* —* — 8 — ——— 3——————— 1 6— 4—————— — 3 4 9' 2 8 Univ.-Sibi. Slessen —— — 2.— 2—— ————— — —— — ——— 8 ——— — —— 5 2 5 0 5 1 —— ————— — — 2— , ü neue N 17 reer 0 As. 5. turn r 2 95. in een e ee. Kür stl: Du S e 7 gat 1 * 2 Ae 1 1——— B 2 8.———— ———.———— 2 b 70 ⁊ Tꝗ 7 0 2 r 7 ——— 1 728 12 *** * 1 8 5 0 155 N 8 8——— e 1 *———————* . 0 Geneigter Leser. Si ist zwwar nicht zu leugnen, daß von . e der Bau Kunst und denen fünff 8 A Säulen, bereits so viele Bücher durch den Druck heraus gekommen sind, daß man meinen solte, diese Kounst wäre nunmehr zu ihrer höch⸗ —titen Vollkommenheit gediehen, und schon daß es unmöglich fiele, etwas neu⸗ es, so nicht allbereit gesagt, und geschrieben worden, von derselben auf die Bahne zu bringen; Zumalen, da ausser denen unzehligen Bau⸗ und Säulen⸗Büchern, die hier⸗ von ausdrücklich handeln, auch ein jeder, der nur von der gesamten Mathesi geschrieben, seinem Wercke zugleich etwas von der Bau⸗Kunst, als einem dazu gehörigen Stücke, mit einverleibet hat. f Allein diesem allen ungeachtet, sind doch noch un⸗ terschiedene Schwierigkeiten vorhanden, die von solchen Auctoribus, theils nicht ausfuhrlich genug entschieden, theils aber entweder durch gar keine, oder ja durch die beygefügten Risse nicht deutlich genug erkläret worden ist. Denn A I. Ha⸗ 2 782(O) de . Haben einige den Modal in so viel Theile eingetheilet, daß die daruber gegebenen Regeln, nicht allein einem Anfänger in der Architectur, sondern auch denen Handwercks⸗Leuten, die darnach arbeiten sol⸗ len, sehr schwer fallen, und insonderheit denen, die mit der Ausrechnung nicht wohl fortkommen können. Es ist derowegen, vor solche Leute, unter allen keiner besser, als der Vignola, welcher seinen Modul in der Toscanisch: und Dorischen Ordnung, in 12., in der Jo- nisch Corinthisch- und Römischen Ordnung aber, in 18. Theile oder Partes abgetheilet; Welche Abtheilung der⸗ gleichen Leute weit besser begreiffen können. Nun ist zwar erwehnter Vignola in allen Formaten, und bey uns gebräuchlichen Sprachen zu bekommen; Allein an hat in selbigem alle seine Dinge so blindlings behalten, daß es(den Daviler davon ausgenommen,) sich theils vor ein grosses Versehen gehalten hatten, auch das geringste zu verbessern oder zuzusetzen, als was Vignola vorge⸗ schrieben hat. Wie man ein Exempel hiervon, an de⸗ nen aus dem Vignola von ihnen noch behaltenen Por- talen, sehen kan. II So ist auch in allen solchen Bau- und Säulen⸗ Büchern, ja in dem Vignola selbst, die Ausladung der Glieder, und mehr andere Dinge sehr sparsam angedeutet, da es doch Sachen sind, woran eben auch sehr viel gelegen ist, und welche sowol zu gründ⸗ licher Erlernung der Bau- Kunst, als zu e f 5 5 us⸗ — ꝶ—ĩ—ů b—-— 1 —. (o) d 3 Ausarbeitung der Glieder, höchst⸗nöthig, sa allerdings unentbehrlich sind. II. Sind zwar in allen Auctoribus vielerley Höhen angedeutet, sie haben aber keine Gene- rxal-Regul darüber gemacht. Ich habe derowe— gen, um mehrer Deutlichkeit willen, solche in zwey Ge— neral- Regeln gebracht; Vermöge deren die Höhe der Säule, mit dem Postement oder Säulen-Stühle, durch alle fünff Ordnungen, in 19. Theile getheilet wird, die Höhe derselben aber ohne Postement, in 5. Theile; Wie solches aus dem 4. und ßͤten Blate klar zu ersehen ist. Anfänglich hatte ich dieses gantze Werck, ins Grosse gezeichnet, damit man alles desto deutlicher er⸗ kennen mögte; so hatte ich auch zu einer jeden Ord— nung, eine Thür, ein Fenster, und ein Portal ver— zeichnet, um den Nutzen dadurch desto besser zu zei— gen; Wie man solches aus einer darvon ertheilten Spe- cification, die meinem vor drey Jahren heraus gegebe— nen Mathemathischen Vorschlage zu Ende angefüget ist, mit mehrerm ersehen kan. Nachdem es aber dem Verleger, wegen der grossen darzu erforderten Kupf— fer⸗Platten, etwas zu kostbar gefallen, so hat selbi⸗ ger mich ersucht, solche Risse ins Kleine zu bringen, und zwar in dem Format, vie die von mir heraus ge⸗ gebenen Fenster sind. Worzu ich mich desto leichter entschlossen, weil der vom Herrn Professor Sturm ver— teutschte Daviler, welcher von denen fünff Saulen, nach der von Vignola an die eee eee Methode, noch f 12 am 4 82(O) am deutlichsten und leichtesten handeln, gar schwer zu bekommen; Der von Muet herausgegebene Vignola aber, wegen seiner allzu sehr ins Kleine verzeichneten Risse, viel zu undeutlich ist. Bey solcher meiner Arbeit habe ich so viel Fleiß und Accuratesse gebraucht, als es der kleine Raum des Formats hat leiden wollen, auch hier und dort vieles verbessert, und mit unterschiedenen höchst⸗nöthigen Din⸗ gen vermehret. Zwveiffle demnach nicht, es werde ihm der Kunst begierige geneigte Leser, diesen meinen Fleiß und Mühe gefallen lassen, und mich durch solche Ge— wogenheit anfrischen, ihm nach und nach noch ferner, wie ich bißhero angefangen, mit Fenstern, Thüren, Portalen, und andern zur Civil Bau⸗ Kunst gehörigen Dingen zu 5 dienen. B——————s.e As Blat Tab. I. ist darum voran gesetzet worden, um denjenigen, so etwan noch gar nichts in der Geome— trie gethan, zuvorher die vornehmsten Linien, Winckeln, Figuren und Cörper bekannt zu ma⸗ chen. II. Von denen Gliedern. us die Glieder betrifft, wie dieselben Geometrisch aufzu— SO reissen/ auszutuschen/ und endlich zu verzieren sind, ist aus Tab. 2.& 3. als auch aus nachfolgenden Kupffern deutlich zu ersehen; worinnen allezeit die Höhe und Ausladung eines jeden Gliedes, auch, wo es nöthig, mit seinen gehörigen Zierrathen demerckt zu befinden ist. Das übrige kommt auf einen guten Grund in der Geometrie, reiffen Verstand, und gute Zeichnung an. f Wer ein mehrers hiervon verlangt, der sehe in dem Daviler nach, pag. y. seqq. vor diejenigen aber, so selbigen etwan nicht ha⸗ ben noch bekommen können, habe nachfolgends noch aus demsel⸗ ben mit wenigen anführen wollen: Daß unter denen Glie⸗ dern/ theils grosse/ theils kleine sind; Die Grossen/ sind die Rinn⸗Leisten, Wülste oder Kropff⸗Leisten, Krantz⸗Leisten, Hol⸗ Leisten, Karniß oder KehlLeisten, Pfühle und Einziehungen; die übrigen als Stäbe, Riemen und Abschweiffungen, werden Kleine genennet. Der Kleinen bedienet man sich, die Grossen zu bedecken, zu unterscheiden, und besser aus einander zu setzen, Die Hol Kehlen, Karniß und Wülste, machet man W auch zimlich klein, wie 3 zum 6*(o) N ö zum Exempel zwischen denen Streiffen des Unter⸗Balcken, und an den Bögen und Thür⸗Pfosten zu sehen; Aber der Rinn-Lei⸗ sten, der Krantz Leisten, das Band zu denen Zahn Schnitten und die Streiffen, woran die Sparren Köpffe gesetzet werden, blei⸗ 05 beständig grosse Glieder, und erfordern kleinere zu ihrer Be⸗ deckung. Der Wulst⸗und Kehl Leisten in denen Kräntzen, sind auch grosse Glieder, und werden von kleinen bedecket. Die grossen und kleinen Pfühle, wie auch die Einziehungen, so grade das Wider⸗ spiel derselben sind, dienen meistens zu denen ib aeg den und werden von einander durch Riemen und Stäbe abgesondert. Al⸗ le diese Glieder werden unterschiedlich verzeichnet, nach dem Unter⸗ schied der Weite, aus der sie müssen geqsehen werden, wornach man deren Sprung oder Einziehung richten muß. Die Ausladung ei⸗ nes Gliedes, darff selten seine Höhe übertreffen, ausser an dem Krantz⸗ Leisten, den man in diesem Fall unten an dem Kinn, wie einen Ca- nal aushölet. Man muß sich bemühen, daß in einem jeden Stücke eines bro— fils, immerzu ein grosses Glied herrsche, wie der Krantz, Leisten in dem Krantz Gesimse, welches dessen Nothwendigster und wesent⸗ lichster Theil ist. Ein Glied, so ein anderes krönet, kan nicht wol grösser als dessen Helffte, noch kleiner als dessen Drittheil seyn. Wie das Riemlein auf dem Kehl⸗Leisten, und der Stab unter dem Wullste nicht dörffen minder als den vierten Theil, auch nicht mehr als den dritten Theil der Höhe desselben haben. Die Zahn⸗Schnit⸗ te sind in einem Krantz⸗Gesimse das gröste Glied unter dem Krantz⸗ Leisten, und dieser ist ein wenig schwächer als der Rinn⸗Leisten. Das oberste Glied an seiner Corniche muß nicht rund, als zum Exempel, 8 0905 seyn, ob es schon Exempel gibet, sondern ein Riemlein oder and. Von Auszierung der Glieder kan ebenfalls Daviler weit⸗ läufftig nachgelesen werden; jedoch ist nur kürtzlich noch dieses aus demselben anher zu setzen, wenn er spricht: Daß die allgemei⸗ neste Regel sey, glatte Glieder unter geschnitzte zu mischen, damit das Auge an diesen gleichsam eine Nuhe, und in dieser. im: 3—————————— — * O) 7 stimmung ein Vergnügen finde. Also darf man den Krantz Lei⸗ sten, und die Streiffen der Unter⸗Balcken, oder Bogen-Einfas— sungen, nicht leicht ausschnitzen, ohne wo ein sonderlicher Pracht der Gesimse erfordert wird, wie an denen Verzierungen der Altä— re, daran man alle Glieder, biß auf die Riemlein, mit Schnitz⸗ werck zieren kan. b Alle diese Schnitzwercke, als Eyer, Spitz-Hertzen, Blätter, Zahn⸗Schmtte, Oliven und dergleichen, sollen fein Bley recht über einander zutreffen, und diese alle sich nach dem grösten richten als nach denen Sparren⸗Köpffen und Zahn⸗Schnitten. Es müs⸗ sen diese Verzierungen ferner sich zu denen Ordnungen wol schi— cken, bey denen sie gebraucht werden, und also die zierlichsten an die delicatesten kommen, als an die Corinth und Römische; an die Toscanisch-und Dorische aber schicken sich fast gar keine. Es sollen auch an einer Facciata alle Stücke gleich paarig ausgezieret seyn, damit nicht etwan eines gar zu schlecht, das andere aber gar zu sehr gezieret seyp. Dann wie die Bau Kunst aus dem menschli⸗ chen Leibe ihre Verhältnüsse abnimmet, also müssen auch ihre Ver⸗ zierungen so geschicklich und wol gereimt seyn, als der Schmuck an der Kleidung; Man kan auch gleichergestalt, wie die Alten ihre Zierrathen nicht ohne gewisse Ursachen aufgebracht haben, auch heutiges Tages neue erfinden, welche ein Absehen entweder auf das Werck haben, so man unter Händen hat, oder auf den Haus⸗ Herrn. Bey Ausschnitzung der Zierrathen ist auch in acht zu nehmen, daß die so innerhalb der Gebäude gebrauchet werden, platter sind als die, so man ausserhalb gebrauchet; Wobey auch die Grösse der Gebäude viel thut. Denn an einem Riesen Gebäude brauchet man weniges oder tief ausgegrabenes Schnitz⸗Werck, sonderlich aussen in der freyen Lufft, um sie desto erhabener zu machen. Dieses sind nun die allgemeinen und weitläufftigen Reguln; die sonderba⸗ ren stelle ich dem Verstande und der genauen Untersuchung des Bau⸗Meisters anheim. III. Von 2*(o) III. Von der General. Regul über die fünf Säulen, mit dem Gebälcke und Säu⸗ len⸗Stuhl. 2 Stheilet Vignola durch alle fünff Ordnungen die gantze Hö⸗ K he, woran er eine Säule mit dem Säulen⸗Stuhl anbrin⸗ gen will, in 19. Theile; Davon kommen 3. Theile zu dem Ge⸗ bälcke, 4. Theile zu dem Säulen⸗Stuhl, und bleiben 12. Theile übrig zu der Säule mit ihrem Fuß und Knauff oder Capiteel. Die- se 12. Theile werden in der Toscanischen Ordnung in 14. In der Dorischen Ordnung in 16. In der Jonischen Ordnung in 18. In der Corinthisch und Romischen Ordnung in 20. Theile getheilet. Ein solcher 14ter Theil in der Toscanischen/ 16ter Theil in der Dorischen/ 18ter Theil in der Jonischen und 2oster Theil in der Corinthisch⸗ und Romischen Ordnung, wird Modul genennet; Der in der Toscanisch⸗und Dorischen Ord— nung in 12. Theile, und in der Jonisch⸗Corinthisch und Rö⸗ mischen Ordnung in 18. Theile oder Partes getheilet wird, wornach die Glieder ausgetheilet und verzeichnet werden, vid. Tab. 4. IV. Von der General. Regul über die fünff Saulen mit dem Gebälcke ohne Säu⸗ len⸗Stuhl. S theilet Vignola durch ale funff Ordnungen die gantze Hö⸗ he, woran er eine Säule ohne Säulen⸗Stuhl anbringen will, in fünff gleiche Theile; Davon ein solcher Theil oder tel zur Höhe des Gebälckes kommt; Die übrigen 4. Theile oder Ftel kommen zu der Säule, die ebenfalls, wie bey denen Sue ( P — *(O) 5 9 Säulen⸗Stuhl gemeldet, in der Toseanischen Ordnung in 14. In der Dorischen Ordnung in 16. In der Jonischen Ordnung in 18. In der Corinthischamd Bomischen Ord— nung in 20. Theile getheilet werden. Hiervon ist nun ein solcher Theil der Modul der in der Toscanisch- und Dorischen Ord⸗ nung/ in 12. Theile, und in der Jonisch/ Corinthisch: und Ro⸗ mischen Ordnung/ in 18. Theile oder Partes getheilet wird, vi- de Tab. F. wornach das Gebälcke und Säule, mit der Höhe ihrer Glieder und Ausladung derselben verzeichnet wird. V. Von denen Säulen. Voeso hat in der Toscanischen Ordnung/ der Säulen⸗Stuhl W 4. Modul 8. Part., als den dritten Theil der Säule; Die Säule hält 14. Modul, und das Gebäͤlcke bekommet 33. Modul, als den ten Theil der Säule. Ist also die gantze Höhe der To- seanischen Ordnung mit dem Säulen⸗Stuhle 22. Modul 2. Part. vide Tab. 8. In der Dorischen Ordnung hat der Säulen— Stuhl 53. Mod. die Säule 16. Mod. und das Gebälcke 4. Mod. macht zusammen 273. Mod. xvid. Tab. 8. In der Jonischen Ordnung hat der Säulen⸗Stuhl 6. Mod. die Säule 18. Mod. und das Gebälcke 47. Mod. macht 284 Mod. vid. Tab, 8. In der Corinthisch- und Romischen Ordnung Tab. 8. hätte der Säulen⸗Stuhl, nach der gemeinen Austheilung nur(1 Modul, aber es wird demselben, wie bey denen Säulen Stülen folgen soll, wegen bessern und schönern Ansehens, zur Zärtlichkeit seiner Säule, noch ztel zugegeben, und er also 7. Modul hoch gemacht; Die Säule hält 20. Modul, und das Gebälcke J. Modul. Daß also die gantze Höhe in der Corinthisch und Römischen Ordnung mit Postement 32. Modul ist. B VI. Von 1 Von denen Säulen⸗Stühlen und Säulen⸗Füsen.⸗ 104 Er Säulen⸗Stuhl, so durch alle fünff Ordnungen den drit⸗ 4 ten Theil der Säule haben soll, hat in der Toscanischen Ordnung 4. Modul, 8. Part. davon bekommt der Fuß und De⸗ ckel, jeder Z. Modul,, oder 6. Partes, und sind gleich weit, oder 4. p. ausgeladen; bleiben also vor dem Würffel 3. Modul g. p. vi- de Tab. 9. In der Dorischen Ordnung hält er 53. Modul, dg⸗ von bekommt der Fuß 10. p. zur Höhe, und ist 47 p. ausgeladen, der Deckel bekommt 6. p. und ist 6. p. ausgeladen und der Würf⸗ fel behält 4. Mod. vid. Tab. 14. In der Jonischen Ordnung ist er 6. Modul davon bekommt der Fuß und Deckel jeder 9. p. und. 1 ausgeladen, vid. Tab. 21. In der Corinthischen Tab. 29. und 4 in der Romischen Ordnung Tab. 35. hat der Säulen⸗Stuhl 1 nach der Haupt Regul, nur 63. Modul, damit er aber gegen die Zörtlichkeit der Säule desto geschickter aussehe, wird demselben noch ztel Modul zugegeben, und er also 7. Modul hoch macht„da⸗ von bekommt der Fuß 12. p. und der Deckel 14 p. zur Höhe, und sind gleich weit, nemlich 8. p. ausgeladen. Der Säulen Fuß ist durch alle 7. Ordnungen 1. Modul hoch. In der Toscanisch⸗ und Dorischen Ordnung wird der mit dem untersten Saume des Stammes gerechnet; in denen dreyen ubrigen aber ohne den⸗ selben. Er springt in der Toscanischen um 44. p. in der Dori- chen 5. p. in denen dreyen ubrigen aber durchgehends 7. p. vor. Damit man nun sowol die Höhe, als den Sprung der Glieder besser erkennen möge, so habe solche à parte groß gezeichnet. Be⸗ siehe Tab. 43. 44. VII. Von der Würffel J. Modul. Der Fuß ist S. p. und der Deckel 10. B ——— —— 8(o) 11 VII. Von denen Capiteelen und Gebäl⸗ en. n der Toscanischen Tab. 10. und in der Dorischen Ord— 70 nung Tab. 15.& 16. ist das Capiteel 1. Modul hoch, und in der Toscanischen F. p. in dem ersten Blate der Dorischen 5. p. in dem andern aber. p. ausgeladen. In der lonischen Ord— nung Tab. 22.& 23. ist das Capiteel 15. p. und mit der Schne⸗ cke 19. p. hoch; und 5. p. ausgeladen ohne die Schnecke, mit der Schnecke aber 11. p. In der Corinthisch-und Römischen Ord— nung ist es 27. Modul hoch. Es versteht sich aber solches durch alle fünff Ordnungen, von dem Rincken an, als welchen ich allezeit zum Stamme rechne. Die Ausladung der beyden letzten Ordnun⸗ gen wird aus dem Grunde genommen. Das Gebalcke, so durch alle J. Ordnungen den vierten Theil der Säulen hat, hat in der Toscanischen Ordnung 3. Modul, da⸗ von der Unter⸗Balcken oder das Architrave 1. Modul der Bor⸗ ten oder das Frieß 1. Modul 2. p. und der Krantz oder die Cor— niche 1. Modul 4. p. bekommt; und ist 1. Modul ausgeladen, vid. Tab. 0. In der Dorischen Ordnung ist es 4. Modul, davon der Unter⸗Balcken r. Modul der Borten E Modul, und der Krantz 1. Modul bekommt; und ist 2. Modul ausgeladen, vide Tab. 15. und 16. In der Jonischen Ordnung hat es 4. Modul, davon der Unter Balcken 13. Modul, der Borten 14. Modul, und der Krantz 13. Modul bekommt; und ist 3 Partes, oder 1. Mo- dul 13. p. ausgeladen, vid. Tab. 22. In der Corinthischen Tab. 3 1. und in der Komischen Ordnung Tab. 37. hat es 5. Modul, davon 12. Modul zum Unter Balcken, 1. zum Bor⸗ ten und 2. Modul zum Krantz kommen: selbiges ist in der Corinthi- schen Ordnung 2. Modul, 2. Part. und in der Römi— schen Ordnung 2. Modul ausge⸗ laden. B 2 VIII Von * 00) 8 VIII. „Von denen Säulen⸗Stellungen. Je Toscanische Saule Tab. 11. hat mit ihrem Fuß und „ Knauf 14 Mod. und das Gebälcke 3. Mod. macht zusam⸗ men 17. Modul. Die Dorische Säule Tab. 18. hat mit ihrem Fuß und Knauff 16. Mod. und das Gebälcke 4. Mod. macht 20. Modul. Die Jo— nische Saule Jab 26. hat 18. Mod. und das Gebälcke 4. Mod. macht 22. Modul. Die Corinthische Tab. 3 2. un d die Bomi⸗ sche Säule/ Tab. 39. haben 20. Modul, und das Gebälcke 5. Mod. macht 25. Modul zu ihrer gantzen Höhe. IX. Von denen Bogen⸗Stellungen ohne Säulen⸗Stühle S ird die Höhe, wie oben, durch alle 5. Ordnungen, in 5. gleiche Theile getheilet; davon ein solcher rtel zu dem Gebäl⸗ cke, und die übrigen vier zu der Säule kommen; welche wieder⸗ um, wie bey denen Säulen ohne Säulen⸗ Stub l gemeldet in ihre Mod. und Part. zur e der Glieder getheilet wor⸗ den. Die gemeineste Regel zu den Bögen ist, daß man ihre Oeff⸗ 1 05 noch einmal so 0 hoch als breit, mache; wiewel man sie auch um 0 tel, oder auch was höher, aber nich wo niedriger als ihre doppelte Breite austräget, machen kan. Also sind in der Toscani- sch 1 0 65. Mod. der Breite, 13. Modul zur Höhe, vid. Tab. 12. In der Dorischen Ordnung, auf 7. Modul der Breite, 14. Modul zur Hoöͤhe, vid. Tab. 19. In der Jonischen n 8. Modul der Breite, 17. Modul zur Höhe, vid. Tab. 27., und in der Corinthischen Tab. 33. und e rd⸗ 1 ä — K—[Üö ð»?3ͤ. ˖„— — 8(o) N 13 Ordnung Tab. 40. auf 9. Mod. zur Breite, 18. Mod. zur Hö— he. X. Von denen Bogen⸗Stellungen mit de⸗ nen Säulen⸗Stühlen. S wird die gegebene Höhe, wie bey denen Säulen mit dem Säulen⸗Stuhl gemeldet, in 19. Theile getheilet; davon drey Theile zu dem Gebälcke, 4. Theile zu den Sänlen⸗Stuhl, und die übrigen 12. Theil. zu der Säule, zusamt dem Fuß und Knauff kom⸗ men; welche 12. Theile, wie oben bey der Säule mit Säulen⸗Stuhl gemeldet/ in ihre Nod. und Partes, zu Ausarbeitung der Glieder, getheilet werden. g Die Oeffnung der Bögen hat hier, wie in denen ohne Säulen⸗ Stuhle, doppelte Breite zur Höhe, ausser in der Corinthischen Tab. 34. und Komischen Ordnung Tab. 41. allwo die Höhe 1. Modul höher ist, als die doppelte Breite, um diesen beyden Ord—⸗ nungen, wegen ihrer Zärtlichkeit, ein schöneres Ansehen zu geben, damit sie desto leichter und lustiger aussehen. XI. Von denen Bogen⸗-⸗Pfeilern. Oden dem Worte Bogen- Pfeiler, wird der gantze Pfeiler Th verstanden, und wird in denen Bogen⸗Stellungen ohne Säulen⸗Stüle, durch alle fünff Ordnungen 3. Mo dul breit und 2 Modul dick gemachet: Wiewol man an solche Dicke nicht ge⸗ bunden ist, sondern sich nach der darauf kommenden Last richten muß. Was aber neben der angebrachten Saule oder Pila- stre vorgehet, wird der Neben⸗Pfeiler genennet, und ist Z. Mod. breit, vid. Tab. 12. 19. 27. 33; und 4. In denen Bogen⸗ Stellungen mit den Szalen Stühlen, Tab. 13. 28. 34. und 41. 4 S 3 ist 14 8(0) ist der Bogen⸗Pfeiler durchgehends 4. Modul, und also der Neben⸗ Pfeiler 1. Modul breit:(weil die Säule oder der Pliastre, allezeit unten am Stamme 2. Modul breit gemacht wird) ausser in der Dorischen Ordnung Tab. 20. allwo er, wegen Austheilung der Triglyphen und Metopen„ Modul hat, breit gemacht werden müssen, und also der Neben⸗Pfeiler 1. Modul breit ist. XII. Von denen Kämpffern. Er Kämpffer ist eine Verzierung des Neben Pfeilers, so an einer jeden Ordnung, schlechter oder reicher mit Gliedern verzieret wird, darauf die Niederlage des Bogens aufsteht. Er bekommt durch alle fünff Ordnungen 1. Modul zur Höhe, und in der Toscanischen Ordnung Tab. 12. bekommet er 4. Modul, in denen uüͤbrigen vier Ordnungen aber zur Ausladung. Darum auch die Säule, so viel der Kämpffer vorspringt, durch alle fünff Ordnungen über ihre Helffte ausser der Wand muß gesetzet wer⸗ den, damit der herum⸗auffende Kämpffer nicht über die Helffte der Säule vorsteche, und solcher alle Annehmlichkeit benehme. Tab. 42. sind sie groß verzeichnet, um die Höhe und Ausladung der Glie⸗ der desto besser zu erkennen. XIII. Von denen Schwib⸗Bögen. Er Schwib⸗Bogen hat in der Toscanisch⸗- und Dorischen Ordnung/ eben die Glieder des Kämpffers; In der Jo⸗ nischen/ Corinthisch und Römischen Ordnung weicht Vignola davon ab, welcher Freyheit sich auch ein jeder gebrauchen kan, wenn er nur die Glieder geschickt anzubringen weiß. Besiehe Tab. 15 XxIV. Von — —— ö 88(o) de 15 XIV. Von den Pilastris oder Wand⸗ Pfeilern. Je Pilastres, so offtmals hinter die Säule gesetzet werden, oder auch alleine stehen, werden, so ein Kämpffer herum läufft, gleichwie bey der Wand⸗Säule, um so viel Part als der Kämpffer ausgelgden ist, ausser der Wand gesetzet, damit der herumlauffende Kämpffer, nicht vor denen Pilastres vorspringe, welches sonst eben so übel heraus kommen würde, als wenn der Kämpffer über das, was die Säule über ihre Helffte ausser der Wand stehet, ausgela⸗ den wäre. 8005 Von denen Triglyphen oder Drey⸗ Schlitzen. Je Triglyphen, so den Kopff eines Balckens vorstellen, und allezeit 1. Modul zur Höhe, und ein Modul zur Breite ha— ben müssen; Und die Zwischen⸗Tieffen oder Metopen, so 12. Modul haben, und also mit dem Borten einen justen Quadrat formiren müssen, machen, daß man die Säulen oder Pilastre nicht nach Gefallen setzen kan, sondern sich an die Triglyphen und Metopen binden muß. Derowegen, wenn eine Höhe gegeben wird, woran man die Dorische Ordnung anbringen will, so muß die Weite der Säule oder Pilastre, oder auch einer Wand, woran man die Triglyphe anbringen will, just ausgetheilet werden, wie viel man daran anbringen kan, und wird allezeit mitten über einer Säule oder Eilastre,eine Triglyphe angebracht; so siehet man alsdenn, wie viel man noch Spatium hat, und wie viel Triglyphen noch angebracht werden können. Als 16*(o) Als zum Exempel: In der Dorischen Säulen-Stellung Tab. 18. ist das Spatium von einer Säule zur andern J. Mod. und von dem Centro der Säule angerechnet 7. Modul, kommen also dahin 3. Triglyphen mit ihren Metopen. In der Bogen⸗ Stellung ohne Säulen⸗Stuhle, Tab. 19. ist das Spatium von einem Neben-Pfeiler zum andern, 7. Mod. und von dem Cen- tro der Säule angerechnet, 10. Mod. kommen also dahin 4. Triglyphen mit ihren Metopen. In der Bogen-Stellung mit den Säulen⸗Stühlen, Tab. 22. ist das Spatium von einem Ne— ben⸗Pfeiler zum andern, oder die Oeffnung 10. Mod. und von dem Centro angerechnet, 11. Modul, kommen also dahin 6. Triglyphen mit ihren Metopen; Als zum Exempel: é. Trigly- phen, eine jede zu einem Mod. breit, machet 6. Modul, und 6. Metopen, eine jede zu 14 Modul breit, macht 9. Modul; nun macht 6. und 9. nach Adams Risen Rechen⸗Buch 15. Modul. I. Von denen Zahn⸗Schnitten. Je Zahn⸗ Schnitte sollen billig in denen letzten 4. Ordnun⸗ gen, sowol als die Triglyphen in der Dorischen/ und die Sparren⸗Köpffe in der Corinthischen Ordnung ihre juste Aus⸗ theilung haben, und zwischen denen Säulen accurat mit ihren Lü— cken zutreffen. Dieses hat Vignola durch alle 4. Ordnungen, wor⸗ bey dieselbe angebracht worden ausser in der Jonischen Säulen⸗ und Bogen Stellungen ohne Säulen⸗Stuhle in acht genommen; welches aber, so viel ich oblerviret, von denen Künstlern und Hand⸗ werckern, so nach der Architectur arbeiten sollen, nicht allerdings, in⸗ sonderheit von denen Herren Mahlern und Tischlern beobachtet wird, als welche dieselbe nur nach ihren Gefallen austheilen, es mag nun entweder der Zahn oderdie Lücke über dem Centro der angebrachten Säule oder Pilastre just zutreffen, oder nicht. Weß⸗ wegen ich um besserer Deutlichkeit und künfftiger Observanz wil⸗ len, — f———— 255 — —— *(00) 85. 17 len, auf der Tab. 4. und 7. durch alle 4. Ordnungen, in welchen die Zähne angebracht worden, das Spatium von einer Säule zru andern(versteht sich von dem Centro der Achse, oder Säule an,) ausgerechnet, um zu erweisen, daß nicht allein allezeit, sowol die Zähne als die Lücken, über der Achse der Säule, sondern auch die übrigen, wo sie recht ausgetheilet werden, just zutreffen können: Auch zugleich dabey die Triglyphen und Sparren-Köͤhpffe ange⸗ mercket. Als zum Exempel in der Dorischen Ordnung hat die Säulen⸗Stellung Tab. 18. zur gantzen Zwischen⸗Weite 72 Mo- dul, und also vom Centro der Söule angerechnet 72. Modul die 7 Modul mit 12. zu Partes gemacht, kommen 90. Partes. Nun hat der Zahn 2. Partes zur Breite, und die Helffte, als 1. Partes zur Lücke: kommen also in das Spatium 7 Modul oder 90. Partes 30. Zähne a 2. Partes macht 60. Partes und 30. Lücken à 1. Partes macht 30. Partes, ist zusammen 90. Partes, und kommen 3. Trigly- phen. In der Bogen⸗Stellung ohne Säulen⸗Stühle, Tab. 19. ist das Spatium 10. Modul oder 120. Partes kommen 40. Zäh⸗ ne, 40. Lücken, und 4. Triglyphen. In der Bogen-Stellung mit den Säulen⸗Stühlen, Tab. 20. ist das Spatium 15. Modul oder 180. Partes kommen 60 Zähne 60. Lücken, und 6. Trigly- hen. f In der Jonischen Ordnung/ hat die Säulen⸗Stellung zur Zwischen⸗Weite, 4. Modul, und vom Centro der Säule an ge⸗ rechnet, 6. Modul oder 117. Partes, weil der Modul allhier mit 18. zu Partes gemacht wird; Wenn man aber noch 3. Partes darzu thut, daß die Zwischen⸗Weite 63. Modul bekommt, so kommen just 20. Zähne a 4. Partes und 20. Lücken a 2. Partes. Oder daß man das Spatium bey 6. Modul lässet, selbiges aber hernach, an statt seiner 120. Partes eintheile, wie hier geschehen in Tab. 26. allwo zwar das Spatium in seiner Breite von 62. Modul verbleibt, aber den⸗ noch 20. Zähne und 20. Lücken, von einem Centro oder Achse der Säule biß zum andern, angebracht worden sind. In der Bogen-Stellung ohne Säulen⸗Stühle, ist das Spatium 11. Modul oder 207. Partes, und fehlen also wiederum rey Partes zů richtiger Austheilung der Hähne; darum verfähret C man 18 2(O) Ne man wie bey der Säulen⸗Stellung, und macht aus den 207. Partes andere 210. Partes, damit just wiederum 35. Zähne und 35. Lücken heꝛaus kommen, vid. Tab. 27. In de: Bogen⸗Stellung mit den Säu⸗ len⸗Stuhlen Tab. 28. kommen 15. Mod. oder 270. Partes, und also just 45. Zähne und 45. Lücken. In der Corinchischen Ordnung hat die Säulen⸗Stellung Tab. 32. zur Zwischen Weite 63. Modul oder 120. Partes kom- men just 20· Zähne a g. Partes und 20. Lücken a 2. Partes breit, und fünff Sparren⸗Köpffe. In der Bogen-⸗Stellung ohne Säulen— Stühle Tab. 33. ist das Spatium 12. Modul, oder 216. Partes kommen 6 Zähne, 36. Lücken, und 9. Sparren ⸗Köpffe. In der Bogen ⸗Stellung mit den Säulen Stühlen Tab. 34. ist das Spati- um 16. Modul oder 288. Partes kommen 48. Zähne, 48. Lücken, und 12. Sparren Köpffe. In der Römischen Ordnung hat die Säulen⸗Stellung Tab. 39. zur Zwischen⸗Weite, wie in der Corinthischen Ordnung, 6s. Modul oder 120. Partes, aber der Zahn ist 6. Partes breit ,und die Lücke 2. Partes, kommen also nur 15. Zähn und 15. Lücken. In der Bogen Stellung ohne Säulen⸗Stühle Tab. 40. ist das Spatium 12. Modul, oder 216. Partes fommen 27. Zähne, und 27. Lücken. In der Bogen ⸗Stellung mit den Säulen⸗Stühlen, Tab. 41. ist das Spatium 16. Modul, oder 288. Partes kommen 36. Zäh⸗ ne und 3 6. Lücken. In der Jonischen Ordnung ist Tab. 23. das Capiteel so wohl wie es von vornen mit gehöͤrigem Grund⸗Risse, als auch wie es auf der Seiten anzusehen, so deutlich verzeichnet, daß es weitläuff⸗ tiger zu beschreiben, nicht wird nöthig seyn. Dahero nur noch melden will. XVII. Wie .— K::. ————— ———— ——————— 8( 19 XVII. Wie die Schnecken nach des Vignola und Goldmanns Manier aufzureissen sind. Es Vignola sein Tab. 24. wird also gemacht: Erstlich, zie⸗ het man eine Bley⸗rechte Linie A. B. auf einen Modul weit von der Axe der Säule, welche mitten durch die Schnecke gehet, und Cathede genennet wird; Alsdenn theilet man die Linie AB. in 16. gleiche Theile, davon kommen 8. Theile über das Auge, als AC., und 6. Theile unter dasselbe, DB. bleiben 2. Theile, als CD. vor das Auge. Mitten durch das Auge wird eine Linie, welche die Linie AB. zu rechten Winckeln schneidet, gezogen, als EF. her⸗ nach theilet man das Auge in 12. Theile, wie in der Figur zu sehen: Alsdenn setzet man den einen Fuß des Zirckels in 1. und ziehet den Bogen ab. Zweytens setzet man ibn in 2. und ziehet den Bogen be. Drittens in 3., und ziehet den Bogen od. Vierdtens in 4., und ziehet den Bogen die. Ferner setzet man den Zirckel in z. und 5 Bogen ek. und verfähret also darmit durch alle 12. Pun- S. Der Saum, der Schnecke nun, welcher 1. Partes hoch ist, kan leichtlich gezogen werden, wenn man unter einen jeden vorher ge⸗ meltem Centro, den vierten Theil hineinwärts nimmt, wie aus der Figur A. bey 1. deutlich zu ersehen, und aus denen dadurch erhalte⸗ nen 12. neuen buncten, wie zuvor gewiesen worden, die innere Cir- cumvolution gerissen wird. Des Goldmanns seine, Tab. 25. wird also gemacht: Theile von dem Modul hält, in vier gleiche Theile durch die Durch⸗Messer AB. und DE. Hernach nehmet auf AB. die Puncte 1. 4. also daß das AB, dadurch in 4. gleiche Theile getheilet wird. C 2 Auf 1 5 das Auge der Schnecke, dessen Diameter, wie zuvor, z. 0 20*(c) 282 Auf der Linie r. 4, beschreibet ein Quadrat r. 2. 3. 4. und ziehet aus dem Centro Linien, in die zwey Ecken 2. und 3. Folgends theilet die Linie 1.4. in 6. gleiche Theile durch die Puncken 5. 9. C. 12. 8. und ziehet aus diesem Puncten Parallel-Linien mit 1. 2. oder 3. 4. biß sie an die Diagonalen C. 2. und C. 3. anstossen, welche Anstossungs Puncten 6. 7. und 10. 11. auch zusammen ge⸗ sogen werden. Also haben wir die 12. Mittel Puncken zu der Schnecken Linie, welche also gezogen wird. Setzet den Circul in 1. und machet ihn auf biß an das gesetzte Ober⸗Theil der Schne⸗ eke F., und ziehet den Qradranten F G. Hernach aus dem Puncte 2. als dem Centro, mit der Weite 2. G. den Quadranten G. H. und so fortan, biß ihr durch alle 12. puncte gegangen seyd, so ist die Voluta fertig. NB. Von F., wo die Voluta angeht, biß ins Centrum des Auges, sind wieder 9. p., und von E. nach U. 7. p. zusammen 16 Partes, daß also(weil zwey bartes zu dem Auge kommen,) 8. Partes über dem Auge, und 6. Partes unter demsel⸗ ben bleiben. Die Mittel⸗Puncte zu dem inneren Umzuge findet man also: Suchet eine Linie, die sich gegen C. 1. verhalte, wie A. S. gegen A. F. welches auf solche Weise geschiehet: Machet einen Triangul nach Belieben, daran die Seite at. so groß sey, als A E. und die an⸗ dere fu. gleich der Linie C. 1. in Auge der Voluta. Auf der Sei⸗ ten af nehmet ein Stücke ab fl. so groß als F. S. und ziehet aus s. die Linie s. t. Parallel mit f u., so wird diese Linie die 4te propor- tionirliche seyn, die gesuchet wird. Diese wird beyderseits aus C. auf die Linie A. B. getragen, und auch beyderseits in drey Theile getheilet. Aus diesen Puncten werden wiederum mit 1. 2. Parallel- Linien gezogen, biß an bie Diagonal- Linien, so kommen wiede⸗ rum, wie vor, 3. Quatrada, aus denen nach oben beschriebener Ordnug die innere Voluta gezogen wird. NB. Der Friangul Sign. O gehöret zu der Voluta, der andere Sign. F zu dem Au⸗ ge, welches groß gezeichnet worden, um die Theilung. besser zu erkennen. XVIIL Von ——— A 222 — 1 — — — 0 Wenn* 8(o) N 21 XVIII. Von dem Corinthisch und Römischen Khauffe. N dem Corinthischen Knauffe Tab. 30. ist die Diagonal- Linie x, Q.. Modul. Aus ne. R. 4. wird ein gleichseitiger Trlangul gemacht, welcher sich schneidet, als hier in K., und das Centrum ist zur Schweiffung des Deckels oder der Tafel; Die Ecke oder das Horn der Platte hat 4. Partes, in dem Römischen Tab. 36. aber 6. Partes. Sonsten hat die Diagonal H. I. ebenfalls 4. Modul, und wird durch einen gleich-seitigen Triangul das Cen- trum, als hier K. zur Schweiffung der Tafel gefunden, das übrige ist aus der Figur schon deutlicher genug zu ersehen, also daß es weit⸗ läufftiger zu beschreiben unnöthig seyn wird. XIX. Von denen Sparren Köpffen. Er Sparren⸗Kopff wird von Vignola nur in der Corinthi- schen Ordnung gebraucht, und hat, wie in dem Risse Tab. 31. deutlicher zu ersehen, 6 Partes zur Höhe, 8. Partes zur Breite, und seine doppelte Breite, als 16. Partes zu seiner Zwischen⸗Tieffe oder Metope; und springet derselbe noch eines so weit als er vornen breit ist, das ist 16. Partes vor. Man ist hier in Setzung der Säu⸗ len, an die juste Austheilung der Sparren ⸗Köpffe, eben so wol, als in der Dorischen Ordnung an die Triglyphen gebunden. Da⸗ rum, alles dasjenige, was allda bey denen Triglyphen weitläufftig 1 0 5 ist; auch allhier auf die Sparren ⸗Köpffen gezogen werden an. In der Corinthischen Säulen⸗Stellung Tab. 3 2. ist das Spa- tium von einer Säule zur andern 43. Mod. und von dem Centro der Säule angerechnet, 2. Mod. oder 120. Partes kommen glso C 3 fünff 22(o) 885 fünff Sparren⸗Köpffe, und y. Metopen; Denn 5. mahl 8. ist 40. und 5. mahl 16. ist 80. macht 120, Partes oder 65 Mo dul In der Bogenstellung ohne Säulen⸗Stühle, Tab. 33. ist das Spatium von einem Neben Pfeiler zum andern, 9. Modul, und von dem Cen- 5 an gerechnet, 12. Modul kommen 9. Sparren ⸗Köpffe und 9. etopen. In der Bogen⸗Stellung mit den Säulen⸗Stühlen Tab. 34 ist das Spatium von einem Neben⸗Pfeiler zum andern, 12. Modul, und von dem Centro an gerechnet 16. Modul kommen also 12. Sparren⸗Köpffe, und eben so viel Metopen. 8 Von Verdünnung der Säulen. N An verdünnet die Säulen auf unterschiedene Arten„davon 4 ich aber nur, die beyden beschreiben will, so Daviler, auf dem 110. Blat in der teutschen Edition des Herrn Sturms, an die 7255 gegeben. Die erste Manier/ Tab. 46. Fig. 1. wird also gemacht. Wenn die Höhe der Säule und deren Dicke gezeichnet sind, wie auch, um wie viel dieselbe, von dem dritten Theil A4. biß zu oberst in C verdünnet wird, so beschreibet man an dem Orte, wo die Verdünnung angehen soll, auf den Durch⸗Messer der Säu⸗ le AA. einen halben Circul. Dann lässet man auf diesen Diameter, zu oberst von dem verdünnten Stamme C. die bleyrechte Linie herab fallen, und theilet die Circul.Stücke so zwischen diesen Per- pendicul, und das äusserste des Diametri&. fallen, in so viel glei⸗ che Theile als man will. In eben so viel gleiche Theile werden auch die obern zwey Drittheile getheilet, als hier in sechs Theile, und durch diese Puncte werden bleyrechte Linien durch die Axin BB. gezogen. Wenn man hierauf biß an diese[ Quer⸗Linien E. C. aus denen ausgetheilten Puncten deß halben Circuls mit der Axe Parallel-Linien ziehet, in der Ordnung wie die Figur l. weiset, so schneiden sich die Puncken in F. ab, durch welche der Zug des Stam⸗ — N—. TTT— 9(o) deR 23 Stammes gehen muß. Diese Art kan man bey der Toscanisch und Dorischen Ordnung gebrauchen. Die andere Art geschiehet auf folgende Weise Tab 46. Fig. 2. Wann die Höhe der Säule, samt deren Dicke und obersten Ver⸗ dünnung, verzeichnet sind, so theilet man die Höhe A. A. in 3. Thei⸗ le, und nimmt auf den ersten Drittheil B. den halben Diameter B. C., und träget ihn von der Verdünnung D. auf die Axe A. A. Wo er sich in E. durchschneidet, wird eine Linie von D. durch E. nach verlangter Grösse gezogen, und aus dem Drittheil B. eine bley⸗ rechte Linie durch die Axe A. A. biß sie sich in F. durchschneidet. Alsdenn theilet man die obersten zwey Drittel der Axe A. B. in so viel Theile als man will, als hier in 8. Theile, und ziehet von F. nach 1. G. 2. G. 3. G. und sofort blinde Linien. Ferner nimmt man den halben Diameter B. C., und trägt ihn von 1. nach G. von 2. nach G. und so ferner, so schneiden sich die Puncte ab, durch welche der Zug des Stammes gehen muß; und wie man oberwärts verfahren, o verfähret man auch unterwärts, wie aus der Figur klärlich zu se⸗ 9„damit eine geschickte Bauchung heraus komme. Und diese Art kan an der Jonischen, Corinthischen und Römischen Ordnung gebraucht werden. XXI. Von gewundenen Saulen. Je erste Manier: Wenn die Höhe der Säule samt deren un⸗ terster Störcke und öberster Verdünnung verzeichnet ist, so theilet man die Höhe in 24. Theile. Alsdann nimmt man einen solchen Theil, und setzet ihn von a. nach b. setzet den einen Fuß des Zirckels in b., und ziehet den Bogen c. d. setzet den Zirckel in e., und ziehet den Bogen f. g. o., und verfähret damit biß an den letzten obersten und untersten Theil, welche wiederum in die Helff⸗ te getheilet werden, die kleine Windung zu bekommen; eine solche Helffte wird von i. nach b. gesetzet, und aus b. den Bogen k. I. gezo⸗ 10 Wie solches alles deutlich aus der Figur 1. Tab. 47. zu ehen. 5 Die 24 8(O) e Die andere Manier: Wenn die Höhe der Säule samt de⸗ ren unterster Stärcke und oberster Verdünnung verzeichnet ist, so reisset man von m. nach n. eine blinde Linie. Hernach trägt man das Spatium m. o. von o. nach p. und ziehet p. g., der Basi Pa- rallel. Weiter trägt man das Spatium p. q. nachr. und ziehet die Linie r. s. und also auch mit denen übrigen. Das übrige kan man aus der Eigur 2. deutlich ersehen, allwo das unterste Spa- tium o. p. wiederum in die Helffte ist getheilet worden, zur kleinen Windung. XXII. Von Ausschnitzung der gewundenen Säulen. 8 M zu exweisen, daß die gewundenen Säulen durch Schnitz⸗ Wercke ein reiches Aussehen bekommen, habe ich vor dienlich erachte, davon zwey der schönsten Beyspiele vorzustel⸗ len. Pabst Urbanus VIII. hat an der Rotunda das Ertz abneh⸗ men und daraus Stücke vor das Castel St. Angelo, wie auch die Säulen unter dem Schwebe⸗Himmel des grolssen Altars bey St. Feter giessen lassen, wobey der Cavalier Bernini Bau-⸗Mei⸗ ster gewesen ist. Es tragen über diesem Altare 4. frey⸗stehende gewundene Säulen dem ausgeschnitzten Himmel. Der Durch⸗ Messer von besagten Säulen ist über drey Fuß. Das untere Drittheil ist mit Aushötung umwunden. Das übrige ist mit Wein⸗ Reben und Blattwerck, samt darein gewickelten Kindern aus⸗ geschnitzet, von der Hand des berühmten Holländers Quesnoy. Der Knauff und das Gebälcke sind Römischer Ordnung, und ge⸗ het nur der Crantz von einer Säule zu der andern. An statt des Unter⸗Balckens und Bortens hänget ein Flinterwerck, welches unter den Crantz angehänget ist. Die proportion des Ge—⸗ bälckes verhält sich gegen der Säule zwischen den vierten und fünfften Theil, und der Säulen⸗Stuhl, so von Marmor 1 ä alt ———— 8(O)) 25 hält fast den dritten Theil der Säule. Mit einem Worte, das gantze Werck, von dem Boden der Kirche biß unter die Spitze des Crantz⸗ Gewölbes, welches über dem zugespitzten Aufsatze ist, hält mehr als 16. Klafftern. Den Pracht der Kirche, Val de Grace, in Paris, welche die Königin Anna Austriaca bauen lassen,zur Vollkommenheit zu brin⸗ gen, hat man daselbst um den grossen Altar herum„6. Säulen von Marmor gemacht, welche denen zu St. Peter ähnlich sind. Diese Säulen sind auch den drittentheil mit Aushölung gezieret und noch starcker gewunden, als es Vignola zu machen pfleget. Der Säu⸗ len⸗Stuhl ist Corinthisch, ohngefebr dem dritten Theil der Säule hoch, die Balis ist Attisch, und der Knauff Römisch. Die Säulen⸗ Dicke beträget etwas mehr als 2. Fuß, der Knauff ist mit Lorbeer⸗ Blättern gezieret, an dem Stamme sind Lorbeer- Palm und Gra⸗ naten Zweige. Der Unter⸗Balcken ist Römisch, und der Crantz Oorinthisch, mit Sparren Köpffen. Das gantße Gebälcke hält den fünfften Theil der Säule. Sie stehen in einem Zirckul herum, und hat jedwede ihr Gebälcke, welches mit grossen Palm⸗und Laubbündeln zusammen ehänget ist. 2 XXIII. Ein Gebälcke zur Krönung der Mauren. Du Gebälcke stehet gar schöne im Werck, wie ich es selbst an vielen Gebäuden erfahren, da ich es gebraucht, die Facciaten mit zu zieren. Ob es nun schon von mir selbst erfunden worden, so habe ich doch vor dienlich erachtet, selbiges zu Ende dieses Wercks mit einzubrin⸗ gen, demjenigen zu Dienste, der sich desselben etwan bedienen wolte. Seine Verhältnisse gegen die Facciata ist diese: Man theilet die Hö— he der Facciata in 11. Theile, und giebet einen davon zu der Höhe dieses Gebälckes. Die besondern Eintheilungen kan man aus dem Risse abnehmen. Man pfleget zwar an Gebäuden bloß zur Crönung einen Krantz, oder ein gantzes Gebälcke zu machen, 155 einer gewissen Ordnen 2 Da⸗ 26*(o)* davon dann solche Gebäude hernach einen Namen bekommen; Es schicket sich aber besser, wenn man Lust hat, eine neue Crönung zu er⸗ finden, daß man solches bey dieser Gelegenheit thue. Aus derglei⸗ chen Wercke kan man genau von dem Geiste des Bau-Meisters ju diciren, weil man ohne Ende was neues erfinden kan, wie man an denen meisten Gebäuden in Rom, und an vielen andern Orten zu er⸗ sehen hat. Es muß aber dergleichen Gebälcke oben die Proportion abel„als wenn eine gantze Ordnung durch das gantze Gebäude ge⸗ hend, da stünde. Es ist derohalben vor einen grossen Mißbrauch zu halten, wenn der Krantz, welcher ein Geschoß abscheidet, eine grössere Ausladung hat, als der, so das gantze Gebäude krönet; welches doch bey unserer Zeit sehr eingeführet worden. Wenn endlich eine Ordnuns fast durch die gantze Vorwand gehet, und nur oben ein halbes Geschoß darüber gesetzet wird, so kan das Gebälcke der Ord⸗ nung weiter ausgeladen werden, als die oberste Krönung. Welches ich weit besser schicket, als wenn man an der Mitte, oder an den Ecken der Gebäude, Pavillons unterscheiden will, wie an den Flü⸗ geln des Schlosses zu Versailles geschehen. Das Gebälcke, welches Vignola hier angibt, ist mit gutem Verstande zusammen gesetzt. Es ist ein Mengsel der Corinthisch-und Dorischen Ordnung. Er beken⸗ net, daß er es mit gutem Succels an verschiedenen Orten angebracht. Die Breite des Dreyschlitzes, der wie ein Krackstein kormiret, und nur mit zweyen Einschnitten gezieret ist, hat eben die Maas, als die Sparren-Köpffe. Der Unter⸗Balcken hat die Gestalt eines Dori- schen Kämpffers, seine Höhe beträgt einen Modul, welcher in 18. Theile ein getheilet ist, aus welchen die übrigen Theile des Gebälckes auch genommen sind. XXIV. Von vier JonischenGebälcken/ als 2. von Aatiquen, und 2. von Modernen Bau⸗ Meistern. G Achdem dasjenige gezeiget worden, was einem Anfänger bey Erlernung der Architectur am nöthigsten ist, so habe vor 155 undien⸗ d(o) de 27 undienlich erachtet, zum Beschluß die vier Jonischen Profile, welche Daviler pag. 12. beschreibet, mit beyzufügen. Und damit es desto besser in die Augen fallen möge, wie unterschieden die Annehmlich⸗ keit an denen Profilen sey, so habe ich zwey Exempel aus der Antiqui- tät, und zwey von neuen Bau-Meistern angeführet, und zwar Joni⸗ schen Gebälckes, als welche Ordnung das Mittel zwischen denen starcken und zarten, denen schlechten und rauch-gezierten Ordnun⸗ 9 hält ö Woraus erwehnter Unterscheid zur Genüge abzunehmen eyn wird. Ich habe zwey Antiche erwählet, deren das schönste von dem Thermis Diocletianis genommen, und folglich in der Zeit gebauet worden, da die Bau Kunst noch in ihrer reinesten Vollkommenheit stund. Das andere kömmt von dem Tempel Fortunè virilis, welches so viel man weiß, noch lange vorhero, und zu Zeiten der Römischen Könige verfertiget worden, da die Wissenschafft der Kunst, die Rö— mische Macht nicht wohl übertreffen konte, welche dazumal noch in ih⸗ rem ersten Wachsthum stunde. Ich habe auch zwey Profile, so heuti⸗ ges Tages gemacht worden, mit angebracht, davon das schlechteste von Serlio ist, der bey weitem dem trefflichen Gusto und die ansehn⸗ liche Lieblichkeit nicht erlanget hat, die sich in des Palladio Wercken befindet, von denen das andere genommen ist. Also kan man sagen, daß diese vier Profile eine gantz unterschiedene Art haben, indem das, so von den Thermis Diocletianis genommen, wolgestalt und wol verhalten kan genennet werden; Da hingegen das von Fortuna vi- rilis, sehr unförmlich und mißverhaltende ist. Des Serlio Profil kommt gantz dürfftig und mager heraus, in Vergleichung gegen Pal- ladio seinem, welches anmuthig und von schöner Proportion ist. Um desto besser diese Profile zu untersuchen, wollen wir eines nach dem andern vor uns nehmen, und von dem den Anfang machen, so aus dem Tempel des Glückes angeführet worden, ohne ein besonderes Absehen auf die Ordnung zu haben, zu der es gebraucht worden, weil solches hier nichts zur Sache thun kan. Man wird dann befinden, daß die 3. Stücke, von denen es zusammen gefetzet ist, sich gar nicht zusammen schicken; Daß der Borten gar zu klein ist, indem er kaum g. des Crantzes, und etwan v. des Unter⸗Balckens begreiffet; 1 er 28 8(o) der Crantz mehr als die Helffte des Gebälckes einnimmet, daß der Crantz⸗Leisten nicht einmal die Helffte so hoch ist, als der Rinn⸗Lei⸗ sten; daß der Kehl⸗Leisten der jenen crönet, bey nahe so starck ist, als der Crantz Leisten selber; daß die Zahn⸗Schnitte beynahe gevierdet sind, und höher als der Crantz Leisten; daß die drey Streiffen des Unter⸗Balckens fast einander gleich, und ja so ungeschickt, durch die Abfassung oder Auskehlung der Ecken, von einander abgeschieden sind, als unförmlich mit einem Kehl⸗Leisten geerönet, dem der Über⸗ schlag an Grösse gantz gleich ist; Und daß zuletzt der ausgeschnitzte Stab, mitten an denen mittlern Streiffen, gantz ungereimt ange⸗ bracht worden. Betreffend das andere Gebälcke von denen Dio cle— tianischen Bädern, so ist daran der Architrave etwas höher als der Borten, welcher glatt und bauchicht ist, und der Crantz wiederum et— was höher, als der Unter⸗Balcken, wie solches billig seyn soll. Der Sprung oder die Ausladung des Crantzes ist der Höhe gleich. Es hat auch V igno la dieses Profil um seiner Schönheit willen, meistens nach⸗ gemacht. Ich habe dieses Stücke aus einem raren Kupffer ausgezo⸗ gen, welches An. 1558. in Antwerpen nach dem Abriß des Sebastian Oya gestochen worden, welches Philippi II. Königs in Spanien Bau Meister war. Was ferner Serlii Profil anbelanget, so mercket man wol, daß, ob er schon des Vitruvi seiner Lehre gefolget hat, selbi⸗ ber doch noch gar weit von dem Palladio zurück bleibet, der sich in al⸗ em nach denen besten Antiquitaten gerichtet, und hier die Spar⸗ ren⸗Köpffe an dem Tempel der Eintracht, und an einer andern Anti- quität nahe bey St. Adrian, nachgemacht hat. Aber sein Profil über⸗ trifft die alten noch an Schönheit, da hingegen Serlii Crantz, der nichts höher als der Unter⸗Balcken ist, gar zu schlecht, so wol nach dem gantzen heraus kommet, als nach allen Theilen, wegen der klei⸗ nen Riemlein/ die den Crantz gar zu dürfftig machen; denn der Über⸗ schlag über den Rinn⸗eeisten ist um die Helffte zu klein, sowol als die andern; das Band zu den Zahn⸗Schnitten, springt gar zu weit über die Breite eines Zahn⸗Schnittes; zu dem ist dieses ausgeschnitzte Glied, weder gut gecrönet, noch wol unterstüͤtzet, weil die Kehl⸗Lei⸗ sten gar zu klein sind. Auch ist das Kinn am Crantze gar zu schwach. E N D E. 3 ———— A iamęreffer- Anke, Ferudes, Heitere ln Aanecsei Aunclel- 5 1e ee ,* Z. rallalela gru mm ellen gur er A. ange 7 gerung. N 8 * 8 N . N 4 5 G. 2 2 Allipe Nun dung .— Arude.-Ei Aale, CG AA 22 en, une Ke 5 7 2 5 ä Ire Lr. P a 2 er;. 2 5 8 . ö. Harl Imien 5 80 1—— —. 7— 8 8 Gegeneinander 1 gon, ,... 45 2 . 5.. Aare ere. 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