendung erhalten können. Wir wollen hier einige Maſchinen darſtellen, deren Aus» führung ſo leicht iſt, daß ſie von allen Landokono- men nachgeahmt werden kann. Die unter Fig. 1 und 2. dargeſtellte iſt in der Gegend von Piacenza in Italien in Ausübung. Es iſt eine, aus einem einzigen Stück Holz beſtehende, gerinnelte Walze, auf die man die hervorſpringen- den Theils, welche die Vinnen bilden follen, na- gelt. Dis Länge beträgt 1E-- 2: Meter. Der Cy» linder bat, von dem Grunde der Rinnen gerechnet, 2 Decimeter Durchmeſſer. Die Rinnen; deren An: zahl 7 iſt, werden. durch hervorſpringende Theils von 11 Centim., mit einer Breite von 6- Centim, an ihrem Grunde, und an ihrer Oberfläcye von 5x GCentim., gebildet.- Die Walze hat an ihren Enden eine eiſerne Achſe oder Zapfen, die ſich in zwey 5x Decim. langen Holzſtücken drehen, woran man die Strike, die zum Anſpannen dienen, be- feſtigt. Man breitet auf der Tenne die Garben halb beſchnitten aus, und läßt ſie nun mit zwey oder drey Pferden, wovon jedes eine Walze zieht, zu- ſammenſtamgfen. Die Pferde werden mit langen Stricken von einem in der Mitte der Tenne befind- lichen Auf eher geleitet, Fig. 3. Carthaginenſiſcher Dreſch wagen. Dieſes in Nieder- Andaluſien gebräuch- liege Inſtrument ſchreibt ſich aus den älteſten Zeiten her. Varro ſagt Folgendes darüber: Dit ox axi- bus dentatis cum orbieulis, quod vocant plo- Stellum poenicum, in quo quis Sedeat atque agitet, que trahunt jumenta, ut in Hispania ciieriore et alis locis faciunt.(Var. bb. I, cap. Lil) In dieſer Beſchreibung. findet man ge- zähnte Achſen oder Cylinder, die in kleine kreiss- förmige übſchnitte getheilt ſind, cum orbiculisz endlich eine Art. von Wagen, plo«tellum, worauf der die Pferde leitende Führer ſizt. Dieß findet nun in der That heutzutage in Spanien ſtatt. En auf einer Tafel, oder einem Eoden oberhalb der Walzen ſizender Menſch leitet die Mauleſel mit großer Schnelligkeit auf der Tenne an dem cartha- ginenſiſchen Wagen. Dieſe Stelle iſt von den Uebers ſezern nicht klar dargeſtellt worden, weil ſie das betreffende Inſtrument nicht kannten; ſie ſezten das Wort assibus(Tafel), ſtatt axibus, Walzen, Er beſteht aus 5 Walzen(Fig. 3 und 4) von 1 Meter Länge und 22 Centim, Durchmeßfer. Jede Watze iſt mit eiſernen gezähnten Platten beſezt, wo» von einige transverſal an dem Cylinder, die andern der Länge nach aufgeſtellt ſind. Die erſtern, in ſechs Reihen, haben eine Länge von 5 Centim. Die in die Länge geſtellten Platten, die ſich zwiſchen: den erſtern befinden, haven einen Decim, Länge auf 95-7 Millim, Dieke. Zehen ſole umgeben den Cylinder jedesmal in einer Reihe. Die Achſen der Cylinder werden von zwey paral» teten Holznüken aufgenommen, worüber eine Nahme ſteht, mit der ſie durch vier Pfeiler verbunden ſind, Die zwey hintern Pfeiler unterſtüßen einen Boden, der noh weiter vorn gegen die Mitte hin von der Rahme aus von zwey andern Pfeilern unterſtüzt wird. Man belaſtet dieſen Boden mit Steinen, wenn man der Maſchine ein größeres Gewicht ertheilen will, Er dient zugleich dem Führer der Mauleſel als Siß, Dieſe werden mt zwey Stricken an dem vordern Theil der zwey untern parallelen Holzſtücke angeſpannt, E73 3..wW€ bt e Fig. 4 Maſchinen mit zwey gezähnten Cylindern zum Dreſchen des Getreides. Dieß iſt eines der beſten Juſtrumente dieſer Art, deſ- ſen man ſich in Shweden bedient, Cs beſteht aus zwey Cylindern oder Walzen, in Form abgeſtuzter Kegel, die in einer gekrümmten Rahme anbefeſtigt ſind. Dieſer Apparat ſchließt ſich mittelſt einer Kette oder eines Stri>s an den Hebelbaum, der in einen vertikalen Baum gefügt iſt, um den die kreisförmige Bewegung erfolgt."Man ſpannt die Pferde an die Nägel des Hebelbaums an und zwingt ſie immer in der gleichen Richtung fortzugehen, indem man einen Stab vor ihrer Bruſt anbefeſtigt. Hier iſt nur ein einziger Apparat von Walzen dargeſtellt, wobey man vorausſezt, daß noch ein anderer an dem entgegengeſezten Ende des Hebe!baums vorhan- den iſt, Es wurde eine Walze ohne Zähne abge- bildet, um die Form genauer zu beſtimmen. Dieſe Walzen haben dreyzehn Längenreihen von Zähnen, ſo daß jede Reihe mit fünf, 17 Centim, langen, und in gleichen Entfernungen aufgeſtellten Zähnen verſehen iſt, Der große Durchmeſſer der Cylinder beträgt 7 Decim,, und der kleinſte 5. Jhre Länge iſt 12 Decim. Die Fig. 2. ſtellt den Durchſchnitt einer Walze dar. Fig. 3. Ein Dreſchflegel aus drey Stü- > en. Man bedient ſich deſſelben in der Gegend von Bourdeaux. Er beſteht aus einer runden Hand- habe, von einem Durchmeſſer von 3 Centim,, und Dv itte Fig. 1. Ein vertikales mit einem klei- nen Dache verſehenes Trod>engeländer für die Erndte. Man bedient ſich deſſelben in Schweden zum Trocknen von Garben von Getreide, Erbſen, Bohnenu. ſ, w. in Regenjahren oder in feuchten Ländern. Man fügt im Fußgeſtelle drey Pfeiler ein, dur die man von einem Theil zum andern Stäbe ſchiebt, und das Ganze mit einem kleinen Dach verſieht, das zum Theil die zum TroFnen auf die Stäbe ge- legten Garben oder Hülſenfrüchte ſchüzt, Dieſes Mit- tel kann in holzreichen Ländern und in Jahren, wo der Herbſt ſehr naß iſt, angewandt werden, Fig. 2 Trokengeländer mit überein- ander geneigten Stangen. Dieſe Art von Trockengeläuder iſt leicht zu errichten. Man bedient ſic) deſſelben gleichfalls in Schweden. Man fängt ſo an, daß man auf die untern Stangen die Garben ſo vertheilt, daß die Aehren ſich nach einwärts ſen- Tafel einer Länge von 6 Decim, Der Theil, der zum Dreſchen dient, beſteht aus zwey Stücken, wovon das mit der Handhabe zuſammenhängende 8 Decim. lang iſt; es hat eine platte Form, und iſt 3x Centim. breit auf 1x Die, Der andere an den leztern durch ſchmale Riemen anbefeſtigte Theil hat eine Länge von 8 Decim. auf einen Durchmeſſer von 4 Centim, an ſeinen beyden Enden, und-von 6 Centim. in ſeiner größten Dieke, Dieſer Dreſchflegel, der in dem Departement der Ländes Flaget genannt wird, beſizt eine große Elaſticität, und kann mit Nuten gebraucht werden. Fig. 4, 9 und 6. Trillo, Dieſen Namen ertheilt man in Spanien einer hölzernen Tafel, die unten mit Feuerſteinen beſezt iſt(Fig. 4 und 5), die in das Holz eingelegt ſind. Die einzelnen Breter, welche die Tafel bilden, werden von zwey Quet»- leiſten zuſammengehalten(Fig. 5), und an eine dero ſelben iſt ein Haken angebracht, woran man den Zug für die Pferde knüpft. Dieſes Inſirument iſt vorn aufgerichtet(Fig. 4), damit es um ſo leichter über die Garben hingleitet. Man bedient ſich deſ- ſelben beynahe in ganz Spanien zum Dreſchen des auf einer Tenne ausgebreiteten Getreides, Zuwei- len wird-es auch mit kleinen Stücken Ciſen, ſtatt mit Feuerſieinen, beſezt, CEs hat eine Länge von 18 Decim., und eine Breite von 12, mit Ausnahme des vordern Endes, wo es nur 10 Decim, breit iſi, SDS är er ken, wodur< eine Art von Dach gebildet wird, das dem Waſſer keinen Durchgang geſtattet, ſo daß das Korn und das Innere des Strohes nicht naß wird. Dieß iſt in der That alles, was man von einer ſo einfachen Vorrichtung erwarten kann. Fig. 3. Cine- Schuürfe zum Zuſammetn- leſen des Getreides. Man bedient ſich dieſes Inſtruments in den meiſten Ländern, wo man ge- wohnt iſt, das Getreide unter offenem Himmel zu dreſ<;en.(Es beſteht aus einem 8 Decm. 7 Centim, langen, und 4 Decim, breiten Bret, und einer 12 Me» ter langen Handhabe, Fig. 4+ Cine Getreideſchaufel, Man be» dient ſich derjeäben im Mayländiſchen zum Zuſam»- menhäufen des Getreides auf den Tennen oder auf den Getreideböden, oder um es in die Maße zu werfen. Sie hat eine Breite von 22 Centim,, und aufgeworfene Ränder von 10 Centim, [ zum Wobon iim,| entim,| durch| Linge| nen,| |, it| [it| G NW | "y A. '"' WAL JU) 112019) ! j | 4||||| ||; TED EFELSOUNNN ' Jp19097" AMNINUN ! NNN lt;- | aut 114) En '"| uw" ENT NUNN ==; zt71 ge ezeee en BRE: Sn ee 777 4 u Ikeerkken 7 lsaugar- Darker. TL Fp 2 Li ne EIIIE| X 0. | DE ccm WIE BON cem NEN EI WINE 4 AV 1] Z W H EEE GANG ET ÄN EN 1 NNN WD ferdt wcker- OD <== NER winnie“ „anne nenen nd Är . 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Man zieht eine krumme Linie, die von den beyden un- tern Enden der Diele entſpringt, und ſich bis ouf eine Entfernung von 1 oder 2 Lentimeter der obern Mitte der gleichen Diele erſtre>t. Unter dieſer Krümmung, und in der ganzen Länge der- "ſelben werden Löcher eingebrhrt, die man mit Nä- geln beſezt, um die zur Bildung des Gewölbes dienende Diele zu unterſtüßen. Zur Feſthaltung derſelben in dieſer Lage bohrt man in die beyden Enden der erſten Diele einige Löcher ein, durch Vierte Lieferung» M EB 1 welche man Nägel einſchlägt. Nach erfolgter Anordo nung der Dielen auf die angeführte Weiſe, und nachdem man denen, welche zur Bildung des Bö» gens dienen, die Länge für das Gewölb ertheilt hat, ſtellt man ſie nach einander auf, ſchließt ſie an einander an, und befeſtigt ſie mittelſt der Nä gel. Man kann über dieſen Gewölben eine Dede mit Bretern oder Latten anbringen, die man ver- kittet. Fig. 2- Flaches Gewölbe mit Backſtei- nen. Dieſe in Catalonien, und ſelbſt in einigen Theilen des Departements der öſtlichen Pyrenäen gewöhnliche Bauart iſt eben ſo ſchnell verfertigt, als ſie wohlfeil iſt. Man macht gewöhnliche Bo»- gengerüſte zur Erbauung von Gewölben, und legt alsdann eine Reihe Backſteine flac) auf, die man uach einander mit Kalk- oder Gypsmörtel vereis- nigt. Nach Bewerfung dieſer erſten Reihe mit Mörtel, bede>t man ſie mit einer zweyten Lage von Backſteinen, die auf die Zwiſchenräume der er- ſten angelegt werden. Man erhält auf dieſe Art mit zwey Lagen flach auf einander gelegter Back- ſteine weit feſtere Gewölbe, als diefe dem erſien Anbli> nach erſcheinen möchten. Auf die Seiten der Gewölbe wirft man nun Schutt oder Erde und macht eine De>e von Gyps- oder Kalkmörtel. Das hier abgebildete Gewölbe hatte eine Brei? te von 5 Meters, und eine Höhe von einem Mes ter; d. h. die Entfernung von der größten Höhe des Gewölbs bis auf eine von den beyden Ur»- ſprüngen deſſelben gezogene Linie betrug einen Me- ter. Die bey dieſem Bau gebrauchten Bacſteine waren 29 Centimeter lang, und 14 breit, bey ei- ner Die von 23 Centim, tL 1| x | j | | | CE>* 7) Wierte Fig. 1. Rauchkammer. Der in Frankreich beynahe ganz unbekannte Gebräuch der Rauchkam- mern iſt bey den nördlichen Völkern in den mei- ſten Haushaltungen ſehr gewöhnlich. Es iſt da- durch ein ſehr leichtes Mittel zu langer Aufbewah- rung von Fleiſch gegeben, das vorzüglich in Haus-- haltungen auf dem Lande bedeutende Vortheile ge- währt. Auf dieſe Art laſſen ſich nun Fleiſcharten und Fiſche, die man zu wohlfeiler Zeit auffkauft, um ſie dann in einer theurern Jahyreszeit zu genie- ßen, auf Dauer zubereiten, uud man kann ſomit zum Gebrau< einer großen Landskonomie Thiere ſchlachten, die man mit großen Koſten bey den Mezgern kaufen müßte, Zn einer guten Rauchkammer iſt erforderlich, daß.man im erſten Stockwerk einen kleinen Behäl- ter anbringt, worein man den Rauch von einem Kamin auf dem untern Sto>kwerk leitet. Man bringt in dem Rauchfang eines Kamins eine Oeff- nung an, über welcher man. eine Klappe zum Ein- ſchieben A anlegt, um den Rauch aufzuhalten, und in die Rauchkammer zu leiten. Zu dieſem Ende läßt ſic) das Kamin einer Küche benüßen. Man braucht daſelbſt, wenn man einen Vorrath von Fleiſch zubereiten will, blos ein kleines Feuer zu unterhalten. Dieſes Fleiſch hängt man an der Dede der Rauchkammer, wie in der Abbildung an- gegeben iſt, auf. Fig. 2«- Ein Regulator zur Erbauung eines Ofens aus einem einzigen Stücke. Man iſt häufig auf dem Lande bey Erbauung von Oefen wegen Mangel an Backſteinen, oder der großen Entfernung, aus der man ſie beziehen müßte, in Verlegenheit. Indeſſen läßt ſich ſehr leicht und auf eine ſehr wohlfeile Art, mittelſt ei- nes Lehms, der mit Häkerling gemiſcht wird, ein Ofen bauen. telſt eines Inſiruments, das ich Regulator nexu- Id) habe ſelbſt einen ſolhen, mit-| TS aF-e 141, Nach Erbauung eines ſleinernen Gewölbs bringt man auf der Oberfläche deſſelben, in einer Dicke von 2 Decimeter, eine Lage mit Häckerling zuſam- mengekneteter Lehm- Erde A an; und ſtellt nun in dem Mittelpunkt den Schaft des Regulators D feſt.. So wie dieſe Lage feſt geſchlagen, und et- was ausgetro>fnet iſt, ſo bede>t man ſie mit ei- nem Haufen gewöhnlicher Erde B, die man auf der ganzen Oberfläche feſtſchlägt und der man mit- telſt des Regulators die Form, welche der Ofen erhalten ſoll, ertheilt. Man dreht zu dem Ende leztern um ſeinen Schaft, und legt immer wieder an denen Stellen neue Erde auf,.wo man mit dem Stämpfel feſtgeſchlagen hat, bis dieſe Erde, welche die Höhlung des Ofens bilden ſoll, eine re- gelmäßige Form angenommen hat, Man zieht nun den Biertelskreis des Regulators bis zu einer Hö- he von 2 Decim, hinauf, und befeſtigt ihn. in die- ſer Stellung mittelſt eines in den Schaft eingeſcho- benen Zapfens. Hierauf bede>Xt man dieſe: ganze Oberfläche mit dem mit Häerling gemiſchten Lehm, den man ganz feſt ſtampft, und alsdann von neuem die Dicke deſſelben durch kreisformiges Dre- hen des Viertelskreiſes anordnet. Der Lehmteig muß ſo trocken als möglich aufgetragen und ſehr feſt: geſtampft werden. Man bildet nun die Oeff- nung, welche den Cingang des Ofens darſtelleu ſoll; man nimmt zu dem Ende den Regulator ab, und entleert den Ofen von der Erde B, die als Unterſtüßung zur Crbauung des Gewölbes gedient hatte, Hierauf läßt man den Ofen trocknen, was man dur< Einbringung von etwas glühenden Koh- len beſchleunigen kann; und wenn dieß erreicht iſt, ſo erhizt man ihn nun auf die gewöhnliche Art, Man kann oberhalb eines ſolchen Ofens nod) kleine Tafeln anbringen, um Früchte u, ſ. w. darauf zu trocknen. Fig. 3. Cin Ofen von Erde, Die Ein» wohner des Königreichs Valenzia machen gewöhn: ne, errichtet, Dieſes beſteht aus einem Saft.D,| lich von ſolchen Oefen Gebrauc, Site bilden eine der am obern Theile mit Löchern durchbohrt“ iſt,| Mauer von geſtampfter Erde, wie in dem Riß und um welchen ſich ein Viertelskreis E dreht.| A Cangegeben iſt, die ſie bis zu der Höhe von 1 Me» ZSE Gen-=-=2<20 DID BEE än bringt Die uſam vun (etorß 1d et; t eis | uf mitz Öfett nde eder mit tde, tv un 00 die 10 CS ter reichen laſſen. Sie füllen den Zwiſchenraum A mit gut geſtampftem Sande aus, das ſie als- dann mit Bacſteinen bedeken. Hierauf errichten ſie das Geowolb mit einem aus Lehm und Häcer-| ling gemiſnen, und ſeßen FM Hft e Fig. 1. Ciſtierne zu flüſſigem Dünger mit einer Diele. Dieſe Ciſternen ſind in meh- reren Schweizer-Cantonen, vorzüglich in dem Zürcher, gewöhnlich. In der Abbildung iſt der Durchſchnitt und der Flächenriß dargeſtellt. Man macht ſie gemeiniglich 12-- 15 Decimeter tief, 34 lang, und 26 breit. In einer Höhe von 7- 8 Decim. über dem Grunde bringt man einen höheren Bodendurchzug, an, darauf ſtellt man in einer der EKken, einen hölzernen Kaſten A, von 15 Decim. auf 11 Decim., worin man den Dünger einige Tage hindurch mit Waſſer gähren läßt, und dabey den Kaſten, ſo: wie bey A ange- geben iſt, mit Bretern bedeckt. Man zieht ihn als» dann hervor, um ihn auf dem Durchzugsboden ab? tropfen zu laſſen, wie bey dem Flächenriß angegeben iſt, Wenn die Düngerhaufen auf dieſe Art mittelſt des Waſſers ihres kraftvollſten Theils beraubt wor- den ſind, ſo bringt man ſie in Gruben, wo ſie durch eine neu eintretende Gährung wieder ihre erſte Kraft erhalten. Auf dieſe Art gelang es mehreren betrieb- ſamen vandwirthen in einzelnen Theilen der Schweiz, durc Gährung des Urins, der Flüſſigkeit des Dün- ges und des Waſſers, ihren Dünger zu verſechsfa- hen, ohne dabei die Anzahl ihres Viehſtandes zu ver- mehren. Sie verwenden bey dieſem Geſchäft die gleiche Kunſt und Sorgfalt, wie der Bierbrauer bey Bereitung ſeines Biers.*) Dieſes Verfahren dürfte, wenn es wohl verſtanden und allgemein in einem *) In dieſer Beziehung iſt beſonders der Bericht über die beweglichen und nicht ſtinkenden Abtrittsgruben der Herren Cazeneuve und Comp. ſo wie der über das Urat der Herren Donat und Comp, von Hericart de Thury, Weimar 1820, merkwürdig./ Anmerk, des Ueberſ, * ., dann eine zwehte, und weiterhin eine dritte, vierte und fünfte auf. Das Ganze überde>en ſie in det Folge mit einer Lage von Kalk- und Sandmötrtel. Dieſe in freyer Luft ſtehende Oefen widerſtehen den Angriffen der Atmoſphäre ſehr gut,.und ſind zu- gleich fehr wohlfeil, B A bezeichnet den Durch- ſchnitt des Ofens. Taf er Lande eingeführt wäre, den Ertrag verfünffachen. Es wäre zu wünſchen, daß die franzöſiſ&e(oder jede) Regierung in dieſer Beziehung durch geſchi>te Män- ner Verſuche machen ließe. Dazu wäre aber, wie zu ſo manchen andern Verſuchen, ein eignes Gut nothig. Fig« 2« Grube zur Aufnahme ſchiefer- artiger Erden, Die Beobachtung und Erfahrung hat längſt die Bewohner des Chamouny- Thals von einem Umſtaude belehrt, den die Phyſik erſt im Laufe des verfloſſenen Jahrhunderts in ihr Gebiet aufge- nommen hat. Die Bauren. von Col- de- Balme mas t ſie mit Dielen AC. In Toskana wolbt man dieſe Ciſternen, und bringt oben am Gewölbe eine Oeffnung an, die man mit einem Stein verſchließt. Mat en, in ſternen on den ie hier Ziſterne Durch nayert, |, Sie e, und Sandy nahme n den Deffs us zu In ringt | mit Maſchinen zum Transport. Wreete Fig. 3: Ein Stab zum Tragen von Laſten auf den Schultern, Man ſteckt an je- des Ende zwei Zapfen ein, um Waſſereimer oder andere Laſten daran zu befeſtigen. Man legt dieſen, in der Mitte etwas flach gearbeiteten, Stab auf die Schultern, wo alsdann die an beiden Enden ver- theilte Laſt, ſich im Gleichgewicht erhält, Dieſes Verfahren iſt in Rom gewöhnlich. Fig. 2- Ein Joh zum Tragen von Laſten. Es beſteht aus einem in ſeiner Mitte kreisförmig ausgehölten Holzſtü>, das breit und auf eine ſolche Art abgeplattet iſt, daß man es genau hinten auf die Schultern und auf die Seiten des Halſes auflegen kann. Auf dieſe Art wird die Mild) in Holland und England getragen. Fig? 3: Ein halbkreisförmiger Korb. Dieſer Korb, der leicht am Arme getragen werden kann, weil er ſich leicht an die Seite anlegt, iſt ſehr bequem, um Vorräthe auf dem Markt einzu- holen 26. 26% Fig. 4 Cine Bütte zum Transport von flüſſigem Dünger. Sieiſi mit zwei Hand» haben verſehen, durc) welche man zur Erleichterung des Transports Stäbe ziehen kann. Der Dedel hat ein Spundloch, wodurch man die Fluſſigkeit eingießt. Man gebraucht zu dem Ende ein Gefäß, durc< welches eine lange Handhabe gezogen iſt, w0- mit man aus Abtritten oder aus Ciſiernen die mit Waſſer in Gährung übergegangene Excremente aus- ſchöpft, um ſie dann auf den Feldern zu verbreiten, Dieß Gefäß iſt unter der Bütte abgebildet. Cs dient zugleich zur Aufnahme der gleichen Tlüſſigkeit bey einer Neigung der Bütte zum Ausfluß. Auf dieſe Art wird in Catalonien das Getraide gedüngt, nachdem man es mit der Hand in die lange Furchen ver- breitet hat, welche der Pflug wieder durch Eröff- nung der Erde bede>t. Fig. 6 und 7. Tonne mit einem einzi- gen Boden zum Tragen des Unraths der Ahtritte. Sie iſt mit zwei über die Ränder her- vorragenden Dauben verſehen, die durchbohrt ſind, damit ein kleiner Sto>k(Fig. 7.) durchgezogen wer- den kann, der an einen andern großen Sto> ange» fügt iſt, und den zwei Männer alsdann beladen auf den Achſeln tragen. Bey Ergreiſung des großen Sto>s fügt man den kleinen in die beiden Löcher 5.04.01 der Dauben, ohne fürchten zu müſſen, etwas ſckige Ege mit einem vor- ausgehenden Radzug, Dieſe Art von Ege wird aus Holz mit eiſernen Zähnen, oder ganz von Ciſen verfertigt. Der Nadzug dient zu regelmäßi- gerer Leitung derſelben. Man kann die Durchmeſs- ſer nach Willkühr vergrößern, Sie wird in Deutſch- land gebraucht. Fig- 2- Eine unregelmäßige Ege, Sie wird aus acht Holzſtüken von 12 Centim, Ober- fläche, auf 6 Die, wovon drei ſich unter unglei- 'Hen Winkeln mit den fünf andern freuzen, verfer- tigt. Sie hat eine Breite von 14 Decim,, und eine mittlere Länge von 18 Decim, Sie iſt mit eiſernen Zähnen im Zwiſchenraume von 12 Centim. beſezt. Das Ortſcheid, woran die Pferde geſpannt werden, iſt an einer der vordern E>en angebunden. Man gebraucht die Ege in Ländern von großem Anbau.| Fig. 3. Ege mit einem Handgriff. Die Länge derſelben beträgt 9 Decim.; die größe Breite 75, und die kleinſte 5, Der hintere Theil iſt mit 3-:W0..W te Fig. 1« Eine krumme Ege, Sie wird im Departement Indre und Loire gebraucht, wenn der Boden ſchon durch Furchen abgetheilt iſt. Man ertheilt ihr eine Krümmung und eine Größe, die im Verhältniß mit den Furchen ſteht, ſo daß ſie im- . Mer nur eine auf einmal faßt, Sie beſteht aus zwey 8 Decim, langen, und 5 Decim. von einander ent- fernten Holzſtüken, Die Krümmung beträgt 15 Cen- 0. 0.5.21 einem halbkreisförmig gebogenen Stü> Holz beſezt, das bis in eine Höhe von 8 Decim. reicht, und an ſeinem obern Theile mit einer Gerte, die von dem zweyten Querholz ausgeht, zurü>gehalten wird, Die Ege iſt mit Zähnen beſezt, die oben knieförmig ums?- gebogen ſind, Man ſchlägt ſie, ſo wie ſie ſich ab- nüßen, mehr oder weniger tief ein. Sie ſind et- was umgekrümmt, und haben eine Länge von 27 Centim; Man gebraucht ſie in dem Departe- ment der niedern Pyrenäen, Fig. 45- Längliche Ege mit platten Zähnen, Sie beſteht aus drei, 12 Decim. langen, Holzſtüken, die an ihren Enden mit zwei andern, 9 Decim. langen, Stücken vereinigt, und mit zwey vben aufgelegten eiſernen Stäben noh feſter geſtellt ſind. Die platten Zähne haben eine Breite von 3 Centim,, und eine Länge von 12 Decim. Die Ege iſt mit zwei Ringen verſehen, um die Stri>e zum Anſpannen daran zu befeſtigen. Man trifft ſie bey den Bauern im Departement der öſtlichen Py- renäen. Türe 1 timeter, Man befeſtigt ein Ortſcheid an das Ende der Handhabe. Fig. 2» Cge mit doppelter Krimmung. Die Bauern des gleichen Departements bedienen ſich auch dieſer Cge, wenn ſie auf zwey Furchen auf einmal ärbeiten wollen, Sie ertheilen ihr zuweilen eine dreifache Reihe Zähne, während ſie oft wie in der angegebenen Fig. nur zwei hat. Die Holzſtu>ke, | t || | j | jh ' C> 3X woran die Zähne ſind, werden an jedem Ende durd) ein Querſtu> zuſammengefügt, das 26 Centim. lang iſt, ſoy wie durch eine Handhabe, woran ein Ortſcheid angepaßt wird. Die&äußere Länge der Handhabe beträgt 5 Decim. Fig. 3. Ege mit doppeltem Rechen. Die zwey Holzſtüke, aus denen ſie verfertigt wird, find 3 Meter kang, und in ihrer Mitte in einer Entfernung von 14 Centim, durch ein Ouerholz ver- einigt, das ſich verlängert, und das zum Anſpannen der Zugthiere dient. Man könnte dieſe Ege dadurch feſter machen, daß man jedes Ende noch durch ein Querholz vereinigte, Sie wird im Departement Indre und Loire gebraucht. l Fig. 4 Ege aus Dielen, die mit höls zernen Nägeln beſezt ſind. Sie iſt im Königs» reich Valencia gewöhnlich. Sie beſteht aus einem 21x Decim,. langen und 32 Centim, breiten Bret, auf welches in der Mitte noch ein zweytes 9 Decim, langes aufgeſezt wird, und wo dann das Sanze mit drei Reihen hölzerner Zähne oder Zapfen beſezt iſt. Das Zugvieh wird mittelſt eines Stri>s an die Nägel angeſpannt, die an jedem Ende hervorragen. Fig. 5. Eine rechenartige Ege, die im Departement Indre und Loire gewöhnlich iſt. Das Stü> Holz, woran die Zähne ſind, hat eine Länge von 47 Decim. auf eine Breite von 26 Centim,; | die Handhabe iſt 26 Decim, lang. e mit bb fi im Könige t aus einem reiten Bret, es 9 Dect, 8 Ganze mit M beſozt ſ, ids an die herbortagen, ge, die im h iſt. Das eine Länge 16 Centin; "Schachteln u. ſ, w, gebraucht. € X Maſ< ) E12 M Gx 40709 SW“12 Fig. 2 und es. Maſdine zur Fabri- kation kreisförmiger Holzausſk- zuhalten, auf welche er ſonſt in dem Zeitpunkt ſich ſenken würde, wo alle Kartoffeln geraſpelt wären. Durch. dieſen Dru> werden leztere gehindert, in dem Kaſten aufzuhüpfen, und die Raſpel kann als- dann um ſo wirkſamer ſie zermalmen. Wenn die zermalmten Kartoffeln in die Wan- ne fallen, ſo muß man Acht haben, das Waſſer allmählig auszuſchöpfen, weil es ſonſt überlaufen würde, Man gießt es in Fäſſer, worin ſich das Satzmehl präcipitirt, und woraus man es alsdann durch Abgießung des Waſſers erhält. Man gießt alsdann friſches Waſſer auf, und wiederholt dieſes Verfahren bis zur Vollendung der Waſchung. Das mit dem Sazmehl verbundene Mark betreffend, das ſic) in der Wanne befindet, ſo bringt man es in Körbe, die man in mit Waſſer gefüllten Gefäßen umrührt und ſchüttelt, bis nur no< Bruchſtü>ke von den Kartoffeln übrig bleiben, welche die Ra- ſpel nicht ganz zermalmt hat. Dieſe werden dann als Viehfutter benüzt. Man kann das Mark oder den faſrigen Theil der Kartoffeln nac Ausziehung des Satzmehls, auc der Brodmaſſe zuſehen. Man verfährt dabey in einem Verhältniß von X oder+x, und ſelbſt der Hälfte, wenn die Umſtände es erfordern, C Fig. 5. und 6. Maſchine zum Zerha>en der Wurzeln. Man bedient ſich derſelben in ei- nigen Theilen von Holland. Sig beſteht gus Stem» peln, die in Löchern ſpielen, welche in zwey hori- zontalen Dielen angebracht ſind, wovon die eine oben, die andere unten iſt. Dieſe Stempel erhe- ben ſich, oder fallen zurü> mittelſt der Kämme, Fig. 6., die an einem Baum angebracht ſind, den ein Meuſch durch einen, an einem Ende befeſtigten Handgriff, umdreht, Die Stempel ſind unten mit einer ÖS- förmigen ſchneidenden Klinge verſehen. Dadurch kann man nun Kartofſeln und andere Ar- ten von Wurzeln, die man in den untern Trog bringt, in Stücke zerſchneiden. Dieſes Verfahren iſt ſehr ſchnell wirkſam, Inu Haushaltungen, wo man nur wenig Vieh zu nähren hat, bedient man 750 10.04 5.€ Tig. 2: Eine Oehlmüuhle mit einem kreisförmigen Trog. Dieſe Art von Mühle trifkt manin Tarragona in Spanien, Sie beſteht aus einer GSrundlage von einem einzigen Stein, worein ein kreisförmiger Trog gegraben iſt, dex 12 Decim, Tiefe, und 5 Breite hat, Der in dem Umkreis des Trogs b?8- findliche Raum neigt ſig von dem Mittelpunkt bis zu dieſem Umkreis in einem Berhältniß von 9 Cen- tim. Der Mählltein zum Zermalmen der Oliven hat die Form eines abgeſtuzten Kegels, und iſt 10 De- cim. lang. Er hat einen großen Durchmeſſer von 17 Decim,, und einen kleinen von 3 Decim. 6 ECen- tim. Er iſz an dem Fuß eines ſich umdrehenden Baums. aubefeſtigt, und hat an der Grundfläche des Kegels eine Deichſel, woran man bey dem Gebrauch der Mühle ein Zugthier anſpannt. Der Baum dreht ſic) um ſeine Welle in ver Mitte der Decke, wo er noch überdieß durch einen obern Balken unter- ſtüzt wird. An dem untern Theil deſſelben befe- ſtigt man, mittelſt zwei Haken, einen mantelartigen Trichter, aus deſſen Grund die Oliven hervorrollen. Zu dem Ende bringt man im Grunde dieſes Trich- ters ein Thürchen an, das man nach der Menge der Oliven, die man auf der Grundlage ausbreiten will, höher oder niederer erhält. Der durch die Zer- malmung der Oliven entſtehende Teig wird immer wäh- rend des FortrüFens der Arbeit in den Trog geſchoben. =. 2 | | R<<<< Zw 0 fich zu dem gleichen Zwe&>e nur(NIGE Klinge mit einer Tilte, worein eins Handhabe ges ſchoben wird, und die man alsdann blos mit de Hand in Bewegung ſezt. Dieſes Juſirument bey€ abgebildet. Die Klinge iſt 6 Decim, breit, Die ganze Länge derſelben beträgt 30 Decim., die der Tille 20. Die Fig. 6. ſtellt einen der Stents pel mit dem Durchſchnitt der beydeu Duerdielen, worin er ſpielt, und die Klinge an ſeinem untern Endo, von der Seite betrachtet, dar. An das obere Ends dieſex Stempel wird ein Stein in dem Fall anbefeſtigt, wenn man den Klingen eine größere Wirkſamkeit ertheilen wil. Siehe Fig. 6., wo der Durchſchnitt des Baums gezeichnet iſt, um eine Vorſtellung von der Art zu geben, wie ex allmäh» tig die Pfeiler erhebt. Suite; ' Fig. 2: Oehlmühle ohne Trog, Dieſe in dem Kloſter Valdenia, in dem Königreich Vas lencia, gezeichnete Mühle, it wegen der großen Neigung der Grundlage, die bey einex Länge von 16 Decim., 22 Centim. beträgt, merkwürdig. Im Umfreiße iſt ein hervorſtehendex Rand vou 19 Cen tim. Höhe angebracht. Der kegelförmige Mühlſtein hat in ſeinem kleinen Durchmeſſer 3 Decim,, und von ſeiner Grundfläche bis zu ſeinem Gipfel eine Länge von 14 Decim,. Er iſt an den Baum an- gefügt, der fic) um eine Welle dreht, die in eine Pfanne eingefügt ift, und auf einem Zapfen läuft, der in einem obern Balken feſt ſteht. Der Grund des mantelartigen Trichters, worin die Oliven ſind, iſt in einem kleinen länglichen hölzernen Geſäß ent» halten, das an einem Cnde mit keiner Randbe- ſeßung verſehen iſt. Dieſes nimmt bey dem Drehen ves Baums eine zitternde Bewegung an, wobey die Oliven mit Regelmäßigkeit hervortreten. Dieſe Bewegung erfolgt mittelſt eines kerbenartig gezähn» ten Rads, das an der Spiße des Baums anbefe» ſtigt iſt, Das Rad nimmt ein Stück Holz auf, das mit einem Cnde in der Mauer befeſtigt iſt, und, er- theilt ihm eine Bewegung von unten nach aufwärts, die es mittelſt eines Seils dem unter dem Trich»- ter befindlichen Gefäße mittheilt, Aa 2067 Care 103 Ee - -„-“ -. 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Landwirthſchaftliche Gebäude, Taf, 6, 75.04 Thiere, 01-37. 4: - Milhgefäße, Taf. 3; 4. - HeFen und Verzäunungen, Taf, 7. 8. 9q. ai; ER EDE ZZ<<< m| 1 084 CEBITE, 2.0 Stuttgart und Tab ngen, in'd.er 8% SG. Cotta fh en Zu-<4han di 1.0: Landwirthſhaftlihe Gebäude. Sedhste Fig. 2. Zangen zum Aufheben der Steine. Dieſe Zangen haben zwey kleine Zähne an ihrem Ende, um das Auffaſſen der Steine zu erleichtern. Man braucht zu dem Ende nur das Seil anzuziehen, das an einem Zweig der Zange anbefeſtigt in einen an dem andern Zweig befind- lichen Ring übergeht. Man bedient ſich derſelben in Holland zur Hebung großer Steinblö>e bey dem Bau der Dämme. Die Römer gebrauchten das gleiche Inſtrument bey den gehauenen Steinen, womit ſie Gebäude errichteten. Man findet noch immer an den meiſten dieſer Steine zwey kleine an entgegengeſezten Seiten angebrachte Vertiefun- gen. Der Grund, warum unſere Baumeiſter ſich dieſer Zangen nicht bedienen, läßt ſich kaum einſe- hen. Dieſe Zangen müſſen immer eine mit der DiFe und dem Gewicht der aufzuhebenden Steine verhältnißmäßige Stärke und Dimenſion haben, Fig. 3. Eine auf drey Stangen ge- ſtüzte Rammkatze. Man iſt öfters genöthigt, Pfeiler in ſumpfigem Boden, am Ufer von Flüſſen, oder in ſandigem Boden einzurammeln, eine Ar- beit, die man wegen der Koſten bey Errichtung einer gewöhnlichen Rammkatze nicht ausführen kann. Dieſem läßt ſich nun leicht durc folgendes leichte und wohlfeile Verfahren abhelfen. Man ſte>t drey ſtarke Stangen in einer geneigten Stellung in die Erde, und bindet ſie an dem Punkte, wo ſie ſich ſchneiden, mit einem Seile zuſammen. No ſchnel- ler und leichter iſt das Verfahren, das Ende die- ſer Stangen in drey ausgehölte, in die Erde vero ſenkte, Steine zu ſtellen. Dadurch werden ſie an jedem Ausgleiten gehindert. Bey ſumpfigem Bo»- - Tden kann man das untere Ende auch in ein Loh gehen laſſen, das an der Spitze von drey in den Fünſte Lieferung» l 4“. 05.2.16 Boden eingeſenkten hölzernen BlöFen angebracht iſt, Man pflanzt nun zwey Holzſtü&>e mit Fugen in die Erde, und befeſtigt ſie oben an den drey Stangen an. In dieſen Fugen laufen alsdann die beyden hölzernen Hervorragungen an den bey- den Seiten der Rammkatße. Wenn man nun an den obern Theil des Apparats eine Zugwinde anbe- feſtigt hat, ſo ſezt man alsdann die Rammkatze mit- telſt eines Seils in Bewegung, ſo daß ſie nun durch ihr abwechſelndes Aufziehen und Niederfallen die Pfeiler, worauf man ſie richtet, in den Boden ein- rammelt. Dieſe Maſchine kann leicht auf geneigtem, Boden angebracht werden; man ertheilt ihr nach dem Verhältniß der Kraft, die ſie auszuüben hat, eine beträchtlichere Größe, Sie iſt in Italien gewöhnlich. Tig. 3. Cin länglicher Stämpfel. Er beſteht aus einer dien und länglichen Diele, wor»- auf man unter einem Winkel von 45 Graden eine Handhabe anbringt. Man bedient ſich deſſelben in einigen Theilen Italiens, um den Boden von Scheus- nen, worauf gedroſchen wird, das Pflaſter, die Ter- raſſen, oder den aus kleinen Geröllen oder aus Mör»- tel verfertigten Boden in Wohnungen, feſt zu ſchlagen, Fig. 4 Eine Handramme mit zwey Handhaben, Die Pfläſterer im Norden Italiens bedienen ſich derſelben zum Feſtſtoßen des Pflaſters. Sie beſteht aus einem viere>igen hölzernen Klotz von 1X-- 2 Decim, im Gevierte, an deſſen beyden Seiten zwey einen Meter lange Handhaben, die an ihrem untern Ende breit, und an ihrem obern zuge- rundet ſind, angenagelt werden. Man gibt dieſer Handramme zuweilen durch einen obern Ouerpfoſten noch größere Feſtigkeit; eine Vorrichtung, die indeſ- ſen unnüß iſt, | | 8 ES FEE eewenennedtigen, Saiten EE EL aman ae emm 23252 1 it 8| 4| | eme een ETS ST engmpeterdernenmmuanen C2>») Siebente FTig- 1- Eine Art, das Waſſer aus ei- nem Brunnen zu ſchöpfen, ohne aus ei- nem hohen Sto>werk hinunter zu gehen. Dieſe in Rom, Nizza u. ſ. w. gewöhnliche Art iſt äußerſt bequem. Zu dem Ende befeſtigt man ober- balb dem Fenſter, durc) welches man das Waſſer hereinziehen will, einen ſtarken eiſernen Drath A mit einem ſeiner Enden, und mit ſeinem andern Ende an einer Mauer, gegen welche etwa der Brunnen liegt, Sollte dieſe Mauer zu entfernt ſeyn, ſo bringt man gerade hinter dem Brunnen einen Pfeiler, und in einer Höhe von 6-=-7 Fuß den Drath an. Zu- vor ließ man aber in den Drath eine bewegliche Zugwinde B einſchieben. Man zieht alsdann auch das Seil durc, woran der. Eimer hängt. Dieſes geht über eine andere Rolle, die über dem Fenſter beſeſtigt iſt; ſo daß nun der Eimer mit der beweg- lichen Zugwinde, wenn man das Seil anzieht, unter das Fenſter auſſteigt, oder wenn man es nachläßt, wiederum in den Brunnen hinabſinkt, Tig- 2. Bau mit geſtampfter Erde. Die Apparate, die man gewöhnlich bey Gebäuden mit geſtampfter Erde anwendet, ſind von denen, die wir hier angeben werden, verſchieden. Wir glauben, daß die Angabe derſelben um ſo lehrreicher ſeyn dürfte, da ſie noch unbekannt, und einfacher und wohlſeiler, als die andern Apparate ſind. Wir baben die Anwendung derſelben in dem Departement der Iſere geſehen. Man ſenkt drey lange Pfoſten in gleicher Linie in die Erde, und hierauf drey andere den erſtern gegenüber, in derjenigen Entfernung, die man der Mauer von geſtampfter Erde ertheilen wil. Man bindet dieſe Pfoſten oben zuſammen, da- mit ſie nicht auseinander weichen können. BWBey'm Beginnen der Bildung der Mauerzſtelit man auf den Boden, gegen die Pfeiler und au dem untern Theil zwey Tafel» von Dielen, die mit denen in der Zeichnung an- gegebenen übereinſtimmen. Man wirft alsdann in den zwiſchen denſelben übrig bleibenden Raum die Erde,.die man auf die gewöhnliche Ar: ſtampft, Wenn die Mauer zu der Höhe und Breite der Tafeln gelangt iſt, ſo echöht man leztere über dieſe Mauer, füllt den Zwi- ſchenraum wieder mit Erde, und ſo fort, Damit! Tufer ſie aber nicht auf die Erde fallen können, ſo unter- ſtüzt man ſie mit zwey Stangen in einer geneigten Stellung, deren Spitze ſich auf Zähne lehnt, die an zwey Quetrleiſten an der Tafel angebracht ſind, Fig. 3. Längliches Geſäß zum Tragen des Mörtels. Cs beſieht aus einem runden der Länge nach, mit Ausnahme des einen Cndes, ausge- höhlien"Stü> Holz. An lezteres Cnde. bringt man eine Handhabe zum beſſern Behandeln deſſelben an, Dieſes Geräth, das in Italien, wo es zu dieſem Zwe gebraucht wird, Grornello heißt, hat eine Länge von 8 Decim. auf 2 innerer Breite, Man kann es ſehr leicht auf der Achſel tragen. Fig. 4« Cine Tragbahre für den Mör- tel. Man gebraucht ſie in Florenz, wo ſie den Na- men Zagorra hat. Die zwey Stäbe, welche den Boden der Tragbahre unterſtüßen, haben eine Länge von 27 Decimetern. Der leztere hat 7 im Gevierte, Auf demſelben ſind zwey Querleiſten angebracht, die einen Rand bilden, zwiſchen den man den Mörtel anlegt. Sie ſtehen xy Decim.. von einer Seite des Bodens, und 3 von der andern entfernt, Auf der leztern Seite läßt man alsdann den Mörtel abfließen, in- dem man die Tragbahre auf der entgegengeſezten Seite in die Höhe hält. Dieſe Art der Forttragung des Mörtels iſt dann ſehr günſtig, wenn man nicht nöthig hat, eine Leiter hinauf zu ſteigen, Fig. 5. Gerüſt- Galgen, Dieſes Inſtru» ment verdient bey Aufführung von Gebäuden, vor- züglich aber bey Verbeſſerungen, die am Aeuſſern der Gebäude vorgenommen werden, eine Anwendung, Man vermeidet dadurch die gewöhnlichen Gerüſie, die immer ſchwer und koſtbar aufzurichten ſind. Man muß ſich in der That wundern, daß unſere Bau- meiſter ein ſo leichtes Mittel vernachläſſigen. Soll te es etwa zu einfach für ſie ſeyn? Man gebraucht es in dem Departement der Loir und Cher, und und in einigen wenigen andern Gegenden, Es be- ſieht aus einem Galgen, an deſſen ſenkrechtem Pfeiler zwey Dielen anbefeſtigt werden, die gegen die Mauren zu ſiehen kommen, Um es aufzuhän- gen, befeſtigt man es oben in ſeinem Winkel mit einem Seile, das man auf dem obern Speicher, EE EHEC. 0 007 VRR ana(DD [0 untets eneigten , die in d, Cage "den der / Auge: gl wan ben dh, dieſen at eine Man | N or en Nys he den e Unze eiert, t, die Mörtel ite des leztern , iM eſezten Qu 1 nidt juſt bow uſſett dung; ruft, Matt Boyz 500 ncht und be! tem ege 112 nit " MEIN C 3) öder an irgend einer andern Stelle im Hauſe an- befeſtigt hat. Wenn man auf dieſe Art in glei- aufzuführen, als wenn ſie eine ſo beträchtliche Laſt von Gebälke tragen müßten. Auch kann man nun ſehr leicht Zwiſchenmauren in den obern Sto>werken errichten, ohne dieſe auf ebener Erde errichten zu müſſen. Man muß ſic) wundern, wie unſere Baumeiſter, die täglich Italien durch- wandern, dieſe Bauart in Frankreic) u, ſ. w. noc nicht verbreitet haben, da ſie dom ſo viele glück- liche Anwendungen geſtatten wurde. Fig. 2: LCiſterne zur Aufbewahrung von Waſſer, Wir geben hier den Durchſchnitt einer Ciſterne, um die Art zu zeigen, wie man ſie in einigen Gegenden Italiens anlegt, Man macht auf dem Boden ein dichtes Lager von Steinmör- tel, das man mit Backſteinen überde>t; und er- rien aus wenden, und ihn ſtark ſtampfen, Fig. 3. Gefäße von Erde zur Berfer- tigung von Gewölben, Die bier dargeſtellten ſind in dem Circus von Caracalla in Rom abge- zeichnet worden, Sie liegen unter einander, wie im der Zeichnung angegeben iſt. Die Zwiſchenräume ſind mit Mörtel ausgefüllt, Sie haben 6b Centim,. Länge, auf 41 inihrem größten Durchmeſſer.- Während dieſe Bauart die Gewölbe erleichtert, ſo geſtattet ſie zugleich, die Seitenmauren weniger di> aufzuführen, Sie würde no< manche nüßlice Anwendung bey unſern Landfabriken geſtatten, Fig. 4- Tragkorb zur Anfeuchtung der Backſteine. Er iſt in Nom gewöhnlich), wo die Backſteine vor der Anwendung beym Aufbauen an- gefeuchtet werden. Man legt ſie in den Korb, den man einen Augenblick in eine große Waſſerwanne eintaucht, Dieſes Verfahren ſollte jedesmal, wo man mit Backſteinen baut, beobachtet werden, Denn wenn man ſie unbefeuchtet einfügt, ſo ziehen ſie die Feuchtigkeit des Mörtels an, und es bildet ſich da- durch nothwendigermeiſe ein leerer Naum, der als» dann den Möttel hindert, feſt mit den Bacſteinen zuſammenzuhängen. Man ſollte ebenſo Kalkſteine, die nicht ſehr hart ſind, befeuchten. Die Handhaben des Tragkorbs haben 19 De- cim. Länge, Der eigentliche Korb hält 5 Decim. in allen Richtungen. Fig. 5 und 6. Ein Kaſten zum Formet fünſtlicher Steine. Man iſt in Toskana ge- wöhnt, künſfiliche Steine zur Nachahmung der ge- hauenen zu verfertigen, mit denen man Häuſer ert- baut, vorzüglich aber die Dämme die man längs des Arno zur Berhütung der Beſchädigung durch EE 453 Ueberſchwemmungen dieſes Fluſſes anlegt, Man macht zu dem Ende an dem Ufer Niederlagen von lebendigem Kalk, in deſſen Mitte man die nöthige Menge Sand und Gerölle von allerley Durchmeſſer bis zur Fauſt-Größe bringt, Man gießt nun Waſs» ſer auf und rührt das Ganze ſorgfältig um, Wenn der Mörtel dann fertig iſt, ſo füllt man den Ka- ſten, der feinen Boden hat und unten etwas wei- ter iſt, mit dem Mörtel, Man drückt ihn nun durch Stampfen zuſammen, zieht hierauf den Kaſten hinweg, indem man ihn an den zwey Handhaben emporhebt, Auf dieſe Art verfertigt man eine Reihe| von Steinen neben einander, und bede>t das Ganze einige Zolle di> mit Sand oder Erde, um eine all- zuſcnung zu verhindern. Wenn die Steine auf dieſe Art ſe<>4s Monate lang ausgeſezt waren, ſo gebraucht man ſie nun bey'm Bauen. Dieſe Methode kann große Vortheile, vorzüglich in Län- dern gewähren, wo man gehauene Steine entbehrt, Man muß ſich dazu magern Kalks, ſtatt eines fetten, bedienen, Fig. 6. Ein künſtlicher Stein, Er iſt ſo dargeſtellt, wie er aus der Form des Kaſtens hervorgeht, 4 Game eine al ? Steine | waren, - Dieſe in Pit ntbehrt, ] fetten, Er iſt Feſtens ( 1 ) Tobi dr 4x>. Dis Bt«7€ Fig. 1 Abſte>pfähle mit einem Stri- >e, um die Pferde weiden zu laſſen. Man ſteckt zwey Pfoſten in einer mit der Größe der Weide die man einem Pferde überlaſſen will, im Verhält- niß ſtehenden Entfernung, in die Erde, Man ver- einigt beyde mit einem Strick, der durch einen Ning geht. Der leztere hängt mit einem zweyten Stri> zuſammen, der von dem Halfter des Thiers aus- geht. Auf dieſe Art gewinnt das Pferd eine größere Strecke zur Weide, als wenn es nur an einen Pfo- ſten angebunden iſt, Dieſes Verfahren iſt in Dä- nemark gewöhnlich. Fig. 2- Ein Pfoſten, um die Pferde an einem Strick zu halten, Bey dieſem Verfahren muß man den Plas mit den Pferden häufiger wechſeln, als bey dem vorigen, Das Ver»- fahren, die Thiere an einem Pfoſten weiden zu laſ- ſen, hält die Mitte zwiſchen dem, das Gras abzu- mähen, und es denſelben grün zu füttern, oder dem, ſie frey weiden zu laſſen. Cs hat den Borzug vor dem erſten, weil es weit weniger Aufwand verur- ſacht, und es hat zugleich nicht den Nachtheil der zweyten Art, wobey ſehr viel Gras verdorben wird, Man könnte es unter manchen Umſtänden bey den Thibetaniſchen Ziegen anwenden, die ſic) in Frank- reich fortzupflanzen beginnen. Fig. 3. Ein Maulkorb zur BVerhinde- rung des Ausreißens der Pferde, Wenn man wilde oder ungeduldige Pferde an einen Pfo- ſten anbindet, ſo verhindert man ſie aun der Aus- reißung des Pfoſten, oder an der Abreißung des Seils durch Anlegung eines ſolchen Maulkorbs in der Gegend der Naſe.(Siehe Fig. 2.) Er be- ſteht aus zwey Stüken Holz, die an zwey Enden durch einen Stri> verbunden, und an den beyden andern Enden durch einen Stiick in der Quere durch- zogen ſind, woran das Thier angebunden iſt. Auf dieſe Art wird daſſelbe, ſo wie es ſtark zieht, ſich heftig gedrüdt fühlen; und daher zur Ruhe gezwun- gen ſeyn. Fig. 4+ Ein Sprungriemen, der die Kühe im Abfreſſen der Baumzweige hbin- Ia e 1: dert. Er fängt am Halfter des Thieres an, und iſt unter dem Bauche an einer Gurt befeſtigt, die über den Rücken geht, und hinten von einer andern Gurt zurüFgehalten wird. Man bedient ſich dieſer Vorrichtung in der Normandie, um die Kühe zu verhindern, den Kopf auſzurichten, und die untern Aeſte der Obſtbäume, womit die Felder bedec>kt ſind, anzugreifen. Fig. 5» Scaafe, die mit einem Stab aneinander gebunden ſind. Die kleinen Guts- beſitzer in Holland, welche die Schaafe in ihren Wohnungen weiden laſſen, binden die Schaafe paar» weis mittelſt eines Sto>s zuſammen, der an einen denſelben um ven Hals gehenden Stri> angeknüpft wird. I< habe ſolche paarweiſe zuſammengebundene Schaafe in der Grafſchaft Middelburg geſehen. Die Beſitzer einzelner Thibetaniſcher Ziegen könnten das gleiche Verfahren beobachten laſſen. Fig. 6. Cine Striegel mit Kardät- ſce. Die Hirten, welche die Kühe in den äußerſt ausgebreiteien Heiden an der Loire weiden laſſen, binden ihnen folc, worin den Schafen Salz vorgelegt wird. Er iſt von Holz, am obern Theile ein wenig ausgehöhlt, und mit vier Füßen verſehen, die oben als Pfeiler hervorragen, und den Schafen zwar geſtatten, den Kopf durch- zuſchieben, aber ſie an dem Hinaufhüpfen, und da- durch an dem Zerſireuen und Beſchmußen des Sal- zes hindern. Die an den hölzernen Blo> angena- gelten Pfeiler unterſtüßen denſelben mittelſt Ein- ſchnitte, die an dem untern Theile derſelben ange- bracht ſind. Dieſer Blo>, den die Schaafe nicht umwerfen können, iſt ſehr bequem, um denſelben Salz im Stalle zu geben. Fig. 4. Ein ganz aus Eiſen verfertig»- tes Heumeſſer in Form einer Schaufel. Cs iſt von oben an bis an den Zapfen, worauf man bey dem Schneiden des Heues den Fuß ſezt, 67 Centim., und von hier an bis zu der Klinge 4 Centim. lang, Leztere hat eine Länge von 3 Decim. auf 2 in ihrer größten Breite, Sie iſt Safer. bis auf die Hälfte ihrer Länge ſchneidend. Die Handhabe iſt 67 Centim. lang. Man gebroucht ſie in Holland, um die Heuſchober in Stücke zu zer» ſchneiden. Man ſtüzt dabey den Fuß auf den ei» ſernen Zapfen, Fig. 5. Lanzenförmiges Heumeſſer, Man gebraucht daſſelbe in der Lombardei zur Zero ſc, unter die Form Nr, 2 legt, Sie hat eine Länge von 24 Centim. Fig. 95. Viere>ige Käſeform, Sie wird in der Schweiz zur Bereitung der zweyten Käſe be- nuzt, die man aus den Molken gewinnt, Sie hat einen mit Löchern dur<>bohrten Grund, Fig. 6. Form zu dem Käſe von Gruyere. Sie wird aus einem langen dünnen Bret verfertigt, worauf man ein kleines Stü> Holz befeſiigt, um die Schließung der Form genau zu beſtimmen, da- mit alle Käſe einen gleichen Durchmeſſer erhalten. Man läßt die Form weiter, wenn man die geron- nene Milch einfüllt, und zieht ſie dann in eben dem Tua: f 61: Fig. 8. Thurmförmige Käſeform, Man bedient ſich derſelben im Grindelwald in der Schweiz zu einer aus den Molken ausgezogenen Käüſeart. Sie beſteht aus vier Bretern, wovon zwei gegens- überſtehende mit Löchern verſehen ſind. Sie wird nach unten weiter, und iſt oben durch einen höl- zernen Reif zuſammengehalten. Das bey der glei- . Sie iſt von Holz, und der Boden durchlöchert. Man kann den innern Raum und die Form dieſer Käſeformen nach Belieben wechſeln. Fig: 10. Käſeform mit Zeichnungen, Dieſe Art, verſchiedene Figuren auf Käſe zu drücken, iſt in dem Königreich) Granada üblich. Man ſticht Formen und Figuren, die man auf den Käſen an- bringen will, auf ein Holz, in der nöthigen Größe. Man macht auf dem gleichen Bret einen oder meh rere Käſe, indem man die Formen mit Pfriemen- geflec von lo&ern Maſchen eingehüllt, und an der Wand aufgehängt iſt, Auf dieſe Art wird in einigen Gegenden der Pyrenäen die geronnene Milch) von der zweyten Kochung in Maß zuſammen, als die Käſe durc das Üblaufen der Molken kleiner werden, Die Feſthaltung ge- ſchieht mittelſt eines Bindfadens, Tig. 7- Cin Netz aus Bindfaden. Man legt ein ſol Holz dreht. Dieſe Ein- richtung, die im Lodeſan' ſchen bey der Käſeberei- tung gewöhnlich iſt, hat manche Vortheile; man ſpart das Brennmaterial, indem man die Hitze con? centrirt, und kann den Keſſel leicht von dem Feuer abnehmen, wenn wan nun in der Milch ſelbſt ar- beiten will. Der Querbalken ſowohl, als der ſenk- rechte Pfeiler ſind einen Meter lang. Der große Durchmeſſer des Kegels beträgt 12 Decim., der kleinſte 5%, und die Tiefe 12 Decim. Fig- 14. Cine Art, die Milch dur mit Haken bey der Milc mit hölzernen Nägeln. Er wird im Lodeſan'ſchen bey der Käſe? bereitung gebraucht. Er beſteht aus einem 18 Decim, langen Sto>, der in einer Länge von 5 Decim, mit 13 im Kreuz aufgeſtellten Löchern verſehen iſt, worein man hölzerne Zapfen von einer Länge von 33 Centim. ſtet. Fig. 7- Ein Rührſto> miteiner Scheibe. Dieß iſt ein 17 Docim. langer Sto>, an deſſen Ende eine hölzerne Scheibe von einem Durchmeſſer von 28 Centim. angebracht iſt. Dieſe Scheibe iſt unten ge- wölbt. Ex dient zum Auf- und Umrühren der geron- nenen Mil). Fig. 8. Ein Sto> zum Umrühren der geronnenen Milc<, Er dient, gleichfalls im Lo? deſam'ſchen, zum Umrühren der geronnenen Mild) in Form für die Ziegenkäſe.| dem Keſſel, wenn man einen zweyten Käs erhalten will, efiß, deſs det untere 9 Cotti, n Cantal tſe, ger, Ez Mitte mit thin ango- Köſen ab, ), fen bey jeſes ys * Geronne 56 iſt aus tig zu (m Theile em Stiel | Theils zernen er Käſe? Decim, im, mit Conti, heibe, 1 Ende ſer von nien ae x geron en der 17202 nil) in „wil, C* I HeFen und BVerzäunungen. Siebente Tafel 2 Fig. 1, Verzäunung mit Latten, die| zu erleichtern. Dieſe Art iſt in dem Canton Glarus in einer geneigten Nichtung durch gerade gewöhnlich, ſtehende Pfoſien gehalten werden, Dieſe Fig. 4-+ Verzäunung mit ſtarken Pfeis- in Norwegen gewöhnliche Art von Verzäunung kann, ſo wie die folgende, nur für ſolche Gegenden em- pfohlen werden, wo ein Ueberfluß von Holz vorhan- den iſt. Man pflanzt in gewiſſen Entfernungen je zwey Pfoſten einander gegenüber in die Erde, und ſchiebt nun die Latten zwiſchen dieſelbe, wobey man ſie in einer Neigung von 49 Graden in die Erde ein- ſenkt. Sie werden durch Bande zuſammengehalten, die von einem Pfoſten zum andern gehen. Fig. 2- BVerzäunung mit geneigten Latten, die durch fic) kreuzende Pfoſten zuſammengehalten werden. Man trifft dieſe Art in Norwegen und Dänemark; ſie iſt von gleicher Art, wie die vorige; nur daß die Latten durch ſich kreuzende Pfoſten feſtgehalten werden, Fig. 3. Verzäunung mit Pfoſten, die tures Bret gehen läßt, das ab- „hängig eingerichtet iſt, um den Abfluß des Waſſers RA hte Fig. 1. Gitterförmige, auf einer Mauer ruhende Verzäunung. Man trifft ſie in Schweden. Man legt über eine troken aufgeführte Löchern verſehenen Balken, worein in beſtimmten Ent- Fernungen ſtarke Pfähle eingefügt werden. Leztere werden oben durch ein anderes etwas ſchwächeres Stück Holz zuſammengehalten, Fig. 2- Eine Verzäunung, die aus ei- ner Mauer beſteht, worein man Pfoſten gepflanzt hat. Wenn die Pfoſten in der Erde feſtgeſtellt, und an ihrem obern Theile mit Latten ver-| bunden ſind, ſo baut man unten eine troFne ſteinerne|nen und mit Erde, lern, Dieſe ſehr feſte Verzäunung errichtet man da- durch, daß man in gewiſſen Entfernungen Pfeiler in die Erde pflanzt, zwiſchen denen man ſtarke Pfoſten einſenkt. Das Gänze wird durc; Stangen zuſam mengehalten, die in angebrachten Einſchnitten in die- fen Pfeilern ruhen, und die man dann an einandero knüpft. Sie iſt in Schweden gebräuchlich. Fig. 5. Verzäunung mit Schilfbüns- deln. Wenn man kleine Schilfbündel vereinigt hat, ſo ſezt man ſie mit einem ihrer Enden aneinander in die Erde, und vereinigt ſie durch horizontale Stangen, Man ſieht dieſe Art von Verzäunung in dem Depars- tement der öſtlichen Pyrenäen. Fig. 6. Verzäunung mit Maisſtengeln, Sie ſind häufig in dem Königreich Valencia, wegen der Leichtigkeit und Wohlfeilheit der ganzen Errich» tung derſelben. Wenn man eine Furche in die Erde gegraben hat, ſo pflanzt man alsdann dieſe Stengel ſo ein, daß man ſie feſt an einander drängt, und ſie als- dann dur Schilfe, die horizontal an beyden- Seiten angebracht ſind, feſt vereinigt. Taf: CL Mauer, um dieſer Art von Verzäunung, die in Schwes den gewöhnlich iſt, eine größere Dauer zu gewähren, Fig. 3. Verzäunung mit Pfeilern zu Mauer von einer Höhe von 3= 4 Decim., einen-mit| Shiebewänden, und mit Mauerwerk, Man ſenkt ſtarke Pfeiler in die Erde, und errichtet nun zwi- ſchen diefen eine Mauer von Backſteinen von 2--3 De- cim. Alsdann ſchiebt man Breter in die an jedem Pfeiler angebrachte Rinnen. Dieſe Verzäunungen ſind ſehr feſt und dauerhaft, und taugen vorzüglich zur Einfaſſung von Höfen nnd Gärten an Orten, wo das Holz wohlfeil iſt. Man findet ſie in der Gegend von Baden, Fig. 4 und 5. Verzäunungen mit Stei- Sie ſind in Schweden ſehr GE WEED" Doi enn eme eer rr Ff nel | y j | ASTEG jj | ſ! || mert".. Site zenn mI

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nen Mauer legt man einen| Meunmnre Fig. 1. Verzäunung von Erde in ſchrä- ger Abdachung mit Bäumen. Man verfer- tigt ſolche Verzäunungen mit Erde in Böſchungen, gegen die man äußerlich und innerlich eine Mauer von Waſen errichtet, Man pflanzt dann oben Ha- gebuchen, die zu undurchdringlichen Hecken werden, Man kann auch Birken, Ulmen, Cichen dazu be- nußen, die man durch den Schnitt in einer gehö- rigen Höhe erhält, Dieſe Verzäunungsart iſt in der Gegend von Hamburg ſehr gewöhnlich. Der Durchſchnitt dieſer Verzäunungen iſt mit A be- zeichnet, Fig. 22 Verzäunung mit tro>enem Mauerwerk, Man führt dieſe Mauern in der Gegend von Tarragona in Spanien auf. Die Ed>en und Enden ſind mit flach übereinander gelegten Steinen aufgeführt, während die eigentliche Mauer unregelmäßig aus Steinen zuſammengefügt iſt, die in allen Richtungen über einander liegen, und ſich dadurch gegenſeitig unterſtüßen, daß fie gleichiam Gewölbe mit einander bilden 3 ſo daß man einen Stein herausziehen kann, ohne daß deßwegen die darüber oder an der Seite liegenden zuſammenfal- len. Dieſe Bauart iſt feſt und wohlfeil. Fig. 3. Durcbrodene Verzäunung mitgekrümmten Ziegeln. Dieſe Verzäunungs- art iſt wohlfeil, gefällig, und kann unter mander- ley Verhältniſſen benuzt werden. Sie iſt an meh- reren Orten, vorzüglich in Italien in Uebung. Balken über, worein die Pfähle eingefügt werden, die oben mit einem ſtarken Drath zu vereinigen ſind. Man kann dieſe Verzäunung dadurch noch feſter und dauerhafter machen, daß man in beſtimm? ten Entfernungen ſtarke Pfeiler einſenkt. Sie iſt in Dänemark üblich, Fig. 7- Eine Verzäunung, die durch eine Ouerſtange vereinigt und von eis nem Steinlager unterſtüzt iſt, Sie iſt in Dänemark üblich, wie die vorige, und unterſcheidet ſich von der vorigen nur dadurch, daß ſie oben, ſtatt mit Eiſendrath, durch Querſtangen verbunden iſt. 8004 EEN nun in gewiſſen Entfernungen Pfeiler von Backſtei“ nen, und füilt die Zwiſchenräume mit den gekrümm?- ten Ziegeln, durch Uebereinanderlegung derſelben, aus. Das Ganze wird mit einer Reihe Platten überded>t, Fig. 4 Durchbrochene Berzäunung mit Backſteinen. Man macht Lagen, von zwey Backſteinen gebildet, die ſich gegenſeitig an ihrem Ende unterſtüßen, ſo daß ein leerer Raum zwi» ſchen denſelben bleibt. Man erſpart auf dieſe Art das Baumaterial, nicht nur bey Verzäunungen, ſondern ſelbſt bey Gebäuden, wo man nicht nöthig hat, das Ganze zu verſchließen, wie bey Scheu? nen, Ställen u. ſ. w. Dieſe Bauart iſt in Rom und in andern Theilen Italiens gewöhnlich. Fig. 5. Eine He>e mit im Kreuz auf» geſtellten- Rohren. Man pflanzt eine Reihe von Rohren, die zu zwey, ein dickeres und dürne- res, mit einander vereinigt ſind, in die Erde, und ertheilt ihnen dabey eine beſtimmte Neigung. Zwi? ſchen dieſen erſten kreuzt man alsdann eine andere Reihe, ſo daß ſich Rauten bilden, und befeſtigt alsdann das Ganze durch zwey horizontale Lagen, die aus 4= 5 mit einander verbundenen Mohren beſtehen. Dieſe Art iſt in Toskana gewöhnlid). Man ertheilt ihr eine Höhe von 12 Decim. Fig. 6. Mauerartige, mit Ziegeln bes de>te Verzäunung. Die Verzäunungsmauern fallen leicht an einzelnen Stellen zu'ammen, wenn ſie blos mit Gyps oder mit Mörtel bedeckt ſind. Zum Schutze dafür bedeckt. man ſie doher mit platten Man macht ein Lager von Mauerwerk; errichtet Ziegeln, worüber hohle Ziegel angelegt werden, verden, einigen h neh ſumm Sie if durch 0" eis eiſtin ſcheidet e oben, den iſt, fe frümms ſelben, Watten nung zwey Ihrent ziwis e Art ngen, nothig Scheu Rom ; aufs Reihe dünne 0, und , Zwi- andere vefeſtigt Ragen Noyten hnlich (yn bs mauern „ went d,- Zu platten de ZB 9 ECE GRE ELT - er. ANr 2 : uw z= + nan EID nene dd 7. ME 1. 7- . 5 | M NTT T M W M NTM NN M(0 ji HN(Wa EE ge ubi un 1. ; LENT ps „Wii a ee ennie= z==zzeenm / -- ui|- Gi:- armin memmemmmemmnn IEEE-- ve WERE HET ETTA RHNGIKHENG <= oenmmwurnmnemerer amnnenziinnanientelinig pg Ee u EEE REGEN SEEN === M SHEER IE DI ar =--..- Temmen an Elmau= deiii FEEN RE wur. WIE EEE EEIEEN TEEN< I RG HÄ GÄGZZS Gr==== anreden ÜR RENE wenig ernie rie„am M nN upper Zinn ut; Immuno< der vn uin kann T TFERE ae tazmeemni 7 7 WL Lehawdl/117. ==|= EEE Au| + ehe IH MUEEEEGEEEEUEEEEUURRUEIH- I; ii ui=| RIE 3 0,07 M M)| ii iin;""n v) NT| EEE 14| > [] (| i( 0,4| -* 14m (m | 4=-- FNS SEESEN=o u mE <--" ER A EE====<<= Ke REHE<< M EGING mmer ener SEE ZZZEBRA 22 III SÄZ AGS EEE Helälznge"ve T Gee...=>--= nd- RIEKER wenu ALZ Bebe dr ur EF- FB) pd I> Ww| ATDACHNN SKW EN ge 77 at , fn| ZZ DES ED WHEN Ama 010.90 10000 DY S 7 SRZ EZZ 27 M AR===== M. ig mun N N Nn fj[UNFOANENND JUBI ETUI KTD PITNENETTT 1517 NEC ÜET NL ZI 5 ui- SPAS 1 42225777 3 2 v / aa e ain int ger ami:: ==<= SII- alete DE EIENÜGEHNGENGN: -======= LIKE M wi SSL zZ-<--<== We wür EIIIE Minen== nge--. „ ALTE. 7; Hecftzze UU.

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Fig. 2« Dieſe Figur ſtellt einen Kaſten von gleicher Art, wie der vorige, zur Aufnahme von Weintrauben dar. Man gebraucht denſelben in dem Königreich Grenada. Die gezähnten Breter, aus denen er verfertigt iſt, werden durch Stücke von ei»- ſernen Reifen von 5 Decim, Breite gebunden, die mittelſt eiſerner Nägel mit einander verbunden wer- dew. Die Käſten ſind gemeiniglich in drey Theile abgetheilt, und die ſie zuſammenſeßenden Breter ſind gegen die Reife angenagelt, ſo daß man durch gegenſeitige Näherung derſelben, und Befeſtigung mit Nägeln, den Kaſten bildet, der 5 Decim, Durc, den man auf die Platte ſtellt, ſo wie die Weintrauben dur< den DruF ſich ſegen. Man ſezt alsdann naM Verhältniß mehrere über einander. Er hat eine Höhe von 4 Decim, und einen gleichen Durchmeſſer, 1 M REED Fig. 2., in welchem eine kreisförmige Furche ange- bracht iſt, die ſich bis über einen ſteinernen Trog A, der in gleicher Ebene mit dem Boden ſieht, verbreitet, Der Trog hat die Beſtimmung, den Wein, ſo wie er aus der Preſſe abſließt, aufzuneh» <= ee HST: ar abi BEN nn Sad ile »ermemewier“reier=ewigggäg wen WH ß (| ty LR | 1 ( 2 I men. Der Kaſten beſteht aus platten und gleichen Bretern. Sie haben 4-=-5 Centim. Breite, auf eine Di>e von 3 Centim., und ſind mit einander durch zwey Reihen von Gewinden verbunden, Die Preſſe iſt überdieß aus zwey Preßwänden zuſam- mengeſezt, die mit einem Querbalken vereinigt ſind, in deſſen Mitte ein Loch iſt, worin ſich die Schraube dreht, Wenn man. die Weinleſe preſſen will, ſo ſielt man den Kajten in die Furche des Abtropf- roſis der Preſſe, und ſtellt ihn dadurch feſt, daß man eiſerne Zapfen durch die Löcher der Gewinde ſte>t, Dadurc< kann man den Kaſten nach Belie- ben öffnen oder verſchließen. Auf die Weinleſe bringt man eine kreisförmige Platte mit hölzernem Luerbalken, wie bereits angeführt wurde. Fig. 3. Preſſe mit ſchraubenförmigen Preßwänden. Dieſe Preſſe wird von den Win- zern im Königreich Valencia gebraucht, Sie beſteht aus einem Abtropfroſt, der von zwey Fußgeſtellen und von zwey ſchraubenförmig gedrehten Preßwän- den unterſtüzt iſt, Dieſe Preßwände gehen in Lö- cher, die am Ende von einem Querbalken angebracht ſind, der mittelſt 2 hölzerner Schraubenmuttern, die man allmählig mit zwey Stäben einſchraubt, auf die in der Zeichnung angegebene Art, einen Druck| auf die Weinleſe hervorbringt. In dem Maß, als umgibt man ſie mit einem Strick, um ſie beym Preſſen ſelbſt beyſammen zu erhalten. Der Abtropfroſt hat eine Breite von 12 Decim,, der Ouerbalken eine Länge von 13; die Schrauben- mütter haben eine Länge von 7=- 8 Decim, Fig. 4&+ Eine kaſtenartige Preſſe, Dieſe wird von den kleinern Gutsbeſigern in dem Depar- tement der Dordogne gebraucht. Sie iſt wohlfeil, leicht zu verfertigen, und dient nicht nur zur Wein»- bereitung, ſondern nod) zu anderem vkonomiſchem Gebrauche. Sie iſt kaſtenförmig gebaut, hat einen Boden und vier Wände mit Bretern, die durch Zapfen mit einander verbunden ſind. Sie ruht auf drey horizontal gelegten Balken. Das Preſſen erfolgt mittelſt eines ſtarken Hebelbaums B, der mittelſt eines Zapfens, welcher zwiſchen zwey in der Erde be- feſtigten Pfeilern A in die Ouere angebracht iſt, bald höher, bald niederer gehalten wird. An das andere Ende wird ein Seil angebracht, das ſich um die Achſe eines Weltbaums C wickelt, ſo daß nun die Preſſung in dem Maß zunimmt, als man den leztern mit Hülfe eines hölzernen Sto>s umdreht. Wenn man die Weintrauben in den Kaſten gebracht hat, ſo bede>t man ſie mit Bretern und ins Kreuz | gelegten Balken, worauf dann der Hebelbaum ſich man die Weinleſe auf dem Abtropfroſt anordnet,| ſtüzt. ELLI<<t die Scheidewand; wenn es aber während der Sonnenhitze anfängt zu ſinken, und dann gerade aus dieſem Grunde von hohem Werthe iſt, ſo theilt es ſich gleichmäßig und von ſelbſt dur<&) jeden Kanal, Man fängt damit an, den Boden des Kauzals zu nivelliren, und bedec>kt ihn mit einem horizontalen Pflaſter, worauf man dauern errichtet, welche den Vorhof, ſo wie die Scheidungsmauer zu bilden haben, wobey man ſich in den Dimenſionen genau nach der Menge Waſ- ſers richtet, die abfließen ſoll, j Fig. 2- Der in zwey Arme getheilt? Kanal, wie der vorhergehende, nur daß die Scheidungs- mauer b einen Winkel bildet, wie in dem Aufriß B zu ſehen iſt, und die gleiche Höhe wie die Ränder des Kanals A bat. 3.0. 086.6% wovon die eine zwey, und die andere vier Unterab- theilungen zeigt, Die Scheidungsmauer iſt durch die Buchſtaben A B, und die der Unterabtheilungen durch die Buchſtaben d c angedeutet. Man macht dieſe Cinrichtung in der Abſicht, daß der Kanal an einem Punkt zwey, und an einem andern vier Poxr- tionen Waſſer leiten ſoll, Deßwegen wird dann ein? der Abtheilungen in zwey, und die andere in vier beſondere Abläufe unterabgetheilt, damit jeder Be- theiligte die ihm zukommende Portion Waſſer em- pfangen kann 3; der Kanal C, der rechts zwey Por- tionen Waſſer hat, empfängt ſie durch dieſe zwey Abläufe; und der Kanal d, dem vier Portionen zukommen, empfängt ſie gleichfalls dur) die vier Abläufe, aus denen er zuſammengeſe,.t iſt, Man verdoppelt die Unterabtheilungen für einen ſolchen Fall, wo, bey einer Verminderung der Waſſermenge um die Hälfte, ein Vblauf in die Abtheilung c, und zwey in die Abtheilung d gedämmt werden können,':und ſomit die Verhältniſſe ſich ausgleichen laſſen. Fig. 4, 9 und 6 ſtellen die aus den gleichen Beweggründen angebrachten Unterabtheilungen,"die aber in verſchiedenen Dimenſionen errichtet ſind, dar. Fig. 7 und 8 ſtellen. die rund, oder vier- e>ig in den gehörigen Dimenſionen ausgehohdlten Steine dar, welche dem Waſſer durch kleine Thei- lungsdämme, die man in den Wäſſerungs- Kanälen anbringt, den Ausgang verſchaffen. Fig« 9% Ein unter einem Strom anm gebrachter Wäſſerungs-Kanal. Dieſer Ka- nal iſt 3-4 Stunden von Murviedra in Spa- nien. Er iſt von BaFſteinen und gewölbt. Däs Waſſer kommt von der Seite a, etwas höher als die Seite bh. Man bringt ein vertikales Gitter an dem Theile c an, um Körper aufzuhalten, die mit dem Strome fortgeriſſen werden. Man be- det es mit einem Steine, den man dann ab»- nimmt, wenn man den Sand und den andern Un- | rath, der ſich in einz am Grunde des Kanals und G1g+ 3. ſtellt eine ungleihe Scheidung dar,| vorwärts von dem Gitter angebrachte Höhlung ab- * er demmemmmmazeg Es BEE anneh ait i- rg EE em SSS mtr EC. 2 3) geſezt hat, herausnehmen will, Dieſer Theil iſt| terien auf die geneigte Flä<ße E leitet, die auf der ohne geneigte Fläcge gebaut, damit die weniger raſch fortgeriſſenen Theile ſich in der Aushölung ab- entgegengeſezten Seite angebracht iſt. G G zeigen den Boden des Stroms, und> die Echebung ſei- jeben können, während der Strom die gleichen Ma»| nex Gewäſſer an, Inn ſere Fig. 1- Ein Wäſſerungs-Kanal, der unter einer Heerſtraße verläuft. Er iſt nac) dem gleichen Grundſaß, wie der vorige, er- richtet. Die Richtung ſeines Laufs geht von a nach b; ſein Waſſer fällt, und ſteigt unter dem Weg c an einer geneigten Fläche wieder auf. Die Heer- ſßraße verläuft in der Vertiefung c, über welcher der aus Backſieinen gebaute Kanal hervorragt. Fig. 2». Die Art, wie man das Ueber- fließen des Waſſers in einen Graben be- ſorgt, der ſich mit einem andern Graben kreuzt,-Man legt in dieſem untern Graben a b einen hölzernen odor ſteinernen Gang anz man ver» ſtopft die zwey Seiten des obern Grabens c d, welche das Waſſer beyſammen erhalten ſollen, mit Crde. Auf dieſe Art kann das Waſſer des leztern ſeinen Lauf foriſeßen, ohne in den untern Graben zu dringen, während der untere Graben durch den angebrachten Kanal einen Ausgang findet. Dieſe Krt iſt in dem Departement der Gironde gewöhnlid). Fig. 3. Eine Waſſerleitung zu Wäſſe- rungen. Man erbaut in Catalonien kleine Mauern mit Bauſteinen, die oben mit einer Flucht ausge- hauener Steine beſezt ſind, worin das Waſſer fließt, das man von einem Ort zum andern zur Wäſſerung der Felder leiten will. Man vermeidet auf dieſe Art den Verluſt des Waſſers durch das Einſinken in die Erde, wenn es unmittelbar auf ihrer Oberfläche fliest, und begegnet zugleich den Unebenheiten des Bodens. Sie ſind gewöhnlic) in gleicher Ebene mit dem Boden angebracht, und nur in dem Fall etwas er- höht, wo Ungleichheiten des Bodens es erfordern, Der Buchſtaben A ſtellt den Kanal, und B den Durchſchnitt deſſelben dar, Fig. 4, I und 6, Inſirumente zum Gra- ben der Quellen. Dieſe ſinnreiche Art, künſt- liche Quellen zu bilden, iſt in der Lombardie ge wöhnlich,' Das von den Bergen, oder von höher liegenden Fiüſſen ablaufende Waſſer, das ſich nun T«tel: in wenig geneigten Cbenen zwiſchen zwey Crdlagen verbreitet, fließt auf die Oberfläche des Bodens wie- der zurü>, wenn man die bede>ende obere Lage öffnet, Um demſelben einen Ausgang zu verſchaffen, gräbt man mit einer Schaufel ein Lo<, worein man ein Faß ohne Boden, Fig. 4, ſtellt, wo das un- tere Ende der Dauben gekerbt iſt, Das Faß hat eine Höhe von 15 Decim, und 5 in jcinem obern Durchmeſſer; ſeine Dauben ſind 3 Decim, di>. Um no G zeige hebung ſeb y Erdlagy Boden wie obere Day Verſchaffen, Worein man vo das yn: a8 Faß het (nem oben . dit. Im einzuſenfih, Gabel ur, m.[ang if, ecim, Länge heile derſel pfen angy Behandlung mit Dif 9, 9,,(Ws 2 Decittv hohe, Riw ter, Nah 08 Faß ſ! iche Fliche das unter? orgedrängt, angelegte nan ſich in en, Dieſe m Vorthel Umſtänden , die zy brauch div in Catolv Bäſſerunge! | wi, ſeht eſien Cn lere Eid? „paßt; fü f. jem minder 1 gefitel, itungen Ziegel 1 Senſen und Gabeln. Efe EE(22.5 7 Fig: 1 Senſe mit doppeltem Trä- ger. Sie unterſcheidet ſich von der gewöhnlichen Senſe nur durch den Träger, der das Stroh des Getreides beym Schneiden unterſtüzt, Der Arbei- ter kann auf dieſe Art das Geſchnittene regelmößig auf dem Boden ausbreiten; man vermeidet dadurch eine verworrene Ausbreitung, und erſpart den Arbei- tern, welche die Ernte auffammeln, die Zeit, Sie iſt vorzüglich beym Schneiden des Hafers vortheil- Haft. Dieſes Inſtrument, deſſen Gebrauch in fruü- hern Zeiten nur auf einige Cantone beſchränkt war, fängt jebo an, ſehr allgemein angewandt zu werden, Cs iſt ſehr zeiterſparend, und der Sichel weit vorzu- ziehen. Zur Vorfertigung dieſer Senſe befeſtigt man in einer ſenkrechten Richtung auf die Klinge, in einem am Ende der Handhabe der Senſe angebrachten Zap»- fenloch, einen leichten Holzpfoſten, von 4= 5 Decim, Länge, und 5 Centim. im Gevierte, den man mit einem gekrümmten Stab C unterſtüzt, der eines Theils in das Ende des Pfoſtens A und andern Theils in die Handhabe der Senſe eingefügt iſt, und der überdieß noh) in der Mitte durch einen andern hölzernen Stab, der mit dem erſten parallel läuft, unterſtüzt wirv. Man beſezt den Pfoſten A noch mit drey oder vier Weidenzweigen D, denen man die gleiche Krümmung und Richtung, wie der Klinge ertheilt. Fig. 2. 2400026- 1. Stoppeln, Die Handhabe und die Klinge haben eine Länge von etwa 3x Decim. Man verwendet zerbrochene Senſen zur Verfertigung dieſes Inſtru» ments. Mau bedient ſich derſelben in der Gegend von Blo:s zum Schneiden der Stoppeln, die dem Vieh als Lager dienen. Man könnte ſich ihrer mit Vortheil in ſolchen Ländern bedienen, wo man ge»- wohnt iſt, das Getreide ſehr hoch abzuſchneiden. Man ſezt ſie? mit einer Hand in Thätigkeit, Fig. 3- Große Senſe aus Brabant, Die Klinge hat 92 Centim. Länge auf eine Breite von 1 Decim. am Ende, Die gekrümmte Handhabe hat eine Länge von 1 Meter, und 8 Decim, z; ſie iſt an ihrem Ende mit einem krücenartigen Holzſtük verſehen, das der Arbeiter unter dem rechten Arm durchſchiebt, Auch iſt noc< in der Mitte ein Zapfen eingebohrt, woran ein 3 Centim., breiter Riemen angebracht iſt, worein der Arbeiter die Fauſt aufſezt. Dieſer großen Senſe bedient man ſich in Brabant. Die Unterſtüßung, die ſie dur; die Krücke unter dem Arm, und durc) den Riemen für die Hand erhält, erleichtert die Behandlung der Senſe. Fig. 4+ Cin Bret, und mit der andern an dem Knie, das in der Mitte des Handgriffs eingefügt iſt. Die Dimenſionen ſind die gleichen, wie bey gewöhnlichen Senſen. Fig. 6. Senſemit einem einfachen Trä- ger von Tuch, Dieſe Senſe hat den gleichen Durchmeſſer, wie die gewöhnlichen Senſen; ſie un- terſcheidet ſich nur dadurch, daß ſie mit zwey ge- krümmten Zapfen verſehen iſt, die zum Faſſen der- ſelben dienen. Sie hat einen Träger von Tuch B, der vertikal an die Klinge dadurc angebracht wird, daß man eine Gerte umkrümmt, in die Handhabe befeſtigt, und daran ein großes Tuch anſezt. Man bedient ſich ihrer in Wärmeland in Schweden; man könnte ſie aber auch dü gebrauchen, wo man ſehr?ur- zes Gras, oder ſeltene und kurze Pflanzen mähen will. 2. AVEC IM LC - Fig. 1. Ein Haken zum Aehrenleſen, Die Weiber und Kinder, die auf den Feldern in Schweden Aehren leſen, bedienen ſich dieſes Inſtru- ments zum Auffaſſen der Aehren, Site erſparen ſich dadurch viele Mühe. Fi. 2. Sicmelimit halber Krummung: Sie iſt in einigen Theilen des nördlichen Curopa's gewöhnlich, und zeichnet ſich durch die geringe Krüm- mung ihrer Spitze aus, Tig. 3. Ein. Fingerling zum Schuß beym Schneiden des Getreides, In eini- gen Theilen von Catalonien bedienen ſich die Schnit- ter dieſes Inſtrumenis, um ihre Finger vor der Scneide der Sichel bey der Arbeit zu ſchüßen, Es 2) j Tig. 7- Kleine Senſe vom Hennegau, Sie hat 8 Decim, in ihrer größten Breite, und 6 = bXin der Länge, Der Handgriff hat bis zum Punkte der Krümmung 5 Decim. und 16 von hier aus bis zum Ende der Handhabe. Der Handgriff geht in eine gefrümmte eyförmige, 5 Centim, breite, Fläche aus, die unter dem Vorderarm angelegt wird, und dem Jnſirumente als Stüzpunkt zu größerer Kraft bey ſeinem Gebrauch dient. Es iſt daſelbſt ein Rie- men zum Aufhängen der Senſe angebracht. Ein an- deres Leder A, das an dem vordern Theil der Hand» babe angebracht iſt, umſchließt die Fauſt des Arbei- ters, Man gebraucht dieſes Juſtrument im Henne- gau und in Belgien, wo es die Arbeit der Ernte ſehr beſchleunigt. Die Einführung deſſelben wäre auch bey uns zu wünſchen. Man unterſtüzt das Stroh, ſo wie es geſchnitten iſt, mit einem dünnen eiſernen Haken von 5 Centim. Länge, mit eiuer eichten, einen Meter langen Handhabe, 327 0 UP 0251: beſteht aus einem Stü> Holz, hat eine beynahe viereckige Oeffnung, deren Seiten 6% Centim, lang ſind; zeigt von der Oeffnung bis an das Ende 7 Cen»- tim, Länge; iſt etwas umgekrümmt, und endigt ſich in eine Spie, Man befeſtigt es am Handgelenk mit zwey Schnüren. Fig. 4. und 5. Sichel, zum Schneidet der Binſen und des Farrenfrauts, Sie beſteht aus einer in ihrer Krümmung 4 Decim. langen Klinge, die in ihrer größten Breite 8 Cens- tim., und än der Handhabe nur 6 hat. Loztere hat von der Dille bis zu der knieformigen Beu- gung 3x Decim., und 1 Decim, von dem" lezkern Theil bis an ſein Ende, Sie iſt vertikal auf die nahe lang Cem t ſich gelent (den Sie Yee Cet! texter? Ber [o3fein uf die E59 Klinge geſtellt. Die Fig. 4. ſtellt einen hölzernen Haken dar, den der Arbeiter in der" linken Hand hält; wenn er die Senſe gebraucht, und der ihm zur Unterſtüßung der Pflanzen/ die er ſchneiden will, dient."Die" Händhäbe hat 6 Decim., und der Haken 2 Decim. Länge. Fig. 6. Sichel mit aufgerichteter Spi- ze. Dieß iſt eine große Sichel, deren man ſic in der Gegend von Rom bedient, Tig. 75 und 8.. Dieß iſt eine Art von kleiner Sichel, deren wenig ſchnei dende Klinge 4 Decim. lang iſt.- Man bedient ſich derſelben in Beauce zum Schneiden der S:oppeln. An der Handhabe iſt ein Riemen angebracht, durd) welchen der Arbeiter die rechte Hand bringt. Mit der linken hält er die kleine Gabel, Fig. 7., zwie- MEL 1ethhb ee Fig. 1. Eine Gabel mit ſechs Zähnen, Sie beſieht aus einem Holzſtük, an das ſechs Zähne, und eine gekrümmte Handhabe A angefügt ſind. Man gebraucht ſie zum Zuſammenfaſſen des Strohs nach dem Dreſchen, und zu andern ähnli- en Bret verfertigt, in das man hervorſtehende Kanten geſchnitten hat. Sie koſten wenig, und dauern länger, als die gewöhnlichen Strohmatten. Fig. 7- Ein Bett in Form einer Bank, Die Landleute in Dänemark, Schweden und Nor- wegen liegen gewöhnlich in ſolchen Bettſtellen, wel- die den Tag über als eine Bank dienen, Sie bes ſtehen aus einem Kaſten mit einem-De>el, der in einem Gewinde läuft, und die Nacht über gegen die Wand gelehnt wird. In dem Kaſten befindet ſich eine Matraze, worauf man ſchläft, Fig. 8. Cin beweglicher Kleiderrechen, Er iſt wie ein gewöhnlicher Kleiderrechen, nur daß er zwey Ringe hat, womit man ihn an zwey in der Wand befeſtigte Haken aufhängen kann, Er hat 17 Decim, auf 23 Centim. Ex iſt aus dem Grun- de bequem, weil man ihn leicht anderwärts aufſtel»- len kann. SEU 4.014 mittelſt eines an dem Ende deſſelben angebrachten Handgriffs, knetet. Der andere Theil des Hebels, der mit einem Ende auf dem Tiſch befeſtigt iſt, wird Aufheben nnd Senken des Theils C von dem Hebel,| in ſeiner Thätigkeit durc) zwey Pfeiler a bezähmt, =< en Ee ( und verbindet ſich durc) das Stü> Holz b mit dem StuX 6. Alle dieſe Stücke laufen um Nägel, welche ſie vereinigen, wodurch die Arbeit ſehr erleichtert wird. Man bedient ſic) dieſer Maſcke von 6 Centim. Die Jtalie- ner gebrauchen ſie bey der Bereitung der Macgaronis, Fig. 3. Ein thönernes Seihgefäß. Dieſes Gefäß iſt mit einem zurügeſchlagenen Rande verſehen, und mit Löchern durchbohrt, durch welche das Waſer von Gemüßen abläuft, die man nach ih- rer Kochung darein bringt, I) WW HL 5€ Fig. 1. Ein TroFnungskaſtien. Dieſer Kaſten, der in den Zuckerbäckereyen zur Bereitung von Zuckerwaaren und ähnlichen Geſchäſten dient, be- ſteht in einem mit Fächern verſehenen Schranke, wor- auf man die zubereiteten Sachen ſtellt, um ſie in kurzer Zeit zu tronen. In dem Grunde deſſelben it eine Oeffnung angebramt, unter welche man ein mit Kohlen gefülltes Be>ken A ſteht. In die Seiten des Kaſtens werden oben zwey Löcher angebracht, um den von der Verdampfung herrührenden feuchten Dämpfen den Austritt zu verſchaffen. Fig. 2. Cin Kohlenbe&en von Sand- ſtein. Man höhlt in Toskana Sandſteine aus und behaut ſie, um für den Gebraunc< der Küchen Koh- lenbecfen zu erhalten,' Fig. 3. Thönernes Kohlenbed>en, Die Bauern in der“ Gegend von Valence machen zu ihrem Gebrauch ſehr okonomiſche Kohlenbe>ken. Sie unber- deFen den Grund zerſprungener Töpfe mit Thon, und bilden am obern Theile drey Abtheilungen, die zur Unterſtüzung des Geſäßes, das man in die Hiße bringen wil!, dienen. Fig. 4- Ein Seihtrichter von Garn, Er kann zu verſchiedenen vkonomiſchen Geſchäften, 3. B. bey Bereitung von Zu>kerwaaren, Ausziehung von Säften u. ſ. w. dienen, Fig. 3- Topf zum Kochen mit Verdäm- 2 3 Fig. 4- Inſtrument zum Zuſammen- drüFXen der Pfröpfe. Dieſes Inſirument wur- de von Hru. Apers zum Erweichen von Pfröpfen von Flaſchen und Bechern, worin man Cßwagaren aufbe- wahren will, gebraucht. Die Pfröpſe laſſen ſich auf dieſe Art leichter eindrüken, und ſchließen feſter, Das Innere des Inſtruments iſt wie eine Feile zu- gerichtet. Fig. 5. Ein Preßfaß. Dieſes wird im Canton Bern zum Einſalzen des Fleiſches gebraucht, Wenn das Fleiſch geſalzen, und in das Faß gelegt iſt, ſo bede>t man es mit der runden Scheibe A, die 48 Centim. Durchmeſſer hat, und worauf der Druck der Schraube wirkt. Das Faß iſt 41 Centim, hoch, und hält 34 im Durchmeſſer ſeines Bodens und 29 n dem ſeiner Mündung. Dieſer kle ne Apparat er- leichtert das Cinſalzen, T Q 6€ tL: vfung. Man hat ſolel haben, der viel tiefer als dieſe Nänder geht, ſo daß der Dampf nur ſehr ſchwer hervordringen kann, ſich concentirt, und daher leichter auf den Inhalt wirkt, Namentlich wird das jo gekochte Fleiſch ſchmackhafter, Fig. 6; Cin Blo> zum Zerhacken des Fleiſches. Er hat auf drey Seiten eine hölzerne Randbeſezung, innerhalb deren das Fleiſch zerhackt wird. Er iſt in der Lombardie gewöhnlich. Fig. 7- Cin Fleiſchtopf zum Kochen mit Dämpfen. Das Gefäß A hat einen durch» bohrten Grund, der auf drey Füßen ſteht. Der Rand deſſelben iſt mit zwey Handgriffen verſehen, womit män es in den Topf B ſielt. Man füllt es in die»- ſem Zuſtand mit Wurzeln, Grünem u. ſ. w,, nach- dem man die nöthige Menge Waſer eingegoſſen hat, ohne daß indeſſen dieſes den Grund des- Behälters berührt. Man ſc nee„amen. ee Lä u mla nenne x beiti en Nee= GEE Ää. ndäen. u =<- Cin wä E Cigid = Sui pa mR Se önnen<= 00 EE EUEEENENEDEREER zae|D GRETEN SEN SEESEN EEE SIE R R == ter Snwrwa mern minen gen mn SEIDEN 2-2 deewmeeen dange donau zan wl<==-=-=== CE enable aide Win ag EIENR Ez m... > Irr tL TGL „ ", (2/», 5 EE PSE VERGISST knn nud KE ZÄCH PER rng“ ep] LLT UU. Guru A [4 5 SEE I R<<< GIPEIR CI GEN SGI EEE EIER< „zienten „Jewser 1. Gabel R SENE SIIGE IS 2:0 MN EEE /. Laushalliug- wren Säit SIE een PEN WE SE KE ng Eb AE immmer ner är: ue SR<<< III TERR 7 << ee mu. WEITE 2 u SEIS en in FEEN 17471 S//ar Wg WIN jj > SMET “+. Tü 2 p= === FE nojpin ae AER R En FEE 203 Fix ESS eee eu Sammlung voy Maſchinen, Inſirumenten, Geräthſchaften, Gebäuden, Apparaten 1:4. Ww;| ' für [ändliche, häusliche und induſtrielle Oekonomie, Naken und Verzäunungen, Taf, 10, 14. 12. Stuttgart nmnmd Tupvingeen. FW der 5-6: Cotta'ſ 7; dr En= Z-» 222 aeg NEE SE EIGEN SS= 2 E SSE PERES ee= ZES= 20027- <= HÜTE-- SIR< SEHR:=< SIR= IUR MU-- NEIGE=S GSE SEE<< IEE GEE I EIN IS 11 EE >>=>€“= 7 4 I SIE 2 EEG IX S4 RIS uE Ee 2 a Y --== 4 SEEL -<= GEA SGESISE- wwe uin diäten 2 CITES AND 57-7 NIE SN SR ÖGEEINGIENEN ve„7 GSG e&fprT Erſte Fig. 4 Neſter für Hühner mit Bgadek- ſteinen. Man baut in Andaluſien ſolche Neſter, worin die Hühner brüten. Zu dem Ende ſtellt man zwey Backſteine unter rechten Winkeln gegen eine Mauer auf, und bede>t ſie dachförmig mit zwey andern; man fährt auf dieſe Art fort, und ſtellt an der Vorderſeite eine Reihe von Bacſtei- nen auf, wele von Tu<, Man läßt oben eine Oeffnung, wodurd) man die Vögel einſchiebt. Fig. 3. Trichter zum Vollſiopfen des Geflägels. Er iſt von Blech, und an ſeinem Ende wie das Mundſiü> einer Pfeife geſchnitten, Er iſt 33 Centim. lang, mit einer Oeffnung, de, ren Durchmeſſer“ 8 Centim. und 2 Centim, an ih- rem Ende beträgt. Man bedient ſich deſſelben in Toulouſe zur Mäſtung der Gänſe, Fig. 44 Cin Hühnerſtall mit einer Leiter. Man ſezt vier Pfoſten in einen Hof, wo- rauf man eine Leiter legt, und darüber ein Stroh- daH anbringt. Man legt alsdann eine Leiter an, die aus einer Stange mit OQuerſtäben beſteht, Man 9 Wd. er 22660 363 MIE 45 04 Fig. 5- Ein-aus dem Rade eitties kleis nen Wagens verfertigtes Hühnerhaus. In dem gleichen Departement bedient man ſich ei- nes alten Rads von einem kleinen Wagen, das man auf einen Pfoſten pflanzt. Man legt ein Dach darüber an, worunter das Geflügel mittelſt einer Leiter übernachtet, Tig. 6. Käfig für Hühner oder ande- re Vögel. Man verfertigt ſie in Catalonien mit der axundo calamagrostis L., bald größer, bald kleiner. Man nimmt zu dem Ende ein rund s Bret, an deſſen Nand man die ſich rautenartig kreuzende Binſen mit Bindfäden anknüpft, Tig. 7- Geneigtes Aufſitbgerüſt für das Geflügel. Man befeſtigt auf dem Boden und gegen eine: Mauer in einem Hühnerſtall zwey hölzerne Leiſten, die mit Einſchnitten verſehen, und in einer geneigten Fläche aufgeſtellt ſind, damit das Geflügel nicht vertikal über einander ſizt. Man legt von einem Einſchnitt zum andern Stäbe über, die man mit Nägeln befeſtigt. Dieſe Art iſt in der Gegend von Paris gewöhnlich. Fig. 8. Horizontales Aufſißgerüſt für das Geflügel, Man ſezt an den beyden Enden eines Hühnerſtalls zwey Abſte>pfähle ein, worauf man eine Querleiſte befeſtigt. Von einer Querleiſte zur andern werden alsdann Stäbe worauf ſich das Geflügel ſezt, eingenagelt, Man bedient ſich trifft ſol Holz, das man ver- ſchmälert, aber diejenigen Stellen beibehält, die zum Fußtritt dienen, Man umgiebt dieſe mit einem Draht, wenn die Holzfaſern nicht ſehr zähe ſind. Fig. 2« Cine Leiter mit Staffeln und einem Ruheſiß. Sie iſt 2x Meter hoch; der Ruheſitz hält 6 Decim, auf 8; Fig. 3. Rüubheleiter zum Abblätt ot der Bäume. Man; bedient ſich derſelben im Königreiche Balencia zum Cinſammeln der Blätter des Maulbeerbaums., Sie beſteht aus vier Pfoſten von 17= 18 Decim, Länge, die am Grunde 13 Decim, auf einer, und ZL auf der andern Seite, von einander ſtehen. Dieſe Pfoſien ſind durch Duer- 23:1W 36159: tx Fig: 1: wachſen läßt. Man bedient ſich deſſelben auf Seereiſen. Man füllt es wechſelsweiſe mit einer Laze Sand, und mit einem Lager von Cichorien- Wurzeln, wobei man ſorgfältig den Hals der Wur- zel gegen die Oeffnung der Löcher richtet. Leztere treiben die Blätter, welche den unter dem Namen Endivie, oder Kapuzienerbart bekannten Salat liefern. Man kann ihn inne:halb 40 Tagen dreimal ſchneiden.'Der Durchmeſſer der Löcher, ſo wie ihre gegenſeitige Entfernung, beträgt 7 Decim, Fig. 2. Ein ökonomiſches Miſtbeet. Man gräbt zu dem Cnde in Spanien, um Früh- pflanzen zu erhalten, ein Loh in die Erde, und mauert die Seiten, Man ſteXt in das Beet auf Tu(2.50 1. leiſton verbunden, die als Treppen dienen. Der Ruheſi hat 2 Decm. Breite, auf 7 Länge. Ti0- 44. veiter. mit Daten Sie bat zwei Zapfen an dem obern Theile, die zum Anle- gen an Zweige dienen, Man bedient ſich ihrer auch, um Baumgeländer gegen die Mauern zu errichten, ohne weder Bäume noc< Früchte zu beſchädigen. In dieſem Fall aber müſſen die Zapfen unter rech? tem Winkel abſtehen. Tiq220. Pyr amidenformüge Leiter, Man bedient ſich ihrer in Toſkana zum Einſammeln der Maulbeerblätter, und der Trauben von Wein- ſröcken, die ſich auf Bäume ſchlingen, Fig"Leiter mit“eirner Stuße, Sie | iſt von einer Stange unterſtüzt, die in einem Holz- ſtü> befeſtigt iſt, das nac; Willführ gedreht werden kann, und die Entfernung der Stange erleichtert, Sie iſt bei Gartenarbeiten ſehr bequem. Fig. 7-. Gewvöhnliche, lange, leichte, Loiter. Man bedient ſich derſelben im Thal von Montmorency zum Cinſammeln ver Früchte. Sie iſt aus ſehr dünnen Stangen verfertigt, die 6o Decim. lang, und 16 Decim, unten, und 14 oben Ein" Fup won man Sura| von einander verfertigt ſind, Sham Ere aily Pfoſien von einer beſtimmten Länge 3; auf der entge- gengeſezten Seite ſezt man in gleiche Fläche mit dem Boden eine gleiche Anzahl gabelförmiger Pfo- ſten ein, und ſtellt dann von einer Gabel zur an- dern Latten auf, die bei ihrer geneigten Stellung zur Unterſtüßung der Strohde>en dienen, deren man ſich zur Bede>ung des Beets bei der Nacht, oder wenn es gefriert, bedient, Die Nordſeite, ſo wie die beiden Enden ſind mit Bretern oder Stroh- de>en belegt. Man kann ſolche Beete ſehr wohl- feil errichten. Fig. 3. Miſtbeete mit Backſteinen, Man macht im Königreich Valencia Wiiſtbeete mit Back» ſteinen, die viere>ige Fächer bilden, worein Dünger gebracht, und Samen von Pflanzen eingeſät wird, die der Nordſeite eine Reihe am Ende gabelförmiger| man verſetzen will, Der Durchſchnitt iſt bei A angegeben, ( Fig. 4. Miſtbeete mit Rohrpflanzen, Man trifft ſie in Gandia, im Königreich Valencia. Man pflanzt die Rohre gegen einander, und legt auf dieſe Art ein langes Viere> an, worein man Samen von Pflanzen ſäet, die man verſetzen will. Man bedet ſie mit ſolhen Strohde>en, wie ſie vor dem Miſtbeet abgebildet ſind. Fig. 5. Tragbares Miſtbeet, Dieſes be- ſteht aus einem Kaſten mit vier Füßen, den man gegen die Mittagsſonne ausſezt, und dann wieder in Ställe zurükträgt, um ihm Wärme zu verſchaf- Dritte Tig.1. Körbe zum Schuß der Bäume, Dieſe Körbe, die keinen Boden haben, werden aus Rohren verfertigt, und haben eine Höhe von 12 Decim, auf einen Durchmeſſer von 2 Decim. Man ſenkt fie in die Erde, um junge Bäume gegen das Vieh zu ſchüßen, Man bedient ſich derſelben in Catalonien. Fig. 2. In einem Dreie> aufgeſtellte Pfoſten zum Schuß der Bäume. Man ver- einigt ſie oben mit drei Latten. Im Canton Glarus. Fig. 3. Doppelte Pfeiler zum Schuz der Bäume, Man verbindet ſie mit zwei Ouer- latten. Im Canton Appenzell, Tig. 4 Obſtbreher zum Pflücken der Früchte mit ſechs Fingern. Er beſteht aus 6 eiſernen Fingern, die an einem Hohleiſen ſtehen, das einen Stiel von 2--3 Meter Länge aufnimmt. Man faßt die Frucht damit, indem man ihren Stiel zwiſchen die Finger nimmt, und das Inſtru- meint ein wenig dreht. Man gebraucht es im K0o- nigreich Valencia zum Pflü>en der Pomeranzen. Fig. 5. Krallen mit einem Stiel zum Beſteigen der Bäume, Dieſe ſind am Ende zweigablige Steigbügel A in Krallenform mit einem Stiel, der an das Bein angelegt wird. Man ſtellt die Füße zwiſchen die Krallen und den Stiel, und zieht am Gipfel des leztern einen doppelten Riemen, den man am Bein befeſtigt, durc. Wenn man auf dieſe Art an beiden Füßen mit ſolchen Krallen verſehen iſt, ſo ſteigt man ohne Gefahr mit großer Leichtigkeit auf die höchſten Gipfel der Bäume, Der Stiel iſt von ſeiner untern Einbiezdung an 24 Centim. lang, und 5 Centim, von hier an bis ganz nah unten. Der Theil, worauf der Fuß ruht, iſt 9 Decim, lang. Das Ende der Krallen ſieht 3 R R tet 0 II RSE ar Mn A 2-3 fen. Man gebraucht es im Canton Glarus und in Schweden-zum Erziehen von Frühpflanzen. Fig. b.- Ein Frühbeet. Die Gärtner in der Gegend von Florenz machen Frühbeete mit einer Neigung von 40 Graden, die den Sonnenſtrahlen entweder gegen“ Mittag oder gegen Oſten ausgeſezt ſind. Sie legen oben am Frühbeet eine He>e, ge- meiniglich von Holunder an, um die junge Pflan- zen gegen die Kälte und gegen die Winde zu ſchüßen. Sie verſchaffen ſic) auf dieſe Art frühe Pflanzen | ohne Koſten. Taler Centim. von einander. Der mit einer Schnalle ver: ſehene Riemen iſt 45 Centim, lang. Fig. 6. Klauen ohne Stiel. Sie unter- ſcheiden ſich von den vorigen blos dadurch, daß ſie ſtatt des Stiels Klauen an beiden Enden haben, Man befeſtigt ſie mit einem Stri> an den Füßen. Man bohrt die Schraube des Rings A in den Stamm des Baums ein, um die Füße darauf zu ſtellen, wenn man an einem Theil des Baums an- halten will. Fiß- 7- Haken zum Pflücken der Früchte, Er unterſcheidet ſich von dem folgenden blos durc< die Länge der Handhabe und, durc die Form des hölzernen Hakens. Man gebraucht ihn in der Schweiz beim Cinſammeln der Früchte, Jia: 5. Harten zum Pflücken der Früchte. Er beſtebt aus einem eiſernen Haken, der in eine Stange von 2 Met. eingefügt iſt, und an ſeinem Ende eine 2 Decim, lange Leiſte hat, die mit einem Nagel verſehen iſt, Dieſe Leiſte kann nun an der Stange vor und zurückgeſchoben werden, ohne heraus zu fallen, weil am Ende der leztern ein Kopf angebracht iſt. Wenn man auf einen Baum geſtiegen iſt, ſo faßt man die Zweige mit dem Haken; zieht ſie an ſich, und hält ſie in dieſem Zuſtand zu- rück, indem man die Leiſte" an einen andern Zweig anhängt. Man bedient ſich ſolcher Haken in Wallis, Fig. 9- Ein korbartiger Obſtbrecher, Dies iſt ein kleiner Korb von 12 Centim. Durchmeſ- ſer und 7 Höhe, deſſen obere Ständer mit 3 Centim, langen Zähnen beſezt ſind. Er iſt mit einer leichten Stange verſehen. Man bed ent ſich deſſelben im Canton Zürich, Er dient zum PflüFen aller Arten von Früchten. Fi: ſhnen) vm viele Yußybung lichen Zeit pw I herein g | tm ale Jahr zue, m 14 INO ſhofft zu Den jn beſtim Geſträuc 192 0 ws die gröſt Aewnotn Ope 1 he, MO I gu hei fläche€ Doh, EG mi man dv diy h0 ſy ba, Pefah ſuchet! Eich hindie hz Ww de! id in t in einer hlen ſet , he flas Ben, nen ( Verſchiedene 3 Pflanzungen. Sr fe Tig. 1 Eitte Art, den Boden abzu- ſct man das Ganze mit Erde, und bedient ſich dabei einer breiten Ha>ke, So lange die Verbrennuug dauert, wirft man immer neue Erde auf die Hügel, die man /o77221- gas heißt. Sie haben gemeiniglich an ihrer Grund- fläche einen Meter /'im Durchmeſſer auf 5 Decim, Höhe. Man macht ſie auch von länglicher Form, So wie das Brennen vorüber iſt, ſo verbreitet man die Erde auf dem Felde, und macht den Bo- den vor dem Einſäen noh einmal um, Die auf dieſe Art behandelte Erde zeigt ſich eben ſo frucht- bar, als wenn ſie gedüngt worden wäre, Dieſes Verfahren iſt allerdings wichtig genug, daß es viel- fachere Verſuche in andern Ländern, beſonders zur| Erzielung von Fruchtbarkeit eines ſolchen Bodens verdiente, der aus Mangel an Dünger keinen Ec- trag liefert. - Fig. 2+ Haä>e mit at zwei gabelförmige Stangen in die Erde, worüber eine OQuerſtange gelegt wird. Man ſie>>t alsdann in beſtimmten Entfernungen an den Sei- ten dieſer Querſtange Latten in die Erde, die ſich an dieſelbe anlehnen, und woran ſich ſpäterhin die Bohnen oder die Erbſen aufſchlingen. Dieſes Verfahren iſt in einigen Theilen von Teutſchland gewöhnlid), Fig. 5. Spargelnpflanzung. Man bedient ſich in dem Königreich Balencia, um die Spargeln blaß zu erhalten, einzelner Stücke von Rohr(arundo donax,-L.) die an einem Ende offen und an dem andern durch den dort beibehal- tenen Knoten geſchloſſen ſind. So wie die Spar- geln 1x Decim, über die Erde hervorragen, ſo ſchiebt man ſie in das Rohr ein, das alsdann der Luft und dem Licht allen Zutritt verſagt, Auf dieſe Art bleiben ſie, dann blaß, Die 2 Decim. lange Rohrſtü>ke werden in ſchräger Fläche durchſchnitten, damit man ſie um ſo leichter einſchieben kann, Fig. 6. Meſſer zum Abſchneiden der Spargeln. Mit dieſem Inſtrumente werden in der Gegend von Paris die Spargeln 7 oder 8 Decim. unter der Oberfläde des Bodens abgeſchnitten. Die 5 Decim. lange Klinge hat an ihrem gekrümm- ten Ende gegen die Handhabe geneigte Zähne, Sie iſt 4= 5 Millim. di>, und 2 Centim, breit, und | 2x an ihrem gezähnten Theil, SGF... h Handhabe 16 Centim, breite Klinge. Man nennt ſie in dem Departement der niedern Pyrenäen doyat, hat eine ſehr die, 3 Decim, lange, und gegen die| und gebraucht ſie dort zu dem genannten Zwe, manner" "87 EE en nb Die Handhabe iſt 12 Decim. lang, Sie iſt an der Mitte mit einem knieförmigen Handgriff, der 3 Decim. lang iſt, verſehen, Tig. 2 Hac>emeſſer zum Zerhaken von Geſträuchbündeln. Man bedient ſich derſelben in Andaluſien zum Zerha>en der Ca:u-e- rops humilis[1,. die dort ſehr häufig in den, Fel- . dern wächst, Die Klinge iſt 22 Decim, lang auf 14 Breite. Fig. 3» Ha>meſſer für die Heide- kräuter. In dem Departement der Landes nennt man es indar, und gebraucht es zu dem genann ten Zwec>. Die Klinge iſt 25=“ 35 Centim. lang auf 8 16 Breite, Tig. 4- Meſſer zum Ausſchneiden der Raſen, Die Handhabe iſt frücenartig, 13 Decim, lang,“ und wird in das Hohleiſen der 4 Decim. langen, und 4-- 12 Centim, breiten Klinge eingeſt wird, Man legt in der Gegend von Rom die Kürbiſſe darauf, damit ſie von der Feuchtigkeit des Bodens nicht angegriffen werden. Die Deffnung hält 33 Cen- tim,; die Länge beträgt 26, Fig. 6. Eine Sichel zum Verſetzen. Die Landleute in der Gegend von Valence bedie- nen ſich dieſes ſichelartigen Meſſers zum Durchſchnei- den der Erde, und eines Theils der Wurzeln beim Verſeßen der Pflanzen, Die Schneide iſt an der äußern Krümmung der Klinge; leztere hat eine Länge von 3x Decim, z die Handhabe von 22 Centim. TP? 70 Ein StämvFel mirleinmer Handhabe, Man bedient ſich deſſelben zum Feſt- ſiampfen des Bodens der Scheunen, der Spazier- gänge u, ſ. w. Er beſteht aus einem hölzernen Blo> von 35 Centim. Länge, 20 Breite, und 9 Dieke. Die geneigte Handhabe iſt 9 Decm. lang. Fig. 8. Cin Haken zum AusSsgraſen des Steinpflaſters. Man bedient ſich deſſel- ben in Paris zur Guntwurzlung des in- den Höfen zwiſchen dem Steinpflaſter wachſenden Graſes. Die Haudhabe iſt 7 Decim, lang. Das Eiſen iſt von der Spitze dis zu der fnieförmigen Beugung 10 Cer- tim., und von hier bis an ſein oberes Ende 15 lang, dd vw Tig. 9. Ein degenartiges Meſſer zum Abſchneiden der Bohnen. Die?and»- leute im Königreich Valencia düngen ihre Retßfel- der mit den Stängeln der Bohnen von faba equl- na L., die am Ende des März eine Höhe von 14-- 159. Decim, erreichen, Ein Arbeiter ſchneidet alsdann rechts und links mit dieſem breiten zweis- ſhneidigen Junſitrument die Bohnen in drei ohnge- fahr gleichen Längentheilen ab. Die Klinge iſt 6 Decim. lang. Dieſe Art von Dünger könnte mit Vortheil den gewöhnlichen Dünger erſeten, FiQ5 107 men der Augen an den Kartoffeln, Jn nahrungsarmen Zeiten iſt immer die Sparſamkeit mit Nahrungsſtoſfen ein ſehr wichtiger Gegenſtand. Da nun das Auge der Kartoffel die Fähigkeit beſizt, die Pflanze zu reproduciren, ſo laſſen ſic) dieſe Au- gen ſchnel) mittelſt dieſes kleinen eiſernen Löffelchens von halblänglicher Form mit ſchneidendem Rande herausnehmen. Fig. 11. Ein Raſenſtämp fel. Man bedient ſich deſſelben zur Befeſtigung der Naſen, die man zu einer Bank geordnet hat. Es iſt ein hölzerner Blo> von“ 2 Decim, Länge, 11 Centim. Breite, und 8 Centim. Die, Der Handgriff iſt 12 Centim, lang. Fig. 12. Zange zum Aufſammeln von Kaſtanien, Sie wird aus einem Stück geſpolte- nen Schilfs verfertiget, das mittelſt der Wärme gefrämmt wurde. Man gebraucht ſie in Tos*ana zum Aufſammeln der Kaſtanien, die noch mit ihrem ſtechenden Fruchtgehäus verſehen ſind, Dieſe. ſehr elaſtiſche Zange öffnet ſich von ſelbſt, ſo wie man ſie nicht mehr zuſammendrückt. Fig. 13. Ein Schämelhen zum Aus- machen der Saamen aus den Maiskol- ben. Man fügt die eiſerne Klinge daran, deren Ränder eine vertikale Richtung haben. Der auf dem Schämelchen ſizende YArbeiter faßt mit beiden Händen einen Maiskolben, und macht nun die Sa- men durch Reiben gegen den obern Rand der Klinge aus, Man bedient ſich dieſer Vorrichtung in dem Departement der hohen Pyrenäen. Fig. 14. Ein Sac> zum Aufſammeln dex Blätter. Man befeſtigt einten hölzernen Reif an der Oeffnung des Sac>s, und einen StriF an den Ring, an welchem ein kleiner Haken angebracht iſt. Der auf einem Baum befindliche Arbeiter hängt den Sac> mittelſt des Hakens> an einem Zweige anf, und füllt ihn allmählig mit Blättern, Dieſe Borrichtung trifft man in dem Herzogthum Parma, Ein Löffel zum Heransneh-' Fig: urt auf 15 Höhe. Man wendet ſie in einigen Theilen von Deutſch- land an, Fig. 2« Verzäunung mit Bretern die an Querlatten gehalten werden. Man ſenkt Bretter näher oder entfernter in die Erde, und unterſtüzt ſie an zwei Ouerlatten, die mit hölzernen Nägeln angefügt werden. Die Querlatten brauchen anch nur an giner Seite der Verzäunung angebracht zu werden; man ertheilt ihnen eine Breite von 2 Decim., Dieſe Verzäunung iſt 11=13 Decim. hoch, Fig. 3. Verzäunung mit Bretern, die in den Ouerlatten befeſtigt find, Man wen- det dieſe Art in Frankreich und auswärts an, und ertheilt ihr gemeiniglich eine Höhe von 12 Decim, Die obere Querleiſte, die ſtärker als die untere iſt, hält 2 Decim, im Viere>. Fig. 4«+ Verzäunung mit getroä>netem Weiderraut."Sie iſt in einigen Therlen"?Lon Frankreich gewöhnlich. Man bedient ſic) dazu des bei den Botanikern unter dem Namen erica 8c0- Sirbit e Fig. 1. Treppe, um über Verzäunungs- Mauern zu ſetzen. Man legt ſolche Treppen in Biscaya und in andern Gegenden an, wenn man im Stande ſeyn will, über die Mauern zu ſetzen, und dem Vieh den Cintritt zu verſagen. Man bildet ſie“durch beſondere Anlagerung der Steine, die zur Hälfte eingemauert ſind, und mit der an- dern Hälfte über die Oberfläche hervorragen. Fiq+« 2- Hoyölzerne Trepve über einen Erdwall. Wenn man das Vieh von dem Zutritt zu einem abhängigen Boden abhalten will, ſo be- feſtigt man mit hölzernen Zapfen Pfoſten die trep- S5 ſ-.e l.; Paria L. befannten Heidekrauts. Man pflanzt Pfoſten in die Erde, um die Latten daran zu uns terſtüßen, woran man das Heidekraut anlehnt, Man pflanzt das leztere auf einander, und ertheilt ihm die gehörige Die, d, h. von 2--2X Decim, Die Höhe iſt gemeiniglich 14 Decim, Fig. 95. Berzäunung mit halbkreisfor»- mig umgebogenen Gerten, Man bedient ſich derſelben in Rom in Gärten für die Spaliere, oder um Blumen daran anzubinden, Man ertheilt ihr die dazu nöthige Höhe. Fig.-6. Lebendige He>e in Rauten Man pflanzt Holzzweige, die Wurzeln ſchlagen, in die Erde. Man neigt ſie ohngefähr unter einem Winkel von 45 und in einer entgegengeſezten Nich- tung gegen einander, Die Rauten haben 3 Decim. von einer Seite zur andern. Man erthcilt der Hecke eine“Höhe von 15-16 Decim, Man ſchiebt zuweilen die Zweige än den Punkten, wo ſie zuſams- men ſioßen, übereinander, und bindet ſie zuſammen, um ihnen dadurch eineu höhern Grad von Feſtigkeit zu ertheilen. Cs treiben ſich nun Seitenzweige hervor, welche die Hee von allen Seiten bede>en. Man echält ſie in einer Dieke von 4 Decim., oder, wenn man es zwe>mäßig findet, noch dier. Man ſchen zu ſeen. Man ſchiebt durch Schranken zwei ins Fer 4 | 1 1| | ME EEE nn edi X. 75 Kreuz geſtellte Breter, die von vier Füßen unter- ſtüzt, und in der Erde feſtgemacht ſind. Man er- leichtert dadur< im Canton Appenzell das Seßen über Schranken.. Fig. 5» Eine Art, die Schranken zu verſchließen. Man ſchiebt durch zwei Pfoſten eines Gatterthors zwei OQuerpfoſten, die man an einem ihrer Enden mit Schließbolzen feſthält, Der Obere der leztern nimmt an einem ſeiner Enden einen eiſernen Stab auf, der wieder am Ende durchbohrt iſt, ſv daß er an dieſer Stelle in den untern Schließ- bolzen ſich einſchiebt. Jn dieſen fügt man dann ein Vorlegſchloß ein, wie in der Figur A dargeſtellt iſt. Fig. 6. Geneigter Schlagbaum. Dieſe im Oberwald in der Schweiz gewohnliche Sclag- 2 w.d:1l.F 4 F'g- 1. Ein Scließgatter, das ſich von ſelbſt ſ< ließt. Es ruht an ſeinem obern Theil auf einer Angel, und ſiüzt ſich auf ſeinem untern abwechſelnd, wenn man es nach au8wärts oder nad) einwärts ſivßt, auf zwei an dem Grunde des Pſoſtens eingefügte eiſerne Niegel mittelſt eines eiſernen Halbkreiſes, an deſſen Ende eine Art von Gabel angebracht iſt, wie man bei der Abbildung A ſehen kann, die zugleic) den Durdy)ſchnitt von einem Theil des Schließgatters zeigt. Die Klinke des Schließgatters erhebt ſic), wenn lezteres ſic) wendet, auf das Holzſtüu> B, fällt in eine in der Mitte deſſelben angebrachte Kerbe, wo ſie alsdann, und mit ihr das Thor des Schließgatters feſthält. Tig. 2 Scließgatter, deſſen Thure von einem Pfoſten unterſtüzt wird. Dieſe| mit einem hölzernen Geflecht an einen der Pfoſten anbefeſtigte Thüre ſchließt an der entgegengeſezten Seite in zwei an dem Pfoſien angebrachten Cinſchnit- ten. Man tiifft dieſe Art in Schweden. Fig. 3. Cin Schließgatter mit beweg- lichem DOuerbalken. Man ſiebt das Ende der Querbalken in Löcher ein, die an. den Seiten „eines Pfoſtens angebracht ſind, und drückt das an- bäume beſtehen aus einem Pfoſten, an deſſen oberem Theil ein langer hölzerner Balken anbefeſtigt iſt, deſ- ſen anderes Ende auf dem Boden aufliegt. Man er- richtet ſie am Rande von Wegen, um Vorübergehen- de von dem Cintritt in Fußwege in umgea>erte und eingeſäete Felder abzuhalten. Der Pfoſten iſt x Meter hoch, und der Balken 4--5 Meter lang. Mauer von Stein und von Erde begränzt iſt. Dieſe in Dänemark gewöhnliche Art von Güterbe- ſchüßung kann mit Vortheil bei ſteinigem Boden nach- geahmt werden. Man errichtet ein tro>enes Mauer- werk, überzieht es mit Crde, worauf ſich dann ein Raſen bildet, wie in dem gegebenen Durchſchnitt zu ſehen iſt, e:..00044.0e 1 dere Ende in entſpre<ßende Löcher des andern Pfo»- ſtens mittelſt angebrachter Cinſchnitte nach oben und auf-der Seite dieſer Löcher. Man nimmt die Ouer»- balken heraus, wenn man Vieh durchgehen laſſen will. Dieſe Art trifft man im Departement der Landes, Fig. 3. Ein. Schließgatter mit dop- pelter Thüre, Die kleine Thüre dient zum Durchgang der Menſchen und kleinerer Thiere. Man trifft es im Departement von Haute- Vienne, Fig. 4- Schließgatter mit einem Rade. Mau bringt an dem untern Ende der Thüre des Schließgatters in dem Fall ein Rad an, wenn es zu ſchwer, und das Thor ſehr lang iſt. Fig. 5. Schließgatter aus zwei Pfo- ſien und einem Querbalken. Der Querbal- ken dreht ſim auf einem Pfoſien, und ſchließt in einen an dem andern Pfoſten angebrachten Cinſchnitt ein. In dem Departement der Landes, Fig. 6 und 7. Sc MEIN NEG N 3 ZZ ILG Ege; 3-6= EIN 724 EE| 1775 g-. DE TTT F= 1111 1Pl/// 11/1411] 1/5 & fr ve E W|) win wa== hptzl/ SENT: w ETIERG Mu 1 1 WE: |-> GTE GEE EE AIRES= 6 77-=<- Sü n- mn Jr GZ<<<< < SE 0724 4 En engen,-=== <=== Binge int en nn+ x Siren tile N NK 4 700; SPN ZD. Lr zuraumger; SEESEN m= 77 SEN ERDE| bz(ZAD Ler z drug/ | | | | | | | WM ſy! 1) vi/ 7 7 7 A EEE= [PY OOO HON 114111397 IN Es<<=== Een an LIEDES HRE H WER: 7 G Ze=„we- " A E ELER-----“<= 77 ELLE Lol ge 1 ve --==|====== 4 A ZZ MIE d === a-=== d===== 7| S- EZZ< 000 RDR EEE Än a ET..„ DS Sammlung ||.. eg| ' m m 4 2 - Maldhinen, Inſtrumenten, Geräthſchaften, Gebäuden, Apparaten“ ; t= 1.10: für ſändliche, häusliche und induſtrielle Oekonomie Nah Zeihnungen, die in verſchiedenen Gegenden Europens aufgenommen wurden, von dem Grafen von Laſteyrie. Aus dem Franzöſiſchen überfeit Achte Lieferung, von 10 Tajeln mit erflärendem Text, ] Milchbereitung. Taf. 5. 6. 7, Gärtnerey. Taf, 4. 5. He>en und Zäune, Taf, 13, 14, 15. Verſchiedene Arten des Feldbaus, Taf. 3, 4. TAEGER EE DIRIE ERDEN FE GN 1, IESE 4 Stuttgart und Tübingen, HA. de. GO Etta(Men Buchhandlung. / Y usf mit d des) gießt, ot Maſſi Tuch, Tann At 1 laßt ſ fam em SE IEEE EUS EE> vors gESG übe 74 5 vi MBE: ) M ilke von Tuch, Taf, 6, Fig. 3, oder in Käſtchen, die aus Tannenrinden verfertigt ſindz man fährt auf dieſe Art jeden Tag fort, bis die Sä>ke gefüllt ſind; und läßt ſie dann an einem kühlen Ort abtropfen. Man kann ſie in dieſem Zuſtand 3-4 Monate aufbewah- ren, ehe man ſie gebraucht. ſen Teig von Käſe, den die Schweizer Zieger nennen, gleich an, wenn er aus dem Keſſel kommt; in allen Fällen muß er aber von allen in ihm enthaltenen Molken getrennt werden; Grunde wird er auch vor ſeiner Unwendung ausge- preßt. Man legt zu dem Ende die Säcke auf einem Geſtell, Fig 3, Taf. 6, je zu zwei ſal*6ereinander. Man errichtet auf dieſe Art Pfei- lex aus 8 Sä>en, die man mit Brettern bedeckt, welche mit Steinen belaſtet werden. Man läßt das Ganze ſo länge in dieſem Zuſtande, bis keine Wolken mehr abfließen. Die Säcke haben ein Gewicht von 30- 32 Kilogrammen. Um aber die eigentliche Bereitung des Scab- ziegers vorzunehmen, ſo gießt man den Inhalt eines Sa>s auf die Tenne einer Mühle, Fig. 7 und 8, Taf. 5, und ſezt 2x Maß Steinklee, (Melilotus officinalis L.) und 2 Maß weißes Salz zu. Dieſes Maß hat 18- Centim. Durchmeſ- ſer auf 10 Höhe, Man gießt zuweilen 65- 75 Kilogramme Zieger auf fünf Maß Steinklee auf die Tenne der Mühle. Man läßt alsdann die Mühle gehen, bis alle dieſe Stoffe gut untereinander ge- miſcht ſind; dies dauert ohngefähr zwei Stunden. Der Steinklozz muß zuvor ſorgfältig getro>net und ſehr fein gepulvert worden. ſeyn. Man bringt als dann den- Teig wieder in die SäFe zurü>, und Achte Lieſerung« Man wendet auch die-| | NTA aus dem| (IZ ZE 5E-, 1 2.068 2 02-4 Saduen, trungver- Sf el trägt ſie an den Ort, wo die Käſe verfertigt wer- den ſollen. Man hat zu dem Ende Formen oder kleine hölzerne Gefäſſe, Fig. 11, Taf. 5, worein man ein Tuch legt, deſſen Ränder über den äußern Theil des Gefäſſes zurückgeſchlagen,(Fig. 4 bis) und mit einem Bindfaden anbefeſtigt ſind. Man bringt nun eine beſtimmte Menge von dem Teig in dieſe Form, ſtampft ſie mit dem am Ende abgeplatteten Stämp- fel, Fig. 13, feſt zuſammen; wiederholt die/es Ver» fahren bis das Gefäß vollſtändig angefüllt iſt, und giebt dann den lezten Druck mit einem hölzernen Stämpfel, Fig. 12; man nimmt alsdann die Käſe aus der Form heraus, und ſtellt ſie auf die Fächer, Wenn man ſie in dieſem Zuſtande einige Tage ſtehen gelaſſen hat, ſo rundet man die Kanten mit einem Meſſer, Fig. 4, ab. Dies geſchieht auf der Drehbank Fig. 9. Man läßt ſie dann auf den Fächern troänen und erhärten. Sie ſind um ſo beſſer, je tro>ner und älter ſie ſind. Nach Verfluß eines Jahrs ſind ſie zu ihrer vollen Reife gelangt. Das einzige, was man bei einem Käſevorrath zu beobachten hat, der in Magazinen niedergelegt wird, iſt, daß man in der Woche ein oder zweimal die Breter, worauf die Käſe liegen, abbürſtet. Dex lau- fende Preis der Schabzieger-Käſe in dem Canton Slarus iſt 5--5X Gulden für den Center Mark» gewicht, Man könnte dieſe für die Marine nüzliche Bereitung leicht auch in Frankreich einführen, Tig. 4. Fächer, oder Geſtelle zum Auf- bewahren der Schabzieger- Käſe, Dieſe Fächer ſtehen 3 Decim, von einander entfernt, Fig. 2» Ein Käſebohrer, Wenn man die Oualität einer Käſe koſten wil, ſo Nicht man ihn drehend ein, und bringt dann beim Herausziehet einen kleinen Cylinder-Käſe hervor. Der concave Theil hat 14 Centim., und die Handhabe 5 Centim, Länge, Fig. 3. Cin ähnlicher Bohrer für die Butterballen. Er iſt länger als der vorige, und wird in den Kaufgewölben von Paris gebraucht, Die Ausholung iſt 13 Centim, lang, € 4... I „Fig. 4+ Meſſerklinge zum Reinigen der Käſe, Fig. 5 Meſſer zum Reinigen der Käſe. Die 37 Centim. lange, und in der größten Ausdehnung 5 Centim, breite Klinge hat eine Hand- habe von 12 Centim. Man bedient ſich derſelben im. Canton Glarus, und im Lodeſam'ſchen, um die Käſo von Zeit zu Zeit damit abzuſchaben, Fig. 6. Bürſte für die Käſe, Wenn die Käſe mit einem Meſſer gereinigt ſind, ſo ſöu- bert man ſie noc< mit dieſer Bürſte. Man bedient ſich derſelben au zur Reinigung der Fächer. Sie iſt 4 Decim. lang. Fig. 7 und 8, Mühle für die Schah! zieger-Käſe, Die erſte Figur ſiellt den Durch- ſchnitt der Mühle, und die zweite den Aufriß derfelben dar. Sie beſteht aus einem Bett oder einem Mühl- ſtein von 2 Meter Durchmeſſer, mit einer hölzernen Rand- Einfaſſung, die 3 Decim. über die Oberfläche des Beits hervorragt, In der Mitte erhebt ſich ein Baum, deſſen obere Achſe in einem an der Decke angeövrachten Loch läuft. An dieſen Baum iſt ein Hebel anbefeſtigt, der vertikal über die Mühle ver- läuft, und an deſſen Cnde das Thier angeſpannt wird, das die Mühle in Gang bringt. Man fügt an denſelben Hebel einen hölzernen Rahmen an, der vertikal auf den beiden Seiten dex Mühle, und auf zwei Punkten ihres Umkreiſes ruht, Dieſer Rahmen rührt die an die Mühle ſich anhängende Käſe wie- der auf. Am Grunde des Baums bringt man ein Schab-Inſtrument an, das aus einem halbkreisför- migen Holzſtuck beſieht, das in ſeiner äußern Krüm- mung 16 Deeim.,, 20 in der Dike, und 17 in der Breite hält. Dadurch wird die käſige Materie von dem Mittelpunkt entfernt, und an den Umkreis geſcho- tung leiſtet, und die Materie von dem Umkreis gegen den Mittelpunkt zurückleitet. Cs iſt eine Furche eingefügt, die am Ende eines viereckigen, am Grunde des Baums angeſezten, 20 Decim. lan- gen Holzſtüks angebracht iſt. Der vertikale Mühl- ſtein, der zum Mahlen der Käſe dient, hat 14 Decim. Durchmeſſex,; und 16 Centim. Die, Er läuft in einem hölzernen-Kaſten, deſſen Durchſchnitt Fig. 7 angegeben iſt, und der den Zwe> hat, die Käſe an einem Zerſtreuen außerhalb der Mühle zu verhindern, Er ſieht 5 Centim, von dem Mühlſtein, und hat eine Höhe von 93 Centim,.< Fig. 9% Drehbank, worauf die Käſe zugeſchnitten werden, Sie beſiceht aus einem hölzernen, 23 Centim. langen, von drei, 8 Centim. langen, Füßen unterſtüzten, Blo>. In dem obern Mittelpunkt iſt ein Nagel angebracht, der eine Platte von 2 Decim, im Durchmeſſer aufnimmt, die mit drei Nägeln verſehen iſt, die zur Umdrehung derſel? ben dienen. Fig. 10- Die Drehbank ohne Platte, Ji: 11- Gin Gefäß. das als Form dient, Cs iſt dem in Fig. 14(4) ähnlich, nur daß es nict mit Leinwand überzogen iſt. Es iſt 22 Centim. hoch, und hat in ſeinem größten Durchmeſ- ſex 23 Centim, Uebrigens verändert man auch dieſe Durchmeſſer. j Fig. 12« Stämpfel zum Einſtampfen der Käſe, Der Durchmeſſer beträgt 12 Centim, Die Handhabe iſt 60 Centim,. lang. FTig- 13, Stämpfel zum Cbenen des Käſeteigs, Er iſt 4 Decim. lang, auf 4 Centim. Durchmeſſer an ſeinem Srunde. Fig. 14+(4) Form mit Leinwand, Fig. 15. Ein Büttc42..5.- I ein Loch hat, worein man eine Stange aufſtellt; dieſe bringt dann mittelſt eines Hebelbaums, an den ſie ge“ fügt iſt, den DruF hervor. Der an einem Balken der Decke A befeſtigte Hebelbaum iſt an einem ſeiner Enden mit einem ſchweren Stein belaſtet. Wenn man den Druck nachlaſſen will, ſv ſenkt man das an- dere Ende des Hebelbaums mittelſt eines Stricks B, der in einem an der Mauer ang?2brachten Nagel be- feſtigt wird. Die Form hat 6 Decim, Durchmeſſer und 1 Decim. Höhe. Der Tiſc) hält 8 Decim. in ſeiner größten Breite, und 19 Länge, Dieſe Preſſe iſt in der Schweiz gewöhnlich. Fig. 2. Tafelartige Preſſe für die Kaſte:| Sie beſteht„aus einer di>en, auf der Oberfläche nur| leicht ausgebölten vierfüßigen Tafel. Man bringt an einem der Ränder eine Ablauftraufe für die Molken| an, Wenn die von ihrer Form umgebene Käſe daſelbſt| aufgeſtellt ſind, ſo bede>t man ſie mit einer, im Durch- meſſer mit der Preſſe gleichen, Tafel ,. die mit drei Oeffnungen verſehen iſt, worein drei auf der Preſſe S'iweven?t Fig. 1. Maſchine zum Ansrühren der Butter, Dies iſt ein gewöhnliches Butterfaß, deſ- ſen Stämpfel an einem winkelmaßförmigen Hebel- baum anbefeſtigt iſt, der mit einem eiſernen Nirg- nagel an einen Pfoſten angehängt"iſt. Häufig hängt man ihn auch zwiſchen zwei Pfoſten auf. Der Ar- beiter ſezt den Hebel durch abwechſelndes Hinauf- und Hinabziehen in Bewegung, indem er dabei mit beiden Händen den an ſeinem Ende befindlichen Hand- griff faßt. Dieſer nagelartige Handgriff wird nach Verhältniß der Größe der Perſon, welche die But- ter ausrührt, höher oder niederer eingeſchoben. Auch erbebt man den Stämpfel mittelſt eines andern Na- gels, je nach ver Menge des in dem Butterfaß be- findlichen Rahms, mehr oder weniger. Dieſe Art iſt in Holland gewöhnlich, Fig. 2» Butterfaß in Form eines ver- kürzten Faſſes. Durch das Butterfaß geht eine| Achſe, die auf zwei hölzernen Ständern ruht, die mit Querpfoſten vereinigt ſind. Man ſezt es mittelſt| eines an einem Cnde der Achſe befindlichen Hand- griffs in Bewegung, Man gießt den Nahm durch befeſtigte Pfoſten eingeſchoben werden. Dieſe halten die Platte feſt, ſo daß ſie nicht wanken kann. Man bede>t ſie nach Verhältniß des anzubringenden Drucks mit mehr oder minder ſchweren Steinen. Fig. 3. Art, den Schabziegerzu preſſen. Davon war bereits in dem vorigen Artikel die Rede. Fig. 43+ Eine Schachtel von Tannen- rinde, zum Aufbewahren der Käſe. Man bedient ſich derſelben in der Schweiz, an Orten, wo man den Schabzieger bereitet. Fig. 5. Cin Tiſch mit Rädchen"der | als Gerüſt dient. Man bedient ſich deſſelben in der Lombardie zur Reinigung der Käſe, die man auf den Fächern in den Käſekammern hat. Man | ſchiebt ſie von Stelle zu Stelle dieſen Fächern gegen- über. Cs ſteigt ein Menſch darauf, nimmt die Käſe, reinigt ſie: mit dem. Meſſer, und kehrt ſie mit einem Beſen ab, wobei er ſie auf das Schämel- djen legt, Der Tiſch hat 19 Decim,“ Länge,: auf 7 Breite, und 12 Höhe, 0-72. 0 4:21 eine Oeffnung ein, die mit einer Thüre geſchloſſen wird. Dieſe Art trifft man Deutſchland an. Das Butterfaß hat 8--9 Decim, Durchmeſſer, und 3--4 Breite, Fig. 3. Cin Rahmlöffel, Eriſtvon Holz, und mit einem kleinen umgefrümmten Handgriff ver- jehen. Man bedient ſich deſſelben in der Schweiz, Aehnliche trifft man auch im Lodeſan'ſchen, aber von Metall an. Fig. 44 Ein Butterfaß von der Form eines gewöhnlichen Faſſes. Durch daſſelbe geht eine eiſerne Achſe, deren Enden als Handgriffe knieförmig umgebogen ſind. Dieſe Achſe wird in ein viere>iges Loch eingefügt, das an den zwei auf dem beiderſeitigen Grunde ves Faſſes befindli- ten Spund, der mit einem Nagel feſtgehalten wird, den man durch Löcher ſchiebt, die an zwei Schließkappen auf der Seite der Oeff- nung angebracht ſind. Man bringt überdieß an dem Faß ein Loch von 23 Centim, Durchmeſſer an, durch welches man die Molken ablaufen läßt, und die zum Waſchen der Butter nöthige Menge Waſ- ſer eingießt. Der Buchſtabe A zeigt eine Scheibe von 10 Centim, Höhe, die man innen im Faß an- befeſtigt. Man ſtellt zwei ſolche einander diametral entgegengeſezte auf. An dieſen bricht ſich der Rahm, Man bedient ſich dieſer Maſchine in der Gegend von Bray in der Nordmandie, Fig. 5. Cylindriſches Butterfaß, Man bringt oberhalb der Oeffnung eine durchbohrte Schale an, um das Ausſprien des Rahms zu verhüten. Der Buchſtabe A ſtellt die Form des Stämpfels faſſes nach dem Bedürfniſſe größer verfertigen laſ»- ſen, Dieſes Butterfaß iſt eines der gewoöhnlichſten. Fig- 6. Eine Rahm- Wanne. Man be- dient ſich ihrer im Lodeſan'ſchen. Sie hat 6 Decim. Länge, auf 4 indergrößten Breite, und 5L in der Höhe. FTig+ 2?7- Gefäß zur Aufbewahrung der Butter, Die koniſche Form iſt hier von Wih- tigkeit; denn die Butter füllt, in dem ſie ſich ſenkt, alle Zwiſchenräume, und verſagt auf dieſe Art der Luft den Zugang, die ſie verderben würde. Tig. 80 Cin Gefäß, worin man den Rahm ſich oben ſammeln läßt. Es hat 6 Decim. Durchmeſſer, und 10--12 Centim, Höhe. Cine große Oberfläce und eine geringe* Tiefe be- günſtigen hier das Aufſteigen des Rahms, Solche Gefäſſe ſind in der Schweiz gewöhnlich. Fig- 9. Cin Behälter zum Austro>nen der Käſe, Man findet ſolkenſichel mit einem Haken. Man bedient ſich derſelben in dem Depar- tement der Landes zum Schneiden der Heken, Der auf dem Rücken der Sichel befindliche Haken dient zur- Biegung der Zweige, und zum Cinſchieben der» ſelben in die Heden. Fig. 3. Cin Ha>meſſer zum Scnei- den der Bäume. Man bedient ſich deſſelben in Andaluſien, nicht nur zum Beſchneiden der hohen Zweige der Bäume, ſondern auc dos auf den Feldern wachſenden Buſchwerks., Die Handyabe die mit der Klinge durch einen Ring verbunden iſt, iſt 23 Decim, lang. Die Klinge hat eine Länge von 24 Centim., auf eine Breite von 10. Fig. 4-+ Cine Heenſichel mit 00002 ter Klinge, wovon die eine ſtumpf iſt, Sie beſteht aus einem Ciſen, deſſen Krümmung 38 Centim lang iſt, und deren größte Breite 5-6 Centim, bes trägt. Die Handhabe iſt 3 Met, lang. Man be- dient ſich derſelben in dem Königreich Valencia, Fig. 5. Eine doppelte He>enſichel, Man bedient ſich derſelben in Andaluſien zum Be- ſhneiden der Bäume, Die Klinge iſt 2 Decimm. lang, und hält 6 Centim, in ihrer größten Breite, Das Heft iſt 2x--3 Decim, lang. Fig. 6. Ein ſäbelartiges Inſirument zum Beſchneiden der Bäume, Man bedient ſich deſſelben in Holland und Belgien, Man ſezt es entweder von oben nach unten, oder von unten nach) aufwärts in Thätigkeit. Die Klinge iſt 7 Decim. lang, und 49-50 Millim, breit, Die Dille iſt 13 Centim. und das Heft 14 lang. Fig. 7 Eine Hippe mit langer, ſchma- (er, und etwas umgekrümmter Klinge, | der Weinr STIELE Man bedient ſich derſelben ganz gewöhnlich im Kan» ton Zürich zum Beſchneiden der He>en, Die Klinge iſt 70 Centim., das Heft 36 lang. Fig. 8. Eine Hippe mit langer und breiter Klinge, Man bedient ſich derſelben zum Beſchneiden der He>en in der Gegend von Rom. Fig. 9: Dreye>ige Hippe mit einem ſchneidenden Za>en, Man bedient ſich der- ſelben in der Gegend von Terragona zum Beſchneis- den der Weinreben, Die Klinge iſt auf beyden Sei- ten des innern Winkels, ſo wie am Ende des auf vem Rüden befindlichen Za>ens ſchneidend. Lezte- rer iſt 8 Centim. lang, Die Klinge iſt von dem Heft an bis an das Ende der äußern Krümmung 15 Centim,, und von dem innern Winkel bis zu der Spike 8 lang. Tig. 20. Hippe mit doppelter Klinge. 8 Heft hat 4 Centim. im Durchmeſſer auf x Decim. in der Länge, Die Hippe beſteht aus zwey Klingen, wovon die kürzere von dem Griff bis zur Schneide 13 Centim, lang, und 16 Centim. an dieſer Stelle breit iſt. Die zweyte Klinge iſt 35 Centim, lang, und an ihrem Cnde, das allein ſchneidend iſt, 4 Cen- tim, breit, Dieſes merkwürdige, in der Gegend von Xeros gebräuchliche Inſirument iſt zum Schneiden eben ſehr gui berechnet, wenn dieſe ſchon ſehr die Stämme GaDe Fig. 11. MAE mit doppelter Schneide Man bedient ſich derſelben in Spanien bey der Kultur der Maulboerbäume. Die in gerader Linie 12 Cen- tim, lange Klinge hält 3=4 Centim, in ihrer größ»? ten Breite, Sie iſt nicht nur ax ihrer Krümmung, ſondern auch auf ihrem Rüden ſchneidend, Fig. 12. Hippe mit einem Ha>&meſfer, Dieſes im Departement von Gers zum Schneiden ver Weinreben gewöhnliche Inſirument. wurde mir von Herr D areik, einem ausgezeichneten Oekonomen von Tasque, mitgetheilt, der ihm den! Grad von Dolikommenheit ertheilt hat, den es gegenwärtig boſizt. Cs wäre zu wünſchen, daß die Anwen» dung deſſelben bei der Behandlung unſerer Wein- | reben allgemein würde, Die Klinge iſt von der <<<==z Gi aar wen= R fg € 4 JI Spiße des innern Winkels bis zu der Spike des Schnabels 12 Centim,, und eben ſo lang von dieſem Winkel an bis zu der Schneide des an der entgegengeſezten Seite befindlichen Hackmeſſers, Die-- ſes dient zum Abhauen dicker Yelte, oder des tod- ten Holzes. Der di>e Theil der Klinge iſt 8 Centim, breit, die Di>e des Rüudens beträgt 2 Millim, Das Heft it an ſeinem Ende angeſchwollen, wo- durc) man es um ſo leichter feſt handhaben kann, Es iſt durc; eine Verlängerung der Klinge, die am Ende des Hefts uingenietet wird, und durch einen in den Fig. 13. Längliche Hippe mit einem Hac>meſſer. Man bedient ſich derſelben in Jta- lien.. zum: Schneiden der Weinreben und der Ge- büſche. Die Klinge iſt 3 Decim. lang, hat 3X mitt- lere Breite, und'6* än der Stelle, wo das Hak- meſſer iſt, Tig. 14- Hippe mit ſehr langer Klinge, | Man bedient ſich derſelben in Italien zum Beſchnei- den der Hecken und des Buüſchwerks, und ſelbſi der | Weinreben, Die Klinge iſt 4 Decim. lang, hält ; ! Körper der Klinge reichenden Ring feſtgemacht, Dieſe| 3 Centim, in ihrer kleinſten Breite, und 5 in der Hippe wird in jener Gegend Podadaure genannt. e Fü fte Tig. 1. Hippe mit ſchneidendem Rü- >den. Sie iſt nach dem gleichen Maßſtab, wie die Dipp?.Nr. 13 der vorigen Tafel verfertigt, Man dvedient ſich ihrer zum Beſchneiden hoher Bäume, und ſie iſt deßwegen mit einer 3--4 Meter langen Handhabe verſeben. Fig. 2: Cin Keil zum Pfropfen. Eriſt von Eiſen, Man gebraucht ihn im Königreich Va- lencia, um die Spalten, die man an den Bäumen zum Pfropfen anbringt, ofſen zu erhalten,. Er iſt 14 Gentim. lang„ und 18 Millim. breit. Ji. 24 DopHelte Leiter mit Räadhen: Man bedient ſich derſelben in Luſtgärten zum Be- größten. Der Griſf iſt 13 Centim, lang. DT BE 6 DT. Seite 17 Millim. breit iſt; an dem Ende iſt es ſcmäler, Die HaFmeſſerartige Klinge iſt an ihrem Urſyrung'45, und an ihrem Ende 6o Millim. breit. Die Länge beträgt 60 Miltim. Dieſes Inſtrument verdient von den Gärtnern benüzt zu werden. Fig. 7- Breite Handſäge, Einige Gärt- ner bedienen ſich derſelben beim Auslichten der Bäume, zum Abſägen größerer Aeſte. Sie nennen ſie in Franfreich Egoine, Die Breite beträgt an“ ihrem Ende 12 Centim., an der Mitte 14, und. an der Seite des Handgriffs 13, Der Handgriff iſt 14-- 15. GCentim, lang. Ji. S- Dacummeſſer der Forſimanner, ſchneiden der großen Bäume, Man macht ſie nach den Bedürfniſſen größer oder kleiner. Fig. 4+ Ein Pfropfmeſſer mit eiſer- nem Griff. Der Theil, welcher die Klinge bil- det, iſt 17 Centim. lang, auch 2x in der größten Breite. Der Handgriff iſt 1X Cextim. lang. Zm Königreich Valencia gewshilich. Fig. 9. Cine Hippe zum Schneiden der Bäume, Man bedient ſich dieſes Inſiruments zum Schneiden der Hagenbuchen und anderer Bäume in den Gärten. Die Krümmung iſt dazu ſehr ge» ſchi&t. Die Größe von der Rückenſeite der Klinge genommen, beträgt 5-5 Decim. Die Handhabe iſt 3=4X Meter'ang. Fig 60.:- Propfmeſſer mit doppeltem Winkelmaß. Cs iſt in der Gegend von Valen- cia in Spanien gebräuchlich. Es beſteht in einem Stück Eiſen, das ſich in Form eines ſchneidenden Keils gegen eines ſeiner Enden verlängert, und an ſeinzxr Mitte eine HaFmeſſerartige Klinge hat. Man ſezt den leztzrn Theil an den Baum, den man| pfropfen wig, und ſchlägt mit dem Hammer daFauf; man öffnet“ alsdann die Spalte mit dem Ende des Pfropfmeſſers, vas meiſelartig geſpalten iſt. Die größte Länge beträgt 48 Centim, Es hat an einem ſeiner Enden eine viereckige Form, wo jede Mon bedient ſich deſſelben zur Bezeichnung der Bäöume, die umgehauen werden ſollen. Der Griff iſt 14 Centim,, die Klinge 20 lang, auf gine Breite von 11 Centim. in ihrer Mitte, und'12 an ihrem Ende. Fig. 9- Hippe mit einem Abſaß. Die- ſes Inſirument iſt aus mehreren zu verſchiedene Zweken dienenden Theilen zuſammengeſezt. Die Form der Hippe iſt von der Urt, daß der Arbeiter die Baumzweige nicht nur von unten nach aufwärts, ſondern auch von oben nach abwärts abhauen kann. Sie hat eine Tille, worein eine Handhabe A einge»- ſchraubt wird; man kann an leztere auch ein ſchnei- dendes Ciſen B von 6-7 Centim. im Gevierte, eine Säge C, und eine Zange D, anfügen. Das Giſen dient zum Abſchneiden der Zweige an Stellen des Baums, wo man mit der Hippe nicht hinrei- dien fann; die 25 Centim, lange, und 3 breite Säge dient unter manchen Umſtänden zum Abſägen der Yelie; die aus zwei Zweigen zuſammengeſezte Zange, die durc; Einſchieben eines Rings feſt faſ- ſen, dient zum Ergreifen der Schnitten von ent»- zundetem Schwefel, deren man ſich zur Zerſtörung der Raupen bedient. Die Hippe bildet einen Bogen mit einer Sehne von 37 Centim. Die größte Breite beträgt 6 Centim, Die Länge des Abſakes iſt 1 Vecim,, und die der Tilie 13 Centim, em Its Gey mitt» ad, 190, nel der hält der HeFen und BVerzäunungen. Dr e y3 ehm ti? Cä feb Tig. 1- Schließgatter mit bewegli-| auf einer Seite auf einen Pfeiler, auf dem es hen Ouerſtangen. Die beiden Pfeiler ſind von Sandſtein oder andern ſchieferartigen Steinen, und mit Löchern. verſehen, worein die hölzernen Querſtangen zum Abhalten des Viehs eingeſchoben werden. Dieſs Vorrichtung findet man in dem Kanton Luzern, Tig. 2« Auf Zapfen laufendes Schließ» gatter, Cs beſteht aus Stäben, die horizontal in. eine vertikale Diele gehen, und. durch eine ge- neigte- Querſtange unterſtüzt ſind. Es dreht ſich auf zwei Zapfen, wovon der eine in den obern, der andere in den untern Theil des Pfeilers geht, Man ſieht dieſe Verrichtung im Kanton Freiburg, Fig«. 3, Auf Zapfen laufendes Schließ- gatter, das mit dem vorigen Aehnlichkeit hat, Das Thor beſteht aus Stangen, die von zwei Querbalken unterſtüzt ſind. Man ſieht ſolche in dem Kanton Appenzell, Fig:= Eimauf einer Ackſe fich dr e- bendes Schließgatter. Man errichtet ſolche in dem Departement der Giconde, Es ſtüzt ſich E44 3 8661 285 204 2 307 Fig. 2. Ein Schließgatter mit Scie- bewänden. Cs wird, wie aus den beiden Zeich- nungen hervorgeht, aus einer doppelten Reibe von Pfoſten AA verfertigt, die einen ſpizen Winkel 1 | / gegen das innere Ende bilden, wo einz? andere: Reihe von einfachen Pfeilern BB aufgeſtellt wird, wodur< die Verzäunung ſich bildet, Auf dieſe Art kann ein Menſch zwiſ Holz, um es diFfer zu machen, und damit| das viere>ige Ende der Schraube nicht hervorſieht.| Dieſes Schließgatter iſt in dem Departement der Gironde gewöhnlich. Fig. 3. Schließgatter mit einem He- belbaum. Zu Errichtung dieſes, in Holland ge- wöhnlichen, Schließgatters pflanzt man zwei Pfo- ſien in die Erde, wovon der eine ſtärker, als der andere, das Ende eines Balkens mit einem Nagel aufnimmt, um welchen er ſich drehen kann. Dieſes Ende, das dier als der übrige Balken iſt, bildet ein Gegengewicht, wodurch. das Thor im Gleichge- wicht erhalten wird. An dieſem Balken angenagelte Latten verhindern den Durchgang. Man hebt das Ende des Hebelbaums auf, wenn man das Thor öffnen will, Fig. 4+ Schließgatter mit Fugen, Man| TEU 0f 3 80 1 Fig. 1... Verzäunung mit Balken, die in Winkeln über einander gelegt werden. Dieſe Art von Verzäunung nimmt vielen Raum ein, und verzehrt viel Holz; auch kann ſie nur an Orten, wo der Boden und das Holz in ſehr niede- rem Preiſe ſind, wie in Norwegen, angewandt werden. Sie hat den einzigen Vortheil, wenig Arbeit zu erfordern. Fig. 2 Cine verzierte Thüre. Man kann mit zwei ſteinernen Säulen eine durchbrochene Thüre errichten, um Verzierungen beim Eintritt von Verzäuuungen von Gärten u, ſ. Ww. anzubrin- gen. Man läßt Ziergewächſe- an zwei Stangen, welche das Thor umgeben, aufranken. Fig. 3. In Fächer abgetheilte Vert- ) pflanzt zwei Pfoſten mit Fugen in die Erde, in welche man Bretter einſchiebt, wenn man ſchließen will. Dieſe Vorrichkung iſt in dem Departement der Landes gewvhnlidh, Fig. 5. Scließgatter mit zwei Pf oo ſten und einem Ouerbalken. Man findet ſie in dem Canton Bern zum Abſchluß verbotener Fußwege an den Straßen auf eingeſäten Feldern. Die Pfoſten ſtehen mehr oder weniger, oft 4 Meter von einander entfernt. Fig. 66 Ein Scießgatter, das ſich auf zwei Unterlagen ſtüzt, Es beſteht aus zwei Balken, an deren Spike man mit einer Kette zwei hölzerne Schranken anbefeſtigt, welche den Durchgang dadurch verſchließen, daß ſie mit einem Vorlegſchloß vereinigt worden, Da man eine ſolche Vorrichtung auf breiten Wegen, oder in Alleen mächt, ſo unterſtüzt man das Ende einer jeden Schranke mit einer leichten hölzernen Unterlage. Man findet ſie im Toſkaniſchen, cv € E28€ 0: fe zäaunung. Dieſe oder ähn'iche Verzäunungen trifft man an Luſigärten um Florenz, Fig. 4. BVerzäunung mittelſt überein- ander gelegter Balken. Man legt dieſe Bal- ken zwiſchen zwei in der Erde beſeſtigte einander gegenüber ſiehende Pfoſten aufeinander.. Dieſe Art iſt ſehr feſt und dauerhaft, hat aber die glei- egen Nachtheile wie No, 1. Fig. 9. Verzäunung mit Holzgittern, die von Säulen unterſiüzt werden, Dieſe Anlage hat bei Gärten und Höfen etwas gefälliges. Man findet ſie in Deutſchland, Fig. 6. Cine Klinge zum Feſihalten eines Schlietßgatters, zan befeſtigt ſie ſo mit einem Nagel, daß ſie in die Höhe gehen, und das Thor des Schließgatters feſthalten kann, / de, it ließen ent der 1 y für n findet erbofenet Feldern, 4 Meter 08 fich Icht ans, jet Rette (Ihe den wt einen we ſole in Mee inet jeden Unterlage überein! |: dieſe Dal? fe einne “, Dieſe ; SEN 0) er die gu l zarten vem Zi 7! ſho!(0 feſtigt 8? ; gehen, ny 1 fan Berſchiedene Arten des Feldbaus. DP tr? Tig. 2- Ein Furchenreißer. Man be- dient ſich dieſes Jaſtruments in dem Departement der hohen Pyrenäen, um dig Furchen zu ziehen, worein man den Mais ſäen wil, Es beſieht aus einem Pflugbaum, an deſſen eines Ende man Ochſen anſpannt, und der ſich mit ſeinem andern Ende an einen langen hölzernen Balken anbefeſtigt, der mit mehreren oder wenigern großen Nägeln oder Furcherreißern beſezt iſt, Auf dieſem QOuer- balfen ſind zwei Handgriffe augebracht, die zur Leitung des Furchenreißers dienen, Wenn man die Länge eines Felds durc Ein eiſerner an ſeinem Ende verdi>ter Pflanzungsſtab, Er dient zum Pflanzen der Bäume von einer gewiſſen Die. Man bedient ſich deſſelben in Jtalien, Fig. 9- Ein eiſener Pflanzung sſtab mit einem Ring an ſeinem Gipfel, Man bedient ſim deſſelben in Spanien, und in dem Departement der öſtlichen Pyrenäen zum Pflanzen der Bäume und der Weinreben. Man ſteckt ihn in die Cide oder zieht ihn aus derſelben hervor mit Hülfe einer eiſernen Stange, die man durch den Ring an ſeinem Ende? ſchiebt, Er iſt 12 Decim, lang, und hat einen Durchmeſſer von 5- 6 Centim, Tig. 10. Eine Pflanzmaſchine für die Kartoffeln, Dieß iſt eine Art von Schubkarren, der an ſeinem Rade 12 Centim. lange, 10 Centim. im größ? ten Durchmeſſer, und 3 Centim. an ihrem Ende hals tende Pflanzhölzer hat, Sie ſind im Umfange des Rads, in Entfernungen angebracht, die im Verhält» nißmit der-Entfernung ſieht, die man zwiſchen den Seß- orten der Kartoffeln beibehalten will, ſo daß man bfters nur 5 Pflanzhölzer ſtatt 9 nimmt, Die zwei hafenförmigen Arme, die ſich an einem Schließ» bolzen am Ende der Tragbäume drehen, und die 9 Decim. lang ſind, dienen als Furchenzieher zur Beſtimmung der Entfernungen zwiſchen den Reihen. „- Maun richtet ſie mittelſt eines Strie>ks wieder auf, Ende befindliche Nagel dient zu ſtärkerer Cinſenkung| der an Nägeln befeſtigt it, die an der Seite der in die Erde, und zu leichteren Herausziehen, Achte Lieferung, Trägbäume angebracht ſind, Sie ſtehen 9 Decim, EG 2.7 von einander. Das Rad hat einen Durchmeſſer von 7x Decim, Dieſes in Schweden zum Pflanzen der Kartoffeln gebräuchliche Inſtrument iſt, vorzüg- lich bei leichtem Boden ſehr paſſend. Man beladet es mit Steinen, wenn die Pflanzhölzer nicht: hin- reichend tief ſich einſenfen. Fiq.- 16 Pflanzholz mit mehreren Nägeln, Dieß iſt ein viereFiges Stü Holz, von einer Länge von 12 Decim,, an dem ſieben Zähne befeſtigt ſind, und das eine 6 Decim, hohe Hand- habe. trägt, Man bedient ſich deſſelben im Canton Zürch, zum Säen oder Pflanzen der Hülſenfrüchte, Jim. 12. Gin Pfilanziunſirument von Eiſen, Es iſt dem von Fig, 9 ähnlich, und hat eine Länge von 12 Decim. Man bedient ſich deſ- ſelben in Malaga, wo man nac Anlegung der Furchen zum Pflanzen der Weinreben, im Grunde derſelben mit dem Pflanzinſtrument ein Loch von 6 Decim, Tiefe einſenkt. Man bringt dann das ganze in gleiche Richtung, und wirft gute Erde ein, die man mit einer eiſernen Stange noch hinunterſioßt. Fig. 13. Ein eiſernes Pflanzinſtru- ment mit einer Hemmleiſte, Die Entfer- nung von dieſer Hemmleiſte bis zu det Spike be- trägt 1 Meter, und von dieſem leztern Punit bis zur Handhabe 2 Decim, Dieſe iſt 7 Decim. lang, und der als Hemmleiſte dienende Nagel 2 Centim, WMW ierre Ti. 14: Eine mit Armen verſehene Ha>e. Dieſes Inſtrument iſt vorzüglic) bequem, um die Erde der in Reihen geſezten Pflanzen um-' zua>ern. Es beſicht aus einem Vor- und Hinter- geſtell, die durch ein Gewinde mit einander ver- bunden ſind. Das eiſerne Rad iſi an einem Ende des Hintergeſtells anbefeſtigt, das, wie das Vor“ dergeſiell, in einen krükenartigen Handgriff ausgeht. Wenn man die Erde zwiſchen den Pflanzenreihen | Man bedient ſich dieſes Juſtruments bei Rom zum Pflanzen der Weinreben. Cbenſo auch bei Piſa, wo man die Sitte hat, nachdem die Weinreben in das Loch geſezt worden iſt, Sand einzuwerfen, wodurch die Entwicklung der Keime befördert wird, Fig. 14-« Pflanzholz mit mehreren Nägeln, und einer Krücke, Es iſt von glei- her Art, wie das bei Fig. 11 dargeſtellte. Fig. 15. Ein dielenartiges Pflanz- inſtrument, Man befeſtigt unter eine Diele Nägel, die dann ebenſo viele Löcher bilden. Zu dem Ende legt man ſie auf den Boden, ſteigt da- rauf, und hebt ſie dann mittelſt eines an dieſelbe befeſtigten Stri>s auf. Man wechſelt die Entfer- nungen der Nägel je nach den Samen oder Pflan- zen, die man der Erde anverirauen wil, Man bedient ſich dieſes Inſtruments in Schweden, Fig. 16.6 Eiſernes Pflanzinſtrument in Form eines Faßbohrers. Man bedient ſich deſſelben in Catalonien zur Bildung von Löchern, in welche man Ableger von Weinreben ſteXt. Man legt dieſe nac? der Schnur in Entfernungen von 9 Decim. von einander ſo an, daß jede Reihe von der andern durch einen Zwiſchenraum von 36 Decim, getrennt iſt. Die Handhabe iſt 5 Decim,. lang, und das Eiſen hat 10 Decim. Länge, und 23 Centim, Durchmeſſer. 2 A ADE (An will, ſo zieht ein Arbeiter die Ha>e an dem Vordertheil, während ein anderer an dem Hintertheil nachſchiebt. Man könnte die Cinrich- tung auch ſo machen, daß das Inſtrument von | einem kleinen Cſel gezogen würde. | Fig. 2. Ebnungsmaſchine in Kaſten- form. Dieſes Inſtrument hat die Beſiimmung, die Oberfläche des Bodens zu ebnen, die Erde von hervorragenden Stellen zu entfernen, und ſie in NG Boden qyeile mit oden vm Ye Bode! wee Defekt verfnüpft diene| Band ei! vent zur anom Pfer vi Faſen fe it, jo Ieh den vorder M itt fet warden einjgen 4 utopt; Ne größt jm nl Tibeter| oan eine ni Dal nd, Wett,| von en 111110, pon zim CEI ausgehölte überzutragen. Sie beſieht aus einem Boden von Bretern, und iſt an dem. vordern Theile mit einer eiſernen Klinge verſehen, um den Boden um ſo leichter zu zertheilen und zu faſſen, Der Boden iſt hinten und auf den Seiten mit Bre- tern beſezt, die durch eiſerne Banden mit einander verknüpft ſind, und zur ZurüFhaltung der Erde dienen. Cine Handhabe, welche durc< die hintere Wand eindringt, und ſich auf den Boden ſtüzt, dient zur Leitung des Inſtruments. Cs wird von einem Pferde gezogen, das man an ein den Seiten des Kaſtens durch zwei Ketten angefügtes Ortſcheit anbefeſtigt, Wenn es hinreichend mit Erde gefüllt iſt, ſo lehnt ſich der Arbeiter auf die Handhabe, um den vordern Theil empor zu hazten, Auf dieſe Art leitet er es nun an Stellen, wo Erde aufgeſchüt- tet werden muß. Man bedient ſich deſſelben bei einigen guten Land- Oekonomen im nördlichen Europa, Fig. 2- Eine längliche Ebuungsma- ſhine, Sie unterſcheidet ſich von der vorigen nur durch ihre Form und ihre Dimenſionen. Sie iſt 13 Decim. lang, auf 25 Centim, Breite. Die große hintere Randbeſeßung iſt 7 Centim. hoch, Die Dandhabe iſt, äußerlich gemeſſen, 42 Centim, lang. Die größte Breite derſelben beträgt 15 Centim. An ihrem Ende iſt ein Lo) angebracht, damit ſie der Arbeiter faſſen kann. Man verfertigt ſie zuweilen ohne eine Klinge. Man bedient ſich ihrer im König- reich Valencia nicht nur zur Cbnung des Acker- bodeaus, ſondern vorzüglich auch zur Nivelirung von Feldern, die der Wäſſerung ausgeſezt werden ſollen, Fig. 4- Eine Ebnungsmäſchine von viere>iger Form, Der vordere Rand hat 7 Decim. Oeffnung, und der Boden eine Länge von 6, und eine Erhöhung von 12 Decim. Die Seiten| ſind 6X Decim, lang. Die Handhabe hat eine cia gebräuchliche Inſtrument könnte, nach kleinern Dimenſionen verfertigt, zum Beginnen des Aufgra- bens von Gräben ſehr nüßlich werden. Fig. 9. Ein Haken zum Abmähen. Dieß iſt der Haken, von dem unter der Reihe der Senſen unv Gabeln die Rede war(Taf, 1. Fig. 7.) und deſſen Zeichnung dort an ſeiner Stelle vergeſſen wurde. Tig--05 Cin Füurchenretßer. Er'"dient um nac: der Schnur die FurhHen zu ziehen, wo man entweder einzuſäen oder zu pflanzen hat, Es iſt eine mit.einer eiſernen Spitze beſchlagene Stange, die zu gle cher Zeit als Maßſtab dient. Die verſchiedenen Theile des Maßes werden durch kleine Nägel bezeichnet. Fig. 7- Cine Hippe zum Abſcheiden der Diſtel, Man bedient ſich derſelben in Anda- luſien auc) zum Abſchneiden von anderem Ge- ſiräuch, Die Klinge ohne die Tille, hält in der größten Krümmung 26 Centim., und 8 in der größten Breite, Fig. 8. Eine Kelle zum Herausneh- men der Zwiebel, Man bedient ſich derſelben in Luſtgärten für Blumen- und kleinere Pflanzen- zwiebel, Die Handhabe hat eine Länge von 13 Centim,, und die Klinge von 12, auf 6 Centim, in der größten Breite, Fig. 9. Kelle zum Verſetzen. Man be- dient ſich derſelben in den Gärten in den Umgebungen Sie iſt ſowohl zur Entwurzlung der Pflanzen, als zu ihrem Verſezen mit der Erde 4 2.2. von Valencia. | bequem, Die Klinge hat 2. Decim. Länge; der Theil, welcher die knieförmige Umgebung bildet, 5 Centim., und die Handhabe 2x Decim. Tia. 10. Gin Spatel zum Umrühren des Bodens. Man bedient ſich deſſelben zum Länge von 4 Decim, Dieſes im Königreich Valen-| Auflo>ern der Erde in Blumentöpfen und Blumen- 8 M || | R) 84 0+) | iM| x MU 4] t. 108 7 8 1,4 % SUDO | JUNE 4 j j| iT| C käſtet. Die Klinge iſt 74x Centim., und die Handhabe 17 lang. Fig. 11. Eine viere>ige Kelle. Man bedient ſich derſelben zur- Auffüllung der Blumen- töpfe mit Erde, Die Handhabe iſt 3 Centim,, und der Hals im eingehenden Winkelmaß 7 Centim. lang. Die Klinge iſt 20 Centim. lang, hält in der größten Breite 15 Centim,, und in. der klein- ſien 3. Fig. 12...-Berſebungs-/ Inſirument., Dieß iſt ein eiſernes Inſtrument, in Form eines| Hohleiſens, bald länger, bald kürzer, bald breiter, bald ſchmäler, das zum Herausſiehen der Pflanzen, die man verſeßen will, dient, Fig. 3. Ein Diſtelausreutungs- In- firument. Dieß iſt eine hölzerne Zange, womit man die auf dem Boden kriechende Diſteln ausreu- tet, und ihre tiefe Wurzel hervorzieht, die alsdann nicht wieder ausſpfahl, der an ſeinem obern Theil eine Gabel mit zwei Nägeln hat, zwis- ſchen denen die Schnur aufliegt. Dieſe iſt mit Knoten beſezt, um die Entfernungen, in"denen Fall iſt, wenn die Wurzel blos in geringer Entfer-| man die Gewächſe pflanzen will, zu beſtimmen, AEI: ELUHT. => bo '% WI(Sy ZD =ZZADRIENK WD" et T >» ZDVYRRÖNDKULT Wu ZE Wete/lerecli 27. v» PZZzz=nnnr==-<= amn===. a. eam reien kein ener Ie---- mn ===--== emm<==. IE ÄL ELE.- u T.. n n ene eee rT RI== R StR mm- dl äl ris 4 (urr HEIN „2. (url Z 75 | | | 15; Berken te. Zarge T FE a 2 abd „„ 27 ze ALLPÜL 77 ZL Lbker wu. 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Sie beſteht aus zwei Preſſen, die durc) ein Kelterbett getrennt ſind, das dazu dient, die Weinleſe darauf zu werfen, wenn die Preſſen mit Weintrauben oder mit Treſiern angefrnüt ſind. So wie leztere ent- leert find, ſo ſchaufelt man die Weinleſe ein, wobei man die genaue Aufſicht hält, den Zwiſchenraum, der zwiſchen dem Kelterbett und einer von den Preſ- ſen ſtattfindet, mit Bretern zu bede>en, was in der Abbildung durc zwei über dieſen Zwiſchenraum ge- legte Breter angedeutet iſt. Dieſe in der Ge- gend von Bourdeaur übliche Preſſen werden gegen die Fenſter einer Mauer aufgeſtellt, durch welche man die Weinleſe mit Hülfe einer hölzernen, aus Bretern verfertigten Rinne, wie in der Zeichnung angegeben iſt, hereinwirft. Jede Preſſe, ſo wie das Kelterbett haben nach allen Richtungen einen Durchmeſſer von 26 Decim., mit einem Rande von 3X Decim,z ſie haben ent- weder eine oder zwei Schrauben, deren Gewinde wenigſtens 1 Decim, auf 9 Länge hält, den Theil, der ohne Gewinde iſt, nicht mit gerechnet, der eine Länge von 5 Decim. hat. Wenn man die Weinleſe preſſen will, ſo be- de>t man ſie mit der hölzernen Dee A, die nad allen Richtungen 17 Decim, hält, und mit vier Zapfen verſehen iſt, woran man ſte tragen, oder feſt auflegen, und mittelſt eines Striks, der in einer an der Zimmerde>e angebrachten Rolle läuſt, ſo aufheben kann, wie in der Zeichnung angegeben iſt. Man ſchtebt alsdann das QOuerſtück B durch die Löcher in die zwei Schrauben ein, hierauf die zwei Lochſcheiben C, und endlich die Schrauben- mutter D, die man mit dem Scraubenſcne zum 3ececſampfen der Weintrauben. Man bedient ſich derſelben im Königreich Granada; ſie beſteht aus ſtarken Meunte Lieſerung« dur< Querhölzer vereinigten Dielen, und zwei Ritn- gen zum Handhaben derſelben. Sie hält 12 Decim. in allen Richtungen. Wenn die Weinleſe auf eine mit Rändern verſehene ſteinerne Fläche gebracht wurde, ſo wird ſie alsdann mit dieſer Decke, wo- rauf ſich Menſchen ſtellen, ausgepreßt, - Fig. 4. Cin Abſatzkaſten für die Wein- leſe. Dieß iſt ein, 1 Meter und 25 Centim. lan- ger Kaſten, deſſen vordere Randbeſezung um die Hälfte niedriger, als die drei übrigen iſt, damit man die Weintrauben dort um ſo leichter einwerfen kann. Die beiden Enden ſind mit einer Thüre zum Aufſchieben verſehen, die man zum Abwerfen der Weintrauben in die Kufe, wenn ſie mit den Füßen zertreten ſind, öffnet. Der Moſt dringt durch Löcher, die an den Bretern am Boden angebracht, hier aber vergeſſen ſind, Die Tragebahre, worauf der Kaſten befeſtigt iſt, dient zur Feſthaltung deſſelben auf der Kufe., Man bedient ſich ſolcher Käſten in dem Departement der öſtlichen Pyrenäen. Fig... 5. Seihetrichter für den Wein. Dieſes in den Kellern von Andaluſien gebräuchliche Inſtrument iſt zu dem Zwe> vorzüglic tauglich, daß der in ein Faß übergegoſſene Wein die auf dem Boden befindliche Hefe deſſelben durch den ſonellen Cinguß nicht trübt. Man ſchiebt ihn durch das Spundloch ein, wo er durc den an ſeinem obern Ende befindlichen Rand zurückgehalten wird, Wenn man nun Wein eingießt, ſo ſiromt dieſer vermöge der dadurch erbaltenen gekrümmten Richtung mit weniger Schnelligkeit ab, und läuft langſam, und vertheilt durch die an dem untern Theil des Inſiruments angebrachten Löcher aus. Er iſt aus Eiſen- Blech verfertigt. Fig. 6. Ein Kaſten zum Ablöſen der Beere der Weintrauben. Man bedient ſich deſſelben in dem Königreic) Granada zu dem ange» führten Zwe>. Er beſteht aus vier 1 Centim. breiten Bretern die aneinander gefügt ſind, und eine Länge von 12 Decim. haben. Der Boden iſt mit hölzernen Stäben belegt, die 3 Centim. im Gevierte haben, und in Zwiſchenräumen von 1 Cen- tim. aufgeſtellt ſind. Man unterſtüzt. dieſe Stäbe gemeiniglich durch zwei ſtärkere Querleiſten, die ſich durcfreuzen. Fig. 7- Ein Korb zum Auffaſſen des Weins bei ſeinem Ausfluß aus der Preſſe, Er iſt in der Gegend von Bourdeauxr gebräuchlich. Er wird durch die zwei Arme auf dem Gefäß, worein der Wein abfließt, unterſtüzt, und es blei- ben darin die Häute und Kerne der Weintrauben zurü>, der Korb hat 28 Decim. Tiefe, und 4 Decim. auf 3x in dem andern Durchmeſſer. FT nati unter ui C Se< 8 4e Fig. 1. Kufen für die Weinleſe, Sie haben eine Tiefe von 16 Decim., 16 in ihrem obern Durchmeſſer, und 20 an ihrem Boden. Man entleert ſie mittelſt einer am Rande der Kufe ange» klammerten Rinne, die ſich an eine Wanne aufſtüzt, worein die Weinleſe fällt, Dieſe Vorrichtung iſt in VEourdeaur gewöhnlich, Der Buchſtabe A zeigt die Holzſtücke an, woraus die Reifen der Kufe ge- bildet ſind. Es ſind Kreisabſchnitte von 7 Centim. Dicke, 1x Centim, Breite, die ſich an ihren Enden aneinander legen, und je zu zwei zur Bildung eines Reifs aneinander fügen. Tig. 2- Eine Grube für die Kufen. In dem Departement der öſtlichen Pycenäen gräbt man Vertiefungen, die mit Kitt bekleidet, im Grunde mit Platten ausgelegt ſind, und einige Decim, Tiefe haben, um die Kufen, worin die Weinleſe gähren ſoll, darein zu ſielen. Der Zweck dabei iſt, daß, im Fall eine Kufe zerſpringen ſollte, der Wein nicht verloren geht, Der Boden hat eine Neigung gegen den Mittelpunkt, wo eine kleine YNushöblung zum Ausſchöpfen des Weins angebracht iſt, Man geht mittelſt einer Treppe hinunter. Fig. 3. Cin Geſtell zur Aufnahme der Weinfäſſer, Dieſe Geſtelle haben zuweilen zwei Sto>werke zur Aufnahme von drei Neihen von Fäſſern; man ſtüzt ſie durch Pfeiler und Ouerbalken feſt. Man legt häufig an dem untern Theil nber dem Boden eine concave Rinne an, um den Wein aufzufaſſen, der, im Fall ein Faß zerſvränge, dort ab- fließen würde. Von hier aus fließt er alsdann in eine C>e des Kellers. Dieſes im Königreich Va- lencia übliche Verfayren iſt ſehr bequem, um eine große Menge Wein in einem kleinen Raum aufzu- bewahren. Tig. 4. Trichter für die Fäſſer. Der obere Durchmeſſer beträgt 4, und der untere 2 Decim,; die Tiefe 32 Centim. Im Mittelpunkte des Bo- dens iſt er mit Eiſenblech beſchlagen. Fig. 5. Cin Topf zum Ausſchöpfen des Weins in den Fäſſern, Er iſt von Eiſen- blech, mit einer langen Handhabe verſehen. Man bedient ſich deſſelben im Königreich Valencia, zum Koſten des Weins, Fig. 6. Eine kleine Kufe mit einer Handhabe, Dieß iſt eine Art von kleinem Faß von 6 Decim, Höhe, und 4-+-5 Decim. Durchmeſ- ſer, wodurch ein 2 Meter langer Stab geſchoben iſt, den die Arbeiter auf die Schultern nehmen, wenn ſie die Weinleſe von einem Ort an einen an- 2. 9 Tr 05.42.80 Fig. 7 Blaſebalg zum Umgießen des Weins. Man bedient ſich deſſelben in dem De: den Blaſebalg auf das leere Faß, mittelſt zwei Spikßen C von 10 Centim. Länge, feſt, deren obere Fläche bei D angegeben iſt, die ſich an der untern Seite des Blaſebalgs mittelſt zwei eiſerner Hervor- ragungen anfügen, die bei B dargeſtellt ſind. Man ſchiebt nun die knieförmig umgebogene Röhre, in die ſich der Blaſebalg endigt, in das mit Wein gefüllte Faß, und befeſtigt ihn auf dem Faß mittelſt eines Hakens, nachdem man zuvor das Spundloch durch Umgebung der Blaſebalgröhre mit Leinwand bermetiſch verſchloſſen hat. Man ſtellt alsdann zwiſchen den beiden Fäſſern mittelſt eines ledernen Schlauchs, der an ihren Hahnen angefügt iſt, eine Communikation her. Hierauf ſezt ein Arbeiter den Blaſebalg in Thätigkeit, wo nun die den Wein drückende Luſt denſelben zum Aufſteigen in dem leeren Faſſe zwingt. Der 7 Centim. lange Blaſebalg iſt mit einer Händhabe von gleicher Länge verſehen. Der zur Befeſtigung dienende Haken iſt 35 Centim, lang. Tig. 8. Kufen, die mit einem oben angebrachten Boden eingefaßt ſind, Man ſtellt auf dieſe Art die Kufen auf, und um- giebt ſie bis zu der Mitte ihres Durchmeſſers mit einem hölzernen Boden, auf welchen die Arbeiter mittelſt einer geneigten Fläche ſteigen, Dieſe im Departement der Garonne gewöhnliche Vorrichtung iſt zu ihren verſchiedenen Arbeiten ſehr bequem. Fig.% Ein Spund zum S22 2.4 C= ) GEN BE 30 MPE: Wierte Fi. 15. Citke Art, das Getreide 3zu ſieben. Man fügt drei Stangen zuſammen, an deren Spike man ein Seil anknüpft, das ein gro- ßes Sieb trögt, worein ein Arbeiter das Getreide wirſt, während ein anderer das Sieb ſchuttelt. Dieſes in den ſüdlichen Ländern gebräuchliche Ver- fahren geht ſchnell von der Hand. Fig. 2. Eine Nadel zur Unterſuchung von aufgehäuftem Getreide u, ſ. w. Wenn man zu befürchten hat, daß ein Heuſchober u.ſ. w,. der befeuchtet würde, ſich erhizt, ſo zieht man durch ein an dem ſpitzen Ende dieſer Nadel angebrachtes Dehr einen wollenen Faden durch, und ſticht ſie nun in den Mittelpunkt des Schobers, Man läßt ſie einige Stunden in dieſem Zuſtand, und beur- theilt nun bei'm Herausziehen ob wirkliche Gefahr für den Schober verhanden iſt; denn in lezterem Fall iſt die Wolle ſelbſt-wie angefreſſen, und wie wenn ſie vom Feuer ergriffen worden wäre. Dieſe Nadel iſt 3 Meter lang, und man bedient ſich der- ſelben in Holland, Fig. 3. Schaufel mit drei Rändern. Man bedient ſich derſelben in Italien, zum Umar- beiten des Getreides. Fig. 4+ Cine tragbare Hürtte, Man errichtet in den Feldern Italiens ſolmäßigſten Gruben zur Aufbewahrung des Getreides, und von der Art ihrer Erbauung; auf Befehl Sr, Exc. des Miniſters des Innern, nach dem Rathe des Ackerbau- Ausſchuſſes, herausgegeben. Paris, in der Königlichen Druce- rei 1819, 1 Bd, in Quartformat. Diejenige, von der hier ein Durchſchnitt gelie- fert iſt, hat 4 Meter Durchmeſſer, auf 6 Tiefe, Sie iſt mit ihrem De>el A dargeſtellt, ſo wie mit der Rolle B, die an der Spike von ſparrenartig zuſammengefügten Stangen angebracht iſt, und zur Herausziehung des Getreides dient. Fig. 3. Coniſche Gefäße zur Aufbe- wahrung des Oehls, Man bedient ſich derſel- ben in dem Departement der Dordogne. Sie be- ſtehen aus einem einzigen Steine von 17 Decim, Höhe, und 5 in ihrem innern Durchmeſſer, Tig 4 Schilfkörbe zur Aufbewah- rung des Getreides. Dieſer Körbe, die kei- nen Boden haben, bedienen ſich die kleinen Güter»- S7e-0.8-t e Fig. 1. Trodengeländer für den Mais, Man pflanzt 6 Meter hohe Stangen in die Erde, an die man andere in die Quere in einer Entfer- nung von 65 Centim. anbefeſtigt; an dieſe Vorrich- tung werden nun die Maiskolben in dem Departe- ment Indre und Loire angebracht. Tigo- 2- Bewegliche Stützen. Jede Stütze beſteht aus einem halibkuglichen Steine mit einem viere>igen Loch, worzin mn einen auf einer Seite mit Nägeln verſehenen Pfoſten befeſzigt. Wenn man dieſe Stüßen in einer beſtimmten Ent- fernung von einander aufgeſteüt hat, ſo legt man auf die Nägel in verſchiedenen Höhen mit Quer- pfählen verſehene Rahmen, und legt alsdann auf leztere Hurden oder Matten, worauf man Trauben, Früchte, und andere Dinge tronen läßt. Man bedient ſich ihrer auch zur Erziehung von Seivden- würmern. Die Steine haben eine Höhe von 14 Centim, und 30 Centim, in ihrem größten„Durchmeſſer. Die Pfeiler find 2 Meter hoch, 6 Centim. die, und 8 breit. Die Rahmen haben gemeiniglich 2 Meter Länge auf 18 Decim, Breite. Dieſe in Toſkana gewöhnliche Vorrichtung dürfte zu man- beſitzer von Catalonien und ſelbſt vom Königreich Valencia. Sie haben 1X--2 Meter Höhe auf 1 Meter Durchmeſſer. Man bekleidet ſie mit einem Tuch, wenn das Geflecht nicht en genug iſt. Man belegt den Grund mit Gyps, wenn man ſie mit Getreide fallt, Tig. 5. Kaſten zur Aufbewahrung des Getreides und der Hülſenfrüchte. Er ruht zur Vermeidung von Feuchtigkeit auf vier Fäßen, und iſt an ſeinem untern Theil noch durch zwei Holzſtücke geſtüzt, die durch Zapfen vereinigt ſind. Er wird mit einem Deckel verſchloſſen, und iſt in Toſkana üblich. Fig. 6b- Ein Gefäß von Korkholz für das Getreide, Die Catolonier nehmen die Rinde der Korkeiche ab, und vereinigen ſie dann durch Zuſammenflechten mit Weiden, Sie fügen auf gleiche Urt einen Boden von der gleichen Rinde Gen ländlichen und häuslichen Zwecken geſchi>t ſeyn, Fig. 3,- Sieb für den Gyps, Man be-| dient fich deſſelben auch zum Sieben der Erd e in| an, und bilden dadur;y Gefäße von 10 Decim. Höhe auf 5-6 Durchmeſſer. TS. fa 1 Gärten, und zu anderem ähnlichen Gebrauch, Es iſt aus Weiden verfertigt. Tig-4- Tro>F>engeländer für das Ge treide. Man bedient ſich deſſelben in Norwegen und in der Schweiz an kalten und feuchten Orten, zum Trocknen der Garben, die man auf Ouerlatten legt, und deren Gipfel man gemeiniglic) mit Stroh überde>t, Fig- 9- Eine Hurde mit Flechtwerk, Man vereinigt zwei hölzerne Leiſten durch Quer» ſtäbe, durchflicht dieſe mit Schilfrohren, und erhält auf dieſe Ait ſehr gute? Hurden zum Trocknen der Früchte. Sie ſind in Toſkana gewohnlich. Fig. 6. Hurde von Stroh.'Wenn man mittelſt kleiner Querhölzer eine Rahme gebildet hat, ſo durcig, um dem Mittelpunkte des Rads angefügt werden zu können. Sie dreht ſic) unter dem Geſtell des Karrens B, und wird durc< Keile feſtgehalten, wie bei C zu ſehen iſt. Fig. 2- Ein Drehhaſpel für Wagen. Er beſteht aus einem kleinen hölzernen Rahmen, worin ſich ein Cylinder dreht, an den Stricke be- feſtigt ſind, welche die Ladung eines Wagens hal- ten. Man macht die Stri>e dadurch kürzer, daß man ſie auf dem Cylinder, den man mit einem fleinen Stab umdreht, aufcollt, Dieſes Mittel iſt einfach und leicht. Fig. 3. GEscalette, So nennt man in dem Departement der Gironde eine Maſchine, die man vorn an den Wagen aufjiellt, um die Ladung da- durch zurückzuhalten, ſo daß die Thiere nicht davon leiden fönnen, Sie beſteht aus zwei 23 Decim. Ein Karren mit umzudrehen-) TFF ee einer Entfernung von einem Meter von einander ſtehen, vereinigt ſind, Wenn man den untern Theil durch das Wagengeſtell. geſchoben hat, ſo ſtellt man es auf der Langwiede des Wagens mit- telſt einer bewegl' an- gebrachten Hakens feſt hält. Dieſes Inſtrument kann auf eine nüßliche Art gebraucht werden. Fig. 2«- Karren mit einer Welle, Da der Körper des Wagens auf der Achſe des Vorder»- theils feſigemacht iſt, ſo kann man ihn naZ Will- GE GG<<< „p=ierkerrenmmeazuggug eg ewe EE =<-> ( führ von der Achſe des hintern Theils ablöſen. In dieſem Zuſtand lehnt er ſich auf die Erde, und er- leickarren. Dieß iſt eine von Perronet, einem franzöſiſchen Architekten, erfun- dene Art von Handkarren. Er zeichnet ſich durch die Cinfachheit ſeines Baus, ſeine Leichtigkeit, und durch die bequeme Art, wie er auf- und abgeladen werden kann, aus. Man beſtimmt ihn zum Trans- port von Erde, Steinen, gewiſſen Fichten, 3. B,| Kaſtanien, Nüſſen, Kartoffeln u. ſ, w., vorzüglich,| 2» ! Bei'm Abladen braucht man nur den Haken, wels hen der Zeichner anzugeben vergeſſen hat, loszu- machen, Dieſer iſt an dem vordern OQuerholz ange- bracht, und hält den Kaſten des Blocdkarrens im Gleichgewicht, So wie der Nagel herausgenommen iſt, ſo ſinkt der Kaſten, der auf der Achſe ruht, bei einem gelinden Anſtoß darauf zurü>f, und läßt ſeine Ladung fallen, Fig. 4- Karren mit bede>ten Rädern, Sein Bau unterſcheidet ſic) von andern ähnlichen Inſtrumenten nur dadurch, daß die Räder, ſtatt äußerlich angebracht zu ſeyn, unter den Kaſten des Wagens zu ſiehen kommen. Sie ſind auf der innern Seite und in ihrem Umfang bede>t, damit ſie in ihren Bewegungen nicht durch die Laſten, womit der Wa- wenn die Entfernung nicht bedeutend iſt, Ein klei- gen beladen wird, angehalten werden, Dieſe Art nes Pferd oder ein Eſel kann ihn leicht ziehen,| iſt in Schweden gewöhnlich, -. Zu! zung Bud, De ud( I= zm md 3 Een C MqWaſ<< 14 3 | 2.008( 1"del| 5 DiE€ Fig. 1. Hebel mit einem Wellbaum, Man bedient ſich deſſelben in Schweden zum Ent- wurzeln der Bäume, und zum Augheben von Fels- blöFen in Feldern, An ſeinem Ende hat er einen Anſatzpunkt, und wird mittelſt eines Wellbaums in Bewegung geſezt. Fig. 2. Hebel mit einem beweglichen Stüßpunkt, Man wendet ihn in dem gleichen Lande, und zu dem gleichen Gebrauch, wie den vorigen an, A ſtellt den beweglichen Stühpunkt dar, der auf einem Bret ausruht, damit er nicht in die Erde eindringt, Er hat eine Handhabe, um ihn mit derſelben nach Wiükühr aufzuſiellen. DB ſtellt den Hebel, C einen Stein dar, den man damit aushebt. Fig. 3- Hölzerner Mörſer. Man be- dient ſich deſſelben im Hasli Thal zur Bereitung von Gerſtengrüße, Der an ſeinem obern Theil zum leichteren Faſſen in zwei getheilte Stämpfel iſt an ſeinem Grunde mit Nagelköpfen verſehen, 7 Decim. lang, und hält 7 Centim,. im Durchmeſſer. Er ließe ſich mit Vortheil auch in unſern Haushaltungen an- wenden. Fig. 5 Mörſer mit einem Stämpfel an einer Feder. Dieſer Stämpfel iſt zu ver- ſchiedenen Haushaltungsarbeiten ſehr bequem, und! ! 3. 14«NIE ſind. Man macht eine Stange in einen Balken der Decke, oder in die Mauer feſt, und fügt nun mit einem Strik den Stämpfel daran. Fig. 5. Mühle zum Zermalmen der Erbſen u. ſ, w. Man bedient ſich derſelben in Rom zum Zermalmen des Caffe's, der Erbſen u, |. w. Man kann ſich ihrer auch zum Senf bedienen, Sie beſteht aus einem ſteinernen Mühlſtein mit einer Deffnung in der Mitte, wodurch man die Saamen einwirft, Sie iſt mit zwei Ringen verſehen, wodurch man ſie aus dem Stein, in dem ſie ſich umdreht, berausnehmen kann. Man ſezt ſie mittelſt eines an der Oberfläche eingefügten Zapfens in Bewegung, Fig. 6. Mühle von Porphyr. Man be- dient ſich derſelben im Florentiniſchen, zum Zermal- men wohlriechender, und Arznei- Subſtanzen. Der mit einem Handgriff verſehene Mühlſiein A dreht ſich auf einem im Mittelpunkt des Mörſers, der in der Abbildung im Durchſchnitt dargeſtellt iſt, befindlichen Zapfen. Die feinern Theile ſteigen in dieſer Mühle weniger leickigter Stein von 3 Decim. auf jeder Seite, und 2=-3 Höhe. Man fügt eine hölzerne Handhabe an denſelben an, um ihn in Thätigkeit zu ſeen. Man ſchiebt ihn all- mählig, ohne ihn gantz aufzuheben, äuf den auf einer Tenne ausgebreiteten Gyps, Dieſe Ärt, den GSyps zu pulvern, die man in dem Departement F. um€ 1E Tig. 1. Mühle mit einem vertikalen Mübhlſtein zum Zermalmen des Hanfs. Sie beſteht aus einer Fläche, durch welche ein auf- ſteigender Baum gebt, um welchen ſich ein vertikaler Mühlſtein dreht, der an ſeinem untern Theil? durch ein Waſſerrad in Bewegung geſezt wird. Die Ar- beiter breiten den Hanf oder den Flachs auf der Fläche aus,'und wiſſen ihn ſo hinzulegen, daß er allmählig die Wirkung des Mühlſteins erfährt. Die- ſer muß in der Richtung gegen ſeinen Umfreis tief eingegrabene Rinnen haben, um das Zermalmen der Hanffaſern zu erleichtern. Dieſer Vorrichtung bedient ſich ein Privatman im Departement Puy-de-Döme. Fig. 2 Mühle mit einem Fegelförmi- gen Mühlſtein zum Zermalmen des Hanfs. Zur Errichtung derſelben legt man einen mit Mauer- werk verfertigten Boden an, der mit einem Rande verſehen iſt, und wo das Pfaſter am Umfang etwas erhöhter, als im Mittelpunkte iſt. Dieſes Pflaſter iſt aus vielec>kigen unregelmäßigen Steinen zuſam- mengeſezt, ſo daß hier Zwiſchenräume vorkommen, weld)e das Zermalmen des Hanfs erleichtern. In der Mitte der Fläche bringt man einen aufſteigenden Baum mit einem Drilling an, der in ein durch Waſ- ſer bewegtes Rad eingreift, oder das auch durd) ein Pferd in Bewegung geſezt werden kann. An den Fuß dieſes Baums bringt man einen Haken an, an den ein kegelförmiger Muhlſtein angefügt iſt, der ſich mit dem Baum umdreht, und der ſeiner ganzen Länge nach mit kreisförmigen Rinnen verſehen it, Zwei Weiber ſind damit beſchäftigt, die Hanfbündel auf der Fläche auszubreiten, und ſie hin und her zu legen, und umzudrehen, Dieſer Vorrichtung bedient man ſich in Jtalien. Fig. 3. Eine Hanfbreche mit einge- legten Stücken, Dieſes im Departement der Landes gebräuchliche Inſtrument iſt leicht zu ver-| A | 3-3 4 Indre und Loire ſieht, iſt der albernen und der Gejundyeit ſo ſchädlichen Methode vorzuziehen, deren ſich die Arbeiter in Varis bedienen. Fig. 5. Gypsmühyle, Dieß iſt ein vertikg- ler Müh'ſtein, der durch ein Pferd in Bewegung geſezt wird, Er dreht ſich auf einer Fläche, auf welche Gyps gebracht wird. Dieſer fällt in dem Maß, als er zerſtoßen und zermälmt iſt, in einen freisförz migen Trog, der mit Steinen: ausgemauert iſt. Dieſer guten Maſchine bedient man ſich im Könige- reiM Balencia, Der vertikale Mühlſtein hat 5X Decim. Durchmeſſer, und 44 Centim.. Die. Die Fläche hat 15 Decim, Durchmeſſer, und 3x Höhe. In ihrer Mitte iſt eine Pfanne angebracht, worin ſic) der Zapfen des Pfeilers dreht, an den der Hebel, der durch den Mühlſtein geht, anbefeſtigt iſt. Der kreisförmige Trog iſt 5 Decim. breit, die äußere Mauer des Trogs iſt 2 Decim, di>. S9 80 1 fertigen. Man fögt in eine Bank zwei Täfelchen A ein, die mit einem Loche durchbohrt ſind. Man bat drei Bretchen C, die man alimählig zwiſchen die beide Täfelchen einſchiebt, Man legt zuerſt das erſte, und hierauf das dvppelte, in einer Handhabe vereinigte Bret. Emils Benning zib u ai. IN" GT. c Bete Le 717 2% 22 Gr H Zan 77 We i/ctege 2 4 (Graz 127- EATTIUE EE eg Jn üinnmmeitiiiicinitude ün en RESIS-. == Ge = ß 4 IE WERS 20817 LEL 84 IEA HEGE ZN 90: y/ IN :* vA INT ENZY Nd EE| = vs ; ee NE -- T DA MRSSES Sh X Zy Se /2 172292 Zee 272 VEL IE NIGE ZE VZ. 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Seine gewöhnliche Größe beträgt 4 Decim, nach allen Ric dabey gezeichnet, womit der Träger ſie an ſeinem Rücken zurüFhält. Jig. 10. Dreyfuß zum Beladen der Koözen. Die Koze ſiüzt ſich auf den Winkel des Dreyfußes. Fig. 11- Cin Schämelchen. Cs iſt aus einer Platte von 66 Centim., Durchmeſſer zuſammen- geſezt, die von drei auf einer Gabel befeſtigten Füßen unterſtüzt wird. Die Gabel erweitert ſich ſo, daß man ſie auf dem Rüden tragen kann. Man bedient ſich deſſelben im Canton Bern zum Tragen der Käſe von Gruyere,: Caſtel Fig. 1 Ein kleiner in Belgien ge-| Wegen bedienen, dann aber gewährt er große Vor* wöhnlicher Wagen, Er iſt nad) unten mit-ei- nem großen aus Holzſchindeln verfertigten Korb| | Tragbett. Er iſt aus zwey hölzernen Läufern verſehen, der von Ketten getragen wird. Man kann ſich deſſelben nur auf ſehr gut unterhaltenen| Zehnte Lieferung« theile zum Transport von Kaufmannsgütern. Tig. 2- Cin"Schlitten"mit eimem von 6 Centim, Die zuſammengeſezt, worauf in Bm 7746 FEIERTEN- EHEN Ee EEE ARE SN TT TTT SPN DGE SSG OSS GE ENES I ONEN DENNEN GENEN TELES BNE= € 23 einer Höhe von 2 Decim, ein Boden von 2 Meter! vielleicht mit Vortheil in allen Gebirgsländern. Es Länge und 7 Decim, Breite ruht. Man bedient ſich deſſelben im Canton Bern. Fig. 3. Ein gewöhnlicher Schlitten. Man bedient ſich deſſelben in der Lombardie zum Transport des Düngers auf die Wieſen, um die durc; die Wagenräder hervorgebrachten Furchen zu vermeiden, Der 6 Decim, hohe Boden hat 18 De- cim. Länge auf 13x Breite; das Geſtell beſteht aus zwey doppelten Läufern, von 2 Decim, Breite, um den andern, wenn er abgenüzt iſt, wechſeln zu können, Fig. 4+ Cin Wägelchen mit drey Rä- dern, Man bebient ſich deſſelben im Tyrol, und Sili+4.2 Fig 1, Ein Schubkarren mit zwey Randbeſetzungen. Man bedient ſich deſſelben im Mailändiſchen und in andern Theilen von Ita- lien zum Transport von Mörtel, Dünger u. ſ. w. Er hat den Vortheil ſehr leicht zu ſeyn, und mit Leichtigkeit abgeladen werden zu können. Fig. 2 Ein kaſtenartiger Schubkar- rarren, Man bedient ſich deſſelben im Canton Bern zum Transport des Urins von Vieh, womit man die Wieſen begießt, Der innere Raum iſt 5 Decim, lang, auf 4 Breite und 6X Tiefe. Fig. 3.. Schubkarren mit“erhohter Rückenlehne, Er dient zum Transport von Holz, Reisbündeln, Pfählen, Dünger u. ſ, w. Er hat ei- ne auf das Rad geneigte, von zwei Trägern unter- ftüzte Rüenlehne, Fig. 4 Gondelartiger Schubkarren, Die Gondel oder der Kaſten beſteht aus einem Bo»- den und Seiten von Flechtwerk. Zuweilen beſteht der Bodo“ aus Bretern, Man trifft ihn häufig in der Schweiz. Fig. 5. Schubkarren mit wenig er- höhter Rükenlehne. Er iſt von gleicher Art, wie No, 3,, nur daß er keine Füße, und eine gekrumm- wird von einem Pferde gezogen, das an ein vorn am Wägelchen befeſtigtes Ortſcheit angeſpannt iſt. Fig. 9. Eine Gabeldeichſel zum Fort- fahren der Bäume. Man bedient ſich derſelben in der Schweiz zum Herabfahren der Bäume von der Höhe der Gebirge. Man befeſtigt ſie mittelſt einer Kette an den Baum, in welchen man einen Haken einſenkt, Man hat. hier nicht zu be“rhten, daß die Pferde verwundet werden, wenn der Bal- ken zu ſehr in Schwung kommt, wie dieß ſo leicht der Fall iſt, wenn die Pferde blos an Stri>ken an- geſpannt ſind, 3-4 150.1; te Form hat. Man bedient ſich deſſelben hauptſäch» lich in der Gegend von Paris und in Belgien. Fig. 6. Cin Schubkarren mit einem Kaſten aus Holzſchindeln. Dieſer im Can»- ton Bern gewöhnliche Schubkarren iſt leicht, und ohne Mühe zu verfertigen. Man verfertigt ihn auch aus einem Weidengeflecht. Tig: 7- Eine Tragebahre mit drei Trä- gern. Da man ſie zum Tragen von Steinen und andern ſchweren Körpern benüzt, ſo hat man noch einen dritten Träger zugeſezt, damit die Laſt von ſechs Perſonen getragen werden kann. Man bedient ſich derſelven im Thal Maurienne in Piemont. Fig. 8. Eine Tragebahre mit beweg» lichen Tragleiſten, Die zwei Tragleiſten, wel- , Er fügt ſich am Ende in eine an der Klinge angebrachte Höhlung ein, und die obern Seiten der leztern werden mit Nägeln an den Anfang der Handhabe anbefeſtigt. Dieſe iſt 70 Decim. lang 3; die Klinge iſt 22 Centim, breit. Der hölzerne Theil iſt 2 Centim. di>. Tim. 2.- Schaufel"wit Rippen aus Belgien, Die von oben bis an die Spitze 35 Centim. lange, und 24 Centim, breite Klinge wird von einer kleinen hafenförmigen Hervorragung, von S Centim. Länge, zurückgehalten. Wegen der an- gebrachten Ripven kann das Ciſen der Klinge düns ner ſeyn, ohne dadurch der Feſtigkeit zu ſchaden. Bei der Fabrikation erhält die Klinge eine Krummung, und man läßt auf den Seiten und gezen die Hand: habe hin fleine Ränder, wodurch ſie eine größere Menge Erde faſſen kann. Fig. 3. Gabeln zum Umgraben. Man bedient ſich dieſer Gabeln im Biscayiſchen zum Um- graben der Felder. Die Handhabe iſt 14 Meter lang, und wird in ein Hohleiſen eingeſcige Schaufel. Man be- dient ſich derſelben in Jtalien bei ſehr thonigem Boden. Die Klinge iſt 32. Centim. lang, auf 25 Ceitim. in ihrer größten Breite.“Die Handhabe, von 14 Decim, Länge, iſt mit einem 14 Decim, SQ 4..c1. langen Fußtritt verſehen, wodurch) man die Schau- fel tiefer in die Erde ſenken kann. Sie iſt vorzüge- lich tauglich zur Aushöhlung tiefer Wäſſerungsrinnen, Fig. 6. Schaufel mit doppelter Klinge an ihrem vbern Theil, Die mit einem Hand- griff an ihrem Ende verſehene Handhabe ſenkt ſich mit ihrem andern Ende in eine Höhlung der Klinge, und befeſtigt ſic) an dieſer durch zwei zungenartige Hervorragungen, die durc<< eine Verlängerung dieſer Klinge gebildet ſind. Die leztere hat 39 Centim. Länge auf 12 Breite, Die Handhabe iſt einen Meter lang. Man bedient ſich derſelben zum Umgraben der Erde, und zum Swingen des Getreides, Daher ertheilt man ihr auch eine gekrümmte etwas concave Form. Fig. 7- Cine Schaufel in Form einer Schuüppe. Dieß iſt eine gewöhnliche hölzerne Schüppe, an deren Ende ein ſtarkes Schwarzblech angefügt wird, das von beiden Seiten das Ende der Shüppe umfaßt. Dieſe Klinge hat 11 Centim. Höhe, auf 22 Breite. Die in eine Krücke von der Länge von 14 Centim. ausgehende Handhabe iſt 70 Gentim. lang, Dieß iſt ein vorzüglich paſſendes Inſtrument zum Umſchaufeln von Getreide, Crcde, Sand u. ſ. w. Man bedient ſich deſſelben in Belgien. Fig. 3. Schaufel mit offener Klinge an ihrem obern Theil. Die 8 Decim. lange Handhabe, die an ihrem untern Ende ſchaufelartig zugeſchnitten iſt, geht in die obere Abtheilung der Klinge über, wie durc) die punktirte Linie ange? deutet iſt, Dieſe Klinge iſt 23 Centim. lang, und 18 breit, Sie geht in eine zungenartige Verlän- gerung aus, die gegen die Handhabe angenagelt wird. Man bedient ſich derſelben in Languedoc. Fig. 99 Schaufel zum Abheben von Raſen, Man bedient ſich derſelben im Canton Glarus, Die, wie in der Figur A zu ſehen iſt, etwas knieföormig umgebogene Klinge iſt 21 Centim, breit, und 23 lang. Die 28 Centim. lange Tille nimmt eine 12 Decim. lange Handhabe auf; der obere Handgriff iſt 5 Decim, lanz. Fig. 10. Gabel mit dreiplattenZähnen, Man bedient ſich derſelben in Catalonien zum Um- graben eines thonigen Bodens. Durch dieſe Form hat ſie einen Vortheil vor den Gabeln mit runden SSPE M RR I TTS SEREN IESE 8, "s x d F; ? CC 273 Zähnen beim Aufheben und Umſchwingen der Erde. Auch dringt ſie leichter, als die gewöhnlichen Ga- beln, in die Erde ein. ein. Man bedient ſich derſelben in Deutſchland. Fant te Fig. 1. Gewöhnliche Haue, Sie hat ein am Ende breiteres Ciſen als am Grunde, Bie Dimetſionen wechſeln daran je nach dem Bedürfniß, Fig. 2“ Haue mit breitem dreieäigem Ciſen- Cs verhält ſic) damit, wie mit der vorigen, Fig2 3. Haue mit: länglichem und ſchmalem Eiſen, Man bedient ſich derſelben in Catalonien zur Bildung und' Reinigung von Wäſſerungsgräben., Man nennt ſie Bocalia, Die Handhabe iſt 9 Decim, lang; die Länge des Eiſens beträgt 4 Decim. An ihrem Ende iſt ſie 43 Centim., und in der größten Breite 3 Decim, breit. Fig. 4- Haue mit drei Zähnen, Sie er- ſezt an mehreren Orten die Schaufel beim Umar- beiten der Erde, ' Fig. 5.„Haue mit: verlängertem und breitem Eiſen, Man bedient ſich derſelben in der Champagne beim Umarbeiten der Weingärten. Die Handhabe iſt ox, und das Ciſen 3x Decim, lang; die größte Breite beträgt 13 Decim.; am Ende iſt ſie nur 1 Decim. breit, Die Ränder ſind etwas aufgeworfen, und die Klinge etwas rinnen- artig ausgehöhit. Die Krümmung der Handyabe erleichtert die Arbeit. Man bedient ſich bei dem Yusgraben der Weingärten eines ähnlichen Inſtru- ments, deſſen Formen aber um die Hälfte klziner ſind, Fig. 6. Haue mit zwei am Ende gens6- herten Zähnen. Man bedient ſi) derſelben in der Champagne bei ſteinigem oder thonigem Boden in Weingärten. Man nennt ſie 6rxoc, Die Klinge iſt ſo lang, wie bei der vorigen. Die mittlere Breite der Zähne beträgt 43 Centim. 3; die äußere Di>e 1 Centim,, während- die innere Dicke nur 8 Millim, beträgt. Sie nehmen in Die und Breite gegen ihr Ende ab. Fig. 7. Hane MmMitdrei von einander ftiehenden Zähnen. Wian bedient ſich derſelben im Königreich Valencia, zum Umarbeiten eines zähen Bodens. Die, 2 Decim, langen, Zähne ſchließen ſic) an die Handhabe durc) eine doppelte Verlän- | bau in der Gegend von Toulouſe. Fig: 11... Schaufel:"von: ovaler Form.| Vermöge dieſer Form dringt ſie leicht in die Erde Fig. 12. Gabel mit zwei platten Zäh- nen. Man bedient ſih derſelben bei dem Feld- Sie hat an ihrem overn Theil eine Verlängerung des Ciſens, welche das Aufſeten des Fußes ecleichtert, 3, 20(20210 gerung des Ciſens an, das ſich umfkrümmt, und eine Dille für einen 45 Centim, langen Handgriff hat. Jide Zu Haue mit dreieckiger. abage- ſtuzter Klinge, Die Handhabe hat 7X Decim, Länge; die Klinge, deren Nänder an den Seiten aufgeworfen ſind, iſt 3 Decim, lang, gegen die Handhabe hin 15 Decim., und an dem entge- gengeſezten' Ende 13'Deeim, breit. Man bedient ſich verfelben in der Gegend von Texrragona, zur Bewäſſerung der Gärten und Felder,; Fig. 9-« Kleine dreieFige Haue. Man bedient ſich dieſes fleinen Inſtruments in dem De- partement der vſtlichen Pyrenäen, zur Ausrottung des Unfrauts zwiſchen den Gemüſen und Huülſen- früchten. Fig. 10. Haue mit breitem dreied>i- gem Eiſen. Die nur wenig umgekrümmte Hand- habe iſt 15 Decim. lang; das Ciſen hat eine Länge von 3 Decim. Die mittlere Breite des, leztern be- trägt 2 Centim,, und die größte an ihrem Ende 24 Centim. Man beſtelit in dem Departement der (Bironde die Weingärten mit dieſer Haue. Man bedient jic) zu dem zweiten Umhacen in verſchieve- nen Gegenden eines ähnlichen Inſtruments, deſſen viel kleinere Klinge nur 15 Centim, breit iſt. Fig. 11,, ViereFige kleine Haue, Man bedient ſich derſelben im Königreich Valencia, zum Ausrotten des Unkrauts, und zum zweiten Umha- >en und Auflo>kern. Die Klinge hält auf den Sei- ten 12, an der Schneide aber nur 10 Centim, Die etwas umgekrümmte Handhabe iſt 4 Decim. lang; ſie wird in eine mit der Klinge beinahe paral- lele Dille eingeſchoben. Fig. 12, Haue mit zwei breiten Zähnen, und mit ſehr aufgerichteter Handhabe, Dieſe Handhabe, die ſich vertikal auf die Klinge aufrichtet, iſt 7 Decim.. lang. Das Eiſen theilt ſich in zwei 3X Decim. lange Zweige, die an ihrem Ende ( 6--7 Centim. breit ſind. Die Krümmung der Hand» habe erleichtert die Arbeit mit dieſem Inſirumente um vieles. Man bedient ſich deſſelben in ſumyfi- gem und thonigem Boden, € AI) Wäſſerungen. 40p-DII0ed-en Sm eubne mt ee: 20-00 Tig. 1. Ein Ziehbrunnen mit einem durch eine Kette an einen Pfeiler anbe- feſtigten Schlagbaum, Dieſe Art Waſſer zu ſchöpfen iſt, vorzüglich wenn es nicht ſehr tief iſt, ſehr bequem und ſchnell, Der Schlagbaum, der au ſeinem untern Cade ein Gewicht haben muß, iit mit einer Kette an den Pfeiler befeſiigt; das entgegengeſezte Eide muß vertikal auf den Brun- nen ſallen, damit die Stange mit Leichtigkeit ſich ſenkten kann. Dieſe Art iſt in Caſtilien und in an- dern Ländern gewöhnlich. Tig: 2. Ein Balken mit! einem" Fba- ſchenzug zum Aufzieljen des Waſſers. Dieſer in der Erde befeſtigte, und gegen den Rand des Ziehbrunnens geſtüzte Balfen iſt an ſeinem obern Theile mit einem Flaſchenzug verjehen, mit deſen Hälfe man das Waſſer aus einem Ziehbrun- nen erhebt. Man trifft dieſe Einrichtung mehrfach auf dem Lande an. Fig. 3. Art der Errichtung eines Ziehbrunnens. Man bildet mit ſehr dien Bretern eine kreisförmige Grundlage, worauf die Maner des Ziehbrunnens zu ſtehen kommt. Nach- dem an der Sieile, wo man ven Brunnen graben wil, dieſer Grund gelegt iſt, ſo baut man nun darauf bis zu der Höhe von einigen Decimetern, Man gräbt alsdann den Brunnen, ſowohl innen, als un- ter der kreisförmigen Grundlage, ſo daß ſich leztere amählig durch das auf ſie gelegte Gewicht ſenkt. Man fährt vann fort, ſowohl die Mauer zu exr- bauen, als den Boden auszugraben, bis der Brun- Adhte Fig. 1. EinZiehbrunnen mit einemRade, und einem Faß. Man ſchöpft das Waſſer durch Umdrehung eines Wagenrads, das man an das Ende einer Achſe angefügt hat, an deren Mitte ein Faß angebracht iſt. Die Achſe dreht ſich auf zwei gobelförmigen Pfoſten.- Dieſe Vorrichtung findet man in dem Departement der Gironde, Fig. 2« Cin mit Dielen umgebener Ziehbrunnen, Wenn das Waſſer in ſandigem Grunde nicht ſehr tief iſt, ſo unterſtüzt man die Erde mit Dielen, die man in Furchen einſchiebt, die an vier in die Örde verſenkten Pfoſten ange- bracht ſind. Fig. 3. Eine hölzerne Waſſerpumpe mit einer Kugel als Klappe. Man bringt in den Körper einer Pumpe in geringer Entfernung non geendigt iſt. Dieſes ökonomiſche Verfahren iſt in Schweden beobachtet worden. Fig. 4. Ziehbrunnen mit einem Schlag» baum. und mit.unterhroc< ener Sttnge. Er“unterſcheidet ſich von dem Nro. 1. durch den gabelförmigen Pfoſten, der den Schlagbaum unter? ſiuzt, und durch die aus drei Theilen beſiehende und mittelſt Kettengelenten vereinigte Stange. Man bedient ſich der leztern Vorrichtung, wenn man wegen Tiefe des Waſſers genöthigt iſt, eine be- trächtliche Länge von einer Stange anzuwenden, Da nun dieſe nicht vertikal in den Brunnen ſinken könnte, wenn ſie aus einem einzigen Stücke beſtände, ſo mußte ſie, um die noöthige Neigung zu gewin- nen, in mehrere Stücke abgetheilt werden. Die drei Stangen halten mit den Ketten eine Länge von 13 Metern, und der Pfoſten von 7. Fig. 9. Ein birnförmiger Waſſerei- mer. Er iſt aus Dauben verfertigt, die mit eiſer- nen Reifen zuſammengehalten ſind. Ex hat eine Schnauze von CEiſenblech, zum Ausgießen des Waſ- ſers, und einen Henkel an der Seite zum Neigen des Gefäßes, und einen andern zu Anhängen, wenn man Waſſer ſchöpfen will, Er iſt feſt und bequem zum Transport. Man bedient ſich deſſelben in der Ge- gend von Bordeaux. Fig. 6. Waſſereimer mit einer Hand» habe, Dieſe erleichtert das Schöpfen des Waſ- ſers, wenn es nicht ſehr tief iſt, VWean bedient ſich deſſelben in der Schweiz. 70-13-0516 unter dem Stempel eine koniſche Verſchmälerung, | Fig. 5, an, die genau mit einer Bleikugel zuſam- | menpaßt, ſo daß das Waſſer die Kugel zurückſtößt, | und ſich einen Durcs, den man in die längs des Pfoſiens angebrachte Löcher einſchiebt, Der mit einem Pfeil angedeutete Waſſerſirom ſtößt gegen die Schaufeln des Rads, dreht daſſelbe, ſo daß ſich nun die Gefäße füllen, und das Waſſer in einen auf der Mauer angebrach- ten Trog E entleeren. Die beiden Balken müſſen nod) nahe in dem Umkreiſe des Rads durc) einen Querbalken, und durch drei oder vier andere, die | zum Tragen der Steine dienen, vereinigt und feſt zuſammengehalten werden. JIc< habe dieſe Maſchine im Tyrol über einen Fluß hin geſehen, über den ich nicht ſezen konnte; daher ich verhindert war, die verſchiedenen Maße der zuſammenſeßenden Theile derſelben aufzunehmen. Das Rad ſchien mir 7=8 Meter Durchmeſſer zu haben. Die ECin»- fachheit dieſer wohl ausgedachten Maſchine, die Leich- tigfeit, und Oekonomie ihrer Verfectigung verdie- nen die beſondere Aufmerkſamkeit von ſolchen Land- wirthen, die in der Lage ſind, Vortheile daraus zur Bewäſſerung ihrer Wieſen zu ziehen, - nen. Man fährt alsdann in der Arbeit ſo fort, daß man in der Fläche wieder beginnt, wo man einige Tage zuvor aufgehört hatte, Dadurch ge- langt man zu einem ſehr feſten und dauerhaften Bau, der unter dem Namen Steinmöortel(beton) bekannt iſt, mit dem man bis zu ebener Erde fort- fährt. Hierauf arbeitet man nun die Erde, die ſic) zwiſchen den Mauren eingeſchloſſen befindet, bis auf den Grund heraus, und geht alsdann zur' Errichtung des Bodens über, wo man das gleiche Gemiſ<) von Mörtel und Geröllen dazu benüzt. Dieſe Behälter haben eine Dauer von 100 =-=150 Jahren, und würden ſelbſt Jahrhunderte ausdauern, wenn das ſcharfe Waſſer, worin der Hanf eingeweicht war, nicht die Steine, und vor- zuglich den Mörtel derſelben zerfräße, Die in den Mörtel eingehenden OQuarzgerölle können nicht zer- freſſen werden; man ſieht ſie daher auh an der Oberfläße der Mauern hervorſtehen, Man füllt die Balzas dadurch an, daß man entweder eine Ableitung aus einem Bache hinführt, oder auf ir- gend eine andere Weiſe verfährt, Man entleert ſie durc) Schöpfeimer, Man trifft ſolhe an, wo Ab- STe l zuge am äußern Theil der Mauern, mit einer innern Communication angebracht ſind. Durd) dieſe entleert man alsdann das Waſſer. Die Landleute erhalten g2wöhnlich das Jahr über dieſe Behälter mit Waſſer gefüllt, und benüßen ſie zum Reinigen ihrer Wäſche. Innen hat der Hanfroſt eine Länge von 13 Meter auf, 4 Breite, und 1X Meter Tiefe. Die Mauern haben gemeiniglich eine Breite von 4 Decim, Sie ſind mit Steinplatten bede>Xt, A iſt der Kanal, wodurch das Waſſer den Eintritt erhält; er iſt 26 Centim, breit; ſeine Länge iſt mehr oder minder beträchtliken die gehörige Geſtalt dadurce, die gehörige Kreis- form ertheilt hat, 7 derſel) Bog NN ß ſd)| (jw 9 Getiu Binde a fang Bindfo Gy ſh i May der 7 ur H de M jallen dieſet zweig meſſer, ß ten, Zurh! wird, ments den 1 über! | Man Iufbe beſteh nom| hölzer wie ſhlof ſtm und , und macht, t man 7 ſch 1, die palten hörige | Eins in die ? bei: ? der hnitt elde, Loh nge dat, telſt eis! Tiſche,"Inſekten Ur ſ..40; SION€ Fig. 1. Vogelſcheu zum Fangen der Inſek- ten. Dieſer Sack iſt an einem Reif von 3 Decim. Durchmeſſer, woran eine lange Handhabe gefügt wird, angenäht. Man bedient ſich dieſes Inſtru- - ments in Valencia, zum Fangen der Inſekten, welche den Luzernklee freſſen. Man fährt damit ſchnell über die Oberfläche der Pflanzen. Fig. 7- Ein ſteinerner Fiſchbehälter, Man errichtet ſolche Behälter in der Schweiz, zur Aufbewahrung von Vorräthen von Fiſchen. Sie beſtehen aus einem einzigen Stein, oder aus ei- nem hölzernen Kaſten. Man bede>kt ſie mit einem hölzernen Dach von Bretern, wovon ein Theil ſich wie eine Thüre öffnet, und mit einem Vorhäng- ſchloß verſchloſſen wird. Cin Theil des Behälters iſt:mit einem eiſernen Gitter bedeckt, das der Luft und dem Waſſer den Durchgang geſtattet, Das Zehnte Lieferung, EPR Ss BE IE leztere läßt man gewöhnlich: unten in dem Maße abfließen, als es oben durch die Brunnenröhre zu- ſtrömt. Tig. 5. Ein Fiſchbehälter als Tsp- fergeſchirr mit Henkeln,.“ Dieß iſt ein mit Löchern durke. Die in dem See gezeichneten Kreiſe ſind kreisförmig gepflanzte Rohrſtengel, deren Gipfel über das Waſ- w Man hat in der Nähe des Ufers auf. ſer hervorragt. Ein ganzer ſolcher Kreis wurde in der E>e der Zeichnung unter dem Buchſtaben A dargeſtellt. Der Auſternlaich ſezt ſic) daran, und die Thiere wachſen und entwickeln ſich dort allmählig bis zu der Größe, wo man ſie ſpeiſen kann. Die Aufſeher des Auſternbehälters unterſu- hen allmählig dieſe verſchiedenen Kreiſe; ſie ziehen einen Schilfrohrkreis nach dem andern aus dem Grunde des Waſſers hervor, unterſuchen ihn, und nehmen die hinreichend großen Auſtern heraus, Zwey Jahre reichen zu der gewöhnlichen Größe hin. Alsdann legen ſie dieſelben in große Körbe, die ſie in dem beſondern Behälter aufſtellen, wor» aus ſie alsdann nad) Bedürfniß verkauft werden. Dieſer Induſtriezweig, von: dem ſchon die Al- ten Vortheile zogen, könnte auch»mit Vortheil an den franzöſiſ 57. WM ZW = mr M7 = 2 027 Sud: 52 1-0- 40- ob Ea 2 p= ffke-„IT. 18== Mfr Gs LEE. S5. DE kn. BIET=-„DB===2 wot den, die Als eil an ZS, Ermin AARE 1 un SEEEERGT RIEGER S EI, M nſtigen <= 2 Sbeie än nnn nm eum mt aet nein EEE LIE DD ESSEN Zain EGG=<=Z a. <--= 20.=*<<<“ 10 nI Eggen Gln vnn m RENN 9 epi 000022 IHE GE DEIKODGETEN IONEN VIRIER AE Ee SEE SREN ; | 3 SENDE EL- nb were SOESERSETGEN mmm, an ==örm ieren m EDI SHER EEN Ou ; Ae ääln bg- dem NEIN EEE we Uh 14. Wj /. | 17 aBertingert !) j NM WE "| it |] I) N/, 4, +4 D, 3 WWW: 11! 4(p 7: 7( p = Nn N m" ZZ: 1;; p <| a V: 7 | | | | | | <<< zi aeÖiireit == vr ÄN GELL HEINR 0x verg eemerenIT TIERTE manner Fea: 1m SERRE NTA NIEDRI ,„ 4. 1 -< Een= eee Ene ÄN III== OÖ „ are"Wrgen nean (M/MIN! - ue' 11(wi ASCHE EN TTV DEN [9] ] <= Reer R RR 10 SER 1 WWEs-. ez a NN 1 DI (3 Ä de RE vm N Geme 2 3 r-. 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