Vniv.-Bibl. Giessen ———-ꝛö é 2’ʒ32 —ᷓ———— „ — ———:— ——— ———— = ꝑ 5 V b V V 1 4 V 5 1 4 —̃—ñu— „ 8 4 7 6 5 g 9 J 5* 4 8 A. F) ͤ ¾ Vorlesungen * 8 über die 8 7 e nF Er st e Theil. rg nn ee Erster Band. Stuttgart und Tübingen, in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. 1 8 fültszung! Id Einleitu * mit e Ur Malep der alg * 1 * * bet 0 4 rr r— * Organograph August Pyramus De Candolle's d kritische Beschreibung der fla ee ane. Ein e ie der Gewäcl se Fortsetzung und Entwicklung der Anfangsgründe der Botanik und Einleitung zur Pflanzen-Physiologie und der Beschreibung mit einigen Anmerkungen versehen der Familien. Mit 60 eint e Aus dem Französischen übersetzt und von Dr. Carl Friedrich Meisner, Mitglied der allgemeinen schweizerischen Gesellschaft für die Naturwissenschaften. Er ten 8 ien d e r e Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta schen Buchhandlung. V. 4 das N scang dene l ni fa de ich, als ei wacht hab sögzetale, les plates nent à la nique, e et à la des gaille-douo Lembre du Canton de! eadémie, be ln Soe. 4 1 ocieteé g ger de Ac srance, dez hurzk, des“ 4 les, Stoch eur de] ker, des elt. de 5. 0 deiences Menille 10 ——. ˙ m..— Vorwort des Uebersetzers. Das Werk welches ich durch gegenwärtige Ueber— setzung denjenigen deutschen VBotanikern, welchen das Original nicht zu Gebote steht, oder die es wegen Un— kenntniß der französischen Sprache nicht benutzen kön⸗ nen, als eine möglichst treue Copie wieder zu geben versucht habe, führt den Titel:„Organographie végétale, ou description raisonnée des organes des plantes, pour servir de suite et de développe- ment à la Théorie élémentaire de la Bota- nique, et L'introduction à la Physiologie végétale et à la description des familles; avec 60 plantes en taille-douce. Par. Aug. Pyr. De Candolle. Membre du Conseil souverain de la République et Canton de Genève, Professeur d'Histoire naturelle à Académie, Directeur du Jardin botanique, Membre de la Soc. de Physique et d'Hist. nat., Président de la Société des Arts de Genève.— Associé étran— ger de Académie des Sciences de Institut royal de France, des Sociétés royales de Londres et d'Edin- burgh, des Acad. roy. de Copenhague, Munich, Na— ples, Stoclholm, Turin, de I'Acad. C. L. C. des Curieux de la Nature, de l'Acad. roy. de Médecine de Paris, des Soc. d' Horticulture de Londres, d' A- gricult. de Paris, Moscou etc. de la Soc. Helvétique des Sciences naturelles, etc. etc. etc. Paris, chez Déterville 1827.“ VI Daß das eben angeführte Werk durch größere Ver— breitung in den deutschen Ländern vielen Nutzen zu stiften geeignet sey, indem es sowo 11 dem Anfänger eine gründliche Anleitung zum Studium der philoso— phischen Pflanzenkunde darbietet, als auch dem Gelehr— ten Botaniker und Naturforscher überhaupt, theils das schon Bekannte, aber in andern Werken unvollständi— ger und meist nur aphoristisch, in abgerissenen Lehr— säzen, Enthaltene, in einem rationellen Zusammen— hange und in historischer Ordnung darstellt, theils auch einen reichen Schatz neuer Beobachtungen, eigener An— sichten und geistvoller Erklärungsweisen öffnet, daß es ferner auch wohl manchen, von der wahren Bahn des wissenschaftlichen Forschens rückrufen, so wie auch manchem im Dunkeln Tappen— den das Licht der Erkenntniß anzünden, und seinem Streben ein festes Ziel setzen, daß endlich genanntes Werk auch manchen schlummernden Genius wecken, und zu nützlicher, erfreulicher Thätigkeit anregen werde: das Alles sind Hoffnungen, zu denen es uns berechtigt, und deren Erfüllung wir mit Vertrauen entgegensehen dürfen. Der bloße Name des Verfassers ist schon eine Empfehlung, die Alles, was ich noch von Lobsprüchen hinzufügen könnte, unnöthig macht. Indessen glaube ich doch zum Ruhme des Verfassers noch darauf beson⸗ ders aufmerksam machen zu müssen, daß sich sein ge— genwärtiges Werk gewiß bedeutend vor den meisten französischen dadurch sehr auszeichnet, daß darin doch auch durch Anführung der Literatur anderer Völker, und namentlich der Deutschen(was bisher fast gar nicht ge— schehen), eine erfreuliche Kenntniß und Anerkennung des von Andern als nur Franzosen Geleisteten, an den Verirrten von Abwegen zu— gt 108 60 fab d fiel suff o in 000 ant! ale u benußtz 100 der mafben sch i zu Gut ehh, daß h f sch so l sͤsaer wise iu sie, wie! sekaunt get igen aufär wenn guch dem Beisp suelandische sssenschgftit an Abeiten Ich 10 fegt zu hab de in bieler sess entschul ung zu de Was schmeie sser sahst ge „ bsathib i ih Suben um de 6. 10 ff 0 siglche e Ver⸗ en zu fänger hiloso— elehr⸗ ls das ständi⸗ Lehr⸗ mmen⸗ s auch r An⸗ daß es n des en zu⸗ ppen⸗ seinem anntes „ und : das chtigt, sehen eine üchen laube eson⸗ n ge⸗ eisten doch und ge⸗ ung den VII Tag gelegt wird. Dem deutschen Leser wird zwar dieses Lob vielleicht übertrieben scheinen, da es ihm am meisten auffallen muß, daß unser berühmter Verfasser doch im Ganzen und im Verhältniß zum Reichthum unserer naturwissenschaftlichen Literatur dieselbe nur we— nig benutzt zu haben scheint. Auch kömmt ja die An— führung der deutschen Schriften uns selbst, die wir mit denselben schon bekannt und vertraut sind, am wenig⸗ sten zu Gute. Aber es kann uns nicht gleichgültig seyn, daß nun auch unsere Nachbar-Nation, nachdem sie sich so lange gegen die Einfuhr und die Benutzung unserer wissenschaftlichen Producte geweigert, endlich doch, da sie, wie langsam und wie wenig es auch sey, damit bekannt geworden, auch der deutschen Pallas zu hul— digen anfängt. Und gewiß dürfen wir hoffen, daß wenn auch alle übrigen französischen Votaniker hierin dem Beispiele unseres Verfassers und einiger anderen ausländischen Botaniker folgen, dadurch ein höherer wissenschaftlicher Geist und deutsche Gründlichkeit in ih— ren Arbeiten verbreitet werden wird. Ich glaube hiemit von dem Werke selbst genug gesagt zu haben, und wende mich nun zu der Uebersetzung, die in vieler Rücksicht eines empfehlenden, oder wenig— stens entschuldigenden Vorwortes bedarf. Die Veran— lassung zu derselben ist mir auf eine ebenso ermuthigen— de als schmeichelhafte Weise von unserem berühmten Ver— fasser selbst gegeben worden. Ein fünfzehnmonatlicher Aufenthalt in Genf, den ich fast ausschließlich botani⸗ schen Studien widmete, gab mir nicht nur Gelegenheit, Herrn De Candolle's öffentlichen Vorlesungen über die Botanik beizuwohnen, sondern auch durch häufige, ja fast tägliche wissenschaftliche Unterredung mit diesem VIII durch seine seltene Liberalität und Zugänglichkeit vor so vielen Gelehrten sich rühmlich auszeichnenden Botaniker, eine genaue Kenntniß seiner Ansichten, besonders über Gegenstände der allgemeinen und Elementar-Botanik zu erlangen. In der Ueberzeugung, daß ich, als sein Schü— ler, vor vielen Andern im Stande seyn würde, die in gegenwärtigem Werke aufgestellten und entwickelten An— sichten, die mir überdieß durch die oben erwähnten Um— stände und Verhältnisse schon bekannt waren, treu und richtig aufzufassen, und auch wieder am genauesten meine Muttersprache überzutragen, und in der Vor— aussetzung, daß ohne Zweifel auch dieses Werk eine deutsche Uebersetzung erleben werde, gab mir Herr De Candolle seinen Wunsch zu erkennen, daß ich diese Arbeit unternehmen möchte. Wenn man den in der Anmerkung auf Seite J. nachstehender Vorrede enthal⸗ tenen Ausspruch des Verfassers gelesen hat, so wird man begreifen, warum es demselben nicht gleichgültig seyn konnte, von welcher Hand die Uebersetzung des gegenwärtigen Werkes geliefert werde. Zugleich erbot sich mein gütiger Gönner, mir in allen Fällen, wo ich etwa seine Ansichten nicht ganz genau und klar verstehen sollte, mit eigenen Erläuterungen zu Hülfe zu kommen: ein Anerbieten, von dem ich zwar we— gen der Reise, die Herrn De Candolle während der ganzen Dauer meiner Arbeit entfernt hielt, keinen Ge— brauch machen konnte, das übrigens auch durch des Verfassers seltene Gabe der scharf bezeichnenden Beschrei⸗ bung und der klaren Darstellung überhaupt, die auch im gegenwärtigen Werke glänzend hervortritt, soviel als entbehrlich gemacht ward. Ich glaube daher mit gutem Gewissen sagen zu * el, u aan hohe fel entge zn in de 1 aun ac b eite ge iner Ehr fung ut aan Porte uhren; theben de n widerst den, un ung we mung „Wo und d en. Ma em Mltor änlich de on Seiten „eh.“— ben ente pärtige d ffrhaften fler Na hurheile, p bei der r treum Wi fu, Minhe ergeotdnet — 09. Reeg eknishten e nthal⸗ wird zͤltig hung gleich llen, klar Hülfe we⸗ der IX dürfen, daß ich den Sinn des Originals nie mißver— standen habe. Aber nicht ganz so ruhig sehe ich dem Urtheil entgegen, welches über die Art, wie ich den Sinn im Deutschen wiederzugeben und deutlich darzu— stellen versucht habe, gefällt werden dürfte. Hier fühle ich meine ganze Schwäche, und wehe mir, wenn ein strenger Sprachrichter mein mangelhaftes Werk seiner Prüfung unterwirft! Ich kann nicht umhin, hier die ei— genen Worte eines unserer verdienstvollsten Botaniker“) anzuführen:„Möglichste Treue und ein strenges Wie— „dergeben des Originals suchten wir mit der nicht sel— „ten widerstrebenden Aufgabe, alles Fremdartige zu ver— „meiden, und dem deutschen Leser die Uebersetzung so „wenig wie möglich fühlbar zu machen, in Ueberein— „stimmung zu bringen, und müssen für solche Stellen, „wo uns dieses weniger gelungen ist, um Nachsicht bit— „ten. Man wird finden, daß wir in manchen Fällen „dem Autor selbst dergleichen schuldig waren, wenn sich „nämlich der Sinn desselben nicht ohne einige Opfer „von Seiten der Sprache ganz vollständig wiedergeben „ließ.“— Diese Fürsprache, die ich von einem Ge— lehrten entlehnt, der bei einer ähnlichen Arbeit wie ge— genwärtige die nämliche Schwierigkeit gefühlt, in seinen musterhaften Uebersetzungen aber gezeigt hat, wie wenig er jener Nachsicht bedarf, läßt mich hoffen, daß billige Beurtheiler, d. h. solche, die mit mir überzeugt sind, daß bei der Uebersetzung eines wissenschaftlichen Werkes der treuen Wiedergebung des Originals, als dem Haupt— zweck, Reinheit der Sprache und Schönheit des Styls untergeordnet werden müssen, den Zwang, den ich nicht ) C. G. Nees von Esenbeck, in seiner Vorrede zu R. Brown's vermischten Schriften, I, pag. XIII. X ö iner, selten unserer Sprache anthun mußte, wenigstens nicht 105 iht unbedingt tadeln werden. 0 End Um endlich den Leser völlig in den Stand zu se— 1 mei zen, die Ausdrucksweise des Autors auf das Genaueste 1 sid kennen zu lernen, habe ich überall, wo ich es für nütz— 157 al 10 lich oder nothwendig hielt, zwischen Klammern und mit 1 5 1 den Zeichen„“ des Autors französischen Ausdruck oder Satz hinzugefügt, damit auch nicht die leiseste Nüance seiner Eigenthümlichkeit verloren gehe. Was nun insbesondere die Uebersetzung der fran— zösischen Kunstausdrücke, denen der Verfasser fast jeder— zeit die entsprechenden lateinischen termini eingeklammert an worden, 0 such eile angeben; e sungt, und u perden de beifügte, betrifft, so habe ich mich hiebei vorzüglich an u de die in Wildenow's Grundriß der Kräuterkun— fuß der de fünfte Auflage aufgestellte deutsche Kunstsprache, als Wort arti die am allgemeinsten angenommene, dann aber auch an die des Kap von Dr. Römer im zweiten Bande seiner Uebersetzung„ iwo A der De Can dolle'schen Théorie élémentaire(unter sewesen seyn dem Titel: Theoretische Anfangsgründe der J. O. Botanik u. s. w. Zürich 18 15. 2 Bände klein 8.) dagen und gegebene, zum Theil neue deutsche Glossologie gehalten. un absic Letztere habe ich besonders da mit Nutzen befolgt, wo duch ine gr für die von unserem Autor angenommenen neuen termini häuft zu in den ältern deutschen terminologischen Handbüchern flüchtete. kein ganz entsprechendes synonymon zu finden war. ich zugleich Bisweilen jedoch nöthigten mich noch neuere, vom Au— shschtn, es tor selbst, oder von andern französischen Botanikern feen zurück gemachte termini, in Ermangelung schon existirender Aug fat in g gleichbedeutender deutscher Ausdrücke, deren selbst zu srinstunte schaffen. In den selteneu Fällen, wo der Verfasser die i r a lateinischen termipi nicht anführte, habe ich diesen Man- fllt, nicht gel ergänzt.— Wenn ich übrigens die Kunstausdrücke ac zi ol 4 ö nicht U se⸗ ueste nütz⸗ mit druck iseste fran⸗ jeder⸗ mert h an kun⸗ „als an die ung unter der 8.) lten. wo mini hern war. Au⸗ kern der zu die an⸗ cke XI nicht immer, bei jedesmaligem Vorkommen, verdeutscht, sondern sehr oft lateinisch gelassen, oder blos mit einer deutschen Endung versehen habe, so geschah dieß deßhalb, weil sie meist kürzer, schärfer bezeichnend, überhaupt be— quemer sind; somit hoffe ich, dadurch eher das Lob als den Tadel des Lesers verdient zu haben. Es ist bei gegenwärtiger Uebersetzung Sorge getra— gen worden, am Rande die Seitenzahlen des Origina⸗ les durch eine eingeklammerte Ziffer so genau wie möglich anzugeben; eine Einrichtung, deren Nutzen in die Augen springt, und die künftig in jeder Uebersetzung nachgeahmt zu werden verdient. In der gleichen Absicht habe ich auch die Bezeich— nung der Abschnitte ganz unverändert gelassen, und das Wort article, womit der Autor die einzelnen Theile eines Kapitels überschreibt, mit Artikel wiedergegeben, wiewohl Abschnitt als ein deutsches Wort passender gewesen seyn würde. In Beziehung auf die von mir gemachten Anmer— kungen und Zusätze oder Nachträge ist zu bemerken, daß ich deren absichtlich nur wenige geliefert habe, weil ich durch eine größere Anzahl den Zusammenhang des Ganzen zu häufig zu unterbrechen und seine Harmonie zu stören befürchtete. In der Ueberzeugung, daß der Uebersetzer nicht zugleich Recensent seyn dürfe, sondern seine eigenen Ansichten, wenn sie von denen des Autors abweichen be— scheiden zurück halten müsse, habe ich meine eigene Mei— nung fast in allen Fällen, wo sie mit der des Verf. nicht übereinstimmte, unterdrückt, und sie nur dann auszuspre— chen mir erlaubt, wo sie, auf eigene Untersuchungen ge— gründet, nicht nur an sich einen Werth haben, sondern auch zur vollständigeren Ausführung und Entwickelung — des betreffenden Gegenstandes etwas beitragen konnte. Nur bei dem Kapitel vom Blüthenstande sah ich mich genöthigt, meinen eben ausgesprochenen Grundsatz mehr⸗ mals zu überschreiten. Unser Verfasser zeigt nämlich am Eingange dieses Kapitels(Seite 544 der Uebers.) an, daß er demselben die von Tur pin, R. Brown und Röper aufgestellten Ansichten, verbunden mit den ihm selbst eigenen, zu Grunde gelegt habe; da ich aber die Röper'schen Bestimmungen der Blüthenstände öfters vom Verfasser verändert, entstellt, oder nicht genau genug ange— geben fand, so glaubte ich es meinem um diesen Gegen⸗ stand so verdienten Freund und der Sache selbst schuldig zu seyn, den Leser durch wörtliche Anführung der betreffenden Stellen aus Röper's Observationes in florum in- florescentiarumque naturam(abgedruckt in Linnæa J. S. 455— 466.) auf dessen wahre Ansicht zurückzufüh— ren. Mehrere der auf diesen Gegenstand Bezug haben— den Anmerkungen und Berichtigungen sind mir von mei— nem Freunde Röper selbst brieflich mit getheilt worden. Man könnte mir besonders daraus einen Vorwurf machen, daß ich nur so selten die Gelegenheit benutzt, in meinen Anmerkungen die vom Autor nicht berührten neue— ren Beobachtungen und Ansichten deutscher Botaniker an— zuführen. Ich habe aber, wie schon oben bemerkt, es ab—⸗ sichtlich vermeiden zu sollen geglaubt, um dem Werke durch Einstreuung zu vieler verschiedenartiger Ansichten in seiner wesentlichen Bestimmung und An⸗ wendbarkeit als Lehrbuch, nicht zu schaden, und seine Originalität nicht zu sehr zu verhüllen. Das am Ende des Werkes befindliche Register der im Verlaufe des Textes als Beispiele angefuhrten Pflan⸗ zen-Familien und Gattungen habe ich möglichst zu ver⸗ ... 1 sidiget mile A geß ö af die! i don llarsched echt wordet leber d lahr b Juckeehlet! duch alzugte sesn wäe, sesentltchere Druckfehler; die sich gufs „ Leser leicht Heider! sführung! Munchen bes Vichtigunge Je Can doll dete geha E intgfen q Endlich i hen vom A „Imenden Un leben cult, fil! p sihst de p lde, sy win Suunde C A] AͥsZñnm.— XIII vollständigen gestrebt, und nicht nur, wie der Autor, blos auf Familien- und Gattungs-Namen, sondern auch auf die der größeren Abtheilungen des natürlichen Systems und auf die namhaften Arten ausgedehnt. Die auf diese Weise vom Uebersetzer hinzugefügten Citate sind, zum Unterschied von denen des Verfassers, zwischen Klammern gesetzt worden. Ueber die typographische Ausführung gegenwärtiger Ausgabe habe ich nur zu bemerken, daß die Zahl der Druckfehler wohl weit geringer seyn würde, wenn ich nicht durch allzugroße Entfernung vom Druckorte verhindert ge— wesen wäre, die Correctur selbst zu besorgen. Nur die wesentlicheren Fehler, die sich eingeschlichen, konnten im Druckfehler-Verzeichniß angedeutet werden; die übrigen, die sich auf den ersten Blick zu erkennen geben, wird der Leser leicht verbessern können und gerne entschuldigen. Leider war es dem Uebersetzer nicht vergönnt, über die Ausführung der Tafeln, die durch geschickte Lithographen in München besorgt worden, Aufsicht zu haben, um etwaige Berichtigungen angeben zu können. Indessen hat Herr De Candolle selbst bei seinem Aufenthalte in München die Güte gehabt, sich mit der Durchsicht und Correctur der Steintafeln zu bemühen. Endlich muß ich noch bemerken, daß die im Originale bei den vom Autor citirten Schriften in den Zahlen vor— kommenden Unrichtigkeiten oder Ungenauigkeiten in mei— ner Uebersetzung deßhalb nicht immer berichtigt werden konnten, weil ich die Uebersetzung an einem Orte schrieb, wo selbst die wesentlichsten botanischen Werke sich nicht vorfinden, so daß ich nur die wenigsten Citate zu verglei— chen im Stande war. 1 XIV Ich schließe diese Vorerinnerungen mit dem Wunsche, es möge meine Uebersetzung eine günstige Aufnahme finden und durch sie etwas dazu beigetragen werden, das philo— sophische Studium der Pflanzen weiter zu verbreiten, zu fördern und zu vervollkommnen.* Bern den 31. Dec. ö ö 18. Abs ich C. F. Meisner, M. D. fulchen! Aementarie ht, die ah meiner agalisirtene dit den Pla flachen. sdöndigen nothwendig herschiedenen die Beschreib. zuwenden. * 8 * * ) Dleses Wet ich in atis Deutsche üb mer, unter der Votan dab Hr. Sy. und K. Sy hen Pflan 1 Leigig 16. fg der dige he aber darin iert erscheil feinen Ramel lähersczung in iht neigen — Als ich mich nach mehrjährigen Beobachtungen und offentlichen Lehrvorträgen zur Herausgabe der théorie élementarie de la Botanique') entschloß, war es meine Absicht, die Gesammtheit der logischen Grundsätze, welche nach meiner Meinung zur Grundlage des Studiums der organisirten Wesen dienen sollen, aufzustellen, und zu gleicher Zeit den Plan meiner Ideen über die Botanik bekannt zu machen. Ich verhehlte mir nicht, wie sehr es zum voll— ständigen Verstehen der Lehrsätze, die ich aufstellen wollte, nothwendig sey, sie auf eine umständlichere Weise auf die verschiedenen Theile der Wissenschaft, und besonders auf die Beschreibung der Organe und der Pflanzen-Familien, anzuwenden. In der Absicht, einen Theil dieses Zweckes * ) Dieses Werk wurde 1818 in Montpellier gedruckt, und 1819 habe ich in Paris eine zweite Ausgabe davon gegeben; es wurde in's Deutsche überseßt und mit Bemerkungen begleitet von Dr. Roe— mer, unter dem Titel:„Theoretische Anfangsgründe der Botanik. Zürich. 2 VBände in 12. 1814.“ Hierauf gab Hr. Sprengel(unter dem Titel„A. P. De Can dolle's und K. Sprengel's Grundzüge der wissenschaftli— chen Pflanzenkunde zu Vorlesungen, 1. Band in 8. Leipzig 1820) ein Werk heraus, welches in der That ein Aus— zug oder eine Uebersetzung einiger Theile meiner Théorie ist, wel— che aber darin durch die Beimischung anderer Ansichten so sehr ver— ändert erscheint, daß ich mich genöthigt sehe(da doch der Titel meinen Namen trägt) zu erklären, daß dieses Werk und dessen Uebersetzung in's Englische, mir gänzlich fremd sind, und durchaus nicht meine Ideen darstellen. zu erreichen, lege ich heute den Naturforschern ein neues Werk vor, welches man als den zweiten Theil dieser Ar— beit betrachten kann, nämlich die Pflanzen-Organogra— phie; oder die beurtheilende Beschreibung„description raisonnée“ der Organe der Gewächse, ungefähr so, wie ich sie sehr abgekürzt in den Elementar-Grundsätzen welche einen Theil der Flore frangçaise“) ausmachen, dargestellt, und seither in mehr als zwanzig öffentlichen Lehr⸗Vorträgen entwickelt habe. Zwei Klippen haben mir bei dem Studium des Baues der organisirten Wesen immer gleich gefährlich ge— schienen; die eine ist, daß man dieselben a priori auf eine zu abstracte und zu allgemeine Weise auffaßt, und sie ent— weder zu entfernten Analogien, oder zu ungewissen meta— physischen Ideen unterordnet. Dieß kann man mehreren von denen vorwerfen, welche über dem, was sie für die Philosophie der Natur halten, das Studium der That— sachen verschmähen. Die andere Klippe besteht darin, daß man in der Structur der Wesen nur isolirte Thatsachen sieht, und diese durchaus durch keine Theorie mit einander zu verbinden sucht, letzteres kann man der Schule der bloßen Beschreiber vorwerfen. Die Bahn der Wahrheit liegt, wie ich glaube, zwischen diesen beiden Extremen; man muß hier, wie es in allen (pag. vim andern Wissenschaften geschehen ist, die einzelnen That— sachen ) Flore frangaise, dritte Ausgabe. Paris 1805, erster Theil, Seite 61— 224, und besonders abgedruckt unter:„Principes èlémen— taires de la botanique.“ Da diese Anfangsgründe der Botanik zu einem Werke gehörten, dessen Hauptzweck ein anderer war, so scheinen die späteren Verfasser von Organographien sie selten be— nutzt, und mehrere Gegenstände als neu ausgegeben zu haben, welche darin schon angeführt waren. 2 5 f full a chi 0 renn fu Ala Ahhh, 1 * um elge * N auc hinlan Gbelso kann bee r Ot! Thgtachen, en Zusammt eie sogat susselen ki der Thatsach in Stunde buggen zu Nufklarun hernach Vetglei en Schul an mt llebe der labereinst unh hingegen! Aese sch 4 ftr Ach liz hshigt mit ben oft die sehscheirn b lahr Rutsch ilerner Bot gene d ullen Anhang XVII neues sachen unter Gesetze zusammenordnen, welche, Anfangs r Ar⸗ zwar beschränkt, allmählig allgemeiner werden, und viel— ogra⸗ leicht dereinst Alles umfassen können. So kann man, ption durch allmähliges Zusammenfassen und Generalisiren der „wie Thatsachen, rückwärts bis zu den Theorien hinaufsteigen, sätzen f deren einige von den Philosophen geahnt, aber noch nicht schen, durch hinlängliche Beweise unterstützt worden waren. lichen Ebenso kann man von der Kenntniß der allgemeinen Ge— setze der Organisation hinabsteigen zur Untersuchung der Thatsachen, welche die Beobachter wahrgenommen, de— des ren Zusammenhang sie aber nicht eingesehen hatten. Ich ch ge⸗ zweifle sogar, sowohl daß man irgend gründliche Theorien f eine aufstellen könne, ohne sich so zu sagen von dem Studium e ent- der Thatsachen täglich genährt zu haben, als auch daß man meta⸗ im Stande seyn werde, vollkommen brauchbare Beschrei— hreren bungen zu machen, wenn man die Theorien, zu deren ür die Aufklärung diese Beschreibungen dienen sollen, gänzlich That⸗ vernachlässigt. , daß sachen Vergleicht man aus diesem Gesichtspunkte die zwei ander großen Schulen, die ich eben angedeutet habe, so sieht loßen man mit Ueberraschung, daß die erstere sich dem Studium der Uebereinstimmungen im Bau der Organe widmete und hingegen die durch Vergleichung der Gesammtheit der ichen Wesen sich ergebenden Uebereinstimmungen fast gänzlich alen außer Acht ließ; während die andere Schule, ausschließlich Tha beschäftigt mit dem Studium dieser Verwandtschaften im achen Großen oft die Verwandtschaften der Organe, auf welche 1 ihre Arbeiten hätten gegründet seyn sollen, vernachlässigte. otanif Mehrere deutsche Naturforscher, an deren Spitze unter 1 1 den ältern der Botaniker Jung ius, und unter den neuern, ue vn 16 der gepriesene Dichter Goethe genannt werden müssen, Decandolle's Organographie d. Gewächse, 1 xXxvIII N haben auf die Einheit und Symmetrie des Baues der l Pflanzen aufmerksam gemacht. Ai Mehrere französische Naturforscher, dem Beispiele 10 der Jussieu und Adanson folgend, haben bloß durch ine die anschauende Kenntniß der Wesen die natürlichen Grup- lat pen der Pflanzen-Familien zu gründen gestrebt. 155 0% Es scheint, daß Erstere ihre ganze Aufmerksamkeit such die auf die Vergleichung der Theile eines einzigen Wesens, klettert Letztere aber auf Vergleichung der analogen Theile ver cherte schiedenartiger Wesen richteten. Aach shsenen, Meine eigene Ueberzeugung aber ist, daß diese bei— urge den Zweige der Wissenschaft unzertrennlich sind, und deu der Zweck meiner Theorie élémentaire war, beide so auf wil miteinander zu verbinden, daß jeder für sich zur Vervoll— d G1 kommnung des andern dienen sollte. Seitdem hoffte ich en, durch die Herausgabe der Anfangsgründe eines jeden die— suift, ser Zweige für sich ihren Zusammenhang inniger darzu— umme stellen. Die Organographie ist die Auseinanderse⸗ aih h tung dessen, was zur Symmetrie der partiellen Organe 15 er! gehört, und der Prodromus hat die Bestimmung den Ab⸗ 12 riß des gegenwärtigen Zustandes unsrer Kenntnisse von Rihundd den Gesammt- Beziehungen, welche die natürlichen Fa— ihn oder ilien begründen, 3 ben. 1075 m gründen, zu geben leni Da der Zustand der Familien von der ununterbro— khh! chenen Entdeckung neuer Gewächse, und von der genauern iu gn Untersuchung derjenigen, die man am besten zu kennen fal 00 glaubte, abhängig ist, so kann er nothwendiger Weise in dige de mehreren Punkten nur provisorisch seyn. Auch die all- Alt, g Gs, 10 gemeinen organographischen Ansichten sind dem gleichen i herden en, gg les der eispiele ß durch n Grup⸗ ksamkeit Wesens, le ver— iese bei; id, und ide so Lerboll⸗ fle sch en die⸗ darzu⸗ derse— gane n Ab⸗ e von n Fa⸗ erbro⸗ zauern ennen se in 0 all⸗ ichen f XIX Wechsel unterworfen und werden ohne Zweifel allmählig verbessert werden. Man kann aber in diesen beiden Studien erkennen, ob man sich auf einem guten oder schlimmen Wege befinde, wenn man darauf achtet, ob die Ausnahmen sich gern in die aufgestellten Gesetze fügen, oder ob sie die Begründung neuer erfordern. Nun habe ich, so wie meine Beobachtungen sich mehrten, so wie sie durch die Arbeiten der geschicktesten Botaniker unsrer Zeit erweitert wurden, und so wie ähnliche Arbeiten über das Thierreich heraus kommen, nach und nach die meisten Thatsachen, die anfänglich als unzusammenhängend er— schienen, sich den Lehrsätzen unterordnen sehen, welche ich vorgeschlagen hatte. Ingleichen habe ich bei sorgfäl— tigerer Beobachtung die Anomalien verschwinden sehen, auf welche ich, durch Vorsicht und Logik bestimmt, eini— ges Gewicht hatte legen müssen. Ferner sah ich die Mei— sten, welche damit anfingen, meine Meinungen anzu— greifen, dieselben später, obgleich oft unter andern Be— nennungen und ohne ihre Quelle anzugeben, annehmen, und ich habe Ursache zu glauben, daß die seit der Heraus— gabe der Théorie élémentaire verstrichene Zeit zur Er— forschung der Wahrheit nützlich angewandt worden sey. Während dieser Zwischenzeit ist eine große Zahl von That— sachen oder Meinungen, die ich mit wenigen Worten in der Théorie élémentaire angedeutet, oder auf die Orga— nographie verspart hatte, von Andern beobachtet und be— kannt gemacht worden; aber, weit entfernt, dieß unan— genehm zu empfinden, habe ich mit Vergnügen gedacht, daß diese Beobachtungen, von jeder theoretischen Meinung entblößt, von denjenigen mit mehr Zutrauen angenom— men werden würden, welche über die neuen Theorien er— schrecken, als ob diese zu verwerfen etwas Andres wäre, ** 2 (pag. X) * * als eine alte, gewöhnlich ohne Prüfung angenommene ö Theorie behalten. Die Organographie ist die gemeinschaftliche Grund— lage aller Theile der Wissenschaft von den organisirten 1 Wesen; als Studium der Symmetrie der Wesen ist sie fun der Grundstein der ganzen Theorie der Klassifikationen; 0 O1 als Lehre vom Nutzen der Organe ist sie die Basis der pe Physiologie; als genaue Beschreibung dieser Organe ist hoden sie der Anfang der Glossologie(Kunstsprache) und der be— b den schreibenden Naturgeschichte. Daß ich sie erst nach der acht abe Théorie élémentaire herausgebe, geschieht aus dem geh Grunde, daß sie selbst der allgemeinen Logik der Wissen— schaft, welche ich dort aufzustellen versucht habe, unter— 1 worfen ist, allein es ist wohl möglich, daß die Anfänger dc es vortheilhafter finden werden, zuerst die Organographie in der zu lesen, und erst nachher zu den andern Zweigen überzu- Elter gehen. Ich hoffe selbst, dem Publikum mit der Zeit, eus s nach einem ähnlichen Plan, die verschiedenen Theile lie— gehorchen fern zu können, welche den botanischen Cursus, den ich seit zwanzig Jahren alljährlich halte, ausmachen. 00 0 Ein Elementar-Werk von der Art des gegenwärti— 1170 gen muß nothwendiger Weise eine große Menge schon iin be bekannter Thatsachen enthalten; allein, vielleicht wird es 1 0 vas x) die Botaniker interessiren, sie von einem gemeinschaftli— 0 dun 5 chen, mehreren unter ihnen neuen Gesichtspunkte, näm— 115 i lich von der organischen Symmetrie der Wesen aus, be— 1 sheitef trachtet zu sehen. Sie können bemerken, daß das, was b 8 5 diese Weise die Organe zu beschreiben auszeichnet, und 10 10 was ihr, ich darf es glauben, mehr Genauigkeit und 19 c mehr Wichtigkeit verleiht, darin besteht: 5 1) jedes Organ zu betrachten als sich entwickelnd cc cht nmene hrund⸗ isirten ist sie 'onen; sis der ane ist der be⸗ ch der dem Lissen⸗ unter⸗ fänger graphie überzu⸗ er Zeit, file lie— den ich enwärt⸗ ge schon wird es nschaftl⸗ e, nam; aus, be⸗ 8, was et, und at und XII oder heraustretend aus dem, auf welchem es unmittelbar ruht, oder, mit andern Worten, die Exsertionen zu studiren, und nicht die Insertionen. f 2) Als Regel aufzustellen(die zur Erleichterung der Kunstsprache nöthigen Ausnahmen jedoch vorbehalten), daß jedes Organ, sobald seine Identität erwiesen ist, die all— gemeine Benennung behalten, und daß man nur dann besondere Namen für Organe zulassen soll, wenn man die Identität ihres Ursprunges nicht nachweisen kann, nicht aber, wenn sie nur in Form und Ansehen etwas Ungewöhnliches zeigen. 5) Jeden Theil auf seine organischen Elemente zu— rückzuführen, welche, einmal erkannt, als den von mir in der Théorie élémentaire aufgestellten, allgemeinen Gesetzen des Verwachsens, Fehlschlagens und Ausar— tens(„Soudures, Avortements et dégénèrescences“) gehorchend, betrachtet werden. Ich habe diesem Werke den Namen Organogra— phie, und nicht den zu beschränkten einer Anatomie, gegeben, weil die Anatomie, wobei man an Zerschnei— dung der Bedeckungen denkt, nur einen kleinen Theil des Studiums vom Bau der Gewächse ausmacht, de— ren Organe größtentheils aus wendig liegen, und wo selbst die innern Organe oft von den äußern abzuhän— gen scheinen. Die eigentliche Anatomie macht kaum die Hälfte des ersten Buches der Organographie aus; in diesem Theil der Wissenschaft stößt man am häufigsten auf Zweifel und Zweideutigkeiten; in ihr finden die An— wendungen, gleichviel was man auf den ersten Blick und nach unrichtigen Vergleichungen mit der Anatomie der (pag. XII) XXII . Thiere glauben mag, am seltensten statt; in ihr endlich 0 widersprechen sich die berühmtesten Beobachter fast alle, mahle selbst in den einfachsten Punkten der materiellen An— lars schauung der Thatsachen. Bei dem größten Bestreben, fache diesen Theil der Wissenschaft mit der möglichsten Ge— 5 f lo nauigkeit darzustellen, habe ich dennoch, dem Beispiele geber d der Zootomen folgend, mehr Gewicht auf das Studium schken der zusammengesetzten Organe gelegt, deren Rolle au— tel, genscheinlicher, deren Beobachtung zuverlässiger, und de— hett ren Kenntniß für die gesammte Wissenschaft wichtiger ist. 0 0 Um die aufgestellten Thatsachen, aus welchen die— 0 ses Werk beinahe gänzlich besteht, verständlich zu ma— an 5 chen, habe ich Sorge getragen, zahlreiche Beispiele an— f. zuführen; und da ein und dasselbe Beispiel häufig zur c d Erläuterung der Geschichte zweier Classen von Organen lech dienen kann, so habe ich, wenn ich es für nützlich hielt, dW keinen Anstand genommen, mich zweimal darauf zu be— leber (des. xu rufen. Ich bitte daher meine Leser zum Voraus um 5 Entschuldigung wegen dieser Art von Wiederholungen, gate welche in den meisten Fällen durch den Wunsch, für aft jeden Fall die treffendsten oder am leichtesten nach zu 10 1 untersuchenden Beispiele anzugeben, veranlaßt wurden. far g Ich hätte diesem Werke eine größere Anzahl Ku— bur Kun pfertafeln beifügen können, und Manche werden viel— Nr leicht denken, ich hätte es thun sollen; ich habe mich hiebei theils nur auf die zum Verständniß des Textes 5 durchaus nothwendigen Gegenstände, theils auf N solche beschränkt, welche neue oder wenig bekannte, oder in andern Werken schlecht vorgestellte Thatsachen ent— hielten. Diese Wahl wird es erklären, warum die Ab—„ wache bildungen dieses Werkes kein systematisches Ganzes bil— eh ag der;! endlich st alle, U An⸗ treben, n Ge⸗ eispiele tudium le au⸗ ind de⸗ ger ist. en die⸗ u ma⸗ le an⸗ fig zur rganen h hielt zu be⸗ is um ungen, „ für ach zu rden. l Ku— viel⸗ mich Textes 8 auf oder ent⸗ ie Ab⸗ 8 bil⸗ XXIII den. Anstatt, wie es in den Elementar-Werken gewöhn⸗ lich geschieht, schon bekannte gute Abbildungen zu wie— derholen, bin ich dem Verfahren der beschreibenden Na— turforscher gefolgt, und habe mich bemüht, in Noten solche Bücher anzuzeigen, in welchen gute Abbildungen der erwähnten Gegenstände zu finden sind. Ohne also weder den Preis noch den Umfang des Buches zu ver— mehren, gebe ich bei jedem besondern Fall das Hülfs— mittel, entweder eine auserlesene Abbildung in einem geschätzten Werke, oder die Natur selbst zu berathen, und ich lade besonders die Anfänger ein, so oft es ihnen möglich ist, immer das letztere Mittel zu wählen. Zum Voraus, und einmal für alle, bitte ich die Leser, sich zu erinnern, daß in allen Fällen, wo ich Kupfer⸗ tafeln citire, ich mich nur auf die Abbildung allein beziehe, und daß ich dabei die theoretische Ansicht, die der Verfasser über den Gegenstand gehabt haben mochte, weder billigen noch tadeln will. Die unserem Werke beigefügten Abbildungen sind größtentheils von Heyland gezeichnet und mit aller Sorgfalt behandelt worden, die derselbe jedem Gegen— stande des organischen Baues der Pflanzen widmet. In Kupfer gestochen sind sie von den jedem Botaniker durch ihre Kunstfertigkeit und Genauigkeit längst bekannten Plée Vater und Sohn. Das unmittelbar auf diese Vorrede folgende Re— gister der Kapitel wird mit der allgemeinen Anlage des Werkes bekannt machen und die alphabetische Aufzäh— lung der Namen der in dem Buche angeführten Pflan— zen, welche am Ende des zweiten Bandes zu finden ist, wird ein leichtes Mittel darbieten, die enthaltenen Beob— (pag. XIV) XXIV achtungen aufzufinden; aber ich muß diejenigen, welche auf diese Weise hin und wieder isolirte Thatsachen auf— suchen werden, bitten, sich nicht zu wundern, wenn sie ihnen oft, entweder von Beweisen entblößt, oder schwer zu verstehen erscheinen, und ich kann diese Zeilen nicht schließen, ohne meine Bitte in Erinnerung zu bringen, die ich früher schon an meine Leser gerichtet habe,„mich nicht nach einzelnstehenden Thatsachen, sondern nach dem Ganzen der Ansichten zu richten.“ Am 30. September 1826. inltitün Ib J. Pi eiten dusa zune gehalt Ttel J. 2 Il. N Aeikel!. 2 4 9 N 7 . — — —— — — ö 2 7 —7 — 7 —9 — 22a Fapltel. . f Uiflel 1. Al . V0 4. V9. Alte VI. 2 ee kei Aunltel VII. Jbl o astel ll — K. „, J. 9 mel, In . Pon . Pon Dauben 5 gen, welch ssachen auf „, wenn se oder schler Zeilen nich zu bringen, abe, mich n nach dem D. C. Inhalts-Verzeichniß. Er ste r Ba n d. e ee Buch J. Von den Elementar-Organen und ihren ersten Zusammensetzungen, welche noch für Elementar-Or— gane hatten werden.. Kapitel J. Vom Bau der Gewächse im Aügemetnen. — II. Vom Zellgewebe.. 5. Artikel 1. Vom Zellgewebe im Allgemeinen. a — 2. Von den verschiedenen Formen der Zellen. — 5. Von den in den Zellen enthaltenen Stoffen und von dem Aussehen der Zellenwände. — 4. Von den Verbindungen der Zellen unter einan⸗ der, oder von dem Zusammenhang des Weihe und denIntercellular-Gängen. 8 8 — 5. Vom Ursprunge der Zellen. — 6. Von dem phystologischen Geschiste d der gelen and der Intercellular⸗ Gänge. Kapltel III. Von den Gefäßen.. Artikel 1. Von den Gefäßen im Allgemeinen. — 2. Von den Spiralgefäßen(Trachées). — 35. Von den geringelten oder gestreiften Gefißen. — 4. Von den punktirten Gefäßen.. — 5. Von den Rosenkranz-Gefäßen. 6. Von den netzförmigen Gefäßen. — 7. Allgemeine Betrachtungen über den Bau der Gefäße.. — 8. Von den Verrichtungen der Gefäße. Kapltel IV. Von den Fasern und Lagen.. — V. Von dem Häutchen(Cuticula) und von der Oberhaut(Epidermis). 5 8 Artikel 1. Allgemeine Betrachtungen. 5 — 2. Von dem eigentlichen Häutchen. 8 — 35. Von der Oberhaut der alten Stämme.. Kapitel VI. Von den Spaltöffnungen(stomata) oder Po⸗ ren ber Gaütie n; Kapitel VII. Von den Saugschwämmchen Gpontzicled)u und von den Saugwärzchen(Sugoirs). Kapitel VIII. Von den Linsenkörpern(lenticelles). — IX. Von den Drüsen. i 5 8 2 „ X. Von den Haaren. J Artikel 1. Von den Haaren im Allgemeinen. 2 — 2. Von den drüsigen Haaren.. — 3. Von den lymphatischen oder nicht drüstgen Haaren. Decandolle's Organographie d. Gewächse.* Seite d. Ori⸗ der Ue⸗ ginals hers. 1 1 5 3 5 3 11 8 11 8 10 9 18 0 20 1 281 22 34 24 311 24 32 25 41 32 42 33 44 34 45 35 46 56 588 46 62 49 66 53 66 53 68 54 73 59 781 65 89 73 94 78 97 81 101 85 101 85 102 86 103] 87 (Pag. XVI) Gag. XVII XXLVI Artikel 4. Von den corollinischen Haaren. — 5. Von den spreuartigen Haaren(poils scarieur). 6. Von den Wimpern(cilia), Vorsten(setæ) u. s. w. —. 2. Von den Wurzelhaaren. 5 Kapitel XI. Von den Behältern des elgenthümiichen Saftes. — XII. Von den Lufthöhlen(lacunæ). — XIII. Von den Raphiden.. 1 — XIV. Pon einigen hervorragenden Körpern in den innern Höhlen der Gewächse. — XV. Von den Gelenken(articulationes) und dem Aufspringen(dehiscentia). 3 — XVI. Eintheilung der Gewächse nach ihren Elemen⸗ tar-Organen.. — XVII. Von der allgemeinen einthellung der zusam⸗ mengesetzten Organe. Buch II. Von den Fund amen tal⸗ Organen, oder von den zur e e ae Theilen. Einleitung.. 5 Kapftel 1. Von dem Stamme der vasculären Oewächse. Abschnitt J. Vom Stengel im Allgemeinen.. 0 Artikel 1. Vom eigentlichen Stengel.. 0 8 1 — 2. Von den Zweigen. 4 Abschnitt II. Vom Stengel der Exogenen oder Dikotpledo⸗ nen. Artikel 1. Vom Central oder Holz⸗ Spstem. 8 1. Allgemeine Betrachtungen. 2 5 §. 2. Von dem Mittel-Marke.. 8. 17 7 den holzigen Lagen des Holzes und des Splin⸗ §. 4 805 den Markstrahlen des Holzkörpers. Artikel 2. Vom Rinden⸗ Korper oder Cortial— en F. Aüsemneine Betrachtungen. §. 2. Von den Rinden-Lagen. §. 5. Von der zelligen Hülle.. Artikel 5. Vom Entstehen der Zweige bei den Stämmen der exogenen Pflanzen. — 1. Vom Wachsthum der erogenen Stämme in die Länge und im Durchmesser... 1 Abschnitt III. Vom Stengel der Endogenen. Artikel 1. Vom Stengel im Allgemeinen. §. 1. Stengel der Palmen. 8 2 5 §. N. 4. f der Liliaceen, Asparageen, Pandaneen g. e e a 5 5 8. 5 Stengel der Musaceen. Stengel der Gramineen. Stengel der Equlsetaceen. Stengel der Farrenkräuter. Stengel der Lycopodiaceen. 4 Artikel 2. Von der Bildung der Zweige bei den endogenen Stengeln. Kapltel II. Von den Wurzeln der vasculären Gewächse. Artikel 1. Vergleichung der Stengel und Wurzeln. SS SSS 8 SS el?. fl . 0 6 1 0 5 gel ll. el. 2 n ö Fun I. 5 Agen. 110 l. Vo ober Han 10 b sllel! 7 dete el J. Vom . Von benze „ lhet 0, Won Alth 4. Pon dem al menge, 11. 0 11 nel Gelte d. Orte d. Ue⸗ gingls bers. 1121 94 113] 95 115 97 1160 98 1150 100 157 155⁵ 161/138 162 139 162 139 163 140 174119 187/100 189/161 189 461 189 102 193“ 165 197, 166 201/471 212,461 212 48ʃ 214/182 220187 227 195 228/194 230 196 310 197 330 199 35 200 240 205 40 705 XXVII. Artikel 2. Von den Theilen der Wurzeln und ihren Form⸗ verschiedenheiten.. 8. 5 5 5 — 3. Von den unterirdischen un wurzelförmigen Stengeln oder Zweigen. 5 5 2 5 — 4. Von den nachkommenden oder Adventiv-Wurzeln (Racines adventives). 5 2. —. 5. Von den Verrichtungen der Wurzeln. g Kapitel III. Von den Blättern der vasculären Gewächse. Artikel 1. Vom Bau der Blätter im Allgemeinen. 5 — 2. Von der AUnterscheidung des Blattstteles und der Blattfläche([imbe). 5 5 b a Von der Vertheilungsweise der Rippen im Blatte. Von den gelappten oder ausgerandeten Blättern. Von den zusammengesetzten Blättern. Von den Höhlen der Blätter. 5. 5 Von der Anordnung der Blätter auf dem Stengel. Von den Nebenblättern(stipulæ). 5 4 Von dem Verwachsen der Blätter unter einander und mit andern Organen. 2 5 7 8 — 10. Von der Unregelmäßigkeit der blattartigen Or— gane. 5. i 5 5 8 5 — 11. Von der Geschichte der Blätter in ihren verschie— denen Lebensperioden.. 5. a 8 — 12. Von den Verrichtungen der Blätter und von der Art und Weise, wle sie bei den blattlosen Pflan⸗ zen ersetzt werden. 5 8 5 5 3 Kapitel IV. Von den Ernährungs-Organen der cellulären D D D *** 9* Gewächse. 5 5 §. 1. Allgemeine Betrachtungen. F. 2. Moose. 5 5 5 5 9. 3. Lebermoose. §. 4. Flechten.. §. 5. Pilze. 5 5 9. 6. Algen. Buch III. Von den Reproductkons⸗ Organen, oder von den zur Reproduction wesentlichen or— ganischen Theilen. g 5 a 0 Einleitung. 0 1 ö. 5 5 5 5 5 Kapitel I. Vom Blüthenstande, oder von der Anordnung der Blüthen bei den phanerogamischen Gewächsen. Artikel 1. Vom Blüthenstande im Allgemeinen.. 9 — 2. Von den anlllären oder unbegrenzten Inflores⸗ cenzen, oder von dem Blüthenstande mit cen⸗ tripetaler Entwickelung. 2 a 5 8 — 5. Von den begrenzten Inflorescenzen, oder von dem Blüthenstande mit centrifugaler Entwickelung. — 4. Von den gemischten Inflorescenzen, oder von dem aus den beiden vorhergehenden Arten zusam— mengesetzten Blüthenstande... n 9. 1. Vom Strauß(thyrsus). 5. 2. Von der Doldentraube(eorymbus).. 8 5 Artikel 5. Von den anomalen Inflorescenzen, oder von den * 3 Seite d. Ori⸗ ginals 250 256 258 260 267 267 277 289 299 308 319 385 391 391 395 396 398 413 417 447 421 d. Ue⸗ bers. 215 333 338 338 394 344 346 360 364 365 368 (pag. LVIII) — 18 ö 1 —— * . 5 — XXVIII Seite d. Ori⸗ d. Ue⸗ ginals] bers. Blüthenständen, die Ausnahmen von den vor— hergehenden Gesetzen zu bilden scheinen. 5 422] 370 §. 1. Den Blättern 1 N (inflor. opposttikolic). 5 425 370 b §. 2. Wurzelständige Inflorescenzen. 5 425 372 ö Ig §. 3. Seitliche oder extra⸗axilläre Blütheustände. a 426 373 0 9. 4. Blattstiel⸗Inflorescenzen. 427 374 F. 5. Blattständige Inflorescenzen(inflor. epiphyllex). 429 376 Artikel 6. Von den Blumenstielchen und Blumenstielen. 4300377 — 7. Von den Deckblättern(bracteae). 438 384 Kapitel II. Von dem Bau der Blume bei den vhanerogs⸗ mischen Gewächsen.. 5 4480 395 Artikel 1. Allgemeine Betrachtungen... 5 448 395 Um die 2. Vom Kelch oder von den Sepalen.. 449 396 N — 5. Von der Blumenkrone oder von den petalen. 453 400 fahnen, — 4. Von den Staubgefäßen. 5 4580 404 en, nac — 5. Von dem Griffel oder von den Carpellen. e 473 447 geh — 6. Vom Torus und von dem Zusammenhang, den d ich je er zwischen den Theilen der Blume bewirkt. 485 425 den, beschte — 7. Vom Fehlschlagen der Blumen-Theile oder von 19 5 ihren Ausartungen. 490 432 sengestzt i — 8. Von den einhülligen oder unvollkommenen Blu⸗ hamel's, men, d. h. denen, die nur eine e ha⸗ 1060 ben. 497 438 Muesst die — 9. Von der relativen Stellung der Theile eines stbiten Blumen-Wirtels; verglichen mit denen eines 1 andern. 504 443 blisbunpen — 10. Von der Vervielfältigung der Blumen⸗ Thelle 506 445 Das e * Vervielfältigung der Wirtel-Kreise.. 5 506] 446 1 5 5 F. 2. Vervielfältigung der Theile eines Wirtels. l 509 448 a das des §. 5. Allgemeine Untersuchung der gefüllten Blumen. 512 450 ber That Artikel 11. Von der Ungleichheit der Theile eines und des— 1 selben Blumenwirtels, oder von den unregel— 5 fa deem mäßigen Blumen. 5 515 453 jc immer! — 12. Von der ursprünglichen Stellung der Theile ei⸗ 10 nes und desselben Blumenwirtels, oder von Blu— age und mi menknospenlage(æstivatio.). 5210 458 v Eine fa — 13. Von den mit einander verwachsenen Blumen. 5290 464, 10 — 14. Von der absoluten Zahl der 8 eines 8 hl facher Blumenwirtels. 5510467 fen, gehil — 15. Von den Honiggefäßen(nectaria). 534 470 100 bl — 16. Vergleichung der blattartigen und blumenblatt— een Klar artigen Blumentheile.. 538 474 0 erflgt — 17. Von der besonderen Analogie zwischen den männ⸗%, lichen und weiblichen Blumen-Organen. 545 479 Leente aufn — 18. Allgemeine Schlüsse und„ über den i dihage; Bau der Blumen. e a7 5 wal 0 N 10 5 10 fh 5 dune A eee 8 Seite d. Orte d. Ui; pale! bers. 422 370 223 370 % Organographie der Gew ch s e. an 127 37 429 376 1500 377 4390 384 Ein benin ung. 448 395 140 100 Um die Beschreibung der Pflanzenorgane mit Ordnung vor— 4530 400 zunehmen, bieten sich zwei ganz verschiedene Wege dar. Wir 175 115 konnen, nach dem Beispiele Grew's und Malpighi's, nach und nach jeden Theil, den wir beim ersten Anblicke gewahr wer— 4850 425 den, beschreiben und die Elementar-Organe, woraus er zusam— 1900 432 mengesezt ist, aufsuchen; oder aber, wenn wir den Weg Du⸗ hamel's, Sénebier's und der meisten Neuern einschlagen, 197430 zuerst die allen Pflanzen gemeinschaftlichen Elementar-Organe 5 studiren und dann zu der Betrachtung übergehen, wie ihre Ver— f 3040 405 bindungen die verschiedenen Theile der Gewächse bilden. 50 445 Das erstere Verfahren, oder das analytische, ist nothwen— 900 11 dig das des Beobachters; es war das der ersten Phytotomen; 512 450 in der That konnte man bei der Entstehung der Wissenschaft nur diesem Verfahren folgen, und nach ihm soll man sich auch 5150 453 noch immer bei untersuchenden Arbeiten richten. Aber, seitdem lange und mühsame Zergliederungen bewiesen haben, daß die in 521 458 die Sinne fallenden Theile aller Gewächse aus einer kleinen pag. 2) 529, 464 Anzahl solcher Organe, die sich in verschiedenen Pflanzen gleich 531/467 bleiben, gebildet werden, scheint man offenbar an Kürze, und 554470 selbst an Klarheit zu gewinnen, wenn man den synthetischen 5380 474 Weg verfolgt, d. h. wenn man zuerst mit dem Studium dieser 9 Elemente anfängt, um alsdann die aus ihnen zusammengesetz— 9 ten Organe zu beschreiben. Dieses kühnere und kürzere Verfah⸗ 547482 ren verlangt zwar, daß man bei dem dunkelsten, unsichersten und schwierigsten Theile der Organographie beginne, und erfor— dert von Seiten der Anfänger mehr Mühe und Aufmerksamkeit, allein es vermeidet häufige und langweilige Wiederholungen und Decandolle's Organographie d. Gewäͤchse. 1 Gas. 5 liefert einige genauere Resultate für das Ganze der Wissenschaft. Die wenigen Vorbereitungskenntnisse, die es voraussetzt, be— schränken sich auf so einfache Begriffe, daß sie ein Jeder, ohne alles Studium, schon durch das bloße Verstehen der gewöhn— lichsten Sprachausdrücke, besitzt. Will man zuerst die zusammengesetzten Organe beschreiben, so ist man, um ihren Bau darzustellen, zur Anwendung gewis— ser Ausdrücke gezwungen, deren Bedeutung ohne einiges vorher— gegangenes Studium wenig bekannt ist, wie z. B. Zellgewebe, Spiralgefäße u. s. f. Fängt man im Gegentheil mit der Be— schreibung der Elementar-Organe an, so ist man, um ihre Lage anzugeben, ebenfalls genöbthigt, der zusammengesetzten Theile zu erwähnen, bevor man dieselben erklärt hat; allein diese zusam— mengesetzten Theile, wie die Blätter, die Rinde, oder die Blu— menblätter, sind allgemeiner bekannt, und es ist daher weniger un— angemessen, sie zu nennen, ehe sie beschrieben worden. Auch bin ich, in dieser Rücksicht, bei der Anwendung der Kunstausdrücke um so weniger verlegen, als dieses Werk eine Fortsetzung der Théorie élémentaire ist, in welcher ich sie erklart habe. Ich werde also damit anfangen, die Elementar-Organe, welche das innerste Gewebe aller Organe bilden, auseinander zu setzen, worauf ich die Beschreibung der organischen Theile, oder der zusammengesetzten Organe, die entweder zur Ernährung ober zur Wiedererzeugung dienen, werde folgen lassen. Diese Darstellung der Elementartheile werde ich auf das zurückführen, was die Mehrzahl der Pflanzen-Organe gemein haben; diejeni— gen anatomischen Besonderheiten, die einem jeden derselben ei— genthümlich sind, verspare ich aber auf die Geschichte der zu— sammengesetzten Organe. Ungeachtet ich aber dieser Ordnung, die mir die vernünftigste scheint, folgen werde, so will ich hier doch die Anfänger oder diejenigen, welche das Studium der Gewächse nicht ergründen wollen, ermahnen, das Lesen dieses Werks mit dem zweiten Buche zu beginnen, und das erste bis zuletzt zu versparen. 91990 Jun den de no Der i Mugrßerut en außer u Inner ih. Ale c honoger inn schent, ff gar nich sälnse nit fh seher dale wegen ehen, Legeh! ele alles(lem N Venn e Thale i 3 ssenschaft setzt be⸗ der, ohne gewöhn⸗ schreiben, ng gewis⸗ 5 8 s voher Organographie der Gewäch se. cs. ellgewebe, t der Be⸗ ihre Lage Theile zu E r st e 8 B u ch. se zusam⸗ die Blu⸗ Von den Elementar-Organen und von deren ersten Verbindungen, niger un⸗ die noch für Elementar-Organe gehalten werden können. Auch bin ausdrücke 5 1. Erst es Kia pi tte l. abe. F Otgane, Vom Bau der Gewächse im Allgemeinen. einander he Der innerste Bau der Gewächse zeigt unter den stärksten Diese Vergrößerungsgläsern wenig Verschiedenheit. 5 Pflanzen, die in sefühne, ihren äußern Formen möglichst verschieden sind, sehen sich in diejeni⸗ ihrem Innern in einem wirklich außerordentlichen Grade ähn— selben ei lich. Alle ihre Organe zeigen inwendig nur ein Gewebe von e der zu⸗ sehr homogener Natur, welches aus Theilen zusammengesetzt zu ordnung, seyn scheint, deren Structur sich bei den verschiedenen Pflanzen ich hier fast gar nicht verschieden verhält und deren absolute Grdße⸗Ver⸗ am er hältnisse mit der gesammten Große des Gewächses in keiner Be⸗ pag. 6) n dees ziehung stehen. Grew, der dieß zuerst bemerkte, hat diese erste bis Theile wegen der großen Aehnlichkeit, die sie in allen Gewäch— sen zeigen, Similar-Theile(similar parts) genannt. Sénebier hat ihnen den Namen Elementar-Theile Parties élémentaires) gegeben, und ich nehme diese letz— tere Benennung sowohl deßwegen an, weil sie das Geschäft dieser Theile in der Oekonomie der Gewächse besser ausdrückt, 1* ag. 7.) als auch, weil der von Grew angenommene Ausdruck, bei dem gegenwärtigen Stande der Wissenschaft, streng genommen nicht wahr ist, und es gewiß immer weniger werden wird, je tiefer wir in die Geheimnisse der vegetabilischen Organographie vor— dringen werden. Jedermann weiß, daß die organisirten Wesen aus festen und flüssigen Theilen zusammengesetzt sind, oder, um allgemei— ner zu reden, aus Geweben bestehen, welche den Körper der Wesen bilden, und aus Stoffen, die in diese Gewebe aufgenom- men oder von ihnen abgesondert werden; die ersteren sind diejeni— gen, welche die eigenthümliche Natur, das Leben der Wesen, ausmachen; sie sind es, deren Abänderungen den Zufluß und die Natur der Flüssigkeiten bestimmen; sie allein sind der Ge— genstand der Anatomie, und mit ihnen werden wir uns hier be— schäftigen. Die Erforschung der abgesetzten Stoffe oder der Flüs— sigkeiten gehört der Physiologie an, und wir werden ihrer hier nur gelegentlich erwähnen. Das Studium der Elementar-Organe der Pflanzen wurde gegen das Ende des XVII. Jahrhunderts, kurze Zeit nach der Erfindung des Mikroskopes, begonnen. Grew in England und Malpighi in Italien haben ungefähr zu gleicher Zeit ange— fangen, mit Hülfe dieses kostbaren Instrumentes das Pflanzen⸗ Gewebe zu untersuchen, und haben mit mehr oder weniger Be— stimmtheit alle seine Theile wahrgenommen. Dann setzte Leeu— wenhoek dieses Studium fort; um die Mitte des XVIII. Jahr⸗ hunderts nahmen es Gleichen, Needham und einige Andere wieder auf, und Hedwig gab ihm, theils durch wirkliche Ent— deckungen, theils auch wohl durch scharfsinnige Hypothesen, ei— nen neuen Schwung. In unsern Tagen haben Mirbel, Link, Treviranus, Sprengel, Rudolphi, Kieser), Du— ) Diejenigen, welche die Elementar-Organe der Pflanzen ausführ— licher, als die Schranken dieses Werkes es mir erlaubt haben, zu studiren wünschen, finden einen trefflichen Abriß dieses Zweiges der Wissenschaft in Kieser's Abhandlung über den Bau der Ge— wächse.(„Meémoire sur Forganisation des plantes.“ Harlem, 1822. 1. Band in 4.) Diese Schrift enthält eine große Menge sehr genau beobachteter Thatsachen und ist für die französischen fact U cc lt, 0 Arachune 0 ö gif mhahlttd ff der G. a in einer slissgkeit em. Mus. isse ind ea, sor! Natur er That aachen die fa, nicht u. fan selhst! scheine nal spuäche de zu Jene d demsel er sehe einander idigen; uf a, vic m. falt ssch, 9. anmgehe „ behe de b dazustelle unge —— ker eßhal sttebene Jauchen e ale Inlet e ch eg 9 b lite ih en Nile r te qus bei dem en nicht e tiefer zie Lor⸗ s festen llgemei⸗ per der fgenom⸗ diejeni⸗ Wesen, uß und er Ge⸗ ier be⸗ F lüsc er hier wurde ach der d und ange⸗ lanzen⸗ er Be⸗ Leeu— g Jahr⸗ Andere he Ent⸗ en, ei⸗ Link, Du⸗ usfüht⸗ hen, zu weiges er Ge⸗ rlem, Menge ösischen 5 trochet und Amici äußerst feine Untersuchungen über das Ge— webe der Gewächse, mit zahlreichen und sorgfältigen Abbildungen begleitet, herausgegeben. Allein die Nothwendigkeit, bei diesen Untersuchungen beständig ein so schwer zu behandelndes Instrument, wie das zusammengesetzte Mikroskop anzuwenden, macht, daß, ungeachtet der Geschicklichkeit dieser Beobachter, die feinere Ana— tomie der Gewächse in ihren wesentlichsten Grundzügen doch immer noch in einer für die Freunde der Wahrheit höchst peinlichen Unzu— verlässigkeit schwankt.„Wenn etwas,“ sagt Dutrochet (Mem. Mus. 7, p. 385)„die Unsicherheit unserer Kennt— nisse in der Organisation der Pflanzen beweisen kann, so ist es die Verschiedenheit der Meinungen der Naturforscher über diesen Gegenstand.“ Es gibt in der That kaum einen Punkt in der Pflanzen- Anatomie, über welchen diejenigen, die sich am sorgfältigsten damit beschäftigt ha— ben, nicht uneinig wären, und zwar nicht nur über Theorien, son— dern selbst über die Facta, über welche die Beobachtung dem An— scheine nach unmittelbar entscheiden sollte. So groß sind die Wider— sprüche der Beobachter über diesen Gegenstand, daß nicht selten zwei Personen, welche mit einander das gleiche Stück unter einem und demselben Mikroskope betrachten, an demselben verschiedene Formen sehen oder zu sehen glauben; weit weniger noch können sich von einander entfernte Beobachter über das einfachste Factum ver— ständigen; und indem man diese Widersprüche sich vervielfältigen sieht, wird man endlich gegen seine eigenen Augen mißtrauisch und scheut sich, das, was man gesehen zu haben glaubt, als zuver⸗ lässig anzugeben. Ich will es versuchen, hier mit aller Behutsam— keit, welche das Dunkel dieses Zweiges der Wissenschaft einflößt, das darzustellen, was mich davon der Aufmerksamkeit werth dünkt. Die Meinungen der verschiedenen Beobachter werde ich sorgfältig Leser deßhalb wichtig, weil es das einzige in dieser Sprache ge⸗ schriebene Werk ist, welches von den phytotomischen Arbeiten der Deutschen einen Begriff gibt. Ich selbst bedaure es sehr, daß meine Unkunde der deutschen Sprache mich hinderte, diese Werke, wie ich es gewünscht hätte, in den Originalen zu studiren. Da— her bitte ich die deutschen Gelehrten um Nachsicht, wenn ich, ohne meinen Willen, entweder ihre Beobachtungen anzuführen versäumt, oder ihre Ansichten nicht ganz genau dargestellt habe. (Pag. 8) 6 gc anführen, um wo moglich die Punkte, in denen sie von einander ang abweichen, und diejenigen, in denen sie übereinstimmen, erken— 1 9 nen zu lassen. Aber ehe wir uns in diese Darstellung der Zwei— aa fel und Ungewißheiten der mikroskopischen Anatomie einlassen, 1e) glaube ich den Anfängern zum Voraus ankündigen zu müssen, 1 daß diese Zweifel auf das Ganze der Wissenschaft einen weit N um, t geringern Einfluß haben, als man glauben konnte. 0 bein Ich schließe diese Vorerinnerungen mit der Bemerkung, daß 0 a9 6 mir folgende Vorsichtsmaßregeln immer die sichersten schienen, en um mikroskopische Täuschungen zu vermeiden: 1) einen Gegen- 1 100 stand niemals unter starker Vergrößerung zu betrachten, ohne 170 0 vorher schwächere Gläser gebraucht und ihn auf diese Weise von 155 dem untersten bis zum höchsten Grade der Vergrößerung ver— 5 1 (bag.) folgt zu haben; 2) den gleichen Gegenstand unter mehreren Mi— 1700 kroskopen von verschiedener Einrichtung zu betrachten, damit das 0 10 eine die Täuschung aufheben konne, die durch das andre her— 0 0 vorgebracht seyn mochte. Durch diese Vorsicht vermindert man ü, 10 zwar vielleicht die Zahl der Thatsachen, die man versichert, da— ge, d für aber gibt man ihnen auch mehr Zuverlässigkeit. Wenn man eine Pflanze oder einen Theil einer Pflanze quer durchschneidet, hierauf eine dünne, durchsichtige Scheibe absondert und diese zuerst mit der Loupe, dann mit dem Mi— kroskop betrachtet, so bemerkt man daran ungleiche, bald rund— liche, bald eckige, und meistens sechseckige Höhlen. Macht man einen Längenschnitt, so sieht man immer Höhlen, die durch Quer-Scheidewände beendigt werden, oft andere röhrichte Höhlen ohne solche Quer-Scheidewände, und bisweilen zerstreu— te, mehr oder weniger undurchsichtige Faden. Die von allen Seiten geschlossenen Höhlen sind Zellen oder Schläuche(Cel lules, utricules), die Röhren Gefäße, und die Faden Fasern, genannt worden. Durchläuft man nun die lange Reihe der Meinungen, die über den Bau oder die allgemeine Organisation der Gewächse geäußert worden sind, so findet man, daß sich alle Systeme der Phytotomen auf drei hauptsächliche zurückbringen lassen. Die Einen haben nach dem Beispiele Theophrast's und vielleicht auch Grew's, gemeint, das ganze Gewebe der Pflanze sey aus äußerst feinen und sich verschiedentlich durchkreuzenden Fa— — — nander erken⸗ Zwei⸗ lassen, nüssen, weit „daß ienen, gegen⸗ ohne e von ver⸗ n Mi⸗ t das e her⸗ man t, da⸗ flanze cheibe 8 Mi⸗ rund⸗ Nacht „ die richte streu⸗ allen (Cel- sern, „die ächse ge der Die leicht e sey n Fa⸗ 24 sern gebildet. Andere(und zwar scheint Mirbel zuerst diese Meinung auf eine allgemeine Weise dargestellt zu haben) hiel— ten das Pflanzengewebe für eine in allen ihren Theilen zusam— menhängende Haut, deren vielartige Umbiegungen(„dédouble- ments“) die geschlossenen oder röhrenförmigen Höhlen bildeten, welche man darin wahrnimmt. Endlich stimmen die meisten Neuern, nach dem, was Malpighi's Meinung gewesen zu seyn scheint, darin überein, daß die Pflanze wesentlich aus Zel⸗ len oder Schläuchen, die auf verschiedene Weise mit einander verwachsen seyen, und aus Gefäßen zusammengesetzt werde, wel— che durch verschiedene Arten der Entwickelung und des Zusam— menhaages alle Organe bildeten. Die Vergleichung dieser drei Theorien wird sich aus der Darstellung der Thatsachen, zu welcher wir nun übergehen, von selbst ergeben, indem wir nun 1) das Zellgewebe, 2) die Ge⸗ fäße, 3) die sogenannten Pflanzen-Fasern, und 4) die Epider⸗ mis, oder das Häutchen, welches diesen ganzen Apparat um⸗ gibt, betrachten wollen. (S. 10) 1 Zweites Kapitel. (pag. 12) r te Vo m Zellge webe i m Allgemeinen. Das Zellgewebe(le tissu cellulaire, contextus cellu— losus), im Ganzen betrachtet, ist ein häutiges, aus einer gro⸗ ßen Menge von ringsum geschlossenen Zellen gebildetes Gewebe; der Schaum des Biers oder eine Honigscheibe geben davon ei— nen groben aber richtigen Begriff. Jede aus dem Wasser oder dem Wachse gebildete Wand stellt die Haut, und die Luft oder der Honig den hohlen Raum der Zellen vor. Dieses Gewebe hat auch den Namen Schlauch-Gewebe(tissu utriculaire, complexus utricularis) erhalten, welcher besonders auf die Theorie anspielt, die jede Zelle für ein vom Ganzen geschiede— nes Bläschen hält; Link nennt es tela cellulosa, Andere complexus cellulosus. Betrachtet man es im Ganzen und im Gegensatze zu den gefäßreichen Theilen, so nennt man es dann Parenchym,(parenchyme, parenchyma). Die hohlen Räume des Zellgewebes heißen Zellen(oellu— les, cellulae). Malpighi, der sie als eben so viele besondere Bläschen ansah, nannte sie utriculi. Grew gibt ihnen bald den Namen Zellen, bald nennt er sie Poren oder Bläschen (Englisch bladders). Das Zellgewebe findet sich in allen Gewächsen; manche sind sogar einzig daraus gebildet, wie 3. B. die Algen, Pilze und Schwämme, Hyporyla, Flechten, und sehr wahrscheinlich auch die Lebermoose und Moose, mit Einem Wort, alle wah— ren Akotyledonen. Obgleich die andern Gewächse nicht aus— schließlich aus Zellgewebe zusammengesetzt sind, so ist es in ih— nen doch in Menge vorhanden; überall umgibt es die Gefäße, en daf n f 1 if del 1 1 0 i zur ge ammenzu uhschtge lin aun man Cocgfal eu, wenn inge si Aschieden, sänsssten se wächst ten Zellen Balsam Mllineter rer in 0 Ki) n r an, fe slimerer) Vo: de gelen Acssalt het e lundlich heiden ellu— glo⸗ ebe; n ei⸗ oder oder webe laixe, die iede⸗ dere im ann u- dere bald hen uche jilze lich hah⸗ jus⸗ ih⸗ aße, 9 so daß man im Gewächsreiche sowohl, als im Thierreiche nie— mals entblößte Gefäße antrifft; die Früchte, die fleischigen Blät— ter, das Mark, die Rinde der Wurzeln u. s. f. bieten große Massen von Zellgewebe dar. Verhältnißmäßig ist es reichlicher in den Kräutern als in den Bäumen, reichlicher in den jungen als in den alten Gewächsen, reichlicher in den fleischigen, als in den trockenen, faserigen Theilen, und es scheint die Pflan— zen zur Zeit ihrer ersten sichtbaren Entwickelungszustände ganz zusammenzusetzen. Die Wände, welche die Zellen bilden, sind durchsichtige Membranen; sie verändern sich sehr bald durch Maceration im Wasser, verschrumpfen und verstopfen sich schnell, wenn man sie der Luft aussetzt, so daß ihre Untersuchung eini— ge Sorgfalt erfordert; und diese Membranen sind im Allgemei— nen, wenn sie von den in den Zellen enthaltenen Säften wohl gereinigt sind, farblos. Der Durchmesser der Zellen ist sehr verschieden, im Allgemeinen ist er um so größer, je lockerer die Consistenz der Pflanze ist, welcher er angehört, oder je rascher sie wächst. Kieser berechnet, daß der Durchmesser der größ⸗ ten Zellen, z. B. derjenigen der Kürbis(eitrouille)) oder der Balsamine*), hundertdreißigmal vergrößert, fünf bis sechs Millimeter beträgt, und den Durchmesser der kleinsten, wie z. B. derer im Blatte des Gewürznelkenbaumes(Caryophyl- lus)**) nimmt er, bei gleicher Vergrößerung, auf 1 Milli— meter an, so daß, bei natürlicher Große, auf einem Quadrat— Millimeter 5100 Zellen gezählt werden. eder Ar Von den verschiedenen Zellen⸗- Formen. Die Zellen des Zellgewebes, blos rücksichtlich ihrer allgemei— nen Gestalt betrachtet, erscheinen unter vier Hauptformen; nämlich: 1) als rundliche Zellen; 2) als spindelförmig verlängerte, oder an den beiden Enden verdünnte Zellen; 3) als röhren-soder prisma— *) Mém. org. S. 89. Taf. 8. Fig. 36. ) Ebendaselbst, Taf. 11, Fig. 49. ) Ebendaselbst S. 89. Taf. 19. Fig. 93. c. 0 pag. 13) (pag. 14) 10 artig verlängerte, also an den Enden nicht zusammengezogene Zellen; J als in die Quere verlängerte Zellen. Die rundliche Form scheint die ursprüngliche Zellenform zu seyn, und dann kann man sagen, daß jedes andere Ansehen, das sie darbieten, nur von dem verschiedenen Drucke, den sie während ihres Wachsthums auf einander ausüben, herrühre; daß sie auf diese Weise sechseckig oder ungefähr sechseckig werden, wenn sie von allen Seiten her gleichförmig gedrückt werden; daß sie eine längliche Gestalt, entweder der Länge nach oder der Quere nach, annehmen, wenn der Druck nur von der einen oder der andern Seite her wirkt; aber in allen diesen Fällen muß man sich wohl hüten, zu glauben, daß die Zellen so regelmäßig seyen, wie man es nach den Abbildungen, die davon gegeben worden sind, glauben konnte. Offenbar hat man, indem man sie mit der übertriebenen Regelmäßigkeit, welche die meisten Abbildungen zeigen, abbildete, entweder vielmehr den Zustand, den man als normal ansehen darf, als genau das Ansehen darstellen wollen, welches diese Organe bei der bloßen Anschauung zeigen, oder man wollte die Beispiele von den zahllosen Anomalien befreien, welche der Vegetationsort in der Zellenform bewirkt. Auf die Formabänderungen der Zellen eines einzigen Organes hat Pollini) ein besonderes Gewicht gelegt. Die sogenannten rundlichen oder hexaéͤdrischen Zel— len) bilden das sogenannte regelmäßige Zellgewebe, d. h. dasjenige, welches in keinerlei Richtung merklich verlängert ist. Diese Zellen bilden das Mark der Bäume, die zellige Hülle der Rinde, das Fleisch der fleischigen Früchte, das Parenchym der Blätter, und im Allgemeinen alle diejenigen Pflanzentheile, welche nur einer geringen oder gar keiner Verlängerung fähig sind. Die Gewebe, welche Link mit den Namen der kuglichten, blasichten oder unregelmäßigen bezeichnet, scheinen mir als Modificationen zu unserem ebengenannten rundlichen Zellge— webe zu gehören. *) Porr. élém. bot. I. S. 44. Fig. 5. ) MInĩB. Anat. Taf. 1. Fig. 1. Elem. Taf. 10, Fig. 1, 2. Dur noch. Rech., Fig. 1, 2. LI xk Ann. Mus. 19, Taf. 16, Fig. 3, 4. Oss. mir., Fig. 50. Hiksxn, Org. Taf. 1. Fig. 2. Ku! Nate 10 Fabe cg % Mf clic mͤfiht me chin! ft il , daß e mt! fa ei ale heft a die fens in sbeisen. Die! horhergeh Gestalt! Anfangs beschnel ts fült q dulchaus shosen. Ache scch! m ihe don Les(ohr shchetiss saghestreckt e gehe 9 suggestte f nc) el gellgen scge in. echt, Juch 6 An. Mus Ibeor. Ort 1 Um, bot. sezogene orm zu en, das ährend sie auf enn sie ie eine e nach, andern h wohl ie man lauben ebenen ildete, darf, organe eispiele ionsort Zellen wicht Zel⸗ d. h. t ist. le der n der velche ten, mir ellge⸗ RO CH- Aug! 11 Dieses rundliche Zellgewebe ist nach Link zur Aufbewahrung und Bearbeitung des Pflanzensaftes(„seve“) bestimmt. Dutro— chet hingegen versichert, man finde gewöhnlich keinen Saft darin. Die Verschiedenheit dieser beiden Behauptungen beruht wahr— scheinlich auf dem Sinn, in welchem man die Aus drücke nimmt; versteht man unter Pflanzensaft den noch nicht bearbeiteten Saft, der sich in die blattartigen Organe begibt, um dort die Einwirkung der Luft und des Lichtes zu empfangen, so sagt man mit Wahr— heit, daß ihn die rundlichen Zellen nicht enthalten. Will man aber mit dem Worte Pflanzensaft einen Saft bezeichnen, der schon einige Verarbeitung erlitten hat, oder der sich an einer Stelle befindet, wo er sie empfangen kann, dann kann man sagen, daß die Zellen diesen Saft enthalten; und, was während des Reifens im Parenchym der Früchte vorgeht, scheint mir dieß zu beweisen. Die in der Längsrichtung verlängerten Zellen sind von den vorhergehenden ziemlich verschieden, und nähern sich durch ihre Gestalt selbst zuweilen den wahren Gefäßen. Mirbel hatte sie Anfangs unter dem Namen: kleine Rohren(Petits tubes) beschrieben, und als Modificationen der Gefäße angesehen); allein es fällt Jedem, der sie nur untersucht hat, in die Augen, daß es durchaus nicht Gefäße sind, denn sie sind an beiden Enden ge— schlossen. Daher habe ich sie in den Principes élèmentaires, welche sich vor der Zten Ausgabe der Flore frangaise befinden, mit dem ihre Form ziemlich gut ausdrückenden Namen e ellules tubu— le es(röhrichte Zellen) bezeichnet, und das aus ihnen gebildete Zell— gewebe tissu cellulaire alongé(verlängertes oder längliches, langgestrecktes Zellgewebe) genannt. Rudolphi hatte vollkommen die gleiche Ansicht, und bezeichnete diese Zellen mit dem Namen langgestreckte Zellen. Mirbel nahm zuletzt dieselbe Mei— nung an**) und nannte die Masse dieses Organs Anfangs holzi⸗ ges Zellgewebe(tissu cellulaire ligneu, weil es sich in Menge im Holze findet, und später** längliches Zellge— webe. Auch Treviranus schließt sich dieser Meinung an, und *) Ann. Mus. 19, S. 314. *) Thèéor. org. vég., S. 116. Kan) Elém. bot. 1, Taf. 10. Fig. 3, 4. (pag. 15) 12 nennt diese Zellen längliche oder faserartige Schläuche. (bag. 16) Cassini nennt sie Röhrchen(tu billes). Nach den Beobach— tungen von Kieser und Dutrochet scheint es mir, daß man unter den in der Längsrichtung verlängerten Zellen zwei sehr ver— schiedene Zustände unterscheiden müsse, nämlich: 1) Die Zellen, welche zur Bildung des Holzes und der Rin— denlagen mitwirken. Sie gleichen kleinen Spindeln, die an beiden Enden sich verschmälern„) und Dutrochet nennt sie deßhalb clostres, welches Spindel bedeutet. Diese Spindeln sind gemei— niglich parallel mit einander, berühren sich mit ihren angeschwol— lenen Theilen, und die Zwischenräume, die sie an ihren Enden lassen, werden durch die schmalen Enden der benachbarten Spin— deln ausgefüllt. Sie sind mit einem besondern Stoff angefüllt, der im jungen Holze wässeriger als im alten ist, und dessen Be— schaffenheit die Härte, Schwere und die verschiedene Farbe der verschiedenen Hölzer im Vergleiche zu einander, sowie eines und desselben Holzes zu verschiedenen Zeiten oder an verschiedenen Stellen des Gewächses, bestimmt. Das Gewebe, welches Link mit dem Namen Splint-Gewebe bezeichnet hat, gehört unter diese Kategorie. 2) Gibt es andere Zellen, für welche der von Cassini vor— geschlagene Name Röhrchen(tubilles) ziemlich paßte; diese sind cylindrisch oder prismatisch, und nicht in ihrer Mitte angeschwol— len. Man findet sie immer rings um die Gefäße bei den vascu— lären Pflanzen*) und sie allein bilden bei den gefäßlosen Ge—⸗ wächsen, z. B. den Moosen und Algen**), die Blattrippen, die Blüthenstiele und Stengel. Man muß bemerken, daß bei meh— (pa. 17) reren dieser cellulären Pflanzen, wie bei den Moosen und Leber— moosen eine plötzliche, merkliche Formveränderung zwischen den länglichen Zellen, welche ihre Nervationen bilden, und den rund— lichen Zellen, aus welchen ihr Parenchym besteht, statt findet, da hingegen bei den vasculären Pflanzen die Form der länglichen ) Dorn. Rech., Taf. 1, Fig. 15. HrxsEn, Mem. org., Taf. 15, Fig. 74. Lixk élém. Taf. 15 Fig. 2 und 7. ) HrESsER Mém. org., Taf. 4. Fig. 19; Taf. 5, Fig. 25; Taf. 6, Fig. 26. ) MIq᷑B. Journ. phys., flor. an IX. Taf. 1, Fig. 1, 2, 5, 4; Taf. 2, Fig. 4, 5, 6. ——.. ß ß————————————— — Gdli Hge o die ge c Hur d zue anscheid fler sind Ale. , Auge Arche denen. se gewahr bewegen, les— 9 nt Lon ben i Venn lͤscidenen n sie hald ban her; fir de shulkener S kak muß n desen 5 eke grp, 5 Anat. G, Vn, org. äuche. eobach⸗ ß man hr ver⸗ er Rin⸗ beiden deßhalb gemei⸗ schwol⸗ Enden Spin⸗ gefült, 1 Be⸗ be der s und edenen Link t unter I bor⸗ e sind hwol⸗ gocu⸗ Ge⸗ , die meh⸗ eber⸗ den und⸗ det, ichen 13 Zellen, welche die Gefäße umgeben, oft unmerklich in die der rundlichen Zellen des Parenchyms übergeht. Hieraus schloß Ru— dolphi), die länglichen Zellen der Moose könnten wohl eine besondere Art Gefäße seyn, welche Meinung uns aber durch diese Betrachtung allein nicht genug bewiesen zu seyn scheint. Endlich gibt es noch eine letzte Art Zellen, welche, statt in die Länge gezogen zu seyn, in die Quere verlängert sind. Dieß sind die Zellen, welche die Markstrahlen bilden, und welche folg— lich nur den dikotyledonischen Gewächsen zukommen. Kieser, der zuerst vorschlug, sie als eine besondere Klasse von Zellen zu unterscheiden*), macht darauf aufmerksam, daß sie ansehnlich kleiner sind als alle anderen. Alle länglichen Zellen, sowohl die in die Länge, als die in die Quere gezogenen, scheinen, weniger als die rundlichen, zur Verarbeitung der Säfte, sondern vielleicht zu ihrer Fortbewegung zu dienen. Letzteres kann man wenigstens daraus schließen, daß sie gewöhnlich indenjenigen Organen vorkommen, wo sich die Säfte bewegen, und daß sie(was wenigstens von den Röhrchen— tubil— les— gilt) die Organe, in welchen die Saftbewegung vor sich zu gehen scheint, zum größten Theil zusammensetzen. enter; e Von den in den Zellen enthaltenen Stoffen und von dem Aussehen der Zellen-Wände. Wenn man die Zellen an verschiedenen Pflanzen, oder zu verschiedenen Zeitpunkten ihres Wachsthums betrachtet, so findet man sie bald voll von einem wässerigen Saft, bald voll Luft; in jedem dieser Fälle ist ihre Durchsichtigkeit keineswegs getrübt, und die für die Physiologie sehr wichtige Geschichte dieser in den Zellen enthaltener Stoffe hat keine anatomischen Irrthümer veranlaßt. Aber es muß nothwendig bemerkt werden, daß man in den Zellen, außer diesen Flüssigkeiten, noch verschiedene undurchsichtige oder gefärbte Korper antrifft, welche einige Aufmerksamkeit verdienen: 9) Anat. S. 131. % Meém. org., S. 102, Taf. 14, Fig. 67 u. 68; Taf. 13, Fig. 64 u. 65. (pag. 16) Pag. 19) 14 1) Häufig findet man in ihnen kleine, bewegliche, farblose Korner, von amylumartiger Beschaffenheit, welche man kae culae (ecules) nennt. Diese Körner sind in gewissen Theilen des Ge— webes, wie z. B. in den fleischigen Kotyledonen und in den meh⸗ ligen Eiweißkörpern der Samen, im Parenchym, Wurzelknollen u. s. f. in großer Menge vorhanden. 2) Man findet ferner in den Zellen der blattartigen Paren— chyme andere kleine meist an die Zellenwände angedrückte) Kügel— chen, die sich durch den Einfluß des Lichts gewöhnlich grün färben, verschiedene Farben annehmen können, und in den dem Lichte nicht ausgesetzten Theilen farblos und wenig oder gar nicht sichtbar bleiben. Diese Kügelchen, von harziger Beschaffenheit, sind der grüne Stoff der Blätter, oder das, was einige Chemiker Chloro— phyllum nennen. Die gefärbten Kügelchen der Blumen-Zellen können in verschiedenen Rücksichten zu dieser Klasse von Körpern gezählt werden. Aus sehr merkwürdigen chemischen Versuchen, welche Macaire angestellt hat, geht hervor, daß dieser gleiche Stoff sich im Herbste gelb oder roth färbt, und daß es dieser näm— liche, verschieden gefärbte Stoff sey, den man in den Kelchen und selbst in den Blumenkronen und anderen Fructifications-Orga— nen wiederfindet; der Name Chlorophyllum ist folglich sehr unpassend; man könnte ihn, der Symmetrie mit dem Worte laecula wegen, Chromela nennen. 3) Endlich enthalten die Zellen des Splint-Holzes und die Lagen der Rinde, nach Dutrochet's Beobachtungen, Körner von holzartiger Beschaffenheit, die sich gegen die Zellenwände an— legen, sie incrustiren, undurchsichtig machen, und die so auffallen— den Verschiedenheiten zwischen den verschiedenen Holzarten be— wirken. Abgesehen von diesen drei Klassen von Körpern erscheint das Zellgewebe, unter den stärksten Mikroskopen, vollkommen durch⸗ sichtig, und zeigt weder regelmäßige Falten, noch Punktirungen in seinem Gewebe selbst, noch sichtbare Poren. Mirbel hat lebhaft das Gegentheil behauptet, und sogar rundliche Zellen abge— bildet“), welche durch Poren, die von erhabenen Rändern(„bour— ) Huks pn, Meém. org., Taf. 1, Fig 8. ) Anat., 1, S. 57, Fig. 2, 5, 4. Théor. éd. 2, S. 446, Taf. 1, Nu. . ß. rr—————ũ— 150 0 en. Nett J ben! 0 A aid Wichüt cen U 9 agen Hef ebe se glg, fangen u 1agfäß sach dem lern eig Alen, tiges wid cherte, Ian den Ver 90 De w 8 glgew ssannenfe Acachsene lähegungen funden N le uh 1 Hawiche shishunge fen uns he ecke b st ch g farblose eculae des Ge⸗ en meh⸗ elknollen Paren⸗ ö Kügel⸗ färben, te nicht sichtbar sind der hloro— Zellen ibrpern suchen, gleiche er näm⸗ Kelchen s⸗Orga⸗ ich sehr taecula und die Körner de an⸗ ffallen⸗ ten be⸗ ut das durch— rungen el hat abge⸗ „bour- „2. 3. 15 relets“) oder Querspalten umgeben werden, ausgezeichnet sind; aber kein einziger anderer Phytotom hat etwas Aehnliches gesehen. Dieser Irrthum scheint in mehreren Fällen von einer der beiden folgenden Ursachen herzurühren: 1) Man wird die amylumartigen Körner, wenn sie an den Zellenwänden etwas festkleben, oder die Körner des färbenden oder des holzartigen Stosses, für integrirende Theile des Gewebes an— gesehen haben. 2) Nach der Meinung derjenigen, welche die rosenkranzför— migen Gefäße für eine Art Zellen halten, konnte man sagen, ihr Gewebe sey punktirt; aber auch selbst in diesem Fall war es sehr gewagt, es pords zu nennen; wir werden die Natur dieser Punk⸗ tirungen untersuchen, wenn wir uns mit den verschiedenen Arten von Gefäßen beschäftigen werden. Einstweilen begnügen wir uns, nach dem fast einstimmigen Zeugnisse der Anatomen und nach unsern eigenen Untersuchungen anzunehmen, daß die eigentlichen Zellen, sowohl die rundlichen, als die länglichen, ein durchsich— tiges und weder punktirtes, noch von sichtbaren Poren durchld— chertes, noch durch Querspalten ausgezeichnetes Gewebe haben. Bieter Ar ek. Von den Verbindungen der Zellen unter einander, oder von dem Zusammen⸗ hang des Gewebes, und von den Intercellular-Gängen. Die wichtigste aller Fragen, die sich über die Beschaffenheit des Zellgewebes erhoben haben, ist: ob alle die Theile, die es zusammensetzen, abgesonderte und mehr oder weniger unter einander verwachsene Körper seyen, oder ob sie nur durch Einschläge oder Umbiegungen(„dédoublemens“) einer und derselben zusammen— hängenden Membran gebildet werden. Diese Frage berührt sehr nahe alle übrigen, die wir in der Folge über die organische Natur der Gewächse zu untersuchen haben, und sie ist die Grundlage aller Untersuchungen über den Nutzen dieser nämlichen Organe. Wir werden uns bemühen, sie mit so viel Klarheit vorzutragen, als die Schwierigkeit des Gegenstandes es erlaubt. Es ist schwer, auf recht bestimmte Weise anzugeben, welches die Meinung Malpighi's gewesen sey, und vielleicht hatte er (pag. 20) (pag. 21) (pag. 22) 16 über diesen Punkt keine ganz bestimmte Meinung gefaßt; jedoch können die Namen utriculi oder Bläschen, die er den ge— schlossenen Räumen beigelegt, und die meisten Abbildungen, die er davon geliefert hat), vermuthen lassen, daß er jeden derselben als einen kleinen besondern Körper betrachtete, der seine eigenen Wände besitze, und blos neben die benachbarten Korper gestellt Cejuxta-posé“) sey; dahingegen Grewe*), der diese nämlichen Räume Poren oder Zellen nennt, deutlicher angibt, daß er sie als Höhlen betrachtete, die in einem allenthalben zusammen— hängenden Gewebe oder Filz aufgespart seyen, dergestalt, daß jede Zelle von der zunächstanstoßenden nur durch eine einzige und einfache Scheidewand geschieden werde. Leeuwenhoek, mit der Ansicht übereinstimmend, welche wahrscheinlich diejenige Mal— pighi's gewesen ist, scheint besondere durch Zwischenfasern mit einander verbundene utriculi anzunehmen. Hedwig und Mayer haben die Höhlen als zur Aufnahme der Flüssigkeiten bestimmte Behälter angesehen, und mehrere kleine, zwischen ihren Wänden sich durchschlängelnde Gefäße angenommen. Treviranus und Kieser behaupten, das Gewächs bestehe aus mehr oder weniger gedrängten Bläschen, die durch sichtbare Zwischenräume, welche man mit dem Namen Intercellular- oder Intervascular— Gänge(meatus intercellulares s. intervasculares) bezeichnet, abgesondert seyen. Link hat die gleiche Meinung angenommen und sagt, man sehe die Zellen oft isolirt, vorzüglich wenn man das Gewebe habe kochen lassen. Du Petit-Thouars* stimmt auch dafür, daß die Zellen oder Schläuche von einander gesonderte Körper seyen. Pollini unterstützt die gleiche Ansicht durch die ihm eigenen Beobachtungen**0. Amici versichert, daß man durch sein Mikroskop nicht nur die Zwischenräume der Zellen sehen konne, welche sich oft als eckige, mit Luft erfüllte Räume zeigen, sondern daß man sogar durch Kochen des Gewebes in den Stand gesetzt werde, die Zellen von einander abzulosen und isolirt zu *) Marr. oper. ed. in 40. vol. 1, Taf. 4. ) Anat. Taf. 10, 44. en) Fünfter Versuch, S. 66. eee) Elem bot, 1, S. 45, Fig. enen) Oss. mier., Fig. 19, 20, 23, 30. f ct 5 n Ne unchet 10 lb che 0 far c se b. Ib, wide agen ein k elander, ge gan enande ade, und obulin Die er n Wolff iggenomm aß die N enden& geneeinsc Mugleich id daß, slubte, n. gehen hahe en, und i . gcgeschl in se zu un ep hatte enden fl in dem uch Ein kae einand — eb. zur Mm. Uu 0 Iheor, g bot. S. 9 Uus,* Male de j jedoch den ge⸗ gen, die derselben eigenen r gestellt amlichen daß er sammen⸗ alt, daß zige und mit der ge Mal⸗ sern mit Mayer estimmte Wänden nus und r weniger e, welche scular— zeichnet, nommen man das stimmt esonderte durch die ert, daß er Zellen e Räume es in den ind isolirt 10 17 zu betrachten, so daß man, ihm zufolge, das Daseyn dieser luft— erfüllten Räume oder Intercellular-Gänge nicht läugnen kann. Dutrochet„ gibt an, daß die in Salpetersäure gekochten Zellen sich als ebensoviele besondere Bläschen trennen und darstellen; daß ferner überall, wo sich zwei Zellen berühren, die Wand, welche sie von einander scheidet, eine doppelte Haut sey, daß nie— mals, weder zwischen den Zellen, noch zwischen den Gefäßen, eine gemeinschaftliche Wand statt finde, und daß endlich die hohlen Organe in keinem andern Verhältnisse, als in dem der Contiguität, zu einander stehen. Endlich gibt auch Turpin“) an, daß die Pflanze ganz aus abgesonderten Bläschen, welche verschiedentlich mit einander verwachsen oder zuweilen frei seyen, zusammengesetzt werde, und schlägt vor, diesem vegetabilischen Element den Namen Globuline zu geben. Die entgegengesetzte Meinung, welche, wie es heißt, zuerst von Wolff** behauptet wurde, hat Mirbel mit Lebhaftigkeit angenommen, welcher als erste Grundlage der Anatomie aufstellt: daß die Pflanze gänzlich aus einem durchgehends zusammenhän— genden Gewebe bestehe, daß die benachbarten Zellen immer eine gemeinschaftliche Wand besitzen ek), daß sich die Röhren im Vergleich zu den benachbarten Höhlen auf gleiche Weise verhalten, und daß, wenn man eine doppelte Scheidewand wahrzunehmen glaubte, man die Ränder irgend einer andern Zelle durchscheinen gesehen habe. Diese Meinung wurde von Rudolphi angenom— men, und ich selbst hatte mich früher in der Théorie éléèmentaire ihr angeschlossen. Die Verfechter beider Ansichten haben sich, um sie zu unterstützen, auf eine und dieselbe Vergleichung berufen. Grew hatte gesagt, das Zellgewebe gleiche dem Schaum einer gährenden Flüssigkeit; Mirbel billigt diesen Vergleich insoweit, als in dem Schaume jedes Luftbläschen von dem benachbarten nur durch Ein Wasserblättchen geschieden sey, und als diese Lamellen unter einander zusammenhängen. Link billigt sie ebenfalls, ) Rech. sur la str. veg., 1824, S. 10, 47 und 49. * Mém. lu à P'Acad. des Sc. de Paris, 1826. ) Theor. gen., holländische Ausgabe, 1774, S. 16, nach LIN I, Elem. bot. S. 71. Kae) Mrnk., traité d' Anat. veg. Taf. 1, Fig. 1, 2, 8, c. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 2 (pag. 23) 18 ö insofern jedes Luftbläschen als von einer ihr eigenen wässerigen ben Haut umgeben, zu betrachten sey, und als jede Wasserlamelle, gte de sobald sich die Bläschen zum Schaum verbinden, aus zwei zusam⸗ 90 20 mengeklebten Blättchen bestehe. So sehr sind die Parteigänger 77 00 der zwei Theorien selbst über die Deutung der einfachen Gleichnisse 9 775„t del dh uneinig. a Können wir wohl zwischen diesen diametrisch entgegengesetz— 0, daß ten Meinungen etwas Entscheidendes aussprechen? Oder gibt es gab irgend eine Mittel- Theorie, die sie gegen einander aussöhnen 1 könnte? fachen 1) Die zu diesem Zweck angestellten mikroskopischen Unter— Frites suchungen haben mich häufig im Zweifel gelassen; unter einem Milt ger ö schwachen Mikroskop erscheint die Haut, welche die Zellen scheidet, n Justan 9 einfach; aber, sobald man eine starke Vergrößerung anwendet, 9 K 9 wagt man gewohnlich nicht mehr bestimmt zu sagen, ob man die fager uuf 4 Haut einfach oder doppelt) sehe, und wenn man sie doppelt in Stall 1 pag. 24) sieht, ob dieß die Wirkung irgend eines Schlagschattens sey. Was en geh 1 ich bezeugen kann, ist, daß ich zwischen den Zellen leere Dreiecke dk 9 gesehen habe, wie sie die Abbildungen von Treviranus, Kie— 0 ser und Amici vorstellen, und daß ich geneigt bin, sie mit diesen 111 0 Schriftstellern für lufterfüllte Räume anzusehen. Allein man 10 dl . kann daraus noch nicht schließen, daß das Gewebe nicht zusam—% i 8 7772 5 5 id auf m menhäugend sey, denn es könnte wohl der Fall seyn, daß zwischen. e den mit Saft gefüllten Zellen sich leere Zellen befänden, welche 0 10 90 dieses Aussehen darbbten. Grew selbst, obgleich er die Membran 1 sc als einfach annimmt, hat sehr häufig die Zwischenräume zwischen 150 0 den Zellen ungefähr ebenso wie jene angeführten Schriftsteller 3 45 dargestellt. 11 9 2) Wenn ich das Gewebe der Blätter unregelmäßig zerriß, N 100 habe ich sehr oft, besonders in den Blättern der Monokotyledonen, Na Zellen, die vollkommen unverletzt schienen, sich ganz oder theil— 40 1 U 7. 5 hee sind weise von den benachbarten trennen sehen; allein diese Erscheinun— at ff 0 gen sind so selten, daß man auch annehmen kann, daß sie entweder ra i 4, pe *) Mirbel stellt sie in seinem Tab. d'Anat. vég., Fig. 1, einfach vor; Nan i und vielleicht doppelt bei Fig. 25 und 26, und in s. Elém. Taf. 10 12, Fig. 1. ic ˖ e nan d 1 ooDDoDDTDT———— oässerigen rlamelle, ei zusam⸗ teigänger leichniss gengesetz⸗ er gibt es ussöhnen en Unter⸗ ter einem Ischeidet, uwendet, man die doppelt ey. Was e Dieiecke us, Kie⸗ lt diesen ein man t zusam⸗ zwischen „welche Nembran zwischen riftsteller g zerriß, yledonen, er theil scheinun— entweder fach vor; em. Taf. 19 außer dem gewöhnlichen Laufe der Dinge liegen, oder daß das Gewebe der benachbarten Zellen vielleicht zerrissen worden sey. 3) Die durch Kochen im Wasser oder Salpetersäure bewirkte Trennung der Zellen scheint ebenfalls die Meinung von der Dupli— cität der Häute zu bestätigen und zielt dahin, die Zellen als abge— sonderte Körper betrachten zu lassen. Aber man muß auch geste— hen, daß es bei so schwierigen Gegenständen gefährlich sey, nach Beobachtungen, wo das natürliche Gewebe durch mächtige Ein— wirkungen verändert worden, eine Entscheidung zu fassen. Selbst das Kochen im Wasser hat alle Uebelstände des ehemals üblichen Macerirens; es zerstört nämlich die zarten Zwischenorgane und bewirkt gerne Absonderung bei Theilen, welche in ihrem natürli— chen Zustande wirklich zusammenhängen können. 4) Es gibt Fälle, wo man das Zellgewebe sich in isolirte Körper auflösen sieht, welche, mit bloßem Auge betrachtet, als ein Staub erscheinen, und die unter dem Mikroskop offenbar Zel— len gleichen; so die Haufen von Kügelchen, die man unter dem Linsenkörper, bei der Entwickelung der Luftwurzeln u. s. w. findet. Nach allen diesen Untersuchungen hege ich gegenwärtig durch— aus keinen Zweifel mehr, daß die Zellen, welche im Allgemeinen das Zellengewebe zusammensetzen, von einander unterschiedene und auf mannigfaltige Weise mit einander verwachsene Bläschen seyen. Wenn ich in der Natur selbst ein grobes, aber dem Auge sichtbares Beispiel von dieser Art von Bau suchen wollte, so würde ich die häutigen saftvollen Bläschen, die man im in— nern Parenchym der Pomeranze findet, anführen; jeder dieser kleineren Säcke, die ich jedoch nicht gänzlich den Zellen gleich— stellen will, zeigt sich fast frei, aber ihre Gesammtheit bildet eine Art von Parenchym. Wenn die Zellen nur leicht oder theilweise mit einander ver— wachsen sind, so kann man sie ganz oder theilweise von einander getrennt finden, wie man es z. B. in dem lockern Gewebe der Blätter mehrerer Monokotyledonen sieht. Man sehe Tafel 2 Fig. 3 und 4., welche das Blattgewebe von Pritoma vorstellen. Wenn irgend eine Ursache, die den gewöhnlichen Zustand der Gewächse verändert, den Zusammenhang der Zellen trennt, so findet man die Zellen abgesondert, und wie kleine Bläschen aus- 2* (pag. 25) 20 sehend, wie z. B. im Momente der Entwickelung der Luft-Wurzeln, fut, und vielleicht bei der Efflorescenz der Flechten. m In den sehr zahlreichen Fällen, wo die Zellen mit einander 1 innig verwachsen sind, bemerkt man oft zwischen denselben leere ie Räume, die Intercellular-Gänge, auf welche wir sogleich zurück— 4 80 kommen werden. lin Endlich gibt es noch Fälle, wo die Verwachsung so innig b 1 0 (pag. 26) ist, daß man sie nicht wahrnehmen kann; dieß findet besonders flug bei den Zellen der kryptogamischen Gewächse statt, bei welchen 10 bee die Intercellular-Gänge nicht sichtbar sind, und wo die Scheide— ien wände zwischen den Höhlen einfach zu seyn scheinen. 101 Die Intercellular-Gänge oder Kanäle sind also 10 eine Art leerer Räume, die zwischen den Zellen vorkommen, und 5 di welche keine andern Wände als die der Zellen besitzen; ihre Gestalt*. ist meist die eines dreiseitigen Prisma*); man findet, nach Kie— i an ser, auch sechseckige und selbst zwölfeckige, je nach der Zahl der chen Zellenwände, die sie bilden helfen. Diese Kanäle folgen der all— scwer u gemeinen Richtung der Zellen entweder der Länge nach, was am u dege häufigsten ist, oder in die Quere, wie in den Markstrahlen. Sie sind oft voll Wasser, zuweilen voll Luft, und scheinen auch eigen— thümliche Säfte aufzunehmen; ihre Größe ist in verschiedenen Pflanzen sehr verschieden; in denen von lockerem und saftreichem Gewebe sind sie gemeiniglich breiter. Uebrigens sind ihre Ge— schichte und ihr Bau noch sehr dunkel, und verdienen die ganz be— Oel sondere Aufmerksamkeit der Anatomen. Bei Gelegenheit der Luft— e organ Kanäle und der Behälter des eigenthümlichen Saftes werden ies W wir auf diesen Gegenstand wieder zurückkommen. suflrscher Aus allem Vorhergehenden hat man ersehen können, daß Teb, die Haupteigenschaft der Zellen oder Bläschen, die das Zellge— agen Kb. webe ausmachen, in der Fähigkeit besteht, unter einander zu ver— ar geler wachsen. Diese Eigenschaft spielt in der Geschichte der Vegeta— ö gewebe tion eine große Rolle; nicht nur hängen von ihren verschiedenen I, pee e Graden alle innern Formen des Gewebes ab, sondern von den fu argen. Verwachsungen des Zellgewebes rühren auch alle andern Verwach— fiese sungen der verschiedenen Organe her, welche, ursprünglich ge— et de *) HrRSER, Mém. org., Taf. 3, Fig. 12. Autcr, Taf. 1, Fig. 3. Nee Men, or ——.—l!1l 2.—v5—U——— ͤñĩĩ5ð?— 21 Wurzeln, trennt, zuletzt einzige, zwar scheinbar einfache, in der That aber ag. 27) zusammengesetzte Körper bilden. einander Eine zweite Eigenschaft des Zellengewebes ist seine ausge— en leere zeichnete Hygroskopicität, d. h. daß es das Wasser, mit welchem zuruck es in Berührung steht, und besonders dasjenige, welches die In— tercellular-Gänge führen, einsaugt. Wahrscheinlich erleidet die— so innig ses in die Zellen abgesetzte Wasser daselbst eine besondere Bear— esonders beitung, wodurch die Stoffe gebildet werden, welche man in ih— welchen nen bemerkt. Diese hygroskopische Eigenschaft ist mir, so wie Scheide⸗ auch Sénebier, schon seit lange als eine der Haupt-Ursachen der Erscheinungen des Pflanzen-Lebens vorgekommen. Auch Kie— ser hat in diesen letztern Zeiten auf ihre Wichtigkeit Nachdruck sind also nen, und gelegt. e Gestalt Die dritte Haupt⸗Eigenschaft dieses Gewebes scheint endlich ach Kie- die organische Contractilität zu seyn, eine rein physiologische Er— ahl der scheinung, die ich hier nur andeuten darf, ohne welche es aber g der all⸗ schwer und vielleicht unmdͤglich ist, die Fortbewegung der Säfte „was am zu begreifen. hlen. Sie 2 ach eigen⸗ chiedenen J 8 ftreichem Vom ursprunge der Zellen. ihre Ge⸗ f ganz be⸗ Der Ursprung der Zellen, so wie Alles, was den Ursprung der Luft⸗ der organischen Wesen betrifft, ist ein bei dem jetzigen Stande s werden unseres Wissens schlechterdings unauflösliches Problem. Die Na⸗ turforscher haben über denselben fünf Meinungen aufgestellt. nen, daß Trevir anus scheint geneigt zu glauben, daß die amylum— 5 gelge⸗ artigen Körner, die man in den Zellen antrifft, die Anfänge ag 285 er zu ver neuer Zellen seyen, welche, indem sie sich entwickeln, die Masse r Vegeta; des Gewebes zu vermehren streben. Ras pail scheint, nach der schedenen Art, wie er die laecula der Gramineen betrachtet, diese Mei⸗ von den nung angenommen zu haben. Verwach⸗ Kieser„) hingegen glaubt, daß die Kügelchen, die man aglich ge⸗ im Safte der Intercellular-Gänge schwimmend findet, die An⸗ . Fig. 5.*) Mém. org., Seite 105. 29 22 fänge junger Zellen seyen, welche hin und wieder auf ihrem Wege abgesetzt, der Masse des Gewebes Zuwachs bringen. Ohne zwar über einen so dunkeln Gegenstand irgend etwas entscheiden zu wollen, bin ich doch vor der Hand geneigter, die letztere Meinung anzunehmen, weil die erstere entweder voraus— setzen würde, daß die amylumartigen Körner aus den Zellen her— austreten können, welchem das Nichtdaseyn irgend einer sicht— baren Oeffnung zu widersprechen scheint, oder aber, daß sie bei ihrer Entwickelung die Zellen, in welchen sie entstanden sind, zer— reißen, was niemals gesehen worden ist. Uebrigens führe ich diese Meinungen nur an als des Nachdenkens würdige Gegen— stände, und hüte mich, über so dunkle Dinge eine entschiedene Meinung zu fassen. Se Von dem physiologischen Geschäfte der Zellen und der Intercellular-Gänge. Das physiologische Geschäft der Zellen ist gänzlich der Ge— genstand der Physiologie, und wir können uns hier mit demselben nur auf eine sehr kurze und bloß andeutende Weise beschäftigen. Die Zellen, als von allen Seiten geschlossen, können nur vermittelst der Hygroskopicität ihrer Wände Flüssigkeit empfangen. Diejenigen, welche rundlich sind, saugen die Säfte um sie her ein, und bearbeiten sie in ihrem Innern; hier ist es, wo durch einen vitalen Proceß die fäculenten und schleimigen Stoffe und der sie färbende harzige Stoff gebildet werden. Auch sehen wir diese Stoffe im Ueberfluß in allen Theilen der Pflanze, welche vorzugs— weise aus rundlichen Zellen zusammen gesetzt sind, wie z. B. das Parenchym der Blatt- und Frucht-Rinde, das Mark und die Fruchtboden der Blumen u. s. f. Was die länglichen Zellen betrifft, welche die Gefäße um— geben, so ist ihr Geschäft schwerer zu begreifen. Man findet in ihnen fast keinen der eben angezeigten Stoffe, und unter den mei— sten Umständen scheinen sie voll Luft zu seyn und daher am Ge— schäft der Gefäße Theil zu nehmen. Die Intercellular-Gänge sind gewöhnlich voller Säfte, und sehr wahrscheinlich sind sie es, die zu ihrer Fortbewegung wesent— u Mt 1 Ain der gte 9 Di der pat sühner N also l in sie zu Wir! galulat⸗ halber det ampel Ma das a seche er n ale al d iste hai if ihrem gen. d etwas gter, die voraus⸗ len her⸗ er sicht⸗ ö sie bei ind, zer⸗ ühre ich Gegen⸗ schiedene Gange. der Ge⸗ demselben haftigen. nen nur pfangen. her ein, ch einen der sie ir diese vorzugs⸗ B. das und die aße um⸗ indet in den mei⸗ am Ge⸗ te, und wesent⸗ 23 lich dienen. In dieser Hinsicht kann man sie in drei Klassen ein— theilen: 1) Diejenigen Intercellular-Gänge, welche zwischen den länglichen Zellen liegen und die Gefäße umgeben, scheinen das Aufsteigen der noch nicht bearbeiteten Säfte zu bewirken, welche von den Wurzeln aus ihre Richtung nach allen blattartigen Thei— len der Pflanze hin nehmen. 2) Diejenigen Intercellular-Gänge, welche zwischen den Zellen der Markstrahlen liegen, bewirken die transversalen Com— municationen der Säfte, vom Mittelpunkte gegen den Umfang hin. 3) Diejenigen Gänge, welche zwischen den rundlichen Zel— len der parenchymatösen Theile liegen, empfangen die Säfte in größerer Menge, weil ihre Bewegung langsamer ist. Die Zellen sind also von diesen Säften umgeben, und können sie einsaugen, um sie zu verarbeiten. Wir werden in der Folge sehen, daß die erweiterten Inter— cellular-Gänge den größten Theil der Luft-Höhlen und der Be— hälter der eigenthümlichen Säfte bilden, und auf diese Weise dem Pflanzenleben neue Dienste leisten. Man muß nicht außer Acht lassen, daß das Zellengewebe das einzige Elementar-Organ ist, welches im ganzen Gewächs— reiche existirt, und daß man folglich ihm und seinen Modificatio— nen alle allgemeinsten Erscheinungen, das Aufsteigen der Säfte und ihre hauptsächliche Verarbeitung, zuzuschreiben hat. Pag. 30) (pag 31 ö Drittes Kapitel.“ V — Erste r tik; Von den Gefäßen i m All ae meine n. Von allen Theilen der Pflanzen-Anatomie ist der Bau und die Geschichte der Gefäße derjenige, über welchen am meisten ge— stritten worden, und über welchen man noch am wenigsten einig ist. Mit diesem Namen, den man der Analogie wegen aus der Thier-Anatomie entlehnt hat, bezeichnet man cylindrische, oder ungefähr cylindrische, Röhren, die man in der größern Menge der Gewächse bemerkt, und welche sich von den Zellen, selbst von den am meisten verlängerten, einerseits dadurch unterscheiden, daß man in ihnen durchaus keine Scheidewand, die sie in die Quere schlösse, wahrnimmt, und andrerseits, daß ihre Wände mit Punk— ten, Streifen, Ringen, Spalten oder Spiral-Windungen ver— sehen sind, was man an den Wänden der Zellen durchaus nicht beobachtet. Lange Zeit unterschied man eigenthümliche Gefäße und lymphatische Gefäße; mit dem erstern Namen bezeichnete man röhrenförmige Hohlen, welche Säfte enthalten, die gewissen Ge— wächsen eigen sind, wie die milchigen, harzigen Säfte u. s. f.; unter den zweiten verstand man die Röhren, welche mit Luft oder mit wenig oder gar nicht verarbeitetem Wasser gefüllt sind. Allein seither hat man erkannt, daß die eigenthümlichen Gefäße gar (bag. ze) nicht wahre Gefäße, sondern eigene Modificationen des Zellgewe— bes sind, die wir demnächst unter dem Namen Behälter des eigen⸗ thümlichen Saftes beschreiben werden. Unter dem collectiven Na— men Gefäße werden wir also nur diejenigen verstehen, welche lange Zeit den Namen Lymphgefäße trugen; allein da dieser Aus— druck, auf die ihnen beigelegte Function gegründet, selbst nur eine Hypothese ist, so werden wir ihn nicht annehmen, um so e, g lt b. Di acer phase seren sunlich aa dere she dä gt eher , und! unden E hchichte 1 14 hen(t. sicules fer heren öl, ao Mköpe n se sorg Luchen de faken; er! und be auch fel ferkft a chu, pen ——— Gun, 10.1 10, Fh. Ant, uf!, men, Bau und meisten ge⸗ gsten einig n aus der ische, oder ern Menge u, selbst von cheiden, daß die Quere mit Punk⸗ ungen ver⸗ haus nicht jefäße und chnete man wissen Ge⸗ te u. s. f.) t Luft oder nd. Allein zefäße gat b gellgewe⸗ des eigen⸗ tiven Na⸗ u, welche ieser Aus selbst nut en, um 0 25 weniger, weil er dadurch, daß die Behälter des eigenthümlichen Saftes nicht mehr mit ihm verwechselt werden können, unndͤthig wird. Diese Gefäße, sonst lymphatische genannt, wurden im Englischen(von Grew) mit dem Namen sap-vessels oder lymphaeducts bezeichnet; Andere nannten sie vaiss eaux seveux und Mirbel grands tubes. Kieser faßt sie sämmtlich unter dem Collectiv-Namen Spiralge fäß e zusam⸗ men, der eigentlich nur für Eine der Formen, unter welchen sie uns erscheinen, paßt. Diese Gefäße zeigen fünf sehr auffallende Form⸗Abänderungen, nämlich die Spiralgefäße, die Ringgefäße oder gestreiften Gefäße, die punktirten, die rosenkranzförmigen und die netzformigen Gefäße. Wir werden sie zuerst einzeln beschrei⸗ ben, und dann von den die Anatomen in verschiedene Partien son⸗ dernden Streitigkeiten über ihre gegenseitigen Beziehungen, ihre Geschichte und ihren Nutzen handeln. 3 Weiter Art i bel Von den Tracheen oder elastischen Spiralgefäßen. Die Spiralgefäße(Vasa spiralia) oder die Tra⸗ cheen(tracheae)), oder wie sie Cassini nennt, die H é- licules(Schneckchen) sind Organe von ganz besonderer Art, über deren Bau viel gestritten worden ist. Hens haw hat sie 1661, also ein Jahr nach der Hook'schen Vervollkommnung des Mikroskops, im Haselnußstrauch entdeckt. Malpighi, der erste, der sie sorgfältig beobachtete, vergleicht sie mit den Luftkanälen, Tracheen der Insecten, und hat für sie den gleichen Namen beibe— halten; er betrachtet sie als die Respirations-Organe der Pflan— zen, und beschreibt sie als Rohren, gebildet durch eine spiralförmig um sich selbst gewundene Lamelle, die im Stande sey, sich mit Federkraft abzurollen. Man kann leicht solche abgerollte Tracheen sehen, wenn man eine junge Sprosse eines Rosenstrauchs oder ) Gnzw, Anat. Taf. 46, 51, 52. Donau., Phys. arb., 1, Taf. 8, Fig. 18, 19. Ming., Anat., Taf. 1, Fig. 9 und 10. Elém., Taf. 10, Fig. 10, 11, 12. Durkocnzr, Rech., Taf. 1, Fig. 5, 5. Rup., Anat., Taf. 4, Fig. 5; Taf. 5, Fig. 1, 2. Spreng., Bau. Gew., Taf. 1, Fig. 2. Lixn, Ann. Mus., v. 19. Taf. 17, Flg. 1. (pag. 38) (pag. 34) 26 einer Scabiosa zerbricht. Die Trachee, auf diese Weise mit blo— ßem Ange oder mit der Loupe besehen, erscheint als ein glänzend silberner Faden, der, wie eine Drahtfeder, spiralförmig gewun— den ist. Duhamel vergleicht sie mit einem Bande, das über einen Cylinder gerollt wäre, und welches durch seine spiralförmi⸗ gen Umwindungen eine zusammenhängende Röhre bilde. Mir— bel bestätigt diese Ansicht der Tracheen, und fügt blos hinzu, daß der Rand des Bandes immer etwas dicker sey, als die Mitte. Hedwig hingegen hat diese gleichen Organe auf eine ganz ver⸗ schiedene Weise beschrieben; er nennt sie vasa pneumatochy— mifera und glaubt sie aus zwei verschiedenen Organen zusam— mengesetzt; was man vor ihm für eine Lamelle angesehen hatte, hält er für eine wahre Rohre, welche spiralförmig über eine zweite gerade und centrale Röhre*) gewunden sey; er denkt sich die Spi⸗ ralröhren zur Fortbewegung der Säfte bestimmt, und nennt sie deß⸗ wegen vas a adducentia spiralia, vas a chymifera hy- drogera; die Central-Röhren hingegen seyen immer voll Luft, daher er sie pneumatophora nannte. Schrader und Link weichen von der Ansicht Hedwigs darin ab, daß sie, anstatt zuzugeben, daß die Spiral-Lamella eine Röhre sey, dieselbe für eine an der innern Seite rinnenformig ausgehöhlte Lamelle hal⸗ ten. Bernhardi dagegen nimmt eine häutige, gerade, zusam— menhängende und durchsichtige Röhre an, in deren Innerem eine Spiral⸗Lamelle“) sich winde, welche dazu diene, die Röhre offen zu erhalten, und welche, wenn die äußere Röhre zerrissen werde, sich abrolle, und unter dem Namen Trachee sich unsern Augen allein darstelle. Er vermuthet, dieselbe Lamelle sey in den Röh⸗ ren aller Gefäße vorhanden; wenn sie zusammenhängend und spiralförmig sey, so bilde sie die Trachee; wenn sie in unterbro— chene Streifen getheilt sey, bilde sie das gestreifte und, noch mehr unterbrochen, das punktirte Gefäß. Kieser nennt einfaches Spiral⸗Gefäß das, was wir Trachee nennen, und glaubt es exi— stire weder in seinem Innern, noch auswendig, noch zwischen den Windungen eine Membran. Endlich gibt Dutrochet an, daß die Windungen der Tracheen durch eine durchsichtige Zwischenhaut, ) PorrlIxT, Elem. botan., v. 1, Fig. 16. ) PorrIxI, ebendaselbst v. 1, Fig. 12. en d gal, an Uide en de niche Zur fa eine 100 N 0 ghl's üwig s hben f Ahnen, liefern. an keinem 1 süume die alten meht ode innern. un Köhl chen spesen 94 Mien fe assigen R. Abels 9 1 d 9 chen die f Hachen u hedwig ktm h m der hen hptic En. it, een 8 ——— f mit blo⸗ länzend gewun⸗ as über alförmi⸗ Mir⸗ zu, daß Mitte. anz ver⸗ tochy⸗ zusam⸗ n hatte, ie zweite die Spi⸗ sie deß⸗ era hy. oll Luft, nd Link „anstatt selbe für elle hal⸗ zusam⸗ em eine re offen werde, Augen en Röh⸗ end und nterbro⸗ ch mehr infaches es eri: chen den n, daß enhaut, 27 die beim Aufrollen des Spiralfadens zerreiße, verbunden seyen. Er glaubt, daß sie in ihrem natürlichen Zustande durchaus keine spiralförmige Spalte besitzen, sondern eine zusammenhängende Röhre bilden. Um zu versuchen, unsre Meinung mitten zwischen so vielen Widersprüchen festzuhalten, ist es nothwendig, jede der Angaben der Autoren einzeln zu erwägen, und sie von aller systematischen Ansicht möglichst zu entblößen. Zuerst also fragt es sich: Gibt es im Innern des Spiral— fadens eine besondre Röhre, wie es zuerst Hedwig behaup— tete“)? Wir bemerken, daß diese Röhre nur von einer gerin— gen Zahl von Beobachtern gesehen worden ist, und daß ihn Hedwig selbst weniger gesehen, als theoretisch vermuthet zu haben scheint; denn, ungeachtet seiner Geschicklichkeit im Zeichnen, hat er es doch nicht gewagt, eine Abbildung davon zu liefern. Link sagt, die Beobachtung Hedwigs sey durchaus von keinem Anatomen bestätigt worden, und was mich betrifft, so stimme ich dieser Versicherung bei. Mirbel versichert, daß die alten Tracheen iu einigen Fällen inwendig eine Art von mehr oder weniger dicker Incrustirung zeigen, die einer wahren innern Röhre gleichen; allein, da diese Erscheinung einer in— nern Röhre sehr selten ist, so darf man sie wohl nicht als einen wesentlichen Theil der wahren Tracheen ansehen. 2) Ist der Theil, der die Spirale bildet, flach, wie es die Alten sagten, oder etwas rinnenförmig ausgehöhlt und mit wulstigen Rändern versehen(„bordéèe de bourrelets“), wie es Mirbels Abbildungen angeben, oder röhrenförmig, wie Hed— wig und Mustel versichern? Der letzten Meinung wider— sprechen die meisten Beobachter, obgleich mehrere unter ihnen die Tracheen durch stärkere Gläser gesehen hatten, als diejeni— gen Hedwigs waren. Noch neuerlich ist Amici, der sich des stärksten bekannten Mikroskops bedient hat, über die Röh— renform der Tracheen im Zweifel geblieben, und hält die Frage, bei den optischen Hülfsmitteln, die wir besitzen, für unauflös— lich. Ein Grund, der Hedwig dahin verleitet zu haben scheint, den Spiraltheil für eine Röhre zu halten, ist, daß ) El. fr., 1, Taf. 1, Fig. 5. Rup. Anat., Taf. 4, Fig. 5; Taf. 5. Fig. 2. (pag. 36) wenn eine gefärbte Flüssigkeit in diesen Organen aufsteigt, man sie deutlich die Spiral-Richtung verfolgen sieht. Allein dieser Anschein erklärt sich fast eben so gut, wenn man eine etwas (pag. 36) Cag. 37) concave Lamelle annimmt, längs welcher die gefärbte Flüssig— keit sich fortschliche, als wenn man eine vollkommene Rohre voraussetzt. Indessen wird diese gehöhlte Gestalt der Lamelle oder das Daseyn der wulstigen Ränder noch von mehreren der geschicktesten Beobachter bestritten. Kieser insbesondere, ohne die Spirale bestimmt als hohl anzugeben, glaubt, daß sie sich der cylindrischen Gestalt nähere; was mich betrifft, so scheint sie mir flach, an beiden Rändern undurchsichtig und wahrscheinlich ein wenig hervorragend. 3) Ist die Spirale der Tracheen selbst in einer besondern Röhre enthalten, wie Bernhardi glaubt? Ich denke, man kann das Daseyn dieser Röhre nicht läugnen; allein man müßte wissen, ob diese Röhre diejenige sey, welche durch die Ränder der benachbarten Organe gebildet wird, oder ob sie einen Theil der Trachee ausmacht. Die meisten Anatomen haben keine der Tra— chee eigene äußere Röhre angenommen, und meine Beobachtun— gen stimmen mit dieser Meinung überein. Dutrochet gibr eine rohrige Membran an, die nicht auswendig an den Windungen, sondern zwischen denselben sey. Das Daseyn einer Haut, welche die Windungen unter sich verbände, würde durch das Da— seyn der nicht abrollbaren Tracheen, deren einige Schriftsteller erwähnen, bestätigt scheinen; allein sie ist niemals deutlich gesehen worden, und die nicht abrollbaren Tracheen sind vermuthlich nichts Anderes, als ringförmige Gefäße, von welchen wir später handeln werden. Nach Mirbel hängen die Tracheen an ihren Enden mit dem Zellgewebe zusammen; nach Dutrochet endigen sie sich an beiden Extremitäten in eine kegelformige, sehr spitze Spi— rale). Die Windungen der Tracheen drehen sich nach Hales immer von der Rechten zur Linken; dieß scheint die gewöhnlichste Weise zu seyn; allein Link hat welche gesehen, die von der Linken zur Rechten gewunden waren. *) Rech., Taf. 1., Fig. 4. irh cpel % ich fe bi 1b f u len, eciosü udo 195 ö am,“ n ef e, ma hat, e ge elf öhrlch Mal. rung Beobachte scchett fe ser der ach He rschirden, Mal! Jer den oak seyen. wegung satit un Luheen ein far der ge funde enff fuhigkeit! h hie einm aus sich nf de Nen d besg — em, org Vn. Mus, igt, man in dieser ne etwas g Flüsig⸗ je Rohre „Lamelle reren der ere, ohne ß sie sich scheint sie scheinlich besondern nke, man jan müßte qänder der Theil der e der Tra⸗ eobachtun⸗ t gibt eine indungen, zer Haut, das Da⸗ hriftsteller ch gesehen lich nichts er handeln enden mit n sie sich pitze Spi les immer hste Weise einken zut 29 Mirbel, Rudolphi und Kieser) haben Tracheen mit doppelten und dreifachen parallelen Windungen bekannt ge— macht; ich selbst habe in den Tracheen des Pisangs(Musa para— disiaca) bis auf sieben gezählt, und de la Chesnaye) will bis auf 22 gezählt haben. In der Canna, dem Amo mum, der Kaempferia, der Maranta und selbst im Heracleum speciosum, das einer sehr weit entfernten Familie angehört, gibt Rudolphi ebenfalls die Tracheen als aus doppelten oder vielfachen Windungen gebildet an. Kieser macht darauf auf— merksam, daß, während in den meisten Gewächsen, deren Tra— cheen einfache Windungen haben, dieselben in Bündeln zusammen— stehen, man sie dagegen in der Musa, welche vielfache Windun— gen hat, einsam antrifft; woraus man vermuthen konnte, daß diese vielfache Windung durch die hier in eine Röhre vereinigten, gewöhnlich aber getrennten Faden gebildet werde. Malpighi und Reichel geben an, in den Tracheen Ein— schnürungen beobachtet zu haben, aber keiner der nachfolgenden Beobachter hat an ihnen dergleichen gesehen. Mirbel ver— sichert fest, daß es optische Täuschungen seyen. Der Durchmes— ser der Tracheen beträgt nach Mirbel ungefähr /, Linie, aber nach Kieser ist derselbe von einer Pflanze zur andern ziemlich verschieden. Malpighi sagt, daß die Tracheen zur Winterszeit mit einer den Beobachter entzückenden wurmförmigen Bewegung be— gabt seyen. Dieser Anatom scheint hier der Irritabilität eine Bewegung zugeschrieben zu haben, welche blos von der Hygro— skopicität und Elasticität herrührt. Man kann in den entblößten Tracheen eine Bewegung hervorbringen, wenn man die Enden einer quer gebrochenen Sprosse bald einander nähert, bald von einander entfernt, oder wenn man die Tracheen abwechselnd der Feuchtigkeit und dem Trocknen aussetzt. Mir bel versichert, daß die einmal abgerollten Tracheen des Butomus umb el. latus sich nicht mehr wieder zusammenziehen. Die Tracheen sind sehr bemerklich in den jungen Jahresspros— sen und besonders bei denen, die man rein, ohne Zerfetzung, ) Mem. org., Taf. 4, Fig. 19. Siehe Tafel 1, Fig. 3. unseres Werkes. Ann s,, 7, S. 296. (pag. 38) (pag. 39) 30 abbrechen kann, wie die der Rosen. Man findet sie, nach Mir⸗ bel's Untersuchung, in den alten Stengeln der Dikotyledonen nur um das Mark herum, denn es scheint, daß man Alles, was die Alten von Tracheen im Holze gesagt haben, auf die gestreiften Gefäße beziehen müsse. Die Tracheen scheinen die wesentlichen Gefäße der Markröhre zu seyn, und man findet sie in derselben im abrollbaren Zustande, selbst in den alten Stämmen und in den seit langer Zeit gefällten Hölzern. In den fibrösen Bündeln der krautartigen Stengel der Dikotyledonen befinden sich die Tracheen, nach Kieser, auf der dem Mittelpunkte des Stengels zunächst liegenden Seite. Vei den Monokotyledonen finden sich die Tra— cheen in den Holz-Gefäßbündeln; nach Mirbel stehen sie in der Mitte derselben. Diese Stelle weist Amici den punktirten Ge— fäßen an. Der querdurchschnittene Stamm der Musa scheint fast gänzlich aus Tracheen zusammengesetzt zu seyn; die Tracheen sind darin in solcher Menge vorhanden, daß man sie in den Antil— len Händevoll sammelt, um daraus eine Art Zunder zu bereiten, der seit langer Zeit öffentlich feil geboten wird. Hapelle la Ches na ye gibt an, daß jeder Pisangbaum fünf bis sechs Gram⸗ me(1½ Drachmen) Tracheen liefert, und daß diese entweder zur Bereitung einer Art Dunen oder zum Spinnen dienen können). Auch in den Blattrippen, den Blumenkronen und Geschlechts—⸗ Organen kann man noch Tracheen finden, aber nicht in der Rinde. Mirbel sagt, sie seyen in den Wurzeln selten. Dutrochet versichert, und meine eigenen Beobachtungen stimmen mit den seinigen überein, daß die Tracheen in den Wurzeln gänzlich feh— len, und daß, wenn man welche zu sehen geglaubt, man wirkliche, aber unterirdische Stengel, die, wie die in der Luft stehenden Stengel, Tracheen besitzen, für Wurzeln genommen hat. Sehr mit Unrecht gibt daher Perotti h an, daß sich die Wurzeln von den Stengeln dadurch unterscheiden, daß in ihnen die Tra— cheen zahlreicher und sichtbarer seyen. In allen cellulären Gewächsen, wie z. B. in den Moosen, Lebermoosen, Flechten, Pilzen, Algen und Charen, fehlen die Tracheen gänzlich. ) Ann. Mus., 9, S. 296. ) Phys. Plant., 1, S. 52. a 0, Naß el 1 Behn leres“ ich k nen z Nahlli lage se die Tre lter nthigt em Cera tine Vg in det Ne Der Man Agalsahe an der vuris ut sahanden g Mahner er um de n jüng n fude het cla! 0 chen, 0, ß in e, und her 30 Aandlun, en fache uh, — n sche ach Mir tyledonen les, was estreiften sentlichen derselben nd in den ndeln der Tracheen, zunäächst die Tra⸗ sie in der irten Ge⸗ a scheint Tracheen en Antil⸗ bereiten, pelle la hs Gram⸗ weder zur nnen 9. schlechts⸗ r Rinde. trochet mit den lich feh— virkliche, tehenden . Sehr Wurzeln die Tra⸗ Moosen, len die 31 Einige glaubwürdige Naturforscher behaupten, es gebe in einigen Moosen, z. B. den Splachnum Tracheen; allein ihr Daseyn wird von Vielen, namentlich von Rudolphi und Andern bestritten. Da ich selbst sie nicht habe wahrnehmen können, so schließe ich mich dieser Meinung an, ohne mir jedoch zu verheh— len, daß eine negative Beobachtung nicht den Werth einer positi— ven Behauptung habe. Andere betrachten die Elatere) (elatères“) der Lebermoose als den Tracheen ähnliche Orgaue; allein ich kann durchaus keine Identität der Tracheen mit jenen Organen zugeben, die zwar in ihren spiralförmigen Drehungen eine Aehnlichkeit zeigen, aber durch ihre Größe, ihr Gewebe und ihre Lage sehr verschieden sind. Ich bleibe daher bei der Meinung, daß die Tracheen bei den cellulären Gewächsen gänzlich fehlen. Unter den Pflanzen, die man zu den vasculären zu zählen genöthigt ist, sollen nach Link in den Lemna, der Zostera, dem Ceratophyllum und der Nay as, lauter Wasserpflanzen, keine Tracheen vorkommen. Amici bestätigt ihre Abwesenheit in der Nayas minor, allein hierin widerspricht ihm Pollini. Der Mangel der Tracheen in diesen vasculären Pflanzen ist eine Thatsache, die bestätigt zu werden verdient, vorzüglich seitdem man der nicht abrollbaren Tracheen erwähnt und in den Hip— puris und Myriophyllum, in welchen man sie Anfangs nicht vorhanden glaubte, wahre Tracheen entdeckt hat. Mehrere Anatomen, besonders Wahlenberg, Rudolphi und A., versichern, man finde in den Coniferen keine Tracheen, weder um das Mark herum, noch in den Blättern, noch selbst in den jüngsten Zweigen, noch bei dem Eutstehen der Pflanze; man finde bei ihnen nur gerade Röhren. Dieß wäre, nach ihnen, das Resultat der Zergliederung mehrerer Arten von Fichten, Tan— nen, Lerchen, Zedern, Thuya und Cypressen; allein man wußte schon, daß in den jungen Wacholderzweigen wahre Tracheen vor— kommen, und eine so auffallende Anomalie in der gleichen Familie war schwer zuzugeben. Seither hat Kieser, in seiner speciel— len Abhandlung über die Coniferen, das Daseyn der Tracheen in ihnen nachgewiesen, ob sie gleich darin seltener und schwieriger zu sehen sind, als in den andern Gewächsen. ) Man sehe unten Buch III. Kap. VI. Art. 7. (pag. 40) (pag. 41) (pag. 42) 2 Oken) glaubt, die Tracheen stellen die Nerven der Thiere vor. Diese paradoxe Idee, ist, soviel mir bekannt, von keinem Naturforscher angenommen worden; man begreift, daß sie auf der bloßen Hypothese von der Sensibilität der Gewächse beruht, und daß, wenn man auch das Daseyn eines Nervensystems in den Pflanzen zugeben wollte, man unmdöglich glauben könnte, daß dieses System durch ein Organ vorgestellt werde, welches gerade allen denen Gewächsen fehlt, die den Thieren am ähnlichsten sind. T Von den geringelten oder gestreiften Gefäßen. Die hier“ angeführten Gefäße sind die, welche von Mirbel unter dem Namen fausses trachéè es(falsche Tracheen), von Kieser unter dem Namen geringelte Spiral-Gefäße, und von mir selbst oft unter dem Namen gestreifte Gefäße Gaisseaux rayés) beschrieben worden sind. Unter dem Mikroskop zeigen sie sich gemeiniglich unter der Gestalt einfacher, cylindrischer, mit regelmäßigen parallelen Querstreifen versehener Röhren. Un— tersucht man sie im Zusammenhange mit dem sie umgebenden Ge— webe, so gleichen sie wahren Tracheen, die nicht abgerollt sind, und so wurden sie von den alten Anatomen oft unter dem Namen Tracheen beschrieben. Sie unterscheiden sich jedoch von diesen: 10 dadurch, daß sie sich nicht abrollen, und nicht die geringste Spur von Elasticität zeigen; 2) daß ihre Streifen parallel und nicht spiralförmig erscheinen; 3) daß sie oft in der gleichen Pflanze einen andern Durchmesser haben als die Tracheen. Die gestreiften Gefäße finden sich gemeiniglich im Holzkörper der vasculären Gewächse; unter den Dikotyledonen trifft man sie in allen Lagen an, diejenigen ausgenommen, die das Mark un— mit⸗ ) Citirt von Kieser, Org. des plant., S. 227. ) Marr., Oper., in Ato., v. 1, Taf. 5, Fig. 21. L 2 Mrnk., Anat., Taf. 1, Fig. 9. Elém., Taf. 10, Fig. 8, 9, 13. LI xk, Ann. Mus., v. 19, Taf. 17, Fig. 5, 5, 9. Spreng. Bau. Gew., Taf. 4, Fig. 17, 20. Durnocu., Rech., Taf. 1, Fig. 8, 9. Hirs., Mém. Org., Taf. 41, Fig. 49 und 50. 10 c U f 1 0 1 15 ele g zahl seset ages cel i ali n dise ch duch men. Mirbe Huchschti f hätte ige ahn Valei lier Gef 0 2 0 Ich en suctles, fe ober R iltirte“ ue zige göhren, scten. S fc, dag 9 anhängen n keen! e cn —— i, And hit af. 1 h Fi Um. or 35 ole dg 1 er Thier n keinem p sie auf e beruht, ns in den nte, daß es gerade hnlichsten k n. Mirbel een), bon efäße, Gefäße Mekrostop sundrischet, hren. ln; henden Ge rollt sind, em Namen on diesen: »getingste arallel und hen Pflanze Hohlorper ft man se Murk un⸗ lk 5 Anat.) Af. Mus. ,. 1 „ Fig. 1% 175 20. 185 Ta, 117 33 mittelbar umgeben; unter den Monokotyledonen finden sie sich in jedem Holzgefäßbündel; in der Achse der Lykopodien-Stengel sind sie sehr zahlreich. Die größten Ringel-Gefäße, die man kennt, sind die im Stengel der Balsamine. Kieser betrachtet diese Gefäße als aus parallelen Ringen zusammengesetzt, welche, nach seiner Meinung, eine dem Gewebe der Tracheen analoge Beschaffenheit haben, und sich in gewissen Fällen allmälig in Windungen umwandeln können. Nach ihm hängen diese Ringe bisweilen sehr wenig mit der häutigen Röhre, welche durch die Wände der benachbarten Zellen gebildet wird, zusammen. Mirbel betrachtet sie als mit Querspalten, Andere als mit undurchsichtigen parallelen Streifen versehene Röhren. Nach den— selben hätten die Streifen mit den Punktirungen der punktirten Gefäße ähnliche Beschaffenheit. Vielleicht hat man unter dem Namen gestreifter oder gerin— gelter Gefäße in der That verschiedene Bildungen verwechselt. Vie ritt er A reti kneel. Von den punktir ten Gef aiß e p. Ich nenne, mit Treviranus, punktirte Gefäße(vaisscaux ponctués“), vasa punctata) das, was Mirbel pordse Ge— fäße oder Röhren(Vaisseaux ou tubes poreux) und Kieser punktirte Spiralgefäße nennen. In ihrem gewöhnlichen Zustande zeigen sie sich unter dem Mikroskop in Gestalt cylindri— scher Röhren, deren Wände Quer-Reihen undurchsichtiger Punkte darbieten. Sie unterscheiden sich also von den gestreiften Gefäßen darin, daß diese Punkte von einander getrennt und nicht zu zu— sammenhängenden Linien vereinigt sind, und von den Rosenkranz— Gefäßen(von welchen sogleich die Rede seyn wird) darin, daß ihre Röhre cylindrisch und nicht stellenweise eingeschnürt ist. ) MIIꝝ., Anat., Taf. 1, Fig. 6, 8. Elem., Taf. 10, Fig. 5, 6, 7. Rup., Anat., Taf. 4, Fig. 7. Spreng., Bau. Gew., Taf. 4, Fig. 17 u. 193 Taf. 6, Fig. 28. Durnoch., Rech., Taf. 1, Fig. 7 und 10. Hixs-, Mém. org., Taf. 9, Fig. 59; und Taf. 14, Fig. 66, 68. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 3 (pag. 43) (pag. 4%) 34 Unter den Dikotyledonen findet man diese Gefäße in Ueber— fluß in den Holzschichten, sowohl der Wurzeln, als des Stengels und der Zweige; unter den Monokotyledonen in den Holz-Bün— deln; wenn sie einen Theil eines Gefäßbündels ausmachen, so liegen sie meist an der Seite, welche dem Rande des Stengels am nächsten ist. Man versichert, auch in der Rinde der Dikoty— ledonen welche gefunden zu haben; allein diese Thatsache wird von den neuesten Anatomen bestritten. Die Größe des Durch— messers der punktirten Gefäße übertrifft gewöhnlich die der ge— streiften Gefäße und der Tracheen; allein diese Regel erleidet häufige Ausnahmen. Kieser hält dafür, die punktirten Gefäße seyen aus einer Trachee oder aus einem Ringelgefäße gebildet, deren Windungen oder Ringe durch eine punktirte Haut verbunden seyen. Mirbel, der erste, der diese Organe hat kennen lehren, gibt das Daseyn von Windungen oder Ringen in diesen Gefäßen nicht zu, und hält sie für einfache, häutige und mit Poren ge— zeichnete Rohren, welche Poren mit einem kleinern Wulst umge⸗ ben seyen, und ihnen das punktirte Ansehen verleihen. Dutrochet betrachtet sie auch als einfache, membrandse Röhren, die nicht mit Poren, sondern mit Punktirungen, welche von hervorragenden Bläschen herrühren, gezeichnet seyen. Was meine eigenen Beobachtungen betrifft, so habe ich weder die Windungen, noch die Ringe, welche Kieser im Bau dieser Gefäße annimmt, wahrnehmen konnen; allein, da ich fühle, daß eine positive Beobachtung nur dann durch eine negative geschwächt werden kann, wenn diese durch die Uebereinstimmung aller andern Beobachter bestätigt ist, so will ich ihre Abwesenheit nicht so ge— schwinde behaupten. Einstweilen bin ich geneigt, diese Gefäße für häutige, mit drüsigen Punkten versehene, Röhren zu halten. r Bon deen Ro se n k ra uz Gefäße n. Die rosenkranzförmigen Gefäße hatte Malpighih gese— hen, ohne ihnen viel Aufmerksamkeit zu schenken; Mirbel war ) Mar., Oper., Ausgabe in 4., Fig. 21. — 0, l cel ite fel, ift Net f el n sud WA u eder erm achtes ih ehe geh sißen! i Nod iu halte Windun fernt in Oe fen, e man 9 90 Abe 6 em pen amin fußt fac eam gebe hurt 5 ns. Ele kurz, J. . 019 in leber Stengel olz⸗Bün⸗ schen, 0 Stengele r Dikoth⸗ ache wird 5 Durch⸗ e der ge⸗ l erleidet aus einer indungen lehren, Gefäßen Poren ge⸗ sst unge⸗ mbtandse „ welche . ch weder u dieser le, daß schwächt andern t so ge⸗ Gefäße halten. ) gese— bel war 35 es, der wirklich die Aufmerksamkeit der Anatomen auf sie lenkte, und ihnen den Namen gab, mit welchem man sie bezeichnet.“) Treviranus beschreibt sie unter dem Namen wurmförmige Körper. Es sind Röhren, die, wie die punktirten Gefäße, mit Querreihen von Punkten gezeichnet, aber stellenweise durch mehr oder weniger merkliche Einschnürungen in die Quere einge— zogen sind. Mirbel hält sie für aufeinandergesetzte Zellen; hiebei muß man annehmen, daß sie durch Scheidewände geschie— den werden, und dieser Meinung zufolge hätte man sie zu den Abänderungen des Zellgewebes, aber nicht zu denen des Gefäß— Geflechtes ordnen müssen. Allein das Daseyn dieser Scheide— wände ist zweifelhaft, ja, die meisten Anatomen läugnen es sogar förmlich. Es scheint, daß Mirbel, indem er diese Körper für eine Reihe von Zellen ansah, dazu bewogen ward, ein punktirtes Zellgewebe anzunehmen; allein ihre Analogie mit den punktirten Gefäßen ist so groß, daß man nicht umhin kann, sie entweder für Modificationen dieser Organe, oder für sehr analoge Organe zu halten. Kieser betrachtet sie, so wie die vorigen, als aus Windungen oder Ringen gebildet, welche sehr von einander ent— fernt und durch eine punktirte Haut vereinigt seyen. Die Rosenkranz-Gefäße sind häufig in den Wurzeln, Ge— lenken, Knoten, am Ursprunge der Blätter und Zweige und, wie man sagt, in den natürlichen oder zufälligen Wulsten. Sechster Artikel. VTVTTTTVVVVVTVCCTCCVTV Diese Gefäßform ist in der Natur äußerst selten, und von allen am wenigsten untersucht worden. Kieser) hat sie nur in der Balsamine und Capuziner Kresse(Propaeolum) gekannt, ver— muthet jedoch ihr Vorkommen auch in andern Pflanzen von lo— ckerem Gewebe. Diesem Beobachter zufolge entstehen diese Ge— fäße dadurch, daß die Spiral- oder Ring-Fasern, welche die ) Minz. Elém., Taf. 10, Fig. 15. Tonp. Icon., Taf. 1, Fig. 13. Hiks., Mém. org., Taf. 11, Fig. 51; Taf. 12, Fig. 56. ) Meém. org., Taf. 141, Fig. 49, 50. 3* (pag. 45) (pag. 46) (pag. 47) 36 Tracheen oder die Ringelgefäße zusammensetzen, ungleichmäßig mit einander verwachsen, indem sie zwischen sich leere Räume oder längliche Löcher lassen. Nach Kieser erreichen sie niemals die Größe der punktirten Gefäße, und verzweigen sich oft. Sie sind häufiger in der Wurzel als im Stengel. bene Att. Allgemeine Betrachtungen über den Bau der Gefäße. In den vorhergehenden Abschnitten habe ich die gewöhnli— chen Formen beschrieben, welche die Gefäße der Gewächse unter dem Mikroskop zeigen, und ich habe es absichtlich vermieden, diese Beschreibungen mit irgend einer hypothetischen, oder selbst theoretischen, Meinung zu untermischen, Jetzt kommt es darauf an, die verschiedenen Modificationen, deren diese Formen fähig sind, zu untersuchen, und von ihnen, wo möglich, die gegen— seitigen Beziehungen dieser verschiedenen Gefäße und ihre wahre Beschaffenheit herzuleiten. Hedwig hat in seinem Programm über die Pflanzen-Fa⸗ ser diese schwierigen Fragen zuerst erhoben; er dachte sich, daß die Spiral-Windungen bei vorrückendem Alter mit einander verwachsen, woher dann das Ansehen der gestreiften Gefäße rühre; ferner daß, wenn die Verwachsung zunehme, die Röhre das Aussehen eines punktirten Gefäßes annehme. Rudolphi weicht von Hedwigs Meinung darin ab, daß er die Tracheen für einfache Spiral- Lamellen hält, welche durch ihre Windungen eine Röhre bildeten; allein er glaubt, daß dieselben nach und nach zusammenwachsen und sich so in ge— streifte Gefäße verwandeln; zu Gunsten seiner Ansicht ver— sichert er, in jungen Pflanzen von Alsine media, Caragana ar- borescens u. s. f. nur Spiralgefäße gefunden zu haben. Mirbel hingegen geht von dem Grundsatz aus, daß die Gefäße eine Modification des Zellgewebes seyen, und daß die— ses aus porösen Zellen bestehe; er glaubt, daß diese Zellen, wenn sie aneinander gereiht sind, die RosenkranzF-Gefäße bilden, und scheint anzudeuten, ohne es ausdrücklich zu sagen, daß sich diese in pordse Gefäße umwandeln können; und daß letztere durch das 000——————————————————————————————— . i 1 m t 6 Er mel, fie fl uf ente fon 11 hun Tee E 8 0 Ric akt, ellen, e, je! ebe, meingud stand, scheibem ölnch; f, inf 6 Gyste a dem z Fiese e Oege ift erh Augen haki fh afp un die R dun f f fer bett nc 0 übe a Jul ichmäßig Räume niemals t. Sie aße. ewöhnli⸗ se unter mieden, er selbst ö darauf n fähig gegen⸗ te wahre zen Fa⸗ ch, daß inander Gefäße Rohre ab, daß welche 15 daß in ge⸗ ht ver⸗ ana ar- daß die aß die⸗ n, wenn en, und ich diese urch das 37 starke Aneinanderrücken der Poren zu Gefäßen werden, die er ge— spaltene Gefäße oder falsche Tracheen nennt, welche von den Tra— cheen nur darin verschieden seyen, daß sie sich nicht abrollen las— sen. Er nimmt an, daß alle Mittelzustände in der Natur vor— kommen, und daß die gleiche Röhre an verschiedenen Stellen ihrer Länge alle diese verschiedenen Formen darbieten könne; was er dann eine gemischte Röhre(tube mixte) nennt. Allein er glaubt, daß jeder dieser Zustände der Gefäße ein ursprünglicher sey, und nicht durch den Vegetations-Proceß hervorgebracht werde. Treviranus nimmt(wahrscheinlich nach einer ursprüng— lich von Sprengel geäußerten Meinung) rücksichtlich der Wir— kung des Wachsthums auf die Gefäße, eine diametralentgegenge— setzte Richtung an. Er hält die Körner, die man im Zellgewebe bemerkt, für eben so viele organisirte Bläschen, die, indem sie an— schwellen, eben so viele neue Zellen bilden; und glaubt ferner, daß diese, je nach ihrer respectiven Lage, entweder das rundliche Zell— gewebe, oder die länglichen Zellen, oder die zu einem Rosenkranz aneinander gereihten Zellen bilden; und daß in diesem letztern Zu— stand, indem die Bläschen sich immerfort ausdehnen, die Quer— scheidewände reißen, und die rosenkranzförmigen Zellenreihen sich dadurch je nach dem Grade der Entwickelung in punktirte Ge— fäße, in falsche Tracheen und in Tracheen umwandeln. Durch die— ses System erklärt Treviranus, wie alle Theile des Gewächses aus dem Zellgewebe ihren Ursprung herzuleiten scheinen. Kieser äußert eine ganz andere Meinung; er schreibt diese ganze Organisation einer elastischen Faser zu; dieselbe bilde, wenn sie spiralförmig gerollt sey, die Trachee; wenn sie als parallele Ringe erscheine, die gestreiften oder Ringel-Gefäße; wenn die Windungen oder Ringe durch eine poröse Haut verbunden seyen, die punktirten Gefäße; wenn diese punktirten Gefäße in den Ge— lenken entsprängen, so seyen sie stellenweise eingeschnürt, was dann die Rosenkranz-Gefäße hervorbringe; und endlich, wenn die Windungen oder Ringe sich von einander entfernten, indem sie sich bis auf einen gewissen Grad von einander trennten, oder mit einander verwüchsen, so entstehe dadurch die Bildung der netzför— migen Gefäße. Ich übergehe absichtlich mehrere andere Theorien, die in mehreren Punkten mit den so eben kurz angeführten übereinkom⸗ (pag. 48) (Pag. 49) men. In Kieser's Abhandlung über den Bau der Gewächse kann man davon einen historischen Abriß finden. Was ich eben gesagt habe, ist hinreichend, die außerordentliche Verschiedenheit der Meinungen der Anatomen und die fast gänzliche Unmöglichkeit, bei dem jetzigen Stande der Dinge, über so feine Punkte eine feste Meinung zu haben, zu beweisen. Der einzige Gedanke, der allen Theorien gemein zu seyn scheint, ist der, daß alle verschiedenen Gefäße die größte Aehnlich— keit mit einander haben, und vielleicht nur Modificationen von einander seyn dürften; eine Meinung, die durch den Umstand bekräftigt wird, daß alle, oder beinahe alle Arten Gefäße zu gleicher Zeit in gewissen Klassen von Pflanzen vorkommen, und in andern sämmtlich fehlen. Sie wird auch ferner noch durch die außerordentliche Schwie— rigkeit bestätigt, welcher die meisten Anatomen begegnet sind, näm— lich, diese Arten von Gefäßen mit einiger Sicherheit zu unterschei— den. So z. B. gibt es Beobachter, wie Dutrochet und Ru— dolphi, welche das Daseyn nicht abrollbarer Tracheen behaup— ten; ein Zustand, der, wenn er wohl erwiesen wäre, eine gewisse Identität zwischen den Tracheen und Ringelgefäßen aufzustellen schiene. Dutrochet insbesondere versichert, daß, wenn man diese Gefäße dem Aufkochen in Salpetersäure unterwirft, man ihre Verwachsung zerstören und sie dadurch abrollbar machen kann. Kieser bemerkt, die Ringe der Gefäße seyen oft schief, und man könne sie, in einem und demselben Gefäße, allmälig in die Form der wahren Spirale übergehen sehen. Den Ueber— gang der Ringelgefäße in die punktirten haben viele von denjenigen angegeben und abgebildet, welche glaubten, daß die zusammen— hängenden Punkte', welcher Art sie auch seyn mogen, die Quer⸗ streifen bilden. Die Analogie zwischen den punktirten und den Rosenkranz— Gefäßen ist so groß, daß mehrere Beobachter sie wenig oder gar nicht unterschieden haben. Es scheint also, daß die Beobachter, theils in Masse, theils einzeln, annehmen, daß alle diese verschiedenen Gefäßarten nur Modificationen einer einzigen seyen. Allein ungeachtet man auch von diesem theoretischen Grundsatz ausgeht, so bleiben doch noch viele Zweifel zu lösen übrig, die wir nun durchgehen wol— 55 ßTfTfPßꝙßꝙ% dd.—————— N sch scehen ite mali ache 1 Ro Mis“ n w sufeg, le Ge men, haben, Mubeh en an. an Hel sefiße g gemi alder segestrei lat l seh, ße gu uschet, Arbe! fer gan det, Ge durfen fue —— und.“ leon. ewächse ch eben denheit ichkeit, te eine u seyn hulich⸗ en von mstand aße zu „ und schwie⸗ „näm⸗ erschei⸗ d Ru⸗ sehaup⸗ gewisse ustellen man „ man nachen chief, lmälig Ueber⸗ senigen mmen⸗ Quer⸗ nkranz⸗ g oder theils ißarten et man en doch en wol⸗ 39 len, nicht, um sie mit Sicherheit zu heben, sondern um die widersprechenden Gründe und die Wahrscheinlichkeiten der ver— schiedenen Meinungen darzustellen. Und zwar 1) Behält jedes der Gefäße, deren Beschaf— fenheit wir in den vorhergehenden Kapiteln ange— geben haben, in seiner ganzen Länge die gleiche Ge— stalt? Diesen Zweifel erhob Mirbel“), indem er das Daseyn gemischter Rohren annahm, d. h. solcher, welche an ver— schiedenen Stellen ihrer Länge punktirt, gestreift oder spiralfdͤr— mig wären.„Ein und dasselbe Gefäß“, sagt er,„nimmt allmälig diese verschiedenen Formen an; eine Trachee des Stengels kann sich in der Wurzel in ein Rosenkranzgefäß endigen, im Knoten, an der Basis des Zweiges, eine falsche Trachee werden, den Zweig in Gestalt einer punktirten Rohre durch— laufen, und in den Blättern oder Petalen wieder die Gestalt der Tracheen annehmen.“ Fast alle Ana⸗ tomen, welche seit der Bekanntmachung dieser Anficht geschrieben haben, erheben sich, wenigstens rücksichtlich ihrer allgemeinen Ausdehnung, gegen sie. Mehrere geben zwar zu, daß man Röh— ren antreffe, die zugleich kurze und lange Streifen haben, so daß man vielleicht annehmen könnte, die gestreiften und die punktirten Gefäße gehen ineinander über, und in diesem sehr beschränkten Falle an gemischte Gefäße glauben könnte; allein die Meisten läugnen die andern Verbindungen. Rudolphü hält es für unmöglich, daß eine gestreifte Röhre sich jemals in ein Spiralgefäß umwandle, und er erklärt Mirbel's Versicherung durch die Vermuthung, Mir— bel sey, ohne es zu bemerken, unter dem Mikroskop von Einem Gefäße auf ein anderes gestoßen. Dutrochet insbesondere versichert, es gebe keine vermischten Gefäße, in dem Sinne, den Mirbel dem Worte gibt, und die Tracheen behalten ihren Bau in ihrer ganzen Länge bei. Amici sagt, es sey ihm niemals be— gegnet, Gefäße, die aus Tracheen und Röhren gemischt wären, anzutreffen. Mirbel's Versicherung, setzt er hinzu, kann nur eine bloße Hypothese seyn; Jedermann, der sich in der Pflanzen— ) Miran. Anat. Taf. 1, Fig. 11, 12. Elem. Taf. 10, Fig. 14. Toar., Icon. Taf. 1, Fig. 11. (pag. 50) (pag. 52) 40 Zergliederung geübt hat, sieht leicht die Unmöglichkeit ein den so langen Verlauf eines Gefäßes zu verfolgen. Kieser nimmt die gemischten Gefäße nicht als eine beson⸗ dere Klasse an, sondern er nähert sich Mirbel's Ansichten sehr, indem er Uebergänge aus einer Form in die andere zugibt; nach ihm also kann eine Röhre theils Trachee, theils Ringelgefäß seyn, wie er es in der Balsamine abbildet“), oder theils Tra— chee, theils Netzgefäß, wie er es in der gleichen Pflanze zeigt). Er denkt, daß die meisten Tracheen im Alter durch das Aus— einandertreten der Windungen oder Ringe und durch das Entstehen einer punktirten, verbindenden Haut, zu punktirten Gefäßen wer— den; folglich sollte man von Zeit zu Zeit zwischen diesen zwei Alterszuständen gemischte Formen antreffen. Endlich versichert er, daß in den Knoten alle Gefäßarten zu Rosenkranzgefäßen werden. Was mich anbetrifft, so habe ich gegen die Annahme der Form ⸗Uebergänge in den Gefäßen durchaus keine theoretische Ein— wendung zu machen. Allein ich gestehe, daß ich sie immer nur auf eine sehr undeutliche und mich im Zweifel lassende Weise gese— hen habe, sey es aus Furcht, im Felde des Mikroskops unvermerkt von einer Röhre auf eine andere zu gerathen, oder selbst wegen der Schwierigkeit, die man noch darin findet, diese verschiedenen Formen zu classificiren. Ich bin geneigt zu glauben, daß diese Form⸗Umwandlungen einer und derselben Röhre eher durch theore— tische Ideen, als in Folge klarer und directer Beobachtung ange⸗ nommen worden sind, und ich wage es daher, die Beobachter noch zur Prüfung der Facta einzuladen. 2) Sind die Gefäße immer einfach, oder können sie sich verzweigen? Diese Frage ist eben so schwierig als die vorige, und verdient ebenfalls die Aufmerksamkeit der Beobach— ter. Man findet bei den alten Anatomen mehrere Abbildungen, wo die Gefäße verzweigt erscheinen; allein es ist sowohl in diesen Abbildungen, als in den Beschreibungen, schwer zu erkennen, ob es wirklich verästelte Gefäße, oder Gefäßbündel, die sich getheilt haben, seyn sollen. Mirbel hat mit mehr Bestimmtheit ver— sichert, daß es wirklich verzweigte Röhren gebe, und auch eine ——— ) Meém. org., Taf. 11, Fig. 49. i. ) Ebend. g. h. — C—— A fan che ft ch 1 l ie un se agheig n ng ite m ch! cen zu ihrem 0) füßart die gl berschie 60 nig! dese Un uuffachen De fie h sinlich k de jung ge bor dem Ge eser be Aunkten dacht ge Aal, so ire gi — Tem, en. 0 0 Lem. or den so beson⸗ sehr, nach lgefäß Tra⸗ t 50. Aus⸗ stehen p]er⸗ zwei t er, erden. e der Ein⸗ er nur e gese⸗ ermerkt wegen denen diese eore⸗ ange⸗ achter nnen g als bach⸗ gen, diesen n, ob heilt ver⸗ eine 41 Abbildung davon geliefert). Kieser nimmt, wenigstens bei seinen netzförmigen Gefäßen, die gleiche Meinung an, und stellt dieselben im verästelten Zustande dar*); allein bei den andern Gefäßarten versichert er es nicht, ob er gleich auch hier an der Moglichkeit ihrer Verzweigung nicht zu zweifeln scheint. Gewiß ist, daß sie sehr selten vorkommt; wenn sie statt findet, so kann es nur in den Knoten seyn, und da dieser Theil der Gewächse derjenige ist, wo die Beobachtung durch das Durchkreuzen der Fasern sehr erschwert wird, so gehen daraus Zweifel über diese Verzweigungen, die jedoch wahrscheinlich sind, hervor. Selbst, wenn man auch das von Kieser vorgestellte Aussehen zugibt, so müßte man doch noch wohl unterscheiden, ob man es nicht mit wirklich neuen, mit den alten verwachsenen Gefäßen, oder mit solchen zu thun habe, die, in einer einzigen Scheide eingeschlossen, bei ihrem Heraustreten sich von einander entfernten? 3) Behalten die verschiedenen angeführten Ge— fäß arten während ihrer ganzen Lebensdauer immer die gleiche Form? Wenn man eine und dieselbe Röhre zu verschiedenen Zeiten ihres Daseyns untersuchen könnte, dann wäre es moglich, diese Frage auf eine directe Weise zu lösen; allein da diese Untersuchung unmoglich ist, so muß man andere Mittel aufsuchen. Diejenigen, welche die Trachee für den Anfang aller andern Gefäße halten, stützen sich auf ziemlich auffallende Thatsachen, nämlich: daß die Tracheen, sowohl in den jungen Pflanzen, als in den jungen Sprossen der Kräuter, verhältnißmäßig in größerer Menge vorkommen, als die andern Gefäße, und daß folglich diese andern Gefäße wahrscheinlich nur verwandelte Tracheen seyen. Kieser besonders hat dieser Meinung durch seine zu verschiedenen Zeitpunkten angestellten Zergliederungen der Kürbis ein großes Gewicht gegeben**). Wenn man auch die Wahrheit der Thatsache zugibt, so kann man doch nicht läugnen, daß es deren ebenso bewährte gibt, aus welchen man aber einen ganz entgegengesetzten *) Elèem., Taf. 10, Fig. 9. Tonr. Icon., Taf. 1, Fig. 57. % Meém. org., Taf. 11, Fig. 51; Taf. 12, Fig. 56 und 57. ) Meém. org., Taf. 6, 7, 8, 9 und 10. ag. 58) ....— 42 Schluß ziehen müßte. So ist es z. B. gewiß, daß die erste Holz— Au, schichte der Bäume, selbst der alten Stämme, abrollbare Tracheen 0 0 enthält, und daß man dergleichen in den folgenden Schichten, und inn iht selbst im jungen Zustande, nicht hat finden können. 66 1 Diejenigen, welche den Ursprung der Gefäße aus dem Zell— e an gewebe ableiten, scheinen sich darauf zu stützen, 1) daß das Zellge—„met webe im Pflanzenreiche das allgemeinste Organ sey, und daß es hen! in den Gewächsen, welche die unvollkommensten zu seyn scheinen,, ausschließlich allein vorkomme; 2) daß es in jedem Gewächs im c ale Augenblicke der Entstehung der Individuen oder der Organe weit bung di häufiger sey, als in vorgerückterem Alter. Der erste dieser Beweise Melt scheint mir von einer unzulässigen Art zu schließen hergeleitet zu fils zu, seyn, nämlich von der Methode, die das Gewächsreich als Ein ae schen Individuum betrachtet, und welche von einer Art oder Klasse auf in der E die andere schließt, als ob die allgemeine Gestalt der Wesen gar gie naß nicht fest bestimmt sey. Was den zweiten Beweis betrifft, so ist gr kuf die Thatsache wahr; allein sie erklärt sich eben so gut, wenn man en Mul annimmt, daß die Entwickelung der Gefäße etwas langsamer vor schr wit! sich gehe, als die der Zellen. sißt sun (pag. 50) Endlich gibt es eine dritte Klasse von Anatomen, welche alle af beg Gefäßformen als constant ansehen und behaupten, daß die Ge—. stalten der Gefäße, auf welchen die verschiedenen Klassen derselben Raf beruhen, nicht vom Alter abhängig seyen. Aber die nämlichen e Anatomen geben die Incrustirung der Holz- und Rinden-Zellen 10 zu, sowie auch die Entstehung einer ähnlichen Incrustirung oder 0 fh eine Entwickelung eines besondern Zellgewebes in den alten Gefäßen, afl, und man muß gestehen, daß ihr Haupt-Argument rein negativ nnn ist, d. h., daß es darauf beruht, daß keine von allen den in ver— n de schiedenen Theorien angegebenen Veränderungen durch directe Be— e de obachtungen hat nachgewiesen werden können. üb ge 4) Welches ist die Beschaffenheit der Punktirun— fespal gen der punktirten und der rosenkranzförmigen en an Gefäße? Diese Frage verdient eine genaue Untersuchung, indem 5— sie sowohl auf die Ansicht, die man von der Beschaffenheit der J Gefäße überhaupt fassen soll, als auch auf ihren Nutzen, den 15 1 engsten Bezug hat. Ihe Mirbel, der Erste, der diese beiden Gefäßarten sorgfältig Mn. 0 ln. veschrieben hat, behauptet, die Punkte seyen Poren(pores) oder 0 Jen. 07 Dr xxx—— Holz⸗ ichen „und Zell⸗ llge⸗ ß es inen, b im weit weise et zu Ein e auf gar so is man vor e alle Ge⸗ elben ichen ellen oder ßen, gatib bek⸗ Be⸗ un⸗ gen idem der den faltig oder 43 Oeffnungen, welche gemeiniglich von einem undurchsichtigen Wulst eingefaßt seyen. Er sagt in seiner Anatomie*), diese Poren hätten nicht Y 0 Linie im Durchmesser; in seinem letzten Werke setzt er den Durchmesser dieser Poren ungefähr auf den Drittheil des früher angegebenen herab, und sagt, er betrage vielleicht nicht % Millimeter. Er betrachtet die Querstreifen der Ringelgefäße als Reihen von sehr genäherten Poren, und folglich als wahre Spalten. Diese Meinung scheint Bernhardi angenommen zu haben; allein sie wird besonders unterstützt von Amici, der eine Abbildung dieser Spalten gibt“). Kieser, obgleich von einer der Mirbel'schen sehr entgegengesetzten Theorie ausgehend, gibt ebenfalls zu, daß 1) die Punkte der punktirten Gefäße wirkliche Poren seyen, deren Mündungen er im Sassefras, in der Bohne und in der Eiche gesehen haben will“); 2) daß die netzförmigen Gefäße wahre, durch die unvollständige Verwachsung der Win— dungen entstandene Locher zeigen*). Also stimmt Kieser im ersten Punkte mit Mirbel überein, und im zweiten weicht er sehr weit von ihm ab. Was Amici von den Spalten der Ge— fäße sagt, scheint mehr auf Kiesers netzförmige Gefäße, als auf die gestreiften zu passen. Auf der andern Seite finden wir eine große Anzahl Anatomen, welche es läugnen, daß die Punkte der punktirten Gefäße durch— bohrt seyen. Ich selbst bin durch die mikroskopische Untersuchung dahin geführt worden, an der Durchbohrung dieser Organe zu zweifeln, und statt dessen zu glauben, daß das, was man für Poren nahm, ein Lichtpunkt war, sowie man sie uuter dem Mikro⸗ skop an den Luftbläschen im Wasser sieht. Seit 1813 habe ich in der Théorie élémentaire für diese Gewebe die Namen punk— tirt und gestreift, statt der von Mirbel gebrauchten pords und gespalten, vorgeschlagen; mein Zweck war, nichts als bestimmt anzugeben, als was erwiesen ist, und diese Namen *) Anat., 1, S. 57, Taf. 1, Fig. 2, 3, 4, 14, 12, 15. Elém., Taf. 10, Fig. 2. ) Osserv. micr., Fig. 31 und 32. P. ) Mém. org., Taf. 15, Fig. 65; Taf. 13, Fig. 61 u. Taf. 14, Fig. 68, 69. ) Mem. org., Taf. 11, Fig. 59 und 60. (pag. 55) (pag. 56) (bag. 57 44 haben in der That den Vortheil, daß sie in jeglicher Theorie zu— lässig sind. Seitdem hat Dutrochet) neue Beweise davon geliefert, daß die Punkte und Streifen nicht durchbohrt sind; er betrachtet die Punkte als kleine kuglichte mit einer grünlichen, durchsichtigen Materie gefüllte Körper; durch die Salpetersäure sah er sie undurchsichtig werden, und dann ließ ihr Mittelpunkt kein Licht mehr durch; er fügt hinzu, daß das kaustische Kali ihnen die Durchsichtigkeit wiedergibt, daß sie zuverlässig keine sichtbare Oeffnung besitzen, und daß Mirbel's Meinung schon wegen der ihnen beigelegten Größe zweifelhaft sey. Wenn man annimmt, die Punktirungen seyen keine durch— bohrten Körper, so muß man doch noch ihre Beschaffenheit zu enträthseln suchen. Rudolphi und Link betrachten sie als amylumartige oder schleimige Körner. Treviranus scheint sie für junge Zellen zu halten, welche bestimmt seyen zu wachsen, und selbst besondere Zellen zu werden. Dutrochet, erwä⸗ gend, daß sie sich gegen die Säuren und Alkalien, wie die Kügel⸗ chen des Nervensystems der Thiere, verhalten, nämlich, daß sie in den erstern unauflöslich, in letztern aber auflöslich sind; daß ferner die Thiere, die in ihrem Bau den Pflanzen am nächsten stehen, immer ein weniger koncentrirtes Nervensystem haben; und endlich bemerkend, daß diese Punktirungen in ziemlich großer Menge in denjenigen Pflanzen-Organen vorkommen, welche irgend eine Bewegung ausführen, hat geglaubt, man könne sie als zer⸗ streute Elemente eines verbreiteten(diffusen) Nervensystems be— trachten, und schlägt vor, sie o rpuscules nerveux(Ner⸗ ven⸗Körperchen) zu nennen, wobei er bemerkt, daß er unter die— sem Ausdruck eine kuglichte, mikroskopische und mit Nervensubstanz gefüllte Zelle verstehe. Obgleich es viele Thatsachen gibt, welche dahin streben, zu beweisen, daß das Pflanzenleben weniger als man glaubte von dem Leben der Thiere verschieden sey(und besonders trachten die neuen Versuche von Marcet und Macaire**), dem Daseyn ) Rech. struct. veg., 1824, p. 11. ) Rech., Taf. 1, Fig. 1, 2, 5, 6, 7, 10. ) Meém. de la Soc. de Phys, et d'Hist, nat. de Geneve, vol. 3, S. 37 und 67. 0 en 10 fe 0 furl cl, fle 0 e e in der fein ft Then fing B. Iden. 6 ene chung, n es aus fen. i Dasehn fan der Me ind ließen Tur dds l md, lhg en aneh uche gstrpis aß nicht a. fülken M eie bersch chalet s doch e Heffe daß wir i Nel in hengch di ee de ic allen . ge ge übe hade f Au ch en, ie zu⸗ davon dz; er chen, säure punkt Kali keine schon urch⸗ it zu als heint hsen, rwä⸗ ugel⸗ p sie J daß chsten und oßer gend zer⸗ be⸗ ser⸗ die⸗ tanz 45 eines Nervensystems in den Pflanzen mehr Wahrscheinlichkeit zu geben), so muß ich doch gestehen, daß ich noch weit davon entfernt bin, sowohl zu versichern, daß die Gewächse ein Nervensystem haben, als auch, im Fall, daß ich ihnen ein solches zugestände, zu behaupten, daß diese Körperchen seine Rolle spielen. Sie fehlen in der That in den meisten Pflanzen, die den Thieren am ähnlichsten sind, wie z. B. den Algen und Pilzen, und man findet sie hingegen im Ueberfluß in denjenigen Pflanzen, wo man eine freiwillige Bewegung am wenigsten vermuthen kann, wie bei den Lykopodien. Meine persönliche Meinung wäre, diese Körperchen als kleine Drüsen zu betrachten, welche bestimmt sind, zur Er— nährung, und vielleicht zu gleicher Zeit, zur Fortschaffung des Saftes aus einer Zelle oder Röhre in die nächste Höhle, mitzu— wirken. Alle physiologischen Beweisgründe, mittelst welcher man das Daseyn der Poren oder Spalten hat feststellen wollen, sind von der Nothwendigkeit der Fortschaffung der Säfte hergenommen, und ließen sich auf diese Meinung anwenden; allein ich stelle sie nur als bloße Hypothese auf, welche mir wahrscheinlich dünkt, und, obgleich ich weder sichtbare Poren, noch schwammige Drü— sen annehmen will, so läugne ich doch keineswegs, daß das häutige Gewebe eine zur Fortbewegung der Säfte hinlängliche, hygroskopische Porosität besitzen könne. Es leidet wenig Zweifel, daß nicht verschiedene vegetabilische Membranen, die unter den stärksten Mikroskopen homogen aussehen, mit der Fähigkeit, die Säfte verschiedentlich zu verarbeiten, sollten begabt seyn; allein, ungeachtet die Resultate unverkennbar verschieden sind, so wird es uns doch zu schwer, die Säfte, die von jeder Art Zellen oder Gefäßen geliefert werden, für sich abgesondert darzustellen, als daß wir etwas über ihre Beschaffenheit behaupten könnten. 5) Welches sind die Beziehungen der Gefäße zum benachbarten Zellgewebe? Die Lösung dieser Frage wäre eine der wichtigsten, um den Nutzen der Gefäße zu ver— stehen; allein unglücklicher Weise ist sie auch eine der schwierigsten unseres Gegenstandes. Sie kann in zwei Theile zerfallen, in die Frage über die Endigung der Gefäße und in die über ihr Nebeneinanderliegen(Juxta- position“). Wir haben gesagt, als wir von den Tracheen insbesondere handelten, daß die Einen glauben, sie verlieren sich im Zellge— (pag. 56) (pag. 59) 46 webe, und die Andern, sie streben danach, in die Poren oder Spaltöffnungen auszumünden. Diese zwei Meinungen könnte man von allen Gefäßarten behaupten, mit Ausnahme der rosen— kranzförmigen, welche auf die Knoten beschränkt sind; aber bis jetzt hat Niemand weder den Ursprung noch die Endigung eines Gefäßes deutlich gesehen, und dieß ist ein wichtiger Umstand, auf welchen die Aufmerksamkeit der Beobachter gelenkt werden muß. ö Was die Lage der Gefäße im Zellgewebe betrifft, so ist es gewiß, daß sie immer von länglichen gemeiniglich ziemlich enge an einander gedrängten Zellen umgeben werden. Aber haben sie irgend eine Verbindung mit den Intercellular-Kanälen? Und haben die Zellenwände selbst irgend Theil an der Bildung der verschiedenen Gefäßarten? Diese Fragen scheinen mir noch nicht förmlich beantwortet zu seyn. Mich ter Arti kel. on de m Nutzen der Gefäß e. War man über den Bau der Pflanzen Gefäße sehr getheilt, so steht zu erwarten, daß man in den Meinungen über den Nutzen dieser Organe, wo möglich, noch mehr Uneinigkeiten begegnen wird. Der einzige Punkt, in welchem sich die Beobachter verei— nigen, ist, daß die Gefäße keinen eigenthümlichen Saft ent— halten. Zwar hat Kieser einmal welchen gefunden; allein er betrachte diese Erscheinung als ein zufälliges Ertravasat. Ferner ist es sehr gewiß, daß die Gefäße den durch die Blätter verarbeiteten Ernährungssaft(séve élaborée) nicht ent— halten, weil sie in der Rinde, also gerade in dem Theile der Gewächse, durch welchen diese verarbeiteten Säfte in größter Menge durchgehen, größtentheils fehlen. Die Frage beschränkt sich also darauf, zu wissen, ob die Gefäße gewöhnlich oder abwechselnd entweder Luft, oder Lymphe oder rohen Ernährungssaft(seve non élaborée) führen. Daß die Gefäße Luft führen oder enthalten, scheint mir durch Schlüsse — Ach de 1 den i dee hein gal i 0 1 hefe fe em in Roth ah duch fa, maß f. — Uf de supten, de Aachen: sungt, ein sulich de Neordetd Gelbe, daß man 10 d E fte N. uam nail f s fenen r dichung sla⸗ Gan Mug gin a. 2) f in ge ffn ger n schthar, A der h digen, und , mißt . 9 8 ell ng, U h de vy cn odet fönnte rosen⸗ er bis eines stand, berden ist es enge haben Und g der nicht heilt, den eiten erei⸗ ent⸗ in er die ent⸗ der oßter die uphe Daß hlüse 47 und durch die Beobachtung bewiesen. Denn, Y da die Gefäße nur in den mit Spaltöffnungen versehenen Pflanzen vorkommen, und da diese die äußern offen stehenden Luftlöcher sind, so ist es wahrscheinlich, daß der Nutzen der Gefäße mit der Atmos— phäre in Beziehung stehe.) Die meisten Beobachter versichern, die Gefäße seyen ihnen ohne alle enthaltene Flüssigkeit, oder, mit andern Worten, voll Luft erschienen, und meine Erfahrung kann im Nothfall dasselbe bezeugen. 3) Alle diejenigen Gefäße, welche durchbohrt oder gespalten sind(und wir haben gesehen, daß es, nach gewissen Theorien, alle mehr oder weniger seyn sollen), müßten offenbar sehr unvollkommene Flüssigkeits-Leiter seyn. Auf der andern Seite stützen sich diejenigen, welche be— haupten, daß die Gefäße Flüssigkeiten führen, auf folgende Thatsachen: 1) Bei den Versuchen, wo man eine Pflanze zwingt, eine gefärbte Flüssigkeit einzusaugen, sieht man ziemlich deutlich die Wände der Gefäße sich färben; ich selbst habe es, besonders an den gestreiften Gefäßen der Pflanzen von lockerem Gewebe, sehr deutlich gesehen. Allein es muß bemerkt werden, daß man diese Thatsache nur in denjenigen Fällen deutlich sieht, wo der Stengel abgeschnitten und der offene Abschnitt in ge— färbtes Wasser gestellt worden war, folglich in Umständen, die vom natürlichen Laufe der Dinge etwas abweichen; und daß es bei so feinen Untersuchungen unmdͤglich ist, zu unterscheiden, ob die Färbung von innen oder von außen, d. h. von den Inter— cellular-Gängen her, statt finde; obgleich ich mich zu der erstern Meinung hinneige, so betrachte ich sie doch noch nicht als be— wiesen. 2) Bei miikroskopischen Untersuchungen sieht man nicht selten in gewissen Gefäßen Luftbläschen, besonders in den ge— streiften oder punktirten Gefäßen; ein Luftbläschen aber ist nur dann sichtbar, wenn die ganze übrige Höhle voll Flüssigkeit ist. 3) Bei der Hypothese, daß die Gefäße in die Spaltöffnungen münden, und daß diese selbst zur Verdunstung des Wassers dienen, müßte man schließen, daß auch die Gefäße Wasser ent— halten. 4) Bei der Meinung derjenigen, welche das Daseyn der Intercellular-Gänge läugnen, ist es fast nothwendig, an— zunehmen, daß die Lymphe durch die Gefäße gehe, und dieß ist auch die von Mirbel und Dutrochet behauptete Meinung, (Pag. 60) (pag. 61) 48 während Kieser und Amici, welche Intercellular-Gänge an⸗ nehmen, die entgegengesetzte vertheidigen. Es scheint also, daß die theoretischen Ansichten über den Bau der Gewächse im Allgemeinen auf die Meinung, die man vom Nutzen der Gefäße gefaßt hat, mehr Einfluß gehabt haben, als die directe Beobachtung. Ohne Zweifel ist es schwer, mit— ten zwischen diesen widersprechenden Beweisgründen eine be⸗ stimmte Meinung festzuhalten; allein dennoch erlauben die große Analogie der Gefäße unter einander, und die Wahrscheinlichkeit, daß sich die einen in die andern umwandeln können, kaum zu denken, daß ihre Verrichtungen von einander sehr verschieden seyen; und da namentlich die Trachee offenbar ein Luftkanal zu seyn scheint, so bin ich geneigt zu glauben, daß alle andern Gefäße die gleiche Rolle spielen. Wenn man einen Stengel von lockerem Gewebe quer durchschneidet, so sieht man niemals den Saft aus der Mündung der Gefäße hervorquillen. Schließ lich also halte ich, mit Kieser, die Gefäße für Luftkanäle; allein ich möchte es nicht läugnen, daß sie in einigen besondern Fällen der Vegetation, ähnlich den Intercellular-Gängen, auch zum Durchgang der Lymphe dienen können. Das Aufsteigen der Lymphe in den Stengeln der Moose und der Leber-Moose, oder in den Strünken der Pilze, bei welchen keine Gefäße statt finden, ist ein großer Beweggrund, zu glauben, daß die Gefäße, in ihrem gewöhnlichen Zustande, die Leiter der Lymphe nicht seyen, und diese Vergleichung trägt dazu bei, die vorige Meinung zu bekräftigen. Venn n uchchheidet asche bon e let man fad erkenne den sund, Gewebe al eb, de mi eiche. nan leiht, ß sie gut ichidel un an fit men in al schei schiht 5 mn 0 6 f. 0 Aft en 0 sscthenlich 15 0 d ige an⸗ ber den je man haben, „ mit⸗ ne be⸗ große lichkeit, zum zu schieden anal zu andern Stengel siemals chließ⸗ kanäle; sondern n, auch Mhose e, bei grund, stande, trägt Viertes Kapitel Von den fern nd gen Wenn man den Stengel einer vasculären Pflanze quer durchschneidet, so nimmt man eine gewisse Anzahl Punkte wahr, welche von einem dichtern Bau sind, als das übrige Gewebe; spaltet man den Stengel der Länge nach, so wird man sehr bald erkennen, daß diese Punkte die Durchschnitte von Längs— faden sind, welche sich durch Zerreißung leichter vom übrigen Gewebe ablösen lassen, als sie selbst zerreißen; diese Faden sind es, die man mit dem Namen Fasern(kibrae, fibres) be⸗ zeichnet. Untersucht man sie unter dem Mikroskope, so bemerkt man leicht, daß eine Faser kein einfaches Organ sey, sondern daß sie aus gemischten, von länglichem Zellgewebe umgebenen, Gefäßbündeln zusammengesetzt sind). Gewöhnlich legt man, wenn man sich die Pflanzeufasern isolirt verschaffen will, die Pflanzen in Menge zur Maceration ins Wasser, und nach eini— ger Zeit scheinen sich die Fasern von selbst zu trennen; dieß geschieht durch das Rösten des Hanfes, des Flachses, der Agave, des Phormium u. s. w. Allein diese Operation zerstört wirk— lich das Pflanzen-Gewebe; denn man setzt der Wirkung des Wassers ein Gewebe aus, dessen einzelne Theile vom Wasser verschiedentlich angegriffen werden; das Wasser löst zuerst die weichsten und am wenigsten dichten Theile auf, nämlich das regelmäßige Zellgewebe, und trennt dadurch die faserigen Bün— del, welche mit dem Zellgewebe wirklich verwachsen oder zusam— menhängend waren. Setzt man die Speration fort, so löst das Wasser einen Theil des länglichen Zellgewebes auf, welches *) Auer, Osserv. mier., 35. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 4+ (pag. 6a) (pag. 63) (pag. 64) 50 zwischen den Fasern liegt, und dann zertheilt sich jede Faser selbst in mehrere Fäserchen. Verfolgt man die Maceration noch weiter, so löst man die Gefäße selbst auf, und dann sieht man nichts mehr, als einen homogenen Brei, wie man dieß bei der Bereitung des Papieres bemerkt. Die Untersuchung dieses Verfahrens zeigt, wie sehr sich die alten Anatomen täusch— ten, wenn sie die Maceration für ein gutes Mittel zur Erfor— schung des innersten Baues der Gewächse hielten; sie ist im Gegentheil ein höchst fehlerhaftes Verfahren, indem es nur die Zerstörung der zartesten Theile bewirkt. Die Art, wie ich die Structur der Fasern dargestellt habe, erklärt sehr gut, warum sie, selbst ohne Maceration, sich schwe— rer in die Quere zerreißen, als der Länge nach spalten oder vom augrenzenden Zellgewebe ablösen lassen. Um eine Faser quer durchzureißen, muß man die Wände einer Anzahl von Zellen zerreißen, und zwar um so mehr, als diese mehr länglich sind; da man hingegen beim Abtrennen der Länge nach nur von Entfernung zu Entfernung den Scheidewänden begegnet, welche die röhrichten Zellen beschließen. Daher kommt es, daß alle Theile der Gewächse leichter der Länge nach zu spalten, als quer durchzubrechen sind, und dieß ist es, was die Handwerker dem Faden oder Strich des Holzes folgen (suivre le fil du bois) nennen. Die parenchymatdsen Theile hingegen lösen sich in allen Richtungen gleich leicht, weil sie aus regelmäßigem Zellgewebe bestehen. Die verschiedene Zähigkeit der Pflanzenfasern hängt von verschiedenen Bedingungen ab: 1) von der Beschaffenheit des häutigen Gewebes selbst; 2) von der Zahl und der Consistenz der in ihnen abgesetzten Elementar-Theile; 3) von der Zahl der Gefäße und der röhrenförmigen Zellen, welche jedes Gefäß— bündel zusammensetzen; 4) vom Grade der Verlängerung der röhrenförmigen Zellen. Die zähesten Fasern, die man kennt, sind die des Phormium tenax, welches man sehr unrichtig den neuseeländischen Flachs nennt. Seine Zähigkeit hat Labil— lardière gemessen, indem er an Faden von einem bestimmten Durchmesser Gewichte aufhing. Auf diese Weise hat er gefun— den, daß wenn ein Seidenfaden 34 Gewichtstheile zu tra— ö 7 1 N 10 kal, 10 f. Al Ur. ag 0 dan bab an heseh A bon n en fen fi ich, nder sblchen Dutt. fats der ain, a fig h u Fiseig Rache Ernihu fen. Oe d Mppe ien; ale f ben il ble M it fache en Fält nt en fun gl assehe in, Jann n fle kr g , N cr i 0 che de Faser Jceration nn sieht an dieß suchung vtäusch⸗ Erfor⸗ eist im nur die lt habe, schwe— spalten m eine Anzahl se mehr Lange wänden kommt nach zu vas die olgen Theile beil sie t von eit des sistenz r Zahl Gefäß⸗ ug der kennt, nichtig tabil⸗ mmten gefun⸗ zu kla⸗ 51 gen vermag, ein Faden von Phormium 23%, einer von Hanf 16 /, von Flachs 11, und von Aloé(Agave Americana, französ. Aloés pitte) 7 Gewichtstheile tragen können. Wir werden häufig den Ausdruck Faser als eine bequeme Abkürzung brauchen, um ein Gefäßbündel zu bezeichnen, welches, bei den vasculären Theilen, aus Gefäßen und langgestreckten Zellen besteht; und diesem analog, in den cellulären Theilen, ein Bündel von bloßen langgestreckten Zellen, welches sich von dem übrigen Gewebe durch größere Zähigkeit unterscheidet. Die Blatt— Rippen sind nichts als mehr oder weniger verästelte Fasern, welche, indem sie sich von einander entfernen, dem zwischen ihnen befindlichen Zellgewebe zu seiner Entwickelung Raum lassen. Dutrochet gibt dem Worte Faser eine von der vorigen etwas verschiedene Bedeutung; er sagt, es seyen geradlinige Vereinigungen gegliederter Zellen oder langgestreckten Zellgewebes, und fügt hinzu, daß diese Zellen äußerst klein seyen; daß also die Fasern zwar Modificationen des Zellgewebes seyen, demun— geachtet aber doch als besondere, gefärbtes Wasser einsaugende, und Ernährungssaft(sève) führende Organe betrachtet werden müß— ten. Diese Definition von Dutrochet möchte ziemlich gut auf die Rippen(nervures“) oder Fasern der cellulären Gewächse passen; allein mir hat es immer geschienen, und ich glaube hierin mit den übrigen Beobachtern übereinzustimmen, daß die Faser der vasculären Gewächse aus[Gefäßen und Zellen bestehe. Mir ist es einstweilen genug, zu folgern, daß die Faser kein einfaches Organ, sondern ein Bündel sey, welches in den meisten Fällen aus Gefäßen und aus länglichen und zu Faden fest mit einander verwachsenen Zellen, oder blos aus langge— streckten Zellen bestehe. Der Fortgang der Säfte, vorzüglich der aufsteigenden, erfolgt wesentlich in der Richtung der Längs⸗ fasern. Wenn mehrere Fasern kreisförmig um eine Achse, sey es eine wirkliche oder eine eingebildete, herumliegen, so heißt das Ganze der Fasern eine Schicht oder Lage(tratum, cou— che, Ringe, Holzringe). Die Schichten sind meist concentrische Ringe oder in einander eingeschachtelte Kegel; sie sind durchaus nicht einfache Organe, da sie nicht nur aus Fasern, die schon 4* (Pag. 65) an sich selbst zusammengesetzt sind, sondern auch noch aus einem mehr oder weniger häufigen Zellgewebe bestehen, welches sowohl die Fasern einer Schicht, als auch die verschiedenen Schichten unter einander verbindet oder absondert. Auf die Holz- und Rinden-Lagen werde ich bei Gelegenheit der Stengel wieder zu— rückkommen, und ich erwähne ihrer hier nur, um zu vermeiden, daß man sie mit den Elementar-Organen verwechsle. 9 Mt de din, ga llhetzel det won w esiden fach; d fehl, det ms seh herschted f en eher di idemis en der! uc die e a der E fer geg upten,! Nr epi ce geht big ra cher pure fan ele Amici. nk us einem 5 sowohl chichten lz⸗ und eder zu⸗ rmeiden, Fü fünftes Kapitel. Von dem Häutchen(euticula) und der Oberhaut(epidermis). Eiter Wet el. Allgemeine Betirg cht u ng en; Mit dem Namen epidermis oder cuticula bezeichnet man jene dünne, durchsichtige Haut, welche die Oberfläche der Pflan— zen überzieht, und welche sich mit größerer oder geringerer Leich— tigkeit vom übrigen Gewebe trennen läßt. Ueber die Beschaffenheit der epidermis haben zwar sehr entgegengesetzte Meinungen ge— herrscht; die Einen,— und Grew scheint der erste gewesen zu seyn, der dieser Ansicht war,— haben angenommen, die epider- mis sey eine eigentliche und von dem Gewebe, das sie bedeckt, verschiedene Haut, welche mit der Pflanze wachse, wie die Haut bei den Thieren. Die Andern,— und Malpighi kann als Ur— heber dieser Theorie angesehen werden,— haben behauptet, die epidermis sey nichts Anderes, als die Gesammtheit der äußern Zellen der Pflanze, oder wenigstens ihre äußere Wand, welche durch die Einwirkung der Luft und des Lichtes, durch den Durch— gang der Säfte und durch die Einwirkung der Verdunstung, fester geworden sey. Die Theilnehmer der erstern Meinung behaupten, die undurchsichtigen, netzförmigen Faden, die man auf der epidermis wahrnimmt, seyen Gefäße, welche zu ihrem Gewebe gehoren, oder mit ihr zusammenhängen, und welche Hedwig vasa lymphatica cutieulae genannt hat“). Die Theilnehmer der zweiten Meinung hingegen glauben, diese Fäden seyen Spuren der Wände der beim Abziehen der epidermis zer— rissenen Zellen. Unter den Neuern haben Hedwig, Kieser und Amici die erstere Meinung behauptet; Kroker, Mir— bel, Link und Rudolphi hingegen haben mehr oder weniger ) Hedw. Samml., 1, Taf. 5, Fig. 1, 6. (pag. 66) (pag. 69) (pag. 66) 54 die zweite angenommen, und ich selbst hatte mich in meinen frü— hern Werken ihr angeschlossen. Neue Beobachtungen und eine reifere Erwägung der bekannten Thatsachen haben mich auf die Idee geleitet, daß diese zwei Theorien beide wahr, aber auf ver— schiedene Organe anwendbar, und daß alle widersprechenden Be— weisgründe der Anatomen für einen Theil der Organe richtig, für den andern aber falsch seyen. Ich nehme also an, daß die epidermis der Blätter, und sehr wahrscheinlich auch die aller dießjährigen Triebe keine eigen— thümliche Membran sey, wie Grew behauptete, der sie cuti— cula nannte, sondern eine besondere und von allen folgenden wohl unterschiedene Schicht von Zellgewebe, welche auf diese Weise eine Art von Hülle ausmacht, und die ich ebenfalls cuticula nennen will; denn der Name epidermis, welcher Oberhaut be— deutet, ist unpassend, weil sie an und für sich allein die ganze Haut ausmacht. In den alten Stengeln hingegen sind die Haut oder die Häute, welche sich auf der Rinde bilden, nichts Anderes, als die Vereinigung der äußern, an der Luft vertrockneten, Zellen; sie mögen, da die darunterliegende zellige Hülle gewisser— maaßen die Stelle einer Haut vertritt, den Namen epidermis beibehalten. f Bei der Untersuchung dieser zwei Organe werden wir zu— gleich mit ihrer Beschreibung auch die Gründe für unsre Mei— nung angeben, und folglich auch die oben erwähnten Gründe für und gegen diese zwei Theorien gegeneinander abwägen. rel. E Bon dem i gen iich en Häutchen sie el b st. Wenn man das Häutchen, welches die Blätter überzieht, wegnimmt, so sieht man, daß es eine ziemlich feine, in verschie— denen Pflanzen, und öfters auch an verschiedenen Theilen einer Pflanze, mit verschieden gestalteten Felderchen gezeichnete Mem— bran ist. Diejenigen, welche behaupten, dieses Häutchen sey die äußere Wand der gewöhnlichen Zellen des Blattes, stützen sich auf fol— gende Gründe: 1) Man kann es nie wegnehmen, ohne zugleich 10 zl . 5 unt V e 6 0 lift! wlan gllla,. Deen sonde um l 1 daß dung de im aneh cen, nen au de gläche alben hahilt! dige cat nig u gelen u, bal F anden ici hat , Ind amen 794 d pie um st cha c, pen fe gur 1 hüte, e in d. — Al, Lee ten früͤ⸗ id eine auf die uf ber⸗ en Be⸗ ichtig, „und eigen⸗ e cuti- u wohl Weise iticula ut be⸗ ganze Haut deres, kneten, ewisser⸗ dermis zu⸗ Mei⸗ e für f. iht, che⸗ iner Vem⸗ ußere fol gleich 55 das Zellen-Gewebe zu zerreißen und einen Theil der Säfte bloß zu legen. 2) Felderchen dieses Häutchens zeigen in ihrer Gestalt eine mehr oder weniger deutliche Analogie, theils mit der Form der Zellen einer jeden Pflanze, theils mit denjenigen des Orga— nes, von welchem man die cuticula abzieht; so haben die Zellen der Gräser und die der Blattstiele die Form eines langgestreckten Parallelogrammes, eben sowie die Felderchen der sie bedeckenden cuticula, u. s. w. f Diejenigen hingegen, welche behaupten, die cuticula sey eine besondere, durch Faden, die nicht vom Durchschnitt der ge— rissenen Zellen herrühren, in Felderchen getheilte Haut, geben an: 1) daß die durch die Wegnahme der cuticula bewirkte Ent— blößung des Blatt-Parenchyms sich eben so gut erkläre, wenn man annehme, die Zellenwände hingen mit der cuticula zu— sammen, als wenn man denke, die beiden Körper machten nur einen aus; 9 daß, wenn die Felderchen der cuticula immer die gleichen Formen wie die darunterliegenden Zellen hätten, man glauben könnte, sie rührten von ihrer Zerreißung her; allein so verhält es sich keineswegs; eine große Menge von Blättern haben eine cuticula*), die in Felder getheilt ist, deren Ränder unregel— mäßig geschlängelt sind, und welche Formen zeigen, die man an den Zellen keiner einzigen Pflanze wahrnimmt. Selbst diejeni— gen, welche eine sechseckige Gestalt zeigen, sind oft durch Große oder andere Umstände von den Zellen der Pflanze verschieden. Amici hat mehrere Beispiele geliefert*), welche dieß bestäti— gen, und ich selbst habe das Nämliche bei mehreren Pflanzen, und namentlich der Pritoma uvaria,(man sehe Taf. 2, Fig. 3, 4.) beobachtet. 3) Die Cuticula fast aller Blätter zeigt hin und wieder Poren, welche man Spaltöffnungen nennt, de— ren Form sehr merkwürdig ist, und diese Spaltöffnungen existi— ren durchaus nicht in den Häutchen, die sich auf dem Parenchym bilden, wenn man die cuticula weggenommen hat; wenn also letztere nur die äußere Wand der an der Luft vertrockneten Zellen wäre, so sieht man einerseits nicht ein, wie die Spaltoff— nungen in der ursprünglichen cuticula entstehen, und andrerseits, Amte, Osserv. mier., Fig. 24. ** ) Ebendaselbst Fig. 22. (pag. 69) (pag. 70 — 56 warum sie sich nicht auch zum zweiten Male, eben so gut wie zum ersten, bilden. J) Keith) endlich, der noch neulich diese Sache behauptet hat, bemerkt, die cuticula komme auch bei den gegen die Luft geschützten Theilen vor, wie im Innern der Knospen und Sprossen, wo man ihr Daseyn nach Mirbel's Theorie nicht begreifen konnte. 5) Der gleiche Schriftsteller bemerkt ferner, daß die einmal weggenommene cuticula der Blätter sich nie wieder erzeuge, was doch statt finden müßte, wenn sie durch die Einwirkung des Lichts und der Luft auf das Zellgewebe gebildet würde. Aus allen diesen gleich wahren Thatsachen geht hervor, daß die cuticula der Blätter aus einer Schichte von Zellen bestehe, welche gewöhnlich durch ihre For— men und verschiedene andere Umstände von der des gewöhnlichen Parenchyms verschieden sind, und welche man in dieser Hinsicht als eine Art eigenthümliche und vom darunter liegenden Zell— gewebe unabhängige Membran ansehen kann; ferner daß, wenn man sie durch Zerreißung wegnimmt, man nur die äußere Wand dieser Zellen der cuticula erhält; daß die Umrisse der Felder— chen, die man auf ihr bemerkt, nur Spuren von Zellen seyen, die von den gewöhnlichen Zellen verschieden, zuweilen aber den— selben sehr ähnlich erscheinen; und endlich, daß man sie nur vermittelst eines Querdurchschnittes des Blattes vollig deutlich sehen könne. Die gleichen Folgerungen sind auch auf die cuticula der Blattstiele, der jungen Zweige, der Kelche, der Blumenkronen, der Früchte, und überhaupt aller, im Zustande ihrer ersten Entwickelung betrachteten Organe, mit so leichten Abänderungen anwendbar, daß ich, rücksichtlich ihrer cuticula keine andere Ansicht anzunehmen wüßte. Wir werden sogleich sehen, daß die alten Stämme sehr verschiedene Erscheinungen darbieten. Einstweilen wollen wir den Bau der als eine eigene Haut betrachteten cuticula untersuchen. Die cuticula scheint keine einfache Membran zu seyn, wie sie dem bloßen Auge, oder selbst unter den meisten Mikroskopen sich zeigt, wenn man sie von der Oberfläche der Blätter wegnimmt, sondern sie scheint gebildet aus einer Lage abgeplatteter Zellen, die von denen des Parenchyms unterschieden sind, wie sie Ami— *) Trans. Linn. Soc. Lond., 12, S. 6. 10 wahlt c 0 0 fac fei Wucht ,a n bol le en 10 fu aden Furgen! beten d Shea co da, wo die Die Faden d feschym e fithung e felt, the t dem g u galble uahenth scserde 9, u der f uten i f f che b hre ig w. — 1 Vlc! 0 Auf gut wie ich diese ach be iern der Nirbels ftsteller la der müßte, uf das wahren s einer e For⸗ lichen insicht n Zell— „wenn Wand Felder⸗ seyen, er den sie nur eütlich f die „der stande ichten ticula gleich ungen igene wie kopen mmt, ellen, Ami⸗ — 57 ci) mit Hülfe seines starken Mikroskops erkannt hat, und wie ich sie selbst, mit schwächern Mikroskopen, bei der Pritoma uvaria*) wahrgenommen habe. Diese Membran ist im Allgemeinen zäher und fester als die der gewöhnlichen Zellen des Parenchyms, was entweder von ih— rer eigenthümlichen Beschaffenheit, oder vom Einflusse der Luft, des Lichtes und von der Ausdünstung herrühren kann. Diese letztere Ursache scheint die vorzüglichste zu seyn, denn 1) hat die cuticula weit mehr Festigkeit, wenn sie einige Zeit der Luft ausgesetzt ge— wesen ist, als wenn sie sich eben frisch entwickelt hat, deßhalb hat man von gewissen sehr hinfälligen Organen gesagt, sie hät— ten keine cuticula. 2) Die mit Spaltöffnungen versehenen cuti— culae sind im Allgemeinen consistenter, und folglich vom darunter liegenden Gewebe leichter zu trennen, als die, welche keine Spalt— offnungen haben, und welche eine geringe Ausdünstungs-Fähigkeit zu besitzen scheinen. 3) Man begreift ohne Mühe, daß das an die Oberfläche gelangende Wasser erdige Theilchen enthält, die es da, wo es verdunstet, absetzt, und daß folglich die Haut, wo die Verdunstung statt findet, fester werden muß. Die cuticula ist von Natur durchsichtig und weißlich; alle Farben der Blätter, Zweige und Blumen rühren von den im Pa— renchym enthaltenen Stoffen her; jedoch hat die cuticula auf die Färbung einigen Einfluß, theils durch den Grad ihrer Durchsich— tigkeit, theils durch ihren größern oder geringern Zusammenhang mit dem Zellgewebe, theils auch vielleicht durch leichte weiße oder gelbliche Töne, die sie bei einigen Arten annimmt. Durch ihre eigenthümliche Beschaffenheit hat sie auch Einfluß auf das glänzende oder matte Aussehen der Organe. In dem Augenblicke, wo ein Organ anfängt, sich an der Luft zu entfalten, zeigt seine cuticula gewohnlich schon alle Spalt— offnungen und alle Haare, die es dereinst tragen soll; sie stehen folglich auf demselben sehr dicht an einander, und indem die Oberfläche zunimmt, entfernen sich gleichzeitig die Spaltöffnungen und Haare von einander, daher denn die alten Blätter verhält— nißmäßig weniger behaart sind, als die jungen. In einigen *) AxMICI, Osserv. Fig. 23. **) Man sehe Taf. 2, Fig. 3, 4. (pag. 71 ag. 72) (pag. 78 3 — 58 Fällen rührt aber dieß auch von dem natürlichen Abfallen der Haare her. Betrachtet man die cuticula durch ein Mikroskop oder eine starke Lupe, so bemerkt man netzförmige Streifen, welche kleine Felder, oder, wie bei der Narcisse und dem Hafer), Parallelogram— me bilden, oder eckig sind, wie bei der Lilie), oder wunderlich geschlängelt, wie beim Ranunculus repens und Galium aparine“). Diese Streifen gleichen oft einfachen Faden, oft scheinen sie auch doppelt zu seyn, weßhalb man glaubte, sie seyen hohl und bilde⸗ ten ein Haut⸗Gefäßsystem. Hedwig, Kieser und Amici*“) behaupten diese Meinung, gegen welche sich mehrere andere Ana— tomen erheben; man glaubte diese Gefäße dienten zur Verdun— stung; allein sie finden sich in fast gleicher Anzahl auf Flächen, welche sehr wenig und auf denen, welche viel ausdünsten. Rücksichtlich der Leichtigkeit, mit welcher man das zusam— menhängende Häutchen, welches durch die äußere Wand der Zel— len gebildet wird, wegnehmen kann, finden zwischen Pflanzen von verschiedener Art und zwischen den Organen einer und der— selben Pflanze große Verschiedenheiten statt; im Allgemeinen läßt sich die cuticula der untern Blatt-Fläche leichter abziehen, als die der obern; diejenige der Blätter von fleischigem Gewebe leichter, als die der trockenen oder holzigen Blätter; die der blattartigen Or— gane leichter, als die der Geschlechts- oder petaloidischen Organe; die einer mit Spaltöffnungen versehenen Fläche leichter, als die, welche keine Spaltöffnungen haben; sie trennt sich leichter bei Or— ganen, die der Luft ausgesetzt sind, als bei solchen, welche unter dem Wasser oder unter der Erde liegen; leichter bei glatten oder wenig behaarten Theilen, als bei solchen, welche sehr reichlich mit Haaren bedeckt sind, u. s. f. Die verschiedenen Verbindun— gen dieser Elemente bestimmen zahlreiche und leicht erkennbare Verschiedenheiten zwischen allen Pflanzen. ) AmICI, Oss. mier., Fig. 21. Rup. Anat., Taf. 1, Fig. 5. HD w., Theor. retr., Taf. 3, Fig. 1 und 2. *) Rp. Anat., Taf. 1, Fig. 4. HxDwW. Theor., Taf. 3, Fig. 2. *) Auel, Oss. mier., Fig. 24 und Fig. 18. Ru. Anat., Taf. 1, Fig. 1. Hxpw. Theor. retr., Taf. 5, Fig. 4. *) AxICI, Oss. mir., Fig. 25. ——— 01 0 cha , ch, i, Di uh iht d. nb dag gen und eie, id zuer fat sch! it der I chung d ale cc nge das die A. dültten J es bist in Algen alp sshet, wel — ö dc, dab 0 llolars, l dur la er and i ener h hin e die geht g g 90 n ler fas 6 2 uad! J illen der der eine e kleine logram⸗ derlich ne). sie auch 0 bilde⸗ i rt e Ana⸗ serdun⸗ lächen, . zusam⸗ er Zel⸗ flanzen ud der⸗ gen läßt als die fel, als u Or⸗ gane; s die, ei Or⸗ unter oder ichlich ndun⸗ inbare IE DW.) 2. Taf. l, 59 iter Artie. Von der Epidermis der alten Sta m me. Sobald eine junge Sprosse ihre natürliche Ausdehnung er— reicht hat, hört sie auf, in die Länge zu wachsen, und beginnt, nach Regeln, die wir in der Folge untersuchen werden, dicker zu werden. Die ursprüngliche cuticula, welche eine gewisse Zeit hin— durch ihre Bestimmung erfüllt hat, und welche durch das Abfal— len des Organs nicht zerstört worden, wie dieß bei den Blättern, Blumen und Früchten der Fall ist, die cuticula der ausdauern— den Zweige, sage ich, befindet sich in einem besondern Zustande. Sie wird zuerst ein wenig undurchsichtig, dann vertrocknet sie, oder blättert sich ab, oder wird rissig, theils durch die beständige Fort— dauer der Verdunstung und der Wirkung der Luft, theils durch die Dehnung, die sie von dem Zunehmen des Stammes erleidet; sie wird also ganz oder theilweise zerstört, und, wenn man einige sehr langsam wachsende fleischige Stengel ausnimmt, so zeigt das die Zweige überziehende Häutchen, von dem zweiten oder dritten Jahre an, ein von der cuticula verschiedenes Aussehen; es besitzt ein dichteres Gewebe, hat keine Federchen mehr, und ist im Allgemeinen dicker. Diese neue Membrane scheint offenbar, wie Mal pig hi glaubte, aus den äußern Zellen des Zellgewebes ge— bildet, welche, durch die Berührung mit der Luft vertrocknet, welk werden, und ein häutiges Ansehen bekommen; diese bald ein— fache, bald vielfache Haut ist es, die man Epidermis der Stämme, oder eigentliche Epidermis nennt. Du Petit— Thouars, der die Bildung der Epidermis, in seinem fünften Essai sur la végétation, gut dargestellt hat, bemerkt, es wäre bei jeder andern Hypothese fast unmöglich, das ungeheure Zu⸗ nehmen einer Membran zu begreifen, von der man annähme, sie sey beim Entstehen eines Baumes und in einem vorgerück— ten Alter die gleiche. Die Epidermis ist einfach, wenn die Lage, oder vielmehr die äußere Schichte der Zellen allein vertrocknet ist; sie ist doppelt, drei- oder vielfach, wenn allmälig mehrere Zellenlagen vertrocknen; dieß sieht man z. B. im höchsten Grade an einem Peruanischen Baume, den Ulloa mit dem Namen Quinales) bezeichnet, und von welchem er erzählt, daß, nach— ) Urroa, Mem. ph. sur Amer., Disc. VI., S. 129 der französ. ag. 7 5 dem er über 150 Epidermis-Lamellen abgezogen habe, ihm die wa Geduld ausgegangen sey, weiter zu zählen, da er gesehen, daß löst licht er noch nicht die Hälfte der Rinde erreicht hätte. Ein ähnliches dh den f Beispiel kann man an unserer weißen Birke sehen, welche beim 1 andeln Entstehen eines Zweiges eine euticula hat, darauf eine wahre gt, da epidermis bekommt, dann, sowie sie im Alter vorrückt, derglei— 1 Nac chen 2, 3 und bis 18 erhält, und zuletzt eine so geborstene Rinde he n di bekommt, daß sie nur noch unzusammenhängende Blätter von Fbltz. weißer epidermis auf den Fetzen ihrer Zellen-Hülle darbietet. aun, und So ereignet es sich, früher oder später, bei allen Bäumen, An le! bes. 5e) daß zur Zeit, wo die Ausdehnung in die Breite die Bildung sutln E einer epidermis begünstigt hat, da eine zweite nachfolgt, wo, u he, durch die gleiche Ursache, die epidermis durch das Bersten der 0 fc 1 Rinde zerstört wurde. uin er Immer ist es die cuticula, welche sowohl die nur un— uc al ter dem Mikroskope gut sichtbaren Spaltöffnungen, von denen ac de ef wir weiter unten sprechen werden, als auch die Haare trägt, W welche so häufig die Oberflache der blattartigen Organe bedecken, Noise le und mit denen wir uns später beschäftigen werden. Ich erwähne hlehteter dieß hier nur, um darauf aufmerksam zu machen, daß, sobald Men u. die cuticula zerstört ist, jene Organe es auch sind. Die eigent— l syn liche epidermis, die durch das Austrocknen des Zellgewebes ge— lunen fan bildet wird, trägt niemals weder Spaltöffnungen noch Haare. end sin Dieser Umstand hilft mit zu bestätigen, daß diese zwei bisher un— lurch dg ter einem gemeinschaftlichen Namen verwechselten Membranen fact nd verschieden sind. e cpidem Die cuticula der jungen Zweige ist im Allgemeinen geneigt, 1 ff zu reißen, zu spalten und sich leichter der Länge nach abziehen 05 al zu lassen, in welcher Richtung das Wachsthum vor sich geht; ee allein, wenn das Wachsen in die Länge aufgehört hat, und die 100 0 Zunahme des Durchmessers merklich geworden ist, so werden 19. die Zellen, welche durch ihr Vertrocknen die epidermis bilden, 1 fie in die Quere gezerrt, so daß sie, anstatt in der Längenrichtung li länglich zu seyn, wie sie es ursprünglich waren, nun in der 15 der Faul Aachen we Ausg. von 1787. Es ist mir nicht bekannt, zu welchem Genus N dieser Baum gehört. 1 chax, ihm die en, daß hnliches e beim wahre derglei⸗ Rinde ter von bietet. ämmen, Bildung t, wo, ten der ur un⸗ denen tragt, decken, erwähne sobald eigent⸗ es ge⸗ Haare. er un⸗ branen eneigt, ziehen geht; ind die werden bilden, chtung in der Genus 61 transversalen Richtung länglich werden*); woher es denn kommt, daß sie leichter der Quere, als der Länge nach zu zerreißen sind, indem sie, in dieser Richtung weniger Scheidewände, als in der andern, darbieten. So bewirkt der gleiche Grund, der es macht, daß alle Organe, die in die Länge wachsen, leichter in dieser Richtung zu spalten sind, auch, daß die epidermis, welche in die Quere ausgedehnt ist, leichter in dieser Richtung sich spaltet; so spaltet sich die epidermis der Birke, des Kirsch— baums, und überhaupt aller glatten Stämme ungefähr kreisför— mig in die Quere. Bei den der Länge nach gestreiften oder gefurchten Stämmen, wie am Weinstock, behält die epidermis, wegen ihrer, der Länge nach laufenden Unebenheiten, die Fähig— keit, sich in dieser Richtung zu spalten. Bei den Knollen, Aus— wüchsen(exostoses) und überhaupt bei den rundlichen Theilen, die nach allen Richtungen hin zunehmen, reißt oder spaltet sich auch die epidermis in allen Richtungen gleich leicht. Ich habe mit dem Namen Linsenkörper Centicelles) gewisse kleine, ovale Flecken bezeichnet, die man auf der Rinde mehrerer Bäume, und namentlich der Birke bemerkt, und deren Nutzen und Geschichte der Gegenstand eines der folgenden Ka— pitel seyn wird; allein ich erwähne ihrer hier, weil sie dazu dienen können, alles bisher Gesagte zu bestätigen. In ihrer Jugend sind sie der Länge nach oval, nach und nach sieht man sie durch das Dickerwerden des Zweiges rundlicher werden, und zuletzt sind sie der Quere nach länglich-oval. Die cuticula oder die epidermis des Zweiges, welcher diese Organe angehdören, muß, rücksichtlich der Form ihrer Zellen, die gleichen Verände— rungen erleiden. Der Nutzen der epidermis bei den Stämmen muß im Allgemei— nen darin bestehen, die Zellen-Hülle zu schützen; dieser Schutz findet, je nach den Umständen, in dreifacher Hinsicht statt: 1) die epidermis hemmt oder verringert die Verdunstung; die Ursache hievon beweist der Mangel an irgend einer Ausdünstungs— Oeffnung in dieser Haut hinlänglich; 2) die epidermis widersetzt sich der Fäulniß, welche durch die äußere Feuchtigkeit bewirkt werden würde; dafür spricht vollkommen die erdige, oft sogar ) Dogan. Phys. arbr., 1, Taf. 1, Fig. 7. (pag. 70) 8 * 72 1 72522—— 9 1* * 5 62 ag. 50) kieselhaltige Beschaffenheit dieser Membran; 3) die epidermis kann ferner, in einigen Fällen, den Frost von der Rinde abhal— ten. Diese Wirkung ist besonders an den Bäumen mit zahlrei— chen Epidermis-Lamellen auffallend; jede derselben hält eine 0 Luftschichte gefangen, und so bilden sie gleichsam eben so viele Hem— den, welche die Rinde hindern, sich leicht mit der Temperatur n ben der umgebenden Luft in's Gleichgewicht zu setzen. So ist die Birke, die unter allen europäischen Bäumen am meisten epider— mis hat, derjenige Baum, der in den Alpen am höchsten steigt, 1060 und sich den Eisregionen des Pols am meisten nähert. 1 gans, Ey chr scht sen Pla Ir Mgtor 1 beizule Juettard ume gl den Jurte fen Oe se Rude ll lasch Made der Lusbünst i erbalan den einf n nen! In sehe u, Ac 0 fehhig, c aucta. pidermis e abhal⸗ zahlrei— alt eine 5 le Hen Sechs u es Kapitel. Os. 75 nperatur ist die f epider. 3 steigt, Von den Spaltöffnungen(stomata) oder Poren der euticula. Ich bezeichne, so wie Link, mit dem Namen Stomaten (stomata, Spaltöffnungen) ovale Mündungen(Oeffnungen), wel— che sehr sichtbar sind, wenn man die krautartige Oberfläche der meisten Pflanzen unter das Mikroskop bringt. Grew war der erste Anatom, der sie bemerkte, ohne ihnen einen besondern Na— men beizulegen, und ihnen große Aufmerksamkeit zu schenken;“ Guettard, der sie blos durch die Lupe sah, gab ihnen den Namen glandes miliaires); Gleichen hat sie zwar an den Farrenkräutern beobachtet, aber er hielt sie für ihre männ— lichen Geschlechtstheile; Her. Bénèë d. de Saussure nennt sie Rinden-Drüsen(glandes corticales, glandulae corticales), und beschreibt sie sorgfältig in seiner kleinen Schrift über die Rinde der Blätter; Hedwig bezeichnet sie mit dem Namen Ausdünstungs-Poren(pores éEvaporatoires, spiracula* pori exhalantes); Jurine, der Sohn, Link** ͤ und Kieser) mit dem einfachen Namen Poren ii); De la Métherie mit dem Namen Oberhaut-Drüsen(landes epidermoidales), Mirbel hat sie in verschiedenen Werken bald längliche, bald gro— ße Poren(pores alongés, grands pores) genannt r; Rudol- as. 7% *) Man sehe Taf. 48, Fig. 2. ) Meém. Acad. Scienc. de Paris, 1745. n) Hedwig, Samml., 1, Taf. 5, Fig. 1, 6. Theor. gener. retr. et aucta, Taf. 3 und 4. er) Ann. Mus., 19, Taf. 17, Fig. 11. 1) HES, Mém. org. des Plant., Taf. 19. E Run, Anat.; Taf. 1, Fig. 1, 4; Taf. 3, Fig. a. Spreng,, Bau. Gew., Taf. 1, Fig, 3, 5; Taf. 2, Fig. 8; Taf. 7, Fig. 35, 36. TI) Elem., Taf. 14, Fig. 1, 2, 3. Théor., ad. 2, Taf. 1, Fig. 1, N 2. — — 0 1 0 1 0 — ———— —.— —— ——— (pag. 80) 64 phi hat sie unter dem Namen Poren der epidermis gut be— schrieben); ich selbst habe sie unter dem Namen Rindenporen (pores corticaux, pori corticales) angeführt. Allein da keiner dieser zusammengesetzten Namen, streng genommen, rich— tig ist, und sich ein einfacher Ausdruck bequemer brauchen läßt; so ziehe ich es jetzt vor, sie mit dem Namen Stomaten(sto— mata Spaltoffnungen), den ihnen Link gegeben hat, zu be— zeichnen. Dieser Ausdruck bedeutet Mund; ich brauche ihn aber bildlich, ohne ihn, wie man es sehen wird, dem Munde der Thiere gleichstellen zu wollen. Ich ziehe ihn dem Ausdrucke Poren vor, weil letzterer in sehr verschiedener Bedeutung, zur Bezeichnung einer jeden Art kleiner Oeffnungen, gebraucht wird. Die Stomaten zeigen sich unter der Gestalt bald ovaler, bald fast runder, bald ziemlich in die Länge gezogener Oeff— nungen; ihre Größe, welche von einer Pflanze zur andern sehr verschieden ist, pflegt mit der Große der auf der cuticula ge— zeichneten Maschen im Verhältnisse zu stehen, die Liliaceen und überhaupt die Pflanzen von lockerem Gewebe, haben sie gewöhn— lich großer aber in geringerer Menge; die Pflanzen von gedräng— tem Gewebe haben sie kleiner, aber dichter bei einander. Die offenstehende Mündung der stomata haben alle Beobachter ge— sehen und einstimmig angenommen, Mirbel ausgenommen, der, nachdem er sie in seinen ersten Schriften*) angenommen und abgebildet hat, nunmehr vermuthet,(aus welchem Grunde, weiß ich nicht) diese Mündung der stomata sey eine optische Täu— schung. Man kann die Porosität der stomata besonders daran erkennen, daß man ihre Mündung gleich gut sieht, man mag die cuticula von oben oder von unten betrachten. Nicht nur geben alle Anatomen zu, daß die stomata wirklich durchbohrt sind, sondern sie haben auch sämmtlich bemerkt, daß ihre Oeff— nung, je nach den Umständen, in welchen sie sich befinden, von ver⸗ *) In einer 1801 im Institut vorgelesenen Abhandlung, von welcher ein Auszug unmittelbar in's Bulletin philomatique aufgenommen wurde, und welche im ersten Band der Mémoires des Savans étran— gers vollständig erschien; die meisten der in diesem Mémoire an— gezeigten Resultate sind 1807 von Rudolphi, in seiner Anato— mie der Pflanzen, bestätigt worden. *) MInB., Anat. Tab., fig. 48, 19, 20, 21, 24. 0 10 tend a se 0 A b dend b dt t e tler 1a a, de engen letztere i ud de I, zen de Spe Allende in gef rätte n nicht fe fagegen gen B. ten und fr alen hen, ul ien Az fc se in il iht Mur di Bl lichen egon! Aan Fläche f d Nu hab 11 ö se ft , e 159 file n sacht ger de 0 „ N e gel n Momatz en i N ile 8 f gut be: denporen lein da n, rich⸗ en läßt; en(sto. zu be⸗ hn aber nde der lödrucke ng, zur t wird. obaler, K Oeff⸗ rn sehr ula ge⸗ een und gewohn⸗ gedräng⸗ 1. Die ter ge⸗ „, der, n und „ weiß 5 Täu⸗ daran n mag ht nur chbohrt e Oeff⸗ n, von vek⸗ welcher aommen 5 Etran- dire gn⸗ Angato⸗ 65 verschiedener Größe ist; sie sind im Allgemeinen offen in den gut vegetirenden Blättern und in den der Sonne ausgesetzten Theilen; sie sind weniger offen, oder bisweilen ganz verschlossen, in den leidenden blattartigen Organen, welche zu alt sind, oder eine Zeit lang zu wenig Licht erhielten. Ihr Rand hat das Ansehen einer Art ovalen Sphinkters, der sich öffnen und schlie— ßen kann; die Linie, die diesen Sphinkter umgibt, hängt immer mit denjenigen zusammen, welche das Netz der cuticula bilden; unter letzterer, und in dem Zwischenraume zwischen der Oeff— nung und dem Rande des Sphinkters, findet man sehr oft kleine, ziemlich adhärente Theilchen von grüner Materie. Die Spaltöffnungen kommen, auf eine mehr oder weniger auffallende Weise, in allen blattartigen Oberflächen der vascu— lären Gefäße vor, nämlich auf den eigentlichen Blättern, den After⸗Blättern(stipulae), den krautartigen Rinden, den Kelchen, den nicht fleischigen Fruchtbedeckungen(pericarpia); sie fehlen dagegen in allen Wurzeln, den alten Stengeln, den nicht blatt⸗ artigen Blattstielen, den meisten Petalen, den fleischigen Früch— ten und allen Samen der vasculären Gewächse; sie fehlen fer⸗ ner allen Organen der cellulären Gewächse. Einige Naturfor— scher, und besonders Treviranus versichern jedoch, in einer kleinen Anzahl von Moosen welche gesehen zu haben; allein ich habe sie in ihnen nicht erkennen können; auch Rudolphi läug⸗ net ihr Vorkommen bei den Moosen und Lebermoosen. Die Blätter tragen nicht ohne Unterschied auf ihren beiden Oberflächen stomata; die einen, wie z. B. die des Birnbaums, der Begoniaspathulata u. s. w., haben sie blos auf der untern Fläche; die der meisten Liliaceen oder der Gräser haben sie auf beiden Flächen; die schwimmenden Blätter der Nym— phäaceen haben sie nur auf der obern Fläche. Rudolphi ver— sichert, sie fehlen gänzlich einigen außerordentlich wolligen Blät— tern, wie z. B. denen der Marrubien. Man findet sie auf den Blattstielen nur dann, wenn diese in eine Art von Blatt aus— gedehnt oder mit blattartigen Rändern eingefaßt sind. Die Af— terblätter(stipulae) haben sie nur, wenn sie blattartig sind; ebenso verhält es sich mit den jungen Trieben, sie haben nur dann stomata, wenn sie krautartig, weich und grün sind, und sie fehlen ihnen gewöhnlich, wenn sie entweder zu holzig, zu Decandolle's Organographie d. Gewächse. 5 (Pag. 81) 66 fleischig oder zu membranbs sind; einige holzige, aber mit grü— ner und fast blattartig beschaffener Rinde versehene Stengel, wie z. B. die der Ephedra, haben stomata, wie die wahren Blätter. Die Involucra und die Kelche sind analogen Gesetzen unterworfen; sie haben stomata, wenn sie blattartig, und nur wenige oder keine, wenn sie membrandͤs sind; die Perigonia haben fast sämmtlich welche au der untern Fläche, selbst wenn sie gefärbt sind, wie z. B. die der Nyctago Jalapae(Mirabilis Jalapae L.) und die meisten haben keine au der obern Fläche; den Petaleu fehlen sie fast immer), einige Pflanzen ausgenom— men, wie z. B. Michauxia, Campanula barbata, Pe- ganum harmala, welche auswendig stomata haben, und, nach Rudolphi, Epilobium angustifolium, welches sie G56. 82) an beiden Flächen hat; ich habe an einer Monstrosität von Ranunculus philonotis an der untern Fläche der in Blät— ter verwandelten Petala welche gefunden. Auf den Griffeln und Staubgefäßen habe ich sie nie gesehen; allein Rudolphi ver— sichert, daß sie auf einigen, zu B. denen des Lilium bulbi— ferum vorkommen. Bisweilen haben die Fruchtbedeckungen (pericarpia) welche, wenn sie von blattartiger Consistenz sind; allen denen aber, welche fleischig sind, fehlen sie ohne Ausnahme.“) Diese letzte Regel entspricht dem, was man an den Blät— tern beobachtet; die fleischigen haben verhältnißmäßig viel we— niger Spaltöffnungen, als die Blätter von dünner oder fase— riger Consistenz**). In allen diesen Organen findet man die stomata niemals, weder auf den primären noch secundären Rippen (nervures), noch selbst auf ihren Verzweigungen; sondern immer ) Wenn einige Schriftsteller die Petala als häufig mit Spaltöffnun— gen versehen angegeben haben, so rührte es daher, daß sie entweder gefärbte Kelche, wie bei Nigella und Passiflora, oder Perigo⸗ nien, wie die der Lillen und Nyetagp, für wahre Petala angesehen haben. ) Wilhelm Sprengel will an Prunus Cerasus Spaltöffnungen entdeckt haben. Man sehe C. Sprengel von d. Bau u. d. Natur d. Gew., Seite 186, und die in demselben Werke, Taf. IX, Fig, 45, von dliesen Spaltöffnungen gegebene Abbildung. Anmerk. des Uebersetzers. 6 Des va ur sagt(Fhyllogr., S. 47.), Leeuwenhoek habe auf der Fläche eines Bur⸗ Blattes 172,000 stomata gezahlt. * Ach fache! Ati de 90 el 1150 f 0 fue seht en! g Val. cen den d A dl. Nel ein achat, i, Dige der unte fit kelhe eme denn die Ae fe falle mk. le N en der a aser i nich i kn gef n uam ige er zy chin. M W f zun I Me U —— 5 Koll — 9 hug, 9 . it grü⸗ tengel, vahren eseten id nur igonia wenn ⸗abilis lache; senom „Pe- und, es sie t von Blät⸗ n und i ver⸗ ulbi. kungen sud; fe.) Blät⸗ we⸗ fase⸗ n die ippen mmer fnun⸗ weder erigo⸗ sehen ungen Natur 9 455 ts. suf det 67 auf dem eigentlichen Parenchym. Diese Lage der stomata ist im Gegensatze mit der der Haare, welche auf den Rippen oder ihren Ramificationen entspringen. Die stomata sind im Allgemeinen auf dem Parenchym zer— streut und in ziemlich gleichen Entfernungen von einander ver— theilt; bisweilen, wie man es an den Blättern mit parallelen Rippen sieht, sind sie in eine oder zwei Längen-Reihen zwischen den Rippen geordnet. Die stomata der Schafthalme(Equisetum), welche Vaucher) gut untersucht hat, sind längs dem Stengel, zwischen den hervorspringenden Rippen in Zeilen gereiht; ihre Zahl und Anordnung bieten dort sogar gute specifische Charak— tere dar. Bei einigen Blättern findet man sie hin und wieder einander genähert, wo sie dann kleine Rosetten oder rundliche Flecken bil— den. Diese rosettenförmige Gruppirung der stomata ist sichtbar an der untern Fläche der Begonia spathulata, und verursacht hier kleine, dem bloßen Auge sichtbare Punktirungen; sie ist sehr bemerklich an der Crassula cordata und arborescens; denn die rundlichen Punktirungen, die man an ihnen mit bloßem Auge sieht, sind Häufchen von Stomaten. Diese Beobachtung hatte mir einst die Muthmaßung eingeflößt, die stomata möchten wohl die Mündungen der Gefäße seyn; denn eine jede der Punkti— rungen der eben erwähnten Arten von Crassula ist das Ende einer Faser und diese selbst ist ein Bündel von Gefäßen; ich befe— stigte mich in dieser Meinung, indem ich erwog, daß die Stoma— ten allen gefäßlosen Pflanzen fehlen; doch mußte ich gestehen, daß ich den Zusammenhang zwischen einem Gefäß und einer Spaltöff— nung nie gesehen. Comparetti ging viel weiter als ich, indem er gesehen zu haben versichert, wie sich die Gefäße in die stomata endigen. Mirbel hingegen sagt, die stomata seyen Mündungen der Zellen; und Kieser glaubt, sie stoßen mit den Intereellular— Gängen zusammen. Jetzt neige ich mich auf die Seite dieser letzten Meinung; allein die Sache verlangt noch eine neue Un—⸗ tersuchung. Die stomata fehlen in mehreren vasculären Pflanzen, wie ) Monogr. des Préles, Taf. 1, Fig. 3; Taf. 3, Fig. 4; Taf. 4, Fig. 4; Taf. 5, Fig. 3, 2, C. 5 Gag. 83 ag. 84) 68 es scheint in Folge ihrer Lebensweise. So z. B. findet man sie 1) weder auf den Blättern, noch auf den Stengeln der unter dem Wasser lebenden Pflanzen, wie der Zostera, das Cera— tophyllum u. s. w., und bei denjenigen, die einen Theil ihrer Organe unter und den andern über dem Wasser haben, wie mehrere Potamogeton), mehrere Myriophyllum, mehrere Nymphäen u. s. f., findet man die stomata nur an dem der Luft ausgesetzten Theile; die Blätter der Wasser-Ra— nunkel haben stomata, wenn man sie an der Luft aufzieht, und keine, wenn man sie im Wasser leben läßt. 2) Derjenige Theil der Blätter der Zwiebel-Gewächse, der in der Zwiebel versteckt und folglich gebleicht ist, zeigt entweder gar keine oder nur ei— nige verschlossene und verkümmerte. Alle wahrhaft parasitischen, nicht grünen vasculären Pflanzen haben keine stomata, weder auf ihrem Stengel, noch selbst auf den schuppenförmigen Spu— ren ihrer fehlgeschlagenen Blätter, so z. B. die Orobanche, Lathraea, Monotropa, Cuscuta u. s. f.; diejenigen hin⸗ gegen, welche von grüner Farbe sind, wie die Mistel(Viscum) und die Loranthus-Arten sind reichlich damit versehen. Der Nutzen der stomata ist in der Pflanzen-Physiologie und Anatomie ein wichtiger Punkt, über welchen die Naturfor— scher verschiedene Meinungen, geäußert haben. Vielleicht können in der That diese Mündungen unter verschiedenen Umständen, verschiedene Bestimmungen erfüllen. Einige haben den Spaltöfsnungen das Ausschwitzen der harzigen oder wachsartigen Stoffe, welche verschiedene Blätter überziehen, zugeschrieben; allein, wenn man das allgemeine Vor⸗ kommen der stomata bei den vasculären Pflanzen und die Sel— tenheit dieser Excretionen bedenkt, so ist man zu dem Schlusse gezwungen, daß, wenn die stomata zur Bildung und Ausschei— dung derselben dienen, dieß doch nur ein Neben-Geschäft dieser Organe seyn könne. Was den wachsartigen Stoff betrifft, der den bläulichen Staub(Reif, la poussière glauque) der Pflan⸗ zen ausmacht, so bietet sich hier eine zweite Einwendung dar; ) In diesen Fällen, sowie in einigen andern, rührt dieß daher, daß die unter Wasser befindlichen Blätter nur Blattstiele sind, wie wir in der Folge zeigen werden. Man sehe Buch II. Kap. III. Art. 2. ich, Tue! D gane Le ug 0 K dene. Is ff, so ene este se zu Aaschieden. f r alt fil, den A ger! unde El de son mehkete tin En 20 1 Mag gaben schet per. Wen ent fi de kn ungen, cht di 1 de stor fang nu Wm in can Aa, gh ih, Me pe mat Ag hn et man unter Cera. Theil haben, lum, ur an A⸗Ra⸗ t, und Theil steckt ur ei⸗ chen, weder Spu⸗ iche, n hin⸗ cum) . sologie urfor⸗ önnen nden, der lätter Vor⸗ Sel⸗ hlusse schei⸗ dieser t, der Pflan⸗ dat; ek daß wie wit let. 2. 69 nämlich, daß er auf mehreren Früchten, z. B. auf den Pflaumen vorkommt, welche doch keine stomata haben. Die Bestimmung der stomata muß man unter den allge— meinen Verrichtungen der blattartigen Organe aufsuchen; diese Mündungen können also entweder zur Aushauchung oder Einsau— gung der Luft, oder zur Ausdünstung oder Einsaugung des Was— sers dienen. Was ihr Verhältniß zu dem Heraustreten der Gasarten be— trifft, so bemerke ich, daß ihr Nicht-Vorkommen bei den Wurzeln, den alten Stengeln, ihre Seltenheit auf den petaloidischen, und ihre Verstopfung bei den etiolirten Theilen, zu beweisen schiene, daß sie zur Aushauchung des Sauerstoffgases dienen; denn diese verschiedenen Organe haben an dieser Function keinen Theil; allein auf der andern Seite fehlen sie den unter Wasser befindlichen Blät— tern, den fleischigen Früchten und allen cellulären Gewächsen. Da aber alle diese verschiedenen Gewächse in ihrem grünen Zu— stande Sauerstoffgas aushauchen, so kann man nicht sagen, daß die stomata dieses Geschäft verrichten; überdieß kommen sie in mehreren gefärbten Blättern und in einigen Petalen vor, welche kein Sauerstoffgas ausscheiden. Theodor de Saussure hat gezeigt, auf welche Weise die Pflanzen des Nachts das Sauerstoffgas einsaugen, und scheint zu glauben, daß diese Einsaugung durch die Spaltöffnungen ver— richtet werde, weil die Fett-Pflanzen und die Sumpfpflanzen, die deren wenige besitzen, weniger als die andern einsaugen; allein 1) sind die krautartigen Gewächse, welche viele stomata besitzen, nicht diejenigen, welche am meisten Sauerstoffgas absorbiren, und 2) geschieht diese Verrichtung des Nachts; zu dieser Zeit aber erschei— nen die stomata verschlossen. Man kennt die nächtliche Luft-Ein— saugung nur noch bei einer zu beschränkten Anzahl Pflanzen, als daß man in dieser Hinsicht eine Meinung von der Verrichtung der Spaltoffnungen fassen könnte; besonders käme es darauf an, zu wissen, ob die fleischigen Früchte, die Petala und die cellulären Gewächse, welche keine besitzen, Luft einsaugen. Mit weniger Ungewißheit kann man den Antheil schätzen, den die stomata an der wässerigen Ausdünstung haben. Sie existi— ren in allen blattartigen Theilen, von welchen man weiß, daß sie diese Verrichtung ausüben; sie finden sich in größerer Zahl bei den (Pag. 65) Dag · 86) (pag. 7) ——— e Pflanzen mit membrandsen, viel ausdünstenden Blättern, als bei den fleischigen, wenig ausdünstenden Blättern; sie fehlen bei den Wasserblättern(feuilles aquatiques), den etiolirten Flachen, den fleischigen Früchten, den Petalen, den Wurzeln, welche nicht, wenigstens nicht auf eine den Blättern analoge Weise, zu transspi— riren scheinen. Sie sind in der Dunkelheit, d. h. wenn die Aus— dünstuug aufhört, verschlossen, und im Sonnenlichte, d. h. wenn die Transspiration am besten vor sich geht, geöffnet. Sie fehlen endlich in allen cellulären Gewächsen, wo die Ausdünstung gar nicht wie bei den andern Pflanzen statt findet. Man muß aber wohl unterscheiden zwischen der einfachen Ausdünstung, welche bei allen Gewächsen, Tag und Nacht, in stufenweisem und ge— mäßigtem Verhältnisse, durch das Gewebe statt findet, und derje— nigen Ausdünstung, welche durch die Einwirkung des Sonnen— lichts, in großem Maße, einzig und allein durch die mit Stoma— ten versehenen Organe erfolgt, und welche mir durch die stomata hervorgebracht zu werden scheint. Nur weil man diesen Unter— schied nicht machte, hat man unrichtige Einwendungen gegen diese Theorie erhoben, welche Hedwig zuerst 1793 geäußert hat, die ich 1801 weiter entwickelt habe und welche seither, 1802 durch Sprengel und 1807 durch Link und Rudolphi bestätigt worden ist. Die entgegengesetzte Meinung wurde von Schrank behaup— tet, welcher glaubt, die stomata dienen dazu, die Feuchtigkeit der Luft einzusaugen. Ich glaube, daß die Einsaugung wässe⸗ riger Dünste durch die Blätter entweder eine seltene, oder eine außer dem gewohnlichen Gange der Vegetation liegende Erschei— nung ist; die Pflanzen, an welchen sie am auffallendsten ist, sind die Wasser-Algen, die offenbar das umgebende Wasser mittelst ihrer ganzen Oberfläche einsaugen; allein diese Pflanzen haben keine Spaltöffnungen, und dieses Beispiel würde folglich ein Be— weis gegen diese Meinung seyn. Unter den vasculären Pflanzen scheint das Einsaugen des Wassers am deutlichsten bei den Fett— Pflanzen zu seyn, welche bekanntlich lange Zeit von ihren Wurzeln getrennt fortleben und sich von der Luft zu nähren scheinen. Ich habe mich durch Erfahrung überzeugt, daß diese Pflanzen, wenn man sie an einem geschützten Ort aufhängt, beständig an Gewicht perlieren, daß sie hingegen, wenn man sie alsdann in's Wasser 1 bol falt 0 galche ock, 00 ech a duch r glu Hon am de el 0 she dee Wa l, dafi schet So b chile ige f rden fenals ite, d. fnunge halten, e duct in fa, fehlt Mint Ice Vert , elch nie 2 unn ng gro fuflls n. in de Der waschen. luer wach uuglcher , f agstten, ein d als hei bei den n, den nicht, ansspi⸗ e Aus⸗ „wenn fehlen ig gar iß aber welche nd ge⸗ derje⸗ onnen⸗ dtoma⸗ omata Unter⸗ n diese gt, die 2 durch ttt haup⸗ igkeit wässe⸗ reine schei— sind ittelst haben u Be⸗ sanzen Fett⸗ urzeln Ich wenn ewicht Passer 71 taucht oder dem Regen aussetzt, in sehr kurzer Zeit das verlorne Gewicht wieder gewinnen; folglich saugen die Spaltoffnungen, im gewohnlichen Zustande, die Feuchtigkeit der Luft nicht ein; aber die welken, vertrockneten Blätter saugen das sie berührende Wasser ein. Geschieht dieß durch die bloße Hygroskopicität des Gewebes, oder durch die stomata? Wir wollen nun sehen, was zu Gunsten dieser letzten Meinung entscheiden könnte. Bonnet hat gesehen, daß gewisse Blätter fortleben konnen, wenn die eine ihrer Flächen, oder beide, auf dem Wasser liegen, und es scheint offenbar, daß sie bei diesen Versuchen, durch die auf das Wasser gelegte Fläche Flüssigkeit einsaugen; man muß da⸗ her, damit das Blatt leben könne, es immer mit der Fläche, auf welcher stomata sind, mit dem Wasser in Berührung setzen; folg— lich scheinen die Spaltöffnungen, in diesem Fall, absorbirende Gänge zu seyn. Indessen, wenn man diesen Versuch auf einer gefärbten Flüssigkeit macht, so dringen die färbenden Theilchen niemals in das Blatt ein, woraus vielleicht richtiger zu schließen wäre, daß, wenn die Blätter, die mit der Fläche, wo sie Spalt— öffnungen haben, die Flüssigkeit berühren, sich auf ihr frisch er— halten, dieß nur daher rühre, weil die Berührung des Wassers ihre Ausdünstung hemmt. Auf diese Weise setzt man sie künstlich in den Zustand einer fleischigen Frucht, die aus Mangel an Stoma— ten, mehrere Wochen und selbst mehrere Monate lang frisch bleibt. Meine Meinung wäre also kürzlich diese: 1) daß die gewöhn— liche Verrichtung der Spaltöffnungen die wässerige Aus dünstung sey, welche man von der einfachen Verdünstung unterscheiden müsse; 2) daß sie zwar in einigen Fällen auch zur Absorbtion dienen mögen, daß aber die Erfahrungen auch eben so gut durch die Hygroskopicität des Gewebes zu erklären seyen; 3) daß es ebenfalls möglich sey, daß sie des Nachts Luft einsaugen, daß aber die Versuche nicht vielfältig genug seyen, um sich dessen zu versichern. Außer den sehr sichtbaren Spaltöffnungen ist die Oberfläche der Gewächse vermuthlich noch von nicht wahrnehmbaren Poren durchlöchert; diese Poren scheinen, nach dem Gange der Vegeta— tion, auf den äußern Wänden der Zellen, oder auf der Cuticula, zu existiren, aber so klein zu seyn, daß man sie auch durch die stärksten Mikroskope nicht erkennen kann, und ihr Daseyn wird (pag. 80 72 blos physiologischen Erscheinungen zufolge vermuthet. Wenn man also der Luft einen Theil eines Gewächses aussetzt, von wel— chem man durch Beobachtung weiß, daß es keinerlei andere Poren hat, so kann man doch nicht anders, als bemerken, daß er all— mälig ein wenig von seinem Gewichte verliert, und daß folglich die darin enthaltenen Flüssigkeiten Auswege gefunden haben. Wenn man einen Theil des Gewebes einer Ula oder eines Moo— ses, welche man als aller sichtbaren Poren entbehrend kennt, in's Wasser legt, so saugt dieser Theil das Wasser mit einer Begierde ein, welche die Durchdringlichkeit seiner Oberfläche beweist. Sind dieß nun bloße unorganische Poren, wie sie die Physiker in allen Korpern annehmen, oder sollten es äußerst kleine Drüsen seyn, welche in einigen Fällen blige, wachsartige oder harzige, gewisse Oberflächen überziehende Stoffe absondern? Dienen diese Poren zum gewohnlichen Durchgang der Gasarten und Dünste, oder zum Durchgang der Flüssigkeiten?— Alle diese Fragen sind noch unbeantwortet. zn de! M. de th be leg U gc, le 0 Aue Fssgeken a 8 eim sche dicht! Wang Sihl, darm ben zu! 0 Di ales, ffn frucpes e udlche ach der u gereh Au, daß d 4 Jar g 1 f ü ö ch N m ecge G af 5 fang . Deer . ̃—̃———— Wenn on wel⸗ Poren er all⸗ folglich haben. 5 Moo⸗ t, in's egierde Sind allen seyn, zewisse Poren oder sind Sie bentes Kyu pte Von den Schwämmchen und Saug war zchen. Mit dem Namen schwammige Poren(pores spon— gieuy) oder Schwämmchen(spongiolae, franz. s pon“ gioles) habe ich gewisse äußere Theile des Gewebes bezeichnet, welche, ohne daß man unter dem Mikroskop einen sehr eigenthüm— lichen Bau an ihnen bemerkt, einen sehr starken Trieb haben, die Flüssigkeiten, mit denen man sie in Berührung bringt, einzusau— gen, und welche sich alsdann wie kleine sehr hygroskopische Schwämmchen zu verhalten scheinen. Sie scheinen aus einem sehr dicht gewobenen Zellgewebe von rundlichen Zellen zu bestehen. Anfangs hatte ich zu dieser Klasse von Organen nur diejenigen gezählt, welche man an den Enden der Wurzeln bemerkt, allein gegenwärtig glaube ich mehrere Arten von spongidsen Poren unter— scheiden zu müssen. 1) Die Wurzelsch wämmchen(spongiolae radi- cales, franz. spongioles radicales) oder, nach meinen Principes élémentaires, die Wurzelporen(pores radicauy), befinden sich an allen fibrdsen Endigungen der Wurzeln. Wenn man diese Enden zergliedert, so findet man im innern nichts als rundliches oder rosenkranzförmiges Zellengewebe; allein, obgleich der ganze Korper jeder Wurzelzaser aus einem analo— gen Zellgewebe zu bestehen scheint, so beweist doch die Erfah— rung, daß die Einsaugung der Säfte nur durch das Ende jeder Zaser geschieht. Wenn man, mit Sénebier, zwei Wurzeln so in's Wasser setzt, daß die eine blos mit ihrem Ende dasselbe berührt, die andere aber mit ihrer ganzen Ober— fläche untergetaucht ist, ihr Ende aber zurückgebogen und an der Luft gelassen wird, so wird die erstere, ganz wie gewöhn— lich, einsaugen, die zweite aber keine merkliche Menge absor— biren. Dieser Versuch, den man mit einer Möhre oder Scor— (pag. 80) (pag. go) (pag. 91) 74 zonere leicht wiederholen kann, beweist augenscheinlich, daß die Enden der Wurzeln mit einer ganz besondern hygroskopi— schen Kraft begabt sind. Allein wenn man bedenkt, daß die Wurzeln, wie wir in der Folge zeigen werden, nur an ihrem Ende wachsen, so wird man sehr geneigt seyn, zu glauben, daß dieses Ende sich wesentlich dadurch auszeichne, daß es immer eine membrandse, junge, durch das Alter nicht ver— stopfte Oberfläche darbietet, welche folglich die hygroskopische Eigenschaft des Pflanzengewebes in ihrer ganzen Fülle besitzt; man würde alsdann einsehen, warum die Wurzel-Enden so auf— fallende Erscheinungen zeigen, da doch ihr anatomischer Bau nichts sehr Bemerkenswerthes darbietet. Carradori), welcher Seénebier! s Versuche wieder— holt hat, erhielt die gleichen Resultate wie er, als er wohl⸗ entwickelte Rettige oder andre Wurzeln anwendete. Minden seine Versuche ab, indem er einen Rettig zuerst so in's Was— ser stellte, daß die Wurzeln darin, die Schwämmchen aber außerhalb desselben waren, worauf die Blätter verwelkten; dann setzte er die Schwämmchen in's Wasser und ließ den Wurzel-Körper herausstehen, und die Blätter erlangten ihre Frische wieder. Wenn er hingegen junge Pflanzen von Getreide oder Lupinus, welche noch ihre Kotyledonen trugen, den gleichen Versuchen unterwarf, so sah er, daß sie, selbst wenn ihre Wurzel-Enden nicht im Wasser waren, dennoch zu vege— tiren fortfuhren. Aus diesen Thatsachen schloß er, daß die Wurzeln durch ihre ganze Oberfläche einsdgen; allein aus seiner eigenen. Angabe schließe ich nur, daß diese jungen Pflanzen sich einige Tage lang auf Kosten ihrer Kotyledonen ernährt haben. Die dicksten Wurzelschwämmchen, die mir vorgekommen, sind die des Pandanus odoratissimus, von welchen ich eine Abbildung geben). Man wird daran bemerken, daß das Schwämmchen wie mit den Resten einer epidermis umgeben ist, welche es bei seiner Verlängerung zerrissen zu haben scheint; ) Degli Organi assorbenti delle radice, osserv. present. alla Soc. Georgof. di Firenza, in 8. 0 Tafel 10. —— e 0 e 0 „ wlchebe 0 l N ole! fun, m. auf ud pr ai le cht, les, in Al 10 N Di sbtillare 6 wäblich fach Ne d ud machen de ugleder feinem J dh, le 90 4 Jemipalt u Shu fußtgket f guch, häng fight g. fen der! N Sc hohen d ehen! fich sagfabe; in flott; Ahe der — ett ich, daß groskopi⸗ daß die in ihrem glauben, daß ez cht ber⸗ skopische bestzt; so auf⸗ er Bau wieder⸗ wohl⸗ ändeite 5 Was⸗ en aber welkten; ließ den ten ihte Getreide „ den t wenn bege⸗ aß die seiner flanzen ernährt mmen, hen ich aß das hen ist, qcheint; lla Soc. — 75 diese Ueberreste fallen nachher ab, ohne auf der Wurzel selbst eine Spur zurückzulassen, und stellen eine Art von zerrissener Wurzelscheide(Coleorhiza) vor; die Haube(coifle), welche die Wurzel der Wasserlinsen oder Lemna endigt, scheint eine Art Coleorhiza- zu seyn, welche, statt an der Spitze zu bersten, um das Schwämmchen durch zu lassen, an der Basis zerreißt, und das Schwämmchen bedeckt, wie das Häubchen (calyptra, franz. coiffe) der Moose ihre Kapsel bedeckt. Etwas Analoges findet man bei allen im Wasser wachsenden Wur— zeln wieder.(Man sehe mein prémier Mémoire sur les Len- ticelles, in den Annales des Sciences naturelles 1826. Seite 1, Tafel 16.) 2) Die Pistillar-Schwämmchen(spongiolae pistillares, franz. spongioles pistillaires) sind die Punkte des weiblichen Organs, welche die befruchtende Feuchtigkeit auf gleiche Weise einsaugen, wie die Wurzel-⸗Enden die Feuchtigkeit. Sie sind gemeiniglich am Ende des Griffels befindlich, und machen den wesentlichen Theil der Narbe aus. Wenn man diese zergliedert, so bemerkt man nur ein Zellgewebe, welches in seinem Bau nichts Besonderes zu zeigen scheint; wir werden auf diese, bei Gelegenheit der Befruchtungs-Organe, zurückkommen. 3) Die Samen-Schwämmchen(s pongiolae seminales, franz. spongioles séminales) befinden sich auf der Oberfläche des Samens selbst, und durch sie dringt die Feuchtigkeit ein, welche sie keimen machen soll; in der That werden wir auch, bei Gelegenheit der Keimung, sehen, daß diese Schwämmchen in jeder Klasse von Samen mit einiger Regel— mäßigkeit geordnet zu seyn scheinen, und daß sie alle Eigen— schaften der andern Schwämmchen-Arten besitzen. Die Schwämmchen der Wurzeln, der Pistille und der Sa— men haben das mit einander gemein: 1) daß in diesen Organen, in den einen wie in den andern, das Zellgewebe im höchsten Grade hygroskopisch ist; 2) daß in ihnen, ohne irgend eine wohl zu bemerkende Organisation, eine sehr ausgezeichnete Einsaugung statt findet; 3) vorzüglich, daß diese Organe die färbenden Theilchen der Flüssigkeiten einsaugen“), da doch diese Theilchen ) Kieser verstchert, die färbenden Theilchen drängen nur dann in (pag. 92) * 1 . — 1 4 N 1 1 N„ 9 * 10 1 1 N 1 N 0 . 1 U 1 10 1 10 10 0 1 9 1 4 — 1 0 17 1 4 4 0 0 1 1 U 5 1 ö 1 0 N 1 9 1 0 9 100 ö 0 f ö 0 N 1 0 1 Fag. 93) 76 niemals durch die stomata hindurchgehen, ungeachtet diese un— endlich viel großer sind, als die Poren, womit die Oberfläche der Schwämmchen vielleicht besetzt ist, es nur seyn konnen. Dieser letzte Umstand besonders ist höchst auffallend, wenn man bedenkt, daß die färbenden Theilchen sogar durch das dichte, feste und fast steinige Gewebe der härtesten Samen hindurchgehen, und hin— gegen nicht einmal in die Blätter eindringen, deren Gewebe doch so locker ist, welche unter dem Mikroskope sehr sichtbare Poren haben, und welche ganz gewiß, wenigstens in gewissen Fällen, das Was— ser, mit welchem man sie in Berührung setzt, einsaugen. Dieses Beispiel kann uns unter vielen andern beweisen, wie wenig uns die Anatomie, selbst die allerfeinste, genaueste, über die innerste Beschaffenheit der organischen Gewebe zu belehren im Stande ist. a Zu den Schwämmchen muß man vielleicht auch die Enden der Haarbüschel Czhouppes“) oder wurzelförmigen Haare zählen, welche man bei einigen Flechten bemerkt, und vielleicht auch die absorbirenden Enden der Saugorgane(sucçoirs) wie z. B. bei der Cuscuta. Diese noch aufzuklärenden Gegenstände übergebe ich der Untersuchung der Anatomen. Was die Analogie zwischen den Wurzel-Haaren und den Schwämmchen betrifft, so werden wir späterhin darauf zu sprechen kommen. Die Saugwarzen(haustoria, franz. sucoirs) sind eine Art kleiner Höcker, welche seitwärts an den Stengeln einiger Schmarotzer-Pflanzen, wie z. B. bei den Cuscuta- Arten“ ent- stehen, und welche denselben dazu dienen, aus den Gewächsen, an welchen sie fest sitzen, ihren Nahrungssaft einzusaugen. Diese Organe kommen nur sehr selten vor, und ich bezweifle sogar, daß man sie außer der angeführten Gattung Cuscuta finde; ihr innerster die Wurzeln ein, wenn die Enden derselben abgestutzt seyen; ich weiß wohl, daß die Absorbtion in diesem Falle viel leichter geschieht: allein ich habe gesehen, daß in gefärbtes Wasser getäuchte Wurzeln rothe Theilchen einsogen, und sich inwendig färbten, und zwar in solchen Fällen, wo ich durchaus keine Zerreißung des Gewebes ver— muthen konnte. Man sehe besonders mein Mémoire sur le dévelop— pement des racines, in den Ann. des Sc. nat., 1826, Seite 1, Taf. 1 und 2. *) HRXN., Term. bot. in titulo. Sow. engl. bot. Taf. 378. —— 10 f ff chen ml 0 ide der 1 ame ce and 0 eis al, . diese Ul⸗ fläche der Dieser bedenkt, und fas und hin⸗ e doch so i haben, E Was⸗ Dieses enig uns ber die hren im Enden zahlen, uch die . B. bei übergebe zwischen perden ind eine einiger ) ent⸗ zächsen, . Diese daß man unerster pen; ich eschieht: Wurzeln zwar in ebes ver⸗ dévelop- Seite!, * . 77 7 Bau ist noch nicht sorgfältig untersucht worden; sie zeigen ein Höckerchen mit hohler Spitze, und diese Höhle ist es, welche sich der Rinde der Pflanze, aus welcher die Cus cuta sich nähren soll, anschmiegt, und durch welche diese Nahrung in das Saug— höckerchen eindringt. Wie ist der innere Bau der Saughöcker be— schaffen? Sind diese Organe den Schwämmchen analog? Durch welchen Mechanismus erfolgt ihre Thätigkeit? Alles dieß ist vollig unbekannt, und ich führe hier dieses Organ nur deßhalb besonders an, um die Aufmerksamkeit der Beobachter darauf zu richten. * 10 10 0 1 1 1 9 D 0 ö 1 1 0 1 ö 1 0 e ö 0 0 111 0 Mn 4 10 10 0 0 ö ö ö N 1 N e M 0 1 Ne 0 0 1 6 0 — Pag. 94) (Fag. 95) Achtes Ka pi el. Von den Linsenkörpern CLenticelles). Guettard“ war der erste, der, mit dem Namen glan— des lenticulaires(linsenförmige Drüsen), gewisse Flecken bezeichnete, die man auf der Rinde der Baumzweige bemerkt. Diese Flecken ind, wie es Vaucher gut beobachtet hat, zuerst oblong in der Längs-Richtung des Zweiges, dann rundlich und zuletzt oblong in der Breiten-Richtung. Sie bieten bald eine ebene und dadurch auffallende Fläche dar, daß die cuticula auf ihnen wie vertrocknet ist; bald werden sie etwas gewölbt und oft bersten sie zuletzt. Unter der cuticula findet sich ein staubartiges, oft grünliches, oft weißliches Häufchen, welches aus den getrennten Zellen der Zellenhülle zu bestehen scheint, welche Zellen sich in Gestalt eiförmiger Bläschen zeigen. Da aber diese Organe durch— aus durch nichts einen drüsenartigen Bau verrathen, so habe ich ihnen den Namen Linsenkörper oder Lenticellen(lenti— cellae, franz. lenticelles) gegeben, um einerseits einen hypothe— tischen Ausdruck zu vermeiden und andrerseits doch an den ur— sprünglichen Namen, der ihre Form ziemlich gut bezeichnet, zu erinnern, und zugleich den Vortheil zu haben, einen einfachen Namen, statt eines zusammengesetzten, anzuwenden. Du Petit— Thouars“) nennt sie pores corticaux(Rinden-Oeffnun— gen); allein man darf diese Organe nicht mit den Spalt-Oeffnun— gen verwechseln, die ebenfalls pores corticaux genannt werden. Um diese Verwirrungen zu vermeiden, scheint es mir vortheilhaf— ter, für jedes Organ einen besondern Namen anzunehmen. Was an den Linsenkörpern beim ersten Anblick am meisten auffällt, sind die Veränderungen ihrer Formen. Diese Veränderungen sind besonders sichtbar an denjenigen Bäumen, deren Rinde lange ) Meém. Acad. des Science. de Paris für 1745. ) VIe Essai, S. 84. 0 10 fe ch das a d Zue nech e del ele Alt el, d gachude In praet far seht ebf dd ff al eholet, 0 dikatxhe Lalys 1 feet. J in den Mt elbeckt.! qu Jure e Abus, um se in Fung der c kt bout nnd, et und en an üg, f mcm! ca, he —— 2 3 zar e bangen, , u — — — lkuob, n sche fle er glan— Flecken emerkt. zuerst ich und e ebene ihnen bersten 5, oft trennten n sich in e ͤurch⸗ abe ich (lenti- pothe⸗ en ur⸗ et, zu fachen hetit— ffnun⸗ ffnun⸗ erden. eilhaf⸗ Was falt, n sind lange 79 Zeit glatt bleibt, wie bei den Kirschbäumen und Birken; man sieht an ihnen die Lenticellen des ersten Jahres oval in der Längs— Richtung sehr klein und unscheinbar, hierauf werden sie vermöge der durch das Wachsen des Stammes hervorgebrachten Ausdeh— nung des Zweiges mehr rundlich und größer; und gleichzeitig mit der zunehmenden Ausdehnung des Zweiges nehmen sie immer mehr eine der Quere nach länglich- runde Form an, und bilden zuletzt eine Art sehr deutlicher horizontaler Streifen. Wenn, im Gegentheil, die Rinde der Bäume berstet oder sich zersplittert, so verschwinden die Lenticellen ziemlich schnell. Bei der Cin e— raria praecox, welche eine fleischige Rinde hat, sind die Lin— senkörper sehr groß, und behalten bis an's Lebensende des Baumes eine kreisförmige Gestalt). Diese Organe finden sich an der Rinde fast aller dikotyledonischen Bäume, mit Ausnahme der Nadelhölzer, der Rosen u. s. f. Sie fehlen im Allgemeinen an den dikotyledonischen Kräutern; jedoch hat Vaucher an der Malva sylvestris und am Sambucus Ebulus welche bemerkt. Man hat bisher, weder an den Monokotyledonen, noch an den Akotyledonen, irgend eine Spur von diesen Linsenkörpern entdeckt. Aus den Lenticellen kommen die Wurzeln hervor, welche die Zweige hervorbringen, sey es freiwillig in der Luft, wie bei den Rhus, den Feigenbäumen 0 u. s. f., oder sey es, wenn man sie in Wasser oder feuchte Erde setzt, wie dieß bei der Fort— pflanzung der Gewächse durch Ableger oder Pfropfreiser(Marcot— tage et bouturage) geschieht. Wenn die Lenticellen weggenom— men werden, oder sehr wahrscheinlich, wenn sie fehlen oder nicht entwickelt sind, so entstehen an den Zweigen, die man günstigen Umständen aussetzt, nachkommende Linsenkörper,(lenticelles ad— ventives), und aus diesen entspringen dann ebenso, wie aus den gewöhnlichen Lenticellen, Wurzeln. Man kann also mit Grund sagen, diese Organe seyen die Wurzelknospen(bourgeons de racines). Sie unterscheiden sich von den gewöhnlichen Knospen (bourgeons), welche Zweige mit Blüthen oder Blättern hervor— bringen, sowohl durch die Art ihrer Erzeugnisse, als durch ihre ) DpœAxxp., pl. rar. du jard. de Genève, Taf. 7. ) Man sehe Taf. 11, J., welche die aus den Lenticellen des Ficus elastica hervorkommenden Wurzeln vorstellt— (Pag. 96) ——— —— 5 — 3 8 1 80 Gestalt und Zerstreutheit. Man unterscheidet sie von den Bul⸗ billen dadurch, daß letztere zugleich Wurzeln und Blätter erzeugen, da hingegen aus den Lenticellen immer nur allein Wurzeln ent⸗ stehen. Die Lenticellen saugen nichts von außen ein, wie die Schwämmchen, und scheinen durchaus nicht zur Ausdünstung zu dienen, wie die Spalt-Oeffnungen. Die Zahl, die Große und das Aussehen der Lenticellen sind von einem Baume zum andern, ja selbst unter den Arten einer Gattung, sehr verschieden; so z. B. verdankt der warzige Spin— delbaum(Evonymus verrucosus) seinen Namen den sehr gewölbten und sehr zahlreichen Linsenkörpern, während die der andern Arten der gleichen Gattung sehr zerstreut stehen, und bei— nahe flach sind. Ueber diese Organe findet man sehr umständliche Angaben in zwei Abhandlungen, die ich über diesen Gegenstand in den An nales des Sciences naturelles von 1826 und 1827 bekannt ge⸗ macht habe. Abgebildet sieht man sie bisweilen in verschie— denen Werken), allein ohne daß ihrer besondere Erwähnung geschähe. *) Tong. Iconogr., tab. 4 bis, Fig. 2, 5k Neun⸗ Dae Vor ile der! 10 Nh ehen h Ache. Di n Einn be r lis auf feet, diese wuoen wh der Wiser men Del gahe herd ß wr i n süßer be l. hat de 1 fg. sf aich Wache ni auge. Auge A fin f M hen fac dil , fel , d! sc: 5 Nn. Je ez N den Bul⸗ erzeugen, zeln ent⸗ wie die tung zu ellen sind einer ge Spin⸗ den seht die der und bei⸗ gaben in den An. zannt ge⸗ berschie⸗ wwähnung Neuf, Neuntes Kapitel. n den der e n. Das Wort Drüse(glandula, franz. glande) bedeutet in der Anatomie der Thiere ein absonderndes Organ, d. h. ein solches, welches dazu dient, aus der gemeinschaftlichen Ernährungs-Flüs— sigkeit einen besondern Saft oder eine besondere Feuchtigkeit aus— zuziehen. Dieses Wort muß in der Pflanzen- Anatomie den glei— chen Sinn behalten; es ist aber nicht zu läugnen, daß die Bota— niker bis auf diese letzten Zeiten, durch unrichtige Analogien ver— leitet, diesen Namen sehr heterogenen Organen gegeben haben, wovon mehrere nichts weniger als Drüsen sind. Seit Anbeginn der Wissenschaft wurde jede geringste Hervorragung mit dem Na— men Drüse bezeichnet; die vollständigste Beschreibung dieser Or— gane verdanken wir Guettard“); allein man muß auch zugeben, daß wir ihm zugleich den größten Theil der Irrthümer verdanken, die seither von allen Schriftstellern wiederholt worden sind. So 3. B. hat dieser Gelehrte mit dem Namen glandes é&cailleu— ses(gl. squamosae, schuppige Drüsen) kleine schuppige Häut— chen bezeichnet, die man auf dem Blatte der Farrenkräuter findet, und welche nichts Anderes sind, als die Bedeckungen ihrer Befruch— tungsorgane.(Man sehe Buch III., Kap. VI. Art. 1.) Der gleiche Autor nannte glandes miliaires(gl. milia. res, hirseförmige Drüsen) die Spaltöffnungen, die wir in einem der frühern Kapitel beschrieben haben. Mit dem Namen glandes globulaires(gl. globulares, kuglichte Drüsen) haben die Einen gewisse sphärische Körper be— zeichnet, welche die untere Fläche der Melden-Blätter(Atripleq) bedecken, und welche, ähnlich dem graugrünen Staub, abgesonderte Stoffe sind: Andere haben diesen Namen für kleine sphärische Kü— ) Mém. Acad. Sc. de Paris, 1745. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 6 (pag. 97) (Pag. 98) (pag. 99) 82 gelchen gebraucht, welche man auf den Blättern der Labistae be⸗ merkt, und deren Natur nicht gehörig bekannt ist. Die glandes vésiculaires(gl. vesiculares, blasige Drüsen) sind Bläschen voll ätherischen Oels, welche im Parenchym der Myrtenblätter, der Pomeranzen-Schale u. s. w. ihren Sitz haben. Man weiß nicht, ob es wahre Drüsen, oder ob es bloße Behälter eines von irgend einem benachbarten Organ abgesonder— ten Saftes sind; wir werden bei Gelegenheit der Behälter des eigenthümlichen Saftes darauf zurückkommen. Die glandes utriculaires(gl. utriculares, schlauchförmigen Drüsen) sind hervorragende, mit einer klaren, alkalischen Lymphe angefüllte Bläschen, welche durch Aufgedunsenheit der äußern Zellen gebildet werden, z. B. beim Eiskraut(Mesembryanthe- mum erystallinum, franz. la glaciale.“) Auf diese werden wir bei Gelegenheit der Haare zurückkommen. Die glandes lenticulaires(gl. lenticulares, linsenför⸗ mige Drüsen) sind kleine Flecken, die auf den Baumzweigen vor⸗ kommen, und welche die Stellen bezeichnen, aus denen sich, bei günstigen Umständen, die Adventiv-Wurzeln entwickeln kön⸗ nen; wir haben sie weiter oben unter dem Namen Linsenkör⸗ per(Lenticelles) beschrieben. Allen diesen Organen, so wie andern ähnlichen, kommt der Name Drüse nur sehr uneigentlich zu; wir behalten ihn nur für die folgenden bei: 1) Die krugförmigen Drüsen(gl. urceolares, franz. gl. à godet.) sind kleine fleischige, oft concave Höcker, welche gemeiniglich kleberige Feuchtigkeiten von sich geben; man findet sie z. B. auf dem Blattstiel der Rosaceen aus der Abtheilung der Amygdaleen, wie z. B. auf dem Kirschbaum. Diese Organe scheinen wahre, aussondernde Drüsen zu seyn. Diejenigen, die man ganz zu äußerst an den Zahn-Ausschnitten der Blätter fin⸗ det, scheinen, ob sie gleich oft eine verschiedene Form haben, in ihrer Beschaffenheit von erstern nicht abzuweichen. 2) Die Honig- oder Nektar-Drüsen(gl. nectari- ferae. franz. gl. nectarifères) sind Organe von mannigfaltigen Formen, die in den Blumen vorkommen, und meistens eine honig⸗ 5) Dke., pl. grass. 9; Taf. 128. fe e 0 10 lch de . U. 0 De en d gufesuch fh hte 9 D dare) ae Wei dlhen def sieschen sanbetten amel, de Sie Ubeiri u. Jnmenthe cher, u 9 0 fg. fg alge ga df U iatae he Drüͤsen) hym der ren Sitz es bloße gesonder⸗ lter des förmigen Lymphe außern ryanthe. den wir insenfor⸗ gen vor⸗ nen sich, eln kön senköl mmt der nur fü „franz. welche n findet ung der Organe gen, die iter fn: ben, in nectari- gfaltigen e honig⸗ 83 artige Flüssigkeit absondern; es sind wahre Drüsen, die wir wei— ter unten unter dem Namen Honiggefäße(Nectaria, franz. nee— taires) beschreiben werden. 3) Die Drüsen, die sich an der Basis gewisser Haare, wie z. B. der Nesseln, befinden. 4) Diejenigen, welche an der Spitze einiger Haare sitzen, wie bei der Kicher-Erbse(Cicer arietinum). Diese zwei letzten Arten werden wir bei den Haaren abhandeln. Aus dieser kurzen Aufzählung ist zu ersehen, mit welcher Nachlässigkeit man die drüsenartigen oder drüsenförmigen Organe behandelte. Mirbel fing an“), sie auf eine unserem gegen— wärtigen Zwecke besser entsprechende Weise, nämlich anatomisch, zu untersuchen, und hat aus diesem Gesichtspunkte bereits zwei durch ihre Structur verschiedene Arten von Drüsen wahrgenommen. 1) Die zelligen Drüsen(gl. cellulares, franz. gl. cel- lulaires) bestehen aus einem sehr feinen, mit den Gefäßen auf keine Weise verbundenen Zellgewebe. Die meisten derselben geben einen besondern Saft von sich, woraus man vermuthen könnte, sie seyen Aussonderungsorgane, d. h. dazu bestimmt, einen abge⸗ sonderten Stoff aus der Pflanze heraus zu schaffen. So die gelbe Lamelle, die den Kelchboden der Saxifraga erassifolia überzieht; die Drüsen, welche die kürzern Staubfäden des Cheiranthus Cheiri umgeben; diejenigen, welche an der innern Basis der Blumentheile der Kaiserkrone(Fritillaria imperialis) sich befinden, u. s. f. 2) Die vas culären oder Gefäß-Drüsen(gl. vascula- res, franz. gl. vasculaires) haben, wie die vorigen, ein äußerst feines Zellgewebe, werden aber in verschiedenen Richtungen von Ge— fäßen durchzogen, und scheiden keine besonderen Säfte aus, welches Anlaß gibt zu glauben, daß sie recrementitielle Drüsen(gl. récré— mentitielles) seyen, d. h. dazu bestimmt, einen besondern Saft zu bereiten, welcher wieder aufgesogen und im Innern des Pflan— zenkörpers verwendet wird; von dieser Art ist der dicke und weiß— liche Wulst(bourrelet), der sich auf dem Blumenboden der Cobaea befindet. Diese Eintheilung in aussondernde, zellige, vasculäre Drü— ) Mem. Mus. d'Hist. nat., 9, S. 455; Taf. 35 und 36. 6* (pag. 100) 84 sen verdient an einer größern Zahl von Pflanzen untersucht zu werden, als bisher geschehen ist. Allein auch außer den mit bloßem Auge sichtbaren Drüsen kommen gewiß in den Gewäch— sen eine große Menge drüsiger Punkte oder Flächen vor, welche gewisse Säfte absondern, und welche bis jetzt unsern anatomi— schen Nachforschungen entgehen. Um die Darstellung unserer gegenwärtigen, die Drüsen betref— fenden Kenntnisse zu vervollständigen, ist es nothwendig, daß wir uns mit den Haaren und mit den Behältern des eigenthümli— chen Saftes beschäftigen; dieß wird den Gegenstand der folgenden Kapitel ausmachen. — 4 de m ib facht, de Müde en Bal de Han mahterer Auurft Jule; Nr S unn un hen, usch h im feht ffn de 0% 0 cen d. cen Ju elt ima en, — In she U u 16-8 Jen, 40 le 9 sucht zu den mit Gewäch⸗ welche matomi⸗ N betref⸗ ig, daß nthüͤmli⸗ olgenden Zehntes Kapitel. Er ster Artikel. Von den Haaren im Allgemeinen. Mit dem Namen Haare(pili, villi, franz. poils) bezeich— net man überhaupt alle jene kleinen, weichen, fadenförmigen Aus⸗ wüchse, die man an der Oberfläche der Gewächse bemerkt, und die in der That durch ihre Form, und gewissermaßen auch durch ihren Bau und ihre Geschichte den Haaren der Thiere gleichen. Die Haare der Gewächse sind sämmtlich Verlängerungen einer oder mehrerer Zellen, welche mit ihrem vorspringenden Theile über die Oberfläche hervorragen; der Unterschied zwischen einer blasigen Drüse z. B. und einem Haare liegt also einzig nur in der jedem dieser Organe eigenen Form. Man muß mehrere Klassen von Haaren unterscheiden, die sich nur durch ihre allgemeine Form ähn— lich sehen, aber durch ihre Verrichtung, ihren Ursprung und ihren Bau sehr von einander abweichen; einer jeden dieser Klassen kann man mehrere Arten von Haaren unterordnen, welche in den Schriften der Botaniker besondere Namen erhalten haben. Guet— tard“), der die Haare viel beobachtet, und welcher versucht hat, nach ihnen die Gewächse einzutheilen, hat die diese Organe be— treffenden Ausdrücke sehr vervielfältigt. Obgleich diese Ausdrücke größtentheils von geringer Wichtigkeit sind, so glauben wir sie doch kurz angeben zu müssen, weil sie uns die Gelegenheit darbie— ten werden, die verschiedenen Formen von Haaren durchzugehen. ) Man sehe Marr. Oper., edit. in 4., 1, S. 2. S. 136, Fig. 82, 102. DunAx., Phys. Arb., 2, Taf. 15, Fig. 119. Tunr., Icon. Taf. 5, Fig. 1— 8. ) Meém. Acad. des Scienc. de Paris pour 1745. Observ. sur les Plantes. 2 Thle. in 12. Paris 1747. (Pag. 101) (pag. 10 — 7 — 2** 2 N —— — — 86 Ich werde sie in einige Hauptklassen eintheilen, nämlich 1) in die drüsigen Haare; 2) in die lymphatischen oder nicht drüsigen Haare; 3) in die corollinischen Haare; 4) in die schuppigen Haare; 5) in die Wimpern und 6) in die Wurzelhaare. bee ii r Artikel. Von den drüsigen Haaren poils glanduleux.) Die drüsigen Haare selbst sind von zweierlei Art, nämlich: drüsentragende Haare(Pili glanduliferi, franz. poils glan- dulifères), welche die Stützen kleiner, eigenthümlicher Drüsen sind; und aussondernde Haare(Pili excretoris, franz. poils exerétoires), welche die Kanäle oder Fortsätze sind, durch welche die in einer Drüse enthaltene Feuchtigkeit sich nach Außen ergießt. Unter dem Namen drüsentragende Haare kann man folgende Benennungen vereinigen: 1) Die Becher-Haare(pili cupulati, poils à cupules*); dieß sind kleine Fäden, die in eine concave Drüse endigen, z. B. bei der Kicher-Erbse(Cicer arietinum), wo diese Drüse einen säuerlichen Saft ausschwitzt. 2) Die Kopf— Haare OHili capitati, franz. poils en téte); dieß sind einfache Fädchen, die mit einer drüsigen und sphärischen Anschwellung endigen; wie z. B. beim Pictamnus al bus. 3) Die viel⸗ köpfigen Haare GPili polycephali, franz. poils à plusieurs tétes); dieß sind ästige Fädchen, von welchen jeder Zweig sich in ein drüsiges Köpfchen endigt, wie man es z. B. von Croton penicillatum sieht.““) Mit der allgemeinen Benennung aus sondernder Haare (poils excrétoires) bezeichne ich die Aussonderungskanäle gewis— ser Drüsen; solche sind z. B. die pfriemenfdrmigen Haare (pili subulati, franz. poils en alene) oder diejenigen, deren Drüse auf dem dieselben tragenden Theile selbst aufsitzt und sich in ein hohles und zugespitztes Fädchen verlängert; dieß sieht man an der Nessel. Hieher gehoren ferner die Weberschiffchen-Haare (pag. 103) ) Guprr., Obs. Plant., Taf. 2, Fig. 5, 10, 14. * VN T., Choix de Plant., Tas 12. ) Gugrr., Obs. Plant. Taf. 2, Fig. a, 6, 7. g al 0 fm 10 l achat pid . 1 Va, ch 0 hte ug uf fn f gan! ful, l stuni 1 d u der! ö Bt Oi phat, fie, u 1 Es s Fut J, nan fal. 0 f ah hr w Magde af wacht gg ga egen — 0 bin, ich) in drüsigen n aare; nämlich: ls glan. Drüsen z. poils h welche ergießt. folgende cupulati, e concabe letinum), e Kopf⸗ einfache wellung ie vieh lusieurs sich in roton Haare e gewis⸗ Haare „ deren d sich in eht man Haare 87 (pili malpighiacei, franz. poils en navette)), deren drüsige Basis, ein wagrechtes Haar trägt, welches mit seiner Mitte aufsitzt, in- wendig hohl ist, und durch seine beiden Enden die in seinem In⸗ nern enthaltene Flüssigkeit von sich geben kann; dieß findet bei Malpighia urens statt. Es verdient bemerkt zu werden, 1) daß, bei allen mit Aussonderungshaaren versehenen Drüsen die von der Drüse abgesonderte Feuchtigkeit von caustischer(bren⸗ nender) Beschaffenheit ist; 2) daß diese Flüssigkeit, die niemals von selbst ausfließt, nicht eher der für sie vorhandenen Ausgangs— öffnung zufließt, als bis die Drüse, auf den Druck von einem fremden Körper, die enthaltene Flüssigkeit gleichsam mit Gewalt entfahren läßt; diese Feuchtigkeit geht durch den Ausführungs— Kanal, welcher sie, mittelst seines scharfen Endes, unter der epidermis des Thieres absetzt, welches dasselbe unvorsichtig be⸗ rührt. Diese Vertheidigungs-Einrichtung erinnert völlig an den Bau der Giftzähne bei den Schlangen. iter t Von den lymphatischen oder nicht drüsigen Haaren. Die nicht drüsigen Haare, oder, wie man häufig sagt, die lymphatischen Haare, sind in der Natur weit häufiger als die vo— rigen, und sehen ihnen wirklich nur in der allgemeinen Form ähn— lich. Es sind Fädchen, die aus der Oberfläche hervorspringen, und aus einer oder mehreren Zellen bestehen; man hat sie bis— her kaum nur nach den äußern und wenig bedeutenden Beziehun— gen, nämlich nach ihrer Consistenz, Richtung und Form, ein— getheilt. So hat man, rücksichtlich der Consistenz, bemerkt, daß die einen sehr weich, die andern sehr steif sind, und daß die meisten alle Mittelgrade darbieten. Rücksichtlich ihrer Richtung, so stehen die einen senkrecht auf der Fläche, von welcher sie entspringen; andere sind mehr oder weniger vorwärts, andere mehr oder weniger rück— wärts geneigt; einige sind vollkommen gerade, andere an der Spitze hackenförmig gebogen, einige kraus(orispes), andere durchkreuzen einander. Was ihre Gestalt betrifft, so findet man *) Goxrr., I. c., Taf. 3, Fig. A. I. und B. (pag. 104) (pag. 105) 88 sehr langgestreckte, kegelförmige und cylindrische. Bisweilen sieht man welche von der Gestalt der Glastropfen(„larmes bata- viques““) oder umgekehrter Kegel; man findet körnige und mit Scheidewänden versehene. Unter denjenigen, die sich verzweigen, gibt es gabelförmige, mit zwei, drei oder mehr Spitzen(Zwei— gen), einige verzweigen sich an der Spitze sternförmig, oder thei— len sich von der Basis an in Zweige, welche als eben so viele be— sondere, bündelförmig vereinigte und von einer gemeinschaft— lichen Basis ausgehende Haare erscheinen.?) Ich habe in der Glossologie alle diese verschiedenen Modificationen der Haare, so wie die Verschiedenheiten, die daraus für den Gesammtanblick der Pflanzen entspringen, aufgezählt, und die Kunstausdrücke, mit denen man sie bezeichnet, angegeben. Allein es ist hier der Ort, sie aus dem Gesichtspunkte der Organographie zu betrach— ten. Die Hauptverschiedenheiten der Form, die in dieser Hinsicht erwähnt zu werden verdienen, sind folgende: 1) Die einfachen, oder durch Verlängerung einer einzigen Zelle gebildeten Haare; diese haben folglich weder innere Schei— dewände, noch Aeste; es sind die häufigsten im ganzen Gewächs⸗ Reiche. Sie sind gewöhnlich cylindrisch-kegelförmig, oder eigent— lich conisch, und sehr veränderlich, besonders in ihrer Länge, Consistenz, Richtung und Zahl. 2) Die Fach-Haa re“)(poils cloisonnèés), welche aus mehreren, in einfacher Reihe aneinander gereihten, durch mehr oder weniger sichtbare Scheidewände getrennten Zellen bestehen. Man nennt sie oft gegliederte Haare Gpoils articulés), aber offenbar mit Unrecht, weil in keinem derselben irgend eine Art von Gliederung oder irgend ein natürlicher Absonderungspunkt existirt. Man kann sie ferner darnach unterscheiden, ob sie ein cylindrisches oder kegelfbrmiges Aussehen haben, welches statt findet, wenn die Zellen nicht angeschwollen sind; oder ob sie eine körnige, eingeschnürte oder rosenkranzartige Gestalt haben, wel— ches daher rührt, daß die Zellen zwischen den Scheidewänden oft angeschwollen sind, wodurch letztere dann gleichsam eben so viele Einschnürungen darstellen. ) Man sehe Taf. 2, 819. 1, i, k, I, und Fig. 5, d. ) Man sehe Taf. 2, Fig. 5, d; und Gurrr., Observ., Taf. 4, 51g. 1, 2. — —ͤ—— un, in he 10 lan a(il ahn hu hene N in ö 1 thele, V besch aper ez die wach b gaäbürfen han denen hä Phlo fla inmech cle zu . Die I deem f dub ei fich. 3 sachlahen g egthe ene, g if a0 lub N ber 9 ge 0 3 bun, 0 e Biswelen mes Data. und mit zweigen, n(Zwei⸗ oder thei⸗ biele be⸗ inschaft— e in der gare, so stanblick ödrücke, hier der betrach⸗ Hinsicht einzigen re Schei⸗ hewachs⸗ eigent— Lange, welche chmehr stehen. ) aber ne Akt spunkt, sie ein 5 statt sie eine „ wel⸗ den oft o biele Taf. 4, 89 3) Die ästigen Haare(poils rameuh) bestehen aus meh⸗ reren Zellen, welche anstatt eine an die andere gereiht zu seyn, nach verschiedenen Richtungen auseinander gehen; man begreift daher, daß diese Arten von Verzweigungen vielfältig abändern können, ohne daß dadurch die Beschaffenheit des Haares selbst sehr verändert wird. Hieher sind zu zählen“) die gabelförmigen oder ypsilonförmigen Haare der Alyssum, die dreispitzigen Haare(trifurqués ou ktrifides) mehrerer Cruciferen, die zwei— theiligen Haare(poils dichotomes) einiger Eruciferen, die weber— schiffchenförmigen Haare, oder die, welche sich von ihrer Wur— zel an in zwei auf der Oberfläche des Blattes ausgebreitete Aeste theilen, und, in einer Richtung liegend, wagrecht gestell— ten Weberschiffchen(navettes) gleichen, wie man am Astraga— lus asper sieht; ferner die an ihrer Spitze strahlenförmigen Haare; diejenigen, die sich von der Basis an verzweigen, und dadurch bündelförmig aussehen, wie bei der Malva alcea; die glasbürstenartigen Poils en goupillon), welche Knötchen haben, von denen ein jedes einen Quirl von Haaren hervorbringt, wie bei Phlomis; und endlich die schildformigen Haare, welche strahlenförmig aus einer gemeinsamen Wurzel entspringen, und sämmtlich in eine horizontale mit ihrem Mittelpunkte festsitzende Scheibe zusammen gewachsen sind, wie bei Eläagnus. 2) Die stachelförmigen Haare(poils aculéiformes). Mit diesem Ausdruck bezeichne ich diejenigen Haare, welche, statt aus einer einfachen Reihe von Zellen zu bestehen, aus mehreren, auf gleiche Weise wie im Zellgewebe zusammenge— häuften, Zellen gebildet sind, und deren über der Oberfläche hervorragende Vereinigung im Allgemeinen der Gestalt der Haare entspricht. Diese Organe sind im Allgemeinen dicker als die gewohnlichen lymphatischen Haare, und mehrere unter ihnen konnen entweder mit deu drüsentragenden Haaren, oder mit den Stacheln, leicht verwechselt werden; ja, es gibt nicht ein— mal(etwa ihre Weichheit im Vergleiche mit der Härte der Stacheln ausgenommen) ein sicheres Kennzeichen, wodurch man sie von letztern unterscheiden könnte. Allein da dieser Charakter alle Mittelgrade zuläßt, so ist es in der That unmöglich, die ) Goxrr., Obs. Plant., Taf. 3, Fig. F, G, H, D., Nro. 3, 183 Taf. 4, Fig. 3, 153. (pag. 106) 8— — 777 ——— 1 1 90 stachelfbrmigen Haare vön den wahren Stacheln mit Bestimmt⸗ heit zu unterscheiden). Die lymphatischen Haare entstehen nur auf den der Luft (Pg. 10% ausgesetzten Theilen der Gewächse; folglich findet man keine, (pag. 108) weder auf den wahren Wurzeln(ausgenommen im Augenblicke der Keimung), noch auf solchen Theilen der Stengel oder Zweige, welche unter der Erde verborgen liegen, noch auf allen Theilen der im Wasser lebenden Gewächse. Man findet sie häufig auf den jüngsten Trieben der Stengel oder Zweige, und bisweilen dauern sie selbst auf den Stämmen aus; sie sind häufig auf den Flächen der Blätter, der Afterblätter und der Kelche, zumal an der untern Fläche. Selten findet man an der obern Fläche allein welche, und an der untern keine; doch ist dieß bei den Samenblättern der Nessel, bei den gewöhnlichen Blättern der Passerina hirsuta u. s. w. der Fall. Man trifft ferner noch Haare an auf den Blattstielen, den Blumenstielen und auf der Außenfläche der Fruchthüllen(pericarpia), aber selten an der innern Fläche der letztern; jedoch liefern hievon die Hül— sen-Klappen der Jacksonia ein Beispiel. Die Haare der Samen müssen eher zur Klasse der schuppigen Haare gezählt werden; einige Blumenkronen tragen lymphatische Haare, andere haben corollinische. Das gewöhnliche Vorkommen der Haare auf den der Luft ausgesetzten Theilen beweist folglich, daß der Nutzen dieser Organe mit der Atmosphäre in Beziehung stehe. Im Allgemeinen sind die Haare weit seltener an den im Schatten, oder an fetten und feuchten Stellen wachsenden Pflan— zen, und sie fehlen gänzlich denen, welche etiolirt, d. h. in der Dunkelheit aufgewachsen sind. Dagegen sind sie überhaupt häufiger an den Pflanzen, welche an warmen, trockenen und der Sonne wohl ausgesetzten Orten wachsen. Aus diesen Thatsachen hat man allgemein geschlossen, die lymphatischen Haare seyen Verdunstungs-Organe; denn man findet sie in geringer Menge auf den Pflanzen, die wenig aus— dünsten, und in großer Anzahl auf den viel ausdünstenden. Ich bekenne mich hingegen geneigt, den entgegengesetzten Schluß *) Man sehe Buch IV, Kap. I. — — t 15 fl f u 0 1 ik mall f fung 1 Hef 1 Heth Aung de 1e ln 17 sf u Haan fach sen time uud biet die dym Baltic sssd gen st, und f che inn an fille ie, be 1 esch ca shit fa it, 9 len f fu bel d. 1 ft n fl 15 ö 4 I ber 1 5 leg, hne, Bestimm der kuft in keine, genblicke Zweige, Theilen ufig auf isweilen fig auf „ zumal n Flache bei den tern der t ferner len und er selten die Hüͤl⸗ age der e gezählt „andere er Luft dieser den im Pflan⸗ in der erhaupt en und n, die in man ig aus⸗ l. Ich Echluß 91 daraus zu ziehen und zu glauben, daß die Haare der Verdun⸗ stung ein natürliches Hinderniß entgegensetzen, indem sie die parenchymatdsen Theile gegen die Wirkung des Sonnenlichtes schützen, welches das Haupt-Agens der Verdunstung ist. Man begreift alsdann, warum sie solchen Pflanzen, oder solchen Pflan— zentheilen fehlen, welche sich in Verhältnissen befinden, die der Verdunstung wenig günstig sind, wie die etiolirten, die Fett⸗ und Wasserpflanzen, welche wenig oder gar keine Spaltöffnun⸗ gen besitzen, oder die Pflanzen schattiger Orte, welche die Wirkung der Sonne nur unvollkommen empfangen; sowie sie im Gegentheil bei solchen Pflanzen, die der vollen Einwirkung der Sonne ausgesetzt stehen, und welche durch eine zu starke Verdunstung verdorren würden, sehr häufig sind. Was mich in dieser Meinung bestätigt, ist die Vergleichung der Haare mit den Spaltöffnungen. Diese beiden Organe, ob⸗ gleich sie zuweilen untermengt erscheinen, haben jedes eine sehr bestimmte Stelle; die Spaltoffnungen sitzen auf dem Parenchym, und hier ist es auch wirklich, wo die Verdunstung vor sich geht; die lymphatischen Haare aber entspringen beständig auf den Blattrippen oder ihren Verzweigungen; allein die Blattadern sind gerade diejenigen Theile, wo die Verdunstung am geringsten ist, und folglich ist es nicht sehr wahrscheinlich, daß die Haare, welche immer nur auf ihnen entspringen, zu diesem Zwecke dienen sollen. Im Gegentheile begreift man leicht, daß die Haare, wenn sie lang oder zahlreich sind, die Spaltöffnungen des Parenchyms bedecken, sie gegen den Einfluß des Sonnen— lichtes schützen, und auf diese Weise seine Wirkung, wenn sie zu stark ist, verringern konnen. Auf diese Art erklärt man sich einen scheinbar sonderbaren Umstand, nämlich, daß die Haare bei den Pflanzen fast immer auf den gleichen Flächen angebracht sind, auf welchen sich die stomata befinden. So hat die obere Fläche der Blätter, welche meist keine stomata trägt, gewöhnlich ebenfalls wenig oder gar keine Haare, während die— selben an der untern Fläche, wo sich die Verdunstungsorgane befinden, gemeiniglich häufig sind. Uebrigens wäre es auch sonderbar, die gleiche Verrichtung zweierlei Organen zuschreiben zu wollen, welche sehr verschieden sind, wie die stomata und die Haare, und endlich stehen auch die andern Nebenverrichtun— (pag. 109) (pag. 110) gen der Haare sämmtlich mit der Beschirmung der Außenseite der Pflanzen gegen die Wechsel der Atmosphäre in Beziehung. In mehreren Fällen dienen die lymphatischen Haare zur Be— schützung der zarten Organe gegen die Kälte der Atmosphäre. Dieß bemerkt man deutlich an dem dichten Haarfilze(bourre touffue) der jungen Blätter, in der Zeit, wo sie in ihre Knospe eingehüllt, oder wenn sie kaum daraus hervorgebrochen sind. Hievon kann sich Jedermann durch Betrachtung einer Blatt-Knospe der Roß— kastanie überzeugen. Diese weichen, langen und krausen Haare halten um diese zarten Organe herum eine gefangene Luftschichte zurück, und hindern so das Durchdringen der äußern Temperatur, vollig auf gleiche Weise wie die Pelze bei den Thieren. Sie fal— len gewöhnlich ab, oder gehen zu Grunde, wenn diese Organe mehr Festigkeit erlangt, oder die gefährlichen Jahrszeiten über— standen haben; man kennt eine Menge Beispiele von Organen, die in ihrer Jugend behaart sind, und auf diese Weise im erwachsenen Zustande glatt werden. Man kann nicht läugnen, daß die Haare in einigen Fällen auch Schirme gegen die äußere Feuchtigkeit sind; so sieht man, wenn man z. B. die Blätter des Himbeerstrauchs in Wasser taucht), daß die untere Fläche, die mit sehr kleinen gedrängten und unmittelbar auf ihr anliegenden Haaren besetzt ist, aus dem Wasser wieder herauskommt, ohne naß zu seyn, weil diese kleinen Haare eine Schichte gefangener Luft auf dem Blatte zurückhalten, welche dasselbe gegen die unmittelbare Berührung des Wassers schützt. Die meisten behaarten Flächen zeigen diese Erscheinung in einem mehr oder weniger auffallenden Grade. Bemerkenswerth ist, daß die meisten haarlosen Flächen irgend ein anderes Schutz⸗ mittel gegen die Feuchtigkeit besitzen, wie z. B. die Bedeckung mit einem blaugrünen Staube(poussière glauque)*), oder mit Wachs, oder mit schleimigen, öhligen oder kleberigen sich nicht mit dem Wasser mischenden Stoffen. Endlich gibt es Fälle, wo die Haare augenscheinlich zum Schutze, entweder gegen die Insecten oder gegen die Feuchtigkeit, ) INeENHOUSZ, Exp. sur les Vég., S. 26. Bovenkn, Diss. sur les subst. glaud., S. 2. % Bovenkn, Diss., I. c. n f 1 9 fu, de , sc h 180 se ü gal Regel gu iche uz wt, E. gut hin Aitgen Neha fun fir d chen ent . Mache len ge faadern d ngen; 0 ezwifet Die! lila auf sst der Y ies ni facben g ads fi NN er fle que , de s h cn ne U nden e , lch 0 0 anhul ah zu f c wahl lußenseit chung. c zur Be⸗ e. Dieß toulfue) ngehült, on kann er Roß. n Haare tschichte peratur, Sie fal⸗ Organe n über⸗ nen, die achsenen n Fallen t man, Wer ngen us dem kleinen halten, dassers einung swerth chutz⸗ eckung er mit cht mit h zum igkeit, sur les 93 dienen; so z. B. zeigen alle Kelche der Labiatae, die sich nicht von selbst sogleich nach dem Verblühen verschließen, inwendig kleine Haare, die während des Blühens niedergelegt oder kaum sichtbar sind, sich aber nach dem Verblühen aufrichten oder verlängern, so daß sie die Oeffnung der Röhre schließen, und ihren Eingang sowohl gegen die Insecten, als gegen den Regen vertheidigen. Man mochte glauben, daß die steifen, aufrechten, ausgebreiteten oder zurückgeschlagenen Haare, die man an verschiedenen Gewäch— sen findet, Schutzmittel gegen die Insecten sind, und die Analogie gewisser Haare mit den Stacheln hilft noch mit, diese Annahme zu bestätigen. Die Haare der Pflanzen sind also, wie die der Thiere, Schutz— organe für die Flächen, auf welchen sie entstehen; sie verwahren dieselben entweder gegen übermäßiges Sonnenlicht, oder gegen den Wechsel der Temperatur, oder gegen die Feuchtigkeit, oder zuweilen gegen die Insecten. Ich weiß zwar, daß es bei jedem besondern Falle nicht immer leicht ist, das Geschäft der Haare an— zugeben; allein die allgemeine Theorie kann, glaube ich, kaum bezweifelt werden. Die Verschiedenheit in der Gestalt der Haare, die man zu— weilen auf einer und derselben Fläche antrifft, steht vermuthlich mit der Verschiedenheit ihrer Verrichtungen in Zusammenhang; so ist es möglich, daß die einen zum Schutze gegen die Insecten, die andern gegen die Feuchtigkeit oder gegen die zu intense Wir— kung des Lichtes dienen. Die Verschiedenheit der Dauer der Haare muß vermuthlich ebenfalls aus der gleichen Ursache hergeleitet werden; so gibt es Haare, die sehr früh abfallen oder zu Grunde gehen, wie z. B. die der schon erwähnten Blattknospen, welche dazu bestimmt sind, die jungen Sprossen gegen Kälte oder Feuchtigkeit zu schützen. Im Allgemeinen entspringen die Haare auf den Rippen der jungen, entstehenden Stengel oder Blätter, woraus hervorgeht, daß die Haare, durch die allmählige Entwickelung dieser Organe, sich allmählig weiter von einander entfernen, ohne daß jedoch ihre Gesammtzahl abnimmt. So ist es nichts Seltenes, Blätter oder Ovarien zu sehen, welche in ihrer Jugend mit dichten Haaren gänzlich überzogen sind, im reifen Alter aber deren nur eine ge— ringe Zahl zu haben scheinen, weil die nach allen Richtungen hin (pag. 111) (pag. 112) 94 erfolgte Zunahme der Oberfläche sie gezwungen hat, sich von einander zu entfernen. Die umgekehrte Erscheinung findet, wie— wohl seltener, ebenfalls statt. Schon weiter oben habe ich der Haare erwähnt, die sich nach dem Verblühen in den Kelchen der Labiatae entwickeln; ein anderes, ziemlich merkwürdiges Beispiel dieser späten Haarentwickelung, welches mir Deleuze mitge— theilt hat, ist folgendes: die Rispe(panicula) von Rhus coti— nus ist während des Blühens fast gänzlich haarlos: nach dieser Epoche bleiben diejenigen Blumenstielchen, welche Früchte tragen, auch noch glatt, oder kaum behaart, während bei denjenigen, deren Früchte fehlschlagen(und dieß ist bei der Mehrzahl der Fall), eine große Menge ausgebreiteter Haare entsteht, welche ihnen ein borstiges Ansehen geben, welcher Umstand diesem Strauche den ihm von den Gärtnern beigelegten Namen Perückenbaum zugezo— gen hat. Vielleicht verursacht der zur Ernährung der Früchte be— stimmte Saft(sève), der nun, da dieselben fehlgeschlagen, nicht benutzt wird, diese außerordentliche Entwickelung von Haaren. Die Fäden(lamenta) einiger Staubfäden(Verbascum), Tra— descantia) werden ebenfalls, und vermuthlich aus der gleichen Ursache, wenn die Antheren fehlschlagen, behaart. Bei den so eben angeführten Beispielen scheinen die Haare ihr Entstehen einem großen Ueberflusse von Nahrungssaft zu ver— danken, während hingegen in den meisten Fällen ein zu großer Reichthum von Nahrungssaft ihre Zahl zu vermindern scheint. So haben die meisten Pflanzen, die man in einem fruchtbaren Boden zieht, weniger Haare als die eines sterilen Bodens; sollte dieß wohl daher rühren, daß der Nahrungssaft sich gänzlich auf die Entwickelung der Knospen(bourgeons) und des Parenchyms, und nicht auf die Bildung der Haare würfe? e Von den corollinischen Haaren.(poils corollins.) Mit diesem Namen bezeichne ich die Haare, welche sich auf den Petalen, Perigonien, Staubfaden und Stengeln befinden, ) Schkuhr, Handb., Taf. 42, c. — t 1 n „ Nense une 0 le Al gc 1 Ehebe 1 f g Ulhe ache; fan, ach: 0 id de Aüimmung Akt au t gange r, umd 9. Made Art ha 10 fn ber i in Mage da he! n e h al Aeg! an e 0 0 90 0 sich bon det, wie. e ich der schen der Beispiel e mitge⸗ s coti. ch dieser tragen, jenigen, r Fall), hnen ein che den zugezo⸗ chte be⸗ , nicht Haaren. , Tra- gleichen Haare zu ber⸗ großer nt. So Boden te dieß uf die chyms, ich auf inden, 95 wenn letztere eine den Petalen ähnliche Beschassenheit haben; so findet man auf den Blumenkronen der Cucurbitaceen, auf denen der Menyanthes) und einer Menge anderer Pflanzen, ge— färbte Haare, welche augenscheinlich von derselben Beschaffenheit wie die Blumenblätter sind. Diese Haare zeigen fast alle bei den lymphatischen Haaren vorkommenden Formen; man sieht einfache, mit Scheidewänden versehene(cloisonnés), ästige und stachelför— mige; jedoch kann man sie mit den eigentlichen lymphatischen Haa— ren, welche zuweilen auf den gleichen Organen vorkommen, nicht verwechseln; so tragen gewisse Fahnen der Leguminosen und gewisse Blumenkronen der Campanulaceen Haare, die den gewöhnlichen zu gleichen scheinen, während die Staubfäden der Trades can— tia und des Verbascum ganz verschiedene darbieten. Die Bestimmung und Verrichtung der corollinischen Haare sind noch schwerer auszumitteln, als die der lymphatischen Haare, und ihre ganze Geschichte ist bis jetzt sehr dunkel. Ich erwähne ihrer nur, um die Aufmerksamkeit der Beobachter auf sie zu lenken. TFFCTTTTTCTCTTT Von den spreuartigen Haaren.(poils scarieux.) Mit dem Namen spreuartiger Haare bezeichne ich eine beson— dere Art Haare von trockener und schuppiger Beschaffenheit, welche sich an verschiedenen Theilen lebender Gewächse in einem todten und atrophischen Zustande zeigen, und welche fast blos noch die dem Pflanzengewebe eigenen hygroskopischen Eigenschaften be— sitzen; diese Eigenschaften sind dadurch sogar um so merklicher, daß diese Haare vollständiger aller Säfte beraubt sind. Hieher gehoren die in eine Schuppe ausgebreiteten Haare, die man auf den Blattstielen der Farrenkräuter findet; ferner die Haare, welche die Federkrone(pappus) der Compositae, der Digsaceen oder der Valerianeen bilden; die Federbüschchen, die auf den Bälgen oder Bälglein der Gramineen sitzen, oder die, welche die Frucht der Eriophorum- Arten umgeben; ferner die Haarbüschel, welche sich auf den Samen der Epilobium und mehrerer Apocineen be— ) BuxI., Herb. franc., Taf. 131. 0 0 pag. 113) pag. 114) 4 —— Bk: (pag. 115) 96 finden, und endlich diejenigen Haare, welche die Samen der Baumwollensträuche und der Bomba x-Arten bedecken. Alle diese Haare sehen in ihrer Gestalt den lymphatischen Haaren mehr oder weniger ähnlich; allein sie unterscheiden sich von ihnen durch ihren Ursprung, und scheinen bloße Fetzen einer atrophischen häutigen Fläche zu seyn. So sind die Haare der Feder— kronen(pappus) offenbar Spuren ihrer Kelche, und die Haarbü— schel, welche manche Samen krönen, gleichen jenen Häuten, mit welchen dieselben bei andern analogen Pflanzen eingefaßt sind. Eine jede dieser Haar-Arten soll bei Gelegenheit des ganzen Orga— nes, zu welchem sie gehört, umständlicher beschrieben werden. Der spreuartigen Haare erwähne ich hier, um darauf aufmerksam zu machen, daß sie, ob sie gleich in einigen Fällen, wie die lym— phatischen Haare, gewisse zarte Organe gegen die Kälte, die Insecten, die Feuchtigkeit, oder gegen die zu starke Wirkung des Lichtes schützen können, im Allgemeinen noch eine ganz besondere in ihrer hygroskopischen Eigenschaft begründete Rolle spielen. So bleiben die Federkronen-Haare der Compositae, so lange sie be— feuchtet sind, aufrecht, und breiten sich allmählig aus, sowie sie vertrocknen. Indem sie sich ausbreiten(niederlegen), stützen sie sich entweder auf das Involucrum oder die angrenzenden Blumen, und da sie dieselben nicht auseinanderschieben können, so wirken sie auf die Frucht selbst zurück, auf welcher sie festsitzen, und heben sie aus dem Inyolucrum heraus; der leichteste Wind, der über das netzartige, von den strahlenförmigen Haaren der Federkrone gebildete Gespinust hinweht, hebt alsdann dieselbe in die Höhe, und trägt sie mit der daran befestigten Frucht fort. Diese Haare dienen also vorzüglich zur Verbreitung der einsamigen Früchte der Compositae. Auch bemerkt man, daß da, wo sie fehlen, immer irgend ein anderer Umstand in der Organisation ihren Mangel er— setzt; bald hebt sich die Mitte des Fruchtbodens, und drängt die Früchte nach außen, wie bei Anthemis; bald breiten sich die Schuppen-Blüthenhülle bei der Reife flach aus, wie bei Chry— santhemum; bei andern, wie bei Carpesium, neigt sich der Blüthenkopf bei der Reife der Früchte, so daß diese vermöge ihres eigenen Gewichtes ausfallen u. s. f. Diejenigen Dipsaceen, die eine Federkrone haben, die mit Bärtchen eee Gramineen und Cyperaceen u. s. w. bieten ähn⸗ —.—— ga f n Eil 11 uch 0 f 8 U bft I. ü Jae L fl daß aste ig fag der fi, oh Nn Hume, d den Nat det zur chem ft an ehm ste, In in it das agent D heifen ue, in n etachel fr gel h se dh ale ch Lan in Eitze ac, f. u gie, lan, dug z 5 amen der hatischen iden sich zen einer el Feder⸗ Haarbüͤ⸗ ten, mit ist sind. u Orga⸗ werden. merksam die lym⸗ lte, die kung des esondere en. So ge sie be⸗ sopie sie en see sich men, und ken sie d heben er über derkrone e Höhe, e Haare chte der immer gel er; ingt die sich die Chry- igt sich bermdge die mit w. bieten ahr 9 ähnliche Erscheinungen dar“ Die Haarbüschel, welche eine große Menge Samen krönen, besitzen Eigenschaften derselben Art, und dienen durch ihr Auseinandersperren(éëcartement) dazu, die Samen aus der Fruchthülle herauszubringen, und ihre Zerstreuung in der Luft zu begünstigen; so bei Epilobium bei den Apo— eineen u. s. f. d Diese Beispiele, die sich leicht vervielfältigen ließen, bewei— sen mit, daß die spreuartigen Haare vorzüglich auffallende hygro— skopische Eigenschaften besitzen, und durch dieselben bei der Zer— streuung der Samen zu gewissen besondern Verrichtungen geschickt werden. Sechste ere. Von den Wimpern l(eils), Borsten(soies), u. s. w. Man bezeichnet mit dem Namen Wimpern(eilia) solche Haare, die nicht auf irgend einer Fläche selbst, sondern auf dem Rande derselben entstehen, dergestalt, daß diese Haare weder zur obern, noch zur untern Fläche einer Haut gehören, sondern sich mit ihnen in derselben Ebene befinden. Die Wim— pern nehmen jedes äußere Ansehen der Haare an; es gibt also drüsige, lymphatische und corollinische Wimpern. Im Allgemei— nen ist das Vorkommen der Wimpern bei den damit versehenen Pflanzenarten regelmäßiger und beständiger, als das der Haare. Die meisten sind von etwas steiferer Beschaffenheit als die Haare, und mehrere lassen sich wegen ihrer Festigkeit mit den Stacheln, Dornen, oder sogar mit den Auszahnungen der Blätter verwechseln. Der Nutzen der Wimpern scheint ein— zig der zu seyn, die Blätter gegen die Angriffe der Insecten zu schützen; allein dieser Nutzen zeigt sich nicht auf eine sehr au— genscheinliche Weise. Wenn die Blätter, oder die Lappen der Blätter nur au ihrer Spitze einen fadenförmigen Anhang tragen, so erhält dieser Anhang, wenn er wirklich ein Haar ist, den Namen Borste (eta, sole), wie bei Papaver setigerum,) oder bei Che- ) DETEss., icon. select. 2, Taf. 7. Decandolle's Organographie d. Gewäch se (pag. 116) N — V.— . (pag. 117) 98 nopodium setigerum, welche Pflanzen darnach benannt sind. Ist dieser Anhang kurz oder etwas dick, oder hat er viel— mehr das Ansehen eines Stachels oder eines Dorns, so nennt man ihn Spitze(mucro, franz. mucrone). Dieß sieht man besonders an allen Meuispermeen), und bei einer Menge an— derer Gewächse. een er. Dien den Wurz e harr doi raden Alle die Haararten, von welchen wir bisher gesprochen ha— ben, wachsen auf den Stengeln, den Blättern und überhaupt auf allen oberhalb des Mittelstockes befindlichen zum aufwärts— steigenden Wachsthume gehorenden Organen der Gewächse. Al— lein die Wurzeln haben auch ihre Haare; dieß sind sehr dünne Fädchen, von außerordentlich kurzer Ausdauer, welche, beson— ders in der ersten Jugend der Pflanzen, auf denjenigen ihrer Wurzeln entspringen, die der Luft ausgesetzt sind. Carrado— ri), der diese Organe gut beobachtete, hat bemerkt, daß sie nie— mals auf den unter Wasser befindlichen Wurzeln, noch auf den vom Wasser umflossenen Theilen der Wurzeln entstehen, daß sie sich besonders auf den der feuchten Luft ausgesetzten Wurzeln entwickeln, und daß die Dunkelheit ihr Wachsthum sehr begün— stigt. Diese Fädchen sehen den Haaren in ihrer Gestalt und in ihrem anatomischen Bau sehr ähnlich; allein ihre Verrichtung dürfte wohl sehr verschieden seyn, und sich mehr der der Schwämm— chen nähern. Carradori hält sie für Organe, die zur Ein— saugung der Feuchtigkeit der Luft bestimmt seyen, ebenso wie die Schwämmchen das schon gebildete Wasser einsaugen; und diese Meinung hat ziemlich viel Wahrscheinliches. Soll man diese Haare nicht von den eigentlich sogenannten Wurzelzasern (chevelu) trennen? Noch zweifle ich daran, und zum Wenigsten muß man gestehen, daß wenn die Faserchen oder die Wurzelza— sern Arten von Haaren sind, wie Kieser angibt, sie sich von ) Man sehe Taf. 15, Fig. 3. % Degli Organi assorbenti delle radice osserv. present. alla Sde. dei Georgofili di Firenze, in 8e, — i g 0 0 d eg fig! 1 b ae a Oege he u e dale h benannt gat er viel so nennt sieht man Nenge an- aux.) ochen ha⸗ berhaupt gufwärts⸗ hse. Al hr dünne e, beson⸗ igen ihrer Carrado; aß sie nie Y auf den „daß sie Wurzeln or begüͤn⸗ tt und in ertichtung chwämm⸗ zur Ein⸗ enso wie en; und doll man. rzelzasern Benigsten Burzelza⸗ sich von alla Sd. 99 den hier gemeinten durch eine längere Dauer, eine festere Consi⸗ stenz und vielleicht durch die Fähigkeit unterscheiden, einst zu Wurzelzweigen werden zu konnen; dahingegen die Wurzelhaare sehr flüchtig und sehr weich sind, und sich niemals in Wurzel— zweige zu verwandeln scheinen. Uebrigens verdient dieser kaum studirte Gegenstand von den Beobachtern untersucht zu werden. Ich füge nur noch hinzu, daß die Haare, die sich an der Basis mehrerer Pilze befinden, mit den Wurzelhaaren der vasculären Pflanzen viele Verwandtschaft haben. N 9 0 1 3 F 6 1 J 9 0 0 llc f 0 g fl 100 Gag. 110 Sülfileirs Kai ek Aale, 5 J E 5 N gh 1 Von den Behältern des eigenthümlichen Sastes N 4(réservoirs du sue propre.) W 8 n ge 9 1 Jaun 9 Seit langer Zeit bezeichnet man mit dem Namen eigen— Wü d 00 thümliche Säfte jene gefärbten Flüssigkeiten von einer beson— r 1 9 dern Beschaffenheit, die man in gewissen Gewächsen antrifft, und de 1% die Gefaße, in welchen sie enthalten sind, hatten den Namen 0 sid! 1 eigenthümliche Gefäße erhalten. Man achtete sie so sehr au gabe 1 den wirklichen Gefäßen gleich, daß man erst seit den letzten Jah⸗ en 00 — 1 ren angefangen hat, ihren Bau mit einiger Sorgfalt zu unter— I en d 5 suchen. Von den Säften wird die Rede seyn, wenn wir die er dil 110 Secretionen der Pflanzen abhandeln werden; für jetzt haben wir unt! 3 nur die Form der Gefäße, in welchen sie enthalten sind, kennen be 9 9 zu lehren. fin. 5 1 Nach Bernhardi's, Mirbel's und Treviranus's schö— f in den 5 nen Untersuchungen über diesen Gegenstand scheint es, daß die, sy öriß 1 eigenthümlichen Säfte keine merkliche Bewegung besitzen, und ft age 0 1 daß sie nur dann aus der Pflanze treten, wenn man die Bede— f den e ckungen, in welchen sie eingeschlossen sind, zerreißt. Diese Be⸗ in Et f deckungen sind im Allgemeinen dickere und festere Wände, als eit ni 5 9 die der Lymphgefäße; sie haben niemals irgend eine Art von fan gegn 0 0 Punktirungen oder Streifen, so daß man sie an diesem Merkmale ming 1 leicht erkennt, wenn sie sich unter dem Mikroskope darstellen. i dige, 110 Man unterscheidet sie um so besser, da sie gemeiniglich von stär⸗] ôdie 1 kerem Durchmesser sind, als die wahren Gefäße, und besonders hz 1 dadurch, daß sie nicht so regelmäßige Formen haben, und daß tan . eas h selbst die sie umgebende Wand ihnen nicht anzugehdren scheint; m auf Nie es hat den Anschein, daß, wie schon Grew angegeben hatte, A bn 1 die Säfte, die in gewissen Theilen durch Drüsen oder noch un- ö 1 bekannte Häute abgesondert werden, sich in das angrenzende Zell— 9 die N gewebe absetzen, dasselbe ausdehnen oder zerreißen, und auf diese 0, wc Weise in demselben rundliche oder längliche Höhlen bilden, welche f —— daftet en eigen iner beson⸗ utrifft, und en Namen sie so seht etzten Jah— t zu unter⸗ eum wir die t haben wir sind, kennen uss schö⸗ „ daß die ien, und die Bede⸗ Diese Bi ande, als e Akt vol Merkmale darstellen. c von stir d besondets und daß en scheint chen hatte, noch ul angende gel, nd auf die lden, welch 101 das Ansehen von Gefäßen haben, aber, wie man sieht, von den Gefäßen gänzlich verschieden sind. Nach dieser Hypothese wä— ren es wahre blasige Säcke(sacs kysteux), dem z. B. sehr ana⸗ log, welches bei den Thieren die Sack⸗Annurismen(anévrismes enkystés) bildet. Link bezeichnet sie mit dem Namen Saft⸗ behälter, oder Behälter des eigenthümlichen Saftes (receptacula succi proprii), welcher ihnen vollig paßt und wel⸗ cher angenommen werden soll, um diese Organe von den wahren Gefäßen gehörig abzusondern. Wenn man die verschiedenen Formen betrachtet, welche die Behälter der eigenthümlichen Säfte darbieten, so kann man sie in mehrere Klassen ordnen: 1) Die blasen förmigen Behälter(reservoirs vesicu- laires) sind das, was die Schriftsteller blasenförmige Drüsen ge— nanut haben, d. h. jene ungefähr kugelfdrmigen Bläschen, die in dem Gewebe der Blätter liegen, wie man sie bei der Myrte, oder an der äußern Schale der Pomeranzen u. s. w. sieht. Diese Bläschen sind zuweilen etwas in die Länge gezogen, theils wenn sie sich in Theilen befinden, deren Zellgewebe länglich ist, theils vielleicht, wenn zwei jener rundlichen Hohlen zusammen— fließen. Ziemlich häufig findet man solche längliche Blasendrü⸗ sen in den Blättern der Samydeen. Welches auch ihre Gestalt sey, so dringt doch ihr Saft niemals heraus, als wenn ihre Hülle eingerissen ist. Dieses Austreten des Saftes ist sehr sicht— bar an den Blättern von Schinus molle; schneidet man die— selben in Stücke, und legt diese auf's Wasser, so spritzen sie ih— ren Saft mit ununterbrochenen Stoßen von sich. Diese Stöße fahren gegen das Wasser an, und bringen dadurch eine Rück⸗ wärtsbewegung des Blattes hervor. Alle blasigen Behälter ent— halten dlige, flüchtige und aromatische Säfte. 2) Die blinden Behälter(éservoirs en cœcum) sind eine Art kurzer an einem Ende vollig geschlossener Rohren; so sehen wir z. B. die kleinen, mit flüchtigem Oel gefüllten Gänge, die man auf der Fruchtschale der Schirmpflanzen findet, und welche, von oben anfangend, in verschiedenen Arten ein Drittel, die Hälfte, bis drei Viertel der Fruchtlänge erreichen. 3) Die röhrenföͤrmigen Behälter(réservoirs tubu— leux), welche Mirbel einsame eigene Gefäße(Vaisseaux pro- (pag. 120) 210 102 pres solitaires)* genannt hat. Dieß sind Röhren von unbe— stimmter Länge, welche einsam zwischen einem Haufen von Zell— gewebe mitten inne liegen. Grew hat sie sehr gut beobachtet; diejenigen der Fichte hat er unter dem Namen Purpentine— vessels(Terpenthingefäße) Taf. 20, Fig. 3 abgebildet, die des Sumach unter dem Namen Milk- vessels(Milchgefäße) Taf. 20, Fig. 4. Ihre Wand besteht gewöhnlich aus einem sehr dichten, sehr festen Zellgewebe, wie sie Mirbel an den ge— schlängelten Behältern des Pinus strobus gezeigt hat. Das Innere dieser Behälter selbst ist oft, in ihrer ersten Jugend, mit einem Zellgewebe angefüllt, welches nach und nach zu Grunde geht. 4) Die bündel förmigen Behälter oder bündelför— migen eigenthümlichen Gefäße(réservoirs fasciculaires oder vaisseaux propres sasciculaires), von Mirbel“) entdeckt, siud Bündel kleiner paralleler Röhren, oder sehr in die Länge gezogener Zellen, welche einen eigenthümlichen Saft enthalten; in Organen dieser Art sind die eigenthümlichen Säfte der Apo— cineen enthalten; die Rindenfasern des Hanfes sind nichts als Bündel von solchen Behältern. 5) Die zufälligen Behälter(éservoirs accidentels). Unter diesem Namen fasse ich diejenigen mit eigenthümlichem Safte gefüllten Höhlen zusammen, welche ohne alle Regelmäßig— keit sind, und zu Behältern des eigenthümlichen Saftes werden, ohne daß sie ursprünglich dazu bestimmt waren. Auf diese Weise sickern die eigenthümlichen Säfte oft in die lymphatischen Ge— fäße der Coniferen, in die Markzellen gewisser Euphorbien u. s. w. Die besondern Umstände, die ich so eben angeführt habe, beweisen wohl, was ich weiter oben geäußert habe, daß die ei— genthümlichen Säfte in der That keine eigenen Organe besitzen; sie begeben sich in die benachbarten Höhlen, und bilden sich eine Art von Säcken von häutigem oder faserigem Ansehen. Dieje— nigen Anatomen, welche das Daseyn der Intercellulargänge an— nehmen, betrachten die Behälter der eigenthümlichen Säfte als gleichsam durch die Ausdehnung dieser Kanäle und durch die ) Elém., Taf. 10, Fig. 16. Théor., ed. 2, Taf. 3, Fig. 11. *) Elèm., Taf. 10, Fig. 17. Théor., ed. 2, Taf. 3, Fig. 12. 5 0 ten 1 L ace 1 einde ee Wach N n N. t n g in N den f Nö Hh er es d fehlen. fuß al fer helf. e lter dachte Ae! fach cd bon une. u bon Jil beobachte; pentine. ildet, die ilchgefaße) zus einem in den ge⸗ at. Das gend, mit u Grunde ndelför⸗ sciculaires entdeckt, ie Länge enthalten; der Apo⸗ hichts als videntel. sümlichem gelmäßig⸗ werden, ese Weise chen Ge⸗ n u. s. w. hrt habe, 5 die ei⸗ besitzen; sich eine Dieje⸗ änge an⸗ äfte als dulch die 103 Zusammendrückung der benachbarten Zellen gebildet; diejenigen, die das Daseyn der Intercellulargänge läugnen, sind gendthigt anzunehmen, daß das Gewebe zerreiße und zerstört werde, damit die Bildung der für den eigenthümlichen Saft bestimmten Höhle zu Stande komme. Die erstere Meinung ist in anatomischer Beziehung leichter zu verstehen; aber, obschon ich ihr den Vorzug gebe, so verhehle ich mir doch nicht, daß man bei dieser Theorie Mühe hat zu begreifen, warum die Behälter in einer großen Menge von Fällen so bestimmt begrenzt sind. Die Behälter der eigenthümlichen Säfte, sowie diese Säfte selbst, kommen bei mehreren Familien von Dikotyledonen vor, z. B. bei den Guttiferen, Hypericineen, Cichoraceen, Euphorbiaceen, Myrtaceen, Apocineen, Artocarpeen, Coniferen u. s. w. Weder bei den Monokotyledonen, noch bei den Akotyledonen hat man sie bis jetzt mit Gewißheit wahrgenommen. Die verschiedenen Behälter des eigenthümlichen Saftes ha— ben im Allgemeinen ihren Sitz im Zellgewebe der Rinde und werden folglich durch die Ausdehnung, in Folge der Zunahme des Holzes, unaufhörlich nach der Oberfläche hin gedrängt, wo— her es denn kommt, daß sie in den sehr alten Rinden häufig fehlen. Diese Behälter sind es, welche Hill mit dem Namen äußere eigenthümliche Gefäße bezeichnete; hingegen verstand er unter dem Namen innere und innerste eigenthümliche Gefäße ohne Unterschied sehr verschiedenartige Organe, in welche sich der eigenthümliche Saft zuweilen setzt, und welche im Holze oder im Marke liegen. Die wahren eigenthümlichen Säfte scheinen sämmtlich in dem grünen und folglich äußern Theile der Pflan— zen abgesondert zu werden. Gag. 122) N — 9 f sahl, hut 1 d (pag 123) Zwo lftes Kapitel. 5 10 Von den Lufthöhlen(cavitès asriennes.) a 335 de b de e Wir haben so eben gesehen, daß das Zellgewebe sich zuwei⸗ dl, sen erweitert, um Höhlen zu bilden, in welchen die eigenthüm⸗ Aigen lichen Säfte sich absetzen, und diese durch eine bekannte und 1 sch sichtbare Ursache bewirkte Erweiterung hat uns wenig Schwierig— Fk des keit dargeboten; allein oft geschieht es auch, daß sich das Zell⸗ e eine gewebe, durch eine nothwendige Folge des Wachsthums und der cheben. Vegetation, erweitert und berstet dergestalt, daß es leere Räume de oder vielmehr mit Luft angefüllte Hohlen bildet. Grew, wel— sigtt N cher diese Erscheinung und ihre Analogie mit dem Entstehen der ebe Höhlen des eigenthümlichen Saftes zuerst beobachtet hat, nennt ener. sie die röhrenförmigen Hohlen(ereux tubulaires) oder die fi Marköffnungen(ouvertures de la moelle). Mirbel, der c die Aufmerksamkeit der Anatomen auf diese Höhlen zurückgerufen r uf und dieselben sorgfältig beschrieben hat, gibt ihnen den allgemei— In a nen Namen Lücken(acunes). Rudolphi, der sie als ei— e öh genthümliche Organe betrachtet, nennt sie deßwegen Luftgefäße in loge Vasa pneumatica) Link bezeichnet gut ihren Ursprung fh dh 9 und ihre Verrichtung, indem er sie zufällige Luftbehälter h nennt. Kieser nennt sie Luftzellen oder Lücken(lacunae). 1 Ich habe seit langer Zeit den Namen cavités aériennes, q duch (Lufthöhlen, cavitates aàöbreae) angenommen, welcher mir richtiger 5 ciß 1 1005 oder doch bequemer als die bisher angeführten zu seyn scheint. 0 he Wenn man das Innere des Stengels, z. B. einer Gras— fig f 10 9 art, bei seinem Entstehen untersucht, so bemerkt man, daß er ö b das (pag. 126) mit einem erweiterten, aber regelmäßigen und in allen seinen u he 9 5 Theilen zusammenhängenden Zellgewebe angefüllt ist; nach einer till 1 gewissen Zeit, und wenn der Stengel an Dicke zuzunehmen an— 10 9 e 1 2 8 5 2. 5 5 U fängt, so berstet das Zellgewebe, da es sich nur bis zu einem. 9 gewissen Grade erweitern kann, und bildet im Zwischenraume J nes.) ich zuwei⸗, igenthüm; unte und dchwierig⸗ das Zelle und der ge Räume ew, wel⸗ stehen der gat, nennt ) oder die bel, der scgeiufen allgemei⸗ e als ei⸗ gefäße Ursprung halte! acunae). ennes, richtiger scheint. er Glas⸗ daß er n seinen ich einer men an⸗ zu einem henraume 105 zwischen jedem Knoten eine röͤhrenfdrmige mit Luft gefüllte Cen⸗ tralhöhle, welche von einer trockenen Haut ausgekleidet wird. Diese Haut ist nichts Anderes als eine, durch die zerstörten Ueber⸗ reste des Zellgewebes gebildete, falsche Haut. Untersuchen wir auf gleiche Weise das Mark des Wallnuß⸗— baums(Juglans regia), so werden wir sehen, daß es bei seinem Entstehen ein regelmäßiges und mit wässerigen Säften gefüll— tes Zellgewebe darstellt; nach und nach werden diese Säfte durch die Entwickelung des Zweiges aufgesogen, das Mark trock— net aus, der Zweig verlängert sich und zerreißt durch diese Verlängerung das Mark in eben so viele kleine Querscheiben, welche scheibenförmige Luft-Höhlen zwischen sich lassen“). Das Mark des weißen Jasmins(Jasminum officinale) zeigt eben⸗ falls eine Zerstückelung in sehr regelmäßige und sehr genäherte Scheiben. Die gleiche Erscheinung findet sehr häufig, aber mit we⸗ niger Regelmäßigkeit statt bei den Wasser⸗ Pflanzen, deren Gewebe sehr locker und deren Wachsthum sehr rasch ist; man bemerkt in ihren Stengeln, ihren Blattstielen und Blumenstielen Lufthöhlen, die oft sehr zahlreich sind, und deren Gestalt bei jeder Art(species) beinahe beständig ist, weil, obgleich sie nur zufällig sind, diese Zufälligkeit selbst von dem Bau und dem Wachsthum der Art abhängt. In gewissen Fällen sind diese Höhlen, wie wir eben gesehen haben, groß genug, um dem bloßen Auge sichtbar zu seyn; in andern aber sind sie so klein, daß man sie nur mit der Lupe, und sogar nur mit dem Mikroskope wahrnehmen kann. In diesem letztern Falle sehen diese leeren Räume, die durch jene Spaltungen des Zellgewebes, oder durch jene Erweiterungen der Intercellulargänge, entstehen, den Gefäßen sehr ähnlich und unterscheiden sich von ihnen nur durch ihre geringere Regelmäßigkeit. Einige Naturforscher glauben sogar, daß alle Gefäße der Pflanzen nur zufällige, durch das Wachsthum hervorgebrachte Höhlen seyen, und grün⸗ den diese Meinung sowohl auf diese Analogie mit den großen Lufthöhlen, als auch darauf, daß die Gefäße in den sehr jun⸗ gen Embryonen nicht sichtbar seyen. Allein bei dieser gewagten ) GREwW, Anat., Taf. 19, Fig. 4. (pag. 126) 1 — 11 1 I — —— 106 Hypothese hätte man große Mühe, die ausnehmende Regel— mäßigkeit der Gefäßformen, den besondern Bau der Spiral— gefäße,(welche, wie ich gezeigt habe, von den andern Gefäßen sehr verschieden sind) ferner die sehr bestimmte Richtung, welche die Säfte vom ersten Augenblicke des Wachsthums an nehmen, u. s. w. zu erklären. Uebrigens, welche Meinung man auch in dieser Beziehung annehme, so wird man doch gendthigt seyn, zuzugeben, daß die Gefäße weit früher und mit weit grö— ßerer Regelmäßigkeit gebildet sind, als die Lufthöhlen. Diese Hohlen enthalten zwar Luft, allein man kann nicht versichern, daß diese Luft bei dem Vegetationsprocesse direct mitwirke; man darf sie nicht gänzlich mit gewissen Lufthöhlen gleichstellen, die sich in einigen Organen durch eine wahre Erweiterung des Ge— webes bilden, wie man dieß an den Schwimmblasen einiger Tange, der Trapa natans, der Utricularia, u. a. sieht. Wir werden in der Folge Gelegenheit haben, auf diese Organe zurück zu kommen. N. ele a wok 0 Bd fag, we reel 1 1610 se in d Aieste pientt sabe se flora, Fah han nina 0 ct noch geen, se sffden agen et i r di 6 Haie JI Vel de Regel Epiral⸗ Gefäßen 9, welche nehmen, zan auch genökhigt peit grö⸗ Diese sichern, ke; man len, die des Ge⸗ einiger g. sieht. Organe Dreizehntes Kapitel. Von d een Ra p hi den Gp hi de Mit diesem Namen, welcher Nadeln bedeutet, bezeichne ich ziemlich sonderbare Korper, die vor wenigen Jahren ent— deckt worden sind, und deren Verrichtung äußerst dunkel ist. Es sind Bündel von Haaren oder Spitzen von ziemlich steifer Con— sistenz, welche sich entweder in den innern Höhlen, oder in den Intercellular-Gängen einiger Gewächse von lockerem Gewebe befinden. Sprengel hat sie im Zellgewebe des Piper magnoliaefoli um gefunden); Rudolphi gibt an, daß sie in der Tr adescantia und Musa ebenfalls vorkommen; Kieser hat sie in der Calla Aethiopica, der Musa sa- pientum und der AIO verrucosa gesehen“); ich selbst habe sie in der Pritom a uvaria, in der Littaea gemini flora, und im Crinum latifolium gefunden, und mein Sohn hat sie in der Nyctago Jalappae und in der Bals a— mina hortensis beobachtet“). Meines Wissens sind sie bis jetzt noch nicht in andern Pflanzen gefunden worden, allein da die Angeführten zu den beiden großen Klassen der vasculären Gewächse und zu mehreren ziemlich verschiedenartigen Familien gehoren, so ist zu vermuthen, daß man sie auch in vielen andern auffinden werde. Es ist nur zu erinnern, daß man sie blos in Pflanzen von lockerem Gewebe gefunden hat. Bis jetzt ken— nen wir die Raphiden zu unvollständig, als daß wir sie anders, als Beispielweise beschreiben konnten. Wenn man ein Blatt der Tritoma upvaria der Länge 7 *) Bau der Gew., Taf. 1, Fig. 4. *) Mém. org., Taf. 4, Fig. 20. ) APAHONSE DE CAN DOT in den Mém. de la Soc. de Phys. de Genève, ster Band, ꝛte Abtheilung, Taf. 1. (pag. 1290 K—— 8 ag. 128) 108 nach durchschneidet, so bemerkt man daran Längen-Fasern, an welchen man die Spiralgefäße und die gestreiften Gefäße, die sich durch die Ungleichheit ihrer Durchmesser sehr von einander unterscheiden, sehr gut erkennt. Zwischen diesen Fasern befindet sich ein grünes, aus unregelmäßigen, länglichen Zellen bestehendes Parenchym, welche Zellen aneinander gereiht und augenscheinlich von einander abgesondert(écartées) sind. Gegen den äußern Theil der aus dichtgedrängten länglichen Zellen bestehenden Rip— pen vereinigen sie sich. Die querlaufenden Zellen, welche viel⸗ leicht von den, die Fasern bildenden, Zellen verschiedene Organe sind, enthalten einen grünen körnigen Stoff. Zwischen diesen transversalen Zellen sieht man eine Art undurchsichtiger Spin— deln(fuseaux), welche der Länge nach und parallel mit den Rippen liegen; untersucht man dieselben genauer, so sieht mau, daß sie aus steifen, an beiden Enden spitzigen Faden bestehen, welche eine Art innerer Haare zu seyn scheinen. Diese Fäden sind es, die ich Raphiden nenne; die Raphidenbündel gehen oft unter den Augen des Beobachters auseinander, und alsdann sieht man deutlich die Faden, aus welchen sie zusammengesetzt sind. Auch geschieht es ziemlich häufig, daß die Raphiden beim Durchschneiden des Blattes sich ablösen, und im Wasser des Object-Trägers schwimmen. Wenn man sie so isolirt sieht, scheinen sie, unter den stärksten Vergrößerungsgläsern, eine Art an beiden Enden zugespitzter Röhren zu seyn; an den Rändern zeigen sie zwei undurchsichtige Linien, und ihre Mitte erscheint durchsichtig, wie bei den gewohnlichen Haaren, die man unter das Mikroskop bringt. Die Raphiden sind von steifer Consi— stenz; weder ich, noch mein Sohn, noch die Beobachter, die uns bei diesen Untersuchungen behülflich zu seyn die Güte hatten, und von welchen wir blos Dr. Prévost zu nennen brauchen, um zu beweisen, wie sehr sie in mikroskopischen Untersuchungen geübt sind, keiner von uns hat sie jemals gebogen oder gekrümmt gesehen; es war uns unmdͤglich, uns von dem Entstehungs- oder Anheftungspunkte dieser Bündel, welche von den Zellen zu entspringen scheinen, irgend einen Begriff zu machen. Die Ra— phidenbündel der Littaea und des Crinum latifolium weichen, sowohl in Gestalt, als in ihrer Lage, von denen der Tritoma zu wenig ab, als daß es der Mühe lohnte, sie zu l 0 r R f l afelbe 1 der 0 1d 0 0 f geld fuer a ahl 1 Die) feng ein den Die h. fübachtete segeben Mein el: Aber iht . achtete Eüfen! fechten feige Na en sc ssanmerg hn fte ih fich el gächschen en W. iin ame fuüsh e asern, zn füße, die einander befsndet stehendes scheinlich äußern den Rip⸗ che viel- „Organe n diesen t Spin⸗ mit den ht man, sestehen, e Fͤͤden el gehen alsdann mengesetzt iden beim gasser des it sieht, eine Art. Nändern erscheint in unter Consis ter, die hatten, rauchen, schungen rümmt 965 oder ellen zu Die Ra⸗ folium enen det e, sie zu 109 beschreiben. Was die Nyetago Jalappae betrifft, so zeigen sich ihre Raphidenbündel unmittelbar unter dem Häutchen(eu— tcula) des Blattes, wenn man dasselbe mit der Spitze des Scalpells wegnimmt; man erkennt sie mit bloßem Auge, oder mit der Lupe, als kleine, längliche, weiße, an beiden Enden spitzige Fleckchen. Bringt man das Gewebe unter das Mikro— skop, so erscheinen die Raphidenbündel, wie unter dem Häut— chen liegend; sie sind kleiner, als bei Pritoma, allein die Raphiden lösen sich ebenfalls ab, und zeigen das gleiche Aus— sehen; ähnliche trifft man auch in den Gelenken des Stengels an. Die Raphiden der Garten-Balsamine sind von den vorigen sehr wenig verschieden, und finden sich auch unter dem Häutchen und in den Gelenken des Stengels. Die von Sprengel im Piper magnoliaefolium beobachteten Körper scheinen, nach der Abbildung, die er davon gegeben hat, den so eben beschriebenen vollig gleich zu seyn; allein er gibt von denselben so wenig Umständliches au, daß ich über ihre Identitat keine bestimmte Meinung fassen kann. Alle Beobachter, welche dieser Körper erwähnt haben, be⸗ trachteten sie als eine Art kleiner Krystalle, welche sich in den Säften der Pflanzen bildeten und in den Intercellulargängen festsetzten. Sprengel und Kieser nennen sie deßhalb sehr feine Nadeln, oder nadelfdrmige Krystalle; allein diese Namen scheinen die doppelte Unbequemlichkeit zu haben, daß sie zusammengesetzt sind, und über ihre Natur mehr aussagen, als davon streng genommen erwiesen ist. Aus diesen Gründen habe ich mich entschlossen, ihnen den Namen Raphiden(nach einem griechischen, Nadeln bedeutenden, Worte) zu geben; dieser Name hat den Vortheil, daß er an ihre Form und ihren ursprüngli— chen Namen erinnert, und doch nichts andeutet, was noch nicht factisch erwiesen ist. (pag. 129) U 10 0 100. 0 n 1 ö 14 n — 0 0 1 10 1 1 15 1 0 0 8 1 194 1 0 1 100 Mee 0 10 b 0 ö ö M ö 0 10 9 0 9 1 . f 1 1 1 100 ů— 2 0 0 00 2 1 1 1 1100 10 N N 1 1 5 19 1 1 0 C 0 0 0 0 1 1 —— (pag. 130) Vierzehntes Kapitel. Von einigen hervorragenden Körpern in den innern Höhlen der Gewächse. Hier deute ich zwei Klassen sehr specieller Korper an, welche man in den Höhlen gewisser Gewächse von lockerem Gewebe fin⸗ det, und deren Geschichte wenig bekannt ist; sie unterscheiden sich von den Raphiden sowohl durch ihre Gestalt, als dadurch, daß sie Bestandtheile des Gewebes selbst sind, und keineswegs als in den Säften frei umher schwimmend erscheinen. Die erste Art besteht in sternförmigen Körpern, die sich in den Lufthöhlen der Stengel und Blattstiele der Nymphäaceen befinden, wo sie von Rudolphi entdeckt“), und von A mici*k!“) seither gut beobachtet worden sind. Dieß ist eine Art aus meh— reren Strahlen bestehender Sterne, die am Rande der Höhle be— festigt sind und an ihrer innern Fläche hervorragen. Die Ge— stalt eines jeden Strahles ist kegelformig, mit dickerer Basis, und ihre Consistenz ist steif. Rudolp hi versichert, sie in den Schaften, den Blattstielen, den Blättern und selbst in den Blumenkernen der Nymphaea gesehen zu haben. Diejenigen der weißen Nymphaea haben wenigere und längere Strahlen, als die der gelben Nuphar; man findet sie sogar in den ge— trockneten Pflanzen. Die Verrichtung dieser strahlenförmigen Körper ist völlig unbekannt; allein man kann nicht daran zwei⸗ feln, daß sie Bestandtheile des Gewebes ausmachen. Rudolphi vergleicht sie mit den Haaren, welche man im Innern der ) Schoten einiger Leguminosae und der Bläschen der Tange findet; allein ihre Steifheit und Regelmäßigkeit lassen mich über die Richtigkeit dieser Analogie sehr im Zweifel. ) Anat., Taf. 2, Fig. 12, 13, 14. ) Osserv. mier., Fig. 20. d e fi 1 e ft ih liche f f M be un litt! 10 e 3 Alem, or innern , welche ebe fin⸗ iden sich ch, daß als in e sich in phäͤgceen micik) 1s meh⸗ olle be— die Ge⸗ Basis, in den in den jenigen rahlen, en ge⸗ migen n zwei⸗ udolphi rn der Tange ch uber 111 Die zweite Art der in den Höhlen befindlichen Korper, welche ein Bestandtheil des Gewebes zu seyn scheinen, besteht in kleinen rundlichen und gestielten Kuöpschen, welche Kieser in den Lufthöhlen der Calla Aethiopica entdeckt hat), und welche von den Wänden derselben entspringen. Die Ver— richtung dieser Organe ist gänzlich unbekannt. Das beschränkte Vorkommen dieser zwei Klassen von Or— ganen läßt vermuthen, daß ihre Function von geringer Wich— tigkeit sey. ) Meém. org., Taf. 5, Fig. 22, 23. — 2 3 0 6 8 ag. 183) Fünfzehntes Kapitel. Von den Gelenken(articulations) und vom Aufspringen 5(déhiscences). Im Thierreiche sind die Gelenke vollkommene Unterbre— chungen des Zusammenhanges zwischen den festen Theilen, die das zur Stütze der Bewegungsorgane bestimmte Gerüste bilden; bei den Gewächsen aber, wo kein Bewegungs- Apparat vorhan- den ist, d. h. wo es weder Muskeln noch Knochen gibt, können folglich keine solche Gelenke, wie die der Thiere sind, vorkommen. Man hat bei den Pflanzen mit dem Namen Gelenke (Articulations) Punkte bezeichnet, an welchen, zu gewissen Zeit— punkten ihres Lebens, von selbst sehr bestimmte und scharfe Trennungen des Zusammenhangs erfolgen. Zu bemerken ist, daß alle Theile der Pflanzen, die von selbst abfallen, mit Ge⸗ lenken versehen sind, und daß alle diejenigen, die deren keine haben, zwar nach Verlauf einer gewissen Zeit absterben und Theil für Theil vertrocknen und zu Grunde gehen können, aber sich niemals in ganzen Stücken absondern; dieser Unterschied wird sich bei der Beschreibung und der Geschichte der zusammen— gesetzten Organe sehr oft darbieten. Hier erwähne ich der Ge— lenke nur, um ihren anatomischen Bau zu betrachten. Wenn mau die Gelenke der Pflanzen in ihrer Jugend und Frische zergliedert, so bemerkt man darin nur regelmäßige und zusammenhängende Zellen und Gefäße; jedoch sieht man fast immer eine Anschwellung oder eine kleine knotige Erhabenheit (nodosité), die den Gelenk-Punkt andeutet. Nach Verlauf einer gewissen Zeit nimmt diese knotige Anschwellung zu, und eine Reihe von Zellen, die in einer Ebene liegen, vertrocknet ent— weder und verlischt, oder trennt sich von der angrenzenden Reihe; alsdann machen die Fasern allein noch das Verbindungsmittel zwi⸗ mann. Buch d galt hut i, Kent. Kr Sup e zusan süfillig fame. schen k be auf ein fs enen Artikel fahalten; fenen len DN ih in Hel a geröhnl ne ba un die) u Eggel fglaufg (uunalaria dne igen; agg, fas gut 2 ht, u ehe , len inner tr, a N fptingen Unterbre⸗ geilen, die ste bilden; it vorhan⸗ t, können orkommen. Gelenke wisen Zät⸗ und schatfe emerken ist, „ nit Ge⸗ deren keine erben und nen, abet, lnterschied usammen—⸗ der Ge⸗ ugend und aßige und man fast rhabenhei lauf einer und eine ocknet enk⸗ den Reihe; ungömitte zi 113 zwischen den Theilen aus; allein da dieselben nicht mehr durch das umgebende Zellgewebe verbunden werden, so zerreißen sie selbst bei der geringsten Erschütterung. Der durch das Abfallen des Organs, welches vermittelst eines Gelenkes angeheftet war, entblößte Theil wird eine Narbe(Cicatrix, franz. cicatrice) genannt T). Man erkennt deutlich die Stelle der Fasern, welche den Bruch derselben, sowie des Zellgewebes andeuten. Letzteres beweist durch seine glatte Oberfläche, daß es sich ohne wahre Zerreißung getrennt habe. Die Organe, die mittelst eines solchen Gelenkes befestigt sind, nennt man auf ihrer Stütze eingelenkt(articules sur leur support); die andern heißen festsitzen de(adhérents) oder zusammenhängende Organe(continus); erstere sind hinfällig(eaduca, franz. caducs), letztere aus dauernd (persistentia, franz. persistants). Es gibt Organe, die, wie wir sehen werden, selbst aus Theilen zusammengesetzt sind, wel— che auf einander articuliren. Diese Theile heißen, wenn man sie aus einem allgemeinen Gesichtspunkte betrachtet, Gelenktheile, Artikel(Articuli, franz. Articles); in verschiedenen Fällen aber erhalten sie besondere Namen, die wir in der Folge werden kennen lernen. Die Narbe ist immer auf der breitern der zwei Flächen, die sich im Gelenke von einander getrennt haben, deutlicher zu sehen, und gewöhnlich gibt man nur dieser diesen Namen; folglich wird die Narbe bald auf dem stehenbleibenden Organ angegeben. Hieher gehören die Narben, welche die Blätter nach ihrem Abfallen auf den Stengeln zurücklassen); diejenigen, welche die einjährigen Stengel auf gewissen Wurzelstöcken, wie beim Salomons-Siegel““) (Convallaria Polygonatum) hinterlassen, oder die, welche die Blumenstiele oder Blumen auf den Stengeln oder Fruchtboden!) zurücklassen; bald findet man sie auf dem Organ, welches sich abgelöst hat. Hieher gehören die Narben, die man an der Basis gewisser Frucht-Hüllen(pericarpia), wie bei der Eichel**) be⸗ ) Heyne., Term. bot., Taf. 6, Fig. 6. ) Man sehe Taf. 20, Fig. 1, cc. *) Tun., Icon., Taf. 3, Fig. 10. *) Gärtner, kruect., Taf. 167, Fig. 3, B, Taf. 160, Fig. 4, a a. *) Gärtn., fruct. 1, Taf. 40. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 8 (pag. 134) (pag. 135) 114 merkt, oder endlich die Narben der Samen), wie bei der Roßkastanie. Das Aufspringen(dehiscentia, franz. déhiscence) ist eine den wenigstens in ihrer Jugend verschlossenen Organen eigene Er— scheinung, welche viel Aehnlichkeit mit dem hat, was man bei den in die Länge gedehnten Organen Gelenk nennt. Sie besteht in einem bestimmten und regelmäßigen, bei einem geschlossenen Organ erfolgenden Aufreißen. Auf diese Weise öffnen sich bei ih— rer Reife die meisten trockenen Früchte, theils der Länge nach, theils in die Quere, mittelst eines oder mehrerer regelmäßiger Risse. Die Linien, nach welchen diese Risse geschehen sollen, sind meist etwas hervorragend und können folglich schon vor dem Auf— springen wahrgenommen werden; man nennt sie Näthe(Suturae, franz. sutures), weil man sie mit den erhabenen Linien zweier anein— ander genähter Tücher verglich. Allein dieser Ausdruck zeigt nicht an, daß die Theile, welche sich durch Aufspringen zu trennen fä— hig sind, von ihrem Entstehen au immer getrennt gewesen seyen; in dieser Beziehung gibt es zweierlei Klassen des Aufspringens. Bald findet es, erstlich, zwischen zwei ursprünglich geschie— denen Organen statt, die während ihres Wachsthums zusammen— gewachsen waren, und die sich bei ihrer Reife wieder trennen. Dieß ist der Fall, wenn die Klappen(carpella) einer Frucht sich in ihren Vereinigungspunkten von einander trennen, wie man z. B. bei den Rhodoraceen oder den Colchicaceen sieht, wenn die Petala, welche während des Blühens mehr oder weniger vollstän— dig mit einander verwachsen waren, sich, wenn sie zu vertrocknen anfangen, von einander trennen, wie bei einigen Correa. Ich nenne diese Art des Aufspringens das Aufspringen durch Lostrennung(déhiscence par décollement). Das— jenige Aufspringen der Früchte, wobei die Scheidewände dersel— ben gleichsam gespalten werden(a deshisceuce septieide), ist ein besonderer Fall dieser ersten Art. Bald sind, zweitens, die ursprünglich geschiedenen Theile so fest mit einander verbunden(collés), daß sie sich bei ihrer Reife gar nicht trennen können, und dann erfolgt das Aufspringen mit— telst eines regelmäßigen Risses, auf derjenigen Linie, wo das Or— *) Gärtn., fruct. 2, Taf. 111. — 1 0 % J artapfu! male, kalakes) 1 E 0 0 e M fag a datt iamic ahr sab, u lf h die! hne JI fe ie hei der e ist eine eigene El⸗ s man bei die besteht schlossenen ich bei ih uge nach, elmäßiger len, sind dem Auf (uturae. ier anein⸗ leigt nicht enen fä⸗ en seyen; ingend. ich geschte zusammen⸗ tennen. cht sich wie man wenn die oolltän⸗ trocknen ea. Ich n durch . Das⸗ de dersel⸗ jeide), Theile so ter Reife gen mit das Or⸗ 115 gan den geringsten Widerstand leistet. Diese Erscheinung nenne ich das Aufspringen durch Zerreißung(déhiseence par rupture). Die sogenannten fächerspaltenden Coculieides), transversalen, die Spitze oder Basis spaltenden(apicilaires oder basilaires) Arten des Aufspringens, sind besondere Fälle dieser allgemeinen Erscheinung. Auf die besondern Umstände dieser ver— schiedenen Arten des Aufspringens werde ich bei Gelegenheit der Früchte) zurück kommen; allein ich mußte ihrer bei diesen allge— meinen Betrachtungen erwähnen, weil alle diese Unterscheidungen auf sämmtliche hohle und in ihrer Jugend geschlossene Organe an— wendbar sind, und man aus dem Vorhergehenden ersehen konnte, daß das Aufspringen eine Art von Articulation der hohlen Organe, oder daß die Articulation das Aufspringen der in die Länge gedehn⸗ ten Organe sey. 5) Man sehe Buch III. Kap. III. Art. 3. 8* 0* —————————————————————— B (pag. 136) (pass 137) hs e hte s Kapitel. Einthellung der Gewaächse nach den EClementar-Organen. Bisher haben wir auf eine bündige und allgemeine Weise nicht allein die Elementarorgane, sondern auch diejenigen beschrie— ben, welche die ersten und so innigen Verbindungen derselben sind, daß man sie selbst für Elemente halten könnte. Es bleibt uns nun, um diesen ersten Theil der Organographie zu beschließen, noch übrig zu zeigen, wie man das Gewächsreich durch die bloße Berücksichtigung der Elementarorgane eintheilen kann, und wir werden dadurch eine Grundeintheilung erhalten, an welche sich, wie wir in der Folge sehen werden, alle fernern Abtheilungen an— schließen. In dieser Hinsicht zerfallen die Gewächse in zwei große Klas— sen, nämlich in die cellulären und in die vasculären(ge— fäßlosen oder Zellengewächse und gefäßführenden oder Gefäßge— wächse). Erstere bestehen einzig aus rundlichem und länglichem Zellgewebe; letztere sind aus Zellgewebe und Gefäßen zugleich zu— sammengesetzt. Den erstern fehlen durchgehends die Spaltöf— nungen; die letztern sind im Allgemeinen damit versehen, einige einzelne Arten verschiedener Gruppen ausgenommen, welchen diese Organe mangeln. Die erstern zeigen meist nur eine fast homogene Masse, und die Organe der Ernährung und der Wiedererzeugung sind wenig ausgesprochen; bei den letztern sind alle diese Organe sehr deutlich und gut unterschieden; die erstern zeigen nur ein schwaches und unbestimmtes Streben, sich senkrecht aufzurichten; bei den letztern ist dieses Streben kräftig und anhaltend. Alle wesentlichen Erscheinungen des Baues und des Wachsthums sind in diesen zwei Klassen verschieden. Die cellulären Gewächse,(Vegetabilia cellulosa, vé— gétaux cellulaires) sind von Jussieu akotyledonische, von Lamarck agamische(agames, geschlechtslose), von Richard 00 ger au ch de fache, f a den 0 falle funf D b aka Jas sunishe, eachegege fache. f nech sazen di fen vecsche fiction nerogan Neuen Fu ment Link; Node hol, 1 ftthe g Alen, hagen de bebent chef. Men fachen 5 ich ant en g 0 An,] ae On the 0 Organen. ine Weise u beschrie⸗ alben sind, bleibt uns schließen, die bloße und wir ache sich, ungen an jroße Klas⸗ ren(ge— Gefäßge⸗ ünglichem gleich zu⸗ Epoltsf, , einige chen diese homogene zeugung e Organe nur ein zurichten; Id. Alle ums sind os, Ve- 0 e, vol Richald 117 keimlose(inembrionés) Pflanzen genannt; sie machen einen Theil der Linnäischen Klasse der Kryptogamen, und der ätheo— gamen Beauvois's aus; alle diese Ausdrücke beruhen aber mehr oder weniger auf Hypothesen, oder auf partiellen Charakteren. Wenn ich diese Gewächse in Beziehung auf ihre Ernährungsorgane betrachte, so brauche ich den Namen celluläre Gewächse, und unter dem umfassenderen Ausdruck Kryptogamen begreife ich die Cellulären und diejenigen der vasculären Gewächse, deren Fructification undeutlich ist, wie z. B. der Farrenkräuter. Die vasculären Gewächse Gegetabilia vascularia, végétaux vasculaires) werden oft mit den Ausdrücken phanero— gamische, phänogamische oder embryonische, im Ge— gensatze gegen die kryptogamischen oder inembryonischen(keimlosen), bezeichnet. Allein diese Namen sind eben so unrichtig als die, auf welche sie sich beziehen. Ich werde den Namen vasculäre Pflanzen brauchen, um alle mit Spiralgefäßen und Spaltöffnun— gen versehenen Gewächse, welches auch immer die Art ihrer Fruc— tification seyn mag, zu bezeichnen, und den engern Ausdruck Pha— nerogamen nur bei denjenigen vasculären Pflanzen anwenden, deren Fructification deutlich wahrnehmbar und mehr oder weniger symmetrisch ist. Link zieht die Ausdrücke komonemeae und heterone— meae vor, um die eben erwähnten Klassen zu bezeichnen; allein ich bestehe darauf, die Benennungen celluläre und vasculäre bei— zubehalten, weil sie 1) die ältesten sind; 2) weil die von Link vorgeschlagenen Ausdrücke, welche gleichartige oder ungleichartige Faden bedeuten, mir geeignet scheinen, einige unrichtige Begriffe zu erwecken. Bei den vasculären Gewächsen kann man überdieß noch zwei Grundabtheilungen aufstellen, nämlich: 1) diejenigen, deren Ge— fäße und längliche Zellen sämmtlich der Länge nach gerichtet sind, und bei welchen die neuen Fasern immer um den Mittelpunkt des Stammes entstehen; und Y diejenigen, welche Gefäße oder Bün— del von länglichen, sowohl der Länge als der Quere nach gerich— teten Zellen, besitzen, und bei welchen die neuen Fasern um den Rand des Stammes entstehen. Die erstern haben die Benennungen monokotyledonische Gewächse oder Endorhiza, die (pag. 188) (pag. 189) 118 letztern, im Gegensatz, dikotyledonische oder exorhiz a, erhalten. Ich werde sie hier bald dikotyledonische oder monokotyledo⸗ nische nennen, wenn ich sie in Beziehung auf ihre Fructification vergleiche; bald exogene oder endogene, wenn ich ihre Ernäh⸗ rung in Betracht ziehe. Aus dieser kurzen und sehr elementarischen Uebersicht geht hervor, daß die großen primären Klassen der Gewächse fol⸗ gende sind: 1) Dikotyledonische oder exogene Pflanzen, (sämmtlich phanerogamisch). 2) Monokotyledonische oder endogene phanerogamische Pflanzen. 3) Monokotyledonische oder endogene kryptog amische Pflanzen. 4) Celluläre Pflanzen sämmtlich kryptogamisch. Der Ausdruck vas culäre umfaßt die drei ersten Klassen; der Name celluläre aber nur die letzte allein. Der Ausdruck phanerogamische Pflanzen begreift die zwei ersten Abtheilungen, der Name kryptog amische aber die beiden letzten. Die Liebhaber von Zahlenverhältnissen werden vielleicht be— merken, daß das Pflanzenreich, so wie das Thierreich, vier große primäre Hauptäste oder Klassen darbiete; allein ich muß sie bitten, es mir zu erlassen, für jetzt auf diesen Umstand einiges Gewicht zu legen. Ich erkenne mit Fries, daß die viertheiligen Einthei— lungen in den Plänen unserer Classificationen häufig vorkommen; allein ich weiß nicht, ob dieß nicht eben so sehr von der Richtung unseres Geistes, welcher die Gegenstände immer gern zu zwei und zwei zu vergleichen sucht, als von der wirklichen Natur der Dinge herrührt. u het! Ar de a0. N 1 le ungen ahne Wen trachtet r aud! a nd ese T. Nei atze, i emeh Sale der chern der , Es e den fanpanel e herd fh zn eg Mf Dee ch füt, fi d cf d lule rorhizz nokothledo⸗ uctification hte Ernah⸗ richt geht ächse fol⸗ Pflanzen, dogene bogen ich. n Klassen; begreift die he aber die leicht be⸗ bier große sie bitten, Gewicht Einthei⸗ kommen; Richtung zwei und der Dinge —— 1 Siebenzehntes Kapitel. Von der allgemeinen Eintheilung der zusammengesetzten Organe. Wir zergliederten und durchgingen bisher die Elementaror⸗ gane der Pflanzen und diejenigen, welche auf so unmittelbare Weise aus ihnen gebildet sind, daß man sie für Elementarorgane hätte halten können; jetzt müssen wir untersuchen, welche Ver⸗ bindungen diese verschiedenen Organe mit einander eingehen, um alle wahrnehmbaren Theile der Pflanzen zu bilden. Wenn man diesen Gegenstand auf eine sehr allgemeine Weise betrachtet, so kann man erkennen, daß alle vasculären Gewächse nur aus drei Haupttheilen, nämlich aus der Wurzel, dem Sten— gel und den Blättern, zusammengesetzt zu seyn scheinen; und diese Theorie kann man beweisen, 1) sowohl dadurch, daß diese drei Theile allein hinreichen können, das gewöhnliche Leben der Pflanzen zu unterhalten, und selbst diese Wesen auf gewisse Weise zu vermehren; als auch 2) dadurch, daß alle andern bekannten Organe der Gewächse als bloße Modificationen des einen oder des andern der eben angegebenen drei Organe angesehen werden kön— nen. Es ist also in dieser doppelten Hinsicht angemessen, ge— radezu den Bau und die Geschichte dieser drei Organe, die wir fundamentale oder Grundorgane(org. fondamentaux) nennen werden, zu studiren, um anzuzeigen, theils daß sie haupt— sächlich zur Ernährung der Pflanzen dienen, theils, daß alle an— dern Organe(wie aus ihrer Beschreibung hervorgehen wird) bloße Modificationen derselben sind. Diese andern Organe selbst, die zwar für das Leben weniger wesentlich sind, die aber doch kräftig zu seiner Unterhaltung mit— wirken, konnen in zwei Abtheilungen zerfallen; die einen, und zwar bei Weitem die complicirtern und mannigfaltigern, beziehen sich auf die Wiedererzeugungsmittel der Gewächse; dieß sind die Reproductionsorgane(org. réproducteurs) wie die Blu⸗ (pag. 140) 120 men, Früchte, Zwiebelchen(bulbilli) u. s. f.; die andern sind Mo⸗ dificationen der Grundorgane, die sich auf andere Verrichtungen, als die Wiedererzeugung, wie die Stütze, die Vertheidigung, die Beschützung der Organe überhaupt, oder eines derselben insbe— sondere, beziehen; ich bezeichne sie mit dem umfassenden Namen accessorische Organe(org. accessoires). Bei den vasculären Gewächsen sind diese Eintheilungen be— quem, allein bei der Beschreibung der cellulären, wo alle Theile mehr oder weniger in ein homogenes Gewebe verschmolzen sind, kann man sie, streng genommen, nicht beibehalten. Wir werden in den folgenden Büchern uns bemühen, dasjenige zu trennen, was zu diesen zwei großen Abtheilungen des Pflanzenreiches gehört. deb 1 St du sacseh car scht gakalte id dä er in sie hei ud, bon den gar! u sind Md. ichtunger, gung, di en insbe— n Namen ungen be⸗ lle Theile lzen sind, werden in nen, was hört. Zweites Buch. Von den Fundamental⸗Organen, oder von den zur Er⸗ nahrung wesentlichen organischen Theilen. Die von mir mit dem Namen Fundamentalorgane bezeichne— ten Organe sind diejenigen, welche zur Ernährung des Pflanzen— Individuums dienen, daher keinem derselben fehlen dürfen, ob—⸗ gleich sie bisweilen, vermöge besonderer Verbindungen, sehr klein oder sehr schwer zu erkennen sind. Diese Organe sind, bei den vasculären Gewächsen, der Stengel, die Wurzel und die Blätter; und bei den cellulären werden wir sehen, daß sie mehr oder weni— ger in einem Körper verschmolzen sind. Wir fangen damit an, sie bei den vasculären Gewächsen, wo sie gewöhnlich sehr deutlich sind, zu studiren, um nachher zu versuchen, uns einen Begriff von den cellulären Gewächsen, wo jene Unterscheidungen kaum oder gar nicht zulässig sind, zu machen. (pag. 141) 0 1 0 b————— —— 5 1 1 n 0 104 — ö 0 — 1 N 0 100,0 N ö 0 * 10 1 U 10 1 7 115 1 7 0 J 0 * Nee 10 105 1907 Me e 1 1 ö 140 N 10 ö N 1 0 Nane 10 0 ane ö 0 1 0 N 1 a ee 1 Ii. ö N 0 ie e 1 nne 1 0 9 050 1 0 1 1 1 Win 4 1 e 1 Ae 1 10 1 1 10 055 1 9 0 5 9 0 9 0 ö — 1. 1 4 ö 0 ö 1 . ö 0 — 1 — . 8 (pag. 142) (pag. 148) „ Vio m Stengel der vasculären Gewächse. Erster Abschnirt. Vo m Stengel im Allgemeinen. Artikel 1. Vom eigentlichen Stengel. Der Stengel(caulis, franz. tige) ist derjenige Fundamen⸗ taltheil der Pflanze, welcher sich immer mit mehr oder weniger Energie senkrecht in die Höhe zu richten strebt, und welcher un— ten die Wurzel, oben die Blätter trägt, wenn nämlich die Pflanze welche haben soll, oder, wie Des vaux sagt, der Sten⸗ gel ist der Zwischenkörper(Mittelkörper, corps intermédiaire) zwischen den Wurzeln und den Blättern). Dieses Organ, von welchem alle andern in verschiedenen Richtungen ausgehen, fehlt in keinem einzigen der vasculären Gewächse; allein es kommt bei ihnen bald sehr deutlich und sehr entwickelt, bald verküm— mert oder unter der Erde versteckt, vor, so daß es alsdann zu fehlen scheint, wie Hedwig schon seit 1793 behauptet hat“), wie ich es seit 1804 angenommen habe**), und wie es seither Dutrochet's zierliche Beobachtungen bestätigt haben.“) Dieje⸗ nigen Pflanzen, bei welchen der Stengel sehr sichtbar ist, sind im Lateinischen gaulescentes genannt worden; ein Ausdruck, den einige Autoren im Französischen beibehalten haben. Diejenigen, bei welchen der Stengel unscheinbar ist, wurden dagegen acaules oder subacaules genannt. Diese in der beschreibenden Sprache *) Nomol., p. 6. **) Sammlung von Abhandl. und Beob. Leipzig 1793. in 8. ) Dissert. sur les propriétés des plantes. 8. Paris 1804. Fl. fr., 1805, vol. 4, p. 68. Théor. élém., 1813. *) Mem. Mus. d'Hist. nat., 18241, p. 125, 8. n 1 Ell 0 1 mah de ut,“ 0 M igen l se eng ifi aal de 00 alls, sichan de damen 08) (0 fung Alle hch urch! ann N. r d fer k engl I Gil Eile fig. en n fh hie — De ach se. undamen⸗ r weniger elcher un⸗ amlich die der Sten⸗ rmediaire) gan, bon hen, fehlt o kommt beiküm⸗ ödann zu t hat, es seither 0 Diese⸗ sind im ruck, den iejenigen, acaules Sprache J. Pl. 155 123 zwar bequeme Unterscheidung ist aber durchaus nicht richtig, denn der Stengel existirt immer; allein er ist bald sehr lang, bald sehr kurz, meist sehr augenscheinlich, zuweilen aber unter der Erde verborgen; was wir durch einige Beispiele erläutern wollen. Die meisten jener Pflanzen, die man stengellose(acaules) nennt, verdanken dieses Aussehen nur der Kürze dieses Organs. Ihre Blätter und Blüthen scheinen aus der Wurzel zu ent— springen und heißen Wurzelblätter, Wurzelblumen(radicales), weil sie mit ihrem untern Ende den Stengel, der ihnen den Ursprung gibt, ganz verstecken; auch sind fast alle diese Pflan⸗ zen fähig einen wohl ausgebildeten Stengel hervorzubringen, wenn sie sich unter günstigen Verhältnissen befinden; so zeigen sich z. B. Carlina acaulis, Astragalus Monspess u- lanus, Car duus acaulis u. s. w. ebenso häufig mit einem sichtbaren und entwickelten Stengel als stengellos. Der kuglichte und plattgedrückte Korper, den man bei Cy clamen) mit dem Namen knollige Wurzel(radix tube- rosa) zu bezeichnen pflegt, ist ein wahrer Stengel oder Strunk (souche), aus welchem an der untern Fläche die Wurzeln ent— springen, und welcher jedes Jahr aus seinem obern Ende eine Blätter- und Blüthen-Knospe treibt. Diese Behauptung wird durch die Keimungsweise dieser Pflanze bestätigt, so wie auch durch die leichte grüne Färbung, welche dieser kugelichte Kör— per annimmt, wenn er dem Licht ausgesetzt ist. Bei den Zwiebelgewächsen, wie z. B. bei den Hyacinthen oder Tulpen, scheint der Stengel gänzlich zu fehlen; allein hier leitet uns die Analogie und beweist deutlich, daß ihr Stengel nichts Anderes sey, als die kreisförmige Platte, welche die Grundlage der Zwiebel bildet“), und welche auf der einen Seite die Wurzeln, auf der andern die Blätter und Blumen trägt. In der That weigert sich Niemand den Stamm der Palmen, der Vucca, der Alo é und der Lilien einen Stengel zu nennen; allein man kann auf unmerklichen Stufen von ih— nen bis zu dem der Hyacinthe hinabsteigen. Im Geschlechte ) Dunax., Phys. d. Arb., I, Taf. 4, Fig. 8, Haxvx Term. bot., Taf. 8, Fig. 2, Tonp., Icon., Taf. 4, Fig. 1. ) Tun., Icon., Taf. 4, Fig. 2, 3 und 9. (pag. 144) g. 145) 124 Allium z. B. findet man Arten mit geradem und sehr deut— lichem Stengel, wie beim Allium Tataricum; andere, bei welchen der Stengel sehr kurz und auf der Oberfläche des Bo— dens niedergelegt ist, wie bei Allium senescens; endlich noch andere, wo es blos noch eine kreisförmige Scheibe ist, wie bei Allium Cepa. Die kurzen und verkümmerten Stengel sind oft schwer zu erkennen, weil sie sich unter der Erde versteckt befinden, wie wir es so eben bei den Alljium- Arten gesehen haben. Die gleiche Erscheinung bietet sich bei den Farrenkräutern dar, von denen einige, wie Picksonia, einen geraden Stengel von der Festigkeit eines Baumes besitzen; andere haben einen hin- und hergebogenen, schwachen und kletternden Stengel, z. B. Ugena; andere endlich(und zwar die einzigen, welche unsere Klimate besitzen) haben einen an der Oberfläche des Bodens, oder selbst unter demselben kriechenden Stengel. Diese Art unterirdischer, verkümmerter und wurzelähn— licher Stengel sind von Ker) rhizoma benannt worden; ein Name der so viel als wurzelähnlich bedeutet und ihre Beschaffen— heit gut ausdrückt; die Stengel der NVmphaeae, der europäi— schen Farrenkräuter, der europäischen Arum-Arten, mehrerer Ar— ten von Allium, sind Rhizome. Hedwig gab den wagrecht an der Oberfläche des Bodens liegenden Stengeln, wie z. B. der Iris Germanica, den Namen truncus superficialis. Die krautartige Weide(Salix herbacea) zeigt diese unter— irdische Lage des Stengels oft auf eine besondere Weise. Wenn dieser kleine Baum auf den kurz aber dicht begrasten Alpen— Rasen wächst, deren Boden durch, von höher gelegenen Stellen erfolgende Verschüttungen erhöht werden kann, so wird der sehr kurze Stengel jeden Herbst mit Erde bedeckt, und verlängert sich in jedem Frühjahr bis zur neuen Oberfläche des Bodens, so daß nach Verlauf einiger Jahre der ganze Stengel unter der Erde ver— borgen liegt und an der Oberfläche nur die krautartigen(grünen) ) Ker hat nach einander die Namen Gawler, Bellender und Ker getragen; unter dem erstern dieser Namen hat er eine sehr interessante Abhandlung über die Irideen herausgegeben, in welcher er diesen Ausdruck vorgeschlagen hat. Man sehe Sims u. Hönig, Ann. of Botany, vol. 4, p. 219. G0 0 fe geh aseg u fal! 05 ichs ff n n obe ch a ut h ace l. c, ui File ü ur Ste ficht g. feige von das E ach ber De Teen! saheite Eta Ie i de, dere In Efe Lalix h Wen f rden shasee ff UN ih c N sehr delt dere, hei e des Vo⸗ ; endlich cheibe it schwer zu iden, wie hen. Die dar, von l von der hin- und Ugena; Klimate der selbst vurzelähn⸗ orden; ein Beschaffen; 1 europai⸗ reer A wagrecht . B. det eialis. se unter⸗ Wenn Alpen⸗ Stellen der seht rt sich in so daß rde vel⸗ (grünen) der und eine seht in welcher 1. König: 125 Enden seiner Zweige zeigt. Wächst er aber, oder pflanzt man ihn auf einem Boden, der sich nicht erhöht, so liegt und kriecht alsdann der holzige Stengel auf der Oberfläche des Bodens und man sieht nicht ein, wie sein Name, krautartige Weide, entstan— den seyn könne. Es ist also sehr gewiß, daß der Stengel bei allen vasculären Gewächsen vorkomme, aber bald groß, bald klein, meist an der Luft befindlich, oft unterirdisch. Im Allgemeinen streben die vasculären Stengel, sich auf dem Boden, der sie trägt, senkrecht zu erheben, und diese Grund— Eigenschaft, die wir in der Folge genauer untersuchen werden, fehlt nur bei einer sehr kleinen Anzahl der vasculären Gewächse, und zwar sämmtlich nur Schmarotzer- Pflanzen, d. h. solchen, welche von dem durch andere Gewächse bereiteten Nahrungssaft leben, wie die Mistel(Viscum) und die Cuscuta. In mehreren Fällen ist diese Wahrheit nicht sehr einleuchtend, z. B. wenn der Stengel oder seine Zweige so schwach sind, daß sie sich nicht aufrecht erhalten können, oder aber wenn der Stengel seiner ganzen Länge nach durch Wurzeln oder Klammern(eram— pons) an den Boden angeheftet ist; in diesen Fällen zeigt nur das Ende der Stengel oder der Zweige allein ihr Streben nach der aufrechten Stellung an. Der Stengel trägt Verzweigungen, die bekanntlich den Namen Aeste oder Zweige Cami) erhalten haben. Der un— getheilte Theil des Stengels führt, im Gegensatz, den Namen Stamm(truncus, franz. tronc) und die Gesammtheit der Aeste trägt den Namen Krone(eima, franz. eime). Diese Zweige, welche nur eine Art partieller Stengel sind, streben, wie der Stamm, besonders in ihrer Jugend, nach der senkrech— ten Stellung; ihre Richtung ist es z. B., welche uns bei der Salis herbacea zur Erkenntniß führt, daß der unter dem Boden liegende Theil ein wahrer Stengel sey. In der Folge werden wir sehen, daß man jeden Zweig als ein in sich ge— schlossenes, auf die Mutterpflanze, von der es entspringt, ein— gepfropftes Ganze betrachten soll. Wenn die Pflanze dazu bestimmt ist, Blätter zu besitzen, so ist es immer der Stengel, der sie trägt. Wahre Stengel ohne Blätter(aphylli) gibt es nur bei solchen Pflanzen, welche (pag. 146) ag. 147) 126 durchaus nirgends Blätter haben, wie die Orobanche, Lathraea u. s. w., und selbst in diesen Fällen werden die Blätter durch Schuppen vorgestellt, wie bei Lathraea und sogar bei Cuscuta, oder durch Höcker(tubercules), wie bei (Stapelia). Die Schafte(scapi, franz. hampes) sind Organe, die keine wahren Blätter, oder doch nur Deckblätter (feuilles florales), hervorbringen, und welche bei gewissen Pflan— zen, wie beim Gänseblümchen(Bellis) und Hyacinthus die Blumen tragen; dieß sind nicht wahre Stengel, sondern eine Art Blumenstiele(peduneuli), die aus einem kurzen und unterirdischen Strunk(souche) entspringen). Die Stelle, wo sich der Stengel mit der Wurzel verbindet, ein Punkt, der sich gewöhnlich an der Oberfläche des Bodens be— findet, heißt der Hals oder Mit telstock(collum, franz. le collet). Grew gab ihm im Englischen den Namen ocoarcture, (Einschnürung). Turpin wurde durch Vergleichungen mit dem Thierreiche verleitet, ihn die horizontale Mittel— linie(ligne médiane horizontale) zu nennen“). Lamarck bezeichnete ihn mit dem Ausdrucke Lebensknoten(noeud vital), weil er in der That eine Art Mittelpunkt ist, oberhalb und unter— halb welchem die Fasern sehr verschiedene Eigenschaften besitzen; allein diese Fasern scheinen zusammenzuhängen, und die Zergliede— rung des Innern gibt durchaus noch keine Auskunft über den zwischen ihnen statt findenden Unterschied, so daß der Mittelstock vielmehr der Grenzpunkt zwischen zwei Organen, als selbst ein eigenes Organ ist; selbst seine Stelle ist nicht immer mit Sicher— heit zu erkennen. Es gibt in der That Stengel, wie z. B. die der Eryngium, welche unten so sehr das Ansehen und die Festigkeit der wahren Wurzeln annehmen, daß mon sie nur durch ihre aufsteigende Richtung von jenen unterscheiden kann. Gewisse Stengel zeigen von Stelle zu Stelle Knoten (nodi, franz. noeuds), d. h. dickere, festere Punkte, welche entweder durch Faser-Geflechte gebildet werden, was man an den Gramineen sieht, oder seltener, den Blasensteinen ähnlich, ) Man sehe Taf. 32, Fig. 9.. ) Man sehe Buch III, Kap. I. Art. 2. 7 ) Iconogr., Taf. 4 bis, Fig. 1 und 2, a a. —— —ä—— m bn En b. Aal affe, f cute e gen n siht u Sack Fug U Takt neu Agar fte Msche war Aud Tn! gen fen det Hebebes de Gelen leo) 0 schen sah eln Aschen, ga nan e kferen 1 f ih wg Tuck. i, 1 6 fun zich bl art fa ant du 6 f ih fachen g. Fengel e g Berk i Ih, D banche. erden die ae a und „ wie bei pes) sind Neckblättet sen Pflan⸗ einthus sondern Irzen und verbindet, odens be⸗ franz. le Careture, agen mit Nittel⸗ Lamarck eud vitah, und unter⸗ besihen; gergliede⸗ über den iittelstock elbst ein »Gicher⸗ „B. die und die ur durch . Knoten „ welche man an ahnlich, 127 aus steinartigen Concretionen gebildet zu seyn scheinen, wie z. B. bei den Simsen(Juncus), die man unpassend gegliedert genannt hat. Derjenige Theil des Stengels, der sich zwischen zwei Kno— ten befindet, führt den Namen Zwischenknoten(internodium, franz. entre-noeud). Bei den knotigen Stengeln entspringen die Blätter gemeiniglich aus den Knoten; daher kommt es, daß man, selbst bei den nicht knotigen Stengeln, häufig den zwischen zwei Blatt-Paaren oder zwei Blattwirteln befindlichen Theil des Stengels mit dem Namen Internodium bezeichnet; Turpin nennt noeud vital die Stelle, bon welcher das Blatt oder das Blätterpaar entspringt, und gibt auf diese Weise durch theoreti— sche Ansichten der ursprünglichen Bedeutung des Wortes eine weitere Ausdehnung. Man verwechselt auch häusi die knotigen Stengel mit den gegliederten, d. h. mit denen, welche mit einer Art von Ge— lenken oder Punkten versehen find, die sich ohne Zerreißung des Gewebes trennen lassen. Dieser Irrthum rührt daher,) daß die Gelenke der Stengel fast immer mit erhabenen Ringen(bour— relets) oder Anschwellungen, welche den Knoten gleichen, ver— sehen sind; 2) daß sich die Gelenke nur während des ersten oder zweiten Jahres trennen lassen, und daß sie nachher fest genug erscheinen, um wahren Knoten ähnlich zu sehen. Indessen be— greift man leicht, daß Knoten und Gelenke sehr verschieden sind; die ersteren, aus Gefäßflechten gebildet, bieten festere Punkte, als das übrige Gewebe dar; die letzteren hingegen sind die am wenigsten consistenten und am leichtesten trennbaren Stellen des Stengels. So sind die Stengel der Weinreben, der Caryophyl— leen, der Geranieen, in ihrer Jugend gegliedert; der Zwischen— raum zwischen zwei Gelenken führt ohne Unterschied die Namen Glied(articulus, article) Zwischenknoten(änternodium, franz. entre-noeud) oder Merithallus(franz. mérithalle). Der Gipfel der Stengel oder der Zweige ist im Allgemeinen grün, weich, krautartig; eine große Menge Stengel zeigen dieses Aussehen auf ihrer ganzen Oberfläche; sie werden krautartige Stengel(caules herbacei, tiges herbacées) genannt, und die Pflanzen, welchen sie angehören, heißen Kräuter(herbae, franz. herbes). Die krautartigen Stengel dauern gewöhnlich nur Ein Jahr; entweder stirbt die Pflanze selbst nach Verlauf dieser (pag. 148) 128 Zeit ab, oder der Wurzel-Hals lebt fort und treibt im folgenden Ii Jahre neue Stengel. Im letztern Fall ist der ausdauernde Theil feht, (bas. a4) des Stengels so kurz, daß man zu sagen pflegt, die jungen 3 h Triebe entspringen aus dem Mittelstocke; dieß sieht man z. B. an fuß air der Zaunrübe(Bryonia). Bisweilen hingegen verhärtet der un— fange, tere Theil des Stengels am Ende des Herbstes und dauert, nach duzen dem Absterben des obern Theils, in Gestalt eines mehr oder we— fh) niger länglichen Rumpfes außerhalb des Bodens aus. Dieser dae ausdauernde Theil hat den besondern Namen Strunk(eaudex, e if franz. souche) erhalten, wenn er auf der Oberfläche der Erde fifa (à fleur de terre) liegt, und den Namen rhizoma(franz. gung daf rhizome), wenn er unter dem Boden verborgen ist. Die Scheibe fte de (plateau), welche die Basis der Zwiebeln ausmacht, der Mittel— Fahelunge stock der ausdauernden Pflanzen, sind wahre unterirdische f t d Strünke. Wan Die ausdauernden Stengel(caules perennes, franz. ü Spal tiges vivaces), d. h. die, welche mehrere Jahre ausdauern, ne en sind gemeiniglich von festerer Consistenz, härter und zäher, als deen dl die einjährigen Stengel, und zeigen nur in ihren jungen Trie-⸗ Fate u ben oder Reisern(touriones, franz. pousses oder scions), ein ö Spalt krautartiges Ansehen. Letztens Namen gibt man den jungen ib a Theilen, welche im laufenden Jahre entstanden und noch weich a fig und grünlich sind. Die Gärtner, namentlich Roger Schabol, ichn de geben den Reisern den Namen Bourgeons. Hedwig bezeichnet saschege du die Jahrestriebe mit dem Namen innovationes. Duet Unter den ausdauernden Stengeln kann man unterscheiden: an har 1) die fleischigen Stengel(caules succulenti, franz. e i, tiges charnues), d. h. die, deren äußerer Theil lange Zeit hin— fan len durch mit einem sehr entwickelten, grünen Parenchym bedeckt 6 bach bleibt, wie z. B. bei den Cactus und Stapelia; it gin 2) die holzigen Stengel(caules lignosi, fruticosi, franz. dus, n tiges ligneuses), d. h. die, welche die Festigkeit und das An— in se pen sehen des Holzes annehmen. Wenn die Consistenz zwischen der al 0 des Holzes und der Kräuter das Mittel hält, so nennt man den due Stengel halbholzig(caulis sublignosus, suffruticosus, franz. ue tige sous ligneuse, demitligneuse). dug 0 Unter den holzigen Pflanzen unterscheidet man 1) die Halb— Ne Gag. 160) sträucher(suffrutices, franz. sous-arbrisseaux), welche von 0 fun ihrer Daune im folgen lernde Thel die jungen an z. B. an tet der un, alert, nach hr oder we. 6. Dieser k(eaudex. der Elde ma(franz. die Scheibe der Mittel nterirdische nes, franz. gusdauern, her, ale ngen Ttie⸗ Scions), ein den jungen loch weich Schabol, bezeichnet scheiden: i, franz. Zeit hin; m bedeckt bsi, flanz ) das An⸗ vischen der t man den us, franz. die Halb⸗ welche von ihter 129 ihrer Basis an sich verzweigen, die halbe Manneshöhe wenig übersteigen, und keine schuppigen Knospen(bourgeons) tragen, wie 3. B. Salvia officinalis; 2) die Sträucher(krutices, franz. arbrisseaux oder arbustes), welche von ihrer Basis an sich verzweigen, die Manneshöhe wenig übersteigen, und oft Knospen (hourgeons) tragen, wie z. B. der spanische Flieder,(Syringa vulgaris); 3) die Bäume(arbores, franz. arbres), welche die Manneshöhe merklich übersteigen, sich an ihrem obern Theile verästeln, da hingegen der untere, allmälig entblößt, als ein einfacher Stamm erscheint; sie sind meist mit Knospen(Pour— geons) versehen, wie z. B. die Eiche. Diese von der Größe und Festigkeit der Stengel hergeleiteten praktischen und populären Eintheilungen, haben übrigens durchaus keine Bestimmtheit, weil sie nicht auf anatomischen Verschiedenheiten beruhen. Man trifft häufig einjährige Stengel an, deren Oberfläche mit Spaltöffnungen versehen ist; es sind solche Stengel, deren Farbe entschieden grün, deren Consistenz mehr krautartig, und deren Zellgewebe deutlich gerundet ist. Andere hingegen, deren Farbe weißlich und deren Zellgewebe länglich ist, besitzen keine Spaltöffnungen; bei einigen bemerkt man Streifen oder erhabene und der Länge nach laufende Striche von blasserer Farbe, welche aus länglichen Zellen bestehen und keine Spaltöffnungen haben; zwischen diesen Strichen befinden sich grüne, mit Spaltöffnungen versehene Zwischenräume. 8 Die fleischigen Stengel besitzen Spaltöffnungen, wenn sie von Natur grün sind, wie die Cactus und Stapelia. Zu be⸗ merken ist, daß in diesen Fällen entweder gar keine, oder nur äußerst kleine Blätter vorkommen, und daß der Stengel wirklich das Geschäft der Blätter besorgt. Wenn die fleischigen Stengel nicht grün sind, wie man es bei der Orobanche, den Cyti- nus, den Cyn o mo rium, der Cuscuta u. a. m. sieht, so ha⸗ ben sie niemals Spaltöffnungen, sind aber auch immer Parasiten. Hierin liegt ein starker Beweggrund zu glauben, daß die La thrae a, Monotropa und die blattlosen Orchideen Schmaro— hberpflanzen seyen, obgleich dieß durch die Untersuchung ihrer Wurzeln sehr schwer, und öfters unmoglich auszumitteln ist. Die holzigen Stengel haben gemeiniglich, selbst in ihrer er— sten Jugend, keine Spaltöffnungen, und ihr äußeres Zellgewebe Decandolle's Organographie d. Gewächse. 9 (pag. 151) 180 ist merklich in die Länge gestreckt; jedoch muß man die blätterlo⸗ ge sen holzigen Stengel, deren grüne und krautartige Zweige die 6„1 Stelle der Blätter vertreten, wie 3. B. Ephedra, einige Giuster ii Jun (genista), die Casuarina, u. a. m., von dieser Regel ausnehmen; uml die Zweige dieser Pflanzen besitzen in den eingedrückten Linien oder le 9 Furchen zwischen den Streifen Spaltöffnungen. 1 In ihrer Hauptrichtung betrachtet, zeigen die Stengel bei lt, den verschiedenen Arten sehr bestimmte Verschiedenheiten; alle meals die, welche eine hinlängliche Festigkeit besitzen, streben im All— sabunmt gemeinen, aufrecht zu stehen, und sich senkrecht zu erheben. Ver⸗ l. d schiedene Umstände ihres Baues oder ihrer Consistenz bringen n in ihren Stellungen Abänderungen hervor. So wird der Stengel Fl e im Allgemeinen lie gend(e. prostratus, franz. t. couchée) genannt, Mcp wenn er, statt sich zu erheben, mehr oder weniger auf dem Bo— a, e den ausgebreitet liegt. Diese Stellung kann theils bei den Haupt— chen stengeln statt finden, wenn sie zu schwach sind, um sich selbst fl, ed aufrecht zu erhalten, theils bei den untern Zweigen, welche bei be gang gewissen Pflanzen von der Basis des Stengels an in horizonta⸗ M ler Richtung divergiren, wobei der Hauptstamm sich wenig oder Ext gar nicht entwickelt; alsdann scheint der Stengel ausgebreitet gu he zu liegen; aber eigentlich verdienen diesen Namen nur die un⸗ bene tern Zweige. In allen diesen Fällen strebt der Gipfel des Sten⸗ e gels oder der Zweige, sich aufzurichten. Bleibt er während des lt, el (bag. 52) Emporstrebens und Wachsens in die Länge weich, so fällt er mit fue fl seinem untern Theile zurück und bleibt liegend. Allein es geschieht Ag oft, daß ein Stengel, der Anfangs schwach genug ist, um sich chf nicht aufrecht halten zu können, nach den ersten Augenblicken cn uf seiner Entwickelung, Festigkeit genug erlangt, um sich aufzurich⸗ fie gg ten; er hat alsdann eine liegende Basis und einen aufrecht ste— iu cher g henden Gipfel, in diesem Falle heißt er aufsteigend(ascen— l dee dens, franz. lige ascendante oder montante.)). fachen Wenn Stengel, die auf dem Boden niederliegen, entweder ih di bei etwas fleischiger Beschaffenheit, oder wenn sie auf eine sehr ö Aung! ausgesprochene Weise Knoten oder Gelenke zeigen, oder auch hg, wenn sie in einem feuchten Boden wachsen, so geschieht es, daß— mehrere unter ihnen Wurzeln treiben; dann heißen siekriechende 1 n flit *) Hxrx., Term., Taf. 8, Fig. 3; Taf. 10, Fig. 8. 0 ie blättes Zweige d nge Giusen usnehmen, Linien oer Stengel he heiten; ale on im N eben. Vei⸗ uz bringen er Stengel e) genannt, dem Vo⸗ den Haupt⸗ sich selbst welche bei n horizon wenig oder gusgehreitet V die un⸗ des Sten⸗ hend des llt er mit s geschieht „um sich igenblicken aufzurich⸗ sftecht st⸗ d(ascen. entweder eine sehr oder auch es, daß echende 131 Stengel(eaules repentes s. reptantes franz. tiges rampan— tes)). Ihre Wurzeln treiben meist in der Nähe der Blatt-Ach— seln, zuweilen aber auch längs der ganzen untern Fläche des Stengels. Sie steigen, wie es die Art der Wurzeln ist, senkrecht in die Erde, ohne sich grün zu färben. Die aufrechten Stengel treiben bisweilen auch Wurzeln in die Luft, was man an einer Menge von Fett-Pflanzen, wie z. B. den Cactus-Arten und Craßulaceen, oder bei einigen fremden Fei— genbaumarten, oder vorzüglich bei den RZ Ap˙ßhO TA be⸗ merkt. Diese Wurzeln entspringen auf gleiche Weise, wie bei den kriechenden Stengeln, und richten sich unmittelbar gegen die Erde; sie sind gemeiniglich cylindrisch und wenig verzweigt; bei Rhizophora, wo sie aus einer bedeutenden Höhe herabstei— gen, bilden sie eine Art natürlicher Bogengänge von sehr unge— wöhnlichem Anblicke. Die mit dieser Eigenschaft begabten Sten— gel, werden von den Botanikern wurzelnde Stengel(e. radican— tes) genant. Man kann durch besonderes Cultur-Verfahren diese Wurzel— Entwickelung selbst bei solchen Stengeln, welche dazu wenig Nei— gung haben, hervorbringen, und hierauf gründet sich die Kunst, Absenker(franz. Marcottes) zu machen. Dieß ist nämlich der Name, den man demjenigen Theil eines Stengels oder Zweiges gibt, welcher, nachdem er Wurzeln geschlagen, von der Mutter— pflanze künstlich getrennt worden ist. Die Ableger sind eine physiologische Erscheinung, deren Untersuchung uns hier nicht beschäftigen darf, obgleich ich auf ihre Analogie mit dem natür— lichen Zustande der wurzelnden Stengel aufmerksam machen zu müssen glaubte. In allen diesen Fällen, gleichviel ob durch Na— tur oder Kunst hervorgebracht, entspringen die Wurzeln, welche auf diese Weise längs den Baumstämmen entstehen, aus den Lin— senkörpern, oder sehr selten aus den Narben der alten Blätter, wie ich dieß am Sedum altissimum beobachtet habe; der Ursprung der Wurzeln, die aus den Stengeln der Kräuter ent— springen, ist noch nicht hinreichend bestimmt worden. ) Ebendas. Taf. 8, Fig. 3; Taf. 10, Fig. 7, 9. *) Man sehe Taf. 11, Fig. 1, Entwickelung der Wurzeln aus den Lin⸗ fenkörpern des Ficus elastica. ee rn, Term,, Taff, 9. 9* (pag. 153) i— rl.. a ä—.. ——— N 9 J n 14 — 5 4 N 1* N 14 5* 3 7 5 N 1 ———— 8—— 2————— K N .——.——— 5 5 1 — N 132 Es gibt einige Pflanzen, bei welchen nicht alle Zweige oder Stengel gleich geeignet sind, Wurzeln hervorzubringen; so z. B. treibt die Erdbeerstaude(Fragaria)) aus den Achseln ihrer un— tern Blätter besondere Zweige, welche man Aus läufer oder Ranken(tnlagella, viticulae, franz. jets oder coulans) nennt. Diese Ausläufer sind cylindrisch, au einem bedeutenden Theil ihrer Länge blattlos, und treiben sodann an ihrem Ende Wur— zeln und zugleich eine Blattknospe. Die Ausläufer oder untern Zweige der Lysimachia vulgaris) weichen von den vorigen Gas. 50 nur darin ab, daß sie Anfangs, im ersten Jahre, Wurzeln, und im folgenden Jahr Blätter und Stengel treiben. Die Ausläufer mehrerer Sempßpervivum- Arten*) unterscheiden sich nur da— durch, daß sich die Blätter an der Spitze früher als die Wurzeln entwickeln, und daß man sie vermöge ihrer fleischigen Beschaffen— heit, welche aus ihnen Nahrungsbehälter macht, von der Mut— terpflanze trennen, und sie dann die ihnen fehlenden Wurzeln selbst treiben sehen kann. Die Stengel, welche, ohne zwar stark genug zu seyn, um sich selbst aufrecht zu erhalten, sich doch nicht auf den Boden niederle— gen, streben auf verschiedene Weise, sich auf Körper, die sie an— treffen, zu stützen; sie heißen im Allgemeinen kletternde oder klimmende(c. scandentes, franz. t. grimpantes) und dieser Aus⸗ druck wird ohne Unterschied bei allen verschiedenen Weisen, mittelst welcher ein Stengel sich auf einem andern Körper festhalten kann, angewendet. So hält er sich z. B. beim Epheu* mittelst Klam— mern(erampons); bei der Erbse) mittelst Ranken(eirrhi, franz. vrilles); bei der Solandra mittelst langer, ausgebreiteter Zweige; oder, wie beim Galium Aparine, mittelst hacken— förmiger Haare; oder, wie bei Ficus scandens A, den kletternden Farrenkräutern und Orchideen, durch Anhacken mittelst wahrer Wurzeln; oder endlich, wie bei den Winden(Con vol. ) HaxN., Term., Taf. 27, Fig. 5. *) Pl. Dan., Taf. 689. ) Dr Caxp., plant. grass., Taf. 104, 106, 107. ) Sowznnx, Engl. bot., Taf. 1267. Schkuhr, Handb., Taf. 49. 1 LAX. III., Taf. 633 und 634. 11) Taf. 38, Fig. 1. fl). g gene Flug 1 un b el, 0 die n Eick une, fc un h f,. hkk, 1 99 ft um ade in Spit aer Eprld diebe der da 12, an b Ref 1 hir t sluriati en fi g r sacgsche iht; unge, weige oe 1 so z. J. ihrer un— ufer oder ns) nennt, nden Thel ende Wun⸗ der unten den vorigen zeln, und Ausläufer ich nur da⸗ e Wurzeln eschaffen⸗ der Mut- zeln selbs yu, um sich en niederlt⸗ die sie an nde ober ieser Aus⸗ „ mittelst ten kann, lst Klam⸗ (eirrhi, ebreiteter T hacken⸗ 0) den n mittelst Conve! 133 vulus), der Cuscuta), u. s. w., durch regelmäßiges, spi⸗ ralformiges Umwinden. Letztere führen besonders den Namen Schlingpflanzen(plantae volubiles) und verdienen es, daß wir uns bei ihnen etwas länger als bei den andern kletternden Pflanzen aufhalten. Die meisten Stengel, selbst die völlig geraden, zeigen bei ih⸗ rer Entwickelung eine Neigung zur Schraubenlinie. So ist“) an Bäumen, die wenig Aeste haben, z. B. der Tanne(abies), diese Richtung der Fasern oft sehr deutlich ausgesprochen, und man kann an dem Holzkörper, wenn er eine Zeit lang, von der Rinde ent— bloßt, an der seine Oberfläche austrocknenden, freien Luft gele— gen hatte, die dadurch entstandenen spiralförmigen Risse bemer⸗ ken. 2) Du Petit-Thouars hat bemerkt, daß die Ober— haut*) bei den Bäumen mit glattem Stamm, wie beim Kirsch— baum oder der Hydrangea arborescens sich leichter in der Spiralrichtung, als in irgend einer andern wegnehmen lasse. 3) Ursprünglich stehen die Blätter bei den Endogenen in einer Spirallinie, und bei einer großen Menge von Exogenen nehmen dieselben, in Folge ihrer Entwickelung selbst, sey es natürlich, oder durch Zufall, diese Richtung an. Ich liefere auf Taf. 36, f. 2, eine sehr merkwürdige Monstrosität einer Münze(Mentha) als Beispiel spiralförmiger Entwickelung in einer von den Fa— milien, wo man sie am wenigsten erwartet haben sollte. Vau— cher hat bereits das merkwürdige Beispiel eines Equisetum kluviatile, dessen Stengel regelmäßig spiralformig gewundene Fasern zeigte, bekannt gemacht“). Ist die Ursache dieser Nei⸗ gung der Fasern zur Spiralrichtung eine organische oder eine phy⸗ siologische? Ist die Erscheinung selbst sehr allgemein? Dieß wage ich nicht zu bestimmen und begnüge mich damit, dieser Beob— achtungen, als, wie es mir scheint, mit der Geschichte der ge⸗ ) Schkuhr, Handb., Taf. 56 und 37. **) Schkuhr, Handb., Taf. 56 und 37. ke) Verg. franc, S. 18. ist. d'un morg. de Bois, S. 71. Er be⸗ merkt, S. 77, daß schon Theophrastus die gleiche Beobach— tung gemacht habe.(Buch III., Kap. 153. seiner Geschichte der Pflanzen.) ) Mon. des Prèles, Taf. 11, X. (pag. 155) 0 . 3 0 0 —— 134 (G8. 256) schlungenen Stengel verwandt, zu erwähnen.) Einige der pag. letztern, wie z. B. die Coba ea, zeigen die spiralförmige Dre— hung der Stengel-Fasern in einem hohen Grade. Diese Drehung fängt erst in einiger Entfernung vom Mittelstocke an. Die gewundenen Stengel können in ihrer Jugend liegen oder aufrecht stehen, allein nach Verlauf einiger Zeit verlängern sie sich sehr und drehen sich spiralförmig; finden sie keinen Körper, der ihnen als Stütze zu dienen im Stande ist, so fallen sie wie— der zurück, oder winden sich zuweilen die einen um die andern her— um, so daß mehrere Individuen der gleichen Art, oder mehrere Zweige Eines Individuums sich gegenseitig als Stütze dienen; finden sie aber eine dienliche Stütze, so winden sie sich um die— selbe herum, in einer Richtung, die bei jeder Art beständig die gleiche ist, entweder von der Rechten zur Linken, wie bei den Bohnen, oder von der Linken zur Rechten, wie beim Hopfen. Um diese Richtung zu bestimmen, nimmt man an, man stehe selbst in der Spirale, und der Stengel winde sich um den Leib her— um. Die physiologische oder anagtomische Ursache, weßhalb mehrere Stengel die Neigung zum Umschlingen besitzen, und weßhalb jeder derselben eine besondere Richtung nimmt, ist völlig unbe— kannt. Einige haben geglaubt, diese Erscheinung stehe mit dem taglichen Gange der Sonne und ihrer Wirkung auf das Wachs— thum in Zusammenhang. Ob es gleich sehr wunderbar wäre, daß eine und dieselbe Ursache völlig entgegengesetzte Wirkungen hervorbrächte, so kann man doch diese Meinung nicht a priori verwerfen, und der scharfsinnige Wollaston vermuthet, man konnte die Wirkung der Sonne prüfen, wenn man, bei Beob— achtung zweier Individuen der gleichen Pflanzen-Art in den bei— den Erd⸗Hemisphären sorgfältig darauf achtete, ob sie sich nach der gleichen, oder nach zwei verschiedenen Richtungen hin drehten, eine sehr einfache Beobachtung, welche den in der südlichen Hemisphäre reisenden empfohlen zu werden verdient. ) Diese Verwandtschaft wird noch durch eine merkwürdige Beobach— tung Leopolds von Buch bestätigt; nämlich bei mehreren Arten scheint die Richtung der Spiral-Drehung in den geraden Stäm— men, wie die der schlingenden Stengel, beständig zu seyn; so z. B. sind, nach diesem Beobachter, die Roßkastanie und die ächte Ka— stanie in entgegengesetzter Richtung gedreht. M. f bg f ht det 1 a0 A Per i gala 10 deb 0 bel de A ate ir Ele f d. fe feen obe meuses ate ze gel, al anche dul) de dieß dee . Achel Ar dl fal age bers pos 1 in 1. B c e de ff gh e Tee f d Einige de mige Dr se Drehurg l. liegen oder rlängern sie hen Körper, len sie wie⸗ andern her- der mehrere ite dienen; ch um die⸗ ständig die vie bei den m Hopfen. man stehe en Leib her halb mehrere ind weßhalb völlig unbe⸗ che mit dem s Wachs⸗ char wäre, Wirkungen t a priori het, man bei Veob⸗ n den bei⸗ e sich nach in drehten, südlichen ge Veobach⸗ teten Arten den Stäm⸗ uz so J. B. ie ächte Kl⸗ 135 Was nun auch die Ursache dieser Erscheinungen seyn möge, so füge ich nur noch hinzu, daß diese Neigung bei einigen Pflanzen ihr ganzes Leben hindurch dauert, welches auch die mehr oder weniger holzige Consistenz, die sie annehmen, sey. So z. B. verhärten die Stengel der Wisteria frutescens und der Periploca Graeca, indem sie lange Zeit spiralfdrmig geschlungen bleiben; im Gegentheil aber gibt es einige Pflanzen, wo dieses Streben nur an den jungen Zweigen zu bemerken ist, und bei den holzigen Zweigen oder den Stämmen verschwindet, wie man es an mehrern Winden(Con volyulus) mit holzi⸗ gem Stengel sieht. Zweiter Artikel. B nn 3 Es gibt einfach e Stengel,(e. simplices franz. t. simples) d. h. solche, die keine Aeste oder Verzweigungen haben; die mei⸗ sten aber sind verzweigt oder ästig(c. ramosi, franz. t. ra- meuses oder branchues), d. h. in Blätter und Blüthen tragende Aeste zertheilt; denn diejenigen Zweige, welche nur Blüthen tra⸗ gen,(ausgenommen wenn von blattlosen Pflanzen, wie der Oro- banche ramosa die Rede ist, werden nur als Blumenstiele(pe- dunculi) betrachtet, und wenn auch solche vorhanden sind, so hin⸗ dert dieß nicht, den Stengel dennoch einen einfachen zu nennen. Die Zweige(rami franz. branches) entspringen immer aus der Achsel der Blätter(axillares), oder ganz in der Nähe dieser Achsel) entweder etwas oberhalb(supragaxillares) oder daneben(extrasaxillares); bei einigen Pflanzen, wie bei Geranium entspringen die Zweige den Blättern gegenüber (oppositi-folii)z es sindet also fast immer ein bestimmtes Verhältniß zwischen der ursprünglichen Stellung der Zweige und der der Blätter statt; allein nach Verlauf einiger Zeit ist diese Regelmäßigkeit der ursprünglichen Stellung wegen der großen Menge der Zweige, die in ihrer Jugend schon zu Grunde gehen, fast nicht mehr zu erkennen. Nimmt man z. B. einen Birnbanm, so bemerkt man in der Achsel eines jeden seiner Blätter eine kleine Knospe((bourgeon): alle diese Knospen faugen an, ein (pag. 158) 136 wenig zu wachsen, allein derjenige oder diejenigen, welche, durch 0 0 irgend eine besondere Ursache, am meisten Zuwachs erhalten, zie— il hen bald alle Säfte an sich, und die andern sterben, bald noch hel im Knospenzustande, bald als schon gebildete kleine Zweige, ab; n dieß ist die allgemeine Ursache der Unregelmäßigkeit der ältern a n Zweige, verglichen mit der Regelmäßigkeit ihres Ursprunges. Diese ghet Unregelmäßigkeit erstreckt sich jedoch bei einer jeden Art nur bis aug bt zu einer gewissen Grenze. 1 fue Die jungen Zweige streben fast durchgängig, sich nach oben l de zu richten, allein je nachdem sie an Große zunehmen, werden sie d etwas mehr horizontal, sowohl wegen ihrer eigenen Schwere, als che, auch weil ihr Ende, welches beständig nach Licht sucht, sobald 10 f die obern Zweige schon größer geworden sind, deßhalb gendthigt Ui ist, sich abwärts zu richten. Allein, wenn gleich der durch jeden ile Ast gebildete Winkel bei den meisten Bäumen je nach dem Alter Inde! des Astes sich ändert, so bleibt er doch bei jeder Art ziemlich gleich, 1d und zeigt bei der Vergleichung der verschiedenen Gewächse unter e einander große Verschiedenheiten. So nennt man die Aeste, wenn I sie in einem sehr spitzen Winkel vom Stamm abgehen, wie bei müden der italiänischen Pappel, aufrecht oder eng-anliegend(droits ö die B oder serrés), und die ganze Gestalt des Baumes heißt dann gaht pyramidenformig(pyramidalis, fastigiatus). Ist der Winkel fem der Ast-Achsel beinahe ein rechter, und stehen die Aeste einander 0 Nad gegenüber, so nennt man sie ausgespreizte Aeste(rami di— Jod ff varicati, franz. branches divergentes); stehen dieselben aber zer⸗ chest (pag. 159) streut, so nennet man sie blos ausgebreitete oder offene f Aeste(r. patentes franz. br. étalèées oder ouvertes). Bei eini— 100 5. gen Individuen kommt es vor, daß der Winkel, statt ein spitzer ft sitz zu seyn, ein stumpfer ist, und dann richtet sich der Ast ab— k E wärts. Dieß bemerkt man an einigen Abarten des Gincko A punl biloba und des Frasinus excelsior, man nennt sie ge⸗ 9 19 meiniglich hän gender oder Trauer-Gincko oder hängende aun oder Trauer-Esche; allein man darf sie durchaus nicht mit mah denjenigen Bäumen verwechseln, welche, wie die Trauerweide, unge so lange und so schwache Aeste haben, daß ihre Enden nieder— ade l hängen. Die erstern haben rückwärtsgeschlagene d. h. von dg Anfang an abwärts gerichtete Aeste(rami retroversi, franz. ra— ft, el meaux rebroussés); die letztern hingegen haben hängende egen * welche, dur echalten, ze , bald noch zweige, ah; t der altem inges. Diese Art nur bis h nach oben werden sie dchwere, ale icht, sobald b genöthigt durch jeden dem Alter lich gleich, vächse unter Aesste, wenn hen, wie bei gend(droit heißt dann der Winkel te einander (æami di- n aber zer⸗ er offene Bei eini⸗ ein spitzer r Ast ab- Ginclo nut sie ge⸗ ängende nicht mit guerweide, den nieder e d. h. bon flanz. s. hängende 137 Aeste(r. penduli, franz. r. pendants) d. h. solche, die bei ih⸗ rem Ursprung aufwärts gerichtet sind, und erst nachher vermöge ihrer eigenen Schwere zurückfallen. Im Allgemeinen sind die untern Aeste länger als die obern, was man leicht begreift, da sie immer die ältern sind. Diese Ver— schiedenheit in der Länge ist bei den Bäumen mit aufrechten Aesten wenig bemerkbar; sie ist es weit mehr bei denen mit ansgebreite— ten, offenen Aesten, und steht gewöhnlich in Verhältniß mit dem Winkel, den die Aeste mit dem Stamme bilden. Dieß rührt daher, daß die Zweige der Bäume mit offenen Aesten ein größeres Bedürf— niß haben, sich auszubreiten, um die Luft und das Licht zu errei— chen. Können die untern Aeste sich nicht ausdehnen, was in den Wäldern der Fall ist, oder bei gewissen Bäumen durch eine natürliche Wirkung ihres Wachsthums erfolgt, so sterben als— dann die untern Aeste allmälig ab, und dadurch wird die Entblö— ßung des Baumstammes hervorgebracht. Im allgemeinen laufen die untern Aeste der großen Bäume mit dem Boden parallel, und dieß ist nicht nur dann wahr, wenn die Bäume auf einem wagrechten Boden wachsen, was sich von selbst erklärt, sondern auch, wenn sie auf einem Hügel stehen; in diesem Falle bleiben die untern Aeste der Krone mit dem(wagrech— ten) Boden parallel, und dieser Parallelismus der Zweige mit dem Boden findet auch bei denjenigen Individuen statt, deren Stamm selbst schief gegen den Horizont gerichtet ist. Dodart, der erste, der auf diese populäre Beobachtung Gewicht legte(Acad. scienc, 1699, p. 60), macht darauf aufmerksam, daß sich die Wurzeln fast stets parallel mit dem Boden erstrecken, woraus sich ergibt, daß die Ebene, in welcher die Aeste liegen, mit der der Wur— zeln parallel läuft. Um diese Erscheinung zu erklären, nimmt er an, die Fasern der Pflanzen haben eine bestimmte Länge, da sie aber vom Wurzel-Ende bis an die äußerste Spitze der Zweige zu— sammenhängen, so seyen sie, um die gleiche Länge beizubehalten, gezwungen, entweder lauter gerade, oder sonst einander ausglei— chende Winkel zu bilden. Allein der Grundsatz von der bestimm— ten Länge der Fasern läßt sich nicht behaupten, da es schon hin— reicht, einen Zweig in günstige Verhältnisse zu bringen, um ihn unbegrenzt wachsen zu machen. Im Gegentheil erklärt sich dieser (pag. 160) (pag. 161) 138 Parallelismus sehr leicht durch das Verhältniß, welches im Allge⸗ meinen alle Aeste und Wurzeln bei ihrem Wachsthume beibehalten. Es ist eine ziemlich beständige Beobachtung, daß ein starker Ast einer starken Wurzel entspricht und umgekehrt wahr, und dieß bleibt gleich, es mag nun eine, günstigen Umständen ausgesetzte Wurzel die Zunahme des über ihr befindlichen Astes bewirken, oder es mag der Zweig, der sich nnter glücklichen Einflüssen befindet, die Entwickelung der ihm entsprechenden Wurzel befördern. Bei solchen Bäumen also, welche auf Hügeln stehen, befinden sich die Wurzeln der beiden Seiteu nicht in der gleichen Lage; die Wurzeln der höheren Seite können nicht gleich stark wachsen, wie die der tieferen, weil sie nicht über ihre Ausbreitungsfläche(niveau) hinausgehen können, und weil sie in einer gewissen Tiefe nicht mehr den wohlthätigen Einfluß der atmosphärischen Luft genießen. Die Wurzeln der tiefern Seite müssen hingegen mit der größten Leichtigkeit wachsen; folglich werden sich also die Zweige der untern Seite mehr verlängern, als die der obern; allein die längsten Zweige sind diejenigen, welche wegen ihrer Schwere und ihres Strebens nach Licht, gendͤthigt sind, sich weiter auszustrecken; die untern Aeste werden also ausgebreiteter seyn, als die obern, und hieraus ergibt sich dieser grobe Parallelismus zwischen den Aesten und dem Boden. In der That ist dieser Parallelismus nur bei den Bäumen mit ausgespreizten(offenen) Aesten auffal⸗ lend, und man bemerkt dabei stets, daß die obere Seite der Krone kleiner ist, als die andere. Zweiter Ab sschni tt. Vom Stengel der Exogenen oder dikotyledonischen Gewächse. Der Stengel der Exogenen bietet von allen den zusammenge— setztesten Bau dar; daß ich mit der Betrachtung dieser Klasse an— fange, geschieht deßhalb, weil sie weit besser bekannt ist, als die andere, weil es in der Vielfältigkeit ihrer Organe selbst liegt, daß jedes derselben eine leichter zu beschreibende Verrichtung ausübt, und weil es natürlicher Weise diese alle Bäume unserer Klimate enthaltende Klasse ist, die sich e Geist und unserem Forschen zuerst darbietet. i . a et boll ul ul 5 de 1 ind ben de 9 bade gat hall, 6 u dl de . k unt llt ce d il. D. len se Walen. nachher dg Dude e e f fan, 1 fange be * 11 0 f b 6. 0 0 De 1 Nen hes im A e heibehalin, aß ein stark hr, und di i ausgesehn ewirken, oder en befindet, ordern. Bei befinden sic Lage; die vachsen, wie che niveau) Tefe nicht ft genießen. der größten ge der untern die längster re und ihne auszustrecken; 6 die obern, zwischen den aralleltsmus esten auffal⸗ Seite der Gewächse⸗ ssammenge; Klasse an st, als di stliege, daß 9 ausübt, er Klimate em Forschen 139 Am Stengel der Exogenen bemerkt man beim ersten Anblicke zwei wohl unterschiedene Theile, nämlich erstlich dem Holzkor— per oder das Central-System, welches im Mittelpunkte des Stengels liegt, und den Haupttheil des Stammes ausmacht, und zweitens den Rindenkörper, oder das Rindensystem, oder die Rinde, welche den Holzkörper umgibt.“) Jeder dieser beiden Theile selbst zeigt zwei verschiedene Theile, deren Lage sich zu einander umgekehrt verhält.““) Der parenchymatdse Theil des Holzkorpers, das Mittelmark oder schlechtweg das eigentliche Mark, nimmt die Mitte desselben ein, und der faserige Theil, der aus dem Holz und dem Splint besteht, ist schichtweise um das Mark herumgelagert. Bei der Rinde hingegen befindet sich der parenchymatöse Theil oder das Rinden mark, welches auch die zellige Hülle heißt, auswendig, und der faserige Theil, welcher die Rindenlagen und den Bast begreift, ist der in— nere. Der Bau des Rindenkörpers und des Holzkörpers ver— halten sich also gegen einander auf umgekehrte Weise.“““) Wir wollen nun zuerst jedes dieser Organe für sich betrachten, um uns nachher zu einigen allgemeinen Betrachtungen über ihre Verbin— dung zu einem Ganzen zu erheben. Ehnster Artikel. Vom Central- oder Holz⸗System. §. 1. Allgemeine Betrachtungen. Das Centralsystem, oder der Holzkörper eines Baumes, im Ganzen betrachtet, besteht aus einer unbegrenzten Zahl von sehr in die Länge gezogenen Kegeln, welche in einander eingeschachtelt liegen, und bei einem horizontalen Durchschnitt eben so viele con⸗ centrische Lagen zeigen. Jede dieser Lagen ist, wie es Dutrochet gut bewiesen hat*), aus zwei Haupttheilen zusammengesetzt: *) Dx C., Fl. fr., éd. 3, Taf. 1, Fig. 10. Mrnꝝ., Elem. Taf. 9, Fig. 1. Tuxr., Icon., Taf. 2, Fig. 6. * PER C., Fl. fr., ed. 3, vol. I., S. 75. Dornocn., Mém. Mus., 7, S. 391. *) Donau., Phys. arb., 4, Taf. 2, Fig. 29. ) Meém. Mus. d'Hist. nat., 7, S. 379 und folg. (pag. 162) (pag. 168) (pag. 164) 140 1) aus einem an der innern Seite liegenden Kreise rundlichen Zellgewebes, und 2) aus einem nach außen liegenden Kreise von Gefäßbündeln und länglichen Zellen. Die innere oder älteste Schichte bietet also die Zone des Zellgewebes in Gestalt eines cen— tralen Cylinders dar; dieser ist es, welcher das eigentliche Mark bildet, und alle folgenden Schichten zeigen ihr Zellgewebe in Ge— stalt eines mehr oder minder engen Gürtels, welcher deu Fasern— Gürtel des vorigen Jahres von demjenigen des gegenwärtigen trennt. Dieser ganze Apparat wird vom Mittelpunkte nach dem Umkreise hin von Lamellen durchschnitten, welche eine dem Mark analoge Beschaffenheit haben, bei einem Querdurchschnitte den Speichen eines Rades oder den Stundenlinien einer Sonnenuhr gleichen, und welche den Namen Markstrahlen(rayons mé— dullaires) erhalten haben. Diese verschiedenen Theile müssen wir nun der Reihe nach einzeln e §. 2. Vom Mittelmark(moelle centrale). Wenn man z. B. den Stengel des Hollunders oder irgend eines andern exogenen Baumes quer durchschneidet, so bemerkt man in seiner Mitte eine gewöhnlich winklichte oder ungefähr cylindrische Röhre, welche Grew die Markhöhle(ereux meédullaire), nannte, und welche man allgemein mit dem Namen Markkanal (canalis medullaris, franz. canal médullaire) bezeichnet. Dieser Kanal ist, wenigstens in der Jugend der Zweige, mit einem rund— lichen Zellgewebe gefüllt, welchem man den Namen Mark(me— dulla, moelle) gegeben hat, weil es den Mittelpunkt des Holzes einnimmt, so wie bei den Thieren das Mark die Mittelhöhle der langen Knochen ausfüllt. Von Dutrochet wurde das Mark medulle, und von Cassini assemblage utriculaire intérieur(innere Schlauchanhäufung) genannt. Die Zellen, aus denen das Mark besteht, sind gemeiniglich regelmäßiger, größer, ausgedehnter und von mehr schwammiger Beschaffenheit, als die des übrigen Gewebes. Bei mehreren Pflanzen macht dieses Zollgewebe das ganze Mark aus; bei einer ziemlich großen Zahl findet man eine kreisförmige Reihe von einan— der isolirter und im Marke am äußern Rande des Kanals liegen— ger Fasern; diese hat Hedwig in seinen frühern Schriften, mit dem Namen vasa fibrosa bezeichnet, und ich werde sie ant 10 10 l 1 zal Ven ahn Mat 1 fe tlula nile 5 J fue gu de gef fc vf g Clegg 0 fin fin dn d f c 1 delabgist fit ben schen ile Diem sst ee ho Jetitsd bon Gl cer aher, age fe 102 , ve 0, cht hre ., i g nde g. acce ge he, en een p hunt Jacen 1 0 U fel 0 0 ben se rundlich en Keise bo, oder ältest llt eines cen liche Mai webe in Gr. k deu Fasern⸗ egenwättige tte nach den ie dem Mark hschnitte den Sonnenuh. (rayons me. Reihe nach trale). er irgend eine emerkt man in chlindrsch medullaire), Warkkanal net. Dieser einem rund⸗ Nark(me des Holzes ttelhöhle der das Mal riculaire gemeiniglih chwammigel ei mehreren oJ bei einer e von einan⸗ mals liegen: hften, mi 9 werde se 141 Markfaserns(chbrae medullares, franz. fibres médullaires) nen⸗ nen. Endlich sind diese nämlichen Fasern, bei einer geringen Anzahl von Exogenen, statt kreisförmig geordnet zu seyn, im ganzen Marke zerstreut; dieß bemerkt man leicht in den Stengeln der Ferula-Arten“) und Mirbel hat es auch in denen der gemeinen Jalape(Nyetago) beobachtet. Die Stengel der Ferula— Arten haben ein sehr dickes, mit zerstreuten Fasern untermengtes Mark und einen kaum sichtbaren Holzkörper, wie dieß bei den meisten einjährigen Stengeln der Fall ist, so daß man beim ersten Anblicke versucht wäre, sie für Endogenen zu halten. Wenn man junge Stengel in gefärbtes Wasser taucht, so färben sich diese Markfasern zuweilen, welches anzeigt, daß sie den Ernährungs— säften den Durchgang gestatten; bei dem gleichen Versuche färbt sich aber der zellige Theil niemals; dieß ergibt sich theils aus den Versuchen des Jesuiten Sarrabat, welcher unter dem Namen Delabaisse eine Abhandlung über den Umlauf des Nahrungs— faftes(eve) herausgegeben hat, theils aus meinen eigenen Ver— suchen über diesen Gegenstand. Die Markhülle Gagina medullaris, franz. étui médullaire) ist eine holzige Schichte, die das Mark unmittelbar umgibt. Du Petit-Thouars bemerkt, daß sie einen Cylinder zu bilden scheine, der vom Gipfel des Baumes bis an seine Basis zusammenhänge; daß er aber, so wie das Mark, aus eben so vielen Theilen zusam— mengesetzt sey, als Jahrtriebe existirten. Es ist eine Schichte von Holzfasern, in welchen man, nicht nur im ersten Jahre, sondern auch, wie Mirbel und Du Petit-Thouars beobachtet ha— ben, in sehr alten Stämmen noch abrollbare Spiralgefäße findet. Bei mehreren Bäumen behält diese Markhülle, selbst in alten Ae— sten, eine grüne Farbe, welche beweist, daß in ihr noch eine vegetative Bewegung vorgehe; dieß hat Sénebier in der Phy— tolacca gesehen, und ich habe es in der Roßkastanie, der Ca— talpa, dem Ailanthus, u. s. w. bemerkt. Es scheint, daß Hill dieß Organ zuerst beobachtet hat; er hatte es corona genannt und betrachtete es als das hauptsächliche agens der Vegetation.““) In mehreren Bäumen, und namentlich in denjenigen mit abwech— ) Man sehe Taf. 3, Fig. 3. *) Du PRTIT- Tn., XIe Essai, 6. 20. (pag. 165) 0 —— TTT.— ä —— —— (pag. 166) 142 selnd stehenden Blättern, bildet das Mark einen Kanal, der von einem Ende des Baumes bis zum andern zusammenhängt, aber bei jedem neuen Triebe ein wenig eingeengt ist.“) Bei andern da— gegen, wie z. B. bei der Roßkastanie““), der Esche, dem Wein— stock**) u. a. m., welche sämmtlich!*) gegenüberstehende Blätter haben, ist das Mark bei jedem Knoten, oder bei jeder Jahres— sprosse durch eine Art holziger Scheidewand unterbrochen; das Gleiche findet, auf noch auffallendere Weise, in den gegliederten Stengeln statt, z. B. bei der Cacalia articulata. Die Menge des Markzellgewebes ist von einer Art zur andern sehr verschieden; die Kräuter und Sträucher haben im Allgemei— nell mehr Maark als die Bäume. Die Ferulach) hat, im Ver⸗ hältnisse zum Durchmesser des Stengels, das größte Mark, wel— ches ich noch beobachtet habe. Unter den Bäumen scheinen die hartholzigen im Allgemeinen weniger Mark zu haben, als die an— dern; das Ebenholz, das Guajac, besitzen sehr wenig, der Birn— baum, die Eiche etwas mehr, der Hollunder, der Weißdorn, der Feigenbaum, der Sumach, der Allanthus und die Roßkastanien haben noch mehr. Die Große der Markzellen ist ebenfalls sehr verschieden, wenn man die Arten unter einander vergleicht. Der Hollunder und die Distel haben beide ein sehr ansehnliches Mark, allein beim erstern besteht es aus einer großen Menge sehr kleiner Zellen, und in der letztern aus einer weit geringern Zahl viel größerer Zellen. Der Markkanal der jungen Triebe zeigt häufig statt einer ey— lindrischen Gestalt, regelmäßig gestellte Winkel. Letztere stehen mit der Stellung der Blätter auf den Zweigen in Verhältniß. Diese merkwürdige Beobachtung Palisot de Beauvois's und Du Pe— tit-⸗Thouars's ist nicht auf eine hinreichend große Menge von Ar— ten angewandt worden, als daß man daraus irgend wichtige Fol— gerungen ziehen könnte; sie verdient es sehr, von Neuem mit Auf— merksamkeit wiederholt zu werden. ) GEW, Anat., Taf. 19, Fig. 2. ) Man sehe Taf. 5, Fig. 1.(D. Uebers.) ) Gnkw, Anat., Taf. 19, Fig. 3. k) Der Weinstock auch?(Anm. d. Uebers.) 1) Man sehe Taf. 3, Fig. 3. c f g a 0 fichte 1 6 len wb Ds aum gba dl 1 i f gt if, n Ain Bun fuß echt bestehe fal, det e cg, wie y kockget d das Mel sei feif. erdichtet lt, ohe b Murk g ß chen ee chr: u der unn 10 0 h et a ginnen Ne gan un, 1 c 0 al, der ban hängt, an ei andern de dem Wein pende Bläntn der Jahret— rochen; daz gegliederten t zur anden n Algeme at, im Wu. Mark, wel scheinen die als die ar g, der Binn, deißdorn, de Roßkastanse heben, weng nder und di beim erstern und in der len. tt einer ch⸗ ztere stehen tniß. Dies ind Du Pe⸗ ge von M- ichtige dil m mit Auf, 1.0 143 Um sich aber von dem Mark einen richtigen Begriff zu machen, 8 ist es weniger wichtig, die Abänderungen, die es in den ver— schiedenen Gewächsen zeigt, zu studiren, als seine ganze Ge— schichte in Einem und demselben Gewächse zu verfolgen; dieß wollen wir nun in der Kürze versuchen. Das Mark eines ganz jungen Triebes ist ein regelmäßiges zusammenhängendes, oder wenigstens in allen seinen Theilen ver— bundenes Zellgewebe)(„one entire piece“, Grew J. c. p. 120.) welches von Säften durchdrungen ist, die ihm Weichheit und eine grüne und krautartige Farbe geben. Sobald das Wachsthum vorgerückt ist, leeren sich die Zellen dieses Gewebes, und trocknen, je nach den Arten, schneller oder langsamer aus, nehmen in ge— wissen Bäumen eine weiße oder bräunliche Färbung an, und dann erfolgt in den verschiedenen Stengeln eine der drei folgenden Erscheinungen: wenn das Mark fest genug ist, und seine Zellen klein, oder wenigstens sonst fähig sind, sich ohne Zerreißung auszudeh— nen, wie z. B. im Hollunder und in der Roßkastanie*), dann ver— trocknet das Mark allmälig, und nimmt am Ende des ersten Jahrs das Ansehen eines verdorrten Zellgewebes an, behält aber alle seine frühern Formen. In einigen Bäumen, z. B. der Eiche, verdichtet sich das Zollgewebe des Markes, und wird hart und com— pakt, ohne jedoch seine ursprüngliche Form zu verlieren. Wenn das Mark große Zellen oder ein nicht ausdehnbares Gewebe hat, dann zerreißt dieses Gewebe der Quere oder der Länge nach, je nachdem es durch die Längs- oder Breite-Zunahme des Zweiges in diese oder jene Richtung gezerrt wird. So zerreißt die Verlän— gerung der jungen Triebe in gewissen Stengeln, z. B. im Nuß— baum, im gemeinen Jasmin, u. s. f., das Mark queer durch, und bildet am Ende des ersten Jahres kleine Querscheiben von vertrocknetem Mark, welche durch eben so viele scheibenförmige Hohlen von einander getrennt sind.““) Wenn, im Gegentheil, die Zunahme im Durchmesser ver— hältnißmäßig stärker ist, als die in der Länge, so spaltet sich das Mark der Länge nach, wie man an der Distel, den Phlomis-Arten, ) Gnxw, Anat., Taf. 22, G. Des, ie,., ef ig 15. ) Gnxw,. Anat., Taf. 19, Fig. 4. (pag. 167) 144 Gag. 66) und überhaupt in den krautartigen Stengeln sieht, bei welchen sich (pag. 169) der Markkanal entweder vom ersten Jahre an, oder bisweilen etwas später, nachdem die erste Holzlage sich ausgedehnt hat, als eine Längen-Röhre aushöhlt. Was wird aber aus diesem Marke nach dem ersten Jahre? Diese Frage ist eigentlich mehr eine neugierige, als eine nützliche, denn dieses todte und vertrocknete Mark scheint durchaus keine Thätigkeit mehr zu besitzen. Grew hat zuerst angegeben, daß das Mark in einem zweijährigen Zweige kleiner sey, als in dem einjährigen; daß es in dem dreijährigen Zweige noch mehr abnehme, und so ferner; woraus er zu schließen scheint, daß es nach Verlauf einiger Zeit gänzlich verschwinde. Duhamel hat dieses Schwin— den des Markes in den alten Stämmen förmlich behauptet;„nach und nach, sagt er,„nimmt der Durchmesser des Markkanals ab, und in den dicken Bäumen(selbst in denen, welche in ihrer Jugend am meisten Mark besitzen) sieht man weder einen Markkanal, noch Marksubstanz.“(Phys arb. I, p.39 5 Mustel nimmt dieses„Schwinden des trockenen Markes“ und die Bildung neuer Holzschichten im Innern des Markkanals gleichfalls an(Praité végét., I, p. 62). Mirbel sagt ebenfalls(in seiner Histoire des plantes, vol. I, pag. 194), daß sich ein innerer Bast, dessen Daseyn er annimmt, entwickele, und daß das Mark vollkommen verschwinde. Fast alle neuern Schriftsteller haben diese Meinung angenommen. Sénebier scheint dieses Schwinden des Markes als eine ge— wisse Sache anzunehmen, da er sie zu erklären sucht; allein er scheint zu glauben, daß diese Erscheinung nicht allen Bäumen gemein sey(Phys. vég., I, p. 267). Varennes de Feuille hat zuerst Duhamel's Behauptung in Zweifel gezogen, indem er sagt, er besitze zwei das Gegentheil beweisende Stücke(Mém. for., II, p. 286). Allein in diesen letzten Jahren scheinen mir Knight(Philos. Trans. for 1801) und Du Petit-Thouars (Essai sur la vég., XI. pag. 205, im Jahre 1805 dem Institut vorgelesen, und XIII, p. 4. u. s. w.) die der Duhamel' schen entgegengesetzte Meinung, nämlich, daß das Mark in den alten Stämmen nicht verschwinde, in das hellste Licht gesetzt zu haben; ihr Zeugniß wird von Desfontaines, Jussieu und Labil— lar⸗ 10 iet, 9 l del ehe bus sachg We 6h inden fue lt daher unc ben, ud i 0 des) h suchnesel shennft. Duches schedenen Weiche wenn m Zleig, lurch chens lie une fen an a hte cafe f f he e W um de Uu det „ h ue g en ö ane ) Hide al welchen sih weilen erwgz gat, als ein sten Jahre! ine nützlich, irchaus keige egeben, daf als in den ehr abnehte, nach Verlauf eses Schwif ptet;„nach nesser det nen(selhs sten Nan nal, gig trockenen Innern dei antes, ol. annimmt, schwinde. jenommen. s eine ge⸗ allein er u Bäumen e Feuille en, inden scke Glen. heinen mi Thouars m Institut nel'schen den alten zu haben; d Labib las 145 lardie re, Beauftragten des Instituts, welche das Mark in alten Hollunder-, Eich-, Weißdorn-, Buch-, Hainbuchen- und Ulmen⸗Stämmen gefunden haben, bestätigt, und ich selbst habe es in mehrern Bäumen, wie in der Roßkastanie“) und im Alla n- thus nachgewiesen. Wie konnte wohl eine scheinbar so einfache Frage wie die, ob es in den alten Stämmen Mark gebe oder nicht, so lange Zeit ein Gegenstand des Irrthums und der Ungewißheit bleiben? Es rührt daher, daß man nicht genug darauf Achtung gab, daß sämmtliche junge Zweige bei weitem nicht den gleichen Durchmesser haben, und daß ihr Markkanal mit ihrer Dicke in Verhältniß steht; so haben z. B. die Wasserschüsse Pranches gourman— des) des Hollunders ein Mark, dessen Durchmesser den Mark— durchmesser der fruchttragenden Zweige wenigstens um's doppelte übertrifft. Du Petit-Thouars hat sogar bemerkt, daß der Durchmesser des Marks bei jungen Hollunderzweigen*) in ver— schiedenen Verhältnissen zwischen 1 und 9 Linien variire. Diese Verschiedenheiten zeigen sich fast in allen Bäumen, so daß man, wenn man einen sehr dicken jungen Trieb, und nachher einen Zweig, der aus einem viel dünnern jungen Triebe entstanden, untersucht, entscheiden wird, das Mark habe sich vermindert, ebenso wie man das Gegentheil schließen würde, wenn man einen sehr dünnen jungen Trieb mit einem Zweige, der aus einem sehr starken jungen Triebe entstanden war, vergleichen würde. Die sehr harten Stämme, in welchen der Markkanal kaum sichtbar ist, entstehen aus Zweigen, welche von ihrer Jugend an ein äußerst kleines Mark hatten. Diejenigen mit sichtbarem Marke entstehen aus Zweigen, welche von ihrer Jugend an ein sehr reich— liches Mark gehabt haben, und zuweilen bietet ein und derselbe Baum diese beiden Arten von Zweigen dar. Wenn man sich über eine so einfache Sache, wie das Daseyn oder Verschwinden des Markes in den alten Stämmen gestritten hat, so begreift man, daß man über die Verrichtung des Markes noch weit weniger einig seyn mußte. Die alten Natur— — ) Man sehe Taf. 5, Fig. 1, den funfzehnjährigen Zweig einer Roß— kastanie, in welchem man das Mark noch unversehrt steht. ) Hist. d'un Morg. de Bois, S. 125, Fig.&. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 10 (pag. 170 — — 2 N 9 — a 5 U f.— 9 ——— 5——— 0———— ö — — 0 4 — N 0 N 2 0 146 forscher und einige neuere, welche an die Sensibilität der Pflanzen glauben, haben das Mark für etwas dem Gehirn ähnliches ange⸗ sehen; allein, was ist ein Gehirn, das jedes Jahr verwelkt, und welches in so vielen Gewächsen fehlt? Andere haben es mit dem Knochenmark der Thiere verglichen, wie schon der gleiche Name anzeigt; allein das Knochenmark bleibt fortwährend in einem fri— schen Zustand, das des Holzes aber vertrocknet(s'oblitère). Hales und Mustel vergleichen es mit der Masse, welche die Federn der Vögel in ihrer Jugend ausfüllt, verdorrt, wenn dieselben etwas gewachsen sind, und, wie das Pflanzen-Mark, ein Luft⸗ behälter wird. Andere haben es dem Herzen, den Lungen, dem Magen u. s. w. verglichen; allein wir wollen diese unnützen Ver⸗ gleichungen verlassen, und dieses Orgau, an und für sich betrachtet, kennen zu lernen trachten. Caesalpin und Linné haben geglaubt, aus dem Mark entstehe der Griffel; sie wurden zu dieser Meinung durch die Aehn— lichkeit des Ortes verleitet, welchen der Griffel und das Mark in (pag. 9) der Blume und im Holze einnehmen. Allein alle endogenen Pflan⸗ zen, die doch kein Central-Mark besitzen, haben darum nicht weniger doch einen Griffel in der Mitte der Blume. Magnol glaubte, das Mark sey zur Verarbeitung der voll— kommensten Säfte bestimmt, nicht derjenigen, welche blos für die Ernährung des Holzes nothwendig, sondern derer, die für die Früchte erforderlich sind, und er versucht, seine Meinung zu be⸗ weisen, indem er Bäume anführt, die viel Mark besitzen und viel Früchte tragen. Allein die Zweige, die nicht bestimmt sind, Früchte zu tragen, haben nicht weniger Mark als die fruchttragenden; man könnte mehrere Exogene anführen, welche viele Früchte tra⸗ gen und doch sehr wenig Mark besitzen; und endlich vertrocknet das Mark bei vielen Bäumen vor der Blüthezeit. Ohne Zweifel war es eine der Magnol'schen ähnliche Mei— nung, welche die Landwirthe zu sagen veranlaßte, daß man nur das Mark des Baumes zu zerstören brauche, um kernlose Früchte zu erhalten. Duhamel, der diesen Versuch angestellt hat, hat gesehen, daß, wenn die Pflanze diese Operation lange genug überlebt, um Früchte zu tragen, diese Früchte dann, wie ge⸗ wöhnlich, Kerne enthielten. Uebrigens beweist das Daseyn des Markes in solchen Zweigen, die nicht bestimmt sind, Blüthen zu ng, li Wen f gotel uf; „ 6 cle sehe f Men z g de Maler Acht, Mali cet 1 Mg Aeg ii gun, fen der faden let lein se! nänlch, wicklung cache en A und heim et un ih f spe uc Nur,. de er Pflanzen iches aug rwelkt, und es mit dem iche Nane einem fri e). Halei die Fedenm n dieselben „ein Luft⸗ ingen, den nützen Ver betrachte, dem Mall ch die Nh das Mark i genen Man darum nit ig der vol⸗ e blos für die füt die ung zu be⸗ n und viel d, Früchte ragenden; rüͤchte tra⸗ vertrocknet liche Me. 5 man nur se Früchte t hat, hat ge genug „ wie ge⸗ daseyn des Blüchen l 147 tragen, hinreichend, daß dieses Organ mit dem Blühen in keiner Beziehung steht. Borelli und Hales schreiben dem Mark einen mächtigen Einfluß auf den Wachsthum zu. Sie glauben, daß diese schwam— mige, am Ende der Zweige befindliche Substanz die Feuchtigkeit dorthin ziehe, daß diese fest darin sitzen bleibe; daß die Sonne sie davon zu trennen suche, und daß aus diesem Kampfe die Ver— längerung der Fasern entstehe. Ihre Erklärung ist zu weit von den allereinfachsten physiologischen Begriffen entfernt, als daß es nöthig wäre, sie zu widerlegen. Malpighi hat geglaubt, der Nahrungssaft steige in dem Holzkörper aufwärts, von da werde er durch die Markstrahlen ins Mark übertragen, und in diesem erhalte er eine besondere Zubereitung. Planck, der Malpighi's Meinung annimmt, fügt hinzu, das Mark sey ein Behälter für Nahrungsstoff, wel— chen der junge Trieb während dürrer Witterung einsauge. Diese beiden letztern Schriftsteller haben sich der Wahrheit sehr genähert; allein sie haben einen wesentlichen Umstand zu sehr vernachlässigt, nämlich, daß das Mark nur in den ersten Momenten der Ent— wickelung der Knospe(bourgeon) Leben, Thätigkeit und physio— logische Existenz besitzt, und daß es nach Ablauf dieses Zeitpunktes welk und unnütz wird. Es ist also ein Nahrungsbehälter und dazu bestimmt, den jungen Trieb zu nähren, bis derselbe Blätter entwickelt hat, und dadurch selbstständig geworden ist. Es ist, wenn ich mich so ausdrücken darf, das Samenblatt der Knospe(„le cotylédon du bourgeon“); man muß nur ja die— sen Ausdruck in Beziehung auf die physiologische Verrichtung des Organes, und nicht auf seine organologische Rolle, verstehen. Auf diese Weise hatte ich in den offentlichen Vorlesungen über Pflanzen-Physiologie, die ich 1802 im Collége de France hielt, die Verrichtung des Markes nach den allgemeinen Erscheinungen dargestellt. Seither habe ich u meiner großen Freude) einen ausgezeichneten Beobachter seinerseits auf die gleiche Ansicht kom— men sehen, welche er auf eine sehr merkwürdige Erfahrung grün— det. Du Petit-Thouars) hat beobachtet, daß die Leey— this, welche zuverlässig eine exogene Pflanze ist, ohne bemerk— ) Essais vegét., I. S. 152 und 199. 2 (pag. 172) 148 ces.) bare Kotyledonen keimt), daß aber ihr erster Trieb ein sehr 4 50 dickes Mark hat, welches der jungen Pflanze zur Nahrung dient, g und folglich physiologisch das Geschäft der Kotyledonen ausübt, Nit wie es das gewöhnliche Mark bei den Sprossen thut.„Wenn 105 0 man,“ sagt Du Petit-Thouars,„ein Wesen erdenken n wollte, welches geschickt sey, die Theorie zu erklä s bsh ren, so könnte man auf nichts Besseres stoßen, als e de auf diesen Umstand.“ Wenn das Mark, nach seinem Ver— tz wa dorren, oder nach seiner Erschöpfung, noch irgend von Nutzen ist, 10 00 woran sehr zu zweifeln, so kann es nicht anders seyn, als dadurch, Ib) daß es, wie Grew geglaubt hatte, eine Art Behälter für atmos— den de phärische Luft wird. Beim Artikel von den Markstrahlen werden u wir von der Analogie zwischen dem Mark und der zelligen Hülle mic, f (enveloppe cellulaire), so wie von den Strahlen, welche diese 10 0 beiden Organe verbinden, sprechen. Fii u Alles, was wir bisher über das Mittelmark gesagt haben, fes paßt auch, mit leichten Abänderungen, auf das Mark der fol⸗ an d. genden Jahre, welches in Gestalt markiger Ringe für jeden der— susden selben das Mittelmark vorstellt; aus ihrer Lage geht zwar hervor, Hal daß ihre Form sehr verschieden ist; allein die Analogie ihrer Be- wa schaffenheit springt in die Augen. Hievon kann man sich durch lun Untersuchung gewisser Bäume, z. B. des Rhus typhinum, deren f Mark gefärbt ist, und bei welchen man eine gleiche Färbung des ag ft Mittelmarkes und des Markes der folgenden Jahre bemerkt, hm! überzeugen. Das letztere zerreißt niemals, wie das Mittelmark, wen und dieß rührt wieder von seiner Lage her; übrigens aber durch— nene läuft es die nämlichen Veränderungen; zuerst ist es frisch und ln! voller Säfte, und zuletzt vertrocknet es oder wird fest. Wenn fin ft man ein Stück Holz maceriren läßt, so verändert sich zuerst die e nf Natur seiner zelligen Theile, weil sie niemals eben so dicht sind, pe wie die faserigen Ringe, und man erhält alsdann die durch das unc Verschwinden des vermittelnden Zellgewebes mehr oder wenigen fiche! von einander getrennten Faser-Gürtel. tb her ea . In Etite ) Die wahren Kotyledonen dieses Geschlechtes scheinen so innig mit u einander verwachsen zu seyn, daß man sie nicht trennen kann, und hun b. daß sie einen ungetheilten Embryo bilden, welcher dem der Mo—— nokotpledonen gleich sieht.(Man sehe Buch III, Kap. IV, Art. 4).) M. 149 ch ein seh 6. 3. Von den holzig en Lagen des Holzes und des(as. 70 rung dien, Splintes. ien ausüb, Zwischen dem Mittelmark und der Rinde befinden sich concen⸗ „Wenn trische Lagen oder Gürtel, welche den Namen Holzlagen, Holz— erdenken schichten(strata lignea, involucra lignea Malp.— franz. cou- zu erklä⸗ ches ligneuses) führen. Alle diese Lagen zusammengenommen oßen, alt machen das aus, was man gemeinhin das Holz des Baumes seinem Per nennt; was Malpig hi den holzigen Theil(ignea portio) Nutzen is, und Andere den Holzkörper(corpus ligneum, franz. corps ls dadurch, ligneux) oder Central⸗System nannten. Grew bezeichnet für atm diesen Theil im Englischen mit dem Namen mainbody GHaupt⸗ hlen werden Körper). Dieser Theil, der die feste Grundlage der Bäume aus— eligen Hült macht, zeigt in den alten Stämmen zweierlei verschiedenes An— welche diet sehen; 1) nämlich die Central-Lagen, welche härter, dunkler gefärbt und augenscheinlich älter sind, als die äußern Schichten; esagt hahe sie sind es, welche das ausmachen, welches die Handwerker den dark der f Kern des Holzes(coeur du bois) nennen, was die Natur— forscher mit dem Namen Holz(lignum), oder vollkommenes zwar hetbo, Holz Gois parfait) bezeichnen, und für welches Dutrochet 16 ihn d. neuerdings die Benennung duramen vorgeschlagen hat. Y) Die f sch durch äußern Schichten, welche weicher, weißer und offenbar jünger i sind, als die vorhergehenden; sie bilden denjenigen Theil, der, ir jeden der 11 105 wegen seiner weißen Farbe, den Namen Splint(Alburnum, e alburna Malp.— franz. I aubier), oder, wegen seiner Jugend, fire, verglichen mit dem vollkommenen Holze, den Namen un voll⸗ ler dür; kommenes Holz ois imparfait) erhalten hat. n fish ud Um den Unterschied, der zwischen dem Holz und dem Splint . Num statt findet, recht begreiflich zu machen, ist es nöthig, demjenigen, 1 was wir in der Folge über die Bildung der Holzlagen zu sagen zue 0 haben werden, etwas vorzugreifen. Um den Markkanal herum digt 1 bildet sich, vom ersten Jahre an, eine Schicht, die denselben un— du 5 5 mittelbar umgibt; im zweiten Jahre entsteht, unmittelbar außer— er wenge halb der ersten, eine zweite Schicht, welche dieselbe ebenfalls von allen Seiten umgibt, und so fernerhin); der einzige wesentliche Unterschied, den man zwischen der ersten Schicht und den fol-(ng. 76 9 lünig mit genden bemerkt, besteht darin, daß die erste, selbst in einem kaun, und„„ n der Mr) Man sehe Leeuwenhoek, Anat., S. 12, Fig. 1. W. Att. (pag. 176) 150 vorgerückten Alter, Spiralgefäße im abrollbaren Zustande zeigt, und daß man in den folgenden, selbst im jugendlichen Zustande nur gestreifte oder punktirte Gefäße“) antrifft. Mit jedem Jahre erlangen die schon gebildeten Lagen mehr Härte und Fe— stigkeit, weil die Säfte, welche durch sie hindurchgehen, fortwäh— rend Theile in ihnen absetzen. Zuletzt geschieht es, nach einer unbestimmten Reihe von Jahren, daß die Schichten keine größere Festigkeit mehr annehmen können; diejenigen, die noch jung ge— nug sind, um neuen Stoff(„molécules“) aufzunehmen, bilden den Splint; diejenigen, welche keinen mehr aufnehmen können, bilden das Holz. Man begreift dieser reinen und einfachen Auseinandersetzung der Erscheinung zufolge, daß der Splint nothwendiger Weise weniger zähe, weniger fest, weniger dicht als das Holz ist; wie auch, daß die verschiedenen Schichten des Splintes je nach ihrem Alter verschiedene Grade der Festigkeit haben können; da hingegen diejenigen des Holzes, als welche den höchsten Grad ihrer Verhärtung erreicht haben, eine gleich— artigere(homogenere) Masse darbieten müssen, ob sie gleich alle von verschiedenem Alter sind. Bei einigen Bäumen, und namentlich denen, die nur eine geringe Härte haben, ist die Grenzlinie zwischen dem Holz und dem Splint nur wenig bemerkbar; dieß sieht man in der Pappel, der Weide, der Roßkastanie, dem Bombax, u. a. m.; in den harten Hölzern hingegen ist diese Linie durch die Härte und Farbe der Theile sehr deutlich ausgedrückt; so z. B. ist das Holz im Ebenholzbaum, wie allgemein bekannt, vollkommen schwarz, wäh— rend hingegen der Splint weiß ist; bei der Cereis ist das Holz gelb und der Splint weiß; bei der Phyllirea hat das Holz eine bräunlich-rothe Farbe, der Splint eine weiße, allein in dieser letzten Art findet man nur in sehr alten Bäumen voll⸗ kommenes Holz und ich habe in Phyllirea-Bäumen, die etwa 200 Jahre alt waren, und welche ich in dem von Belle— val angepflanzten Theil des Gartens zu Montpellier fällen lassen mußte, bis auf funfzig Splintschichten gezählt. Es ist leicht einzusehen, daß bei Bäumen verschiedener Art vielfältige Abänderungen in Zahl, Dicke, Härte und Farbe der *) MIRB., Théor., ed. 2, S. 136. Rup., Anat., S. 187 und f. —— 0 sti; 0 halben in de! ie fle! cht, hun Wuff Dad N 1 ch n e an fh baun El 1% Tedieß ach de schiede schithe 80 fl get, uf er e e fl, J. e U N L Alen n dd tl, fg igt f Ale ige fi uche, fd fe 1 bit stande ui en Zustan⸗ Mit jeder ite und z. n, fortwä⸗ „ hach eint keine giößen ch jung 9 men, bilden men könne, d einfache der Splin veniger dich chichten de er Festigel „als wehe „eine glich sie gleich le die nur e m Holz und ber Pappel, .; in den und Farhe s Holz im watz, wäh⸗ is ist das 3 hat das iße, allen umen bol umen, die on Belle alen lassen edener At Farbe der J uhdf. 151 Splint⸗Lagen, im Vergleich mit denen des Holzes vorkommen müssen; allein man findet auch selbst bei verschiedenen Individuen derselben Art einige Verschiedenheiten. So haben im Allgemei— nen die Bäume, welche an feuchten Stellen oder in feuchten Jahrszeiten wachsen, mehr Splint, als die, welche sich an trocknen Orten oder in trocknen Jahren entwickeln. Duhamel versichert, daß man bei verschiedenen Stein-Eichen(chéne-rouvre, Quercus sessiliflora, Dec. flor. fr.; O. robur Linn.) von sieben bis auf fünf und zwanzig Splintschichten zähle. Das Verhältniß der Dicke des Splintes zum Holze ist von Art zu Art und von Individuum zu Individuum ein anderes, nicht nur je nach den oben angegebenen Ursachen, sondern vor— züglich je nach dem Alter des Baumes. So ist in einer Eiche von sechs Zoll Durchmesser der Splint dem Holze gleich; in einem Stamme von 1 Fuß Durchmesser verhält er sich wie 2 zu 7, in einem 2 Fuß dicken Stamme wie 1 zu 9 u. s. w., und überdieß sind diese von Duhamel angegebenen Verhältnisse noch sehr veränderlich. Mustel hat beobachtet, daß die ver— schiedenen Theile einer und derselben Splintlage sich zu ver— schiedenen Zeitpunkten in vollkommenes Holz umwandeln können; so hat er Eichen gesehen, welche auf der Einen Seite 14 Splint⸗ lagen, auf der andern 20 hatten; oder auf Einer Seite 16, und auf der andern 22, u. s. w. Beinahe immer sind die Splint⸗ lagen auf derjenigen Seite dicker, wo sie am wenigsten zahlreich sind, d. h. mit andern Worten, wenn eine Wurzel eine Ader guten Bodens antrifft, so nährt sie den entsprechenden Theil des Baumes reichlicher. Die Holzschichten dieser besser genähr— ten Theile sind dicker und gelangen schneller zum Zustande des vollkommenen Holzes, da hingegen die Wurzeln, welche schlech— tem Boden begegnen, die entsprechenden Theile schlechter ernäh— ren. Letztere haben folglich dünnere Schichten und brauchen längere Zeit zur Erreichung ihrer volligen Härte. Alle Holzarbeiter wissen sehr gut, daß der Splint weniger Festigkeit besitzt, als das Holz, und trennen ihn daher sorg— fältig von dem zum Bauen bestimmten Holze ab. Buffon, welcher, übereinstimmend mit Duhamel, über diesen Gegen⸗ stand sehr wichtige Versuche gemacht hat, fand, daß sich bei der Eiche die Verschiedenheit der Festigkeit des Splintes zu (Pag. 177) (pag. 178) 152 der des Holzes verhalte wie 6 zu 7. Allein der hauptsächliche Grund, weßhalb man beim Bauholz den Splint sorgfältig ent— fernt, ist der, daß er vermdöge seines lockerern Gewebes von der Feuchtigkeit, den Insekten und Würmern leichter angegriffen wird, als das Holz. Man trifft häufig Pfähle an, die an feuchten Stellen stehen und deren Splint entweder ganz verfault, oder merklich angegriffen ist, während ihr Holz sich noch sehr gesund zeigt. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, haben Buf— fon und Duhamel nach ihrer eigenen Erfahrung vorge— schlagen, ein Jahr vor dem Fällen des Baumes seine Rinde abzuschälen; hiedurch hindert man den Baum, eine neue Lage Splint zu erzeugen, und die Nahrung, welche zur Bil— dung dieser neuen Schicht angewandt worden wäre, verhärtet die schon gebildeten Splintlagen, indem sie sich auf sie wirft, beinahe bis zu gleichem Grade, wie das vollkommene Holz.“ Dieses Verfahren scheint vorzüglich für den Schiffbau nützlich seyn zu müssen, weil dieser verhärtete Splint von den Bohr— würmern(Peredo, fr. tarets) nicht mehr angegriffen werden kann; doch ist es selten angewandt worden, und man versichert, es habe den Nachtheil, das Holz brüchiger zu machen. Wenn man den markigen Theil abrechnet, so besteht jede Schicht, sowohl des Holzes, als des Splintes, aus pordsen oder gestreiften, mit länglichem Zellgewebe untermengten Ge— fäßen; das Zellgewebe ist um so länglicher, je härter das Holz zu werden bestimmt ist. Im Allgemeinen sind die Gefäße in den weichen Hölzern quergestreifte, und in den harten punktirte. Der einzige organische Unterschied, der zwischen dem Holz und dem Splint statt findet, ist der, daß das Innere der Zellen, und vielleicht auch der Gefäße, im Holze gewöhnlich inkrustirt, da es hingegen beim Splint entweder leer, oder mit wenig verdich— teten Säften angefüllt ist, weßhalb also das häutige Gewebe des Splintes durchsichtiger ist. Dutrochet hat bewiesen), daß die Härte der verschiedenen Hölzer, und die des Holzes und Splintes von der Beschaffenheit des in ihr Gewebe abgesetzten Saftes, nicht aber von dem Gewebe, welches identisch zu seyn scheint, herrühre; wenn man Ebenholz in Salpetersäure erhitzt, ) Rech. str. vég., S. 35. b ütf 3 1 ue litt he 0 un gef 1 dupel, del ahb u b al e. u dhe f u l 10 f. al uu, Men 9 Ait stecher el fach heb e Nat Ju dee wide a U L Ha tie Ind fand har, be Pocben w ah, f sthach, fen un 10 0 Fb i uche del f fd r ich Uulicchet n Al uk Acer ihn le Nen, 9 Mache ich hen cuptsächlsh gfeltig ent ewebes bon angegriffen an, die ay nz verfaul, h noch seh gaben Buf ing bolge⸗ seine Rind. eine neut he zur Bil dbernhärte f sie wirf, mene Hoh; bau nüͤtzic den Bohr iffen werden m bersichel, en. hesteht jede 16 porösen igten Ge⸗ das Holz gefäße in punktirte Holz und len, und istirt, da g berdich⸗ ewebe des 5 daß olzes und gesetzten zu seyn e erhitzt, — 153 so lost dieses den schwarzen Stoff auf und das Gewebe bleibt mit einer perlmutterartig weißen Farbe zurück; dasselbe geschieht bei allen gefärbten Hölzern; das Gewebe des Burbaums und der Pappel, obgleich diese Hölzer in ihrer Dichtigkeit sehr von einander abweichen, werden einander gleich, wenn man den Stoff, den es enthält, mittelst der Salpetersäure aufgelöst hat. Jede Holzlage ist, bei den exogenen Bäumen, das Product des Wachsthumes eines Jahres; allein Duhamel glaubt, sie sey nicht auf Einmal entstanden; er sagt, jede Lage für sich be⸗ stehe aus einer unbestimmten Zahl kleiner, theilweiser Lagen, oder sie wachse vielmehr ununterbrochen das ganze Jahr hin⸗ durch, allein in verschiedenen Jahrszeiten mit mehr oder weni⸗ ger Thätigkeit. Duhamel hat seine Meinung durch einen scheinbar einfachen Versuch bewiesen: mit Anbruch des Früh— lings hob er die Rinde eines jungen Baumes auf, schob ein Blatt Zinnblech zwischen das Holz und die Rinde, und legte diese wieder auf die Wunde. Diesen Versuch wiederholte er alle 14 Tage die ganze Zeit hindurch, so lange die Rinde vom Holze trennbar war; am Ende des Herbstes ließ er den Baum fällen und fand, daß jedes Zinnblatt mit einer Menge Holz überzogen war, die um so großer war, je früher das Blatt untergeschoben worden war. Dieser Versuch, obgleich dem Anschein nach be— weisend, dürfte wohl einige Irrthümer bergen, und es ist wahr— scheinlich, daß er mit wenig Genauigkeit angestellt worden; denn man hat ihn nicht so wiederholen können, wie er angege— ben ist. 5 Es ist zu bemerken, daß, wie wir oben angezeigt haben, zwischen den Schichten kein wirklich leerer Zwischenraum statt findet, sondern daß das, was bei den Macerationen als ein solcher erscheint, nichts anderes ist, als rundliches Zellgewebe. Dutrochet scheint mir gut bewiesen zu haben, daß jener Gür— tel von Zellgewebe bei jeder Holzschicht dasjenige vorstellt, was das Mark für die Centralschicht ist, und daß also ein ganzer Holzkörper aus Körpern besteht, die einander, bis auf die von ihrer Lage abhängigen Verschiedenheiten, gleich sind. Andere glauben, diese Zone von rundlichem oder wenig verlängertem Zellgewebe sey das Product des trägen Wachsthums im Win— ter; ihnen zufolge hätten die Zellen Zeit genug, sich zu runden (pig. 270) 1 10 1 U (pag. 180) 154 und nach allen Richtungen zu entwickeln, da sie hingegen bei raschem Wachsthum in die Länge gestreckt und gleichsam durch den Wachsthum der Gefäße mitgezogen würden. Wenn wir die Zonen, welche die jährlichen Schichten tren⸗ nen, auf diese Weise betrachten, so ergibt sich:) daß diese Trennung um so auffallender seyn müßte, als die Abwechslun⸗ gen des Wachsthums(welche entweder durch das Abfallen der Blätter, oder durch den Wechsel der Jahreszeiten bewirkt wer⸗ den) an sich selbst auffallender sind; was man bei Vergleichung der Bäume des Nordens und des Südens keineswegs beobach— tet; 2) daß ein zufälliges Stocken des Wachsthums, welches mitten im Sommer, entweder durch eine Rückkehr der Kälte, oder durch irgend eine andere Ursache hervorgebracht wäre, eine ähnliche zellige Zone, wie die des Winters, bewirken müßte; ebenso wie ein sehr milder Winter in gewissen Fällen die jähr⸗ liche Zone fast verschwinden machen könnte. Hill versichert, daß sich in vielen Fällen jährlich zwei verschiedene Lagen bil— den; die eine entstehe durch den Nahrungssaft des Frühlings, die andere durch den des Sommers; er nennt dieß Schichten der Jahrszeiten. Adanson hingegen gibt an, daß die Schich⸗ ten gewisser Jahre in einander verschmelzen können, indem er bemerkt, daß hundertjährige Ulmen, die auf den Champs-Elysées (zu Paris) gefällt worden, von 94 bis 100 Lagen gezeigt haben. Ungeachtet dieser leichten Ungleichheiten, die vielleicht da⸗ her rühren mögen, daß die Bäume einer Pflanzung nicht alle genau von gleichem Alter waren, scheint doch die Zahl der Schichten beständig ein sicheres Mittel zu seyn, die Zahl der Jahre eines Astes oder Baumes zu erkennen; die Zahl der con⸗ centrischen Ringe eines Querdurchschnittes zeigt die Zahl der Jahre an, die seit dem Entstehen dieses Theiles verflossen sind. Ur das ganze Alter des Baumes zu erhalten, muß man ihn genau am Mittelstock durchsägen. Allein dieser Mittelstock ist bei den sehr alten Stämmen nicht immer leicht mit Bestimmt— heit zu erkennen; dieß ist abermals eine leichte Quelle practischer (bes. 26) Irrthümer, die jedoch an dem Grundsatz, nach welchem man das Alter der Bäume beurtheilt, wenig ändert. Alle Lagen eines Baumes sind, weder unter einander ver⸗ — U fle ut de 1 0 l 0 5 t 0 1 00 5 1 fande w lte 0 n if nt fte gan fil um dis , gdet puichen n a der ageg eigen diese De der alte Hmm! aht li ite J. c b de Naben fal 00 2 rn J, 0 then ae an 5 2 hingegen ichsam dur hichten tien ) daß die Abwechslun Abfallen z sewirkt wer Bergleichut 98 beobat⸗ ns, welchte der Kall, ware, ein ken mußt n die jah l versicher, e Lagen bie d Frühling ic Schichte die Schi , indem e ps Elysess zen gezeigt leicht da⸗ nicht alle Zahl der Zahl det l der con- Zahl del yossen siud. j man ihn ttelstock it Bestimm⸗ pigctischel schem mal zander bel⸗ 155 glichen, noch an ihren verschiedenen Theilen, von gleicher Dicke, und dieß ist leicht zu begreifen, da eine jede derselben das Pro— duct des Wachsthums eines Jahres ist. Nothwendiger Weise wird die Holzschicht dicker oder dünner seyn, je nachdem das Jahr günstig oder ungünstig war; je nachdem die Wurzeln bei größerer oder geringerer Länge ein gutes oder schlechtes Erdreich gefunden haben; je nachdem der Baum passend oder unpassend behandelt worden war, u. s. w. Außer diesen Ursachen zufälliger Abweichungen hat das Alter der Bäume schon an und für sich einen ziemlich regelmä⸗ ßigen Einfluß auf die Dicke der Schichten. Aus diesem Gesichts⸗ punkte habe ich sehr alte Eichen, die im Walde von Fontaine bleau gefällt waren, beobachtet; die Dicke ihrer Holzschichten nahm bis zum 30sten oder 40sten Jahre zu; vom 30sten bis 50sten, oder selbst zum 60sien Jahre, nahm sie etwas ab; allein zwischen dem 50sten und 60 ten Jahre ungefähr wurde die Dicke der Lagen, vermuthlich bis zu ihrem Absterben, sehr regelmäßig; wenigstens waren die meisten dieser Bäume, an welchen ich diese Beobachtung machte, zwischen 200 und 300 Jahr alt; der älteste von allen war 333 Jahr alt. Vom 60sten Jahr an nimmt der Durchmesser einer Eiche in zehn Jahren etwa um acht bis zehn Linien zu, und zwischen dem zwanzigsten und drei⸗ ßigsten Jahre etwa um zwei bis drei Zoll. Diese Beobachtungen hängen übrigens nothwendig von der Verschiedenheit der Arten, des Bodens, der Jahrszeiten und der Cultur ab. Sie scheinen beinahe anzudeuten, daß es(abgesehen von den rein bkonomischen Gründen, wie der Geldzinsen) bei den geregelten Fällungen im Allgemeinen auch vortheilhaft wäre, die Fällungen eher alle dreißig, als alle zwanzig Jahre zu machen, weil der Stamm der Eichen zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Jahre am meisten an Dicke zunimmt). ) Die bequemste Art, ein genaues Merkzeichen von dem Zuwachse der Bäume zu behalten, ist folgende: Wenn man einen alten Stamm antrifft, der beim Mittelstocke wagrecht durchgesägt ist, so befestigt man einen Papierstreifen, der vom Mittelpunkte bis zum Umkreise geht, und bezeichnet darauf mit einem Strich die Holz-, Splint- oder Rinden⸗ Schichte, indem man auf der Rückseite des Streifens den Boden, das Klima, u. s. w., in welchen sich der Baum ent⸗ (pag. 182) N 0 Gig. 188) 156 Die Schichten sind aber nicht nur unter einander verglichen ungleich, sondern ihre Dicke bleibt auch öfters nicht im ganzen Umfange die nämliche. Malpighi war der erste, der sorg⸗ fältig darauf aufmerksam machte, daß das Mark selten den Mit⸗ telpunkt des Stammes einnehme, oder, was dasselbe sagt, daß die concentrischen Lagen oft auf einer Seite breiter oder zahlreicher seyen, als auf der andern. Diese Erscheinung bezeichnet man mit dem Namen der Excentricität der Holzringe. Unter den Alten haben Einige versichert, das Mark sey an der Südseite der Rinde näher, die Andern an der Nordseite. Weder die Einen noch die Andern haben es an Hypothesen fehlen lassen, diese Thatsache zu erklären; Mehrere haben gesagt, man könne durch dieses Mit— tel in Wäldern seine Richtung erkennen, u. s. w., u. s. w.; allein alles Wunderbare ist bei einer genauen Untersuchung der Sache verschwunden. Duhamel und Buffon haben bewiesen, daß die Excentricität mit der Stellung des Baumes, rücksichtlich der Himmelsgegenden, in gar keiner Beziehung stehe, wohl aber mit seiner rein ortlichen Lage. Wenn sich nämlich auf der einen Seite des Baumes ein gutes Erdreich oder eine von jeder andern Wurzel freie Stelle befindet, so erhält die Wurzel, die sich dahin begibt, mehr Nahrung, nährt also den entsprechenden Theil des Stammes reichlicher, und dieser nimmt auf dieser Seite mehr an Dicke zu. Ebenso wird der Stamm eines Baumes auf derjenigen Seite, auf welcher seine Aeste dem Einfluß des Lichts und der Luft besser ausgesetzt sind, mehr zunehmen, als auf der entgegengesetzten Seite. Durch das Zusammentreffen dieser beiden Ursachen ge— schieht es, daß alle Bäume der Wälder oder der Alleen auf der äußern Seite mehr wachsen, als auf der innern. Dieß ist die sehr einfache Erklärung der Excentricität des Markes, welche in der That nur von der Ungleichheit der Dicke der Holzringe her— wickelt hat, betreffenden Umstände anmerkt. Eine zahlreiche Samm— lung solcher schriftlichen Data liefert über das Wachsthum und die Behandlung der Forstbäume viele merkwürdige Resultate; ich hoffe einst einige dergleichen bekannt zu machen; unterdessen aber gebe ich das Verfahren an, um diejenigen, welche gehörig gefällten Bäu— men begegnen, aufzumuntern, sie zu solchen Untersuchungen zu be— nutzen. Es versteht sich, daß es unnütz wäre, sie an Individuen zu machen, die, für ihre Art, nicht sehr alt wären. ——ä— % Ui. * 1 5 Venn. „ iA 1 daselbe 1 n f a e u ig a e g e Ele 8 fer e f l fil 90 uch diker! ch, in d ea lebendig Zufande d Nufenand Jugend it 6e Cissch f Hl ten hat hte der fun J mee ch ds te fn gu ü zn ihren i den Mitget f n 8 aft cc, in — 0 Dual. 1, er berglich t in ganz e, der sinz ten den M de sagt, dz et zahlreich, net man m Unter dy Südseite y ie Einen nuß ese Thatsah dieses M. s. w.; all ig der Eat ewiesen, de icksichtlch hn wohl aber ni er einen Seit ndern Wurf dahin begib, es Stammel n Dicke zu. gen Seite, Luft besser sengesetzten sachen ge⸗ een auf der dieß ist de welche in ringe her eiche Satin. um und dee lte; ich buff aber gebe st fälten Bil ungen zu be ndividuen J. 157 rührt. Wir werden alsobald auf diejenige zurückkommen, welche ihren Grund darin findet, daß die Zahl der Holzringe an den zwei Seiten des Baumes nicht gleich ist. Wenn man alles, was ich bisher über die Holzringe gesagt habe, mit Aufmerksamkeit durchgangen hat, so sieht man, daß jeder derselben in seinem ersten Jahre eine Art sehr in die Länge gezogenen Kegels ist, der das Mark umgibt“); daß sich im zwei— ten Jahre ein zweiter Kegel bildet, der die Endverlängerung des Markes umgibt, und der sich so nach unten festsetzt, daß er den Kegel des ersten Jahres umgibt, und so ferner, bis zur Zerstdͤ— rung des Stammes. Hieraus folgt offenbar, daß jeder Kegel, oder jeder Holzring nur im ersten Jahre seines Lebens zunimmt, und daß er nachher, von den spätern Kegeln überzogen, gleichsam in diese eingeschlossen ist, dergestalt, daß er sich weder verlängern, noch dicker werden kann; er geräth sogar, nach Verlauf einiger Jahre, in einen fast passiven Zustand, und scheint nicht mehr zu den lebendigen Theilen der Pflanzen zu gehören. Aus diesem Zustande der Dinge geht hervor, daß sich die Schichten durch ihr Aufeinanderfolgen beschützen, und wenn eine derselben in ihrer Jugend irgend einen Eingriff, z. B. die Wirkung des Frostes, das Einschneiden von Namenszügen in ihr Gewebe, das Bohren von Höhlungen in ihrer Dicke, das Einschlagen von Nägeln u. s. w. erlitten hat, so kann man alle diese Veränderungen unter dem Schutze der spätern Schichten nach Verlauf einer beliebigen An— zahl von Jahren wiederfinden. Dieß hat die Erfahrung in der That erwiesen und dieß hat die Erklärung mehrerer Fakta geliefert, welchen das Volk wunderbare Begriffe beimessen wollte. So sind die mit Saft gefüllten Splintlagen bei sehr strenger Kälte dem Erfrieren ausgesetzt; wenn nun dieser Fall statt findet und es doch nicht bis zum völligen Erfrieren des Splintes und Bastes kömmt, so fährt der Baum fort zu leben; die erfrorene Lage wird von ei— ner gesunden überzogen, dann von mehrern andern, und auf diese Weise bedeckt, findet man sie in der Mitte des Baumes. Dieß ist es, was man Frost oder Eiskluft(gélivure) nennt; wenn man die seit der erfrorenen entstandeuen Schichten zählt, so kann man aus— mitteln, in welchem Jahre dieser Zufall sich ereignete. So habe 5) Duza M., Phys. arb. 4, Taf. 8, Fig. 69 und 71. (Pag. 184) (Pag. 185) 158 ich im Jahre 1800 im Walde von Fontainebleau einen Wach— holderstamm gefällt, in welchem sich nahe am Mittelpunkt eine Frostkluft zeigte, die von 91 Holzringen überzogen war und wel— che sich folglich aus dem strengen Winter von 1709 herschrieb). Eine Inschrift, die man auf den Stamm eines Baumes ein— gegraben hat, und welche bis auf den Splint eindringt, wird von den neuen Holzlagen überdeckt und kann unversehrt wieder— gefunden werden, so lange als dieser Theil des Stammes selbst unversehrt bleibt; auf diese Weise fand Reisel, im Jahre 1675, in der Mitte einer Buche große Buchstaben; Mayer, im Jahre 1688, fand im Holzkörper einer Buche eine Art Schnitzbild, das einen Galgen mit einem Gehängten vorstellte; Alb rechti fand, im Jahre 1697, im gleichen Baume den Buchstaben H mit einem Kreuz darüber; Ad ami las unter 19 Splintlagen die Buch— staben J. C. H. M. Auf gleiche Weise hat man in gewissen Bäu— men Indiens Inschriften in portugiesischer Sprache gefunden, welche einige Jahrhunderte früher, zur Zeit der Entdeckung dieses Landes durch die portugiesischen Seefahrer, eingegraben worden waren. Auf dieselbe Weise endlich sind verschiedene regelmäßige Flecke oder Sterne in der Mitte mehrerer Bäume künstlich hervor— gebracht. Ueber diesen Gegenstand kann man besonders zwei Ab— handlungen von Fougeroux de Bondaroy nachlesen, welche in die Memoires de Académie de Paris vom Jahre 1777 aufgenommen sind. Wenn irgend eine zufällige Ursache, wie die Hand des Men— schen, der Zahn der Thiere oder blos eine krankhafte Veränderung in den Splint eine Grube gräbt, deren Oeffnung enge genug ist, um von den folgenden Holzlagen bedeckt werden zu können, so er— hält sich diese Aushöhlung unversehrt, ebensowohl wie die Gegen⸗ stände, die sie enthalten kann; so habe ich z. B. in einem dem Anscheine nach völlig gesunden Eichenblock von etwa vier Fuß in's Gevierte eine Höhle gesehen, die zum Theil mit Haselnüssen und Eicheln gefüllt war, welche vermuthlich durch Siebenschläfer oder Eichhörnchen hineingebracht worden waren, ehe die Höhle von — ) Man sehe Taf. 5, Fig. 2. 5 hehe 0 en a i n Elli ac ung ant lidl 0 det fa M tun ah, de iu gilch 1 de fr fbr; The I doch al I weden Fenungel, agen We genen Jaume g ft ft u hr ig ni cer 1 N a d 10 1 Pal un, 5 böterig! — Mule in se g den e süfgt g snbet n Un 85 einen Mach. telpunkt ei ar und wel herschrieh“) Baumes ei dringt, pit sehrt niche ammes fa Jahre 100% , im Jahn Echnizbib, Albrechti zaben H mit en die Buch⸗ wissen Bal, e gefunden kung die aben wotden egelnafßige lich hervor c zue i M⸗ u, welche m Jahre des Men, dänderung genug ist, en, so er⸗ ie Gegen⸗ inem dem Fuß ine ssen und lafer oder dhle von 159 neuen Holzlagen bedeckt war. Auf gleiche Weise hat man in sol⸗ chen Höhlen Knochen, Steine) u. dgl. gefunden. Schlägt man in einen Baum einen Nagel tief genug ein, daß er den Splint erreiche, so bleibt der Nagel fest sitzen, und nach und nach umgeben die Holzlagen, die sich um ihn her bilden, sein unteres Ende, so daß es aussieht, als wäre er tiefer eingedrungen; früher oder später wird er endlich gänzlich überdeckt, und auf diese Weise hat man sowohl Nägel als andere Instrumente, oder Hirsch— geweihe, die in den Holzkörper exogener Bäume hineingetrieben oder gänzlich in sie vergraben waren, gefunden. Ebenso geht es zu, daß die Basis der Mistel(Vis cum), sobald sie in den Holz— körper eines Baumes eingedrungen ist, sich mit jedem Jahre tiefer in denselben zu vergraben scheint, weil sich die Holzschichten um sie her erhöhen. Bei Betrachtung der Zweigbildung wird sich uns eine noch allgemeinere Anwendung dieser Grundsätze darbieten. Wir werden sogleich sehen, daß in den Schichten der Rinde Er— scheinungen vorgehen, die den eben beschriebenen geradezu entge— gengesetzt sind. Als eine Folge obiger Thatsachen und der Ernährungsart der exogenen Pflanzen geschieht es, daß, wenn man den Stamm eines Baumes aus dieser Klasse mit einem Taue oder mit einem Mes— singdraht schnürt, der Stamm, indem er dicker wird, das Tau mehr ausfüllt und von demselben eingeschnürt wird; all— mählig wird der Stamm, vorzüglich oberhalb des Taues, dicker und letzteres scheint gleichsam in sein Gewebe hinein getrieben zu seyn; auf diese Weise tödten zuletzt oft die Lianen(Schlingpflan— zen) die Bäume, die sie umwinden, was man selbst in unsern Klimaten, z. B. an der Periploca Graeca und an der Wisteria frutescens, die gemeiniglich unter dem Namen Henker der Bäume(bourreau des arbres) bekannt sind, ) Was die Steine betrifft, die man in den Wurzeln antrifft, so kön— nen sie zwar streng genommen, auf gleiche Weise, wie ich es eben von den Stämmen gesagt habe, hineingebracht worden seyn; allein haufiger geschieht es, daß sie von Wurzelzweigen, die endlich mit einander verwachsen, umschlungen werden. Ich habe bisweilen in alten Wurzelstöcken von Eichen, von Püyllirea, u. g. m., Steine gefunden. (pag. 106) (pag. 167) Pag. 186) 160 sehen kann. Wenn wir von den Endogenen handeln werden, wird sich's zeigen, daß solche Erscheinungen bei ihnen unmöglich sind. g. 4. Von den Markstrahlen des Holzkörpers— Wenn man den holzigen Stengel einer exogenen Pflanze quer durchschneidet, so bemerkt man Linien*), die vom Marke auslau⸗ fen und strahlenförmig bis an den Rand reichen, wie die Stunden— Linien einer Sonnenuhr oder wie die Speichen eines Rades. Grew, der diese Linien zuerst beobachtete, nannte sie insertions, in- sertments(Anheftungen des Markes, franz. insertions médullai- res); seither hat man sie Fortfätze(productions), Verlänge— rungen(Prolongements) oder Markstrahlen(cayons médul- laires, radii medullares) genannt. Diese letzte Benennung hat man allgemein gelten lassen, und zwar mit Recht, weil sie blos die Lage dieser genannten Theile ausdrückt, ohne über ihren Ur— sprung abzusprechen. Zwischen den vollständigen Strahlen be— merkt man halbe, die vom Mittelpunkte ausgehen und aufzuhdͤren scheinen, ehe sie den Umfang erreicht haben; diese haben einige Schriftsteller mit dem besondern Namen Markanhänge(appen— dices medullares) bezeichnet. Am häufigsten sieht man endlich solche Strahlen, die nicht vom Mittelpunkt, sondern von irgend einer der Markzonen, aus welchen jeder Jahrring gebildet wird, ausgehen. Aus dieser Verlängerung der Markstrahlen durch jede Jahresschicht hindurch geht hervor, daß ihre Zahl in den Ringen des Umfanges weit größer ist, als in denen der Mitte. Die Markstrahlen sind nicht bloße Faden, sondern senkrechte, strah⸗ lenförmig auseinanderlaufende und unterbrochene Lamellen, die dem Umkreise zulaufen; davon kaun man sich durch einen senkrech— ten oder schiefen Durchschnitt überzeugen. Hierdurch wird man in den Stand gesetzt, diese senkrechten Flächen auf eine größere oder geringere Strecke zu verfolgen; sie sind es, welche die röth— lichen Flecken auf den büchenen Brettern*) oder auf schiefgesäg— ten eichenen bilden. Was die Handwerker holländisches Ei— ch en⸗ ) GRrw, Anat., Taf. 36, 37. Mar., in Ato, Taf. 8, Fig. 35, 36. Dunaxu, Phys. arb., I., Taf. 2, Fig. 2, 13, 44. Du C. Pl. fr. I, Taf. 2, Fig. 10. Tunp., Icon., Taf. 2, Fi ) GRRw, Anat., Taf. 4, Fig. 1. 00 f f dl fle Me chu Ni inen in len Um er buchen N Aagehen Jenn m n ie umahung u hin, fh g fa ud di t Halden; ens geg fen, Wider faden diese det That, fem Cut g f fen in dae win, in ö 0 0 dae cn etch tigte Mäss 0 wach ch n le 0 dune deln werden moglich ssd körpers, Pflanze gun arke auslah die Stunden des. Gren, tions, ii. ns médulla. Verlangt vons medi sennung hu weil sie bla er ihren ll. Strahlen he d gufzuhörn haben einge inge aper t man ende n volt ige lbet wird, durch jede den Ringen itte. Die hte, strah⸗ nellen, die en senkrech ) wird man ine größet he die lh cchiefzesch isches ki chen, Fig 3, 5 0. Fl. fr. J. 161 chenholz nennen, welches man ehedem für besonderer Art hielt, ist nichts als ein auf diese Weise verfertigtes Kunstproduct. Alle Markstrahlen bestehen aus einem ziemlich dichten in ho— rizontaler Richtung in die Länge gezogenen Zellgewebe. Offenbar veranstalten sie eine directe Verbindung zwischen dem Mittelpunkt und dem Umfang oder vom Umfang zum Mittelpunkt. Allein unter durchaus keinen Umständen sieht man die gefärbteu Säfte in sie übergehen. Wenn man etwas weiche Holzarten, wie z. B. der Mistel oder gewisser Fettpflanzen, untersucht, so kann man den Zu— sammenhang der Markstrahlen, von ihrem Ursprung bis zum Umkreise hin, ziemlich gut beobachten; man wird bisweilen ver— sucht, zu glauben, daß diese Strahlen bis in die Rinde sich fort— setzen, und diese Meinung ist von mehreren Naturforschern behaup— tet worden; die Einen haben von den Markstrahlen des Central— systems gesagt, sie hingen mit denen des Rindensystems zusam— men, Andere sie seyen davon getrennt. Mirbel und Dutrochet haben dieser letztern Meinung großes Gewicht gegeben, und, in der That, wenn man annimmt, daß die beiden Systeme von ih— rem Entstehen an geschieden seyen, so ist man wohl gezwungen, daraus zu schließen, daß in den Fällen, wo die Strahlen aus dem einen in das andere überzugehen scheinen, ihre Enden blos zusam— menstoßen, aber nicht ununterbrochen miteinander zusammen— hängen. S sweit er Ar tte. Bom Rin den id rper oder Corti al ⸗Sp st ee m. §. 1. Allgemeine Betrachtungen. Das Rindensystem der Exogenen ist nach einem ähnlichen Plan wie das Centralsystem gebaut, aber, die Entwickelungsstufen seiner Schichten betreffend, in umgekehrter Ordnung. Es besteht aus Schichten, deren jede an der innern Seite eine faserige, an der äußern Seite eine zellige Zone zeigt, und wird von Markstrah— len durchzogen, die denen des Holzkörpers ähnlich, aber weniger deutlich ausgesprochen sind. Diese Markstrahlen bieten nichts von denen des Centralsystems verschiedenes dar und verdienen nicht, Decandolle's Organographie d. Gewächse. 11 (pag. 189) ö 75 —̃̃— (Pag. 190) 162 daß wir uns dabei aufhalten; allein wir missen die Lagen der Rinden im Allgemeinen jede für sich, so wie auch die äußere zellige Hülle betrachten, welche nichts anders ist, als ber zellige Gürtel der äußern Schicht. 9. 2. Von den Rinden⸗Lagen.(Couches corticales). Die Rinde besteht, wie gesagt, aus Schichten, die wie die Holzlagen, aber in umgekehrter Folge, übereinander liegen; von dem ersten Jahre an ist der Stengel aus einer holzigen Zone und aus einer Rinden-Zone zusammengesetzt, und mit jedem Jahre eutsteht eine neue von jeder dieser zwei Arten; die holzige Schicht setzt sich auf der im vorigen Jahre gebildeten an, und die Rindenlage unter derjenigen, die vor ihr entstanden war. Wir wollen nun die Folgen dieser besondern Entwickelungsart durchgehen). Die neuesten, jüngsten, biegsamsten Rindenla— gen, oder diejenigen, welche in der Rinde das gleiche vorstellen, was beim Holze der Splint ist, befinden sich zu innerst am Rin— denkörper; man gibt ihnen den Collectivnamen liber(Bast), theils, weil sie sich bei mehrern Bäumen wie die Blätter eines Buches von einander absondern), theils, weil dieser Theil der Rinde mehrerer Bäume vor Zeiten zur Verfertigung des Pa— piers diente. Die alten Rindenlagen werden nach außen gedrängt, und man hat für sie die Benennung eigentliche Rindenlagen beibehalten; sie stellen in der Rinde das vor, was im Holzkör— per das Holz ist, mit dem großen Unterschied jedoch, daß die Holzlagen, indem sie sich in der Reihenfolge ihres Entstehens übereinander legen, vollkommen unverändert bleiben und nach keiner Richtung hin ausgedehnt werden; dahingegen die Rinden— lagen, weil sie in umgekehrter Folge übereinander liegen, nach und nach eine bedeutende Ausdehnung erleiden müssen. In der That werden die ersten Rindenschichten, die sich, während der Stengel noch sehr dünn ist, entwickeln, nach außen gedrängt und theils durch das Entstehen neuer und stärkerer, aber doch inwendig befindlicher Rindenlagen, theils durch die fortschreitende Zunahme des Holzkörpers, auseinander gedehnt. Obgleich die ) Dougan, Phys. arb., 4, Taf. 2, Fig. 29. % Denax, Phys. arb., 4, Taf. 4, Fig. 47. 10 gaschen g. hilt u fe! i Eumme lüge K beiter in öh de hö 6 fich un hi, Mit ge cy sosce , bite u Oehuun, me, D ehen Ef sehtele, d kockgen! Dee Rind sugehehnt ehen,“ 1 ung d i N de e ft l, be. , hne tn zwe d ch pg f men cache die Lagen iy dafere ell zellige Gun d corticele) „die wie! k liegen; n holzigen Ju nd mit jeh n; die holz ten an, un tstanden w wickelungs ken Rindeil iche vorstelt gerst am N. liber( Wätter tat dieser Tel zung des J. drängt, unt ndenlagel im Holzlor ch, daß di Entstehest n und nat die Rinde liegen, nut sen. Ju i während dn zen gebrit „ aber dat vrrshrei Obgleich! 163 Zahl der Rindenlagen, die sich an einem Stamme seit seinem Entstehen gebildet haben, der Zahl der Holzlagen gleich ist, so ist doch ihr Schicksal sehr verschieden; diejenigen der Rinde bie— ten, da sie vom Ende des ersten Jahres an durch die Zunahme des Stammes ausgedehnt werden, immer mehr oder weniger geschlängelte Fasern dar und diese Neigung nimmt immer mehr zu, je weiter sie im Alter vorrücken„); da hingegen die Holz— fasern gewöhnlich geradlinigt bleiben. Die Holzlagen bleiben im Zustande des Splintes, bis sie, als natürliche Folge des Absatzes der Nahrungsstoffe, die ihnen bestimmte Härte erlangt haben; die Rindenlagen aber werden schon vor dieser Zeit gedehnt und halb zerstört, verlieren daher früher ihre Frische und erreichen niemals den gleichen Grad von Festig⸗ keit. Erstere behalten stets ihre Dicke, letztere werden, in Folge der Dehnung und Auseinandertreibung ihrer Fasern, immer dünner. Die erstern, durch ihre Lage gegen die atmosphäri— schen Einflüsse geschützt, behalten jeden Auschein des Lebens; letztere, der Einwirkung der Luft und des Lichtes ausgesetzt, trocknen leicht aus, spalten und nehmen dunklere Farben an. Die Rindenlagen werden also, vermöge ihrer Lage, zuerst so ausgedehnt, daß sie den Stamm wie mit einem Futteral um— schließen, dann spalten sie sich der Länge nach, darauf springen sie mehr oder weniger auf und im Laufe dieser Erscheinungen bräunen und verkohlen sie sich mehr oder weniger an ihrer Außen— fläche. Die Verschiedenheit der Lage gibt auch Aufschluß über die Verschiedenheit, die man in den Resultaten ähnlicher Versuche, wie die, welche wir bei Gelegenheit des Holzkörpers angeführt haben, bemerkt. Wenn man eine Metallplatte oder einen Draht zwischen zwei Rindenlagen schiebt, so wird dieser fremde Kör— per das Schicksal der Rinde theilen; er wird allmählig nach au— ßen gedrängt werden und wie von selbst aus dem Baume her— aus kommen. Schlägt man einen Nagel in die Rinde, so wird er ebenfalls nach außen verdrängt werden; schlägt man, in glei— cher Höhe und in bestimmter Entfernung zwei Nägel ein, so ) Dona, Phys. arb., 1, Taf. 1, Fig. 9, 12, 13% 14. *) Dukax, Phys. arb., 4, Taf. 6, Fig. 54, 65. 11* Gag. 191) 164 wird man bemerken, daß sie sich, vermöge der Verdickung des Stammes und der Auseinanderdehnung der Rindenfasern, all— mählig von einander entfernen. Wenn man eine auf der Rinde eingeschnittene Figur oder Inschrift bezeichnet, so wird man se— cg. 190 hen, daß die Buchstaben, ohne sich zu verlängern, nach und nach an Dicke und Breite zunehmen, weiter auseinander treten, oberflächlicher werden, und endlich ganz verschwinden. Die In⸗ schriften auf der Rinde können also, obgleich weniger genau als die auf dem Holzkörper gemachten, zur Erforschung ihres Alters und desjenigen des Baumes dienen. So bemerkte Adanson, als er im Jahre 1759 auf einer der Magdalenen-Inseln zwei Bao— 0 bab⸗Bäume(Adansonia digitata) antraf, auf deren Rinde man die Spuren von Inschriften, die im vierzehnten oder fünfzehnten Jahrhundert gemacht worden waren, erkannte, daß diese Buch— 0 staben, welche sechs Zoll lang waren, auf dem Stamm nur zwei Fuß Breite, d. h. einen Achtel des Umfanges einnahmen, daß sie folglich wahrscheinlicher Weise nicht in der Jugend des Baumes eingegraben worden seyen. Angenommen nun, dieser Fall sey der ungünstigste von allen, und abgesehen von dem etwas ver— wirrten Datum des vierzehnten Jahrhunderts, urtheilt Adan— son, daß, wenn diese Bäume zwei Jahrhunderte gebraucht ha— ben, um einen Durchmesser von sechs Fuß zu erreichen, sie acht oder zehn Mal so viel bedurften, um 24 Fuß zu erlangen; allein, „ da der Wachsthum der Bäume, wie wir oben gesehen, mit zuneh— mendem Alter immer abnimmt, so kann man aus dieser Beobach— tung durchaus nicht genau auf das Alter dieser Bäume schließen. 0 Adanson glaubt, nach approximativen Berechnungen, es könne sich auf mehrere tausend Jahre belaufen. Wenn man auf alten Rinden die Spuren irgend einer alten ö Inschrift findet, so kann man sich ihrer als Anzeigen bedienen, um 0 diese Inschrift in dem entsprechenden Theil des Holzkörpers auf— J zusuchen, und wenn sie ursprünglich bis in den Splint gedrun— N gen war, so wird man ihre Spuren unter den Holzlagen versteckt 10 wiederfinden; in diesem Falle erhält man eine genaue Prüfung (pag. 168) sowohl des Alters der Inschrift, als desjenigen des Baumes. Hätte Adanson diese Untersuchung an den Baobab-Bäumen der ö Magdalenen-Inseln anstellen können, so hätten wir eine sicherere e Urkunde über das wirkliche Alter dieser Veteranen der organischen 9 0. 5 fili Fun ga N ahh aa ehe fung! lub chen! usch de e ssd in n el lt st e apt e i user die N Aegamet hauf, de denmtiun Enucen! n M. . d. 9. be Aseoche, a flhrt 5 fei ges uhren seshent: beit gal I i de oc, aus ———— Ahett cg iet. e nl lag hit chen 165 Vemicing 0 Welt. Die Thatsache, so wie er sie uns überliefert hat, beweist Wefsfn, 1 schon hinlänglich, zu welchem außerordentlich hohen Alter die auf der Rh Bäume gelangen können; denn, gesetzt auch, er hätte sich um ei— o wird mant nige Jahrhunderte geirrt, so würde dennoch dieses hohe Alter gern, nach un eine Lebensdauer, die man bei keinem einzigen organischen Wesen einander na für möglich hielt, noch um vieles übertreffen. aden. Die dy Unabhängig von den Umständen, die auf der Lage der Rin⸗ niger gene—denschichten und der Art ihres Wachsthums beruhen, unterschei— ing ihres An den sich dieselben von den Holzlagen noch in mancher Hinsicht. Adanson Sie sind im Allgemeinen nicht so dick, besitzen wenig oder gar eln zwei By keine Spiralgefäße, enthalten mehr Behälter eigenthümlicher ren Rinde pn Säfte; sie enthalten, bei gleicher Schwere, mehr Kohle, besitzen er fünfzehn die Hygroskopicität in einem weit geringern Grade, und endlich ij diese Bic steigt der Nahrungssaft, wenn man eine Pflanze oder einen Zweig amm nur zu in's Wasser taucht, nicht in der Rinde in die Höhe. hmen, daß, Die Rindenfasern sind bei verschiedenen Pflanzen durch ihre h des Bau Biegsamkeit und Festigkeit merkwürdig, was man an denen des dieser dul z Hanfs, des Flachses, mehrerer Nesseln, der Malvaceen, des em etwa Spartium junceum u. a. m. sieht; alle zur Verfertigung von icheilt An Stricken oder Geflechten tauglichen Fasern, die man aus den exo— gebraucht genen Pflanzen bezieht, werden in ihren Rinden erzeugt. hen, sie ac F. 3. Von der zelligen Hülle.(enveloppe cellulaire). igen; alein Auswendig an den Rindenlagen befindet sich ein Gürtel von „mit zune Zellgewebe, der den Namen zellige Hülle(enveloppe cellu- er Beohaz, laire) führt). Sie ist eine Art äußeres Mark; untersucht res. 0 me schließen. man sie in ihrer Jugend, so bietet sie, wie das Mark, ein re⸗ en, es konte gelmäßiges rundliches Zellgewebe dar, welches sich vom eigentli— chen Marke nur durch seine Lage und seine Farbe unterscheidet. Die h einer alln Lage scheint sehr verschieden zu seyn, allein, betrachtet man sie dienen, un etwas genauer, so ist sie in der That sehr gleichartig; denn geht körpers auf man von der Linie, welche den Holzkörper vom Rindenkörper int gedu scheidet, aus, so sieht man auf der einen Seite den Splint, das gen verseil eee ue Müflg) Diu Petit-Thouars bemerkt, daß Mirbel im Artikel branche 5 Vaumet. des Diet. des sciences naturelles, v. 4, S. 312, diesen Theil der Bäumen der Rinde mit dem Bast zu verwechseln scheine; allein diese Verwechs— lung hat Niemand angenommen, und der Verfasser selbst scheint sie ine sichenel ine sc in seinen andern Werken vermieden zu haben. organischn (pa8. 196) 166 Holz und das Mark, auf der andern den Bast, die eigentlichen Rindenlagen und die zellige Hülle in regelmäßiger Ordnung auf einander folgen. Die Farbe steht mit der Lage in Beziehung, das Mark, welches gegen den Zutritt des Lichtes gedeckt ist, hat eine weiße Farbe; die zellige Hülle aber, die dieser Einwirkung offenbar unterworfen ist, ist grün. Bei mehreren Fett⸗Pflanzen oder solchen von lockerem Gewebe, wie z. B. der Mistel, zeigen diese beiden Organe die größte Aehnlichkeit und wir werden so— gleich Verbindungen zwischen beiden sehen. Dutrochet bestä— tigt überdieß noch diese Analogie) zwischen dem Mark und der zelligen Hülle, indem er zeigt, daß das Mark, ebenso wie die zellige Hülle, in gewissen Fällen, wenn es bloßgelegt ist, eine wahre Oberhaut(epidermis) bilden kann; diesem zufolge bezeich— net er dieselben mit den Namen médulle centrale(Mittel⸗ Mark) und mé dulle extérfeure(Außen-Mark.) Die zellige Hülle der Jahrestriebe ist grün, regelmäßig und ganz; vom zweiten Jahre an beginnt sie durch die Zunahme des Stengels ausgedehnt zu werden; sie widersteht dieser Ausdeh— nung um so länger, je weniger rasch der Stamm an Dicke zu— nimmt, oder je biegsamer und folglich dehnbarer die zellige Hülle selbst ist. So lange sie nicht allzusehr gezerrt wird, bleibt sie, wie bei den meisten Fett-Pflanzen, in ihrem grünen, frischen und unverletzten Zustande; allein früher oder später tritt ein Zeitpunkt ein, wo die zellige Hülle dem Wachsthum nicht mehr nachgeben kann, und wo sie, in Folge der Zerrung, die sie erleidet, abstirbt, der Länge nach aufreißt und so die Risse oder Spalten der Rinde bewirkt. Diese Risse oder Spalten werden noch tiefer, wenn die äußern Rindenlagen selbst, so wie ihre Hülle aufspringen. Die zellige Hülle bietet, je nach ihrer Festigkeit und nach der Art des Wachsthums des Baumes, verschiedene Erscheinungen dar; bald zeigt sie, wie bei der Steineiche(Chene rouvre, Quercus robur L.) und bei der Birke, nachdem sie eine Zeit lang glatt und eben gewesen war, unregelmäßige Risse, und wird durch die langsame und unregelmäßige Ablösung ihrer Stücke zerstört; bald bietet sie, wie bei der Korkeiche**), eine trockene und zugleich ) Mém. Mus. d' Hist. nat. 7, S. 589. *) Fl. fr., éd. 3, vol. I, Taf. 1, Fig. 10. m d. q falt a Hint ahn ke che 00 h se in N iht! u h. aun mi fax ile b nit NN. age 5 nid s kum, f i Wfa an Eid ligen 9 Tees lage wel hel sse als, m. lt aso, r en funden! gaht iu ale! ichen e f een a u n; lg K , an si gc Juyn, ft eg di tigentlchn r Oiduung a in Deehu Rick ft, fer Einig u dttahan Mel, hn wir werden f utrochet he n Mark und k khenso wie de legt ist, zn zufolge begech trale(Mi l.) fegelmäßig n c Zunahme! dieser Ma n an Dick! e gelige hl b, blibt st, frischen 0 in Jiu r nachgeben det, absticht, n der Rinde efer, well aufspunge, ach der du nungen dal e. Oueres t lang ge ud durch de erstött; bib und zugleh 167 biegsame Beschaffenheit dar, woraus sich ergibt, daß sie mehrere Jahre fortleben kaun, ohne abzufallen, und daß man sie in ei⸗ nem bestimmten Zeitpunkt ihres Daseyns in bedeutenden Stücken abnehmen kann; bei der Korkeiche fällt sie alle acht oder neun Jahre von selbst ab, und zum Behuf ihrer technischen Anwendung nimmt man ste ein bis zwei Jahre vor dieser Zeit ab. In dieser Ab⸗ sicht wählt man denjenigen Zeitpunkt im Jahre, wo die Rinde mit dem Holzkörper am festesten zusammenhängt, weil man alsdann mit Hülfe nicht sehr schneidender Instrumente die ganze zellige Hülle ablͤsen kann, ohne fürchten zu müssen, daß auch der Bast mit fortgenommen werde. Die Platane bietet das der Beschaffenheit des Korks ent— gegengesetzte Extrem dar; bei dieser ist die zellige Hülle dünn und wird schnell spröde und zerreiblich, daraus folgt, daß der Stamm, sobald er ein wenig zugenommen hat, das Reißen und Abfallen der zelligen Rindenhülle bewirkt, was jedes Jahr gegen Ende des Herbstes eintritt. Wenn sich ein Gürtel der zelligen Hülle vom Baume abgeldͤst hat, so entwickelt sich sei⸗ nerseits der äußere Theil der auf diese Weise entblößten Rinden⸗ lage, welche ebenfalls selbst eine Lage von Zellgewebe ist, theils, weil sie in ihrem Wachsthum nicht mehr eingeschränkt wird, theils, weil sie nun der Luft und dem Licht ausgesetzt ist; sie strebt also, eine neue zellige Hülle zu bilden, welche, da sie mit der vorigen von gleicher Beschaffenheit, auch den gleichen ver— ändernden Ursachen unterworfen ist, gleich lange dauern und auf gleiche Weise zu Grunde gehen muß; und in der That ver⸗ lieren alle Bäume, die ihre zellige Hülle abwerfen, dieselbe in periodischen Zeiträumen. Es gibt einige Pflanzen, deren Stengel sehr stark bemerk— bare Kanten zeigen und welche, wenn man sie quer durchschneidet, einen deutlich runden Durchschnitt des Holzkörpers darbieten. In diesem Fall rührt die kantige Gestalt von der besondern Ent— wickelung oder Form der zelligen Hülle her; allein im Verhält— niß, wie der Holzkörper dicker wird und diese Hülle ausdehnt, verlieren sich die Kanten und der Stengel wird zuletzt auch aus— wendig cylindrisch. So haben eine große Menge dikotyledonischer Pflanzen, wie die kantigen Cactus⸗Arten, oder die Labiatae mit vierkantigem Stengel, Zweige von verschiedenen Formen, die (pag. 196) 168 sich sämmtlich nach und nach in cylindrische Stengel verwandeln. Ich weiß zwar, daß diese Erklärung nicht auf alle kantigen Zwei⸗ Gas.% ge, und besonders nicht auf die plattgedrückten anwendbar ist, (Pag. 196) allein sie ist wenigstens für mehrere wahr. Die äußere Oberfläche der zelligen Hülle verwandelt sich, da sie der Einwirkung der Luft und des Lichtes ausgesetzt ist, in Ober⸗ haut und zeigt alle Erscheinungen, die wir bei Gelegenheit dieses Organs angeführt haben; allein es erzeugt sich kein wahres Häut⸗ chen e wieder. Der nat iter Art i en Vom Entstehen der Zweige bei den Stämmen der exogenen Pflanzen. Nach den so eben angegebenen Thatsachen ist das Entstehen der Zweige bei den Stengeln der Exogenen ziemlich leicht zu begrei— fen. Jedes Blatt trägt in seiner Achsel eine Knospe“)(bourgeon) und jede Knospe ist die Anlage zu einem neuen Zweige. Es konnte also geschehen(und es geschieht zuweilen wirklich), daß alle Knospen eines Triebes(pousse) zur Entwickelung kämen und zu Zweigen würden; allein meist entwickeln sich einige dieser Knospen, die eine günstigere Lage haben, als die andern, früher, ziehen allen Nah— rungssaft zu sich hin, und die andern Knospen, welche durch diese Nachbarn gleichsam ausgehungert werden, schlagen aus Erschd— pfung fehl. Tritt diese Erscheinung frühzeitig ein, so bleibt von 1 fehlgeschlagenen Knospen keine andere Spur zurück, als etwa „daß die Zweige der meisten Bäume weder so zahlreich, noch 1 3 gestellt sind, wie die Blätter. Lassen wir nun die fehlgeschlagenen Knospen bei Seite und beschäftigen wir uns mit denen, die sich in Zweige verwandeln. Eine Knospe befindet sich immer an der Spitze einer Faser und steht meist mit der Markhülle(Etui médullaire) in Verbindung, ) Wir untersuchen hier die Zweige insofern, als sie dle Entwickelung der Knospen sind; die Structur der Knospe selbst setzt die Kenntniß fast aller Pflanzenorgane voraus, und kann daher erst im Buch IV, Kay. VII. abgehandelt werden. 4 0 gal ub d t gaga in N chhn rn Sent h tie fe then 8 f dun ei u kiten! ful J erm Eid geben 08 wicd fidet den ib ihre ie bes Aua sahwndig Wan ede elt, de „ d bie 0 Tei g 1. 1 16 0 den J ae Ende he f berwandel migen Juin wendbar ij belt sch, ist, in dhe, enheit dies vahres Haun Pfanzen. a8 Entstehe⸗ cht zu beg Gpourgen k. Es hunt falle Augsen zu Jpeign en, bie eine allen Nah⸗ durch diese us Erschz⸗ bleibt von als etwa teich, noch ir nun die r uns mi Faser und erbindung, ntwickelung e Kenntniß Buch IV, 169 und zwar durch die Markverlängerungen“), an deren Spitze sie zu liegen scheint. Wenigstens steht sie sehr augenscheinlich mit dem Holzkorper in Verbindung und wird von einer Rinde bekleidet, welche die Fortsetzung des Rindenkorpers ist. Sobald sie anfängt, sich zu verlängern, zeigt sie, wie der junge Stengel, einen Mark⸗ kanal und eine Holzschicht; während sie wächst, ist ihre Basis gleichsam in die Holzlage, in welcher sie entstanden ist, eingefaßt. Dieß rührt von der Entwickelung her, die, zugleich mit derjenigen einer neuen Holzschicht, in dem Stengel, der sie trägt, vorgeht. Im folgenden Jahr bildet der junge Zweig eine zweite Holzlage und wird durch eine neue Lage, die sie umgibt, in den Stamm gefaßt. Ich setze also den Fall, es entstehe auf einem zehnjährigen Stamm ein Zweig, so wird derselbe am Ende des eilften Lebensjahres des Baumes eine Schicht haben, und an seinem untern Ende von der eilften Schicht des Stammes umgeben seyn; am Ende des zwölften Jahres wird er zwei Schichten haben, und an seinem untern Ende von der eilften und zwölften Schicht des Baumes umgeben seyn, und so ferner. Allein die zweite Lage des Zwei— ges wird nicht so weit hinunter reichen können, als die erste, denn sie findet den Raum durch die eilfte Schicht des Stammes ausgefüllt; und ihrerseits kann die zwölfte Schicht des Stammes das untere Ende des Zweiges nicht so nahe umgeben, wie die vorige, weil der Zweig alsdann, statt einer, zwei Schichten hat. Hieraus geht nothwendig hervor, daß jeder Zweig, an seinem untern oder einge— faßten Ende betrachtet, nach Verlauf einiger Jahre einen Kegel vorstellt, dessen Spitze an der Stelle der ursprünglichen Knospe liegt, und dessen Grundfläche sich an der Oberfläche des Stam— mes befindet. Dieser nämliche Zweig, au seinem hervorsprin— genden Theile betrachtet, stellt ebenfalls einen Kegel dar, dessen Spitze am Ende des Zweiges und dessen Grundfläche an der Ober— fläche des Stammes ist. Der Längendurchschnitt eines ästigen Stammes zeigt diesen Bau äußerst deutlich, sobald er nur genau durch den Punkt geht, wo der Zweig entstanden ist.““) Das untere Ende eines Zweiges wird, wie wir eben gesehen haben, durch die fortschreitende Zunahme der Holzlagen gleich einem 1— 7. %) DunAx., Phys. arb., vol. 1, Taf. 7, Fig. 5. ) HorrER, Lettr. sur les Boutons, Fig. (pag. 199) . ̃— e—————.ñßꝛß—̃— 170 Nagel in den Stamm vergraben; allein, da es gleichzeitig mit den angrenzenden Schichten großer wird, so drängt es dieselben eben⸗ falls allm ihlig zurück, so daß es die Gestalt eines Kegels an⸗ nimmt. Was geschieht aber, wenn ein Zweig nach Verlauf irgend einer Anzahl von Jahren abstirbt? Sein äußerer Kegel, der den atmosphärischen Einflüssen preis gegeben ist, wird zer⸗ stort; allein sein unteres Ende, welches in den Stamm eingefügt ist, wird, gerade so wie der Nagel, von den neuen Schichten be⸗ deckt, und da es denselben nicht mehr lebendigen Widerstand bietet, so wird es von denselben von allen Seiten eingeengt und zusam⸗ mengedrückt; hiedurch entstehen die Knoten(gemeiniglich Aeste genannt), die man in den Stämmen antrifft, und welche z. B. in tannenen Brettern vorzüglich deutlich sind. Ich habe Gele⸗ genheit gehabt, Tannen-Stämme zu sehen, bei denen fast das ganze Holz durch Feuchtigkeit zerstört worden war, diese Knoten oder Ueberreste fehlgeschlagener Aeste, welche, vermöge ihrer dauer⸗ haftern Beschaffenheit, mitten im Stamme fast unversehrt geblie⸗ ben waren. Die hartholzigen Bäume, welche eine große Menge Knoten oder untere Enden fehlgeschlagener Aeste besitzen, werden von den Handwerkern gesucht, theils weil diese Zufälle ihre Fe⸗ stigkeit vermehren, theils weil sie zuweilen in den Durchschnit— ten des Stammes mannigfaltige Zeichnungen bilden, die man als Zierrathen benutzt. In dem Vorhergehenden habe ich von den Aesten gespro⸗ chen, welche aus den achselständigen Knospen entstehen; diejeni⸗ gen aber, welche aus den Endknospen entspringen, zeigen einige Besonderheiten, die hier angezeigt werden müssen. Eine Knospe kann an der eigentlichen Spitze eines Astes entstehen(und dieß findet dann statt, wenn die Blätter einander gegenüber stehen, wie z. B. bei der Roßkastanie), oder aber wenn sie durch Atrophie des Zweig⸗Endes zur Endknospe werden,(und dieß ist häufig der Fall bei Bäumen mit abwechselnd stehenden Blättern, z. B. der Birke u. a. m.); in beiden Fällen entsteht der neue Zweig genau an der Spitze des alten und scheint die Fortsetzung desselben zu seyn, obgleich fast immer, wenigstens im ersten Jahre, und zuwei⸗ len auch in den folgenden, ein leichter Eindruck oder eine kleine Absonderung(solution) sichtbar ist. Allein in den Fällen, wo der Stengel, oder einer seiner , 10 1 wide fil 1 falt f 1 1h c! 0 en(al ad ⸗Atel ö ud bell 1 sch 1 aer a 10 K the an u in Jaa eien fn, b Hel 1 unge gude Menge gt ascenn mus), e saralus, (, Di en En u der Er f fen. Far bee ö i ct Nac 0 lng um der St g ur ich igen Aer chen ft, dages Nag sch eitig mit 50 dieslben ein 5 Kegels 1 lach Val ußerer Ag. t, wird el mm einge Schichten. erstand bien t und zusam iuiglich Ne welche z. J habe Gele ven faß da diese Kuote ge ihrer dau ersehrt gal große May estzen, wan fle ihne dy Durchschum, , die mal sten gesprs⸗ en; diejenn eigen einige Eine Knospe (und dieß ber stehen, ch Atrophie t häufg de 50 35 B. der weig genan desselben zu und zuwei eine kleine einer elt 171 Aeste, sich mit einer Blüthentraube endigt, können noch andere Umstände eintreten. Nach der Reife der Saamen konnen zwei Fälle statt finden: 1) die Are dieser Traube kann sich in einen Zweig verlängeru, entweder mittelst einer Endknospe, oder auch weil sich an der Stelle derselben keine Blumen befinden, was bei den Callistemon- oder den neuholländischen Leptosper- mum Arten von selbst statt findet. 2) Die Axe kann vertrock⸗ neu und verwitteru, welches der gewööhnlichste Fall ist; alsdann entwickeln sich die unterhalb der Traube gelegenen Knospen; sind die Blätter abwechselnd und von einander entfernt stehend, so wird die obere Knospe zur Endknospe, und der Zweig nimmt dann das Ansehen der vorhergehenden Fälle; stehen aber die Blätter einander gegenüber, quirlförmig, oder sehr nahe beisam⸗ men, so bleibt der Stengel an der Spitze wie abgestutzt, und es entspringen dann mehrere Zweige aus dem gleichen Punkte. Entstehen zwei Aeste aus einem Punkte, so nennt man den Stengel gabelförmig(tige lourchue), oder wenn sich diese Erscheinung öfters wiederholt, so heißt er zweispaltig(dicho- tomus), entspringen drei Aeste, so heißt er dreispaltig(tri- furcatus, s. trichotomus, franz. trifurquè oder trichotome) u. s. w. Die erste Figur der fünften Tafel ist nach der gabelfor⸗ migen Spaltung eines Roßkastanienzweiges gezeichnet und kann von der Erscheinung, die ich so eben beschrieben habe, einen Be⸗ griff geben. Dasselbe kann man auch sehr leicht am spanischen Flieder beobachten. Mien ter At ie Vom Wachsthum der exogenen Stämme in die Länge und im Durchmesser. Bei Gelegenheit des Holzkorpers und des Rindenkprpers habe ich beiläufig schon die Hauptthatsachen, die sich auf den Wachs⸗ thum der Stengel beziehen, genannt; nun aber ist es erforderlich, sie etwas umständlicher zu wiederholen und zu sehen, in wie weit sie sich irgend einer Theorie unterwerfen lassen. Jeder Stengel oder Zweig entsteht aus einem aufänglich sehr kleinen Keim, der sich bei seiner Entwickelung nur erwei— tert, dergestalt, daß alle Theile, die nach seiner volligen Ent⸗ faltung sichtbar sind, in dem Augenblicke, da man ihn zuerst (pag. 201) 172 wahrnahm, im Kleinen schon gebildet gewesen zu seyn scheinen. Es ist nicht meine Absicht, hier weder über den Ursprung der Keime noch überhaupt über die Frage von dem Entstehen der Wesen zu urtheilen, sondern ich beschränke mich einzig nur darauf, eine Erscheinung, so wie wir sie beobachten, auszu⸗ drücken. Der beliebige Theil, den man auf diese Weise als die Entwickelung eines Keims betrachten kann, verlängert sich bis zu einer gewissen, durch die Zeit, welche die Fasern zur Erlan⸗ gung des ihrer Natur eigenthümlichen Grades von Festigkeit bedürfen, bestimmten Grenze. Gemeiniglich erreichen sie diesen Zeitpunkt zu Ende ihres ersten Lebensjahres. Wenn man auf einem entstehenden Stengel oder Zweige in gleichmäßigen Ent⸗ fernungen Punkte anmerkt, so sieht man, wenn der Wachsthum in die Länge beendigt ist, daß diese Punkte sämmtlich auseinan⸗ dergerückt, jedoch deutlich gleich weit von einander entfernt ge⸗ blieben sind, woraus Duhamel, dem man diesen Versuch zu verdanken hat, schloß, die Verlängerung finde während des ersten Jahres der ganzen Länge nach statt. Zu dem gleichen Schlusse hätte man auch durch die bloße Beobachtung der natürlichen Erscheinungen gelangen konnen; auf dem entstehenden Zweige sind die Blätter schon sämmtlich, nur einander sehr genähert, vor— handen; verfolgt man ihre Entwickelung, so sieht man zwar in der That, daß die Verlängerung des Zweiges unten anfängt, allein, wenn sie regelmäßig verläuft, so stehen die Blätter zuletzt in weit größern Entfernungen von einander, als anfangs, jedoch so, daß die Zwischenräume ungefähr gleich sind; nur bisweilen stehen die obern einander näher, vermuthlich weil der Zweig seine vollständige Entwickelung nicht erreicht hatte. Die Beobachtung der Linsenkörper, der Drüsen, der Haare und Stacheln, die sich auf den Zweigen in regelmäßiger Ordnung befinden können, führt zu dem gleichen Resultat. Man kann also als ausgemacht an— nehmen, daß sich die Stengel oder Zweige, im Ganzen betrach— tet, während des ersten Jahres ihrer ganzen Länge nach ungefähr gleich stark verlängern; wenn man aber die Verlängerung dieses Zweiges im Einzelnen untersucht, so sieht man, mit Cassini)), ) Mém. sur la Phytotomie, Journ. de Phys., Mai 1821. n am Eid fl, telt el ft, We n de 1 ur unt slebitz ln Et 15 8 8 h mg c H ung, cen! Fein e Jae u dunger! länge, fene he schcben dhers ci are im nel 0 n des n en fab des be n ch Aces it feen ca dee en Pace u eden sen shrün Uusprung y Lutstehen h, ih ein achten lutz Nee a6 üngert sch sern zur E bon Jestgte kihen sie hu denn man ah mäßigen El, er Vachsthun tlich auseinae k entfernt g⸗ n Versuch) rend des ki ichen Sf + natäklchen 1 gwesge sih shert, bor⸗ an zwar in n anfängt, latter zuletzt ngs, jedoch r bisweilen Zweig fei zeobachtug ln, die sih unen, führt emacht al⸗ en betrac⸗ b ungefäht ung dieses ass ini“), 173 daß jeder Merithallus oder Zwischenknoten vorzüglich an seinem untern Ende zunimmt, oder, mit andern Worten, daß sein oberer Theil, welcher das Blatt trägt, früher gebildet oder großer ge—⸗ worden ist, als der untere, dessen Ausdehnung die Zunahme in die Länge bewirkt; so z. B. ist es bei den Merithallis(Juter⸗ nodien) der Ephedra oder den Caryophylleen leicht zu sehen, daß der untere Theil weicher und jünger ist, als der obere. Das— selbe Gesetz findet sich bei den Gramineen wieder; vielleicht ist es allen Stengeln gemein und rührt von der ernährenden Wir— kung des Blattes auf den dasselbe tragenden Merithallus her. Nach diesem ersten Zeitpunkt wächst ein Zweig oder ein Stengel gar nicht mehr, und die Pflanze verlängert sich nur noch durch Hinzukommen eines neuen Triebes, der an ihrer Spitze entspringt, und den man als die Entwickelung eines neuen Keims betrachten muß. Zuerst wollen wir den Fall verfolgen, wo der Keim genau am Gipfel liegt; er entwickelt sich im Laufe eines Jahres und befolgt die gleichen Gesetze wie der, dessen Fortse⸗ tzung er zu seyn scheint. Der Stengel wird durch einen Korper ver⸗ längert, der dem des vorigen Jahres vollkommen gleicht, und so ferner bis ins Unendliche. Ein junger, aus den weiter oben be⸗ schriebenen Organen gebildeter Trieb erlangt während seines ersten Jahres eine gewisse Dicke, die durch die Dicke der Holz- und Rinde⸗Kegel bestimmt wird; im zweiten Jahre, gleichzeitig mit dem Entstehen eines neuen Triebes an seinem Gipfel, bildet sich in dem des vorigen Jahres ein neuer Holzgürtel, der sich auswen— dig an den alten ansetzt, und ein neuer Rindengürtel, der inner— halb des vorigen sitzt. Diese zwei Zonen entstehen also beide in dem Zwischenraume zwischen dem Holz- und dem Rindenkborper— Welches ist ihr Ursprung? dieß ist die schwierige Frage, welche die meisten Anatomen und Physiologen beschäftigt hat; denn sie gehort diesen beiden Wissenschaften zugleich an. Was wir von dem Wachsthum der Stengel der Dikotyledonen in die Dicke sa— gen werden, gilt gleich wahr auch von ihren Wurzeln. Du Petit-Thouars), dem die Entstehungs weise der Zweige bei den Dracaena(eine Erscheinung, die wir bei Ge— ) Man sehe seine Essais sur la Végètation, 13. Mém., von 1805 bis 1810, seine Histoire d'un morceau de bois, 4815, u. s. 12 (pag. 203) (pag. 204) Gag. 205) 174 legenheit der Endogenen-Stengel anfübren werden) aufgefallen war, wandte seine Beobachtung mittelst der Analogie auf alle Stengel an, und schlug, indem er von der Idee, die uns sehr richtig scheint, ausging, daß sich der Bast nicht in Splint verwandle, eine eben so kühne als scharfsinnige Idee vom Ur— sprunge der Holzfasern vor. Er meinte nämlich, sie seyen die von oben nach unten laufende Verlängerung der sich eutwickeln— den Knospen oder Keime. Wenn man also auf das zurück— kommt, was ich von der Verlängerung der Stengel in Folge des Entstehens eines neuen Triebes an ihrer Spitze gesagt habe, so nimmt er an, daß gleichzeitig mit der Entwickelung des neuen Triebes die zu demselben gehörigen Fasern sich abwärts verlän— gern und durch ihre Vereinigung ein hölzernes Futteral bilden, welches sich zwischen das Holz und die Rinde des untern Baum— theiles hineinschiebt und dort eine neue über der alten liegende Holzschicht verursacht. Seiner Meinung nach ist eine Knospe oder ein Keim, der sich auf einem Baume entwickelt, von einem gewohnlichen Samen nicht wesentlich verschieden; der junge auf— steigende Trieb stellt das Blattfederchen(plumula) vor, das Mark vertritt die Stelle des Kotyledons, und die Holzfasern sind die Wurzeln der Knospe. Diese Wurzeln haben ebenfalls, wie die der Pflanze selbst, das Streben, abwärts zu steigen, und beim Hinabsteigen dringen sie durch den einzigen ihnen offen— stehenden Durchgang. Gegen diese Theorie sind zahlreiche Einwürfe gemacht wor— den: Erstlich hat man gesagt, man müßte in irgend einem Zeitpunkte des Lebens der Bäume diese Knospen-Wurzeln längs dem Holzkörper hinabsteigen sehen, ebenso wie man sie bei der Dracaena sehen soll. Um diesem Einwurf zu antworten, war Du Petit-Thouars gendthigt, anzunehmen, dieses Hinab— steigen geschehe mit solcher Geschwindigkeit, daß es unserer Wahr— nehmung entgehe; ja, er geht sogar so weit, es mit der der Electri— cität und des Lichtes zu vergleichen, und sagt, sie scheine gar keine Entfernung zu kennen). Zweitens hat man bei den ge— pfropften Bäumen bemerkt, daß das unterhalb des Pfropfreises befindliche Holz dem des Stammes(Wildlings, franz. sujet) Du Petit- Th., Ess. 2, p. 22. 0 . 10 a u leo Mule Aa del 1 ck ot daa, a d ue, af gage hach a hh Wag bende fu Beni ech ge kun abet! Hahchch dar mag Weöt We herselhe, Hen daß das g. n, ine Tun 0 ngen ch she un en fut ung z ft an Aae he: ! hach 0 Nhe Kite Neude Aude ) aufgefl da af „die uns fh ct in Eu Nee bon l „ sie sehen sh eutwicth uf das zul dengel in dig he gesagt hub, ung des nen wärts veilir itteral bilden untern Baum alten liegen eine Khoss lt, von einm der junge af lla) vor,. ie Holzfasen en ebenfalt, zu steigen, ihnen offen⸗ macht wor gend eilen zeln lange sie bei da vorten, wal ses Hine serer Wahl der Eleclt⸗ scheine ga hei den ge pftopfreist „ nz. zujel) 175 gleiche, das oberhalb befindliche aber dem des Pfropfreises; wenn man also einen Mandelbaum, dessen Holz gelb ist, auf einen Pflaumenbaum, der rothes Holz hat, pfropft, so ist der Stamm oberhalb der Pfropfstelle gelb, unterhalb derselben roth“); nun scheint es aber offenbar, daß, wenn das Holz durch die Knospen gebildet würde, dasselbe von oben bis unten, wenigstens auswendig, dem Holze des Pfropfreises gleich seyn sollte. Du Petit-Thouars erwiedert, die von der Knospe herabsteigende Holzfaser behalte die Beschaffenheit der Knospe bei, so lange sie bei ihrem Durch— gange durch den Bast dieses Pfropfreises von dem Safte dessel— ben ernährt werde; daß sie aber, wenn sie unter dem Bast des Wildlings ankomme, von diesem eine andere, ihre Beschaffenheit verändernde, Nahrung erhalte. Drittens fragt man sich bei die— ser Theorie, wie bilden sich die Rindenschichten, die doch zu gleicher Zeit mit den Holzschichten zu entstehen scheinen? Man kann aber antworten, sie haben den gleichen Ursprung wie die Holzschichten und stammen auch von der Knospe her. Viertens hat man beobachtet, daß wenn man die Knospen eines Platanen— oder Weiden-Zweigs abnimmt und den Zweig ins Wasser setzt, derselbe, vor der sichtbaren Bildung neuer Knospen, durch die Linsenkoörper, Wurzeln treibt, und man hat daraus geschlossen, daß das Entstehen der Wurzeln von dem der Knospen nicht ab— hänge. Du Petit-Thouars glaubt diesen Einwurf zu wider— legen, indem er bemerkt, daß es verborgene oder nachkommende Knospen(bourgeons adventifs) gebe, welche sich zu entwickeln anfangen und das Entstehen der Wurzeln verursachen. Fünftens endlich scheint mir folgender Versuch in dieser Sache zu entschei— den; wenn man in die Rinde eines Baumes einen kreisförmigen Einschnitt oder einen Zirkelschnitt macht, dergestalt, daß alle Ver— bindung zwischen dem obern und untern Theil aufgehoben wird, so folgt daraus natürlicherweise, daß, wenn die Knospen es sind, welche die Holzfasern erzeugen, nach Verlauf eines Jahres ober— halb des Schnittes eine Schicht mehr vorhanden seyn müßte als unterhalb desselben, und daß diese Schicht aus herabsteigenden ) Diese Wirkung ist selbst äußerlich sichtbar; so z. B., wenn man den gestreiften Ahorn(Acer striatum) auf dem glatten Ahorn(Acer Pseudoplatanus) pfropft, so bleibt der Unterschied zwischen beiden Rinden bis in's späteste Alter äußerlich bemerklich— (pag. 206) Gag. 207) 176 oder Längen⸗Fasern bestehen müßte; daß hingegen, wenn von der Höhe des Baumes nur die durch die Blätter verarbeitete Nah— rung herabsteigt, sowohl oberhalb als unterhalb des Einschnittes die gleiche Anzahl von Schichten vorkommen muß; allein die oberhalb befindliche Schicht wird besser genährt, und dicker, die unterhalb befindliche dagegen dünner und magerer seyn. Bei den exogenen Bäumen hat nun die Erfahrung) dieses letztere Resul⸗ tat geliefert und man ist daher, so scheint es mir, gezwungen, daraus zu schließen, daß die Holzschichten sich durch das Entste— hen von Fasern, die nicht von den Knospen herkommen, entwickeln. Indessen läugne ich, wie man sieht, keineswegs, daß nicht die Knospen, oder vielmehr die daraus entstehenden auf die Bildung des Holzes einigen Einfluß haben; allein dieß ist eine Wirkung, die mir rein physiologisch zu seyn scheint; sie verarbeiten den her— absteigenden Nahrungssaft und man begreift demnach, daß die Ernährung des jungen Holzes um so besser ausfällt, je mehr Knospen oder Blätter sich an dem obern Theile befinden. Wäh— rend also Du Petit-Thouars den Knospen das Entstehen der Fasern, sowie dem Splinte und Baste die Ernährung der— selben, zuschreibt, bin ich der Meinung, daß die Blätter die Nahrung erzeugen und daß die Fasern durch den Bast und den Splint hervorgebracht werden. Turpin““) hat Du Petit-Thouars's Meinung darin abgeändert, daß er zwei Klassen von Fasern annimmt, wovon die einen von den Luftknospen zu den Wurzeln herabgehen, während die andern aus den Wurzel-Enden entspringen und mit den vorigen in entgegengesetzter Richtung verlaufen; er glaubt, daß jedes dieser beiden Faser-Systeme sich so lange ver— längere, als das entgegengesetzte System kein Hinderniß in den Weg legt, und dieß soll, nach ihm, erklären, warum in dem eben angeführten Falle verschiedenartiger Pfropfung(Zreffe hé— —— téro- ) Dieser Versuch ist vielleicht nicht mit aller wünschenswerther Sorg— falt gemacht worden, und da er mir entweder für oder gegen die Theorie entscheidend zu seyn scheint, so ist zu wünschen, daß er wie— derholt werden möge. Ich wage es Herrn Du Petit-Thouars selbst, dessen Freimüthigkeit und Wahrheitsliebe so wohl bekannt sind, zu diesem Unternehmen aufzumuntern. *) Iconogr., p. 196. g fan sh. ned t bie e ein duch 0 bel hi fag sed, ae 0 aer zel kagge, chen s ic el ben d , o fd shunkte! ion det lb beid Hflirun ert mi Je, got i de Ri ige ale ale Ale E n se ih fache ale Ne ö d dan E ic de c Glen ac af gte ch, ig den R b nnen dune; en, wenn g arbeitete dh s Einschnst uß; allen ind dicker,) eyn. Veil letztere Ra „ gezwungr h das Ent en, entwic daß nicht f die Bld ine Wirkun eiten den h nach, daß! falt, e efinden. Ui das Entshhn nah run dy ie Vatter/ Bast und dn einung darin umt, wovor herabgehel, pringen un laufen; e. o lange be erniß in da rum in den (greffe he til. verthet Lal, ber gegen l. „ daß et ll t⸗Thouatt bekannt sal 177 térogéne) der untere Theil des Stammes sich selbst gleich ge— blieben sey. Allein bei dieser Theorie begreift man gar nicht, weder wie die Wurzeln aufsteigende Fasern, deren Daseyn durch nichts erwiesen ist, hervorbringen können, noch wie diese Fasern, von denen man vermuthet, daß sie aus den Wurzeln entstehen, beim Durchgang durch den Mittelstock so verschiedene Natur und Eigenschaften annehmen sollen. Obgleich alle übrigen Naturforscher unter einander wenig einig sind, so stimmen sie doch wenigstens darin überein, daß die neuen Holz- und Rindenlagen auf dem Berührungspunkte dieser zwei Systeme entstehen und daß die Erzeugung als in horizontaler, nicht in verticaler, Richtung vor sich gehend zu betrachten sey. Eine sehr einfache Thatsache beweist diese An— nahme; wenn man einen Baum, der in einer bestimmten Höhe auf einen andern gepfropft worden, der Länge nach durchschnei— det, so findet man, daß das Holz und die Rinde, vom Mit— telpunkte bis zum Umfang, unterhalb des Pfropfpunktes beide von der Beschaffenheit des Mutterstammes, und hingegen ober— halb beide von der Beschaffenheit des Pfropfreises sind. Zur Erklärung dieser Grund-Erscheinung sind drei Meinungen ge— äußert worden: es bringe nämlich entweder der Splint die Rinde, oder die Rinde den Splint hervor, oder aber der Splint und die Rinde erzeugten jedes für sich eine Schicht von einer der ihrigen gleichen Beschaffenheit. Die erste Meinung hat Hales allein behauptet, und zwar ohne sehr sprechende Beweis— gründe. Sie ist leicht dadurch widerlegt, daß alle Gewächse, wenn sie ihrer Rinde beraubt worden, so schwer sortleben. Auch sprechen alle Erfahrungen dagegen. Diejenige Meinung, nach welcher der Splint ein Erzeug— niß der Rinde seyn soll, läßt zweierlei Ansichten zu. Einige, an deren Spitze Malpighi steht, haben geglaubt, die innere Schicht des Bastes verwandle sich in Splint; andere haben, nach Grew's Beispiel, geglaubt, der Bast erzeuge den Splint, aber verwandle sich nicht in ihn. Ohne zwischen Malpighi und Grew zu entscheiden, hat Duhamel darauf aufmerksam gemacht, daß, wenn man ein Silberblech zwischen den Holz— und den Rindenkörper schiebt, dieses Blech nach einiger Zeit mit neuen Holzschichten überzogen sey, woraus er schloß, daß Decandolle's Organographie d. Gewächse. 12 (pag. 208) 178 die Bildung derselben von der Rinde herrühre und durch den nlalle schleimigen Stoff, der sich dazwischen befinde und den er Cam— 5 sü, bium genannt hat, hervorgebracht werde. Dieser, dem Anschein 0 fal nach, beweisende Versuch läßt noch einige zweifelhafte Punkte bac fel übrig, nämlich: 1) die Schwierigkeit, sich zu überzeugen, daß 1. fee das Silberblech wirklich zwischen das Holz und die Rinde gelegt lud t worden sey; und 2 die Möglichkeit, daß das Cambium vom 5g la ö Holze erzeugt worden und daß es in seiner ersten Zeit flüssig mf ffn (pag. 209) genug gewesen sey, um sich über das Silberblech zu ergießen hne des und, obgleich ursprünglich von innen herstammend, dasselbe aus— n Ei wendig zu überziehen. Duhamel, der diese Gründe zu zwei—. Mach feln fühlte, hat es nicht gewagt, förmliche Schlüsse zu ziehen; zehn! Mirbel, der seinen Versuch wiederholte, hat zuerst daraus ge— li, U schlossen, der Bast verwandle sich in Splint, und nachher hat uchheser er nur gesagt, der Bast theile sich in Holz und Rinde. Mu— 0 duch. stel, Knight, Du Petit-Thouars, Dutrochet u. A. ha⸗ Deen ben hingegen behauptet, der Bast verwandle sich keineswegs in hd Splint, und diese Meinung hat mir mit der Gesammtheit der abe Erfahrungen immer am besten übereinzustimmen geschienen. Zu deuef d dem gleichen Schluß ist auch Kieser durch die Betrachtung duzen der Verschiedenheit der Bast- und Splint-Gewebe gelangt. eh ge Die dritte Theorie, welche zu beweisen trachtet, daß der Ie der Splint die Holzlagen erzeuge und daß der Bast die Rindenlagen fee hervorbringe, ist zuerst von Mustel*) und später von Du- use trochet*) behauptet worden. Der Erstere hat sich damit i tler begnügt, die Meinung aufzustellen, der aufsteigende Nahrungs— 1 7 saft des Holzkörpers bilde eine Art Bast, der sich in Splint eg N verwandle, und der durch die Rinde hinabsteigende Saft bilde 1 eine Art Rindenbast, der sich in wahre Rinde verwandle; er 15 gründet seine Meinung zum Theil auf einen unrichtigen Satz: 0 daß sich nämlich im Innern des Markkanals Holzschichten bils 1 5 14 deten, woraus er denn schloß, daß sich eben so gut auch auss u 1 wendig am Holzkörper dergleichen erzeugen könnten. Die Unrich-⸗ fig, tigkeit der Mustel'schen Meinung, in Betreff der Verrichtung Aae in der beiden Arten von Nahrungssaft, scheint mir durch die oft 10 ln 0 0 1 0 15 le 1 10 9*) MusrxL, Traité veg. 1, S. 49. 4 *) DurnOchET, Mem. Mus. d'Hist. nat., vol. 7. 18 und durch y den er Can. N dem Anh elhafte Pull. erzeugen, hz e Rinde gal ambium g u geit fi 9 zu ergüfn „dasselbe alk ünde zu Jh se zu ziehen ist daraus g d nachher k Rinde. M. et u. J. f keines weg esammthel in geschienen e Bekrachluß gelangt. el, daß 05 Rindenlagen „bon Du⸗ sich dam e Nahrung h in Splut Saft bilde rwandle; 6 tigen Sah; chigen l. it auch ab Die Unit Verrichtung unh die af 179 wiederholte Beobachtung, daß die sich bildenden Holzlagen desto dicker sind, je leichter der herabsteigende Nahrungssaft Zutritt hat, hinreichend bewiesen zu seyn. Dutrochet hat in dieser Hinsicht seine Untersuchungen mit mehr Genauigkeit angestellt; er hat sie vorzüglich an den krautartigen Dikotyledonen gemacht, weil das dichte und feste Gewebe der holzigen Pflanzen seiner Meinung nach die Beobachtung erschwert. Er ist der Erste, der darauf aufmerksam gemacht hat, daß wir, unter der Benennung Zunahme des Durchmessers der Stämme, in der That zwei ver— schiedene Erscheinungen vereinigen, nämlich: das Wachsen oder die Ausdehnung der schon vorhandenen Lagen, welches er das Zunehmen an Breite nennt, und das Hinzukommen neuer Schichten, welches er das Zunehmen an Dicke nennt. Der Durchmesser kann bald durch diese beiden Erscheinungen zugleich, bald durch eine einzige für sich bestehende vermehrt werden. Diesem Beobachter zufolge geht die Erweiterung der schon vorhandenen Schichten theils im Rindensystem, theils im Cen— tralsystem vor, auf eine ähnliche Weise. Diese kann man, in Betreff der Rinde, im Herbste mit Leichtigkeit am Eeh ium vulgare), und, im Betreff des Holzkörpers, im Frühling an den jungen Trieben der Clematis vitalba beobachten. Bei jeder dieser beiden Pflanzen sieht man, wenn man sie in ver— schiedenen Höhen durchschneidet, um unmittelbar die Vergleichung der verschiedenen Alter zu erhalten, daß der wagrechte Durch— schnitt einer Schicht eine gewisse Anzahl Faserbündel zeigt, die durch senkrechte Lamellen von Zellgewebe, oder Markstrahlen, von einander geschieden sind; und daß diese Strahlen zu bestimmten Zeiten durch eine Reihe Fasern, die sich in ihrer Mitte bildet, in zwei Lamellen getheilt werde. Diese Reihe bildet, indem sie die zwei Lamellen allmählig trennt, zuerst eine Art Gehänge (festons) und dann zwei getrennte Markstrahlen; endlich ent— wickeln die Längs-Fasern-Bündel in ihrer Mitte neue Mark— strahlen, eben so wie diese auch neue Bündel von Längsfasern zulassen konnen. Diese Bildung ist es, welche erklärt, warum die am Rande liegenden Schichten des Holzkörpers weit mehr Markstrahlen haben, als die in der Mitte befindlichen, was man ) Durgock., Mem. Mus. 7, Taf. 15, Fig. 1 und 5. 12 (Pag. 210) (pag. 211) —— — —ñ——— — Gag. 212) 180 3. B. au dem Durchschnitte der Zweige von Quercus toz av) sehr leicht sehen kann. Aehnliche Erscheinungen gehen in der Rinde und im Holzkörper vor und machen das Wachsen der schon gebildeten Schichten begreiflich. Das Entstehen der primitiven und secundären Markstrahlen des Holzkörpers steht mit den Ecken des Markkanals, und die der Rindenstrahlen mit den an mehreren Rinden auswendig sichtbaren Furchen, in Zusammen— hang. Dieses Zunehmen der Schichten in der Breite hilft meh— rere Höhlen oder Lücken erklären, die sich in den Markhöhlen der Dikotyledonen, z. B. der Helianthus-Arten* einer großen Menge von Cichoraceen, u. a. m., bilden. Die Entstehung neuer Schichten, des Holzes sowohl, als der Rinde, ist, den Untersuchungen Dutrochet's zufolge, eine von der vorigen verschiedene Erscheinung. Es bilden sich zugleich eine Splint- und eine Rindenschicht, die blos neben einander liegen und zuerst das Ansehen einer bloßen Gallerte zeigen. Diese Gallerte aber ist keineswegs nur ein abgelagerter Saft, sondern ein schon Spuren von Organisation zeigender, und wie junges Gewebe aussehender Stoff**). Man erkennt das Daseyn dieser jungen Schicht sehr gut, wenn man im Frühling die Wurzeln des Dipsacus fullonum, des Eryngium campestre und anderer Pflanzen untersucht. Jede dieser Lagen zeigt ziemlich deutlich einen zelligen, das Mark vorstellenden, und einen faseri— gen Gürtel. Die zelligen Zonen einer jeden Schicht entwickeln sich im Frühjahr zuerst und alsdann stoßen sie aneinander; bald darauf entwickeln sich zwischen denselben die faserigen Zonen, und zwar eine holzige und eine rindenartige. So geht es jedes Jahr fort. Diese Entwickelung neuer Lagen, welche Dutrochet das Zunehmen an Dicke nennt, findet so lange statt, als das Leben der Pflanze dauert; das Zunehmen an Breite aber dauert in der Rinde solcher Bäume, die beständig eine gewisse Weichheit behal— ten, unbegrenzt fort; in den festen Theilen hingegen steht es frü— he still. Die krautartigen Gewächse, wie die Heli anthus— Arten, nehmen an Breite zu, so lange ihr Leben dauert, und dieses ) Man sehe Taf. 5, Fig. 5. 5%) Du PErrr-Tu., Obs. sur PAceroiss. de I'Heélianthus. *) MIRBB., Bull, philom., 1846, S. 167. 3 nk N U 0 0 cgi ub daß 10 bb hh l, ß d Me gel 195 u lg scgade den in ente fee, Jfegche sußkaz fie, ut he fal aache, Sie Mert A eher Er I Mae ug ube 14 Ae g olg git! 1 Might 1 n 0 U einen!, * hut, e 16 1, 2. , d. 5 ereus ton en gehen in 0 uchsen de t der print steht nit len mit den! in Zusamm Breite hilft Markhöhlen ) einer gu sowohl, als zufolge, den sich zunle neben einne rte zeigen. r Saft, sun und wie fag das Dasenn dn die Punzen N peSHTe 10 zeigt ziemt d einen faser icht eutwick inander; bah n Zonen, il s jedes Ju trochet!“ als das L dauert in!“ eichheit be n steht ei f lelianthu t, und diet us, 181 Z mehmen bewirkt jene erwähnten Höhlen. Dutrochet zweifelt, daß das Hinzukommen neuer Schichten bei den Dikotyledonen eine durchgängig vorkommende Erscheinung sey, und beruft sich darauf, daß diese Schichten in einigen ausdauernden Wurzeln, wie z. B. bei der Cichorie, u. a. nicht unterschieden seyen; allein es ist wahrscheinlicher, daß diese scheinbare Ausnahme nur daher rührt, daß die Faserzonen der Schichten durch eine sehr dünne Markzone getrennt sind. reer A irt Bon dem Stengel der Endogenen. er Vom Stengel im Allgemeinen. Im Allgemeinen betrachtet haben die Stengel der Endogenen folgende Kennzeichen mit einander gemein: 1) sie sind niemals aus zwei in entgegengesetzter Richtung wachsenden Körpern zusammen— gesetzt, sondern sie bieten eine einzige deutlich homogene Masse dar; 2 sie haben weder einen wahren Markkanal, noch deutliche Mark— strahlen; 3) ihre ältesten Fasern oder Schichten liegen am Um— fange, und die neuesten in der Mitte. Dem letzten Charakter zufolge habe ich ihnen den Namen gegeben, mit welchem ich sie bezeichne, und welcher andeutet, daß sie von innen her wachsen. Diese Merkmale sind weniger complizirt und etwas unbestimmter, als die der Exogenen; auch zeigen die Stengel der Endogenen we— niger Regelmäßigkeit als die der Exogenen. Um aller Verwir⸗ rung vorzubeugen, werden wir gendthigt seyn, sie einzeln zu beschreiben. Ohne Zweifel ist es diese Verschiedenheit der Formen, welche so lange Zeit hindurch verhindert hat, ihre allgemeinen Charaktere zu erkennen; man findet zwar in den Schriften Grew's) und Malpighi's“), und vorzüglich in Daubenton's Abhandlung über den Bau des Holzes***), richtige, allein zerstreute und unzusammenhängende Beobachtungen über die Verschiedenheiten, J Anat., S. 104, Taff, 5s. Taf. 18, Fig., Daf 0, 1 *) Anat., S. 6, Fig. 14. * Journ. Fourer., 1791, v. 3, S. 325. (Pag. 318) 00(pag. 214) 182 welche die Stengel verschiedener Endogenen darbieten; Linne scheint sie zwar geahnt zu haben, indem er einigen derselben die besondern Namen truncus, stipes, caudex und culmus gibt; allein Desfontaines ist es, dem die Wissenschaft wirk⸗ lich die ersten genauen und allgemeinen Begriffe verdankt, die sie uber diesen wichtigen Gegenstand erlangt hat; er war der erste, der, in seiner Abhandlung) über den Stamm der Monokoty— ledonen, verglichen mit dem der Dikotyledonen, die wesentlichen Punkte des allgemeinen Baues der Endogenen aufgefaßt, und durch diese schone Beobachtung den Anatomen eine vollig neue Bahn gedffnet hat. Mirbel und Du Petit-Thouars ha— ben gleichfalls merkwürdige Beobachtungen über den Bau der verschiedenen Familien dieser Klasse, und über ihre Art zu wach— sen, bekannt gemacht. §. 1. Stengel(tiges) der Palmen. Die Stengel der Palmen sind unter allen Endogenen die— jenigen, welche durch ihre hohe Gestalt und ihren sonderbaren Wachsthum am meisten Aufmerksamkeit erregt haben; man hat sie mit mehr Sorgfalt studirt, als die andern, und wir wer— den uns durch eine umständliche Beschreibung derselben in den folgenden Artikeln viele Wiederholungen ersparen. Der Stengel der Palmen ist gemeiniglich gerade, stark, einfach, regelmäßig cylindrisch und an seinem Gipfel mit einem Schopf von Blät— tern gekrönt, deren Zahl beinahe beständig ist“); schneidet man ihn quer durch, so sieht man, daß er nur aus zerstreuten Fa— sern besteht, unter welche sich ein dieselben unter einander ver— bindendes Zellgewebe mengt**). Auch bemerkt man schon beim ersten Anblicke, daß die Fasern des Umkreises dicht anein— ander gedrängt, von sehr starker Beschaffenheit, und offenbar älter sind, als die innern. Diese, im Gegentheil, stehen wei— ter aus einander(écartées), sind weich, mehr krautartig und von einem lockern und satzmehlartigen Zellgewebe umgeben. Jede ) Meém. de l'Institut, se. phys., et math., vol. 1, S. 478. *) Rheed. hort. Malab. S. 1, Taf. 1, 5, 9, und f. Man sehe Man- ius, Palm,, in Fol., fast alle Tafeln. e) Du C., Fl. fr., éd. 5, v. 1, Taf. 1, Fig. 9. Tun., Icon., Taf. 2, Fig. 5. MinB., Elém., Taf. 9, Fig. 2. Man sehe auch die 41 Tafel dieses Werkes. 9 ö 5 16 be 1anhefß madchen 3 uch b dem elk M sahst A al 0 15 che hee bid. Dr unn dab daz eile f geht h d . ud die fchudlt, bo sleget. d Jan dütfiptt fern der g. den geoßt Dutroch enger d. eb der E erhalb 1 dn Ele nf fen u, fag. Inn 6 fi 0 aft b r fen N shetha 0 c 0 fit de fuß ue 0 ern ue Zune 0 nel 1 ieten; Lin, 1 derselbe, und cult senschaft yy, dankt, def war der er er Monoltt ie wesentich gefaßt,. e völlig un, hou ars h den Bau d. Akt zu wit n. Udogenen g an sonderhn aben; n e und wir wwe selben in k. Der Steig „ krgelmaß F bon Bla hneidet man streuten dr inander de man schan dicht nel und offent stehen wie zutartig un geben. J 78. an sehe M 5 Icon., 0 e auch die! 183 Faser ist ein Bündel von Spiralgefäßen, gestreiften und punk— tirten Gefäßen, mit länglichtem Zellgewebe untermengt und von rundlichem Zellgewebe umgeben. Der Unterschied der Festigkeit zwischen dem Umfange und der Mitte ist immer bemerklich, zu— weilen selbst sehr auffallend; bei einigen Palmen ist der äußere Theil so hart, daß die Axt nicht in ihn eindringen kann, wäh— rend hingegen ihre Mitte aus einem lockern und schwammigen Gewebe besteht, welches von der Feuchtigkeit schnell angegriffen wird. Der Festigkeit und dem Alter nach stellt der Umkreis der Palmen das Holz unsrer Bäume vor, während dagegen ihr Inneres eine Art Splint ist. Diese beiden Organe stehen aber in umgekehrter Ordnung, wie wir sie bei den Exogenen zu sehen gewohnt sind. Aus diesem Central-Splint entspringen die Blät— ter und die Blüthen; es ist, mit einem Wort, immer der Mit— telpunkt, von welchem die Entwickelung aller Theile der Palmen aurgeht. Die jungen Blätter der jährlichen Triebe der Exoge— neu entspringen zwar auch innerhalb der ältesten, oder im In— nern der Knospen(bourgeons); allein wenn sich auch diese bei— den großen Klassen in dieser Rücksicht ähnlich sehen, wie es Dutrochet gezeigt hat, so unterscheiden sie sich doch um nichts weniger dadurch, daß die ganze übrige Entwickelung des Stam— mes der Exogenen durch das Hinzukommen neuer Holzschichten außerhalb der erstern geschieht, während hingegen das Zunehmen bei den Endogenen durch das Dazwischentreten(interposition) neuer Fasern, vorzüglich nach dem Mittelpunkte des Stammes hin, erfolgt. Vom Entstehen der Pflanzen an entwickelt sich eine erste Reihe von Blättern, welche mittelst einer Faser-Schicht an den Mittelstock befestigt sind; im zweiten Jahre entsteht im Innern dieser ersten Reihe eine zweite Blätterreihe, welche ebenfalls eine innerhalb der vorigen liegende Faser-Lage haben und durch ihre Entwickelung die erste Schicht auszudehnen streben. Ebenso geht es mit allen folgenden Schichten, bis zu dem Augenblick, wo die äußere Lage, die nun vermdge des Alters die Härte des vollkommenen Holzes erlangt hat, der Ausdehnung der in— nern Fasern nicht mehr nachgibt; alsdann wird die zuerst ge— bildete Zone fest und kann im folgenden Jahre nicht mehr an Dicke zunehmen; aus der gleichen Ursache erhärtet auch die (pag. 215) (pag. 216) Pag. 217) 184 zweite Zone und bildet oberhalb der ersten einen Ring; ebenso geht es mit allen folgenden, so daß der Stengel im eigentlich— sten Sinne des Wortes cylindrisch ist, und daß sein äußerer Theil aus nach außen gedrängtem vollkommenem Holz und sein innerer Theil aus noch nicht festgewordenen Fasern besteht. Man kann sich von dieser Entwickelungsart der Palmen ei— nen rohen Begriff machen, indem man sich die einzelnen Stücke eines Fernglases, wie sie sich auseinander schieben, vorstellt, oder indem man sich die Rinde eines exogenen Gewächses un— abhängig vom Holzkörper fortwachsend denkt Y); allein bei die— sen Gleichnissen, und selbst bei meiner Beschreibung, war ich, um mich verständlich zu machen, gendthigt, von Schichten zu sprechen, und doch sind diese Schichten, obgleich sie wirklich zu existiren scheinen, nicht immer deutlich genug, um wahrgenom— men zu werden. Aus dieser Beschreibung sieht man also, daß, wenn man die Schichten oder die Fasern des Querdurchschnit— tes einer Palme zählen könnte, die festgewordenen Lagen, der ganzen Länge des Baumes nach, mit dem Alter in Verhältniß stehen würden, und jeder Ring müßte ihrer eben so viele zeigen, als er Lebensjahre zählt; es ist uns aber unmdͤglich, sie zu un— terscheiden. Um das Alter einer Palme zu kennen, gibt es ein einfaches Mittel, nämlich, die Ringe zu zählen, welche öfters auswendig am Stamme bemerkbar sind**) und aus den Ueber— bleibseln der Blätter-Narben bestehen; allein mit der Zeit ver— schwinden diese Ringe und an den alten Bäumen kann man sie nicht mehr zählen. Da die jährliche Verlängerung bei jeder ) LISIIBOUDOISs(Mém, sur la struct. des Monocotylèd. 1823. Bo- tan. elem., p. 150) hat diese Metapher verfolgt, und sie zuletzt als etwas Wirkliches angesehen; allein er hat nicht bedacht, daß der Stamm der Palmen keineswegs der Rinde der Exogenen gleichge— stellt werden kann, da die aufsteigenden Säfte beständig in ihm und nie durch die Rinde aufsteigen. Die eben erwähnte, wohl be— kannte Thatsache beweist hinlänglich, daß dieser Stamm mehr dem Holzkörper als dem Rindenkörper unserer Bäume ähnlich ist. Die Verschiedenheit dieser beiden Arten von Körpern wird durch die Anatomte bestätigt; denn der Stamm der Palmen zeigt, ebenso wie der Holzkörper der Exogenen, Spiralgefäße und gestreifte und punk— tirte Gefäße. ) Rheed. Malab. 1, Taf. 9 5 fh 0 i lll denn un dn g Falte n le, d teig, Faalad he eig 00 Gan! bons, ile ahn, di bach 1 ech dn El , en e Ace zu Endo u fenen Nihieht Fiunchnir An dal n agen n Tebh⸗ 0 n inn ait g lch Aäplkt, 9 dal bal 0 fung el i dle Tun Hi A nen Ihn, pi ue, A dure Il he — us, Rig J Geh im eigen sein auß Holz and sh n beseht. er Palmen; nzelnen Et en, volseh havächses u lein bei h ig, war it Schichten ie wirklich wahrgente an also, uerdurchscht, n Lagen, in Peisih so hiele zg ich, sie zu u gibt es en welche often den leber er Zeit be nn man st g bei jeher d. 1825. 50 sie zuleßt icht, daß de nen gleich dig in ihn ute, wohl k am mehr den lich it. N. d durch l „ ebenso ll te und zun 185 Art sehr regelmäßig ist, so reicht schon die ganze Länge hin, um von dem Alter des Individuums eine ziemlich richtige Vor— stellung zu geben. Sollte wohl der Stamm der Palmen, wie Linné geglaubt hatte, und wie es die Stengel der Pisange(Musa) zu bewei— sen scheinen, etwas anderes seyn, als das von den verhärteten und stehenbleibenden Blattstielen der alten Blätter wie von einer Scheide eingefaßte Blattstiel-Bündel der gegenwärtig vorhande— nen Blätter? In dieser Betrachtung hatte man ihm die Namen frons, welcher Blatt, oder stipes, welcher Stütze bedeutet, gegeben. Diese Vermuthung mag bequem seyn, wenn man sie als Gleichniß oder als Metapher betrachtet, allein als Ausdruck der Wirklichkeit kann man ihr keine Folge geben. Der Stengel der Palmen ist, wie ich es so eben erklärt habe, ein Cylinder, dessen Dicke für jede Art durch die Zeit, welche zur Verhärtung einer Schicht vom ersten Augenblick ih— rer Entwickelung an erforderlich ist, bestimmt wird, und welcher an seinem Ende unbegrenzt in die Höhe wächst. Bisweilen geschieht es, daß der Stamm hin und wieder der Quere nach Einschnürungen oder Auftreibungen zeigt). Diese Anomalien rühren daher, daß der Baum, in irgend einem Zeitpunkte, ei— nen trägern oder kräftigern Wachsthum gehabt haben wird. In den Treibhäusern des Jardin des Plantes von Paris befindet sich ein Cycas(ein rücksichtlich der Structur des Stammes den Palmen ähulicher Baum), der in der Mitte seiner Länge eine sehr deutliche Einschnürung hat, welche auf den Zeitpunkt zu— rückweist, da derselbe von Isle de France nach Paris herüber— gebracht worden ist. Während dieser Verpflanzung hat er wenig Nahrung erhalten und die äußern Fasern sind erhärtet, ehe sie ihre völlige Dicke erreicht hatten. Dergleichen Einschnürungen konnen bei den Exogenen niemals statt finden. Dagegen können die Palmen und andern Endogenen niemals Seiten-Auswüchse zeigen, weil alle ihre Fasern der Länge nach laufen und weil die äußern, schon verhärteten, um die jüngsten herum eine Art Futteral bilden. Wir haben weiter oben gesehen, daß, wenn die exogenen ) MIBB., Elem., Taf. 1, Fig. 1, C 0. (pag. 218) 11 14 0 0 . 0 11000 10% 0 9 1 110 11 e 1 ii 10 U (pag. 210) 186 Bäume mit einem Tau oder einer Schlingpflanze umwunden sind, sie sich zuletzt, vermöge ihres Wachsthums in die Dicke, selbst erwürgen. Da der Durchmesser der Palmen nur in ihrer ersten Jugend zunimmt, so sind sie offenbar während der übrigen Zeit ihrer Dauer vor jenem Zufall gesichert; dieß erklärt die auf der vierten Tafel vorgestellte Erscheinung eines Palmbaums, der eine große Höhe erreicht hatte, obgleich er von einer Bau— hinia umgeben war, deren Zweige, indem sie untereinander verwuchsen, ihn in ein unregelmäßig unterbrochenes Futteral ein— geschlossen, die cylindrische Gestalt des Stammes aber durchaus nicht verändert hatten). Dieser ganze Verein geradliniger Fasern, von dem ich ge— sprochen habe, ist mit einer Zone von Zellgewebe umgeben, die man mit der zelligen Hülle der Exogenen vergleichen kann, welche indessen aber doch bemerkenswerthe Verschiedenheiten zeigt: erstlich findet man unter dieser Hülle nichts, was die Rindenlagen vorstellt; zweitens sieht man unter derselben, bei den Palmen wenigstens, durchaus keine holzige Lage und es ist sehr zweifelhaft, ob sich dergleichen bilden, selbst bei der geringen Menge von Palmen, die sich verästeln; drittens endlich behält diese Hülle, da sie durch die Zunahme des Stammes gar nicht über einen gewissen Punkt hinaus erweitert wird, viel länger ihre Dicke und ihre Gestalt; gewöhnlich ist sie ziemlich dünn und kann bei den Palmen zu gar keiner Zeit vom Stamme abgeldst werden; auch bemerkt man darin niemals, so wenig als im Stamme, ir— gend eine Spur von Markstrahlen. Vergleicht man das Wachsen der Palmenstämme mit dem der exogenen Bäume, so sieht man einestheils, daß das Zunehmen an Länge in beiden Fällen durch die Entwickelung einer den schon vorhandenen Stamm verlängernden Endknospe erfolgt; dann aber, daß das Zunehmen au Durchmesser bis zu einem bei jeder Art be— stimmten Alter theils durch die Erweiterung eines jeden Faser— bündels mittelst eines sich dazwischensetzenden, entweder faserigen oder zelligen Gewebes, theils durch die Entwickelung neuer Bündel um den Mittelpunkt des Baumes herum statt finden kann. ) Man sehe die gleiche Erscheinung, in senkrechter Richtung darge— stellt von Tonxeix, Iconogr., Taf. 3, Fig. 7. Je u M det gen fenen 1 Nel ee; ssdess eu, Ne! At, we; helle De! ig in echtegun eit wodet Me wd ich! Du et sohldon en Leben bungen cmi, Ihn Eten In füt! sultsez. % St Du K 9 ee de Alt m. Ilten. pied lacht y ben Re size Umpun in die dic u nur in ih, end der dig ieß erllin b Palmbau on einer Ba untereinag s Futteral h aber durch dem ich g umgeben,) leichen kay schiedenheh chte, wat! rselben, bn und es jf ei der gan endlich kel es gar uit fel langer il. un und kaut lost werden, tamme, i. me mit den as Zunehmen jer den schn dann fbi, jeder Mt l jeden Fun der fasengh jeuer Bünde kaun. ictung hic 187 Was wir so eben vom Stengel der Palmen gesagt haben, gilt, mit sehr leichten Abänderungen, auch von den Stengeln der Cy— cadeen, der nicht ästigen Asparageen, der baumartigen Liliaceen u. a. m. Allein um der größern Deutlichkeit willen wollen wir diese verschiedenen Stengelarten einzeln durchgehen. Die kleine Zahl derjenigen Palmen, die wie die Rotangs(Calamus) ei⸗ nen knotigen Stamm haben, nähern sich gänzlich den Halmen der Gramineen und wir werden dort von ihnen sprechen. Die Stämme der Palmen sind fast immer einfach und ohne Aeste; indessen findet man bei einigen Arten, entweder zufällig, oder, wie man bei einigen Dattelpalmen sieht, regelmäßig, Aeste, wie z. B. bei dem Doum von Thebe(Cucifera The- baica, Delile; Hyphaene coriacea, Gaertner), der sich beständig in mehrmals gabelförmig gespaltene Aeste theilt. Die Verzweigungsart der Palmen ist noch nicht mit Genauigkeit stu⸗ dirt worden und verdient die ganze Aufmerksamkeit der in den Palmen⸗Ländern lebenden Naturforscher“). Nach dem Wenigen, was ich an andern Bäumen gesehen habe, bin ich geneigt, mit Du Petit⸗Thouars zu glauben, daß alle Blätter der Mono— kotyledonen ebenso wie die der Dikotyledonen in ihrer Achsel ei— nen Lebens-Punkt(point vital), oder eine verborgene Knospe (bourgeon latent) besitzen, und daß diese Knospe sich nur dann entwickelt, wenn irgend ein Hinderniß in dem Wachsthum des obern, Stengelendes sich dem Laufe des Nahrungssaftes in den Weg stellt und folglich verursacht, daß derselbe in großer Menge zurückfließt. §. 2. Stengel der Liliaceen, Asparageen, Panda— F Der Kürze wegen nehme ich hier den Ausdruck Liliaceen ) Die Verbreitung der Civilisation und der Kenntnisse über die ganze Welt muß binnen Kurzem große Fortschritte der Naturgeschichte be— wirken. Alle Gegenstände, welche die Reisenden nur im Vorüber— gehen sehen konnten, werden von bleibenden Beobachtern untersucht werden. Besonders möchte ich alle diejenigen, welche in Palmen— ländern leben, auffordern, an diesen Bäumen alle jene Versuche zu wiederholen, welche bisher an den dikotyledonischen Bäumen ge— macht worden sind, und uns die abweichenden oder übereinstimmen— den Resultate, die sie werden erhalten haben, mitzutheilen. (pag. 220) 9 188 in dem ganz weiten Sinne, den ihm Tournefort beilegte. Wenn der Stengel dieser Pflanzen einfach ist, wie zum Bei— (sag. 25) spiel bei der Vucca oder der Dracaena umb raculifera, so unterscheidet er sich, sowohl rücksichtlich seiner Gestalt, als seiner Entwickelungsart, sehr wenig von dem der Palmen. Er ist ebenfalls cylindrisch und entweder mit den Ueberbleibseln der N N Blätter, oder mit einer zelligen Zone umgeben; er besteht aus 6 Faser⸗Bündeln, die gegen den Rand hin dichter, im Mittel— 9 00 punkte lockerer, und immer mit einem Zellgewebe umgeben sind, 1 welches die Stelle des Markes zu vertreten scheint. Nach Ver— 10 1 lauf einer bestimmten, gegebenen Zeit nimmt er nicht mehr an 1060 Dicke zu. Die Liliaceen mit ästigem Stengel zeigen aber be— sondere Erscheinungen: die einen, wie die eigentlichen Spargel— Arten, nehmen, ob ste gleich sehr ästig sind, nach ihrer ersten . Entwickelung nicht mehr an Dicke zu; die andern, wie die 10 Dracaena draco, nehmen, während dem, daß sie sich ver— zweigen, auch an Dicke sehr zu. Du Petit-Thouars hat beobachtet“), daß, wenn die Dracaena Aeste treiben, jeder derselben von seinem Entstehen an Fasern treibt, die sich, wie er sagt, zwischen die zellige Zone und den Holkzkörper setzen und daselbst eine Art Ausbreitung bilden, ähnlich derjenigen, die beim Pfropfen der Dikotyledonen statt findet; daß diejeni— 1 gen dieser Fasern, welche sich unten befinden, abwärts zu stei— . gen streben und daß die nach oben gerichteten sich ebenfalls bald zurückbiegen und wie die vorigen hinabsteigen; woraus er schloß, daß es die von diesen Knospen herabsteigenden Fasern seyen, welche die Durchmessers-Zunahme des Stammes bewirk— ten. Diese sehr merkwürdige Thatsache ist unglücklicher Weise für die europäischen Beobachter nicht leicht zu untersuchen und bleibt in unsern Augen noch isolirt, zumal wenn wir bedenken, daß die Asparageen unserer Klimate nichts ähnliches darbieten. Die Pandaneen, deren Verzweigungen und deren Wachs— thum mit den Asparageen so viel Aehnlichkeiten haben, ha— ben mir eine Erscheinung dargeboten, welche vielleicht mit der 9 letztgedachten einige Aehnlichkeit hat; vor meinen Augen liegt ein Stück von einem Pandanus Stamme, an welchem (pag. 222) *) Essais sur la Végétation, 1, S. 1. 10 l 10 6 be gd i6 gehe cht dad n de anon dd fn 0 sblbe 0 fiel, Stam et an, 9 shuacen, gen A ei Die Ennmmes Pede sick, w Bein et man es ic aufg chelug Habicht Mamu daun au, u Mol. Dibcheen api ß dalen en e 6 fare fen seht fh, vun dan se! cope — en n left lg, die zum d, nbraculisen fer Gescal, 10 er Palmen 6 ubablebsag, er besch a ler, in N 0 umgehen sn, Nint. Nh; er nicht mehr l zeigen ahn tlichen Ehn nach ihre kin andern, pe daß sie sch : Thouatz se treiben, t, die sch, y Holzkörper e nlich dera et; daß ihn abwaug zu f en sich chef gen; walk! eigenden dun tammes ben fächer Le. untersuchen ur mir bedenfe, ches dalle p deren Mache n haben,. eich mit de Agen lig 1 welchen 189 man den Ursprung eines Astes sieht). Der Stamm zeigt, wie es bei den Endogenen gewöhnlich ist, eine Masse von Längs-Fasern; der Anfang des querdurchschnittenen Astes zeigt das gleiche Ansehen; allein die Verbindung der beiden Körper scheint dadurch zu geschehen, daß die Fasern des Astes senk— recht in den Stamm eindringen, ohne mit den Längs-Fasern zu anastomosiren, und indem sie dieselben in einem rechten Winkel schneiden, so daß dadurch eine Art von durchkreuztem Netz gebildet wird. Um der Ansicht Du Petit-Thougr's zu folgen, habe ich gesagt, daß die Fasern des Astes in den Stamm eindringen; vielleicht aber hätte ich besser gethan, zu sagen, daß gewisse Fasern des Stammes von ihrer Richtung abweichen, durch die senkrechten Bündel durchgehen und in den Ast eindringen. Diese Vermuthung scheint durch die Untersuchung des Stammes der Lanthorhoea hastilis) gerechtfertigt zu werden; ich besitze von diesem sonderbaren Gewächse ein Stamm— stück, welches Gaudichaud aus Neuholland mitgebracht hat. Beim ersten Aublick seines senkrechten Durchschnittes möchte man es vollig für dikotyledonisch halten, und in der That habe ich anfangs gefürchtet, es möchte mit der Etiquette eine Ver— wechslung vorgegangen seyn; allein einerseits erinnert sich Gaudichaud, dessen Pünktlichkeit bekannt ist, deutlich der Abstammung dieses Stückes, und anderseits erkennt man daran einen Bau, der, wenn er auch der gewöhnlichen Beschaffenheit der Monokotyledonen nicht ganz entspricht, doch von der der Dikotyledonen noch mehr abweicht. Dieses auf Tafel 7 und 8 gegenwärtigen Werkes vorgestellte Stück zeigt eine sehr dicke mit vielen Furchen durchzogene zellige Zone, die derjenigen einer Exogenen vollkommen ähnlich ist; der Holzkörper besteht erstens aus senkrechten, etwas lockern, denen der Palmen- und Vucca— Arten sehr ähnlichen Fasern; zweitens aus andern Fasern, welche, vom Mittelpunkte ausgehend, alle vorigen durchkreuzen, indem sie dieselben in ungefähr geradem Winkel durchschneiden, und welche sich in Gestalt sehr feiner Striche selbst durch die zellige *) Man sehe Taf. 6. * Man sehe Taf. 7 und 8. (Pag. 223) — p ̃ p — 2— p———ů—ů—— (pag. 22 4) 190 Zone hindurch verlängern; diese horizontalen Fasern scheinen ihrer Lage nach Markstrahlen zu seyn, allein sie unterscheiden sich von ihnen durch ihre Beschaffenheit; es sind nicht verticale Lamellen, sondern Fasern, die gewöhnlich zu zwei oder drei zusammen ver— einigt sind. Sollten dieß wohl die Fasern seyn, welche, da sie die Blätter erzeugen, von dem Mittelpunkte ausgingen, sich nach den blattartigen Organen hin wendeten und so in den Stamm, während er sich vergrößert, gleichsam eingefaßt worden wären? Diese Vermuthung möchte durch die Betrachtung, daß die Blät— ter der Nanthorhoea sehr zahlreich sind und nicht nur am Ende der Zweige, sondern ihrer ganzen Länge nach stehen, ge— rechtfertigt scheinen. Ich darf aber auf dieses sonderbare Ge— wächs nicht zu viel Gewicht legen, weil ich nicht Gelegenheit gehabt habe, es lebendig zu sehen, und beschränke mich darauf, die Naturforscher, denen letzteres gestattet seyn wird, aufzu— fordern, daß sie es rücksichtlich seines Baues und seiner Entwicke— lung sorgfältig untersuchen mögen. Der ganze Stamm dieses Baumes und sein ganzer Rinden-Theil sind von einem roth-brau— nen Stoff durchdrungen, welcher wahres Drachenblut zu seyn scheint, dem ähnlich, welches man aus der Dracaena Draco auszieht). ) Ich füge hier die Abschrift einer Note bei, welche Herr Viguet, Chemiker und Apotheker in Genf, mir gütigst mitgetheilt hat, und welche die nähern Umstände über die in der Rinde der Nanthor— ho ea enthaltene harzige Substanz enthält. „Das dem Herrn Professor De Candolle zugeschickte Stamm— stück ist nicht nur der eigenthümlichen Vertheilung seiner Fasern we— gen, sondern auch wegen eines harzigen Stoffs, der seine Rinde durchdringt, und der die zahlreichen Risse, die in derselben befindlich sind, ausfüllt, merkwürdig. „Dieser Stoff ist von einer schönen rothbraunen Farbe, in dünnen Stücken halbdurchscheinend, von glänzendem Bruch, im kalten Zu— stande geruchlos; von adstringirendem, etwas aromatlschem Ge— schmack. Erwärmt schmilzt er und brennt, wobei er vielen Rauch und einen schwachen Geruch nach Benzös verbreitet. „Das Wasser, die fetten Dele und das Terpenthinöl äußern auf ihn gar keine Wirkung. „Der Alkohol von 539 löst ihn vollkommen auf, und durch Verdun— sten erhält man einen Lack von schöner rother, in's Gelbe spielender, Farbe. ———— 9 Et saaclel, . 1 fade * „Mit feli, Hadrochll glbek fat „A ll ber fa dle f male „Ale. d sachenom ghet, belles D. klecht den een! schafft! fit ge listen 0 gl i elne. ehe! g S „Mel, I eic 10 c bre n li Pt c Pt ee dun Fun feen gige sher nig I 0 ages 9 acht ed hon file hen fachen 191 sheine Der Stengel der Liliaceen, der, bei der Vracaena und Vucea 105 schnn betrachtet, von dem der Palmen fast gar nicht abweicht, und l kunt sich bis zu der Höhe eines Baumes oder eines Strauches erhebt, isammen z zeigt bei andern Arten ein ganz verschiedenes Aussehen; so ist der velche, da 1 sih nt„Mit Kalk vermengt, nimmt er die Eigenschaft an, im Wasser den Stau auflöslich zu seyn, und durch Sättigung mit Kalk erhält man mittelst 0 rden wal Hydrochlorin-Säure(Salzsäure) einen Nlederschlag von glänzend gelber Farbe. „Die concentrirte Salpetersäure wirkt sehr stark auf dieses Harz, und verwandelt es theils in Kohle, theils in eine dunkelbraune Sub— daß die ah licht nur ay ) stehen, zn stanz, die im Wasser auflöslich und dem künstlich bereiteten Gerbe— derbare. stoff analog ist; es entwikelt sich ferner etwas Benzoesäure. Gelegen„Alle diese Eigenschaften, die Unauflöslichkeit im Terpenthinöl ausgenommen, sind die des Drachenblutes; allein, da es äußerst schwer, wenn nicht gar unmöglich, ist, sich im Handel vollkommen reines Drachenblut zu verschaffen, so glaube ich, daß man mit Un— mich dara wird, aufe ner Ent recht dem Drachenblut die Auflöslichkeit im Terpenthinöl beige— dtamm de messen hat. Denn alle Proben dieser Substanz, die ich mir ver— em roter schafft habe, um vergleichende Versuche damit anzustellen, haben fur 1 mir gezeigt, daß sie sich in dieser Flüssigkeit um desto weniger auf— g lösten, je schöner ihre Qualität war, und dasjenige Stück, welches Dracaen, von allen unläugbar das schönste war, besaß diese Auflöslichkeit nur in einem fast unmerklichen Grade. Diesen Betrachtungen zufolge nehme ich keinen Anstand, zu behaupten, daß die untersuchte Sub- Cas. 225) stanz Drachenblut von der schönsten Art sey.“ „Meines Wissens hat man bisher nur vier Bäume angegeben, die das Drachenblut liefern. „1) Calamus rotang, L., dessen Früchte diesen Stoff ausschwitzen. „2) Dracæna Draco, L., deren Rinde ihn durch ihre Risse durch— sickern läßt. 5 „5) Pterocarpus santalinus, L., l Viguet, alt hat, und Nanth or Ete Stamm r Fasern lle seine Ribe tesnnle ere deo, I., en hesind „Diese beiden letztern erzeugen ihn durch Einschnitte, die man in den Baum macht, und liefern ein geringeres Drachenblut, als die In dünnel 7 1 5 8 5 2712 5 Fin dum beiben andern Pflanzen; übrlgens gehören sie zur Familie der Le— n kalten. gunimosen, zu welcher das hier in Rede stehende Stammstück atschem g. sicher nicht gehört. pilen Rut„Aus dem Vorhergehenden kann man schließen, daß das Stück, 155 welches den Stoff geliefert hat, der den Gegenstand dieser Note ol außel ausmacht, ein Stück von Dracena Draco, oder eines Bau— mes von einer sehr verwandten Art sey, und den man in diesem uch Verdun Falle den vier bisher bekannten Arten, die 9 Drachenblut liefern, e spielende⸗ beizählen müßte.“ Gag 225) Stengel der Aloe Arten, des (pag. 226) 192 Anthericum frutescens u. m. a. von holziger Beschaffenheit, erreicht aber eine geringere Größe als die vorigen und bildet kleine Gesträuche oder Halb— sträucher. Bei den Smilaceen, den Dioscoreen und mehreren Asparageen ist der Stengel sehr verlängert, aber schlank und mehr oder weniger schlingend, ohne jedoch von den vorigen anders verschieden zu seyn, als es die kletternden Win den(Convolvulus) von den strauchartigen sind. Bei andern, wie z. B. bei der Lilie, der Kaiserkrone, der Ananas u. s. f., bleibt der Stengel krautartig, cylindrisch, ziemlich lang, gerade, stark, und unterscheidet sich von den holzigen Stengeln, die wir so eben angeführt haben, nur durch seine Consistenz, d. h. ungefähr so, wie sich die krautartigen Leguminosen von den baumartigen unterscheiden. In allen diesen Fällen ist der Sten— gel ein deutlich zu erkennendes Organ, welches, wenn es aus— dauernd ist, sich in eine einzige Knospe endigt, die um so dicker ist, je weniger der Stengel Aeste hat. Bei einigen Arten aber, die man Zwiebel-Gewächse nennt, ist der Stengel sehr kurz, besteht blos aus einer kreisförmigen Scheibe, die unter der Erde verborgen liegt und von den stehenbleibenden Schuppen der End-Knospe gleichsam umgeben ist; dieß sieht man an der Tulpe, der Hyacinthe, dem Knoblauch u. a. m. Man trifft zwischen den eben angeführten baumartigen Stengeln und den unterirdischen Stengeln der Zwiebeln alle Mittelgrade der Länge an; so gibt es unter den Crinum-Arten einige mit länglichten, einen Fuß hoch und höher über die Erde herausragenden, und andere mit kurzen, unter der Erde versteck— ten Stengeln. Unter den Laucharten, welche größtentheils eine kurze und unscheinbare Zwiebel-Scheibe haben, gibt es jedoch einige Arten, wo diese Scheibe, ob sie gleich unter dem Boden bleibt, das Aussehen eines wahren Stengels annimmt; wie z. B. beim Allium es Diese letzte Entwickelungsart des Stengels ist bei den Jrideen, den Amomeen, den Aco— rus- Arten) u. ma. häufig, und er hat hier den Namen Rhizoma(Wurzelstock) erhalten, um anzudeuten, daß er einer Wurzel gleiche, weil er unter dem Boden liegt. Allein die⸗ Enes Cemns. ) Schkuhr Handb., Taf. 97.. d zen Aa d gn bben de aan faggen shllchen ga, bahn c ustelt 55 U e U B 0 eh 9 Mich ih di Engl! cken zu usbstze be ener ite 5 Jae Enel 0 Man chlndriche if eine Bl smssche Ale, wenn Mage lite A m 5 eden med A n Ee ee, A i der w egen e di e sch Sage fee Rh 0 1 ge, — ur, f holes; krutesgen, eine geliggy che oder 00 scoreen i erlangen, g, jedoch don! eternden Ui. d. Bei aden er Ang zierlich la gen Stengh ne Consistn nosen von h. ist der St wenn es g „ die une einigen Un k der Cu Scheibe, ehenbleibende 7 dieß it o hlauch! haumartige wiebeln al num-A ber die Ei erde verstek entheils eil pt es jedch dem Bohn umt; wie vickelungsgl „den Abe den Nan en, daß! egt. Ala die 193 dieses Rhizoma ist der wahre unter der Erde verborgen bleibende Stengel, aus dessen unterem Ende die wahren Wurzeln, und aus dem obern die Blätter und jährlichen Triebe entspringen; diese letztern tragen die Blüthen und öfters Blätter; man kann sie mit den jährlichen Stengeln der ausdauernden Dikotyledonen verglei— chen, während hingegen das Rhizoma den ausdauernden Wurzel— stock vorstellt, der, bei den Astern, den Klatschrosen (Paeonia), und überhaupt bei den ausdauernden Dikotyledonen, unter dem Boden oder an der Oberfläche desselben ausdauert, und jedes Jahr neue Blüthen-Triebe(Sproßen) hervorbringt. Obgleich ich dieser Erscheinungen schon erwähnt habe, als ich von den Stengelu im Allgemeinen sprach, so glaubte ich sie doch hier wiederholen zu müssen, theils um zu zeigen, daß die gleichen Grundsätze bei allen Stengeln der Liliaceen, wie verschieden auch immer ihre Formen seyn mögen, anzuwenden sind, theils um so eine Einleitung zum folgenden Artikel zu macheu. §. 3. Stengel der Pisange(Musa). Man pflegt bei den Pisangen mit dem Namen Stengel den cylindrischen Körper zu bezeichnen, der die Blätter trägt und sich in eine Blüthentraube endigt, und man faßt in dem Namen Wurzel sämmtliche unterirdische Theile ohne Unterschied zusammen. Allein, wenn man diese Organe untersucht und sich dabei von der Analogie leiten läßt, so wird man bald erkennen, daß erstens der unter dem Boden verborgene Theil aus wahren Wurzeln und einem ausdauernden Rhizoma besteht; und daß, zweitens, der über der Erde aufrecht stehende, jedesmal nach dem Blühen ab— sterbende, Theil eine Art falschen Stengels ist, der durch die mehr oder weniger mit einander verwachsenen, den Blüthenstiel umgebenden und mit ihm verwachsenen Blattstielscheiden gebildet wird*). Diese Scheiden sind gleichsam die Stiele der Blätter und lassen sich von einander absondern, so daß man ihre wahre Beschaffenheit ziemlich gut erkennen kann. Sie bilden ineinander— steckende Röhren von fast cylindrischer Form, deren Querdurch— schnitt man sieht, wenn man den Blüthenstengel wagrecht durch— schneidet. Ein analoger Bau scheint, obgleich weniger deutlich, ) Tun., Iconogr., Taf. 3, Fig. 4. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 13 (pag. 227) (pag. 228) 194 bei den meisten Scitamineen statt zu finden, und vielleicht verhält es sich ebenso mit mehrern andern Endogenen, bei denen man ebenfalls einen ausdauernden Theil, der, welches auch immer seine Stelle seyn mag, der wahre Stengel ist, und einen Blüthentheil von begrenzter Dauer unterscheidet. Der wahre Stengel und die durch die Blumenstiele und das untere Ende der Blätter gebildeten Organe sind bei gewissen Gattungen dieser Klasse sehr schwer mit Bestimmtheit zu unterscheiden. §. 4. Stengel der Gramineen. Die Botaniker pflegen den Stengel der Gramineen mit dem besondern Namen Halm(eulmus, franz. chaume) zu bezeichnen, und in der That verdiente er in dem alten Nomenklatur-System der Organe, wo man alle ihre Abänderungen mit eigenen Namen bezeichnen wollte, wohl eine besondere Benennung; allein die zahllose Menge dieser Abänderungen macht, daß man diese Me— thode, die den großen Uebelstand hat, unter verschiedenartigen Namen die wirklichen Aehnlichkeiten der Organe zu verstecken, allmählig verläßt. Der Halm) unterscheidet sich von den andern endogenen Stengeln dadurch, daß sich am Ursprunge eines jeden Blattes ein Knoten, oder ein Geflechte von sehr zahlreichen und sehr dicht gedrängten Fasern befindet; in dem ganzen Theil des Stengels, der von einem Knoten zum andern geht, d. h. in den Zwischen— knoten(internodium), sind die Fasern parallel senkrecht und wei— chen unter keinerlei Umständen von dieser Richtung ab; auch entstehen in diesem Zwischenraume weder Blätter, noch Zweige, noch Wurzeln; in den Knoten hingegen ist die Mittelhöhle vom Zellgewebe eingenommen und dadurch unterbrochen, die Fasern durchkreuzen sich in wagrechter Richtung; aus ihnen entspringt ein scheidenförmiges Blatt, in dessen Achsel sich immer eine Knospe (bourgeon) befindet, welche, je nach den Umständen, sich ent— wickelt oder nicht. Aus diesem Knoten entspringen die Adventiv— wurzeln(racines adventives), die sich bei den Gramineen ent— wickeln, wenn ihre Stengel oder untern Zweige auf dem Boden niederliegen, oder unter demselben verborgen sind, wie z. B. bei ) Tun., Ieęnogr., Taf. 4, Fig. 5. 0 W fen! 10 1 fit 1 und n a n f 0 seibek, N Ent gschedenen, 0 n ie 0 Ja fin uus ein gc, d ele nt 11 n ian f sader stehe ede Aue feen vor ab die da, Venn ft 50h 0 t der dun 0 Joche Wan ein Mag hat; ht oft z ulbosum e htc 10 ah fut d gg 05 ens ela dati cer g f det de 9 schwel e f. feleicht eth bei denen n uch immer fi en Blühen Stengel un latter geblgz sehr schwe r l. nineen mit h 1 bezeichm flatur⸗ Sy igenen Naf, ng; allein man diese/ Ischiedennen e zu vessch, dern endgg jeden Bla und sehr dt des Stengel n Zwische⸗ recht und u ng ab; at noch Zu ittelhöhle l u, die dt gen erntspui er eine aun den, sich k die Mee ramineen!““ if dem Baß wie z. B. 195 den Quecken(Priticum repens, und Panicum dactylon), wo sich die untern Zweige horizontal unter dem Boden fort— erstrecken und gemeiniglich den Namen der Wurzeln führen. Es ist sogar häufig, daß bei den Gramineen mit geraden Stengeln die untern Knoten der Erde so nahe liegen, daß sie öfters Wur— zeln treiben, Die Entfernung zwischen den Knoten ist, nicht nur bei den verschiedenen Grasarten unter einander verglichen, sondern selbst bei den Individuen der gleichen Art, und bei den Knoten des glei— chen Individuums, sehr veränderlich; sie stehen im Allgemeinen weiter aus einander, wenn die Stengel in einem fruchtbaren Boden wachsen, und man sieht sie auf dem gleichen Stengel am untern Theile mehr genähert und am obern weiter von einander stehen. Man kann ferner noch bemerken, daß, je näher die Knoten an einander stehen, desto leichter sich die in der Achsel ihres Blattes stehende Knospe entwickelt; daher kommt es, daß sich die Gra— mineen vorzüglich am untern Theile ihrer Stengel verzweigen, was die Landwirthe sich bestäuden(taller) nennen. Wenn die untern Internodien sehr kurz sind, so geschieht es oft, daß sie zu einer Art von Erweiterung anschwellen, welche mit der durch sie ausgedehnten Blattscheide überzogen ist und so den Zwiebeln der Liliaceen ähnlich sieht; daher kommt es auch, daß man einigen Gramineen den Namen zwieblicht(bulbeuses) beigelegt hat; dahin gehört z. B. das Hordeum strictum, welches oft zwieblicht ist, und alsdann den Namen Hordeum bulbosum erhält; das Phleum nodosum unterscheidet sich wahrscheinlich nur auf gleiche Weise von dem Phleum pra— ens. Es kommt zuweilen vor, daß die angeschwollenen Knoten durch ein kurzes Internodium getrennt sind, und dann gibt die Reihe der angeschwollenen Knoten dem unterirdischen Theil des Stengels ein sonderbares Ansehen. Eine Abart des Hafergrases (Ayena elatior), die man mit dem Namen Avena preca— toria oder Rosenkranz-Hafer(avoine à chapelets) bezeich- net, bietet diesen Bau dar. Die außerhalb der Erde befindlichen Knoten schwellen einander als durch Zufall auf eine merkliche Weise an. Die Internodien sind am untern Theile, oder ganz und gar 13 (pag. 229) Gag. 230) Aube 8 1 0 10 5 1 3 M 1 1 1 N We 0 10 0 8 U 9 1 0„ * 1 ö 10 Nene 0 1 10 M 63 10 Mai Wee 10 160065 g 5 100 N U n 0 1 1 I 1 1 9 Ae 11 ö e Nl 0 1 ö 18 N F 1 W 1 ee 9 1 e iin ö i ö 0 10 6 0 61 0 10 Ding 104 N 1 1 4 U ö I 0 Ne 0 a 0 1 10 U 1. 100 ee n M 6 1 M ee an 1 15 17 40 ö ö N + ö f 0 Ai 9 10006 1010 100 ee Ne 1 N Fa ne 1600 1 1 1 100 ee ö 0 1 0 100 11 0 0 ö ——ů—— 196 von der Blattscheide bedeckt; dieser bedeckte Theil ist immer wei— cher und krautartiger, als der der Luft ausgesetzte; er zeigt nie— mals Haare und selten so gut entwickelte Spaltöffnungen, als die des entblößten Theiles sind. Der innere und centrale Theil des Mittelstückes(interno— dium) ist in seiner ganzen Länge immer weicher, als der äußere, und zeigt nur ein erweitertes Zellgewebe; dieses in seiner Jugend mit wässerigen Säften gefüllte Gewebe vertrocknet im spätern Alter; alsdann bleibt es entweder unversehrt, und bildet die vollen Halme, oder es zerreißt mehr oder weniger vollständig, wodurch die hohlen Halme, oder jene Strohröhren, die von einem Knoten zum andern gehen, entstehen. Alles, was wir eben von den Gramineen gesagt haben, ist auch auf die Calamus oder Rotang-Arten anwendbar, welche zu der Familie der Palmen gehören, deren Stengel aber von Stelle zu Stelle mit Blätter tragenden und achselständige Knospen her— vorbringenden Knoten besetzt ist. §. 5. Stengel der Schachtelhalme(Equisetum). Die Stengel der Schachtelhalme) haben viel Aehnliches mit denen der Gramineen, scheinen sich aber, beim ersten Anblick, etwas mehr denen der Exogenen zu nähern. Sie sind cylindrisch, von Stelle zu Stelle mit festen Knoten versehen, von denen Zweig— oder Blätter-Winkel ausgehen. Das Mittelstück, welches niemals Seitenauswüchse bildet, zeigt in seinem Innern ein centrales Zell gewebe, welches sehr schnell reißt, und so einen der Länge nach laufenden leeren Raum und einen äußern Cylinder bildet. Letz— terer besteht aus zwei Faserreihen, einer innern und einer äußern. Diese sind so gestellt, daß sie mit einander abwechseln. Unter dem Mikroskop betrachtet, bestehen diese Fasern aus gestreiften Gefäßen, welche mit punktirten Gefäßen und länglichen Zellen untermengt sind. Der äußere Kreis zeigt röhrige Lufthöhlen, die mit großer Regelmäßigkeit geordnet sind. In den Knoten reißt das centrale Zellgewebe nicht und scheint die Stelle des Markes zu vertreten; von dem äußern Rande dieses ) Hax. Term. bot., Taf. 15, Fig. 35. Min BBL, Journ. Phys. Prair. an IX, Taf. 1. Vaucurk, Monogr. des Préles, Taf. 1— 20. le 0 deb i surten fiche f f fi fle The , fd! ann lutnd e ß, en, d p fich l Ahn dar 0 De Ste 0 ige i etwed Amen; we na v. g. ingepickel e J, B. unn, he ficht, we Ifen flint Gal, fat f ud igt schschn. eh, an f ufer ales ke ggenge fuß, de d Ade hung enn ind g N. Eten 1 chung hubie, g. ficht, it, 1 2 um, Jer it immer 1 ej er zeigt ii ungen, lͤckes(uten als der daß n seiner Jig net im spin und bildet! ger volstiat „die von eite sagt haben, ndbar, wet ber von Si e Knospen hy juisetu biel Achte ersten Mil ind cylindiit denen Zul ches niemal entrales Zell Lange nic bildet. L einer äußen, seln. Uu 15 gestreife lichen Zele fthöhlen,! t und shes Rande diese Phys. Pal, 1— 20, 197 Markes, oder vom innern Rande des äußern Cylinders, entsprin— gen in horizontaler Richtung gestreifte Gefäße, welche sich an die Oberfläche begeben und daselbst Zweige entwickeln, die eben so ge— baut sind wie der Stengel. Alle Theile der Schachtelhalme, die wir Stengel zu nennen pflegen, sind einjährig und entspringen aus einem Rhizoma oder einem unterirdischen Wurzelstock, den man von ihnen wohl unter— scheiden muß, und dessen Bau eine um so ernstere Untersuchung verdient, als er ein sehr hohes Alter erreichen zu können scheint, und folglich über die Art des Wachsthums der Endogenen einige Belehrung darbieten könnte. §. 6. Stengel der Farrenkräuter. Der Stengel der Farrenkräuter erscheint, wie ich schon weiter oben angegeben habe, unter drei wohl unterschiedenen Formen; er ist entweder gerade, fest, cylindrisch und einfach, wie der der Palmen; was man bei der Cyathea spinosa, der Dicks o- nia u. a. sieht; oder er ist schwach, kletternd, um Bäume her— umgewickelt, ästig, aber in jeder Verzweigung deutlich cylindrisch, wie z. B. bei den Ugena u. a. Drittens gibt es einige Farren— kräuter, bei denen der Stengel an der Oberfläche des Bodens fort— kriecht, wie z. B. beim Polypodium Virginicum; bei den, unsern Klimaten eigenen kleinen Farrenkräutern endlich kriecht der Stengel, statt auf der Oberfläche des Bodens, unter derselben fort und zeigt sich unter dem Ansehen eines fast horizontalen un— terirdischen Wurzelstocks(souche), der an seiner untern Seite Wurzeln, an seinem obern Ende Blätter treibt), und allmählig an seinem ältesten Ende zu Grunde geht, während er sich mittelst des entgegengesetzten Endes verlängert. Man kann eben so wenig umhin, die Identität des unterirdischen Stocks mit dem Luftsten— gel der baumartigen Farrenkräuter hier anzuerkennen, als bei den Liliaceen und andern besser bekannten Familien. Die Stengel der Farrenkräuter sind, welches auch immer ihre Richtung seyn mag, stets cylindrisch und gegen den Rand hin härter, als um die Mitte. Was sie ganz vorzüglich aus— zeichnet, ist, daß man in ihnen bei einem Querdurchschnitt stets ) Harx. Term. bot., Taf. 6, Fig. 6. (pag. 2327 ——— —— (pag. 233) 198 braune), rundliche, symmetrische, aber ziemlich verschieden geformte Flecken bemerkt; diese Flecken sind es, welche, bei einem schiefen Durchschnitt des Wurzelstocks der Pteris aquilina ge— sehen, mit der Figur des deutschen Reichsadlers verglichen worden sind. Nach Mirbel werden diese Flecken dadurch hervorgebracht, daß ein von gewissen Fasern abgesonderter Saft in die Zellen des schwammigsten Theils des Stengels durchschwitzt. So, wie man sie bei den baumartigen Farrenkräutern beobachtet, ist man gend— thigt, sie für sehr dichte, vermittelst durchaus mit Zellgewebe ausgefüllter Zwischenräume von einander getrennte Faserbündel zu halten. In alten Stämmen ist der Centraltheil wegen der Zer— störung seines Zellgewebes bisweilen hohl. Der quer durchschnit— tene Stengel zeigt einen äußern Kreis von Zellgewebe, welcher seiner Lage nach die Stelle der Rinde vertritt, aber auf die Bil— dung des Holzes, welches sich im Innern des centralen und fase— rigen Cylinders entwickelt, gar keinen Einfluß hat; dieser Cylinder zeigt eine große Menge gestreifter Gefäße. Die Verzweigungen des Stengels gehen sämmtlich von diesem Cylinder aus, und scheinen nichts anderes zu seyn, als der Erfolg des Auseinander— weichens der Fasern. Alle Stellen der Oberfläche des Stengels der Farrenkräuter scheinen die Fähigkeit zu besitzen, Wurzeln hervorzubringen; dieß sieht man sehr deutlich an den Rhizomen oder unterirdischen Sten— geln der Farrenkräuter unserer Klimate. Ich besitze ein Stamm— stück von einem baumartigen Farrenkraut, welches Hr. Perrottet mir aus Martinique zu senden die Güte hatte; dieser Stamm, wovon ich auf Tafel 23 und 24 eine Abbildung gebe, ist in einer Länge von etwa drei Fuß oberhalb des Mittelstocks(collet) mit einem dicken und engen Geflechte überzogen, welches aus einer großen Menge kleiner, faseriger, trockener, brauner, den ganzen Stamm ringsum bekleidender und ihm gleichsam einen Ueberzug ge— währender Wurzeln besteht; diese Wurzeln selbst haben beim Fort— wachsen kletternde Caladium- Stengel überzogen, welche, wenn man sie nur in ihrem erwachsenen Zustande betrachtet, das Wur— zelgeflecht durchbohrt zu haben scheinen*). ) MInB., Elém., Taf. 9, Fig. 3. Tonp., Icon., Taf. 2, Fig. 4. ) Man sehe Taf. 24, Fig. f fu be une 1 16 lch sathishe S u deen d Al, die f u elicdel! aun den entwic ann bude f lte alge bn Rinde De 80 shuennter ern Galt 1 dick, che Hocke de entsp sandel, 9. Aiken, y mn bo Wmeln k (u, 5 A chender Ace todt feder Jug Vir fin id fg sottes kei 00 baln, d ——— Ann, J. n sese lich berschth, ualche, heich 5 aquilinzz erglchen put, herbötgthit, in die Zellen) „h, pie h. , ist man f mit Jaga ite Faserbig il wegen dez suer durchsch webe, weh er auf die! tralen und, dieser Ch e Verzwiagn inder aut, 0 des Auel, r Farrentlil bringen;! irdischen St. e ein Stam: . Perrot ieser Stam , ist in en s(eollei) h hes aus eh r, den ga n Ueberzug! en beim gl „welche, l tet/ das 0 2, 0. 199 g. 7. Stengel der Lykopodineen. Man bemerkt bei den Lykopodien“) zwei verschiedene, aber zusammenhängende Theile; auswendig befindet sich eine Art Hülle aus rundlichem Zellgewebe; im Mittelpunkte steht eine kleine cylindrische Säule, die aus gestreiften und punktirten, von längli⸗ chen Zellen umgebenen Gefäßen besteht; die Zweige sind kleine Bündel, die sich nach verschiedenen Richtungen hin von dem mitt⸗ lern Cylinder trennen, und bei denen sich das Zellgewebe, sowie es von dem Drucke der angrenzenden Fasern befreit wird, nach außen entwickelt. Diese zellige Hülle der Lykopodien und mehrerer anderer Endogenen hat mit derjenigen der Rinde der Exogenen nur eine allgemeine Aehnlichkeit; allein es findet sich hier nichts, das den Rindenlagen und dem Bast gliche. Die Isoëtes ist gewissermaßen eine Lykopodiacee über— schwemmter Stellen*). Ihr Stengel ist, statt, wie bei den andern Gattungen der Familie, langgestreckt und fadenförmig zu seyn, dick, eiförmig, etwas dreikantig, und hat das Aussehen eines Höckers. Dieser Stock(souche) zeigt ein aus seinem untern Ende entspringendes Bündel primitiver Wurzeln und drei Seiten— bündel, die sich wie Adventivwurzeln in drei Längsfurchen ent— wickeln. Das Merkwürdigste bei der Geschichte dieser Pflanze ist, daß man von Zeit zu Zeit(in Zeiträumen, die ich nicht bestimmt ausmitteln konnte, aber, wie ich glaube, jährlich) drei Scheiben (Taf. 56, F. 5) sich von den drei zugerundeten Seiten des Sten— gels absondern sieht. Diese ovalen Scheiben werden unter dem Anschein todter Reste abgestoßen, und tragen an ihren Seiten Ueberreste derjenigen Wurzeln, welche die äußersten jener Adventiv— Wurzel- Bündel waren. Ich habe in dieser undurchsichtigen, festen und fast mehligen Masse des Stengels oder Stockes der Isoétes keine Gefäße entdecken können; allein ich bin geneigt, zu glauben, daß dergleichen vorhanden sind, da die Blätter(Taf. 57, F. 27) Spaltöffnungen besitzen. 0 MrnB., Journ. de Phys., Floréal an IX, Taf. 2, Fig. 7, 8. %0 Man sehe Taf. 56 und 57. (pag. 234) 200 Zweiter Artikel. Von der Bildung der Aeste bei den endogenen Stengeln. Nach dem, was wir in dem vorhergehenden Artikel gesehen haben, ist es klar, daß der Bau der Endogenen weniger einformig zu seyn scheint, als der der Exogenen, und, was ihre Verzwei⸗ gungen betrifft, noch mehr Verschiedenheiten darbietet. Die wirk— liche Zahl dieser Unregelmäßigkeiten scheint noch durch den Umstand vermehrt zu werden, daß die Zahl der uns genau bekannten holz⸗ artigen Endogenen unbedeutend ist, und daß wir die Mittelformen, die uns über sie hätten Auskunft geben können, am häufigsten übergangen haben. 3 Wenn wir es bei diesem noch unvollkommenen Zustande der Wissenschaft versuchen, uns von den Verzweigungen der Endo— genen Rechenschaft abzulegen, so werden wir noch auf große Schwierigkeiten stoßen. Es dünkt mich sehr wahrscheinlich, und hierin bin ich der Meinung Du Petit-Thouar's, daß in der Achsel eines jeden Endogenen-Blattes, gleich wie bei den Exoge⸗ nen, ein Lebenspunkt oder eine verborgene Knospe(Pourgeon latent) existire, und daß diese Anlage einer Knospe sich je nach den Umständen, in welchen sie sich befindet, entwickeln oder fehl— schlagen kann. Befinden sich die Blätter auf einem Knoten oder Gefäßgeflechte, welches den Fortgang der Säfte hemmt und öfters selbst eine Ablagerung von Nahrungsstoff zeigt, so entwickelt sich die Knospe häufig zu einem Zweige; wie dieß bei den Grami— neen, den Rotangs und den Schachtelhalmen der Fall ist. Wenn aber der Stengel keinen naturlichen Knoten darbietet, so müssen zufällige Ursachen eintreten, wenn sich der Stengel ver— zweigen soll. Einige derselben werde ich nun angeben. Wenn man die Spitze eines endogenen Stengels abkneift oder durchschneidet, so erhalten die in den obern Blattachseln be— findlichen Knospen diejenige Nahrung, welche, im gewöhnlichen Lauf der Dinge, zur Verlängerung und Ernährung des mittelsten und End-Theils verwendet worden wäre. Diese Knospen werden nun großer und bilden Zweige; ist eine derselben, um sich zu ent— wickeln, günstiger als die andern gelegen, so verlängert sie sich allein, und der Stengel scheint, obgleich er wirklich verzweigt ist, doch einfach zu bleiben; wenn zwei oder mehrere dieser ba gba 0 n sch a abt! sise getswei fg engele! ahm aul 1 fünf ien Hof f ders d Ib ach de N n der Gi cb ang De B. Astehen al aa, eh n heenöggt sft ncht ne in d d. dhe siher dune ful ch, u dfrchr pie! I, de ober cum neh de Wee en, enge.. 0 lache fun ban len Stenge, n Mtikel geh deniget einfirm, 8 ie Ja letet. Die pi, lich den umi bekannten hh ie Mittelfr am häuft en gustandt! igen der Et nuch auf rscheirlch, y 1s, dh e bei den og spe Cunz spe sich keit sckeln oder fl in Knoten il mt und ö fte entwickelt st den Gram nen der g ten darbiet, Stengel g. en. gels abküf lattachseln gewöhnlich des mittelt nospen we im sich zu ll länger siese lich vetzweg mehrere die 201 Knospen sich ungefähr gleichmäßig entwickeln, so theilt sich der Stengel gabelförmig oder verästelt sich. Von diesen Erfahrungen kann man sich in unsern botanischen Gärten überzeugen, wenn man daselbst versucht, endogene Pflanzen dahin zu bringen, daß sie sich verzweigen oder vervielfältigen; wenn man z. B. die Spitze des Stengels einer Lucca, einer Littae a, oder irgend eines andern analogen Gewächses abschneidet, so zwingt man es, Aeste zu erzeugen. Ist der durch diesen horizontalen Schnitt bloßgelegte Mittelpunkt des Stammes sehr wäßrig, so brennt man ihn mit einem heißen Eisen, wodurch man verhindert, daß sich die Fäulniß darin einstelle, und alsdann ziehen die achsel— ständigen Knospen den zu ihrer Entwickelung hinreichenden Nah— rungssaft der Seitentheile des Stammes an sich. Was uns die Verfahrungsweisen der Kultur beweisen, zeigt uns auch die Natur verwirklicht, sey es durch Zufall, wie z. B. wenn der Gipfel eines Stengels durch den Wind abgebrochen ist, oder freiwillig zur Zeit des Blühens. Die Blüthentrauben einer großen Menge endogener Pflanzen entstehen am Gipfel des Stengels, wie z. B. bei Lucca, Lit— taca, mehrern Dracaena- Arten u. a. m. Wenn das Blü— hen beendigt ist, und die Samen reif sind, so wird der Nahrungs— saft nicht mehr nach der Traube hingezogen, der Stengel bleibt, wegen des Daseyns dieses todten Körpers, gleichsam in seinem Wachsen stehen, und kann sich nicht mehr verlängern; alsdann tritt von zwei Fällen einer ein; entweder stirbt der ganze Blüthen— stengel ab, wie bei den meisten unserer krautartigen Liliaceen, oder aber wie z. B. bei den holzigen Liliaceen, der Stengel dauert aus, die obern Knospen wachsen fort und bilden wahre Aeste, von denen mehrere in der Gegend des Gipfels entspringen. Auf diese Weise entstehen die Verzweigungen der Lucca, der Dra— cena u. s. w. Ich bin geneigt zu glauben, daß es die gleiche Ursache sey, welche die gabelförmige Verzweigung des Doum von Theben bewirkt, welcher, meiner Meinung nach, sich durch eine ähnliche Ursache in zwei Aeste spaltet, wie die ist, welche beim spanischen Flieder und bei der Roßkastanie ein— tritt. Die End-Abstutzung der endogenen Stengel, welche ent— weder durch Zufälle, oder durch das Blühen bewirkt wird, scheint (pag. 237) (pag. 288) 202 mir die deutlichste Ursache der Verzweigung mehrerer derselben zu seyn; allein es kommen bei den Endogenen Verzweigungen vor, die man durch dieses Mittel nicht erklären kann. So sieht man bisweilen, daß sich an den untern Theilen der Stämme, z. B. ganz unten am Stamme der Yucca oder der Dattelpalme, am häufigsten beim Wurzelhalse(collet), Knospen oder Seitenäste entwickeln. Es ist wahrscheinlich, daß diese Kno— spen entweder durch die Feuchtigkeit des Bodens, oder durch die kleine, am Mittelstock statt findende Stockung des herabsteigen— den Nahrungssaftes in ihrer Entwickelung begünstigt werden. Das Entstehen dieser nachkommenden Knospen(bourgeons adven— tifs) ist bei den Endogenen sehr schwer zu erklären; allein wenn man es ein wenig bedenkt, so ist es bei unsern exogenen Bäumen, wo dieselbe Erscheinung sehr häufig ist, nicht besser bekannt. End— lich gibt es Endogene, bei welchen sich die achselständigen Knospen mit äußerster Leichtigkeit entwickeln, obgleich in den angrenzenden Theilen kein Stocken des Nahrungssaftes zu bemerken ist; dieß findet z. B. bei den Spargeln, den Ruscus Arten u. a. m. statt. Vielleicht verdient es berücksichtiget zu werden, daß bei diesen sehr ästigen Asparageen die wahren Blätter fehlschlagen und auf bloße Schuppen reducirt sind; sollte dieses Fehlschlagen des Blattes eine Ursache für die Entwickelung der Knospe seyn? Ich glaube es wegen des Zusammentreffens der Erfahrungen, al— lein ich muß gestehen, daß mir ihre Ursache unbekannt ist. Ich füge noch hinzu, daß man unter den Exogenen ähnliche Erschei— nungen antrifft; so schlagen die Blätter des Berberitzenstrauchs“ fehl und verwandeln sich in Dornen, und alle Knospen entwickeln sich bei ihnen zu Blätterbüscheln; die Blätter der Fichten schlagen fehl und verwandeln sich in trockene Häute, und die Knospen ihrer Achseln entwickeln sich gleichfalls zu Blattbüscheln. Unter den Endogenen findet bei den Asparageen das Nämliche statt; das Fehlschlagen der Blätter des Spargels und ihre Verwandlung in Häute machen, daß die Knospen in den Achseln sich zu Blatt- und Blumenstiel-Büscheln entwickeln. Das Fehlschlagen der Blätter bei Ruscus) und ihre Verwandlung in Häute bewirken eben— — ) Man sehe Taf. 9, Fig. 1. ) Man sehe Taf. 49, Fig. 1. 11 0 a bi 10455 der agel ft Je chef 6 0 0 0 ch, daß! e . a Ercge u setenet 9 1 In Hat 0 e ier un gange 0 en; added 0 K lunge 00 u 09 glfirdiger 0 f 0 elan, , als d alt r glößten ß dee ein e zun ö bachsen ershied nu sachewche! 0 fen fern, Nchunkte ae hie ger es Fut ar zu; die 4 Na c 00 0 en zu kön ih deß is e alen En fe dersäheg a 5. wegung tern Thelen daß dese ch „oder durch! e henbseh lustigt wenn urgeons a0 n allein un ren Bum bekannt. E. digen unt n ange erken ii; lrten u. 4% erden, d ter fehl 65 fehlahin Knospe sen shrungen, unt ist. J libr eit zenstrauch“ zen entwicl chten schla die Knose cheln. lun che statt; k rwandluc zu Blatt- n der Wil ewilken dl N Lucca chend 203 falls die Entwickelung der Knospe zu einem plattgedrückten, in der Form einem Blatt ähnlichen Zweige, den man oft Blatt ge— nannt hat, den man aber in der Folge die Deckblätter und Blu— men tragen sieht. Die eben mitgetheilten Beobachtungen sollen begreiflich machen, daß das Entstehen der Zweige bei den Endogenen von dem der Exogenen nicht merklich verschieden ist; wenn sie aber bei erstern seltener sind, so rührt dieß daher, daß, weil die Masse der Fasern nach dem Gipfel hin gerichtet ist, die Endknospe da— selbst dicker und kräftiger wird, daß sie den größten Theil des Nahrungssaftes an sich zieht, und daß letzterer nur dann den Sei⸗ tenknospen zufließen kann, wenn die Wirkung der Endknospen entweder durch Verstopfung aufgehoben, oder durch ein Stocken des Nahrungssaftes an den Seitentheilen hervorbringende Ursa— chen aufgewogen wird. Nun sind aber letztere um so seltener, je vollständiger der äußere Theil des Stammes verknöchert ist, und dieß erklärt, warum die holzartigen Endogenen seltener verzweigt sind, als die krautartigen. Natürlich führt diese letzte Betrachtung zur Erklärung einer der größten Anomalien des Wachsthums der Endogenen, nämlich daß die einen über einen gegebenen Zeitpunkt hinaus nicht mehr an Dicke zunehmen, und daß die andern unbegrenzt in die Breite zu wachsen scheinen. Mir scheint es klar genug, daß dieser Unterschied nur von dem Grade der Festigkeit oder Härte, welchen das Gewebe einer jeden Art erlangen kann, herrührt. Sind die alten Fasern, welche durch das Zwischentreten neuer Fasern im Mittelpunkte nach außen gedrängt werden, in einem bestimmten Alter wie verkndchert, so dienen sie dem ganzen Centralbündel als festes Futteral, und der Stengel nimmt dann nicht mehr an Dicke zu; dieß findet bei den Palmen statt. Wenn aber diese nämlichen Fasern stets biegsam oder weich genug bleiben, um durch das Zwischentreten der Centralfasern auseinandergedehnt werden zu können, so kann der Stengel immer an Dicke zuneh— men; dieß ist der Fall bei den krautartigen Liliaceen und bei bei— nahe allen Endogenen von weichem Gewebe. (pag. 239) (pag. 240) JJC Von den Wurzeln der vasculaären Ge wächse. Erster Artikel. Vergleichung zwischen den Stengeln und den Wurzeln. Man pflegt im gemeinen Leben denjenigen Theil der Pflanze Wurzel zu nennen, der unter der Erde versteckt liegt, und ein berühmter Botaniker(Hedwig) hat auf dieses populäre Merk⸗ mal sogar die Definition der Wurzel, welche er als blos durch ihre Lage vom Stengel unterschieden betrachtet, und truncus subterraneus nennt, gründen wollen. Allein diese Definition ist nicht richtig; die Stengel der Farrenkräuter und der Liliaceen befinden sich bald unter, bald über dem Boden; die Wurzel der Sempervivum und der Rhizophora- Arten sind zum Theil der Luft ausgesetzt, zum Theil unter der Erde versteckt. Wir werden uns von diesem Organ einen richtigern Begriff machen, wenn wir sagen: die Wurzel(radid) ist derjenige Theil der Pflanze, der, von seinem Entstehen an, mit mehr oder weniger Energie gegen den Mittelpunkt der Erde hinabzusteigen strebt. Auf diesen vorherrschenden Charakter der Wurzeln haben einige Naturforscher angespielt, indem sie die Wurzel auf eine allgemeine Weise mit dem Ausdrucke descensus bezeichneten. Wir haben bereits gesehen, daß der Vereinigungspunkt zwischen der Wurzel und dem Stengel, oder die Scheibe(tranche), welche beide von einander trennt, den Namen Mittelstock(franz. collet) führt. Von diesem Mittelstock entspringen, in entgegengesetzter Richtung, der Stengel und die Wurzel, so daß derjenige Theil eines jeden dieser Organe, welcher dem Mittelstock am nächsten liegt, der Gag. 241) älteste und gemeiniglich der dickste Theil des ganzen Organs ist; er kann, welches auch immer seine Lage seyn mag, als die Grund— lage desselben betrachtet werden. Derjenige Theil der Wurzel, wilt l del a 0 1 Eibe) 9 au Mee (artnie 050 vadltis; Das 977 11 4 Nel un eteehefben adligen und ufig d e de ch r Eid gehn, fahs ust sid, gan ben. ln seht, f featoiscen 5 Jean fac der(ac, fegen der im 1 0 ele cbenfg, l chung, düse sch; ihugeln nie n kale e ken e , uf dese, stshghgk der, , d algo — u sche un, Lerr. — Gewaächst en utzeh eil der fla liegt, und opuläre q als blos nu und truen diese Dt d der Kan die Nutze 10 zum A steckt. N. hriff mache, ge Theil d oder wenig, eigen stih haben ein ne allgemaß; Wir hahe der Wu ye beide wu ollet) fühn er Richluct eines jon liegt, 0 Organs if die Gru er Mul 205 welcher an den Mittelstock grenzt, ist die Basis oder der Kopf der Wurzel(basis s. caput radicis, franz. la base oder la téte de la racine) genannt worden; den Theil, welcher am weitesten vom Mittelstock entfernt ist, hat man mit dem Namen Ende (extremite) oder Schwanz(queue) der Wurzel(eau dex radicis, Base, caudex descendens, Linn.) bezeichnet. Die Wurzel und der Stengel bilden, wie man sieht, zwei kegel— oder walzenförmige Körper, welche mit ihren Grundflächen anein— anderstoßen und an ihren Enden wachsen; woraus nothwendig folgt, daß die Verzweigungen dieser beiden Organe sich zu einan— der umgekehrt verhalten; die Stengel zertheilen sich von unten nach oben*), und die Wurzel von oben nach unten**); ein Un— terschied, der ein sehr einfaches Mittel darbietet, sie in gewissen zweideutigen Fällen zu erkennen. Ein zweites Merkmal der Wurzeln ist, daß sie, zuweilen jedoch ihr Ende oder Schwämmchen ausgenommen, nicht grün werden, selbst dann nicht, wenn sie der Luft und dem Lichte aus— gesetzt sind, welche beide doch fast immer die Stengel und Blätter grün färben. Wenn man die gewöhnliche weiße Farbe der Wur— zeln sieht, so ist man versucht, sie der ihnen eigenthümlichen un— terirdischen Lage zuzuschreiben; allein die Wurzeln der Hyacin— then, die man in durchsichtigen Gläsern aufzieht, diejenigen, welche längs der Cactus oder der Rhizophora Stengel treiben, die— jenigen der im Wasser lebenden Pflanzen, wie z. B. des Wasser— Ranunkels, behalten, mit Ausnahme ihres Endes, welches zuweilen ebenfalls grün ist, sämmtlich eine weiße und silberähn— liche Färbung, während hingegen neben ihnen die Stengel und die Blätter sich beinahe allenthalben grün färben. Daraus, daß die Wurzeln niemals grün werden, schließen die Physiologen, daß sie das kohlensaure Gas nicht zersetzen, und bei Einwirkung des Lichtes keinen Sauerstoff entbinden. Ich begnüge mich hier da— mit, auf diese Erscheinung als auf einen Beweis für die Ver— schiedenheit der Stengel- und Wurzel- Natur aufmerksam zu machen. Der anatomische Bau der Wurzeln überhaupt zeichnet sich *) Man sehe Gnxw, Taf. 5, Fig. 5. Harx. Term., Taf. 6, Fig 2. *) Harx. Term., Taf. 9. (pag. 242) 206 von dem der Stengel durch zwei hervorstechende Charaktere aus: 1) durch den gänzlichen Mangel der Spiralgefäße; denn Alles, was man jemals von den Spiralgefäßen der Wurzeln sagte, ist unrichtig befunden worden, seitdem man sowohl die gestreiften Gefäße, als die unterirdischen Stengel kennen gelernt hat; 2) durch den gänzlichen Mangel der Spaltöffnungen. Der innere Bau der Wurzeln bietet, mit dem der Stengel verglichen, bei den Endogenen durchaus keinen andern merklichen Unterschied dar; man bemerkt in ihnen ebenfalls Fasern, die aus punktirten oder gestreiften, mit Zellgewebe untermengten oder umgebenen Ge— fäßen bestehen. Diese Aehnlichkeit der Wurzel- und Stengeltheile findet sich bei den Erogenen nicht wieder; der Markkanal, der bei diesen Pflanzen den Stengel seiner ganzen Länge nach verfolgt, hort beim Mittelstock, wo er einen Blindsack bildet, plötzlich auf, und die Wurzel besitzt durchaus kein Mark. Dieß hatten schon Grew und Malpighi in einigen Pflanzen, wie im Boretsch, in der Cichorie, im Tabak, im Stechapfel, u. s. w.„) beobachtet, und Bonnet und später Philibert haben ihre Beobachtung weiter ausgedehnt. Obgleich aber die Wurzeln der Exogenen kein Mark besitzen, so findet man doch in ihnen die vom Mittelpunkte gegen den Umkreis auseinander laufenden Markstrahlen und zwar öfters sogar deutlicher ausgedrückt, als in den Stengeln, wie man dieß bei den Rettigen und Möhren sehen kann. Der Holzkörper ist verhältnißmäßig in den Exogenen-Wurzeln dünner, als in ihren Stengeln; allein der Mangel des Markes scheint durch die große Entwickelung der zelligen Hülle der Rinde ersetzt zu seyn*). Diese Entwickelung des äußern Zellgewebes scheint daher zu rühren, daß erstlich der Rindenkorper, da das Zunehmen des Holzkörpers geringer ist, nicht so auseinander gedehnt wird, wie bei den Stengeln; daß zweitens die Wurzeln unter der Erdoberfläche liegen, und daher durch ihre Lage gegen das Austrock— nen und die Veränderung des äußern Gewebes geschützt werden. Ebenderselben Lage ist auch das matte und trübe Aussehen, wel— ches die Oberhaut bei den meisten Wurzeln zeigt, zuzuschreiben. — ) Man sehe GEnxw, Taf. 2, Fig. 5, 8; Taf. 6, 7, 8, 9, 16, 17. 11) GREW, Taf. 145, Fig. 15 23 Taf. 15. i Gele be be 1 hen,. agb es sch Aihten El. fung del 62 aa me fen Wit fen facher 1 gahen Ene dat 0 fru fan bela sigch n ih De ene ili Fus 8 dice * Midell Auigh 170 dug fru ge Lis dun f un 68 en 0 gige Lit 1 ige, 1 9 en f h, wid Ae a g ai t — 50, J 61. d, egen fe, sordt h seht fem 90 — Ohl 0 ie; dun durzeh sige, l die gelt gen gelernt h gen. Dai 1 venglchg, 0 r Unterscicht ö punktiren ungeheuer g lcheile fror „der bei d ) verfolgt, lötzlic aß ten schon gh, öoretsch, f ) beohit⸗ hre Beobachl T Exogenen n Mittelput strahlen den Stengel u kann. D Itzeln dünn Farkes scheh Rinde ersc ewebes sche! das Zunehas gedehnt wil ln unter l das Auslilk hüßt werde ussehen, w. uchrelbe. „ 40, 17 207 Bei Gelegenheit der Stengel haben wir gesehen, daß ihre Triebe, bis zu dem Augenblick, wo sie gänzlich aufhören, sich zu verlängern, in ihrer ganzen Länge wachsen. Nicht so verhält es sich mit den Wurzeln; sie verlängern sich nur an ihren Enden. Wenn man die Lage und gegenseitige Ent— fernung der Seitenwürzelchen beobachtet, so kann man sich von dieser wichtigen Thatsache leicht überzeugen“). Bezeichnet man auf den Wurzeln der Hyacinthen, Bohnen, u. a. Pflanzen mit einem farbigen Firniß Punkte, oder befestigt man an denselben in gleichen Entfernungen kleine Fäden, so wird man sehen, daß alle diese Zeichen vollkommen in der ihnen gegebenen gegenseiti— gen Entfernung bleiben, und daß sich die Wurzel nur unterhalb derselben verlängert; woraus man erkennt, daß die Wurzeln aus— schließlich an ihren Enden wachsen. Duhamel, welcher diesen wichtigen Versuch zuerst anstellte“), hat auch bemerkt, daß die abgeschnittenen Wurzeln sich niemals verlängern, was eine noth— wendige Folge dessen ist, daß sie nur an ihrem Ende wachsen. Aus diesem Wachsthum der Wurzel-Enden allein, so wie aus der Ausdehnung der jungen Triebe in ihrer ganzen Länge, hat Knight) die scharfsinnigste und einleuchtendste Erklärung der abwärtssteigenden Wurzel- und der aufwärtssteigenden Stengel— Richtung hergeleitet. Das Zunehmen der Wurzeln an Durchmesser geschieht in jeder Klasse von Gewächsen, wie bei den Stengeln selbst. Auch sind die Wurzeln der Endogenen cylindrische Fäden von größerer oder geringerer Dicke, da hingegen die der Exogenen einfache oder ver— zweigte, umgekehrte Kegel sind. Fahren wix fort, die Wurzeln mit den Aesten zu verglei— chen, so wird es uns immer deutlicher werden, daß es nicht Organe von gleicher Art sind, wie viele Schriftsteller geglaubt haben; ihr Ursprung ist, wenigstens bei den Exogenen, bollig *) Dr C., Meém. sur les lenticelles des Arbres, Ann. sc. nat., 1826 S. 1. * DuHAM., Phys. arb., 4, Taf. 2. Fig. 17. ) Diejenigen, welche Knight's Erklärung kennen zu lernen wün— schen, fordre ich auf, sie im Originale zu lesen; denn sie ist in ei— nigen seither in französischer Sprache erschienenen Werken so seltsam entstellt worden, daß sie darin unverständlich ist. (pag. 244) (pag. 245) verschieden; die Aeste entspringen aus einer Knospe, die ein mit der gesammten Rinde zusammenhängendes Erzeugniß ist, und welche, zwar ganz im Kleinen, den Zweig schon vollig gebildet einschließt; die wahren Wurzeln aber entstehen immer ohne Knospen und diejenigen, welche aus den Baumrinden entspringen, kommen aus den Linsenkörpern hervor, welche niemals irgend einen Zweig hervorbringen. Die Zweige stehen in einer Ordnung, welche ur— sprünglich regelmäßig und derjenigen der Blätter analog ist; die Wurzeln aber brechen meist ohne irgend eine bestimmte Ordnung hervor, oder, wenn eine statt findet, so ist sie doch eine andere, als die der Zweige; so stehen bei der Bohnenstaude die Blätter in fünfzeiliger Ordnung(en quinconce) und ihre Wurzeln treiben, wenn man sie in Wasser setzt, Wurzelzasern in vier Längs⸗Zei⸗ len“); das May anthemum hat zwei abwechselnd stehende Blätter, und dagegen Wurzelzasern, welche die Mittelwurzel quirlförmig um— geben. Diese Vertheilung der Wurzeln ist wegen der Hindernisse, die ihnen der Boden entgegensetzt, vielen Abweichungen unter— worfen, und niemals gut erforscht worden. Ich habe bei einem Versuche bemerkt, daß die Wurzeln einer und derselben Weiden— art in der Große, und selbst in der Stellung der Seitenwürzel⸗ chen, je nachdem sie in reinem oder in mit Cochenille gefärbtem Wasser gewachsen waren“), sehr von einander abweichen. Die Aeste bieten oft Gelenke dar; die Wurzeln haben der⸗ gleichen niemals; selbst ihre Knoten, wenn welche vorhanden sind, haben nur eine sehr entfernte Aehnlichkeit mit den Knoten (nodosités) der Stengel und Zweige. Ferner können wir noch bemerken, daß die Wurzeln einigen der Ursachen, welche das äußere Ansehen der Stengel und der Blätter so seltsam verändern, wenig oder gar nicht unterworfen sind. So zeigen sie fast keinerlei Art von Ausartung, weder in eine blattartige Ausbreitung(limbe), noch in Schuppen, Ran—⸗ ken oder Dornen; lauter Erscheinungen, die an den Stengeln so gemein sind. Die Verwachsungen der Wurzeln unter einander oder ) BoxxNvET, Mem. usag. des Feuilles. ) Dr C., Ann. sc. nat., vol. 7, S. 8 *) Im französischen Original steht:„les soudures des racines en vrille ou avee d'autres organes“ etc. Dieß„ou avec“ ete. scheint, a f alen u licht g fade cage Enel ligeachtet ir zun n en Or 20% 8 ff eh fig ud die 1 1 um Echt, fig, an 1, f die K. h d a uffeigende ac bf lch Wölk! aaf wehe ui rückomnen Ein zue hehe. ihr kisrgl 15 6 fer Ein ! fehr ntrefen, Ahe Eteleon kulücht ge gef cu, die de Fug ger ichen 42 fact, p pie hadert fue entr'e alls, vy f Nb, Jen. Manges d 10 fag is, lig ah net ohne nig hungen, kön, gend einen y, Hung, welch, analog is, lummte Ol och eine au, lde die Bln Dutzeln taal bier Länge fehende Bh guirlformi der Hinden chungen m habe bal n aselben Nn F Seitenpih nile gefübr eichen. In haben de he vorhand⸗ den Kno Irzeln einig gel und unterwaft g, weden! ippen, An Stengel einander“ 0 5 Tacines fl u avec“ el schal 209 oder mit andern Organen, sind entweder äußerst selten, oder kom— men vielleicht gar nicht vor; ich wenigstens habe immer nur zwei— deutige Beispiele davon gesehen. Allein das gänzliche oder theil— weise Fehlschlagen der Wurzeln oder der Würzelchen ist eine häufige, die Symmetrie ihrer Stellung nicht selten störende Erscheinung— Ungeachtet der so eben von uns aufgezählten zahlreichen Unterschiede zwischen den Wurzeln und Stengeln, finden zwischen diesen beiden Organen doch auffallende Annäherungspunkte statt. So z. B. ist es öfters schwer, die Stelle, wo der Stengel an— fängt und die Wurzel aufhört, mit Bestimmtheit zu bezeichnen; die neuern Schriststeller geben sämmtlich an, dieser Punkt sey derjenige, an welchem zur Zeit der Keimung der Samenlap— pen, oder die Kotyledonen, sitzen. Allein diese Regel ist offen— bar falsch“); die Kotyledonen sind Blätter, und sitzen immer an dem aufsteigenden Theile, oder am Stengel; der ursprüngliche Mittelstock befindet sich stets unterhalb der Kotyledonen. Der bloße Anblick einer keimenden Bohne beweist diese Behauptung, auf welche wir bei Gelegenheit des Baues des Keims(Embryo) zurückkommen werden. Ein zweiter Umstand, der die Naturforscher bestimmt hat, die angebliche Identität der Wurzeln und Stengeln anzunehmen, ist die Leichtigkeit, mit welcher eines dieser Organe das andere hervorbringt. So oft an irgend einer Stelle der Oberfläche einer Pflanze Stockung der Säfte statt findet, entwickeln sich daselbst neue Gebilde, gleich als ob diese Säfte, wenn sie verborgene Keime antreffen, dieselben ernährten und zwängen zu wachsen— Ist die Stelle von einem feuchten Erdreich umgeben, oder gegen Luft und Licht geschützt, so ist das neue Gebilde eine Wurzel; ist sie der Luft und dem Lichte ausgesetzt, so ist es ein Stengel oder ein Zweig. Diese Grundsätze sind gleich wahr, man mag sie auf die Stengel oder auf die Wurzeln, auf die von selbst oder künst— lich entstehendeu neuen Gebilde anwenden. Wenn man daher das scheint, so wie die vorhergehende„non-dégénérescence en vrille““ etc., anzudeuten, daß unser Verfasser wohl„les soudures des ra eines entr'elles“ geschrieben hatte, und daß der Setzer, statt entr'elles, vrille gelesen und gesetzt habe. Anmerk. d. Uebers. ) Dr C., Meém. sur les Légumineuses, S. 65. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 14 (pag. 246) 8 1 U 3 1 N 247 — 210 Ende einer Wurzel abschneidet, oder ihrer Rinde eine Ligatur anlegt, oder einen Einschnitt macht, so bleiben die Säfte ober— halb derselben stehen, und es bilden sich daselbst neue Wurzeln; wenn hingegen die verletzte oder abgeschnittene Wurzel sich nahe an der Oberfläche des Bodens befindet, so entwickelt sich, statt der Wurzeln, ein junger Stengel. Aus diesem Grunde zwingt man oft die Bäume, durch Verletzen ihrer horizontal ausgebrei— teten Wurzeln, eine Wurzelbrut(surculi, franz. surgeons) zu treiben. Was ich so eben von den Wurzeln gesagt habe, läßt sich auch auf die Stengel anwenden. Wenn man an der Rinde eines Baumes eine Ligatur oder einen Einschnitt macht, so bildet sich oberhalb derselben ein kleiner Wulst(bourrelet); umwickelt man diesen mit feuchter Erde oder Moos, so treiben daselbst Wurzeln aus; hierauf gründet sich das Verfahren, mittelst dessen die Land— wirthe die Pflanzen durch Absenker(eireumpositio, franz. marcottes) vervielfältigen. Schneidet man einen Zweig ab, und steckt ihn in die Erde, so wird der in den Boden gesteckte Theil des Zweiges Wurzeln schlagen; dieß findet bei der Vervielfältigung durch Stecklinge(taleae, franz. boutures) statt. Läßt man endlich, nachdem man an der Rinde eines Baumes eine Ligatur oder einen Einschnitt gemacht hat, den Wulst, der dadurch gebildet worden, der Luft ausgesetzt, so entwickeln sich daraus häufig neue Zweige. Alles was ich, rücksichtlich jener Fälle, wo die Gewächse dem Eingriff des Menschen unterworfen sind, auseinander gesetzt habe, findet bei gewissen Arten als eine nothwendige Folge ihres Bauens statt. Wenn eine Pflanze, statt ihre Wurzeln senkrecht in die Erde zu treiben, sie wagrecht unter der Erdoberfläche aus— streckt, so werden diese Wurzeln, so oft sie vermöge der Uneben— heit des Bodens sich entblößt befinden, dem Hervortreiben neuer Stengel ausgesetzt seyn, was bei den Wurzeln, die man krie— chende nennt“) z. B. beim Ran unculus repens, statt fin; det. Ebenso sind die auf der Erde niederliegenden Stengel, indem bas 60) die eine ihrer Seiten beständig der Feuchtigkeit des Bodens ausge⸗ ) Minz. Elem., Taf. 16, Fig. 12, 13; Taf. 17, Fig. 2. Harn. Term., Taf. 8, Fig. 3. 10 f gh l ini ter il enun lin de Kloke der d ( Eukuug b esc atuedel wasche, fed di aan eilige A, dem Ernte e fabst gen A Gewächse, dee beende übe den de zula, den 8 fechten Theil Holla, die Wake für y gschit Ne l linen At, aus hg. Man fh fran dete ede vac se ur bat, schkee haf fielen fesh sind; Aaken ind Mfg, ai schen 20 10 e 5 Ahe spuac de eine bn die ift hy neue Nu Wu sc ice sch, r Grunde 1 kal gucggh 3. surgeon ö habe, lat der Rinde tz „ so bildet! umwickelt aselbst Bun dessen die l Ppositio, ft Zweig steckte M Verbelfcihn gt. Lift r s eine ie durch geb! daraus här die Gewit inander ga ge Folge f zeln fen berfähe l. ge der Unche treiben e ie man ki ns, fat f tergel. f Bodens ale gig. 2 E 211 setzt ist, geneigt, auf dieser Seite, sobald nur irgend ein wenig Stockung in ihren Säften vorhanden ist, Wurzeln zu treiben; dieß ist der Fall bei den kriechenden Stengeln der Mesembryan— themum linguiforme, reptans, u. g. m. Die Knoten oder Gelenke der Stengel sind Stellen, an wel— chen die Natur den herabsteigenden Säften zum Voraus eine Ruhe, eine Stockung bereitet hat; auch treiben diese Knoten, je nachdem sie sich entweder im Licht oder im Schatten, im Trockenen oder in der Feuchtigkeit, befinden, Zweige oder Wurzeln. Aus diesem Grunde sind die von Natur knotigen Stengel leichter durch Ableger oder Stecklinge fortzupflanzen, als die andern, wie man es an der Nelke, dem Weinstock, u. a. m. sieht. Ist das Zellgewebe der Stengel-Rinde sehr beträchtlich und sehr fleischig, so ist die Rinde selbst gewöhnlich feucht, und die Säfte stocken mehr in ihr. Die Gewächse, welche diese Eigenschaften darbieten, haben auch eine besondre Anlage dazu, Wurzeln zu treiben, sogar, wie man es bei den Fettpflanzen, und besonders den Cactus, den Cras— sula, den Sedum- Arten u. s. w. sieht, an der Luft ausge— setzten Theilen. Eben so verhält es sich mit den Wurzeln; die Knollen, die sich an einigen bilden, sind eine Art Magazine oder Behälter für die Säfte; daher denn auch diese Knollen besonders dazu geschickt sind, neue Gebilde auszutreiben. Diese allen Landwirthen bekannte Erscheinung haben Duha— mel und einigen Andern den Gedanken zu einem kühnen Versuche eingeflößt, aus welchem man häufig unrichtige Folgerungen gezo— gen hat. Man wählte einen Baum, der sich leicht durch Steck— linge fortpflanzen läßt, wie die Weide, bog seine Krone gegen die Erde nieder, steckte die Enden seiner Zweige in die Erde, in welcher sie Wurzeln schlugen, und nachdem letztere sich entwickelt hatten, richtete man den Stamm des Baumes auf, dergestalt, daß seine alten Wurzeln sich in der Luft befanden, und er folglich verkehrt stand; nach Verlauf einiger Zeit bildete sich eine neue mit Blättern und Zweigen geschmückte Krone. Mustel und einige Physiologen, welche dieses Versuchs, die Bäume umzukehren, er— wähnt haben, pflegen zu sagen, die Zweige hätten sich in Wur— zeln und jene in Zweige verwandelt, und führen die Erscheinung als einen sprechenden Beweis für die Identität genannter beiden 141 (pag. 42490 222 Organe an; bei genauerer Prüfung aber thut obiger Versuch im Gegentheil nur ihre Verschiedenheit dar. Wahr ist es, daß, bei diesem Versuche, die Zweige Wurzeln treiben; allein alle jungen Triebe sterben ab, wenn man sie in den Boden steckt, und die neuen Wurzeln entspringen sämmtlich von solchen Stellen, wo keine jungen Zweige vorhanden waren; was die alten in die Luft gekehrten Wurzeln betrifft, so sterben alle die kleinen Würzelchen ab, und es entstehen auf den alten Stäm— men(troncs) Adventiv-Knospen(bourgeons adventifs). Aus Allem, was ich so eben auseinander gesetzt habe, leuchtet also hervor, daß man, obgleich zwischen den Stengeln und Wur— zeln Aehnlichkeiten statt finden, dennoch diese beiden wesentlichen Organe durchaus nicht verwechseln kann. Hedwig will zwar, man solle die Wurzel allein als den Körper der Pflanzen betrachten, weil bei mehrern ausdauernden Kräutern der Stengel jedes Jahr absterbe, und die Lebenskraft des Individuums sich nur in der Wurzel erhalte; es ist aber bei diesem Beispiele ausgemacht, daß der Stengel nicht gänzlich abstirbt, und überdieß findet bei den Erscheinungen, welche uns die Stecklinge darbieten, das Umge— kehrte statt, indem nämlich der Stengel neue Wurzeln erzeugt. Man muß also den Stengel und die Wurzel in dem Grade ihrer Wichtigkeit einander gleichschätzen; beide zusammen machen den (bas. 250) Körper der Pflanze aus. Ein Gewächs ist folglich aus zwei Kegeln bei den Exogenen, oder aus zwei Cylindern bei den Endo— genen zusammengesetzt, welche mit ihren Grundflächen aneinan— derstoßen, vertical gestellt sind, und sich an ihren beiden Enden unbegrenzt verlängern. Zweiter Artikel Von den Theilen der Wurzeln und ihren Formverschiedenheiten. Betrachtet man den Querdurchschnitt der Wurzeln, so zeigen sie, wie wir weiter oben angegeben haben, die gleichen Theile wie die Stengel, ausgenommen, daß denen der Exogenen das Mark fehlt. In ihrem Längsverlauf betrachtet, unterscheidet man an ihnen, wie an den Stengeln, Stamm und Haupt- und Neben- Aeste; allein, wenn schon diese gleichsam das Gerippe der Wurzel bilden— ele bon fan cee Weihen I hen 90 en Nun 15 sch U g stht ft gutgel⸗hes satige Al gige D in high ge Tig em; 0 hut De Stall fade G an Mitelseo uche me . Da ech dünner Agelfonm n en enn f has gerigh Aachen, das! cht en Pur Die geh uach he unte t Einige . Ann i M arsehe d ich it, d 1 e fan Eine de feen gef aas n geb n deffrge sc f Vue auf hen, di ckung line iger Net e Zweig Mun enn man se en smn den wolenz „ so fine den alen ei dyentis, sezt habe, lat tengeln und eiden wesentt D wig wil p lanzen henne tegel fo ö sch un ausgemaß b findet h ten, das bz Nunzeln en em Ginde! fen machen glich aus! n bei den K lachen ant beden b iedenheiten, geln, se ichen Theil“ nen dab l. tman an i Neben- N Wuzel bib 213 den Theile von dem, was uns der Stengel gezeigt hat, äußerlich wenig abweichen, so bieten die Wurzeln doch in ihren äußersten Verzweigungen einen Bau dar, der ihnen eigenthümlich ist. Es fehlen ihnen gänzlich jene platten Anhänge der Stengel, die man unter dem Namen Blätter kennt, und die meisten Wurzeln ver— zweigen sich theils seitwärts, theils an ihren Enden, in eine große Menge sehr feiner Zasern, welche, zusammengenommen, das Wurzel⸗Gezaser(le chevelu) ausmachen. Man nennt faserige Wurzeln diejenigen, welche zahlreiche Verzweigungen von geringer Dicke besitzen, und dieser Ausdruck wird besonders im Gegensatz gegen die knolligen Wurzeln, d. h. derjenigen, welche in irgend einem Theile ihrer Länge auffallende Anschwellungen ha— ben, gebraucht. Der Stamm und die Hauptäste der Wurzeln der Exogenen haben die Gestalt eines länglichen Kegels, dessen Spitze nach der vom Mittelstock(collet) entferntesten Seite gerichtet ist. Ihr Zunehmen in die Breite ist von dem der Stengel wenig verschie— den. Das Wurzelgezaser besteht aus einer großen Menge kleiner sehr dünner Zäserchen, die cylindrisch scheinen, oder bei denen die Kegelform wenigstens sehr schwach ausgesprochen ist; diese Zäser— chen entspringen, ohne eine recht bestimmte Ordnung, überall, wo das geringste Stocken der Säfte statt findet; es ist z. B. hin— reichend, das Ende eines Wurzelzweiges abzuschneiden, um da— selbst ein Wurzelgezaser hervorzubringen. Die Geschichte dieser Art Zasern ist, da ihre Untersuchung durch ihre unterirdische Lage sehr erschwert wird, noch wenig be— kannt. Einige betrachten das Wurzelgezaser beinahe als ein ei— genes Organ und glauben, er falle jedes Jahr von selbst ab, und entstehe dann wieder aufs Neue. Allein wenn es gleich möglich ist, daß das Wurzelgezaser absterbe und zu Grunde gehe, so ist es doch nicht sehr wahrscheinlich, daß es im eigent— lichen Sinne des Wortes abfalle; denn es hat an seiner Ba— sis kein Gelenk. Andere haben geglaubt, es unterscheide sich von den gewöhnlichen Zweigen der Wurzel nur durch seine Dünne und Vielfältigkeit; ferner, alle seine Zasern seyen gleich geschickt, sich in Wurzelzweige zu verwandeln, aber unter der großen Zahl derer, die entstehen, gebe es nur einige, welche zur Ent⸗ wickelung kämen, und die andern stürben schneller oder langsa— (pag. 251) 214 mer ab. Diese Meinung, die sich auf die Analogie dessen, was in den Stengelzweigen vorgeht, gründet, scheint mir einstwei— len die wahrscheinlichste; jedoch gestehe ich, daß es uns noch an hinreichender Auskunft fehlt, um die Frage gehörig zu beant— worten, und ich fordere die Beobachter auf, ihre Aufmerksam— keit auf die Geschichte des Wurzelgezasers zu richten. Entwi— ckelt es sich zu einer bestimmten Zeit? Fällt es ab, oder wird es zu einem mehr oder weniger bestimmten Zeitpunkte zerstört? Ist es fähig, sich in Wurzeläste zu verwandeln? Auf welche Weise nimmt es an Länge und Dicke zu? Alle diese Punkte müssen noch durch unmittelbare Beobachtung der Erscheinungen studirt werden. In ihrer Gesammtform betrachtet, zeigen sich die Wurzeln unter zweierlei sehr verschiedener Gestalt; die einen, die ich Wur— zeln mit einfachen Grundtheilen(à base unique) nenne, haben einen kegelförmigen, einfachen oder ästigen, aber an seiner Basis ungetheilten Stamm, und zur Zeit ihrer ersten Entwickelung ist ihr Würzelchen schon ganz gebildet, und verlängert oder verzweigt sich nur noch. Diese sind es, welche zum großen Theil die Wur— zeln ausmachen, welche Richard exorhizes nannte, und die bei der größten Anzahl der Exogenen vorkommen; die andern, die ich bündelförmige Wurzeln(racines en faisceau) nennen will, kommen als ein mehr oder weniger deutliches Bündel aus einer gemeinschaftlichen Bastis heraus, welche mit dem Mittel— stock der Pflanze zusammenfließt, und bald für die Grundlage des Stengels, bald für den Hauptstamm der Wurzel gehalten wer— den kaun. Diese passen ziemlich genau in Richard's Klasse der endorhizes; man findet sie bei der Mehrzahl der Endogenen und bei den mit bündelförmigen Wurzeln versehenen Exogenen. Das Wurzelgezaser kann sowohl in der einen, als in der andern Klasse von Wurzeln vorkommen; allein weit häufiger ist es in der erstern. Gehen wir nun rasch die Formverschiedenheiten die— ser beiden Klassen durch. Unter den Wurzeln mit einfachem Grundtheile können die Hauptverschiedenheiten vom Grade ihrer Veräußerung hergeleitet werden. Die einen sind sehr ästig und gewöhnlich mit einem starken Wurzelgezaser versehen; diese nennt man faserige Wur⸗ zeln(Radices fibrosae, franz. racines fibreuses); die andern, n u 0 fag se n fallgt En e bd n Ini Lit uk zapf c shlech de lt a.. c un die In Uurpl ler dil gungen unte Nutzelg“ falle sad s Lal utzeln! 0 fc auf fache r s Ren (eie npe) 0 Magen aten st. Dhenger ae gaben, 70 u eige e fe seh —— an. Jer bann, 5 . L Har 9 Dunn,. Ace. 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Man bezeichnet sie insgesammt bald mit dem zu unbestimmten Namen knollige Wurzeln(Rad. tuberosae, franz. racines tubé- reuses), bald mit der zu eng beschränkten Benennung spindel— förmige Wurzeln(Rad. susiformes) und genauer mit dem Ausdruck zapfenfdrmige Wurzeln(rac. pivotantes), welcher zugleich auf ihre gewöhnlich senkrechte Stellung anspielt; von dieser Art sind z. B. die Wurzeln der Möhre, der Steckrübe, Scorzonere u. s. f. Der Wiesenknöterig(Polygonum Bistorta)“) weicht von dieser Klasse nur darin ab, daß der Hauptstamm seiner Wurzel sonderbar verkrümmt ist. Unter diesen einfachen Wurzeln kann man zwei Form-Abän⸗ derungen unterscheiden: 1) die eigentlichen spindelfdrmigen Wurzeln“), oder solche, welche ungefähr wie eine Spindel gestaltet sind; dahin gehören die der Möhre, welche die Gestalt eines länglichen Kegels haben; Y) die rübenfdrmigen Wurzeln(R. rapiformes), welche unter dem Mittelstock(col let) sehr aufgeschwollen sind, und sich plötzlich wieder in eine längliche Spitze verengernz dahin gehoren die Wurzeln der Rübe“) oder des Rettigs(Radis), den man gemeiniglich Radieschen (petite rave) nennt. Das Beispiel der verschiedenen Abarten von Rettigen beweist, daß diese Form von der vorigen kaum verschieden ist. Diejenigen Wurzeln, welche am Mittelstocke mehrere Anfangs— punkte haben, zeigen auch mehrere sehr ausgesprochene Form— Abänderungen; erstlich gibt es welche, wie die der Gramineen**, bei denen eine jede bei ihrem Entstehen einfache und abgeson— derte Faser sich dergestalt verzweigt, daß die Theilungen einer *) HAN. Term., Taf. 8, Fig. 4. *) DunAu., Phys. arb., 1, Taf. 4, Fig. 11. Tonr., Icon., Taf. 3, Fig. 1. HAxx. Term., Taf. 6, Fig. 4. ) DonAn., I. c., 1, Taf. 4, Fig. 9. HArx. Term., Taf. 6, Fig. 3. Tonr. Icon., Taf. 3, Fig. 3. h Dog. I. c., 1, Taf. 5, Fig. 5. Tunr. Ieon., Taf. 5, Fig. 4. —— 216 jeden derselben die faserigen Wurzeln der vorigen Klasse nachah⸗ men; auch hat man ihnen den gleichen Namen gegeben, es muß bemerkt werden, daß man unter dieser Benennung Wur— zeln aus beiden Klassen zusammenwirft. rere dieser vielfachen Wurzeln aus ihrem Mittelstock(collet) ein— 6% fache cylindrische Fasern, welche, entweder parallel bleibend, oder leicht auseinanderweichend, abwärts steigen, wie z. B. die Wur— zeln der Hyacinthen und der meisten Liliaceen Y. schieht es öfters, allein Zweitens treiben meh— Drittens ge⸗ daß aus dem gleichen Mittelstock eben solche der Asphodeleen u. s. w. cylindrische Fasern, wie die oben beschriebenen, und zugleich ei— nige zu länglichen oder rundlichen Knollen angeschwollene Fasern entstehen, welche Knollen einfach oder wenig verästelt, mit Satz⸗ mehl oder Schleim gefüllt sind, und mit aufsaugenden Fasern un⸗ termengte Nahrungsbehälter zu seyn scheinen; dahin gehören die bündelformigen Wurzeln der meisten europäischen Orchideen“), Viertens können Fasern, die vom Mit— telstock auslaufen, mehr oder weniger ausgezeichnete Anschwellun— gen darbieten, und so Bündel von länglichen Knollen bilden; von solcher Art sind die der Georgina und mehrerer Ranunkeln). Diese vier Klassen von vielfachen Wurzeln grenzen so nahe an ein— ander, daß man bei jeder derselben Uebergänge antrifft. Mit dem Gesammt-Aus drucke knollige Wurzeln(R. ta. Fig. 5 * 1 Fig. 9 Phys. 2 D 5 Taf. Taf. 5, Fig 4, 2 5, Fig. 6 und 7. Tuxr. béreuses) bezeichnet man alle diejenigen, welche an irgend einer Stelle ihrer Länge Anschwellungen haben; die vorhergehende Auf— zählung hat schon bewiesen, daß diese Erscheinung bei sehr ver— schiedenen Gebilden statt finden könne. Beispielen kann man noch das der Seitenknollen beifügen, die sich hin und wieder längs den Wurzeln mit einfachem Grund— theile, wie z. B. beim Ornithopus perpusillus und bei mehrern andern krautartigen Papilionaceen bilden, wie auch das pas. 55 der Anschwellungen oder Knoten, mehrerer faserigen Wurzeln, wie *) Dunk, Den eben angeführten die man längs den Fasern 3. B. bei denen der virginischen Tunr., Icon., Taf. 3, Icon., Taf. 5, A) 91 5 An., I. c., I, Taf. 4, Fig. 12, 13. MIRB. Elem.„ Taf. 17, Fig. 9. TuBp., Icon., Taf. 5, Fig. 11. bal(up f e M. 1 1 8 aun kl. s‚ 5 muß l 1a f d ie n Tha en kick gen und us I algen eum ge fan dr E ft sch, big, und l sasen, wech ich wät 105 de ft Wohl einen Nutze,„. c inner g dhubigen. dh Haupt dle der Eid Iffuten der sch ur eine 0 eh, und e gacaufer e Ulme 1 fan is. Du st 0 2 seh 188 6% J dee — ur. les ur. 00 1 Kase fach gegeben, J denen* en freihen 0 sock(colleh gl bla, . B. de de Diinese 0 stock ehen 10 und zugleich; wollene dh stelt, mite nden Fasen dahin geh, n Orchideen „ die von d ete Anschheh ollen biber en Rgnunkege so nahe ant nrift. zeln(f. n itgend ei gehende A bei sehr t n angefüͤs beifügen, achem Gl IIus und!“ wie auch! h den Fal er birginidz Icon., Tal. Icon.) A 56. 1, Il, 27 Cypresse(Cupressus disticha), hier und da bemerkt. Allein diese sonderbaren Anschwellungen scheinen mit dem gesammten Bau so wenig in Zusammenhang zu stehen, daß man sie kaum als besondere Klassen von Wurzeln betrachten kann. Es muß noch bemerkt werden, daß mehrere dieser Knollen, welche auf's Deutlichste an der Wurzel zu entspringen scheinen, sich in der That an den untern, mit Erde bedeckten Stengel— Aesten entwickeln; was Dunal zuerst“) an der Kartoffel nach— gewiesen und Turpin*) bestätigt hat. Diese Art von Knol— len wird uns anderswo beschäftigen. Die allgemeine Richtung der Wurzeln ist zwar, wie wir im Anfang angegeben haben, die des Hinabsteigens gegen den Mit— telpunkt der Erde, wenn man sie aber unter einander vergleicht, so findet sich, daß sie in dieser Hinsicht Verschiedenheiten zeigen. Einige, und zwar im Allgemeinen diejenigen der beiden großen Klassen, welche am wenigsten verzweigt sind, streben fast senk— recht abwärts, und weichen äußerst wenig von dieser Richtung ab; die ästigen Wurzeln hingegen bieten zwar im Allgemeinen wohl einen Zapfen(pivot) dar(d. h. einen Hauptstamm der Wurzel), welcher senkrecht abwärts strebt; allein ihre Seitenäste sind immer gendͤthigt, mehr oder weniger von diesem Zapfen sich abzubiegen. Kommen sie unter einem sehr spitzen Winkel aus dem Hauptstamm heraus, und streben sie sogleich dem Mittel— punkte der Erde entgegen, so fügen sie sich in die allgemeine Definition der Wurzeln; allein es geschieht bisweilen, daß sie sich unter einem rechten oder fast rechten Winkel vom Stamme entfernen, und sich, die obern wenigstens, ungefähr mit dem Bo⸗ den gleichlaufend verlängern; was man an der gemeinen Robinie, an der Ulme u. a. m. bemerkt; die Wurzeln dieser Art werden wagrechte, rankende(traçantes) oder kriechende(rampantes) ge— nannt. Da sie sich der Oberfläche des Bodens nahe befinden, so werden sie häufig, theils durch natürliche Zufälle, theils durch Menschenhand, bloßgelegt, und treiben alsdann leicht neue Sten— gel. In diesem Fall kann das so entwickelte neue Individuum sich von dem, welchem es sein Entstehen verdankt, freiwillig ) Hist. des Solan., in 4., Montpellier 1813, S. 22. *) Ton. Icon., Taf. 4, Fig. 4. (pag. 266) (pag. 257) 218 trennen, oder künstlich getrennt werden, und für sich fort⸗ wachsen. Bei den Wurzeln dieser Art verlängert sich der Zapfen oft wenig, und bisweilen vertrocknet er sogar, oder wird an seinem Ende schwielig. Dritter Artikel. Von den unterirdischen und wurzelförmigen Stengeln oder Aesten. Die Zahl der wirklichen rankenden Wurzeln(rac. tragantes) ist nicht so groß, als man allgemein glaubt; denn in mehreren Fällen gibt man diesen Namen wahren Stengel-Aesten, welche nahe am Mittelstock entspringen, sich unter der Erde oder dicht an der Oberflache des Bodens entwickeln, und von Stelle zu Stelle Wurzelzasern treiben, wie dieß, unter ähnlichen Umständen, allen Stengeln gemein ist. So nennt man Queckenwurzeln(Priti⸗ cum repens, Panicum dactylon), was wahre, unterirdi⸗ sche, an jedem ihrer Knoten Würzelchen treibende Stengel⸗Aeste sind. Die Carex arenaria und mehrere andre Cyperaceen, bieten ähnliche Beispiele dar; so sind die angeblichen Wurzeln, welche, wie man sagt, bei Vicia amphicarpa und La thy rus amphicarpos unterirdische Hülsen tragen, nichts An— deres, als unter der Erde oder zwischen Steinen liegende Sten— gel-Aeste. So auch sind die wurzelähnlichen Zweige, welche bei der Kartoffel Knollen tragen, nichts als untere Aeste, und deßhalb findet man es vortheilhaft, den untern Theil des Sten— gels dieser Pflanze mit Erde zu bedecken, weil man durch die— ses Verfahren die Zahl der unterirdischen Aeste vermehrt. Bis— weilen bildet der untere Theil des Stengels selbst eine Art hori— zontalen Stammes, der sich an dem einen seiner Enden verlän— gert, an dem vom Mittelstock am weitesten entfernten Ende aber allmählig abstirbt, und an seiner ganzen untern Fläche Wurzelfasern treibt. Dieß ist bei einer großen Anzahl Wasser⸗ pflanzen, wie z. B. der Nenuphar, dem Potamogeton u. s. w., so wie auch bei den krautartigen Farrenkräutern der Fall. Bisweilen endlich wird der Hauptstengel, ohne seine Rich— tung zu ändern, durch die Erhöhung des Bodens allmählig un— ter die Erde vergraben, und gewinnt das Ansehen, ja selbst ge⸗ ginn ocbe 00 b i bh n Cant fitinum, 0 0 b n i fun, bel aan ni der E. n Nei * 0 bib e es! 10. let nn Eten qu dn f fi ile lasen, ich den agel ein digen du warnen un kann di % Mate! hug gen 1 nan eo 0 wl um 1 32 en. N fin nachto A den nes adrer fist uus den Esch, de 1 N im sehe . ll, f 1 Nen. du! 219 d hu wissermaßen den Bau einer Wurzel 95 Frang ois de 10 ud h Roche hat am Eryn gium ein sehr merkwürdiges Beispiel N dieser Erscheinung gezeigt, und ich habe es selbst vorzüglich an dem, im Sande der Meeresküste wachsenden Eryngium ma⸗— ritimum, dessen Stengel bisweilen mehrere Fuß tief begra⸗ ben ist, und in dieser ganzen Länge das Ansehen einer Wurzel annimmt, bestätigt. Das Nämliche ist an den gleichen Stand— u ohr Nen orten mit der Eehinophora der Fall, und weiter oben habe e ich das Beispiel der S herbacea angeführt, welche ver⸗ e 05 moge der Erhohung gewisser Alpenboden zu einer Art unterirdi⸗ elke 10 schen Baumes wird. In allen eben erwähnten Fällen ist die Rich⸗ 118 600 tung der Aeste nach oben das sicherste Merkmal, um diese ver⸗ e grabenen Stengel von den Wurzeln zu unterscheiden. Dutro— 1 Site ue chet hat in seinem Mémoire sur aceroissement““) sehr gut unfine fühlen lassen, wie wichtig es sey, diese wurzelartigen Organe(eas. 58 putzen n von den eigentlichen Wurzeln zu unterscheiden. Dadurch, daß wahre, ur man diesen Unterschied nicht machte, ist in die Werke über Pflan⸗ de Stengel zen⸗Anatomie eine große Menge Irrthümer eingeführt worden; die Gp man kann die Wahrheit immer erkennen, sobald die Schriftsteller blicen Nu die Pflanze und das Organ, an welchem sie eine gegebene Beob— pa und Lat achtung gemacht, deutlich bezeichnet haben; allein es gibt Fälle, en, nichts! wo man Beobachtungen, die vielleicht nützlich wären, übergehen liegende En muß, weil man die Arten oder die Organe, an welchen diese Beob⸗ weige, welt achtungen gemacht worden, nicht bestimmt genug erkennen kann. te Aeste, u. heil des St 5 1 Rent eine Akt hh Von den nachkommenden oder Adventiv-Wurzeln(racines adventives). Enden del Mit dem Namen nachkommende oder Adventiv-Wurzeln ffernten 5(racines adventives) bezeichne ich jene Wurzelfädchen, welche, unten de statt aus den Wurzelstämmen zu entspringen, sich auf den igahl Ui Stengeln, den Zweigen, oder bisweilen auf andern Organen otamogelt entwickeln. Diese Wurzeln kommen(wenigstens bei den exoge— enkrauter! 8 ne seile 0) Man sehe Guuw, Taf. 5, Fig. 4. Marr. oper., ed. in 40, pars J, almibli l. S. 148, Fig. 121. Mins., Elém., Taf. 16, Fig. 4, 14, 12, 15. „ sahtz⸗) Mém. du Mus. d'Hist. nat., 124, S. 4825, und folg. 220 nen Bäumen) aus den Linsenkörpern hervor, die ich im 10ten Kapitel des 1en Buchs beschrieben, und in zwei in die Anna. les des Sciences naturelles vom Jahr 1826, eingerückten Ab⸗ handlungen umständlicher bekannt gemacht habe. Bisweilen, wie z. B. bei Sedum altiss imum, sieht man sie aus alten Blattnarben hervorkonmen. Was die exogenen Kräuter, die— jenigen Bäume derselben Klasse, an denen man keine Linsenkor⸗ per kennt, und die Endogenen betrifft, so konnen die Adventiv— wurzeln fast aus allen Punkten ihrer Oberfläche hervorkommen, und ihre Entwickelung wird durch die verlängerte Berührung der Feuchtigkeit mit einer zu dieser Erzeugung zum Voraus ge⸗ neigten Stelle der Oberfläche verursacht; sie wird durch Dun— kelheit, Wärme und besonders durch eine etwas beträchtliche es. s) Menge von Nahrung begünstigt. Diese Wurzeln entstehen vor⸗ zugsweise auf den Knoten*), den Wülsten(bourrelets), den Höckern, und im Allgemeinen auf allen Stellen, wo irgend eine Ablagerung von Nahrungsstoff statt findet. Die Kunst, ihre Entwickelung zu bewirken, liegt dem Vermehren durch Ableger zum Grunde. Wenn die Adventiv-Wurzeln an der Luft ent⸗ stehen, so zeigen sie sich meist in Gestalt cylindrischer Fädchen von silberweißer Farbe, welche senkrecht gegen den Boden hin— absteigen; dieß sieht man an der Ficus elastic), der Clus ia rosea*), den verschiedenen Rhizophora- Ar⸗ ten*), den Fettpflanzen, u. s. w. Bei Clus ia und Rhi— zophora erreichen diese Fädchen bis 80 und 100 Fuß Länge. Bisweilen verästeln sie sich, selbst wenn sie an der Luft ent⸗ stehen, wie z. B. bei Rhus radicans Y); besonders häu— fig ist diese Verzweigung, wenn solche Wurzeln in feuchtem Moos oder in Erde entstehen. Turpin elch) hat beobachtet, daß die nachkommenden Wur⸗ ) Man sehe bei Horhink Fl. anom., Taf. 1, die Vergleichung zwi— schen den gewöhnlichen und den nachkommenden Wurzeln, die aus den Stengelknoten der Balsaminen herauskommen. ) Man sehe Taf. 14, Fig. 1. 5 Pos. feen, Taf. 3, Fig. 15. ) Harx. Term. bot., Taf. 9. ) Dy C., Meém. 2e sur les Lenticelles. 1) Iconogr., Taf. 74. 10 ficht an a1 fllichen, 1 fn ae Neha ag n Mie 10 welche J unten 6 10 epo a uc N ch af an alt 1 cu ge Ne „ ae del 0 midit h i ann Alium sel ea nan sie! di Bl. bent Haltern bo icus 614 sise Cech Node! Al den f 1 de N Gen z hefe e . Ey her fegen ode thun fse! n ng, Neis 7— ur. Ikon del in die dun eingenlehn be. Möbel dan sie aud h N Kralle, keine uh en die Meer e hervokkony gerte Berühn um Vorau ird durch dr as betracht m entstehen; ourrelets),) „wo itgehch Die Kun e n durch u der du h drischer dit den Boden! tica ophora- sia und H. 0 Fuß Lan der Luft!! esonders fe n in frucht menden M. etgleichung urzeln, de 221 zeln nicht an Dicke zunehmen, so lange sie den Boden noch nicht erreichen, daß sie aber, sobald sie anfangen können, Nah— rung einzusaugen, Seitenwurzeln erzeugen, und selbst in aussal⸗ lendem Verhältnisse dicker werden. Es gibt Pflanzen, an denen man nur Adventiv-Wurzeln bemerkt; zu solchen gehdͤren dieje— nigen, welche zur Zeit ihrer Keimung jene Art von Abstutzung ihres untern Endes erleiden, von welcher ich im vorhergehenden Artikel gesprochen habe, und wodurch bewirkt wird, daß die wahre Wurzel sich gar nicht entwickelt, und daß das untere, ge— meiniglich auf der Erde niederliegende Stengel-Ende, das An— sehen einer Wurzel annimmt; dieser Stengel treibt alsdann eine große Menge Adventiv-Wurzeln, die einzigen, mit welchen die Pflanze versehen ist. Erwähnte Erscheinung ist häufig bei den unterirdischen Stengeln der krautartigen Farrenkräuter), und bei einer großen Anzahl Monokotyledonen, u. a., beim Alliumsenescens, u. m. a. Unter den Dikotyledonen fin⸗ det man sie bei den Nenuphar wieder. Die Blätter sind, besonders längs des Blattstieles, fähig, Adventiv-Wurzeln hervorzubringen; was man vorzüglich an den Blättern von fester Consistenz, wie denen der Pomeranzen, der Ficus elastica, u. s. f. bemerkt. Bisweilen benutzt man diese Eigenschaft zur Fortpflanzung der Arten. Fan set enn a ti el Bon den Ver i ih tüngen der Wurzeln. Die den Wurzeln wesentlich eigenthümlichen Verrichtungen sind: 1) die Nahrung einzusaugen; und 2 die Pflanze an den Boden zu befestigen. Diese beide Verrichtungen müssen noth— wendig vereint seyn, damit ein Organ den Namen Wurzel ver— diene. So bemerkt man zwar bei gewissen Gewächsen, wie z. B. den Tangen oder dem Epheu, wurzelförmige Anhänge, welche die— selben an feste Körper befestigen, aber nicht dazu dienen, Nahrung einzusaugen; dieß sind nicht Wurzeln, sondern Klammern(eram— pons). Bei andern, wie bei der Cuscuta, saugen gewisse ei— ) Ton. Iconogr., Taf. 4, Fig. 8. (pag. 260) 14600 1000 222 5 0 N 5 c niht a . genthümliche Höckerchen ihre Nahrung ein, dienen aber nicht dau. 1 1 Ges. 6 sie an den Boden zu befestigen, und sind nicht Wurzeln, sondern fi 1 1 Saugwarzchen Cucoire). Jedes Organ alse, welches die he beiden eben angegebenen Bedingungen vereinigt, ist eine Wurzel, 00 ö 91 a und jede Wurzel zeigt diese doppelte Verrichtung, allein mit Abän— 12 105 1 0„ derungen und Einschränkungen, die eine umständliche Untersuchung 0 1 10 0 verdienen. ee 10 190 100% 10 Die Einsaugung der Säfte durch die Wurzeln geschieht einzig 0 90 5 0 1 nur mittelst der Enden eines jeden Wurzelzäserchens, oder, was 9 77 dasselbe sagen will, durch die, eine jede ihrer Verzweigungen endi— c al 1 106 genden Schwämmchen. Dieß hatte schon Duhamel vermuthet, Mam 1 N indem er beobachtete, daß die jungen Bäume den Boden ganz 1 1 1 nahe an ihrem Stamme aussaugen; da hingegen die alten her UU Bäume mit horizontalen Wurzeln, wie z. B. die Ulmen am da ui 0 Rande der Heerstraßen, diese Erschöpfung des Erdreichs in ei— g fra 0. ner desto größern Entfernung von ihrem Stamme bewirken, kahn 0. je großer sie selbst sind. Die Anatomen haben obige Meinung feen kon 0 N gerechtfertigt, indem sie die Längsrichtung der Fasern und die Nuß, N Dicke der zelligen Hülle, welche die Säfte verhindern, seitwärts fal fn 0 N einzudringen, beobachteten. Endlich hat sie Sénebier durch f ien N 5 0 einen mit den fast einfachen Wurzeln der Möhre gemachten 6 d i 9 directen Versuch bewiesen; er legte eine derselben ganz und gar che, „ ins Wasser, und die andere nur mit ihrem Ende; in beiden bitch! 0 0 Fällen sah er eine merklich gleichstarke Einsaugung; darauf en Na 4 00 nahm er zwei andere, ließ die eine das Wasser nur mit ihrem dal N Ende, die andere aber mit ihrer ganzen Oberfläche berühren, en ff 0 I jedoch so, daß das Ende der letztern aufwärts zum Wasser fr d 5 0 hinaus auswärts gebogen war; die erstere sog ein, wie gewöhn⸗ 0 bond 1 9 0 lich, die andere aber sog gar nichts ein. Es ist folglich ges- ne 3 9 0 wiß, daß die Einsaugung der Wurzeln nur mittelst ihrer Enden 1 0 10 10 geschieht, und folglich müssen, beiläufig gesagt, die Begießungen., che N Düngungen und überhaupt alle Stoffe, die man von den Ge— F up ne i wächsen einsaugen lassen will, bei den Wurzelenden und nicht i 0 am Fuße des Stammes angebracht werden. dr de „ Get. 265 Im natürlichen Zustande der Dinge finden die Wur⸗ inch 0. zeln, indem sie immer trachten, sich, entweder in senkrechter, wan ip f N 0 oder in wagrechter Richtung, von ihrem Ursprunge zu entfer— lee se ü 9 1 nen, unaufhörlich eine neue Erdezone, deren nährende Theile h 80 A 8 en aber fig 0 urge, ie, also, woche t, sst eine N 9, Alein mig liche test zeln geschekt z chens, etzweigungg; hamel dmg ie den Ba ingegen e B. die Ilm! ö Erdreich stamme hat en obige Me. et Fase findern, iin Senebittt hre gen en ganz n Ende; in k saugungz d r nur nit l che kan its zum M. ein, wie gen it fit al iu ie Beghih ir vun dn enden und k 10 1 den de. in sasec ug. Ae A 223 noch nicht ausgesogen worden sind, und was die natürliche Be—⸗ gießung betrifft, so tropft, da im Allgemeinen ein gewisses Ver— hältniß zwischen der Größe der Krone des Baumes und der Länge seiner Seitenwurzeln stattfindet, das Regenwasser, nach— dem es auf die Krone gefallen ist, von selbst in derjenigen Ent— fernung vom Stamme nieder, wo es die Wurzelenden am sicher— sten erreicht. Die Verästelung der Wurzelfasern hat den Nutzen, die Schwämmchen von einander zu entfernen, damit jedes derselben, an einer andern Stelle befindlich, als die benachbarten, einigen Nahrungssaft einzuziehen finde; dieß ist bei allen faserigen Wur— zeln der Fall. Bei denjenigen, welche wenig oder gar keine Ver— zweigungen haben, sitzen alle ihre Schwämmchen an der nämlichen Stelle; daraus folgt, J) daß sie dieser bestimmten Stelle die Säfte vollständiger entziehen, das umgebende Erdreich aber un— versehrter lassen müssen; 2) daß die Zufälle, die ihre Enden treffen können, für sie gefährlicher sind, als für die faserigen Wurzeln, indem sie alle Mundöffnungen der Pflanze zugleich be— fallen konnen. Dieser Umstand sollte vermuthen lassen, die knol— ligen Wurzeln seyen weit empfindlicher, als die andern; allein er wird durch eine andere Eigenheit ihres Baues reichlich auf— gewogen. Sie enthalten sämmtlich eine mehr oder minder be— trächtliche Ablagerung von theils satzmehlartigem, theils schlei— migem Nahrungsstoff; woraus sich ergibt, daß sie der Pflanze, in gewissen Fällen, wenn die Einsaugung durch die Wurzeln gehemmt ist, eine Zeit lang Nahrungsstoff liefern können, unge⸗ fähr wie die mit Fettablagerungen versehenen Thiere länger als andere fortdauern können, ohne Nahrung zu sich zu nehmen. Was den allgemeinen Bau der Wurzeln betrifft, so ist es ein überhaupt ziemlich wahres Gesetz, daß je weniger ihre Schwämm— chen(oder einsaugenden Mündungen) zahlreich und zerstreut sind, sie desto mehr zum Voraus bereitete Ablagerungen von Nah— rungsstoff besitzen. Da die zapfenartigen oder tiefen Wurzeln ihre sämmtlichen Schwämmchen bei ihrem untern Ende beisammen tragen und immer in senkrechter Richtung sich zu verlängern streben, so müssen sie sowohl die strenge Kälte des Winters, als die großen Trocknisse des Sommers weniger, als alle andern zu befürchten (pag. 263) —* .———— 8 Gag. 264) 2²⁴ haben, weil sie ihre Verrichtung in einer von den atmosphäri— schen Einflüssen weniger abhängigen Zone ausüben. Die ran— kenden Wurzeln(racines traçantes) zeigen gerade das Entge— gengesetzte; sie leiden leichter bei zu kalter oder zu trockener Witterung, machen sich aber auch günstige Einflüsse der Atmo— sphäre schneller zu Nutze. Rücksichtlich der Art und Weise, wie die Wurzeln die Pflanze an den Boden befestigen, ist ihre Verrichtung, theils durch die Verzweigungen derjenigen Wurzeln, die ihre Anheftungspunkte vervielfältigen, theils durch ihre senkrechte Richtung, theils durch ihre Größe, eben so ausgezeichnet begünstigt. Im Allgemeinen existirt, bei den Individuen einer und derselben Art, zwischen der Größe des Stengels oder der Zweige und derjenigen der Wur— zeln, ein bestimmtes(Fhabituel““) Verhältniß; allein von einer Art zur andern findet dieses Verhältniß nicht mehr statt. So hat ein großer Baum, wie die Tanne, nicht nur relativ, son— dern in gewissen Standorten, absolut kleinere Wurzeln, als die Luzerne oder irgend ein Kraut, das kleiner ist als er. Im Allgemeinen steigen die Zapfen-Wurzeln kaum tiefer als einige Fuß hinab, weil sie jenseits dieser Grenze entweder auf Erdschichten stoßen, die zum Durchbohren zu hart sind, oder auch nicht hinlänglich die atmosphärischen Einflüsse genießen können. Einige Pflanzen mit Zapfen-Wurzeln, wie die Eryngium— Arten, machen, obgleich man zuweilen ihre Wurzel bis zu einer sehr großen Tiefe eingesenkt findet, von dieser Regel dennoch keine wirkliche Ausnahme; denn meistens, besonders in den Dünen, ist es, wie ich oben gesagt habe, der Boden, der sich erhöhte, nicht aber die Wurzel, welche hinabstieg; und der größte Theil von dem, was man für Wurzel hält, wird durch wirkliche Stengel gebildet, denen der Aufenthalt unter der Erde das Ansehen von Wurzeln verliehen hat. Da die horizontalen oder rankenden Wurzeln(rac. tragçan- tes) dergestalt liegen, daß sie sich in den beweglichsten Erdreich— arten verlängern konnen, und sich in der Nähe der atmosphä— rischen Einflüsse befinden, so sind sie auch diejenigen, welche sich am beträchtlichsten verlängern; so erstrecken sich die Wur— zeln der Ulme, der falschen Akazie(Robinia), des Allan— thus oder des Sumachs, bisweilen bis auf einige hundert Fuß weit 1 in ide 0 0 bun den fe Gel 15 groß 10 kh iu Min eit un digen Fee in he be ig, ber wen 1 fh. Io, f ges N uglein finn, det Pil, wel suchohren! I iber d When gey det aide fingern r bay den b de Nun ner alt mir n D* Uu le, raus f kinder 1 1 ate nit Wahn Ach, nech ut wir ö ö hh Mig, zin dann zu wh llgen wulelez d 5 118 1 iczeln die gn theils dun! luheftunggt ung, theils k In Algen lt, zwischen ligen der J. allein von, mehr statt. relatib e Wurzel t als er. zeln kaum fi ze entweder sind, oder l nießen könn Eryng ius l bis zu ei dennoch ke den Dünen, erhohte, e ste Thel l. klliche Steh 5 Ansehen!“, (ura. brach, sten Erdl 1 der atme nigen, wit sch de Ur det Lila, 1 puer d, i 225 weit von den Stämmen, aus denen sie entspringen; man sieht sie unter Gebäude, zwischen Mauerspalten eindringen, und oft in einer großen Entfernung von ihrem Ursprung außerordent— liche Erschütterungen hervorbringen. Wenn die jungen Wurzel— zasern in die unmerklichen Felsen- oder Mauer-Ritzen dringen und darin eine günstige Nahrung finden; so entwickeln sie sich zwar langsam, aber mit hinreicheuder Gewalt, um ungeheure Gewichte in die Höhe zu heben und Massen zu erschüttern, welche unbeweglich schienen. Sind die Wurzeln wenig ver— zweigt, oder in zu dicke Fasern getheilt, um in die Ritzen ein— dringen zu können, oder begegnen sie unüberwindlichen Hinder— nissen, so geschieht es, je nach den Umständen, daß entweder die Wurzel eine von der gewöhnlichen sehr verschiedene Richtung nimmt, oder daß der ganze Baum durch das Zunehmen seiner Wurzeln, welche, da sie das vor ihnen liegende Hinderniß nicht durchbohren können, auf ihn selbst zurückwirken, mehr oder we— niger über die Erde emporgehoben wird. So sieht man oft in Töpfen gezogene Palmen, sich von selbst über die Oberfläche der Erde emporheben. An Ulmen, welche zwischen Mauern eingezwängt waren, deren Dicke zu beträchtlich war, als daß sie von den Wurzeln hätten durchbrochen werden können, glaube ich die nämliche Erscheinung gesehen zu haben; allein der Man— gel genauer Angaben über den ehemaligen Zustand des Bodens erlaubt mir nicht, es fest zu behaupten. Die Wurzeln breiten sich leichter in einem lockern Boden aus, woraus folgt: 1) daß die Individuen einer gleichen Art, unter einander verglichen, desto stärker an den Boden befestigt sind, je leichter derselbe ist, und jemehr die Bäume es bedurf⸗ ten; 2) daß, wenn man die Arten unter einander vergleicht, diejenigen mit langen Wurzeln mehr das Streben zeigen, in beweglichen Erdarten zu wachsen, und daß diejenigen mit kurzen Wurzeln, welche in einem beweglichen Boden durch den Wind bald entwurzelt würden, sich in einem festeren erhalten können. Bis hieher haben wir die beiden Hauptverrichtungen der Wurzeln, nämlich: Nahrung einzusaugen und die Pflanze an den Boden zu befestigen, untersucht; nun bleiben uns noch über weniger allgemeine Verrichtungen, welche nur in der Physiolo— Decandolle's Organographie d. Gewächse. 15 (Pag. 265) 226 gie sorgfältig untersucht werden können, einige Worte zu sagen übrig. Die erste, von mir schon im Vorbeigehen angedeutete, ist die, daß mehrere knollige Wurzeln Ablagerungen von zum Voraus bereitetem Nahrungsstoff darbieten, welche die Pflanze entweder bei Zufällen, wo ihr die Nahrung zuzufließen aufhört, oder in der Zeit, wo die noch nicht entwickelten Blätter sie nicht zubereiten (bas. 266) können, wie im ersten Frühlingsanfang, ode: endlich zu der Zeit, wo das Reifen der Samen einen großen Ueberfluß von Nahrung erfordert, ernähren. l Mehrere Wurzeln schwitzen, sagt man, an ihren Enden Aus— wurfssäfte(sues excrementitiels) aus, deren Ursprung und Ge⸗ schichte noch wenig bekannt sind, welche aber die Ursache mehre— rer wichtigen Erscheinungen zu seyn scheinen. Diese Aussonderungen der Wurzeln sind besonders von Brugmans beobachtet worden, und verdienen von Seiten der Physiologen eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Es ist zu vermuthen, daß wir darin, bei sorg—⸗ fältiger Untersuchung, den wahren Grund finden werden, weßhalb einige Pflanzen gern in der Nähe anderer wachsen, einige aber andere abstoßen, und was noch wichtiger ist, daß wir hierdurch die wahre Theorie der Schlagwirthschaft(franz. assolement) entdecken werden. 5 8 algen res de nd vert um ge der Ee ligen de en gew. ler g, daß Auen filisen he tz hie inn gang em it, i nt fal ger i alte En agen d C0 l er gar! finde des angedeuten, bon zun den Manze en aufhört, gn i nicht ahnt dlich zu der! luß bon Nah hien Enden usprung uud e Ursache n Aussonden obachtet wu ge ganz hien r darin, Vi werden, hen, einge daß wir ir z. asscler Dritte Kap e Von den Blättern der vasculären Gewächse. Er stenr Artikel. Vom Bau der Blätter im Allgemeinen. Die Blätter sind, wie Jedermann weiß, jene gemeiniglich flachen Ausbreitungen von so mannigfaltiger Gestalt, welche an der Seite der Stengel oder Zweige entspringen, und eine ihrer vor— züglichen Zierden ausmachen. Turpin bezeichnet sie auf eine allgemeine Weise mit dem Namen organes appendiculai- res des plantes(Anhangs- Organe, angehängte Organe), und vereinigt unter dieser Benennung nicht nur die Blätter in ih— rem gewöhnlichen Zustande, sondern auch alle andern Seitenorgane der Stengel, die, wie wir es später sehen werden, nur Modifica— tionen derselben sind. Hier beschränke ich mich darauf, sie in ih— rem gewöhnlichen Zustande zu betrachten. Untersucht man sie in physiologischer Beziehung, so findet man, daß sie die Hauptorgane der wässerigen Verdünstung, der Zersetzung der Gasarten und der Säfte, und folglich die allerwe— sentlichsten Werkzeuge der Ernährung sind. Betrachtet man sie, wie es hier in anatomischer Beziehung unser Zweck ist, so wird man gewahr, daß ein Blatt die Ausbreitung einer oder mehrerer Fasern ist, welche sich von der Masse des Stengels absondern oder daraus entspringen, und dergestalt ausbreiten, daß sich jedes Ge— fäß von allen übrigen trennt, und zuletzt seine Mündung mehr oder weniger isolirt. Ist dieser Grundgedanke richtig, so soll uns seine weitere Entwickelung den ganzen Bau des Blattes, und die Abäu— derungen deren er fähig ist, erklären. So lange die vom Stengel auslaufenden Fasern ein, wenig oder gar nicht ausgebreitetes, Bündel bilden und von dem Zu— stande des eigentlichen Blattes verschieden sind, gibt man diesem 15* ag. 267) (pag. 368) (pag. 269) 228 Bündel) den Namen Blattstiel(pétiolus, franz. peé— ole); es ist dasselbe Organ, das man auch im gemeinen Leben den Blatt-Stiel(franz. queue de la feuille) nennt. Im Gegen— satz zum Blattstiel nennt man Blattfläche(imbus, franz. limbe) den ganzen Theil, wo die Fasern mehr oder weniger von einander abweichen, und wo ihre Ausbreitung mehr oder weniger merklich ist; es gibt Blätter, deren Ausbreitung bei dem Punkte selbst anfängt, an welchem die Fasern den Stengel verlassen; diese nennt man sitzen de(essilia, franz. sessiles), im Gegensatz gegen die gestielten Petiolata, franz. pétio— lées) welche mit einem Blattstiel versehen sind. In der Folge werden wir sehen, daß es auch Blätter ohne Blattfläche gibt, die blos aus einem Blattstiel bestehen. Die Blätter mögen nun einen Blattstiel besitzen oder nicht, so können sie doch mit ihrem untern Ende(base) auf dem sie tra— genden Stengel oder Zweige eingelenkt seyn, und alsdann sagt man die Blätter sind auf dem Stengel eingelenkt (feuilles articulèes sur la tige); oder aber der Blattstiel, oder, wenn dieser fehlt, die Blattfläche, können ohne Gelenk mit dem Stengel verbunden seyn, und dann sagt man die Blätter sind mit dem Stengel zusammenhängend(continues sur la tige). Der erstere Bau findet besonders statt bei den Blättern mit verzweigten Rippen und mit Blattstielen, die den Stengel nicht scheidenförmig umschließen; der letztere bei den Blättern mit einfachen Rippen, scheidenförmigen Blattstielen oder den Stengel umfassender Blattfläche; wir werden in der Folge sehen, daß die— ser Charakter mit der Dauer der Blätter in wesentlichem Zusam— menhang steht. Wenn die Theile eines und desselben Blattes durch Gelenke mit einander verbunden sind, so erhält das ganze den Namen ei— nes zusammengesetzten Blattes(kolium compositum, franz. feuille composée), und man behält den Ausdruck ein— fache Blätter(kolia simplicia, franz. feuilles simples) für solche bei, deren Theile sämmtlich untereinander zusammenhängen. Die besondern Blattflächen der zusammengesetzten Blätter führen den Namen Blättchen(koliola, franz. folioles). ) Man sehe GnEw. Anat., Taf. 4, Fig. 2, 11; Taf. 49. —— Coslac; In der coder nan fene f sfange sachsan da Ace an det aa tt 1 ima a0 Hen en eappen ach die Nies, V e mg cee, bi Aline, Ladegut (üsu Abr Del wohl, dle deb Jelge lde, g dlates alt fulung der, get wet age gen i seu ahm fich saen dag snalhaen de Nag fegt i chm ef ——— Ach es l h M fu, ind ait delg A, 50 l. pe. en Lehen n Gegeh. „ fta liger van wenige n Punke elasen; 08, in Petio. er Folge ibt, di nicht, sie tra⸗ n sagt lenkt „oder, lit dem r sind Sur l lättem engel n mit tengel 5 die⸗ usam⸗ gelenke jen ei situm, ein- solche g. Die fuhren 229 An der Blattfläche»)(sie sey sitzend oder gestielt) unter— scheidet man zuerst die Rippen, auch Nerven oder Adern, Nervi, costae, venae, franz. nervures), d. h. die Faserbündel, die sich vom Anfangspunkte der Blattfläche an von einander trennen und gleichsam das Gerippe derselben bilden. Die ersten Bündel, welche an der Basis der Blattfläche oder der Fortsetzung des Blatt— stiels entspringen, heißen die primären Rippen(Hauptrippen, nervi primarii, franz. nervures primaires); die unmittelbar aus ihnen entspringenden Aeste heißen secundäre Rippen, (Nebenrippen, Seiten-Adern n. sèecundarii, franz. n. secon— daires); die Verzweigungen dieser letztern sind die tertiaren Rippen, Blattäderchen(n. tertiarii, franz. u. tertiaires), und so könnte man noch mehrere Rangordnungen der Rippen unter— scheiden, bis man zu den letzten Verzweigungen der Faserbün— del käme, in welchen die Gefäße isolirt erscheinen. Alle diese Verzweigungen zusammengenommen bilden das faserige Gewebe (tissu fibreux), was gleichsam das Gerippe des Blattes ist“). Der Zwischenraum zwischen den Rippen, der primären so— wohl, als der secundären u. s. f., wird durch die Entwickelung des Zellgewebes mehr oder weniger ausgefüllt, und dieß ist es, welches, genau genommen, das Parenchym(das Fleisch) des Blattes ausmacht. Es muß jedoch, um die angenommene Be— deutung der in der Botanik gebrauchten Ausdrücke zu verstehen, bemerkt werden, 1) daß man Adern,(franz. veines) diejenigen Rippen nennt, welche wenig hervorragend, aber doch noch sicht— bar sind; und 2) daß man überhaupt unter dem Namen Pa— renchym nicht nur das eigentliche Zellgewebe, sondern auch die letzten Verzweigungen des faserigen Gewebes, oder die wenig bemerkbaren Adern zusammenfaßt. Die Blatt-Nerven weichen in ihrer Dicke, welche bald sehr beträchtlich ist, und bald wenig oder gar nicht über dem Paren— chym hervorragt, sehr von einander ab; im Allgemeinen nimmt *) Man sehe Enuy, Taf. 30. ) Dieses von allem Zellgewebe gereinigte Gerippe erhält man sowohl durch Maceration, als durch die Thätigkeit der Minkrraupe, oder auch, indem man ein Blatt vermittelst einer etwas steifen Bürste, mit vielen leichten Schlägen klopft. Man sehe Ton., Iconogr., Taf.: 2, Fig! 7. (pag. 270) 230 ihre Dicke, vom Anfangspunkte der Blattfläche an bis ans Ende eines jeden derselben, regelmäßig ab; von diesem Gesetze ist mir nur eine sehr geringe Zahl von Ausnahmen bekannt; die merkwürdigste ist das Blatt eines unbekannten Baumes von Cayenne, von dem ich in meinem Herbarium Zweige besitze; an den Blättern derselben sieht man die Nerven längs ihrer Verzweigungen in eine Art länglicher Knollen angeschwollen. Man muß sich in Acht nehmen, mit den wahren Blatt— nerven gewisse Streifen nicht zu verwechseln, welche auf einigen Blättern in ihrer Jugend durch den Eindruck des Mittelnerven oder des Randes der andern Blätter hervorgebracht werden; dieß bemerkt man auf eine merkwürdige Weise bei der Ocotea), wo das Blatt, außer den gewöhnlichen Nerven, einen schiefen Strich zeigt; die Geradheit, Schiefe und die Verschiedenheit der Lage dieses Strichs sind Umstände, die ihn von den wahren Nerven deutlich unterscheiden. Wenn sich die Fasern ausbreiten, um die Blattfläche zu bilden, so können sie,(gleichviel, ob dieß am Ende des Blatt⸗ stiels, oder beim Heraustreten aus dem Stengel selbst statt⸗ finde) so konnen sie, sage ich, sich nach zwei verschiedenen Sy— stemen ausbreiten; entweder nämlich, und zwar ist dieß der häufigste Fall, breiten sie sich in einer einzigen Ebene aus, was dann die gewöhnlichen, flachen Blätter bildet; oder aber sie brei— ten sich nach allen Richtungen hin aus, wodurch die cylindri— beg. n schen, geschwollenen oder dreikantigen Blätter gewisser Fett⸗ Pflanzen entstehen. Diese letztere Anordnung(disposition) der Nerven läßt sich so leicht auf die in den flachen Blättern zurück⸗ führen, daß es uns genügenswird, diese letztern umständlicher zu erklären; alle übrigen werden sich von selbst ihnen unterordnen. Die Blattfläche eines flachen Blattes zeigt, wenn man sie in ihrer Dicke betrachtet, drei deutlich verschiedene Theile: 1) die obere Fläche, 2) die untere Fläche, 3) den mittlern Zwi— schenraum, welchen ich, den bei der Frucht üblichen Ausdrücken analog, das MWesophyllum(Blattfleisch oder Blattmark, franz. mésophylle) nennen werde“). Zuerst wollen wir diesen letztern ) Aunrbr guian., Taf. 340, Fig. 4,2. Man sehe unsere Taf. 15, Fig. 4. % Man nennt Mesocarpium(Fruchthüllenmark) denjenigen Theil der Nel, der 10 Flat w 10 6 K 10 laß det tum bein che. N06 N iu Naben kfllt und e Ebene uch hüg Nach uud bt ztif A en fn, we fcb hz gam ft daun! er f sch des! either ekaszenb tadern an! Neschieden änlich ie dente nee B. dat ft i gitt; dun wic r trick 1 ahn Judit hum fiche 15 arb — tach t, tl a in 5 ans Hesett it; die 5 bon esthe; ihter en. Blatt: inigen erben erden; ea), hiefen it det ahren che zu Blatt⸗ statt⸗ „ Sh⸗ b der was a brei⸗ indri⸗ Fett n) der zurück dlicher rdnen. nan se le: n Zui⸗ drücken fiat. letzteln „ Fig.. hell bet * 231 Theil, der den Körper des Blattes selbst ausmacht, betrachten, und zwar wollen wir, um der größern Deutlichkeit willen, anneh⸗ men, es handle sich von einem einfachen und ganzen Blatte, und von der Anordnung der Hauptnerven, auf welche wir in einem besondern Abschnitte zurückkommen werden, gänzlich absehen. Das Mesophyllum wird gebildet durch alle Verzweigungen der Nerven und durch das Zellgewebe, das ihre Zwischenräume ausfüllt und sie umgibt; je weniger diese Verzweigungen von Einer Ebene abweichen, desto dünner ist das Blatt; je mehr sie sich hingegen von derselben entfernen, desto dicker wird das Blatt, und eine desto größere Menge Zellgewebe wird erfordert, um die Zwischenräume auszufüllen. Bei einem Blatte von gegebener Große ist es die Zahl der Fasern, welche auf die Beschaffenheit desselben den meisten Ein⸗ fluß hat; sind sie sehr zahlreich, so nimmt das Zellgewebe ver⸗ hältnißmäßig nur einen geringern Raum ein, und das Blatt ist dann von einem festern, mehr faserigen Gewebe. Sind die Fasern seltener, oder stehen sie weiter auseinander, so entwickelt sich das Zellgewebe desto mehr, und das Blatt wird weicher oder fleischiger. Vergleicht man die Blätter der Fichte und des Po— meranzenbaumes einerseits, mit denen des Tabaks oder der Fi⸗ coideen andererseits, so erhält man ungefähr die Extreme dieser Verschiedenheiten. Dergleichen sind selbst unter den Blättern der nämlichen Art anzutreffen; so wird von zwei gleichen Pflan⸗ zen diejenige, welche in einem fruchtbarern Erdreiche wächst, weichere Blätter haben; denn die ursprüngliche Zahl der Fasern verandert sich nicht, und nur die Entwickelung des Zellgewebes ist großer; diejenige hingegen, welche in einem unfruchtbaren Boden wächst, wird, bei gleicher Zahl von Fasern, ein weni⸗ ger entwickeltes Zellgewebe besitzen. Die Blätter eines und des— selben Individuums konnen, je nachdem sie in ihrem Wachs⸗ thum mehr oder weniger begünstigt sind, ähnliche Verschieden⸗ heiten darbieten. Fruchthülle, der sich zwischen der äußern und der innern Haut befin⸗ det, und welcher in der Frucht wirklich das Nämliche vorstellt, was wir im Blatte das Mesophyllum nennen. (pag. 272) 232 Diese Betrachtungen, die so sehr elementarisch sind, daß es ml cho vielleicht schicklicher geschienen haben möchte, sie wegzulassen, ge— ea ft, ben über einige Gegenstände der feinern Anatomie Aufschluß; so eee 10 3. B. haben wir erstens gesehen, als wir von den Spaltöffnungen N 0 handelten, daß sie die obern Mündungen der Saftgefäße(Vais— cute, seaux séveux) zu seyn scheinen; je größer folglich die Zahl den 0 0 Fasern ist, oder, mit andern Worten, je faseriger ein Blatt ist, im de A desto großer wird in einem gegebenen Raume die verhältnißmäßige. Zahl der Spaltöffnungen seyn. Und in der That gibt es auf dem ach Pomeranzenblatt in dem gleichen Raume bis fünfzig und sechzig fac di derselben,(im Felde der Nro. 3 des Dellabare'schen Mikroskops)— an al in welchem man auf den Mesembryanthemum- Arten nur pl fich fünf bis sechs zählt. Zweitens haben wir bei Gelegenheit der l lite ze Haare gesehen, daß diese, wenn sie vorhanden sind, immer von ui den Nerven oder von den Verzweigungen derselben entspringen;, se hit folglich, wenn ein Blatt jung ist, so sind, da seine Nerven schon sünlich: d (pag. 275) gänzlich gebildet vorhanden sind, die Haare in einem gegebenen Foce Raum:me sehr zahlreich, und in gleichem Verhältnisse, wie seine Dedunsdhe Entwickelung vorrückt, setzt sich das Zellgewebe, indem es größer un eth wird, zwischen die Fasern, entfernt sie von einander, und drängt stch licht zu gleicher Zeit die Haare mit auseinander, so daß, selbst wenn öffnen diese nicht zerstört werden, was zuweilen statt findet, die alten shten Regt Blätter weniger behaart erscheinen, als die jungen, und die Blät— f 4s, por ter eines in fruchtbarem Boden erzeugten Individuums weniger, u Blatthäl als die, eines an einer unfruchtbaren Stelle gewachsenen; folglich Dub bei sind im Allgemeinen die cultivirten Pflanzen minder behaart 9 in Al als die wilden. cc, t Das Mesophyllum begreift vermuthlich zwei Systeme von bun d Organen in sich, welche aber die Anatomie noch nicht zu unter— 1 cl, der scheiden weiß; nämlich: 1) ein System, welches den aufsteigen— 0 1 uc i den Nahrungssaft(seve ascendante) aufnimmt, ihn zu seiner gh e Verarbeitung mit der Luft in Berührung bringt, und die Ver— safahen dunstung der überflüssigen Theile zuläßt. 2) Ein System, wel— 1.. ches den verarbeiteten Saft aufnimmt, und ihn in den Stengel,. de de wo er zur Ernährung dient, zurückleitet. Die physiologischen Er— ngen scheinungen beweisen das Daseyn dieser zwei Systeme in den Blät— 10% fe tern; allein die anatomische Beobachtung hat sie noch gar nicht wahrgenommen; man weiß nicht einmal, ob die beiden Verrich— Ne 9 ssen, ge llußz s ffuunge be(vais Zahl uu, Blatt if, pmäßiz auf dem d sechzg roskope ten nur heit der ner bon ringen; n schon gebenen ie seine 5 größer d drängt st wenn e alten »Blät⸗ eniger, olglich ehaakt ne bon unter⸗ teigen⸗ seiner e Ver⸗ wel⸗ engel, en Er⸗ Blät⸗ r nicht errich⸗ — 233 tungen abwechselnd durch die gleichen Organe ausgeübt werden, oder ob sie, was das Wahrscheinlichere ist, zwei verschiedenen Systemen angehören. Die beiden Oberfiächen der Blätter sind wahre Häutchen (Cuticulae), und Alles, was wir von diesem Organe gesagt ha— ben, läßt sich auf sie anwenden; namentlich kann man, indem man die Arten unter einander vergleicht, bemerken, daß sich die Häutchen desto leichter abnehmen lassen, je weniger das faserige Gewebe im Verhältniß zum Zellgewebe beträgt, und je kleiner folglich die Zahl der Spaltöffnungen einer Oberfläche ist. Mit andern Worten: das Häutchen löst sich leichter ab bei den Pflan— zen mit reichlichem Zellgewebe; so sind die sehr krautartigen Blät— ter leichter zu enthäuten, als die faserigen. Vergleicht man aber die verschiedenen Oberflächen einer und derselben Art unter einan— der, so wird diese Regel durch eine entgegengesetzte abgeändert, nämlich: daß die Häutchen der Blätter sich da, wo sich viel Spaltöffnungen vorfinden, leichter ablösen lassen, weil daselbst die Verdunstung größer ist, und bie äußere Haut dadurch mehr Consi— stenz erhält. So ist bei jedem Blatte dasjenige Häutchen, das sich leicht wegnehmen läßt, auch das, in welchem man Spalt— offnungen zu finden erwarten muß. Diese scheinbar entgegenge— setzten Regeln modificiren sich gegenseitig und ihr Zusammentreten ist es, woraus alle die verschiedenen Grade des Zusammenhangs der Blatthäutchen entspringen. Die beiden Oberflächen sind oft sehr von einander verschie— den; im Allgemeinen bietet die obere nicht sehr hervorragende Nerven, und folglich ein ebeneres Ansehen dar; sie hat eine geringere Menge von Haaren; sie hat oft gar keine Spaltöff— nungen, oder doch nur weniger, als die untere Fläche; folglich hängt auch ihr Häutchen fester an, und daher kommt es, daß ihre Farbe ein tieferes Grün ist. Diese Eigenschaften der obern Blattflächen sind vorzüglich ausgesprochen bei den meisten Bäu⸗ men, z. B. beim Birnbaum, u. s. w. Die untere Fläche zeigt meist die den vorigen entgegengesetzten Eigenschaften; sie hat hervorragendere Nerven, und trägt eine größere Anzahl von Haa— ren); sie ist allein mit Spaltöffnungen versehen, oder trägt ) Diese Bemerkung ist zwar im Allgemeinen wahr, aber nicht in (pag. 274) (pag. 275) 234 wenigstens deren eine großere Menge, als die obere Fläche; endlich hängt ihr das Häutchen weniger fest an, weßhalb ihre Farbe im Allgemeinen blasser ist. Bei den schwimmenden Blättern, wie z. B. denen der Nuphar-Arten, bieten die Verschiedenheiten zwischen den bei— den Blatt- Oberflächen besondere Erscheinungen dar; dieselben haben eine glatte und grüne obere Fläche und eine blasse, glanz⸗ lose untere Fläche, allein dennoch besitzt nur die obere, als welche einzig der Luft ausgesetzt ist, Spaltöffnungen. Nicht selten gleichen sich beide Blatt- Oberflächen sowohl rücksichtlich der Zahl der Spaltöffnungen, als des Hervorschei— nens der Nerven, als auch des Grades ihres Grüns und des Aussehens ihres Gewebes, fast gänzlich; dieß bemerkt man an mehrern krautartigen Pflanzen. Indessen scheinen die beiden Oberflächen, sie mögen nun ein sehr verschiedenes, oder ein sehr ähnliches Ansehen zeigen, doch nichts desto weniger bestimmt zu seyn, eine besondere Rolle zu spielen; denn man kann ihre natürliche Lage nicht umkehren. Versucht man es, ein Blatt so umzudrehen, daß seine untere Fläche nach oben, die obere aber nach unten gekehrt wird, so strebt das Blatt beständig in seine natürliche Lage wieder zu— rückzukehren, und hält man es, durch irgend eine mechanische Vorrichtung, in dieser widernatürlichen Lage zurück, so geht es ziemlich bald zu Grunde. Bei den Bäumen mit von Natur hängenden Zweigen drehen sich die Blätter mehr oder minder vollständig um, damit ihnen ihre wahre Lage wieder werde. Diese letztere Erscheinung scheint anzuzeigen, daß das Umwen— den der in die entgegengesetzte Lage gebrachten Blätter nicht nur, wie man glauben könnte, blos daher rührt, daß ihr Blattstiel sich vermöge einer mechanischen Wirkung der Elasti⸗ allen Fallen; so findet man oft beim Astragalus hypoglottis die obere Fläche der Blättchen behaart, und die untere unbehaart. Die Blätter der Passe rina hirsuta sind an der obern Fläche baumwollenartig und an der untern haarlos; 5) allein die Zahl die⸗ ser Ausnahmen ist sehr beschränkt. 4) An einigen Gnaphalien vom Cap hat Rob. Brown einen ähnlichen Bau bemerkt. S. R. Brown, on Composite, p. 124; desselben verm. Schriften, II, S. 372. Anmerk. des Uebers. ru linervata ich bft In Ran 1 aint ehe, es dene 0 Kabel uch de che kun Kalle erben bot, lter Bid Verengung des Blatt des Mese die Mile such Blake sh, daß ihn dae wid Aae tensior een Ein br. acht Fin fe bee dee det i, hf sisch de — eh . Meß fit gi laß dlich. valb iht nen der den hei dieselbe „ glanz re, ale sowohl vorschei und des man an en nun zeigen, ke Rolle kehren. je untere wird, se iber zu⸗ hanische geht es Natur minder werde. imwen⸗ r nicht aß iht Clasti glottis behaart. n Fläche zahl die— * bemerkt. S. 572. 235 cität, zurückzudrehen strebt; denn hier dreht sich ihr Blattstiel von selbst, um die beiden Flächen in die ihnen passende Lage(bas 0 zu bringen. Es gibt sogar Blätter, die, ohne hängenden Zwei— gen anzugehdren, sich von selbst in einer solchen Stellung hal—⸗ ten, die der ihnen natürlich scheinenden entgegengesetzt ist; die— ses Factum hat E. Meyer an den Blattoberflächen der Fes tuca trinervata und einiger anderer Gramineen beobachtet“). Die Ursache dieser Erscheinung ist noch unbekannt. Der Rand des Blattes wird durch die Nath der beiden Häut⸗ chen bestimmt; bei den flachen Blättern leidet es durchaus keine Schwierigkeit, ihn zu erkennen; bei den dreikantigen Blättern, wie z. B. denen des Mesembryanthemum acinaciforme, wird die obere Blattfläche, obgleich sie zuweilen sehr schmal ist, durch die obere Fläche des dreieckigen Körpers vorgestellt; die untere Kante, oder der Kiel, stellt den Mittel- oder Längen⸗ Nerven vor, die beiden untern Flächen sind die beiden Seiten der untern Blättfläche, und folglich sind die beiden obern Kanten die Vereinigungslinien der beiden Flächen, also die wahren Ränder des Blattes. Bei den cylindrischen Blättern, wie z. B. denen des Mesembryanthemum calamiforme, kann man weder die Ränder, noch die Flächen unterscheiden. Endlich gibt es noch Blätter, welche dergestalt auf sich selbst zusammengelegt sind, daß ihre ganze äußere Oberfläche durch die untere Blattfläche gebildet wird, so die Blätter der Iris, welche man schwertför— mige(ensiformia, franz. ensiformes, en facon de glaive) nennt; sie erscheinen flach, wie die gewöhnlichen Blätter; allein von den Seiten her zusammengedrückt(compressa), statt von oben her plattgedrückt(depressa) zu seyn; in der That sind ihre beiden Hälften aufeinander gelegt; ihre untere Kante ist die Mittelrippe, die obere die Vereinigung der beiden Blattränder. Die Ränder der Blätter zeigen einige bemerkenswerthe Eigen⸗ heiten; häufig sind sie schwielig(callosi); wenn sie Haare tragen, so sind diese gemeiniglich steifer als gewöhnlich, und haben den ) Hiebei ist zu bemerken, wie ich es der mündlichen Mittheilung E. Meyer's verdanke, daß die nach oben gekehrte untere Blatt- flache glänzend grün, die zur untern gewordene obere graugrün ist, daß also die Blätter zur umgekehrten Lage geboren wurden. Anmerk. d. Uebers. (pag. 277 (pag. 278) 236 Namen Wimpern(eilia, franz. cils) erhalten; solche Wim⸗ pern zeigen das Daseyn eines Randnerven an. Bisweilen, vor— züglich bei den Blättern mit ästigen Nerven, laufen diese Aeste mehr oder weniger gerade auf die Ränder zu, und ihre Endigung zeigt häufig einen Punkt oder kleinen Höcker, aus welchem, unter günstigen Umständen, entweder Wurzeln, oder selbst junge Pflan— zen entstehen konnen, wie beim Bryophyllum calycinum). Aus Punkten, die, wenigstens ihrer Lage nach, diesen ähnlich sind, gehen zuweilen auch die Randdornen hervor. Allein diese Erscheinungen können nicht eher deutlich werden, als bis wir uns mit der Anordnung der Blattnerven beschäftigt haben werden. Zi ite Urgtgi e Von der Unterscheidung des Blattstiels und der Blattflaäche. Der Blattstiel(petiolus, im gemeinen Leben im Französischen queue de la feuille, Schwanz des Blattes genannt) ist, nicht die Fortsetzung der Blattfläche, wie es der gemeine Volks— ausdruck(C,queue de la feuille“) anzuzeigen schien, sondern im Gegentheil der Anfang oder die Stütze des Blattes, das Bündel seiner noch nicht ausgebreiteten Fasern. Meistentheils ist ein Blatt aus einem Blattstiele und einer Blattfläche zusammengesetzt, zuweilen aber fehlt ihm einer oder der andere dieser Theile; in diesen verschiedenen Fällen nimmt der Blattstiel ein verschiedenes Aussehen an, und es ist oft ziemlich schwer, unter den mannig— faltigen Formen, in welche er sich kleidet, sein Daseyn zu erken— nen. Um ihn in allen seinen Verwandlungen zu verfolgen, wer— den wir ihn zuerst bei den Blättern mit ästigen Nerven, wo sein Bau besser zu erkennen ist, und dann bei denen mit einfachen Nerven untersuchen. Unter den Blättern mit ästigen Nerven, oder denen der Diko— tyledonen ist es, wo der eigenthümliche Bau des Blattstiels am deutlichsten ist, und wo man ihn unter seiner einfachsten Gestalt kennen lernen kann. Bei ihnen zeigt er sich am häufigsten in Ge- stalt eines länglichen und ungefähr cylindrischen Faserbündels; seine ) Man sehe Taf. 22, Fig. 1, 2. fe if echt b olg gab i 10 a bnenfdt g ben adi ff fa an den! ache de an dee fue dhe ge en Agebe nungen f h u ichfenhei I fickt be sich mit. Die sosentiche 9 2 cht es ud Hare, fiche wollt landet Lathyrus . feen eig f 5 st af, eg d de we de 0 0 n lk. sünhe! f ö 2 Anz, P 00, f 0 2, 0 ab. le. soche Win pellen, 9h diese Nest e Endigun chem, unn unge Pfan Clnum 00 sen ähnlih Alein diet is wir unz verden. attflächt, anposischer nannt) ist, eine Volks, sondern in 6 Buldel ils ist ein jengesetzt, heile; in chiedenes mannig⸗ zu erken⸗ zen, wer⸗ wo sein einfachen der Diko— stiels am u Gestalt n in Ge⸗ ls; seine 237 Länge ist sehr verschieden, bald ist er länger als die Blattfläche, bald so kurz, daß man sagen kann, er sey gar nicht da. Seine Gestalt ist entweder ganz cylindrisch, oder etwas plattgedrückt, oder rinnenförmig ausgehöhlt, seine obere Seite ist hohl(eoncav) oder erhoben(convex), die untere zu einer Rückenkante erhoben, oder endlich ist er von den Seiten her stark zusammengedrückt, wie man an den Pappeln sieht, bei denen die außerordentliche Be— weglichkeit der Blätter von dieser Form des Blattstiels herrührt. In allen diesen Fällen ist der Blattstiel einfach, und besteht nur aus einer gewissen Anzahl dicht aneinander gedrängter mit längli⸗ chem Zellgewebe untermengter Fasern. Er führt niemals Spalt⸗ öffnungen; aber den Nerven gleich, deren Anfang er ist, hat er oft Haare und Drüsen. Seine Farbe ist gewöhnlich blaß, seine Beschaffenheit ziemlich fest; er zersetzt das kohlensaure Gas nicht, und wirkt bei der Verdunstung des Wassers nur wenig oder gar nicht mit. Diese gewohnliche Form des Blattstiels wird durch mehrere wesentliche Umstände abgeändert: 1) Wenn der Rand des Blattstiels abgeplattet ist, so ge— schieht es bisweilen, daß er sich an den Seiten in einen flachen und blattartigen Theil ausbreitet, der dem Parenchym der Blatt⸗ fläche vollkommen gleicht; alsdann sagt man der Blattstiel ist gerandet(ordé); von dieser Art ist z. B. der Blattstiel des Lathyrus articulatus; diese Randfläche des Blattstiels ist mit allen Eigenschaften der gewöhnlichen Blattfläche begabt, und kann in physiologischer Rücksicht ihre Stelle vertreten“). Wahr⸗ scheinlich ist dasjenige, was man beim Nepenthes*) Blatt nennt, ein gerandeter Blattstiel, und der am Ende befindliche Becher die wahre Blattfläche. Vielleicht, daß man bei der Dio— na ea) den untern Theil des Blattes Blattstiel nennen, und den Namen Blattfläche nur für die beiden reizbaren Lappen behal— ten sollte. Die Randfläche der gerandeten Blattstiele weicht im Allgemeinen von der gewohnlichen Blattfläche darin ab, daß sie ) MrnBĩB., Elem., Taf. 27, Fig. 8, 9. 0 Dr C., Fl. fr., ed. 3, vol. 1, Taf. 7, Fig. 5. PII. elem. bot, v. 1, Fig. 352, a. Tunr. Iconogr., Taf. 12, Fig. 8. r) Tunp. Icon., Taf. 12, Fig. 7. Pag. 279) 238 keine hervorragende Seiten-Nerven, sondern nur anastomosirende he esto! Adern darbietet. Wenn der Blattstiel bei den zusammengesetzten in gahe Blättern gerandet ist, was häufig vorkommt, so wird die Rand— slengen fläche, wenn die Blättchen einander gegenüberstehen, bei jedem l den gen Gelenke unterbrochen; so z. B. besteht der Blattstiel bei den Ing ae lun 5 pteropodes 9) oder bei der Fagara pterota“) aus eben af, u de 10 0 so vielen Gelenkabschnitten(articles), als Blättchenpaare fang N59 9 11 5 vorhanden sind, und jeder Abschnitt ist mit einem blattartigen e Al 111 Flügel eingefaßt. 5 0 65 Angenommen nun, daß alle Seitenblättchen fehlten, wovon lde man bei den zusammengesetzten Blättern häufige Beispiele antrifft, l dil so würden zwei Fälle eintreten: wäre kein Endblättchen vorhan- Wage den, so bestünde das Blatt aus aneinandergereihten Abschnitten;; g! dieß ist, was man ein gliederhülsenförmiges Blatt(koljum ch un lomentaceum) genannt hat, und wovon eine von Noronha dt debe auf Madagascar**) entdeckte Bignonia ein Beispiel lie⸗⸗ amfisend! fert; ein solches Blatt ist nichts Anderes, als ein aus gerandeten i Alas Abschnitten bestehender Blattstiel, dessen Blättchen fehlgeschlagen Abegeben sind. Ist aber das Endblättchen vorhanden, so hat man bald sielen, d einen gerandeten, mit einem einzigen Blättchen geendigten Blatt⸗„ gelchitde stiel, was beim Pomeranzen- und Citronenbaum, beim Des mo— schoften ö (bs. 280) fium triquetrum) u. a. m. der Fall ist; bald einen fungen, cylindrischen Blattstiel, der mit einem ebenfalls cylindrischen Blätt⸗ Une, se chen endigt, wie bei Sarcophyllum), bald, und dieß ist Due! der häufigste Fall, einen gewöhnlichen Blattstiel, der sich mit n hochsten einem einfachen Blättchen endigt, was man an mehrern Ononis⸗ soliatun Arten sieht, die deßhalb, obgleich ihre Blätter einfach sind, 0 se gil iti ) HKux TH, Mimos., Taf. 11, 12, 15, 14. fü Bau **) HAxN. Term., Taf. 14, Fig. 12. 1 glad *) Man sehe Taf. 39, Fig. 1. 1 7 Taf. 28, Fig. 2 1 4) Taf. 14, Fig. 4. Ich spreche hier vom Blattstiel des Sarcophy!. b; lum als von einem cylindrischen; allein er weicht von den gewöhn⸗ ah lichen Blattstielen darin ab, daß seine ganze Oberfläche mit einem m L. blattartigen Parenchym überzogen ist, wie gewisse Zweige, so daß er seiner Lage nach ein Blattstiel ist, aber vermöge des ihn be⸗ kleidenden blattartigen Parenchyms das Geschäft einer Blattfläche verrichtet. tomosttenz; nengesetzin die Rafz bei jeden den Inget ) aus ebe ttchenpam blattartgen en, wobon ele antiff, en vorhan bschnitten; t(foliun Noronhe eispiel lie gerandeten hgeschlager t man bab ten Bla. m Desmo- halb einen hen Bat nd dieß it r sich mit Ononis⸗ fach sitd, reo phy!* hen gewöhn⸗ e mlt elnem ige, so daß des Ihn be⸗ Blattflähe 239 nichts desto weniger zu den Pflanzen mit zusammengesetzten Blät— tern gerechnet werden müssen u. s. w. Diese verschiedenen Bei— spiele mögen beweisen, wie leicht es ist, die eigentliche Blattfläche mit dem gerandeten Blattstiel zu verwechseln. Uebrigens ist diese Verwechselung von geringer Wichtigkeit; denn man konnte sagen, daß, da die Mittel- oder Längsrippe der Blättfläche eine Fort⸗ setzung des Blattstiels ist, alle Blattflächen nichts Anderes als gerandete Blattstiele seyen. 2) Es gibt Dikotyledonen, wie z. B. die Mehrzahl der umbelliferen und Ranunculaceen, bei welchen die Fasern, die den Blattstiel bilden sollen, anstatt von ihrem Ursprung an in ein gedrängtes Bündel vereinigt zu seyn, neben einander, in einer, den ganzen Umfang des Zweiges, oder einen beträchtlichen Theil desselben umschließenden) Querreihe entspringen. Der Anfang (base) des Blattstiels ist alsdann platt, und mehr oder weniger umfassend oder scheidenförmig(engainante); allein bald streben die Blattstielfasern sich wie gewohnlich in Bündel zusammen— zubegeben, und der obere Theil des Blattstiels ist von den Blatt⸗ stielen, die schon bei ihrem Anfangspunkte rundlich sind, nicht verschieden. Die Scheide, obgleich platt, behält doch die Eigen— schaften des Blattstiels; sie hat nur wenige oder gar keine Spalt⸗ öffnungen, zersetzt nicht immer das kohlensaure Gas; mit Einem Worte, sie ist eine Blattstielfläche und kein blattartiger Theil* Diese Ausbreitung des untern Theils des Blattstiels erreicht den höchsten Grad bei den obern Blättern des Lepidium per— koliatum), des Bupleurum perfoliatum u. s. f., wo sie gänzlich das Ansehen einer wirklichen Blattfläche annimmt. Am obern Theile der Stengel der Umbelliferen sieht man häufig diese Blattstielscheiden, ob sie gleich weder eine Blattfläche, noch den cylindrischen Theil des Blattstiels hervorbringen konnten. Fände man eine Umbellifere, die nichts als diese Scheiden hätte, so konnte man versucht seyn, ihnen den Namen Blätter beizulegen, obgleich es offenbar scheidenartige Blattstiele wären. So nennt man beim Lathyrus Nissolia Blätter, was wahre Blattstiel⸗ ) Man sehe auf Taf. 2, Fig. 2, a, b, o das Beispiel der Blatt— stielscheide der Platane und Fig. 1. derjenigen des Smilax. % HavN. Term., Taf. 28, Fig. 6. h Jace, Fl. Austr., Taf. 346. ag. 281) 240 scheiden sind, die sich, wenn ihnen die Blattfläche gänzlich fehlt, noch mehr als gewöhnlich ausbreiten, und einigermaßen die phy— siologische Rolle der Blätter übernehmen. Es ist möglich, daß man dieser Klasse von Erscheinungen auch den sonderbaren Bau des Cyclamen linearifolium h beizuzählen hat; die Mehr— zahl der Deckblätter, und mehrere Schuppen der Blattknospen, sind den eben angeführten ähnliche Ausartungen der Blätter. Vergleicht man die Schuppen oder Blätterspuren der Monotropa- Gag. 28 mit den untern Enden der Pyrolen-Blattstiele, so gelangt man ebenfalls dahin, sie für Blattstielscheiden zu halten, und der Analogie zufolge soll man bei den Orobanche, der Lathraea u. s. w., die gleiche Folgerung zulassen. Der Blattstiel der Polygoneen ist an seinem untern Ende ebenfalls mit einem häutigen und scheidenförmig umschließenden Anhang versehen, den man Tute(Ochrea)*) nennt; allein seine anatomische Geschichte ist noch etwas dunkel, und man kann ihn fast eben so gut als eine Blattstielscheide, oder als aus zusammengewachsenen blattachselständigen Afterblättern ge— bildet, ansehen**). 3) ) Dy C., Icon. Gall. rar., Taf. 8. Wenn diese Vermuthung sich be— stätigt, so wäre diese Pflanze eher eine Mißbildung des Cyela men Europäum, als eine besondere Art; die Schwierigkeit die man findet, sie selbst an den Orten, wo Olivier sie entdeckte, anzutref— fen, bekräftigt diese Meinung. Das Exemplar, welches der Abbil— dung, die ich davon bekannt gemacht habe, zum Muster diente, ver— wahre ich sorgfältig in meinem Herbarium. ) Harx. Term., Taf. 8, Fig. 4. ) Umständliche Beschreibungen der Ochree finden sich in meinem Prodr. Monogr, generis Polygoni, Geneva 1826. S. 7 und 10 und folg. Taf. 1 und 5. Rücksichtlich ihres anatomischen Baues, den ich noch kürzlich an Poly gonum Bistorta, P. Alpinum, P. Convolvulus, P. Persicaria und P. avleulare untersucht habe, füge ich hier noch hinzu, daß ich bei keiner dieser Arten mit Bestimmtheit Spaltöffnungen wahrgenommen habe. Nur bei dem einzigen P. Bistorta, dessen ochrea überhaupt am meisten ein blatt⸗ artiges Aussehen und selbst unter ihrer cuticula ein grünes Parenchym zeigt, kamen mir einzelne sehr zerstreut liegende ovale Körper mit einer Oeffnung in ihrer Mitte vor, die, wenn 9 65 fig ii. fung ch fan för e 0 Auf sllodin nen Neu shftdatk fil hen N der al, und 1.. Aae te en in enn Vati chen, und uhr 1 Jäche, f mit ander ben, die seßit se abauer dhe, i agel. El 15 1. 1 ln es, ten, f heel , de pub! M ochr Aüsel ir t ef 0 gf dune! u, r., . 0 I aal. Dammes Hlich fich, n die phh⸗ glich, daß baren Bau die Mehr utknospen, r Blätter notropa langt man und der Lathraez rn Ende ließenden t; allein und man oder als iͤttern ge⸗ 9 ig sich be⸗ clamen die man anzutref⸗ er Abil⸗ ute, ver⸗ meinem und 10 itzlich an Iyulus, füge ich umtheit einzigen in blatt⸗ grünes legende or, die, wenn 241 3) Es kommt bisweilen vor, zumal wenn sich die Blatt- fläche nicht entwickelt, daß der Blattstiel, ohne an seinem Ur— sprung scheidenförmig zu seyn, sich in seiner ganzen Länge in eine Form erweitert, welche zwischen der eines Blattes und der eines Blattstiels die Mitte hält, und dann hat er den Namen Phyllodium erhalten. So sieht man bei Untersuchung der meisten Neuholländischen Akazien, daß sie in ihrer Jugend dop— peltgefiederte Blätter mit dünnem, ungefähr cylindrischem Blatt— stiel zeigen). So wie die Pflanze älter wird, sieht man die Zahl der Blättchen sich vermindern, den Blattstiel breiter werden, und nach und nach verschwinden die Blättchen gänzlich, und alle Blätter sind auf zu einem Phyllodium erweiterte Blattstiele reducirt. Diese sind flach, lederartig, fest, an den Rändern immer ganz, mit Längsnerven, welche die Spuren der den Blattstiel gewöhnlich zusammensetzenden Fasern sind, ver— sehen, und stehen auf dem Stengel gewöhnlich in einer den wahren Blättern entgegengesetzten Richtung, d. h. so, daß ihre Fläche, statt horizontal zu stehen, ungefähr senkrecht steht, oder, mit andern Worten, daß ihre Oberflächen, statt die eine nach oben, die andere nach unten gekehrt zu seyn, den Seiten zuge— kehrt sind. Es gibt Arten, welche während ihrer ganzen Le— bensdauer mit gewöhnlichen Blättchen versehene Blattstiele, und andere, in ein Phyllodium verwandelte, untereinander gemengt tragen. So die Acacia heterophylla, A. Sopho- rae) u. a. m. Einige tragen an ihrem obern Rande zwei wenn es, was ich nicht zu entscheiden wage, nicht wirklich stomata waren, ihren Bau wenigstens täuschend nachahmten.— Im Uebri— gen bestehen die ochreæ aus mehr oder minder langgestreckten Zel— len, die denen, welche die Gefäße begleiten, gleichen, und ihre Rip pen sind Faserbündel, die sich ganz wie die der Blattfläche verhalten. Die ochreæ haben die merkwürdige Eigenheit, daß sie die in der Achsel ihres Blattes oder aus dem nächsten obern Knoten des Sten— gels entspringenden Blätter völbkig in sich einschließen und bedecken, und auf diese Weise gleichsam das Geschäft der Knospenschuppen der Bäume verrichten.(Man sehe Prodr. monogr. Polyg., Taf. 1, Fig. 18, o, e, u. s. f. Anm. d. Uebersetzers. *) VENT., Malm. Taf. 64, Fig. 1. ß * LaBILL. Nov. Holl., vol. 2, Taf. 237. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 16 Gag. 283) (pag. 284) 242 Drüsen, welche die Stelle andeuten, wo die mit Blättchen ver— sehenen Verzweigungen entspringen sollen. Alle diese Merkmale zeigen ihre blattstielartige Natur an; allein die Fasern dieser Blattstiele sind weit genug von einander entfernt, um zwischen sich ein wenig Parenchym zuzulassen, und um Spaltöffnungen zu besitzen; woraus hervorgeht, daß diese Organe physiologisch die Stelle der Blattfläche vertreten. Aehnliche Umwandlungen finden bei einigen Arten von Oxalis statt, so z. B. bei Ox a- lis bupleurifolia) und 0. fruticosa. Was wir bei Verfolgung der Geschichte der Keaciae heterophyllae deutlich unter unsern Augen vorgehen sehen, das, vermuthe ich, findet auch bei einigen andern, minder augen— scheinlichen, Fällen statt. So z. B. scheinen mir die Blätter mehrerer Bupleurum wahre Phyllodia zu seyn; sie gleichen wirklich denen der Akazien vollig, und sind ihnen insbesondere sowohl durch ihr schwieliges, ein Fehlschlagen andeutendes, Ende, als durch ihre senkrechte Stellung, die bei den wahren Blatt— flächen fast niemals vorkommt, ähnlich. Die angeführten Gründe werden durch das Bupleurum difforme verstärkt; diesen Namen hat man der einzigen Art gegeben, welche den Bau der Blätter dieses sonderbaren Geschlechtes verräth. In ihrer Jugend hat sie, wie die Akazien, Blätter mit entwickelter Blattfläche, die nach Art der Umbelliferen, ausgeschnitten ist; im erwachse— nen Zustande hat sie nur noch Phyllodia. Diese Klasse ist es ferner, oder die vorhergehende, welcher ich die Blätter des Ranunculus gramineus, und überhaupt aller derjenigen Dikotyledonen, deren Blätter mit der Länge nach und parallel laufenden Nerven versehen erscheinen, zuzuzählen geneigt bin. 4) Seltener ereignet es sich bei gewissen Blättern, daß die Blättchen fehlschlagen, und die Blattstiele nackt und cylindrisch bleiben, ohne sich weder in eine Wickel-Ranke(Cirrhus) noch in einen Stachel zu verwandeln. Dieß ist z. B. der Fall bei Lebeckia nuda) und Indigofera juncea, welche Einige aus diesem Grunde aph⁵ILa) genannt haben. *) Sr. HIIAInE, Fl. Bras., Taf. 23. *) Man sehe Taf. 14, Fig. 5. ) Bot. Magaz., Taf. 2214. ) Den Furfet k. gh beben 6 0 uch an de. fle schlage I dr fo Tafel, wi wal, o! fag anz Endl ume p r Vat , as mas Fil seyn wer fi dee zr fich her Veirg Auffachen! hlledonen, dun hs 1 dee An s, daß f, daß del e fed an at ei afl, i A Alisma. fal egen ehe It d e l fi chen ven Merkmal ern diese zwischen offnungen psologsch indlungen bei Ox. caeise en sehen, er augen: Blatter gleichen sesondere 8, Ende, n Blatt⸗ n Gründe ktz diesen Bal der Jugend ittfläche, rwachse⸗ lasse ist ter des jenigen parallel t bin. daß die lindrisc us) noch Fall bei pelche 243 5) Wenn bei den zusammengesetzten Blättern das Ende des Blattstiels kein Blättchen trägt, so geschieht es oft, daß dieses weich bleibende Ende sich entweder in eine kleine Granne oder in eine wahre, einfache oder doppelte Wickel-Ranke verlängert, wie man es an den Orobus, Vicia und Lathyrus sieht; bis— weilen schlagen selbst alle Seitenblättchen fehl, das Blatt besteht dann nur noch aus dem in eine Wickel- Ranke verwandelten Blattstiel, wie bei Lathyrus aphaca h; allein bei diesem Beispiel, so wie auch bei den Phyllodien, zeigen die Blätter der jungen Pflanze häufig Blättchen, welche in der Folge fehlen. 6) Endlich ereignet es sich oft, in denselben Klassen von zusammengesetzten Blättern, bei denen das Endblättchen fehlt, daß der Blattstiel an seiner Spitze sich zu einem Stachel verhär— tet, was man bei den Traganth-Astragalen sieht. Da ich im Fall seyn werde, im ersten und zweiten Kapitel des IV. Buches auf diese zwei letzten Ausartungen zurückzukommen, so halte ich mich hier nicht dabei auf. Betrachten wir nun auf die gleiche Weise die Blätter mit einfachen Nerven, oder diejenigen der phanerogamischen Monoko— tyledonen, so werden wir analoge Erscheinungen antreffen. Der Bau ihres Blattstiels, wenn anders einer vorhanden ist, wird durch die Anordnung ihrer Fasern modificirt; diese entstehen im— mer so, daß sie in einer Querreihe neben einander liegen, derge— stalt, daß der untere Theil des Blattstiels immer mehr oder we— niger scheidenförmig ist; oberhalb der Basis nähern sich diese Fasern oft einander zu einem dreikantigen oder halbeylindrischen Blattstiel, wie z. B. bei mehreren Arten von Hemerocallis, von Alisma, u. a. m. Fast bei allen Palmen findet man ebenfalls einen ungefähr dreikantigen Blattstiel, der sich unten zu einer Art dürren Scheide erweitert, deren Fasern sehr deutlich und oft von allem Parenchym entblößt sind; oft aber ist auch der Blattstiel scheidenartig und gleichsam blattartig; dieß sieht man insbesondere bei den Gramineen, wo er den Namen Scheide (Vagina, franz. gaine) führt*). Diese cylindrische Scheide ) Sow ER. Eugl. bot., Taf. 1167, Dy C., Legum., Taf. 15, Fig. 82. ) Marr. oper., ed. in Ato., vol. 1, Taf. 13, Fig. 65. Tun., Icon., Daf, 7, Fig. 9. 16* (pag. 285) 244 umgibt den Stengel in einem beträchtlichen Theil seiner Länge;. meist⸗) ist sie ihrer ganzen Länge nach gespalten, weil die beiden F. 4 Ränder frei bleiben; äußerlich trägt sie an ihrem obern Ende* 114 eine Blattfläche mit gleichlaufenden Nerven, welche durch eine 1 Art schwieliger Einschnürung von der Scheide getrennt ist. Das 3 (28. 2860 obere Ende dieser Scheide verlängert sich inwendig in ein kurzes, 1 85 spreuartiges und meist längs dem Stengel anliegendes Häutchen, 7 0 welches den Namen Blatthäutchen(besser Blattscheidehäut— 5 „ chen, ligula, franz. lIanguette, ligule) erhalten hat. Die Cype⸗ r 1 raceen weichen, hinsichtlich ihrer Blätter, von den meisten Gra— 1 25 l mineen nur darin ab, daß J) ihre Scheide fast immer ganz ist, 1 l d. h. daß ihre beiden Ränder dergestalt mit einander verwachsen, daß sie eine wahre cylindrische Röhre bilden; daß Y ihnen das 1 Blatthäutchen größtentheils fehlt; und daß 3) ihre Blattfläche N a von der Scheide weniger scharf unterschieden ist. 1 Dieß sind Beispiele, bei welchen das gleichzeitige und bestän— dige Vorhandenseyn der Blattfläche und des Blattstiels über die uur, Nef F lt 9 . Beschaffenheit des einen und des andern fast gar keinen Zweifel 0 . 14 f mehr übrig läßt; allein es gibt zweideutige Fälle, die eine beson— 1 17 9 5 dere Aufmerksamkeit verdienen. Untersuchen wir die gemeine. r fr 1 Sagittaria, so finden wir, daß, wenn sie außer dem Wasser 3 wächst, alle ihre Blätter sehr deutlich zu unterscheidende Blatt—, 255 58 1 flächen und Blattstiele haben; wenn sie aber im Wasser wächst, bin* J so schlägt ihre Blattfläche fast immer fehl, und der Blattstiel N e b nimmt alsdann, statt seiner dreikantigen oder cylindrischen Ge— def c 5 stalt, das Ansehen eines flachen, blattartigen Bandes an, wel— fig 5 ches sich in eine Schwiele endigt, die derjenigen ähnlich ist, die dum: * man an den Blattstielen solcher Dikotyledonen, bei welchen die he nen 1 Blattfläche fehl schlägt*), beobachtet; nicht selten findet man u, agen 1 Ates zu. 1 1 ..) Ich sage meist, weil Dupont bewiesen hat Gourn. Phys., 1819,*. 0 1 October), daß es unter den Gramineen welche gibt, uad zwar die En. Der 18 7 großere Zahl, bei denen die Scheide der ganzen Länge nach gespal-⸗ fern: 1 ten ist, andere, wo sie am Gipfel mehr oder weniger gespalten und dun de 1 am untern Theile ganz ist; andere endlich, wie die der Melia, 1. 0 1 Glyceria, Catabros a, u. s. w., bei denen die Scheide in 3 5 N 95 ihrer ganzen Länge durchaus ungespalten ist. Fun itim f 9 Plor. dan. Taf. 172. Loks. prass., Taf. 74. Man sehe unsere 4 12 5 Taf. 12. l 1 Wald 1—— ——U—äʒä ñ ͥ—— r — ler Länge; die beiden bern Ende durch eine ist. Das ein kurze, Hätchen, heidehäͤu⸗ Die Ohe, isten Ga r ganz is, erwachsen, ihnen das Blattfläch nd bestän⸗ b über die gen Zweift. eine besol⸗ ie gemein en Waser sde Blatt— er wächst, Blattstil schen Ge— an, wel⸗ ch ist, de elchen de indet maß 8. 18100 ab zwar de nach gespale alten und Meli ca, Scheide in sehe unsete * 245 Individuen, welche diese beiden Arten von Blättern zugleich be— sitzen. Die nämliche Erscheinung findet bei den Potamogeton— Arten statt, bei welchen die auf dem Wasser schwimmenden Blätter eine gut ausgebildete Blattfläche haben, während hin— gegen die unter Wasser befindlichen nur aus einem häutigen Blatt— stiele bestehen. Die Vergleichung der verschiedenen Strelitzia der Gärten liefert ein ähnliches Resultat; ihr Blattstiel ist an seinem untern Ende scheidenartig, dann cylindrisch, weiter oben etwas verdünnt; an der Spitze trägt er eine sehr deutliche Blatt— fläche, welche bei Strelitzia reginae ziemlich groß, bei Str. parvifolia um die Hälfte kleiner, und bei Str. jungea vollkommen verschwunden ist, so daß folglich, was man Blätter nennt, Blattstiele sind. Wie sollen wir nun, nach diesen Beispielen diejenigen blatt— artigen Organe der Monokotyledonen nennen, welche in ihrer ganzen Länge gleichartig sind, und bei denen es unmoglich ist, einen Blattstiel oder eine Blattfläche zu unterscheiden, wie z. B. bei den Hyacinthen, den Alos u. a. m.? Man hat diesen Orga— nen den Namen Blätter gegeben, was anzudeuten schien, daß man sie für sitzende Blattflächen gehalten habe; allein, da diese Meinung ohne irgend eine Untersuchung angenommen worden ist, und zwar zu einer Zeit, da man von den Ausartungen der Organe gar keine Ahnung hatte, so bleibt uns die Frage noch ganz zu lösen übrig. Sind es Blattflächen stielloser Blätter, oder sind es Blattstiele ohne Blattflächen? Aus folgenden Beweggründen neige ich mich zu der letztern Meinung: 1) haben diese Organe mit denjenigen Blättern, bei welchen man gewöhnlich eine Blattfläche und einen Blattstiel be— merkt, augenscheinliche Aehnlichkeit. Wenn die Strelitzia juncea nur Blattstiele hat, so ist es sehr schwer zu denken, daß die angeblichen Blätter der Littae a von andrer Natur seyn sollten. Wenn die Scheide, welche die Blattflächen der Ep i- dendrum trägt, ein Blattstiel ist, so hält es schwer, zu be— haupten, daß die Scheide der übrigen Orchideen nicht auch ein solcher seyn. Wenn die Scheide der Gramineen ein Blattstiel ist, warum sollten die scheidenartigen Blätter der benachbarten Fami— lien etwas Anderes seyn? 2) kennt man in den beiden Klassen der vasculären Gewächse viele Beispiele von scheidenförmigen (pag. 287) 246 Blattstielen, aber von scheidenförmigen Blattflächen hat man kein Beispiel. Alle Blattflächen der wahren Blätter werden, pag. 286) welches auch immer die Anordnung ihrer Nerven sey, am untern Ende schmäler, und zeigen an dieser Stelle ein mehr oder minder auffallendes Auseinanderlaufen ihrer Fasern; man bemerkt das— selbe in den Blattflächen der Aroideen, der Potamogeton— Arten, der Palmen, wie bei den Dikotyledonen; dieses Ausein— anderlaufen ist es ja selbst, welches den Begriff der Blattfläche und die Erscheinung der Fasern-Ausbreitung ausmacht. Nun aber erweitern sich alle diese Blätter an ihrem untern Ende, wie Blattstiele, statt sich wie Blattflächen zusammenzuziehen; 3) endi— gen sich die Phyllodien, oder Blattstiele ohne Blattfläche der Di— kotyledonen, entweder mit einem Stachel, wie die der Aloé, oder mit einer Wickel-Ranke, wie die der Flagellaria und Me— thonica), oder mit einer Schwiele, wie die der Hyacinthe und einer Menge anderer Pflanzen. Diese verschiedenen Endi— gungsweisen, welche ein Fehlschlagen anzeigen, finden sich un⸗ ter ähnlichen Umständen in beiden Klassen wieder. 4) Hat die Untersuchung der Dikotyledonen beweisen können, daß es eine große Menge Beispiele von Blättern ohne Blattfläche gibt, und folglich kann man dieß vollig eben so gut auch bei den Monokotyledonen zugestehen. Diese Erscheinung ist in jeder Klasse bei gewissen Familien häufiger, als bei andern. Ich glaube daher, daß in dieser Klasse, ebensowohl als in der vorigen, vorkommen: 1) Blätter mit Blattfläche und Blattstiel; solche sind, unter den Monokotyledonen, die Sagittaria, das Potamogeton natans, die Hemerocallis, die Palmen, die Gramineen, u. s. f., und unter den Dikotyledonen, der Birnbaum, die fal⸗ sche Acacie, u. s. w. 2) Blätter, die nur einen blattartigen Blattstiel haben, der das Geschäft der Blattfläche verrichtet, wie unter den Mono⸗ kotyledonen die unter Wasser wachsenden Potamogeton-Arten, (pag. sg) die Hyacinthen, die Iris, u. m. a., und unter den Dikotyledo— nen die mit Phyllodien versehenen Acacien, die Bupleurum, der Lathyrus Nissolia, u. s. w. 175 Fl. 1 ed. 35 vol. 1, Taf. 75 Fig. 4. 3 1 fh, li un, det bun al zm Ah in de a Ba b N ft fee Bat fh fr n u mie han Mi hen, Aachen f g. Von Nn. Nane haachtet f uppelker f sad di ache siee ch, un mr is, 1 bon kin sihnt, zr cr Netten bon ehande fe e y scher pit! dungen ful Blat sutlch g 0 hat ma r werden, am unten der minde merkt daf logetoß, 5 Aubkig⸗ Blattfläch ht. Nm Ende, wie J 3) endi he der di⸗ Aloe, oder und Me. Hyacinthe en Endi⸗ sich un sen konnes, Blattflͤhe uch bei den in jeder ohl als in id, unten ogeton ramineel, „die fal⸗ aben, der n Moho⸗ n⸗Akten,„ ikothledo⸗ leurum, 247 3) Blätter, welche eine wahre Blattfläche ohne Blattstiel haben, wie z. B. unter den Monokotyledonen die des Pril- lium, der Paris, der Lilien, u. a. m., und bei den Diko— tyledonen alle diejenigen, die man sitzende Blätter nennt. Zum Schluß dieses Artikels bemerken wir, daß der Ausdruck Blatt in den Werken der beschreibenden Botanik für ein ganzes, aus Blattstiel und Blattfläche bestehendes Blatt gebraucht wird, was der regelmäßigste und gewöhnlichste Fall ist, bald für eine stiellose Blattfläche, wie man es von den sitzenden Blättern sagt, bald für einen blattähnlichen Blattstiel ohne Blattfläche, wie in der Familie der Liliaceen, oder bei den mit Phyllodien ver— sehenen Mimoseen(Mimoseae phyllodineae). Später werden wir sehen, daß dieser Ausdruck auch dfters mit dem vom Blättchen(foliolum) oder Blattabschnitt(segmentum) verwech⸗ selt wird. 5 ritter t; e t Von der Anordnung der Nerven in der Blattfläche. Wenn man die Unterscheidung, die ich so eben zwischen dem Blattstiel und der Blattfläche der Blätter festgestellt habe, gehörig beachtet hat, so wird man sehen, daß diese beiden Organe in doppelter Rücksicht wesentlich von einander verschieden sind; erst— lich sind die Blattstiele, ihre Form und Beschaffenheit mag seyn welche sie wolle, immer aus gleichlaufenden Fasern zusammen⸗ gesetzt, und in den Fällen, wo der Parallelismus nicht voll⸗ kommen ist, sind die Fasern gemeiniglich am untern Ende wei— ter von einander entfernt und gegen die Spitze hin mehr ge— nähert. Zweitens zeigen die Blattflächen insgesammt Fasern oder Nerven, welche am untern Theile mehr oder minder stark von einander divergiren, ihre weitere Richtung sey übrigens welche sie wolle; diese Art des Auseinanderweichens ist es, mit welcher wir es jetzt zu thun haben. Fangen wir zuerst damit an, von dieser Untersuchung eine Anzahl Blätter auszuschließen, deren Nerven so schwach oder so undeutlich ausgesprochen, oder so vollig im Zellgewebe vergraben sind, daß man ihre Richtung nicht mit Sicherheit wahrnehmen (pag. 290) 248 kann; dieß sind saftige oder fleischige Blätter, wie die der Ficoideen, oder untere Enden, auf den Zustand häutiger oder spreuartiger Schuppen herabgesetzter Blattstiele, wie z. B. die Schuppen, welche die Blätter der Spargel, der Ruscus“) vorstellen. Die Grundsätze, die ich nun aufstellen werde, wür⸗ den zwar auch auf sie passen, allein mit besondern Einschrän— kungen, die dem Auffassen der allgemeinen Gesetze nachtheilig seyn würden. Die Fasern, welche in dem Blattstiel mit einander ver— einigt waren und dort ungefähr parallel mit einander fortliefen, laufen, um die Blattfläche zu bilden, nach zwei verschiedenen Re— geln auseinander: 1) die einen trennen sich, indem sie entweder mit dem Blattanfang(basis), oder mit seiner Fortsetzung, einen eigentlichen, und zwar meist einen spitzen, Winkel bilden; man konnte sie winklignervige Blätter(folia anguliner— via, franz. feuilles angulinerves) nennen. 2) Die andern trennen sich, indem sie auf dem Blattanfang, oder auf seiner Fortsetzung, eine mehr oder weniger verlängerte Krümmung beschreiben; man nenne sie vergleichungsweise krummnervige (Folia curvinervia, franz. feuilles curvinerves); erstere sind vorzüglich die Blattflächen der Dikotyledonen, letztere die wahren Blattflächen der Monokotyledonen. Unter den winklignervigen Blättern habe ich schon seit (76g.„9% Langem*) vier Arten der Nerven- Anordnung unterschieden, nämlich: 1) Die gefiedertnervigen Blätter(folia penni— nervia, franz. feuilles penninerves),) oder Blätter mit gefiederten Nerven(à nervures pennéèes), d. h. solche, deren Blattstiel sich in einen Längen-Nerv verlängert, der zu beiden Seiten, in einer einzigen Ebene, Seiten-Nerven ausschickt, ) Taf. 49, Fig. 1, wo man die Schuppe, die das wahre Blatt des 1 Ruscus vorstellt, unter dem blattartigen Zweige sitzen sieht. ) Fl. e ec 3, vol. 1, Principes de Botanique, S. 84, und Taf. 5, wo alle folgenden Anordnungen dargestellt sind. *) Tonp., Icon., Taf. 7, Fig. 12, 13; Taf. 8, Fig. 6, 10; Taf. 9, Fig. 3, 4, 5, 6, 7, 8; und unsere Taf. 16, Fig. 1; 36, Fig. 23 38, Fig. 1. u. s. f. ——ůů 1 B. b 10 c ssd fab, b, bal f bichvel 0 l, de bn mite 1 en 0 false eee 6 Walt e n em g d den Fug hat . Sid ic gehe lineare“ und deb! oval ode ellotique ben untern Crab, ff b haßt f de, keiner! Va ift chalch bon ge, ind rennt ma ere, Heben uf ce hisann fnmblne ft in de Sete ie die dei tiger oder z. B. di iuscus“ erde, wur Einschrä⸗ nachtheilg ander ver⸗ fortliefen, denen Re entweder ing, einen den; man guliner. ie andern auf seiner Krümmung nnerbige 5 5 inerreg9, yledonen, chon seit lschieden, benni ätter mit e, deren zu beiden usschickt, Blat des bt. 81, und 05 Taf. 9, 3 ig. 25 249 wie z. B. das Blatt der zahmen Kastanie;) diese Seiten⸗ Nerven sind bald dick, bald sehr fein; bald weit auseinander stehend, bald genähert; bald einfach, bald mehr oder minder ästig; bisweilen vollkommen gerade, anderemale an ihrem Ende gebogen, den Rand des Blattes verfolgend, u. 5 bilden an ihrem Ursprunge mit dem Mittel-Nerven einen gemeinig— lich spitzen Winkel, dessen Neigung jedoch sehr verschieden ist. In gewissen Blättern ist der Winkel sehr spitz, sind die Sei— ten⸗Nerven dem Längen-Nerven sehr genähert, und dann ist das Blatt gewohnlich länglich; in andern entfernen sie sich unter einem sehr offenen oder selbst rechten Winkel, und dann pflegt das Blatt verhältnißmäßig breiter zu seyn. Eine andere Verschiedenheit, die auf die allgemeine Form des Blattes viel Einfluß hat, ist das relative Längeverhältniß der Seiten-Ner— ven. Sind alle Seiten-Nerven des Blattes kurz, aber deut— lich gleichlang, so ist es linienförmig(. lineare, franz. . linèaire); sind die mittlern Nerven länger, als die der Spitze und des untern Endes, so ist die allgemeine Form elliptisch, oval oder kreis förmig(ellipticum, ovale, orbiculare, franz. elliptique, ovale, orbiculaire); befinden sich die längsten Ner— ven unterhalb der Mitte, so heißt die Blattfläche eifdrmig (ovatus, franz. ové); liegen sie jenseits der Mitte der Länge, so heißt sie umgekehrt-eifdrmig(obovatus, franz. obove). Einer der merkwürdigen Fälle unter den gefiedert- nervigen 5 Blättern ist der, wo die beiden untern Nerven, obgleich augen— scheinlich vom Mittel-Nerven auslaufend, stärker sind, als alle fol— genden, und beinahe die Dicke der mittlern erreichen; solche Blät— ter nennt man dreifach-nervige,(triplinervia, franz. tripli— nerves), z. B. bei Helianthus tuberosus. Bisweilen sind die beiden untersten Nerven auf jeder Seite dick und liegen sehr nahe beisammen, und dann nennt man das Blatt fünffach-genervot (quintuplinervium, quintuplinerve, z. B. bei mehrern Melastoma), weil es in der Nähe seiner Basis fünf Nerven hat, nämlich auf jeder Seite zwei, die vom Mittel-Nerven entspringen. Dieser Bau ) Taf. 14, Fig. 5. (pag. 292) 10 16 4 N (pag. 293) 250 führt uns auf beinahe unmerklichen Stufen zu der zweiten Haupt⸗ klasse der Blätter. 2) Handnervige Blätter“) oder Blätter mit handförmi⸗ gen Nerven,(d. h. deren Rippen wie die ausgespreitzten Finger der Hand stehen), sind die, bei denen vom Anfangspunkte der Blattfläche zugleich mehrere divergirende Nerven auslaufen; diese Nerven sind meist von ungerader Zahl, indem der mittelste die un⸗— mittelbare Fortsetzung des Blattstiels ist. Man zählt bisweilen bis auf sieden, oder neun Nerven, wie z. B. bei mehrern Malvaceen, der Malva Hennigii, Brasiliensis, u. m. a., bei Althaea, u. s. w. Am häufigsten findet man ihrer nur fünf, wie beim Weinstock, oder drei, wie bei Zizyphus, und einer Menge andrer Pflanzen; es ist aber oft schwer, die handförmig— fünfnervigen oder dreinervigen Blätter von den fünffach- oder den dreifach⸗-generoten zu unterscheiden. Der einzige Unterschied be— steht in der That nur darin, daß bei den dreifach-oder fünffach— generoten Blättern die Nerven ein wenig länger mit dem Central— bündel verwachsen bleiben, oder daß das Parenchym sich rückwärts auf die Spitze des Blattstiels ein wenig verlängert. Die geraden Zahlen der Nerven sind weit seltener, als die vorigen, und rühren vermuthlich nur von Verwachsungen unter den ursprünglich ge— paart⸗gefiederten Blättern her. Zu den gefingerten Blättern mit gerader Zahl kann man, wenigstens dem Anschein nach, die der Bauhinia, wo zwei sind, der Oxalis tetraphylla, wo vier sind, u. s. f., zählen. Allein auf diesen Gegenstand werden wir zurückkommen, nachdem wir uns mit den zusammengesetzten Blättern beschäftigt haben werden. Untersucht man denjenigen Theil eines handförmigen Blattes, der einem jeden einzelnen Nerven entspricht, so wird man sehen, daß dieser nach der Weise der gefiederten Nerven Seitennerven ausschickt, und daß alles, was wir weiter oben gesagt, auch von ihnen gilt, so daß man also ein handförmig genervtes Blatt als aus gleich vielen gefiedert- nervigen, unten verwachsenen Blätt— chen bestehend, als es Hauptnerven besitzt, betrachten könnte“), ) Tun., Icon., Taf. 8, Fig. 1, Taf. 10, 11. Man sehe unsere Taf. 38, Fig. 2 und 4; Taf. 15, Fig. 2, u. s. w. *) Die zufälligen Verwachsungen der Blattchen sind ziemlich gemeine 1 deß f, 11 lll. ire Eichel. Au dab: 10 li n Kim U 1 Mf hene N De alt nach bel Hamed 75 en gange cute und 1 heitet do dee Merten; de deine fermig ger 92 pelinerg gestelt( hon der E fruhen guhreiten, hrung geh 0 iim nicht di elten Hauft handfpm izten Fin; spunkte del aufen; di telste die un, it bisweilen ei mehren 55 U. m. g, er nur funf und eine andförmiz h⸗ oder den erschied he⸗ r fünffach em Central c rͤckwärtz Die gerader und rühm, unglich ge latter mit , die det „Ila, wo nd werden engesetzten n Blattez, an sehen, tennerven auch von Blatt all en Blatt„ onnte“), sehe unsete ih gement 251 und dieß ist vielleicht die einzige Weise, die über ihren Bau Auf⸗ schluß gibt. Sie stützt sich besonders auf die wenigstens sonder⸗ bare Erscheinung, daß die Familien, welche sandförmig genervte Blätter darbieten, häufig auch auf eine ähnliche Weise zusammen— gesetzte Blätter zeigen; so z. B. die Ampelideen, die Malvaceen, u. s. w. Man wird diese Meinung noch besser verstehen, wenn man beim Untersuchen der zusammengesetzten Blätter bemerken wird, daß alle Blättchen, und selbst die der gefingerten Blätter, gefiederte Nerven haben. Die allgemeine Form der handförmig nervigen Blätter wird wesentlich bestimmt durch den Grad des Auseinanderweichens der Haupt⸗Nerven, durch ihre Länge und durch ihre Anzahl. Sind sie in geringer Zahl und divergiren sie wenig, so kann das Blatt eine schmale und länglichte Form haben; sie wird, im Gegentheil, um so breiter oder rundlicher seyn, je zahlreicher oder je divergirender die Nerven sind. Der äußerste Fall dieser letzten Art ist es, der die dritte Klasse von Blättern, die der schildnervigen(schild⸗ förmig genervten) ausmacht. 3) Die Blätter heißen schildfͤͤrmig genervt Kuolia peltinervia, franz. peltinerves“), und die Nerven schildförmig gestellt(nervi peltati, franz. neryures peltées), wenn von der Spitze des Blattstiels mehrere Nerven entspringen, die strahlenformig auseinander laufend sich in einer einzigen Ebene verbreiten, welche nicht in der Richtung des Blattstiels liegt, son— dern mit derselben einen sehr deutlichen, oft rechten, oft fast rech⸗ ten Winkel bildet. Von den Nerven liegen die beiden äußersten einander nahe genug, damit der Seitentheil der Blattfläche eines jeden derselben mit dem andern zusammenwachse. Aus dieser An— ordnung geht hervor, daß die Blattfläche bei dieser Art von Blät⸗ tern nicht die Fortsetzung des Blattstiels zu seyn scheint, sondern Erscheinungen, deren ich in der Théorie élémentaire umständlich erwähnt habe; allein um diesen in seinen Folgen so wichtigen Ge— genstand aufzuklären, habe ich hier einige Abbildungen von zufällig verwachsenen Blättern gegeben; solche sind z. B. die der Justicia oxyphylla, Taf. 17, Fig. 5; des Laurus nohilis, Taf. 48, Fig. 2; so auch die Samenblätter der Tithonia tagetiflora, Taf. 50, Fig. l ) Tukp., Iconogr., Taf. 8, Fig. 9. ag. 290) (pag. 295) 252 das Ansehen einer auf die Spitze des Blattstiels gesetzten Scheibe hat; diese mit einem Schilde verglichene Gestalt hat veranlaßt, diese Blätter schildförmig genervte zu nennen; dahin gehören die des Ricinus, der Kapuzinerkresse(Tropaeolum), u. s. w. Wenn alle Nerven, die von der Spitze des Blattstiels strahlen— förmig auslaufen, deutlich gleich lang sind, so hat das Blatt eine ungefähr kreisrunde Gestalt und der Winkel der Blattfläche mit dem Blattstiel ist ungefähr ein rechter; ist der Winkel ein spitzer, so verlängert sich derjenige Nerv, der vermöge seiner Richtung zunächst die Fortsetzung des Blattstiels ist, mehr als die andern und diese nehmen auf beiden Seiten an Länge ab; alsdann ist die allgemeine Form eiförmig(ovata) und bisweilen sogar läng— licht. Es gibt Fälle, wo der schmale Theil der Blattfläche so sehr zusammengezogen ist, daß die schildförmigen Blätter in die handförmigen übergehen, und man findet Arten, z. B. unter den Menispermeen, deren Blätter fast ohne Unterschied diese beiden Gestalten zugleich annehmen. Also kann alles, was ich von den handförmigen Blättern gesagt habe, auch auf die schild— förmigen, die nur eine Abänderung derselben sind, angewandt werden. 4) Die gefußt⸗ nervigen(folia pedalinervia, franz. pédalinerves) Blätter“) weichen von allen vorigen darin sehr ab, daß der Längen-Nerv sehr kurz, bisweilen fast unbemerk— bar bleibt, daß aber auf jeder Seite desselben zwei starke Sei— tennerven entspringen, welche auf der gleichen Ebene auseinan— derlaufen und, statt sich auf beiden Seiten gleichmäßig zu ver— zweigen, an der äußern Seite wenig oder gar keine Verzweigun— gen zeigen, während sie hingegen an ihrer innern Seite, d. h. an der, die gegen die Spitze des Blattes sieht, ziemlich starke secun— däre mit einander fast parallel laufende Nerven aus sich entsprin— gen lassen. Diese sonderbare Anordnung findet sich nur bei einer kleinen Zahl von Pflanzen; dieses Umstandes ungeachtet ist es merkwürdig, daß es diejenigen Blätter sind, bei welchen der Un— terschied zwischen winkelignervigen und krummnervigen Blättern, oder zwischen denen der Dikotyledonen und Monokotyledonen am wenigsten ausgesprochen ist. Bei den erstern findet man die ) Man sehe Dy C., Fl. fr., ed. 5, vol. 1, Taf. 5. fd 19 Joel dus . ehkel 1 en f un digen, und⸗ lu Eo wagen de u um 1 fi 95 jkende! gel) dezent ei de Wogen, ie z. B. weng J ufend mneen, pam huasd für die Nee fils gus, se de le h so dicht , Ven huihat sn dach l p fucben Dioscor Du di 9 Ager Jm eh seh 10 10 iht dad 2 l — r en Scheie beranlaß, ehdͤren di u. s. f, J strahlen: Blatt eine flͤͤche mi ein spitzt, Richtung die anden ledann is gar lang; flache se ter in die B. unter ed diese „was ich die schild⸗ angewandt 2, franz. ain sehr bemerk⸗ ke Sei⸗ useinan⸗ zu vet⸗ zweigun⸗ d. h. an ke secun⸗ entsprin⸗ bei einer et ist es der Un⸗ Blattern, onen am man die 253 fußformig gestellten Nerven beim Gincko, beim Helleborus foetidus und einigen Passionsblumen; bei den zweiten findet man mehrere unter den Aroideen. Letztere haben zwar, es ist Es. 296) wahr, ein sehr ausgesprochenes Streben zu der den Monokotyle— donen eigenthümlichen Krümmung der Nerven und helfen diese Grund-Unterscheidung noch bestätigen. i Somit kommen wir nun zur zweiten der Hauptabtheilungen, derjenigen der mit an ihrer Basis gekrümmten Nerven versehenen, oder krummnervigen Blätter(curvinervia). Unter diesen können wir zwei Klassen unterscheiden, nämlich die mit zusammen— fließenden(. nervis confluentibus, franz. f. à nervures con- vergentes) und die mit ausgebreiteten Nerven(f. nervis divergentibus, franz. feuilles à nervures divergentes). Bei den ersteren sind die Nerven bald in ihrer ganzen Länge gebogen, was alsdann eine ovale oder rundliche Blattfläche bewirkt, wie z. B. bei Hemerocallis, u. a. m.; bald nur an ihrem Anfang leicht gekrümmt, und gegen die Spitze zu gerade, gleich— laufend oder leicht zusammenlaufend, wie man es bei den Gra⸗ mineen sieht. Bei allen diesen Pflanzen, welche bei den phane— rogamischen Monokotyledonen ungefähr das vorstellen, was die handformig genervten Blätter bei den Dikotyledonen sind, laufen die Nerven in ziemlich großer Anzahl von der Spitze des Blatt⸗ stiels aus, und sind einander um desto mehr genähert, je näher sie der Blattmitte liegen. Meist sind sie sogar gegen die Mitte hin so dicht gedrängt, daß sie gleichsam einen Längs-Nerv vorstel— len. Wenn die von der Basis auslaufenden Nerven einander sehr genähert sind, so sind sie im Allgemeinen sehr dünn und obllig einfach; liegen sie weiter auseinander, so sind sie auch dicker und streben etwas sich seitwärts zu verzweigen, wie man bei den Dios core a, den Smila x, u. a. m., sieht. a Die divergirend-krummnervigen Blätter bieten gerade den umgekehrten Bau dar; die im Blattstiel verwachsenen Nerven bil— den ein sehr dickes Bündel und die Bildung der Blattfläche ge— schieht dadurch, daß die Seitenfasern des Blattstiels zu beiden Seiten an einer bestimmten Stelle in Gestalt kleiner gefiederter ) Man sehe Taf. 2, Fig. 1, a. (pag. 297) (Pag. 298) 254 Adern*) auseinander gehen, welche Adern durch ihre Verzwei— gung eine ovale Blattfläche mit feinen, einfachen und parallel laufenden Nerven bilden. So wie diese Trennung der Seiten— fasern zur Bildung der Blattfläche vor sich geht, nimmt das Cen— tral-Faserbündel zugleich an Dicke ab, bis es endlich da, wo es die Spitze erreicht, verschwindet; dieß sieht man am Pisang, an der Strelitzia und mehreren verwandten Pflanzen. Die schöne Familie der Palmen zeigt beide, den krummner— vigen Blättern eigenthümlichen Anordnungsweisen. Diejenigen Palmen, deren Blätter so ausgeschnitten sind, daß sie die handförmigen Blätter nachahmen, gehören zu der Abtheilung der zusammenlaufend krummnervigen, und diejenigen, deren Blatt- lappen die der gefiederten Blätter nachahmen, zu der Abtheilung der Blätter mit auseinanderlaufenden Nerven. Die Vertheilung der Spaltöffnungen steht bei den Blättern mit der Nervenvertheilung in Beziehung. Unter den winkeligner— vigen Blättern, deren Nerven sich sehr verzweigen, indem sie mehr oder weniger unregelmäßige Felderchen(aréoles) bilden, sind die Spaltöffnungen gleichsam auf der Blattfläche zerstreut; bei den krummnervigen Blättern hingegen, welche zum größten Theil einfache oder sehr wenig verzweigte Seiten-Nerven haben, sind die Spaltöffnungen zwischen jedem kleinen Nerven in Längenreihen ge— ordnet. Die allgemeine Form der Blattfläche, welcher in den botani— schen Büchern so häufig Erwähnung geschieht, ist eine Folge der Anordnung der Nerven, und ihre anatomische Wichtigkeit ist folg— lich weit geringer als die der Ursache, welche sie hervorbringt. Es kann eiformige Blätter geben, und es gibt wirklich welche, die durch alle bereits angezeigten Systeme der Nervation gebildet sind; folglich genügt es nicht, um ein Blatt zu beschreiben, nur seine Form anzugeben, sondern man muß hauptsächlich und ganz aus— drücklich anzeigen, welches Nervations-System dieselbe be— wirkt hat. Aus dem Gesammtinhalt dieses Artikels war zu sehen, daß man, obgleich noch einige Ausnahmen stehen bleiben(besonders unter den fußförmig genervten Blättern), demungeachtet den Bau ) Man sehe Taf. 26. 19 Flutfach ch gut 1 Menande nd hingeg nm Nen T in tmn Ne on dite wan abel n lun stut un, und die Au woll ngichen gem Lang. Lan aß man f in ee ung ih an e 0 kene tz srd T. an, de ö g hid (elke Jh , de versci, Nehm, sind dae und 10 e Verz d paralle er Seiter, t das Cef⸗ da, wo ez pisang, a krummner⸗ Diejenigen ß sie die eilung de ren Blaft⸗ Abtheilung Blättemn inkeligner⸗ indem sie bilden, su streut; bei ten Theil „sind die reihen ge⸗ n botani⸗ Folge den t ist folg⸗ ingt. Es lche, die ildet sind; nur seine zanz aul, selbe be⸗ hen, daß besonders den Bau — 255 der Blattfläche bei den beiden großen Klassen der Phanerogamen ziemlich gut unterscheiden kann; daß die Dikotyledonen an ihrem im Auseinanderlaufen Winkelbildenden Nerven zu erkennen sind, während hingegen diese nämlichen Nerven bei den Monokotyledo— nen in gebogenen Linien auseinanderlaufen; daß erstere in Blätter mit gefiederten, handfbrmigen und fußförmigen Nerven eingetheilt werden, daß aber ihre Seiten-Nerven stets nach dem Systeme der gefiederten Nerven verzweigt sind; daß die zweiten(der Monoko⸗ tyledonen) in Blätter mit ausgesperrt oder mit zusammenfließend gekrümmten Nerven eingetheilt werden; daß man endlich fußformig genervte Blätter findet, deren Haupt-Nerven bei einigen Winkel, bei anderen aber Bogenlinien bilden und daß, ungeachtet der zwi— schen ihnen statt findenden Aehnlichkeit die erstern zu den Dikotyle— donen, und die letztern zu den Monokotyledonen gehoren. Wir wollen nunmehr untersuchen, wie man aus diesen ur— sprünglichen Anordnungen die Theorie der Blätterausschnitte ab— leiten kann. Vierter Artikel.: Von den gelappten oder ausgerandeten Blattern. (feuilles lobées ou èéchanerées) Die Methode, die Blattfläche als eine ungetheilte, durch irgend beliebige Ursachen Ausschnitte(échanerures) darbietende Fläche zu betrachten, hat man ganz besonders in allem, was die Ausschnitte der Blätter betrifft, auf die höchste Stufe getrieben; allein als man diese angeblichen Ursachen untersuchen wollte, fand man es unmoglich, sie auszumitteln. Dieß lag darin, daß man wirklich von einer falschen Grundansicht ausging; die Blätter sind keineswegs ganze Flächen, die ausgeschnitten werden, son⸗ dern es sind Theile von Blattflächen, welche mit einander ver— wachsen, oder in verschiedenen Graden verwachsen bleiben und dadurch bald ausspringende, bald einspringende Winkel, bald un— getheilte Flächen bilden. Alle die Ausdrücke, die bestimmt wa— ren, die verschiedenen Grade der Ausschneidung der Blätter zu bezeichnen, sind unter der Herrschaft jener ersten Hypothese ge— schaffen und allgemein angenommen worden; ich werde nun die (Pag. 290) 256 Umstände der zweiten Ansicht angeben und ihnen, um nicht zu viel Neuerungen zu machen, die alten Ausdrücke anpassen. Wenn einige unter ihnen weder sehr bequem, noch sehr richtig scheinen, so erinnere man sich, daß ich sie beibehielt, um eine allzugroße Vervielfältigung der Ausdrücke zu vermeiden, und rechne es mir nicht zur Schuld an, daß dieser ganze Vorrath von Aus— drücken, die zu einem andern Zwecke geschaffen worden sind, dem— jenigen, den ich vor Augen habe, nicht so genau entspricht. Um sich von den Lappen der Blätter einen richtigen Be— griff zu machen, genügt es, von dem Begriff des Blattbaues aus— zugehen: ein langer oder kurzer Blattstiel besteht aus einem Faserbündel; indem die Fasern desselben nach verschiedenen Sy— stemen auseinander laufen, entfernen sie sich von einander und bilden die Nerven; jeder dieser Nerven verzweigt sich nach einem gegebenen Systeme, und so ferner, bis fast alle Fasern Eines Bündels, und alle Gefäße Einer Faser einzeln für sich erschei— nen; da jede Faser aus einem Gemenge von Gefäßen und Zell⸗ gewebe besteht, so entwickelt sich das letztere, wenn ihm das Auseinanderweichen der Gefäße Raum macht, und füllt dann die Zwischenräume aus. Sind diese auf solche Weise mit Zell⸗ gewebe ausgefüllt, so erscheint das Ganze ungetheilt; allein es kann sich zutragen, daß die Gefäße im Verhältniß zum Zellge— webe sich zu sehr auseinander sperren, als daß letzteres den ganzen Zwischenraum zwischen denselben einnehmen konnte, und dann füllt es nur einen Theil des Winkels, den sie untereinan— der bilden, aus; dadurch aber, daß das Zellgewebe nicht den ganzen Winkel ausfüllt, entsteht ein einspringender Winkel, den man eine Bucht(sinus) nennt). Wenn diese Erscheinung nur an den letzten Verzweigungen der Nerven statt findet, so entstehen daraus kleine ausspringen— de Winkel(Zacken), welche man Zähne oder Zähnchen (dentelures) nennt, und kleine Buchten, welche keine besondere Namen erhalten haben. Sind die Zähne spitz, so nennt man sie Sägezähne(dents en scie) und die Fläche heißt dann sägen förmig gezahnt(dentée en seie); sind sie sehr stumpf, 5.— s so ) Man sehe Fl. fr., 1, Taf. 5, wo alle Grade von Ausschneidung in Verbindung mit der Anordnung der Nerven abgebildet sind. t. 1 die fle Ale) Jenn d tenen 0 a falt& gelt gezal? saieto- C les, 8 aun ind del ee hacer in Vas 1 fn d Auhagen 1 10 Um nes in Fl v sctbaren g serzigen Muenchen hen bers! möglichen gaben sitz fudiken Me gaheinen 5 zu Hl ne Zip schutte lla Alt gehe fe ihlet 1 o efiede Ehen! fac pier müthngz fan un fun se bin fing d her f l, die Nunlllez; um nicht z ien. Nn lig scheintn e allzugraß N spricht. chtigen N baues aus aus einen edenen Sy nander und nach einen sern Eines sich erschei an und gel. m ihm dit d fült dan ise mit J ö t; allein ei um gZelge⸗ zteres den nnte, und ntereinan⸗ nicht den, inkel, den weigungel !sspringe⸗ ah nchen e besonden nennt maß heißt dam hr stumpf, fo zsschneidung t sind. d rechne g ) von Alb: n sind, den: 257 so nennt man sie Kerbzähne(erenae, franz. erénelures) und die Fläche heißt dann gekerbt(erenata, franz. eré— nelée). Wenn die gleiche Ursache, welche die Zähne bildet, auf die sehr kleinen Fäserchen, aus denen sie bestehen, wirkt, so ist der Zahn selbst auch gezähnt, und man nennt die Fläche dann do p— pelt gezahnt(duplicato- dentata) oder doppelt gekerbt (duplicato-crenata). Alles, was ich so eben von den Gefäßen oder Fäserchen einer und derselben Faser beschrieben habe, kann, vermöge ähn⸗ licher Ursachen, auch zwischen den Seiten-Nerven eines gefieder— ten Blattes statt finden. Setzen wir den Fall, diese Nerven seyen einander sehr genähert, so kann sich das durch ihre Ver— zweigungen gebildete Parenchym hinlänglich entwickeln, um das von dem nächsten Nerven herrührende zu erreichen, und in die— sem Fall verwächst es damit vor der Zeit der unsern Augen sichtbaren Entfaltung; auf diese Weise kann bei den gefiedert— nervigen Blättern die Blattfläche ganz seyn, sobald die Seiten— Parenchyme sämmtlicher Seiten-Nerven bis an die Spitze dersel— ben verwachsen bleiben; allein, wenn letztere im Verhältniß zur moglichen Entwickelung des Parenchyms zu weit auseinander gesperrt sind, dann bleiben die durch die Entwickelung der se⸗ cundären Nerven gebildeten Theile, oder, wie man sie im All— gemeinen nennt, die Lappen Gobi, franz. lobes), verwachsen, bis zur Hälfte z. B.; die ausspringenden Theile erhalten den Namen Zipfel(divisions), und die Buchten nennt man Ein— schnitte(lissures), und um zugleich auszudrücken, daß das Blatt gefiederte Nerven hat, und daß seine Seitenlappen bis zur Hälfte ihrer Länge mit einander verwachsen sind, sagt man, es sey gefiedert-geschlitzt innatifidum). Setzen wir nun den Fall, entweder die secundären Nerven seyen weiter auseinander gesperrt, oder es sey ein weniger zur Entwickelung geneigtes Parenchym vorhanden, so können die Lappen nur an ihrer Basis mit einander verbunden seyn; man nennt sie dann Lappen-Einschnitte(Partitiones, franz. par— titions) und das Blatt heißt alsdann gefiedert-getheilt (pinnatipartitum, franz. pinnatipartite). Nehmen wir endlich noch an, die Nerven seyen noch weiter auseinander gesperrt, oder Decandolle's Organographie d. Gewächse. 17 (pag. 301) (pag. 302) 258 das Parenchym noch weniger entwickelt, so werden die Lappen vollig frei, und durchaus nicht mit einander verwachsen seyn, oder, nach den alten Ausdrücken, es reichen die Einschnitte bis an die Mittel-Rippe; dann erhalten die Lappen den Namen Abschnitte (segmenta, franz. segmens) und das Blatt heißt gefiedert zerschnitten(pinnatisectum, franz. pinnatiséquéèe“). End⸗ lich kommt es bisweilen vor, daß die Lappen am untern Theil der Blattstiele vollig isolirt stehen und daß sie am obern Theile mehr oder weniger verwachsen sind; diese Ungleichheit der Ver— wachsung drückt man dadurch aus, daß man ein solches Blatt ein leyerförmiges(lol. Jyratum, franz. feuille lyrée) nennt. Will man endlich sagen, daß die Seitennerven eines gefiedert— nervigen Blattes nicht bis an die Spitze verwachsen sind, ohne gerade ausdrücken zu wollen, bis wie weit die Verwächsung geht, so sagt man, das Blatt sey gefiedert-gelappt(pinnatiloba- tum, franz. pinnatilobée). Man begreift leicht, daß alles, was ich so eben von den Nerven zweiter Ordnung(secundarii) gesagt habe, auch von denen dritter Ordnung(tertiarii) gesagt werden könnte, oder, mit andern Worten, daß jeder der hervorspringenden Lappen selbst wieder ge— fiedert⸗geschlitzt, gefiedert-getheilt, oder gefiedert-zerschnitten seyn konnte, was man durch den Ausdruck doppelt-gefiedert-geschlitzt (bipinnatifidus, franz. bipinnatifide), u. s. w. bezeichnet; die Läppchen selbst könnten ebenfalls wieder die gleiche Theilung darbieten, und dann würde man das Blatt dreifach-gefie— dert⸗geschlitzt(tripinnatifidum, franz. tripinnatifide) nennen u. s. w. Allein selten gibt man sich die Mühe über eine doppelte Theilung hinaus das regelmäßige System noch weiter zu untersuchen, und man begreift unter den Ausdrücken viel— spaltig(multifidum, franz. multifide), geschlitzt Gacinia- ) L. C. Richard hat die Benennung leuilles polytomes fur alle diejenigen vorgeschlagen, welche Segmente haben, d. h. deren Lap⸗ pen bis zum Blattstiel oder bis auf die Mittelrippe getrennt, aber nicht, wie bel den zusammengesetzten Blättern, gegliedert sind. Diesen Ausdruck nehme ich nicht an, theils weil er nicht fählg ist, zusammengesetzte Ausdrucke, die mit den in Gebrauch stehenden har— moniren, zu bilden, theils weil er seiner Etymologie nach besser auf die zusammengesetzten, als auf die eingeschnittenen Blatter paßt. 1 in fut. aum, fi it Rite u ge ung gener ahi, a0 de gef süst Räte shheng⸗ aan f at Na, id me eld fun), ndfb rm el pelatip Ad hand! formig⸗ sud. Wei! alen e has Eule fun lappen. Nei alf Nen si ache die A. Cen besitt gaheit die; eite dm z nchen! he aher, ö klug eb che seh. kal ret iu, e d n gaht lulus aq frißt geh die Lapg n seyn, o, de bis an Abschnitte ge fieden de). fei untern Th obern Theil eit der Jr olches Vun yrée) nent es gefiedet. n sind, ohn schsung gelt pinnatilob den von der uch von dee er, mit anden lbst wiede ge schnitten sin dert⸗geschih eichnet; du he Theilunt ch⸗ gefit⸗ pinnatifide he über ein noch weil ücken vit zt(acinl mes fllt e . deren Na trennt, abel gliedert sil. ücht fühlg it, genden hal— e nach beset litter uit 259 tum, franz. laciniée), doppeltzusammengesetzt(decompo- situm, franz. décomposée) oder vielgezackt,(déchiquetée) alle Blätter mit zahlreichen oder unbestimmt getheilten Lappen. Die gleiche Theorie kann auf alle handförmig und schild— förmig generoten Blätter angewandt werden, mit dem einzigen Unterschied, daß man das, was man von den secundären Ner— ven der gefiedert-genervten Blätter sagt, auf die Haupt-Nerven dieser Blätter bezieht. So sind die Lappen bei den hand- oder schildförmig-genervten Blättern die Ausbreitungen eines jeden von jenen aus der Spitze des Blattstiels entspringenden Ner— ven, und man sagt, das Blatt sey handförmig-geschlitzt (palmatifidum) oder schildförmig-geschlitzt peltatifidum, peltisidum), wenn die Lappen bis zur Hälfte verwachsen sind; handförmig oder fußförmig getheilt(palmatipartitum vel pedatipartitum), wenn sie es nur in der Nähe der Basis, und hand förmig-zerschnitten(palmatisectum) oder fuß— förmig-zerschnitten(Pedatisectum), wenn sie es gar nicht sind. Bei den fußförmig-genervten Blättern sind es die secun— dären Nerven, welche, wie bei den gefiedert-genervten Blättern, das Entstehen der mehr oder weniger unter einander verwachse— nen Lappen bestimmen. Bei allen Klassen von Blättern mit ästigen oder winkligen Nerven sind es also die ungleichen Verwachsungen der Lappen, welche die Ausschneidungen und Verwachsungen der letzten Faser— Enden bestimmen, und diese Fasern sind es, die durch ihre Un— gleichheit die Auszahnungen bewirken. Es ist so wahr, daß diese Erscheinungen der größern oder geringern Entwickelung des Pa— renchyms zugeschrieben werden müssen, daß man die Einschnitte bei mehrern Gewächsarten, je nach der verschiedenen Einwirkung der Ursachen, welche die Verlängerung der Fasern, oder die Ent— wickelung des Parenchyms veranlassen, eine verschiedene Tiefe zeigen sieht. So bewirkt eine sehr wäßrige und mit nahrhaften Theilen wenig geschwängerte Nahrung die Verlängerung der Fa— sern, ohne daß sich das Parenchym hinlänglich entwickelt, was man bei mehrern Wasserpflanzen, und namentlich beim Ranun— culus aquatilis sieht. Eine nicht sehr reichliche Nahrung bewirkt mehr ausgeschnittene Blätter, und eine sehr substanzielle 1 ag. 303) ag. 240) 260 Nahrung gibt dem Parenchym hinlängliche Entwickelung, um die Zwischenräume der Lappen auszufüllen; daher pflegen die meisten Pflanzen mit ausgeschnittenen Blättern an fetten Standorten oder in den Gärten ungetheiltere Blätter zu bekommen. Unter den Blättern mit einfachen oder gekrümmten Nerven sind die Ausschnitte weit seltener, und, wenn man die Aroldeen ausnimmt, deren fußformig-genervten Blätter sich der vorherge— henden Klasse nähern, so könnte man sagen, daß sie sämmtlich eine ungetheilte Blattfläche haben. Die Palmen scheinen in dieser Hinsicht eine große Ausnahme zu machen, allein die Beschaffenheit ihrer Blätter zeigt einen Charakter, der ihnen eigen ist: diese Blätter haben oft das An— sehen, entweder nach Art der gefiedert-zerschnittenen, oder der handförmig-zerschnittenen Blätter ausgeschnitten zu seyn; in der That aber sind sie in Fetzen zerrissen, welche oft der Richtung der Seitenfasern“) folgen; diese natürlichen und regelmäßigen Zerreißungen sind sehr augenscheinlich, wenn man die Palmen von ihrer Jugend an beobachtet; denn alsdann sind ihre Blätter noch ganz, und man sieht diese Einrisse, welche von oben an— fangen und das Haupt-Faserbündel erreichen, allmählig entste— hen; selbst an den alten Blättern kennt man sie noch wieder, theils daran, daß man zwischen jedem Fetzen noch ein verdorr— tes Fädchen findet, welches die Spur des Risses anzeigt, theils an der Beschaffenheit des Randes eines jeden Fetzens selbst. Obgleich das natürliche Zerreißen der Palmenblätter mir eine nicht zu bezweifelnde Thatsache zu seyn scheint, so ist doch die Ursache dieser Erscheinung, oder der Mechanismus, der dieses Zerreißen bewirkt, sehr schwer auzugeben; man sieht, daß die Seitenfasern in ihrer Jugend gegen die Spitze des Blattes convergiren, und da sie bei ihrer Basis etwas aus einander wei— chen, so ist es wahrscheinlich, daß, je nach dem Grade des Divergirens und nach der Schnelligkeit des Wachsthums bei jedem Blatt ein Zeitpunkt eintritt, wo die Fasern, indem sie sich an der Basis entwickeln, ihre obern Enden zwingen, sich an bestimmten Stellen zu trennen, um die erwähnten Fetzen zu bilden. Diese Fetzen befinden sich an der Spitze des Blatt— ) Man sehe Taf. 27, c. e. fil, we eh Eike fr tben o 1 daumen age dad i fit f de J mtl a fie fai e gen sch ele fac, Alter bagechnitte ih n eng e Jute die deß! ben, was Mues fluanöere glitter i . Endlapy sisoförmige tt Hehen u. A tels i sy A. n uhu fi iu aun; gersten Ble p anke nn erh sefen, me sihfen e dt fee ch ff Mang Nit ing, um di die meiste Standort n. ten Neryn ie Aroldenn er vorherg. e sämmtlic Ausnahn zeigt einm ft das M „q oder de eyn; in de Richtung cgelmäßiger die Palmer ihre Blatt von oben ah; sählig entf noch wiede, ein verdorr⸗ igt, theils jens selbs. r mir eile ist doch de der dieses t, daß d es Blalle nander ke Grade d sthums d indem fi zungen, sic n Feen zu des Blatt⸗ 261 stiels, wenn die Seiten-Nerven aus ihm entspringen; und auf beiden Seiten des gemeinschaftlichen Bündels, wenn dieses in der ganzen Länge vorhanden ist. Die Tiefe der Einschnitte ist hier eben so verschieden, wie bei den gewohnlichen Lappen. Um diese Formen auf eine den angenommenen Ausdrücken analoge Weise anzudeuten, und zugleich anzuzeigen, daß doch ein Un— terschied statt finde, hielte ich es für bequem, man behielte für die Palmenblätter die Bezeichnungen federgestaltig (pinnatiformes) und handgestaltig Oalmatiformes) bei, und für ihre Lappen den Namen Fetzen(lanières), welcher ihre Beschaffenheit genau ausdrückt. Es sind also die Palmeublätter die einzigen im Gewächsreiche, welche der Meinung, die man sich, vor aller Untersuchung, von den Blattausschnitten gemacht hatte, entsprechen; es sind wirklich ganze Blattflächen, welche eingeschnitten werden, da hingegen alle andern nur unregelmä— ßig mit einander verwachsene Blattflächentheile sind. Die— ses Zerreißen erfolgt entweder nach der sichtbaren Entfaltung, wie dieß bei den jungen Palmen der Fall ist, oder vor dersel— ben, was bei den alten Palmen häufiger ist. Alles, was wir in Betreff der Blätterlappen bisher aus— einander gesetzt haben, bezieht sich auf die Seitenlappen der Blätter mit gefiederten oder fiedergestaltigen Lappen, und auf die Endlappen der Blätter mit handförmigen, handgestaltigen, schildförmigen und fußförmigen Nerven-Vertheilungen; allein es bleiben uns noch einige Worte über die Ausrandungen, die man theils an der Basis, theils an der Spitze der blattartigen Flächen so oft bemerkt, zu sagen übrig. Die Ausrandungen(éEchancrures) an der Basis können durchaus nicht von der vorigen Theorie abgeleitet werden und rühren von ziemlich einfachen Ursachen her. Bei den gefiedert— genervten Blättern sind häufig die untern Seiten-Nerven größer und entwickelter als die andern, und entwickeln sich ihre secun— dären Nerven auf der äußern Seite, wo sie kein Hinderniß antreffen, mehr als auf der innern Seite, wo sie den, aus den nächsten Nerven entspringenden Nerven begegnen. Aus der Entwickelung dieser secundären Nerven folgt, daß die Blatt— fläche sich über ihren Ursprung hinaus verlängert, oder, mit andern Worten, daß die Basis dieser Blattfläche ein ausgeran— (pag. 305) (pag. 306) 5 ———— . ...* — ͤ— 262 detes Aussehen hat. Wenn die auf diese Weise hervorgebrach— ten Oehrchen oder Läppchen(oreillettes) rundlich sind, so nennt man die Blattfläche herzförmig ausgerandet(cordatus, franz. Echancré en coeur); sind dieselben spitz und seitwärts gerichtet, so nennt man die Blattfläche pfeilspitzenförmig oder pfeilförmig de sagittatus, franz. en fer de flèche, oder sagitté). Sind die Läppchen divergirend, und treffen sie unter einem ungefähr ratbc Winkel auf die Mittelrippe, so nennt man die Blattfläche spieß förmig(hastatus, franz. en ler de lance oder hasté). Die Blätter mit gekrümmten und einfachen Nerven können, aus einem ähnlichen Grunde, an der Basis nicht ausgerandet seyn; sie sind es selten und gemeiniglich sehr schwach. Wenn sich diese Form zeigt, so rührt sie von der besondern Krümmung der Nerven, welche die Blattfläche bilden, her, wie man es bei einigen Hemerocallis) und einigen Pisangs(Musa)** sieht. Die Aus randungen der Blattspitze, oder der Blättchen, oder der Lappen mit gefiederten Nerven, rühren von zwei Ursachen her: 1 daß sich die Seiten-Nerven der Spitze schief nach vorn richten und sich et— was mehr als die Mittelrippe verlängern; dieß ist bei den mei— sten der an der Spitze ausgerandeten Blätter der Fall; Y daß die Lappen oder Blättchen, welche unweit des Endes der Mit— telrippe zu ihren beiden Seiten entspringen, mit einander nicht vollständig verwachsen und so eine spitze und oft sehr merkliche Bucht zwischen sich lassen; die angeblich einfachen Blätter der Bauhinia) sind auf diese Weise ausgerandet, weil die Ver— wachsung der Blättchen nicht bis zur Spitze geht. Endlich findet man bei einigen Blättern mit handförmig gestellten Nerven ausgerandete Blattflächen; dieß ist der Fall, wenn der Mittel-Nerv sehr kurz und die beiden Seiten-Nerven sehr lang sind, was man z. B. an mehrern Passionsblumen* sieht. Eine der seltsamsten Erscheinungen, welche der Bau der ) REDO UTE; Liliac. 1, Taf. 3 % Coll, mem. sub gen. Musa: in den Mém. acad. de Turin, v. 25, Taf. 13. „ r) Man sehe Taf. 38, Fig. 4. e dab. 11 del! l Anson 1 n N duch her if it, n Zahl) 1 10 K petde an iche 5 10 Deis 1 1 llt 6 6 i it enandef lchen Wod die von de führen un Oer fung, ei enn nämli gender, sch d ale J. ige heit dun ohen Se fen fachen 9 du bel en Flachen der genöhyli 0 uh, an Fam iu Raum en e r and —— m seh botgebrah, , so nenn (cordatus, d seitwärtz uf örnig dee sleche tressen se elrippe, i franz. en hen könneg, usgerandet 9. Venn krͤͤmmung nan es bei Musa)* en, oder der her: U daß und sich er den mei⸗ 42 daß der Mit⸗ nder nicht merkliche lätter den die Ver⸗ andförmig der Fal, erven seht ; sicht Bau del Turin* 263 Blätter darbietet, ist das Vorkommen von selbst entstandener Löcher oder Lücken, die man in der Blattfläche des Dracontium pertusum) bemerkt. Diese Locher sind zwar häufig genug, um dieser Pflanze ihren spezifischen Namen verleihen zu können, dennoch aber wenig regelmäßig. Wenn die Pflanze sehr reichlich genährt ist, so hat sie deren wenig oder keine, und man sieht sie an Zahl zunehmen, wenn die Pflanzen in magerem Boden gezogen werden; die Locher sind von länglich runder Form und liegen zwischen den Haupt-Nerven. Alle diejenigen, welche die Art und Weise, wie die Lappen der einfachen Blätter, oder die partiellen Blattflächen der zusammengesetzten Blätter mit einan— der verwachsen, um die ganzen Blattflächen zu bilden, recht ver— standen haben, werden, denke ich, leicht zugeben(und die Tafel 25 hat den Zweck, es begreiflich zu machen), daß diese Löcher da— her rühren, daß einzelne Theile der Blattfläche, wegen irgend eines Entwickelungsmangels des Zellgewebes, nicht vollständig mit einander verwachsen sind. Man darf sie nicht mit den rund— lichen Lͤchern verwechseln, die man bei mehreren Ulven bemerkt, die von der Zerstörung des Gewebes nach der Fructification her— rühren und auf welche wir in der Folge zurückkommen werden. Der Pothos crassiner via zeigt ebenfalls eine Erschei— nung, die in keine von allen Klassen der bekannten Thatsachen paßt; wenn nämlich die Pflanze alt ist, so zeigt das Blatt eine Art gerader, schwieliger, mit den dicken Rippen parallel laufender und alle Adern quer durchschneidender Streifen. An der untern Fläche breiten sich diese Streifen in eine Art Spalte aus, die an der obern Seite geschlossen und an den Rändern mit zwei klei— nen flachen Rändern(limbes) eingefaßt ist. Die wellenförmigen Biegungen(ondulations) der blattarti— gen Flächen werden durch eine Ursache hervorgebracht, welche der gewohnlich die Lappen bewirkenden entgegengesetzt ist; näm— lich dadurch, daß sich das Zellgewebe zwischen den Fasern in größerer Menge entwickelt, als in dem flachen Raume zwischen den Fasern Platz hat; alsdann bildet sich mehr Parenchym als der Raum enthalten kann, und die Oberfläche wird auf der einen oder der andern Seite bucklig; dieß sieht man unter andern an *) Man sehe Taf. 25. (pag. 308) 264 einer Abart der Hirschzunge(Scolopendrium offieina— rum). Häufig rührt diese Erscheinung von einem Uebermaaß der Nahrung her. F u neff zie k. Akt f Feel e (feuilles composées). Vo n den Beere Bis hieher haben wir von den Blättern gesprochen, als hingen alle ihre Theile unter einander immer zusammen; allein man trifft oft Blätter an, welche an einigen Theilen ihrer Aus— dehnung Gelenke zeigen, dergestalt, daß jeder dieser Theile sich, wenigstens zur Zeit der Reife, lostrennen kann. Alle diejenigen Blätter, deren Theile zusammenhängend sind, hat man ein— (pag. zoh) fache genannt, sie mögen nun ungetheilt oder im höchsten Grade ausgeschnitten seyn, und, im Gegensatz, nennt man zusammenge— setzte Blätter alle diejenigen, welche solche Gelenktheile darbie— ten, die in irgend einem Zeitpunkte ihres Lebens sich loszutren— nen vermögen. Die Unterscheidung zwischen den zusammengesetzten Blättern und denjenigen mit getrennten Abschnitten ist, zumal in ihrer Jugend, in der Anwendung oft schwer; theoretisch ist sie viel— leicht auch nicht sehr wesentlich, indem das Gelenk nicht immer ganz deutlich ausgesprochen ist. Die Benennungen einfache und zusammengesetzte Blätter sind zwar praktisch bequem, aber in der Wirklichkeit vielleicht nicht ganz richtig, denn statt der angenom— menen Ausdrücke könnte man mit gleichem Grunde sagen, daß die sogenannten einfachen Blätter dadurch gebildet werden, daß die Blättchen beständig zu einer einzigen Blattfläche verwachsen. Das Beispiel der Blätter der Gleditschia 8 und anderer, welche oft verwachsene Blättchen haben, könnte diese Ansicht, auf die wir noch zurückkommen werden, bestätigen. Wie dem auch sey, so erhält bei den sogenannten zusam— mengesetzten Blättern der allgemeine Blattstiel, welcher die *) Hork., Fl. anom., Taf. 3 **) D·x C., Mém. lèegum., Taf. 1. alice 1 Blatt fab e r 90 f lun). 9 1 Blat 0 sstilchen on Rat gan pl unt mat fie eic! A ben unge fene, Nag hen lass fungen die er Familie U en Bell Air wester Nun oe Elrckur de chene un Alätren len de 0 Cite des fun de 10 ein en ik n chen u whes 0 u Eigen femme an N U gleich * 0 ia. 1 fan n U Gon 0 licinz n Uebermgaß Mee ochen, az nen; allein ihrer Au Teile sic diejenigen man ein⸗ sten Grade mmenge⸗ seile darbie⸗ 0 loszuttes en Blͤttn al in ihte st sie viel icht immer fache und ber in der angenom⸗ gen, daß den, daß rwachsen. anderet, e Ansicht, n zusam⸗ scher die 265 sämmtlichen Gelenktheile trägt, den Namen gemeinschaftli— cher Blattstiel(petiolus communis), und jeder Gelenktheil, sobald er von blattartiger Natur ist, den eines Blättchens (toliolum). Sind die Blättchen für sich auch wieder mit einem eigenen Blattstiel versehen, so gibt man diesem den Namen Blattstielchen(petiolulus); und wenn man auf dem gemeinschaft— lichen Blattstiel Blattstiele findet, die an ihrer Basis mit Ge— lenken entspringen, und welche selbst wieder Blättchen tragen, so nennt man diese secundären Blattstiele partielle Blatt— stiele(petioli partiales). Wir bemerken gleich am Eingange dieses Abschnittes, daß zusammengesetzte Blätter nur in der Klasse der Blätter mit wink⸗ ligen Nerven, oder, was ungefähr gleichviel heißt, nur unter den dikotyledonischen Pflanzen angetroffen werden. Alle Blätter der andern Klassen sind einfach, selbst wenn sie durch ihre Ausschnei— dungen die zusammengesetzten Blätter nachahmen, wie z. B. in der Familie der Farrenkräuter. Um uns von den zusammengesetzten Blättern einen richti— gen Begriff zu machen, müssen wir auf das zurückgehen, was wir weiter oben von der Anordnung der Nerven und von der Vildung der Lappen gesagt haben. Insbesondere wollen wir die Structur der sogenannten gefiedert-handförmig- oder schildförmig— zerschnittenen Blätter wieder vornehmen; bei diesen verschiede— nen Blättern haben die Segmente ihre getrennten Blattflächen; allein diese Segmente sitzen auf dem Mittel-Nerven oder auf der Spitze des Blattstiels mittelst eines Nerven, der eine Abthei— lung des Blattstielbündels ist und mit demselben zusammenhängt. Setzen wir nun den Fall, daß das Segment, statt dieses un— mittelbaren Zusammenhanges, mit dem Blattstielbündel durch ein wahres Gelenk verbunden sey, so haben wir, in Gedanken, das Segment in ein Blättchen, und das einfache Blatt in ein zusammenhängendes verwandelt. Dieser Unterschied, obgleich bei den gleichen Arten beständig, und in gewissen Familien ge— wöhnlich, ist doch so gering, daß man oft Mühe hat zu ver— sichern, ob diese oder jene Blattfläche mit ihrer Basis unmit— telbar, oder mittelst eines Gelenkes zusammenhänge, oder, mit andern Worten, ob sie ein Segment oder ein Blättchen, und ob das Ganze ein einfaches oder ein zusammengesetztes Blatt (pag. 310) 266 sey. In diese Verlegenheit setzen uns hauptsächlich die jungen Blätter; wenn sie sich aber der Zeit ihres Abfallens nähern, so erkennt man ziemlich leicht die Gelenke, welche sich loszutren— nen streben. In dieser Hinsicht kann man sich auch, was fremde Pflanzen betrifft, von welchen man nur getrocknete Bruchstücke sehen kann, durch die Aualogie leiten lassen; denn es gibt Fa— milien, in welchen man häufig zusammengesetzte Blätter antrifft, und andre, in welchen man dergleichen niemals findet. Wenn man die zusammengesetzten Blätter nach der Anord— nung der Nerven abtheilt, so geben sie Klassen, die denen der einfachen Blätter entsprechen; so nennt man sie gefiedert oder geflügelt 6. B. bei Robinia, Astragalus u. s. w.)*) wenn die Blättchen auf jeder Seite eines gemeinschaftlichen Blattstiels, wie die Nerven der gefiedertnervigen Blätter, vertheilt sind; hand— förmig 6. B. bei Lupinus, bei Aesculus Hippocastanum)*), wenn ihre Blättchen divergirend von der Spitze des gemeinschaft— lichen Blattstiels und in gleicher Richtung mit demselben, wie die Nerven der handförmig genervten Blätter, entspringen; schild— förmig 6. B. bei Sterculia foetida)“““)„ wenn die Blättchen von der Spitze des gemeinschaftlichen Blattstiels strahlenförmig auseinanderlaufend entspringen, und zwar in einer andern Flä— chenrichtung, als er selbst, wie die Nerven der Blätter mit schild— förmigen Nerven; fußförmig, wenn die Blättchen auf dem innern Rande der beiden, von der Spitze des gemeinschaftlichen Blattstiels divergirend auslaufenden Haupt-Nerven entspringen; es ist aber zweifelhaft, ob es wirkliche fußförmige Blätter gibt, und die kleine Zahl derer, welchen man diesen Namen gegeben hat, scheinen bloß einfache fußfͤrmig zerschnittene Blät— ter(fol. pedatisecta) zu seyn. Wenn die partiellen Blattstiele längs dem gemeinschaftlichen Blattstiel, oder an seinem Ende, nach einem der angegebenen Systeme, vertheilt sind, und sie selbst Blättchen tragen, die nach dem gleichen Systeme geordnet sind, so drückt man diese Anord— nung leicht und deutlich aus, indem man das Blatt doppelt 0 Man sehe Taf. 28, Fig. 4; Taf. 29, Fig. 2. *) Man sehe Taf. 20. *r) CxvAN. Diss. 5, Taf. 141. 0 u, daß mg f like, fte dl de zübförmig en lilde a 1 fung 10 ago 0 a such willi paln Aal nan aaf se debt, e bifol da d- od. an elderer u haken, n gg ö Jak att hz hlt Txitohole wübich Ne Cassia d ff l, J. Was 0 ii ian in lame al cs sey bisugun, fehed, s nge g fun gn ie sch dest er Meg, n sch. se Au alle — 267 die ang nahem 9 loszutrr was fremg Bruchstic 0 gibt de tter autrif, gefiedert(bipinnatum, deux fois pennee)) oder doppelt(s. 310 handförmig(bipalmatum, deux fois palméèe)“) nennt; und man würde ebenso sagen, es sey doppelt schildförmig, oder dop— pelt fußförmig, wenn man dergleichen Blätter, deren man noch keine angetroffen, finden sollte; nach den gleichen Grundsätzen sagt man auch von einem Blatte, es sey dreifach handförmig (troisfois palmée) u. s. w. 5 Will man die Zahl der Blättchen angeben, so umschreibt der Aut, man sie ausdrücklich oder drückt sie durch die Worte unifolio. e denen. latus, bifoliolatus, multifoliolatus u. s. f. aus. Bei gefteden den hand- oder schildförmigen Blättern ist diese Bezeichnung v.)) wen von besonderer Wichtigkeit. Indessen müssen wir im Vorbeige— Nlattsick hen bemerken, daß die Botaniker in dieser Hinsicht oft nicht dz han genau genug sind, und daß sie hin und wieder den Ausdruck anum) 90, Blätter statt Blättchen oder gar nur statt Segmente gebraucht menschaf, haben; so hätte die Anrhyllis tetraphylla eigentlich qua. slben, wi drifoliolata heißen sollen; so ist Marsilea quadrifolie en; schil! wirklich Warsilea quadrisecta; Sophora bifolia und ie Manthe Cassia diphylla hätten bifolio lata genannt werden müs⸗ Tahlenfdumz sen u. s. w. andern Fi Was die gefiederten Blätter betrifft, so sind die Blättchen nt schld⸗ meist einander gegenüberstehend und dann zählt man sie nach auf dem den Paaren Guga). So sagt man von einem gefiederten chaftlichen Blatt es sey einpaarig(unijugum, à 1 paire), zweipaarig tspringen;(bijug um, à 2 paires) u. s. f. Stehen die Blättchen ab— inter gib, wechselnd, so kann man in vielen Fällen auch noch die ursprüng— n gegeben lichen Paare aus ihrem nähern Beisammenstehen erkennen, und ene Blitz man nennt sie dann gleichfalls noch einpaarig, zweipaarig, u. s. w., obgleich dieser Ausdruck alsdann nicht sehr genau ist. Es gibt chaftlichen aber Arten, wo die Blättchen so augenscheinlich abwechselnd ste— gegebenen hen, daß man ihn kaum noch anwenden darf, und dann begnügt d, die nach man sich, sie abwechselnd-stehend zu nennen und ihre Zahl zu be⸗ se Mod ⸗ merken. doppelt In allen diesen Klassen von zusammengesetzten Blättern führt das Blättchen, welches auf der Fortsetzung des Blattstiels cas. 313) ) Taf. 16, Fig. 2, 3. **) Taf. 29, Fig. 3. (pag. 614) 268 sitzt, den Namen Endblättchen(foliolum terminale), weil es den gemeinschaftlichen Blattstiel endigt, oder Mittelblätt— chen(foliole moyenne) oder bequemer unpaares Blättchen (impaire), weil zu beiden Seiten desselben eine gleiche Anzahl anderer vorhanden ist. Es ist oft der Fall, daß dieses End— blättchen allein bleibt und daß alle andern fehlen, z. B. bei dem Pomeranzenblatt und bei mehrern Leguminosen; beim er— sten Anblick scheinen diese aus einem einzigen Blättchen beste— henden Blätter einfache zu seyn, allein man erkennt sie dar— an, daß das Blättchen, oder das, was wie die Blattfläche ei— nes einfachen Blattes aussteht, mit der Spitze des Blattstiels durch ein Gelenk verbunden ist; zugleich leitet auch die Analo— gie hierauf. So hat die ganze Familie der Aurantiaceen zu— sammengesetzte Blätter und das Geschlecht Citrus, zu welchem der Pomeranzenbaum gehort, fügte sich in diese Regel, sobald man das Gelenk, welches das Endblättchen von dem gerandeten Blattstiel trennt, bemerkt hatte. Durch die Analogie, und zwar durch sie allein, kann man ferner erkennen, ob ein Blatt, das aus einem einzigen Blättchen besteht(kolium unifoliola— tum), ursprünglich zu den gefiederten oder zu den gefingerten Blättern gehört; so ist es wahrscheinlich, daß das Pomeranzen— blatt ein gefiedertes, auf das unpaare Blättchen, das des Sarcophyllum Y ein gefingertes, auf das Mittelblättchen reducirtes Blatt sey; denn alle analogen Arten sind nach dieser Grundform gebaut. Sehr oft bemerkt man, daß bei einer und derselben Art die Blätter des untern Theils der Zweige außer dem unpaaren Blättchen noch mehrere Blättchen-Paare besitzen, während an den Blättern, die näher an der Spitze der Zweige sitzen, diese Blättchen-Zahl so sehr abnimmt, daß die obern bisweilen kein an— deres als das Endblättchen haben. Ebenso gibt es eine gewisse Anzahl Pflanzen, welche einfache Blätter zu haben scheinen, und welche man als nur ein einziges Blättchen führende, zusammen— gesetzte Blätter ansehen könnte; sobald der gemeinschaftliche Blatt— stiel sichtbar ist, so ist die Sache deutlich wie beim Pomeran— zenbaum; allein sie findet nichts desto weniger statt, wenn der — 9 Taf. 14, Fig. 4. —— ptisu 0 mali sehen l. f fel 1 Asp 6 b Mill r t ünpa⸗ Nabil; a. w, o et Venn t schwer z. seftgeten Eiche wet hung zu ur Mofa eule die schen, be gen ein sch us Blatt al ad de mei Ich Jagt dab gelenk n beben an dab pn 0 Nedice Nur ste dez, du fung dern i lg 5 g Nauchen in . ) N. 28 ** ö N. 30, ale), well 0 ittelblätz 5 Blattchen eiche Au dieses En; „. B. hi i; beim g. itchen best unt sie dy attfläche tz 5 Blattstite die Augl. ntiaceen zu zu welchen gel, sobah gerandeter logie, ung b ein Blat, u unifolic u gefingene Pomeranzn. 1, das dei ttelbläccchen nach dieset rselben Mt unpaaren ährend an tzen, diss en kein an⸗ ine gewise einen, und zusammen⸗ liche Blatt Pomeran⸗ wenn del 269 gemeinschaftliche Blattstiel fehlt oder sehr kurz ist. Die Genista- und Cytisus-Arten mit sogenannten einfachen Blättern schei— nen mir offenbar in diesem Fall zu seyn. Diese Kürze des Blattstiels ist noch in einer andern Bezie— hung merkwürdig; wenn nämlich die Blättchen, zu drei, fünf oder sieben u. s. w., von einem äußerst kurzen Blattstiel entsprin⸗ gen, so scheinen sie alsdann büschelfoörmig zu stehen, wie man es an Aspalathus sieht. Vergleicht man nun die Arten die⸗ ses so natürlichen Geschlechtes miteinander, so findet man wel— che mit unpaarig gefiederten Blättern und einem sehr deutlichen Blattstiel; andere mit kürzerem Blattstiel; und endlich noch an— dere, wo er bei gleich bleibender Zahl der Blättchen fast ganz fehlt. Wenn die Blättchen zu dreien vorhanden sind, so ist es oft schwer zu entscheiden, ob das Blatt den gefiederten oder den gefingerten Blättern gehört; die meisten Schriftsteller haben die Sache unentschieden gelassen und solche Blätter ohne Untersu— chung zu den gefingerten gerechnet. Die einzige Regel, die ich zur Lösung dieses Zweifels wüßte, ist folgende: wenn die Ge⸗ lenke dieser drei Blättchen genau an der Spitze des Blattstiels sitzen, oder wenn, wie man zu sagen pflegt, das unpaare Blätt⸗ chen ein sitzendes ist(foliolum terminale sessile), so hat man das Blatt als ein handförmiges zu betrachten, z. B. die Cytisus— und die meisten Kleearten). Verlängert sich der gemeinschaft— liche Blattstiel über die beiden Seitenblättchen hinaus, und ist das Gelenk des Endblättchens mehr oder weniger vom Ursprunge der beiden andern entfernt, oder ist, wie man gemeiniglich sagt, das unpaare Blättchen gestielt(koliolum pedicellatum), wie bei den Medicago, den Desm odium, dann soll man das Blatt stets als ein gefiedertes, nur ein Paar Seitenblättchen ha— bendes, betrachten. Diese Regel, welche ihrerseits zur Erläute— rung anderweitiger Analogien nützlich wird, bestätigen die bekann— ten Analogien. Es gibt eine zahlreiche Klasse gefiederter Blätter, deren Blättchen in gerader Zahl vorhanden sind, d. h. bei welchen das ) Taf. 28, Fig. 1, a, und Taf. 34, Fig. 4. *) Taf. 30, Fig. 1; Taf. 34, Fig. 5. (pag. 316) pag. 316) 270 Endblättchen fehlt; diese nennt man unpaar- oder abge— brochen- gefiederte Blätter pari-s. abrupte- pinnata; franz. ailées oder pennèes sans impair). Sie können, wie die vorigen, gegenüberstehende Seitenblättchen haben, was der häu— figste Fall ist, oder abwechselnde, was zuweilen zu dem irrigen Glauben verleitet hat, daß das letzte Seitenblättchen ein unpaa— res sey; allein man unterscheidet es von dem wahren Endblätt— chen immer dadurch, daß es nicht an der Spitze des gemein— schaftlichen Blattstiels sitzt, und daß dieser sich noch etwas wei— ter darüber hinaus fortsetzt. Der Blattstiel kann sich entweder in eine ästige Wickelranke verlängern, wie bei den Vieia, oder in eine einfache Granne, wie beim Orobus, oder in Stacheln, wie bei den Traganth— Astragalen, oder(was noch sonderbarer, und, meines Wissens, noch nicht beobachtet worden ist) in eine wahre blattartige Fläche, was beim Wallnußbaum der Fall ist. Das letztere Blatt ist gefiedert, mit zwei oder drei Paaren auf den Blattstiel einge— lenkter Seitenblättchen, und das, was wie ein Endblättchen aussieht, ist eine wahre Ausbreitung des Blattstiels zu einer blattartigen, gefiedertnervigen Fläche, welche mit dem Blattstiel unmittelbar, nicht mittelst eines Gelenks, zusammenhängt. Diese Erscheinung, die nicht so selten ist, als man glaubt, liefert eine neue Verwandtschaft zwischen den zusammengesetzten und den einfachen Blättern. Ein besonderer Fall dieser Klasse von Blättern ist der, wo das Ende des Seitenblättchen tragenden Blattstiels sich in einen hohlen und trichterförmigen blattartigen Becher verlängert, was ich zufälliger Weise au den Erbsen“) und der Gleditschia beobachtet habe. So eben haben wir gesagt, daß die meisten gefiederten Blätter paarweis gegenüberstehende Blättchen haben. Die Zahl dieser Paare ist bisweilen sehr groß, bisweilen sehr klein, bis— weilen ist nur ein einziges da, wie bei Cassia diphylla. Wenn sich der Blattstiel, unter irgend einer Gestalt, über den Ursprung der Blättchen hinaus verlängert, so leidet es gar kei— nen Zweifel, daß das Blatt zu den geflügelten gezählt werden ) Dr C. Mem. Leg. Taf. 1 und 2. e ven 5 se eben Finchen U Die A du, lält en Nat ate nit n id he Ve h, vos de ch ven bi it e an cheat, e chen un habe agel Nuuseisch öhnlache darin, daf sind, und Muben ni dem Cuoble Gatzes mit; hte Echt nnen Elec n an nut, ge gun nc der Al, ch id gf liche be ene, g, f tz — un. ill. , 0 Anensz; Daubiniz 0 in ide oder abge pie pins; unen, wien was der ll dem irn en ein unn ren Endhch des gen ch etwas ne e Wickeln fache Gran en Tragant nes Wissen⸗ tige Flach, re Blatt if artstiel einge Endbläͤtthe stiels zu ein dem Blatt hangt. Nat „liefert ain en und der ist der, un ich in einen ingert, we editschis gefiederte Die Zul flein, biz, diph) Ia. über del ts gar kei ihlt werden 271 müsse; wenn sich der Blattstiel aber nicht verlängert, so könnte man sie eben so gut zu den gefiederten Blättchen mit einem Blättchenpaare, als zu den gefingerten mit zwei Blättchen zäh⸗ len. Die Analogie der Familien, in welchen dieser Bau statt findet, läßt mich glauben, daß die aus zwei Blättchen beste— henden Blätter, selbst in diesem Falle, immer als gefiederte Blätter mit nur einem einzigen Blättchenpaare ohne Endblättchen und ohne Verlängerung des Blattstiels zu betrachten sind; dieß ist es, was den Gattungen Hymenaea) und Bauhinia die ihnen von Linnée gegebenen**) Namen verschafft hat. Es ist eine Regel(die nie ohne wirkliche Ausnahmen zu seyn scheint, obgleich sie deren dem Anschein nach hat), daß die Blättchen der zusammengesetzten Blätter sämmtlich gefiederte Nerven haben. Dieß ist, wenigstens bei den allermeisten, so augenscheinlich, daß es schon genügt es auszudrücken, um jedem Naturforscher den Zweifel zu benehmen, daß es wenigstens der gewohnliche Fall sey. Die scheinbaren Ausnahmen bestehen darin, daß die zwei untern Seiten-Nerven bisweilen dick genug sind, und nahe genug an der Basis liegen, um fingerförmige Nerven nachzuahmen; und daß getrennte Seitenblättchen mit dem Endblättchen so verwachsen können, daß sie zusammen Ein Ganzes mit mehrern sehr ausgesprochenen Nerven bilden. Diese letztere Erscheinung verdient eine umständlichere Erwähnung: Denken wir uns ein gefiedertes Blatt, dessen beide obersten Seitenblättchen nahe genug beim Endblättchen entspringen, um mit ihm verwachsen zu bleiben, oder vor ihrer Entwickelung zu verwachsen, so haben wir, wie es bei mehrern Rosaceen und einigen Leguminosen der Fall ist, ein geflügeltes Blatt, das sich mit einer Blattfläche, die mit drei fingerförmigen Nerven ver— sehen und oft dreilappig ist, endigt. Ereignet sich das näm⸗ liche bei einem handförmigen Blatt mit drei oder fünf Blätt⸗ chen, so wird es sich in ein Blatt verwandeln, dessen Fläche ) La I. III., Taf. 330. 1 Taf. 17, Fig. 1. 0 Hymenæa bedeutet, daß die Blättchen gleichsam vermählt sind, und Bauhinia macht Anspielung auf die berühmten Botaniker, die bei— den Brüder Bauhin. (pag. 317) (pag. 318) 272 drei oder fünf Nerven, und wahrscheinlich drei oder fünf Lappen haben wird. Handelt es sich von unpaarig geflügelten Blättern, so ist die Verwachsung etwas schwieriger, weil die Entfernung der äußersten Blättchen etwas großer ist, und doch findet sie bisweilen statt; denn wenn man die verschiedenen Arten von Bauhinia mit einander vergleicht, so ist es schwer, sich nicht zu überzeugen, daß ihre Blattfläche durch die natürliche Ver— wachsung des innern Randes der beiden Seitenblättchen gebildet sey, und die kleine Granne, die man in dem durch die unvoll— ständige Verwachsung der beiden Blättchen entstandenen Aus— schnitte bemerkt, ist wahrscheinlich die Endspitze des gemeinschaft— lichen Blattstiels). Wenn man statt zweier Haupt-Nerven deren vier oder sechs findet, so rührt es daher, daß, statt zweier Blättchen, deren vier oder sechs mit einander verwachsen sind. Ein sehr merkwürdiger Umstand bei diesen Verwachsungen der Blättchen ist der, daß, so oft sie statt finden, die so ver— wachsenen und in eine einzige Blattfläche verwandelten Blättchen kein Gelenk mehr besitzen; dieß sieht man an den Bauhinis. Dieser Umstand verbindet die zusammengesetzten Blätter noch inniger mit den einfachen. So kann also ein zusammengesetztes Blatt einfach erschei— nen, weil entweder alle Seitenblättchen fehlgeschlagen sind und deßhalb nur das Endblättchen übrig geblieben ist; oder weil der gemeinschaftliche Blattstiel so kurz ist, daß die Blättchen büschelförmig vom Stengel entspringende Blätter zu seyn schei— nen; oder auch weil die Blättchen in eine einzige Blattfläche zusammengewachsen sind. Sollten aber wohl diejenigen Blätter, die wir einfache nennen, etwas anderes seyn, als zusammengesetzte Blätter mit verwachsenen Blättchen? Man wäre versucht zu glauben, daß diese Art sich auszudrücken sich der Wahrheit mehr nähert, als die gewohnliche; allein man begreift, daß es gewagt und glück— licher Weise auch unnütz wäre, hierüber eine unbedingte Mei— nung aufzustellen, wenn man nur einsieht, daß die Sache mög— lich ist, und daß sie in mehrern Fällen gewiß statt findet. Diese 3 Theo⸗ ) Dr C., Mem. lég., Taf. 70. Man sehe auch Taf. 17, Fig. 1 Taf. 19, Fig. 2, des gegenwärtigen Werkes. Ane lift fag Net u ehe a cen; en et ide F gfbette, hen b Don de meis fin bietet u, und die sigle; Ale shedengttig Mdöhahne! In m. alben Fil sehterer M. sagefalt gel er iner Sn he de den Ele fan bi Rif ah gte! n seht ene; 1 az st he 0 un be fl 910 — Mn sehe an, bot.! 0 Ogi, 0 it mir, Mt, eine sumgende deal; rl 273 t fünf kin Theorie läßt sich hauptsächlich auf die handförmig und schild— lten Blälen förmig generoten Blätter anwenden, welche nur durch Verwach— e Entfernm sung mehrerer hand- oder schildförmiger Blättchen gebildet zu och findet seyn scheinen; allein da die Fläche dieser Blättchen durchgehends en Arten i gefiederte Nerven hat, so ergibt sich endlich als Folgerung das er, sich it merkwürdige Gesetz, daß alle Blätter der Dikotyledonen dereinst tͤrliche, als gefiederte, auf verschiedene Weise untereinander verwachsene chen gell Blattflächen betrachtet werden können. h die unoll ndenen Me emoinschäh(pag. 319) 11 1 Ster r statt zwei Bon en hen dere Batten ahsen sin Die meisten Blätter sind platt oder dick, und in beiden dwachsunge Fällen bietet ihre innere Substanz keinerlei geschlossene Höhle die so dae dar, und zeigt selbst ihre Oberfläche keine nach außen geöffnete en Blittch Hohle; allein es gibt einige Blätter, welche, aus ziemlich ver— N schiedenartigen Ursachen, von diesen allgemeinen Regeln eine Batter n Ausnahme machen. 5 um mit den einfachsten, über die folgenden Licht verbrei— fach ee tenden Fällen anzufangen, so sehen wir, daß der Blattstiel schlagen sh mehrerer Pflanzen, bei denen er breit und blattartig erscheint, st; oder we dergestalt gekrümmt ist, daß er eine Art Längsröhre, die an e Blättcher der innern Seite eine Spalte hat, bildet. Bald umfaßt diese seyn sche Röhre den Stengel gleich einer Scheide, wie bei den Gramineen, Blattfäc⸗ oder bei gewissen Amomeen), wo er Scheide genannt wird; bald entfernt er sich, von seinem Ursprung an, vom Stengel, pir einfache und sieht einer leeren, an der Seite gespaltenen Röhre gleich. Blätter m Letzteres ist bei den Sarracenien*) der Fall, sey es nun, guben, daß man bei ihnen die Röhre als aus einem blattartigen Blatt— nähert, a stiel, oder aus der Fläche des Blattes selbst*) gebildet be— t und glie⸗ F dingte M.) Man sehe Taf. 17, Fig. 2. Sache mög⸗*) Stus, bot. mag., Taf. 780, und 1740. det. Die) Im Original steht:„limbe de la m eme feuille.“ Hlet scheint mir, da keuille méme einen bei Weitem bessern Sinn gibt, eine durch Schreib- oder Druckfehler entstandene Versetzung 17, 513.15 stattgefunden zu haben. Anm. d. Uebers. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 18 Theb⸗ (pag. J) 274 trachte; wegen der Seitenspalte kann diese Röhre der Sarra— cenien nur wenig oder gar keine Flüssigkeit enthalten. Bei einigen Pflanzen mit handförmig genervten Blättern sind die Nerven zahlreich, an der Basis sehr genähert und so angeordnet, daß die Blattfläche eine Art Tute von der Form eines umge— kehrten Kegels bildet, was man beim Pelargonium cucul— latum sieht. Einige andere Pflanzen zeigen zufällig eine ähn— liche Gestaltung, aber mit Verwachsung der beiden Tutenränder, so daß sie eine vollständige Tute von umgekehrter Kegelform bilden, ein Zufall, der bei der Linde nicht selten ist. In einigen Fällen trifft es sich, daß die Spitze eines ge— meinschaftlichen Blattstiels, statt sich in eine Winkelranke zu verlängern, sich in eine Art hohler und blattartiger Scheibe aus— breitet, welche einen kleinen Becher bildet; dieß bemerkt man hin und wieder bei den Vicieen“). Ich habe eine Unter— abart des Kohls gesehen, bei welcher die Mittelrippen sich über die Blattfläche hinaus verlängerten, und zu ziemlich entwickelten Bechern ausbreiteten*). Einen den beiden vorigen ähnlichen, aber vor allen andern merkwürdigen Bau zeigt die Nepenthes); ihr Blatt⸗ stiel ist an der Basis scheidenförmig, dann verengert er sich zu einem fast halbcylindrischen Korper, etwas weiterhin breitet er sich in eine blattartige Fläche aus, die man als die Einfassung des Blattstiels, oder als die eigentliche Blattfläche betrachten kann; wie diesem nun auch sey, so verlängert sich der Blattstiel (wenn jenes eine Einfassung ist) oder die Mittelrippe des Blat— tes(im Fall es eine Blattfläche wäre) in Gestalt einer kurzen, dicken Winkelranke über die blattartige Ausbreitung hinaus; an ihrer Endspitze erweitert sich diese Ranke zu einem hohlen, läng— lichen, an den Seiten geschlossenen, an seinem Ende aber ofse— nen Becher mit ungefähr kreisrunder Mündung; an derjenigen Stelle dieser Mündung, die der Basis des Blattstiels entspricht, erhebt sich eine platte, kreisförmige Scheibe, welche, indem sie sich niederläßt, den Becher verschließen, und wenn sie sich auf— ) Dy C., Meém. lég., Taf. 2, Fig. 5. *) DE C., Mém. Choux, in den Trans. hortic. soc., 5, Taf. 1. e Dr C., Fl. fr. 1, Taf. 7, Fig. 5. Minz., Elém., Taf. 27, Fig. 5. l, i d 1 scht, eil 9g bet a e geit, 0 Zarte eh Ene . schwer y u fie scodentich felt t. u geche c ach fel f er de sste Mane fa, lagic denn, wg nem Blatf dieltet; die obern Seite fisun Run Naga tere id dent den te zur c fen mn pe u duh dez ch, zu 1 Ggseung I ehe fön ene fe al e glich smitkogalt ch dnn eher d gaben, n Algewe n Hafi Land, V0 275 e der Surg halten. z, ktern sind 0 angeo ld richtet, ihn öffnen kann. Das Innere des Bechers soll, wie man sagt, eine besondere Flüssigkeit absondern, und seine Mün— dung bildet an der innern Seite einen schwieligen Wulst. Ich wäre geneigt, zu glauben, die deckelförmige Scheibe sey die* eines ung wahre Blattfläche des Blattes, und der ganze übrige Apparat cas 320 iun cual sey eine Erweiterung des Blattstiels. Jedoch muß ich gestehen, 1 fine i daß es schwer seyn wird, in dieser Hinsicht eine bestimmte Mei— Tutenrände nung zu fassen, bevor man die Uebergänge zwischen diesem 5 Kegelfn außerordentlichen Bau und den gewöhnlichen Blattformen ent— it. deckt hat. itze eines g. Die Becher des Cephalotus kfollicularis Y sind viel— zinkelranke leicht noch seltsamer als die vorigen, und noch schwerer von Scheibe au irgend einer der bekannten Formen abzuleiten; diese Neuhollän— bemerkt mn dische Pflanze zeigt wirklich zweierlei Blätter; die einen sind eine Unter platt, länglich- oval, und bieten nichts besonderes dar; die 4 pen sich übe andern, etwas unterhalb der vorigen befindlichen, bestehen aus 9 entwickelte einem Blattstiel, der sich an seiner Spitze in zwei Lippen aus— breitet; die untere derselben ist groß, stark ausgehöhlt, an der K alen aun obern Seite offen, mit einer kreisrunden, schwieligen, an ihrem „ ihr Vun äußern Rande mit drei der Länge nach laufenden Nerven oder Flügeln versehenen Oeffnung; die obere Lippe ist kleiner, flach, und dient dem Becher gleichsam als Deckel. Der Becher ist oft bis zur Hälfte mit einer etwas süßlichen Flüssigkeit gefüllt; allein man weiß nicht, ob dieselbe von der Pflanze abgesondert oder durch das Regenwasser erzeugt werde; man weiß vollends gar nicht, zu welchen Organen dieser ganze Bau, in anatomi— scher Beziehung, gehdͤre. Bis hieher haben wir Beispiele von Höhlen gesehen, welche auswendig eine Oeffnung haben, es gibt aber andere Blätter, die von allen Seiten geschlossene enthalten; dergleichen sind z. B. die cylindrischen und hohlen Blätter mehrerer Lauch- und einiger Ornithogalum--Arten. Diese Blätter sind ihrer ganzen Länge nach von einer merkwürdigen Höhle durchzogen; man kann ent— ert er sich zin breitet! e Einfassung betrachten er Blattstil e des Bla iner kutzen, hinaus; al chlen, lang e aber ot f derjenige g entsprich, indem si 8 1 5 8 5 10 auf weder glauben, es sey eine wahre, durch die Zerreißung des was. 840 ie s innern Zellgewebes hervorgebrachte Lücke, oder es sey eine durch einen Blattstiel, der sich zu einem Blatte erweitert, und zu ei— „Taf.!.) LABIILL., NOV. Holl., 1. Taf. 145. R. BROWN, gen. rem., Taf. 4. f. 27, Fg;. 18* 10 ö 0 276 00 ner Röhre umgebogen hat und dessen Ränder und Endspitze ver— An de f 10 460ů56 wachsen sind, gebildete Röhre. Man könnte auf diese Weise, ek ode 9 N 0 ebenso wie die Scheide der Cyperaceen derjenigen der Gramineen faden füt, 0 ö 0 1 ähnlich scheint, ausgenommen daß ihre Ränder werwachsen sind, rf en 1 10 0 ebenso auch sagen, daß die rohrenfdrmigen Blätter der Lauche gun, el n sich von denen der Sarracenis nur durch diese Verwachsung F ben Stel 1 unterscheiden. Der Blattbau der Schwertlilien hilft mit diese baz dab letztere Vermuthung bestätigen). 11 0 0 Endlich gibt es noch einige Blätter, welche mehrere Höh⸗ keloktes M len darbieten, die man mit einigem Grund als bloße Lücken g db Mee Gdacunae) zu betrachten hat; so die sogenannten vierfächerigen az ute ö 1 5 10 Blätter(fol. quadrilocularia) der Lobelia Dortmanna und in dh ft 11 0 N 1 der Iso étes lacustris). sadach, Ul 0 0 0 0 sch hn en 0 4„ I uc 100 5 1 8 V dungratien v 1 1 S nr farm weil 110 006. Von der Anordnung der Blätter auf dem Stengel. nch del 9 0 Die Anordnung der Blätter auf dem Stengel kann entwe— Eumel 100 1 der in Hinsicht auf die verschiedenen Theile des Stengels selbst, Nane i N oder rücksichtlich der Art ihres Aufeinanderfolgens während der e lumen . 0 9 Dauer des Wachsthums, oder hauptsächlich in Beziehung auf rind aft 4 1 die Vergleichung zwischen den Blättern selbst betrachtet werden. a die 0 i Aus dem ersten Gesichtspunkte, welcher der unwichtigste ist, 1 0 0 0 0 unterscheidet man Wurzel-Blatter(fol. radicalia, franz. fol. ag bf̃ 0 1 9 0 radicales), Stengelblätter(K. caulinia, franz. caulinaires), 15 h 6 0 Zweigblätter(f. ramea, franz. raméales) und Blüthen— 155 e blätter(f. floralia, franz. florales). Diese Ausdrücke, obgleich 1 0 ö 1 leicht von selbst zu verstehen, verdienen jedoch einige Erklärun— 0 1 fn 1 0 1 gen. Alle Blätter entspringen aus dem Stengel oder aus den— 10 f 11 e 8 Magen eig 5 0 110) Ich glaube hier noch an das, im Alter wenigstens, aus zwei, ö De Eten ö 1 10 5 5 an den e verwachsenen Lamellen bestehende Blatt des e in be e Buchsbaumes(Buxus) erinnern zu dürfen. Schon Linné erwähnt asi fia. . 1 0„(Phil. bot. S. 58) dieser von ApR. by Jussizu(de Euphorb. gener. 9 15 0 tentamen S. 15) umständlicher beschriebenen und(ebendas. Taf.!, 0 1 i 5, 1, bp) abgebildeten Erscheinung. Anm. d. Uebers. 5 u sehes 0% N 10 e 50) Taf. 57, Fig. 25, 26. n 0 Endspshe g auf diese 0 i der Gram verwachsen ie sätter der aach ese Verwach. hilft mit he mehrere g als bloße Lich ien vierfächertn Ortmannah 1 Stengel, igel kann am Etengeb ich 16 während Beziehung u sachtet werden wichtigste if , franz. fl, caulinaireg, d Blüthen, lͤcke, obglet ige Erklänn⸗ oder aus tens, aus f ende Blall. inne etwißlt uphorb. gene ebendas. 1 g d. Uebeis 277 Aesten und folglich müßten sie sich sämmtlich den Benennungen Stengel⸗ oder Zweig-Blätter unterordnen; auch sind die beiden andern nur abgekürzte Wendungen, um einen zusammengesetzten Begriff auszudrucken. Wurzelblätter) hat man diejenigen genannt, welche so nahe an der Wurzel entspringen, daß sie nicht aus dem Stengel, sondern aus der Wurzel selbst hervorzukommen scheinen; dahin gehören die Blätter des Löbenzahns oder der Hyacinthe. Es gibt Pflanzen, wie die eben angeführten, und wie Isoéëtes), deren Stengel so kurz ist, daß sie während ih— rer ganzen Lebensdauer nur Wurzelblätter besitzen; andere gibt es, besonders unter den zweijährigen, deren Stengel während des er— sten Jahres sehr kurz bleibt, so daß die Blätter, diese ganze Zeit hindurch, Wurzelblätter sind; im zweiten Jahre aber verlängert sich der Stengel, bringt Stengel- und Zweigblätter hervor, und die Wurzelblätter verdorren. Dieß bemerkt man an den meisten Onagrarien und den Ve rbas cum. Arten. Endlich gibt es welche, deren verlängerter und mit Blättern besetzter Stengel an der Basis noch andere Blätter trägt, die in Größe oder Gestalt von den Stengelblättern so sehr verschieden sind, daß man sie unter dem Namen Wurzelblätter besonders zu beschreiben gendͤthigt ist; so die Anemonen u. a. m. Diese Wurzelblätter sind gewöhnlich grö— ßer und oft ausgeschnittener, als die übrigen. Was die Blüthenblätter*) betrifft, so versteht man unter dieser Benennung alle Blätter, die in der Nähe der Blü— then sich befinden. Bei Gelegenheit des Blüthenstandes werden wir auf ihre Geschichte umständlicher zurück kommen, und hier bemerken wir nur, daß die Blüthenblätter von den gewöhnlichen Blättern oft in ihren Formen, Ausdehnungen, Farben und selbst in ihrer Stellung abweichen, und daß es beinahe noth— wendig ist, sie nicht zu beachten, um von der Belaubung der Pflanzen eine genaue Kenntniß zu erlangen. Die Stengelblätter werden rücksichtlich ihres Aufeinander— folgens in verschiedenen Altern Samenblätter(fol. semi— nalia, franz. l. séminales), Primordial-Blätter(. pri— ) Dr C., Fl. fr., 1, Taf. 4, Fig. 1 und 8. *) Man sehe Taf. 56, Fig. 1. r) DR G., Fl. fr., 1) Taf. 8, Fig. 1. (pag. 323) Gag. 324) (pag. 325) 278 mordialia, franz. f. primordiales) und gewohnliche Blät— ter genannt. Die Samenblätter sind die zu Blättern ent— wickelten Kotyledonen des Samens, und die ersten, die bei der Keimung zum Vorschein kommen; die Primordial-Blätter sind diejenigen, welche unmittelbar auf die Samenblätter oder Kotyledonen folgen. Diese beiden Arten von Blättern, die kurz nach ihrer Entwickelung zu Grunde gehen, unterscheiden sich meist von allen folgenden durch wesentliche Merkmale; sie er— fordern eine umständliche Erwähnung, die uns nach dem Arti— kel vom Samen beschäftigen soll; hier beschränke ich mich nur noch auf die Bemerkung, daß, wo es nicht besonders angezeigt wird, die Beschreibung der Blätter einer Pflanze sich durchge— hends auf die gewöhnlichen Stengel- oder Zweigblätter, mit Aus— schluß aller andern, bezieht, weßhalb ihnen Ch. Bonnet ins— gesammt den Namen keuilles caractéristiques(be— zeichnende Blätter) gegeben hatte. Weit wichtiger als die vorhergehenden sind die Verhältnisse der Stellung der Blätter, unter einander verglichen, kennen zu lernen; sie stehen mit der allgemeinen Symmetrie der Gewächse in einigem Zusammenhang. Charles Bonnet war einer der ersten), die die Aufmerksamkeit der Naturforscher auf diese Erscheinung gelenkt haben, welche er vorzüglich aus dem phy— siologischen Gesichtspunkte betrachtete, die aber nicht weniger ver— dient, auch in organographischer Beziehung untersucht zu werden. In den Anordnungen der Blätter kann man zwei große Klassen unterscheiden; die erste ist diejenige, wo die Blätter je zwei und zwei, oder mehrere, auf einer horizontalen Ebene um den Stengel herum stehen; die zweite begreift diejenigen Blät— ter, die sich auf dem nämlichen horizontalen Durchschnitt immer nur einzeln darbieten. ) Du Petit-Thouars macht die Bemerkung(Hist., d'un morceau de bois, S. 111), daß schon Thomas Brown im Jahre 1658, in seinem Garten des Cyrus von der Anordnung der Blätter im Quincunx spricht, und auch Grew und Malpig hi derselben er— wähnt haben; allein wenn man auch die Priorität dieser Beobach— tungen anerkennt, so ist es darum doch nicht weniger wahr, daß man erst seit Bonnet's Werk auf diese Klasse von Erscheinungen einiges Gewicht gelegt hat. duft m. ein Blat an a schn, f seullle“ fung 1 fe a seriti A ach die! fue 1 chen b kun kuk e Waudumgen u nder 82 mul fh de cle e Nun e in Mäh: ftr ese srnägen el deden Out die gegen zwalblärtr! 05 il isches gan! Ale, 1: Fallätenge f ff und ig. dull nach Lsinachi liche dl, Nlättem w, u, die bel iaBlͤͤtt enblͤtter ay ern, die laß scheiden st male; sse z; ich dem At ich mich mu ers angezeg sich duch , mit Nui onnet in iques(he Verhältnis u, kennen z der Gewäͤhs war einer h cher auf dit weniger vu. t zu werden. zwei große Blatter f n Ebene un nigen Wii hnitt immer un morceal ahte 1655, r Blätter in derselben el sset Beobac k wahr, daß erscheinungen 279 Trifft man auf einem und demselben Durchschnitt mehr als ein Blatt an, so heißen sie, wenn ihrer nur zwei einander ge— genüberstehen, gegen überstehende) Blätter(folia opposita, franz. feuilles opposées), und, wenn ihrer mehrere sind, quirl-⸗ förmig stehende*) oder quirlfͤͤrmige Certicillata, franz. verticillèes). Diesen Fundamental- Anordnungen pflegt man auch die der doppelten Blätter(k. geminata, franz. geminèes) zuzugesellen, d. h. solcher, welche neben einander entspringen. Allein die sogenannten gedoppelten Blätter sind immer nur eine Ausartung irgend einer andern ursprünglichen Anordnungsweise; so sind es bald wirklich abwechselnde Blätter, die einander sehr nahe stehen, wie bei Solanum; bald drei— zählig quirlformige Blätter, von welchen zufällig eins fehlt; bald einzelne Theile zusammengesetzter Blätter, die man für ganze Blätter hält u. s. f. Man kann also unter den Blättern, die in Mehrzahl auf einem und demselben horizontalen Durch— schnitt entspringen, nur die gegenüberstehenden und die quirl— förmigen als wesentliche Anordnungsweisen betrachten. Diese beiden Ordnungen ließen sich auf eine einzige reduciren, indem die gegenüberstehenden Blätter in der That nichts anders, als zweiblätterige Quirle sind. Es ist in der Organographie ein unumschränktes Gesetz, welches ganz besonders auf diesen Fall paßt, daß die Zayl der Theile, je größer, auch desto unregelmäßiger ist; so sind die zweiblätterigen Quirle die beständigsten von allen; die zu drei, zu fünf und mehr Blättern sind in genannter Ordnung minder beständig. Man findet hin und wieder, daß zweiblätterige Quirle noch ein drittes Blatt aufnehmen, z. B. die gemeine Lysimachia(L. vulgaris); oder daß dreiblätterige Quirle vier oder nur zwei Blätter haben u. s. w. Untersucht man aber die zehnblätterigen Quirle, so sieht man häufig, daß sie zwei bis vier Blättchen mehr oder weniger als ihre gewöhnliche Zahl haben, z. B. bei den Galium. Diese Abänderungen finden *) DE C., Fl. fr., 1, Taf. 4, Fig. 5, 10. Haxx. Term., Taf. 7, Fig. 4. Man sehe unsere Taf. 47, Fig. a. 4% Dr C., Fl. fr., 1, Taf. 4, Fig. 6. Man sehe unsere Taf. 51, Fig. 2, welche die Samenblätter der Fichte vorstellt. (pag. 336) (pag. 327) 280 sowohl von einem Individuum zum andern in der gleichen Art, als auch bei dem nämlichen Individuum in verschiedenen Altern, oder an verschiedenen Theilen seiner Länge statt. Die gegenüberstehenden e stehen fast immer in Paa— ren, die einander kreuzen, d. h. auf solche Weise, daß die Blät— ter des zweiten Paares so 1 sind, daß sie die des ersten in einem rechten Winkel schneiden, daß die des dritten Paares die des zweiten rechtwinklicht schneiden und folglich unmittelbar über denen des ersten Paares entspringen, und so ferner. Bei den Pflanzen mit viereckigem Stengel, wie bei den Labiaten, ist diese Anordnung äußerst deutlich; sie ist es ebenfalls bei denen mit cylindrischem Stengel, wie z. B. beim spanischen Flieder. Von dieser Regel kenne ich nur eine einzige Ausnahme; diese bildet die Globulea obvallata Haw.(Crassula obvallata L.)*), deren gegenüberstehende Blätter-Paare spiralförmig stehen, d. h. daß das zweite Paar das erste nur in einem spitzen Winkel schneidet, daß das dritte das zweite unter dem gleichen Winkel schneidet und daß erst das sechste oder siebente gerade über dem ersten zu stehen kömmt, dergestalt, daß jedes System aus sechs oder sieben spiralförmig stehenden Paaren zusammengesetzt ist. Die Ajuga Genevensis zeigt, nach Röper's Beobachtung, am untern Theile ihres Stengels etwas Aehnliches. Was die in Quirlen mit regelmäßiger Zahl stehenden Blät— ter betrifft, so eutspringt jedes Blatt eines Quirls an derjenigen Stelle, die dem Zwischenraum zwischen zwei Blättern des näch— sten untern Quirls entspringt, woraus folgt, daß die Blätter des dritten Quirls über denen des ersten, die des vierten über denen des zweiten stehen u s. f. Es ist das gleiche Gesetz, wie bei den sich kreuzenden gegenüberstehenden Blätterpaaren, wird aber weniger streng beobachtet, weil diese symmetrischen Anord— nungen jedesmal gestört werden, so oft die Blatt-Zahl der nächsten Quirle abweicht, was um so häufiger der Fall ist, je zahlreicher ihre Blätter sind. Die Beständigkeit der gegenüberstehenden oder quirlförmigen Blatt⸗Stellung ist bisweilen sehr groß, bisweilen sehr schwach, ) Der Verf. citirt hier Taf. 9, Fig. 14,— eine Abbildung, die wir nicht zu finden wußten. Anm. d. Uebers. fach fh hn Bale. dig: 10 sunnengewae gc conna gie det ö uu bebldet, dulich ict; d audemia, mn. s. zum tledet 115 ter i gung Waun! dann vott schen Welt anz. f. e da see irss bangen er, welchen fur kinen be fen eech J dee Aiftrsheiden wechselnde ) Mud 4 1 Nen 00 fle geh lungen ge N. Eh! eke Sp: feu mifge gien Fa lallnie g 70 556 f 0 b. gleichen zy denen Alm imer in daß die Ilz, die des erst ritten Pan h unmittelhy ferner. Ji Labiaten, f ls bei denn chen Fliedn ahme; dien Fallata L.)“ stehen, d., otzen Wink eichen Wink rade uber der tem aus sech mengesetz f Beobachti enden Blat i derjenigen n des nac die Blättn zierten übe Gesetz, he aren, wid chen Ano t Zahl l Fall ist, lirlförmigen h schwach ung, die ui, lebets. 281 je nach mehr oder minder deutlichen Umständen des anatomi— schen Baues. So ist diese Anordnung im strengen Sinne be— ständig: 1) wenn die Blätter mit ihrer Basis äußerlich zu— sammengewachsen sind, was bei den Blättern, die man latei— nisch connata nennt, der Fall ist; 2) wenn eine Art Geflecht, Gefäße oder Querriegel(ride transversale) dieselben mit einan— der verbindet, wie bei den Labiaten). 3) Wenn der Stengel recht deutliche Flächen zeigt, deren Zahl derjenigen der Blätter entspricht; dahin gehdͤren die vierseitigen Stengel der Lager- stroemia, welche die gekreuzte Stellung der Blätterpaare be⸗ stimmen u. s. f. Wenn keiner dieser drei Umstände eintritt, als— dann erleidet die gegenüberstehende oder quirlformige Stellung der Blätter oöfters Ausnahmen, zumal in der Nähe der Blumen und am Ursprung der Zweige. Wenn die Blätter auf einem und demselben Querdurchschnitt einzeln vorkommen, so pflegt man sie in den verschiedenen botani— schen Werken entweder mit dem Namen zerstreute(F. sparsa, franz. f. Eparses) zu bezeichnen; einem sehr ungenauen l da sie ursprünglich vollig eben so regelmäßig geordnet sind, als vorigen*); oder auch mit dem Ausdruck abwechselnde 5 ter, welcher letztere eben so unrichtig ist als der vorige, indem er nur einen besondern Fall dieser Klasse und zwar gerade den selten— sten bezeichnet. In dieser Klasse kann man drei Hauptarten der Anordnung unterscheiden: 1) die Blätter heißen im eigentlichen Sinne ab— wechselnd(alterna, franz. alternes)*), wenn sie auf beiden — *) MIRB., Ann. Mus., v. 15, S. 215. ) Die Benennung zerstreute Blätter muß nur für die zufälligen Fälle beibehalten werden, bei denen eine der drei folgenden Anord— nungen gestört ist, so daß keine sichtbare Symmetrie mehr statt fin— det. So stehen bei dem, auf Taf. 5, Fig. 1. abgebildeten mißgestal— teten Spartium, oder bei der, auf Taf. 56, Fig. 1. vorgestell— ten mißgebildeten Euphor bia, die Blatter, die ursprünglich im erstern Falle quincunclalisch, und im zweiten in mehrfacher Schrau— benlinie 0 waren, nun wirklich zerstreut. * DR C., Fl. fr., 1, Taf. 4, Fig. 14. Man sehe unsere Taf. Fig. b. (pag. 328) 282 Seiten der Zweige so stehen, daß das dritte über dem ersten, das vierte über dem zweiten sitzt u. s. f. Bei diesen abwechselnden Blättern unterscheidet man unter dem Namen zweizeilige (disticha, franz. distiques) diejenigen, welche sehr nahe beisam— men und in zwei sehr ausgesprochenen Reihen stehen. 2) Die Blätter heißen im Verbande gestellt oder quincuncia— lisch(in quincunce, s. quincunciales; franz. en quinconce), wenn sie in einer einfachen durch fünf Blätter gebildeten Schrau— benlinie stehen, so, daß das erste vom sechsten, das zweite vom siebenten bedeckt wird u. s. w. Dieß ist einer der häufigsten Fälle, Gas. 329) z. B. beim Birnbaum u. a. m. Cassini“ nennt sie quin- quesèriées(fünfzeiligey, weil sie dem Stengel entlang in fünf Längs-Reihen geordnet stehen. 3) Man behält den Namen spiralförmig stehen de Blätter(spiralia, franz. en spirale) für alle diejenigen, bei welchen die Schraubenlinie aus mehr als fünf Blättern gebildet wird, und hier unterscheidet man mit Recht dreifache Schraubenlinien, wie bei den Pandanus und Dra— caena, bei welchen eine jede der drei Schraubenlinien, die den Stengel umwinden, parallel fortläuft und aus 15 bis 20 Blät⸗ tern besteht; ferner fünffache, sechsfache Schraubenlinien u. s. f., wie man sie bei verschiedenen Arten von Fichten, Euphorbien u. a. m. bemerkt. Ich habe sogar achtfache Schraubenlinien gefunden, so z. B. die der Blüthenblätter und folglich auch der Blüthen einiger Alos. Endlich habe ich sogar an den Blüthen des männlichen Kätzchens der Ceder von Libanon dreizehn Schrau— benlinien gezählt. In allen diesen Fällen mehrfacher Spiralen verfolgen diese ihren Weg um den Stengel unter einander parallel- laufend. Die Richtung der Schraubenlinien geht bei verschiedenen Arten bald von der Rechten zur Linken, bald von der Linken zur Rech— ten, und zeigt sich oft selbst bei einer und derselben Art ver— schieden. So hat Bonnet fünf und siebzig Cichorienstauden gezählt, an welchen die Schraubenlinien die erstere Richtung befolgten, acht und vierzig, an welchen sie nach der zweiten gingen, und eine, die beide Richtungen vereinigte. ) Meém. phyton., im Journ. de Phys., Mai 1824. *) Dx C., Fl. fr., 4, Taf. 4, Fig. 2. Man sehe unsere Taf. 9, Fig. 1. Open in Ech 0 it b salben een Di ga fun döst. n, das Ae cel an det Flachs ng vor! r akwdder enn 8 Unt könn Alattstell suingenden fle hebeck dran ald bu, lch chungen en lol, er! in chin i, bie Fimhenichts le diet f 0 Alg firmen falt is, g Ih feheaden, „cha 5 laßt ahnen, d 1 fend 283 m ersten, 3 a N. 8 abwech Diejenigen Pflanzen, bei welchen die Blätter nach mehr— 5 eld—— 8— 5 2 8 Wii A fachen Schraubenlinien geordnet sind, sind fast durchgehends Jwetzeise. 1 8. 2. 4 Arten mit langen, schmalen Blättern, wie die Fichten, die nahe beis ul elan—— 3. l Euphorbien u. s. w. Die andern Anordnungen hingegen haben en. Y de 0 5 a N 18 5* im Allgemeinen gar keine Beziehung, weder mit der Größe, 4 cuncie 1— 0— 9— W noch mit der Form der Blätter. Man kann nur sagen, daß,(bas 330) quinconoe wenn die Blätter groß sind, sie im Allgemeinen weiter ausein— ander stehen, und daß die Paare, die Quirle oder die Spira— len näher beisammen stehen, wenn die Bl lätter kleiner sind. Diese ganze Vertheilung der Blätter steht mit den Verrich⸗ deten Schrar⸗ 5 zweite von figsten Fil nt sie qui: tungen dieser Organe in Beziehung. Die Blätter sind dazu be— entlang k stimmt, das kohlensaure Gas zu zersetzen und das überflüssige den Nane Wasser auszudunsten, und die Physiologie lehrt uns, daß diese Pirale)es beiden Verrichtungen fast ausschließlich durch die Wirkung des us mehr al Sonnenlichts hervorgebracht werden. Damit diese Wirkung nun n mit Rech gehdrig vor sich gehen konne, war es nothwendig, daß die Blät⸗ ter entweder sehr weit auseinander standen, oder sich bei einer gegebenen Entfernung so wenig wie möglich bedeckten. In der That könnte man bemerken, daß alle verschiedenen Systeme der linien u. Blattstellung dahinaus liefen, daß die dicht über einander ent— Euptete springenden Blätter sich niemals bedecken. Im ungünstigsten rauben Falle bedeckt das dritte das erste, das vierte das zweite; bei lich auch mehrern andern ist es das sechste, ja selbst zuweilen das fünf— den Blüthe zehnte, welches das erste bedeckt. Bringt man also diese An— ehn Schrau ordnungen entweder mit der Entfernung der Systeme and ihrer Theile, oder mit der Größe der Blätter, welche von unten nach folgen diet oben abnimmt, in Verbindung, so gelangt man dahin, zu be— (laufe greifen, wie es zugeht, daß alle Blätter der Wirkung des denen Ann Sonnenlichts theilhaftig werden. n zur Net Alle diese Anordnungen können, wie wir gesehen haben, 25 r auf zwei Klassen zurückgeführt werden, nämlich: 1) auf die rienstaud quirlförmigen Blätter, welche, wenn der Quirl auf's Minimum 5 ichn reducirt ist, zu gegenüberstehenden werden.) Die spiralför— mig stehenden, welche, wenn die Spirale auf's Minimum reducirt ist, zu abwechselnden werden. Es läßt sich theoretisch begreifen und durch Beobachtung nachweisen, daß diese beiden Fundamental-Anordnungen gegen-(bas. 335 seitig ineinander übergehen konnen. Und in der That findet der z Well * — 5 D — 22...—— —. —— 284 man, daß, wenn die Blätter eines Quirls an ihrer Basis nicht mit einander verbunden sind, und wenn der sie tragende Sten— gel allmählig, aber in der Richtung einer Schraubenlinie, wie es ziemlich häufig geschieht, sich verlängert, jedes Blatt als— dann etwas hoher sitzt, als das vorhergehende, und daß die Blätter, statt quirlförmig oder einander gegenüber zu stehen, spiralförmig oder abwechselnd gestellt sind. Verfolgt man die ersten Entwickelungen der dikotyledonischen Pflanzen, so sieht man deutlich, daß dieß so zugeht; die ersten Blätter, oder die Samenblätter, sind stets regelmäßig gegenüberstehende oder quirlförmige, und die folgenden behalten bald vollkommen ihre Lage bei, wie man es bei den Karyophylleen, den Labiaten, den Rubiaceen u. a. m. sieht, bald weichen sie allmählig davon ab; so haben mehrere Pflanzen, deren spätere Blätter spiralför— mig stehen, gegenüberstehende Primordial-Blätter), wie man es bei mehrern Leguminosen, Compositen**) u. a. m. sieht. Bei den Monokotyledonen findet, jedoch seltener, das Um— gekehrte statt; ihre Samen- oder Primordial-Blätter sind immer abwechselnd oder spiralförmig gestellt. Jedoch kömmt es zuwei— len vor, daß ihre obern Blätter gegenüberstehend oder quirl— förmig sind, vorzüglich in Folge der gegenseitigen Entfernung der Blätter eines Systems oder der Systeme unter einander: 1) wenn die Blätter, die eine jede Spirale zusammensetzen, einander sehr genähert sind und zugleich der Zwischenraum zwi— schen jeglichem System sehr ausgesprochen ist, alsdann wird die Spirale sehr kurz und die Blätter zeigen sich scheinbar quirl— förmig, wie bei der Convallaria verticillata, oder ge— genüberstehend, wie bei der Pioscore a. Sind diese Blätter scheidenförmig, so sieht man deutlich, daß sie nicht wirklich ge— genüber stehen, sondern daß eines etwas über dem andern sitzt, wie bei den Bälgen(Glumae) der Gramineen. ) Cassini gibt an(Journ. de Phys. Mai 1821, S. 337) er habe beobachtet, daß bei denjenigen Dikotyledonen, welche spiralförmig stehende Blätter haben sollen, die Kotyledonen etwas näher beisam— men auf der einen Seite des Stengels sitzen, daß hingegen, wenn die Kotyledonen genau einander gegenüber stehen, die Blätter eben— falls so gestellt sind. *) Man sehe Taf. 50, Fig. 2. gl 1 desfd 0 lfte a Font dir bei d adde oder Ia Manz gaden kun Aitter 0 u si ge gel fun, wok. yum lͤterst fung stehen chan enand Veen en die V heißen dg nämlich: Elst Bla schafflichen! nes bei Jhesten ans), Aachen, hunt fd. büwihnten al, bei U 8 Ua. ill. Im seh, 00 n eh, kerl. de, Batz fuct gende Ern; enlinie, y Blatt gh und daß de r zu stehe, lat man di u, so seh. er, oder du hende ohn ymmen iht! n Labiate, lig dabon k spiralfli⸗ „wie man . sieht. „das Um; sind immer nt es zug oder gu Entfernug einandei. umensehen, mum zwi wird die bar guill oder ge— se Bläͤlte jirklich ge— dern sizt, 37) et halt piralftnt her beisast gen, wen iter ebes⸗ 285 Auf gleiche Weise also, wie wir bei Gelegenheit des Stengels, mit Desfontaines, eine merkwürdige Beziehung zwischen dem Bau derselben und der Zahl der Samenlappen gezeigt haben, eben so können wir hier als allgemeines Gesetz aufstellen, daß die Blätter bei den dikotyledonischen Pflanzen ursprünglich gegenüber— stehende oder quirlförmige sind, aber, in Folge des Wachsthums ihrer Pflanzen, zu abwechselnd- oder spiralförmig-stehenden werden können; und daß bei den monokotyledonischen Gewächsen die Blätter ursprünglich abwechselnd oder spiralförmig stehende sind, daß sie aber in ihrer allmähligen Entwickelung zu mehr oder weniger genau gegenüberstehenden oder quirlförmigen werden können, woraus sich als Folgerung ergibt, daß jede Pflanze, deren unterste oder Primordial-Blätter abwechselnd oder spiral— förmig stehen, eine monokotyledonische ist, selbst dann, wenn die obern einander gegenüber oder quirlförmig stehen. Vermdge irgend einer der folgenden Kombinationen schei— nen die Blätter beider Klassen in Büscheln zu entspringen und heißen dann büschelförmige(fasciculata, franz. fasciculées), nämlich: Erstens konnen die zusammengesetzten Blätter einen so kurzen Blattstiel haben, daß die Blättchen sämmtlich aus einer gemein— schaftlichen Basis in einem Büschel zu entspringen scheinen, wie man es bei den Aspalathus) sieht. Zweitens ereignet es sich bisweilen, daß das wahre Blatt entweder ganz oder zum Theil fehlschlägt und zugleich der Zweig, der sich in seiner Achsel entwickelt, sehr kurz und mit kleinen Blättchen besetzt bleibt; dieß ist beim Berberitzenstrauch der Fall; denn der Stachel dieses Strauches ist die Spur seines wahren Blattes“), und was man seine Blätter nennt, sind achselständige Blättchen, die auf einem sehr kurzen Zweig dicht zusammenge— drängt sind. Diese Erscheinung kommt sowohl bei einigen eben erwähnten Kspalathus-Arten, als auch bei den Fichten KK) vor, bei welchen die Scheide das Blatt vorstellt, und wo ) Lau. illustr., Taf. 620. % Man sehe Taf. 9, Fig. 1. b *) Man sehe TaIs TAN, Meém. sur la foliation des pins, und DR C., Jard. de Genève, Taf. 1 und 2, Pinus Canariensis. (pag. 833) (pag. 334) ) Hierin muß ich dem Verfasser widersprechen. 286 die drei oder fünf Blätter, welche jene einschließt, die ersten Blätter eines fehlgeschlagenen Zweiges sind. Die Ceder und die Lerchtanne) beweisen, daß die büschelförmigen Blätter nichts als dicht beisammen stehende Blätter eines Zweiges sind; denn im Frühjahr haben sie büschelfbrmige Blätter, und nach— dem die achselständigen Zweige Zeit gewonnen haben, sich zu verlängern, wie dieß im Sommer geschieht, werden die Blätter zu abwechselnden. Einer ähnlichen Ursache verdankt der Spargel seine Büschel achselständiger Blätter, die in der Achsel einer Schuppe, welche das Rudiment des wahren Blattes ist, sitzen. Es machen demnach die sogenannten büschelförmigen Blätter keine ursprüngliche Blatt-Lage aus, sondern sind Kombinationen, deren alle Blatt-Anordnungs-Systeme fähig seyn können. Achter A bit i kerl 59 8 VVT Mit dem Namen Nebenblätter(Stipulae, franz. stipu— les)% bezeichnet man kleine blattartige Organe, die zu beiden Seiten an der Basis der Blätter liegen. Die Nebenblätter kommen weder bei einer einzigen monokoty— ledonischen Pflanze, noch bei irgend einer dikotyledonischen, deren Blattstiel an der Basis scheidenförmig ist*), vor. Unter den ) Man sehe Taf. 56, Fig. 3. ) Marr. Oper., ed. in Ato., I, Taf. 10, Fig. 50. B. Man sehe Taf. A dig. da Fig. Daf,, Fig. Ta,, U... Ich habe nämlich in der Gattung Polygonum, welche doch durchaus nur alternirende Blätter zeigt, und bei welcher die membranösen Blattstielscheiden (ochre) ebenfalls generisch constant sind, mehrere Arten gefunden, und in meinem Prodr. monogr. Polyg. S. 59 und S. 85. Nr. 85 beschrieben, welche neben einer wahren häutigen oebrea noch zu bei— den Seiten des Blattstiels einen besondern Anhang von völlig blatt— artiger Beschaffenheit besttzen, den ich seiner Lage und Natur nach für nichts Anderes als eine wahre stipula halten kann. die nähere Beschreibung davon a. g. O. Seite 13, und T A 5, e. e, und Taf. 7 Fig. I, 7 (Man sehe af. 6, Fig. Will man dieß nicht . taledogen en di N . U mit a heilt i 2 er 19 7 een, Aetn Ee, ht groß! le, 0 I bebreä Aae ant Ae oli falt kein, figeltge fie slachke sekkühken Uogegen nicht e Sou lobium schen il g lenne luche, Julhgonee deze tut fer fol d ann! en Ch f der sye en der t 1 lee Bett hineder g. eh suß, er bun la, dg ft shenlosen mien se fit nutzen u ardet geg 1 rulis, splle, 287 , die ert Dikotyledonen, deren Blätter nicht scheidenförmig umschließen, 0 Leder m fehlen die Nebenblätter noch ziemlich oft, besonders bei den 0 Nin Pflanzen mit gegenüberstehenden Blättern). Ihr Vorkom— zweiges sig, men scheint indessen ziemlich innig mit der allgemeinen Sym— und nach metrie der Pflanzen zusammenzuhängen; denn entweder sind sie ben, sich z„„ en die Blatt zugeben, so müßte man annehmen, diese beiden Anhänge seyen die der Spun untern Segmente eines kolii pinnatisecti, dessen mittlerer Theil Ache 900 sehr groß ware. In der That stoßt man sich daran, in einer Fa⸗ e e milie, wo stipule gar nicht vorkommen(wenn man nämlich nicht it, stzn, die ochreæ dafür halten will), solche nur bei wenigen einzelnen gen Bla Arten anzutreffen. Aber eben so auffallend wäre es, bei diesen mbinationeß Arten folia pinnatisecta anzunehmen, wovon das ganze Genus nnen. sonst kein Beisplel zeigt. Dazu kommt noch, daß sich aus dem frühzeitigen Abfallen jener appendices stipulacei nicht ohne Wahr— scheinlichkeit vermuthen läßt, daß dieselbe von einer Articulatlon herrühren. Es müßte also dieß ein zusammengesetztes Blatt seyn, wogegen aber der Umstand spricht, daß das unpaare oder Endblatt nicht gegliedert ist. Man vergleiche diese Nebenblättchen des Po— 1 0 lygopum auriculatum und Wallachii mit den stipulis des Astro— lobium scorpioides(DER C. prodr., II, S. 514), und man wird zwl— franz, ii 8 5 5 N 1 feng, lp schen ihnen eine auffallende Uebereinstimmung in Form und Lage dio n 2 2 2 8 4 die zu aan erkennen, um so mehr, als bei der letztgenannten Pflanze auch eine häutige, intraaxilläre Scheide vorkommt, die mit einer ochrea der on monolox Polygoneen die größte Analogie zeigt. De Candolle nennt zwar diese runden Blättchen nicht stipule, sondern das unterste Paar schen, dern„„ 8 eines folii pinnati trifoliolati, welche Form der typus generis ist; Ulnter del uud dann hätte diese Species keine stipulæ; allein er sagt im gene— rischen Charakter:„stipulæ nulla aut parvæ“ etc., ohne derselben bet den speciellen Diagnosen zu erwähnen, so daß man zu vermu— an sehe df, then versucht ist, er sey selbst ungewiß gewesen, ob er jene runden 31, F494 Blättchen für foliola oder für stipulae halten solle.— Alle diese Betrachtungen bestärken mich in der Meinung, daß jene An— he nämlig k hänge der genannten Polygonum-Arten als wahre stipulé zu betrach— alterninam ten sind. 1 An m. des Uebersetzers. ftielsoel. 9 Unter den gegenüberstehenden Blättern findet man kaum Neben— en gesunn blätter, als bei den Zygophylleen, Rubiaceen und Vochpsieen; die 5. 83. Nl. blüthenlosen Zweige dieser beiden letztern zwar sehr verschiedenen noch zu l Familien sind deßwegen in den Herbarien oft mit einander verwech— selt worden.—(D C.)— Einige Paronychieen und Urticeen, unter andern die Gattung Urtica selbst, ferner mehrere Euphor— biaceen, z. B. Hewonrn's Anisophylla, die Gattung Mereu rialis u. g. m. zeigen ebenfalls bei gegenüberstehenden Blättern stipulæ. Zu satz des Uebersetzers. vollig bal Natur nt Man seh, Taf. 6, f i de nl r——-————— 1 (pag. 336) 288 bei allen Arten einer Familie vorhanden, oder sie fehlen allen). So findet man Nebenblätter bei den Rubiaceen, den Malvaceen, den Amentaceen, den Leguminosen, den Rosaceen u. s. w., da— gegen fehlen sie durchgehends allen Karyophylleen, Myrtaceen us se w. Das Einzige, was die Nebenblätter wesentlich bezeichnet, ist ihre Lage seitwärts an der Basis der Blätter; denn übrigens sind ihre andern Charaktere sämmtlich von einer Pflanze zur andern verschieden, und es könnte wohl möglich seyn, daß wir unter dieser allgemeinen Benennung wirklich verschiedene Gegen— stände untereinander wärfen. Ihre Consistenz ist bei mehreren Pflanzen vollkommen blattartig und in diesem Fall zeigen sie so sehr alle den Blättern eigenthümlichen Besonderheiten, daß man sagen kann, sie seyen nichts als kleine, accessorische Blät⸗ ter, die bald gestielt, öfter sitzend, bald ganz, bald gezahnt oder gelappt, mit gefiederten oder handförmigen Nerven ver— sehen seyen u. s. w. Allein man findet durchaus keines, das zusammengesetzt, und keines, das schildförmig oder fußförmig genervt wäre. Häufig findet man häutige Nebenblätter(Stipulae membranaceae), wie es auch die Blätter selbst bei einigen Pflalzen werden, und man könnte gewissermaaßen sagen, sie seyen ) Wenn auch der eben von unserem berühmten Verfasser ausgespro— chene Satz für viele Familien gilt, so gibt es doch andere Familien, ja sogar Gattungen, bei denen wir einzelne Arten mit und andere ohne Nebenblätter finden. Manche Arten der Gattung Par ie— taria zeichnen sich von den übrigen Urticeen durch mangelnde stipulæ aus; die Gattung Euphorbia bietet species stipu— latas und exstipulatas dar; Buxus besitzt keine stipulæ, und ist doch eine Euphorbiacee; die meisten holzigen Spiräa— Arten haben keine Nebenblätter.(Vergl. Cansrsszos Monogr. du genre Spirae a, S. 7). Wenn Aue. Dr SaINT-HITAIRB (Flor. brasil. med., fasc. III, S. 95. und f.) Recht hat, die Lin— neae, Oxalideae, Tropaeoleae und Geranjiaceae zu vereinigen, und wenn Apn. Dr Jusstzu(Mém. sur les Rutacées), indem er die Zygophylleen wieder mit den Rutaceen ver⸗ band, und indem er dem Peganum Nebenblätter zuschrieb, der Natur keinen Zwang angethan hat, so hätten wir schon wieder zwei Ausnahmen mehr. Anm. d. Uebers. 10 le a die et iu wren d 1 schei g in. un ide i degnne f ncheeren, cia hae! Jun glei 0 mahalb Mlgung 1 lage Face det: ter, so in dad K längen che über Lult silen, fil ———— f nach cen de N N 5 e bel, f 1 llenhas, 0 desen Aeg, facham al ect benerf cousgine. 10 duncz, Huge! dalle 5 chlen Alen) u Malone U. s. w. y „Myrtiez ch bezeichne denn übrig Mflanze yn, daß u edene Gegt bei mehr ll zeigen heiten, d orische Bl bald gezahn Nerven ber keines, dg der fußform ter(the st bei du n sagen, fe ser ausgesptt ere Familien t und anden tung Parit, ch mangelahe dies stihn elne stipi gen Sylt pES Monog IIVI-H Ilan at, die Lis niaceae es Rutacteh taceen zuschrieb, 1 n wieder eher. 289 seyen Phyllodien von Nebenblättern; denn sie zeigen alsdann meist eine erweiterte Basis und Längennerven, wie die Blatt- stiele, denen die Blattfläche fehlt. Es scheint Nebenblätter zu geben, welche durch ihre Ver— härtung in wahre Stacheln ausarten; so die der Pictetia). Es muß indessen bemerkt werden, daß man zuweilen verschieden— artige Organe stachelige Nebenblätter nennt; so sieht man bei mehreren Acacien*), wie z. B. Acacia pilosa und Acacia haematonoma, an jeder Seite der Basis eines jeden Blattes zugleich ein wahres Nebenblatt und einen Stachel, wel— cher unterhalb desselben sitzt und augenscheinlich eine seitliche Verlängerung des Blattkißchens**) ist, woraus man mittelst der Analogie schließen kann: 1) daß die sogenannten Stipular— Stacheln der Mimoseen nicht, wie man glaubte, verhärtete Ne— benblätter, sondern Erzeugnisse des Blattkißchens sind; 2) daß, wenn das Kißchen anf diese Weise sich in einen Stachel zu verlängern strebt, dieß oft das Fehlschlagen der Nebenblätter, welche über demselben sitzen sollten, zur Folge hat. Endlich scheinen die Nebenblätter, gleich gewissen Blatt— stielen, fähig zu seyn, sich in Wickel-Ranken umzugestalten; vielleicht ist es eine Umwandlung dieser Art, welche die Wickel— Ranken der Cucurbitaceen* hervorbringt. Wenn man den Wachsthum der Trapa natans verfolgt, so sieht man, daß diejenigen Nebenblätter dieser Pflanze, welche unter dem Wasser wachsen, sich wie Faden in die Länge strecken und einfachen Wickel-Ranken ziemlich ähnlich sehen, während dagegen die an der Luft wachsenden flach, länglich- rund und den meisten ge— wöhnlichen Nebenblättern ähnlich sind Y). Die Größe der Nebenblätter, obgleich weniger veränderlich als ihre Consistenz, bietet jedoch ebenfalls bemerkenswerthe ) Dr G., Mém. lég., Taf. 47. ) Ebendas., Taf. 68. ) Mit diesem Namen bezeichnet man eine kleine Anschwellung des Stengels, welche sich unterhalb des Blattes befindet, und demselben gleichsam als Stütze dient. Sie ist besonders bei den Leguminosen sehr bemerkbar. Im Lateinischen heißt sie pulvinus(franz. c oussinet). i SERINeE, Mém. soc. d' Hist. nat. de Genève, vol. 3, Taf. 3, 4. 5) Man sehe Taf. 55, f. f. f. f Decandolle's Organographie d. Gewäch se. 19 (pag. 336) rr——— ———̃— — 8 — —————————— —— CC . —— „ 290 Verschiedenheiten dar. Im Allgemeinen sind sie kleiner, als die Blätter; indessen gibt es einige Pflanzen, bei denen das Nebenblatt um so größer zu werden scheint, je kleiner das wahre Blatt bleibt, und dann geschieht es, daß die Nebenblätter das physiologische Geschäft der Blätter verrichten; dieß ist ganz offenbar beim Lathyrus aphaca der Fall), bei welchem die Blättchen fast immer fehlschlagen und die Nebenblätter an ihrer Statt den Nahrungssaft verarbeiten. Das Umgekehrte findet bei mehreren andern Leguminosen statt, bei welchen die Nebenblätter so klein sind, daß man sagen kann, sie fehlen fast gänzlich; und öfters schlagen sie sogar durchaus fehl. Die Dauer der Nebenblätter ist ebenfalls eine der Verän⸗ derlichkeiten dieses Organs; es gibt welche, die während der ganzen Dauer der Blätter an der Basis derselben sitzen bleiben und ungefähr zu gleicher Zeit mit ihnen abfallen; dieß sind ge⸗ wöhnlich die Nebenblätter von blattartiger Consistenz, welche Gas. 300) auf diese Weise das Schicksal der Blätter theilen. Andere gibt es, hauptsächlich unter den hautartigen Nebenblättern, welche sehr frühzeitig abfallen, z. B. die der Eiche und der meisten Amentaceen; dieser Umstand macht oft glauben, daß die Neben⸗ blätter fehlen, wo sie doch nur frühzeitig abgefallen sind. End⸗ lich kommen, selbst unter den hautartigen, und vorzüglich unter den stachelartigen Nebenblättern, welche vor, die allerdings noch nach dem Abfallen der Blätter ausdauern; dieß bemerkt man bei mehreren holzartigen Rubiaceen, bei den Erythroxylon- Arten u. a. m.. ä Eine der merkwürdigsten Verschiedenheiten, welche die Ne— benblätter, unter einander verglichen, zeigen, ist die verschiedene Weise, wie sie entweder mit dem Blattstiel, oder unter einan⸗ der zusammenhängen. In der erstern Beziehung werden die Nebenblätter Blatt— stiel-Nebenblätter(stipulae petiolares, franz. stipules pètiolaires) genannt“), wenn ihr innerer Rand mehr oder we— niger mit dem Blattstiel verwachsen ist, wie z. B. bei den Ro⸗ sen, den Klee-Arten*) u. s. w. Sie heißen Stengel⸗Ne⸗ „) MixII., Icon., Taf. 43. Sow. Engl. bot., 1467. 3 Dx A Fl. fr., 1, Taf. 75 Fig. 12 *) Man sehe Taf. 34, Fig. 4. bla tel t dent 9 Jacen gufsel⸗ N. teen Blat te; hen nan A ed ah ln Al Nanige i nge Haft am hann til e Newa u Enz fe det Mbenblatt Jen; dieß ds den 9 Aottidat. Meilungen ce ihrer i hlätter dae gent, ent unt 1 10 eech fp Pieus: N fil N al Sie! ß se e u lire) 1 9 I 0,. 9 U 0 15 klein, g ei denen dh kleiner i Nebenblas dieß ist gz bei welchn benblätter g Unmgekeh i welchen e fehlen f l. der Ve wahrend sitzen blebn dieß sind ge fenz, welt Mere gi ttern, welch d der meise aß die Nr en sind, dh ziglich un lerdings nig bemerkt nan Itbrozylon. che die N. verschiedest unter einan⸗ ter Blatt i. stipulk hr oder w ei den M. gel- N. 291 benblätter(stip. caulinares, franz. caulinaires)), wenn sie mit dem Blattstiel nicht verwachsen sind, wie z. B. bei den Platterbsen(Lathyrus), oder den Wicken(Vicia). Die Blattstiel-Nebenblätter sind, wegen ihres Zusammenhängens mit dem Blattstiel, im Allgemeinen von gleich langer Dauer wie die Blätter; die Stengel-Nebenblätter sind die einzigen, bei welchen man merkliche Verschiedenheiten der Dauer antrifft, d. h. welche entweder vor den Blättern abfallen, oder sich auch noch nach den Blättern forterhalten können. Diejenigen Nebenblätter, welche zu beiden Seiten des Blat— tes entspringen, sind bisweilen breit genug, um an der vom Blattstiel am weitesten entfernten Seite mit einander zu verwach— sen; alsdann scheinen die beiden Nebenblätter nur ein einziges, dem Blattstiel gegenüberstehendes Nebenblatt auszumachen, und da die Verwachsung selten vollständig ist, so erscheinen die beiden an der Spitze frei bleibenden Theile der Nebenblätter gleich zwei Zähnen oder zwei Lappen und man pflegt dieses angeblich einzige Nebenblatt ausgerandet oder zweitheilig(stip. bifida) zu nen⸗ nen; dieß sieht man an mehreren Arten von Astragalus, aus den Abtheilungen Astrag. synochreati und hypo- glottidati). Vergleicht man die Arten dieser beiden Abtheilungen mit einander, so kann man alle die verschiedenen Grade ihrer Verwachsung bemerken. Alle Nebenblätter, die man den Blättern gegenüberstehende(stipulae foliis oppo- sitae) nennt, scheinen auf die nämliche Weise gebildet zu seyn; wenn sie durchaus keinen Ausschnitt zeigen, so kann man durch Analogie und aus der Anordnung der Nerven darauf schließen; dergleichen Nebenblätter finden sich bei den Magnolien, bei ge— wissen Ficus*, bei den Rieinus u. a. m. Die seitlichen Nebenblätter(st. laterales) können auch in entgegengesetzter Richtung mit einander verwachsen, d. h. sich auf der Seite der Achsel verlängern und mit einander so verwach— sen, daß sie eine innerhalb der Achsel befindliche Platte(lame intra axillaire) bilden, was man sehr deutlich am Melianthus ) Dy C., Fl. fr., 1, Taf. 7, Fig. 3. *) Man sehe Taf. 28, Fig. 4, ss. *) Taf. 14, Fig. 2, 3, 4. 19* (pag. 338) e Gag. 389) „ 292 major 9) sieht; das große blattartige und intraaxilläre Neben— blatt, welches diese Art auszeichnet, ist durch Verwachsung zweier entstanden, was theils an der Anordnung der Nerven, theils bei Vergleichung dieser Art mit dem Melianthus comosus, bei welchem die beiden Nebenblätter getrennt und seitwärts stehen bleiben, leicht zu erkennen ist. Die angeführten Abbildungen sind dazu bestimmt, diese Vergleichung zu zeigen. Ich bin geneigt zu glauben, daß alle sogenannten intraarillä⸗ ren Nebenblätter sich diesem Gesetze unterordnen, daß folglich diejeni⸗ gen mehrerer Rubiaceen, der Gomphia) der Erythroxyleen, u. a. m., welche in der Blattachsel sitzen, durch Verwachsung zweier seitlicher Nebenblätter gebildet sind. Es gibt Fälle, wo die Sache vollkommen sichtbar ist; vielleicht sogar sollte man sagen, daß das Organ, das man bei den Polygoneen Och rea nennt“, nichts anders sey, als der an seiner Basis in zwei häutige Neben— blätter verlängerte Blattstiel, welche Nebenblätter so mit einander verwachsen seyen, daß sie eine mehr oder minder vollständige und vom Blatte selbst mehr oder minder abgesonderte Scheide bilden). Bei den mit Nebenblättern versehenen gegenüberstehenden Blättern ist es häufig, daß die Nebenblätter auf jeder Seite eines Blattes mit denjenigen des gegenüberstehenden Blattes verwachsen, so daß also im Ganzen nur zwei Nebenblätter da zu seyn scheinen, nämlich auf jeder Seite ein, den beiden Blättern gemeinschaftlich zugehörendes. Mehrere Geraniaceen zeigen diese Eigenthümlichkeit auf sehr augenscheinliche Weise; die Nebenblätter der Rubiaceen ) Taf. 31, Fig. 4. *) Taf. 30, Fig. 3. ) DR C., Mon. des Ochnacées, Taf. 6. ef, ig, 1) Man vergleiche meine Note 2) zu Seite 282 des Originals. Will man jede Flächen-Ausbreitung des untern Theils des Blattstiels, sey sie nun häutiger oder blattartiger Natur, stipula nennen, so müssen auch die Blattstielscheiden, der Ranunculi, der Umbelliferen, u. s. f. so heißen. Ich wäre aber, aus den, Seite 280 und 3534 des Originals, angeführten Gründen geneigter, die ochreæ als eine be— sondere häutige Form der Blattstiel-Ausbreitung von den eigentli—⸗ chen oder blattartigen Nebenblättern zu unterscheiden, und für sie den Ausdruck oehreae beizubehalten. An m. des Uebers. Abe sost ue haf es dan Bei ge sule, bei N fen r dus gen. Kate de we 11 ablä fuer i ficht unn der g bit K en fie derwel ich: wenn schen; fle fensuchung chen, Aiuner ö. in daten ene Aug nacht Ka ghospe ö cw, we egen de n gaben — , ) Ir bum h b. F Glen c d uchnen; en goth rläre ahn, ichsung zuin en, theils h mo sus twärts sihn Abbilbung: en intragrl olglich dien erpthrorplen Verwachsun dalle, wo man sage nennt tige Nehe, mit einande ländige ul eide bilden ͤͤberstehenh⸗ er Seite ea es verwitse seyn schan, meinschaft nthümlichl Rub iacee guals. A. b Blattstelh nennen, Umbellifer“ und 351 l e gls eine l. den eigen „ und fit f lebets 293 mit gegenüberstehenden Blättern gehdren zu derselben Klasse; bald sind sie nur an ihrer Basis“), bald bis an die Spitze verwachsen, so daß es dann aussieht, als wäre nur ein Nebenblatt da. Bei gewissen quirlförmig stehenden Blättern, wie bei der Fär⸗ berrdthe, beim Labkraut(Galium), bemerkt man, daß die Knospen oder jungen Zweige nicht aus der Achsel eines jeden Blattes, son⸗ dern nur aus der Achsel zweier einander gegenüberstehender Blätter!) entspringen. Ich vermuthe, daß diese beiden Knospen führenden Blätter die wahren Blätter, und daß die andern bald als blattar— tige Nebenblätter(und zwar vermuthe ich, dieß sey bei mehreren sternformigen Rubiaceen der Fall), bald als Lappen von fingerfdr⸗ mig zerschnittenen Blättern(was vielleicht bei den Kotyledonen der Fichten der Fall ist““') zu betrachten sind. Es ist bisweilen schwierig, die untern Blättchen der zusam⸗ mengesetzten Blätter von den Nebenblättern zu unterscheiden, und diese Verwechslung ist vorzüglich in zwei Fällen leicht moglich, näm⸗ lich: wenn letztere blattartig sind, oder wenn sie am Blattstiel fest⸗ sitzen; allein in beiden Fällen kann man durch aufmerksamere Un⸗ tersuchung des Ansatzpunktes der Nebenblätter die Zweifel leicht heben. Einer der auffallendsten Unterscheidungs-Charaktere zwischen den Blättern und den Nebenblättern ist der, daß erstere in ihrer Achsel eine Knospe tragen, welche den letzteren fehlt. Diese Beob⸗ achtung macht es mir zweifelhaft, daß es richtig sey zu sagen, die beiden Knospen, die sich bei den Steckreisern der Weiden seitwärts entwickeln, wenn man ihre ursprüngliche Knospe weggenommen, seyen die Knospen der Nebenblätter, wie Du Petit-Th ouars“*, es zu glauben scheint. Sollten es wohl nicht eher bloße Adventiv⸗ Fig.. %) Dy PErir-Tnovans, Hist. d'un More. de Bois, S. 82 und 118. ) Durch C. L. Richard's treffliche Untersuchungen über dee Coni⸗ feren(Mém. sur les Coniferes, etc. p. 141) ist jetzt außer Zweifel gesetzt, daß bei dieser Familie wirklich mehrere Kotyledonen an— zunehmen seyen. Richard sah unter Anderem in der Axille eines jeden Kotyledons der Pinus Cedrus eine kleine, von ihm als Knospe anerkannte Hervorragung. Anm. des Uebers. * Du Prrir- Tn., 6e Essai, p- 85. (pag. 340) —— 3 — 77 2 . 2 22 — —— ———————— — 0 294 Knospen seyn, wie man deren an andern Stellen und bei andern Bäumen, die keine Nebenblätter besitzen, hervorkommen lassen kann? Die Blättchen der zusammengesetzten Blätter zeigen bisweilen an ihrer Basis kleine Organe, welche für diese Blättchen ungefähr das sind, was die Nebenblätter für die Blätter; diese Nebenblätter der Blättchen habe ich Nebenblättchen(Stipellae, franz. stipel- les) genannt. Sie befinden sich gewöhnlich an der Basis der Seiten— blättchen einzeln“), zu zweien aber(d. h. auf jeder Seite eins) an (bag. 341) der Basis des Endblättchens; man bemerkt sie z. B. bei den mei— sten Hedysareen“)). Die natürliche Verrichtung der Nebenblätter scheint im Allge— meinen darin zu bestehen, die Blätter während ihrer Entwickelung zu beschützen; dieß ist bei den Amentaceen, den Rosaceen, und überhaupt bei solchen Pflanzen, deren Knospen gänzlich oder zum Theil aus den Nebenblättern gebildet sind, ziemlich augen— scheinlich; allein man muß gestehen, daß die Nebenblätter in meh— reren Fällen durch ihre Kleinheit, oder ihre Beschaffenheit, oder ihre Gestaltung zu dieser Verrichtung wenig geeignet sind, ohne daß man ihnen jedoch eine andere recht bestimmte beimessen konnte; diejenigen, welche blattartig sind, helfen mit zur Verarbeitung der Säfte; die, welche sich in Stacheln umwandeln, dienen zur Be— schützung der Pflanze. ) Ich weiß nicht, ob unser Verfasser die doch von ihm selbst(Rogni veget. syst. nat., J, S. 169 u. f.) bei dem Thalictrum aquile— gifolium mit dem Namen stipellae belegten Theile absicht— lich nicht angeführt hat. Ihr Erscheinen— oder doch das Erschei— nen ihnen analoger Gebilde— ist dort in dreifacher Hinsicht be— fremdend: erstlich weil die ganze Familie der Ranunculaceen ex. stipulata ist; zweitens weil in derselben— wenigstens im Sinne unseres Verfassers— keine wirklich zusammengesetzten Blätter vor— kommen, und drittens endlich, weil gedachte Theile, aastatt unter den Seiten-Segmenten einzeln zu stehen, sich an der Basis aller Segmente zu zweien befinden, und sogar oft dergestalt unter einander verwachsen, daß sie eine durchwachsene Scheibe bilden. Anm. des Uebers. *) Dx C., Fl. fr., 1, Taf. 7, Fig. 2, und im gegenwärtigen Werke Taf. 50, Fig. 1. 1 0 Ne. de dl ende n Eten Fuhen bn siht chf 10 un K ln fufiden u falt! o gege engewe he Sche ersoss! dylphin Geißblatt u so auff 10 D 105 gelen un kann. sagwachse sufrmig wa, de 1 atbrump) — ) M. 8, N, 0 Jr., 770 Ua, il 0 Mh, f N zul Acera eien ahn! un — ib bei add n lassenken gen biswilg hen ungefl Mobenblänn fang. Sutz 5 der Seit eite eine) g bei den m int im Az Entwickelun Rosaceen, gänzlich eh lich auge iter in ne ffenheit, oer et sind, oh messen kon, erarbeitunphg tenen zut de selbst ogni im aquile. helle absicht— das Etschel Hinsicht he sculgceen en. ns im Siu Blätter u gustatt unte er Vasis all rgestalt unte be bilden. ebers. irtigen ul, 295 Neunter Artikel. Von den Verwachsungen(soudures) der Blatter unter einander und mit andern Organen. Die Blätter gehoren zu der Zahl derjenigen Organe, die am leichtesten Verwachsungen eingehen, und zwar sowohl unter sich, als mit den Stengeln oder den Blumenstielen. Stehen die Ränder zweier Blätter zur Zeit ihrer Entwickelung einander sehr nahe, so wachsen sie zusammen, wie man es häufig als bloße Zufälle beobachtet; so gebe ich hier die Abbildung eines Bei⸗ spiels vom Lorber) und eines andern von der Justicia ox. „phylls); jeder Botaniker wird dergleichen bei verschiedenen Pflan⸗ zen gefunden haben. Es gibt Gewächse, bei welchen diese Erschei⸗ nung, statt zufällig zu seyn, mehr oder weniger beständig ist; so sind die gegenüberstehenden Blätter an ihrer Basis sehr häufig zu— sammengewachsen, so daß sie eine einzige, vom Stengel durch— bohrte Scheibe zu bilden scheinen, was man bei der Crassula perfossa rv), welche daher ihren Namen erhalten hat, beim Sylphium perfoliatum und an den obern Blättern mehrerer Geißblattarten) sieht. Bei diesen letztern besonders ist die Sache um so auffallender, als man, wenn man die Blätter vom untern Theil der Pflanze bis oben hinauf verfolgt, alle Grade, von den völlig getrennten Blättern bis zu den vollkommen verwachsenen, sehen kann. Im Lateinischen nennt man diese an der Basis zusam⸗ mengewachsenen Blätter kolia connats. Wenn die Blätter quirlfoörmig stehen, konnen sie ebenfalls so mit einander ver⸗ wachsen, daß sie den Stengel mit einer Art Ring umgeben; was man z. B. an den Blüthenblättern des Ses eli hippoma- rathrumch) sieht e). 2, Fig. 2. nf e Fi. ) Dy G., pl. gr., Taf. 25. ) LAN., ill., Taf. 150. 4) co., Fl. austr., Taf. 145. 4) Bei Toulon fand Röper 1826 bei einem wilden Exemplar der Lo nicera Caprifolium Zweige, an denen sämmtliche Blätter zu dreien standen, und verwachsen waren. Die nämliche Erscheinung bot ihm 1827 ein im botanischen Garten zu Basel cultivirtes Indi⸗ viduum derselben Art dar. Anm. des Uebers. (pag. 342) 0 pag. 343) 296 Die Blätter, welche weder einander gegenüber, noch quirlfor⸗ mig stehen, können in Folge ihrer Lage natürlicherweise mit ihren Rändern nicht verwachsen, allein bei ihnen tritt eine andere, der vorigen analoge Erscheinung ein. Wenn sie nämlich sitzend sind, und ihr unterer Theil hinlänglich entwickelt ist, um ihnen zu erlau— ben, rings um den Stengel zu laufen, so daß die Blattfläche den Stengel, der sie zu durchbohren scheint, umgibt, was beim Bu— pleurum perfoliatum der Fall ist, so sagt man: das Blatt ist durchwachsen(perfoliatum, franz. perfoliée), eine Benen— nung, die man auch auf die Fälle, wo gegenüberstehende oder quirl— förmige Blätter mit einander verwachsen sind, z. B. bei Cras— sula perfoliata, Triasteum perfoliatum, u. s. w. ausgedehnt hat. In allen diesen verschiedenen Fällen kann die ringförmige Fläche, die durch das Zusammenwachsen mehrerer Blätter oder der Lappen eines einzigen Blattes entsteht, zweierlei Stellungen dar— bieten; entweder ist sie ganz flach ausgebreitet, und bildet einen Ring, der den Stengel ungefähr rechtwinklig schneidet, oder sie ist mehr oder weniger in die Höhe gerichtet, und dann umgibt sie den Stengel, indem sie seiner Richtung folgt, mit einer mehr oder minder verlängerten Scheide. In diesem letzten Falle ereignet es sich, daß die Scheide entweder vom Stengel getrennt bleibt und nicht mit ihm zusammenhängt, wie bei den Gramineen; oder daß die innere Fläche der Scheide mit dem Stengel verwächst und mit ihm einen Körper auszumachen scheint; so umfassen z. B. die Blätter der Sali oornia) den Stengel mittelst einer adhärenten Scheide. Einige Ficoldeen zeigen in dieser Hinsicht ein sehr sonder— bares Aussehen; ihre Blätter sind gegenüberstehend, sehr dick und mit ihren Rändern dergestalt verwachsen(connata), daß jedes Paar in seinem Schooße den jungen Trieb, der sich entwickeln soll, einschließt; wird nun die Spitze dieses Triebes dicker, so sprengt sie die Verwachsung der Blätter, die ihr gleichsam als Knospe diente, auseinander und tritt hervor, ebenfalls mit zwei zusammengewach— senen Blättern, welche die folgende Sprosse enthalten, versehen“). ) Schkuhr Handb., Taf. 1 *) Man sehe Taf. 60, Fig. 7. de li l, die inder faffude L auchn: 0 h af tegel n n du Das cee den 6 n b 111 5 fügen! sogenannte riminea 17 0 1 an ien ni 15. J 10 10 Neutl 15 . 0 15 mm de en 0 fl * noch gulf ie nit h e andere, 0 sitzend sih ihnen zue lattfläche dy bas beim Bu n; das Bln eine Vele de oder gu g. bei Cras m, u. s. h ringförmig iter oder d lungen da bildet einn t, der sie umgibt sie h ner mehr gr le ereigng! nt bleibt en; oder de chst und m n 3. B. die adhärenten sehr sonder hr dick und daß jedes wickeln sol, so spreng nospe dient, mengewach versehen“ 297 Die Blätter können ferner mit dem Stengel nach zwei Syste⸗ men, die in den Büchern ohne Unterschied unter dem Namen herab⸗ laufende Blätter(kolia decurrentia) zusammengeworfen sind, verwachsen: So nennt man alle diejenigen Blätter, deren Blatt- fläche sich auf beiden Seiten in blattartige Zipfel(languettes), die vom Stengel selbst zu entspringen scheinen, verlängert; dieses Aus⸗ sehen kann durch zweierlei Ursachen hervorgebracht werden: 1) Das Blatt kann mittelst der obern Fläche seiner Mittel⸗ rippe an den Stengel fest wachsen, so daß es erst an der Stelle aus dem Stengel zu kommen scheint, wo seine Verwachsung eben auf⸗ hort, und daß derjenige Theil seiner Blattfläche, welcher aus dem mit dem Stengel verwachsenen Stück der Mittelrippe entsteht, aus dem Stengel selbst zu entspringen und zwei Seitenflügel zu bilden scheint. Dieß ist bei dem Blüthenblatt der Linden“) und bei den Blättern mehrerer Solanum Arten der Fall. 2) Das Blatt kann an seiner Basis in Oehrchen(auxiculae, franz. oreillettes) verlängert seyn, die in ihrer Richtung dem Sten— gel folgen und mit ihm verwachsen sind; dieß findet bei den meisten sogenannten herablaufenden Blättern statt; die Prenanthes vimine a) bietet davon ein sehr auffallendes Beispiel dar.“ Endlich konnen die Blätter, wie gesagt, mit den Blumenstie— len verwachsen seyn; durch diese Verwachsung wird bewirkt, daß die Blumenstiele dann aus den Blattstielen oder aus den Blättern zu entspringen scheinen; da aber diese Erscheinung für die Geschichte des Blumenstiels wichtiger ist, als für die des Blattes, so ver— schieben wir es, davon zu sprechen, bis wir uns mit dem Blü⸗ thenstande beschäftigen werden. Uebrigens gibt es Fälle, wo die im Allgemeinen dem Anschein nach so deutliche und leichte Unterscheidung zwischen den Blättern und Blumenstielen äußerst verwickelt wird. Dieß ist in der Fami⸗ lie der Farrenkräuter der Fall, und ich habe ihrer in dem ganzen die Blätter betreffenden Kapitel absichtlich nicht erwähnt, weil man die bei den Farrenkräutern Blätter genannten Organe eben so gut als wahre Blätter, welche die Blüthen und Früchte tra— gen, wie als Blumenstiele, die mit blattartigen Flügeln eingefaßt *) LAM., ill., Taf. 467. * Jaco., Fl. austr., Taf. 9. (pag. 344) (pag. 845) 298 sind, betrachten konnte; in dieser Ungewißheit verspare ich die Be⸗ trachtung derselben bis dahin, wo ich von der Fruktifikation dieser Familie sprechen werde. Zehnter Artikel. Von der Unregelmäßigkeit der blattartigen Organe. Der gewohnliche Zustand der Blätter ist der symmetrische, d. h. daß im Allgemeinen die beiden Blatthälften, welche die Mittelrippe theilt, gleich groß und gleich gestaltet sind. Dieses Streben nach Symmetrie bemerkt man sowohl an den einfachen, als an den zu⸗ sammengesetzten Blättern und überhaupt auch an jedem Lappen oder an jedem Blättchen für sich betrachtet; um sich aber von die— ser Symmetrie einen richtigen Begriff zu machen, muß man in ihnen keine allzu geometrische Regelmäßigkeit suchen, als welche in den organischen Wesen niemals vorkommt. Die beiden Seiten der Blätter werden als symmetrisch oder regelmäßig betrachtet, sobald sie von den gleichen Dimensionen wenig oder nur auf eine Gag. ab) veränderliche und zufällige Weise abweichen. Es gibt aber eine gewisse Anzahl Pflanzen, bei welchen die beiden Hälften der Blät— ter oder Blättchen in der Regel ungleich sind, und diese sind es, die man ungleichseitige(inaequilateralia, franz. inéquilatéra- les) oder schiefe(obliqua, franz. obliques) nennt. So sind, was die Blätter betrifft, die beiden Blatthälften der Be gonia“) durch ihre Ungleichheit sehr merkwürdig; die eine verlängert sich noch bis unterhalb des Anfangspunktes der Blattfläche, während die andere zurück bleibt; eine ähnliche Unregelmäßigkeit findet sich bei mehreren Grewia- Arten wieder. Sie ist ziemlich merk— lich beim Pterospermum semisagittatum“), u. a. m. Diese Unregelmäßigkeit kommt im Allgemeinen nur unter den abwechselnd stehenden Blättern vor, und ich kann mich keines ein— zigen Beispiels von gegenüberstehenden ungleichseitigen Blättern erinnern!“). Diese Erscheinung hilft schon beweisen, die Ungleich— ) Man sehe Bot. Regist., Taf. 284, 364, 471 und 666. *.) D C., Meém. sur les Wallichièes, Taf. 9. Mém. du Mus. d' Hist. nat. Paris, vol. 10. *) Die gegenüberstehenden Blätter an den sogenannten niederlle⸗ ch au 1 alte n d An b en Atte dde tan, def h die bet g an den ud, i übe sich fangt, daß 47 f 15 1 2 — N be un hilt each, daß u den di daft gcc hl eben Se, T cg fene) feahen t, Deng in t in dane Lpbarb., 9 1.29 0 1 0 l, 0 te ide ikatinn geh u Organe, metrische, f. ie Mittel Streben i 8 an den sedem Lapzt aber von de muß man; als welche n Seiten dy g betracht bur auf gibt aber t ften der Ne diese sindi⸗ inéquiltte, f. So sis, zegonia“ llängert sit „ wahren t findet sih lich mei ), p. r unter den keines el, n Blätter je Ungleich Mus. Hi, u niedellt 299 heit rühre daher, daß die Stellung des Blattes die Entwickelung der einen Seite desselben mehr als die der andern begünstigen müsse, und in diesem Falle ist es immer die untere Seite, die sich am meisten ausbildet. Noch auffallender ist dieß Gesetz bei den Blättchen der gefie⸗ derten Blätter; wenn diese ungleich sind, was häufig der Fall ist, und was man ohne Unterschied sowohl bei den abwechselnden, als bei den gegenüberstehenden Blättchen antrifft, so ist die am meisten entwickelte Seite immer die untere, und die obere pflegt gewohnlich schmaler und kürzer zu seyn. Wenn bei den Blättern mit handförmig, schild-oder fußför— mig gestellten Nerven Ungleichheit zwischen den beiden Hälften der Blättchen oder Lappen vorkommt, so sind es immer die äußern Seiten, die sich mehr entwickeln: vermuthlich weil ihre Ausbildung durch die benachbarten Theile nicht gehindert ist. Dasselbe kann man an den Nebenblättern beobachten, welche sehr oft unregelmä⸗ ßig sind, indem die äußere oder vom Blattstiel am meisten entfernte Seite sich weit mehr, als die innere, auszudehnen strebt, woraus folgt, daß bei mehreren derselben die Mittelrippe sehr nahe am innern Rande liegt, und daß ihre allgemeine Gestalt die eines halben Ovals, oder eines halben Herzens, oder einer halben Pfeilspitze ist. Bei den zusammengesetzten Blättern ist die Ungleichheit der beiden Hälften eines Blattes in gewissen Fällen noch dadurch be⸗ merklich, daß auf einer der beiden Seiten ein Blättchen fehlt, des— sen Daseyn durch die allgemeine Symmetrie angezeigt ist; auf diese Weise geschieht es, daß die Anthyllis tetraphylla“) und alle Anthyllis- Arten aus der Abtheilung der Cornieinae auf einer von beiden Seiten an der Basis des Blattes kein Blättchen oder kein Nebenblatt haben. Eben so geht es zu, daß bei mehreren Mi— mosen“), deren gemeinschaftlicher Blattstiel zwei partielle Blatt— genden Stengeln der Euphorbiae stipulatae, und an den Blüthenzweigen der Euphorbiae exstipulatae sind oft an der Vasis sehr ungleich. Erstere erhielten von Haworth daher den Namen Anisophyllum. Vergl. hierüber Koxrrnx, Enum. Euphorb., S. 30, Tab. III, Fig. 16 und 56. Anm. d. Ueb. *) Taf. 29, Fig. 2. **) Taf. 30, Fig. 2 und 2. (pag. 347) —̃—— 300 stiele trägt, einem jeden derselben an der innern Seite des untern Paa⸗ res ein Blättchen fehlt; dieses Nichtdaseyn rührt von einem bestän⸗ digen Fehlschlagen her, denn die Stelle des Blättchens bleibt leer, und in einigen zufälligen Fällen sieht man dasselbe sich entwickeln. Nicht nur an und für sich betrachtet haben die Blätter symmetrische Hälften, sondern sie zeigen auch fast immer eine Symmetrie in ihrer Größe, wenn man sie rücksichtlich ihrer Stellung auf dem Stengel betrachtet. So sind fast bei allen gegenüberstehenden oder quirlförmigen Blättern diejenigen, die in dem gleichen horizontalen Kreise liegen, merklich gleich groß; bei den quirlförmigstehenden Blättern sind sie bisweilen abwech— selnd etwas ungleich; bei den gegenüberstehenden Blättern hat sich kürzlich ein merkwürdiges Beispiel von Ungleichheit gefun— den, nämlich bei Ruel lia anisophylla); das eine der beiden gegenüberstehenden Blätter ist sehr klein, sehr schmal und im Vergleich mit dem andern gleichsam fehlgeschlagen; allein selbst noch in dieser Unregelmäßigkeit findet man die Symme— trie darin wieder, daß man bei Vergleichung der Stufenfolge der Paare das kleine Blättchen abwechselnd auf der einen und der andern Seite findet). Die Nebenblätter gewähren analoge Erscheinungen; so trifft es sich, obgleich selten, daß die Nebenblätter der beiden Seiten eines Blattes in Form oder Größe ungleich sind; dieß ist sehr aussallend beim Eryvum ervilia*), bei welchem das eine Nebenblatt eines jeden Blattes klein, ganz und unschein— bar, das andere hingegen groß und ausgeschnitten ist. Es gibt einige Pflanzen, bei welchen die Nebenblätter sogar nur auf einer Seite vorhanden zu seyn scheinen; dahin gehdören die stipulären Wickel-Ranken mehrerer Cucurbitaceen***),(wenn dieselben in der That wahre Nebenblätter sind); vorzüglich aber ) HookEn, exot. flor., Taf. 19. *) Bei der Gattung Mesembryanthemum findet sich diese Un— gleichheit gegenüberstehender Blätter fast durchgängig, und oft in einem sehr hohen Grade. Man vergl. u. a. DIIEN., Hort. Eltham. Taf. 194, Fig. 241 und 242. Anm. des Uebers. e Srunx, Fl. germ, icon.. *) Man sehe Sxmxek, Mém. Soc. d'Hist. nat. Geneve; 3, Taf. 3 und 4. geh de In nd 1 fügt ah dt Hach,! ir t a det n haber n den in i aber sscht don Aan die Fnospe un, die den Alen gen elt Ol hug e canin A s f, nabe 0 Hazi — fag, 4 fie 0 8 untern at deinem beit eus hleht lz sch enrditth u die Ali st inner tz schlich iy fast hei gl diejengen, ih gleich gaz eilen abnet; n Blättern he achheit gef, das eine y br schmal un klagen; allt die Sym er Etufenfih der einen in einungen er der ben ch sind; di welchem di nd unschei st. Es gi ar nur auf gehören de 1),(wen zͤglich ale ich diese ly oft in einen Itham. Tl ehe ks. 65 50 Auf ö 301 sind hieher zu zählen die stipulären Stacheln einiger Ca ppa⸗ rideen, wie der Capparis heteracantha, u. d. m. —— Eilfter Artikel. Geschichte der Blätter in ihren verschiedenen Lebensperioden. Die Blätter entstehen auf den jungen Trieben und sind schon von dem Augenblicke an, wo der junge Trieb sich zu zei⸗ gen anfängt, sämmtlich vorhanden und mehr oder weniger ent— wickelt; natürlicherweise sind sie dann sehr nahe bei einander, sehr klein, und so zu sagen auf ihr Faserngerippe reducirt. Zu dieser Zeit nehmen die äußern Blätter, welche durch die Ein— wirkung der Luft in ihrer Entwickelung eine Veränderung er— litten haben, entweder das Ansehen von Schuppen an und die— nen den innern Blättern und dem Triebe selbst zur Bedeckung; oder aber sie entwickeln sich wie die innern und scheinen ihnen nicht so deutlich als Hülle zu dienen. Im ersten Falle nennt man die durch äußere Blätter gebildete Hülle eine schuppige Knospe(bourgeon écailleux), im zweiten Falle aber sagt man, die Blätter entstehen nackt oder ohne Knospen. Da die Knospen Organe sind, die den ernährenden und reproduectiven Theilen gemeinschaftlich angehören, und da sie nur durch Ausartung anderer Organe gebildet werden, so wird ihre umständliche Be— trachtung erst im vierten Buche dieses Werkes vorkommen; gegenwärtig aber haben wir den Zustand der Blätter von der Zeit ihres Entstehens bis zu der ihres Absterbens zu untersu— chen, wobei noch zu bemerken ist, daß wir ihre Geschichte nur in den Beziehungen, in welchen sie mit dem eigentlichen Bau, nicht aber mit der Physiologie steht, betrachten werden. Die Blätter„), mag man sie nun ansehen als in eine Knospe eingeschlossen, oder als von ihrem Entstehen an nackt sich entwickelnd, befinden sich in diesem Alter immer in einer solchen Ordnung, daß sie einen möglichst geringen Raum ein— nehmen. Ihr Ansehen wird in dieser Periode durch mehrere Ursachen bestimmt, nämlich: durch ihre Stellung und die Art ) Marie. Oper., ed in ato, 1, Taf. 10, 14, 12. (pag. 349) —————————————— ——F——T—T—T—TVXww'v—————̃—————————( ꝓ·(m——————T—T—T—T—T—Ä—Ä—Bę»Csc—.....— —— 302 ihrer Anheftung an den Stengel, die Anordnung ihrer Haupt⸗ nerven und die verschiedenen Grade der Trennung oder Verei— nigung ihrer Theile. Alle verschiedenen Arten des Aussehens, die aus dem Zusammentreffen dieser Ursachen folgen, lassen sich auf eine ziemlich beschränkte Zahl von Faltungen oder Biegun— gen zurückführen, unter welche alle bekannten Blätter geordnet werden können. In dieser Hinsicht sind die Blätter erstens längs ihrer gerade bleibenden Mittelrippen zusammengelegt oder um diese gerollt; zweitens dergestalt umgebogen oder gerollt, daß ihre Spitze auf ihre Basis zu liegen kommt; und drittens bieten sie bisweilen weder deutliche Krümmungen, noch Faltun— gen dar. Der gewöhnlichste Zustand der Blätter oder Blatttheile der Dikotyledonen, und besonders derjenigen, deren Blattstiele nicht scheidenförmig sind, ist die Faltung längs ihrer Mittelrippe, so daß sich die beiden Seitenhälften der Blattfläche mit ihrer obern Fläche an einander legen. Dieß scheint der normale Zu⸗ stand aller Blätter und Blättchen mit gefiederten Nerven zu seyn, allein ihr Aussehen wird durch sehr leichte besondere Umstände abgeändert. Wenn z. B. zwei gefiedert-genervte Blätter einan⸗ der im strengsten Sinne so gegenüberstehen, daß sich die Paare kreuzen, so legt sich ein jedes derselben längs der Mittelrippe halb zusammen und umfaßt auf diese Weise das innere Paar, was man am Ligustrum sieht; diese Art von Blättern nennt man reitende(equitantia, franz.& quitatives, oder en regard)). Stehen die Blätter einander weniger genau gegen⸗ über, so liegt die eine Hälfte eines jeden Blattes etwas nach außen und die andere folglich etwas mehr nach innen, wie es bei der Saponaria der Fall ist, und man nennt die Blätter alsdann halb-umfaßte(semi-amplexa, franz. demi- embras- sées)**). Stehen die Blätter abwechselnd oder im Quincunx, so legt sich ein jedes derselben gänzlich auf sich selbst zusammen und liegt, dergestalt eingebogen, mit seiner Seite an der Seite der nächsten Blätter an, ohne sie zu umfassen; dieß findet bei der Buche statt und solche Blätter heißen zusammengefal— ) Dy C., Fl. fr., ed. 3, vol. 1, Taf. 6, Fig. 4. %) Gnxw. Anat., Taf. 42, Fig. 3. Dr C., Fl. fr., 1, Taf. 6, Fig. 5. 1 en ge f 8 die 9 enn)“ 5 W. Accu; n Site c den gef lien Seit b mein Eg die, ohne; N besen 9 deren b Acenneste Rallt sud, ße nan Tales en dt us d fin Agel uz iherge a 190 4 „ A Aigen in 1 8 I 6, H ü, n U Cay A0 bw 4 Ye, H. 303 ihrer Haut tete(æonduplicativa, franz. conduplicatives, oder plièes cõte 9 oder Nez à côte)). f es Nusschez Die handförmig-genervten Blätter konnen, wie wir es wei⸗ en, lasen e ter oben gesehen haben, als Blätter angesehen werden, welche oder Bien durch die Verwachsung mehrerer partieller Blattflächen mit ge— ätter eur fiederten Nerven entstanden sind; eine jede dieser Blattflächen läͤtkr eie wird also trachten, sich auf sich selbst einzubiegen und daraus mengelegt hy folgt, daß die gesammte Blattfläche an den Rippen fächerförmig oder gent zusammengelegt ist, wie es beim Weinstock und bei allen hand— und dritt förmig gerippten Blättern der Fall ist; in dieser Hinsicht nennt Ert 381) noch Faln⸗ man sie gefaltete(plicativa, franz. plicatives oder plièes en éeventail)**). satttheile d. Die Blättchen der gefingerten Blätter zeigen die nämliche istiele nic Anordnung; sie sind auf ihrer Mittelrippe zusammengelegt und liegen Seite an Seite neben einander; eben so sind die Blätt— keltippe,. chen der gefiederten Blätter auf ihrer Mittelrippe gefaltet und e mit ihre normale 1 liegen Seite an Seite an einander, sich an den beiden Seiten en zu sey des gemeinschaftlichen Blattstiels dachziegelfdrmig bedeckend. due Uni Einige Blätter mit gefiederten Nerven zeigen Eigenheiten, glätter dir die, ohne zwar von der allgemeinen Regel sehr abzuweichen, ihnen ch die gur doch besondere Benennungen zugezogen haben. So gibt es eini⸗ Meli ge„deren beide Ränder, obgleich die Blattfläche selbst auf dem nere un Längennerven zusammengelegt ist, doch mehr oder weniger renn nah gerollt sind, und zwar entweder nach außen, wie beim Rosmarin, 6, ober er was man zu rückgerollte(revolutiva, franz. rͤvolutives, eau gegen. roulèes en dehors)*) nennt; oder nach innen, wie beim Ev O- was nh ny mus und der Nenuphar, was man eingerollte(involu- u, wir va, franz. involutives, roulèes en dedans) nennt 0 oder auch die Bil die übergerollte Ränder haben, wie die Aprikosen⸗Blätter, was di- embra man übergerollte supervolutixa franz. supervolutives) Auna nennt T). Man weiß nicht welches der den genannten Pflan⸗ zum zen eigene und diese bei den Dikotyledonen so seltene, bei den f 95„ De C., Fl. fre 4, Kaf. 6, Fig.. 1 fal% Gnkw. Anat., Taf. 42, Fig. 2. Dr C., Fl. fr., 1, Taf. 6, Fig. 2. tengef* Gnνν Anat., Taf. 42, Fig. 1,6. Dx C., Fl. fr., 4, Taf. 6, Fig. 12. ** GREW. Anat., Taf. 42, Fig. 4. Dr C., Fl. fr., 1, Taf. 6, Fig. 14. 1 fl 1) Da C., Fl. fr., 1, Taf. 6, Fig. 9. f. b/ M's ———— Pag. 352) N 304 Monokotyledonen aber so häufige Neigung zum Zusammenrollen nach sich ziehende Bau sey. Endlich gibt es Blätter von Dikotyledonen, die, obgleich mit einer Mittelrippe versehen, so schmal sind, daß sie sich nicht falten können und daß sie einander ohne wahrnehmbare Ordnung be— decken; was bei den Lerchtannen, den Tannen u. s. w. der Fall ist; man nennt sie deßhalb dachziegelförmig uber einan— der liegende(imbricativa, franz. imbricatives) Die Blatt— stiele, die keine Blattfläche haben, bieten, sobald sie nicht schei— denförmig sind, eine ähnliche Lage dar. Diejenigen Blätter, deren Blattstiel einen ansehnlichen Theil des Stengels umfaßt, was die Mehrzahl der Monokotyledonen und einige Dikotyledonen in sich begreift, zeigen bei ihrem Ent— stehen Lagen, die von den vorigen etwas verschieden sind. Die meisten derselben, die nur aus einem erweiterten Blattstiel beste— hen, sind blos eingebogen und liegen dachziegelförmig über ein— ander, dieß sieht man an den Häuten der Zwiebeln, bei den Blät— tern der meisten Liliaceen, bei den blattlosen Scheiden, welche die obern Blätter der Umbelliferen oder die Involucra der Compositae ausmachen; sind diese Scheiden sehr schmal, so sind sie fast flach, je breiter sie aber sind, desto mehr erscheinen sie eingebogen. Es gibt einige Pflanzen mit scheidenformigem Blattstiel, bei welchen derselbe oberhalb seines Ursprungs sich, als hätte er eine Mittelrippe, auf sich selbst zusammengeschlagen und so das Ansehen einer senkrechten Blattfläche, die durch das Aneinander— liegen der beiden oberen Flächen der Blatthälften gebildet wäre, gewinnt. Dieß findet bei den Schwertlilie n) statt; be— trachtet man diese Blätter in ihrer Jugend, so heißen sie um— faßte(amplexa, franz. embrasséèes), weil, da sie abwechselnd stehen, ein jedes derselben mit seinen beiden Rändern die beiden Ränder des nächst folgenden Blattes umfaßt. Betrachtet man dagegen ihre Form im Zustande der vollständigen Entwickelung, so heißen sie, wie ich weiter oben gesagt, schwertförmige(en— siformia, franz. en glaive). Unter den M onokotyledonen mit scheidenformigem Blattstiel findet man mehrere Uebergänge zwi— — 5 schen ) Dx C., Fl. fr., 1, Taf. 6, Fig. 6. n desen 0 sihenn 1 ue (en ind ile d kt 15 0 5 se sin I legt, t. 0 85 Fal gabi A igt er ec satt We f Die „ wiche Altern leg te(Ao, hen n 90 ben fse zahl 1 9 Di ile, ober fel lig, 5 ssn gechs f 10 Ji usergee b in fich Ihe duni Cbsl 9 selt y ere, al hn, I C I 0 k 0 U 05 1 Danelez sammel 1 ohglach sch nicht fu Auduung . w. der 00 ber eint, ) Die ln si nicht she hnlichen N nokotyledy ihrem En n sind. d attstiel hefe nig über ei bei den Blil heiden, wilt Jnooluctt h/ ehr chm, erscheun f m Blalffi als hatte und so de⸗ Meinande. bildet wan, statt; h. gen sie un, abwechsell g die bei rachtet mai ntwickelus mige le edonen n gänge l. schn 305 schen diesen Blättern mit gefaltetem oder gebogenem Blattstiel; so nähern sich die Blattstiele der Potamogeton-Arten in dieser Hinsicht denjenigen der Iris; die Blätter mehrerer Hya— cinthen sind beinahe der Länge nach zusammengelegt, u. s. 55 Eine dritte Lage, die den mit einer Blattfläche versehenen Monokotyledonen völlig eigen ist, ist die tutenförmige (eonyolutiva, franz. convolutive, oder roulée en cornet)), d. h. sie sind um den einen ihrer Ränder, der gleichsam als Axe dient, tutenförmig herumgerollt; dieß bemerkt man an den Scitamineen und den Amomeen. Fast alle Blätter der Gewächse gehören zu irgend einer der eben erwähnten Anordnungsweiseu; allein es gibt einige, die nach ei— ner ganz verschiedenen Grundform gebildet zu seyn scheinen und welche, statt der Länge nach gefaltet oder gebogen zu seyn, es in der Quere sind; dahin gehören: 1) Die rückwärts geschlagenen(replicativa), d. h. die, welche sich so umbiegen, daß ihr oberer Theil sich auf den untern legt, was man an den ganz jungen Blättern der Eisen— hüte(Aconitum) sieht. Die jungen Blätter des Tulpenbaums haben einen dergestalt eingebogenen Blattstiel, daß die Blattflä⸗ che auf die Basis zurückgebogen ist, so daß man sie zu dieser Klasse zählen kann. 2) Die schneckenförmigen(eircinnalia, franz. circin- nales, oder roulées en crosse) Blätter*), d. h. die, welche sich vom Gipfel gegen die Basis hin, wie die Windungen einer Schnecke, einrollen, indem die Spitze des Blattes oder jedes Lappens des⸗ selben gleichsam die Axe bildet, um welche herum das Einrollen erfolgt; dieß findet unter den Dikotyledonen in der Familie der Droseraceen, unter den Monokotyledonen bei den Cycadeen, und im höchsten Grade bei den kryptogamischen Monokotyledonen, in der Familie der Farrenkräut er, statt. Sobald die Blätter einigermaßen größer zu werden anfan⸗ gen, sieht man sie ziemlich regelmäßig an Länge und Breite zu⸗ nehmen, allein die Gesetze dieses Wachsens sind noch nicht so gut bekannt, als es zu wünschen wäre. ) Du C., Fl. fr., 1, Taf. 6, Fig. 8. *) Dz C., Fl. fr., 1, Taf. 6, Fig. 3. ***) D· C., Fl. fr., 1, Taf. 6, Fig. 10. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 20 (pag. 353) (bag. 35% ö 9 0 206 ö g Die aus parallelen Fasern bestehenden und blattartig aus— sehenden Blattstiele, wie es die der Monokotyledonen sind, und besonders die blattartigen Organe, die man der Kürze wegen die M längern sich nach einem ihnen eigenthümlichen Systeme; nämlich so, daß ihre Spitze der erste Theil ist, der sich sehen läßt, und i daß sie sich aus der Zwiebel heraus und in die Höhe heben, als 1 0 Ann Blätter der Hyacinthen und andere Zwiebelgewächse nennt, ver— ö 140 wenn sie von unten herauf gestoßen würden. Auf einem halb 1 entwickelten Blatt dieser Art habe ich in gleichen Entfernungen Punkte bezeichnet; diese Punkte blieben in der gleichen Entfer— 10 4 nung, die ich ihnen gab, der unterste aber fand sich durch die Entwickelung des unterhalb gelegenen und vorher in der Zwiebel versteckt gewesenen Theils weiter gerückt(écarté). Während also 1 1 die Jahres-Zweige ihrer ganzen Länge nach und die Wurzeln hingegen nur an ihren Enden sich verlängern, verlängern sich 6 die Blätter oder Blattstiele dieser Art an ihrer Basis. . Verhält es sich eben so mit den gewöhnlichen Blattstielen und mit den Nerven, welche nur Zweige der Blattstiele sind? Ich bin geneigt, dieß zu glauben, allein versichern kann ich es, aus Mangel hinlänglich beweisender Versuche, nicht. Das Wachsen in die Breite wird bei allen Pflanzen mit ästigen oder divergirenden Rippen wesentlich durch die Verlänge— rung der Seitenfasern und durch die Entwickelung des dazwischen liegenden Parenchyms bewirkt. Was das Breiterwerden derjeni— gen mit parallelen oder convergirenden Rippen betrifft, so ist es im Allgemeinen gering, und scheint nur von der Entwickelung „ des zwischenliegenden Zellgewebes herzurühren; auch kann man pag. 355) bemerken, daß die Breite der Blätter bei den letztern weit weni— ger veränderlich ist, als bei den erstern. Das Wachsen der Blätter, sowohl in die Länge, als in die Breite, erreicht seine Grenze im Allgemeinen ziemlich schnell; alsdann übt das Blatt eine Zeit lang seine Verrichtungen aus und ist in der Fülle seines Lebens; allein, indem es vollkommen reines, dem destillirten gleiches, Wasser ausdunstet und in seinem 1 Gewebe die erdigen Theile, die der Ernährungssaft dahin geführt 6 hat, zurück behält, verhärten sich allmählig die Gefäße und ver— stopfen sich die Ausdünstungs-Oeffnungen. Dieser Zeitpunkt tritt im Allgemeinen um so schneller ein, je thätiger die Ausdünstung het Vue 0 chem feel Ane, we 0 kd dchqlern. 170 gehe , ock u ß sachsah, er be hn zu e such d gegen ff fetten Net al Zur alen nig un dem im Lebe 1 d sch acht ke Fulhk cen seh 0 f 6 0 ilkaschel Mfignde l N uthne bi, lein n gt sattarig az en sud, y ie wegen hse nennt, g steme; än chen läßt, in ohe heben, z uf einem geh Entfernung leichen Cute sch duch! in der Zwit Wahrend al die Wurz erlangern st sis. u Blattstiel, latte fe n kann ich t. Vflanzen die Veilig 6 bit den derjent ft, fits Entwickelung h kann mut weil wesk „ als in l lch schu tungen al bollkome ad in seines ahin gefthe iße und be alpunkt nl usdüustac 307 ist; daher sieht man die Blätter der krautartigen Pflanzen oder der Bäume, welche stark ausdünsten, vor dem Ende des Jahres, in welchem sie entstanden sind, abfallen, da hingegen die der Fettpflanzen, oder die harten und lederartigen Blätter mancher Bäume, welche, die einen wie die andern, obgleich aus verschie— denen Ursachen, wenig ausdünsten, oft mehrere Jahre hindurch ausdauern. Man kann also im Allgemeinen sagen, daß die Le— bensdauer der Blätter mit der Lebhaftigkeit ihrer Ausdünstung in umgekehrtem Verhältnisse stehe. Wenn diese Zeit eingetreten ist, vertrocknet das Blatt nach und nach und stirbt endlich ab; man muß aber den Tod des Blattes mit seinem Abfallen nicht verwechseln, diese beiden Erscheinungen sind, obgleich häufig mit einander verbunden, dennoch vollig verschieden. Alle Blätter sterben zu einer bestimmten Zeit ab, allein einige werden allmäh⸗ lig durch die äußern Eingriffe zerstört, ohne abzufallen; andere hingegen fallen ab, indem sie sich an ihrer Basis vom Stengel lostrennen, und zwar fallen sie, entweder als schon abgestorbene, oder als absterbende, oder blos als kranke, auf einmal ab. Zur Zeit, wo man das Absterben der Blätter von ihrem Ab⸗ fallen nicht unterschied, glaubte Mustel, dieses Abfallen rühre von dem Zustande der Vollsaftigkeit, in welchen die Blätter an ihrem Lebensende geriethen, her; allein dieser Zustand, der zwar als eine Todes ursache betrachtet werden kann, ist an und für sich selbst keine Ursache des Abfallens. Kolyk hat zu beweisen gesucht, daß, wenn das Blatt ab— gestorben sey, der lebende Theil des Baumes dasselbe abzustoßen strebe, gleichwie bei den Thieren die lebenden Theile die todten abstoßen, was man beim Brand oder der Nekrose sieht; allein diese Erklärung, so scharfsinnig sie auch ist, geht zu weit, da es eine Menge Blätter gibt, welche absterben, ohne sich von dem sie tragenden Stengel zu trennen. Sénebier hatte angefangen, das Absterben vom Abfallen zu unterscheiden, und schrieb letzteres dem Wachsen der Knospe des folgenden Jahres zu, welche sich, vom Sommer an, in der Blattachsel zu entwickeln beginnt. Ich will nicht läugnen, daß das Zunehmen dieser Knospe das Abfallen der Blätter erleichtern konne, allein die wesentliche Ursache davon kann es nicht seyn: denn 1) gibt es Blätter, und besonders Nebenblätter, welche in 20* (pag. 356) 357 308 ihrer Achsel keine Knospe besitzen und die doch, wie die andern, abfallen; 2) gibt es Blättchen, die keine Knospe in ihrer Achsel tragen und die sich doch, wenn besondre Umstände, wie der Stich eines Insektes, sie krank machen, vom gemeinschaftlichen Blatt— stiel lostrennen; 3) endlich gibt es andere Organe, die an ihrer Basis keine Knospe haben, und doch auf eine den Blättern so ähnliche Weise abfallen, daß man unmoglich glauben kann, daß so gleichartige Erscheinungen durch gänzlich verschiedene Ursachen bewirkt werden. Duhamel ist der Ursache der Erscheinung näher gekommen, indem er das Abfallen der Blätter mit der den französischen Land— wirthen unter dem Namen Champlure bekannten Krankheit des Weinstocks verglich. Letztere Krankheit besteht darin, daß die obern Gelenktheile, wenn sie von frühzeitigem Frost oder vielleicht auch nur von kalter und feuchter Witterung getroffen werden, sich in den Gelenken lostrennen. Dieser Erscheinung gleicht das Abfal— len der Blätter in so weit, als es eine wahre Auslenkung Des— articulation) ist; es unterscheidet sich aber davon dadurch, daß diese Auslenkung eine beständige, regelmäßige Erscheinung ist, welche, unabhängig von den äußern Umständen, ungefähr zu ihrer bestimmten Zeit eintritt. Vaucher hat wirklich die Meinung zuerst aufgestellt, daß diejenigen Blätter, welche mit dem Stengel unmittelbar zusam— menhängen, absterben ohne abzufallen, daß hingegen die, wel— che mit dem Stengel mittelst eines Gelenkes verbunden sind, noth— wendigerweise zu einer bestimmten Zeit ihres Daseyns abfallen. Da die einzelnen Theile eines zusammengesetzten Blattes auf glei— che Weise mittelst eines Gelenkes an den gemeinschaftlichen Blatt— stiel befestigt sind, so konnen sie ebenfalls unabhängig vom Blatte abfallen. Es ist also das Abfallen der Blätter, so wie das der Früchte, zum voraus bestimmt und eine nothwendige Folge des Daseyns eines Gelenkes. Mit Wahrheit darf man nur sagen, daß das Abfallen durch verschiedene Ursachen erleichtert wird, wie z. B. durch das Grd⸗ ßerwerden der Knospe in der Achsel des Blattstiels, das Auf⸗ hören oder die Abnahme des Wachsthums, wodurch der Blattstiel ausgetrocknet und verdreht wird, das Zunehmen des Stammes, welches dazu beiträgt, die Zasern an der Blattbasis zu trennen; ei if, 1 scthun 1 K 1 act ander e zu f 19 b dhe Feta, denegtt liege . Untelsc die ein in ue , ö 10 hene ce n di , fte 1 0 ur lig ce, g fle. a den Alte fue 55 Theo fc d ie die anden, in ihrer J „wie der Ec lichen aß e, die an ihn en Blattern h ben kann, ß tedene Urach her gekommg zsischen dar Krankheit dy daß die oben bielleicht aut erden, sich t das Abfs senku e 10 9„ scheinung f ungefis sfgestelt, telbar zusan en die, w i sind, not yns abfall, ttes auf gl lichen Vial vom Bla wie das. ge Folge 0 sbfallen dit ich das 5 00 5710 das N der Blatt 5 Stamme zu trenne; 309 die Einwirkung schädlicher atmosphärischer Einflüsse, welche, wie der Frost, die kalte Feuchtigkeit und besonders der Reif, den Wachsthum vermindern; die Wirkung mechanischer Stöße, die, wie der Wind, der Hagel oder der Regen, die Basis der Blät⸗ ter erschüttern. Alle diese verschiedenen Ursachen erklären die kleinen Verschiedenheiten, die leichten Anomalien, welche die Baum- blätter zur Zeit ihres Abfallens zeigen; die wirkliche Ursache dieses Abfallens aber ist immer das Daseyn eines Gelenkes. Im Allgemeinen nennt man hinfällige Blätter(f. caduca, franz. f. caduques) diejenigen, welche vor Ablauf ihres ersten Lebensjahres abfallen, und ausdauernde(oder bleibende, f. per- sistentia, franz. f. persistantes)“) die, welche über diese Zeit hinaus fortdauern; insbesondere werden immergr ün e Bäume) diejenigen genannt, deren Blätter ausdauern. Es muß aber bemerkt werden, daß diese vom äußern Aussehen hergenommenen Redensarten keinesweges richtig sind; der botanischen Analogie zufolge müßten alle jemals abzufallen bestimmte Blätter abfal— lende(. tombantes) heißen, und unter diesen konnte man unterscheiden: 1) die, welche im ersten Jahre abfallen, oder die einjährigen(k. annua, franz. f. annuelles); 2) die, welche im zweiten Jahre, nach der Entwickelung neuer Blätter, abfal⸗ len, oder die zweijährigen(biennia, franz. bisannuelles); dieß bemerkt man an der Quercus Ilex(chene yeuse), wel⸗ che in dieser Hinsicht das Aussehen der immergrünen Bäume hat, indem sie die alten Blätter erst nach dem Ausbrechen der jungen verliert, deren Blätter aber in der That nur wenige Mo— nate länger, als die der Quercus robur(chèéne rouvre) dauern, bei welcher sie im Herbst absterben und oft erst später abfallen. 3) Es gibt abfallende Blätter, welche, wie die der Fichten oder Tannen, zwei, drei oder selbst eine größere Anzahl Jahre dauern, die man aber nicht mit den ausdauernden Blättern verwechseln darf, obgleich die einen wie die andern den ausdauern— den Blätterschmuck der immergrünen Bäume oder Sträucher aus— machen. ) Theophrastus nannte ste ajophyllae, eine Benennung die auch Du Petit-Thouars angewendet hat. (pag. 858) 310 3 wölfter Artikel. Von den Verrichtungen der Blätter und von der Art und Weise wie sie bei den blattlosen Pflanzen ersetzt werden. Die Verrichtungen der Blätter sind mehr Gegenstand der Gez. 369) Physiologie als der Anatomie, und wir können uns hier mit ihnen nur auf eine allgemeine Weise befassen. Wir haben gesehen, daß der ganze Bau des Blattorgans darauf abzweckt, die Endigun— gen der Saftgefäße von einander abzusondern, jedoch so, daß ein jedes derselben von einem wohl entwickelten Zellgewebe umge— ben bleibt. Die offenstehenden Endigungen der Gefäße oder der Intercellulargänge, nämlich die Spaltöffnungen, dienen im All— gemeinen zur wäßrigen Ausdünstung, oder zur Ausscheidung des überflüssigen Wassers; darin besteht die erste und hauptsächliche Verrichtung der Blätter. Diese wäßrige Ausdünstung ist um so lebhafter, je zahlreicher die Blätter, je größer ihre Oberfläche, und je mehr Spaltöffnungen in einem gegebenen Raume auf den— selben vorhanden sind. Eine Folge dieses ersten Punktes, die man als ein zweites Geschäft der Blätter ansehen kann, besteht darin, daß sie das Aufsteigen des Nahrungssaftes bewirken; denn die Menge des von einer Pflanze unter gegebenen Umständen eingesogenen Was— sers steht im Allgemeinen mit der Ausdehnung der Blätter, wel— che diese Pflanze trägt, deutlich im Verhältniß, so wie auch, wenn man verschiedene Arten unter einander vergleicht, mit der Zahl der Spaltöffnungen. 3) Es gibt Umstände, unter welchen die Spaltöffnungen, statt das überflüssige Wasser auszudunsten, das äußere, mit ih— nen in Berührung gesetzte Wasser einzusaugen scheinen); so sau— gen die halbverwelkten Blätter das Wasser, womit man sie be— gießt, ein; so hat Charles Bonnet das Leben von Zweigen unterhalten, indem er diejenige Fläche der Blätter, die mit Spalt— öffnungen versehen ist, mit einer Wasserfläche in Berührung setzte. 4) Wenn die Blätter in einer Luft, welche eine geringe Menge von kohlensaurem Gas, oder in Wasser, welches mit Kohlensäure gemischte Luft aufgelost enthält, dem Einfluß des *) Man sehe das Buch J, Kap. VIII, gegen das Ende. ges gu Enel eien, 0 We / 0 ab 0 de ume erde cen ale Ele Act wolde fel N A gt fs in d sd, wel se Rude ung det Blatter Ind wo al bes nehmen n schlie e der Nane the e, zr Er eg wol fare, g e dd g U 5 1 N uche sespen Je ea engs ech. dase we se degensend hier mit ihn n gesehen, ß die End kdoch so, l Igewebe ung; füße oder y dienen im scheidung l hauptsächlch ing ist um e Oberflich ume auf den l ein zwei „ daß sie hy ie Meng csogenen dl Blatter,, je auch, bin mit der 30 altöffnunge ere, mit ih 0; so sal man sie h. von Zweige mit Spal ihrung seh, eine gen welches n Einfluß d. 311 Lichtes ausgesetzt werden, so zersetzen sie dieses Gas, hauchen das Sauerstoffgas aus und scheinen sich den Kohlenstoff eignen. 5) Wenn sie während der Nacht der Luft ausgesetzt wer— den, so absorbiren sie eine gewisse Menge Sauerstoffgas, wel⸗ ches bei den Bäumen mit einjährigen Blättern bis siebenmal ihr Volumen beträgt, bei den Kräutern aber, den Bäumen mit ausdauernden Blättern, den Sumpfpflanzen und den Fettge— wächsen allmählig abnimmt. Es ist möglich, daß diese Absorbtion des Sauerstoffs, welche von Théodore de Saussure*) ent⸗ deckt worden ist, zur leichteren Zersetzung der im Ernährungs— safte enthaltenen Stoffe mit beiträgt. 6) Aus diesen verschiedenen oben angeführten Thatsachen geht hervor, daß die hauptsächliche Verarbeitung des Nahrungs— saftes in den Blättern geschieht, und daß insbesondere sie es sind, welche das Cambium oder den Saft, der das Holz und die Rinde ernährt und bildet, bereiten. Diese wichtige Verrich—⸗ tung der Blätter ersieht man aus den Ursachen, wo man die Blätter eines Zweiges sämmtlich oder zum Theil wegnimmt, und wo man den Wachsthum in dem ganzen Theil, der unter— halb des von Blättern entblößten Theils liegt, verhältnißmäßig abnehmen sieht. Aus diesem und aus dem Vorhergehenden kann man schließen, wie unnütz die in den Büchern der Physiologen oder der Landwirthe so häufig erneuerten Streitfragen, ob die Blätter eben so sehr wie die Wurzeln, oder mehr oder weniger als sie, zur Ernährung beitragen, sind; es ist ungefähr, als ob man fragen wollte, ob die Lunge den Menschen mehr oder weniger ernähre, als sein Magen. Die Ernährung ist eine zusammenge— setzte und durch mehrere Organe bewirkte Erscheinung; die Wur— zeln sowohl, wie die Blätter, tragen das ihrige dazu bei. 7) Indem die Blätter den Winden mehr oder minder be— trächtliche widerstehende Flächen darbieten, bewirken sie eine fast unausgesetzte Bewegung der Baumzweige, und man weiß aus den schönen Versuchen von Knight, daß die Bewegung der Zweige den Gang des Nahrungssaftes und das Zunehmen des Stammes ) Rech. chim. sur la Végétation- (pag. 361) — ̃— ä— (pag. 362) 312 rigen Bäume einen schnellern Wachsthum haben. 8) Eine große Anzahl Blätter dienen ferner, je nach der Beschaffenheit der Drüsen, womit sie versehen sind, zur Abson— derung verschiedener besonderer Säfte. 9) Mehrere dienen, theils den Blüthen und Früchten, theils den in ihren Achseln befindlichen Knospen als Schirme und be— sondre Beschützer. Diese verschiedenen Verrichtungen sind so wichtig, daß die Blätter den wahrhaft thätigen Theil der Vegetation ausmachen, und daß man Mühe hat zu begreifen, wie es möglich ist, daß es Gewächse gibt, welche dieser wesentlichen Organe beraubt sind. Und dennoch findet dieß unter sehr verschiedenen Formen statt und wir haben hier kürzlich zu untersuchen, durch welche Mittel die Verrichtung der Blätter da, wo diese Organe entweder zufällig oder ursprünglich fehlen, ganz oder zum Theil ersetzt wird. Wenn die Blätter zu der Zeit, wo ihr Daseyn nothwendig ist, durch Zufall fehlen, wie z. B. wenn die Menschen, zu einem besondern Zwecke, den Baum während seines Wachsthums ent— blättern, wie man es beim Maulbeerbaum thut, oder wenn der Hagel alle Blätter eines Baumes in seinem vollen Wachsthum abschlägt, alsdann tritt eine Lebens-Erscheinung ein, die das Uebel zum Theil wieder heilt; alle in den Achseln der Blätter ver— steckt liegenden Knospen, die sich erst im folgenden Jahre entwickelt haben würden, wachsen rasch nach und so bilden sich neue Blät— ter; kann aber dieß, wegen irgend eines besondern Umstandes, nicht geschehen, so pflegt der Baum gewöhnlich abzusterben. Diejenigen Pflanzen, die vermöge ihres Baues keine Blätter besitzen, verdienen es, uns hier umständlicher zu beschäftigen, denn dieser Gegenstand gehört gänzlich in die Organographie. Im Allgemeinen kann man sagen, daß, wenn eine Pflanze von Na— tur blätterlos ist, die Verrichtung dieser Organe entweder durch ein anderes Organ der nämlichen Pflanze, oder durch eine an— dere Pflanze ersetzt wird, Der Mangel oder die Verminderung der Blattflächen der Blätter wird ersetzt 1) durch die Erweiterung des Blattstiels, dessen Fasern sich hinreichend ausbreiten und auseinanderbegeben, um die Entwi— a dieß ist vielleicht eine der Ursachen, weßhalb die groß— 1 s 00 0 1 get Aae ohe 00 Ye 0 Nebenb 1 ige die Ie 0 J G0 zac fler 5 fila, belt e , wich f sadlges 6 0 ge h A r Sy fh hallt Kepelia cuphordi Equisen 0 ö pwnastten scht, de dhe Gesel cr welchen b gelchen 0 id di ö beg, dauer e che iu sch dad en d Aangen w f 90 Mahl dun Aafnige 1 Es n unge —— n seh Stapel er stahz l ohers A h a Früchten, ft hirme und hz chtig, daß l on ausmacht, ich it, dz beraubt sh nen statt in he Mittel weder zufil t wird. u nothwends hen, zu eint gchsthums g oder wenn en Wacht ein, die k r Blätter u ihre entwic h neue Vi, Unmstande⸗ usterben. feine Blän, leschäfttge graphie. J. ze von tweder dul urch eine dl flachen n Fasen sc g die Enlat 313 ckelung des Zellgewebes und die Ausbreitung der Spaltöffnun— gen zu gestatten; dieß haben wir weiter oben fast bei allen Blättern ohne Blattfläche bemerkt. 2) In einigen Fällen wird die blattartige Fläche ferner durch Nebenblätter ersetzt, welche um so größer werden, je voll— ständiger die Blattflächen der Blättchen fehlen, wie man es beim Lathyrus aphaca sieht. 3) Bei mehreren Pflanzen, denen die Blätter entweder ganzlich fehlen, oder wo sie sehr klein sind, oder sehr frühzeitig abfallen, verrichtet alsdann die Oberfläche der Rinde der jungen Zweige, welche im gewohnlichen Zustande ein, dem der Blätter sehr analoges Parenchym ist, gänzlich das Geschäft der Blätter; ihre zellige Hülle ist mehr als gewöhnlich entwickelt, und die Zahl der Spaltöffnungen in derselben großer, als gewöhnlich; dieß bemerkt man an den jungen Zweigen der Ephedra, der Stapelia), der Ceropegia, der Cactus, der fleischigen Euphorbien), der XyIOphylla, der Casuarina, der Equisetum und überhaupt aller blattlosen Gewächse, die nicht Parasiten sind. Alle diese Zweige spielen, in physiologischer Hin— sicht, die Rolle der Blätter und nehmen oft das Aussehen und die Gestalt derselben an. Dieß ist selbst einer der Irrthümer, vor welchen man sich beim Studium dieser Pflanzen hüten muß, bei welchen man lange Zeit Blätter nannte, was wahre Zweige sind, und dieser Fehler, den die Naturforscher heut zu Tage ein— sehen, dauert in der gemeinen Sprache noch fort. So sind die ovalen Scheiben der Opuntia plattgedrückte Zweige, wovon man sich dadurch versichern kann, daß sie die wahren Blätter tragen und nach Verlauf einiger Jahre zu wahren cylindrischen Stämmen werden; die wahren Blätter dieser Pflanzen sind kleine kegelfdrmige oder länglichrunde Korper, welche unterhalb der Büschel dorniger Haare sitzen und sehr frühzeitig abfallen. J Es gibt Gewächse, deren Rinde nicht in blattartige Ober— flächen umgewandelt wird, und welche keine wahren Blätter, oder ) Man sehe Taf. 32, Fig. 9, welche den Gipfel eines Stengels von Stapelia vorstellt, der noch seine kleinen Blätter trägt; diese fallen sehr frühzeitig ab, und werden, was ihre Verrichtung betrifft, durch die Oberfläche des Stengels selbst ersetzt. ) Man sehe Taf. 48, Fig. 4. (pag. 368) 16486 J Wen 15 0 . 10 15 . 1 10 11 10 Ni 0 i W 1 . AM 1 1 ö i 11 1 . e 1 0 0 10 ö ö N 100 5 I 10 l 6 1 1 e Nee 1 610 . e N ö 15* ag. 364) 314 nur solche besitzen, die auf den Zustand spaltöffnungsloser Schuf⸗ pen herabgesetzt, und einer physiologischen Thätigkeit unfähig sind. Allein die meisten dieser Pflanzen, und vielleicht alle, sind Parasiten, d. h. sie besitzen die Eigenschaft, sich auf Gewächse, die mit Blättern versehen sind, festzusetzen und sich den von den— selben bereiteten Nahrungssaft anzueignen. So hängen sich die einen, z. B. die Cuscuta), an die Zweige anderer Pflanzen, deren Nahrung sie mittelst der Saug— wärzchen(haustoria) einsaugen; auf gleiche Weise scheint die Cassy tha zu leben. Andere hingegen, z. B. die Orobanche, leben auf den Wurzeln anderer Gewächse, denen sie einen bedeutenden Theil ihrer Nahrung entziehen. Sie sind nur mit einigen ihrer Wur— zelzasern auf den Wurzeln befestigt und haben eine große Menge anderer, freier Würzelchen; diese letztern scheinen zwar aus dem Boden eine gewisse Menge Nahrungssaft einzuziehen, indessen scheint es doch, daß es der Orobanche, wenigstens in ihrer Jugend, durchaus nothwendig sey, auf einer mit Blättern ver— sehenen Pflanze befestigt zu seyn; und nach der Schnelligkeit, womit sie einige derselben tödtet, zu schließen, möchte man ver— sucht seyn, zu glauben, daß sie während dieser Zeit eine zu ih— rer Erhaltung hinlängliche Menge von Nahrung einsauge, wel— che dann nachher durch das Wasser, welches ihr die Seitenwur— zeln zukommen zu lassen scheinen, allmählig gleichsam verdünnt wird. Es ist völlig wahrscheinlich, daß die Lathraea, die Monotropa, die Orchis abortiva, das Limodorum epipogium sich auf ähnliche Weise ernähren; allein die Er— nährungsweise dieser sonderbaren Pflanzen ist wenig untersucht worden, und es ist zu wünschen, daß ihre Geschichte von irgend einem in physiologischen Untersuchungen geübten Botaniker um— ständlich und genau verfolgt werden möge. Ich weiß, daß der— jenige(Vaucher), der die Keimung der Orobanchen so glück— lich entwirrt hat, seine Untersuchungen fortsetzt, und die Wissen— schaft hat volle Ursache, davon nützliche Ergebnisse zu erwarten*). ), Taf. 34, Fig. 3. ) Seitdem hat Vaucher in seiner unlängst erschienenen Monogr. des Orobanches, Genève 1827, viel Interessantes über diese son— derbare Gattung mitgetheilt. Anm. des Uebers. chem face Ve gallen Ge gung, b a ken ent il den inter Kase det d ben, unde außer Fot sichsen Due ell 6 shenlch Aicschlch i sehene, duch dach unmerk eh Mien f Aich ech fühn sb An salkg r enen fen dn 10 f, da gane Ahn deset 9 eig iu denne a N den igel Eh igkeit ufth elecht al z, ) auf Gepsth sch den un, uta 0 fk ttelst der Ei eise scheut! leben auf! deutenden I gen ihrer d ge große N zwar gus l. ziehen, ini nigstens iy it Blattern h er Schnelagt nöchte nun Zeit eine p einsauge, d die Seikennu. sam berdüm thraea, 9 imodorun allein die E ig untersuch te von irgah votaniker in eiß, daß d hen so gl bor A. erwarten“ enen Monk“ lber diese 1 ue bet) Viertes Kapitel. Von den Ernährungsorganen der cellulären Gewächse. §. 1. Allgemeine Betrachtungen. Nachdem wir die zahlreichen, jedoch allgemeinen Regeln ge⸗ horchenden Verschiedenheiten, welche die Ernährungsorgane der vasculären Gewächse darbieten, auseinandergesetzt haben, ist es nothwendig, über die Organe, welche bei den cellulären Gewäch— sen jenen entsprechen, einige Worte zu sagen. Hier finden wir in den innern Theilen eben so viel Gleichartigkeit, als wir in der Klasse der vasculären Pflanzen Verschiedenartigkeit gefunden ha— ben, und aus einer sonderbaren Ausgleichung sind bei ihnen die äußern Formen verhältnißmäßig vielartiger, als bei den großen Ge— wächsen. Die cellulären Pflanzen haben, wie wir bereits zeigten, we— der eigentliche Gefäße, noch Spaltöffnungen; erstere scheinen, rücksichtlich ihrer Verrichtung und oft auch rücksichtlich ihres Aus— sehens, durch Bündel von länglichten Zellen, letztere vermuthlich durch unmerkliche Poren ersetzt zu werden. Die ganze Masse die- ser Pflanzen scheint aus einem und demselben Stoff zu bestehen, welcher verschiedene Formen annimmt und verschiedene Verrich— tungen ausübt, ohne daß man denselben in recht unterschiedene Organe zerlegen könnte. Daher rührt es, daß mehrere Schrift— steller meinten, man könne bei den cellulären Gewächsen nicht die gleichen Organen-Benennungen gebrauchen, wie bei den vasculä— ren; so z. B. bezeichnet Willdenow mit dem Namen gormus den gesammten über der Erde befindlichen Theil dieser Pflanzen; allein dieser Name scheint mir nicht sehr genau, da gewisse cellu— läre Gewächse, wie die Trüfseln, gänzlich unter der Erde leben und demungeachtet doch ein Organ haben, welches demjenigen, das bei den Lycoperdon cormus heißen würde, vollkom— (sg. 365) (pag. 366) (pag. 367) 316 men ähnlich ist. Persoon, Acharius und Lamourourx k ha— ben die Homogeneität der Ernährungsorgane der cellulären Ge— wächse besser eingesehen, indem sie denjenigen ganzen Theil die— ser Pflanzen, der nicht zur Reproduction dient, mit einem einzi— gen und gemeinschaftlichen Namen bezeichneten; Persoon nannte ihn bei den 9 peridium; bei den Lichenen gab ihm Acharius den Namen thallus, und Lamouroux nannte ihn bei den 195 fkrons. Der erstere dieser Ausdrücke spielt zu sehr auf die Verrichtung einer Hülle an, welche dieses ein— zige Organ oft äußert; der letzte sagt allzudeutlich, daß dieß Organ blattartig sey, was nicht immer der Fall ist; ich wäre daher geneigt allgemein den Namen thallus anzunehmen, um alle Ernährungsorgane der cellulären Gewächse insgesammt, oder wenigstens der Algen, Pilze, Flechten und derjenigen Le— bermoose, an denen man keine deutlichen Organe unterscheiden kann, zu bezeichnen. Die meisten Naturforscher aber haben, indem sie diesen Grundgedanken von der Gleichheit der Theile der cellulären Ge— wächse außer Acht ließen, diese Pflanzen immerwährend so be— schrieben, als wären sie aus ähnlichen Theilen wie die vasculären zusammengesetzt; allein das Schwankende dieser Beschreibungen gibt sich bei jedem Satze zu erkennen, und alle diese Benennungen müssen eher für bloße Metaphoren, als für wirkliche Ausdrücke angesehen werden. So hat man, wenn der Körper einer cellulä— ren Pflanze ungefähr cylindrisch und aufgerichtet war, denselben einen Stengel, und seine Verzweigungen Aeste genannt; war der— selbe Körper plattgedrückt und hautartig, so nannte man ihn Blatt. Dieses Streben, die Formen der cellulären Gewächse mit den bei den vasculären angenommenen Ausdrücken zu belegen, hat in die Schriften der Kryptogamisten viel Verwirrung gebracht. Um den Grad der Homogeneität in Bau und allgemeiner Formverschie— denheit, den die cellulären Gewächse darbieten, auf einmal recht fühlbar zu machen, werde ich in der Kürze die Beschreibung der Ernährungsorgane in jeder einzelnen Familie dieser Klasse geben. Dieser Weg scheint mir der einzige zu seyn, den man beim gegen— wärtigen Stand der Wissenschaft einschlagen darf; denn wir ken— nen ja eine jede dieser Familien noch so schlecht, daß es mir un— moglich scheint, sich in Beziehung auf die Gesammtheit der Klasse n igend Tah f cage sumist (at i 1 elle 14 lein d hlt zu belt b 1 geh. r alt ft den Haec sihlüch hre geh kennt, Mepunlge EN NN 158 Gunge 00 11 fg, die hlt weng Aesgrganel 9 ahnt di cel iht , bi aaf ih Ageeine dt ach fast, vie! eh uad un +— 6 Et bal Bryu a üaeri. rr ne eeum ge * 1 4,5 amour bükoux nam Nusdrͤͤck elche diefes z itlich, daß k ll ist; ich mh zunehmen,! se insgesamn derjenigen! de unterscheh, idem sie die) u celoldten während s ji die basal Beschreilnn se Benemmng liche Midi er einer cell war, densele gunt; war!! unte man i wächse mite alegen, hall gebracht. U F Formoelshh uf einmal an schreibung! „Klasse gel, in beim gal denn wir l aß es mi. heit der Kae bur ghz er celüldhng, ganzen Tel 0 mit einen eh, Per soon zu ichenen gib i 317 bis zu irgend glaubwürdigen Allgemeinheiten zu erheben. Diese Meinung äußere ich, ungeachtet ich den Scharfsinn, den einige Kryptogamisten bei der Untersuchung dieser sonderbaren Gewächse in neuerer Zeit an den Tag gelegt haben, anerkenne und bewun— dere; allein die außerordentliche Verschiedenheit ihrer Ansichten scheint zu beweisen, daß dieselben noch durch neue Untersuchungen zur Reife gebracht werden müssen. 9 Unter allen cellulären Pflanzen sind die Moose diejenigen, die mit den vasculären am meisten Aehnlichkeiten zeigen, und rück⸗ sichtlich ihres Aussehens weichen sie sogar nur sehr wenig von den Lykopodien ab, mit welchen man sie zuweilen verwechselt hat. der sie in Ansehung ihrer Vegetations-Or— gane trennt, ist rein negativ; es fehlen nämlich in den Moosen die Spiralgefäße, die verschiedenen Formen der Gefäße und die Spaltöffnungen; kein einziger Beobachter hat das Vorkommen der spiralförmigen und andern Gefäße in ihnen zugegeben; allein Einige) haben in der Kapsel der Splachnum Spaltöffnungen Ich gestehe, daß ich an dieser Beobach— aber so viel Von den Moosen. Der große Unterschied, wahrzunehmen geglaubt. tung, die ich nicht prüfen konnte, etwas zweifle; bleibt wenigstens gewiß, daß die Spaltöffnungen in allen Ernäh⸗ rungsorganen der Moose fehlen. Der Stengel, die Nerven und überhaupt diejenigen Theile, die in den andern Pflanzen Gefäße zeigen, bieten hier nur Bündel von länglichten Zellen dar, welche in Betreff ihres Aussehens und wahrscheinlich auch ihrer Verrich— tung die Stelle der Gefäße vertreten. Der Stengel der Moose ist im Allgemeinen cylindrisch, und wenn er entweder zusammenge— drückt erscheint, wie beim Hypnum Schreberi, oder drei⸗ kantig, wie beim Hypnum tetragonum, so rührt dieß von der Auordnung der Blätter her. Die Stengel sind bald sehr lang— ) L. C. Treviranus(Beiträge zur Pflanzen-Phystologie) glaubt caespititium und capillare, mnioides und Eine Abbildung m a mp u 11 a- bei Bryum pyrifor me, und auch bei Splachnum amp ullaceum,, sphaericum Spaltöffnungen gesehen zu haben. der sogenannten Spaltöffnungen des Splach nu ceum sehe man in Sprengel's Anleit., 2te Ausg., Theil II, Taf. 4, Fig. 76. An m. des Uebers. (pag. 368) 5— — p a ——— 4 ——— Pag. 369) 318 gestreckt, wie bei den Polytrichum- und Hyp num Arten, bald sehr kurz, wie bei mehrern Weissia, bald so ausnehmend kurz, daß sie dem Auge fast entgehen und nur durch eine Art von kleinem Knöpfchen(bulbe), aus welchem die Blüthenorgane ent— springen, vorgestellt werden, wie z. B. bei mehrern Phas cum, dem Diphyscium folios um/ u. s. w. Diese Größe⸗Verschie⸗ denheiten sind demjenigen ähnlich, was wir weiter oben(Kap. I. Abschn. I.), z. B. bei Vergleichung der Stämme der Dracaena mit den Zwiebeln der Liliaceen, gesehen haben. Der Stengel der Moose ist bisweilen vollkommen einfach, wie bei Webera pyriformis, und dann ist die Pflanze fast im— mer einjährig. Verästelt er sich, entweder indem er unweit sei— nes untern Endes(base) Sprößlinge treibt, oder indem er Sei— ten- oder End-Zweige ausgibt, so bezeichnet gewöhnlich ein jeder dieser Triebe den Wachsthum eines Jahres und in diesem Sinne hat ihnen Hedwig den Namen Inno vationes gegeben. Allein die besondere Art des Wachsthums der Mossstengel und ihrer Verzweigungen ist noch wenig untersucht worden; es scheint, daß die Verlängerung des Jahres-Stengels oder Zweiges durch eine Ausdehnung, die vorzüglich an ihrem obern Theile erfolgt und welche, ungefähr wie bei den Zweigen der Dikotyledonen, zu einer für jede Art bestimmten Zeit stehen bleibt, bewirkt werde; damit sich der Stengel abermals verlängere, ist das Entstehen eines neuen Triebes erforderlich; diese verschiedenen Triebe kann man an den alten Stengeln der Polytrichum Arten ziemlich gut erkennen. Was das Zunehmen an Durchmesser betrifft, so scheint es mir nur im Augenblick der ersten Entwickelung statt zu finden; die Stengel behalten in ihrer ganzen Länge und fast in allen Altern deutlich den gleichen Durchmesser. Die Wurzeln der Moose sind größtentheils dünne und mehr oder weniger verzweigte Faden von brauner Farbe, welche entwe— der, wie bei Phascum, an der Basis ihres Stengels ent— springen, dann primäre Wurzeln genannt, weil sie sich von ) Im Original steht Buxbaumjaz; auf jeden Fall kann nur Bux baumianfoliosa gemeint sepn, da B. àphylla eine ziemlich lange seta hat. Anm. des Uebers. % HR DW. spec. muse. Taf. 1, Fig. 2, 3; Taf. 2, Fig. 1, 2; Taf. 4, Fig. 2, 6, u.* w. gelung 1st dull 1 bien! he lden gashnnen se Men, de ein die Ahn Teil d A ben t t meu 1 d N fh. Die bc, Ad! tes wah Ahn igel A aaf diese heften, Worbtion gangige d. bauen iht Punze die Wutzel ud hachher fischshen, i gihten. . Al bh i r ca fospen ni, dn Sn Ain sedff page de ch ff, sstin w n YP nun. Ih, ö so ausgehe uch eine git. lächenorgnpeg, tern Phasein Grbge Veith er ohen dh der Dracaten men einfach, Mfarze fust z mer unweit indem er e hllich ein zu n diesem Si gegeben. All dengel und in es scheint, eiges durch f eile erfalgt x edonen, zu h t werde; Au hen eines fa un man al gut erkenne int es mir x ; die Sten in deutlich! nne und me welche entt⸗ Stengels el, il sie sch!⸗ ann nur But a elne zlene ebets. 1 6, 2 319 Entstehung der Pflanze an entwickeln; oder längs dem Stengel, wo sie dann secundäre Wurzeln genannt werden, weil sie sich, später als erstere, während der ganzen Lebensdauer der Pflanze bilden; letztere hat man zuweilen aus den Blättern her— vorkommen sehen. Sie sind vorzüglich häufig bei den meisten Moosen, die in Torf-Boden leben*); bei den ausdauernden Moosen dieser Standörter findet man nicht selten den ganzen untern Theil des Stengels reichlich mit einem aus einer zahllosen Menge von Wurzeln gebildeten Gewebe überzogen. Allein bis jetzt hat meines Wissens noch niemand weder den Bau, noch die Art und Weise, wie diese Organe absorbiren, sorgfältig un— tersucht. Die auf Felsen lebenden Moose scheinen gar keine zu besitzen, und da sie aus dem Felsen selbst nichts ausziehen können, so ist es wahrscheinlich, daß die ersten bei ihrem Entstehen gebil— deten Würzelchen in die unmerklichen Ritzen der Steine eindrangen und auf diese Weise als Festhalter dienten, um die junge Pflanze anzuheften, daß sich die Pflanze aber in der Folge eher durch die Absorbtion der Blätter, als die der Wurzeln ernährt. Das durch— gängige Vorkommen dieser Art von Einsaugung bei allen Moosen, verbunden mit dem trockenen und halbtodten Aussehen, welches ihre Wurzeln sehr bald annehmen, läßt mich vermuthen, daß diese Wurzeln nur in ihrer ersten Jugend zur Einsaugung dienen und nachher rings um die Stengel der Moose der Torf— Gründe fortbestehen, gleichsam um ihnen einen Schutz gegen Feuchtigkelt zu gewähren. Die Blätter der Moose entspringen längs den Stengeln, bald an der Basis derselben, bald an ihrer Spitze zu Rosetten oder Knospen zusammengehäuft, bald abwechselnd oder spiralför— mig, den Stengeln, Sprossen oder Zweigen entlang. Diese Blätter sind fast immer sitzend und an ihrer Basis umfassend; sie haben die Gestalt kleiner ovaler oder länglichtrunder, selten stum— pfer, fast immer spitzer oder zugespitzter Schuppen, die sich bis⸗ weilen in eine lange Wimper*) verlängern, oder gleichsam in eine rankenförmige Spitze*) ausgedreht sind. Das Bryum 9 Ebendas. Taf. 2, Fig. 5; Taf. 3, Fig. 2; Taf. 9, Fig. 2; Taf. 15, Fig. 5; Taf. 50, Fig. 1; Taf. 51, Fig. 1; Taf. 54, Fig. 9. ) HE DW. stirp. crypt., Taf. 6, Fig. 2, 6, 7, 8, 9, 10. ) Ebendas. Taf. 9, Fig. 7 und 8. (pag. 370) macrocarpum) hat das Sonderbare, daß sein Blatt ganz ist und sich in eine lange ästige Wimper verlängert. Ihre Farbe ist ein schönes Grün; allein bisweilen sind sie von Natur an ihrer Spitze spreuartig oder durchscheinend*); den einen fehlen durchaus alle Nerven und sie bestehen ganz aus einem homogenen Zellgewebe*) von ungefähr rundlicher Form; die andern zeigen ungefähr in der Mitte eine Rippe von verschiedener Länge, die bald bis zur Spitze reicht**), bald in der Hälfte ihrer Länge auf— hört 1), bald nur an der Basis sichtbar ist Th); diese Ver⸗ schiedenheiten werden an übrigens sehr verwandten Arten bemerkt, und beweisen die geringe anatomische Wichtigkeit dieser Rippen. In der That bestehen sie nur aus langgestreckten Zellen, welche, indem sie sich vereinigen, die Rippen der vasculären Gewächse nachahmen. f Alle Blätter der Moose hängen mit dem Stengel innig zu— sammen, und fallen niemals von selbst ab; bei den an trocknen Orten wachsenden Moosen dauern sie lange im verdorrten Zustande an der Basis der Stengel fort; bei den an feuchten Orten vor— kommenden werden sie aber durch Maceration zerstört, und wenn sie dann keine oder nur eine schwache Rippe hatten, so bleibt der Stengel nackt; haben sie aber eine starke Rippe, so bleibt dieselbe nach der Auflösung des umgebenden Parenchyms in Gestalt eines Haares oder eines kleinen Stachels zurück, was man häufig an Fontinalis, an den Wasser-Hygeen, u. s. f. bemerkt. Der Rand der gewöhnlichen Moos,-ZBlätter ist bald ganz u, bald sägenförmig gezahnt; diese Auszahnungen sind bisweilen so fein und zahlreich, daß das Blatt gewimpert Piech) erscheint. Allein ein ausgewachsenes Moos-Blatt ist niemals wirklich aus— — ge⸗ ) Ebendas. 5, Taf. 10. ) Ebendas. 3, Taf. 3, Fig. 3. ) HRpw. spec. musc., Taf. 55, Fig. 3, 48, 9. ) Ebendas., Taf. 55, Fig. 15, und vorzüglich Taf. 8, Fig. 3 und 6. Stirp. erypt., Taf. 21, u. s. w. 1) HDW. spec. mus., Taf. 56, Fig. 16; Taf. 57, Fig. 12. Stirp. crypt., Taf. 20, u. s. w. 11) Ebendas., Taf. 66, Fig. 1; Taf. 47, Fig. 10, u. s. w. II) Hxpw., Stirp. erypt., Taf. 9, Fig. 6. TTT) HxDW., Spec. musc., Taf. 4, Fig. 7; Taf. 7, Fig. 3, 4, 10, 11, 12; Taf. 20, Fig. 2, 4; Stirp. erypt.. Taf. 10, Fig. 6; Taf. 16. — t— tenz d duelle g sb Un C0 ce Fade Ia, deren! 50 0 N Einsq J 1 all 1 it ein n f kö die f 1 2 kak funen gh ner! r niht ile Ni gut zu Au den nf 9 slebtd aden Fam sü, daß d Vächsen we i nicht zu ies Vache ses ensaugen usgemitel a. id un Er taschng im; sihfg hi Acht vah fh, Ne w gesund des 9 Ade ku t dhl Ni Buxhau 70, n hapr hobasst ee f pp., 8 0 bon et 1 Null 5 sein Blat elt. Ihre n Natur ay U einem hong, die anden zz 1 0 dener Länge,) e ihrer dungen 5); dieß de i Arten hen it dieser Rin Zellen, wet laren Geuit engel innig den an troch, dorkten Zusti⸗ chten Orten! stott, und yn en, so blaß so bleibthsch in Gestalt l man hässe bemerkl. ald ganz l. sind biswel gh erschck b wirklich gl 90 g, Fig. 3 l Fig. 12. di . b. 3.3, 4, 1% Fig. b; Taf.. 0 Fa 321 geschnitten; diesen Bau findet man nur bei den Keimblättern oder den Wurzelblättern einer geringen Anzahl Moose, wie z. B. beim Phascum cohaerens). Diese Blätter sind unregelmäßig in dünne Faden getheilt, die aus aufeinandergesetzten Zellen be— stehen, deren Scheidewände mittelst der Lupe sichtbar sind und die Bruchstücken von Conferven nicht unähnlich sehen. Die Einsaugung des Wassers erfolgt durch die Blätter der Moose mit ausgezeichneter Leichtigkeit, und wenn man in diese Flüssigkeit ein seit langer Zeit ausgetrocknetes Moos taucht, so nimmt es die Frische und das Aussehen des Lebens wieder an. Einige haben sogar versichert, die verdorrten und abgestorbenen Moose können, wenn man sie in Wasser legt, den Räderthieren gleich wieder belebt werden; allein dieses wichtige Factum scheint mir nicht hinlänglich erwiesen zu seyn. Taucht man ein trockenes Moos nur zur Hälfte in Wasser, so nimmt der untergetauchte Theil den Anschein des Lebens an, und der außer Wasser befind— liche bleibt dürre; diese Thatsache, von welcher wir in den fol— genden Familien Beispiele wiederfinden werden, scheint zu bewei— sen, daß die Wirkungen der Einsaugung bei den cellulären Ge— wächsen weit örtlicher sind, als bei den vasculären. Uebrigens ist nicht zu zweifeln, daß die Moose im gewöhnlichen Zustande ihres Wachsthums mittelst ihrer blattartigen Oberfläche viel Was— ser einsaugen; es ist wahrscheinlich, daß dieß ihr Haupternäh— rungsmittel ausmacht, daß ihr Leben sich lange Zeit in einem Zu— stand von Erstarrung forterhält, und durch Regen oder Unter— tauchung im Wasser wieder erweckt werden kann; dieß ereignet sich häufig bei den ausdauernden Moosen, die nur in der feuchten Jahrszeit wohl gedeihen und den Sommer hindurch verdorrt schei— nen. Wie weit geht nun diese Eigenschaft? das ist eben der Ge— genstand des obenerwähnten Zweifels. Da die Blätter, wie man eben gesehen hat, bei den Moosen eine so wichtige Stelle spielen, so fehlen sie ihnen fast niemals. Die Buxbaumia aphylla allein scheint durchaus keine zu be— sitzen*), und ihr Wachsthum ist, wenigstens in ihrer Jugend, ein ganz besonderes Räthsel*). 5— ) HRDW., Sp. muse., Taf. 1, Fig. 2, 3. 10 Hook et Tax, Musc. hyb., Taf. 22. ) Ich glaube hier eine von De C. unbeachtet gelassene Stelle in Decandolle's Organographie d. Gewächse. 21 (pag. 373) 322 Bisher habe ich den gewöhnlichen Bau der Moosblätter be— schrieben; allein bei einigen Arten dieser Familie findet eine we— sentliche Abweichung von ihrem gewöhnlichen Zustande statt: bis— weilen nämlich sind die Blätter in zwei Zeilen geordnet, und statt den Steugel mit ihrer Basis zu umfassen, erstrecken sie sich mit der einen ihrer Seiten auf den Stengel selbst fort; mehreren Arten von Fissidens, denen man, diesem Aussehen zufolge, die Namen pennatum, adianthofdes u. s. w. gegeben hat. dieß sieht man bei Diese Blätter ähneln in der That den zu beiden Rob. Brown's Aufsatz über Lyellia(Transact. of the Lin— næan Society of London, vol. XII, part. II, S. 582, 583. 1819, am 6. April vorgelesen) wörtlich anführen zu müssen. Man sehe R. Brown's vermischte botanische Schriften, gesammelt und ins Deutsche übersetzt von C. G. Nees von Esenbeck, Band II. S. 743 und 744.„Buxbaumia aphylla ist das einzige Moos, das man für ganz blattlos gehalten hat, und hierin stimmen noch alle Ansichten überein, obgleich dieses Gewächs, von den Monogra— phieen Lin née's und Schmidel's an, bis auf die neueste vor— treffliche Darstellung von Hooker, öfter und vollständiger beschrie— ben worden ist, als irgend eine andere Pflanze dieser Familie. Ich habe mich aber endlich überzeugt, daß die Buxbaumia aphylla allerdings mit vollkommenen Blättern versehen ist, welche aber so— wohl in der Textur als in der Zertheilung den Blättern einer Jun. ger mannjia ahnlicher sind, als denen irgend einer bekannten wirk— lichen Moosart, und daß sich mithin diese Gattung von dem Stamm der Polytrichoideen, mit denen sie sonst in mehreren Hinsichten ver— wandt ist, in dieser Hinsicht fehr wesentlich unterscheidet.“ „Die Blätter der unfruchtbaren Pflanze, an welchen ich ste zuerst beobachtete, sind lanzettförmig und nur wenig eingeschnitten. Die am Grunde des weiblichen Perichätium's sind etwas breiter, als die vorigen, aber sowohl an den Rändern, als an der Spitze schon tie— fer in mehrere haarförmige Segmente zerschnitten, während die äußern Parichätialblätter noch tiefer getheilt und ihre Abschnitte so sehr verlängert sind, daß die kleine blattartige Basis allgemein über— sehen und dem Perichätium nur eine dichte Haarbekleidung zuge— schrieben worden ist.“ Rob. Brown.) 1)„Man sehe über den Blattbau der Buxbaumia aphylla die schon oben angesührte gründ— liche Abhandlung von Herrn Greville: On the Leaves, Capsule and Fruit of Bux baumia aphylla, in den Memoirs of the Wernerian Society III, S. 442, mit der dazu gehörigen lehrreichen Kupfertasel.“ (Anm. des Uebersetzers dieses Aufsatzes.) (Zusatz des Uebers.) Ae deb! , Acht 0 d End 0 Joo, 0 f% cal 1st dil, i Tel zu ul the 0 imat af ala — un und Ahiget w 0 lit f e 0 i esse den Hv. ) Noh. yell. siben, Arie. (s gew Flachen undes z ac Aachen, Tidenz daß dene lun ung salher g Anale Aang! scheüne siclceng U g eff eue ga, I Heri fun hh shehen. Mollig! dieß sieht nan diesem Aue odes. 5 at den zu har gäct. ok the ll 562, 383.. isen. Man. esammelt und! eck, Band ll! 8 einzige M tin stimmen n. n den Monog f die neueste! sständiget best⸗ eser Famil. aumia ach st, welche la ittern eint n r bekannten von dem Stine n Hinsechten l eidel.“ en ich sie zur eschuitten. A. breiter, als! Spitze schon ft „, wahrend re Abschuitk! allgemein il sekleidung Brown. ben argesühtte! e and Fruit 01 „ E. 42, fl Aufsatzel 0 05 0 findtt eie h sunde fußt ordnet, uud f en sie sch nie 323 Seiten des gemeinschaftlichen Blattstiels befindlichen Blättchen oder Abschnitten eines gefiederten Blattes, und verlängerte sich nicht das Ende des Stengels zuweilen in eine Blüthe oder in ei— nen Zweig, so wäre man versucht, zu glauben, daß es sich wirk— lich so verhalte. Die Täuschung geht zuweilen noch weiter; denn es gibt Fälle, wo die zunächst stehenden Blätter mit ihren Seiten zum Theil zusammenwachsen, und wenn der Stengel alsdann keine Blüthe trägt, so gleichen sie einem fiederspaltigen Blatte (fol. pinnatifsidum). Von dieser Erscheinung kann man einen. Begriff erlangen, wenn man das Gymnostomum penn a- tum) und fast alle Fissidens untersucht*). Auf ihre Wichtigkeit werden wir bei den Lebermoosen noch zurückkommen. Die Blätter der Moose sind bisweilen auch im Stande, mit einander zu verwachsen; sie zeigen alsdann an ihrem Gipfel zwei Spitzen, und wenn sie mit Rippen versehen sind, so zei— gen sie deren zwei ihrer Länge nach; dieß bemerkt man zufällig beim *) HxDw., Stirp. crypt., 1, Taf. 29, Fig. 5, 5 und 2, a und b. % Rob. Brown erwähnt in dem eben angeführten Aufsatze über Lyellia(S. 575 in Nota; deutsche Ausgabe II, S. 750) der Fis— sidens-Blätter mit folgenden Worten:„Bei Fissidens, wie Bridel(Muscol. nov. S. 186) diese Gattung bestimmt hat, heißt es gewöhnlich von den Blättern, ste kehrten dem Stengel statt der Flächen ihre Ränder zu, und die untere Hälfte ihres innern oder obern Randes sey bis auf den Mittelnerven verdoppelt.“ „Nach dieser Ansicht hat nun Bridel a. a. O. eine besondere Abtheilung der Moos-Familie gebildet, welche aus den Gattungen Fissidens und Octodiceras besteht, und Herr de la Pilaye hat aus demselben Grunde den Namen Fissidens in SKVtophy l- lum umgeändert Gournal de bot. appliq. IV., S. 155). Weit einfacher aber läßt sich, meiner Meinung nach, diese scheinbare Anomalie erklären, wenn man die angenommene Verdoppelung oder Theilung des Blattes als seine wahre Fläche betrachtet, und sonach seine Abweichung von der gewöhnlichen Blattform von einer größeren seitlichen Zusammendrückung, verbunden mit einem, auf dem Rücken und gegen die Spitze hervortretenden flügelförmigen Kiel, herleitet. Zur Bestätigung dieser Ansicht bemerke ich noch, daß an den unteren Stengelblättern die beiden hinzukommenden Flügel um Vieles klei⸗ ner sind, und zuweilen ganz fehlen, wie wir dieses denn auch bei allen Perigonialblättern finden, welche gleichfalls die gewöhnliche Form haben, indem sie nur etwas vertieft und kaum käseförmig er— scheinen.“ Nachtrag des Uebers. 2 (pag. 374) — ä— (pag. 375) 324 Gymnostomum truncatum). Es ist möglich, daß es eine ähnliche aber beständigere Erscheinung sey, welche bei einigen Ar— ten, z. B. Neckera hypnoides, u. s. w., eine doppelte oder zweispaltige Rippe hervorbringt. Zum Beschlusse dessen, was den Bau der Ernährungsorgane bei den Moosen betrifft, bemerken wir endlich, daß ihre Blätter von denen aller vasculären Pflanzen sich dadurch unterscheiden, daß die Zellen darin in einer einzigen Ebene liegen, dergestalt, daß man darin keine gesonderten Schichten unterscheiden und nicht eine Schicht abnehmen(„dédoubler“) kann; diese Eigenschaft ist in denjenigen Lebermoosen, welche Blätter besitzen, noch deutlicher ausgesprochen, und beweist, wie ich es im ersten Artikel dieses Kapitels angezeigt habe, daß das, was man bei diesen Gewächsen Blätter genannt hat, von den gewöhnlichen Blättern weit verschie— den ist, und daß diese Organe nur Ausbreitungen des Stengels und mit demselben völlig homogen sind. Diese Behauptung wird im folgenden Artikel noch deutlicher werden. §. 3. Von den Lebermoosen. Der Bau der Lebermoose ist, was die Ernährungsorgane be— trifft, dem der Moose sehr ähnlich; jedoch zeigt er einige Eigen— heiten, die um so sorgfältiger erwähnt zu werden verdienen, als sie dazu beitragen, den allgemeinen Bau der cellulären Gewächse aufzuklären. Wir fangen zuerst mit denjenigen Lebermoosen an, welche den Moosen am nächsten kommen, um alsdann zu denen überzugehen, die sich den Flechten nähern; denn diese Familie, ob— gleich wenig zahlreich und sehr natürlich, bildet eine wahre Ueber— gangsgruppe“). Die Jungermannien, oder wenigstens die Mehrzahl der Arten dieses Geschlechts, zeigen so große Analogien mit den Moo— sen, daß die alten Botaniker sie mit ihnen vereinigt hatten. Sie haben ebenfalls einen cylindrischen, einfachen oder ästigen Stengel, primäre und secundäre Wurzeln, die bisweilen aus den Blättern, meist aber längs dem Stengel entspringen, und endlich sitzende, ) Ebendas., 1, Taf. 5, Fig. 8. i w., Stirp, erypt, 3, Taf. 17. ) Im Thierreiche spielen die Araneiden, die theils Lungen, theils Tracheen besitzen, die gleiche Rolle. 8— l ue 0 n Ege gun an Mog e aäterd agi ah, et ahnte ach hubie Elf tt ah lid den fc scher der Jung Il Saite sehz dee le, siud, tern der d Hlätter we aher Ind 5 sd, ei luters sch un den, fen, de ede, pe Ede d. 0 10 fl U — — mann! 90 gaßhtheret gasecgment kan fd, ff so nir g dafurgene bon, ö lacan. lala, 0 Hock. g 0 hdg ich, daß ezin bei einigen ine dappelnch mährungenh aß ihre Bh terschedden, d dergestalt,) n und nicht h igenschaft if: lch deuttt u Artikel dul iesen Gewäch i weit versch des Sten hauptung w. . rungsotgax; r einige die berdienen, läten Gent bermoosen dann zu de e Familie, wahre Ueh⸗ e Mehrzal! mit den. t hatten 0 igen E 77 endlich fas, dungen, ale an der Basis umfassende, ausdauernde, zerstreute oder zweizeilig dem Stengel entlang sitzende Blätter; alle diese Organe sind, eben so wie bei den Moosen, aus Zellgewebe zusammengesetzt und ohne eine Spur von spiralförmigen oder andern Gefäßen, noch von Spaltöffnungen. Allein zwischen diesen Jungermannien und den wahren Moosen kann man folgende Unterschiede bemerken: 1) daß die Blätter der Jungermannien durchgängig keine Rippen haben“) und gänzlich aus rundlichem Zellgewebe bestehen; 2 daß sie selte⸗ ner ganz, oft gezahnt oder, zumal an ihrer Spitze, verschiedentlich ausgeschnitten oder ausgezackt sind, so daß sie vielartigere For— men darbieten; bisweilen sind sie gänzlich in dünne Faden oder Streifen zertheilt, die aus einer einfachen Reihe von Zellen beste— hen und den Primordial-Blättern der Phascum-Arten fehr ahnlich sehen. 3) Man findet oft an der Basis der wahren Blät⸗ ter der Jungermannien*) blattartige Anhänge, die bald mittelst ihrer Seite mit dem Blatte verwachsen, bald von ihm getrennt sind; diese Anhänge, die den Moosen und einigen Lebermoosen feh— len, sind, wegen einer unbestimmten Analogie mit den Nebenblät⸗ tern der Dikotyledonen, stipulae genannt worden. Diese Neben— blätter weichen von den wahren Blättern nur darin ab, daß sie kleiner und oft auf eine etwas verschiedene Weise angeordnet sind; es sind, eigentlich zu reden, accessorische Blätter. Untersuchen wir nunmehr diejenigen Jungermannien, welche sich von den Moosen zu entfernen anfangen, so werden wir einige antreffen, deren Blätter, ähnlich den Fiss id ens, in zwei Zeilen geordnet, wenig oder gar nicht umfassend sind, und mittelst ihrer Seiten auf dem Stengel sich fortsetzen; dahin gehdren die Junger- mannia sphaerocarpa*) und capitata Y), und dann gleicht der Stengel, wenn er keine Blüthen trägt, einem mit zweizeili— gen Segmenten besetzten Blattstiel. Gehen wir weiter, so werden wir Arten finden, bei welchen diese Blätter auf beiden Seiten des Sten— gels so mit einander verwachsen sind, daß sie an demselben einen blattartigen Stand bilden, welcher entweder, wenn die Blätter ) HxDw., théor. retr., Taf. 19. **) Hook, Jungerm., Taf. 7. **) Ebendas., Taf. 1, 5, u. s. f. een) Hook., Jungerm., Taf. 74. 4) Ebendas., Taf. 80. (pag. 876) 326 ment unvollkommen verwachsen sind“), gezahnt oder unterbrochen, oder 10 seelgeset aber, wenn sie vollkommen verwachsen sind, ununterbrochen ist“). Wenn diese Erscheinung bei Pflanzen eintritt, welche Stipulae haben, so befinden sich dieselben an ihrer gewohnlichen Stelle und uch m bilden längs dem Stengel, oder, um dem äußern Ansehen nach ssscde! zu sprechen, längs der Mittelrippe des durch die Verwachsung der 5 ad wahren Blätter mit dem Stengel gebildeten Blattes eine rt dem, blattartiger Schuppe; dieß sieht man bei der Junger mannia ni Lyellii h). In diesen verschiedenen Fällen ist der Stengel sehr gung sichtbar und wird durch die Mittelrippe des blattartigen Organes, fer welches die ganze Pflanze ausmacht, vorgestellt. Bisweilen trifft 1 10. f es sich, daß diese Rippe vom übrigen Gewebe kaum unterschieden Atem ist, und dann hat die Pflanze das Ansehen einer blattartigen Aus— Pn in brektung, die auf dem Boden aufliegt und Wurzeln oder Festhalter unide in denselben schlägt. So gelangt man, wenn man die Formen der u dsh Jungermannia epiphylla), und darauf die der Junger fame manniapinguis h verfolgt, durch fast unmerkliche Uebergänge zu dimensie den Anthoceros gi), zu den Marchantien elch und zu den aan die Riccien be, bei welchen man nur noch eine blattartige Scheibe an bemerkt, welche Stengel und Blätter zugleich vorstellt, und auf der„ 5 einen Seite die Wurzeln, auf der andern die Reproduktionsorgane u, dich entwickelt; dieses blattartige Organ, welches weder Stengel noch Au ken Blatt, oder aber beides zugleich ist, ist es, was man mit der Be— 75 10 nennung Laub(krons) bezeichnet. etinm Die Geschichte der Lebermoose beweist folglich, daß, wenn man gleich, aus Bequemlichkeit und einer scheinbaren Analogie zufolge, bei diesen Pflanzen Stengel und Blätter beschrieben hat, diese Organe doch bei weitem nicht deutlich unterschieden sind, wie wir sie bei den vasculären Gewächsen sehen, und daß die Masse 50 4 ) Hobkkn, Jungerm., Taf. 82, 85, 84.* **) Ebendas., Taf. 78, 73, 55, 56. HDW. Théor. retr., Taf. 20, 21. er) HOoRER, Jungerm., Taf. 77, Fig. 2, 3, 4. **) Ebendas., Taf. 47 4) Ebendas., Taf. 46. Y) HR DwW., Théor. retr., Taf. 30. TY) HDW. Théèor. retr., Taf. 23. Ti) Ebendas., Taf. 31. 5 Agtttet ssstesteg sterhtoches, terhbochen fen welche Spi, iche Stele In Ansehen n Vervachsung Blattes ein ungermann der Stengel! tigen Ogg Bisweilen ff im unterschl sattartigen d. foder Festhth die Formen! ie der Jun ge che llebe gang erh e lattartige eh jellt, und uh roduktionsth er Stengel e nan mit der „ daß, wi ren Analhe echrieben. eden sind,! daß die Mf tr.) Taf. An. 327 selbst derjenigen cellulären Gewächse, die dem Anschein nach die zu— sammengesetztesten sind, dennoch eine große Gleichartigkeit zeigt. §. 4. Von den Flechten.) Noch merkwürdiger als die Lebermoose sind die Flechten, weil sie folgende zwei, dem Anschein nach widersprechende Umstände, die außerordentliche Formverschiedenheit der verschiedenen Arten, und die Homogeneität des Gewebes einer jeden derselben, mit ein— ander vereinigen. Unter den Flechten zeigen einige platte, grüne, blattartig aussehende und dem Bau der Gattungen Rice a und Anthoceros sehr analoge Ausbreitungen; so z. B. die Lob a- ria, u. a. m.; die andern haben eine ganz gallertartige Substanz, und nähern sich also den Algen und Tremellen. Andre gibt es, und zwar in großer Zahl, welche die Gestalt cylindrischer, mehr oder minder ästiger, zuweilen sogar mit kleinen flachen blattähnli— chen Ausbreitungen, besetzter Stengel besitzen. Endlich sind diese sämmtlichen verschiedenen Formen bei mehreren Arten auf so kleine Dimensionen herabgesetzt, daß die Gesammtheit der Pflanze(wenn man die Befruchtungsorgane ausschließt) nur eine Kruste bildet, die entweder(wie bei den Squamaria oder Patellaria-Ar⸗ ten, aus blattartigen Schuppen, oder(wie beim Isidium) aus klei— nen, dichtgedrängten Stengeln, oder, im äußersten Fall, aus einem körnigen oder staubartigen Stoff, besteht, welchen letztern man als eine Anhäufung undeutlicher Schuppen, oder unmerkli⸗ cher Stämme, wie dieß bei Lepra oder Con iocarpon der Fall ist, betrachten kann. Bei allen diesen Verschiedenheiten, deren umständliche Aufzählung hier nicht hergehört, zeigt die innere Sub⸗ stanz nichts als eine Masse von Zellgewebe, welches aus rundli⸗ chen oder langgestreckten, gemeiniglich kleinen und dicht aneinan⸗ der gedrängten Zellen besteht. Die merkwürdigste, physiologische ) Das neueste und beste über den innern Bau und die äußeren Form— Verhältnisse und Form⸗Veränderungen der Flechten findet man in G. F. W. Meyer's trefflichem Buche: Nebenstunden mei— ner Beschäftigungen im Gebiete der Pflanzenkunde. Göttingen 1825, mit mehreren, unvergleichlich schönen und lehrreichen Abbildungen. Der Inhalts-Reichthum dieses Werkes gestattet leider hier keinen Auszug, nicht einmal aus dem Interes— santesten. Anm. des Uebers. (pag. 378) (pag. 379) 328 Eigenschaft dieses Gewebes ist, daß, wenn man es zerreißt, seine innere Substanz, der Luft oder dem Lichte ausgesetzt, sich ein wenig grün färbt. Diese kleine Erscheinung ist zumal bei solchen Arten, deren Kruste auf Felsen festsitzt, sehr auffallend. Im Allgemeinen besteht das Gewebe der Flechten aus Zellen, welche in denjenigen Theilen, die entweder Stengel oder Zweige nachahmen, langgestreckt, und in denjenigen, welche das Anse— hen blattartiger Ausbreitungen haben, rundlich sind. Die Oberfläche zeigt merkliche Verschiedenheiten; bald ist sie ganz glatt, bald mit Haaren oder Wimpern sehr verschiedener Art versehen; bisweilen verlängert sie sich in Festhalter oder Wurzeln, die gewiß dazu dienen, die Pflanze an ihrer Grundlage zu befesti— gen und vielleicht auch Nahrung einzuziehen. Vorzüglich bei der Gattung Psora scheinen diese Anhänge wahre, in den Boden eingedrungene, Wurzeln zu seyn, die der Pflanze zugleich Anhalt und Nahrung gewähren. Bei den meisten Arten, welche auf den Felsen oder Bäumen leben, finden sich weder Festhalter noch Wur— zeln, und die Pflanze ist auf die sie tragende Fläche mittelst einer kleinen Scheibe oder Ausbreitung(Epatement) ihrer Basis befe— stigt. Diese Ausbreitung hängt mit den Felsen sehr fest zusam— men und scheint daselbst gleichsam incrustirt zu seyn; ich vermuthe, daß eine Ausschwitzung aus der Basis der Flechte etwas von dem Steine auflöst und sich damit verbindet, um diese Art von An— kittung zu bewirken. Durch diese nämliche Hypothese(analog dem, was bei den Felsen durchbohrenden Weichwürmern statt findet) erklart sich auch, meiner Meinung nach, die Erscheinung, die uns gewisse Flechten darbieten, welche sich, je älter sie werden, in die Kalkfelsen eingraben, wie z. B. die Verrucaria rupe— Ss), i a m. n en e e dns *) Nach Braconnot's chemischen Untersuchungen enthalten viele krustenartige Flechten sauerkleesauern Kalk in nicht geringer Menge. Es wäre demnach nicht unmoglich, daß die Flechte ursprünglich freie Säure enthielte, dieselbe aber ausschwitzte, und dann den, durch Zusammentreten ber Säure mit dem Kalk des zur Grundlage die— nenden Steins gebildeten, sauerkleesauern Kalk in sich aufnähme, und daß bei diesem Proceß die Flechte tiefer in den von der Säure angegriffenen Stein sich einsenkte und sich ihm fester anleimte. die thal Aach en alf feel und feat 0 daes cyl. (dani,. f Ph scial hsc de be ehe eng aöb eltern hi nch Fläche! ft, här, de, de unte f he do I hh Vase de ganzen he it, nd man tel Fasel Einer f tum der F ß bersebe tesbrochen wig fescer Wie fin hehre och unn an kü we chtorbengt sih d Machen Len guch 1e i fißet si dumathungg a dmg sch geen 1 1 8 Iegchnge aden; dg l mit g! shu C, n. b u. ab. ß fn ech, sc h mal hei sach ld. cen aus glg gel der Ju elche da. ud. den; hald it; herschiedenerd t oder Wu dlage zu heft, züglich bei) in den Buy zugleich Aug welche auf! alter noch M. ie mittelten ter Basis l. sehr fest zun ich bern etwas von in Mt bon. se(analog den . statt finde cheinung, e sie werde, caria rufe enthalten eringer Meß rsprünglic f ann den, dur Grundlage bi sich gufnahth, vol det Slut estet, anleist. 329 Die thallus der Flechten sind bald“) auf ihrer ganzen Oberfläche einander gleich, was dann statt findet, wenn sie auf— recht stehen und in jeder Richtung gleichmäßig der Luft und dem Lichte ausgesetzt sind; alsdann haben sie ganz besonders das An— sehen eines cylindrischen Stengels, wie bei den Us nea, den Cladonia, u. m. a., oder eines zusammengedrückten, wie bei den Physcia- und gewissen Roccella- Arten. Bei andern sehen sich die beiden Oberflächen des khallus nicht gleich; dieß ist bei denjenigen der Fall, welche die Gestalt von Schuppen oder Blättern haben, und in einer horizontalen Richtung liegen; die obere Fläche, der Wirkung der Luft und des Lichtes ausgesetzt, ist stärker, härter, gefärbter und spielt gleichsam die Rolle der Rinde; die untere Fläche ist weicher, zarter, blasser und trägt häu— figer Haare oder Festhalter; sie ist es auch, durch welche gewöhn— lich die Wasser-Einsaugung geschieht. Diese Flüssigkeit dringt in den ganzen thallus ein, wenn ein Theil desselben in Wasser getaucht ist, und man kann in mehrern Fällen mittelst Einsaugung gefärb⸗ ter Flüssigkeiten ihre Spur verfolgen. Einer der Umstände, welcher, nach Fries“), den Wachs— thum der Flechten am mächtigsten zu modificiren scheint, ist der, daß derselbe durch die atmosphärischen Veränderungen häufig un— terbrochen wird; während der Dürre ist er aufgehoben und bei feuchter Witterung wird er wieder thätig. Die Folge dieser häu⸗ figen Unterbrechungen ist, daß ihr Leben sich verlängern kann und daß man an einer und derselben Flechte öfters Theile findet, die wie abgestorben sind, und andre die zu leben fortfahren. Wenn sich der Wachsthum unter Umständen erneuert, die von denen, Allein auch in den auf VBaumrinden wachsenden krustenartigen Flech— ten findet sich der kleesaure Kalk in Menge, ein Umstand, der obige Vermuthung etwas schwächt. Demungeachtet verdient der Gegen— stand Aufmerksamkeit. Prof. C. Brunner in Bern beschäftigt sich gegenwärtig mit chemischen Untersuchungen der Flechten, und hat bereits, was ich aus mündlicher Mittheilung hier anführen kann, Braconnot's Entdeckung an mehreren Krusten-Flechten bestätigt gefunden; den ferneren Resultaten dieses trefflichen Arbeiters sehen wir mit Ungeduld entgegen. Anm. d. Uebers. ) Dx C., Fl. fr., ed. 3, vol. 2, S. 321. Fnlks, Syst. orb. veg., I, S. 227. *) Syst. orb. veg., I, S. 224. (pag. 380) (pag. 381) 330 unter welchen das Leben des nämlichen Individuums angefangen hatte, sehr verschieden sind, so kann derselbe eine von der ersten sehr verschiedene Entwickelung bekommen, und hierdurch erklärt sich das Vorkommen solcher Individuen, die an verschiedenen Stellen des thallus von einander so sehr abweichen, und welche zu ver— schiedenen Lebenszeiten entstanden sind“); diese Individuen bewei— sen, daß Flechten, die man für verschiedene Arten oder Gattun— gen hielt, in Wahrheit nur verschiedene Zustände einer und dersel— ben Art sind.“) f Diese Unterbrechungen des Lebens der Lichenen hängt mit ihrer langen Lebensdauer, welche weit bedeutender erscheint, als man es von so kümmerlichen Pflanzen erwarten sollte, zusammen. So beobachtet Waucher seit fünf und vierzig Jahren ein und das— selbe Individuum von Lobaria pulmonaria, welches an der nämlichen Stelle, des nämlichen Baumes sitzt. Auch die Farbe der nämlichen Individuen zeigt sich, je nach dem Grade der atmosphärischen Feuchtigkeit, sehr verschieden; ist das Gewebe befeuchtet, so wird sie gewöhnlich grün, ist es aber trocken, so wird sie weiß, grau, schwarz, gelb oder orangefarben gefärbt. Ich habe beobachtet, daß alle grünen oder unter Wasser grün zu werden fähigen Flechten im Sonnenlicht Sauerstoffgas entwickeln, da hingegen diese Erscheinung bei denjenigen Arten, welche weder grün sind, noch unter Wasser grün werden können, nicht statt findet. §. 5. Von den Pilzen. Betrachten wir die Pilze aus unserm gegenwärtigen Gesichts— punkte, so zeigen sie durchaus nichts als Zellen, die bald rundlich, bald in Gestalt hohler Faden lang gestreckt sind und Fasern zu seyn scheinen, die entweder so dicht aneinander gedrängt sind, daß sie einen dichten Körper bilden, oder auch mehr oder weniger Gag. 382) zerstreut liegen, fast immer massenweise und ohne irgend bemerk— bare Ordnung vorhanden sind. Diese sonderbaren Pflanzen be— sitzen niemals Spaltöffnungen, noch Gefäße irgend einer Art; ) Man sehe das Titelkupfer zu G. F. W. Meyer's Nebenstun⸗ den meiner Beschäftigungen im Gebiete der Pflan— zenkunde. Göttingen 1825. *) Man vergleiche Meyer, Wallroth, Fries. 0 galt El gcgen N icin Geri 10 Waglech e 1 gesels A l t den Pu“? f kuh 1 0, hal the u Li! chanel. nd Form!“? u Mgewöh N ond ch are 5 wedle ilch de dh t seh mag fen; alen ggen dag tens bog 10 sche 0 ) fal i ndern deze F dufkelheig n duebild Dung a 0 den matt At eormuse b sige Mal fh e de dy 0 den Puch — 0 Dunn, Cb. Hun, Alg 1 b. U„Ce ee 1 Kip ihres; N N nch ums ang le bon der ait elburch eklig cchiedenen, Gal d pesche zu y 8 Iudibiduen he, ten oder Gar e einer und da chenen hang; er erscheint, ollte, zusaup, ren ein und y welches au; igt sch, je n 1 elschieden; n, ist es; oder orangeft oder untet d ht Sauessfge enjenigen An werden kim sitigen Gestt ie bald rund und Fasern; gedräng fi ehr oder wal e irgend hen ren Pfau! gend eine 0 vs Nebenft⸗k te det fle 331 8 ihre ganze Substanz besteht einzig und allein aus einer ziemlich homogenen Masse, an welcher es unmöglich ist, die Theile der großen Gewächse zu unterscheiden. Auch hat man, wenn man sich Vergleichungen dieser Art hingeben wollte, dabei ungefähr nur das gesehen, was man sehen wollte; so haben die Einen, auf Farbe und allgemeines Aussehen anspielend, die Schwämme mit den Wurzeln der Pflanzen verglichen; Andre, von der stengelartigen Form der Cla varia“) und einiger anderer Pilze betroffen, haben dieselben Stengel genannt; diese, vom Aus— sehen der Uredo) überrascht, haben dieselben mit dem Befruchtungsstaub der phanerogamen Gewächse verglichen; Jene, von der Form der Erineen“*“) eingenommen, haben sie den Haa— ren der gewöhnlichen Pflanzen gleich geachtet. Die Consistenz der Pilze ist sehr verschieden, entweder weich, oder sehr hart, gallertartig, fleischig oder lederartig, bietet aber niemals weder die durchgängig gewöhnliche Dürre der Flechten, noch die krautartige Weichheit der Algen dar. Auch ihre Farbe ist sehr mannigfaltig und zeigt selbst zuweilen sehr lebhafte Tin— ten; allein grün ist sie niemals, oder, wenn etwa grünliche Fär— bungen daran wahrgenommen werden, so scheinen dieselben we— nigstens von einer ganz andern Ursache herzurühren, als das ge— wöhnliche Grün der Blätter. Kein einziger Pilz lebt im Was— ser*); fast alle wachsen an der Luft, einige unter der Erde oder in andern lebenden Gewächsen versteckt. Obgleich mehrere in der Dunkelheit wachsen, so scheint doch das Licht zu ihrer vollstän— digen Ausbildung erforderlich zu seyn. Derjenige Theil des Pilzes, der nicht zur Reproduction dient (und den man entweder, wie bei den Flechten, thallus, oder aber cormus, peridium oder stroma genannt hat), scheint, was seine Masse betrifft, um so weniger entwickelt zu seyn, je mehr es die Fructificationstheile sind; so scheint bei den Uredo und den Puccinia Arten) die ganze Pflanze nur aus den 0 BulI., Champ., Taf. 465, u. 5 005 %) BANRSV, Ann. bot., vol. II, Taf. 3. *) Bur, Champ., Taf. 514, Fig. 12. * e) peziza aquatica scheint an der Luft zu wachsen, und erst wäh⸗ rend ihres Wachsthums vom Wasser bedeckt zu werden. 1) Man sehe Taf. 60, Fig. 2, 3, 4. (pag. 383) (pag. 384) 332 fruchttragenden Organen zu bestehen; bei den Blätter-Schwäm— men, den Löcher-Schwämmen oder den Clavarien hingegen macht der reproductive Theil nur einen gewissen Theil der gan— zen Pflanze aus, und der zur Ernährung dienende ist weit deutlicher. Die Einsaugung der Ernährungssäfte geschieht bei den Pilzen mittelst eines bestimmten Theils, der ihnen zur Grund— lage dient; diese Grundlage erzeugt bisweilen Wurzelzasern, die entweder in die Erde eindringen, oder sich auf der Erd-Ober— fläche ausstrecken; übrigens ist sie blos dadurch an den Bo— den oder an verfaultes Holz befestigt, daß sie mit ihr mittelst kleiner, unmerklicher Haare oder mittelst eines sehr innigen Anschmiegens Guxta- position) zusammenhält. Bei mehreren Arten, die einen raschen Wachsthum haben, kann man ge— färbtes Wasser in den Pilz eindringen lassen, wobei man als— dann sieht, daß es von der Basis her hineinkommt und ihren länglichen Zellen oder ihren Intercellulargängen folgt. Bei ihrem Entstehen brechen die Pilze meist aus einer Art geschlossener und häutiger Bedeckung, die sie umhüllt und welche man Schleier(Volva, franz. voile) nennt, hervor. Welches auch immer die Gestalt sey, die sie in der Folge bekommen sollen, so sind sie anfangs stets rundlich. Die Art und Weise ihrer Entwickelung ist noch nicht auf eine recht vollständige Weise untersucht worden; bei mehreren, wie z. B. den Blätter-Schwämmen(Agaricus), scheint der obere Theil, den man den Hut(pileus, franz. chapeau) nennt, vor dem un— tern, den man mit einem Stengel oder Blumenstiel verglich, entwickelt zu seyn; bei den Kaulen-Schwämmen(Cla varia), welche von unten herauf zu wachsen scheinen, dürfte der umge— kehrte Fall eintreten. Mehrere Pilze, welche horizontale Aus— breitungen bilden, umhüllen während ihrer Entwickelung die leblosen Körper, die sie antreffen; so findet man Bruchstücke von Kräutern oder Holz in dem Gewebe der horizontalen Schwämme eingeschlossen). Die vegetirende Masse wird in ihrer Entwickelung durch das leichteste Hinderniß aufgehalten und vereinigt sich jenseits desselben vermöge ihrer vollkommenen Homogeneität, mit der größten Leichtigkeit; auch findet man ) BulI., herb frang., Taf. 459, 482, 402. ziell 5 Etöe b. 1055 ** fler Beil f N nmenwachse batten Ilan ia boletus Der äßere ih iltersch t weg oder a fg wa ase chgelbsten 1 Ig die g u Venig 1 50 1 dagen d. sammen, al scheben gend nter ale sst eue, dere fla der Alger eulschtet ihte! ah in Paser geha in ihre In Agen Mesugen, bie Ii Hefe lase Vese w ches Suit 55 endas, N m, herb 5 1 e tete, ien ge Hell dei 0 nende ist y e gescheht h nen zur graf wzelzasern, er Etd⸗ Oh h an den dh lit ihr mit sehr inn Wei mehuan un man g bei man g nt und ihn t. aus einer J lt und wit bol. Welte llge beko rt und die or dem u fiel verglit Claparia e der ung 'ontale M ickelung d Bruchstüt horizontal se wic 0 aufgehale ollkommene findet m 333 öfters Stöcke von Schwämmen mit einander verwachsen“);— ein neuer Beweis, daß das Verwachsen(soudure) von dem Zusammenwachsen beim Pfropfen(greffe) wohl zu unterschei— den sey. Die weichsten Theile der Schwämme sind sehr geneigt, durch das Zerreißen der Zellen Lücken zu bilden, wie bei den vasculären Pflanzen; so haben mehrere Arten von Agaricus und Boletus in der Jugend einen dichten, in späterem Alter einen hohlen Stiel“). Der äußere Theil des Pilzes ist oft vom übrigen Gewebe ziemlich unterschieden und läßt sich wie eine Haut oder Rinde, mit wenig oder gar keiner Zerreißung ablösen. Diese Haut trägt häufig wahre Haare**), oder Schuppen, die von theil— weise abgelösten Haut-Fetzen herrühren“**). Was die allgemeinen Formen der Pilze betrifft, so hängt das Wenige, was ich hier, dem Plan dieses Werkes gemäß, davon sagen kann, mit den Reproductions- Organen zu innig zusammen, als daß ich es nicht auf das folgende Buch zu ver— schieben gendͤthigt wäre. §. 6. Von den Algen. Unter allen Familien aus der Klasse der cellulären Gewächse ist keine, deren allgemeine Charaktere leichter aufzufassen sind, als die der Algen. Die häufigere Durchsichtigkeit ihres Gewebes erleichtert ihre Untersuchung und die Beständigkeit ihres Aufent— halts im Wasser bringt es mit, daß man sie unter dem Mikroskop gleichsam in ihrem natürlichen Zustande beobachten kann. Die Algen sind bald fadenformige, bald blattartige Aus— breitungen, bisweilen aus diesen beiden Formen gemengt, je— doch von einer vollkommen homogenen innern Beschaffenheit. Ihre Oberfläche zeigt niemals Spaltöffnungen, und da sie, auf gleiche Weise wie die andern Pflanzen, bei der Einwirkung des Lichtes Sauerstoffgas aushauchen, so darf man glauben, daß es ) Ebendas., Taf. 254. *) BuIIL., herb. frang., Taf. 182, 566. dar) Ebendas., Taf. 410, 493, u. s. w. e) Ebendas., Taf. 19, 342, u. s. w. (pag. 385) 334 nicht die Spaltöffnungen sind, die zu diesem Zwecke dienen. Das 11 i Gewebe der Algen besteht gänzlich aus geschlossenen Zellen, die 14 bald rundlich sind, was dann die blattartigen Flächen, bald mehr 9 1 oder weniger verlängert erscheinen, was dann die scheinbaren Mn Stengel-, Wurzel- und Rippen-Gestalten bildet“). Mehrere 5 unter ihnen bieten im Innern ihres Gewebes Lücken dar, oder 1 Lufthöhlen, was besonders bei den Charen*), die man vor— 1. läufig zu dieser Familie zählen kann, zu bemerken ist*). Die Gleichartigkeit ihrer innern Beschaffenheit ist von Allen, e die sie untersucht haben, erkannt worden, und man hat daher der 9 0 N 0 Masse, woraus sie bestehen, ebenfalls die Namen krons oder n thallus gegeben; es geschieht also nur der Kürze wegen, daß U ag. 386) man zuweilen bei den Beschreibungen der Tange(Fucus) von 0 Stengeln, Blättern oder Wurzeln spricht, um solche Theile des thallus, die den ebengenannten ähnlich sehen, zu bezeichnen. Beobachtet man ihre Lebensart, so findet man die Beweise dieser Gleichartigkeit wieder; alle Stellen am khallus der Algen scheinen ungefähr gleiche ernährende Fähigkeiten zu besitzen; alle Ne saugen das mit ihnen in Berührung stehende Wasser ein, alle . hauchen Sauerstoffgas aus, sie scheinen aber auf eine fast unab— b hängige Weise zu leben und nur schwer, oder vielleicht auch gar nicht, dem übrigen Gewebe Säfte zuzuführen. Wenn man näm— lich einen Fucus oder eine Ula zur Hälfte in Wasser thut, so bleibt der eingetauchte Theil frisch, und der über dem Wasser befindliche verwelkt und verdorrt; eine merkwürdige Erscheinung, 0 welche entweder daher rühren kann, daß die Säfte nicht aus 100 6 einem Theil in einen andern übergehen, oder daß die Ausdünstung Mn; sehe Taf. 2, Fig 5,% b, *) AxuICI, Osserv., Fig. 42. ) Ueber die noch immer räthselhaften Charen vergleiche man: 0 0 WXLTInoru, Anus botanicus; v. Martius, über den Bau und 0 6 die Natur der Charen; Kaulfuß, Erfahrungen über das Keimen ö N ö n der Charen. Leipzig 1825; Meyen, Beobachtungen und Bemer— 0 n kungen über die Gattung Chara; in v. Schlechtendal's Lin— 10 0 naca II, S. 55, u. f. mit zwei Kupfertafeln. N Zu satz des Uebers. % der Luft! 1 de! 0 gasseeeschen“ del bhallu) sz du, wel Cielung hen bahnt und u krord Abl er d 10 laat Naalgen dan fin Thein feu dr Gil Ach, ne z. 20 gusfabge mitt Aas, welche den Mechantes hagen sie sich voispüngende Cnarinus“ en Men steg fehr Bas l 13 uuf öl schst, de nz uffn, N llattas dure, dis 10 seicheng Aale, 6 gen Huhu, Ulgenseg. 6 filr zen u Ocus nipall te Jugend Pa., fe. Mum, pile e dien, en gelen,, hen, lahr die schau, ). Mun icke dar,! 7 0 0 „die man w it 0 it ist von n n hat daher en frons g je wegen, (Fucus) h. che Theile! zeichnen. an die Be allus der N zu besitenz Jasser ein,, eine fast n leicht auch h enn man lin asser thut, dem Waß Erscheinun te nicht al Ausdünstun iche man: den Bun ll er das Kell g und Weile dal's Lis hett. 335 bei den der Luft ausgesetzten Theilen zu stark ist, als daß die an— dern sie ersetzen können. Der thallus der Algen bietet sehr bestimmte Grade der Con— sistenz dar, welche Lamouroux und Fries zur Grundlage ihrer Eintheilung benutzt haben; die einen, wie die Fucaceen, sind lederartig und von olivengrüner Farbe; die andern, wie die Flori— deen, sind knorpelartig und mehr oder weniger rosenfarben. Es gibt ihrer ganz häutige, wie die Ulvaceen, gallertartige, oder halb-gallertartige, wie die Batrachospermeen. Die Algen sind beinahe alle“), wenigstens in ihrer Jugend, den festen Theilen angeheftet, welche den Boden oder die Ein⸗ fassung der Gewässer bilden oder selbst in ihnen schwimmen. Bald, wie z. B. beim Fucus vesiculosus, heften sie sich an selbige mittelst einer kleinen Anschwellung(épatement) ihrer Basis, welche sich den festen Korpern anleimt, ohne daß man den Mechanismus dieses Zusammenhangs genau kennt. Bald hacken sie sich mittelst einer Art wurzelförmiger Festhalter an vorspringende, eckige Theile an, wie z. B. bei den Fucus sac- charinus). Dieser letztere Bau findet besonders bei den gro— ßen Arten statt, welche der Andrang der Meeresfluthen leicht von ihrer Basis losreißen kann. Allein diese Festhalter besitzen, in Hinsicht auf die Einsaugung der Säfte, durchaus keine Eigen— schaft, die nicht zugleich dem ganzen Gewebe gemeinschaftlich zukäme. Die blattartigen Theile der Algen werden oft von Rippen durchzogen, die dem Anscheine nach denen der gewöhnlichen Blätter gleichen und oft, wie diese, gefiedert sind, aber blos aus länglichem Zellgewebe besteßen. Oft auch sind diese blattarti⸗ gen Ausbreitungen gänzlich ohne Rippen, wie man es bei den ul ven sieht. Eiuige scheinen nichts als isolirte, mit Saft ge— füllte Zellen zu seyn; von dieser Art ist namentlich der Proto coccus nivalis oder jenes sonderbare Erzeugniß), das auf ) Die Iygnema und Hydro dyetion sollen nach Vaucher von ihrer Jugend an unbefestigt seyn. *) GmEE., fuc., Taf. 27, 28. e) BauRHR, philos. trans., 1820. (Pag. 387) (pag. 388) K 336 dem Schnee der Polarländer und der Algen) wächst und den— selben roth färbt Y. Die Algen bestehen oft, wie die meisten Gewächse ihrer lasse, aus einer großen Menge sehr aufeinander gehäufter Zel— len, welche ein dickes Gewebe bilden. Bei den Florideen und mehreren Fucaceen kann man sogar eine Art Rinde unter— scheiden, die aus rundlichem Zellgewebe besteht, und vom innern Theile, der aus entweder länglichem oder dichtem Zellgewebe besteht, und wie ein Holzkörper aussieht, verschieden ist. Bis— weilen liegen sämmtliche Zellen in einer einzigen Lage, wodurch bald eine ee sehr dünne und wahrhaft hautartige Platte ame), wie z. B. bei den Ulven, bald sehr dünne Faden ent— stehen, die sämmtlich aus aneinander gereihten Zellen bestehen, wie bei gewissen Conferven. In den botanischen Werken wird häufig angegeben, daß die Conferven aus gegliederten Faden bestehen; hier muß aber noth— wendig gesagt werden, daß diese Benennung unrichtig ist und daß man an ihrer Statt hätte sagen müssen: fächerige Faden (silets ) Durch die mikroskopische Vergleichung des rothen Polarscheins, der durch die Expedition des Kapitäns Parry zurückgebracht worden, mit demjenigen der Algen, von welchem mir Herr Pöchier mit— getheilt hat, habe ich mich überzeugt, daß diese beiden Stoffe iden⸗ tisch sind; allein es geschieht häufig, daß man auf den Algen mit dem Protococcus röthliche Ablagerungen verwechselt, welche von Pflanzen- oder thierischen Theilen herrühren. 5). Man vergleiche ferner über diese merkwürdige Erscheinung: Ernst Meyer's Anmerkung zu Rob. Brown's Algarum genus?? im Verzeichniß der an der Küste der Baffins-Bay, auf der Expedition des Kapitäns Roß gefundenen Pflanzen.(Rob. Browu's vermischte Schriften I, S. 342 u. ff.) die Anmerkung des Uebersetzers(Ernst Meyer). C. G. Nees von Esenbeck's Nachtrag zu der Anmerkung, u. s. w.; ebendaselbst S. 571(besonders von S. 654 an). „ ROB HRT R. GREVILILH, some account of the red snow of the arctie regions, Protococcus nivalis (in der Scotish Cryptogamie Flora for May 1826.) Mit einer schönen Abbildung. Kunze, Bemerkungen über den rothen Schnee, in d. Flora oder bot. Zeit., Ster Jahrg.(1825) zweiter Band, S. 449 u. f. Zusatz des Uebers. comme suchus keine U aneh At t 60 1 1 serbolg, ag ler inf fac hüt n 20 nde, W 5 1 auf unge Aigen Mien bi gen Eil aleine fen Ege dewänds ch J fernes le dn us abr age 0 90 Vageoßen wich ein Veich. oe dufgefih; feineewegs w Machen bon l De Gun asse Baues we us f fiufe ee in Mer tr ii anung fir ih ug 15 safils die fg de 4 fen abe d 5 Alt änlge Nan g sel 900 1 dee 5 1 ab Dm väcst ud Geric gehäufter Florideeng it Rinde un, und vom inn ieden ist. z Lage, want autartige J ine Faden g. Zellen bestt geben, daß muß aber. tig ist und serige dh 0 Polarsches gebracht ae r Pöéchien lden Stoffe F den Agens hechselt, e einung: s Alg aru i6⸗Vay, auf! nen.(At die Anmektah er Anmerflh an). of ther cus ird 6.) Mit el U ö. Floh g „ leber 337 (filets cloisonnés). Es findet in der That bei diesen Pflanzen durchaus keine Aufhebung des Zusammenhangs statt, sondern sie zeigen eine Art von Quer-Scheidewänden, die durch verschiedene Ursachen hervorgebracht werden; nämlich, 1) besteht der Faden aus einer einfachen Reihe, vielleicht in einer Scheide oder in einem häutigen Futteral*) eingeschlossener Zellen, so sind die Scheidewände, welche dieselben trennen, wegen der Durchsich— tigkeit des Gewebes dem Auge sichtbar, und bilden das, was man unrichtiger Weise Gelenke genannt hat; 2) kommt es bei einigen Arten vor, daß mehrere Zellen von gleicher Länge mit den Seiten aneinander stoßen, und die Vereinigung ihrer äußer— sten Scheidewände bewirkt, zusammen gesehen, das gleiche Aus— sehen; 3) ferner habe ich angeblich gegliederte Faden gesehen, welche aus abwechselnd sehr langen und sehr kurzen Zellen zu— sammengesetzt waren; hier hatten die kurzen Zellen, bei schwa— cher Vergrößerung, das Aussehen von Scheidewänden. Es wäre ein Leichtes, noch mehr Beispiele anzuführen; allein die eben aufgeführten werden hinlänglich zeigen, daß diese Faden keineswegs wirklich gegliedert sind, und daß ihr verschiedenes Aussehen von mannigfaltigen Ursachen herrührt. Die Gattung Hydrodyction“) ist wegen ihres anato— mischen Baues sehr merkwürdig, sie zeigt einen Sack in Gestalt eines aus fünfeckigen Maschen bestehenden Netzes; bei einem gewissen Alter trennen sich die fünf kleinen Faden, welche durch ihre Vereinigung eine Masche bildeten, und jeder derselben wird für sich demjenigen Beutel gleich, den er zusammensetzen half und besteht ebenfalls aus fünfeckigen Maschen. Dieses Beispiel hilft die Meinung Derjenigen bestätigen, welche glauben, daß sich das Zellgewebe durch das Anschwellen der in seinem Innern ent— ) Es gibt einige Fälle, wo dieses häutige Futteral ziemlich sichtbar ist. Wenn man lebende Bruchstücke von Ceramium casuari— naefolium unter das Mikroskop bringt, so steht man, wie sich innere Zellen, die die rothe färbende Flüssigkeit enthalten, von Zeit zu Zeit zusammenziehen, ohne daß das Futteral ihnen folgt; woraus sich ergibt, daß der Faden, der Anfangs in seiner ganzen Dicke roth war, es nun blos noch in seiner Mitte ist, und daß seine Ränder durchscheinend und farblos bleiben. * Vauch., Confer., Taf. 9. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 22 (pag. 389) 0(pag. 390) . 338 haltenen Kügelchen oder Körner, welche an und für sich nichts als Rudimente von Zellen wären, entwickle. Ganz offenbar scheinen die Algen diejenige Pflanzenfamilie zu seyn, deren Bau sich dem thierischen am meisten nähert. Meh⸗ rere Gattungen haben so sonderbare Formen? daß man sie nur nach physiologischen Betrachtungen, und nicht nach organogra— phischen Charakteren zu dem einen oder dem audern Reiche zählt. So unterscheiden sich die Oscillatorien und die Zygnemen durch ihre Lebensweise und ihre Formen kaum von einander“); erstere, welche augenscheinliche Spuren einer wahrscheinlich will— kürlichen Bewegung zeigen, sind in's Thierreich versetzt, wäh— rend dagegen letztere, bei denen man keine Bewegungen wahrge— nommen, als Gewächse betrachtet werden. Unter diesen zweifelhaften Geschlechtern muß man ferner noch die Nostochts), die Diatomen*) und überhaupt Fries's sämmtliche Diatomeen aufführen, die man zu den Gewächsen zu rechnen pflegt, so wie auch die Bad-Schwämme (Spongia), die man gewöhnlich zu den Thieren zählt; allein man hat in diesen verschiedenen Fällen nach leichten Beweggründen entschieden und man kann nicht läugnen, daß die Grenze beider Reiche bei diesen und mehrern ähnlichen Beispielen sehr schwer festzustellen ist. Diesen Gegenstand habe ich in der Einleitung zur Théorie èleèmentaire auf eine allgemeine Weise abge⸗ handelt, und, obgleich seitdem mehrere Thatsachen, welche jene Zweifel noch vermehren, bekannt gemacht worden sind, so sehe ich dennoch keine Beweggründe, um die damals von mir aufge— stellten Meinungen abzuändern. Vielleicht unternehme ich dereinst diesen schwierigen Gegen— stand aufs Neue, der um so schwieriger wird, je mehr man un— tersucht und nachgeforscht hat; eine sonderbare Erscheinung, wo— von jedoch die physischen und moralischen Wissenschaften zahlreiche Beispiele liefern. ) Dle Osclllatorien sind grün, wie die Zygnemen, und sondern an der Sonne Sauerstoffgas aus; rücksichtlich ihrer Gestalt unterschei— den sie sich nur dadurch, daß ihre Scheidewände einander äußerst ge⸗ nähert sind. ) Vaven., Conferv., Taf. 16. **) LIN VBN, Hydr., Taf. 61, Fig. B, C, D, E. f In n Nepodu gun Ey vie ein ii säthakes bat Uich Jus Kei Aung fiche, dal Keimen ef im(germ. waffen 1000 et 0 Entf — dan wick 0 cken er er J. ht dee der fe Ir von de che 9d. i J be Be enn dil mant 1 15 U Ants ges fr j he a 1 e Pfannen ten nahen. 9 daß man ser nach agang dern Reiche 1 die Zygnen, bon einande ahrscheinlich z h hersetzt, gungen wat uß man fen und überhꝛ; die man zu Gad ⸗Schwi⸗ ühlt; aller n Beweggse⸗ die Grenze l. ielen sehtr t der Einleg ne Weise yen, welche n sind, o! bon mir al, vierigen Gig mehr man? rscheinung,“ aften zahle und sondert“ jestalt unten ander dußelk! 7%%»Ü1¹ Von den Reproductions-Organen, oder von den zur Wiedererzeu— gung wesentlichen organischen Theilen. VV So wie ein organisches Wesen, und zumal ein Pflanzentheil, sein sichtbares Daseyn beginnt, zeigt es uns nichts, als eine Entwickelung von Organen; daraus schloß man, bald als etwas Wirkliches, bald als bildlichen Ausdruck, daß alle diese Wesen aus Keimen entstehen. Man bezeichnet also mit dem Ausdruck Keim(germen, franz. germe)) einen unsern Sinnen nicht wahrnehmbaren Körper, von dem man vermuthet, daß er in den organisirten Körpern existire und im unendlich Kleinen der Kör— per oder der Theil desselben, der daraus hervorgehen soll, ent— weder selbst sey, oder denselben einschließe. Man kann sich das Entstehen der Keime entweder so denken, daß sie von dem Or— gan, oder von dem Wesen, auf welchem wir dieselben sich ent— wickeln sehen, oder auch von demjenigen, welches ihm dieselben zur Zeit der Befruchtung mittheilt, erzeugt werden, und in die— sem Fall nennt man bildende Kraft Cris plastica, force plastique) diejenige, welche diese Erschaffung von Keimen be— wirkt; oder aber, man kann annehmen, daß der Ursprung der Keime bis zum ersten Entstehen der organischen Wesen selbst hinaufsteige, daß sie nämlich sämmtlich dergestalt in einander ) Es muß bemerkt werden, daß Linnse und seine Schule sich des Ausdrucks Keim(germen) bedienten, um denjenigen Theil der Blume zu bezeichnen, der demnächst(Buch III, Kap. II, Art. 4), nach Tournefort's Ausdruck, unter dem Namen Eierstock(Ova— rium) beschrieben werden soll. Tournefort gab den Namen ger men den Eyerchen(ovulum). 22 (PA. 391) (pag. 392) 340 eingeschachtelt wären, daß alle Keime einer gegebenen Art, die sich schon entwickelt haben, oder noch entwickelt werden, in ein— ander, und alle zusammen in dem ersten, der existirte, enthalten waren. Diese beiden widersprechenden Theorien sind so ausgedehnt, daß sie alle Ansichten, die man über den Gegenstand hegen kann, zu umfassen scheinen und daß folglich eine von beiden nothwendig wahr seyn müßte; indessen sind sie für uns, weun man es über⸗ legt, beide ungefähr gleich unverständlich; denn erstlich kann einer— seits keine unter allen bekannten Erscheinungen die Erschaffung eines Keimes unserer Vernunft begreiflich machen, da wir in dem unorganischen Reiche niemals etwas anderes als Umwandlungen der Zusammensetzung, und im organischen immer nur Entwicke⸗ lungen wahrnehmen; und zweitens vermag nichts unserer Ein— bildungskraft, und vielleicht auch nicht unserer Vernunft, eine endlose Einschachtelung präeristirender Wesen deutlich denkbar zu machen). 8 Lassen wir diese Fragen, die mehr metaphysisch, als phy— „) Statt vieler über diesen Gegenstand erschienener Schriften möchte ich hier nur an dle so äußerst geist- und gehaltvolle Blum en bach⸗ sche über den Bildungstrieb(te Ausg. Göttingen 1791. 8.) erinnern, in welcher der unsterbliche Verfasser sowohl eine Darstel— lung der verschiedenen Erzeugungs-Theoriea und insbesondere eine treffliche Widerlegung der Evolutions-Hppothese, als auch durch die Annahme des Bildungstriebes(misus formativus), d. h. ei— ner von der Lebenskraft unzertrennlichen, nach bestimmten Geseßen zweckmäßig wirkenden, jedoch auch durch Umstände modificirbaren und sich, je nach der speziellen oder individuellen Bestimmung des Wesens auf die mannigfaltigste Weise äußernden Kraft, die aus einem organisirbaren Zeugungsstoff die Wesen bilde, eine Erklä⸗ rung gegeben hat, die nicht nur unserem Fassungsvermögen ange— messen ist, sondern auch wirklich mit den Beobachtungen und Erfah⸗ rungen selbst am besten übereinstimmt.(Man vergleiche auch Blu⸗ menbach's Handbuch der Naturgeschichte, neueste Ausgabe 9. 7 — 11.)— Ich erinnere hier an Blumenbach's Theorie deßwegen umstandlicher und nachdrücklicher, weil sie mir ganz besonders durch die vegetpbilische Erzeugung bestätigt zu werden scheint, ob— gleich gerade die Pflanzen, die Betrachtung der Knospen und Samen, zu der Evolutions-Hypothese Anlaß gegeben und eine ihrer vorzüglichsten Stützen gebildet hatten. An m. des Ueb. c fi, fei 0 fachen Thals bhagung ac durch 1 it; zu at lige bot d th ieh. B. nende Bit gate eitfaten fin, daß gf wal ib Netz Elle ite. ge mar b en sch Gehen in Stunde fi chen diese g denden gil loch der T Cinwickung! fc so gegen chsneder sind che der Ein itthug der falke bouture di Reaaltate! Lie(germe ita erfe. Sefuchung ne f dhe zu e 5 Augen zusam 1„t ease Piederer gen hest a Ache bestz 1 341 sisch sind, bei Seite, und beschränken wir uns nur auf die all⸗ gemeinen Thatsachen, so werden wir erstens sehen, daß eine Einschachtelung(insofern man diesen Begriff nicht allzu weit ausdehnt) durch augenscheinliche Beispiele, z. B. den Volvo x, bewiesen ist; zweitens, daß die Keime oder anfänglichen Wesen oft lange vor der Zeit ihres gewohnlichen Erscheinens sichtbar ebenen, weden, in eristirte kalhah 0 so gusgedch tand hegen kn g f f lebn 115 sind, wie z. B. wenn man im Mittelpunkte des Stammes der can man e 0 Palmen die Blüthentrauben findet, welche sich erst mehrere Jahre(eas. 363) aslchhm en später entfalten sollen; drittens werden wir gendthigt seyn, ein⸗ 0 1 de eite, zugestehen, daß sich alle Wesen entwickeln, als ob ihr Ernäh⸗ 17 0 rungsstoff(matière nutritive), in ein unsichtbares und präeri⸗ 1 stirendes“) Netz abgesetzt, gleichsam zum Voraus seine bestimmte 11 Stelle hätte.. f 1 0 5 Möge man nun den Ausdruck Keim als etwas Wirkliches e oder als ein Bild verstehen, so wird er gleich gut dazu dienen, 1 0 das Entstehen der organischen Wesen, insoweit wir es zu fassen N im Stande sind, zu bezeichnen. Beiden Hypothesen zufolge ent— . stehen diese Keime auf gewissen Organen; nach der Theorie der chysich, de, bildenden Kräfte werden sie durch diese Organe herd orgebracht; nach der Theorie der präexistirenden Keime werden sie durch ihre ner Schrift Einwirkung blos genährt und entwickelt. Wie dem auch le Blur sey, so zeigen sie sich bei den Gewächsen unter zweierlei Formen; Hätten entweder sind sie so angebracht, daß sie sich als eine natürliche 0 Folge der Ernährungsgesetze entwickeln, wie dieß bei der Ent⸗ ins besonden als auch dull! nativus), d. wickelung der Zweige, der Knollen, Zwiebeln, Ableger und Steck⸗ reiser(boutures) der Fall ist, denn alle diese Korper können als sinnten Gel die Resultate der Entwickelung mehr oder weniger verborgener nde mobfehl Keime(germes latens) betrachtet werden; oder aber ihre Ent⸗ e wickelung erfordert einen vorausgegangenen Proceß, den man e Befruchtung nennt, und welcher den Zweck hat, dem Keime ein eige⸗ bein nes Leben zu ertheilen, und mittelst eines Apparates, der aus tungen und Organen zusammengesetzt ist, die zusammengenommen die Blüthe ergleice auc; ausmachen, vollzogen wird. Da die ohne Befruchtung gesche— bee Wige hende Wiedererzeugung keinen ihr eigenthümlichen Apparat von Thale e Organen besitzt, so konnte sie uns nur dann umständlich beschäf— am keln tigen, wenn wir von den Verrichtungen der Pflanzen handeln erden schell 6 det Kuchen!“ chen und ele le F eb . des el ) Dx C., Théor. élem., introd- S. 9. 342 werden, da hingegen die auf Befruchtung folgende Reproduction, (pas zac) oder die sexuelle Wiedererzeugung, indem sie durch zahlreiche und mannigfaltige Organe bewirkt wird, von nun an unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen muß. Sie verdient dieselbe in 1 1 doppelter Rücksicht; denn es ist wichtig, die Blüthenorgane ge— e nau zu kennen, nicht nur weil sie eine der Hauptverrichtungen 5 1 der Vegetation bewirken, sondern auch weil auf ihren Formen, b die innerhalb gewisser Grenzen beständig, unter den Arten aber 10 bis ins unendliche verschieden und durch ihre Symmetrie merk— 100 ö würdig sind, weil, sage ich, auf ihren Formen die gesammte M Klassifikation, d. h. das ganze Klassengebäude der Pflanzenkunde i 0 beruht. e Die so sehr große Analogie der Stoffe, von welchen sich die M Gewächse ernähren, hängt mit der großen Einförmigkeit, die man i 5 an ihren Ernährungsorganen bemerkt, zusammen und die Folge M davon ist, daß man aus diesen Organen bisher nur die Charak— 1113 0 tere der allgemeinsten Haupt-Abtheilungen hernehmen konnte, N und daß man, sobald man irgend enger begrenzte Gruppen zu e bilden bezweckte, sich auf die Fructifications-Organe zu beschräu— e ken gendthigt war. 9 0 0 Rücksichtlich des allgemeinen Aussehens der Fructifications— i Organe unterscheidet man phanerogamische und crypto— 00 1 gamische Gewächse; erstere sind diejenigen, deren Blüthen mit 9 9% bloßem Auge sichtbar und mehr oder weniger symmetrisch, und ö deren Geschlechts-Organe ganz deutlich sind, letztere diejenigen, b deren Blüthen(wofern sie wirklich welche haben) blos mit Hülfe e des Mikroskops sichtbar, wenig oder gar nicht symmetrisch, und 0 0 deren Geschlechts-Organe nicht deutlich sind. Die erstern um— . fassen alle erogenen und die Mehrzahl der endogenen; die letztern ö 9 alle cellulären und einige endogenen Gewächse. Dieser Grund— eintheilung in Phanerogamen und Cryptogamen folgend, werden wir nun die Reproductions-Organe kennen lernen. 0 un den Alt Ne de l sthenstan fahne Motdn itz sudtüe uch keine a acc Blät ceertia, f. Jamen deden scdes ist e Wahens abe Die O Mamenst stselchen Auen, und dil deckblä iu damit an, susen, worau duschgahen we. agli theil aß en scha Ah wusen Ge gel Werke* — shlter ate del et 1— fabulum fo Mam, zur — 11 Alem. qu] 100 lunüglic de Repnolch ach dahllähe g b al uusear g erdient dit lithenompun 0 0 0 * auptbenichti uf ihnen dyn den Mften g. Iymmettie ne en die gesarn der Pflanzente n welchen sah) migkeit, die ry wund die F nur die Chan nehmen kun, ite Grupuag gane zu heil Fluctifiatin e und crypi ren Blüthen n mmetrisch, l tere diejenige blos mit Hi umetrisch, un je erstern il, ien; die legte Dieser Gru algend, wel l. Er stes Von dem Blüthenstande oder von der Anordnung der Blumen bet den phanerogamischen Pflanzen. Wie die übrigen Botaniker bezeichne ich mit dem Ausdruck Blüthenstand(inflorescentia, franz. inflorescence) die ge— sammte Anordnung der Blumen auf der Pflanze, oder, wie Rd— per es ausdrückt, denjenigen Theil des Stengels oder der Zweige, welcher keine anderen Zweige, als Blüthenaxen“) trägt. Den Ausdruck Blüthenstand muß man von dem Blühen(anthesis, florescentia, franz. floraison), welches blos das Aufschließen der Blumen bedeutet, wohl unterscheiden; das Studium des Blüthen⸗ standes ist ein wesentlicher Theil der Organographie, das des Blühens aber ein wesentlich physiologischer Gegenstand. Die Organe des Blüthenstandes sind die unter den Namen Blumenstiele(pedunculi, franz. pédoncules) und Blumen- stielchen(pedicelli, franz. pedicules) bekannten Träger der Blumen, und die accessorischen Umhüllungen der Blumen, oder die Deckblätter(bracteae, franz. bractées). Zuerst fangen wir damit an, die allgemeine Anordnung der Blumen zu unter— suchen, worauf wir ihre Träger und Hüllen einzeln für sich durchgehen werden. In diesem ganzen Kapitel werden wir uns vorzüglich theils nach Tu rpin's schöner Abhandlung“), theils nach den scharfsinnigen Gedanken, welche Robert Brown über diesen Gegenstand gelegentlich an verschiedenen Stellen sei⸗ ner Werke„) aufgestellt hat, theils nach einer sehr ausgezeich⸗ apitel. ) unter Axe(axis, franz. axe) versteht Roper, mit Turpin, den Theil der Pflanzen, aus welchem die blattartigen Organe hervortre— ten;— Axe ist also mit Stengel, Zweig, Blumenstiel und recep taculum floris gleichbedeutend. Anm. d. Ueb. 4 Mém. sur Pinfloresc. des Graminèes et des Cypéracèes, in den Mém. du Muséum, vol. V. ) Porzüglich in seinen Bemerkungen über die Compositae- (eg. 895) (pag. 396) 344 neten Abhandlung, welche mir Röper mitgetheilt hat“), theils endlich nach einigen aus eigenen Beobachtungen richten. Err ste Art i k e l. e e e Allgemein e n. Eine Blume ist, aus dem organographischen Gesichtspunkte betrachtet, eine Vereinigung mehrerer Quirle(gemeiniglich vier) von ursprünglich blattartiger Natur, welche sich über oder inner— halb einander befinden und einander so sehr genähert sind, daß ihre Zwischenknoten nicht unterschieden werden*). Da also diese quirlförmig stehenden Organe seitliche sind, so konnte es scheinen, daß der die Blume tragende Stengel oder Zweig sich über dieselbe hinaus erstrecken müßte, und in der That ereignet sich diese Verlängerung zuweilen durch Zufall; Turpin hat einige Beispiele hievon abgebildet“) und ich selbst habe diese Erscheinung an Birnbäumen und Rosensträuchern be— stätigt gefunden. Von letztern liefere ich(Taf. 33.) eine Ab— bildung. Allein gewöhnlich verhält es sich nicht so und im ge⸗ wohnlichen Lauf der Dinge ist es fast stets der Fall, daß die Blume wirklich den Zweig beschließt, weil derselbe durch die reichliche Nahrung, welche die verschiedenen Blüthentheile zu sich hinziehen, so sehr erschöpft wird, daß er nicht mehr Kraft ge— nug hat, um sich verlängern zu konnen; eine solche Verlängerung, wie sie in den obigen Fällen erwähnt worden, findet nur dann statt, wenn die Blume unfruchtbar ist und deßhalb wenig Säfte an sich zieht, und wenn zu gleicher Zeit der Zweig gut ernährt wird. Man kann also als ein allgemeines Gesetz aufstellen: daß die Blume, in Beziehung auf den sie tragenden Zweig, stets endständig(terminalis) ist. ) Sie ist jetzt französisch abgedruckt in Syentsck's Melanges botani. ques. Geneève, 1826, vol. II, S. 71; und lateinisch in der in Ber— lin von Schlechtendal herausgegebenen botanischen Zeitschrift Linnæa. ) Die Wahrbeit dieser Definition soll in der Folge erwiesen werden, der Leser wird ersucht, sie einstweilen einzuräumen. ar) Iconogr., Taf. 2, Fig. 1, 2, 3. Niese 3 Tel sgelicel galch, bew. an dalle 0 fegt, wa 16 Rlumensti da nun e aaßacht, 0 11 helschie ic uf die n nen nl ab kn Haup Aan; oder oa wi a wget il der? ußiels! Die Pl zen nach w hurts, in ei gelben Zue Fishen diger hehe, 0 uf muß nt Ilsithenblä feng Blätter asu, so 0 ficht unte (bust, fraf a d Ce —— ier pe 9 fie Bl siter eine 0 in se u en Peg 0 hulch J Ipgezgen Aer ag gelt h, 0 gen richte 0 gemeine hen Geschthat sgemeiniglih h über oder in enäͤhert u,) 195 ane seitliche de Stengel) te, und in! n durch Zu 60) und ich s osensträuchen f. 33.) ein ht so und in; der Fall, du erselbe duch! ithentheile zu mehr Kraft! e Verlängern, findet nur de lb wenig Ei eig gut ein aufstelen:“ u Zweig, f. Melanges bol sch in del 1 5 nischen Zeit erwiesen hell 345 Dieser Zweig hat die besondere Benennung Blumenstiel— chen(pedicellus) erhalten. Er ist bisweilen ziemlich lang und deutlich, bisweilen sehr kurz und kaum sichtbar; in welchem letztern Falle man die Blume eine sitzende(sessilis) zu nen— nen pflegt, was in der Organographie nur so viel bedeutet, daß ihr Blumenstielchen äußerst kurz ist. Da nun also jede Blume das Ende des Blumenstielchens ausmacht, so muß das ganze Studium der Blüthenstände sich um die verschiedene Anordnung der Blumenstielchen, in Bezie— hung auf die sie tragenden Organe, drehen. Diese Blumenstiel— chen konnen nun entweder unmittelbar aus dem Stengel oder aus dem Hauptaste entspringen und dann behalten letztere ihren Namen; oder sie entstehen auf solchen Theilen des Stengels oder der Zweige, welche von den gewohnlichen Stengeln mehr oder weniger verschieden sind, in welchem Falle diese Blüthen— stengel oder Blüthenzweige den Collectiv-Namen eines Blu— menstiels(pedunculus, franz. pédoncule) erhalten. Die Blumenstielchen können auf den Stengeln oder Zwei— gen nach zweierlei Systemen entspringen, nämlich: entweder seit— wärts, in einer Blattachsel, oder an der Endspitze des sie tra— genden Zweiges selbst. Die zahlreichen und mannigfaltigen Folgen dieser beiden Arten des Blüthenstandes werden wir nun durchgehen; bevor wir uns aber irgend ins Umständliche ein— lassen, muß nothwendig gesagt werden, daß man mit dem Namen Blüthenblätter(kolia floralia, franz. feuilles florales) die⸗ jenigen Blätter bezeichnet, aus deren Achsel ein Blumenstielchen hervorgeht, sobald sie sich nämlich von den gewöhnlichen Blät— tern nicht unterscheiden; daß man sie hingegen Deckblätter (bracteae, franz. bractées) nennt, sobald sie in Große, Farbe, Gestalt und Consistenz von jenen verschieden sind). Die Deck— ) Röper versteht unter kolia floralia alle die Organe, aus de— nen eine Blume besteht. Die nicht zu einer Blume gehörenden Blätter einer Inflorescenz nennt derselbe bracteae, sie mögen nun grün seyn oder nicht; auch unterscheidet er die Bracteen nicht von den Vegetations-Blättern(folia vegetationis), die sich sämmt— lich durch Vorhandenseyn einer Knospe in ihrer Achsel auszeichnen; da hingegen in der Axille der von ihm folia floralia genannten Blatter normal nie Knospen vorkommen. Anm. d. Ueb. * 346 blätter weichen von den gewohnlichen Blättern vorzüglich darin (pag. 338) ab, daß sie fast niemals wahre Blatt-Knospen(bourgeons) in ihren Achseln tragen), und in dieser Hinsicht nähern sie sich sehr den quirlfoörmig stehenden Organen, welche die Blume zu— sammensetzen. Die verschiedenen Blüthenstände werden wir in folgenden Artikeln, in welchen wir erstens die achselständigen Blüthenstände, zweitens die endständigen, drittens die aus diesen beiden Wei— sen gemischten, und viertens diejenigen, welche entweder wirk— liche oder scheinbare Ausnahmen der vorigen Klassen bilden, untersuchen werden, genauer betrachten. Zweiter Artikel. Von den achselständigen oder unbegrenzten Inflorescenzen, oder von den Blü⸗ thenständen mit centripetaler Entwickelung. Die Aeste tragen ihre Blätter an den Seiten und unge— fähr in bestimmter Anzahl; sie können sich in eine Blumen⸗ knospe endigen(was wir im folgenden Artikel untersuchen wer— den), oder aber in eine Blattknospe; im letztern Fall(wovon wir im gegenwärtigen Artikel handeln) kommt der Zweig ent— weder nicht zum Blühen, oder er trägt in seinen Blatt— achseln Blumen und kann sich selbst mittelst der Entwickelung der an seinem Ende befindlichen Blattknospe verlängern. Gehen wir nun diese Stellung der Blumen in den Blattachseln im Einzelnen durch und fangen wir zuerst mit den einfachsten Fäl⸗ len an. Untersuche ich die Art des Wachsthums des Immergrüns““ (Vinca minor), oder des epheublätterigen Ehrenpreises(Vero— „) Wenn in einer Deckblatt-Achsel mehrere Zweige entstehen(die späteren nennt Röper gemmae accessoriae); so können einige blos Blumen- und Blüthen-Zweige, andere aber auch Blatt⸗Zweige hervorbringen. Man vergl. J. Ro eper, observ. aliquot in florum inflorescentiarumque naturam, in v. Schlech⸗ tendal's Linnae a Band J. S. 462. Anm. d. Ueb. ) Taf. 47. 10 edel r Haup ue gatvicke aun Ende u ih de Blu gan nicht zuscheknoten Ia Böchreihung galblte, die: ii Vlumenstie zelgstehend Atte und al au Hüfl zu f Juen zuerst auf vurtück. findigen Bit nit meht od. Alen Pegel dig id. OGewöhn Ergen, de fen herbolbrin dl die untern, wick und we ich doch um! in istr Achsel pegs, peil dit a Keandt knen iger mansdss Flat cuf de Nei geit dum ein erm pale) ger — mg, Ler ab chend in horzügsch en(bourgen scht nähen fe lche die Naum 1 b spik in füge gen Bläthensz diesen beiden 9 che entweder u Klassen ghz n, oder von lung. Seiten und in eine An el untersuchen! gtern Fall la it der Zweg u seinen d der Entwich längern. Gl Blattachsel! einfachsten Immergril enpieises(se eige eutseheh riae); so f andere aber! o eper, bel am, in h. Gil Anm d le 347 nica hederaefolia), u. a. m.), so finde ich, daß ihre Sten— gel oder Hauptäste aus den meisten ihrer Blattachseln eine Blume entwickeln und daß der Stengel oder der Zweig sich mit seinem Ende weiter fortsetzt. Da nun die Blätter, aus deren Achseln die Blumenstielchen entspringen, von den gewohnlichen Blättern nicht merklich verschieden sind, und da die Länge ihrer Zwischenknoten sehr bemerkbar ist**), so begnügt man sich bei der Beschreibung des Blüthenstandes dieser Pflanzen, so wie aller derjenigen, die ihnen in dieser Rücksicht gleichkommen, zu sagen, ihre Blumenstielchen seyen achselständig(axillares) und ein— zelnstehend(solitarii). Da ferner die Entwickelung der Blätter und aller Organe dieser Pflanzen von der Basis gegen den Gipfel zu fortschreitet, so bemerkt man, daß sich die untern Blumen zuerst entwickeln und daß das Aufblühen von unten herauf vorrückt. Was man nun bei diesen Pflanzen mit achsel— ständigen Blüthenstielchen so deutlich wahrnimmt, wird man, mit mehr oder weniger ausgesprochenen Modifikationen, bei allen Pflanzen wieder finden, deren Inflorescenz nicht endstän— dig ist. Gewöhnlich geschieht es, und zumal bei den aufrechten Stengeln, daß die oberen Blätter, selbst wenn sie keine Blu— men hervorbringen, kleiner sind und kürzere Zwischenknoten haben, als die untern, was daher rührt, daß sie sich erst später ent— wickeln und weniger Nahrung erhalten. Diese doppelte Wirkung wird noch um vieles verstärkt, wenn dieselben oberen Blätter in ihrer Achsel eine Blume tragen, und zwar vermuthlich deß— wegen, weil diese Blume einen Theil der Nahrung, welche sonst dazu verwandt worden wäre, die Blätter großer, oder die In— ternodien länger zu machen, an sich ziehen; in diesem Fall nennt man das Blatt ein Blüthenblatt oder Deckblatt, und der auf diese Weise beschaffene Gipfel des Stengels oder Zweiges heißt dann eine End-Traube(racemus terminalis; grappe terminale) oder eine End-Aehre(spica terminalis, franz. *) Harxr, Term. bot., Taf. 22, Fig. 2 9 Diese Umstände sind häufiger bei den Pflanzen mit niederliegendem und kriechendem Stengel als bei denen mit aufrechtem. (pag. 399) (pag. 400) 348 epi terminal)). Diese Blüthenstände scheinen in der That den Stengel zu beschließen, bestehen aber nur aus achselstän— digen Blumen, und der Stengel hört keineswegs auf, sich fortzusetzen, wenn nicht etwa aus Erschöpfung, die er in Folge der Blumen-Entwickelung und der Samen-Ernährung erleidet; durch gleichzeitiges Fehlschlagen der Blumen und der Deckblätter endigt er sich alsdann in eine Spitze. Jedermann weiß, daß man diese Zweige mittelst einer reichlichen Nahrung dahin brin— gen kann, sich über ihre gewöhnlichen Größenmaaße hinaus zu verlängern, ohne ihr Ansehen zu verändern; bisweilen erfolgt eine solche ungewohnliche Verlängerung von selbst. So setzt sich bei den Ananas*) und bei den Eucomis*) die Axe des Stengels an seiner Spitze fort, und dieser hört auf, Blu— men zu tragen. Alsdann werden die Blätter, welche da, wo sie in ihrer Achsel Blumen trugen, klein und hautartig waren, da, wo sie keine mehr haben, groß und wirklich blattartig, und dieß ist es, was den Schopf oder die Krone(coma, franz. bouppe, couronne) bildet, die über der Aehre der Ananas oder uber der Traube der Eucomis hinausragt. Eine ähnliche Erscheinung wiederholt sich bei den Callistemon- Arten* und einigen anderen Neuholländischen Myrtaceen; die Are der Aehre setzt sich an ihrer Spitze fort, und bildet über dem Blü— thenstande einen wahren Blätterzweig; zufälligerweise ereignet sich diese Erscheinung auch bei einigen Zapfenfrüchten, deren Are sich in einen Blätterzweig verlängert. 1) Dieß ist in Bezie— hung auf die Inflorescenz das Gegenstück zu dem, was bei der Blume eintritt, wenn sich ihre Axe, wie wir es oben gesehen haben, fortsetzt. Zu diesen Erscheinungen kann man auch das rechnen, was sich bei der Hoya carnosa g/) ereignet, obgleich es hier die Verläugerung des Blumenstiels, nicht die des Stengels, betrifft; ) Dr C., Fl. fr., I, Taf. 8, Fig. 6. Tone., Ieconogr., Taf. 14, Fig. 9 und 10. *) BLACRW., Herb, Taf. 567, 568. ) Lax., illustr., Taf. 239, unter dem Namen Basilae a. e) Bot. mag., Taf. 2602, 1821, 260, 1761. 1) Taf. 36, Fig. 3. 47) Taf. 9, Fig. 3. 1 lune 1 latter n aue umenst fake sͤtwick, Ab aden si abel ert no Ahe gell ac e de 8 Cunelungen Ae Elles iu dib J, den hn d. e despt een h ein 05 sindure uche ellen Blur aach stt, daß die heben chere F gen an den tausch in de cschender B Bat leigt echeibet u Boten: „ten beb Ju achten. Alen finsar Ache all Haden n den Ful in die wanzlun f siet, 9a nig ger nu euch dae esfahe 2 . 1 —— g 349 fen in de J. 5 aus gchsgz der Blumenstiel oder Blüthenzweig entspringt aus der Achsel(gas. 401) Sbegs gf, der Blätter und trägt im ersten Jahr eine Art Dolde, bestehend 5, de er u aus Blumenstielchen, die sich in der Achsel sehr kleiner Deck— nähung ale blätter entwickeln; diese Blumenstielchen fallen nach dem Blühen id der Dek ab, indem sie sich in den Gelenken lostrennen, der Blumenstiel mann weiß, aber dauert noch mehrere Jahre hindurch fort; bei jedesmaliger hung bahn h Blüthezeit verlängert er sich etwas an seiner Spitze, und zuletzt maaße hun; trägt er die Spuren sämmtlicher aufeinandergefolgten Blüthen— Heöweilen e, Entwickelungen in gleicher Ordnung, wie die Ueberreste der selbt. Ep Traube Eines Jahres stehen würden. Man sieht auf Taf. 9, ais 4% die in Fig. 3, den Zustand des Blumenstiels in seinem ersten Jahre, hort auf,! und in Fig. 4 sein Aussehen im fünften oder sechsten Jahre. Dieses Beispiel ist deßwegen merkwürdig, weil es meines Wis— welche da, sens das einzige ist, wo der Blumenstiel ausdauert und mehrere gutartig wi ) Hallartig, Jahre hindurch Blüthen trägt. 8 e(oma, f Zwischen den sogenannten ähren- oder traubenförmig ge— der Malle stellten Blumen und denjenigen, deren Blumenstielchen man Eine iht achselständig nennt, findet wirklich ein so geringer Unterschied ion. Au statt, daß man nicht selten Stengel oder Zweige antrifft, welche en; die du! diese beiden Zustände vereinigt darbieten; so findet man bei mehreren Fingerhut-Arten und bei einer Menge anderer Pflan⸗ zen an den untern Stellen des Stengels einzelne Blumen, welche einzeln in der Achsel großer und ziemlich weit von einander abstehender Blätter sitzen, während hingegen die obern in der Achsel kleiner und gedrängt stehender Deckblätter sich befinden. Die beschreibenden Botaniker pflegen diesen Mittelzustand mit den Worten:„eine an der Basis unterbrochene“ oder „unten beblätterte Traube oder Aehre“ umschreibend zu bezeichnen. In einer Menge von Fällen findet man die untern t uber dem! gerweise ea fuchten, eß ist in x u, was bel s oben gel ö rechnen,! leich es 15 Blumen einsam in den Blattachseln, weiter hinauf nehmen die agel, dn Blätter allmählig ab, treten näher zusammen und die Blumen bilden dann eine wahre Traube. Der ganze Unterschied zwischen nog, diesem Fall und den gewöhnlichen Trauben besteht darin, daß die Umwandlung der Blüthenblätter in Deckblätter entweder plötzlich statt findet, von dem ersten an, welches in seiner Achsel eine Blume trägt, oder nur allmählig, so wie sie sich dem Gipfel nähern. ug. 4 Untersuchen wir nun, statt die Bildung der Traube an einem einfachen Stengel zu studiren, das, was mit den Zwei⸗ silaes. pag. 403) 350 gen eines ästigen Stengels vorgeht, so finden wir unverkennbar, daß jeder Zweig die gleiche Erscheinung darbieten könne, und da die Zweige aus den Blattachseln entspringen, so entstehen auf diese Weise achselständige Trauben. Die Trauben dieser Art sind also nichts anderes als Blüthenzweige; bald tragen diese Zweige an ihrem untern Theil noch eine Anzahl Blätter, die, da sie in ihren Achseln keine Blumen führen, ihre natür— lichen Formen behalten haben, und dann betrachtet man sie als eben so viele besondere Trauben, und begnügt sich, zu sagen, daß die Pflanze mehrere Trauben besitze; bald tragen die Blätter derselben von ihrer Basis an Blumen in den Achseln und sind in Deckblätter verwandelt, so daß die achselständige Traube keine eigentlichen Blätter besitzt, und dann betrachtet man das Ganze als eine einzige Inflorescenz, und gibt ihr den Namen einer zusammengesetzten Traube(racemus compositus, franz. grappè composée). Es unterscheiden sich daher alle aus Blattachseln entstehenden Trauben von den endständigen nur dadurch, daß sie, statt an dem Gipfel des Stengels an dem Gipfel eines Zweiges stehen. Ihre Blumen entspringen aus den Achseln von Deck- oder Blüthenblättern, und der ganze Zweig aus der Achsel eines gewohnlichen Blattes. Alles was ich so eben, da ich die Traube zum Vorbild nahm, gesagt habe, gilt, mit leichten Abänderungen, auch von den verschiedenen Arten unbegrenzter Blüthenstände, die wir nun kurz durchgehen werden, nämlich von der Aehre, der Traube, der Dolde, dem Köpfchen, nebst den Abarten einer jeden der— selben. 1) Mit dem Namen Aehre(spica, franz. epi) bezeichnet man diejenigen unbegrenzten Blüthenstände, deren Blumen ent— weder sitzend, oder mittelst eines wenig bemerkbaren Blumen— stielchens aus den Blattachseln entspringen, wie z. B. bei Plan— tag o!). Die Grenzlinie zwischen der Aehre und der Traube ist sehr schwankend, indem sie nur auf dem Anschein beruht; denn in der That existirt das Blumenstielchen jederzeit und nur seine Länge ist verschieden; daher ist es nichts Seltenes, Blü⸗ thenstände zu finden, welche an ihrem untern Theile Trauben, ) Tonen, Iconogr., Taf. 14, Fig. 7. f 60 aun abet Ache d un heel 1. fach 7 Nläther geen dich reine! m dises Ga i U eus), 1 lanta ge 0 u dem figlh dl chaton) lhichne Zlahhe nach de fi ich Hasch, elde 5 schhren! . 4. Weiden*). lebte i in Uschein, un selben Art vo her Aehten, Deer Charnk ode n auf ei Ruff Es gib ele man neh sich de. dige t fen Seiten den Nam manfenneblic Mit Dei echt 4 lat 0 be, de u agschnl ft en ei deb 09g f. d Jlum N ehre — 0 ö J lige Abeiy; Le 1 dige. it unbefench, ken kun, 10 u, so en N 9 Vauben d ge; hal fag Mall lh en, ihre ah het nan seez „zu sages, en die Nich cheln und audige Lu chtet man k pr den Nun b composin daher alle g. dstandigen n. engels an dy ringen aue ane 30 0 zum Mu gen, auch 00 be, die der Trab ier jeden de bi) bezeiht Blumen el tren Blunt B. bei Pla b ber Tul scheis heul, at und l alen, W ele Bange, 351 am obern aber Aehren vorstellen, oder welche in ihrer Jugend Aehren sind und in späterem Alter zu Trauben werden. Wenn mehrere Blüthenzweige ährenförmige Blüthen tragen, und wenn die Aehren dicht genug beisammen stehen, um dem Aussehen nach nur einen ganzen Blüthenstand auszumachen, so nennt man dieses Ganze eine ästige Aehre(spiea ramosa, franz— epi rameux), wie z. B. bei Statice spicata, bei einer Abart von Plantago lanceolata u. a. m. Mit dem besondern Namen Kätzchen(amentum, julus, franz. chaton) hat man gewisse Aehren bezeichnet, die sich da— durch auszeichnen, daß die Axe der Aehren, bei den männlichen Blüthen nach dem Abblühen, bei den weiblichen nach der Frucht— bildung, verdorrt und an der Basis sich gelenkartig trennt; dahin gehören die männlichen Blüthen der Haselnußsträuche, der Eichen u. a. m., und diejenigen beiderlei Geschlechts bei den Weiden). Der Unterschied zwischen den Kätzchen und der Aehre ist in der Wirklichkeit weniger ausgesprochen, als im Anschein, und es ist nicht selten, daß z. B. bei einer und der— selben Art von Weiden die männlichen Blumen abfallende Kätzchen oder Aehren, die weiblichen aber sitzenbleibende Aehren bilden. Dieser Charakter beruht nicht wesentlich auf dem Blüthenstande, sondern auf einem chemisch- physiologischen und anatomischen Be— griffe. Es gibt Kätzchen, deren Blumen kurz gestielt send, und welche sich den Trauben nähern. Bei den Fichten findet man ästige Kätzchen, d. h. solche, die aus einem Mittelast und mehreren Seitenzweigen bestehen. Den Namen Zapfen(Conus, strobilus, franz. cône) legt man den weiblichen Aehren der Zapfen-Bäume(Coniferen, Nadel— hölzer) bei, deren Deckblätter sehr groß sind, oder nach dem Blühen ansehnlich großer werden kbunen, und welche auf diese Weise oft ein einziges Ganze zu bilden scheinen. Die weiblichen Aehren des Hopfens sind eine Art Zapfen mit häutigen Deck— blättern. Die Blumen fast aller Gramineen stehen abwechselnd und gedrängt längs einer Axe(rachis), an deren Basis sich ein oder ) Tugeix, Iconogr., Taf. 14, Fig. 1. Haxxz, term. bot., Taf. 56, Fig. 4. (pag. 404) —————— Gag. 405) 352 meist zwei Deckblätter eigener Art befinden, die man Bälge (glumae) nennt; ein solches Ganzes bezeichnet man mit dem Namen Aehrchen(Spicula, locusta, franz. épillet), und da diese Aehrchen fast bei allen Gramineen vorkommen, so pflegt man die Blume ährig(spicati, franz. en Epi) zu nennen, wenn die Aehrchen zusammen eine Aehre ausmachen*), wie beim Wai— zen; und rispenförmig(paniculati, franz. en panicule), wenn die einzelnen Aehrchen zusammen eine Rispe(panicula) bilden, wie 3. B. bei der Hirse([Panicum miliaceum) oder bei Agrostis, Der Kolben(Spadix) ist ebenfalls eine Art Aehre, welcher man einen besondern Namen gegeben hat; man bezeichnet damit die Aehren der Monokotyledonen, insofern sie in ihrer Jugend in ein großes Deckblatt, welches sie vollkommen umschließt, und welches man Blumenscheide(spatha) nennt, eingehüllt sind. Bei Arum**) z. B. ist der Kolben einfach, und bald in sei— ner ganzen Länge mit Blumen besetzt(3. B. bei Calla); bald ist sein Gipfel nackt(wie bei Cala dium). Bei den Pal⸗ men ist der Kolben ästig, und dann erhält er im Französischen Y) den besondern Namen régime. Außer diesen Bauabänderungen der Aehren, denen man be— sondere Benennungen beizulegen für gut fand, sind die Aehren noch unter einander selbst verschieden: 1) In der Entfernung der Blumen, oder in der Länge der Internodien; so sind die Blumen 5 bei ) Tunp., Iconogr., Taf. 14, Fig. 4. *) Schkuhr, Handb., Taf. 12. *) Tynr., Iconogr., Taf. 14, Fig. 8. ) Röper ist geneigt, diese Verlängerung des Spadix mit der Axen-Verlängerung bei der Ananas oder dem Kalliste mon zu vergleichen; meines Wissens hat man ste niemals auch nur die ge— ringste Spur von Blättern tragen, noch die geringste Neigung für sich selbst fortzuleben, verrathen sehen.(9 1) Haxx., term. bot., Taf. 14, Fig. 1. (50 Gegen diesen Einwurf führt Röper(in einem Briefe)— und, wie mir scheint, mit Recht?— an, daß Niemand mehr Bedenken trage, das in einen Dorn(spina) aus laufende Ende eines Astes(oder einen gapreolus, wie bei Vitis) eine Verlängerung dessel ben Astes zu nennen. Dennoch bringe dieser Dorn aber in manchen Fällen nie, in an— dern höchst selten, Spuren blattartiger Organe hervor. Bei Gledütschia sey der Dorn ästig, und entspreche nicht übel den be! Arum oberhalb der nämlichen Blumen befindlichen verkümmerten, geschlechtslosen Blumen. Ein oirrhus sey auch dann noch ir rhus, wenn er keine foliola mehr trage. Anm. d. Uebers. Plantage p00 l v8iflora palber aus 1114. 9 In saader gegen niofth lum), g, de en i 0 seis zw den traut 4 Appelter sumer mit 0 del Gd sroßsund blattg Od, fal der fait, f face die Bl en Form, 0 aber! fapffdrmi wild, verwed de 9 Die f sich von! Dekthlatker e lle Im allgemein ud heser dmpipffl der 10 5 ö — l engen F seinthus dcr, u. was df dem hab dd, Ale? Achaubenlig her gal het letzte 64 100 lh, f. 5 Nahe d. die man Bag b man mit epilleh, gn N men, so pp zu nenne, pn „ wie bein panicule) gn icula) hien; Agrostiss t Nahre, wit bezeichnet hy in ihrer Ju umschließt, eingehüllt se und bald in Cal „ Dei den J. Ftamzdsiche „denen in sind die lh Entfernuph ind die Bunt 0 0 1 padix mit! allistemog auch nur de ge Neigung „wie mit cell en Dorn pia 1 ue Waagen k. en Fallen ne, 5 editsebis r nämlchen Vault bus seh guch Nil „d. U eber. 353 bei Plantago lanceolata sehr gedrängt, bei Plantag o sparsiflora sehr entfernt. Häufig stehen die untern Blumen viel weiter auseinander, als die obern(pica basi inter- rupta. 2) In der gegenseitigen Stellung der Blumen; sie stehen einander gegenüber(bei Crucianella) oder quirlförmig(My— riophyllum), oder zweizeilig(Gladiolus), oder in einfa— cher, doppelter oder vielfacher Spirale); lauter Charaktere, die immer mit der Anordnung der Blätter zusammenhängen. 3) In der Größe und Beschaffenheit der Deckblätter; sind diese groß und blattartig, so nennt man die Aehre beblättert(ßpica foliosa, franz. Epi feuillé). 4) In der Form der Cen— tralaxe oder Spindel(rachis), welche cylindrisch, zusam— mengedrückt, kantig, oder mit Eindrücken versehen seyn kann, in welche die Blumen gleichsam eingenistet sind. 5) In der allge— meinen Form, welche gewöhnlich cylindrisch oder kegelförmig, zuweilen aber eiförmig oder kuglich ist, und im letzten Falle mit den kopfförmigen Blüthen, von welchen später die Rede seyn wird, verwechselt werden kann. 2) Die Traube(vacemus, franz. gZrappe) unterschei— det sich von der Aehre nur dadurch, daß die aus den Achseln der Deckblätter entspringenden Blumenstielchen bei ihr länger sind). Im Allgemeinen sind die am untern Theil der Traube befindlichen älter und besser genährt und daher die längsten, und so wie sie sich dem Gipfel der Traube mehr nähern, nimmt ihre Große ab. Nur bei wenigen Fällen findet das Umgekehrte statt; so z. B. sind bei Hyacinthus comosus) die obern Blumen der Traube unfruchtbar, und haben gefärbte und sehr lange Blumenstielchen, was auf dem Gipfel der Traube eine Art von Schopf oder Krone bildet. Alle Verschiedenheiten, die, wie wir so eben gesehen haben, bei den Aehren, unter einander verglichen, vorkommen, ) Ich habe weiter oben(Kap. III, Art. 7, S. 329) gesagt, daß die Schraubenlinien bei den Aehren mehrerer Alo és parallel und acht an der Zahl sind, bei der Ceder von Libanon dreizehn, u. s. f.; bei der letztern besteht jede Spirale aus ungefähr fünf und zwanzig Blumen. ) Tunp., Iconogr., Taf. 14, Fig. 10. Haxxx, Term. bot., Taf. 57, Fig. 4. e e e ust, Taff 126. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 23 (pag 406) Gag. 40%) 354 finden sich auch bei den Trauben wieder, wo sie indessen keine eigenen Benennungen veranlaßt haben. Nur von denen, die wichtig genug schienen, um besondere Namen zu verdienen, wollen wir einiges sagen. Wir haben bereits bemerkt, daß man unter zusammengesetz— ten oder ästigen Trauben solche versteht, die dadurch gebildet wer— den, daß mehrere partielle Trauben sich zu einer einzigen Inflo— rescenz vereinigen. Sind diese partiellen Trauben oder Zweige sehr ästig und sehr abstehend, so nennt man das Ganze eine Rispe(panicula), wie z. B. bei Koechlreutera*). Ist die Axe sehr kurz, und sind dabei die Zweige der Rispe sehr lang und sehr abstehend, wie man es bei den Simsen(Juncus) sieht, so nennen Einige diesen Blüthenstand nthela““). Bei einer einfachen Traube kommt es zuweilen vor, daß die untern Blumenstielchen sehr lang, die obern aber sehr kurz sind, woraus folgt, daß die Blumen, obgleich von verschiedenen Stel— len entspringend, dennoch sämmtlich ungefähr die gleiche Höhe erreichen. Diese Art Traube, welche oft mit andern sehr verschie— denen Blüthenständen verwechselt wird, erhielt den Namen Dol— dentraube(corymbus); das sogenannte doldenblüthige Orni— thogalum und mehrere Arten Iberis) liefern Beispiele davon. Das nämliche kann auch bei den zusammengesetzten Trauben vorkommen, theils dadurch, daß die untern Zweige oder Seiten⸗ Trauben länger sind als die obern, theils dadurch, daß eine jede derselben, für sich betrachtet, rücksichtlich der Länge ihrer Blumenstielchen die gleiche Erscheinung darbietet; diesen Bau be— merkt man bei den Viburnum, Sambucus u. a. m. Man nennt dieß ebenfalls Doldentrauben, und wenn man sie von den vorigen unterscheiden möchte, so könnte man, nach Analogie der Trauben, von denen sie nur Abänderungen sind, die ersteren einfache, die letzteren zusammengesetzte Doldentrauben nennen. Weil man aber unter dem Namen Doldentraube ) L'HERIT., Sert. angl., Taf. 19. *) E. Mzrzn, Junci generis monographiæ specimen., diss. inaug. Getting. 1819. * Bot. Mag., Taf. 106. ke wohl halte ich gate bete dalbel, dete fac; dolde! farfubitormi 1 neh el duftlibmi sch ofecbaren, 1 J Der. A diesem A. 1 faublum Spitze ei aacpingen; diunplex, g. Humen(P zusamme— len Schi schadet sch schs Blumer uach an un gesselne D wech, valche soner, pak: Parfüls cher teh de D chic, dle e de feigen ele, de eh Uitsogalum sie indesen h r bon dee, i berdierer, po, ter zune durch geblhnt ner einge auben oder 3 n dab Gang 0 utera).. lippe schr lan uneus) sich, 0), len vor, daß er sehr kutzz serschiedenen! r die gleiche ndern sehr he den Nang! denbläͤthig n, ) liefem f gesetzten de eige oder El durch, daß der Länge j diesen Bal U. g. m. enn man ste n, nach dl sud, die e doldentrel Doldentkl men, dis l. 355 mehrere wohl zu unterscheidende Blüthenstände verwechselt hat, so behalte ich diesen Ausdruck nur für eine besondere Klasse, die wir später betrachten werden, bei, und nenne diejenigen einfachen Trauben, deren Blumen auf einer gleichen Höhe erscheinen, ein— fache doldentraubenfdrmige Trauben Gacemus simplex corymbiformis), und diejenigen, welche, obgleich zusammenge— setzt, ungefähr den gleichen Bau zeigen, zusammengesetzte doldentraubenförmige Trauben Cracemus compositus corymbiformis). Die Gründe für diese Bezeichnungsweise werden sich offenbaren, wenn wir von den wahren Doldentrauben handeln werden. 3) Der dem Anschein nach von der Traube am meisten abwei— chende Blüthenstand ist die Dolde(umbella, franz. ombelle). Mit diesem Ausdruck bezeichnet man eine Zusammenstellung meh— rerer einblumiger Blumenstielchen, welche sämmtlich genau aus der Spitze eines Zweiges oder gemeinschaftlichen Blumenstiels entspringen; man unterscheidet eine einfache Dolde(umbella simplex, auch sertulum genannt*), wie z. B. bei den Schlüssel— blumen(Primula) oder den kultivirten Kirschbäumen, und eine zusammengesetzte Dolde(umbella composita), die fast bel allen Schirmpflanzen(Umbelliferae) vorkommt“) Letztere unter— scheidet sich von der einfachen Dolde dadurch, daß die gemeinschaft— lichen Blumenstiele ebenfalls wieder doldenartig zusammengestellt sind; man unterscheidet folglich bei ihr die gesammte oder all— gemeine Dolde(umbella universalis, oder umbella schlecht— weg), welche durch die Blumenstiele gebildet wird, und die be— sondere, partielle Dolde oder das Döldchen(umbella partialis oder umbellula), welche aus den Blumenstielchen be— steht. Die Dolde ist in der That von der Traube weniger ver— schieden, als es beim ersten Anblick aussieht. Vergleicht man die verschiedenen Trauben mit einander, so findet man freilich welche, die eine sehr verlängerte Are haben, wie z. B. das Or- nithogalum Pyrenaicum, allein man trifft auch andere ) Schkuhr, Handb., Taf. 55. Minz. Elém., Taf. 29, Fig. 2, und Taf. 28, Fig. 8. *) DR C., Fl. fr., 1, Taf. 8, Fig. 2. MrxkB., élém., Taf. 28, Fig. 1. Tun., icon., Taf. 15, Fig. 4. HaxN., Term., Taf. 36, Fig. 9. 3 (pag. 408) (pag. 409) 356 an, die eine weit kürzere Axe haben, wie z. B. das Ornitho— galum umbellatum, dessen Blumen jedoch eine wirkliche Traube bilden; und endlich stößt man auf solche Trauben, deren Are so äußerst kurz ist, daß sämmtliche Blumenstielchen aus ihrer Spitze zu entspringen scheinen, z. B. bei den Iberis; und wenn man nun die doldentraubenförmige Traube mit der Dolde vergleicht, so gelangt man endlich zur Einsicht, daß die Dolde nur eine Traube sey, deren Are gänzlich oder fast gänzlich verschwun— den ist. Vielleicht würde ich mich durch ein ganz rohes Gleichniß noch vollständiger verständlich machen: denken wir uns einen Blü⸗ thenzweig, der gleich einem Fernrohr eingerichtet wäre, und am obern Rande einer jeden dieser Röhren, woraus er besteht, ein Blumenstielchen trüge, und denken wir uns ferner, daß alle diese Röhren aus einander geschoben und in die Länge gezogen wären, so hätten wir eine Traube; schieben wir diese Röhren zur Hälfte ein, so erhalten wir ebenfalls eine Traube, aber eine sehr kurze; schieben wir sie vollends gänzlich ein, so haben wir eine End-⸗Dolde. Wenn man die Blüthenstände der Eryngien u. a. m. mit denen der andern Umbelliferen vergleicht, so ist es unmdͤglich, diese außerordentliche Analogie der Dolden mit den kurzaxigen Trauben zu verkennen. Diese Analogie ist noch in einer andern Beziehung merkwürdig: an der Basis eines jeden Blumenstielchens eines Dold⸗ chens befindet sich im Allgemeinen ein Deckblatt oder ein kleines Blatt, ein gleiches findet sich auch an der Basis der Blumenstiele der Gesammt-Dolde; man sagt daher mit Wahrheit in diesem Falle, so wie in den vorhergehenden, daß die Blumenstielchen aus der Achsel eines Blattes entspringen und daß die zusammengesetzten Blüthen⸗ stände aus Blüthenzweigen bestehen, welche ebenfalls aus der Achsel ihrer eigenen Blätter entspringen. 4) Unter dem Namen Kopf oder Köpfchen(eapitulum) haben die Botaniker mehrere in der That sehr verschiedene Blumen— stände verwechselt, die nur das mit einander gemein haben, daß ihre Blumen sehr dicht gedrängt sind und gar keine oder nur äußerst kurze Blumenstielchen haben. Röper hat dieses unzusammen— hängende Gemisch etwas genauer zu bestimmen angefangen, indem er den Knaul oder das Häufchen(glomerulus), wovon wir bei den begrenzten Blüthenständen sprechen werden, und das eigent— liche Köpfchen, welches zu den unbegrenzten Blüthenständen ge— 1 e Wann na charge g und nig gl en! . f. 0 fell det um teinz- tet Jan ei. hf ucze een dier cschens! def it Cben s Na Strah Gapfchen g * 1 ohe. lulum! eacviel scgen it, In unk 0 u l ln, Il. 0 i d. lone, g dd öh Tae dar geht ein eseh Je gen lite 1 can,. unge üb, I das Ornichg 0 eile f Ne Laibe, n stechen gaz 1 beris un be mit der dh daß die dale, izlich versyn 3 rohes Glach it uns einen t wäre, un ö er besteht, „ daß alle! gezogen hren zur h eine sehr kl r eine End⸗ d. g. m. mite unmoglich, ganigen Jah andern Mag chens elle d oder ein kl der Blume t in diesem= en aus der M. deezten Blil henfalls aul! hen(capius chieden Man nein habeß.“ oder nur Kl 15 uma sgefangel, 8 lug), will! und dit 5 sthenstüden, 357 hört, unterscheidet. Man könnte indessen sogar sagen, daß wir unter dem Namen Köpfchen nur einen besondern Zustand einer jeden der vorhergehenden Blüthenstände vereinigen). Wenn nämlich eine Blumen-Aehre, statt einer länglichten, eine eiformige oder kugelfobrmige Axe hat, und die Blumen sehr gedrängt um diese Are herum sitzen, so entsteht daraus eine eiför— mige oder kuglichte Aehre, die man oft ein Köpfchen genannt hat; dahin gehoren die Blumenköpfe der Platanen, der Conocarpus““), u. m. a.; ferner die weiblichen Blumenköpfe der Sparganien, die kugelförmigen Aehren mehrerer Plantagos, einiger Phy- teuma- Arten, u. a. m. Wenn eine Traube eine sehr kurze Axe, zahlreiche Blumen und sehr kurze Blumenstielchen hat, so kann aus dem Zusammen— treffen dieser Umstände eine Art kugelfodrmigen Kopfes oder Köpfchens hervorgehen, wie es z. B. beim Cephalanthus“) der Fall ist). Cben so kann eine Dolde, wenn sie sehr kurze Blumenstielchen oder Strahlen und sehr gedrängte Blumen hat, einem wahren Köpfchen gleichen, wie es bei mehreren Oenanthe q) der Fall ist. 9) dköper definirt das Capitulum auf folgende Weise: Elin capi— tulum(Köpfchen) ist eine Dolde mit sitzenden Blumen, oder, was gleichviel sagen will, eine Aehre, deren Axe so sehr zusammenge— zogen ist, daß die Blumen, wie bei einer Dolde, aus einem einzi⸗ gen Punkte zu entspringen scheinen. Der Blumenkorb(cala. this) unterscheidet sich vom Köpfchen nur durch Auftreibung der Stel— le, aus welcher die Blumen hervortreten.(Vergl. Lin na ea J. S. 447.) Anm. des Uebers. ) Jago. Amer., Taf. 51, 52. ) LAN., III., Taf. 59. zue) Da in dem Bluthenstande des Cephalanthus, so wie bei Ja- sione, gestielte Blumen existiren, so würde man denselben, nach Röper, mit letzterer, Hedera und Astrantia zu den einfachen Dolden zählen müssen. Und da der Unterschied zwischen einer Aehre und einer Traube im Vorhandenseyn der Blumenstiel— chen besteht, so kann man wohl nicht gut, ohne inconsequent zu seyn, die Grenzen zwischen dem Köpfchen(einer zusammengezogenen Aehre) und der Dolde(einer zusammengezogenen Traube) auf⸗ heben, was doch geschieht, wenn man Köpfchen mit gestielten und ungestielten Blumen annimmt. An m. d. Ueb. ) Làx., III., Taf. 205, Fig. 4. (Pag. 410) (yag 411 358 Unter einander selbst zeigen sich die Köpfchen hauptsächlich in der Form ihrer Are verschieden, bald ist dieselbe mehr oder minder langgestreckt, wie bei jenen als von der Aehre abstammend angeführten Beispielen; bald ist sie kurz und mehr oder weniger erweitert, wie bei denjenigen, die von den doldentraubenformigen Trauben oder von der Dolde abzustammen scheinen; allein in den nämlichen Familien, z. B. den Dipsaceen, trifft man alle Mit⸗ telstufen an. Ist die Are auf eine sehr ausgebreitete Scheibe reducirt, so nennt man sie Fruchtboden oder Blüthenbo— den(receptaculum, Pphorauthium, oder elinanthium) und der gesammte Blüthenstand heißt dann ein Anthodium oder eine Calathis. Allein, ob man gleich die Ausdrücke zur Bezeichnung dieser den Compositis und einigen verwandten Grup⸗ pen eigenthümlichen Art des Blüthenstandes vervielfältigt hat, so würde es doch schwer seyn eine Definition festzustellen, welche diese Blumenstände von den andern Köpfchen scharf absonderte. Der kegelförmige Fruchtboden der A nthemis, der eiföormige der Sphaeranthus, der länglich-runde der Kudbeekia“) nähern sich den länglichen Fruchtboden in den Köpfchen der Eryngium. und der Phyteuma- Arten, da hingegen die flachen Fruchtbo— den der Artischocken oder der Disteln die Gegenstücke der Scheiben, welche die partiellen Blumen der Umbelliferen tragen, zu seyn scheinen. Bei allen bisher aufgezählten Blüthenständen ist das Gesetz der Blumen-Entfaltung einfach und gleichförmig; bei allen dffnen sich die untern oder äußern Blumen zuerst, und das Aufblühen schreitet folglich bei der Aehre und der Traube von unten nach oben, bei der doldentraubenförmigen Traube und der Dolde von außen nach innen fort; bei den ährenformigen oder länglichten Köpfchen rückt es von unten nach oben, bei den flachen oder dol⸗ denförmigen von außen nach innen vor. Dieses regelmäßige Fortschreiten des Aufblühens hat Röper sehr glücklich mit dem Ausdruck des centripetalen(exolutio centripeta) bezeichnet“). *) La x., illustr., Taf. 703. „) Daß zuerst der unsterbliche Jungius auf den„caulis deter minatus“ und„indeterminatus““ aufmerksam gemacht, und daß Link die aus diesen Beschaffenheiten des Stengels herzuleiten— den Blüthen-Entwickelungs-Erscheinungen zuerst dargestellt hat 60 6 bo aan Nen 0 htc 46 1 Eelen 9 Reihe une A t Meg, f fl u gd ein a hien; wu tamtta lun we fuß 0 age de at ein Ithninett de un eh geoldnet, un cuig bed Nie aus. aud bie Rüßnt. ca, und ie de ei gern N Scher g ah Mad Zusf kun eunsär gesch Ele we +— inf h. ih. noye b fn, 11 Naht z: o; ll pt 50 l. 0 0 4 fh Nehte ahsm nehr oder Veh eitrauberfer inen; ale 10 fft man all gebkeitete Sz der Blütheg r elinanthn ein Anthod ie Musdrückt Hektwandtenter verbielfältig! stzustelen, scharf ahssg der eiförm beckia) der Eryngl flachen Fuat scke der Sch tragen, u an ist das gh bei allen of daß Aufbl. von unten d. d der Dobbe! oder langt flachen dab sses regel licklich m 1 bezeich „caulis leit 670 t he, 359 Es muß jedoch bemerkt werden, daß, wenn von zusammenge⸗ setzten Aehren oder Trauben die Rede ist, die Central-Are, wel⸗ che die Fortsetzung des Stengels oder Hauptzweiges ist, früher, als die Seitenzweige, aufblüht, und daß ein jeder der letztern sich der Reihe nach in gleicher Ordnung entfaltet. Die einzige mir bekannte Ausnahme von der Entfaltungsweise dieser Organe ist diejenige, welche gewisse Dipsaceen, die oft in der Mitte der Aehre aufzublühen anfangen, darbieten: Diese Anomalie muß von irgend einer Eigenthümlichkeit des Wachsthums dieser Pflan— zen herrühren; denn rücksichtlich ihrer Gestalt lassen sie sich von den centripetalen Blüthenständen nicht trennen, und diese letztere Entfaltungsweise erscheint bei den andern Arten der Familie re⸗ gelmäßig.) Einige der in diesem Artikel aufgezählten Blüthenstände kön-(pas. 4e) nen mit einander vereint vorkommen. So sind die Blumen der Gramineen, wie wir gesagt haben, in kleine zweizeilige Aehren, die man Aehrchen(spiculae s. Iocustae) genannt hat, zusammen⸗ geordnet, und diese mehr oder minder gestielten Aehrchen machen ver— einigt bald eine sehr lockere, bald eine mehr oder weniger dichte Rispe aus. So bilden die Blüthen der Carex sehr dichte Aehren, und diese Aehren sind längs der Central-Are traubenformig geordnet. So bilden die Blumen der Papyrus-Arten Aehr— chen, und diese gestielten Aehrchen stehen doldenförmig an der Spitze des Stengels. Bei den Juncus z. B., so wie auch bei andern Pflanzen findet man häufig kopfformige Blumen, und diese Köpfchen zu einer verkürzten Rispe oder einer anthela zusammengestellt. Also kann nicht nur eine jede dieser ursprüng⸗ lichen Anordnungen einfach oder verzweigt seyn, sondern die Zweige können sich auch entweder der Central-Are gleich, oder von ihr verschieden verhalten. Eine zweite Verschiedenheit, die mit beweisen hilft, wie Einfl. basiflora et centriflexral, Lixx in: Philos. bo- tan. novæ prodrom. 1748), bemerkt Röper selbst: Lin nac a J, S. 439. An m. des Uebers. „) Ein Mehreres hierüber findet man in Rob. Brownu's herrlichem Aufsatz: on Compositae, in den Transact. Linn. Soc. Lond. XII, part J, S. 97, u. ff.(Rob. Brownu's verm. Schriften II, S. 532 u. ff.) Anm. des Uebers. — unwesentlich diese dem Anschein nach so auffallenden Eintheisun— gen eigentlich seyen, besteht darin, daß bei den Pflanzen mit getrennten Geschlechtern die männlichen und weiblichen Blumen oft ungleiche Blüthenstände darbieten; so bilden die männlichen Blumen des Maps eine ästige, die weiblichen eine einfache Aehre; die männlichen Blumen der Pinus-Arten Kätzchen, die weibli— chen Zapfen; die männlichen Blumen des Hopfens eine Rispe, die weiblichen eine Art Zapfen oder Aehre; die Blumen der Hure obgleich aus der nämlichen Achsel entspringend, zeigen zweierlei Blüthenstände, die weiblichen stehen einzeln, die männlichen in Aehren) u. s. f. Ueberhaupt sind die mä e allen diesen Fällen von getrennten Geschlechtern, immer zerstreuten und mit längern Stielen versehen, die weiblichen aber mehr sitzend und gedrängter. crepitans 5 Blüthen in Dritter Aer kee,. Von den begrenzten Inflorescenzen, oder von dem Blüthenstande mit centri⸗ fugaler Entwickelung. Bei dieser zweiten Klasse des Blüthenstandes ist der Stengel oder Hauptzweig, statt sich unbegrenzt in gerader Linie fortzu— setzen, und nur allein seitwärts Blumen zu tragen, durch eine Blume geschlossen, und diese Blume entspringt nicht aus der Achsel eines einzigen Deckblattes, sondern hat an der Basis deren zwei gegenüberstehende oder bisweilen mehrere quirlförmig ste— hende“). Wir wollen, der größern Einfachheit wegen, mit er— sterem Fall anfangen. Aus der Achsel eines jeden der beiden Deckblätter kann ein Zweig entspringen, welcher, wie dieß bei dem Hauptzweig(dem ) Nach Röper Linnma J, S. 442) würde es der zwei oder mehreren Bracteen unter der Hatte me nicht bedürfen, indem er die ver— schiebenen Ranunkeln, Helleboren, Potentillen, Ro— sen und Campanulen, deren Blumen gipfelständig sind, ohne an der Basts des Blumenstielchens zwei Deckblätter(bracteæ) zu haben, zu dleser Klasse zählt. Bei manchen Rosen finden sich Brat— teen an der Basis des Blumenstieles,— oft auf der Kelchröhre selbst, bei andern nicht. Anm. des Uebers. ae ttt 0 ekbl itte (attr wäederu 0 dliche. fange Spalt schedde Bunte 1 kde Blum 0 fer; met b dee Aut“), 1 5 zwe Deckb spolten, wi . B. bei h uhhlleen, 10 iert 1 Pe her fünf od do oste Jpeig biest Jie Centfahume mit n Dold. fürn Jan wobcs url lich 13 sien ehe 55 ellorn anch eden Enke, en Mfangen iblchen An en die mant fe einfache d chen, die nel fens eihe d Blumen der H. el entsprinp ichen eitzeh d die mam en Geschlecht en, die weiht Henstande men s ist der a der Linie fh gen, dutch t nicht au der Basid d guüllformig wegen, mi. latter kam! auptzweig l wel oder ne indem et u! entillkl, f stand dig b, 0 tet racer) fnden sch f der K Kelcel f lebets⸗ 361 Zweige erster Ordnung) der Fall ist, sich ebenfalls in eine mit zwei Deckblättern versehene Blume endigen kann, deren 5 Deck⸗ blätter wiederum zwei Aeste hervorbringen konnen, u. s. f. bis ins Unendliche. Aus dieser Anordnung entsteht eine 1 gabel— förmiger Spaltungen, wo man zwischen je zwei Aesten eine einzeln stehende Blume findet; der Blüthenstand ist also insofern begrenzt, als jede Blume ihren Zweig beschließt; er ist aber unbegrenzt, insofern jeder Zweig aus der Achsel seiner beiden Deckblätter zwei neue Zweige entwickeln kann, die auch wieder sich eben so zu ver— halten im Stande sind, so daß in diesem Falle, wie im vorher— gehenden, keine andere Grenze sich der Verlängerung der Pflanze und der Entwickelung der Blumen in den Weg stellt, als die durch Mangel an Nahrung oder durch Gierigkeit der Blüthen-Organe hervorgebrachte Erschöpfung. Mit dem Collectiv-Ausdruck After— dolde(eyma, franz. eime) bezeichnet man alle Blüchenstände dieser Art“), und man nennt gabelförmige oder zwei ispal⸗ tige Afterdolden(Eymae dichotomae) diejenigen, deren Blume zwei Deckblätter hat und deren Aeste sich immerfort in zwei spalten, wie dieß bei den Dikotyledonen der häufigste Fall ist, 3.. bei E rythraea Kalanchoe“), den meisten Caryo— phylleen, u. a. m. Man nennt eine Afterdolde dreispal— tig, vierspaltig, fünfspaltig, u. s. f.(trichotoma, tetra- chotoma, wenn unter jeder Endblume drei, vier, fünf oder mehr Deckblätter sitzen, aus deren Achseln eben so viele Zweige entspringen; Beispiele hievon liefern die Euphor— bien. Bisweilen schlägt t bei diesen verschiedenen Systemen die Centralblume fehl, und dann könnte man sie beim ersten Anblick mit den Dolden oder mit den zusammengesetzten doldentrauben— förmigen Trauben e allein die Ordnung des Aufblüheus, wovon wir sogleich handeln werden, hebt diesen Zweifel hinläng⸗ lich, denn hier blühen die Plitei der Mitte zuerst auf, dahin— pentachotoma, etc.), Ich nehme hier das Wort y ma in dem Sinne, den ihm Röper en hat, und den ich früher auf einen besondern Fall d dieses Blü— andes eingeschränkt hatte. 20 Taf. 64, 65. be thenst **) DE C., Plant. grass., 5 efformaàtur, cum rami florigeri sub floroe termi nali in Ronr kz, in Linn. I, S. 444. Nachtrag des Ueber s. verticillum bi- ad multiradiatum colliguntur.“ (pag. 414) 2——— (Pag. 416) 362 gegen bei den doldentraubenformigen Trauben und den Dolden die Seitenblumen sich zuerst öffnen. Eine zweite ziemlich merkwürdige Verschiedenheit, die man an den Afterdolden, und besonders an den zweispaltigen bemerkt, ist die, daß von den beiden Zweigen, die sich aus der Achsel der beiden Deckblätter entwickeln sollten, zuweilen einer fehlschlägt, so daß die Endblume alsdann als eine Seitenblume erscheint“); dieß bemerkt man sehr deutlich, wenn man die sogenannten ähreu— blüthigen Silene-Arten mit denjenigen Arten der gleichen Gattung, die offenbar einen zweispaltigen Blüthenstand haben, vergleicht. In diesem Fall sitzen die Blumen allgemein nur an Einer Seite, sey es nun, weil die Aeste der gleichen Seite stets fehlzuschlagen geneigt sind, oder wegen einer Drehung der Axe. Im Allgemeinen sind die Zweige oder Aeste, bei welchen diese Anordnung vorkommt, vor ihrer Entfaltung auswendig auf sich selbst zurückgerollt; dieß bemerkt man an den Drosera-Arten*), deren Afterdolden nur einseitige Blumen haben, ferner bei den sogenannten ährenblüthigen Silene-Arten, beiden Afterdolden-Zweigen der Sedum, bei denen der Echien und andrer Borragineen“**). Diese Afterdolden, deren Blumen einseitig erscheinen, nenne ich skorpionschwanzfböi— mige(scorpioides), ein Ausdruck, der ihre Entwickelungsart andeutet. Die verschiedenen, eben erwähnten Arten von Afterdolden konnen zusammen vereinigt vorkommen; so zeigen mehrere Se. dum eine allgemeine Afterdolde, deren Centralblume fehlge— schlagen hat, und welche sich in mehrere Seitenäste theilt, wo— von die einen an der Basis zweispaltig, die andern einfach sind und wegen des Fehlschlagens der secundären Aestchen nut an einer Seite Blumen tragen. Wenn eine Afterdolde sehr kurze Seitenäste hat, so findet man die Blumen gehäuft, was man z. B. am Dianthus barbatus““) sieht. Roper gibt ) Vergl. RokpEn, Enum. Euph. S. 26 und 29. Schiede, in Lin- na, I, S. 66. Röper, in Linn. I. S. 445. Anm. d. Ueb. % Prev. und Hay n., botan. Bilderbuch,(Choix de Plant. d' Europe) Taf. 74 und 75. ) Schkuhr, Handb., Taf. 92, 32. Tuxp., Iconogr., Taf. 14, Fig. 3. *ν Tukp., Iconogr., Taf. 15, Fig. 5. 9e Mordull 0 slͤdruck, sedaken Sch f der Au mg contra n N fei 10 fle lch se 10 erulus agel zusa ekksch it ul auschslel; de Aufblihen do Diet Mord engt man! 0 Bei de Blumen Dei gl immer die als hee, wel fen file, 1 3 as cie be fdeo uns aut ils pro do bar! ll exe sutem est. zoulus rum dig b. ln ssonerg Fighen; Aorezeer mini 8. lone en nis gorihus. e 0 l. U uud den dh denheit, zu, spalttgen bert Jus der Ach eiter fesch blume eesheh⸗ cgenannten ah gleichen G haben, gt r an Einer e its fehlzuch, Im Algen cduung vorkir urückgerolt; n Afterdobe ten ähtenblase Sedum, bel Afterdolbey ion schyeh Eutwiclhan von Aft gen mehren! ralblume fei äste theilt, andern eilt en Aestchel“ Aftedelhe! n gehäuft, ht. Röpelh Schiebe, l Anm. d. 0 o Plant. Tung 7. Af. 105 15 363 dieser Anordnung den besondern Namen Bündel(sasciculus)“); ein Ausdruck, der wegen seiner unbestimmten Bedeutung in ver⸗ schiedenen Schriften auf andere Blüthenstände angewandt worden ist. Der Ausdruck zusammengezogene Afterdolde (eyma contracta) scheint mir einigen Vorzug zu besitzen, in— dem er zugleich mit dem Aussehen dieses Blüthenstandes auch sein eigentliches Wesen andeuten würde. Endlich schlägt Roper vor, mit dem Ausdruck Knauel (glomerulus) diejenigen Afterdolden zu bezeichnen, welche dergestalt zusammengezogen sind, daß ihre Verzweigung kaum merklich ist und daß sie beim ersten Anblick als wahre Köpfchen erscheinen; von denen sie sich dadurch unterscheiden, daß ihr Aufblühen vom Mittelpunkte statt vom Umfange ausgeht). Diese Anordnung, die seltener ist, als die der wahren Köpfchen, bemerkt man bei Corymbium) und einigen andern Compo— sitis. Bei Cardopatum und den Euphorbien bilden die Blumen Knäule, die in Afterdolden zusammengestellt sind. Bei allen eben angegebenen Arten von Blütheständen blüht immer die mittelste Blume einer jeden Verzweigung früher auf, als die, welche die unter ihr entsprungenen Aeste endigen, so daß in den Fällen, wo diese Blumen in ein Bündel oder einen Knauel, —— „)„Fasciculus est cyma dichotoma ramis brevioribus floribus- que ideo magis conglomeratis. Rami fas ciculi sæpius abortu unius aut utriusque gemmarum, quæ ex foliorum subfloralium exillis prodeunt, pseudo-simplices flunt. Quod saltem in Dian- tho bar bat o oeccurrit, qui ab immortali Linnaeo fas ci- (Philos. bot. S. 41). Vix Fas- c:culus magnopere coarctatus a glomeru 10 vix aliter ac culi exemplum exhibens eitatur. autem est, cur fas ciculum a ey ma distringuamus. florum dispositione magis regulari differt.“(Ron, in Linn. I, S. 445.) Röper erkennt also den kasciculus nicht als einen besondern Blüthenstand an, sondern sucht nur seine Natur zu er— gründen; er sagt:— a. a. O. S. 444,—„hic autem diversos inflorescentiarum modos ab auctoribus pbotanicis admissos examini subjiciam.““ Anm des Uebers. j„Glomerulus aliter a floribus sub terminali aggregatis non differt nisi florum pedicellis brevissimis et plerumque simpli. cioribus.“ Rok., in Linn. I, S. 443. Anm. d. Ueb. * EAM., III., Taf. 725 (pag. 416) — * 1 1 9 0 (pag. 417) oder in eine doldentrauben- oder doldenformige Afterdolde(eyma corymbisormis oder umbelliformis) zusammengedrängt sind, das Aufblühen von der Mitte gegen den Umfang vorrückt, weßhalb Roper diese Entwickelung die centrifugale(evolutio centrifuga) nannte. ü Wenn die centrifugalen Blüthenstände auf eine einzige Blume reducirt sind, so scheint es unmoglich, sie von dem ein— blumigen Blumenstielchen der unbegrenzten Blüthenstände zu unterscheiden; allein es gibt fast immer Mittel, sie zu erkennen; namentlich haben die Blumenstielchen der unbegrenzten Juflores— cenzen an ihrer Basis nur ein einziges Deckblatt; diejenigen der begrenzten Blüthenstände hingegen haben zwei gegenüberstehende Deckblätter und bisweilen dann noch ein drittes seitwärts sitzen— des, wenn die Afterdolden selbst aus seiner Achsel entspringen. Ungeachtet der ausnehmenden Verschiedenheit, welche zwi— schen den beiden Systemen, die wir so eben nach Roper„) ent— wickelt haben, statt findet, gibt es doch ziemlich viele Fäle, wo bei den gleichen Pflanzen beide Arten des Blüthenstandes vereinigt vorkommen; dieß wollen wir nun in dem folgenden Artikel unter dem Namen der gemischten Blüthenstände unter— suchen. V Von den gemischten Inflorescenzen, oder von den aus den beiden vorigen Arten zusammengesetzten Blüthenständen. Die Blüthenstände konnen nach zwei Systemen gemischt seyn; entweder nämlich: 1) indem sich die Central- Are nach der Weise der unbegrenzten Blüthenstände verhält, die Seiten— ) Unser berühmter Verfasser scheint mir jedoch in vielen Stücken von Röper abzuweichen— wenn ich anders des Letztern Ansichten nit mißverstanden habe. Ich fordere die Leser auf, selbst zu un— tersuchen, ob meine Vermuthung gegründet ist. Den Röper'schen Aufsatz über die Natur der Blumen und Blüthenstände findet man auch, wie oben bemerkt,(von Du by in's Französische übersetzt) in SæRINSE's Melanges botaniques, II, S. 71. An m. d. Uebers. he abe de 0 ul; Me . Etleczweig Zahle l auen! 92 zur zu Nahen wit! 00 sie besonde 15 flasse 140% 0 . lhrüche 0 fude i t begren, Nahe nach dat. Enten, dl floh benen e degelben ite tüm). De durch den Zu lug ber Blüs Alterbroche Rafe Afterdeld deisich; sind fta i sich ful, den best dc Büch Bischllene Ar Aan hat! sullfamig huwechse N Labia eg f ben, ahne n Nulch fasfiacher fisch der die Se — daß dieß n. e Afterdoe 0 Vorrükt, uz gale(exolh auf eine eh „ sie dan dan Blüthenstiid. , sie zu kek egrenzten If sattz diejengn i gegenüͤberst tes seitwärtz hsel entsprin heit, welch; ach Roper) jemlich vile des Blachen in dem fihe läthenstäde l 7 * helden vorigen! sstemen ger: etral- Ar jͤlt, die E vielen Stic Lettern Me auf, salst!! Den Nöpense Blüthenstil 1 ing e 6. Ul. b Uebel gedrängt sah, 365 zweige aber den Gang der begrenzten befolgen; oder 2) indem die Central-Are sich wie die begrenzten Inflorescenzen verhält, die Seitenzweige aber sich nach den Gesetzen der unbegrenzten Blüthenstände richten. Zur ersten dieser Abtheilungen gehoren die wahren Strauße (chyrsi); zur zweiten die wahren Doldentrauben(corymbi) Betrachten wir nun die Modifikationen dieser beiden Blüthenstände und ihre besondern Verwandtschaften mit denen der beiden vorher— gehenden Klassen. „ 1. Vom Strauß,(Thyrsus). Untersuche ich eine Pflanze aus der Familie der Labia- ta e, so finde ich, daß sich der Stengel oder Zweig mit seinem Ende unbegrenzt verlängert und daß sich die Blatt- Paare der Reihe nach daran entwickeln konnen, indem sie keine anderen Schranken, als die der Vegetation überhaupt, kennen; die In— florescenzen entspringen nun aus den Blattwinkeln und eine jede derselben ist eine eigentliche zweispaltige Afterdolde(eyma dicho- toma). Der gesammte Blüthenstand der Labiatae ist also ein durch den Zwischenraum der Internodien und die große Entwicke— lung der Blätter, in deren Achseln sich die Afterdolden entwickeln, unterbrochener Strauß(thyrsus interruptus). Wenn nun diese Afterdelden sehr locker sind, so ist diese Anordnung sehr deutlich; sind sie aber sehr gedrängt und dicht, so daß sie achsel— ständige Büschel bilden, so bildet die Vereinigung der beiden Büschel eine Art Ring oder falschen Quirl um den Stengel herum und man hat deßhalb die Labiatae sehr häufig mit den eigent— lich quirlförmig stehenden Blumen, die in der Natur sehr selten sind, verwechselt. Es kommt zuweilen vor, daß die Afterdol— den der Labiatae nur aus einer kleinen Zahl von Blumen zu— sammengesetzt sind; sie können sogar nur aus einer einzigen Blume bestehen, ohne daß die ursprüngliche Grundform des Blüthen— standes dadurch verändert würde; denn in diesem Fall hat das Blumenstielchen zwei gegenüberstehende Deckblätter, aus deren Mitte sich der eigentliche Blumenstiel erhebt, und aus deren Achseln die Seiten-Aestchen entspringen sollten). Bei einigen (Pag. 418) ) Daß dieß nicht immer der Fall sey, kann man an Oey mum und. Gag. 410) Labiatis tritt der Fall ein, daß die Afterdolden nur aus den obern Blattachseln entspringen, daß alsdann die Blätter sich im Zustande der Deckblätter befinden, und die Internodien sehr ver— kürzt sind; durch alle diese Erscheinungen zusammen genommen wird der e erb trauß ziemlich gedrängt, und geben sie ihm bald die Form einer Traube(wie bei Clino podium), bald die einer Aehre)(Lavandula). Bei diesen trauben— oder ährenförmigen Sträußen trifft es sich zuweilen, daß die obern Deckblätter aufhören Blumen zu tragen, daß sie sich mehr oder weniger färben, bedeutend größer werden und an der Spitze des Straußes eine Art Schopf(oma, franz. houppe) bilden, welche an denjenigen der KFucomis erinnert; dieß beobachtet man bei Lavandula Stoechas“) u: g. m. Alles, was ich so eben von den Labiatis gesagt habe, läßt sich gleich gut auf die Lythrarieae beziehen, bei welchen man bald, wie bei Ammannia, lockere Seiten-Afterdolden, bald, wie bei Lythrum, kurze Afterdolden antrifft, welche zusammen— genommen entweder eine End-Aehre(Salicariae), oder bloße achselständige Blumen(Hyssopifoliae) nachahmen. Die Vergleichung der Eugenia-Arten unter einander bietet ein ziemlich deutliches Veispiel der scheinbaren Abänderun— gen, welche aus dem System der unterbrochenen Sträuße her— vorgehen können, dar: man findet nämlich unter ihnen Arten, die ein einfaches und einblumiges Blumenstielchen zu haben scheinen; allein dieses scheinbare Blumenstielchen trägt zwei gegenüber— stehende Deckblättchen, und man muß es daher als ein Blumen— stielchen betrachten, an dessen Spitze eine Endblume und oft zwei aus den Achseln der Deckblättchen entspringende Seitenäste sich befinden. Wenn sich die Seitenzweige entwickeln, so gibt es eine zweispaltige und dreiblumige Afterdolde, und wenn auch die folgenden Verzweigungen statt finden, so entsteht eine wahre zwei— Salvia horminum, Roper a. a. O., S. 447, 448 Anm. des Uebers. der Scutellaria sehen. Vergl. u. folg. ) Tun., Iconogr., Taf. 14, Fig. 9. N HAxN., Term. bot., Taf. 37, Fig. 7. im dritten Bande der Mém. de la **) Dr C., Revue des Lythraires, Taf. 2. Soc. de Genève, 0 ipal 1 zuahe tin, wander seht fugschen, fo a was ma aal was abe fit begbeigte fübhrsus pa! 2 Dab Beis ester 1 liche Tahahmen, ve ch der Jide Bas daß den Sy Elgg gersteducitten fam Gau deh Weinse Mehrer sc gaht es e lein nnch e sest, und in. fals us Un daf die Blum Aünafelche hw e 1 050 die dne itt vassasfachem trsabenfürn dg n fd f def Bache drei d. dolhen fut aug die Blatter sch, iternodien lch usammen geo söräͤngt, ung ö Clinop 10 Be diesen nu zuweilen, zu „daß sie sche n und an dere 1 bouppe) 5 t) dieß beohe la Stoeche s gesagt hahe „ bei wech Afterdolheß, „welche zuste ariae), da achahmen. en unter dan, nen Strauß! ihnen Mel u haben che zwei gegen als ein Blur lume und oft dde Seitenifti keln, so gf d wenn alk t eine wan f O. 6 00 0 lebets Ihe hel Men de 367 oder dreispaltige Afterdolde. Tritt nun dieser Fall an der Spitze der Zweige ein, sind dabei die Blätter wenig entwickelt, die In⸗ ternodien sehr kurz und ist der Hauptzweig wenig geneigt, sich fortzusetzen, so bilden diese Seiten-Afterdolden zusammen dasje⸗ nige, was man eine Endrispe(panicula ter minalis) nennt, was aber eigentlich nichts anderes, als ein wahrer Strauß mit verzweigten Aesten, oder ein rispenformiger Strauß (thyrsus paniculiformis) ist. Das Beispiel des Straußes der Eugenia macht uns mehrere Blüthenstände, welche ebenfalls Trauben oder Rispen nachahmen, verständlich; dahin gehören die Sträuße der spani— schen Flieder(Syringa)). Hier trägt der Blüthenzweig an seiner Basis nur eine kleine Anzahl Blätter; die Are setzt sich nach dem System des unbegrenzten Blüthenstandes fort und die Seitenzweige(welche in den Achseln der auf sehr kurze Deckblät— ter reducirten Blätter stehen) sind wahre Afterdolden, die, zu einem Ganzen vereinigt, einen Strauß bilden; dasselbe findet bei den Weinstöcken, u. a. m. statt. Mehrere Leguminosen zeigen ähnliche Erscheinungen; so gibt es eine große Menge Arten, bei welchen man dem An⸗ schein nach einfache und den wahren Trauben ähnliche Trauben sieht, und in der That gleichen sie ihnen darin, daß sie sich eben— falls in's Unendliche verlängern können, so wie auch dadurch, daß die Blumenstiele in den Blattwinkeln stehen. Allein jedes Blumenstielchen trägt zwei gegenüberstehende Deckblätter, zwi⸗ schen welchen entweder ein begrenztes(terminal) Blüthenstielchen entspringt, oder aber ein solches, welches Seiten-Aestchen trägt; die Traube ist also bei allen diesen Pflanzen fast ohne Unterschied von einfachem oder ästigem Aussehen und muß als ein wahrer traubenförmiger Strauß(hyrsus racemiformis) betrach— tet werden. Man findet mehrere Monodkotyledonen, welche, wie man sagt, ährenförmige Blüthen und an der Basis einer jeden Blume drei Deckblätter haben; z. B. die Pitcairnia. Das unterste dieser drei Deckblätter stellt das eigentliche Blatt vor, die beiden andern aber sind die Deckblättchen eines sehr kurzen ) Tonp., Ieonogr., Taf. 15, Fig. 1. (pag. 420) Gag. 42) 368 Blumenstielchens und das Ganze bildet einen ährenförmi— gen Strauß(thyrsus spieiformis). Bei verwandten Arten sieht man, daß sich diese Blumenstiele zu wahren Afterdolden verlängern. Endlich haben wir, wie von den Afterdolden die Rede war, gesehen, daß die Zweige bisweilen, wegen Fehlschlagens eines derselben, Seitenblumen zu tragen scheinen. Wenn nun diese Erscheinung mit derjenigen, wovon ich hier spreche, zu— gleich vorkommt, so entsteht daraus ein Blüthenstand von son— derbarer Art und von welchem man sich an den holzigen Eehium— Arten sehr gut einen Begriff machen kann. Die Are verlän— gert sich mit ihrer Spitze unbegrenzt und trägt an den Seiten Zweige, welche aus den Achseln der in Bracteen verwandelten Blätter entspringen. Diese Zweige sind wahre Afterdolden, die durch Fehlschlagen so weit verändert sind, daß ihre Endblu— men als Seitenblumen erscheinen oder scorpionschwanzförmigen Afterdolden gleichen, und das Ganze ist folglich ein Strauß von scorpionschwanzförmigen Afterdolden, oder, kürzer zu sagen, ein scorpionschwanzförmiger Strauß(thyrsus scor— pio des). Die Sträuße sind also solche Blüthenstand-Systeme, bei welchen erstlich die Central-Axe den Gesetzen des unbegrenzten Blüthenstandes gehorcht und alle Modifikationen desselben dar— bieten kann, wie die Aehre, die verlängerte oder doldentrau— benförmige Traube, die Dolde u. s. f.; und deren Seiten— zweige zweitens, den Gesetzen des begrenzten Blüthenstandes folgen und ebenfalls alle Formverschiedenheiten desselben, wie die zwei-, drei- und mehrspaltigen, die scorpionschwanzförmi— gen Afterdolden, die Bündel und Knäuel darbieten können. Die Entfaltungen dieser beiden Systeme befolgen jedes seine Gesetze; die Entwickelung der Central-Arxe und ihrer Theile schreitet von unten hinauf, die der Seitenäste fängt bei einer jeden in ihrer Mitte an und nimmt die eentrifugale Rich— tung. Von der Bei der Doldentraube(coxrymbus) findet von allem, was wir so eben beschrieben haben, das Umgekehrte statt. Die— ser 8 Doldentraube. 17 Wc uhr eine gars Ber af suen schr Benshuung ber Falle Blüͤthe age, un gendes geht . Esstems zus deem Gru fag mn de e Conpositae: 1 0 a gal Sanum 10 sölches auß am nö suffnander ft de centrifug für sch den und hei jede Blumen vom 5 dosetun, f los qu sehn,. 00 im! prefar, et fl gam; sulem eyeh fins Jh lan. b E. feu, nd gt Cor e m en geske 10 Minali a6 bn. Ding. en druff n ähtenfir ebandreg, wahren Aeg kerdolben dez wegen Fehlschg heinen. Nm 9 hier speehe, ithenstand hy hohigen eh Dee Ne t ragt an den e ackeen verwas wahre Aftent „daß ihre gl sonschwanzfon alglich ein k; , kützer zu (thyrsus! nd⸗Shsiene, des unbegk nen desselben oder dolden dd deren El n Blüͤthenstg⸗ n desselben, pionschwanzfe darbieten kön, llgen jedes und ihrer! ie fängt be eentrifugale“ lbe. sudet vnn lr 7 lee sehnte full.“ 0 369 ser Ausdruck(o rymbus) hat bis jetzt in allen Schriften der Botaniker eine schwankende und einzig nur auf den Anschein gegründete Bedeutung gehabt„); ich schlage daher vor, ihn auf einen sehr scharf bezeichneten Fall, welcher eine besondere Benennung verdient, einzuschränken, nämlich auf denjenigen Fall des Blüthenstandes, wo die Central-Axe dem Gesetze des begrenzten, und die Seitenzweige dem des unbegrenzten Blü— thenstandes gehorchen. Fast alle Compositae sind Beispiele dieses Systems und die alte Benennung Corymbiferae ist aus diesem Grunde mehreren derselben beigelegt worden. Ver— folgt man die Entwickelung einer Tolpis*), oder der meisten Compositae, so sieht man, daß sich die Central-Axe in ein Köpfchen endigt, und daß die Seitenzweige sich in centrifu— galer Ordnung entwickeln; diejenigen, die dem mittelsten Köpf— chen(welches man hier einstweilen als eine Blume betrachten kann) am nächsten stehen, öffnen sich zuerst, aber alle diese aufeinander folgenden Köpfchen, welche, unter sich verglichen, die centrifugale Entwickelung befolgen, sind dagegen an und für sich dem Gesetze der centripetalen Entwickelung unterworfen und bei jedem einzelnen derselben schreitet die Entfaltung der Blumen vom Umkreis gegen den Mittelpunkt vor. Sind die Doldentrauben einander sehr genähert, wie z. B. beim Car— dopatum, so scheint das Aufblühen der Blumen ganz regel— los zu seyn, weil die Blumen eines jeden Köpfchens, und*) )„Corymbus est racemus, cujus axis respectu pedunculorum brevior, et in quo flores inferiores longioribus insident pedi— cellis quam superiores, unde flores omnes in eandem quasi pla- nitiem evehuntur ete. Exemplo sint Cruciferae pleræque, inprimis Iberides Linnwanæ.““ Diese Definition Röper's (Linn. I, S. 446) stimmt genau mit der Linné e'schen(Phil. bot. 41) überein, und scheint mir nicht dunkel zu seyn. Was unser Verfas— ser jetzt Corymbus nennt, würde nach Röper's Ansichten eher zu den Ramificationen des Stengels, als zu den Inflorescenz-For— men gehören und in florescentiae laterales sub ter— minali aggregatae genannt werden müssen. Anm. d. Ueb. ) Biv. Benx., monogr. de Tolp., 1809, Taf. 1— 3. LAu., III., Taf. 60 Fig 2 ) Im Original steht, wo ich und übersetze,— wahrscheinlich durch einen Druckfehler— ou statt des durch den Sinn erforderten et. Anm. des Ueb. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 2⁴ (Fag. 4a) 1 370 10 die Köpfchen der gesammten Doldentraube zwei verschiedene 1 Entwickelungssysteme befolgen. Bestehen die einzelnen Köpf⸗ 1 chen nur aus einer einzigen Blume, so ist die gesammte Ent⸗ 0 wickelung centrifugal, worin diese Art aus Köpfchen zusam— Me mengesetzter Blüthenkopfe von den wahren Köpfchen wesentlich verschieden ist; dieß findet z. B. bei Eechinops“) statt. 0 Sind die Köpfchen einsam, oder, mit andern Worten, haben 1 5 sich die Seitenzweige nicht entwickelt, so blüht das einzige 000 Köpfchen blos nach dem System des unbegrenzten Blüthen⸗ M standes, und dann ist die Entwickelung der Blumen einer ein— 1 0 kopfigen Composüta von derjenigen der andern Blüthenköpf⸗ 2 chen nicht verschieden. 15 Fünfter Artikel. Von den anomalen Inflorescenzen, oder von denjenigen Blüthenständen, welche Ausnahmen von den vorhergehenden Gesetzen zu bilden scheinen. 1 8 8 Die allgemeinen Blüthenstands-Systeme, die wir in den E drei vorigen Abschnitten untersucht haben, scheinen alle phane⸗ es- 48) rogamen Gewächse zu umfassen; es gibt ihrer aber einige, die „ sich mit solchen Zusammensetzungen oder scheinbare Ausnahmen zeigen, daß es nothwendig ist, sie näher zu untersuchen, um zu sehen, in wie weit sie wirklich von den allgemeinen Gesetzen N i unabhängig sind; dahin gehoren die sogenannt den Blättern 0 gegenüberstehenden, die radicalen(wurzelständigen), 1 0 die ertraarillären(außerhalb den Blattwinkeln stehenden), e die blattstielständigen, die epiphyllischen Blüthen— stände, so wie auch diejenigen, welche durch Verwachsungen, Fehlschlagen und Ausartungen modificirt sind. F. 3. Den Blättern gegenüber stehende Inflores⸗ 82 7 1 2 2 1 cenzen.(Inflorescentiae oppositifoliae.) Die den Blättern gegenüber befindlichen Blüthenstände 15 1 1) Lau., III., Taf. 719. Dx C.)— Man sehe ferner Ron. Boye on Compositæ S. 92; dessen verm. Schriften II, S. 525 u. folg. Nachtrag des Uebers. r ch gallen lichen 0 auch fogende ein Blat fag od. et nge Aer tber n Zug Auge selh a f Fal nzug de fh, de die ihm see sic kalt, stets ar Jlattet binn sie B. deß ist der en und v lei einer Unstinden Klose hint 95 geit 1 5 de auß green dhe . her en 0 le 1 5 die f enger fag uf den 1 h dea def den Nac a1 lat ge aste sc, schl t det 100 15 fa ird di 0 Velscheh ir einzelen J die gesumm 0 d Kbpfche nz Wpfchen uu binops In Worten, blͤht das ch egrenzten ah Blumen ein ndern Blüchet . Blüthenstite bilden schen, e, die M scheiken // zer abet kh einbate da u untesüche,! genen de unt den Bil urzelfindit toinleln stehe lliscen W ich Miba b. ende Ju silollae. hen Nllthafen fetnet Al 00 176551 . 5 leber, 371 (ich sage absichtlich Blüthenstände, weil man deren aus den verschiedenen Systemen finden kann) scheinen immer aus dem wirklichen Gipfel des Stengels zu bestehen, wovon man sich durch folgende Betrachtungen überzeugen kann. Ein Blatt mit seiner achselständigen Knospe kann als der Anfangs- oder Entstehungspunkt zweier verschiedener Erzeug— nisse angesehen werden, nämlich: 1) der Knospe, die sich zu Blätter oder Blüthen tragenden Zweigen entwickelt, und 2 des— jenigen Zweiges, der die Fortsetzung des das Blatt tragenden Stengels selbst ist. Bei der Entwickelung dieser Körper kön⸗ nen zwei Fälle eintreten; der eine und einfachste ist, daß die Fortsetzung des Stengels stärker, kräftiger, und frühzeitiger er⸗ folgt, als die der Knospe in der Blattachsel, und daß letztere, indem sie sich später als die erstern und minder kräftig ent⸗ wickelt, stets ihre seitliche Lage behält und folglich, wenn sie nur Blätter hervorbringt, einen achselständigen Zweig, oder wenn sie Blüthen trägt, eine achselständige Inflorescenz bildet; dieß ist der häufigste Fall und wir haben ihn im zweiten, drit⸗ ten und vierten Artikel betrachtet. Der andere Fall, der nur bei einer geringeren Anzahl Pflanzen und unter bestimmten Umständen statt findet, ist derjenige, wo sich die achselständige Knospe hinlänglich stark und rasch genug vergrößert, um zu gleicher Zeit zweierlei Erscheinungen zu bewirken, nämlich, daß er erstens die Fortsetzung des Stengels zu seyn scheint, und daß zweitens der wahre Stengel auf die dem Blatte gegen⸗ überstehende Seite geworfen wird. Bei diesem Zustande der Dinge, der nicht so selten ist, als man glaubt, treten mehrere Fälle ein, die theils durch die Neigung dieser Organe zu mehr oder weniger frühzeitiger Entwickelung, theils durch ihre Stel— lung auf dem Stengel, bestimmt werden. 1) Die achselständige Knospe, die sich auf diese Weise in ei⸗ nem dem Anschein nach endständigen Zweig entwickelt hat, er—⸗ langt Kraft genug, um zuerst zu blühen. Der Zweig zieht alle Säfte an sich, wie dieß den Blüthenzweigen eigen ist, und dann schlägt der eigentliche Gipfel des Stengels, der in Gestalt eines Zweiges seitwärts gedrängt ist, fehl und stirbt ab. In diesem Falle wird die entstandene Traube, obgleich sie wirklich achselstän⸗ ä (pag. 424) 372 dig ist, eine endständige genannt; ein Fall, der bei mehreren Cru— ci feren eintritt. 2) Die zu einem Zweige entwickelte und die Stelle des Stengels vertretende achselständige Knospe ist weniger geneigt, bald zu blühen, als der Stengel, und dann zieht dieser, auf die dem Blatte gegenüberstehende Seite hinausgedrängte Gipfel des Stengels verhältnißmäßig Säfte genug an sich, um sich zu er— halten, und beginnt in Gestalt einer dem Blatte gegenüberste— henden Inflorescenz zu blühen. Alle diejenigen, welche die Ent— wickelung der den Blättern gegenüberstehenden Trauben bei den Cruciferen, den Schirmpflanzen, den Leguminosen, und überhaupt bei allen Pflanzen mit abwechselnden Blättern, beobachten wollen, werden sich, denke ich, überzeugen, daß die Erscheinung sich so verhalte. Sie werden sich sogar die besonde⸗ ren Umstände der Erscheinungen leicht erklären können; so kann man z. B., nach dieser Theorie begreifen, warum der Stengel bei denjenigen Arten, deren Inflorescenzen den Blättern gegenüber— stehen, oft im Zickzack gebogen ist. Gag. 425) 3) Wenn sich der eben erwähnte Fall am untern Theil der Pflanze ereignet, wo weder die achselständige Knospe, noch der Stengel selbst zu blühen geneigt sind, so bewirkt das rasche Zu⸗ nehmen der Knospe nur so viel, daß der wahre Stengel das An— sehen eines dem Blatte gegenüberstehenden Zweiges annimmt, und wenn beide Erzeugnisse(d. h. der eigentliche Stengel und der Zweig) einen gleichen Grad der Ausbildung haben, so nennt man den Stengel gabelförmig(branche fourchue), oder, wenn sich die nämliche Erscheinung öfters wiederholt, zweispal— tig(dichotomus). 4) Findet diese Erscheinung am obern Theile der Pflanze statt, und haben beide Erzeugnisse ungefähr gleiche Stärke und gleiche Neigung zum Blühen, alsdann erscheinen die Blüthen— stände, je nach den Umständen, die oft sehr unbedeutend sind, entweder endständig, oder den Blättern gegenüberstehend, und daraus erklärt es sich, warum man in den Beschreibungen der verschiedenen Schriftsteller, zumal bei den angeführten Familien, diese Ausdrücke so häufig mit einander verwechselt findet. §. 4. Wurzelständige Inflorescenzen. Man nennt die Blumen wurzelständig(lores ra die“ 1 enn en Möbtl Bei de Venennun Fate in de Ipasilt, gal, heißen i uin lie B guten lat c wenn der hne t, er M. an Melt i ode testckt legt, 15 cucspringende wenn sie gut Nwächsen Ich lang, ih und wa hen Achseln cular ia, l. Mun, de 16 pn eb Leitl In pfl falt, gherh llares, extr auf den Sten, flu! ige n e la, ihc Mupsr. e 9 duc zy. la, Je . nchen gi, o die Elle enger gu 0 0 , um sch pn satte gegen „ 8pelche die de Aauben bel! Leguminaf selnden Bläh Hzeugen, daß! ogar die beste önnen; uf u der Steg dͤttem gegen untern Talk Anospe, a, ft das itt; Stengel weiges ane iche Stege haben, sulle ourchue), holt, zwesl ele der N ache Stick!“ en die Bil bedeutend! berstehend,“ schrebune ühften ume lt finde renzen ores 7 dite 0 N t dieset, f N fangte Gfl. 373 les), wenn sie aus der Wurzel zu entspringen scheinen; allein dieser Ausdruck darf nur metaphorisch verstanden werden, denn die Blüthenstände entspringen immer nur aus dem Stengel und die Benennung Wurzel-Blumen will nur so viel sagen, daß die Blumen in der Nähe der Wurzel entspringen. Die einblumigen Blumenstiele, oder die Blüthenäste, welche mehrere Blumen tra— gen, heißen in einigen Fällen wurzelständig, nämlich entweder, wenn diese Blumenstiele bei sehr deutlichem Stengel nur aus den untersten Blattwinkeln entspringen, wie bei Vinca herbacea), oder wenn der Stengel so kurz und kaum über den Boden her— vorragend ist, daß er sich von der Wurzel kaum unterscheiden läßt, wie bei der Man dragora), wobei die Blätter dann sehr nahe am Mittelstock sitzen und die Blumenstiele aus ihren Achseln ent— springen; oder wenn der Stengel gänzlich unter dem Boden versteckt liegt, wobei dann die Blätter entweder auf fleischige oder auf spreuartige Schuppen reducirt sind und die aus ihren Achseln entspringenden Blumenstiele aus der Erde hervorkommen, als wenn sie aus der Wurzel entstünden, was man bei den Zwiebel— gewächsen sieht; oder wenn endlich der Stengel, obgleich ziem— lich lang, unter der Erde oder unter dem Wasser versteckt ist, und wahre Blätter entwickelt, welche, wie gewohnlich, in ihren Achseln Blumenstiele haben; dieß ist bei Nen nphar, Utr 15 cularia, u. a. m. der Fall). Es sind also die verschiedeuen Blumen, die man wurzelständige nennt, rücksichtlich ihres anato— mischen Ursprungs von den gewöhnlichen nicht verschieden. §. 5. Seitliche oder extra-arilläre Blüthenstände. Man pflegt zu sagen: die Blumen sitzen seitwärts Cate rales), oberhalb oder außerhalb der Blattachsel(supra— axillares, extra-axillares), wenn sie außerhalb des Blattwinkels aus dem Stengel zu entstehen scheinen. Dieses Phänomen scheint sich auf zwei Klassen zurückführen lassen zu müssen: bald ist es, wie bei den Solanum), eine wahre Anomalie der Entwicke— lung, ähnlich derjenigen, die ihre Blätter gepaart stellt; bald *) Warpsr. et Krr., pl. rar. Hung., Taf. 9. * BTIACRKW. herb., Taf. 364. „) HAxN., Term., Taf. 26, Fig. 6. *) Haxx.; Term., Taf. 28, Fig. 2. (Pag. 426) 374 aber ist es eine bloße Verwachsung; es ist nämlich oft der ach— selständige Blumenstiel mit dem Zweig, aus dem er entspringt, 1 e innig verwachsen und die Blume oder die Blumen, die er trägt, n scheinen alsdann ihrer Richtung nach an derjenigen Stelle, wo die Verwachsung aufhört, aus dem Zweige zu entspringen“). Von Me dieser Erscheinung findet man in mehreren Familien Beispiele, allein nirgends zeigt sie sich unter einer seltsamern Gestalt, als (bag. 47) bei einer kleinen Abtheilung der Cappern(Capparides seria— les, Dx C., prodr. I. pag. 247.), bei welchen die Blumen zu 1 drei, vier oder fünf nach einander in einer Längs-Reihe unterhalb 100 der Blume sitzen“); es ist dieß eine einseitige, an den Zweig an⸗ i gewachsene Aehre*). §. 6. Blattstiel⸗Inflorescenzen. Man nennt die Blumen blattstielständig(Petiolareg), wenn sie aus dem Blattstiel zu entspringen scheinen; dieses Aus— sehen findet in zwei Fällen statt, nämlich bei den Blattstielen der einfachen, und bei denen der zusammengesetzten Blätter. Der erstere Fall rührt ebenfalls von Verwachsung her, nur in umgekehrter Richtung, als beim vorigen. Der aus der Blatt— achsel entspringende Blumenstiel verwächst zuweilen mit dem Blattstiel und alsdann scheinen die Blume oder die Blumen, die N er trägt, an derjenigen Stelle des Blattstiels, wo die Verwach— 0 sung aufhört, zu entstehen, was bei Chailletia*) sehr sicht⸗ bar ist, bei welcher die Blumen auf den nämlichen Zweigen, ) Man vergleiche, was Schiede Linn. J, S. 66) über die Blumen— Vertheilung bei Linum srgt. Anm. d. Ueb. * Man sehe Taf. 32, Fig. 10.(Dx C.) %) Durch frühere(mündliche) Mittheilungen weiß ich, daß Röper in 19 0 dieser sonderbaren Blumenstellung bei Capparis nichts Anderes steht, als das von ihm(Linnæa I, S. 444 und 462, und schon frü⸗ her, in Enum. Euphorb., S. 26) beschriebene Auftreten der gem— mae access oria e. Bei Gentiana lute a sah Roper drei einfache Blumenstiele aus einer Blattachsel hervorkommen, welche einer über dem andern standen, und deren oberster zu erst blühte. N Schon deßhalb, meinte Röper, könne man hier von keiner spica 1 adnata sprechen, weil die oberste Blume sich zu er st entfaltete. f An m. des Uebers. **) Dx C., Ann. mus., 17, S. 153, Taf. 1, Fig. 4. — 510 und e Etlung d Aagtenficche 10, 1 zwe fan Naum shsühen B en PB, Dese Bl Olle, die, % Gch geh das, le it abwechs süͤndige, f Zuiigen di Namen va st, legt Stengel mf der 212 ( gfgelte teu nn einer Aaken bspehkmig 0 in Habst lh ach mg da — — ———— Ie C, u m., Ie Ihractez suuculos ig et 84 bum es lich aft dz 0 5 5 dem er enim en, die er gh gen Stele, 1 5 springen, anilien Fit meln Geseal, 0 parides Sei. en die Blum: g5-Reihe ung an den Jpeg enzen. dig(petihe einen; diet! i den Blanf gesezten d hsung her, f. Der aus dn de zuweilen ni d er die Bani wo die Mn lichen Jui ) über die Vin Ium. d. Uel ich, daß Rößl is nichts M. 102, und sah luftteten bel a sah Röhet! vorkommen/ stet zue 0 f let vol Ke zuetst aaf 1 ehets 1. 375 je nachdem der Blumenstiel frei geblieben oder mit dem Blatt- stiel verwachsen ist, bald offenbar achselständig, bald eben so deutlich blattstielständig erscheinen. Das Nämliche bemerkt man ferner mehr oder weniger beständig bei mehreren Hibiscus- Arten. Beständig ist hingegen die Verwachsung z. B. bei Ta- pura“) und bei einigen andern. Bei den Thesium) dürfte die Stellung der Blumen wohl auch von einer Verwachsung des Blumenstielchens mit dem Blatte oder seinem Blattstiel herrüh⸗ ren). Das zweite Beispiel von petiolären Blumen findet bei den⸗ jenigen Blumen statt, welche, wie man sagt, auf den gemein— schaftlichen Blattstielen der gefiederten Blätter, wie z. B. denen mehrerer Phyllanthus, entspringen. Diese Blumen entspringen immer in der Achsel derjenigen Organe, die, wenn man die Are Blattstiel nennt, Blätt— chen(koliola) heißen; in Wahrheit aber ist bei diesen Pflan- zen das, was man ein zusammengesetztes Blatt nennt, ein Zweig mit abwechselnden Blättern, und folglich sind die Blumen achsel— ständige, so gut wie in den gewöhnlichen Fällen. Was bei den Zweigen dieser Art(welche Martius sehr treffend mit dem Namen rami pinnaeformes bezeichnet hat) merkwürdig ist, liegt darin, daß ihre Basis mittelst eines Gelenkes mit dem Stengel verbunden ist. Schon seit vielen Jahren hatte mir der Zi zyp hus über die Beschaffenheit jener Zweige, wel⸗ che geflügelte Blätter nachahmen, Aufschluß gegeben. Beobach— tet man einen alten Ziz yphus, sieht man an verschiedenen Stellen eine Art dicker Knoten, aus welchen acht bis zehn Zweige büschelformig entspringen; jeder dieser Zweige ist einfach, trägt abwechselnde Blätter und oft in den Achseln derselben Blumen; im Herbst lost sich ein Theil dieser Aeste im Gelenk und fällt ab; einige dauern aus und werden zu wahren ausdauernden Ae⸗ *) Dy C., Ann. mus., 47, S. 1535, Taf. 1, Fig. 2. ) IHxN., Term. bot., Taf. 26, Fig. 4. )„Bractes quoque adscendunt quasi in ramos florales sive pe— gunculos et tum flores pseudo- ebracteati sunt; quod in The— sio et Solaneis multis, Turnera, Onagrarii s que qui- busdam(eomm. el. Dubby) occurrit.“ Roxrrx, in Linnæa J, 464. Anm. des ueb. (pag. 428) sten, die sich nicht mehr im Gelenk lösen konnen. Wer nur immer den Wachsthum des Zizyphus verfolgt hat, kann die Wahrheit des eben Gesagten unmöglich verkennen, und ich hatte daraus geschlossen, daß es sich mit den Phyllanthus mit sogenannt gefiederten Blättern eben so verhalten müßte. Die Art wie Mart ius, der sie lebend beobachtet hat, sie beschreibt, beweist mir, daß er zum gleichen Resultat gelangt ist und daß folglich die sogenannten blüthentragenden Blattstiele dieser Pflan— zen fiederartige Aeste sind. Die Beobachtung des lebenden Phy!l. lanthus Cochinchinensis) hat mir alle diese Folgerun— gen bestätigt. Obiger Fall unterwirft sich also dem allgemeinen Gesetze der achselständigen Blumen. 5 (Pag. 4% Fg. 7. Blattständige Inflorescenzen inflor. epiphylleae. In vier Fällen werden die Blumen epiphyllisch(epi— phy lli) oder blattständig genannt. Im ersten Fall, der zu einem der vorhergehenden gehört, verwächst der Blumenstiel, wenn ein Blattstiel vorhanden ist, der Länge nach innig mit die— sem, so wie auch mit der Mittelrippe des Blattes, so daß es aus— sieht, als entsprängen die Blumen an derjenigen Stelle, wo die Verwachsung aufhört, aus der Blattfläche. Dieß scheint bei der Poly car dia*) der Fall zu seyn, bei welcher die Verwach— sung bis an die Spitze der Mittelrippe geht. Wenn der Blu— menstiel in diesem Fall an seinem obern Ende und beim Ur— sprung der Blumen einige Deckblätter trägt, so scheinen diese aus der Scheibe des Blattes selbst zu entspringen. Der zweite Fall von sogenannten epiphyllischen Blumen verdient diesen Namen noch weniger; es ist nämlich derjenige, wo die Blüthenzweige breit, erweitert, grün und blattförmig plattgedrückt sind, was man z. B. bei den Xylophyllen) und den Opuntien sieht; es ist aber so wahr, daß die Kör— per, die bei diesen Pflanzen die Blumen tragen, Aeste, und nicht Blätter, sind, daß, wenn man die allmählige Entwickelung verfolgt, *) D C., Pl. rar. du Jard. de Genève, Taf. 30, noch nicht er— schienen. N Hie) RM., III., Taf. 432. *) Ton., Iconogr., Taf. 16, Fig. 7. Minz., Elém., Taf. 29, Fig. 3. HArw., Term., Taf. 25, Fig. 5. aachen ken dll, li i der ditt geek, bon un Rande de. gan dr Mochte Jogderungen! dleslhign, feel nid bis cgi, bon menen eng zunge sche 14 dun geg fer und Blum fithevachsene Den die die Ruscus, hen, daß die Art entsorin wikelung en ter, wie bei! Echsppen fin den ggatgedrs trag betimm gel sabst, cyl. ein Aus eus fsh dn Bl kumsen die Ng Von be fit dem h Jusche me. N g fulgt hat, n en, ud byllanth lanthus allen nüßt. hat, se hach langt is un; tele dieser h des lebenden b. ale diese zug so dem algen for. epiphj. ohyllisch csten Fal, t der Blunt nach innig es, so daß igen Stell, y Dieß schr elcher diechat Wenn d ide und ha! so scheinen! gen. hllschen Nn jͤmlch derse und blattfk⸗ lophyllen“ hr, daß de) „Neste, ud jsckelung bel 30, nog lic! 0 Taf. 905 00 377 man sehen kann, wie sie sich nach und nach in cylindrische Aeste verwandeln, die wieder eben solche Zweige tragen, wie sie selbst ursprünglich waren. Der dritte Fall ist der, den die Mo raea Northiana) darbietet, von welcher gesagt wurde, die Blumen entstünden auf dem Rande des Blattes; allein auch diese liefert ein Beispiel von der Nothwendigkeit, die ursprünglichen Formen von ihren Abänderungen zu unterscheiden. Genannte Moraea hat, so wie alle ubrigen, einen mit Blumen besetzten Blumenstiel; dieser aber wird bis zu dem Punkte, wo die Blumen aus ihm ent— springen, von einem der Länge nach zusammengelegten Blatte, das ihn so eng umfaßt, daß die Blumen aus ihm selbst her— vorzugehen scheinen, scheidenformig eingeschlossen. Die Zos te- ra-Arten zeigen ebenfalls dex Länge nach zusammengelegte Blät⸗ ter und Blumen, die aus einem in der Tiefe dieser Blatt-Falte festgewachsenen Blumenstiel entspringen. Den vierten Fall sogenannt epiphyllischer Blumen zeigen die Ruscus, die ihr Aussehen dem Umstande zu verdanken schei— nen, daß die Blätter von blattähnlichen Aesten eigenthümlicher Art entspringen. In der That sieht man, wenn man die Ent— wickelung eines jungen Ruscus verfolgt, daß die wahren Blät⸗ ter, wie bei den Spargeln, hinfällige und ein wenig umfassende Schuppen sind, da hingegen die aus ihren Achseln entspringen— den plattgedrückten Organe wahre Zweige“) und zum Blüthe⸗ tragen bestimmt sind, und daß die Holz-Zweige, gleich dem Sten— gel selbst, cylindrisch sind. Bei einigen Ruscus-Arten, wie beim Rus cus hypoglossum, trägt dieser blattartige Zweig außer den Blumen noch ein wahres Blüthenblatt, dessen Vor— kommen die Natur des Zweiges bestätigt. Sechster Artikel. Von den Blumenstielchen und Blumenstielen. Mit dem besondern Namen Blumenstielchen Pedicel. *) REDOUrk, Liliac., Taf. 56. ) Man sehe Taf. 49, Fig. 1. (pag. 430) 1794 174 ö 1 5 378 lus) pflegt man die unmittelbare Stütze jeder Blume zu be— zeichnen, und den Ausdruck Blumenstiel(pedunculus, pediculus) für die jeweiligen Verzweigungen der Hauptaxe oder Spindel beizubehalten. Aus den im vorhergehenden Arti— kel enthaltenen Begriffen ergibt sich offenbar, daß das Blumen⸗ stielchen wirklich als ein eigenes Organ betrachtet zu werden verdient, daß aber die Axe der Traube und alle Verzweigun⸗ gen der zusammengesetzten Blüthenstände, mit Ausnahme der Blumenstielchen, nur als Blüthenzweige betrachtet werden dür— fen. Um mich indessen nach dem angenommenen Gebrauche zu richten und Umschreibungen zu vermeiden, werde ich mich der Ausdrücke Blumenstiel und Spindel in ihrer gewöhnlichen Be⸗ deutung bedienen. Was die allgemeine Anordnung der Blu— menstielchen betrifft, so habe ich dieselben bereits angeführt; es bleibt mir also nur das zu untersuchen übrig, was sich auf ihre Formen, ihre Gelenke und ihre Geschichte bezieht. Die eigentlich sogenannten Blumenstielchen endigen sich, sobald keine Verwachsung zweier derselben statt findet, wie bei mehrern Geißblatt-Arten, wo alsdann ein einziges Blumenstiel— chen zwei Blumen oder zwei Früchte zu tragen scheint“), im— mer mit einer einzigen Blume. Im Allgemeinen sind diese Stu tzen entweder streng genommen cylindrisch, oder unterhalb dem Ursprung der Blume ein wenig zu einem umgekehrten Kegel erweitert, oder auch schwach zusammengedrückt. Ihre Länge ist bisweilen sehr beträchtlich; man beschreibt sie entweder verglei— chungsweise zu der des Kelches oder der Blume, oder nach ih⸗ rem Verhältniß zu den Größen-Massen des Deckblattes oder Blattes, aus dessen Achsel das Blumenstielchen entspringt. Ist letzteres so kurz, daß man zwischen der Blattachsel und der Blume keinen merklichen Zwischenraum unterscheiden kann, so nennt man letztere eine sitzende, oder man sagt, der Blumen— stiel fehle. In Wahrheit aber kann man sagen, daß das Blu⸗ menstielchen, obgleich bisweilen kaum sichtbar, doch stets vorhan— den sey, und folglich ist dieser Charakter, so wie alle, die von dem Grade der Entwickelung hergenommen sind, unsicher. Sehr häufig trifft es sich, daß die Blumenstielchen bei den gleichen *) ToukRN., Inst., Taf. 379. M fl fc fc Ae ee 5 Stelen, a ind, scheinen. n lia ehe Blume file due bi a Mage chile, danch, de se ehlek dere 3 cher dah stel pehrete! Beil on zu e se im den aber d der Spitz Unter Verschieden U ahr ober ug ge ga, nieme wiss Euge Alo sch fehl, ohne d q die du mehre stenf e rem fuschmelgedt in Dru 1 shen, d U engt it; falchoer hei sch 9 fl 0 et(i die de Aammer ber der bei Möbkeit Moph scgeng der Nlunt 1 .(pedunti, ingen det Huh vhergehendg. „daß des dun aht z d. o ale Nenn, nit Muth lachtet werde nenen Geheim werde ich mit t gewöhnlich ordnung der; kleits angeflh 9, was sch n ezieht. chen endihn tatt findet, einziges Blu, gen scheint inen sind dee oder untethel umgekehnen Et. Ihle din je entweder a ume, oder daß b Deckblatt“ en enkspring. Blattachsel i uscheiden kun sagt, der 1 gen, daß dae „doch stetotl mie ale, N. d, unsche 0 n bei den gde 379 Arten, selbst oft an den gleichen Trauben, entweder an verschie— denen Stellen, oder in verschiedenen Altern, entweder hinläng— lich lang sind, um deutlich hervorzutreten, oder aber ganz zu Gas. 43 fehlen scheinen. Daher kommt denn die Ungewißheit, welcher man im Praktischen oft begegnet, wenn man entscheiden soll, ob eine Blume gestielt oder stiellos sey, ob sie eine Aehre oder eine Traube bilde, u. s. w. Im Allgemeinen zeigen die Blumenstiele mehr Form-Ver—⸗ schiedenheiten, als die Blumenstielchen; denn, abgesehen von denen, die sie mit den Blumenstielchen gemein haben, gibt es mehrere andere, welche entweder von der Art des Blüthenstan— des, oder daher rühren, daß wir unter dem Namen Blumen— stiel mehrere verschiedene Verzweigungs-Grade zusammenfassen. Bei den zu Trauben oder Aehren verlängerten Inflorescenzen zeigen sie im Allgemeinen eine mehr cylindrische Gestalt, bei den doldenförmigen Blüthenständen hingegen eine Neigung, sich an der Spitze zu erweitern. Unter den erstern zeigen die Blumenstiele ihre Haupt— Verschiedenheit darin, daß sie entweder wirklich cylindrisch, oder mehr oder weniger zusammengedrückt sind; diese Zusammen— drückung geht in einigen Fällen so weit, daß sie ihnen eine glatte, riemen- oder bandartige Gestalt gibt, wie z. B. bei ge⸗ wissen Eugenia- und den Eucalyptus-Arten. Bald scheint diese bandartige Gestalt einer Art eigen zu seyn, ohne daß man ihre Ursache angeben kann, bald scheint sie vom Druck der angrenzenden Organe herzurühren; so sind die aus mehrern Zwiebeln entspringenden Blumenstiele, wenig— stens an ihrem untern Ende, durch den Druck der Zwiebel-Häute zusammengedrückt. Bald scheint die Zusammendrückung daher zu rühren, daß der Blumenstiel von einer blattartigen Haut eingefaßt ist; was z. B. bei den Ruscus-Arten und noch auf— fallender bei der U rtica membranacea, der Fall zu seyn scheint(in diesem Fall entspringen die Blumen aus der mittleren Haut, die den eigentlichen Blumenstiel vorstellt); bald scheint die Zusammendrückung durch eine Art blattartiger Erweiterung oder Ausbreitung des Blumenstiels bewirkt zu werden, wie bei(was. 430 der XyIophylla; eine Ausbreitung, die mit derjenigen, die bei den sogenannten bindenförmigen Zweigen(branches fascièes), ü 1 1 (Pag. 434) 380 auf welche ich später noch zurückkommen werde, bemerkt wird, Aehnlichkeit hat. Sind die Blumenstiele stark zusammengedrückt, so entspringen die Blumenstielchen gewöhnlich auf der scharfen Kante und nicht auf den platten Flächen; wie z. B. bei Xy lo phylla; daraus folgt, daß diese Blumenstielchen im streng— sten Sinne des Wortes abwechselnd stehen; sind sie einander genähert, so nennt man die Blumen zweizeilig. Bei den Inflorescenzen, die eine Dolde, oder eine dolden— artige Afterdolde bilden, haben die Blumenstiele eine Neigung, sich an ihrer Spitze zu erweitern, und diese Erweiterung steht mit zwei Umständen in Beziehung: sie ist nämlich desto größer, je zahlreichere Blumen auf ihrer Spitze Raum finden sollen; sie ist ebenfalls überhaupt desto größer, je mehr sich die Blumen auf der von dieser Erweiterung herrührenden horizontalen Ausbreitung dem ungestielten Zustande nähern. Diese Ausbreitung führt den Namen Blüthenboden oder eigentlich sogenanntes recepta— culum. Einige haben sie Phoranthium oder Clinan— thium genannt. Sind die Blumen nicht zahlreich, wie bei den zwei- oder dreispaltigen Blüthenständen, oder sind sie mit sehr deutlichen Blumenstielchen versehen, wie bei den meisten Umbelliferen, so unterscheidet sich dieser Blumenboden so wenig von den übrigen Verzweigungspunkten, daß man ihm diesen Namen kaum zu ge— ben pflegt. Allein in diesem Falle, so wie in denjenigen, wo er am deutlichsten ausgesprochen erscheint, ist der Blüthenboden oder der gemeinschaftliche Punkt, von welchem die Zweige einer Dolde auslaufen, ein mehr oder minder erweiterter Theil, in welchem sich vor der Blüthezeit eine Menge nahrhafte Stoffe absetzen, die zur fernern Entwickelung der Blumen oder der Früchte dienen. Auch sind im Allgemeinen alle vielblumigen Fruchtboden sehr dick und sehr fleischig; diese Nahrungs-Ablagerung, die sie zu Gunsten ihrer Blüthen einschließen, benutzen Thiere und Menschen oft fur sich selbst; so braucht der Mensch die Blüthenboden des Feigen— baums, der Artischocke und mehrerer anderer Syngenesisten, aus eben demselben Grunde, aus welchem er die fleischigen Knollen (tubercula) und Kotyledonen wählt, weil er nämlich in den— selben eine Ablagerung von Nahrungsstoffen vorfindet, die durch den Wachsthum bereitet worden. So nisten sich eine Menge In— u il die Bl Bahn eil, we. 0 zun Murat gal en läßt se ecken angkef 1 fg g 0 15 bol gelte hunkte l. ac hr u Vl Die nit un, 0 durbe sülken dage ge ge glich fut eder kit reg Portathes zor feser due ch shr fre bieten abet u Gewebe da; der eie, we wird. Es ber faden bei alen Gate nit igen so d Galdetites! eta, der der ff cen od 1 Büth die Hi un Kt Dipeus, de koslhe n egl, ipsscezez! le hes den fis walenstacten ö e Ind bed eue Magz * iu. Elen delde, beet 0 l Amme lac uf de e wie 3. J. hit enstelchen in 5 u sind se eu izeilig, e, oder eine dy tele eine lu, weiterung f lich dest gta finden sollen, sich die Blur zontalen Muße uöbreitung fi genanntes rec um oder Cl e bei den zy nit seht d ten Unbel nig vun de i Namen kaun; n denjenigen, r Blüͤthenbch Zweige kin F Theil, in w Stoff absczh, der Früchte d Fruchthoden' die sie zu he 0 Menschenes boden deb f ungenesssel, feischgen 0 nämlich it findet, d 0 0 eine Menge!“ 0 0 381 sekten in die Blüthenboden der kopfförmigen oder doldenförmigen Blüthen ein, weil sie daselbst nicht nur Schutz, sondern vorzüglich eine zum Voraus bereitete Nahrung finden. Selbst bei den Um— belliferen läßt sich dieser Umstand bemerken. Wenn die Insekten dieselben angreifen(und die Pflanzensammler wissen ja, daß dieß nur zu häufig geschieht), so richten sie ihre Angriffe immer gegen die Punkte, von welchen die Strahlen des Schirms auslaufen, welche Punkte nämlich den Blüthenboden vorstellen und den Vor⸗ rath der zur Blüthezeit bestimmten Nahrung enthalten. Die mit ungestielten Blumen bedeckten Blüthenboden sind von weißlicher Farbe, indem sie vermöge ihrer gegen das Licht ge— schützten Lage gebleicht((trio!é) sind. Vor der Blüthezeit sind sie gemeiniglich ziemlich dick, während derselben aber werden sie dünner oder entledigen sich wenigstens eines bedeutenden Theils ihres Vorrathes; daher man denn auch die zum Essen bestimmten vor dieser Ausleerung pflückt. Diejenigen der Cichoraceen leeren sich sehr frühzeitig, die der Cinarocephaleen bleiben länger fleischig, bieten aber zuletzt, bei der Reife, nur ein leeres, markähnliches Gewebe dar; bei einigen findet das Umgekehrte statt, z. B. bei der Feige, welche, je näher sie zur Reife rückt, immer fleischiger wird. Es verdient vielleicht bemerkt zu werden, daß der Blüthen⸗ boden bei allen Pflanzen, die einen milchigen Saft enthalten, zur Blüthezeit mit einem Safte anderer Natur gefüllt ist; so ist die Feige und so der Blüͤchenboden der Galactite(Centaurea Galactites I.) und überhaupt aller milchsaftigen Com po sitae, vor der Blüthezeit voll dieses Saftes und sie hören auf ihn aufzunehmen oder zu bereiten, sobald dieser Zeitpunkt beginnt. Die Blüthenboden bilden bald Cylinder oder länglichte Kegel, wie bei den Köpfchen mit ährenförmigen Blumen, z. B. den Dipsacus, den Eryngium; bald einen kurzen oder bloß converen Kegel, wie bei einer großen Menge Co mposita e und Dipsaceae; bald flach oder selbst etwas eingedrückt(concav), wie bei den meisten Syngenesisten und den Dorstenien). Bis⸗ weilen richten sich selbst die Ränder des Blüthenbodens in die Höhe und bedecken die Blumen, wie mit einer Art Tasche; eine Neigung hiezu bemerkt man schon bei Dorstenia; weit *) MiInB., Elem., Taf. 43, Fig. 8. Tonr., Icon., Taf. 16, Fig. 6. (pag. 435) 382 ausgesprochener aber ist sie bei der Feige), bei welcher sich die Ränder des Fruchtbodens so weit vorschieben, daß sie die sämmt— lichen Blumen mit einer Art Hülle, die kaum an der Spitze noch offen bleibt, umschließen. Zur Zeit der Reife erleiden die Blüthenboden Formverände— rungen, die das Ausfallen der Samen erleichtern oder bewirken. Die flachen oder convexen Blüthenboden werden in ihrer Mitte gewölbter und treiben auf diese Weise die Samen aus; die con— caven öffnen sich, indem sich ihre Ränder zurückschlagen, wie man es bei der Feige, wenn man sie sich selbst überläßt, und besser noch bei der Am bora sieht. Die Blumenstiele, die aus einem unter der Erde versteckten oder kaum über sie hervorragenden Stock(souche) entspringen, haben den besondern Namen Schaft(Scapus, franz. hampe) erhalten. Sie weichen von den gewöhnlichen Zweigen nur darin was. 436) ab, daß sie keine vegetativen Blätter, sondern nur Deckblätter oder Blüthenblätter tragen; so besitzt der Schaft, der den Blu— menkopf des Marienblümchens(Belli), oder die einzelnstehende Blume des Cyclamen, oder die Aehre der Planta go trägt, durchaus gar keine vegetative Blätter. Die Blumenstielchen und Blumenstiele sind oft mit Gelen⸗ ken versehen, deren Untersuchung theils deßhalb, daß sie das Abfallen der Früchte veranlassen, theils dadurch, daß sie über den wahren Bau der Organe des Blüthenstandes Aufschluß ge— ben, von einigem Interesse ist. Die Blumenstielchen scheinen oft ungefähr in der Hälfte ihrer Länge gegliedert zu seyn; es muß aber bemerkt werden, daß man, wenn diese Erscheinung, sey es nun unweit der Basis, oder nahe am Gipfel, oder wirklich in der Mitte, statt findet, unterhalb des Gelenkes zwei kleine Deckblätter sieht, welche an— zeigen, daß man die Fälle, wo dergleichen Gelenke angetrossen werden, als begrenzte oder zusammengesetzte Blüthenstände anzu— sehen hat und daß man nur den Theil, der oberhalb des Gelenkes sitzt und der mit der Blume zusammenhängt, das Blüthenstielchen nennen soll. Was diese Meinung bestätigen hilft, ist der Um⸗ stand, daß es sich bei sehr vielen Pflanzen(3. B. bei mehreren *) MrIRB., Elém., Taf. 43, Fig. 9. Tunr., Icon., Taf. 16, Fig. 5. gartackel 1 11 mustälche ein wal g fachen wal. gackten Blͤtsg gan Gele“ awelen der 1 all is. Dia galt Amentacs gab hätchend an auge Achten der. chen das g 10 und fh Fihe⸗Eise Feige, u.“! Das el wenstilchen gaphie; hi ez zu bent 1 Man 1 hufig 00 gesehzen steh sessuden, An zeig fast ihr m Cie in dcn Cie. deu dunn tra„ uch fa ud gr daf tet gig. 0 und fen — 1 M! bei welchest, f a se de se 1 an der Sich boden dum tern oder kr aden ip ihne amen aus; d. ichchlagen, pn iberläßt, un der Erde vun ouche) entsz us, franz. be. Zweigen n dern nur Dach chaft, der dn der die king er Plantage sind oft ch halb, ße! durch, daß fandes Mf efähr in dur ber benerkt uo un undi der Mie, statt f gar siht, vi Galenke ang Zlithensti dab Blachen l silft, ss l 3. V. be hn 1, Taf. Jö, 105 383 Myrtaceen, Leguminosen u. a. m.) ereignet, daß man da, wo ein solches Gelenk vorkommt, häufig ein zweites und drittes Blumenstielchen entspringen sieht; ein Beweis, daß der untere Theil ein wahrer Blumenstiel, nicht aber ein Theil des Blumen— stielchens war. Eben so kann man hin und wieder bei zusammen— gesetzten Blüthenständen an verschiedenen Stellen ihres Blüthen— Systems Gelenke antreffen; noch merkwürdiger ist es aber, daß bisweilen der Blüthenzweig selbst an seiner Basis eingelenkt(arti— culé) ist. Dieß bemerkt man bei den Aehren oder Trauben meh— rerer Amentaceen, denen man deßhalb die besondere Benennung von Kätzchen(amentum, franz. chaton) beigelegt hat; ein Name, den man wegen der Analogie in der Form bisweilen auch auf die Aehren oder Trauben einiger Arten aus solchen Familien, bei welchen das Gelenk nicht vorhanden ist, ausgedehnt hat. Dieses Gelenk und folglich auch dieses Abfallen des ganzen Blumen- oder Früchte-Systems, findet sich auch bei der Maulbeere, der Feige, u. a. m. wieder. Das Studium des Wachsthums der Blumenstiele und Blu⸗ menstielchen gehört mehr in die Physiologie, als in die Organo— graphie; hier beschränke ich mich also darauf, nur noch Folgen— des zu bemerken: 1) Man sieht dieselben vor, während oder nach der Blüthe⸗ zeit häufig andere und bestimmte Richtungen nehmen; im All— gemeinen stehen sie bei ihrem Entstehen aufrecht, und je älter sie werden, desto mehr breiten sie sich aus. Allein mehrere Pflanzen zeigen in dieser Hinsicht Erscheinungen, die physio⸗ logisch sehr merkwürdig sind. 2) Sie verändern zuweilen ihre Länge und verlängern sich im Aelterwerden in sehr auffallendem Verhältniß. 3) Sie verändern zuweilen auch ihre Consistenz; so wird der Blumenstiel des& nacardium, der die Acajou- Bohne trägt, nach dem Blühen fleischig genug, um beinahe die Ge⸗ stalt und Große einer Birne zu erlangen). Der Blumenstiel der Feige ist so markig, daß er als eine wahre Frucht betrach— tet wird. Einige hingegen dauern nach dem Verblühen fort und trocknen so sehr aus, daß sie das Aussehen wahrer Dornen ) Tunb., Icon., Taf. 30, Fig. 5, 6. ag. 437) (pag. 438) annehmen, was man bei Mesembryanthemum spino— sum, Alyssum spinos um, u. a. m. sieht. Einige Blumenstielchen verwandeln sich, wenn ihre Blumen fehlschlagen, in verlängerte Faden, die man Ranken(eirrhi) nennt, und von welchen wir im folgenden Buche handeln werden. 5) Einige Blumenstiele, besonders unter denjenigen, die unweit dem Mittelstock entspringen, und die man Schäfte(capi) nennt, zeigen eine Neigung, sich von selbst nach einer regel— mäßigen Schrauben-Linie zu verdrehen, auf ähnliche Weise, wie die gewundenen Stengel, und bisweilen selbst noch auffallender; dieß bemerkt man bei den Schäften der Cyelamen), und bei denen, welche die weiblichen Blumen der Wallis ne ria) tragen. Letztere strecken sich bekanntlich so weit aus, daß sie, indem sie dabei die Windungen ihrer Schraubenlinie abwickeln, die Blume bis an die Oberfläche des Wassers emporheben; nach dem Abblühen winden sie dieselbe wieder dicht zusammen, um die Frucht auf den Grund des Wassers, wo sie reifen soll, zurückzuziehen. Alles, was wir von den gewundenen Stengeln gesagt haben, gilt auch von den gewundenen Schäften. Si: ne r ke. Bon den Dechb latter n braet ese Die Deckblätter sind im Allgemeinen Blätter, aus deren Achseln die Blüthenzweige oder deren Verzweigungen, oder die Blumenstielchen selbst entspringen; sie unterscheiden sich von den gewöhnlichen Blättern durch ihre Form, Größe, Farbe u. s. w., oder wenigstens, was das Beständigste ist, dadurch, daß sie in ihren Achseln keine wahren Knospen tragen, indem die Blumen gleichsam deren Stelle vertreten. Daß die Deckblätter nichts anderes, als modificirte Blät— ter seyen, bedarf wohl kaum noch einer Auseinandersetzung, da auch nur die oberflächlichste Betrachtung dieser Organe hin— reicht, ) MInB., Elém., Taf. 29, Fig. 5. 5 MIch., gen., Taf. 10. MIR—ĩ., Elém., Taf. 8, Fig. 1, B. ct, es 6 ach häuft an Amwan 1 0% in bi Nei den e. 1 Hacinth u Achel der dactre zu un wangen Te ngen bon 2 0 ahalten deeh, den ei engen ein wach, die sic ne nun geme ag ein G Leiten Deck weilen Deck nengung ist am suße l. Die An Cutsehen der den Theil des fert sud, pe dsgschitten, —— un, Fl. dun gele fh ande hö ten in eh a cl, sesß, pe Asche f 0 Ehn lh rp ilfe 0 e — — 385 tbenun g 8 aht 1 reicht, es zu beweisen. Diese Meinung wird zumal durch die ziemlich häufigen Fälle erwiesen, wo sich die Bracteen in wahre Blätter umwandeln, was bei mehreren Cruciferen, bei Plan- tag o) und vielen anderen der Fall ist). Bei den einfachen Blüthenständen, wie bei der Traube ei— ner Hyacinthe, entspringen sämmtliche Blumenstielchen aus cas g der Achsel der Deckblätter, so daß es nicht schwer hält, die Organe zu unterscheiden und zu bezeichnen. Bei den zusam— mengesetzten Trauben aber gibt es eben so viele verschiedene Ord— . nungen von Deckblättern, als es Verzweigungsstufen gibt; st noch aufflh diese erhalten sämmtlich den gemeinschaftlichen Namen Bra c— enn ihre din n Ranken feat den Bache gen ter denjengg, an Schüft e tt nach kiner ahnlich Va, clanen 10 teen, den einzigen Fall ausgenommen, wo die letzten Ver— Pallisnei zweigungen eines zusammengesetzten Blüthenstandes Blumenstiele weit aus, tragen, die sich in ein einziges Blumenstielchen endigen, oder, übenlinie ahnt wie man gemeiniglich sagt, wenn die Blumenstielchen in ihrem assers em, Verlauf ein Gelenk haben(gegliedert sind); alsdann werden die der dicht zum kleinen Deckblätter, die sich an diesem Gelenke befinden, bis— „wo sie left weilen Deckblättchen racteolae)*) genannt. Diese Be— ewundenen E, nennung ist nicht streng wissenschaftlich, aber praktisch bequem, Schäfte, um lange Umschreibungen zu vermeiden. Die Bracteen sind also, wie gesagt, Blätter, die durch das Entstehen der in ihren Achseln sich entwickelnden und einen gro— ßen Theil des Nahrungssaftes an sich ziehenden Blumen modi— ficirt sind, woraus folgt, daß sie gewöhnlich kleiner, weniger actes ausgeschnitten, und häutiger sind, als die Blätter der Pflanze. latter, aut!— eigungen, I) Horx., Fl. anom., Taf. 10, Fig. 1. 3 hahe sch bn%) Statt vieler Beispiele dieser Art, will ich nur eines, das ich erst 1 1 8 el 8 N 8 8 2. 475 — 4 — e kürzlich an der Lavandula dentata beobachtet habe, als beson— e, derbe 0 ders sprechend hier anführen. Die eine der beiden untersten Brac— durch, daß!“ teen der Aehre war, anstatt wie gewöhnlich von rhomboldal-eiförmi— indem die Nl ger Gestalt, von ziemlich gleichen Dimensionen und ganz randig zu seyn, doppelt so lang als gewöhnlich, dabei sehr schmal und am Rande tief gezahnt, so daß sie in Größe und Form ganz einem wodifcic Stengelblatt glich, während ste hingegen in ihrer Jusertion und inandershuß; ihrer purpurascirenden Farbe noch mit den übrigen Deckblättern ter Auale e übereinstimmte. Das diesem gegenüberstehende Deckblatt zeigte, 0 so wie alle übrigen, nicht die leiseste Spur einer ähnlichen Umwande— lung. An m. des Uebersetzers. 6) HATN., Term. bot., Taf. 32, Fig. 1, b. 59., Decandolle's Organographie d. Gewächse. 25 0 6 386 Oft nehmen sie, so wie auch die Blumenstielchen selbst, die Farbe der Blume an, wie man bei der Hortensia sieht, bei wel— cher das, was man im gemeinen Leben die Blume nennt, ei— gentlich aus gefärbten Deckblättern gebildet wird, ferner bei Salvia splendens), bei Melampyrum u. a. m. Diese letztern bieten noch die doppelte Eigenheit dar, daß die gefärb⸗ ten Deckblätter größer und zugleich stärker ausgeschnitten sind, als die Blätter. Die Färbung der Deckblätter findet um so leichter statt, je näher sie den Blumen sind. Wenn die Blätter einer Pflanze zusammengesetzt sind, so sind es die Deckblätter der ersten Ver— (bag. 4d) zweigungen zuweilen auch, allein meistens sind die Deckblätter auf bloße Schuppen reducirt, welche ein Ueberrest des Blatt⸗ stiels zu seyn scheinen). Oft sind die Bracteen dreifach oder dreispaltig(rrisidae), und in diesem Fall sind die beiden Seiten-Bracteen, oder die beiden Seitenlappen des scheinbar einzigen Deckblattes, die Ru— dimente der Nebenblätter(stipulae); so findet man oft bei den— jenigen Pflanzen, deren Nebenblätter vom Blattstiel getrennt sind, theils an der Basis der Blüthenzweige, theils an der Ba— sis der Blumenstielchen, drei getrennte Deckblätter, von welchen die an den Seiten befindlichen die kleinern sind. Bei solchen ) Bot. regist., Taf. 687. ) Dieß findet namentlich in der Gattung Po IV go num statt, wo die Deckblätter nicht metamorphosirte Blätter, sondern in Gestalt und Textur mehr oder weniger veränderte(oft auch ganz unverän⸗ derte) ochreae sind, wie ich es umständlicher in meinem Prodr. monogr. Polyg. Seite 22 und 25 gezeigt habe. Bei polygonum auriculatum und den ihm verwandten Arten(P. brachiatum, Chinense, corymbosum u. m. g.) tritt der merkwürdige umstand ein, daß an der Basis der ersten Hauptverzweigungen der Inflorescenz sowohl die ochreæ, als die appendices stipulacei, hoher hinauf aber, an den secundären und tertiären Verzweigungen, nur noch letztere, dagegen aber keine ochre mehr vorkommen, und daß endlich die Blüthenköpfchen we— der jene Anhänge, noch wahre oehree, sondern kleine spreuartige Deckblättchen, die auch nur modificirte ochreæ und denen des P. Bistorta u. m. g. analog sind, besitzen.(Man sehe prodr. mo- nogr. Polyg. S. 15 und Taf. 5.) Anm. des ueb. Aaen, del 0 ft eil fahr in die süclt, ds fall un das falle Sies 1a). l. . spul U zt 1 f ein! hee ehe wee Barl un Mattl. el der Eibald uf selbst! Rig, nac del Name wenn sie d der Blume den baß s. sprien, m. dde fin durß die B. 8 100. Ha den 9 N lun) guete vielg dreh bag mag die 0 fh b 0 u f ft 1 5 . un, ine gen, et lind, fen rum i. J..) J dur, daß e k gusgeschntte! um so! 40 Blätter eilen lättkt e g est ö sind die Dat Uebenef des! dreispallg dat : Bractken, Deckblattez! det man aft u Baattsil ge, theils c blätter, xt n sind. Mt LY go nun ff tet, subem td oft auc gaz ls cher in Heinen be. 9 ben ihm in bosum U.. U, et Bft! bie bebree,“ in den teu 1 „dee l 1 Al fathenfey 0 5 et fleine pl er nd deleh 0 un sche 155 Ann, d l, 387 Pflanzen, deren Nebenblätter an dem Blattstiel festsitzen, findet man oft dreilappige Deckblätter. Bisweilen bleiben die Neben— blätter in diesem Zustande der Bracteen ziemlich ansehnlich ent— wickelt, das wahre Blatt aber schlägt theilweise oder gänzlich fehl, und das Deckblatt wird alsdann durch zwei gegenüberste— hende Seiten-Deckblätter ersetzt, wie man es bei der Cliff for— tia), u. a. m. sieht. Diese Erscheinung erinnert an das, was bei den stipulis des Lathyrus aphaca statt findet. Es gibt Pflanzen, bei welchen sich das Blüthenblatt, indem es sich in ein Deckblatt verwandelt, statt ein häutiges oder blatt— artiges Ansehen anzunehmen, entweder das einer dornigen Spitze, wie bei Barleria), bei Exoacantha), oder einer klei— nen Wickel⸗Ranke, wie bei einigen Bauhinien, oder aber eines Höckers, oder einer Drüse annimmt. Sobald die Deckblätter vermöge der Anordnung der Blu— men selbst hinlänglich von einander entfernt sind, um keinen Ring, noch sonst eine besondere Hülle zu bilden, behalten sie den Namen Bracteen; allein sie erhalten ein andexes Ansehen, wenn sie durch das nähere Zusammenrücken der Anfangspunkte der Blumenstielchen oder der Blumenstiele dahin gebracht wer— den, daß sie in mehr oder weniger regelmäßiger Quirlform ent— springen, wie man es bei den doldenartigen, doldentraubenartigen oder kopfförmig-gestellten Blumen sieht, wo man alsdann dem durch die Bracteen gebildeten Ganzen den Namen einer Hülle (involucrum) und jedem einzelnen Theile desselben die Namen Schuppe, Blättchen oder Deckblatt gibt. Bei denjenigen Schirmpflanzen, bei welchen der gemein— schaftliche Blumenstiel nicht zu einem Blüthenboden(receptacu— lum) erweitert ist, bestehen die Hüllen gemeiniglich aus eben so vielen Deckblättern als der Schirm Strablen hat, und diese Deck— blätter stehen auf einer einzigen Kreislinie. Im Französischen nennt man diese Art Hülle colle rette(Halskragen), was ihr Aus— sehen sehr gut bezeichnet, dem aber in der lateinischen botani— schen Kunstsprache kein Ausdruck entspricht. *) Dy C., note sur les Cliffortia, in den Ann. des Sc. nat., vol. I, S. 447. % Lux., ill., Taf. 549. ) Ebendas., Taf. 190. Gag. 441) 388 Bei den zu einem dichten Kopf zusammengedrängten Blumen ist die Zahl der Hüllblättchen seltener bestimmt. Diese Blätt— chen bilden um die Blumen herum, auf einer oder mehreren Kreislinien, eine Hülle, welche sie so wohl umschließt, daß es aussieht, als ob die sämmtlichen Blumen eines Kopfs nur eine einzige bildeten, deren Kelch das Involuecrum zu seyn scheint. Dieses täuschende Aussehen war die Veranlassung, daß man früher in sehr vielen Fällen die gedrängten Köpfchen eine Blu— me und die Hülle einen Kelch nannte; später nannte man das Köpfchen, um den Irrthum zu mildern, eine gehäufte oder zusammengesetzte Blume(los aggregatus, s. compositus) und die Hülle einen gemein schaftlichen Kelch(calyx com- munis); und endlich hat man sich, in diesen letzten Zeiten, der Wahrheit mehr genähert, indem man dieser Vereinigung von Blumen die Namen Köpfchen, Kopf, Calathis oder An— thodium gab, und die Hülle, weil sie den Blüthenboden um— gibt, Periphoranthium, oder einfacher und deutlicher In. volucrum nannte. Die Deckblätter, welche die Hülle zusammensetzen, konnen quirlförmig in einer einzigen Reihe stehen(uniseriales), oder auf zwei Reihen(biseriales), oder auf mehreren(plurise- riales). Stehen sie in zwei Kreisen und ist der äußere mei— lich kleiner, so nennt man die Hülle gekelcht(involuer, eslyculatum), oder sagt, sie sey an der Basis mit einer Art von kleinem Kelch versehen. Stehen sie in mehreren Kreisen, und werden die innersten an der Basis von den gewöhnlich zu— gleich kleiner werdenden äußeren bedeckt, so nennt man die Hülle dachziegelfdörmig Gnvolucrum imbricatum). Eine desondere Art von Dachziegel-Ordnung zeigt sich zufälligerweise bei einigen Nelken; im natürlichen Zustande ist ihre Blume au der Basis mit zwei Paaren auf Bracteen reducirter Blätter ver— sehen; bisweilen aber findet man, statt zweier Paare, ihrer fünfzehn bis zwanzig dachziegelfdrmig übereinander liegende, der— gestalt, daß sie eine längliche Aehre bilden, und in diesem Fall pflegt die Blume selbst meist fehlzuschlagen. Diese Mißbildung hat in den Gärten den Namen Dianthus Caryophyllus imbricatus) erhalten. *) Srus, bot. mag., Taf. 1622. 9 20 1 Nell gather al fili! ß fk ne ae p enar, Hestee ahn ti egen den Au u iht Tun d nun i ih se at Hur kebes, ab d yz dige d g den S S hot we Koch gehe see sey eint mile nel eule der soch bei den def gech das U fine zus so fei nan Nas Mscher dlc ge walz n ih cher fg, usern ge elbe art dültee det sagchrgke gl, f int. 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Sehr unrichtig pflegt man diesen Hüllen den Beinamen einblätterige(monophylla) zu geben, den man gegen den Ausdruck verwachsen— blätterige(gam o phyl la), der ihre wahre Natur bezeichnet, vertauschen muß. Wenn die Hüllen mehrere Blumen einschließen, so kann man über ihre Natur durchaus nicht zweifelhaft seyn, enthalten sie aber nur eine einzige, so ist es oft schwierig bestimmt anzu— geben, ob die Einfassung ein äußerer Kelch oder eine Hülle sey; diese Zweideutigkeit ist zumal sehr groß, wenn die Blättchen, gleich den Sepalen(Kelchblättern), mit einander verwachsen sind. So hat man die Hülle der Nyetago sehr allgemein für ihren Kelch gehalten, und ist erst dadurch zur Ueberzeugung gekommen, sie sey eine Hülle, daß sie bei mehreren Pflanzen der nämlichen Familie mehrere Blumen einschließt, was bei einem wahren Kelch niemals der Fall ist. Die gleiche Täuschung hat lange Zeit noch bei den Euphorbien obgewaltet, wo man das Involucrum einen Kelch nannte, bis man zur Erkenntniß gelangte, daß das, was man eine einzige Blume hieß, in Wahrheit eine kopf— förmige Zusammenstellung mehrerer kleiner Blumen sey. Eben so weiß man jetzt, daß die dornige Bedeckung der Kastanien, das Näpfchen(cupula) der Eichel oders der Haselnuß involuera und nicht Kelche sind. Bei den Malvaceen, welche häufig aus— wendig an ihrem Kelch eine Reihe quirlformig gestellter Blätt⸗ chen tragen, ist die Frage schwieriger; die Einen nennen sie den äußern Kelch(calyx externus), weil sie an der Basis des Kelches entspringen; Andere haben sie als die Stellvertreter der Süipulae der Kelchblätter betrachtet; Einige halten sie für ein⸗ blumige Hüllen und stützen sich auf die Unregelmäßigkeit ihres ) Lau., ill., Taf. 189, Fig. 1. ) Ebendas., Taf. 105. ag. 443) — (pat. 444) 390 Vorkommens, ihrer Zahl, ihrer Stellung, und ihrer Form, wel— che darauf hinzudeuten scheint, daß sie eher zu den Organen des Blüthenstandes, als zu denen der eigentlichen Blume selbst, ge— hören. Sobald man eine Malvacee fände, die mehr als eine Blume in dieser äußeren Bedeckung trüge, so wäre die Sache zu Gunsten der letzten Meinung beweisend entschieden). Die Deckblätter, die an der Basis der Schirmchen oder partiellen Dolden(umbellulae) sitzen, bilden das, was man das Hüllchen(nvolucellum), den partiellen Halskragen(colle- rette partielle) oder die besondere Hülle(involu— rum proprium) nennt; die Gesammtheit derjenigen, die an der Basis der Blumenstiele oder der allgemeinen Dolde entsprin— gen, erhalten den Namen Hülle(involuerum) oder ge— meinschaftlicher Halskragen(æollerette générale). Ob— gleich man die Nomenclatur auf diese zwei Grade, die am häufigsten vorkommen, beschränkt hat, so kann doch eine größere Zahl derselben vorkommen, wie man dieß bei den Euphorbien sieht, und dann zeigt die lateinisch-botanische Kunstsprache in der Bezeichnung dieser verschiedenen Rang-Ordnungen von Hüllen noch einige Unbestimmtheit. Eben so findet man bei den kopf⸗ förmigen Blüthenständen oft eine oder mehrere Blumen in einer ersten Bedeckung eingeschlossen; dieß ist dann das Hüllchen; bei Echinops z. B. ist das Hüllchen einblumig und besteht aus mehreren dachziegelförmig über einander liegenden Blättchen, und bei Lagas ca) ist es zwar auch einblumig, aber aus zusam— mengewachsenen Blättchen bestehend. Bei diesen eben gewähl⸗ ten Beispielen sind die Hüllchen zu einem Kopf zusammengedrängt, welcher selbst auch wieder mit einer Hülle, die man die allge— meine oder eigentliche Hülle nennt, umgeben ist, und bisweilen sind diese Hüllen selbst auch wiederum durch noch ) Daß man die sogenannten äußeren Kelchblätter bei Potentilla, Fragaria und einigen andern Rosaceen als stipulae det Kelchblätter zu betrachten habe, behauptete zuerst Röpet (Linnæa, I, S. 461, G.) und bewies es später Linnæa II, S. 82) durch eine aufgefundene Modification des gewöhnlichen Vorkommens. Wie die äußeren Anhänge an den Blüthentheilen der Euphorbien zu betrachten seyen, sehe man in desselben Enum. Euph or b., S. 33, u. folg., Taf. 3, Fig. 22. An m. d. Ueb. ) Pausv., Journ. bot., vol. I, S. 23 und 349, mit einer Abbildung. r duni 1 N ut u hal 1 en Hechte Nei einer b den El ah den Nebler u ln D ehen des u Hume od t alcgied c le Echt nden, 110 5 fig iu Deckblät Halen⸗ Blöd flag verfd nicht zpeif scen, so ge suf einen ge enjonen he fer essander, Funden eic in e sch de syn herne mi pie Jun hei cher def hei Aalsalpf! cen king tile iht fine bei Cundel. 0 1 6, 4 0 ubry., „Jh, l. 0. 4 — id ihrer zm uu in dung Au f dr neh burn chiden i Ebi das, was nn; Halekragen 0 hülle(im, it detjenige, 0 inen Dale ek lucrun) ch, générale) g ei Giade, e un doch eine g den Euphah sche Aunssure dungen un e t man bei ere Blunt n das Hild gig und hesch; nden Blige aber aut sesen eben g zusamnengeh ie man die. ungeben is, derum duch er bei Potem als stipula ptete zuets. 1 (Link 1 160 lichen Polo det Eupbethl num. puplm. 0 An. 0 1 lt einer Alba 391 mehr auswärts befindliche Hüllen vereinigt. Ueberhaupt findet in der Art und Weise, wie man alle diese Theile bezeichnet und gegenseitig vergleicht, wenig Genauigkeit statt, woraus denn in den Beschreibungen oft schwere Fehler entstanden sind. Bei einer großen Anzahl kopfförmiger Blüthen findet man, außer den Schuppen der Hülle, noch andere Deckblätter, die zwischen den Blumen sitzen und vom Blüthenboden entspringen. Die Blättchen der Hülle sind den Deckblättern verwandt, die am untern Theile der zusammengesetzten Trauben sitzen. Die Schuppen des Blüthenbodens stellen die eigentlichen Deckblätter der Blume oder die Deckblättchen vor, und was, unter andern, die Analogie dieser Organe beweisen hilft, ist der Umstand, daß sich diese Schuppen stets an der äußeren Seite einer jeden Blu— me befinden, welche der unteren Seite der Trauben entspricht, und daß folglich ihre Stellung(Lage) die nämliche ist, wie die der Deckblättchen. Wenn man die Form⸗Abstufungen der Hüllen-Blättchen bis zu den Schuppen des Blüthenbodens sorg— fältig verfolgt, so kann man an der Identität dieser Organe nicht zweifeln. Da sie zwischen sehr dichtgedrängten Blumen sitzen, so geschieht es oft, daß diese Schuppen fehlschlagen, oder auf einen ganz spreuartigen Zustand, oder auf sehr geringe Di— mensionen herabgesetzt siud, oder endlich, daß sie, entweder un— ter einander, oder mit der Blume verwachsen. Wachsen sie mit ihren Rändern aneinander, so ist die Folge davon, daß jede Blume gleichsam in ein kleines Fach gefaßt erscheint, was man sehr deut— lich bei Syncarpha)) sieht. Umhüllen sie den Kelch und verwachsen mit ihm, so scheinen sie Theile der Blume auszumachen, wie man bei Scolymus angiospermus“) sieht. Treten aber diese beiden Fälle zugleich ein, so bildet alsdann der ganze Blüthenkopf nur einen Körper, in welchen samentragende Grüb— chen eingegraben zu seyn scheinen und dessen Bau nur durch eine sehr feine Analogie enträthselt werden kann; dieß sieht man bei Gundelia*) und Opercularia). ) Dr C., Ann. du Mus. und Choix de Mém., Taf. 1, Fig. 31. *) GakRTN., fruct., Taf. 157. ***) LaM., III., Taf. 720. %) Juss., Ann. Mus., 4, Taf. 70, 71. (pag. 445) . .: e e 1* 1 0 * 1 A1 N 7 1 N * „ * N 1 8 . f 1 1 114 1 1 1 11 K (pag. 446) 392 Wenn die einzelnen Theile einer Hülle breit und an der Basis scheidenförmig sind, so gibt man der Hülle den Namen Blumenscheide(6patha)“) und den sie zusammensetzen— den Theilen den Namen Klappen(alvulae, franz. valves). Diesen Bau trifft man nur unter den Monokotyledonen an, und wenn man seiner bei den Dikotyledonen erwähnt, so will es nur so viel heißen, als wenn man sagte: eine Hülle von der Form und dem Aussehen einer Blumenscheide. Die wahren Blumen— scheiden haben bald nur eine, bald zwei Klappen*), im letztern Falle sind aber die Klappen niemals gegenüberstehend, sondern abwechselnd, und die untere, welche die größere ist, umfaßt mit ihrer Basis die obere. Dieser Bau wiederholt sich bei allen zu— sammengesetzten Blüthenständen der Monokotyledonen. Die kleinen Deckblätter, die an der Basis der aus den Blumenschei— den entspringenden Blumenstielchen sitzen, führen den Namen Blumenscheidchen Cpathellae). Die Unterscheidung die— ser Organe ist kaum genauer begründet, als die zwischen den Deckblättern und Deckblättchen, und zwischen den Hüllen und Hüllchen. Unter den Blumenscheiden selbst hat man ferner mittelst der Benennung Bälge oder Spelzen(Glumae) Y diejeni⸗ gen unterschieden, welche eine mehr spreuartige, dürre Beschaf— fenheit darbieten; diese sind der großen Familie der Gramineen eigen. In dieser Beziehung sind diejenigen Bälge, die an der Basis der Gras-Aehrchen sitzen, die Gegenstücke zu den Blumen— scheiden oder Hüllen; und die, welche man jede einzelne Blume umhüllend antrifft, und welche man Bälglein oder Spelz— chen(gZlumellae) nennt, sind, nach den Einen, Analoga der Blumenscheidchen oder Hüllchen, nach Andern, die der wahren Blüthen-Hüllen(tegumens de la fleur). Die Meinung der Erstern gründet sich 1) auf die Analogie mit den Cyperaceen, wo die Schuppe offenbar ein Deckblatt ist; 2) darauf, daß das äußere ) Hork., fl. anom., Taf. 5, welche einklappige und zweiklappige Ab— rten der spatha von Calla e vorstellt. **) MInB., Elen.„ Di 28 ih „ Taf. 25, Fig. 4. r) Tunr., Icon., Taf. 14, Fig. 4; Taf, 17, Fig. 4. Tonr., Icon., Taf. 14, Fig. 8. HAXN., Term. gauche in 5 fie l 1 N 10 K 0 dies Weit 10 9 00d Nr estibo Nechtegund conan de mir he, o die ichen! Drfi hen, inneke gus teknlst her! die Perwand gen Ju gige Dei d guuße Bit förmigen ed ahyen, de der aber he, eschtlich ei f fannt d Dee dea dech⸗ l san f — 9 Wörn,! . Gram. . gan sche 11 et Heheseg tet ande 65 i190 i fel ce Auscc gz, Fl Han, Je 4 hui ud g 0 t file den, fi pn lat, fuß pan dünn 10 dacht, sy nil At bo du Die wahlen Ac pen) in l slbersehend, f ere it, unf holt sch hä gl nokotzledanen. Jus den Bun führen din de ie Unterschehn als die zuich hen den Hl man ferner k. lumae)% tige, dune d milie der un n Bilge, M cke zu den dan jede einele de lein d Ell Einen, Aud! ern, die der Mang drei pergcten, f dip db i ub zweifle telt. on. Auf. U, 0 „ 4. 393 Spelzchen immer etwas unterhalb des innern sitzt, woraus folgt, daß diese Klappen nicht quirlförmig stehen, wie die wahren Blü⸗ thenhüllen, sondern abwechselnd, wie die Blätter der Grami— neen. Diese Gründe scheinen mir mächtig zu Gunsten der ersten Meinung zu sprechen, nach welcher man die Lodiculae als(pag. 447 Spuren der Blüthenhülle(perigonium) betrachten würde. Lestiboudois) wollte diese Theorie durch einen dritten Beweisgrund verstärken, nämlich durch die Zahl Wier, die er, ohne seine Beweggründe zu nennen, bei den Spelzchen annimmt; mir aber, so wie auch R. Brown“), scheint es erwiesen, daß die Spelzen und Spelzchen die den Monokotyledonen eigene Zahl Drei zeigen, wobei der äußere Theil aus einem einzigen, der innere aus zwei verwachsenen Stücken bestünde. Dieß zu erör— tern ist hier nicht der Ort; ich beschränke mich daher nur darauf, die Verwandtschaft zwischen den Blumenscheiden und den Spel— zen zu zeigen. Bei den Aroideen und Palmen findet man zuweilen sehr große Blüthenscheiden*), welche aus einem einzigen scheiden— förmigen Blatt bestehen; ein Bau, der wohl bei den Monokoty— ledonen, deren Blätter durchaus abwechselnde sind, moglich ist, der aber bei den Hüllen der Dikotyledonen, deren einzelne Theile wesentlich einander gegenüber oder quirlförmig stehen, nicht statt finden könnte. Die Deckblätter nähern sich mehr oder weniger den Sepalen oder Kelch-Theilen, theils wenn sie gefärbt sind, theils wenn sie quirlförmig stehen, und so schreitet der Uebergang der Organe ) LysrIB., Botan. élém., p. 181. Meém. sur la plus int. des envel. des Gram., Lille, 1815. *) Man sehe auch Turpin's Mémoire sur P'inflorescenee des Gra— minées et Cypèrèes ete., in den Mém. du Mus. T. V. Ganz ver— schiedene Ansichten hat neulich Raspail aufgestellt; man vergleiche unter andern dessen Mem. sur la famille des Graminées, Paris 1825, in den Annal. des scienc. natur., Mars 1825.— Trinius hat in seinen Fundam. Agrostographiæ ebenfalls sehr eigenthüm— liche Ansichten aufgestellt. Anm. des Ueb. **) MinB., Elèm., Taf. 28, Fig. 10, A. Tonr., Icon,, Taf. 14, Fig. 8. Haix. Term., Taf. 35, Fig. 8, a. 394 der Vegetation in die der Blume dergestalt stufenweise fort, daß man, je mehr man untersucht, immer mehr 1 diese Einheit der Bildung, welche die Grundlage der 1 schen Organographie ausmacht, einzusehen. Bei der 0 0 chung des Baues der Blume selbst, welche den e 0 folgenden Kapitels ausmacht, wird diese Bemerkung deutlicher werden. A! cle ni b Ocgan dert, di ih psc ein gehtetet schedentlich eon) am gent, sche pfl filgsch biet 1 dr Mf fetsehend a De Or peihlichen feng und die fluchen, 1 35 Geshechett 0 0 b Han, wing bod(lor Aufgtne lage lin, 6 N it. 4 — J C, lt sufnneh; ehr dahi 10 lage der ill u. Nei de lin den gegn Venerlung hac Zweites Kapitel. Von dem Bau der Blume der phanerogamen Gewächse. Erster Artikel. Allgemeine Betrachtungen. Physiologisch') betrachtet, ist die Blume der Apparat der⸗ jenigen Organz, welche die Geschlechts-Befruchtung bewirken, und derer, die ihnen als unmittelbare Bedeckungen dienen. In orga— nographischer Beziehung ist sie, wie wir sehen werden, der Ver— ein mehrerer(gewöhnlich vier) Quirle von Blättern, welche ver— schiedentlich umgeformt sind, und in Gestalt einer Knospe(bour— geon) am Ende eines Zweiges, den man das Blumenstielchen nennt, sitzen. In diesem Kapitel werden wir uns mit der Blume hauptsächlich in organographischer Beziehung beschäftigen, und folglich diese zweite Definition entwickeln, indem wir die erste, die in der Physiologie wichtige Untersuchungen veranlassen wird, als feststehend annehmen. Die Organe, welche die Befruchtung vollziehen, sind: die weiblichen Organe oder Stempel, welche die Eier enthal⸗ ten; und die männlichen oder Staubfäden, welche jene be— fruchten. Die unmittelbaren Blumen-Bedeckungen sind: die Blumenkrone, welche von ähnlicher Beschaffenheit ist, wie die Geschlechtsorgane, und der Kelch, der als äußere Bedeckung dient und blattartiger Natur ist. Zu diesen vier Organen muß man, wenigstens der Deutlichkeit wegen, noch den Blume n— boden(chorus, Salisb., torus, De C.) hinzufügen, welcher der Blumenkrone und den Staubfäden zur gemeinschaftlichen Grund⸗ lage dient, und die Axe, welche die Fortsetzung des Blumenstiel— chens ist. Diese sechs Theile entspringen nun vom Gipfel des ) Dr C., Fl. fr., ed. 3, vol. I, S. 117. (pag. 448) (pat. 449) (pag. 450) 396 Blumenstielchens, und machen zusammen die wesentlichen Organe der Blume aus. Alles, was sich außerhalb des Kelches befindet, gehört zum Apparat der bereits erwähnten Deckblätter oder der Hüllen, und diejenigen Theile, die man im Innern der Blumen antrifft, und die nicht zu jenen sechs Organen gehören, beschrän— ken sich nur auf einige Honigdrüsen, die zum Blühen nicht wesent— lich zu seyn scheinen. Zuerst wollen wir nun einen jeden dieser Theile in seinem ein— fachsten und am wenigsten verwickelten Zustande beschreiben, und nur jedesmal die Beschreibung des Zusammenhanges(der Cohä— renz)*), der zwischen denselben stattfinden kann, hinzufügen. Nach diesem werden wir die Abänderungen, die ein jeder derselben theils in seinen Anwachsungen(Adhäsionen), theils in seinem Fehlschlagen(avortements), oder in seinen Beziehungen zu den benachbarten Organen darbietet, untersuchen, und mit einigen allgemeinen Betrachtungen über den Gesammt-Bau der Blumen den Beschluß machen. r Vo m Ke liche oder od denn Se pa len Der Kelch(calyx, franz. calice) ist die, gewöhnlich blattar— tige äußere Bedeckung, die man bei fast allen vollständigen Blu— men der Dikotyledonen bemerkt, und welche bei einigen der soge— nannten Unvollständigen die einzige Bedeckung ausmacht. Er be— steht aus einzelnen Stücken, die in einer oder zwei Reihen quirl— förmig geordnet sind, und welche den Namen Kelchblätter (Sepala, franz. sépales) führen. Offenbar sind die Kelchblätter ihrer Natur nach den Blättern höchst analoge Organe, und man könnte mit einigem Recht sagen, es seyen Deckblätter, die beständig vorkommen, und einen wesent— ) Den phystkalischen Ausdrücken gemäß, nenne ich Zusammen— hang(eohœrentia) die Verwachsung gleichartiger Theile, und Anwachsung(adhærentia) diejenige zwischen verschiedenen Organen; demnach sind die mit einander verwachsenen Sepalen zu— sammenhängendez; sind sie aber mit dem Eierstock verwachsen, so sind sie ange wachsene. aeg Vestan gabe de lden Nut gihe, Ge nessin der d Neige fl gen dachen sch de geld Reshffahet 1 geh steh geh! ale dh! der age a lange die 90 ugheͤhnlich ternh wie m Also die Ke und Ante ihrer Lage ßere Bes Die E geglbert, und har en 1 7 ddelscher si wache, in auspguerr yy se sie wallend Scopsrig, g oder se g wa cen lis Agehe bare It ez be b isnlchg g, biegt r Delllire d n Imen der 0 ien gehören, hre Biber sihy I Mell in sehed tande hehehe nenhanges Ger i kann, finn die ein fer ee en), theils in Bgziehungen y en, und mt imt⸗ Bau der Se palit „gewöhne en bolstärdhnk bei engen g ausmuch b r zwei Raben men Kelch blil lie ir nach den Bar augen Rech „ und einen ke e ich Zu e tiger dell“ n berschlehe geen Str lers ate 397 lichen Bestandtheil der Blume ausmachen. Die identische Be— schaffenheit der Kelchblätter, der Deckblätter und Blätter ist aus folgenden Punkten abzuleiten: 1) Ihr innerer Bau zeigt, wie die Blätter, Gefäße und Spiralgefäße, und ihr Gewebe verräth meist in der Vertheilung der Fasern eine große Analogie. 2) Ihre Oberfläche zeigt, wie die der Blätter, Spaltöffnungen, die bei den gleichen Pflanzen meist auf gleiche Weise vertheilt sind. 3) Be— sitzen die Kelchblätter Drüsen oder Haare, so sind diese Organe in Beschaffenheit, Form und Stellung denen der Blätter gleich. 4) Die Kelchblätter sind fast immer wie die Blätter grün, und be⸗ sitzen, gleich diesen, die Fähigkeit, sowohl im Dunkeln zu bleichen, als auch das kohlensaure Gas zu absorbiren, und, wenn man sie der Sonne aussetzt, Sauerstoffgas zu entwickeln. 5) Endlich er— langen die Kelchblätter unter gewissen zufälligen Umständen eine ungewöhnliche Entwickelung, und gleichen alsdann vollig den Blät— tern, wie man es z. B. an den Rosen“) häufig sieht. Man darf also die Kelchblätter als von blattartiger Beschaffenheit ansehen, und könnte sagen, sie seyen eine Art Blüthenblätter, die vermöge ihrer Lage selbst besondere Formen annehmen, und der Blume als äußere Bedeckung dienen. Die Sepala sind entweder, wie die Blätter, an ihrer Basis gegliedert, und dann trennen sie sich von selbst los und fallen ab, und zwar entweder im Anfang des Blühens, wie bei den Mohn— Arten*), oder gegen das Ende desselben, wie bei den Ranunkeln; oder aber sie sind zusammenhängend und mit ihrer Basis ange— wachsen, in welchem Falle sie alsdann nicht abfallen, sondern ausdauernd heißen(persistans). In diesem Falle aber verdorren sie entweder nach dem Abblühen, und dann nennt man sie welkend(marcescens), wie beim Besen-Ginster(Genista scoparia), oder sie werden fleischig, wie bei gewissen Fikoideen, oder sie vergrößern sich und bleiben dabei blattartig, wo sie dann wachsend(zunehmend, acerescen s) heißen, wie bei Phys a- lis Alkeken gi). Einige Kelche zeigen eine ziemlich sonder— bare Art des Abfallens, nämlich, daß ihre oberen Theile nach dem ) Man sehe Taf. 33, Fig. 1, e, und Fig. 2. **) HAXN., Term. bot., vol. II, Titelkupfer, Fig. 15, 4. EN 7 4— ) Ton.) Iconogr., Taf. 21, Fig. 5. — pag. 451) 398 Abblühen verschlossen, oder mit einander verwachsen bleiben, und daß ihre Röhre, entweder unweit der Basis oder beim Ursprung der Kelchlappen, mittelst eines Querschnittes aufreißt; auf diese Weise entstehen die kappenförmigen Kelche der Eucalyptus; auf ähnliche Weise reißt der Kelch der Scutellaria galeri— culata h) zur Zeit der Samen-Reife unweit seiner Basis in die Quere auf. Sind die Sepala 105 Basis gegliedert eingefügt, so sind sie niemals mit einander verwachsen, sondern beständig getrennt. Hängen sie hingegen mit dem Stengel unmittelbar zusammen, so erscheinen sie auf zweierlei Weisen: entweder frei, oder aber mit ihren Rändern von Natur und vor der Zeit, wo sie äußerlich sicht— bar sind, zusammengewachsen. Im letztern Fall ist, bei der Mehr— zahl der Arten, die Gegenwart der einzelnen Kelchblätter theils an der Anordnung ihrer Rippen, theils weil die Verwachsung fast niemals so vollständig ist, daß nicht ein Theil des Kelchblat— tes an seiner Spitze frei bliebe(was alsdann die sogenannten Kelch— lappen der Kelche mit verwachsenen Sepalen bildet), leicht zu er— kennen. Die Kelche, deren Sepala nicht verwachsen sind, heißen vielblättrige Polysepali), und will man die Zahl und Ge— trenntheit der Kelchblätter zu gleicher Zeit angeben, so sagt man zwei⸗, drei-, vierblättrige u. s. f.(di-, tri, tetra⸗ sepalus, u. s. w.) Die Kelche mit verwachsenen Sepalen heißen verwachsen— blättrige(gamosepali), oder unrichtig einblättrige (monosepali), weil sie vermöge ihrer Verwachsungen nur Ein Stück zu bilden scheinen. Sind die Sepala nur an ihrer Basis verwachsen, so nennt man ihre frei gebliebenen Theile Kelch— theile Partitiones), und den Kelch selbst zwei-, drei-, viertheilig(bi-, tri, quadripartitus); reicht die Ver— wachsung bis zur Mitte, so heißen die freien Theile Kelch-Ab— schnitte Gipfel, divisiones), und der Kelch selbst zwei drei-, vierspaltig(bi-, tri-, quadrifidus); reicht die Verwachsung bis nahe an die Spitze, so nennt man die freien Theile Zähne(dentes), und den Kelch selbst zwei-, drei-, vier⸗ *) Cass INI, Bull. phil., Janv. 1818. Opusc. bot., 2, p. 372. phie fis n L the süsint aa o alpen aft sonle nit 5 el ddeldth el der kde bläst Jer leied, e. nef n ene sudz fue weiß fümn 12 die erwog ea dige velwachse Felch nu! ffn im wo der Rel. 1 und! hat n 900 tract, oh. 1 eth g fiche mit pochen 0 ls vorsphan, allemal; f nent, g tina ru d 5 and Fin aushhun, ur, 399 wachen blen, 5 der hen l 8 duften; 1 det Eucalp. utellaris f eit ener Biz; zähnig i-, tri, quadridentatus); sind die Kelchblätter bis zur Spitze verwachsen, so heißt der Kelch ganz oder unge⸗ theilt integer). Wenn die Kelchblätter ungleich mit einan— der verwachsen sind, so konnen daraus u. a. folgende zwei Combi⸗ nationen erfolgen: 1) Zwei oder drei Sepala auf der einen Seite konnen mit einander verwachsen, und auf der andern bleibt dann entweder ein einziges kürzer verwachsenes Kelchblatt, oder zwei 7 10% oder drei Kelchblätter, die auf ihrer Seite über den Punkt hinaus, W der sie mit den vorigen verbindet, verwachsen sind. Diese Kelch— tnlhur iin blätter-Bündel nennt man alsdann Lippen(abia, franz. N ri, Ut i levres), und den Kelch zweilippig(bilabiatus, franz. à deux N delt levres), wenn, wie es der häufigste Fall ist, zwei Sepala zusam⸗ Fall it, hi vz men zu einer Oberlippe, und drei zu einer Unterlippe verwachsen en Kühl, sind; ferner nennt man einen Kelch einlippig(unilabiatus), weil die Nenn wenn sämmtliche Kelchblätter mit einander verwachsen und nach Cas. 453) n Theil des fe einer Seite hin gerichtet sind, weil auf der entgegengesetzten Seite die sogenunnn die Verwachsung nur sehr unvollständig stattfindet. Endlich gibt n bildet), lit es einige seltene Fälle, wo die Kelchblätter an ihren Spitzen so fest verwachsen sind, daß sie sich nicht trennen können, und daß der wachsen to. Kelch nur mittelst der Zerreißung seines untern Theiles sich zu man die Jace offnen im Stande ist; dieß sieht man bei den Eucalyptus, gehen, 1 wo der Kelch unweit der Basis seines Randes(limbe) quer durch⸗ (di-, tri. K reißt, und in Gestalt eines Käppchens sich ablöst. Lange Zeit hat man den Kelch als ein einziges ausgeschnittenes Organ be⸗ trachtet, ohne daß man sich erklären konnte, wie diese Ausschnei— heißen vernit dungen entständen; sein Bau war damals fast unbegreiflich, und chig einblal g a 5 wachen unglücklicher Weise war es eben zu dieser Zeit, daß die Ausdrücke, m u ind mit welchen man diese Modificationen bezeichnet, geschaffen wur— den. Aus Furcht vor einer allzugroßen Verwirrung will ich nicht vorschlagen, sie zu ändern; allein es ist nöthig, daß man ein für allemal wisse, daß das, was man Ausschneidungen der Kelche benen Theile! albst zwei, 107 1 nennt, als verschiedentliche Verwachsungen der Kelchblätter unter e einander zu verstehen ist. n, Die Bestimmung des Kelches ist augenscheinlich die, den ifi 0 1. andern Blumen-Organen während des Blühens, und insofern er n die fried ausdauert, zuweilen auch der jungen Frucht als schützende Be⸗ 21: rei⸗, 15) Tokp., Ieonogr., Taf. 21, Fig. 1, 2, 8. . 7, P.%, 01. P. (pag. 454) 400 deckung zu dienen. Nach seiner blattartigen Beschaffenheit zu schließen, dient er wahrscheinlich auch zur Verarbeitung der theils für die Blume, theils für die junge Frucht bestimmten Säfte. ire ee Von der Blumenkrone oder von den Petalen.“ Die Blumenkrone(corolla) ist die innere, mehr oder weniger gefärbte Bedeckung, die man bei den meisten Blumen dikotyledonischer Pflanzen bemerkt, welche aber bei einigen der— selben gänzlich mangelt. Sie besteht aus einzelnen Stücken, die in einer oder mehreren quirlförmigen Reihen stehen, und Blu— menblätter Petala) genannt werden. Die Petala weichen in ihrer Beschaffenheit mehr als der Kelch von den Blättern ab, und gleichen hingegen(wie wir sehen wer— den) den Staubgefäßen. Sie haben gewöhnlich weder Spaltof— nungen noch Spiralgefäße; sie tragen alle möglichen Farben, die grüne ausgenommen, und selbst wenn sie grünlich sind, scheinen sie diese Färbung nicht der gleichen Ursache, wie die Blätter, zu verdanken, indem sie nicht fähig sind zu bleichen. Sie sondern an der Sonne kein Sauerstoffgas aus, und streben vielmehr das freie Sauerstoffgas der Luft zu vermindern, indem sie kohlensaures Gas bereiten. Sie entwickeln oft ganz andere Gerüche, als die Blätter, und diese Gerüche wirken im verdichteten Zustande auf eine eigene Weise auf das Nervensystem des Menschen. Endlich sind ihre Drüsen oder Haare, wenn sie deren tragen, von denen der blattartigen Organe sehr verschieden. Alle diese verschiedenen Eigenschaften der Blumenblätter finden sich bei den Staubfäden und beim Blumenboden wieder, und werden uns in der Folge die Identität der Natur dieser Organe beweisen helfen. Einstweilen betrachte ich aber die Blumenblätter für sich und von jenen beiden andern gesondert, so wie sie beim ersten Anblick erscheinen. Die Blumenblätter sind fast immer auf den Torus gegliedert eingefügt, und folglich abfallend; oft sogar fallen sie sehr früh— zeitig, d. h. vor der Befruchtung ab, und dann heißen sie hin— fällig(o ad u ca); bisweilen sind sie zusammenhängend, und dann nennt man sie ausdauernd, z. B. bei der Gattung Campanula. Wenn 1 getrest f polhpete ich tet N vil. speta einander ge Anricst dessese In di That an dt in med oft, elt ge, z In“ oll untenlen der Nubac gelbe h al ren eleig Meie die eiles stand den e si la be Bum Band „ Drüssn, w. solles bei d uch gan man t daß in de bei ite bei y d umgqpmdelt c llättc rid e f g . g, falas, an dish uche a besinnen ef kel. den Petgleg die innere, eh den meien d aber bei ingelgen iich en stehen, ud! eit mehr ale n(wie wir ser lich weder ez nͤglchen zur rͤnlich sad, f wie die dir, chen. Sia hen viene dem sie kh ere Genc,, schteten zufug Menschen, Ei trage, dan le diet deschch bei den Eg u in der dig elfen, Cie d bon fenen c eischeinet en Törns ga fallen se sch fh an haßt se k sagend, Ab u Campen Na 401 Wenn die Petala bis an ihre Basis vollkommen von einander getrennt sind, so heißt die Blumenkrone eine vielblättrige Solypetala), oder, wenn man die Zahl der Blumenblätter be— zeichnen will, eine zwei-, drei-, vierblättrige(dig trie, tetrapetala u. s. w.) Sind die Petala mehr oder weniger mit einander verwachsen, so nennt man die Blumenkrone oft, wiewohl unrichtig, einblättrig(monopetala); ein Ausdruck, an dessen Statt ich verwachsenblättrig(amopetala) sage. In der That erkennt man diese Verwachsung in den meisten Fällen an der Vertheilung der Gefäße; noch deutlicher aber bei einigen Pflanzen, z. B. medium*), oder Phlox a moe na*), bei welchen man oft, sowohl unter den Blumen des gleichen Individuums, als unter den Petalen der nämlichen Blume, alle verschiedenen Grade der Verwachsung antrifft. Vermdge der Analogie kann man die— selbe bei allen Korollen mit einer, fast an moralische Gewißheit grenzenden, Wahrscheinlichkeit vermuthen. Bei den Compositae ereignet sich der Fall, daß die fünf zu einer Röhre verwachsenen Petala bei gewissen Blumen seitwärts so tief gespalten sind, daß die Blumenkrone, statt röhrenförmig zu erscheinen, die Gestalt eines Bandes zeigt. Bei den Cichoraceen ist diese Erscheinung be— ständig, und hier wollen sie einige Gelehrte der Gegenwart von Drüsen, welche die Lappen an der Spitze mit einander verbinden sollen, zuschreiben. Bei den andern Compositae findet sie nur bei den Randblumen der Köpfchen statt, allein auch hier erkennt man die ursprüngliche Natur der bandförmigen Blümchen darin, daß sie zuweilen zufällig ihre Röhren-Form behalten. So habe ich in den Gärten eine Ausartung von Pagetes erecta beobachtet, bei welcher die Halb-Blümchen(Band-Blümchen) in röhrenförmige umgewandelt, und größer als die der Scheibe waren. Der Grad des Zusammenhangs(der Cohärenz) der Blumen⸗ blätter wird durch die nämlichen, schon oben beim Kelch erwähnten, Ausdrücke bezeichnet; so sagt man von einer Blumenkrone sie sey getheilt Partita), wenn die Petala an ihrer Basis verwachsen Rhodora Canadens is“), Campanula ) Taf. 42, Fig. 2, a, b, c 9) Ebendas., Fig. 1 und 1“. l) Man sehe Taf. 42, Fig. 5, 4a— d. Decandolle's Organographie d. Gewächse⸗ 26 Gag. 455) (pag. 450) 3——- 402 sind; gespalten oder eingeschnitten 6. B. trifida), wenn sie bis zur Mitte verwachsen sind; gezahnt(dentata), wenn die Verwachsung bis ganz nahe an die Spitze reicht; und ganz(in— tegra), wenn die Verwachsung vollständig ist. Bei den Blumenblättern ist es häufiger, als bei den Kelch— blättern, daß ihre obern Theile natürlich verwachsen und die un— tern frei sind; dieß sieht man an den beiden an ihrer Spitze ver— wachsenen Petalen, die den Kiel der Papiliaceen bilden, oder 6 noch besser an der Verwachsung der fünf Petala des gemeinen Weinstocks, welche an der Spitze verbunden sind, während ihre 0 Basis getrennt bleibt. Bisweilen sogar sind sie unten und oben e verwachsen und bleiben nur in der Mitte getrennt, was man bei einigen Phyteum a- Arten) sieht. In den meisten Fällen entspringen die Blumenblätter von einer einzigen Reihe, in gleicher Zahl mit den Sepalen und zwi— schen je zwei derselben sitzend; stehen sie in einer doppelten Reihe, so sitzen die der äußeren zwischen je zwei Sepalen, und die der innern wechseln mit denen der erstern ab und sitzen gerade vor den Sepalen. Kommen mehr als zwei Reihen vor, so sind die Petala der dritten denen der ersten Reihe gegenüber gestellt, die der vierten vor denen der zweiten u. s. w. Unter den Ausnahmen von diesen Gesetzen müssen vorzüglich die wenig zahlreichen Fälle 1 erwähnt werden, wo die Petala vor den Sepalen stehen, wie bei den Berberideen. Betrachten wir den Bau jedes einzelnen Blumenblattes, so zeigt uns dasselbe bisweilen, wie die Blätter, eine Art Stütze bestehend aus den zu einem dünnen Faden vereinigten Gefäßbür— deln, die sich später ausbreiten sollen, um die Blattfläche des eng. 457) Blumenblattes zu bilden. Man nennt diese Art von Blattstel des Blumenblattes den Nagel(unguis, franz. onglet) und den ausgebreiteten Theil des Blumenblattes die Blumenblatt— fläche(limbus, franz. lame oder Iimbe). Es gibt verhäl— nißmäßig weniger mit einem Nagel versehene Blumenblätter(Pe— tala unguiculata, franz. pétales onguiculés), als gestielte Blätter. Die partiellen Gefäßbündel, die von der Spitze des Nagels entspringen und sich in der Fläche ausbreiten, sind im ) Schkuhr, Handb., Taf. 39, Fig. a— b. Ane aeg, anche A t! 1 iu hscheiben f ent del Aumer fach, an se ehr atiche u A Röhte 10 ff di Machte st Nane Sen d fen ud, wi enasder gel fünf Spalte o bicden fi flachen Ra Nee kön 1 00 dee M faut gauge häng, vac pen An belustse sü wille ge genachy perde delbherge, nit schn g daß unn ny e J. J. wild, 90 0 Aentatg), y i d ga . k, als hei de wachsen und an ihier Ei laren lle, ela de gr. n sind, vihrn d sie unten u trennt, vas h. e Blumau en Sepaln in einer deppen depalen, unh! und sthen geh ihen dor, ff genüber gat, Inter denten nig zahlte palen sehe, n Blunk r, kin ten reinigen 1 die Muh se Art cu N finn; dug die Blumen „ Es git! Rlumenllälk cules), fen . hon det, E 0 bre, 403 Allgemeinen minder scharf ausgedrückt, weniger dick und weniger regelmäßig, als die Blatt-Nerven; man könnte bei ihnen die nämlichen Ausdrücke gefiedert-gerippt, gefingert-ge— rippt u. s. w. anwenden, allein man hat es selten nöthig, sie zu beschreiben. Die Blumenkronen der Compositae zeigen eine ihnen eigenthümliche Vertheilung der Nerven, indem nämlich jedes Blumenblatt, statt, wie gewöhnlich, eine Mittelrippe zu haben, an seinen beiden Rändern bis an die Spitze mit einer sehr deutlichen Rippe versehen ist; daher kommt es, daß man in der Röhre der Blumenkrone, da, wo die Petala verwachsen sind, fünf dicke Nerven sieht, von welchen ein jeder an einen der Ausschnitte stößt, und welche aus der Vereinigung der beiden Randnerven bestehen). Wenn die Blumenblätter frei und zugleich mit Nägeln verse— hen sind, wie bei der Nelke, so sind letztere gemeiniglich gerade, einander genähert und bilden auf diese Weise eine Art Röhre mit fünf Spalten. Sind sie hingegen verwachsen, wie beim Tabak“), so bilden sie zusammen eine wahre und ungetheilte Röhre; die flachen Ränder(imbi) dieser mittelst ihrer Nägel verwachsenen Petala können entweder ganz von einander getrennt, oder zur Hälfte, oder bis ganz an die Spitze verwachsen seyn. Die Mündung der Röhre führt den Namen Schlund(kaux, franz. gorge); man bemerkt daran öfters kleine petaloidische An— hänge, welche, wenn sie von einander getrennt sind, Schu p— pen oder Anhänge, oder aber, sowohl wenn sie mit einander verwachsen sind, als auch wenn man sie insgesammt bezeichnen will, die Krone oder der Kranz(corona, franz. couronne) genannt werden.“) Alle bekannten Formen regelmäßiger, sowohl vielblättriger, als verwachsenblättriger Blumenkronen, lassen sich mit solcher Leichtigkeit unter diese allgemeinen Regeln bringen, daß man nur einen Blick auf die in der Glossologie**) erklärten ) Man vergleiche Rob. Brown's Bemerkungen über diese eigen— thümliche Nervenvertheilung.(Ueber die Compositæ, R. Brown's verm. Schriften II, S. 501 ff.) Anm. des Ueb. 0) Tun., Iconogr., Taf. 21, Fig. 15. ka) Taf. 14, Fig. 2. Haxxx, Term., Taf. 22, Fig. 1, d. et Theor. élém., ed. 2, Seite 389 u. f. 26 (pag. 458) (pag 404 Benennungen zu werfen braucht, um sie rücksichtlich ihres ana— tomischen Baues zu verstehen. Die Bestimmung der Blumenkrone ist offenbar, den Ge— schlechtstheilen, zumal vor ihrer volligen Entwickelung, zum Schutze zu dienen. Ihre kurze Dauer und ihre von der des Blattes so sehr abweichende Beschaffenheit gestatten es kaum, ihr auf die Ernährung abzweckende Verrichtungen beizumessen. Bieter Ar kel. o n Sta un bd gde, Die Staubgefäße(stamina, franz. étamines), oder die männlichen Organe der Pflanzen, entspringen aus dem Blumen⸗ boden(torus) und sind in einer oder mehreren Reihen oder Quir⸗ len zwischen die Blumenkrone und den Griffel gestellt. Roper hat vorgeschlagen, dem Verein sämmtlicher Staubgefäße den Namen Andraeceum(Männerhaus) zu geben, um ein zu— sammenfassendes Wort zu haben, das dem Ausdruck Blumen— krone bei den Petalen, Kelch bei den Sepalen, und Griffel bei den Carpellen entspräche. Die Zahl der Staubgefäße ist bei den verschiedenen Pflan⸗ zen⸗Gattungen äußerst verschieden und kann sich von einem ein— zigen bis gegen hundert belaufen; wenn man aber nur einen ein— 459) zigen antrifft, so rührt dieß lediglich vom Fehlschlagen desjemi— gen oder derjenigen her, die mit ihm den regelmäßigen Quirl bilden sollten. Stehen die Staubgefäße in einer einzigen Reihe, so ist ihre Zahl gewöhnlich der der Blumenblätter oder der Kelchblätter gleich und dann entspringen sie entweder vor den Kelchblättern und zwischen den Blumenblättern, oder, was seltener ist, zwi— schen den Kelchblättern oder vor den Blumenblättern. Bis wei— len trifft man mehrere Staubgefäße an, die in einer einzigen Reihe vor jedem Kelchblatte entspringen, und dann ist ihre Ge— sammtzahl gleich der Zahl der Sepala, verdoppelt durch die der vor jedem derselben befindlichen Staubgefäße. Stehen die Staubgefäße auf zwei Kreislinien, so befindet sich fast immer eins vor jedem Kelchblatt, eins vor jedem Blu⸗ lat l uam fen ff fab ufd fe 10 fob un fete gange 10 eh g 0 l fürn, f 0 fal 15 Jede eutkl. de sst in qu halh pff gesteckee ner iy sei breist, w gesah, do dersdhen f se, hig! Spasf len y he fahr f hen dn eschch ih g b sffubar, hn Guia, d ihte vun y gesatten ß tungen hihi e l. ef b en etamines), en aus den dle en Reihen cha fel gestell. J er Stau geben, un! n Ausduuct e len, und gil berschieden sich bon del; m aber fun fil Fehlschegen gegelusthn! zigen Rule, ö oder der Felce den elch j selkenel ff blättern. d e in eier 1 dann is 0 pelt duch l. en, 9 n 15 bor fal 40⁵ menblatt und ihre Gesammtzahl ist gleich der dieser beiden Or— gane zusammengenommen. Bisweilen findet man die Staubge— fäße, selbst wenn die Blumenblätter fehlen, abwechselnd vor und zwischen jedem Kelchblatt; kommen hiebei mehr als zwei Reihen vor, so befindet sich die dritte vor der ersten, die vierte vor der zweiten, so daß die Gesammtzahl der Staubgefäße einer re— gelmäßigen Blume gleich ist dem Produkt der Zahl der Staub— gefäße-Reihen, multiplicirt durch die Staubgefäß⸗-Zahl einer Reihe, welche letztere mit der Zahl der Petala oder der Sepala in(meist gleichem) Verhältniß steht. Demnach ist, die Wahrheit zu sagen, die Zahl der Staub⸗ gefäße niemals unbestimmt; allein, je größer die Zahl ist, desto leichter kann ein Fehlschlagen oder eine zufällige Vermehrung eintreten, und desto mehr hat man es versäumt, genau zu zäh⸗ len; sobald die Zahl über zwanzig hinausgeht, pflegt man sie unbestimmt zu nennen. Jedes Staubgefäß besteht aus dem Faden und dem Staub⸗ beutel. Der Faden oder Träger(kilamentum, franz. filet), ist ein aus dem Torus entspringender Körper von bald cylindrischer, bald pfriemenförmiger Gestalt(d. h. wie ein dünnes, sehr lang— gestrecktes Prisma), bald bandförmig zusammengedrückt, selte— ner an seiner Spitze in eine Art Schuppe oder Käppchen ausge⸗ breitet, wie bei Borrago laxiflora). Er ist, wie schon gesagt, von einer den Blumenblättern und besonders dem Nagel derselben sehr ähnlichen Consistenz. Ferner ist er gefärbt wie sie, trägt die gleiche Art von Haaren und Drüsen, besitzt weder Spaltöffnungen, noch Spiralgefäße u. s. f. Die Länge der Fa— den scheint einzig nur durch die Nothwendigkeit bestimmt zu wer— den, daß der Staubbeutel in einer hinreichenden Hohe gehalten werde, um gegen die Narbe, auf welche der Staubbeutel den in ihm enthaltenen Staub ausstreuen oder fallen lassen soll, gün— stig gestellt zu seyn. Daher ist der Faden in den meisten Fäl⸗ len von der erforderlichen Länge, damit der Staubbeutel unge— fähr auf gleicher Höhe oder etwas höher als die Narbe zu ste— hen komme; bei den hängenden Blumen hingegen ist der Faden ) Taf. 34, Fig. 1, e, f, g. ag. 460) * 1 0 1 5 1 (pag 406 oft kürzer und der Staubbeutel befindet sich oberhalb der Narbe. Dieses Gesetz wird oft durch die Verdrehungen oder besondern Bewegungen gewisser Blumen modificirt. Da der Faden nur Träger des Staubbeutels ist, so kann er folglich sehr lang oder sehr kurz seyn; im letztern Falle ist er bisweilen so kurz, daß man sagt, er sey ganz abwesend. Ist der Faden mit seinem untern Ende dem Torus gegliedert eingefügt, so trennt sich der Staub— faden nach dem Verblühen und fällt ab; ist er nicht gegliedert, wie bei den Campanula, so verwelkt er, ohne abzufallen. Der Staubbeutel(anthera) ist eine Art Beutel, den der Faden trägt, und welcher einen Staub, den sogenannten Blumenstaub(pollen) einschließt. Da nun der Blumen— 46·) staub selbst den befruchtenden Stoff enthält und folglich der we— sentliche Theil des Organs ist, so ist auch der Staubbeutel, der ihn beschützt und nährt, ein höchst wichtiges Organ. Der Staubbeutel) sitzt auf der Spitze des Fadens auf dreierlei Weisen: 1) Er ist häufig mit der Mitte seines Rückens an dem verdünnten Ende des Fadens befestigt und da er sich dann vor der Blüthezeit in verticaler, späterhin aber in horizontaler Stel— lung hält, so nennt man ihn alsdann einen schaukelnden oder drehenden Staubbeutel(anthera oscillans s. ver- satilis). 2) In mehrern Fällen ist er mit seinem untern Ende an die Spitze des Fadens befestigt und scheint die Fortsetzung des— selben zu seyn; alsdann heißt er aufrecht(erecta, franz. dréssée). 3) Endlich hängt er, bei einigen Familien, mit sei— ner ganzen Rückenfläche mit dem Faden zusammen, so daß er gar keine eigene Bewegung besitzt, und dann nennt man ihn an— gewachsen oder mit dem Faden verwachsen(adnata s. ad- haerens, franz. adnée). Im letztern Falle geschieht es oft, daß die Spitze des Fadens sich über den Staubbeutel hinaus entwe— der in einen bandförmigen Anhang, oder in eine fadenförmige Granne, wie man es beim Oleander sieht, oder in eine Drüse, wie bei Kdenanthera, fortsetzt; bisweilen ist es die Verbin— dungshaut(connectivum), die sich auf solche Weise fortsetzt; bisweilen sind es die Fächer des Staubbeutels selbst; so daß *) Tunr., Iconogr., Taf. 21, Fig. 1, 2, 3, 4. a l Ed aa kühe gemein ft en Sei 1 n die vectf) nen Map fe le zent biswe . sheres an, d 0 hen Beutel weng das! der gedränt dice Jau ber so zel fichesgem! nie nun es tan ere fi c be fle f dich es insgegrern 0 Jen Ver Einfchunz se het gchel, lsehs, fl len, 0 1 er herigen q 6 U A0 eu, 19 Ihe. 00 * And, N wahulh dy 0 en eder hin . du iy aich scht lag, n sy luz U i it senen ent sch der dz ber nicht 0 ahne huge eine At Fan lb, du ehen n un der Ile und fach der Stglbbat htiges Ain Faden auf nes Rücken da er sich du in helizene⸗ inen schall o seil t seinem unnd t die Faatthah t(erectz f, Famile, f sammel, 0 nennt nan i n(adnata gescheht 65 ö eutel hiucu eine febeffe der in eile N t es de u che Weit ff glb bf 407 also die End⸗Anhänge von sehr verschiedenen anatomischen Ursa⸗ chen herrühren können. Gemeiniglich bestehen die Staubbeutel aus zwei häutigen, mit ihren Seiten aneinandergeklebten“) und mittelst eines Körpers, den man die Verbindungs haut(oonnectivum, franz. con- nectif) nennt**), vereinigten Beuteln. Bisweilen ist dieser Körper so klein und so unscheinbar, daß man ihn in den Beschrei— bungen übergeht; bisweilen aber so groß und so stark entwickelt, daß die beiden Beutel oder Fächer der Anthere ziemlich ansehn— lich von einander entfernt sind, wie man zumal bei den Sal— vien sieht*. Es gibt eine gewisse Anzahl Staubbeutel, die nur ein ein— ziges Fach besitzen; dieser Bau scheint bisweilen der Pflanze na— türlich zu seyn, und dann trifft man ihn nur bei denjenigen An— theren an, die mit ihrer Basis auf der Spitze des Fadens fest⸗ sitzen; bisweilen aber rührt er vom zufälligen Fehlschlagen des ei— nen Beutels der Anthere her, was vorzüglich dann stattfindet, wenn das Connectiv sehr groß ist und die Beutel sehr auseinan— der gedrängt sind, wie beim Salbei n). Bisweilen endlich rührt dieser Bau daher, daß der Faden gleichsam in zwei gespalten oder so zertheilt ist, daß man statt Eines Staubfadens mit zwei— fächerigem Beutel zwei Faden mit einfächerigen Antheren findet, wie man es an einem der Staubgefäße des Impatiens noli tangere sieht. Ich weiß nicht, ob es Antheren gibt, die von Natur mehr als zwei Fächer haben; wo aber dieses Aussehen stattfindet, rührt es in mehrern Fällen von zweierlei wahrnehmbaren Ursachen her: 1) Jeder Beutel oder jedes Fach ist meist mittelst einer Längs— Einfalzung seines Rückentheils in zwei Fächerchen oder Halbfä— cher getheilt, und dieser Umstand gibt dem Staubbeutel oft das Ansehen, als wäre er vierfächerig. Y Es ereignet sich zuwei— len, daß zwei oder mehrere benachbarte Antheren so mit einan— der verwachsen, daß der daraus entstehende, dem Anschein nach ) Gnxy, Anat., Taf. 56, Fig. 4, 5. 0 Ebendas., Fig. 5. ) Tunp., Iconogr., Taf. 22, Fig. 6, b. Walt) Punp., Taf. 22, Fig. 6, c, d. (pag. 462) 408 einfache Körper aus vier, sechs oder noch mehrern Fächern zu— sammengesetzt zu seyn scheint, z. B. bei der, unpassend sogenarn— ten, Salix monandra, und wahrscheinlich auch beim Eiben— baum(Ta xus). Auf diesen Gegenstand werden wir bei Gele— genheit der Verwachsungen der Staubgefäße unter einander zu— rückkommen. Die Fächer oder Beutel der Antheren öffnen sich bei ihrer Gag. 463) Reife auf vier verschiedene Weisen: 1) der häufigste Fall ist der, wo die Oeffnung mittelst einer in der Mitte eines jeden Beutels befindlichen Längs-Spalte geschieht; sind dabei die Antheren zwei— fächerig, so nennt man sie zweispaltig(birimosae)). 2) Weit seltener kommt es vor, daß die Oeffnung mittelst Quer— spalten erfolgt, wie bei den Lavendeln*). 3) Einige Antheren öffnen sich an ihrer Spitze mittelst zweier am obersten Ende der beiden Fächer befindlichen Löcher(anthe— rae biporosae), wie man es bei Solanum sieht“), oder mittelst einer Oeffnung an der Spitze des einzigen Fachs der einfä— cherigen Antheren, wie bei Kmaranthus. Diese Art des Auf— springens oder der Oeffnungen dürfte wohl daher rühren, daß die Längsspalte verwachsen bleibt und nur an der Spitze nachgibt. 4) Der sonderbarste Fall ist der, wo sich die Fächer mit— telst Klappen öffnen, die bei der Reife von unten nach oben aufspringen, wie man es an der gemeinen Berberitze, dem Lor— beer und bei den zwei Familien, zu welchen diese Sträucher ge— hören, den Berberideen und Laurineen sieht**). Die Stellung der Antheren in Beziehung auf das Pistill ver— dient ebenfalls betrachtet zu werden; der häufigste und natürlichste Fall ist der, daß die Anthere, welches auch immer ihre Anhef— tungsweise sey, den Rücken nach außen und ihre Fächer nach dem Innern der Blume kehrt; so oft man in den Beschreibungen nicht das Gegentheil hievon angibt, ist stets dieser Fall verstanden. Muß man denselben aber besonders ausdrücken, so sagt man, der Staub— beutel sey einwärts gekehrt(antherae introrsae anti- ) Ton., Iconogr., Taf. 22, Fig. 1, b. **) GiSoINSs, monogr. des 1 Taf. I, A, Fig. 9; E, Fig. 7, 83 G, Fig. 11; Taf. II, H, Fig. 8, und L, Fig. 14, 15. **) TukP., Iconogr., Taf. 22, Fig. 3 Kk) Tun., Icon., Taf. 22, Fig. 4. 0 ritt 0 051 Gi e e Rick 715 die 6 geke. „cae) ne achschen Mt lde ell chu lthe gen mit ber die d ind en kb gulf n so Ike 1 655 e echt! suth fang! lber die tlic ute dy Gef 9 it ff gedcppelt und senfd senen th Me I diese duch ee ge se g ahevac gebte tz dan hon schamem des! urls, 0 heißer auf er A biblett blau Auth mit Quek. die oogla hie 0 ssle, leren U 1 0 ) Ghkuhr 70 Uf 10 J 6 0 Ii, Je. 1 An E sleslich re eher Fiche aan ssun ch uch ben 00 Waden pi hig e mer tun fre sch hi haufgfe Ful e eines en dy: bei dieduthen N Imo sae), deffnungnite Spihe ning chen duch le num cht, Aigen pace „„Diese iu daher ruhe. er Spihe nut sich die dez hon unten g! Berberitze, x n diese Ech e g auf diz l sigste uh funf ch imme he ihre füt h! Beschrebugtl l derte, f a ma, d 00 introrsat! 79 9 5 f „5 409 cae). Bei einigen Pflanzen hingegen ist die Anthere so gestellt,(was. 40 daß ihre Rückseite gegen den Griffel hin sieht, und ihre Fächer sich gegen die Kelch-Seite hin offnen; was man alsdann aus— wärts gekehrte Staubbeutel(antherae extrorsae, s. posticae) nennt. Man sieht dieß sehr deutlich an einigen ange— wachsenen Antheren, wie z. B. denen der Magnoliaceen, oder bei denen mit flachen Staubfäden, wie bei den Schwertlilien); wenn aber die Staubfäden dünn, oder die Antheren aufrecht oder schaukelnd sind, so ist die Untersuchung der wahren Richtung der Anthere etwas schwierig, indem es sich oft ereignet, daß sich der Staubfaden so um sich selbst dreht, daß er der Anthere eine von ihrer ursprünglichen verschiedene Stellung gibt. So kann man sich z. B. über die wahre Stellung der Ranunculaceen-Antheren**) sehr leicht irren. Die Gestalt eines jeden einzelnen Faches oder Beutels der Anthere ist oft rundlich, und dann heißt der gesammte Staubbeutel gedoppelt(didyma); oder häufiger oval, bisweilen länglich und linienförmig; welcher letztere Fall besonders bei den angewach— senen Antheren, wie bei denen der Magnoliaceen stattfindet. Wenn diese Fächer gerade sind, so erscheinen sie als zwei gewölbte, durch eine geradlinige Furche getrennte Streifen. Bisweilen sind sie angewachsen, linienförmig, und zugleich mehr oder weniger gedreht; dann zeigen sie eine Art Biegungen oder Verschlingungen von seltsamem Anblick, was man an den Antheren der Kürbissen), des Dur is, des Erio den dron u. s. w. sieht. Solche Antheren heißen auf- und niedergebogene(änkractuosae), Die Antheren mit rundlichen Beuteln öffnen sich oft mittelst einer Querspalte, die linienförmigen mittelst einer Längsspalte, und die ovalen bieten jegliche Art des Aufspringens dar. Die Farbe der Antheren ist häufig gelb, oft pomeranzengelb, ziegelroth, violett, purpurroth oder weiß, aber niemals grün, oder wirklich blau*. Man muß sich aber wohl hüten, die Farbe der Anthere ) Schkuhr, Handb., Taf. 5 bis, Fig. d. %) Biria, Monogr. de Renonc., in Ato., Montpellier 1811, Taf. 1, Fig. 16. W) Tunp., Iconogr., Taf. 22, Fig. 10. wn), Beim Erythronium dens- canis, dessen Staubbeutel von ziemlich reiner, halb-dunkler, blauer Farbe sind, habe ich die vom (pag. 465) mit der des Blumenstaubes zu verwechseln, auch ist zu bemerken, daß sie vor, während und nach der Befruchtung verschieden ist. Ni Der Blumenstaub Pollen) ist eine Anhäufung kleiner, 0 U in der Anthere eingeschlossener Bläschen(coques), die zur Zeit 1 e ihres Aufspringens aus derselben herauskommen. Nach Guille— 140 10 min, der dieses wichtige Organ neuerlich genau untersucht hat, Ke 0 erscheinen die Pollen-Bläschen, vor ihrem Heraustreten unter— ii sucht, der Hauptrichtung der Beutel-Wände parallel, in regel— ö 10 i 410 5 ö 1 ö mäßige Reihen geordnet, und in einer klebrigen Feuchtigkeit F schwimmend. Bisher hat man sie, in welchem Alter man sie 1465. auch untersuchte, immer vollkommen frei gefunden, und, wenn n sich dieß wirklich so verhält, so dürfte man glauben, daß ihre Er— ee nährung einzig und allein durch ein mittelst ihrer Bläschen— i Wände erfolgendes Einsaugen dieser umgebenden Flüssigkeit ge— ö i schehe. Man kann aber auch mit einiger Wahrscheinlichkeit an— I nehmen, daß die Pollen-Bläschen in ihrer frühesten Jugend ver— e möge eines Fädchens, das wegen seiner kurzen Dauer oder seiner Kürze unserer Wahrnehmung entgeht, sie aber dennoch mit dem ö übrigen Gewebe hinreichend verbindet, an den Wänden der Anthere festsitze. Turpin geht sogar so weit, den im Innern jedes Faches der Anthere hervorragenden Theil als denjenigen zu bezeichnen, der den Pollen trägt, und schlägt dafür die Benennung Pro— 0(pag. 4%) pho pollen* vor. Das Zusammenhängen der Pollen-Körn— 10 10 chen mit dem Staubbeutel während ihrer ersten Jugend ist mir 14 wahrscheinlich: 1) wegen der durchgängigen Analogie aller Pflan— MM zen-Organe; Y wegen der besondern Analogie des Blumenstaubs 11 mit den Eierchen. Diese Analogie ist so groß, daß man, wie wir e später sehen werden, zuweilen Antheren antrifft, deren eine e Hälfte Pollen-Körner, und die andere Eierchen trägt. 0 i Zur Zeit ihrer Reife sind die Pollen-Körner bald vollkommen Mn frei, was der häufigste Fall ist, bald mittelst gewisser, wie ein ll purpurfarbenen, mehr röthlichen, Blumenstaub vollkommen gerei⸗ 0 U nigte Haut der Anthere selbst, zwar blasser, aber dennoch deutlich Wi blau, gefunden. Anm. des Uebers. 110) Rech. mier. sur le Pollen, im vol. II. der Mém. de la Soe. 1 d' Hist. nat. de Paris, 1825. W 0 Aus Analogie mit dem Ausdruck Trophospermum, womit Einige W die Placenta der Samen bezeichnen. Man sehe Iconogr., S. 151. Mil l 1 Jagel deen dee Ohet z b it lustieia dt. 1g lb it fabegig ung 1 B. bal. chi cen) U „ab (ob ut Habesheten tt shilt der iagusg di en* det D Die al. donen wei bei) n Mi bemerkt nn daß die ef den Naizent uch kift m dessensouner der 9 Coh 70 ee 906 0 ) Menz. llegcee tea fi 1 bub uud, Gu, beg fh, 10 6 f) E sahgs., „ 10 Hug. Art) ut, g un I ibu. tuch st zu ung vrshig 0 Mßüufun 0 one, de p; len. Nah gi. au untkrüͤch! d Helgustterm de panlel, y lebngen gut eichem Nr y efunden, un, lauben, dt telst ier N zenden lässht Wahrschenlh frühesten zan zen Dauer i ber dennoch n Wänden dag engen zu n ie Benennm e 1 en der Naa ten Age Malagie dl ie des June „ daß an, l. antrifft, Naa en tig. ner hald lolle ft genssa, ub bollomm aber dennoch f es lle bet. 1 Mem. de l N. num, wont 0 e Leoncge/ 0 ö 0 411 Aufschlag der Länge nach gespannter Faden festgehalten, wie bei den Onagrarieen); bald in kompakte Massen vereinigt, wie bei den Orchideen*) und Asclepiadeen. Die Oberfläche der Körner bietet eine wichtige Verschiedenheit dar; bald ist sie vollkommen glatt und nicht klebrig, wie bei der Justicia quadrifida) und einer Menge anderer Pflan⸗ zen; bald ist sie mit einem, verschiedentlich gefärbten, klebrigen Ueberzug umgeben, der von wahren absondernden Organen, wie z. B. von Wärzchen(Papillen oder Mammillen) erzeugt zu seyn scheint, was man bei den meisten Cinarocephaleen, den Helian— theen νν u. s. w. sieht. Ferner findet man, 3. B. bei der Cobaea πννπι, Pollen-Köörner, deren Oberfläche zitzenförmige Er— habenheiten trägt, die unter dem Mikroskop etwas glänzend er— scheinen; der Pollen der Cucurbitaceen ist mit spitzigen Hervor— ragungen*), welche Amici als eine Art sich in eine Spitze endigender Deckel betrachtet, überzogen. Die allgemeine Form der Pollen-Körner ist bei den Dikotyle⸗ donen meist kuglich), eiförmig Th), oder ellipsoidisch R) bei den Monokotyledonen länglich-ellipsoidisch Pn). Häufig bemerkt man, was schon Malpighi) beobachtet hatte, daß die eiförmigen oder ellipsoidischen Körner auf der einen Seite, den Waizenkdörnern gleich, mit einer Längsfurche bezeichnet sind. Auch trifft man, wie z. B. bei den Cichoraceen, Blumenstaub an, dessen Körner vieleckig oder vielseitig F sind; einige, wie die der Proteaceen, der Onagrarieen, sind ungefähr dreieckig; die der Colutea sind eiförmig, und an den beiden Enden gleichsam ab⸗ *) GuiLI.„ a. a. O., Taf. 8, Fig. 0. %) Spreng., Bau d. Gew., Taf. 6, Fig. 27, C. *) Gul., a. a. O., Taf. 8, Fig. X. t) GurEI., d. d. O., Taf. 8, Fig. K. e) GulII., d. a. O., Taf. 8, Fig. L. aekekeeke) Ebendas., Fig. H, I. f 1) Ebendas., Fig. E, G, H, K. 10 Ebendas., Fig. X. I) Ebendas., Fig. B. Art) Ebendas., Fig. C. Tr Anat. plant., I. S. 64, Fig. 188. Ir Gurr., d. a. O., Taf. 8, Fig. N. (pag. 467) (pag. 468) gestutzt u. s. f. Unter den ellipsoidischen oder länglichen Pollen— Arten trifft man zuweilen gekrümmte; Grew führt sogar ver— zweigte an); allein diese Beobachtung scheint nicht bestätigt worden zu seyn. Ueberhaupt bleibt sich die Form des Pollens bei den verschiedenen Pflanzen derselben Familie ungefähr gleich; allein ähnliche Formen finden sich bei sehr verschiedenartigen Fa— milien wieder. Jedes Pollen-Körnchen enthält in seinem Innern eine Flüs— sigkeit, die klebriger Natur zu seyn scheint, und Samenduft (Fovilla) genannt wird; dieß ist die eigentliche befruchtende Feuchtigkeit der Gewächse. Gleichen und Guillemin haben gesehen, daß diese Flüssigkeit kleine Körner enthält, welche der letztere dieser beiden Naturforscher granules(Körnchen) nennt. Diese Körnchen scheinen ihm den thierischen Samenthierchen zu entsprechen, und einer Beobachtung zufolge, eine ihnen eigen— thümliche Bewegung zu besitzen. Bei ihrer Reife können sich die Pollen-Körner entweder mit— telst eines regelmäßigen Aufspringens, oder, was gewöhnlicher ist, durch unregelmäßiges Zerreißen öffnen. Diese Oeffnung wird namentlich dadurch bewerkstelligt, daß sie mit Wasser in Berüh— rung kommen; auch wird letzteres, nach Guillemin's Beobach— tungen, bisweilen von den Pollen-Körnern absorbirt, und der durch dasselbe verdünnte Samenduft scheint dann auf unmerkliche Weise auszutreten. Es wird allgemein angenommen, daß die Pollen— Korner, indem sie auf die zur Zeit der Befruchtung fast stets feuchte und klebrige Narbe fallen, sich daselbst öffnen, und die fovilla darauf absetzen; letztere scheint dann von der Narbe, welche das Geschäft eines Saugschwämmchens verrichtet, eingesogen und den Eierchen zugeführt zu werden. Einige haben geglaubt, diese Feuchtigkeit erwecke bei ihrer Ankunft bei den Eierchen den jungen Embryo, und pflanze ihm die Lebens-Bewegung ein; Andre meinen, die Körnchen dringen bis in die Eierchen hinein, und erzeugen darin den Embryo**). Da es aber bei einem so *) Anat. plant., Taf. 58. ) Wir vernehmen, daß Adolphe Brongniart kürzlich diefe Be⸗ hauptung von neuem vertheidigt hat, nämlich in einer sehr wicht gen Abhandlung über die Erzeugung der Pflanzen, welche, während algen 6 f ell sahnmen a k Mer guat, die f del gaulkn, daß aa lden K dell Dese an Hel ch eawschen se der Muheten! hangen man die Ste gen, wenn biüderig beüdetig Dee usb Filegbe ue l galt iht seger ger, siht hesitgt i Polenz he ihr glich enartigen d ern eine Fla damenduft hefruchtende emin haben „welche der chen) nennt. shierchen zu ihnen eigen: ethode mit⸗ d geuhücher Aflung ud, ser in Reuuh⸗ 1 Neohach⸗ id ber dürch slsche Veise die Pollen⸗ fist stet „ und dhe abe, welche tingesogen geglaubt, lecchen den, egung ei; hen linen, g einem so ic dee V. 1 seht igt che, nige 413 schwierigen Gegenstande schwer ist, eine bestimmte Meinung zu haben, so erlaube ich mir nur zu bemerken, daß das beständige Vorkommen der Samenthierchen in der befruchtenden Feuchtig— keit der Thiere, und der Körnchen in derjenigen der Pflanzen nicht hinreicht, die Meinung von der Präexistenz der Keime in den Eier— chen zu widerlegen, und man könnte mit einiger Wahrscheinlichkeit glauben, daß die Samenthierchen oder die Pollen-Körnchen die erweckenden Kräfte des im Eichen zum Voraus existirenden Keimes seyen. Diese mehr physiologische Frage gehört nicht hieher, dar— um beeile ich mich, die Beschreibung der männlichen Pflanzenorgane fortzusetzen. Die Staubgefäße können auf dreierlei Weisen mit einander verwachsen seyn oder zusammenhängen, nämlich mittelst der Fäden, der Antheren oder beider zugleich. Hängen sie vermittelst der Staubfäden zusammen, so pflegt man die Staubgefäße ein-brüderig(monadelpha) zu nen— nen, wenn alle Fäden mit einander vereinigt sind; zwei— brüderig(diadelpha), wenn sie zwei Bündel, und viel— brüderig olyadelpha), wenn sie mehrere Bündel bilden. Diese Ausdrücke geben aber von der Verschiedenheit der wirklichen Fälle bei weitem keinen vollständigen Begriff. Die Verwachsung der Staubfäden unter einander erfolgt um so leichter, je mehr die Fäden von Natur plattgedrückt sind, und je näher sie in ihrer ursprünglichen Lage bei einander stehen. Sie kann, wie die der Blumenblätter, in jedem möglichen Grade statt finden; so gibt es Staubgefäße, deren Fäden nur an der Basis mit einander zusammenhängen, z. B. bei mehreren Nelken); andere, wo sie bis zur Mitte vereinigt sind, wie z. B. die beiden Staubfäden der Salix incana; andere, wo die Verwachsung den Gipfel beinahe oder vollkommen erreicht, wie bei den meisten Meliaceen, einigen Malvaceen*) u. a. m. Man trifft sogar welche an, die am Ende ihres Blühens an ihren untern Enden sich trennen, und an ihrer Spitze verwachsen bleiben, wie z. B. bei des Drucks unseres Werkes im Institut de France vorgelesen wor— den ist. *) VENT., Jard. Cels., Taf. 39. ) Ton., Icon., Taf. 22, Fig. 9, 10. (pag. 469) ö 414 den Lobelien). In dieser Hinsicht würde man zwischen den zusammenhängenden Staubfäden eben so viele Verschiedenheiten auffinden, als zwischen den in eine verwachsenblättrige Blumen— krone vereinigten Petalen. Oft ist der Grad der Verwachsung der einzelnen Staubfäden in einer und derselben Blume sehr un— gleich, wie man dieß auch zwischen den Petalen der unregelmäßi— gen Blumenkronen sieht. Auf eine bei allen Staubgefäßen gleichförmige Weise kann der Zusammenhang der Fäden entweder da stattfinden, wo sich jene sämmtlich auf einer einzigen Reihe befinden, wie bei den meisten Amaranthaceen und Meliaceen, oder da, wo sie in mehre— ren, an der Basis mit einander verwachsenen, Reihen stehen, wie bei den Malvaceen. Bei andern sind die Staubgefäße regelmäßig in Bündel ver— theilt, die an der Basis mit einander verwachsen sind, und diese Bündel stehen mit den Kelchblättern oder mit den Carpellen in symmetrischem Verhältniß. So bilden die Staubfäden der Hy- P ericum oder der Melaleuca 80 fünf Bündel, die mit den Petalen abwechseln, und deren jedes aus einer ungefähr bestimm— ten Anzahl von Staubgefäßen besteht. Wenn, wie es bisweilen der Fall ist, die Staubgefäße auf einer einzigen Reihe stehen, und in der doppelten Zahl der Petala vorhanden sind, so verwachsen ihre Fäden unter einander, und zwar entweder alle in eine cylin— drische Scheide, wie bei Cytisus, oder neun verbinden sich zu einer an der obern Seite gespaltenen Scheide, und der zehnte bleibt frei, wie bei Colutea*); oder fünf Staubfäden auf der einen, und fünf auf der andern Seite verschmelzen, und bilden so zwei Halbscheiden, wie bei KLeschinomene; oder, wie bei mehre— ren Dalbergien, in zwei Seitenbündel, wobei ein einziger frei bleibt. Bei einigen andern Familien bemerkt man noch andere, merkwürdigere Verwachsungsweisen. So sind bei mehreren Cru— ciferen, wie bei KLethionema v²ν,, bei Sterigma) von ) Ton., Icon., Taf. 22, Fig. 5. ) Toxv., Iconogr., Taf. 22, Fig. 12. Tonr., Iconogr., Taf. 22, Fig. 11. Nee) DxTxss., Icon. sel., vol. 2, Taf. 74, 75, 76. 1) Ebendas., Taf. 83, 84. 9 146 Efe fache cker 110 0 bern auge, de gabe def gabens t de wubsphsgeldet Enusgfißen die aer sie dem Kirch milie fudet f ragt! den chen sid nut wil 0 andes Denn! wachfn sin thereae der mann chungen da zugleth sta Rug durg siud de so t duch gz in di he Auth he, Conhosit berwacht fe gabelsnnge rung fre mit dan ehe 1 zyschen den scibenheheg slihe Blue; derwachsug lune sehr n Aregelnißt e WVeise kam den, wo sih wie bei den se in nachr⸗ ihen stehen, Bunde ber d, ind diese Eupelen in aden der Hr „die mit den fahr hein 66 liehen shen, und henbachsen ele chlin⸗ en sih zu hute blebt der eine, en so zue hei mehke⸗ fziger fil ch ande reren bru⸗ 14) bal 415 sechs Staubgefäßen die beiden seitlichen beständig frei, die vier übrigen aber mit ihren Fäden entweder ganz oder theilweise je zwei und zwei verwachsen. Zu bemerken ist, daß, wenn bei den Gat— tungen, die solche Anordnung darbieten, diese Fäden getrennt bleiben, dieselben an derjenigen Seite, an welcher sie Neigung haben, mit dem ihnen zunächststehenden zu verwachsen, einen her— vorspringenden Zahn zeigen. Bei den Kürbissen ist von fünf Staubgefäßen meist eins, wenigstens an der Basis, frei, und die andern sind je zu zwei innig mit einander verwachsen. Bei dem Erdrauch(Fu maria) und den Gattungen der nämlichen Fa— milie findet man zwei Bündel, wovon ein jedes drei Staubbeutel trägt, der mittelste ist zweifächerig, die beiden seitwärts befindli— chen sind nur einfächerig; woraus sich vermuthen läßt, daß die wirkliche Zahl der Staubgefäße vier sey, wovon je zwei mit ein— ander verwachsen sind. Wenn die Staubgefäße mittelst der Staubbeutel zusammenge— wachsen sind, so heißen sie verwachsen-beutelige(syn an— thereae oder syugenesia). Diese Erscheinung, obgleich min— der mannigfaltig, als die vorige, bietet ebenfalls einige Abwei— chungen dar. Gemeiniglich findet sie an allen Antheren der Blume zugleich statt, und durch ihr Verwachsen bilden sie dann eine Art Ring, durch welchen der Griffel hindurchgeht; in diesem Falle sind die so verwachsenen Antheren einwärts gekehrt, öffnen sich durch Längsspalten, und indem die Narbe im Innern des Ringes in die Höhe strebt, beladet sie sich mit dem Blumenstaub der Antheren. Dieß bemerkt man bei der ungeheuern Familie der Compositae und bei mehreren Campanulaceen. Bisweilen verwächst jedes einzelne der beiden Fächer, indem sie durch eine gabelförmige Spaltung des Fadens, oder durch eine Verlänge— rung der Verbindungshaut von einander entfernt sind, seinerseits mit dem einen Beutel des nächsten Staubgefäßes, und so bilden sie zweifächerige Vereinigungen, die man für wahre Antheren halten könnte; dieser sonderbare Bau wird an den Stapelien, und vielleicht auch an der zweifächerigen Anthere der Fumaria— ceen bemerkt. Die dritte Verbindungsweise der Staubgefäße ist endlich die, wo sie zugleich mit den Fäden und mit den Antheren zusammen— hängen. Hievon kennt man erst eine kleine Anzahl Beispiele. Die (Pag. 41) (pag. 472) — 1 9 6 416 9 Barnadesia, eine Gattung aus der Familie der Compositae, 0 der gen 1 hat fünf Staubgefäße, deren Fäden zu einer vollständigen Röhre 10 1 hung 10 0 und die Antheren zu einem Ringe, dessen Fächer sich einwärts n 1 N öffnen, verwachsen sind. Die Symphonie ae(eine Tribus oder ae N 0 Familie zwischen den Guttiferen und Meliaceen) haben Staubfäden, u 1 ö die zu einer Röhre verwachsen sind, und Antheren, deren Fächer 1 1 e sich auswendig an der Rohre mittelst Längsspalten offnen; eine 0 1 10 ö Erscheinung, die dem Bau der Cucurbitaceen etwas ähnlich ist. 1 0 0 M Die unpassend so genannte Salix monandra) hat zwei mit— 1 115 0 telst der Fäden und Antheren verwachsene Staubgefäße. Die 10 16100 K„ Morina Persica 9) hat vier fruchtbare Staubgefäße, die funf ö paarweise mittelst der Fäden und der Staubbeutel zusammenge— 0 wachsen sind. Endlich scheint der Eibenbaum(Ta xus) acht bis zehn mittelst der Fäden und Antheren verwachsene Staubgefäße ö zu haben, wodurch eine Art Stütze gebildet wird, die sich an der Lon 0 Spitze in eine, an ihrer untern Seite die Antheren tragende. Gu Scheibe, ausbreitet; diese Form der Fäden ist von einigen Schrift— as willch 1 stellern androphorum genannt worden. Alle diese Beispiele slähen sich in 0 1 W lassen sich entweder durch Zergliederung oder durch Vergleichung seht. dune 6 15 mit den verwandten Gattungen oder Arten erkennen. bins ng „ Die Staubgefäße entspringen, wie oben bemerkt worden, r auf in fi 1 aus dem Torus, und zwar nahe an demjenigen Theile desselben, man din Gif 0 N 5 aus welchem die Blumenblätter ihren Ursprung nehmen. Sie dus baß freien, „ gehen mit den letztern sehr leicht Verbindungen ein; besonders hön- den zi e fig aber sind diese Anwachsungen dann, wenn die Petala selbst unter dich kupell 1 einander zusammenhängen, sehr selten hingegen, wenn sie getrennt A Cre sind. So sind die Fäden der Staubgefäße bei allen verwachsen⸗— sid af uchi 1 ö(pag. 478) blättrigen Blumenkronen, die Campanulaceen allein ausgenom— üichtenflgnde 0 15 men, mit dieser verwachsen; und unter den vielblättrigen Blumen— 10e sse ö ö kronen sind die Staubfäden nur bei den Malvaceen, den Caryo- eece sezie e phylleen u. s. w., und selbst da nur schwach, mit den Petalen d fen gan 0 verwachsen. f. fh g 0 Daß die Staubgefäße ihrer Verrichtung nach die nämlichen esa 1601 Organe sind, werden wir in der Physiologie umständlich erklaren; en bunt M hie! 0 4 0) Horrx., Sal., Taf. 1. 9 Ei ir l „ 0 Corn, Dipsac., Taf. 1, im Band II. der Mém. de la Soe. de licher i Genève.„ al 417 r Conposit kahn gin hier ist es genug, zu sagen, daß diese fast einstimmig angenom— sch kinwänz mene Meinung auf folgenden Punkten beruhe: 1) auf der Unter— e Tribus go, suchung ihres Baues; 2) darauf, daß diejenigen Blumen, welche, vennubfün sey es von der Natur selbst, wie bei den zweihäusigen Pflanzen, deren dc oder künstlich, wie bei denen, die durch Insecten verstümmelt, lfu;* oder absichtlich von Seiten der Naturforscher ihrer Staubgefäße s ahnlich i beraubt worden, durchgehends unfruchtbar sind; 3) auf den Bastarden oder hybriden Pflanzen, die entweder durch Zufall oder absichtlich hervorgebracht werden, wenn der Pollen der einen Pflanze auf die Narbe einer andern übergetragen wird). at zwei mit fäße. De gefäße, de usammerg us) acht bi Staubgefäße e sich an der Von dem Griffel oder von den Carpellen. Der Griffel, in seiner Gesammtheit betrachtet, ist offenbar das weibliche Organ der Blume, weil man ihn ja nach dem Ver— blühen sich in die Frucht verwandeln, und die Samen enthalten Fun fer Art icke l. ) Neglacdung sieht. Lange Zeit wurde er, wie es sein Name verräth, als ein einziges Organ angesehen; allein sein Bau, und zumal der Bau kt worden der auf ihn folgenden Frucht, läßt sich nur dann begreifen, wenn ele deselben man den Griffel eben so, wie alle übrigen Organe der Blume, als men. Cie aus bald freien, bald unter einander zusammenhängenden Elemen— Inders häu⸗ tar⸗Organen zusammengesetzt, betrachtet; diese Organe sind es, selbst unter die ich Carpella(Carpella, franz. carpelles) genannt habe. sie getrennt Die Carpella entspringen im Mittelpunkt der Blume, und erwachte sind auf verschiedene Weisen geordnet, von welchen die wesent— ausgenn⸗ lichsten folgende sind: n Blunt, 1) Sie stehen quirlförmig um eine wirkliche Are herum, den Cant; welche die Fortsetzung des Blumenstielchens ist, und sind mittelst gag. 4705 en Pen ihrer innern Kante an diese Axe oder Mittelsäule befestigt. Dieß ist z. B. bei den Malvaceen) der Fall, wo man fünf oder mehrere Carpella rings um eine Säule, die vom Blumenstielchen ausgeht, herumgestellt sieht. Diese Säule breitet sich(3. B. bei hanlchen erläͤren; biet ) Eine sehr interessante kleine Schrift über die Bastarde unter den Pflanzen ist: Ch. J. G. ScurxpzE, de plantis hybridis sponte na-“ tis. Capellis Cattorum. 1825. Anm. d. Uebers. ) Lax., III., Taf. 578 und folg. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 27 de la Soe. d. 418 Stegia)) in eine Art Endscheibe aus, und die Carpella sitzen mittelst ihres innern Winkels an ihr fest. Einen ähnlichen Bau bemerkt man bei den Euphorbiaceen“); auch nimmt man mit Verwunderung wahr, daß gewisse fremde Gattungen, wie z. B. Gyrostemon*), zwischen diesen beiden, in andern Beziehungen so verschiedenen Familien das Mittel zu halten scheinen. 2) Ferner findet man quirlförmig um die Spitze einer Central— Säule gestellte Carpelle, die aber von dieser Spitze herabhängen, und folglich mit derselben nur mittelst des obersten Endes ihrer innern Kante zusammenhängen. Dieß sieht man bei den Ge— ranieen“*); ihre fünf Carpelle sind nicht mit ihrem Rande an die Säule befestigt, sondern hängen vermöge eines verlänger— ten Blumenstielchens von ihrer Spitze herab. 3) Die Carpelle können ferner quirlförmig, aber aufrecht, um die Spitze der Axe herumstehen, und mit dem untern Ende ihrer innern Kante befestigt seyn; diese Are ist bisweilen so kurz, daß man sie als gar nicht vorhanden angesehen hat, wie es z. B. bei allen Crassulaceen), bei den Eisenhüten(Aconitum), den Gattungen Aquilegia, IIlicium u. s. w. zu sehen ist; (eas. 478) die Stelle für die Säule bleibt alsdann im Mittelpunkt des durch die Carpelle gebildeten Quirls leer. Bisweilen hingegen, wie 3. B. bei mehreren Rutaceen P), ist die Axe etwas verläugert, und der Quirl der Carpelle gleichsam wie in die Höhe gehoben. 4) Die Carxpelle können ährenförmig rings um eine Central⸗ säule gestellt seyn, was man sehr deutlich am Tulpenbaum Pu), an den Magnolien, den Ranunkeln aus der Abtheilung Ra- nunculastrum, bei Myosurus u. s. w. sieht. Diese ähren— förmig gestellten Carpelle bieten oft an ihrer Basis kleine Schup— pen dar, die man als wahre Carpellardeckblätter betrachten könnte. ) LAx., III., Taf. 582. Lavatera, Fig. 1, d, e, f. * Garnrx., fruet., Taf. 107. ) DrsFON T., Miu. mus., 6, Taf. 8 und 10. t) Lax. III., Taf. 575 und 574. 1) GarRTN., fruct.; Taf. 65, wo die verschiedenen hier erwähnten Beispiele vereinigt sind. 1) Apn. Jussixu, Mon. des Rutac., Taf. 17, Fig. 9. Tt) GakRTIN., fruct., Taf. 178. hl on Nebupelat 15 1 u Baar I di wich i gaben Fal el ach ac beni nales hei! chf) ih, (lis mg l. fl. Cid vachsehn Bil fi 9 05 Hewächteche! Ae both Uurpelkn vort muthlche un erwog eine theils Jagen el fentrals vorstellt deisth — 1 Han 0 Tan IR 0 0 den N eb, Agi eff f che Legun — J Lerm „ Lon. 5 lion. Diss. J Nan eien kati 1 fa dampels schen lch ul sinmt nan ungen, wie in anden l zu hallen ier Centigl⸗ tabhänge, endes ihrer i den Ge⸗ em Rande berlänger r auftecht, ten Ende len so fut, ie ed. B. conitunh, u sehen ist ft hes duch gen, wie belangen, hohen. »Central⸗ ml, ung Re. se ahr e Schuf⸗ i könnte. erwähnten 419 Diese Carpellar-Bracteen habe ich an einigen Ranunculaceen beob⸗ achtet; ihre Natur verdient noch die besondere Aufmerksamkeit der Beobachter. 5) Ist die Säule sehr kurz, oder, statt länglich zu seyn, rundlich, so konnen die Carpelle, anstatt, wie in dem vorherge— henden Fall, eine Aehre zu bilden, rings um diese Säule zu einem mehr oder weniger dichtgedrängten Kopf zusammengehäuft seyn, wie man es bei den Ru bus, den Erdbeeren(bei welchen die Säule fleischig) ist), den Annona, den meisten Ranunkeln„), den Alis ma u. a. m. sieht. 6) Endlich können die Carpelle auf den mit dem Kelche ver- wachsenen Wänden des Torus selbst zerstreut seyn, wie man es bei der Gattung der Rosen) sieht, welche vielleicht im ganzen Gewächsreiche das einzige Beispiel dieses Baues darbietet. Alle vorhergehenden Anordnungen setzen eine Mehrzahl von Carpellen voraus, und dieß ist auch, meiner Meinung nach, der natürliche und normale Zustand der Blumen; alle aber können vermöge eines Fehlschlagens oder des Verwachsens theils wirklich, theils dem Anschein nach, auf die Einheit herabgesetzt seyn. Die Folgen hievon werden wir sofort untersuchen; vorher aber muß der Bau jedes einzelnen Carpells betrachtet werden. Jedes Carpell kann als ein kleines, nach innen eingeschlagenes oder gefaltetes Blatt, welches die durch die Befruchtung zur Entwickelung gebracht werden sollenden Keime einschließt, betrach⸗ tet werden. Diese Keime führen den Namen Eierchen(ovula, franz. ovules), und der sie enthaltende Theil des Carpells heißt der Eierstock(ovarium, franz. ovaire). Gewöhnlich sind die Carpelle ungestielt, bisweilen haben sie an der Basis eine von der Centralsäule unabhängige kleine Stütze, die den Stiel des Blattes vorstellt; diese kleine Stütze erhält den Namen Thecaphorum. Sie ist bei mehrern Sterculia 99, bei einer ziemlich großen An— zahl von Leguminosen, Capparideen ch u. s. w. sichtbar. ) Hax, Term., Taf. 27, Fig. 5, d. %) Tunp., Icon., Taf. 54, Fig, 5, 6. %) Tokr., Icon., Taf. 32, Fig. 4. ) CAv., Diss. 5, Taf. 141, 142, 143, 144. ) Namentlich bel Cleome longipes, bei welcher sie beinahe einen Fuß lang ist. 27 (pag. 476) 1 420 Die Eierchen entspringen fast stets aus dem Rande des Blättchens, das durch seine Faltung das Ovarium bildet, oder, was das Nämliche sagt, zu beiden Seiten des innern Carpell⸗ Winkels; der gewöhnlich etwas verdickte Theil, an dem sie fest— sitzen, führt den Namen Mutterkuchen(Placenta); die Spitze dieser Theile und des Carpelles setzt sich in einen bald sehr langen, bald sehr kurzen Faden fort, den man den Stempel (stylus) nennt, und dieser trägt ein drüsiges, zur Befruchtungs⸗ zeit klebriges Organ, welches den Pollen empfängt, ihn platzen macht, und den Samenduft in sich einsaugt, eine Art Griffel— Schwämmchen, die man die Narbe(stig ma) nennt. Wir wollen nun diese verschiedenen Punkte, auf welche wir bei Ge— legenheit der Frucht umständlicher zurückkommen müssen, in der Kürze durchgehen. Die Analogie des Carpells mit den Blättern wird durch fol— gende Gründe erwiesen: 1) es besitzt häufig die nämliche Consistenz, die gleiche Farbe, die gleiche Fähigkeit, im Lichte das kohlensaure Gas zu zersetzen; es zeigt häufig Spaltöffnungen, und wenn es Haare oder Drüsen besitzt, so sind diese Organe oft denen der Blätter ähnlich; 3) es zeigt sehr oft ein Gefäß-System(neryures), welches in seiner Vertheilung demjenigen der Blätter sehr analog ist; 4) die Eierchen befinden sich bei den meisten Carpellen genau an den Stellen, an welchen bei einigen Blättern, wie beim Bryo— phyllum, sich ohne Befruchtung Keime erzeugen; 5) nicht sehr selten sieht man, wie Carpelle sich durch Ausartung zu wahren Blättern entwickeln, was ich am Lathyrus latifolius beobachtet habe“). Sehr leicht sieht man diese Analogie auch bei gewissen Mißbildungen von Kirschen, die, statt eines einzigen Carpells deren mehrere, bald im Zustande gewöhnlicher Carpelle“), bald im Zustande nach innen gefalteter Blätter* tragen. ) Dy C., Mém. Légum., Taf. 2, Fig. 1, 2.) ) Dy C., Jard. de Genève, Taf. 18. %) TaBRnNAEM., Icon., Taf. 983. 1) Am DPelphinium crassicaule sah Röper die drei Carpelle in drei gestielte, eiförmige, zugespitzte, an der Spitze ausgerandete, dreirippige, grob gesägte, grüne Blatter ver— wandelt. Man vergl. Rorrνε Enum. Euphorb. p. 45 in nota.— Beim Dic: tamnus Fraxinella beobachtete auch Eysenhardt eine Umwandlung der fünf Carpelle in eben so viele Blatter.(Man sehe Linnea I, S. 678, tab. VII. An m. d. Uebers. Du ber! ape l gegen, d wen kr bol r Pei zum enger 18 Aerrs pl ger ch feiner ehh! — Halt aufe Coluteaz od Zlattllite R tilt d Fal ach len sch ie zB. bei d aß eng Duckes eine Kane pus oder (eb wenn wach 0 scgar! seß. die Cn 1 sind. Jr Ste Capes, bee innert bon fuchen andes her er sist. siß aint, den N Gipff kufach der a fie en 0 fun t 6s Lier N 0 1 fempel⸗ sapels ade dez lle, Her, en Gupel⸗ den sie ffs⸗ ente); die en bald sehr Stempel fluchtunge⸗ ihn platzen ict Griff unt. Mir ir bei Ge en, in der bulch fol⸗ Gnsistenz, kahloasaure „d wenn ft denen der (leres), ch aunlag len genau In Bryo- sicht seht u wahren ifolius gie auch einzigen pelle“) . „ förmige, e Wlötier vet Dum Die inf Carell 10 Uebets. 421 Da der Eierstock des Carpells durch die Einbiegung oder Fal— tung eines Blattes gebildet wird, so zeigt er in verschiedenen Fällen Gestalten, die mit seinem Ursprung übereinstimmen; so ist er, wenn er von seinen Nachbarn gar keinen Druck leidet, und auf keine Weise mit ihnen zusammenhängt, entweder an seinen Seiten zusammengedrückt oder flach, wenn nämlich die beiden Hälften des Blattes platt und an einander gelegt sind, wie bei den Erbsen; oder an seinen Seiten gewölbt, aber mit einer Rückenrippe ver⸗ sehen, wenn nämlich das Blatt eine Mittelrippe besitzt, und seine Hälften auf einander gebogen sind, wie bei der Bohne oder bei Colutea; oder auch beinahe tutenförmig gekrümmt, wenn das Blatt keine Mittelrippe hat, wie bei der Zeitlosen). Zuweilen tritt der Fall ein, daß die Ränder des Blattes sich um sich selbst nach innen schlagen, und dadurch zweifächerige Carpelle bilden, wie z. B. bei Astragalus*). Wenn die Carpelle quirlförmig und an einander gedrängt stehen, so erhalten sie, in Folge ihres Druckes eine dreikantige Gestalt, nämlich zwei flache und zu einer Kante zusammenstoßende Seitenflächen, und eine flache, gewölbte, oder sogar winkliche Rückenfläche; was man bei den Crassula— ceen sieht. Diese Wirkung ist noch deutlicher ausgesprochen, wenn die Carpelle mittelst ihrer Seitenflächen unter einander ver— wachsen sind. Der Stempel entspringt ursprünglich aus dem Gipfel des Carpells, bisweilen aber an der Mitte oder an der Basis des innern Randes, wie man es bei Alchemilla sieht. Die Stelle, von welcher er ausgeht, ist immer die, an welche der Mutter— kuchen stoßt. Die Länge des Stempels wird durch das Verhält— niß bestimmt, welches in der Stellung der Narbe im Bezug zu den Antheren stattfinden soll; fehlt er, so sitzt die Narbe auf dem Gipfel des Eierstocks. Gewöhnlich ist er dünn, cylindrisch und einfach. Da aber die Eierchen im Allgemeinen in zwei Reihen, oder auf zwei Mutterkuchen sitzen, so besitzt ein jeder derselben seine Stempel-Fortsetzung, und man kann den Stempel eines jeden Carpells als aus zwei partiellen, bald völlig getrennten, bald mehr oder weniger mit einander verwachsenen Stempeln be— nnr, fruet,; I, Taf. 18. *) Dx C., Astrag., sämmtliche Tafeln. (pag. 478) A 1 6 f 0 U ag. 470) pag. 480) 422 stehend, betrachten. In diesem Falle sagt man vom Stempel, er sey zweispaltig(bifidus), und habe zwei Narben. Die Familie der Euphorbiaceen bietet diese verschiedenen, bald einfachen, bald gabelförmigen Zustände der Carpellar-Stempel sehr deutlich dar). Die Stempel sind, von der Stelle an, wo sie sich von den Eierstöcken trennen oder erheben, oft getrennt, bisweilen aber auch, wie bei den Geranieen, mit der Mittelsäule verwachsen. Die Narbe ist, wie wir gesagt haben, eine Art Schwämm— chen, das vom Griffel getragen wird. Sie befindet sich gewöhn— lich an der äußersten Spitze der Carpellar-Stempel, und man sagt, es sey nur eine vorhanden, wenn die beiden Placentar-Stempel bis ans Ende verwachsen sind; es seyen hingegen ihrer zwei, wenn sie sich nur bis zu einem Theil ihrer Länge verwachsen zeigen. Diese Art sich auszudrücken hat oft Verwechselung der Stempel— Zweige mit den Narben veranlaßt; letztere sind aber eigentlich nur der drüsige Theil, an welcher Stelle er sich auch immer befinde; so z. B. sitzt dieser drüsige Theil bei mehreren Legu min osen seit— wärts gegen das Ende des Stempels hin. Bei den Schwertlllien sind die Zweige der Stempel glatt, blumenblattartig und zwei— lippig; die obere sehr lange Lippe ist oft an ihrer Spitze zwei— spaltig, die untere dagegen sehr kurz; und in der Querspalte, die durch die Stellung dieser beiden Lippen entsteht, befindet sich der drüsige Theil oder die wahre Narbe*). Die Narbe ist*), ihre Gestalt und Lage sey welche sie wolle, mit klebrigen Wärzchen besetzt. Wem nun der Pollen darauf fält, so erleidet er die Einwirkung dieser Feuchtigkeit, nämlich er zer— platzt, und der Samenduft wird durch die Schwämmchen einge— sogen; läßt man dieselben gefärbten Flüssigkeiten einsaugen, wie ) Apn. DE Jusstyu, mon, des Euphorb., sämmtliche Takeln. %) Man sehe in den Annals of Bot., vol. I, p. 441, einen Artikel, in welchem Koenig über die Arbeiten von Kölreuter, Cava— nilles und Conrad Sprengel über die wahren Narben der Iris einen sehr interessanten Bericht erstattet. Man sehe auch Schkuhr's Handb., Taf. 5 bis, Fig. e, e, f. ) Gnkw,. Anat., Taf. 56, Fig. 7; Taf. 59, Fig. 6; Taf. 60, Fig. 4 und 5. Marr., Oper., ed. in Ato.; I, Taf. 37, Fig. 235. Hedw. Samml., I, Taf. 4, Fig. 8 und 9. 1 alli arb fe d 1 bf 50 1 del Clerc wahle a. en din bodo l 6 1 h Nam bist f zul chief sse He, 44 ft l eslil den fi stach nd! pingen; Da b ampe in Steluug gen; Woch verschieden fle der C Nathe hei zu schn, u die le bet . Erpel„ l. A gm ba elch, lch daulch e sch don de lewelen gh e berwachsa, t Schwann sech gew d man seg, sar⸗ Step zwei, weng chsen zeigen er Stempel sgentlich nur ile befinde; sihosen seit⸗ Schwerlälien fig und zwei Cue zei falle, die bet sich der he sie woll, rauf fäl, ich er zet⸗ chen einge igen, wi geln. en Mel, et, Caba⸗ Nahen det, sehe guch 0, fig.“ 6. heb. 423 es Bulliard gethan hat, so sieht man, daß die durch die Narbe eingesogene Flüssigkeit den Gefäßen ins Innere des Stempels folgt, von da in den Mutterkuchen eindringt, und auf diese Weise zu den Eierchen gelangt. Dieß ist der Weg, auf welchem die vegetabilische Befruchtung erfolgt. Die sämmtlichen Gefäße, die von der Narbe zu den Eierchen gehen, führen zusammengenom— men den Namen Griffelstrang(ehordapistillaris, franz. cordon pistillaire); wir werden bei Gelegenheit der Frucht auf dieselben zurückkommen.. Ueberdieß trägt der Stengel bei einigen Pflanzen drüsen— lose Haare, welche von Cassini mit dem Ausdruck Sammel— Haare(pili collectores, franz. poils balayeurs) bezeich— net worden sind); man findet sie bei der Familie der Com po- sitae, und sie dienen dazu, die Antheren zu reizen, ihr Auf— springen zu bewirken und den Pollen auf die Narben zu bringen. Die Campanulaceen besitzen ebenfalls Sammelhaare, welche in Stelluug und Bau denen der Compositae sehr zu gleichen schei— nen; jedoch könnte es wohl seyn, daß ihre Verrichtung etwas verschieden wäre. In der That scheint derjenige Theil des Grif— fels der Campanula, dem man aus Analogie den Namen Narbe beilegt, zur Blüthezeit dem Pollen vollig unzugänglich zu seyn, und Cassini vermuthet, daß vielleicht die Haare die Rolle der Narben übernehmen). Dieser Gegenstand verdient von Neuem mit Sorgfalt untersucht zu werden. Die Carpelle zeigen größere Neigung, mit einander zu ver— wachsen, als die mehr nach außen befindlichen Organe. Dieß rührt ohne Zweifel daher, daß sie sehr nahe beisammen stehen, was theils von der Art ihrer Stellung, theils vom Drucke der äußern Organe abhängt. Wir müssen also die neuen Formen, die aus diesen Verwachsungen, sowohl der ganzen Carpelle, als einzel— ner ihrer Theile, entstehen, genau untersuchen. Durch eben erwähnte Verwachsungen können nun entweder die Ovarien allein, oder ) Cass INI, Bull., philom. Juill. 1818. Journ. phys. Octob. 1813. Opusc. phytol., 2, p. 374. Do PrriIr-Trovans, Bull. philom. Aout 1818. % Gnxw, Anat., Taf. 60, Fig. 3 und 5; Taf. 61, Fig. 5; Taf. 62 Fig. 3. (pag. 491) ö (pag. 462) 424 die Ovarien und Stempel, oder die Ovarien, Stempel und Nar— ben, oder die Stempel und Narben(wobei die Ovarien frei blei⸗ ben), oder endlich die Narben allein verbunden werden. Wenn zwei oder mehrere Carpelle mittelst der Eierstöcke mit einander verwachsen, so entsteht daraus ein aus mehreren partiellen Ovarien zusammengesetzter Eierstock, in welchem letz— tere eben so viele Fächer ausmachen, als Carpelle vorhanden waren. Diese Verwachsung findet in der Regel nur bei den quirl⸗ förmig stehenden Carpellen statt, und durch sie wird ein Gesammt— ovarium mit quirlförmig um eine wirkliche oder ideale Are ge⸗ stellten Fächern gebildet. Diese Fächer sind dreieckig, ihr inne— rer Winkel ist spitz, ihre äußere Fläche gewölbt; bei Gele— genheit der Frucht werden wir die aus den erwähnten Verwach— sungen hervorgehenden innern Zusammensetzungen betrachten; eins— weilen bemerke ich nur, daß jeder Eierstock, der aus mehreren quirlformig oder gegenüber stehenden Fächern besteht, durch die verwachsenen Eierstöcke mehrerer Carpelle gebildet ist. In diesem Fall pflegt man, wiewohl sehr unpassend, zu sagen, die Pflanze sey einweibig und vielstempelig(monogyna polystyla), oder sie habe nur einen Eierstock und mehrere Stempel; da man hingegen vielleicht besser sagen würde, sie sey verwachsen-bäu— chig(gamogastre), d. h. mit verwachsenen Ovarien versehen. Die Eierstöcke konnen entweder, wie bei Nigella orientalis, nur an ihrer Basis, oder wie bei Nigella arvensis, bis ungefähr zur halben Länge, oder endlich, was der häufigste Fall ist, bis an die Spitze verwachsen seyn. Die halbverwachsenen partiellen Eierstöcke machen die sogenannten gespaltenen oder ästi— gen(branchus) Ovarien aus. Wenn, außer den Ovarien, auch die partiellen Stempel, wenigstens bis zu einem merklichen Theil ihrer Länge mit einan— der verwachsen sind, so entsteht dadurch ein dem Ansehen nach einfacher, in Wirklichkeit aber aus eben so viel besonderen Stylen, als Carpelle vorhanden waren, zusammengesetzter Stempel. Man nennt alsdann die Blume einstempelig(monostylus), was man aber richtiger durch verwachsen-stempelig(gamostylus) ausdrücken würde; in diesem Falle sind die Narben oder die sie tragenden Stempel-Zweige frei; ihre Zahl ist immer die gleiche oder doppelte der Fächer-Zahl des Eierstocks; es sind ihrer eben 0 lle, 5 en Stent che es f ga Stempe Lhorbiat fab dei, bal Venn en wangen fi falt Narbe, ar hekbörkas tale, Oder dof ann in ihrer die Vern fan, B. bei fun gelle a dan Asel. Zeenhel so k heil den§ta gewöhnlicher feinen Nam an dise Er qu den zyeig en de Gif lch nftden f hben ppecen, wirlac zr 6 Kapitg, heir el und Jg, fen fr hl ben. er Eierstich lls mehrer welchem leh e buthardg ei den uf n Gesanmt ale Me ge „ihr inne bei Gel U Verwach⸗ ten; einst s mehreren „durch die In diesem die Manz style, ddet el; da min ach ahh 1 belsehen. lentalis, sis, bis gte Fall wachsenen oder ati Stempel, fit einan⸗ chen nac n Style pel. Nn. 5), bas stylu 0) er die ste je gleiche ihrer chen 42⁵ so viele, als Fächer, wenn die aus jedem Mutterkuchen entsprin⸗ genden Stempel bis an die Spitze zu einem einzigen zusammen— wachsen; es sind ihrer hingegen doppelt so viel, wenn die Pla— centar-Stempel an der Spitze getrennt bleiben. So haben die Euphorbiaceen, wenn sie ursprünglich drei Carpelle besitzen, bald drei, bald sechs Narben. Wenn endlich die partiellen Narben sämmtlich mit einander verwachsen sind, so entsteht daraus eine dem Anschein nach ein— fache Narbe, die bald rundlich, bald mehr oder weniger in Ecken oder Hervorragungen abgetheilt ist; dieser sind entweder eben so viele, oder doppelt so viel, als Carpelle, und letztere sind als— dann in ihrer ganzen Länge verwachsen. Die Verwachsung kann auch umgekehrt statt finden; so blei— ben z. B. bei mehreren Apocineen die Eierstöcke frei und von einander getrennt und die einzelnen Stempel verwachsen, wie bei den Asclepias), zu einem einzigen; bisweilen sind die Stempel so kurz, daß nur die Narben verwachsen, wie man es bei den Stapelia sieht. Diese Art des Baues war nach den gewohnlichen Ansichten so wenig erklärlich, daß man ihr gar keinen Namen gegeben hatte, und daß man die Blumen, bei de— nen diese Erscheinung vorkommt, bald zu den eingriffeligen, bald zu den zweigriffeligen zählte. Da mehrere bei den einzelnen Thei— len des Griffels vorkommende Erscheinungen erst dann anschau— lich werden können, wenn wir den Bau der Früchte dargestellt haben werden, so werden wir derselben, obgleich sie zum Theil wirklich zur Geschichte der Blume gehören, erst im folgenden Kapitel, bei Gelegenheit der Frucht, erwähnen. Sech tee rr Vom torus und von dem Zusammenhange, den er z wischen den Blumentheilen bewirkt. Der Torus oder der besondere Blumen-Boden(réceptacle propre des fleurs) scheint eine Ausbreitung des Blumenstiel— chen-Gipfels zu seyn, aus der die Blumenblätter und die Staub— ) Tunr., Iconogr., Taf. 24, Fig. 4. (pag. 483) (pag. 484) 426 gefäße entspringen, und welche man als die Grundlage aller männ— lichen oder corollären Blumentheile ansehen kann. Da diese Grundlage der Blumenblätter und Staubgefäße durch fehlgeschla— gene oder nur theilweise Entwickelung dieser Organe entsteht, so verdient sie nicht eigentlich den Namen eines besondern Organs, allein man ist genöthigt, sie unter einem solchen Namen zu be— schreiben, um weitläufige Umschreibungen zu vermeiden. Tur— pin, der ebenfalls zugibt, sie bestehe aus den Grundlagen fehl— geschlagener Staubgefäße, hat sie unter dem Namen Phycos. teme) gut beschrieben. Man hätte füglich diesen Ausdruck annehmen können, wenn der Name torus nicht schon viele Jahre früher vom Salisbury* vorgeschlagen worden wäre. Der Torus hat meistens(vielleicht immer) auswendig keine Spaltöffnungen und inwendig keine Spiralgefäße. Er ist man— nigfaltig, weiß, roth, gelb, blau, fast niemals aber grün ge— färbt, zersezt das kohlensaure Gas nicht, und färbt sich am Lichte nicht grün. Bisweilen trägt er Drüsen und Haare, allein diese Drüsen und Haare sind von denen, welche man auf den blatt— artigen Organen antrifft, sehr verschieden. Er verwandelt das Sauerstoffgas der umgebenden Luft, indem er demselben, auf Kosten seiner eigenen Substanz, Kohlenstoff abgibt, in kohlen— saueres Gas. Eine vorzüglich wichtige Rolle im Bau der Blumen spielt dieses Organ, wegen seiner Erzeugnisse und Verbindungen. Seine Erzeugnisse sind: 1) die Staubgefäße und die Blumenblätter, die wir, wie sie gewöhnlich auftreten, so eben beschrieben ha— ben; 2) honigführende Drüsen, von welchen wir sofort handeln werden; 3) verschiedentliche Ausbreitungen, die mit den Petalen oder den Staubgefäßen eine große Aehnlichkeit zeigen, und här— fig, bald mit ersteren, bald mit letzteren verwechselt worden sind— So z. B. bemerkt man in der Agley(Aquilegja) kleine lan⸗ zettförmige, platte und spitze Schuppen, die zwischen den Staub— gefäßen und dem Griffel sitzen, und welche man entweder fehl— geschlagene Staubgefäße, oder innere Blumenblätter nennen könnte; diese Organe entspringen aus dem Torus und dauern bisweilen ) Iconogr., S. 53, Taf. 14; und Mém. Mus. d' Hist. nat. vol. 5. 0) Trans. Linn. Soc. Lond., 2, p. 141. 18 um d chin, zh e hein fac de L aft des an de nin , Malen aum petit solce An dt. Fehef se de F. Mop! ach ud. i Buß, was hr Mu mir ses gans N kin geünget M schmalen ke diesem, unt gen in geger n egeich de Manzen, In Imelben Fruchten! Weis fei u. in d gig iimenszu über gußen ih de und dsß e, beiden, ig fände u 0 e aller man . Da dee schlgeche entsteht, derm Organz amen zu he iden. Tul ndlagen fh, 1 Phycos en Ausdut viele Jaht väre. wendig kein Er ist ma er grun ge ch am Licht „allein dies uf den blatt wandelt de fselben, auf n kohlen umen spielt gen. Seine menblättes, rieben ha⸗ rt handel! en Petalen und häl⸗ orden sind fleine lan en Staub⸗ eder fehl en könnte; bisweilen l. vol. 5. 427 rings um die Basis der Frucht aus. Diesen ähnliche, aber großere, zahlreichere und mehr wie Blumenblätter aussehende Organe befinden sich zwischen den Staubgefäßen und den Car⸗ pellen der Eupomatia laurina!) und sind ebenfalls Er⸗ zeugnisse des Torus. Vei der Paeonia Moutan) findet man die nämlichen Organe unter einander verwachsen und um die Ovarien herum eine Art blumenblatt-artiger Hülle(inyolu— crum petaloideum) bildend, und bei der Varietät dieses Strauchs, welche Andrews Paeonia papaver ace a genannt hat, über— ziehen sie die Carpelle ohne mit denselben verwachsen zu seyn. R. Brown hat bemerkt, daß diese Anhänge zuweilen Antheren tragen, und man ist daher befugt, sie als fehlgeschlagene Staub— gefäße zu betrachten. Daß ich ihrer hier als Erzeugnisse des Torus, was ebenfalls wahr ist, erwähnte, geschah deßhalb, weil ihr Bau mir sogleich behülflich seyn wird, die Entwickelungen die— ses Organs zu erklären. Bei einer sehr großen Anzahl Pflanzen ist der Torus von geringer Ausdehnung und beschränkt sich einzig nur auf den schmalen kreisförmigen Raum, zwischen Kelch und Griffel. Aus diesem, unterhalb dem Fruchtknoten befindlichen Gürtel entsprin— gen in gegenwärtigem Falle die Blumenblätter und Staubgefäße; man bezeichnet sie mit dem Beiwort hypogyn(hypogyna) und die Pflanzen, die diesen Bau zeigen, heißen Thalamiflorae In demselben Falle sind alle Haupt-Organe der Blume, Kelch, Fruchknoten und die Erzeugnisse des Torus, nothwendiger Weise frei und durchaus nicht mit einander verwachsen. Al— lein es ereignet sich häufig, daß der Torus sich entweder nach innen zu über den Griffel oder dessen Stütze, oder aber nach außen über den Kelch, oder gar über beide zugleich ausbreitet, und daß er, entweder mit dem einen dieser Organe, oder mit beiden, innig zusammenwächst. Betrachten wir die nähern Um— stände und Folgen dieser Verwachsungen des Torus. Bei einer großen Menge von Leguminosen verlängert sich der Torus rings um das sehr dünne Blumenstielchen, welches *) R. Bnowx, gen. remarks., Taf. 2. * Dr C., Meém. Nymph., Taf. 1 und 2 in den Mém. Soc. Genèv, vol. I. Tun., Icon., Taf. 24, Fig. 14. (pag. 486) ag. 466) 428 den Fruchtknoten trägt, und bildet eine kleine Scheide, die ent— weder, wie bei Peraltea), sehr kurz, oder eben so lang ist, wie das Blumenstielchen, und wie bei Neur ocarpum ellip— ticum und bei Martius ia, bis an die Basis des Fruchtkno— tens reicht. Bei mehreren Capparideen setzt sich der Torus fort, und umgibt innig die Basis der Fruchtstütze, z. B. bei Gynan— dropsis, und die Staubgefäße entspringen aus der Spitze die— ser Scheide. Bei den Aurantiaceen, deren Torus dick und drü⸗ sig ist, verlängert er sich über die quirlformigen und häutigen Carpelle dieser Pflanzen, schmiegt sich denselben dicht an, und bildet, indem er mit der Frucht fortwächst, den drüsigen, gel— ben und klappenlosen Ueberzug, der die Carpelle einschließt. Das Nämliche findet beim Mohn statt, nur mit dem Unterschiede, daß die Schichte des Torus dünn, und sehr fest verwachsen ist und nicht ganz bis an die Spitze der Carpelle reicht, so daß diese bei ihrer Reife an ihrer Spitze sich öffnen, diese Oeffnun— gen aber, durch die Torus-Schichte zurückgehalten, nicht anders, als nur an der Spitze stattfinden können*). Eben so verhält es sich mit der Frucht der Nuphar, und man sieht, daß diese beiden Beispiele von dem oben erwähnten der Paeonia Mou— tan nur darin abweichen, daß die Fortsetzung des Torus mit den Carpellen, welche dieselben bei dieser Päonie überzieht, nicht verwachsen ist, was hingegen bei dem Mohn und der Nuphar der Fall ist. Der Torus der Nymphaea Y) zeigt überdieß eine andere Eigenthümlichkeit: die Staubgefäße sind nämlich mit ihrer Basis auf demjenigen Theil des Torus, der an das Ovarium gleichsam angeleimt ist, befestigt, so daß sie das Ansehen ha— ben, als entsprängen sie aus der Seitenfläche des Fruchtkno— tens; dieß hatte man insertion pleurogynique genannt. Alle diese Beispiele, denen man leicht mehrere hinzufügen könnte, liefern offenbare Beweise für diese Fortsetzung des Torus und seine Verwachsung mit den Carpellen oder ihrer Stütze. Nur bei den Pflanzen mit freiem Fruchtknoten und zahlreichen — ) Hong. et Kuxrh, nov. gen., Taf. 589. *) D C., Mèém. Nymph., Taf. 2, Fig. 9. ) Ebendas., Fig. 7. auhefthe ik anz der zw , wo det n anf wachsene b nd Bl u feche desen Be 1 de Baff sulthane a, Di 1 nm ma J, den mi been, l des 2 sgkigen, sasigen berzog Die un Torus Wie Tin fag auben ss I schr n en I ehfl! ssy an ic nher nm bei hoh, eee, h File, 429 aide, die eh Staubgefäßen kann man erwarten, dergleichen sprechende Bei— n so lg f spiele anzutreffen. um elliz Der zweite häufiger als der vorige vorkommende Fall ist des Fug th, der, wo der Torus mit der Basis des Kelches verwachsen und(vas. 487 r Toll siß gleichsam aufgeleimt ist. Da es nun gerade dieser dem Kelch bei 67e. angewachsene Theil des Torus ist, auf welchem die Staubge— er Spie de fäße und Blumenblätter sitzen, so scheinen letztere Organe aus ick und dit dem Kelche zu entspringen und deßhalb nennt man die Pflanzen, und hangen die diesen Bau zeigen, Calyciflorae. Da ferner in diesem cht an, un Fall die Basis der Staubgefäße etwas höher steht als die des küsigen, 9 Fruchtknotens, so nennt man dieselben auch perigyne(Pperi— hließt. d gyna). Dieses Verwachsen des Torus mit der Basis des Kel— Unterschied, ches kann man bei den Salicarieen, den meisten Legumino— wachsen it sen, den mit freiem Ovarium versehenen Rosaceen und Fi— ht, so daß coideen, u. a. m. sehen. Der mit dem Kelch verwachsene se Oeffnun⸗ Theil des Torus zeigt das Aussehen einer, entweder blumen— icht anders, blattartigen, oder schwieligen, oder drüsigen Haut und ist von so verhält e demjenigen Theil des Kelchs, der nicht von diesem innern Kör— „daß die per überzogen wird, merklich verschieden. nia Mou. Die unmittelbare Folge des eben erwähnten Verwachsens Zolls mit des Torus mit dem Kelch ist die, daß die Kelchblätter nothwen— zieht, nicht diger Weise an ihrer Basis zu einem verwachsen-blättrigen oder, Vupber wie man sagt, einblättrigen, aus einem Stücke bestehenden Kelch sadieß eine verbunden sind. Bisweilen erstreckt sich die Verwachsung des h mt ihre Torus sehr weit über den Kelch, wie bei den Salicarieen“), b Oogrüun und dann entspringen die Petala und die Staubgefäße unweit laschen hy dem Gipfel der Röhre; bisweilen hingegen reicht die Verwach⸗ duch sung gar nicht weit, und dann sitzen die Petala und die Staub— e gen gefäße nahe an der Basis des Kelches. In diesem letztern Fall, den man bei den Leguminosen und den Terebinthaceen hinzufügen beobachtet, ist es oft schwer anders, als durch Analogie zu er— des Tons kennen, ob die Staubfäden hypogyn oder perigyn sind. Es gibt er Etlhe. einige Fälle, wo der mit dem Kelch verwachsene Theil des To— ahlkechen rus an seinem Gipfel dicker wird und eine Art Scheibe bildet, aus welcher die Blumenblätter und Staubgefäße entspringen, was(vas. 488) man bei mehreren Rhamneen und Celastrieen sieht. ) Schkuhr, Handb., Taf. 128, Fig. d. 430 Im Allgemeinen kann man bemerken, daß, wenn der Torus nicht mit dem Kelche verwachsen ist, oder, mit andern Worten, wenn die Blumen hypogyn sind, die Blumenblätter der Pflan— zen einer und derselben Familie entweder, wie in der Klasse der Thalamiflorae, beständig von einander getrennt, oder, wie in der Klasse der Corolliflorae beständig mit einander verwachsen sind; während dagegen die meisten Familien der Klasse der Calyeiflorxae fast eben so viele freiblättrige als verwachsen blättrige Blumenkro— nen darbieten, wie man es bei den Rhamneen, den Legumi— nosen, den Cucurbitaceen, den Crassulaceen, den Por— tulaceen, den Caprifoliaceen, u. a. m. sieht. Bisher haben wir gesehen, was daraus erfolgt, wenn der Torus entweder nur mit dem Fruchtknoten, oder nur mit dem Kelch verwachsen ist; eben so wollen wir nun auch untersuchen, welches die Folgen seiner Verwachsung mit beiden Organen zugleich seyen. Der Torus kann sich über beide Organe ausbreiten und damit verwachsen, ohne daß jedoch deßhalb diese beiden Organe mit ein— ander verwachsen wären; dieß bemerkt man, obgleich auf eine sehr unvollkommene Weise,) bei einigen Leguminosen, bei wel— chen der Torus auf derjenigen Seite, wo er die Staubgefäße trägt, mit dem Kelche verwachsen ist, und auf der andern sich in eine kleine, die Basis des Fruchtknotens umgebende, Scheide verlän— gert; 2) bei den Capparideen, bei welchen sich der Torus sehr augenscheinlich auf die Basis des Fruchtknotens forterstreckt, und wo sich's öfters trifft, daß er zugleich auch mit dem Kelche, ob— gleich nur mittelst einer kaum merklichen Verlängerung, verwach— sen ist. Vorzüglich bemerklich ist aber dieser Bau bei der Familie der Passifloreen; der Torus ist bei ihr sehr entwickelt; er brei— tet sich aus, verwächst auf der einen Seite mit der Basis des Gag. 460) Kelches, den er mit einer blumenblattartigen Schicht überzieht, und läßt aus derselben einen oder mehrere Kreise gefärbter Faden entspringen, die bei der Gattung Passiflora frei, bei Murucuja aber mehr oder weniger mit einander verwachsen sind. Außer dieser Ausbreitung sezt er sich noch auf die Basis des Fruchtkno— tens fort, den er eng umgibt, und aus diesem Theile des Torus nehmen die Staubgefäße ihren Ursprung. Die Passifloreen sind also, insofern ihr Torus mit dem Kelch verbunden ist, Calycifloraez ichen che schendadur ö fit dem. Dee ueng in Algen guck he, in in feht z; face al ancngewac ga ad g eing. Ua uaden, ace Ogg e, wo di u keducikt tei win Jamele, man es! J beldickt Mn uber man alt Tacbelfer ahrmeht e, fi s de. eh I Ke Nam al Aera) 0 ale zu e sch oben dc fle t, ae d dec gn .de gu , in n der Tung in Wola, den an, r Klase d „ wie in de achsen siß; Calyciflonk Blumenlir . Legun „den Por, wenn den mit den stersuchen, en zugleich und damit ne mit ei ch auf eint , hei wel⸗ fäßeträgt, ch in eine de verlän⸗ Torus seht leckt, und selche, cb. „ verwach⸗ der Famile lt er hlt Basis des übetzich, ter Faden Murucuha „Außer nuchtkno⸗ es Torus hren sind cillorse, 431 sie weichen aber von allen andern Calycifloreen darin ab(und nähern sich eben dadurch den Capparideen), daß ihre Staubgefäße aus dem nicht mit dem Kelche verwachsenen Theile des Torus entspringen. Die wenigen angeführten Beispiele ausgenommen, ereignet es sich im Allgemeinen, daß der Torus, wenn er mit dem Kelch und dem Fruchtknoten verwachsen ist, zwischen denselben in der gan— zen Länge, in welcher sie einander berühren, Verwachsung zu be⸗ wirken strebt; man sagt alsdann, das Ovarium sey mit dem Kelche verwachsen(adhérens au calice) oder der Kelch sey dem Frucht⸗ knoten angewachsen, oder man sagt auch blos, diese Organe seyen verwachsen(adhèrens). Diese Verwachsung der beiden am wei⸗ testen von einander entfernten Organe kann nur dadurch bewerk⸗ stelligt werden, daß sich ein jedes derselben mit dem dazwischen liegenden Organe verbindet. Der Torus, der in dem ganzen Theile, wo die Verwachsung stattfindet, auf eine dünne La⸗ melle reducirt ist, entwickelt sich oberhalb, da, wo der Kelch⸗ rand frei wird; bald bildet er eine diesem Kelchrand angewach— sene Lamelle, die sich alsdann etwas in eine Röhre verlängert, wie man es bei mehreren Rubiaceen, z. B. bei Gardenia, sieht; bald verdickt er sich zu einer Art Scheibe, welche theilweise die Ovarien überzieht, und aus welcher die Staubgefäße entspringen, welche man alsdann unrichtig epigyna genannt hat; hieher gehören die Umbelliferen und Rhamneen. Häufiger aber dehnt er sich, nur nicht wahrnehmbar, über die Kelchröhre, oder über den Frucht⸗ knoten aus, und dann entspringen die Petala und die Staub— gefäße aus der Kreislinie, die sich da befindet, wo der Frucht⸗ knoten und Kelchrand sich trennen. Diese Stellung veranlaßte, daß man alle adhärirenden Fruchtknoten untere(ovarium inferum) nannte, weil sie in der That unterhalb der Blu— menblätter zu stehen scheinen, oder daß man die Blumenkrone, weil sie sich über dem Fruchtknoten zu befinden scheint, eine obere(obenstehende corolla supera) nannte. Allein in Folge der ziemlich zahlreichen Fälle, wo sich der Torus auf den Kelch fort⸗ erstreckt, ohne daß dieser mit dem Ovarium verwachsen ist, und wo folglich die Blumenkrone unten stehend heißen müßte, ob sie gleich ganz offenbar höher sitzt, als der Fruchtknoten, hat man diese auf den bloßen Schein gegründeten Ausdrücke ver— lassen, um sich an die das Wahre unzweideutig bezeichnenden (pag. 490) 5 — 432 Ausdrücke angewachsener Fruchtknoten und angewachse— ner Kelch zu halten. Si er t Vom Fehlschlagen der Blumentheile, oder von ihren Ausartungen. Alle Blumentheile können entweder mehr oder weniger voll— ständig verschwinden, oder unter ungewohnten Formen auftre— ten, und doch ist es, um die wahre Symmetrie der Pflanzen wür— digen zu können, sehr wichtig, sie unter ihren verschiedenen Ge— stalten wieder zu erkennen. Wir wollen uns nun bemühen, dieß in der Kürze zu thun, und uns zuerst mit den Fällen beschäf— tigen, in welchen alle similären Theile, d. h. die, welche ein und dasselbe Organ zusammensetzen, das gleiche Schicksal erleiden. Der Kelch fehlt seltener als irgend ein anderes Organ, ver— muthlich, weil er vermöge seiner äußern Stellung durch den Druck der benachbarten Organe seltener in seiner Entwickelung lei— det. Unter den Pflanzen mit freiem Kelche kenne ich nur den Ne— mopanthes), bei welchem dieses Organ gänzlich zu fehlen scheint, oder bei welchem er blos auf einen kaum bemerkbaren Wulst reducirt ist. Unter den Pflanzen, deren Kelch mit dem Fruchtknoten zusammenhängt, ist die Röhre des Kelchs mit dem Torus und dem Ovarium so verwachsen, daß er kaum sichtbar ist, und der Rand oder der nicht verwachsene Theil fehlt zuwei— len; so z. B. erscheint dieser Rand(limbe) bei den Umbellife— ren, wenn er vorhanden ist, in Gestalt fünf kleiner Zähne, wie z. B. bei den Oenanthe; aber bei einer großen Menge von Fällen schlägt er gänzlich fehl und wird, wie beim Nemopan— thes, durch einen kleinen kreisförmigen Wulst, wieder ersetzt. Wenn die Blumen zu dichten Blüthenköpfen vereinigt und von einer gemeinschaftlichen Hülle(inyoluerum) eingeschlossen sind, so zeigt der Kelch, indem er gleichsam ein inneres Organ, und dadurch dem Druck der benachbarten Blumen oder Deckblätter ausgesetzt wird, ein häufigeres Fehlschlagen. Bei den Fällen, wo der Kelch nicht mit dem Ovarium verwachsen ist, findet dieser Fall ) Dr C., pl. rar. du Jard. de Genève, Taf. 2. gm f Mme! ö el Aalen el 10 findet! chen! den Waches d o uit en bal U lich and k hal gen ern Fay. (nieus ei Son (bei Ste g et 0072 01 Fs is campos use ul b hei w fen Ai die bach! ng, d — rr. bug. 0 17 C, 1 ö Ganz 50, f def 0 n fel 0 Ne dene 433 gewicht Fall selten statt; jedoch liefert Piplolaena, eine Gattung aus der Familie der Rutaceen, hievon ein Beispiel“); hier sind die fünf Kelchblätter, weil die Blumen Köpfe bilden, auf fünf Schuppen reducirt. Zahlreichere und ausgesprochenere Beispiele hievon findet man in solchen Familien, in welchen das Ovarium angewachsen und die Blüthen kopfförmig gestellt sind, wie bei artungen, den Dipsaceen und Compositae. Bei diesen Pflanzen ist die Röhre des Kelches auf eine dünne, mit dem Ovarium verwachsene La— weniger gil 10 mella reducirt und der Kelchrand zeigt sich unter verschiedenen sazen ul, Formen; bald bildet er fünf blattartige, den gewöhnlichen Kel— sedenenge chen ziemlich ähnliche Zähne 3 bei 5 5 5 5 mühen, uh bald verwandeln sich diese Zähne oder freien Theile der Kelch- Gs. 49 in beshlf blätter in häutige Schuppen, die entweder, wie bei der Cen- 1 6 Tauren ernpins fees sin d, oder wie bei Hy menopapPPus al elch und bei Fa von ium 9 mit einander verwachsen sind, oder wie 5 bei Onicus Vaillantiich fast dornige Grannen bilden, oder, Ae wie bei Sonchus, als Büschel einfacher Haare erscheinen, oder, du dn wie bei Stachelina, mit einander verwachsene und dadurch skelagl als ästig erscheinende Haare auftreten, oder endlich, wie bei ur den J. Scorzone ra, als federartige Haare sich zeigen. b Ju fehle Es ist so wahr, daß die Federkrone Pappus, franz. aigrette) emelbaten der Compositae der wahre Kelchrand ist, daß sie zuweilen das t dem ganze Aussehen eines solchen behält. So hat mir einst Dufresne 5 mit den ein Individuum von Po dos permum laciniatum ich ge⸗ 1 schtba, bracht, bei welchem fünf) liuienförmige und etwas blattar⸗ lt zuwe⸗ tige Lappen die Stelle der Federkrone vertraten. Unbellft Auf diese Formverschiedenheiten des Pappus werde ich bei zähne, ui Gelegenheit der Frucht zurückkommen, hier begnüge ich mich, zu Menge bol bemerken, daß alle Organe, die man Federkrone(Pappus) nennt, Nemopan- 3 r ersezt) Dxsr., Mém. Mus., 3, Taf. 19 und 20. einigt 10*) GakRTN. fruct., 2, Taf. 157. sosen fi,* Dx C., Mém. sur les Cinar., Taf. 1, Fig. 2. ggan, und**) GaRBTIN., fruct., 2, Taf. 174. uäkllittet 1) Dr C., Mém. Cinar., Taf. 1, Fig. 25. 0 1) Ebendas. Taf. 1, Fig. 28, 29, 30. 0 ile, Tr) Man sehe Taf. 32, Fig. 5, 6. det dieser 4475 Die vom Verf. citirte Abbildung zeigt sechs Lappen. Fal An m. d. ueb. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 28 434 25 nichts Anderes sind, als der Kelchrand der Pflanzen mit kopfförmig an gestellten Blüthen und mit angewachsenem, halb fehlgeschlas- Won hell genem oder durch den Druck der benachbarten Blumen entstell— face tem Kelche. Bisweilen schlägt der Kelch sogar gänzlich fehl gelitsch a und dann sagt man, der Pappus fehle ganz; er wird dann durch nden f einen kleinen Kreis-Wulst, ungefähr wie bei den meisten umbels- beweg liferen, ersetzt. n Bun f Die Baldriane) zeigen, obgleich sie getrennte und nicht kopf⸗ I nit dak förmige Blumen haben, ebenfalls eine wahre Federkrone; dieß fach 10 Gas. 40% rührt daher, daß ihr Kelchrand während des Blühens einwärts N* gerollt und folglich einem eben so starken Drucke und einer eben 1 dne 1 so starken Bleichung unterworfen ist, als die sind, welche bei den fc ec Dipsaceen durch die Nähe der andern Blumen hervorgebracht lern, ds werden. Bei denjenigen Gattungen der Valerianeen, deren Kelch⸗ 10 b rand nicht eingerollt ist, zeigt derselbe, wie die gewöhnlichen Kel⸗ fa een d che, fünf entwickelte blattartige Zähne. fg eh Das Fehlschlagen oder das gänzliche Nichtvorhandenseyn 3 9 6 beider vegetabilischen Geschlechtsorgane, oder eines einzelnen die— 1700 ser Organe, ist eine Erscheinung, die bei allen sogenannten uni⸗ fn uf N sexuellen Pflanzen regelmäßig, zufällig aber auch bei andern 5 N Pflanzen vorkommt. So bietet, um mit diesem letzten, deut⸗ e lichsten Falle anzufangen, die Lyehnis diolea e), obgleich 1 0 zu einer Familie von, gewohnlich hermaphroditischen Pflanzen ge— 1 15 N hörend, einzelne Individuen dar, deren weibliche Organe sehr ade entwickelt, die Staubgefäße aber alsdann nur als bloße Rudi⸗ uff mente vorhanden sind, und andere, deren Staubgefäße sehr ent⸗ e wickelt sind, der Gipfel aber fehlschlägt, so daß man an seiner ah f Stelle nur eine kleine Hervorragung mit der Spur der fünf Nar⸗ 101 a ben sieht. Die nämliche Erscheinung tritt bei Spiraea arun- e cus), Sedum Rhodiola, u. s. w. ein. Alle Pflanzen, die cher diese Erscheinung zufällig darbieten, nennt man didcisch durch be beg Fehlschlagen(dioklques par avortement, abortu diolea); so f fehlen bei den Compositae einem Theil der Blumen eines Kopfs 5 fa ads E a*) G xx. fruct., Taf. 8. n * AurzNnIB TA, disq. de diser. sex. sem.; Tuhinge 1824, Taf. 1, fag og . Fig. 2, 3, 4, 5. fahne ) Autenrieth, a. a. O., Taf. 4, Fig. 7, 8. the 0 fehlgeche lumen cafe r gängich fg wind dannbut meisten Unt teund nigra deberkrontz dz Ahens einpit und einer hn welche hei n hervorgebut , deren Kei wöhnlichen Htborharhen s einzelnen z: genannten nl uch bei anden legten, dau, %, obglit 1 Manzen g Olgane seh bloße Nu säße sehr el, nan an seil er fünf; raed aul. Pflanzen, de scisch durch diole); 0 glues Aopfs 1921, Tafel/ 435 Fruchtknoten, Stempel und Narbe durch Fehlschlagen, und der andere Theil hat keine vollkommenen Staubgefäße, so daß sie durch Fehlschlagen mondcisch sind. So fehlen bei Piospy ros, Gleditschia, u. a. m., einem Theil der Blumen der Griffel, einem andern die Staubgefäße, und außerdem findet man Blu⸗ men, bei welchen beide Organe zusammen vorkommen, was dann bei den Blumen denjenigen Zustand hervorbringt, den die Bota— niker mit dem Ausdruck polygamisch durch Fehlschlagen bezeichnet haben. Diese drei Systeme durch Fehlschlagen unisexuell geworde— ner Blumen trifft man häufig in fast allen Familien, in welchen auch Zwitterblumen vorkommen, an; dahin gehoren die Caryo— phyleen, die Compositae, die Valerianeen, die Eben a— ceen, Thymeleen, Leguminosen, u. s. W., und in allen diesen Fällen ist es unverkennbar, daß beide Geschlechter ur⸗ sprünglich existirten, und daß sich eines von beiden nicht entwi⸗ ckelt hat. Wenn die weiblichen Organe nicht gänzlich fehlschlagen, so findet man an ihrer Stelle bald einen Theil des, wegen nicht erfolgter Befruchtung, mißgebildeten Fruchtknotens, bald einen Höcker oder irgend ein Rudiment, bisweilen einen drüsigen Kör— per. Befinden sich die männlichen Organe im gleichen Fall, so findet man an ihrer Stelle entweder einen Theil des Fadens, oder einen drüsigen Körper, der ihr Verschwinden verräth. Man findet aber ganze oder fast ganze Familien, bei welchen die Blumen unisexuell sind, und wo man doch durchaus keine Spur der fehlgeschlagenen Organe bemerkt, und hieraus haben mehrere Naturforscher geschlossen, es gebe wirklich Blumen, in welchen eines von beiden Geschlechtern ursprünglich fehle, d. h. welche ihrer eigenen Grundform zufolge mondcisch oder diöcisch seyen. Es gibt an und für sich gar keinen Grund dafür, daß dieß nicht stattfinden und daß man nicht Blumen antreffen könne, die nur aus zwei oder drei Quirlen beständen, von welchen die beiden äußern als Schutz-Organe dienten und der innerste allein in Se— rual⸗Organe umgeformt würde. Indessen bin ich doch geneigt zu glauben, daß diese Erscheinung, wenn sie bei den phanerogami— schen Blumen stattfindet, bei ihnen sehr selten sey; denn es gibt fast keine einzige sogenannte unisexuelle Familie, in welcher man 2 (pag. 494) (pag. 495 Pag. 496) 436 urch kite b nicht auch Blumen anträfe, die normal hermaphroditisch sind, eren 1 (dahin gehören die Ulme, unter den Amentaceen; Melothria, ee unter den Cucurbitaceen; Agdestis, unter den Menispermeen, ell u. a. m.) und welche folglich nicht auch berechtigten, zu glauben, e err daß das Fehlschlagen bei den uniseruellen Blumen sehr gewöhnlich K Ignile s vorkomme. Bei gewissen Arten der für unisexuell geltenden Fa— milien findet man sogar zufällige Zwitter-Individuen, z. B. unter an den Amentaceen mehrere Pappeln und Weiden; unter den fag Urticeen den Hanf“), u. s. w. Was diejenigen Familien be⸗ ae trifft, die, wie die Coniferen, die Euphorbiaceen, u. a. m., fen durchaus kein Beispiel von Zwitterblumen darbieten, so kann man tun den sie entweder so betrachten, als zeigten sie ein noch beständigeres Emes Fehlschlagen als die vorhergehenden, oder als wären sie ursprüng— a bunt a. 2 . — 5 2 * lich aus einer geringern Anzahl Quirle gebildet. alter ec Außerdem hdren auch bisweilen die Geschlechtsorgane auf, ft hu gabe, ihre Functionen zu verrichten, und erlangen eine ungewöhnliche Das ü 07 Entwickelung. So entwickeln sich die Stempel der Anemone durch dee Gez die Cultur bisweilen zu blumenblattähnlichen Blättchen; die 1 0 Stempelzweige der Schwertlilien sind, obgleich mit einer wahren denn Pete Narbe in Gestalt einer Querlamelle oder Duplicatur versehen, sch zweift beständig in einem petaloidischen Zustande; eine große Menge Flmabls gefüllter Blumen zeigen gleichfalls Stempel, die sich zu petaloidi: dm, 1 schen Lamellen entwickelt haben, und beweisen dadurch die beson- aan, ws dere Analogie zwischen den Stempeln, Staubgefäßen und Petalen. fich in Noch häufiger sind die Ausartungen der männlichen Organe. u uneng Wenn die Staubbeutel fehlschlagen, so verwandeln sich die Fäden bun in Lamellen, die den Blumenblättern der Pflanze vollkommen knn gleichen; was man täglich an den gewohnlichen gefüllten Blu- db men sieht. Bleiben aber die Antheren selbst, obgleich unfruchtbar; fagachlag werdend, vorhanden, so ereignet es sich zuweilen, daß sie sich in la, Gestalt kleiner Tuten entwickeln, was bei mehreren Ranun cu- bmg laceen) der Fall ist. An der gemeinen Agley Aquilegia she vulgaris) beobachten wir den sehr merkwürdigen Fall, daß man iz 1 durch Cultur zwei gefüllte Monstrositäten erhalten hat; die eine, epa fg h, pie *) AuTENJRIK TR, disq., Fig. 18, 19. NH 4 BIn iA, Renonc. monogr. in 4., Montp. 1841, Taf. 1, Fig. 17. 0„ Hork., Fl. anom., Taf. 8, Fig. 3. phrodiish sh 1j Melothn n ename ten, zuglach, n seht geht el gelben 1 duen,. Bur den; unte n gen Fanlin cken, u. g., en, so kumpn ach beständig inn sir usstg echtsorgare l, ne urgetihlt er nenen uch Blättchen d nit einer wen fcalur berscht große Maß 9 zu petaloh ch die beit n und Penk lichen Ota sich die di e vollkomm gefüllten da ch unfruchthn a5 ft sch i Ranußcu⸗ Gagulleie in un gat; die eite, f., 55 U. 437. durch Entwickelung der Filamente und gänzliches Fehlschlagen der Antheren entstanden, mit lauter flachen Petalen; dieß ist die Aquilegia vulgaris stellata; die andere, von der Nicht⸗ entwickelung des Fadens, und der ungewöhnlichen Zunahme der Anthere herrührend, mit lauter spornförmigen Petalen; dieß ist die Aquilegia vulgaris oorniculata). Die Ausartungen der Blumenblätter sind um so schwerer wieder zu erkennen, als die Petala selbst gewöhnlich zwischen dem ursprünglichen Zustande des Blattes und dem des Staubgefäßes, welchem sie sich nähern, in der Mitte stehen. Bei dieser Art Or— gane finden sich alle Formen; die hauptsächlichste Abänderung rührt von der Gegenwart gewisser Drüsen her, die das Entstehen der Sporne veranlassen. Bei gewissen verwachsenblättrigen Blu— men kommt es vor, daß die Ungleichheit der Verwachsung der Pe— tala unter einander sehr auffallend ist, und, wie ich es schon früher gesagt habe, ein sehr verschiedenes Aussehen bewirkt. Das Fehlschlagen der Blumenblätter ist schwerer auf allge— meine Gesetze zurückzuführen, als die vorigen Erscheinungen. Fangen wir zuerst mit den einfachsten an. Daß es Blumen gebe, deren Petala durch Zufall fehlschlagen, daran kann man schwer— lich zweifeln: so zeigt die Sagina apetala bald sehr kleine Blumenblätter, bald hat sie deren gar keine. So sind sehr viele Blumen, die keine Petala haben, durch ihre ganze Symmetrie andern, welche deren besitzen, so sehr verwandt, daß man un⸗ moglich umhin kann, zu glauben, dieses Nichtvorhandenseyn der Blumenblätter rühre von ihrer Nichtentwickelung her. Wir bemerken hier, daß die Blumenblätter nur bei den vielblättrigen Blumen zufällig fehlen, und daß man bei den Pflanzen mit ver— wachsenblättrigen Corollen kein einziges sicheres Beispiel von einer fehlgeschlagenen Blumenkrone kennt, ausgenommen etwa in eini⸗ gen Fällen, wo zugleich auch die Staubgefäße fehlschlagen, wie bei Gymnosty lus, Fraxinus; schlagen die Blumenblätter fehl, so bleibt bisweilen an ihrer Stelle entweder ein blumenblatt— artiges Rudiment, oder ein drüsiger Korper. Man sagt ferner, die Petala fehlen, wenn sie sich zufallig in Staubgefäße umwan— deln, wie bei der sonderbaren Abart der Capsella bursa ) Dx C., Syst. veg., I, S. 354. (Peg. 497) 438 pastoris), von welcher mir Jacquin ein Exemplar und eine Zeichnung, die ich hier wiedergebe, mitzutheilen die Güte hatte; bei dieser Mißbildung, die sich durch die Samen fortpflanzt, findet man Blumen, die, statt sechs Staubgefäße und vier Blu— menblätter zu haben, zehn Staubgefäße besitzen. Eine ähnliche Thatsache habe ich an einer Blume der gewöhnlichen Bohne ge— funden, bei welcher die beiden Flügel der Blumenkrone in Staub— gefäße verwandelt waren*). Von dieser Art der Umbildung werden wir weiter unten handeln, und der Fall, wo die Blumen— blätter beständig fehlen, macht den Gegenstand des folgenden Artikels aus. Iich; Von den einhülligen(monochlamydées) oder unvollkommenen Blumen, oder von den Blumen, die nur eine einzige Hülle haben. Wenn eine Blume nur eine einzige Hülle zeigt, ist dann diese eine Blumenkrone, ein Kelch, oder eine Verschmelzung beider zu 2. 436) einem, von jedem dieser beiden verschiedenen, Organe? Alle diese Meinungen sind vertheidigt worden, und verdienen untersucht zu werden. Tournefort, der den Charakter des Kelchs in seiner Aus— dauer und den der Blumenkrone in ihrer Hinfälligkeit suchte, hat sich durch diese unrichtige Definition verleiten lassen, offenbar glei— chen Organen verwandter Pflanzen verschiedene Namen zu geben. So nannte er das Organ, das er bei der Narcisse Kelch hieß, bei der Tulpe Blumenkrone. Linnée legte, vermuthlich in Folge der von ihm angenommenen Definition, wenig Gewicht auf diese Unterscheidung, er glaubte, der Kelch sey die Fortsetzung der Rinde, und die Blumenkrone die des Bastes; diese Unterscheidung ) Man sehe Taf. 42, Fig. 3. %) An der Digitalis purpurea hat A. v. Chamisso(Linnæa I, p. 571, tab. VI.) sehr interessante Metamorphosen der Blumenkronen— Theile in Staubgefäße beobachtet. Röper sah bei einem Bastard, dessen Eltern Digitalis purpurea und lutea waren, in einer Blume drei Staubgefäße und sechs Blumenkronen-Lappen.(Linnæa J. pag. 458.) g forst schten i lic tn u hint, nhl ungen en fert und Jumendeck Af Nach ud lb fung t far ud de Oite i, en fitpfan, e und ger g Eine shscz chen ih krone inen der Uullh b die dle d des fag nen Blumer, ah ben. ist dun die zung bebe gane? ll en untersac n seiner Al suchte, hl sffenbar gl. en zu gehen ch hieß, K ich in gag ct auf de tsetzung de terschedg Linnæa L p. umenkronen⸗ uam Vasdatd, enet Blume (Linnea 1. 439 läßt sich kaum halten, ja kaum begreifen, bei den Monokotyledo— nen sowohl, wo weder Bast noch Rinde existirt, als bei den Diko— tyledonen, wo der Bast nichts Anderes ist, als die jüngsten Rin⸗ denschichten. Auch pflegte Linné e in der praktischen Anwendung Kelch zu nennen, was grün, und Blumenkrone, was gefärbt war; nach ihm war also die einzige Hülle der dikotyledonischen Monoch— lamydeen bei Chenopodium ein Kelch, bei Daphne eine Blumenkrone; und unter den monokotyledonischen bei den Jun- eus ein Kelch, bei den Liliaceen eine Blumenkrone; öfters sagt er:„calyx, nisi corollam Wi Lamarck hatte in seinen frühern Schriften die Blumenkrone als das den Staubgefäßen zunächststehende Organ definirt und folglich jede einzige Hülle Blumenkrone genannt. In der Folge hat er aber diese Meinung selbst wieder verlassen. Die eben aufgeführten verschiedenen Benennungsweisen konnten zwar hinreichen, wo es um rein künstliche Ordnung zu thun war; allein sowohl für die naturliche Ordnung der Classification, als für die vergleichende Physiologie und Anatomie der Pflanzen ist es wichtig, unsere An— sichten über diesen Gegenstand festzustellen und Organe, die wirk— lich einander verwandt sind, mit einander vergleichen zu können. Von allen denen, die diesen Gegenstand mit einiger Genauig— keit behandelt haben, hat nicht Einer die Blumendecke, wo nur eine vorhanden ist, für eine Blumenkrone angesehen, theils, weil sie oft grün und blattartig, theils, weil sie oft mit dem Fruchtknoten verwachsen ist, was die wahren Blumenkronen nie— mals zeigen; oder auch, weil die Blumenkrone im Allgemeinen zum Fehlschlagen geneigter zu seyn scheint, als der Kelch. In Wahrheit kenne ich nur den Nemopanthes, von dem man sa⸗ gen könnte, er habe eine Blumenkrone und keinen Kelch; allein hier rührt das Aussehen nur daher, daß der Kelch auf einen kreis— förmigen Wulst reducirt ist. Indem Jussieu in der Definition des Kelches Tourne— forts und Linné e's Bedingungen vereinigte, setzte er fest, die Blumendecke sey, so oft nur eine vorhanden, immer ein Kelch. Bei solchen dikotyledonischen Pflanzen, die zu den gewöhnlich mit Kelch und Blumenkronen versehenen Familien gehören, denen aber das eine oder andere dieser Organe fehlt, kann diese Mei⸗ nung nicht bezweifelt werden; in diesem Fall sind es offenbar die (bag: 499) . 1 440 Petala, welche fehlen, wie z. B. bei den blumenkronenlosen Cle— matiden, Capparideen, Caryophylleen, Rutaceen, Rosaceen und Ficoideen. Die Analogie mit den benachbar— ten Gattungen beweist dieß augenscheinlich, und wenn man be— haupten wollte, daß einige dieser Organe keine Kelche seyn könn— ten, weil sie gefärbt sind, so würde ich daran erinnern, daß die Kelche oder selbst die Deckblätter der Hortensia oder der Sal. viasplendens mit eben so schönen Farben prangen, als die prächtigsten Blumenkronen. Ich würde noch hinzusetzen, daß sich diese einzigen Hüllen als wahre Kelche verhalten, sowohl, weil (pag. sc) sie bei den Calycifloren die Staubgefäße tragen, aber nicht bei den Thalamifloren, als auch, weil sie häufig mit dem Fruchtkno— ten zusammengewachsen sind, u. s. w. Schwieriger ist die Frage, wenn von denjenigen dikotyledoni— schen Familien die Rede ist, deren Blume beständig oder gewöhn— lich eine einzige Hülle hat. Jussieu entscheidet die Frage und nennt sie Apetalae(Blumenblattlose) und ihre Hülle einen Kelch; ein Rest von Unentschiedenheit hat mich aber bewogen, sie Monochlamydeae(Einhüllige) und ihre Hülle perigo— nium zu nennen; neutrale Ausdrücke, die eine Sache bezeich— nen, ohne darüber eine Meinung zu äußern. Die Gründe, kraft welcher diese Hülle mit einem Kelche verglichen werden kann, sind: J ihre außerordentlich große Ana— logie mit den Kelchen der zufällig blumenblattlosen Pflanzen; 2) die häufige Verwachsung dieser einzigen Hüllen mit dem Frucht— knoten; 3) das grüne und blattartige Aussehen mehrerer dersel— ben; 4) die Analogie des Baus zwischen mehreren einhülligen Familien und den gewöhnlich mit Petalen versehenen Familien, z. B. den Amarantaceen und den Caryophylleen, den Juglandeen und den Terebinthaceen, den Euphorbia— ceen und den Rhamueen, den Eläagneen und den Com— bretaceen, u. s. f. 5) Bei vielen unter ihnen, namentlich den Thymaleen, das Vorkommen kleiner petaloidischer Schup— pen, die vielleicht wahre Petale seyn dürften. Auf der andern Seite bemerke ich, daß die äußere Fläche dieser einzigen Hüllen alle Eigenschaften eines Kelches hat; sie zeigt beständig Spaltöffnungen, selbst wenn sie, wie z. B. bei Nyctago, gefärbt ist; sie trägt häufig z. B. bei Eläagnus, ache! 000 far dach e; se sahe Haul aan könnt in Talus Tegogener; in kf . heleic lt ten!“ caen den galachsener f Hale 9 antigen! igen die l n Wil Vedd when! In Cubö, mi einn! schlagel, enen. an Jau dee an Am. dach und Tuamenkuo he schr! alcer dit! i dest. y Dae Bene Sechrabun, ir Hum; Allageisen sch hei glg ae dr! en die 0 — 0 Map., 441 henlose J 10 ähnliche Haare oder Drüsen wie die Blätter. Ihre innere Fläche ö cet, zeigt dagegen fast immer die den Geschlechtsorganen eigenen Cha- Gas. 50 1 raktere; sie ist gefarbt, zeigt keine Spaltöffnungen und trägt nicht 0 sen 10 gleiche Haare oder Drüsen, wie die Blatter. Aus diesen That⸗ 11 3 sachen könnte man schließen, diese einzige Hülle sey ein inwendig an vom Torus oder von einer petaloidischen Ausbreitung desselben t d. überzogener Kelch. Diese Vermuthung würde durch die Betrach— dhe, 150 tung bestärkt, daß, mit Ausnahme der Amarantaceen, die zicke, man vielleicht unter die Thalamifloren und neben die Caryo— , wohn phylleen versetzen muß, alle übrigen Familien der Monochla— cher night mydeen perigyne Staubgefäße und folglich einen mit dem Kelch dem druch, verwachsenen Torus haben. Uebrigens, mag man nun ihre ein⸗ zige Hülle Kelch nennen, oder sagen, es sey ein mit einer blumen—⸗ i dikathede, blattartigen Lamelle ausgefütterter Kelch, so bleiben doch alle oder geuöh, Folgen die nämlichen und folglich ist die Unterscheidung von ge— die tage my ringer Wichtigkeit. e Hülle inn Wenden wir uns nunmehr zur Untersuchung der monokotyle— b bewogen f donischen Blumen, so stoßen wir auf einige neue Schwierigkeiten. lle periz, In Erwägung, daß diese Bedeckung immer aus zwei Reihen Sache bega mit einander abwechselnder Stücke bestehe, hat Devaux vorge— schlagen, den äußern Kreis Kelch, und den innern Blumenkrone zu einem Kelch, nennen. Diese Ansicht scheint sich vorzüglich zu stützen:) auf große Mn den Bau der Commelineen, der Alismaceen) und meh— 1 Mfanzes, rerer Amomeen, bei welchen der äußere Kreis vollig wie ein dem Frucht Kelch, und der innere ganz petaloidisch aussieht. 2) Weil die lerer dersc Blumenknospenlage(aàestivatio) der beiden Kreise oft zwischen einhülige beiden sehr verschieden ist, wie z. B. bei T radescantia, bei Familia, welcher die Knospenlage der Theile des äußern Kreises klappenar— tig(aest. valvata), die des innern unregelmäßig gedreht ist. s. 500 Diese Benennungsweise hätte zwar oft für die Deutlichkeit der Beschreibungen ihre Vorzüge, in der Wirklichkeit aber scheint sie mir kaum zulässig. In der That sind diese beiden Kreise in den allermeisten Fällen einander vollkommen ähnlich, und besonders sind bei allen Liliaceen mit angewachsenem Fruchtknoten beide leen, du whorhis den Con⸗ namentlich cher Schuß 10 Fäch Kreise der Hülle mit dem Ovarium gleich verwachsen, da es hin⸗ g het; se gegen die wahren Blumenkronen niemals sind. Man muß also, läaguns 5 HarN., Term. bot., Taf. 36, Fig. 9. (pag. 503) 442 mit allen Botanikern, annehmen, daß beide Kreise zu einer einzi— gen Bedeckung gehoren, welche Linné e Blumenkrone, Jussieu Kelch und ich perigonium nenne. Die weiter oben angeführten Gründe, und besonders die Verwachsung mit dem Fruchtknoten, beweisen, daß diese Hülle keine wahre Blumenkrone ist. Sie als Kelch zu betrachten, bie— tet die nämlichen Schwierigkeiten dar, die ich für die dikotyledo— nischen Monochlamydeen aufgeführt habe, und zu diesen kommen noch folgende zwei Umstände hinzu: 1) daß die Staubgefäße häufiger hypogyn sind; 2 daß, wenn die Blumen, was häufig geschieht, sich füllen, ihre Staubgefäße sich in Petala verwandeln, die den Stücken des Perigoniums dergestalt ähnlich sind, daß es schwer hält, diese nicht für von sehr analoger Beschaffenheit zu halten. Fügt man diesen Beweggründen noch hinzu, daß genannte Hülle häufig auswendig grün, und inwendig gefärbt ist, daß sie an der äußern Fläche immer Spaltöffnungen, an der innern aber keine hat, so wird man vielleicht versucht seyn, das Perigonium in diesem Fall für einen Kelch zu halten, der gleichsam mit einer blumenblattartigen Ausbreitung des Torus überzogen sey. Diese Meinung gebe ich als eine bloße Hypothese; ich glaube aber, daß es beim gegenwärtigen Stande der Wissenschaft klüger sey, sich keiner Ausdrücke zu bedienen, die auf eine zu bestimmte Weise über die Sache absprechen, und daß man wohlthue, für diese zwei— deutigen Fälle einer einzigen Hülle einen besondern Ausdruck zu behalten. Ich habe, nach Ehrhardt den Namen perigo— nium angenommen, welcher bedeutet, um die Geschlechtsorgane herum; und den Ausdrücken petala und sepala analog, schlage ich vor, die Stücke, woraus das Perigonium gebildet wird, te— pala zu nennen. Einige Schriftsteller haben meine Meinung angenommen und der einzigen Hülle den Namen Per ianthi um gegeben; ich glaube aber den Ausdruck perigonium beibehalten zu muüssen, 1) weil Linn ée mit perianthium den wahren Kelch bezeichnete;) weil dieser Ausdruck, der rings um die Blume bedeutet, besser auf ein Involucrum, als auf ein zur Blume selbst gehöriges Organ passen würde; 3) weil perigonium, in dem Sinne, den ich hier angebe, weit früher als Perianthium vorgeschlagen worden ist, und weil man ba ber dum f dee „ acheit 6 Kucghe late, fler bel 1 id Bl 15 mum bes bab, ino chen wis 1 bl pk fachen, 15 cen ode; fen gegen! f wihted fachend ist Alg, es de falig wih Du ßes R fflchonen räagtafse fibet hieß d ö Jeg n ahn Gk etz das ks 1 ncht fen e fh, 2 Van ker dag de Oil f„Ve ich 0 —— 0 lr. eit ei ie, Jussiz esondenz z ö diese Hl krachte, li ie dikgthlez sen könn Snaubgestz „ was hi 5 berwaldch sud, daß! haffenheit aß genan ist, daß 0 innern ghz 5 Perigunn im mit ein n seh. Di be aber, da ir sey, si umte Weit diese zwi lusdruck n perigs lechtsorgan bog, schsh et wikd, te. sommen und ih glalbe ,„ wel e; 9 weil g auf kin gan passen ier angebe, d weil man 443 bei der Nomenclatur unndthige Veränderungen stets vemeiden soll. Ist dieser Ausdruck einmal angenommen,(dieß widerhole ich als Klugheitsmaßregel, damit die Benennung nicht mehr be— haupte, als durch Thatsachen nachgewiesen ist), so muß man auf das Perigonium Alles das anwenden, was man von den Kel⸗ chen und Blumenkronen sagt, insofern sie bald aus freien, bald verwachsenen Stücken bestehen; ferner Alles, was von den mit dem Ovarium verwachsenen Kelchen, und von den Petalen gesagt wird, insofern sie stärker entwickelten Staubfäden analog sind. Nehmen wir diese Anschauungsweise an, so werden wir, wie ich es vor zwanzig Jahren(Fl. fr., Ed. 8.„vol., p, 141) sagte⸗ einsehen, wie das Perigonium zuweilen mit dem Ovarium ver— wachsen oder aus Theilen zusammen gesetzt ist, die den Staubge— fäßen gegenüberstehen, Charaktere, die dem Kelch eigenthümlich sind; während es hingegen bei andern Pflanzen frei, und wohl— riechend ist, und seine Lappen mit den Staubgefäßen abwech—⸗ seln, es auch durch überflüssigen Nahrungssaft doppelt und viel— fältig wird, lauter Charaktere die der Blumenkrone eigen sind. Durch Fehlschlagen wird das Perigonium bisweilen auf ein bloßes Rudiment reducirt; dieß bemerkt man unter den Diko— tyledonen bei den Euphorbiaceen, zumal bei denjenigen mit gedrängten kopfförmigen Blüthen; unter den Monokotyledonen findet dieß vorzüglich in der Familie der Gramineen statt, wo das Perigonium durch die lodiculae“) vorgestellt zu seyn scheint; bei den Gattungen Bambus a und Glyceria ist ihre Zahl ter— när; das dritte ist bisweilen kleiner und seine Abwesenheit kann in mehreren Fällen entweder von einem mehr oder minder voll— ständigen Fehlschlagen, oder von einer innigen Verwachsung, her— rühren. Nenn ter Artikel. Von der relativen Stellung der Theile eines Blumenwirtels, verglichen mit denen eines andern. Die Stellung der Theile, welche die Blumenwirtel bilden, ist, wie ich es anderswo(Théor, élem. p. 153.) gezeigt habe, ) Lrsrig. botan. élém., S. 185. (pag. 504) pag. 505) 444 aller Veränderungen fähig, die dadurch entstehen können, daß ein jeder derselben entweder zwischen oder vor den Theilen des äußern Wirtels sich befinden kann. Der erste Fall, d. h. derjenige, wo sich jeder Theil zwischen den beiden äußern befindet, ist so sehr viel häufiger, als alle andern, daß man ihn für den normalen Zustand halten kann, um so mehr, da er mit der Anordnung der auf einander folgenden Blätter-Wirtel übereinstimmt. So entsprin— gen die Petala der regelmäßigen Blumen, deren Theile auch in gleicher Zahl vorhanden sind, gewöhnlich zwischen den Sepalen, die Staubgefäße zwischen den Petalen, und die Carpelle zwischen den Staubgefäßen. Allein von dieser Regel bieten sich einige Aus— nahmen dar, so findet man bei der Berberitze die Petala vor den Sepalen, bei den Primulaceen, Myrsineen a. m. die Staubgefäße vor den Petalen. Was die wirkliche Stellung der Carpelle betrifft, so ist sie weit weniger genau untersucht worden, als die der andern Organe, und würde ohne Zweifel für gewisse Familien interessante Charaktere liefern; allein ihr häufiges Fehl— schlagen macht diese Untersuchung sehr schwer. Einige neuerlich beobachtete Beispiele lassen mich glauben, daß die Carpelle bei den vollkommen regelmäßigen Pflanzen, bei denen auch die Zahl der Theile in jedem Wirtel die gleiche ist, stets mit den Kelchblättern ab— wechseln, die Stellung des ihnen zunächst befindlichen Wirtels sey welche sie wolle, so sind die Carpelle der Crassulaceen mit den Sepalen abwechselnd, und zwar sowohl bei den Gattungen Cras— sula, Rochea, u. d. m., deren Staubgefäße mit den Peta— len abwechseln, als bei den Gattungen 8Sedum, Cotyledon, Sempervivum, u. m. a., welche doppelt soviel Staubgefäße haben als Blumenblätter und von welchen die Hälfte mit letzte— ren abwechselt, die andere ihnen gegenübersteht. Die verschiedenen Anordnungen der Blumentheile können durch die Zahl der Kreise eines jeden Wirtels, oder durch das Fehlschlagen der Theile, oder dadurch, daß sich in einigen Fäl— len da, wo sich gewöhnlich nur ein einziges Organ befindet, ein Büschel dergleichen entwickelt, abgeändert werden; so z. B. fin— det man bei mehrern Homalineen in dem Winkel der einan— der berührenden Kelchblätter einen Büschel von Staubgefäßen; das Nämliche findet, und zwar auf eine merkwürdige Weise, bei den Myrtaceen statt: so stehen die durch Verwachsung meh— * Etal heren at ab. a bäsc agb Loh ines ea lle; 7 gut u Mauf Von di O , kon ail: 5d duch neu gelnasi D di a. per de sind Diäse bens d fg fut 8 fit flieg at Want gef fitgug 10 ace 3 1 urn 14, 0 sn ) len., 0 P85 10 g 1 445 „e, dc en n de a rerer Staubgefäße entstehenden Bündel bei Melaleuca* . hagen, den Petalen gegenüber und wechseln hingegen bei Astartea““) südt, ih damit ab. Mehrere gefüllte Blumen zeigen eine bemerkens— 1 In mung werthe büschelformige Bildung; man findet nämlich nicht selten g Bündel von Petalen, die an der Stelle entspringen, wo nur unt. Cy ein einziges Blumenblatt, oder ein einziges Staubgefäß entsprin— en Tele gh gen sollte; dieß bemerkt man z. B. bei einigen gefüllten Primeln(s. 586 c denen ziemlich gut; diese besondere Art der Vervielfältigung führt uns e Garele hut aber darauf, selbige etwas umfassender zu untersuchen. n sch bugecle dh hung var! ien g. f. dec etllung likrsucht pon, Zehnter Artikel. Von der Vervielfältigung der Blumen⸗ Organe. Die Organe, welche die Blume der Pflanzen zusammen⸗ setzen, können rücksichtlich ihrer Zahl auf zweierlei Weisen zuneh⸗ ihr hauf „ Cie matt Mens ec 1) die gewöhnliche Zahl der Wirtel kann vermehrt werden 10 30 durch neue⸗ einem dieser gewöhnlichen ähnliche Wirtel, die sich ulm regelmäßig entwickeln, aber überzählig sind; 2) die Zahl der Stücke eines und desselben Wirtels kann ver— mehrt werden durch ungewohntes Entstehen gleicher Organe, wie die sind, aus denen der Wirtel besteht. 1 57 0 0 Vel 0 sacken mit dn 0 0 1 Diese beiden Erscheinungen, die ich in meinem Mémoire sur 9 5 16 les fleurs doubles***) angegeben hatte, sind seitdem von Dunal 19 a 0 fleißig studirt, und, so wie ich es gethan hatte, ohne Unterschied teme mit den Benennungen Spaltung(dédoublement) und Verviel⸗ kr mit eg fältigung(multiplication) bezeichnet worden; ganz neuerlich ist 155 ihre Geschichte, nach Dunal's Ansichten, von Moquin** le 90 bekannt gemacht worden. Daß ich hier den Ausdruck Verviel— g fältigung vorziehe, geschieht deßhalb, weil er weniger hypothe— 16 5 tisch erscheint als der Name Spaltung(dèedoublement). n ef e s.) Sulu, exot. bot., Taf. 35, 36, 55. LaBIL., nov. holl., Taf. l du k 165, 167, 168, 171, 172, 173. gf;% LaBIEI., nov. holl., Taf. 170. *) Mem., Soc. d' Arcueil, vol. III, p. 385. ber) Essai sur les dédoublemens ou multiplications d'organes dans ang le a 8 c les végétaux, in Ato., Montpellier, 1826. een Be, d A (pag. 507) (Pag. 508) 446 §. 1. Vervielfältigung der Wirtel-Kreise. Die Vervielfältigung der Wirtel eines und desselben Organs ist eine Thatsache, die man zufällig bei mehreren Pflanzen be— obachtet und welche alle Organe betreffen kann: Was zuerst die Deckblätter betrifft, so zieht man in den Gärten eine Abart der Nelke, welche Einige mit dem Namen Di— anthus Caryophyllus imbricatus) bezeichnet haben, und bei welcher die an der Basis des Kelches befindlichen Bracteen, statt aus vieren, d. h. aus zwei Paaren, zu bestehen, sich auf eilf bis fünfzehn einander rechtwinklich kreuzende und dachzie— gelfbrmig deckende, Paare beläuft; oft kann sich sogar die Blu— me, in Folge dieser Vervielfältigung der Deckblätter, nicht ent— wickeln. Sie scheint von zu früher Umwandlung der obern Blät— ter in Deckblätter herzurühren. 2) Das Perigonium angehend, finden wir ebenfalls in den Gärten eine Varietät der weißen Lilie, deren Tepala statt in zwei Kreisen zu stehen und zusammengenommen sechs zu betragen, in einander dachziegelformig bedeckende und an Zahl unbestimmte Wirtel angeordnet sind. In diesem Fall fehlen die Staubgefäße und Carpelle, oder sie sind in Tepala umgewandelt, allein man kann nicht sagen, daß erwähnte Erscheinung blos von dieser Um— wandlung herrühre, denn die Zahl der Wirtel ist hier weit grö— ßer, als die einer gewohnlichen Blume; folglich ist die Normal— zahl der Wirtel vermehrt. Bei einer andern Ausartung der Li— lie*) findet man die Theile des Perigoniums vermehrt, und die Staubgefäße noch nicht vorhanden. Alle Monokotyledonen mit gefüllten Blumen zeigen hin und wieder dieser ähnliche Erschei— nungen. Die innere Röhre, oder, wie man sagt, die Krone der Narcissen“*) dürfte ebenfalls zu dieser Klasse zu rechnen seyn. 3) Die Vervielfältigung der Kreise des eigentlichen Kelches ist wegen der Schwierigkeit, die überzähligen Kelchblätter-Wir— tel von den bloßen Deckblättern genau zu unterscheiden, nicht so sicher auszumitteln. Einige Berberideen- und Ericaceen-Kel— che scheinen Beispiele dieser Art darzubieten. 5) Botan. Magaz., Taf. 1622. **) DR BRV, floril. nov., Taf. 85, 86. , Theatr. Flor., Taf. 20, u. s. w. 0 ain mr 065 u di 1 ce fun, del iti ehre . fl. g. b bann Blum 1g auf bs , ktwede 1 wohn S a igen S 6 Enubges sagsehen, 2 10. Düs igen Nr dern an. 9 Dis sltigung“ fe ahl 50 sgenseitgess ß die Toß 90 En e fehr sen fnd re an Rosa dt, Ide Aldiges Ng f 40,. 22 Cache trax ure dus w S em 2 u ütel, 2. an khune fun be ge — W ) beat 1 Kreise fselben dunn en Prag h ieht man in U em Namen!. zeichnet ha lichen diaet tehen, sch aj de und dacht schar die Al ter, nicht in er obern Vl ir ebenfals Lepala fin hö zu berg, l unbeftune i Etgübgefß t, alen mn on dseser Un sier weit grö die Norm tung der!“ iht, und de tyledonen liche ich die Kroße de ichen fen. cen Kelches liner eben, iht ace 447 4) Die Blumenkrone zeigt häufig vermehrte Kreise. Ei⸗ nes der merkwürdigsten Beispiele dieser Erscheinung ist das, wel⸗ ches uns die Datura fastuosa) zeigt; bei dieser trifft man oft zwei oder drei gleichsam in einander eingeschachtelte Blumen— kronen, deren Lappen mit einander abwechseln. Das nämliche ist bei mehreren Campanula-Arten*), einigen Labiaten, u. m. a. beobachtet worden, und scheint bei allen verwachsenblät— trigen Blumen moglich zu seyn. Wenn sich diese Vervielfälti— gung auf einen oder zwei innere Kreise beschränkt, so geschieht es, entweder, daß die innere Blumenkrone Staubgefäße trägt, wie gewöhnlich, oder, daß diese fehlen; im letztern Falle kann man sagen, die Blumenkrone rühre von einer bloßen Umformung der Staubgefäße in Blumenblätter her; im erstern aber muß man zugestehen, daß eine Vermehrung der gewohnlichen Kreise statt— findet. Die nämliche Erscheinung trifft man auch bei den viel— blättrigen Blumenkronen, z. B. bei den Nelken, und mehreren andern an. 5) Die Staubgefäße zeigen häufig diese nämliche Verviel— fältigung der Wirtel, zumal bei solchen Gattungen, bei denen die Zahl der Wirtel von Natur ansehnlich ist; so findet man bei gegenseitiger Vergleichung mehrerer Blumen der gleichen Mohn-Art, daß die Total-Zahl ihrer Wirtel sehr veränderlich ist. 6) Endlich zeigen die Carpelle, die weniger zahlreich sind, und mehr in der Mitte liegen, selten diese zufällige Vervielfältigung; indessen findet man von Zeit zu Zeit bei den Ranunculaceen oder Rosaceen mit quirlförmig stehenden Carpellen doppelte Kreise. Ich habe bei der Gentiana purpurea ein sehr merk— würdi ges Beispiel dieses Zufalls beobachtet und liefere davon Taf. 40, f. 5 u. 6, eine Abbildung; man sieht darauf zwei Kreise Eierchen tragender Carpellen; der äußere besteht aus vier, der in— nere aus zwei Carpellen. Wenn aber alle Blumenorgane zufällig eine Vervielfältigung der Wirtel, aus denen sie gewöhnlich zusammengesetzt sind, dar— bieten können, ist es denn nicht wahrscheinlich, daß diese Erschei— nung bei gewissen Pflanzen, vielleicht bei gewissen Familien, zur 5) Taf. 31, Fig. 3. %) Theatr. Flor., Taf. 69, Fig. 4. (pag. 509) 448 Regel werden könne? Und sind Gattungen wie Nymphaea, Mesembryanthemum, u. a. m., bei denen die Theile der Blume in einer sehr großen und unbestimmten Zahl von Kreisen vertheilt sind, nicht sprechende Beispiele für diese Meinung? Ich beschränke mich hier auf die Angabe der Thatsache und werde auf ihre Verknüpfungen(connexions) zurückkommen, cas 610) wenn ich von dem Gesammt-Bau der Blumen handeln werde. §. 2. Vervielfältigung der Theile eines Wirtels. Die zweite Vermehrungs-Art der Blumen-Organe ist, wie gesagt, diejenige, wo die gewöhnliche Zahl der Theile eines Wirtels oder eines Kreises zunimmt. Diese Erscheinuug kann auf verschiedene Weise statt finden. 1) Die absolute Zahl sämmtlicher Wirtel einer Blume kann zugleich um eine oder mehrere Einheiten vermehrt seyn. So findet man nicht selten eine Colchicum-Blume mit sieben oder acht Lappen, und sieben oder acht Staubgefäßen; Blumen der Raute oder des Philadelphus mit acht oder zehn Theilen, u. s. w In diesen Fällen soll man zuerst untersuchen, ob nicht etwa die großere Zahl die gewöhnliche sey, und dann gehört die Verminde— rung der Zahl unter die Fälle des Fehlschlagens; im entgegen— gesetzten Fall aber scheint, wie ich es anderswo erklärt habe, die Vervielfältigung von der natürlichen 1 zweier Blu⸗ nen herzurühren. 2) An der Stelle eines dem Anschein nach einzigen, eigent⸗ lich aber aus mehreren, innig verwachsenen, zusammengesetzten Organes, kann man zufällig diese Organe gesondert finden. Ein interessantes Beispiel dieser Erscheinung lehrt uns Dun al“) am gemeinen Lorbeer(Laurus nobilis) kennen; bekanntlich ha— ben die Staubgefäße dieses Baumes gewohnlich an jeder Seite des untern Theils ihrer Fäden einen zweitheiligen drüsigen Kör— per, der auf einem kurzen, mit dem Träger innig verwachse— nen, Faden ruht; dieser Körper scheint ein fehlgeschlagenes Staub— gefäß zu seyn, und folglich wäre das Staubgefäß des Lorbeers ei— gentlich ein, aus drei verwachsenen Staubgefäßen, von denen — ä— die ) In Mou, essai sur les dédoubl. Montpellier 1826, S. 8, Taf. 1. Fig. 1. . I tft ess el, und acht t und! 1 feier. albhishen. u hispiele 0 lurwachs k 9 8 daethuns 1 un schell v ich c angegs; gleiches d Blumen „die an ders 1 scheint!! en Bluff e nach, ri cwachsener altern g bla e) ung 9 Ju gfk 1 ce 1 t 5 170 ft un! en abe ful, mug eis t nit d 1 l R —— Jun. doch Mogul 1 100 9 fg Genogs das,, 0 Ke fag, dun r% wie Vnphee, gen die Tie l ban gez c Ming der Tft ) zubckhng handen weg eines Nittel k- page if, er Thel ing icennag kanne einer Nane fe lt sehn, Ef it sehen gya lumen dae Teilen, v, oh nicht ku cott de Mun 16% im entgeg 10 eeklätt geh sung zweier dl ilzigen, eigen sammengeseze ut finden. Et dun al) skanntlich h iu jeder Ei dagen K ig kent deni, b lͤrbeers el gg, ban denen di er ld/ 6.9 449 die beiden lateralen fehlschlagen, bestehendes Bündel; in der That trifft es sich zuweilen, daß sich die drei Staubgefäße ent— wickeln, und dann findet man die Totalzahl der Staubgefäße ver— dreifacht und keines derselben trägt auf seinem Faden einen drü— sigen Korper. Mehrere besondere Facta in der Geschichte der po— lyadelphischen Blumen scheinen sich mehr oder minder deutlich die— sem Beispiele, das man als eine Complication von Fehlschlagen und Verwachsung betrachten kann, anzureihen. 3) An der Stelle, wo beim gewohnlichen Fortgang des Wachsthums ein einziges Organ entsteht, sieht man zuweilen einen Büschel ähnlicher Organe sich entwickeln. So verwandelt sich, wie ich es schon in meinem Mémoixe sur les fleurs dou— bles) angegeben habe, bei gewissen Ausartungen der Primeln ein jegleiches Staubgefäß, statt sich durch Entfaltung in ein ein— ziges Blumenblatt zu verwandeln, in einen Büschel von Peta— len, die an der Basis mit einander verwachsen sind. Diese That— sache scheint dem verwandt zu seyn, was man gewöhnlich bei ge— wissen Blumen sieht, bei welchen man da, wo sich, der Analo— gie nach, nur ein einziges Organ finden sollte, einen Büschel verwachsener Organe antrifft. Dahin gehdören die mit den Blu— menblättern abwechselnden Staubgefüße-Bündel der Mela— leuca*“) und mehrerer Hypericum. 4) In gewissen Fällen scheint eine der vorigen analoge Er— scheinung vorzukommen, mit dem Unterschiede jedoch, daß die ver— vielfältigten Organe, die, der Symmetrie zufolge, ein einziges Organ zu ersetzen scheinen, von ihrer Basis an vollig frei sind; so zählt man bei den Lagerstroemia) fünf große, mit den Petalen abwechselnde, Staubgefäße und vier oder fünf kleine Staubgefäße, die vor jedem Blumenblatt stehen und durch ihre Vereinigung ein einziges vorzustellen scheinen. Diese Thatsache, vereint mit dem Fehlschlagen der großen Staubgefäße, scheint über den Bau mehrerer Büttneriaceen Aufschluß zu geben). *) Mém. Soc. d'Arcueil, 3, S. 397. *) Mo quin, a. a. O., Taf. 1, Fig. 11, 12. ) Ebendas., Fig. 10. en, Ebendas., Fig. 34. 4) Ebendas., Taf. 2, Fig. 11— 15. Decandolle's Organographie d. Gewächse. 29 (pag. 511) (pag. 512) 450 Diese Klasse scheint sich mittelst des Beispiels, welches uns die Cruciferen darbieten, bei denen jedes Paar der großen, bald freien“), bald mehr oder weniger verwachsenen““) Staubgefäße, der Sym— metrie nach zu urtheilen, ein einziges Staubgefäß ersetzt, an die vorige Klasse anzuknüpfen. 5) Endlich kommt es bisweilen vor, daß die beiden Theile eines und desselben Organs von ihrer Basis an so scharf getrennt sind, daß sie zwei besondere Organe zu bilden scheinen. So hat Impatiens noli tangere vier Blumenblätter und fünf Staubgefäße, allein von diesen wechseln drei mit den Petalen ab, und zwei entspringen neben einander an der Stelle, wo, wenn die Blume regelmäßig gebaut wäre, der vierte entspringen sollte. Ferner sind die Antheren der drei einzelnen zwischen den Petalen stehenden Staubgefäße zweifächerig, und die zwei Zwillings—⸗ Staubgefäße haben einfächerige Antheren, und scheinen folglich nur ein bis an die Basis gespaltenes Staubgefäß zu seyn. Der Ausdruck Spaltung(dédoublement) wäre auf diesen Fall sehr passend; der Ausdruck Vervielfältigung aber vergegenwärtiget besser die vorhergehenden Fälle, bei welchen alle überzähligen Or— gane sämmtliche Theile eines einzigen Organs besitzen. Wahr ist es, daß sie im Allgemeinen kleiner sind, allein wahrscheinlich ordnet sich dieß dem allgemeinen Gesetz des Wachsthums unter; wenn sich nämlich auf einem gegebenen Raume eine zu große An— zahl Organe entwickelt, so finden dieselben weniger Nahrung, und erlangen eine geringere Größe. G. 3. Allgemeine Untersuchung der gefüllten Blumen. Mit dem allgemeinen Ausdruck gefüllte Blumen(flores pleni, franz. fleurs doubles) pflegt man alle diejenigen zu be— zeichnen, bei welchen die verschiedenen Blumenorgane, oder eines derselben, das Aussehen der Blumenblätter annehmen, so wie auch alle die, bei welchen die Zahl der Petala durch irgend eine Ursache vermehrt ist, oder es zu seyn scheint. Ich habe früher schon*) gezeigt, in welchem Grade man unter dieser Benennung ) Moquin, a. a. O., Taf. 2, Fig. 21— 22. *) Ebendas., Taf. 2, Fig. 25— 24. *) Mém. Soc. d'Areueil, vol. III, S. 385. gl Tf lake dess iu bie, ve. ener JW sasen abgeth 1 Die be . feu l K lloen Um galliter fil fer Hor d 1a), die Stang in Wemonels b. Nan. r fande! hen, än sabblatt auen, det Fade enen J en der hi K such, vie g d die Mah Hacken ige d. Die e len uf u bet Mn fllen g 1 tübfg i este)) falt sud,, eornieg wachs d, dutid f n, iz, dir En fiß e lich, N de baden di 0 e ssuf zum den schenken, f. eubläaer up iz 1 den eng Ettl, vo, un e arfrugen ich ic eu den Pan zue Juli 1 1105 en fit fiß zu fen. f digen dil f begehen K ue besten. Nuß an ahne chethums unte, fag zu große d 1 Nahrung, l. tatfüllten Zuumen(lan engen zu b gane, der f hmen, duch ige cle 0 bk fiche arenen 451 heterogene Thatsachen verwechselte; ich glaube aber die Haupt— Resultate dieser Arbeit hier anführen zu müssen, und verweise den Leser, wegen der genauern Umstände, auf diese Arbeit selbst. Meiner Meinung nach müssen die gefüllten Blumen in drei Klassen abgetheilt werden: 1) Die blumenblättrigen Blumen(flores petalodei, franz. fleurs pétalodes), d. h. diejenigen, welche sich vermöge der bloßen Umwandlung aller oder einiger Blumenorgane in Blu— menblätter füllen; dahin gehören diejenigen, bei welchen die Deck— blätter(Hortensia), der 11(Primula calycanthe— ma), die Staubgefäße(Rosen u. s. w.), oder die Carpelle(Var. von Anemone nemorosa u. s. 850 sich in Blumenblätter verwan— deln. Man kann bei den durch die Verwandlung der Staubge— fäße entstandenen petalodeischen Blumen sogar zwei Fälle unter— scheiden, nämlich denjenigen, wo sich der Staubfaden zum Blu— menblatt ausbreitet, und die Anthere ganz fehlschlägt, und den, wo der Faden unverändert bleibt, der Beutel der Anthere aber sich zu einem Blumenblatt entwickelt. Im ersten Fall, der bei Wei— tem der häufigste ist, sind die überzähligen Blumenblätter stets flach, wie die gewöhnlichen Petala; im zweiten, viel seltneren, sind die Petala tutenförmig(en forme de cornet). Die Ranun— culaceen zeigen diese doppelte Umgestaltungsweise sehr auf— fallend. Die Clematideen füllen sich auf erstere, die Ranun— culeen auf die zweite Weise, und die Helleboreen können beide darbieten; ja, es gibt sogar Arten, die sich auf beiderlei Weisen füllen; so bildet die Kquilegia vulgaris, wenn sich ihre Staubfaden in Petala umgestalten, die sogenannte var. stellata)), wenn ihre Antheren in tutenförmige Petala ver— wandelt sind, und die Tute(der Sporn) gerade ist, die sogenannte var. corniculata*), und, wenn die Tute, durch Verdrehung des Trägers, umgebogen ist, die var. inyversa“). *) DEBh, floril. nov., Taf. 99. Besl., hort. Eyst., vol. 2, Taf. 6, Fig. 3; Taf. 7, Fig. 1; Taf. 8, Fig. 1, u. s. f. BannkL., ic., Taf. 619— 622. % Debry, ebendas. Besl., ebendas., Taf. 7, Fig. 2— 3. Bann., ic., Taf. 614— 618. * Debry, ebendas. Besl., ebendas., Taf. 9, Fig. 2. Bank. ie,, Taf. 613. 29 (pag. 613) (pag. 514) (pag. 516) 452 2) Die vervielfältigten Blumen(lor. multiplicati, franz. multipliées) sind diejenigen, bei welchen die Zahl der Petala durch Vermehrung der Blumenwirtel, oder durch Vermehrung ihrer Theile und durch Umgestaltung derselben in Blumenblätter vergrößert ist. In der vorigen Klasse war die Zahl der Theile nicht vermehrt, und es fand nichts als Umgestaltung statt; hier aber tritt Vermehrung der Zahl und Umformung ein, und dieß ist es, was die gemeiniglich sogenannten gefüllten Blumen ausmacht. Alle in den zwei ersten Paragraphen dieses Abschnittes angeführten Beispiele gehören zu dieser Klasse. 3) Die verwandelten Blumen(florespermutati) sind solche, bei welchen das Fehlschlagen eines der Geschlechts— organe in der Form oder Große einer der Blumendecken eine merk⸗ liche Veränderung bewirkt. So z. B. verursacht das Fehlschlagen beider, oder nur des einen von beiden Geschlechtern, bei den Compositae, oft eine Veränderung in der Form ihrer Blumen— krone; bald bleibt dieselbe röhrenformig, und wird blos größer, als gewöhnlich, wie man es bei einigen Abarten von Aster, Ta- getes u. a. m. sieht; bald verwandelt sie sich in ein flaches Bändchen, was bei den in den Gärten gefüllt genannten Compositae der häufigste Fall ist. Aehnliche Erscheinungen trifft man beim Viburnum opulus an, dessen unfruchtbare Blumen eine viel großere Blumenkrone haben, als die fruchtbaren; im gewöhnli— chen Zustande zeigen nur die Randblumen diese Erscheinung, bei der unter dem Namen Schneeball cultivirten Varietät hingegen zeigen alle Blumen diesen, vom Fehlschlagen der Geschlechtsorgane herrührenden, Zustand übermäßiger Größe. Im gemeinen Leben wird also der Ausdruck gefüllte Blumen auf sehr verschiedene Erscheinungen angewandt. Die Organogra— phie lehrt, wie man sie ordnen, mit den natürlichen Erscheinungen vergleichen und den bekannten analogen Erscheinungen unterordnen soll; allein der Physiologie liegt es ob, wenn es möglich ist, die Ursachen dieser verschiedenen Verwandlungen auszumitteln, welche, indem sie mit dem Studium der organischen Symmetrie der Pflan— zen innig zusammenhängen, der Untersuchung der Botaniker nicht so unwürdig sind, als man geglaubt hatte. Jon det 1 Die be 8 gane tze ßen 1 iu Name aon bent; it e as ih den ga d del . dunn m co gift mae gumen aus Fenn schen. mäßiger Te deem weff shidener f die der Pf Liusur, bent maßhbaster g lg; n. ks e uhu dnn K 0. Eegelsp Mme acts enn ge Not e l I 1 et f, er fe, ö n, 0 fh legt ie An or. multiplag, Zul der ang ich Pamec 1 Bumm Zul de d lung sutz hy g ein, und z llten Run dieses Aöschz es permutal der gcc decken eine naß das Fecher lechtem, hi n m ihrer Jung wild blos g m bon A J sch in kin fit ten Compo trift n bi Alumen eile z in genäht fishenug, gulli hinge! Heschlchtsorgte gesilte dan Dee Ogg asche en men naglch f mn, wach, 1e der Mal gunmlker nch 453 Ei lifter Atti e l Von der Ungleichheit der Theile eines und desselben Blumenwirtels, oder von den unregelmäßigen Blumen. Die verschiedenen Wirtel der eine Blume zusammensetzenden Organe können, unter einander verglichen, von sehr ungleichen Größen seyn; einige können sogar gänzlich fehlen, ohne daß darum die Blume aufhörte, regelmäßig zu seyn; denn, wenn man sie vom Centrum nach der Peripherie zu in mehrere Stücke theilt, so ist jedes derselben den andern gleich; unregelmäßig nennt man aber diejenigen Blumen, bei welchen einer oder mehrere Theile eines und desselben Wirtels in Form, Große, Stellung oder Grad des Zusammenhangs von den übrigen verschieden ist. Um sich von der Symmetrie der Blumen einen richtigen Be⸗ griff zu machen, muß man sich stets bemühen, die unregelmäßigen Blumen auf die Grundformen(typus), deren Ausartungen sie zu seyn scheinen, zurückzuführen. Jeder Familie scheint ein regel⸗ mäßiger Typus als Normal-Zustand zu Grunde zu liegen, und von diesem weicht sie, entweder zufällig oder beständig, vermöge ver— schiedener Ursachen ab. Rühren diese Ursachen von Einflüssen her, die der Pflanze fremd sind, wie z. B. von Verstümmelungen, durch Cultur, von ungleicher Einwirkung des Lichtes, vom Druck be⸗ nachbarter Körper u. s. w., so sind die Unregelmäßigkeiten rein zufällig; rührt hingegen die Ungleichheit der Entwickelung der Theile eines und desselben Wirtels von der Entwickelungsweise der benachbarten Organe, oder, was häufig der Fall ist, von der Anordnung der Blumen, sowohl unter einander, als rücksichtlich des Stengels, her, so ist die Unregelmäßigkeit beständig, und die Pflanze zeigt ihren Normal⸗Zustand nur in äußerst seltenen Fällen, die man alsdann ihrerseits wieder zusällig nennen kann. Die Anordnung der Blumen ist unter den in der Pflanze selbst liegenden Ursachen diejenige, deren Wirkungen wir am besten er— wägen konnen. So z. B. wird, wenn die Blumen einander ge— nähert sind, und entweder der Axe entlang Aehren oder Trauben, oder Köpfe, oder Dolden bilden, die innere oder obere Seite der Blume, d. h. diejenige, welche dem Mittelpunkt oder der Axe am nächsten liegt, durch den Druck der Blumen selbst gegen die Axe, oder der Blumen unter einander, in ihrer Entwickelung beengt, (pag. 516) —— —— 2 454 während hingegen die entgegengesetzte Seite freier ist. Daraus folgt, daß entweder einige der unweit der Are befindlichen Theile vollkommen oder unvollkommen fehlschlagen, und die der entge— gengesetzten Seite sich entwickeln; oder daß die Theile des Mittel— punktes unter einander auf eine größere Länge und vollkommener verwachsen, die der entgegengesetzten Seite dagegen um so freier werden; oder daß sich beide eben erwähnten Wirkungen vereinigen. Diese Folge des Drucks wird durch eine andere aufgewogen, und bisweilen sogar versteckt; nämlich dadurch, daß in einer Blume, wenn einer von den Theilen eines Wirtels ganz oder zum Theil fehlschlägt, der entsprechende Theil des nächsten Wirtels sich mehr als gewöhnlich entwickelt, indem er entweder den Platz oder die Nahrung, die der andere hätte einnehmen sollen, benutzt; woraus folgt, daß nur in höchst seltenen Fällen die Unregelmäßig— keit des einen Blumenorgans nicht auch die der anderen nach sich ziehe. Die Anwendung dieser Grundsätze auf die verschiedenen Blumenorgane und die verschiedenen Arten unregelmäßiger Blu— men wollen wir nun durchgehen. Die Kelchblätter sind, in Folge ihrer blattartigen Natur und äußern Stellung, stärker als alle andern Organe der Einwirkung äußerer Ursachen unterworfen; auch findet man häufig unregel— mäßige Kelche, selbst bei übrigens regelmäßigen Blumen; so z. B. breitet sich einer der freien Sepala-Theile der Muss a en da und Pinckneya h) in eine weit größere Blattfläche aus, als die andern; dasselbe findet, obgleich weniger auffallend und beständig, bei den Rosen-Kelchen statt. Die Blumenblätter zeigen Größen-Ungleichheiten, die von ungleicher Entwickelung der angrenzenden Kelchblätter, oder von ihrer verschiedenen Metamorphosen-Weise herrühren. Die einzelnen Stücke des Kelches, der Blumenkrone, oder des Perigoniums sind oft in ungleichen Graden mit einander ver— wachsen; wenn die inneren oder oberen Theile in einem andern Grade unter einander zusammenhängen, als die untern, so entsteht daraus das, was man zwei Lippen nennt, und von denen eine die obere und eine die untere ist; und es ist so wahr, daß die Blumen mit lippenförmigem Kelch oder Blumenkrone diese Un— 0 Miecnabx, Fl. amer. bor., 1, Taf. 13. gange 1 ble 1 slift, 1 sabieen, 9 chen leztert 8 deen. 9.— Dee Sta) fan der übte 0 senmlfen. glich syn bay! een, lle d nf, unte aden, wele e ann de Size let einander u aber diz sud, doit Nüäse Tan der Blume n baer daß 18 fu, öl 0 Falchgen! dn dels habatter, S schng, dahg Mk ende nnhhenenil 1 ebe cat fin falk rb zue t enen f. 3 Ie hut sucgffez 6 dane kant ff 1 debe ler it. due 5 5 6 l he 0 de der lag ele dez ag ind doll cen um fu fn fungen alfi dere dufßentg ch, daß in eh ils gun der nachsen Mi eucweder den lag en stlen, heut die Unmgintz gldderen wach sh die berschann egelmäßin dl tigen Mau g der Einig Huf ung. fumen; so z., Ssaenda f aus, ab und bestandh eiten, die uu lr, oder be . senktone, einander hl einem gude , so feht gol denen eine gahe, daß die sage diet n 455 regelmäßigkeit ihrer Stellung zur Are verdanken, daß man niemals seitwärtsstehende Lippen, sondern immer eine obere und eine untere antrifft, wie man es in den Kelchen der Papilionaceen, der Labieen, der Personeen, oder an den Blumenkronen dieser beiden letztern Familien, oder auch an den Perigonien der O r⸗ chideen u. a. m. sieht. Die Staubgefäße sind auch selbst bei solchen Pflanzen, bei denen der übrige Bau regelmäßig ist, den Unregelmäßigkeiten sehr unterworfen. Jedoch muß man bemerken, daß sie unter einander ungleich seyn können, ohne unregelmäßig zu seyn; so sind die Staubgefäße in mehreren Blumen, welche deren doppelt so viel haben, als Blumenblätter abwechselnd lang und kurz, früh oder spät reif, und in diesem Fall sind es die mit den Petalen abwech— selnden, welche die längern, frühzeitigeren und beständigeren sind. Wenn die Staubgefäße in mehreren Kreisen stehen, so sind diese unter einander verglichen, oft von sehr verschiedener Größe; so⸗ bald aber die Staubgefäße des gleichen Kreises alle einander gleich sind, so ist die Blume regelmäßig. Die Ungleichheit der Staub— gefäße kann daher rühren, daß sie entweder nicht gleich stark mit der Blumenkrone, dem Kelch oder dem Perigonium verwachsen, oder daß ihre Fäden ungleich lang oder ungewöhnlich entwickelt sind, oder auch daß die Staubfäden oder die Antheren gänzlich fehlschlagen oder mißgebildet wurden. Da die Stelle der Staubgefäße, in Beziehung auf die Blu— menblätter, stets bestimmt ist, so kann man, bei genauer Unter— suchung, das gänzliche Fehlschlagen einiger Staubgefäße ohne Mühe entdecken; wenn man z. B. in einer aus fünf freien oder verwachsenen Blumenblättern bestehenden Blume bemerkt, daß die Staubgefäße mit den Petalen abwechseln, oder ihnen entge— gengesetzt sind, so sieht man es augenblicklich, wenn eine solche Stelle leer bleibt, wie dieß z. B. bei den Personaten und Labiaten der Fall ist; hier ist diese Stelle bald vollkommen unbesetzt, bald mit einem kleinen drüsigen Punkt oder einem Faden bezeichnet; dieser Punkt ist aber so gewiß die Spur des nicht ausgebildeten Staubgefäßes, daß man nicht selten Blumen antrifft, bei denen diese Rudimente sich zu wahren Staubgefäßen entwickeln. Findet Letzteres statt, so wird die übrige Blume ebenfalls regelmäßig, was alsdann die Monstrositäten ausmacht, die man Peloria (pag. 518) Sag. 519) nennt. 456 Dieser Zufall, oder vielmehr dieses Zurückkehren zur symmetrischen Ordnung, ist bei der Linaria vulgaris) sehr bekannt; er ist aber nicht, wie man Anfangs geglaubt hatte, blos auf diese Pflanze beschränkt, sondern man hat ihn bei mehreren Arten der Gattungen Linaria, Antirrhinum; Digita— lis), Sesamum), Galeopsis, Viola r), Ox his) gefunden, und ist daher berechtigt, denselben als eine allen unregelmäßigen Blumen zukommende Erscheinung zu betrach— ten Tr). Was ist also dieses Phänomen Anderes, als der offen— bare Beweis des ursprünglichen Daseyns und der symmetrischen Anordnung aller Blumenorgane, welche, in gewissen gegebenen Umständen, durch mehr oder weniger beständige Zufälle davon abweichen? Alle diese nämlichen Zufälle, und zumal die des gänzlichen oder fast gänzlichen Fehlschlagens, sind bei den Carpellen häufig; wenn von letzteren nur eine gewisse Anzahl fehlschlägt, und wenig— stens zwei vollkommene übrig bleiben, so zeigt das dadurch ge— bildete Pistill, an und für sich betrachtet, noch eine Spur von Regelmäßigkeit; allein, mit der Zahl der übrigen Blumen-Theile verglichen, erscheint es unregelmäßig. So sind diejenigen Cisti— neen, welche fünf Kelchblätter, fünf Blumenblätter und fünf Carpelle haben, regelmäßig; die hingegen, welche, wie die He— lianthemum, bei der gleichen Zahl der Blumentheile nur drei ) Tunr., Icon., Taf. 20, Fig. 10. Hork., Fl. anom., Taf. 7, Fig. 472 *) Dy C., in Elmig. Digit. monogr., 1812. Montpellier, in Ato, Daf, r) Dx C., pl. rar. du Jard. de Genève, Taf. 5. ) Man sehe, Taf. 45 dieses Werkes, alle verschiedenen Grade der Ausartung bei Viola hirta, vom gewöhnlichen Zustande der Blume mit einem einzigen Sporn, bis zu dem Zustande mit s Sporn, den man den regelmäßigen nennen könnte. Diese Reihe von Zu— fällen ist bisweilen auf dem gleichen Individuum nicht selten. Die hier abgebildeten sind mir von Herrn Colladon- Martin mit— getheilt worden. ) A. RICuARD, Mém. Soc. d'Hlist. nat. de Paris, T. I, Taf. 3. 1) Ueber die verschiedenen Pelorien sehe man J. RATZE BURG observa- tiones ad peloriarum indolem definiendam spectantes. to. Be- rolini 1824. Anm. des Uebers. sawele fete ug. S fache um int gaht Ear 7 l der Bl iu dellch fig ncht— an bel r fh, dart 0 fin tz dune 94e wuicstz di ER 1 7 ene En N saumen⸗Ver ger möhre Hilaire f funden; I Betracht nis rd oahin am: shentich faun dupele bel zu len it. D eng fene, it 5. 0 065 fir e wg cast 291 10 In g wü ige! fn 9 n 8 „ th, 0 he 2 — 13 6,1% 9 had N 0 05 185 ö uifeh 0 Julgar 1800 10 abt pn, hie uh inun, bitt Violg don, g ö denselben ag 1 cherung iu hen deres, gg dz f d der spnme 0 geen gg 0 dige Zuflle hy il die des füge en Carpelen fuß schligt, ung, eigt dab hauch noch eine Ein igen June: ind ditjengen f menblätkr unf welche, nie del lumenthelk n J. zom, 2. Vonpeller, U ö 4% ede erh Gele Jacen Zuftae!, Fb t Epeh, Jae Rehe bo 1 4% 0 Ian t ae N Aol Mutt l 15 1 5 N. 5 fund obere unn o, Be- pelle ö abet, 457 Carpelle besitzen, haben eine an und für sich regelmäßige, relativ(as. 20 aber unregelmäßige Frucht. Wenn die Zahl der Carpelle durch Fehlschlagen auf die Einheit herabgesetzt ist, so zeigt das einsame Ovarium immer Spuren von Unregelmäßigkeit; wenn es z. B. mehrere Samen enthält, so sind dieselben seitwärts, an der Seite der Blumen-Axe befestigt, wie man es bei den Legumino— sen deutlich sieht. Auch ist zu bemerken, daß wenn letztere zu— fällig mehrere Carpelle besitzen, oder, was das Nämliche sagt, wenn bei ihnen das Fehlschlagen der Carpelle weniger vollständig geschah, das zweite genau dem ersten gegenüber sich befindet, und seine samentragende Nath ebenfalls gegen den Mittelpunkt der Blume gekehrt hat, so daß daraus eine regelmäßige Frucht erwächst; dieß habe ich an der Gleditschia beobachtet). Die steinfruchtigen Rosaceen bieten ebenfalls ein durch Fehlschlagen einsames Carpell dar, und man findet einige Kirschen- oder selbst Pflaumen-Bäume, welche entweder zufällig zwei verwachsene“), oder mehrere freie Carpelle*) haben. Auguste de Saint⸗ Hilaire hat in Brasilien eine Mimosee mit fünf Carpellen ge⸗ funden; man vergleiche also den Bau der Leguminosen in diesem Betracht mit den Spireen z. B. unter den Rosaceen, und man wird dahin kommen, einzusehen, daß diese Familien sich wirklich eigentlich fast nur dadurch unterscheiden, daß das Fehlschlagen der Carpelle bei den Leguminosen häufig, bei den Rosaceen dagegen selten ist. Bei den Carpellen, die nur einen einzigen Samen zu haben scheinen, ist die Unregelmäßigkeit in doppelter Rücksicht bemerk⸗ lich: 1) Es ist beinahe gewiß, daß die Samen nur durch das mehr oder weniger frühzeitige Fehlschlagen eines der Eierchen ein— sam sind; Y die Lage dieses Samens mag seyn, welche sie wolle, so muß im Carpell doch stets Unregelmäßigkeit herrschen; ist er seitwärts befestigt, wie bei den Leguminosen, so ist die Unre— gelmäßigkeit durch die seitliche Placenta deutlich ausgesprochen; ist er am Grunde des Carpells befestigt, wie bei den Compo— sitä, so verfolgt die Nabelschnur die eine Seite der Fruchthülle 0 Dr C., Mém. légum., Taf. 2, Fig. 6. * Ebendas., Taf. 2, Fig. 3, 4. u) Dx C., pl. rar. du Jard. de Genève, Taf. 18. (pag. 51) (pag. 522) 458 (pericarpium), und bewirkt eine Unregelmäßigkeit; ist er an der Spitze des Carpells befestigt, wie bei den Dipsaceen, so ver— läuft das ihm Nahrung zuführende Gefäß auf der einen Seite des Carpells, und macht dieß nothwendig unregelmäßig. Also ist jedes einsamige und jedes einsame Carpell nothwendiger Weise eine Abweichung von der symmetrischen Ordnung, und folglich eine, sehr wahrscheinlich durch Fehlschlagen verursachte Unregelmäßigkeit. fen rr Von der ursprünglichen Stellung der Theile eines und desselben Blumenwirtels, oder von der Blumenknospenlage(Aestivatio). Die vollständige und regelmäßige Blume wird, wie wir ge— sehen haben, aus wenigstens vier concentrischen Wirteln, deren jeder aus mehreren Stücken besteht, zusammengesetzt; die relative Anordnung dieser Stücke hat auf die Symmetrie einen wesentli— chen Einfluß; allein die rasche Entfaltung dieser verschiedenen Organe im Augenblicke des Blühens macht, daß man diese ursprüng— liche Anordnung nur dann richtig beurtheilen kann, wenn man sie in den Knospen untersucht. Linnsée, der sie mit der Blatt— Knospenlage(vernatio) verglich, gab ihr den Namen Kestiva— tio(Blumen-Knospenlage, franz. estivation). Richard schlug vor, letzteren mit préfloraison zu vertauschen; einem Aus— drucke, der vielleicht vorzuziehen wäre, wenn es sich der Mühe lohnte, einen Ausdruck zu ändern, der durchaus keinen Irrthum veranlaßt. Die Untersuchung dieser Anordnung der Theile ist vorzüglich bei Allem, was zu den Blumen-Hüllen gehört, wichtig, nämlich bei den Sepalen, Petalen und Tepalen, deren Theile, entweder frei, oder an der Basis mit einander verwachsen, den Kelch, die Blumenkrone oder das Perigonium bilden. Die meisten Be— trachtungen über diese Theile lassen sich ebenfalls auf die Blätt— chen der Involuecra anwenden. Gehen wir nun zuerst die mögli— chen Anordnungen der, streng genommen, regelmäßigen Blumen durch. 5 Die Hauptsache, auf deren Unterscheidung es hier ankommt, ist, zu wissen, ob die Theile eines Organs in einem einzigen lust, der! f fun gn ill, oke! Diet 8 An in fete gh se ses fan, d 5 a ellapp? 1 cli f 55 gen rind actes ee Aral? 0 de Abolk en eipieles ur Hupen uud dick, sis u dune ein dieter J Deen lt shn, gen se fut, so sin Ji bibet din ib indaplc iz dach fut feng ni klang W en er 0 waheclag; ue 93 uz ungel uch, dien agg e de Fal 9 die 5 hn sthe. . sehe, ) Gay. 90 fz ist e 1 cken, f reien Seit 0 ig werde nd fagach dungen 10 ehen Auen lic) wird, pie nie n Murg, geht; dengeh lie einen unn ier bers an dese lian in, penn nn mit der Nun amen Aestis. Richard hh 1 einem dl sch ber M einen Irrthur 1st borziglh chtig, nan elle, entweder , den Rech, e messen R alf Ali t de gie fegen lune fer gufommt, gen einge 459 Kreise, oder ob sie in mehreren stehen. Sind die Theile einer Hülle streng genommen in einem einzigen Kreise quirlförmig ge— stellt, so konnen vier Fälle eintreten. 1) Diese Organe können einen vollkommenen Kreis bilden, indem ein jeder derselben flach oder mäßig gewölbt ist; alsdann berühren sie sich sämmtlich mit ihren Rändern, ohne einander zu bedecken, und ohne sich an den Rändern einzuschlagen; dieß nennt man die klappige Blumenknospenlage(Aestivatio valvata, franz. estiv. valvaire), weil sie an die Anordnung der Fruchthül⸗ lenklappen erinnert). Die Kelchblätter der Linden und der meisten Clematis-Arten, die Blumenblätter des Weinstocks und der Araliaceen, die äußern Tepala der Pradescantis und die Involucrum-Blättchen der Othonna cheirifolia bieten Beispiele hievon dar. Die Blumendecken-Stücke mit klap— piger Knospenlage sind gewöhnlich dadurch ausgezeichnet, daß ihr Rand dick, schwielig, in ihrer Jugend bisweilen etwas kleberig oder sammetartig behaart ist, welche Umstände dazu beitragen, sie in dieser Stellung zu erhalten. 2) Die nämlichen Theile können vollkommen kreisförmig ge— stellt seyn, aber eingeschlagene Ränder haben; von außen betrach— tet zeigen sie eine klappige Knospenlage, wenn man aber die Knospe offnet, so sieht man die Einwärtsbiegung eines jeden Stückes. Dieß bildet die eingeschlagene Blumenknospenlage(aesti— vatio induplicativa)**). Sie hat mit der vorigen große Aehnlich— keit; auch findet man sie oft bei Pflanzen, die in ihrer Gestalt denen mit klappiger Knospenlage sehr nahe verwandt sind, wie z. B. bei den Clematis-Arten aus der Abtheilung Vitic ella; der eingeschlagene Theil ist gemeiniglich dünn und häutig*). 3) Aus Analogie mit dem vorigen Fall konnte man eine rück— wärts umgeschlagene Knospenlage(aestivatio reduplicativa) annehmen, die dann stattfindet, wenn sich die Stücke nach außen umschlagen oder rollen, wie dieß bei den Petalen einiger Umbelli— feren der Fall zu seyn scheint. 4) Die Theile eines Wirtels konnen, ihrer Lage nach, genau ) Man sehe Taf. 37, Fig. 28, 38, 15 p. ) Man sehe Taf. 37, Fig. 6. **) GREW. Anat., Taf. 54, Fig. 12, Lady's Bower. (pag. 523) 460 at der glel l kreisförmig gestellt, jeder einzelne derselben aber um seine eigene wel gen be Are leicht gedreht seyn, so daß er mit der einen seiner Seiten den einen der ihm zunächststehenden Theile bedeckt, und daß die andere 0. 5 derselben, indem sie etwas mehr nach innen steht, ebenso von ll 1 dem andern angrenzenden Theil bedeckt wird. Diese Anordnung, 1 W che N g g s J) Vell die man die gedrehte oder gewickelte Knospenlage(aest. 9 1 contorta, franz. est. tordue oder tortillée) nennt“), ist bei den ache e Hüllen, deren Theile völlig getrennt sind, sehr selten; man sieht fich, w sie an den Sepalen und Tepalen des Flachses, an den Petalen le der Nelke, der Mal vaceenz sie ist aber weit häufiger an den be freien Theilen oder Lappen der verwachsenen Organe, wie z. B. ben bei den Blumenkronen-Lappen der Apocineen und Rubiaceen. Abentie Stehen die Theile eines und desselben regelmäßigen Wirtels ens Gag. 5 0) in zwei oder mehreren Kreisen, oder, was gleichviel gilt, ist ein d ches aus den gleichen Organen gebildeter Wirtel zweifach oder vielfach,, de bei k so können ferner mehrere Fälle eintreten. e dine 1) Wenn die in Beziehung auf die Axe genau in der gleichen enk Richtung stehenden Theile mit einander abwechseln, so entsteht gigen Mei daraus die abwechselnde Knospenlage(aestivatio alternati-: cher deͤllch va)**), bei welcher die Stücke der zweiten Reihe mit denen dee mn. 9 ersten, die der dritten genau mit denen der zweiten abwechseln, ens? und folglich vor denen der ersten stehen u. s. f.; dieß sieht man an 0 falt, une den Tepalen der Liliaceen, den Petalen der Nymphäaceen g in Kost! u. a. m. Jeder dieser Kreise oder Reihen für sich könnte dann Amer mtr eine der vorhergehenden Anordnungsweisen zeigen, allein, da seine iht alem S Stücke im genannten Fall weiter von einander entfernt sind, so hing kann man die partiellen Anordnungen selten mit Bestimmtheit 12 7 erkennen. pn ob 2) Unter dem Namen dachziegelartige Knospenlage g rl (aest. imbricativa) faßt man gewöhnlich alle Fälle zusammen, 345 wo bei Hüllen, welche mehrere Kreise bilden, die Ordnung dieser hagge we letzteren nicht ganz bestimmt ist, und wo die Theile, ungefähr wie ö bach, dr Dachziegel einander bedecken. Dieß sieht man an den Hüllen ug, (involucra) der meisten Compositae, an den Petalen der mei— ehh File sten gefüllten Blumen; es ist aber wahrscheinlich, daß man hier ige Hezte 3 ey scht ) Man sehe Taf. 37, Fig. 2 p, 4 p, 5 und p. 6 Hache, J Taf. 7 Fig. i, cht, 5 i N um seige 10 f einer Ella and daß diegg seht, ch 1 Dee Mohn play 0 t), it u r flten; y b, an den uh det hüfte Ocgmne, ge N und Rubigeg, gelmäfigen U ach viel g, sfach dor et au in der geh cchsag, so tipdtio alert nihe nit dank wan chu dieß sest nne Munphiaa lein, da fen alffent ind, t Bestimmt 90 Kuospenseh file zusamme Adnung ler „gf oe au den ile alen de ni; ß in hie 461 unter der gleichen Kategorie mehrere wirklich verschiedene Anord— nungen verwechselt. Wenn diese Stücke in zwei Kreisen stehen, und der äußere, im Vergleich zum inneren, sehr kurz ist, so sagte man, es sey eine aestiv. calyculata; allein dieß bezieht sich auf das Längen-Verhältniß, und nicht auf die Stellung der Theile. 3) Vielleicht gibt es wirklich eine gegenüberstehende Knospenlage(aest. opposita, franz, est. oppositaire), d. h. eine solche, wo ein jedes Stück eines Kreises genau von dem des innern Kreises entspringt; die Beispiele aber, die man zu dieser Klasse bringen könnte, sind dunkel und unsicher. Hieher würden z. B. gehoren die innern Blumenblätter des Epimedium und der Leontice, wenn man anders sie als von den wahren Pe— talen getrennte Stücke betrachten kann. Die eben aufgezählten Fälle scheinen mir die einzigen zu seyn, die bei den wahrhaft regelmäßigen Blumen vorkommen; es gibt aber Fälle von leichter Unregelmäßigkeit, die man zu den Blumenknospenlagen zu ordnen pflegt. Diese hätte ich in dem vorigen Artikel anführen konnen und vielleicht sollen; ich hoffte aber deutlicher zu werden, wenn ich sie bis hieher aufsparte. Wenn die Kelch- oder Blumenkronen-Theile in Beziehung auf die Axe nicht vollig gleich gestellt sind, so findet Unregelmäßig— keit statt, und alsdann streben einer oder mehrere Theile die an— dern im Knospenzustande zu bedecken; dieß bezeichnen sehr viele Botaniker mit dem Collectiv-Ausdruck aestivatio imbrica— tiva, einem Ausdrucke, der, obgleich üblich geworden, doch das Schlimme hat, daß er hier in einer ganz andern Bedeutung genommen wird, als in der oben erklärten, und den man, wenn man einen Collectiv-Ausdruck verlangt, vortheilhaft gegen die Be— nennung unregelmäßige Knospenlage(aest. irregularis) ver⸗ tauschen würde. Es muß in der That bemerkt werden, daß diese Knospenlage nur bei den unregelmäßigen Blumen vorkommt, oder in solchen, die Neigung haben es zu werden; denn sie ist eine Abweichung von der symmetrischen Ordnung. Es lassen sich daran mehrere Fälle unterscheiden, die beständig genug sind, um eine besondere Bezeichnung zu verdienen. So sieht man bei den Blumen mit fünf Theilen oft die Stücke des Kelches, der Blumenkrone, oder des Perigoniums so ange—⸗ ordnet, daß ihrer zwei auswendig, einer oder zwei ganz inwendig, (pag. 525) (pag. 526) (pag. 527) 462 und zwei oder einer zwischen inne stehen, d. h. so gestellt sind, daß sie auf der einen Seite von einem der äußern zur Hälfte bedeckt werden, und auf der andern Seite den Rand eines der innern Stücke bedecken; am Kelche der Rosen ist dieß Vorkommen sehr augenscheinlich, und ich habe es aestivatio quincuncia— lis) genannt. So haben die Blumen der Papilionaceen ein äußerstes, alle übrigen umfassendes Blumenblatt, zwei mittlere, einander die Flächen entgegenkehrende, und zwei innere, ebenfalls einander die Flächen zukehrende Blumenblätter; dieß macht zusammen die verilläre Knospenlage(aest. vexillaris) aus). Die Mannigfaltigkeit dieser unregelmäßigen Knospenlagen ist, indem sie mit der Unregelmäßigkeit der Blumen selbst zusam— menhängt, sehr groß, und kann in sehr vielen Fällen dazu dienen, die völlig regelmäßigen Blumen von den mehr oder minder unre— gelmäßigen zu unterscheiden. Man kann davon auf Taf. 37, Fig.) und 9 u. f. mehrere Beispiele sehen. Ehe wir diesen Gegenstand verlassen, muß ich noch als eine wesentliche Thatsache bemerken, daß die Knospenlagen der Kelch— und Blumenkronen-Theile selbst bei den regelmäßigsten Familien in gar keiner wesentlichen Beziehung zu einander stehen; so 3. B. ist die Knospenlage des Kelches bei den Malvaceen h klappig, die der Blumenkrone gedreht; die der Lineen und der Cisti— neen* ist bei beiden Organen gedreht, allein die Blumenkrone ist dem Kelche gerade entgegen gedreht. Diese Thatsache, so wie eine Menge anderer, beweist mit, daß es der Natur der Dinge zuwider ist, den Kelch und die Blumenkrone als zwei Kreise eines und desselben Organes, das man perianthium nennt, zu betrach— ten, sondern daß es in der That ebenso verschiedene Organe sind, als alle andern, welche die Blumen zusammensetzen. Es gibt Perigonien, deren Theile in zwei Kreisen stehen, und wo jeder Kreis eine eigene Knospenlage hat; wie z. B. die Blume der Pra— ) Gnrw, Anat., Taf. Fig. 10 8, 12 p. , Fig. 8. h Taff, 37, Fig 2 und 7. ee) Daf, 37, Fig. 5. a 54, Blattaria. Man sehe unsere Taf. 37, Jes ban lia* fle ppi! sahallat furt 1 gl. Die is 114 4 Ales, 11 men am don ef b d che adele. dete S ), E 3 hat 6 Zlumen Wahnechtg 8 geg; b weniger? N a f. zu eng fen 2 0 f if 5 0 b s y procher e ce abe l i die E fe t 11 lter gelte n Lap oy abs enartabl, F. Nuo beg he he falt wüin 8 19 silt sud, g U Hilfte ie bah v ails dei 0 inn 1 0 guinenne deen ei alges, mitltte, yz ben fle f facht zune 9 igen uuspelg sumen flhs ue Filen daun oder minder in von auf Af f ich noch get enlagen der A igen Zuni, stehen; so y en Hag und der Cise 5e Blumenkun, äsache, so n, saur der Din 10 Kreise eit , zu betbat e Ogane ssh gen. Es gh und wo jeh lune ber Tra. llsete Taf. 5, 463 descantia Vir ginica), wo der äußere Kreis blattartig ist, und eine klappige Knospenlage zeigt, während hingegen der innere blumenblattartig ist, und eine gefaltete Knospenlage(est. chiffon- née) hat. Diese That scheint Desvaux's Meinung, daß der äußere Kreis ein Kelch, der innere eine Blumenkrone sey, zu be⸗ stätigen. Allein den schon weiter oben gegen diese Ansicht erwähn— ten Gründen muß man noch hinzufügen, daß die gefaltete Knospen— lage nur von einer ungewöhnlichen Entwickelung der Organe her— rührt, und eher für einen besondern Fall, in welchem die wahre Lage der Theile sich unmoglich bestimmen läßt, zu halten ist, als für eine besondere Knospenlage. So erscheinen die Blumenblätter des Mohns), welche insgesammt betrachtet wirklich eine gefaltete Knospenlage haben, einzeln gesehen offenbar, zumal bei den ge— fülten Blumen, in welchen ihre Menge die Faltung vermindert hat, in abwechselnder Knospenlage zu stehen). e Die gegenseitige Stellung der Staubgefäße zu einander hat einen weniger merklichen Einfluß auf den Bau der Blume, weil diese Organe vermöge ihrer Gestalt immer Raum genug haben, um sich zu entwickeln, ohne einander zu bedecken. In dieser Hin— sicht bieten die Staubgefäße nur in der Zahl der concentrischen Kreise, in ihrem Größen-Verhältniß, in der Zahl eines jeden Kreises und im Grade ihrer Verwachsung, wovon ich anderswo schon gesprochen habe, Verschiedenheiten dar. Die Stellung der Carpelle habe ich ebenfalls bereits hinlänglich abgehandelt. Auch die Richtung der Organe macht einen Theil ihrer Ge⸗ schichte vor der Blüthezeit aus. Die meisten stehen aufrecht, wie es in der Mehrzahl der angeführten Knospenlagen-Beispiele 1) Taf. 37, Fig, 3. di, Fiss * Rob. Brown hat vor Kurzem noch eine aestivatio aperta unterschleden. Diese ist nach ihm eine solche, wo die stamina zu keiner Zeit von den Petalen bedeckt werden. Sie findet sich bei den Capparldeen und Resedaceen. Man vergleiche R. BROWN observations on the structure and afsfinities of the more remarkable plants collected by the late M alter Oudney, Major Denham, and Captain Clapperton. London 1827. Eine deutsche Uebersetzung dieses Aufsatzes findet man im 2ten Band der Linnaea. Anm. des Uebers. (pag. 528) 464 der Fall ist; es gibt aber einige, die sich auf eine ausgezeich— nete Weise einwärts biegen oder rollen; so ist der Kelchrand der Baldriane und der Centranthus) um sich selbst einwärts gerollt, so daß er zur Blüthezeit nur eine Art Wulst zeigt, der sich nach dem Abfallen der Blumenkrone abrollt; dieß ist eine eingerollte Knospenlage(aest. involutiva). So sind die Staubfäden bei der Gattung Melastoma) derge— stalt auf sich selbst zurückgebogen, daß die Staubbeutel im In— nern der Knospe hängen; dieß ist ein Beispiel der rück wärts— gebogenen Knospenlage(aest. replicativa). So drehen sich die Carpelle der Spiraea ulmaria, und besser noch die der Helicteres) in einer Schraubenlinie um einander, so daß sie an die sogenannte gedrehte Knospenlage erinnern; man muß sie aber, da ihre Ränder einander nicht bedecken, als eine spiralförmige Knospenlage betrachten. Das Staubgefäß— Bündel der Inga zygia) bietet ebenfalls eine äußerst auf— fallende und außerordentliche spiralförmige Drehung dar. Meh— rere Griffel, namentlich in der Familie der Leguminosen, sind wie ein Bischofsstab(ben crosse“) auf sich selbst, oder wirklich wie eine Uhrfeder gerollt, dergestalt, daß sie an die Knospenlage der schneckenförmigen Blätter erinnern, und den Namen einer schneckenförmigen Blumenknospenlage(gest. circinnalis) verdienen; einen solchen Fall zeigt uns der Stem— pel der Sabinaea J). (pag. 529) i ö 0 Von den mit einander verwachsenen Blumen. Unter den Ursachen, durch welche die wahre Symmetrie der Organe leicht versteckt wird, gibt es eine, die, obgleich sehr zufällig, angeführt zu werden verdient; ich meine das Zusammenwachsen benachbarter Blumen, eine Erscheinung, deren 3 ich ) Porr. et Tunp., Flor. Paris, Taf. 40, Fig. 5 und 6. %) BoxNxrT., Monogr. des Melast., sämmtliche Tafeln. K) GaERTRN., fruct., I, Taf. 64. ) Dx C., Meém. légum., Taf. 65, Fig. 3. ) VanL, Symb. bot., 3, Taf. 70. ch in N zuwelen x , und 11 , Zeweile 1a nt eine 5 r sickt⸗ 1 der * Ay 60 nde e h und sögen 0 e u in len; z 1 und ds isenen dr Jacht nc 1 5 bene de benge u eine i ai Spu eg hab 0 bois bebles , ud ts Jun ils glich a up he u un — unn, a en ig fa n g Hurhureg e cc sunkt Nr 0 le cue ehe, , An dz Aachen 0 unlez N N Ahh un sch 0 ir ene At di alto fach ron done h tauben i 5 l der rück „ Eh dehnt heser nach he m einander, F z Hinnenn; mu z cdecken, Das Elgg b eine dußent⸗ ehung dat. J Legum iu, f sch sabf,! „ daß sie u innern, ud aspenlage la uns ber Ein l. Blumen. e Eymmen die, gl ch eile 0 senmung, Nl ih 9 6. 465 ich schon in der Théorie élémentaire erwähnt habe. Sie fin— det zuweilen zwischen sehr nahe beisammenstehenden Blumen statt, und man kann alle verschiedenen Stufen derselben ver— folgen. Bisweilen verwachsen zwei benachbarte Blumenstiele so innig mit einander, daß sie nur einen einzigen zu bilden schei— nen, der sich mit zwei Blumen endigt; dieß erfolgt naturge— mäß bei derjenigen Abtheilung der Geisblatt-Arten, welche, wie das Xylosteon, zweiblumige Blumenstiele haben 9); zufällg findet das Nämliche bei mehreren Bäumen, z. B. den Kirsch- und Apfel-Bäumen u. a. m. statt. Auf Taf. 46 ge— genwärtigen Werkes habe ich das Beispiel zweier verwachsener, und zwei ungleiche Früchte tragender, Apfel-Blumenstiele ab— bilden lassen; die Figur à zeigt den Durchschnitt des Blumen— stiels, und beweist insbesondere, daß er aus zwei zusammen— gewachsenen Blumenstielen besteht. Nicht nur die Blumenstielchen konnen, wie in den vorigen Fällen, verwachsen seyn, sondern es konnen auch zwei oder mehrere benachbarte Blumen so mit einander verwachsen, daß sie nur eine einzige ausmachen, die alsdann mehr oder minder deutliche Spuren dieser Verwachsung an sich trägt. Diese Er— scheinung habe ich deutlich an gewissen Individuen von Ga— leopsis beobachtet, bei welchen der Gipfel des Stengels fehl— schlägt, und man eine durch Verwachsung zweier benachbarter Blumen gebildete Endblume antrifft; diese Blume ist großer als gewöhnlich, und fast regelmäßig; ihr Kelch, ihre Blumen— krone und ihre Staubgefäße bieten alle möglichen Zahlen dar, von der Normal-Zahl, bis zum Doppelten derselben““). *) Popax. Iost, Taf. 379. %) Ein ähnliches Beispiel von Verwachsung zweier Blumen habe ich kürzlich in einem Garten an der weißen Varietät der Digitalis purpurea gefunden. An der Basts dieser Blume befanden sich zwei Deckblätter, der Kelch bestand aus zehn Sepalen von vollig normaler Beschaffenheit, und die Blumenkrone war doppelt so weit, als die einer normalen Blume, und zeigte die doppelte Anzahl von Einschnitten, aber ganz die normale Form und Stellung der Lap— pen. An der Stelle, wo die zwei Blumenkronen in eine zusammen— gewachsen waren, sah man durchaus keine Verdickung ihrer Textur, Decandolle's Organaphie d. Gewächse. 30 (pag. 530) 232— FFFFDFFTTFTTCTCTCTCVCTCCTCT—T——...—— 466 Eine analoge Erscheinung scheint naturgemäß bei den Lie— besäpfeln, oder dem Lycopersicum mit buckeligen Früchten), stattzufinden. Dunal hat umständlich gezeigt, daß das son— derbare Aussehen dieser Ovarien und, die dem natürlichen Zu— stande der Solaneen so sehr widersprechende Vielfältigkeit ihrer Fächer, daher rühren, daß diese Blumen durch Verwachsung mehrerer gebildet sind. Die beinahe beständige Mißbildung oder Varietät der Po— meranze, die ich auf meiner 41sten Tafel habe abbilden lassen, was zu beweifen scheint, daß durch Verwachsung blattartiger Theile keine neue Rippe gebildet wird. Die Sexual-Theile selbst waren völlig normal und getrennt. Im Grunde der Blumenkrone befan⸗ den sich zwei durch einen ansehnlichen Zwischenraum getrennte Ova— rien, und bei jedem derselben trug die Blumenkrone vier freie, di⸗ dynamische und ganz so wie bei der gewöhnlichen Blume gestellte Staubgefäße. Dieses Beispiel beweist also, daß sich die Verwach— sung zweier Blumen auf einzelne ihrer Wirtel beschränken, und den— noch vollständig eintreten kann, ohne daß die normale Beschaffenheit, Symmetrie und Stellung der übrigen Blumen-Wirtel im Gering— sten gestört werde.— Uebrigens war im vorliegenden Falle keine Endblume entstanden, sondern die Inflorescenz blieb dieselbe, wie in den normalen Fällen. An dem gleichen Individuum, an welchem ich diese Monstrost⸗ tät fand, zeigten die sämmtlichen übrigen Blumen, ohne Ausnahme, eine andre merkwürdige Mißbildung ganz eigener Art. Die Vlu⸗ menkronen, deren Mündung die gewöhnliche Anzahl und Form von Lappen zeigte, erschienen nur halb so kurz, als gewohnlich, und dieß rührte daher, daß der untere Theil der Rohre, bis zu der Stelle, wo die Staubfäden mit ihr verwachsen zu seyn aufhören, in den obern Theil der Röhre hineingeschoben war, ganz so, wie es zuweilen nach gewissen Unterleibskrankheiten(Ileus) an den mensch— lichen Gedärmen bemerkt wird, und was man intus susceptio in- testinorum genannt hat. Der untere, eingeschobene Theil der Blu- menkronen-Röhre war gegen sein oberes Ende hin sehr verengert und gleichsam strangulirt, an der Basis aber von normaler Weite. Kelch, Staubgefäße und Griffel waren vollig normal. Die Mißbildung der Corolla war schon in der jüngsten Knospe völlig präformirt zu er— kennen, und ich kann mir sie durch nichts erklären, als durch die Vermuthung, daß die Staubgefäße sich rascher als die Corolla ent⸗ wickelt, und dadurch den untern Theil derselben gleichsam mit sich in die Höhe gezogen haben. Anm. des Uebers. ) DuxalL, Monogr. des Solanum, Taf. 3, Fig. A, B, C. gan bon de wachung o buch ale f gende Flück 0 der K f r! J 1 i hunache I emeht 1 M Gens r nel ac Jag Fenz des bb git gane fur fab e cler vet f Open! eschendel erden, il annten in fag, dd tandenan uf di) 1 An gere Ut hn 119 en 1 1 50 Ur 0 4 Lufseg 1 euere dar gels niz bi f gn druch aht, In du den null 0 Wafer duch Mun r Nniitit zu habe abbiben le fung ate d aal: Tele sabs un et Mumenktoge le enkaum getrennte h Jenktone get f lichen Mun gel daß sic di vun, b beschriten ul gormale Veschste len⸗Dittel in dee hrliegenden fle el blech desch,! ich dlese Mu en, ohne Muß tet At. Di aal und Ford! dle gewöhnlich, Rte, bis iu ehh gufhöken t, ganz so⸗ e feu) an den fle intus uscepli 1 gene Theil Feld seht herengert d let Lei, All J) Müll el 0 gift l 5 In, ft dung Il de Corolla cl. 467 scheint von der gleichen Ursache herzurühren und durch natürliche Verwachsung mehrerer benachbarter Blumen entstanden zu seyn, wodurch eine sehr mißgeformte und offenbar mehrere Mittelpunkte zeigende Frucht gebildet wird. Zu der nämlichen Klasse von Erscheinungen scheint mir auch das auf der 4 sten Tafel abgebildete Beispiel einer monströsen Immergrün-Blume zu gehören, welche dem Anschein nach aus zwei verwachsenen Blumen gebildet ist, wie sich einestheils aus der Vermehrung der allgemeinen Zahl der Theile, vorzüglich aber aus der Gegenwart von vier Fruchtknoten und zwei bis zur Hälfte mit einander verwachsenen Stempeln, deren jeder den na— türlichen Zustand des aus zwei partiellen Stempeln bestehenden Stempels der Vinca darzubieten scheint, schließen läßt. Es gibt einige Pflanzen, bei denen die Verwachsung der Blumen nur mittelst der Kelche bewirkt wird, welche in diesem Fall selbst mit den Fruchtknoten ihrer Blumen und mit den Deck— blättern verwachsen sind, dieß ist bei der Gun delia*) und bei Opercularia) der Fall, deren aus mehrern Blumen bestehende Blüthenkäppchen dadurch in eine Masse umgeformt werden, in welcher man während der Blüthezeit zwar die ge— trennten Blumenkronen bemerkt, aber eine dem Anschein nach einzige, vielfächerige, durch Verwachsung aller einzelnen Früchte entstandene Frucht findet. Bei Gelegenheit der Früchte werden wir auf diesen Gegenstand zurückkommen. Vie z ehnter Artikel. Von der absoluten Zahl der Theile eines jeden Blumenwirtels.) Wir haben gesehen, daß die Blumen aus Stücken be⸗ stehen, die in mehrere concentrische Wirtel gestellt sind, und ) GarHIN., fruct., 2, Taf. 165. *) Juss., Ann. Mus., 4, Taf. 70, 71. %) Wir glauben hier darauf aufmerksam machen zu müssen, daß unser Verfasser unter Wirtel Gerticille) sämmtliche Theile eines zu— sammengesetzten Organs versteht, diese Theile mögen nun in einem oder mehreren Kreisen oder Reihen(rangs) stehen. f Anm. des Uebers. 30* (pag. 53) . ͤ——.—— (pag. 63a) 468 daß(einige Ausnahmen abgerechnet) die Stücke eines jeden Wirtels mit denen des vorhergehenden abwechseln; hieraus folgt, daß, wenn man die vom Fehlschlagen einzelner Stücke herrüh— renden Unregelmäßigkeiten abrechnet, die absolute Zahl der gleich— namigen Organe gemeiniglich durch die Zahl der sich entwickeln— den gleichartigen Wirtel bestimmt wird. Wenn also zwei Staub— gefäß⸗Kreise vorhanden sind, so beträgt ihre Zahl doppelt so viel, als die der Blumenblätter; sind ihrer drei Kreise da, dreimal so viel u. s. f. Eine zweite schon weiter oben angeführte Ursache der Abweichung in der relativen Zahl ist die, daß sich bisweilen an der Stelle, wo sich, dem Vermuthen nach, nur ein einziges Staubgefäß befinden sollte, ein Bündel derselben bildet; allein auch in diesem Falle ist die Zahl der Staubgefäße die verviel— fältigte der Petala oder der Sepala. Endlich bieten die Pflan— zen ziemlich häufig eine noch merkwürdigere und, wenn ich so sagen darf, tiefer liegende Art der Zahl-Abweichung dar. Man findet nämlich nicht selten auf den nämlichen Individuen der Garten-Raute einzelner Blumen, welche vier Kelchblätter, vier Blumenblätter, acht Staubgefäße uud vier verwachsene Carpelle besitzen, während hingegen andere fünf Kelchblätter, zehn Staub— gefäße und fünf verwachsene Carpelle haben. In diesem, so wie in allen ähnlichen Fällen, bemerkt man, daß bei den im Mittelpunkte der Afterdolden befindlichen, und sich zuerst entfal— tenden Blumen die verschiedenen Theile in der Fünf-Zahl, und bei den folgenden in der Vier-Zahl vorhanden sind, und Linnée hatte in seinem, auf die Zahl der Theile gegründeten Systeme als Regel aufgestellt, daß die Zahl immer nach den zuerst sich öffnenden Blumen bestimmt werden solle. Die Beispiele dieser Art von Abweichung, die, ohne die Symmetrie zu stören, alle Wir— tel zugleich ergreift, boten sich so häufig dar, daß Lin née sie durch folgenden Satz auszudrücken pflegte: Quinta seu quarta pars fructificationis interdum additur. Aehnliche Beispiele findet man auch zuweilen an den Philadelphus, deren Blumen bald nach dem quaternären, bald nach dem quinären System gebildet sind; ferner bei den Asperula, deren Blu— men bald dreitheilig, bald viertheilig sind u. s. w. Diese Erschei— nung ist ganz derjenigen ähnlich, die wir bei Gelegenheit der in der Zahl ebenfalls abweichenden Blätter-Wirtel angeführt haben; 5 niche f f suülfern 1 b lr 6 scheint un beer c hseht:“ un 6 11 lasten“ fbgefiße 2170 nt! n gfih: h de iu, ede e fe ud ze sacsam fehr schtbs Gollt! 16s Fele danfeng er und in tr Mate, L en in b lach lum, dg sse un g t, b 1 f dn det Fehn fe 5 indig 1 f Jacek. ed 08 fi Uf he, ß ng 1 dat ent 0 faz heinz fig, ie Eicke ht aue gh inge ber sch nit u fg nE afl bappeh ü Nuese n, dugefihre lit „daß sch hann c, mur e e elbe Hübe, an bgefaße de unn 0 bieten ee und, wenn i eichung d An en Jndigian Kec hann, ewachsene cl fate, ehen In dic, daß bei du sch zurrs e gin gahl, x d und Ling sudeten Syfth 0 den zuert f Nalpiele l shen, ale U aß Linne a seu guat tur. Lehn elphus dall den fiken a, dern Vl de Eiche dagen der füt ce, 469 man möchte sagen, ein, entweder quirlförmig stehende Blätter, oder quirlförmig stehende Blumentheile tragender Zweig sey gleich— sam aus mehreren der Länge nach zusammengewachsenen Frag— menten zusammengesetzt und, wenn auch zufällig eines derselben fehle, so finde die Symmetrie doch immer statti. Eine Ausar— tung der Iris Chinensis, die ich auf Tafel 40 abgebildet habe, scheint diese Ansicht zu unterstützen; bekanntlich ist die Blume dieser Pflanze nach dem dreizähligen System gebaut, d. h. sie besteht: 1) aus zwei Wirteln von drei Blättern, die in Perigonium-Lappen umgeformt und an ihrer Basis mit dem Fruchtknoten verwachsen sind; 2) aus einem Wirtel von drei Staubgefäßen, und 3) aus einem Wirtel von drei unter einan— der und mit dem Perigonium verwachsenen Carpellen. In dem eben angeführten Beispiele aber besteht die Blume nur aus zwei Dritteln dieser Organe, das Perigonium hat nämlich zwei Rei— hen, jede von zwei Blättern, und es sind nur zwei Staubge— fäße und zwei Carpelle vorhanden; allein das andre Drittel ist gleichsam zurückgeblieben, halb entwickelt, und man findet die sehr sichtbaren Spuren desselben unterhalb der Blume. Sollte nun das, was wir in diesem Fall deutlich sehen, weil das Fehlschlagen nicht vollständig geschah, nicht auch offenbar in denjenigen Fällen stattfinden, wo das Fehlschlagen vollstän— diger und regelmäßiger erfolgt, wie z. B. wenn die Blumen der Raute, der Philadelphus, u. a. m. aus dem vierzähligen System in das fünfzählige übergehen? Muß man dieser näm— lichen Ursache nicht auch diejenigen Fälle zuschreiben, in welchen Blumen, die nach ihren Verwandtschaften zu einer gewissen Klasse von Pflanzen gehoren, eine geringere Anzahl Organe haben, als sie besitzen sollten? So z. B. sind alle Asparageen nach dem dreizähligen System gebaut, und wenn das May an- themum nach einem zweizähligen System gebaut zu seyn scheint, so rührt dieß vermuthlich daher, daß ein Drittel seiner Organe beständig fehlschlägt, wie wir es bei der Iris so eben zu— fällig haben fehlschlagen sehen. Wenn mehrere Rubiaceen, Myrtaceen u. a. m. ein vierzähliges System zeigen, während andre das fünfzählige darbieten, sollte dieß alsdann nicht daher rühren, daß ein Fünftel ihrer Organe vermöge eines ähnlichen Vorgangs fehlschlägt? (pag. 533) 0 1 1 470 Demnach können wir uns zu der allgemeinen Ansicht erhe— ben, daß eine jede der beiden großen Pflanzen-Klassen Blumen— wirtel besitzen, die aus einer bestimmten Anzahl Stücke beste⸗ hen, und daß die Monokotyledonen solcher Stücke drei, die Dikotyledonen fünf haben. Mit dieser Regel*) stimmt die große Mehrzahl der Facta überein, und es bleiben mir wenig Zweifel, daß die Ausnahmen sich ihnen unterordnen werden, je besser wir die wahre Symmetrie der Pflanzen und den großen Einfluß des Fehlschlagens kennen lernen werden. Schon jetzt sehen wir, daß mehrere dieser Ausnahmen erklärt sind: 1) durch das eben erwähnte System des Fehlschlagens; 2) durch die Verwachsungen gewisser einzelner Organe; wenn z. B. die Blume der Gramineen eine zweiklappige Blu— menscheide zu haben scheint, so rührt dieß aller Wahrschein— lichkeit nach daher, daß die innere Klappe durch zwei mit ein— ander verwachsene gebildet ist. 3) Die in der Ueberzahl der Theile bestehenden Ausnah— men lassen sich vielleicht aus der Verwachsung benachbarter Blu— men erklären; so dürften die Blumen der Paris, mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit, als denen des Trillium analog, aber als je zu zweien zusammen gewachsen, zu betrachten seyn; in der That bemerkt man, daß die Paris quadrifolia in jedem Wirtel jegliche Mittelzahl zwischen drei und fünf Theilen darbie— tet, und die Paris polyphilla, die deren noch eine größere Anzahl zeigt, konnte durch Verwachsung von drei oder vier dreizähligen Blumen gebildet seyn. Fun f zehnten Artikel Von den Honig gefäß en(Nectari a). Es gibt wenig Ausdrücke, die man so sehr gemißbraucht hat, als den Namen Honiggefäß. In seiner eigentlichen Be⸗ *) Alleman, Professor der Botanik in Dublin, glaubte zwischen diesen Zahlen und gewissen hypothetischen Formen der Zellen dieser beiden Hauptklassen der Gewächse eine wesenliche Beziehung gefun— den zu haben; da aber seine Abhandlung nicht gedruckt erschienen ist, so läßt sich üder den Werth seiner wenigstens auffallenden und scharfsinnigen Idee nicht urtheilen. u dae olche al , fit hee A. 0 Herboll, u ch u Ache li t dr ile fil 05 wis 1 de when hohe wan, le machen Gl 0 daun fg srachtel. Die al eitt, ven men, wel, der dem k fenfeit ben Aang de r duet fu alen belt gaben Ease suschen de Fliaach J de ain Sigel ir genöhre enz bald be. ie, J. he baz in en bei sen,(ie! shint die 1 Mürl Hawe kinn ich gh, ellen, dun faul Eiütz h ahl Stücke i Etike uu, ) stinm Negz ir wenig J Verden, elan gaze Cf jezt ehen vi. z ö Fechsclagens kügchgr Ju e zwellappir l. b aller Nhat durch zwei nüt stehenden Nag, g benahm ris, nit santt i analog, en seynz f ifo lia in F Theilen da roch eine gi dei oder:!“ 5 tar i t gemi deck G. glaulte wuscgel det gelen dieset Jchehung gefl. Aotuckt asche 0 suffllerden 1 471 deutung bezeichnet er jede auf irgend einem der Blumen-Organe(nag. 535) befindliche aussondernde Drüse, und der Saft, den sie abson— dert, führt den Namen Honig,(mectar). Linné bediente sich dieses Ausdrucks zur Bezeichnung jeglicher Art Drüse, Hö— cker, Hervorragung oder Anhang, die sich in der Blume befand, ihm aber zu keinem der gewöhnlichen Blumen-Organe wesentlich zu gehoren schien. Späterhin haben die Botaniker, die Ungleich— artigkeit der unter diesem gemeinschaftlichen Namen vereinigten Organe fühlend, dieselben in Klassen zu sondern gesucht und ihnen, bisweilen mehr, als nöthig war, besondre Namen gege— ben. Die Bedeutung dieser großentheils überflüssigen Benen— nungen habe ich in der Thèorie élémentaire, Seite 406, an— gegeben, und werde nun hier die Honiggefäße nur aus einem all⸗ gemeinen Gesichtspunkte, und zwar zuerst an und für sich selbst, und dann in ihren Beziehungen zu den sie tragenden Organen betrachten. Die aussondernden Drüsen, die man in den Blumen be— merkt, verdienen vorzüglich deßhalb einen gemeinschaftlichen Na— men, weil sie, unabhängig von ihrer Stellung auf dem einen oder dem andern Blumenorgane, unabhängig von der Beschaf— fenheit des eigenthümlichen Saftes einer jeden Pflanze, und un— abhängig von der Große, der Gestalt, und der Dichtigkeit die— ser Drüsen, sämmtlich einen mehr oder weniger honigartigen und in allen bekannten Pflanzen eine sehr analoge Beschaffenheit zei— genden Saft absondern; ein merkwürdiger Umstand, der eine zwischen den Nectar-Drüsen bestehende Analogie des Baues hinlänglich beweist. In den regelmäßigen Blumen können die Honiggefäße auf allen Organen, aber auf symmetrische Weise, angebracht seyn; ihre gewöhnliche Lage ist die, daß sie aus dem Torus entsprin⸗ gen; bald bilden sie auf demselben deutliche Hocker, deren Zahl, wie z. B. bei der Parnassia, den Crassulaceen, u. a. m., mit derjenigen der Blumentheile im Verhältniß steht, oder die an den beiden einander gegenüberstehenden Seiten der Blume sitzen,(wie bei den Crucifere n) bald(wie z. B. bei Co bae a) scheint die ganze Oberfläche des Torus in eine drüsigte und nectar⸗aussondernde Fläche umgewandelt zu seyn. Bisweilen entspringen die Nectarien in symmetrischer Ord— ag. 536) (pag. 537) 472 nung auf dem Fruchtknoten; dieß sehen wir an den drei Drüser, die man auf dem Ovarium der Hyacinthen bemerkt. Bei an— dern tragen die Theile der Blumenkrone, des Kelches oder des Perigoniums Honig-Drüsen und zwar entweder an ihrer innern Fläche, wie z. B. diejenigen, die man an der Tepalen-Basis der Kaiserkrone(Fritillaria imperialis) sieht, oder an ihrer äußern Fläche, wie z. B. die auf den Kelchen der Malpighiaceen befindlichen. Auch die Staubgefäße tragen zuweilen iusbeson— dere auf den Staubbeuteln oder auf der Verbindungshaut, Nec— tar-Drüsen; wir sehen solche bei Ade nanthèera, Prosopis u. a. m. In allen diesen Fällen ist die Symmetrie der Blume, we— gen der regelmäßigen Stellung der Honiggefäße, durchaus nicht gestört; allein sehr häufig trifft man in den unregelmäßigen Blumen Nectarien an, die eine mit der Symmetrie der Blume nicht übereinstimmende Lage haben. Ist es nun das Daseyn dieser unregelmäßig gestellten Nectarien, was die Unregelmäßig— keit der Blume bestimmt, oder bestimmt die Unregelmäßigkeit der Blume die der Homggefüße! Wahrscheinlich sind diese bei— den Ursachen in gewissen Fällen beide wahr; in den meisten Fällen aber können wir nur die Uebereinstimmung der Erschei— nungen wahrnehmen, ohne bestimmen zu können, welche von beiden die Ursache der andern sey. So findet man in einer gro— ßen Menge von verwachsen-blättrigen unregelmäßigen Blumen— kronen, wie bei den Labiaten und Personaten auf dem Torus eine Nectar-Drüse, die unter der einen Seite des Fruchtknotens sitzt und auf der entgegengesetzten fehlt. Häufig trifft es sich, daß, wenn ein Geschlechts-Organ fehlschlägt, seine Stelle durch eine Honigdrüse eingenommen wird; so ist bei den Personaten die Stelle des fehlgeschlagenen Staub— gefäßes oft durch eine Drüse besetzt; bei mehreren mondeischen oder diöcischen Pflanzen wird in den männlichen Blumen die Stelle des Griffels durch eine Honigdrüse vertreten. Die auf der innern Fläche der Blumenkronen entspringen— den Honiggefäße sind oft oberflächlich, und oft bewirken sie eine Höhle, die, von Außen besehen, eine Hervorragung oder einen Sporn bildet, weßhalb Sprengel diesen Organen den Namen Nectarotheca gab; so bietet der Grund des Sporns der Li- 117 10 deb 1 gbd gi wei h ih die Gal iche: 0 l Bou. 00 del, f chin ein ee Jou bo 1 dagen Fh ws der bo In Begen u Tung eh en zu gel eie uten Kerdem. se Aumen een enty⸗ x diese da 0 ten he. e kerüken ee That c, kun m Feuchunge de Kon 1 Runen ehe sit 0 epsesch zy Fprengele 15 cuhyssche; n ge each, eh, dab 30 2 5 en dz 1 ba eber ag ter 10 . Lauda 0 geht, der g 0 1 e Nahe gupelen ü, Abudungehgp, ther, Posch ie der Nu fie, ure den unggeht metrie er 0 kö dun daß Ju ö die lungen je Hur lich sic d! rz in den it nung der bh amen, wech an ix ein sanifigen Mun een ff bem Tor e Fuchtfuate Goshechts⸗ Ohe Jom 0 sacgelen Ei een monde fen Mute. el. gen eiche ien seele gung det fi fen den un un de U 473 naria, des Veilchens u. a. m., stets ein mehr oder minder gut ausgebildetes Honiggefäß dar, und wenn diese Blumen re— gelmäßig werden oder sich in eine Peloria verwandeln, so ent— hält jeder ihrer Sporne ein Honiggefäß. Die Gattung Parnassia zeigt uns sehr merkwürdige Ho— niggefäße„): zwischen einem jeden der fünf Staubgefäße erhebt sich vom Torus ein cylindrischer, ästiger Faden, mit, je nach den Arten, drei, fünf, sieben, oder neun Aesten, und jeder Zweig en— digt sich in eine kuglichte Honigdrüse; ist nun dieser Apparat eine bloße Form von Honiggefäßen, oder sollte er etwa einen Büschel fehlgeschlagener Staubgefäße andeuten? Hierüber läßt sich un— möglich etwas bestimmtes sagen. Der von den Honiggefäßen abgesonderte Nektar wird von den Bienen und den meisten saugenden Insekten, die daraus ihre Nahrung ziehen, gierig aufgesucht; indem die Insekten zu dem— selben zu gelangen suchen, geschieht es oft, daß sie die Staubge— fäße reizen oder erschüttern und die Befruchtung veranlassen oder befördern. Auch kann es sich ereignen, daß solche Insekten, wenn sie Blumenstaub führend aus einer männlichen Blume kommen, diesen entweder auf weibliche Blumen dergleichen Art übertragen und diese dadurch befruchten, oder ihn auf Blumen von verwand— ten Arten bringen und dadurch mit diesen Bastard-Befruchtun— gen bewirken. Ohne die Moglichkeit und selbst die Wirklichkeit dieser Thatsachen, als zufällige Erscheinungen betrachtet, zu läug⸗ nen, kann man doch bei weitem noch nicht schließen, daß diese Befruchtungsweise bei gewissen Gewächsen nothwendig sey, und daß die besondern Flecke oder Hervorragungen, die man an gewis— sen Blumen bemerkt, bezweckten, den Insecten die Honigtheile, die ihnen sonst entgehen könnten, oder auch die Blumen, auf wel— chen sie sich zu ihrem Vortheil setzen können, zu zeigen. Conrad Sprengel hat sich bemüht, diese, wie ich fürchte, mehr auf metaphysische Theorien, als auf die bloße Beobachtung der That— sachen gegründeten Gedanken zu entwickeln; allein es ist nicht zu läugnen, daß er bei dieser Gelegenheit die Nectarien und Ge— schlechtsorgane der Pflanzen sehr zierlich dargestellt hat.(Man *) TovkN., Inst., Taf. 127. Orpp., Fl. dan., Taf. 584. (Pag. 538) D (pag. 539) 474 sehe Chr. Conr. Sprengel, das entdeckte Geheimn. der Natur im Bau und in der Befrucht. der Blumen, 1 Band, 8., 1793.) Sechszehnter Artikel. Vergleichung der blattartigen und blumenblattartigen Theile. Bei der Beschreibung jedes einzelnen Organs der Blumen haben wir gesehen, daß einige durch ihren innersten Bau, ihre grüne Farbe, die Gegenwart der Spaltöffnungen und durch die Eigenschaft, Sauerstoffgas auszudunsten, wahren Blättern glei— chen; dahin gehören die Deckblätter, die Kelchblätter und die meisten Fruchtknoten; andere besitzen ein zarteres Gewebe, sind mit mannigfaltigeren Farben geschmückt, haben keine Spaltöff⸗ nungen und können kein Sauerstoffgas aushauchen; zu diesen ge— hören die Blumenblätter, die Staubgefäße, die Stempel und ei— nige Fruchtknoten. Nun müssen wir nothwendig untersuchen, in wie weit diese Grenzen ausgesprochen sind. Fangen wir zuerst mit denjenigen Fällen an, in welchen die gewöhnlich blattartigen Organe sich im blumenblattartigen Zustande befinden. Die Kelchblätter nehmen häufig die Färbung und die Consi— stenz der Blumenblätter an; sind in diesem Falle beide Organe zugleich vorhanden, so kann ihre Unterscheidung keinen Zweifel leiden; so z. B. breitet sich der Kelch einer cultivirten Abart der Schlüsselblume(der Primula calycanthema) an seinem obern Theil in eine gefärbte und blumenblattartige Fläche aus, so daß die Blume zwei Blumenkronen zu haben scheint. Ebenso erweitert sich einer der Kelchlappen der Mussaenda und der Pinkneya in eine petaloidische Fläche, während dagegen die anderen ihre gewöhnliche Größe und Gestalt behalten. So ist der Kelch bei mehrern Gattungen von Leguminosen, Labiaten, Verbe— naceen u. a. m. mehr oder minder gefärbt, ohne daß man daran dachte, ihn mit der Blumenkrone zu verwechseln. Dann aber, wenn der Kelch gefärbt ist und zugleich die Petala fehlen oder eine ungewöhnliche Form annehmen, so hat man diesen gefärbten Kelch schon oft für eine Blumenkrone angesehen; dieß geschah z. B. bei den Anemonen, den blumenblattlosen Clematiden und den Gattungen Aquilegia und Delphinium, bei wel— a et fete 0 mae duct , un c de Aab ric 60 dunn Mun Feel v ugen Wachen 4 1 fen K. c gf „ * Aga bol f l bas In iligtee baum mos de nab d. lende 1 ud stets deb Cornu 11 Rlumenblt q Ksähccend fare ber dad D dhe Bundle Ann f für das fe dan polig cd mg ae hattaßg In Ming faden Un Gen 11 ech gz n oon. — 0 1 05 11 eig; d. Mag trügen Tel, Dran de de inerten Mu Hungen und du uahren Bale Kelchblätter 0 dattktks Geh, haben kene each sauchen; zu din „ die Stent m sthwendig unge d. dungen kr gewöhnlich ha de befinden, Fühug und db i dile hebe dye hebung knen J. er alttüten Aa benz) an sti lunge fläche! gaben tent. E Musszenda i ispad dag Helen. Gil geh, ble,. „ ß nn uu gaht. Dun 1 h fil 05 hlt . ö 0 0 475 chen zwar Petala vorhanden sind, aber mißgestaltet und auf Ru— dimente reducirt. In allen diesen Fällen ist der Kelch, obgleich gefärbt, dennoch ein wahrer Kelch und man erkennt ihn theils durch die Analogie mit den verwandten Gattungen, bei welchen beide Wirtel vorhanden sind, theils durch die Beobachtung der gefüllten Blumen). Bisweilen ereignet es sich, daß selbst die Deckblätter, obgleich von den Petalen weiter entfernt, an dem gleichen Streben mit Theil nehmen und sich ganz oder theilweise, zufällig oder bestän— dig, färben; allein diese Erscheinung findet nur dann statt, wenn der Kelch gefärbt ist; so sieht man hin und wieder einzelne Indi— viduen von Anemonen, bei welchen die Hülle(Involucrum) zum Theil blattartig, zum Theil gefärbt ist; die Deckblätter meh— rerer Liliaceen, einiger Leguminosen, u. a. m., das In⸗ volucrum mehrerer Umbelliferen bieten mehr oder minder bestän— dig die nämliche Erscheinung dar. Die Deckblätter der Salvia splendens, der Monar da und mehrerer andrer Labiaten sind stets mit den schönsten Farben gefärbt. Das Involucrum des Cornus florida*) ist so groß, so sehr gefärbt und ahmt die Blumenblätter so gut nach, daß es zu dem spezifischen Namen die— ses hübschen Halbstrauchs Anlaß gegeben hat; eben so sind die Deck— blätter der Garten-Hortensia so stark gefärbt und stehen den Blu— men so nahe, daß es wenige Anfänger gibt, die sie nicht für wahre Blumenblätter nähmen. Wenn man sich darüber wundert, daß Deckblätter oder Kelch— blätter das Aussehen der Blumenblätter annehmen, und daraus folgern wollte, diese Organe seyen nicht ursprünglich blattartig, so würde man, theils durch die große Menge analoger Organe, welche blattartiges Aussehen gewinnen, theils durch die Beispiele von Blättern, welche Blumenblatt-Farben annehmen, sehr bald aus dem Wahne gerissen werden. So sind mehrere Arten, z. B. die Garten-Melde(Atriplex hortensis) ohne Unterschied bald gänzlich grün, bald ganzlich roth; andre, wie z. B. mehrere Arten von Amaranthus und namentlich Amaranthus tri— ) Dr C., Mém. sur les fleurs doubles, in den Mem. de la Soc. d'Arcueil, Vol. III. * Bot. Mag., Taf. 526. (Pag. 540) ————— ag. 541) 476 color, nehmen unter verschiedenen Umständen, oder selbst nur an verschiedenen Stellen der Pflanze, ziemlich auffallende rothe oder gelbe Färbungen an; andere, wie z. B. das Caladium bicolor, haben durchgehends im Mittelpunkte ihrer Blätter einen breiten Fleck von eben so lebhafter Rosenfarbe als die man— cher Blumenblätter; andere gibt es, wie z. B. die Trades an- tia discolor, und die Begonia discolor), hei welchen die eine Blattoberfläche mit dem schönsten Roth gefärbt ist; bei andern sind die Blätter stellenweise ziemlich beständig und ziemlich regelmäßig mit Flecken bezeichnet, die z. B. bei einigen Caladium roth, bei der Begonia argyrostigma weiß, und beim Arum vulgare schwarz sind. Zu bemerken ist noch, daß die Blätter einer großen Menge Bäume am Ende ihres Lebens rothe oder gelbe Farben annehmen, welche selbst die Blumen zieren würden, und gemeiniglich mit der Farbe, welche die fleischigen Früchte dieser Bäume bei ihrer Reife erhalten, in Beziehung stehen. Alle diese Beispiele, denen man leicht noch mehrere hinzufü— gen könnte, und bei welchen man die ursprünglich grünen Theile sich färben sieht, gehen darauf hinaus, zu beweisen, daß dieser Unterschied bei weitem nicht so wesentlich ist, als man glauben könnte. Gelingt es den Chemikern, zu beweisen, daß der har— zige färbende Stoff, die Chromula, wenn er grün ist,(wo man ihn alsdann Chlorophyllum nannte), oder wenn er eine andre Farbe hat, dennoch in sich selbst nicht merklich verschieden sey, und mehrere Erfahrungen scheinen so schon zu diesem Resul— tat zu führen J), so wird man leicht einsehen, daß sehr leichte physiologische Abänderungen diese Farbveränderungen hervorzu— *) Bot. Mag., Taf. 820. ) Bot. Mag., Taf. 1152. h Bot. Mag., Taf. 1473. Axpk., bot. repos., Taf. 627. Kirn) Link und Otto, Abb., Taf. 10. Hook. FI exot., Taf. 18. 1) Seitdem ich diese Zeilen geschrieben habe, scheint diese Vermuthung durch Macaire's Versuch, aus welchem hervorzugehen scheint, daß die gefärbte ehromula von der grünen nur durch einen höhern Grad von Oxydation verschieden sey, bestätigt worden zu seyn. Man sehe die Mém. de la Soc. d'Hist. nat. de Geneve, am Ende des dritten Bandes. n wms 1 Fartungen Las wis cm 2 n den 4 atanmtgel a ibrgens L nal. age, v, ahn grüg! nd ol lin, in? Aundten 63 Neun d. d, ven d x I ann, ur gen bewiese M, dach blatt asg Jig dd falten dan 0 lum selsp t 0 die anden lac mehr A engerer. ah hatt gef Nee u bimele, 3. an vun Ac 2 fuss! ecwele c de Nalpiele 1 0 Ju fate e Mug! ers maty g ce Ng 11 n e 0 af fun 1 0 wanna g i8cclor 0, ffn gh g ennlih kü p die z. J. lf ea 5rostigna sid. Ju hac ge Baume ant gel, wecche saht it der Fa nt 1 Reife egal sch nehtere n ilch gene hebeisen, daß! t alb nn gan ien, daß der er güün ist, , der ven ere melich beschih in zu deln Ri en, Na schr k dungen har 0 A 62. Tl erol., Af, I big Penmathus cagesen ce, hc enen seherg . Ade f ch, 0 entre al he 477 bringen vermögen, und daß folglich die Petala wohl nur bloße Ausartungen der blattartigen Organe seyn dürften. Was wir bereits von den Blättchen, vom Kelch und vom Involucrum gesagt haben, kann man mit vollig gleichem Rechte auch von den Carpellen wiederholen, deren Fruchtknoten sich bald im blattartigen, bald im gefärbten Zustande befindet, ohne daß man übrigens in ihrem Bau irgend eine wesentliche Verschieden— heit bemerkte. So ist das Ovarium bei sehr nahe verwandten Pflanzen, z. B. bei den Ornithogalum und den Silla, bei den einen grün und von blattartigem Aussehen, bei den andern gefärbt und von blumenblattartigem Aussehen. Es gibt wenige Familien, in welchem man diese Verschiedenheit zwischen den verwandten Gattungen nicht anträfe. Wenn aber, was niemand bestritten hat, die Bracteen Blät⸗ ter sind; wenn die Sepala Blätter sind, woran man kaum zwei⸗ feln kann, und wenn die Carpelle Blätter sind, was ich weiter oben bewiesen zu haben glaube; wenn also alle diese Organe, ob⸗ gleich blattartigen Ursprungs, demungeachtet mehr oder weniger fähig sind, sich zu färben, oder petaloidisch zu werden, warum sollten dann die Petala selbst sich in einem andern Fall befinden? Warum sollten sie nicht auch Blätter seyn, die nur beständiger als die andern verwandelt wären? Diese Vermuthung wird so— gleich mehr Gewicht erlangen, wenn wir untersucht haben werden, ob diejenigen Organe, die beständig blumenblattartig sind, sich auch in blattartiger Gestalt zeigen können. Als ein Beispiel hievon könnte ich die in Blätter verwandel— ten Carpelle, die man am Lathyrus latifolius, bei einer Abart von Kirschen, u. s. w., bemerkt hat und deren ich schon er— wähnte, anführen. Allein dieß wären zweideutige Beispiele, weil die Carpelle in ihrem gewöhnlichen Zustande fast blattartig sind. Die Beispiele von in Blätter verwandelten Blumenblättern sind zwar seltener, aber beweisender. Ich führe hievon einige Fälle an: 1) Man zieht in den Gärten eine Monstrosität der Hes— beris matronalis, bei welcher sämmtliche Blumen durch eine Menge blattartiger, sich in einem Mittelzustande zwischen den Petalen und den Blättern befindender Organe, ersetzt sind, so daß man nicht umhin kann, diese Blumen als gefüllte Blu⸗ men mit halb-blattartigen Petalen anzusehen. Mehrere gefüllte ag, 542) Gag. 543) 478 Abarten von Anemonen, Ranunkeln, u. s. w., bieten diese Er— scheinung dar, und ich habe Blumen vom weißen Diptam) Die— tamnus albus) beobachtet, bei welchen sämmtliche Blumen— organe, die, wie in den vorigen Fällen in vermehrter Zahl vor— handen waren, das Aussehen der Blätter angenommen hatten). 2) Die einfachen Blumen zeigen, obgleich seltener, die gleiche Erscheinung; ich habe in den salzigen Sümpfen zwischen Dieuze und Moyenvic eine Ausartung des Ranunculus phi— lonotis gefunden, bei welcher die Petala grün geworden und mit Spaltöffnungen versehen waren, wie die Blätter, während hingegen die übrigen Theile der Blume sich in ihrem gewöhnlichen Zustande befanden. 3) Dumas und Roper* haben beiderseits eine Mon- strosität der Campanula rapunculoides gefunden, die für das Studium des Blumenbaues von hoher Wichtigkeit ist. Diese Campanula bietet zuweilen auf dem gleichen Individuum nor— mal gebaute Blumen dar, andre, bei welchen die Petala in Blät⸗ ter verwandelt sind, und noch andre, bei welchen die Petala, die Staubgefäße und selbst die Carpelle in Blätter verwandelt waren. Eine ganz analoge Erscheinung habe ich an der Anemone nemorosa i) beobachtet; hier waren die Blumen dadurch, daß (bag. 540 die meisten ihrer Organe in Blätter umgeformt waren, verunstal— tet, allein die noch hin und wieder übrig gebliebenen Antheren verriethen deutlich die ursprüngliche Bestimmung dieser Organe. Eine sehr ähnliche Beobachtung hat Bridel am Erysimum offleinale gemacht, bei welchem die meisten Blumentheile in Blätter umgestaltet waren J). Cassini hat eine Scabiosa Diese Ausartung wurde schon vor mehr als hundert Jahren von Marchant(Mém. acad. des Sciene., de Paris, 1693, S. 25) und neuerlich von Du Petit-Thouars beobachtet. 5) %) Zufolge einer handschriftlichen Note und einem getrockneten Exem⸗ plar, die mir Dumas 1819 mitgetheilt hat. * Mèmoire sur Pinflorescence, 1826, p. 99, u. f. r) Man sehe Taf. 35. 1) Journ. de Genève, 1791, Nr. 4. Muscol., vol. 4, p. 52. 1) Vor einigen Jahren hat der verstorbene Eysenhardt dieselben Mißbildungen an denselben Pflanzen beobachtet. Man sehe Linnsea 1, S. 577, tab. VII. 2 Anm. des Uebers. 15 1 f Mut 0 Af die 1 aden 1 echrän un ungel Aachen oder , ud da u dündek e belt: 0 lden fe e wah nge Zug chung dis det er, ähern. U. o der diele Wiel J c abind ze , vnn 1 If dan bögd in eng g Ir r örde?. N im e u tz t. santele 10 Ii teasugz cm e fei dee 2 Nr nd 1 dal. ph, N u, fun zi eden di 0 sünnlice Nam Hemmer gulli geln hy eic flag, t 05 n danunculus f rin rah! ie är, nen ihren geht beidersets geh 5 gefundey Ne ichtigket it. de en Indibiblunt die Pena ue chen die Mild! T bekswandelk h an der Anenn Nlumen dabuch ut warel, deu sclichenen Mut ung der A am Erysin. ien Vämenthelt gar the Seabin „een c bubett Jin 5„% K 90 II, 1503, O. 40% At.. n trocknete 1 gen 479 columbaria*) beschrieben, deren Filamente verdickt und krautartig, und deren Staubbeutel in ein kleines, grünes Blatt, dessen Blattstiel das Filament war, umgewandelt waren. Auf diese Theorie und die aus ihr entspringenden Folge— rungen werden wir sogleich wieder zurückkommen; einstweilen aber beschränken wir uns darauf, zu bemerken, daß die, die Blume umgebenden, oder sie bildenden Blätter sich im blatt— ähnlichen oder im blumenblattartigen Zustande darbieten kön— nen, und daß, wenn gleich ein jedes derselben zu dem einen dieser Zustände mehr als zum andern geneigt ist, es dennoch, aus uns unbekannten Ursachen, in den anderen übergehen könne. Diese beiden Zustände scheinen eher physiologische Erscheinun— gen, als wahrhaft anatomische Verschiedenheiten zu seyn; der blattartige Zustand ist derjenige, in welchem diese Organe zur Ernährung dienen, und der petaloidische Zustand trachtet mit mehr oder minder Energie dahin, sie den Geschlechtsorganen zu nähern. Zum Schlusse endlich bemerken wir, daß der Zu⸗ stand der die Blume oder selbst den Blüthestand zusammensetzen— den Wirtel sich im Allgemeinen nur durch stufenweise Annähe— rung abändert; so werden die Deckblätter nur dann petaloi— disch, wenn es auch die Kelche sind; die Staubgefäße werden nur dann blattartig, wenn auch die Blumenblätter bereits in diesen Zustand übergetreten sind, u. s. w. — Siebenzehnter Artikel. Von der besonderen Analogie zwischen den männlichen und weiblichen Blumen⸗ Organen. Die im vorhergehenden Artikel enthaltenen Thatsachen ha— ben bereits mit zu beweisen geholfen, daß die verschiedenen Blu— mentheile einander sehr analog sind; verfolgen wir nun diese Art Untersuchungen und beobachten wir insbesondre die Ge— schlechtsumwandlungen, so wird uns die merkwürdige Gleichar— tigkeit dieser Organe immer auffallender werden. Die nämlichen Pflanzen-Organe, oder die Staubgefäße, ) Bull. philom., Mai 4821. Opuse. phytol., 2, S. 549. (pag. 545) Gag. 546) 480 konnen sich bisweilen, durch uns unbekannte Ursachen, in weib— liche Organe oder Carpellen umgestalten und alsdann, statt Blu— menstaub, Eierchen enthalten. In den bis jetzt beobachteten Fällen dieser Art findet man die Filamente im natürlichen Zustande, die Antheren aber in Carpellen verwandelt; meist bleiben die Staub— gefäße, wenn sie zahlreich sind, zum Theil im männlichen Zu— stande und nur die inneren Kreise verwandeln sich in weibliche Or— gane. Bisweilen findet man Staubgefäße, deren Anthere halb mit Eierchen und halb mit Pollen-Körnern gefüllt ist. Die erste Beobachtung dieser ungewöhnlichen Metamorphose ist von Du Petit⸗Thouars“) an dem Sempervivum tectorum ge— macht worden, bei welchem dieser Zufall, wenigstens im nördli— chen Frankreich und in England, häufig zu seyn scheint. Durch diese schöne Beobachtung ward meine Aufmerksamkeit angeregt; kurze Zeit nachher fand ich an den innern Staubgefäß-Kreisen ei— ner im Treibhaus gezogenen Magnolia fus ata die nämliche Metamorphose wieder, und seither habe ich häufig männliche Kätz— chen verschiedener Weiden-Arten gesehen, bei welchen einige Staubgefäße in Carpelle umgewandelt waren, und meist bildeten die beiden in Carpelle verwandelten Staubgefäße der nämlichen Blume eine der gewöhnlichen Frucht des Baumes ähnliche Frucht. Eine solche Umwandlung haben Richard an der Erica tetralix und Brown am Cheiranthus Cheiri; DuPetit-Thouars am Garten-Mohn**); Guillemin an der Euphorbia esula; Seringe an der Cucurbita Pepo; Röper an der Campanula rapunculoides, beobachtet, u. s. w. Bei einigen der letzten angeführten Beispiele war die Er— scheinung noch dadurch ausgezeichnet, daß sie zugleich mit einer Verwachsung vergesellschaftet war; so hat R. Brown beobach— tet, daß die in Carpellen verwandelten Staubgefäße des Chei— ranthus cheiri rings um das gewöhnliche Pistill so mit ein— ander verwachsen waren, daß sie eine Art Scheide um dasselbe bildeten, dergestalt, daß der Querdurchschnitt außer den beiden Central-Fächern in einem äußeren Kreise noch eben so viel Fächer darbot, als Antheren in Carpelle umgewandelt worden waren. — d Die ) Nouv. bull. philom., 1807, S. 30. ) Man sehe Taf. 39, Fig. 3. de sünliche 21 gaeuloiden uselen harbo f alder Falle 1 fut liren. che aders f el. ö 0 der Ert achhettris 1 r tut Ae vorzüs ang sabe e se ves ahn Wahsschs , daß dias mautphostto. i Blumen e Ahgefäßen e n ustandage fmandelig⸗ me, de nor! each um die T il enen, daß ian um agg vemilieg teu t, fn der ge ein set K feli Nei, dla dye 0 lcd 8 daten mn Hawe Ohne in e l sch in p fache „deten en Men! gilt. a atppose it um kectonnn, wenggserz in sehn schent. J; eafsankit agg ubgefiß⸗ u uscata dient aufg nin „bei wehen , und mit gefiße de dit ines ahnliche e 1 0 ell ale Ur f se gl nie . ron ht ge Ne! 00 l ne Chobe ut! esch 0 df 1 ga bl fich baten fe I. U k 481 Die nämliche Thatsache hat Roper an der Campanula r- punculoides beobachtet, deren Frucht ebenfalls zwei Kreise von Carpellen darbot. Es wäre nicht unwahrscheinlich, daß die kleine Anzahl der Fälle, in welchen man Früchte mit zwei Kreisen sa— menführender Fächer beschrieben hat, ebenfalls Erscheinungen die— ser Art wären. Eine andere, seltnere Umwandlung, als die vorige, ist die, wo ein Carpell sich in ein Staubgefäß verwandelt; diese hat Rö— per an der Euphorbia palustris und an der Gentiana campestris beobachtet. In diesem Fall scheint eins der Car— pelle in der Frucht zu fehlen und sich in Gestalt eines Staubbeu— tels wieder vorzufinden; da ich noch nicht Gelegenheit hatte, diese Erscheinung selbst zu sehen, so kann ich sie nicht umständlich be— schreiben; sie verdient es sehr, von den Beobachtern verfolgt zu werden. Wahrscheinlich wird man bei mehreren didcischen Pflanzen finden, daß die mittelsten Staubgefäße der männlichen Blumen metamorphosirte Carpelle sind. Vielleicht auch wird man bei ei— nigen Blumen, die einen unvollständigen, inneren Kreis von Staubgefäßen und eine geringere Anzahl Carpelle, als im nor— malen Zustande, darbieten, finden, daß diese inneren Staubge— fäße verwandelte Carpelle sind. Auf diese Weise hätte man Hülfs— mittel, die normale Symmetrie der Wesen zu entdecken. Wie es auch um diese Vermuthungen stehen mag, so bleibt doch so viel erwiesen, daß sich die Antheren in Carpelle und die Carpelle in Antheren umgestalten können, und da diese doppelte Erschei— nung in Familien, die von einander weit geschieden sind, beobach— tet worden ist, so darf man glauben, daß sie, je mehr die Auf— merksamkeit der Beobachter für das Studium dieser Art Mißbil— dungen, welche vorzüglich die außerordentliche Analogie zwischen der Beschaffenheit der verschiedenen Blumen-Organe zu beweisen trachtet, angeregt seyn wird, in allen Familien werden entdeckt werden. Schon seit langer Zeit hatten die Zootomen, ergriffen von den merkwürdigen Aehnlichkeiten des Baues, die zwischen den männlichen und weiblichen Organen der großen Thiere stattfinden, vermuthet, es mochten diese Organe ursprünglich wohl identisch seyn und ihre Ver— schiedenheiten nur andern Entwicklungen verdanken. Was in den Decandolle's Organographie d. Gewächse. 31 (pag. 547) —— (Pag. 548) 482 Pflanzen vorgeht, dürfte wohl, auf einem andern Wege, zur gleichen Ansicht führen. Acht ze hnt er Ar i ee. Allgemeine Schlüsse und Betrachtungen über den Bau der Blumen. Aus allen vorhergehenden Artikeln geht hervor, daß eine Blume, aus dem anatomischen Gesichtspunkte betrachtet, durch mehrere symmetrisch unterhalb und innerhalb einandergestellte Blüthenblatt-Wirtel gebildet werde, deren einige(nämlich der Kelch und zuweilen die Fruchtknoten) von blattartiger und ernäh— render, andere(nämlich die Petala und Staubgefäße) von petaloidi— scher und serueller Beschaffenheit sind, oder, wenn man sie aus einem andern Gesichtspunkte betrachtet, von welchen die einen (Kelch und Blumenkrone) als beschützende, und die andern(Staub⸗ gefäße und Griffel) als Geschlechts-Organe dienen. Jeder Wirtel kann aus mehreren gleichartigen Kreisen ge— bildet seyn, woraus folgt, daß die Gesammt-Zahl der Kreise von der Einheit bis zu einer unbegrenzten Zahl wechseln kann. So fin⸗ det man in der weiblichen Blume der Euphorbien und den nack⸗ ten, uniserxuellen Blumen einen einzigen; in der männlichen Blume der Euphorbien und den meisten unisexuellen Blumen der Mono— chlamydeen zwei; im Cneo rum und fast allen zwitterblüthigen Monochlamydeen drei; in den isostemonischen Dikotyledonen vier; in den diplostemonischen Dikotyledonen und den als isostemonisch betrachteten Monokotyledonen fünf; in den mit drei Staubgefäß⸗ Kreisen versehenen Dikotyledonen und den diplostemonischen Mo— nokotyledonen sechs Wirtel, u. s. w. Betrachten wir die Blumen in dieser Beziehung, so finden wir, daß es Kelche gibt, die aus einem einzigen oder zwei Kelch— blätter-Kreisen bestehen; wegen der Schwierigkeit, die äußern Kelch-Kreise mit Bestimmtheit von denjenigen der eigentlichen Deckblätter zu unterscheiden, läßt es sich nicht mit Gewißheit sa⸗ gen, ob es deren gibt, die durch eine großere Anzahl Kreise gebil— det werden. Es gibt Blumenkronen mit einem einzigen, mit zwei oder mehrern Blumenblätter-Kreisen. 5 leises aher Reih sesinmtest! b gibt R 0 eh it fe chen se fügen A le geord dae deres wage L n itte s ug fudaß ag ud ft zuenen Jedumen 5p ä.——ð frpelen deb K wermdge slben wohl agel, n Mitte 1. t, hei T Auna Ahn Dirt E Degas N f sirfhede! ssstton ist a 1 n 19 dis f kaachsen g Hechel fin gh 6 80 atoff öden Wan, N iel u Wal her Va a habt, e dinge 10 0 aktattigt un n, füge) unpelh „ wenn gg fee on welchen d id die audan fen dienen. chatigen gr b: l dr fu ccheln Kun, Ee thien und da er miunchen da Nannen der d. an tall 1 Dikechedonen/ dun db fen init dan St suasentnichn J egthung, f fe 0 010 10 gti, ft dl 10 U 15 ente guußhct. U Ae fle 0. 191 ö l 16 m 483 Ebenso gibt es unstreitig Staubgefäße, die eine, zwei, oder mehrere Reihen bilden; und in diesem Wirtel ist die Zahl am unbestimmtesten. Es gibt Carpelle, die in einen einzigen Kreis gestellt sind, und dieß ist fast allgemein der Fall; sind aber die Kreise zahlreich, so stehen sie auf einer in der Verlängerung des Blumenstielchens bestehenden Axe; sie sind alsdann auf derselben nach einer Schrau— benlinie geordnet, bisweilen an ihrer Basis mit besondern Deck— blättern versehen, wodurch sich diese Blumen den kopfförmig zu— sammengehäuften nähern. Diese Are ist alsdann fähig, sich in einen blättertragenden Zweig zu verlängern“), und die nämliche Neigung findet sich sogar bei denjenigen Blumen wieder, deren Are wenig oder gar nicht verlängert ist, sobald nur die Carpelle nicht zu einem ganz regelmäßigen Wirtel zusammengeordnet sind. Die Blumen mit quirlförmigstehenden Carpellen sind also die wah— ren Endigungen der Zweige; diejenigen mit spiralförmigstehenden Carpellen können zwar auch Zweig-Endigungen seyn, sind es aber nur vermdͤge der Erschöpfung der Central-Theile, und wenn die— selben wohl genährt sind, oder wenn die Geschlechtstheile fehl— schlagen, so kann sich der Zweig an seiner Spitze verlängern. Die Zahl der Theile eines jeden Wirtelkreises oder eines je— den Wirtels ist bei jeder Pflanze, oft sogar bei jeder Familie be— stimmt, bei den Dikotyledonen ist es meist die Zahl fünf, bei den Monokotyledonen die Zahl drei. Man kann glauben, daß die Zahl der Wirtel-Theile oder Kreise einer und derselben Blume ur— sprünglich die gleiche sey; allein in mehreren Fällen erscheint sie sehr verschieden: weil erstlich die Anzahl der Wirtel-Kreise sehr verschieden ist; und es oft einen einzigen Blumenblatt-Kreis, und dagegen zwei, drei, vier und mehr Staubgefäß-Kreise gibt u. s. f.; und zweitens, weil einige Theile fehlschlagen, zusam— men verwachsen, oder sich metamorphosiren. Die einzelnen Theile jedes Wirtels oder jedes Kreises können in allen möglichen Graden untereinander durch Cohäsion(Par co— hérence) verwachsen und entweder ganz getrennt, oder durchaus ) TunrIx, Iconogr,, Taf. 2, bis, Fig. 1, 2, 3, Hork., Fl. anom. Taf. 9. Swert., Floril. nov., Taf. 32. * (Pag. 549) (bag. 656) Gag. 551) 484 verwachsen seyn. Dieser Grad von Verwachsung bestimmt die sogenannten Einschnitte(découpures) und Zipfel(divisions). Die Theile eines jeden Wirtelkreises oder eines jeden einrei— higen Wirtels wechseln gemeiniglich mit denen des vorhergehenden Kreises ab. So wechseln, in einer aus vier einreihigen Wirteln bestehenden Blume, die Blumenblätter mit den Kelchblättern ab, die Staubgefäße alterniren mit den Blumenblättern und stehen folglich vor den Kelchblättern, und die Carpellen alterniren mit den Staubgefäßen und stehen folglich vor den Petalen. Besteht jeder Wirtel aus mehreren Kreisen, so wechseln ebenfalls die Theile jedes Kreises mit denen des vorhergehenden und folgenden ab. Die Wirtel und ihre Kreise können unter einander ungleich oder verschieden seyn, ohne daß darum die Blume aufhört, regelmä— ßig zu seyn; unregelmäßig wird sie, sobald einer der Theile eines Wirtels oder Kreises von den übrigen Theilen desselben Kreises ver— schieden ist. Die Theile eines jeden Wirtels sind im Stande, mit denen des nächsten Wirtels durch Adhäsion Par adhérence) zu verwachsen; so können die Petala mit den Kelchblättern und den Staubgefäßen verwachsen; die Staubgefäße verwachsen häufig mit den Petalen, und sehr selten mit den Carpellen. Durch Vermittelung des Torus, der die gemeinschaftliche Grund— lage der Blumenblätter und Staubgefäße ist, können die Kelch— blätter mit den Carpellen verwachsen seyn; alsdann hängen die Blumenblätter und die Staubgefäße mit dem Kelch zusammen, und scheinen unweit seiner Spitze, oder wenigstens an demjeni⸗ gen Punkte, wo er frei zu werden anfängt, zu entspringen. Die Theile eines jeden Wirtels sind im Stande, sich in wahre Blätter zu verwandeln, die denen der Pflanze gleichen. Diese Erscheinung ist häufiger bei denjenigen Theilen, die schon an sich blattähulicher sind, nämlich bei den Kelchblättern und Carpellen. Die Theile eines jeden Wirtels sind fähig, ein blumen— blattartiges Aussehen anzunehmen; diese Erscheinung ist sehr gewöhnlich dei den Petalen, häufig bei den Staubgefäßen, und findet seltener bei den Carpellen(wenn nicht etwa au ihren Griffeln), bei den Sepalen und selbst bei den Deckblättern statt. Die Theile eines jeden Kreises oder eines jeden Wirtels un de ef munen alben in 1 aaf mm 11 in Ca gutt); fer a eech Calpe ub Stauf, sahn uwands e ba l u un Nam liese) ech c umks Fiumtlice get urs f ichen Df üg Ju Hache, dier Naszung. N Oaganent fh gut unte ca der Black kel s bei deng 1 K de ig alt, Ex ecki, unn wiege Natz sishy, nie g sism de de Senf en Nen se nz A vel — gates g e, het; — — sblethe nn seretendg dig f Rin 0 fee etz en g f f det uahegeeg ehen li den feäcglhät fa g latter u h deln Aten in deen, d ebenfals eg d und fügen 10 Auglech e gufhon, kat einer der Tale desselhen rest d im Ente, on(par aal en Kelchhlarng bögefise bent it den Ene wnschaftiche hl t, Bunen die fe dean hägen im geach zusann: gens an dem „ erg in Eule, si del Maze! t Talea, N 1 dich latte felt f, fl unt 1 uffn, 0 n d 0 1 dale ful i fel Nl 485 konnen die Beschaffenheit des sie unmittelbar berührenden Krei— ses annehmen. So findet man z. B. bei der Primula caly— canthema in Petala verwandelte Kelchblätter; ferner in Staub— gefäße verwandelte Blumenblätter(Capsel la bursa pasto- ris), in Carpelle verwandelte Staubgefäße(Magnolia fus— cata); oder das Umgekehrte, nämlich: in Staubgefäße ver— wandelte Carpelle(Euphorbia palustris), in Petala ver— wandelte Staubgefäße(alle gefüllten Blumen) oder in Kelch— blätter verwandelte Petala(Ranunculus abortivus). Sehr glücklich hat Göthe die erstere dieser Verwandlungs- Reihen mit dem Namen der aufsteigenden oder directen Meta— morphose), und die zweite mit dem der herabsteigen— den oder umgekehrten) bezeichnet. Sämmtliche Blumenwirtel sind sich also rücksichtlich ihres Gewebes ursprünglich sehr ähnlich, weichen aber in ihrer phy— siologischen Beschaffenheit sehr von einander ab. Die im blatt— artigen Zustande befindlichen, wie die Deckblätter oder die Kelche, dienen zur Ernährung, die übrigen zur sexuellen Fort— pflanzung. Bei mehreren der Blumen-Wirtel kann man in den Organen den sie zusammensetzenden Theil der Blätter ziem— lich gut unterscheiden, und davon die Spur des Blattstiels oder der Blattfläche mehr oder minder deutlich erkennen; erste— rer ist bei den äußern zur Bedeckung dienenden Theilen, letzte— rer bei den innern und eigentlich reproductiven Organen mehr entwickelt. erweiterte, und mehr oder weniger fibrös oder blattartig ge— wordene Blattstiele vor; bisweilen ist die Blattfläche daran sichtbar, wie z. B. bei den Rosen. Bei den Blumenkronen scheinen die Petala gemeiniglich aus dem zu einer petaloidischen Blattfläche erweiterten Blattstiel gebildet zu seyn; bisweilen zeigen sie uns einen Nagel(unguis), der die Stelle eines Blattstiels vertritt, und eine Blattfläche oder Tute(„cornet'), *) Goethes eigene Worte(zur Morph. I, S. 4.) sind: regel mä— ßige, oder fortschreitende Metamorphose. Anm. des Ueb. 0 Goethe nennt sie(a. a. O.) unregelmäßige, oder rück— schreitende Metamorphose. An m. des Uebers. (pag. 555) So stellen bei den Kelchen die Sepala gewöhnlich f 4 1 1 3 f 1 r 4.— g 1 5 8 5 5 486 welche die Rolle der Blattfläche spielt. Ebenso kann man bei den Staubgefäßen den Staubfaden unterscheiden, der sich als „ Blattstiel verhält, und die Anthere, die aus den beiden auf a sich selbst eingerollten und dadurch zwei Fächer bildenden Rän— 0 dern der Blattfläche besteht; gelingt es uns, an denselben den Ursprung des Blumenstaubes genau auszumitteln, so wird man wahrscheinlich sehen, daß er aus den Enden der kleinen Sei— ten⸗Fäserchen der Blattfläche hervorgeht. Bei den Carpellen endlich ist es am häufigsten der Fall, daß der Blattstiel fehlt; die Blattfläche bildet das Carpell, und die Eierchen entsprin— gen an den Enden der Seiten-Nerven. Bisweilen ist der Blattstiel an den Carpellen vorhanden, (6. B. bei Sterculia, Pha ca U. a. m.), und dann sind die— selben gestielt(pedicellata); wenn aber mehrere Carpelle mit verwachsenen Blattstielen vorhanden sind, so muß man sich wohl in Acht nehmen, diese einer Are gleichende Stütze(J. B. bei Helleborus) nicht mit der Central-Axe, welche die Fortsetzung des Stengels ist(z. B. bei Myosurus) zu ver— wechseln; mir ist noch kein allgemeines Unterscheidungsmittel dafür bekannt. Das Ende der Carpelle verlängert sich in einen Stempel, der aus der nämlichen Stelle entspringt, an welcher man bei einer großen Menge von Blättern eine Borste oder eine Spitze(mucro), oder auch eine Endranke antrifft, welche folglich das Rudiment dieses Organes wäre. Die wichtigen Unterschiede, die man zwischen den gewöhn— (pag. 558) lichen oder Ernährungs-Blättern und denjenigen, welche die Blume bilden, bemerkt, sind folgende: 1) daß die gewohnlichen Blätter in ihrer Achsel eine Knospe tragen, und daß sie an den Enden ihrer Nerven selten (das Bryophyllum ausgenommen) Keime besitzen, die einer Entwickelung fähig sind; daß hingegen die die Blume bildenden oder sie umgebenden Blätter keine Knospen in ihren Achseln haben, dagegen aber, wenigstens wenn sie in der Blattfläche und nicht im Blattstiel bestehen, Seiten-Knospen besitzen, die sich zu Pollen oder befruchtenden Körpern oder zu befruchtba— 1 ren Eierchen entwickeln können. Vielleicht sind die in der 6 b Achsel gewisser Blumenorgane sich entwickelnden Kndllchen „(ulbilli), die Gegenstücke zu den Achsel-Knospen der gewöhn⸗ f Jae, 1 5 bei dasbehen ah dhe oog nder 10h b , und 5 i88138 ge. g e do I en Stal üb un un daahospen. guender gh, le fie dum! 9 e f aden ing ft imer kenn gibt e! Hippurics 0 führen in dun A r, 8 raf! Iten que ste, act eie de Bum cht enn dis Nur des e — 2 2 0 2 —— —— 5 1 Num, n 1 Sr, 11 b lin daf i A; 90 de ind an C, et, e g ihn e gef 1 Soleum 1. be 5er 16 ft. b 1 h gehe, sc u dn kehr d che biene a9. , in hg tell, fyp 0 den der k 0 Dei ken duch det Pant 0 ie Cihan f Capelen gf, und danp seg mehrere Cp „ so muß n chende Etgze sal⸗te, pate! Nyosurug) Unterschebungent länger sch len sspringt, in nit enn eile Polt alle dnift, ne . ichn de el feng, wech u Un dl! ihn Nette 0 e beben, de l d Banne kibeh en il ien i se in r Bl 1 Tuo de lten, Her; 15 ch seh d in pace aon ua hf 487 lichen Blätter, ungefähr so, wie die Seiten-Keime des Bry o. phyllum bei den gewohnlichen Blättern die Repräsentanten der Eierchen der Carpellar-Blätter sind. Indessen trifft man doch einige Beispiele von Blüthenblättern an, die mit mehr oder minder ausgebildeten Knospen versehen sind; Beispiele hievon hat Roper bei den Euphorbien gefunden und ange— führt), und mir die Erscheinung an der Euphorbia cy parissias gezeigt. Choisy hat im botanischen Garten von Genf eine Rosen-Monstrosität beobachtet, bei welcher sich an— statt der Staubgefäße, am inneren Rande des Torus, ein Wirtel von unregelmäßig gebauten, aber noch erkennbaren, Blumenknospen entwickelt hatte. Diesen Thatsachen kann man die sprossenden Bellis*) und Scabiosen beizählen, bei welchen aus der Achsel der Blumenhüllen-Blätter gestielte Blumenknospen entspringen. 2) Die gewohnlichen Blätter sind fast stets gegenüberste— hend oder in Schraubenlinien, die die Blume bildenden dagegen fast immer quirlförmig gestellt. Unter den gewohnlichen Blät— tern gibt es nur sehr wenige Beispiele von wirklichen Quirlen (Hippuris, Myriophyllum); denn bei den meisten Quir— len führen nur zwei einander gegenüberstehende Blätter in ihren Winkeln Knospen, und folglich sind die andern eine Art Neben— blätter. Bei den Blättern der Blume gibt es nur da Beispiele von spiralförmiger Stellung, wo die Carpelle längs einer wirk— lichen Axe stehen, und wo wir gesehen haben, daß dieser Bau vielleicht eine. Anhäufung mehrerer Blumen, und nicht eine einzige Blume anzeigt. Wir fügen hier ferner hinzu, daß— selbst wenn die Stengelblätter quirlförmig stehen, die Zahl der Blätter eines jeden Quirls zu der der Blumentheile in keiner Calendula, *) Rox ER, enum. Euph., Taf. 3, Fig. 58. 7) ** Swrkr., Floril. nov., Taf. 98, Fig. 5. 5) Unser Verfasser scheint hier aus dem Gedächtniß citirt zu haben, denn Fig. 5s stellt die Adventiv⸗Knospen am Kotyledonen-Internodium der Euphorbia Lathyris dar, und an C. Cy parissias, wo weder Kelch noch Blumenkrone vorhanden sind, hat Roper, wie wir aus seinem eigenen Munde wissen, die Fructifications- Blattachsel⸗ knospen nie gefunden. Wohl aber sah Röper bei der Caltha palustris und dem Solanum Lycopersicum Knospen in der Achsel der Kelchblätter. Man vergl. J. Roeper, observ. ali. in florum inflorescentiarumque naturam. Linnaea I, S. 458. Anm. des Uebers. (Pag. 554) Gag. 555) 488 nothwendigeren Beziehung steht, als zwischen der Zahl der Blätter einer jeden Spirale und den Blumentheilen stattfinden kann. 3) Wenn die gewohnlichen Blätter schlecht genährt oder gefärbt sind, so können sie zwar das Aussehen der Blumen— blätter annehmen, weichen aber immer sehr davon ab, und man sieht sie niemals etwas den Geschlechtsorganen ähnliches hervorbringen. Die Blätter der Blume hingegen sind in ihrem gewohnlichen Zustande von den vorigen sehr verschieden; allein in gewissen Fällen nehmen sie, das Daseyn der Achselknospen abgerechnet, vollig den Charakter derselben an. Kann die Stel— lung dieser Organe diesen Unterschied erklären? Gibt es irgend ein Mittel, die quirlförmige Stellung der Blumen-Blätter mit der oft sehr verschiedenen der gemeinen Blätter der gleichen Pflanze in Zusammenhang zu bringen? Der letztere Punkt wäre dadurch von hoher Wichtigkeit, weil er die Geschichte der Reproductions-Organe an diejenige der Vegetations-Organe gänzlich anknüpfen würde; allein die zur Erreichung dieses Zie— les gemachten Versuche sind noch zu hypothetisch und zu un— vollkommen, als daß ich sie anzuführen wage. Die ausnehmende Analogie zwischen den Blättern und den Blumen-Theilen zu bestätigen, trägt folgendes merkwürdige Beispiel mit bei: man zieht in den Gärten eine Mißbildung der weißen Lilie, bei welcher das Ende eines jeden Zweiges statt der Blumen eine unbestimmte Anzahl Blätter trägt, die, wie die gewohnlichen Blätter, spiralförmig oder dachziegelför— mig angeordnet sind, sich aber dadurch auszeichnen, daß sie gefärbt und gänzlich blumenblattartig sind; von den Blumen— theilen unterscheiden sie sich also nur dadurch, daß sie nicht in Quirlen oder Wirteln stehen. Aus allen angeführten Beispielen und Analogien kaun man schließen, was der große Goethe geahnt hatte, was mehrere Botaniker der deutschen Schule, und insbesondre Röper an— genommen haben, was Turpin) in seiner Iconographie ) Von Turpin's Meinung weiche ich darin ab, daß ich den Griffel nicht als durch die Fortsetzung der Blumen-Axe, oder als vom Sten— gel Den er Systéme axifère nennt), sondern, gleich den andern Blumenorganen, als aus quirlförmig stehenden Blättern gebildet An cher % ic 0 0 910 J, 1¹ aue % st 1 0 6 de eim 1 Thel 0% Rule heit, ucte D e Dir eie 1 N 1 10 an her ld Ae 1 e dal ah „ier 6 1 el L 5 L 5 dich zy A dene funf schlch fach g, fc u Am sehr daun c egg ic ingegen sud iy 00 Ir deschehez tym du Nöth an. fung iren? Git i Ammer Olatur iy get Der lehun he er die Gh! Magen Erkeichung dat, votherisch nd zr gage. den Bitten ogendez nete men eie Mf eines fern d l Alittr ni ig Heer ce guszeichn,, dz do dn Bür⸗ cc, du fe Auggen a hallt, ves h beende Nope 1 Aug 4 Ut f a f Mt l n 0 1 00 f 15 ben Bü e 489 zum Theil entwickelt hat, was Robert Brown, nach einigen in seinen Schriften zerstreuten Stellen, anzunehmen scheint, und was ich selbst in mehrern der meinigen theilweise angedeu— tet, aus allem diesem, sage ich, kann man schließen, daß sämmtliche Blumentheile aus durch ihre Stellung abgeänderten Blättern oder seitlichen Organen(organes appendiculaires) des Stengels gebildet werden. Eine Blume ist also eine Art Rosette oder Endknospe), deren Blätter quirlförmig stehen und weniger die Ernährung bezweckende Entwickelung erlangen, als gewohnlich, dagegen aber neue Gestalten annehmen und neue Verrichtungen ausüben. Ist die Vegetationskraft sehr groß, so bleibt eine größere Anzahl Blätter im blattartigen Zustande, und die Zweige tragen weniger Blumen; nimmt die Vegetationskraft ab, so streben die obern Blätter um so eher danach, sich in Blumentheile umzuformen; dieß ist ein, selbst von den Gärtnern, praktisch beobachtetes Gesetz. Die ausnehmende Leichtigkeit, mit welcher man mittelst dieser Theorie dahin gelangt, alle Anomalien und Ausartun— gen*) der Blumen zu erklären, ist ein sicherer Bürge für ihre Wahrheit; die Astronomen haben das Weltsystem erst dann als betrachte. Ich spiele hier auf die in der Iconographie(S. 52) ste⸗ hende Definition an, an mehreren andern Stellen scheint sich aber der gleiche Verfasser meiner Meinung zu nähern. a ) Der Gedanke, die Blume als eine Art Knospe und alle ihre Theile als verwandelte Blätter zu betrachten, weicht von Du Petit⸗ Thouar's Meinung etwas ab, der sie als die Entwickelung des Blattes und der Achselknospe zugleich ansieht. Ich begreife nicht, welche Rolle man bei dieser Theorie dem Blatte anweisen könnte, da mir hingegen die Entwickelung der Knospe allein Alles auf die glücklichste Weise zu erklären scheint. ) Im Verlaufe dieses ganzen Kapitels habe ich bereits eine Menge Beispiele dieser Ausartungen angeführt und gelegentlich ihre Erklä⸗ rung gegeben; es sey mir nun vergönnt, eine höchst merkwürdige Beobachtung dieser Art, die mir Röper mitgetheilt hat, hier mit seinen eigenen Worten anzuführen: „Die normalen Blumen der Tulip a G essneri ana bestehen, „wie der meisten Monokotyledonen, aus fünf Wirteln oder Krei⸗ „sen, deren jeder drei Theile oder Organe zählt.“ 14) 1) Im Original steht hier ein Druckfehler, nämlich: formés de ein verticilles ou rangs de trois parties, ou organes charnus; statt char nus muß ehacun gelesen werden. Anm. des Uebers. 490 (pag. 556) gänzlich bewiesen betrachtet, als sie mit Hülfe desselben die (pag. 557) scheinbaren Abweichungen der Gestirne erklären konnten. „Die beiden ersten Wirtel bilden das Perianthium, „dessen drei äußere oder untere, gewissermaßen dem Kelche der „Dikotyledonen analoge Blätter, oft in ihrer Mitte noch grünlich „und fast immer spitzer sind, als die drei inneren oder oberen, mit „den vorigen abwechselnden und gewissermaßen der Blumenkrone „analogen Blätter. Die Blätter der beiden folgenden Wir— „tel(deren unter einander abwechselnde Theile den Organen der „vorhergehenden Kreise gegenüberstehen) bilden die sechs Staub— „gefäße, von welchen die unteren, dem äußeren oder unteren „Range des Perianthiums gegenüberstehenden, die kürzern sind.“ „Die mit einander verwachsenen und in der Mitte der Blume „stehenden Theile des fünften Wirtels machen die Frucht „aus. Die Theile der Frucht(Carpelle oder Ovarien) wechseln mit „den Theilen des vierten Wirtels(den drei inneren Staubgefäßen) „ab und stehen folglich den drei äußeren Blättern des pe— „rianthiums(dem ersten Blumenwirtel) gegenuber.“ „Es braucht also die Natur fünfzehn Blätter oder Organe, um „eine normale Tulpen-Blume zu bilden; sie weiß sich aber auch mit „wenigeren zu behelfen, wie man dieß aus der Beschreibung eiuer „abnormen, im Monat Mal in einem Garten bei Genf gefundenen, „und nur aus zwölf Blättern zusammengesezten Tulpe, ersehen „wird.“ „Die beiden ersten Kreise, so wie der dritte waren „vollig auf die gewöhnliche Weise gebildet und gestellt; d. h. es „waren ein sechstheiliges Perianthium und drei den äußern Blät— „tern dieses Perianthiums gegenüberstehende Staubgefäße vorhan— „den; die drei innern Staubgefäße hingegen fehlten, oder „waren vielmehr durch die Frucht ersetzt, die, wie gewöhn⸗ „lich, aus drei Carpellen bestand, welche außer ihrer Stellung „nichts Besonderes zeigten. Die Carpelle nämlich, anstatt den „äußern Staubgefäßen und Perianthium-Blättern gegenüber— „zustehen, waren so gestellt, daß sie mit diesen drei Staubge— „fäßen und Perianthium-Theilen abwechselten, und folglich die „Fächer oder Carpelle den drei innern Theilen des Perianthiums „gegenüberstanden.“ „Diese zur Unterstützung der Lehre von der pflanzen-Metamor— „phose und des großen Gesetzes des Fehlschlagens höchst schätzbare „Thatsache scheint mir ganz offenbar zu beweisen, daß die Natur „hier die Frucht auf Kosten desjenigen Wirtels gebildet hatte, der „in den normalen Blumen bestimmt ist, die inneren Staubgefäße „zu liefern.“ 1 un! 0 Ni den fe 1 uni 1 Aumer Tinderußs u llattck dun ab adefchen 1 ke ih a sernehte 1 r Au apt schötz „ bewe fun dien 1 d nsbt Manchen e 1% da 21 0% der hn! Meibung f U H lesthn; ann alen. en hib per ulli ernie ben c 0 hun Nie n s innen inn chung ißen det dad 0 Iden fi an Del In dunn hlben de se 9660 1 m iußeirn der 0 nden, die fe lige ft in bet Mig hn zn tels mage de er Jute phil el nenn Sh en Blättety hig ) gegenühtt“ Nlättet cher deu ie welß sch cher it 18 der echt ten bel Genf gene, ngesezten Tue, wie det hiitte y t und geselt; J.. 10 drei den n de Stubgef e l sngegen fehlte, sett, N, A he aufe ht El le ning, 0 N . litten gegen nit desen 158 Gil seltel, lub f 10 ellen be Ng Neil ber Menzer Me 105 feaf ti een, l 1 nes kt hte, de knnen A 491 In einem sehr weiten Sinne könnte man sagen, es existi⸗ ren bei den Pflanzen eigentlich nur drei Organe, die Wurzel, der Stengel und die Blätter, und das, was den ganzen Appa— rat der Blumen und der Früchte ausmacht, seyen nur verschie— dene Abänderungen, welche theils die Endspitzen der Stengel, theils die blattartigen oder seitlichen Organe darbieten. Daraus aber, daß die Blumentheile als modificirte Blät— ter angesehen werden können, darf man keineswegs schließen, daß sie bei ihrer Form-Umwandlung nicht auch neue Verrich— tungen übernehmen können, und man soll, so scheint es mir, aus dieser Ansicht durchaus keinen Beweisgrund gegen die Sexualität schöpfen. Im Gegentheil trachten alle Analogien dahin, zu beweisen, daß die abgeänderten Organe oft zu Ver— richtungen dienen, die von den ursprünglichen sehr verschieden sind, und insbesondre scheint mir die sexuelle Befruchtung bei den Gewächsen ungefähr in demselben Grade erwiesen zu seyn, als bei den Thieren. Da die Beurtheilung dieser Sache in's Gebiet der Physiologie gehört, so kann sie in dieser, der bloßen Beschreibung der Organe gewidmeten, Schrift nicht Raum finden. Ende des ersten Bandes. (pag. 558) ö 14 11 10 5 1* 5 * 400 le 5 4 J d g gelle 16 16— 145 41*. 41 195 11 15 te) ltzte. I sote. A le 10. 16 2 22 te) F G pee e F dl, l ge b- % Noe“ E 1 n dus Wee Fe e hte 5 Fe 90 f Ale 1.2 — — 1 1 1 1 1— 1 — 0 1 10— 1 8 Druckfehler. Seite 10 Zelle 19 statt Vegetationsort, lese man Vegetatlons-Akt. — 14 0 F FE — ö st. im Parenchym, Wurzelknollen 1c. l. m. im Pa⸗ renchym der Wurzelknollen. 14 Note) st. Taf. 1, 2 und 3 l. m. Taf. 1, Nr. 2 und 5. 19 Zeile 18 st. dem Linsenkörper, l. m. den Linsenkörpern. 25— 14 st. ihre Geschichte, l. m. ihrer Geschichte. 25— 15 st. ihren, l. m. ihrem. 26— 1s st. pneumatophora, l. m. vasa pneumatophora. 27— 21 st. gleichen, l. m. gleiche. 27 Note) ft. El. fr., I. m. Flor. kx. 32 letzte Linie st. Lagen, l. m. Holzschichten. 32 Note*) st. Mirr., l. m. Mirb. 34 Zeile 18 st. kleinern, l. m. kleinen. 46— 235 st. betrachte, l. m. betrachtete. 49 Note) st. 33, Fig, 3, 33. 58 Zeile 14 st. und, l. m. wie. 59— 19 sst. Federchen, l. m. deutliche Felderchen. 63— 12st. Hér. Benèed., Il. m. Hor.-Benéd. 71— 15 st. Gänge, l. m. Organe. 75— 12 st. Taf. 16, l. m. Tafel 1. 79 Note*) st. I. I. I. m. Fig. 1, 1 r. 85 zweite Randziffer(pag. 10 l. m.(pag. 102). 97 muß die Randziffer p. 116 um 7 77 5 weiter herab gerückt werden. 101 Zeile 4 st. welches, l. m. welcher. 101— 4st. Anuurismen, l. m. Aneurismen. 122 Note) st. p. 125, 8. l. m. p. 425, 8 6. 124—*) st. Bellender, l. m. Bellenden. 133 muß die Note) gestrichen werden. 433 Zeile 6 st.) J. In. J). 137— 21 muß das Wort(wagrechten) gestrichen werden. 138— 4 streiche man das Wort wahr. 138— 5 st. bleibt gleich, l. m. bleibt gleich wahr. 144— 29 st. Varennes de Feuille, I. m. Varennes de Fenille. 147 Note) st. 132, I. m. 32. 155 Note) letzte Zeile, st. den Boden, l. m. die den Voden. 158 Note) st. Taf. 5, u. s. w., l. m. Taf. 3. 160 Note*) Zeile 2, statt 13, 44, l. m. 13, 14. 170 Zeile 16 st. Aeste, l. m. Aeste ausgenommen, 172— 12 fehlt die Randziffer(pag. 202). 176— 12 l. m. entstehenden Blatter. 179— 18 st. vor, auf eine ähnliche Welse, l. m. auf eine ähn⸗ liche Weise vor. 180 Note*) st. Fig. 5, l. m. Fig. 3. 183 Zeile 27 st. Pflonzen, l. m. Pflanze. 191— 1 fehlt die Randziffer:(pag. 224). 195 dritte Zeile von unten, st. einander, l. m. nie anders. 213 Zeile 28 st. er, l. m. es. 214— 35 st. Veräußerung, l. m. Verästelung. Seite 215 Zeile 5 st. oft gänzlich fehlende, lese man: oder oft auch gar keine. 216— 2 st. tabéreuses, l. m. tubèéreuses. 219 Note*) st. 121. S. 4825, l. m. 1821, S. 425. 250 Zeile 3 nach: Handnervige Blätter, setze man hinzu:(fo. lia palminervia, s. palmatinervia, s. nervis pal. matis, franz. f. palminerves ou à nervures pal mées). 250 Note“) st. Taf. 10, 11, l. m. Taf. 10, Fig. 10, 11. 251 Zeile 3 st. sandförmig, l. m. handförmig. 255— 2st. ihrem, l. m. ihren. 262 Note* st. sub, l. m. sul. 274 Zeile 12 st. Winkelranke, l. m. Wickelranke. 280— 28 st. entspringt, l. m. entspricht. 287— 15 st. dieselbe, l. m. dasselbe. 288 Note, Zeile 11, st. Linneæ, l. m. Lineæ. 296 Zeile 12 st. Triasteum, l. m. Triosteum. 296— 5, von unten, st. diente, l. m. dienten. 307— 2s st. Kolyk, l. m. Vrolyk. l 320— 24 st. Wasser-Hygeen, l. m. Wasser-Hypnen. 320 neben Zeile 27 fehlt die Randziffer:(pag. 372). 321 Zeile 32 st. Stelle, l. m. Rolle. 323— 2 von unten, st. käseförmig, l. m. kahnförmig. 325— 6 von unten, st. Stand, l. m. Rand. 336— 1 von oben, st. Algen, l. m. Alpen. 356 Note) Zeile 10st. Polarscheins, l. m. Polarschnees. Ebendas.— 5st. Algen, l. m. Alpen Ebenda. gu nm, en. 344 Zeile 2, st. aus, l. m. uns. 360 fehlt die Note): Turp. Iconogr., Taf. 14, Fig. 5, und vor der auf der nämlichen Seite befindlichen Anmerk. des Uebersetzers muß statt“) das Zeichen*) stehen. 370 Zeile 6 von unten, st.§. 3, l. m. F. 1. 372— 2 de ien.! 2. 373— 12 von unten, st. F. 5, l. m. F. 3. 3% I den n, f 1. 402— 8— st. Papiliaceen, l. m. Papillonaceen. 403 Note*) st. Taf. 14, Fig. 2, l. m. Taf. 44, Fig. e. 404 Zeile 15 st. Andræceum, l. m. androeceum. 416— 5 von unten, st. nämlichen, l. m. männlichen. 429— 2 id., st. Celastrieen, l. m. Celastrineen. 438 ist die zweite Anmerkung vom Uebersetzer. 440 Zeile 6 von unten, st. Thymaleen, l. m. Thymeleen. 443— 11 von oben, st. ed. 3, vol., etc., l. m. ed. 3, vol. I.— 444— 23, id., st. welche sie wolle, so ꝛc., l. m. welche sie wolle; so ꝛc. 447— 29, st. Fig. 5 und 6, l. m. Fig. 6 und 7. 463— 4,— st. That, l. m. Thatsache. 468— 18 st. einzelner, l. m. einzelne. 480— 2 u. s von oben, st. Carpellen, l. m. Carpelle. lite ni 0 il. kt gz dereugtz Lal, 6 105 ler, er an ii walnen diceltage. pricht. 5 H. Liner. josteum, „ m. ente, Vasel: 5 pne T.(pag. 379, „. k. lahnfrng m. Rand, . Apen. fn. Polakschhet, Apen. „ Nuf. U, 8g! befindlichen An schen) fehen N 0.2. — 3 9.. 5. . Hell f Taf. 4, 5g droeceus. l. fl. nine. 0. h. Gilästhe⸗ eascze, „ H. Thel, f 10 i ed. 5 fl „ 0, 10 f. 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