———— 1———— 3. 12 2 8 8 8——* . S N 7—— 4. 8 3* 8 8 2 7/ E„ I—— 9 K 3 7— 8 1 1.. K. X S Sr⸗ 1 1 4 2 5 I“ 8 K„ 3 8*( 4 4 77 AAX 7* N— 3— 3 N+ 8 2 N— 2» N.. X△̈ 2 4 1 N N— 4* 3 X 4—„ 8 8 3 2 H I— ☛ I I X△ 44—— 3 N 1 3— ‿ 4 4 S N /7. 1— 8 5— 2 KRNSG ₰△ 7 ¹ 8 4 . 1 3— 2 8 8 8 3.* 2 T. 4 9 X 7₰ν 1— 4 5 8— 8 8 8 5— 4 2— M A H 8„ S ¹ 4 K8““—— 8 ¹„ 4 NJN 4 X 3 d 6* Uaiv-Bibſ. Giessen — X Berbindung des Feldbaues mit dem Waldbau die Baumfeldwirthſchaft. MU inci Co tba, Königl. Die oder Von Sä meiner Beſirebung und dieſes Aufz ſatzes iſt daher? mehr Brod, mehr Holz und mehr Erwerb zu ſchaffen. Um das zu- können, müſſen wir der Erde mehr Ertrag abgewinnen*), und dazu ſoll die Ver- bindung des Feldbaues mit dem Waldbau dienen, Die Aufgabe. iſt wichtig, das Mittel einfach z nachſtehende Sätze begründen ihre Löſung: 1) Der Boden wird fruchtbarer, wenn er umgears beitet, aufgelv&ert und dem Einfluſſe der Luft ausgeſeßt wird. 2) Der Wuchs eines freiſtehenden Bautttes iſt weit ſtärker, als. der Wuchs eines in vollem Schluſſe, auf gleichem Standorte ſiehenden, von der namli- t ſich auf Jahrhunderte. Viele tauſend Holzſtämmchen finden ſich in unſern gewöhnlichen Wäldern auf einem Raume, der nur einen einzigen Baum. zu ernähren vermag. Dieſe galle leiden durch) den zu dichten Stand im Wachsthume. Sie entziehen einander nicht nur Nahrung, Luft und Sonne, ſondern hindern ſic) auch zu gleicher Zeit an Entwickelung der Wurzel und Zweige. Cs entſicht ein unausgeſeßter Kampf zwiſchen den gedrängten Stämmen, der allen höchſt nachtheilig iſt. Der Stamm, welcher im 2oſien Jahre ſeinen 5 Nachbar beſiegt, unterliegt im 4oſten einem andern, und dieſer wird im boſten Jahre von einem Baume unz terdrükt, dem ſpäterhin das Schickſal ſeiner Vorgänz2 ger widerfährt. Wer dabei glaubt, die zuleßt übrig bleibenden Stämme hätten bis dahin nur wenig an ih- rem Zuwachſe gelitten, ſieht in großem Jrrthume. Dex Baum/ der ſich vva- Jugend äuf ungeſtört in allen Theilen ausbreiten kann, braucht kaum die Hälfte der Zeit zu ſeiner EntwiFXelung, die er im gedrängten Stande nöthig hat, und nur der erreicht ſeine höchſte Vollkommenheit 7 der alle ſeine Theile ungehindert ent- wi&eln kann.: Man ſägt zwar: die Natur weiß ihre Gewächſe am beſten zu erziehen, ſie ſtreuet den Saar men:im Walde dicht aus, und erzieht'die Baume im engſten Schluſſe, ſo muß es mithin am beſten ſeyn? Hierbei iſt nur zu bewundern, daß man ſich noch des Pfluges bedient, da doh die Natur keinen hat,== Alles, as wir in unſern Gärten und Feldern erziehen, wächſt guch ohne unſer Zuthun auf Erden, nur nicht wo wir wollen und ſo viel wir davon wollen. Für ihre eigene Oekonomie, ohne Beziehung auf den Menſchen, erzieht die Natur bei ihrem langſamen ſihern Gange Holz genug, ſo wie für ihre Zwecke auch vhne Pflug Weizen genug auf Erden wachſen würde. Durc Die unzeitige- Berufung auf den Haushalt der Natur wird alſo hierdurch als unſtatthaft abgewieſen. Es giebt Wahrheiten, die ſo offen vor Augen lie: gen, daß es unbegreiflich iſt, wie ſie unerkannt bleiben oder gar beſtritten werden können. Dahin gehört der vorliegende Saß über den Holzwuchs im gedrängten und im freieren Stande. Die Akten der Natur liegen vor uns, und ſind.in Betreff des obigen Saßes ſo ver- ſtändlich und klar für Jeden, daß er nur hineinzuſehen braucht, um Feinen Augenbli> mehr zweifelhaft zu bleiben. Da ſich aber Viele gewöhnt haben, nicht in der Natur, ſondern nur in Büchern zu leſen z ſo theilen roir für ſolc I 5) Bei no< ſtärkerer Zunahme der Bäume benußzt man) abermal einen Theil derſelben und fährt mit dieſen Durchhauungen fort, bis nur noch die angemeſſene Anzahl von Bäumen übrig iſt. Die Art des Holzes und der Zwe> der Baumerziehung beſtimmen hierüber das Nahere. Da die Standorte ſowohl als die Zwee der Holzerziehung ſehr verſchieden ſeyn können; ſo müſſen überall nur ſolche Holzarten gepflanzt werden, welche den Standorten und den Zwe en der Benutzung angemeſſen ſind. Die nachverzeichneten Holzarten eignen ſich am beſten für unſere Baumfeldwirthſchaft, und eine der2 ſelben wird gewiß dem jedesmaligen Staudorte und Zwed&e angemeſſen ſeyn: Cichen, gute Kaſtanien, Eſchen, Rüſtern, Ahorne, Buchen, Erlen, Wallnuß-, Kirſch=, Apfel-,'Birn=, Pflaumen-, Elsbeer-, Speierling- Bäume, Pappeln, Weiden, Lerchen, Fich-« ten, Kiefern„ Tannen und Zürbeln. Na< Berücſichtigung der Standorte kommen bei der Auswahl die Shnellwüchſigkeit einer Holzart, die Gute des Holzes für den beſtimmten! Zwe&, die An- wendung ihrer Früchte, die Beuutzung ihres Laubes zur Viehfütterung, ihr Einfluß auf die Berbeſſerung oder Ausſaugung des Bodens und auf den bezweckten Feld- bau, ihre Begünſtigung vder Verdrängung des Gras» wuchſes 2c. vorzüglic) in Betracht, auch entſpringen aus dem ZweF der Benußung die einzelnen Beſtim- matngsgründe zur Behandlung dieſer Baumfelder, 3. B. 8 die Eutfernung/ in welcher män die Bäume erzieht, das Alter,:welches man ſie erreichen läßt 26. Wenn die gepflanzten Bäume das beſtimmte Al- ter erreicht haben, ſo werden ſie ausgegraben, benukt und andere werden angepflanzt, aber nicht in die alten Linien, ſondern zwiſchen dieſelben. Hierauf tritt das ſchon beſchriebene Verfahren auf's neue ein. Entwi&eln wir nun einige Vortheile dieſes Ver- fahrens: Ein Baum hat in der erſten Hälfte ſeines Lebens viel weniger Raum nöthig, als nach erlangter Boll- kommenheit. In unſern Wäldern geben wir aber ei- nem Baum oft 109 Jahre Zeit bis zu ſeiner Benuz? zung, und entbehren alſo 99 Jahre den größten Theil des Raumes, auf dem er ſiehet, Offenbar bleibt da- bei ein zu großer Theil der Erdflächert, das Unfraut zer? ſtört und die Erde umwendet, Luft und Sonne, Froſt und Wärme, Regen und Schnee darauf wirken läßt: ze beſſer wachſen die Pflanzen darin, wie jedem Land- wirthe bekannt iſt*). Ein Wald freilich, aus dem mau nichts nimmt, ſondern alles zuſammenfaulen läßt, bekommt immer beſſern Boden, Ein Wald hingegen, aus dem man immer nimmt, wird endlich erſchöpft, ſelbſt bei der beßten Forſtwirthſchaft. Der Boden ſinkt wenigſtens bis zu einem mittlern Grade der Fruchtbarkeit herab. Dieſen mittlern Grad aber, bei dem die gewöhnliche Forſtwirthſchaft den Boden durch den Schluß des Holz . zes zu erhalten im Stande iſt, den können wir auch durch die Bearbeitung des Bodens nicht blos erhalten, ſondern ſogar hervorbringen, wo er nicht iſt. In dem geſchloſſenen Walde wird der Boden ge- düngt durch den Abfall der Baume; das bearbeitete Land wird gedüngt durch die Luft. Die Luftdüngung iſt bei einem Boden, der lange Zeit Wald war, oft werner *) Der Flugſand ma dieſer Zeilen. Keine Feenſchlöſſer! Keine Unmöglichkeiten! Einzelne Gefühlvollere und Kunſtſinnigere warfen ja ſchon hier einen Vorgrund, dort eine Baumgruppe, ein Waſſers zug beFen in die nate Landſchaft hin, und bewieſen, was ausführbar. ſey und wie es Effekt mache. Es gefiel, man bewunderte, freute ſich und weilte gern unter grüz nenden Schatten. Aber ein Ganzes ſollte das werden, ein ſchönes, mannichfaltiges und doch natürliches Ganze!=- ohne läſtigen Aufwand, ohne Verſchwendung! Omne tulit punctum, qui miscuit utile dulci! Ein Anfang dazu ſollte gemacht werden, wie jetzt die öden kahlen Steppen in der Campagna di Roma und ſelbſt die Raine zwiſchen den Feldern auf Befehl der Regierung mit Baumwollenſtauden bepflanzt wer- den müſſen. Auch die Chinefen bauen ihre Theepflanze blos an den Rainet. Welch ein AnbliF bei uns, auf vielen meilenweiten Stre>en Felder, Wege, Raine, Teiche und Bach= Ufer - ohne Baum zu finden! Dann no die düſtern Brach- felder! Aber ſelbſt auch die wallenden Saatfelder, was ſind ſie ohne Laubgewölbe? Wie ermüden ſie=- wie ſtimmen ſie das Gemüth zur Monotonie, wenn nichts den flachen AnbliF bricht, das Auge auf keinem feſſeln- den Punkte ruhen und ſic) auch des ſchönen freuen kann? Dagegen ein wahrer Oekonomie- Garten' wie Hoſchtit=- ſo nüßlich und doch ſo ſchön! Oder mei- kenweite liebliche Fluren, wie das reizende Kuhländchen in Mähren! Wie aber die todte, gelbe oder braune Steppe in eine lebendige, durch friſches Grün erſt gehobene Landſchaft umwandeln? Man höre, überlege, führe aus: 1) Jeder, Gutsherr, jeder Landmann bepflanze Straßen, Raine und Grenzen mit Bäumen. 2) Jeder Gutsbeſißer, jede Gemeinde lege die nd? thigen Baumſchulen an. Dieſe beſtimme dazu ei? nen Gemeindeplatz, bepflanze ihn unter Leitung und Hülfe des Schullehrers und der Jugend. Der Pfarrherr und der herrſchaftliche Gärtner führen die Aufſicht. 3) Schneller ins Paradies zu Fommen, werden gleich junge Obſtbäume angekauft, und wenigſtens da= mit die Grenzen abgetheilt. 4) Der Nugen bleibe den Pflanzern. 5) Die Raine beſeße man in gehöriger Entfernung mit Obſtbäumen. Die Landſtraßen, Feldwege, Ufer der Bäche und Teiche mit den ſchatten- und zu&erreichen Ahornen. 6) Zur Oberaafſicht, Pflege und Beförderung des Ganzen ernenne die Regierung für jeden Kreis eiz nen Plantagen- Commiſſair, der bei gründlicher Kenntniß das Aufmuntern beſſer als das Befeh= ken verſtehe. 5) Jeder größere Güterbeſißzer ſtelle einen eigenen Plantagen- Director an, und ſehe bei der Wahl vorzüglich auf einen Mann, den nicht das Amt zur Pflicht, ſondern Luſt und Freude zum Amte rufe. Ein gemeiner Lohn= Oekonom taugt hier zu nicht. Ein Paradies gedeiht nur durch Liebe 23 DI aind Freude! Es giebt Menſchen mit freier Muße, voll Enthuſiasmus für einen Wirkungskreis dies ſer Art. Solche wähle man! Weld eine Idee, welch ein AnbliF, wenn ſo in wenigen Jahren die ganze Monarchie in ein irdiſches Paradies umgeſchaffen wäre! Ueberall Genuß und. Nuten! Ueberall Schatten, Obdach und Erndte! Holz gegen Froſt, Obſt zur Sättigung und Erqui>kung, Zukz ker für den Gaumen, Weingeiſt zur Stärkung-- alle Reiſen in den mildern Jahreszeiten nur Luſtwandlungen durd) einen unermeßlichen Garten 1“ Beilagen. MX 16 „„- Es giebt Wahrheiten, die nicht oft genug wie- derholt werden können. Unter dieſe gehört vorzüglich der Saß: daß der AFerbau die Urquelle des National- reichthums iſt. Die Erde allein kann der Nation einen dauernden Wohlſtand ſihern. So beförderte Sully Frank2- reichs Wohlſtand, da er ſein Augenmerk auf die Ver- beſſerung des AFXerbaues richtete. Colbert untergrub ihn, weil er das entgegengeſeßte Syſtem befolgte, die Fabriken begünſtigte, und den AFerbau vernachläßigte. Möglich iſt es allerdings, daß eine Nation, von örtlichen Verhältniſſen begünſtigt, durch techniſche und Fommerzielle Production ſich zu einem hohen Grad: von Wohlſtand ſchwingen könne, wie die Beiſpiele einiger Staaten Europens zeigen, Aber dieſer Wohlſtand wird ſtets precair ſeyn. Ihr Unterhalt wird von andern Nationen, und ihre Erwerbungsmittel werden von einer Menge zufäße liger Verhältniſſe abhängen. .== I< muß geſtehen, daß mich der äußerſt regelmäßige Stand, ſo di>er und hoher Bäume, die ſchnurgerade gewachſen ſind, und auf 70 bis 80 Fuß Länge, keinen Aſt haben, dabei ſich aber do oben voll- kommen ſchließen, und prächtige Berceau's bils den, unbeſchreiblich) angenehm überraſchte.== Lange konnte ich mich von dieſer intereſſanten Stelle nicht, ent- fernen, weil mix dieſer Beſtand. zu vielen Betrachtun? gen Anlaß gab.“ Soweit Hartigs eigne Worte. Vergleichen wir nun dieſen Ertrag mit dem, wel- -- 14 200 300 10 300 4 600 ME 4440: 8 300 8----- 18 8 200 150 30 150 15 500 [2 28L20'2E 150 90 158 25 1034 12 1150 dun amen<. u.-- ;*- 40--- eben wm vod vnn a... 200 6090 1 1200 M 1800 8-08]" EL rs 5 60 ce er 20 200 5300 8 300 3 600 Boden. 27/00: 2x 4-4: 300 6----- 12 8 200 150 25 150 12 3506 VN. MNE LIM 22 150 40 150 20 82x 10 900: ik mam-.. wida va nicht ganz- 40'*-- u mm]=. Wan dama 100 600- 1600 R 2200 ſchlechter<* 60- 500 f3. 1100 Z[S6 6 200 200 6 600* 2 800 Bodett. 5 14: Zun: 35 Wir nehmen aus dieſer Tabelle den höchſten Er- trag zur Vergleichung, laſſen aber das Reißig weg, weil es auch bei der vorſtehenden Pflanzung nicht mit gerechnet iſt, Da die ruthenweit gepflanzten Fichten bei 7 0jähz xigem Alter benußt worden ſind, ſo müſſen wir aus der Erfahrungstafel den Ertrag ſuchen, den daſelbſt die Fichten geben würden, weun man ſie im„oſten Jahre benußte, da aber feine unmittelbaren Erfahrun- gen für das 7oſte Jahr mitgetheilt worden ſind, ſo müſſen wir den 7 0jährigen Ertrag durch Vergleichung der im boſten und goſten Jahre vorhandenen Maſſe durch Beſtimmung des Zuwachſes vom 6oſten bis goſteu Jahre ſuchen, Im 6oſten Jahre werden benußt: GER ELER ASG, S1 AO 10: 55 650> Ma Ine= 1500.> Summa 3050 C. F+ Dabei bleiben ſtehen: 550.2, 4 40:CF../=18600/C. Ge ve 1 TEEN DEE 122 Kai 1200- Summa 4200 C.F. Dieſe ſtehen gebliebenen 600 Stämme, und die benußten 1200 Stämme enthalten alſo in dieſem Alter von 60 Jahren zuſammen eine Holzmaſſe vou 5250.C..Fs C 2 Im goſten Jahre werden benußt: 300:Gt, 2,8 C.5,==. 2400 C,5. “gs bleiben ſtehen: 190'St..a 30 1,150 Stau 564= 6AF0NE Die benutzten 500 und die ſtehen gebliebenen 500 Stamme enthalten alſo in dem Alter von 90'Jah- ren eine Holzmaſſe von 9150: CF. Zieht man hiervon die Beſtandsſumme ab, welche im Goſten Jahre vorhanden war, ſo ergiebt ſich der Zuwachs vom boſicn bis zum goſten Jahre mit | 3900 C.F. . 1 Vom 6oſten bis zum 7 oſten Jahre iſt der jähr= liche Zuwachs tticht ſo ſtarf als vom 7 oſten Jahre bis zum goſten. Nimmt man ihn aber in allen drei Jahr= zehnden als gleich) an, ſo betragt er vom Goſten bis zum 7oſien Jahre 1300 LC, F. Advdirt man diefe zu der Holzmaſſe des 6oſten Jahres, ſo geht daraus hervor, daß in zeuer Gegend bei einem ganz regelmaßig bewirthſchafteten geſchloſſe- nen Fichtenwälde im 70oſten Jahre nur“. 63530 C.F, Holz auf dem Normal- Morgen zu erwarten ſind, Wenn nun aber dem zufolge Hartig bei einem gänz geſchloſſen erzogenen Fichtenwalde bei gutem Bo- den im 7oſten Jahre nur 6550 CF. auf den Nox- mal- Morgen rechnet, dagegen aber. guf vem Morgen, T- vJ Sr Va woman eine, ruthenweite Pflanzung+ gemacht hatte 9150 C.-F. Holz„gefunden hat, ſo muß man dieſen Ueberſchuß' von 2600 EC.F. auf Rechnung des weiten Standes ſegen. Dieſe Erfahrung, ,von einem Manne gemacht.und mitgetheilt, der allgemein gekannt und allgemein. ver- ehrt iſt, gegen die ſich alſo nichts einwenden läßt, würde allein ſchon zureichen, um den außerordentlid) großen Einfluß außer Zweifel zu ſetzen, welchen der ſreie Stand der Bäume auf ihren Zuwachs äußert. Zum“ Veberfluß. möge aber auch noch folgende Mitthei- lung hier Raum finden, die gewiſſermaßen noch auf: fallender iſt, als die obige. MN 0:5 Noch eine merkwürdige Fichtenpflanzung. Der Weg, welcher von dem bekannten Jagdſchloſſe Moritzburg/nach der dazu gehörigen Faſanerie führt, iſt von dein noch lebenden Bettmeiſter> Herrn Probſthayn, Cder. quc> außerdem ſich durc Holzpflanzungen' viel Verdient erworben hat) im Monat März des, Jah- res 2779. von den Fohlenſtallen bis an das grüne Garnhaus zu beiden Seiten dergeſtalt. mit 4 jährigen Fichten bepällanzt worden, daß die Reihen der Baume 1x Sächſiſche Ruthe weit, die Bäume ſelbſt aber 12 Dresdner Fuß von einander entfernt ſind. Das Klima zener Gegend iſt mild„die Lage im 53 Ganzen eben, der Boden beſteht aus verwittertem Gräe- nit und iſt von mittelmäßiger Güte, Der Weg wird auf einer Seite unmittelbar vom Yalde begrenzt, und die Bäume haben daher keinen völlig freien Stand genoſſen, können auch ihre Wurzeln nicht weit vom Wege abwärts verbreiten, weil nur we- nige. Fuß von den Stämmen ein Graben gezogen iſt, weßhalb ſie faſt nur auf den Weg beſchränkt ſind. Ueberdieß iſt der Raum von einem Baume zum andern längs dem Wege hin mit Fichten gusgeflanzt, welche zwar unter der Scheere gehalten werden, demunz geachtet aber doch den Allee- Bäumen die Nahrung et? was entziehen. Die geringſten Stämme ſind 20 Fuß und die ſtärkſten bis zu 52 Fuß hoch ausgeäſtet. Die Umfangsmeſſung der Stärke iſt zwiſchen 4=-- 5 Fuß Höhe nach Sächſiſchem Maas vermittelft eines Meßbandes geſchehen. Der Anfang dieſer Meſz2 fung iſt von den Fohlenſtällen aus auf der rechten Seite gemacht, wobei nah der Faſanerie zu die Bäume von No. 1 bis 57 auf der rechten Seite ſtehen und die von No. 58 bis 1.16 auf der linken, Die Stämme No. 45 und 111 haben ihre Wip- fel verloren; No. 97 iſt ein Vogelbeerbaum; die ungez wöhnlich geringen Stämme ſind nachgepflanzt worden, weil die zuerſt gepflanzten verunglüFt waren. Bei der Juhaltsberec 15 54 66|, IE 45 18 1% 277 11 75 3,5 54 12 16 56 61 16| 46 335 58:5|. 35:[6056 52 50: 10 17 30 62: 2| 47 19 El 75 27 46 7 18 57 64 I9 48 1.30 65 22 76 36: 553 14 79 52 60 E18 49 BU 26 54 38| 7 305| 46 9 20.55.28 59 10| 50 u 45,5*- 65 52 nd S4 4 WEISEN EDE: malt, 60 Bf AE E51 52,5| 68 41 81 3 EL EI TERE WEIT I 22 24.| 152 24 52 1 47, 71 36|& 34,51"56 14 SRE TREE ZU 59 52 1 55 MC 3571 69.| 15. 15 45,5 60 24 24 507 40? 54 FEE 220 56 1& 23 5X& aM 018.49+4. 5% INU M 5 1.60„> 1.» 46,5 57 28 26 50,5.| 57 10: 8 6 UE 58 1. 68) 18.178 14 5% 2 27 20,5| 45 4| 57 5554 62 1 38[M7 58 5.1.27 28 ME 49 3 8353 42 53 21 85 86 26,5| 56 9 2„5628 SE 18 59: R 27 45 4 89 47 60 4 E30<< EIE 1 E07 72. 460 DE 5 SE EED 90 En 1 E.65 6 Spaſie 4. 592 Spalte I].| 475 Spalte II 571 Vi IV. V. Umfang| Höhe Umfang| Höhe Umfang| Höhe No.| in in| Inhalt. 1 No. in in| Jnhalt.| No. in in: ona. n Zollen,| Fußen." Zollen.| Fußen.“! Zollen.| Fußen A08 91 40 62 22 102 ARETE 28| 7 113 55 75 47 01595 36 62 17 103 57 27 56 114 47 4 37 95 43 64 27 104 57,5 81 99 215 51 77 54 94 46 71 34 105 62 80 67 136 47 69 44 99| 43 69 39| 106 ne 2:- Spalte V1 162 : Z 7: 2| 2| 5[22 1-- Spalte V. 412 97 19,5 61 10 50 71 139=- 58... 35%:| 65(6| 109 1.. 52 55| a2 SPRE IEE 4 99| 479. 76 58 1-00 ML60 Gr| ps Spalte Ii. 971 100 53 82 1 LLL 59 59 45 Spalte Il]. 473 101 58 82 60 112 50 77 43 Spalte[I. 5392 Spalte IV. 550 Spalte YV. 412- Summa 2540.| 39 Dabei unſrer Baumfeldwirthſchaft Anfangs viele mehr Stämme gepflanzt werden, als man beibehalten will; von dieſer größern Anzahl aber von Zeit zu Zeit die kleinern weggenommen werden, ſo bleiben am Ende blos die größten und beſten ſtehen. So verkümmerte und ſpäth nachgepflanzte Stämme, wie ſie bei dieſer Moritzburger Pflanzung vorkommen, giebt es alſo bei den Baumfeldern nicht, und.wir wären deßhalb berech» tigt, von den vorſtehend verzeichneten Stämmen blos etwa die 50 ſtärkſten zur Vergleichung für unſern ZweX auszuwählen. Allein wir wollen nur die nachverzeichne- ten 26 geringen Stämme. weglaſſen und von 200,Bgu- men den Inhalt zur Vergleichung annehmen. Umfang in in Junhalt. Zollen.| Fußen. 2 16 24 1 5 15 56("8 9 12 29 1 24 20 45 4 27 20,5 45 4 33 54 105248 4 36 18,5 33 2 41 12 2( 1 47 19 44 x 77:0 1574 2 7% M EIER 74 1.055 DE e 2 80 2]+4 4 7 180 2,0 54 6 86 14 34 2 TIR EEB WLE SE 102 1„DER 20 7 Summa 42 Dieſen Inholt der 16 geringen Stämme 7 2540 von dem Geſammtinhalte abgezogen' 42 bleibt für 100 Stämme Inhalt 2298 E35 wird niemand in Abrede ſtellen, daß bei unſrer Baumfeldwirthſchaft wenigſtens 3500>ſolcher Stämme 41 auf dem Sächſiſchen Aer erzogen werden können, ſo- bald die Abſicht vorzugsweiſe auf Holzerziehung gez richtet iſt. Die Baumfeldwirthſchaſt gewährt aber bei übri- gens] gleichem Boden beſſere Wachsthumsverhältniſſe, als die oben verzeichneten Stämme genoſſen haben, und 25 bleiben keine verfümmerten Stämme ſtehen. Neh- men wir aber auch au, daß die 500 Stämme, welche man bei der Baumfeldwirthſchaft auf dem Sächſiſchen NFer erzieht, nur eben ſo groß und nur eben ſo inhalt= reich ſind, als die hier verzeichneten, ſo würde denno der Sächſiſche AXer bei einem Alter von 44 Jahren 9.28.22.08.2="660E CF. oder(mit Uebergehung des Bruches) 38 Klaftern zu 108 C.F. Raum und zu 75 C.F. wirklicher Holz- maſſe gerechnet, enthalten. Bei dem haiben Alter, ix welchem man bei der gewöhnlichen Forſiwirthſchaft die Fichtenwälder abs treibt, können wir alſo hier ſchon den vollen Ertrag erndten, nachdem wir vorher durch Feldfrüchte uwd Viehweide Nutzen gezogen haben, Die jährliche Holzproduktion beträgt hier ſchon 40 Jahre nach der Pflanzung,*) mithin bei 4ojährigem Umtrieb auf einem AFer über 2 Kifiru. ohne das Reißig und ohne die Zwiſchennußung. Daß aber. der zahrliche *) Die Fichten wurden=- wie ſchon bekannk== im 4ten Jahre gepflanzt, D 42 Zuwachs'bei den Fichten nad) dem Alter von 44 Jah» ren ungleich ſtärker iſt, als vor demſelben, iſt gewiß jedem Forſtmanne bekannt, und daß alſo dieſe Stämme in einem Alter von 88 Jahren mehr als nog einmal ſo viel Inhalt erlangen würden, als ſie gegenwärtig haben, erleidet keinen Zweifel. Wir fordern nun jeden Forſtmann auf, uns eine gleiche Holzerzeugung in gewöhnlichen Fichtenwäldern nachzuweiſen! So lange dieſes nicht geſchieht, und ſo lange nie- mand nachzuweiſen im Stande iſt, daß die vorſtehenden Angaben unrichtig ſind, oder daß die ungewöhnlich große Holzmaſſe von etwas anderm als von der weit? läuftigen Pflanzung herrühret, halten wir unſern Saß, daß man bei angemeſſenen freien Stande mehr Holz erzieht, als im vollen Schluſſe, für hinlänglich erwieſen. Wer es bezweifelt, daß die hier oben verzeichne= ten Stämme bei dem geringen Alter die merkwurdige Größe haben, mag ſich vurch den Augenſchein überzeu= gen; wem aber ſolche Thatſachen keine Ueberzeugung von den Vortheilen des freien Standes auf die Holzvers mehrung geben, dem iſt überhaupt keine zu verſchaffen, der iſt zu bedauern; denn er gehört zu den Menſchen, die mit offnen Augen nichts ſehen, mit ausgeſtre>ten Händen nichts erfaſſen und mit dem Verſtande nichts Hegreifen können! No. 4. Daß die Abwechſelung mit den Feldfrüchten nothz wendig ſei, darüber ſind alle Landwirthe einverſtanden. In Betreff der Holzgewächſe hingegen iſt es zwar dem Gärtner bekannt, daß man nicht die nämliche Baumart auf die Stelle eines Abgegangenen pflanzen dürfe; al? lein es giebt noch viele Forſtwirthe, die es für überflüſ- ſig halten, mit den holzartigen Gewächſen zu wechſeln. Dieſe mögen unter andern den Aufſaß beherzigen, den die ökonomiſchen Neuigkeiten und Berhand- lungen in.No. 6. vom Jahr 1816. Monat Januar, Seite 41 enthalten. Dieſer Aufſaßz hat die Ueberſchrift: „Warum gedeihen aufſolen, welche ſchou lange zum Wein- bau benußt waren, neu angelegte Weinpflanzungen nicht?“ Nachdem in dieſem Aufſaße erſt von.der Wich tigkeit des Weinbaues in Oeſterreich geſprochen iſt, heißt es: „„Die Wichtigkeit des Weinbaues iſt“ daher längſt aneikannt, und eben darum verdient die immer allgemeiner werdende Klage, daß Wein- gärten, neu angelegt auf ſolchen Grundſtü>en, welche ſchon vorher lange Wein getragen haben, ſchlecht anſchlagen, und bald wieder eingehen, gewiß Beherzigung.“ „Von StoFeraw aufwärts bis Röß, und D 2 4“ vo Untermärkerödorf bis Kirchberg, am Wagram, wo überall Wein gebauet wird, iſt hierüber nur eine Stimme unter den Hauern (Winzern,) und zehn- und mehrjährige Erfahrunz gen beſtätigen es leider hinreichend, daß Wein- gärten, auf alten ausgeha>ten friſch] ausgeſeßt, ſchwer in die Höhe zu bringen ſind, und in; kur- zer Zeit wieder eingehen.“ „Dieſer Erfahrung zufolge, laſſet nun die Be- ſißer ihre bisherigen Weingärten in den alten Gebirgen eingehen, geſtalten ſie zu Aerfeld "um, und legen dafür neue Weingärten auf dem bisherigen Aerfelde an.“ Cs wird nun gezeigt, daß dieſes darum nachtheis lig iſt, weil die-alten Weinberge die beſte Lage haben. Alsdann wird unterſucht, wie man bei Erneuerung der Weinberge verfährt, und gezeigt, daß die neuern Stö>Xe in die ausgeſaugte Erde zu ſtehen kommen. Hierauf fährt der Verfaſſer Seite 42 fort. „„Wenn nun nach. der Theorie und Erfahrung auch der fruchtbarſte Boden durc beſtändigen ununterbrochenen Anbau endlich erſchöpft wird, ja, wenn auch ohne gänzliche. Entziehung aller Nahrungösſtoffe durch unveränderten Bau. eines und deſſelben Gewächſes. ſchon wenigſtens das quantitative Verhältniß dieſer Stoffe dergeſtallt geſivret wird,: daß, wenn gleich andere Pflanzen in dieſem- Boden noch rece in friſche Erde zu bringen. Uns intereſſirt nicht dieſe Anweiſung, ſondern lediglich die Thatſache, daß in zener Gegend überall nur eine Stimme darüber herrſcht, daß die WeinſtöFe im alten Lande auf den deſten Standorten nicht'gedeihen, während ſie in der nämlichen Gegend auf unange- meſſeneu Standorten, aber bei neuem Bo- den, gedeihen, und dieſe Thatſache dient wenigſtens den obigen Gründen für den angezogenen Satz zu einer nicht unwichtigen Stüße, No. 5. Baumblätter als Futter für das Vieh. „In Italien, beſonders in dev Landſchaft Perugia, welche die Stadt Rom, mit dem vorzüglichſten Rindfleiſche verſorgt, verläßt man ſich faſt einzig auf dieſe Fütterung(nehmlich von Baumblättern,) weil das Heu dort ſehr ſelten iſt, und der Rübenbau äußerſt ſchlecht betrieben wird. Um recht viel Blätter zu gewinnen, läßt man ſogar die Weinſtö>e, die man ſonſt, um beſſere Trauben zu erhalten, niedrig zu halten pflegt„an den Bäumen in die Höhe wachſen, und verliert lieber die Trauben. In der Lom- bardei pflanzt man Rüſtern, in Neapel Pappeln, um Blätter zu gewinnen.“ „Die Blätter der Eſchen ſammelt man ſ prgfälz tig, den Ahorn ſchäßt man wegen ſeines ge* ſchwinden Wuchſes, und wegen der Größe ſeiner Blätter- und auch die bittern Eichenblätter ſam- melt man, weil. ſie mit andern vermiſcht, begie- rig von dem Viehe gefreſſen werden.“ mene Nun wird die Aufbewahrungsart für den Winter erzählt, und dann heißt es weiter: „„Das Hornnvieh frißt ſie mit unglaublicher Be- gierde, und die Schafe noch lieber.“ X7 „„Es gieht in Italien kein tro>nes Futter, welches von Rindvieh und Schafen ſo gern ge- freſſen wird, als ſolche wohl erhaltene Baum? blätter, auch) werden ſie ſehr geſchwind. davon fett, wenn man ihnen nur hinlänglich davon geben kann.“ „„Dieſe eben beſchriebene Gewohnheit war ſchon bei den alten Römern eingeführt. Cato der ältere(de re rustica 6. CV. 51.) emz- pfiehlt die Sammlung der Blätter im Herbſie zur Fütterung der Schafe. Virgil ſpielt oft auf dieſe Fütterung an,'und Horaz ſeßt ſie als bekannt voraus.“ „Columella iſt in Beſchreibung dieſes Fut- ters am genaueſien, beſtimmt deſſen Güte und Beſchaffenheit, und ſagt, daß zwanzig Maas (40 Berliner Meßen) getronete Blätter dreißig Pfunden Heu an Nahrhaftigkeit gleich geſchäßt werden können. Auch in Frankreich iſt dieſer Zweig der Landwirthſchaft früh benuet worden, ſchon unter Heinrich dem Vierten ſchien es eine eingeführte Gewohnheit zu ſein. Man ſammelt hier aber blos die Blätter der Buchen, und alle diejenigen, welche nicht ſchwammig ſind, troFnet ſie, und ſucht ſie vor Feuchtigkeit zu bewahren. Zu Carls des zweiten Zeiten war es au in England üblich, das Vieh mit Blättern von Rüſtern zu füttern, und ein Shrift- ſteller dieſer Zeiten verſichert, daß das Vieh ſie ſogar dem Hafer vorzöge.“ Landwirthſchaftliche Zeitung 18305. No: 9. Seite 65. Einel ſehr umſtändliche Abhandlung. über dieſen Gegenſtand, findet man unter andern im 7ten Bande des allgemeinen bkonomiſchen Forſtmagazins. Herausgegeben von JI, Fr. Stahl. Seite 15% bis 172. No. 6. Bucheln- und Eichelmaſt in der Militairgrenze im Jahr 1815. „„Ohnerachtet dieſes Jahr in Abſicht auf Eicheln und BucheFern nur zu den mittelmäßigen ge- Hört, ſo konnte doh das Gradiskaner Grenz- regiment 45473 Stück Schweine in ſeine Wälder zur Maſt treiben, davon gehörten 41404 StüFX den Grenzern, und 2074 be- nachbarten Provinzialiſten. Das Brooder Grenzregiment konnte in ſeinen Wäldern 2130155 Stü mgſten, von welchen es ſelbſt eintrieb, 115130 Stü. Des Peterwar- deiner Grenzregiment zählte 74652 Schwei- ne, kounte aber nur 90091 Joc< Waldungen mit 35970 Stü> betreiben, da 9222 Joch in Schonung gelegt werden mußten.“ Oekonomiſche Neuigkeiten und Ver- handlungen Februar 1826, No, 9. Seite 72, vorne=w=2m m No:“ 7« Det bekannte geniale Schriftſteller Ernſt Wage ner ſchrieb ſeinen Ferdinand Miller, umdem Obſt- bau Eingang zuverſchaffen. Ihm war beides, der Frucht- bau und der Obſtbau mit ihrem wechſelſeitigen Einfluß bekannt, bei ſeinem glühenden Eifer fär alles Gute und Schöne ſuchte er den Obſtbau möglichſt zu verbreiten. Er meint?„es müſſe zum Wohl der Menſchen ein Mittel ausfindig gemacht werden, das ſtill und ſicher aus ſich ſelbſt hervorwüchſe bas für jede deutſche Gemeinde paſſe, und in RüFſicht des Geldgewinnes von ſicherer Wirkſamkeitſei,== das ſchon in ſeinen eigenen Beſtandtheilen' jenen lebendigen und übſamen Sinn für die Mitwir- fung zum Heil der verbrüderten Menſchheit und ihrer fünftigen Geſchlechter mit ſich führt.“ Seite 56.| j Dieſes Mittel glaubte er in der Erweiterung und beſſere Pflege des Obſibaues gefunden zu haben. Er ſagt Seite 57.„Brod und Sicherheit müſſe-der Staat jedem Bürger, der beides verz diene- gewähren. Da nun die Sorge von Zeit zu Zeit auch noch durch das fürchterliche ,Ge- ſpenſt der Fruchtſperre vermehret werde, ſo müſſe der Patriot auf die Ausmittelung veichlicherer| Brodſurrogäte ſinnen.“ 02 Run ließ er ſich auf die- Berechnungen und Gegenberechnungen verſchiedener-Pomologen und Lands wirthe ein, welche am Ende dieſes Neſultat gaben: „Wenn ein Ört bei einer Flur von 5000 Mor- gen Land und einer Volksmenge von 600 Sees len, 6000 Obſtbäume beſit, welche durch richs tige Nachpflanzungen und Pflege in beſtändiz gent rechten Zuſtande gehalten werden, ſo wird dieſe Einwohnerſchaft ſich eines jährlicyen Erz trags von wenigſtens 1125 Maltern au friſchem oder etwa 3575 Maltern an getro&netem Obſt erfreun.“ „Hiervon wird die Haußhaltung eines verheiz ratheten Mannes mit 4 Kindern zu genießen haben: 1) entweder 45 fl. Nheinl. an Geldbes trage, oder 2) 114 Malter friſches Obſt, oder 5) 53 Malter(480 Pfund) getroFnetes Obſt,== alſo wirklich ein Drittheil ihrer täglichen Nothe- durft au Speiſe.“== „Soviel wird wohl jeder Getraide= und Obſtz2 kundige; der Deutſchlands Boden und Klima auh nur obenhin kennt, ſicherlich einſehen, daß im Durchſchnitt auf jeder Flur von 5000 Mors gen Land immer no>) 6000 neue, Obſtbäume ſiehen können, ohne den Getraidebau zu geniren, und daß der Ertrag von 600000 StüF in ewig gutem Stand erhaltenen Dbſibäumen dem jähr- E lichen Gewinne von 20000 Maltern Korn in jeder Rückſicht und Benußungsart wenigſtens - gleich ſein muß. Wer aber in jedem Kreiße von 60000 großen und Kleinen Menſchen älljährlich (im Durchſchnitt eines ſogenannten gemeinen pF] Jahres) ſo viel neue und feinere Speiſen auszu- theilen vermag,= der hat dieſen Menſchen und ihren Nachkommen auf immer geholfen, | mehr gethan, als alle Getraidemagazine jemals UM zu leiſten vermochten, und ſeinen Staat von der 10,0% Sorge für dieſe äußerſt läſtigen Einrichtungen befreit.== Und dies vermag ein jeder deutſcher Fürſt, demes mit vem Wohls» ſtande ſeiner Unterthanen ein wahrer recht herzlicher Ernſt iſt,“' Ferdinand Miller * von Ernſt Wägner, 1815. ſ|, Es fehlt nicht an Erfahrungen, die Ernſt Wag» '' ners Säße beweiſen. Im Jahre 1816. 3. B. haben | ſich viele Menſchen von friſchen und gedvrrten Kitſchen | und andern Baumfrüchten gut ernährt.(Matt leſe „99l hierüber Gmelins Nothhülfe gegen Mangel aus 0) Miswuchs Carlsruh 13179.) Wie einträglich übrigens der Obſtbau ſei, geht aus den nachſtehenden Beilagen No, 8 uid 9 hervor, emen ewem ett nr No. 8. „Soll man auf und an AeFer Bäume pflanzen?“ „Theſis: Die meiſten Oekonomen behaupten, es gehe dadurch weit mehr an Getraide verlohz ren, als man an Obſt gewinne.“ „„Antitheſis nach Erfahrung: Herr von S. im Weſtphäliſchen war auch dieſer Meinung, be- merkte aber mehrjährig, daß unter zwei alten, ungeheuer großen Birnbäumen, Weizen und Gerſte alle Zeit am längſten und ſchönſten ſtanz den. Dies machte ihn aufmerkſam. Er ließ alle Fahrwege und Straßen längs den Aeern hin, nach und nach mit 4000 Kirſchbäumen beſetzen. Gegenwärtig haben ſie einen Schuh im Durch- meſſer des Stammes, und bringenihm 600 Thlr- Pacht. An den Feldfrüchten hat er keine andere Einbuße gehabt, als daß, um die Bäume nicht zu beſchädigen, 1x Fuß breit Landes nicht be- a&ert, ſondern in Raſen gelegt worden, und zu- weilen aus Unbedachtſamkeit von dent Obſtpäch- ter, das Getraide einen Schritt weit eingetreten worden, welchen Schaden der anſehnliche Obſt- pacht reichlich erſeßt. Auf anliegenden unbes pflänzten, fremden AeXern iſt das Getraide nicht beſſer ausgefallen.“ E22 „Und welche Verſchönerung der Gegend! welz djer Schatten und Labeplat- für Reiſende und Feldarbeiter!“ Oekonomiſche Neuigkeiten und Ver- handlungen, No. 41. 281325 pg 926. Hannover. Mag. No. 82, 1820. KIN FI No» I: „Es ſind der Meinungen über. den Nuten und die Schadlichkeit der Obſtbäume auf Fruchtfel» dern ſo viele, und man findet in ökonomiſchen Schriften ſo. viel-pro und contra geſagt, daß es. wohl der Mühe werth iſt, Erfahrungen und praktiſche Verſuche, die allerdings zum Beſten dieſer ökonomiſchen Doppelnutzung des Bodens ausgefallen ſind, anzuführen und aufzuſtellen, um dadurch manchen zurü&haltenden Landwirth aufzumuntern, ſich. mit allem Fleiße darauf zu legen, da die Obſtcultur unſtreitig einer der vors nehmſten Zweige. der Landwirthſchaft iſt;/“ „Dex Bambergiſche. Landwirth. ſürchtet nichts von der Fruchtverdämmung ſeiner zahl- reichen Pflaumenbaum- Anlagen, und feiner ſchönen Obſigärten, und eine auf Enkel fortges ſetzte Thärigkeit in der Obſtpflanzung und Bex handlung, welche auch im'Austande hinlänglich, obgleich gegenwärtig mit ſchuldlos zweideutigem Ruhme bekannt iſt, beſtätiget und behauptet kühn, als eine im Großen gemachte Erfahrung, den Saz; Daß Obſtbäume, beſonders Pflaumenbäume, dem Felde, worauf fie ſtehen, nichtim geringſten ſchaden, und ſeither geſchadet haben, weil man, 1m) auch ohne die Aufmunterung unſerer gegenwär- tigen weiſen Landesregierung, immer gleich thä- tig und emſig iſt, den Ertrag ſeiner Grundſtiüe,| durch dieſe anerkannt nüßzliche"'Cultur-zu erhöz| hen,“| „Wem ſind die Gegenden der Nachbarſchaft| ' um Bamberg, vorzüglich- Buch, Wildenſorg, END Hällſtatt, Gauſtatt Riſchberg, u- ſ- w- nicht "NEE ein reizender Anbli& ,/ wenn er die zahlreichen 1:14 Obſtgärten dieſer Orte; und ihre Flurmarkung YU täuſchend für einzelne Waldungen aus der Ferne: ſieht? Wer wird ſich nimt wundern, wenn er die Production einzelner Orte im Fürſtenthume Bamherg an gedörrten Pflaumen allein auf 600 bis 1000 Zentner in mittelmäßigen Jahz ven angewachſen ſieht 2““ Sandwirthſchaftliche Zeitung für das Jahr 1805. Monat November, Seite 553, Ueber die Obſtbaumzucht auf Fruchtfeldern. Vorzügliche Schriften für Forſtmänner, welche in der Arnoldiſchen Buchhandlung in Dres- den erſchienen und durch alle ſolive Buchhandlun- ßen zu haben ſind, H. Cotta, Anweiſung zum Waldbau, 2ke vermehrte und verbeſſerte Auflage. gr. 8. 2818. 1 Thlr. 21 Gr. == Entwurf einer Anweiſung zur Waldwerthberehnung, 2te vermehrte u, verbeſſerte Auflage. gt. 8. 21819, 1 Thlr. --“ Tafeln zur Beſtimmung des Inhalts und Werthes un- verarbeiteter Hölzer, 1816, R 1 Thlr. 8 Gr. G. A. Fiſcher, Lehrbuch zum erſten Unterricht in der Zahlen- und Buchſtabentechnung., 2 Theile, 1816, 1 Thlr. 4 Gr, == die vorzüglichſten Forſtrehnungsaufgaben, zum Gebrauch für angehende Forſtmänner 26€, Z3te vermehrte und ver- beſſerte Auflage, gt. 8. 18179, N 1 Thlr. 6 Gr, I. G. Lehmann, die Lehre dex Sitnationzeichnung oder Anweiſung zum richtigen Erkennen und genauen Abbilden der Erdoberfläche in topographiſchen Charten und Sitüg- tion- Planen, 2 Theile, mit 21 Fol. Kupfertafeln, 35te verm. und verbeſſerte Auflage von G. A. Fiſcher, vr. 4 . 1819 3 2. 8 Thlr. 12 Gr, Dr., T. A. Reum, Grundriß der deutſchen Forſtbotanik, 1814. gt, 8, 5.. 2. Thlr. 12 Gr, == die deutſchen Forſikräuter, Ein Verſuch, ſie kennen, be- nuten und vertilgen zu letnenz für Forſtmänner und Waldeigenthümer. 1829, gt, 88: 15 Gr.