— ,. .-OIM. Giessen ——* 4—.—-——— —— 3 — pr Botanisch⸗Oekonomische. . Abhandlung von der Gerste 27 i. . N N 1 1 Sine von der königl. dänischen Gesellschaft der 2 üschaften gekrönte Preis schraft. Von 5 A 7 55 5* Erik Vi bog. Professor und Vorsteher der königl. Veterinärschule und. Direktor des Votanischen Gartens zu Kopenhagen, Mit⸗ gliede der königl. dänischen Gesellschaft der Wifsenschaften, der skandin. Littetat. Gesellschaft, der kursächsischen ökonomischen Societät u. s. w. ö f Kopenhagen, b e% Friedrich Ber u n m er. 1 1802. 2————.— a 1 FJyupei Dti Vie Erstes Kapitel. Einleitung. 5 8 §. 1. Ursachen der vielen Abartungen der Kornarten. Schwierigkeit d eselben zu bestimmen. 8. 5 8 8 §. 2. Was in der Pflanzenlehre unter Art und Abart verstanden wird. §. 3. Wichtigkeit der aufgegebnen Preisfrage. 8 8 Zweytes 8 Von der Gerstengattung überhaupt. 5 §. 4. Bestimmung dieser Gattung und ihr Unterschied von andern Noendat tungen. 5 g. 5. Bestimmung der Kennzeichen für 1 Arten und Abarten der Gersten⸗ gattung. 5 5 §. 6. Welchen Boden die Gerste Gferdert* 5 §. 7. Bearbeitung der Erde zur Gerstensaat.. 8 §. 8. Aussaat der Gerste. 4 28 §. 9. Wie die Gerste wächst und 1 wird. 8. §. 10. Wie sie überhaupt genutzt wird.. 5 8 Drittes Kapitel. Beschreibung der Gerstenarten. 8. §. 11. Die gemeine Gerste §. 12. Die sechszeilige Gerste 5 nebst deren Abarten. §. 13. Die zweyzeilige Sommergerste 5. §. 14. Die Reisgerste. a 8 5 8 Viertes Kapitel. Bau dieser Gerstenarten und ihre verschiedne Güte. g 8. 15. Des Verfassers Versuche mit diesen Kornarten im Kleinen. 5 §. 16. Nachrichten von den damit angestellten Versuchen im Großen und die verschiedne Art sie zu bauen. 8 5 5 §. 17. Vergleichung der verschiednen Güte dieser Kornarten in der Landhaus— haltung. 0 5 g e—— ————— ́ ͤ s TT—üͤͤ ͤꝗ[—— ꝑ 88 Die Preisaufgabe der königlichen Gesellschaft der Wissenschaften. Die stetigen Varietäten und verschiednen Arten der Gerste zu bestimmen, die für den hiesigen Landbau von Nutzen sind oder werden können; aus Erfahrung oder be— glaubten Beyspielen die Art zu beschreiben, wie jede Art oder Varietät gebauet wer— den müsse, um am besten zu gedeihen und am fruchtbarsten zu werden; gleichfalls die Vortheile einer jeglichen anzuführen, sowohl in Hinsicht auf die Menge des Korns, als auf die Viehfütterung; und endlich die vortheilhafteste Anwendung einer jeden Art im Haushalt, so wie zu Malz, Grütze, Mehl u. s. w. die füt oder he⸗ ek er⸗ alls die stes A Erstes Kapitel. 7J7ß% V0 1 5 9 K Leine Gewächse sind dem Abarten mehr unterworfen, als die, welche angebaut wer⸗ den, und immer unter den Händen des Gärtners und Landwirthes sind, als die sich immer bestreben, durch verschiedne und künstliche Pflege sie zu verbessern. Die un⸗ zählichen Veränderungen einer und ebenderselben Gartenblume, die vielen Abarten ei⸗ nes und desselben Küchengewächses, und einer und derselben Kernart, geben davon die bündigsten Beweise. Wie sehr sieht man nicht die wilden Pflanzen in den bota⸗ nischen Gärten durch die Kultur ihre Natur und ihr Aeußerliches verändern. Der beste Pflanzenkenner kann jezuweilen diese Gewächse nicht wieder erkennen, wenn sie lange durch die Kultur sich dieses Bürgerrecht haben aufdringen lassen müssen. Aber nicht dem Anbau und den verschiednen Arten derselben allein kann diese Wirkung zugeschrieben werden. Die weiten Reisen, die diese Gewächse aus ihrer Hei⸗ math gemacht, die vielen und verschiedenen Erdstriche, die sie durchwandert, und die lange Zeit, die ste gebauet worden, bevor sie zu uns gekommen sind, tragen nicht minder zu ihrer vielfältigen Abartung bey. l Kein Wunder denn, daß man von uunsern Kernarten so viele und verschiedne Abarten antrifft. Die meisten derselben sind viel hundert Meilen aus ihrem Vatee⸗ lande hergewandert, sind unter einem warmen Himmel zu Hause, und viele Jahr⸗ hunderte hindurch in künstlich zubereiteten Aeckern unter einem kältern Klima gebaut worden. 5 A — ̃— 3 1 7 N N e e eee eee eee ee * — 2— — Hieraus entsteht die Schwierigkeit, die wirklichen Arten der Gattungen des Getraides von den zufälligen Abarten zu unterscheiden, da diese dadurch so verschie— den und stetig geworden, daß sie für jene gehalten werden können. Der unsterbliche Linnse sagt: Cultura tot varietatum mater, optima quoque examinatrix est. So wahr und richtig dieser Satz ist, und so sicher man sich mittelst desselben, von der Stetigkeit der durch den Anbau entstandnen Abarten überzeugen kann, indem man sie in ihren wilden Zustand übergehn läßt; so ists doch nicht möglich, ihn im Allgemei— nen zu einer genauern Bestimmung der Kornarten anzuwenden. Theils ist das Va— terland der meisten nicht entdeckt, theils der natürliche Zustand, darin sie wild wuch— sen, noch meistens unbekannt, und wüßte man auch dieses, würde es doch nicht möglich seyn, sie in ihren vorigen wilden Zustand zu setzen, indem man se in ihre Heimath zurückführte, durch dieselben Erdstriche und dieselbe Art des Anbaues, als sie so weit nach Norden heraufgekommen; da sie schon seit so langer Zeit gebauet, und auf so unbekannten Wegen zu uns gekommen sind. Indessen bleibt jener Satz nicht minder wichtig bey der Bestimmung der Abarten, die in spätern Zeiten bey un entstanden sind, indem man sich dadurch deutlich überzeugen kann, von 3 Ar⸗ ten sie abstammen. F.. Damit der Leser, der sich nicht eben auf die Pflanzenlehre gelegt hat, einen desto deutlichern Begriff in dieser Sache erhalten möge, will ich kürzlich anführen, was man in der Pflanzenlehre Art und Abart nennt. Die einzelnen Pflanzen(Individua), die der Schöpfer zu Anfange hervorgebracht und ihnen einerley Figur, Bildung und vollkommne Aehnlichkeit in allen Theilen ge⸗ geben, und welche sich seitdem fortgepflanzet haben und sich immer gleich geblieben sind, machen eine Art(Species) aus. Wenn die Pflanzen, die zu einer solchen Art gehören, verschiedenes Geschlechts 7 sind, oder auch an einigen einzelnen Theilen eine Veränderung erlitten haben, die ein verschiedner Himmelsstrich, Schatten, freye Luft, verschiedner Boden, Kälte und Wärme, Dürre und Nässe und mehrere zufällige Ursachen veranlaßt haben können, so werden sie Abarten(Varietates', allein im ersten Falle, natürliche, in dem letztern, unnatürliche). Von diesen unnatürlichen Abarten ist hier eigentlich die Rede. Die Veränderungen, die jene zufälligen Ursachen hervorbringen, best ehn in der Verschieden— heit an Farbe, Geruch, Geschmack, Größe, größerer oder kleinerer Anzahl gewisser Theile, mehrerer oder minderer Glätte oder Rauhigkeit, mehr oder minder gekräusel— 1) Linn. Crit. Bot. pars IV. p. 241. — 50 10* 5 f a— 2 8 3* A.—— P r 32S 5—— 2 turn et so bäshe⸗ unsrlähe x elt.& „ bo de n mn ee Allem des N ill woc⸗ dach nt e in ige les, a geba un ner Sa bey un chen Ar „ einen führen, ebracht len ge⸗ blieben llechts ie ein und önnen, tztern, Die sieden⸗ ewisser räusel⸗ — 3—— ten Blättern und dergl. Bey diesem Allem aber behält die Abart völlige Aehnlichkeit in ihrem Bau und ihren wesentlichen Theilen, mit der Art, von der sie abstammt. Einige dieser Abarten sind den Zufälligkeiten, wodurch sie verändert worden, so lange unterworfen gewesen, daß sie nicht so leicht und so bald wieder in die Art, von der sie abstammen, übergehn können, sondern aus ihrem Stamm Pflanzen hervorbringen, die sich fast ganz ähnlich bleiben. Dies hat einigen Pflanzenkennern Anlaß gegeben, sie stetige Abarten(Sublpe— cies) zu nennen, ja manchmal sie unter die Zahl der Arten selbst aufzunehmen. Da indessen nicht geläugnet werden kann, daß dergleichen durch zufällige Ursachen aus einer Art entstanden sind und die Erfahrung gezeigt hat, daß einige mit der Zeit, wenn man diese zufälligen Ursachen zu heben weiß, wieder in ihre Art übergehen können; so können sie doch nur als Abarten angesehen werden 2). Schwer ist's in einigen Fällen zu sagen, ob diese stetigen Abarten(Sublpecies) wirkliche Arten sind oder nicht. So lange man aber nicht durch hinreichende Versuche solches entscheiden kann, so hat es für die Pflanzenlehre nicht so gefährliche Folgen, wenn man sie zu Abarten macht, als wenn man sie unter die wirklichen Arten zählt, gesetzt auch, man irrete 2), weshalb auch der Verfasser das Erste statt des Letztern gewählt hat. §. 3. Sowohl dem Pflanzenkenner als dem Landwirth ist's von äußerster Wichtig— keit, genaue und bestimmte Kenntniß von dem Abarten der Kornartes zu haben. Je— nem vornemlich, um die zufälligen Abarten unter ihre richtigen Arten zu ordnen und nicht zu neuen Arten zu machen, als wodurch die unbestimmte Kenntniß, die wir noch von den so vielen und so verschiednen Kornarten in der Landwirthschaft haben, in noch größeres Dunkel gehüllt würde. Dem Andern dahingegen, der allein auf den Nutzen und Gebrauch der Kornarten sieht, ist es nicht weniger von Erheblichkeit, das Beständige von dem Zufälligen unterscheiden zu können. Eine Abart ist wegen ihrer Ergiebigkeit, ihres bessern und schwerern Korns und bessern Geschmacks ihm weit wichtiger als die Hauptart selbst. Wie aber soll er jene kennen ohne diese, und wie soll er sie durch gehörige Pflege zu behalten wissen, wenn er nicht weiß, auf was Weise die unstetige Abart aus ihrer Hauptart entstanden ist. A 2 2) Man sehe d. Hannöber. Magaz. II. St. 1784 wo Hr. Ehrhardt den Unterschied zwischen Species und Sublpecies zeigt. 3) Linn. I. c. p. 230. Z weytes Kapitel. Von der Gerstengattung üb er haupt. §. I. Uater den Getraidearten(Cerealiis) werden im eigentlichen Verstande die. Grasarten begriffen, die in einiger Menge ein so großes und mehliges Korn tragen, daß sie Menschen zur Nahrung dienen können. So werden die eigentlichen gegenwärtig bey uns gebauten Kornarten, Waizen, Roggen, Gerste, Hafer seyn, nicht aber Buch⸗ waizen, da er nicht zu der Familie der Grasarten gehört. Um die Arten von jeder Gattung des Kornes zu bestimmen, ist's nothwendig, bestimmte Kennzeichen der Gattung selbst zu haben, und zu wissen, was man wirk— lich Walzen, Roggen, Gerste, Hafer zu nennen habe. Die im gemeinen Reden übli— chen Benennungen sind manchmal so unbestimmt, daß, was zuweilen Waizen, Rog⸗ gen und Reis genannt wird, wahre Gerstenarten sind; und nach einer solchen Bestim⸗ mung würden also viele der. wirklichen Gerstenarten zu unrichtigen rechnet werden. Der unsterbliche Linnse hat folgende setzt). + ö Korngattungen ge— Kennzeichen der. Gerstengattung festge⸗ Der Blumenkelch. Der Fruchtboden ist ein Aehren— stengel. a Der Balg ist sechsblättrig. Drey Gluma hexaphylla, triflora: flori- Blumen unmittelbar neben einander auf dem bus lellilibus; Aehrenstengel. Die Blätter der Kornhülse sind gepaart, unten getrennt von gleicher Breite, spitz zulaufend Tab. I. Fig. d. Cal yx. Receptaculum commune elon- gatum in spicam. 2———— ———— foliolis distantibus, per Paria digestis, linearibus, acuminatis. —————— ———— 4) Vide Genera Plant. curante Reichl. No. 104. ——— .. e 2 2„2 asakteh daß se ig beh Buch⸗ vendh, wikk⸗ hl guog⸗ zestir⸗ en ge⸗ fil, elon⸗ Die Blumenkrone zweyspelzig. Corolla bisalvis. Valvula exteri- Die äußere Spelze bauchig, eckig, eyför⸗ or ventricosa, angulata, ovato- acumi- mig zugespitzt, länger als der Kelch, en- nata, calyce longior, desiens in ari- dend in eine lange Granne. Die innere stam longam. V. interior lanceolata, lanzetförmig, flach, kleiner als die äußere. plana, minor. Tab. I. Fig. f. Die Staubgefäß e. Drey Staub⸗ Stamina. Filamenta tria, capilla- fäden haarartig, kürzer als die Blume. ria, corollà brevibra. Antherae oblongae. Die Staubbeutel länglich. Die Stempel. Der Fruchtknoten Pistilla. Germen ovato- turbina- eyförmig, oben dick.(Tab. 2. Fig. f.) Die tum. Styli duo, villost, reflexi. Stig- Griffel zween, weichbehaart, zurückgebeugt. mata Hmilia. Die Narben desgleichen. Fab. J. Fig. g. Die Fruchthülle besteht aus den Pericarpium. Corolla eircum- Blumenblättern, die dicht um das Korn nalcitur lemini, nec dehiscit. anwachsen, und sich bey der Reife nicht 5 öffnen. Der Samen, ein längliches, bau⸗ Semen oblongum, ventricolfum, chiges, eckigtes, an beyden Enden zuge- angulatum, utrinque acuminatum, inde spitztes Korn, mit einer Furche längs der lulco longitudinali notatum. innern Seite. 1 Aus dieser Beschreibung ersiehe man, wie sehr die Gerstengattung mit dem Waizen und Roggen übereinkomme. Sie trägt ihre Blumen in einer Aehre, hat ei— nen Aehrenbart wie sie, und den wesentlichen Theilen der Blüten nach, viel Aehnlich⸗ keit mit ihnen. Betrachtet man dahingegen die Art, wie die Blüten befestigt sind, und die Beschaffenheit des Kelchs, so merkt man leichtlich den wesentlichen Unter⸗ schied. a ö Am Waizen findet man, daß der Blütenkelch einfach ist, aus zwo einander entgegenstehenden Spelzen besteht, und drey, auch mehr Blüten einschließet, die an den entgegengesetzten Seiten eines Stengelchens sitzen, der an dem Haupt⸗Aehrensten⸗ gel(Rachis) befestigt ist, mitten zwischen dea Blättern der Kornhälse. Am Roggen findet man gleichfalls, daß der Kelch eine zweyblättrige Spelze ist. Hier umschließt sie nur zwo neben einander sitzende Blumen; und trifft man, wie manchmal der Fall ist, eine dritte, so steht sie zwischen den andern auf einem längern Stengel. — 6— An der Gerste hingegen sitzen die Blüten, drey neben einander unmittelbar an den Zacken des Aehrenstengels, und sind an den Seiten von einem sechsblättrigen Balg umgeben; wodurch denn die Gerste sich wesentlich von den andern Kornarten unterscheidet. §. F. Diese drey erwöhnten Blüten der Gerste, sind theils alle fruchtbar, theils nur die mittelste. Bisweilen haben alle, bisweilen nur eine den Aehrenbart oder Gran⸗ nen. Oft findet man die Blüten und in der Folge die Körner flach an dem Aehren— engel anliegen, oft ragen sie weit vor selben vor. Diese Veränderungen hat man 9 9 9 ziemlich stenig befunden, und daher zu Kennzeichen angenommen, woran man die Ar— ten der Gerstengattung von einander unterscheidet. Wenn diese drey, so neben einander sitzenden Blumen, alle Zwitter sind, ma⸗ chen sie drey fruchtbare Reihen an jeder Seite der Aehre aus, die also sechszeilig wird. Doch kann die Anzahl der Reihen allein nicht hinreichen, eine Art zu unter— scheiden, da man findet, daß eine solche sechszeilige Aehre oft bey einer und derselben Art vierzeilig wird. Die Zacken des Aehrenstengels stehen manchmal weiter von ein— ander als gewöhnlich, wodurch die Seitenblumen mehrern Raum gewinnen sich ab⸗ wechselnd um einander zu legen, so daß die zwey äußersten Reihen, die von diesen Seitenblumen gebildet werden sollten, in eine Reihe zusammenfließen. Geschieht dies nun mit den Seitenblumen zu beyden Seiten der Aehre, so erhält diese nur vier Reihen. Sind hingegen die beyden Seitenblumen dieser Dreyen blos männliche, so blei— ben sie güste(unfruchtbar) und die mittelste allein wird fruchtbar. Diese bildet eine Reihe an jeder Seite der Aehre, und macht, daß sie als zweyzeilig erscheint, ob sie gleich im Grunde sechszeilig ist. Es findet sich auch, daß diese güsten männlichen Blüten immer ohne Aehrenbart sind, wodurch das besondre Aussehen der Aehre noch mehr vermehrt wird, und beyde Eigenschaften haben daher die deutlichsten und stetig⸗ sten Kennzeichen zur Unterscheidung der Arten abgegeben Y. a Auch giebt die größere oder geringere Erhebung der Blumen gegen den Aeh— renstengel, kein schlechteres Kennzeichen ab. Stehen die Blumen ab von dem Aehren— ) Spätere Erfahrungen haben den Verfasser gelehrt, daß die grannenlosen männlichen Blüten kein so sicheres Kennzeichen zur Unterscheidung der Arten abgeben. Er hat gesehen, daß die Reis gerste(Hordeum zeocriton) am untern Theil der Aehre gegrannte Kronen oder Blumen vom Zwittergeschlecht gehabt, da wo die grannenlosen männlichen Blumen sitzen sollen, wodurch sie denn unterhalb eine sechszeilige Aehre erhalten hat. ö faber g latte brngeh eilt yr r Gran; Aehn, gat nn die dy; ib, N Hefeilg unket⸗ ersaben on eih⸗ ich ab⸗ bien t des r her 0 ble et eie h se — 7— stengel, so findet man sie immer dichter bey einander, als in den Aehren, wo sie fla⸗ cher anliegen. a a Ist dies der Fall in einer sechszeiligen Aehre, so entsteht dadurch zwischen den Reihen ein Winkel, wodurch sie herausstehender und kenntlicher werden. Ist's hinge⸗ gen in einer zweyzeiligen Aehre, so wird diese im ersten Falle breiter und fächerarti⸗ ger, im andern aber schmal und gleich breit oben und unten. Jezuweilen findet man bey der Gerstenähre, daß das Korn ganz los in den Blü— tenspelzen liegt, wie beym Roggen und Waizen, und also keine Schale hat. Da die Erfahrung aber lehrt, daß diese Eigenschaft sich in kalten und nassen Sommern ver⸗ liere, so ist sie nur zufällig, und kann daher nur zum Kennzeichen der Abarten dienen. Eben so geschieht es, daß die Aehre unterweilen den ganzen Bart verliert; daß ste außerordentlich lang und farbig wird; daß die Blütenspelzen, die das Korn um⸗ geben, dünner oder dicker sind; daß das Korn selbst mehr oder weniger mehlig, mehr oder weniger durchsichtig ist; daß die Wurzel mehr oder weniger Halme treibt und so ferner. Da dieses Alles aber eine Folge ist von der verschiednen Art, wie man die Gerste baut, und von dem verschiednen Boden, welches sich so leicht verändert, so ist dergleichen auch nur Kennzeichen der Abarten. Die Griechen und Römer unterschieden die Gerste(n; Hordeum) vom Wai⸗ zen daran, daß jene eine Aehre mit deutlich getrennten Reihen, breitere Blätter und kürzere Stengel habe, und die Aehre dem ersten Blatte näher sitze, als beym Waizen. c So findet man, daß Dioskorides nur eine Art der Gerste gekannt habe. Theophrast hingegen scheint mehr Arten gekannt zu haben, da er sagt: sie unterscheiden sich durch die Anzahl der Reihen in der Aehre, da ihrer 2, 3, 4,6 seyn können, oder auch durch die größere oder kleinere Länge, mehrere oder mindere Dicke und Dichtigkeit der Aehre, so wie auch durch die verschiedne Gestalt und ver⸗ schiednen Bestandtheile des Kornes. Kolumella führt zwo Arten der Gerste an, die er Cantharinum oder he- Kastichon und galathicum oder distichon nennt. Die erste war sechszeilig mit dem Korn los- liegend in den Blumenhülsen; die andre hingegen war zweyzeilig und trug ein sehr mehliges und schweres Korn. Indessen läßt sich aus obigem nicht schließen, daß Griechen und Römer nicht mehrere Gerstenarten gekannt hätten, denn die Kennzeichen ihrer andern Getraidearten sind so verwickelt und unbestimmt, daß wohl einige der Gerstenarten sich darunter befinden mögen. So scheinen, nach des —— 3 C —— 1 ö 1 ü 1 1 N ——— 3————— . 2 7— * — Tragus Bericht) des Kolumella Far candidum und ardoreum Gerstenarten zu seyn, und unsre Reisgerste und Himmelkorn auszumachen. Es hat also das Ansehn, daß sie dieselben Gerstenarten gehabt, die wir gegenwärtig haben, nur daß sie bey ihnen zu verschiednen Kornarten gehörten. Man findet auch behm Ruellius, Do⸗ donäus und am allerdeutlichsten bey den Gebrüdern Bauhin, daß dieselben Ger⸗ stenarten, die man itzt baut, damals allgemein gewesen, und nach Linnses Spec, Plant. Ed. II. p. 125 folgende Arten ausmachen: 5 1. Hordeum vulgare, gemeine Gerste. e. Soeleste, Himmelkorn. 2. Hordl. hñexastichon, sechszeilige Gerste. 3.— distichon, zweizeilige Sommergerste. g. nudum, zweizeilige nackte Gerste. 4.— zeocriton, Reisgerste. Diese 4 Arten, nebst verschiednen Abarten, werden gegenwärtig an vielen Or⸗ ten in Dänemark, Norwegen und auf den färösschen Inseln gebaut. J. 6. Von allen Getraldearten ist die Gerste eine der zärtlichsten in Hinsicht des Bo⸗ dens, den ste erfordert. Sie verlangt weder zu sandiges und trockenes Erdreich, noch zu feuchte Damerde. Zwar wächst sie in beyden, in trocknen Sommern aber welkt sie in jenem, und in nassen und kalten Jahren wird sie in diesem falb und kann nicht fortkommen. Leimenartige Erde mit schwarzer Erde vermischt, ist demnach was sich am besten für die Gerste schickt; denn ein dergleichen Boden behält die Feuchtigkeit nicht zu lange, und verliert sie nicht zu leicht. f Wahr ist's, in fetter und feuchter Damerde wächst in trocknen Sommern die Gerste am stärksten; nimmt man aber mehrere Jahre, so findet sich, daß in solchem Boden die Gerste mehr dem Miswachs ausgesetzt ist, als in dem leimigten Erdreich, und daß der Ertrag in diesem, in Durchschnitt mehrerer Jahre beträchtlicher ist als dort. Es geben auch die unter den dänischen Provinzen, die dergleichen leimigtes Erdreich haben, die beste und meiste Gerste. Da die Gerste einen starken und langen Halm treibt, erfordert sie kräftiges Erdreich zu ihrem Wachsthum, und dies wird vornemlich durch Düngung erhalten. Es 5) Vid. Prag i de stirpium etc. usitatis nomenolaturis p. 639. t. 69. und Bauhän. Tllieatr. P- 422. 7 132 rr ke 6 0 Musch, i se h 0 16, Ot enn Ger⸗ 5 He len Or es Ho⸗ Joch zu bellt 1 ncht 15 fch igkeit tn be chem reich, ft als iigtes flies ten. C5 lentr. Es ist daher nothwendig, fettes wohl gedüngtes Land zu Gerstenfeldern zu wählen. Man findet auch meistens, daß man das Land dünget, wenn man Gerste säen will, oder auch dazu Aecker wählt, die an sich fett sind und nur eine Erndte getragen, seit sie gedüngt worden. In Secland und Fühnen, in Thye und andern Orten in Jütland, dünget man gemeiniglich zur Gerstensaat. An andern Orten in Jütland hingegen säet man Gerste nach dem Roggen, zu welchem gedünget worden. Sie kömmt hier aber nie zu dem Wuchs und dem Ertrage, als an den Orten, wo man sie nach dem Buchwaizen in gedüngetem Lande säet. Der Dünger zur Gerste muß sich nach dem Erdreich richten. Niedriger und leimigter Boden erfordert mehr gährenden und wärmenden Dünger, als höheres und sandiges Land. Bey jenem würde Pferde⸗ und Schaafmist, bey diesem Kuhdung vorzuziehen seyn. Einige ökonomische Schriftsteller haben zwar behauptet, man dürfe Gersten⸗ äcker nicht mit Schaafmist düngen, weil die Gerste, die in dergleichen Lande wächst, nicht so gut keimen wolle im Mälzen, als andre; da der Verfasser aber mehrere Jahre gesehen, daß dieser Dünger ohne Unterschied mit den andern angewandt wor— den, ohne daß die beregte Wirkung davon verspüret wäre, so kann sowohl hiernach, als auch nach der Natur der Sache, eine solche Erfahrung bezweifelt werden 5). §. 7. ä Betrachtet man die Wurzel der Gerste, so zeigt der feine Bau derselben, daß sie eine wohlgepflügte und lockere Erde erheische, wenn sie ihr gehöriges Wachsthum erreichen soll. Das Land muß demnach für die Gerstensaat wohl bearbeitet werden, besonders wenn es fest und leimig ist. Auch hat man in neueren Zeiten angefangen, die Gerstenäcker öfter zu pflügen als vor diesem, weil die Erfahrung gelehrt, daß eine reichere Erndte die Arbeit belohne. In Seeland hat man gewöhnlich im Früh⸗ jahr das Land nur zweymal gepflügt zur Gerstensaat und einmal geegget. Itzt hin⸗ gegen wird es an manchen Orten dreymal gepflügt und zweymal geegget und gewalzet. Zuerst wird das Gerstenfeld aufgerissen*), welches im Spätjahre geschieht; dann wird es zum zweytenmale gleich zu Anfange des Frühlings und zwar überlang gepflüget, sodann geegget und darauf gewalzet, um die noch übrigen Klumpen der geeggeten Fur— chen auszuebnen. Sodann wird, wenn nun die Gerste gesäet werden soll, wieder 60 Herr Konferenzr. Fleischer giebt gerade deu entgegengesetzten Rath, da er deu Schaafdünger als den besten für Gerstenfelder angiebt. S. dessen Ackerbau-⸗Katechism. S. 93. 7) Die beste Art des Aufreißens. S. ebend. S. 63. B und zwar überzwerch gepflüget 8), nach dem Säen geegget und endlich noch einmal gewalzet. Man säet auch wohl die Gerste vor dem Zwerchpflügen, welches in trock— nen Sommern und bey lockerer Erde von guten Folgen ist. In den Marschländern, wo man es mit dem zähen Letten oder sogenannten Kley zu thun hat, pflügt man gleichfalls dreimal zu Sommergerste, wenn die Witte— rung es zuläßt, wenn gleich das Land schon zuvor zu anderer Saat, die darin ge— wachsen ist, bearbeitet worden. Zur Wintergerste wählt man gleichfalls wohlgepflüg⸗ tes Land, da man immer die Gerste nach einem solchen Gewächs») säet, als wozu der Boden gut durchgearbeitet worden. In Jütland dahingegen hat man an verschiednen Orten das dreyfache Pflü⸗ gen zur Gerstensaat versucht, es aber in trocknen Sommern nicht dienlich gefunden, weil die Erfahrung gelehrt, daß die Gerste in solchem dreymal gepflügten Lande, die Dürre des Sommers nicht so gut ertrage, als in dem weniger gepflügten. Da aber dies gerade an solchen Orten war, wo das Gerstenfeld schwarze Damerde war, und schon zweymal nach einander getragen hatte, daher also sehr locker war, so wurde es noch lockerer durch das öftere Pflügen zur Gerstensaat, daß also die Sonne allzu stark eindringen und den Boden austrocknen konnte, welches dagegen in leimiger Er— de nicht Statt gefunden hätte. Dies Beyspiel kann folglich nicht gegen den Nutzen des öftern Pflügens der Gerstenäcker angeführt werden, um so weniger, da man ge— rade an demselben Orte die Erfahrung machte, daß das dreymalige Pflügen in nassen Jahren eine ergiebigere Erndte zuwege brachte, als wenn nur zweymal gepflügt wird. Man könnte auch leichtlich der zu heftigen Wirkung der Sonne in trocknen Sommern, auf dergleichen dreymal gepflügte lockere Damerde vorbeugen, wenn man desto öfter walzete. Daß lockeres und wohlbearbeitetes Land jederzeit die Fruchtbarkeit der Ger⸗ ste vermehre, beweist die Art wie man auf den färöischen Inseln und hie und da in Norwegen das Land bearbeitet, als welches mit dem Grabscheit geschieht, und wo— bey man immer mehrfältig einerndtet als in Dänemark. In Seeland walzet re) man den Gerstenacker 7 bis 8 Tage nachdem die Ger⸗ ste aufgegangen ist, und zwar um verschiedne Absichten zu erreichen. Ist gleich nach der Aussaat starker Regen gefallen und es kömmt plötzlich Sonnenschein, so erhält 8) Man findet auch an einigen Orten, daß man das zweytemal überzwerch pflüget, und das drit⸗ temal überlang; welches auch am besten bey leimigtem Boden ist. 9) Man säet sie gemeiniglich nach der Rübsaat, zu welcher das Land sieben- bis achtmal gepflügt wird. 10) Vom Gebrauch und Nutzen der Walze s. Berl. Beytr. zur Landwirthschaft. 1. B. S. 359. einmal n ktock⸗ Nannen Vikte⸗ win ge⸗ geufsg⸗ 5 ohh e fl funde, de, de a gber , und shurde e alzu el Er⸗ Nuten an ge⸗ nasen wild, merh, oft Ger⸗ da in d hob Get⸗ ach rhät lt fit r die Erde, besonders wenn sie leimig ist, dadurch eine harte Rinde, die dem Wachs⸗ thum der Gerste hinderlich ist. Durch das Walzen wird diese Rinde zerbrochen, die Erde lockerer und der Wachsthum der Gerste befördert*). Hat man hingegen kei— nen Regen gehabt, und die Witterung läßt einige Dürre vermuthen, so walzet man hinwiederum, damit der Boden fester und zusammenhangender werde, um der allzu austrocknenden Wirkung der Sonnenstralen widerstehn zu köunen, wodurch benn die Feuchtigkeit desto länger in der Erde bleibt. Im östlichen Theile Jütlands hält man es dagegen für undienlich das Land zu walzen, nachdem die Gerste aufgegangen, und walzet daher gleich nach der Aussaat; überfährt aber das Feld mit der Egge, wenn die Gerste aufgegangen ist, damit die Erde lockerer und das Unkraut gedämpft werde. In Bornholm, in Fühnen und an manchen Orten im Schleswigschen und Hollstein⸗ schen an den Seeküsten, wo der Boden leimig ist, bedient man sich viel der Walze, nachdem die Gerste aufgegangen ist, und zwar mit vielem Nutzen, in eben der Ab⸗ sicht als solches in Seeland geschieht. Die Erfahrung lehrt demnach, daß man mit Sicherheit das Gerstenland walzen kann, eine Weile nach der Aussaat, wenn man solches auf die rechte Art, und bey dem gehörigen Erdreich vornimmt, ob es gleich scheinen möchte, daß man dadurch die zarten Wurzeln der Gerste zerdrücken müßte. Ueberdies dient das Walzen auch zur Ebnung des Landes und zum leichtern Abmä⸗ hen des Getraides; doch muß man dies letztere nicht blos durchs Walzen zu errei⸗ chen suchen, sondern durch gute Bearbeitung des Landes überhaupt. 8. f Beym Säen der Gerste ist vornemlich zu sehen auf die Zeit, die Witterung und den Raum, den die Saat haben muß. 5 : Die Säezeit der Gerste ist sehr verschieden nach der Verschiedenheit der Arten. Einige werden im Frühling, andre im Herbste gesäet. Es tragen aber Klima, Erd— art und die verschiedne Weise das Land zu bestellen, vieles zu dieser Verschiedenheit der Säezeit bey. 5 Die Arten die in den südlichen Theilen Europens im Spätjahr gesäet werden müssen, kommen zur gehörigen Reife in Norwegen, den färölschen Inseln und andern nördlichen Theilen von Europa, wenn sie der Erde im Frühling anvertraut werden. Die Gerstenart, die in Egypten 3 bis 4 Monate zum Reifen gebraucht, erreicht ihre B 2 11) Ist die Erde sehr fest und leimig, so dürfte es besser seyn, sie einmal mit der Egge zu über⸗ fahren. I K ͤ TTT Vollkomzienheit in Norwegen in 8 bis 9 Wochen, ja manchmal in kürzerer Zeit. Die starke Winterkälte hindert hier das Säen im Herbste, und der warme Sommer mit seinen langen Tagen, wie kurz er gleich dauert, treibt die Saat so stark, daß sie in so weniger Zeit reift. Es giebt daher Gerstenarten, die in Dänemark vor dem Win— ter gesäet werden, und die man in Norwegen und den färöischen Inseln im Frühsinge säen muß. Die verschiedne Art das Land zu bestellen, trägt nicht weniger zur Ver—⸗ schiedenheit der Saatzeit bey. Man findet, daß eine und dieselbe Art Gerste, die ge— wöhnlich im Frühjahr gesäet wird, sich nach und nach so an die Kälte gewöhnen kann, daß sie im Herbste, selbst in den kältern Gegenden, gesäet werden kann. Sol⸗ chergestalt ist denn Sommergerste zur Wintergerste geworden. Eben so hat ein feuch— terer oder trocknerer Boden vielen Einfluß auf die Säezeit. Viel früher kann die Gerste einem trocknen als einem feuchten Lande anvertrauet werden, da man findet, daß Nachtfröste und Kälte im Frühlinge der Gerste weit mehr Schaden zufügen in diesem, als in jenem. So findet man gleichfalls, daß Wintergerste durchaus nicht in gewissen Kogen in der Marsch gesäet werden kann, weil sie zu feucht sind, und das kalte und feuchte Nachjahr der Wintergerste vielen Schaden thut. Die Gerstenarten, die man in Dänemark im Frühlinge säet, kommen gemeinig⸗ lich am Ende des Maies 12) unter die Erde, etwas früher oder später, je nach der Langwierigkeit oder Kürze des Winters und der Frühlingskälte. In Norwegen ist die Saatzeit der Gerste beynahe die nämliche; doch säet man ste auch an einigen Or— ten bis in der Mitte des Junius. Die sogenannten Wintergerste Arten, die man in Dänemark baut, müssen im September, spätestens 14 Tage vor Michaelis gesäet werden. Die Witterung, die man zum Aussäen der Gerste wählet, hat den größten Ein⸗ fluß auf den Wachsthum derselben. Man weiß, wieviel ein Regen bald nach der 12) Einige haben gar besondre Kennzeichen zur Säezeit der Gerste angegeben, nach dem Geschmack, dem Geruch, der Kälte der Erde ꝛc. welches keine Aufmerksamkeit zu verdienen scheint. S.. der Leipz. Samml. S. 31. und 92. Stück der gelehrt. Beytr. zu den Braunschw. Anzeigen v. J. 1768. Herr Lanöbye, ein Pfarrer, Mitglied der patriotischen Gesellsch. in Stockholm, gab 1774 die beste Saatzeit für die Gerste folgendermaßen an: Man solle von dem gepflügten Gerstenfelde eine Handvoll Erde nehmen, solche in ein Glas thun, so viel Wasser dazu schütten, daß es 2 bis 3 Zoll über die Erde stehe. Rieche das Wasser den folgenden Tag säuerlich, und habe einen bit— tern und salzigen Geschmack, so sey es noch zu früh zur Gerstensaat. Wenn es hingegen keinen Geschmack habe, so sey es die rechte Zeit. Leichtere, sichrere und gemeinnützigere Kennzeschen findet man bey Hern Konserenzrath Fleischer in seinem Ackerbau Katechismus, S. 95. 7 2. ̃— ů᷑:hiee—— n—— 3 — ˙—«˖ ¹¾ꝛ...—2— 2 — eit. Die mer mit 0 fee in in Mig; kühinge ur Nr; die gl ohnen Col t fuch⸗ ann ee sinhet, Jen in licht in ud das Reinig; sch ber el ist en Ol⸗ nan it gest n Eil ch ber 0 1 —— — 13—.— Aussaat, dazu beyträgt, daß die Gerste gleichkörmig aufgeht, welches von nicht ge⸗ ringem Belang ist, da es auf den Herbst einen gleichen Grad der Reise zur Folge hat. Daraus läßt sich erklären, warum in trocknen Jahren die Gerste auf einem Acker nicht auf einmal reif wird. Was dem Nande zunächst ist, reift immer eher, als was auf dem Rücken des Ackers steht, weil jenes wegen der Schräge des Ackers immer mehr Feuchtigkeit hat als dieses. Umgekehrt ist's bey sandigem Erdreich, denn da hat der Acker am Rande mehr Sand als auf dem Rücken, und verliert daher die Feuchtigkeit eher dort als hier. Einige Landwirthe haben daher auch den Rath gegeben, die Gerste am Abend zu säen, um sie die Nacht über im Thau liegen zu lassen, und dann am Morgen gleich sie unterzueggen, wodurch sie eine Feuchtigkeit erhält, die das gleichförmige Aufgehen befördert. Andre legen die Gerste 2 bis 3 Tage in Mistwasser in die Weiche, bevor ste gesäet wird, um diese Absicht zu errei⸗ chen und anbey die Fruchtbarkeit der Gerste zu befördern r). Man hat auch an unterschiednen Orten dies versucht und zwar mit dem besten Erfolge in trocknen Som- mern. Manche fürchten zwar in diesem Falle, daß eintreffende Nachtfröste der zar— ten und so geschwind aufgehenden Pflanze schaden möchten. Der Verfasser kennt indes— sen einen erfahrnen Landmann, der vorm Jahre seine ganze Gerstenaussaat auf die letzterwähnte Weise in die Erde brachte, worauf nicht allein Kälte und Nachtfrost einfiel, sondern das Land sogar mit einer ziemlich dicken Lage von Schnee bedeckt wurde, dies alles aber ohne den mindesten Schaden der Saat. Er hatte eine rei— chere Erndte als seine Nachbarn, die ihm das Gegentheil prophezeihet hatten. Ob der Schnee den Frost an der Beschädigung des aufkeimenden Gerstensaamens gehindert, oder ob dieser wirklich dergleichen ertragen kann, wage ich nicht zu beurtheilen, son— dern muß es den weitern Versuchen verständiger Ländmänner überlassen. Ebenmä— ßig verdient es Aufmerksamkeit, daß man das Land nicht zu lange nach dem Pflügen liegen lasse, bevor man Gerste säet, wenn etwa Dürre einfiele, weil die Furchen, be⸗ sonders in leimigem Erdreich von der Sonnenhitze in harte Klumpen zusammengebak— ken werden, und sich nicht ohne viele Mühe durchs Eggen und Walzen zertrümmern lassen. Man nimmt es daher an einigen Orten als Regel an, sogleich am Mittage zu säen, wenn man den Morgen gepftügt hat. Hier muß doch Ausnahme statt fin— 13) Man sehe hievon Herrn Schmelzens Versuche im Kleinen angestellt, die man im zten St. der öͤkonom. Nachrichten der patriot. Gesellschaft in Schlesten J. 1776. S. 22 findet. Ein einge— weichtes Saamenkorn gab funfzigfach, indeß das uneingeweichte nur sieben und zwanzigfach gab. a .— E N 1 19 7— — ———— den), wenn die Erde zu feucht oder naß ist; denn in diesem Falle muß sie einige Tage zum Trocknen haben, bevor man säet. Man muß hier das kleinere Uebel zur Entgehung des größeren wählen, und sich dagegen desto mehr der Egge bedienen, um das Erdreich wieder gehörig aufzulockern. J Man findet bey einigen ökonomischen Verfassern angeführt, daß die Sperlinge der Gerste keinen Schaden zufügen sollen, wenn diese des Morgens im Thau gesäet werde; dies scheint aber nach einem allzustarken Glauben an die Wirkung des Thaues zu schmecken, und keinen Grund in der Natur der Sache zu haben. Da die Gerste eine Kornart ist, die mehr als einen Halm aus dem Saatkorne treibt, so versteht sich von selbst, daß sie nicht zu dicht gesäet werden muß. Dies gilt noch mehr don jenen Gerstenarten, die besonders die Eigenschaft haben viele Schößlinge aus der Wurzel zu treiben. In Dänemark nnd Norwegen rechnet man insgemein auf 14000 Quadratellen oder eine Tonne Landes, 9 bis 10 Scheffel Ger— ste rs). In den Marschländern hingegen säet man sie dichter. Von den Arten, die viel Schößlinge aus einer Wurzel treiben, bedarf's nicht so vieler Aussaat auf eine Tonne Landes. Eben so wichtig ist s auch, daß die Gerste gleichförmig gestreut werde, damit die eine Pflanze nicht zu nahe an die andre komme, und sie gegenseitig sich im Wachsthum hinderlich seyen. Man hat in dieser Hinsicht mancherley Säemaschinen 1) erfunden und vorgeschlagen; ein Säemann aber, der einen gewissen Wurf und einen bestimmten Gang hat, kann bey stillem Wetter hierin viel ausrichten. Wenn man die Gerstenäcker, eins ums andre der Länge und der Quere nach egget, wird auch die Gleichförmigkeit der Aussaat sehr befördert 7). Einige haben auch vorgeschla⸗ gen, die Gerste zu pflanzen, um die Weite zwischen den Körnern desto genauer zu be— 10 Ist Kübik(Ackerrettich, Raplanus Raphanistrum) ober andres Unkraut im Gerstenfelde, so wird gerathen, die Gerste 5 bis 6 Tage ungeegget liesen zu lassen, und erst, wenn das Unkraut aufgegangen, solche unterzueggen. S. Berlin. Beytr. z. Landwirthsch. 1. B. S. 356. Besser scheint es zu seyn, daß man die Gerste sogleich unteregge, damit nichts davon umkommen möge, wenn sie so lange unbedeckt liegt; und sodann könnte der Gerstenacker, wenn das Unkraut hervor⸗ kömmt, wiederum geegget werden. Dieser Art bedient man sich an verschiednen Orten in Jüt— land. 15) Bey einer und derselben Gerstenart kann dies verschieden seyn, mehr oder weniger, je nachdem das Erdreich magrer oder fruchtbarer ist, und nach der Güte des Sagtkornes. 16) S. Beck Grund. der Landwirthsch. zte Aufl. S. 100. 17) S. Fleischers Ackerbau Katech. S. 110. 2 222— 2 fu einge Jebel luer nen, un peeling ju gesäet Thnues galkotge Dies en hele net nan fel Gel, ten, de auf eine t werde, sich in ien d eilen an man rd auch geschl⸗ zu he⸗ selbe, fe lutaut Besset mige, Harbot⸗ 1 J chen stimmen, so wie auch wie tief sie in die Erde kommen s). In England und Schwe⸗ den hat man an einigen Orten Versuche damit gemacht und gefunden, daß die Ein— nahme reichlich die Unkosten erstattete. So lange aber die Volksmenge in so gerin— gem Verhältniß zu dem angebauten Lande steht, wie gegenwärtig bey uns, läßt sich die Möglichkeit davon kaum denken. Hie und da in Norwegen, wo man nur wenig Ackerland hat, ließe es sich mit Nutzen anwenden, §. 8. Von den ältesten Zeiten her findet man bey den meisten Schriftstellern, daß die Gerste auf eine andre Art, als die andern Kornarten aufkeimen solle. Sie be⸗ haupten, die Gerste keime an beyden Enden des Korns, da die andern Getraidearten hingegen Blatt und Wurzel an demselben Ende treiben. Man will, das Blatt komme aus dem obersten Ende und die Wurzel aus dem untersten. Es scheint auch beym ersten Anblick sich so zu verhalten; untersucht man es aber näher, so findet man, daß beydes am untersten Ende hervorkömmt, wie bey allen Kornarten, und der Keim des Blattes sich innerhalb der Hülse oder Schale des Kornes erhebt, so daß er am andern Ende hervorzukommen scheint. Raj ns) hat bereits im vorigen Jahrhundert dieß beobachtet, demungeachtet findst man das Gegentheil noch von den neuesten öko— nomischen Schriftstellern angeführt. Die Gerste kann jezuweilen, wenn feuchte Witterung ist, 4 bis 5 Tage nach— dem ste gesäet worden, aufkommen. Insgemein währt es 8 Tage, oft noch länger, je nach Beschaffenheit der Witterung. In guten Jahren erreicht sie bey uns inner— halb 10 bis 14 Wochen, und in Norwegen innerhalb 8 bis 9 Wochen ihre Vollkom— menheit. 5 8 Die Reife der Gerste erhellt aus der gelben Farbe des Halmes und der grö— ßern Mehligkeit des Kornes. Von äußerster Wichtigkeit ist's die rechte Zeit zum Ein— erndten der Gerste zu treffen, denn, wird sie überreif, so kann ein einziger starker Wind sie ganz und gar verderben, durch Abschüttelung der Körner, oder eine ein— treffende starke Sonnenhitze in weniger Zeit den Halm so ausdörren, daß während des Einerndtens die Aehre bricht und abfällt. Die allgemeine Regel wird demnach seyn müssen, daß man die Gerste lieber ein wenig zu früh einerndte, als wenn sie 18) Die Gerste muß nicht über eine Handbreit, und nicht unter einen Fingerbreit tief gesäet wer⸗ den. S. Sommerfelds Ackerb. Katech. S. 65. 19) V. Ra j hist. Plant. T. 2. p. 124%. gar zu reif ist 2). Das Erndten geschieht entweder mit der Sense oder Sichel. Das erstere geht am geschwindesten; wo aber die Gerste stark ist und sich gelegt hat, da muß die Sichel gebraucht werden. In der Marsch bedient man sich daher alle⸗ zeit der Sichel, und auf der Geest der Sense. Man giebt auch darum der Sichel den Vorzug, weil bey ihrem Gebrauch nicht so viele Aehren verloren gehn. An eini— gen Orten bindet man das geschnittene Korn sogleich in Garben, an andern läßt man es erst eine Weile auf dem Acker liegen. Da wo die Gerste mit Grase und andern Kräutern vermengt ist, hat die letztere Art den Vorzug, weil die Gerste dabehy besser von der Sonne getrocknet werden kann. Es hat solches aber auch das Gefährliche, daß bey eintreffendem anhaltenden Regen das Korn Schaden nimmt, wenn es der Erde so nahe liegt. Es ist daher sicherer, wenn die Gerste schier und rein ist, oder man das Stroh nicht zur Fütterung brauchen will, daß man sie sogleich in Garben oder in kleinere Büschel zusammenbinde— 8 Die Gerste ist von den allerältesten Zeiten an, eine Kornart gewesen, die die Menschen zur Nahrung gebraucht. Die Ifraeliten haben sich derselben zu einem ih— rer gemeinsten Nahrungsmittel bedient. Man findet auch, daß die Griechen sie zum Brodbacken angewandt haben 21). Die atheniensischen Fechter aßen Gerstenbrod als eine nährende Speise, und wurden daher von den Nömern Hordiarii genannt. Die Römer brauchten die Gerste zur Polenta, welches eine Gerstensuppe war. In Egypten soll, nach Forskals Bericht, heut zu Tage ein allgemeines Ge— tränk, Buza genannt, daraus zubereitet werden, und in theuern Zeiten auch Brod. Uebrigens braucht man sie zum Viehfutter. Bey uns wird die Gerste vornemlich angewandt zu Malz beym Bierbrauen, zu Grütze, groben und Perlgraupen und Gries, zu Mehl und an einigen Orten zu Brod, welches aber das Unangenehme hat, daß es zu geschwind trocken wird. Sie dient uns gleichfalls zur Nahrung für allerley Vieh, wo ihre Kostbarkeit diesen Gebrauch erlaubt. In Italien, Spanien und Ma— rokko füttert man die Pferde mit Gerste statt des Hafers. Bey uns hingegen ist sie insgemein zu theuer, verhältnißmäßig gegen den Hafer, als daß man sie zu diesem Gebrauche anwenden könnte. Versuche, die in Dänemark angestellt worden, haben gezeigt, daß 5 eines gewissen Maaßes Gerste, ein Pferd so gut nährt, als das Ganze desselben 20) Von der rechten Zeit zur Gerstenerndte, s. Muleum ruft. et commerce. Leipz. 1767. S. 314. Stuttg. Realzeitung v. J. 1767. S. 452. 21) Nox. Commentt. Societät. Reg. Scient. Goettingensis Tom. VI. p. 2. 8 Ech desselben Maaßes Hafer, wenn das Gewicht von diesem sich zum Gewicht der Gerste gt hf, verhält, wie 8 zu 10. Man kann demnach die Pferde mit Gerste, als Surrogat des er alle Hafers, füttern, wenn der Preis des erstern sich zum Preise des letztern verhält, wie Schl 1 zu 3. Man sehe Abildgaards und Viborgs Jagttagelser om Anvendelsen of An ein Byg til Hestefeder isteden for Havre(Ab. und Vib. Beobachtungen von der Anwen— üßt nag dung der Gerste zur Pferdefütterung statt des Hafers), in Rafns Bibliothek for alder Physik, Medesin eg„ 13. B. S. ros. h besser i ähklche, es bet— 77 TTT st, Her Gaben Drittes Kapitel. die die. 5 nem ih⸗ FE ü FFF L. 15 Gemeine Gerste. „ De A. Horden vulgare; flosculis omnibus hermaphroditis, aristatis, ordini- pus duobus erectioribus. Linn. Syst. veg. Edit. XIV. pag. 115. Spec. Plant. p. 125. ies Ge Hordeum flosculis omnibus hermaphroditis, leminibus corticatis. Hort. Vu, Uplal. 22. Hort. Cliff. 24. Roy. Lugd. 69. Gort. Belg 30. Gouan Monsp. 58. Mill. i nenlich ict. n. 1. Blakw. Tab. 428. Glier, Hordeum spica subdisticha, calyce folioso fetacebo, floribus omnibus Berma— i, daß phroditis, longe aristatis. Hall. helv. n. 1533. alletley Hordeum polystichon vernum. Bauh. pin. 22. Theat. 439. d Ma⸗ Hordeum Lobel. Ic. pag. 18. ist sse Dänisch: Byg, almindeligt Byg, Korn, Vaarbyg, Sommerbyg. diesen Deutsch: Sommergerste, vierzeilige Sommergerste, gemeine Gerste, kleine haben Gerste, Zeilengerste, Spatgerste. Ganze Sch wedisch: Korn, Bjugg. eselben Englisch: Barley, Springbarley. 99 Französisch: Orge. g— 314 Italienisch: Orzo. Spanisch: Cerada. Ungarisch: Arpa. ö Davon giebt's vier Abarten. B. Hordeum vulgare coeleste, klosculis hermaphroditis, seminibus de- corticatis. Hort. Upl. p. 23. n. 2. Hordeum nudum gymmnocriton I. Bauhin Hist. 2. p. 450. 5 Zeopyron vel Tritico-speltum. C. Bau h. Theatr. 423. Dänisch: Himmelbyg, Himmelkorn 22), Hvedebyg, Egyptisk Rug eller Korn. Norwegisch: Himmelkorn 25), Himmelbyg 24), Davidsbyg. Deutsch: Himmelkorn oder Gerste, nackende Gerste, Davidskorn oder Rog⸗ gen, Jerusalems- oder wallachisches Korn. Bey den Bauhin en: Reisgerste, Kern 25), Egyptischer Roggen. Englisch: naked Barley, Wheat barley, french Barlty 26). Französisch: Orge de Jerusalem, de Si, erie, Orge coelelte. Italienisch: Orzo monstarolo, Orzo nudo. Spanisch: Hordiate Palau F Verd. C. Hordeum vulgare hybernum. Hordeum polystichon, flosculis omnibus fertilibus, ordinibus indistinctis. Hall. in commentariis novis VI. p. 5. Tab. II. Fig. 18.(excluso synonymo C. Bauhi ni). Dänisch: Winterbyg. Deutsch: Wintergerste, Kerngerste. 0 D. Hordeum vulgare fasciculare. In Holstein: Büschelgerste, fünf und achtzigkörnigte Gerste. E. Hordeum vulgare seminibus nigris. Wildenow Species plantar. T. I. P. 472. g Dänisch: sortaxet Byg.(schwarzährige G.) 22) Himmelkorn, ist beym Konfer. R. Fleischer einerley mit zweyzeiliger Gerste, die mit dieser nicht verwechselt werden muß. 23) Ström, Beskrivelse over Eger Prästegjeld(Ströms Beschreibung des Kirchspiels Eger), 7 24) Essendrop Beskrivelse over Lier Prästegjeld(E ssendr. Beschreib. des Kirchsp. Lier), S. 57. 25) So auch beym Leopold in seiner Landwirthschaft. S. 112. 26) Vid. Mortimer, Husbandry etc. Edit. V. 8 ibus de. Jauhln er Korg. er Rog; zern), ltinclis, mo C. it diet b Egeh) g. 575 N 1 Beschreibung der gemeinen Gerste. Die Wurzel, jährig, fasersg. Halme, einer bis drey an der Zahl, 2 bis 2 Fuß lang, 13 bis 2 Linien dick, gerade in die Höhe, rund, gestreift, glatt, einfach, mit 3 bis§ wenig dickeren ge— streiften und glatten Gliederknoten. Blätter am Stengel 3 bis 5 wech— selnd, vom Stengel abstehend, mit nie derhängenden Spitzen, gleich breit, zuge— spitzt, rauh an beyden Seiten und den Rändern, unterhalb zurückgebogen, die unteren länger und die oberen kürzer als die Glieder des Stengels, 4 bis 6 Linien breit. Die Scheiden zylindrisch, gestreift, glatt, an den Rändern und dem Halse häutig, mit abgestutzter, feingezackter Oeff— nung. Die Aehre am äußersten Ende des Halms, einfach, 2 bis 3 Zoll lang, etwa 4 Zoll dick, hängend, länglich, vier- bis sechszeilig, mit 2 entgegengesetzten vor den andern vorstehenden Reihen. Der Aehrenstengel, flach mit Krümmungen, so lang wie die Aehre, ei— ner starken Linie breit, mit 6 bis 10 ab— wechselnden Zacken in einiger Entfernung von einander, an den Rändern und unter den Zacken haarig. 5 Die Blüten, 36 bis 60 an der Zahl, je drey und drey unmittelbar an den Zacken des Aehrenstengels, aufrecht, eyförmig, zugespitzt, alle Zwitter und mit einem Aehrenbarte versehen. 1 Delcriptio Hordei vulgaris. Radix, annua, fibrosa. Culmi plures(1-3) circiter 222 pedales, 14-2 lineas crasfi, erecti, tere- tes, striati, glabri, simplices, geniculati; geniculis 3 leu 5 tumidiusculis, striatis, glabris. Folia caulina, plura(3-5) alterna, llaccido- patentia, lineari-subulata, pa- gina utraque et margine alpera, bali re- llexa, inkeriora internodiis Iongiora, su- prema breviora, latitudine Linearum 4 leu 6. Vaginae cylindricae, striatae, gla- Prae, margine et collo membranaceae, li- gulà truncatà, crenulata. * Spica terminalis, simplex, 2-4 pollices longo, circiter lemipollice lata, nutans, oblonga, ordinibus quatuor leu lex, duobus erectioribus. f Jachis comprella, flexuola, longi- tudine Ipicae, latitudine Lineae, dentata, utrinque dentibus 6 feu 10 alternis, re- molis, pilosis una cum mlargine. Flores plures(36-60) terni, selli- les, dentibus receptaculi insidentes; ere- cti, ovato- acuminati, hermaphroditi, aristati. C 2 Der Kelch, eine sechsblättrige Spel— ze, die 3 neben einander sitzende Blumen enthält; die Spelzen paarweis, unten ge— trennt, gleich breit, flach, dreyribbig und gehaart, kürzer als die Blume, endend in eine dünne, feine, gezackte Granne, die zwey— bis dreymal länger als die Blume selbst ist. Die Blumenkrone zweyspelzig, die äußere Spelze bauchig, eyförmig zugespitzt, eckigt mittelst 5 vorragenden Linien, glatt, die innere umfassend und endend in einen Aehrenbart, der flach, zehn- bis zwölfmal länger als die Blume, inwendig platt und glatt, auswendig kielförmig ist. Der Kiel beynahe glatt, die Ränder scharf gezackt. Die Granne an den untern Blumen län— ger als an den obern. Die imere Spelze lanzetförmig, flach, häutig, am Rücken zweyribbig, glatt, unbewaffnet, etwas eingekerbt und kleiner, als die äußere. Die Staubfäden. Staubgefäße, drey, haarartig, kürzer als die Blume. Die Staubbeutel, länglich gefurcht, und an der Seite an den Fäden befestigt. Der Staub gelb, kuglig. Die Stempel. Der Fruchtknoten anfangs umgekehrt herzförmig, darnach eyförmig und oben dick und haarig. Die Griffel, zween, zurückgebogen, am innern Rande weichbehaart 29). Die Narben gleichfalls weichbehaart. 27) Vid. Tab. 1. Fig. g. 200 Vid. Tab. 2. Fig: k. Caly x, gluma hexaphylla' triflora; foliolis per paria digestis, lateralibus, di- stantibus, linearibus planis, trinervibus, pilosis, flosculo brevioribus, in aristam duplo seu triplo longiorem, tenuem,[ca- briusculam, desinentibus. Corolla bivalvis, valvula exterior ventricosa, ovato- acuminata, quinquan- gulata, glabra, interiorem amplectens in aristam desinens comprellam, decies leu duodecies longiorem, interne pla- nam, glabram, externe carinatam. Ca- rind subglabrä, marginibus[caberrimis. Aristae flosculorum inferiorum superiori- bus longiores. Valvula interior lanceo- lata, plana, membranacea, dorfo binervi, glabra, mutica, slubemarginata, exteriore minor. Stamina: filamenta tria, capillaria, corolla breviora. Antherae oblongae, slulcatae, incumbentes. Pollen flavum, globosum. Pistilla: germen nubile obcorda- tum 27), dein ovato-turbinatum 28), su- perne pilosum. Styli duo reflexi, mar- gine interiore villosi. Stigmata quoque villola. 29) Betrachtet man diese Haare durchs Vergrößerungsglas, so findet man, daß sie Zacken haben, welche die Oeffnungen zu seyn scheinen, durch welche der Staub wirke, und sollten daher die Nar⸗ ben(Stigmata) seyn. Uf O 2 trillorz 5 ibus, di. jervibus, aristam em, cz. exterior uinquan. wlectens „ decies ne ph m. C. herrimis. uperiori. lanceo- binerri, exteriole pillari, blongae, flavum, obcords- 0 15 5 vi Mal- quod en hh 1 5 Die Honigbehälter, zween, ey— förmig, zugespitzt, behaart an den Rän⸗ dern, glasartig, den Fruchtknoten unten umgebend. Fruchthülle. Die Blumenhülsen wachsen dicht an das Korn an und hül— len es ein. Der Saamen, länglich, bauchig, fünfeckig, an beyden Enden zugespitzt, an der innern mittelst einer Furche der Länge nach ausgehölt, worin sich ein Haarbü— schel von der halben Länge des Korns be— findet, der als das dritte Blatt des Blü— tenkelchs aussieht). — Nectaria duo, ovato- acuminata, ciliata, hyalina, germen basi includen- tia. nullum, corolla Peri carpium circumnalcitur semini, nec dehilcit. Semen, oblongum ventricosum, quinquangulatun, utrinque acumina- tum, latere interiore sulco longitudi- nali; penicillo dimidia longitudine co- rollae, tertium foliolum glumae men- tiente, in sulco abscondito- Das wesentliche Kennzeichen, wodurch die gemeine Gerste sich von den andern Gerstenarten unterscheidet, ist also: Daß alle Reihen aus Zwitterblumen bestehn, einen 2 daß zwo derselben gegen die Zeit der Reife vor den übrigen herausstehen. Die gemeine Gerste soll wild wachsen am Flusse Samaram in der und bey Margameni auf Sizilien 5). Aehrenbart haben, und Tatarey In Dänemark und Norwegen wird diese Art Gerste allgemein gebaut. In Deutschland, Schweden und Holland bauet man sie auch, da wo man nicht so fetten Boden hat, als die zweyzeilige Gerste erfordert. Die Pächter im südlichen England unterscheiden bey der gemeinen Gerste zwo Abarten, die sie common barley und rath-ripe barley nennen. Der Unterschied ist sehr unbeträchtlich, und rührt bloß daher, daß die letztere auf hohen Feldern gebaut worden, und daher zeitiger reift als jene. Nach Herrn Professor Dh unbergs Be— richt, bauet man diese Gerstenart auch in Japan 52). Sie ist manchmal vier-„manch— mal sechs- und selten achtzeilig, je nachdem die Zacken des Aehrenstengels dichter oder weitläufiger stehen.(man sehe oben§. 5.) 30) Vid. Hud on Flor. anglica. Edit. 2. p. 57. 31) Vid- Linn. Systema plantarum, curante Reichard. Tom. I. p. 136 32) S. Flora japonica p. 33. — 22— 1 In den Leipz. ökonom. Nachrr. 1. B. S. 308. und bey mehreren Schrittstel— lern findet man, daß die gemeine Gerste in unfruchtbaren Jahren vierzeilig gewor— 8 den, da zwo Reihen Blumen güste geblieben; dies aber ist dem Verfasser nie vor— i gekommen. f B. Die erste Abart'), die Himmelkorn heißt, unterscheidet sich von der 5 N gemeinen Gerste in Folgendem: Die Wurzel treibt immer mehr Schößlinge als bey dieser, wenn sie auch in 0 gleich gutem Erdreich und gleich weit von einander stehen. Der Halm ist höher und dicker, und die Blätter sind nicht so rauh, wie dort. Die Aehre ist länger, enthält 36 bis 72 Körner, und verliert meistens den Aehrenbart bey der Zeitigung. S. Tab. I. Fig. c. 6 Die Befruchtungstheile wie bey der gemeinen Gerste, nur daß hier das Korn 5 loß in den Blumenhülsen liegt. S. Tab. 1. Fig. k. it Der wirkliche Unterschied zwischen dem Himmelkorn und der gemeinen Gerste b ist demnach vornemlich: 5 Daß die Aehre den Bart verliert, und das Korn ohne Schale ist; welche bey⸗ i de Kennzeichen doch sehr unbeständig sind, da es in nassen und kalten Sommern sich 0 gebühren kann, daß der Bart nicht abfällt und die Schale an das Korn anwächst, f wodurch das Himmelkorn gänzlich in gemeine Gerste ausartet 5 Da das nackte Korn der Himmelgerste dem Roggen und Waizen so ähnlich 0 ist, so sieht man leicht, warum man diese Abart mit dem Namen egyptischer Rog 1 gen, Gerstenwaizen u. s. w. belegt hat. Die Beynamen dieser Kornart lassen auch b vermuthen, daß sie aus Egypten, der Levante, der Türkey, zu uns gekommen sey. 9 Herr Professor Forskal berichtet zwar in seiner Flora aegyptiaca, daß die Kornart, n die er in Egypten bauen sehen, Hordeum hexastichon Linn. gewesen; da aber diese, b. sowohl als die Himmelgerste?) mehrmalen mit Schiffen aus diesen Ländern zu uns 1 gebracht worden; so kann man mit ziemlicher Gewißheit jene Vermuthung gegründet 90 glauben. 50 An verschiednen Orten in Norwegen wird dieselbe unterm Namen: Himmel⸗ byg, auch: Thorebyg gebauet, beyde Benennungen aber werden auch mehrern Ab— se arten, die Körner ohne Schalen haben, beygelegt. Hie und da in Dänemark hat man 80 ihren Anbau versucht, er ist aber noch nicht allgemein. 35)-S. Tab. 1. i 34) Man sehe davon Lüders Abhandl. und Bedenken über das Ackerwesen S. 281— 293. e 35) Hordeum vulgare coeleste.“ 60 tiftseh gelbor⸗ nie bor⸗ Voß der auch in vie dokt, tens din 18 Ktn i Getse che beh⸗ ern sic wich, ahh r Rog⸗ en auch Jen seh. ornntt, r diese zu us grͤcet mmel⸗ en M⸗ gt Ha Im Herzogthum Schleswig hat der verstorbne Probst Lüders vor etwa 30 Jahren diese Kornart auszubreiten gesucht, sie hat aber da eben das Schicksal wie in Dänemark gehabt. In England, Deutschland und Schweden findet man sie auch nur selten. In Frankreich hingegen ist sie gemeiner; auch zeigt ihr englischer Name, daß sie von Frankreich aus dahin gekommen ist.“ 8 8 C. Wintergerste, ist im Aeußerlichen nicht merklich von der gemeinen Ger⸗ ste verschieden. Das einzige, worin man sie besonders unterschieden findet, ist, daß der Halm immer dünner und kürzer, die Blätter nicht so lang und nicht so breit sind, und die Blütenhülsen eine dünnere Schale um das Korn dieser, als der gemeinen Gerste bilden. s 5 Wie unbeträchtlich dieser Unterschied auch scheint, so ist er doch sehr wichtig in der Landwirthschaft; denn die Wintergerste giebt dadurch ein schwereres Korn, und besseres Stroh zur Fütteruug, als die gemeine Gerste. i Diese Abart ist aus der gemeinen Gerste dadurch entstanden, daß man diese im Herbste gesäet hat. Sie wird vornemlich in den Marschländern gezogen, wo die Einwohner, wenn sie nicht genug davon zur Aussaat haben, sich diese Kornart auf folgende Weise erzielen: ö N a Sie nehmen gemeine Sommergerste und säen sie das erste Jahr, sobald nur der Frost aus der Erde ist, welches gemeiniglich im März statt findet, daher sie auch Märzgerste genannt wird. Diese Märzgerste wird daselbst auch mancher Orten ge— bauet, wenn die Wintergerste wegen einfallender nasser Witterung nicht im Herbste gesäet werden kann. Die Märzgerste, mehrere Jahre auf dieselbe Weise gebauet, ist nun schon an die Kälte gewohnt, worauf man ste im Herbste säet, und sodann Win⸗ tergerste hat. Auf die nämliche Art kann man auch Wintergerste zu Sommergerste machen, und dieß beweist gerade die Wahrheit des obigen Linnéischen Satzes: daß der Anbau, der Vater so vieler Abarten, gerade der ist, durch den man sich über— zeugen kann, ob sie stetig seyen oder nicht. D. Die dritte Abart, die in Hollstein Büschelgerste heißt, ist gleichfalls sehr wandelbar, und scheint aus der gemeinen Gerste dadurch entstanden zu seyn, daß man sie eine Zeitlang in feuchtem und fettem Erdreich gezogen. ö Die Halme sind dicker, höher und mehr an der Zahl, die Blätter breiter und länger, und die Aehre schmäler, aber dabey länger als bey jener. Sie verliert bisweilen den Bart gegen die Zeit der Reife, hängt sehr herab,(mutat) ist sechszeilig, und ent⸗ hält 60 bis 90 Körner. 8 8 — 24— Die Beftuchtungstheile sind eben wie dort, nur daß das Korn eine dünnere Schale hat. f Diese Abart der gemeinen Gerste hat oberwähnter Probst Lüders im Herzog— thum Schleswig bekannt gemacht. Im Jahre 1755 erhielt er einige Kornarten von dem Doktor Esmark, der damals in Halle studirte, worunter zwey Körner von dieser Gerstenart waren, welche er in drey Jahren bis auf 5 Scheffel vermehrte. Seitdem ist sie an verschiednen Orten im Großen gebauet mit vielem Vor— theile; artet aber außerordentlich leicht aus, wenn sie nicht immer in einen fetten und feuchten Boden kömmt. E. Die schwarzährige Gerste ist nur noch wenig bekannt. Sie wird nur in den botanischen Gärten gezogen, unterscheidet sich von der gemeinen durch einen schwarzen Bart(arilta) und schwarze Blütenhülsen. Auf meiner Reise nach der Moldau im J. 1796. lernte ich erst diese Abart kennen bey Herrn Professor Wildenow in Berlin, durch dessen Güte ich in den Besstz einiger Körner kam, welche im J. 1797 von Herrn Hollböll in den Kopenhagener botanischen Garten gesäet, und darnach in den vier folgenden Jahren von diesem um den benannten Garten so verdienten Gärtner, daselbst gezogen wurden. Man hat dabey gefunden, daß diese Gerstenart im März gesäet werden müsse, wenn sie reifen Saamen tragen soll. Vier Jahre nach einander ist sie zu eben der Zeit als die andre Gerste gesäet worden, ohne zur Vollkommenheit zu kommen. Sie hat reichlich ein so volles Korn, als die gemeine Gerste, büschelt sich auch mehr als diese. Sie ver— diente daher wohl, daß man versuchte sie als Wintergerste zu bauen. H O r d e u m E W ‚ R A» ο Nm Sechszeilige Gerste. Hordeum hexastichon flosculis omnibus hermaphroditis, aristatis, le- minibus fexfariam positis. Linn. Syst. Veget. p. 125. Spec. Plant. p. 125. Hort. Upl. 23. n. 3. Miller. Dict. n. 6. g Hordeum spica polysticha, floribus omnibus hermaphroditis, longe arista- tis. Hall. helv. n. 1534. Hordeum floribus omnibus, kertilibus, Ipica lexfariam sulcata. Hall in Comment. novis Goetting. VI. p. 3. t. 2. f. 22.(excluso synonym. C. Bauhini.) Hordeum polystichon hybernum. Theatr. P. 438. Morf. hist. 3.. 8 E„ Hordeum . PP 5— — 1. dͤͤnhere Helsog⸗ ten bon ner bog htte m Vor⸗ en und ird gut ch einen e Molt en Best shagener sem um Naß hat ie tif ie gubte ) ei so die hel⸗ lis, le- „Hirt. Anil fall in bini) 16. yrdeum — 25 Hordeum hexastichon pulchrum. 1. Ba uh. hist. 2. p. 429. Dänisch: Sexkantet Byg, Winterbyg, sexradet Byg. Norwegisch: Walbyg), Winterbyg). Färöisch: Vealax. Schwedisch: Käglekorn, Grofkorn, sexradigt Korn. Deutsch: Herbstgerste, Wintergerste, sechszeilige oder vielzeilige Gerste, Roll- gerste, Stockgerste, Kielgerste, Rothgerste. Englisch: Winter barley, Iquare barley, Scolch barley, the bear barley. Französisch. Ecourgeon, Escourgeon, Secourgeon(von lecours des gens), Orge carré, Orge chevalin, Orge d' Automne, Orge de prime. B. Hor deum hexastichon nudum. n Hordeum hexastichon 3. cantherinum. Columell. Lib. 2. Cap. 9. Beschreibung der sechszeiligen, Gerste. Die Wurzel jährig, faserig. Halme, s bis. 12 an der Zahl, reich— lich 2 Fuß lang, 2 Linien dick, aufrecht, rund, gestreift, glatt, einzeln, mit 3 bis 4 dickeren, gestreiften, glatten Glieder⸗ knoten.. Blätter am Halm, 3 bis 4, wech—⸗ selweise, abstehend und mit den Spitzen hangend, gleich breit, zugespitzt, an beyden Seiten und den Rändern etwas rauh, unten zurückgebeugt, länger als die Glie— der des Halms, 3 bis 4 Linien breit. Die Scheiden, die untersten zyliu— drisch, die oberste bauchig, aus deren Mitte die Aehre hervortritt. Alle gestreist, glatt, am Rande und Halse häutig, mit abgestutzter feingezackter Blattöffnung. Descriptio Hordei hexastichi. Radix annua, Hibrosa. Culmi, plures(5 12) circiter bi- pedales, duas lineas crassi, erecti, tere- tes, striati, glabri, simplices, geniculati; geniculis 3 leu 4 tumidiusculis, stria- tis, glabris. Folia caulina plura(3-4) alterna, flaccido-patentia, lineari-lubulata, pa- gina utraque ac margine subaspera, basi rellexa, internodiis longiora, 3 leu 4 Lineas lata. Vaginae: inferiores cylindricae, luprema ventricola, basin spicae obte- gens, striatae, glabrae, margine et collo membranaceae, ligula truncata, crenu- 1E 30 Willes Beskrivelse over Sillejords Prästegjeld(Beschr. des Kirchsp. Sillejord), S. 183. 37) Sommerfeldts Agerdyrkuings⸗Katekismus(Ackerbau-Katech.), S. 86. . D 5 — 26— Die Aehre am Ende des Halms, einfach, beynahe 3 Zoll lang, einen Zoll breit, aufrecht, pyramidenförmig, sechs— eckigt, sechszeilig. Der Aehrenstengel flach mit Krüm— mungen, so lang wie die Aehre, reichlich eine Linie breit; mit fünf bis acht wech— selsweise und dicht sitzenden Zacken, an den Rändern und unterhalb behaart. Blüten 30 bis 49, drey neben ein— ander, unmittelbar an den Zacken des Aeh— renstengels besestigt, abstehend, eyförmig zugespitzt, alle Zwitter und bärtig. Kelch. Der Balg eine sechsblättrige und drey Blumen an der Seite einschließende Spelze. Die Spelzen paarweise, unten getrennt, gleich breit, flach, dreyribbig, auswendig behaart, an den Rändern et— was häutig, kürzer als die Blume, en— dend in eine zwey- bis dreymal längere, dünne und feingezackte Granne. Die Blumenkrone zweyspelzig, die äußere Hülse bauchig, eyförmig, zuge— spitzt, fünfeckigt mittelst vorstehender Li— nien, milchhäarig, die innere umfassend, und endend in eine Granne, der sieben— bis neunmal länger als die Blume, flach gedrückt, inwendig glatt und platt, aus— wendig kielförmig ist. Der Kiel beynahe glatt, aber an den Rändern scharf gezackt. Die Granne der mittlern Blumen länger als an den Seitenblumen, auch an den untersten länger als an den oberen. Die innern Spelzen lanzettförmig, flach, häu— tig, am Rücken zweyribbig, unbewaffnet, eingekerbt und kleiner als die äußere. Spica terminalis, ümplex, fere tri- pollicaris, unum pollicem lata, erecta, pyramidalis, hexagona, ordinibus sex. Rachis comprelssa, flexuosa, lon- gitudine spicae, Lineam lata, dentata; dentibus 5 leu 8 alternis, approximatis Ppilosis una cum margine. i Flores plures(30-48) terni, sessi- les, dentibus receptaculi insidentes, pa- tentes, ovato- acuminati, hermaphroditi, aristati. Caly x, gluma hexaphylla, triflora; foliolis per paria digestis, lateralibus, dlistantibus, linearihus, planis, trinervi- bus, externe pilosis, margine slubmem- branaceis, flosculo brevioribus, in ari— stam duplo seu triplo longiorem, te- nuem, scabriusculam, desinentibus. Corolla bivalvis, valvula exterior ventricosa, ovato-acuminata, quinquan- gulata, pubescens, interiorem ample- ctens, in aristam desinens, septies seu novies corolla longiorem, comprellam, interne planam, glabram, externe cari- natam. Carina subglabrà, margine sca- berrimo. Aristae flosculorum interme- diorum lateralibus, et inferioru b! lupe- rioribus longiores,. Valvula interior lan- ceolata, plana, meimbranacea, dorso bi- nervia, subpubescens, mutica, subemar- ginata, exteriore minor. —„ FFF. kere tri eech, 18 ler. la, Ion. dentzta; OAmatis fi, ell. ites, pa- phrodit, trilon; eralibus trinerri- ubmem- in ari- m, te- Us. exterior inquan. auple- ties leu preli, ne dali ine ca- nterme· 1 supe⸗ or Un- rl di- bemar⸗ Staubgefäße. Die Staubfäden, drey, haarartig, kürzer als die Blume. Die Staubbeutel länglich, gefurcht, an den Seiten an die Fäden befestigt. Der Staub gelb, kuglig. Stempel. Der Fruchtknoten an⸗ fangs herzförmig, darnach eyförmig und oben dick und haarig. Zween Griffel, zu— rückgebeugt, weichbehaart am innern Ran— de. Die Narben auch weichgaarig. Honigbehälter, zween, eyförmig zugespitzt, augenhaarig, glasartig, den Fruchtknoten unten umgebend. Fruchthülle. Die Blumenspelzen wachsen dicht an das Korn an und um geben es. Der Saamen, länglich, bauchig, fünfeckig, an beyden Enden zugespitzt, an der innern Seite längelang ausgehöhlt durch eine Furche, worin ein Haarbüschel von der halben Länge des Korns, der das dritte Blatt des Blütenkelchs zu seyn scheint. Stamina, filamenta tria capillaria, corollä breviora. Antherae oblongae, sulcatae, incumbentes. Pollen flavum, globosum. Pistilla: germen nubile obcorda- tum, dein ovato-turbinatum, superne pilosum. Styli duo reflexi, margine in- teriori villoso. Stigmata similia. Nectaria duo, ovato-acuminata, ciliata, hyalina, germen basi includen- tia. Pericarpium nullum, corolla cir- cumnascitur semini, nec dehiscit. . Semen oblongum, ventricosum, quinquangulatum, utrinque acumina- tum, latere interiore sulco longitudina— Ii; penicillo dimidia longitudine corol- lae, tertium foliolum glumae mentiente, in lulco abscondito. Der wirkliche Unterschied zwischen der sechszeiligen und den andern Gerstenar— ten ist demnach: daß alle Blumen Zwitter sind, und sechs deutlich unterschiedne, hervorstehende Reihen bilden, wodurch die Aehre völlig sechsecktg wird, wie Mohr berichtet. Die sechszeilige Gerste ist in Dänemärk nicht bekannt, wird aber auf den Fä— röen) und an einigen Orten in Norwegen gebaut, weil sie die Kälte besser aushält als die gemeine Gerste. In Schweden findet man sie auch, aber selten. In Schott— land ist sie sehr gemein, wird hingegen wenig gebauet in den südlichen Provinzen D 2 „) Pastor Landt in seiner: Beskrivelse ober Färöeren(Beschreib. der färöischen Inseln), Kopenh. 1800, behauptet S. 307, daß es die gemeine Gerste(Uordeum vulgare) sey, die gegenwärtig auf diesen Inseln gesäet werde. — —— — 28— Englands. Ju Frankreich, der Schweiz und an einigen Orten Deutschlands hat man auch diese Gerstenart, vornemlich aber in Frankreich, wo sie in Theurung und un— fruchtbaren Jahren der Hungersnoth vorwehret, und daher ihren Namen, von Se— cours des gens, erhalten hat. Nach Forskals Bericht baut man sie auch in Egypten. f Das Malz von dieser Gerstenart soll zum Brannteweinbrennen dienlich seyn. Das Mehl mit Hafermehl vermischt, soll ein Brod geben, das sich lange hält, aber trocken ist. Sie wird gebauet wie der Waizen und der Roggen, doch auch an eini⸗ gen Orten im Frühlinge gesäet. i Die Abart dieser Gerste(Hordeum hexastichon nudum) unterscheidet sich blos durch das Korn, das los in den Blütenhülsen liegt, wie beym Himmelkorn. Der Verfasser weiß nicht, daß diese Abart in Dänemark oder Norwegen ge⸗ zogen würde. Aus Egypten und der Levante ist sie mehrmalen nach Europa gekom— men, welches Forskals Bemerkung von der sechseckigten Gerste desto mehr bestä⸗ tigt, und es sehr wahrscheinlich macht, daß Kolumellas Hordeum cantherinum diese Abart seyn müsse, da sie von da zu den Römern gekommen seyn kann, und ubrigens so sehr damit übereinstimmt. er d. e n ui VVVF*FCTC Zweyzeilige Sommergerste. 5 Hordeum distichon, flosculis lateralibus masculis muticis, leminibus angularibus imbricatis. Linn. Syst. veg. p. 126. Spec. plant. p. 123. Hort. Upl. 23. n. 4. Mat. med. 109. Mill. Dict. n. 3. Gouan monsp. 58. Hall. helv. n. 1535. Hordeum aestivum spicis explanatis flosculorum, duobus ordinibus fertili- bus, inter mediis quaternis sterilibus. Hall. novi Comment. Goett. Tom. 6. 5. Hordeum distichon, Bauh. pin. 22. theatr. P. 440. n. 3. Moris hist. 3. I. 8. tab. 6. fig. I. Lo b. Ic. 29. Bau h. hist, 2. p. 429. Dänisch: toradet Byg, langaxet Byg, gommeret Byg, femmersk Byg, Him⸗ melkorn), Ballekern.. 38) Herr Konf. R. Fleischer führt diefen Namen der zweyzeiligen Gerste an in seinem Ager⸗ dycknings Katechismus, S. 78. hat nan Und un⸗ voh de. auch iy ich se. lt, ghet an ein sich blos egen ge⸗ i gelon⸗ r bestk⸗ ferinum un, und ninibng pl. Z. 35 fertil⸗ om, 6. hilt. 3, „ Hi, N Ml Norwegisch: Fladbyg oder Fledbyg. Deutsch: zweyzeilige Sommergerste, große Gerste, Zielgerste(Haller), Früh— gerste, Plattgerste. e 9— Schwedisch: Gumrik, tvaradigt Korn, Flatakorn, Flattbiug. Englisch: Common long- eard barley. Französisch: Orge pomette ober paumette. Baillerage. Italienisch: Scandella. Spanisch: la Cebada cadilla& tremesina Escana. Portugiesisch: Cevada disticada, ou lancta- B. Hordeum nudum- Hordeum flosculis lateralibus masculis muticis, seminibus angularibus im- bricatis decorticatis. Linn. Spec. Plant. Ed. II. p. 125. diburtius og S. Schultze om Himmelskornet, Svenske, Vetenskap. Aka⸗ demis Handliegar 1749. p. 50— 60.. Norwegisch: Thore Byg, nögent taradet Byg, Himmelbyg. Deutsch: zweyzeilige nackte Gerste. Englisch: Siberian oder Haliday barley. Französisch: Orge nud. C. Hordeum ramosum seu frutescens. Deutsch: Stauden- und Blattgerste 5). Beschreibung der zweyzeiligen Gerste. Die Wurzel, jährig, faserig. Halme, fünf bis sechs, etwa 2 bis 3 Fuß lang, 2 bis 2 Linien dick, auf⸗ recht, rund, gestreift, glatt, einfach, mit 4 oder 5 Gliederknoten, dick, streifig, glatt. Blätter am Halme 4 bis 3, wech— selweise, abstehend, mit den Spitzen han— gend, gleich breit und zugespitzt, rauh an beyden Seiten und am Rande, unten zu⸗ rückgebeugt, länger als die Glieder des Halmes und 3 bis 4 Linien breit. Delcriptbo Hordei distichi. Radix annua, fibrosa. Culmi plures(5-8) circiter bi- vel tripedales, 2 leu 23 Lineas crassi, execti, teretes, striati, glabri, bmplices, geni- culis 4 leu 5, tumidiusculis, striatis, glabris. Folia caulina, plura(4-5) alterna, slaccido- patentia, lineari-subulata, pa- gina utraque et margine aspera, basi re- flexa, internodils longiora, 3 leu 4 li- Neis- lata. 309) Schrebers Samml. ökonom. Schriften, 1. Th. S. 49 und 2. Th. S. 427. Die Scheiden zylindrisch, gestreift, glatt, an den Rändern und am Halse häutig, mit abgestutzter und feingezackker Oeffnung. f Die Aehre am obersten Ende des Halmes, einfach, 4 bis 6 Zoll lang, un⸗ gefähr 2 Zoll dick, beynahe hangend, schmal und gleich breit, mit 2 fruchtba⸗ ren und 2 unfruchtbaren Reihen. Der Aehrenstengel platt mit Krümmungen, so lang wie die Aehre, ei— ner guten Linie breit, mit ro bis 13 wech— selsweise und etwas von einander stehen— den Zacken, am Rande und unter den Zacken haarig. Blüten 60 bis 78, dreh und drey unmittelbar an den Zacken des Aehren— stengels, und flach an selbigem anliegend. Die Seitenblüten sind gleich breite und uunbewaffnete männliche Blumen, die mit— telste ist Zwitter, eyförmig zugespitzt, und mit einer Granne versehen. Kelch. Der Balg, eine sechsblät— trige, drey Blumen an jeder Seite ein— schließende Spelze. Die Spelzen gepaart, unten getrennt, gleich breit, dreyribbig, haarig, kürzer als die Blume, endend in eine dünne feingezackte Granne, die etwas länger als das Blatt selbst ist. Die Zwitterblumen. Die Blumenkrone zweyspelzig, die äußere Hülse bauchig zugespitzt, eyför⸗ mig, eckig mittelst 5 vorstehender Linien, auswendig milchhaarig, die innere Hülse umfassend, und endend in einen Aehren bart, der platt, 12 bis 16mal länger als 30— 2 Vaginae cylindricae, striatae, gla- brae, margigz et collo meimnbranacene, ligula truncata, crenulata. Spi da terminalis„ simplex, 4 seu 6 pollices longa, et semiunciani lata, sub- nutans, linearis, ordinibus duobus fer- tilibus, quatuor sterilibus. Rachis comprelsa klexuosa, longi- tudine spicae, Iineam lata, dentata, den- ticulis 10 seu 13 alternis, remotis, pi- lolis una cum margine, Flores plures,(60-78) terni, lelli- les, denticulis receptaculi insidentes, ad- prelli; flosculis lateralibus linearibus, muticis, masculis, intermediis herma- phroditis, ovato-acuminatis, aristatis. Calyx, gluma hexaphylla, trillora, koliolis per paria digestis lateralibus, di- stanübus, linearibus, planis, trinervlis, externe pilosis, flosculo brevioribus, in aristam foliolo paulo loligiorem, tenuem, Icabriusculam desinentibus. Flores her maphroditi. Corolla bipyalvis, valvula exterior ventricosa, ovato- acummnata, quinquan- gulata, externe pubelcens, interiorem amplectens, in aristam desinens rectam, duodecies leu ledecies longiorem, com- Prellam, interne glabram, externe cari- 0 fel bh „ longi- a5 den- tis, i. h lell. tes, ad. earibus, herma- stalis rillona, nerrlis, us, in enuem, xterior 1 quan- iorem ectam, coul · e cari- die Blume, inwendig flach, glatt, aus- wendig kielförmig ist. Der Kiel beynahe glatt, aber scharf gezackt an den Rändern. Die Granne der untern Blumen ist län⸗ ger als an den oberen. Die innere Spelze lanzettförmig, flach, glatt, häutig, am Rücken zweyribbig, unbewaffnet, ein we— nig eingekerbt und kleiner als die äußere. Staubgefäße. Die Staubfäden, drey, haarig, kürzer als die Blume. Die Staubbeutel länglich; gefurcht, an den Seiten an den Fäden befestigt. Der Staub gelb, kuglig. f U Stempel. Der Fruchtknoten an— fangs umgekehrt herzförmig, dann eyför— mig, oben dicker und haarig. Zween Griffel, zurückgebogen, am innern Rande weichhaarig. Die Narben desgleichen. Honigbehälter zween, eyförmig zugespitzt, mit Augenhaaren, glasartig, den Fruchtknoten unten umgebend. Fruchthülle. Die Blütenspelzen wachsen dicht an das Korn an, und um— geben dasselbe. 8 Der Saamen, ein länglich, bauctzig, fünfeckig, gegen beyden Enden zugespitztes Korn, an der innern Seite ausgehöhlt mittelst einer der Länge nach hinlaufenden Furche, worin ein Haarbüschel von der halben Länge der Krone, der die dritte Spelze des Balgs zu seyn scheint.. Die männlichen Blumen. Die Blumenkrone zweyspelzig, die Spelzen unbewaffnet, in einander gewik— kelt; die äußere lanzettförmig, etwas milch— behaart, fänfribbig, stumpf; die innere 3 mätüffi; carind subglabrä, margine ca- perrinio. Akistae flosculorum inferiorum Lüperioribus longiores. Valvnla interior lanceblata, plana, glabra, membranacea, dorlo binervia, mutica, lubemarginata, exteriore minor. Stamina. Filamenta tria, capil- laria, corolla breviora. Antherae oblon- gae, sulcatae, incumbentes. Pollen fla- vum, globosum. 2 8 7 Pistilla. Germen nubile ebcorda- tum, dein ovato- turbinatum, luperne pilolum. Styli duo, rellexi, margine interiore villoli. Stigmata liinilia. Nectaria duo, ovate-acuminata, ciliata, hyalina, germen basi includen- tia. Pericarpium nullum. Corolla circumnascitur slemini, nec dehiscit. Semen oblongum, ventricofum, quinquangulatum, utrinque acuminatum, latere interiore fulco longitudinale; pe- nicillo dimidia longitudini corollae, ko- liolum glumae mentiente, in lulco abscondito. Flores masculi. g Corolla bivalvis, valvulae muti- cae, convolutae; exterior lanceolata, sub- pubescens quinquenervia, obtusla; inte- rior minor, Iinearis membranacea, dorso kleiner, gleich breit, häutig, am Rücken zweyribbig, glatt, etwas eingekerbt, und in der äußern Hülse eingeschlossen, nebst einer Borste, behnahe so lang als die binervia, glabra, lubemarginata, inclula ab exteriore una cum leta, fere longitu- dine corollae, subpilosa, tertium folio- lum calycis mentiente. Blume, und das dritte Blatt des Balgs zu seyn scheinend, hier aber nicht so haa⸗ rig als bey den Zwitterblumen. Staubgefäße. Staubfäden, drey, Stamina silamentantria, capillaria, haarig, kürzer als die Blumen. Die corolla breviora. Antherae oblongae, Staubbeutel länglich, gefurcht, an den lulcatae, incumbentes. Pollen fla vum, Seiten an den Fäden befestigt. Der globolum. Staub gelb, kuglig. Stempel, undeutliche Anlage zu Pistilla, rudimentum ꝓistillorum. denselben. 20 f 8 Das Wesentliche, wodurch sich also die zweyzeilige Sommergerste von ben an— dern Gerstenarten unterscheidet, wird seyn: daß die Aehre schmal und allenthalben gleich breit ist, und nur zwey frucht⸗ bare, mit Aehrenbart versehene Reihen hat, deren Körner flach an dem Aehrenstengel anliegen. Die zweyzeilige Sommergerste soll wild wachsen am Flusse Samara in der Ta⸗ tarey. Bey uns wird sie allgemein gebaut, in Fühnen, auf Laland, in Holstein und Schleswig, auf Femern und hie und da in Jütland; wird auch auf den Färöen und in Norwegen gefunden. In den südlichen Provinzen Englands wird diese Art häufig gebaut; eben so auf Oeland, Gotland und andrer Orten in Schweden. In Deutsch⸗ land und Frankreich ist sie auch allgemein bekannt. Wenn die zweyzeilige Sommergerste früh, im März gesäet wird, nennt man sie Märzgerste. Bey den Schweden: Danska Korn, Brankorn, und bey den Franzo⸗ sen: Mars. B. Die nackte zweyzeilige Gerste zeigt sich von der beschriebnen nur darin ber— schieden, daß die Körner los in den Blütenhülsen liegen, wie bey der Himmelgerste. In Dänemark ist diese Abart gänzlich unbekannt; in Norwegen wird sie, aber sehr selten gebaut, und des nackten Kornes halber mit dem Himmelkorn verwechselt, auch deshalb eben so benannt. Im Jahre 1767 ist sie in England, unter dem Na⸗ men Siberian Barley, von einem gewissen Haliday eingeführt, daher sie auch Haliday barley genaunt wird. In Frankreich und Deutschland findet man sie auch an eini⸗ gen gen ger ch gl stär G Abe dag ang „ indulk longin. m kol. apilhrn, blongze, flaxum, illorum. ben ay⸗ y ffucht⸗ enstagel der d; tein nd en und ct hlufg Deutsch⸗ ant Han Jraßzo⸗ rin bel⸗ egal sie, abet woche, deln Na⸗ Ialiday a ein en . gen Orten, und Beckmann will die Bemerkung gemacht haben, daß die Himmel⸗ gerste in diese Abart übergehe, wenn vier Reihen derselben unfruchtbar werden. Man sehe Beckm. Landwirthsch. 3. Aufl. S. 120. n. 7. C. Die andre Abart ist weiter nichts, als zweyzeilige Sommergerste, die eine Zeitlang in fettem und feuchtem Boden gezogen worden, wodurch sie in allen Theilen stärker geworden ist, aber sehr leicht ausartet, sobald man sie auf einem höheren Grunde baut. In Dänemark und Norwegen wird, soweit dem Verfasser bekannt ist, diese Abart nicht gebaut, in der Grafschaft Mansfeld und gegen den Harz zu, ist sie dagegen sehr im Gebrauche). H. 14. %% E 8 1... Reis ⸗Gerste. Tab. 4. Hordeum zeocriten, llosculis lateralibus masculis muticis, leminfbus angularibus, patentibus, corticatis. Linn. Sylt. veg. p. 225. Spec. Pl. p. 125. Hort. pl. 25. n. 5. Mill. Dict. n. 2. Schreb. Gram. T. T. r. Hordeum distichon, Spica lata compressa breviore. Mo ris hist. 3. p. 206. 1.8. K 6. k. 29 Hordeum distichum, spica breviore et latiore, granis confertis. Rai 1243. Hordeum, dicta oryza germanica. Bauh. Hist. 2. p. 429. Zeocriton seu oryza germanica. Ba uh. pin. 22. Theat. 422. Pluk. phyt. e 80. E 2. Dänisch: Riis, Riisbyg. Deutsch: Reisgerste, Bartgerste, Deutscher Reis, türkische Gerste, Wucher⸗ gerste, Fechtelgerste, venetianische Gerste, St. Petersgerste, japanische Gerste; Din⸗ kelkorn, Hammelkorn. Sch wedisch: Skyffelkorn, Plumagekorn, Bredkorn. Englisch: Sprat barley, Bottledoor barley, Fulham barley, Patney barley. Italienisch: Orzo di Germania. Spanisch: Arroz de Alemania, Espelta cebada. Japanisch: Paddy ⸗gunning. 40) Schrebers Samml. 1. Th. S. 4951. und 3. Th. S. 427. E Beschreibung der Reisgerste. Die Wurzel, jährig, faserig. Halme: sechs bis zwölf, 14 bis 2 Fuß lang, 2 bis 22 Linien dick, aufrecht, rund, gestreift, glatt, einfach, mit 3 bis 4 dickeren, gestreiften, glatten Glieder— knoten. Blätter am Halme 3 bis 4, wech⸗ selweise, abstehend, mit den Spitzen her⸗ abhangend, gleich breit, zugespitzt, an bey— den Seiten und dem Rande rauh, unten zurückgebogen, ungefähr von der Länge der Glieder des Halmes, und 4 bis 5 Li⸗ nien breit. ä Die Blätterscheiden, zylindrisch, gestreift, glatt, an den Rändern und dem Halse häutig, mit abgestutzter, feingezack— ter Mündung. Die Aehre am äußersten Ende des Halms, einfach, 2 bis 4 Zoll lang, auf⸗ recht, lanzettförmig, mit zween fruchtba— ren und vier unfruchtbaren Reihen. Der A ehrenstengel flach mit Krüm⸗ mungen, so lang als die Aehre, eine Li— nie breit, mit 7 bis 12 wechselsweise und dicht beysammensitzenden Zacken, an den Rändern und unter den Zacken haarig. Blüten 42 bis 72, drey neben ein⸗ ander, unmittelbar an den Zacken des Aehrenstengels sstzend; die zwo äußersten, unbewaffnete, flach an den Aehrenstengel hinauf anliegende männliche Blumen; die mittelste Zwitter mit Granne. Kelch. Der Balg sechsblättrig, drey Blumen einschließend, die Spelzen ge⸗ paart, unten getrennt, gleich breit flach, Delcriptio Hordei zeocriti. Radix annua, fibrosa. Culmi plures(6-12), 14 seu 2pe- dales, 2 seu 22 Lineas crasli, erecti, te- retes, striati, glabri, simplices, genicu- lati, geniculis 3 seu 4 tumidiusculis, striatis, glabris. Folia caulina, plura(3-4) alterna, llaccido-patentia, lineari-subulata, pa- gina utraque et margine aspera, basi reflexa, circiter longitudine internodio- rum, 4 leu 5 Lineas lata. Vaginae cylindricae, striatae, gla⸗ brae, margine et collo membranaceae; ligula truncata, crenulata. Spica terminalis, simplex, 2 leu 4 pollicaris, erecta, lanceolata, ordini- bus duobus fertilibus, quatuox sterilibus. Rachis compressa, lexuosa, lon- gitudine spicae, latitudine lineae; den- ticulis 7 seu 12 alternis, approximatis, Ppilosis una cum margine. Flores plures(42-7) sessiles, den- ticulis receptaculi insidentes; flosculis la- teralibus masculis, adpreslis, muticis; intermediis hermaphroditis, patentibus, aristatis. f Caly x, gluma hexaphylla, trillora, foliolis per paria digestis, distantibus, li- nearibus, planis, trinerviis, pilosis, mar- .— iti. eu k- recti, t. b genicu. diuscil, ) altem, lata; pn. era, bal er nodlo. itae, gls. anaceze; „ 2 leu oräüni terilibus, a 9 Un- de; den- Oximti, les den- Sculis la- mullcis; tentibus trilon, ihus, li- 16, mar- dreyribbig, haarig, etwas häutig an den Rändern, kürzer als die Blume, endend in eine dünne Granne, die ungefähr zwey mal so lang als die Spelze selbst ist. Die Zwitterblumen. Die Blumenkrone zweyspelzig, die äußere Spelze bauchig, eyförmig zugespitzt, eckig mittelst 5 vorstehender Linien, milch— haarig, die innere umfassend, und endend in einen platten Aehrenbart, 12 bis 16 mal länger als die Blume, inwendig glatt, auswendig kielförmig. Der Kiel beynahe glatt, aber scharf gezackt an den Rändern. Die Granne an den untern Blumen län⸗ ger als an den obern. Die innere Spel— ze lanzettförmig, flach, häutig, glatt, am Rücken zweyribbig, unbewaffnet, etwas eingekerbt und kleiner als die äußere. Staubgefäße. Die Staubfäden drey, haarartig, kürzer als die Blume. Die Staubbentel länglich, gefurcht, an den Seiten an den Fäden befestigt. Der Staub gelb, kuglig. Stempel. Der Fruchtknoten an— fangs umgekehrt herzförmig, hernach ey— förmig, oben dick und haarig. Zween Griffel zurückgebeugt, an der innern Sei— te weichhaarig. Die Narben eben so. Die Honigbehälter, zween, ey— förmig zugespitzt, augenhaarig, glasartig, den Fruchtknoten unten umgebend. Fruchthülle. Die Blütenspelzen wachsen an das Korn an, umgeben es, und öffuen sich nicht bey der Reise. Der Saamen, länglich, bauchig, und mittelst 5 vorstehender Linien eckig, gine submembranaceis, flosculo brevio- ribus, in aristam duplo longiorem, te- nuem,[cabriusculam desinentibus. Flores her maphroditi. Corolla bivalvis; valvula exterior ventricosa, ovato-acuminata, quinquan- gulata, pubescens, interiorem ample- ctens, in aristam desinens, rectam, duo- decies seu ledecies longiorem, comprel- lam, interne glabram, externe carina-— tam; carina lubglabra, margine Icaber- rimo. Aristae flosculorum inferiorum luperioribus longiores. Valvula interior lanceolata, plana, membranacea, glabra, dorso binervis, mutica, lubemarginata, exteriore minor. Stamina: filamenta tria, capilla- ria, corolla breviora. Antherae oblon- gae, lulcatae, incumbentes. Pollen, fla- vum, globosum. Pistilla, germen nubile obcorda- tum, dein ovato- turbinatum, luperne pilosum. Styli duo, rellexi, margine interiore villosi. Stigmata similia. Nectaria, duo, ovato- acuminata, cillata, hyalina, germen basi includen- tia. Pericarpium nullum, corolla circumnascitur lemini, nec dehiscit. Semen oblongum, ventricosum 5 angulatum, utrinque acuminatum; 2 —— 2 6—— 2 an beyden Enden zugespitzt. Die innere Seite der Länge nach ausgehöhlt, mittelst einer Furche, worin ein Haarbüschel von der halben Länge der Krone, scheinend das dritte Blatt des Balges zu seyn. Männliche Blumen. Die Blumenkrone zweyhülsig, un⸗ bewaffnete Hülsen, in einander gerollt. Die äußere eyförmig zugespitzt, etwas milchhaarig, fünfribbig, unbewaffnet, stumpf. Die innere kleiner, lanzettförmig, häutig, am Rücken zweyribbig, glatt, etwas ein⸗ gekerbt, umschlossen von der äußern Hül⸗ se, nebst einem Borst, der beynahe die Länge der Blume hat und das dritte Blatt des Balgs zu seyn scheint, hier aber nicht so haarig ist als bey den Zwitter⸗ blumen. Staubgefäße. Staubfäden drey, haarartig, kürzer als die Blume. Die Staubbeutel länglich, gefurcht, an den Seiten an den Fäden befestigt. Stempel. Undeutliche Anlage dazu. Die Reisgerste unterscheidet sich demnach im Gerstenarten dadurch: latere interiore sulco longitudinali; pe- nicillo dimidia longitudine corollae, ter- tium foliolum glumae mentiente, in sulco abscondito. Flores mas culf. Corolla bivalvis, valvulae muti- cae, convohutae; exterior ovato-acumi- nata, labpubelcens, quinquenervia, mu- tica. Interior minor, lanceolata, mem- branacea, dorso binervia, glabra, sube- mlarginata, ab exteriere inclusa, una cum seta fere lopgitudine corollae, sub- pilosa, tertium foliolum calycis men- tlente. * Stamina: filamenta tria, capilla- 5 ria, corolla breviora. Antherae oblon- ae, sulcatae, incumbentes. Sa; 7 Pistilla, rudimentum pistillorum. Wesentlichen von den andern daß die Aehre lanzettförmig ist und nur zwo fruchtbare Reihen hat, die mit Aehrenbart versehen sind, und weit vom Aehrenstengel vorstehen. Schon die Römer scheinen diese Gerstenart unterm Namen Far candidum ge⸗ kannt zu haben. Seit wenigen Jahren ist die Reisgerste bey uns bekannt. An eini⸗ gen wenigen Orten in den Herzogthümern Holstein und Schleswig hat man sie im Großen versucht, so wie auch auf Seeland und bey Fridericia in Jütland. Jun Schweden ist sie auch nicht überall bekannt. In Dentschland ist stie vordem allgemei⸗ ner gewesen als heutzutage; man fängt aber aufs neue an, sie an verschiednen Or⸗ fell abel Dach dem imn der „Nu 0 Italien und Eugland ist sie hin⸗ linall; pe N 700 e ten mit gutem Fortgange zu bauen. In Fraukreich, J dae kek 5 6 0 gegen bekannter). ente, 5 0 8 ä 00 8 Man findet, daß diese Gerstenart bisweilen bey der Reife den Aehrenbart ver— liert, wie das Himmelkorn, so daß ihre Aehre alsdann aussteht, als Tab. 4. Fig. b. zu sehen ist. Aae mut. i 5 f to- Acumi- eryia, mu- ata, men- 5 0 bra; sube. lusa, une Viertes Kapitel. Ollae, lub. 7. 1 1 Bau der beschriebnen Gerstenarten und ihre verschiedne Güte. §. 15. Es giebt viel Versuche, die mit den Kornarten im Kleinen angestellt sind; da man aber dabey nicht auf alle die Fälle geachtet, die im Großen beym Kornbau eintreten, 16, ek. und so sehr die Fruchtbarkeit verringern, so hat man übertriebne Schlußfolgen gezo⸗ 130 a gen, und eine solche im Kleinen versuchte Kornart mit mehrerem Lobe augepriesen, als sie im Grunde verdiente. 5. Die meisten solcher Versuche sind in einer fetten und lockern Gartenerde ange— stellt. Die Körner sind dazu wohl ausgesucht, und in gehörigem Abstande von einau⸗ istillomn. a 1 5 a 5 . der gepflanzt, tief und ordentlich in die Erde gelegt worden, und die Erndte ist mit N größter Sorgfalt ohne den geringsten Verlust vor sich gegangen. Auf diese Art hat den dme man von einigen Gerstenarten siebenhundert ja tausendfätig geerndtet; wohingegen man im Großen nicht mehr als vierzigfältig von ihnen erhält, selbst in der fettesten f Erde und in den möglichst fruchtbaren Jahren. at, M Der Unterschied ist so beträchtlich, daß es fast unglaublich scheint; achtet man aber auf alle Umstände, so wird man bald die Möglichkeit davon einsehen können. Das Land kann im Großen mit dem Pfluge nie so gut bearbeitet werden, als mit add. dem Grabscheit im Kleinen. Die Aussaat, die man im Großen nimmt, wie gut sie „ N l ö immer sey, enthält doch allzeit gar viele Körner, die nicht treiben. Zu geschweigen man st derjenigen, die von Vögeln gefressen werden, oder auf andre Art umkommen, ohne land. J Nutzen zu bringen. ö gage 5 5 1 0 41) Schrebers Beschreibung der Gräser. 1. Th. S. 136. pied 78 n f Was aber den größten und beträchtlichsten Unterschied macht, ist das Säen im Großen. Wie regelmäßig dies immer geschehen möge, so erhalten dabey die aus— gestreueten Körner doch nie die bestimmte Entfernung von einander, und kommen nicht so tief in die Erde, wie bey Versuchen im Kleinen, welches letztere doch so sehr die Anzahl der Halme aus derselben Wurzel vermehrt. So findet man, daß ein Korn in gewöhnlicher Gartenerde mit 6 Zoll Zwischenraum gesteckt, 40 bis 50 Aeh⸗ ren giebt, wogegen es auf dem Felde, aufs allerhöchste gerechnet nicht über bis 8 Aehren hervorbringt. Man sieht hieraus, wie sehr dies die Ergiebigkeit im Kleinen vermehren müsse. Betrachtet man dann noch den hier vorwaltenden Unterschied unter der Entfernung der Körner von einander, gegen das was sie im Großen ist, und die darauf beruhende Ungleichheit in der Menge der Aussaat: so trägt dies nicht minder zu unrichtigen Schlüssen von der Fruchtbarkeit der Kornarten bey. Brauchte man, zum Beyspiel, zu einem gewissen Stücke Landes, nach der ge— wöhnlichen Art zu säen, eine Tonne Gerste, und man besäete eben so viel Land mit einer andern Gerstenart, aber mit solchem Abstande zwischen den Körnern, als bey Versuchen im Kleinen, so würde man noch nicht die Hälfte davon nöthig haben. Ge⸗ setzt, jedes dieser Stücke Landes brächte 7 Tonnen, so würde das erste am dichtesten gesäete, nur siebenfältig getragen haben, das letzte hingegen 14fältig. Nun müßte ein Jeder diese, die vierzehnfältig getragen, für weit fruchtbarer halten als jene, die nur siebenfältig trug; und sie haben doch nur einerley gegeben. Um meine Versuche im Kleinen, der Behandlung im Großen desto mehr zu nähern, suchte ich dieser auf alle mögliche Art nachzuahmen. Zwar stellte ich meine Versuche in einem Garten an, dieser war aber vor kurzem erst freyes Feld gewesen, und der Boden nicht von besserer Beschaffenheit als außerhalb desselben. Es war eine mit Sand vermischte Dammerde, die noch nicht durch Graben los und locker geworden. Das Saatkorn nahm ich vor der Faust, ohne die besten Körner auszu⸗ suchen, und säete gleichviel in gleichgroßen Stücken Landes, nicht dichter oder weit— läufiger als auf dem Felde, und ohne Ordnung. Die Saat wurde untergehackt und kam nicht tiefer, als wenn sie untergeegget worden. Die Saatzeit war gegen Aus⸗ gang Aprils, und darum etwas zeitiger als gewöhnlich, damit die sechszeilige Gerste, die eigentlich Winterkorn ist, zu größerer Vollkommenheit gedeihen möchte. Der Ausschlag dieser Versuche war folgender: Die sechszeilige Gerste ging früher auf, als die andern, schien die damals im Mai eintretende Kälte besser zu ertragen, kam aber nicht so dicht als die übrigen Arten. 8 Sign die qug⸗ Tome so seh daß en 50 Ah 7 fü Khkinen ed unter und die t mihder det ge⸗ aud mt als bey en. Ge⸗ ichkesen Aßte ein die fur nehk zu h meine gewyeseg, Es hat 0 locker auß et hest⸗ ickt und en Ms⸗ Gere, jals in üblen Die zweyzeilige, die sechszeilige und bie Reisgerste hielten die darauf im Juni erfolgende Dürre am besten aus.— Das Himmelkorn und die gemeine Gerste wur—⸗ den durch dieselbe größtentheils verkrüppelt. Die meisten Halme aus Einer Wurzel gaben die sechszeilige und die Reisgerste, 5 bis 12. Nächst diesen gab das Himmelkorn, demnächst die zweyzeilige am meisten; die gemeine Sommergerste gab die wenigsten von allen, da sie nur einen oder zween, höchstens drey Halme trieb. Die zweyzeilige allzeit 3, manchmal 4 bis 5, das Him⸗ melkorn meistens über 5. Da alle diese Gerstenarten aber gleich dicht gesäet waren, so erreichten die Seitenschößlinge nicht die Vollkommenheit, die sie erreichen können, wenn sie weitschichtiger gesäet werden. 5 Der Halm der benannten Gerstenarten erreichte die größte Länge an der ge⸗ meinen Sommergerste, der zweyzeiligen und dem Himmelkorn. An der sechszeiligen hingegen und an der Reisgerste war er am kürzesten, allein auch am stärksten. Die Reife dieser Gerstenarten zeigte sich Ausgangs Juli und Anfangs Augusts, wie folget: f Die zweyzeilige und das Himmelkorn zeitigten zuerst, darnach die gemeine Som⸗ mergerste und die Reisgerste. Die sechszeilige, die eigentlich Wintersaat ist, kam von allen am spätsten zur Vollkommenheit. Die Gerstenarten, die zuerst reiften, waren den Schnäbeln der Sperlinge am meisten ausgesetzt. Die eine Art schien hiebey keinen Vorzug vor der andern zu ha⸗ ben, wegen der Neigung der Aehre oder der Länge des Aehrenbartes. Die Sperlin⸗ ge pickten die Körner sowohl aus den hängenden, als aus den aufrechtstehenden Aeh⸗ ren, und ein längerer Aehrenbart hielt sie nicht ab. Die sechszeilige Gerste gab hie— von den stärksten Beweis. Insgemein wird sie ein Raub der Sperlinge, da sie als Wintersaat am ersten reift; unter den hier gesäeten Arten blieb sie hingegen ganz ver⸗ schont, mittelst ihrer spätern Zeitigung. Bey einem hohen Grad der Reife fand sichs, daß der Halm der Reisgerste dicht unter der Aehre abbrach, welches ein beträchtlicher Nachtheil bey dem Bau die—⸗ ser Art im Großen zu seyn scheint, wenn man demselben nicht etwa durch früheres Einerndten entgehen kann. Bey der Untersuchung, welche Gerstenarten die meisten Körner aus einem Saamenkorne gäben, fand ich bey der gemeinen Gerste, die nur einen Halm getrieben hatte, 48 bis 60 Körner. wo sie zween Halme hatte, in der einen Aehre 36 bis 42, N 8 in der andern 30 bis 36,* für beyde. 1 66— 78— — 49— Man findet auch einzele Halme, die weniger Körner in der Aehre haben, vornemlich die, welche zu dicht neben einander stehn; nimmt man aber eine Mittelzahl, so giebt jedes Korn aufs aller— höchste gerechnet 3 8 5 0. 5 0 54 bis 72 Körn. Beym Himmelkorn 42), welches mehr Halme treibt als die gemeine Gerste, im Durchschnitt 3 5 2 5 72 bis 98 Die zweyzeilige Sommergerste, die zwar eine zweyzeilige Aehre hat, aber mehr Schößlinge treibt, als die gemeine Gerste, gab im Durchschnitt VU! 5 1 f. 54 bis 66— An der sechszeiligen Gerste wurde gefunden, daß ein Korn ö wegen der vielen Seitenstengel im Durchschnitt gab 104 bis 144— Die Reisgerste, die zwar nur zwo Reihen in der Aehre hat, aber mehr Halme, als die zweyzeilige Sommergerste, gab nach einer Mittelzahl aus Einem Korne— 1 5 100 bis 140— Das Jahr vorher hatte ich diese Kornarten in einer fetten Gartenerde gesäet, 6 Zoll von einander, wo sie der Fruchtbarkeit in Schadens 2) und Schnellers⸗) Versuchen, nahe kamen. Um die Fruchtbarkeit und Güte dieser Gerstenarten desto genauer zu bestim⸗ men, untersuchte ich sie auch durchs Maas, weil man nicht nach der Anzahl der Körner, die ein Korn giebt, allein bestimmen kann, wie vielfältig jede Gerstenart trage. Man sieht leicht, daß der Unterschied an Größe und Fülle zwischen den ausgesäeten und eingeerndteten Körnern, hier einen großen Abschlag hervorbringen müsse. Man mache nur den Versuch mit jeder Gerstenart im Großen, und zähle nach, wie viel Körner ein Korn gegeben, so wird man finden, daß einige 24, die meisten 36, und die wenigsten 48 Körner geben, in mittelmäßigem Boden. Man kann also im Durchschnitt 36 annehmen, und ein solcher Acker sollte also das sechs und dreyßigste Korn tragen. Wie sehr würde man sich hier betrügen, wenn man aus der hervorgebrachten Anzahl der Körner, auf die Fruchtbarkeit der Kornar— ten schließen wollte. Obbemeldete Kornarten verhielten sich in Hinsicht auf das Maas folgenderge⸗ stalt: N Die 42) Hordeum vulgare coeleste Linn. 43) Schrebers Beschr. der Gräser, 1. Th. S. 127. 4% Gelehrte Beyträge zu den Braunschweigischen Anzeigen, 26. Stck. 1786. brü went 2 Hon. de gesött, lers“) u besim⸗ nzahl ber rt tage. Sgesteln „ n wie bil 30,0 sallt ao gen, ell Kunar⸗ genbagge⸗ Die Die Sommergerste gab 12 fältig. Das Himmelkorn 14— Die zweyzeilige Sommergerste 12— Die sechszeilige Gerste 18 Die Reisgerste 22— Man könnte hier einwerfen: wie das Himmelkorn nicht so vielfältig getragen habe als die gemeine Gerste, da sie doch mehr Körner gegeben als diese. Der Grund aber läßt sich leicht einsehn, wenn man die Körner beyder Arten mit einander ver— gleichet. Die Himmelgerste hat ein Korn ohne Schale und nimmt daher im Maaße nicht so vielen Raum ein, als die schaligte, deshalb gehört von jener mehr als von dieser dazu, das Maaß zu füllen. Das Gegentheil findet Statt bey der zweyzeiligen und der gemeinen Sommer⸗ gerste. Diese giebt mehr Körner aus Einem, als jene, und doch tragen sie gleich vielfältig. Hier ist die Ursache, daß bey der zweyzeiligen das Korn größer ist, und folglich das Maaß mehr füllt, als das Korn der gemeinen. Aus dem nämlichen Grunde trägt die Reisgerste mehrfältig als die sechszeilige, obgleich die Anzahl der Körner aus einem, ebenfalls ungleich ist. Das Gewicht bestimmt gleichfalls sehr die Güte einer Kornart. Es findet sich, daß eine Gerstenart zwar vielfältiger trägt als eine andre, diesen Vorzug aber wieder durch das geringere Gewicht der Körner verliert. Ich verglich dieserhalb die benannten Arten in Hinsicht ihres Gewichtes, mittelst der sogenannten holländischen Kornwage, und fand, daß, wenn die gemeine Gerste 100 wog, so wog das Himmelkorn 116, die sechszeilige Gerste 90, die zweyzeilige 4427 die Reisgerste 11 die Büschelgerste 110, die Wintergerste 108, die nackte zweyzeilige 118. Diese hier angegebnen Gewichte sind eine Mittelzahl, denn man findet sowohl drüber als drunter, je nachdem die Gerste mehr oder weniger trocken, mehr oder weniger vollkörnig und in größerm oder geringerm Grade rein-gedroschen ist. So fin, 7— F det man, daß die Gerste mehr wiegt im Frühlinge, als im Herbste, da sie trockner ist, eben so ist sie schwerer in fruchtbaren als in unfruchtbaren Jahren. Ist der Aeh— renbart nicht rein weggedroschen, so hindert er die Körner dicht genug im Maaße zu liegen, und dadurch wird das Gewicht verringert. Man hat genau auf einen glei— chen Grad bey diesem letztern Umstande zu sehen, wenn man die Kornarten unter einander nach dem Gewicht vergleichen will, weil man sonst Gefahr läuft zu irren, sie mögen auch übrigens alle Uebereinstimmung in Hinsicht des Kornes und dessen Vollkommenheit haben. Obberegte Versuche zeigen auch, daß Abarten, die Körner ohne Schalen haben, am schwersten wiegen. Ihre Körner nemlich nehmen nicht so viel Raum ein im Maaße, als die schaligen, eine größere Anzahl derselben geht da— her ins Maaß, und dies wird demnach schwerer. ö Dle nackte zweyzeilige Gerste wiegt mehr als das Himmelkorn, da sie von der zweyzeiligen Sommergerste abstammt, die ein volleres und schwereres Korn hat, als die gemeine Gerste, die Mutter des Himmelkorns. Von den schaligen Gerstenarten sind die Reisgerste, die zweyzeilige Sommer— gerste, und demnächst die Wintergerste die schwersten; die sechszeilige hingegen ist am leichtesten, und verliert uoch mehr am Gewicht in schlechten Jahren, wodurch deren Werth gegen die gemeine Gerste sehr herabgesetzt wird, ob sie gleich mehrfältig trägt als diese. Stellt man die Vergleichung an in Hinsicht auf den Halm, die Menge der Körner, die aus einem hervorgebracht werden, die mehr- oder minderfältige Ertrag— niß, und das gegenseitige Verhältniß ihrer Schwere; so wird man finden, daß die Reisgerste in mehrern Hinsichten den Vorzug verdiene. Sie trägt am vielfältigsten, ist unter denen, die die schwersten Körner haben, und hat zugleich die gute Eigenschaft, daß sie nicht in Stengel schießt, sie mag auch in noch so fetter Erde gezogen wer— den. Ihr kömmt das Himmelkorn am nächsten in Fruchtbarkeit und Güte. Die sechszeilige trägt zwar mehrfältig als das Himmelkorn, verliert aber viel von diesem Vorzuge durch ihr weniger gewichtiges Korn. Die zweyzeilige Sommergerste hat den Vorzug vor der gemeinen Gerste, ob schon ste gleich vielfältig tragen; denn diese ist weniger schwer als jene. Hundert Donnen der zweyzeiligen Sommergerste sind daher so gut, als 112 Tonnen der ge⸗ meinen. Eben so hat auch die Wintergerste und die Hollsseinsche Büschelgerste den Vor⸗ zug des größern Gewichts der Körner vor der gemeinen Gerste. Diese ist also die schlechteste Art von allen, dennoch wird sie häufig gebauet. Auch kann man eine Kornart vor der andern nicht anpreisen zu allgemeinem Gebrauche, blos weil sie mehr⸗ ktockher er Ach⸗ gaße zu en glei⸗ n unter u irren, d bessen Kirner licht so geht da⸗ von her hat, al volllner⸗ u sst am ch deken, ig niht nge det Erlaag⸗ daß die altigse, enscha, en war, ber bel e, ob Hudelt der ge⸗ en Vol⸗ oll ier zan eine e nicht⸗ fältig trägt oder ein schwereres Korn hat. Es giebt mehrere Umstände, in eren Betracht man genöthigt seyn kann, eine geringere Kornart zu bauen, trotz dem Ver— lust an der Menge und Güte des Kornes. Manchmal hat man nicht das Erdreich, welches zu der bessern Kornart erfordert wird, und baute man diese an solchen Or— ten, so wurden sie minder ergiebig seyn, als die geringere Art, die im magern Bo— den fortkömmt. Zuweilen kann auch einer Gerstenart der Vorzug gebühren, weil sie besser im Haushalt zu brauchen ist. Bey der Anpreisung einer Gerstenart als der be⸗ sten, muß man daher zugleich in Betrachtung ziehen, wie man sie in der Haushal— tung genutzt findet, welches Erdreich sie verlangt und wie sie gebauet werde. Ich will demnach anführen, was man bisher im Großen beobachtet hat, bey der verschiednen Weise die Gerstenarten zu bauen, und bey ihrer Benutzung. 45. Wie die(gemeine) Sommergerste gebaut werde, ist so bekannt, daß es über— früssig wäre, hier ausführlich davon zu handeln. Das Wichtigste davon ist auch schon, in Obigem berührt; ich werde daher nur dasjenige anzeigen, wie diese sich von an⸗ dern Gerstenarten verschieden zeigt, nach den Erfahrungen, die man davon im Gro⸗ ßen gemacht, und welches vornemlich darin besteht: 1) Daß sie unter allen Gerstenarten am spätesten gesäet werden müsse, da sie die zärtlichste ist, und weniger die Nachtfröste erträgt, als jede andre. Man säet sie daher Ausgangs des Mai oder Anfangs des Juni. Später gesäet, läuft sie Gefahr, nicht reif zu werden, wenn im Spätjahre unfreundliches Wet⸗ ter einfiele. i 2) Daß sie unter allen Gerstenarten am dichtesten gesäet werden müsse, da sie die wenigsten Schößlinge aus der Wurzel treibt. Man rechnet insgemein 9 bis 10 Scheffel auf eine Tonne Landes, etwas drüber oder drunter, nach der Vollkommenheit des Saatkorns und nachdem das Land bearbeitet ist. 3) Daß sie eine der Gerstenarten ist, die am besten in Dammerde mit Sand ver— mischt fortkömmt, und in magerm Boden besser gedeiht, als die andern Ger— stenarten. 5 f 4) Daß sie insgemein das ste, auch 7te Korn giebt, und in der Marsch das goste bis zoste, daß aber ihr Korn nicht so mehlig und gewichtig als das Korn der andern Arten ist. Die gemeine Gerste wird daher, da wo man an— dre Gerstenarten kennt, nicht so seht zu Perlgraupen, Mehl und Malz ge— sucht als die Wintergerste(Hordeum vulgare hyemale) und die zweyzeilige Sommergerste. Indessen kann man doch gute Grütze davon mahlen, freylich F 2 aber nicht von solcher Güte und Fülle als die von den ebengenannten andern Arten. Sie taugt auch ganz wohl zum Mälzen, giebt aber nicht so fettes und starkes Bier wie jene. In Seeland, an einigen Orten in Schleswig und Holl— stein, und fast überall in Jütland, kennt man keine andre Gerstenart als diese, zum Gebrauch in den Haushaltungen. 5) Daß die gemeine Gerste den Fehler hat, wenn zur Zeit ihrer Reife nur einige Tage Hitze und Dürre einfällt, alsdann beym Erndten viel zu verlieren, weil die Körner sehr los sitzen und leicht ausfallen. Ein darauf folgender windi— ger Tag kann dann auch unsäglichen Schaden anrichten, wovon man noch vo— riges Jahr die traurigsten Beyspiele gehabt. f In Seeland, Norwegen und an einigen Orten in Jütland hält der Landmann bie gemeine Gerste für besser als die zweyzeilige Sommergerste, weil man in dem Wahne steht, sie müsse wegen ihrer mehreren Reihen fruchtbarer seyn als diese. Da wo man beyde kennt, hat die zweyzeilige immer den Vorzug. Ich kenne verschiedne Landmänner, die mit beyden Versuche gemacht; sie haben aber allzeit ihren Vortheil bey der zweyzeiligen gefunden, ob diese gleich, wegen der Schwere ihres Kornes, nicht sonderlich mehr Scheffelmaaß gab, als die gemeine. In England zieht man auch immer jene vor. In den Leipziger ökonomischen Sammlungen 5. B. S. 316 findet man dage⸗ gen einen Bericht von der gemeinen Gerste, worin sie sehr gerühmt, ja vor der zwey⸗ zeiligen angepriesen wird, und zwar nach Erfahrungen auf zehnjährige Versüche ge— gründet. Betrachtet man solches aber genauer, so sieht man sogleich, daß der Ver— fasser nicht auf alle Umstände geachtet, um richtige Schlüsse ziehen zu können. Er hat keinen Unterschied unter ihnen beym Säen gemacht, da doch die zweyzeilige Ger— ste immer weitschichtiger gesäet werden muß, als die gemeine, und sehr in ihrer Fruchtbarkeit gehindert wird, wenn dies nicht geschieht. Eben so wenig hat er ihr Gewicht gegen einander beachtet, sondern sie blos nach Tonnenmaaß beurtheilet, und die gemeine Gerste für besser gehalten, weil sie in 1o Jahren im Durchschnitt 1zmal mehrfältig gab als die zweyzeilige 28). Vergleicht man sie dahingegen zugleich nach ihrem Gewicht gegen einander, so schwindet dieser Vorzug gänzlich, denn die zwehzei⸗ 45) Man findet zwar 27 angegeben; allein der Verfasser hat beym Subtrahiren geirrt. Er sagt nemlich, die gemeine Gerste habe überhaupt in den ro Jahren jährlich faltig und die zweyzeilige 45fältig gegeben; folglich nur 18, und nicht 21 mehr bey jener als bey dieser. e lige del 92 4 1 andetg tes ud ind Hol matt ag nur tige ren, weil er windi noch bo⸗ andmun n ih den iese. D erschebne Vurthei 5 Körles, zieht mn zan dige der zyeh⸗ psüche g⸗ der N sen. k lige Gl in ik hat err elt, ud itt nah eich nac e zwei . Er fal e bg lige ist in diesem Betracht immer 12 Prozent besser als die gemeine, welches durch den 13 größern Ertrag, nicht aufgewogen werden kann. Das Himmelkorn(Hordeum vulgare coeleste) wird hie und da in Norwe⸗ gen im Großen gebaut, wo man denn folgende Erfahrungen davon hat: 1) Daß es fette, lockere, starktreibende Dammerde erfordert, daher es dort auch vornemlich in dem geschwendeten Lande gesäet wird 45). 2) Daß es besser die Kälte erträgt, als die gemeine Gerste, darum auch etwas fruher gesäet werden kann. i 3) Daß es nicht so dicht als die gemeine gesäet werden muß, da 6 bis 7 Scheffel auf eine Tonne Landes hinreichen, wenn das Saatkorn gut ist. d 4) Daß in solcher Erde, wie oben angegeben worden, es 10 bis rgfältig trägt; ja man hat an einigen Orten, in fruchtbaren Jahren 4öfältig geerndtet. 5) Daß das nackte Korn gute Grütze giebt, auch gut Mehl, das sich in der Haushaltung als Waizenmehl gebrauchen läßt, nur nicht zu Brod, als wozu es zu trocken ist, wenn man es nicht mit anderm Mehl vermischt. Es giebt auch das Himmelkorn guten Malz, und wird daher in Norwegen viel zum Bierbrauen angewandt. f In Dänemark wird es an einigen Orten im Großen gebaut, wo es 10 bis rꝛfäl⸗ tig getragen. Es ist aber noch nicht allgemein geworden, da man das Vorurtheil dagegen gefaßt, daß es das Erdreich aussauge, und zu fettes Land erfordere. So⸗ wohl in Schweden**) als an einigen Orten in Deutschland*) hat man das Ge⸗ gentheil gefunden. Naturlich ist das Himmelkorn fruchtbarer in fettem als in ma⸗ germ Boden; inzwischen zeigen doch die angeführten Versuche, daß es in hohem und magerm Lande wachsen könne, und daselbst mehrfältig trage als der Roggen. Eben so natürlich braucht das Himmelkorn, bey dessen starkem Halm und mehligtem Korn, auch mehr Kraft aus der Erde, und entzieht derselben also von ihrer Fettigkeit; eben dies aber thut auch der Waizen, man müßte also auch diesen nicht bauen. Wo man in Dänemark Himmelkorn gebaut hat, klagt man, es tauge nicht zum Bierbrauen; dies muß aber aus Mangel an Kenntniß von dem richtigen Verfahren beym Mälzen und Brauen herrühren, da man in Norwegen und an andern Orten das beste Bier 460 Vom norwegischen Schwenden s. Pontoppidans Norwegens Naturhistorie, r. Th. S. 169. (nach der Seitenzahl des dänischen Textes). 47) S. 11. B. der übersetzten Abhandlungen der schwedischen Akademie der Wissensch. a. d. J. 1749. S. 13— 89. n 48) S. das hannöversche Magazin, 27. St. S. 426. — 4 6— aus dem Malz vom Himmelkorne brauet 29). Das Stroh davon hat man auch eben so tauglich zur Fütterung gefunden, als andres Gerstenfroh. Die Wintergerste wird viel in den schleswigschen und hollsteinischen Marsch⸗ ländern gebauet, wo man folgende Erfahrung von ihrem Bau und ihrer Benutzung hat: 1) Daß sie einen fetten und wohlbearbeiteten Boden erfordert, daher sie an den meisten Orten nach der Rübsaat gesäet wird, wozu das Land 7 bis ꝙmal durchgepflüget worden. 2) Daß sie Anfangs Septembers oder spätestens 14 Tage vor Michaelis, und so viel möglich, bey trocknem Wetter gesäet werden muß. Ein zu nasser Herbst, und ein darauf folgender strenger Winter thun ihr großen Schaden, so daß sie jezuweilen fehlschlägt. Man säet sie in den Marschen daher auch nur auf dem höhern Lande, wo sie nicht so sehr dem stehenden Winterwasser ausgesetzt ist. 3) Daß sie ein feineres Stroh und besseres Futter als die Sommergerste giebt. 4) Daß sie insgemein mehrfältig trägt als die Sommergerste, das Korn schwe— rer ist, und größere Grütze, mehr Mehl und besser Malz giebt, auch sie all— zeit höher im Preise steht als diese. Die sogenannte Büschelgerste wird an einzelen Orten im Herzogthum Schles⸗ wig gebauet. Auf der Insel Aerröe, in Eyderstede und an einigen wenigen andern Orten hat man diese Abart versucht und gefunden: 1) Daß sie mehr als jede andre Gerste feuchtes Erdreich erträgt; doch muß solches fett seyn. s 2) Daß man es zu eben der Zeit als die gemeine Gerste, aber nicht eben so dicht säen müsse. 7 bis 8 Scheffel rechnet man auf eine Tonne Landes. 3) Daß ste einen höheren und stärkeren Halm treibt, und daher mehr in den Mandeln austrägt, als die gemeine Gerste. 4) Daß sie mehrfältig trägt und ein schwereres Korn hat, als die gemeine Gerste, so daß sie in diesen beyden Stücken sich der Vollkommenheit der Wintergerste nähert. 5) Daß sie aber leicht ausartet, wenn sie nicht unausgesetzt in fettem und feuchten Boden gebaut wird. 49) Pastor Tiburtius in oben angezogener Abhandlung, giebt den Rath, man soll, um die Würze zum Laufen zu bringen und das Bier klar zu bekommen, dieses Malz schroten lassen, und es mit etwas wenigem andern Malz vermischen „ . 2— — lla die uch ehen Marsh⸗ enutzung ah den is nge „ und b Herb daß f auf hen satzt i. nergerse n schwe⸗ sie al⸗ Ochles⸗ albern och muß ebes so in hen gelleine sangelse em ufd e Vint Id es — 472 60 Daß sie wegen der dünnen Schale des Kornes nicht so gut zum Malz taugt als die gemeine. Dies aber ist nur eine Folge unrichtiger Behandlung, eben wie beym Himmelkorn. a Die sechszeilige Gerste, wird vornemlich auf den Färöen und an einzelnen Orten in Norwegen gebaut. Nach der Erfahrung aber, die man von dieser Kornart hat, kann man nicht bestimmt angeben, wie sie eigentlich gebaut werde, oder dar⸗ aus auf ihre vorzügliche Güte schließen, denn wegen der Bearbeitung des Bodens auf den Färöen?) und des dortigen Klimas, ist der Landbau daselbst gar verschieden von dem, was er bey uns in Dänemark und in dem südlichen Norwegen ist. Dort sätt man die sechszeilige Gerste, Anfangs Mai und auf den südlichen Inseln mitten im April, obschon ste ihrer Natur nach Wintersaat ist, und bey uns nicht zukommen kann, wenn sie nicht im Herbst gesäet wird. Die Färöer säen sie außerordentlich dicht, weil sie dort selten zu dem rechten Grad der Reife kömmt, und also viele tau— be Körner enthält, die nicht aufgehn. Da wo die sechszeilige Gerste hingegen Win⸗ tersaat ist, wird sie weitschichtiger als andre Gerste gesäet, theils weil die meisten Körner aufgehn, theils auch, weil jedes aufgehende Korn viel Seitenschößlinge treibt. Auf den Färöen giebt die sechszeilige Gerste in fruchtbaren Jahren das rate Korn, man weiß aber auch Jahre, wo sie nur das 41e Korn gebracht. Man glaubt dort, diese Gerstenart habe kein so volles Korn als die zweyzeilige, giebt ihr aber doch den Vorzug, da sie nicht so viel von der Witterung leidet. Da wo man sonst die sechszeilige Gerste gebauet, hat man gefunden: 1) Daß sie trocknes Land erfordere, welches vor kurzem gedünget und wohl bearbeitet worden. 8 2) Daß sie um Bartholomäi, oder spätestens 14 Tage vor Michaelis, und wenn das Saatkorn gut ist, nicht zu dicht gefäet werden muß. 6 bis 7 Scheffel hält man für hinreichend auf eine Tonne Landes. 3) Sie reift etwas nach Johannis, und trägt bey weitem mehrfältig, als die gemeine Gerste, dient aber nicht so gut als andre Gerste zum Bierbrauen und zur Grütze. 50) Das Land wird auf den färdischen Inseln nicht gepflügt, sondern mit dem Grabscheit bearbei⸗ tet auf eine Weise, die eine Art von Rislen ist. Man sehe davon: Beskrivelse om Agerdyrknin⸗ gen og Kornarlingen over Farserne(Beschreib. des Acker- und Kornbaues auf den färöischen In⸗ seln) Kopenhagen 1763 von dem Landrichter Debes.— Lundts Forsog tit en Beskrivelse over FarCerne(Versuch einer Beschreib. der färoischen Juseln) Kopenh. 1800. in 8. S. 301. Die zweyzeilige Sommergerste wird allgemein gebauet, auf Laland, Fühnen und Femern an der Ostseite der Herzogthümer Schleswig und Hollstein unb an einigen Orten in Jütland. Alle, die diese Gerstenart gebauet haben, sind daritz einstimmig, 1) Daß sie fetteres Land erheische, als die gemeine Gerste. 2) Daß sie früher als diese und weitschichtiger, etwa 8 Scheffel auf die Tonne Landes zu säen sey. 3) Daß sie zwar einen reichlich so dicken Halm, als die gemeine G. treibe, aber doch gutes Futterstroh gebe. 4) Daß sie reichlich eben so vielfältig trage als die gemeine, ihr Korn aber das Korn von dieser, an Güte und Gewicht weit übertreffe. 5) Daß sie im Spätjahr ungünstige Witterung besser ausstehe als die ge— meine. Zu verwundern ists, daß man in Seeland so wie mehrerer Orten, sich nicht mehr auf den Bau dieser Gerstenart legt, da wo das Erdreich ihr angemessen ist. Man hat nun einmal das Vorurtheil, sie trage nicht so vielfältig, weil sie nur zwey— zeilig ist, als die gemeine, die sechs Reihen hat. In Norwegen hat sie an den mei— sten Orten das nämliche Schicksal. In England dagegen baut man die zwegzeilige Gerste häufig, weil man findet, daß ste besser und stärker Bier giebt, als jene. Aus derselben Ursache ist auch in Kopenhagen und andern Städten im Lande größere Nachfrage darnach, als nach andrer Gerste, zum Bierbrauen. Eben so giebt sie auch größere und bessere Grütze, und steht höher im Preise als die gemeine Gerste. Die nackte zweyzeilige Gerste wird, so viel mir bewußt, nicht in Dä— nemark gefunden. Man hat an einigen Orten in Norwegen sie zu bauen versucht, und gefunden: Daß sie ein mit Sand vermischtes leimigtes Erdreich liebt, und dieselbe War— tung erfodert als das Himmelkorn, nur daß sie etwas weitschichtiger als dieses zu säen ist. Sie trägt eben so vielfältig als das Himmelkorn, hat aber ein grö— ßeres, schwereres und mehligeres Korn. Sie läßt sich auch eben so im Haus⸗ halt benutzen als das Himmelkorn, doch befindet man, daß ihr Mehl dem Wai— zenmehl in der Vollkommenheit näher kömmt, und besseres Brod als das Him— melkorn giebt. Die Wurzel dieser Gerste treibt einen kürzern Halm, aber mehr Seitenschößlinge, als das Himmelkorn und gleicht darin der Reisgerste. In England ist diese Gerstenart unter dem Namen berian oder Haliday bar- ley von der Londoner Gesellschaft für Künste und Ackerbau gar sehr angepriesen wor⸗ den. Der Ausschlag der Versuche, die man damit in Hinsicht auf die Benutzung derselben ———— ä——— rr auf d Hollten en 1 sud auh uf die dun leib, gn ern aber lu als die g, en, sich nit ngemesen it. se nut zwer⸗ an den nei ie zweyptige ls jene, Jus ande gristre iebt sie uch öerste. nicht in di uen ber, dieselbe A er als Rats aber ein geö⸗ so im Haus⸗ bl den Wa ls bas 1, aber ht erste. Haliday u. epriese bur de Ball Hasche berselben angestellt, sind so vielbersprechend, daß diese Abark wirklich Aufmerksamkeit verdient. Ich will sie daher kürzlich anführen'*): 132 Pfund dieser Gerste gaben 80 Pfund feines, 40 Pfund 7 Mehl und 11 Pfund Kleyen, die besser war als Waizenkleyen. Brod aus diesem Mehl gebacken wurde nach 12 Tagen eben so frisch befunden, als Walzenbrod von 4 Tagen. 2 Schef⸗ fel Malz gaben 4 Tonne englisch Ale und& Tonne(wall Beer. Die zwote Abart der zweyzeiligen dere die man in Deutschland, Blatt- oder Staudengerste nennt, wird bey uns nicht gefunden. Die Nach⸗ richten, die man davon hat, verdankt man Herrn Professor Schreber) und der wesentliche Inhalt derselben ist: 1) Daß sie sehr niedrigen und feuchten Boden erfordert, und in einem Lande wächst, das sogar noch um Pfingsten unter Wasser steht. 2) Daß sie im Juni gesäet werden kann, und doch eben so früh zur Reife kommt als die gemeine Gerste. 3) Daß man in eine Tonne Landes nicht mehr als 7 bis 72 Scheffel säet, und immer 3 bis sfältig mehr erndtet als von der gemeinen Gerste; nicht nach der Aussaat zu rechnen, i nach der Größe des Landes, worin man gesäet. 40 Daß das Korn sehr dünnschalig ist und mehr an Gewicht hat, auch ein wohl⸗ schmeckenderes und nicht so trocknes Mehl giebt als die gemeine Gerste. 5) Daß ste aber, eben wie die Büschelgerste leicht ausartet, wenn man ste nicht immer in feuchtem Erdreich zieht. ö Die Reisgerste hat man im Schleswigschen, auf der Insel Alsen und an einigen einzelen Orten in Seeland und Jütland gebauet, wo man sie sehr vortheilhaft gefunden. Da sie aber erst seit wenig Jahren bey uns bekannt ist, so ist sie noch nicht allgemein. Zum Theil ist auch der große Vorzug, den diese Gerstenart ihrer großen Fruchtbarkeit wegen vor andern hat, durch eine unrichtige Behandlung ge— schwächt worden. Man hat da, wo Versuche damit angestellt worden, nicht in Acht genommen, daß sie viele Seiteuschößlinge treibt und daher nicht zu dicht, auch nicht zu spät gesäet werden müsse, wenn dieselben zur Vollkommenheit kommen und reifen sollen. Diese zween Umstände haben gehindert, daß die Reisgerste sich nicht so vor— theilhaft und fruchtbar hat zeigen können, als sie wirklich ist. Demungeachtet hat ein verständiger Landmann auf Alsen, bey gleicher Aussgat in gleich großem Lande, von 51) Georgical E Hay Vol. 2. 17%.— Der preußische Samml. 1. B. 1774. 52) S. Schrebers Sammlungen, x. Th. S. 49— 51. G N 0 der Reisgerste und der gemeinen, das rte Korn von jener, und nur das 7te Korn von dieser geerndtet. Da wo man in England und Deutschland diese Gerstenart bauet, hat man sie c außerordentlich vortheilhaft gefunden. Man hat daselbst vom Bau und der Benutzung fl derselben angemerket: 1) Daß sie eben so gutes Erdreich erfordere, als die zweyzeilige Sommergerste, und zwar daß es wohl bearbeitet und rein von Unkraut seyn müsse. 2) Daß sie völlig so früh als die zweyzeilige zu säen sey, damit die vielen Sei⸗ tenschößlinge, die sie treibt, zur Vollkommenheit gelangen mögen. Und damit diese den gehörigen Raum zu ihrem Wachsthum haben können, muß die Reis— gerste noch einmal so dünn als die gemeine gesäͤet und diesemnach nur 5 Schef— fel zu einer Tonne Landes genommen werden. Oberstlieutenant v. Schneller in Braunschweig räth noch dünner zu säen; wenn aber Dürre eintritt, und das Land voll Unkrautes ist, so gewinnt dieses die Oberhand über die Gerste, und hindert ihr Wachsthum: welches einer von den Zufällen bey den vorjäh⸗ rigen mißlungnen Schnellerschen Versuchen war. 3) Daß sie immer weit mehrfältiger trägt, als die gemeine Gerste, wie schon oben erwähnt worden. 40 Daß sie in Hinsicht auf das Gewicht, die Güte und die Benutzung der Kör⸗ ner, der Wintergerste und der gemeinen gleich kömmt, und in den meisten Fällen noch übertrifft. Sie giebt auch das beste Malz und Mehl, und ist ausnehmend gut zu Perlgraupen. b 5) Daß sie nie einen so langen Halm treibt als andre Gerste und daher auch nicht den Fehler hat in fettem Erdreich sich umzulegen. 6) Daß man die Erndte nicht verzögern müsse, bis die letzten Seitenschößlinge gezeitigt sind, weil alsdann die größten und ersten Aehren, einen zu hohen Grad der Reife erhalten, wobey der Halm gern gleich unterhalb der Aehre brechen will. b .—————.. 5 2— — ́ö—— ‚—˙·¹ — 51— e Kin 7) Daß sie sich sehr leicht ausdreschen läßt. i a §. 17. f mat see Vergleicht man nun das Verhältnißt dieser Gerstenarten im Großen, mit den cnuzang im Kleinen angestellten Versuchen, so findet man: 5 1) Daß die gemeine Gerste die schlechtste ist, sowohl was ihre Fruchtbarkeit, ere, als die Güte ihres Korns anlangt; daß sie aber demungeachtet die Gersten— art ist, die man bauen muß, wenn man kein fettes, gutes und wohlbearbei⸗ tetes Erdreich hat. ö en Cei⸗ d dalit 2) Daß jeder Landwirth die zweyzeilige Sommergerste bauen muß, sobald er e Rus fetten und mit Leimen vermischten Boden hat, den er auf gehörige Art bear— Echef beiten kann. heller itt, ind 3) Daß die Reisgerste noch mehr Aufmerksamkeit verdient als die zweyzeilige, Gee da sie sowohl ergiebiger ist, als auch ein besseres Korn hat. Im Marsch— borsh⸗ lande muß sie mit Vortheil zu bauen seyn, so wie an andern Orten/ wo man gute mit Leimen vermischte Dammerde hat. 1 shu 4) Daß die sechszeilige Gerste anzupreisen ist, wegen ihrer größern Ergiebigkeit — und Ausdauer gegen Kälte und üble Witterung, in Vergleichung mit andern Gerstenarten. Auch darum weil sie früher zeitigt, und daher, wenn Mis— 1 Kl wachs eintrifft, der Hungersnoth vorbeugen kann. 10 5) Daß die Wintergerste vornemlich in solchen Gegenden zu bauen ist, wo das Erdreich für den Roggen zu leimig und niedrig ist. 6) Daß die sogenannte Büschelgerste und die Staudengerste sich am besten für er auß niedrige Gerstenfelder schicken, wo andre Gerstenarten nicht fortkommen wol— len; jene aber, ihrer großen Fruchtbarkeit wegen, mit vielem Vortheile gezo— gen werden können. hößluge 8 u hohen 7) Daß die Gerstenarten, deren Körner keine Schale haben, vornehmlich da zu r Ahle bauen sind, wo das Erdreich und das Klima nicht zulassen, daß man Rog— gen und Waizen bauen könne. Sie geben nemlich Produkte, dabey man die⸗ ser entbehren kann, und schaffen in den Haushaltungen eben den Nutzen als andre Gerste. Sie wären daher von größtem Nutzen für Norwegen. Auch findet man, daß man daselbst sich mehr auf ihren Anbau legt, als in Däne— mark; doch wäre zu wünschen daß man auch hier, wegen der großen Frucht⸗ barkeit dieser Kornarten, mehr darauf anlegte, sie zu ziehen. Von allen diesen schalenlosen Gerstenarten, verdient die nackte zweyzeilige f Gerste noch die meiste Aufmerksamkeit, wegen ihrer großen Fruchtbarkeit und wegen der Uebereinstimmung, die sie in Ansehung des Nutzens in der Haushaltung mit dem Waizen hat. Erklä⸗ ben as Ach Dun Itucht⸗ Sr kb den n 8 seypeltge der ersten Tafel. o wehen mit den Hor deu m vulgare Gele ste Lin n. Gemeine Gerste. Die Aehre. i Ein Theil des Halms mit dem obersten Blatte. c. Eine reife Aehre ohne Granne. 5 d. Die sechsblättrige Balgspelze. e. Dieselbe, drey Blumen einschließend. k. Eine Blume, mit ihren zwey Blütenspelzen und eingeschlossenen Befruch⸗ tungstheilen. N Die Stempel im Anfange des Blühestandes. h. Die Honigbehälter. i. Ein Stück des Aehrenstengels. . Ekklä⸗ Nr 5 5 Einl. der zwoten Tafel. He x de um kherxa sti c h on L n n. Sechs zeilige Gerste. ———— Aehre mit dem obersten Blatt. Die drey neben. einander sitzenden Blüten, eingeschlossen in der Balg⸗ spelze. 8 Die sechsblättrige Balgspelze. 8 Die äußere Blütenspelze, wie sie die innere umfaßt. Dieselben aus einander genommen. Die Staubfäden, Stempel und Honigbehälter. Ein Stück vom Aehrenstengel. der dritten Tafel. e n toi d R 6 n E n n. — Zweyzeilige Sommergerste. a. Aehre. der D: b. Ein Theil des Halms mit dem obersten Blatt. . e. Die Zwitterblüten mit einer männlichen Blüte an jeder Seite, alle umge⸗ 7 ben von der sechsblättrigen Balgspelze. f d. Die sechsblättrige Balgspelze mit dem Haarbüschel unter der Zwitterblüte. e. Eine geöffnete Zwitterblüte. k. Die Honigbehälter mit den Stempeln. g. Ein Korn in der Blütenspelze. h. Ein Korn im halben Wuchs.. 1. Eine geschloßne männliche Blüte. k. Dieselbe geöffnet. 1. Ein Haarbüschel aus der männlichen Blüte.* Ein Stück des Aehrenstengels. 9 u. 6 r Mf Der Aehre mit dem obersten Blatte, im Blühestande. Geöffnete männliche Blüte. Die Honigträger, Staubfäden und Stempel. Geöffnete Zwitterblüte. Dieselbe geschlossen. Die sechsblättrige Balgspelze. Die Zwitterblüte mit den beyden männlichen Blüten zur Seite, einge— schlossen von der Balgspelze. Reife Aehre ohne Granne. Ein Stück des Aehrenstengels. 1 I. ——— W