d —— — ‿᷑— 2 — 8 —— ve bee C mmn See Carne ſen 1 Le e 5 2 „4 7 2 v,l. Suevr 3. An Pl ur Sr rte 4 ℳ, be h ‿esaeer, rrf. n. M,?7 I 7 2rtsr. h ſbfe,e, „, ahtern 2. a , 25 we fe la 8 ſe u 2 Sapf — Flotbeck und deſſen diesjaͤhrige Beſtellung, mit Hinſicht auf die durch dieſelbe beabſichtigten Erfahrungen. —— Ein Wegweiſer fuͤr die landwirthſchaftlichen Beſucher deſſelben mit angehaͤngten Flotbecker Garten⸗Verſuchen im Jahre 1821 —— vom Freyherrn von Voght. 1— Altona, in Commiſſion bei K. T. Buſch, 4822. * —— — .— 3 3 —— * Ge⸗ Untara M Nu 3 K Ne Nt Inhalts⸗Anzeige. . Seite §. 1. Einleitung......„..... 1 §. 2. Beſchreibung des Bodens Einleitung zur Claſſifikation der Felder.. iſte Klaſſe A. Lehmhaltiger Sandd:.. Mineraliſche Beſtandtheile.... Daraus hervorgehende natuͤrliche igenſchaften des Bodenst........... Natuͤrliche Graͤſer......... dits Unkrcuter......... Beſonders gedeihende Fruͤchte....... iſte Klaſſe B., Sandhaltiger Lehm:...... Mineraliſche Beſtandtheile....... Natuͤrliche Beſchaffenheit des Bodens.. Natuͤrliche Graͤſer und Unkraͤuter.... Gedeihende Fraichte... 2te Klaſſe A., der 1ſten Klaſſe A. untergeordnet. Naͤhere Bezeichnung derſelben..... 2te Klaſſe B., der Iſten Klaſſe B. untergeordnet.. Naͤhere Bezeichnung derſelben.. zte Klaſſe, leichter Boden,......... iſte Abtheilung A.: trockner Sandboden:.... Natuͤrliche Eigenſchaften des Bodens.. Natuͤrliche Unkraͤuter... Unterabtheilung 1: Mineraliſche Beſtandtheile des Bodens.. Gedeihende Fruͤchte.. Unterabtheilung 2: Mineraliſche Beſtandtheiie„. Natuͤrliche Unkraͤutter,. 3te Klaſſe, Abtheilung B. Naſſer Sand⸗ u. Moorboden, eiſenſchuͤſſiger Sand u. ſ. w. Natuͤrliche Eigenſchaften des Boden. 10 Na⸗ ³&△ỹ OGO O 8 do eod 00 o 0l oN1ͤA& △ △ O G — O Natuͤrliche Unkraͤutr Gedeihen der Fruͤchhe... §. 3. Beſtellung der Felder:...... Fruͤhere, Rolation.„... 2. e „ Dabei gemachte Bemerkungen.... Darnach veraͤnderte Rotation..... Bearbeitung der Felder nach der alten Rotation. vſte und 2te Klaſſe, Abtheilung A.: nach Hafer zu Kartoffeln...... nach Kartoffeln zu Waitzen...... Lrauf Waitzen zum Klee... nach Klee zu Waitzen... *Snach Klee zu Rapfaat.... nach Waikzen zu Haſer....„. nach Rapſaat zu Waitzen.„..... iſte und 2te Klaſſe, Abtheilung B.: Abweichung in der Vearbeitung zu Kartoffeln. zu Klee.. zu Waitzen.. zu Haſer 3te Klaſſe A. Abweichungen in der Bearbeitung nach Hafer zu Kartoffen nach Kartoffeln zu Hafer 3te Klaſſe B. Wie ſie behandelt wird. Bearbeitung der Felder nach der neuen MNRotation. nach Waiten zu Mengfutter nach Mengfutter zu Rapſaat.. nach Rapſaat zu Kartoffeln.. nach Kartoffeln zu Waitzen. auf Waitzen zum Klee * 9* . 2 Schluß dieſes Paragraphen e Seite 10 10 10 11 11 12 ..„„ 16. 12 ·ℳ-*.. 2 24 2 2 16. nach Kleg zu Waitzen. 9.... 46. 1 — §. 4. Bedünaung der Felder:..... Verſchiedener Duͤnger ** 4 2** 2Q Bei fruͤherer Beduͤngung, durch ſtatiſche Berechnung gemachte Erfahrungen und darnach veraͤnderte Duͤngung.......„.. Behandlung des Stallduͤngers...... Wirkung des unterrayolten Keees.. Duͤnger auf dem Lande der zten Klaſſe bezahlt ſich nichr Vortheile der gruͤnen Beduͤngung nebſt anskkührien Beiſpielen. *. 2* 4⁴ 21 §. 5. Einleitung zur Beßthreibung der Felder an ihrer Beſtellung 1822„„„ ſ or Henlebhfe Verhaͤltniß des Fiotbecker Landmaaßes, Kornmaaßes und Gewichts gegen verſchiedene andere Laͤnder. Suͤder⸗Koppel.. 2.. Woher die Verhältmißzahlen z zur S ſchrmnne der Er⸗ wartung von der Fruchtbarkeit der Felder, u. ſ. w. entſtehen und was ſie zu bedeuten haben... Anleitung zur Berechnung des noͤthigen Grades der Fruchtbarkeit fuͤr verſchiedene Laͤnder, aus den An⸗ gaben in Flotbeck hervorgehend..... Die Banmſchule......... Sammnilung don Graͤſern.„„ Weſiker Koppel........ Düngergrüben.......... Kleine Verſuche auf der Hauswieſe mit 7 fremden Korn⸗ und 17 Kartoffel⸗ Arten, auch mit verſchie⸗ denen Dungmittel... Oſter⸗Koppel...5. .. 9 21 Verdeckte Grüppen........ Groß⸗Flocbecker Koppeln......... Nadelhoͤlzer im Lurup.... Ueber gruͤne Duͤngung und Beweis des Nubens auf Sandland.„ ,O, d e 2 22 Seite Eine Milchwirthſchaft auf dem aͤrmſten Sande 48 Landwirthſchaftliches Inſtitut im Großen Flotbeck.. 48 Norder⸗Koppel...........49 Einiges uͤber den Einfluß der Witreenn auf die Be⸗ ſtellung...... 5358 Verhaͤltniß der Braachfruͤchte zu den gehrenden Saa⸗ ten in dieſem Jahre..... 62 Der Kraftaufwand bei der Bewirthſchaftung Florbecks: Pferde............ 64 und Ochſen I.. 64 nuf. Knechte, Tageloͤhner und deren Lohn..... 65 Dängerpreiſe........... 65 9 Aus der vervollkommneten Cultur entſtandene Vor⸗ theile und Erſparungen. 65 Das Inventarium: Die Dröſchmaſchine....7 Duͤnger;, und Erndtekarren.„. 69 . Pflüge und Haaken......... 69 Uo Eggen.......... 74 Echaͦ Walzen.......... 274 prakti Der Erdbohrer............ 75 Jufmne Das Mullbrelt....... 5 Die Cookſche Drillmaſchine mit Seanſeetm. 75 A Verſchiedene nicht im Gebrauch befindliche Pfluͤge ä 4 und Maſchinen.. 76 dal Verſchiedenes kleines Inventarium...... 77 linen Der Dynamometer......... 55 khu, Abſchied vom reiſenden derouomen..... 757 d Nachſchriſft.... 78 Muſch Alphabetiſches Regiſter uͤber die bei diesjaͤhriger Be⸗ ciors 9 ſtellung Flotbecks beabſichtigten Verſuche 81 rfſan mauches — acſe h häte Flotbeck und deſſen diesjaͤhrige Beſtellung mit Hinſicht auf die durch dieſelbe beabſichtigten Erfahrun⸗ gen; ein Wegweiſer fuͤr die landwirth⸗ ſchaftlichen Beſucher deſſelben. §. I. Unter den zahlreichen Beſuchern Flotbecks, welche die Schoͤnheit der Lage dahin lockt, giebt es auch nicht ſelten praktiſche Landwirthe, welche der Cultur des Landes einige Aufmerkſamkeit ſchenken. Diejenigen unter meinen Leuten, welche im Stande waͤ⸗ ren, nuͤtzliche Begleiter fuͤr dieſe mir ſo ſchaͤtzbare Beſucher Flotbecks zu ſeyn,— ſind zu ſehr beſchaͤftigt, um es zu koͤnnen. Meine Wirthſchaft muͤßte minder gut organiſirt ſeyn, als ſie es wirklich iſt, wenn dies anders waͤre.— Die Fremden gerathen daher nothwendig an unwiſſende Menſchen, die durchaus nicht im Stande ſind, uͤber irgend etwas Rechenſchaft zu geben, und ihnen das, ihrer Auf⸗ merkſamkeit Wuͤrdige, bemerklich zu machen; ihnen oft manches Unwahre aufbuͤrden, und ſie dadurch um alles In⸗ tereſſe bringen, welches die Anſicht meiner Felder fuͤr ſie haͤtte haben koͤnnen. A Die⸗ 2 Dieſes iſt mir um ſo unangenehmer geworden, je naͤher A meine Cultur ihrem Ideal gekommen iſt und je mehr ich eric auf Verſuche geleitet worden bin, die ich freilich fuͤr mei⸗ ää d nen Unterricht beſtimmte, denen ich aber doch die groͤßte ſüſſn Gemeinnuͤtzigkeit zu geben wuͤnſchte. rch Ich glaube alſo etwas, die Fortſchritte der Kunſt Foͤr⸗ C) derndes zu thun, wenn ich dem Freunde der Landwirth⸗ Dorart ſchaft ein Blatt in die Hand gebe, welches ihn uͤber die d n Mittel, die angewandt worden ſind, um das, was er vor ger ſ Augen ſieht, hervorzubringen, unterrichtet,— ihn aufmerk⸗ ſcht ſam auf die Verſuche macht, die auf dieſem und jenem zu ſeh Felde angeſtellt vorden und deren Reſultat er nun ſelbſt fänten. zu beurtheilen im Stande iſt; wobei ich dann auch den Wunſch hege, Rath und Zurechtweiſung zu erhalten, deren 1 Mittheilung ich, es ſey muͤndlich oder ſchriftlich, dankbar idene entgegen nehmen wuͤrde.— ge ch n Ich weiß freilich wohl, daß meine Wirthſchaft fuͤr nie— finkn manden eine Muſterwirthſchaft werden kann(wenn es uͤber— 1 haupt ſo etwas gaͤbe), weil ſie durch die Naͤhe des Stro⸗ N' mes, die Nahe zweier Staͤdte, die Leichtigkeit des Traus⸗ un ge ports, des Duͤngers ſowohl als der Producte, eine ganz lice eigene und ſelten zutreffende Localitaͤt hat. di d Raitch Das hindert indeſſen nicht, daß meine Verſuche mit verſchiedenen Dungmitteln, verſchiedener Varietaͤt der Korn⸗ d Arten, uͤber eine fruͤhe oder ſpaͤte Saatzeit, dicke oder un N duͤnne Ausſaat, uͤber die Wirkung der Fruchtfolge, uͤber andn die Wirkung beſonderer Ackerwerkzeuge, uͤber das Verhaͤlt⸗ a dim niß einer ſorgfaͤltigen Beſtellung zu einer reichen Erndte ilh nicht zu Reſultaten fuͤhren koͤnnten, welche uͤber den Nu⸗ uan tzen oder den Schaden anderweitiger Anwendung dieſer 7 SAuhft Methoden aufklaͤren wuͤrden. A Da nijung — 3 Da die Central⸗Adminiſtration der Schlesw. Holſt. pa⸗ triotiſchen Geſellſchaft ihre Meinung uͤber die Gemeinnuͤtzig⸗ keit der Beſchreibung lokaler Wirthſchaften wiederholt ge⸗ aͤuſſert hat, ſo glaube ich denn auch, durch die Bekannt⸗ machung der meinigen ihrer Abſicht zu entſprechen. Ehe ich weiter gehe, muß ich ein paar Worte uͤber ein Vorurtheil ſagen, welches ich zuweilen habe aͤußern hoͤren, daß naͤmlich auf eine Wirthſchaft, die ſich ſo vielen Duͤn— ger ſchaffen kann, als ſie nur will, um ſo weniger Ruͤck⸗ ſicht zu nehmen ſey, da eine Wirthſchaft, um ſelbſtſtaͤndig zu ſeyn, den ihr noͤthigen Duͤnger ſich ſelbſt muͤſſe ſchaffen koͤnnen. Letzteres iſt durchaus wahr und ich bin davon ſo ſehr uͤberzeugt, daß ich aͤngſtlich dafuͤr ſorge, daß meine Saat⸗ folge ſo ſey, daß ich reichlich Duͤnger haben wuͤrde, wenn ich mein gruͤnes Futter, ſtatt es zu verkaufen, zur Stall⸗ futterung verwendete. In dem richtigen Verhaͤltniſſe der gruͤnen Futterung zum Kornbau liegt, meiner Meinung nach, nicht allein die Urſache des hoͤchſten Ertrags, ſondern auch das Mittel, bei dieſem Ertrag, den Boden in demſelben Grade des Reichthums zu erhalten.— Die Haͤlfte meines Ackerlandes iſt Braachfrucht, Klee und Mengkorn und wer beides Letztere bei mir geſehen hat, wird nicht daran zweifeln, daß ich mehr als die 1100 Fu⸗ der Duͤnger, die ich jaͤhrlich brauche und von denen ich nur 250 ſelbſt erzeuge, aus eignen Mitteln haben wuͤrde, wenn ich meinen Klee, mein Mengkorn und einen Theil meiner Braachfruͤchte auf dem Stall verfutterte. Man wird in der Folge ſehen, in wie ferne meine Be⸗ muͤhungen zu gelingen ſcheinen, untergepfluͤgte gruͤne Saat A2 auf 4 auf Sandland dem, wenn auch ſelbſt erzeugten, immer theuren animaliſchen Duͤnger, zu ſubſtituiren und dadurch die Erhaltung der beſtehenden Fruchtbarkeit des Ackers wohlfeiler zu machen. Vielleicht wird man auch finden, daß auf Lehmboden die ſorgfaͤltigere Bearbeitung des Bo⸗ dens dieſelbe Wirkung haben koͤnne, ohne jedoch die zweck— maͤßige Beduͤngung uͤberfluͤſſig zu machen.— G. 2. Wenig wuͤrde dem Beſucher meiner Felder ihre Anſicht nuͤtzen, wenn er nicht von ihrer Natur und Beſchaffenheit genng unterrichtet waͤre, um beurtheilen zu koͤnnen, in wie ferne die Beſtellung und Beduͤngung Verdienſt um ihren Ertrag haben; in wie ferne beides zweckmaͤßig geweſen ſey oder nicht. Die Beſchreibung des Bodens muß alſo hier voran gehen. Als ich im Jahr 1814 zuerſt verſuchte, ob es mir moͤglich ſey, ein Verhaͤltniß der Fruchtbarkeit meiner Fel⸗ der zu ihrem Ertrag aufzufinden und dieſes in Zahlen aus⸗ zudruͤcken, befand ich mich in der Nothwendigkeit, meine aus 50 bis 60 kleinen Koppeln beſtehenden, ſich aͤuſſerſt un⸗ gleichen Felder, zu klaſſificiren, um etwas fuͤr die zu jeder beſondern Kategorie gehoͤrigen Felder allgemein Guͤltiges, feſtſetzen zu koͤnnen. Nachdem naͤmlich eine nahgelegene Pachtung, die nur Sandboden hat, mit zu meiner Bewirthſchaftung gezogen worden, hatte ich ſehr verſchiedenartige Felder zu bebauen; vom bindendſten Lehm bis zum leichteſten Sand, von im⸗ mer naſſem bis zu immer trocknem Lande— wenn auch nun in jeder Art nur die fuͤr ſie paſſende Frucht gebauet ward, ſo ſtand der Ertrag doch noch immer in einem be⸗ ſondern Verhaͤltniß, theils zu den chemiſchen und phyſiſchen Eigenſchaften des Bodens, ſo wie ſolche durch die laͤngere oder kuͤrzere Dauer und Art der Cultur veraͤndert oder ent⸗ ttte neh 1 ſche üügle berſh dc Aber Lult ded noch tebe ( lche ger ſeit 1 8 Vin dikei 1 helel und b Derſch umer durch cers, inden, Vo⸗ lweck⸗ nſicht enheit wie ihren ſey oran mir Fel⸗ aus⸗ neine t un⸗ jeder iges, uur zogen zuen; in⸗ auch auet be⸗ ſchen ngere oder ent⸗ 5 — entwickelt worden ſind,*) theils zu der Quantitaͤt der mehr oder minder zerſetzten organiſchen Nahrungsſtoffe der Pflanzen in demſelben.— Meine ſchweren Felder haben alle einen undurchdring— lichen Lehm zur Unterlage und ſind daher naß und kalt, obgleich durch immer fortgeſetztes Ebnen und den ihnen verſchafften Fall, von allem Oberwaſſer entledigt; ſo wie durch verdeckte Abzuͤge von allem Unterwaſſer befreiet. Aber auch jene phyſiſche Beſchaffenheit iſt durch laͤngere Cultur und nachhaltiges tiefes Pfluͤgen auf den mehrſten Feldern gar ſehr gemildert, auf andern iſt ihre Wirkung noch unbezwinglich. Ich habe mich alſo bewogen gefunden, was meine aͤl⸗ tere Pachtung betrifft, zwei Klaſſen anzunehmen. In die Erſte gehoͤren die Felder, in welchen die natuͤr⸗ liche Beſchaffenheit durch zweckmaͤßigere und vorzuͤglich län— gere Cultur ſehr verbeſſert worden iſt. In die zweite Klaſſe die Felder, die noch mehr die Roh⸗ heit ihres urſpruͤnglichen Zuſtandes haben. Die Unterabtheilungen jeder Klaſſe beziehen ſich auf Waͤrme und Lockerheit im Gegenſatz von Kaͤlte und Bin⸗ digkeit des in demſelben Culturzuſtande befindlichen Bodens. A. enthaͤlt die Felder der Erſten, B. die Felder der zweiten Art. Die dritte Klaſſe enthaͤlt alle die leichten Felder meiner neuen Pachtung, nur ſeit 2 Jahren in meinen Haͤnden und voͤllig verwirthſchaftet, da ich ſie erhielt, alſo ohne Verſchiedenheit des Culturzuſtandes.— Die *) Um moͤglichen Mißverſtaͤndniſſen vorzubeugen, bemerke ich, daß ich unter chemiſchen Eigenſchaften des Bodens die Wirkung ſeiner mineraliſchen Beſtandtheile mit aller ihrer Wechſel-⸗Anziehungskraft, unter phyſiſchen Eigenſchaften die Textur des Bodens im weiteßen Sinn des Worts verſtehe. 6 Die Unterabtheilung A. enthaͤlt die trockenen, B. die naßliegenden Felder. Zur naͤhern Bezeichnung diene Folgendes: Erſte Klaſſe A., lehmhaltiger Sand, hat im Durch⸗ ſchnitt 10 bis 14 pCt. abſchwemmbaren Thon, 50— 70* groben, 15— 25 ¹ feinen, nur durch Kochen zu ſondern⸗ den Sand, 6— 7* Humus und nur etwa 2 pCt. Kalch⸗Erde.*) Durch lange Cultur,(5o und mehrerer Jahre) iſt die⸗ ſer Boden gemiſcht, milde und muͤrbe geworden und enthaͤlt viele unzerſetzte organiſche Theile. Ackerkrume 10 bis 12 Zoll:(iſt 1822 auf 15 Zoll gebracht). Lehmigte Unterlage, die nur an dem untern Theil des Abhanges der Felder Waſſerſteifigkeit**) bewirken zu koͤnnen, hoch genug liegt; leicht erwaͤrmter Boden, mittlere Retentionskraft fuͤr Waſſer; dennoch fuͤr Cerealien in trocknen Jahren frucht⸗ barer als in naſſen;— fuͤr Braachfruͤchte ſind naſſe Jahre vortheilhafter;— die aufgepfluͤgte Erde laͤßt ſich, den un⸗ tern Theil der Felder ausgenommen, durch Egge und Walze leicht zerkruͤmeln, begraſet ſich ſehr leicht, traͤgt dann meh— rere Arten von Viehgras, Poa; Honiggras, Holcus lana- tus; *) Ich habe mich blos an den abſchwemmbaren Thon gehal⸗ ten— das iſt leichter auszumachen, als der Gehalt an rei— ner Alaun⸗Erde, woran dem Landmann wenig liegen kann. Sehr wichtig aber iſt mir das Verhaͤltniß des feinen Sandes geweſen, auf den und auf deſſen Verbindung mit dem Thon die Waſſerhaltigkeit und vielleicht noch manche andere Eigenſchaft des Bodens, auf allen Fall ein großer Theil ſeiner Fruchtbarkeit beruht.(Siehe daruͤber„Davy Elemente der Agricultur⸗Chemie“ und„Dr. Buͤrger Lehr⸗ buch der Landwirthſchaft.“) **) Heißt bei uns die Cohaeſion des viel Waſſer verſchlucken⸗ den Bodens., dern⸗ die⸗ und e 10 nigte 5 der genug ſt fuͤr rucht, Jahre un⸗ Valze meh⸗ lana- tus; gehal⸗ rei⸗ kann. inen mit anche roßer Dauy Lehl⸗ ken⸗ — 7 tus; Wieſenfuchsſchwanz, Alopecurus pratensis; aber auch Queck, Triticum repens und das ſo gefaͤhrliche Rankel⸗ gras, Agrostis stolonifera.— Acker⸗Diſtel, Serratula ar- vensis; Melde, Chenopodium; wilder Senf, Synapis ar- vensis; Ackerrettig, Raphanus raphanistrum; Tanneſſel, Ga⸗ leopsis tetrahit; Huͤhnerſchwarm, Alsine media; Gauchheil, Anagallis arvensis; Vogel⸗Wicke, Vicia eracca; Klebkraut, Galium aparine; Wegetritt, Polygonum aviculare; Sau⸗ diſtel, Sonchus; aͤchte Kamille, matricaria camomilla; Officineller Hederich, Erysimum officinale; Feld⸗Hederich, Erysimum arvense; Gaͤnſerich, Potentilla anserina; Loͤwen⸗ zahn, Leontodon taraxacum; Rapunzel, Valeriana locusta; Feldmohn, Papaver rhoeas; Saatmohn, Papaver dubium; Hirtentaſche, Thlaspi bursa pastoris; gemeiner Rainkohl, Lapsana ecommunis; Gartentaubenneſſel, Lamium rubrum; weiches Geranium, Geranium molle; Erdrauch, Fumaria officinalis;— ſind die natuͤrlichen Unkraͤuter.— Vorzuͤg⸗ lich geeignet zum Kohl, zu Kartoffeln, Rapſaat, Klee,— gut fuͤr Waitzen nach Braachfrucht, beſſer noch nach Klee— jener in der 2ten, dieſer in der aten Saat; fuͤr Hafer in der 5ten und 6ten Saat; nicht ſo gut fuͤr Gerſte. Erſte Klaſſe B. Sandhaltiger Lehm: 22 bis 26 pCt. Thon, 45— 56 ¹ groben Sand, 10— 20 ⸗ feinen Sand, 6— 7* Humus, 2—— Kalch, ſelbſt einige Kalchtheile mehr, beſonders auf dem untern Theil der Felder enthaltend, wo die Unterlage mergelartig iſt.— Iſt nicht ſo lange in Cultur wie A., hat aber ſeit 20 Jahren durch ſorgfaͤltige Behandlung viel von ſeiner natuͤrlichen Kaͤlte und Bindigkeit verloren: enthaͤlt etwas minder Humus und viel minder organiſche Theile als A. Ackere 8 Ackerkrume 8 bis 10 Zoll,(iſt 1822 auf 15 Zoll gebracht) 1 haͤlt Waſſer ſehr lange; iſt ſchnell durchnaͤßt und wird durch 3 Sonnenwaͤrme faſt zu Stein erhaͤrtet: dann nur durch die Stachelwalze zu zerkruͤmeln— begraſet ſich noch leichter und ſchneller mit denſelben Graͤſern als A., hat dieſelben 9- Unkraͤuter, wozu noch Kannenkraut, Equisetum arvense; kriechender Hahnenfuß, Ranuneulus repens; Schaͤdlicher ter Hahnenfuß, Ranunculus sceleratus; blauer Augentroſt, Myosotis scorpioides und arvensis; wilder Senf, Sinapis er arvensis; kletternder Knoͤterich, Polygonum scandens; Fe rankender Buchwaitzen, Polygonum convolvolus; Ungari⸗ 1w ſche Wicke, Vicia panonica; Grindwurzel, Rumex sangui- i8; nea; Klette, Arctium lappa; und der große Sauer⸗ h ampfer, Rumex acetosa kommen, giebt in trocknen Jahren 1 gee treffliche Erndten, vorzugsweiſe vor A., an Waitzen, Boh⸗ Du nen, Klee; minder fuͤr Rapſaat; unſicher fuͤr Kartoffeln; 1 trefflicher Hafer in der 5ten und öten Saat; untauglich zrd fuͤr Gerſte.— r tn Zweite Klaſſe A. an natuͤrlicher Fruchtbarkeit wenig b von der Erſten Klaſſe A. verſchieden, aber untergeordnet in Miſchung und Zerkruͤmelung der mineraliſchen, ſo wie in der Menge der durch Cultur erlangten, organiſchen Theile, hat daher einige Procente minder Humus, traͤgt dieſelbe Frucht mit etwas minderem Ertrag: auf den min⸗ deſt lehmigten Feldern Erbſen in Zeilen, die auf den Fel⸗ et dern der Erſten Klaſſe nicht gedeihen, weil ſie zu lange nur Stengel ſchießen und unaufhoͤrlich bluͤhen; iſt ungleicharli⸗ bod ger auf verſchiedenen Stellen deſſelben Feldes— 7 bis 12 fen Zoll Ackerkrume(iſt 1822 auf 15 Zoll gebracht). Zweite Klaſſe B. in aͤhnlichem Verhaͤltniße zur Er⸗ 3 d ſten Klaſſe B.;— roher, ſteifer;— trockner Jahre noch 4 G mehr beduͤrftig; ſchwerer zu bearbeiten; gut fuͤr Kohl, Wai⸗ An tzen, Bohnen, Hafer: gar unſicher fuͤr Kartoffeln und Dee Rap⸗— 9 Rapſaat, die in naſſen Jahren ſehr leiden. Krume 6 bis 8 Zoll.(Iſt 1822 auf 12 Zoll gebracht.) Dritte Klaſſe, leichter Boden; vernachlaͤſſigt;— gar wenig Reichthum;— zerfaͤllt in zwei Abtheilungen: A. trockner Sandboden; verarmt; tief wegliegende Un⸗ terlage von Lehm, dann 2 bis 10 Fuß ſtark,— 3 bis 6 Zoll Ackerkrume— ohne Retentionskraft fuͤr Waſſer; er⸗ fordert wenig Arbeit, nur viel Sorge fuͤr Erhaltung der Feuchtigkeit.— Queck, Triticum repens; Ackerrettig, Raphanus raphanistrum; Acker⸗Kamillen, Anthemis arven- sis; kleiner Sauerampfer, Rumex acetosella; Vogelknoͤte⸗ rich oder Wegetritt, Polygonum ariculare; jaͤhrlicher Knaul, Sceleranthus annuus; Feldvergißmeinnicht, Myosotis Lap- pula und Apula; Hungerbluͤmchen, Draba verna; Schaf— garbe, Achillea millefolium; wilder Spoͤrgel, Spergula arvensis und Pentandra ſind die hauptſaͤchlichſten Unkraͤu⸗ ter.— Er zerfaͤllt in zwei Unterabtheilungen; Erſte Unterabtheilung mit einer geringen Miſchung von Thon⸗Erde, etwa 9 bis 10 pCt. Thon, 76— 82 ⸗ groben Sand, 6—— z feinen Sand, 1— 2*¹ Kalch, 3 ½— 5 Humus, enthaltend— 6 Zoll Ackerkrume; die lehmigte Unterlage nur 2 bis 3 Fuß unter der Oberflaͤche— guter Kartoffel⸗ boden in naſſen Jahren: in trocknen Jahren bleiben ſie klein— eigentlicher, ſicherer Rockenboden; minder tauglich fuͤr Hafer; gut fuͤr Erbſen, Buchwaitzen; Klee, der nur bei regnigter Witterung aufgeht, bleibt niedrig, aber der Saame reift, welches in den Feldern der beiden Erſten Klaſſen ſelten der Fall iſt;— vertraͤgt wenig Duͤnger; verlangt ihn oft und bezahlt ihn ſelten. 2te 10 ate Unterabtheilung noch weniger Thon⸗Erde, etwa 7 bis 9 pCt. Thon, 82— 86 ⸗ nicht ſehr groben Sand, 6—— feinen Sand, 2— 3 ⸗ Humus, keine Spur von Kalch— 3 Zoll Ackerkrume; auf 6 bis 10 Fuß tiefer Sand, kaum irgend ein Unkraut tragend, oder klein und kruͤplicht; ein⸗ halmiger Queck, wilder Spoͤrgel,— Buchwaitzen und Ro⸗ cken wachſen aͤrmlich, Kartoffeln bleiben klein, vertrocknen bei der Duͤrre— ertraͤgt nur Kuh- und Plaggen-Duͤnger und bezahit ihn nie. B. naſſer Sand und Moorboden, eiſenſchuͤſſiger Sand, feſt gewordener Sand, auch Adern von todtem, eiſenſchuͤſſi⸗ gen Lehm— kalt, ſauer und kraftlos, dieſer großen Ver⸗ ſchiedenheit auf verſchiedenen Stellen wegen, keiner chemi⸗ ſchen Unterſuchung werth noch faͤhig— ungemein gras⸗ wuͤchſig;— Ackerrettig, wilde Kamillen, Sauerampfer, ſind die natuͤrlichen Unkraͤuter; zu keiner Winterſaat und auf keine Weiſe zu Kartoffeln oder Rapſaat tanglich; gut fuͤr Bohnen, Klee, Hafer, vertraͤgt viel Duͤnger und be⸗ zahlt ihn ſelbſt in trocknen Jahren aͤrmlich. §. 3. Der Ertrag der Felder wird zwar zuerſt durch die na⸗ tuͤrliche Beſchaffenheit des Bodens, dann aber durch die Art, wie derſelbe beſtellt worden, bedingt.— Es wird da⸗ her nothwendig, hier anzufuͤhren, in welcher Fruchtfolge die Felder, deren Ertrag vor Augen ſteht, beſtellt, auf welche Weiſe ſie bearbeitet worden ſind. Sollte bei beſondern Fel⸗ dern durch die Umſtaͤnde darin etwas veraͤndert worden ſeyn, ſo wird es bei der Beſchreibung der Felder ſelbſt an⸗ ezzigt werden. Mei⸗ — dum ein⸗ Ro; enen ger nd, iſſe⸗ er: emi⸗ ras/ fer, und gut be⸗ 11 Meine Rotation war bis vor 4 Jahren: 1) geduͤngte Kartoffeln, davon ward 2) Winter⸗Waitzen, was vor den Lſten Novb. in die Erde kommen konnte; das uͤbrige Sommer⸗Wai⸗ tzen. Beides mit Klee. 2) Klee. 4) Nach dem Erſten Klee-Schnitt: fuͤr die Hälfte= fuͤr die Haͤlfte halbe Braache= Waitzen 5) geduͤngte Rapſaat= 5) Hafer oder Wicket 6) Waitzen.— Auf ei⸗= 6) Hafer. nigen Feldern Kartof⸗ fel⸗Hafer. So wie meine Felder fruchtbarer wurden, fand ich, daß Eine Duͤngung(ſtaͤrker zwar als eine der vorigen, aber minder ſtark als beide) in 6 Jahren bei dieſer Rota— tion zureichen wuͤrde, daß nur die Rapſaat dieſe ſtarke friſche Beduͤngung ertragen konnte und daß ich mir da— durch einen hoͤhern Ertrag ſicherte. Ich ließ alſo die Kar⸗ toffel auf die Rapſaat folgen. Ich fand, daß der ejaͤhrige Klee zu viel Queckgras auf⸗ kommen ließ, welches noch lange nachher, meiner reinigen⸗ den Rotation ungeachtet, das Land verunreinigte; daß, wenn ich es mit allen, wie ich es ſchon vorher mit einigen meiner Felder machte und den Einjaͤhrigen Klee zu Waitzen rayolte, ich eine treffliche, dem geduͤngten Waitzen gleiche Erndte erhielt: daß, wenn ich den Duͤnger fruͤh genug im Herbſt auf die rayolte Hafer- oder Waitzenſtoppel bringen konnte, ich im Fruͤhjahr Mengfutter ſaͤen konnte, deſſen hoͤ⸗ herer Ertrag mich fuͤr die Koſten und den Verluſt des Er⸗ ſten Schnitts des zweijaͤhrigen Klees reichlich entſchaͤdigte und daß der Boden mit Einer Pflugart alle, ſelbſt fuͤr die Rapſaat noͤthige Zubereitung erhielt. Ich 12 Ich veraͤnderte alſo meine Rotation folgendergeſtalt: 1) Stark geduͤngtes Mengfutter in rayolter Ha⸗ fer⸗ oder Waitzenſtoppel, 2) Rapſaat, 3) Kartoffeln, 4) Waitzen, 5) Klee, 6) Waitzen, Ich fing damit vor 4 Jahren an, und werde im naͤch⸗ ſten Jahre damit fertig ſeyn. Meine Art der Bearbeitung war die Folgende: In der erſten und zweiten Klaſſe, Unterab⸗ theilung A. I. nach der Haferſtoppel zu Kartoffeln. 1) mit einem 2ſpaͤnnigen und einem dahinter folgenden 4aſpaͤnnigen Ochſenpflug 12 bis 1s Zoll tief pfluͤgen, dann Duͤnger auffahren, wozu der Compoſt waͤhrend des Sommers auf demſelben Felde gemacht worden iſt. 2) den Duͤnger, nachdem er ſo lange wie moͤglich gele⸗ gen, kurz vor dem Froſt flach einpfluͤgen, dem Felde Braach⸗ und Abzugs⸗Graͤben geben wie einer Win⸗ terſaat. 3) eggen— 10 bis 12 Zoll tief queer pfluͤgen, eggen, walzen,— 4) Kartoffeln einpfluͤgen— nach 3 Wochen: eggen, wal⸗ zen, eggen, 5, 6 u. 7) durchpfluͤgen, 8) Haͤuffen mit dem Pfluge.— II. nach den Kartoffeln zu Waitzen. Die Kartoffeln werden durch Frauen und Kinder aus dem nahgelegenen Fiſcherdorf in Accord fuͤr 3 bis 4 ſs fuͤr Einen Korb von Brutto 230 tb ausgenommen. Das Kraut wird 22 v. da T t — 13 wird ſofort mit den großen Erndte⸗Karren abgekarrt: gleich hinter dem Ausnehmen wird geeggt, tief gepfluͤgt, geeggt, gewalzt, die Saat untergepfluͤgt oder in Zeilen ge— ſaͤet; geeggt, gewalzt und ſofort aufgeeggt. III. zum Klee wird der Waitzen im Fruͤhjahr gewalzt, ſtark geeggt; der Klee hinter der Egge geſaͤet,*) ſofort ge— walzt und mit der kleinen Egge aufgeeggt.— IV. zum Waitzen wird das Kleefeld mit 2 Pfluͤgen wie oben tief untergebracht(wir nennen es rayolen) und die abgeſchaͤlte Narbe in die Furche feſt eingetreten, geeggt, gewalzt, die Saat eingepfluͤgt und geeggt. V. und VI. zum Hafer: Eine Furche im Herbſt, Eine im Fruͤhjahr und untergepfluͤgt, geeggt, gewalzt, geeggt, oder auch in Zeilen geſaͤet. IV. In der groͤßern Haͤlfte der Kleeſtoppel kam im aten Jahre Rapſaat,— ſie ward 1) nach dem Erſten Schnitt ſofort wie oben rayolt, Duͤnger aufgefahren. 2) flach untergepfluͤgt, geeggt, gewalzt. 3) wiederum flach gepfluͤgt, geeggt, gewalzt. V. 4) Rapſaat in Zeilen mit der Cookſchen Maſchine geſaͤet, 2 mal im Herbſt, 2 mal im Fruͤhjahr durchgepfluͤgt. VI. zum Waitzen nach der Rapſaat Einmal flach ge⸗ pfluͤgt, geeggt, gewalzt.— 2) tief gepfluͤgt, geeggt, gewalzt, 3) Waitzen eingepfluͤgt oder in Zeilen geſaͤet.— In *) Bei mir kommt ſehr viel auf das Gelingen der Kleeſaat an, daher wird der Waitzen ſtark geeggt, nachdem die Walze die Erdklumpen, die der Froſt uͤbrig ließ, oder welche die zerſtuͤckelte Winterkruſte hervorbringt, pulveriſirt hat; Alles liegt daran, daß der Klee in lockere Erde komme, daher ge⸗ hen die Frauen(beſonders in der Unterabtheilung B.) der Egge nach, um, wo ungeruͤhrte Erde ſich finden ſollte, die Sagt einzuharken.— 14 In der erſten und zweiten Klaſſe, Unterab⸗ theilung B. Zu Kartoffeln wird zwiſchen 2 und 3 das Feld in b be hohe zuſammen gepfluͤgte Furchen gelegt, ſo daß zwiſchen den zuſammen gepfluͤgten Furchen ſich eine tiefe Waſſer⸗ 3 furche bildet, die durch den großen Pflug mit 2 Streichbret⸗ V ſi tern, ehe der Froſt eintritt, gereinigt wird, ſo daß alles. Fruͤhjahrwaſſer abziehen kann und die hochſtehende Furche b 1 im lehmigten Boden getrocknet und im Winter durchgefro⸗ d ren ſey. Dieſe wird dann niedergeeggt und das Feld tief ne queer gepfluͤgt, geeggt, mit der Stachelpflanze ge⸗ däſ walzt, u. ſ. w. 6 Die Kartoffeln werden, ehe ſie aufkommen, mindeſtens b dii 2 mal geeggt, bei ſehr trockner Witterung gewalzt, auch n wohl dazwiſchen mit dem Kultivator durchgezogen. Sie werden dreimal und jedesmal doppelt durchgepfluͤgt. hi Das Bereiten des Landes zur Kleeſaat erfordert hier n mehr eggen und walzen als in aA. 1 Ad IV. wird zum Waitzen auch nach dem Rayolen flach gepfluͤgt. Ad V. zum Hafer 2 Furchen im Herbſt; Eine im Fruͤhjahr. 2) In der dritten Klaſſe A. wird ſo wenig als moͤglich gepfluͤgt, die Winterfeuchtigkeit ſo viel als moͤglich erhalten 9 und der Wachsthum aller Kraͤuter, deren Vertilgung in den beiden Erſten Klaſſen ein Hauptzweck iſt, ſo viel moͤglich bis zur Bluͤthe befoͤrdert.—*) b 4 Zu V *) Die Fruchtfolge war hier: geduͤngte Kartoffeln, Hafer mit Klee, Rocken,— Hafer. Ich werde ſernerhin anzeigen, wie ich dieſe Fruchtfolge, die auf dieſem elenden Boden den Duͤnger nicht bezahlt, veraͤndert und— Letzterem das Unterpfluͤgen gruͤner Saaten nicht ohne Erfolg„) ſubſtituirt habe. nd G 15 Zu Kartoffeln wird die Haferſtoppel ſofort mit Rapſaat, Wicken und Spoͤrgel beſaͤet, die vor Winter un⸗ tergepfluͤgt werden mit dem, wenn nur irgend moͤglich, dann ſchon aufgefahrnen Duͤnger. Im Fruͤhjahr wird Ein⸗ mal queer gepfluͤgt und tief; und Mitte April die Kartof⸗ feln untergepfluͤgt. Zum darauf folgenden Hafer Eine Furche im Herbſt ſo ſpaͤt wie moͤglich gegeben; Eine im fruͤhen Fruͤhjahr.*) Der Hafer wird untergepfluͤgt, geeggt und nach 3 Wochen wiederum geeggt; der Klee eingewalzt, dieſer im Herbſt einfurchig mit Rocken beſaͤet. Die zte Klaſſe, Unterabtheilung B. wird gleich⸗ falls vor Winter in hohe Furchen gelegt, uͤbrigens wie die Unterabtheilung A. der Erſten Klaſſe behandelt. Seitdem ich meine Rotation mit der Rapſaat anfange, wird die Bearbeitung im Allgemeinen dahin veraͤndert wer⸗ den und iſt es zum Theil ſchon 1) nach der Waitzenſtoppel wird ſofort rayolt und 3 Himt Rocken per Morgen geſaͤet, dieſer kurz vor Win⸗ ter untergepfluͤgt und die Flaͤche mit Duͤnger befahren. 2) im Fruͤhjahr geeggt, das Mengfutter auf den Duͤn⸗ ger geſaͤet und flach untergepfluͤgt. 3) nach dem Erſten Schnitte laͤßt man die Stoppel ſo lange wie moͤglich wachſen, pfluͤgt ſie 6 Zollagief un⸗ ter und ſaͤet die Rapſaat in Zeilen. 4) nach der Rapſaat wird ſehr flach gepfluͤgt— 1 ½ Himt Rocken geſaͤet und ſehr ſcharf geeggt. Mit dem Ro— cken laͤuft dann alle ausgefallene Rapſaat auf— dieſe gruͤne Decke wird beweidet oder gemaͤht und iſt den⸗ noch im Fruͤhjahr wiederum ſehr ſtark. 5) wird ſie kurz vor dem Pflanzen niedergewalzt, mit zwei einander folgenden Pfluͤgen 8 Zoll tief eingepfluͤgt, ge⸗ *) Iſt das Land rein, kann auch dieſe unterbleiben.— A— 16 geeggt, gewalzt und die Kartoffeln eingepfluͤgt.— tien; Milder, zerkruͤmelter, reiner, mehr im Zuſtand feuch— in he ter Waͤrme, laͤßt ſich(wenn die Rapſaat-Erndte gut Qnter war) kein Boden denken. mee 6) Nach den Fruͤhkartoffeln wird 3 Himt Hafer geſaͤet. ui Die Erfahrung des vorigen Jahres hat gelehrt, daß b V 1 man drei Wochen vor dem Saͤen den Hafer mindeſt b dden 6 Zoll tief unterpfluͤgen und walzen muͤſſe, damit zur V lsshet Saatzeit das Land voͤllig gelagert ſey.— ber! Nach den Spaͤtkartoffeln wird das Land wie II. be⸗ nmid ſtellt. In dieſem Herbſt wird indeſſen der Verſuch gemacht b V beliche werden, ob es thunlich iſt, die Schwierigkeiten zu beſiegen, 1 d welche ſich dem ſchnellen Unterpfluͤgen des friſchen Kartof⸗ 1 nunn felkrauts entgegen ſtellen. ſh Vorige Erfahrungen haben mich belehrt, daß dies we⸗ wha nigſtens auf 2 Fuder Duͤnger zu rechnen iſt.— fern Das uͤbrige bleibt wie zuvor. ſi Mein Land wird durch dieſe Beſtellung ſtets in einem V reinen milden Zuſtande, ich moͤchte ſagen, lebendig er⸗ b halten. Ich erſpare mehrere Pflugarten und auf jedes Feld V J waͤhrend der Rotation bis jetzt 6 Fuder Duͤnger, und ded wenn mich nicht alles truͤgt, ſo werde ich bald ſtatt 20 Fu⸗ dede der Duͤnger pr. Morgen, die im Durchſchuitt jedes Feld waͤhrend der 6 Jahre erhielt, mit 10 Fuder Duͤnger aus⸗ Frna reichen koͤnnen. Fuu Daß zu einer Beſtellung dieſer Art, beſonders wenn V yflegt ſie mit Ruͤckſicht auf haͤufige, jaͤhrlich dabei ſich ergebende ud d Verſuche betrieben wird, gar viel Akkurateſſe gehoͤrt, ge⸗ Nexge ſtehe ich. Auch wuͤrde ich, da mein Alter und meine Ver⸗ V 1 haͤltniſſe es mir nicht mehr erlauben, mich perſoͤnlich mit 1 der Ausfuͤhrung zu beſchaͤftigen, dieſe Akkurateſſe ſchwerlich verbuͤrgen koͤnnen, wenn ich an meinem aufmerkſamen thaͤ⸗ nnde Ii⸗ ügt.— d ſauch dte gut geſatt. t, daß nindeſt nit zur II. be⸗ macht ſegen, artof⸗ 8 we⸗ einem g er⸗ Feld und 20 Fu⸗ 3 Feld r aus⸗ wenn ebende t, ge⸗ Ver⸗ h wit werlich en thi⸗ ti⸗ A— 17 tigen Verwalter Herrn Janſſen nicht einen treuen Gehuͤl⸗ fen haͤtte, der nun ſchon ſeit mehreren Jahren mit großem Intereſſe fuͤr das Fortſchreiten der Bewirthſchaftung bei mir arbeitet und dem ich die Realiſirung meiner Entwuͤrfe ruhig anvertrauen kann. Daß dieſe Anſichten bei mir nicht nur entſtanden ſind, ſondern daß ich ſicher in ihrer Befolgung geworden und bisher gluͤcklich geweſen bin, verdanke ich dem Nachdenken uͤber die Grundſaͤtze der ſo ſehr verſchrieenen, oft wahrlich, mit der Wuͤrde, in welche die Unkunde ſich ſo gerne huͤllt, belaͤchelten Statik. Dies muß und darf ich hier ſagen. Mehreres wird man mir dann auch nicht zumuthen. Der Veteran darf ſich dem Kampf entziehen, und leider kommt es da, wo ruhige, unbefangene Diskuſſion ſtatt finden ſollte, unter un⸗ ſern Agronomen nur zu oft zu einem unziemlichen Kampf. Vestigia terrent! §. 4. Wenn die Art des Bodens, die Saatfolge und die Bearbeitung beſchrieben iſt, ſo bleibt nur noch die Beduͤngung zu beſtimmen. Ehe ich mit meinen Erfahrungen uͤber den Stand der Fruchtbarkeit meiner Felder und dem, zum Gelingen jeder Fruchtart erforderlichen Grad derſelben aufs Reine war, pflegte ich ohne Unterſchied der Haferſtoppel zu Kartoffeln und der Kleeſtoppel zu Rapſaat— 10 Fuder Duͤnger per Morgen aus Hamburgiſchem Haus, und Gaſſenduͤnger, aus Stallduͤnger, aus dazwiſchen gelegten Plaggen beſtehend und etwa 4500 bis 5000 1b pr. Fuder wiegend, zu geben. B Seit⸗ A A, 18 Seitdem ſuche ich gerade ſo viel Duͤnger zu geben, als aale noͤthig iſt, um die Kartoffelfelder zu 650 a 7500, die ſche Rapſaatfelder auf 800 bis 10000°(wo nur immer moͤglich) Vnd zu bringen. Aah net Ich fand gerade dadurch, daß ich den Kartoffeln zu viel, der Rapſaat zu wenig Duͤnger gegeben hatte. 4 Jene erhielt nun gewoͤhnlich 6 bis 8, dieſe 12 bis 14 Sel Fuder Duͤnger.— und. Seitdem ſchießen meine Kartoffeln weniger ins Kraut ade und meine Rapſaat iſt wirklich auſſerordentlich zutraͤglich.— 1 t9 Da ich bemerkt zu haben glaube, daß der Gaſſenduͤn⸗ 4 ger dem Geſchmack der feinen Kartoffelarten ſchadet, mi⸗ ttwe ſche ich nun nicht mehr den Stallduͤnger mit dem Gaſſen⸗ Epd duͤnger, ſondern erhalte ihn in Gruben, die neben der Grube nufe der geſammelten Jauche liegen— jene werden taͤglich nieder⸗ ut geritten und mit Jauche begoſſen, die, nachdem ſie durch⸗ I gezogen iſt, wieder zum Theil in die Jauchegrube zuruͤck le, faͤllt.— dana Mich duͤnkt daß dieſes, der Schweizer Behandlung aͤhn⸗ Die lich, dem Duͤnger die moͤglichſt groͤßte Kraft giebt. din Ich brauche wohl nicht hinzuzufuͤgen, was ſich aus der Sdi ſtatiſchen Berechnung von ſelbſt ergiebt, daß, um dieſelbe din Wirkung zu erlangen, die Felder der Unterabtheilung B.— 2 bis 3 Fuder Duͤnger mehr noͤthig haben, als die in der ſch Unterabtheilung A. nſe Die Wirkung des untergeackerten, mehr noch des un⸗ und terrayolten Klees hat meine Erwartung unglaublich d uͤbertroffen. 1 5 Drei Jahre habe ich ihn in ſeiner Wirkung beachtet; in dieſem Jahre habe ich neue Erfahrungen ſorgfaͤltig be⸗ bon rel⸗ elt, als 4„ die nägic) eln zu es 14 Kraut ch.— nduͤn⸗ „ mi⸗ aſſen⸗ Grube nieder⸗ durch⸗ uruͤck aͤhn⸗ s der eſelbe un⸗ üblich achtet; igg be⸗ rei⸗ 19 reitet— bisher glaube ich, daß der wohlgewachſene, hand⸗ hohe unterrayolte Klee, ſey es fuͤr Kartoffeln oder fuͤr Waitzen, mindeſt auf 4 Fuder Duͤnger, alſo auf 120 Reichthum anzuſchlagen iſt.— 90 ſind bisher nur berech⸗ net worden.— Auf den durchaus ſandigen Theil der zten Klaſſe halte ich es nicht mehr fuͤr gerathen, Duͤnger zu verwenden. Selbſt ein maͤßiger Grad von Duͤrre macht die Kartoffel⸗ und Hafer-Erndten unſicher und im beſten Falle geringe; anders iſt es mit dem Rocken, welcher waͤhrend der Win⸗ terfeuchtigkeit ſich etwas beſtaudet, aber den Duͤnger nicht bezahlt. Vor 2 Jahren verſuchte ich, auf dem todten duͤr⸗ ren Sand, auf den auch kein Queckhalm wachſen wollte, etwa 3 mal im Jahr Rapſaat, Ruͤben, Buchwaitzen und Spoͤrgel zu ſaͤen und jedesmal, wenn die Pflaͤnzchen eben aufgelaufen waren, ehe ſie vertrocknen konnten, ſehr flach unterzupfluͤgen— mit jedem mal wurden die hervorkom⸗ menden Blaͤttchen etwas groͤßer; im Herbſt ſaͤete ich Ruͤ— ben, im folgenden Fruͤhjahr Spoͤrgel, der ziemlich gerieth, dann wieder Spoͤrgel, den ich zu Rocken unterpflaͤgte. Dies elende Feld hat mir das ate Korn Rocken gebracht, ein etwas beſſeres Sandfeld hat mir nach zweimaligem Spoͤrgel das 7te Korn Rocken gebracht; ein daneben ge⸗ duͤngtes gab nicht die Haͤlfte.— Ich ſetze dieſe Erfahrungen fort, welche vielleicht zu der ſicherſten Methode, auf dem aͤrmſten Lande bei geringem rohen, das hoͤchſte reine Product zu erzielen, fuͤhren koͤnnte und es dabei moͤglich machte, den hier erſparten Duͤnger da anzuwenden, wo er beſſer lohnt.— §. 5. Was nun noch den Ertrag der Felder, in ſo ferne er von der Arbeit des Landmannes abhaͤngt, bedingt= Art B2 der 20 der Saat, Zeit der Einſaat, Art des Saͤens, Quantitaͤt 1 der Einſaat, wird bei jedem Felde, ſo wie der Stand ſei⸗ il ner Fruchtbarkeit, in Graden der Fruchtbarkeit ausgedruͤckt, b und beſonders angemerkt werden.*) Mei⸗ V fij bewae *) Da es fuüͤr den fremden Landwirth von einigem Intereſſe V Aſt ſeyn koͤnnte, das Verhaͤltniß des Flotbecker Landmaaßes, Kornmaaßes und Gewichts(von dem hier ſo oft die Rede V ſeyn wird) mit dem ſeinigen zu kennen, ſo fuͤge ich daſſelbe, b ſo wie ich es aus den beſten Quellen, namentlich aus Kru⸗ ſens Comptoiriſten habe berechnen koͤnnen, hier hinzu: tiitt, Der Flotbecker Morgen hat 100 Quadratruthen, jede le von 256 Hamb. Quadratfuß. ſe 100 Flotbecker Morgen ſind gleich c 41, 67 Hollſt. Tonnen. flee 51, 89 Engliſch. Acres. 84, 50 kleine Berliner Morgen. 36, 10 Wiener Joche. 14, 81 Antwerper Bunder. 60, 98 Berner Juchart. 80, 65 Hannoverſch. Morgen. 2100, 94 Pariſer Ares. 167,— Mecklenb. Scheffel, a 60 Quad. Ruth. Der Hamburger Himt hat 1936 Hamburger oder 1328 3 Pariſer Cub⸗Zoll.— 100 Himt in Flotbeck ſind gleich 74, 67 Wincheſter Buſchel. 50, 62 Berliner Scheffel. 37, 50 Wiener Metzen. 34, 17 Antwerper Viertel. 15, 67 Berner Muͤtt. 84, 85 Hanndverſch. Himt. 2634, 17 Franzoͤſ. Litres. 62, 50 Roſtocker Scheffel. 100 Pfund in Hamburg ſind gleich— b 106, 80 Pf. in London.„ 103, 38 Pf. in Berlin. * b —— —=————————— autität ud ſei⸗ dack, Mei itereſſe naaßes, Rede aſſelbe, s Kru⸗ / jede dth. 328 — 21 Meine klein⸗Flotbecker Felder liegen in 4 Parks einge⸗ ſchloſſen, die ihrer Lage nach, der Suͤder⸗, Weſter⸗, Oſter⸗ und Norder⸗Park genannt werden. Der Fremde wird zuerſt gewoͤhnlich in den Suͤderpark gefuͤhrt, der zwiſchen 2 zum Theil mit ſehr ſchoͤnen Eichen bewachſenen Anhoͤhen, einige Wieſen und manche ſchoͤne Ausſicht auf den Elbſtrom hat.— Die Suͤ der⸗Koppel. *) Das erſte Feld, wenn man in die Suͤderkoppel ein⸗ tritt, welche durch die Anſicht des Eichenhoͤlzchens und der Elbe einen freundlichen Anblick gewaͤhrt, heißt der Elbkamp, Erſte Klaſſe A.(1)**) Ein kleiner Fleck, der im Winter zur Aufbewahrung der Kartoffeln dient, iſt wie ein darauf folgendes kleines Feld —— 36, 49 Pf. in Wien. 103, 33 Pf. in Antwerpen. 93, 10 Pf. in Bern. 99, 53 Pf. in Hannover. 48, 43 Kilogrammes in Frankreich. 95, 24 Pf. in Roſtock. *) Hier muß ich den Leſer daran erinnern, daß alles von S. 19 bis 53 eigentlich nur fuͤr den Landwirth geſchrie ben iſt, der aus dem Ertrag der Felder wie er ihn vor Augen hat nicht nur die Fruchtbarkeit des Bodens, ſondern auch die richtige Behandlung deſſelben beurtheilen ſoll. Ihm durfte ich keinen der darauf einwirkenden Umſtaͤnde verſchweigen. Sie koͤnnen nur fuͤr den leidenſchaftlichen Liebhaber der praktiſchen Agricultur einiges Intereſſe haben. Ich muß alſo die Leſer, die nicht zu dieſer Klaſſe gehoͤ⸗ ren, bitten, dieſe Seiten nur fluͤchtig anzuſehn und ſich al⸗ lenfalls nur bei den eingeſtreueten Bemerkungen aufzuhal⸗ ten, auf welche die Inhaltsanzeige fle hinweiſen wird. *) Dieſe Zahl dient dazu, das Feld zu bezeichnen, von welchem iin dem alphabetiſch geordneten Regiſter uͤber die Gegen⸗ ſtaͤnde der verſchiedenen Verſuche die Rede iſt.— A r 4 22 Feld von 790°*) Fruchtbarkeit mit „ 41. Mig e 3— 2 Himt Wicken, auf den Flotbecker Morgen, zu 1 1 Hafer f 12 Hafer⸗ Mengfutter 4, Bohnen, beſaͤet; ſoll Rapſaat werden (Al⸗ *) Dieſe Zahleu ſollten eigentlich niemanden befremdlich er⸗ ſcheinen: ſie bezeichnen nur ein Reſultat, wie es jeder den⸗ kende Landwirth ſich aus dem vorherigen Zuſtande ſeiner Felder zieht und wornach er ſeine Erwartung fuͤr die naͤchſte Erndte beſtimmt, auch wohl, wenn die Wahl von ihm ab⸗ haͤngt, beſtimmt, mit welcher Frucht er das Feld beſtellen will. Da im Durchſchnitt von 9 Jahren auf nahe an 70 Fel⸗ dern, ungefaͤhr 36° Fruchtbarkeit bei mir noͤthig waren, den kleinen Himten Waitzen von 42 Pf. Gewicht auf 100 Quad.⸗Ruthen hervorzubringen;— da die Areal-Tonne 240 ſolcher Quad.⸗Ruthen enthaͤlt und die Tonne Maaß 5 Himt enthaͤlt, ſo braucht der Holſteiniſche Landwirth nur die Zahl, welche den Grad der Fruchtbarkeit der Felder be⸗ zeichnet, mit 75 zu dividiren, um die Tonnenzahl zu finden, die ein Landwirth ſich von ſolchem Lande verſprechen duͤrfte. 7900° iſt alſo ein anderer Ausdruck fuͤr ungefaͤhr 10½ Tonne, die der Landmann ſich von ſolchem Boden, wenn weder außerordentlich guͤnſtige oder unguͤnſtige Zufaͤlle ſich ereig⸗ nen, verſprechen darf; mit andern Worten: das Land, von dem ſich der Landmann etwa das 10xte Korn verſpricht. Da das Verhaͤltniß des Himten zu fremden Kornmaaßen, des Flotbecker Morgen zu andern Flaͤchenmaaßen angegeben worden iſt, ſo wird es jedem leicht werden zu berechnen, welche Jahl der Einheit ſeines landuͤblichen Kornmaaßes er von der durch ſein Landmaaß gegebenen Oberflaͤche zu er⸗ warten hat, wenn die Fruchtbarkeit ſeiner Felder 7900 waͤre; z. B. da Ein Engliſcher Aere= 1, 93 Flotbecker Morgen iſt, ſo wuͤrden 7900 fuͤr den Aere 42, 34 Himt geben. Da 100 Himt gleich ſind= 74, 67 Wincheſter Buſchel, ſo macht das 31, 62 Winch. Buſchel, die der Landmann in 23 (Alles folgende Mengfutter iſt in demſelben Verhaͤltniß ge⸗ ſaͤet, nur ſind bei dem, welches vielleicht Heu werden muß, n u die Bohnen weggelaſſen.) — trug weſtlich Kohl(2), oͤſtlich Waitzen;— 1 erhielt Mitte Januar 6 und 11 Fuder Duͤnger(3) per d Mor⸗ ch er⸗ in England auf ſolchem Boden von ſeinem Aere erwarten er den⸗ würde; oder kuͤrzer, wenn er die Zahl der Fruchtbarkeits⸗ ſeiner Grade mit 24, 98 dioidirt, erhaͤlt er die Zahl der Buſchel, gaͤchſte die er, unter voͤllig gleichen Umſtaͤnden, vom Aere ab⸗ ſich verſprechen koͤnnte. rellen Vielleicht wird dem fremden Leſer die Ueberſicht erleichtert, wenn ich hier noch die Zahl des Diviſors hinzufuͤge, durch Fll⸗ welchen die Zahl der Grade der Fruchtbarkeit des Feldes aren, dividirt werden muß, um die darauf gegruͤndete Erwartung 100 des Landmannes in ſeinem Korn⸗ und Landmaas zu bezeichnen: Tonne. fuͤr England= 24, 98 um einen Buſchel per Aere zu Maaß produciren, Allir„Berlin— 60, 21 um 1 Berliner Scheffel per le⸗ Berl. kleinen Morgen zu produc. den,„ Wien— 34, 66 um 1 Metz ber Joch⸗ ⸗ irfte.„ Antwerp.= 15, 61 um 1 Viert. per Bunder ⸗ une, ⸗ Bern—= 140, 07 um RMuͤtt per Juchart⸗ ⸗ beder„ Hannov.= 34, 21 um 1 Himt per Morg.⸗ ⸗ eteig⸗„ Frankr.= 28, 56 um 1 Litre per Are ⸗ ⸗ „dou„ Meklenb.= 88, 96 um 1Scheffel per Scheffel Land ht. von 60 Quad. Ruth. zu prod. niſen, So ein urtheil faͤllet aus ſeiner Erfahrung ein jeder Land⸗ gebeu mann uͤber den Zuſtand eines Bodens, den er lauge und nen/ genau kennt und weiß dabei ſehr wohl⸗ daß demungeachtet 8 er nichts unſicherer iſt, als die Erfuͤllung ſeiner Erwartung. er⸗ Dennoch handelt er dieſem Urtheile gemaͤß und wuͤrde da⸗ 900 her nicht ohne Beduͤngung Waitzen in einem Boden ſaͤen, becke* von dem er ſich ohne dieſe nur das 5te und 6te Korn ver⸗— geben. ſprechen wuͤrde; mit der Beduͤngung wuͤrde er vielleicht ſei— ſch ner Erfahrung gemaͤß, das ote oder 10te Korn erwarten. zwann So 24 Morgen, welche bis zum Fruͤhjahr ausgebreitet liegen blie— a ben, ward auf den Duͤnger geſaͤet und mit demſelben un— ad tergeſchattelt in der letzten Haͤlfte des April⸗Monats. ſiet — tig, Das Erſte Feld traͤgt auf 732° blaubluͤhende hollaͤndi— gf ſche Kartoffeln(4): trug theils Fruͤhkartofſeln, nach welchen V am— ——xãꝗ — So ein Boden wuͤrde bei mir auf 360 a 4120° ſtehen und mit der Beduͤngung auf 648 a 7209, und auch dieſes iſt dann nur eine kuͤrzere Art, jene Meinung auszudruͤcken.— Sein Urtheil begruͤndet ſich auf ſeine Wahrnehmun— gen uͤber den vorherigen Zuſtand des Bodens, ſeine vorhe⸗ rigen Erndten, ſeine Beduͤngung, u. ſ. w.— Die Zahl bezieht ſich auf Zahlen, die das Reſultat je⸗ der einzelnen dieſer Wahrnehmungen bezeichnen: beides, urtheil und Zahlen mit der Unſicherheit, der das Urtheil des Landmannes uͤber Dinge dieſer Art immer ausgeſetzt bleiben wird. Meint der Landmann, wenn er vom 1oxten Korn ſpricht, eine Erndte, die vielleicht das 10te bis unte Korn liefern wird, ſo bedeutet 7900 auch nichts als eine Zahl, die zwi⸗ ſchen 750 und 8230 faͤllt. Es kann hier der Ort nicht ſeyn, auseinander zu ſetzen, wie man zu dieſen Zahlen koͤmmt; nur kann man es nicht oft genug wiederholen, daß die Erſten zur Grundlage angenommenen Zah⸗ len nur hypothetiſch— keine durch Berechnung oder durch irgend ein vermeintes Naturgeſetz gefundene, ſondern nur angenommene Zahlen ſind, um Verhaͤltniſſe bequem auszudruͤcken. Es verſteht ſich, daß man die wahrſcheinlicheren gewaͤhlt hat, zum Beiſpiel fuͤr den Ertrag und die Erſchoͤpfung durch Cerealien— das Verhaͤltniß der nahrhaften Subſtanz, die ihre Koͤrner euthalten, u. ſ. w. Die Verhaͤltnißzahlen ſelbſt koͤnnen einzig und allein durch— lokale Erfahrungen beſtimmt werden; an ihnen iſt nichts wahr als das durch die Erfahrungen angegebene, in jedem be⸗ “ 4 —— 25 ble⸗ am zoſten Julius Hafer(5) geſaͤet wurde— dieſer ward Luw untergepflaͤgt, den aaſten October mit Winterrocken be⸗ din. ſaͤet(5)— dieſer ſtand im Fruͤhjahr Anno 22 minder kraͤf⸗ laͤdi tig, als der nach Winterkartoffeln(7) den 24ſten October elchen geſaͤete, amm Der beſondern Fall anders bedingte Verhaͤltniß. Was der und Sache zum Grunde liegt, iſt, daß man den Boden, ſs ſt als aus mineraliſchen und organiſchen Be⸗ . ſtandtheilen zuſammengeſetzt anſieht; jene die mun Kraft nennt, ich ſage Urkraft;(um dem Mißver⸗ exhe⸗ ſtaͤndniſſe zu entgehen, welches daraus entſteht, wenn man die Kraft des Bodens im Sprachgebrauch mit Fruchtbarkeit fuͤr bie ſynonim haͤlt) dieſe den Reichthum; beide Theile des wirken unaufhoͤrlich unter dem Einfluß der 1, Cultur und mehr noch der Witterung auf und thei durch einander, und daher von Wulffens ge⸗ gezt. nialiſcher Gedanke, ſie als Faktoren anzu⸗ ſehen, deren Produkt die Fruchtbarkeit iſt. icht, Die Verſchiedenheit dieſer beiden Theile im fern Boden iſt ſo unleugbar, als ihre gegenſeitige zwi⸗ Einwirkung auf einander, und ſo muͤſſen ſie iicht dann auch vom Landmann als verſchieden be⸗ hlen trachtet werden, weil auf ſie auf verſchiedene daß Art eingewirkt werden muß, z. B. auf die Ur⸗ ah⸗ kraft durch die Erdmiſchung, auf den Reich⸗ ung thum durch den Duͤnger.— 1 eſet Die im Boden befindliche, aus ſeinen mineraliſchen Be⸗ plen ſtandtheilen hervorgehende Kraft ruhet im Winter, wird ken im Fruͤhjahr durch die, ſicherlich nicht blos in der hoͤhern ihlt Temperatur liegende Einwirkung des Fruͤhlings, thaͤtig. rrch Nun aͤuſſert ſich die wechſelſeitige Wirkung des Bodens die und der Atmosphaͤre in chemiſcher Anziehung, Zerſetzung und neuer Verbindung; beide wirken nun auf die Pflanze urch— und die Pfanze hinwiederum durch die Aeußerung ihrer Le⸗ ſicht benskraft auf den Boden. Was der Menſch dazu thun dden kann, dieſe Thaͤtigkeit zu vermehren, und zu erhoͤhen, ge⸗ be ſchieht —’’’:—— LA.—̈óũ 26 Der Rocken ward untergepfluͤgt mit 2 Pfluͤgen den éten fln. Maͤrz,— Ein Stuͤck am 2ten April, um zu erfahren, in anter wie ferne der friſch untergepfluͤgte Rocken dem Wachsthum Ddeatj der Kartoffeln zuſage.(8). Gepflanzt den roten April nach dem Pfluge 15— 22 de Zoll Entfernung.— 42 ◻Ruthen zum Verſuch am Wege f nach einem Pflanzer auf 22 und 12 Zoll() Entfernung, Nten 8 Zoll tief gepflanzt.— b Kn Man will bemerkt haben, daß, wenn die Kartoffel aſ aus allen ihren Augen Zweige treibt, die Haͤckchen, welche eu an der Spitze bemerkt werden, bei einer Tiefe von 4 Zoll ſf 36 zu leicht an die Luſt kommen und zum Stengel werden, ſtatt daß ſie bei dieſer Tiefe groͤßtentheils zu Knollen an— g ſetzen wuͤrden. ei Das auf das Mengfutter folgende Feld traͤgt auf 7180 1n (10) weißen engliſchen Waitzen—(11) Vorfrucht Kartof⸗ Pfl feln. ſchieht durch die Bearbeitung. Indem dieſe, durch dern Bearbeitung erhoͤhete Kraftaͤuſſerung,(Chaͤtigkeit) auf die der organiſchen zerſetzten und unzerſetzten Theile zugleich wirkt und: und jene wiederum auf ſich einwirken laͤßt, dabei und da⸗ ſa durch deu Einſluß der Atmosphaͤre, der Feuchtigkeit, der ſen Waͤrme erleichtert, entſteht dann die hoͤhere Frucht⸗ barkeit. ſh Der Grad, zu dem dieſe gekommen iſt und die den Er⸗ lit trag rechtfertigen ſoll, wird durch die Zahl bezeichnet; ſo lar wie umgekehrt der Ertrag voriger Jahre zu den Zahlen ge⸗ off fuͤhrt hat, deren Reſultate den jetzigen Fruchtbarkeitsſtand(thal der Felder bezeichnen. Ehe Dies ſey genug, und iſt vielleicht ſchon zu viel uͤber die Art, wie hier die Erwartung von der Fruchtbarkeit jedes— Feldes ausgedruͤckt iſt, deren Vergleichung mit der Erndte„ ſelbſt, ſo wie ſie da vor Augen ſteht, fuͤr den Landwirth von einigem Intereſſe ſeyn kann. n öken en, in ethum — 22 — Wege nung, ktoffel velche Joll den, man⸗ 7180 artof⸗ fell. durch die virkt da⸗ der ucht⸗ n Er⸗ ſo ge⸗ ſand t die jedes Erudte dwirth 27 feln.(12) Am zoſten October 2 Himt*) per Morgen untergeſchattelt, mag im Durchſchnitt 28 Pflanzen per Qua⸗ dratfuß haben. Zu bemerken mag ſeyn, daß gegen die Mitte des Fel⸗ des nach den geerndteten Fruͤhkartoffeln im Auguſt Ha⸗ fer(13) geſaͤet wurde, der, ſehr dick und hoch ſtehend, am rten October untergepfluͤgt und am 2oſten beſaͤet wurde. Wahrſcheinlich haͤtte dieſes Unterpfluͤgen 4 Wochen fruͤher geſchehen muͤſſen. Nun kam der Waitzen ſehr duͤnne auf, etwa 16 Pflanzen(14) auf den Quadratfuß.(Bekanntlich iſt 36 das wuͤnſchenswuͤrdige.) Ueberhaupt mag zu bemerken ſeyn, ob auf den mit Klee beſaͤeten Waitzenfeldern das ſcharfe und wiederholte Eggen geſchadet oder genuͤtzt zu haben ſcheint.(15) Ich bin geneigt, das Letztere zu glauben, obgleich unſtreitig viele Pflanzen dabei verloren gehen. Der Weg fuͤhrt um ein kleines Kleefeld,— das, wie der mehrſte Klee, unter Waitzen geſaͤet worden a 10 b per Morgen im April-Monat nach wiederholtem Eggen und Walzen— an das reinliche Fiſcherdorf bei dem, von ſchoͤnen Eichen beſchatteten, Dorfsbrunnen vorbei, zu einem kleinen Felde, wo einige Sitze und eine Mooshuͤtte einige ſchoͤne Landſchaften, mit der Elbe im Hintergrunde, dar⸗ bieten. Dieſes Feld, iſte Klaſſe A. traͤgt auf 522° Frucht⸗ barkeit nach Hafer, eine ſehr feine Art hollaͤndiſcher Kar— toffeln,(16) von der nur ſehr kleine(17) Saatkartoffeln erhalten werden konnten, welches fuͤr die zu erwartende Schoͤnheit der Pflanze beſorgt gemacht hat. Sie ſind am 9ten *) Da die Art der Saatkoͤrner auch auf den Ertrag Einfluß hat, ſo wird der Herr Inſpector Flor auf Verlangen die Art des geſaͤeten Korns vorzeigen. 28 9ten April, 6 Himt auf 100 Quadratruthen eingelegt,(das gewoͤhnliche bei groͤßeren Kartoffeln iſt 9 bis 11 Himt). durch 32 Quadratruthen noͤrdlich ſind mit dem Pflanzer 2 4 Stuͤck in Ein Loch(in der Regel nur 1 Stuͤck) gepflanzt, aif § Zoll tief, auf 12 und 22 Zoll Entfernung.(18) V n tag Das Feld trug Hafer. kaxtwf Das darauf folgende, mit ſehr ſchoͤnen Eichen umge⸗ Mi bene Feld, 1ſte Klaſſe A., iſt am 2oſten April auf 7480 de Fruchtbarkeit mit etwas groͤßeren Saatkartoffeln auf die ohne naͤmliche Art nach dem Pfluͤgen bepflanzt— trug gleich⸗ durch falls Hafer und iſt mit 8 Fudern Stallduͤnger(19) der und dem Wohlgeſchmack der Kartoffeln zutraͤglicher ſeyn ſoll, Inde als der Gaſſenduͤnger, per Morgen beduͤngt. So ſoll auch die Erfahrung entſcheiden, ob die unge— 1 duͤngten Kartoffeln ſelbſt vor dieſen, noch einen Vorzug hi haben. 3 Der Weg fuͤhrt nun durch das Eichenholz bei den ſoge— gelen nannten kleinen Holzkaͤmpen vorbei, Iſte Klaſſe A.,(a0) zogt der eine den 2ten Mai mit 3 Himt per Morgen unterge— duter ſchattelten Sommerwaitzen(21) beſaͤet, auf 7380 Frucht⸗ Heu barkeit, trug Hafer, iſt mit Einem Fuder Heringe(22 ſti per Morgen geduͤngt. Der Verſuch ſoll entſcheiden, vb vm es, wie die Bauern glauben, wie 6 Fuder Stallduͤnger, eine und wie lange es wirkt. N. Der andere mit 2 Himt Kartoffelhafer(23) auf 5760 ümn Fruchtbarkeit am 2aſten April gedrillt, trug Hafer und ſoll zur Beſtaͤtigung der oft gemachten Erfahrung dienen, daß in K bei dieſem Grad der Fruchtbarkeit der Hafer im zweiten 3en Jahre, beſonders aber, wenn er gedrillt worden, beſſer zu⸗ liit trage, als im Erſten Jahr.(24)— Sac maß Der naͤß „(das n). inzet 2 flanzt, unge⸗ orzug oge⸗ 20) rge⸗ icht⸗ 22) b gger, 60 ſoll daß aten e zu⸗ S 29 Der Weg fuͤhrt auf eine Bruͤcke uͤber eine Schlucht, durch welche das Heu aus den Wieſen gefahren wird.— Angenehm iſt nun die Anſicht durch die Eichenſtaͤmme auf die Wieſen und die gegenſeitige Anhoͤhe. Das fol— gende, reich umpflanzte kleine Feld, iſte Klaſſe A.,(25) traͤgt auf unterrayoltem Klee und 5760 Fruchtbarkeit Queck⸗ kartoffeln(26), die ihres ſchnellen Reiffens wegen Mitte Mai gepflanzt worden ſind und zur naͤhern Beſtimmung der oft wiederholten Erfahrung beitragen koͤnnen, daß die ohne Zugang der Luft 12 Zoll tief vergehende Kleenarbe durch Vermehrung der, bald aufloͤsbaren organiſchen Stoffe und Erwaͤrmung und Befeuchtung des Bodens 3 bis 6 Fuder Duͤnger werth ſey. Die Wieſen, durch welche nun der Weg fuͤhrt, ſind zwar nur Moorwieſen, deren Eine(die hier rechts am Fußſteig liegende) indeſſen vom Dorf⸗Waſſer bewaͤſſert, groͤßtentheils 3 bis 4 mal gemaͤht werden kann. Nicht unbemerkt werden hier die in einander verſchlun⸗ genen Ueberbleibſel der aͤlteſten Weidenbaͤume in den Her— zogthuͤmern bleiben. In der Mitte der Wieſen liegt hier unter einer Baumgruppe eine Huͤtte, beſonders zur Zeit der Heuwindung von einer lieblichen, bewegungsvollen Land⸗ ſchaft umgeben; von hier geht man zu der Fiſcherhuͤtte an dem Beeck, der dem Dorf ſeinen Namen gab; ſie beut eine freundliche, abgeſchloſſene ſtille Anſicht dar.— Der Weg ſteigt die kleine Anhoͤhe hinan, die wir die Neu— lande nennen. Ein Theil liegt nach Waitzen, mit 432° Fruchtbarkeit im Klee, der folgende traͤgt auf 864°0= 2 4b per Mor⸗ gen am 18ten Juli(27) gedrillte Rapſaat und wird viel⸗ leicht dazu dienen koͤnnen, das Vorurtheil gegen fruͤhe Saat(a8) zu beſiegen und mißtrauiſch gegen die Zweck⸗ maͤßigkeit dicker Beſaͤung zu machen!— Das ——— r n.⸗ 4 V 8 4 8. 12e. 30 Das Feld trug Klee(29) im zweiten Jahr, iſt im Jahr 21 nach einem reichlichen Erſten Schnitt rayolt und mit 14 Fudern Stallduͤnger beduͤngt worden. Auf dieſem Felde liegt, wie auf allen meinen Rapſaat⸗ feldern, ein kleines Stuͤck im Rocken, um durch die Erndte verbunden mit der chemiſchen Unterſuchung und der Auf⸗ merkſamkeit auf die Unkraͤuter, die natuͤrliche Fruchtbarkeit des Bodens ſo genau wie es moͤglich iſt, zu bezeichnen.(30) Viele, lange fortgeſetzte Verſuche dieſer Art werden der Erfuͤllung des Wunſches, ein Verhaͤltniß zwiſchen den Be⸗ ſtandtheilen des Bodens und deſſen Fruchtbarkeit zu finden, immer naͤher bringen. Es dient zugleich dazu, zu bezeichnen, wie der Duͤnger auf die Vermehrung des Reichthums gewirkt hat. Gerne ſehe ich auch dadurch, wie viel die fruchtbare Krume meines Bodens ſeit dem letzten Rayolen an Frucht⸗ barkeit gewonnen hat. Ich vermuthe die jetzige Fruchtbar⸗ keit auf 576° 1) Der an der Bruͤcke liegende Theil traͤgt auf 5300 Klee, der im vorigen Jahre in Waitzen geſaͤet ward. Jenſeits der Bruͤcke alter Klee mit 5960 Fruchtbarkeit, der im Juni nach dem Erſten Schnitt rayolt und zu Rap⸗ ſaat geduͤngt wird. Durch einen kleinen Graben getrennt, liegt ein kleines Feld in neuem Klee, im Jahr 21 zwiſchen gedrillten Waitzen geſaͤtt auf 5420 Fruchtbarkeit. Ein Weg unter gar ſchoͤnen Eichen mit einer freund⸗ lichen Ausſicht auf Wieſe und Holz fuͤhrt durch die Wieſen zum Holz zuruͤck. Links ſtehen auf einem Theil eines, uͤbrigens zu Gartenland vermietheten Feldes, blaubluͤhende Kar⸗ funge ſa ld G ſ 31 1Jahr Kartoffeln(32) nach Hafer auf rayoltem, mit 6 Fuder n mi Stallmiſt(33) per 100 Quadratruthen geduͤngtem Lande, wovon 32 Quadratruthen auf dem ſuͤdlichſten Stuͤck zur apſaur Vervielfaͤltigung des oberwaͤhnten Verſuchs mit dem Pflan⸗ Ernde zer 8 Zoll tief gepflanzt worden ſind auf 22 und 12 Auf Zoll.(34) barkeit Wenn man den Weg zuruͤck nimmt, und den Park durch .Go) die oͤſtliche Pforte verlaͤßt, trifft man gerade auf die kleine Thuͤr des Elbgartens; eines Gebuͤſches, welches der Lieb⸗ e de haber der weiten Flußanſichten eben ſo wenig unbeſucht Ye⸗ laſſen wird, als der Liebhaber von Stauden, Baͤumen, Ge⸗ Uden, waͤchshauspflanzen und Blumen; weil dieſer Weg gerade zur Baumſchule der Herren Booth fuͤhrt, deren Katalogus aͤnger ihren Reichthum an Pſtanzen, Stauden und Baͤumen jeder Art, ſo wie an Saͤmereyen beweiſet. Sie iſt wohl eine der bedeutendſten Baumſchulen in Norddeutſchland.— ttbare bnn Bei dieſen ſo thaͤtigen, unterrichteten und geſchickten htbar⸗ jungen Maͤnnern wird der Landwirth unter andern die voll⸗ ſtaͤndigſte Sammlung von Graͤſern finden, die ich kenne: 1 Es ſind uͤber 400 Arten da in Bluͤthe. ce Hinter dieſer Baumſchule liegt dann das letzte kleine Feld, welches zur Suͤderkoppel gehoͤrt. 69 Er trug im Jahr 20 Hafer, ward rayolt und im Decem⸗ ber mit 15 Fudern Compoſt per Morgen beduͤngt. fhelles Dieſer Duͤnger lieb, wie ich es gerne thue, wo ich es rben kann, bis zum Fruͤhjahr gebreitet auf dem Acker liegen; den 25ſten April ward Mengfutter auf den Duͤnger ge⸗ ſaͤet und untergeſchattelt; Anfangs Julius ſtand er 4 Fuß rennd⸗ hoch— die Stoppel ward Mitte Julius Einmal Kſpaͤn⸗ Weſen nig umgepfluͤgt,(35) geeggt, gewalzt, geeggt, mit Rap⸗ eines, ſaat gedrillt;(36) 2 Stuͤck am noͤrdlichen Hagen zu 1 ½ tb hj(37) per Morgen, den Reſt mit 2 ¼ b.(38)— Kar⸗ N In — “ 32 In der Vorausſetzung, daß die Blaͤtter, Stengel und wurzelreiche Stoppel des Mengfutters die Erſchoͤpfung er⸗ ſetzen und daß die feuchte Waͤrme, in der die Beſchattung den Boden erhalten, auf die Thaͤrigkeit deſſelben die Wir⸗ kung der Braache hervorgebracht hat, ſteht die Fruchtbar⸗ keit auf 749 b. Dies Feld wird zeigen,„wie ſich in der Wirkung die Kleeſtoppel gegen die Mengfutterſtoppel(39) verhaͤlt, „wie nuͤtzlich das lange Gebreitet-Liegen des Duͤngers fuͤr den Acker ſey,(40) „wie die Rapſaat, nach Einer Pflugart, auf dieſe Weiſe behandelt, gedeihen koͤnne, „wie ſie ſich bei 1½ und 2 ½ tb Einſaat verhalte.— Die Weſter⸗Koppel. So wird die hinter dem Wohnhauſe— dem der Eig— ner die groͤßte innere Bequemlichkeit bei der anſpruchloſe— ſten Auſſenſeite zu geben geſucht hat— genannt. Auf dem Wege dahin wird man einen, durch Form und kraͤftige Vegetation vorzuͤglich ſchoͤnen, Kaſtanienbaum ſehen, unter deſſen Schatten die Schweizer⸗Gallerie des Wohnhauſes mit den von 5 blaͤttrigen Epheu umwundenen Pfeilern eine freundliche Anſicht gewaͤhrt.— Dichte vor dem Landhauſe wird der Landwirth gerne die etwa 50 Fuder enthaltenden Stallduͤngergruben bemer⸗ ken, welche taͤglich aus den daneben liegenden Jauchegru⸗ ben uͤbergoſſen und niedergeritten werden. Aus den Duͤn⸗ gerkummen laͤuft die durchgetroͤpfelte Jauche wieder in die Jauchegrube zuruͤck und iſt hierin etwas, der Schweizer Behandlung des Duͤngers aͤhnliches. Sind E der, ten J iſt in Des Klaſſe den F Am pflüht ner d ten Duͤng hhend Gerſee datrur geſdan datr. el und ung er, hatung ſe Vr. ſhtbar⸗ ig die ügers Weiſe Eig⸗ hloſe⸗ fdem ftige unter auſes mene gettle emer⸗ egru⸗ Daͤm⸗ in die weizer Eind 33 Sind die Gruben gefuͤllt, ſo werden ſie auf die Fel— der, fuͤr die ſie beſtimmt ſind, gebracht und mit abgeſchaͤl— ten Raſen durchgelegt. Die vom Garten umſchloſſene, ſogenannte Hauswieſe iſt in dieſem Jahre vorzuͤglich allerlei Verſuchen gewidmet. Die Fruchtbarkeit ſteht auf 6320. Sie gehoͤrt zur Erſten Klaſſe A.(41) Die Vorfrucht war Rapſaat,(42) die durch den Froſt und durch den Wurmfraß viel gelitten hatte. Am 11ten Auguſt ward die Rapſaatſtoppel flach umge⸗ pfluͤgt und ſehr klar geeggt. Das Land war bald mit ei— ner dicken Decke ausgefallener Rapſaat bedeckt, welche am 17ten December untergepfluͤgt und dem Felde fuͤr 3 Fuder Duͤnger angerechnet worden iſt. Das aͤuſſerſte noͤrdliche Stuͤck hat an dem oͤſtlichen Ende 7 kleine Beete, wovon die groͤßte Haͤlfte des Erſten Bee— tes mit Portugieſiſchem Sommer⸗Waitzen auf 2 und 2 Zoll Entfernung den 27ſten April gedibbelt iſt. Die kleinere Haͤlfte dieſes Beetes ſo wie das ganze zweite und die Haͤlfte des dritten iſt mit Wunderwaitzen in derſelben Entfernung und an demſelben Tage gedibbelt. Der Reſt des dritten, das ganze vierte und fuͤufte Beet und der groͤßte Theil des ſechsten traͤgt Chineſiſchen Sommer⸗Waitzen auf dieſelbe Art; ein Theil des ſechs⸗— ten und das ganze ſiebente: weißen Sommer-Wai— tzen, deſſen Ausſaat von Aehren ohne Grannen genommen iſt, zum Verſuch, ob die Pflanzen ausarten. Zur Seite dieſer ſieben Beete ſind auf 13 Quadratru⸗— then den 28ſten April 6 4d einer ſich vorzuͤglich beſtaudenden Gerſte geſaͤet.— Hieran ſtoͤßt ein Keilſtuͤck von 5 Qua⸗ dratruthen, worauf an demſelben Tage 2 ½ tb Kammhafer geſaͤet ſind.(43) Weiter gegen Weſten, jenſeits des Eichbaums, 8 Qua⸗ dratruthen mit Saamen von blaubluͤhenden hollaͤndiſchen C Kar⸗ 3 4 1 3 34 Kartoffeln, darauf 4½ Quadratruthen mit Saamen von fruͤhen hollaͤndiſchen Kartoffeln, dann 8½ Quadratruthen mit Saamen von einer andern Art hollaͤndiſcher Kartoffeln be⸗ ſaͤet.(44)— Hierauf folgen verſchiedene Arten Kartoffeln, jede mit einem Pfahl bezeichnet, in folgender Ordnung von Oſten nach Weſten: XIII beſte Speiſekartoffeln, XVII weiße Kartoffeln, VII Biscuit⸗Kartoffeln, XI Lerchen⸗Kartoffeln, XXIII Peruvianiſche Kartoffeln, XIV Preis von Holland, XIX Zuckerkartoffeln, VI Pfaͤlzer fruͤhe hellrothe Kartoffeln, XXII Gelbe Patacken, XXX Pommerſche Kartoffeln, XXI Kleine Nußkartoffeln, XIV Preis von Holland.(45)*) An dieſen Kartoffeln ſtoßen 12 Quadratruthen Kamm⸗ hafer a ½ †b Einſaat per Quad.⸗Ruth. Im anliegenden Stuͤck ſind am 13ten April auf 70 Quadratruthen 90 tb Egyptiſchen Rocken breit geſaͤet, demungeachtet nicht dick aufgekommen, welches der unge⸗ woͤhnlichen Groͤße des Kornes zuzuſchreiben ſeyn mag. Ich glaube, daß man ihn noch einmal ſo dicht ſaͤen muß, als den *) Dieſe Kartoffeln, welche ich der Guͤte des Herrn Thomſen in Soerup⸗Schaubye im Herzogthum Schleswig verdanke, ſind nach der Monographie der Kartoffeln, bearbeitet vom Dr. Carl Wilhelm Putſche und herausgegeben vom Dr. Friedr. Juſtin Bertuch, Weimar 1819, henannt.— den g. barkei den g — alf I beides dann beides 22 N 25 Pflan 1 und hen. ntr S bſs die f Koee 35 bon den gewoͤhnlichen Rocken. In wie ferne das Mehl Brauch⸗ en ik barkeit hat, wird im naͤchſten Winter durch Verſuche bei fen be den geſchickteſten Baͤckern entſchieden werden. Dann folgt ein Stuͤck Bohnen, am 13ten April 3 Himt de mit auf 100 Quadratruthen untergeſchattelt,— dann Oſien 50 ORuthen Champion(Apfel) Kartoffeln, 50 ORuthen Kidney(Nieren) Kartoffeln, beides auf 22 und 15 Zoll(46) untergepfluͤgt, dann 6 Reihen feſter und klarer hollaͤnd. Kartoffeln, 7 Reihen Frieſiſcher Kartoffeln, beides den 19ten April mit dem Pflanzer 8 Zoll tief auf 22 und 12 Zoll(47) Entfernung. 25 QRuthen Quaͤkkartoffeln den 29ſten April mit dem Pflanzer wie oben gelegt. 100 /Ruthen Quaͤkkartoffeln den 29ſten April auf 22 und 15 Zoll(48) untergepfluͤgt. Eine Reihe von 23 Beeten, Verſuche mit verſchiede⸗ nen Dungarten auf verſchiedene Frucht und in verſchiede— ner Quantitaͤt(49) enthaltend:— auch Gerſte von 1 Zoll aunna, bis zu 4 Zoll Entfernung gedibbelt, um zu beſtimmen, in wie ferne das ſtaͤrkere Zweigen des entfernter geſaͤeten Korns den Ertrag des dichter geſaͤeten aufwiege.(50) uf 70 Das ſüdliche Keil-Stuͤck mit Kammhafer beſaͤet, geſdet den 27ſten April= 13 tb auf 26 Quad. Ruthen. u Die daran ſtoßende Hausweide trug im vorigen Jahre 9 Klee, iſt Erſte Klaſſe A., ſteht noͤrdlich 5130, ſuͤdlich 436, 7 welches durch die diesjaͤhrige Beduͤngung zu Rapſaat, wenn d das Feld mit zwei ſich folgenden Pfluͤgen rayolt, die obere onſen Narbe ſorgfaͤltig eingetreten ſeyn wird, ausgeglichen wer⸗ adanie den ſoll. t vom Das dahinter ſtehende Rapſaatfeld, zweite Klaſſe A., om r. war zjaͤhriger Klee,(51) im Sommer rayolt, mit 14 Fu⸗ C2 dern 36 dern Duͤnger zu 852 Fruchtbarkeit, vorausgeſetzt, daß das mit Rocken beſaͤete ungeduͤngte Stuͤck die praͤſumirte Fruchtbarkeit von 552° beweiſet, welches die Erndte be⸗ richtigen wird.(52) Es iſt ſoſort nach dem Rayolen mit 3ꝛ½ d(53) Rap⸗ ſaat per 100 Quad. Ruthen am 16ten Juli(54) auf 12 Zoll Entfernung gedrillt und im Herbſt zweimal ſcarifizirt worden. Als die Naͤſſe des Fruͤhjahrs es erlaubt haͤtte, war die Rapſaat ſchon zu hoch, um das Scarifiziren, wel— ches gewoͤhnlich noch zweimal ſtatt zu haben pflegt, zu er⸗ lauben.— Hieran ſtoͤßt ein, unter Waitzen im Fruͤhjahr 1821 ge⸗ ſaͤetes Kleefeld, 1ſte Klaſſe B., ſteht auf 6409 und iſt mit 10 t Klee per 100 Quadratruthen beſaͤet worden.— Oeſtlich dieſes Feldes liegt noch eine kleine Koppel, den r6ten October mit 2 Himt weißen engliſchen Waitzen per Morgen breit beſaͤet und untergepfluͤgt. Auf dem Quadrat⸗ fuß moͤgen im Durchſchnitt einige 20 Pflanzen ſtehen. Suͤdlich des Kleefeldes liegt ein Feld, Iſte Klaſſe B., welches im vorigen Jahre Sommer⸗-Rapſaat trug— waͤh⸗ rend des Winters ſeiner Waſſer haltenden Eigenſchaft we— gen in hohen Furchen gelegen hat und nun durch eine Be⸗ duͤngung von 10 Fudern per 100 Quadratruthen= 7860 Fruchtbarkeit erhalten hat, wird Mitte Junius mit Meng⸗ futter beſaͤet,*) deſſen Stoppel im Anfang Auguſt mit Rapſaat gedrillt werden ſoll. Von hier fuͤhrt der Weg durch ein dichtes Gebuͤſch in das Quellenthal.— Von einer laͤndlichen Bruͤcke ſieht man *) Man weiß⸗ wie noͤthig es iſt, das Mengfutter zu verſchiede⸗ nen Zeiten zu ſaͤen, um mit der Stallfutterung auszu⸗ reichen.— malt die l laug richt AUel gelee F 6 tvo ſtehen Naena el im bean beſdet beuan anger t, daß ſowirte dte be⸗ Nay⸗ nuf 12 nriftzirt hätte, n, wel⸗ zu er⸗ 2l ge⸗ ſt wit A, da en per ladrat⸗ B., waͤh⸗ t we⸗ ſe Be⸗ 3b⸗ Meng⸗ ſſt unt ſch in ſieht wan ſchitde⸗ alull 37 —— man aus dem klaren Sande das Waſſer quillen, welches die nahgelegene Muͤhle treibt, wohin ein, den Bach ent⸗ lang ſich ſchlaͤngelnder Fußſteig fuͤhrt.— Dem Liebhaber laͤndlicher Schoͤnheiten wird die Stelle nicht entgehen, wo die von beiden Seiten herſtroͤmenden Quellen ſich in einen Teich ergießen und die etwas hoͤher gelegene Huͤtte eine liebliche Anſicht gewaͤhrt.— Hinter dieſer Huͤtte liegt der ſogenannte Fruchtgarten, wo noch etwa auf deſſen oͤſtlichſtem Theil 400 Fruchtbaͤume ſtehen, deren Erhaltung gegen die Verwuͤſtungen der Pha- laena brumata der Eigner dem Mittel ſchuldig iſt, welches er im 3ten Stuͤcke der Landwirthſchaftlichen Hefte Seite 107 bekannt gemacht hat. Der uͤbrige Theil—(das Land gehoͤrt zur Iſten Klaſſe B.(55) und ſteht auf 656°)(56)— trug im vorigen Jahre faſt ganz durch Froſt und Wurmfraß zerſtoͤrte Rap⸗ ſaat. Die zu ſehr verwilderten Stuͤcke wurden haͤufig ge⸗ haakt,(57) das uͤbrige am 12ten September mit Rocken beſaͤet, der, mit Ausnahme eines Stuͤckes, den 26ſten Fe⸗ bruar untergepfluͤgt und dem Felde fuͤr 2 Fuder Duͤnger angerechnet ward. Zu bemerken waͤre: das Stuͤck laͤngs dem eigentlichen Fruchtgarten, welches erſt am 2ten April untergepfluͤgt wurde, um zu ſehen, ob dieſer friſch untergepfluͤgte Rocken auf die am 26ſten April auf die gewoͤhnliche Weiſe gepflanzten Kartoffeln vortheilhaft oder nachtheilig wirke.(58) Die darauf folgenden 300 Quad. Ruthen wurden zum Verſuch beſtimmt, ob die Groͤße(59) der Pflanzkartoffeln einen Einfluß auf die Schoͤnheit der Pflanze und auf den Ertrag habe. Die — „ 1. ———— 38 Die erſten 100 Quad. Ruthen ſind mit großen Kartof⸗ din feln beflanzt= 19 ½ Himt auf 100 Quadrat⸗Ruthen. auf Die folgenden 100 Quad. Ruthen ſind mit auſſerordentlich Soai kleinen Kartoffeln derſelben Art, ſo wie ſie nach mehrmali⸗ gem Sieben, wo beim Erſten Sieben die großen Kartof⸗ vel feln zum Verkauf, nach dem zweiten Sieben die gewoͤhn⸗ rra lich zur Saat gebrauchten, im Siebe bleiben, durchfal⸗ b len, etwa von der Groͤße einer Haſelnuß, 6 Himt pr. 100 Quad. Ruthen bepflanzt. Dann folgen 100 Quad.. Ruthen mit gewoͤhnlichen Saatkartoffeln—(60) bepflanzt vitt = 10 ¼ Himpt per Morgen. Wenn man weſtwaͤrts dieſes Feldes durch ein kleines Gebuͤſch geht, kommt man zu einem Sitz, der eine lieb⸗ nach liche Ausſicht auf die ſich gegen den Strom zu ſenkende mit hori lebendigen Hecken umſchloſſene Felder und auf das Kirch⸗ rich dorf Neuenſtaͤdten darbietet.— auj Rechts an dem Fußſteig, der wieder zum Quellenthal keit zuruͤck fuͤhrt, liegt ein kleiner, mit Gebuͤſch maleriſch um— fatte gebener Kamp, zur Iſten Klaſſe A. gehoͤrig, im vorigen SAu Jahre Kartoffeln tragend, auf 5660 Fruchtbarkeit ſtehend, Nen nunmehr am 2oſten April mit 5 ½ Himt Kartoffel⸗Hafer, A (61) mit 13 Himt wohl gepulvertem Salpeter(62) ver⸗ 4 mengt, gedrillt, an welchem man die in dem Garten⸗Ver⸗ ſuche des vorigen Jahres bewieſene Kraft des Salpeters de nicht verkennen wird. Schade, daß die hohen Koſten die⸗ ka ſes Dungmittels ſeinen Gebrauch faſt unmoͤglich und den Arr Verſuch nur in wiſſenſchaftlicher Hinſicht wichtig machen. Wer von der Huͤtte des Quellenthals ſuͤdlich zur Waſ⸗ ſermuͤhle und eine kleine Anhoͤhe hinan um das der ver⸗ wittweten Frau Hanbury gehoͤrige, mit herrlichen Eichen bekraͤnzte Feld geht, wird auf dem Fußſteige, der durch ein Kattof, Räthen. Ndentüch ſehrwai⸗ Kartof⸗ gewoͤhn, urchfal⸗ int pr. Qudd. epflanzt kleines e lieb⸗ de wit Kirch⸗ enthal ) um⸗ origen ehend, dafer, ) ber⸗ „Ver⸗ lpeters en die⸗ p den ihen. Waſ⸗ ver⸗ Eichen durch ein 39 ein Kornfeld wieder ins Dorf fuͤhrt, die herrliche Ausſicht auf die Elbe bewundern, deren das Wohnhaus der Frau Beſitzerinn genießt. Auf dem Wege zum Hofe liegt links das Schulhaus, welches der Gutsbeſitzer im vorigen Jahre der Commuͤne erbauet hat. Hinter dem, dem Park nahe liegenden Hauſe des Gaſt⸗ wirths Baumann*) liegt die Oſter⸗Koppel. Hier ſtoͤßt an Baumanns Garten zuerſt linker Hand nach einer kleinen Wieſe ein Feld, zur 2ten Klaſſe B. ge⸗ hoͤrig, im vorigen Jahre Wicken, die uͤbergeil wuchſen— nicht zeitig genug eingefahren, wohl 2 Fuder Duͤnger werth auf dem Lande ließen. In hohe Furchen gelegt im Maͤrz; — damit und durch 10 ¾ Fuder Duͤnger die Fruchtbar⸗ keit von 605 auf 826° gebracht. Am 17ten Mai Meng⸗ futter geſaͤet, auf deſſen Stoppel Ende Juli nach Einer Furche, Rapſaat gedrillt werden ſoll. Der untere Theil zu naß fuͤr Wintergetraide, traͤgt Dreeſchhafer(63) 4130. Rechts liegt ein kleiner Kamp,(64) der gemergelt wer⸗ den ſoll. 60 Quad. Ruthen ſind zum Verſuch mit Fruͤh⸗ kartoffeln auf Duͤnger in jedes Loch gethan, auf Schweizer Art mit der Hand gepflanzt.(65) Der *) Der Reiſende wird in dieſem, dem Gehoͤlze nahe liegenden Gaſthauſe eine bequeme Wohnung, auch gute und billige Bewirthung finden: Herr Baumann hat es uͤbernommen, den Fremden mit einem Wegweiſer zu verſehen, unter deſ⸗ ſen Fuͤhrung keiner der ſchoͤnen Plaͤtze des Parks unbeſucht bleiben und, falls der Beſucher ein Landwirth iſt, auf alles hier beſchriebene hingewieſen werden wird.— 40 Der große Kamp links, Iſte Klaſſe B.(66) war im Jahr 1821 theils Rapſaat, welche durch Froſt gelitten hatte— 4 ½¾ Morgen wurden umgepfluͤgt, trugen Kartof⸗ ſeln,(67) den 26ſten October mit 2 Himt per Morgen weißen engliſchen Waitzen(68) beſaͤet, ſteht auf 806°,(69) uͤber 1000° zu geil fuͤr Waitzen.— Er wird ſich wahr⸗ ſcheinlich legen. Die uͤbrigen 13 Morgen Rapſaat wurden leider geernd⸗ tet, mit 12 Tonnen per 100 Quadratruthen; dies aͤuſſerſt verwilderte Land, ward den 1oten September mit Rocken beſaͤtt, den 28ſten Febrnar 1822 mit 2 nach einander⸗ folgenden Pfluͤgen untergepfluͤgt, am 24ſten April minder tief, quer gepfluͤgt. Ein Stuͤck des Rockens nun erſt untergepfluͤgt(70) den 8ten— 19ten Mai Quaͤkkartoffeln(71) eingepfluͤgt auf 22 und 12 Zoll,(72) ſteht auf 7320. Ein Theil, der noͤrdlichſte, war 1820 mit weißem Wai⸗ tzen beſaͤtt worden, dieſer war im Fruͤhjahr 1821 verfro⸗ ren, ward mit Sommer⸗Rapſaat beſaͤet, die ſehr reichlich getragen hat, ward den 11ten September mit Rocken be— ſaͤct, der am a8ſten Februar 1822 tief untergepfluͤgt wurde, den 10ten April mit dem Kultivator uͤberzogen, den I1ten April auf 150 Quadratruthen an dem oͤſtlichen Knicke 5 Himt graue Erbſen(73) eingeſchattelt, daneben auf 150 Quad. Ruthen 3 Himt Berwick⸗Hafer gedrillt,(74) daran auf 150 Quad. Ruthen 6 Himt Berwick⸗Hafer, breit ge⸗ ſaͤet, 75); ein jaͤhrlich wiederholter Verſuch, ob die ge— ringere Einſaat gedrillt ſoviel oder mehr gebe, ais die groͤ⸗ ßere breit geſaͤete. Hier (G) wnte denn dor in gllitten Kutef Margen *,(69) wahr⸗ geernd⸗ aͤuſſerſ Nocken ander⸗ ninder t Co) epflügt Wai⸗ erfro⸗ ichlich en be⸗ vurde, Ilten nicke ⸗ f Io daran t ge⸗ le ge⸗ g. hier —Vʒ—ʒ——,——: 41 Hier folgt ein kleines Stuͤck Steckruͤben, Anfang Juli gepflanzt. Weſtlich von dieſem Felde liegt ein Kleefeld,(76) im Jahr 1821 unter Sommer⸗Rapſaat(77) geſaͤet, das Feld ſteht auf 6020°, gehoͤrt zur 2ten Klaſſe B. Daneben ein Feld zu derſelben Klaſſe gehoͤrig, war ge⸗ drillter Hafer, lag im Winter in hohen Furchen, dieſe nie— dergeeggt, mit 7 Fudern Duͤnger(78) befahren— dieſer tief untergepfluͤgt. Das Feld ſtand dadurch auf 5930, war, wie alles Feld nach gedrilltem Hafer, nach dieſer Ei— nen Fruͤhjahrsfurche aͤuſſerſt muͤrbe und ward den 14ten Mai auf 22 und 12 Zoll(79) mit blaubluͤhenden hollaͤnd. Winterkartoffeln untergepfluͤgt, bepflanzt. Auf dem Wege von Baumanns Gaſthauſe nach dem Dorfe Großen Flotbeck liegt rechts ein zur 1ſten Klaſſe B. gehoͤriges Feld auf unterrayoltem Klee,(80) den 15ten October mit 2 Himt per Morgen braunen pommerſchen Waitzen(81) untergeſchattelt, beſaͤet, ſtand nun auf 689°, (8²) hat etwa 30 Pflanzen(83) per Quad. Fuß; ein Theil untergeſchattelt, der des Regenwetters wegen nicht geeggt werden konnte: 16 Pflanzen(84), die ſich aber ſehr ge⸗ breitet haben.— Links liegt ein Feld, deſſen unterer Theil auf 413° mit Dreeſchhafer(85) beſaͤet iſt— der obere Theil, nun 7360, trug geduͤngte Kartoffeln, nunmehro Sommer-Waitzen a 3 Himt per 100 Quad. Ruthen am éten Mai geſaͤet, un⸗ tergeſchattelt und ſodann 10 b Klee per Morgen.— Der noͤrdliche Theil iſt mit Stallduͤnger, der ſuͤdliche mit Gaſ⸗ ſenduͤnger geduͤngt;— findet ſich darin ein Unterſchied?(86) Dieſer obere Theil gehoͤrt zur 2ten Klaſſe B., der un⸗ tere zur 3ten Klaſſe B.(87) Es „ 9 K 3 42 Es iſt wohl hier der Ort, auf die verdeckten Gruͤp⸗ pen und deren Nutzen aufmerkſam zu machen. Sie ſind in großer Menge auf jedem der lehmigten Felder vorhan⸗ den, die man geſehen hat; gerade auf dieſem Felde aber entladen ſich einige in dem Mittelgraben und ſind daher leicht in ihrer Wirkung zu beachten. Das Land, wodurch ſie gingen und welches man jetzt trocken und in der Vegetation auf keine Weiſe zuruͤckſtehend ſehen wird, konnte kein Pferd tragen;— alles verſauerte darauf. Dieſe Graben werden oben 4 bis 5 Fuß breit und 6 Fuß tief in ſchraͤger Richtung quer durch den Anfang der quibbigten Stellen gezogen; dann wird in dem Boden des Grabens, der nur 1 Fuß breit iſt, mit einem beſonders dazu geeignetem Eiſen eine tiefere, ſpitze(wohl 15 Zoll tiefe) Rinne ausgeſtochen, dieſe mit kleinen Steinen ausge⸗ fuͤllt bis zur Hoͤhe des Abſatzes, den das Eiſen im Boden des Grabens gelaſſen hat, dann Buſch darauf gelegt, das mit 15 Zoll Erde bedeckt wird. Dieſe verdeckten Aüze haben ſich bei mir 20 Jahre und daruͤber gehalten. Es verſteht ſich, daß der 1 graben jaͤhrlich gereinigt Sree muß.— Ehe wir die Oſter-⸗Koppel verlaſſen, muß ich noch be⸗ merken, daß am ſuͤdoͤſtlichen Ende, links von dem Redder, der nach Othmarſchen fuͤhrt, ein Feldchen liegt, welches ſeit 1816 zu dem vierfachen Verſuch beſtimmt iſt: Waitzen auf Waitzen(88)(das noͤrdliche Stuͤck am Hagen,) Waitzen, geduͤngte Braache, Waitzen, u. ſ. w.(89) Waitzen, geduͤngter Waitzen, Waitzen u. ſ. w.(00) Waitzen, Braache, Waitzen(91)(das ſuͤdlichſte Stuͤck)— zu ſaͤen und die Verſchiedeuheit des Ertrags zu beachten. Die Flot dorige gzen d ſtreut Land Där 4⁰⁰, gaßt elende werth Thal dit Gau merl J Kop nicht köt dieſe weni ———— 43 Ftr Die Landwirthe, die ſich mit der Statik des Landbaues deſid beſchaͤftigt haben, werden leicht einſehen, wie wichtig dieſe borhan⸗ Verſuche, falls es uͤberhaupt moͤglich waͤre, ſie auf eine d ale durchaus zuverlaͤſſige Weiſe zu machen, fuͤr die Beſtim— doher mung der Erſchoͤpfung wie des Erſatzes durch Duͤnger und Braache ſeyn wuͤrde. t jetzt Wie dem auch ſey, ſo wird doch nach einigen Jahren lehend auch dieſer Verſuch zu den beabſichtigten Reſultaten fuͤhren.— 15 In wenigen Minuten iſt man nun im Dorfe Großen Flotbeck. Das dazu und zum Dorfe Bahrenfeld ge⸗ und 5 hoͤrige Land iſt groͤßtentheils der Entfernung vom Hofe we⸗ der gen verpachtet— die mir gebliebenen Koppeln liegen zer⸗ des ſtreut und bieten nichts dar, was die Aufmerkſamkeit des ders Landwirths auf ſich ziehen koͤnnte. 5 Nicht unintereſſant waͤre indeſſen eine zwiſchen dieſen Boden Doͤrfern und dem Dorfe Lurup liegende Anpflanzung von „ das 400,000 Staͤmmen Lerchen, Tannen und Kiefern, vom Jahr 1796— 1800: in freudigem Wachsthum auf dem elendeſten Boden ſtehend, welche dieſem vormals gaͤnzlich Jahre werthloſen Fleck nach 50 Jahren, einen Werth von 50,000 zugs⸗ Thalern geben wird. Von großem Intereſſe moͤchte indeſſen fuͤr den Land⸗ ch be⸗ wirth die Bewirthſchaftung einiger Koppeln des elendeſten edder, Sandlandes ſeyn, welches dennoch durch ſeine Erndten Auf⸗ elces merkſamkeit verdient. Ich hatte von jeher bei der Beachtung der verpachteten hn) Koppeln in Großen Flotbeck geſehen, daß das Land, welches nicht das 10te Korn Rocken traͤgt, den Duͤnger nicht be⸗ zahlt; daß dieſer ſich ſchnell verzehrt, im Erſten Jahre in 4)— dieſem brennenden Sande ztel ſeiner Wirkung thut, im 2ten te wenig, im zten gar nichts hilft;— daß in einem trocknen de Jahre 44 — Jahre oft noch die erſte Wirkung groͤßtentheils ausbleibt und in dem folgenden Jahre wenig nuͤtzt.— Ich weiß, daß ich etwas ſehr bekanntes wiederhole, wenn ich ſage, daß untergepfluͤgte gruͤne Saaten fuͤr das Pordiſche Sandland wie fuͤr den Italieniſchen Kalchboden von großer Wirkung ſind, daß ſie in Italien von den aͤlte⸗ ſten Zeiten her benutzt worden und daß jeder Reiſende mit friſchen gruͤnen Pflanzen bedeckte Felder, hat unterpfluͤgen ſehen. Ich beſchloß, dieſes Mittel auf meine Sandfelder an⸗ zuwenden, als ich vor einigen Jahren ihre Bewirthſchaf⸗ tung uͤbernahm. Nordwaͤrts des Dorfes ſtoͤßt man hier zuerſt auf die Koppel, deren unterer Theil der Kievitt heißt:— der duͤrreſte, elendeſte Flugſand, der ſich denken laͤßt. Er war als unnuͤtz liegen geblieben, kaum wuchs ein ſpaͤrliches Haͤlmchen Queck darauf. Hier war es wo ich den pag. 19 beſchriebenen Verſuch machte, dem todten Sande Le— ben zu geben. Darnach ſaͤete ich am 19ten September 1819 3 Himt Rocken auf 100 Quad. Ruthen und erndtete 1820 das 4te Korn. Ich haͤtte gleich nach der Erndte wieder Rocken hinein ſaͤen ſollen, um den Boden im Win⸗ ter bedeckt und in Thaͤtigkeit zu erhalten, ihn im Fruͤhjahr unterpfluͤgen und Spoͤrgel hinein ſaͤen ſollen. Dies iſt ver⸗ ſaͤumt worden und erſt im Julius 1821 Spoͤrgel hinein geſaͤet, der am 16ten October untergepfluͤgt und mit Ro— cken beſaͤet wurde.— Dieſer iſt am 31ſten Mai dieſes Jahres untergepfluͤgt und mit Spoͤrgel 20+b(02) per 100 Quad. Ruthen beſaͤet worden. Das zunaͤchſt liegende Stuͤck Rocken am Spoͤrgel iſt allein ſtehen geblieben und wird jener Vernachlaͤſſigung un⸗ ge⸗ gdün O ſmm Fd Mr ung wal ſcle E Akan bbleibt elhol, ür das hhoden maͤlte, e mit fluͤgen r aur⸗ ſchaf⸗ uf die der er war rliches pag. e Le⸗ mber tete endte Win⸗ ühſahr ſt ver⸗ häͤeil †Ao⸗ dieſes 100 gel iſ ng un— ge 45 geachtet, das ste, vielleicht das 6te Korn geben,— wuͤrde, auf obige Weiſe behandelt, das 10te Korn gegeben ha⸗ ben.— Daß er das gethan haben wuͤrde, bewies mir im vori— gen Jahre der eben ſo ſchlechte untere Theil des Reſtkamps, der gerade uͤber der Schmiede liegt. Im Jahre 1819 trug er das 4te Korn Hafer! Es ward verſaͤumt, ihn vor Winter zu beſaͤnn. Am 2iſten Mai 1820 ward er mit 12 b Spoͤrgel beſaͤet, der ge— erndtet wurde(ich haͤtte 20 dd ſaͤen ſollen) und 158 tb Saat vom Morgen brachte.— Zu dem vielen ausgefal⸗ lenen Saamen ward, nach aͤuſſerſt flachem Pfluͤgen, noch 5 b per Morgen hinein geſaͤet und eine Hand hoch un— tergepfluͤgt, am 14ten October 1820 mit Rocken beſaͤet, der, obgleich man Eine gruͤne Duͤngung verſaͤumt und den Spoͤrgel beim Erſten Schnitt geerundtet hatte, 1821 das 8te Korn von dem Boden brachte, der 1819 nur das 4te Korn Hafer trug. (Ein anſtoßendes Bauerfeld mit 6 Fudern Stallduͤnger geduͤngt, brachte nur das 6te Korn.) Er ward ſofort wieder mit Rocken beſaͤet, der in die⸗ ſem Jahre am 15ten Mai untergepfluͤgt wurde und das Feld in den folgenden Tagen mit 20 b(93) Spoͤrgel per Morgen beſaͤet. Bekanntlich wird zur Spoͤrgelſaat das umgepfluͤgte Land mit einer leichten Egge uͤberzogen, ge⸗ walzt, und die Saat mit der brabander Egge einge⸗ ſchleppt. So iſt es auch mit dem untern Theil des kleinen Hun⸗ gerkamp, der zwiſchen beiden liegt, gehalten worden. Dieſer untere Theil gehoͤrt zur zten Klaſſe A. 2; ſteht nach untergepfluͤgtem Rocken auf dem Kievitt 297°, auf dem kleinen Hungerkamp 3000, auf dem Reſtkamp 2560°. Be⸗ 46 Bemerklich muß ich eine Stelle des vorletzten Rocken⸗ fite ſtuͤcks machen, welches ſeiner etwas beſſern Qualitaͤt wegen iige zum großen Hungerkamp gelegt worden iſt. V häch Auf der ſuͤdoͤſtlichen Ecke naͤmlich ward auf 30 Quad. 1 Ruthen im Sommer 1821 Ein Fuder Knyochenaſche gel, (94) niedergefahren und auf den Spoͤrgel ohne alle ſicht⸗ 24 bare Wirkung ausgeſtreut. Der Rocken wird, falls er ſich ſer] nicht legt, in dieſem Jahre das 10te Korn tragen, wenn der ihn umgebende das zöte traͤgt.— Der Boden hat nicht Ein Procent Humus und die minder zergangenen organiſchen Theile ſind kaum merkbar. V So manche laͤngſt bekannte Thatſachen haben ſchon auf⸗ merkſam darauf machen muͤſſen, in welchem Grade die Al⸗ kalien den Boden mit der Atmosphaͤre und mit der in ihm enthaltenen Feuchtigkeit in neue Beziehung ſetzen;. wie ſie die Lebenskraft der Pflanzen reger machen und wie Duj durch deren Anziehung, Zerſetzung, Aneignnng und Umbil⸗ dent dung der Stoffe fortwaͤhrend neue Combinationen im Bo⸗ fr: den gebildet werden, wie dadurch wiederum neue Wechſel⸗ ſſein anziehung im Boden erregt und befoͤrdert wird,— wie die⸗ af ſes alles geſchehe bei einem ſo geringen Vorrath von orga⸗ niſchem Stoff und beſonders von den humoͤſen Theilen, die 3 ..... da zwar nie gaͤnzlich fehlen und deren maͤchtige Einwirkung auf die Vegetation, auch durch die Anerkennung anderer add Prinzipien, auf keine Weiſe abgeleugnet werden darf, iſt n der hoͤchſten Aufmerkſamkeit werth. i 1 Der obere Theil aller 3 Kaͤmpe iſt im October vorigen d Jahres mit Rocken, in der Abſicht, ihn im Fruͤhjahr un⸗ lich terzupfluͤgen, beſaͤet worden. Das oͤſtlichſte der 3 Felder, der große Hungerkamp,(W 3zte Klaſſe A. 1(05) ſtaͤnde noͤrdlich nach untergepfluͤgtem gewi Rocken auf 315°, wenn nicht eine Gelegenheit ſich gezeigt ich i haͤtte, dken⸗ cgen Qnd. Naſche ſicht/ r ſich wenn d die kbar. auf⸗ ie Al⸗ der in ſeßen; nd wie Umbil⸗ Bo⸗ ichſel⸗ ſe die⸗ orga⸗ , die irung anderer rf, ſß drigen ir un kamt, uͤgtenn gefeigt häte, 47 haͤtte, 12 Morgen davon wohlfeil mit Einem Fuder He⸗ ringe per 100 Quad. Ruthen zu beduͤngen, wodurch es hoͤchſt wahrſcheinlich auf 454° gekommen iſt, wo nicht hoͤher. Um durch Erfahrung dieſe Vorausſetzung zu berichti⸗ gen, ſind von Oſten her 4 Morgen am 26ſten Maͤrz mit 2 ½ Himt(96) Sommer⸗Waitzen und 10 4b Klee(97) per Morgen breit beſaͤet, untergeſchattelt worden, 4 Morgen mit 2 Himt Wicken per Morg. beſaͤet,(98) 3 Morgen mit 16 b Spoͤrgel per Morgen,(99) 1 Morgen, gleich daran ſtoßend, mit 10 Himt Kar⸗ toffeln bepflanzt,(100) 1 Morgen blos auf untergepfluͤgtem Rocken eben ſo bepflanzt,(101) und das Keilſtuͤck: 1 ⅞ Morgen eben ſo mit Spoͤrgel beſaͤet worden.(102) Das wird dazu dienen, den Werth der Heringe als Dungmittel fuͤr Sandland naͤher zu beſtimmen— ich denke, daß der zugleich mit untergepfluͤgte Rocken ſelbſt bei ſehr trocknem Wetter ihn wirkend erhalten und dem Ver— ſcheinen(103) entgegnen wird, den ein ſo ſcharfer Duͤnger auf Sandland verurſachen ſell. Zu eben dem Zweck ſind die 2 noͤrdlichſten quer liegen⸗ den Stuͤcke blos auf Rocken mit Hafer(104) und einer andern Kartoffelart;(105) die 2 ſuͤdlich liegenden eben ſo bepflanzt und beſaͤet, nachdem ſie mit Heringen geduͤngt worden:(106) die Erſten ſtehen auf 4540°, die Letzten werden auf 5740 vorlaͤufig geſetzt; ſind viel⸗ leicht uͤber 6000.— Die unteren 5 ½¾ Morgen ſind auf Buchwaitzenſtoppel (107) geſaͤeter Rocken; ſtehen auf 506°.— Da ich nicht gewiß war, ob ich ihn nicht unterpfluͤgen wuͤrde, beſaͤete ich ihn ſtatt des trefflichen brabander Kampine⸗Rocken, mit wel⸗ 48 welchem alle meine uͤbrigen Felder beſaͤet ſind, mit hieſigem Land⸗Rocken. Der Augenſchein wird uͤber den großen Un⸗ terſchied mit dem gerade uͤber liegenden Felde belehren. In dem darauf folgenden kleinen Hungerkamp, 3te Klaſſe A. 1 ſind noͤrdlich 6 Morgen auf mit dem Rocken untergepfluͤgten Heringen, auf 5020° geſchaͤtzt, mit 1 Himt (108) Sommer⸗Waitzen per Morgen gedrillt worden. Es wird ſich zeigen, wie dieſer mit 1 ½ Himt gedrillte Waitzen(109) gegen den mit 2 ½ Himt breit geſaͤeten(110) im Ertrag ſtehen wird. Die darunter liegenden, auf untergepfluͤgtem Buch⸗ waitzen(111) geſaͤeten Rockenſtuͤcke ſtehen auf 4400. Die folgenden, auf Spoͤrgel(112) geſaͤeten auf 3700. Der obere beſſere Theil des Reſtkamps, auch zur z3ten Klaſſe A. 1(113) gehoͤrig, ſtand nach untergepfluͤgtem Ro⸗ 3 cken 336°, und ſo iſt auch der weſtliche Theil. Der oͤſt⸗ liche iſt mit Heringen geduͤngt, wahrſcheinlich 4560, viel— leicht uͤber 5000. Das Ganze iſt am 29ſten Mai mit 13 Himt Quaͤkkartoffeln(114) per Morgen bepflanzt worden. Suͤdlich von dieſen Feldern liegt das Wohnhaus des Herrn Paͤchter Staudinger.— Gerne wird der Reiſende die Bekanntſchaft dieſes kennt⸗ nißreichen Landwirths machen, der Theorie und Praxis, und, was eben ſo ſelten iſt, einen hohen Grad von Aus⸗ bildung mit der groͤßten Einfachheit des Bauernlebens im Innern ſeines Hauſes verbindet.— Ich hoffe, daß er in wenigen Jahren das Problem ge⸗ loͤſet haben wird, wie durch Stallfuͤtterung eine Milch⸗ wirthſchaft auf dem aͤrmſten Sandlande beſtehen kann, wenn man das Unterpfluͤgen gruͤner Saaten und beſonders des Spoͤr⸗ Spor womie Ertre 9 Schl lelnut Stau durch fin! dyß gebo lcche? ige dah da Ree vach V nig bepf gepft Vorfe darde ¹ traͤgt als ſiſgem Hen Un⸗ hren. d, zee Rocken r Hünt u. gedriclte 1(110) Buch⸗ 3709. ur zien em Ro⸗ er oſt⸗ biel⸗ i wit orden. 3 des kennt⸗ Prario, Ns⸗ im m ge⸗ Much⸗ „wemn ers de Erär⸗ — 49 A Spoͤrgels zu benutzen verſteht; wie durch die groͤßte Oeco⸗ nomie bei der Bearbeitung des Bodens ein geringer Roh⸗ Ertrag einen billigen Rein-Ertrag liefern koͤnne. Wenn ich hier den Wunſch erneuere, daß juͤngere Schuͤler in der Landwirthſchaft die mannigfaltigen Vortheile benutzen moͤgten, welche die Penſionsanſtalt des Herrn Staudinger darbietet und ſich ſo auf eine nicht koſtbare Weiſe, durch dieſen elementariſchpraktiſchen Unterricht empfaͤnglich fuͤr hoͤheren Unterricht machten, ſo kann ich hinzu ſetzen, daß fuͤr Religions⸗Unterricht durch den trefflichen dem Dorfe gewordenen Schullehrer, Herrn Erichſen, auf eine vorzuͤg⸗ liche Weiſe geſorgt werden koͤnne. Fuͤr hoͤhern und mannigfal— tigern Unterricht wuͤrde die Anſtalt der Herren Bocken— dahl und Wulff im Kleinen Flotbeck die beſte Gelegenheit darbieten. Von hier fuͤhrt der Weg durch das Dorf zur letzten, die Norder⸗Koppel genannt. Auf einer großen Koppel rechter Hand, der Heidorn genannt, zeigen ſich zuerſt auf 6 Morgen, Iſte Klaſſe B. nach 6 Fuder Stallduͤnger(115) auf 6530 ſtehend, im Winter in hohe Furchen, im Fruͤhjahr auf den obern leh⸗ migten Theil mit 4, auf den untern milden mit 2 Furchen gepfluͤgt, auf 12 und 22 Zoll Entfernung am zoſten Mai gepflanzt, feine blaubluͤhende hollaͤndiſche Kartoffeln, deren Vorfrucht Hafer war, welcher, beſonders wenn er gedrillt worden, mir die beſte Vorfrucht fuͤr Kartoffeln ſcheint. Das darauf folgende Feld, rſte Klaſſe B., auf 6200, traͤgt Klee(116) nach Sommer⸗Rapſaat, welche auch hier als Vorfrucht ihren Vorzug behauptet. D Das 50 2— Das dann folgende Feld iſt in 3 Theile zum Behuf des Verſuches getheilt, ob auf einem trefflichen Boden, Iſte laſſe B., auf 553°,(117) alſo maͤßigen Grad der Frucht⸗ barkeit bei dem jetzigen hohen Grade der Zertheilung des Bodens, Sommer⸗Waitzen, Gerſte oder Hafer noch im⸗ mer in demſelben Verhaͤltniß der Zutraͤglichkeit ſtehen wuͤrde, den ſie vormals bei minder ſorgfaͤltiger Cultur ergaben und der mich von der Gerſten-Cultur zuruͤck hielt, weil der Er⸗ trag nie im richtigen Verhaͤltniß ſtand und bei einer durch Beduͤngung*) erzwungenen Gerſten⸗Erndte das Lager⸗ korn den Klee verdarb, der auch in dieſem Jahre auf die⸗ ſen Theil der Koppel geſaͤet iſt. 4 Himt per Morgen(118) Kartoffelhafer ſind den 29ſten April, 3 Himt ⸗ ⸗(119) Sommer⸗Waitzen den Zoſten April, 3 Himt ⸗ ⸗(120) Gerſte auf Einem Stuͤck den 1ſten Mai, 6 Himt ⸗(121) dito auf 2 Stuͤcke den 26ſten Mai untergeſchattelt; letzteres um die Einwirkung der verſchie⸗ denen Saatzeit zu beachten. Das hinter dieſen 3 Kaͤmpen liegende Feld gehoͤrt oͤſt⸗ lich zur iſten Klaſſe B.,(122) weſtlich zur 2ten Klaſſe A., (123) iſt durch Braache(124) und verhaͤltnißmaͤßige Be⸗ duͤn⸗ *) Vielleicht wird die Muͤhe, die man ſich gegeben hat, ſeinen Acker genau zu kennen, nie anſchaulicher belohnt, als wenn man daruͤber aufs Reine gekommen iſt, mit wie wenigem Duͤnger man auskommen koͤnne, um der hoͤchſten Thaͤtig⸗ keit der mineraliſchen Beſtandtheile und der Einwirkung der Atmosphaͤre Nahrung zu geben: und umgekehrt wie viel Thaͤtigkeit man dem Acker geben muͤſſe, um dieſe Dung⸗ kraft wirkſam zu machen: dann werden reichere Erndten ſo wohlfeil als moͤglich erhalten und ſo ſicher werden, als es beim Ackerbau uͤberhaupt moͤglich iſt.— dng brach diill auf weiſ ſice Klaſ ohge gen lläͤhe entfe Kla am Me iiher bon Kan dexeij fen nen Rtt bz dehuf dn, Iſte Fruht⸗ lng des och im. vuͤrde, den und der Er⸗ t durch Lager⸗ uf die⸗ d den Aceil, en den Aptil, Stuͤck Mai, ke den Mai rſchie t dſ⸗ ſk, e We⸗ dͤn⸗ ſänen wenu nigem haͤtig⸗ n der ie vill Dung⸗ dten ſt qlé d G 51 duͤngung zum gleichen Grade von 8900 Fruchtbarkeit ge⸗ bracht und am 4ten Auguſt mit 2¼ tb(125) Rapſaat ge⸗ drillt worden. Die kleinen ungeduͤngten Stuͤcke, welche auf jeder Seite mit Rocken beſaͤet worden ſind, werden be— weiſen, ob die oͤſtliche Seite richtig auf 5980, die weſt⸗ liche auf 5250° geſchaͤtzt worden iſt.(126) Links nach Nord⸗Weſten liegt ein kleines, zur 2ten Klaſſe A.(127) gehoͤriges, im vorigen Jahre mit Nocken abgeerndtetes, nach erhaltenen 10 Fudern Duͤnger per Mor⸗ gen auf 6830 ſtehendes Feld am 12ten April mit blau⸗ bluͤhenden hollaͤndiſchen Kartoffeln, auf 22 und 15 Zoll(128) Entfernung eingepfluͤgt, beſtellt. Darunter ein kleiner, ſehr lehmigter Fleck, der zur 2ten Klaſſe B. gehoͤrt, im vorigen Jahre Kartoffeln trug und am iſten Mai mit Sommer⸗-Waitzen(129) 3 Himt per Morgen untergeſchattelt und mit Klee beſaͤet worden iſt. Der Weg, der ſuͤdlich zum Hofe zuruͤck fuͤhrt, geht uͤber einen kleinen, durch den Mißgriff, denſelben, ehe er von Quecken gereinigt war, zu rayolen, ſehr verquekten Kamp: man wird ſehen, ob das zmalige Haaken(130) ihn gereinigt hat;*) auf allen Fall werden dies die Quaͤkkaͤrtof⸗ feln thun, die am Zoſten Mai auf 22 und 15 Zoll Entfer⸗ nung eingepfluͤgt worden ſind. Das Feld hatte Wicken getragen, ſteht nach erhaltenen 10 Fudern Duͤnger auf 6560°,(131) gehoͤrt zur 2ten Klaſſe A.(132) Wendet man ſich nun rechts, ſo liegt links der Nord⸗ und Suͤd-Sicken, beide zur jſten Klaſſe B. gehoͤrig, tra⸗ gen, theils auf untergepfluͤgtem, theils unterrayoltem Klee, (133) Erſterer, Maͤrkſchen,(134) der Andere weißen Eng⸗ li— *) Am zoſten Junius iſt faſt keine Quaͤckpflanze ſichtbar. Das dreimalige Haaken hat im trocknen Fruͤhjahre Wunder gethan. D 2 52 liſchen Waitzen;(135) 9t.— 13t. October 2 Himt per Mor⸗ G gen untergeſchattelt, moͤgen jetzt, der Erſte etwa 30, der dͤng Andere 36(136) Pflanzen auf den Quad. Fuß haben. epf . SRcr. 1 n—,. d 5 Die oͤſtliche Haͤlfte des Süd⸗Sicken iſt rayolt, die weſt⸗ d liche untergepfluͤgt,(137) war aber mehr bewachſen, beſon⸗ ders ein Viereck neben der Mietenſtelle, durch welches die reichlich bezahlt macht. Ein — 1 große Wirkung der gruͤnen Beduͤngung immer mehr bewie⸗ 3 ſen werden wird.(138) Das erſte Feld ſteht auf 6800°,(139) das andere auf. 646°;(140) auf dem erſten ſind die nordoͤſtlichen, auf dem i andern die ſuͤdweſtlichen Stuͤcke wohl um 400 beſſer als 5 der Durchſchnitt. 8 4 Rechts liegen nach einem Bauernfelde die Neunſtuͤ⸗ auch cken, zur 2ten Klaſſe A.(141) gehoͤrig, jetzt mit Fruͤh⸗ ſuch kartoffeln(142) auf 15 und 22 Zoll untergepfluͤgt, vom wele Zoſten Maͤrz bis den éten April mit 9½ Himt per Morgen* an bepflanzt. unte Die oͤſtliche Haͤlfte trug Kartoffeln, ward nach der habe Erndte mit 5 ¾ Fuder Duͤnger per Morgen befahren und 1 mit Rocken(143) beſaͤet— am 7ten Maͤrz mit 2 Pfluͤgen 8 tief untergepfluͤgt und dadurch die Fruchtbarkeit auf 721° 4, * gebracht. an 2 Die weſtliche Haͤlfte trug Rocken, ward nach der Erndte mit Rapſaat(144) beſaͤet und dieſe, 1 Fuß hoch, den sten November untergepfluͤgt, mit 5 Fudern Duͤnger, bringt 8* die Fruchtbarkeit auf 710¼0. Daß der Theil des Rockens bei groͤßerer Erſchoͤpfung nicht mehr Duͤnger bedurft hat, liegt darin, daß zu Kar⸗ 8 toffeln rayolt und dadurch ſchlechterer Boden aufgebracht V worden iſt, welcher ſich aber, da er durch Duͤnger und gruͤn untergepfluͤgte Saat hat verguͤtet werden koͤnnen,) 8⁴ — Mor⸗ o, der . de wefe beſon/ hes die bewie⸗ ere auf uf dern er als , vom Forgen der mund fuͤgen 7215 Exudte en öteu bringt jpfung Kar⸗ ebracht und konnen, Ein — 53 Ein gegen die Mitte abgepfaͤhltes Stuͤck iſt nicht ge— duͤngt worden, um genauer zu beſtimmen, was der unter⸗ gepfluͤgte Rocken zur bekannten natuͤrlichen Fruchtbarkeit des Bodens, und was der Duͤnger hinzuthat.(145) So ward das nordoͤſtliche Keilſtuͤck kurz vor dem Pflan⸗ zen der Kartoffeln untergepfluͤgt, um die Wirkung auf die Kartoffeln wahrzunehmen.(146)*) Links an dieſem Felde liegt gegen eine Bauernkoppel uͤber, ein, am 2oſten October mit weißem Engliſchen Wai⸗ tzen beſaͤttes Feld, 2te Klaſſe A. Der obere Theil trug Kartoffeln, 2 untere Querſtuͤcke Bohnen,(147) welche ſich als beſſere Vorfrucht bei gleicher Fruchtbarkeit von 6720 auch wohl hier bewaͤhren und einen Beitrag zu den Ver⸗ ſuchen liefern werden, durch welche man die Vermehrung, welche die Kraft-Aeuſſerung durch dieſe Vorfrucht erhalten kann, zu beſtimmen ſucht; iſt mit 2 Himt per Morgen untergeſchattelt, mag 30 Pflanzen(148) per Quad. Fuß haben, Zoſten April= 4ten Mai mit Klee beſaͤet. Der nun rechts liegende Kamp gehoͤrt zur aten Klaſſe A., iſt weſtwaͤrts auf 748°(149) nach Kartoffeln(150) mit Waitzen verſchiedener Art beſaͤet. 4 2 Morgen weſtwaͤrts am Knick mit 2 Himt per Mor⸗ gen Danziger hoch bunten Waitzen,(151) 2 Morgen Maͤrkſchen Waitzen,(152) 5 Morgen braunen Waitzen von der Inſel Poͤhl,(153) durch die Guͤte des Herrn Baron v. Selby erhalten. 1 Morgen neuen Engliſchen Waitzen.(154) C Im *) Am 7ten Junius zeigt ſich hier wie allenthalben, daß dies auf nicht naſſem Boden den fruͤhen Wachsthum und die Entwickelung der Pflanzen merklich befoͤrdert.— 54 Im Durchſchnitt ſtehen etwa 32(155) Pflanzen auf den Quad. Fuß;— zwiſchen 2 Pfaͤhlen ſind 3 Morgen, wo der Waitzen auf zur Beduͤngung un⸗ tergefluͤgten Hafer(156) ſofort geſaͤet wurde; hier ſind etwa 14 Pflanzen auf den Quad. Fuß.(157) Den 16ten Mai ſahen ſie kraͤftiger aus als ihre Nach— baren; moͤglich, daß es ſich zeigt, in wie ferne ſo duͤnne ſtark gezweigter Waitzen die Concurrenz mit der groͤßeren Pflanzenzahl ertragen kann; ſicher daß in aͤhnlichem Fall der Hafer 3 Wochen fruͤher untergepfluͤgt und das Land gewalzt werden mußte. Dann folgt ein ſchmales Stuͤck mit Rocken beſaͤet, um die Vermuthung, daß die natuͤrliche Fruchtbarkeit dieſes ra⸗ holten Bodens 4790 ſey, zu berichtigen.(158) Der oͤſtliche Theil iſt gaͤnzlich dem Verſuch gewidmet, (der waͤhrend der ganzen Rotation durchgefuͤhrt werden ſoll) wie ſich der ungeduͤngte, gemergelte(159) Boden ge⸗ gen den beduͤngten,(160) ungemergelten, und in welchem Zuſtande der Erſchoͤpfung ſich bei beendigter Rotation beide Felder befinden werden. Die Klaſſe 2 A. eignet ſich vorzuͤglich zum Mergeln, wie man aus ihrer oben angefuͤhrten Beſchreibung abneh— men kann. Der Mergel beſteht nach genauer Unterſuchung aus 19 Prozent Kalch, 25 ½ Thon, 55 ½* Sand; er wird auf Verlangen vorgezeigt werden. Er iſt bei trocknem Wetter im Junius auf das Land gebracht und durchaus pulveriſirt und trocken flach unter⸗ gepfluͤgt, oft geeggt worden. Von T duß Oual 9 Quul fogen Mad wit: mit: 1; 1 ſtim gel! tn auf ung un⸗ d etwa Nach⸗ dͤnne oͤßeren m Fall Land t, um ſes de vidmet, werden en ge⸗ elchem beide rgeln, abneh⸗ g dl Land unter, Von 55 Von dieſem Mergel ſind auf Einem Theil 32 Cub. Fuß,(161) auf einem andern 16 Cub. Fuß(162) auf die Quad. Ruthe von 16 Fuß gebracht worden. Auf dieſem Felde liegen nach dem Rockenſtuͤck 100 Quad. Ruth. mit 13 Fudern Duͤnger(163) beduͤngt, dann folgen 360 Quad. Ruth., von denen die noͤrdlichen 240 Quad. Ruth. mit 16 Cub. Fuß, die ſuͤdlichen 120 Quad. R. mit 32 Cub. Fuß Mergel per Quad. Ruthe befahren ſind. Dann folgen wieder 200 Quad. Ruthen, die mit 15 Fu⸗ dern(164) beduͤngt ſind. Am 14ten Auguſt(165) ſind die weſtlichen 100 Quad. Ruthen geduͤngten und 180 Quad. Ruthen gemergelten Lan⸗ des mit 3 db Rapſaat per Morgen,(166) die anderen oͤſtlich liegenden 180 Quad. Ruthen und die 200 Quad. Ru⸗ then geduͤngten Landes mit 2 tb Rapſaat per Morgen(167) gedrillt— im Herbſt zweimal ſcarifizirt worden. Das geduͤngte Land ſteht auf 7600, ich vermuthe das gemergelte auf 6600° fuͤr dieſes Jahr, welches aber im folgenden, wie ich glaube, zunehmen wird. Im folgenden Jahre werde ich dem Bericht uͤber das erſte Reſultat eine chemiſche Analyſe des Bodens und der durch das Mergeln erlittenen Veraͤnderung ſeiner Beſtand⸗ theile hinzufuͤgen. Bis nun, Ende Mai, ſcheint die geduͤngte Saat den mit der vorausgeſetzten Fruchtbarkeit verhaͤltnißmaͤßigen Vor⸗ zug zu haben. 150 Quad. Ruthen am oͤſtlichen Knick ſind dazu be⸗ ſtimmt, halb auf 1 ½ Zoll hoch gemergelt, halb ohne Mer⸗ gel und Duͤnger beſtellt zu werden. Suͤd⸗ 56 Suͤdwaͤrts dieſes Feldes liegt ein kleiner Kamp, zur Zten Klaſſe B. gehoͤrig, trug im vorigen Jahre weſſtlich Rocken, auf 1 ½ Morgen oͤſtlich am Wege Steckruͤben; je— ner Theil ſteht auf 4800° Fruchtbarkeit und iſt 2½ Morgen am weſtlichen Knick an der Landſtraße mit 2 ½ Himt Ber⸗ wick⸗Hafer,(168) 1 Morgen daneben mit 2 ¾ Berwick, Hafer und Kalch(169) a 4 Himt per Morgen gedrillt.— Dann folgen 1½ Morgen gedrillter Rotabaga; am Wege 1½ Morgen, die auf 7180 ſtehen und mit Sommerwaitzen, 2 Himt per Morgen gedrillt ſind.(170) Der Kalch ſcheint ſchon fruͤh ſeine Wirkung zu zeigen. Der Sommerwattzen iſt gedrillt, um auch im lehmigten Boden das Verhaͤltniß des Ertrags zum breit geſaͤeten zu bemerken. Suͤdoͤſtlich von dieſem Kamp liegt mein ſchlechteſtes Feld im Kleinen Flotbeck, ein Gemenge von Torfgrund, Schlugſand, todtem Lehm und eiſenſchuͤſſigem groben Sand, zudem lag dieſes,(noch mehr als die nahgelegenen Kaͤmpe) ehedem einen großen Theil des Jahres durch, unter Waſſer und hat, ſeitdem dies abgeleitet worden, immer noch viele Saͤure behalten. Der oͤſtliche, etwas hoͤher liegende Theil iſt indeſſen durch ſorgfaͤltige Behandlung ſo geworden, daß ich ihn zur Zten Klaſſe A. 1(17¹) rechnen kann; der weſtliche, 3te Klaſſe B.;(172) das ganze Feld trug Wicken, die durch die Naͤſſe litten und die bei dem ſchlechten Wetter, welches bei der ſpaͤten Erndte einfiel, ſehr ſchlecht eingekommen ſind. Das Feld lag in hohen Furchen, iſt oͤſtlich mit 10 Fu⸗ dern Duͤnger geduͤngt und ſteht auf 655°, 6 Morgen mit Sommer⸗Rapſaat(173) gedrillt und mit Klee,(174) der im erſten Jahre auf dieſem Felde ſehr gut waͤchſt, beſaͤet. 9 ie — tu, zur difich ben, je, Morxan nt Ver— zerwick ill.— Wege vaitzen, zeigen. wigten ten zu chteſtes fgrund, Sand, mpe) Waſſer ˖ viele deſſen hu zur ee, zte e durch welches en ſind. 10 Fu⸗ en mit 44) der beſſet Nis Oie — 57 Die weſtliche Haͤlfte ſteht auf 4250 und iſt mit Kar— toffelhafer(175) gedrillt; dieſes Korn, nicht zu fruͤh ge— ſaͤet, ſagt dem feuchten Lande zu— man wird bemerken, daß es wie Winterſaat mit Waſſerfurchen durchzogen iſt. Nirgends wirkt das oͤftere Scarifiziren mehr als hier. Suͤdoͤſtlich dieſes Feldes liegt dann der Hoͤrſtenkamp, der letzte, uͤber den ich den, auf die Kunſt reiſenden Land⸗ wirth, fuͤhren werde. Er gehoͤrt zur iſten Klaſſe B., iſt durchaus lehmigt, aber nach gehoͤriger Bearbeitung bei erhoͤheter Thaͤtigkeit fruchtbar; die noch offene Mergelgrube wird beweiſen, daß dieſer Kamp einſt gemergelt wurde. Die Aſchberger Ar⸗ beiter, die ich, da unſere Leute damals die Arbeit noch nicht kannten, kommen ließ, verſicherten, daß ſich das Korn nothwendig nach dieſem trefflichen Mergel bei ſeinem da⸗ maligen Fruchtbarkeits-Zuſtand legen muͤßte. Ich kann verſichern, daß der Mergel ohne alle Wirkung blieb, ob er gleich in verſchiedener Dicke allein und mit Duͤnger zum Verſuch aufgefahren wurde. Er war thonhaltiger Mergel, auf Lehmland gebracht, welches reinen Kalch oder hitzigen, mit andern Alkalien vermengten Duͤnger bedurft haͤtte. Der Kamp trug im vorigen Jahre nach untergepfluͤg⸗ tem, ausgefrornen Waitzen, auf der noͤrdlichen Haͤlfte Som⸗ mer⸗Rocken und Sommer⸗Waitzen, auf der ſuͤdlichen Som⸗ mer⸗Rapſaat, ward mit Klee(176) am 23ſten Mai ge⸗ ſaͤet; wahrſcheinlich ſteht das Feld auf den noͤrdlichen 5 Morgen nach Sommer⸗Rocken auf 7200, 5 Morgen nach Sommer⸗Waitzen auf 6660, 11 Morgen nach Sommer⸗Rapſaat auf 7240, welches der Klee— mehr noch die darauf folgende Wai⸗ tzen⸗-Erndte— anzeigen wird. Dieſe Verſchiedenheit entſteht aus der Verſchiedenheit der Erſchoͤpfung. Der Sommer⸗Rocken hatte nur 17 Himt per 58 per Morgen, der Sommer⸗Waitzen 24 Himt gegeben, und der Himt Waitzen erſchoͤpft uͤberdies mehr als der Himt Rocken. Ehe ich den landwirthſchaftlichen Beſucher Flotbecks wieder nach dem Hofe zuruͤck fuͤhre, halte ich es fuͤr noͤ— thig, den Einfluß, den die Witterung auf die Beſtellung hatte,(welcher zu wichtig iſt, um ihn zu uͤbergehen) in ſo ferne ſie derſelben foͤrderlich oder hinderlich geweſen iſt, zu bezeichnen. Nur 4 Wochen lang im Januar und Februar bin ich an der Pflugarbeit behindert worden— dagegen iſt das Duͤngerfahren bei den tiefen Wegen unmoͤglich geweſen und hat mir im Fruͤhjahr eine koſtbare Zeit, wie auch den Vortheil geraubt, den Duͤnger waͤhrend des Winters ge⸗ breitet auf dem Felde liegen zu laſſen. Auf meinem leichten Lande im Großen Flotbeck konnte ich am 10ten Maͤrz ſchon zur Saat pfluͤgen, am 2aſten konnte ich ſaͤen und pflanzen. Am 6ten April war dieſe Arbeit, durch die Witterung gar ſehr beguͤnſtigt, zu Ende — unter 27 Tage waren nur d regnigte und Ein Regen⸗ tag geweſen— waͤhrend 24 Naͤchten war der Durchſchnitt der Waͤrme 4½0 geweſen, nur 2 mal ſtand der Barome⸗ ter auf o und Einmal 1° Froſt. Die Tageswaͤrme iſt 9 ½° geweſen. Nun war auch die Arbeit auf meinem Lehmboden moͤg⸗ lich geworden; am 7ten April konnte ich ſaͤen und pflanzen und bin Ende Mai fertig geworden. In 40 Tagen(bis den 16ten Mai) hatten wir 31 trockene, 6 regnigte und nur 3 Regentage— trefflich fuͤr meine Arbeit—. nur ſel— ten iſt mir der Lehm zu ſchnell hart geworden. Auf A auöke leicht kken T peratu dieſer ſchied vier 2‿2 dhehen, a de otbecks ar no⸗ ſielung )in ſo iſt, zu in ich ſt das elweſenn ch den es ge⸗ onnte kaſten dieſe Ende egen⸗ ſchvitt arome: ewe iſt moͤg: flanzen u(bis gte und nur ſe Auf 59 Auf den geeggten Kartoffelfeldern hielt ich beim Her— auskommen der Pflanzen die Erdklumpen, die man da viel⸗ leicht finden wird, fuͤr minder ſchaͤdlich, als das Feſtdruͤ— cken des Landes mit der Walze.— Waͤhrend dieſer 40o Tage war die Durchſchnitts-Tem— peratur Nachts 5½, Tags 140 geweſen. Die Wirkung dieſer großen, in dieſer Jahrzeit uͤbrigens gewoͤhnlichen Ver⸗ ſchiedenheit auf die Vegetation zu beziehen, muß man die vier verſchiedenen Abſchnitte bemerken. Vom 31ſten Maͤrz bis den 14ten April: Naͤchtlich 1 ½0 Waͤrme, Tages 83½0 3 war der Jahrszeit angemeſſen und alles wuchs wie gewoͤhn⸗ lich. Fruͤh geſaͤeter Hafer und einiger Waitzen ward an den Spitzen roth, beſonders nach den Nachtfroͤſten vom 8ten bis 10ten April— die indeß der knospenden Rapſaat nicht ſchadeten. Vom 15ten bis den 28ſten April war der Durchſchnitt Raͤchtlich 7 ½0, Tages 1650°, Mehrere Tage 18 bis 20°. Dann kamen Gewitter, welche die Naͤchte wieder auf 50° abkuͤhlten. Dieſe Waͤrme und die, die Gewitter begleitenden Re— gen beſchleunigten die Vegetation auf eine ungewoͤhnliche Weiſe— nie ſah ich Baumblaͤtter und die Bluͤthen ſo fruͤh, ſo friſch und kraͤftig ſtehen. Der Klee ward 12 Zoll hoch. Dieſe Waͤrme gab uns aber auch den Erdfloh, Chryso- mela nitida oder nitidula aenea. Nach dem Gewitter⸗ regen verlor er ſich etwas. Vom 60 Vom 29ſten April bis den öten Mai hatten wir Nachts 114 Tages 15 ½0 Vor Anbruch des Tages war es oft nahe am Rei— ffen und Tages uͤber in der Sonne bis 260 Hitze. Dies hat den ſpaͤt abgebluͤhten Schooten der Rapſaat allerdings geſchadet. Der Erdfloh verlor ſich gaͤnzlich und ich hoffe, daß er keinen Schaden bei mir angerichtet hat. Die ſich zeigenden weichen, gelb werdenden, oft nur an einer Seite gewelkten, oft aufgeſprungenen Schooten, in denen ſich nur aͤuſſerſt ſelten einige Maaden finden und deren Koͤrner zum Theil vertrocknet, nie angefreſſen ſind, ſind nicht das Werk der Inſekten, ſondern die Wirkung der Witterung auf die zarten, oberen Schooten, die mit ihr aufgehoͤrt hat und der reichen Erndte nur wenig ſchaden wird. Dieſe naͤchtliche Kaͤlte kann bei der ſtarken Sonnenhitze auch der Klee, beſonders beim Nord⸗Oſtwind nicht vertra⸗ gen— ſein Wachsthum ſtockt, die oberen Blaͤtter werden roth und auf ſehr trocknen, auch dem Wind ausgeſetzten Feldern fingen ſie an zu welken. Vom Ften bis den 16ten Mai väs der Durchſchnitt der naͤchtlichen Waͤrme 578 der Tageswaͤrme 13829. Bei dieſer naͤchtlichen Kaͤlte und bei den fortdauernden Nord⸗Oſtwinden waͤchſt der Klee nicht vorwaͤrts und wird Blumenknospen ſetzen, ehe er 15 Zoll hoch geworden iſt. (An ſehr geſchuͤtzten Orten iſt es ganz anders.) Auch der Waitzen ſteht im Wachsthum ſtille, welches aber ſehr wuͤn⸗ ſchenswuͤrdig ſeyn mag, da, wenn er, wie vom j5ten bis den 28ſten April fortgewachſen waͤre, die behutſamſte fruͤ⸗ here Behandlung fruͤhes Lagerkorn nicht wuͤrde verhindert haben.— Da m Ri. Hize. lapſaat dauzlich erichtet oſt nur Hooten, I ind ſind, der nt ihr chaden tenhize vextra⸗ erden ſetzten tt der zernden id wird deu üſt. uch der r wuͤn⸗ ten bis ſie feu rhindent Da — 61 Da wir uͤberdies mit Nachtfroͤſten verſchont geblieben ſind, ſo iſt die Witterung fuͤr Baum, und Feldfruͤchte durchaus erwuͤnſcht, um ſo mehr, da die kalten Naͤchte alles Ungeziefer zuruͤck gehalten haben. Der Klee iſt eine ſuͤdliche zarte Pflanze, die naͤchtliche Kaͤlte und ausdoͤrrende Nord-Oſtwinde, wenn ſie einmal im Wachsthum iſt, nicht wohl ertraͤgt.*) Von der zuletzt angefuͤhrten Koppel fuͤhrt der Weg bei den zwei Reihen Haͤuschen mit 24 Wohnungen fuͤr Tage⸗ loͤhner, deren Gaͤrten auf zwei nahgelegenen Feldern liegen, zum Hofe zuruͤck. Unter einem Schauer und in einem Behaͤltniß neben der Droͤſchmaſchine ſtehen die Ackergeraͤthe, welche fort⸗ waͤhrend im Gebrauch und deren Nutzen erprobt iſt; in einem andern Behaͤltniß die nicht gebrauchten fremden Ge⸗ raͤthe. Be⸗ *) Bei warmen Naͤchten, ſtarkem Thau und einigem, wenn auch nur wenigem Regen erholte der Klee ſich nach und nach wieder, iſt nun, den Zoſten Mai, ſchon 2 ½ a 3 Fuß hoch. Vom 17ten Mai bis zum 5ten Junius hat es in 19 Tagen nur Einmal, in der Nacht, geregnet. Der Durchſchnitt der Temperatur war in der Nacht 90, bei Tage im Schatten 200, in der Sonne 26 bis 230. Vom 2aſten bis den 28ſten Mai ſchien die Witterung ſich naͤchtlich gar ſehr abzukuͤhlen; die Temperatur fiel von 12 auf 60 und bei Sonnen⸗Anbruch noch tiefer. Dies fuͤr die Marſchgegend erwuͤnſchte Wetter ſchadet der Geeſt weniger als man befuͤrchten ſollte, weil nach dem weichen Winter viel Feuchtigkeit im Lande geblieben iſt. Alle Pfuͤtzen, die 1819 ausgetrocknet waren, halten jetzt noch Waſſer; auch den Pumpen fehlt es nicht, wie damals, an Waſſer. Indeſſen leidet auf trocknen, hohen Feldern das Sommer⸗Korn; auf Mittelboden iſt der Wachsthum lang⸗ ſam. 3 6²2 Bemerkungen uͤber die Erſten und eine Anzeige der Letz⸗ tern werden ſpaͤter folgen. Vorher aber wird es zur Beſchreibung der diesjaͤhrigen Cultur Fiotbecks nicht uͤberfluͤſſig ſcheinen, hier den Aus— zug uͤber die in dieſem Jahre beſtellten Felder hinzuzufuͤ⸗ gen, aus welchem das Verhaͤltniß der beſſernden und zeh⸗ renden Erndten erſichtlich ſeyn wird: 1. Zehrende Winterſaaten. Rapſaatt. 50¾ Morg. Waitzen mit Klee. 47 An. dito auf Klee 50 ⸗ dito auf Kar⸗ toffeln ohne Klee a dito(zu Expe⸗ rimenten) 11¼ ⸗ — Q 1 * N Rocken..... 32 Rutabaga(ſchwediſche Rübe)..... 1 ⁄ 2. Zehrende Sommer⸗Fruͤchte. Sommer⸗Rapſaat mit Klee 7 M. Sommer⸗Waitzen 15 dito mit Klee 16 Gerſte mit Klee. 3 Hafer.. 34 Egyptiſcher Sommer⸗ Rocken„.. 1 ⸗ ANͤX 271 ½ Morg. 3 · 3. Att. Bra Rayſe Karto Rap dito ding dit ſd dite ring di dito dito: Saat Dohe Grau Stec drdeg, üähenen en As uzufa- nd zeh⸗ Durg 63 Transport 271ã3⅞ Morg. in zehrender Saat. 3. Braach⸗Fruͤchte. Alt. Klee, Rapſ. Braache. 24 M. Rapſaat⸗Br. 6 ⸗ 30 Morg. Kartoffeln nach Rapſaat. 24 M. dito auf Stall⸗ dunger 20 ¼ dito auf Gaſ⸗ ſenduͤnger. 35 ¾ ⸗ dito auf He⸗ ringsduͤnger. 7 ⸗ dito auf Klee. 2 ¾ ⸗ dito auf Kart. 6 ⅞ ⸗ dito auf Rock. 5 ½ ⸗ Saat⸗Wicken. 10 ⸗ Bohnen.. 3 Graue Erbſen 3 ⸗ Steckruͤben.— z⸗ 115 ³½* — 1454 M.⸗ 4. Gruͤne Saaten. Klee.. 71 M. Mengfutter. 23 ¾ ⸗ Spoͤrgel 28 ⸗ — 122„ — 2684 ⸗ 5393 Morg. a 100 Quad. Ruthen. in beſſernder Saat. Auch 64 Auch bin ich wohl noch die Anzeige ſchuldig, mit wel⸗ chem Kraft⸗Aufwand das, was man geſehen haben wird und was ich beſchrieben habe, ausgefuͤhrt worden iſt: Es werden uͤberhaupt 15 Pferde gehalten, worunter 2 Kutſchpferde nur ſelten eine Aushuͤlfe leiſten, 3 gehen taͤglich das ganze Jahr durch mit Producten zur Stadt und bringen Duͤnger mit heraus. 2 waͤhrend des Sommers, ohne etwas zuruͤck zu bringen. 1 muß auf die nicht ſeltenen Hof- und Commuͤne⸗Fuhren gerechnet werden, 7 Pferde und 9 Ochſen verrichten die eigentliche Landarbeit. Meine Ochſen arbeiten 10 Stunden taͤglich wie die Pferde, verrichten im Ziehen und Pfluͤgen reichlich 2 Theil der Pferde⸗Arbeit und koſten mir betraͤchtlich minder als die Haͤlfte. Wo Wechſel-Ochſen gebraucht werden, wo die Koppeln entfernt liegen, auf leichtem Boden, bei Mangel an gruͤ⸗ nem Futter muͤſſen die Pferde einen entſchiedenen Vorzug haben. Bei mir, wo die Ochſen dieſelben Arbeitsſtunden mit den Pferden halten, wo die Felder in der Naͤhe des Hofes liegen, auf meinem lehmigten Lande, wo ich 8, oft 14 Tage ſpaͤter im Herbſt und eben ſo viel ſruͤher im Fruͤhjahr mit Ochſen als mit Pferden arbeiten kann, bei meinem lUe⸗ berfluß an gruͤnem Futter und an kleinen, zum Verkauf un⸗ tauglichen Kartoffeln, iſt es aͤuſſerſt vortheilhaft, Ochſen zu gebrauchen. Ich habe eine große Erſparung darin gefunden, keine Landhaushaltung zu haben: meme Pferde⸗ und Ochſen⸗ Knechte erhalten, da ſie Tag und Nacht in meinen Dien⸗ ſten ſind, Ttheil mehr Tagelohn, als die Tageloͤhner. Ich Jahr eoͤnnte meinen in mei meinen l meht, wäͤhre hng 3 Tac V Hamb kuliren könne 6 tur, t an ſii deuten 5 hinzuf antra ten F und gebau weinen ven R Tonne in de cken, haue. rit wel⸗ den wird iſt unter ten zur bringen. „Fuhren darbeit. wie die 3 Tfel nder als Koppelu an gruͤ⸗ Vorzug den wit 5 Hofes oft 14 Frühjaht einem N erkauf u⸗ Aohen zu n, keine Ochſen⸗ nen Dien⸗ ner. Jich 65 Ich beſchaͤftige in den Winter⸗Monaten bei Froſtwetter 12 bis 16 Maͤnner und 6 Frauen, bei offnem Wetter das Jahr durch 16 bis 20 Maͤnner und 3 bis 16 Frauen, koͤnnte aber mit Einem Viertheil weniger aus, wenn ich meinen alten Leuten nicht Brodt geben wollte und wenn es in meinen Verhaͤltniſſen laͤge, die hoͤchſte Anſtrengung von meinen Leuten fordern zu koͤnnen. Waͤhrend der Erndte habe ich 8 Maͤnner und 8 Frauen mehr; beim Kartoffel⸗Ausnehmen 60 Frauen mehr, waͤhrend 10 bis 12 Tage; beim Steinſammeln 14 Tage lang 12 bis 16 Kinder; beim Gaͤten eben ſo viele, etwa 3 Wochen lang. Wenn ich hinzuſetze, daß Ein Fuder Duͤnger mir in Hamburg etwa 16, in Altona 20 ſs koſtet, ſo wird der kal⸗ kulirende rationelle Landwirth mir ohne Muͤhe nachrechnen koͤnnen, was mich meine Bewirthſchaftung koſtet. Er wird gerne ſehen, daß ein gewiſſer Grad der Cul— tur, wenn er einmal erreicht iſt, und ausdauernd ſorgfaͤltig an ſeiner Vervollkommnung gearbeitet wird, bei einem be— deutenden Aufwande, zur wohlfeilſten Production fuͤhrt. Den Freunden intenſiver Cultur zum Troſt kann ich hinzufuͤgen, daß, als ich vor 36 Jahren die Wirthſchaft antrat, auf meinen beſten, mit 10 Fudern Duͤnger beſtell⸗ ten Feldern in den beſten Jahren das ſiebente Korn Rocken und in der 3ten Saat das achte oder neunte Korn Hafer gebauet wurde— daß ich jetzt im Durchſchnitt auf allen meinen zum Kleinen Flotbeck gehoͤrigen Feldern 5 bis 8 Ton⸗ nen Rapſaat per 100 Quadrat⸗Ruthen, etwa 12 bis 19 Tonnen per Tonne Areal, das 10te bis 13te Korn Waitzen in der dritten und fuͤnften, das 12te bis 17te Korn Ro⸗ cken, das 10te bis 14te Korn Hafer in der ſiebenten Saat baue: und dies, ohne gemergelt zu haben oder ohne der E Wie⸗ 66 Wirkung des Mergels auf den wenigen gemergelten Fel⸗ dern etwas Bedeutendes zuſchreiben zu duͤrfen; womit ich denn aber auf keine Weiſe andeuten will, daß, wenn vor 35 Jahren der Mergel ſchon bei uns gebraͤuchlich und ich damit bekannt geweſen waͤre, ich nicht auf vielen meiner Felder fruͤher, vielleicht auch wohlfeiler, meinen Zweck er⸗ reicht haͤtte; „daß ich die Zahl meiner Ackerpferde von 12 auf 7 habe vermindern koͤnnen, wogegen ich 3 Ochſen mehr habe und daß meine Arbeit ſchneller, beſſer und viel wohlfeiler geſchieht; „daß ich ſtatt 13 bis 1700 Fuder Duͤnger nur 1000 bis 1100 gebrauche und, falls es mir mit der abwechſeln⸗ den gruͤnen Beduͤngung gelingt, nur 8 bis 900 Fuder jaͤhr⸗ lich gebrauchen werde; „daß manche Gegenſtaͤnde des Tagelohns ſich bedeutend vermindern: daß z. B. der Gaͤtelohn, welcher 1815 noch 609 mg 7 ſs war, im Durchſchnitt der beiden letzten Jahre (hauptſaͤchlich in Folge des Rayolens, welches auch meine Pflug⸗ und Egge⸗Arbeit gar ſehr vermindert hat) nur 137 m 5 ſs geweſen iſt und in dieſem Jahre noch weniger zu werden ſcheint; „daß die Guͤte des Getraides ſich um 5 bis 10 Tha⸗ ler die Laſt, ſo wie das Gewicht des Waitzens ſich um 25 b die Tonne verbeſſert hat. Dieſer, das Ausdauern belohnenden, Verminderung der Ausgaben und Vermehrung des Ertrags habe ich es zuzuſchreiben, wenn ich durch den alle Beſorgniß uͤberſtei⸗ genden Unwerth der Producte zwar viel, aber dennoch we⸗ niger als mancher Andere leide, und, ſorgſam darauf ſin⸗ nend, mein Land rein und in Kraft zu erhalten, ruhig der Periode entgegen ſehe, wo Geld und Productenwerth ſich 5 2 wie⸗ - 67 den ge wiederum ins Gleichgewicht geſetzt haben wird und reich⸗ nadt ic liche Erndten wieder einen verhaͤltnißmaͤßigen Geld⸗Ertrag ven tur liefern werden. ich und h ſen mane Iweck el Das Ackergeraͤthe, deſſen ich mich bediene, hat aller⸗ dings ſeinen Einfluß auf das Gelingen meiner Arbeiten ge⸗ . 12 auf 7 habt, und ich glaube den Flotbeck beſuchenden Landwirth mehr habe mit dem Werth oder Unwerth des Geraͤthes, welches man wohlfeler ihm vorzeigen wird, bekannt machen zu muͤſſen. Da dieſe Blaͤtter hauptſaͤchlich fuͤr diejenigen beſtimmt ſind, die ſelbſt hierher kommen, und da bei weitem die mehrſten dieſer vrlhe Maſchinen anderweitig abgebildet ſind. ſo habe ich eine 1 fir naͤhere Beſchreibung derſelben fuͤr uͤberfluͤſſig gehalten. Man wird zuerſt erwarten, daß ich etwas uͤber meine hedeuken Droͤſchmaſchine ſage und ich mache es mir zur Pflicht, gr 1c hier meine Meinung uͤber ihre Brauchbarkeit vorzulegen. ten Jahre Die Maſchine bedarf 6 Pferde, 4 Maͤnner, 1 Jun⸗ ich meine gen und 5 Frauen: damit werden in etwa 9 Stunden= jat) nur 60 bis 80 Stiege Winterkorn, etwa 60 bis 90 Himt ge⸗ wegiger droſchen, durch die Staubmuͤhie getrieben, ge— ſiebt, durch die zweite Staubmuͤhle getrieben, 1 zu Boden gebracht, das Stroh gebunden und 10 Wn aufgeſtaakt. Alles dieſes geſchieht gleichzeitig und in s ſcch um minder als einer halben Stunde iſt das Korn, welches noch in der Aehre war, gedroſchen— und vollkommner, rminderung als es ſonſt auf irgend eine Art geſchehen kann, gereinigt, lbe ich es— zum Verkauf fertig. Füberſtei ch ve Es kommt darauf an, wie hoch der Tagelohn ſteht, wie nnoch we⸗ hoch man ſich die Pferde⸗Arbeit(die hier ſehr wenig arauf ſi angreifend iſt) berechnet, um zu wiſſen, ob dieſes oder das ruhin d mit dem Flegel droͤſchen wohlfeiler iſt. wert ſch 62 Bei wwle⸗ ——— 68 Bei mir iſt das Maſchine⸗Droͤſchen theurer, aber da d ich viel Saatkorn und dieſes bedeutend uͤber den Markt⸗ ſcine preis verkauſe, ſo iſt es mir gewoͤhnlich ſehr vortheilhaft, ſt vich V einen Theil meiner Erndten ſo zu droͤſchen. Da die Ver⸗ 20 ſchiffungen gerade in dieſe Zeit fallen und noch kein neues halten Korn zu Markte ſeyn kann, ſo hat es mir oft 20 bis 3 d Thaler fuͤr die Laſt Vortheil gebracht, wenn ich im Au⸗ Perrm genblick der Nachfrage das Getraide liefern konnte. be R: . Wo man einen Muͤhlbach beim Hofe haͤtte, wuͤrde der 8 Vortheil gar ſehr groß ſeyn, zumal, da eine Hechſelſchneide ſten: und jede andere Maſchine dieſer Art leicht damit in Ver⸗ 9d bindung geſetzt werden kann. Fätn 3 Waͤre es bei uns thunlich, das Korn mit der Sicher⸗ nm W heit, mit der es in England geſchieht, in Feimen aufzube⸗ 3 4 wahren, ſo wuͤrden die koſtbaren Droͤſchtennen und Scheu⸗ erf 8 b nen allerdings dadurch erſpart. lher . V Eine Schwierigkeit kann ſich dem Gebrauch der Ma⸗ deſſal ſchine da entgegen ſtellen, wo man ſeine Tageloͤhnuer im d Winter nicht unbeſchaͤftigt laſſen kann und will. vemn Die Nachtheile der Maſchine beſtehen darin, daß ſie rethe das Stroh etwas platt druͤckt und es daher nicht zu Dach⸗ 1 ſchoof gebraucht werden kann. Der Binder kann uͤbrigens ſud. 3 die Bunde ſehr leicht ſo legen, daß ſie bequem zu Hechſel 5 geſchnitten werden koͤnnen. Sche Die Maſchine droͤſcht ſo rein, wie unſere Handdroͤſcher zu droͤſchen pflegen. Da unſer Korn gemaͤht wird und 6 m * manche Aehre verkehrt zu liegen kommt, ſo entbehrt ſie ſdübel 4 bei uns den Vortheil, den ſie in England hat, wo mit der d 5 Sichel geſchnitten und mit großer Akkurateſſe gebunden ſdem wird, und wo ſie viel reiner droͤſcht, als es mit der Hand K moͤglich iſt. welch de n Der — 69 Der Flotbecker Schmidt Wilde wuͤrde eine ſolche Ma⸗ ſchine fuͤr 1000 Thaler liefern koͤnnen. Die Unterhaltung iſt nicht koſtbar; wird ſie viel gebraucht, ſo kann ſie fuͤr a0 m. Oel jaͤhrlich erfordern, auch muß ſie ſehr rein er⸗ halten werden, damit keine unnoͤthige Fricktion entſtehe. Die eiſernen Droͤſchmaſchinen ſtehen im Catalog der Herren Lees Cottam und Hollen, Winsley-Street opposits the Pantheon, mit 200 Lſtrl. aufgefuͤhrt. Beim Zuruͤckgehen nach dem Hofe muß ich auf die Schott⸗ ſchen Duͤnger: und Erndte⸗Karren aufmerkſam machen. Die Erſtern laden 32 Cub. Fuß Dünger. Ein Pferd zieht mit Bequemlichkeit 2000 db, auf hartem und ebe⸗ nem Wege 2500. Die Schnelligkeit des Abladens macht, daß, wenn die Entfernung nicht uͤber 10 Minuten Gehens iſt, ſie ztheil uͤber eine gleiche Beſpannung mit Wagen gewinnen; auf derſelben Koppel die Haͤlfte. Die Erndtekarren laden 8 bis 9 Stiege Winterkorn, wenn die Wagen 12 bis 13 Stiege laden; ſie ſind um ſo vortheilhafter, je naͤher das Feld iſt. Unter dem Schauer ſtehen die Pfluͤge, die im Gebrauch ſind. Der vorzuͤglichſte iſt unſtreitig der Smallſche verbeſſerte Schottſche Kettenpflug. Der Schmidt Small in Leith hatte ſelbſt Land, pfluͤgte es mit geraden, gegoſſenen Streichbrettern. Er fand, daß einzelne Stellen zuerſt durch die Fricktion angegriffen wur⸗ den. Dieſe feilte er ab, bis das ganze Streichbrett auf jedem Punkte gleichfoͤrmig auf die Scholle wirkte. Es fand ſich nun, daß dies eine Hoͤhlung ward, nach welcher der Pflug die Furche gerade auf 450° legte, durch die wurmfoͤrmige Bewegung die Erde zerkruͤmelte und nicht blos 70 Det blos als Keil ſondern auch als planum inclinatum wirkte Eim und dadurch gerade in ſchwerem Boden leichter ging. Es wohlfe iſt ein Schwungpflug, der durch den Vortheil, zu jeder deüch Tiefe und Flachheit blos durch Heben und Druͤcken ge⸗ W bracht werden zu koͤnnen, in die harten Stellen ohne ver⸗ ü, aͤnderte Stellung ſo gut eindringt, als in muͤrberen Bo⸗ i5 1 den; der auf Abhaͤngen und in Senkungen und gegen An⸗ hoͤhen ohne Veraͤnderung der Stellung gleichfoͤrmig wirkt Da und dadurch den Vortheil der etwas geringern Zugkraft b it reichlich kompenſirt, welche der Raͤderpflug erfordert. Er für m wird jedem Landmann Freude machen, der ihn arbeiten den A ſieht. rntheke Er pfluͤgt von 4½ bis 12 Zoll Tiefe, erfordert nach d dem Dynamometer bei 4 ½ bis 7 ½ Zoll Tiefe und 13 Zoll ds Breite, die ich mit 2 Ochſen pfluͤge, 200 b bis 350 †b ſeinzer Kraft; mit 2 Pferden pfluͤge ich bis 9 Zoll; dann erfordert halbe er 400 dd Kraft. 6ſ Dies verſteht ſich von ſchon vorher gepfluͤgtem Boden, o wo nur ſelten Hinderniſſe vorkommen, die 650 bis 700 tb Enſc Kraft erfordern, wie dies bei neuem Aufbruch haͤufig der b Fall iſt. tret V Bei 12 Zoll Tiefe und bei ſchwerem, neu aufgebroche⸗ Drei nem Boden erfordert er bis 700 b und alſo 3 Pferde dr oder 4 Ochſen.— Bei nicht zu hart gewordenem ſchwerem Lehmboden hat ſche es ſich noch bei neulich wiederholten Verſuchen bewaͤhrt, daß er bei 8 Zoll Tiefe 400 db,) bei 9½ Zoll Tiefe nur= 350 erforderte. Auf dieſe Weiſe pfluͤgen meine Pferde 10 Ruthen per Minute. Der 71 m bite Der theils von Eiſen gegoſſene, theils von geſchlagenem gn Cs Eiſen gehammerte, Smallſche Pflug iſt nicht allein der du ider wohlfeilern Erhaltung, ſondern ganz beſonders der unveraͤn⸗ ͤcken e derlichen Richtung wegen, die er durch den eiſernen Baum er⸗ ohne ver haͤlt, der vorzuͤglichſte. Schade, daß er theuer iſt. Er eren So⸗ ſteht in Lees Catalog 4 Lſtrl. 108.—:; kommt aber doch egen An⸗ mit allen Koſten hier uͤber 35 Thaler zu ſtehen. dirk 4 Bni Da dieſer Pflug alles leiſtet, was ich verlangen kann, dert. Er ſo iſt er auch der alleinige, der im Gebrauch geblieben iſt: arheien fuͤr meinen Boden der tauglichſte aus einer bedeuten⸗ den Anzahl der in ihrer Art guten Pfluͤge, die in der Vor⸗ rathskammer aufbewahrt werden. Bun Die folgenden Pflͤge werden dann gebraucht, wenn ich ou das Groß; Flotbecker Sandfeld zu bearbeiten, Kartoffeln crfrde einzupfluͤgen, beim Rayolen vorzupfluͤgen habe— allent⸗ halben, wo ich nicht tiefer als 3 bis 5 Zoll pfluͤgen will.*) Es ſind lauter einſpaͤnnige Pfluͤge,— werden auf dem Soden, Hofe Schattelpfluͤge genannt, weil ſie bis jetzt auch zum 700 d. Einſchatteln der Saat gebraucht wurden. aufg der Der Schattelpflug mit hoͤlzernem Streich⸗ brett bedarf auf leichtem Boden fuͤr 4 Zoll Tiefe, 8 Zoll fgebroch Breite, 100 kb; auf ſteiferem Boden 150 b Kraft; macht 3 Nfade per Minute 15 Ruthen.— Der Schattelpflug mit beweglichem Small⸗ boden hat ſchen eiſernen Streichbrett auf 4 Zoll Tiefe, 13 Zoll Brei⸗ bewihit, *) Auf rohem Boden koͤnnen vielleicht zu ſolcher Arbeit* Pferde erforderlich ſeyn— ich habe nicht ſelten 4 Pferde vorſpannen ſehen. uthen per Daß dies nun mit Einem Manne, Einem Pferde ſchnel⸗ ler und beſſer geſchehen kann, iſt wohl ein nicht veraͤchtli⸗ ches Beiſpiel der Oeconomie einer hoͤhern Cultur. η = 72 V Breite= 150 dd; in feſtem Boden 200 d; macht 15 b 2 Ruthen per Minute. gt Auch hier hat es ſich gezeigt, daß: der 1ſte Pflug auf 3 7 Zoll Tiefe, 13 Zoll Breite der Furche 400 db, der del Smallſche auf 7 ½ Zoll tiefer und 14 Zoll breiter Furche ds, nur 350 8b Kraft bedarf. di eande Hierher gehoͤrt auch ein ſehr leicht gehender, eine gute ſbatt Furche haltender Amerikaniſcher Pflug, den die Land⸗ nrer V haushaltungs⸗Geſellſchaft in Kopenhagen von dorther hat kom⸗ de. V men laſſen und den ich bei dem Herrn Mechanikus Wienſtrup in Kopenhagen erhalten habe. Es iſt zwar nicht, wie er ange⸗ 0 kuͤndigt wurde, ein eiſerner Pflug; nur das Sech, die nug 3 Schaar, der Kopf und das Streichbrett ſind Eiſen, alles rupſ ubrige iſt Holz und ſogar ſehr ſchwaches Holz— die Sch Smallſchen Pfluͤge, von denen oben die Rede war, ſind Wüd 4 ganz von gegoſſenem und geſchlagenem Eiſen und heißen mit 8 daher mit Recht eiſerne Pfluͤge. 4 dad Auf 3 ¾ Zoll Tiefe und 10 ¾ Zoll Breite brauchte er im fan leichten Boden 75—b Kraft; auf ſchwerem Boden von 2 ½„ bis 4 Zoll Tiefe= 150 db. Scheint aber dazu zu ſchwach, er macht 12 Ruthen per Minute, iſt auf ſehr leichtem Bo⸗ dun den ſehr empfehlungswuͤrdig. 6 N Statt der Schattelpfluͤge wird nunmehr der von dem ceen geſchickten Schmidt Wilde in Kleinem Flotbeck verbeſſerte bran Extirpator oder Kultivator gebraucht, den wir den Flot⸗ becker Grubber benannt haben. 5 Schaaren, wenn ſie 2 a 3 Zoll tief gehen, und jede b 13 eine fußbreite Furche geben, erfordern 3 bis 400 b Zug⸗ 1 kraft, koͤnnen alſo fuͤglich mit 2 Pferden gezogen werden i und machen 12 Ruthen per Minute. u Die ſus N qqqqnqnqnqäqéãéãnénénnmee 73 nac 1) Die keilfoͤrmige Richtung, in der die Schaaren ſtehen, traͤgt gar viel zur Brauchbarkeit dieſes Pfluges bei. 2 Pug auf Da, wo man nur beabſichtet, die Oberflaͤche 2 bis 3 9, da Zoll tief umzupfluͤgen— wie beim Unterſchatteln der Saat, kter Huche des Duͤngers, den man in der Oberflaͤche erhalten will— beim Ruͤhren eines ſchon umgepfluͤgten oder rayolten the aut Landes, beim Ueberarbeiten gepflanzter Kartoffeln— er⸗ nde und ſpart er allerdings auf ſchwerem Lande die Haͤlfte; beim eha 69 Unterpfluͤgen einer Kornſtoppel auf leichtem Lande weit uͤber 1 15 die Haͤlfte an Zeit und Kraͤften. zienſtrup in eer ange⸗ Ob dieſes aͤuſſerſt nuͤtzliche Inſtrument auch ſtark ge⸗ Sech, die nug ſey, um auf lehmigtem Boden die Stoppel unter⸗ ſſen, alles zupfluͤgen, wird der Verſuch in dieſem Herbſte lehren. olz— die Schade, daß es theuer iſt,— unter 90 mg kann der Schmidt war, ſud Wilde es nicht liefern; mit hoͤlzernen, nur an der Spitze und heißen mit Eiſen belegten Schaufeln und dann nur durchaus fuͤr leichtes Land brauchbar, wuͤrde der gleichfalls ſehr geſchickte Rademacher Dehhof im kleinen Flotbeck es fuͤr 45 mg lie⸗ uicht er in fern koͤnnen. nchan Den Waſ ſ erfurchen⸗Pflug mit beweglichen Streich⸗ icten brettern kann ich gar ſehr empfehlen, ſo wie den großen Spaltpflug da, wo die zuſammengepfluͤgten Furchen ge⸗ ſpalten und die Furche dahin zu bringen iſt, wo der Ruͤ⸗ r von dn cken der Furche war. Auch iſt er zu tiefen Einſchnitten verbeſert brauchbar. Der Erſte mit Einem, dieſer mit 4 Pferden. den dlo Die in Mecklenburg gebraͤuchlichen Ochſen⸗Haaken; zum quer haaken des gepfluͤgten Landes, zur Vertilgung , and ſede des Quecks, zur Zerkruͤmelung des Erdreichs und noch o t Zug⸗ ganz beſonders zum Pfluͤgen der letzten Winterfurche brauch⸗ en werden bar, welche auf keine beſſere Art der Wirkung des Froſtes ausgeſetzt werden kann— vorausgeſetzt, daß tiefe Waſſer⸗ furchen durchgezogen werden. 1 Der Rahm, der mit Schwarz⸗Dornen durchzogen und fuͤr feine Saͤmereien trefflich praͤparirt. 74 „Der Reinigungspflug zwiſchen den Kartoffelreihen V ennde mit 3 Schnitten, ſo wie die einſpaͤnnigen Pfluͤge zu dieſem Paze Zweck mit den vorgeſetzten kleinen Blechen zum Behaͤufen, Aalze ſind bekannt und faſt allenthalben im Gebrauch.— Von Eggen iſt im Gebrauch: veriſte a) die aſpaͤnnige deutſche Egge mit eiſernen Zinken zum geeggt erſten Eggen. kehrten b) die 4ſpaͤnnige Boot⸗Egge, die ich faſt nie Veran⸗ tuges laſſung habe, zu gebrauchen. D e) die große gegliederte zweiſpaͤnnige Schottſche Egge hung mit geraden und mit gekruͤmmten eiſernen Zinken, und de letztere beſonders auf quekigtem Felde brauchbar. deen, d) die im ſchlimmſten Fall zu gebrauchende vierſpaͤn⸗ ſud, nige Huckegge, welche den von den andern Eggen E mit Erde bedeckten Queck aus dem Grund hohlt. Scht e) die hoͤlzernen einſpaͤnnigen Eggen, auf leichtem V Lande brauchbar. b f) die einſpaͤnnige Mecklenburger Egge mit eiſernen V Zinken. g) die treffliche einſpaͤnnige Brabander Egge mit ſchraͤg V b wan V geſtellten Zinken zum Herausholen des Unkrauts und V R zum Einſchleppen der Saat, wenn ſie umgekehrt V) d V wird. 4 r V b) einige leichte eiſerne Eggen fuͤr Saͤmereien und ein 9) 4 gehoͤrig beſchwert, das Land zu Staub macht und V 91 das Hierher gehoͤrt denn auch der Wieſen⸗Hobel. drett An Walzen: 3 Eine leichte hoͤlzerne fuͤr Sandland;— die auf lehmigtem unn Lande ————— 2—— tfäbeihen zu diſem Ihäͤſn, ken zum : Weraue che Egge inken, ſchbar. vierſoaͤn en Eggen hohſt. keichtem eiſernen it ſchräͤg auts und uingekehlt und eit ogen und nuct und hwigten dande 75 Lande unentbehrliche Stachelwalze und die ſchwere ſteinerne Walze, um die Kluten zu zerkruͤmeln, welche die Stachel⸗ walze getheilt hat. Bei trocknem Wetter wird der Zweck, das Land zu pul⸗ veriſiren, nie verfehlt, wenn zwiſchen dem Walzen gehoͤrig geeggt wird— bei feuchtem Wetter wird mit der umge⸗ kehrten Egge geſchleppt und mit der Buſchegge, wie oben angezeigt, nachgearbeitet. Der Erdbohrer iſt fuͤr Erd- und Mergel⸗ Unterſu⸗ chung unentbehrlich, wie bei Unterſuchung der Torfmoore und des Untergrundes uͤberhaupt, zur Auffindung der Sand⸗ adern, die zum Abzapfen des Unterwaſſers zu zennbsn ſind, u. ſ. w. Er beſteht auſſer Einem großen und Einem kleinen Schraubenſchluͤſſel, aus 16 Stuͤcken, naͤmlich: der Kopf.. Fuß lang, das dann folgende Stuͤck 3 8 Stuͤcke von 4 Fuß 32 ⸗ — 36 Fuß, d d daran koͤnnen folgende Bohrer geſchroben werden: die Waſſerpummnrpe. 5 Fuß. 2) 1 Steinbohrer aus 2 Stuͤcken beſtehend, a⸗ F.= 4 Fuß⸗ 3) 1 Bohrer zu Lehm u. Moorgr. aus 2 St. a 2 F.= 4 Fuß. 4) 1 Bohrer zu Mergel....= 2 Juß. Das zum Ebnen eines Feldes ſo aͤuſſerſt nuͤtzliche Mull⸗ drett: haͤufig in den Marſchen im Gebrauch.— Zu den in ſtetem Gebrauch ſeyenden Maſchinen gehoͤrt auch vorzuͤglich die Cookſche Drillmaſchine, mit der alles, von 76 von der Rapſaat an bis zu den Bohnen auf 9, 12, 15, V 4 18 und 21 Zoll geſaͤet und mit den dazu gehoͤrigen te Haaken gereinigt und ſcarifizirt werden kann,— auch Neſe ſind dieſe letzteren zum Aufruͤhren eines Bodens, fuͤr den ühne der Grubber zu tief gehen wuͤrde, ſehr brauchbar. 81 Daß dieſe Drillwirthſchaft den Boden außerordentlich ¹ rein erhalte, der Lebenskraft der Pflanzen durch das Auf⸗ de lockern derſelben ſehr zu Huͤlfe komme und bei einer min⸗ ſchon dern Ausſaat eine mindeſt gleiche Erndte liefere, iſt durch on eine asjaͤhrige Erfahrung in Flotbeck erwieſen. ladt Mit Einem Pferde koͤnnen 10 Morgen Landes taͤglich beſtellt werden. 8 Wie ſie arbeitet, iſt auf den mit Rapſaat und Som⸗ zui aer⸗Korn bebaueten Feldern ſichtbar. 1 Ddiie neueſte und beſte Abbildung und Beſchreibung iſt Din in Doctor Heinrich Chriſtian Gerke's„Landwirthſchaftlichen brau Erfahrungen und Anſichten,“ Hamburg 1822, bei Perthes V und Beſſer— enthalten; in Lees Catalogus ſteht ſie fuͤr b rie 18 Lſtrl. 18s.—; notirt. Der Schmidt Wilde macht ſie Pm fuͤr 400 mg. In der Geraͤthekammer befinden ſich außer allen kleinen— Geraͤthen, die nicht im Gebrauch ſeyenden groͤßern. Die ij 1 bedeutendſten ſind: Ein alter Engliſcher Steinpflug zum den Aufbrechen ſehr ſteinigten Bodens; der Dukettſche Pflug; dem * der gewoͤhnliche deutſche Pflug; der Dukettſche Wuͤhlpflug, tal der den untern Boden lockert, ohne rohe Erde herauf zu V V bringen; der Marſchenpflug; der fuͤr Sandland treffliche u t Norfolk⸗Pflug; eine gute Kartoffel⸗Schneidemaſchine; Kerſ ein Fellenbergiſcher Extirpator. u he (Vei dem Schmidt Wilde ſtehen gewoͤhnlich von den V d trefflichen, von ihm verfertigten Hechſel⸗Schneidemaſchinen, ſm, die ihren großen Ruf ſehr zu verdienen ſcheinen. Ich habe nicht Vieh genug, um ſie zu benutzen.— Die —yõ——,.— 77 1, J, Dieſer induͤſtrieoͤfe Mann wird binnen kurzer Zeit eine ſäſdigen verbeſſerte Haͤckerlingsmaſchine fertig haben, die mit 4 — aach Meſſern ſchneidet und 2 mal ſo viel Haͤckerling liefern wird, für dn ohne mehr Kraft⸗Aufwand wie jene zu erfordern. Sie iſt bis auf den Kaſten, von geſchlagenem Eiſen.) ddeitich Von dem kleinen Geraͤthe moͤgten der Cichorien⸗Spaten, as Auf, die Spaten zu den verdeckten Gruͤppen, die Windroͤhre, die er win⸗ ſchon ſo manches vom Klee geblaͤhete Vieh gerettet hat, ſt durch von der eine Beſchreibung im zten Heft der Schlesw. Holſt. landwirthſchaftlichen Hefte Seite 102 enthalten iſt und die die tinlch Gebruͤder Booth nach einer oͤkonomiſchen Vorrichtung fuͤr 1½ Ld'or verkaufen— und endlich der zur Beſtimmung der Zugkraft ſo nuͤtzliche Kraftmeſſer(Dynamometer) unter Son andern einige Aufmerkſamkeit verdienen. So auch die auf dem Hofe befindliche Schnellwage fuͤr Heu, Stroh, und dung it Duͤnger⸗Karren eingerichtet und in mancher Hinſicht gftlchen brauchbar. lennſs Hier kann nun der Wegweiſer von dem auf die Kunſt ſe für reiſenden Wanderer Abſchied nehmen. Gluͤcklich, wenn er cht ſie ihm keine lange Weile gemacht hat. Bei meiner Vorliebe fuͤr Flotbeck und deſſen Cultur bin klinen ich nicht unbefangen genug, um uͤber die Nuͤtzlichkeit dieſes . De Berichtes ein kompetenter Richter zu ſeyn— das muß ich ug zum dem, die Agrikultur liebenden Publikum zu beurtheilen Püng uͤberlaſſen. hhie Ich habe geglaubt, zur Foͤrderung der Kunſt etwas teflie zu thun, wenn ich auch Andere in den Stand ſetzte, die 2,. Verſuche, die ich fuͤr mich gemacht habe und taͤglich mache, uſiit; zu benutzen. Dies war meine Abſicht— ſie mag mich entſchuldi⸗ an den gen, wenn ſie mich auch nicht zu rechtfertigen vermag.— ſchinen, Flotbeck, am Ende des Maimonats, 1822. ic hü Freiherr von Voght. di Kach⸗ — ö“ “ 78⁸ Nachſchrift. Beim Ueberleſen dieſer Bogen bemerke ich, daß ich in der Reduction unſeres Land⸗ und Flaͤchenmaaßes zum fremden, das 5 Landmaaß der durch ihre ungeheure Production ſo wichtigen Holſteiniſchen und Hamburger Marſchen vergeſſen habe. Es wird alſo hier nachgeholt, ſo wie der Diviſor, der bei dem gegebenen Grade der Fruchtbarkeit die Himptenzahl anzeigt, welche von dem Demath oder dem Morgen in einem Mittel⸗ jahre oder im Durchſchnitt vieler Jahre zu erwarten ſtehet. 100 Flotbecker Morgen ſind gleich 21,77 Hamburger Marſchmorgen und der Diviſor oder die zur Production eines Hamburger Himten Waitzen auf dem Hamburger Marſchmor⸗ gen noͤthige Fruchtbarkeit iſt 7, 850°. 100 Flotbecker Morgen ſind ferner gleich 46,30 Eiderſted⸗ ter Demath, und der Diviſor oder die zur Production eines Hamburger Himten Waitzen auf dem Eiderſtedter Demath, noͤthige Fruchtbarkeit iſt 16,670. Auch habe ich noch nachzuholen, daß, wenn ich Seite 22 von 360 als der zur Production von 42 7b Waitzen per 100 Quad. Ruthen noͤthigen Fruchtbarkeit ſprach, dieſes nur fuͤr Waitzenboden gelten koͤnne, welcher in ſeinen verſchiedenen Abſtufungen bei mir vom lehmigem Sand bis zum ſandigem Lehm, wie Seite 6 und 7 naͤher beſtimmt iſt, 10 bis 26 Procent Thon, 10 bis 25 Procent feinen, 45 bis 70 Procent groben Sand, etwa 2 Procent Kalch, 5 bis 7 Procent Humus ent⸗ haͤlt; daß ich dabei den Zuſtand des Feldes verſtehe, in welchem es ſich nach Braache oder Braachfrucht und der Beduͤn⸗ gung, die der Boden, ohne Lagerkorn in gewoͤhnlichen Jahren zu haben, ertragen kann, befindet; und daß meine Erfahrung endlich ſich nur auf den, dem meinen aͤhnlichen Boden von 540 bis 8000 Fruchtbarkeit erſtrecke. Ein Feld von 5400 Fruchtbarkeit wuͤrde in gewoͤhnlichen Jahren bei mir nur etwa das 7te Korn(immer 2 Himt Einſaat fuͤr 100 Quad. Ruthen vor⸗ — ich in der anden das wichligen ſen habe. er bei den Nanzeigt i Mautel⸗ ſtehet. Hauburger etion eines Karſchmor⸗ HLidelſted etion eines r Demath Seite 2 a per 1od s nur fir erſchiedenen m ſandigem 25 Prrernt cent groben Humus en in velcen der Sduͤn⸗ hen Jahren Erfahrung Boden vol von 540: ir nur etne usd. Nulhe vor 79 vorausgeſetzt) geben und unter dem halte wenigſtens ich es nicht fuͤr gerathen, Waitzen zu bauen. 8000 giebt in gewoͤhn⸗ lichen Jahren das 11te Korn, aber ſchon nicht ohne Gefahr des Lagerns. Jeder Mittelboden hat eine natuͤrliche, auf ſeine Beſtand⸗ theile ſich beziehende Stufe, uͤber welche man ſeine Fruchtbar⸗ keit fuͤr Waitzen durch Beduͤngung nicht erheben darf.— Ich habe nicht das Gluͤck, den beſſern Boden aus der Erfahrung zu kennen, der eine groͤßere Quantitaͤt Thon mit feinem Sande vermiſcht, mehr Humus und mehr Kalch enthaͤlt. Ein ſolcher Boden befindet ſich gewoͤhnlich in Niederungen, den Bo⸗ denſatz ehemaliger Strombette oder Landſeen enthaltend, wie ſie im oͤſtlichen Theile Holſteins und Schleswigs nicht ſelten ſind. Er pflegt bei maͤßiger Duͤngung in Mitteljahren das 12te bis 13te Korn Waitzen zu geben und hat alſo von 800 bis 10000° Fruchtbarkeit. Hier lagert das Korn ſich oft, be⸗ ſonders nach dem Mergeln und hier iſt es, wo der Rapſaatbau durchaus nuͤtzlich iſt⸗ Noch weniger kenne ich aus Erfahrung jene merkwuͤrdige Fruchtbarkeit der Marſchlaͤndereyen im weſtlichen Theile Hol⸗ ſteins; des Kleybodens, der vom Seewaſſer angeſchwemmt, oder der Bodenſatz der See ſelbſt, ſo ungemein fruchtbar iſt, 1) durch die ungeheure Feinheit ſeiner Sandtheilchen,— 2) durch die Kleinheit der vielen Kalchtheile, die er ent⸗ haͤlt und ihre enge Verbindung mit den Thon⸗- und Sandtheilchen, 3) durch die Salze, welche aus der Miſchung der vielen animaliſchen Theile verfaulter Fiſche, der Mollusken und anderer Seegewuͤrme mit den zergangenen alkali⸗ ſchen Seepflanzen und Graͤſern, durch deren Miſchung endlich mit den Beſtandtheilen des Seeſalzes ſelbſt ent⸗ ſtan⸗ 80 ſtanden und mit dieſen Erdtheilchen ſo eng vermiſcht ſind, daß bei einer zweckmaͤßigen Fruchtfolge und ſehr ſtar⸗ ken Bearbeitung kaum eine Periode anzugeben iſt, wo dieſer Boden ſeine ausgezeichnete Fruchtbarkeit verloͤre. Hier iſt es, wo nach dem Eindeichen einigemal Hafer geſaͤet werden muß, der das 24ſte bis 44ſte Korn traͤgt und dann das Land nach einer Sommerbraache bis 50 Himt Rapſaat von 100 Quad.⸗Ruthen bringen kann; hier iſt es, wo ausſaugende Erndten nothwendig ſind, wo der Rapſaatbau einheimiſch und nothwendig ward, und wo nach der Rapſaat noch der Waitzen das 14te bis 18te Korn bringen kann. Dieſer Boden wuͤrde freilich auf 1200 bis 16000 ſtehen und das non plus ultra aller Fruchtbarkeit ſeyn. Dieſen Boden kenne ich freilich nur durch eine Reiſe, die ich vor vielen Jahren durch die Marſchlaͤndereyen machte: was ich aber nur zu gut kenne und wovon ich das Maaß zu jenem Fruchtbarkeits⸗Meſſer hinzufuͤgen muß, iſt das durch meine bisherigen Erfahrungen ſich ergebende Maaß fuͤr den Rocken— Ertrag auf Sandfeldern. Dieſes iſt durch Erfahrung angege⸗ ben 280 als die zur Erzeugung von 42‧—b Rocken auf 100 Quadratruthen noͤthige Fruchtbarkeit, und vielleicht iſt es nicht blos Zufall, daß dies ohngefaͤhr dieſelbe Zahl iſt, welche das Verhaͤltniß des Mehlgehalts des Rockens zum Mehlgehalt des Waitzens angedeutet haben wuͤrde. Dieſes ſetzt nun einen Bo⸗ den voraus, ohngefaͤhr wie der Seite 9 und 10 naͤher bezeichnete, 7 bis 10 Procent Thon, 6 Procent feinen, 76 bis 86 Procent groben Sand, 2 bis 5 Procent Humus, 1 bis 2 Procent Kalch enthaltend. Dieſer Rockenboden wuͤrde nun bei mir durch 250 bis 6000° bezeichnet, da es wohl nicht raͤthlich ſeyn kann, Ro⸗ cken zu bauen, wenn der Ertrag viel unter dem 5ten Korne iſt; ſo wie man, beſondere Faͤlle ausgenommen, auf dem Lande, wo man uͤber das 10te Korn erndtet, wohl mit mehrerem Vor⸗ theile Waitzen bauet. -—— Al⸗ —— — du 9 81 wahe Alphabethiſches Regiſter uͤber die bei diesjaͤhriger Be⸗ m i 8 ſtellung Flotbecks beabſichtigten Verſuche.*†) eit verlite. Drillen xfer geſtit 1„ N ob gedrillter Hafer mehr giebt als breit geſaͤeter. 74. 75. dann das ob gedrillter Sommerwaitzen mehr zutraͤgt als t von 100 breit geſaͤeter.. 119. 179. neſägene ob dito auf Sandland 109. 110. imiſch und Duͤnger er Wäize a) animaliſcher Duͤnger. Schweizerduͤnger. 0o ſtehen ob er in A. fuͤr 30 Reichthum anzunehmen. 49. 33. ob in B. fuͤr 21......... 78. 115 · Reſſe, die ſeine Wirkung bei einfacher und doppelter Duͤngung 49. achte: des Gewoͤhnlicher Stall Duͤnger. 7 F zu jenm ſeine Wirkung im Vergleich mit Compoſt.. 856. urch meine— 3 Com⸗ en Rockel*) Ich habe geglaubt, es dem landwirthſchaftlichen Beſucher g angege. Flotbecks, der ſich uͤber den Erfolg der Verſuche durch den mauf 10d Augenſchein unterrichten will, durch dieſes Regiſter zu er⸗ ſt es nict leichtern, indem es ihm fuͤr den Gegenſtand, der ihn viel⸗ leicht beſonders intereſſirt, das Feld nachweiſt, wo er den welche das angeſtellten Verſuch auffinden kann. weßit d Ich weiß aus einer langen Erfahrung nur zu wohl, wie Anen be ſelten ein ſolcher Verſuch, bei dem ſo viele fremde Urſachen bezeichute einwirken koͤnnen, gaͤnzlich gelingt; viele, vielleicht die mehr⸗ 86 Procent ſten dieſer Verſuche werden kein reines Reſultat liefern. noent ah Hie und da wird ſich aber, hoffe ich, doch eine Thatſache rdurc 250 ergeben, die als Erfahrung angenommen werden kann und eun, Na⸗ auch das iſt ſchou ein die Muͤhe lohnender Gewinn. Giebt garne ſt; mir Gott Muße und Geſundheit und bemerke ich, daß es den Landwir hen, fuͤr die ich am liebſten ſchreibe, nicht un⸗ m Lnnde, willkommen ſeyn wird, ſo werde ich eine angenehme Pflicht erem Ver⸗ erfuͤllen, wenn ich im folgenden Jahr in den, durch die Cen⸗ traladminiſtration der Schleswig⸗Holſteiniſchen Patriotiſchen 1 Geſellſchaft in Altona bei Hammerich herausgegebenen land⸗ wirthſchaftlichen Heften, daruͤber Rechenſchaft ablege. 1 E A 4 —— Nr. Compoſt⸗Duͤnger. ſeine Wirkung im Vergleich mit gewoͤhnlichem Staflounger......... 86. ſeine Wirkung bei einfacher und doppelter Duͤngung 49. wie nuͤtzlich das lange gebreitet Liegen des Duͤngers dem Acker ſey........... 40. Heringe: mle: ob, friſch untergepfluͤgt, im Vergleich mit unge⸗ duͤngtem Lande, er fuͤr 6 Fuder Duͤnger zu rech⸗. nen: auf Lehmboden........ 22. Wie die Wirkung nach untergepfluͤgtem Rocken auf Sandland fuͤr Kartoffen.. 100. 114. wie fuͤr Spörgel.......... 99. wie fuͤr Wicken.......... 98. wie fuͤr Sommer⸗Waitzen.. 96. 108. wie fuͤr Klee... 97. ob der mit den Heringen untergepſtägke Rocken das Verſcheinen verhindetrtrt. 103. 106. Heringsduͤnger⸗Compoſt. Wirkung fuͤr Gerſte, mit 1 und 2 Fudern.. 49. Knochenaſche. Wirkung fuͤr Rocken, im aten Jahre auf Sandland 94. b) vegetabiliſcher Duͤnger, untergepfluͤgter Klee. Wirkung fuͤr Kartoffeln, in 1ſter Klaſſe A.... 25. ob er unterrayolt oder untergepfluͤgt mehr wirkt. 137. ob verfault und unterrayolt...... 138. ob der unterrayolte Klee fuͤr Waitzen hoͤher als 3 Fuder Duͤnger zu rechnen; ob daher der Kraft des Bodens etwas zuzulegen iſt. 80. 133. 137. untergepfluͤgter Spoͤrgel, wie ſeine Wirkung iſt in der dritten Klaſſe K. 2.. 112. untergepfluͤgter Rocken, wie das Verhaͤltniß des Kartoffellandes nach unter⸗ ge⸗ 1 Nr. em . 8. Ig. 5 40 ge: ech . 24. uf 100. I . M . . 96.1 . f das . 103. 106. 9 and. 3. 177. .nz⸗ 3 ſt 133. 137 4 112 er⸗ d 83 r. gepfluͤgtem Rocken und des oftmals gehaakten 4 Landes, auf Lehmboden.. 57. wie die Wirkung des friſch untergepfluͤgten Ro— ckens zu fruͤher untergepfluͤgtem iſt.. 8. 58. 70. 146. wie ſich der untergepfluͤgte Rocken zur untergepfluͤg⸗ teen Rapſaat verhalte.... 144 Wirkung des friſch untergepfluͤgten Rockens für Kartoffell.. 8. 58. 70. 143 Wirkung des untergepfluͤgten Rockens fuͤr Erbſen 73. fuͤr Kartoffecem 105. 143. 114. 146. für Hafert 475. fuͤr Hafer auf Sandland.... 104. fuͤr Spoͤrgel..... 92. 93. ob der untergepfluͤgte Rocken auf dem hohen Sand⸗ lande die Heringe unſchaͤdlich macht, fuͤr Hafer 104. 106. fuͤr Sommerwaitze... 96. fuͤr Kartoffenn... 105. fuͤr Spoͤrgen.. 99. fuͤr Wicen.. 98. untergepfluͤgte Rapſaat. Wirkung fuͤr Kartoffen 42. 144 untergepfluͤgter Hafer. welche Wirkung zeigt er, wenn er vor dem Ro⸗ cken zu Kartoffeln untergepfluͤgt wird... 5. welche Wirkung nach Fruͤhkartoffeln fuͤr Waitzen, 13. 156 untergepfluͤgter Buchwaitzen. Wirkung fuͤr Rocken... 11I. Buchwaitzenſtoppel. im Vergleich mit dem untergepfluͤgten Buchwaiten 107. dengfutterſtoppel. wie ſie wirkt fuͤr Rapſaant.. 35. c) mineraliſcher Duͤnger. Kalch.. mit Hafer gedrillt„ — 6 8 84 Mergel. welche Kraftvermehrung er bewirkt. Salpeter mit Hafer gedrillt........ Fruchtbarkeit; in Bezug auf die Vorausſetzungen ſowohl, wie auf die Erndten. Wie 553 ½0 auf demſelben Felde Iſte Klaſſe B. wirke, bei Hafer, Sommerwaitzen und Gerſte. Wie die Vorausſetzung bei den rayolten Feldern ſich ob oftmaliges Haaken und Pfluͤgen mehr Frucht⸗ barkeit hervorbringt, als der Reichthum voraus⸗ zuſetzen berechtigt, und wie viel die Kraftaͤuße⸗ duͤngtem Lande........ Beachtung einer Rotation auf geduͤngtem, unge— mergeltem Lande....... Gerſte. verſchieden gedungt. gedibbelt in verſchiedener Entfernung. Getraide. verſchiedene fremde Sorten Hafer. Art des Saͤens. ob gedrillter Hafer bei 576° im zten Jahre beſſer wie im erſten geraͤth.. Art der Saat. 117. zur Wirklichkeit verhalte 30. 31. 52. 126. 145. 158. rung dadurch vermehrt werden kann 55. 131. Beachtung einer Rotation auf gemergeltem, unge— 159. 160. Fruͤhe und ſpaͤte Saat. 120. 121. 49. gedrillttter 23. G1. 74. 168. 175. breit geſaͤeter,...... 63. 75. 85. 118. 24. Kartoffelhafeer... 2z. 61. 63. 85§. 118. 175. Berwickhafer, 74. 75. 168. wie △ — 85 Nr. wie er in der 3ten Klaſſe B. gedeiht... 172 Beduͤngung. mit Kalch gedrillltltyll.. 169. mit Salpeter gedrill1llau.„ 62. verſchiedenartig beduͤngttt.. 49. Kartoffeln. Beduͤngung und Gedeihen der Frucht nach untergepfluͤgtem Rocken, zum Theil mit,ł um Theil ohne Heringe Iſte Klaſſe A. hen hir Seh 2te Klaſſe 44 4. 25.142. iſte Klaſſe. 71. 3te Klaſſe A. Iu2. 10lf. 105. 100. 113. 114. ob friſch untergepfluͤgter Rocken den Kartoffeln ge⸗ ſchadet oder genutzt...... 8. 58.70. 145. wie die Kartoffeln nach der doppelten gruͤnen Duͤn⸗ gung von Hafer und Rocken gedeihen 5. 6. wie Stallduͤnger auf Kartoffeln wirkt, verglichen mit Compoſtduͤnger. 3. 19. 64. 115. 142 Kartoffeln mit der Hand gepflanzt auf friſchem Stallotinger..... 33.65. Kartoffeln nach Klee... 26. nach Hafer...... 16. 2einach Rapſaa.).. al. I42. nach umgepfluͤgtem Rocken.. 58- nach abgeerndtetem Rocken.. 127. nach Kartoffen.. 142. auf haͤufig gehaaktes u. gepſlügtes Land 57. 130. Geſchmack. nach friſchem Stallduͤngern 19. 33. 65. inach Kleee... 26. nach geerndteter mit Compoſt gedüngter Napſaat 406. nach 86 Nr. nach mit Compoſtduͤnger untergepfluͤgter Rapſaat 142- auf Heringen...., es t, e A 100. Groͤße der Pflanzkartaffeln. aus Saamen gezogen. 44. „verſchiedene Größe...... 17. 59. 60. Entfernung des Pflanzens. auf 22 und 12 Zoll. 9. 26. 60. 72. 79. 22 ⸗ 15;.. 32. 46. 48. 128. 142. 22 ⸗ 12⸗ mit dem Pflanzer 9. 18. 34. 47“ Welche Art von Boden in dieſem ver⸗ haͤltnißmaͤßig mit ſeiner Fruchtbarkeit den hoͤch ſten Kartoffel⸗Ertrag liefert: 1ſte Klaſſe A.......... 15.20.„5 41. b ſte Klaſſe ÄA5..... er e 55. 2te Klaſſe A......... 127. 13 22 1 41. „3te Klaſſe A...... t 9). 113. Verſchieden⸗ Sorten Kartoffeln. 45- Klee. wie er gedeihet nach Sommerrapſaat 76. 116. 174. 176. nach Sommerrocken.. 176. nach Sommerwaitzen 97. 129. 176. 8 d d 6 ““ Kohl. ob er mehr oder minder als 300 Reichthum auszieht 2. Rapſaat(Sommer) ob ſie mehr oder minder als 20 Reichthum per V V„„ Tonue zehre.... 77. 173. wie ſie in der zten Klaſſe A. gedeiht.. 171. Rapſaat(Winter) wie ſie gedeihet nach beduͤngter Braache mit 13 Fuder Duͤnger per Morgen.. 163. mit 15 Fuder Duͤnger dito... 164. mit 16 Cub. fuß Mergel per Quadrat⸗ Ruthe.162. mit 32 Cub. ſuß dito,„.. 161. ob —of 3 V Jo La 87 Nr. gr. t wu ob nach Mengfutterſtoppel.. 39. 24 ltr nach rayoltem Klee.. 29. 51. Einſaat. 14 46 3 ¾ tb per 100 Quad. Ruthen..... 53. 7.59. b0. 3— ditio 166. 1 25— dito„ 28. 0.78.79. 2 ½ ⸗— dito.. 38. 128,142 2 ½ 2,— dito... 125. 8.34„.. dito167. et⸗ 15 ⸗ dito.... 37. 1 Zeit des Drillens. 1 den 16ten Juli....... 54. 0.25 41. den 18tenu..... 27. H. den aten Auguſtt..... 125. 132, 141. den 7ten ⸗. 36. V9. 11z. den 14ten ⸗ ene 165. 45 Ob die I1ſte Klaſſe B. in dieſem Jahre der Rapſaat guͤnſtiger iſt. 122. 7. 179. oder die zweite Klaſe A... 123. 176. Rocken. 129. 17: Brabander Campine⸗,........ 11I. hieſiger Landrocken 107. güht 1 Spoͤrgel. nach untergepfluͤgtem Rocken, 3te Klaſſe, A. 1 102. fe zte Klaſſe, A. 1 mit Heringen... 99. m. mit 16 tb Einſaat per Morgen l..5 99. . I mit 20 d Einſaat per Morgen... 92. 93. Waitzen,(Sommer⸗) 3 wie er gedeihet in Iſter Klaſſe A.... 21. 16;. in iſter Klaſſ ßß.. 119. 16 in 2ter Klaſſe B... 129. 162 in 3ter Klaſſe... 170. 161 in 3ter Klaſſe A.... 96. 108. 110. 6 Art 88 — V Nr. A Art des Saͤens. I gedrillteer... 108. 109. 170. 8 breit geſaeterr.... 21. 96. 110. 119.— Waitzen,(Winter) Öm Beduͤngung und Vorfrucht: den ob beſſer nach Kartoffeln... 12. 67. 150. ms ob nach friſch untergepfluͤgtem Hafer..» 156. durf ob auf Kartoffeln mit eingepfluͤgter Haferſaat. 13. r ob auf Rapſaat.......... 68. d ob nach Bohnen.......... 147. 1 oß Nach Klee........... 3. 133. m . ob nach Waitzen.......... 88. aerden 8 ob nach geduͤngter Braache....... 89. Edi * ob geduͤngt nach Waitzen....... 90. mal 4 ob nach ungeduͤngter Braache.. 91. 3 Welche Art des Bodens in dieſem Jahre, verhaͤlt⸗ 8 nißmaͤßig mit ſeiner Fruchtbarkeit, den hoͤchſten 34 2 Ertrag liefert, Iſte Klaſſe. 10. Iſte Kla ſſe B.. 66. 69. 82. 1 139.140. zto Klaſſe A...... 1. 149. 2 ob das wiederholte ſcharfe Eggen des Klees dem Waitzen genutzt oder geſchadet hat.. 15. welche Wirkung die Quantitaͤt der auf einem Qua⸗ 4 dratfuß ſtehenden Pflanzen auf die Erndte hat: 44 14 Pflanzen..... 157. 16 ⸗.. 14 84. 30* 4.. 83. 136. 148. 3²2*. 1 155. 36:.... 136. Sorte des Waitzens. brauner Pommerſcher..... 81. 7 brauner Poehlerr... 153. hochbunter Danziger.... 151. weißer Engliſcher. 11. 68. 8s. 89. 90. 91. 135. 154. weißer Maͤrkſchrt... 134. 152. Wicken.. auf Heringe... 98. Flot⸗ ——jjää y——y—————————— 8 hr. §9. 89 3 . erhaͤt: jchſeen . 0 2. 39. 140 149. dem 1 .135 154. 13 15 8 Flot⸗ 3 89 Flotbecker Garten⸗Verſuche im Jahr 1821. Ich halte wenig auf Topf⸗ und nicht viel mehr auf Garten-Experimente, indeſſen kann man die Qualitaͤt und den Ertrag fremder Kornarten, von denen man eine ge⸗ ringe Quantitaͤt erhaͤlt, nur im Garten verſuchen; auch darf das comparative Reſultat gewiſſer Dung⸗ und Reitz⸗ Mittel, hier auf demſelben Boden und in derſelben Lage verſucht, mindeſtens aufmerkſam machen und zu Verſuchen im Großen Anleitung geben. Daher lege ich meinen Mit⸗ arbeitern in der rationellen Landwirthſchaft mit gehoͤriger Schuͤchternheit die Flotbecker Garten⸗Verſuche im Jahre 1821 vor Augen. Vielleicht findet hie und da jemand et⸗ was darin, das auf neue Gedanken, vielleicht zu neuen Ver⸗ ſuchen fuͤhrt, und dann iſt mein Endzweck erfuͤllt. Dieſe Verſuche bezogen ſich 1) auf die Vergleichung einiger Dung- und Reitz⸗Mittel. 2) auf die Unterſuchung der Qualitaͤt und des Products auslaͤndiſcher Getraide⸗Arten. Ich wollte, was die Dung⸗ und Reitz⸗Mittel betrifft Salpeter, Mergel allein, Kalch, geloͤſcht und ungeloͤſcht, Duͤnger allein, Duͤnger mit Mergel, Duͤnger mit Kalch, geloͤſcht und ungeloͤſcht, auf Kartoffeln und Hafer gegen einander verſuchen. Ich hatte an auslaͤndiſcher Saat: 1) Chineſiſchen Sommerwaitzen, 2) Kalmuckiſchen weißen Sommerwaitzen, 3) Arnaoutſchen rothen Sommerwaitzen, 4) Kammhafer, ð 5 90 5) Sommerwicken aus Odeſſa, 6) Sommerrocken aus Taurien, 7) Egyptiſchen Sommerrocken, 8) Wunderwaitzen, 9) einen fremden Sommerwaitzen, von dem ich weiter nichts weiß, 10) Himmelsgerſte, 11) Staudengerſte zu verſuchen. Ueber die Art, wie dieſes alles geſchehen iſt, will ich meinen aufmerkſamen und thaͤtigen Gehuͤlfen, den Inſpec⸗ tor Flor, dem dieſe Verſuche beſonders anvertrauet waren, ſelbſt ſprechen laſſen: I. Beſchreibung des Bodens. „Das Stuͤck Land, worauf die ſaͤmmtlichen Verſuche gemacht worden, iſt 70 Ruthen groß, liegt von allen Sei⸗ ten frei, iſt nicht abhaͤngig. Die ackerbare Oberkrume 10 Zoll. Auf 2 Fuß findet ſich Lehm, auf 6 Fuß ſchoͤner Mergel. Es war keine Gahre im Lande. Das Land wird leicht durchnaͤßt und haͤlt, wenn es gehoͤrig Waſſer angezogen hat, bei der groͤßten Hitze die Feuchtig⸗ keit 2 bis 3 Wochen an ſich. Ein Pfund dieſer auf 112 Grad Fahrenheit getrockneten Erde nahm ſehr leicht 19 ¾ Loth aufgetroͤpfeltes Waſſer auf und hielt dieſe Feuchtigkeit ſichtlicherweiſe etwa 69 Stunden an ſich, bei abwechſelnd 12 bis 16° Reaumuͤr und zwar in freier Luft gegen Suͤ⸗ den, bei bedecktem Himmel und einigem Weſtwinde, waͤh⸗ rend der Barometerſtand 28, 4 ½ war. Angefeuchtet roch die Erde ſtark nach Thon. Die natuͤrlichen Unkraͤuter dieſes Bodens ſind: Chenopodium viride, gruͤne Melde— Euphorbia esula, Wolfsmilch— La- V 4 plt. faulte men; zu d Kalch 91 Lamium rubrum, Gartentaubenneſſel— Urtica urens, kleine Brennneſſel— Senecio vulgaris, Kreutzkraut— Alsine medie, Huͤhnerſchwarm— ih vii Sonchus arvensis, Saudiſtel— Viola tricolor, Stiefmuͤtterchen— Equisetum arvense, Kandelwiſch— Veronica arvensis, Ackerehrenpreis— Thlaspi bursa pastoris, Taſchenkraut vil ich und verſchiedene Sorten von Poa, worunter Poa tri- Inper vialis die haͤufigſte iſt. t waren, Hundert Theile dieſer ungeſiebten Erde enthalten 2½ pCt. unvergangene Pflanzentheile, beſtehend aus halb ver⸗ faultem Stroh, Holz, Faſern und Wurzeln, Unkrautſaa⸗ Verich men; ferner 6 pCt. groben Grand und kleine Steine bis Ilen et zu der Groͤße einer Haſelnuß, und X⁴ pCt. daranſitzenden berktumn Kalch. ſchoner and wid Hundert Theile dieſer Erde verlohren beim Trocknen Waſſi bis auf 212° Fahrenheit, 25 pCt. an Gewicht, und hun⸗ Feudh dert andere Theile auf 2120 Fahrenheit getrocknet, nah⸗ auf In men in einer Stunde, einer mit Feuchtigkeit geſchwaͤnger⸗ eict ten Luft ausgeſetzt, bei einer Temperatur von 620° Fah⸗ euchtiket renheit, uͤber 1½ pCt. Feuchtigkeit auf. wechſeld eom ei⸗ Hundert Theile dieſer durch einen Drathſieb geſiebten, d, vih auf 212° Fahrenheit getrockneten Ackerkrume enthalten: it ioch Humus(wovon etwas Unbeſtimmbares fuͤr feſtes Waſ⸗ ſer abgezogen werden mu. 62 Theile durchs F 2 lr 3 4 9²2 Transport. 6 2 Ch. durchs Schlemmen abgeſonderten groben Sanndndn 59* feinen Sand 10¾ durchs Schlemmen abgeſonderten durchs Sie⸗ ſee abgeſon⸗ Lehm 22 ½; davon derten feinen Sand.. 10 Thon..... 124 Kohlenſauren Kalth 2„ Sand 69 ¾; davon d fein. Sd. 20 ¾ AN 10o0 Th. Der Leimgeruch, den die Erde beim Gluͤhen von ſich gab, laͤßt auf den groͤßtentheils auimaliſchen Urſprung des Humus ſchließen.*) II. Beſchreibung der Dungmittel, der Art ihrer Anwendung und ihr quantitatives Verhaͤltniß zu der ackerbaren Krume. Ein Theil dieſer oben analyſirten Erde ward gemer⸗ gelt, Ein Theil gemergelt und geduͤngt, Ein Theil geduͤngt, Ein Theil gekalcht, Ein Theil gekalcht und geduͤngt, der Reſt blieb im natuͤrlichen Zuſtande liegen. Der aufge— brachte Mergel enthielt: 19 Theile Kalch, 25½ Theile Thon, 55½ Theile Sand. Auf *) Nach Dr. Crome's Eintheilung wuͤrde dieſer Boden, ſeinen Beſtandtheilen nach, zur dritten Claſſe 3ten Ordnung, „Kalch⸗haltig ſandigem Lehmboden“ gehoͤren: trefflicher Mittelboden, in der Regel als Gerſtenboden iſte und 2te Claſſe geſchaͤtzt. luf kenſt 93 699. Auf heißes Eiſen geſtreuet, zeigte er nur aͤuſſerſt wenig Koh⸗ lenſtoff an. Ich unterſuchte ihn auf Humus. Er war *5o gelb und wurde durch das Gluͤhen duffroth; gab weder amimaliſchen noch vegetabiliſchen Geruch von ſich; roch nur ſtark nach Thon. Ein Stuͤck dieſes Mergels, wie ſolcher gegraben worden, etwa von der Groͤße eines Eyes, zwi— dak ſchen Kohlen gelegt, gut durchgegluͤhet, ward durch und durch braunroͤthlich, nicht ſchwarz. Daſſelbe bei fein gerie⸗ benem, etwas angefeuchtetem und feſtgeballtem, zwiſchen . 12 Kohlen ſcharf durchgegluͤhetem Mergel. Wahrſcheinlich deu⸗ . 2 tet dieſe Veraͤnderung auf Eiſenoxydgehalt.— 100 Th. 200 Gran Mergel, bei 212° Fahrenheit getrocknet, 1 verlohren bei ſchaͤrferem Gluͤhen 7 Gran; mithin 3 ½ pCt., i don ſc welches wohl ſein feſtgeweſenes Waſſer und Kohlenſaͤure, lſnung ds vielleicht auch einiger Humus geweſen ſeyn mag. Er ward in dem Verhaͤltniſee von 16 Cubickfuß auf der Art 256 Fuß Flaͤche; mithin 1 Cubickfuß oder 1728 Cubick⸗ titatives zoll auf 16 ◻¼Fuß oder 2304 OZoll= 9 Linien eines Krume Cubickfußes auf die ganze Flaͤche, und zwar getrocknet und pulveriſirt aufgebracht. Der aufgebrachte Mergel verhaͤlt ſich dard ga alſo zu der ackerbaren Krume wie 1 zu 13 ½, und der Bo⸗ eil gedlnd, den enthielt nach dem Mergeln: 6, 20 pCt. Humus, geduͤngt, de 13, 20 1 Thon, Der duſde 77, 40„ Sand, „20* Kalch. Der Duͤnger war ein Compoſt von 3 Theilen Ham⸗ Af burger Straßenduͤnger, 3 Theil Flotbecker Pferde⸗ und Ochſen⸗Duͤnger und ½ Theil Plaggen. oden, ſeinet 4 Er ward in dem Verhaͤltniſſe von 8 Cubickfuß auf 256 : treffler—Fuß Flaͤche aufgebracht; mithin Cubickfuß auf 16 iſte und 2 Fuß= 44 Linien eines Cubickfußes auf die ganze Flaͤche. Das 94 Das Verhaͤltniß des aufgebrachten Duͤngers zu der Ober⸗ krume iſt alſo 1 zu 262½. Ein Theil des aufgebrachten Kalches ward blos fein zerſtoßen; Ein Theil mit Waſſer beſpritzt, bis er zerfiel. Beides wurde auf verſchiedene Beete gebracht und zwar in dem Verhaͤltniſſe von 8 Cubickfuß auf 256 ◻¼Fuß Flaͤche, mithin ½ Cubikfuß auf 16—Fuß= 42 Linien eines Cu⸗ bickfußes auf die ganze Oberflaͤche. Das Verhaͤltniß des Kalchs zu der Ackerkrume iſt alſo wie 1 zu 26. Ein ungeduͤngtes Beet von 16 ◻ Fuß ward am 17ten Mai, nachdem der Hafer 4 Zoll hoch war, mit geſtoßenem Salpeter in dem Verhaͤltniſſe von 12 Cubickfuß auf 256 ◻Fuß Flaͤche geduͤngt; mithin 3¾ Cubickfuß auf 16 OFuß= 63 Linien eines Cubickfußes auf die ganze Flaͤche, aufgebracht. Der Salpeter ſteht alſo zu der Ackerkrume in dem Ver⸗ haͤltniße von 1 zu 175⅞. III. Die Wirkung der Dung⸗- und Reitz⸗ Mittel auf Kartoffeln. Zur Vergleichung des Kartoffel⸗Ertrags wurden 8 Beete genommen: ungeduͤngt, ungeduͤngt, gemergelt, ungeduͤngt, gekalcht mit ungeloͤſchtem Kalch, ungeduͤngt, gekalcht mit geloͤſchtem Kalch, geduͤngt, geduͤngt, gemergelt, geduͤngt, gekalcht mit ungeloͤſchtem Kalch, geduͤngt, gekalcht mit geloͤſchtem Kalch. Auf ard öls ſi er zerfe qt und zva M Nlache, ſen eines Ca⸗ thaltns de 2 5. ward am dar, wit Gübickfuß ndickfuß uf if de uns dem Ver. e 95 Auf jedes dieſer Beete, welche alle 16—◻ Fuß groß wa⸗ ren, wurden den 26ſten April 16 Stuͤck Aepfel⸗Kartof⸗ feln(Champion-Patatoes) I a 1½ Loth wiegend, gepflanzt; es kam mithin auf jeden ◻Fuß Eine Kartoffel. Die er⸗ ſten Pflanzen kamen den I1ten Mai, die letzten den 7ten Juni zum Vorſchein. Die mit Kalch beduͤngten Pflanzen kraͤnkelten anfaͤnglich ſehr, erholten ſich aber wieder, obgleich nicht ganz. Bei einer, den 29ſten Mai angeſtellten Vergleichung des Wachsthumes fand ſich, daß die Kartoffeln auf Duͤnger und Mergel am groͤßten im Kraut ſtanden, und bereits alle 16 aufgekommen waren, dann die auf Duͤnger.. 12 Pflanzen, dann die auf Duͤnger und geloͤſchtem Kalch 11 daum die auf Mergel. 12 dann die auf Duͤnger und ungeloͤſchtem Kalch 14 dann die ohne Duͤnger... 12 dann die ohne Duͤnger mit geloͤſchtem Kalch 11 am kleinſten endlich die ohne Duͤnger mit ungeloͤſchtem Kalch...... 10 3 Die am ag9ſten Mai noch ausgebliebenen Kartoffeln, ſind indeſſen ſpaͤter alle aufgekommen. dach dreimaligem Gaͤten ſtanden die Kartoffeln den 10ten Juli in voller Bluͤthe; ſie ſetzten keinen Saamen an. Am 26ſten Auguſt wurden ſie geerndtet. Bei der Erndte war das Kraut aller geduͤngten Kartoffelpflanzen abgeſtorben, waͤhrend die ungeduͤngten noch ziemlich gruͤn ſtanden. Die Wurzeln der Pflanzen auf ungeloͤſchtem Kalch wa⸗ ren beſchaͤdigt. Solgende Tabelle giebt eine genaue Ueberſicht der Erndte: Nr. N 2 N 88 82 4 4 4 —— S Nr. 1 mit Duͤnger. — Nr. 2 mit Duͤnger und mit Mergel. Nr. 3 mit Duͤnger und mit un⸗ geloͤſchtem Kalch. Nr. 4 ohne Duͤn⸗ ger. 4) Nr. s mit Duͤnger und mit ge⸗ löſchtem Kalch. Nr. 6 ohne Duͤnger mit unge⸗ loͤſchtem Kalch. Nr. 7 ohne Duͤn⸗ ger, mit Mergel. Nr. 8 ohne Duͤn⸗ ger mit ge⸗ loͤſchtem Kalch. 92 ueaza u)e ozavz W d8E— 41 Auvch 14 J2ozav u⸗ Pp S vunun 9 1* + 63 Pfund auf 16 Qr. Fuß. Eßkart. 16 Pf. 22 Loth. Reſt— 2 21 ⸗ 17 Pf. 11 Loth. Eßkart. 14 Pf.— Loth. Pflanzk.—8⸗ 4 ⸗ 14 Pf. 4 Loth. Eßkart. 10 Pf. 26 Loth. Reſt— ⸗ 20 ⸗ 11 Pf. 14 Loth. Eßkart. 8 Pf. 7 Loth. Reſt— ⸗ 16 ⸗ 8 Pf. 23 Loth. Eßkart. 8 Pf. 4 Loth. Reſt— ⸗ I1 ⸗ 8 Pf. 15 Loth. Eßkart. 5 Pf. 1 Loth. Reſt 1 2 16 ⸗ 6 Pf. 17 Loth. Eßkart. 4 Pf. 24 Loth. Reſt—⸗ 4 ⸗ 4 Pf. 28 Loth. Eßkart. 4 Pf. 4 Loth. Reſt— ⸗ 7 ⸗ 4 Sf. 11 Loth. Nü. Die Pflanzkartoffeln von der Groͤße einer Pflaume, kleine Kartoffeln von der Groͤße einer großen Nuß und kleiner. 00 Anmerk. zu Nr. 4. 12 der Pflanzen hatten nur 3 bis 4 Eßkartoffeln; 4 durch das danebenſtehende Korn bheſchat⸗ tete Pflanzen, trugen ſehr ſtark.— W. 11 — nd auf öd — — ſt 16 Nf k — ſ Ff IrLoth —q— 1 t u 9k.—; 4 — 1 Tf lch, — 1o J 26lol — 10 11 f nloth. W Tch. — I6⸗ 1Ie Bn. 1. Jf. 4eal. — II4 Aiun / iier Tfan, Irhin uß une 3 d dorn deh k. 97 IV. Die Wirkung der Dung⸗ und Reitz⸗ Mittel auf Hafer. Zur Vergleichung des Hafer⸗Ertrags wurden 7 Beete genommen, naͤmlich:— ungeduͤngt, ungeduͤngt, gemergelt, ungeduͤngt, gekalcht, geduͤngt, geduͤngt, gemergelt, geduͤngt, gekalcht, ungeduͤngt, mit Salpeter uͤberſtreuet, nach dem Auf⸗ kommen des Hafers. Der Kartoffelhafer(Patatoes-Oats) ward den a6ſten und 27ſten April gelegt, und zwar in 6 Zoll von einander entfernten Reihen, auf ½ bis 1 Zoll Entfernung. Die Ausſaat betrug fuͤr jedes dieſer Beete von 16 ◻Fuß, circa 3 Loth Hafer. Den 14ten Mai, den 8ten Juli den 7ten Mai ſchien der gekalchte Hafer, ſowohl auf dem 3 ward gegaͤtet, geduͤngten wie auf dem ungeduͤngten Lande, weiter zuruͤck wie der gemergelte; Hafer auf Duͤnger und Mergel am beſten, Hafer auf Duͤnger und Kalch am ſchlechteſten. Am agſten Mai kraͤnkelte der Hafer auf beiden ge⸗ kalchten Beeten ſichtlich; die Spitzen der Blaͤtter waren gelb und verbrannt. Geſunder war der auf gemergeltem Lande; noch friſcher der blos auf Duͤnger, obgleich kleiner;— eben ſo der ohne Duͤnger, aber noch kleiner. Der Hafer mit uͤbergeſtreutem Salpeter ſtand auffallend groß und ſchoͤn. Al⸗ 98 Aller Hafer wurde, als er einige Fuß Hoͤhe hatte,(ſo wie auch alle ſpaͤter bemerkte fremde Kornarten) aufgebun⸗ den und mit Scheuchen vor dem Vogelfraß geſichert; Roſt⸗ J thau hat ihm nicht geſchadet. Nachſtehende Tabelle giebt eine Ueberſicht der Erndte „ 7 S Re, Rau Mz, 2) 2 7 29 cht, 7, ni⸗ 6 2 0 b nu 4 ur. 7ze 1.— B h. V 242— 7, nr 4 12,. 2 Mo, 7 44⁷ 422£ qer — b ſ? 2, e⸗ Gu— 75 u z2„ 71/ nn n u„1 2 2 ——yõ———½— von allen Beeten: 1 V tl Gewicht/ Gewicht/ Gewicht 3 Hafer des Hajn des Lih her de auf 16 Sr. auf 16 Qr. Tonne Ertrag auf 100 Qr. Ruthen Fuß. Fuß. Korn. — g Korn Stroh N Pf. Loth Pf. Loth Pfund Pf.[Lonn. Pf.(Stiege 1 ————— e Zuͤn⸗ zhi Han 1 26 2. 1113 164 2900 17 ¾[3850 24 ohne Duͤn⸗ ſch ger mit 1 26 ⅜1 2 7 162 2912 18 3550] 22 ½ ce Mergel. f ohne Duͤn⸗ ger mit 1 22 ½5 2 G 1645[2775] 165[3500 21 ¾ Kalch. —mit Duͤnger. 2—* 3 1 165 3250 193 4850 3⁰ ½ 3 mit Duͤn⸗ S ger und 2 3141 3 2 162[4762 ½¼ 20 4900 30 ¾ 1 Mergel. mit 3— Duͤnger 2 223 3 2] 165[4350 26 ¾[4900 30½ te mit Kalch. ohne Duͤn⸗ br — ger mit ſk aufgeſtreu⸗- 3 211 3 18 161 HS8so 36[5700 35 ½. tem Sal⸗ V peter. R k. — 0 N. .. S, at S 2-2 1, 0 9 7.—. Rh Ia. V 1 4 —— K 99 M fth. ten) ainan, jſcchet, ge Bericht uͤber die auslaͤndiſchen Saͤmereyen. I. Weiſſer Chineſiſcher Sommerwaitzen, Froment fertile— Triticum aestivum fertile. Von dieſem Korne wurden bei ſchoͤnem Wetter am I4ten April 1821 auf 52(◻Fuß des beſchriebenen beduͤng⸗ — ten und bemergelten Landes, etwa 8 Loth in Zeilen von 6 Zoll Entfernung, die Koͤrner ſelbſt x bis 1 Zoll auseinan⸗ der, gelegt. Gleich nachher regnete es gelinde. der Erme 1oo Or Futhen Die Ausſaat war vortrefflich, ſowohl in Hinſicht der TéErm Vollkommenheit als auch der Mehlhaltigkeit. Auf Ein Loth 1 e Süeg gingen 252 Koͤrner. 1 3550 be. Den 23ſten April kamen die erſten Pflanzen zum Vor⸗ ſchein.— Bis den éten Mai war das Land feſt und tro— 21 n cken; dann kam ein ziemlicher Gewitterregen, der ſehr er⸗ — friſchte. Den 14ten Mai ward gegaͤtet. Den 16ten und 17ten Mai wurden die Pflanzen auf 3 Zoll verduͤnnt. 13e ſi Deern 29ſten Mai ſtanden die Pflanzen mit dunkelgruͤnen b Blaͤttern, ſehr kraͤftig, 16 Zoll hoch. 8 3 Es ward gegaͤtet. Den roten Juli hingen die oberen Blaͤtter herab, trock⸗ g0 x neten von oben zur Haͤlfte ab. — Die untern Blaͤtter von dunkler Farbe 4¾ bis* Zoll breit. ſr 4 Nicht Eine aufgekommene Pflanze iſt vergangen; ſie trieben 6 Fuß lange Halme und brachten herrliche zzoͤllige Aehren hervor. Den 7ten Auguſt zeigten ſich die Folgen des Roſtthaues. Merkwuͤrdig iſt es, daß die zwiſchen dem Kalmuckiſchen 6 Waibzen zufaͤllig gewachſenen Pflanzen des Chineſiſchen Wai⸗ 7, e e, tzens erſe di 43 1 4 2AaAle 3 —— 100 tzens nun erſt die Wirkung des Roſtthaues verſpuͤrten, da jener ſchon ſeit den 16ten Juli daran kraͤnkelte. Den miten und 12ten Auguſt waren die ſchaͤdlichen Wirkungen des Roſtthaues uͤber all ſichtbar. Im Anfange wirkte er mehr auf die Aehren; die obern Koͤrner hoͤrten auf ſich auszubilden; die Spelze ward ſchwaͤrzlich; dann zeigte ſich ein rothgelber Staub in derſelben, hauptſaͤchlich in der obern Haͤlfte der Aehre. Zu glei⸗ cher Zeit zeigten ſich die ſchwarzen und gelblichen Roſtflecke an den Halmen und Blaͤttern. Die Aehren wurden dar⸗ auf ſchwaͤrzlich und das Korn ſchrumpfte ein. Wahrſchein⸗ lich war das, ſchon den 16ten Juli bemerkte Abſterben der Blaͤtter, die erſte Wirkung des Roſtthaues. Das Korn ward den 2ten September geſchnitten und gab an reinem Korn 5 4 Loth. Auf der kleinen Kornwage wog die Tonne 202 t. Das Korn war eingetrocknet und nicht ſchoͤn; auf ein Loth gingen 320 Koͤrner. Ertrag auf 100 ◻ Ruthen= 2523 4b, mithin circa 12½ Tonnen. Ertrag nach der Ausſaat= das 20 ½ Korn. Stroh⸗Ertrag 6 b 28 Loth; mithin auf 100 ◻Ruthen = 3384 db oder, wenn ich das Stieg zu 20 Bunden a 8 b annehme, circa 21 Stiege Stroh.—*) *) Die Behandlung des uͤbrigen fremdartigen Korns iſt dieſelbe wie mit dieſem, daher ſolche nicht wiederholt wird. Wo vom Roſtthau die Rede iſt, iſt der vom 16ten Juli ge⸗ meint.— Alles Korn iſt auf Duͤnger und Mergel gebauet. — Die Einfluß habende Witterung iſt nirgends wiederholt. I. 125 betſoinn, ze fe. ie ſchälihn Im Alſang zärner ſarten ſtoirzich, un detſiben, Nre. Jr ſchen Naſfe 1 tounden dar . Vährſchei lſanben dr eſchniten und ne 202. auf ein loth mithin(ia 5 20t Kon. oo Mäfſl Bundin: wii bieſebe wind. W ten Juli 9. ergel gebun ds wio 101 II. Kalmuckiſcher weißer Sommer⸗Waitzen, Froment Calmouque— Triticum aestivum Cal- muccicum. Auf 64—◻¼Fuß circa 8 Loth gepflanzt, kam zuerſt den 23ſten April zum Vorſchein, war den adſten Mai 8 Zoll hoch, zweigte ziemlich, ſchien vom Anfang des Aufkommens zart zu ſeyn und blieb kleiner im Halm wie der rothe Wai⸗ tzen. Die Blaͤtter waren von hellerer Farbe, als bei je⸗ nem, auch ſchmaͤler. Den 23ͤſten Juni waren die Pflanzen bis zum oberſten Blatte 2 Fuß lang, dieſes faſt Einen Fuß lang und ½ Zoll breit, nahe vor der Aehre. Ich oͤffnete Eine: das Korn war ſchon ziemlich dick= 20 Koͤrner. Den 16ten Juli Roſithau, welcher bald die ganze Pflanze angriff und ihren ferneren Wachsthum ſo wie die Ausbildung der Koͤrner verhinderte; die Aehren wurden ſchwarz und ließen ſich zu Staub zerreiben. Es konnte nicht Ein Korn geerndtet werden. Stroh: 5*¾b 15 Loth; mithin auf 100 /Ruthen: 2187 0 oder circa 13 ½ Stiege. Einige ſpaͤter nachgeſchoſſene Pflanzen, welche aber Ab⸗ arten zu ſeyn ſchienen, blieben zwar gruͤn, bekamen aber keine Frucht. III. Froment arnaoute ou Boukhare— Triticum aestivum rubrum Bactrianum. Auf 78—Fuß circa 8 Loth gedibbelt, kam den 2aſien April zum Vorſchein;— ſtand den a8ſten Mai gut, hatte dunkle Farbe, war 10 Zoll hoch. Den 23ͤſten Juni 2 ꝝ½ Fuß hoch bis zu dem oberſten Blatte; dieſes hatte 1 Fuß Laͤnge und uͤber Zoll in der Brei⸗ — 102 Breite. Ich ſuchte nach den Aehren: ſie waren weit hin⸗ ter denen des weißen Waitzens zuruͤck, jedoch alle durch den Knoten. Es fanden ſich 20 Koͤrner, die jedoch bis jetzt halb ſo klein waren, wie die des weißen Waitzens. Den r16ten Juli Roſtthau, welcher dieſelbe Wirkung wie bei dem weißen Waitzen hervorbrachte, ſo daß kein Korn geerndtet werden konnte. Stroh⸗Erndte: 8+b 26 Loth; per 100 Ruthen 2892 d oder circa 18 Stiege. IV. Kammhafer— Avena orientalis, ward den 14ten April geſaͤet, circa 6 Loth, kam den 23ſten April auf, ſtand den 1ſten Mai zu dick, ward den 17ten Mai auf 3 Zoll verduͤnnt. Den aoſten Mai gut, ziemlich gezweigt, 14 Zoll hoch, breite Blaͤtter. Er wuchs mit unglaublicher Kraft; bei ſei⸗ ner Reife waren die Halme 6 Fuß hoch, einzelne Blaͤtter 2 ½ Fuß lang, 1 Zoll breit— dunkelgruͤn von Farbe. Der Roſtthau hat nicht geſchadet. 9 b 17 Loth reines Korn und 10 b 15 Loth Stroh war der Ertrag von 46 ◻Fuß, macht per 100 ◻Ruthen circa 5300 d oder 40 ¾ Tonnen Korn, 5825 tb oder circa 36 ⅜ Stiege Stroh. Das Gewicht der Tonne Korn war 132 tb. Auf ein Loth gehen 476 Koͤrner. V. Wicken aus Odeſſa. Sie waren mehrere Jahre alt, wurden den 14ten April auf demſelben Lande, wie das uͤbrige fremde Korn, gelegt, jedoch ohne Duͤnger und Mergel, waren den iſten Mai noch nicht gekeimt; den 7ten Mai kamen die erſten Pflanzen ſparſam zum Vorſchein. Den 18ten Mai ſtanden etwa auf 2◻Fuß, 3 Pflanzen. Es kamen keine mehr nach. — Am ——O—O—O———O[O:Q¶COQO—OQOQ—— dorel dit din ch ale N ie jedoch 6 Vaitens Vkang bi s kein Korn 4 3 Loch lieg. . ) tals, dol ſec, cft; bei ſ lne Batter rhe. Der th Stroh Muthen oder cia Korn war jsten Apri en, gahg⸗ 9 jſen Mi am zum Pflanzen Un 103 Am 2gſten Mai ſchienen alle Pflanzen zu kraͤnkeln, wa⸗ ren 2 ½ bis 3 Zoll hoch, in 14 Tagen um nichts gewach⸗ ſen, ſehr fein und zart, hatten aber eine ebenfalls 3 Zoll lange Wurzel getrieben. Nach den ſehr warmen Tagen und Naͤchten Ende April's und Anfang Mars, war die Temperatur bis zum ziſten Mai, im Durchſchnitt 90 bei Tage und 3 ½0 bei Nacht, worunter 3 Nachtfroͤſte waren. Dieſe und uͤberhaupt eine Temperatur unter 50 naͤchtlich, vertragen Erbſen, Wicken und Klee nicht wohl. Vom Anfang Juni an ward es waͤrmer. Von nun an wuchſen die Wicken mit Macht, bedeckten im Juli die ganze Oberflaͤche mit ihren 6 Fuß langen Ranken und bluͤheten bis in die Mitte Decembers. Die Bluͤthen ſind anfaͤnglich weißlich und ſpielen ſpaͤter in verſchiedenen Farben zwiſchen blau und roth. Die ſchoͤne Pflanze wuͤrde jeden Garten zieren. Schooten kamen nur wenige; die meiſten dieſer wenigen verfaulten, da die Pflan⸗ zen nicht aufgebunden waren. Es ſcheint eine perennirende Art zu ſeyn, da ſie Ende Februar dieſes Jahres wieder ausſchlug. Alle Pflanzen haben eine geſunde Farbe und einen uͤppigen Wuchs. Im Man ſtanden bereits mehrere in der Bluͤthe, einige 1 Fuß hoch mit 5 Zoll langer Wurzel. Die im vorigen Jahre auf Duͤnger und Mergel geleg⸗ ten Wicken waren noch weit kraftvoller und hatten einige Ranken von uͤber 7 Fuß Laͤnge. VI. Sommer⸗NRocken aus Taurien. Vier Koͤrner gepflanzt— den 25ſten April kam die erſte Pflanze⸗ den iſten Mai die zweite, 2 Pflanzen blieben aus, weil die Koͤrner unvollſtaͤndig waren. Gleich 104 Gleich beim Aufkommen hatte der Rocken eine dunkle, ins braͤunliche fallende Farbe und am 2oſten Mai hatte die zuerſt gekommene Pflanze 9, die andre 6 Schuͤße, 8 bis 10 Zoll hoch. Beide Pflanzen blieben gaͤnzlich vom Roſtthau verſchont; ſie trieben 5 bis 6 Fuß lange Halme, Ein Halm hatte ſogar die Hoͤhe von beinahe 7 Fuß und trug viele ſechszoͤl⸗ lige Aehren. Es war auffallend viel Mutterkorn in den Aehren, deſ⸗ ſen ohngeachtet brachten die zwei Pflanzen an reinem und geſundem mehlreichem Korne 3 ¾ Quentchen an Gewicht= uͤber 620 Koͤrner. VII. Egyptiſcher Sommer⸗Rocken. Das Beet war 60 ◻Fuß groß. Die erſten Pflanzen kamen den 23ͤſten April heraus, aber ſehr ungleich, beſtau⸗ deten ſich gut. Den gten Juli in Aehren. Der Roſtthau zeigte ſich auf den ganzen Pflanzen. Die Aehren wurden ſchwarz; demohngeachtet gab es ziemlich vollſtaͤndiges Korn. Auf die Quantitaͤt der Ausſaat war nicht geachtet. Ge⸗ erndtet ward 2 tb 28 Loth reines Korn, macht per 100 ORuthen 1226 db circa 572 Tonnen. Gewicht der Tonne Korn 220 b. Auf ein Loth gehen 271 Koͤrner. Stroh⸗Ertrag, 7 1— 21 Loth; macht per 100—◻Ru⸗ then 3266 db oder circa 20 ¾ Stiege. VIII. A hi fer ann vl, ·2' Ma di hane ed Schiße, s thar berſchont in Haln ſat ne ſecezi tAehren, d t reinen und Gewicht= Kocken. rſee Pflnze geeich, geſtau flanzen. De 5 es zienich geachte. G macht per lo din af ſen „ o Ab 105 vIII. Wunderwaitzen— Tritieum spica multi- plici Bauh. Den 25ſten April aufgekommen. Den 29ſten Mai= 13 Pflanzen, 6 bis 9 Zoll hoch. Die Koͤrner ſind micht rein Ins dem Kaff heraus zu bringen; daher unrein Korn 43 Loth geerndtet. Die monſtroͤſen Aehren machten, daß es ſchmaͤchtig blieb und zum Theil einſchrumpfte, weil der Roſtthau auch hier nicht ausblieb. Das Korn iſt ziemlich mehlreich. IX. Fremder Sommerwaitzen. 12 Koͤrner dieſes großen Korns gepflanzt. Den 2aſten April ſichtbar. Am agſten Mai ſtanden 11 Pflanzen mit nicht ſſehr breiten Blaͤttern, hell von Farbe, 8 bis 10 Zoll hoch. Dieſe Pflanzen bekamen kurze dicke Aehren mit Läirzen Grannen. Die Pflanzen waren 3 Fuß hoch bis zur Aehre. Ge⸗ erndtet ward 93½ Loth reines Korn. 266 Koͤrner gehen auf ein Loth= 2503 Koͤrner; mit⸗ hin das 216te Korn. X. Himmelsgerſte— Hordeum coeleste. Den ten Mai gelegt, war den aoſten Mai 2 Zoll hoch, hellgruͤn von Farbe. Den 16ten Juni ganz gekraͤuſelt— gab 6 tb 2 Loth reines Korn auf 64 ◻Fuß; macht per 100—Ruthen 2425 4. Gewicht per Tonne iſt 215 b; mithin 11½ Tonnen. Auf 1 Loth gehen 420 Koͤrner. Stroh⸗Ertrag 6 tb 26 Loth— mithin per 100 Ru⸗ then 2725 tb= circa 17 Stiege. G X. 106 XI. Staudengerſte. Im Jahr 1820 fanden ſich einige Gerſten;Aehren un⸗ ter dem Egyptiſchen Rocken und zeichneten ſich durch ihre ſtarke Beſtaudung aus. Im Jahre 1821 pflanzte ich dieſe. Den 23ſten April kam die Gerſte zum Vorſchein und Den 1ſten Mai uͤberragte ſie alles nebenſtehende fremde Korn. Den 2ten Juni fand ſich eine Pflanze mit 24 Schuͤſ⸗ ſen, 17 Zoll hoch. Ich wickelte eine Aehre auf, ½ Zoll lang, welche 34 Koͤrner hatte. Bekam die Hohe von faſt 4 Fuß, die Aehre mit einge⸗ rechnet, welche 5 Zoll hatte, ohne die ſehr langen Grannen. Auf 52—Fuß iſt geerndtet 9 tb 13 Loth Stroh; wuͤrde per 100 Ruthen machen: 4630 tb 25 Loth. Die Erndte des Korns iſt nicht beachtet, weil die Voͤ⸗ gel einen großen Theil gefreſſen haben, auch ſehr vieles aus⸗ gefallen iſt.— So wenig Gewicht ich auch auf Erſte Verſuche lege, ſo kann ich doch nicht umhin, da dieſe Verſuche mit ge⸗ wiſſenhafter Genauigkeit angeſtellt ſind, uͤber ihre Reſultate einiges bemerklich zu machen. Ueber die verſchiedene Beduͤngung zufoͤrderſt, daß der Mergel in zu geringer Quantitaͤt aufgebracht wor⸗ den iſt. 9 Linien macht nicht mehr auf die ORuthe als 16 CLubickfuß. Dieſes iſt bei dem geringen Kalch⸗ gehalte exident zu wenig, und vielleicht die Urſache der unerwarteten geringen Wirkung. Meine Feld⸗ verſuche ſind auf 32 Cubickfuß per(¶Ruthe, mit⸗ hin 18 Linien hoch gemacht; ſo ſollen auch die kuͤnf⸗ tigen Garten; Verſuche gemacht werden. Dann werden die Be⸗ —ſte. GerſnAenn re Rten ſc dh ie n Daſchein un nebenſttende ften anze mi 2. eci Aehre af, 130 de Aehn mt elme, ehr lange ana koth Erw, und Flöth. dtet, dil RR ic ſeh dels us e Verſuche lege Verſuche wit ge et ihre Refutue g uföndert, d dyigebracht der ſe Uälhe 5 geryan dich: icht de Kche Ine Kad. Däuhe, mi zuch de kunf dann werde d 107 Beſtandtheile des Bodens nach dem Mergeln, die vorher auf 6, 50 pCt. Humus, 12, 25 pCt. Thon, 79, 25 pCt, Sand, 2 pCt. Kalch ſtanden, auf 5, 65 pCt. Humus, 13, 98 pCt. Thon, 76, 15 pCt. Sand, 4, 22 pCt. Kalch ſtehen. Der Duͤnger zu 41 Linien macht 8 Cubickfuß per ORuthe, per 100 ORuthen alſo 800 Cubickfuß a 90 per Fuder= 9 Fuder Duͤnger, welches das gewoͤhnliche iſt. Der Kalch zu 4 Linien macht 8 Cubickfuß per ORuthe, alſo gleichfalls per 100 ◻ Ruthen 800 Cubickfuß. Dieſe Duͤngung iſt evident zu ſtark geweſen und hoͤchſt wahr⸗ ſcheinlich die Urſache der ſchaͤdlichen Wirkung.— 800 Cu⸗ bickfuß Kalch per Flotbecker Morgen iſt gleich circa 1282 Engliſche Cubickfuß per Acre oder 1030 Wincheſter Buſhels. In Anderſon Essays iſt allerdings von einer nuͤtzlich befundenen Kalchduͤngung von 1000 Buſhels die Rede, aber es iſt weit uͤber das Gewoͤhnliche. Dixon in ſei⸗ ner Practical Agriculture, ſpricht von hoͤchſtens 6 a 700 Buſhels und dieſes nur auf ſaurem, moorigtem, viele Ve⸗ getabilien enthaltendem Boden, welche durch den Kalch auf⸗ loͤsbar gemacht werden ſollen. Thaer giebt in ſeiner Eng⸗ liſchen Landwirthſchaft fuͤr ſchweren Boden 4 a 500 Bu— ſhels als das Gewoͤhnliche an. In dem Appendix to the 15 Chapter on Manures published by the board of Agri- eulture wird 250— 400 Buſhels angegeben. Sonach, da der Garten⸗Boden zu dem leichten Lande gehoͤrt und ſchon einigen Kalch gehabt hat, moͤchte wohl 250 Buſhels per Acre das Rechte ſeyn. Dies waͤre nach obigem Ver⸗ haͤltniſſe circa 194 Cubickfuß Kalch per Flotbecker Morgen, circa 2 Cubickfuß alſo auf die Ruthe, auf unſer Experi⸗ mentenbeet von 16 ◻Fuß alſo ½ Cubickfuß und die Hoͤhe 1 ⅞ Linien, z, der Krume. Wenn der Cubickfuß Kalch 32—¾8b wiegt, ſo waͤre dies 4 tb Kalch per 16—◻—|Fuß, und auf Maaß reducirt, wein 125 G2 8 das 108 das Spunt Kalch 9 a 10 ts wiegt, 3 bis † Spint und ſo ſind die diesjaͤhrigen Verſuche gemacht worden. Ich vermuthe, daß die aufgebrachten 8 b Salpeter zu viel waren. Es werden in dieſem Jahre Verſuche mit 8 †b bis zu 5 Loth gemacht werden. Was die Wirkung der Dung⸗ und Reitz⸗Mittel auf die Kartoffeln betrifft, ſo ſtehen ſie der Reihe nach, mit dem Producte, welches ſie a 52 t per Himt fuͤr den Flot⸗ becker Morgen gehabt haben wuͤrden, in folgender Ordnung: Kartoffeln mit Duͤnger..... 534 Himt a 2,40°0= 12820, mit Duͤnger und Mergel. 435„ a;,. 1044 ˙, ohne Duͤnger mit ungeloͤſch: me fech Halſ he Aie fe ef ae, ee ahne weneete a. Phite Wäiger...„, A 7 1643, mit Duͤnger und geloͤſchtem ie dal dacht Kalch 7261 1 ⸗— 1626°, mit Duͤnger und ungelöͤſch⸗ aas n fem Kalch. r—, ohne Duͤnger, mit Mergel 150; a⸗—= 3600, ohne Duͤnger mit geloͤſch⸗ an kemp,Kalch„.... 134 17 3220. 2,40° Fruchtbarkeit iſt auf den vorzuͤglichſten, durch nichts in der Entwicklung ihrer Fruchtbarkeit geſtoͤrten Fel⸗ dern, zur Production von 52 5 Kartoffeln in dieſem Jahre noͤthig geweſen. Dieſen Producten nach zeigt die letzte Co⸗ lumne, in welchem Verhaͤltniſſe derſelbe Boden mit der verſchiedenen Beduͤngung auf die Production gewirkt hat. Ich wiederhole, daß ich auf dieſe Reſultate kein beſon⸗ deres Gewicht lege, ſie aher als Thatſachen, die durch kuͤnf⸗ tige Erfahrungen ihre Berichtigung erhalten moͤchten, nicht unbemerkt laſſen kann. Nr. 1 auf Duͤnger, iſt ein großes, aber im Garten' um ſo weniger befremdendes Product, da dieſe Kartoffeln ihrer Groͤße 109 * Sam wd Groͤße wegen ſehr zutraͤglich ſind. Es iſt eine der groͤß⸗ den. ten Sorten unter den wohlſchmeckenden Kartoffeln, da db Salba 2 bis 8 Kartoffeln 1 h gewogen haben. te Verüche Ferner iſt zu bemerken, daß in der, im Vergleich mit den andern Sorten bei weitem großen Zahl der ange⸗ Rei Mittel m ſetzten Kartoffeln nur&f klein geblieben ſind. Der deiſe uch, mi Duͤnger hat nicht allein die Vegetation, ſondern auch die nm fit dezit Entwickelung der Knollen befoͤrdert. ender Nrdnug. Ne. 2. auf Duͤnger und Mergel iſt weniger und, es befremdet mich nicht, da der Mergel, der beim Pflanzen *= 13820, auf das Land gebracht worden, mit der Erde nicht hin⸗ = 109:, laͤnglich hat gemiſcht ſeyn koͤnnen, durch die hinzugekom⸗ mene wilde Erde mehr geſchadet als durch den noch = 889, nicht thaͤtig gewordenen geringen Kalchgehalt genützt hat. = 69, Es iſt oben ſchon bemerkt worden, daß er zu duͤnne — aufgebracht worden iſt. = 626,, Nerkwuͤrdig iſt, daß hier zwar die Ve Retnttongerafe der Pflanze uͤberhaupt minder gefoͤrdert worden,— da ſtatt 177 nur 123 Kartoffeln producirt wüdet um ſo — 20 L 1 mehr aber die Luutwiekunng der Knollen, da nur 14 klein geblieben ſind ſtatt der bei Nr. 1. 2 39. Nr. 3. mit Duͤnger und mit nicht geloͤſchtem, ſon⸗ 9. dern zerſtoßenem gebrandtem Kalche, der alſo gücſie 5 ſeine ganze Ceuſtizitaͤt behalten hat. ſü Pfnn Daß das mindre, obgleich immer noch bedeutende Pro⸗ i diſn R duct, bedeutend groͤßer als beim geloͤſchten Kalche iſt, ig de lt 0 ſcheint mir anzuzeigen, daß die cauſtiſche Kraft des im e Bode delt mi Uebermaaß aufgebrachten Kalches in dieſem, an unzerſetz⸗ ron gnühſt. ten Vegetabilien ſo reichem Gartenlande, den Schaden ſtate ira zum Theil erſetzt hat, den er verurſachte. 3 Nauch iuj Ersr ſcheint die Lebeuskraft der Pflanzen ſehr gereitzt zu mauclene d nih haben, da 16 Pflanzen 154 Knollen hervorgebracht haben. Die Verwolſſandigun⸗ der Knollen ſcheint er behindert Win üinne zu haben, da a d davon klenn Bebhieben ſind. tofeki Nr. dn ſi 1 “ A 110 Nr. 4. ohne Duͤnger, iſt allerdings in der Production wie in der Entwicklung, wie es zu vermuthen war, hinter N.— zuruͤck geblieben. 130 Knollen ſtatt 177, und ſind klein geblieben. Man muß aber dabei bemer⸗ ken, daß da 12 der 16 Pflanzen durch Duͤrre gelitten und faſt vertrocknet waren, das Verhaͤltniß der Fruchtbarkeit des Bodens nicht nach dem Producte beurtheilt werden darf. Ich habe alle Urſache zu glauben, daß der Boden uͤber 8000 ſteht, ſtatt der 643°, welche der Ertrag beweiſen wuͤrde. Nr. 5. Duͤnger und geloͤſchter Kalch, der hier aller⸗ dings durch ſein Uebermaaß, hauptſaͤchlich indem er die Entwickelung der durch den Duͤnger hervorgelockten Knol⸗ len verhindert, ſchaͤdlich geweſen iſt. eoſtel ſind hier klein geblieben. Nr. 6. Bei dieſem ſcheint das Uebermaaß des cauſti⸗ ſchen Kalches die Vegetation ſehr gereitzt zu haben, indem aus 16 Pflanzen 179 Knollen entſtanden ſind,— zu ihrer Vervollſtaͤndigung bei Ermangelung des Duͤn⸗ gers gar wenig gethan zu haben, da z 2ſtel klein geblie⸗ ben ſind. Nr. 7. Mergel ohne Duͤnger hat die Vegetation gar wenig gereitzt, er hat ſie vielmehr bedeutend behindert: aus 16 Pflanzen ſind 60 Knollen entſtanden, deren Ent⸗ wickelung dagegen ſehr vollſtaͤndig geweſen iſt, da nur„½ klein geblieben ſind. Das Erſtere iſt wohl allerdings der rohen Erde und der noch nicht merkbaren Wirkung des Kalches zuzuſchreiben. Bei Nr. 8. iſt die ſchaͤdliche Wirkung des uͤbermaͤßig auſge brachten milden Kalches gar ſehr merkbar:= 63 Knol⸗ ken⸗ und unter dieſen 3½ kleine. Ganz anders verhaͤlt ſich die Wirkung der reienden Das 5 Dungmittel bei den Cerealien. tit mit mit und; nit T und it E 2—2 her 2 V 4 30 8 d 5 hi V jahle harkeit d ſiß d aifd D darüh ten w dels I borth dabon 15 den anden ſche Adatan ⸗ u bar, dnr tt 177, ud dabei bene, egelitten und e puuchbarfer eit waden daf⸗ der Ndin iber Errrag bereſn der hier dher undem Re rgelockten an H tel ſid ſir ß des auſt⸗ ratzt zu habel, auder ſin,— ug des D üi n tlein gahe⸗ gegetation g end behinden. en, deren E ſi, da v alerdings de Prrkang de ermiii diite. 12 6 Knel⸗ der veizend D 111 Das Product des damit beduͤngten Hafers ſieht in fol⸗ gender Reihe, ſo wie es auf dem Felde a 30 b per Himpt gegeben haben wuͤrde: Hafer ohne Duͤnger 2 basopr Himt 96 Hictag e 773 mit Mergel 2912 ⸗ a⸗. 9„)r u= 776]° mit Kalch 2775 1 a⸗ 3 92 ½ a⸗= 740 mit Duͤnger 3250⸗a4a⸗ 108 ½ a:= 8670 mit Duͤnger und Mergel 4762⸗ mit Duͤnger und Kalch 4350 a: 145 1 a.⸗ mit Salpeter 850⸗ a⸗ 3 199 ha,= 15600 Die Ausſaat betrug 3 Loth Hafer per 16 ◻Fuß, alſo per 25600 0Fuß oder 1 Flotbecker Morgen— 150, 5 a 30tb per Himt= 5 Himt. 8o moͤgen auf Gartenboden und bei einer Einſaat von 5 Himt per 100 ◻Ruthen in dieſem ſo trefflichen Hafer⸗ jahre die zur Production von 30 tb Hafer noͤthige Frucht⸗ barkeit geweſen ſeyn. Die letzte Columne beſagt ſonach, in welchem Verhaͤlt⸗ niß derſelbe Boden mit der verſchiedenen Beduͤngung auf die Production gewirkt hat. Die Production iſt groͤßtentheils ſehr auſſerordeutlich; daruͤber darf aber niemand ſich wundern. Was im Gar⸗ ten wahrgenommen iſt, kann und muß ſich im Felde an⸗ ders bewaͤhren. Abgeſehen davon, daß dort die Expoſition gewoͤhnlich vortheilhaft und die Lage vor rauhen Winden beſchuͤtzt iſt— 158 3 a⸗—= 12690° — 8△̈ A davon, daß ſo ein Fleck oft 1w0 und in meinem Garten 150 Jahre unter Cultur geweſen, jaͤhrlich bearbeitet wor⸗ den iſt, und daß dadurch alle ſeine Beſtandtheile ſo in ein⸗ ander zerrieben und ſo innig gemiſcht ſind, daß jede chymi⸗ ſche Wechſelwirkung erhoͤhet und erleichtert wird, ſo iſt der Um⸗ A 112 Umſtand allein, daß hier jeder Cubickfuß Erde dem audern gleich geworden iſt, ſtatt daß auf dem beſtenltivirtem Felde es große Strecken giebt, die ſchlechter, naͤſſer oder duͤrrer ſind als die Hauptmaſſe des Feldes iſt, hinlaͤnglich, um das Verhaͤltniß der Kraftaͤuſſerung zum Reichthum im Gar⸗ ten⸗Boden ganz anders zu ſtellen, als ſeine Beſtandtheile es ergeben, ſo daß keine directe Vergleichung zwiſchen Land und Garten⸗Boden ſtatt finden kann.. Ich habe die Aeuſſerung eines Englaͤnders vor mir, der auf ſeinem Felde den Ausſchlag gegen ſeinen uͤbrigens gleichen Garten⸗Boden auf* rechnet. Ich weiß aus Erfahrung daß der in ſeinen Beſtand⸗ theilen ſich gleiche Boden im Garten an Cerealien 50 pCt. und an Kartoffeln 25„Ct. mehr traͤgt als im Felde. Wir fangen, da das Reſultat mit einer einzigen Aus⸗ nahme ſteigend iſt, mit der Production des ungeduͤngten Bo⸗ deus an: 3 Nr. 1. wuͤrde auf 100(◻Ruthen 97 Himt alſo das 19te Korn gegeben haben— an Stroh 3850 b. Nr. 2. mit Mergel gab eben ſo viel Korn, etwas weni⸗ ger Stroh— der Mergel hat hier wenigſtens nicht ge⸗ ſchadet und es ſcheint, daß der Hafer den rohen Boden beſſer vertraͤgt, als die Kartoffeln. Nr. 3. der Kalch hat nur wenig geſchadet. Rr. 4. der Duͤnger hat weniger gewirkt als er ſollte, aber auf einem ſo kleinen Beete iſt es ſchwer, den Duͤnger in Quantitaͤt und Qualitaͤt gleichartig zu vertheilen. Nr. 5. Duͤnger und Mergel ſcheint faſt ganz den Un⸗ terſchied gegeben zu haben, zu deſſen Erwartung man be⸗ rechtigt war, ſowohl was Korn als Stroh betrifft. dr. 6. beim Duͤnger und Kalch hat der Duͤnger das Seinige gethan und uͤber 1000 ſind die Wirkung des Kalches. Nr. 7. Ganz auſſerordentlich aber iſt die Wirkung des Salpeters. Das Doppelte deſſen, was der ungeduͤngte Bo⸗ Kg ba! gen der? diilt ter 6 dr geſae ds G geeg tionn borig loder burg, b Herr eülles Nic veſſch kauſte heit d Raad d Sö K ohm. Erd du im ſi dältoien zh W iſe oda dann 1 lalängh, m Nedünm in Ge ſine dei ffandhe tung ſeihe e linderz tcr a en fien ürims u ſänan Feiand⸗ an Cnan tigt ge m 3 ene einzen A des ugedingkene ut alh de gi N b. Forn, awhs dei⸗ vanigſens ſic der wohen De de. ktalinſolt,r on, dn di znorchelc n wim h dab Erwartg ew 7 tah dan nun NrDMd e de Anus 85 g lche Vahuug d 1 6 uuhur —— 113 Boden, ztheil mehr als der gemergelte und geduͤngte Ha⸗ fer gegeben hat. Im Stroh 1 ¾ mal ſo viel als der ungeduͤngte und faſt ꝛtheil mehr als der di Mergel und Duͤnger geſaͤete Hafer. So ein einzelner Verſuch beweiſt nichts, aber rechtfert⸗ gen kann er die Verſuche, die mit verſchiedener Quantitaͤt der Beduͤngung im Garten und auf ein paar Morgen ge⸗ drillten Hafers im Felde, in dieſem Jahre mit dem ipe ter gemacht werden. Ich muß hinzuſetzen, daß es nothwendig ſcheint, daß der Salpeter fein pulveriſirt und zugleich mit dem Korne geſaͤet, oder beſſer noch, gedrillt werde, ſo daß er diäehad das Korn unmittelbar umgiebt. Mit Salpeter in kleinen Stuͤcken aufgeſtreuet oder ein⸗ geeggt, wie ein Landmann es der Landwirthſchaftlichen Sec⸗ tion der Patriotiſchen Geſellſchaft vorſchlug, habe ich im vorigen Jahre auf Sandland, auf Grasland und auf dehn boden Verſuche ohne alle ieling gemacht. Was die vebſchiodeen Korn⸗Arten berrifft, ſo d haßs ich bei Nr. 1 hinzuzufuͤgen: Der dem Rußiſchen Kayſer im Jahre 1820 nach Peters⸗ burg, von woher ich die Koͤrner habe, geſandte Bericht des Herrn Salvatori beſagt, daß der commandirende Offizier eines Detaſchement Coſacken, welches von der Line am Irtich im Jahre 1811 eine Karavane nach Kouldgé in der Chi⸗ neſiſchen Mongoley convoyirte, 2 Pud dieſes Waitzens kaufte. Nach ſeiner Nuͤckkehr iſt der erſte Verſuch un⸗ weit der Feſtung Semipalatinsk gemacht und ſind 140 Pud geerndtet worden. Die Cultur dieſes Waitzens, ſagt der Bericht, ward in Sibirien bald ſehr allgemein. Kouldgé liegt 42° 497 40“ Breite, 800 40 Laͤnge vom Pariſer Meridian. Se⸗ 114 Semipalatinsk, wo dieſer Waitzen mit ſo großem Er⸗ folg cultivirt wurde, liegt 500 29 45“ Norderbreite= 770 52 450“ Partſer Laͤnge. Da dieſe große climatiſche Verſchiedenheit die Cultur nicht behindert hat, ſo iſt zu vermuthen, daß ſie bei uns fortkommen werde. Vom Boden ſagt man, er ſei ſchwarz⸗grauer Sand, Thon und Kalchmergel enthaltend; Wermuth, Heidenkraut, Genſter ſeyen die natuͤrlichen Kraͤuter, der Ceratacarpus arenarius, Salsola Clavifolia und oppositi folia, Corysper- mum hyssopifolium, der Chondrilla die hauptſaͤchlichſten Unkraͤuter— aus Fichten und Birken beſtehen die, ⸗ die Fei⸗ der umgebenden Waldungen. Der fruchtbare Boden traͤgt 3 auf einander folgende Waitzen Erndten und man wundert ſich daruͤber, bemerkt zu haben, daß nach dem 3ten Jahre die Saat ausarte. Man ſaͤet vom Aufang April bis zum 10ten Mai 10 b auf 100 Quad. Klafter, welches unſerer Ausſaat ſehr nahe kommt. Ein feuchtes Fruͤhjahr und ein feuchter Sommer ſind der Pflanze forderlich. Alles was man hier uͤber dieſen Waitzen ſagt, vermehrt mein Bedauern daruͤber, daß der Zuſatz im Bericht, daß dieſes Korn von keinem Roſt⸗ und Mehl⸗Thau ſo wie auch von keiner Art Brand je litte, ſich, wenigſtens was den Roſtthau betrifft, leider nicht bewaͤhrt hat. Ich habe ſoviel und ſo oft durch den Roſtthau gelitten, daß ich viele Jahre hindurch die Witterung in dieſer Hinſicht bemerkt und dabei mich uͤberzeugt habe, daß die pioͤtzlich gehemmte Ausduͤnſtung der Pflanze und die dadurch verurſachte Laͤhmung der unzaͤhligen und im geſunden Zu⸗ ſtan⸗ ſiand athu men proh kurz Tage ruͤhne die g Dahe bor d weiſe ſch g Vind — Juli Lags mehr Rhen kere Nold pfinde I an d Angu I ſnd dd Hgeoßen. Nderbtet dee Cuta ſie hei uns raner Eand, Dedenktnu, Leratacaryus Cotyger. vtchlichſen de, de Re der folgende bemerkt zm aͤrte. M af 10 8 tſehr wahe ommer ſind tt, derehf Rerict, di jſo wie ach ens Gas d ſthau gellten, in in dieſe ſhe, daß R die dduch . geſunde d tan 115 ſtande der Pflanze ſo unglaublich, thaͤtigen Ein und Aus⸗ athmungsgefaͤße, die Unterbrechung des naͤchtlichen Einath⸗ mens der Lebensluft, eine Stockung im ganzen Veg getations⸗ prozeß, eine Congeſtion in den nun verderbenden Saͤften, kurz eine Krankheit hervorbringen, die ſich nach 10 oder 14 Tagen als ein verzehrender Ausſchlag auf allen die Luft be⸗ ruͤhrenden Theilen der Pflanze zeigt und vorzuͤglich an denen, die gerade um die Zeit den mehrſten Pflanzenſaft enthalten. Daher iſt eine ſolche Witterung vor Johanni oder 14 Tage vor der Erndte nicht mehr gefaͤhrlich— trifft auch nur ſtrich⸗ weiſe die Felder und auf dieſen Feldern die Pflanzen, welche ſich gerade im vollfaftigen Zuſtande befinden und zugleich dem Winde vorzuͤglich ausgeſetzt geweſen ſind. Im Jahre 1821 war im Anfang und bis zum 16ten Juli ohngefaͤhr die mittlere Temperatur der Nacht 7 ⅔°, des Tags im Sonnenſchein 26 bis 280— ein Unterſchied von 200, mehr braucht es nicht, um den Pflanzen dieſen tadiichen Rheumatismus zuzuziehen— der Unterſchied wird um meh⸗ rere Grad verſtaͤrkt, wenn die Naͤchte feucht ſind und der Nord⸗Oſtwind die kalte Temperatur fuͤr die Pflanze em⸗ pfindlicher macht. Von dieſen Tagen an wurden die unteren Blaͤtter zuerſt an den Spitzen gelb und die Eruption ſtieg pegti den 16ten Auguſt aufs hoͤchſte. Vom Ertrag laͤßt ſich gar nichts ſagen.— Ich wuͤnſche und hoffe, daß ich von dem uͤbrig gebliebenen Korne geſun⸗ des Saatkorn erndten moͤge. Nr. 2. und 3. wurden durch den Roſtthau gunzlich zerſtört. Der Hafer Nr. 4 ward davon nicht ergriffen, vermuth⸗ lich, weil er fruͤher reif war. Nr. 5. Tauriſcher Sommer⸗Nocken ward in dieſem Jahre wiedern verſucht. Nr. 116 — Nr. 6. Vom Egyptiſchen Sommer⸗Rocken ſind 80 † im Felde geſaͤet worden. Von Nr. 7. bis 10. ward in dieſem Jahre wiederum Einiges geſaͤet.— Flotbeck, im Monat Junius 1822. Freiherr von Voght. —B—:—— in ſind pid dre wiedenn Daght. 6 8 L 9 8 alardelelah 1LLLLn! JLIILA-, fKeaneeannnsängg gganngege Oem 1 2 3 6 1 8 9 10 11 12 — Ge 1 Ilnu ———— Colour& Grey Control Chart Blue Cyan Green Vellow Heod Magenta „VW’imne Giey„Grera Gre Croya cckae