u055910 Tolg- Muf RF ¿ PL us i Verſuch EL einer n Le 1.40.0 À Abſchägzung der Grundſtücke nach Elaffen, beſonders zum Behufe einer Grundſteuer- Rectification. Von Guſtav von Flotow, Königl. Sähſ. Cammerrathe. G M Le LP.4- bey C, H. F. Hartmann. 482 0,9 7 Zu einer Zeit in welcher Grundſteuex- Nectificatioñen faſt in allen Staaten an der Tagesordnung, die Mei- nungen über dieſen wichtigen Gegenſtand aber“ noch ſehr verſchieden ſind, bedarf vie Erſcheinung gegenwärtigen Verſuchs einer Anleitung zu Abſchäßung der Grund- ftúcke nach Claſſen, keiner großen Eneſchufdigung."Ih darf daher wohl‘auf Nachſicht rechnen, wenn ich es wage, meine: Anſicht dieſer Sache, beſcheiden vorzu- fragen, und zu den vielen ſeit- Solons erſter Grund- beſteuerung vorgeſchlagenen und angewendeten Methoden der Grundabſchäßkung, noch eine, größtentheils neue, hinzuzufügen. LY: Meiner Meinung nach, kann eine ihrem Zwecfe entſprechende Grundſteuer- Rectification, nur nach ein vorhergehenden genauen Vermeſſung der Grundſtücke, durch Abſchäzung derſelben, in Rückſicht ihrer Ertrags- fähigkeit im gegenwärtigen Zuſtande, nach zuvor genau beſtimmten, natürlichen Claſſen, und unter genauex Berúckſichtigung aller ökonomiſchen und merkantiliſchen Verhältniſſe nah feſten Vorſchriften, erfolgen. Jede andere Art der Grundſteuer- Rectiſication, läßt der Willkühr und individuellen Anſiché des Taxators zu- viel Spielraum, als daß dadurch eine verhältnißmäßig gleiche Abſchäßung und alſo auch eine eben ſolche Be- ſteuerung bewirkt werden könnte. Von. dieſer Anſicht bin ich bey Ausarbeitung nachſtehender Abhandlung ausgegangen.- Daß ich da- bey des Herrn. Staatsrath Thaer Verſuch: einer Aus- mittelung, des.,-Neinertrags der Grundſtücke, Berlin 1813: beſtändig im Auge behalten und fleißig benußt habe, wird mir wohl niemand zur taſt legen, viel- mehr würde es mir ſehr zum. Vorwurf- gereichen müſſen,“wenn ich. dieſes- vortreffliche Werk, welches leider die Aufmerkſamkeit des ófonomiſchen Publicums, niché ſo, wie es verdient, auf ſich gezogen zu haben ——————————-_— E de GAN tL ALARE E, a gé heine, nit‘gehorig"beachtet hätte. Nicht! nurdie Svundideë im boërliégendén"Verſuche iſt, wVie“'ich"mit inige> Dänkbarkéit gégen“den! von-miv.“ Hochverehrten Vatét aller‘ráffonéllén?’ Latidwirthſchäft!erkeine, ganz áus‘vorgenannten Werke‘entléhnt/ ſoñdérn?ich habe auch! allés básienige béñußt, was ih ſo:Aange’-ich mich theils‘äs! Beruf;"théils aus Nèigung“mit diez fém Gegenſtande beſchäftige,“ in meinem Wirküngs= freiſe bewährt gefunden habe." Demöhngéächtet fürchte ich nicht, däß® man'' bey" Vergleichung bèyder Arbeiten, mie mit‘Grund’ wird"Schuld" géber können, daß ich blos“ nachgéſthrièbèn hâte" Bielinehr“ Hoffe ich, daß äh banki? ih! meiner“Avbeit! viel Eigéiéhümliches bez inetfen! wied, wund! wünſ{e nur," daß daſſelbe„auch btauchbár uns! nüßlich" ſeyn"möge.--Jch- habe: mich wénigſtens bémüßét,* bie Jdee* det*Abſchäßzung"der Gründſtücke nach“ féſtbeſtimmtei Claſſen“ weiter‘und ¿@nzlich durhzüführen ¿“ ſolche auf die Localverhältniſſé Sachſens“ anzuwenden und“ das Ganze gemeinfaßlichér zumachen. Schon“Here Staatsrath Thaerbiſt; Seite 13+ ſeines" oben angeführten Werkes be&t-Meinung, daß es bop dein bearbeiteten"Gegenſtand,‘einem Manne VL nicht möglich ſey, ſtets das: Richtigſte zu treſſen, ſon= dern daß vas Einzelne der weiteren Prúfung. talent- voller Männer, beſonders ſolcher, die andere Laœalità- ten-„vor Augen haben, unterliegen müſſe, Hiermit ſtimme auch ich völlig. úberein, und wenn ich gleich glaube, daß eine Vergleichung der von mir unter ganz‘andern Verhältniſſen angenommenen Säbe 1c mit: den“im- gedachten Thaerſchen Werke enthaltenen, nicht unintereſſant- ſeyn werde;-: ſo bin ih doch feſt überzeugt, daß eben dieſe“ von mir angenommenen, einzelnen Säße 2c._noch- einer vielfachen Prüfung, und Berichtigung- bedürfen werden, welcher ih mit Ver- gnúgen entgegen ſehe.- Eben deshalb ſchien es-mir auch, abgeſehen von vem Beyfalle, welchen. eine Skizze dieſer Schrift gefunden, und von audern-- in meinen perſonlichen Verhältniſſen liegenden Bewegungs- Gründen, beſſer' zu ſeyn, dieſes Werk ſchon jebt; mit allen ſeinen Unvollkommenheiten, wélche. ich recht wohl fühle, dem Publikfo zu übergeben, als daſſelbe noch, bis zu mehrerer Vervolllommnung aufzubewah- ren. Gelingt es mir nur, ducch dieſe Blätter, die Aufmerkſamkeit; rationeller Landwirthe, mehr‘auf{die- ſen“ wichtigen Gegenſtand zu leiten, und denſelben mehr zur„Sprache zu bringen, als bisher- geſchxhen it 2— eL MLA,>() ZA -... 9. Die bey der Voniîtirung gegenwärtigen Perſonen. Ç. 10, Verfahren bey dem Bonitiren überhaupt. Ç. 11, Abfaſſung des Bouítirungs- Protocolls. Ç, 12. Reclamation gegen die geſchehene Bonitirung der Gruud- ſtúcfe. $. 14. Werthsbeſtimmung der Claſſen. $. 15. Avusmittelung dieſes Werths în Gelde. $, 16. Claſſification und Werthsbeſtimmung der Wieſen O 2-- z der Gärten. LSK-=- der Weinberge. Qe 19--- der Teiche. $, 20.--- der Huthangen. $. 21, Werth der Brah- und Stoppelweiden. PEE prg gO E y gear AIL Werth der Wieſenhuthung. - der Holzeiden. Berúcfſichtignng der abhängigen Lage und Umgebung der Grundſtücée. Berúkſichtigung des Klimas. s der Wirthſchaftsart. - der Entfernung des Grundſtücks vom Wirth- ſhaftsorte und des Unterſchieds zwiſchen einzelnen Grund- ſrú>en und geſhlo}enen Wirthſchaften. Berú>ſichtiguug der Entfernung des Grundſtücks vom näch- ſten Getreidemarftorte überhaupt. Feruere Berüſichtigung der merkantiliſhen Verhältniſſe. Berückſichtigung der Frohudienſte, Servituten 1c. Bey lagen, Beſtimmung der Tageldhne. Berechnung der jährlichen Unterhaltungs- Koſten eines Pferde- fnehts. Berechnung der jährlichen Unterhaltungs- Koſten eines zweyſpän- nigen Vferdegeſpanns mit Schiff und Geſchirre und Aus- mittelung der Koſten eines zweyſpäunigen Pferdeſpann- tags, Berechnung der jährlichen Unterhaltungs- Koſten cines zwey- ſpännigen Ochſengeſpanns bey Stallfütterung und Aus- mittelung der Koſten eines zweyſpännigen Ochſenſpann- tags XII Oekonomiſche Claſſiſication des Bodens. Claſſification der Wieſen. Werthsbeſtimmung dex Weiden. Einfluß der Städte auf den Neinertrag.“ Phyſiſche Claſſification des Bodens und Zuſammenſtellung-der- ſelben mit der ökonomiſchen Claſſification. Einleitung. Epe und bevor man in einem Staate zu einer Grundſteucr- Rectification vorſchreitet, muß man über Folgendes völlig einig ſeyn: 1) über die Nothwendigkeit ciner Grundſteuer- Rectification überhaupt, 2) über die Art und Weiſe der Zuziehung der bisher ſteuer freyen Grundſtü>e, 3) über die, nach der Grundſteuer- Rectification ebenfalls nôthige Rectification der ſämmtlichen Übrigen Steuern, 4) über das bis zu Vollendung der gänzlichen Steuer- Recti- fication nôthig werdende Proviſorium, 5) úber die Aufbringung der durch dieſe und die folgenden Geſchäfte erwachſenden Koſten, und 6) úber das bey Vermeſſung und Abſchäzung der Grund- ſtücke anzuwendende Verfahren. Man iſ im Publikum ſehr verſchiedener Meinung dar- über: ob eine Grundſteuer- Rectification Überhaupt noth- wendig und die Zuzichung aller bisher ſteuerfreyen Grundſtü>ke gerecht ſey? Ohne mich hier in eine weitläufige Widerlegung-der eincn oder andern Meinung einzulaſſen, glaube ich blos die meinige kürzlich ausſprechen zu müſſen, und bemerke daher, daß ih eine allgemeine Grundſteuer- Rectification, nur dann in jeder Rückſicht für nothwendig halte, wenn und wo bey A 2 der beſkchenden Grundbeſteuerung ohne alle richtige Prinzipien verfahren, und alles der Willkühr und Anſicht der Taxatoren überlaſſen wurde, dadurch aber jezt, das erſte Erforderniß eines Steuerſyſtems, die Erhaltung der Beytrags- fähigkeit ſämmtliher Contribuenten, gefährdet wird, Wo dieſes alles nicht der Fall if, ſondern nur einzelne, aus unrichtiger Anſicht und Anwendung der nicht zu verwerfenden Grundſäße, entſtandene Ungleichheiten vor- fommen oder dergleichen Ungleichheiten nur durch die Länge der Zeit und die ſcitdein fortgeſchrittene Cultur entſtanden ſind, da kann na< mcinem Dafürhalten wohl blos eine Ausgleichung der alten Steuern und Beyziehung der bisher ſeuerfreyen Grundſtücke auf ähnliche, nun jedoch genau- zu beſtimmende Art, ſtatt finden, ſollte auch das Ganze etwas weniger vollkommen werden, als bey einer völlig neuen, auf richtigere Prinzipien begründeten Grundſteuer- Rectification. Selb ziemlich beträchtliche Ungleichheiten in der Beſteuerung haben ſi< längſt durch die Zeit und die vorgegangenen Ver- änderungen der Beſigzer der Grundſtücke, ſo viel als ndthig ausgeglichen, und das Drükende, was ſie für den erſten Beſitzer hatten, dadurch großentheils verloren, daß der jetzige Beſitzer bey deren Erwerbung, auf dieſe höheren Laſten RÜ>- ſicht genommen hat. Der Hauptpunkt bleibt alſo immer, ob bey der beſtehenden Beſteuerung zu befürchten iſ, daß die Beytragsfähigkeit einzelner Contribuenten verloren gehen werde,*) *) Uebrigens iſt es auh ein wahres Wort, was Benzenberg în ſeinem Werke über das Cataſter Thl. 2. S. 10. ſagt: Ein geuaues Cataſter von einem Lande iſt nur danx wünſchonswerth, wenn das Laud Stände hat und wenn ſeine Regierung ſi< edlèr Zweite bewußt iſt, Ww” ————— 3 Für gerecht kann ih aber die Beyziehung der bisher anerlannt ſteuerfreyen Grundſtücke nur dann erkennen, wenn entweder a) alle Beſigzer bisgheriger ſteuerfreyer Grundſtücke, für die fünftig mit zu übernehmenden- Steuern, eine verhält- nißmäßige Entſchädigung crhalten, oder b) die alten Steuern nach wie vor fortentrichtet, die bisher ſteuerfreyen Grundſtücke aber zu allen Erhöhungen der alten Steuern ſo wie zu allen neuen Steuern und außerordentlichen Staatslaſten gleichmäßig mit den Übrigen zugezogen werden.*) Das erſte, nâmlih die Entſchädigung der bisher ſeuer- freyen Grundſtü>sbeſigzer, iſt meiner Anſicht nach jedenfalls das Beſte, und wenn gleich die Ausmittelung des Aequiva- lents ſchwierig ſcyn mag, ſo iſ ſie do< niht unmöglich, wie dieß das Beyſpiel des Großherzogthums Weimar gelehrt hat. Nimmt man bei einer Grundſteuer- Rectification weder auf die eine noch auf die andere Art auf die bisher aner- kannten Steucrfreyheiten Rückſicht, ſo kann ih ſie auh nicht für gerecht, alſo auh nicht für weiſe halten, denn nur was gerecht iſ, iſ weiſe. Soll aber eine Grundſteuer- Rectification erfolgen,\o muß damit zugleih auh eine Rectification aller übrigen #) Bey Beurtheilung dieſer Säße, iſ wohl zu beachten, daß bisher die Steuerfreyheit gewiſſer Grundſtü>ke vom Staate anerkannt, das Recht der Steuerfreyheit alſo wohl erworben war, fünftig aber feine dergleichen Steuerfreyheiten mehr ſollen erworben wetden fönnen. Läßt ingn dieß unbeachtet, ſo kaun man frey- li zu andern Anſichten verleitet werden, wie z. B. Krönke ín ſeinen Grundſäßen einer gereſicht der Steuer- Rec- tification Überhaupt, ohne alle Anmaaßung hier kürzlich darzulegen. Für cine allgemeine Vermögensſteuer ſtimme ih nur dann, x) wenn dieſelbe zugleich auch cine Einkommenſteuer iſt, 2) wenn beyde blos auf der cigenen Angabe des Stagats- bürgers beruhen, 3) wenn dieſe Steuern nach Claſſen, eingerichtet, und 4) wenn ſie überhaupt nicht hoch angelegt werden, Auf jede andere Art hat die Vermögens- und Ein- fommensſteuer zu viel Gehäſſiges und dringt zu ſehr in die Privatverhältniſſe ein, auch fällt ohnehin ſchon der größte Theil der andern Steuern dem Capitaliſten, Rentenier und Beſoldeten zur Laſt, da alle übrige ſich größtentheils durch Erhöhung der Preiſe ihrer Gewerbsproducte entſchädigen. Ich zweifle nicht, daß bey Anwendung der gebörigen Mittel, ſelbſt auf dieſem Wege, durch die eigene Angabe der Staats- bürger, noch eine hedeutenve Unterſtüzung für den Staats- S aufwand zur Erleichterung der- übrigen Steuerpflichtigen, werde zuſammen gebracht werden. Schr zu“ empfehlen i} eine Regulirung der Perſonen- teuer. Staatsdiener ſollten mit derſelben, ſo wie mit ciner Beſoldungsfteuer mit Ausnahme der Beyträge zu außer- ordentlichen Staatslaſten, gänzlich verſchont werden, denn es iſ vùdllig unpaſſend, daß ihnen der Staat mit der einen Hand etwas giebt, was er ihnen‘mit der andern“ Hand wieder nimmt. Findet aber eine zwe>mäßige, allgemeine Rectification der Steuern und Abgaben ſtatt, und wird von der Staats= vérwaltung ets der Grundſaß beobachtet: daß‘weiſé Sparſamkeit die erſte Bedingung einer guten Stàats- Und Finanzverwaltung fey; ſo können auch die Abgaben weder für den Einzelnen noch für ganze Gewerbe drü>end und“die bisher drückenden: (Acciſe, Mauth, Stempel 2c.) gewiß“vermieden werdet. Da nun aber eine Grundſteuer- Rectification, ſo wie cine allgemeine Steuer- Rectification“ Überhaupt, keineswegs das Werk weniger Monate ſeyn kann, ſondern dazu bcy eincm nur einigermaaßen bedeutenden Staate mehrere Jahre crfor- derlich ſeyn‘dürften; ſo iſ meiſtentheils, wenn man niht bis zu Beendigung der nöthigen Arbeiten, das alte Steuer- ſyſtem unterdeſſen beybehalten kann und will, die Einführung eines interimiſtiſchen Steuerſyſtems,“cines Proviſoriums, nöthig, welches aber, zu Verminderung aller Koſten,"#o einfach als mögli ſeyn muß.“Jn den meiſten Fällen wird es am rathſamften ſeyn, die Koſten des Proviſoriums zu erſparen und das alte Steuerſyſtem bis zu Einführung des neuen beyzubehaälkten, und daſſelbe‘nur tn ähnlicher Maaße auf die bishet ſteuerfreyen Grundfü>e anzuwenden. Was #o lange beſtanden hat, kann au< wohl, ohne beſonderen Nachtheil noch einige Jahre beſtechen, und es iſt beſſer, cine beſtechende Einrichtung wird ſpäter oder gar nicht, als ſchlecht geändert. 4 Die Koſten, welche cine Grundſteucr- Rectification, ſo wie cine Steuer- Rectification Überhaupt, verurſacht, werden jedenfalls ſehr bedeutend ſcyn, und können leicht ſich in die Millionen belaufen. FJ} aber die Grundſteuer- Rectification überhaupt nothwendig, wird ſolche mit ciner Vermeſſung ocrbunden und ſind richtige Grundſäge zu Abſchäßung der Grundſtücke aufgeſtellt, dann werden wenigſtens die hierdurch verurſacht werdenden Koſten, von den vielfachen daraus hervorgehenden Vortheilen und Erleichterungen bey Arron- dirung, Aufhebung der Frohndienſte nnd Servituten, Ge- meinheitstheilungen 2c. bey Weitem überwogen. Daß das bey der Vermeſſung zu beobachtende Verfahren, ſo wie die Mcthode der Abſchäßung der Grundſtücke, vor dem Beginnen der Geſchäfte, feſt ſtehen múſſe und im Laufe der Arbeit durchaus keine Abändcrung erleiden dürfe, verſteht ſi von ſelb, Um ſo nothwendiger iſt daher aber auch beſonders die vorherige, genaue und vielſeitige Prüfung der Abſchäßungs- Grundſäße durch. verſtändige Landwirthe aus aus allen Theilen des Landes. Schr willkommen muß es ſeyn, wenn dergleichen Grundſätze ſchon früher von andern aufgeſtellt und von dem ökonomiſchen Publiko günſtig beurtheilt worden ſind, wo es ſodann nur noh auf die Beurtheilung der Anwendbarkeit auf cin beſtimmtes Land aukommen würde, Dergleichen Grundſäge, und zwar zu Abſchäßung der Grundſtü>ke nah Claſſen, habe ih nun in der folgenden Abhandlung entworfen und übergebe ſie hiermit dem ganzen I landwirthſchaftlichen Publiko zur weitern Prüfung und Be- richtigung. Ju Hinſicht des Verfahrens bey der Vermeſſung, ſo wie in Betreſ der aus derſelben hervorgehenden Vortheile, verweiſe ih auf Benzenbergs ſehr lehrreiches, wenn gleich gar zu weitſchweifiges Werk, Über das Cataſter. Bonn 1818., welches in dieſer Hinſicht nichts zu wünſchen Übrig läßt. Auch wird man dafelbſt finden, welche ungeheure Summen nußloſer Weiſe weggeworfen werden können, wenn man bey dem Beginnen des Vermeſſungs- und Abſchäßungs- geſchäfts, daſſelbe noch niht gehörig von allen Seiten über- dacht hat und über die vorerwähnten Punkte noh nicht völlig im Klaren iſ. [9] Anleitung zu Abſchäßung der Grundſtücke nach Claſſen, F. 1. Hauptumſtände, welche den Werth eines Grundſtücks beſtimmen. Der Werth eines Grundſtü>ks wird beſtimmt, x) durch ſcine Größe, 2) durch ſeine Ertragsfähigkeit, und Z) durch die merkantiliſchen Verhältniſſe ſeiner Lage. Es zerfällt alſo das Abſchäßungsgeſchäft in drey beſon: dere Geſchäfte. a) in die Ausmittelung der Größe(Vermeſſung)z bÞ) in die Ausmittelung der Ertragsfahigkeit(Claſſification) und c) in die Ausmittelung des hierdur< und durch die mer- Fantiliſchen Verhältniſſe ſich beſtimmenden Werths des Grundſtücks(Berechnung), $. 2. Ausmicttelung der Größe der Grundſtücke. Die Größe cines Grundſtücks wird durch Vermeſſung deſſelben durch verpflichtete Sáächverſtändige ausgemittelt, und es muß eine ſolche Vermeſſung jederzeit der Bonitirung der Grundſtücke vorhergehen, 9 Bey dieſer Vermeſſung iſt, zum Behufe der folgenden Berechnung und zur Erleichterung der Auffindung nur nöthig, daß die Grânzen eines jeden Grundſtücks, ohne weitere Situation, jedoch in Verbindung mit den anſtoßenden Grund- ſtú>ken, in Riß gebracht werden. Von jeder"Flur oder Gemeinde, wird ein beſonderer Riß gefertigt, und auf jedem Grundſtücke die Art deſſelben (am beſten dur< Zeichen) nnd die Nummer des‘Hauſes, zu dem es dermalen gehört, bemerkt. Ucberdieß erhält jedes Grundſtü> cine durch die ganze‘Flur fortlaufende Nummer, unter welcher, in dem zugleich zu fertigenden Flurregiſter, der Name des jetzigen Beſizers von dem Feldmeſſer aufzu- führen iſt, Sind ſchon Vermeſſungen vorhanden, ſo werden ſolche geprüft und nach Befinden benugr. Bey der Vermeſſung und Berechnung iſt dasjenige, was im$. 10, wegen dex Steine, im$ 24 wegen der Neigung und im$. 30, wegen der Servituten bemerkt worden, zu berückſichtigen, Anmerk. Bey der Vermeſſung kommt es ſehr darauf an, ob man mit derſelben zugleich eine Kartirung des ganzen Landes verbinden oder blos cine Vermeſſung der einzelnen Grund- ſtücke und cine Zuſammenſtellung in einzelne, unter ſich niht zuſammenhängende Flurkarten ſtattſinden laſſen will. Daß erſte erfordert trigonometriſhe Grundlagen und vet- mehrt die Koſten bedeutend, iſt aber in anderer Hinſicht von außerordentlihem Nußken für den Staat, daher ich immer, ſobald es nur die Kräfte des Staats erlauben, rathen würde, die Vermeſſung gleich ſo anzuſtellen, daß alle möglichen Vortheile daraus gezogen werden können. Die bloße Detail- Vermeſſung hat wenig Schwierig- keiten und geht bey gehöriger Benußung aller bekannten 10 Vortheile no< ziemlich raſh: Doch dürften immer mehrere Jahre zur Beendigung der Vermeſſung eines ganzen Landes, erforderlih ſeyn. Die Berechnung der in Riß gebrachten Grundſtücke, kann dur< Maſchinen, Maultiplicationsta- feln:c. und die Vervielfältigung der Riſſe durch die Litho- graphie ſehr erleichtert werden. Die ganze Vermeſſung muß unter der Aufficht eines thätigen und geſchi>ten Sach- verſtändigen ſtehen. Die Koſten der Vermeſſung können in jedem Staate ſehr vermindert werden, wenn die Vermeſſer und ihre Gehülfen, ſo viel als möglich aus den dazu taug- lichen Perſonen des Militärs ausgewählt werden, und ſo bedeutend dieſe Koſten auh immer ſind und“ bleiben, ſo kommen ſie doh mit dem vielſeitigen Nußen einer ſolchen Vermeſſung und Kartirung(worunter ih nur Flurkarten ver- ſiche) in gar keinen Vergleich. Die Vermeſſung muß jedes- mal der Bonitirung“ vorhergehen. Denn hierdurch wird die bey der Bonitirung ſo nöôthige Ueberſicht der ganzen Flux gar ſehr erleichtert, das Bonitirungsgeſchäft ſehr beſchleu- nigt und man kann nur auf dieſe Art verſichert ſeyn, daß kein Grundſtú> überſehen worden iſt, und die Bonitirungs- gränzen, welche außerdem ſehr leiht wieder in Verwirrung gerathen können, richtig eingetragen werden, welches leß- tere auf. dem bereits vorhandenen Riß ſehr leicht-und ohne weitläufige Meſſung geſchehen. kann. Meines Wiſſens beſibt außer Würtemberg-noch kein Land eine völlig durchgeführte, auf Vermeſſung gegründete Ab- häßung des Grundeigenthums. Die Vermeſſung und Ab- häßung im Würtembergiſchen wurde innerhalb xz. Jahren beendigt und 1744 das Cataſter hierauf begründet. $. 3. Schägung des Werthes der Grundſtücke. Aſt die Größe der Grundſtücke durch die Vermeſſung ausgemittelt, ſo zerfällt die Schägung des Werthes des Grund und Bodens, in zwey Geſchäfte- in die Bonitirung SEA ds ds 11 oder die Beſtimmung der Ertragsfähigkeit des Grundſtücks und in die Taxation, oder die Berechnung des Werths deſſelben, g. 4. Bonitirung«e Die Bonitirung oder die Beſtimmung der Ertragsfähig- Feit der Grundſtücke, geſchicht nah den für jede Art der Grundſtücke, weiter unten angegebenen ökonomiſchen Claſſen derſelben dur< die dazu erwählten Boniteurs oder Taratoren, unter Leitung und Aufſicht des, das ganze Abſchäzungs- Geſchäft dirigirenden Commiſſairs, Anmerk. Das ganze Abſchäßungs- Geſchäft muß Unter der Direction cines cinzigen Mannes, nicht eines Collegii ſtehen. Nur hierdurch kann Einheit und Gleichförmigkeit der An- ſicht, welche bey dieſem Geſchäfte ſo nöthig ſind, erhalten werden. Daß aber der Abſchäßungs- Commiſſair, ſeinem Geſchäfte völlig gewachſen, und cin ſtreng rechtliher und un- partheyiſcher Mann ſeyn muß, ihm auh no< der Größe des abzuſchäßenden Landes, einige Untercommiſſarien, welche ſo- dann hauptſächlich die in$. 6. erwähnte Uebung und Con- trolle der Taxatoren zu beſorgen haben, beygegeben werden müſſen, verſteht ſich von ſelbſt. ND Taxation und Beruckſichtigung der merkantiliſchen Verhältniſſe, Die merkantiliſchen und einige bey der Claſſification nicht in Betracht gezogenen ökonomiſchen Verhältniſſe, werden bey der Taxation oder Werthsberechnung der Grundſtücke, wie unten bemerkt, berückſichtigt. Dieſes Geſchäft wird aber von beſonderen, im Rechnungsweſen geübten Perſonen un- ter Aufſicht des Abſchäzungs- Commiſſairs beſorgt. $, 6+ Wahl der Boniteurs( Taratoren) deren Einübung, Prúfung und Reviſion, Für jedes Amt werden aus| verſtändigen Landwirthen aller Art, einige Taxatoren beſtimmt und verpflichtet„+ und ihnen gewiſſe Diſtrikte bey der Bonitirung angewieſen. Der Abſchäßungs- Commiſſair, der ſich cine allgemeine Ucberſicht über die Beſchaffenheit des Bodens 2c. in jedem Diſtrikte ver- ſchaffen muß, hat dieſen Taxatoren, durch Bezeichnung gewiſſer Normalſtü>ke ihres Diſtrikts, welche genau in die für jede Art der Grundſtücke beſtimmten Claſſen(ſoweit ſolche in ihren Diſtrikten vorkommen) paſſen„ die praktiſche Anwendung der Claſſifications- Grundſäge noch deutlicher zu machen, ſie im Bonitiren zu Üben und zu prüfen, und nur dann erſt dieſelben zum wirklichen Bonitiren zuzulaſſen, wenn er ſich von ihrer völligen Brauchbarkeit Überzeugt hat. Auch muß er ſolche ſets fleißig controliren„ revidiren und ndthigenfalls deren Taxationen berichtigen. $.“a Geſchäfte der Taxatoren, Das Geſchäft- des Tarators, beſtcht alſo blos darin, für jedes Grundſtü> des ihm angewieſenen Diſtrikts die Claſſe zu beſtimmen, in welche daſſelbe gehört,($. 13. 16. 17, N, Oe 20.) dabey aber die Umgebung des Grund- üds$. 24., die auf dem einzelnen Grundſtücke, nicht auf der ganzen Flur haftenden Laſten, als Servituten,(F. 2x. 22.) Zehenten($. 30.) ſo wie die cigenthümliche Wirth- \chaftsart des Grundſtücks, wenn ſolche von der[übrigen —— a——— 43 abweicht,($. 26.) genau anzugeben, Die übrigen auf die Werthsbeſtimmung Einfluß habenden Verhältniſſe, ergeben fich theils aus der Vermeſſung von ſelbſt, theils aus den Protocollen des Abſchäßzungs- Commiſſairs, QAS. Geſchäfte des Abſchäßungs-Commiſſairs und ſeiner Gehülfen. Der Abſchäßzungs- Commiſſair hat: 1) ſich eine allgemeine Ueberſicht der Beſchaffenheit des Bodens und dex Verhältniſſe jedes Diſtrikts zu ver- ſchaffen. 2) Normalſtúcke für jeden Diſtrikt zu beſtimmen. 3) den Untercommiſſairs, ſowie den Taxatoren Anleitung zu geben und ſie im Bonitiren zu üben und zu prüfen, 4, Uber ſolche Gegenſtände, welche gewöhnlich dem ganzen Diſtrikt, der Flur 2c. gemein ſind, bey den Gerichts- perſonen des Orts, verſtändigen alten Landwirthen 2c. Nachrichten cinzuziehen und die Reſultate zu Vrotocoll zu bringen oder bringen zu laſſen, Dieſe Gegenſtände ſind hauptſächlich: a) Klima($. 25.) b) Wirthſchaftsart($. 26.) c) Entfernung vom Marktorte($. 28.) d) Servituten($. 21. 22, 23, und 30.) e) Zehenten($. 30.) f) Frohndienſte($. 30.) 5) die 30. jährigen Getreidemarktpreiſe(F, 15,) einzu- fordern, 14 6) ſowohl über die Taxatoren, als über die Untercommiſ- ſairs und Calculatoren, Aufſicht zu führen, ſie ſtets zu controliren, zu revidiren und nöôthigenfalls deren Arbeit zu berichtigen, 7) Die Reclamationen, welche gegen die geſchehene Bonis tirung der Grundſtücke eingewendet werden, in ſoferne es nôthig iſt„ an Ort und Stelle zu unterſuchen, Anmerk. In Rückſicht der Calculatoren hat er nämlich blos darauf zu ſehen, daß alle Gegenſtände, welche auf den Werth des Grundſtücks Einfluß haben, gehörig berückſichtigt werden. Uebrigens müſſen dieſelben unter der Aufſicht eines Rechnungs- Commiſſairs ſtehen. $. 9. Die bey der Bonitirung gegenwärtigen Perſonen. Die Bonitirung oder Claſſification der Grundſtücke ge- ſchieht von dem Taxator im Beyſeyn eines Feldmeſſers (wozu ſoviel wie möglich derjenige wieder zu wählen iſt, welcher die Grundſtü>ke vermeſſen hat) und ciner oder cini ger Gericht8perſonen des Orts. Uebrigens iſt aber jedem Grundſtücksbeſiter erlaubt, der Bonitirung beyzuwohnen oder durch eine abgeordnete Perſon beywohnen zu laſſen, Bey Bonitirung der Rittergüter iſ die Gegenwart des Eigen- thúmers oder deſſen Stellvertreters ſtets erforderlich. Sollte der Taxator nicht im Stande ſeyn, das Voni- tirungsprotocoll nah$. 11, ſelb zu führen, was ſtets das Wünſchenswertheſte iſt, auch die Gerichtsperſon die Führung deſſelben nicht übernehmen können; ſo iſt dem Taxator nach eine beſonders zu verpflichtende Perſon hierzu beyzugcben. —————————__ Lò F. 10+. Verfahren bey dem Bonitiren überhaupt, Bey der Bonitirung wird nur auf die in den Claſſifi- cations- Grundſätzen beſtimmten Kennzeichen, und'beſonders nur auf die sub. a. bis e. in den Claſſificationen angege benen, Rückſicht genommen. Die bey den Feldern sub|. g. und m.(mit Ausnahme. der sub m angegebenen, und aller- dings zu berückſichtigenden verſchiedenen in eine Claſſe gehb- rigen Bodenarten) und die bey den Wieſen sub f. und m. aufgeführten Umſtände und Bemerkungen, dienen nur zu mchrerer Klarheit, leichteren Entſcheidung und Beſtätigung. Auf den Grundſtü>ken Überhaupt, haftende Servituten, Huthungs- Gercchtigkeiten, Zehenten, Frohndienſte 2c. die Entfernung der Grundſtücke vom Orte der Wirthſchaft, ab- hängige Lage und Umgebung derſelben, Wirthſchaftsart, Handelsgewächsbau, Klima 2c. werden bey der Claſſification der Grundſtücke nicht berückſichtigt, doh hat der Tarator im Bonitirungsprotocoll das oben$. 7, bemerkte hierüber anzugeben. Der Taxator hat in Begleitung der obengenannten Perſonen, ſämmtliche Grundſtücke einer Flur, unter Leitung des Feldmeſſers, welcher die aufgenommenen Riſſe bey ſich haben muß, zu übergehen y jedes Grundſtü> nach den in der Claſſification angebeneh Kennzeichen resp. mit Hülfe cines Spatens und zwar bey einem großen Stúcke an mehreren Stellen zu unterſuchen, die nöthigen Erkundigungen einzuziehen und hiernach die Claſſe zu beſtimmen. Acndert ſich der Boden oder die Beſchaffenheit dcs Grundſtücks Überhaupt, auf cinem und demſelben Grund- ſtück- ſo bedeutend, daß es in zwey verſchiedene Claſſen 46 gehört, ſo iſ die ohngefähre Grânze beyder Bodenarten 2c. aufzuſuchen, auf dem Niſſe anzugeben und der Flächenins- halt einer jeden durch den Feldmeſſer auszumitteln. Ft die Verſchiedenheit aber nicht ſo bedeutend(wie 3. B. an gelinden Feldabhängen, wo gewöhnlich der untere Theil beſſer als der obere iſt ,) ſo iſt eine Abſonderung nicht nöthig. Kommen aber Grundſtücke vor, welche einen Uebergang aus einer Claſſe in die andere machen, und alſo zwiſchen beyden mitten inne ſtehen, ſo hat dieß der Taxator im NProtocolle zu bemerken. Schriédſtellen, Horſte, ſumpfige Pläge 2c. werden, wenn ſie nicht von Bedeutung ſind, nicht beſonders berü>- ſichtigt. Desgleichen haben einzelne, auf den Feldern, Wie- ſen‘2c. liegende, große Steine, keinen Einfluß auf die Claſz ſificationz ſie werden jedoch ſämmtlich nach ihrer Veträcht- lichkeit und Größe ohngefähr von" dem tragbaren Boden abgezogen. Unter der Oberfläche des Bodens befindliche große Steine, ſowie kleine Steine in der Erdêrume und im Unter- grund, kommen bey der Unterſuchung der beyden zuleßt genannten Umſtände, wie ſchon bey den Claſſifications- Grundſätzen angegeben iſ, allerdings in Betracht, F. 11. Abfaſſung der Bonitirungsprotocolle. Das von dem Tarator über das ganze Bonitirungs- Geſchäft zu haltende Protocoll, hat nicht nur die dabcy gegenwärtig geweſenen Perſonen aufzuführen, und den Gang des ganzen Geſchäfts kurz darzuſtellen, ſondern es muß 17 jedes Grundſtú> nach ſeiner Nummer aufführen, und bey allen Arten der Grundſtücke immer das erſte, welches in cine in der Flur zum erſtenmale vorkommende Claſſe locirt wird, nach den vorgeſchriebenen Kennzeichen der Claſſen genau beſchreiben. Bey allen folgenden in dieſelbe“ Claſſe gehbrigen Grundſtúken, iſ nur dann etwas zu bemerken, wenn beſondere Umſtände, z. B. Servituten, Zehenten 2c. ($. 7.) vorkommen oder das Grundſtú> cinen Ucbergang in cine andere Claſſe bildet, Das Bonitirungsprotocoll i} ſtets von demlTamurator, dem Feldmeſſer und den, der Vonitirung beywohnenden Ge- richtsperſonen, und im Fall der Tarator nicht ſelbſt der Pro- tocollant iſt, von der dazu adhibirtenPerfon zu unterſchreiben. Anmerk. Das Bonitirungsprotocoll läßt ſi< dur< eine tabellariſche Einrichtung ſehr vereinfachen und erleichtern, $. 12. Neclamation gegen die geſchehene Bonitirung der Grundſtücke. Die Claſſiſications-Grundſäße, werden dffentlich bekannt gemacht, und die Bonitirungsprotocolle jeder Gemeinde, ſollen úcbſt der Flurkarte 4 Wochen lang añ der Gerichtsſtelle zu Jedermanns Einſicht bereit liegen und der Gemeinde, die dazu beſtimmten Tage vorher bekannt gemacht werden. Jedem Eigenthümer iſt erlaubt, ſowohl die. Boniti- rungsprotocolle einzuſehen, als auch gegen die geſchehene Claſſification ſeines Grundſtücks, bey dem Abſchägungs- Commiſſair binnen 14 Tagen, nah Verlauf der zur Ein- icht dex Protocolle beſtimmten Friſt, Vorſtellung zu thun N A) / \ | ) ¿ 18 damit derfelbe bey der anzuſtellenden Reviſion, darauf Rú>- ſicht nehmen kann. Dieſe Vorſtellungen müſſen aber jedver- zeit mit Grunden, die jedoch nicht gegen die Claſſiſications- Grundſäge überhaupt, ſondern nur gegen die geſchehene, vermeintlich unrichtige Einſtellung gerichtet ſeyn dürfen, unterſtüzt ſeyn, Nach Verſluß dieſcr Zeit werden keine Vor- ſtellungen mchr angenommen. Bey der Entſchcidung des Reviſions- Commiſſairs, muß ſich aber jeder Eigenthümer beruhigen. > Claſſification der Felder. Die Abſchäßung der Felder, geſchicht nach xo. dkonox Dg Y/ Grundſägen sub EL. genau angegeben ſind, Anmerk. Will man no IS IE E DIE Dd Shs e RE ST o D E 84. Ser rzte pic GR a, SER x68. SLG Und 2-1 E Ad EBA 3. BONE e e TL O ds MBO e VLL. dt fee 1abiaiteiT:h ae 20s fel By E R E e E 12e BRT ILL 55 M 30 LR A 29 =_NL.(fein Aerland)..... 6 Die mehr oder minder abhängige Lage der Grundſtücke hat keinen Einfluß auf die Claſſification, und wird weiter nicht als im$. 24. geſchehen iſt, darauf Rückſicht genom- men. Durch die Vermeſſung der Grundſtücke“nah der Horizontalebene, werden die etwanigen Nachtheile der Ab- hängigkeit, durch das kleinere Maaß der Oberfläche(da auf der ſchiefen Fläche mehr gebaut wird, als auf der darunter befindlichen, horizontalen gebaut werden könnte) genüglih erſeßt. In Betreff der Ueberſchriften der Claſſen, bemerke ih nur, daß dieſe die Hauptbodenart der Claſſe ausdrücken, deren Kennzeichen angegeben ſind. Die übrigen verſchie- ſchiedenen Bodenarten, welche ebenfalls in die Claſſe geſebt werden inúſſen, ſind sub m. angegeben, und ergeben ſich auch aus der Beylage sub 1. Uebrigens muß ich hier nochmals erwähnen, daß ih bey ſämmtlichen Claſſificationen, ſowie bey dieſer ganzen Ab- handlung, blos das mittlere Deutſchland und hauptſächlich Sachſen im Auge gehabt habe. F. 14, Werthsbeſtimmung der Claſſen. Bey jeder Claſſe ſind ein für allemal die Productions- foſten, nah cinem für das Königreich Sachſen, jezt im Allgemeinen geltenden Mittelpreis des Rokens von 3 Thlr, z B 2 i 20 12 Gx. berechnet. Dex Ueberſchuß des Rohertrags Über die PVroductionskeſten, beſtimmt den allgemein geltenden Rein- ertrag oder Werth des Grundſtücks nach Sc< n in dev el Cntu.,inider 2ten zu 6¿Cnutr., inden f aber das Scho Wintergetreide und Ert otvoH ohngefähr zu 6 Cntr., das Scho> Sommergetreide zu 5 Cntr.(bey den nicdrigern Claſſen cias weniger bey- den höhern etwas mehr) angenommen. Die Art und Weiſe der Berechnung-der Productions- Koſten und des Rein- ertrags ergiebt ſich theils aus den Beylagen A— D theils aus den„ der Claſſification ſelbſt beygefügten..Be- rechnungen, wobey immer der Preis. des NRocfens zu 3 Thlr. 12 Gr. im Auge behalten iſt, und bedarf feiner weitern Erläuterung. Die Getreidepreiſe überhaupt ſind ſv geſebt, wie ſie jet im Allgemeinen, als Mittelpreiſe für das jeßig Königreich Sachſen anzunehmen ſehn dürften. Es verſteht ſich Übrigens von ſelbſt, daß allé im Vorſtehenden' erwähnte Berechnungen, ſowie alle im gegenwärtigen Verſuche angegebenen Verhältnißzzahlen, welche ich keines für unfehlbar richtig-halte„ noch einer vielſeitigen Prüfung verſtändiger Ländwirthe unter: liegen müſſen. $. 15. Ausmittelung dieſes Werchs in Gelde. Der Geldwerth des Korns wird| für jeden Diſtrikt beſonders, nach einem Zojährigen Durchſchnitte aus den Getreidemarktpreiſen des nächſten IR oder nach dem bekannten Verhältniſſe zu dieſen, beſtimmt, und hier- durch in jeder Gegend der Reinertrag des Akers(dgs Steuet- capital) in Geld gefunden, Bey Berechnung des Durchſchuittspreiſes, werdenalle auùßerordentlichen Jahre“(welche aber im vorkommenden Falle, ein für allemal beſtimmt werden müſſen ,) weggelaſſen und durhfrühere ergänzt. Die Ausmittelung des Durchſchnittpreiſes jedes Dis- trifts, iſt blos Sache des Abſchäßungs- Commiſſair und der beygegebenen Rechnungsverſtändigen und. hat ſich damit der Taxator nicht zu- befaſſen. Anmerk. Der Reinertrag eînes‘jeden Grundſtücks(das Steuercapital) wird bey allen Arten der- Grundſtücke nicht blos im Ganzen„ſondern auch zu Erleichterung der Steuer- vertheilung, bey vorkommenden Dismembrationen 2c. pro Acker angegeben. Zu dem in Frage ſtehenden Zwe>e iſ es ganz gleich, ob die Getreidepreiſe aus 12. 15. 20. oder zo Jahren gezogen, und der ganze oder halbe Betrag derſelben angenommen wird, wenn nur überall gleich verfahren wird. Doch dürfte es zu mehrerer Erleichterung der Gleichſtellung der Grund- und Gewerbſteuern 2c. am beſten ſeyn, ſo viel wie möglich die wahren Mittelpreiſe des Getreides“anzunehmen. Die Art der Berechnung des Reinertrags im Gelde für jeden Diſtrikt, wird ſich am beſten aus folgendem Beyſpiel ergeben. Der Reinertrag der CI. Uk. iſt 4# Schfl. Ro- >en. Fúr den einen Diſtrikt A. ſey der Durchſchnittspreis des Rockens zu 3 Thlr. 8 Gr.— für deu andern B. zu 4 Thlr. — ausgemittelt worden, ſo beträgt der Reinertrag oder das Steuercapital fr einen Aer der zten Claſſe unter übrigens gleichen Bedingungen, im Diſtrikt A. 14 Thlr. 4 Gr. 6 Pf. und im Diſtrikt B. 17 Thlr. 10 Gr. 4 Pf. 16: Claſſification und Werthsbeſtimmung der Wieſen. Die Ertragsfahigkeit dex Wieſen, wird auf ähnliche Ax wie die der Felder, und zwar nah 11. Claſſen abgez {chäßt, wie ſolche in der Beylage sub E. angegeben! ſind. Hierdurch wird ſogleich, ſowohl ihr Nohertrag an Futter, als ihr Reinertrag ausgeſprochen. Leßztereziſt nämlich bey jeder Claſſe, ein für allemal in Schfl. Rocken berechnet, und wird, wie oben($. 12.) bemerkt iſt, nach den Local- preiſen auf Geld reducirt, Der Werth der Wieſenbchüthung iſt nah den unten- ſtehenden Beſtimmungen($. 22.) gleich bey joder Claſſe mit berechnet, nämlich blos‘die Herbſthuthung Und zwar bey zweyſchürigen Wieſen vom erſten Octbr. bey einſchürigen ohn- gefähr von Anfang des Septembers an. Finden auch 24 andern Wieſenclaſſen als bey Claſſe 4. ſchädliche Ueberſchwem mungen ſtatt„ ſo; hat dex Taxator dieſes,#0 wie die‘ Art und Weiſe derſelben, und wie oft ſich dieſelben bisher in cinem Zeitraum von“ x5. Jahren A auch welchen t haben, im Einfluß ſie auf dem Ertrag der Wieſen Protocoll anzugeben. Anmerk. Da meines Wiſſens noh von Niemanden cine Claſſification der Wieſen verſucht worden iſt, ſo darf i< um ſo weniger unterlaſſen, mih über den hier zur Prü- fung vorliegenden Verſuch näher zu erklären. 1) 9b es gleich bey den Wieſen„weniger als bey den Fel- dern, auf die Beſchaffenheit der Grunderde und beſon- ders des Untergrunds 2c. ankonunt; ſo hat doch ein mehr oder mindêter Gehalt an‘auflöslihem Humus und die Fhigkeit des Bodens, die Feuchtigkeit zu erhalten,‘auf den Graswuchs ſo großen Einfluß, daß die phyſiſche Beſchaſfenheit des Bodens unter den Kennzeichen der! Wieſen in der Claſſification wohl nicht fehlen durfte. ) Auf die Lage in jeder Rüſicht, kommt aber bey den Wieſen ſehr viel an, da davon zum Theil der Feuch- tigkeitszuſtand derſelben, ihre mehrere oder mindere Sicherheit“vor R Ai SE, die Möglichkeit und Güte der Bewäſſerung größtentheils, 42 und endlich auh vou der Ebenheit der Oberfläche, die leichte Anwendbarkeit und das Gedeihen der lebtern abhängt. 3) Unläugbar hat der Feuchtigkeitszuſtand den größten Einfluß auf den Ertrag und Werth der Wieſen. Un- ter den in der Claſſification angebenen, iſt dex Feuch- tigkeitszuſtand der Wieſe in gewöhnlichen Sommern zu verſichen; welcher ſich ſowohl" durch den Augen- ſchein, mit Rúſicht auf die ſtattfindenden Umſtände und die ſich zeigenden Grasarten, als auch durch Befra- gung der bey der Bonitirung anweſenden Perſonen zur Genüge ergeben wird. 4) In Rúkſicht der Beſchaffenheit des Futters unterſchei de ih 1) gutes, fettes, kräftiges, nahrhaftes, ſaftiges Heu, 2) mittleres, geſundes, ſúßes, feines Heu, 3) grobes,-ſeuniges, ſaures, hartes, auh mageres, unkräftiges, tro>nes Heu, 4) ſchlechtes, ſchilfiges, binſiges, ſchafrhalmiges, moſiges Heu, und nehme den Werth cines Cent: ners Heu uud Grumt im Durchſchnitt von No. 1= 2 Dresdner Scheſfel Rocken, Es ati E Ee—>, LEE FETTE O 2 ESET x tand— m—— aie E 8 - 4=>—— LE 83 an. 5) Unter der Mähbarkeit, verſtehe ih nicht die nach bis- heriger Gewohnheit(woobey man vielleicht das Gras ſchr alt werden ließ) übliche, ſondern die, der Beſchaffeuheit der Wieſe nach, mögliche und paſſeude, ſo wie auch 6) unter dem angegebenen Ertrage uicht das zu verſtehen iſt, was die Wieſe in ihrem jeßigen Zuſtande und bey der ſtattfindenden Behandlungsart,, trägt, ſondern was ſie bey gehöôriger Cultur, wie ſie ein guter Landwirth anwenden würde, jedoch ohne beſondern Aufwand von Kräften und Geld, tragen kann, Es iſt hierbey nám- lich vorausgeſeßt; LEE EET ye e AET= RJ E 8) 9) 25 a) gänzliche Frey thums, ohne irgend eine Beſchränkung durch Servituten:c. b) gehörige Cultur der Wieſe, worunter i< Räu- mung von Strauchwerë und Unfräucern,/ ſtreuung und Ebnung der Maulwurfshaufen, An- legung und Erhaltung der nötßhigen Bewä( und Abzugszgraben, jährl. Räumung de icſc1 im Frühjahr von Laub, Sand 2c. Zerſireuuug und Vertheilung des Weidemiſtes 2c. keineswegs aber eine Déngung derſelben, außer der, welche ſie durch die Herbſtbehüthung erhalten, verſtehe. Jſt- daher bey einer Wieſe kunſtloſe Bewäſſerung zwar möglich„ dieſelbe aber noh niht vorhanden, oder niche zweckmäßig angelegt; iſt die Wieſe mit Büſchen, Strauchwerk und Unkraut bewachſen, von welchen ſie leicht gereinigt werden kann; hat ſie viele Maulwvurfs- hügel und Kaupen; iſt ſie blos wegen vernachläſſigter Ableitung der Näſſe, ſumpfig geworden, oder wird fie blos wegen der darauf ſtattfindenden Huthungs| ten einſchúrig 2c.; ſo wird auf dieſe Vernachläſſigung oder Beſchränkungen des Eigenthums,, bey der Cla} ervitu- Iz cation keine Rü>ſicht genommen, ſondern es wird die Wieſe dahin geſeßi, wohin ſie bey gehöriger Bewirth- ſchaftung zu- ſeben iſt, jedoch werden im Prorocolle die Beſchränkungen des Eigenthurms zur künftigen Berech- nung genau bemerkt.($. 30.) Bey Beſtimmung des Werths der Herbſihuthung, bin , ich den Angaben des Oekonomie- Commiſair Y gefolgt, welche wohl der Wahrheit ſo nahe als möglich fommen. Die Art uñd Weiſe der Berechnung der Produfktions- koſten, erhellt aus den Berechnungen ſelbſt, bey wel- chen eben jo, wie bey den Aerclaſſen, auf den Preis des Schfl. Korn zu 3 Thlr. 12 Gr. Rücſicht genom- VI men,‘oder was einerlcy iſt, alles nah Kornwerth be- rechnet iſt. Das Verhältniß der Wieſenclaſſen unter ſi ſowohl, als«zu den Aerclaſſen, bey gleicher Entfernung- iſt ohngefähr folgeudes: 1e Claſſe. 327. ote— 7 275 BE«— ¿192 úte CA Ae“TEES Ste— TOSS 6te TETTE OWE 7te E UE e Se—«“60. DALE E TASSO Gte SE 4107 Tote LT 20 Te ao! Tcl QU 15. exel— IS Uebrigens überlaſſe ih der Beurtheilung verſtändiger Landivirthe, ob es mir gelungen ſey, eine brauchbare Claſſification der Wieſen aufzuſtellen. Sollte dieß aber auch nicht der Fall ſeyn, ſo bin ih do< feſt Überzeugt, daß cine dergl. Claſſification der Wieſen möglich iſt, und ih bin{on ſehr zufrieden, wenn der vorſtehende Rerſuch andern Veranlaſſung giebt daruber nachzuden- fen und ihre Gedanken mitzutheilen. Nur auf dieſe Art kann der Zwe vollſtändig erreicht werden, Noth- wendig iſt aber eine Claſſification der Wieſen, wenn niht bey einem ſo bedeutenden Theil der Grundſtücke ganz die ungeregelte Willkühr der Taxatoren eintreten ſoll. oft nur 10. CE 478 Claſſification und Werchsbeſtimmung der Gärten, Die Gärten(Gemüſe- Gras- Hopfen- Luſtgarten 2c.) werden jederzeit vesp. nach den für die Felder und Wieſen beſtimmten Claſſen abgeſchätzt, je nachdem fie als beurbar- tes Land oder als Wieſe benußt werden, jedoch\o, daß der Merth der Claſſe ſets um ein Drittel erhbhet- wird. Obſtbäume 2c. werden nirgends berúſichtigt. Anmerk. Da die Obſtbaumzucht, blos Sache der Induſtrie iſt, Obſtbäume von jedem Gutrsbeſizex angepflanzt werden kfön- 27 nen, ihr Beſtand und Ertrag ſehr precair und veränderlich iſt, und erſterer ganz in der Willkühr des Beſitzers beruhet, übrigens auch die Obſtbaumzucht überall ſehr befördert zu werden verdient; ſo müſſen wohl die Obſtbäume von der Beſteuerung ausgeſchloſſcn bleiben. Fm entgegengeſeßten Falle würde dadurch nicht nur die Induſtrie beſteuert, ſondern auch eine ſtete Reviſion und Abänderung der Steuer nöôthig werden, welches alles doc, nah meinem Dafürhalten, ſo viel wie möglich vermieden werden muß. Ein gleiches findet, meiner Anſicht nah, bey Weinber- gen, in Rückſicht der Weinſorte, mit welcher ſie beſtanden ſind, ſtatt. C: 8; Claſſification und Werthsbeſtimmung der Weinberge. Weinberge werden nach ihrem Boden auf gleiche Art, wie die Felder geſchäßt, der Werth der Claſſen aber nicht erhöhet. Die darin befindlichen Grasländereien, Gärten 2c, werden aber, wie Wieſen„Gärten 2c. bey der. Abſchägung behandelt, Vid. Aninerkung des vorigen$. Anmerk. Es iſt hierbey zu bemerken, daß bey vorſtehender Werthsbeſtimmung des We glandes, blos auf Sachſen Rückſicht genommen iſt. In Rückſicht der e oder minder günſtigen Lage der“i vid.$2 Claſſification und Werthsbeſtimmung der Teiche. Die Teiche werden in 4 Claſſen gebracht und hiernach abgeſchäßt. 1ſte Claſſe. Gute Teiche d.h. ſolche, welche ſchr guten, fetten, thonigen oder lehmigen Grund, ſchr nahrhaf- ten, warmen und weichen Zugang, freye, ſonnige Lage und hinreichenden Waſſerſtand haben, auch keiner Waſſergefahr ausgceſeßt- ſind. Der Werth diefer Claſſe Teiche wièd 7 geringer, als die Art der Felder von Cl. TIT. beſtimmt. ate Claſſe. Mittelmäßige Teiche, d. h. ſolche, bey welchen die angegebenen Eigenſchaften, in geringerem Grade vorhanden ſind, oder welche ſchon zuweilen von großen Waſſern leiden. Dieſe werden zur Hälfte des Werths eines Feldes von C1. TTI. angenommen. zte Claſſe. Geringe Teiche, d. h. ſolche, bey welchen cine oder die andere dieſer Eigenſchaften von entgegen- geſetzter Beſchaffenheit iſ, Sie werden nux-# geringer, als cin Feldſtú> von CI. TITI. geſchäßt. gte Claſſe, Schlechte Teiche, d. h. ſolche, bey welchen alle dieſe Eigenſchaften„ von entgegengeſeßzter Beſchaffen- heit ſind. Dergleichen Teiche werden um F niedriger als Cl. TII. geſchäßt. Die Streu- und Rohrnußung, ſo wie die in den Tei- chen etwa vorkommende Weide und Grâäſercy iſt unter Obi: gem ſhon mit begriffen. Grasftücke an den Teichen, welche der Waſſerſpiegel, bey gehörigem Waſſerſtande nie erreicht, werden beſonders geſchäßt. Anmerk. Steht das Recht der Streu- und Rohrnußung, der Weide oder Gräſerey 2c. einem andern als dem Eigen- thümer des Teichs zu, ſo kann der Werth dieſes Rechts am leichteſten durch die Schäßung des Grundeigenthümers und des Nukungsberechtigten ausgemittelt werden, wobey aber zugleich zu beſtimmen iſt, daß das Nubungsrecht für den beſtimmten Preis(auf Kornwerth reducirt) vom Eigenthü- mer jederzeit abgekauft werden fann, fúr jeßt aber an dem Werthe ſeines Grundſtú>s abgeht„ und. nach dem angege- 29 benen Werthe vom Nußungsöberechtigen verſteuert werden muß. Auf dieſe Art wird das Intereſſe beyde Theile antreiben, dieſe ſo verſchiedenartigen Rechte, jedesmal nach dem wahren Werthe anzugeben. Wo die Gränzen der Teiche oder des Waſſerſtandes no< nicht genau beſtimmt ſind, wird allerdings zuweilen die Aus- mittelung derſelben Schwierigkeit haben. Kann der Feld- meſſer nicht dur eingezogene Erkundigungen und den Au- genſchein hierüber hinlängliche Auskunft erhalten, ſo muß die Gräuze des Waſſerſpiegels an einigen Stellen durch ein Nivellement ausgemittelt, übrigens aber nur ohngefähr nach geraden Linien beſiimmt werden. $. 20. Claſſification und Werthsbeſtimmung der Huthungen, Die Huthungen werden na< den Ackerclaſſen bonitirt und deren Werth nach den in beyfolgender Tabelle sub G. angegebenen Säßen als ganze Weide abgeſchäßt. Eine Kuhweide oder 10 Schafweiden, werden 17 Dresdner Schefz fel Rocken gleichgerechnet nud hiernach der Werth der Huthung (oder eigentlich der jährliche Reinertrag derſelben ,)‘nach der Bonitirung und Localität, wie bey den Ackerclaſſen beſtüunmt. Sumpfige Weiden, welche nicht leiht zu verbeſſern ſind, werden zum halben Werthe von C1. VI. 2 geſchägt. Sind die Huthungen Gemeinheiten, ſo werden ſolche um> niedriger geſchäßt, als wenn ſie das Eigenthum eines Einzelnen ſind, Fettweiden werden als Wieſen geſchäßt. Anmerk. Jn NRúEſicht des Werths der Huthungen, bín ich den Beſtimmungen des H. Staatsrath Thaer gefolgt, weil ich glaube, daß ſolche nicht beſſer gegeben werden können. Schr paſſend ſcheint es mir zu ſeyn, Huthungen ſowohl, als Tei- erclaſſe in den Claſſifications- Grundſäßen bemerkt iſt, ein für allemal bey der Werthsbeſtimmung der Acker- claſſen, und eben ſo bey Beſtimmung des Werths der auf den Feldexn etwa vorkommenden Huthungs- Gerechtigkeiten berü>ſichtigt! Anmerk. Findet durch Huthungs- Gerechtigkeiten eine Be: ſchränkung in der Benußung der Brache fiatt, daß alſo mehr rei- ne Brache gehalten werdeu muß, als in der Claſſification ange- nommen iſt; ſo muß ſolches von dem Taxator im. Protocolle bemerkt, und ſodann bey der Berechnung des Reinertrags des Ackers, in der Maaße berüſichtigt, auch das Steuercapi- tal des Huthungsberechtigten darnach beſtimmt werden. Werth der Wieſenhuthung. Dex Werth der Wieſenbehüthung, wird auf folgende Art berechnet. Der Graswuchs iſ nämlich: vom 1}en bis 12ten May E= 2E, von‘da bis Ende: May©= auf den Monat Junius«e«= 250 wid iin i EZA SUIUS eiiie ra . 3L aſ Dar Monat: Auguſti n= 47$ vom 1ſten bis lezten September.= 67, vom I1ſten bis legten October„=-33- vom 1ſten November bis Martini.= 7- Von, Martini bis zum. Frofile+:==„0 vom Ende des Winters dis 1ſen May= 12. wenn der ganze jährliche Graswuchs überhaupt oder der in der Claſſification der Wieſen angegebene Rohertrag der Wie- ſenclaſſe mit Hinzurechnung des Werths der dort ſchon be- ſtimmten Huthung= 700 angenommen wird, Nach dieſen Grundſäßen wird der Werth der Huthungs- ſervituten beſtimmt, von dem Wieſenwerthe abgezogen und von dem Berechtigten verſteuert. Anmerk. Dieſe Säbe ſind von dem verdienſtvollen Oberlan- desókonomie- Commiſſair Meyer in dem zten Bande ſeines Werks über die Gemeinheitstheilung gufgeſtellt und fom- men wohl der Natur ſv nahe als möglich, weshalb auch hier Gebrauch von ihnen gemacht wordea ifé. $. 23. Werth der Holzweiden. Findet die Huthung im Holze ſtatt; ſo werden 5 Aker Laubholzhuthung oder 6 Aker Nadelholzhuthung ohne RÚ>- ſicht auf den gegenwärtigen Holzbeſtand(welcher ſtets als gut anzunchmcy iſ ,) na< ohngefährer Abrechnung des Betrags der Holzeulturen, welche nicht behütet werden dürfen, einem Aer freyer Huthung auf gleichem Boden und in derſelben Zeit gleich gerechnet. Es wird alſo zuerſt- die Bodenclaſſe beſtimmt, in wel- che der Holzboden gehört, wodur< ſich der Werth cines Ackers ſreyer Weide guf dicſcm Boden ergiebt und hiernach 32 kann ſowohl der Werth der Holzweide auf dieſem Boden, das: ganze Jahr hindur< nach Obigem, als auch mit An- wendung der im$. 22. gegebenen Säße, der Werth der- ſelben nach ihrer beſtimmten Dauer, berekmäßiger zu ſeyn ſcheint, ſo dürfte es ami beſten ſeyn, bey denſelben, ſo wie allen ländlichen Gebäuden überhaupt, blos die Bodenfläche, welche ſie einnehmen auszumitteln, und ſolche der beſten Bo- denclaſſe der Flux gleich zu ret, um 15 Prozent. Sind Felder, Gärten und Wieſen, beſonders von der Mittagsſeite mit Waldung umgeben„ ſo vermindert ſich der Werth derſclben um 5 Prozent. Eben ſo wird der Werth der Felder- und Garten, wel: che an ſtechenden Waſſern, Sümpfen 2c. liegen und den ſchädlichen Ausdünſtungen derſelben ausgeſeßt ſind, ſo wie, wenn dergleichen Grundſtücke an Werken liegén, deren Aus- dünſtungen nachtheilig wirken, z., B. Schwefelhütten, Alagunz werke 2c. ebenfalls um 5- Prozent geringer gerechnet, Anmerk. Vergl. übrigens Anmerk. ad$. 8 Gr 35 Berúefſichtigung des Klimas. Dex im Allgemeinen ausgemittelte Werth einer Claſſe von Grundſtü>ken, gilt(mit Ausſchluß der Wieſen) nur füx cin mildes Klima. Es werden aber in Rückſicht des Klimas 5 Abſtufungen 35 gemacht, und vor der Bonitirung nach der Erfahrung be- ſtimmt, in welche Abſtufung jeder Diſtrikt gehört, Näm- lich: è Mildes Klima wie bcy Dresden, Meißen, Leipzig 2c. wo Obſt aller Art,(ſelb die feinern Sorten, Aprikoſen, Pfirſichen, gute Kaſtanien 2c.) im freyen Stande gedeiht, Wein jedoch. ſelten geräth, und immer nur eine ſehr mittelmäßige Güte erhält, dahingegen Getreide aller Art (Mais jedoch ſelten) vollkommen gedeiht, Platanen und Akazien 2, dauern im Freyen aus. Gemäßigtes Klima wie bey- Chemniß, Noſſen, Rochlitz, Leißnig, Plauen, Delsnitz 2c.‘Alle Arten Obſt gedeihen zwar noch, die feinern Sorten jedoch nur in günſtiger Lage und bey. guter. Wartung, Weinbau findet nicht mehr ſtatt 2c. Rauhes Klima, wie bey Freyberg, Hohnſtein, Reichenbach 2c. Es gedeiht nur das gewöhnliche Obſt. Wintergetreide an vielen Stellen ſchon mislih, no< mehr Buch- weißen, Weißen und Gerſte gedeihen nur unvollkommen, Kaltes Klima wie bey Oederan 2c. Bey Wintergetreidebau muß die Lage ſehr ausgeſuht werden. Somwmerkorn und Hafer ſind die Hauptfrüchte. Wilde Kaſtanien Fommen niht mehr fort. Eichen und Buchen 2c. leiz den hâufig durch Froſt’ und bleiben unvollkommen, Schr kaltes Klima wie bey Schnecberg, Schöne> 2c. Wins tergetreide wird gar nicht mchr gebaut, desgl, Weißen, Gerſte und Erbſen, Jede Abſtufung vermindert den Werth des Reinertrags um 5 Prozent, C2 36 $. 26. Berückſichtigung der Wirthſchaftsark. Sn Rükſicht der Wirthſchaftsart iſt bey den Feldern im Allgemeinen, die veredelte Dreyfelderwirthſchaft, wie ſolche in Sachſen gewöhnlich beſteht und in der Anmerkung ad$. 14. genauer angegeben iſ, angenommen. Kommen andere ortsübliche Wirthſchaftsarten, als Vier- felderwirthſchaft, oder mehrjährige Weide- und Brachfelder (z, B, im Voigtlande im Erzgebirge 2c.) 2c. vor; ſo ndert dicß die Claſſification niht und iſ nur vom Taxator bey der Bonitirung zu bemerken. Für alle dergleichen Grundſtú>ke aber, werden ganz in ähnlicher Art, beſondere Berechnungen gefertigt, ſtets wird aber nur auf die üblichen Getreidearten, niemals auf Hans delsgewächſe 2c. die Rechnung gerichtet, $. Dar Berückſichtigung der Entfernung des Grundſtücks vom Wirthſchaftsorte und des Uncerſchieds zwiſchen einzelnen Grundſtücken und geſchloſſenen Wirthſchaften. Sn Rückſicht der Entfernung des Grundſtücks. vom Wirthſchaftsorte(welche ſich aus dem Riſſe: ergiebt) wird die Entfernung von. einer Viertelſtunde(200 Qugdr. Ruthen à 72 Elle)‘als. Normalweite angenommen, Jede. Ents fernung von 100 Ruthen weiter, vermindert den Werth des Reinertrags um 5 pro Cent. Dieſe Verminderung tritt jedo< nur bey Lehngütern oder andern untheilbaren ein, bleibt auh nur ſo lange, als eine Parzellirung oder Dismembration derſelben nicht ſiatt findet und außerdem nur dann, wenn das Grund- 37 ue nicht blos von der Wirthſchaft des jetzigen Beſigers, ſondern von dem ganzen Dorfe zu dem es gehört und von allen zu nächſt liegenden Dörfern„ weiter als die Nor- malweite beträgt, entfernt iſt. Bey jeder geſchloſſenen Wirthſchaft ſind auh no< wenigſtens 10 pro Cent des geſammten Reinertrags fúr die Koſten der Aufſicht 2c. abzuzichen. Liegen die zu einer dergleichen untheilbaren Wirthſchaft gehörenden Grund- ſtú>e nicht beyſammen, ſondern theilweiſe oder gänzlich zerſtreut und von einander getrennt, ſo ſind cbenfalls 10 pro Cent des ausgemittelten Ertrags der zerſtreut liegenden Grundſtücke von dem Ertrage des Ganzen abzuzichen. Jedoch leidet dieß keine Anwendung, wenn die Grundſtü>ke nicht verz einzelt, ſondern nur in großen zuſammenhängenden Maſſen von einander abgeſondert ſind. Fg. 28 Berückſichtigung der Entfernung des Grundſtúcks vom nächſten Getreidemarktorte überhaupt. Ln Rüekſicht der Entfernung vom Géetreidemarktorte gilt folgende Beſtimmung. Für jede Meile, welche der Si der Wirthſchaft vom nächſten Getreidemarkte entfernt liegt, wird, wenn das Ge- treide de Gegend, daſelbſt gewöhnlich wirklike vermindert, jedoch bleiben davon die blos zur Schafweide zu brauchenden Huthungen aller Art, 38 welche in CI. VI. 5. VIL VII, IX. und X, gehdren, ausgeſchloſſen. $. 29. Fernere Berückſichtigung der merkantiliſchen Verhältniſſe. Um endlich die merkantiliſchen Verhältniſſe vollſtändig zu berüſichtigen, wird der Reinertrag jedes Grundſtücks nach den in der Tabelle sub E. angegebenen Procenten, in Rückſicht ſciner mchr oder minder vorthcilhaften Lage, an größern oder kleinern Städten, erhdhet, JF aber die Gegend, ohne gerade bedeutende Städte zu haben, ſelbſt ſo volkreich, daß ein vortheilhafter Abſatz allér ländlichen Producte dadurch bewirkt wird, ſo iſt die in cinem ſolchen Falle ſtattfindende Erhöhung des ausgemittelten-Reins ertrags(Steuercapitals) nach den Umſtänden zu beſtimmen. $. 30. Berückſichtigung der Frohndienſte, Servituten 2c. Auf Frohndienſte, Servituten 2c. wird, bey der Boniz tirung und Taxation dex Grundſtücke, keine Rückſicht. ge- nommen. Der Werth der erſteren muß beſonders ausgez mittelt, von den frohnpflichtigen Grundſtücken abgerechnet und von den Frohnberechtigten verſteuert werden, wobey die oben in dex, Anmerkung ad$, 19. erwähnte Methode der Selbſtſhäßgung ebenfalls angewendet werden kann, wenn man ſich nicht mit ciner Bexechnung des Werths durch die Taxatoren begnügen will,— Beſtehen die Seroituten in Huthungsgerechtigkeitenz ſo werden ſie wie oben bemerkt an- gegebén, deren Werth bey dem Grundſtücke nach$. 20.— 23. bexechnet uud abgezogen und yon dem Bexechtigten ver- ſteuert.— Beſtehen dergleichen Servituten in ſolchen Bez fugniſſen, welche einen gewiſſen unnußbaren Raum erfor: dern, wie z, B,. das Recht des Fußſtcigs, des Fahrwegs, der Vichtreibe, ſo wird der dazu ndthige Raum von den Grundſtücken bey der Vermeſſung abgezogen, und wenn dergleichen nicht zum öffentlichen ſondern zum ausſ\cs-Beſiber den bisher vom Berechtigten verſteuer- ten Werth derſelben, übernehmen. Jedenfalls müſſen dergl. Befugniſſe 2c. beſonders abge- {äßt und beſteuert werden, um bey‘vorkommenden Yerän- derungen die geſchehene Abſchäßung nicht zu alteriren. Die Grenzen der Huthungsgerechtigfeiten, des Zehenten 2c. müſ: ſen, wo es nur immer' möglich iſt, ſhon vor der Vermeſ- ſung ausgemittelt, und bey der Vermeſſung von dem Feld- meſſèr gleich auf dem Riſſe bemertt werden. Nachſchrift. In der Vorrede zu gegenwärtigem Verſuche habe ich bereits erwähnt, daß die im Vorſtchenden aufgeſtellten Grun®- 40 ſáge, auch zu Abſchätzung der Grundſtücke zu andern Zwe>ken, als zum Behufe ciner Grundſteuer angewendet werden können. F< will mich hier no< etwas näher darüber exlláren. Ich unterſcheide in Hinſicht des Umfangs und Zwecks drey verſchiedene Arten der Abſchäzung, nemlich: 1) Abſchäzung eines einzelnen Grundſtücks, eines einzelnen Guts 2c. zu Ausmittelung des dermaligen auf kurze Zeitz râume und unter gewiſſen Verhältniſſen und Vorauss ſ)ezungen geltenden Ertrags deſſelben, z. B. zum Bes hufe ciner Verpachtung, zu Voranſchlägen 2c. 2) Abſchäßzung einzelner Grundſtúke und Güter zu Aus mittelung des wenigſtens auf lange Zeit hinaus und abgeſondert von allen zum Grund und Boden nicht gehörenden Umſtänden,(Inventarium, großes Betriecbs- capital, höhere Intelligenz und Induſtrie des Beſigers 2c,) anzunehmenden Ertrags oder Werths derſelben, z. B. zum Behuſfe eines Kaufs, einer Conſensertheilung 2c. 5) Abſchäzung der Grundſtücke ganzer Diſtrikte und Län- der zum Behuſfe einer Beſteuerung oder zu andern Zwe>ken. Zu Abſchätzungen der erſtern Art iſt die in meinem Verſuche einer Anleitung zu Fertigung der Ertrags- Anſchläge. Leipzig, 1820.- weiter ausgeinandergeſeßte Methode der Ver- anſchlagung hauptſächlich beſtimmt, wenn ih gleich darin auch auf ändere Zwe>ke, welche man mit Ertragsanſchlägen gewöhnlich zu erreichen ſucht, Rückſicht genommen habe. Bey Abſchäzungen der zweyten Art, würde ich zu Fer- tigung von Grundanſchlägen nach der im gegenwärtigen Ver- ſuche beſchriebenen Art und Weiſe rathen, nach Befinden mit dex einzigen Abänderung, daß dem Taxator zu genauerer Bez rückſichtigung der ſpeciellen Localu:nſtände, die Ausmittelung 44 des Werths der einzelnen Claſſen der Grundſtücke, jedoch unter Beobachtung der ſowohl in dieſer Schrift, als auh der in der vorerwähnten, beſtimmten allgemeinen Vorſchrifz ten, durch ſpecielle Berechnungen, nach Art der hier bey- gefügten, Überlaſſen werden kann, wogegen alsdann dic Anwendung des$. 29.(weil ſolcher ſchon bey Ausmittelung des Rchertrags berückſichtigt ſeyn muß ,) wegfällt. Alles Uebrige aber kann beybehalten werden. Kann und will man ſich aber mit einer weniger auf die ganz ſpeciellen Umſtände eingehenden, alſo etwas weniger genauen Ausmittelung des Werths oder Ertrags begnügen, oder traut man der Umſicht und Redlichkeit des Taxators nicht ganz; ſo würde ih zu Befolgung der im gegenwärtigen Verſuche vorgeſchlagenen, weit leichteren und kürzeren Me- thode der Abſchätzung rathen, nach welcher durch die Claſſi- fication des Grundſtücks ſogleich der Werth deſſelben na< Scheffeln Ro>ken, ein für allemal beſtimmt iſt. Wegen dieſer größern Leichtigkeit und Kürze ſowohl, als wegen der mehreren Beſchränkung der Willkühr‘der Taratos ren, habe ih auch dieſe Methode in gegenwärtiger Schrift hauptſächlich zum Behufe dex Regulirung der Grundbe- ſteuerung vorgeſchlagen. A. Beſtimmung der Tageldhne. Das gewöhnliche männliche Tagelohn, bey gewöhnlicher Arbeit beträgt tel Scheffel Ro>en=— 5 Gr. 3 Pf. Das gewöhnliche weibliche Lohn desgleichen z*xtel Scheffel Rocken=— 4 Gr.— In dev Erndtezeit iſ aber erſteres zu Fztel Scheſfel Roden=— 6 Gr.— leßteres zu xtel Scheffel RoŒen=— 5 Gr.— anzunehmen. Bey ſchwerer máäunlicher Arbeit z. BV. Hauen, Säen, Panſen 2c. beträgt dgs Tagcelohn in dex Regel tel Scheſſel Ro>en=— 8 Gr. 6 Pf. Es verſteht ſich, daß hierunter Löhne für freye Arbeiter zu verſtchen, und, alle Emolumente, welche dieſelben ctwa an Holz, Kartoffelbeeten, Wohnung 2c.“erhalten, ſowie Erndtemahlzeiten, Erndtebier, Coffent und dergleichen mit hegriſſen ſind. B. Berechnung der jährfichen Unterhaltungskoſten eines Pferdeknechts. (Der Preis eines Dxesdner Schſl. RoËens=3 Thlr. 12 Gr.—) Thlr.| Gr.| Pf. An Lohn,(7 Schfl. Ro>ken)«+«+ 24| 12|— An Miethgeld,(# Schfl. Ro>ken) DU 1=—[{— An Leinſaat oder Leincwand, Erndtegeld 2c. (& Sófl. Roden)+.+<| 2M — Schfl, 4 Mt. Weiten zu Kuchen, Brey 2c, ASI 6 gr. C| 4|— 62—-Rocken- zut Brod, Brey. à 5 Thlr. 42G—. 4 2— 1-—- GerſtezuGraupen à 2 Thlr. Gr e e fob 2112|— — 5 4+ Hafer zu Grüge à 1 Thlr. R R Sa O Tatos 05] a Transport —Séhfb 4 Mg, Erbſen à 5 Thlr. 12 Gr.— SN E N CIPE À 0 Thlr.— de:—> rr dt à— 12 Gr.—. 46 Pfund Fleiſch,(an Sonn- und Feſttagen, à# Pfd, bis 1 Pfd. oder F Pfd. im Durch ſchnitt à— 2 Gr. SO UE UN N 61 Kanne Butter à— 10 Gr,—. 2 Schock Käſe à— 12 Gr.— t 15 Pfd. Fett zum Abmachen der Speiſen a—4 Gr.—| is; Für Milch, Kraut, Gartengewächſe und anz dere Victualien 64 Kanncn Bier à 6 Pf.(jeden Sonn- und Feyertag 1 Kanne Bier)« Kanne Brantewein à— 4 Gr. 6 Pf. Für Salz und andere Gewürze, Eſſig 2c. GR E a ae Rte SUL Venchi A ets e 1 Klfr.£ ell. weiches Holz zum NoN, Backen und Waſchen à 5 Thlr. 12 Gr.— Z Klfr. dergl. Beytrag zum Einheißen A Beytrag zum Geleuchte 17 Kanne Rübſen- Oel à— 8'Gr,—. Unterhaltung und Abnußz des“Hausgeräthe an AULA e g Unterhaltung der Töpferwaaren u. Feuerungen Unterhaltung und Abnußtz des Übrigen Haus- und Wirthſchafts- Koch und Backgeräthe an Kupſsr- Blech- Bn Glas- und Wolznorena ¿Su Unterhaltuyg und Abnuß‘des Bett» und Leinenzeugs.. Zinſeu à 6. p. Ct. von dem im Wirthſchaſts- und Hausgeräthe 2e. ſte>enden Capital von ohngefähr 54 Thlr.——- Beytrag zu den jährl. Unterhaltungs- und Reparaturkoſten des W Zohngebäudes Wie Veytrag zu den Zinſen von dem im Wohn- gebäude 2c. ſte>cnden Capital à 6 p. Ct. ig bl Thlr.|__ ALA 55 ATL hl [E VI _ 6 43 Summa| 92 21|— 12|— 132—— [AN EE 8 2 5 12 12 F> 18 4— + en UO A E RES LO A en 9] 9 is A PE E 44 Da în vorſtehender, dur<ſchnittsmäßigen Berechnung ſämmtliche Preiſe, im Verhältniß mit dem angenómmenen Kornpreiſe ſehen, ſo ſind alſo die jährlichen Unterhaltungs- koſten cines Pferdeknechts im Durchſchnitt= 265 Dresdner Schfl. Ro>ken, nämlich der Lohn und ſonſtige Emolumente = 8 Dresdner Schfl. Rocken,(desgl. nach Thaer) die Koſten der Speiſung und übrigen Unterhaltung= 185 Schfl. Ro>ken (nah Thaer 17 Schfl. Rocken, wobey aber einiges vergeſſen iſi). Ein Ochſenknecht bekommt in Sachſen gewöhnlich daſſelbe Lohn, höchſtens 2 bis 5 Thlr, weniger. Eine Magd im Durchſchnitt, incl. Micthgeld, Lein- ſaat 2c. 19 Thlr.——= 55 Schfl. Rocken(nach Thaer 6 Schfl.)— Die Koſt iſt Übrigens beym weiblichen Ge- ſinde gewöhnlich ganz wie beym männlichen Geſinde. Allen- falls kann man 1 Schfl. Korn zu Brod und den Brant- wein weggelaſſen. Doch bekommen die Mágde auch dfters an Butter und Milch etwas voraus. Es ſind alſo die jähr- lichen Unterhaltungskoſten einer Magd im Ganzen auf 22F Schfl. Roken zu rechnen.(nach Thaer 20 Schſl. Rocken.) C. Berechnung der jährlichen Unterhaltungskoſten eines zweyſpännigen Pferdegeſpanns mit Schif und Geſchirr und Ausmitte- lung der Koſten eines zweyſpännigen Pferdeſpanntags. (Der Preis eines Dresdner Schfl, Ro>kens= 3 Thlr. 12 Gr.—) Thlr,| Gr.| Pf. 78 Schfl. Hafer à 1 Thlr. 12 gr.— wdöchent- lich pr. Stü 5 Vrtl. Hafer im Durchſchnitt[117|—|— 66 Centner Heu à— 1b gr.— täglich pro Std 8— 10iPfd; ui nas LE== 4— 2-Scho>k 2 Bund Stroh à 15 Pfd./5 Thlr. 12 gr.—(= 1 Schfl. Ro>ken) zu Häſel täglich pro Stück 22 Pfd.«+«++| 7 ; Latus|168| 2| 4d Thlr.| Gr.| Pf. Transpovrt|168 2 8 Das Streuſtroh(an gSch>.44Bund bey reich- licher u. etwa die Hälfte bey färglicher Unter ſtreu) wird gegen den Dünger gerechnet Arzeneyen pro Srück 1 Thlr,—— 2|—|—_— Hufbeſchlag auf allen 4 SMN pr. Stück 6 Thlr.—— 12|—|— Fährlicher Abnußz der Pferde pr. Stuck tel des Ankaufs Capitals à 75 Thlr——| 18| 18|— Der Verkauf der alten Pferde wird gegen die Unglú>sfälle gerechnet. Zinſen à 6p. Ct. von dem Ankaufs- Capital der beyden Pferde an 150 Thlr.—— 9|—|— Fährlicher Beytrag zuden Reparatur- und Un- terhaltungsföſten des Stalles, der Wagen- ſchuppen, Heuſcheunen 2c..{4—|— Unterhaltung und Abnußtz des Stallgeräthes IT 17| a Fährliche Unterhaltung und Abnußtz des nöthi- gen Schiff u. Geſchirre, Wagenſchmiere 2c, lt. Berechnung sub a.. 42 1[) (Für die beyden léßtgedachten Poſten, rech- net Thaer 10 Scheffel Roken) Zinſen à 6 p. Ct. von dem im Stallgebäude, Schuppen. und Scheunen, Böden 2c. ſte>enden Capital von 400 Thlr.——| 24|—|= Zinſen à 6 p. Ct. von dem im Schiff und Geſchirre; Stallgeräthe 2c. ſte>enden Ca- pital von_ohngefähr 200 Thlr.—— lt. Berechnung sub b.,. TU ELA OS Beytrag zum Ücht in den Ställen, 5 Kan- nen Rübſenöl jährlih à 8 gr.——| 1|— Summa 294| 10 5 = 84 Schfl. Korn. (Thaer rechnet 785 Schfl. Ro>en, doch iſt bey dieſer Berechnung für Stroh und Arz- neyen gar nichts angeſeßzt und die Unter- haltungskoſten des Stalles 2c. die Zinſen des im Schiff und Geſchirre und den Ge- bâuden ſte>enden Capitals ſind vergeſſen.) 46 Thlr.| Gr.| Pf. Hierzu die Unterhaltungskoſten eines Knechts nah B.| 92| 13|— Summa Summarum|566| 29 2 = 1104 S Sait AAE E Al TUE 2 Tonne Wagenſchmiere, pr. Wagen F Ton- ne at 13 gre fen Ld 04 MO AN dd 6_——_— Summa.| 42 1 9 2 b. Thlr.| Gr.| Pf. 12 Wagen à 70 Thlr, i LA Ae ND e 105—— 2 PAU#10 lde tl: uti 10 4<—— Fial ven AO N—— A lts G LEA 2 2. MRap:Cgen E ln— EE 7:4 ila 2 Pferdckumtgeſchirre à 6 Thlr.——. 16 if Schlitten, Leitern u. klcines Schiff u. Geſchirre 6|—|— Ketten und Eiſeugeräthe è« À 2112 FL CRU A att E è A A RE Stellgeräthe| 15—| Vorrath au Schiff und. Geſchirre ¿i e FSD FRESE : Summa 192| 12|= oder in runder Sunime 200 Thlr,— gr,— pf. D. Berechnung der jährlichen Uncerhaltungskoſten eines zweyſpännigen Dchſengeſpanns bey Stallfütterung‘und Ausinictelung der Koſten eines zweyſpännigen Ochſenſpanntages. (Der Preis eiues Scheffel Ro>kens 3 Thlr. 12 Gr.—) Thlr.| Gr.| Pf. 204 Entr. Kleë auf 20 Wochen; täglich pro Stück 60 Pfd. à— 5 gr.— A 57 Cntr. Heu auf 52 Wochen, täglich Pro Stü>*14 Pf. à— 16 gr.— 58|—|— 7 Sthk. 54 Bund Futterſtroh à 15 Pfd. à 5 Thlr. 12 gr.— tâgli. wird gegén den Dünger gerechnet. 12 Schfl, Hafer oder geringes Getreide zum Schroten bey S8 Arbeit à 1 Thlr, 32g= Sen S0 10|=| ENE 108|—|— [SN1 12|= 4s Transport Arzeneyen pro Stúk— 2 gr.—. Beſchlag der Ochſen im Winter pro Stück SEDIA 2 gr E gs Beytrag zur Wiederanſchaffung der durch Krankheit verloren gehenden Ochſen zum Zoſten Theil des Werts- Ucbrigens bezahlt das Prackoieh die Anſchaf- fungsfoſten des jungen Zugviehes Zinſen--à 6 pro Cent von dem Ankaufska- pital der Ochſen an 100 Thlr.——, Zährlicher Beytrag zu den Reparatur- und Unterhaltungskoſten des Stalles 2c. Zinſen à 6 p. Ct. von dem im Stallgebäude 2c. ſte>enden Capital von 500 Thlr,——— Unterhaltung und Abnutz des Stallgeräths Jährliche Unterhaltung und Abnußs des nôthi- gen Schiff und Geſchirre, Wagenſchmiere 2c. lt. Berechnung sub ec. M Zinſen à 6 pro‘ Cent von dem im Schiff und Geſchirre, Stallgeräthe 2c. ſte>enden Ca- pital von 150 Thlr.—— lt, Berech- nung, sub. A e a ee ee SBeytrag zum Licht in den Ställen, 5 Kan- nen Rübſenòl àa— 8 gr.—,.«++ 108 — 5 Thlr.| — Gë.| Pf. & — L ld i/ Summa = 557 Schfl. Ro>ken. Hierzu die jährlichen Unterhaltungskoſten eines Och- ſenknechts nach der Berechuung B. ¿ 909 21 wlll Summa Summarum = 78$ Schfl, Roden, 1) Nimmt man nun an, daß ein beſchla- genes Ochſengeſpann- jáhrl. ebenfalls 250 Arbeitstage leiſtet, ſo koſtet cin dergleichen Arbeitstag im Durchſchnitt ohngefähr 1 Thlr. 2.gr,— pf.=g4 Schfl, Rocken. 279 21 wil gs 49 Thlr.| Gr.| Pf. 2) Wird aber mit den Ochſen auch vier- LA ſpännig gefahrenz ſo wird gewöhnlich'auch nur- zu 4 Ochſen cin Knecht gehalten und es betragen daher die Unterhal- tungsfoſten des Knechts auf ein Geſpann von 2 Ochſen, 1e CNS 45|——| Dazu aber 125 Arbeitstage eines Tageldh- ners à— 6— wenn zwcyſpännig GOAT beitet wird.€ N DH maña Unterhaltungskoſten des Ochſeugeſpanns.+ 41058) ¿21:49 Summa[262| 3| 9 alſo jeder Axbeitstag ohngefähr: 1 Thlr 1 gr.— pf. oder 22 Schfl, Rocken. Werden die Ochſen nicht beſchlagen, ſo leiſten ſie nur 200 Tage, bedürfen dann aber auch weniger Futter, und der Knecht kann in den Ruhetagen zu einer andern Arbeit gebraucht werden 2c. ſo daß die Koſten eines Arbeitstags ziemlich gleich bleiben werden. Wird mitunter vierſpännig gefahren; ſo koſtet der vierz ſpännige Spanntag ohngefähr Ftel weniger, als zwey zwey- ſpännige Spanntage(1 Thlr. 18 gr,—) C. Thlr.| Gr.| Pf. 15 Wagen à bo Thlr,—— Abnußz und “Unterhaltung A O tel+ E hO 18 1 Pflug à 10 Thlr.—— desgl. à ir TD PO 2 Haken à 6 Thlx,—.— desgl. à zt>ll 1 2}— 1 Paar Eggen mit eiſernen Zinken à 7“Thlr. —— Eile Patung und Abnug à 7stel || UBO-Ftel. 4 A 1719/9 2 Ochſengeſchirre à 1 Thlr.——“ desgl. a Itel..* T2 D 74 FP 12 Wagnerarbeit an Schlitten, Leitern LCA+ Ab aL LES Schmiedearbeit an Ketten, Beilen 2.+|—| 22 SEIDIG AE 26) 2:18 ri wa. 97 abide 1 E O n A rs Pul, MLALEZ Summa+ 50 d. Thlr.| Gr.] Pf. 12 Magen à bo Thlr.——««+«++[90|—|— 2: Vilug À a0 Altis e Ao=— I, Haken a 6 Thlr. ii SIOE HUE 6—_|— 1 Naar Eggen 7(Vhlru=—«wt< 1074=|— +-Dchſengeſchirxe. à 1 Shl—-(62=|— Schlitten, Leitern und kleines Schif und 5 Geſchirre 7+00 m4; 6|—|— Ketten und Eiſengeräthe«+«+ 224— Séilerwadren L-, TH AOILNTPO= Sloliäeratbeu Saa Ss>, a) OE TES Vorrath an Schiff und Geſchirre„+| 10|—|— Summa|144| 12|— E. Oceconomiſche Claſſification des Bodens. CA aL Starker, reicher, in jeder Hinſicht fehlerfreyer Boden, und zwar: 1) Niederungsboden und 2) Höhchoden. Kennzeichen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit, Sehr viel Modertheile enthalténder(humusreicher) Thon- und Lehm- Mergel boden, oder thoniger und lehmiger am beſten merge- liger Humus-(Moder-) Boden(6—* 20 pro Ceut Humus und’ drüber). h) Tiefe der durkerkrume. 10 Zoll und drüber, zuweilen 2° Fuß. e) Untergrund, Jedenfalls durchlafſend, abzichend, ohne ſio>cnde Nâſſez— am beſten gleichartig oder Kalk. 51 d) Lage. Eben(d-h. ohne Erhöhungen und' Vertiefungen) horizontal oder wenig abhängig gegen Súd und Oft, jedenfalls waſſerfrey, vor Ucberſchwemmung oder An- ſammlung des Tagewaſſers geſichert.— Milde Lage und mildes Klima überhaupt,— Hohe oder kalte Lage an weſtlichen oder nördlichen Abhängen, faltes Klima überhaupt, verſchlechtert ihn beträchtlich. e) Verhalten bey der Bearbeitung. Beackerung lo(e) größtentheil; ſchwer, bey großer Näſſe und Dürre oft unmöglih. Günſtige Witterung muß fleißig benußt azerden. ) Hauptfrüchte. Raps und Rübſen, Weizen, große Gerſte, Bohnen, Hülſenfrüchte(ſämmtlih in großer Vollkommenheit der Körner) und Handelsfrüchte aller Art, Klee, auch Luzerne bey gleichartigem Untergrund, ſchr reichlich, Strenger Fruchtwechſel, beſonders auf den Niede- rungsboden unnöthig, wenn das Unkraut nicht überhand nimmt. Bedarf oft keiner dreyjährigen Düngung, und iſt nicht ſelten zu kräftig, um im Düngkr Weißen zu tragen, daher vor dem Weizen gewöhnlich Raps, Rüb- ſen 2c. genommen wird. ) Gewdhnlihe Benennungen. Reicher Marſch, Klaiboden, ausgezeichneter ſchwarzer Weitenboden, Wei- ßenboden 1er Klaſſe,‘fetter Klaiboden, Aucboden, humoſer ſtrenger Boden, Novel mm Utng en, h) Düngung. Wenigſtens alle 5 Jahre 20 zweyſpän- nige Fuder Dünger à 12 Cntr. ob ex gleich gewöhnlich mchr liefert. 1) Einſaat pro Aker, Weißen 15 Sdi Gerſte 12 Erbſen 1F- k) Naturalerxtrag pro Aker Weiten 6 Sch, 15 Schfl. Gerſte 6- 15 Erbſen 5- 10 l) Reinertragsbereers in 5 Jahren, N) D A E «) Rohertrag in 5 Jahren. 2) D 1“ 15 Schfl.— Mt, Weiten à 4 Thlr. 16 gr.— pf. 70 Thl.— gt.= pf. 15 Schfl.— Ms. Gerſte à 2 Thl. 12 gr.— pf 357«= I22—- 5 Schfl.— Mt, Erbſen 5) 4 3 i2 gi=p 12—- 7 20 Schfl.— Ms. Kartof- felnà—Thl. 12 gr.—pf. 10=—-—- Summa 159 Thr.— gr.— pf, = 58 2 Shfl, Korn 8) Yroductionskoſten in 5 Jahren. 1) 20 zweyſpännige Fuder Dün- ger zu laden und abzuladen, täglich à Perſon 8 Fuder= 22 Tage à— Thl. 4 gr, 6 pf. Dieſe auszufahren, täglich 8 Fuder=2x 2ſpänn. Spannz tage à 1 Thlr.& gr.— pf» Dieſe zu breiten 1 Tág à — Thlr. 5 gr.—. Ps+,+ 4mal zu ha>en und zu pflú- gen pro zweyſpänn, Ochſen- geſpann täglich# Aer im Durchſchnitt=6 zweyſpänn. Ochſentageà 1 Thl. 2 gr— pf. mal zu eggen pr. Pferde- géeſp. tägl. im Durchſchnitt 2 A>er= 2 zweyſp. Pfeïs detage à 1 Thl. 12 gr.— pf 13 Schfl. Weißen zur Ein- ſaat à 4 Thlr. 16 gr.—pf+ Säaerlohn, Waſſerfurchen ma- chèn 2c. ETag=«- 5 Tage ſchneiden à— Thl. 5 gr. 6 pf. i ee M DS Vinden und zuſammenſetzen und nachharken 2c. zwey Dage oie 0 e — Thl. 1 gr. 5 pf. | n or u | u LI Ww | 7 | »» Latus Transport 20 Ihl. 12 gr. 9 pf. Auf- und Abladen und Pan- LeS CDag: e bi oi i pO> 6 Scho einzufahren, ein 2\ſpánn. Spanntag... 15 82— Dreſcherlohn zum 15tenSchfl.&« o 16-=—- 2) 5mal zua>ern=4F2ſpänn. Othſentag S0 41 Ls 8s 8 3mal zu eggen= 1F ett Pferdetag=« 2: 6021—_- 17 Schfl. Gerſte zur Einſaat à 2 Thl, 189> 30 3 o_—- Säerlohn, Waſſerfurchen ma- er zu Erbſen 2mal zu Mi alte ia fe E158— 2mal- zu get i105- 9 Metzen Erbſen zur Einfaat 25# 5 Säeclohn, Waſſerfurchen ma- _ 5-2 454 21 Sche. einzufahren TT E Sm 2 Dreſcherlohn zum 15ten Schfl, Ls 4:—- # Aker zu Kartoffeln 5mal zu “hacken und zu pflügen,«=— 2 19-= 6 5« 3mal zu eggen.—_— 9—- Die Düngerarbeit iſt oben sub 1.{on berechnet. 17 Schfl, Kaktöffeln- 12 g==S 2 18-—- Kartoffeln zu legen Tag«= 2-2 33—-_ Latus$0 Thl. 14 gr. 7 pf 54 Transport 50 Thl. 14 gr. 7 pf. 2mal anzuha>cn,# Tag ein- ſpaunig CHAOS Nachhülfe beym Anhacken 2 - 8,—- Perſont= ré e A E 4:—- Nlugzua>eru? 0 H u Ae 42e Gs Aufzunchmen 1F Perſon+—- 5- 4- 20 Schfl. Kartoffeln einzu- fahten E Tod hha AAAS 2 Auf- und abladen, ausleeren—= 2-5—- Aufbewahrungs- Koſten der Erndte und des Ausdruſches und Zinſen des in den Ge- bâuden 2c. ſte>enden Capi- tals àa Sch>.— 4 gr— 22/14-—- Summa 5 54 Thl.+>-gr. d pf. = 154 Schfl. Roken. I y) Reinertrag in 5 Jahren 80 Thl. xo gr. 7 pf, Tabel AO 2a aouiaiua C0 AS* VFF = 75 Schfl, Ro>en. ô) Weidewerth 1) Stoppelhuthung.«++«— Thl. 20 gr.— pf. s):Desgla 4 A REL- 20-—- 5) Z Acker Stoppelhuthung- 10:—- x e BOVE HIS: 4:—- - 1 £«2 Santofſdland, 75 Summa 5 jâhrlih QE LE = 22 Schfl. Rocken. e) jährlicher Reinertrag incl. des Weidewerths 27 Thl. 20 gr. b pf. = 742 Schfl. Roen. m) Bemerkungen. Bey größerer Beymiſchung von Hu- mus(jedoch ſo, daß der Boden immer noch die nôthige Bindung behalt ,) und beſonders von Kalk, ſchr großer Tiefe, ſchr angemeſſenem oder verbeſſerndem Untergrund, ſehr günſtiger Lage und voller Sicherheit. gegen Näſſe, ſteigt der Ertrag noch höher,(welches beſonders öfters bey Niederungsboden der Fall iſt) im Weiten oft über 20 Schfl.— Er ſinkt dagegen,(bis 12 Schfl, Weiten)- 99 herab, bey geringerer Beymiſchung von Humus, größe- rer Zähigkeit, minderer Tiefe,(welches beſonders vfters bey Höheboden der Fall iſ) einiger Sdure des Humus, niht gänzlicher Sicherheit vor Waſſer, ungünſtiger Lage 2c, und geht in C1. IT. über. Der Ertrag der Futtergewächſe iſt bey gchöriger Bearbeitung und Düngung, auch richtiger Wahl des Platzes, ſoweit dieß die Dreyfelderwirthſchaft erlaubt, folgendermaaßen pro Aer anzunehmen: grüner Klee in 2 Schnitten.. 400 Entr. u. darüber Abſchneidefutter(Wi>ken u. Ha- Fe) DeSgl ON a Se ww 200 E Art N TA ec M: eiae y(ANO SI: Ledi) ge E LaS e O EE ll Kohl- und andere Rüben.. 480= Bey Raps und Winterrübſen dürften 10 Schfl. und drüber, bey Sommerrübſen 5 bis 6 Schfl. und drüber pro Aker anzunehmen ſeyn. Boden, welcher nicht alle drey Fahre gedüngt wer- den darf, oder welcher gar leine Düngung bedarf, wenig- ſtens in einer langen Reihe von Jahren“ nicht, wie er in einigen Gegenden, z. BV. in Ungarn vorkommen ſoll, ſteht noch höher als C]. I. Aller durch die Menge des Humus zu loſe gewor- dener Boden gehört aber zu C], IL. oder beſſer zu Wieſenboden. TE C\ A\\ u BA\ a C-Faiſéf€: LE Weniger reicher oder fehlerhafter Boden der 1ſen Claſſe, alſo ebenfalls: 1) Niederungsboden und 2) Hdôheboden. Kennzeichen. Thonboden, oder Thon- und Lehmmergelboden weniger reich an Moder(Humus) oder weniger glü>lich gemildert durch Kalk und Sand, oder Boden der 1}en Claſſe, welcher wegen unzureichendex Tiefe-der Ackerkrume, hervorſtchender Sâurc, unangemeſſenen„ fehlerhaften, mehrentheils zähthoz 56 nigem Untergrund, übermäßiger Näſſe, ungünſtiger Lage oder Expoſition, Gefahr der Ueberſchwemmung 2c. in die vorige Claſſe nicht geſezt werden kann.(5 pro Cent Humus und drüber.) Auch gehört hierher ſolcher Niederungsboden, welchee wegen zu großen Gehalts an Humus, gar zu locker, gewdöhn=z lich auch etwas ſauer iſ, und daher wegen der Feuchtigkeit, welche er leicht einſaugt, wegen der Lockerheit und ſchnellen Abtxo>knung nicht mehr Weiten, ſondern blos Gerſte trägt. F)- Hauptfrüchte. Wie bey Claſſe I. jedoch mit geringe xer Sicherheit-und weniger vollkommenen, grobhülſigern und minder mchlreichen Kdrnern. Uebrigens Weißen und Hafer, beſſer als Ro>ken und Gerſte. Letztere und Erbſen gedeihen beſonders bey ſauerer Beſchaffenheit nicht gut.— Klee wintert leicht aus. g) Benennungen. Gewöhnlicher Weißenboden erſter Claſſe, gewöhnlicher guter Weißenboden, Niederungs- Servei; Aueboden, ſchwarzer Boden, humoſer loſer oden. Nebenbeſtimmungen, h) Düngung. Wenigſtens 18, zweyſpännige Fuder Dün=- ger à 12 Cntr. in 5 Jahren. Kalkdüngung 2c. gewdhn- lich ſehr vortheilhaft. i) Einſaat. Weizen 15 bis 17 Schfl, Gerſte 1X-= 15 3 Erbſen 15 Schfl, E) Ertrag. Weißen 6 Sch>. 12 Schfl,= Grſte 6- 12:— Erbſen 5= 9g:— Steigt bisweilen bey den erſten beyden Früchten bis 15 Schfl. fällt dagegen bis 9 und 10 Schfl. 1) Reinertrags-Berechnung cines Akers in 5 Jahren. æ) Rohertrag in 5 Jahren. 1) 12 Schl.— Mt. Weiten à 4 Thlr, 16 gr.-—. 6. Thl,—gr.— pf. 2) 12 Schfl.— Mz. Gerſte à. 2 Thleir nagra Fouras Latus 606 Thl.—gr.— pf Tranñnsport 86 Jh.—gr.— pf, 3) 4 SEE— 83 M6. Erbſen Thlr. 12 gr.—, 15 2/18 2=— 7 18.— Mg. Kartofs felna—Thl 12g— 9 2— 2— 5 Summa 110 Thl. 18 gr,— pf. = 31 2 Sochfl. Korn, 68) Productions-Koſten in 5 Jahren. 1) 18zweyſpänn. Fuder Dünger zu laden und abzuladen=24 Tag à—4 gr. 6 pf,,.— Thl, 10 gr. 1 pf Dieſe auszufahren, 24Spann- tag à 1 Thlr. 8 gr.—+ 5 zy breiten Rs ámal zu ha>en und: zu pflügen = 6 zweyſpän. Ochſentage à vv dA 4 1 Thle, 2 gr.— 6 412:—- mal zu eggen=2 zweyſpän. Pferdetage à 1 Thl.12gr.— 3 2— 8—: 12 Schfl,“aa zur“an à 4 Thlr, 1 gi— 6- 106—: Säerlohn, Waſſerfurchen ¿e_“i 2/4 cm5 5 Tage ſchneiden„6«= 2 165 6-5 Vinden, zuſammenſetzen und nachharken 1c«— 2 118— 5 Auf- und abladen und‘panſen_= 2, 8 6—5 6 Sch>. einzufahren.„1,2 8s— Dreſcherlohnzum 15ten Schl. 5- 17 2 65 2): D Mal ZU 4Aern ae SS+ 10 2 Fd 9 mal zu eggen-« 2 6 7—- 212 ¿ Scbfl Gerſte zur Einſaat D DIE A2 gl,< 2.2 10/2 40/# Séérlobn, Waſſerfurchen TN—_—: 4:—- Hauen...“OE 2 a O 6- á- Harken, binden, zuſammen- ſeßzen und nachharken«—_—: 11>—s Auf- und abladen und panſen—- 8-—- 6 Sch. einzufahren. a I E Dreſcherlohn zum 15ten Schfl.. 2+ 2—-—- Latus 41 Zhl.—gr. 7 Pf: 58 Transport 41 Jhl,— gr. 7 pf. 5)£ Aer zu Erbſen 2 mal zu Pg+! e laos 9: a0 4 2mal zu eggen«+«++«“ 10 Mt, Erbſen zur Einſaat Sáäerlohn, Waſſerfurchen 2c. Hd Sd e Lr e Harken, binden, zuſammen- ſegen, nachharken.©« Auf- und abladen und panſen 22 Sch>, einzufahren. 4 Dreſcherlohn zum 15ten Schfl. 2 Acker zu- Kartoffeln 5 mal zu adern um MLS 5 mal zu eggen-«+.+ Die Düngerarbeit iſt sub 1, berechnet 12 Schfl, Kartoffeln à— 12 gre. FE.. Kartoffeln zu legen 2 mal anzuha>en« Nachhülfe«+++ Auszuakern+ Aufzunehmen«- y 18 Schfl. Kartoffeln cinzu fahren+ Gti Mil Auf- u. abladen u, ausleeren Aufbewahrungs- Koſten der Erndte u. des Ausdruſches2c. 2-12-—->- Summa 95 Thl. 16 gr, 10 pf. = 152 Schl, Rocken. 7) Reinertrag in 5 Jahren 57 Thl, jGas O =—-*52 Schfl. Ro>en, M | BAE LE E E(E) "A(VER| RE(EES\ ER MAE(E| _— PRAT Rho Pc oA llas alall LTE\ UE(y #4 4 4 MAL uu n u Vv uU [E fede] TA) |> “u ...+®* TELE TE(OE\ E CE(E Y Gb MOIS CI TE E OE E(E(Y EE ITE C TOE E A\ E(À . . . . . . 4 < - vu lai [= u uU 1 1 gr, 2 pf Li AE UO- 1) Stoppelhuthung«++-— Thl. 12 gr. 6 pf. 2):Desgloichen, 4 ms TLER 6- 5)£ Aer Stoppelhuthung+ ZU D 5:- e EY e= — L= Bache RT x 2 RKartoſſelland_-_— 1 Summa 1 Thl. 25 gre 9 pf. a) 99 jahrlich alſo:..—Thl, 15gr, 11 pf, = F# Schfl, Rocken. y e) jährlicher Reinertrag incl. des Weidewerths... 19Thl, 16 gr. 4 pf. =# Schfl. Rocken. Bemerkungen. Je ſtärker die Abweichungen dieſes Bodens, von den in der erſten Claſſe aufgeſtellten Kennzeichen ſind, deſto mehr vermindert ſi der Ertrag, deſto mehr erhöhen ſich die Beſtellungskoſten. Auch iſt auf die Möglichkeit der Abwäſſerung, durch welche der Boden, ſo wie durch Düngung, Mergelung 2c. nach den Umſtänden zu Cl. L. erhoben werden kann, Rük- ſicht zu nchmen. Bey noch größerem Mangel an Hu- mus, großer Säure 2c. nähert ſich dieſer Boden resP« den Claſſen II1, und TV. oder der C]. VI. à, Der Ertrag des Klees, dem dieſer Boden beſon- ders bey einiger Säure weniger wie Cl. T. zuſagt, kann auf 500, Cntr. grünes Futter in 2 Schnitten angenom- men werden, ſonſt aber kommt er dem bey Cl. I. an- gegebenen oft nahe. Die übrigen Brachfrüchte ſind ohn- gefähr, wie bey der vorigen Claſſe zu rechnen, jedo< ſo wie Raps und Rübſen, gewöhnlich etwas niedriger, wegen der größern Unſicherheit und Unvollkommenheit, Claſſe II. Reicher Lehm- und, reicher ſandiger Lehmboden, Kennzeichen. Phyſiſche Beſchaffenheit. Lehm oder ſandiger Lehm in ſtarker Düngung,(mit zureichendem Humus S5— 9 pro Cent und darüber) und mehrentheils au< etwas Kalk(Wenigſtens 40 pro Cent und nicht über 60 pro Cent Sand). Uebrigens entweder ganz rein von Steinen oder‘dieſelben ſind doch der Beſtellung und dem Gedeihen der Früchte durchaus nicht hinderlich. b) Tiefe der durken und Gerſte, letztere beſonders vollz kommen, übrigens gedeihen auh Hülſenfrüchte, Wur- zelgewächſe y Handelsfrüchte, beſonders Lcin, auch Klee, vorzüglich„ und die Erndten ſind ziemlich ſicher. Fruchtwechſcl thut große Wirkung. Ruhe iſt un- nöthig. g) Benennungen. Reicher guter Mittelboden, Gerſt- boden erſter Art, milder Lehmboden„ großer Gerſtboden, {wacher Mergelboden, friſcher Boden. Nebenbeſtimmungen. h) Düngung: Wenigſtens im Zten Jahr 14= 15 zweyſpännige Fuder à 12 Entr, i) Einſaat. Meigen 13:-Schſl. Korn 12 bis 15 Schfl, Gerſte 12— 1F= Erbſen 17 Schſl. k) Ertrag: Weizen 5 Sch>, 9 Schfl, : Korn 42 5 10F= Gerſte 4X 2 Io- Erbſen 4 2. 9.5 (Steigt durch vermehrte Düngung 2c. auf 10— 11 Schfl. fällt im entgegengeſeßten Fall auf 7— 8 Schfl.) 1) Reinertrags-Bereen u. zu pflúgen, Pro zweyſpännige Ochſenge- ſpann täglich 2 A>kcë= 4 zweyſpännige Ochſentage à Fahren. [4 C3 u | VV u u RA >) V „2 Thlr. 2 gr.—. AA= OS Lis e 5 mal zu eggen pro 2 wey- ſpân. Pſerdegeſpann täglich 9 Aer i im Durchſchnitt= x1 Tag à I Thlr, 12 Gr Â2 10 Mgt. Weißen zur Einſaat 22 Säerlohn, Waſſerfurchen 2c. 17 Tag Weizen zu ſchneiden Binden, zuſammenſeßen und 1 2 11 Mt, Korn zur Einſaat. 2 CE\ Da Es vn uu n C E E A) vv u OA MAO OO u Vw Naarn.«R— 5s Harken, binden, zuſaminen- ſetzen und nachharken‘.—- 2_—# Auf und abladen und panſen_—_ 2-- 24 Sch>. Weißen und 25 la et vw Sch>. Korn einzufahren. 1= 1- Dreſcherlohnzum 15tenSchl. 2- 15-—# 2) 4mal zu ads 4< 8s 2 D Mal UW eggenta e«Lis 122— 2 Latus 24 Thl, 20 gr. 9 pf 62 Transport 24 Zhl, 20 ÿr. 9 pf- 12 Schfl. 5 Mt. Gerſte zur Eiliſant TS Sáäaexlohn, Waſſerfurchen 2c 2 Tag hauen«2+++ Harken, binden, zuſammen- ſeßen, nachharken«+ 5 Auf- und abladen und panſen 417 Sch>. einzufahren.« Dreſcherlohn zum 15ten Schfl. 5) 2 Aker zu Erbſen, 1 mal zu aten SUT 2 mal Zu. egaen 2 e 15 Ms. Erbſen zur Einſaat Säerlohu, Waſſerfurchen 2c. Daun a Harken, binden, zuſammen- ſezen, nachharken.-+ Auf- und abladen und panſen 2 Sch>. einzufahren, zum ter Se+-+ Dreſcherlohn zum 15ten Schfl. x Aer zu Kartoffeln 5 mal 4 MEN 5 mal’ zu éggen> Die Düngerarbeit iſ sub 1, berechnet 12 Schfl. Kartoffeln à— 12 gg— e Kartoffeln zu legen 2 mal anzuha>en« Nahe«2 Auszua>ern*.“+ Aufzunehmen.+ 20 Schfl. Kartoffeln ecinzu- fama e Ea Auf- und abladen, auskeeren Aufbewahrungs- Koſten der Erndre u. des Ausdruſches 2c. . 4 04 LO o... 0 Taoiitid e e 1d + E leal LES Bll unan vw ww E ERELI I\ TA\ TA\ VE\ TAA) ll vw un LT A\ D(Y u un uw u uw 6- 9- 3:2. Q/2 6: 4: 8- 6- 6-—- 21 es u E Tp 4 6a- 4- 63 Do Ps fu 4 5 &- 62 2-8: 1a SE E AS 17#“D= LT 4- C 18-—- rr ds— 8-—- 4:—:- CHAR LPA ian 27 11 I| vw 1;—_—;: Summa =-12 Sc< E- Kartoffelland..=_=— ¿= Summa 1Thl, 10 gr. 10 pf. jährlich al. e 4 5 LAO a Sc<en. 8) jährlicher Reinertrag incl. des Weidewerths.. ¿; 19 Thl, 5 gr, 4 pf, = 4x Schfl. Rocken. . X 7T 0‘ m) Bemerkungen. Jn dieſe Claſſe gehört auh der kalkhaltige, ſandige Lehmboden, ſandige Mergelboden 2c. Der Ertrag des Bodens ſteigt noch höher, durch größere Beymiſchung von Kalk und Humus, tiefere Ackerkrume, angemeſſenen, gleichartigen oder verbeſſern- den Untergrund, ſehr günſtige Lage in jeder Rú>ſicht, leichte Bearbeitung, und fällt durch entgegengeſeßzte Mäângel/ ſtärkere Zunahme des Sandes, naßgalligen Untergrutid, ungünſtige Lage, ſowohl in Rückſicht der Hüumnmelsgegend als‘des Klima 2c. weiter herab, und nähert ſich dem der C1. V. in welche die Bodenart ganz übergeht. Beymengung von Steinen, wodurch die wahre Ackerkrume ſchr vermindert wird, ſteiniger Un- tergrund 2é: bringt den Boden ebenfalls der Cli Y. nahe, und macht es zuweilen“ uöthig ihn ganz in dieſe Claſſé’ zu“ſezen. Der Exbau an grünem Klee beträgt bey einem Bo- den, welcher": völlkommen in dieſe Claſſe gehört,* 250 Cntr. und drüber, an Abſchneidefutter 180 Cntr. und mehr. Die Erdôpfel gedeihen-ebên ſo-güt, wé CI. IL. wenn ſie gehörig in Dünger kommen. An Kraut und Kohlrüben ſind étwa 400 Cntr. zu rechnen. Raps und Rübſen können nur hey ſehr‘ſtarker Düngung gebaut 64 werden, und iſt bey Winterrübſen etwa auf 7 bis 8 Scheffel, bey Sommerrübſen auf 4 bis 5 Scheffel pro Acker zu rechnen. Claſſe IV. Gewöhnlicher Thouboden Kennzeichen a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Thon mit wenig Hu- b) mus(2 bis 5 p- Cl.) und wenig oder gar keinen Kalk. Der Gehalt an Thoù, Sand und zuweilen auch Kalk, iſ dem/Cl. I. und II. oft gleich, nur Mangel an fruchtbaren Theilen»| Tiefe der A>erkrume. Seicht, 4 bis 5 Zoll, der ſchweren Bea>kerung wegen c) Untergrund. Gewöhnlich undurchlaſſend, gleichartige d) Lage. Eben, horizontal oder gegen Oſt und Sùd e) wenig abhängig- waſſerfrey. Bearbeitung: Schwierig(in Rückſicht der dazu nôthigen guten Wittterung ,) und ſchr ſchwer(in Rück- ſicht des Zugviches) unr bey ausgewöhlter Witterung APR„ oft unmöglich. Fleißige Brachbearbeitung wichtig» f) Hauptfrüchte. Weizen und Hafer ſicherer als Roz o Fen und Gerſte. Erſterer jedo< nur nah gehöriger Düngung. Unter den Hülſenfrüchten gedeihen Bohnen und Wien am beſten, Der Ertrag aller Früchte ſehr von der Witterung abhângig. Zu Wurzelgewächſen eignet ſich der Boden wenig. Klee gedeiht gewöhnlich nur einjährig, weil ſich der Boden zu leicht beraſet. Fruchtwechſel ohne Brache iſt ſchwierig» Benennungen. Weigenboden zweyter Ark,{wa- cher Weitzenboden, zäher Klaiboden, ſchwerer Boden, träger Boden, welcher leßterer Name auch bisweilen der CI. TL und IL. und noch mchr Cl. VI, 1 und 2 gebührt. Nebenbeſtimmung hb) Düngung Wenigſtens 10— 11 zweyſpännige Fuder Dünger à 12 Centner im dritten Jahr, Friſcher Dón- 65 ger oder Schafdünger am beſten, Kalkdüngung 2c. zuträglich. i) Einſaat. Weizen 14 Schfl. Rocken 12 bis 15 Schfl, Gerſte 12— 12 Schfl. Hafer 12 Schfl. Erbſen 15 bis 15 Schfl. k) Ertrag. Weizen E Sch>. 32 Schfl. 8 Von 152 a- Gerſle: 3.="SG.- HDaſer[4#712- Erbſen 3.=- 1) Reinertrags-Berechnung eines A>ers in 5 Jahren. e) Rohertrag in 5 Jahren. 1) 6 Schfl. 6 Metz, Weizen à Thl, 16 gr.— pf. 28 Thl, 10 gr.— pf. »*Schfl,— Ms, Rocken GT à 5 Thl, 12 gr.—pPf.+ 7 2=:— 5 2) 2 Scen, 6) Provuctions-Koſten in 5 Jahren, 1) 10 zweyſpännige Fuder Dün- ger zu laden und abzuladen = DR LE RO_pf.— Thl. 5d gr, 68 pf. Dieſe auszufahren== 14 Tag 5 A 1 Ahl, 8. al o 0,584 20 ¿= 10 I briten«u EA e— 5 Latus 2Thl, 2gr, 8 pf | | 66 'Transpott Í mal zu ha>en und zu pflú- gen pro zweyſpänniges Ochz ſengeſpann F Aker täglich= 4x zweyſpän, Tag à 1 Thl, ag ii Eras ds 5 mal zu eggen pro Geſpann 2 Aer,= 14 Tag à 1 Thl. 12 gr. i ati LT: ACL MEET 19.. 152 M6. Weizen zur Einſaat 52 Mg. Roen desgleichen. Zaäerlohn, Waſſexfurchen 2c. 22 Tag Weißenſchneiden.« X Tag Korn zu hauen Harken, binden, zuſammen- ſeßen und nachharken Auf- und abladen und panſêèn 5 Sch>. Weißen und 52 Gar- ben Korn einzufahren.. _Dreſcherlohnzum1öt-n Schfl. 2) 2 Aker zu Gerſte 5 mäl u ago e 5mal ZU egg» iA e 3 A>er zu Haſex, 2 mal zu aden e AT 2 mal SU Cage. e ete 5x Mete Gerſte zur Einſaat 21 Metzen Hafer zur Einſaat Sáaerlohn, Waſſcrfurchen 2. 3. Tage hauen 1-04 Harken, binden, zuſammen- ſcien, nachharken... Auf- und abladen und panſen 3. Sch>. Gerſte und 5 Sch>. Hafer einzufahren. js Dreſcherlohn zum 1öten Schfl. 5) 7 A>er zu Erbſen und Wi- >en- 2 mal zu a>ern ¿ 4 1 mal zu gge E 5 Ms. Erbſen zur Einſaat SUM6- Wien.“„*„OLOR JE Thl, 2 gr. 8 pf, 4- 21:_— 5 2 2 02—_> E SL=S- «E R O _—- 55/2 —- 12 2 45 27% We- FRA 2p —_—- 8:—- —_— E rt 1 fato 4 A= Os : ie Ee US _-: 15- 6=- 2 a0. Gs i he Sa= — 2 10 2 9- IS 22 29 —_ 5—- = 2» 6=- 4- —_— 75 6- —= 172 Me PS 72 16215==- PE SOA O. EE : AT 2A 5e — 2 25- 9? ; 54 Thl, 19 gr, 9 pf, 67 Latus 54 2hl,15 gr. 9 pf. Säerlohni, Waſſerfurchen 2.—=< 2- 6- Dau E A2 902 Harken, binden, zuſammen- ſehen„ nachharkn...—- 4-—- Auf- und abladen und panſen—- 2-—- 12 SPE einzufahren== 8-4=< Dreſcherlohn zum 15tenSchſl.—- 14- 7- Z Aer zu Kartoffeln, 5 mal ôlh: aG ei ete lette VTT 125 6 s 5 mal‘zu eggen7«4s R 29 2= Die Düngerarhbeit iſt Sub L berechnet 15 Schfl; rims à_— 12 gr-= rb:& 44== 16D= Kartoffeln zu legen i OL Sehla SI 2 mal; anzuha>en 7 l== 8 2= Nachhilfe: 2 Mad nai 1e 4:—- AvzaEernt Tas di 9128 G6 Aufzunchmen_..=S 2 6- 16 Schfl, Kartoffeln einzu mh A- =‘22 Schfl. Ro>ken. 0) Weidewerth. 1) Stoppelhuthung,...—Thl. 9 gr, 5 pf. 2) Desgleichen. AW G21 5- 5) Z Aker Stoppelhuthung Wt 4, ¿N gd &— DAI wv aua Ba 15= 9= Ee Kartoffelland eU es> Summa 1 Zhl. 15 gr. 4 pf, hnlich alſo:++".— Thl. 15gr. 1 pf. = 52 Schfl. Korn. 68 1) €) jährlicher Reinertrag incl. des Weidewerths«»«+ 10Thl. 13 gr. 4pf- = 5 Snere Lage, und náhert ſich der C1. IT. und ITL. fällt dagegen bey ent- gegcngeſeßter Beſchaffenheit, beſonders auch bey älterer, nâſſerer, galliger,‘auh bergiger‘Lage und Expoſition und nähert ſi< der Claſſe VI. 1. und 2, Der Ertrag der Futterkräuter iſ in dieſem: Boden ohngefähr auf 200 Cntr. grünen Klee, und 150— 1b0 Cntr. Abſchneidefutter anzunehmen.— An Erdäpfeln ſind ohngefähr.100 Schfl. an Kohlrüben 550 Cntr. an Kraut aber bey guter Behandlung derſelbe Ertrag wie in der vorigen. Claſſe zu erwarten. Stark ge- düngter Winterrübſen, fann un Durchſchnitt 5— 6 Schfl, Sommerrübſen 5 bis 4 Schfl. vom Aer geben, CLA fe Sandiger Lehmboden, auch ſeichter, tro>ner, wenig humusreicher a) b) €) d) Lehmboden. Kennzeichen Phyſiſche Beſchaffenheit. Sandiger Lehm in geringer Düngung(mit wenigem Humus IZ bis 5 pro Cent und über 60 pro Cent Sand. Je grob- Förniger(fieſiger, ſchärfer) dieſer lettere iſt, deſto ſchlechter iſ der, Boden. Tiefe der A>kerkrume, 4— 5d Zoll, Untergrund, Lehmig und anhaltend, beſſer als ſan- dig und falkig. Lage: Niedrig und feucht, doch ohne ſto>ende Näſſe, am vortheilhafteſten. 69 e) Bearbeitung. Leicht und ungehindert von der Wit terung, Stärkere Bearbeitung minder zuträglich. f) Hauptfrüchte. Rocken und kleine Gerſte; leßtere beſonders wenn ihn die Lage begünſtigt; Erbſen und andere Hülſenfrüchte gerathen béy günſtiger, nicht zu dürrer Witterung vorzüglich, zu Kartoffeln und andern Wurzelgewächſen‘iſ er ſchr geeignet, Klee geräth nur bey feuchter Witterung und in gedüngtem und reinem Aker. Ruhe zuträglich. Viele Bea>kerung macht ihn bigweilen zu loſe. Fruchtwechſel mit einiger Ruhe hebt ihn ſchr, Dem Verque>en iſt er ſchr unterworfen. g) Benennung. Gerſtboden 2ter Art, ſchwacher Gerſtz boden, ſchwacher Mittelboden, warmer Boden. Nebenbeſtimmungen. h) Düngung. Wenigſtens 8— 9 zweyſpännige Fuder à 12 Cntr. Oeftere ſchwache Düngung beſſer, als ſtarke ſeltene. Kalkdüngung 2c. gewöhnlich ſchädlich. Zer- gangener Dünger, Rindviehmiſt, grüne Düngung am vortheilhaften, Noch mehr auf C]. VI. 3 VIL. 2c, ¿) Einſaat. Rocken 17 Schfl. Gerſte 14* Hafer 1F bis 12 Schfl, Erbſen 1x Schfl. k) Ertrag, Rocken 5. Sch>. 7 Schfl, Gerſten m7 e Hafer 5-- Erbſen 2- ÁE 9 1) Reinertrags-Berechnung eincs A>ers in 5 Fahren. j a) Rohertrag in 5 Jahren. 1) 7 Schfl. Korn à 5 Thl, « 24 Thl. 12 gr.— pf. 12a— We es 2) 7 Schfl. Gerſte à 2 Thl. 12 Ts 6. 4.... 17- E ES le 5) 27 Schfl. Erbſen à 5 Thl, Va Gu E a TUS aL SS 18x Kartoffeln à—12gt.— 9_- E Summa 99 Thl. igr.— pf = 166 Schfl. Ro>ken, 70 6) Productions-Koſien in 5 Jahren, 1) 6 zweyſpännige Fuder Dún- ger zu laden und abzuladen =— 2 Tag.«++— Thl. 4gr. 6 pf. , Dieſe auszufahren= 1 Zag A2 Dije, zu breiten UL 2 mal zu a>ern, pr. 2ſpánn. Ochſengeſpann 2 Aker tâg- lich= 4 zweyſpänn. Ochſen- cc— en TO E 15 Schſl. Roe zur Einſaat#(> a6 Säerlohn, Waſſerfurchen 2.—+ 5- 6- Dale H A E GO E Harken, binden, zuſammen- (¿Ben NND abarten JAG 6- Auf- und abladen und panſen—- 4-—- SCOT TUNabta N QM Dkreſcherlohn 160(L= S488, 1 E. 2) zu Gerſte 5 mal zu a>n 4- 8_—- | 2 Mul ZU egg. E E Sch Gerſke zur Einſ@>#>Z5- 8>__. Säecrlohn, Waſſerfurchen e.—- 5-+ 6- H 6 6 5 Zag haun C A ana Z Harken, binden, zuſammen- ſeßen Und nachharlen=- 5-—- Aufz und abladen und panſen—- 53- 4- 27 Sch>. Gerſte einzufahren—- 11 5 8- Dreſcherlohn zum 15tenS | 5) Z Aer zu Erbſen 1 mal zu aden.—#175 És IEP QU Cadena E= 6 9 Ms. Erbſen zur Einſaat 1- 53- 5, Säerlohn, Waſſerfurchen 2.—- 2-— zx | Hauen. 11553 I Es 3s | Harken, binden, zuſammen- ſczen und nacen.«+«—= SUE—> Nachhülfe+++ mA i: OIBzURdein E) e EIS TSE D— 2 Aufzunehmen«+++»—- 5 2 5 182 Schl. Kartoffeln einzu- COVE n E GU=S GNS- Auf- und abladen und aus- leeren- LESO Ds Aufbewahrungs 2 Koſten“dev Erndte und des Ausdru- SEE D A E I Po GS—- Summa 54 Thl. 18 gr, 8 Pf. = 922 Schfl. Ro>en y) Reißiertrag in 5 Jahren 24 jährlich alſo:«<=+«+ 0 = 22 Schfl. Roken. ô) Weidewerth. Thl, 6 gr. 4 pf, 1)-Stoppelhuthung«-.=— Thl. 7 gr. 2 pf. 2) Desüleichen-1 pia 7-25 5) 7 Acker dergleichen«++— AA ORs TL a C— Loe 1 Brache+ 5 L+« Kartoffelland. Summa 1 Thl. d gr. 11 Þfſ+ Jährlich alſo:+.+«— Lhl. 9 gr, 11 pf- = 12-Schſ\k Korn. e) jährlicher Reinertrag incl, des WeidewerthB././71. 1.5 F8Thl, 12g—PÞf- = ,2> Schſl. Ro>en. 72 m) Bemerküngen, Der Ertrag ſteigt bey günſtigern Verhältniſſen, beſonders bey vortheilhaſter Lage und paſſendem Untergrund, und nähert ſich dem der Claſſe TIT, zu welcher Claſſe dieſe Bodenart bisweilen durch Cultur und Düngung erhoben werden kann. Im ent- gegengeſeßten Falle, beſonders bey dürrerer, hügeliger Lage, nähert ſich der Bodey der C1. VI. 5. Wenn Boden, welcher den Kennzeichen dieſer Claſſe vollkom- men entſpricht, gut behandelt und gedüngt wird; ſto gehört er zu den dankbarſten Arten des Bodens.— Auch gehört hicher, ſolcher Boden, deſſen Grundmi- hung oft ganz, wie C1. III. der aber aus Mangel an Humus und anderer Fehler wegen in dieſc Claſſe geſecßt werden muß, und in Cl.“ VI. 1 übergeht. Vid, oben CI. III. sub 1. Beſonders gehört auch hierher der mit vielen kÉlcinen Steinen vermengte: Lehmboden mit ſeichter A>erkrume und ſteinigem Untergrund,(welchen einige grandigen, ſteinſchüſſigen, ſhüttigen Boden nennen ,) in ſo ferne er noch zur Erzeugung der obenbemerkten Früchte, auch des Weigens und des Klees, gecignet iſ. Wo dicß nicht mehr der Fall iſt gehört er zu C1. VI. 1(bey vor- handener Säure 2c. zu CI. VI. 2) und bey no< ſccy. e) Bearbeitung. 1 und 2) beſchwerlich. 5) leiht und nur oberflächli<, da cr leicht zu loſe wird. f) Hauptfrüchte. 1 und 2) Winterung oft mißlien und Hafer oder Heidekorn. Keine Gerſte, wenigſtens ſehr unſicher und nur in günſtigen Jahren, wegen der dürren Lage, desgl. Erbſen.— Wurzel: gewächſe bey gehbriger Düngung.— Mehrjährige Ruhe mit Weidegang verbeſſert ihn ſchr. 8) Benennungen. 1) Zäher armer Bergboden, Weigzenboden Z5ter Claſſe, feuchter Haferboden, kalter Boden, armer, roher Thon- und Lehmhoden, 74 H) K) 1) 2) faurer Boden, Schluffboden, mooriger Boden, waſ ſergalliger Binſengrund, naßgalliger Boden„ naß- Falter Boden, torfiger Boden, kaltgrundiger Boden, ungeſunder Boden. 5) leichter Haferboden ſter Claſſe, guter Sandboden, ſchr warmer Boden, Nebenbeſtimmungen, Düngung. 6—? zweyſpännige Fuder à 12 Entr. in 5 Jahren. y Einſaat. 1 und 2) Rocn 1x— 1 Schfl. Hafer ZA e- 5) Ro>en 15 Schfl. CL E Heidekorn 17 bis 17 Schfl, Ertrag, 1 und 2) Ro>ken 22 Sch>. 6 Schfl. Hafer 2X# 9 und 38 Shhfl, 5) Roen 2 2 9 Schfl. Hafer 2 2/0- Heidekorn 2=€# Reinertrags- Berechnung eines Akers in 5 Fahren. a) Rohertrag in 5 Fahren. Abtheilung 16 und 2e 1) 6 Schfl. Rocken à 5 Thl. JOAN. a GAT 15S FE 21 Thl,— gt.— pf. 2) 9 Schfl. Hafer à 1 Thl. 12g. 19#5 322— 5 5) 2 Schfl. 10 Mt. Hafer à 1 Thl, iù graz R MOOT 08 7 15 Schfl. 5 Mt, Kartoffeln à = 12 gre bran DA, 1.»... 6- 15= 9 A4 2gr. 4 =— 125 Schfl, Ro>en- Abtheikung 5. 2) 55 Schfl. Rocken à 5 Thl, 12 gl.—.++ 19 Thl. 6 gr.— pf, 2) 6 Schfl. Hafer à 1 Thl. 12g 9= 1s— 3) 17- Heidekorn à 5 fa 4 gr.— Gaio> 4- 15 Scheffel Kartoffeln a— 12 gr. O. TY 4+.. 7-= e- Summa 59 Thl. 25 gr. 4 pf. = 112 Sen. 6) Productions-Koſten in 5 Fahren, Abtheilung 12. und 2, 1) 6 zweyſpännige Fuder Dún- ger zu laden und abzuladen— Thl. 5 gr. 5 pf, Dieſe auszufahren-«+„« 22— 2—- Dieſe reten‘==. 8a 6- 5 mal zu„gern, Pro zwey= ſpániig© Scengeſpün tâg- lich F È Tag.«+ 2,21<<— 2 al zu eggen: 2s Gs—- 2 Schfl. 10 Mgt. Rocken ¿uN«Einſaat. ES OA- O, Säáerlohn, Waſſerfurchen ¿c, SU A- Maut a dius E 2 Harken, binden, zuſammen- Sen Undagachharfen.= dD a Lp Auf: und abladen und panſen—- 2 6 # Sch>. Körn einzufahren—=- 15- 4, au IMC Las 9-- 7 2) zu Hafer 2 mal. zu a>en 35- 6-—-¿ 2mal zu eggen:.. 1e N T4 1 Schfl. 14 Mg. Hafer zur Einſgat 2> 22> 19= O Sácrlohn und Waſſerfurchen— As FX Tóág hauen(n, EO=#5 Harken, binden, zuſammen- ſeßen und nachharkn.„—«= 5-— Aufs und abladen und panſen—-_ 5- 4- Latus 29 Zhl, 7 gr, 11 pf, "Transport 2x S, Hafer einzufahren Dreſcherlohn zum 15ten Schfl. 3)+ Acker zu- Hafer zwcymal zu a>ern Ve 40 ‘Zweymal zu eggen.+«++ 10 Mg. Hafer zur Einſaat Säerlohn und Waſſerfurchen Daun(7% fers. Harken, binden, zuſammen- ſchen und nachharken C fe Auf- und abladen und panſen o Grbn. Hafer einzufahren Dreſcherlohn zum 1öten Schfl. T7 Aer zu Kartoffeln 5 mal Uan O e SMA 2 CUM 2% Die Düngerarbeit iſt sub 1. lage 4 7 Schfl. Me à— As gr.—° Kartoffeln zu legen  2mal anzuha>en«+ Machbhulie 2 RS . . D Sliva SA Auszua>ern-.+ A Aufzunehmen Zs 15 Schl. 5 M6, Kartoffeln RU Ian E Auf- und abladen und aus- leeren“."LR. Nufbewahrungs- Koſten‘der Erndte und des Ausdruſches 25 Thl. 7 gr, 26, = —_— STINE uu nu LY 1 - - LL TRE EO\ TE\ DE} Ua LY è LE D| TE| TE\ E Y < LTL 21 2 \\ TN unan un uuu u LE\) aauaunu u - - - m 000|| LR E CE E\) \ bs D RO rF 09 TURE(E(E) uws 4- — Summa Abtheilung 5. 1) Düngerladen, ausfahren und breiten 160 UL NIGE 5 mal zu pflügen, prô, zwey- \pänn, Ochſengeſpann# Aker 54 Thl, 2 gr, 9 pf. = 94 Schfl, Ro>en- 1 Thl, 6 gr. 11 pf, Latus 1 Thl. 6 gr. 11 pf. Transport 1 Zh.’ 6 gr, 11 pf. wenigſtens tà glich== 4 zwey- ſpâäñ. Ochſentage à 1 thl. 2 gr. 2 mal egen pro Geſpann täglich 5 ter«aa 14 Schfl." zur Einſaat Salon 2+ Xs Hauen, harken, binden, zu- ſammenſezen, nachharken, auf- und abladen, panſen, 24 Sch>. einfahren.. 1 Dreſcherlohn zum 15ten Sófl, 1 2) Hafer zweymal zu a>ern, 2 mal ZW-Cggen 4— 1 Schfl. 12 M8. Hafer zur Ea Zira hs LA Noten 4 iR e EE Harken, binden, zuſammen- ſeen, nahharfken.._,— Aufz und abladen und panſen— 2 Sch>. Hofer einzufahren Fe Dreſcherlohn zum 15ten Schl.— $){ Aer zù Heidekorn zwey- mal zu aŒern E 4 CLES SMal WU eggen s, e— 7 Ms. Heidekörn zur Einſaat 1 Séerlohn“u E ag E UA MA as E 7 Harken, binden, zuſanunen- ſezen, nachharken„€ Auf- und abladen und panſen 40 Garb. Heidekorn einzu- RA— Dreſcherlohn zum 15ten.— Z Aer zu Kartoffeln 2 mal e aten R 0 dns 2 mal zu eggen. weis Die Düngerarhcit iſt sub 1. berechnet EN u o VÖ | AN D LE A) wu 260 12 u wn u unu n | ROOS L\ E\ E\ TR\| 1%) ONA u vu u uu EY n uw | BRR| Las\ D 0 è TE\ TA\ E(Y [O[e bb RO hh I PRO bh MP AR Co [1 E E\ TA*:) Ad WO: HW E, 2 E| A _ ma| vv uw l> u u uw u hei jua uw u vv vw uu OI u u °| [=] vw uw p= 4 l> u u Latys 25 Thl, 4 gr. 4pf. > Transport 2% Zhl, 1# Schfl. Kartoffeln à— 12 gr.—— A D IET ND Auszuackern 1 e Aufzunechmen.-+ e 15 Schf}l,‘Kartoffeln einzu Fabre AS: Auf- u. abladen u. ausleeren Aufbewahrungs- Koſten dex Erndte u. des Ausdruſches 2c. Summa "Ege Sf. TTT O 5 zae- gi A AUE a — 4s 042 = 0= 14 SA pio BORA i rid grida E hier EA 20 DUL 700 DP = 8257 Sch\l. Rocken. _- y) Reinertrag in 5 Jahren. Abtheilung 1, und 2. 10 Thl, 25 gr. 7 pf allo jabrlih 2s.+s e«e gO LETO, e nOT- Anett dd Sie vives A LEO LES alſo jährlich: E A vin dl IE E E MS 3) Weidewerth. H Abtheilung 1» und 2 1) Stoppelhuthung,-+«—Thl, 8gr. dpf 2) Desgleichen A I a 28 5) E Ud deal E 279- LN e Drae FASE- MAMON aS Summa 1Thl, 16 gr. 7 pf- Khrlich alſo— 5/15 s 6 =,.42 Snerer, den Abzug des Waſſers begünſtigender Lage, minder beſchwerlicher Beackerung 2c.‘dex C1. TV. oder IIk., fallt dagegen durch entgegengeſetzte Verhältniſſe, beſonders ſehr unz günſtige und bergige Lage, kaltes Klima 2c. noch weiter herab.— Zu Cl. VI. 1. gehört auch der grobſandige», magere Thon- oder Lehmboden, welrhen einige Lettenz boden nennen. Nr. 5. ſteigt béy mehrerer Düngung und Schonung, größerer Tiefe, vortheilhaftem, feuchtem oder anhaltendem Untergrund und Lage, zu Cl. Y. faäklt bey no< mehrerem Sand und ſchwächerem Düngungszuſtand„ ſchr ungünſtiger dürrer Lage zu C1. VIL. herab, Auf einem Boden von C]. VI. 1. iff an Klee ohngefähr‘150 bis 140 Cntr, grünes Futter, an Ab- \cneidefutter, etwa 110 bis 120 Cntr,, an Erdäpfeln 80 Schl. zu erwarten, Die übrigen Brachfrüchte Tommen nur felteñ vor. Auf Ck VI. 2. gedeiht Kleé gar nicht, allenfalls Abſchneidefutter- Den übrigen Brachfrüchten iſ dieſer Boden auch nicht zuträglich. a 1 C1. VT. 5. if zu rothem Klee ſelten meh? geeignet- Wenigſtens iſt derſelbe ſtets ſehr unſicher.— Erdäpfel geben pro A>cr 80— 100 Schfl. bey guter Dängungz Rüben desgleichen etwa 20 Entr. "ha. E eE> M A 80 Cfa fer Fl: Dürrer lchmiger Sandboden, Ke'n-nz e i< en. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Noch mehr Sand oder noh weniger Humus, oder noch dürrere Lage wie CES VTA hb) Tiefe. Sehr flach. c) Untergrund. Sandig, d) Lage. Sehr dbürre./: e) Bearbeitung. Sehr leicht und oberflächlich, gewdhn- lich einfährig. Viele Bearbeitung ſchädlich. f) Hauptfrüchte. Rocken und Buchweizen. Hafer ſehr unſicher, Gerſte und Erbſen ſelbſt in günſtigen Fahren nicht. Rocken nah Rocken am beſten. Lange Ruhe mit Schafweide iſ ihm angemeſſen. ). Benennungen. Schwacher Haferboden, 2ter und 5tér Claſſe, tro>ner, ſandiger Haferboden, hungriger, hißiger Boden, Nebenbeſtimmungen. bk) Düngung. Wenigſtens 4— 5 zweyſpännige Fuder 2 12 Cntr. im 3ten Jahr. Teichſchlamm beſonders vortheilhaft. 1) Einſaat. Roken 17 Schfl. Hafer 12 Schfl. Heidekorn 15— 12 Schfl. k) Extrag- Rocken 2 Sch>. 4 Schfl. Hafer 12 Sch>. 5 Schfl. - Heidekorn 2 Sch>. 4 Schfl. 1) Reinertrags-Berechnung cines Ackers in 5 Fahren. «) Rohextrag in 5 Jahren. 1) 4 Schl.— Roken à 5 Thl. 14 Thl,— gr.— pf 12, gie: nD tac tob A 2) 4 Schl,— Heidekorn à 3 Il, 4(CE 2c 6=—€ Latus 26 Thl, 1 6 gr.— pf Transport 26 JIhl. 16 gr.— pf. 3)— 133 Mg. Hafer à 1 Thl, 12 gr— 12-60:—- 11 Schfl.-— K Rartoffeln È, 2ER NRO SR 2 aa= 4 Summa 55 Zhl, 10 gr.— pf, = 92 Schfl, Roen. 8) Productions-Koſten, 1) 4 zweyſpännige Fuder Dün- ger zu-laden und abzuladen— Thl. 2 gr. 5 pf. Dieſe ausgzufahen...—-*16-—- Dieſe zu breiten...— 53-—- 2 mal zu a>ern, pro Geſpann Z Aer wenigſtens täglich= 22 Tag è 1 Thl.—— we- gen der leichten Arbeit 2... 2#16-—s3 2 mal zu eggen pro Geſpann täglich 4 Acker= L$ Iag.-—-2 18-—se 17 Schfl. Rocken zur Einſaat QP 18G- Säerlohn ot e EHUG. 5- 65 Hauen 2-5 Sil S5 Zs- Harken, binden, zuſammen- ſczen- und nachharken..—_— 2/4- 6- Auf- und abladen und panſen—= 2-2—- 2 Sch>. einzufahren,».—- 10- 8- i Dreſcherlöhn zum 15ten Schl.—= 22- 4-, 2) ziveymal zu a>n... 2 2/162—- C 2 mal zu eggen—. a8-—=-»>Á 2 Schfl. 5 Ms. Heidekorn R SIUSCGWIaOE e Tt 23 29| Säerlohn a LCA—_— 52 05— Hauen, harken, binden“4 E R ſammenſézew, auf und ab- laden und pánſen u. 2 Sche. E | einzufahren,+ 4 Le E 2 2(03 fd Dreſcherlohnzüm 15ten Schfl,— 2120- 5-( 3) 7 Aer zu Hafer 1 mal zu M E aS wS e 4- x mal’ zu reggen== 1e 65 Latus 20 Ihl. 16gr. 5 pſe+/ F; | 82 Transport 20 Ih, 16 gr.-5 pf. 42 Mt. Hafer zur Einſaat—: 65s Sáerlohn e& UE Hauen.+. Ve LAA Harken, binden, zuſammen- ſeen und nachharken— Auf- und abladen und panſen— 18 Gebund Hafer einzufahren— Dreſcherlohn zum 15ten Schl.— Lx Acker zu Kartoffeln 2 mal zu ac COE TEL XO= 1 mal zu eggen.+ e 0 LS Die Düngerarbeit iſt 5ub 1 berechnet. 12 Schfl. Kartoffeln à—| d U24gL,==L s— 5 20:— Kartoffeln zu legen, anzu- haken, nachzuhelfen, aus- zua>ern ER Er Ms vie Dou 6 Aufzunehmen.++ ie 98 11: Schfl, Mauiaſeha einzu fahren. rr: Auf- und abladen," ausleeren 41e Sa Aufbewahrungs- Koſten der Erndte und des Ausdruſches.—=- 20-=- Summa 24 Zhl. 25 gr, 11 pf. = 75 Schfl. Rocken. m 1) Reinertrag in 5 Jahren: 8 Thl. 10gr. 21pf. dI jâhrlih«UR UOTE Ag= À< = 47 Schfl. Roen. 9) Weidewerth. 1) Stoppelhuthung»+“+ vw uu H vw u uw u“ uw © 093| D APSO[Su/ n nA LA} vv 1 3— C |P. 2 Degaleihls 2 E SS 25 5)= Ader desgl. ft—- 8-5 F- Brache E 6 SEE VE 2— 2 E> Raro ela=+s Summa— Zhyr. 25 gr.— Pf, alſo jährlich+ A EE ES E e PE Z 5 8 5 =#5 Schfl, Ro>en. 83 ¿) jährlicher Reinertrag inc]. des Weidewerths,-+. 5 Thl 5 gr.— pf. =$ Schfl. Ro>en. u) Bemerkungen. Steigt dur< günſtige Umſtände zu CI. VI. 5, ſinkt bey mehr vernachläßigter Cultur und Düngung zu C1. TX. herab. Der Ertrag an Erdäpfel iſt bey dieſer und dex folgenden Claſſe auf 6o bis 70 Schfl. pro Aer an- zunchmen, Cl@ſſe VIII Reicher(humoſer) Sandboden, Kennzeichen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Sand,(über 80 pro Cent,) mit-mehrerem Humus als gewöhnlich, durch ſtärkere Dúngung als ex aus ſich ſelb gewährt, be- reichert(5— 7 pro Cent Humus). Der Humus aber oft etwas ádſtringirend(Heidehumus). b) Tiefe. 4— 5 Zoll. c) Untergrund, Gewöhnlich ſandig, oft auch quellig. d) Lage. Bald tro>en, bald feucht. €) Bearbeitung, Sehr leicht, oft einfahrig zu beſtellen, Der Verque>ung ſehr unterworfen. f) Hauptfrüchte, Roken, oft zweymal nach einander, und Buchweizen, Kartoffeln, auh Hirſe. Andere Sommerfrüchte gedeihen nicht. 2) Benennungen. Zweyjähriger Rokenboden, ſchwarx- ¿er‘Sandboden, loſer reicher Sandboden, Ne b-en-beſtimmungen, h) Düngung.- Wenigſtens 5— 6 zweyſpänniges Fuder Miſt alle 5 Jahre fortwährend, welchen er aher nicht aus fich ſelb erzeugen kann. ¡) Einſaat. Ro>ken 13. Schfl. Heidekorn 17- L) Ertrag Ro>ken 2 Sch>.“4x Schfl, Heid&otnt2 pa 0 F 2 84 1) Reinertrags-Berehnung eines Akers in 5 Fahren. e) Rohertrag in 5 Jahren. 1) 44 Schfl. Ro>ken à 5 Thl. 12 gr.—. 15 Thl. 18 gt.— pf, 2) CEE: Heidekorn à‘5 Tol ti: E A ERS SLS SO 5) BVraché Tr..... ized- Summa 31 TZhl. 14 gr.— pf. = 9 Schfl. RoÆen. Ww £) Vroductionskoſten in 5 Jahren. 1) 5 zweyſpännige Fuder Dün- “ger zu laden und abzuladen— Thl. 2 gr. 10 pf- Dieſe auszufahren.. 20=- Dieſe zu breiten ¿4 F- z 3 mal zu pflúgen und zu eggen 10-—> 15 Schfl. Ro>ken zur Einſaat ë Eáen, hauen, harken, binden, zuſammenſetzen, nachharken, auf- und abladea, panſen und 2 Sch>. einzufahren„ Dreſcherlohn zum 15tkeri Schfl. 2) 2 mal zu pflúgen und eggen 1 Sc. einfahren. 1 Dreſcherlohn zum1ö5ten Schfl. x Aufbewahrungs- Koſten der Erndte 5 ir e€: 1d 4+‘—- 16-—- Summa 21 Thl, 9gr. 2pf- = 67 Scen. +) Reinertrag in 5 Jahren. s Thl. 16 gr, 10 pf 19hrlich, alſo rs Ur RE LA 7 o =$ Sken. m) Bèémerkungen. Findet ſi< nur in ſolchen Gegen- den, die ein ſtarkes Wieſenverhältniß haben, oder wo Heidekraut, Waldſtreu oder andere vegetabiliſche Dün- gungsmittel, ſlark gebraucht werden, und kann ſich nur durch auswärtigen Dünger in ſeinem Düngungs-Zu- ſtande crhalten. Gerſte und Hafer, gerathen ſelbſt bey ſehr großem Humusreichthum, nur ſehr ſelten. Der Reinertrag dieſer und der vorhergehenden Claſſe mit Einſchluß des Weidewerths, iſt bey der angegebenen Beſtellung gewdhnlich Ziemlich gleich.— C1. VII. Fann aber zuweilen zu einer höhern Stufe erhoben werden. Claſſe IX Armer Sandboden. auch armer tro>ner Boden andrer Art. Kennzeichen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Sand în geringem Düngungs- Zuſtande.(mit wenig Humus 3 bis 1 p- Ct-) 86 b) Tiefe. Schr fla. c) Untergrund. Sandig oder ſteinig, durchlaſſend.— Beſſer anhaltend und quellig, 4) Lage. Sehr tro>en.— Gewbhnlich ſchr wagerecht, (Abhängige Lage nach Oſt und Süd, verſchlechtert ihn, wie dagegen eine Neigung nah Weſt und Nordweſt, wenn ſie nicht zu ſtark iſ, ihn verbeſſert). e) Bearbeitung, Leicht und ſchwach. Ff) Hauptfrüchte. Rocken in 5 Jahren nur einmal,— Ruhe durchaus nöthig.- g) Benennungen. Dreyjähriges Ro>enland. Nebenbeſtimmungen. h) Düngung. Wenigſtens 5 zweyſpännige Fuder Dün- ger à 12 Cntr. in 5 Jahren. Î) Einſaat. 15— 14 Schfl. Roen. k) Ertrag. 2 Sch>. 4 Schfl, Ro>ken. 1) Reinertrags-Berechnung eines Ackers in-5 Fahren. æ) Rohertrag in 5 Jahren. 1) 4 Schfl. Ro>ken à 5 Thl. 129+ oie e LEROI,= ar,==pf. 2: Und D) Bae e EEE= : Summa 14 Zhl.— gr.— pf. = 4 Schl. Ro>en. 8) Productions-Koſten in 5 Jahren. 1) 5 zweyſpänn. Fuder Dünger zu laden und abzuladen, aus- zu fahren und zu breiten.—Thl. 15gr. 5 pf. zweymal zu a>ern und zu car E AE DS AOE 1 Schfl, 5 Mt. Rocken zur EMa Le A Sáecn, hauen, harken, binden, zuſammenſegzen, nachharken, auf- und abladen und panſen und ¡22 Sch>. cinzufahrn. 1- 5- 8- Latus g Zhl, 10 gr, 10 pf. [-d - ds g9- 87 Transport 9 J2hl. 10 gr. 10 pf, Dreſcherlohn zum 15tenSchfl.—- 22- 4- 2. und 5) Brache Aufbewahrungs- Koſten der Erndte und des Ausdruſches—- 8-—- Summa 10 Ihl,17 gr. 2pf. = 32; Schfl. Rocken. 7) Reinertrag in 5 Jahren 5 Thl, 6gr. 10 pf. bli. alſo as fm Los F546 = 32 Sc. und 23 Schfl, Roten(oft noch weniger) anzunehmen. 1) Reinertrags-Berechnung eines A>ers in 6 Fahxten. a) Rohertrag in 6 Jahren. 12 gu N He e+. 8 Thl, 18 gl. Pf 17 Sche, Stroh(ſehr kurz) à 5 Thl.——  5 12:— 5 2— 6) ſreye Huthung und Brachte i vi ae A TS Summa 15 Thl. 6gr,—pf- = 55x Schfl. Rocken. 8) Produections-Ko ſten —_— Sg—;¿ 1) 5 mal zu pflúgen«++ 4Thl, 8gr.—pf.- DL 2mal zu eggen.>+++ 1 Schfl. 5 Mg. Ro>en zur Gt R es lh Y Ï- Yrs Séen, hauen, harken, binden, zuſamenſetzen u. nachharken, auf- u: abladen u. panſen.—- 18:=—5 12 Sch. einzufahen..—-= 8-—-5 Dreſcherlohn zum 1öten Schfl.—= 14-—- Latus 11 Zhl. 5 gr, 9 pf, E LEN 89 Tvánsport 11 2hl. 5 gr. 9 pf. Aufbewahrungs- Koſten der Erndte: und"des Ausdruz Ue E y 6G sh x 2—6) freye Huthung u. Brache SHR SCID e) ednet 10 a E=S Summa 11 hl. 9 gr. 9 pf. = 5x Schfl, Rocken. 7) Reinertrag in 6 Jahren. 1 Thl. 20gr. 5 pſe GOTO e), aal dde 7s 45s = 75 Schfl. Rokene 0) Weidewerth. 1) Stoppelhuthung«€,—Thl. 1 gr, 4pf. 2— 59) freye Huthung jährl. im Durchſchnitt—14gr,— 2= 8-—- ON IGC I e R gre. Summa 2 Zhl. 19 gr; 4 pf NONA A. LEs =# Schfl. Ro>en. e) jährlicher Reinertrag incl. des Weidewerths...,—Thl. 13gr. 6pf. = 72 Scken. Nur als Schafweide hat der in dieſe Claſſe gehörige Boden, Werth. Bey ſeiner Bearbeitung als Aerland iſ dfters Verluſt, doh muß er bisweilen, um die Schafweide zu erfriſchen, umgebrochen, und mit Korn; beſſer aber mit Buchweizen oöêr mit Spergel zum Abweiden beſaet werden. Sehr ſtciniger, kTieſiger, ſumpfiger oder mooriger Boden, welcher gar nicht mehr als A>erland oder Wieſe zu benugen iſt, desgl, Sandboden, deſſen Verwundung wegen entſkchenz den Sandwchen gefährlich iſ, gehört noch hinter dieſe Claſſe, iſt aber hier nicht weiter zu berü>ſichtigen, 90 F. Claſſification der Wieſen. Gla Ce: T Fehlerfreye Niecderungs- Wieſen; K ¿(nn zes< eût. a) Phyſiſche Beſchaffenheit des Bodens. Mo- derboden, oder ſtarker, reicher, Thon- Lehm- und Mer- gelboden ohne Säure,(C1. LT. und TT. ſelten C1. IIL. der Claſſification des Bodens.) Eben ſo der Untergrund. Þb) Lage. An bedeutenden Strömen und Flüſſen oder in mit ſtarken Bächen durchſchnittenen Ebenen. Jn Rü- ſicht der Umgebung gleich oder vertieft, in RüEſicht der Oberfläche, horizontal oder wenig abhängig, jeden: falls eben, rein und frey, vor Sommer- Ueberſchwem- mung oder ſto>ender Näſſe geſichert, auc keiner Ver- \ſandung 2c. durch ſchädliche Winter- Ueberſchwemmun- gen 2c. ausgeſeßzt. c) Feuchtigkeits-Zuſtand. Jedenfalls feucht durch die Lage, bey guten, gewiß zu erwartenden Winter- Ucberſchwemmungen, zuweilen auch úberdieß mit wenig Fünſtlichen aber zureichenden Bewäſſerungen. da) Veſchaſſenheit des Heues. Gutes, fettes, kräf- tiges Heu., von den beſten Grasarten. e) Mähbarkeit. Zwey- bisweilen auch dkeyſchürig, bey Freyheit von Huthungs- Servituten. f) Benennungen. Beſte Niederungs- Wieſen, Strom- wieſen, Moderwieſen, beſte Auewieſen, Flußwieſen, beſte Thalwieſen. Nebenbeſtimmungen. yp) Ertrag an tro>enem Futter pro A>er. Wenig- ſtens 50 Cntr. Heu und Grummt von obiger Beſchaf- fenheit im Durchſchnitt.— Verhältniß des Heues zu Grummt, 4: 5. h) Erndte- und Culturkoſten. Ohngefähr 14 p- Ci. des Rohertrags an Futter. 91 1) Werth der Herbſthuthung. Vom“en October bis zum Froſt ohngefähr= 7 pro Cent des ganzen Rohertrags.(eigentlich 64 pro Cent) k) Reinertrags-Berechnnug, a) Rohertrag. 90 Centner tro>nes Futter à T2 Ol o e 2045/20L 28912+pf, Herbſthuthung= 5, 5. Entr. SUC C== 6- Summa 46 Thl. 19gr, 6 pf. Davon ab: 8) Erndte- Cultur- und Aufbewahrungs- Koſten, Aufräumen der Wieſe..— Thl. 12 gr.— pf. Im Heu zu hauen 1x5 Tag—- 10- 9- Dürre zu machen 4 Tage I O CD, RTL O DE Auf- und abzuladen und zu Paten 26 e . ART D 6 ce— Im Grummt zu hauen..—= 10- 9- Dürre zu machen, 5 Tage C LL E ee Auf- und abzuladen und zu pa>en. PRS 2 Ohngefähr 50 Centner Futter einzufahren, täglich 72 Cntr. aT Tigre 1 65 Grâhen herzuſtellen und zu erhalten und Herbſtweide- Dünger zu zerſkreuen 2c.,— Aufbewahrungs- Koſten und Zifiſen des, in den Gehäu= den ſte>enden Capitals pr. C rs Hailo a Summa. 20 gr. 11 pf. Nine riteag bleibt«40= 22 bir = 112 Schfl. Roen. 1) Bemerkungen. Durch Düngung und künſtliche Bewöſſerung kann der Rohertrag wohl öfters, noch Uber den angegebenen ſteigen. Der Reinertrag wird u i= dw u 5) aber dadurch ſelten mehr erhdhet werden, als es zur Belohnung der Induſtrie nothig iſt. Jm Vorſtehenden iſt aber nur in ſoferne auf Düngung gerechnet, als dieſe bey der Herbſthuthung ſtatt findet, Wird eine Wieſe nur dur< künſtliche Bewäſſerung in dieſe Claſſe erhoben; ſo wird ſie erſt in die nächſte Claſſe geſtellt. Hieher gehdren auch die Schweinmwieſen. Jf ſie zuwei- len ſchädlichen Ueberſchwemmungen ausgeſest; ſo gehört ſie erſt in die vierte Claſſe. m) Grasarten und Kräuter. Alopecurus praten- a) d) 81s, Poa pratens1s, trivialis, aquatica, Festuca elatior, pratensiís, Holcus avenaceus, Aira aqua- tica, caespitosa, Phleum pratense, Anthoxanihum odoratum, Milium eflueum, Briza media ete. etc. Trifolium melilotus off., pratense, hybridum, alpestre, procumbens, filiſorme etc. etc. Medicago lupulina, Lotus corniculatus, Lathyrus pratensis, Vicia Cracca, Sanguisorba off, Aclullaea mille- foliuum, Carum ÇCarvi, Polygonum bistorta etc. eic. etc. Claſ\ Il. Gute Niederungs- Wieſen, K eu nz£1 Pe Me Phyſiſche Beſchaffenheit, Entweder œ) wie bey C]. I. oder 8) etwas minder reih und kräftig,(Niedriger Grad dev angeführten Boden- Claſſen, häufig C1. ITIL.) Lage. Wie Cl.\T. Feuchtigkeits-Zuſtand. Jedenfalls zuroichend feucht durch Grundwaſſer ohne ſto>ende Näſſe, die guten, düngenden Ueberſchwemmungen finden nicht jährlich ſtatt, abex doh bisweilen, oder die nöthige Feuchtig- Feit muß und kann durenem Futter pro Aer 45 Cntr. hb) Erndte- und Cultur-Koſten, ohngefähr 16 pro Cent des Ertrags an Futter, Î) Werth der Herbſthuthung, ohngefähr 7 pro Cent des ganzen Rohertrags, k) Reinertrags-Berechnung. a) Rohertrag. 49 Cntr. tro>nes Futter ä S20U0V e+e 4-97 Thl, 224 Pf, Herbſthuthung= 5, 16 zy pf Gente= GE A EE- Summa 40 Thl. 5 gr.— pf. g) Erndte- Cultur= und Aufbewahrungs- Koſten. Aufräumen der Wieſe,« Am Heu zu-hauen Dürre zu machen.»«+ Auf- und abzuladen und zu DIE 4454 ils a et dre O 4 Grummt zu hauen und dürre — Thl. 6gr.— pf. Ss. 1M‘"mäßige Düngung hinzu; ſo ſteigt der Ertrag cbens falls über den angegebenen. 94 m) Grasarten und Kräuter. Ziemlich wie bey der vorigen Claſſe, Claſſe II. Fehlerfreye Grund- und Feldwieſen. Kennzeichen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Reicher Thon- und Lelmboden:(C1. IlI. und TV. in hohem Grade, ſelten CÌ. IL. Hbheboden„ jedoch frey von Säure.) Zuweilen nähert ſich auch der Boden,- dem der CI. I. hat aber feine beträchtliche Tiefe und der Untergrund iſ ſchlechter, anhaltend, doch durxchlaſſend. ¿b).Lage. In Rücſicht der Umgcbung vertieft oder gleich, horizontal oder wenig abhängig und frey(d. h. in freyen Gründen oder zwiſchen Feldern, auh im Walde, jedoch ſo, daß dadurch die Tro>knung nicht gehindert wird). Die Oberfläche eben, gegen ſchädliche Ueber- \{wemmungen geſichert. Gute Ueberſchwemmuugen finden nur ſelten ſtatt.— Gewöhnlich. liegen dergleichen Wieſen an Bächen und Strömen„ zwiſchen Feldern und Wieſen„ in größeren oder geringeren Vreticfungen. c)-Feuchtigkeits-Zuſtand. Zureichend feucht, jeden- falls mit guter ,' hinreichender, funſtloſer Bewäſſerung, mit Feld- Weg- Quell- oder Bachwaſſer zuweilen \chon etwas naß, dieß aber doch nur bey vernachläßig- ter Anlage und Unterhaltung der Abzugsgräben, 0d) Beſchaffenheit des Heues. Mittleres,\üßcs, feines Hen, von guten Grasarten. e) Máähbarkeit. Zweyſchürig, wenn dieß nicht durch Huthungs- Servituten verhindert wird. LC) Benennungen. Beſte Grundwieſen, Thalwieſen, Legden„ beſte Angerwieſen. Nebenbeſtimmung eén, [&) Ertrag an tro>enem Futter pro Acker. In 12, Schnitten 40 Centner Heu und Grummt, von obi ger Beſchaffenheit, 95 h) Erndòte-und Eulturkoöſten,; ohngefähr,‘25 pro Cent des Ertrags an. Futter. i) Werth der Herbſthuthnug, ohngefähr 7 pro Cent ¿des ganzen Rohertrags.| &) Reinertrags-Berechnung. &) Rohertrag, 40 Entr, Futter à— 14gr,— 25 Thl. 8 gr.— pf. Herbſthuthung==.-2, 86/9 Ontr,=>> O> A e OIE Summa 29 Thl.— gr. 8 ‘8) Erndte- Cultur- und Aufbewahrungs- Koſten. Aufräumen der Wieſen..— Thl; 4 gr.— pf. Zweymal zuzhauen>», 4 le=#210 0% Zweymal dürre zu machen(4 Tage à— 5s gr. 6 pf. und 4 Tagé à— d gr.—. ¿1 Aufz und abladen und ſchlich- LEN e e n ea je zl 0g aB 409 Cntr. Futter einzufahren—- 17 5,9 Grâben- herzuſtellen Und zu| unterhalten 2c, Aufſicht auf die; Wäſſerung2cì 2=, ¿x Aufbewahrungs- Koſten«.— |: Summa 59 bleibt: Reinertrag:.... 19 Thl. 1 gr, 9 pf, = 92 Schfl, Rocken. 2) Grasarten. und Kräuter. Dieſelben wie bey den vorigen Elaſſen, jedoch weniger üppig. Darunter“kom- men jedoch auch ſchon hôufig,‘die bcy der dten Claſſe bemerkten Pflanzen vor. u 18 IV mam Uu u u = JAMES 12-— 2 Thl. 22 gr. Claſſe Iv. Fehlerfreye Niederungs=-Wieſen.| Kennzeichen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Thon- oder Lchmbo- den„. weniger reih an Moder(Humus) als Cl. I. 96 mit undurchläſſendem! Untergrund, Fedenfalls nicht frey von Säure und ſto>ender Näſſe(Cl 11." Niederungss Boden)»; b) Lage. Gewöhnlich horizontal, meiſt“ gegéñ: die Umge- bungen verticſt, ohe! Abzug- des Waſſers.| übrigens wie Nr“1. Vor ſchädlichen Ucbérſchrbemnüunge nicht immer geſicht.=="“Die Oberfläche:-bisweilen hügclig, alsdann die Vertiefuligen ſumpfigünd- müt ſtehenden MWafſſern.=£+-+ 5 e==«in: ©) FeuchtügkleitszZuſtàänd. Naß, oft ſchon etwas ſumpfig.: Die: Nâfſe: nicht‘leicht: äbzuleitèn.== Bewäſz ſerung wegen großer Schwierigkeit der® Ableitung der überſlüſſigen Feuchtigkeit nicht wohl: anwendbar. dd) Beſchaffenheit des Heues. Zum Theil mittels máßig, zum Theil'étwas grob und hart, mitunter auch etwas ſauer, ſchafthalmig und binſig, im Gatzek ge- : nommen ziemlich ſchlecht: i €) Máhbarkeit.“Zweyſchürig, wenn Hüthungs- Servia vituten dieß nicht beſchränken. f)-Bénennungen. Saure Niederungs- Wieſen. Nebenbeſtimmungén, 2) Ertrag an tro>cnein Futter pro Aker. Jm “ Durchſchnitt 45 Cntr. tro>nes Futter von obiger Bez \chaffenheit. anetieiE “h) Exndte- und Culturkoſten, ohngefähr 28 pro Cent des Ertràgs an Futter. i) Werth der Herb ſthuthun g,\ohngefähr 7, pr. Ct. des ganzen Rohertrags. k)-ReinertragseBerechnung. &) Rohertrag. 45 Entr. Futter à— 12 gr.— 22 Thl. 12 gr.— pf Herbſthuthung=-5,16 Etr5 1= 15» 9- Summa 24 Thl, 1gr. 9pf, s)'Erndte- Cuſltur- und Aufbewahrungskoſten. Aufräumung-der Wieſe.,—Thl. ögr.— pf. 2 mal‘zu hauen(pr. Acker fedesmal’ 12.1Tag) 202 42] iW 206 is Latus 1 Thl’ ggr, 6 pf. 97 Transport 1 Zhl. g9gr. 6pf. 2mal dûrre zu machen 10 Tage;„(muß, oft auf tro>ne Plâgze getragen werden) 2 Auf- und abzuladen und zu È PASER iE tite(08A* lO 45. Cntr„Futter einzufahren.— UDSRABAraVeN C+s LT Aufbewahrungs- Koſten..— y Summa G6Lhl, 9gr. bleibt 4 y Neinertxag.+-+++ 17 Thl. 16 gr, 6 pf ="5 Schfl. Nocken.“- L) Bemerkungen. Eine Wieſe, welche eigentlich in die erg ŒSlaſſc: gehört vor. ſchädlichen Ueberſt, beſonders wenn daſſelbe kalk- oder gipshaltig iſ. m) Grasar te tii Plialaris aruúidinatea,Arúbdó hrag- mites, mehrere Orchis: Arten„ Souelus, Caliha paſustris, Friglochin-palustre, FEquisetum etc. efc. nut beſſeren. Pflanzen, beſouders Aira agas tica, Poa aguatica etc. etc. vermiſcht, ) Nue NN ) N u VI Uu au nn bB R 00 unu u CHR ASCE 9 Gute Feld- und Grund-Wieſen, Kennz ei hen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Gewöhnlicher guter Thon--und-Lehmboden odex ſandiger Lehmboden,*(C]. IH. TV: und V.) güter Wieſenboden. Der Untergrund _—- Mehr anhaltend. SG Hs b) Lage. Etwas abhängige, meiſt etwas vertiefte, jedoch freye, der. Sonne nicht beraubte Lage„(in Senkungen, Gründen, an Fäldetn''it,) wie Cl.‘3.7 Die Oberfläche chén oder leicht zu ébeñen-: Der-Peberſehwemmung nicht oder nur ſelten ausgee |“ſett, GateLaze at Büâthen, zwiſchen Feldern 2c, Gefähr- G 98 liche Ueberſchwemmungen las dei: E nach- den Umſtänden„ bedeutend. ig Tas c). Feuchtigkeits- Zuſtand,““ Eiitivebé E udbt;‘oder «ſchon etwas“naß,‘durch die“Lage- an! Waſſer, durch Quellen 2c. jedôth“nicht ſumbfig ,- Und ſo, daß es an Ableitung“ nicht- fehlt, oder-‘mehr tren, dann aber Bg mit einiger, weni“gleich ſpärlicher Bewäſs- erung -d) Be ſalen 0 C"Mittelmäßiges feines Heu. E) Máhbarkeit. Zweyſchürig„went Servitüten ſolches nicht hindern.„Die D E tia Mert SA die Hâlfte der Heuerndte. À). Benennungen, Gewöhnliche gute Wieſen,—-Gute Grummtwisfen.i cj LTI 79 Mte ûb'eſt tum a dg e 8g) Extrag.@n Futter, PLO, Aer in 2 Eci‘im Mittel wenigſtens 50 Entr.) 4444-1 “by Erndte- und Cuſturkoſten,‘ohngefähe: 28 pro -Cént“ dé Ettrágs- an Futtet. fe i) Werth der'Herbſthuthung, tirets E GOent des ganzen Rohertrags. k) Reinertrags- Berethnüng. a) Rohertrag: ZN 5o Cntr, Heu und Grummt A EM A7 Yl: 12 gt— pf Herbſibuthuns 258 26 Cntr.= L 7-9 Summa TEEL, 19 gr 79 Pf ê) En ête Euſtis und„Aufbewahrühgs- * Koſten. AufräumUng der Wieſe“. 1 a0— Il. 3g.— pf 2 Mal ZU DAUen Le LA- 2 mal tro>en. zu machen 1-18- Latus”'2 hl. 22 gr, 6 pf. 99 Transport 2 Thl, 22 gr. 6.pf, Auf- und abzuladen und zu PSE O E=(Sgr 30 Cntr. Futter einzufahren—- 15- 4- Gräben herzuſtellen und zu UNA C I HS. Aufbewahrungs- Koſten 2.—- 9g- N Summa 9 Zhl, dgr, 10 pf, bleibt MUN ertrag,-s- QUIT NU 11 pf, = 5£ Schfl, Rocken. m) Grasarten und Kräuter. Mitunter die bey der erſten Claſſe aufgeführten, dann aber hâufig Loliúum Perenne, Cynosurus cristatus, Dactylis glomerata, Avena prat. et flavescens, Agroslis stolonifſera, etc. etc. Prunella vulgaris, Thymus serpyllum, Origanum vulgare, Daucus Carota, Pastinaca sa= tiva, Tragopogon pratense, Poterium sanguisorba, Veronica Chamaedrys etc. Lychnis flos cuculi, Ranunculus repens, Lzæontodon Taraxacum, meh- rere Arten Plantago, Primula veris, Chrysanthe- mum- Leucanthemum, Scab10sa columbaria et succisa, Polygala, Rhinanthus Crista galli, Col. chicum autunnale, ete. ete. Ie mehr der Graswuchs“aus den in. der erſten Claſſe und dann aus den hier zuerſt genannten Pflan- ze beſteht, deſto beſſer iſt die. Wieſe„>und deſto\nem Futter, pro Aer in zwey Schnitten, im Mittel 24 Entr. k) Erndte- und Cultur-Koſten. Ohngefähr 51 pro Cent des Ertrags an Futter. ¡) Werth der Herbſthuthung, Ohngefähr 7 pro Cent des ganzen Rohertrags. œ) Rohertrag. 24 Entr. Heu und Grummt aM EZE EP Herbſthuthuñg 1, 68 Cntr. 1=—=-—-=- Summa 1d Thl.— gr.—— pf G) Erndte- Cultur- und Aufbewahrungs- Koſten. Aufräumung der Wieſe«+— Thl. 4gr.—pfe STROLL 0. DARN a.«7 0A Zi Me 2 2mal. zu tro>nen 5 Tage à — 5 gr. 6 pf. und 4 Tage Ai— 0g Pp> a 12S 6> Auf- und abzuladen und zu VON+: CSE OEA 24 Cutr. Futter einzufahren—- 10=- 8a Gráâben herzuſtellen und zu unte.++«24 ASF e- Aufbewahrungs- Koſten.«+— 7 Summa(4 Thl-+ 9gr. 2 pf bleibt Réinertrag.+«-<+ 10 Thl, 14gr, 10 pf. = 5 Swc{fl, Rocken, 401 1) Bemerkungen. In ſchr dürren Sommern, jedoch nur ſelten, brennen dieſe Wieſen aus. m) Grasarten und Kräuter. Wie béy der vorigen Claſſe, Claſſe VU. Gute Berg- und Waldwieſcen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit, wie Claſſe$. b) Lage. Entweder ziemlich ark abhängig oder auch eben, dann aber gewöhnlich im Walde, €) Feuchtigkeits-Zuſta nd, Friſh. Entweder an und für ſich feucht, durch die Lage des Abhangs gegen Weſt und Nord, durch anliegende Bäche, durch Bez \chattung, oder tro>cn, dann aber jedenfalls mit ctwas Bewäſſerung durch Wald- oder Wegwaſſer. d) Beſchaffenheit des Heues.“ Mittelmäßig, fcin, tro>en. e) Máhbarkcit. Zweyſchürig. F) Benennungen. Gute Höhenwieſen. Beſte Wald- und Holzwieſen. Geringe Grummtwieſen. Nebenbeſtimmüngen, Ertrag an tro>enem Futter. Im Durchſchnitt 20 Cûtr, 1) Erndte- und Culturkoſten, Ohngefähr 42 pro Centi è) Werth der Huthung, Ohngefähx 7 pro Cent des ganzén Rohertrags. k) Reinertrags-Berechnung- o) Rohertrag- 20 Entr. Heu und Grummt A— 14 ge—<++ 11 Thl. 16 gr.— pf Herbſthuthung= 1, 59 Cte. 1_=_9- 6 pf. Summa 12 Thl, 21 gr.© Pf. 102 6) Erndte- Cultur- und Aufbewahrungss Koſten. Aufräáumung der Wieſe.-— Thl, Z5gr.— pf BANA 21 Duc. E LS-- 2 mal zu tro>nen 9 Tage. 1 Auf- und abzuladen und zu pacien LRN E 20 Cntr. Futter einzufahren— Gräben herzuſtellen und zu unterhalten e.«+— Aufbewahrungs- Koſten.= Summa 4 Thl, 20 gr. 4 pf. bleibt Neinertrag(+-.»+ 8 Thl. 1gr, 2 pf = 22 Schfl.- Ro>ken. wm) Grasarten und Kräuter, Außer den, in den legten Claſſen ſchon bemerkten, kommen beſonders vor, Eromus mollis et giganteus, Trifolium alpestre, Alchemilla vulgaris, Ajuga reptans et pyramida- lis, Heracleum sphondylium, Origanum vulgare, Chaerophyllum sylvestre, Scirpus sylvaticus, etc. E Orchisarten und die Scabioſen nchmen ſehr übers and, u Vv bb TE |> a Uu u LF Do C90 GI AL UL M © LF u“u bd .— e—: Claſſe VII Fehlerhafte Feld- und Grundwieſen: Kennzeichen, a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Entweder wie Claſſe [7$, oder auch ſ{let, oder gegen ſchädliche Ueber- \ſ{hwemmungen dur< Bäche 2c, nicht geſichert. Die Oberfläche iſt uncben. c) Feuchtigkeits-Zuſtand. 1) Naß, quellig, faſt ſchon etwas ſumpfig, zuweilen mit etwas Bewäſſerung aus Quellen, oder 103 2) tro>en Uhd‘ohne Bewäſſerung- zurbeilcn nur nahr- haftes Waſſer aus den Feldern erhalrend. d) Veſchaffenheît des Hees, 2) Theils mittelmäßig, theils ziemlich\{lecn und mager, auch ſhon‘etwas mooſig. e) Mähbarkeit, 1) zweyſchürig 2) meiſt nur einhauig. f) Benennung. 1) Quelligte Wieſen, N i as 2) Möſchen, gute Brachwieſen; Mbſchwieſên, Nebenbeſtimmungen, g) Ertrag an Futter. 1) pro Aer in 2 Schnitten 24 Cntr. Futter, 2) pro A>er in 1 Schnitt 15 Entr. Futter, h) Erndte- und Culturkoſten. Bey Abtheilung 1 ohngefähk#9 p- Cty <- D E 20- 2 1) Werth der Herbſthuthung, Bey Abtheilung 1. ohngefähr 7 pro Cent. vom gan- zen- Rohertrag. 3 Bey Abtheilung 2, wo die Huthung wenigſtens ſchon Anfangs Septembers- beginnen kann, ohngefähr 12- pro Cênt. k) Reinertrags-Berechnun g- e) Rohexrtrag. x) 24 Cntt. Futter à—: O+ d2:2hl. gr— ÿf. Herbſthuthung= 1, 68 Etr.—= 20- Summa.12-Zhl. 20 gr, 2 gr- 2) 16 Cntr, tro>nes Futter à — 2a—. eo+ 8 Thl,— gr.—Þf- Hetbſthüthung=2,18 C. 1-22 /2-_ Summa> 9 Thl. /2gr, 2° gle 104 8) Erndte- Cultur- und Aufbewahrungs- Koſten. 2 alen 6= ZO 48— pf- E UE THAUCE.& n pL A 6- SMmal/zu tode ata RN Auf- und abzuladen und zu Paca 1$:— 80:— 5 24 Cntr. Futter einzufahren_— 5 10=- 8- Grâáben herzuſtellen und zu ual.% e 1——- Aufbewahrungs- Koſten. i EUS E Summa 5 Thl. 6 gr, 8 pf. Roinertrag 4 0> capers = 25 Schſl. Roken. o) Aufräumen E 1 mal zu haun-.—= 122—- 1 mal zu tro>nen...—- Auf- und abzuladen und zu pa>en M è oe— 15 Entr. Futter einzufahren— Gräben herzuſtellen und zu unterhalten und Ausfſtreucn des Weidemiſtesc..„.—= 4:— Aufbewahrungs- Koſten 2..—- 426 Summa’ 2 5 1 ‘Reinertrag Ee 62 20/25 9 a =aZ22/ Sl; Rocken. 1) Bemerkungen. Abtheilung 2 brennt ſchr häufig" aus. m) Grasavrten und Kräuter. Bey. Abtheilung 1. die bey der 4ten und Î5ten Claſſe angegebenen, bey Abz theilung 2. mehr die bey der oten und 10ten Claſſe auf- geführten, Claſſe IX. Mittelmäßige Berg» und Waldwieſen. VL NN TUO en a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Gewöhnlicher Thon- und. Lehmboden, und ſandiger Lehmboden, ſeichter Wieſenboden mit ſkcinigem“ Untergrund.(C1, IV. VV, NIA b) Láge. Wie El.$. Die Oberfläche oft hügelig, daher oft tro>en und naß untermiſcht, Oft ſtarë beſchattet. c) Feuchtigkeits-Zuſtand. Feucht, cher etwas naß als tro>es, doch niht ſumpfig, aber ohne Vetväſs ſerung. d) Veſchaffemheit des Heues,+ Mittelmäßig, doh ſchon etwas ſauer, grob und hart, und: zum Theil auch etwas mooſig,. unkräftig und nahrlos. €) Máähbarkeit. Einhauig. f) Benennungen, Gute Hcrbſkwieſen. Nie bien, be ſt im mun g:> 2) Ertrag an Futter. Ohngefähr 15 Cntr. h) Erndte- und Culturkoſten, Ohngefähr 33 Þ- Ct. des Ertrags an Futter. ?) Werth der Herbſthuthung, Ohngefähr 22 pro Cent‘des Rohertrags. Lk) Reincrtrag. a) Rohextrag. Cntr, Futter à= 12g 7 Herbſihuthung=$ Cntr.„ 1- Summa 6 Thl. 12 gr.— pf. 8) Erndte- Cultur- und Aufbewahrungs- Koſten. Aufräumen der Wieſe«.—Thl. 5gr.— pf, TIS DAU n E— 2 122= 2 INMO EN== 19 2 5, Auf- 1. abzuladen u. zu pa>en—- 6= 5-> Grâben zu machen und Miſt COD A A 19 Cntr Futter nzufahken—--- 6-- 8- Aufbewahrungs-Koſien..—= 4- 6- Summa 2 ZThl, 11 gr. 0 Pf blſcibt Cra LG Sr- 4s = 12 Schfl, Rocken. 106 m) Grasarteú und Keäuter. Größtentheils die bey El. 7, bemerkten. Claſſe X. Schlechte Feld- Berg- und Waldwieſen. Kennzeichen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Tro>knev, armer Lehm- und Thonboden, ſandiger Lehm- lchmiger Sand- und Sandboden.(C1. YV. VI. 1, VI. 5,) Der Untergrund meiſt durchlaſſend. b) Lage. Entweder hoch oder ſtark, beſonders gegen Mittag und Morgen, abhängig, oder ſchr horizontal, Die Oberfläche oft uneben unnd kaupig, daher die hdheren Stellen ſehr dürre und mit niederer Heide bewachſen, die Vertiefungen etwas feuchter und beſſer bewachſen. €) Feuchtigkeits-Zuüuſtand. Meiſtens ſehr tro>cn, oft ſchon dürre oder wegen der Unebenheiten tro>en und feucht untermiſcht. Gewöhnlich ohne alle Bewäſz ſerung und ohne Zufluß von nahrhaftem Waſſer gus Feldern, oder es iſt beides, doch ſehr unbedeutend. d) Beſchaffenheit des Heues. Trockenes mageres fcines Heu, gewbhnlich mit kurzem Heidekraut, txo>nem Moos, Seggen 2c. vermengt. e) Mähbarkeit.. Jedenfalls nur einhauig.— Nur durch künſtlih# Düngung, anzubringende Bewäſſerung, kann eine dergleichen Wieſe zweyhauig gemacht werden. f) Benennungen, Schlechte Brachwieſen, Nebenbeſtimmungen. o) Ertrag an Futter. Im Mittel ohngefähr 10 Cntr. Heu.— Steigt bisweilen bis 16 Entr. fällt aber auch bis 7 Cntr. herab. Iſt der Ertrag im Durchſchnitt der Jahre noch geringer als 10 Cntr, ſo iſt der Boden eigentlich nux als Weide zu benugen, 107 h) Erndte- und Culturkoſten, 44 pro 1) L) 1) m) Cent des Ertrags an Futter. Werth der Herbſthuthung, Ohngefähr 12 p. Ct. des ganzen Reinertrags, Reinertrags-Berechnung, a) Rohertrag, 10 Cntr. Heu à— 10 gr.— 4 Th. 4 gr.— pf. Herbſthuthung= 1, 56 Etr.—-# 13-- Summa 4 Thl. 17gr. 6 pf, #) Erndte- CEultur- und Aufbewahrungs Koſten, Aufräumen der Wieſe,.— Thl. 2 gr.— D Malu hauen e Mr—— 2 ¿ue 2 2 MAb 40 onen A 2-35 Auf- und abzuladen und zu paten, vla Se, 5 10 Cntr. einzufahren..,+ 4 Miſtſtreuen und Gräben zu UNC DaHen C«1 ce 3 Aufbewahrungs- Koſten.«— 5 zZ Summa 1 Thl. 20 gr. dpf. Reinertbrage# Dili BERA< = 27 Schfl. Korn. Bemerkungen. Dieſe Wieſen ſind dem Ausbrennen ſchr ausgeſezt, und geben in tro>nen Jahreu faſt gave nichts. Grasgartew und Kräuter.- Die bier vorzüglich vorkommenden Pflanzen ſind: Dactylis glotnerata, Holcus mollis, lanatus, A grostis vulgaris, capil- laris, Briza media, Poa annua, Bromus mollis, Festuca ovina, duriuscula, Anthoxanthum odora- tum, Avena pratensis, flavescens, pubescens, Lolium perenne, Cynosurus cristatus, Nardus stricta, Aira flexuosa, canescens, Carex Praecox, hirta, Juncus campesiris, Equisetum arvense, Trifolium mon=- tanum, repens, agrarium, Medicago lupulina, Scabiosa columbaria etc. Polygala vulgaris, Ar= vica montana, Ranunculns repens, Salvia praten= pf. —_— An uw uv u u uw UV 5 Vv Ww a— vu n \ A") LE(Y . sis, Thymus serpyllam, FEuphrasiía of. Odon- tites, Melampyrum pratense, Galium verum, Plantago, Frica vulgaris, Draba verna etc; und mchrere Flechten,(Baeomyces) C101 e M1. Sumpf- Torf- und Moorwiceſen, Kennzeichen. a) Phyſiſche Beſchaffenheit. Schlechter, ſaurer Thon- und Lehmboden;(C1. VI. 2.) Torfboden, Moorboden. b) Lage. Horizontal oder ſchr wenig abhängig, oder gegen dic Umgebungen vertieft, die Oberfläche gewdhn- lich uneben, hier und da bewachſen kaupig. Mehren: theils am Fuß der Berge, Hügel 2c. in Vertiefungen 2c. c) Feunem Futter. Jm Durchſchnitt ctwa 1d Cntr,{lechtes Futter. hb) Erndte- und Culturkoſten. Ohngefähr 65 pro Cen! des Ertrags an Futter. à) Werth der Herbſthuthung. Ohngefähr 12 Þro Cent des ganzen Rohertrags, iſt aber meiſt gax nicht zu brauchen, 409 Lk) Reinertrag. a) Rohertrag.' 15 Cntr. a— 8 gr. 2 Po Thl. 6 gr. 5 pf. Herbſthuthung= 2 Cntr..—= 16.-- 10-2 Summa 9 Zhl, 25 gr. 1 pf. £) Erndte- Cultur- und Aufbewahrungs- Koſten. 2 mal zu, hauen.„+.- 4—.Thl. 12 gr.— pf, amal zu tro>nen(das Gras muß herqus getragen werden.) 1- 4-—- Auf- und abzuladen und zu packen D er Soi ue D R e. T2 Grâben zu untcrhaleen„15—-— 15 Cntr. Heu cinzufahren.—- 6-8 Aufbewahrungs- Koſten..—- 4- 6 Summa SITZhl. 10 gr. bleibt Neinert.rag inc]. Herbſthuthung 2 Thl. 12 gr. eXCLEDer PUthung abel.©»»,+ MT= 20- ={+ S{hfl. und 22 Schfl. Rocken. D) Bemerkungen. Jſſt das Moos auf dén Wieſen ſehr hâuſig dann crreicht der Ertrag oft nur die Halfte des angegebenen, und es iſ eige ſolche Wieſe, wenn die Ableitung des Waſſers große Schwierigkeit macht, nur auf die Hälfte des Werths zu berechnen. m) Gras arten und Kräuter. Arundo phragmites, Phalaris arundinäcea, FPestuca fluitans, Póa aqua- tica, Melica coerulea, Carex vulpecula, panicu- lata, flava etc. Eriphorum polystachion etc. Jun- cus conglomeratus, effffusus etc. Scirpus caespito- gus etc. Equisetum palustre, limosum,"Trfiglo- chin palusire, mehrere Orchigarten Pinguicula ynul- garts, Pedicularis palustris, sylvatica, Gálum uliginosum, Menyanthes trifoliata, Czicus palus- lris, Parnassía palustris, Caltha palustris, Myo- s0lis palustris, Drosera, Sphagnum palustre, Bryum palustresquarrosum, Hypnum, cuspidatum, adimeum, Polytrichum commune und andere Mooſe und Flechten, 2 ww GT ia e Sj 6 1 110 Werthsbeſtimmung der Weiden, G. —a Es erfor- Die Der Boden- dert eine| Bra ch-| Reinertrag “Kuh zur|\weide iſt] eines Aœers| a Claſſe, freyen| bey glei-|| freyer Weide Puiering Weide. « VI.1.2. 1E Zz 1 L “ - VI.53. 2x zZ Z iv TY 5 F= - YII. 5= EN 2 2: 4 2 65 Es - VIII. 4 3 T6C8|> PN - X. 9 5& S) = XI. 18 ry IZ VV Lit H. Einfluß der Städte auf den Reinertrag. um nachſtehende Procente bey der Entfernung von Den Reîinertrag der Grund- ſtú>e vermehren“ Städte, dl welche Einwohner haben:|<|<< S\S|E|Z[ESE SIZES|E 222215 (ZAZI ZI N ZHSISISTSTS m&[mA| ATN RO HMI IO IS 80000 15}12/10] 7 51 41-3 2/121 40000 12/10] 8} 5] 4] 3| 2| 1 20000 10} 8/ 6] 41 51 16000 8] 64/5] 1 | bs 12000 6 4] 3/1 8000 4j 3 ol 1 6000 3| 21 Ádo0 2/1 1412 IL. “Phyſiſche Claſſification dés Bodens und. ohngefähre Zuſammenſtellung derſelben mit der dfono- miſchen Claſſification, SU 0. r...L| Thonboden. Ueber 50 Procent abſchwemmbaren Thon, nicht über & Procent Kalk und- nicht über 20 Procent Humus.| a) kalfloſer Thonboden. œ) armer- niht übêr 17 Procent Humus.(C1. X. und IX. bey ſehr geringem und CIE VE 15 uhd 2. der ökonomiſchen Claſſification bey mehrerem An- theil an Humus.) 8) vermögender, über 15 bis$ Procent Humus. {C1 IV.)| y) reicher, über 5 bis 20 Proccht‘Humus.(Ct. IL. und I.) b) falkhaltiger Thonboden, mif£ bis 5 Procent fohlenſauren Kalk.(5 Procent Kalk perändert kaum merklich die Beſchaffenheit des Bodens.) æ) armer. Wie oben.(C1. X¿ÆŒX.(VI. 1. bey geringem Humus= und Kalkgchalt, und C1. IV.) g) vermögender.(Cl. IV.) y) reicher,(C). IT. und L.) Cia IL Lehmboden. Ucbex Za. und bis 50 Procent Thon, nicht über 5 Procent Kalk und, nicht über 20 Procent Humus. a) kalfloſer Lehmboden. 113 o) armer. Wie obén.(CI. X. IX. VI. 1. und 2.) 8) vermögender.(Cl. Y. beg geringem Humus und größeren Sandgehalt, und IIL) 7) reicher,(CL III. und IL.) þ) kalkhaltiger Lehmboden mit 2 bis 5 Procent Kalk, 0). ANM T(OX, IX. uno. VI. 1) 6) vermögender.(C1. V. und TI.) 7) reicher.(CL III. IL un® E) Caf{e“III. Sandiger Lehmboden. Ueber 20 bis 50 Procent Thon, Übrigens wie oben, a) Falfſoſer ſandiger Lehmboden. æœ) armer:(Cl.%. IX VIL VL 53.) 8) vermögender.(GŒ V.) 7) reicher.(Cl. V. und IIT.) b) Talkhaltiger, mit$ bis 5 Procent kohlenſauren Kalk. a) armer.(CLIX. IX. NT VK 5.) 6) vermögender.(CI. V.) 7) reicher.(CI. V. und III.) Get a fe#V: Lehmiger Sandboden. Ueber 10 bis 20 Procent Thon, a) kalkloſer. æ) armer, niht über 1 Procent Humus.(C1. X. LX. und VIL) 6) vermögender, nicht über 2 Procent Humus. (CI. VIT.) y) reicher, nicht über 4 Procent Humus.(C1.+VI. 5. und Y.) b) falfhaltiger mit wenigſtens£ bis 5 Procent Kalk, H € 114 &) armer, wie oben’(C1. X. IX. und VII.) 8) vermögender.(CI. VIL) y) reicher.(C1.VI. 5. und V.) Et ffi Sandboden. Nicht über 10 Procent Thon. a) falfloſer. a) armer, nicht Úber# Procent Humus,(C1. X.) 8) vermögender, nicht über 2 Procent Humus, (ELE) 7) reicher, über 2 Procent Humus.(CI. VIII.) b) kalfkhaltiger, mit wenigſtens 2 Procent Kalk. o) armer, wie oben.(CL X.) 8) vermdgender.(C1. IX.) 7) reicher.(Cl. VIIL) E 17@&\ Fie. NL Mergelboden Ucber 5 bis 20 Procent kohlenſauren Kalk. a) thoniger Mergelboden über 50 Procent Thon. œ) armer, nicht über 12 Procent Humus(Cl. ML 1, 1V.-ünd«GC WL) 8) vermbgender, über 12 bis 5 Procent Humus. (CLL IO): 7) reicher, über 5 bis 26 Procent Humus.(CI. IT. und 1.) __þ) Lehmiger Mergélhoden, ber 50 bis 50 Procent Thon. o) armer, wie oben,(CI: VI. 1, und V.) 8) vermögender.(CI. III. und 11.) 7) rei er.(Cl. IT: und T,) > 115 c) ſandiger Lehmmergelboven, über 20 bis 50 Procent Thon, æ) amer.(CL. VII. und V.) gé) vermögender.(C1. V.) 7) rei l, rubvrif, -- Sollten 1, Sollen -- ſolle, l, ſoil, oder niht, - 5 ſolche l, ſolches -= ſi{ern 1. ſichevxern - e Veoſtrâtigung: l. Beſtätiguttg. s 7 1811. 8/20 Gr,-l. 1811. 8, 20 Gy. 5= Vverrathende 1, verrathenden 3- Gnüúge l, Senüge veu,= folgende lF folgeudew 2- bebiges l, liüiſigel ve 0, 7„Hauptteiche l. Hauptkteich > der Teiche l. des Teiches Ve 6 iſt und wegzulaſſen, ve 0, ſtatt gnüglih l, genüglich, = leſe man: 3.) Ob die ganze Brache oder wels cher Theil derſelben jähtlih bedüngt 2c. - leſe man; Pacht pro Stüc= Uebrige Pacht2 bedingungen.) s ſtatt Jn, lin - 2“Erdäpfel 1, Kartoffeln v.11, leſe man: Abgaben und Wartungskoſten v,: 0, ſlätt vorkommende l, vorkommenden, -# Hoßpfens, pro Gebräude= 1, Hopfeus pro- Gebräude,= vu, der Ll. das v.09, 7 deſſelben l. dieſer Arbeiten -- Extracte, aus l, Extracte aus Ve u, leſe: Mühleiſens incl, Haue und Pfanne > ſége hinzu.— Preiſe der Nutholzklaſteru - ſtatt 4 Eiutheilung l, 4,) Eintheilung v, 0, 7 vorhanden, l. vorhanden\ind, vu 2 dieſes Vexfahren, welches l. dieſe Art der Ausmitteluug dev Getreidepreiſe, welche 2« Betrage berechnet|, Vetvage, berechner Seite 84. UV u uw Vv Seite 84, Zeile 2, v, u, ſtatt’ 1 Pfb. Heu, leſe tnan Pfd. miîttelmäßi- ges(gewöhnlich ſogenanntes gute) Heu = 85.(o, 9,0, 27(etwa L Mete) kl,(etwa 7= 7 Meye) I 0 PETE- Fütterung lk. ſpecielte Futtercintheilung 5—_— 5 10,> nah gerechnet, ſüge man hinzu: und nur im Ganzen, aber auſihtigt 2 98 2 1,= leſe man: 2=—z Kanuen Nahm und 16— 20 s— 2 18,- no< ſährlih«x Mete fúge hinzu und pro Stück ſunges jährlich L Moyes e 105, o 9, V0 ſlatbii= Or 2 Or, 2 1076 5 3:6= leſe; nahrhaften, warmen und weichen Zugang, hinreichenden Waſſerſtänd. und einc* fveie ſonnige Lage haben, auch keiner Waſs ſersgefahr ausgeſeizt ſind, 2 115 2 16, v. 0, leſe: 2 Kannen Obevhefe und 3=—4 Kat- nen Bodenheſe 2_—$ 33,= leſe: pro 8 Fáß Vier 8= 16 Kannen - 128 23 10, 2 2 0 iſt no» 4. Pfd, Talg 1,14 Pfd. Talg 2 5, 5, 0 Meſe: 2/Kabinen- Del@der QU n2 gl, 7 Schl. Rocken für Zeugſchmiere) + 134, 2 10. v, u, ſiatt E E 8 1356 1/90; /7, V0 0, 3 ADie feines 1. Die Unterhaltung und dex Avnußtz cines 3.186 TOE-‘pro Aer Feld l, pro Aer beſäctes Feld - 159. 2 2 vw 2 Benkéndorf l; Veneckemdorf- 5s LOTS 8.--, Vevanſchlag, l,- Vevrauſchlagnng, 2 170,= 16, ve 09, und ſolg. iſt dev Abtheilungs- Strich über dew Tauſenden dex Quadrat- Fuße überall weg zu laſſen, 52247 ſtatt 52/2474 < 172% 876 2 leſe:.2758,9 niht 2758, 9 und ſo bei allen folgenden dergl. Zahlen -‘1739, 2 LI,+ ſtatt Nicdrungsboden 1, Niederungsboden » 180, e SiS alu AGES HG LCL VIe s 1864-s rF s ſigtt CLV Te CLV E va uM TN) M ET E a 20 SE\ Es(We Bi) 1 EL\ 125\ NE\ RR EES E M E IR Wi D OME DO nA ) ta puni wei[= E: D A 10,0 0 PO WV Oa m u ApS as 0 u UNA: MPU D AED AES hl mni LA M) 18 auna USE| TR\ Ef un ND= bi]= CO M LE bou aIcoANOonN Or BE — D hi de Er LOA RTS) La LM Maria hl m OUILOIEARIY NDE co harn! OSI Vf> [SJ ta [= So SS u gunos 1 TE C) as D L-L- V u= TE E E E A e 6 SSCL Un 0:0 Y San v S-J 7 Gun a CE-) 2- 0 O vi WD IR ús Ve ſt. pi. Mirti 0 el a OE ed un DBRS unvuSSSo vna noon SEu no WS LTE CA) n u iE = nE Verbeſſerungen. noh l. nah Controlle 1. Controle gezogenen öfonomiſchen l. gezogene öfonomiſche von der übrigen l.von der der úbrigen Grund- ſtú>e und beſonders l, und zwar beſouders bemerfte Ll. Bemerfte angebenen l. angegebenen ſtü> l. ſtücée Schriedſtellen l. Schrindſtellen Tamxatox l. Taxator deren l. deuen l. Claſſew geſtellt, ſo ſteht au< der Werth ſtimmten ll. beſtimmten \eße jedesmal hinter Cntr. eín Komma - Letztere l. Leßterer ſege hinter Octbr. eit Komma die Art l. der Werth nur 6b um s ſo wie 1. ſo wie bey nach dürfte ſeße) ſtatt( ín SRE H ín der Stadt VIE ZV 200 refina uten I. 200 NRuthen 15. Pſd. 3 Thlr. l. 15 Pſd., à 3 Thlr. à 12 ge. l. à 12 Thlr. Ftel, F>stel l. Stel und Stel i größtentheil[.‘gróßtentheils. —- 8—: Ll—:1L—- «73 gr. L1G gr. LO ML, LL. 7.0L. 19 gr. Ll. 18 gr. LA. a LCL NL 5. IZ Schfl. l. 17 Schfl. . 9, fällt, zum 15ten Scern[. 3 mal zu a>ern 2 3 Sch>. einzufahren l. 3 Sch>, Korn einzu- fahren Dreſcherlohu zum 15ten Schfl, ſhüttigen Ll. ſŒeu zur Eiuſgat S. 7$ zwiſchen Zeile 15, Und-- 16 v. 0. iſt zu ſeßeun = 1z7 Schfl. Noten. und zwiſchen Zeile 17 und 18 v. o. =-157 Schfl, Roden. . 14 v, u. ſt. Düngungszuſtand l. Düngungsſtand . o. ſt.£ Sf. Ro>en l. 27 Schſl. Ho>en. -- einfahrig[. eiufährig - na< Sand füge hinzu: mit ſehr wenig Thon x(5— 10 p-. C.) und - ſt am Anfang der Zeile ausgelaſſen: m). Be- merfungen uve i ALLE QUIL, «De E, 2,00 LA eU: RES QU LA a0. ANL Ig IT TE|) uv VID u N) Bt 0 ve u: EE