Verſuch UE A Anleitung zu Fertigung Erktrags-Anfſ der Schäßung,$. 13. 2, Rüſicht auf den gegenwärtigen Zuſtand des Guts. ib- þ, Rückſicht auf die laudübliche Bewirthſchaftungsart und Ve- handlung. ib, Allgem. Vorſchriften zu Unterſuchung des Werths einer Sache.$. 14- Dabei uòthíge Berükſichtiguugen.$, 15. Gegenſtände, welche feinen Ertrag geben, können uicht veran? ſchlagt werden,$, 16. Vhs þ 4 y | ] 8) M VIL Abweichung von den in der Inſtruktion beſtimmten Mmaſijane $. 17. Verhalten în Zweifelsfällen.$. 18. Abweichuna von der Ordnung des vorgeſchrieben Verfahrens,$, 19, Specielle Beree.$. 28. telnden Punkte,$. 30, IX 4) Beſichtigung der Hopfenäter. Punkte der Beſichtigung.$. 32, 5) Beſichtigung der Weinberge, Gegenſtäúde der Beſichtigung$. 33- 6) Beſichtigung der Teiche. Dabei zu berü>ſichtigende Punkte,$. 34 7) Beſichtigung der eigenthümlihen Huthungen, Punkte der Beſichtigung.$. 35. 8) Veſichtigung der Steinbrüche, 1c- Punkte der Beſichtigung.$. 36 9) Beſichtigung der Gebäude. Dabei zu bemerkende Gegenſtände.$. 37. 1c) Beſichtigung der te A>erbaunuzßung.$. 44. dd-- Wieſennußung,$. 45. e)-- Garten- Gras- Obſi- und Weidenußung.$. 46- f)-- Hopfennugzung.$. 47+ 2)--- Weinbergsnußung.$. 48. bh)-- Teith- und wilde Fiſcherei- Nußung.$. 49- Y) 2-‘eigenthümlichen und Koppelhuthungen.$. 50- k)>-« Steinbrüche, Lehm- und Thongruben, 1c,$. 57- D, 1) über die Frohndienſie.$. 527 m)- das Zugvich.$. 53. n)- díe Riíndviehnußung.$. 54. Schweinenußung.$. 55. Schäfereynußung-$- 56, q)»‘s Federviehzuct,$. 57. rx)-- Vienenzucht.$. 58. a EN=: _— C) CY» s) e,- tehniſhen Nußungen, F. 59. und zwar: e) über die Brauereynußnng- F. 60. A) 27 7 Brantweinbrennereynuzung$. óIL_ 4)-- Ziegeleynußzung.$. 62. Y-- Kalkbrenuerey.$. 63. ce)$- Mahlmüúhlen.$. 64. Ò über andere téſichtigung der Frohndienſte.$. 83. Verhältniß der Frohnarbeit zur freien Arbeit,$. 84. Verechnung der überſlúſſigen Frohntage in Geld, g. 85. - e der Frohnemolumente.$. 86. Ausmittelung des eignen Geſpanns.$. 87. Veranſchlagung der Lohnhandtage zu. Geld.$, 83. f) Berechnung des zu haltenden Zuchtviehs.$. 89. und zwar: Beſtimmung des Futterbedarfs für die verſhiedenen Vieh» arten.$. 90. 2) Berechnung der Zahl, des Lohns und der Koſt des Geſinde. F. 91. und zwar? Haltung eknes Wirthſchaftsverwalter.$, 92, Zahl des Wirthſchaftsgeſinde.$. 93. Lohn des Geſinde.$. 94. Speiſung des Veſinde.$. 95. Arzney- uúd Curkoſten,$. 96. hb) Berechnung der Garten- Gräſerey- Obſt- und Weidennu- ßung.$. 97, und zwar; 1) Gartennußzung.$. 97- 2) Gráſereynußung. ib. 3) Obſtnußung, ib. 4) Wildebaumnußung. ib. 5) Luſtgärten. ib. ¿) Verechnung der Hopfénnußung.$. 98. KJ)-«= MWeéinbergsnußung.$. 99. D-«> Nuzung der Steinbrüche, Lehm- und Thongxuben, 1c.$. 100- m) e- Rindvíehnußung,$. 101. und zwar: Beſtimmung der Zahl des jungen Viehes und der Buls len.$. 102. Jährlicher Abgang an Pra>- und Sterbeyich,$ 103- Mils LJ Milchnußuug der Küúbe,$. 104. Butter- und Käſenußung. F, 105. Abzúge bei der Rindviehnußung.$. 106. o) Berechnung der Schweinenußbung,.$. 107- und zwar: Abgang und Zuwachs. ib, Art der Nußgung. ib. Abzüge. ib, o) Berechung der Schäfereynußung. 9. 108. und zwar: Beſtimmung des Wollertrags.$. 109. Zuwachs und Abgang bei der Schäferey, F. 110 Antheíle des Schäfers und der Knechte 1c,$. 111, Getreides Oelfuchen« Salzfütterung. 6, 112, Arzneyen fur die Schafe.$. 113. Koſten beim Serbenußung.$. 156. i PA-- Obſtnuzung.$. 157. e)-«- Hopfennußung-$. 158, | D. n s- Weinbergsnußunug.$. 159 e) 9- 5 Niéindviehnußung.$, 160. b)- 3= Schweinenußung.$. 161. 0) E-- Schäfereynußung.$. 162, k) 5 2- Teichnußung,.$. 163. DE-- BVrauereynußung,$. 164. m) 5 5»- Brantweinbrennereynußung.$. 165. D)-- Ziegeleynugzung.$. 166, (O SIE o- gKalkbrennereynuzung.$. 167, De--= Múhlennußuug.$. 168. q) Verzeichniß der Frohndienſte und Speiſeordnung Ç, 169, i x) Verzeichniſſe der zum Gute gehörigen Realitäten, g. 170. ; Veendigung des Veranſchlagungs- Geſchäfts,$. 7% Verzeichniß der Üteratur über Ertrags- Anſchläge. Vergleichung der\ächſ. Maaße mit den Maaßen an- derer Länder. Oez AVI Occonomiſchè Claſſification des Bodens, sub O Ohngefähre Berechnung des bei dem Rittergute N. N. nôthigen Zugviehs und der Handarbeiter- sub Y EA Schäfereyberechnung, sub H Verzeichniß der zu dem Rittergute N. N. EE Realitäten, sub$ I, Ein- I Einleitung. Vorbegvriffe, i A Taxation Werth, Sgagen(wúrdern, taxiren) heißt, in dem“ Sinne, wie wir es hier gebrauchen, den Werth einer Sache beſtim- men. Schäßzung(Würderung, Taxation) iſ alſo die , Beſtimmung des Werths einer Sache. Da aber der Werth einer Sache in der Größe ihres Nugtens beſteht, oder in der Summe der Eigenſchaften, welche die Sache geſchi>t machen, Bedürfniſſe der Menſchen zu befricdigen; ſo heißt alſo auch ſchâgen, die Größe des Nußgens‘einer Sache beſtimmen. $. 2, Nuztzen. Ertrag- Nußen einer Sache nennen wir die Beſchaffenheit derſelben, Bedürfniſſe, der Menſchen zu befriedigen, es mag dieß nun unmittelbar geſchehen, ſo daß die Sache ſelbſt das Bedúrfniß befriedigk, oder mittelbar, indem ſie die Mittel zur Befriedigung verſchafft. Die Nuzung, welche landwirthſchaftliche Gegenſtände gewähren, wird öfters auh Ertrag genannk- A G9 » 0e De Wahrer Werth. Eine Sache, welche allgemeine Bedürfniſſe befriedigt, oder die Mittel dazu verſchafft, hat allgemeinen Nuten, alz ſo auch allgemeinen oder wahren Werth, im Gegenſagze von beſondern, individuellen, eingebildeten oder Affections-Werth. Bey einer jeden Schätzung kann es nur auf den allge- meinen oder wahren Werth in obiger Bedeutung ankommen. Anmerk. Von vielen ſtaatswirthſchaftlichen Schrifſtz ſtellern wird zwar unter dem Ausdru>ke, wahrer Werth, theils der Werth, welchen die Sache an ſich hat, oder die Tauglichkeit derſelben, Bedürfniſſe unmittelbar zu bez friedigen, welches andere den abſoluten, innern, poſiti- ven, Gebrauchs- oder Bedúrfniß-Werth, im Gegenſatze des âaußern oder Tauſch- Werthes, nennen; theils die Summe der auf die Hervorbringung einex Sache verwendeten produktiven Kräfte(Koſten), welches andexe unter der Benennung, natürlicher Werth 2 begreiz fen,(vid. von Leipziger Geiſt der Nationalökonomie $. 35.) verſtanden. Aber eben dieſcr Verſchicdenhcit der Begriffe wegen, und da in dex Jurisprudenz der Ausdru>, wahrer Werth, pretium verum, im Gegenſaße von pretium couventum, ganz in der-von mir im$. angegebenen Bedeutung ge- nommen wird, und mit dem Begriffe des pretii commu- nis zuſammen fällt,(vergl. Hufeland Inſtitutionen des geſammten poſitiven Rechts S. 165.$ 461) auch inr gemeinen Leben dieſe Worte ſo verſtanden werden; ſo darf ih mir wohl erlauben, mit dem Ausdrucke: wah- rer Werth einer Sache, hier ebenfalls mit mehrern andern Schriftſtellern(z. B. Jordan, Wieſiger 2c.) denje- ' nis 3 nigen Werth zu bezeichnen, welcher ihr allgemein beiges legt wird. Vergl. Schmalz Encyclopädie der Came- ralwifſenſchaften. S. 7. F.-4. Roh-Ertra zg, Rein-Ertr.ag. Faſt jede Sache erfordert erſt cine Aufwand von Zeit, Arbeit und Capital, che ſie einen Nuten giebk, oder“ erhält durch dieſcn Aufwand doch einen größeren Nuten.— Die Summe des Nugens, welchen eine Sache alsdann gewährt, iſt der rohe Nutzen, Roh-Ertrag. Die Summe des Nußgens aber, welchen die Sache nah Abzug der auf ſie verwendeten Koſten giebt, iſt dex reine Nugen, Rein- Ertrag. CORES Ertrags-Anſcers derſelben, nach Abzug der darauf haftenden Laſten und Abgaben weit mehr geeig: net, und zwar außer den im vorſtehenden$. angegebe: nen, noch aus folgenden Gründen: a) Es if allerdings nicht zu leugnen, daß es bisher an richtigen Prinzipien zu Fertigung der. Grund- Anſchläge, noch 5 no< mehr als an ſolchen zu Fertigung der Nußungs- Anſchläge gefehlt hat, und“ die Auſfſtellung der erſtern weit ſchwieriger„ als die Beſtimmung der letztern iſt. Allein ſind einmahl richtige Grundſäze zu Fertigung der Grund- Anſchläge aufgeſtellt, welches nah den herrlichen NBorarbeiten eines Thaer und anderer nicht mehr ſo gro- ße Schwierigkeiten haben dürfte; ſo iſt die Anwendung derſelben weit einfacher„‘das. ganze Veranſchlagungsge- \c<áft weit kürzer und weniger der Willkühr des Taxa- tors Preiß gegeben. Faſt alle bei einem Nutzungs- Anſchlage ſo nothwen- digen Informations- Protocolle, EÉxtracte und ſpecielle Berechnungen, bei welchen letztern die Willkühr des Tara- tors nie ganz beſchränkt werden kann, jede geringe Ver- änderung aber ſchon einen bedeutenden Einfluß auf das Reſultat des Anſchlags hat, fallen gänzlich weg. Um nur ein Beiſpiel anzuführen, ſo wird man den Tarator nie ſo ſeh? beſchränken können, daß es‘nicht ſeiner Willkühr und Anſicht größtentheils überlaſſen bleiz ben müßte, 2 Arbeitspferde mehr oder weniger auf ci- nem Gute anzunehmen. Dieſer einzige Saß aber, mit dem dazu gehörigen Knechte 2c. alterirt den Ertrag um 250 bis 500 Thlr.—, hat alſo auf den Werth des Guts zu 5 pro Cent gerechnet cinen Einfluß von $000 bis 6000 Thly. b) _Auch i die Reviſion eines Grundanſchlags weit kür- zer, leichter und überſichtlicher. Da bei einem Grundanſchlage der Werth nah dem Ertrage eines einzelnen A>ers jedex Claſſe berechnet wird, ſo erhellet ſchon Hieraus von ſelbſt, daß eine ſo ſchr de- tail- i | E EE E ) -> 7 1 | E V7 fs taillirte Berehnung weit weniger Frrthümern ausgeſcßt, weit ſchneller zu Úberſchen', weit leichter ſelbſt von einem gewöhnlichen Oekonomen zu prüfen iſt. Zudem können und müſſen der dkonomiſchen Claſſiſi- cation des Bodens, bei jeder einzelnen Bodenclaſſe der- gleichen detaillirte, vielſeitig geprüfte Berechnunizen mit Anwendung eines allgemeinen Werthmeſſers, des Korns, beigefügt werden, welche alsdaan dem Tarator zwar alle mögliche Modification nach den Localverháltniſſen, ſeiner Willführ aber nur einen äußerſt kleinen Spielraum gez ſtatten.. Vergleiche unten ad$. 26. Aus dem sub a, und b. Angeführten ergicbt ſich auch, daß die Methode der Grundanſchläge ſich ganz vorzüglich zu ciner Taxation der Grundſtücke in Rückſicht auf Res gulirung der Steuern eignet. ©) Da bei Ertragsanſchlägen ſchr viel auf das vorhandene Gutsinventarium ankommt, dieſes aber in Rückſicht ſei- ner Qualität vielen Veränderungen unterworfen iſt, auch bei Lebngütern gewöhnlih zum Allodium gerechnet wird, oft aber gar nicht zum Gute gehört, ſondern Eigenthum des Pachters 2c. iſt;- ſo muß bei einer Schätzung des Werths dergleichen Güter nach Ertragsanſchlägen, zumal wo es darauf ankommt, den Werth auch für eine länge- Zeit richtig zu beſtimmen, wie z. B. bei Conſenſen, bes ſonders vorſichtig verfahren werden. d) Endlich tritt auch bei Lehn- oder andern Gütern nicht ſelten der Fall ein, daß Allodial- oder Beiſtücke bei dem Lehn- oder Hauptgute vorhanden ſind, welche, wenn es auf Ausmittelung des Werths des Lehn- oder Hauptgu- tcs 7 tes ankommt, weggelaſſen werden müſſen. Oefters aber Fann die Wirthſchaft des Guts, ohne dieſs Allodial- oder Beiſtúcke, gar nicht beſtechen, und es iſt alſo ein richtia ger Nügungsanſchlag nicht leicht möglih, wenigſtens wird er immer nur ideal ſeyn, dahingegen bei cinem Grundanſchlage, dieſe Separation des Lechns von dem Allodio 1c. gar keine Schwierigkeit hat. Um üúbèr dieſen- Gegenſtand nicht zu weitläufig zu werden, beziehe ich mich auf die Schriften einiger unſe- rer vorzüglichſten Oeconomen. Thaer Gewerbslehre.$. 67. Thaer über große und kleine Wirthſchaften und Werthſchäzung des Bodens. S. 197 und 199. Sturm Cameralpraxis. Th. 1. S. 6.$. 14. Schon 9. Bennnigſen in ſeiner Abhandlung vom Anſchlag der Güter in Sachſen. 1771. S. 19. geſteht den Grundanſchlägen eine größere Gründlichkeit als den Nugzungsanſchlägen zu, und er würde ihnen wohl auh den Vorzug' einer größeren Deutlichkeit zuerkennen müſſen, wenn er dem Taxator nicht erlaubt hatte,„, die mögli- chen Abnugungen cines A>kers mit dem dieſerhalb unent- bchrlichen Aufwand in ment& zu: ponderiren,‘/ welches freilimäßig iſ„ nur Zeitverluſt und unndthige Koſten, Nachläſfigkeit in der Bearbeitung,(welche doch in der Hauptſache von Einem geſchehen muß,) Streitigkeiten 2c. veranlaßt. Jeder, welcher dergleichen Geſchäfte ge- trieben, wird mir gewiß beipflichten und ih habe da- her nicht nôthig, weitläufiger darüber zu reden. Ucberdieß beſteht in der Landuwrthſchaft kein“ Theil für ſit.' Ye- der einzelne Zweig der Wirthſchaft muß immer zugleich im Bezug auf das Ganze betrachtet, unterſucht und gewürdigt, mit dem Ganzen und den übrigen Theilen unter cine Anſicht gebracht, und von cinem Geſichts- puncte aus betrachtet werden, wenn nicht dex ganze An- # 7 Y | þ Li LL Anſchlag ein aus ſcmä- ßig, dergleichen“ Perſonen zu einem ſolchen Geſchäfte zuzuzichan. Jeder Landwirthſchaftsverſtändige, welcher von ge- wöhnlichen Juriſten abgefaßte dkonomiſche Protocolle zu ſchen Gelegenheit hatte,‘und no< mehr derjenige, welcher ¿konomiſche Geſchäfte mit gewdhnlichen Preotoz collanten führen mußte, wird es wiſſen, wie ſeiten ein ſolches Protocoll das ausdrü>t, was ecs ausdrúden ſoll, und wie ſchwer cs bei dem beſten Willen der dirigitenden und‘vkonomiſchen Comrniſſarien iſk, nur zu verhüten„ daß däſſelbe nicht oſfenbare Unrichtigkei: ten, Widerſprüche und(man verzeihe mir den Ausdru>, der Wahrheit zu Ehren) ökonomiſchen Unſinn enthalte. So lange alſo die juriſtiſchen Protocollanten nicht hinreichende vkonomiſche Kenntniſſe beſizen, ſcheint es mir ganz unzwe>mößig, dergleichen Subjecte zum Ab- faſſen der Jnformationsprotocolle 2c. zu gebrauchen, und ſclbſt in dem entgegengeſeßzten Falle wird die An- wendung derſelben immer überflüſſig ſeyn, keineswegs zur Beſchleunigung des Geſchäfes beitragen„, vielmehr nur unnöthige Koſten verurſachen, weil der Oecconom bei der Abfaſſung der Jnformationsprotocolle ſtets mit ungetheilter Aufmerkſamkeit gegenwärtig ſeyn muß, da auf die richtige Führung derſelben ſehr viel ankommt, und durch vorgefallene Fehler und Nachläſſigkeiten 2c. die folgende Arbeit ſchr erſchwert wird. Aus dem Vorhergehenden, ſo wie aus der ganzen Anleitung, ergiebt ſich aber von ſelb, daß die zur Schägung der Güter zu wählenden Männer keine gc- meinen Landwirthe, ſondern hinlänglich gebildete und 11 19 in ſchriftlichen Arbeiten geübte Dekonomen, Ritterguts- beſizer 2c. ſeyn müſſen.(Vergl. Tit. XL.$. 5, dev ſâchſ. Prozeßordnung v. I- 1622.) Daß dergleichen Perſonen nicht häufig ſind, iſt leider wahr. Jc zweifle jedoch niht, daß unter den Landwirthen jeder Gegend einige zu finden ſeyn wers den, welche die Veranſchlagung eines Guts nach den von mix entworfenen Vorſchriften werden Übernehmen können und wollen, und muß freimüthig bekennen, daß ich mich gänzlich außer Stand fühle, für ungebildete Lcindwirthe und andere dergleichen Perſonen eine genúa gende Inſtruction zu Veranſchlagung der Güter zu énts werfen. Freilich wird es am beſten, in vieler Hinſicht fogar unerläßli der Schätzung. Der 3we> der Schätzung eines Guts iſ die Ausmittelung des jctigen reinen Ertrags, oder des jeßigen wahren Werths deſſelben, Es kommt daher hierbei blos Folgendes in Betracht 7 %) Der gegenwärtigen Zuſtand des Guts. Künftig zu bewirkende Meliorationen„. wenn ſie nicht ſofort ohne béſondern Koſtenaufwand unbezweifelten Nuten gewähren, werden nicht berückſichtigt, doch kommen auch temporelle Deteriorationen, welche ohne bedeutende Koſten wieder zu verbeſſern ſind, nicht in Betracht. Jſt-aber der gegenwärtige Zuſtand eines Guts ſo ſchlecht daß in den nächſten Jahren der gewöhnliche Ertrag, wel- BZ chen, 19 chen die Wirtſchaft geben könnte, nicht zu erwarten iſt; ſo iſt dieß vom Tarxator in den Protocollen zu bemerken, und genau anzugeben, worin derſelbe beſtche, und was die Fnſtandſezung des Guts ohngefähr erfordern Ffönne.($.27.0.) b) Die landúblihe Bewirthſhaftungsart und Behandlung. Nur derjenige Nußen kann veranſchlagt werden, welchen das Gut, oder die einzelne Wirthſchaftsbranche bey landüblicher Behandlung und gewöhnlicher Induſtrie verſpricht. Der Ev- trag, welcher durch einen rationelleren Wixthſchaftsbetrieb, höhere Induſtrie, größeres Betriebscapital oder beſondere Fntelligenz des Beſißers bewirkt werden fönnte, oder bis- her bewirkt worden iſ, darf nicht in Anſchlag gebracht wer- den. Dagegen wird aber auch auf cine bisherige fehlerhafte Behandlung der Wirthſchaftsgegenſtände, im Vergleich mit der landúblichen Bewirthſchaftungeart und Behandlung„ wie ſolche bei guten Wirthen ſtatt findet, feine Rückſicht ge- nommen. Die über die bisherige Bewirthſchaftung, den bisheri- gen Ertrag 2c. einzuziehenden Erkundigungen ſind daher nicht als unabänderliche Regeln, ſondern nur als Hülfsmittel zur Beurtheilung und zu Vermeidung von Frrthumern an: zuſehen. A Allgemeine Vorſchriften zu Unterſuchung des Werths ciner Sache. Der Werth einer jeden Sache, alſo auh eines Land- guts, gründet ſich auf die Quantität und Qualität ihres wahren Nutzens oder ihres reinen Ertrags, VBei- LO Beides iſ zu unterſuchen: a) durch eigene Beaugenſchéinigung und öconomiſche. Beurtheilung, b) dur< Erforſchung ihres bisherigen Nußens oder Ertrags, und c) durch Vergleichung, Prüfung und wechſelſeitige Be- rxichtigung der Reſultate beider. G0 101 Dabei ndthige Berüú>kſichtigungen. Dá nur der reine Nuten oder reine Ertrag den Werth einex Sache beſtimmt, ſo ſind alſo: a) von dem rohen Ertrage, alle Aus8gaben, welche die Gewinnung und Erhaltung deſſelben verurſacht, ſo wie alle auf dem Gegenſtande haftenden Laſten und Abgaben, abzuzichen; b) die gewdhnlichen(nicht aber die außerordentli- fichtigen, G4 20, Gegenſtände, welche keinen Ertrag geben, Pon- nen niht veranſchlagt werden. Nur ſolche Gegenſtände, welche eine Nußung gewähren können, haben einen wahren Werth und fönnen veran chlagt y B 2 wer- 20 werden. Ulle andere, bei welchen dies nicht- der Fall iſt, als z. B, jus patronatus et collaturae, Schriftſäßigkeit 2c. ſind zwar in der Beſchreibung des Guts aufzuführen, bei der Veranſchlagung aber weiter nicht zu berú>ſichtigen. $. 17 Abweichungen von den in der Jnſtruction be- ſtimmten Normalſägen. An die in der dem Taxator zu ertheilenden Junftruction beſtimmten Normalſägze in Rückſicht des Betrags einzelner Einnahme- oder Ausgabepoſten, des Körnerertrags 2c. iſt der Taxator keineswegs durchaus gebunden, wo ſolches nicht ausdrü>lih vorgeſchrieben iſt, ſondern er kann von dieſen Sähen abweichen, und dieſelben modificiren, wenn dazu triftige Gründe vorhanden ſind, welche ex aber jedenfalls in den Anſchlagsacten deutlich angeben und ſich im Anſchlaz ge‘darauf beziehen muß. Nur wenn der Betrag eines Gegenſtandes nicht genau- ex auszumitteln iſt, hat der Taxator die beſtimmten Sätze jederzeit zu beobachten. $. 18, Verhalten in Zweifelsfällen. In Zweifelsfällen ſind aber die Einnahmen ſtets eher zu niedrig als zu ho<, die Ausgaben cher zu fn als zu niedrig zu ſchätzen. Anmerk. Ucber den Gegenſtand dieſes 6., daß in Colliſionsfällen eine etwas niedrigere Schätzung der zu ho- hen vorzuzichen ſey, verweiſe ich auf Jordan Abſchôzung der Landgüter S, 57.$, 19. wo 2I wo dieß weitläufig von allen Fällen, in welchen gericht» liche Schäzungen vorkommen, erwieſen iſt. Daß aber die Regel dieſes$. ganz vorzüglich bei alz len Voxanſchlägen 2c. Anwendung leide und nothwendiger Weiſe berú>ſichtigt werden müſſe, erhellt von ſelbſt. $. 19. Abweichung von der Ordnung des vorgeſchrie- benen Verfahrens, Im Allgemeinen darf der Taxator von der Ordnung des vorgeſchriebenen Verfahrens nicht abgehen, und es iſt dieſes nux dann exlaubt, wenn Zeit und Umſtände ſolches ndthig machen, CF. 25, 24.) GM 507 Specielle Berechnung jeder Wirth- ſchaftsruhbri>. Zur genauern und leichtern Ueberſicht iſt jeder Wirth- ſchaftszweig eines Landguts allein zu berechnen. Es ſind daher auh von dem Ertrage deſſelben die durch ihn veranlaßten Ausgaben 2c. ſo viel wie möglich„. ſo2 gleih abzuziehen, wie ſi< im Folgenden mit Mehrerem ergehen wird. UV, IV. Specielle Vorſchriften fúr die cin- zelnen Taxationsgeſchäfte. $. 215 Eintheilung der Geſchäfte des Taxators. Die Geſchäfte des Taxators zerfallen, wie aus$. 10, erz hcllet, A. in die Unterſuchung der LR tQ im All- gemeinen, B. in die Einforderung dex ſchriftlichen Nachrichten 1c, über das Gut, z C. in die Beſichtigung Der zum Gute gehörigen Rea- litâten, D. in die Fertigung der Extracte und Aufnehmung der Fnformationsprotocolle, E. in die eigentliche Bereke, Haupt- und Bei ſtúcke von einander ſeparirt werden, ſo wird ſolches dem Taxator jedesmal beſonders bekannt gemacht werden.($. 8.) 4) Grânzen des Guts im Allgemeinen. Ob ſol- che gehörig verſteint?, Ob Streitigkeiten darúber anhängig? worin dieſelben beſtechen und warum die Entſcheidung ſich noch verzögert? 5) Ob eine Vermeſſung des Guts oder einzelner Treile vorhanden iſt, und wie dieſelbe bewirkt worden ES 6) 6) Worin die ſämmtlichen Nutzungen des Guts beſtchen? 7) Ob es außerdem beſondere Gerechtigkeiten genieße? 8) oder beſondern Laſten und Servituten unter- _ worfen ſey? 9) Ob das Funventarium bei jeder Nußung in hin- reichender Anzahl vorhanden, zum Gute gehörig, Ecbe oder Lehn ſey? oder was daran fehle 2 und wird es auf die jedesmalige Anordnung ankommen, ob das vorhandene Fnventarium genauer unterſucht und abge- {ät werden ſolle.(gF. 8.$. 68. Nr, 5. und g. 147.) 10) Ob freies oderZwanggeſinde gehalten werde? 11) Ob das Gut Froh ndienſkte habe? ob richtige Srohnregiſter vorhanden oder Streitigkeiten Úber die Frohn- dienſte anhängig ſind und worin ſolche hauptſächlich beſtehen 2 12) Ob auf dem Gute hinreichendes Waſſer vor- handen? 2c, 15) Preiſe des in der Gegend üblichen Feuerung s- materiale. Ob das Gut dergl. in hinreichender Menge ſelbſt beſiße, oder woher es ſolche. erkaufen und anfah- ‘en müſſe? 14) Ob die Grundſtú<>e des Guts beiſammen oder zertheilt und mit fremden vermengt liegen? 19) Welche Feldereintheilung auf dem Gute úb- lich ſey? 16) Visherige Bewirthſchaftungsart des Guts und ſeiner einzelnen Nutzungen, Ob dur< Admini- ſiration, Verpachtung ze, 25 17) Jeßiget Zuſtand der Wirthſchaft im Allge- meinen.— Ob in den lezten Zeiten beſondere Verbeſſe- rungen oder Verſchlechterungen des Guts vorgegangen ,- eiz ne Vermehrung oder Vergrößerung der tragbaren Grund- ſtúcke ſtatt gefunden, oder beſondere Unglücksfälle, Hagel- ſchlag, Miswachs 2c. ſich ereignet haben?(F. 15, 15.) B. Einforderung der úber die Verhält- niſſe des Guts vorhandenen Nach- richten, Riſſe 2c. tc. C 42s Einzufordernde ſchriftlihe Nachrichten, Riſſe 2c. Hicrauf hat der Tarator, wenn dieß niht{hon bei der ihm vielleicht ohnehin beiwohnenden Kenntniß von den Ver= hâltniſſen des Guts früher geſchehen iſ, von den betreffen den Perſonen und Behörden nah den Umſtänden Folgendes einzufordern, oder das ihm noh Fehlende ergänzen zu laſz ſen, Nämlich: die früheren Anſchläge und Anſchlagsacten, die Vermeſſungsregiſter, Karten und Lagerbücher, die Wirth=z ſchaftsrechnungen und Manuale, Ausſaat- Erndte- und Druſchregiſter, Heutabellen, Düngeregiſter, Schafbücher, Regiſter úber die ſteigenden und fallenden Nutzungen, Aus- ſchroteregiſter, Trankſteuer-= und Brantweinſchrotregiſter/ die Rechnungen über die Gerichtsnußungen, ſämmtlich we- nigſtens von den legten 6 bis 12 Jahren, wie weiter unten g?- 26 genauer beſtimmt: iſt;($. o.) ferner die Jnventaxrienver- zeichniſſe, die Pachtcontracte ber das Gut oder einzelne Gegenſtände, die Erbbücher, Erbzins- und Frohnregiſter, die Geſinde- und Speiſcordnung, endlich auch Verzeichniſſe des gegenwärtigen Vichbeſtandes, der abzugebenden Depu- tate und Geſindelöhne, der auf dem Gute haftenden La- ſicn und Abgaben 2c. Überhaupt alles dasjenige„ was über die Verhältniſſe der ganzen Wirthſchaft und einzelnen Zwej- ge derſelben Auskunft geben kann. C. Beſichtigung der zum Gute gehödri- gen Realitäten. g. 24. Vorſchrift bei der Beſichtigung der zum Gute gehörigen Yealitäten. Nach dieſen Einleitungen iſt ſodann zur Beſichtigung der beim Gute vorhandenen Grundſtücke, Gebäude und techniz ſchen Anlagen zu verfchreiten, wobei in Rückſicht der Aufz einanderfolge, zu Erſparung der Zeit, auf die Localität und Umſtände Rüekſicht zu nehmen iſt. Vei der Beſichtigung der verſchiedenen Arten der Grund- ſtú>e, Gebäude und techniſchen Anlagen iſt hauptſächlich auf Nachſtchendes das Augenmerk zu richten: 1) es 27 1) Beſichtigung, Bonitirung und Claſ- ſification der Felder. VAN Beſtimmung der Größe der Felder. Die Größe der Felder iſt ſtets nah einem genau be- ſtimmten landúblichen Maaße,(hier nah ſä<ß. Aern zu 500 Qu. R., a 7 Ellen 14 Zoll) anzugeben. Wo eine Vermeſſung nicht exiſtirt oder angeordnet wor- den, ift wenigſtens ſo genau, wie möglich, dur< Abfſte>ung cines A>kers, Befragung und Schägzung der Säaeleute zu erforſchen, wieviel nach des Orts Gewohnheit an Korn auf einen Aker Land, nach der verſchiedenen Beſchaffenheit des Bodens bisher geſäet worden, und nach dieſen gefunde- nen Verhältniſſen aus dem bisherigen dur<ſchnittsmäßigen Ausſaat- Quanto der ohngefähre Flächeninhalt zu berechnen. Zu Abſte>ung dieſer Normaläker iſt jedesmal ein Feld- meſſer anzuwenden. Anm. Der richtigen und genauen Veranſchlagung eines Gutes muß durchaus allemal eine genaue Vermeſz ſung der Grundſtü>ke vorausgchen, da ohne dieſelbe ſets ein weſentliches Erforderniß zur Beſtimmung des Werths, nämlich die genaue Ausmittelung der Größe des zu ſchâ=z ßenden Gegenſtandes mangelt,($. 14.) indem die Un- ſicherheit und das Schwankende einer Schäßung nach dem Augenmaaße oder der Ausſaat hinreichend bekannt iſt. Da aber leider no< ſo wenig Güter vermeſſen ſind, auch die Umſtände es nicht immer erlauben werden, der gerichtlichen Taxation cines Guts eine Vermeſſung vor- hergehen zu laſſen; ſo wird man ſi< wohl öfters mit der 28 der Berechnung des Flächeninhalts nach der Ausſaat oder mit einer Schäzung begnügen müſſen und es iſt deswe- gen dahin gearbeitet worden, daß dieſe wenigſtens ſo viel wie möglich genau geſchehe. Wo aber Zeit und Umſtände cine Vermeſſung erlau- ben, würde ih ſtets dazu rathen. Eine ſolche Vermeſe- ſung wird auh, zumal da nur Umriſſe ohne Situation und Zuſammenhang und ſelbſt dieſe nur bei den Feldern nöôthig ſind, weder! großen Zeit-, noch Koſtenaufwand. ver- urſachen, der Anſchlag aber alsdann auf cinem weit ſichern Grunde beruhen. Bei Berechnung des Werths nach einem Grundanſchla- ge iſt aber cine Vermeſſung unumgänglich nôthig. $-./26, Bonitirung und Claſſification der Felder. Die Bonitirung und Claſſification der Felder geſchieht im Beiſeyn einer oder einiger Wirthſchaftsperſonen(Pach- ter, Verwalter, Voigt 2c.) und eines Feldmeſſers, inſofern das Gut vermeſſen iſt, nach den in der Beilage sub© auf- geſtellten Grundſägen und Kennzeichen, etti noch Folgen- des zu bemerken: Der Taxator‘hat ſämmtliche Felder zu übergehen„, je- den Ackce, in Rückſicht der bey jeder Bodenclaſſe angegebe- uen fünf: Kennzeichen sub a— e genau zu unterſuchen, nâmlich+ a) die phyſiſhe Beſchaffenheit ves Bodens, b) die Tiefe dex A>kerkrume, und c) den Untergrund, mit Hülfe êines Spatens und zwar bei cinem großen Stús ce an. mchreren Stellen. PR Ne 29 Die Beſtandtheile des Bodens ſind na< den‘in die Sinne fallenden äußern Kennzeichen, ſo viel es ſich thun läßt, auszumitteln. Eine genauekerkrume und dem Untergrund kommen bei der Unterſuchung der beiden zulczt genannten Umſtände, wie ſchon in. den Claſs ſifications- Grundſäzen angegeben worden, in Betracht. 4) Ferner hat der Tarator die Lage des A>ers in jeder Hinſicht, ſowohl in Betreff der Richtung der Ober- fläche, der nächſten Umgebungen, der Entfernung vom WBirthſchaftshofe, der Verbindung mit den übrigen Grund- ſtücken, als auch im Bezug auf Ueberſ- ſichtigen, dahingegen 1) Die sub 1 beigefügten Bemerkungen über die, das Steigen und Fallen des Ertrags bewirkenden Umſtände, die Ver- ST Verbindung der Claſſen unter einander 2c. fleißig zu- beachs ten ſind. m) Endlich hat auh der Tarator die Reinheit oder Unreinheit des A>ers von Unkraut, die Arten deſſelben, die Beſchattung oder Verdämmung durch einzelne Bäume oder Wald„ die Beläſtigungen durch Servituten 2c. und andere dergleichen hie und da vorkommende, beſondere,«auf den Extrag Einfluß habende Umſtände zu bemerken. n) Eine durch momentane außerordentliche Hülfsmittel bewirkte, aber nur vorüber gehende Cultur, auf welcher ſich der Boden bei gewöhnlicher Bewirthſchaftung und mit Berü>ſichtigung der Localverhältniſſe nicht erhalten kann, wird zwar erwähnt, bei der Claſſification aber nicht berü>- ſichtigt, eben ſo wenig aber auch cin leicht abzuhelfendcr ſchleke, Berlin 1815.) Nur ciniges Wenige, was ich in den fünf Jahren, während welcher ich mit dieſem Gegenſtande beſchäftigt bin, bei mir und. andern zu a zu bemerken Gelegenheit hatte, habe ich mir zu größerer Deutlichkeit, Beſtimmtheit und Vollſtändigkeit hinzuzufü- gen und abzuändern erlaubt, überhaupt mi< bemühet, dieſe Claſſificationsgrundſäge\#o' populär und allgemein verſtändlich als mbglien. Ucber die natürliche und“ bconomiſch richtige Anord: nung der Bodenclaſſen, und die Leichtigkeit der practiſchen Anwendung dieſcr Grundſäze habe ich nicht nöthigp wei- ter ctwas zu erwähnen. Dieſe Eigenſchaften derſelben ſind allgemein anerkannt und ſpringen jedem gebildeten Land- wirthe von ſelbſt in die Augen. Jh habe nur“ dahin ge- ſtrebt, die Anwendung der Claſſifications- Grundſätze, auch dem weniger gebildeten und weniger Umſicht beſitzen- den Landwirthe zu erleichtern und bin überzeugt, daß es feinem Occonomen, bei gutem Willen, geſundem Men- ſchenverſtande und Urtheilskraft ſchwer fallen«wird, die Bodenclaſſe eines gegebenen A>kers zu beſtimmen. Poſitive Vorſchriften, die man nur mechaniſke 2c, ſind, erhellet von ſelbſt und ih darf hier nur im Vorbeigehen erwähnen„ daß alsdann allerdings noch andere Regeln und beſonders nah Be- finden no< beſtimmte Gradationen der in einander úber- gehenden Bodenclaſſen feſktgeſezt werden müſſén, auch in ſolchen Fällen der Werth eines Akers in jeder Gradation oder der Reinertrag deſſelben ein für allemal und zwar nach Schfl. Korn beſtimmt wird. Nux als einen Wunſch habe ich im vorſtehenden$, sub f. auf die Angabe der auf dem Boden wildwachſenden, deſſoh Beſchaffenheit verrathende-, Pflanzen hinzudeuten gewagt, indem ih wohl vorausſche, daß die wenigſteh Taxatoren im Stande ſeyn werden„ dieſem Wunſche Gnü- ge zu leiſten. Gleichwohl wird mir jeder wiſſenſchaftlich gebildete Landwirth den Vortheil einer ſolchen Angabe zu- geſtehen, utdäch hühe daher nicht unterlaſſen wollen, wc- nigſtens darauf aufmerkſam zu machen. Vergleiche Struve Phyſiognomik der Erde, Leip- ig; 1802. Crome, der Boden und ſein Verhältniß zu den Gewächſen x. Hannover 1012, Thaer rationelle Landwirthſchaft, Bd. 1. S. 36. Ueber diesub“ h, i, und k. zaufgeführten Beſtimmungen werde i< mich weiter unten noch näher erklären.($. 78) C$. 27- Gin Abfaſſung der Bonitirungs-Protocolle. Das von dem Taxator úber das ganze Bonitirungsge- ſháft abzufaſſende Protocoll hat nicht blos die dabei gegen- wáärtig geweſenen Perſonen aufzuführen und den. Gang des ganzen Geſchäfts darzuftellen, ſondern auch bei jeder aufge- fundenen verſchiedenen Bodenart, ſowohl die bei Béſimmung der Claſſen in Betracht kommenden Kenngzeichên,(worauf ſich die Claſſification grúndet,) als auch die. im Vorſtehen- den noch erwähnten beſondern Umſtände genau anzugeben, jedoch#0, a) daß diejenigen der vorgedachten Eigenſchaften, welz che einer ganzen Feldflur gemein ſind, nur im Allgemeinen angegeben„ und b) bei den einzelnen Akerſtü>ken, wenn der Boden mit den vorher ſchon genau beſchriebenen Stüeken übercin- kommt und in ein und dieſelbe Claſſe gehört, die Úber- cinſtimmenden Eigenſchaften nicht wieder beſonders aufge- führt, ſondern mit Beziehung auf die vorhergehende Be- ſchreibung nur die von den andern abweichenden Qualitäten und beſondern Umſtände erwähnt werden. m Falle cin Feldmeſſer bei dem Bönitirungsgeſchäfte zugegen geweſen, hat dieſer das Protocoll mit zu unterzeichnen. 2) Beſichtigung der Wieſen. 6,29. Beſtimmung der Größe der Wieſen und andern Grundſtücke. Sind die Wieſen nicht vermeſſen, ſo werden dieſelben, wie alle folgende: Grundſtücke, wenigſtens ſo genau als möòög- 35 uwbglih na< Aern abgeſchäßt, auh allenfalls, wenn cs Zeit und Umſtände. erlauben, abgeſchritten, $. 29» Nückſichten bei der Beſichtigung der Wieſen. Bei Beſichtigung der Wieſen ſind folgende Puncte zu beachten H 1) Bo ſchaffenheit des Bodens im Allgemeinen und zwar: in Rückſicht der Beſtandtheile,(modrig, thonig, lch- mig, ſandig, torfig.) in Rückſicht der Feuchtigkeit,(dürre, tro>en, feucht, naß, ſumpfig.) in Rúkſicht der Oberfläche,:(eben oder hügelig, rein oder bewachſen.) 2) Lage. Wagerecht oder abhängig„ der Ueberſchwem- mung ausgeſechßt oder ſicher.— Art der anſtoßenden Grund- ſtü>ke, Feld, Wald 2c. Entfernung vom Wirthſchaftshofe. 5) Wäſſerung. Entweder durch Uebertritt der Flüſ- ſe, oder durch willkührliche kunſtloſe Bewäſſerung aus Bá- chen und Quellen, oder auch künſtliche Bewäſſerung 2c» 4) Düngung. Ob ſolche ſtatt findet? 5) Mahbarkeit.“ Ein- zwei- oder dreiſchürig- 6) Freiheit oder Belaſtung von Servituten, Bearbeitung dur< Frohndien ſte, 7) Güte des Heues und zwarz gutes, fettes; kräftiges Heu, mittlêres, ſúßes Heu, ſchlechtes, beißige&, ſaures, ſchafthalmiges Heu- 3) Quantität des zu erbauenden Futters. Die Quantität des auf der Wieſe gewöhnlich erbauten Fut- C2 ters M Io è N VO 4 Y EA R: af LV 56 grr fs‘ E“- ters iſt wo möglich an Ort und Stelle, dur< Befragung der gegenwärtigen Wirthſchaftsperſonen‘oder aus den Heu- regiſtern zu eruiren und nur im Nothfalle abzuſchätzen, in dieſem Falle abex ſich dabei ohngefähr nach folgender Norm zu richten, daß a) cine ſtarke Wieſe in 2 Schnitten(wenn{_ niœnes Futter pro Aker giebt, iſt eigentlich blos als Weide zu benugen, doh kommen in manchen Gegenden Wieſen vor, welche pro A>er nur 6 Cntr. Heu, biswei- len ſogar noh weniger geben.— Wieſen, welche pro Aer mehr als 48 Cntr. tro>nes Futter geben, ſind ſel: ten, und kommen nur in ſehr günſtigen Lagen, an Flúſ- ſen und Bächen oder bei guter Wäſſerung und Dün- gung vor. D530, Künftige Eruirung der an Ort und Stelle nicht auszumittelnden Puncte. Sollte ein oder der andere von den vorſtehend vorge- ſchriebenen Puncten nicht ſogleich bey der Beſichtigung aus- gemittelt werden können, ſto iſt ſolcher zwar vor der Hand aug: 357 auszuſegzen, künftig aber no< zu exuiren, und am Rande des Protocolls dahin‘zu verweiſen. Dieſes gilt ebenfalls bei allen folgenden Grundſtücken. 3) Beſichtigung der Gärten, Gräſe- _réeyen und Obſtbäume, X is S. Dile Rüekſichten bei der Beſichtkgung. Bei Beſichtigutïa dieſer Grundſtú>ke iſt beſonders Fol- gendes iñs Auge zu faſſen und im Protocolle anzuführen. 1) Bisgherige Benugzungsart, ob als Küchen- Gras- Obſt- Luſtgarten. 2) Qualität des Bodens, nach der dconomiſchen Claſſification. 5) Lage in jeder Rückſicht. 4) Art der Beſtellung, durch einen eignen Gärt- ner, durch Fröhner 2c. 5) Art der Vermachung. 6) Zahl der Obſtbäume. Die auf einem Gute vorhandenen Obſtbäume ſind nach den verſchiedenen Arten und nach ihrer ohngefähren Stärke, nämlich: bis 2 Zoll, 2 Zoll’ bis 4 Zoll, 4 Zoll und drúber, von einer rechtlichen Perſon auszählen zu laſſen und das Verzeichniß derſelben iſt zu den Acten zu bringen. 7) Sind auf den Huthungen, an den Bächen 2c. wil- de Bâume vorhanden, welche cinen Ertrag geben, als 3- B, Kopfweiden, Weidicht 2c. ſo iſt die Zahl derſelben oder die Größe dex damit beſtandenen Fläche anzugeben. 4) 4) Beſichtigung der Hopfenacker. C32, Der Ertrag der Hopfenä>ker hängt beſonders ab: 2) von der Qualität des Bodens, 2) von der Lage des Akers in jeder Rú>ficht, üñd-iſt daher hierúber im Protocoll Auskunft zy geben. 5) Beſichtigung der Weinberge. RC LM Bei den Weinbergen kommt es hauptſächlich auf Fol- gendes an: 1) Qualität des Bodens, 2) Lage in jeder Rückſicht, 5) Zahl und Stärke der Pfahlhaufen, 4) Sorte des Weins, womit der Berg beſtanden, 5) Zuſtand der Ufers und Umfaſſungsmau ern 2c. 6) Vorhandene We inbergsgebäude. 6) Beſichtigung der Teiche, g. 354. Bei Beſichtigung der Teiche iſt ſo viel wie litis Folgendes an Ort und Stelle auszumitteln und im Proto- colle zu bemerken: 1) Lage des Teichs, beſonders in Rückſicht ſeiner Um- gebungen und der Entfernung vom Gute, 2) Tiefe des Teichs, 5) Beſchaffenheit dês Teichgrundes, 4) Waſſerzufluß, beſonders in Rükſicht dex Win- terung, 59 terung, der Gefahr des großen Waſſers, der Nahrhaftigz keit des Zugangs 2c. 5) Reinheit oder Uhreinheit von Schilf, Schlamm 2c. 6) Bisherige Benußzungsart, als Laich: Stre>- oder Hauptteile,— ein- zwei- oder dreijährig;= Beſtel- lung mit Getreide 2c. 7) Bllhcriger Be ſaß, 8) Beſchaffenheit der Teichgebäude, 9) Belaſtung der Teiche mit Servituten 1e Anmerk. Bei einem Grundanſchlage würden die Wieſen ebenfalls nach der dconomiſchen Claſſification des Bodens mit einigen beſondern Modificationen, desgl. die Teiche, die Gärten, Hopfenäker, Weinberge und Hu- thungen abzuſchägen ſeyn. Die Auffſtellung von Claſſificationsgrundſäßen für die Wieſen halte ich zwar mit Thaer( Ausmittel. des Rein- Ertrags$. 37.) für ſchwierig, glaube aber, daß dieſe Schwierigkeiten durch- gemeinſchaftliches Streben umſichtis ger Landwirthe bald überwunden werden fònnten.— Bielleicht wage ich es in Kurzen, den Verſuch ciner Claſz ſification der Wieſen, dem öconomiſchen Publico und beſonders dem Herrn Staarsrath Thaer zu weiterer Prüù- fung vorzulegen. 7) Beſichtigung der eigenthümlichen Huthungen. $. 55. Hierbei iſt hauptſächlich zu berü>ſichtigen: 1) die Qualität des Bodens in aller Hinſicht, 2) die Lage und Entfernung, 5) 40 5) die Beſchaffenheit der Oberfläche,— rein oder bewachſen, eben oder löcherigt. 4) die Art des Viehes, mit welchem ſie betrie- ben wird,; 5) ob“Koppelhuth darauf ſtatt findet und in welz k- ſicht der Länge, Breite und Höhe bis ans Dach. ausmit- teln zu laſſn, 2) die Bauart und Dachbede>uñg der Gebäu- de und ihre- gegenwärtige Beſchaffenheit, auch 5) den Gelaß und bisherigen Gebrau< derſelben ohngefähr anzugeben„-und 4) zu bemerken, ob die Gebaude für den Wirthſchafts- betrieb zulänglich ſind, oder nicht? und 5) beſonders bei den Wirthſchaftsgebäuden, ihre Lage und Verbindung zum Gehöfte anzugeben, 10) 1/9| 10) Beſichtigung der tehniſhen Anlagen, $. 58. Dié bei einem Landgute am häufigſten vorkommenden techniſchen Gewerbe ſind: a) Bierbrauercy, b) Brantweinbrennerey, ec) Ziegelbrennerey, d) Kalkbrennerey, e) Mühlen verſchiedener Art. Bei den vier erſten iſt außer dem, was vorſtehend in $. 37. aufgeführt worden, bei der Beſichtigung zu be- merken: 1) Die Größe der Keſſel, Darren, Blaſen, Oefen, und bei den Ziegeleyen auch die Größe der Trokenſcheunen 2c. 2) Die Art und Weiſe der Feuerung und Feuerungs- anlagen.—(Steinkohlen, Holz, Torf 2c.‘Rauch- oder Hißdarren 2c.) In Anſehung der Mühlen aber iſt beſonders zu beachten: 1) die Axt der Mühle und des Mühlwerks überhaupt, 2) der Zuſtand beider, 5) die Zahl der Gänge, Stampfen, Sägen 2c. 4)‘der Zufluß und die Stärke des Aufſchlagewaſſers, 5) die etwa ſonſt noch dazu gehörigen Grundſtücke. Werden noch andere Gewerbe auf dem Gute betrieben, als z. B. Eſſigbxauerey, Stäarkemacherey, Theerſchwelerey 2c, ſo ſind dieſe auf ähnliche Art zu unterſuchen. Unmerk. Da bei einem Landgute außer den im 6. angegebenen Fabrikationen ſelten andere vorkommen, mehrere auh, wie z. B, Eſſigbrauercy, Gipsbrennerey, die verſchiedenen Arten Mühlen, ziemlien, was Uber die beſtehenden Wirthſchaftsverhältniſſe, Gerechtigkeiten und Laſten, ſo wie über den bisgherigen Ertrag und Betrieh ciner Nußung und den dabei erforderlich geweſenen Auf- wand Auskunft geben kann, bei leztern aber kleinliche Ausführlichkeit zu vermeiden, ſo wie überhaupt alles dasje- nige wegzulaſſen, was auf das Veranſchlagungsgeſchäft keinen Einfluß haben kann. Die Extracte úber ſteigende und fallende Nugzungen müſſen wo möglich wenigſtens den Betrag derſelben in den lcßtern 6 Jahren nachweiſen„ desgl. die Extracte ber Vieh- nußungen, Nußungspächte, Wirthſchaftsausgaben und dgl. Die Extracte aus den Ausſaat- Erndte- und Druſchregi- ſtern, den Teichwirthſchaftsrechnungen 2c. inüſſen aber wo möglich wenigſtens doppelt ſoviel Jahre umfaſſen, als die Zahl der Arten, oder der Wechſel der Teichnutzung 2c beträgt. Bei der Obſt, Hopfen- und Weinbergsnußzung ſind die Extracte wo möglich auf 12 Jahre zu erſtre>en. Auf 44 Auf einen Zeitraum von mchr als 12 Jahren ſind aber die Extracte nur bei beſondern Umſtanden auszudehnen. Alle vorſtehend erwähnte Ertra:te ſind mit ſteter RÜ>- ſicht auf die vorgekommenen außerordentlichen Ereigniſſe, Vergrößerungen 2c.(6. 22. Nr. 17.) wodurch eine unge- wöhnliche Erhöhung oder Ernicdrigung des Betrags veran- laßt worden„, zu fertigen, und in ſolchen Fällen-die extra- ordinairen Jahre, wo möglih durch eben ſo viele frühere zu erſehen. Auch iſ den Rechnungs-Extracten das Nöthi- ge hierüber, ſo wie Bemerkungen für oder wider die Glaub- würdigkeit der Rechnungen, aus welchen ſie gefertigt wor den, beizufügen.: Auf allen Extracten oder Abſchriften iſt zu bemerken, woraus fie extrahirt oder abgeſchrieben worden. $. 41. Allgemeine Vorſchriften bei Aufnahme dex Jnforinationsprotocolle. Hierauf ſind von den in der Wirthſchaft angeſtellten Perſonen die nähern Juformationen über jedes einzelne Wirthſchaftsverhältniß einzuzichen und zu Protocoll zu brin- gen, wobei im Allgemeinen Folgendes zu bemerken: 1) Gegenſtand der Jnformation iſ alles, was auf die Ausimittelung des Ertrags einigen Einfluß hat. 2) Beſonders hat ſich der Taxatox angelegen ſeyn zy laſſen, die im Folgenden für jede einzelne Wirthſchaftsnu- ßBung 2c. ſpeciell angegebenen Jnformationspuncte, ſo weit ſolche nach den Umſtänden anwendbar ſind, genau auszu- mitteln. 5) Einzelne dieſer Fnformationspuncte können wégfal- len, wenn die gefertigten Extracte und ſchriftlichen Nach- rich- 43 richten darüber ſchon hinlängliche und unverdächtige Aus- kunft geben. 4) Hingegen iſt aber auch alles dasjenige, was bei der Beſichtigung“ der Realitäten nicht gnüglich erforſcht'werden fonnte, oder ſich auf die beſonderen Verhältniſſe‘des Guts gründet,‘hier nachzutragen. 5) Jede Wirthſchaftsperſon iſ allein, doch gleich hin- ter einander, über alles dasjenige, worüber ſie Auskunft geben kann, abzuhören„ bei wichtigen Gegenſtänden aber, die Angaben mehrerer Perſonen über dieſelben zu vernch- men, auch in der Regel jederzeit mit der Befragung des Beſitzers, Pächters- oder Verwalters der Beſchluß zu machen. 6) Der Tarator hat alle vorkommende Gelegenheit zu benugzen, Erkundigungen über dic Wirthſchaftsverhältniſſe, den Ertrag und Betrieb der Wirthſchaftsnuzungen einzu- ziehen, ſodann aber die verſchiedenen Angaben unter ſich zu vergleichen, zu beurtheilen und zu berichtigen, und die Gründe ſeiner Entſcheidung den Jnformationsprotocollen oder Extracten am Rande beizufügen. +) Jn jedem Jnformationsprotocolle iſ im Eingange das Alter, die Dienſtzeit und Verpflichtung des Abzuhd- renden anzugeben und derſelbe zur Wahrheit zu ermahnen. Auch iſ ihm das Protocoll wieder vorzuleſen, und von ihm mit zu unterſchreiben. Anmerk. Da nicht anzunehmen iſ, daß zu den Taxatoren ſets ſolche Männer werden beſtimmt werden, welche ohne ſpecielle Vorſchriften bei jeder Branche die nöthigen Fnformationsbpuncte ſelb einſehen, und die er- forderliche Erfundigung darúber einziehen werden, auh die Erfahrung die Nothwendigkeit der Aufſtellung der einzelnen Informationspuncte hinlänglich gelehrt hat, oh- ne N 1= Ep y Ln E ay E A Mi Y AR rr!/ uy( /% ne richtige Information aber der Ertragsanſchlag immer nur ideal wird; ſo darf die Angabe der beſondern Jnfors mationspuncte in der den Taxatoren zu ertheilenden Jn- ſtruction nicht wegbleiben. Auch in Preußen hat man in den zu Verfertigung der Anſchläge zuerſt erſchienenen ſ<äßzbaren Fnſtructionen (. J. 1772. 1782. 2c.) die Aufſtellung ſpecieller Fnfor= mationspuncte für nöthig!gehalten. Jn den folgenden Inſtructionen und Regulativen konnten ſie füglich wegblei- ben, da man nunmehr bei den Oeconomie- Commiſſarien 2c. hinlängliche Kenntniß dieſer Puncte vorausſezen konnte. Specielle Jnformationspuncte: $. 42, a) úberx die beſtändigen Gefälle. Ucber die beſtändigen Geldgefälle wird keine weitere Information nôthig ſeyn, da ſich ſolche aus den Erbzins- regiſtern ergeben muß. Sind aber die Geld- oder Naturalzinſen nicht richtig eingegangen und bedeutende Reſte erwachſen,#0 iſt darú- ber Erkundigung einzuziehen und die Urſache, warum die Zinſen nicht gehörig abgeführt worden, der Zuſtand der Cenfſiten 2c. zu erörtern. In Rückſicht der beſtändigen Naturalgefälle iſt noch auszumitteln: 1) ob ſie in Natur entrichtet oder nach beſtimmten Geldſäßen bezahlt werden? und 2) bei Zinsgetreide beſonders, a) die Qualität deſſelben, im Vergleich mit Marktgetreide, b) das Verhältniß des Zinsmaaßes zum Dresdner Maaß, und c) 47 c) ob das Getreide von den Unterthanen angefahren oder mit eignem Geſchirre abgeholt werden muß? $. 43, b) über die unbeſtändigen Gefälle. Ueber‘die unbeſtäándigen Gefälle laſſen ſich im Allge- meinen feine beſondern Jnformationspuncte vorſchreiben und iſt dabei nur dasjenige zu berückſichtigen, was durch die Extracte 1c. etwa noch nicht hinlänglich deutlich„wird. F. 44. e) über die A>kerbaunugßung- In Betreff der A>erbaunugtung iſ beſonders von den Voigten, Säeleuten 2c. úber Folgendes Jnformation eins zuziehen: 1) Bisher übliche Pflugarten, Eggearbeiten 2c. bei je- der Frucht, au< wo möglich- Quantität der täglichen Ar- heit eines Geſpanns. 2) Gewöhnliche Düngung pro Aer. 5) Ob die ganze Brache jährlich bedüngt, und wieviel davon Fpfercht werde? 4) Verhältniß der üblichen Einſaat der verſchiedenen Getreideartén, fro Aker oder pro Schfl. Kornſaat. 5) Bisher gewöhnliche Fruchtfolge. 6) Betrag der jährlich beſtellten Brachfrüchte, an Erb- ſen, Wi>ken, Rübſen, Abſchneidefutter, Klee,- Erdäpfel, Kraut, Rüben, Lein, Hanf, Spergel 2c. 7) Betrag der jährlih bleibenden reinen Brache. 8) Art der Bearbeitung der Wurzelgewächſe. Ob mit der Hand odex mit dem Haken? 9) Gewöhnlicher Beirag der Erndte von einem Schfl. Aus- 48 Ausſfaat nach SchoËen und des Ausdruſches vom Scho>, wenn die Erndte- und Druſchregiſter darüber nicht beſſere Auskunft geben. Größe der Garben und deren ohngefähres Gewicht im Stroh. 10) Art der Erndte. Ob ſolche mit der Sichel oder mit der Senſe geſchiehet?\ 11) Art des Ansdruſches. Durch Fröhner oder eigene Leute, und um den wievielſten Schfl.? 6. 45. d) úber die Wieſennußung. Sind bei der Beſichtigung der Wieſen ſchon ſämmtliche _ im$. 29. aufgeführte Puncte erörtert worden; ſo iſt weiter feine Information nôthig, Widrigenfalls iſt das Nöôthige hier nachzuholen. g. 46. e) über die Garten- Grasz Obſt-‘und Weidennußung. Ebendaſſelbe gilt. in Anſehung der Gärten„ Gräſcrey- en, Obſt-- und wilden Bâume, oder des Weidichts($. 51.) und es iſ nur noh, wenn der bisherige Ertrag derſelben/ aus den Wirthſchaftsrechnungen niht zu entnehmen iſt, úber die Art der Nutzung und den bisherigen Betrag der- ſelben, die Preiſe der Baumpfähle 2c. Erkundigung einz zuziehen. F. 47. f) úber die Hopfennußzung. Gleichergeſtalt iſt bei den Hopfenäkern zu verfahren, und dabei noch; wy n 49 1) die Preiſe dex Stangen, 2) die ArEder Bearbeitung der Hopfenäker, ob durch Fröhner oder Lohnarbeiter?" und 3) die bisherige Verwendung und dex Preiß des Centner Hopfen, zu eruiren. F. 48. 8) über die Weinbergsnußung. In Rü>ſiſicht(Feld- Wieſen- Laubholz- Nadelholzhuthung,— dürre, tro>en, feucht, naß,— geſund oder ungeſund,: 5) über die Art und Dauer des Befugniſſes, beſtimm- te Zahl des Viches, und 4) über die ORs ÜL SIG AETA> auh wegen ſämmtlicher Huthungen, 5) über die Zahl des Viches, mit«ad ſie bishex bes betrieben worden, oder nah der Meinung der Leute betrie- ben werden fönnen, ſo wie 6) ob fremdes Vich in Weide genommen worden? zu befragen. COL k) über die Steinbrüche, Lehm- und Thongruben 2c. Geben die Rechnungen über den bisherigen Ertrag der Steinbrüche, Mergel- und Thongruben, Torfſtiche 2c. nicht hinreichende Auskunft,\o ſind durch die Vernehmung der Wirthſchaftsperſonen die Erträge ¿*ſo wie die dabe' nach der Localität vorkommenden Ausgaben 2c. ſo viel wic möglich auszumitteln. 1) úber die Frohndien ſte. Ueber die Quantität der Frohndienſte und der dafür zu entrichtenden Emolumente 2c. ſollten eigentliviches. 7) Oh Maſtoich aufgeſtellt wotden? : g. 55, o) über die Schweinenußung- Desgleichen in Betreff der Schweinenußung*? 1) Jn welchem Alter die Zuzucht gewöhnlich verkauft werde? und 2) in welchem Preiße das Zucht- uud Schlachtoich gez wöhnlich ſtehe?: $. 56. p) úber die Schäfereynußung- Geben die Extracte aus den Schäfereyregiſtern, Schafs búchern, Rechnungen 2c.($. 25. und 40.) über den bishe- rigen Schafviehſtamm, die jährl. Zuzucht an Lämmern, die Zahl des Merzviehes und den Betrag der Sterblinge hinrei- chende und glaubwürdige Auskunft: ſo iſ nur noch übrig, Folgendes durch Befragung des Schäfers, Verwalters 2c auézumitteln:; 1) Antheil des Schäfers, Art ſeiner Einmengung oder der ſonſt üblichen Einrichtung, Deputate und Emolumente, welche er außerdem erhält, nach ſeinem Dienſtcontract, De- putatbuche 2c. 2) 54. 2) Beitrag des Schäfers zu den Ausgaben, desgl. « 5) Wie viel Knechte und Jungen bei der gief vorhanden, und was dicſelben crhalten? 4) Trânke der Schafe. 5) Art und Quantirôt der Fütterung(Stroh, Heu, Laub, Erdäpfel, Oelkuchen, Hafer, Salz.) Ó 6) Gcwt hnliche Dauer der Stallfütterung mit den Schafen und mit den Lämmern.— Winterhuthung, Saathuthung. 7) De bisher Heu oder anderes Futter für die Schä- ferey erkauft werden mußte? Quanzität und Preiße deſſel- ben.— Preiße' der Oelkuchen und des Salzes.— 8) Wollertrag.— Wie viel Stú> auf den Stein Wol- le?— Werden die Lämmer geſchoren? 9) Preiſe der Wolle, wo möglich ſeit den leßten 6 Jah- ren.— Preiß der Lammwolle desgl.| 10) Zeit des Auemerzens.— Ob Zuchtvich verkauft worden.— Preiſe des Merzviches, der Pracklämmer u. ſ. w. 11)-Ob Fettweide vorhanden? 12) Sterblichkeit.— Wahrſcheinliche Urſachen, derſel- ben. Preiſe der Sterblingsfelle. 15) Zeit der Schur.— Lohn beim Schwemmen und Scheeren, Binden oder Sa>ken der Wolle. Trans- portkoſten. 14) Wie die Veredelung bisher geſchehen? wo die Stähre gckauft worden? wie viel jährlich"und wie theuer? 15)- Gegenwärtige Preiſe der Zuchtſchafe? 16) Betrag des Pferchs und Dauer der Pferchzeit.— Stärke des Pferchs pro Aer Land. Fg. 57. q) über die Federvichzucht. Wo die Federviehzucht von Bedeutung iſt, und, wel- ke ſelbſt 2c. und 4) über die etwa dabei vorkommenden beſonderen Abgaben Erkundigung‘einzuziehen. Anmerk. Da das Halten der Bienen in der Regel in der Willkühr cines jeden beruht und kein beſonderes Grundſtú> dazu nöthig iſt, alſo ganz der individuellen In- 56 Induſtrie überlaſſen bleiben muß,„überdieß die Bienen- zucht, wegen der erforderlichen ſteten Aufſicht ſich mchr für Fleine als große Wirthſchaften eignet; ſo kann nurx in dem Falle, wenn dem Gute cin beſonderes Recht‘in Rückſicht der Bienenhaltung zuſteht, etwas dafür in Ans ſchlag kommen. / N. 39. s) über die telih vorgeſchrieben iſt, ſo viel wie möglich detaillirt angelegt wêrden, und mit Hinweiſung auf die Anſchlagsacten Fflar und deutlich überſehen werden Fönnen.| 5) Bei allen a iA wird ſtets der 2uſtand, des vorhandenen Juventariums berü>ſichtigt und daſſclbe nah Erforderniß ergänzt. Soll aber“ ein Nugzungsanſchlag zu einer Berechnung des Werths des Guts dienen, ſo werden die Berechnungen ſtets ſo angelegt, als wenn fein Jnventarium beim Gute vorhanden ſey, ſondern daſſelbe ganz angeſchafft werden müßte. Vergl.$. 20, F609. Beſondere Grundſätze bei Berekerbaunußung. Ausmittelung des Futter- und Streuvorraths. Die Veranſchlagung der A>erbaunutung heginnt zuodr- derſk mit einer Berechnung des auf dem Gute vorhandenen (erbauten und erkauften) Futters und der Unterſtreu, nach den aus den Jnformationsprotocollen, Heu- und Erndte- regiſtern, nach bconomiſcher Prüfung und mit Rückſicht auf die Beſtimmungen der Beilage sub© lit, k. und 1. fich ergebenden Reſultaten. Die aus den Jnformarionsprotocollen, Erndteregiſtern 2c, ſich ergebenden Quantitäten ſind nämlich hier, wie über- all, nur in ſo ferne anzunchmen, als ſie unverdächtig ſind, mit richtigen landwirthſchaftlichen Erfahrungen ni{ung der Dôâcher erforderliche Stroh 2c.(zu welchem letztern jährlich der 20ſte Theil der zur völlig neuen De>ung der vorhandenen Strohdächer erz forderlichen Quantität, und zwar pro Quadr. Ruthe Dach 1 Scho>k Strohbunde a 20 Pfund, zu rechnen iſt,) abge: zogen.‘ Das übrig bleibende Futter wird nun nach folgeüden Grundſäßen auf Heu reducirt. Ein Cntr. Heu oder Grummt mittlerer Güte iſt gleich: 5 Cntr. Gras, grúnem Klee, Abſchneidefuttex 2c. 15 Dr. Schfl. Erdäpfel, a. 170 bis 200 Pfd. 5 Cntr. Kraut oder Rúben- 15 Cntr. Trábern, im| feuchten Zuſtande oder ohnge- fahr 15 Schfl. Der ſich auf dieſe Art ergebenden Summe des auf Heu reducirten Futters wird das ohngefähre Gewicht des Strohs zugeſeßt.,:' Dieſe Summe des Heu- und Strohgewichts wird hier- auf mit 2 multiplicirt, und giebt das Gewicht des in der Wirthſchaft bei eingeführter Stallfütterung des Zucht- und Nußrindviches entſtehenden Düngers, welches mit den Re- ſultaten der Dúngeregiſter 2c.(F. 25. und 44.) zu verglei: er nach dem gefundenen Zuſtand der Felder, nach der bisherigen Einſaat und den Sähten in der Beilage sub© beſtimmt. Bei dex in gedachter Beilage für jede Bodenclaſſe ans gegebenen Einſaat iſ außer guten, reinen Saamen, rei- ner(von Unkraut gehörig befreiter) Boden,‘welcher übri- gens den Kennzeichen der Claſſe‘im mittlern Grade ent- ſpricht, gute und zeitige Beſtellung, wie ſie bei fleißigen Landwirthen in Sachſen. üblich iſt, und mildes Klima, úbrigens aber blos Saat aus1der Hand, jedoch durch tüchz tige Säeleute,(nicht durch Fröhner,) vorausgeſcht worden. Eine geringere Einſaat als: die angegebene kann ange- nommen werden, wenn ſie in der Gegend{hon üblich iſt; cine ſtärkere nur dann, wenn hinreichende Gründe, welche ſich aus Vorſtehendem ergeben, und jedesmal anzufüh- ren ſind, ſie rechtfertigen. An Klee ſind pro Aer 16 Pfd.; an Erdâpfeln 8— 10 Schfl. und an Rübſen und Raps 15— 15 Mb. nöüthig. S. 77. Beſtimmung der Quantität der Ausſaat der verſchiedenen Feldfrüchte. Bei Beſtimmung der Quantität der Ausſaat der ver- ſchiedenen Getxeidearten und Feldfrüchte hat ſich der Taxa- tor hauptſächlich nach der bisherigen Gewohnheit und dem Zu- 72 N Zuſtande der Felder zu riers, dur< die Düngung, Bearbeitung, Fruchtfolge, Lage und durch das Klima beſtimmt. Mit ſteter Rückſicht auf dieſe Umſtände, auf‘die Res ſultate der Erndte- und Druſchregiſter,($. 40.) die Infor- mation($. 44.) und auf die Beſtimmungen in der Beilage sub,© hat der Tarator den Ertrag der Felder jeder vor- kommenden Bodenclaſſe zu beſtimmen. Der‘\in gedachter Beilage für die vorzüglichſten Frúchte jeder Claſſe angegebene Ertrag ſet vollkommene Ueber- einſtimmung des Bodens mit den angegebenen Eigenthüm-- lichkeiten der Claſſen, jedoch nur in einem mittlern Grade (ſo daß er eben in dieſe Claſſe gehört und noc keinen Ue- bergang bildet) Reinheit, fleißige und gute, jedoch nur land- Übliche Bearbeitung(mit den gewöhnlichen Werkzeugen) die angegebene Düngung, die gewöhnliche Fruchtfolge der Drey- felderwirthſchaft, mit ohngefähr tein Drittel reiner Brache in den 5 erſten und verhältnißmäßig mehr, bis zur ganz reinen Brache, in den leßtern Claſſen und mildes Klima voraus, und dru>kt natúrlich nur einen mittlern Er- frag aus. , Zu E /2 Zu mehrerer Deutlichkeit iſt hier nur no< zu exwähnen: 1) daß die Benußzung der Brache in den erſten fünf Claſſen ohngefähr zu#(wovon F mit einer Stroh erzeugen- den Frucht, gewöhnlih Erbſen und Wien) in der 6bten zu 2(# mit einer dergl. Frucht) in der 7ten Claſſe zu F 1 mit einer ſtrohliefernden Frucht) angenommen worden iſt, wie ſolches in Sachſen faſt überall ſtatt findet... Bei den übrigen Claſſen iſ keine Brachbenuzung mehr berechnet. 2) daß der Dünger nach der Quantität des Strohs, welche der Boden bei der angegebenen Beſtellung erzeugt, mit Hinzurechnuÿg eines Drittels Heu(für die Körner, Wurzelgewächſe 2c.) beſtimmt worden, und 5) daß in den erſten beiden Claſſen das Scho> Win- tergetreide an Stroh zu 7 Cntr.; Sommergetreide zu 6 Entr.; Erbſen in der erſten Claſſe zu 7 Cntr., in der zwei- ten zu 6 Cntr., in den folgenden Claſſen aber das Scho Wintergetreide und Erbſen an Stroh ohngefähr zu 6 Cntr., Sommergetreide zu 5 Cntr.(beiden niedrigern Claſſen et- was weniger, bei den höhern etwas mehr) angenommen iſt. Findet eins der erwähnten Verhältniſſe anders ſtatt, als cs oben vorausgeſeßzt worden; ſo muß natürlich der Er- trag verringert oder vermehrt werden, und hat der Taxa- tor hiernach| die Reſultate der Erndte- und Druſchregiſter 2c. zu prúfen und mit Anführung der Gründe zu be- richtigen. Den Erndte- und Druſchregiſtern 2c. iſt überhaupt nur dann Glauben beyzumeſſen, wenn ſie unverdächtig ſind und einer richtigen dconomiſchen Erfahrung nicht wi- derſprechen. Werden noh andere Früchte als die in der Beilage sub© erwähnten gekaut, als z. B. Hirſe, Lein, Hanf 2. ſo 74 ſo iſ deren Éttrag nach der Ocertlichkeit auszumitteln und landwirthſchaftlich zu beurtheilen. Anmerk. Sollte es auffallen, daß nah den Be- ſtimmungen dieſes und des vorhergehenden 7ten$. die Dúngung nah dem Stroh- und Futtererzeugniſſe, dew Ertrag aber nach$. 77. wieder mit Rückſicht auf die Dun- gung beſtimmt werden ſoll, die Berechnung alſo gewiſſer: maaßen ſich in einem Kreiſe drehe; ſo bedenke man, daß dieß nicht anders der Fall ſcyn kann, weil‘die Natur ſelbſt| dieſen Kreislauf macht, daß daraus aber keines- wegs eine ſchädliche Unbeſtimmtheit heroorgehe, vielmehr nur ſo viel, daß die Dúngung und der Ertrag nicht auf einmal, ſondern nach und nach, mit ſteter wecſelſeitiger Rüſicht beſtimmt werden Fönne, übrigens aber die| Art des Gegenſkändes an und für ſich eine mechaniſche, und eine bis aufs kleinſte zutreffende Berechnung nicht erlaube. $. 79. Abzüge vom Rohertrag. Von dem auf dieſe Art ausgemittelten Rohertrage an Scho>ken und Körnern der verſchiedenen Früchte ſind ſodann die Naturalabgaben und Ausgaben an Zehenten, Fröhner- mandeln, Samen, Dreſcherlohn, Deputaten,(inſoweit ſolz che auf den Ackerbau Bezug haben,) die Bedürfniſſe zur Speiſung des Geſinde und der Fröhner, das Viehfutter 2c, na< Anleitung dex Jnformationen, Extracte und unten folgenden Vorſchriften abzuziehen.- Hier iſ nur ſo viel zu bemerken, daß von jedem Scheffel Ausdruſch ſämmtlicher Getreide- Húlſen- und Oel- fráchte, mit Ausnahme des Hafers und der Wicken, 1 Mhe- Ge- 75 Geringes zur Fütterung fürs Vich in Ausgabe geſtellt und abgezogen wird. $. 004 Beſtimmung der Getreidepreiße. Das zum Verkauf übrig bleibende Getreide wird auf folgende Art zu Geld beremäßiger Einrichtung keineswegs ſo weitläufig und koſtſpielig iſ, als cs ſcheint, keinen Beifall finden,#0 würde ih rathen, die Getreidepreiſe für jeden Fall nach den bei umſichtigen und aufmerkſamen Landwirthen ein- gezogenen Erkundigungen über die für die Gegend gel- ten- 76 tenden Mittelpreiße zu beſtimmen.— Uebrigens weiß ich reen.) bei Raps- zu 7 Thlr. 12 Gr.(25 Sch. Rocken) anzunchmen ſcyn, Goa 8s Einfluß der Getreidepreiße auf alle übrigen Geldſätze des Anſchlags Die Getreidepreiße äußern ſtets ſehr bedeutenden Ein- fluß auf die Preiße anderer Dinge, ganz beſonders auf die Tage-* und. Geſindelöhne, die Preiße des Fletſches, der Milch, Butter 2c. Es iſ daher in allen folgenden Berech nun= 79 nungen. bei Beſtimmung‘der Preiße anderer Dinge, nicht der zur Zeit beſtechende und dur< die Jnformation ausge- mittelte Preiß, als ſofort geltend anzuſchen, ſondern fets auf die durchſchnittsmäßig beſtimmten und zur Zeit beſte: henden Getreidepreiße ſorgfältige Rückſicht zu nehmen, und der Preiß anderer Dinge mit dieſen in Verhältniß zu ſtellen. $. 92. e) Berechnung des Zugvoiehs und der Handarbeiter. „Zu Eruirung-des beim Gute nöthigen Zugvichs uns dex Handarbeiter hat der Taxator eine ſpeciclle Berechnung der auf dem Gute jährlich erforderlichen Spann- und Hand- arbeiten nah Tagen, mit Rückſicht auf die Localität und die aus den Jnformationen($. 52. 55.) und dem Vorher- gehenden ſich ergebenden Datis zu fertigen. Treten. nicht beſondere- Umſtände cin, ſo werden die Spannarbeiten, je nachdem ſie beſſer mit Pferden oder Ochſen geleiſtet werden, nach 2ſpännigen Pferde- und Och- ſentagen, und die Handtage nach mannlichen und weibli- chen Tagen berechnet: Die Art und Weiſe dieſer Berechnung ergiebt ſi< aus der Beilage sub Y.} Anmerk. Um nicht unndthiger Weiſe weitläufig zu werden, habe ih in vorſtehendem$. die einzelnen Säge zu Beſtimmung dér Spann- und Handarbeiten nicht an- gegeben, in“ der Beilage sub Y aber darauf Rückſicht genommen; allgemeine Säße zu Berechnung der am hâu- figſten vorkommenden Arbeiten aufzuſtellen. Uebrigens müſſen bei dem Tarator und noch mchr bei dem-Reviſor, ſo viel dconomiſche Kenntniſſe voraus- ge geſeßt werden, um in jedem einzelnen Falle nach der Localität und den Informationen die einzelnen Arbeiten richtig berechnen zu können. Unter den im 6. erwähnten beſondern Umſtän den- verſtehe ih z. B. dem Widerwillen gegen die Arbeit mit Ochſen, welcher in manchen Gegenden unter den Knechten herrſcht, ſo daß daſelbſt gar keine Ochſenknech- te zu haben ſind; die in der Gegend herrſchende Gez wohnheit, 4ſpännig zu fahren, welche ſ{- Hâekſel und 6 Pfd. Stroh zur Streu.) Ein Reitpferd be- darf nur 5 Schfl. Hafer wöchentlich. Ein tüchtiger Zugochſe, welcher niht auf die Weide geht und den ganzen Tag arbeitet, muß täglih 22 Pfd. Heu oder ein dieſem an Nahrhaftigkeit gleich kommendes Futter erhalten. Uebrigens jährlich 5— 4 Scho> Stroh a 7=— 8 Cntr. zur Unterſtreu, und zur. Unterſtüzung bei ſtarker Akecrarbeit pro Stú>k 6 Schfl. Schrotgetreide. Ein Bulle iſ einem Ochſen im Futter gleich zu rechnen. Eine Kuh von guter oder veredelter Landrace(cine Mittelkuh, welche lebend etwa 4 Cntr., ausgeſchla-btet 2E Entr. wiegt) bedarf bei Stallfütterung tägl. 16— 16 Pfd. Heu oder dem gleich kommende Fütterung(kann aber noch mehr verzchren) und jaährlih 5 Scho> Streuſtroh. Grö- ßere Racen bedürfen noch mehr Futter, kleinere können ſich mit wenigerm‘begnügen. Weidegangskühe haben nach Verhältniß weniger Streuſtroh nöthig. Für das junge Zuchtvich iſt im Durchſchnitt etwa die Hälfte Futter zu rechnen. Für Landſchafe iſt im Durchſchnitt aller Sorten zur Winterfütterung auf 140 Tage, wenigſtens Z Cntr. Heu und F Scho>k Futterſtroh a 7 bis 8 Cntr. pro Stück zu rechnen. Ucberdieß noh das unten($. 108.) angegebene Getreide(gewöhnlich etwas weniger) und auf 10 Stück 1# Scho>k Streuſtroh.(Täglich für 1 Schôf ohngefähr 25 Pf- Heu oder auf Heu reducirtes Futter.) Für veredelte Schafe iſ ebenfalls im Durchſchnitt jôhr- lih pro StúE wenigſtens 1, beſſer 14 Entr. Heu,(oder verhältnißmäßig Kartoffeln) und wenigſtens eine gleiche Quantität Futter-. und Streuſtroh, wie oben angegeben worden, auch das$, 108. bemerkte Getreide zu rechnen. F 2(Zâg- 84 (Täglich für ein Schaf ohngefähr 5 Pfd. Heu ¿va demſelz ben gleich kommendes Futter.) Noch beſſeres Futter bezahlt ſich immer, auch iſt in Gegenden, wo. der Winter länger dauert, mehr Futter zu rechnen.; Werden die Lämmer bis zur Erndte ganz im Stalle gefüttert,#0 iſt fúr dieſe eie timiin noch etwas Heu hinzuzuſeßen. Uebrigens iſt bei Beſtimmung der Zahl der zu halten- den Schafe hauptſächlich auch auf die vorhandene Sommer- weide(4 Monate) an Augere Brah- und Holzhuthungen Rückſicht zu nehmen, und zwar ſo, daß pro Aker mittels máßige„ nicht zu tro>ne Sommerweide,(C1. III. IV. u. V.) ohngefähr 10 Landſchafe oder 8 veredelte Schafe gerechnet werden, wobei im Durchſchnitt 4 Aer Laubholzhuthung und 5 A>er Nadelholzhuthung bei mittelmäßig gutem Bes ſtande, jedo< excl. der Schonungen, höchſtens einem Aker mittelmäßiger freier E gleich zu rechnen ſind. Oefters werden aber resp. 7. u. 10. Aer Holzhuthung erſt cinem Aer mittelmäßiger Me Huthung gleich gerechnet werden können. Findet Koppelhuthung auf den Sommerweiden ſtatt, ſo ſind dieſe nach Verhältniß des darauf_weidenden Vichs geringer, úberhaupt aber, weil nichts an ſolchen Huthun- gen geſchicht, Ftel ſchle Mege.) Pf. oder 1 Kanne unverdünntes Brant- weinſpúlicht von Roken, Vf. dergl. von Kartoffeln, = 1 Pf. Ucberkehr, — 1 Pf. Futterſtroh von Erbſen, Wicken, Kleegerſte 2c. — 12— 2 Pf. anderes gemeines Futterſtroh- Die Abfálle an Kraut, Spreu oder Siede,(= 15 — 2 Yf.)- Kleyen 2c. werden bei der Fütterung drein ge- rechnet. Laubfútterung der Schafe iſt jedenfalls nur ſchr gering anzuſetzen. Das Schweine- und Federvich wird bei der Futterein- theilung nur im Allgemeinen verhältnißmäßig berúüſichtigt- Zu Beſtimmung der Zahl der auf dem Gute zu hals tenden Schweine gelten in der Regel, wenn nicht beſonde re in der Localität begründete Umſtände,(Mangel an Stal lung an Abſatz 2c.) eine Abweichung ndthig machen, folz gende Vorſchriften: Auf die Molken, abgenommene und ſaure Milch 2c. von 10 Stúck Kühen,(wenn jene nicht anders benußt wer den) wird ein Zuchtſchwein(mit den davon fallenden Fer feln) gerechnet, desgl. auf- 50 Aer Artfelder(eigentlich auf die Abgänge davon an Kleyen, Erdäpfeln, Kraut, ganz ſchlechtem Getreidè, Obſt, Spülicht 2c.) ebenfalls ein Stück. Wird täglih 1 Schfl, Getreide zu Brantwein verbrennt- ſo H hb | i D Sg [G 6 ſo iſ hierauf ebenfalls 1 Zuchtſchwein zu rek Kühe oder 20 Skt. Jungvieh bei Stallfütterung cine Magd, bei Weidegang eben- 89 ébenfalls,(ws aber ſodann die Mägde mehr auf dem Felz de mit arbeiten können ,) und auf Schweine und Federvieh ebenfalls 1 Magd gerechnet wird. Bei einer beträchtlichen Schweinezucht iſt öfters ein beſonderer Schweinemeiſter ange ſtellt. Jt aber Schweine- und Federvichzucht nicht beträcht- lich, ſo Fönnen ſie von der Häusmagd mit beſoëgt werden. Bei bedeutenden Wirthſchaften muß auh ein Haus- Fnckerbaunußzung, ſo wie der ſon etwa— 12 Gr.=—(2 Sch. Korn) zu verausgaben. Schfl. 4 Ms. Hafer zu Grüge 2c. oder ſtatt dieſen —- 4 e Heidekorn, ferner _— 24 ue vErbſen, _— EL e OURS 5 bis 6 Sen) und# Kanne Brantwein-< Der Bedarf an Fleiſch, Fett, Butter, Käſe, Milch, Vier,„Kofent, Heringen 2c. iſt im Allgemeinen nicht zu beſtimmen, ſondern muß ſi< ſtets nach der úber die Ob- ſervanz eingezogenen Information($. 66.) gründen. Die Hâlfte des Fleiſches iſt als eingeſalzen anzuſetzen und pro Cntr. Fleiſch ohngefähr$ Mete Salz oder 5 Pf. und 2 Lth. Salpeter zu rechnen. Der ausgemittelte Bedarf an Getreide iſt, vors Bedarf an Fleiſch, Fett, Butter, Milch und: Käſe, bei der Rindoich- und Schweinenußzúung in Abzug zu bringen. Erhält das Geſinde Obſt, ſo ſind bei der Obſtnugzung auf jede Perſon Geſinde 5 ſtarke Bäume(1 Apfel- 1 Birn- und 1 Pfſlaumenbaum) abzurechnen. Alles übrige, Hirſe, Salz, Salpeter, Brantwein, Vier, Kofent 2c. wird zu Geld berechnet. F. 96. Arzney- und Curk'oſten. Fff es hergebracht, daß für das franke Geſinde Arz-| ney- und Curxkoſten bezahlt werden; ſo ſind- dafúr a Per:| $, | / Gl $. 97. k) Berechnung der Garten- Gräſerey- Ob ſt- und Weidennugßung- 1) der Gartennußung. Sind die bei cinem Gute vorhandenen Gemüſegärten von Bedeutung, ſo daß mehr als das Wirthſchaftsbedürf- niß erzeugt wird, ſo iſt der Reinertrag derſelben pro Aker ohngefähx ein Dritttheil bis zur Hälfte höher zu ſchäßen, als ihn ein Acker Feld derſelben Claſſe in dieſer Gegend und Lage gewährt, wogegen aber für den Lohn eines Gärt- ners, wenn auch die Größe der Gärten einen ſolchen nd- thig macht, nichts angeſetzt wird. Wird der Garten durch Fröhner beſtellt, ſo iſt verhältnißmäßig noch etwas mchr zu rechnen. 2) Gráſereynußung. Grasgärten und andere Gräſereyen werden nicht ver- anſchlagt, wenn ſie. niht etwa beſonders verpachtet ſind, und deren Ertrag daher im$. 74. nicht mit berechnet worden iſt. 3) Obſtnußuug. Die Obſtnußung wird, nachdem($. 51.) die Zahl, Art und Stärke der Obſtbäume ausgemittelt worden, nach folgenden Sätzen beſtimmt: Jm Mittel iſ der jährliche Ertrag eines ſtarken Apfel und Birnbaumes zu— 4 Gr.—(Æ Sch. Korn), eines mittlern zu 5 Gr., eines ſtarken Pflaumen- oder Kirſch- baums zu 5 Gr., eines mittlern zu 2 Gr. anzunehmen. Liegt das Gut aber in einer dem Obſtbau ſchr günſtigen Gegend, oder in der Nähe einer bedeutenden Stadt ſo ſteigt der Ertrag reſp. auf 5 Gr. und 4 Gr.,— 4 Gr. und 5 Gr., fällt dagegen bei. entgegengeſeßzten Verhältniſſen reſp. reſp. auf 5 Gr. und 2 Gr.,= 2 Gr. und 1 Gr. herab, Junge Bâume unter 2 Zoll Stärke werden gar nicht vere anſchlagt. Borſtehènde Regeln leiden nur dann eine Ausnghme, wenn der bisherige Ertrag nach unverdächtigen und wenig» ſtens 12jáhrigen Angaben jährlik der Vetrag dreier“ männlichen Tagelöhne wieder abzurechnen, auch auf 500 St. junge und mittlere Obſtbäume 1 Scho> Baumpfähle in Ausgabe zu ſtellen./ Befindet ſi< auf dem Gute eine Baumſchule, aus welcher Bäume verkauft werden; ſo iſt deren Nußung nach Durchſchnitten aus dem bisherigen Ertrag mit Rückſicht auf ihre jeßzige Beſchaſfenheit auszumitteln. 4) Wilde Baumuußung. Der Ertrag der wilden Bäume, des Weidichts 2c. muß ſih aus den Jnformationsprotocollen ergeben, und iſt entweder bei der Geld- Einnahme oder bei der Berech- nung des Holzbedürfniſſes($. 140.) zu berückſichtigen. 5) Luſtgärten. Sind auf cinem Gute Luſtgärten vorhanden, ſo wer- den ſolche nah‘der Beſchaffenheit ihres Bodens cinem áâhn- lichen Stúke Feld gleich geſchägt. Auf die Reparatur der Vermachungen der Gärten wird unten Rückſicht genommen.($. 145.) F. 98. 1) Berechnung der Hopfennutzung- Der Ertrag des Hopfens iſt in Sachſen ſelten von Be- i deu- 93 deutung, Hat derſelbe aus den Wirthſchaftsrechnungen und bei der Jnformation nicht genüglih erörtert werden fönnen; ſo iſt pro Aer in günſtiger Lage, höchſtens 60 Schfl, Hopfen a 8 Pfd. Coder ohngefähr 4x Cntr.) jähr- lich zu rechnen, deſſen Preiß nach der Localität zu beſtim- mcn iſt. Eben ſo ſind, wenn die Bearbeitungskoſten nicht gez nauer zu eruircn geweſen, pro Aker 43 männliche und 80 weibliche Tagewerke zu berechnen, auch ein Viertel des gan- zen Bedarfs an Hopfenſtangen,(pro Aker bei einer Ent- fernung von 4 Fuß im Quadrat 4500 Stangen) als jâhrs licher Abnugz nach den Localprcißen zu verausgaben. $. 99. k) Berchnung der Weinbergsnußzung. Hat- der Tarator über die$."48. wvorgeſchriebencu Puncte hinreichende und glaubwürdige Auskunft erhalten, ſo iſt die Berechnung dex Weinbergsnußung darnach an- zulegen. Sn Zweifelsfällen hat ſich derſelbe nac folgenden Sz yen zu richten. Vei guter Lage des Weinbergs iſt pro A>er 15 bis 2 Faß Moſt im Durchſchnitt zu rechnen, deſſen Preiß orts- úblich zu beſtimmen iſt. Sind Obſthäume mit in dem Se orhanden,#0 find ſolche auf obige Art($. 97.) zu berechnen. Voñ dem quf dieſe Art ausgemittelten Ertrage ſind ſodann die Koſten der Bearbeitung abzuziehen. Im Allge meinen ſind 80 Tagewerle pro Aker zu rechnen, Auf einen A>ex Weinberg werden 58 Scho Pfähle gerechnet und iſ jährlich ein Viertel zur Ergänzung nôthig. e tL YE 4 Dié Koſten der Weinleſe betragen im Allgemeinen pro Aker 8 Tagewerke und die des Kelterns pro A>er 1 Thlr. 12 Gr. bis 2 Thlr.—(F bis+ Schfl, Korn.) Die Unter- haltungskoſten des Weingefäßes und der Preſſe 2c. ſind pro Aker mit 2 Thlr.—($ Schfl. Korn) wenigſtens zu ver- anſchlagen. Ueber die Reparaturkoſten der Weinbergsmauern 1c. vid, unten$. 145, $. 100, 1) Berechnung der Nutzung der Steinbrüche, Lehm- und Thongruben. Die Nuzung der. Steinbrüche, Lehm- und Thongru- ben 2c. wird nach den bjährigen Durchſchnitten, mit Hin- ſicht auf die in Anſehung des Nachhalts 2c. aus den Jn-. formationsprotocollen ſich ergebenden Datis angeſetzt. $. 101. mw) Berechnung der Rindviehnußung. Nach Erörterung der Zahl und Fütterung des Rind- viehes($. 87. 83. 90.) iſ die Nutzung deſſelben zu be- rechnen, wobei folgende Vorſchriften zu beobachten ſind. G02, Beſtimmung der Zahl des jungen Viehes und der Bullen. Die nôöthige Zahl des jungen Viehes zur Nachzucht, bis zum dritten Jahre, iſt nah dem jährlichen Abgang an alten Vich,(inſoferne dieſer niht. dur< Ankauf erſeßt wird,$. 55.) zu beſtimmen, ſo daß die Zahl des jungen Viches dreimal ſtärker als der jährliche Abgang ſeyn muß. n Ue GI Fn der Regel wird angenommen, daß kein Jungvich zum Verkauf gezogen werde. Auf 50 St. Kühe iſ ein erwachſener Bulle zu rechnen. Ge 103. Fährlicher Abgang an Pra>k- und Sterbevich. Der 8te Theil der Kühe und der dte Theil der Ochſen und Bullen iſ jährlich als Pra>koieh anzunehmen und nach den üblichen Preißen mit Rückſicht auf etwa ſtattfindende Maſtung und nach Abzug des in der Wirthſchaft nöthigen Fleiſches($. 86. und 99.) in Einnahme zu bringen. Als jährlichen Abgang durch Krankheit iſt bei altem Vich der Zote, bei jungem der 20ote Theil zu berechnen. Von- 10 Stúck Kühen iſt eine als gelte und von 10 Kälbern 1 St. als Abgang anzunchmen. Die nach Abzug der nôthigen Zuzucht übrig bleibenden Kälber werden ſodann nach den Verkaufspreißen vereinnahmt. $. 104. Milch-Nugzung der Kühe 2c. Die Art der Nutzung der Kühe beſtimmt ſich, nah der Information.(F. 34.) Die Quantität Milch, welche eine Kuh giebt, richtet ſich hauptſächlich hac) der Güte und Menge des Futters und iſt alſo nach der gefundenen Fütterung($. 90.) zu bez urtheilen, wobei als Anhalten Folgendes zu beobachten: Von dem nach$. go. in Pfunden ausgemittelten, und auf Heu reducirten Futter, welches eine Kuh das Jahr hinz durch täglich erhlt, werden bei einer Mittelkuh 6 Pfund zum Lebensunterhalte abgerenes und ſaftiges Futter in gehörigem Ver- hâltniſſe zu einander gegeben werden.— Beträgt das Fut- tex, welches eine Kuh täglich erhält, mehr als das Dreifa- che ihres Lebensbedürfniſſes, ſo iſt ohngefähr die Hälfte dieſes Ueberſchuſſes, außer dem Lebensunterhalte, noch auf den Fleiſch- und Fettanſaßz abzuremäßige Behand- lung der Kühe und eine milchergiebige Raçe vorausgeſeßt werde, iſt von ſelbſt klar. Kleine Brüche, welche bei ciner‘dergleichen Berechnung ſich ergeben, werden, wenn ſie weniger als# Kanne be- tragen, nicht berückſichtigt. Bei größeren Kühen(beſonders Schwcigerraçe) iſ der Le: 97 Lebensunterhalt- mit 9. 10. und mehr Vfd. abzuzichen. Bei Fleineren Kühen(vergl. F. go.) iſ etwas weniger zu rechnen. Gelte-Kühe werden im Ertrage um 2 Fünftel, Erſtlin- ge um 1 Fünftel geringer angeſczt, Bei Weidegang iſ in der Regel(wobei ich die guten Alpen„ und[ nicht ſauren] Niederungs- Weiden im Voraus ausnchme ,) die Milchnußung etwas geringer anzunchmen, Ob dieß abey in Rückſicht der Quantität oder der Qualität ſtatt finde, oder in Rückſicht beider und in welchem Mag- ße, muß aus der Beſchaffenheit und Entfernung der Weiz de und der dabei no< gegebenen Stallfütterung beurz theilt werden. Anm. Die hier angegebene Milchnußungsberechnung gründet ſich auf vielfache Erfahrungen und Beobachtun- gen, welche zuerſt der verdienſtvolle, Oberlandesöconomie= Commiſſair Meyer in ſcinen Grundſägen zu Verfertis gung und Beurtheilung richtiger Pachtanſchläge, S. 147. und folg. bekannt gemacht hat, nachher aber auch von Andern im Allgemeinen bewährt gefunden worden ſind. Ich habe nur die- Art der Berechnung einfacher angege- ben, als ſolche Meyer vorſchreibt, wobei ih jedoch be- merke, daß die Reſultate dieſer Berechnung nur bei ge- wöhnlicher Füttérung und im Allgemeinen und im Durch- ſchnitte genommen, nicht aber bei einer Anwendung auf einzelne Thiere, einzelne Futterarten oder kurze Zeiträu- me zutreffen werden. Ganz genaues Zutreffen iſ bei dieſem Gegenſtande weder möglich no< nothwendig. $.103. Butter- und Käſenußung. Bei guter Milch,(deren Beſchaffenheit hauptſächlich voin Futter und von der Vichracçe abhângt,) ſind von 20 G bis 2e bis 24 Kannen Milch, 2 Kannen Rahm und 18—. 29 Kannen te A Milch, oder 1 Kanne Butter,(biswei=| len nur 2 Kannen) und 2 Kannen friſcher Quark oder 1| bis 15 Pfd. tro>ner Käſe zu erwarten.| Hiernach iſt mit Rúkſicht auf die vorhandene Raçe und» Fütterung und die üblichen Preiſe-($. grit Nubi der Kühe zu berechnen,„nachdem zuvörderſt das Wirth- ſchaftsbedürfniß(F, 86. und 99.) von dem Natural-Ertrage abgezogen worden. $. 106. Abzüge bei der Kind oieiGig: Von der Rindvichnußung iſ ſogleich dasjenigé abzuzicz hen, was zum Ankauf der Fütterung, als z. B. Oelkuchen, Leinmehl,, Salz 2c., fürs Caſtriren, zu Erhaltung des Rind- viehſtamms Und bei der Milchwirthſchaft aufgewendet wer- den muß, ſo wie die Intereſſen von dem im Rindoichſtam= me ſte>enden Capital mit 6 pr. Cent, ti CIOS An Salz wird pro Stü>k altes Vieh jährl. 1 Mehe zur Fütterung, und zum Einſalzen der Butter zum Ver- kauf, auf 75 Kannen Butter 1 Mete Salz— 7 Pfund gerechnet. id Für Arzneyen wird pro Stück Rindvieh ohngefähr 2 Gr.(4 Schfl. Korn) gerechnet. Wird däs junge Viech, an Ochſen, Bullen 2c. nicht zugezogen„ ſondern angekauft, ſo iſt daſſelbe ebenfalls mit den Eink’aufspräßen in Abzug zu bringen. Der Werth des Rindviehſtammes wird nach den übli enden Capitals(ſtehenden Capitals) muß wegen der vielen Ge- fah- e 99 fahren, denen daſſelbe ausgeſeßt iſt, wenigſtens zu: 6 pr, Cent beret, und auf 12 Stück alte Schweine x1 St. auf Abgang durch Krankheit geréhnet, Auf 10 Sau- en iſt 1 Eber nöthig. Die Nachzucht beſtimmt ſich nach dem Abgang, ſo daß die Zahl der jungen Schweine ohn- gefähr das Doppelte des Abgangs beträgen muß. Art der Nußung,. Nach der Fnformation(6. 55.) iſt{u beſtimmen, in welchem Alter die jungen Schweine verkauft werden. Jm Allgemeinen iſ anzunehmen, daß die Hälfte als Ferkel, zwei Sechſtel als halbjährige und ein Sechſtel als jährige Läufer verkauft werden. Was an Fleiſch, Fett 2c, für das Geſinde und die > GB 2 Sroh- 100 Fröhner nôthig iſt;($. 86, und 95.) wird hier ſogleich abgezogen. Die Preiſe der Schweine beſtimmen ſich nach den ein- gezogenen Informationen,($. 55.) Abzúge. Von dem auf dieſe Art ausgemittelten Rohertrage der Schweinezucht wird nun noch der Lohn des Schweinchirten, wenn ein ſolcher beſonders gehalten wird, das Schweine- \chneiderlohn, und für Arzneyen(Spicsglas 2c.) pro St. des Schweineſtammes ohngefähr-2 Gr. abgerechnet, auch die 6 pro Centigen Zinſen von dem im Schweine-Inventaz rio ſte>enden Capital in Abzug gebracht, Vergl.$, 68. 5, und Anmerk. ad$. 149 o) Berechnung der Schäfereynußzung- Die Stärke des Schafoichſtammes beſtimmt ſih mit $. 108. Rückſicht auf die Reſultate der Jnformationsprotocolle und der Extracte aus den Schäfereyregiſtern($. 25. 4o. u. 96.) nach der vorhandenen Weide und Fütterung.($. 90.) $, 109. Beſtimmung des Wollertrags. Bei Beſtimmung des Wollertrags iſt ebenfalls auf die Angaben der Schäfereyregiſter oder der darüber vernommez nen Perſonen Rückſicht zu nehmen, dieſelben ſind jedoch jedesmal mit dem Befunde der Schäferey($. 59.), der? Fütterung und Weide($. 990. 55, u. 0.) zu vergleichen und öconomiſch zu beurtheilen. Fn der Regel ſind 10 Stück alte Schafe auf cinen Stein Wolle zu rechnen. Ob et E ÜB H E E E IO1 Ob Lammwolle und wie viel etwa zu rek Mutterſchafe iſt 1 Stähr zu rechnen. Ucbrigens iſt darauf Rückſicht zu nehmen, daß Scha- fe und Stähre in der Regel nicht vor beendigtem 2ten Jah- xe zugelaſſen werden ſollen. Der Preiß des zu verkaufenden Merz- und Zuchtoie- hes,(von welchem leßtern die Zahl„nach$. 56. beſonders auszumitteln iſt,) ſo wie der Srerblingsfelle, muß ſich nah den eingezogenen Erkundigungen und döconomiſcher Beurthei- lung reguliren. Gewöhnlich iſt der Preiß des Merzviches zu 2 Thlr. bis 2 Thlx, 12 Gr.(# bis# Schfl. Korn) im Durchſchnitt anzunehmen; desgl. der Preiß der Sterblingefelle im Durch- ſchnitt 8 Gr. bis 12 Gr.(Æ bis£ Sch. Korn)“mit Ein- rechnung der Lämmerfelle. Anm. Vieljährige Extracte, welche ih aus den Schäfereyregiſtern guter Landwirthe(des Herrn Amtsverz walter Hungar in Schönfeld, des Herrn Amtsverwal- ter Hund in Zella 2c.) zu fertigen Gelegenheit gehabt habe, haben mich zwar überzeugt, daß bei guter War- tung, reichlicher Fütterung und vorſichtiger Hüthung der Schafe, der jährl. Abgang im Durchſchnitt nicht mehr als 5 pr. Ct. betrage, und jeder“größere Abgang in der Regel,(anſte>ende Seuchen ausgenommen,) ſeinen Grund in vernachläſſigter Wartung,, unzureichender“ Fütterung und 103 und beſonders im Austreiben oder Pferchen bei naſſer oder falter Witterung habe.“Doch habe ich geglaubt, hier 5 pro Ct.'annehmen zu müſſen, da dergleichen gute Land- wirthe, wic. die obengenannten, noch ziemlich ſelten ſind» (Vergleiche$. 15.) b,) Ms LTL Antheile des Schäfers, der Knechte 2c. Aus den Jnformationsprotocollen,($. 56.) dem Dienſiz contracte des Schäfers 2c.($. 40.) wird ſich ergeben, wel- Oelkuchen oder 15 Schfl. Leinkuchenmehl zu rechnen, n Die Salzfütterung richtet ſich ebenfalls na< der Lo- calität. Jm Allgemeinen kann pro 10 Stúck der Wintets haltung 1 Mete gerechnet werden. 6. 105 Arzneyen für die Schafe. Auf Arzneyen für die Schafe iſt pro Hundert etwa 12 Gr.(+ Schfl, Korn) zu rechnen. F. 114, Koſten beim Shwemmen und Scheeren der Schafe, Verfahren der Wolle 2c. Die Koſten beim Schwemmen der Schafe ergeben ſich aus den Jnformationsprotocollen, wie die Koſten der Schur und des Wollbinden, und i hier nur im Allgemeinen zu bemerken, daß auf 60 Stú>k Schafe zu ſke, wo ſolche gewöhnlich ſindy beträgt ohngefähr daſſelbe, wie das Wollband. Die übrigen Koſten beim Verfahren und Abliefern dex Wolle, Wollpaß 2c, wenn ſolches mit eigenem Geſchirx geſchiehet, ſind pro Stein auf die Meile etwa 1 Gr, zu rechnen, CG Ss Zukauf der Stähre. Bei jeder blos veredelten Schäferey iſt es nöôthig, diez ſelbe von Zeit zu Zeit wieder mit ächten Stähren zu verſor: gen. Es iſ alſo auf jährlichen Ankauf junger Stähre von âchter Race Rütkſicht zu nehmen, und zwar auf 100 St. Mutterſchafe jährlich 1 dergl, Stähr in Ausgabe zu bringen. Der 106 Der Preiß eines ſolchen Stährs“ muß ſich na< den Stähr: preißen der Stammſchäfereyen richten, mit welchen bisher die Veredelung betrieben worden,($. 56.) g. 116. Unterhaltung des Schäfereygeraths und der Horden 2c. Auf die Unterhaltung des Schäfereygeräths„, der Horz den, Hütten, Krippen, Salztröge 2c, iſt pro 100 Stück Winterhaltung ohngefähr 8 Gr.(5 Schfl. Korn) zu rechnen. $. 117. Werth des Schäferey-Inventarii. Endlich iſt auch der Werth des Schäfereyſtammes und des Schäfereygeräthes nach den üblichen Preißen zu berech: nen, und die Zinſen dieſes Capitals ſind mit 6 pro Cent von der Schäfereynußzung in Abzug zu bringen. Vergl.$. 68. 3. und Anm. ad$. 14d. $6,113 pI Berechnung der Federvichzucht. Der Erträg der Federviechzucht iſt in der Regel nicht ſpeciell, ſondern nah. der beim Gute ſtatt findenden Som- merausſaat, an Korn, Gerſte, Hafer, Erbſen, Wiken 2c, zu berechnen, und zwar ſo, daß pro 7 Aer dergl. Som- merſaat 1 Thlr.(# Schfl. Korn) Nugung vom Federvich, excl, des Wirthſchaftsbedürfniſſes angenommen wird. Nur in ganz beſonders günſtigen Fällen dârf die Fe- derviehnußung höher berechnet werden„ wenn das Federvich bisher na< Abzug alles Aufwandes einen höheren- Ertrag gegeben hat, welches jedoch genau nachzuweiſen und zu prúfen ſeyn würde. $. Mii E zn 107 $. 119. q) Berechnung ver Teichh- und Fi ſhereynußung. Beſag. Wird die bisherige Benutzungsart der bei einem Gute vorhandenen Teiche, die Eintheilung derſelben in Streich- Stre>-_ und Hauptteiche und der Beſahz derſelben($. 34. n. 49.) zwe>mäßig gefunden; ſo iſ dieſes alles bei der Bercchnun, der Teichnußzung beizubehalten, widrigenfalls aber nach richtigen Grundſäßen(worüber an gehörigen Or- ten das Nôthige zu bemerken iſ ,) abzuändern. In der Regel werden bei Karpfenteichen auf 1 Aer guten Laichteih 4 Milchner und 8 Rogner, E, a= Stre>teich‘24 Scho> Brut oder 2 Scho dreijährige Satkarpfen, mittelmäßigen dergl. 20 Scho> Brut oder 1F Scho> dreijährige Saßkarpfen, geringen dergleichen 16 Scho> Brut oder 15 Scho> dreijährige Saßtkarpfen, = 1- ſk gute Brut oder Stre>gut zu rechnen, je nachdem die Tei- che beſſer‘oder ſchlechter, und mehr oder weniger vor Raub- thieren aller Art geſichert ſind, j Ein Fünftel des eingeſchten Stre>guts iſ im erſet Fahre, ein Sechstheil im zweiten und dritten Jahre(oder reſp. 2s u. 25) als Abgang zu rechnen, Bei Hauptteichen Fann im erſten Fahre£5 im zweiten 25, und im dritten 75- (im Ganzen ohngefähr{) des Beſages als Abgang ange- nommen werden. Nach dieſen Normalſägzen iſt zu berech- nen, ob das an Brut und Saß Erforderliche jährl. ange? zogen werden kann oder zugekauft werden muß. Der Zuwachs der Karpfen richtet ſich nach der Güte der ; TO9 der Teiche und es iſt anzunehmen, daß ſolcher jährlich in gemäßigter Gegend in magern Teichen À, in guten 2, und in ſchr guten/ des eingeſezten Gewichts betrage, oder ſo, daß nach 2 bis 5 Jahren, nah ber Nahrhaftigkeit des Boz dens Zo, 40 oder 30-Stúck Karpfen pro Centner zu reha nen ſind. Dié Quantität der übrigen Fiſche, Karauſchen, Hechz te, Weißfiſche 2c., welche etwa ſonſt no< in den Teichen gefangen werden, muß bei Vernehmung der Teichaufſeher, Fiſcher 2c. eruirt worden ſeyn.(FK. 49.) Von den Natural Ertrage der Teiche werden die etwa abzugebenden Deputa= te 2c. ſogleich abgerechnet, die Übrig bleibenden aber nach den ortsüblichen Preißen, nah Anleitung der Jnformation, angeſcßt, und der auf ſämmtliche Jahre der Fiſchereywirths ſchaft ausgemittelte Ertrag auf ein Jahr berechnet. $ 1218 Beſäung der Teiche. Werden die Teiche regelmäßig nach gewiſſen Jahren mit Getreide beſäet; ſo iſ nah den eingezogenen Erkuns digungen und richtigen dconomiſchen Grundſätzen der Ertrag in ſolchem Falle zu berechnen und gehörig zu vertheilen, Geſchieht die Beſäung aber nicht regelmäßig, ſo wird dies ſelbe nicht berü>ſichtigt. A 122. Grâſerey- Streu- und Rohrnußung- Findet Gräſerey- Streu- oder Rohraußung bei den Teichen ſatt, welche niht in das Gut ſelbſt verwendet, ſondern verkauft wird,(olſo oben$. 74. nicht mit in Aufz rechnung gekommen iſ ,) ſo iſt ſolche nach mehrjährigen Durch- 110 Durchſchnitten der bisherigen Nuzung, welche ſo viel wie möglich ausgemittelt worden,($. 49.) zu veranſchlagen, $. 125. Aufwand auf die Teiche.. Zu den Koſten der Teichfiſcherey gehören beſonders dex Aufwand für den etwa anzukaufenden Satz, die Unterhal-- tung der Teichwärter und Teichknechte, die Koſten beim Ausfiſchen und Beſetzen, der Teiche, die Unterhaltung der Fiſchereygeräthſchaſten, die Reinigung der Teiche und die Reparatur der‘Teichgebäude. Zuzukaufender Saß. Sind Brut oder Saßfiſche anzukaufen, welches ſich aus den Informationen(ÿ. 49.) und aus_der nach$. 120, anzuſtellenden Berechnung ergeben muß, ſo werden ſolche nach den Local-Preißen in Ausgabe geſtellt. Teichaufſeher.— Koſten-der-Fiſchere y. Die Löhne der Teichwärter und Teichknechte müſſen ſich ebenfalls àus der Jnformation ergeben, ſo wie auch die Koſten beim Ausfiſchen- und Wiederbeſezen der Teiche„der Bedarf an Holz zu Wächtfeuern, das Verfahren der Fi- ſche 2c., ſider gewöhnliche zu ſcyn pflegt. Hat der Taxator hierüber nichts Beſtimmtes erfahren fönnen, ſo werden für alle Ausfiſchungs- und Wiederbeſez zungsfoſten, excl. des Verfahrens der Fiſche, der Fuhr- lohne überhaupt, und des etwa nöthigen Brennholzes, wenn alle Arbeit durch Lohnarbeiter,(excl. der Teichwärter) ge- ſche: k BLE ſchehen muß, bei Hauptteichen pro Sch>. Beſaßz 8 Gr.— 12 Gr.(#5 bis# Schfl. Korn) gere- und Laichteichen im Verhältniß des Be- ſaßes, welchen ſie als Hauptteiche erhalten würden, be- ſtimmt. Geſchicht der Transport mit eigenem Geſchirr, ſo iſ auf die Meile pro Cntr. 2 Gr. abzurechnen. Unterhaltung des Fiſchereygeräths. Die Unterhaltungskoſten der Fiſchereygeräthſchaften an Fäſſern, Butten, Zubern, Kannen, Körben, Wagen, Gez wichten, Hamen, Kähnen, Netzen 2c, werden ſich ſelten gc- au ausmitteln laſſen. “4 Im Allgemeinen kann E bis+ ihres Werths auf die Unterhaltung und den Abnuß gerechnet werden. Reínígungs- und Reparaturkoſten, Ueber die Reinigungs- und Reparaturkoſten läßt ſich im Allgemeinen nichts beſtimmen. Sie müſſen ſi< nach der Beſchaffenheit der Teiche und Teichgebäude richten, und aus den Rechnungen oder den Angaben ſachkundiger Perſo- nen_ hervorgehen, g. 124. Abgaben von den Teichen und Zinſen des Fiſherey-Jnventarii. Haften auf den Teichen beſondere Abgaben, ſo ſinv auch dieſe nach Ausweiß der Jnformation abzuziehen, und endlih auch die Zinſen des im Fiſcherey- Jnventario an Beſatz und Fiſchereygeräthe ſkc>cnden Capitals mic 6 pro Cent vom Ertrage in Abrechnung zu bringen, de AZAD AAT D a $. 125. Wilde Fiſcherey- Der Ertrag der wilden Fiſcherey wird nach-einem Durch- ſchnitte aus dem bisherigen 6bjährigen Ertrage, nach Ab- zug aller Koſten angeſezt, und kann nur in| ſeltenen Fäk len, wo ex ſodann genau nachzuweiſen iſt, von Vedeu- tung ſeyn. | g. 126. r) Berechnung der Bienennußung, Die Bienennugung kommt, wie oben erwähnt, nux dann in Betracht, wenn dem Gute ein beſonderes Recht,| Vienen zu halten 2c. zuſtehet. In dieſem Falle wird die reine Nußung pro Stock mit 16 Gr. bis 1 Thlr. 8 Gr. veranſchlagt, je nachdem das Gut in einex guten oder ſchlechten Bienengegend liegt. $. 127.| s) Berechnung der tecn- de Capital und das Betriebscapital verzinſen. 3 Die Quantität des Hopfens iſ nach der Ortsüblichkeit ſchr verſchieden. Gewdhnlich iſt pro Schfl. Gerſte 1 hdôch- ſtens 15 Pfd. böhmiſcher Hopfen oder 15— 2 Pfd. Land- hopfen hinreichend. Die übrigen Zuthaten müſſen ganz nach dem Gebrauche beſtimmt werden. Jn Sachſen nimmt man gewöhnlich auf 12 Schfl, Gerſte# Meze Wachhol- derbeeren und$ Metze Salz. Die Quantität des zum Auspichen der Fäſſer nüthi- gen Pechs hängt ſchr‘von der Größe der üblichen Gefäs ße ab. Je kleiner die Gefäße ſind, in welchen das Bier gewöhnlich abgeſetzt wird, deſto mehr Pech iſt gewöhnlich erforderlich. Jm Durchſchnitt kann man bei einem Gez bráude von 10 Faß mit 13 bis 2 Stein gelben Pech oder 125 bis 15 Stein gelben und F bis Z Stein ſchwarzen Pech(wenn letzteres blos zum Vergießen der Faßbdden gebraucht wird,) oder mit 23 bis 24 Stein ſchwarzen Pech auskommen, Jn vielen Gegenden iſ das Pichen der Fäſſer gar nicht üblich, ſondern ſie werden nur ausgeſchwefelt. Der Bedarf an Feuerungsmateriale hängt ſchr von der guten oder ſchleen- de Capital, welches nach‘der Größe der Braucrey ohne gefähr auszumittela iſt, find mit 6 pro Cent zu berech- nen.(Vergl.$. 68. 3. und Anm. ad$. 145.) Die Zinſen des in der Braufrucht, im Hopfen, im Holze, im Viere 2c. ſte>enden Betriebscapitals, welches gleichfalls nah dem Betriebe der Brauerey auszumitteln iſt,(bei gutem Betriebe aber wenigſtens dem Reinertra- ge gleich zu rechnen ſcyn dürfte) müſſen mit 8 pr,-Ct. in | 119 in Abzug gebracht werden. Die Art der Berechnung iſt übrigens bey der Brauerey und Brantweinbrennerey die- ſelbe, wie ſolche unten bey der Ziegeley erwähnt wor- den iſt. $. 128. 2) der Brennereynußung- Auf dieſelbe Art, wie die Brauereynußung wird auch die Brantweinbrennereynußzung nach den Reſultaten der Jn- formationen ohne weitere ſpecielle Berechnung, ſo daß fúr 1 Schfl. verbranntes Korn oder für 5 Schfl. verbrannte Kar- toffeln, nebſt 1# Mete Malz 12 Gr. bis 16 Gr.(7 bis+ Sch. Korn) reiner Profit(excl. des Brantweinſpülichts und der Aſche) gerechnet wird, von welchem nur noch die Re- paraturkoſten der Brennereygebäude abzuziehen ſind. Anm. DerGrund, warum beim Brantweinbrennetz der reine Profit pro. Schfl.(abgeſchen von dem Verhält- uiß des Kornwerths zum Gerſkenwerthe) gewöhnlich et- was größer iſt, iſ wohl darin zu ſuchen, daß dieſes Gewerbe den polizeylichen Beſchränkungen bisher nicht ſo unterworfen geweſen iſt, und eine frcie Anwendung al- ler entde>ten Vortheile im Betriebe geſtattete. Soll der Ertrag der Brantweinbrennerey ſpeciell be- rechnet werden, ſo geſchieht dicß nach den Reſultaten der oben$, 61. in der Anmerkung enthaltenen Jnformations- puncte. Zu Beurtheilung und Rectification derſelben kön: nen folgende Säge dienen. Von einem Sch. verbrannten Korn oder von 5 Sch. Kartoffeln mit 15 Mete Malz können 56 Kannen ordinai- rer Brantwein gewonnen werden, deſſen Preiß ſich nach der Localität beſtimmt. Das t [1 n u———— Lf=” Y /%, Das Spülicht wird gewöhnlich zur Fütterung ver- wetidet und die Aſche in der Hauswirthſchaft oder zur Düngung. An Aufwand iſ dagegen Folgendes abzurechnen: Der Preiß des verbrannten Getreides 2c. muß ſich nach der Localität beſtimmen,(F. 80.) mit Hinzurechs nung des Aufwandes ſürs Malzen und Schroten.($. Ga 5) Muß die nôthige Hefen(pro Schfl. 5— 4 Kannen gute Oberhéfe) angekauft werden, ſo iſ dieſelbe ebenfalls abzurechnen. Das Brennmateriale wird nach den ortsüblichen Preie ßen“angeſetzt. Ueber die Quantität deſſelben läßt ſich, wie bei der Brauerey nichts Beſtimmtes angeben. Nach der gewöhnlichen Einrichtung der Brennereyen in Sachſen iſt pro Schfl. Getreide{— E Klftr. Sell, weiches Holz (oder etwa 1#— 2 Schfl. Steinkohlen) ndthig. Das Brennerlohn beträgt gewbhnlich pro Sch, 12 Gr. EG Sch. Ro>ken.) Sur Unterhaltung und Abnuß der hölzernen Brenne- reygeräthe und Gefäße, dürfte pro Sch. 1 Gr. 6 Pf, bis 2 Gr.(+5 des Preißes eines neuen eichenen Tonnen- faſſes) fúr Unterhaltung und Abnußtz der kupfernen Ge- râthe, pro Schfl. etwa 2 Gr.(ohngefähr 2 des Preißes eincs Pfd. verarbeiteten Kupfers) abzurechnen ſeyn, oder cs fönnen dieſe Ausgaben nach dem Werthe der Geräth- ſa aften, wie oben bei der Braucrey angegeben iſ, bez rechnet werden. Uebrigens gilt hier daſſelbe, was oben bei der Brauerey in dieſer Hinſicht erwähnt worden iſt. Die landesherrlichen Abgaben beſtimmen ſich nach-der Juformation.. Die T2L Die Reparaturkoſken dêt Gebäude beſtimmén ſich auf die’ unten angegebene Art. Die Zinſen für das im Brennercy- Fnventärio ſte>en- de Capital, welches auszumitteln iſ, ſind mit 6pr. Cet. zu‘berechnen.(Vergl. Anm. ad$. 145.) Die Zinſen des gleichfalls ohngefähr‘auszumittelnden Betriebs- Capitals aber mit 8 pro Cent. Bei Weitem einfachere Gewerbe als die in vorſtehen- den beiden$$. genannten, ſind die Ziegeleyen und Kalk- brennereyen, bei welchen die Fntelligenz des Betreibers weit weniger wirken kann. Deshalb habe ih hier, ſo wie bei den Mühlen, bci einem Ertragsanſchlage eine dez taillirte Berechnung vorgezogen, doch laſſen ſiende Ca- vital, und 5) in den Zinſen des Betriebscapitals. z a) Arbeitslóhne. Die Deputate und Löhne des Zieglers und ſeiner Ge- hülfen ſind nach der Zaformation anzuſetzen. m Allgemeinen ſind(incl. der Deputate des Zieglers und excl. eines Zählgeldes von den Käufern und freier Woh- nung) für alle bei einer Ziegeley vorlommenden Arbeiten, (Graben der Erde, Einſumpfen, Treten, Streichen, Troks nen, Einſezen, Brennen, Ausfahren 2c.) pro 1000 Stück Steine 2 Thlr. 12 Gr.(+ Sch. Korn) zu rechnen. Fürs Streichen der Platten, Forſtziegel 1c: wird gewöhnlich noch etwas beſonderes, pro Stück 5 Pf. bezahlt. y b) Brennmaterial. Auf 1000 Stú>> Ziegel iſt in der Regel bei gewdhnli- cen Oefen 1 Klftr. Lell. Kiefernholz,(bei- beſſer eingerichte. ten Z Kiftr. und weniger) odcr ns 7 Sch. Schiefer- Fvÿ- 1 um 123 kohlen. und etwa 2; Klftr. Holz zum Anzünden nôthig.— Die Klafter Holz zu ſpalten koſtet etwa 2 Gr.(# Schl. Korn) Auf einen Ofen ſind jährli< 6— 8 Brände hoh: ſtens zu rechnen„ wenn die Trockenſcheunen hinreichend för- dern können, c) Unterhaltung der Geräthſhaften und Bebäunde. Die Geräthſchaften bei einer Ziegcley ſind von geringer Bedeutung und für Unterhaltung und Abnußtz derſelben ſind pro 1000. Stúck Steine etwa 2 Gr. zu rechnen.; Für die kleinen Reparaturen am Ofen if auf das Tau- ſend Steine 6 Pf. zu rechnen. Die übrigen Reparaturen an den Gebäuden beftimmen ſich auf die unten angegebene Art.($, 142.) d) Tnventaríum. Die Zinſen für das im Ziegeleyinventario ſte>ende Ca- pital, welches nah der Größe der Ziegeley ohngefähr aus=- aumitteln iſt, ſind mit 6 pro Cent zu berechnen.(Vergl. Anm. ad$. 145.) e) Vetriebscapital. Dahingegen die Zinſen des in dem Holze, den Ziegeln 2c, ſte>enden Betriebscapitals„welches wenigſtens der Hâlf- te bis zwei Dritteln des rohen Ertrags gleich zu rechnen iſt, mit 8 pro Cent in Abzug zu bringen ſind. H Bodenzins und Abgaben. Muß für das Lehmgraben ein Bodenzins gegeben wer- den, ſo iſt dieſer ebenfalls in Ausgabe zu ſtellen, ſo wie die etwa ſtattfindenden landesherrlichen Abgaben. Kalf. ¿ Wird neben den Ziegeln auh Kalk gebrannt,\o iſt dieſer nah den Säen des folgenden Paragraphen zu be- rechnen, Ge: 124 Gewöhnlich berechnet man den Ueberſchuß von einem Brande, multiplicirt ihn mit-der Zahl der jährlichen Bräne de und zieht davon noch die allgemeinen Ausgaben ab, $. 130.‘ 4) der Kalkbrennereynußung- Einnahme. Die Berechnung dex Kalkbrennereynußung wird ebenfalls «auf die Jnformationsprotocolle gegründet, wenn zuvörderſt auf die künftige Verſorgung dér Kalkbrennerey mit dem erforderlichen Brennmateriale gehörige Rückſicht genoms men wokden. Zur Beurtheilung der Angaben, ſo wie in Zweifelsfäle len dienen folgende Normalſäge. Die Einnahme von der Kalkbrennerey beſteht im Ver- Fauf des gebrannten Kalks und der Aſche. Xe reiner und beſſer der Kalk iſt, deſto mehr verliert er durch das Brennen am Gewichte, deſto weniger aber ge- wöhnlich an Umfang, ſo daß ein Centner roher reiner Steine Falf, gewöhnliŒenden Capitals und des- Bes triebs- Capitals. a) Kalkſtein. Der Preiß des Kalkſteins iſt ganz na<- der Localität zu beſtimmen. b) Brennmateríal. Auf 1 Vrtl. Kalkſtein ſind etwa 7 Klftr. Sell. weiches Holz oder im Verhältniß andere Brennmaterialien nötbig ($. 159,). Der größere oder geringere Bedarf an Feuerungs- materiale iſt ſchr verſchieden, nach der größern oder gerin- gern Güte der Steine, und nach der Einrichtung der Oefen, Wird der Kalk in dem Ziegelofen mit gebrannt, ſo iſt auch weniger Feuerung nöthig. c) Arbeitsléhne. Für 1 Brtl. Kalkſtein einzuſezen, zu brennen 2c. wird gewöhnlih 7 Thlr.(2 Sch. Korn) Brennerlohn gegeben, Das Holzſpälten iſ wie oben($. 129.) zu berechnen. dd Unterhaltung der Gerätbſchaften. Auf Unterhaltung dex Geräthſchaften iſt etwa pro Btl. 12 IE_—V SS ZE RES IZA“qu ZSO 12 Gr.( Sch. Korn) zu rechnen, wenn der Kalk niht in Fäſſern abgeſezt wird. Jn dieſem Falle etwa 18 Gr.(27 Sch. Korn) e) Reparaturkoſten der Oefen und Gebäude. Auf Reparaturkoſten an den Oefen iſt gewöhnlich pro Brand 1 Thlr.(# Sch. Korn) zu rechnen. Die übrigen Re? paraturkoſten der Gebäude beſtimmen ſich nach$. 145. f) Zinſen des Inventarifí und Betréiebscavitals. Die Zinſen des Jnventarii und des Betriebscapitals ſind wie bei der Ziegeley zu berec ſichtigen. Avsgaben. Die auf eine Mahlmühle zu verwendenden Koſten be- ſtechen: D 123 1) in dex Unterhaltung der zu Betreibung der Müh- le erforderlichen Leute, 2) in der Anſchaffung und Unterhaltung der Mühle ſteine, E 5) des Beutelzeugs, 4) der Schmiedearbeit, 5) des gehenden und treibenden Zeugs, 6) der Schmiere und Beleuchtung, 7) in der Unterhaltung des kleinen Múhlgeräthes, 3) in der Unterhaltung des zum Zu- und Abfahren ves Getreides und Mehls nôthigen Viehes und der Knechs te, des Wirthſchaftsgeräthes 2. 9) in den Koſten der Räumung und Aufeiſung des Möühlgrabens 2c. 10) in den Reparaturkoſten der Mühlgebäude, 11) in den landesherrlichen Abgaben, 12) in den Zinſen des in den Múühlgeräthſchaften, Vieh 2c. ſte>enden Capitals, und 15) in den Zinſen des nöthigen Betriebscapitals„ in den Nustholz# Stein- und andern Vorräthen. a) Unterhaltung der Múhlleute. ad 1) Wird nur am Tage gemahlen, o iſt auf ci- nen oder 2 Gânge nur ein Mühlburſche nöthig, Wird aber auch des Nachts gemahlen, ſo iſt in beiden Fällen noch‘ein 2ter Mühlburſche zu rechnen. Bei drei und vier Gángen ſind aber unter der Vorausſeßzung, daß auch des Nachts gemahlen werde, 5 Múhlburſche, bei fünf und ſeſicht auf das aus dêr Wirth- ſchaft zu“ nehmende Gemüſe, Fleiſch, Milch 2c. berechnet. Auch ſind hier die nôthigen Nachtwächter-und Eſſenkeh- rerlöhne 2c. niht zu vergeſſen. b) der Müúhlſteîne. ad 2) Der Preiß der Mühlſteine und ihre Dauer muß ſih aus den Jnformationsprotocollen ergeben. Jm Zweiz felsfalle iſt anzunchmen, daß auf jeden Gang, welcher ſtets gehet, jährlich ein Läufer, von Sandſtein, 1 Elle hoc, nda thig i, welcher nachher no<- als Bodenſtein dient. Wo weniger für Bäcker als Hauswirthe gemahle# wird, iſk der Abnugz geringer. c) des Beutelzeugs. ad 5) Die Koſten des Beuteltuchs beſtimmen ſich na< der Nr., welche gebraucht wird, und dauert cin Beutel, zu welchem 10— 12 Ellen Tuch gehören, unter obigen Umſtänden ohngefähr 2 bis# Jahr, Für Unterhaltung und Abnuß des übrigen Beutelwerks (des Beutelkaſtens, Riemwerks, der- Vortücher 2c.) könneß pro Gang unter obigen Umſtänden ohngeſähr 5 Thlx.(1F Sch. Ro>keu) gerechnet werden. d) der Sken oder beſſer 2° der Koſten cines Möhleiſens) jährs lich anzunehmen. €) des gehenden und treibenden Zeugs. ad 9) Die Unterhaltung und der Abnug des gehenden und treibenden Zeugs incl, Gerinne, desgl, pro Gang zu œ 50 aI Hh————— ' y z a 130 50 Thlr.(84 Sch. Roken oder beſſer der Preiß eines neu- en Kammrades oder 25 bis 5 Klftr. Fell. Buchenholz.) D Schmiere und Beleuchtung. ad 6) An Schmiere ſind pro Gang 4 Pfd. Talg und 10 bis 12 Kannen Oel, auch eben ſo viel Oel zum Geleuchz- te zu rechnen. ge) Unterhaltung des kleinen Geräthes. ad 7) Für kleines Múhlgeräthe an Sieben, Mulden, Schaufeln, Beſen, 2c. ſind pro Gang jährlih 2 Thlr.(F Sch. Korn) anzunehmen. þ) des Zugviehs, der Knechte und des Wirthſchaftsgeräths, ad 8) Wird zum Zu- und Abfahren des Mahlguts Vich gehalten, ſo wird die Fütterung deſſelben, wie$. 90- berechnet, und je nachdem ſie gekauft werden muß, oder nicht, veranſchlagt. Wird Kleyen gefüttert, ſo iſt pro Pferd ſtatt des Hafers täglich 1 Vril. zu rechnen. Die Fuhrlöhne Fommen aber dagegen in Einnahme. Die Remonte des Zugviches wird wie im$. 159. be- ſtimmt, desgleichen auh die Koſten der Unterhaltung“ des Schiff und Geſchirres, die Unterhaltung und der Abnuß des Wirthſchaftsgeräthes, Betten 2c. wie$. 158, desgl. das Holzbedürfniß nach$. 140. i) Räumung des Mühlgrabens. ad 9) Die Koſten der Räumung und Aufeiſung des Mühlgrabens 2c. ſind nach der Localität anzuſehen, k) Reparaturkoſten der Mühlgebäude. ad 10) Die jährlichen Reparaturkoſten an den Mühlz gebäuden werden nah$. 145. beſtimmt, die an der Múh- le ſelbſt aber, mit Einſchluß der Waſſergebäude, wenigſtens noch cinmal ſo hoch berechnet. D) 131 H Abgaben, ad 11) Die landesherrlichen Abgaben beſtimmen ſich nach der Localitáät. m) Zinſen des Jnvenutarif. ad 12) Die Zinſen für das in den Mühlengeräthſchaf= ten, Vich, Schiff und Geſchirr, Hausgeräthe 2c. im Jn- ventario überhaupt ſte>ende Capital werden mit-6 pro Cent in Abzug gebracht. Vergl. Anm. ad$. 145, n) Zinſen des Betriebscapítals. ad 15) Desgleichen auch die Zinſen eines Betriebscg- pitals, welches pro Gang höchſtens zu 40 Thlr.(114 Sch. Ro>ken oder ohngefahr 4 Klftr. Lell. Buchenholz) anzu- nchmen iſ„, mit 8 pr. Cent, Anm. Jn deh ſähſ. Generalien vom 51, December 1771. und 1. May 18309. iſ zwar'dem Müller nicht mehr als 4 Pfò. Abgang für Füllkleyen, Staubmehl und Stein=- ohs vom Schfl. Getreide‘paſſirt worden. Auf dagegen beſchehene Vorſtellung iſt aber dein Müller noh eine hal- be gehäufte Metze Füllkleyen pro Schfl,, wie dieß in den Múhlordnungen vom Jahr 1615. und 1661. beſtimmt iſt, nachgelaſſen worden, wenigſtens iſt dieß bei den Móáhlen im Plauenſchen Grunde der Fall."Uebrigens weiß ih wohl, daß das Staubmehl und Steinohs in den meiſten Anſchlägen höher und reſp. auf Z und 2 Mte. berechnet wird, allein eine ſo große Quantität kann wohl nur unrehtmäßiger Weiſe genommen werden, wenigſtens Überſteigt ſie alsdann den vorſchriftsmäßig paſſirenden Abgang bei Weitem. VTS 2s 6) andere teerbayqußung 2c, abgezogen worden ſind, und die Summe der Tage2 lòhne, wie ſolche$. 82. und 88. ausgemittelt worden, auf» zuführen, g. 138, Berechnung der Handwerkerldhne. Sodann iſ eine umſtändliche Berechnung der Handwer- Ferldhne und der Unterhaltungskoſten des Wirthſchaftsge- râths ánzulegen, und dabei mit Rückſicht auf die Infor mationen nach: folgenden Grundſähßen zu- verfahren. Zu dieſem Zwe>e muß zuvörderſt die ndthige Zahl des Schiff: und Geſchirres ausgemittelt.werden. Jn der Regel ſind auf cin Geſpann von 2 Stücken Zugvieh, wegen des Wechſels 2c., 2 vollſtändige Wagen, 2 Pflúge, 2 Ha>ken und 2 Eggen zu“ reergeſchirr mit dem nöthigen Stallgeſchirr an Half- tern 2c., auf jedes Geſpann cin Pußzeug und die nöthigen sFuttergeräthſchaften, an Futterkäſten 2c. zu rechnen. Uebrigens iſt zu bemerken, daß nachſtehende Sätze nach der Beſchaffenheit des Wegs und des Akerbodens ſich mo- dificiren müſſen. Die Koſten des Hufbeſchlags betragen pro Pferd bei cinem Beſchlage auf allen 4 Füßen im Mittel jährlich et- wa 6 Thlx.(12 Sch. Korn, beſſer den Werth von 50 bis 56 neuen Hufeiſen.) Für das Beſchläge‘eines Ochſe, wel- cher blos im Winter beſchlagen wird, iſt ohngefähr 1 Thlr. 12 Gr. zu reen, Ketten, Senſen, Sicheln 2c. und für Nägel iſ auf jede Geſindeperſon 2 Thlr.(# Sch. K.) zu rechnen. Für Seilerwaaren in die Wirthſchaft, wenn kein Flachs und Hanf gebaut wird, a Perſon 1 Thlr., im entgegenge- ſeßten Falle aber ohngefähr 12 Gr. Für Wagnerarbeit, an Schlitten, Leitern, kleinem Schiff und Geſchirre 2c dürfte pro Geſpann von 2 Stücken etwa x Thlr.‘(2 Sch. K.) anzuſehen ſeyn. An Shchloſſcrarbeit, für Schlöſſer„" Bänder 2c. wird pro Geſindeperſon incl. Verwalter ohngefähr 12 Gr. ge- rechnet. An Bôttcherarbeit für Milch- und Kuhſtallgeräthe 2c. Fann Lad LID kann pro Kuh ohngefähr 6 Ge.(7x Sch. Korn) und pro Zuchtſchwein etwa 5 Gr. angenommen werden. Die. Tiſchlerarbeit zu Unterhaltung des Hausgeräthes 2c, iſ pro Geſindeperſon incl, Verwalter mit 16 Gr. an- zuſetzen.; Für Tôpferwaaren in die Wirthſchaft und Unterhal- tung der Oefen kann a Perſon 1 Thly. gerechnet werden. (F Sch. Korn.) Zu Unterhaltung und fúr den Abnußz des Scheunens und Bodengeräths iſt pro Aer Feld ohngefähr 1 Gr. zu verausgaben.(1x7 Sch. Rocken.) Für Unterhaltung und Abnug des übrigen Haus- und Wirthſchaftsgeräthes an Kupfer- Blech- Meſſing Glas- und Holzwaaren ſind pro Geſindeperſon incl. Verwalter 12 Gr. in Abzug zu bringen; auf Unterhaltung des Bett- und Leis nenzeugs abex a Perſon 16 Gr., wenn auf dem Gute kein Slachs gebaut wird, ſonſt etwa 12 Gr. Endlich iſ die Unterhaltung und der Abnußz des ndthiz gen Feuergeräthe auf einem Gute jährlih nah der Größe deſſelben mit 1 Thlr. bis 6 Thlr. anzuſetzen. Anm. Sollten nah den vorſtehenden Sägen die Ausgaben für Handwerkerlödhne und Unterhaltung des Wirthſchaftsgeräthes bei einem kleinen Landgute, deſſen Wirthſchafter in der Regel blos ein Bauer ſeyn kann, berek Torf, 12“/ lang, 6‘“ breit und 4““ did, einer Klftr. Fell. Kiefernholz gleich zu ſehen. Die Holzpreiße werden ſtets nah den in dex Gegend üblichen Preißen angeſeßt, wenn auch das Holz aus der Gutswaldung gegeben wird. Anm. Da nicht vorauszuſetßen iſt, daß das Verhälts niß der Brennbarkeit der verſchiedenen Holzſorten jedem Tarxator bekannt ſcyn werde; ſo habe ih es für das Bes ſte gehalten, ihn in dieſer Hinſicht auf die Forſttaxen zu verweiſen, wenn ich gleich weiß, daß dieſelben nicht im- mer mit der Brennbarkeit der Hölzer in ganz richtigem Verhältniſſe ftchen und ſtehen können. F. 141. Berechnung des Geleuchte. An Geleuchte in der Wirthſchaft iſt für den Verwalter jährliken 6 Kann. dgl. zu rechnen. Sind bisher zur Beleuchtung in den Geſindeſtuben Schleiz ßen oder Kiehnſpáäne gebrannt worden, ſo wird ſich aus den Informationen der Betrag des dazu nôthig geweſenen Hol- zes ohngefähr entnehmen laſſen.(F. 66.) 139 $. 142. Berechnung der kleinen Wirthſchaftsausgaben. Die in einer Wirthſchaft vorkommenden kleinen Ausga- ben, welche gemeiniglich unter dem Titel: Jnsgemein, bez griffen werden, beſtehen nun noch in den Koſten für Pfer- dearzeneyen, im Oelſchläger- Grüße- und Graupenmacherz lohn, Schlächterlohn, Cavillerlohn, Lohn fürs Gerben der Hôäute vom geſchlachteten und crepirten Vieh, im Chauſſee- geld bei Erholung der Wirthſchaftsbedürfniſſe, im Maul- wurf-- und Rattenfängerlohn, Botenlohn, in der Ausgabe für Kleeſaamen, Schreibematerialien zur Führung der Wirthz ſchaftsrechnung 2c. Auch hierüber iſ eine ſpecielle Berechnung, ohngefähr nach folgenden Säßen zu entwerfen. Auf Arzeneyen iſt pro Pferd 1 Thlr. zu rechnen.(Z Sch. Korn.): Das Oelſchlägerlohn beträgt pro Schfl.. etwa 12 Gr., das Grüge- und Graupenmächerlohn desgl,, das Lohn fúrs Hirſeſtampfen pro Sch. 4 Gr. Das Schlächterlohn iſt pro Stuck Rindvieh ohngefähr mit 12 Gr, und pro Stú>k Schweinevich mit 4 Gr. ans zuſehen. Das Cavillerlohn betrôgt pro St. Rindvich etwa 8 Gr. und pro St. St ſind, iſt pro 40 Cubikellen, des aus ihrer Länge, Breite und Höhe bis ans Dgch ſich ergeben- den Raums, wenn ſie in gutem Zuſtand ſind, 1 Gr.(L> Sch. K.) in mittelmäßigem 2 Gr. und wenn ſie ſich in ſchlechz- tem, doh aber noh brauchbaren und repäraturwürdigen Zuſtande befinden, 4 Gr. zu rechnen, Sind die Gebaude von gemauertem Fachwerk exbaut, und mit einem Ziegeldach verſchen, ſo iſt auf 25 Cubifel- len,'na< ihrer Beſchaffenheit reſp. 3, 2 oder 4 Gr. zu rechnen. Bei Gebäuden, welche aus Klebwerk oder ganz aus Holz beſtehen und ein Ziegeldach haben, iſ auf 50 Cubikellen in demſelben Vexhältniſſe reſp. 1 Gr. 2 Gr. oder 4 Gr- anzunehmen. Haben die Gebäude Schindeldächer, ſo iſt 7 mehr, ha- ben ſie Strohdäther, F weniger zu rechnen, wenn das Stroh nicht gekauft werden muß. Bei Scheunen, Schuppen, Schafſtällen und dergl. in- wens 141 wendig mit wenig Zwiſchenwänden verſehenen Gebäuden iſt etwa 2 des auf obige Art ausgemittelten Betrags der Ne- paraturkoſten wieder abzuziehen. Sind die Sto>werke von verſchiedener Bauart oder in verſchiedenem Bauſtande, ſo wird jedes für ſich nach obi gen Sätzen berechnet. Ein ſchlechter Bauſtand des Daches beſtimmt jedesmal auch den des nächſtfolgenden Sto>werks, wenn ſich daſſelbe gleich in einem beſſern Zuſtande befin- den ſollte. Bei ganz neuen Gebäuden ſind die Reparaturen bei je- der Bauart F niedriger, als oben bei gutem Zuſtand der Gebäude beſtimmt worden, anzunehmen, Sind Fuhren und Handdienſte zu dem Bauen vorhan- den, ſo ſind die Reparaturkoſten bei maſſiven und Fachwerks- Gebäuden 2c. um E, bei Klebwerk um F geringer zu rech- nen, die Frohngelder oder Fröhneremölumente aber beſon- ders zu berechnen. Bei Mauern, Lehmwáänden, Bretwänden, Stak'etenzäu- nen 2c.- iſt pro Qudr. Elle halb ſo viel zu rechnen, als oben für die Cubifelle der Gebaude, von verſchiedener Bauart und verſchiedenem Bauzuſtand beſtimmt worden. Bei Futters oder Uferfnauern aber eben ſo viel als bei maſſiven Gebäuden. Sind Röhrfahrten auf dem Gute vorhanden, o. ift auf die Lángenruthe jeder Röhrlage jährl. der Koſten ci- ner ſo langen kiefernen Röhre zur‘Reparatur in Ausgabe zu bringen. Anm. Ycußerſt nothwendig ſchien es mir zu Aus- mittelung der Reparaturkoſten, cinen beſtimmten, ſich aber nah‘den Umſtänden ſtets von ſelbſt modificirenden Maasſtab anzugeben, um der Willkühr dex Taratoren Schranken zu ſetzen, Ob Ob ich ſo glú>lih geweſen bin, durenden Capital in Ausgabe ſtellen zu können, iſt es nôthig, den Werth dieſes Jnventgrii ohn- gefähr auszumittela, welches nach Anleitung des$. 158. geſchieht. Da, wo in dieſein$. die Stückzahl nicht mehr angegeben iſt, werden die Unterhaltungs- und Abnu- bhungsfkoſten bei Stallgeräthe mit 10 - der Schmicdearbeit> 6 -- Seilerwaare ZES 5=> Böttcherarbeit 5) I 45 bei dem Scheunen- und Bodengeräthe mit 5 -“dey Wagnerarbeit 6 e 2 Schloſſerarbeit o 2 3_- es 5 5__- Tiſchlerarbeit#20 - dem Hausgeräthe 2020 = 2 Bett- und Leinenzeug- 40 -= Feuergeräthe= 10 zu Capital erhdhet, und die Zinſen dieſes Capitals zu& pro’ Cent von dem jährlichen Ertrag: des Guts in Abzug gebracht. Das úbrige Fnventarium iſt ſchon. hei jedev Wirthſchafts- nußung berechnet worden. Anm. Wird der Anſchlag zum Behufe einer Verpachz tung gemacht, und es iſt bei dem Gute etwas an Fnoenta= rium vorhanden, welches dem Pachter gegen künftige Zuz rú>gabe nah ſeinem jeßigen Werthe, zum Gebrauche mit überlaſſen wird, ſo iſt dieſes ſpeciell aufzuführen und zu| berekende Capital verz hâltnißmäßig qußer Anſa zu laſſen.— gilt bei dem zum Betriebe der techniſchen Gewerbe erforderlip kerbaunugung. C. Der ſpeciellen" Berechnung der A>kerbaunugung wird unter der Ueberſchrift: Vorerinnerungen, alles dasjenige vorausgeſchiEt, was zu Beurtheilung der Berechnung un- mittelbar nöthig iſt, als: a) Angabe der Größe des Ackerlandes.(F. 25.) b) deſſen Lage, Zertheilung 2c.(ib. und$. 22.) c) BVeſchaffenbeit und Claſſification im Allgemeinen- ($. 25 d) Eintheilung in Arten.(6, 223 153 e) Darauf haftende Huthungsbefugniſſe(ib.) und an- dere Laſten, f) Düngung.($. 75.) $) Uebliche Sömmerungen.(FH. 44. und 77. þb) Art der Beſtellung und Bearbeitung.($. 44.) 1) Art der Erndte.(ib.) k) Dreſchen.(ib.) 1) Verhältniß der Einſaat der verſchiedenen Getreide- ſorten pro Aer.($. 76.) m) Eintheilung der Felder.($. 77.) n) Quantität der Ausſaat der verſchiedenen Feldz früchte.(ib.) 0) Körnerertrag pro Aker.($. 78.) Hierauf folgt die Natural-Eignahme und Ausgabe der einzelnen Getreidearten, Hülſenfrüchte, Oclgewächſe 2c. nach$. 79. ſämmtlich mit Hinweiſung- auf. die,-in den An- ſchlagsacten befindlichen genauern Nachwsiſungen und anges gebnen Gründe, “ GI 4157% Berechnung der Obſtnußzung. D. Die ſpecielle Berechnung der Obſtnußung iſt ganz nach$, 97, mit Rückſicht auf$. 95. zu fertigen, $, 150, Berechnung der Hopfennußung,. E. Der ſpeciellen Berechnung der* Hopfennußzung nah $. 98. iſt das Nôthige in ähnlicher Art wie im folgenden $. bei der Weinbergsnußung bemerkt iſt, voraus zu ſchi>en, F. F. 159. Berechnung der Weinbergsnußung- F. Der ſpecicllen Berechnung der Weinbergsnußung nach 6. 99. müſſen die ndôthigen Bemerkungen: a) úber die Lage des Bergs,($. 55.) þb) über die Größe deſſclben,($. 28.) e) über die Beſchaffenheit des Bodens,(H. 53.) d) úber die Sorte des Weins,(ib.) e) über die Obſtbäume und Gräſereyen im Weinberge, f) úber die Weinbergsgebäude,(ib.) s) über die dazu gehörigen Grundſtücke, h) úber die Art der Beſtellung und Vearbeitung,(6. 43.) i) úbey das Winzerlohn und die Deputäte,(ib.) und Kx) úber die Art der Ausmittelung des Ertrags(ib, und$. 99) vorausgehen. $. 160, Berechnung der Rindviehnußung- 6G. Die ſpecielle Berechnung, der Rindviehnußung be- ginnt mit ciner Angabe a) der Zahl, Race und Beſchaffenheit des Rindvich- ſtammes, b) des Zuwachſes und Abgangs,(ÿ. 101, U- folg.) c) der Fütterung,(F- 90.) d) des Milch- und Schlachtviehes fürs Geſinde,($. 92) e) der Art der Nugung,(6). 54.) worauf ſodann die ſpecielle Berechnung der Einnahme und Ausgabe nach$, 101, lq. folgt, g. 155 g. 161, Berechnung der Shweinenußzung, H. Die- ſpecielle Berechnung der Schweinenußung iſt in ähnlicher Art nah$. 5d. go: und 107. anzufertigen, F. 162, Berechnung der Shäfereynugzung. I. Der ſpeciellen Berechnung der Schäfereynuzung geht gleichfalls a) eine Angabe des Schafvichſtammes,(F. 108.) þb) Bemerkungen über die Huthüngen,($. 55. u. 50.) c) über die Fütterung,($. 90.) d) über die Stallung und Abwartung, e) eine Angabe der Schaferantheile und Deputate, ($. 956,) f) der Knechtsantheile,(ib.) &) der Art des Schwemmens und Scheerens, Cib.) bh) Bemerkungen über das Merzvich,(ib.) und 1) über das Schafoichſterben(ib) voraus., worauf dann die Einnahme und Ausgabe nach$, 108, q. folgt. $. 165. Berechnung der Teichnußung. K. Vor ſpccieller Berechnung der Teichnußung nach$ 1195, und folg. iſt a) úber die Größe der Teiche, b) ihre Lage und Veſchaffenheit, c) die Art der. Benußzung und Eintheilung, d) die Beſezung, e) den Zuwachs und Abgang, £)‘die Aufſicht über die Teiche, Mm 139 8) die Art der Befiſchung, h) den Abſaz und Preiß der Fiſche, nach Anleitung der$. 54. 49. 115, und folgende das Nd- thige zu erwähnen. y g. 164, Berechnung der Brauereynußung. L) Der Berechnung der Braucreynußzung nach$. 127 müſſen die zur Ueberſicht erforderlichen Bemerkungen a) über Abſagz und Bierzwang, b) Qualikät des Biers, c) Stárke cines Gebräudes und der Braucrey überhaupt, d) Art der Benutzung des Kofents, der Hefe, der Trâbern, der Aſche 2c. e) bisherige Benußungsart der Brauerey, O Art der Feuerung, x) Dreinbier und andere Abgaben, h) Fuhren, vorhergehen,($. 58. 59. 60, u. 127.) $. 165, Berechnung der Brantweinbrennereynußung. M. Jn gleicher Art ift vor der Berechnung der Brant- weinbrennereynußzung das Nöthige zu bemerken. Vergl.$. 538, 59. 61. und 128. $. 166, Berechnung der Zicgeleynußuhng, N. Vor der ſpeciellen Berechnung der Ziegeleynußzung nah$. 129. ſind die nöthigen Notizen a) über die Lage der Ziegeley und b) der Lehmgrube, 157 c) über die Größe der Oefen und Zahl der Brände, d) die Qualität der Steine, e) die Art der Feuerung und O die Beſorgung Fürzlich anzuführen:($. 38, 59. und 62.) Fg. 167, Berechnung der Kalkbrennereynugßzung- O. Auf ähnliche Art iſt die ſpecielle Berechnung dev Kalkbrennereynuzung zu formiren.($. 63. u. 150.) g. 168, Berechnung der Mühlennußzung. P. Der ſpeciellen Beréchnung der Mühlennußzung nach $. 151. iſ gleichergeſtalt eine kurze Beſchreibung der Müh- le, ihrer Verhältniſſe und allex auf den Betrieb Bezug habender Umſtände, nach Anleitung dex$. 58. und 64, vorauszuſchi>en. $. 169. Verzeichniß der Frohndienſte und Speiſeordnung. Q: Hierauf folgt das ſpecielle Verzeichniß der Frohn- dienſte, nach$. 52. und 85. und allenfalls die Speiſeord- nung des Geſinde, wenn eine ſolche vorhanden iſ, endlich $. 170, Verzeichniſſe der zum Gute gehörigen Realitäten. R. die tabellariſchen Verzeichniſſe ſämmtllicher zum Gu- te gehöriger Gebäude und Grundſtúcke, ſo weit dieſe gefer- tigt werden können, nach den sub 3 beiliegenden Formularen. $. $. 171, Beendigung der Geſchäfte des Taxators. Somit iſt das Veranſchlagungsgeſchäft des Taxators beendigt. Der Anſchlag wird nun dem Reviſionécommiſſaix übergeben, welcher denſelben na<$. 11, prüft, nöthigen- falls berichtigt und ihn mit dieſen Berichtigungen, ſeinen beigefügten Gründen und Bemerkungen zu den Anſchlags- acten bringt, dieſelben aber nebſt einer Reinſchrift des An=- ſchlags mittelſt Berichts. bei der obrigkeitlichen Behörde einreicht.| Feh‘halte es für meine Pflicht, am Schluſſe dieſer Ab- hândlung, die mit dem Gegenſtand derſelben ſich beſchäfti- genden und mir bis jeht: bekannt gewordenen Schriften, (mit Aus\{luß derjenigen, welche nur einzelne zur- ſchlagung brauchbare Säge enthalten, und der in den dco- nomiſchen Wörterbüchern z. B. in Bergius Cameral:Maga- zin, Krüniß Encyclopädie 2c. enthaltenen Artikel) deren Durchſicht bei dieſer Ausarbeitung mir die Umſtände erlaub- ten, anzuzeigen, wenn mir gleich nur ein kleiner Theil, doch dieſer um ſo mehr, der Beachtung und Benutzung werth geſchienen hat. Nachſtehendes Verzeichniß wird die Literatur der Ertragsanſchläge(mit Ausnahme ciniger ältern Schriften) ziemlich vollſtändig nachweiſen, jedoch auch eini- ge Bücher enthalten, die nur dem Titel nach hieher zu ge- bdren ſcheinen. 1) von Bennigſen Abhandlung vom Anſchlag der Gü- ter in Sachſen. 8. Lpz, 1771, 2). von Schwed ers Nachrichten vom Anſchlag der Güter nach dem jährlichen Abnuten. 4. Berlin 1779. 9) von Benckendorf Occonomia forensis, 1ſter Band, 4. Berlin 1775, 4) Ucber Taxation und Verañſchlagung der Güter(von Weinhold) 4. Dresden 1788. 5ſt mit einiger Abkürzung," Veränderung und Re- ducirung auf ſä<ß. Maas- ganz aus Nr. 5. genommen. Angchängt iſt Nr. 1. Ucbrigens waren vorſtehende Werke Nr. 1—Á. zu ihrer Zeit ſchr. brauchbar, ſind aber nunmehr größten theils veraltet. 5) von Engel Verſuch, den Werth der Grundſtücke bei dem Ankauf zu beſtimmen. 8. Freiberg. 1795. Schr oberflächlich. 6). Oeconomiſche Hefte für den Stadt- und Landwirth 8. Leipzig, 1794, Band 5. Heft-4.S. og. Ä Ein Aufſaz von Hinze: Zweifel gegen die Richtig- | Feit der gewöhnlichſten Methoden„. nach welchen Pacht- | anſchläge verfertigt werden„ nebſt einer Anweiſung zur | Verfertigung eines Pachtanſchlags von Leonhardi,— Ebenfalls ohne Gründlichkeit. 7) Günthers pract. Bemerkungen über Pacht- und Kauf- anſchläge 2c. mit Anmerk. von Leonhardi, 6. Lpz, 179d. | Verdient kaum der Erwähnung. 3) von Ferber Grundzüge zur Werthſchähung der Güter in Meklenburg, 8. Schwerin. 1796. Immer noh, beſonders für jene Gegenden ſchr brauchbar und leſenswerth. 9) Meyer úber die Gemeinheitstheilung, 5 Bände.“ Han- M nover. 4. 1796. M) Ein ſehe gehaltvolles Werk, welches auch viel hier- her Gehdriges enthält. 10) Wie ſſiger allgemeine Grundſäßze zu Bewirkung richti: ger 7G ger Taxation der Gegenſtände aller Art. Preißſchrift, 8, Zerbſt. 1797. Enthält viel"Gutes über allgemeine Taxations= grundſägte. 11) Fre dersdorff Anleitung zu Veranſchlagung der Dos mainen und anderer Landgüter. 4. Hannover. 1798. Zu ſeiner Zeit ein brauchbares Werk, nunmehr größz tentheils veraltet. 12)’ Allgemeines Handbuch fük Cameraliſten und Oeconos men.‘N. Auflage. 2 Thle. 8.“ Lpz. 1799. Enthält im 2ten Theil einige Bemerkungen über Ans ſchläge und S. 502. ſq. cin Formular eines Ertragéan- ſchlags nah der alten Manier. Á 15) von Jordan Grundſägze úber die Abſchäzung der Landgüter. 8. Prag 1800. Ein in Rückſicht der allgemeinen Grundſätze der Taz xation und der Form des Tarationsgeſchäfts no jezt ſehr brauchbares Werk. 14) von Seutter höhere Landwirthſchaftswiſſenſchaft. 8. Lcipzig. 1301, Enthält vom$. 134— 16. allgemeine Grundſäße über die Schäzung eines Landguts Überhaupt, und$. 190— 199. über Nugungsanſchläge. 15) von Trúbſt iſt, 18) Augu ſt Anleitung fúr Land- und Dorfgerichtsperſonen zu Taxirung und Ausſchreitung der Grundſtücke,. Mit Kpfr. 8. Dresden. 1804.| Außer einer für die auf dem Titel genannten Pere ſonen nicht unbrauchbaren Anleitung zu Beſtimmung der Größe der Grundſtücke, auch etwas über die Qualität des Bodens und den Ertrag deſſelben, welches aber oh: ne allen Werth iſ, und nur in ſo fern intereſſirt, als es über die in Sachſen bei jenen Perſonen ſonſt und ſelbſt jetzt zuweilen noh übliche Abſchäßungsmecthode Auskunft giebt. 19) Riemann pract. Abriß des Fiſchereyweſens. 8. Leipz dige 1804. Enthält gute Grundſäßze zu Veranſchlagung der Fis ſcherey, beſonders S. 247. 20) Borowsky preußiſche Cameral- und Finanzpraxis. 2 BOC: 6. Berlin 18002 Jm 1ſten Bande S. 1— 125 befindet ſich die Lch- xe von Veranſchiagung dex preuß, Domaincn„ nach der dort 163 dort bisher' üblich geweſenen Methode und iſt alſo im- mer intereſſant. 21) Thaer Einleitung zu Kenntkniß der engliſchen Landwirth= ſchaft. 5 Bde. 8. Hannover. 1806. Dieſes allgemein bekannte, verdienſtvolle Werk enté hôlt ſehr viel’ hieher gehörige Bemerkungen. 22) Eigenbrodt Bemerkungen über die Ausmittelung- des reinen Ertrags der Acker. 4. Dortmund. 1307. Beſchäftigt ſich blos mit Widerlegung einiger Sätze einer anonymen Kritik des Vermögensſteuer- Edikts für das Herzogthum Weſtphalen vom 16ten April 1804. 25) Weber Handbüch- der Feldwirthſchaft. 8. Frkft, 1807. Iſt, wie ſämmtliche Schriften des Verfaſſers, we= gen ſeiner Vollſtändigkeit ſedem wiſſenſchaftlichen ODeco- nomen, beſonders aber jedem Cameraliſten ſchr zu eme pfchlen. 24) von Gries heim Anleitung zum erweislich richtigen Handeln bei Kauf und Verkauf, Pacht und Verpacht. 4. Sena. 1808. Außer guten Bemerkungen über das Kauf- und Pachtgeſchäft überhaupt, enthält dieſe Schrift, auch ei- nen Nußungsanſchlag in gewöhnlicher Manier. 25) Brieger öconomiſch camcraliſtiſche Schriften. 2 Thle 6. Poſen. 1809. Enthalten, außer mehreren hicher gehörigen nicht un- intereſſanten Abhandlungen des Verfaſſers, einen voll: ſtändigen Pachtanſchlag, nebſt den Jnformationen nach der in Preußen üblichen Methode, über welche der Verz faſſer überhaupt viele Auskunft giebt. 26) Meyer Grundſäße zu Verfertigung und Beurt heilung richtiger Pachtanſchläge. 4. Hannover. 1009+ £2 Ein . i. ———— Pp 4 Ein ſchr ſc{ägbares Werk, wechles auc auf ſeine Vorgänger gchörig Rückſicht nimmt, in welchem, meiner Anſicht nac, nur zu viel mit verwickelten Rechnungsar=- ten gerechnet iſt. 27) Thaer Grundſätze der rationellen Landwirthſchaft.# Bde. 4. Berlin. 1809. Dieſes vortreffliche, gewiß in den Händen jedes ge- bildeten Landwirths befindliche Werk, welches" nur von denen getadelt werden kann, die den höchſtovcrehrungs- würdigen. Verfaſſer nicht verſtehen, enthält faſt über al- le Theile der Landwirthſchaft, beſonders im xſten, 2ten und áten Bande, eine Fülle vortreflicher, hierher gehöriz ger Bemerkungen. 28) Weber Handbuch der größeren Viehzucht. 3. Lpz. 1810, Wie Nr-+ 25. 29) Sturm, Lehrbuch der Cameralpraxis. 8. Jena. 1310. Ein jedem Cameraliſten ſchr zu empfchlendes Werk, welches jedoch für einen Anſchlagscommiſſair bei dem in Frage ſeyenden Gegenſtande nicht vollſtändig genug ſeyn möchte. 50) Vcrſuch zu Ausmittelung des reinen Ertrags der Ae- der 1c. 4. Soeſt. 101, &ſ blos gegen die Übermäßige Befteuerung des Can- tons Soeſt unter franzöſiſcher Regierung gerichtei„ und enthalt nichts allgemein Jntereſſantes. 51) Peterſen über Wirthſchaftsanſchläge oder Budgets. 8, Göttingen. 1811. Der Verfaſſer verſteht unter Wirthſchaftsanſchlag ei- nen in Zahlen ausgedrükten Wirthſchaftsplan, was man ſonſt mit dem Namen Voranſchlag, auch Etat, bezeichnet, und beſchäftigt ſich hauptſächlich mit den Staas- Staatswirthſchaftsanſchlägen.[Sein Werk gehört alſo eigentlich, wenige allgemeine Bemerkungen ausgenom- men, gar nicht hierher. 52) Thaer über die Werthſchäßzung des Bodens. Ein Verſuch‘añ die Stelle der ſ{wankenden Wirthſchaftsan- ſc<{lâge beſtimmte Grundanſchläge zu! ſeßen 2c. 1ſter Th. 8; Bexlin. 1811. Ein ſehr intereſſantes, fevem Anſchlags- Commiſſair zu fleißigem Studio zu empfehlendes Werkchen, bei wel- chem nur zu bedauern iſt, daß es ohne Fortſezunz geblie- ben und alſo nur die Schôzung' des Aerlandes enthält. 33) Thaer úber große und kleine Wirthſchaften und über Werthſchäßzung des Bodens, 8. Berlin. 1812. Enthält sub IV. V. und VI. ſehr intereſſante Abhand- lungen über Werthſchägung des Bodens vom Oberamt- mann Ueberſchar und von dem Herausgeber ſelbſt, wel- che ſih auf Nr. 32. und 54. beziehen. 54) Marſhall über Landeigenthum 2c. Aus dem Engliſch. Uberſeßzt mit‘ciner Vorrede und Einleitung, betreffend die Grundſätze der Bodenſchäzung vom Grafen zu Doh- na- Wundlaken. 1e Abtheilung. 8. Berlin. 1812.(die Fortſeßzung fehlt.) Das Jntereſſanteſte dieſes Werks iſt die Vorrede und Einleitung, welche ſi hauptſächlich auf und gegen Nr. 52, bezieht. Was der Verfaſſer ſelbſt über Abſchäzung S. 12, q. ſagt, iſ von weniger Bedeutung. 55) von Großer Würdigung des Landeigenthums. 8. Wien. 1815. Enthält nichts als einen Anſchlag, nach dſtreichiſcher Art, und verdient keiner weitern Beachtung» 56) 9. G. Gedanken über Abſchäßzung des Grundcigenthums, 8, Dresden. 1815. Der Verfaſſer beſchäftigt ſich mit Rükſicht auf das Fonigl. ſä<ſ. Mandat über Abſchäzung der Grundftúcke vom 9. Juli 1812. mit Abſchäßung des Grundcigen- thums zum Behufe ciner Grundſtcuer und gicbt hierbei den Ertragsanſchlägen den Vorzug.— Zu dem vorlie- genden Zwecke enthält das Schriftchen nichts Brauchbares. 37) Weltrich über Taxation der Grundſtücke, 4. Culme bach. 1813. Taxation dex Grundſtücke zum Zwecke der Beſteues rung iſt der Gegenſtand dieſer, beſonders in Rückſicht der anzuſtellenden Vergleichung nicht unintereſſanten Schrift, 58) Thaer Verſuch einer Ausmitrelung des Rein-Ertrags der Grundſtücke. 8. Berlin. 1815. Ohnſtreitig das intereſſanteſte und genialſte Werk über dieſen Gegenſtand, welches hoffentlich nicht ohne Einfluß auf künftige Abſchägungen der Grundſtücke zum Bchufe‘einer Grundſteuer bleiben wird. 59) Schmalz Erfahrungen im Gebiete der Landwirthſchaft. 5 Bde. 8. Lpp1u8u4— 17e 3m erſten Bande S. 55— 70. und ſonſt viel Brauch- bares über Veranſchlagung der Güter und die Methode und Sáßte des Verfaſſers. 40) von Blankenſee practiſches Handbuch für Landwir- the... 2 Th. N. Ausg. 8. Berlin. 1815. Außer einzelnen hicher gehörigen nicht unbrauchba- ren Bemerkungen handelt der Verfaſſer im 2ten Theil S. 85. von einer wegen ihrer Ungercimtheit merkwürdiz gen Methode der Veranſchlagung, nach dem vorhandes nen Scheuncnraunz1. 41) 157 41) André Darſtellung der landwirthſchaftlichen Verhält=- niſſe 8, Prag. 181d.(Eine 2. Aufl. iſt 18318. erſchienen.) Eine brauchbare Zuſammenſtellung der bekannt ge- wordenen Erfahrungen und Notizen über landwirthſchaft- liche Verhältniſſe, nach öſtreichiſchem Maaße berechnet. 42) von Wulffen Verſuch einer Theorie der Ernten. 8. Berlin, 1815, Ein äußerſt intereſſantes und ſehr zu beachtendes MWerkchen, für jeden wiſſenſchaftlich gebildeten Land- wirth. Nur iſt es für viele zu ſchr in mathematiſchem Style geſchrieben. Ucbrigens ſteht daſſelbe in genauer Beziehung mit den Thaerſchen Schriften. 43) Neue Annalen der Meklenburgiſchen Landroirthſchafts- geſellſchaft, berausgegeben von Karſten. 2ter Jahrg- 1ſte Hälfte 181d. Enthält einen Aufſagz über Bonitirung und Taxirung Meklenburgiſcher Landgüter von Bollbrügge, und Be- merkungen darüber vom Profeſſor Karſten. 44) Ueber A>er- Oecconomie- und Grundſtücks-Benugung. Vergleichung zwiſchen Pommern und Rügen. Stralſund und Berlin, 18316. Neben vielen Unverſténdlichen und offenbar Unrichtiz gen, auch manches Gute zur Vergleichung. S.' 47. Veranſchlag. Rügenſcher und Pommerſcher Grundſtücke. 45) Schnee der angehende Pachter 2c: 8. Halle. 1817 Eine gute Zuſammenſktcllung der landwirthſchaftlichen Verhältniſſe und Berechnungen, nach den vorzüglichiten landwirthſchaftlichen Schriftſtellern, ziemlich wie Nr. 41- 46) Reyne Grundſáge bei Abſchäzung der Grundſtücke. 8. Berlin. 1817, Wenn gleich ſehr unvollſtändig und blos auf den Tel: Teltowiſchen Kreis ſich beziehend7 doh inkereſſant und belchrend. 47) Möèglinſche Annalen der Landwirthſchaft. Jahrgang 1817; oder Bd. 1. Stü>k 2. Nr. I. Die Theorie Úber das Verhältniß der Erndten zur Fruchtbarkeit des Bodens vom Staatsrath Thaer.(Mit Beziehung auf Nx. 42.) Und Jahrgang 1818, Bd. 2. St. 2. Nr. lil. über die Statik des Landbaues von von Wulfz fen.(In Bezichung--auf die vorgenannte Ab- handlung.) 49) Landwirthſchafſtliche Zeitung. Jahrgang 1818. Nr. 42. S. 410. lq. Ueber Kreditinſtitute, Detaxationskunſt und Gúterhandel, und Nr. do. S. 489.(o. Bemerkungen über cinen in Nr. Zo. des diesjährigen Land- und Hauswirths von Hr. T—=a mitgetheilten Vorſchlag von Hr. Deconomierath Stelzner. Beoſonders der leßte Aufſag enthält ſehr‘viel Gutes Über die Art und Weiſe der Entwerfung der Ertragsans- ſchläge. 49) General- Detaxations- Prinzipia der ſchleſiſchen“ Lands ſchaft: Breslau!“g.© 50) Revidirte General- Detaxations-Prinzipia der ſchleſiſchen Landſchaften.“Breslau. 20. Febr. 177d. $1) Revidirte und verbeſſerte General- Tar- Prinzipia zur Abſchäßzung der Güter in der Kur- und Neumark 2c Berlin den 25. May 1782. $2) Gedru>te Abſchrift des Entwurfs der Inſtruction, wie bei Veranſchlagung der Arrenden bei den Domainengü- tern zu verfahren iſt. Königsberg. Sul. 1770, Vergleichung der in vorſtehender Abhandlung ge: brauchten ſähſ, Maaße mit den vorzüg- lihſten in dconomiſhen Schrife- ten vorkommenden Maaßen. ‘ 1) tángenmaa ße, Leipzig, Elle= 2 Fuß,=«20, 6 Pariſer Linien, Dresden, Elle— 2 Fuß,= 250,9«w e Baden„ Fuß=+° 1353 5° Ge=.. 266, 9=- Baiern, Fuß=+ s 129,58- 5 Elle 2‘ 369, 125< Berlin, Fuß(alter)=(gewöhnlich der rheinländiſche) 1 TT» Ele» 295, 6>- Vern, Fuß= 5. 150 o è Ge« e 2405 ps 5 Brabant, Elle—.: 306, 5» e Braunſchweig, Elle= 2 Fuß= 255- S Breslau, Fuß— ü 126- 3 Elle— À. 24070 au Pj Sa q eE"E 4 7 \ Y_ vad 170 Calenberg, Fuß= y 129, 9 Pariſer Linien. Caſſel, Elle= Î g 248,8 e-| England, LYärd— 5 Foot,— 405, 3e- Frankreich, alter Fuß= 144--| Metreè=.‘ 443 7 6 cs Hannover, Elle= 2 Fuß,= 258- 6 Rheinländiſcher Fuß=. 250, 0« NoſtoX, Elle=’ 2 Fuß,= 294 256, 4 5- Schleſien, Elle— 2 Fuß,= 250, As e Wien, Fuß=+ s 140, 12*» ENE== N«0447 SIRE 6 Würtemberg, Fuß= ¿ 127-- Elle—: aaa e-| 2) Fläâchenmaaße. Sachſen, Aker a 500 Qudr. Ruth., a 7 Ell. 14Zoll Lpz.=2Morg.,—52‘ 247 Pariſ. Q-Fuß, Antwerpen, Journal— 100 Q. R.,= 49000 Q. F/-= uc DIGA 4 Journal— 1 Bunder. Aloſt, Gemeth= 100 Q. R,= 40000 QF.,=. 29‘ 129 è 4 Gemeth— 1 Bunder.«€ Baden, Morgen== 400 QR,=> 40000 QF,=. Baiern, Juchart, Tagewerk oder Mor- gen==400QR.,=40000QF.,„=51/ 952 5- Berlin, Morgen= 180 QR. rhnl. a 144 QF, I. 24/ 196=»- Bern, Juchart A>kermaas= 40000 QF.- è 32/ 600 Li) V Lf (J 54/ 122 e e vw u 171 Bern, Juch. Wieſenmaas—55000QF.— 28‘ 525 Par. QF. Calenberg, Morgen= 120 QR. a 256 QFD. É 24 653 s= England, Acre— 4 Fardingale,— 58/376 s-s Frankreich gewöhnl. Arpent— 40“ 000- 53 Hectare= 100 Ares,=>+ 9408 eris Aue 5 A ¿ 947-0 Kiliare—-: 1000 Ares. v Myriare=: 10000 Ares. Gent, Gemeth— 200 QR.== 40000 DF ZE e z 42‘ 935-= 3 Gemcth— 1 Bunder. Hannover, Morgen—. 24‘ 659-« Heſſen, Morgen— 150 QR,=" 21,1053 9s Magdeburg, Morgen, wie Berlin. Mecklenburg, Morgen— 500 QR. a Lv ae ES RES- 60‘ 871=« Rheinländiſcher Feldmorgen=- 16/ 151== Schleſien, Morgen= 500 QR. a 255 QF.>— 67500 QF, 22 92 9757=- Wien oder Oeftreich, Joh.—-5 Megen, = EOS,= 2 457 5« Würtemberg, Morgen— 584 QR.,= 39400. DF,— e D 29‘ 6863- 9 3) Getreidemaaße. Dresden, Scheſfel— s 5558 Par. Cbzoll. = 4 Viertel„== x67 Me- ßen,= 64 Mäáßgen. Antwerpen, Raſiere— 4 Möúkens, ber DAO E>$017,.927--- Aloſt, Sak= 6 Faß, bei Haf.= 15515, 997 bei allen andern Getreide— 10750, 428 Vaden, Seſter== 10 Mäßle,= 756, 186 “ Malter= 10 Seſter,— 7591, 862 Baiern, Schfl.— 6 Metzen,= 11209, 990 Berlin Schfl.=+ 7 ANSES Bern, Mútt—: 8476 Braunſchweig, Himten= Í 1658 Vreslau, Schfl.= 2 3730 Brüſſel, Sa>Œ=+ u 5892 Cafffel, Viertel=: 8090 England, Bushel—#. 1799, 18 Frankreich„ altes Maas, Letier— 12 Boisseau,= 7680 neues Maas, HUectolitre= 100 Pitres, Z= 5041, 241 Gent, Sa>— 4 Faß, bei Haf.— 7674, 684 bei andern Getreide= 5409, 126 Hannover, Himten, wie Braunſchweig. Nordhauſen, Schfl.=- 2291 Núrnberg, großes Simeri=+ 16388, 67 kleines Simri=+ 1604815 Roſto>‘ oder Meklenburg, Schef- L=, n na Schleſien, wie Breslau. 5 Mien oder Oeſtreich, Mete== 3100 50 Meßen= 1 Mut. Würtemberg, Scheffel= 8 Sünri,= - - - - - n u u uw hei allen andern Getreide= 4015, 929 Par. Czoll, 5 ww Ww nw ! 4) Flúſſſigkeitsmaaße. Dresden, Tonne— 105“ Kannen,= 4956 2 Tonnen— 1 Viertel. A Bierfel A Jb) 4 Kanne—(1K. Butter= 2Pfd.) 47, 20 Eimer-—= 72 Kannen— Baden, Ohm== 100 Maaß= Maaß— P Baiern, Eimer— 64 Maaß— Maaß=— vs s Berlin, Eimer— 64 Quart=> Tonne= 96 Quart. QU- Bern, Milchmaaß=+. a Biermaaß— ú 1 Faß— 6090 Maaß, Braunſchweig, Stübchen=« Qutartior— s Breslau, Eimer= 80 Quart,= QUI 6. Caſſel„\ Viertel= 4 Maaß,=- 1 Maaß— s England, Barrel=. Gallon= A Et:-. Frankreich, altes Maaß, LSetier=— Quart= tei=> neues Maaß, Uectolitre— Eure= 35599 756, 861 29) OL 2000 5 55, 09 5776 S0, 9 10%, 28 04, 29 195; 46; 29 2800 55 413 105 3306 232,99 27, 06 584 96 48 5041, 25 Da,& 175 Par, Cbzolk, UU u I s Han: Hannover, Eimex=, 9 5156 Anker= b 1960- Biertonne—+ A BOSO 5 Kanne vder Maaß=+ 98- Quartier= é° 49- Leipzig, Tonne=«+ ¿ 4552 5 Kanne=-- 60, 7 5 Nürnberg, Eimer=. 3714, 54- Maaß=. e 54, 02> Wien, Eme=+° 2852- Maaß=.. AEO M Würtemberg, Eimer helle Eich= 14816- Maaß helle Eich=+ 02, 0 1 Eimer trúbe Eich= 1 Eimer, 7 Maaß helle Eich. 5)„Gewicht. Das Pfd. wiegt Sachſen, 1Centner—5 Stein,— 110 Pfd. a 9716 holl. As. Antwerpen wie Brüſſel. x á Baden, 1 Cntr.= 100 Pfd. a 10406 Baiern, 1 Cntr.= 100 Pf.‘a 5 11655 Selin, 1 Cntr,= 110 Pſa 9747 Bern, 1 Cntr.= 100 Pf. a è 10840 Braunſchweig, 1 Cntr.= 114 Pf. a 9716 Breslau, 1 Cntr.= 152 Pf. a+ 8430 Brüſſel, 1 Cntr.— 100 Pf. A z 9754 Calenberg, 2 Cntr.— 100 Pf. a 10127 Caſſel, 1 Cntx.— 108 Pf. Handelsgewicht a 10114 England, x Cntr.= 112 Pf. Handelsgew, a 9441 Par. Czolk. Frankreich, altes, 1 Quintal— 100 Poids de marc, a 10185 holl, As, neues, 1 Quintal niétrique= 100 Kilogrammen 4‘ 2000) wa Hannover, 21 Cntr.= 112 Pf. a 10129 2 a Núrnberg, 1 Cntr.— 100 Pf, a 10008.=<)“a Roſto>, 1 Cntr.— 100 Pf. Waagegew. a 10584" x= Krâmergew. a 10080«# 5 Wien, 1 Cntr._ 100 Pf, a i 11G Würtemberg, 1 leichter Cntr.— 100 Pf.a 9732-.= 1ende Näſſe;— am beſten gleichartig oder Kalk. d) Láge. Eben,(d. h. ohne Erhbhungen und Vertiec- fungen) horizontäl oder wenig abhängig gegen Süd und Oſt, jedenfalls waſſerfrey, vor Ucbcrſchwemmung oder Anſamm=- lung des Tagewaſſers geſichert.— Milde Lage und mildes Klima überhaupt.— Hohe oder katte Lage an weſtlichen und nérdlichen Abhängen„ kaltes Klima überhaupt„ verz ſc<{leer. Weizen„., 1X Schfl. Gerſte.. À 9 Erbſen+ u RE k) Ertrag pro Aker, Weiten 6 Í GEQ= 1195 Erbſen 54.5= 20- N Bemazrkungen, Bei größerer Beimiſchung von Hu= mus und beſonders von Kalk, ſehr großer Tiefe, ſehr anz gemeſſenen oder verbeſſernden Untergrund, ſehr günſtiger Lage und voller- Sicherheit gegen Näſſe, ſteigt der Ertrag oM noc< 179 noch ÿbher,(welches beſonders dfters bei Niedrungsboden der Fall iſt) im Weigen oft über 20 Schfl.— Er ſinkt dagegen(bis 12 Sch. Weiten) herab, bei geringerer Bei miſchung von Humus„, größerer Zähigkeit, minderer Tiefe (welches beſonders bei Höheboden öfters der Fall iſt) einiger Saure des Humus, nicht gänzlicher Sicherheit vor Waſſer, ungünſtiger Lage 2c. und geht in die Claſſe U. über. Der Ertrag der Futtergewächſe iſ bei gehöriger Bearbeiz tung und Düngung, auch richtiger Wahl des Plaßkes„ ſto weit dieß die Dreifelderwirthſchaft erlaubt, folgendermaa- ßen anzunehmen: grüner Klee in 2 Schnitten 400 Ctr. u. darúb- Abſchneidefütter(Wicken und Haf.) desgl. 500--#-- Erdäpfel+.. IA 45S- Kraut en.. SOO 2 E- Kohl- und andre Rüben_ O S4 Vei Raps und Winterrübſen dürften 10 Schfl. und darüber, bei Sommerrúbſen 5— 6 Schfl, und darüber pro Aer zu rechnen ſeyn. Claſſe Il.: Weniger reicher oder fehlerhafter Boden der 1ſen Claſ- ſe, alſo ebenfalls 1) Niederungsboden und 2) Höheboden, Kennzeichen. Thonboden, weniger reich an Moder(Humus) oder weniger glü>lih gemildert durch Kalk und. Sand, oder Boz den der 1ſten Claſſe ,. welcher wegen unzureichender Tiefe der Ackerkrume, hervorſtechender Säure, unangemeſſenen fch- lerhaften, mehrentheils zähthonigen Untergrund, übermäßiger Náäſ- 179 Náſſe„ ungünſtiger Lage oder Erpoſition, Gefaße der Ucber- ſ{wemmung 2c. in die vorige Claſſe nicht geſezt werden fann.(5 pro Cent Humus und darúber.): Auch gehört hierher ſolcher Niederungsboden, welcher wegen zu- großen Gehalts an Humus, gar zu locker,(ge- wöhnlich auch etwas ſauer iſt,) und daher wegen der Feuch- tigkeit, welche ex leicht einſaugt, wegen der Lo>erheit und ſchnellen Austro>Œnung nicht mehr Weizen, ſondern blos Gerſte trägt. O Hauptfrüchte. Wie bei El. TL, jedoch mit gerin- gerer Sicherheit und weniger volll’ommenen grobhülfſgern und minder mehlreichen Körnern. Uebrigens Weizen uud Hafer beſſer, als Ro>ken und Gerſte. Lettere und Erbſen gedcis hen, beſonders bei ſaurer Beſchaffenheit nicht gut.- Klee wintert leicht aus. 8) Benennungen. Gewöhnlicher Weißzenboden 1er Claſſe, gewöhnlicher guter Weizenboden, Niederungs-Gerſt- boden, Aucboden, ſchwarzer Boden, humoſer loſer Boden. Nebenbeſtimmungen. h) Düúngung, Wenigſtens 18 2ſpännige Fuder Dún- ger a 12 Cntr. in 5 Jahren.— Kalfdüngung gewöhnlich ſchr vorthcilhaft. i) Einſaat. Weizen 15=— 15 Sch, Gerſte 1= 15 vw Erbſcn 1F 2 k) Ertrag. Weizen 6 Sch>., 12 Schfl, A COE Erbſen 5- 9 (Steigt bisweilen bei den erſten beiden fällt dagegen bis 9 und 10 Schfl.) I) Bemerkungen. Je ſtärker die Abweichungen diez M 2 ſcs Früchten bis 15 Sch, a] vw c80 ſes Bodens von den in der 1ſen Claſſe aufgeſtellten Kenn- zeichen ſind, deſto mchr vermindert ſich der Ertrag, deſto mchr erhöhen ſich die Beſtellungskoſten. Auch iſt auf die Möglichkeit der Abwäſſerung, durch welche der Boden, ſo wie dúr< Düngung, Mergelung 2c. nach den Umſtänden zu Cl. 1. erhoben werden Fann, Rückſicht zu nehmen. Bei noch größerem Mangel an Humus, großer Säure 2c. nôhert ſich dieſer Boden resp. der El. IV. odcr der Cl. VI. a. Der Ertrag dcs Klees, dem dieſer Boden weniger wie El, I. zuſagt, kann auf 500 Cntr. grünes Futter in 2 Schnit- ten angenommen werden. Die übrigen Byrachfrúchte ſind ohngefhr, wie bei der vorigen Claſſe zu rechnen, jedoch ſo wic Raps und Röbſen, gewöhnlich etwas niedriger, wegen der größern Unſicherheit und Unvollkommenheit. Claſſe II. Reicher Lchm- und reicher ſandiger Lehmboden. Kennzeichen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Lehm, oder ſandi- ger Lehm in ſtarker Düngung,(mit zureichenden Humus 5— ó p. C. und darüber) und mchrenthcils auch etwas Kalk. (Wenigſtens 40 pr. C. und nicht úber 6o pr. C. Sand.) Uebrigens entweder ganz rein von Steinen oder dieſelben ſind doch der Beſtellung und dem Gedeihen der Früchte durch- aus nicht hinderlich. b) Tiefe‘der dur. 9 Schfl. om TE o O LIS Gürſte 4 2 10F-5 Erbſen 4="6° (Steigt durch vermehrte Düngung 2c. auf 10— 11 Schſl. fällt im entgegengeſcßten Falle auf 7— 8 Schfl.) N) Bemerkungen. Der Ertrag des Bodens ſteigt noch höher durch größere Beimiſchung von Kalk und Humus, tiefere A>exkrume, angemeſſenen, gleichartigen oder verbeſz ſernden Untergrund, ſehr günſtige Lage in jeder Rü>ſicht, leichte Bearbeitung, und fällt durch entgegengeſegte Män- gel, ſtärkere Zunahme des Sandes, naßgalligen Untergrund, un=- Fol » FA ungünſtige Lage, ſowohl in RúEſiht der Himmelsgegend als des Klimas 2c. weiter herab, und nähert ſich dann der Elaſſe V., in welche die Bodenart ganz übergeht. Starke Beimengung von Steinen, wodurch die wahre Aerkrume ſchr vermindert wird, ſteiniger Untergrund 2c. bringt den Boden ebenfalls der Cl. V. ſchr nahe, und macht es zu- weilen ndthig ihn ganz in dieſe Claſſe zu ſegen. Der Erbau an grünen Klee beträgt bei einem Boden, welcher volllommen in dieſe Claſſe gehört, 250 Cntr. und darüber, an Abſchneidefutter 180 Cntr. und mehr. Die Erdäpfel gedeihen eben ſo gut, wie in Cl. I. wenn ſie ge- hôrig in Dünger kommen. An Kraut und Kohlrüben ſind etiva#00 Entr. zu rekerl'rume. Seicht, 4 bis 5‘/ der ſchwerern Beackcrung wegen. c) Untergrund. Gewöhnlich undurchlaſſend, gleichz artig. d) Lage. Eben, horizontal oder gegen Oſt und Súd wenig abhängig, waſſerfrey. e) QZzZ 109 e) Bearbeitung, Schwierig(in Rükſicht der dazu ndthigen guten Witterung) und ſehr ſchwer(in Rü>kſicht des Zugoiehes) nur bei ausgewählter Witterung zuträglich, oft unmöglich. Fleißige Brachbearbeitung wichtig. f) Hauptfrüchte. Weizen und Hafer ſicherer als Roken* und Gerſte. Erſtern jedoch nur nach gehöriger Dün- gung. Unter den Hülſenfrüchten gedeihen nur Bohnen und Wicken gut. Der Ertrag aller Früchte ſchr von der Witte- rung abhängig. Zu Wurzelgewächſen eignet ſich der Boden wenig, Klee gedeihet gewöhnlich nur einjährig, weil ſich der Boden zu leicht beraſet, Fruchtwechſel ohne Brache iſt \. 87 Sch- Korn SIS C0 E Gerſte 3 QE Hafer 4= 12,5 Erbſcen5= 9= 1) Bemerkungen. Steigt im Ertrag durch mehre- rent u 184 ren Humus und Kalk gehalt, mehrere Beimiſchung von Sand, durch Tiefe der Ackerkrume, angemeſſenen(ſandigen oder kalfigen) Untergrund, wärmere und tro>ncre Lage und nôhert ſich der Cl. IL und UI. fällt dagegen bei entgegen geſchter Beſchaffenheit, beſonders auch bei kälterer, näſſes rer, galliger, auh bergiger Lage und Expoſition und ná- hert ſich der Cl. VI, 1, und 2. Der Ertrag der Futterkräuter iſt in dieſem Boden obngefähr auf 200 Cntr. grünen Klee, und 150 bis 160 Entr. Abſchneidefutter anzunchmen.— An Erdäpfeln‘ſind ohngefähr 100 Schfl., an Kohlrüben 550 Entr., an Kraut aber bei guter Behandlung derſelbe Ertrag wie in der vo- rigen Claſſe zu erwarten.— Stark gedüngter Winterrübs ſen kann im Durchſchnitt 5— 6 Schfl,, Sommerrübſen 5 bis 4 Schfl, vom Aker geben. Claſſe V. Sandiger Lehmboden, gu< ſeichter, tro>kener, wenig humusreicher Lehmboden. Kennzeichen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Sandiger Lehm in geringer Düngung(mit wenigen Humus 1# bis 5 pr, Ct. und über 6o pr, Ct. Sand.(Je grobkbrniger[kieſiger, ſchärz fer] dieſer legtere iſ, deſto ſchlechter iſt der Boden.) b) Tiefe. 4— 5 Zoll. e) Untergrund.- Lehmig und anhaltend, beſſer als ſandig und kalkig. d) Lage. Niedrig und feucht, doch‘ohne ſto>cnde Náſz ſe ain vortheilhafteſten. e) Bearbeitung. Leicht und ungehindert von der Witterung. Stärkere Bearbeitung minder zuträglich.! f) Hauptfrüchte. Rocken und kleine Gerſte, lettere bes 185 beſonders, wenn ihn die“ Lage begünſtigt; Erbſen und an- dere Hülſenfrüchte gerathen bei günſtiger nicht zu dürrer Witterung vorzüglich; zu“ Kartoffeln und andern Wurzelgez wächſen iſ er ſehr geeignet.“ Klee geräth nur bei feuchter Witternng und in gedüngten Und reinen Aker, Ruhe zu- träglih. Viele Bea>kerung macht ihn bisweilen zu loſe, Fruchtwechſel mit einiger“ Ruhe hebt ihn ſehr. Dem Ver- que>en iſ ex ſchr untexworfen. 2) Benennung. Gerſtboden 2ter Art, ſchwacher Gerſt=- hoden, ſchwacher Mittelboden, warmer Boden, Nebenbeſtimmungen. bh) Düngung. Wenigſtens 8— 9 2ſpännige Fuder a 12 Cntr.— Oeftere ſchwache Dúngung beſſer, als ſtare Ée ſeltene. Kalkdüngung- 2c. gewöhnlich ſchädlih. Zergangener Dünger, Rindvichmiſt, grüne Düngung am vortheilhafte- flen. Noch mehr auf El. VI. 5, VI, 2c. ÿ) Einſaat. 17 Schfl. Gerſte 1E Hafex 1E— 1F Erbſen 1E 0 k) Ertrag. Rocken 5 Sh>. 7 Schfl, Gerſte 25= 7- Hafer 5 gts Erbſen2- 45 ) Bemerkungen. Der Ertrag ſteigt bei günſtiger Verhältniſſen, beſonders vortheilhafter Lage, und nähert ſich dem der Cl, III, zu welcher Claſſe dieſe Bodenart bis weilen durch Cultur und Düngung erhoben werden kann. Im entgegengeſeßzten Falle, beſonders bei dúrrerer hügelia ger Lage, nähert ſich dex Boden dex Cl, VI, 5, Wenn Boz Ww Ww det ,L | LEE:——---- [3 4‘ nd 186 Boden, welcher den Kennzeichen dieſer Claſſe vollkommen entſpricht, gut behandelt und gedüngt wird, ſo gehört er zu den dankbarſkn Arten des Bodens.— Auch gehört hie- hex ſolcher Boden, deſſen Grundmiſchung- oft ganz wie Cl. III, der aber aus Mangel an Humus, ſeichter A>erkrume und anderer Fehler wegen in dieſe Claſſe geſezt werden muß, und in Claſſe VI. 2. übergeht. Vid. oben Cl. III. sub 1, Der Ertrag au Futtergewächſen iſt auf dieſem Boden ohngefähr folgendermaaßen anzunehmen: grüner Klee 160— 180 Cntr. Abſchneidefutter 140— 150- Erdäpfel 100— 120- und dar. bei gehdr. Düngung, Kohlrüben 550— Á00- Kraut, etwa 500- Claſſe VI. Schlechter Thon- und Lehmboden und lehmiger Sand- boden. 5 Bodenarten. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. 1) Thon- und Lehmboden in ſehr geringer Düngung(mit ſchr wenig Humus 1— 2 pr. Ct.) 2) Thon- und Lehmboden(oft ſehr kieſig, ſteinig und eiſen- haltig) mit undurchlaſſenden Untergrund, nafſer Lage, ſau- ren, auch vertorften und verkohlten Humus,(Moder.) Bei beiden die Grundmiſchung oft wie Claſſe IV. oder IT., aber Mangel an Humus oder ſaure Beſchaffenheit deſ- ſelben und Fehler der Lage. 5) Lehmiger Sandboden in geringer Düngung(mit wenig Humus 1= 15 pr. Ct, und bis 80 pr. Ct. Sand.) Unterſcheidet fich oft nur duren. ec) Bearbeitung. 1) und 2) beſchwerlich. $) leiht und nur oberflächlich, da er leicht zu loſe wird, H) Haupt früchte. 1) und 2) Winterung oft mißli<. Weiten zuweilen, béz ſonders auf 1) beſſer als Ro>ken} do< nur in ſtarken Dünger, welcher aber gewöhnlich fehlt.— Von Som- merfrüchten Hafer, welcher guten Ertrag, giebt.‘Die Weide paßt ſelten für Zuchtſchafe, beſonders auf 2) 5) Rocken und Hafer odex Heidekorn. Keine Gerſke, we- nigſtens ſchr unſicher und nur in günſtigen Jahren, wes gen der dürren Lage, desgl. Erbſen.— Wurzelgewäch- ſe bei gehöriger Dúngung. Mehrjährige Ruhe mit Weiz degang verbeſſert ihn ſchr. 8) Benennungen. 1) Zäher armer Bergboden, Weitzenboden Z5ter Claſſe, feuh- ter Haferboden, kalter Boden, armer, roher Thon- und Lehmboden, 2) ſaurer Boden, Schluffboden, mooriger Boden, waſſer=- galliger Binſengrund, naßgalliger Boden, naßkalter Bos den, torfiger Boden, kaltgründiger Boden, ungeſunder Boden, $) leichter Haferboden ſer Claſſe, guter Sandboden, ſehr narmer Boden. N c- 189 Nebenbeſtimmungen- b) Düngung. 6— 7 2ſpännige Fuder a 12 Entr. in 35 Fahren. 1) Einſaat. 1) und 2). Rocken 15— 13 Schfl, Hoſjer--1477/24555 5) Rocken 1F e Hafer 12 Heidekorn 15— 15- k)- Ertrag. 1) und-2) Ro>ken 2x Sch>. 6 Schfl. Hafer 25= gu,0- 5) Roden 25= 5 5 Haſeta 2 E24 9 Heidekorn2#4 59 1) Bemerkungen. Bei Nr. 2. fommt die größere oder geringere Schwierigkeit der Abwäſſerung in Betracht. Durch dieſe kann er zu Claſſe IV, erhoben werden, wie auch Nr. 1. zuweilen durch ſtärkere Düngung. Kalkdün- gung 2c.(in manchen Fállen auh Sand) wirkt beſonders gut.— Ueberhaupt nähert ſich der Boden, bei weniger ungünſtiger Beſchaffenheit, mehrerer Tiefe, beſſern Unter= grund, wärmerer, troŒecner, den Abzug des Waſſers be- günſtigender Lage, minder beſchwerlicher Beakerung 2c. der Cl, IV. oder 11. fállt dagegen durch entgegengeſcßte Ver= hältniſſe, beſonders ſehr ungünſtige und bergige Lage„ kal- tes Klima 2c. noch weiter herab. Nr. 5. ſteigt bei mehrerer Düngung und Schonung, größerer Tieſe, vortheilhaften, feuchten oder anhaltenden Untergrund und Lage zu El, V., fällt bei noch mehreren Sand 189 Sand und ſ{hwächeren Dúngungsſtande, ſehr ungünſtiger, dürrer Lage zu Cl. VE. herab, Auf cinem Boden von Cl. V1. 1, iſt an Klee ohngefähre 130— 1á0 Cntr. grúnes Futter, an Abſchneidefutter etwa 110— 120 Entr., an Erdâpfeln 80 Schfl. zu erwarten, Die übrigen Brachfrüchte kommen nur ſelten vor. Auf Claſſe VI. 2. gedeihet Klee gar nicht, allenfalls Abſchneidefutter. Den übrigen Brachfrüchten iſ dieſer Bos den auch nicht zuträglich. Cl. VI. 5, iſ zu rothen Klee ſelten mehr geeignet, und ſtets- ſehr unſicher, Erdäpfel geben pro Aker 80«+— 100 Schfl, bei guter Düngung, Rüben desgl, etwa 250 Cntr. Claſſe VII. Dúrrer lchmiger Sandboden. Kennzeichen.” a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Noch‘mehr Sand oder noh weniger Humus, oder noch dürrere Lage wie Claſſe VI. 5. b) Tiefe. Sehr flach. c) Untergrund. Sandig. d) Lage. Schr dürre. e) Bearbeitung. Schr leicht und oberflächlich, ges wöhnlich einfährig. Viele Bearbeitung ſ<ädli<. f) Hauptfrüchte. Rocken und Buchweißzen, Hafer ſchr unſicher. Gerſte und Erbſen ſelbſt in günſtigen Jah- xen nicht. Ro>ken nach Ro>ken am beſten. Lange Ruhe mit Schafweide iſ ihm angemeſſen. 5) Venennungen, Schwacher Haferboden 2ter und Ster Claſſe. Trockner, ſandiger Haferboden, hungriz ger, hißiger Boden, / N c- Nebenbeſtimmungen. h) Düngung. Wenigſtens 4— 5 2ſpännige Fuder. a 12 Cntr. im Zten Jahr. Teichſchlamm beſonders vortheilhaft, i) Einſaat. Rocken 1F Schfl. Hafer 11e Heidckorn 14— 1F- k) Ertrag. Rocken 2 Sch>, 4 Schfl. Hae 2 Se Heidekorn= 4 45 1) Bemerkungen. Steigt durex anzunehmen. Claſſe VIII, Reicher(humoſer) Sandboden. Kennzeichen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Sand(über 80 p. C.J) mit mehreren Humus als‘gewöhnlich, durch ſtärkere Düngung, als er aus ſich ſelbſt gewährt, bereichert(3— 7 p. C, Humus) der Humus aber oft etwas adſtringirend. {Heidchumus.) b) Tiefe. 4— 5 Zoll. c) Untergrund. Gewöhnlich ſandig, oft auch quellig. d) Lage. Bald tro>en, hald feucht. e) Bearbeitung. Sehr leicht, oft einfährig zu be- ſtellen. Der Verque>ung ſchr unterworfen. f) Hauptfrüchte. Rocken, oft 2mal nach einander und Buchweizen, Kartoffeln, auch Hirſe, Andere Som- merfrúchte gedeihen nicht. Ig s) Benennungen. 2jähriger RoÆenboden, ſchwarz= zer Sandboden, loſer reicher Sand- Boden, Nebenbeſtimmungen, h) Dúngung. Wenigſtens 5— 6 2ſpännige Fudere Miſt, alle 5. Jahre fortwährend, welche ex aber nicht aus fich ſelb erzeugen kann. ¡) Einſaat. No>ken"1F Schfl, Heidekorn 14- k) Ertrag. Rocken 2 Sch>. 4X Schfl, Melden 2225= 1) Bemerkungen. Findet ſi< nur in ſolchen Gez genden, die ein ſtarkes Wieſenverhältniß haben, oder wo Heidekraut, Waldſtreu, oder andere vegetabiliſche Dün- gungsmittel ſtark gebraucht werden, und kann ſi< nur durch auswartigen Dünger in ſeinem Düngungszuſtande crhalten. Gerſte und Hafer gerathen ſelbſt bei ſeht großen Hu- musreichthum nur ſehr ſelten. Der Reinertrag dieſer und der vorhergehenden Claſſe' mit Einſchluß des Weidewerths, iſt bei der angegebenen Beſtellung gewöhnlich ziemlich gleich.— Claſſe VU. kann aber leichter zu einer hôberen Stufe erhoben werden. Claſſe IX. Armer Sandboden, auch armer, tro>ner Boden anderer Art. Kennzeichen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Sand mit ſehr wenig Thon(5— 10 pro Cent) und in geringen Düns- gungszuſtande(mit wenig Humus£=—1 pro Cent.) b) Ties- I92 b) Tiefe. Sehr flach. c) Untergrund. Sandig oder ſteinig, durhlaſſend. = Beſſer anhaltend und quellig. d) Lage. Sehr tro>cn.— Gewöhnlich ſchr wagee reen. k) Ertrag. 2 Sh>. 4 Schſl. No>ey, 1) Bémerkungen. Der Boden muß zeither entwe- der den Dünger von ſeinem Stroh oder ſtarken Horden- ſlag erhalten haben, wenn er nicht ſchon auf Claſſe X, herabgeſunken ſcyn- ſoll. Kann ſich dur ſtärkere Düun- gung, Aufführung von Mergel 2c. zu Claſſe VII. oder VIr, erheben.] Es gehdren hierher auch alle diejenigen Bodenarten der vorigen Claſſen, welche durch natürliche Beſchaffenheit, ſeich=« te, ſteinige Krume und dergl. Untergrund, durch Vernachläſ- ſigung oder Erſchöpfung, ſich iñ einem ähnlichen Zuſtande bez finden, doch“ iſ dergleichen Boden leichter zu verbeſſern, Cla ſſe Ms Schlechter Sandboden. auch ſchlechter roher Boden anderer Art. Ken n- 193 Kennzeichen, Hieher gehört aller Sandboden, welcher“nie Dünger erhält, und nur alle 6. 9..12 Jahre einmal mit Ro>en, am beſten einfáhrig beſtellt wird. Déesgl. Boden anderer Art,(ieſiger, ſteiniger, roher Thon- und Lehmboden) wenn er wirklich#0 beſchaffen iſt, daß er ebenfalls keine andere Benußung erlaubt, wc!Hhes jedoch ſelten der Fall ſeyn wird. Déergleichen Bode wird gewöhnlich wenigſtens in Claſſe 1X. oft in El. VI 1. ſehen müſſen. Der Ertrag iſk etwa auf 15 Sch>. Und 27 Schff Rocken(oft noch weniger) anzunehmen. Nur als SWhafweide hat der in dieſe Claſſe gehörige Boden Werth. Bei ſciner Bearbeitung als Akerländ“if gewöhnlich Verluſt, doh muß er bisweilen, um die«Schafweide zu er- friſchen, umgebrochen und mit Korn, beſſex-aber mit Buch- weizen oder Spergel zum Abweiden beſäct werden. Schx ſteiniger, kieſiger, ſumpfiger oder mooriger Bos den, welcher gar nicht mehr als A>erland oder Wieſe zu benutzen iſ, desgleichen Sandboden„ deſſen Verwundung, wegen entſtehender Sandwchen, gefährlich, iſt, gehört noch hinter dieſe Claſſe, iſ aber hier nicht weiter zu berúc>- ſichtigen. JE Ohn- vw u I) Gr D Ohngefähre Berechnung des bei dem Ritterguthe N. N. nöthigen Zugviehs und der S@ñdarbeoiter mit Rückſicht auf die Localität. Vergl. Fol,. …. Fol.... und Fol... ſq. Act. Commiſs, (G6. 44. 53. 77. und folg.) 126 Aker Winterung„ dreimal zu haken und zu pflügen pro Tag mit 2 Ochſen, welche nicht im Wech- ſel gchen.F Aker. s dergl. Z5mal’* zu‘eggen, täglich mit 2 Pferden 2 Acker NB. Die übrigen 56 Aer wer- den dur< die Eggefröhner zu Gruna beſtellt. Fol. zu Gerſte, incl. der Beifelder, z s aet dreimal-zu hafen und zu pflù- gen, wie en é dergl. 5 mal zu eggen a || erb adfa Mnrs 2ſpänniget© Ln M GI LSR i 37 Latus a,#172 K “pù 191201 *aßvzuolip 795 Arbeitstage. Ep WT 2panrige] Hundlage NB. 11 Aer eggt Gruna.[S| SZS 90 Aer zu Hafer einmal zu a>ern|—[15s IEEE bar 65= dergl. einmal zu eggen 32|—|—|— NB, Die übrigen 25 Aker eg- gen die Grunaer, Fol.... 10- zu Hafer 2mal zu haken úndizu pligg 2 FRCIOT Nila 2mal zu eggen 5«[ORA RER REN 10- zu Erbſen 1mal zu a>ern Fl TON—— Nax cinmal zu eggen- Met ai 10- zu' Wi>ken 1mal zu a>ern.|—| 159—|_ einntal zu egden.©.> 3, 2 y IEA 35- zu Abſchneidefütter incl, BeifeldÎ=||_|__ einmal zu eggen N; IS E 9- zu Erdâpfeln, 5mal zu a>crnf—| 4_—_|_ dreimal zu eggen s i) 2 RO ORO 5- zu Kraut und Rüben, inck. der Beifelder, 5mal zu a>ern. 1[—| 15f—|— dreimal zu eggen. 4—|—|— 3= zuLein und Hanf Zinal zu a>ern|—| 6]—|— dreimal zu eggen:: ZE 109= Feld zu düngen, oder ohnge- fähr 1355. 2ſpännige FuderDün- ger auszufahren, pro Aer im Durchſchnitt 17 Fuder, täglich 7 Fuder mit“ Wechſelwagen' (O) MA(S5) 2 1501—— 7‘ Latus, b, 22 E lode N 2 Die Die übrigen 17 Aker werden gepfercht. Fol.($. 44. U::97.) 2ſpännige Fuder Dünger zu laden und abzuladen, tägl. a Perſon 8 Fuder mit Beihülfe des Geſinde 1855, 2ſpânnige Fuder Dünger zu brei- ten auf 109 Acker Feld, tägl. a Perſon: 1 Aker. y Arbeitstag = E=N [nao] Das Sâen geſchiehet durch die Roſenthaler Dreſcher und zwar pro 5 Gr. täglich Fol.„… und wer- dent, um 285 Aker zu beſen, pro 4 Aer im Durchſchnitt 1 Frohntag gerechnet, ohngefähr 70 Tage nèthig. Uehbri- gens helfen bisweilen die Voig- te, welche auch die. Beifel- der ſäch. 9 Akèr Erdäpfel zu legen pro Acker 4 Perſonen é N Das Pflanzen von 2 Aker Kraut und Rüben, ſo wie das Beha- >en derſclben geſchicht dur< Fröhnex und ſind dazu 140#o- genannte Krautbußen a 2 Pf. vorhanden und vollkommen hin- reichend. Fol... Latus c. Ce ——— Zeus WBAtge Handtaze ¡glau 118 24 Ta e 6 2 Aker Kraut und Rüben zu pflanzen 40 20 126 u w vw N) vw und nachzupflanzen“ pro Acker 6 Perſonen s Î h ¿ Weizen zu ſchneiden, pro Aker X Tage” 2- 2 Winterkorn zu hauen, pro Acker 1 Tag-- L 2 Gerſte und Hafer zu hauen incl der Beifelder, Lehden tc. pro Tag 15 Ater 5 s. NB. 350 Aer hauen die Ober- grunaer Fröhner, Fol. Erbſen und Wien zu hauen, pro Aker 1 Tag 5-- Die Strohſcile werden durch die Dreſcher gemacht. Fol...° Winter- und Somméxrfrucht, Erb- ſen und Wi>ken zu harken, zu binden und zuſammenzuſeßen, pro 2 A>er 5 Perſonen, mit Beihül- fe des Geſinde“.:: Winterung odex ohngefähr- 550 S. cinzúfahren(92 Sch. fah- ren beſtimmte Fröhner ein, Fol. bleiben alſo no< 458 Sch>.) pro 2ſpänn. Geſpann täglich 6 Sch>. GEN hahe) 01s Latus d, L9F Arbeitstage. 2ipännige: Handtage S1! SS” IM; J |‘Juny ‘ig —|—| 91—_— —|=(150/228 4ol 56j587|294 /% 136 Aker Sommerfrucht oder ohngefähr| 476 Sch. einzufahren, p. Täg 7 Sch>.(desgl.) 20 A>kcr Erbſen und Wiken einzufah- ren oder ohngefähr 60 Sch>., täglich 6 Sch>. L s Das Auf- und Abladen wird größtentheils durch die bei jedem Fröhnerwagen befindlichen 2 Fröhner, übrigens mit Beihúl- fe des Geſindes beſorgt, doch Fönnen dazu noch ohngefähr er- forderlih ſeyn y/ (Jn der Regel pro Aker 1 Tag.) Das Panſen geſchieht durch vie Roſentha- ler Dreſcher und können dazu ohnge- fähr 89 Tage erforderlich ſeyn. Fol. Das Abhauen des Klees und Abſchneide- futters geſchieht dur - = VI (d=) 2pänntae Handtage [m EM D = S E i E) = TE = zol|= 4 e= —| 30] 50 E.S 42j ol 50 NAckor Aer in 2 Schnitten 220 Cntr.) 6, 2ſpánn. Fuder täglich g Aer Erdapfel 2mal anzuha>en pro Aer 1 Tag(einſpännig.) Nachhúlfe beimAnhakén der Erd- äpfel p. A. jedesmal 5 Perſonen Dieſelben auszua>ern, pr. 2 Aker 1‘Tag: 5 2 Die Erdâpfel. aufzunehmen pr. Acker 8 Perſonen„, mit Beihül- fe des Geſinde L: Ohngefähr 300 Schfl, Erdäpfel einzufahren pro Geſpann von 2 Pferden oder 2 Ochſen täâg- lich 60 Schfl. í„A Das Abladen und Auslcèren beſorgt das Geſinde. 2 A>er Kraut und Rüben werz- den durh beſondere Fröhner behaft, wie oben erwähnt. Kraut und Rüben mit der Hand 2mal zu beha>en, pro Aker jedesmal 12 Perſonen Kraut und Rüben aufzunehmen pr, Aker 8 Perſonen einzufahren, pro Geſpann täg- lich X Aer fs/= Latus f. \| 19032) Gi| JUAiPC e _— <_<” 99 Arbeitstage. 2ſpänntar]€ HDondrage ||‘jow 27 50] 36 ZIA 86 Aer Wieſe zu Heu zu hauen, pro uU das_Géſinde. Arbeit an 5 Acer Lein“ und Hanf, bis von der-Rèſte, pro Ackcr 50 Perſonen z Einzufahren und von der Rdz ſte zu ſchaffen ù i Aer 1 Tag. Ï 4 excl. der Schäferwieſe, welche der Schäfer mit ſcinen Mägden zu beſorgen hat, der Schweinz angerwieſe, der Bierwieſe und der langen Wieſe, zu welchen beſondere. Fröhner ſind. Fol... Wieſe Heu zu tro>nen, pro Aker 5 Tage.*: der Schäferwieſe, der langen Wieſe, der Bierwieſe und der Burgwieſe, wozu be- ſondere Fröhner vorhanden. Fol... excl. Waldwieſen Heu zu tro>nen, pro Aer: 4 Tage 5. Wieſe Grummt zu hauen pro! J Acker) Tagi(GH© fl vorhanden Das Auf- und Abladen beſorgt|->| | | | | Latus 8.| 4 D) 20 36 co © 159 10 55 249/213 55 o 53 A>er Wieſe Grummét zu tro>nen pro A>er 4 Tage>: Wieſe oder 1775. Entr. Heu und Grummt einzufahren. Da- von werden 777 Cntr. Heu oder 111 Fröhnerfuder à 7 Cntr. von beſtimmten Fröhnern eingefahren„ Fol. bleiben alſo noh 1000 Cntr. Heu oder ohngefähr 85. 2ſpännige Fuder a 12 Cntr., pro Geſpann tâg- lich 4 Fuder(Mitunter etwas weit und beſchwerlich.) excl. des Heues von der lan- gen Wieſe, welches durch dic Sclagwitzer Fröhner einge- fahren wird. Fol,. Das Heu und Grummt auf- und abzuladen pro 5 Aker E21 O SON-:= Klee 2mal zu Heu zu hauen, pro Aer jedesmal 1 Tag zu tro>nen pro Aker jedesmal SE E R Ein 220 Cntr. Klecheu oder ohn- gefähr 18. 2ſpännige Fuder ein- zufahren tägl. 6 Fuder z Latus h, 201 Arbeitstage. 2\pännige Haudtage E AET= 7 R DI D| TENE S112 —(— ¡ 00 152 21—|—| | E E pS 24|— ¡120,192 aufs auf- und abzuladen pro 5 Aer’; TL S0g 1e é. Die Gráſerey wird mit dem Geſinde beſtritten. Aufräumen der Wieſen und Gärten ohngefähr 112 Aer, pro 5 Aer 2 Perſon Z: Wieſen- und Gartendüngung mit kur- zem Miſt, Aſche, Jauche, Schlamm 2c. s. Zo Klftr.$ elliges Holz werden von den Unterthanen angefahren. Fol,. Anfahren des übrigens noh nöthigen Holzes an. 20$elligen weichen Klaftern Fol.. Cg. 157.) täglich pro 2ſpânniges Geſpann, 1E Klafter H 2 Beihülfe zum Spalten und Sägen des Holzes,. 5 übrigens durch das Geſinde. Mühlfuhren,(in die Kloſtermühle/ ſehr nahe) 3 Zu- Nebenfuhren, als Salz- Baumate- rialien, Schirrholz, Verfahren der Wolle, Marktfuhren, Verfahren des Getreides 20, Arbeitstage._ 2ipannige[| Handtage = O[E5[E# | 381.2= =|E Feel 2 A BCS Ls es| ems 2]— —==} 10/27 =| 20] 15/20 AOP Latus LL 293 Arbeitstage. 2ſpäauige; Handtage rra 200 S=— E M EE(a| Unterhaltung ver Wege, 4 16l.= 20! 10| Latus k. 4| 108 266| 100 LEE 451 4 57) 47 - hh. 1 24|—}!20| 192 E 4 44 249! 218 “E io) 854 87| 87 - e. 45 4 50 5a 4d: ol 368 3587| 294 -_C.—|— 4177| 201 _D'Wnu: eoa— ES - A 172 7297 PERE Vt tE Summa Summarum,$580|151941599|/1179 Dazu ſind vorhanden 1570. 2ſpännige Frohnſpanntage mit Ochſen(5: 2) Fol... Z E, 2450. Frohnhandtage(5:2) Fol...==} bleiben; 4230 2 205 2\pánn. Pferdegeſpann a 250 Tage leiſten 500 Tage. 2=: Ddſen'= a 200= e G6oo 1100- Tages womit alſo incl, ves nôthigen Ueberſchuſſes auszukome men iſt, 4 S Die Brauerey beſchäftigt nah Fol... ohngefähr 1 Geſpann von 2. Pferden, welches auh zugleich bei der Ziegeley die nôthigen Fuhren mit verrichten kann. Es ſind alſo beim Gute nôthig: 6 Zugpferde und 6 Zugochſen, Vergl, Fol. S<às Ô Schäfereyberechnung Vid. Fol... ¿‘und% L6G. 550 1000 Stück Schafe kommen Walpurgis zur Schur, 220= gehen davon bis Michaelis ab, nämlich: 20 Stú> oder 2 p. C. crepiren bis Michaelis. 200= werden davon ausgemerzt, verkauft und geſchlachtet. 780 Stü bleiben zu Michaelis. 245= Lämmer dazu. 2025 Stúck Beſtand zu Michaelis. 22=‘ Oder 2 p. C. crepiren davon bis Walpurgis. 1005 Stú> bleiben Walpurgis zur Schur. 300 Stú>k Mutterſchafe werden untergelaſſen. Von den gefallenen Lämmern ſind zu Michaelis ohngefähr noch 245 Stück übrig.(Die Lämmer wcrden bis zur Erndz te im Stall gefüttert und die Trift iſ geſund.) ——_—_— 2 Verzeichniſſe der zu dem Rittergute N, N, gehörigen Realitaten. LV erzeihniß deje) AO eon Benennung und Bezeich- B È Gelaß und| z fl LAMA auarſ{. nung auf dein Länge. Breite Gebrauch. Riſſe. Ellen.| Ellen.| Ellen}|E x. Wirth- Zwei maſſive| 5 Stuben, 1 Hüh! Sieh Borſo: Fi mif 5A BA adt fen ſern.[lu Riſſe. kLA,| QR. A. beim Hiuter dem Wirth-F Feinſandiger Lehm ißt Hauptgute\chaftshofe, an fol- et T1 Cul Y A- genden, gegen è ne, mit gleichen Unte geIVENTE,. Morgen wcnig ab-| grund. M I ovp Ul hângig, cben. Ackexrkrume 5 b ) gig, È tief. u. fw..Yac}‘uſw. 18 Fe Ww. u. F. ww: 1,\ “Id I. BVerzeichniß dei (Bp Go Frfra 4 y Benennung 4 deo A Bezeich-«094 ai und Vez AA ſàchſ. nen Jahre. ía ge. nung auf y Acern. Centa dem Riſe zA.| QR. Heu. Grumt.5 A. beim Haptgute 1, Elzteich. , | i GEA 7 | UYeberſnen Zaun, theils| 4 gärten am Wege mit Mauer - Î[ cingeſihloſſen. ian b TRR ATED E TONE TN wor- Vv. Verzeichniß deſo | EEE[e BC TUEL Seg EE rof» Benennung und ERA Bezeichnung:“ auf| ſäch. ía g 6 de'n Niſſe. Ackern. A.\QR.| iz Lale Ld y Qui Ohnweit des Wirthſchaftshofes an dez: Aa, Der obere n Bee| v0) N 3|25,0f Landſtraße, gegen Südoſt ziemlich Int Hopfenberg. ſtark abhángig: bft VI. Berzeinen Zaun umgeben. E 7 Weinberge. Fol.. de e Db ſbà.u: m e... Die Gräásráänder ſind dem Gârtner überlaſſen. Der Hopfen muß ganz ums Lohn bearbeitet werden. — 4 Birnb. Pflawnd Kirſchb., TTRJE TSE Bemerkungen :-- SS E= ES e— LT E e EEN E E OS SE E BOE TS OE|L Die Grâſerey iſ den Win etwa 100 QR.— 4—(20|1280|_|—ÿ Uebrigens wird“ der Berg durch Fröhner bearbeitet. | Die Ufermauern ſind ſchr || 4 baufällig. || zern überlaſſen, und beträgt 4 Blr VIL. Verzeih niß 4 an PERIS 0a Benennung y Nope und Bezeich- 4 /_ſächſ, tage, Beſchaffenheit,|\__ nung“‘auf} Aern. 12 dem Riſſe,-\ A.| QR. î 4 Sándiger Boden, gerins|— SUES Mitten im Dorfe, ge Ticſe, ſehr verwachſen DeL E-, kf und bedarf der Schlämme : 2| 28,9 ute nahrhafte| i ge: Dorfteich. 22400 y f 40e mung. TP Wintert nicht,- Lages Die Teichgebäude ſind gut. CIFS TRL 2 RAL ED 15 i nud IR 5 Lil VIII. BVerzeichniß det, E WW—- Benennung und Bezeich-‘“s 1 O ooge. tage, nung auſ dem Riſfe. Fer OR. EE Ohniweit der Albrechtswieſen, eine ſtarke|7 A. Die Hu- e ET 1 e Dad ſtarte e; \ Viertelſtunde von der Schäfecrey, we: thung ami 6(200,28) E D A pi zig abhângi anz vo! emden 6,7 Kreutholz. jig 5 gig ganz 1 fremden(7 Grundſtü>ken umgeben. 8 e; Her Ens IX. Berzeichniß der€ -« az Ohkge- fähre Benennung.? Größe tage Beſ Laſfenheie.| D nach A>kern. De 2 i : R LE Fe n und 1:75 Die Grenzt an die Guts- geld, AE 206 : ias- S wa aubholzhu- Pomiulißzer 290 fluren,> Stunde caos; 14 zh ht 4 SN mit vicleM Flur. von der Schäfercy,| Ung, mik vielen ai naſſen Ste 213 Yet Teiche: Fol,.: Y— ds CRC DREIER SL TSM OSD METIA TCT TA SEE CEI MA Benubung, wird beſeßt mit: j E Bemer fun'gen, _Streich-|> tréŒaut 2: Í. jâh- karpfen. E If rigem Saß =| Stúck, FSch.i-St.-F-S