e 4 Univ.-Bib.. Siessan tn 5 —Neine Anſicht der Statik des Landbaues im Jahr 1817 angehaͤngten in ſpaͤtern Jahren hinzugekommenen Anmerkungen 1 vom Freyherrn v. Voght. — [—Q—OQ ·— Hamburg 1825, bey Friedrich Perthes. Wohl hat noch nie ein unvollkommenes Machwerk mehr eines Vorworts zur Rechtfertigung ſeiner Er⸗ ſcheinung bedurft. Hier iſt, was mich zu der verſpaͤteten Bekannt⸗ machung bewogen hat. Als ich im Jahr 1817 mich entſchloß, waͤhrend einer Reihe von Jahren zu verſuchen, ob und in wie fern das Verhaͤltniß des Ertrags zur Er⸗ tragsfaͤhigkeit des Bodens, und das Ver⸗ haͤltniß alles deſſen, was dieſe Ertrags⸗ faͤhigkeit vermehrt oder vermindert, zum Ertrage ſelbſt, ſich genauer beſtimmen und das Gefundene ſich in Zahlen ausdruͤcken laſſe; war es zufoͤrderſt noͤthig, meine Anſicht deſſen, was der Staats⸗ rath Thaer und Herr von Wulffen bis dahin uͤber dieſen Gegenſtand bekannt gemacht hatten, mir ſelbſt klar zu machen. Da es mir nur um die praktiſche Anwendung zu thun war, ſo ließ ich das hoͤhere Wiſſenſchaftliche darin, die Theorie ſelbſt, zur Seite liegen, und ſah — IV— das Ganze nur als eine Methode an, meinen Er⸗ fahrungen eine groͤßere Beſtimmtheit zu geben. So entſtand dieſe Anſicht der Statik. Waͤhrend der ſieben ſeitdem verfloſſenen Jahre theilte ich ſie vielen meiner agronomiſchen Correſpon⸗ denten mit, unter denen ich das Gluͤck habe, mehrere der bedeutendſten theoretiſchen und praktiſchen Land— wirthe Deutſchlands, Frankreichs und der Schweiz zu zaͤhlen. So entſtanden auch die Anmerkungen, die, mit verſchiedenen Jahreszahlen bezeichnet, bei dieſer Ver⸗ anlaſſung hinzugefuͤgt worden ſind. Dieſen Freunden verdanke ich viel nuͤtzliche Be⸗ lehrung und ihnen bin ich es zum Theil ſchuldig, wenn die Anwendung der Statik mir bedeutende und ſelbſt eintraͤgliche Reſultate geliefert hat. Das Ganze bedarf noch mehrere Jahre fortge⸗ ſetzter Verſuche, ehe etwas nur irgend Befriedigen⸗ des, die Statik als Wiſſenſchaft Begruͤndendes, be⸗ kannt gemacht werden kann. Auch kann dieſes nicht das Werk eines alten, bald die Welt verlaſſenden Mannes ſeyn, und muß der heranwachſenden Gene⸗ ration uͤberlaſſen bleiben. Sollten aber deswegen die erſten Verſuche da⸗ zu unbekannt bleiben, die vielleicht andern die Mittel zu weitern Fortſchritten erleichtern koͤnnten? Darf man dem Publikum das Wenige vorenthalten, weil man fuͤhlt, daß man nicht das Viele leiſten koͤnne? d Jütten thts dl fant we len nuce fh in Zäſch wikücher torgrich Uiit we iner E. 1 Juhte treppon nehrere Land⸗ chweiz , mit Vet⸗ Be⸗ ſdig, und ortge⸗ digen⸗ be⸗ Svücht lſenden n Gene iche de 4 Mitl thalte, üngen Vv Das war es, was meine Freunde mir oft wie⸗ derholten. Sie beſtanden ſo dringend darauf, daß etwas allgemein Faßliches uͤber dieſen Gegenſtand be⸗ kannt werde, wovon ſie glaubten, daß es bey dem vielen Trefflichen, was daruͤber erſchienen iſt, den⸗ noch fehle. Ich ſah ſelbſt aus ſo manchem, was in Zeitſchriften uͤber die Statik vorkam, daß ihr wirklicher Zweck und die Moͤglichkeit und Nuͤtzlich⸗ keit ihrer praktiſchen Anwendung noch ſo ſehr ver— kannt wird, daß ich mich, obgleich ungern, entſchloſ⸗ ſen habe, diejenigen meiner Gewerbsgenoſſen, welche ſich mit der Sache abgeben wollen, auf den Stand⸗ punkt zu ſtellen, auf welchem ich vor ſieben Jahren ſtand. Was mir ſeitdem moͤglich geworden iſt, kann es ihnen ja auch werden. Die Zeit, die ich auf die Cultur meines Gutes und auf die Verſuche wenden muß, die mich be⸗ ſchaͤftigen, laͤßt mir nicht Muſſe, dieſe Skizze umzu⸗ arbeiten; auch wenn die Wiſſeenſchaft ſchon ſo weit vorgeruͤckt waͤre, daß irgend etwas Vollſtaͤndiges ge⸗ liefert werden koͤnnte. Keinen Freunden habe ich dann und wann Bruchſtuͤcke aus den Reſultaten meiner Bemuͤhungen mitgetheilt, die ich nicht abgeneigt bin, meinen Mit⸗ arbeitern an der Vervollkommnung der Landwirthſchaft bekannt zu machen, falls die Sache fuͤr ſie ein Intereſſe hat. Schließlich bitte ich, ja nicht alles in dieſer — VI— Anſicht Dargelegte, als meine jetzige Ueberzeugung anzuſehen. In den Hauptgrundlagen mit meinen Micarbeitern einverſtanden, haben ſich meine Ideen daruͤber durch ſiebenjaͤhrige Erfahrungen gar oft und viel aͤndern muͤſſen. Ich bitte daher, das Ganze nur als eine ge⸗ ſchichtliche Darſtellung anzuſehen— jedem zur Pruͤ⸗ fung und Beurtheilung uͤberlaſſen. Wenn es zum Nachdenken uͤber manchen wich— tigen Gegenſtand unſerer Kunſt fuͤhren, achtſamer auf den Vegetations⸗Prozeß der Pflanzen, die wir bauen, und ſorgfaͤltiger in der Anwendung der Mittel machen koͤnnte, durch welche wir ihn zu befoͤrdern ſuchen, ſo waͤre allerdings mein Zweck vollkommen erfuͤllt. ——— 1 ————— Inhaltsverzeichniß. §. 1. Erſter Anfang der Vergleichung der Frucht⸗ barkeit mit dem Ertraage.. §. 2. Nothwendigkeit einer Claſſificirung der Felder §. 3. Allgemeine Anſicht der Bodenarten meiner Beſizun... §. 4. Wirkliche Claſſiſication des Bodens und deſ⸗ ſen Unterabtheilung3en.. Beſchreibung der Felder.. §. 5. Warum der Verſuch, das Verhaͤltniß der Ernd. ten zum Ertrag in Zahlen auszudruͤcken, nuͤtz⸗ lich ſeyn kann.... §. 6. Widerlegung einiger Einwuͤree.. §. 7. Die erſten Verſuche haben wir dem Herrn Staatsrath Thaer zu verdankenn.. §. 8. Sodann dem Herrn von Wulffen.. §. 9. Erſte Hypotheſe. Kraft Reichthum= Fruchtbarkeikt..... §. 10. Zweyte Hypotheſe. Der Ertrag des Bo⸗ dens ſteht mit ſeiner Fruchtbarkeit in directem Verhaͤltniſeyyyyy. Was fuͤr ein Verhaͤltniß ich angenommen habe §. 11. Dritte Hypotheſe. Methode, das Zahlen⸗ verhaͤltniß der beyden Factoren aufzufinden. §. 12. Vierte Hypotheſe. Die Erſchoͤpfung des Bodens iſt im Verhaͤltniß der heirgebra⸗ ten naͤhrenden Subſtanz... Seite 1 22 23 — uIm— §. 13. Fuͤnfte Hypotheſe. Die Kraftaͤußerung des Bodens wird durch ein Winter-Cereal um ei⸗ nen Grad verminderrt,„.. §. 14. Sechste Hypotheſe. Wie der Verluſt des Reichthums dem Boden erſetzt werden koͤnne 15. Siebente Hypotheſe. Wie die Verminderung der Kraft des Bodens erſetzt werden koͤnne. 16. In wie fern ich dieſe Hypotheſen auf meine Felder anzuwenden geſucht hbjbeee.. 17. Wie der Grad der Fruchtbarkeit jedes Fel— des auszumitteln geſucht worden ſt. §. 18. Beſtimmung der Factoren fuͤr Kraft und Reichthummt... Welche Schwierigkeiten die vorgeſchlagene Me⸗ thode hatt... Verſuch, den Grad des Reichthums und der Kraft jedes Feldes zu fſinden,.„ Verhaͤltnißzahlen, fuͤr welche mehrere hundert Verſuche mich beſtimmten.... Nothwendigkeit, das Verhaͤltniß der Fruchtbar⸗ keit zu dem Productionsbeduͤrfniß jeder Frucht insbeſondre, zu der Erſchoͤpfung durch dieſe Frucht, zum Erſatzmittel fuͤr dieſelbe, zu be⸗ ſtimmen. §. 19. Verhaͤltniß des Ertrags jeder Frucht zu der Fruchtbarkeit jeder Claſſe des Bodens, auf fuͤnf verſchiedene Fruchtarten angewandt. Wie dieſes durch ſorgfaͤltigere Cultur modificirt worden iſt.. Wie ſonach auf die aus der Witterung entſte⸗ hende allgemeine Fruchtbarkeit des Jahres uͤberhaupt geſchloſſen werden koͤnne.. Wie dieſes die Erwartung beſtimme, zu der man fuͤr jedes gegebene Jahr fuͤr jedes gege⸗ bene Feld berechtigt geweſen ſey.. Seite 24 39 42 44 45 Seite 34 37 39 42 4¹ 45 — X— §. 20. Verhaͤltniß des Ertrags jeder beſondern Frucht⸗ art mit der durch ſie verurſachten Erſchoͤpfung des Reichthums... a) bey Cerealtien... b) bey Braachfruͤchten.. Außerordentliche Wirkung des unterrayolten Klee's„......... Wodurch die verſchiedene Wirkung der Boden⸗ arten auf die Erſchoͤpfung in dem Caleuͤl aus— geglichen wiiirrrr.... Wodurch die Kraft erſchoͤpft wird.. Ob bey einem groͤßern Grade der Kraft des Bodens dieſelbe Erndte weniger oder mehr Reichthum erſchoyeee.. §. 21. Wie der Erſatz des Reichthums im Boden in Zahlen ausgedruͤckt werden koͤnne... a) beym Erſatz durch Dungung.. Wie derſelbe Duͤnger auf Boden von verſchie— dener Kraft verſchieden wirree... Wie das Verhaͤltniß der Kraft des Bodens zum Duͤnger zu beachten iiſt. b) beym Erſatz durch Behuͤtung. Dieſer ſteht mit der Fruchtbarkeit des Bodens in directem Verhaͤltniſſe. §. 22. Erſatz der Erſchoͤpfung der Kraft.. a) durch Brarbeituug.. Warum Kraft und Thaͤtigkeit ſo weſentlich un— terſchieden ſind, und wodurch die hoͤchſte Kraft zur hoͤchſten Thaͤtigkeit gebracht werden koͤnne Es iſt wahrſcheinlich, daß die natuͤrliche Thaͤtigkeit des Bodens ſich im umgekehrten Verhaͤltniß der Kraft verhalte, inſofern dieſe, mit Ausſchluß der Alkalien, auf die erdigten Beſtandtheile beruht Es iſt wahrſcheinlich, daß, ſo wie die Erndten uͤber den Mittel⸗Ertrag hinausgehen, die Frucht⸗ barkeit mehr auf die Kraft als auf den Reich— thum des Bodens beruhe„ Seite 53 5⁵ 61 62 63 x— Seite Warum ſo vieles auf die Form und Tenuitaͤt der Beſtandtheile des Bodens ankommen koͤnne 64 Wie der ſchwaͤchſte Boden keinen Duͤnger er⸗ trage, der kraͤftigſte keinen beduͤrefe. 65 Bis zu welchem Grade meine Bearbeitung des Bodens ſeine Kraft⸗Entwicklung befoͤrdere. 67 Wie wichtig das ſorgſame und tiefe Unterrayolen des Klee's ſey...· 68 Zweckmaͤßigkeit des gruͤnen Duͤngers auf Sand⸗ boden. Wie dadurch Leben in einen todten Boden zu bringen ſeyy.. 71 §. 23. Erſatz der Kraft⸗Erſchoͤpfung. b) durch Braachſrüchte 75 §. 24. Vermehrung der Kraft. c) durch Miſchung mit andern Erdarten, vorzuͤglich ſolchen, die viel Alkali enthalten. 73 Wie der Thonmergel nuͤtzlich auf Sand und Moor, ſchaͤdlich auf lehmigten Lande ſich bewieſen habe 74 Wie das Mergeln nuͤtzlich und in ſeinen Fol— gen unſchaͤdlich gemacht werden koͤnne 75 Um wie viel der Ertrag durch das Mergeln erhöht wurdtdeel.... 76 Wie die Wirkung des Mergels auf die Erhoͤhung der Kraft zu berechnen ſeyyynn)y)y.— Wie viel Duͤnger dazu gehoͤre, dieſen groͤßern Ertrag zu erſetzen nach 4 Korn-Erndten oder nach einer Rapſaat⸗Erndte und 3 Korn⸗Erndten 78 §. 25. Tabelle uͤber das erreichbare Maximum der Fruchtbarkeit bey einem gegebenen Grade von Kraft und Reichtum 779 Tabelle uͤber das Verhaͤltniß der Fruchtbarkeit zum Ertrage, des Ertrags zur Erſchoͤpfung des Bodens, bey fuͤnf verſchiedenen Fruchtarten. 81 Erklaͤrende Bemerkungen zur vorhergehenden Tabelie..... Meine S⸗ ren Kor boſonders jedes Fel legt. Ic Dualtät du einf nit Küch renda ich mir Di Terhiltni uf dn Tenuitat n koͤnne nnger er⸗ ung des te. rayolen Sand⸗ todten ) durch ſchung n, die Moor, habe Fol⸗ 4* tergeln thoͤhung roͤßern n oder ondten zm der de von barkeit g des ten. henden „ Seite 64 Meine Anſicht der Statik des Landbaues im Jahr 1817. §. 1. Sa fuͤnf Jahren hatte ich die Erndten jeder der klei— nen Koppeln meines Ackers beſonders gelegt, die Cerealien beſonders gedroſchen, genaue Notizen uͤber den Zuſtand jedes Feldes, deſſen Beduͤngung und Beſtellungsart beyge— legt. Ich hatte dabey den Zweck, den Ertrag mit der Qualitaͤt des Bodens, dem daran gewandten Duͤnger und dem Einfluß der vorhergehenden Frucht vergleichen, und mit Ruͤckſicht auf die eingetretenen, die Ergiebigkeit modifi— cirenden Umſtaͤnde, muthmaßlich beſtimmen zu koͤnnen, was ich mir von den folgenden Erndten verſprechen duͤrfe. §. 2. Dieſe Vergleichung lehrte mich ſehr bald, in welchem Verhaͤltniß dieſelbe Behandlung, Beduͤngung und Vorfrucht auf den verſchiedenen Feldern verſchiedene Wirkungen gehabt hatten; die aͤhnlichen Wirkungen bewieſen, daß ſolche Fel— der zu derſelben Kategorie gehoͤrten, und daß ich in dieſer Hinſicht, um den kuͤnftigen Ertrag meiner Felder nach Maaßgabe der vorbenannten Umſtaͤnde richtiger zu beur⸗ theilen, ſie klaſſificiren muͤſſe. §. 3. Nachdem naͤmlich eine nahgelegene Pachtung, die nur Sandboden hat, mit zu meiner Bewirthſchaftung ge⸗ Voaht, Statik des Landbaues. 1 Erſter An⸗ fang der Ver⸗ gleichung der Fruchtbarkeit mit dem Er⸗ trag Nothwen⸗ digkeit einer Claſſificirung der Felder. Allgemeine Anſicht der Boden⸗Arte meiner Be⸗ ſoung. Wirkliche Claſſification des Bodens und deſſen Unterabthei⸗ lungen. zogen — 2— worden, hatte ich ſehr verſchiedenartige Felder zu bebauen; vom bindendſten Lehm bis zum loſeſten Sand; von immer naſſem bis zu immer trocknem Lande. Wenn auch nun in jeder Art des Bodens nur die fuͤr ſie paſſende Frucht gebauet ward, ſo ſtand der Ertrag doch noch imme ſchen gere r in einem beſondern Verhaͤltniß, theils zu den phyſi⸗ Eigenſchaften des Bodens, theils zu den, durch laͤn⸗ oder kuͤrzere Dauer der vorhergegangenen Kultur ver⸗ aͤnderten chemiſchen Eigenſchaften deſſelben, beſonders zu der Quantitaͤt der mehr oder minder zerſetzten Nahrungs⸗ theile der Pflanzen in demſelben. Meine ſchweren Felder haben alle einen undurchdring— lichen Lehm zur Unterlage und ſind daher naß und kalt, obgle ich durch immer fortgeſetztes Ebnen und den ihnen verſchaften Fall, von allem Oberwaſſer entledigt, ſo wie durch verdeckte Abzuͤge von allem Unterwaſſer befreiet. Aber auch jene phyſiſche Beſchaffenheit iſt durch laͤngere Kultur und nachhaltiges tiefes Pfluͤgen auf den mehrſten Feldern gar ſehr gemildert; auf andern iſt ihre Wirkung noch unbezwinglich. §. 4. Ich habe mich alſo bewogen gefunden, was meine aͤltere Pachtung betrifft, zwey Claſſen anzunehmen. liche In die Erſte gehoͤren die Felder, in welchen die natuͤr⸗ Beſchaffenheit durch beſſere und vorzuͤglich durch laͤngere Kultur ſehr erhoͤhet worden. ihres In die Zweyte die Felder, die noch mehr die Rohheit urſpruͤnglichen Zuſtandes haben. Die Unterabtheilungen jeder Claſſe beziehen ſich auf Waͤrme und Lockerheit, im Gegenſatz von Kaͤlte und Bin— digkeit, des in demſelben Kultur-⸗Zuſtande befindlichen Bo⸗ dens. di ſegen und vi G Verſchit Si 1 Deder Gefahr, werden, gleiſche hervorri Nothwe Ne de i am kein deſen in — (i) Lo. virt ſene ſtuch br dhon unfü S Daſſ mehr 6 dar doch noch een phyſe erch laͤn⸗ tur ver⸗ ders zu abrungs⸗ cydring⸗ dd kalt, ihnen ſo wie efreiet. aͤngere tehrſten Vrkung meine natuͤr⸗ durch ohheit h auf A. enthaͤlt die Felder der erſten, B. die Felder der zweiten Art. Die 3te Claſſe enthaͤlt alle die leichten Felder meiner neuen Pachtung, nur ſeit zwey Jahren in meinen Haͤnden und voͤllig verwirthſchaftet, da ich ſie erhielt, alſo ohne Verſchiedenheit des Kultur⸗Zuſtandes. Die Unterabtheilung A. enthaͤlt die trocknen, B. die naßliegenden Felder. Wir werden wohl nie dahin kommen, irgend einen Boden ſo beſchreiben zu koͤnnen, daß Andere ohne alle Gefahr, durch eine ſcheinbare Aehnlichkeit irre geleitet zu werden, den ihrigen auf die naͤmliche Weiſe behandeln duͤrften. Unzaͤhlig ſind die mannigfaltigen Eigenheiten, die, bey gleichſcheinenden Beſtandtheilen, weſentliche Verſchiedenheiten hervorbringen. Die bloß chemiſchen Unterſuchungen, deren Nutzen ich in wiſſenſchaftlicher Hinſicht, deren unumgaͤngliche Nothwendigkeit, wenn von der Beſchreibung eines Bodens die Rede iſt, ich durchaus anerkenne, moͤchten hier wohl am leichteſten irre fuͤhren(1). Unerlaͤßlich moͤchte es in— deſſen in Bezug auf die folgenden Unterſuchungen ſeyn, (1) Ao. 1824. Nach den Tabellen in der rationellen Land⸗ wirthſchaft muß der Waitzen-Boden von 81 bis minde⸗ ſtens 40 Theile Thon enthalten. Davy unterſuchte den fruchtbaren Waitzen-Boden in Eversham und fand nur 121½ Theile Thon⸗Erde, in Tiviotdale nur? Theile reine Thon⸗Erde, die erſte in 40 pCt., die andere in 16„Ct. unfühlbarer Materie enthalten. So viel vermag die Tenuitaͤt der Theile auf die Waſſerhaltigkeit des Bodens, auf welche eigentlich das mehrſte anzukommen ſcheint. S. Davy Agrikulturchemie P. 227 der Ueberſetzung.— Burger's Lehrbuch der Landwithſchaft, P. 57 und 60. 1* Beſchrei⸗ bung(3) der Felder. — 4— die Art dieſer Felder, ſo viel ich es vermag, naͤher zu bezeichnen. 1ſte Claſſe A. Lehmhaltiger Sand(2). Hat faſt keine Kalk⸗Erde, aber durch lange Kultur(50 und mehrerer Jahre) iſt er gemiſcht, milde und muͤrbe geworden und enthaͤlt vielen Humus und unzerſetzte organiſche Theile; Ackerkrume 10 bis 12 Zoll(4); Lehmigte Unterlage, die nur an dem untern Theil des Abhanges der Felder, Waſſer⸗ ſteifigkeit(5) bewirken zu koͤnnen, hoch genug liegt; leicht erwaͤrmter Boden, mittlere Retentionskraft fuͤr Waſſer, dennoch fuͤr Cerealien in trocknen Jahren fruchtbarer als in naſſen; die aufgepfluͤgte Erde laͤßt ſich, den untern Theil der Felder ausgenommen, durch Egge und Walze leicht zerkruͤmeln, begraſet ſich ſehr leicht, traͤgt dann alle Arten von Viehgras, Honiggras, Wieſenfuchsſchwanz, aber auch Queck, und das ſo gefaͤhrliche Rankelgras(Agrostis stolonifera).— Diſteln, Melde, wilder Senf, Ackerrettig, Tanneſſeln, Huͤhnerſchwarm, Gauchheil, die kleine Wicke, Klebkraut und Wegetritt ſind die natuͤrlichen Unkraͤuter; vorzuͤglich geeignet zum Kohl, zu Kartoffeln, Rapſaat, Klee;— gut fuͤr Waitzen nach Braachfrucht, beſſer noch nach Klee— jener in der 2ten, dieſer in der 4ten Saat; fuͤr Hafer in der 5ten und 6ten Saat; nicht ſo gut fuͤr Gerſte. (2) Nach der gewoͤhnlichen Bonitirungs⸗Methode: Gerſten⸗ Boden zweyter Art. () Ao. 1823. Eine genauere Beſchreibung des Bodens findet ſich in dem Wegweiſer durch Flotbeck. Altona bey Buſch 1822. Seite 6 bis 10. (⁴) Ao. 1822 auf 15 Zoll gebracht. Ao. 1824 auf einigen Feldern auf 18 Zoll.— () Heißt bey uns die Cohgeſion, des viel Waſſer ver⸗ ſchluckenden Bodens. * ſſt Faltthei enthalte rich ſo ten d tüͤrliche minder 8 bis durchni hbet begraſ fern al diſeel u nen Ja Wajzen für Ka Mt; A det a in de Thelle auf d alf den ant V nag 7 niher 1 (. Hat fif und mhrerer geworden und iſche Thalt iterlage, die der, Vaſſer⸗ iegt; leict ir Waſeer, barer als den untern ind Walze dann alle vanz, aber (Agroslis ckerrettig, ine Wicke, Unkraͤuter; „Napſaat, beſſer noch ten Saat; o gut fuͤr .Gerſten⸗ ens findet Ultona bey ff einigen iſſer ver⸗ — 5— iſte Claſſe B. Sandhaltiger Lehm: einige Kalktheile beſonders auf den unteren Theilen der Felder enthaltend, wo die Unterlage mergelartig iſt(5); iſt nicht ſo lange in Kultur wie A., hat aber ſeit 20 Jah⸗ ren durch ſorgfaͤltige Behandlung viel von ſeiner na— tuͤrlichen Kaͤlte und Bindigkeit verloren; enthaͤlt etwas minder Humus und organiſche Theile als A.; Ackerkrume 8 bis 10 Zoll(); haͤlt Waſſer ſehr lange; iſt ſchnell durchnaͤßt und durch Sonnenwaͤrme ſchnell zu Stein er⸗ haͤrtet, dann nur durch die Stachelwalze zu zerkruͤmeln; begraſet ſich noch leichter und ſchneller mit denſelben Graͤ⸗ ſern als A., hat dieſelben Unkraͤuter, wozu noch die Sau⸗ diſtel und der große Sauerampfer kommen; giebt in trock⸗ nen Jahren treffliche Erndten, vorzugsweiſe vor A. an Waitzen, Bohnen, Klee; minder gut fuͤr Rapſaat; unſicher fuͤr Kartoffeln; trefflich fuͤr Hafer in der 5ten und 6ten Saat; untauglich fuͤr Gerſte. 2te Claſſe A., an natuͤrlicher Fruchtbarkeit wenig von der erſten Claſſe A. verſchieden, wohl aber untergeordnet in der Menge der durch Kultur erlangten organiſchen Theile, traͤgt dieſelbe Frucht mit etwas minderem Ertrag; auf den mindeſt⸗lehmigten Feldern Erbſen in Zeilen, die auf den Feldern der erſten Claſſe nicht gedeihen, weil ſie (6) Der Mergel enthaͤlt 20 bis 25 pCt. Kalk; iſt auf dem Boden der Iſten und 2ten Claſſe oft verſucht, aber in den Unterabtheilungen A. nur von ſehr beſchraͤnktem Nutzen geweſen; hat in den Unterabtheilungen B. geradezu geſchadet, indem der Thonmergel die im Boden ſchon vorherrſchende Lehmmaſſe durch die aufgebrachte wilde Erde vermehrte: ein Schaden, den der verhaͤltnißmaͤßig geringe Zuſatz von Kalk nicht wieder gut machen konnte. Iſt Ao. 1822 auf 15 Zoll gebracht und durch dieſe tiefere Krume und haͤufiges Durcharbeiten ſehr muͤrbe gewor⸗ den: wohl um 23 pCt. beſſer. 2* — — 6— zu lange Stengel ſchießen und unaufhoͤrlich bluͤhen; iſt ungleichartiger auf verſchiedenen Stellen des Feldes; 7 bis 12 Zoll Ackerkrume(5). 2te Claſſe B. in aͤhnlichem Verhaͤltniſſe zur 1ſten Claſſe B.; roher, ſteifer; trockener Jahre noch mehr beduͤrftig; ſchwe⸗ rer zu bearbeiten; gut fuͤr Kohl, Waitzen, Bohnen, Hafer; gar unſicher fuͤr Kartoffeln und Rapſaat, die in naſſen Jahren ſehr leiden; Krume 6 bis 8 Zoll(). 3te Claſſe: leichter Boden, vernachlaͤſſigt, gar wenig Reichthum; zerfaͤllt in zwey Abtheilungen: A. trockner Sandboden; verarmt; tief liegende Unter⸗ lage von Lehm, 2 bis 10 Fuß; 3 bis 6 Zoll Ackerkrume; ohne Retentionskraft fuͤr Waſſer; erfordert wenig Arbeit, nur viele Sorge fuͤr Erhaltung der Feuchtigkeit. Queck und Acker⸗ rettig, wilde Kamillen, kleiner Sauerampfer, wilder Sper⸗ gel und Hungerblumen, ſind die hauptſaͤchlichſten Unkraͤu⸗ ter.— Er zerfaͤllt in zwey Unterabtheilungen: iſte Unterabtheilung mit einer geringen Miſchung von Thon⸗Erde, 6 Zoll Ackerkrume; die lehmigte Unterlage nur bis 3 Fuß unter der Oberflaͤche; guter Kartoffel⸗Boden in naſſen Jahren: in trocknen Jahren bleiben ſie klein; eigent— lich ſicherer Rockenboden; minder tauglich fuͤr Hafer; gut fuͤr Erbſen, Buchwaitzen; Klee bleibt niedrig, aber der Saamen reift, welches in den Feldern der beyden 1ſten Claſſen ſel— ten der Fall iſt; vertraͤgt wenig Duͤnger, verlangt ihn oft und bezahlt ihn ſelten. — (6) Iſt Ao. 1822 auf 15 Zoll gebracht, den ſchlechtern Stel⸗ len iſt durch Nachduͤngen und den Sandſtellen durch Mergel geholfen; aber doch ſtehen dieſe Felder noch nicht im Ertrag bey derſelben Beduͤngung auf Einer Linie mit den alten Feldern, die freilich auch vorgeruͤckt ſind und ſchon einen großen Vorſprung hatten. (e) Iſt Ao. 1822 auf 12 Zoll gebracht. Ale Acerkru ein Unk lleibt k ſen aͤrn Durre: nallt i A und kro nilen, der I ſant te bilen rmlic 6 Erolg Ausfü Beſäm Feldes wahrſa kartet, ſomit it ben dar ſe, her lihen; iſ es; 7 bis ſien Claſſ ſigz ſawe⸗ n, Hafer; in naſſen ar wenig de Unter⸗ ne; ohne it, nur d Acker⸗ Sper⸗ Unkraͤu⸗ ng von age nur Zoden in ʒeigent⸗ gut fur Saamen ſen ſel⸗ gt ihn Stel⸗ durch r noch Einer geruͤckt — 7— 2te Unterabtheilung: faſt keine Thon⸗Erde, 3 Zoll Ackerkrume, auf 6 bis 10 Fuß tiefer Sand; kaum irgend ein Unkraut tragend: Einhalmigter Queck, wilder Spergel bleibt klein und kruͤplich; Buchwaitzen und Rocken wach— ſen aͤrmlich; Kartoffeln bleiben klein, vertrocknen bey der Duͤrre; ertraͤgt nuur Kuh- und Plaggen-Duͤnger und be— zahlt ihn nie. 3te Claſſe B. naſſer Sand und Moorboden; kalt, ſauer und kraftlos, ungemein graswuͤchſigz Ackerrettig, wilde Ka⸗ millen, Sauerampfer ſind die natuͤrlichen Unkraͤuter; zu kei⸗ ner Winterſaat und auf keine Weiſe zu Kartoffeln oder Rap⸗ ſaat tauglich; gut fuͤr Bohnen, Klee, Hafer; vertraͤgt vielen Duͤnger und bezahlt ihn ſelbſt in trocknen Jahren aͤrmlich(10⁰). §. 5. Es war nicht ohne ein großes Mißtrauen in den Warum der Erfolg meiner Bemuͤhungen, daß ich mich nun mit der Ausfuͤhrung des Gedankens beſ heftigte, den vorhergehenden erſuch, das Verhaͤltniß der Erndten z. Ertrag in Beſtimmungen gemaͤß, etwas uͤber die Fruchtbarkeit eines Zahlen aus⸗ zudruͤcken, Feldes, deſſen Tauglichkeit fuͤr eine gewiſſe Frucht, den nuͤtzlich ſeyn wahrſcheinlichen Ertrag der Erndte, den Grad der Frucht⸗ barkeit, in welchem die Erndte das Feld gelaſſen hatte, ſomit uͤber die Erſchoͤpfung, die es erlitten, und wie demſel⸗ ben durch Duͤnger und Bearbeitung dafuͤr Erſatz zu geben ſey, heraus zu bringen und dieſe Reſultate in Zahlen aus⸗ zudruͤcken. (1⁰) Ao. 1823. Seitdem die bewundernswuͤrdigen Wirkun⸗ gen der gruͤnen Beduͤngung(d. h.: Unterpfluͤgen von Spergel mit Rapſaat und Buchwaitzen oder auch Rok⸗ ken) ſich nun zwey Jahre hindurch uͤber alle Erwartung bewaͤhrt haben, wird an allen zur zten Claſſe gehoͤrigen Feldern auch nicht Ein Fuder Compoſt oder Stallduͤn⸗ ger mehr gewandt. kann. — 8— Unterſuchung der Urſachen, warum die Erndte, die man ſich verſprechen konnte, nicht erfolgte, ihn auf manchen neuen und gluͤcklichen Gedanken gefuͤhrt haben. Wenigſtens muwenden, dutäch g zu modif Etwas, freilich ſehr unvollkommenes, dieſer Art thut wicſtgke jaͤhrlich jeder Landmann der ein Feld zu einer gewiſſen der Ernd Frucht deswegen beſtimmt, weil es in dieſer oder jener periode Gaare(¹¹) ſteht, ſo und ſo viel in der letzten Erndte ge⸗ ferner ke tragen, dieſe oder jene Eigenſchaft hat. Zweck ar Eine dunkle Erinnerung deſſen, was er auf dieſem aaenn, ſor Felde wohl vorher bemerkt hat, erzeugt bey ihm eine unbe⸗ einer nic ſtimmte Ahnung des Erfolgs, bey der ſeine Wuͤnſche und hbe Erwartungen ihn oft irre leiten. eaund Es iſt gewiß, daß wenn er verſucht haͤtte dieſes alles wie ucf in Zahlen auszudruͤcken und ſonach eine Geſchichte ſeines ſiger I Feldes vor Augen gehabt haͤtte, er aufmerkſamer beobachtet onus und aus den vorliegenden Thatſachen, nach beſſern Gruͤn⸗ V dun auße den, ſeine Saatfolge auf die folgenden Jahre beſtimmt, und then, Ho mit minderer Unſicherheit im Voraus ihren Erfolg beur⸗ V richtdie kheilt haben wuͤrde. lc Auch wuͤrde dieſe Aufmerkſamkeit, und beſonders die V berleittt iſt das meine Erfahrung. Kenutni Ich halte es alſo aus dieſen Gruͤnden fuͤr kein eitles de Ant und unnuͤtzes Unternehmen, durch mehrjaͤhrige und auf die Norm, m groͤßt⸗moͤglichſte Zahl mannigfaltiger Faͤlle angewandte ſorge di faͤltige Vergleichung der Hypotheſen mit den Thatſachen, der rilkütin Theorie mit der Praxis, dieſem Verſuche die moͤlichſte Beſtimmtheit und Vollkommenheit zu geben. L. §. 6.. Widerlegung Der Einwurf, daß die Witterung einen gar großen 35 ein aee Ein Einfluß auf das Reſultat habe, ſcheint mir von keiner lihe * kung (“*) Gaare nennen wir in Niederſachſen den im Boden be⸗ 3 findlichen Duͤnger. t Art tut e gewiſen dder jarer Endte ge⸗ auf daen eine unbe nſche und ieſes alls hte ſeines deobagptet Grun⸗ mt, und g beur⸗ ders die die man manchen enigſtens einn eitles auf die te ſorg⸗ en, der glichſte großen keiner den be⸗ — 9— Wichtigkeit; denn es kann doch nur vom Durchſchnitte der Erndten die Rede ſeyn, die ſich vielleicht in einer Periode von 7 Jahren ſo ziemlich ausgleichen moͤchten; ferner kommt es hier nicht auf den unerreichbaren Zweck an, im Voraus den Ertrag der Erndte zu beſtim⸗ men, ſondern zu beſtimmen, welche Erndte man ſich bey einer nicht ſchaͤdlichen Witterung zu verſprechen, ein Recht habe. Endlich laͤßt ſich vielleicht eine Graͤnze ausmitteln, wie tief auf einem gegebenen Felde der Ertrag bey unguͤn— ſtiger Witterung fallen, bey einer guͤnſtigen ſteigen koͤnne, woraus ſich denn ein Durchſchnitt ergeben wird(12). Von außerordentlichen Zufaͤllen, z. B. Hagelſchlag, Roſt⸗ thau, Honigthau, Maͤuſefraß u. ſ. w., kann uͤberdies hier nicht die Rede ſeyn. Auch trifft; der Einwurf nicht, daß der Landmann verleitet werden koͤnnte, auf ſeine Felder eine Norm an⸗ zuwenden, die nicht fuͤr ſie paßt, weil das Folgende gar deutlich zeigen wird, wie die Regel fuͤr jeden Boden anders zu modiſiciren ſey, und lehren wird, wie nur die genaueſte Kenntniß des eigenen Bodens, und fruͤhere Erfahrungen, die Anwendung einer, von irgend Jemanden gegebenen Norm, moͤglich machen koͤnne. Daß bey den erſten Vorausſetzungen hier manches willkuͤhrlich angenommen werden muß, und daß die Hypo⸗ (1*) Ao. 1821. Es iſt wirklich' durch die Beſtellung' von 10 bis 12 Feldern mit derſelben Frucht in demſelben Jahre moͤglich geworden, den Einfluß der Witterung auf den Wachsthum der Pflanzen und alſo auf den muthmaß⸗ lichen Ertrag, genau genug zu beachten, um die Wir⸗ kung dieſer allgemein auf alle Felder wirkenden elima— tiſchen Urſache von denjenigen zu trennen, welche in der Beſchaffenheit jedes einzelnen Feldes oder in deſſen verſchiedener Behandlung ihren Grund hat. — 19— theſe der Beſtaͤtigung durch Erfahrung gar ſehr beduͤrfe, iſt wahr. Aber es iſt auch wahr, daß man hoffen darf, das, was in den Grundſaͤtzen hypothetiſch iſt, durch nicht genug zu empfehlende Verſuche, durch mehrere Landwirthe an mehreren Orten gemacht, nach und nach auf das, was in ihnen gewiß iſt(es ſey wenig oder viel), zuruͤckgefuͤhrt zu ſehen. Dieſe Periode ſey nun nahe oder entfernt, ſo iſt ihre Unerreichbarkeit doch nicht ſo erwieſen, daß der Ver⸗ ſuch, ſich ihr zu naͤhern, ſich nicht rechtfertigen ließe. Alles iſt indeſſen nicht Vorausſetzung; manches be⸗ ruht auch auf Erfahrungen und auf chemiſche Analyſe. Die Gefahr des Irrthums bey der erſten Zahlen-An⸗ nahme iſt endlich ſo groß nicht, weil das Reſultat doch auf Verhaͤltniße beruht, die alle aus denſelben Voraus⸗ ſetzungen entwickelt werden und daher unter ſich eine rela⸗ tive Wahrheit haben(13). Man koͤnnte und man wird ſagen, daß die Arbeit, die angenommenen Grundſaͤtze auf eigene Felder und Saa⸗ ten verſuchsweiſe anzuwenden, um aus dem Reſultate, auf eigene, fuͤr dieſe Felder paſſende Vorausſetzungen gefuͤhrt zu werden, fuͤr den gewoͤhnlichen Landmann zu weitlaͤuftig und zu muͤhſam ſey. Waͤre dem ſo, ſo liegt doch noch kein Grund darin, der den thaͤtigen und intelligenten Landmann abhalten ſollte, ſich mit einer Arbeit zu beſchaͤftigen, die auf allen Fall ihn mit den Eigenheiten jedes beſondern Feldes genauer be⸗ kannt machen wird. Aber dem iſt nicht ſo; denn was man von dem Landmann verlangt, ſind weder chemiſche noch phyſiſche Verſuche(deren Gefahr fuͤr den Landwirth ich ſehr wohl kenne), noch algebraiſche Berechnungen(wie (*³) Man kann es nicht oft genug wiederholen: Nur durch das Verhaͤltniß zu einander erhalten ſie Bedeutung, und eine, noch durch gar vieles bedingte Guͤltigkeit. man e n glauben ſ den und Witterune berealien Aufmerkf wird, von Alles ngt ein den in ſich ein wung: igkeit; d lloße An bevirken, unſten S ſerige Beſ dadurch, fal ws Niſun larforn durch d Watren ir bedün, ſofen derf durch richt Landwirthe fde, was rrüchgeführ rtfernt, ſ jder Ver⸗ ieße. anches be⸗ nalyſe. ylen⸗Am⸗ tat doch Voraus⸗ ine rela⸗ Arbeit, dd Saa⸗ tate, auf gefüͤhrt geilaͤuftig d darin, en ſollte, Fall ihn zwuer be⸗ in was hemiſhe ndwirth n(wie ir durch ng, und 4 — 11— man es nach Herrn von Wulffen ſehr ingenioͤſer Methode glauben ſollte)(*⁴), ſondern Aufmerkſamkeit auf ſeinen Bo⸗ den und deſſen Verhalten, in verſchiedener Jahrszeit und Witterung, gegen Kraut und Unkraut, Braachfrucht und Cerealien. Ich gebe ihm mein Wort, daß dieſe fortgeſetzte Aufmerkſamkeit ihn noch uͤberdies manches Nuͤtzliche lehren wird, worauf er vorher nicht dachte. Alles lebt und webt in der Natur; jedes Lebendige regt ein neues Leben auf. Wie der Boden auch dieſes Le⸗ ben in ſich trage, auf daſſelbe wirke und wiederum auf ſich einwirken laſſe; wie er empfaͤnglich ſey fuͤr die Ein— wirkung der Vegetation, des Lichts, der Waͤrme, der Feuch⸗ tigkeit; darauf haben wir noch zu wenig geachtet. Die bloße Anwendung der Mechanik, um eine Zertheilung zu bewirken, welche die Natur durch Mittel hervorbringt, die unſeren Sinnen entgehen; chemiſche Unterſuchung, die uns einige Beſtandtheile kennen lehrt, indem ſie oft dabey und dadurch, weſentlichere zerſtoͤrt und verfluͤchtigt; im beſten Fall uns das todt und einzeln darſtellt, was nur in der Miſchung Wirkung hat und uns nichts uͤber die Molecu— larform(1⁵) und andere weſentliche Beziehungen lehrt, durch die alle Wirkung modificirt wird; kann uns vom Wahren oft abgefuͤhrt haben. (*⁴) Irrthuͤmlich hat des Herrn von Wulffen algebraiſche Me⸗ thode die Meinung verbreitet, man habe dem mathema— tiſche Gewißheit geben wollen, was nur eine bequemere Form fuͤr die Empyrie iſt. (15) Die Form der kleinſten Theile des Thons und Sandes im Boden, im Geeſtboden ſo grob, im Marſchboden ſo fein, iſt es, worauf ihre Anziehungskraft, die ſich wie die Flaͤche verhaͤlt, beruht. Auf dieſe Anziehung für Luft und Feuchtigkeit beruht hauptſaͤchlich das Erdver⸗ mögen des Bodens, und folglich ſeine Fruchtbarkeit. Die erſten Verſuche ha— ben wir dem Hrn. Staats⸗ rath Thaer zu verdan⸗ ken. — 12— Was der ſcharfſinnige Richthofen daruͤber klarer be⸗ merkt als ausgedruͤckt hat, koͤnnte dem, was ich hier ſagen will, zum Belege dienen, wie Lichtenberg's witziges Gleich⸗ niß, von der dem Chemiker geſchenkten kleinen Erdkugel, das verſinnlichen koͤnnte, was ich hier meine. Ein anderer Einwurf koͤnnte daher genommen werden, daß die Beſtellungsart gar vieles in dem zu erwartenden Ertrag veraͤndern, und daher die Berechnung unſicher machen koͤnnte. Auch das iſt wahr, und wohl der Kunſt, daß dem ſo iſt! Allerdings kann eine zweckmaͤßige Beſtellung die Kraft des Bodens entwickeln oder zuruͤckhalten, ſeine Thaͤ⸗ tigkeit, Kraft-Aeußerung, Vermoͤgen, wie es der Boden oder die Frucht erfordert, vermindern oder vermehren, und ich verzweifle nicht daran, daß es nicht einſt moͤglich wer— den ſollte, das dadurch erhoͤhete Vermoͤgen des Bodens eben ſo gut in Zahlen auszudruͤcken, wie deſſen durch Be⸗ duͤngung vermehrten Reichthum(1). §. 7. Die erſten Verſuche, die erſchoͤpfende Kraft der Pflan⸗ zen, das Verhaͤltniß des Ertrags zur Erſchoͤpfung, den Grad der Fruchtbarkeit des Bodens und den Erſatz der verlornen Fruchtbarkeit durch Beduͤngung, in Zahlen aus— zudruͤcken, ſind wir ſchon im Jahre 1809 dem Herrn Staatsrath Thaer im 1ſten Bande des einzigen wiſſen⸗ (*⁵) Dieſes iſt ſpaͤterhin wirklich geſchehen und wie mich duͤnkt, mit Erfolg, obgleich hier beſonders noch gar vieles auszumitteln bleibt. Ao. 1821. Es hat ſich der Durchſchnitt der Wirkung jeder ein— zelnen gluͤcklich und zweckmaͤßig gegebenen Pflugart auf den Ertrag ſo genau beſtimmen laſſen, als es ver— nuͤnftigerweiſe nur erwartet werden konnte; vielleicht hat nichts die Kunſt ſo vorgeruͤckt. 1823. funſt beſa V Dieſe die Fruch nd die Nachtrag er ſton Eine Maaßſt 6 gel. ohett aund gber. erthalt di ſteft u? dn würd nußte ja ſeine Er bezeiche 8r ten Vorau als der l fſſer el klarer be ́hier ſagen ges Gleich, Erdkugel e werden, wartenden g unſicher daß den ſo tellung die feine Thaͦ der Boden hren, und glich wer⸗ Bodens zurch Be⸗ der Pflan⸗ ung, den frſatz der glen aus⸗ n Herrn wiſſen⸗ vie mich noch gat eder ein— Pflugart es ver⸗ vielleicht 13— ſchaftlichen Werkes, welches wir damals uͤber Landwirth⸗ ſchaft beſaßen, Pag. 236 seq. ſchuldig. Dieſe Bemerkungen uͤber das Verhaͤltniß, in welchem die Fruchtbarkeit des Bodens, der Ertrag der Erndten und die Erſchoͤpfung gegen einander ſtehn, ſind in einem Nachtrage, dem 2ten Bande dieſes Werkes 1810 vorge⸗ ſetzt, ſchon etwas naͤher entwickelt. Eine viel vollſtaͤndigere Entwickelung der Idee eines Maaßſtabes, «um die Tragbarkeit des Bodens und die davon zu cerwartenden Erndten, die Ausziehung, welche dieſe bewirkten und das Verhaͤltniß, in welchem Duͤnger «und Braache die erſchoͤpfte Fruchtbarkeit erſetzen und Lvermehren, nach Graden zu beſtimmen» enthaͤlt die 1815 herausgekommene Geſchichte der Wirth⸗ ſchaft zu Moͤglin Pag. 247. seq. Hier war alles mit der dem wuͤrdigen Verfaſſer eigenen Klarheit dargeſtellt und mußte jeden denkenden Landwirth dazu auffordern, durch ſeine Erfahrungen dazu beyzutragen, daß der ſo deutlich bezeichnete Zweck einſtens erreicht werden moͤge. §. S. Ich war im Begriff, die in dieſem Verſuche enthalte— nen Vorausſetzungen auf meine Erfahrungen anzuwenden, als der lange ſchon von mir gekannte und verehrte, Ver⸗ faſſer ſelbſt, mich mit einem kleinen Werke des Herrn von Wulffen: «Verſuch einer Theorie uͤber das Verhaͤltniß der Ernd⸗ «ten zu dem Vermoͤgen und der Kraft des Bodens, wuͤber ſeine Bereicherung und Erſchoͤpfung. Berlin 41815.» bekannt machte. Sodann dem Herrn von Wulffen. — 14— Dieſer ſcharfſinnige Landwirth hatte den gluͤcklichen Gedanken aufgefaßt, die Fruchtbarkeit des Ackers, als das Reſultat der beyden Factoren des Reichthums und der eigenthuͤmlichen Kraft des Bodens darzuſtellen, da⸗ durch in der Berechnung das, was fuͤr beyde geſchehen oder von beyden erwartet werden koͤnne, zu trennen, und die Anwendung der Grundſaͤtze auf Felder von verſchieden⸗ artigem Boden moͤglich zu machen. Der Herr Staatsrath Thaer hat, dieſes hohe Ver— dienſt anerkennend, im 2ten Stuͤck des 1ſten Bandes der Moͤglinſchen Annalen 1817 Pag. 235— 295 einen, fuͤr die mit den algebraiſchen Formeln minder bekannten Leſer, aͤußerſt intereſſanten Auszug aus dieſer Schrift geliefert, und mit lehrreichen Anmerkungen begleitet. Eine Gegen⸗ rede des Herrn von Wulffen in deſſen Sendſchreiben an den Staatsrath Thaer: Ueber die Statik des Landbaues» iſt endlich Pag. 238, im 2ten Stuͤck des 2ten Bandes die⸗ fer Annalen 1818 erſchienen, womit denn fuͤr jetzt die Reihe der Bemerkungen und der darauf gegruͤndeten Vor⸗ ausſetzungen, dieſen Gegenſtand betreffend, geſchloſſen iſt(17). (**¹) Seitdem ſind in demſelben zweyten Bande der Moͤglin— ſchen Annalen(18 18) Pag. 267 u. ſ. w. durch den Herrn Staatsrath Thaer, die Schaͤtze, die in der Richthofen— ſchen Ackerbau⸗Theorie 17 Jahre lang vergraben waren, auf eine Art zu Tage gefoͤrdert, und mit einem Com— mentar begleitet worden, der dieſe wenigen Blaͤtter zu einem der wichtigſten Werke macht, die uͤber die An— wendung der Theorie der Statik auf die praktiſche Be— handlung des Bodens, erſchienen ſind;— denn ſtatiſch iſt darin alles, in ſo fern alles ſich auf die Trennung des Erd- und Dung-Vermoͤgens bezieht, wenn man mit Thaer, Richthofens Graswuchs als das materielle Dungvermoͤgen(Fruchtbarkeit und Reichthum), Tempe— ratur als das inſtrumentale Erdvermoͤgen(Kraft, Thaͤ⸗ tigkeit) uͤberſetzt; wobei dem Herrn von Richthofen das große Verdienſt bleibt, zuerſt auf die unglaublich 1 glüͤckliche Da beyde, ſo ſachkundige Maͤnner, obgleich uͤber die er, als das Methode und die Grundſaͤtze einig, dennoch in manchen ms und der ziſtelen, da⸗ kraͤftige Wirkung der Vegetation auf das de gwihehen Erdvermoöoͤgen aufmerkſam gemacht, und die unum- gaͤngliche Nothwendigkeit erwieſen zu haben, dem leich— ennen, und ten Boden durch Befoͤrderung dieſer Vegetation auf⸗ verſchidden zuhelfen, ſowie es ſchon ſeit alten Zeiten durch das Un— terpfluͤgen der Vegetabilien geſchehen iſt. Im Jahre 1819 erſchien vom Herrn Dr. Burger in hohe Ver⸗ Harbach das beſte Lehrbuch der Landwirthſchaft, deſſen Bandes der ſich Deutſchland und vielleicht irgend ein Land zu er⸗ . freuen hat, und welches ein allgemein gefuͤhltes Be⸗ einen, für dürfniß war. nten Leſer, Das Kapitel vom Duͤnger Pag. 343 des zweyten eliefe Bandes der neuen Auflage, Wien 1821, enthaͤlt vieles Fellefert, auf Ertrag, Erſchoͤpfung und Erſatz Bezughabendes, le Gegen⸗ welches allerdings gar ſehr in das Gebiet der Statik reiben an gehoͤrt, und mit der, dem Verfaſſer eigenen Praͤziſion und Einſicht behandelt worden iſt. nd baues⸗ Die im Jahre 1821 im 8ten Bande der Noͤglin⸗ ndes die⸗ ſchen Annalen Pag. 164 befindliche Recenſion meiner 10 d. Verhandlungen mit Herrn Jverſen uͤber den mit dem jett die Mergeln verbundnen Rapſaatbau auf Geeſtgütern, ent⸗ eten Vor⸗ haͤlt manches hieher Gehoͤrige. Dieſe Verhandlungen eiſin und die mannigfaltigen Aeußerungen, welche durch ſie veranlaßt worden ſind, haben den fraglichen Gegenſtand gaͤnzlich aufs reine gebracht. Rapſaat muß da gebauet werden, wo das gemergelte Feld Lagerkorn hervoörbrin— Näglin. gen wuͤrde— kann allenthalben gebauet werden, wo der en Hetri Waitzen auf dem gemergelten Felde in gewoͤhnlichen Jahren chthofen⸗ mindeſtens 10 Tonnen tragen wuͤrde. Mergel erhoͤhet die n waren, Production vielleicht um ein Drittheil, wenn dem dazu m Lom⸗ tauglichen Boden der geeignete Mergel gegeben wird; ſtter zu wird dem Lande die hoͤhere Prodnction durch verhaͤlt— die An⸗ nißmaͤßige Duͤngung erſetzt, ſo erhaͤlt ſich der Boden ſche Be⸗ auf unbeſtimmte Zeit in ſeinem erhoͤheten Werth; ge— ſiatiſch ſchieht dieſes nicht, ſo verarmt der Boden, wenn Mer⸗ rennung gel auch Duͤnger waͤre, wie Herr von Thuͤnen un— nan mit widerſprechlich bewieſen hat. Dieſes iſt wenigſtens zterielle meine jetzige Anſicht uͤber dieſen Gegenſtand. Tempe⸗ In dem in demſelben Bande Pag. 453 abgedruckten t, Thä⸗ Bericht uͤber die Erndten in Flotbeck 1821, ſuchte ich hthofen. insbeſondere aufmerkſam auf die Mittel zu machen, zaublich Stuͤcken von einander abweichen, da die ganze Sache noch ſ nuche ſo neu iſt, und nach ſo verſchiedenen Zwecken und unter nir wohl — welche die Statik uns verſchafft, den Ertrag der Felder kn mit ihrer Ertragsfaͤhigkeit zu vergleichen, nach dem ge Durchſchnitte einer gewiſſen Anzahl von Feldern die wit Jahresfruchtbarkeit und ſonach die Abweichung R des Ertrags einzelner Felder(die alle denſelben clima— lde tiſchen Einwirkungen ausgeſetzt geweſen waren) vom Mittelertrag zu beſtimmen, und endlich die Fruchtbar⸗ ohne keit der auf einander folgenden Jahre fuͤr jede Frucht dne genauer als bisher zu bezeichnen. d Im Jahre 1821 erſchien in den Meklenburgiſchen Annalen, Ster Jahrgang Iſtes Quartal Pag. 166, eine he gehaltvolle Schrift des Herrn von Thuͤnen, von der im ihe zten Stuͤcke des 9ten Bandes der Moͤglinſchen Anna— kun len ein Auszug gegeben worden iſt. zeig „Ueber die quantitative Wirkung des Duͤngers und Anr uͤber die Ausſaugung der Gevpaͤchſe.“ b gew Dieſe, mit der, dem verdienten Verfaſſer eigenen mal logiſchen Strenge und großer Gruͤndlichkeit abgefaßte hem Schrift, gehoͤrt allerdings hieher, durch die Annahme ſtatiſcher Verhaͤltniſſe und durch den Zahlenausdruck der Nic aufgefundenen, wenn auch die Verbreitung der Statik det nicht eigentlich ihr Zweck war. Zu bemerken iſt nur, zu daß das, was der Verfaſſer Qualitaͤt des BVodens etſ nennt, eben das iſt, was wir Erdvermoöͤgen nennen. de In eben dem Jahre erſchien ein geiſtvoller Aufſatz in der zweyten Haͤlfte des 8ten Jahrganges der Meklen⸗ Y burgiſchen Annalen(ſo wie man es von dem X un⸗ it terzeichnenden Verfaſſer zu erwarten gewohnt iſt), de n hieher gehoͤrt, weil er die Unſtatthaftigkeit der als allge—! mein guͤltig anzunehmenden Zahlen-⸗Verhaͤltniſſe mit wah⸗ ders rer Genialitaͤt ausdruͤckt und uͤber Lebenskraft der Pflan⸗ b zen, die durch Vegetation fortdauernde Schoͤpfung u. ſ. w. Wdinel mehrere intereſſante Bemerkungen hinzufuͤgt, die alle zum etze Gebiet der Statik gehoͤren, deren eigendſter Zweck es iſt, ſatze dieſe unzaͤhligen Eigenheiten auf einem gegebenen Felde ie! in einem gegebenen Clima zu beachten und ſo zu be⸗ des zeichnen, daß der Landmann ſie zu ſeinem Vortheil be⸗ dorz nutzen koͤnne. In dem Wegyeiſer fuͤr landwirthſchaft⸗ d liche Beſucher Flotbecks, der 1822 bei Buſch in Altona ds; erſchienen iſt, habe ich geſucht ein Beiſpiel zu geben, 8 wie die Natur des Bodens ſo charakteriſirt werden Ind 47— Sarhe wt ſo mancherley Anſichten behandelt werden kann, ſo habe ich und unew mir wohl einige Abweichungen erlauben duͤrfen, wenn ich engde Felde koͤnne, ſeine Beſtellungsart, ſein Erd- und Dungvermoͤ⸗ 1, nc den gen ſtatiſch ſo beſtimmt werden koͤnne, daß jeder Land— deden de wirth zu beurtheilen im Stande ſey, in wie fern das Abweicing Reſultat angegebener Verſuche fuͤr ihn anwendbar ſey elben clime oder nicht: haten) von Etwas, was ſo ſelten vollſtaͤndig geleiſtet wird, und e Fruchthar ohne welches jedes bekannt gemachte Reſultat irgend jede Frucht einer Behandlung des Bodens, vollkommen unnuͤtz und oft fuͤr den Nachahmer aͤußerſt gefaͤhrlich werden muß! lenburgiſchen Fuͤr beides habe ich dadurch die Beſchreibung mei— 2. 166, eine ner Cultur ſchuͤtzen wollen, und mein damaliges Urtheil von der in über die Statik und ihre Anwendung in der Anmer⸗ ſchen Anna⸗ kung Pag. 22— 26 zu begruͤnden geſucht. In der An— zeige, deren der Staatsrath Thaer in den Moͤglinſchen ingers und Annalen, IIten Bandes iſtes Stück Pag. 131, dieſe Schrift gewuͤrdigt hat, ſind deſſen Aeußerungen uͤber ſeine der— ſer eigenen malige Anſicht der Statik Ao. 1823 Pag. 137 von ho⸗ abgefaßte hem Intereſſe. Annahme Ao. 1823 im 2ten Stuͤck des I1ten Bandes der lsdruck der Moͤglinſchen Annalen Pag. 391 ſind dann vom Begruͤn⸗ der Statik der dieſer Wiſſenſchaft, dem Herrn von Wulffen, Ideen en iſt nut, zur Grundlage einer Statik des Landbaues des Bodens erſchienen, die eine Hauptperiode in der Entwickelung en nennen, derſelben bezeichnen. llet Aufſat Der mit ſo ſeltenem Scharfſinn begabte wuͤrdige dor Meklen⸗ Verfaſſer hat hier in manchen wichtigen Punkten ſeine em X un- in der 1815 bekannt gemachten Theorie geaͤußerten iſt), der Grundſaͤtze, und manches in den Formen verändert, wie als allge— es bei ſeinem immer regen Forſchungsgeiſt, nicht an— mit wah⸗ ders zu vermuthen war.. der Pfaan⸗ Dieſe Ideen haben insbeſondere den Zweck, in ng u. ſ.w. einer allgemeinen Form alle Werthverhaͤltniſſe der ealle zum Erzeugniſſe des Bodens, der Erſchoͤpfung und des Er— eck es iſt ſatzes, auf Einen Maaßſtab zu reduciren, um ſowohl ten Felde die Loͤſung des Problemes uͤber den abſoluten Werth ſo zu be— des Bodens(den vom Culturſyſteme unabhaͤngigen) ttheil be⸗ vorzubereiten, als die relativen Standpuncte deſſelben rthſchaft zu bezeichnen, die aus den verſchiedenen Verhaͤltniſſen 1 des Ackerbaues mit Nothwendigkeit hervorgehn. in Altona— s. eben, Die hterzu entworfene Skizze der Eintheilung der in 3 Bodenclaſſen gruͤndet ſich auf eine gebraͤuchliche Be⸗ t werden 4 Voght, Statik des Landbaues. 2 — 1s= auf dieſem Wege, mit Beyſeiteſetzung aller andern damit ver⸗ dariber, bundenen wichtigen Fragen(18), mir lediglich Rechenſchaft Feichth zeichnung im gemeinen Leben, mit einer ſchärfern Un⸗ zu terſcheidung des Begriffs. Wenn die chemiſche Claſſi⸗ B fication ihre Merkmale von den Beſtandtheilen des Bo⸗ vc dens nimmt, ohne dadurch uͤber die Ertragsfaͤhigkeit 9 des Bodens beſtimmt zu entſcheiden, ſo gruͤndet ſich ei dieſe auf das Verhaͤltniß der Gewaͤchſe zum Boden, Etſ und ſucht durch ihre Bezeichnung die Ertragsfaͤhigkeit ſen beſtimmt auszudruͤcken. Die beſondere Abſicht, die man bei der Charakteriſtik des Bodens hat, wird in jedem einzelnen Fall uͤber die Anwendung der einen f oder der andern Methode entſcheiden. Vielleicht ver⸗ i ſchmelzen in der Folge beide, indem man ſich der che⸗ ſa miſchen Claſſification fuͤr die Beſtimmung der Boden⸗ gattung, der ſtatiſchen zur Bezeichnung der Claſſe und d Art bedient. In einem beſondern Abſchnitt ſind die Meinungen 1 uͤber die Erſchoͤpfung der Fruͤchte und den Erſatz vorge— ih tragen. Auf dieſem weiten Felde werden ſich die Par— dil theien wohl nie ganz vereinigen. Aber der Verfaſſer n hat wenigſtens die Linie vorurtheilsfreier Beobachtung rich zu halten geſucht. ſhi Zuletzt folgt ein wichtiger Anhang, durch den Auf— ſu ſatz des Herrn von Thuͤnen veranlaßt, der die allge⸗ ei meine Form zur Berechnung des Beharrungspuncts n enthält, der aus gegebenen organiſchen Verhaͤltniſſen 9 entſteht. 6 Wenn es bei dem gegenwaͤrtigen Standpunct un⸗ ſers poſitiven Wiſſens allerdings gerathen iſt, fuͤr den erſten Entwurf einer Statik die allgemeine Form der den Bezeichnung zu waͤhlen, um die wahrſcheinlichſten Zah— fen len zu ſubſtituiren, wenn uͤber die Methode der Rech⸗ dög nung entſchieden worden, ſo iſt doch nicht zu laͤugnen, bon daß gerade dieſe Form die Anzahl der Leſer zu ſehr be⸗ Cul Leben uͤbergeht, die auf die Ausbildung unſerer Wiſſen⸗ ſchaft den erfolgreichſten Einfluß haben muß. Moͤge der Verfaſſer durch nichts abgehalten wer⸗ V de ſchraänkt und dadurch eine Idee ſpaͤter ins practiſche V jige den, bald das Ganze ſeiner Theorie in allen Theilen vollendet darzuſtellen, und dadurch den practiſchen Landwirthen eine Anleitung zu geben, ihre Erfahrun⸗ gen naͤher zu beſtimmen und fuͤr ſich dauernd nuͤtzlich mdami. Iit te daruͤber geben wollte, was ich mit Bezug auf Kraft und R Khenhaſ Reichthum des Bodens, auf Vorfrucht und Beduͤn⸗ ſitſen miſche 3 zu machen. Als Beilage zum Iſten Stüͤcke des 12ten ilen des Bo⸗ Bandes der Moͤglinſchen Annalen iſt vom Herrn Ritter ragsfähizket von Rieſe ein Beitrag zu Thaers Theorie uͤber das gründet ſih Verhaͤltniß der Erndte zur Fruchtbarkeit des Bodens um Boden, erſchienen, der manche intereſſante Bemerkungen uͤber osfähigkeit Erſchoͤpfung enthaͤlt, von dem aber zu wuͤnſchen gewe— lbüſcht, die ſen waͤre, daß er mehr der von Wulffenſchen Theorie t, vidd in angepaßt, zugleich beſtimmter die Urſachen angegeben g der einen haͤtte, wodurch der jedem Felde beigelegte Grad von eleicht der⸗ Fruchtbarkeit motivirt worden, wie dieſe aus der Mul— ſch der che⸗ tiplication der Kraft mit dem Reichthume entſtanden der Boden⸗ ſey, und woher die ſo bedeutenden Abweichungen der Claſſe und erwarteten und wirklichen Reſultate entſtanden ſind. Gegen die Statik des Landbaues iſt mir nichts Reinungen irgend merkwuͤrdiges bekannt geworden. Auch wuͤrde ſat vorge⸗ ich des Aufſatzes, N. N. unterzeichnet, in der jſten die Par⸗ Haͤlfte des 2ten Jahrgangs der Landvirthſchaftlichen Verfaſſer Annalen des Meklenburgiſchen patriotiſchen Vereins obachtung nicht erwaͤhnen, der, weil ſie ſchon im Jahre 1821 er⸗ ſchienen, ſich nur auf die erſten unvollkommenen Ver— den Auf⸗ ſuche der Statik beziehet, wenn er nicht dadurch, daß die allge er ein Faktum anzufuͤhren ſcheint, welches die Theorie ungsduncts umſtoßen wuͤrde, irre fuͤhren koͤnnte, da gerade im Ge⸗ ethäͤltniſen gentheil dieſes Faktum gaͤnzlich zu den angenommenen Grundſaͤtzen paßt. punct un⸗ Ein großer Verehrer Reichardts, wallfahrtete ich vor fuͤr den 25 Jahren nach Erfurt und brachte einige Tage in Form der den Gaͤrten zu, die ſeine Hand gepflegt hatte. Hier ſten Zah⸗ fand ich einen von einer der fruchtbarſten Gebirgsarten der Rech⸗ abgeſchwemmten aͤußerſt zertheilten ſchwarzen Boden laͤugnen, von großer Tiefe, der ſeit 200 Jahren unter Spaten⸗ ſehr be⸗ Cultur alle Vorzuͤge des Marſchbodens ohne einen ein⸗ vractiſche zigen ſeiner Maͤngel hat, durch einen außerordentlich Piſſen⸗ fruchtbaren Bach bewaͤſſert, der dem Orte einen weit verbreiteten Handel mit Brunnenkreße verſchafft hat. ten wer⸗ Wenn ich dem Narſchboden 12 Grad Kraft und 100 Theilen Grad Reichthum gebe, wuͤrde ich dieſem 15 und 1503 getiſchen beilegen. 1 erfahrun⸗ Daß ein ſolcher Boden, wenn er wie hier, 9 verbeſ⸗ nuͤtzlich ſernde Saaten gegen nur 3Winterſaaten, 4 Sommerſaaten 2* -— 20— gung von meinem Acker erwarten duͤrfe, um darnach die Wahl der Frucht, den Grad der Beduͤngung und die Art ſ der Behandlung zu beſtimmen. Keict Ich werde nun zufoͤrderſt die Hypotheſen anzugeben fännn⸗ haben, nach denen ich, der von Wulffenſchen Methode Pinde folgend, meinen Zweck zu erreichen verſuchte. jinſ würde die und 2 Kohlſaaten traͤgt, und dabei noch 18 Fuder Duͤnger De erhielt, am Ende der Rotation wenig oder nichts ver⸗ p fern loren haben konnte, iſt ganz den Grundſätzen der Sta⸗ tik des Landbaues gemaͤß, und beweiſet ihre Anwend⸗ heit ahha barkeit; nicht ihre Unhaltbarkeit. dah Weniger noch ſollte ich der Gemeinplaͤtze erwaͤh— Snd dh nen, die einige Zeitſchriften mit großer Selbſtgefaͤllig⸗. keit nicht ohne Hohnlaͤcheln, ſich uͤber einen Gegenſtand heil, wo erlaubt haben, mit welchem Maͤnner wie Thaer, von fähikeit Wulffen, von Thuͤnen ſich ernſthaft beſchaͤftigen. Aber auns der Hohn laͤßt ſo vornehm, iſt ſo leicht, und ein ſo azunhm trefflicher Mantel fuͤr Unwiſſenheit! den Pfanz Je weiter nun durch alles Vorhergehende die Wiſſen⸗ nu gben, ſchaft vorgeruͤckt iſt, um ſo mangelhafter muß die i; Skizze erſcheinen, die im rohen Zuſtande derſelben dln ihe entworfen ward. enthalten Den eingeweiheten Leſer wird aber der hier ſo deut— Rei lich zu beachtende Fortſchritt der Wiſſenſchaft nicht Duantt ohne Intereſſe laſſen. Fuͤr den, dem das Ganze noch neu iſt, wird dieſes, durch jene einfache Darſtellung viel— nittallar leicht verſtaͤndlicher werden. r dun (*³) Hierher gehoͤrt alles Theoretiſch⸗Wiſſenſchaftliche uͤber den Futter- und Duͤngerwerth der Vegetabilien, woraus es V ſich ergeben ſoll, ob daſſelbe Feld fuͤr die Erſchoͤpfung n. durch die Erndte den voͤlligen Erſatz gewaͤhre oder Ae nicht; wie dieſe durch das richtige Verhaͤltniß der Wie⸗ fentich jed ſen, Weiden und Futterkraͤuter zum Anbau der Cerea— do in di lien zu erhalten ſey, folglich wie Ackerbau und Vieh— zucht in ein richtiges Verhältniß zu ſtellen ſind; viel— leicht der hoͤchſte Zweck der Statik! Da ich keine Vieh⸗ 6) gc zucht habe und bei der Naͤhe der Staͤdte um Duͤnger runn nicht verlegen ſeyn kann, ward dieſe wichtige Unter⸗ Air ſuchung mir uͤberfluͤßig. zen! darnach di und die Art atzugeben den Mahode der Dünger vichts ver⸗ den der Sta⸗ hre Anwend⸗ ize erwaͤß⸗ löſtgefäͤllig⸗ Gegenſtand haer, von gen. Aber ind ein ſo ie Wiſſen⸗ muß die derſelben er ſo deut⸗ haft nicht anze noch lung viel⸗ euͤber den oraus es ſchoͤpfung hre oder der Wie⸗ er Cerea— nd Vieh⸗ n; viel⸗ ine Vieh⸗ Duͤnger e Unter⸗ §. 9. lſte Hypotheſe. Die Kraft des Bodens und ſein'ſte Hypo⸗ Reichthum ſind, wenn ſie in Zahlen ausgedruͤckt werden t eicährnft koͤnnen, als zwey Faktoren anzuſehen, aus deren Multi⸗= Teächt⸗ plication mit einander Eine Zahl entſteht, welche die Fruchtbarkeit des Bodens bezeichnet. Waͤre z. B. die Kraft 8 und der Reichthum 45, ſo wuͤrde die Fruchtbarkeit 360 Grad ſeyn. Die Kraft des Bodens iſt ſeine Ertragsfaͤhigkeit, in ſo fern ſie von ſeiner phyſiſchen und chemiſchen Beſchaffen⸗ heit abhaͤngt(1²). Dahin gehoͤrt die im Boden befindliche Miſchung von Sand, Thon und Kalk⸗Erde; ferner die Form dieſer Beſtand⸗ theile, woraus zugleich, mit der Art ihrer Miſchung, ſeine Faͤhigkeit beſtimmt wird, Luft, Licht und Waſſer in ſich aufzunehmen und zu erhalten, ihre Zerſetzung zu befoͤrdern, den Pflanzen einen mehr oder minder bequemen Standpunct zu geben, damit den feinen Saugroͤhren der Pflanzenwur⸗ zeln ihre Nahrung zuzufuͤhren und dadurch den im Boden enthaltenen Reichthum fruchtbar zu machen. Reichthum des Bodens iſt die in ihm enthaltene Quantitaͤt organiſcher Materie, die entweder ſchon zu un⸗ mittelbarem Nahrungsſtoff fuͤr die Pflanzen bereitet iſt, oder durch allmaͤhlige Zerſetzung Nahrungsſtoff wird. 2te Hypo⸗ .§ 40 4„ tbeſe: Der 2te Hypotheſe. Der Ertrag der Cerealien(und ei⸗ Ertrag des gentlich jeder Frucht) ſteht mit der Fruchtbarkeit des Bo⸗ Woheie ſeht dens in directem Verhaͤltniße; alſo ein gewiſſer Grad von Fenchrbartoſt Verhaͤltniße. (*⁰⁹) Ich gebe hier die Terminologie, wie ſie damals ange⸗ nommen wurde. Warun ich, bey den mannigfaltigen „ Mißverſtuͤndniſſen, die ſie veranlaßte, von ihr abgegan⸗ gen bin, gehoͤrt nicht hierher. 1823. Welches Ver⸗ haͤltniß ich angenommen habe. — 22— Fruchtbarkeit mit einem gewiſſen Maaß oder Gewicht des Ertrages. Herr von Wulffen hat den Berliner Scheffel Rocken auf Rocken⸗, Waitzen auf Waitzen⸗Lande zu Einem Grad Fruchtbarkeit angeſetzt. Ein Boden alſo, welcher ohne weitere Duͤngung ſechs Scheffel vom Berliner Morgen traͤgt, hat 6 Grad Fruchtbarkeit. Um die Berechnung der Vergleichungen zu erleichtern, hat Herr von Wulffen einen allgemeinen Multiplicator: 60 angenommen; ſo⸗ nach hat ſolches Feld 360 Grade Fruchtbarkeit, und 60 Grade ſind die erforderliche Fruchtbarkeit, um die Production eines Scheffels Rocken erwarten zu duͤrfen. Umgekehrt hat das Feld, welches ſechs Scheffel Rocken per Berliner Morgen getragen hat, eine Fruchtbarkeit von 360 Graden; hat es ſieben Scheffel getragen, eine Frucht⸗ barkeit von 420 Graden bewieſen u. ſ. w. Da der Berliner Morgen etwas groͤßer iſt als der unſrige(100= 117), und der Berliner Scheffel etwas mehr als unſre zwey Himpten, ſo habe ich, um meine Er— fahrungen um ſo leichter mit den Erfahrungen des Herrn von Wulffen vergleichen zu koͤnnen, dieſelben 360 Grade fuͤr die Bezeichnung der Ertragsfaͤhigkeit meines Morgens von 100 16 füͤßigen Quadrat⸗Ruthen fuͤr 12 Himp⸗ ten Waitzen auf Waitzen⸗Boden angenommen oder fuͤr 30 Grad. Waͤre hierin auch ein kleiner Unterſchied zum Vortheil meiner Felder, ſo wuͤrde mein reicherer Boden ihn rechtfertigen, und da es nur auf comparative Reſultate ankoͤmmt, ſo iſt eine kleine Verſchiedenheit im zum Grunde gelegten Maaßſtabe von keiner Bedeutung. Bey einem Gegenſtand, wo der Beobachtung noch ſo manches entgeht, wo es auf mathematiſche Genauigkeit gar nicht ankommen kann, wo im beſten Fall das Reſultat doch nur ein ungefaͤhrer, der Wahrheit ſo nahe als moͤg⸗ 3 lic lmme keine Abn 3te bit beken un Arf ſt, durch der Nooh echen erſtet, gangen iſ der der Erſten Vird dnen Fach man den 5. 8) te wos Cen⸗ Wefältii nnr arhalt — e ¹ Pas gewif Ertra — 25— Bewiht des lich kommender Kalkuͤl ſeyn kann, haͤtte man Unrecht, auf kleine Abweichungen ein großes Gewicht zu legen(20). efel Rocken ium bmm 8. 11. nh 3te Hypotheſe. Iſt bie Gradzahl fuͦr die Fruchtbar⸗ üe Boyee, — keit bekannt, ſo werden die Zahlen fuͤr die beyden Falto⸗ thode, das m duffn ren Kraft und Reichthum, deren Product Fruchtbarkeit Bähiei et. iſt, durch das Quantum gefunden, welches ein Acker in beyden Fac⸗ nanz ſor der zweyten Erndte derſelben Frucht(bey vollkommen orſin danſan⸗ rbeit, ud gleichem Zuſtande der Kraft) weniger giebt als in der it. um die erſten, wenn in beyden Faͤllen eine Braache vorherge⸗ i gangen iſt. 1 1. dee Der Differenz verhaͤlt ſich zum Fruchtbarkeits⸗Grad 3 u der Erſten Erndte, wie die Erſchoͤpfung zum Reichthum. e Frucht⸗.. Jrug Wird der Fruchtbarkeits⸗Grad durch dieſen nun gefun⸗ als der denen Factor, den Reichthum darſtellend, dividirt, ſo findet man den Factor fuͤr die Kraft.(Das Naͤhere daruͤber el etwas§. 18) neine Er⸗ 3,2 2 ate Hypo⸗ des Herrn theſe: Die 6 4§. 12. den opf u 4 kin 4te Hypotheſe. Die Erſchoͤpfung des Bodens ſteht, im Verhäͤlt⸗ 9 3. 3 rgen⸗ was Cerealien betrifft, ohne Unterſchied der Gattung im niar düraſhn Siur⸗ Verhaͤltniß mit der nahrhaften Subſtanz, welche die Koͤr⸗ ten⸗ Myten⸗ der fir ner enthalten(²2¹). ſtanz. jed zum oden ihn leſultate(2*) Was die zur Production eines gewiſſen Gewichts, einer gewiſſen Frucht auf einem gegebenen Boden noͤthige Grunde Ertragsfaͤhigkeit wirklich ſey, kann nur nach einem Durchſchnitte von vielen Jahren beſtimmt werden. Bis noth ſo jetzt iſt es auf meinen Feldern nach einem 10ojaͤhrigen . Duͤrchſchnitt fuͤr Waitzen 36 Grad Ertragsfähigkeit fuͤr keit gar. 42 1B. Ao. 1823; 5 4 Reſultat(*²) Nach den zuletzt von Einhof und Krome angeſtellten ls mög⸗ Verſuchen finden ſich dem Gewichte nach te Hypo⸗ theſe: Die Kraft⸗Aeuße⸗ rung des Bo⸗ dens wird durch ein Winter⸗Ce⸗ real um Ei⸗ nen Grad ver⸗ mindert. — 94— Herr von Wulffen hat fuͤr Einen Scheffel geerndte⸗ ten Rocken, Einen Grad Verminderung des Reichthums angenommen. Nach einer Erndte von 6 Scheffeln iſt der Reichthum um 6 Grade vermindert; der ſich daraus ergebende Ver⸗ luſt muß von den Graden des Reichthums abgezogen werden, z. B. 8 Gr. Kraft* 45 Gr. Reichthum= 360 Gr. Fruchtbarkeit 6 ⸗ fur ſechs Scheffel Erndte bleiben 39 Grad Reichthum. Waͤre durch dieſe Erndte die Kraft unveraͤndert ge⸗ blieben, ſo wuͤrde die nachgebliebene Fruchtbarkeit 8 Grad Kraft* 39 Grad Reichthum= 312 Grad Fruchtbarkeit ſeyn und die Erſchoͤpfung betruͤge 480 Fruchtbarkeit. §. 13. 5te Hypotheſe. Die Kraftaͤußerung des Bodens, wird nur durch die Winterſaaten vermindert; dieſe Verminde⸗ rung aber betraͤgt ohne Unterſchied der Gattung fuͤr jede in 100 Theilen Waitzen 77. a. naͤhrende Materie in 100 Theilen Rocken 70. in 100 Theilen Gerſten 59. 3. in 100 Theilen Hafer 58. J. oder dem Volumen nach im Berliner Scheffel Waitzen von 93 1. 72. Rocken;⸗ 39 ⸗ 506. Gerſte... 617. ⸗ 36. Hafer;.. 43 ⸗ 27, 33. In dieſem Verhaͤltniße ſagt man ſey Fruchtbarkeit noͤthig, um ein gegebenes Maaß der Frucht jeder Art hervor zu bringen. In dieſem Verhaͤltniße ſollen die gewonnenen Koͤrner den Boden erſchoͤpfen. Eiin Scheffel Waitzen erſchoͤpft alſo ſo viel als 2 Scheffel Gerſte, Ein Scheffel Rocken ſo viel als 2 Schef⸗ fel Hafer. Erd Wi lutn Kre hatte § Gra 1overl 70 Kr Frunteri F Fruch 12 dem Bode Druiſchu Nan Eriat der pengt; ſo dn Terth IAd 7 Grad a2 Uit un — 2— il genn Erndte Wintergetraide Einen Grad der dem Boden beyge⸗ ricthums legten Kraft. Das oben als Beyſpiel aufgeſtellte Feld hatte 3 ni 8 Grad Kraft ₰ 45 Gr. Reichth.— 360 Gr. Fruchtb. — verlorne Kraft. G0 verlorner Reichthum 7o Kraft* 390 Reichthum= 2730 nachbleibende rucbarkei Fruchtbarkeit; die wirkliche Erſchoͤpfung betraͤgt alſo 87° Fruchtbarkeit(2²). / eraͤndert 9 Lri4. 6te Hypo⸗ ait5 Grad 6te Hypotheſe. Der Verluſt des Reichthums kann tdeſe: leWie urhtbrrkei dem Boden erſetzt werden durch Duͤnger, Braache und Fenerlnd. dem Boden keit Dreeſchhuͤtung. erſetzt wer⸗ Man nimmt 7 ¼ Centner guten Hofduͤnger fuͤr den den koͤnne. Erſatz der Fruchtbarkeit an, die einen Scheffel Rocken er— euts, witd zeugt; ſo nach haͤtte ein Fuder Duͤnger von 20 Centnern Verminde⸗ den Werth von 28 Grad Reichthum. g fuͤr jede In dem vorigen Beyſpiel behielt das Feld 7 Grad Kraft* 39 Gr. Reichth.= 273 Gr. Fruchtb. 4. erhaͤlt nun 5 Fuder Duͤnger a 28 Gr.+ 14 ⸗ hat nun 70 Kraft 53°° Reichthum= 3710 Fruchtbarkeit. (2²) So wie alle dieſe Hypotheſen ihre Berichtigung von ihrer Anpaſſung an die Thatſachen erwarteten, ſo iſt beſonders die Abnahme des Erdvermoͤgens(hier noch Kraftaͤußerung genannt) den climatiſchen Cinfluͤſſen gar ſehr unterworfen, auf verſchiedenem Boden verſchieden, ichtbarkeit und die Dauer dieſer Einfluͤſſe durch die folgende Be— jeder Art handlung bedingt. So kann der Braache, nach Herrn ſollen die Jverſen's Anſicht, allerdings eine laͤngere Dauer der Einwirkung beygelegt werden, wenn ſie auf verwilder⸗ diel als 2 tem Boden beſchafft worden iſt, und das Feld im aten 32 Schef⸗ Jahre mit dem vorigen Zuſtande deſſelben verglichen wird. Ao. 1822. — 26— Herr von Wulffen nimmt die Bereicherung des Bo⸗ dens durch 1 Jahr Dreeſchweide fuͤr 06 Gr. p. 1000 Frucht⸗ barkeit, bey einem Boden der 360 Fruchtbarkeit hat, drey Dreeſchjahre fuͤr den Erſatz von 6 Scheffel Rocken an; er nimmt eine Braachweide fuͤr das Drittheil des Werthes einer Dreeſchweide. Da ich keine Braache und Dreeſchhuͤtung habe, ſo wird davon nicht ferner die Rede ſeyn. §. 15. tſie Obde⸗ 7te Hypotheſe. Die verlorne Kraft des Bodens die Vermin⸗ kann erſetzt, oder wenigſtens eine der erhoͤheten Kraft ana⸗ verugoder loge Wirkung hervor gebracht werden, durch haͤufige Bear⸗ Idenedie beitung des Bodens. Dieſes iſt der Grund warum der Soͤmmerung, welche vor Winter in Furchen gelegt, im Fruͤhjahr Ein bis zwey⸗ mal gepfluͤgt wird, nur 5 Monate ungeruͤhrt liegt, nicht wie der Winterung eine Kraftverminderung beygelegt wird, und warum man die Vermehrung der Kraft durch die Braache oder durch ſorgfaͤltig behandelte Braachfruͤchte, fuͤr Einen Grad angenommen hat; wobey allerdings eingeſtan⸗ den werden muß, daß ihre mehr oder minder zweckmaͤßige Beſtellung dieſes Verhaͤltniß erhoͤhen oder erniedrigen kann. Da Braache bey mir nicht Statt findet, ſo habe ich hier nur ein Beyſpiel davon zu geben, wie die durch die Braachfrucht gewonnene Kraft dem Boden verguͤtet wird. Wenn auf dem zum Beyſpiele angenommenen Felde Kar⸗ toffeln gebauet waͤren, die 60 Scheffel getragen haͤtten und wobey fuͤr den Scheffel* Grad Erſchoͤpfung= 6 Grad gerechnet waͤre, ſo ſtuͤnde es folgendermaaßen: 7Grad Kraft ₰ 53 Gr. Reichth.= 371 Gr. Fruchtb. + 1° verm. Kraft 60 verlorner Reichthum 8 Grad Kraft 47 Gr. Reichth.= 376 Gr. Fruchtb. and diſes ent Schef Mit hypotheſ den Boden uf die zur pafteſe Fr ven auße Zu! ich auf m Eirfachhei raltit geb it Mir KTlaer und Urſacen d Jh h ung wen Materie Hier ſätzen gar der berſc dnrans ſi — Ge) daß (twas angel nit nuß il. bal. e, der J darüd T tr ing des Bo 10h Fruch barkeit hat efel Nocken ritheil des raache und r die Rede des Boden Kraft ang⸗ ffige Bear⸗ ig, welche bis zwey⸗ jegt, nicht legt wird, durch die rüchte, fuͤr eingeſtan⸗ veckmaͤßige gen kann. habe ich zurch die tet wird. de Kar⸗ t haͤtten g= 6 : Fruchtb. Fruchtb. — 27— und dieſes Feld koͤnnte ſodann a 60° per Scheffel Rocken, 625§ Scheffel Rocken tragen(23). §. 16. Mit wie vielem Scharfſinn Herr von Wulffen dieſe In bie ferne Hypotheſen auf verſchiedene Fruchtarten und auf verſchiede⸗ ich dieſe Hy⸗ nen Boden angewandt hat, was er dadurch fuͤr Schluͤſſe er een,uf auf die zur Beſchaffung der noͤthigen Beduͤngung vortheil— vnuoehehn. hafteſte Fruchtfolge gezogen hat, muß man in ſeiner klei⸗ nen aͤußerſt intereſſanten Schrift ſelbſt nachſehen. Zu meinem Zwecke reicht es hin, die Grundſaͤtze, welche ich auf meine Erfahrungen angewandt habe, in moͤglichſter Einfachheit darzulegen. Erfahrung allein und was die Lo— calitaͤt gebot, haben mich in meinen Vorausſetzungen gelei— tet. Mir habe ich da, wo ich vom Herrn Staatsrath Thaer und dem Herrn von Wulffen abweiche, uͤber die Urſachen dieſer Abweichung Rechenſchaft geben koͤnnen. Ich habe es fuͤr uͤberfluͤßig gehalten, durch die Anfuͤh⸗ rung meiner Gruͤnde hier dieſe an ſich ſchon ſchwierige Materie verwickelter zu machen(24⁴). Hier habe ich nur darzuſtellen, wie ich, dieſen Grund⸗ ſaͤtzen gemaͤß, geſucht habe, die Kraft und den Reichthum der verſchiedenen Claſſen meines Bodens, die Wirkung der daraus ſich ergebenden Fruchtbarkeit auf den Ertrag der 7 (2³) Daß dieſe Annahme nur als Beyſpiel daſtehe, ohne etwas beſtimmen zu wollen, was nur die Erfahrung angeben kann, verſteht ſich von ſelbſt. Es muß aber mit Einer Vorausſetzung angefangen werden; man muß etwas zu berichtigen haben, wenn man berichtigen will. Ao. 1821. (2⁰) 1821. In den folgenden ſpaͤter hinzugefuͤgten Anmerkun⸗ gen, habe ich, durch laͤngere Erfahrung geleitet, da, wo von der Anwendung dieſer Grundſaͤtze die Rede iſt, einiges daruͤber entwickelt, ſo wie meine Mittheilung derſelben an agronomiſche Freunde es veranlaßte. — 28— verſchiedenen Fruchtarten, die dadurch bewirkte Erſchoͤpfung und endlich deren Erſatz durch Beduͤngung und Bearbei— tung, zu beſtimmen. §. 17. Wie der Grad Meine erſte Sorge war den Grad der Fruchtbarkeit Pdersirchte, zu beſtimmen, den ich im Jahr 1813 bey meinen Feldern deldetahne vorausſetzen durfte. ſucht worden Anfaͤnglich dachte ich fuͤr jede Claſſe meiner Felder iſt. einen Durchſchnitt der Grade der Fruchtbarkeit anzuneh⸗ men, auch habe ich dieſen in der am Schluße befindlichen Tabelle angedeutet. Ich fand aber bald unter dieſen Feldern eine ſo große, aus der bisherigen verſchiedenen Beduͤngung und Behandlung entſtehende Verſchiedenheit, daß ich mein Vorhaben entweder aufgeben, oder den wahrſcheinlichen Zuſtand der Fruchtbarkeit jedes Feldes insbeſondre ausmitteln mußte. Dieſen Zweck erreichte ich dadurch, daß ich die, einige Jahre vor und nach 1813 dem Felde gegebene Beduͤngung mit dem Ertrag der Erndten dieſer Jahre nach den in den vorigen§§. enthaltenen Hypotheſen verglich, die Waitzen Erndte a 36° per 38 3 reines Korn dabey zum Grunde legte und aus den folgenden Erndten, wenn ich ſolche mit dem uͤberbleibenden Grade von Fruchtbarkeit verglich, zu erfahren ſuchte, wie viele Grade Fruchtbarkeit zur Production eines gewiſſen Maaßes jeder folgenden Frucht noͤthig geweſen waͤren. Dies ſetzte ich vor und ruͤckwaͤrts ſo lange fort, bis ich fuͤr das Jahr 1813 einen Grad der Fruchtbarkeit fuͤr jedes Feld fand, der, wenn ich ihn meiner Berechnung zum Grunde legte, die daraus auf die folgenden 5 Jahre gefolgerten wahrſcheinlichen Erndten in Uebereinſtimmung mit den wirklichen Reſul⸗ taten brachte. Kame nhtung duut ſo Grades d ſn erwie in einer dieſen 5. de Erd wirtt ha Da heit der tn Vaue⸗ rur nach tn ſiten ne zii mußten, d 4 5 5, Ich ten, den licheit; zu äͤnden uas Am diewihre fiti auf fntn, dunkerrich in Angat nf Thte 3h! eud und Erſchöpf und Bearbei fruchtbarkeit nen Feldern einer Feldet deit anzuneg⸗ befändlichen Pnter dieſen erſchiedenen ſchiedenheit, oder den es Feldes die, einige Bedungung ach den in rglich, die dabey zun wenn ich uchtbarkeit uchtbarkeit folgenden vor und 813 einen er, wenn ie daraus heinlichen en Reſul— — 29— Kamen die wirklichen Erndten mit den durch die Be⸗ rechnung vorher beſtimmten Erndten uͤberein, ſo war da⸗ durch ſo wohl die Richtigkeit des zum Grunde gelegten Grades der Fruchtbarkeit, als aller der andern Hypothe⸗ ſen erwieſen, auf welche dieſe Berechnung ſich gruͤndete. In der That traf dieſes vom Jahr 1813 bis 1817 in einer großen Mehrzahl von Faͤllen zu, wenn die in dieſen 5 Jahren genau verzeichneten Umſtaͤnde nicht auf die Erndten beſonders vortheilhaft oder ſchaͤdlich einge⸗ wirkt hatten. Da meine Beſitzung, fuͤr welche mich die ſeltne Schoͤn⸗ heit der Lage am Elbufer beſtimmte, aus zuſammengekauf⸗ ten Bauer-Hoͤfen beſteht, ſo ſind die Koppeln klein, ſind nur nach und nach in meine Haͤnde gekommen und konn— ten ſelten zuſammen gelegt werden, weil ſie zu verſchiede— ner Zeit in den mir unentbehrlichen Klee gelegt werden mußten, den ich auf demſelben Felde nicht eher als nach 4 bis 5 Jahren wieder bauen darf. Ich hatte wohl 70 Felder 7 Jahre lang zu beobach⸗ ten, den Kalkuͤl uͤber nahe an 500 Feldern mit der Wirk⸗ lichkeit zu vergleichen und meine Vorausſetzungen ſo lange zu aͤndern, bis etwas im Durchſchnitt der Wahrheit nahe kommendes ſich ergaͤbe. Wenn ich nun dabey alle Umſtaͤnde zu erwaͤgen hatte, die waͤhrend der letzten 5 Jahre(in denen ich alles ſorg— faͤltig aufgezeichnet hatte) auf den Ertrag Einfluß haben konnten, ſo war meine Arbeit wirklich weder geringe noch ununterrichtend und ihr verdanke ich es, wenn die folgen⸗ den Angaben ſich, ſo viel es ihrer Art nach moͤglich iſt, auf Thatſachen gruͤnden. Ich nahm dabey ein beſtimmtes Maaß fuͤr das Land und ein beſtimmtes Gewicht fuͤr die Erndte an, — 20— welches beydes dann ein in Graden ausgedruͤcktes beſtimm⸗ tes Verhaͤltniß fuͤr die Fruchtbarkeit abgab. Mein Landmaaß iſt 100 16fuͤßige ◻ Ruthen oder 25,600 Hamburger ◻ Fuß fuͤr meinen Morgen; das Ge⸗ wicht eines gehaͤuften Himpten Kartoffeln 42 Hamburger Pfund, einer Tonne Rapſaat von 5 Himpten 192 k; das niedrigſte Gewicht meines Waitzens 38 5 per geſtrich⸗ nen Himpten(25), das Gewicht von 100 Bunden gruͤnen Klee 1200 5, von einem Himpten Hafer 30 bis 34 B, Durchſchnitt 32 K. Aus dieſen Fruchtarten beſteht meine Rotation; Boh⸗ nen und Gerſte werden nur, ſo wie Wicken und Mengkorn, zufaͤllig und in kleinen Quantitaͤten gebauet(25). Die Fruchtbarkeit meiner Felder im ungeduͤngten Zu⸗ ſtande fand ich von 420 bis 480° auf Lehmboden, 120 bis 300° auf meinem Sandboden. Aus allen meinen Erfahrungen erhellte, daß die Pro— duction von 42 Eßkartoffeln, mindeſtens von der Groͤße einer Wallnuß, oder, wenn ich die der 2ten Groͤße, die bey mir zum Pflanzen, und der kleinſten, die zum Viehfut⸗ ter gebraucht werden, dazu rechne, 53 5 Kartoffeln, 3 ½ Fruchtbarkeit im Durchſchnitt erforderte. 800° Fruchtbarkeit gaben alſo auf den Morgen von 100 0◻ Ruthen (25) Gerade in den Jahren 1813 und 14 war das Gewicht des Waitzens bey mir aͤußerſt geringe und da ich meine Be⸗ rechnungen ſo angefangen hatte, mußte ich ſolche ſo fortfuͤhren. Im Jahr 1818 wog der Himpt 43 18, im Jahre 1819 43 bis 45 und daruͤber. (²⁶) Mengfutter wird bey mir ſehr viel gebauet, ſeitdem ich kein uͤberjaͤhriges Kleefeld zur Braache mache fuͤr Rapſaat. t 103 51 W Ein Polo Fr himpten, 35 G erf den ich me u botg Nmx 10 ten bh0 barkiit der kunt, we nen gle; e) Dies ücktes beſtimn Nuthen ode rgen; das Ge⸗ 1? Hmmdurger pten 192 n, per geſtrit unden gruͤne 90 bis 34 9, tation; Bo d Mengkorn 5). düngten Zu⸗ nboden, 100 aß die Pro⸗ der Groͤße Groͤße, die zum Veehfüt⸗ ertoffeln, 3½ Morgen von Gewicht des hmeine Be⸗ h ſolche ſi t 43 c, im et, ſeitden etwa 213 Himpten oder 8946 B Eßkartoffeln und 54 2— oder 2268 ⸗ Saat⸗ u. Futterkartoffeln ———— 267 Hiupt. oder 11,214 B. Ein Himpt Rapſaat von 38 ⅜ t erforderte 330. 800⁰ Fruchtbarkeit gaben alſo auf einen Morgen 24 Himpten, faſt 5 Tonnen Saat. Ein Himpt Waitzen von 38 5 erforderte 36⁰. Der hoͤchſte Grad von Fruchtbarkeit, den ich meinen Waitzenfeldern geben durfte ohne Lagerkorn zu beſorgen, war 720°, dieſe gaben auf einen Morgen 20 Himpten oder 760 Waitzen. 100 Bunde gruͤnen Klee, a 12 per Bund, erforder⸗ ten 60° per 100 Bunde. Der hoͤchſte Grad von Frucht⸗ barkeit den ich nach der Waitzenerndte dem Klee laſſen konnte, wenn ich keinen Lagerwaitzen haben wollte, der mei⸗ nen Klee zerſtoͤren wuͤrde, iſt 560°(27). Dieſe gaben auf (2²) Dies wird aus dem Folgenden erhellen: Ich ſetze nur noch hinzu, daß unter allen Cerealien der Winter⸗Waitzen die Frucht iſt, der ich den hoͤchſten Grad von Fruchtbarkeit, ohne Lagerkorn zu befuͤrchten, geben darf: daher kann ich nur unter Winter⸗Waitzen Klee ſaͤen. Das Gelingen meiner ganzen Rotation kommt gar ſehr auf das Gerathen des Klees an. Der gruͤne Klee iſt bey weitem meine vortheilhaf— teſte Erndte; daher muß ich dieſem Felde den hoͤchſt⸗ moͤglichen Grad von Fruchtbarkeit geben, den die Vor— frucht ertragen kann. Gerſte in 720⁰°, ſelbſt in 660° geſaͤet, wuͤrde ſich la⸗ gern und den Klee zerſtoͤren. Bey'm Klee iſt weniger als bey irgend einer an⸗ dern Pflanze von der Ertragsfaͤhigkeit auf den Ertrag zu ſchließen. Dieſer haͤngt faſt gaͤnzlich, bey einem fuͤr Klee uͤberhaupt tauglichen Erdvermöogen, von climati⸗ ſchen Einfluͤſſen, beſonders von der Feuchtigkeit der Atmosphaͤre und ihrer Waͤrme ab; die Ertragsfaͤhigkeit bezeichnet nur das Minimum bey dem ein guter Ertrag zu erwarten iſt, der uͤberdies gar ſehr davon abhaͤngt, ob das Feld lange keinen Klee getragen hat. — 32— den Morgen 933 ½ Bund= 11,200 G, in 2 Schnitten. ungding Ein Himpt Hafer von 32 erforderte 250° Fruchtbarkeit. rug in! Die Er wird bey mir nach Waitzen geſaͤet, der auf Rap— ſaat folgt, und der ſelten dem Boden mehr als 5500 vid, ſe laͤßt. Dieſe gaben 22 Himpten= 704 5 Hafer(25). Um achen, §. 18. auf Beſtimmung Nachdem ich nun die Zahlen gefunden hatte, welche V Man dee Hbtdyes die Fruchtbarkeit der Felder in ihrem Verhaͤltniß zu ihrem Erdte Reichthum. Ertrag bezeichneten, ſo blieb mir nur uͤbrig, die beyden i Rä Faktoren aufzufinden fuͤr Kraft und Reichthum, deren du zn Product die Fruchtbarkeit ausmacht. gung de Die Erndten wirken auf jeden dieſer Faktoren auf in di verſchiedene Weiſe, und es giebt fuͤr jeden ſehr verſchiedene Im Mittel ſeine Verminderung zu erſetzen oder ſeine Vergroͤße⸗ 6Nb⸗ rung zu befoͤrdern; daher muͤſſen ſie beſonders dargeſtellt—dbid werden koͤnnen. 1 dſſen Ueber den Reichthum konnte mir die chemiſche Unter⸗ iir urbri ſuchung und die Quantitaͤt Duͤnger, die ſeit mehreren Jah⸗ V Wen ren auf das Feld gebracht war, nach Abzug des Ertrags; u war die Art und die Vegetationskraft der Unkraͤuter, mehrere bar. U zur Vergleichung dienende Anzeichen verſchaffen. Kopvel Mit der Beſtimmung des Antheils, den die Kraft⸗ nan din entwicklung des Bodens an der Fruchtbarkeit gehabt hatte, iiſt li ward es ſchwerer. di gnn Herr von Wulffen hat beyde durch das Quantum aus⸗ V In zumitteln geſucht, welches ein Acker in der zweyten Erndte ül Urſ weniger giebt als in der Erſten, nachdem jedesmal eine, z. T in auf e b nu, Yo (28) Dieſer unverhaͤltnißmaͤßig geringe Ertrag entſtand aus gfunden! der Gewohnheit, nur 2 Himpten auf 100 ◻᷑ Ruthen, alſo viel zu duͤnne zu ſaͤen. Er hat ſich verdoppelt, ſeitdem 4 Himpten geſaͤet werden. Ao. 1822. anmtale Dt, woßen 4 Schnütt ungeduͤngte Braache vorhergegangen, damit die Kraftaͤuße⸗ Juuchlartt rung in beyden Faͤllen ſich durchaus gleich bleibe. der auf Nap Die algebraiſche Formel, durch welche dieſes gefunden ir als 550, wird, ſteht in ſeiner kleinen Schrift Pag. 12— 14. vaftr es) Um die, manchem unbequeme, Algebra entbehrlich zu machen, ſtellt der Staatsrath Thaer die folgende Methode auf: hatte, welche Man dividire das Quadrat des Products der erſten rniß z ihren Erndte mit dem Minus der zweyten, und es ergiebt ſich , die behden der Reichthum des Bodens; dann dividire man damit in kthum, dern den Fruchtbarkeits⸗Grad, den der Boden zur Hervorbrin⸗ gung der erſten Erndte haben mußte und man hat den gaktoren auf Grad der Kraftaͤuſſerung. verſchiedene Im vorliegenden Fall: i Vergroͤße⸗ 6% 6= 36; dividirt durch X, giebt 72⁰ Fruchtbarkeit; dargeſtelt 360 dividirt durch 72 giebt 5° Kraftaͤuſſerung, nach Ab⸗ zug deſſen, was die Braache hinzugethan hat, 40 fuͤr iſche Unter⸗ die urſpruͤngliche Kraft. Wenn nun auch gegen dieſe Methode nichts einzuwen⸗ Welche chreren Jah⸗ ᷓ Schwierig⸗ des Ertragt; den waͤre, wird ſie dennoch in der Praxis faſt unanwend⸗ kefenn vor⸗ chlagene ter, mehrer bar. Um mit Gewißheit zu erfahren, wie hoch auf einer zeſchhdogn. Koppel der Differenz zwiſchen zwey Erndten ſey, muͤßte man dieſe Koppel in vier Jahren zweymal braachen und nicht beduͤngen. Wer kann das ohne Schaden, und ohne die ganze Bewirthſchaftung zu unterbrechen? Im Kleinen haben dieſe Verſuche kein Reſultat, weil viele Urſachen auf einen beſondern Fleck einwirken koͤn⸗ nen, z. B. eine ſchlechte Stelle im Boden, Beſchattung, ein auf eine kleine Stelle beſchraͤnkter Einfluß der Witte⸗ rung, Vogelfraß u. ſ. w., und weil ſchwerlich ein Fleck die Kraft⸗ chabt hatte, aantum aus⸗ yten Erndte desmal eine utſtand aus gefunden werden koͤnnte, der der richtige Repraͤſentant einer Teduihe großen Koppel waͤre, welche, beſonders auf der Geeſt, e G mancherley Boden in ſich enthäͤlt. Dieſes muͤßte ferner auf Voaht, Statik des Landbaues. 3 — 34— jeder Koppel geſchehen, wenn man nicht mehrere ſich durchaus aͤhnliche hat. Endlich dauert dieſes Experiment, wenn es auch durch keinen Zufall unterbrochen wuͤrde, 4 Jahre; da dieſer aber ſelten ausbleibt, kann es 6 und 8 Jahre waͤhren! Bey dieſer Schwierigkeit muß es erlaubt ſeyn, es auf die Erfahrung ankommen zu laſſen, von der zuerſt ange⸗ gebenen Formel da etwas abzuweichen, wo es im Gebrauch bequemer und zutreffender ſcheint. Verſuch, den Ich habe das in Herrn v. Wulffens Schrift Angegebene 8 ed Rraft in ſo fern angenommen, als es den Factor fuͤr die Kraft lhnas jets in einer viel mindern Zahl als den des Reichthums dar⸗ finden. ſtellt, und mich uͤbrigens durch genaue Beobachtung der Felder ſelbſt leiten laſſen. Es kam zuerſt darauf an, auf irgend einem Felde einen Grad Reichthum verſuchsweiſe nach meinen oben er⸗ waͤhnten Bemerkungen§. 17. anzunehmen. Um einen dazu paßlichen Grad der Kraft auf demſelben Felde zu finden, beobachtete ich beſonders die Tertur des Bodens, ſeine na⸗ tuͤrliche Lockerheit oder Bindigkeit, ſeine Retentionskraft fuͤr Waſſer, ſeine Unterlage, die Tiefe ſeiner Krume, end⸗ lich das Verhaͤltniß ſeiner Sand-, Thon- und Kalktheile. Hatte ich mich nun uͤber eine approximative Wahrſchein⸗ lichkeit fuͤr dieſes Feld beſtimmt, ſo verſuchte ich darnach die vorigen Erndten nach den angenommenen Grundſaͤtzen uͤber Ertrag, Erſchoͤpfung und Erſatz. Traf dieſes dann zu, ſo machte ich dieſes Feld zu einer Art von Norm, die ich dann nach Maaßgabe der bey der Vergleichung mit den andern Feldern ſich ergebenden Verſchiedenheiten modi⸗ ficirte. Daß bey allen dieſen Verſuchen das Erdvermoͤgen vollkommen daſſelbe ſeyn muͤſſe, wenn man uͤber das Dung⸗ vermoͤgen Verſuche anſtellt; daß umgekehrt das Dungver⸗ mögen durchaus daſſelbe ſeyn muͤſſe, wenn man uͤber das Enermöge Eins von werden. Je me dieſer Unte damit ver⸗ zur zuric ders zu bed vor nit, großen J zen zutraf Die ſuchung zu fir ſch vi nen, mit nann, der wnen au tn nnchtf denen de ſchiedenen ſpäͤtere E mehrere ſt ds auch durg 4 Jahre; d Jahn vahre ſeyn, es u zuerſt ang in Gebraut ft Angegeken für die erm thums dar⸗ chtung der einm Felde en oben er⸗ einen dazu zu finden, , ſeine na⸗ tentionskraft Krume, end⸗ d Kalktheile Vahrſchein⸗ ch darnach Hrundſaͤtzen diſes dann Yorm, die ihung mit eiten modi⸗ dvermoͤgen das Dung⸗ Dungver⸗ über das — 35— Erdvermoͤgen Verſuche anſtellen will, verſteht ſich von ſelbſt. Eins von beyden muß immer als conſtant angenommen werden. Je mehr Felder(ich habe deren gegen 70) ich nun dieſer Unterſuchung unterwarf und ihre vorherigen Erndten damit verglich, deſto mehr data erhielt ich, die mich oft zur Zuruͤcknahme voriger Vorausſetzungen, oft dieſe beſon⸗ ders zu bedingen noͤthigten: ſo hatte ich zuletzt 350 Faͤlle vor mir, die freilich nicht alle, aber bey weitem in der großen Mehrzahl mit kleinen nicht zu achtenden Differen⸗ zen zutrafen. Die Beobachtungen, die mich waͤhrend der Unter⸗ ſuchung zu einer beſtimmten Meinung brachten, waren jede fuͤr ſich vielleicht nicht entſcheidend; aber zuſammengenom⸗ men, mit ſo manchem Andern, das den practiſchen Land⸗ mann, der ſeine Felder aus langer Erfahrung kennt, oft zu einem auf Anſchauung gegruͤndeten, oft ſchwer in Wor⸗ ten zu rechtfertigenden Urtheil bringt, verglichen, konnte dazu dienen, das muthmaaßliche Verhaͤltniß an Kraft der ver⸗ ſchiedenen Erdarten hypothetiſch voraus zu ſetzen, bis die ſpaͤtere Erfahrung daruͤber etwas Anderes erweiſet(²5). (2*) 1823. Die im Wegweiſer fuͤr Flottbeck enthaltene naͤhere Beſchreibung des Erdvermoͤgens meiner Felder koͤnnte, meinen vorigen Erfahrungen gemaͤß, denen, die ſich da⸗ mit beſchaͤftigen wollen, eine Anleitung geben, wie das Erdvermoͤgen der Felder nach einer leichten chemiſchen Unterſuchung wohl proviſoriſch beſtimmt werden koͤnnte. Meine jetzige Anſicht iſt ungefaͤhr dieſe: Ich wuͤrde fuͤr die Herzogthuͤmer 6 Arten mir be⸗ kannten Bodens annehmen: 1) den ſchweren Marſchboden eingedeichter Koege in der Marſch; 2) den leichten Marſchboden der niedrigen Elbufer und den an den öͤſtlichen Küſten der Herzogthümer an 3* Das Verhaͤltniß der Fruchtbarkeit des aͤrmſten Sand⸗ ug in 1 landes zu meinem beſten ſandigen Lehmboden im ungeduͤng⸗ ngft40: ten Zuſtande, mußte ich wie 120° zu 4800 Ertragsfaͤhig⸗ der keit annehmen; dieſer Unterſchied mußte zugleich in dem dh dec Reichthum und in der Kraft gegruͤndet ſeyn. Der Ana⸗ ß adl logie mit den Reſultaten der Formel zufolge, wollte ich 5 den Factor fuͤr den Reichthum moͤglichſt groß, den fuͤr 4 46 die Kraft moͤglichſt klein nehmen. V 4 4 Das Verhaͤltniß des Reichthums dieſer Felder ſchien 0 mir aus allen obenerwaͤhnten Urſachen wie 1:2; ich nahm,: 20 4 75 ¹ 1A den ſandigen Mittelruͤcken derſelben, durch die Oſtſee 1 740 angeſchwemmten leichtern Marſchboden; diſt 3) den aus vormaligen großen Landſeen durch Nie⸗ derſchlag entſtandenen Boden;— ahl, konn 4) den auf und an dem Mittelruͤcken der Herzog⸗ e zrucht thuͤmer durch Niederſchlag entſtandenen ſandigen Lehm; Algemenen 5) den auf eben dieſe Weiſe entſtandenen lehmigen Sand; W 6) den reinen Sand. durhh d Ich kenne nur die 3 letzten Erdarten aus eigener Tauglich Erfahrung, und wuͤrde fuͤr Nr. 4 und 5* 15 bis 30 pCt. Thon 15— 25 ⸗ feinen Sand o“) Per 2— 3 ⸗ Kalk Ohh 6— 7 ⸗ Humus, den Ueberreſt in groben Sand enthaltend, im Verhaͤlt⸗ ſgen niß wie Thon und Sand feiner und inniger mit dem Humus gemiſcht ſind, 6— 80 als das wahrſcheinliche Erd⸗ die e vermoͤgen, vorſchlagen; 1 oder 20 mehr, wenn mehr Kalk, mehr Humus, mehr feiner Thon und Sand ver⸗ die zu haͤltnißmaͤßig darin enthalten ſind. 10— 12 moͤchte wohl fuͤr die leichte Marſch, venn 12— 160 fuͤr die ſchwere Marſch angenommen werden üben! koͤnnen. deren Nr. 6. Groben Sand, nicht uͤber 7— 10 Ct. ab⸗ meine ſchwemmbaren Thon enthaltend, bey einer nicht 2 Fuß handle tiefliegenden Unterlage, koͤnnte man wohl auf zo, bey lelgte Mangel dieſer Unterlage auf 40 anſetzen. do. anſten Sand 1 ungeding Errragsfäͤhin leic in den Der Ana ,wollte ich 3, den fir Fader ſchien B ich nahn, ch die Oſtſee n durch Nie⸗ der Herzog⸗ digen Lehm; en lehmigen aus eigener im Vethaͤl⸗ er mit den einliche Etd⸗ wenn meht d Sand ver⸗ hte Marſch men werden 10„Ct. db⸗ nicht 2 Fuß auf 5, beh — 37— um ihn zu bezeichnen, 30°: 60⁰, das gab mir fuͤr die Kraft 40: 8o, und dabey blieb ich. Der Wahrheit kam ich am naͤchſten, wenn ich bey den drey Claſſen meines Bodens die Zahl 80(30) fuͤr die erſte Claſſe eraltndh Zahlen, fuͤr 70 fuͤr die zweyte delche meh⸗ S e kere hundert f. d. 1ſte Abthl. der als die Praft⸗ Verſuche dritten mich be— ſtimmten. N 2 X . 0) 5 2 4⁰% 2 60 f. d. 2te Abthl. der ⸗ 600 fuͤr die 1ſten beyden Claſſen . 50% 24⁰) 40⁰° f. d. 2te Abthl. d. 3ten Claſſe Dieſe Verſchiedenheit der die Kraft repraͤſentirenden Mothwendig⸗ . 2. 4 eit, das Ver⸗ Zahl, konnte nun wohl den groͤßern oder geringern Grad haͤltniß der 8 Vrede dos Roichthums im Fruchtbarkeit der Fruchtbarkeit, bey demſelben Grade des Reichthums im 5 dem Pro⸗ Allgemeinen beſtimmen. esielue Aber das iſt noch nicht alles; der Boden hat gerade Frucht, ins⸗ ., 35 1.„ 7,—— oſonder durch die Eigenthuͤmlichkeit ſeiner Kraft eine beſondere vel Drfhlin Tauglichkeit zur Production dieſer oder jener Frucht. Mit öfung durch auglichkeit zur Production dieſer j Fruch eit dirne Feneih, zum Erſatz⸗ mittel fuͤr 6) Wenn ich meine Erdelaſſen der genialiſchen Eintheilung dieſelbe zu anpaſſen wollte, mit der der verehrte Erfinder der Statik beſtimmen. uns in ſeiner letzten Anſicht beſchenkt hat, ſo wuͤrde ich ſagen, daß meine beyden erſten Claſſen zum ſanguiniſchen Boden gehoͤrten, die erſte Abtheilung der dritten Claſſe zum hecktiſchen Boden, die zweyte Abtheilung zum phlegmatiſchen Boden, wenn wir den choleriſchen Boden wohl den Laͤndern uͤberlaſſen muͤſſen, deren Boden viel Kalk enthaͤlt und deren Unterlage Felſen iſt. Wenigſtens bin ich mit meinem wuͤrdigen Freunde ganz uͤber die Art der Be⸗ handlung einverſtanden, wodurch die Extreme den Mit⸗ telgraden ſo nahe als moͤglich gebracht werden koͤnnen. Ao. 1823. als den Reich⸗ f. d. 1ſte Abthl. d. 3ten Claſſe thum bezeichnend annahm. X N N⁸N — 38— demſelben Reichthume und derſelben Bearbeitung aͤußert die Kraft deſſelben Bodens, z. B. eine gute Wirkung auf Boh⸗ nen, Waitzen und Klee, eine ſchlimme auf Erbſen, Rocken und Kartoffeln, und umgekehrt. So vertraͤgt und erfordert der kraͤftige Boden mehr Duͤnger als der ſchwaͤchere, und daher bringt dieſelbe Quantitaͤt Duͤnger auf dem Einen eine andere Wirkung als auf dem Andern hervor. So erſchoͤpft vielleicht dieſelbe Erndte den kraͤftigeren Boden weniger als den ſchwaͤcheren. Sicherlich bringt die⸗ ſelbe Fruchtfolge auf beyden eine verſchiedene Wirkung hervor. Da nun aber derſelbe Factor die wirkliche Ver— ſchiedenheit der Wirkung in den Unterabtheilungen in Hinſicht auf den Ertrag jeder einzelnen Frucht⸗ art, in Hinſicht auf den durch Ein Fuder Duͤnger er⸗ hoͤheten Grad des Reichthums, in Hinſicht auf die Erſchoͤpfung des Bodens durch die Erndten, nicht andeuten koͤnnte, es auch ſo ſchwierig als an ſich unrichtig geweſen waͤre, fuͤr jeden dieſer Faͤlle den Factor zu veraͤndern, ſo ward es fuͤr mich nothwendig, in allen dieſen Faͤllen, fuͤr die Claſſe ſowohl wie fuͤr die Unter⸗ abtheilungen, 1. den zur Production einer gewiſſen Erndte noͤthigen Grad der Fruchtbarkeit, 2. den Grad der Erſchoͤpfung durch die Erndten, ſo⸗ wohl fuͤr Kraft als fuͤr Reichthum, fuͤr jede Fruchtart beſonders, und 3. den Werth eines Fuders Duͤnger, in Graden des Reichthums ausgedruͤckt, meinen Erfahrungen gemaͤß, ſofort naͤher zu beſtimmen, went ch Erſbäpfun Unausgema V Ich innxgedn die verſchi da erged fur Kartom f Rapf fut Wai G aͤußert ii ung auf Zoh⸗ tſen Rocken ⸗Boden melr eingt diſalr ere Virkung u kräͤftigeren ch bringt die ene Virkung kliche Ver⸗ gen nen Frucht⸗ Dunger er⸗ as durch die als an ſich den Factor g, in allen ie Unter⸗ dte noͤthigen erndten, ſo⸗ fur jede graden des beſtimmen, — 9— wenn ich auch die ſchwierigere Frage uͤber die mindere Erſchoͤpfung bey kraͤftigerem Boden, vor der Hand noch unausgemacht laſſen wollte(3¹). §. 19. Ich ſuchte nun alſo zuerſt das§. 10. durchſchnittlich de Se baltnes angegebene Verhaͤltniß des Ertrags zur Fruchtbarkeit fuͤr zier aneht die verſchiedenen Claſſen meines Bodens zu beſtimmen, und barkeit jeder da ergab ſich in einem Durchſchnitt mehrerer Jahre(3), iſ dn ⸗ fuͤr verſchiedene Fruchtarten Kartoffeln: 1ſte Claſſe A. B. und 2te Claſſe A. B. angewandt. 3 ½° per Himpt, 3te Claſſe A. 40, koͤn⸗ nen in der Zten Claſſe B. gar nicht ge⸗ bauet werden; fuͤr Rapſaat: ſjſte Claſſe und 2te Claſſe 33⁰° pr. Himpt, kann in der 3ten Claſſe nicht gebaut werden; fuür Waitzen: ſſte und 2te Claſſe 36⁰, 3te Claſſe A. Rocken 30⁰, kann in B. nicht gebauet werden; (5*) 1823. Naͤhere Unterſuchung hat bewieſen, daß jede Erndte im Verhaäͤltniß ihres Gewichts gleichmaͤßig er— ſchoͤpfe, ſie moͤge nun auf einem kraͤftigeren oder kraft⸗ loſeren, reicheren oder aͤrmern Boden genommen ſeyn; z. B. 42 16 Waitzen vermindern die Ertragsfaͤhigkeit des Bodens immer um ao, dieſer Boden moͤge nun 5W0 oder 8000 Ertragsfaͤhigkeit enthalten. Haben beyde Felder im Verhaͤltniß ihrer Ertrags⸗ faͤhigkeit zugetragen, ſo bleibt ihre Ertragsfaͤhigkeit nach der Erndte in demſelben Verhaͤltniß zu einander. (“²) Ao. 1822 haben dieſe Verhaͤltniſſe, theils durch eine ſorgfaͤltige Cultur der Cerealien, theils durch bedeutend vermehrte Kraft des Bodens, theils durch genauere Be⸗ obachtung, manche Veraͤnderung erlitten. — 70— fuͤr Klee: 1ſte und 2te Claſſe 600, 3te Claſſe A. dieſen zu 720, 3te B. 60° pr. 100 Bund oder 1200 5 iiger Er gruͤnen Klee; un riddr fuͤr Hafer: 1ſte und 2te Claſſe 25⁰, 3te Claſſe A. nut in! 36⁰, B. 25⁰(s). thiedenem Dieſes Verhaͤltniß fand ich fuͤr eine gewiſſe Reihe von ud Jahren ſo ziemlich richtig, aber es lag mir daran, fuͤr jedes Aartoff Jahr etwas Beſtimmteres zu haben, wonach ich mit Ruͤck— inſijer. ſicht auf die allgemeinen, den Ertrag in dem Jahre harkelt a uͤberhaupt mehrenden oder mindernden Umſtaͤnde, das ver— Karvoff muthliche Product meiner Felder berechnen durfte, um bey In hoͤherem oder minderem Ertrage den beſondern Urſachen 3, in nachſpuͤren zu koͤnnen, welche ihn verurſacht hatten. Zu beh trock (*²) Der unterſchied zwiſchen den erſten beyden Claſſen t wird durch die Verſchiedenheit des Factors 80: 70 hin⸗ ſo laͤnglich bezeichnet; ſo z. B. hat mit demſelben Reich⸗ ich thum von 8oo die erſte Claſſe 8 80= 640, die nele zweyte 7 ₰✕ 80= 5000 Fruchtbarkeit. Dieſer Unter⸗ den ſchied und noch viel mehr der zwiſchen den Unterabthei⸗ lungen wuͤrde in dieſem Boden in ſeinem natuͤrlichen n Zuſtande ſehr bedeutend geweſen ſeyn. d Beduͤngung und Bearbeitung haben ihn in 20 Jah⸗ ren ſehr vermindert. Manches Feld iſt ſchon in den 00 letzten 7 Jahren von der 2ten in die iſte Claſſe heruͤber d. getragen. Mit der Zeit koͤnnen ſie alle dahin kommen. R Die Verſchiedenheit in den Unterabtheilungen beruht ſ auf die Textur des Bodens und iſt freilich nicht durch ſnd dieſes Verhaͤltniß bezeichnet. Es iſt gewiß, daß die Unterabtheilung B. wohl an behe ſich um 10 pEt. minder tauglich zur Production der die Kartoffeln iſt als A., aber ich fand doch, daß ich durch 1— reichlicheren Duͤnger(das Maaß, in welchem dieſes er— ey forderlich iſt, wird fernerhin angegeben: es iſt im Durch⸗ ſeru ſchnitt wie 50: 6⁰) dieſen Mangel erſetzen konnte. glei Wenn, um A. in der erſten Claſſe zu 800 Fruchtbarkeit daß zu bringen, 10 Fuder Duͤnger erforderlich waren, ſo er— de) Hie forderte B. 12 Fuder und einige Pflugarten mehr, um Kar ihn in trocknen Jahren zur hoͤchſten Fruchtbarkeit zu bringen; dagegen A. in naſſen Jahren den Vorzug te Caſſe 4. oder 1200 gie Laſſe 4. ſſe Reihe un an, für jde c mit Ruͤch dem Jahn de, das ve⸗ rfte, um be ern Urſachen hattmn. Zu den Claſſen §*: 70 hin⸗ elben Reich - 640, die jeſer Unter⸗ Unterabthei⸗ natuͤrlichen N in 20 Jah⸗ ſchon in den laſſe heruͤber Bin kommen. ngen beruht nicht durch B. wohl an duction der gz ich durch m dieſes er⸗ ſtim Durch⸗ zen konnte. ruchtbarkeit een, ſo er⸗ mehr, um ruchtbarkeit den Vorzug — 41.— —.̈ dieſem Zwecke nun verglich ich eine Reihe von 7 Jahren eigner Erndten, und fand, daß der Unterſchied der hoͤchſten und niedrigſten Erndte, ſowohl bey jeder Fruchtart, als auch in den verſchiedenen Claſſen meines Bodens, in ver⸗ ſchiedenem Verhaͤltniß ſtand. Aus allen Vergleichungen gieng hervor, daß ich fuͤr Kartoffeln in den beyden erſten Claſſen bey aͤußerſt guͤnſtiger Witterung darauf rechnen konnte, daß 3⁰ Frucht⸗ barkeit auf 100 ◻ Ruthen zur Hervorbringung von 53 b Kartoffeln erforderlich ſind(5³). In einem gewoͤhnlichen guten Jahre erfordert dieſes 3 o, in einem minder guͤnſtigen Jahre 4⁰, und endlich bey trockner Witterung waͤhrend des Anſetzens oder auch hatte. Da nun dadurch ein Art von Gleichheit entſtand, ſo fand ich, daß die wirkliche Verſchiedenheit hinlaͤng— lich durch die verſchiedene Wirkung bezeichnet wurde, welche ich dem Duͤnger zuzuſchreiben veranlaßt wor⸗ den bin. Bey der Rapſaat, der der ſchwere Boden, gut be⸗ arbeitet, in trocknen Jahren gar ſehr zuſagt, iſt dieſe Verſchiedenheit noch geringer. Beym Waitzen wuͤrde die Abtheilung B. allerdings vorzüglicher ſeyn, wenn verhaͤltnißmaͤßig ſo viel mehr Duͤnger daran gewandt wird, aber auch dieſes wird durch die Folge der Winternaͤſſe des ſchmelzenden Schnee⸗ waſſers, welches wieder gefriert, weil es nicht wie in A. in den Boden ziehen kann, gar ſehr aufgewogen. Eben ſo iſt es mit dem Klee. Unter obigem Vor— behalt entſcheidet das trockne oder das naſſe Jahr uͤber die Vorzuͤglichkeit dieſer oder jener Abtheilung. Der Hafer iſt bey mir die haͤrteſte Frucht, die in beyderley Boden ſich faſt immer und faſt bey jeder Wit— terung, falls er ſich nicht legt und hinlaͤnglich reift, gleich bleibt. Es iſt meine ſicherſte Erndte. Schade, daß es nicht die eintraͤglichſte iſt. (23) Hier iſt von den feinen blaubluͤhenden Hollaͤndiſchen Kartoffeln die Rede. Die großen Viehkartoffeln, ſelbſt die großen Gluͤckſtaͤdter Eßkartoffeln koͤnnen im guͤnſtig⸗ ſten Fall nur 22½0 beduͤrfen. Wie dieſes durch ſorg⸗ faͤltige Cul⸗ tur modificirt worden iſt. — 42— des Wachſens der Knollen 4½¼ o; bey großer und waͤhrend des Anſatzes und der Ausbildung anhaltender Duͤrre, wie in dem fuͤr Winter-Cerealien ſo vorzuͤglich guten Jahre 1819, ſogar 5 ⅞— 6o. In der Z3ten Claſſe fuͤr die dem Boden zuſagende Art der Kartoffel in ſehr naſſen Jahren 3°, in gewoͤhnlichen Jahren 40, in ſehr trocknen Jahren 5— 70. Fuͤr Rapſaat, die nur in den beyden erſten Claſſen gebauet werden kann, bey haͤufiger und ſtarker Bezweigung, bey 5zoͤlligen bis zum Ende gefuͤllten Schooten, 120⁰ pr. Tonne; bey einer gewoͤhnlichen Erndte 150°. Wenn die Bezweigung und das Auswachſen und Fuͤllen der Schooten durch die Witterung behindert worden, 1800. Unnter den allerunguͤnſtigſten Umſtaͤnden 210°(ſo eine Erndte ſollte immer untergepfluͤgt worden ſeyn)(s5). Fuͤr Waitzen, ebenfalls nur in den beyden erſten Claſſen, bey aͤußerſt vortheilhafter Witterung 300 pr. Himpt, bey maͤßig guͤnſtiger Witterung 36° pr. Himpt. Wenn die Witterung das Beſtauden und die Vollſtaͤndigkeit der Aehren behindert hat 42°(s0). (s5) Ich habe hinterher gefunden, daß ein ſo geringes Ver— haͤltniß daraus entſtand, daß ich damals noch nicht wußte, welchen ungeheuren Grad von Reichthum die Rapſaat auf Geeſtfeldern erfordert und es gewagt hatte, Rapſaat auf 6005 Fruchtbarkeit zu bauen. 1822 (3⁵) Seit 2 Jahren habe ich gefunden, daß die ſorgfaͤltige Pulveriſtrung der Oberflaͤche, in welche der Saame ge— legt wird, mir nicht nur kuͤrzere mehlreichere, duͤnnhaͤu— tigere Koͤrner verſchaffte, ſondern das Verhaͤltniß wohl um 3 bis 6o verminderte. Dieſes habe ich hier nicht bezeichnet, weil es einzig und allein einer nicht dauern⸗ den Erhoͤhung der Kraftaͤußerung zuzuſchreiben iſt. Haͤtte ich den Grad der Kraft vermehrt, und 90 ſtatt 80 ge— nommen, ſo wuͤrde die Erwartung fuͤr die Frucht des folgenden Jahres zu hoch geſpannt worden ſeyn Dieſe gewinnt nichts durch die zweckmaßige Bereitung des in D. der be günſ rerung 4 Füͤr naſſen e er günſt m Inhr ſt, 22 lung 4. Ertg und wäͤhre Dirre, wie gzuten Jahrr ſſagnde An gewühnlihe ſten Claſſen Sezweigung, oten, 120, ”hOo. Venn Füllen der 1800. o(ſo eine (3). den erſten vr. Himpt, Wenn igkeit der inges Ver⸗ cht wußte, Napſaat „Napſact orgfaͤltige aame ge⸗ dnnhaͤu⸗ niß wohl zier nicht tdauern⸗ t. Haͤtte t 80 ge⸗ rucht des n Dieſe tung des — 43— Fuͤr Rocken in der Abtheilung A. der 3ten Claſſe (es iſt nicht rathſam, ihn in den beyden erſten zu bauen; in B. der Zten Claſſe kann er gar nicht gebauet werden), bey guͤnſtiger Witterung 30°(55, bey trockner Wit⸗ terung 420. Fuͤr Klee in den beyden erſten Claſſen in warmen naſſen Jahren 480 pr. 100 Bund gruͤnen Klee, bey min⸗ der guͤnſtiger Witterung 60° pr. 100 Bund; in ſo trock— nen Jahren, daß auf den 2ten Schnitt wenig zu rechnen iſt, 72 pr. 100 Bund. In der dritten Claſſe, Abthei⸗ lung A. Unterabtheilung I., kann Klee nur zum Saamen⸗ Ertrag gebauet werden, und iſt nur auf 60— 72 und vorigen Jahres(in ſo fern die vielleicht noch mehr da⸗ durch bewirkte Reinheit des Bodens uͤberhaupt ſtets bey allen dieſen Berechnungen n othwendig als voll⸗ kommen vorausgeſetzt ſeyn muß), was ihr waͤh⸗ rend der Winterſaat im Winter nicht die Feuchtigkeit, das eindringende Schneewaſſer, das Zuſammendruͤcken der Erde durch ihr Gewicht und die Attraction der Cohaͤſton; im Sommer die austrocknende, erhaͤrtende Hitze nicht wieder raubt, beſonders wenn es, wie hier, nur die Oberfläͤche betrifft. Ich habe alſo vorgezogen, fuͤr ein ſolches Jahr, wo die Witterung die Braacharbeit beſonders beguͤnſtigte, 2 bis 10 zuzulegen, welcher nach der Waitzen-Erndte wieder abgezogen wird; dadurch alſo die Urſache bezeichnend und die Fruchtbarkeit uͤberhaupt dadurch vermehrend, hatte ich nicht irgend eine Zunahme der Zahl für den Ertrag eines Himpten anzunehmen noͤthig. 1823. (3*) Den Rocken mehr noch als den Waitzen kann man durch Pulveriſirung des Lehmbodens ertragreicher machen und ſodann(beſonders in Zeilen geſaͤet) ungeheure Erndten ſich verſchaffen, wenn nicht ein zu naſſes Jahr ihn dar⸗ nieder legt. 1822. Man kann dann gerne der Kraft 18, ja 20 zulegen, und reicht dennoch nicht aus. unter ſolchen Umſtaͤnden koͤnnte er auch, wenn es rendirte, in den erſten Claſſen gebauet werden. 1823. 8 1 Wie ſonach auf die aus d. Witterung entſtehende allgemeine Fruchtbarkeit des Jahres uͤberhaupt geſchloſſen werden koͤnne. bey großer Duͤrre nur auf 840 pr. 100 Bund zu rechnen; in der Unterabtheilung II. gar nicht. In der Abtheilung B. in einem trocknen Jahre auf 60; in einem naſſen, nicht ſehr warmen Jahre auf 720. Fuͤr Hafer in den beyden erſten Claſſen bey moͤg— lichſter Beſtaudung und vollen Aehren 200 pr. Himpt(3³); bey maͤßig guͤnſtiger Witterung 25; pr. Himpt. Wenn fruͤhe Kaͤlte und Naͤſſe den Strohwuchs behindern und ſpaͤtere Duͤrre die Vollſtaͤndigkeit der Koͤrner 300. In der 3ten Claſſe A., Unterabtheilung I., bey feuch⸗ ter Witterung 36⁰; in maͤßig naſſen Jahren 42 ⁰; bey großer Duͤrre 600. In der 3ten Claſſe A., Unterabtheilung II., gar nicht. In der Iten Claſſe, Unterabtheilung B., bey trockner Witterung 250; in gewoͤhnlichen Jahren 30; in ſehr naßkalten Jahren 40o0. Sonach hatte ich nun in jedem Jahre zuerſt zu unter⸗ ſuchen, welches der Ertrag fuͤr jede Frucht fuͤr das Jahr uͤberhaupt ohngefaͤhr geweſen ſey. Die data dazu gaben mir die nahe gelegenen Felder meiner Umgegend, verglichen mit dem Durchſchnitt meiner eignen Felder, deren immer 7 bis 10 mit derſelben Frucht beſtellt waren(30). (58) Warun dieſes ſo niedrig war, iſt ſchon vorher bemerkt worden. (³9) Es iſt durchaus nothwendig, durch die Zuſammenſtellung des Ertrags mehrerer mit derſelben Frucht in demſelben Jahre beſtellten Felder, einen Durch⸗ ſchnitt des Verhaͤltniſſes der bekannten Ertragsfaͤhig⸗ keit dieſer Felder zu ihrem diesjaͤhrigen Ertrage aus— zumitteln, welches, da alle dieſe Felder denſelben eli— matiſchen Einwirkungen ausgeſetzt geweſen ſind, zur Beſtimmung der Jahresfruchtbarkeit(die einzige Norm, mit welcher jenes Verhaͤltniß bey einzelnen Fel⸗ dern verglichen werden darf) dienen koͤnne. tung zu Fuder Ertrag äinem g Fäne K ic zu u zeit dick ſtelung Wrcöth Nänighe falg eing N Hageſſ frieren Halufr toffeln, die Land de hät V kenn, v du rechnen, btheilung 3. nſſen, nich bey moͤg, inpt(os) cſt. Wenn ndern und —. „ bey feut⸗ t 4Lo; bj „gar nicht, eh trockner zin ſehr zu unter⸗ fuͤr das Die data Umgegend, elder, deren aren(³⁰). er bemerkt nenſtellung Frucht in Durch⸗ reagsfäͤhig⸗ krage aus⸗ ſelben cli⸗ ſind, zur ßie einzige elnen Fel⸗ 4 Das ergab mir mit ziemlicher Wahrſcheinlichkeit, in wie fern das Jahr guͤnſtig oder unguͤnſtig geweſen ſey, oder mit andern Worten, fuͤr welchen Grad von Fruchtbarkeit ich mir auf 100 ◻ Ruthen ein gewiſſes Maaß Frucht als Erndte verſprechen durfte, z. B. bey Waitzen, ob fuͤr 30° oder 33° u. ſ. w. einen Himpten. Von dieſer Grundlage gieng ich aus, um die Erwar— d Wiedieſes tung zu beſtimmen, die ich von jedem einzelnen meiner beſtimme, zu Felder haͤtte haben duͤrfen. War z. B. der Durchſchnitt⸗ 0 erſn Ertrag des Jahrs fuͤr Waitzen 330, ſo konnte ich von Fah dideie⸗ einem Felde, welches 660° ſtand, 20 Himpt Waitzen, das Feld berech⸗ zehnte Korn erwarten; falls dieſes nicht zutraf, ſo hatte 5 geweſen ich zu unterſuchen, in wie fern fruͤhere oder ſpaͤtere Saat⸗ zeit, dickere oder duͤnnere Saat, beſſere oder ſchlechtere Be⸗ ſtellung des Bodens, Behandlung der Frucht waͤhrend des Wachsthums, durch Auflockern oder durch Gaͤten beſchaffte Reinigkeit, Vorſicht bey der Erndte u. ſ. w. auf den Er⸗ folg eingewirkt hatten. Daß hiebey von allen außerordentlichen Zufaͤllen, als Hagelſchlag, Maͤuſefraß, Wurmfraß, Verfaulen oder Ver⸗ frieren der Saat, Brand im Waitzen, Roſtthau fuͤr alle Halmfruͤchte, Kraͤuſel, Vertrocknen oder Erſaufen der Kar⸗ toffeln, Auswachſen oder Ausfallen der Koͤrner und wie die Landplagen alle heißen, welche ſo oft die Erwartung des thaͤtigen Landmanns zerſtoͤren, nicht die Rede ſeyn kann, verſteht ſich von ſelbſt. Dieſe muͤſſen beſonders be— Daß dieſes Mittel den Beſitzern großer Guͤter, die gewoͤhnlich nur Eine Koppel mit derſelben Frucht be⸗ ſtellen, durchaus fehle, wird bey ihnen den Nutzen der angewandten Statik gar ſehr vermindern, wenn nicht eine Anzahl von Nachbaren, die alle ſich eine gleiche Kenntniß ihres Bodens verſchafft haben, ſich zu dieſem Zwecke vereinigen wollen. 1823. = 46— achtet und der durch ſie verurſachte Verluſt zwar nicht auf Rechnung der Ertragsfaͤhigkeit des Feldes, wohl aber auf die Rechnung des Products, welches man ſich von der Cultur jeder Fruchtart in einer gewiſ⸗ ſen Reihe von Jahren verſprechen kann, ge⸗ bracht, und bey dem Calcuͤl uͤber die vortheil— hafteſte Saatfolge allerdings beruͤckſichtigt werden. §. 20. Die Erſchoͤpfung des Bodens aͤußert ſich in der Ver— minderung der Grade des Reichthums ſowohl als der Kraft. Sie aͤußert ſich in beyden auf eine verſchiedene Art fuͤr jede Fruchtart und dieſe Wirkung erhaͤlt durch die Natur des Bodens eine verſchiedene Modification. Verhaͤltniß J. Die Erſchoͤpfung des Reichthums. des Exrtrags. 1 jeder beſon⸗ Nach welchen Grundſaͤtzen dieſe berechnet wird, iſt dern Frucht⸗ art mit der§. 12 angedeutet. durch ſie ver⸗ G&. 1 2. urſachten Er⸗ Ich folge darin Herrn von Wulſſen, daß er die nah— lhshiona 8 rungsfaͤhige Materie in jedem geerndteten Scheffel Rocken auf 60 rechnet und fuͤr jeden ſolcher Scheffel den Reich⸗ thum um einen Grad vermindert. a. bey Cerea⸗ Ob er gleich fuͤr Waitzen 72 annimmt und die lien. Erſchoͤpfung 120 Grad rechnet, ſo habe ich, da ich nie Rocken auf Waitzenland baue, daſſelbe Verhaͤltniß fuͤr Rocken auf Rockenland und fuͤr Waitzen auf Waitzenland angenom⸗ men, alſo 10, und da ich zwey meiner Himpten= 1 Schef⸗ fel rechne, 0 pr. Himpt(4⁰). Fuͤr Hafer nimmt Herr (⁴⁰) Sollte ich bewogen werden Rocken auf Waitzenland zu bauen, ſo wuͤrde ich eine verhaͤltnißmäßig verminderte Er⸗ ſchoͤpfung verſuchsweiſe annehmen, ſo wie natürlicher —— ——ÿͦ̃— von Dllj an,; auch Schn ſtöpfung de allge ngen be die Befa aber auch alſo auch bbgleich niß der weil alle durch ihr Ppfall der cernnlen diſs beſ hier wohl beh den ſordern andere? da die enthalten Arſacht, ſ pr. Hipt N war ni d, vohl ate es nan ſich iner gewiß⸗ kann, ge⸗ e vortheil⸗ ücckſichtigt in der Ver⸗ ohl als der verſchiedene erhält durch cation. hums. wird, iſt er die nah⸗ heffel Rocken den Neich⸗ t und die nie Rocken Rocken auf angenom⸗ =1 Schef⸗ umt Herr zenland zu inderte Et⸗ natuͤrlicher * 47— von Wulffen halb ſo viele Erſchoͤpfung als für Waitzen an; auch ich ½0 pr. Himpt(4¹). Schwieriger wird es, wenn von dem Grad der Er⸗ ſchoͤpfung des Bodens durch Braachfruͤchte die Rede iſt; die allgemeine Meinung legt ihnen ein Verbeſſerungsver⸗ moͤgen bey, und wie ich glaube, dann mit Recht, wenn die Behandlung aͤußerſt ſorgfaͤltig geweſen iſt; ich bin aber auch der Meynung, daß jede Production reifer Frucht, alſo auch dieſe, den Reichthum des Bodens vermindere, obgleich nicht ganz ſo wie bey den Cerealien, im Verhaͤlt⸗ niß der nahrhaften Subſtanz, welche die Frucht enthaͤlt, weil alle dieſe Pflanzen einen großen Theil ihrer Nahrung durch ihre Blaͤtter aus der Luft ziehen und durch deren Abfall den Boden wiederum mehr beduͤngen, als bey den Cerealien der Fall ſeyn kann. Bey den Kartoffeln lehrt dieſes beſonders die Erfahrung. Die Analogie kann auch hier wohl deswegen nicht ganz zutreffen, weil nicht, wie bey den Cerealien, von der Mehlhaltigkeit der Frucht, ſondern von der der Knollen die Rede iſt, die doch auf eine andere Art genaͤhrt werden. Waͤre dieſes nicht, ſo muͤßte, da die Kartoffeln mindeſtens mehlartiger Subſtanz enthalten, die Erſchoͤpfung zu der, welche der Waitzen ver⸗ urſacht, ſich wie 10: 50 verhalten; jene iſt o Reichthum pr. Himpt, dieſe muͤßte alſo o ſeyn. Weiſe den Ertrag bey demſelben Grad von Fruchtbar— keit verhaͤltnißmaͤßig hoͤher berechnen, und umgekehrt. Ao. 1822. Dieſes war nothwendig und iſt ſpaͤterhin geſchehen. (41) Herr von Thuͤnen(ſiehe neue Annalen der mecklenbur⸗ giſchen Landwirthſchaft 1821, Iſtes Heft) nimmt an, daß der Werth des Korns als Verhaältniß der Erſchoͤp⸗ fung gelten koͤnne und zwar nach folgender Formel: Waitzen 1¼, Rocken 1, Gerſte 1, Hafer. 1822. b. b. Braach⸗ fruͤchten. Außerordent⸗ liche Wir- kung des un⸗ terrayolten Klee's. — 48— Staatsrath Thaer nimmt Pag. 273 der Noͤgliner Wirthſchaft die Erſchoͤpfung auf o pr. See an; ſo⸗ nach habe ich ſie auch fuͤr Bo pr. Himpt angenommen. Beym Klee fand ich, daß ein Feld, welches 3000 3 Heu pr. 100 ◻ Rth. giebt, 12000 gruͤnen Klee oder 1000 Bund a 12, und zwar in der Regel 600 Bund im erſten, 400 Bund im zweyten Schnitt traͤgt. Da der wohlgerathene Klee alle Vortheile einer Braach— frucht auf den hoͤchſten Grad vereinigt, weil er faſt ganz Blatt, und ſaftiger Stengel iſt, und daher einen ſo uͤber— großen Theil ſeiner Nahrung aus der Luft zieht; da ſein großer Blaͤtterverluſt und das, was beym Unterpfluͤgen an Blaͤtter und Wurzeln noch da iſt, wirkliche Duͤngung wird; ſo waͤre ich ſehr geneigt, ihm gar keine Erſchoͤpfung beyzulegen, wenn mich nicht andere Gruͤnde uͤberzeugt haͤt— ten, daß jede Pflanze, ſie ſey auch welche ſie wolle, den Boden um etwas aͤrmer macht. Ich nehme alſo fuͤr jede 100 Bund Klee, die vor dem Verbluͤhen geſchnitten werden, ½ ˙ Erſchoͤpfung an(4²). Keine Braachfrucht hat meine Erwartung mehr ge— taͤuſcht, als die Rapſaat. Ich war ſehr geneigt, ihres ſaftigen Stengels und der Blaͤtter wegen, die viele Nah— rung aus der Luft ziehen, wegen des Verfaulens auf dem (42) Ao. 1821. Die Wirkung des untergeackerten, mehr noch des unterrayolten Klee's, hat, ſeitdem ich dieſes ſchrieb, meine Erwartung unglaublich uͤbertroffen. Drey Jahre habe ich ihn in ſeiner Wirkung beachtet; in dieſem Jahre habe ich neue Erfahrungen ſorgfaͤltig bereitet, bisher glaube ich, daß der wohlgerathene, hand— hohe unterrayolte Klee, ſey es fuͤr Kartoffeln oder fuͤr Waitzen, mindeſtens auf 4 Fuder Duͤnger, alſo auf 12⁰° Reichthum anzuſchlagen iſt, und daß dabey von kei⸗ ner Erſchoͤpfung die Rede ſeyn darf, wenn der Klee nicht etwa ſchon in volle Bluͤthe getreten iſt. gede ihr Aucherur für 5 hinpten ült, 20 zuſtard, 3 gend duantt gte Ra daf Ge lich gla kaum m Tunte r. 1 Die ngen. auf 7 e rndten ds Rch ſhun 32 Seit ſchog durch ſſ, G 6 d. bo. Vuge 3 dr Nöglin Stefl an, ſ t angrromnen. jwet 3000 prüͤnen g ode Regel 600 dnnd rägt. äle iner Brang väl dt fäſ gan her einen ſo ide ft zießt; da ſc um Unterpflü rklite Ddüngun eine Erſhoͤpfin e llenengt hät eſie wolle, d e, die vor dem ng an(²). ttung mehr g r geneigt, ihre „ die viele Nale aulens auf den eten, meht noch tden ich dieſes bertfen. irung beachtet; Ungen ſorgſaͤlti gerethene, hand tofel oder ſüt inger, alſo aui dabey von kei venn der Kee⸗ niſ. = 49— Felde ihrer ſo reichlichen Herbſtblaͤtter, ihr eine geringere Auszehrung als dem Waitzen beyzulegen; dieſe hatte ich fuͤr 55o angenommen, und wollte der Production eines Himpten Rapſaat 5“, alſo einer Tonne, die 5 Himpt haͤlt, 20 berechnen. Aber bald fand ich, theils aus dem Zuſtand, in welchem das Rapſaat-Feld nach der darauf folgenden Waitzen⸗Erndte war, theils aus der Quantitaͤt Duͤnger, die bey mir erforderlich war, um eine gute Rapſaat⸗Erndte hervor zu bringen, daß dieſe Pflanze auf Geeſt-Boden viel ſtaͤrker ausſaugt, als man gewoͤhn⸗ lich glauben will. Die Erfahrung lehrte mich, daß ich kaum mit dem Doppelten auskam und mindeſtens 40 pr. Tonne rechnen muͤſſe. Ich hatte alſo als Erſchoͤpfung angenommen(4³): fuͤr 1 Himpt Waitzen. o ⸗ 4 Himpt Hafer. ⸗ 1 Himpt Kartoffeln 100 Bund gruͤnen Klee 1 Himpt Rapſaat.. Die Verſchiedenheit der Textur in den Unterabthei⸗ Wodurch die lungen B. in den beyden erſten Claſſen und ihr Einfluß derſchiedee Wirkung der auf die Fruchtbarkeit wird dadurch ausgeglichen, Bieden rken 1. Daß dem ſchwereren Boden das Fuder Duͤnger ſchoͤpfung in dem Caleuͤl nur zu 2 ½ angerechnet wird, daß es alſo, um dieſelben ausgeglichen Erndten hervor zu bringen, und alſo dieſelbe Erſchoͤpfung wird. des Reichthums zu veranlaſſen, ſtatt 5 Fuder Duͤnger, 6 Fuder erhaͤlt. 2 X 7 2 A A N N (4³) Seit Anfang dieſes Jahres habe ich Ertrag und Er⸗ ſchoͤpfung beym Getraide auf Gewicht berechnet, wo⸗ durch das Reſultat viel minder ſchwankend geworden iſt, als wenn man das Maaß zur Norm nimmt; ſo hat 6 auch Herr von Wulffen in ſeinen Ideen ꝛc. gethan. 0. 1823. Voght, Statik des Landbaues. 4 = 50— 2. Daß er zwey Pflugarten mit dem dazu gehoͤrigen V deni ſe Eggen und Walzen mehr erhielt, als der leichtere Lehm, uluu o boden in der Abtheilung A. und dieſ i gevi Wodurch die II. Die Erſchoͤpfung der Kraft. daſelbe Kraft er⸗ dehre ſchoͤpft wird. Hier nehme ich mit Herrn von Wulffen an, daß ein Winter⸗Cereal dem Boden Einen Grad Kraft, das heißt den phyſiſchen(44) und chemiſchen Eigenſchaften des Bo⸗-⸗— als mil d ft (*⁴) Dieſe Faͤhigkeit liegt nach meiner Meinung in den V 1 verſchiedenen Graden der Anziehung, welche die kleinen Theilchen des Bodens auf die Atmoſphare, auf das in zu ihr enthaltene Licht, Waͤrmeſtoff, auf die in ihr enthal⸗ dh tenen Duͤnſte, Gaſe, und ſo manches, das wir nicht det kennen, ausuͤben. 9 Dieſe Anziehungskraft ſcheint mir wiederum auf die 1e. Tenuitaͤt und Form der Molekular⸗Theile, und in Hine- at ſicht auf ihre Beſtandtheile, auf das Verhaͤltniß des ifi feingepulverten Thons und Kalkes zu beruhen; ſelbſt ſah wie Davy ſagt, ganz beſonders auf die Feinheit des d Sandes. 8 Was die Retentionskraft fuͤr Feuchtigkeit und die d Natur der Unterlage dabey foͤrdert oder hindert, iſt bekannt. Es iſt oft die Frage entſtanden, ob bey einem V dc hoͤhern Grade der Kraft derſelbe Reichthum nicht 1 eine groͤßere Erndte hervorbringen, und dieſe Erndte jj alſo ſeine Verminderung verhaͤltnißmaͤßig vermehren ſch muͤſſe. Ob bey ei⸗ Fuͤr dieſes letztere ſcheint zu ſprechen, daß allerdings b 5 nenn dedbern eine groͤßere Thaͤtigkeit aus einer geringern Quantitaät a Kraft d. Bo⸗ Nahrungsſtoff fuͤr Pflanzen mehr entwickele und ſi⸗ dens, dieſelbe den Boden in eben dem Verhaͤltniß aͤrmer an Nahrungs⸗ erh Erndte weni⸗ ſtoff zuruͤcklaſſe. Es ſetzt aber auch zugleich als Grund— ve de I nedt ſatz voraus, daß die Frucht nur vom Reichthum zehre a erſchoͤpfe. und daß die Kraft des Bodens nichts dazu beytrage. ſie . Iſt dieſes aber durchaus ſo? Lebt die Pflanze ein zig err und allein von dem Nahrungsſtoffe im Boden, na⸗ un mentlich von dem, was wir aufloͤslichen Humus nen⸗ diß nen, der ſich in Extraktivſtoff und Kohlenſaͤure umwan⸗ di delt oder aufloͤſet? Zieht ein dazu geeigneter Bo⸗ 4 gzunn dens ſo viel Faͤhigkeit raube, aus dem Reichthum mit⸗ in e telbar oder unmittelbar die Fruchtbarkeit zu entwickeln, und dieſes in einem gewiſſen Grade fortwaͤhrend, ſo daß ich gewiß bin, daß ohne Duͤnger⸗Erſatz oder ohne Braache Frait daſſelbe Winter⸗Cereal nicht vier hintereinander folgende Jahre auf demſelben Felde, falls der Boden nicht beſſer ant, da dir ft, das 11 als mein oben beſchriebener ſandiger Lehmboden iſt, gebauet ſu des Bo⸗ den nicht aus der Atmoſphaͤre unmittelbare Nahrung fuͤr die Pflanzen und vermehrt er ihren Wachsthum einung in d nicht mittelbarerweiſe durch die von ihm herruͤhrende cei kein Vermehrung der Lebenskraft, welche fuͤr die Pflanze e, euf das i zur Aneignung und Zerſetzung der ihr gedeihlichen in ir enthe Theile, aus dem Boden durch die Faſerwurzeln, aus das wir nich der Atmoſphaͤre durch ihre Blaͤtter, erforderlich iſt? Waͤre dieſes ſo(ſ.§. 6.), gäbe es ſogar noch andere, der denm auf d chemiſchen Unterſuchung entgehende, nicht als Humus und in Hir⸗ entdeckbare Theile im Boden, welche die Vegetation erjältniß der befoͤrderten(eine Vorausſetzung, fuͤr welche viele That— ruhen; ſelbſt ſachen zu ſprechen ſcheinen), ſo moͤchte man ſich eher Fänheit des zu der Meinung neigen, daß bey groͤßerer Kraft die Erſchoͤpfung des Reichthums bey derſelben Erndte wie⸗ gkeit und di derum geringer werden koͤnne. t hindert, iſ Es ſcheint mir immer wahrſcheinlicher, daß, je mehr „ob bey einen das Erdvermoͤgen auf die Entwicklung der Nahrungs⸗ ichthum nicht ſtoffe und auf die Umwandlungen derſelben in Humus deſe Etndtt in allen Abſtufungen hinwirkt; deſto mehr entwickeln g vermehren ſich Gasarten, die entweder von den wachſenden Pflan— zen durch die Wurzeln angezogen werden und ihre Le⸗. aj allerdinge bensthaͤtigkeit erhoͤhen, oder ſich mit andern Gasarten, en Quantität welche die Pflanzen aushauchen, verbinden, und deren vickele und Niederſchlag(auf welchen, wie auf die ſo bedeutende un Nahrungs⸗ Exhalation der Pflanzen lange nicht genug geachtet h als Grund⸗ worden) dem Erdvermoͤgen zu Huͤlfe kommen; dieſes iſt cihum zehre auch Herrn Iverſens Meinung. Auf allen Fall wirkt zu beytrage hier das Erdvermoͤgen nur mittelbar. Es vermehrt die unze ein zi Ertragsfaͤhigkeit ſo wie es groͤßer angenommen wird, Foden, no und wie dadurch ſeine Faͤhigkeit, jene Einwirkungen zu Humus nen, befoͤrdern, bezeichnet worden iſt. Wenn, wie jetzt ge⸗ ur um wan⸗ ſchieht, die Erſchoͤpfung von der Ertragsfaͤhigkeit ab⸗ gneter Bo⸗ gezogen wird und nicht vom Dunuk zn zen⸗ ſo bleibt — 2— * werden kann, ohne die Erndte auf das dritte Korn her⸗ unter zu bringen, wenn es bey der erſten das achte gab(45); ſo wie ich ſogar vermuthe, daß ſelbſt mit einem be⸗ deutenden jaͤhrlichen Duͤnger-Erſatz dennoch die Ver⸗ armung im ſiebenten Jahr eintreten muͤſſe. So auch bin ich damit einverſtanden, daß die Sommerung nichts an der Kraft erſchoͤpfe, ſondern, gut beſtellt, die Kraft eher vermehren ſollte; daher ich auch glaube, daß wenn jedesmal dreymal zwiſchen Erndte und Saat gut gepfluͤgt und geeggt wird, die gedrillte Sommerſaat ſehr oft nach einander gebauet werden kann, und vielleicht auf eine un⸗ beſtimmte Zeit, wenn der jaͤhrliche Verluſt an Reichthum durch Duͤnger erſetzt wird. Braachfruͤchte, wohl gebauet, vermehren die Kraͤfte des Ackers, daher von dieſen im folgenden§. alles in demſelben Verhaͤltniß, weil, was das hoͤhere Erdvermoͤgen zur groͤßern Erndte beygetragen hat, durch den hoͤheren denſelben repraͤſentirenden Factor darge⸗ ſtellt worden iſt; z. B.: 10 60= ³600 — 60 Erndte 4 10 5 54= 540 5 ₰ 120= 600 — 60 5 108= 540 nun verhaͤlt ſich 54: 60 wie 108: 120. Ao. 1823. (43) Ao. 1822. Ein immer noch fortgeſetzter, ſchon vier Jahre wiederholter, aber durch die Umſtaͤnde in etwas geſtoͤrter Verſuch, macht mich daruͤber zweifelhaft. In einigen Jahren wird es ſich zeigen. Auch haben Dr. Gerke's Verſuche in mir die Ver⸗ muthung erregt, daß die Alkalien im Boden, velche zur Zerſetzung beytragen, ſich nach und nach vermin⸗ dern, und wohl als Verminderung der Kraft in An⸗ ſchlag gebracht werden muͤßten. die wird verd liche 1 erzer darn Fuder thun te Korn her ahte gab G) nit äiem be och de Der *. do in verung ritt t, die Em daß wenn dur geöäg ſehr oft mt t auf eine w an Reichthun en de Kraͤft des häͤhere en hat, durch Factot darge 4o. 1823. / ſchon diet inde in etwas ejehaft. In nit die Ver⸗ zden, welhe nach vermit⸗ Kuaft in A §. 21.. Nachdem in den vorhergehenden Paragraphen verſucht worden iſt, ein gewiſſes Verhaͤltniß zwiſchen den Graden der Fruchtbarkeit eines Feldes und ſeinem Ertrag, zwiſchen den Erndten und dem dadurch verurſachten Grad der Er⸗ ſchoͤpfung aufzuſtellen, ſo bleibt nun noch uͤbrig, zu be⸗ ſtimmen, wie der durch dieſe Erſchoͤpfung verurſachte Ver⸗ luſt wieder erſetzt und dieſer Erſatz in Graden des Reich⸗ thums und der Kraft ausgedruͤckt werden koͤnne. I. In Hinſicht auf Reichthum. nien ede. Wenn dieſer Reichthum, wie wir geſehen haben, durch Hums im die dem Felde abgenommenen Erndten immer mehr erſchoͤpft Aählen 15, wird, ſo kann ihm dieſer Verluſt auf zweyfache Art erſetzt den koͤnne. werden. a) Durch Duͤngung, aus einer Miſchung anima⸗ ouban liſcher und vegetabiliſcher Subſtanzen beſtehend. gung. Herr von Wulffen nimmt 7 ½ Cent. guten Hofduͤnger fuͤr den Erſatz der Kraft, die Einen Scheffel Rocken erzeugt. Ich nehme dieſes einſtweilen an, bis die Erfahrung daruͤber etwas anderes an die Hand giebt. Sonach haͤtte ein Fuder Miſt zu 20 Cent. den Werth von 280 Gr. Reich⸗ thum(4⁵). Ich nehme ferner an, daß eins meiner Fuder Compoſt von 35 Cent. gleich ſey in der Wirkung mit einem Fuder gefaulten Hofduͤnger von 20 Cent. Jene 35 Centner ſind ein gewoͤhnlich 6 Monat lie— gender Compoſt, x½ aus Stallduͤnger, 3 aus Haus⸗ und (¹⁵) Herr von Thunen nimmt 3 Grad pr. Fuder an; das thue ich jetzt auch. Ao. 1822. 8. 1 — 34— Gaſſenduͤnger, ½ aus Plaggen beſtehend. Der Gaſſenduͤn⸗ ger iſt groͤßtentheils Aſche, animaliſcher und vegetabiliſcher Abfall und etwas weniges Gaſſenfegels. Dieſer Compoſt liefert nach der Fermentation etwa à der eingefahrnen Fuder. Fuͤr die Suppoſition, daß ſo ein Fuder von 35 Cent. gleich ſey an Wirkung einem Fuder Hofmiſt von 20 Cent. habe ich fuͤr jetzt keine ganz beſtimmte Beweiſe; nur meine Erfahrung uͤber die große Wirkung dieſes Duͤn⸗ gers, und daß ich nie einen Unterſchied in der Wirkung dieſes und des aus der Marſch gekauften Stallduͤngers bemerkt habe und endlich die Meinung aller Landleute un⸗ ſerer Gegend, die ſich ſeit undenklichen Jahren unveraͤndert erhalten hat. Ich habe aber jetzt Erfahrungen vorbereitet, die mich nach einigen Jahren daruͤber werden aufs Reine bringen koͤnnen. Ich bin zwar weit entfernt zu glauben, daß Duͤnger derſelben Art auf die verſchiedenen Claſſen meiner Felder dieſelbe Wirkung hervorbringe; eben ſo wenig, daß daſ⸗ ſelbe Duͤngungsmittel auf jede Fruchtart und noch minder in derſelben Quantitaͤt dieſelbe Wirkung hervorbringe. Da alles dieſes aber bis jetzt noch nicht ausgemittelt iſt und ich die ohnehin ſchwierige Materie nicht noch ver⸗ wickelter machen will, wenn ich auch muthmaßlich etwas beſtimmen zu koͤnnen mich berechtigt glaube, ſo habe ich vor der Hand angenommen, daß dieſelbe Art des Duͤngers jedem Boden und jeder Fruchtart entſpreche. Nur habe ich drey Verſchiedenheiten, was meinen Bo⸗ den betrifft, meiner Erfahrung gemaͤß, annehmen muͤſſen(4⁷). (**¹) Ich ſuche allerdings den Kuhduͤnger, den ich aus der Marſch erhalte, meinem leichtern Boden 3ten Claſſe A. zu geben. c Jütfel ger auj und rei duct z Rotate in der der R Daun vicht geben daß, bharkeit daruuf thum! und fe zehrte Büſta Morg dieſer V R oſeni Erſtlich, daß die zwey erſten Claſſen in der erſten Wie derſelbe dexerbili en Duͤnger auf 4 ilſtg Abtheilung 10, in der zweyten Abtheilung 12 Fuder Duͤn⸗ Boden von Diß bonpi ger auf 100—◻ Ruthen beduͤrfen, um an Kartoffeln; 14 Verſcht. doner eifünm und reſpective 16 Fuder, um an Rapſaat das hochſte Pro⸗ ſchieden —. wirke. Jude un z duct zu geben, deſſen der Boden faͤhig iſt und den meine Hom wm Rotation(Waitzen in der 2ten, Klee in der Zten, Waitzen inte Sewiſ; in der 4ten Saat) bedarf, falls das Feld bey'm Anfange dieſes Dün⸗ der Rotation nicht viel unter 500° Fruchtbarkeit ſteht. de Wring Dann wird der erſte Waitzen nicht zu geil, der zweyte Snldinen nicht zu arm und der Klee kann ſeinen hoͤchſten Ertrag kaneuten geben. n uwerande 2. Daß die 3te Claſſe, Unterabtheilung A., in der Wie das Ver⸗ Abtheilung J. nur 7 Fuder Duͤnger ertragen kann, und Aültnis Dar itet, die mih daß, wenn der Morgen dieſes Landes auf 300 Frucht⸗ Du a ne wim brinan barkeit ſteht, dann mit dieſer Duͤngung fuͤr Kartoffeln der beachten iſt, darauf folgende Hafer den gehoͤrigen Grad von Reich⸗ daß Düͤngen thum hat. Die Abtheilung II., die ſo wenig ihrer Kraft winer Felder und faſt alles dem durch ihre Thaͤtigkeit ſo ſchnell ver— g, daß da zehrten Duͤnger zu danken hat, vertraͤgt in ihrem jetzigen Hroch winde Zuſtande hoͤchſtens 5 Fuder Duͤnger, und wenn dieſer orbringe. Morgen auf 1200 Fruchtbarkeit ſteht, ſo kann er mit tausgemitt dieſer Duͤngung dahin kommen, hoͤchſtens das 4 te Korn öt noch ver zßlich etwas Meinen Pferdeduͤnger den Unterabtheilungen B. in ſ habe it allen 3 Claſſen; beydes immer mit Gaſſenduͤnger durch⸗ . legt. ds Dünger‚ Meinem Mittelboden den Sommer⸗Gaſſenduͤnger, der mehr vegetabiliſche und animaliſche Theile— dem Lehmboden den Winter-⸗Gaſſenduͤnger, der mehr Aſche meinen Bo .„n, enthaͤlt.... niſen(“). Ich beduͤnge uͤberhaupt nur Braachfruͤchte, nehme fuͤr Kohl blos Gaſſenduͤnger, fuͤr Rapſaat meinen Com—⸗ poſt, fuͤr Kartoffeln kommen hauptſaͤchlich zu dieſem ih aus de Compoſt noch Plaggen, die noch nicht gaͤnzlich zergan⸗ en dlaſſe¹ gen, auf meinem Lehmboden, die den Kartoffeln ſo noͤthige Lockerheit gar ſehr befördern. — 56— Rocken zu geben. Hingegen koͤnnte die Unterabtheilung B. in der 3ten Claſſe wohl 14 Fuder Duͤnger ertragen, wenn es wirthſchaftlich waͤre, ſo viel an dieſen Boden zu wenden. 3. Daß auf dem leichtern Boden die Wirkung des Duͤngers ſtaͤrker iſt, als auf dem ſchweren und daher naſſen und kalten Boden; daß ferner auf dem laͤnger cultivirten Boden in den zwey erſten Claſſen, dieſelbe Quantitaͤt Duͤn⸗ ger mehr Wirkung in der erſten Abtheilung hervorbringt, als in der zweyten Abtheilung derſelben. Dieſer gedoppelte Umſtand hat mich genoͤthigt, fol— gende Verſchiedenheit in der Wirkung des Duͤngers anzu⸗ nehmen. In der erſten und zweyten Claſſe, Unterabtheilung A. erſetzt das Fuder Duͤnger 30 Reichthum B. ⸗ 2 2 2 2 ½˙° ⸗ In der dritten Claſſe Unterabtheilung 71 erſetzt das Fuder Duͤnger 5° Reichthum 72 2 ⸗ 2 2 7³ 2(4⁸) B. 2 2. ⸗ 2⸗ ⸗ A. (4³) Dieſes war ein Irrthum. Der Duͤnger wirkt im leich⸗ ten Sandland ſchneller, aber gerade im Verhaͤltniſſe des geringern Erdvermoͤgens ſchwaͤcher und wegen des Einfluſſes der Duͤrre unſicherer. Erfahrung hat gelehrt, daß ich den Werth auf 3 Grad pr. Fuder laſſen konnte, und daß ſeine ſchwaͤchere Wirkung durch die Multipli— cation mit dem geringern Faktor des Erdvermoͤgens hin⸗ laͤnglich bezeichnet wird. Z. B. das Erdvermoͤgen(hier noch Kraft genannt) ſey 10, das Dungvermoͤgen(hier noch Reichthum genannt) ſey 60°; alſo 10 60= 600 5 Fuder Duͤnger à 34 X+†. 15 10 Aℳ 75= 750 ſey nun das Erdvermoͤgen 5 und das Dungvermoͤgen wiederum 60, alſo 5 60— 300 5 Fuder Duͤnger à 30+ 15 5 4 75= 375 Däng werder leict gen a in ein wich und7 mit dahe im; erſte dann der tit⸗ kann Lult Kun eilung d, ben, wenn wenden kung des her naſſe cultivirten eitaͤt Dun vorbringt higt, fol⸗ gers anze ötheilun mn n 8) t im leich⸗ erhäͤltniſe wegen des t gelehrt, n konnte, Multiyli— gens hin gen(hiet gen(hiet ermoͤgen V — 57— Als Erſatz fuͤr das unvortheilhafte Verhaͤltniß des Duͤngers zum ſchweren Boden kann allerdings bemerkt werden, daß der Duͤnger in demſelben ſeine Wirkung viel⸗ leicht laͤnger zeige. Davon kann ich aber fuͤr jetzt kei⸗ nen andern Vortheil ziehn, als allmaͤhlig meine Beduͤngung in einem geringen Verhaͤltniß zu vermindern, weil es fuͤr mich nicht wirthſchaftlich iſt, ein Feld in der 5ten, 6ten und 7ten Saat ſich austragen zu laſſen, weil reichere Erndten mit etwas mehr Duͤnger⸗Aufwand mir eintraͤglicher ſind; daher ich gerne von dem groͤßten Theil meiner Kleefelder im zweyten Jahre(der andere Theil wird im Herbſt des erſten Jahrs zu Waitzen unterrayolt) Einen Schnitt nehme; dann rayole und Rapſaat in Zeilen ſaͤe, wozu aber 14 Fu⸗ der Duͤnger pr. Morgen erfordert werden. Meine Rapſaat-Cultur beruht ganz auf die Quanti⸗ taͤt Duͤnger, die ich außerordentlich zuſammen bringen kann. Ohne dieſe außerordentliche Huͤlfe iſt die Rapſaat⸗ Cuktur auf dieſem Sand- und Lehmboden, der nur durch Kunſt Waitzen traͤgt, weder eintraͤglich, noch ohne großen Schaden fuͤr die uͤbrige Wirthſchaft. Dieſes iſt ſogar fuͤr mich wahr, dem es an Duͤnger ſchwerlich fehlen kann; wie viel mehr fuͤr eine in ſich ge⸗ ſo iſt das Fuder im erſten Fall werth: (150 dividirt durch 5)— 300, im andern Fall: (25 dividirt durch 5)— 150. Daß alles dieſes durch Waͤrme und Kaͤlte, Naͤſſe und Duͤrre modificirt und bey jeder Art des Duͤngers und jeder Art der Frucht anders wird, verſteht ſich von ſelbſt. Es iſt dem Urtheile des Landbebauers uͤberlaſſen, dem— gemaͤß zuzulegen oder abzuziehen. Nur die beyden Extreme von Lehm und Sand, wo das Erdvermoͤgen, da der Naͤſſe, hier der Trockenheit wegen, weniger Thaͤtigkeit hat, erforderten die Herab⸗ ſetzung des Fuder Duͤngers auf 2 Grad. Ao. 1820. — 58— ſchloſſene Wirthſchaft, deren Duͤngervorrath auf eigenes Vieh und ſo ſehr auf den Stroh⸗Ertrag beruhet! Fernerhin werden meine Felder immer minder Duͤnger beduͤrfen oder mit demſelben groͤßere Erndten tragen, wenn ihre Kraft dazu hinreicht. Der Differenz zwiſchen den Unterabtheilungen wird immer geringer werden, die zweyte Claſſe allmaͤhlig in die erſte uͤbergehen, wie dieſes waͤhrend der letzten fuͤnf Jahre ſchon mit mehreren Feldern der Fall geweſen iſt; die dritte Claſſe allein wird in der Vermeh⸗ rung ihres Productions⸗Vermoͤgens ohne außerordentliche Mittel, z. B. untergefluͤgten gruͤnen Duͤnger(45) 24 nie viel weiter kommen, weil der Thon⸗Mergel, der die Textur gar ſehr verbeſſern wuͤrde, zu tief liegt. b) Eine zweyte hierher gehoͤrige Art, den durch die Erndten verurſachten Verluſt dem Reichthum zu erſetzen, iſt. b. Der Erſatz Die Behuͤtung der Dreeſch und Braache. durch Behuͤ⸗ 3 1n Lehi Die Zunahme des Reichthums durch die Begraſung it.-hedeht⸗ ſteht mit der Fruchtbarkeit des Bodens in einem gewiſſen dens zn inat, Verhaͤltniß; das iſt evident. niſſe. (⁴²) Dieſes hat ſich auf eine fuͤr den, der es noch nicht auf die gehoͤrige Art verſucht hat, ganz unglaubliche Weiſe bewaͤhrt. In wenigen Jahren iſt der kahle Flugſand ohne andere Hülfe aͤußerſt krautartig geworden, nach⸗ dem im erſten Jahr die Beſaͤeung ſechsmal, im zweyten dreymal wiederholt worden iſt. Land, welches fuͤr kei— nen Preis verpachtet werden konnte, auf Null Grad der Ertragsfaͤhigkeit ſtand, iſt 4 ms pr. 100 Ruthen werth geworden, hat ohne Duͤnger das vierte Korn Rocken getragen und ſtand vor der Erndte auf 288 Grad Ertragsfaͤhigkeit. Das hat nicht 13 ms Mark pr. 100 O Ruthen gekoſtet, zwey erndtenloſe Jahre, Grubber⸗ Arbeit, Eggen und Saat hoch gerechnet; und die Wir— kung iſt permanent, weil der Boden graswuͤchsſig ge⸗ worden iſt. Einzelne gruͤne Duͤngungen ſind auf Sand⸗ boden von 400 bis 450 Grad bis 3 Fuder Duͤnger werth geworden. ——————,— af b Um dieſe Zunahme herauszubringen, nimmt Herr von ir di Wulffen an, daß ein Boden von 11000 Vruehtbarktit in iteh ng jedem Dreeſch⸗Jahre 006 an Neichtbum Hewinne und daß d, benn die Zunahme des Reichthums immer in dieſem Verhaͤltniß uſ de- bleibe. Man multiplicire alſo die Grade der Fruchtbar⸗ I, nte keit fuͤr jedes Jahr mit 0060° oder 6 pr. Mille, ſo geben jſes wayrad drey Dreeſch⸗Jahre, falls die Fruchtbarkeit urſpruͤnglich ern der Fall 360° war, den Reichthum einer Rocken⸗Erndte wieder(50). dn Vangh Einer Braachweide wird ein Drittheil des Werthes zerodetüce einer Dreeſchweide beygelegt. 49) 1 il i er(“3), ni Ich kann daruͤber nichts ſagen, weil ich kein Land 8„„. 1„ 4. er di Textur zur Weide liegen laſſe und meine kurze Braache nicht be⸗ huͤtet wird. er durch di rerfezen, in(⁵⁰) Herrn Jverſen zufolge verbeſſert die Weide ſich waͤhrend der erſten drey Jahre, von Jahr zu Jahr; dann tritt uche. die Periode ein, wo die Mooſe dem Graswuchſe nach⸗ theilig werden; zuletzt eine, wo die Mooſe vergehen und Regraſung die Weide nimmt nun immer mehr an Guͤte und Kraft zu, wie die hundertjaͤhrige Ochſenweide im noͤrdlichen Theile en gewiſen des Herzogthums Schleswig und Juͤtland beweiſe: Gegen von Thuͤnen's Meinung uͤber die Abnahme der Dreeſchweide, weil der noch nicht zubereitete Hu— toch nicht auf mus, wegen Ausſchließung der aͤußern Luft, nicht mehr llliche Veiſe aufloͤslich gemacht werden kann. Die Meinungen ließen ke Flugſand ſich vielleicht vereinigen, wenn man die Guͤte und Er— den, nach⸗ tragsfaͤhigkeit des Bodens, von dem die Rede iſt, ge— im zweyten nauer beſtimmt haͤtte. Herr Jverſen ſcheint ſchweren hes fuͤr kei⸗ aus Alluvionen entſtandenen Boden, Herr von Thünen Null Grad wie Herr von Wulffen leichten Sandboden im Sinne »ONuthen gehabt zu haben;— jener die feuchte Seeluft, dieſer wierte Korn die trockene Atmoſphaͤre von der von der See und von 11:8 Grad Seeen entfernten Landflaͤche. unk pr. 100 Wenn ich Thaers letzte Aeußerung, daß Land von „Grubber⸗ vier Scheffeln Rocken-Erndte, nachdem es vier Jahre die Wir⸗ durch Merinos beweidet worden, ſechs Scheffel Rocken ſchsſig ge⸗ trage, ſtatiſch uͤberſetze, ſo hat die Dreeſchweide jaͤhr— zuf Sand⸗ lich 52 Grad Reichthum, 2 ¾ pCt. auf die Ertragsfaͤhig⸗ nget werth keit gewonnen; hier iſt denn auch vom beſſern Lande die Rede. Erſatz d. Er⸗ ſchoͤpfung der Kraft; a. durch Be⸗ arbeitung. — 60— Ich habe alſo dieſe Zunahme des Reichthums in mei⸗ nen Berechnungen nicht in Betracht ziehen koͤnnen. Wir kommen nun zum Eraatz der Erſchoͤpfung. II. In Hinſicht auf die Kraft des Bodens. Die Kraft wird vermehrt oder wenigſtens eine der erhoͤheten Kraft analoge Wirkung hervorgebracht. §. 22. a. Durch Bearbeitung des Bodens. Dieſes iſt der Grund, warum der Sommerung nicht wie der Winterung eine Verminderung der Kraft beygelegt wird und warum man die Vermehrung der Kraft durch die Braache oder durch ſorgfaͤltig behandelte Braachfruͤchte fuͤr Einen Grad angenommen hat, wobey allerdings einge— ſtanden werden muß, daß ihre mehr oder minder ſorgfaͤltige Behandlung dieſes Verhaͤltniß erhoͤhen oder erniedrigen koͤnne. Oefteres ſchmales Pfluͤgen in verſchiedener Tiefe bey trocknem Wetter; durch wiederholtes Rayolpfluͤgen, Ver— tiefen der Krume; Erwaͤrmen der Unterlage durch tiefes Unterrayolen dick bewachſener Oberflaͤche, ſtete Ableitung uͤberfluͤſſiger Feuchtigkeit, moͤglichſte Benutzung des muͤrbe machenden Froſtes durch das Darbieten vieler trocken ſtehender Flaͤchen, abwechſelndes Nuͤhren der Oberflaͤche mit dem Cultivator, der Egge, der Walze; Durchpfluͤgen der Braachfrucht oder der in Zeilen geſaͤeten Cerealien, ſind die Mittel, welche mit Beachtung der Art des Bodens und der Frucht, die man bauet, in dem rechten Zeit⸗Mo⸗ ment angewandt werden muͤſſen. Wie und in welchem Maaß dies geſchehen muͤſſe, kann nur der practiſche Land⸗ mann in jedem einzelnen Falle beſtimmen(⁵¹). 1 Wenn nun dieſes bey guͤnſtiger Witterung geſchieht, ſo kann die erhoͤhete Kraft-Aeußerung wohl 1 ½’, viel⸗ Boen leicht 20 betragen. Unter dieſen Umſtaͤnden halte ich es fuͤr moͤglich, dem kraftvollen Boden dieſelbe Thaͤtigkeit zu ins eine m geben, die der ſchwaͤchere leichtere Boden hat, und dann 1 eine ſo viel groͤßere Wirkung hervor zu bringen. Die An⸗ merkung(5²) mag dieſes naͤher entwickeln. Ich bin nicht (5¹) Jeder Landmann wird ohne weiteres Erinnern einſehen, dens daß hier nur von Lehmboden die Rede iſt; auf Sand— boden iſt dieſes alles nicht allein groͤßtentheils unnuͤtz, ſondern in der Regel aͤußerſt ſchaͤdlich. Ao. 1822. manng nii(5²) Ich habe§. 6. geaͤußert, daß es wohl moͤglich werden Warum nit beygelegt koͤnne, fuͤr die Kraft⸗Erhoͤhung Grade zu finden, wie Kſſa,ihe Kuft durch fuͤr die Vermehrung des Reichthums. 1 fentlich e⸗ V Nun nach vier Jahren ſcheint mir das noch viel ſchieden ſind, rachfrücht. wahrſcheinlicher. und wodurch dings einge⸗ Folgende Bemerkungen ſind mir dabey aufgefallen: zir hchit⸗ 114 Wie der traͤgere Boden kraftvoller iſt(*³)(wenn hzchſten Thäͤ⸗ erſrgti. ſeine Traͤgheit nicht aus Naͤſſe und Kaltgruͤndigkeit ent— Höchten Ihi eerniedrigen ſteht), weil er mehr thonigte Theile enthaͤlt, ſo iſt bracht werden er auch reicher, weil er bey und nach ſeiner Formation koͤnne. ge⸗ die organiſchen Theile feſter haͤlt. ner Tüft be Da es nur darauf ankoͤmmt, die groͤßere Kraft in Tüyen, Ver⸗ hoͤhere Thaͤtigkeit zu bringen durch groͤßere Zertheilung, durch tiffs ſo muß dem Factor, der die Kraft darſtellt, allerdings eine der wiederholten zweckmaͤßigen Bearbeitung ver⸗ ebleitun haͤltnißmäͤßige Zulage für das Jahr gegeben ds murbe werden. eie b f Da nun zugleich in dem beſſern Boden Kraft und dr trocf Reichthum beyde in hoͤhern Zahlen ſtehen, da ferner berflaͤce der kraͤftigere Boden eine mit ſeiner Kraft verhaͤlt— urcpflügen nißmaͤßig ſtaͤrkere Bearbeitung vertraͤgt, ja gar erfor— Eerealien,(53) Ktaft iſt bey mir immer das Vermögen des Bodens, aus der At⸗ 3 moſphäre die Theile an ſich zu ziehn, welche unmittelbar oder mit⸗ de Boden telbar den Pflanzen Nahrung verſchaffen; dies letztere durch Ent⸗ Zeit⸗No⸗ wickelung des im Boden enthaltenen Nahrungsſtoffes und durch Erregung der Lebenskraft, durch welche ſie ſich die Nahrungsſtoffe in welchen aus Luft und Boden aneignen. Es iſt wahr⸗ ſcheinlich, daß die natuͤrliche Thaͤtigkeit d. Bodens ſich im umgekehr⸗ ten Verhaͤlt⸗ niß der Kraft verhalte, in⸗ ſofern dieſe, mit Aus⸗ ſchluß der Al⸗ kalien, auf die erdigten Beſtandtheile beruht. (— ſo gluͤcklich, Boden von der hoͤhern und hoͤchſten Frucht⸗ barkeit zu haben. Kraft, nicht auf 70 bis 80 Grad urſpruͤnglichen Reich⸗ Ich kann nicht auf 12 bis 15 Grad dert, alſo auch noch eine groͤßere Zulage zum Factot der Kraft nothwendig macht, ſo entſteht, ſobald man weiß, wie viel eine Pflugart mehr die Kraft⸗Aeußerung des Bodens erhoͤhet, ein in Zahlen auszudruͤckendes Verhaͤltniß, welches, zu jenem Factor hinzugethan, bey dem ohnehin großen Factor des Reichthums den unge⸗ heuren Unterſchied des ſchlechten und guten Bodens gar ſinnlich darſtellt. Vielleicht kann ein Beyſpiel das, was ich meine, deutlicher machen und zugleich zeigen, warum ich Thaͤ— tigkeit(Kraft⸗Aeußerung), welche durch mancherley Umſtaͤnde und auf eine kurze Zeit durch Arbeit und Witterung ſehr vermehrt oder vermindert werden kann, von der Kraft ſelbſt unterſcheide, die aus der Natur und Miſchung der Beſtandtheile entſteht und nur durch Miſchung oder durch anhaltende Erwaͤrmung oder Er⸗ kaͤltung langſam und dauernd veraͤndert wird. A. B. C. D. Es kann a Felder geben, deren Kraft 6, 8, 10, 12 deren Reichthum 50, 60, 70, 8o ſey. Man nehme auf einen Augenblick an(wie ſehr wahr⸗ ſcheinlich iſt), die Thaͤtigkeit verhalte ſich ohngefaͤhr im umgekehrten Verhaͤltniß wie die Kraft, und A. habe mit Einer Pflugart genug, um zur erforderlichen Thaͤ— tigkeit gebracht zu werden; B. habe 3 Pflugarten noͤthig; C. habe 5 Pflugarten noͤthig; D. muͤſſe 7 haben, um eine ſeiner Kraft verhaͤltniß⸗ maͤßige Thaͤtigkeit zu bekommen⸗ Daß der Sandboden wenig, der ſchwere Thonboden öfter gepfluͤgt werden muͤſſe, weiß jeder Landmann. In den pontiniſchen ausgetrockneten Suͤmpfen, ja ſelbſt in dem ſchwerſten Theil der Eiderſtaͤdter Marſch wird bis zu 9 Malen gepfluͤgt. Man nehme an, daß jede mehr wie einmal gegebene Pflugart mit dazu gehoͤriger Eggen— und Walzen⸗Arbeit um Grad die Kraft⸗Aeußerung erhoͤhe, ſo ſteht die Berechnung daruͤber folgendermaßen (das Land wird hier in ungeduͤngtem Zuſtande voraus⸗ geſetzt): — 63— äßſer Int thum kommen; daher habe ich mich auf die hier auf⸗ ii t G geſtellte Hypotheſe nicht eingelaſſen. müiten Rii Mir genuͤgt es, wenn es mir gelingt, meine Krume ge zun zieton A. 6 50= 300 à 360 pr. Himpt Rocken auf 100 t, ſobgi wan Ruthen, kann geben 8¼ Himpt, wenn 2 Himpt geſaͤet uftJeuenang werden, etwas uͤber das ate Korn; szudrückendes B. 8 60= 540 à 360— 15 Himpt zugethan, bey fuͤr 2 Pfngartener. 9 N 149 75 das 7 ½te Korn; uns den unge; G. 10— en Bdens gu—.„ 12 ₰ 70= 840 à 360° pr. Hpt. Wai⸗ für 4 Pflugarten 2 tzen 231 Hpt. d. 11— 12te Korn; das ihh mein,. D. 12 15 ℳ 80= 1200 à 36 pr. Hpt. Wai⸗ atun ich Thi fuͤr 6 Pflugarten 3 tzen 34 Hpt. d. 17te Korn. irc nancherle Ich wiederhole, daß dieſes nur Beyſpielsweiſe zur ch Abeit und Erlaͤuterung dienen ſoll, obgleich ich meine Vermuthung vetden kant, nicht ablaͤugnen kann, daß es der Wahrheit ziemlich us der Natul nahe kommen koͤnne. und gur durch 1) Weil dieſe Erndten ſo ziemlich im Verhaäͤltniß mit ung oder Er⸗ dem wirklichen Ertrage, d. a) des lehmigten Sandbodens, C. D. b) des grobgemiſchten ſandigen Lehmbodens, „ 10 12 c) des feiner gemiſchten Thonbodens, , boſtn ¹) des Kleybodens, ſtehn.. Es iſt wahr⸗ die ſeht waht⸗ 2) Weil es allen Erfahrungen entſpricht, daß die ſcheinlich, ohngefähr im Groͤße der Erndten und gerade in dem Verhaͤltniß, in daß, ſo wie und 4. halbe welchem ſie uͤber den Mittel-Ertrag hinaus gehn, mehr die Erndifn derlichen Thi⸗ von der Natur des Bodens als von dem ihm zugetheil—, enemnet ten Duͤnger abhaͤnge, daher derſelbe im hoͤchſten Grade hinausgehen, der Fruchtbarkeit und des Ertrags durch Duͤnger nichts die Fruchtbar— gewinnen kann und durch Erneuerung allein alle Er⸗ keit mehr auf die Kraft als vethäͤltniß⸗ ſchoͤpfung erſetzt, wie in den Marſchen, den fetten pon— auf den Reich⸗ tiniſchen Suͤmpfen u. ſ. w. thum d. Bo⸗ eThonboden Ich will freylich kein zu großes Gewicht auf eine dens beruhe. omann. In 1797 durch einen geſchickten Chemiker gemachte Analyſe In ſelbſt in der fetteſten Eiderſtaͤdter Marſch-Erde legen; 1) weil ij vitd bis mir einzelne Analyſen ohnehin nichts beweiſen; 2) weil ide mett man damals die Unterſuchung auf Humus noch nicht toer Egger kannte; 3) weil ich, der ich auf Entſtellung des Gegen— Jeußerung ſtandes durch die zerſtoͤrende chemiſche Unterſuchung adermaten gar ſehr rechne, gern glaube, daß hier viel Humus theils verfluüchtigt und theils in den 11 pCt. enthalten gewe⸗ inde voraus⸗ 1 g1 n ſen iſt, die fur Waſſer, Azote u. ſ. w. ausgeworfen wor⸗ Warum ſo vieles auf die Form und Tenuitaͤt der Beſtandtheile des Bodens ankommen koͤnne. — 64— von 8 bis 10 Zoll auf 14 bis 16 Zoll(5⁵) zu bringen, dieſer Krume ſtatt 7 bis 8 Grad Kraft, bis 9 Grad dauernd zu geben, ſie in gluͤcklichen Jahren fuͤr das den; aber ſo viel iſt gewiß, daß in dieſer Erde kein Kalk enthalten war(5⁴), daß auf 100 Theile 23 ½ Thon, 58 Kieſel war. 100 Theile dieſer Erde enthielten: Thon....... 231 Kieſel........ 58 Eiſen⸗Oryd 3 7 Braunſtein-Oxyd. 2 Pflanzenfaſern nebſt Harzſtoff 2½ 3 Kalk⸗Erde, eine geringe Spur— grhebnthenlicha⸗ der Reſt: Waſſer und Azote 1I1 mus, von dem da⸗ mals, 1790, noch 100 nicht die Rede war. Es hatte ſich aber dabey ergeben, daß die Beſtand' theile in einem unglaublich fein zertheilten Zuſtande waren(es war faſt kein Niederſchlag im diſtilirten Waſ— ſer zu erhalten, ſelbſt bey den Kieſeltheilchen aͤußerſt langſam); daß(was bey der Kleinheit der Theile aus der bloßen Attraction begreiflich wird) ſie eine anſehn⸗ liche Quantitaͤt Feuchtigkeit einſchluckt und nur lang— ſam wieder fahren laͤßt, und daß ſie Kohlenſtoff, kohlen— ſauren Kalk, Salz und vegetabiliſche Ueberbleibſel in zu geringer Maſſe enthaͤlt, um dieſen Beſtandtheilen die ſtarke Vegetation allein und ausſchließend zuſchrei— ben zu koͤnnen. Es wird aus allem dieſen wahrſcheinlich, daß die ungeheure Tenuitaͤt ihrer Theile, die dadurch vermehrte chemiſche Attraction des Thons und die phyſiſche des Kieſels fuͤr Feuchtigkeit und Duͤnſte, ihr durch die Tiefe der Krume vermehrtes Retentions⸗Vermoͤgen fuͤr alles dieſes, ſo wie die ungeheure Menge von Kanaͤlen, durch welche bey allen dieſen Umſtaͤnden den feinſten (*¹) Wodurch ich indeſſen die Gegenwart des Kalkes in den mehrſten fruchtbaren Erden, die große Wirkung der Alkalien auf die Frucht⸗ barkeit, auf keine Weiſe ableugnen will. Vieleicht iſt einiger Kalk in neu aufgekleyter Marſch⸗Erde. Wahrſcheinlich hatte dieſe ſchon lange gelegen. (S5) Ao. 1824 bin ich faſt auf allen meinen Feldern ſo weit gekommen. Jahr gen/ jedeon — Ju bringn 7in9 Em iun für das dieſe edde kei oita dn vahticheinlich oßtentheils H us, von dem d 1ls, Ngs, nac htdieede war di Beſtand eitten Zuſtande iikiitten Vaſ⸗ icchen aͤußerſ et Theile aus eine anſehn⸗ and nut larg, enſtof, kohlen⸗ geberbleibſel in Beſtandtheilen jeßend zuſchrei⸗ ich, daß die rh vermehrte ephy ſiſche iht durch die Vamoͤgen fit on Kanaͤlen/ dan feinſte in den mehrſten mauf die Fruck⸗ tit einiger Kal jatt dieſe ſchon dern ſo wei — 65— Jahr durch Bearbeitung auf 10 bis 11 Grad zu brin⸗ gen, die natuͤrliche Fruchtbarkeit dieſer Krume, vor der jedesmaligen Beduͤngung, von 420 Gr., 480 Gr. auf 600 Gr. Wurzelfaͤſerchen Nahrung zugefuͤhrt und bereitet wer⸗ den kann, die mitwirkende Urſache dieſer Fruchtbarkeit war. Dem ſey nun wie ihm wolle, ſo iſt doch ſo viel ge— wiß, daß es einen Boden giebt, der ohne Duͤnger nichts, und, da er nur wenig Duͤnger ertragen kann, ſelbſt mit ihm nur wenig traͤgt, obgleich er ihn ſehr ſchnell ver⸗ zehrt; daß es einen Boden giebt, der ſehr viel Duͤnger ertragen und dadurch auf einen hohen Ertrag gebracht werden kann; einen Boden, der wenig Duͤnger ertraͤgt, und mit dieſem Wenigen mehr wie der vorige leiſtet; einen Boden endlich, der zur hoͤchſten Production gar keines Duͤngers bedarf. Wendet man nun darauf die Erfahrungsſaͤtze an, daß der Sandboden nur einen gewiſſen Grad von Be⸗ duͤngung vertraͤgt, wenn er auf ſein hoͤchſtes Product kommen ſoll; daß der Mittelboden, der viel Duͤnger vertraͤgt, durch Beduͤngung auf ein dem beſſeren Boden gleiches Product gebracht werden kann; daß der fette Boden durch verhaͤltnißmaͤßig ſtarke Beduͤngung eben ſo leicht uͤbergeil werden koͤnne, als der Sandboden— hier ſich alles lagert, wenn dort alles verdorret; daß der Marſchboden, der an und fuͤr ſich ſchon zu productiv für die mehrſten Erndten iſt, durch den Duͤnger nur noch ſchlimmer werden wuͤrde, ſo ergiebt ſich die Zu— nahme oder Abnahme der Beduͤngung, welche auf die⸗ ſen verſchiedenen Boden zu verwenden iſt. Sonach wuͤrde A. durch 8 Fuder Duͤnger auf 15 Hpt. das 7 u. 8te Korn, PB. 12 3„ 22 ⸗ das IIte Korn, C. 6.„ 30 ⸗ das 15te Korn kommen, wenn die Fruchtbarkeit von D. ſchwerlich noch Wie der ſchwaͤchſte durch Beduͤngung vermehrt werden koͤnnte; woraus denn folgen wuͤrde, was jede Beobachtung lehrt, daß die Erndten, ſo wie ſie über den Mittel-Ertrag hinaus⸗ weniger Duͤnger erfordern. Man kann ſagen, ſchwaͤchſte Boden im hoͤchſten Grade der Thäͤtigkeit er⸗ traͤgt keinen Duͤnger, der ſtaͤrkere Boden im hohen Grade der Thaͤtigkeit bedarf keinen. Voght, Statik des Landbaues. 5 B D oden keinen uͤnger er⸗ trage, der gehn, mehr dem Boden ſelbſt zu verdanken haben und kraftigſte kei— der nen beduͤrfe. — 65— zu bringen. Weiter gehen denn auch meine Erfahrungen nicht. Da ich meine Beduͤngung und meine Saatfolge beſchrieben habe, ſo halte ich es zur Verhuͤtung von Miß⸗ Was dieſes ſey, das dieſem Boden dieſe Vorzüglich⸗ keit giebt, wiſſen wir nicht ganz. Es iſt wohl in einem hohen Grade dem allnährenden Humus, aber, ich wage ſchuͤchtern den Zweifel, vielleicht nicht ihm allein alles zu verdanken. Ich denke immer, daß Licht, Waͤrmeſtoff, Kohlſtoffgas (auch noch in anderer Geſtalt als im Humus), Waſſer in ſeiner Zerſetzung, vielleicht das auf die Keime ſo maͤchtig wirkende Chlorinſtoffgas, Azote, in ſo fern es als Nichtleiter ſo viele dieſer Stoffe zuſammenhaͤlt, mit dem der atmoſphaͤriſchen Einwirkung ſo empfaͤnglichen Thon, welcher animaliſche Theile in unmerklicher Klein⸗ heit ſich aneignet; daß alles dieſes aus gegenſeitiger, in Waͤrme und Feuchtigkeit durch die Lebenskraft der Pflanzen bewirkten Zerſetzung und Wechſel⸗Anziehung die Pflanzen auf eine feinere Art naͤhrt; daß die Mole⸗ kularform und die Tenuitaͤt der kleinſten Theile(welche die ſchon von Virgil geforderten Kennzeichen des fet⸗ ten Bodens ſo gut erklaͤren) dieſe Leben erzeugende und erhaltende Kraft in einem hohen Grade befoͤrdern. Ich weiß nicht, ob daruͤber ſich je etwas ausmitteln laſſen wird, ob im Fall ein großer Theil der Fruchtbar⸗ keit in gewiſſem Boden der Kraft zuzuſchreiben ſey, ob dieſe durch ihre Kraft⸗Aeußerung(Thaͤtigkeit) eine Erſchoͤpfung leide; in welchem Verhaͤltniß mit dem Reichthum? ob, wenn ſie etwas verliert, ſie es durch Ruhe wieder gewinne? u. ſ. w. Auf allen Fall ſcheint es mir der Aufmerkſamkeit nicht unwerth! Ao. 1821. Dieſes hat ſich nun ſpaͤter genauer entwickelt und beſtaͤtigt. Nur von Ruhe muß gar nicht die Rede mehr ſeyn, da unſtreitig das durch die Dreeſch erhoͤhete Erdvermöogen gerade der Wirkung der Vegetation waͤh⸗ rend dieſer Periode zuzuſchreiben iſt. Die Veraͤnderung im Erdvermoͤgen, die man unrecht hat Erſchoͤpfung zu nennen, iſt der Fruchtart, der Behandlung, den cli⸗ matiſchen Einfluͤſſen nach verſchieden und laͤßt ſich aller⸗ dings unter Beachtung aller Umſtaͤnde in Zahlen aus⸗ drücken. Ao. 1823. fahru ng un Miß⸗ e Vorznit ohl in einen et, ich wage allein alles Kahlänfge mus), Vaſe die Keime in ſo fern 6 zmenhält, mi empſänglichen klicher Klein⸗ gegenſeitiger, nekkaft der „Anziehung jdie Mole⸗ eile(welche hen des fer⸗ zeugende und frdern. zs ausmittelt er Fruchtbat⸗ ihreiben ſen riakeit eine mit dem ſe es durch zall ſcheint Ao. 1821. cpickelt und tdie Rede ſt erhoͤhete trtion wäh⸗ gränderung eichpfung g, den dl— t ſich aler zgahlen aui⸗ — 6— verſtaͤndniſſen fuͤr noͤthig, kuͤrzlich anzuzeigen, bis auf wel⸗Bis z93 wel⸗ chen Punkt ich durch Bearbeitung meines Bodens die meine Bear. Kraft-Entwickelung zu befoͤrdern ſuche, welche durch ihre Heitang du Wirkung auf den Reichthum die Fruchtbarkeit hervorbringt. Areiine nt⸗ Die Kraft⸗Aeußerung, die ich meinen Feldern zu⸗ fördere. ſchreibe, wird allerdings durch dieſe Behandlung bedingt. In der erſten und zweyten Claſſe, Unter⸗ abtheilung A. 1) Nach der Haferſtoppel zu Kartoffeln. 1) Mit einem Lſpaͤnnigen und einem dahinter fol⸗ genden 4ſpaͤnnigen Ochſenpflug 12 bis 15 Zoll tief pfluͤ⸗ gen, dann Duͤnger auffahren, wozu der Compoſt waͤhrend des Sommers auf dem Felde gemacht iſt. 2) Den Duͤnger, nachdem er ſo lange als moͤglich gelegen, kurz vor dem Froſt flach einpfluͤgen, dem Felde Braach⸗ und Waſſergraͤben geben, wie einer Winterſaat. 3) Eggen, 10 bis 12 Zoll tief queer pfluͤgen, eggen, walzen. 4 Kartoffeln einpfluͤgen, nach 3 Wochen eggen, wal⸗ zen, eggen. 5 u. 6) Durchpfluͤgen, haͤufeln mit dem Pfluge. 2) Nach den Kartoffeln zu Waitzen. Die Kartoffeln werden durch Frauen und Kinder aus dem nahgelegenen Fiſcherdorf in Ackord fuͤr 3 bis 4 ſs fuͤr einen Korb von brutto 230 th aufgenommen und das Kraut wird ſofort abgekarret, mit den großen Erndte⸗ Karren,(5⁶) gleich hinter dem Ausnehmen geeggt, tief (5) Wo das Kraut noch grun genug iſt, um 1 bis 1 ¾ Fuder Duͤnger gleichgeachtet werden zu koͤnnen, wird es nun⸗ mehr vorzugsweiſe ſofort(dieſes iſt unerlaͤßlich) unter⸗ kayolt. KAo. 1822. 5* 9 — 66— gepfluͤgt, geeggt, gewalzt, die Saat untergepfluͤgt(5*) oder in Zeilen geſaͤet; geeggt, gewalzt und ſofort aufgeeggt. 3) Zum Klee wird der Waitzen im Fruͤhjahr ge⸗ walzt, ſtark geeggt; der Klee hinter der Egge geſaͤet(58) ſofort gewalzt und mit der kleinen Egge aufgeeggt. 4) Zum Waitzen wird die Kleeſtoppel mit 2 Pfluͤ⸗ gen, wie oben, tief untergebracht(wir nennen es rayolen) und die abgeſchaͤlte Narbe in die Furche feſt eingetreten(55), (2 Dadurch habe ich mit ſehr geſchadet. Wo es des im Fruͤhjahr unterzuſäenden Klee's wegen darum noͤthig iſt, damit der Waitzen die Egge ertragen koͤnne, wird Wie wichtig(4⁹) gs ſorgſan ne und tiefe Un⸗ terrayolen d. Klees ſey. flach untergegrubbt; iſt das nicht der Fall, wird mit ei⸗ ner eigends dazu eingerichteten Garten⸗Egge vorgeeggt, darauf geſaͤet und mit eben der Egge queer eingeeggt, da mit die Saat, ſo wie ſie aus der Hand des Saͤers fällt, in engen Reihen neben einander liege, und, wo moͤglich, nur einige Linien hoch bedeckt werde. Dadurch iſt die Bezweigung der Saat unglaublich befoͤrdert, und der Ertrag im Jahre 1823 und 24 um zwey Koͤrner ver⸗ mehrt worden. Bey mir kommt ſehr viel auf das Gelingen der Klee⸗ ſaat an, daher wird der Waitzen ſtark geeggt, nachdem die Walze die Erdklumpen, die der Froſt uͤbrig ließ, oder welche die zerſtuͤckelte Winterkruſte hervorbringt, pulveriſirt hat; alles liegt daran, daß der Klee in lockere Erde komme, daher gehen Frauen(beſonders in der Un⸗ terabtheilung B.) der Egge nach, um, wo ungeruͤhrte Erde ſich finden ſollte, die Saat einzuharken. Dies hat zum Erwaͤrmen meines kalten Lehmbodens un⸗ glaublich beygetragen, ſo wie die Miſchung der tief auf⸗ gepfluͤgten Erde mit der mehr durch die Atmoſphaͤre geſchwaͤngerten Oberflaͤche, nach meiner vollen Ueber⸗ zeugung, eine neue Auregung zur Fruchtbarkeit hervor⸗ bringt. Dieſe Wechſelwirkung iſt vielleicht in gewiſſer Hinſicht galvaniſch. Ich habe dieſe Wirkung ſelbſt bey dem aufgebrachten rohen Boden, mehr aber noch bey dem Boden bemerkt, der nach drey Jahren wieder auf⸗ rayolt wurde und in welchem alle nntergepfluͤgte orga⸗ niſche Theile durchaus zergangen ſchienen; durch dieſes — 69— ligt e geeggt, gewalzt und die Saat eingepfluͤgt(6) und R aifgegg. geeggt. ſrihir g 5) Zum Hafer eine Furche im Herbſt, eine im egiit e) Fruͤhjahr und untergepfluͤgt(51¹), geeggt, gewalzt, M geeggt oder auch in Zeilen geſaͤtt. mit 2pi- In die groͤßere Haͤlfte der Kleeſtoppel kommt im volen) und zweyten Jahr Rapſaat(⁶). teien(5“), 2 3 dittel habe ich anſtreitig die Kraft meines Bodens dauernd erhoͤht und zugleich ſeinen Reichthum vermehrt. dees des in rum nͤthit ISaa, känne, wit(6) Seit es mir gelungen iſt, die feinſten Kartoffelarten vid mit ei⸗ mit 20 pCt. mindern Koſtenaufwand zu bauen, und ich e ergeeggt, ſie alſo wohlfeiler verkaufen kann, hat mein Abſatz in ingeeggt, da⸗ den Städten ſo ungeheuer zugenommen, daß die Klee⸗ Siiers fäll ſtoppeln alle zu Kartoffeln benutzt werden, denen ſie, w moͤglich, wie alle gruͤne Duͤngungen thun, einen ſehr feinen Ge⸗ unch iſt die ſchmack geben. und der Wo auf lehmigten, alſo zum Kartoffelbau nicht taug⸗ dotnet ver⸗ lichen Feldern Waitzen auf umrayolten Klee geſaͤet wird, wird vorzuͤglich auf die Feinheit der oberen Krume und ai Fir auf die flache Bedeckung(beydes bedingt ſich gegen⸗ . wuſüm ſſeitig) geachtet. btig lie(*¹) Jetzt ſo flach als moͤglich, nachdem er auf die kleine ervorbringt Eggenfurche geſaͤet worden, untergebracht. ſe in lacere Hier iſt vom Lehmlande die Rede; auf Sandland in der un⸗ ſaͤe ich keinen Hafer, da muͤßte er wohl allerdings un— ungeruͤhtte tergegrubbt werden, um vor Vertrocknung geſichert zu ſeyn. Ao. 1822. dadens un⸗(5²) Auch dadurch habe ich mir ſehr geſchadet. Mein Land er tief auf⸗ ward im zweyten Klee-Jahr unrein; der erſte Schnitt, Amoſphäte faſt nur Gras, trug wenig; die Narbe duͤngte faſt nicht. len Ueber Vorher war ich thoͤrigt genug geweſen, dieſem Klee fit hetvor eine halbe Braache mit drey Pflugarten zu geben. Ich n eviſſe hatte viele Koſten, machte die grůͤne Duͤngung zum Fſalbſt bey Lapur orfſern und verlor durch die Evaporation wah⸗ Rnoch ben rend der Braache eine uuſchaͤtzbare mit Dungtheilen wieder auf⸗ geſchwaͤngerte Feuchtigkeit und verfluͤchtigten Humus. Jetzt wird zu Rapſaat auf Getraideſtoppel gruͤne ügte orgi⸗ 2 G dir dieſes Dungſaat geſaͤet, mit derſelben der, der Rapſaat be⸗ — 75— 1. Nach dem erſten Schnitt ſofort, wie oben, rayolt, Duͤnger aufgefahren; 2. flach untergepfluͤgt, geeggt, gewalzt; 3. wiederum flach gepfluͤgt, geeggt, gewalzt; 4. Rapſaat in Zeilen mit der Cookſchen Maſchine geſaͤct, zweymal im Herbſt, zweymal im Fruͤhjahr durch⸗ gepfluͤgt; 6) zum Waitzen nach der Rapſaat, einmal flach ge⸗ pfluͤgt, geeggt, gewalzt; 2. tief gepfluͤgt, geeggt, gewalzt; 3. Waitzen eingepfluͤgt oder in Zeilen geſaͤet. In der erſten und zweyten Claſſe, Unter⸗ abtheilung B. Zu Kartoffelmn wird zwiſchen 2 und 3 das Feld in hohe zuſammengepfluͤgte Furchen gelegt, ſo daß zwiſchen den zuſammengepfluͤgten Furchen ſich eine tiefe Waſſer⸗ furche bildet, die durch den großen Pflug mit 2 Streich⸗ blaͤttern vor dem Froſt gereinigt wird, ſo daß alles Fruͤh⸗ ſtimmte, Duͤnger untergepfluͤgt; im Fruͤhjahr Mengfut⸗ ter dicht geſaͤet, und deſſen Stoppel zur Rapſaat ein⸗ furchig tief untergepfluͤgt, und die Oberflaͤche oͤfter durch grubben, ſchleppen und eggen auf brabanter Art, aͤußerſt fein zerkruͤmelt, ehe gedrillt wird. Auf die Rapſaatſtoppel wird gruͤne Dungſaat geſaͤet, dieſes im December untergepfluͤgt, dann folgen Kartof⸗ feln. Meine Rotation iſt jetzt naͤmlich folgende: 1) Mengfutter, geduͤngt, wenn Spaͤt⸗Kartoffeln die Vorfrucht waren. 2) Rapſaat, gruͤne Duͤngung. 3) Kartoffeln. 4) Waitzen mit Klee. 5) Klee. 6) Kartoffeln oder Waitzen. Wenn Fruͤhkartoffeln oder Waltzen, geduͤngte gruͤne Duͤngung. jahrw lehmi ſey. quuer 1.ſ. deſten waltt, zogen. dure un, rayolt 6 7 Mitine Lahr durc⸗ N ſaa ge⸗ kſäͤ. Unter⸗ ddas Feld zwiſchen 4 Vaſſer⸗ m Streich⸗ falles Frih⸗ ee Nengfut⸗ yſcat ein⸗ aiter durch 8,, aͤußerſt nut geſäet, Kartof⸗ gee: auffeln die kartoffeln — 71— jahrwaſſer abziehen kann und die hochſtehende Furche im lehmigten Boden getrocknet und im Winter durchgefroren ſey. Dieſe wird dann niedergeeggt und das Feld tief queer gepfluͤgt(63), geeggt, mit der Stachelwalze gewalzt u. ſ. w. Die Kartoffeln werden, ehe ſie aufkommen, min⸗ deſtens zweymal geeggt, bey ſehr trockener Witterung ge⸗ walzt, auch wohl dazwiſchen mit dem Cultivator durchge⸗ zogen. Sie werden dreymal und jedesmal doppelt durchgepfluͤgt.— Das Bereiten des Landes zur Kleeſaat erfordert hier mehr eggen und walzen als in A. ad. 4. Wird zum Waitzen auch nach dem Nayolen flach gepfluͤgt. 3 ad. 5. Zum Hafer 2 Furchen im Herbſt, eine im Fruͤhjahr. In der 3ten Claſſe A. wird ſo wenig als moͤglich gepfluͤgt; die Winterfeuchtigkeit ſo viel als moͤglich erhal⸗ ten und der Wachsthum aller Kraͤuter, deren Vertilgung in den beyden erſten Claſſen ein Hauptzweck iſt, ſo viel moͤglich bis zur Bluͤthe befoͤrdert(⁴). (6s) Dadurch werden die Felder drey Wochen fruͤher pflug⸗ bar und der Lehm muͤrbe. (*) 1820. Auf den durchaus ſandigen Theil dieſes Bodens halte ich es nun nicht gerathen, Duͤnger zu verwenden. Selbſt ein maͤßiger Grad von Duͤrre macht die Kar— toffel- und Hafer⸗Erndten unſicher. In einem trocknen Jahre ſind ſie durchaus ſchlecht, anders iſt es mit dem Rocken, welcher waͤhrend der Winterfeuchtigkeit ſich etwas beſtaudet aber den Duͤnger nicht bezahlt. Vor zwey Jahren verſuchte ich auf dem todten duͤrren Sand, auf dem auch kein Queekhalm wachſen wollte, etwa ſechsmal im Jahr Rapſaat, Ruͤben, Buchwaitzen und Spoͤrgel zu ſaͤen, und jedesmal, wenn ſie eben aufge⸗ laufen waren, ſehr flach unterzugrubben; mit jedem mal wurden die hervorkommenden Blättchen etwas groͤßer; Zweckmaͤßig⸗ keit des gruͤ⸗ nen Duͤngers auf Sandbo⸗ den. Wie da⸗ durch Leben in einen tod⸗- ten Boden zu bringen ſey. Erſatz der Kraft⸗Er⸗ ſchoͤpfung. b. durch Braach⸗ fruͤchte. — 72— Zu Kartoffeln wird die Haferſtoppel ſofort mit Rapſaat, Wicken, Spoͤrgel beſaͤet, die vor Winter unter⸗ gepfluͤgt werden mit dem, wenn nur irgend moͤglich, dann ſchon aufgefahrenen Duͤnger. Im Fruͤhjahr einmal queer pfluͤgen und tief; und Mitte Aprils die Kartoffeln unterpfluͤgen. Zum darauf folgenden Hafer eine Furche im Herbſt, ſo ſpaͤt als moͤglich gegeben; eine im fruͤhen Fruͤhjahr(66). Der Hafer wird untergepfluͤgt, geeggt und nach drey Wochen wiederum geeggt. Der Klee eingewalzt, die⸗ ſer wird im folgenden Jahre im Herbſt einfurchig mit Rocken beſaͤet. Die 3te Claſſe, Unterabtheilung B., wird gleichfalls vor Winter in hohe Furchen gelegt, uͤbrigens wie die Unterabtheilung A. der 1ſten Claſſe behandelt. Außer durch die Bearbeitung des Bodens wird die Kraft erhoͤhet §. 23. b. durch die Cultur ſolcher Gewaͤchſe, welche die Entwickelung derſelben befoͤrdern. Es ſind die Braachfruͤchte, welche mehr oder minder die Fruchtbarkeit in einem um ſo groͤßern Maaß befoͤrdern, im Herbſt ſaͤete ich Ruͤben, im folgenden Fruͤhjahr Spoͤr— gel, der ziemlich gerieth; dann wieder Spoͤrgel, den ich zum Rocken unterpfluͤgte— das elende Feld hat mir das vierte Korn Rocken gebracht(65). Ich ſetze dieſe Erfahrung fort, welche vielleicht zu der ſicherſten Me— thode, auf dem aͤrmſten Lande bey geringem rohen das hoͤchſte reine Product zu erzielen, fuͤhren koͤnnte und es dabey moͤglich machte, den hier erſparten Duͤn⸗ ger da anzuwenden, wo er beſſer lohnt. NB. Analog mit den Erfahrungen des Hrn. Hermb⸗ ſtedt, Archiv der Agricultur⸗Chemie, Iſter Bd. pag. 71. (⁸) Ao. 1822. Ein etwas beſſeres Sandfeld hat mir nach zweymali⸗ gem Spörgel das 7te Korn Rocken gebracht; ein daneben getüngtes gab nicht die Hälfte. (⁵⁶) Iſt das Land rein, kann auch dieſes unterbleiben. je beſſe beſchatte die nit Jc ſant( lhabe) vorbeh ihnen a ſhud mager zu ver K genden da ic 1 Er wirde durch d in dr C wadd b l laͤßt ſ verſch Boden ſofort mi inter unte⸗ dich, dam hüf; und in Herbſt Jijahr(56) ³ ud nach ewalzt, de⸗ nfurchig mi Ang B, widd t, übrigene shandelt. ſch vird die i, welche ſdern. Joder minder Cß befördern pjahr Spoͤr⸗ zel, den ich aid hat mir ſehe dieſe cerſten Me⸗ igem rohen ſren koͤnnte atten Duͤn⸗ en. Herml⸗ 5d. pag. 7I. ich zweymal⸗ en gedüngtes iben. — 73— je beſſer ſie gerathen, und je dichter ſie ihren Standort beſchatten. Aus ihrer Cultur erwaͤchſt eine Kraftzunahme, die mit dem Maaß ihres Ertrags in Verhaͤltniß ſteht(67). Ich habe in der Regel fuͤr Kartoffeln, Klee und Rap⸗ ſaat(die einzigen Braachfruͤchte, die ich vor den Cerealien habe) 1 Grad Kraftvermehrung angenommen und mir vorbehalten bey einem ungewoͤhnlich ſtarken Krautwuchs, ihnen ¾½ bis hoͤchſtens ½ Gr. mehr zuzuſchreiben; bey einem ſchwaͤcheren Krautwuchs, wo die Milanzen duͤnne und mager ſtehn, die Kraftvermehrung um 1 Gr. oder ½ Gr. zu vermindern. 4 Klee habe ich immer mit einem auf Braachfrucht fol⸗ genden Cereale gebauet, Rapſaat nach einer halben Braache, da ich den erſten Kleewuchs maͤhe, daher ich ihr auch nur 1 Gr. Kraftverbeſſerung beylege; braachte ich dazu, ſo wuͤrde ich ½ Gr. noch fuͤr die Verbeſſerung des Bodens durch die Frucht und das zweymalige Pfluͤgen zum Waitzen in der trockneſten Jahrszeit zulegen. Endlich kann die Kraft des Bodens noch vermehrt werden H. 24. .. Vermehrun c. durch die Miſchung mit andern Erdarten. der heuns c. durch die Ueber die Wirkung der Weg⸗Erde, des Moders u. ſ. w. Miſchung mit andern laͤßt ſich nichts Beſtimmtes ſagen, da ſie ſelbſt von ſehr Erdarten, verſchiedener Art ſind und es uͤberdies auf die Art des ſaicezslich 4 lchen, die Bodens ankoͤmmt, auf den ſie gebracht werden. viel Alkali enthalten. (5*) Nach der ingenioͤſen Tabelle des Herrn von Wulffen uͤber das Verhaͤltniß der Kraftvermehrung des Bodens durch die Cultur der Erbſen und Wicken zu ihrem Stroh⸗ Ertrag, geben ſie bey 20 Centnern Stroh 5. 74 Schef⸗ fel Frucht-Ertrag, vom Berliner Morgen 10 Kraftver⸗ mehrung. Bey der hoͤchſten Erndte von 25. 7 Cent. Stroh dem Frucht⸗-Ertrag von 7. 36 Scheffel 1. 30. — à4— Die Wirkung des Sandes auf den Lehmboden und des nicht kalkhaltigen Lehms auf den Sandboden kann wohl nur dann von Bedeutung ſeyn, wenn eine ſo viel groͤßere Quantitaͤt Duͤnger das Uebel wieder gut macht, welches der aufgefuͤhrte rohe, todte oder kalte Boden her⸗ vorbringt. en 5 Anders iſt es mit dem 25 bis 30 pEt. kalkhaltigen gel nuͤtzlich Thon oder Kalkmergel. Ich habe nur Thonmergel, der, Weie andn wenn ich minder ſtark duͤngte, auf meinem lehmartigen nunen dehe Boden mir wirklich geſchadet haben wuͤrde. Ich habe auf ſich bewieſen meinem durch lange Duͤngung und Bearbeitung in ſteter habe. Thaͤtigkeit erhaltenen Boden nie einen ſehr bedeutenden Nutzen des Mergelns anders als auf moorigen und ſandi⸗ gen Stellen, die ſich wohl auf meinen Koppeln finden, dann aber in einem ſehr hohen Grade geſpuͤrt. Unter meinem leichtern Boden liegt der Mergel lei⸗ der! zu tief. Auf den mehrſten Holſteiniſchen, Schleswigſchen und einigen Meklenburgiſchen Guͤtern iſt die Wirkung des Mer⸗ gels gar groß geweſen; dadurch allein iſt auf Theile dieſer Guͤter der Rapſaatbau moͤglich geworden. Dieſe Wirkung wird erklaͤrlich, wenn man bedenkt, daß bey der Koppelwirthſchaft die langen Jahre der Dreeſch⸗ weide und der auf die Braache gebrachte Duͤnger, dem Lande ſeit undenklichen Zeiten ſo viele, mehr und minder unzerſetzte Nahrungstheile der Pflanzen gegeben haben, daß dieſe durch das bloße Braachpfluͤgen nie haben gehoͤrig entwickelt werden koͤnnen. Dieſen lange geſammelten Schatz entwickelt der Mergel, indem ſeine phyſiſchen und chemiſchen Eigenſchaften die Textur des Bodens dahin veraͤndern, daß Luft, Licht, Waͤrme und Feuchtigkeit theils die Auf⸗ loͤſung dieſer Nahrungstheile beſſer befoͤrdern koͤnnen, theils den Pflanzen ſelbſt mehr Nahrung geben, es ſey durch An— jiehung kraft der Der den, wi uhrſten öhne B hafte I tend abr bſs L Saat d Mexgel Graew na ziehung aus der Atmoſphaͤre oder durch erhöhur Lebens⸗ in ſ 5 kraft der Pflanzen. at mact Der Mergel vermengt ſich nur langſam mtt dem Bo⸗ Wiedae Mer Aunn 5 den, wirkt weniger im erſten Jahr, mehr im zweyten, am edin einen mmehrſten im dritten und vierten Jahr; fuͤhre man dann ſchadlic ge⸗ tateli ohne Beduͤngung mit Cerealien fort, ſo wuͤrde die vortheil⸗ unner hafte Wirkung des Mergels auf die Korn-Erndte bedeu⸗ nergel, dr tend abnehmen und am Ende wuͤrde ein ausgeſogenes kraft⸗ limmii loſes Land uͤbrig bleiben. Wird aber nach der vierten R din a Saat das Land in Klee gelegt, ſo bleibt der Einfluß des ung in ſtty Mergels auf die Textur des Bodens ſo kraͤftig fuͤr den bedeutende Graswuchs(6), daß, falls dem Lande die Er⸗ n n ſat ſchoͤpfung der vorigen Erndten durch Duͤnger unn fim wieder erſetzt worden, auf mehrere Jahré 1 Tonne Land zur Weide fuͤr eine Kuh hinreicht, wenn vorher Mayel lix 1 ½ Tonnen noͤthig waren. Nach und nach verliert ſich die Wirkung des Mergels(5⁹), bis die Zeit kommt, wo igſchen und ag des Mer⸗ f A Thel(5s) Dies ſagen einige Freunde des mit Recht geprieſenen 11 Mergelns vielleicht zu allgemein; auf gewiſſem Bo⸗ n. den iſt es allerdings ſo geweſen. man bedent(5*) Mir ſind daruͤber von verſchiedenen Seiten ſo ſehr ver⸗ der Dreeſch⸗ ſchiedene Thatſachen zugekommen, daß ich durchaus nner, dem uͤber die Dauer der Einwirkung des Mergelns keine 1, Meinung haben darf. und minder Ich glaube, daß dabey alles 1) auf die Qualität haben, daß des Mergels, 2) auf die Art des Bodens, 3) auf die Wahl der Rotation und a) auf den Erſatz n, gehorij durch Duͤnger ankomme. elten Scha Sehr wuͤnſchenswerth waͤre es, von mehreren Land⸗ heniſche leuten, wohl verſtanden aber mit genauer Beſchreibung des Bodens und Beachtung der vier genannten Um⸗ beraͤndern, ſtaͤnde, ein Erndte-Regiſter waͤhrend einer Rotation vor z die Auf und einer Rotation nach dem Mergeln zu haben. ſ Eine Periode muß kommen, es ſey fruͤh oder ſpaͤt, nen, thei wo die Einwirkung des Mergels aufhoͤrt, in ſo ferne durch Ar⸗ nicht von der, durch die mit dem Mergel verbundenen — 76— die Erndte nicht ſtaͤrker iſt, als ſie vor dem Mergeln war, obgleich man bemerkt haben will, daß nach der Beduͤngung ſich noch im zweyten, ja im dritten Turnus, eine groͤßere Thaͤtigkeit des Bodens zeigt. Herr Iverſen(7⁰) meint, daß der Boden, der vor dem Mergeln das um wie viel 7te Korn Waitzen brachte, nun das 10te nas (uurcß terag ſtatt das Ste Gerſte 2 ⸗ 16te ⸗ Mergeln ver⸗„„ 10te ⸗ Hafer ¹„ 14te ⸗ mehrt werde. 3 Da Duͤnger und Boden derſelbe iſt, ſo liegt dieſe Vermehrung in der Kraft⸗Entwickelung und ſonach ließe ſich dieſe Vermehrung nach den bisher dargelegten Grund⸗ ſaͤtzen berechnen(71). Im erſten Jahre gewoͤnne die Kraft Erdart, verbeſſerten Textur des Bodens die Rede iſt; wie die des Thons auf Sandboden, deren Dauer viel⸗ leicht nicht zu berechnen iſt. ) Beytraͤge zur Kenntniß der Schleswig⸗Holſteiniſchen Landwirthſchaft und ihrer jetzigen Verhaͤltniſſe. Au⸗ guſtenburg 1819, bey Steinacker in Leipzig. Das Werk eines aufmerkſamen und denkenden Land⸗ wirths, der die Holſteiniſche, insbeſondre aber die Schleswigſche Wirthſchaft ſehr genau kennt. Es enthaͤlt unſtreitig das Beſte, das uͤber den rohen und reinen Ertrag dieſer Guͤter vor und nach dem Mergeln in Verbindung mit Rapſaatbau, ſo wie uͤber ihren Werth und das Verhaͤltniß deſſelben zur Pacht⸗ ſumme geſagt worden iſt.. Es iſt zugleich das Neueſte. Wie d. Wir⸗(¹) Wenn bey demſelben Grade des Reichthums durch die kung d. Mer⸗ Erdmiſchung ein hoͤherer Ertrag hervorgebracht wird, Leliahind ſo ſteht die Vermehrung des Ertrags in einem directen der Kraft zu Verhaͤltniß mit der Erhoͤhung der Kraft, das heißt: berechnen der Factor, welcher die Kraft darſtellt, muß ſo lange ſey. erhoͤhet werden, bis durch ſeine Multiplication mit dem Reichthum der Grad der Fruchtbarkeit herauskomme, der zur Hervorbringung der groͤßern Erndten noͤthig iſt. Z. B., wenn, um das?te Korn Waitzen hervor⸗ I ſmach ſo vind ſonach⸗ tnn Jal 4, 3 fu den, in nindern 1 hergel vn Srdüngm iie groͤßmn V 3 10te ti 16te ⸗ V R⸗ ſo lugt d ſonach lig legken Grur öne die Kr die Fede iſt; „Dauer diel⸗ Holcteiniſchen altniſſe. N 3. enkenden Land⸗ nore aber de int. er oͤen rohen en) nach dem ſo wie üͤber in zur Pacht ne durch d eacht wih nen directe zas heift nuß ſo lang jon mit den rauskomme dten noͤthe ſtzen herven 7— ſonach 3⁰, ſupponirt man die Kraft nach der Braache 7, ſo wird ſie 10°. Im zweyten Jahre gewoͤnne die Kraft ſonach 40 nach Abzug der Waitzen⸗Erndte 13⁰. Im drit⸗ ten Jahre gewinnt die Kraft ſonach 3⁰, bey der Gerſte 16⁰. Im vierten Jahre bleibt ſie bey dem Hafer, 16⁰. Im fuͤnften Jahre verloͤre ſie, wenn Cerealien gebauet wer⸗ den, irgend etwas und fuͤhre dann fort ſich jaͤhrlich zu ver⸗ mindern(7²), und waͤre dann in irgend einer Periode wieder das, was ſie vor der Braache war. 1 zubringen, 4200 Fruchtbarkeit noͤthig, und der Reich⸗ thum 600 war, ſo war die Kraft 7.** Bringt daſſelbe Feld das 10te Korn, ſo beweiſt die— ſes 6000° Fruchtbarkeit; da der Reichthum 600 bleibt, ſo war die Kraft 10, ihre Zunahme alſo 30. Wird nun von dieſer Erndte nach oft erwaͤhnten Grundmaͤtzen die Erſchoͤpfung abgezogen, ſo zeigt der (1*²) zu einer gegebenen darauf folgenden Erndte nothwen⸗ dige Grad der Fruchtbarkeit, wie viel wiederum der Kraft durch die Miſchung zugelegt worden ſeyn muͤſſe, um mit dem nachgebliebenen Reichthum dieſe Frucht⸗ barkeit hervorzubringen. Danach ſind die obigen Verhaͤltniſſe berechnet; ihre Richtigkeit beruht auf die Richtigkeit der Iverſenſchen Angaben, zu welchen ich das hoͤchſte Zutrauen habe. Ob die Kraft nach dem 5ten Jahre ſich in einem gege⸗ benen Boden, wenn z. B. Rapſaat, Waitzen, Gerſte, Hafer gebauet waren, vermindere? um wie viel ſie ſich vermindere? ob in den folgenden Jahren in einer glei⸗ chen, oder abnehmenden oder ſteigenden Progreſſion? muß fernern ſehr zu wuͤnſchenden Erfahrungen uͤber⸗ laſſen bleiben. Wird die Koppel nach dem aten Jahre zur Weide in Klee gelegt, ſo waͤre darauf zu achten, ob, wie mir von einigen Landwirthen verſichert worden, zwar der Kler gut gerathe, die natuͤrliche Benarbung aber ſo ſehr ausbleibe, daß mit dem Ausſaͤen von Honig⸗Gras, Ray⸗Gras und dergleichen nachgeholfen werden muͤſſe. Zu beachten waͤre die nach dem Mergeln moͤglich ge⸗ wordene Anzahl von Weide⸗Vieh mit der vor der Mer⸗ gelung verglichen. Wie viel Gegen dieſe groͤßern Erndten muß man nun wieder Phase, ze auf die Erſchoͤpfung des Reichthums rechnen, den ſie ver— ſi debfem urſachen; wird dieſe nach den oft angefuͤhrten Grundſaͤtzen leben⸗ vrche⸗ berechnet, ſo macht ſie, wenn 4 Korn⸗Erndten genommen orn rn ten, rderſich werden, 120 Erſchoͤpfung des Reichthums, welche a 30 pr. Sie und g Fuder Duͤnger, 4 Fuder Duͤnger pr. 100— Ruthen zum Krn⸗ 729 Erſatz erfordern. Nimmt man, wie es jetzt allenthalben auch da geſchieht, wo der leichtere Boden es verbieten ſollte, vorher eine Rapſaat⸗Erndte und laͤßt dafuͤr eine Hafer-Erndte weg, ſo bedarf man 5 ½ Fuder Duͤnger pr. 100 D Ruthen(73), woraus ſich dann mit ziemlicher Wahrſcheinlichkeit folgern ließe, daß nur der Landwirth ſeinen Boden durch das Mergeln nicht ver⸗ ringert, der durch den faſt verdoppelten Stroh⸗Ertrag und reichere Weide im Stande iſt, waͤhrend der Rotation eine uerosbeinliih Duͤngung von 10 Fudern, bauet er Rap⸗ ſaat von 13 ½ Fudern Duͤnger, pr. Tonne Landes zu be⸗ Am meVhrſten wuͤrde uͤber die ehoͤßeto Potenz des Bodens, uͤberhaupt die Dreeſch-Hafer-Erndte nach dem Mergeln, mit vorigen Dreeſch⸗Hafer⸗Erndten verglichen, Auskunft geben. Dies waͤre aber hinwiederum ein feſter Punkt, wo naͤmlich der Differenz zwiſchen den wirkli⸗ chen Hafer-Erndten auf dem gemergelten Boden und der Hafer-Erndte, welche(nach gehoͤriger Verguͤtung des Reichthums durch die Dreeſchweide, der Kraft durch die Braache) haͤtte erfolgen muͤſſen, falls die Mergel⸗ wirkung ungeſchwaͤcht fortgedauert haͤtte, den Grad der Verminderung angeben wuͤrde, den die Kraft waͤhrend dieſer Zeit erlitten hat. Wird dieſe Unterſuchung nun weiter fortgeſetzt, ſo ergiebt ſich zuletzt der Zeitpunkt, wo das gemergelte Feld nur dieſelbe Erndte wiederum giebt, die man bey derſelben Rotation, Beduͤngung und Behandlung vor dem Mergeln hatte. (²³) Siehe daruͤber: Bemerkungen uͤber den Vortheil und Nachtheil des mit der Bemergelung verbundenen Rap— ſaatbaues, Altona bey Hammerich 1820, Pag. 26. ic gſ davon bewirt rucht in Jol compl 4 mir de men 9 Der⸗ nun wied dn ſie der drundſttn en nommn lchea3o 1 MNuthen um allenthalbe Joden 4 de ud laͤßt an ö Fhh ſch dann m daß nur de in ticht da hertrag und Nurtion eine aut er Rap indes zu be e Potenz de udte nach den ten verglichen erum ein fei r den wirkli Boden und Verguͤtung Kraft durch die Merge⸗ en Grad de caſt waͤhren ſuhung nun zeitpunk wiederum ingung um ktheil und denen Ray V46. ſchaffen oder deſſen reicherer Boden durch dieſe Erndten auf einen minderen Grad erſchoͤpft wird(7. §. 25. Sonach glaube ich nun, die Methode, nach welcher ich geſucht habe, die Tragbarkeit meines Bodens und die davon zu erwartenden Erndten, die Ausziehung, welche dieſe bewirken und das Verhaͤltniß, in welchem Duͤnger, Braach⸗ frucht und Bearbeitung und Erdmiſchung ſie erſetzen koͤnne, in Zahlen zu beſtimmen, ſo deutlich, als der an ſich ſehr complicirte Gegenſtand es geſtattet, dargelegt zu haben. Ich hoffe, daß nun die folgende Tabelle, welche ich mir daraus fuͤr meinen Gebrauch entworfen habe, vollkom⸗ men verſtaͤndlich ſeyn wird.* Verhaͤltniß der natuͤrlichen zu der erhoͤheten Fruchtbarkeit des Bodens. (*⁴) Ob auf lehmartigem Boden eine doppelt ſtarke Merge⸗ lung andre Wirkung hervorbringe, habe ich auf Herrn Jverſens Rath jetzt verſucht. Er macht einen Theil der Tabelle uͤber ei a. b. c. das erreich⸗ Claſſifica⸗ Eigene Werhe Daraus Einuder Maxi⸗ bare Mari⸗ — eich⸗ 7 unger.er⸗. tion des Kraft hervorge⸗ auf ie ſmumd.er⸗Fruchtbarkeit . thum hende—. ver⸗ reichbaren bey einem ge⸗ Bodens. 1812. 1812. Frucht⸗ mehrt den Frucht⸗ gebenen Gr. barkeit. Reichth. barkeit. von Kraft u. Reichthum. Iſte Claſſe A. 8⁰⁵ 60⁰ 480⁰ 30 800⁰ B. 8⁰ 600 48⁰⁰ 2½⁶ 8⁰00 2te Claſſe A. 73 600 4²⁰⁰ 3⁰ 8⁰00 B. 20 600 4200 2½ 8000 3te Claſſe. A. 1 62 500 3000 50 5000 2 50 240 12⁰⁰ 7⁵* 30⁰⁰0 1 B. 6⁰ 40⁰ 2400 2⁰ 6000 — 80— Erklaͤrende Bemerkungen zur vorſtehenden Tabelle. a. Da ich keinen, nie aufgebrochenen Boden zu be⸗ bauen hatte, ſo heißt eigne Fruchtbarkeit der ſolchem Bo⸗ den nach vollendeter Rotation(nachdem er gaͤnzlich ausge⸗ tragen) bleibende Grad derſelben. Dieſer Grad wuͤrde mir in den beyden erſten Claſſen noch immer 16 bis 20 Himpten Hafer pr. 100 ◻ Ruthen geben. So war es 1812. Wenn nicht alle Wahrnehmun⸗ gen truͤgen, ſo wird 1823, wenn auf allen meinen Kop⸗ peln eine in voller Vegetation ſtehende gruͤne Oberflaͤche 15 Zoll tief unterrayolt ſeyn wird, die natuͤrliche Fruchtbarkeit 6000 in der erſten Claſſe, vielleicht 500° in der zweyten ſeyn. Die dritte Claſſe A., an welche ich keinen Duͤnger wende, aber immer um das andere Jahr 3 gruͤne Saaten unterpfluͤge, kann auf 3600 in der erſten Abtheilung, auf 180° in der zweyten Abtheilung, die dritte Claſſe B, kann auf 300, und wenn die Entwaͤſſerung immer mehr gelingt, auf 360° kommen. b. Der leichtere Boden giebt den erhaltenen Reich⸗ thum ſchneller ab, daher die groͤßere Wirkung des Duͤn⸗ gers. Daher bewirkt dieſelbe Quantitaͤt Duͤnger 5⁰ Aeuße⸗ rung der Fruchtbarkeit, die auf naſſen, ſauren Boden nur 2⁰ bewirkt(75). c. Das heißt auf ſchwerem Boden wuͤrde ein, nur durch Vermehrung des Reichthums erzwungener hoͤherer Grad der Fruchtbarkeit Lagerkorn geben— auf leichtem Boden wuͤrde alles in Stroh ſchießen oder gar vertrocknen. Hier iſt nur von Cerealien die Rede. Rapſaat und Kohl wuͤrden 10000 ertragen, vielleicht erfordern. — comporativen Verſuche zwiſchen geduͤngtem und gemer⸗ geltem Lande aus und der Wirkung des Mergelns auf die Ertragsfaͤhigkeit, wenn einen Turnus hindurch kein Duͤnger angewandt wird. 1822. 6(45) Siehe das Irrthuͤmliche dieſer Vorausſetzung§. 21. 3 ſte henden Iden zu be t ſlchem Bo⸗ 45.„ imlih uusge⸗ irden GElaſſe 3 Outhen nDhxaähmun⸗ menen Ao Lräte 15 30 Ptbarkeit 60 ttten iyn. d t vade, aba erffäge, kanc Nar zwehten 7 und wem 1O kommer ltenen Ni ag ds di Ger 50 Aeuß on Boden m de en, nur kener höherr auf leicht wvrttrocklu 4 G rat und K 1 r n und geme, kergelns mi V. nindurch lan 1ug§. 21. V — 8— Erklaͤrende Bemerkungen zur vorhergehen⸗ den Tabelle. (a) Das heißt, bey Kartoffeln darf ich nicht uͤber den hier beſtimmten Grad gehn, wenn ich nicht zu uͤppiges Kraut und um ſo weniger Knollen haben will; beym Wai⸗ tzen nicht, wenn er ſich nicht lagern ſoll; beym Schroͤpfen habe ich mich nie gut befunden. Die Rapſaat koͤnnte wohl noch mehr ertragen, aber dieſer Grad giebt 5 bis 6 ¾ Tonnen ſchoͤne Saat pr. 100 ◻ Ruthen und dies iſt alles, was ich von meinem Geeſt-Boden erwarten darf. Der Klee koͤnnte allerdings wohl etwas mehr, beſonders in trocknen Jahren, ertragen, aber das iſt der hoͤchſte Grad, auf den ich ihn bringen kann, wenn ich das Waitzenland nicht zu geil machen will, auf welchem er geſaͤet werden muß. Hafer darf ich, ohne Lagerkorn zu beſorgen, nicht hoͤher bringen. (b) Das heißt, fuͤr jede 53 1 Kartoffeln, die auf 100 ◻Ruthen wachſen, werden 30 Fruchtbarkeit erfordert. Hier iſt von den feinen Hollaͤndiſchen dunkelblau⸗bluͤhen⸗ den Kartoffeln die Rede— auf leichtem Lande von den großen blaßbluͤhenden und durchaus fuͤr dieſen Boden ganz geeigneten Queekkartoffeln. Werden dieſe auf ſtarkem Boden gebauet, ſo kann es Jahre geben, wo 2 ½o zureichen. (c) Der Klee wuͤrde auf dieſem leichten Boden nie reichlicher Bunden⸗ oder Maͤhe⸗Klee werden, giebt aber, eben weil er nicht geil waͤchſt, treffliche Saat. Unſicher bleibt der Kleebau immer auf dieſem Boden; gar leicht zerſtoͤrt ihn die Duͤrre. (d) Fuͤr dieſen Boden iſt die Duͤrre ſo vortheilhaft, als die Naͤſſe fuͤr die erſte Abtheilung A. dieſer dritten Claſſe. Geduͤngte Bohnen, Hafer, Klee, Hafer, Hafer iſt die einzige gute Rotation fuͤr ſie. Sonderbar genug iſt es, daß die letzte dritte Hafer⸗Erndte immer mindeſtens ſo gut wird als die vorhergehende, wenn zweymal im Herbſt, einmal im Fruͤhjahr dazu gepfluͤgt wird. — Voght, Statis des Landbaues, 6 NRNachſchrif. Vieleeicht erwarten meine landwirthſchaftlichen Leſer einige Worte daruͤber, wozu mir nun die ſiebenjaͤhrigen Verſuche, die hier beſchriebene Methode auf meine Erfahrungen an⸗ zuwenden, genuͤtzt haben,— und dieſe will ich ihnen, ob⸗ gleich ich noch nicht im Stande bin, ein Syſtem der an⸗ gewandten Statik darzulegen, nicht vorenthalten. Zufoͤrderſt alſo die Verſicherung, daß ohne ſie alle dieſe Erfahrungen unmoͤglich geweſen waͤren. Wenn es darauf ankoͤmmt zu wiſſen, welche Wirkung eine gegebene Behandlung auf ein gegebenes Feld gehabt hat, d. h. in wie fern ſie den Ertrag vermehrt oder ver⸗ mindert hat, ſo muß man zuvor wiſſen, was fuͤr einen Ertrag man zu erwarten gehabt haͤtte, wenn dieſe Behand⸗ lung nicht angewendet worden waͤre. Daß ich dieſes nun im achten Jahre meiner Bemuͤ⸗ hungen mit einiger Gewißheit wiſſen kann, verdanke ich der Sorgfalt, mit der ich zuerſt die chemiſchen, phyſiſchen und botaniſchen Eigenheiten der Felder zu beſtimmen ſuchte; ſodann der Vergleichung der vorhergegangenen Erndten mit dieſen Eigenheiten, und dem daraus in Zahlenausdruck N lir eini Ar gerſuch Dungen an⸗ Ihnen, or⸗ Am der al⸗ T 1 I ſe Würkung wabh gehabt in oder vr⸗ a fir einen teſe Behand⸗ er Bem⸗ danke ich thyſiſchen Ven ſuchte; dudten mit Laus druch Ihte ſi ale — 83— hervorgegangenem Verhaͤltniß des Ertrags zu der, jenen Unterſuchungen gemaͤß, vorausge⸗ ſetzten Ertragsfaͤhigkeit. Wenn ich nun von da an fortgefahren habe, die ſich mit jedem Jahr mehr und mehr berichtigende Wuͤrdigung alles deſſen, was durch Erſchoͤpfung und Bereicherung mit dem Felde vorgegangen war, jaͤhrlich auf daſſelbe anzu⸗ wenden;— bey jeder Erndte das Reſultat der Berechnung mit dem wirklichen Reſultat zu vergleichen;— die Ur⸗ ſachen der hier und da ſich ergebenden Anomalien zu er⸗ gruͤnden, und waren ſie permanent, die Berechnung danach zu modificiren; waren ſie temporaͤr, die Beſtaͤtigung der aus der Erfahrung angenommenen Ertragsfaͤhigkeit von den folgenden Erndten zu erwarten: ſo bin ich allerdings dahin gekommen, mit einer nur ſelten truͤgenden Gewiß⸗ heit ſagen zu koͤnnen, was in einem Durchſchnitt von Jah⸗ ren, in welchen ſich die climatiſchen Einwirkungen auszu⸗ gleichen pflegen, von dieſem Felde zu erwarten geweſen waͤre. Dieſes lwar viel, aber nicht hinreichend fuͤr meinen Zweck. Es konnte nicht darauf ankommen, den Differenz des, durch eine beſondere Behandlung erhaltenen Ertrags(der durch die climatiſchen Einwirkungen ſo ganz anders ſeyn konnte) mit einem Durchſchnitt-⸗Ertrage mehrerer Jahre zu vergleichen. Ich mußte ihn mit dem Ertrage deſſel⸗ ben Jahres auf andern Feldern, deren Ertragsfaͤhigkeit, gleichfalls in Zahlen ausgedruͤckt, bekannt war, und die alſo denſelben climatiſchen Einwirkungen jausgeſetzt ge⸗ weſen waren, vergleichen koͤnnen, und da dieſes, der in⸗ dividuellen Verſchiedenheit der Felder wegen, bei einzelnen Feldern dennoch truͤglich geweſen waͤre, beſſer mit einem 6* — 84— zuſammengenommenen Durchſchnitt des Verhaͤltniſſes des Ertrags zur Ertragsfaͤhigkeit mehrerer aͤhnlicher Fel⸗ der in demſelben Jahre. Dieſes ward mir leicht, weil ich jaͤhrlich 10 oder 12 Felder mit derſelben Frucht zu beſtellen habe. Ich kannte nun den, aus dem Verhaͤltniß der Ertrags⸗ faͤhigkeit zum Ertrage mehrerer Felder, die mit derſelben Frucht beſtellt waren, hervorgehenden Grad der Jahres⸗ fruchtbarkeit uͤberhaupt, mit welchem ich den, durch die beſondere Behandlung erlangten Ertrag einzelner Fel⸗ der zu vergleichen hatte, wobey es mir unbenommen blieb, das fragliche Feld mit einem, ihm etwa beſonders aͤhnlichen Felde zu vergleichen:— ich konnte nun in Zahlen dieſen Differenz bezeichnen; das, was ſich daraus ergab, auf eine kuͤnftige Beſtellung derſelben Frucht anwenden; beſtaͤtigte es ſich, das ſo Gefundene zur Regel fuͤr kuͤnftige Beſtel⸗ lung machen, und ſonach meine Production erhoͤhen, oder zu wohlfeilern Mitteln gelangen, ſie zu erhalten. Dieſe Methode habe ich nun auf mehr als 700 Ernd⸗ ten in dieſen ſieben Jahren angewandt, daruͤber die ge⸗ naueſten Protocolle gehalten und habe die Abſicht, meinen Gewerbsgenoſſen, wie ich es meinen Freunden ſchon oft gethan habe, nach und nach die Reſultate, ſo wie ſich ſolche immer mehr vergewiſſern, mitzutheilen, falls die Vor⸗ ſehung mir noch einige Jahre Leben und Kraͤfte verleihet(73). Was ich fuͤr mich bisher dadurch erlangt habe, iſt die beſtimmteſte Gewißheit: (*³⁸) Das erſte, was ich daruͤber mittheilen kann, ſind einige Verſuche uͤber den Kartoffelbau der Jahre 1822 und 1823, welche ich in dem 1oten der Schleswig⸗Holſtein. landwirthſchaftlichen Hefte bekannt gemacht habe. — 85— uſs d Ueber den Grad der Ertragsfaͤhigkeit, der auf jedem icher Fet meiner Felder, jeder der wenigen Fruͤchte, die ich b 1 baue(75), gegeben werden muß, um die hoͤchſt G Uder 12 moͤgliche Production zu erreichen, ſo wie: Ueber das dazu noͤthige Verhaͤltniß des Erd- und der Ernas⸗ Dungvermoͤgen; ſonach die, den Marktpreiſen ge⸗ mit derſelbm maͤß, vortheilhafteſte Verwendung einer gegebenen 3 Jahrez, Ertragsfaͤhigkeit. ü dn, drc Ueber den Grad, bis zu welchem die Beduͤngung und eintint g Bearbeitung fuͤr jede dieſer Fruͤchte derſelben nuͤtz⸗ ronnn bih lich, unnuͤtz, oder ſchaͤdlich wird. de inliha Ueber die Zeit wann, und die Art, wie dieſer ahln diſn Duͤnger aufgebracht werden, welcher Art er ſeyn, gah af ein wenn und wie endlich dieſe Bearbeitung Statt haben denz ketätige muͤſſe. niie Seſtl⸗ Ueber die meinen Feldern geeigneteſte Varietaͤt der Saat, Dicke und Duͤnne des Saͤens, endlich: Ueber das flache oder tiefe Einbringen der Saat ſelbſt, jöen, oder mn. 6 10 n uͤber den Zuſtand des Erd⸗ und Dungvermoͤgens, riber die ge bſcht, meinen er ſon oft(ꝛ5) Ueberzeugt, daß die moͤglichſte Vertheilung der Arbeit d wle ſich und die concentrirteſte Aufmerkſamkeit auf wenig Ge⸗ genſtaͤnde auch hier die hoͤchſten Reſultate liefern, daß s die Vor⸗... l die Var⸗ je weiter man in der Cultur fortſchreitet, man auch arlihet(73). um ſo mehr die Gegenſtaͤnde beſchraͤnken muͤſſe, mit 1 denen man ſich beſchaͤftigt, weil das wenige ſo reich⸗ gt ſahe, iſt haltig wird; habe ich meine ganze Aufmerkſamkeit nur dem Kartoffel⸗, Rapſaat⸗ und dem Bau einiger zur gruͤnen Fuͤtterung und gruͤnen Beduͤngung dienender Gewaͤchſe, nebenher nur dem Waitzen⸗, Rocken⸗ und Haferbau, mit gaͤnzlicher Ausſchließung der Viehzucht, iid einige ſo wie aller andern Gemuͤſe und Handelsgewaͤchſe ge⸗ 1322 und widmet; zu gluͤcklich, wenn es mir gelaͤnge, auch nur geholſtein. uͤber die Haupt⸗Gegenſtaͤnde meiner Cultur irgend etwas habe. auf reine Erfahrung Gegründetes zu liefern! — 85— in welchem die Erndte das Feld gelaſſen hat, und wie das jedem Mangelnde auf die vortheilhafteſte Art erſetzt werden koͤnne; wie die Witterung, Kaͤlte, Waͤrme, Duͤrre und Naͤſſe des Jahres auf alle mit derſelben Frucht beſtellten Felder im Durch⸗ ſchnitt gewirkt haben, wie jedes beſondere Feld die⸗ ſer Einwirkung durch zufaͤllige oder in ſeinem in⸗ nern Zuſtande liegende Urſachen widerſtanden habe. Ueber die beſte Entfernung der Pflanzen von einander und die einfachſten Mittel, dieſe zu erreichen. Ueber tiefes oder flaches Pfluͤgen. Ueber den Werth einer unter gewiſſen Umſtaͤnden ge⸗ gebenen Pflugart. Ueber den Grad der Reife, bey welchem die Erndte vorgenommen werden muͤſſe und die dabei zu be⸗ achtende Vorſicht. Ueber den hohen abſoluten und relativen Werth gruͤ⸗ ner Beduͤngung u. ſ. w. Dieſes letzte wuͤrde insbeſondere gar vielen Geeſtguͤtern, denen es an hinreichenden Wieſen und Weiden fehlt, nuͤtz⸗ lich werden. Gar wichtig wuͤrde dann auch die Aufmerk⸗ ſamkeit werden auf das Verhaͤltniß der natuͤrlichen Be⸗ raſung des Bodens und deren Ausdauer im ruhenden Zu⸗ ſtande mit den verſchiedenen Graden der Ertragsfaͤhigkeit, worin man den Boden niedergelegt hat. Von einer gruͤndlichen Einſicht der hieraus entſprin⸗ genden Verhaͤltniſſe duͤrfte ſich die Praxis des Landbaues, beſonders in Hinſicht auf Koppelwirthſchaft, einen Fort⸗ ſchritt verſprechen, wie ihn kein Zeitalter aufzuweiſen hat. Leiſtet die Methode wirklich das, was ſie zu leiſten ſcheint, ſo wird ſie Getzt den Praktikern ein Aergerniß und den Theoretikern eine Thorheit) ſpaͤterhin vielleicht einige V hat, Ä jeilhaftn ag, Kaͤlt s auf ale in durg e Fad die⸗ fäinen in den ſabe änder cen. ſtarden 9 di Ernd li zu be⸗ 4 erth gri⸗ zectgltern igl, uug eAufwerk icer Be⸗ den Zu⸗ fähigkeit intſpriw⸗ dbaues, m Fort⸗ ſen hat. leiſten tiß und t einige — 7— Aufmerkſamkeit erregen(80). In dieſem Fall wuͤrde ich die auf meine Erfahrung gegruͤndete und auf meine Felder anwendbare ſtatiſche Beſtimmung des Verhaͤltniſſes des Er⸗ trags zur Ertragsfaͤhigkeit, der Verminderung der letztern durch die Erndten oder durch Vernachlaͤſſigung, der Ver⸗ mehrung derſelben durch Beduͤngung, richtige Saatfolge und ſorgfaͤltige Eultur, mitzutheilen wagen— und zuletzt meine Anſichten uͤber die Beantwortung der Frage: in wie fern iſt der Landwirth befugt, vom Ertrag auf die Ertragsfaͤhigkeit des Bodens, und um⸗ gekehrt zu ſchließen?⸗ — (30) Ich weiß wohl, daß die Methode nur gebildeten, auf⸗ merkſamen und fleißigen Beſitzern und Paͤchtern maͤßig großer Guͤter nuͤtzlich ſeyn kann, denen es zwar nicht an Betriebs⸗Capital fehlt, die aber die, wie mich duͤnkt, aus den Zeitlaͤuften entſtehende, ſich jaͤhrlich vermeh— rende Nothwendigkeit fuͤhlen, wohlfeiler zu produciren; es ſey durch Vermehrung des Products, oder zweck⸗ maͤßige Verminderung der Arbeit. Aber ſollte bey dem großen Einfluß, den die trefflichen Unterrichts⸗Anſtal⸗ ten fuͤr Landwirthſchaft gehabt haben, bey der Menge gebildeter junger Maͤnner, die ſich ſeit den letzten zehn Jahren der Landwirthſchaft gewidmet haben; bey den vielen trefflichen practiſchen Landwirthen, die mehr, wie es ſonſt geſchah, uͤber ihre Kunſt nachdenken— ſollte denn die Zahl derer ſo geringe ſeyn, denen wenigſtens die Reſultate der Methode nicht ganz unnuͤtz ſeyn wuͤrden? Es mag auch wohl noch Maͤnner geben, deren ſtets angeſtrengte Aufmerkſamkeit, deren richtiges und ſchar⸗ fes Urtheils⸗Vermoͤgen, deren nie trügendes Gedaͤcht⸗ niß der Feder nicht bedarf, um alles eben erwaͤhnte zu erreichen— die, gewohnt die Natur unaufhoͤrlich zu befragen, keine ihrer Antworten unbenutzt ließen, bey denen nie eine Erfahrung verloren ging, und die, ſo jaͤhrlich mit der Vervollkommnung ihres Ackerbaues fort⸗ ſchreitend, das erreicht haben, wonach wir ſtreben. Mit tiefem Reſpect fuͤr ſolche Maͤnner geſtehe ich, daß ihnen dieſe mühſamere Methode gaͤnzlich unnuͤtz iſt.— Dann wuͤrde ich glauben, mein Schaͤrflein zur prac⸗ tiſchen Anwendung der Statik beygetragen zu haben; die hoͤhere Theorie geſchicktern Haͤnden und vorzuͤglich ihrem verehrten Begruͤnder uͤberlaſſend. Im November⸗Monat 1824. Gedruckt in der Langhoffſchen Buchdruckerey. Rar fſ e hn Berhiltniß der Frnctbarke zum Ertrag; 5 LErfrags zur Erſchhofung des Dodet. —— —ÿ—— Claſſiſecation zur hoͤchſten Erndte, die der Boden A„ſ T Kle e„ a A d.& F n H dſe ſiß geben kann, erfordert Fruchtbarkeit erfordert Fruchtbarkeit erfordert Fruchtbarkeit erfordert Fruchtbarkeit erfordert Fruchtbarkeit erfordert Fruchtbarkeit 7360. 7500.(a) 800⁰. 9000. 5600. 6200. 720⁰. 5600. 6000. 500°. 3600. Ertrag. Erſchoͤpfung. Ertrag.(Erſchoͤpfung. Ertra g. Erſchoͤpfung.ü“² Ertrag.(Erſchoͤpfung. Ert. r a g. Erſchoͤpfung.] Ertrag. Erſchoͤpfung. Erſte Claſſe. A. Zweyte Claſſe. A. Zur Production a. des Reichthums von 53 k ſind er⸗durch die Produc⸗ forderlich: tion von 53 Kar⸗ 1) bey ſehr guͤn⸗ toffeln 2e(b). ſtiger Witterungſb. der Kraft⸗Ver⸗ 333S mehrung 2 in einem gu⸗ durch Braachfrucht ten Jahr 35“;3 und Arbeit 1⁰½ 3) in einem ge⸗bey ungemein guͤn⸗ woͤhnl. Jahre 40; ſtiger Witterung 4) wenn dieſbey d. Bearbeitung Witterung im Ju⸗ſvor u. nach dem nius und Julius Pflanzen in trocken iſt 4 ½9; A. 1 ½“ 5) bey ſtrenger B. 20. und anhaltender Düͤrre 30. 60. Dritte Claſſe. Zur Production Zur Production einer Tonne von 192: 1)— 120⁰; 2)— 150⁰°; 3)— 180°; 4) im unguͤn⸗ ſtigen Fall 2100. a. des Reichthums durch die Produc⸗ tion von 192 3 4°. b. der Kraft⸗Ver⸗ mehrung beym gedrillten Rapſaat 10; bey einer ſehr gro⸗ ßen Erndte 1 ½°; unter uͤbrigens ſehr guͤnſtigen Umſtaͤn⸗ den fuͤr das nach— folgende Cereal 20. Zur Production von 1200 gruͤ⸗ nem Klee auf 100 R. in 2 Schnit⸗ ten: 1) in einem war⸗ men und naſſen Jahr 48⁰; D in einem ge⸗ woͤhnlichen Jahr 60⁰; 3) in einem trocknen Jahr 72°; 4) in einem duͤrren Jahr, wo der 2te Schnitt gaͤnzlich vertrock⸗ net, 96“; a. des Reichthums durch die Produc⸗ tion von 1200 auf 100 O Ruth. 10 G0. b. der Kraft⸗Ver⸗ mehrung 10. (2⁶) Siehe die Ur— ſache der Veraͤnde⸗ rung Anmerkung zu§. 20. von 53( Queek⸗a- des Reichthums Kartoffeln: 25. 1) in einem ſehrb. der Kraft⸗Ver⸗ Kann gar nicht gebauet werden. A. 1. naſſen Jahr 3°; mehrung Yin einem feuch⸗ bey ſtarker Beſchat⸗ ten Jahr 4; tung in 3) in einem trock⸗ 1) u. 2)— 10; go Ho. 3 lteit Jahr 59. 60 3(bey duͤnnem Krant 4) bey anhal⸗ in 3)— z tender Duͤrre gar nichts. A. 2 Kann gar nicht gebauet werden. In der 3ten Claſſe A., 1ſte Abtheilung zum SaatKlee er⸗ forderte Frucht— barkeit(c) 420“. 1)— 600 2)— 72 3)— 969 + vertrocknet gaͤnzlich. a. Reichthum auf 1200 gruͤnen Klee 15 U reine Saat gerechnet pr. 15 Saat ½o. b. Kraft⸗Vermeh⸗ rung ¾ Zur Production ſa. des Reichthums von 38 3 auf 100 durch die Produc⸗ O Ruthen: 1) bey vollkom⸗ 100 ORuth. 20. mener Beſtaudung, b. der Kraft Bluͤthe⸗ u. Erndte⸗ durch d. Lagern im Zeit 26 bis 30°; Winter und Aus⸗ 2 in gewoͤhnli⸗ dorren im Som⸗ chen Jahren 36⁰. mer, Verminde⸗ rung 10°. tion von 38 5 auf Wird in der Regel auf dieſem fuͤr Rocken zu ſtarken Boden nicht ge— bauet; bey dem Verſuch ward Ao. 1819 23 Erſchoͤpfung waͤre wohl auf 3zu *, 1820 250 erfordert, die rechnen. Kann gar nicht gebauet werden. Zur Production a. des Reichthums von 38 auf 100 durch die Produc⸗ ◻ Ruthen: 1)— 25; 100 ◻ Ruth. 0. 2)— 30°; b. Kraft⸗Vermin⸗ 3) bey trocknerſderung 1⁰. Witterung 420 Kann gar nicht ge⸗ bauet werden. Wie vorher; es gehoͤrt dazu mehr Naͤſſe. Wie vorher. Zur Production tion von 38 5 auf von 32 5 auf 100 ◻Ruth. 1) in einem feuch⸗ ten und warmen Jahr 200(*2); 2) in einem ge⸗ woͤhnl. Jahr 250⁰; 3) in einem kalten Fruͤhjahr u. trock⸗ nen Sommer 300° (7) Siehe die Ur⸗ ſache dieſes niedri⸗ gen Ertrages An— merkung zu§. 19 gepfluͤgt worden. a. des Reichthums durch die Produc⸗ tion von 32 BG auf 100 C Ruth. To“. b. Kraft. Keine Kraft⸗Ver⸗ minderung, falls vor Winter zwey— mal und noͤthigen⸗ falls im Fruͤhjahr 1) in einem naſ⸗ ſen warmen Jahr 30°; 2) in einem ge— woͤhnlichen 36⁰°; 3) in einem ſehr trocknen Jahr 600. Wie vorher; nur braucht es des Pfluͤgens minder. 4* Kann nicht gebauet werden. — O——y —————— In warmen trock— nen Jahren 60 5; in naſſen und kal⸗ ten Jahren 720 Wie oben, 10 pr. 1200 k. 1⁰. Kraftvermehrung Kann nicht gebauet werden. 1) in trocknen(d) warm. Jahr. 250; 2) in naſſen und kalten Jahren 400. Wie oben. —— 6 8 U alalrali V 1 LI enenna êtanannéSAéhenNonnJNêéeanenandêiah Hin“rnSendtnganhe Oem 1 2 3 3 5 6 7 8 9 10 11 rtrllelt Andla 1 daneaſt I' — —— Coſour& Grey Sortrol Snart 33s Blue Cyan Green Vellow Heod Magenta nte ee 97 2 Greys Arerf e