X — —. —— A; G. b b 6—— 4——— 2— —— — ——— Landwirthe, Forstmänner. 6 und Cameralisten ö 5 Carl! Spreu ge ö 0 3 Erster Theil. Göttingen bei Vandenhoeck und Ruprecht. 18 31. —— „ O55 (leni, „ iitzlch galt! man 50 lelert, ud Ce el, 3 1 8 * 9 — * ——— —— —— — — N ————' 5 — ——— ——— *———ů—- ö N — n Vorrede. Obeleich man schon oft behauptete, dass die Chemie, da sie das unmittelbar Anwendbare und Niitzliche lehre, mehr als jede andere Wissen- schaft in's practische Leben greife, obgleich man schon eben so oft die bündigsten Beweise lieferte, dass mit Hülfe der Chemie die Künste und Gewerbe sehr vervollkommnet werden kön- nen, so bewirkte dieses, aus Gründen, welche la] * * 8 N 2 1 4 CCCCTCTTCTCCCCTVTCCCCCCC CCC— 5 —— 2— N. e FV 4 IV : eren, ich hier nicht weiter erörtern will, doch noch a Ke nicht, dass die Gewerbetreibenden sich in der 15 Maasse mit der Chemie beschäftigen, als man 1 in es hiernach wohl hätte erwarten sollen. 4 1 . 8 suusmir Auch die Land- und Forstwirthe gehören 10 i 5 in jon zu denjenigen, welche das Studium der Chemie b 3 fast gänzlich vernachlässigen, aber ohne Zwei- u 1 fel rührt dieses nur daher, dass sie es noch nicht mi 4 recht deutlich eingesehen haben, wie durch gründ- ir lin liche chemische Kenntnisse sowohl der Ackerbau Ae als die Forstwirthschaft zu einem Grade von er Vollkommenheit gebracht werden können, von 1 geicen welchen man noch gar keine Ahnung hat.— Cee war haben schon mehrere berühmte Chemiker die Lehren der Chemie auf den Ackerbau und 0 auf die Forstwirthschaft angewendet, zwar ha- nilt dk ben sie auch hier und dort gezeigt, dass der umi Nutzen, welchen der Land- und Forstwirth durch dt die Chemie erlangen könne, sehr bedeutend feier seyn miisse, allein dessenungeachtet erblickt man Ninich kaum einen Landwirch oder einen Forstmann, chene welcher sich dieses zur Richtschnur dienen liesse. 5 iin die Die Schuld hiervon liegt nicht so sehr an ihnen ieh selbst, als vielmehr in dem Verhältnisse der nige Chemiker zu den Land- und Forstwirthen, denn Eupde obwohl jene Gelehrten manche schätzenswerthe gert, Beiträge zur öconomischen- und Forstchemie fahren, 1. V och lieferten, so hatten sie im Allgemeinen doch zu der wenig Kenntniss von dem practischen Betriebe man der Land- und Forstwirthschaft, um ihre Sätze durch hinlängliche Beispiele erklären und bewei- sen zu können. Da man aber den Land- und 170 Forstwirthen keine hinlänglichen Nutzanwendun- 1915 gen von der Chemie zeigte, so fassten sie auch 1 9 nur wenig Vertrauen zu ihr, und auch dieses 0 wurde sehr oft noch dadurch geschmälert, dass 150. sie hier und da wohl einen Oeconomen oder 900 Forstmann gewahrten, welcher zwar viel von von Sauerstoff, Kohlensäure, Humus und mehr der- 101 gleichen Dingen sprach, dennoch aber mit seinem . Gewerbe mehr rückwärts als vorwärts kam. ker l 1 War nun auch dies und mehreres Andere 1 nicht dazu geeignet, die Ackerbautreibenden und 105 Forstmänner vom Nutzen des Studiums der Che- 9 mie zu überzeugen, so bleibt es dennoch nicht 0 weniger wahr, dass sie nichts Besseres und nichts Nützlicheres thun können, als sich gründliche 1 chemische Kenntnisse erwerben; denn theils kön- 0 nen sie sich durch deren Hiilfe über sehr viele 50 räthselhafte Erscheinungen ihres Gewerbes ge 5 niigenden Aufschluss verschaffen, theils und 1 hauptsächlich werden sie dadurch in den Stand len gesetzt, sich vor vielerlei Irrthümern zu be— wahren, indem noch gar manche von den in der m./ ¾ e — F VI 5 De Land- und Forstwirthschaft aufgestellten Lehren, 10 6 ungeachtet man dabei eine tausendjährige Erfah- 8 rung zu Rathe ziehen konnte, schwankend und lit g ungewiss sind. Vom jetzigen Ackerbaue lässt f a0 1 sich desshalb auch dreist behaupten: er befin-. M 0 de sich auf keiner viel höheren Stufe der Aus- b bildung, als zu den Zeiten eines Cato, eines Came b Varro und eines Columella. Der Augenblick, rucltge Wo man ihn der höchsten Vollendung entgegen bat x führen kann, ist aber gekommen, denn derje- i nige, welcher sich die Lehren der neuern Che- br dr mie zu eigen gemacht hat, ist im Stande, über ln, alle von den Landwirthen gemachten sogenann- N Lal. ten Erfahrungen ein richtiges Urtheil zu fällen, 5 bale kann die Erfolge der mehrsten land wirtschaftli- kli chen Operationen mit ziemlicher Gewissheit schon er in Voraus berechnen und braucht desshalb neue men Culturmethoden weder auf gut Glück zu unter- ln i nehmen, noch hat er nöthig, die Zeit mit Ver- cht suchen im Kleinen zu verlieren. Will man las es aber auch mit Gründen über den Ackerbau und dg die Forstwirthschaft sprechen, so kann dieses un der nur mit Berücksichtigung der chemischen Leh- ö nit ee ren geschehen, denn sucht man sie zu umge- ln hen, so verwickelt man sich in tausend Wider- Renten sprüche, worüber die Beweise in vielen jetzt er- die de schienenen öconomischen und forstwirthschaftli- Wadde chen Werken vor Augen liegen. nil! N 0 8 8 K 1 7 5— — e————.— j N 5— A VII wen, Die Chemie ist insbesondere dazu geeignet, fal- um die Geheimnisse des Pflanzenlebens zu ent- und hüllen, wesshalb sie aber auch für alle, welche läst sich mit der Pflanzencultur beschäftigen, sei es elln- nun auf Feldern und Wiesen, oder in Wäldern Aus. und Gärten, gleich unentbehrlich ist.— Nur die eines Chemie ist es, welche uns über die Lehre vom lick, Fruchtwechsel und über das, was man Boden- egen kraft nennt, genauen Aufschluss giebt, nur sie erje- allein zeigt uns den wahren Werth des Futters, Che- der Streumaterialien, der Mist- und Dünger- 111 5 arten, des Bodens und vieler anderen mit der 91 1 Land- und Forstwirthschaft in Beziehung ste- Ale henden Gegenstände, so dass wir nun auch jedem 0158 Thiere das ihm dienliche Futter darreichen, und 105 jeder Pflanze den für sie geeigneten Boden an- 110 weisen oder den ihr Zzusagenden Dünger erthei- 191 5 len können.— Zwar pflegen hiergegen die ge- eb wöhnlichen Land- und Forstwirthe zu erinnern, 110 dass es sehr viele ihres Faches gebe, welche fi obgleich sie nicht die allergeringsten Kenntnisse 5 von der Chemie besässen, dennoch ihr Gewerbe Reb mit sehr glücklichem Erfolge betrieben; allein 8 dürfen wir, wenn auch dieses nicht geleugnet r werden kann, desshalb wohl annehmen, dass 5 sie ihre Felder und Gärten, ihre Wiesen und 9075 Wälder auf die beste Weise cultiviren? Gewiss nicht! Mögen sie nur die Chemie studiren und 32 9————ů——— 1 K]³·¹' Ä ²¹¹müs 1 ²˙ wü 1 8 F —— 1. 2. 5 a VIII Wen! sie werden sehen, dass sie sehr Vieles noch. 1 höchst mangelhaft betreiben.. selbesse, 5;. miulice Es ist indess noch nicht gar lange, dass die 4 11 Chemie denjenigen Grad der Ausbildung erlangt ö 0 g hat, welche erforderlich war, um sagen zu 100 u können, sie werde den Land- und Forstwirthen Ir Chem unermesslichen Nutzen bringen, denn betrachten 1 1 wir das, was sie uns noch vor 20— 30 Jah- serch ren vom Ackerbau und der Forstwirthschaft füge 1 lehrte, so müssen wir gestehen, dass dieses salie sehr mangelhaft war; anfänglich zeigte sie ahl! 2. B., dass die Fruchtbarkeit des Bodens nur Emenme von Oelen und Salzen herrühre, später lehrte Die Cue sie, dass das Pflanzenwachsthum nur durch die N irtböcl Gegenwart einiger Erden bedingt werde, noch lalb ic, später suchte sie zu beweisen, dass die Gewäch- nmel se, um sich vollkommen auszubilden, nur Was- Im ein ser und einige Luftarten bedürften, und Zu- d chem letzt meinte sie die Wahrheit ausgemittelt zu b icht 5 haben, als sie den Humus, aber nur den Hu- Mele, mus allein, für das fruchtbarmachende Princip rcsche 8 des Bodens erklärte. Die jetzige Chemie hat N cem uns dagegen gezeigt, dass nicht nur diese, son- l nan dern auch noch mehr Körper und Kräfte zum hlt, Pflanzenleben unumgänglich erforderlich sind. da ant n Kal. IX Wenn man die Chemie studirt, um durch ihre Hülfe die Land- und Forstwirthschaft zu verbessern, so muss man sich durchaus recht gründliche Kenntnisse darin erwerben, denn ohne diese wird man von ihr wenig oder gar keinen Nutzen, ja vielmehr oft Schaden haben. Die Chemie greift in's practische Leben und desshalb hat, mehr als bei irgend einer anderen Wissenschaft, die Halbwisserei Nachtheil zur Folge. Das Studium der Chemie ist nicht leicht, doch ist es leichter, als das vieler anderen Wissen- schaften, indem beinahe alles, was sie lehrt, durch Experimente anschaulich gemacht werden kann. Die Chemie beruhet, wie die Land- und Forst- wirthschaft, auf Erfahrungen, aber eben dess- halb ist, wenn man es darin zu einiger Voll. kommenheit bringen will, die Praxis nothwendig. Um ein guter Chemiker zu werden, um sich die chemischen Lehren recht tief einzuprägen, ist nichts nützlicher als die Naturkörper(hier solche, die mit dem Ackerbau und der Forst- wirthschaft in näherer Beziehung stehen) einer chemischen Analyse zu unterwerfen; denn 80 bald man ihre Zusammensetzung zu erforschen sucht, ist man unablässig genöthigt, sich mit den chemischen Eigenschaften der Körper be- kannt zu machen. Im Anfange stösst man hier- bei auf mancherlei Schwierigkeiten, allein sind r— e ß, 8 0 ——— U 22 5 1 4 N F * ö diese erst überwunden, so gelangt man auch lt“— durch jeden unternommenen Versuch zu oft sehr en, 1 wichtigen Resultaten. Bei den chemischen Un- ach t! 8 tersuchungen der Körper sind indess auch ge- mch c wisse gut ausgeführte Handgriffe erforderlich, i benlig z. B. das Filtriren, Auswaschen der Filter, Glii- 2 rg hen, Wägen, Auffangen von Luftarten und mehr dergl. Dinge; also auch diese muss sich ein Was jeder mit Chemie sich Beschäftigtende zu eigen chungen 1 zu machen suchen. resse b. bee, in Die chemischen Untersuchungen der Natur- Juen körper haben schon an sich sehr viel Anziehen- Ldt bed des, aber sie bekommen für denjenigen, wel- dFden de cher erwägt, dass dabei schon oft wichtige Ent- 17 deckungen aus manchen anscheinend geringfügi- dle Don gen Erscheinungen hervorgegangen sind, noch gen! bei Weitem mehr Reiz; den practischen Land- gelen; und Forstwirthen ist es zwar anzurathen, dem gg Eifer für chemische Untersuchungen nicht zu e sehr die Ziigel schiessen zu lassen; auf der an- hela, deren Seite muss man ihnen aber auch mit dem 111 unsterblichen H. Davy zurufen:„Ein einzi- Neon ges glückliches chemisches Resultat, 1 1 10 welches im Allgemeinen die Methoden nel des Landbaues zu verbessern im Stande 168 ist, ist mit den Bemühungen eines gan- lch au zen Menschenlebens nicht zu theuer er- nile XI kauft.“— Auch darf man nicht unbemerkt lassen, dass die Sicherheit, mit welcher man sich jetzt in der Chemie bewegt, es möglich macht, schon durch einen kleinen, sehr schnell zu beendigenden Versuch, zu oft höchst wichti- gen Ergebnissen zu gelangen. Was die Kosten der chemischen Untersu- chungen der für den Land- und Forstwirth In- teresse habenden Naturkörper betrifft, so sind diese, im Verhältniss des daraus hervorgehenden Nutzens kaum in Anschlag zu bringen; der Zeit bedarf es allerdings mehr, aber diese fehlt dem Oeconomen und Forstmann nicht im Win- ter.— Grosse Gutsbesitzer, vor allen fürstli- che Domainenkammern sollten dagegen, gleich grossen Fabrikunternehmern eigene Chemiker an- stellen; denn wenn sie bedenken, dass Dün- gungsmittel aller Art, Pflanzen, deren Anbau vielleicht vortheilhaft sein könnte, Wasser von Quellen, Bächen und Flüssen, welches zur Be- Wässerung von Wiesen und Feldern, oder zur Speisung von Fischteichen dienen soll; Bodenar- ten aus der Oberfläche und dem Untergrunde, Futterkräuter und hundert andere höchst wich- tige Dinge zu untersuchen sind; so werden sie sich auch bald siberzeugen, dass es ihren Che- misten niemals an sehr nützlicher Beschäftigung 1 f 9 1 — p ̃ꝰ p””—” ꝓ§ V.««⏑«§irʒ — 8 ö N 8 l— XII fehlen kann, zumal wenn sie auch im Besitze von Bierbrauereien, Branntewein-, Ziegel- und Kalkbrennereien, oder ähnlichen Fabriken seyn sollten, indem unbezweifelt der günstige Erfolg aller dieser Gewerbe von einer richtigen An- wendung chemischer Gesetze abhängt. Seit etwa 20 Jahren bin ich bemühet gewe- sen, die Chemie auf den Ackerbau auzuwenden und hierbei habe ich niemals vergessen, meine früheren öconomischen Erfahrungen zu Rathe zu ziehen— Die Ergebnisse meiner Bemühungen, von denen ich mehrere schon in öconomischen und chemischen Zeitschriften mitgetheilt habe, findet man in dem vorliegenden Werke aufge- zeichnet; ich darf mir schmeicheln, dadurch einiges Licht über manche bisher räthselhafte Erscheinungen bei der Land- und Forstwirth— schaft verbreitet zu haben; allein Vieles, ich gestehe es gern, bleibt noch schwankend; die- ses werde ich in der Folge, so viel als möglich, festzustellen suchen. Was ich später entdecke, gedenke ich in besonderen Nachträgen zu diesem Werke mitzutheilen; und zugleich will ich hier- in auch dasjenige aufführen, was von Anderen in der öconomischen- und Forstchemie geleistet wer- den wird; doch leider! obgleich sich jetzt 80 viele ausgezeichnete Gelehrte mit der Chemie be- „ 1A——— — ů gen unte 10 den ere U 1 ale 1 Se de Carte; A cba rückte I b Mserm 9 Aber aut Aü8 dur! irh v enn ile Lalrbüch Fler ddl md Wal D. ich ü dle Ilir unte, ut Jecl an un gude U. Gelber Torte 9 XIII ö schäftigen und sie desshalb so erstaunliche Fort- schritte macht, dass man sie mit einem siegen- den Heere vergleichen kann, welches, während man seine Thaten erzählt, schon wieder neue Siege erringt, so wird doch von allen diesen Gelehrten, wenn ich einige wenige ausnehme, die öconomische- und Forstchemie fast gar nicht berücksichtigt. Ich habe in dem vorliegenden Werke von unserm gesammten chemischen Wissen alles, aber auch nicht mehr aufgenommen, als Was zur Erklärung der für den Land- und Forst- wirth interessanten Gegenstände dient; wie es denn überhaupt mein Bestreben gewesen ist, ein Lehrbuch der Chemie zu liefern, aus welchem jeder sich mit dem Acker-, Wiesen-, Garten- und Waldbau Beschäftigende Nutzen ziehen kann. Da ich indess kein Werk vor mir hatte, wel- ches mir bei meiner Arbeit als Vorbild dienen konnte, so wird man auch nicht etwas in seiper Art Vollständiges erwarten dürsen.— Was mein unvergesslicher Lehrer Einhof, was der grosse Davy und was mehrere andere trefflich Chemiker schon früher über öconomische- und Forstchemie lehrten, habe ich benutzt, allein ich bin doch auch meinen eignen Weg gegan- gen. Man wird sehen, dass ich es mir ganz 9 J 9 e CEF CCC ↄ¾Ṽ f ̃ ⁵̃ ⁵. ̃ Ä. ⅛¾ũbv⁵sf 8— *— 1 ö N 0 ö 1 XIV besonders habe angelegen seyn lassen, meine Ansichten durch recht viele Beispiele zu erläu- tern und überall die Nutzanwandung der vorge- tragenen Lehren hervorzuheben, indem ich 80 hoffen durfte, die Land- und Forstwirthe am be- sten von der Wichtigkeit des chemischen Stu- diums zu überzeugen.— Göttingen im Januar 1831. Der Vensusser. ——— 828——— ezrifs der Ven der L Ach d Van da! Jon der J Alan Dogen 2 Heterg 3. Von b. Von gug aon den ei 1 Von Nabil Erreg und leg 000 ö In e Enz 4 ö 7. Inhalt. Begriff der Chemie 8 5 N 8 5 Von der Eintheilung der Naturkörper, mit welchen sich die Chemie beschäftigt 5 0 N Von der Anziehung der Körper. 8 Von der Verwandtschaft der Körper 8 5. 1. Zusammenhangsver wandtschaft(Cohasion, oder ho- mogene Verwandtschaft) 2. Heterogene Verwandtschaft 8 8 8 8 5 a. Von der Adhäsion oder Flächenanziehung 8 b. Von der chemischen Verwandtschaft(Vereini- SS f Von den einfachen Stoffen im Allgemeinen 8 IJ. Von den unwägbaren Stoffen(Imponde- JJ% a. Von der Electricität%%% Erregung der Electricität durch Reibung, Stoss und Zusammendrücken 1 8 5 Erregung der Electricität durch Temperaturver- änderung 5 8 8. 5. 5 Erregung der Electricität durch wechselseitige Berührung verschiedenartiger Körper Erregung der Electricität in der Aunosphäre FFC ²˙... 1 ö 5 7 8 1—— 1 7 — N 5 . XVI 5 Seite 10 Erregung der Electricität durch einen organi- 8 schen Process 8. 2 8 8 N Einfluss der Electricität auf das Pflanzenleben 97 U Einfluss der Electricität auf die Bodenbestand- f theile organischen Ursprungs 8 5. 101 5„ Von Einfluss der Electricität bei Gährungen von N Jan Flüssigkeiten 8 5 101 9 Einfluss der Electricität 9 5 1 Thierleben 103 115 pb. Vom Lichte 3. 105 Von 5 2 C. Von der Wärme 0 0* 0 0 0 123 6 0 f 5 0 V0 II. Von den wägbaren(ponderabelen) ein- fachen Stollen 0 0 89 89 1 8 0 U 160 e 1. Vom Sauerstoff FVV a Von der Verbrennung 5 5 5. 83 J 2. Vom Stickstoff VVV ö Von der atmosphärischen Luft 2 8„ 199 3. Vom Wasserstoff 8 215 Vom Wasser. 8 8.. 13222 1 Won en Vom Ammonium g 5 5 5 1 1 270 4. 5 Rehbnnnnn 11 Von den Verbindungen des Kohlenstoffs mit Wasserstoff. 5 5 8 2 4. a. Halbkohlenwasserstoffgas(Wasserstoffpr 0 tocarbonid, Sumpfluft, Grubengas) 286 b. Zweites Kohlenwasserstoffgas(Wasser- stoffpercarbonid, ölbildendes Gas) 289 Von den Verbindungen des Kohlenstoffs mit 9. V U 2 — — —— Sauerstoff 5 8 8 2 8 f 8 a. Vom Kohlenoxydgase 8 0 8 23292 b. Von der Kohlensäure 1 4 8 294 Von der Humussäure 8 0 9 25 222 270 2³⁵ 204 305 5. XVII Von den Verbindungen des Kohlenstoffs mit Stickstoff Vom Kyan(Blaustoff) Vom Chlor Von den Verbindungen des Chlors mit Wasser- stoff Von der Salzsäure(Chlorwasserstoffsäure) Von den Verbindungen des Chlors mit Stickstoff 6. Vom Jod 8. Vom Phosphor Von der Verbindung des Jods mit Wasserstoff (Jodwasserstoffsäure) 7. Vom Schwefel) Von den Verbindungen des Schwefels mit Sau- erstoff 5 8 5 Unterschweflichte Säure Schweflichte Säure Unterschwefelsäure Schwefelsäure Von den Verbindungen des Schwefels mit Was- serstoff 8. 8 1. 5. N Erster Schwefelwasserstoff(Schwefel was- serstoffsäure) 0 0 Zweiter Schwefel wasserstoff 8 Von den Verbindungen des Schwefels mit Am- monium 0 4 Von den Verbindungen des Phosphors mit Sau- erstoff. Unterphosphorichte Säure Phosphorichte Säure Unterphosphorsäure Phosphorsäure Seite 315 316 319 326 32 332 333 337 338 344 344 344 346 347 — a 2 N 1 — 9 * 2 8 —— r————-U——. 2.5— 2* — F XVIII Seite Von den Verbindungen des Phosphors mit Was- serstoff g 5 5. 5 0 2368 Phosphorwasserstoffgas im Minimum 2368 Phosphorwasserstoffgas im Maximum 2369 9. Vom Fluor„„ Von der Verbindung des Fluors mit Wasser- stoff(Fluorwasserstoffsäure) 5 0 5 10. Vom Silicium(Kiesel; 376 Von der Verbindung des Siliciums mit Sauerstoff 378 Von der Kieselerde(Kieselsäure) 8 8 Von der Verbindung des Siliciums mit Fluor. 384 11 Vom Klummmu mmm 386 Von der Verbindung des Aluminiums mit Sau- erstoff 8 5 5 8 8 5 2 386 Von der Alaunerde(Thonerde) 2 8 2387 12. Vom Barium 8 a. i 5 1 392 Von der Verbindung des Bariums mit Sauerstoff 3 Von der Baryterde(Schwererde) 5 5 393 le e 96 Von der Verbindung des Calciums mit Sauerstoff 397 Von der Kalkerde a 8 5 1 Von der Verbindung des Calehbus mit Schwe- fel(Schwefelcalciumd) 0. 1 407 14. Vom Talcium(Magnium) Von der Verbindung des Talciums mit Sauerstoff 410 Von der Talkerde(Bittererde) 0 5 410 Von der Verbindung des Talciums mit Schwe— fel(Schwefeltalcium) 0 5 5 414 15. Vom Eisen 5„ 11 Von den Verbindungen des Eisens mit Sauerstoff 424 a. Vom Eisenoxydul.. 5 424 XIX Seite 75 5 N Vas- ö b. Vom Eisenoxyde 8 5 2 5 2 308 c. Vom Eisenoxyd- Oxydule C 5 308 Von den Verbindungen des Eisens mit Schwefe! 441 e 309 a. Einfach- Schwefeleisen.. 8 5 ö b. Doppelt-Schwefeleisen 8 8 445 1 981 1 70 80 Von der Verbindung des Eisens mit Kohlenstoff 448 1 . 373 4 16. Vom Mangan N 376 Von der Verbindung des Mangans mit Sauerstoff 451 2 stoff 378 a. Vom Manganoxydul 5 8 452 378 b. Vom Manganoxyde 8 8 8 455* ö or 381 Vom Manganoxyd-Oxydul N 4„ 457* c. Vom Manganhyperoxyde.. 458 380 d. Von der Mangansäure 8 8 8 459 Sau- Von der Verbindung des Mangans mit Schwefe! 464 386 ö 287 1 17. Vom Natronium 466 192 Von der Verbindung des Natroniums mit Sau- off 393 E 8 5.. 8 K 4567 993 Vom Natron g 8.. 1 5 467 10 Von der Verbindung des Natriums mit Schwefe! 471 3 a. Einfach- Schwefel- Natrium 5 472 off 307 b. Dreifach- Schwefel- Natrium. 1 473 597 c. Siebenfach- Schwefel- Natrium. 3 4 e- 407 9 8* 18. Vom Kalium 5. 5 5 476 Von der Verbindung des Kaliums mit Sauerstoff 477 1 ll v4 310. 0 0 Von den Verbindung des Kaliums mit Schwefel! 486 * 2 15 410 a. Einfach- Schwefel- Kalium 1 8 487 b. Doppelt- Schwefel- Kalium 5„ 487 415 c. Dreifach- Schwefel- Kalium 8„ 488 1 421 d. Vierfach- Schwefel- Kalium. 488 1 5 e. Fünflach- Schwefel- Kalium 488 42¹ b Von den Salzen im Allgemeinen A. Sauerstoffsalze 5 0 8 5 5 Von den Characteren, Welche die Sauerstoffsalze durch die Säure bekommen 8 4 8 a. Kohlensaure Salze(Carbonate) 5 b. Schwefelsaure Salze(Sulfate) 8 8 c. Schwefelsaure Salze(Nitrate) d. Phosphorsaure Salze Phosphate) 5 e. Kieselsaure Salze(Silicate) a 8 1 5 f. Humussaure Salze(Humate) B., Hafdidsaa e Von den Characteren, welche die Haloidsalze durch den Salzbilder bekommen 5 8 a. Chloride 8 8 5 8 5 b. Jodide 5 2 8 4 8 3 c. Fluoride 8 5 5 8 5 8 5 d. Kyanide 8..... C. Schwefelsalze 3 5 3. Von den Characteren, welche die Schwefelsalze durch ihren electro- negativen Bestandtheil erhalten 2 85 0 5 5 8 f Von den Salzen insbesondere I. Salze des Kahlumsuns. A. Sauerstoffsalze 5 3 1. Kohlensaures Kali 8 8 5 2 2 a. Einfach- kohlensaures Kali 8 5 8 b. Anderthalb- kohlensaures Kali 8 c. Zweifach- kohlensaures Kali 8 2 2. Schwefelsaures Kali e 2 5 5 5 A. Einfach- schwefelsaures Kali 8 2 b. Zweisach- schwefelsaures Kali Seite 490 491 496 496 496 497 498 499 499 501 503 503 504 504 505 505 506 N e ————— Le Seite XXI 3. Salpetersaures Kali g 4. Phosphorsaures Kali 8 a. Zweidrittel-phosphorsaures Kali b. Einfach- phosphorsaures Kali c. Doppelt-phosphorsaures Kali 5. Kieselsaures Kali 6. Humussaures Kali 8 . Haloidsalze des Kaliums 5 2 I. Chlorkalium(Salzsaures Kali) 2. Jodkalium 3. Fluorkalium. 1 4. Kyankalium Schwefelsalze des Kaliums Wasserstoffschweflichtes-Schwefelkalium II. Salze des Natrium A. Sauerstoffsalze 8. 5 1. 2. Kohlensaures Natron 8 8 a. Einfach- kohlensaures Natron b. Anderthalb kohlensaures Natron c. Doppelt- kohlensaures Natron Schwefelsaures Natron a. Einfach- schwefelsaures Natron b. Zweifach- schwefelsaures Natron 3. Salpetersaures Natron. 8 8 4. Phosphorsaures Natron a. Zweidrittel- phosphorsaures Natron b. Einfach- phosphorsaures Natron c. Zweifach-phosphorsaures Natron Eieselsaures Natron Humussaures Natron Seite 516 521 522 522 523 524 530 — 8 * 2 5 7 ⁵ ̃ ⁵!. ðV ꝗð V ̃⁵² ͤ᷑ͤ HwHmwnww —— ————— — B. Haloidsalze des Natriumsmes 1. Chlornatrium(Kochsalz) 0.. 2. Jodnatrium 8 8 3 2 8 5 3. Fluornatrium 8 5 8 2 5 8 4. Kyannatriumm 5 f 1 8. C. Schwefelsalze des Natriums 3 III. Salze des Ammoniaks und Ammoniums * Wasserstoffschweflichtes-Schwefelnatrium A. Sauerstoffsalze des Ammoniaks 8 1. Kohlensaures Ammoniak 8 85. 8 95 a. Einfach- kohlensaures Ammoniak b. Zweifach- kohlensaures Ammoniak Schwefelsaures Ammoniak 5 4 4 a. Einfach- schwefelsaures Ammoniak b. Zweifach- schwefelsaures Ammoniak 3. Salpetersaures Ammoniak 5 5 8 4. Phosphorsaures Ammoniax e. a. Einfach- phosphorsaures Ammoniak b. Zweifach-phosphorsaures Ammoniak 5. Kieselsaures Ammoniak 5 2 8 6. Humussaures Ammoniak 8 8 4 Doppelsalze des Ammoniaks Schwefelsaures Kali- Ammoniak 4 Schwefelsaures Natron-Ammoniak 5 Phosphorsaures Natron-Ammoniax Haloidsalze des Ammoniums 1. Chlorammonium(Salmiak) 8. g 2. Jodammonium 5 2 8 8 4 3. Fluorammonium 8 8 5 8 K 4. Kyanammonlum. 5... . 2 N N — 1 S * D S * 8 ——— r 5 KN . D Oer ——— XXIII C. Schwefelsalze des Ammoniums e„ 588 Wasserstoffschweflichtes-Schwefelammonium 588 IV. Salze des Bariums. A. Sauerstoffsalze des Bariums. 8 590 1. Kohlensaurer Baryt 8 5. 590 a. Einfach- kohlensaurer Baryt 591 b. Zweisach-kohlensauxer Baryt 8 592 2. Schwefelsaurer Baryt.. 393 3. Salpetersauxer Baryt 8 8 4 594 Phosphorsaurer Baryt. 8 8 595 a. Vierfünftel-phosphorsaurer Baryt„ b. Einfach- phosphorsaurer Baryt. 55 c. Anderthalb- phosphorsaurer Baryt 596 d. Zweifach- phosphorsaurer Baryt 596 4 5. Kieselsaurer Baryt 3 2 2 8 596 6. Humussaurer Baryt 1 8 2 1„597 B. Haloidsalze des Bariums 1. Chlorbarium(salzsaurer Baryt) 0 3597 2. Jodbarium 8 8 8 8 8. 6598 3. Fluorbarium f. 5 8. 599 4 ö N 2 5 0 3 4. Kyanbarium, 5. 8. 8 599 C. Schwefelsalze des Bariums Wasserstoffschwellichtes- Schwefelbarium 6599 — 1 V. Salze des Calciums. A. Sauerstoffsalze des Calciums 4 5 600 1. Kohlensaure Kalkerde 8 2 8 5 80 a. Einfach- kohlensaurer Kalk 4 8 601 b. Zweilach-kohlensaurer Kalk 4„ 607 —— 2. Schwefelsaurer Kalk. 8 ————— SCFFPPPTTTCCCCVCC XXIV 3. Salpetersaurer Kalk. f. 4. Phosphorsaurer Kalk 0. 5. 6. a. Zweidrittel-phosphorsaurer Kalk b. Einfach- phosphorsaurer Kalk 8 c. Anderthalb- phosphorsaurer Kalk d. Vebersaurer-phosphorsaurer Kalk Kieselsaurer Kalk 5 5.„ Humussaurer Kalk 0* 0 0 0 B. Haloidsalze des Calciums I. Chlorcalcium(Salzsaure Kalkerde) Chlorkalk 5 5. 8 8 g 2. Fluorcalcium. 2 8. 8. 3. Jodcalcium 5 8 8 5 b 4. Kyancalciumm 0 8 8 5 8 C. Schwefelsalze des Calciums Wasserstoffschweflichtes-Schwefelcalcium VI. Salze des Talciums. A. Sauerstoffsalze des Talciums 0 0 1. Kohlensaure Talkerde.„ a. Dreiviertel-kohlensaure Talkerde. b. Einfach- kohlensaure Talkerde 8 c. Saure- kohlensaure Talkerde. 8 2. Schwefelsaure Talkerde 8 8 3. Salpetersaure Talkerde 4. Phosphorsaure Talkerde * . Kieselsaure Talkerde a. Halb- phosphorsaure Talkerde b. Einfach- phosphorsaure Talkerde **** 6. Humussaure Talkerde Seite 611 619 621 621 62⁵ XXV Doppelsalze der Talkerde. 0 . Kohlensaure Talkerde- Ammoniak . Kohlensaure Talkerde- Kali . Kohlensaure Talkerde- Natron Kohlensaure Talkerde- Kalkerde. . Schwefelsaure Talkerde- Ammoniak Schwefelsaure Talkerde- Kali Schwefelsaure Talkerde- Natron Salpetersaure Talkerde- Ammoniak Phosphorsaure Talkerde-Ammonialk FF= b B. Haloidsalze des Talciums 1. Chlortalcium(Salzsaure Talkerde) 5 2. Fluortalcium. 5 a 8. 3. Jodtalcium f 1 5 5 8 f 4. Kyantalcium. 5 8.. C. Schwefelsalze des Talciums Wasserstoffschweflichtes- Schwefeltalcium VII. Salze des Aluminiums. A. Sauerstoffsalze des Aluminiums 5 1. Kohlensaure Alaunerde 8 5 2. Schwefelsaure Alaunerde 2 8 a. Basisch- schwefelsaure Alaunerde b. Drittel- schwefelsaure Alaunerde. c. Einfach- schwefelsaure Alaunerde 3. Salpetersaure Alaunerde. a. Basisch-salpetersaure Alaunerde. b. Neutrale-salpetersaure Alaunerde 4. Phosphorsaure Alaunerde 8 a. Halb- phosphorsaure Alaunerde b. Einfach- phosphorsaure Alaunerde c. Saure- phosphorsaure Alaunerde Kieselsaure Talkerde-Kalkerde 5 665 665 666 667 667 667 668 669 669 670 670 670 671 671 —— — e 5. Kieselsaure Alaunerde 8 2 8 8 6. Humussaure Alaunerde N 5 1 8 Doppelsalze der Alaunerde a. Schwefelsaure Flaunerde- Ammoniak b. Schwefelsaure Alaunerde- Kali(Alaun) c. Schwefelsaure Alaunerde-Natron 8 d. Kieselsaure Alaunerde- Kali. 2 8 e. Kieselsaure Alaunerde- Natron 8 8 f. Kieselsaure Alaunerde- Kalkerde- 1 g. Kieselsaure Alaunerde-Talkerde 5 h. EKieselsaure Alaunerde- Baryterde 8 Von den Aluminaten(Alumiumsaure Salze) B. Haloidsalze des Aluminiums I. Chloraluminium(Salzsaure Alaunerde) 2. Fluoraluminium 5 4 5 8 8 1 3. Kyanaluminium 8 5 8 8 i 8 C. Schwefelsalze des Aluminiums 1 1 VIII. Salze des Eisens. A. Sauerstoffsalze des Eisens 5 n 5 a. Eisenoxydulsalze 5 5 5 8 b. Eisenoxydsalze 5 5 8 8 5 c. Eisenoxyd-Oxydulsalze 5 8. 1. Kohlensaures Eisenoxydul 8 8 8 a. Einfach- kohlensaures Eisenoxydul 0 b. Saures- kohlensaures Eisenoxydul,. 2. Kohlensaures Eisenoxyd... 8 3. Schwefelsaures Eisenoxydul(Eisenvitrioh) 4. Schwefelsaures Eisenoxyd.. 5 a. Viertel- schwefelsaures Eisenoxyd. b. Anderthalb- schwefelsaures Eisenoxyd 5. Schwefelsaures Eisenoxyd- Ox dul. 6. Salpetersaures Eisenoxydul 5.. 7. Sal petersaures Eisenoxyd 3 Seite 672 674 685 685 687 688 688 688 691 695 695 699 700 700 701 701 702 —— XXVII a. Basisch- salpetersaures Eisenoxyd b. Saures- salpetersaures Eisenoxyd. 8. Phosphorsaures Eisenoxydul. 5 a. Zweidrittel- phosphorsaures Eisenoxy- dul..... Ä. b. Einfach- phosphorsaures Eisenoxydul c. Saures-phosphorsaures Eisenoxydul. 9. Phosphorsaures Eisenoxyd. 2 8 a. Basisch-phosphorsaures Eisenoxyd. b. Einfach- phosphorsaures Eisenoxyd. 10. Phosphorsaures Eisenoxyd-OxYdul 5 11. Kieselsaures Eisenoxydul... 12. Kieselsaures Eisenoxyd. 8 13. Humussaures Eisenoxydul.. 2 14. Humussaures Eisenoxyd. 5 2 8 B. Haloidsalze des Eisens 1. Chloreisen 5 2. 8 5 5 a. Einfach Chloreisen(Eisenchlorür, Salz- saures Eisenoxydul) 8 8 8 b. Anderthalb Chloreisen(Eisenchlorid, Salzsaures Eisenoxyd). 8 5 5 2. Fluoreisen. l 8.. 1. 3. Jodeisen f... 8 8 N 4. Kyaneisen 8.... 5 C. Schwefelsalze des Eisens V IX. Salze des Mangans. A. Sauerstoffsalze des Mangans 8 5 8 1. Kohlensaures Manganoxydul 8 a. Basisch- kohlensaures Manganoxydul 8 b. Saures- kohlensaures Manganoxydul 2. Schwefelsaures Manganoxydul.. 5 Schwefelsaures Manganoxyd- Oxydul 3. Salpetersaures Manganoxy dul 3 717 718 718 719 720 721 721¹ 4— 1— 2 * 8* — 7 FCC ²˙· u ⁊/ꝰ. ¶ꝗ f. e XXVIII Seite 4. Phosphorsaures Manganoxydul 5 1 Phosphorsaures Eisen- Manganoxydul 72 5. Kieselsaures Manganoxy dul 722 Kieselsaures Eisenoxydul- del 2 8 6. Humussaures Manganoxydul 2 5 3 B. Haloidsalze des Mangans 1. Chlormangan 5 8 0.. 72⁵ . Manganchlorür(Salzsaures Haug 72⁵ 1. Manganchlorid(Salzsaures Manganoxyd) 726 2. Jodmangan 0 5 9 5 5 g 2 8 3. Fluormangan. f 8 5. 726 4. Kyanmangan 3 f N 0 f 726 C. Schwefelsalze des Mangans„„ Vom Electrochemismus 5 1 8 3 Von den chemischen Proportionen(Stö- chiometrie) f g 2 5 5 3 1 Von den chemischen Formeln„ ö 0 5 5 2 RPR, r 2 —— D—— Die 1e. he Chemi unorganisc N — 1 22—*— 2— D— 22. 2————— —— 3——„„ 8= S„„ T A S —— FFFBJ)))))UUUU!!!!UUU!U!UUUUUUUUUUUTUTUTUUUTUTTTTUTTCTCTCTTVTVTCTCTVTTTT—TT(T(——T——T— — 2 ä„„— —„57„%4öV!„„ 8 5 —— f———— S p— —, ———— 2 — VCFFCCVCCCCC0CCCC CCC 5* — Begriffes der Chemie. Di. Chemie hat die Dinge der Sinnenwelt zum Gegenstande und ist in ihrem ganzen Umfange die Lehre von den Eigenschaften 191d der n aller uns umgebenden Körper. Sie erklärt die Ursachen und Gesetze, nach welchen sich ungleichartige Stof- fe zu glei chartigen Ganzen vere einigen, lehrt, wie diese wieder in ungleichartige Vörpef h werden können und sucht genügende Erklärungen über alle hierbei Statt en Erscheinungen zu geben. Als Wissenschaft betrachtet, besteht die Chemie aus einzelnen Thatsachen, welche man nach gewis- sen Grundsätzen zu einem Ganzen geordnet hat. Die Chemie darf aber nicht als eine bereits geschlos- sene Wissenschaft angesehen werden, denn fortwäh- rend entdeckt man neue Stoff. e, und beinahe täglich bringt man neue Verbindungen unter den schon be- 1 einfachen Stoffen zu Stande. Sie ist aus den Erfahrungen, die man durch Versuche und Beobachtungen über die in der Natur 1 81 N. 5 0 N—— ä 1 ———ů—— ———-——— .—. ²·˙ wm wuô — 2 vorhandenen Körper erlangte, hervorgegangen, und da die Erfahrung unendlich genannt werden kann, 50 ist es uns auch unmöglich, sie jemals auf die höchste Stufe der Ausbildung zu bringen. Kann uns dieses einerseits auch vom Studium der Chemie zurückschrecken, so müssen Wir andererseits doch auch bekennen, dass das natürliche Bedürfniss unse- res Verstandes, die geheimen Ursachen der Natur- erscheinungen zu ergründen, durch ihre Hülfe sich noch am besten befriedigen lässt. Die unzweideu- tigsten Beweise, ie vor allen die Chemie hierzu geeignet sey, liegen vor Augen, und täglich über- zeugen wir uns mehr davon, dass sie uns sogar in den Stand setzt, die Erfolge vieler Versuche schon im Voraus zu bestimmen. Wenn gleich die Chemie besonders dazu geeignet ist, speculative Betrachtun- gen über die Natur und Mischung der Körper an- zustellen, so wollen wir uns doch hier nicht darauf einlassen, sondern durch ihre Hülfe nur zu erfor- schen suchen, wie die Naturgegenstände für unsere Zwecke oder Lebensbedürfnisse brauchbarer gemacht werden können. Wenn man auch die Chemie als eine für sich bestehende Nalur wissenschaft betrachten kann, 80 ist es doch unmöglich, alle chemischen Erscheinun- gen genügend zu erklären, im Fall man nicht Man- ches berücksichtigt, was uns die Physik lehrt; über- haupt greifen die Natur wissenschaften so sehr in ein- ander, dass die eine ohne die andere nicht Wohl gelehrt werden kann; desshalb werden wir denn auch hier genöthigt seyn, von der Physik dasjenige abzuhandeln, was mit der Chemie in der engsten Beziehung steht. ————ů—ů—ů— denennu runde Nat b tile M ligt, Volue Aust gen: I Ausühe liese K nicltz Kune ie zie fete Jerbin 00 ur 6 ne bie ln te( nie Aud 0 gen un „ und kann, auf die Kann Chemie 5 doch s unse- Natur- fe sich reideu- hierzu über- gar in schon hemie achtun- her all- darauf erfor- unsere emacht ir sich in, 80 leinun- Man- ö über- in ein- lt woll ir denn jenige engsten 3 Von der Physik unterscheidet sich die Chemie im Wesentlichsten dadurch, dass erstere sich mit den Veränderungen der Körper beschäftigt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können, statt dass letztere die Veränderungen der Körper betrachtet, welche die Erfolge von inneren, durch die äusse- ren Sinne nicht wahrnehmbaren Kräften sind. Man hat die Chemie auch wohl Kraftlehre und die Physik Bewegungslehre genannt, allein diese Benennungen sind nicht recht passend, indem sie im Grunde identisch sind; denn wir können keine Kraft bemerken, wenn sie sich nicht durch irgend eine Modificatin der Körper, d. h. durch Bewegung zeigt, und eben 80 wenig lässt sich eine Bewegungs- lehre aufstellen, ohne die Kenntniss der Kräfte vor- auszusetzen. Man könnte desshalb wohl besser sa- gen: die Physik beschäftigt sich mit den Kräften, welche die Körper, als aus Materie bestehend, ausüben, ohne dabei weiter zu untersuchen, ob diese Körper aus gleichartiger Materie bestehen oder nicht; die Chemie hingegen untersucht die Zu- sammensetzung der Körper und die Art und Weise, wie sich verschiedenartige Stoffe zu neuen Körpern vereinigen, so Wie die Veränderungen, welche diese Verbindungen erleiden. Obschon es nur eine Chemie giebt, so gestatten ihre Grundsätze bei den Künsten und Gewerben doch eine unermessliche Anwendung; dieserhalb ist sie denn auch in die reine und in die ang ewan d- te Chemie eingetheilt worden. Die reine Che- mie lehrt die Eigenschaften der Körper kennen, und erklärt die Ursachen, welche ihren Verbindun- gen und Trennungen zum Grunde liegen, ohne zu 1* PPMPPw„w/ P— SS—— 4 berücksichtigen, ob sie zur Befriedigung menschli- cher Bedürfnisse dienen oder benutzt werden kön- nen.— Die angewandte Chemie(die Kennt- niss der reinen Chemie voraussetzend) erklärt da- gegen die Naturerscheinungen, und lehrt, wie die Genussmittel der Menschen zu vermehren und zu vervollkommnen sind.— Nach den Gegenständen, wobei die Chemie ange- wendet wird, hat man ihr verschiedene Namen ge- geben, so z. B. unterscheidet man die Pflanzenche- mie, die Thierchemie, die Steinchemie und die oe cOonOmis che Chemie; die letztere, mit wel- cher wir es hier zu thun haben, beschäftigt sich dagegen mit allen drei Naturgegenständen. Da die reine Chemie nicht nur an Verständlich- keit, sondern auch an Interesse gewinnt, wenn man recht oft ihre practische Beziehung sieht, 80 wollen wir, wenn ven den chemischen Eigenschaf- ten der Körper die Rede seyn wird, auch bei jeder vorkommenden Gelegenheit zn erforschen suchen, in wiefern sie mit der Land- und Forstwirthschaft und überhaupt mit dem gemeinen Leben in Verbindung steht; wir werden uns hierdurch auch am besten überzengen, dass durch Hülfe der Chemie sowohl der Ackerbau, als die Forstwirthschaft noch einer grossen Vervollkommnung fähig sind. Beim Vortrage der Chemie, sey er mündlich oder schriftlich, lässt sich übrigens durchaus keine solche Anordnung der Gegenstände treffen, dass man nicht genöthigt wäre, etwas noch nicht Abge- handeltes als bekannt vorauszusetzen: Anfängern in der Chemie wird natürlich ihr Studium dadurch sehr erschwert; weil sich aber dieser Unbequem- Aalleil ots d meinen rauf l 10n l N Chem Mu. J och l. Auch E Stoke Un elchen u, de auric 5 lichkeit nicht ausweichen lässt, so bleibt selbigen nichts anderes übrig, als sich zuerst einen allge- meinen Ueberblick von der Chemie zu erwerben, darauf ihre Einzelheiten zu studiren und zuletzt de- Ten Zusammenhang Z N. erforschen. Von der Eintheilung der Naturkörper, mit welchen sich die Chemie beschäftigt. Alle Körper unsrer Erde sind Gegenstand der Chemie und werden eingetheilt in: 1) einfache, 2) unz erlegte und 3) zusammengesetzte. Einfache heissen diejenigen, welche bis jetzt noch nicht zerlegt werden konnten. Man nennt sie auch Elemente, Grundstoffe oder schlechtweg Stoffe. Unzerlegte heissen diejenigen Körper, von welchen wir aus Gründen die Vermuthung aufstel- len, dass sie aus Substanzen bestehen, die uns noch gänzlich unbekannt sind. Zusammengesetzte nennen wir endlich die- jenigen, welche sich in einfachere Bestandtheile zer- legen lassen. Vor Zeiten nahm man an, dass alle Naturkör- per aus vier Elementen oder Grundstoffen beste- hen, nämlich aus Erde, Wasser, Feuer und Luft; jetzt aber wissen wir, dass alle diese Rör- per Zusammensetzungen verschiedener Stoffe sind. — ————„—-ͤ— * 6 EKalkerde ist z. B. ein zusammengesetzter Körper, weil sie sich in ein Metall und in eine luftförmige Substanz, in Sauerstoff, zerlegen lässt. Dieses Me- tall und der Sauerstoff sind dagegen einfache Kör- per, weil sie bis jetzt nicht weiter zerlegt werden konnten, und wir auch keine Ursache haben, meh- rere Grundstoffe in ihnen zu vermuthen. Zu den einfachen Stoffen gehören auch diejeni- gen Materien, von welchen die Erscheinungen der Wärme, des Lichtes, der Electricität und des Mag- g sind.— Sie heissen Impon de- netismus abhängig rabilien, weil sie kein Gewicht haben; auch nennt man sie Incoërecibilien, weil sie sich nicht in Gefässe sperren lassen; oder strahlende Potenzen, weil sie ihr Daseyn durch Ausstrahlung zu erken- nen geben.— Wir können die Imponderabi- lien nicht unberücksichtigt lassen, theils weil sie einen grossen Einfluss auf das chemische Verhalten der wägbaren Körper ausüben, theils weil sie eine bedeutende Rolle beim Pflanzen- und Thierleben spielen. Electricität, Wärme, Licht und Magnetis- mus haben übrigens s0 Vieles mit einander gemein, dass man wohl vermuthen könnte, eine oder die an- dere dieser Materien sey aus den übrigen zusam- mengesetzt; vielleicht bestehen sie aber auch aus gemeinschaftlichen, uns noch gänzlich unbekannten einfachen Grundstoffen.— Von manchen Naturfor- schern werden sie indessen, weil ihnen alles Mate- rielle fehlt, nur als Modisficationen, oder als beson- dere Eigenschaften der Wwägbaren Körper betrachtet. —— ———— 77. 3 22 ——— g——— ä ä örper, mige 8 Me. e Kör- verden meh- iejeni- n der Mag- nde- auch nicht zen, ken- rabi- eil sie Halten e eine rleben netis- mein, ie an- usam- h aus unten urfor- Mate- beson- aoltet. Von der Anziehung der Körper. Die Erfahrung hat gelehrt, dass zwar unter allen Körpern eine wechselseitige Anziehung Statt findet, allein sie hat auch gezeigt, dass die Grade der Anziehung, so Wie ihre Wirkungen, sehr ver- schieden sind.— Die Anziehung unter den Himmelskörpern nennt man Gravitation; diejenige Anziehung, wodurch jeder Himmelskörper seine eignen Theile an sich bindet, wird dagegen Schwere genannt.— Zie- hen sich Körper nur unter gewissen Umständen oder bei einer gewissen Behandlung, z. B. nachdem sie gerieben sind, an, 80 nennt man dieses die mag- netis che oder electris che Anziehung.— Diejenige Anziehung der Körper, bei welcher Jeder die Entfernung ihrer Kleinsten Theile, noch diese Theilchen selbst wahrgenommen werden kön- nen, heisst dagegen Verwandtschaft.— Die Verwandtschaft selbst zerfällt wieder in zwei Unter- abtheilungen, man unterscheidet nämlich 1) die homogene und 2) die heterogene Verwandt- schaft.— Unter homogenen, gleichartigen, oder speci- fisch gleichartigen Körpern versteht man sol- che, die wohl im Aeussern, keinesweges aber in ih- rer innern Natur verschieden sind, und die desshalb durch eine Trennung nichts Weiter als ihre Form verlieren.— Die Theilchen, Woraus man sich ei- nen homogenen Körper gebildet denkt, nennt man Massentheile.— Unter heterogenen oder specifisch ver- 3 schiedenartigen Körpern begreift man dage- e e gen diejenigen, welche nicht nur in Ausdehnung amen f und Grösse von einander verschieden sind, sondern ua, 0 sich auch in ihrer Natur unterscheiden.— bl Die homogene Verwandtschaft denkt man iu it sich als Ursache, warum die gleichartigen Theile er 0 der Körper vereinigt bleiben und Massen von be- nah K merkbarer Grösse bilden. Man nennt sie gewöhn- ib der lich Cohäs ion, sobald man sie sich in den klein- Fkuuagesetl sten Theilen der Masse wirksam denkt; hingegen audkbeil Adhäsion, sobald sie sich auch auf die Oberflä- ez wie chen grösserer Körper ausdehnt.— bee Die heterogene Verwandtschaft betrach- ler pie tet man als die Ursache, warum die verschieden- a artigen Theilchen eines Körpers zusammengehalten nu 0 werden und sich mit einander Zu grösseren Massen Asam vereinigen. Oft erstreckt sich diese Verwandtschaft lle d bloss auf die Oberfläche der Körper, oft aber ver- lleile, bindet sie selbst die kleinsten Theile der heteroge- unlen, nen Körper so innig, dass nicht der mindeste Un- ihre Il terschied hinsichtlich des Mischungsverhältnisses ih- l ge, rer Bestandtheile Statt findet. Die auf solche Art cat gebildeten Massentheile Werden durch die Cohä- Uer. sionskraft dann wieder zu grösseren Massen eines dubgta, scheinbar gleichartigen Körpers zusammengehalten. en nul — Die Verwandtschaft, welche solche Verbindun- Vaud Sen erzeugt, heisst die chemische Verwandt Fa schaft, und die 80 vereinigten heterogenen Theile Tönt eines Körpers nennt man die chemischen Be- i standtheile. Die Verbindung selbst wird aber 11s N eine chemische genannt. 1 5 erden! ——————— Ver. dage. hnunv 0 ndern t man Theile 1 be- röhn- lein zegen erflä- Fach- den- alten sasten chaft ver- oge- Un- ih- Art ohä- ines ten. lun- dt- heile Be- aber 9 Chemisch verbundene Körper lassen sich nicht auf mechanische Weise wieder trennen, sondern können nur durch Körper, denen Kräfte einwoh- nen, die nach andern Gesetzen wirken, durch so- genannte chemische Mittel, zerlegt werden. Wie also die heterogene Verwandtschaft ungleichartige Körper zu gleichartig scheinenden Körpern verei- nigt, so ist sie auch vermögend, in Vereinigung mit der homogenen Verwandtschaft chemisch zusam- mengesetzte Rörper wieder in ungleichartige Be- standtheile zu zerlegen. Vornämlich wird aber die- ses, Wie wir weiterhin sehen werden, durch den grösseren oder geringeren Gegensatz der Körper, oder wie man es nennt, durch ihr electro- chemisches Verhältniss bedingt. Sobald die Körper, welche man durch die chemische Verwandtschaft erhält, Lusammengesetzte Bestandtheile enthalten, nennt man diese die näheren Bestandtheile; wogegen die Theile, welche noch nicht weiter zerlegt werden konnten, ihre entfernten Bestandtheile oder ihre Elemente heissen. Wenn sich z. B. in ei- nem gewissen Verhältnisse Eisen, Schwefel und Sau- erstoff— drei specisisch von einander verschiedene Körper— chemisch vereinigen, 80 entsteht eine Substanz, die eben so sehr vom Schwefel, als vom Eisen und Sauerstoff verschieden ist. Die näheren Bestandtheile dieses Körpers sind Schwefelsäure und Eisenoxyd, dahingegen die entfernteren Schwefel, Eisen und Sauerstoff sind. Man nimmt jetzt allgemein an, dass alle Stoffe aus kleinen Theilchen bestehen, dass diese Theil- chen weder ausgedehnt noch zusammengedrückt werden können, und dass sie sowohl eine bestimmte — ô—. ̃¾⁵U! ̃ꝗĩ DV ͤ m.. ²˙*.—...*— 1 *—.— P r 10 Form als auch ein bestimmtes Gewicht haben. Die- bb se kleinsten Theile nennt man Atome. Verbinden fen; 55 sich die Atome eines Stoffes, so nimmt man an, dass Ureiche sie in der Verbindung keine wirkliche Veränderung ach dul. erleiden, sondern dass sie sich nur neben einander e lagern; ferner glaubt man, dass die Verbindungen 1 1 N Atome nur desshalb abweichende n, Eigenschaften hätten, weil die Atome darin verschie- 0 kl! denartig gruppirt seyen; hebe man daher eine Ver- aer) N bindung auf, 80 erlangten die frei wer denden Ato- Wunene me auch wieder ihre ed Eigenschaften. dlbelbere Sobald ein fester Körper durch Wärme flüssig abu ber wird, treten dessen Atome durch die hinzukommende 10 gesch Wärme aus einander, indem sich um jedes Atom eine 1 Atmosphäre von Wärmestoff ansammelt; hierdurch Wüche werden die Atome dann verschiebbar 9185 flüssig. 005 Im dunstförmigen Wasser müssen Z. B. die Wasser- 155 200 atome eine grössere Wärmeatmosphäre um sich an- Leut gesammelt haben, als im flüssigen Wasser. 1 05 un aus delt * Uiclt m 5 alt so Von der Verwandtschaft der Körper ins- 1 besondere. allen, nickt erl I. Die Zusammenhangsverwandtschaft l (Cohäsion oder homogene Verwandtschaft). din Lign Die Stärke, mit welcher die Massentheile der* Körper zusammengehalten werden, oder die Festig- 13 keit und der Zusammenhang der Körper, wird durch leere den Grad der Cohäsion bedingt. Den Maassstab für keln 82——— 5——— Die. binden „ dass derung nander lungen hende schie- Ver- 1 Alo- ten. flüssig mende n eine durch lässig, Vasser- ch an- 11 den Grad des Zusammenhanges finden wir im Bre— chen, Drücken, Schneiden, Feilen, Reissen u. m. dergleichen. Als Regel können wir annehmen, dass sich die Cohäsion der Körper im Allgemeinen in dem- selben Grade verringert, wie ihre Temperatur Zu- nimmt. Eine erwärmte Flüssigkeit giebt Zz. B. kleinere Tropfen, als eine kalte, und warmes Wasser läuft aus einer kleinen Oeffnung schneller ab, als kaltes Wasser, weil die Cohäsionskraft durch die hinzuge- kommene Wärme verringert ist; doch rührt, das schnellere Auslaufen des erwärmten Wassers auch davon her, dass die Adhäsionskraft durch die Wär- me geschwächt worden ist. Die Cohäsionskraft(auch Cohärenz genannt), welche die Körper zusammenhält, hat sehr verschie- dene Grade; ein gewöhnlicher Bindfaden z. B. trägt bis zum Zerreissen nur einige Pfunde, statt dass ein Eisendraht, von der Dicke jenes Fadens, mehrere tau- send Pfund trägt, ehe er zerreisst. Stricke halten um so besser, je dünner die einzelnen Fäden sind, aus denen man sie verfertigt hat; sie dürfen jedoch nicht zu stark zusammengedreht seyn, weil sie dann nicht so dauerhaft und stark sind. Werden sie mit Theer bestrichen, so zerreissen sie leichter, als un- getheert, wovon man den eigentlichen Grund noch nicht erklärt hat. Obwohl die betheerten Stricke kein so grosses Gewicht tragen, so gewährt dieses doch den Vortheil, dass sie in der Nässe dann we— niger leicht stocken. Dasjenige, was durch die Vereinigung einzelner homogener Körper zu einem Ganzen entsteht, wird Aggregat genannt. Der Aggregatzustand, oder die Form der Körper, hängt von dem Grade und der 6ÿIʒI n . 12 Art der Cohäsion ab. Wir kennen feste und flüs- sige Körper. Unter den letzteren giebt es solche, die sperrbar, und solche, die nicht sperrbar sind; d. h. sie können entweder in Gefässe einge- schlossen und darin festgehalten werden, oder sie entziehen sich diesen, wie wir vorhin bei den Im- ponderabilien gesehen haben. Die flüssigen Kör- per sind entweder tropfbar- flüssig oder ela- stisch- flüssig; die letzteren heissen Gase. Un- ter den festen Körpern giebt es harte, spröde und zähe; den Uebergang der festen Körper zu den llüssigen bilden die weichen; sobald diese letztern die ihnen ertheilte Form behalten, nennt man sie plastisch oder bildsam. Viele Körper sind auch elastisch, d. h. sie be- sitzen die Eigenschaft, nach dem Zusammendrücken mehr oder weniger ihren vorigen Raum wieder ein- zunehmen, oder ihre Form wieder zu erhalten, so- bald die Gewalt, welche ihre Theile verschoben hat, hinweg geräumt worden ist. Diese Elasticität, auch Federkraft genannt, ist entweder attractiv(Gum- mi Elasticum) oder e xpansiv(Stahlfedern). Im Grunde genommen ist dies aber kein wesentlicher Unterschied, indem es nur darauf ankommt, in welcher Richtung wir die Kraft anbringen, denn drückt man Gummi zusammen, so ist es auch expan- siv- elastisch. Bei den Metallen bemerkt man auch Dehnbar- keit, und diese zerfällt wieder in Hämmerbar- keit(Malleabilität) und Streckbarkeit(Duetilität). Luftarten oder elastisch- flüssige Körper(Gase), die sich durch gewöhnlichen Druck oder Kälte nicht in Hlüssigkeiten verwandeln lassen, nennt man dau- —————— 3— r nd der base Aöbählen flüssig. ale ficke Teuperal Jeb O ilre fab bel iu Slut lt dure lurch gr feilen ver auch die der nch Jerko Di ibn I Lesslalb, erden. die dai lie serdle malik Wenn liedenen walt per ai al Wbt dun Heilig, leiten al bund, agkeicht t ca klüs. solche, rrbar einge. ler sie en Im. u Kr. ea Un- rde zu den tztern in sie ie be- ücken r ein- „ so- hat, auch Gum- Im cher n denn pan- b ar- bar- 10 8e) icht au- 13 ernd(permanent) elastische Flüssigkeiten oder Gase, wogegen diejenigen Gase, welche beim Abkühlen oder Zusammendrücken leicht starr oder flüssig werden, Dämpfe heissen. Alle Körper, wel- che flüchtig sind, bilden selbst bei den niedrigsten Temperaturen noch Dämpfe.— Die Grenzen, bis zu welchen die Luftarten oder Gase ihre Elasticität behalten, sind uns noch gänz- lich unbekannt; da man jedoch manche von ihnen, die sonst für permanent- elastisch gehalten wurden, jetzt durch den Druck mehrerer Atmosphären und durch grössere oder geringere Kältegrade zu Flüssig- keiten verdichtet hat, so ist zu vermuthen, dass man auch die Mittel entdecken werde, alle übrigen bis- her noch permanenten Gasarten zu Flüssigkeiten zu verdichten. Die Gase haben das fortwährende Bestreben, ihren Raum nach allen Richtungen zu erweitern, desshalb können sie nur in Gefässen fest gehalten werden. Würde die atmosphärische Luft nicht durch die Anziehungskraft der Erde fest gehalten und um sie verdichtet, so müsste sie nothwendig durch ihre Expansivkraft gänzlich verschwinden. Wenn mehrere Dämpfe oder Gasarten, von ver- schiedenem specifischen Gewichte, in ein Gefäss ge- bracht werden, so dehnt sich jede im ganzen Raum so aus, als seyen die übrigen gar nicht vorhanden, wobei dann die Spannung und Dichtigkeit des Gas- gemenges der Summa der Spannungen und Dichtig- keiten aller einzelnen Gase gleich ist. Dies ist der Grund, wesshalb wir auch stets in der Atmosphäre ein gleichförmiges Gemenge der Gasarten linden. Man erklärt das gleichförmige Verbreiten der Luft- und ———-:ꝛĩ·—:,.ęB———-——ᷣꝶ—— 2————— ———. 14 der Dampfarten unter sich, entweder aus ihrer gros- i 5 sen Adhäsion gegen einander, oder man hält es für fade 10 eine Eigenschaft der Gase, dass ihre Theilchen(Ato- Dieses 0 me) nur für sich Elasticität besitzen, und daher auf Fecht die Atome anderer Gase oder Dämpfe gar nicht wir- Cath ken. hen g Der Grad der expansiven Elasticität, oder die n db Spannung(auch Tension genannt) der Luftarten und Tbäl fi Dämpfe wird aus der Höhe der von ihnen gehobe- gaga nen Quecksilbersäule erkannt; so z. B. wird die De! Spannung der atmosphärischen Luft durch das Ba- aht, rometer gemessen; und wenn man sagt: Wasser- ive adsl dämpfe haben bei + 80 R. eine Elasticität von 28,5 Llcses U Quecksilberzoll, so heisst dieses, die Wände eines 00 Cl ganz geschlossenen Gefässes, worin Wasser bis auf e + 80% R. erhitzt wird, haben von den sich dabei nimmt entwickelnden Wasserdämpfen einen Druck auszu- ger! halten, der dem gleich kommt, als wenn sie überall er l. von einer 28,5 Zoll hohen Lage von Quecksilber in ute gedrückt würden, woraus sich dann der Druck, 10 0 den die Wände erleiden, leicht auf Pfunde reduci— 10 ren lässt; hätten die Wände z. B. eine Fläche von 10 f 100 U Zoll, so würden sie einen Druck von 1262 ale 6 Pfund auszuhalten haben. geringe Man hat durch Versuche ausgemittelt, dass nicht la nur die Spannung, sondern auch die Dichtigkeit der 1 atmosphärischen Luft im graden Verhältnisse mit ute dem auszuhaltenden Drucke wächst. Wenn also 20 Ml Cubikzoll Luft unter einem Drucke von 28 Zoll 11 Quecksilberhöhe eine Dichtigkeit besitzt, welche f 5 1 ist, so hat sie unter einem Drucke von 56 Zoll 4 Quecksilber eine Dichtigkeit= 2, und nimmt dabei 11 50 9 1 nur einen Raum von 10 Cubikzoll ein, wobei sie lit hel l ——* 8———— gros. es für n(Ato- der auf it wir. er die n und chobe- d die s Ba- asser- 1 2890 eines is auf dabei auszu- berall silber ruck, „duci- e von 1262 nicht t der mit 80 20 ö Zoll velcle Zoll dabei ei sie 15 zugleich eine doppelte Spannkraft äussert, weil sie einem doppelten Drucke das Gleichgewicht hält. Dieses Gesetz wurde zuerst von Mariotte ent- deckt. Ehemals glaubte man, dass es sich auf alle Gasarten anwenden liesse, allein neuere Versuche haben gezeigt, dass die verschiedenen Gase sich hierin abweichend verhalten; das Wasserstoffgas verhält sich z. B. hierbei etwas anders, als Sauer- stoffgas. Die Elasticität der Luftarten ist, wie ihr Ge- Wicht, specifisch oder absolut. Wenn man jhre absolute Elasticität schätzen will, 80 geschieht dieses nur nach der Länge der von ihnen getrage- nen Quecksilbersäule, wobei man gar keine Rück- sicht auf die Dichtigkeit des e555 en Körpers nimmt. Ihre specifische Elasticität geht dagegen aus der Vergleichung ihrer absoluten Elasticität mit ih- rer Dichtigkeit hervor und steht mit der letzteren im umgekehrten Verhältnisse. Da z. B. Wasserstoff- gas und Sauerstoffgas bei einerlei Temperatur eine gleich hohe Quecksilbersäule tragen, folglich die- 8150 absolute Elasticität zeigen, obwohl das speci- lische Gewicht des Wasserstoffgases funfzehn Mal geringer, als das des Sauerstoffgases ist, und das Wasserstoffgas bei einerlei specifischem Gewichte eine funfzehn Mal so hohe Quecksilbersäule heben würde, als das Sauerstoffgas, so ist die specifische Elasticität des Wasserstoffgases auch funfzehn Mal grösser, als die des Sauerstoffgases. Die Luftarten dringen, wegen ihrer Flüssigkeit und Elasticität, sey ihnen auch nur der geringste Jugang gestattet, in jeden leeren Raum, Aceh fin- det bei den Ferst denen Gasarten bei einerlei Span- ———— PF .—.—— 3— 2 16 nung in der Geschwindigkeit, womit sie dieses thun, ae ein Unterschied Statt, sobald nämlich die Oesfnung d Höbe, nur sehr klein ist, was anzudeuten, scheint, dass fen bel ihre Atome auch eine verschiedene Grösse 1 wickelon Wenn man sich einen völlig luftleeren Raum Weiler! verschaffen will, so muss man eine, an einem Ende Cann zugeschmolzene, über 28 Zoll lange Glasröhre mit tt fel erhitztem Quecksilber füllen, und diese dann in ein en mit diesem Metall gefülltes Gefäss umdrehen; da- deenigen durch entsteht oben in der Röhre dann die soge- alle nen nannte Torricellische Leere. Durch die Luft- len sie pumpe lässt sich dagegen niemals ein völlig luft- Tastand leerer Raum hery 5— ie He Um eine Luftart zu verdichten, bedient man degümmt sich der Compressionspumpe. Da 88 die Span- per, nung der Luft mit dem Grade der Compression zu- 1 nimmt, so bringt sie zuletzt ausserordentliche Wir- Arpöt kungen hervor(Windbüchse). 0 40 Um Luftarten, die man der Untersuchung unter- le, s werfen will, aufzufangen, und einige Zeit gegen 8 00 die Vermischung mit der atmosphärischen Luft au It 35 verwahren, bedient man sich gewisser Vorrichtun— Lat gen. Man füllt nämlich ein Gefäss, worin man die Kan Luft auffangen und untersuchen will, mit Wasser, le fl mit einer Salzlösung oder mit A kehrt es fl age in einer Wanne(pneumatische. die mit dull derselben Flüssigkeit, als das Gefäss, gefüllt ist, M di um, 0 dass die Mündung nach unten steht, und 195 leitet bierauf die G desjenigen Gefisses, aus Maud welchem sich die Luft entwickeln soll, unter die Aren. lündung des mit Wasser, Salzlösung oder Queck- M1. silber gefüllten Gefässes; Was natürlich immer un- 10 elt ter der Flüssigkeit geschehen muss. Die sich ent- erb ———————— m————— 1— 2 thun, kuuno 0 dass n. Raum Ende mit ein da- ge- ft. uft- 17 wickelnde Luft steigt, als der leichtere Körper, in die Höhe, und verdrängt dann die Flüssigkeit aus dem Gefässe, in demselben Grade, als ihre Ent- wickelung schnell oder langsam von Statten geht. Weiter unten, wenn vom Sauerstoffe und andern Gasarten die Rede seyn wird, werden wir hierauf noch mehrere Mal zurückkommen müssen. Von der Cohäsionskraft der Körper hängen auch diejenigen regelmässigen Formen ab, die Wir Kry- stalle nennen. Wenn Körper krystallisiren, so ge- hen sie allmählig aus dem flüssigen in den festen Zustand über, und, was höchst merkwürdig ist, ihre kleinsten Theile vereinigen sich hierbei nach bestimmten Gesetzen, zu regelmässig gebildeten Kör- pern. Zu den Hauptbedingungen, unter welchen die Krystallisation der Körper erfolgt, gehört, dass sie sich im flüssigen Zustande befinden, damit die Ato- me, welche sich zu Krystallen vereinigen sollen, ungehindert der Cohäsionskraft folgen können. Man löst zu dem Ende den Körper, welcher sich zu Krystallen vereinigen(anschiessen) soll, entweder in einer Flüssigkeit auf, oder man macht ihn durch Hitze flüssig. In dem Falle, da ein Auflösungsmit- tel angewendet worden ist, muss dieses durch ein allmähliges Verdampfen wieder entfernt werden; hat man dagegen Wärme zum Flüssigwerden des Kör- pers benutzt, so lässt man ihn langsam erkalten. Manche Körper lassen sich auch dadurch krystalli- siren, dass man einen andern hinzusetzt, welcher ihnen das Auflösungsmittel(Was gewöhnlich Wasser ist) entzieht; besonders eignet sich hierzu der Weingeist. Andere Körper krystallisiren dadurch, . 18 dass man sie durch Hitze in Dampf verwandelt, wo- 5 bei sich dann die Dämpfe an kältere Körper abset- eien M zen und Krystalle bilden; dies heisst sublimiren; lch 1 s0 Zz. B. sublimirt Salmiak, Benzoesäure ete.— de ll Krystallähnliche Körper sind Tuff, Sinter, Sta- iat cc. lactiten, Spathe und Incrustationen, denn i, K sie haben nur krystallinische Textur. Diese Körper Niger! bilden sich, sobald Wasser in Suspension oder auch 27 50 in Lösung gehaltene Substanzen theilweise absetzt. een d Die Krystalle erzeugen sich in den Flüssigkeiten Muordan zuerst, theils an der Oberfläche, theils an den Wän- r, de den des Gefässes, besonders aber gern an zufällig fich aus in die Flüssigkeiten hinein gekommenen fremden Kör- lch, pern; wesshalb man auch in eine Kandiszuckerlö- Wald sung Fäden hängt, um sie schneller zum Krystalli- me siren zu bringen. Sind dagegen die Wände des Ge- beril fässes mit Fett überzogen, so erfolgt darin die Kry- 1 stallisation entweder sehr schwierig oder gar nicht. Nan N. Salze, welche in gläsernen Gefässen in Wasser ge- elle löst sind, krystallisiren— wahrscheinlich wegen erddas der glatteren Oberfläche des Glases— nicht so gut, bt aber als wenn man sie in porcellanenen Gefässen aufge- enge lösk hat. Eben so hat man bemerkt, dass die Kry- ile H stallisation bei einigen Körpern oft vom Lichte und liste der Electricität befördert, bei anderen dagegen ver- mlelrt, hindert wird. il dn Manche Körper zeigen beim Krystallisiren merk- g bü würdige Anomalien, so Z. B. hat das schwefelsaure 10 Natron die Eigenschaft, nicht zu Krystallen anzu-. J. U schiessen, sobald die Luft abgehalten wird; dies ttalle schreiben Einige dem dadurch gehinderten Entwei— NIaLd8h chen des Wärmestoffs zu, Was aber ohne Grund Uros — 8b. lich — —— 8———— t, Wo. abset liren; Alb Sta. „ denn Körper r auch etzt. keiten Wän. ufillig Kör- kerlö- stalli- es Ge- Kry- niclit. r ge- yegen gut, ufge· Kry- und ver- nerk- saure aniu- lies ei- rund 19 Obwohl die Regel ist, dass sich aus den Flüssig- keiten nur bei Ruhe Krystalle bilden, so giebt es doch auch Körper, die nur Krystalle liefern, wenn geschüt- telt oder langsam bewegt wird. Es ist wahrschein- die Flüssigkeit, worin sie aufgelöst sind, lich, dass durch die Erschütterung die Atome der Körper in die zu ihrer Krystallisation erforderliche Lage gebracht werden; denn die kleinsten Theile treten offenbar bei der Krystallisation in eine neue Anordnung zusammen; dies geht z. B. daraus her- vor, dass Wasser, wenn es zu Eis Krystallisirt, sich ausdehnt.— Manche Körper krystallisiren end- lich, wie durch einen Zauberschlag, augenblicklich, sobald man die Flüssigkeit, Worin sie gelöst sind, mit einem festen Körper, z. B. mit einem Glasstabe, berührt. Die grössten und regelmässigsten Krystalle erhält man mehrentheils dadurch, dass man die Flüssigkeit, welche die Körper in Lösung hält, sehr langsam verdunstet und der Ruhe überlässt. Völlige Ruhe ist aber der Krystallisation hinderlich, Wenigstens verzögert sie dieselbe ausnehmend. Sehr grosse Kry- stalle kann man bekommen; wenn man die in einer Flüssigkeit sich bildenden Krystalle von Zeit zu Zeit umkehrt, oder die Flüssigkeit zuweilen abgiesst, einen Theil davon verdunstet, und die abgekühlte concen- trirte Flüssigkeit wieder über die Krystalle schüttet. Ist das Auflösungsmittel sehr flüchtiger Natur, 2. B. Aether, so kann man das Anschiessen der Kry- stalle beinahe sehen; auch wenn man concentrirte Salzlösungen, z. B. eine Salmiaklösung unter ein Mikroskop bringt, lässt sich die Krystallbildung sehr deutlich wahrnehmen.— 2* . 20 Thut man in eine erwärmte, aus 3 Theilen Glau- bersalz, 2 Theilen Salpeter und 5 Theilen Wasser be- stehende Auflösung einen Salpeterkrystall, so schiesst beim Erkalten der Flüssigkeit blos Salpeter an, thut man aber statt des Salpeterkrystalles einen Glaubersalz- Krystall hinzu, so schiessen nur Glaubersalskrystalle an; ähnlich verhält es sich bei andern Körpern. Dies beruhet auf der Anziehung schon gebildeter Krystalle gegen aufgelöste, gleichartige Materien.— Wasser, welches gewöhnlich bei O' R. zu Krystallen anschiesst, kann in dünnen Glasgefässen bei vollkommener Ruhe bis zu 10% R. erkaltet werden, ohne dass es zu Eis erstarret; schüttelt man es aber, oder thut man ein Stück Eis hinein, so krystallisirt es augenblicklich. Ist Wasser in einem dicken, gut verschlossenen Gefässe bis auf 4— 57 R. erkaltet, und befindet sich in dem Gefässe auch et- was Luft und Phosphordampf, so bleibt das Wasser 80 lange flüssig, bis man den Stöpsel abzieht, erstar- ret dann aber auch in einem Augenblicke. Am be- sten eignet sich zu diesem Experimente ein Glas mit eingeriebenem Stöpsel, in welchem man Phosphor unter Wasser aufbewahrt. Bei dieser und ähnlichen Erscheinungen können wir annehmen, dass, bevor die Krystallisation erfolgen kann, ersb auf mechani- schem Wege die Cohäsion der Körpertheilchen an- geregt werden muss, und dass da, wo sie nicht in verschlossenem Raume vor sich geht, dies vom ver- minderten Luftdrucke herrühren mag. In dem vor- hin angegebenen Falle ist der Luftdruck dadurch ver- ringert worden, dass der Phosphor das Sauerstoffgas der eingeschlossenen Luft absorbirte. * —% N—— .. Glau- r be. hiesst. thut Salz. stalle pern. deter Zu issen altet ttelt „ 80 nem N et- ser tar- be- mit hor hen vor mi- an- in ver- vor- yer⸗ 8 21 Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass die Form, in welcher die Körper krystallisiren, von mehreren Ursachen abhängig ist, 80 2. B. krystalli- sirt Kochsalz, in Wasser gelöst, in Würfeln, in Harn gelöst aber in Octasdern; Salmiak im Harn in Würfeln, im Wasser dagegen in Octasdern.— Den grössten Einfluss hat auf die Form der Krystalle eines und desselben Körpers der Grad der Wärme, bei welcher das Lösungsmittel(das Wasser) verdunstet. Oft enthalten die sich hierbei bildenden Krystalle ver- schiedene Mengen Krystallwasser; zuweilen aber be- sitzen Krystalle von einerlei Bestandtheilen auch die- selbe Menge Wasseratome und weichen dennoch in ihrer Form ab. Wird mithin Wasser vom Krystall chemisch gebunden oder fest gemacht, 50 geschieht dieses, je nachdem die äussern Umstände darauf ein- Wirken, in verschiedenen Verhältnissen.— Verschiedene Körper haben die Eigenschaft, Kry- stalle von einerlei Form zu bilden, solche heissen isomorph, 60 2. B. sind Alaunerde und Eisenoxy- dul isomorph. Wenn Körper, die in Wasser gelöst sind, der Krystallisation unterworfen werden, so wird das Wasser oft auch nur mechanisch von den Krystal- len eingeschlossen. Ist es chemisch mit den übrigen Körpern verbunden, 80 heisst es Krystallisations- Wasser, oder Krystalleis; ist es dagegen nur me- chanisch eingeschlossen, so nennt man es Zerkni- sterungs wasser, indem es beim Erhitzen der Krystalle, durch seine Verwandlung in Wasserdäm- pfe, ein Zer knistern ODecrepitiren) veran- lasst.— Krystalle, welche viel chemisch gebunde- nes Wasser enthalten, zerfliessen wie Eis, sobald sie —. ͤ. .—— 22 iert erhitzt werden; sie gehen in den sogenannten Was- 1 00 serfluss oder wässerigen Fluss über. 90 1 Mehrere Körper haben die Eigenschaft, beim 10 c Krystallisiren zu effloresciren(auszu wachsen), a d. h. sie steigen oberhalb der Flüssigkeit an den 1 1 Wänden des Gefässes hinan, wodurch die Flüssigkeit 1 dann oft über den Rand des Gefässes abfliesst; dies 9 5 rührt von der Haarröhrchenkraft her, worüber wei- J 155 ter unten das Nähere angegeben werden wird.— 1 8 Verlieren Krystalle in trockner Luft ihr Krystall- N 0 Wasser, so zerfallen sie; man sagt dann: sie ver- 111 wittern(fatisciren). Ziehen dagegen Krystal- nüt le, die kein Krystallwasser enthalten, so viel Feuch- dau tigkeit aus der Luft an, dass sie flüssig werden, 80 6 sagt man: sie zerfliessen oder deliquesciren. Die 1 Art und Weise, wie sich das Wasser mit vielen Kör- pern als Krystallisationswasser vereinigt, ist, wie 6 man hieraus sieht, sehr verschieden von derjenigen, 15 bei welcher sich feste Körper in Wasser auflö- 1 sen; das Letztere geschieht nämlich nur mechanisch, 0 und zwar so, dass die Atome des festen Körpers 05 durch die Atome des Wassers gleichweit von einan- 1 5 der entfernt werden. Das Wasser ist 2 Far das Auf 1 90 lösungsmittel für die mehrsten Körper, doch lösen 10 b sich auch viele in Aether„Weingeist, Säuren, 1 en ätherischen und fetten Oelen, geschmolzenem Schwe- 1 ö fel, geschmolzenen Metallen u. s. W. auf. 0 Kann ein Lösungsmittel bei einer gewissen Tem- 0 peratur von irgend einem Körper nichts mehr auf. N lösen, so sagt man, es ist damit gesättigt. Eine Sacle Flüssigkeit, die schon mit einem Körper gesättigt ist, 1 kann, was sehr merkwürdig ist, aber dessen unge- bein! achtet oft noch sehr viel von einem zweiten, drit- de — Was. beim ichsen), an den sigkeit dies r wei- vstall- ver- Ystal- euch- „ 80 Die Kör- wie gen, flö- 23 ten, vierten und fünften Körper aufnehmen; zuwei— len erhält auch das Lösungsmittel das Vermögen, noch mehr von einem Körper, mit welchem es Zu- vor schon gesättigt War, aufzunehmen, wenn es erst noch einen andern Körper aufgelöst hat.— Dass meh- rere mit einander gemengte Salze sich in grösserer Menge im Wasser auflösen, als ein jedes dieser Sal- ze für sich, rührt oft davon her, dass sie sich in der Lösung wechselseitig zersetzen, und dadurch Salze entstehen, die leichter löslich sind; als die an- gewendeten Salze; thut man z. B. Gyps und Koch- salz in Wasser, so entstehen daraus zwei sehr leicht lösliche Körper, nämlich schwefelsaures Natron und Chlorcalcium. Die Zersetzung ist folglich die Ur- sache, dass das Wasser nun mehr Gyps als gewöhn- lich auflöst.— Weil die Körper mit wenigen Ausnahmen von warmem Wasser in grösserer Menge aufgelöst wer- den, als von kaltem, so schiessen sie in demselben Grade zu Krystallen an, als das Auflösungsmittel kälter wird. Lässt man endlich das Wasser zu Eis erstarren, so werden die aufgelösten Körper fast gänzlich ausgeschieden. Hierauf gründet sich die bekannte Methode, Essig durchs Gefrierenlassen zu concentriren. Auch ist dies die Ursache, wess- halb das Eis des Meerwassers, obgleich dieses sehr viele Salze in Lösung enthält, oft ein ziemlich rei- nes Wasser beim Aufthauen liefert; dasselbe sehen Wir bei unreinem Quell- und Flusswasser; die Ur- sache hiervon scheint zu seyn, dass die Atome der fremden Körper durch die Wasseratome, welche beim Erstarren zu Eis näher zusammentreten(indem die Wärmeatome entweichen) verdrängt werden, oder —— ——.—. 0 n ———— 24 vielleicht auch, weil den Atomen die Kraft einwohnt, ice unter diesen Umständen nur gleichartige Atome an- dane zuziehn, um sich zu homogenen Körpern abzuson- enn dern. Das Eis nimmt zwar einen grössern Raum 15 0 ein, als Wasser, dies rührt aber von der Anord- 1 nung der Eiskrystalle her. n Körper, die im kalten und warmen Wasser fler gleich auflöslich sind, wohin z. B. Kochsalz und da del Gyps gehören, krystallisiren nicht durch Abkühlung Abs der Flüssigkeit, sondern nur durch deren Verdun. ssame, stung. lulh Sobald man eine Flüssigkeit, Worin mehrere kry- 0 stallisationsfähige Körper gelöst sind, verdunsten chen, lässt, krystallisiren einige von diesen früher als an- Schalte dere. Der Grund hiervon ist, dass die verwandten Duane Körpertheilchen sich Zusammenziehen, sobald sie dard nicht mehr die zu ihrer Lösung erforderliche Men- Malk ge Flüssigkeit finden. Da nun viele Körper hierbei dr unter verschiedenen Formen Krystallisiren, so benutzt V. 6 man zuweilen die Krystallisation, um die verschie- ili denartigen in Lösung befindlichen Körper von einan- liese der zu trennen, wobei dann die Gestalt der erhalte- feln he nen Krystalle, als Merkmale zur Unterscheidung der art in in der Flüssigkeit befindlich gewesenen verschieden- Da artigen Körper dient; hierbei ist indessen zu be- Maha. rücksichtigen, dass, wie vorhin schon bemerkt wur- berg de, mehrere Körper, obwohl sie in ihrer chemi- 15 f schen Zusammensetzung gänzlich von einander ver- each schieden sind, dennoch dieselbe Krystallform haben, für und dass wiederum einerlei Materie oft in vielerlei ur J. Formen krystallisirt, die indessen sümmtlich auf eine on Grundform zurückgeführt werden können. Es giebt hun, unter den Krystallen Säulen von 4, 5 und 6 Seiten, le ——ůů——ůů— —ĩ— P— vohnt, ne an. Zuson. Raum Anord. Vasser und hlung dun- Ery- usten s an- aden d sie Men- erhei iutzt chie- inan- alte- der den- he- vur- mi- ver- ben, erlei eine jebt ten, 25 Prismen, Rhomben, Dodecaëder, Cuben, Tetraäôder, Octaëder u. s. W. Manche Krystalle häufen sich, während sie krystallisiren, sonderbar zusammen, 80 2. B. die Würfel des Kochsalzes treppenförmig. Erfolgt das Anschiessen der aufgelösten Körper zu Krystallen sehr rasch, so entsteht in dem Falle fühlbare Wärme, dass dabei Wasser chemisch gebun- den oder fest wird, indem dieses dann seinen Wär— mestoff schnell fahren lässt. Ueberhaupt aber wird Wärme, wie wir weiterhin sehen werden, bei jeder plötzlichen Verbindung bemerkbar. Durch die Krystallisation werden die empiri- schen, stereometrischen und physikalischen Eigen- schaften der Körper oft bedeutend verändert; der Diamant ist z. B. krystallisirte Kohle; der völlig durchsichtige Kalkspath krystallisirte kohlensaure Kalkerde; der Bergkrystall krystallisirte Kieselerde; der Saphir und Rubin krystallisirte Alaunerde u. s. W. Gewöhnlich besitzen die Körper, wenn sie kry- stallisirt sind, eine grosse Härte und widerstehen dieses Aggregatzustandes wegen den Auflösungsmit- teln bei weitem mehr, als wenn sie nicht krystalli- sirt sind.— Da sich sehr dicht krystallisirter Gyps, z. B. Alabaster, nicht so leicht in Wasser auflöst, als Fasergyps, so kann dieses in der Wirkung des Gyp- ses als Düngungsmittel manchmal einen Unterschied hervorbringen; weil nämlich in trocknen Jahren für den schwerlöslichen Gyps nicht Wasser genug zur Lösung vorhanden ist, und er auf die Vegeta- tion nicht anders, als im Wasser gelöst wirken kann, so wird der leichter lösliche Gyps dann bes- sere Wirkung khun.— ꝛ ˙ m N 26 Es würde uns zu weit führen, wenn wir bei der Lehre von der Krystallisation der Körper, ob- wohl sie vom höchsten Interesse ist, noch länger verweilen wollten; diejenigen, welche daher über diesen Gegenstand mehr Aufschluss zu haben wün- schen, müssen das Nähere in den Lehrbüchern der Mineralogie nachlesen. Hauy, Mohs, Weiss, Lowitz, Daniel, Schweigger, Gay-Lussac, Berzelius, Hausmann, und besonders Mit- scherlich, sind unter den Naturforschern neuerer Zeit diejenigen, welche uns die, bei der Krystalli- sation der Körper obwaltenden Gesetze, am besten kennen gelehrt haben; freilich aber müssen wir ge- stehen, dass noch Manches über diesen Gegenstand aufzuhellen ist. 2. Die heterogene Verwandtschaft. D a) Von der Adhdsion oder Fldchenanziehung. Wenn sich grössere Massen ohne Veränderung ihrer wechselseitigen Natur anziehen, 80 entsteht ein ungleichartiges Ganzes, was ein Gemenge heisst.— In einem Gemenge lassen sich gewöhn— lich die Gemengtheile noch deutlich wahrnehmen, und können durch mechanische Mittel auch oft von einander getrennt werden, s Zz. B. durch Schläm- men und Sieben. Bei Gasgemengen sind indessen die Gemengtheile niemals durch die Sinne wahrzu- nehmen, auch lassen sie sich nicht durch mechani- sche Mittel trennen. 1 Obwohl die Adhäsions- und Cohäsionskraft mit der Schwerkraft grosse Aehnlichkeit zeigen, und ——— 2mù— 1 die I m aer Vir ab dei unica 5d dle VI under Alas, Die 1 einer Jacke l einander Maler- 1 ue här erleid ud m. bemerkt rührt e au die 8 eh, 60 Aten ur eil ze dn h Ia 0 nehnn Wem Leit l Jenn f falt 96 i einan ir bei ob: länger r über Mün- rn der iss; s sac, Mit- erer stalli- besten r ge- stand rung telt nge un- nen, von läm- ssen Tu- lau- mit und 27 nur eine Urkraft ihren Wirkungen zum Grunde liegen mag, indem sie sämmtlich die Annäherung der Körper bewirken, so dürfen wir sie doch nicht als gleichbedeutend nehmen.— Sobald nämlich die Anziehung zwei ungleichartige Körper verbindet und dabei nicht ihre Cohäsion aufhebt, sondern die Körper ohne Zerstörung ihrer Individualität nur mit einander vereinigt hält, gehört die Anziehung zur Adhäsion. Die Milch liefert uns ein Beispiel, wie die Kör- per einer tropfbaren Flüssigkeit unter einander eine solche Adhäsion haben können, dass sie sich nicht von einander trennen; in der Milch hängen nämlich die Butter- und Käsetheile mit den Molkentheilen so lan- „ bis sie durch Anziehung des atmo- sphärischen Sauerstoffs eine chemische Veränderung ge zusammen erleiden. Ferner, wenn man Kohle, Erde, Holz und mehr dergl. Dinge in Wasser taucht, und man bemerkt, dass sich Luftblasen daraus entwickeln, 80 rührt dieses gleichfalls von der Adhäsion der Luft an die festen Körper und deren Verdrängung durch das Wasser her. Kleider, Haare und dergl. neh- men, sobald sie längere Zeit mit übelriechenden Luft- arten umgeben sind, einen stinkenden Geruch an, weil sie die übelriechenden Gasarten angezogen ha- ben; hängt man sie dagegen in die atmosphärische Luft, so bemerkt man nachher an ihnen einen ange- nehmen, erfrischenden, eigenthümlichen Luftgeruch. Wenn fein gepulverte Körper in Flüssigkeiten eine Zeit lang sich schwimmend erhalten(suspendirt sind), wenn feiner Staub an Flächen hängen bleibt, wenn glatt geschliffene Körper mit einer gewissen Kraft an einander haften, so ist dieses gleichfalls der Ad- —.., —.. 5— 28 häsion zuzuschreiben. Die Adhäsionskraft ist ferner die Ursache, dass Körper durch Leim zusammenge- halten werden, dass der Mörtel Steine verbindet, dass feuchter Boden um so mehr an den Ackerin-— strumenten hängen bleibt, je feinkörniger er ist, und endlich ist sie die Ursache, dass das Gefrieren des Wassers im Boden diesen fest macht.— Zum Theil hängt von der Adhäsionskraft auch die Eigenschaft der Körper ab, das in der Atmo- sphäre befindliche dunstförmige Wasser in sich zu verdichten. Diese Anziehung der Wasserdünste durch die Körper des Bodens wirkt sehr wohlthätig auf das Wachsthum der Pflanzen, denn sie erhalten dadurch zum Theil die erforderliche Feuchtigkeit. Durch Versuche hat man ausgemittelt, dass es, wie auch schon zum Voraus anzunehmen war, unter den Bestandtheilen des Bodens Körper giebt, die das Ver- mögen, die Wasserdünste der Atmosphäre in sich zu verdichten, im verschiedenen Grade besitzen. Da nun diejenigen Körper, welche die Wasserdünste in grosser Menge condensiren, auch das Wasser schwierig wieder durch die Verdunstung verlieren, so kann ein Boden, im Fall es viel regnet, auch leicht zu viel Wasser anhalten. Der Humus, aus Resten von Vegetabilien bestehend, besitzt von den Bodenbestandtheilen insbesondere das Vermögen, die Wasserdünste verdichtend anzuziehen; denn 1000 Gewichtstheile desselben condensiren, wenn sie bei + 80 R. zuvor ausgetrocknet worden sind, in 48 Stunden bei mittlerem Feuchtigkeitszustande der At- mosphäre 110 Gewichtstheile Wasser. Ausgetrock- neter Quarzsand verdichtet dagegen in derselben Zeit gar keine Wasserdünste.— Aus dieser Ei- ——ñ̃ ̃ ͤ—ÿ t ferner mene II enge- bindet, Ackerin. er it efrieren ft auch Atmo- sich zu rdünste klthätig erhalten itigbeit es, hit mer den as Ver- sich Zu e dünste Wasser lieren, auch „ aus n den n, die 1000 sie bei in 4 ler Al- rock- selben er Li- 29 genschaft des Humus und OQuarzsandes zieht der Landwirth oft Nutzen; er versorgt nämlich seinen trocknen Boden mit Humus, und beugt so dem Ver- trocknen der Pflanzen in der heissen Jahrszeit vor, oder er überführt seinen sehr humusreichen und ge- wöhnlich auch nassen Boden mit Quarzsand, und macht diesen dadurch trockner. Durch die Vermi— schung des humusreichen Bodens mit Sand bewirkt er auch zugleich, dass selbst in nassen Jahren die Früchte dann weniger Schaden darauf nehmen, in- dem gleiche Quantitäten, gleich feuchter Humus und Quarzsand, um bis zu einem gewissen Grade auszu- trocknen, sehr verschiedene Zeiten bedürfen, denn der Humus bedarf dazu 17 Stunden, statt dass der Quarzsand hierzu nur 4 Stunden nöthig hat.— Die Verdichtung der atmosphärischen Wasser- dampfe durch Humus oder irgend eine Erde, hat auch noch einen anderen Nutzen, nämlich den, dass die chemisch- gebundene Wärme dabei frei wird, und dass diese dann wohlthätig auf das Pflanzen- wachsthum wirkt. Bei flüssigen und starren Körpern erkennt man die Anziehung zu einander recht deutlich daran, dass die Flüssigkeiten, ungeachtet sie der Schwere und Cohäsionskraft unterworfen sind, dennoch oft an die starren Körper hinansteigen. Auf dieser An- ziehung beruhet das Nasswerden der Körper. Was- ser in gläsernen Gefässen stehend, hat desshalb stets eine concave Oberfläche, weil die Wassertheile von den Wänden des Gefässes stärker angezogen werden, als sie sich unter einander anziehen.— Von dieser Anziehung der festen oder starren Kör- per gegen Flüssigkeiten, ist die Haar röhrchen- ——. ———— 30 kraft(Capillarität) abhängig; eine Kraft, wel- 80 gui a0 che bewirkt, dass sich Flüssigkeiten in sehr engen aud n Röhren(Haarröhrchen) sehr hoch über ihr Niveau Ades d erheben. Steckt man z. B. eine sehr feine Glas- len dul röhre senkrecht in ein Gefäss mit Wasser, so er- Ker fi hebt sich das Wasser darin um so höher, je klei- Jun l ner der Durchmesser der Röhre ist. Diese Eigen- aud 1 schaft haben indessen nicht nur Glasröhren, sondern ale dec auch die Röhren aller Materien, die vom Wasser De nass werden; nur erhebt es sich in 9 Röhren von Vetarers verschiedenem Material nicht gleich hoch. Bestehen dicke! dagegen die Röhren aus Substanzen, die zu den tdi Flüssigkeiten hinsichtlich der Flächenanziehung keine lern, Verwandtschaft haben, so wirken sie darauf auch Lait at nicht als Haarröhrchen; so z. B. zieht sich in einer U feinen Röhre von Glas kein Quecksilber in die Hö- Ake he.— Bringt man in einen Eimer mit Wasser ein trach wollenes Band, so dass das äussere Ende desselben Halt. unter der Spiegelfläche des Wassers hängt, so zieht Das/ sich das Wasser darin herauf, und der Eimer wird el nach einiger Zeit leer, indem das Wasser durch das ger! Wollband abläuft.— 1 1 5 Der Haarröhrchenkraft ist es beizumessen, dass lern, auf nassem Grunde erbauete Gebäude bis zu einer cletz beträchtlichen Höhe stets nasse Wände haben, wel- Freu chem Uebel indessen dadurch leicht vorgebauet wer- end den kann, dass man das Fundament etwas oberhalb max des Bodens mit dünnen Bleiplatten belegt und hier- Fe auf weiter baut. ul Die Haarröhrchenkraft dient ehrlosen Müllern Zoll! zu Betrügereien, sie wird nämlich von ihnen be- hoden nutzt, um dem Mehle ein grösseres Gewicht zu ver- Uckste schaffen. Man stellt hierbei neben einem Sack, ben . —————. ————— wel. engen Iixeau Clas. 80 er- Klei- Ei gen- ndern Vasser n von telen den keine auch einer Ho- e ein elhen zieht Wird 1 das dass iner wel- ver- halb nier- 31 Worin sich Mehl befindet, einen Eimer mit Wasser, taucht in dieses das eine Ende eines breiten Wall- bandes und leitet das andere Ende desselben bis auf den Boden des mit Mehl gefüllten Sackes, das Was- ser zieht dann in das Wollband und verbreitet sich von hier aus allmählig durch das Mehl, was da- durch 10— 15 pro Cent am Gewichte zunimmt, ohne dass es dadurch zusammenbackt.— Durch die Haarröhrchenkraft lassen sich viele Naturerscheinungen erklären,. B. warum sich Stricke beim Nasswerden verkürzen; warum Steine zerspringen, wenn man in hineingebohrte Löcher hölzerne Pflöcke schlägt, und diese von Zeit zu Zeit anfeuchtet u. s. W. Da auch die Erdtheile des Bodens stets Zwi- schenräume enthalten, die als Haarröhrchen be- trachtet werden können, so ist es der Haarröhrchen- kraft zuzuschreiben, dass die Oberfläche der Aecker nass wird, sobald im Untergrunde Wasser stockt. Die Oberfläche wird dabei um so nässer, je feinkör- niger der Boden ist, indem die Röhrchen dann ei- nen um so kleineren Durchmesser haben, und sich hierin, wie wir vorhin sahen, das Wasser höher erhebt; doch ist das grössere oder geringere Nass- werden der Oberfläche auch von den chemischen Bestandtheilen des Bodens abhängig, weil, wie vor- hin erwähnt wurde, die verschiedenen Materien eine verschiedene Anziehung zum Wasser haben.— Im feinkörnigen Sande erhebt sich das Wasser nur 18 Zoll hoch, statt dass es in einem feinkörnigen Lehm- boden mehrere Fuss in die Höhe steigt. Am aller- höchsten erhebt es sich aber in humusreichen und torfsigen Bodenarten, denn ihre Oberfläche ist 32 selbst dann noch nass, wenn das Grundwasser auch 15— 20 Fuss tiefer steht. So nachtheilig der Vegetation die Haarröhr- chenkraft oft durch die zu starke Wasserzuführung von unten wird, so wohlthätig wirkt sie, auf der andern Seite betrachtet, doch auch dadurch, dass sie den Pflanzen die nährenden Substanzen des Un- tergrundes zuführt; das Wasser löst nämlich viele Nahrungstheile des Untergrundes auf, und wenn es sich hierauf beim Austrocknen der obern Erdlagen vermöge der Haarröhrchenkraft in die Oberfläche erhebt, so werden die Pflanzenwurzeln mit Nahrung versorgt. Ganz besonders kommt desshalb die Haar- röhrchenkraft denjenigen Gewächsen zu Statten, wel- che kurze Wurzeln haben. Gewächse mit langen Wurzeln, als Esparsette, Lucerne u. dergl. bedür- fen natürlich dieser Kraft nicht.— Die Flüssigkeiten steigen vermöge der Haarröhr— chenkraft oft langsam, oft geschwind in die Höhe; dieses richtet sich nämlich darnach, ob sie wenig oder viel Körper in Lösung enthalten, oder ob sie mehr oder weniger verdichtet sind; die verschieden concentrirten Flüssigkeiten dringen also nicht mit gleicher Leichtigkeit durch capillare Oeffnungen. Reines Wasser erhebt sich desshalb schneller, als wenn es etwas in Lösung enthält.— Dieser Um- stand ist für die Vegetation von der höchsten Wich- tigkeit, denn wenn ein Boden im Untergrunde auch viele leicht auflösliche Salze enthält, so kann doch keine concentrirte, sondern nur eine sehr verdünnte Salzlösung auf die Oberfläche kommen; denn da das Aufsteigen der dichteren Lösungen sehr langsam er- folgt, so werden sie auf ihrem Wege zur Oberflä- ———— —.«, 6 ,,,.. ———— l— 00 fach fach 90 Ian dann M üs che l ir be 15t) fl faule Alb brät en Ui Juch d 15 dem fenanat e dl Irum Later dite die Hab in fies blocker Kalb l lein Ma V dali kala, d Rete 80 int ten de lie, ue I er auch aarröhr. übrung auf der „5 dasz leg Un- h viele wenn rdlagen fläche ahrung Haar- wel- langen bedür. rrohr. Jöhe; wenig 00 sie jeden mit igen. als Um- Vich- auc! doch unte das EE lä- 33 che durch von oben hinzukommendes Regenwasser auch gewöhnlich verdünnt, und nützen den Pflan- zen dann öfter, als sie ihnen schaden. Aus der Haarröhrchenkraft lässt sich auch man- che räthselhafte Erscheinung während der Vegetation der Gewächse erklären; oft mögen z. B. die Pflan- zen, sobald der Untergrund sehr salzreich ist, zu concentrirte Salzlösungen bekommen und nur dess- halb kränkeln oder gar, sterben, was wir dann an- deren Ursachen zuschreiben; zuweilen mögen da- durch, dass die Nahrungsmittel an einzelnen Stellen aus dem Untergrunde in die Höhe steigen, die so- genannten Geilstellen im Getraide entstehen.— Aus der Haarröhrchenkraft lässt es sich ferner erklären, warum allein schon durch Ruhe die Acker- krume an Kräften gewinnen kann; sind nämlich im Untergrunde düngende Theile enthalten, 80 steigen diese vermittelst des Wassers besser bei Ruhe in die Höhe, als wenn der Boden bearbeitet wird, denn in diesem Falle werden die Haarröhrchen oft unter- brochen.— Alte, erfahrene Landwirthe haben dess- halb nicht unrecht, wenn sie behaupten, dass Ruhe allein den Boden verbessere.— Man hat gesehen, dass das Bestreben aller Sal- ze dahin geht, sich gleichmässig im Wasser zu ver- theilen, so dass, wenn man auch verschiedene Salz- lösungen durch dünne Thonscheiben von einander getrennt zu halten suchte, sie sich dennoch überall so in der Flüssigkeit verbreiteten, dass in allen Punk- ten dersellben ein gleichförmiges Gemenge entstand. Diese, der Haarröhrchenkraft gleichfalls zugeschrie- bene Eigenschaft der aufgelösten Körper kommt ohne 3 . ⁵² 5 — 34 Zweifel in vielen Fällen auch der Vegetation sehr zu Statten.— Die Haarröhrchenkraft hebt, was äusserst merk- würdig ist, die Elasticität der Gase oder der luft- förmigen Körper auf, denn durch nichts anderes, als hierdurch lässt es sich erklären, wie es Zugeht, dass poröse, starre Körper Gase, mit denen sie um- geben sind, nicht nur anziehen, sondern auch in sich verdichten. Dieses Verdichtungsvermögen be- sitzen jedoch die porösen oder die mit Haarröhr— chen versehenen Körper nicht in gleichem Grade, und eben so wie die Höhe des Aufsteigens der Flüs- sigkeiten in den Haarröhrchen von dem Material und dem Durchmesser der Röhre abhängig ist, eben so werden von den starren Körpern, je nachdem sie kleinere oder grössere Poren enthalten, und je nachdem sie aus diesem oder jenem Material beste- hen, auch ungleiche Quantitäten Gase und Gasgemen- ge verdichtet.— Kohle und Humus verdichten Z. B. sehr viel von dem sie umgebenden Sauerstoffga- se; Talkerde verdichtet dagegen sehr Wenig Sauer stoff-, aber viel Stickstoffgas, desshalb wäre es dann auch wohl möglich, dass die Talkerde grade durch diese Eigenschaft der Vegetation sehr wesentliche Dienste leistete, wenn gleich sie, wegen ihrer starken Wasserhaltenden Kraft, zu den der Vegetation leicht Schaden zufügenden Erden gezählt werden muss.— Da die Absorbtion, oder die Verdichtung der Gasarten, mit der Menge der vorhandenen Poren im graden Verhältnisse steht, und die Gasarten auch zur Ernährung der Pflanzen dienen, 80 ergiebt sich daraus der Nutzen, welchen die Pflanzen aus der Auflockerung des Bodens ziehen.— Die durch die — e p, alte a n V0 Wärme ern Jh f ats! Gan, L. ide B Arlich 006 fert Die ur in blade! Mänle wird werch dichtet zuch dl Case f rührt der 80 Nerch. 9 Pest cen zie! M a sehr merk. r luft- deres, zugeht, e um- Ich in n be- röhr. rade, Tlüs- terial eben dem und je beste- men- en z. offga- Jauer dann urch liche rken eicht .— 5 der Poren auch sich der die 35 Haarröhrchen des Bodens bewirkte Verdichtung der atmosphärischen Luft muss auch noch einen ande- ren Nutzen haben, nämlich den, dass dabei die Wärme frei wird, welche mit den wägbaren Kör- pern der Luft chemisch verbunden ist. Dass wirk- lich Wärmeentwickelung hierbei Statt findet, geht daraus hervor, dass bei der Verdichtung mancher Gase, z. B. bei der des kohlensauren Gases, durch poröse Körper die Temperaturerhöhung oft sehr be- merklich wird, und um so mehr, je schneller das Gas verdichtet wird. Die Menge der Gasarten, die ein poröser Kör- per in sich verdichtet, ist übrigens auch von dem Grade ihrer Elasticität abhängig; je weniger elastisch nämlich ein Gas ist, um so leichter und um so mehr wird es von porösen Körpern angezogen. Dämpfe werden desshalb in bei weitem grösserer Menge ver- dichtet, als eigentliche Gase; hierbei lassen denn auch die Dämpfe ihren Wärmestoff leichter, als die Gase fahren. Von dieser Eigenschaft der Dämpfe rührt es auch her, dass manche Körper so viel Feuchtigkeit aus der Luft anziehen, oder warum sie die sogenannte hygroscopische Eigenschaft oft in einem so hohen Grade besitzen.— Für die Vegetation ist das Vermögen der festen Körper, Gase in sich zu verdichten, von der gröss- ten Wichtigkeit; dieser Eigenschaft haben wir es z. B. mit zuzuschreiben, dass das nächtliche Verweilen der Schafe auf frisch gepflügten Aeckern(Horden, Pferchen) den nachher darauf angebauten Früchten so wesentliche Dienste leistet. Der gelockerte Bo- den zieht nämlich das von den Schafen ausgehauchte und ausgedunstete kohlensaure Gas und Ammoniak- 3* — ß * 36 gas an, und giebt es in der Folge dann wieder an die Pflanzen ab.— Körper, welche nur eine Gasart in sich ver- dichtet haben, lassen einen Theil derselben fahren, sobald man sie in eine andere Gasart bringt, und nehmen dann von dieser einen proportionirten Theil auf. Bringt man einen Körper, in welchem sich ein Gas verdichtet hat, unter Wasser, so entweicht stets ein Theil des Gases, was man aus den sich ent- wickelnden Luftblasen sehen kann; dasselbe geschie- het, wenn man ihn unter eine Luftpumpe legt. Ein Stück Holz, in stehendes Wasser gesenkt, giebt hiervon einen sichtbaren Beweis, die Luftbläschen reihen sich an der Oberfläche des Wassers, ohne zu zerplatzen, ganz in der Form des Holzes an einan- der. Da alle Luftarten, die vom gelockerten Boden aus der Atmosphäre angezogen werden, den Pflan- zen zur Nahrung dienen, aber, wie wir so eben gesehen haben, auch durch hinzukommendes Was- ser zum Theil wieder aus dem Erdreiche vertrieben werden, so erhellet hieraus, dass es der Vegetation nicht zuträglich seyn kann, wenn ein Boden mit zu vielem Wasser durchdrungen wird; desshalb sorgen Wir denn auch dafür, dass die Ackerkrume weder zu viel Regenwasser verschlucke, noch dass sie zu viel Wasser aus dem Untergrunde anziehe.— b) Von der chemischen Veribandtschaft, (Vereinigungsverwandtschaft). Wenn zwei Körper von heterogener Beschaffen- heit sich in der Art vereinigen, dass jeder für sich — ————„ 10 ul Tell 1 5 1 melt, Tusa bu Bellel, Ui0 rd un M sereini dale auch ic at und dase Weil aud mals! 0 kl mache fach einigt eb R. 0 Un! wle Bin mit! er einem uu ieder an sich ver⸗ n fahren, gt, und en Theil em sich atweicht ich ent- geschie. gt. Ein „giebt läschen yhne zu w einan- n Boden Pflan- so eben 8 Was- trieben etation mit Zu sorgen weder sie 2 — haffen⸗- jr sich 37 als individueller Körper zu existiren aufhört, und wenn hierbei ein für unsere Sinne ganz gleicharti- ger, mit neuen Eigenschaften begabter Körper ent- steht, so wird die Verbindung von einer Kraft zusammengehalten, welche wir die Vereini- gungs- oder die chemische Verwandtschaft nennen. Die chemische Verwandtschaft kann man als eine Begierde der Körper betrachten, sich in einer sol- chen Menge oder in einem solchen Verhältnisse zu vereinigen, dass sie für den Augenblick dadurch zur Ruhe gelangen. Ohne Zweifel würde diese Ruhe auch von Dauer seyn, wenn Wärme, Licht, Elec- tricität und die Lebenskraft nicht unaufhörlich dar- auf hin wirkten, die alten Verbindungen aufzuheben und neue zu Stande zu bringen. Man weiss jetzt, dass sich die Verwandtschaften der Körper leicht verändern lassen, wenn man ihren electrischen Zu- stand umwandelt; man weiss, dass Dunkelheit oft- mals schon allein hinreichend ist, um eine am Lich- te erfolgte chemische Welbin dul rückgängig zu machen; man weiss ferner, dass viele Körper, die sich durch Vermittlung von Wärme chemisch ver- einigt haben, wieder zerlegt werden, wenn sie ei- ner Kälte ausgesetzt sind, die nur einige Grade un- ter 0 beträgt, und endlich weiss man aus der tägli- chen Erfahrung, dass durch die Kraft des Lebens viele sehr Aung chemisch mit einander verbundene Körper zerlegt, und wieder in einen einzigen, mit Leben begabten, sehr zusammengesetzten Körper verwandelt werden. Alle Verbindungen sind mithin einem Wechsel unterworfen, sobald die Ursachen dazu rege werden; doch eben diesem Wechsel ha- —.]7§,«—½ẽjʃt, ‚—ßfs — pp, ß, 38 ben zum Theil nicht nur wir selbst, sondern auch alle belebten Geschöpfe das Daseyn zu verdanken. Das Wesen der chemischen Verbindungen scheint darin zu bestehen, dass sich die Atome der zusammengebrachten Körper, der Zahl nach, in ver- schiedenen Verhältnissen neben einander lagern, dass die einzelnen Atome durch die chemische Anziehung, oder, wie wir nachher sehen werden, durch einen electrischen Gegensatz zu zusammengesetzteren Ato- men verbunden werden und dass die Cohäsionskraft sie dann zu grösseren Massen zusammenhält. Ver- setzt man z. B. die Lösung von Chlorcalcium(ein Körper, der aus einer gewissen Anzahl von Chlor- und Calciumatomen besteht) mit einer Lösung von kleesaurem Kali(ein Körper, welcher eine gewisse Anzahl Kleesäure- und Kaliatome enthält), so ent- steht ein körnig- Krystallinischer Niederschlag, der kleesaure Kalkerde ist, wogegen in der Flüssigkeit ein Körper aufgelöst bleibt, welcher, sobald die Flüssigkeit verdunstet wird, in Würfeln krystallisirt und Chlorkalium ist. Beide auf diese Weise erhal- tene neue Körper sind als zwei, von den zusammen- gebrachten Körpern gänzlich verschiedene, Indivi- duen zu betrachten. Der wechselseitige Austausch ihrer Atome erfolgte durch die chemische Verwandt- schaft, wogegen die Cohäsions- oder Krystallisations- Kraft die neu entstandenen zusammengesetzten Ato- me zu den kleinen Krystallen und zu den Würfeln vereinigte. Zu den Kennzeichen, ob sich zwei oder mehre- re Körper chemisch mit einander verbunden haben, gehört, dass ihre Auflösung nicht trübe sey; wo al- 60 eine Trübung Statt findet, da können wir mit rn auch ken. adungen ome der in Ver- rn, dass iehung, u einen n Ato- nskrast Ver- m(ein Chlor- ig von zewisse 80 ent- g, der Lig leit Id die allisirt erhal- mmen- ndivi- tausch randt- tions- 1 Ato- ürfeln melre- laben, ro al- r mit 39 Bestimmtheit annehmen, dass noch ein Körper vor- handen ist, der durch seine feine Zertheilung ver- möge der Adhäsionskraft nur schwebend in der Flüssigkeit erhalten wird(Suspension). Sollen sich verschiedenartige Körper vereinigen, 80 kann dieses nur unter der Bedingung geschehen, dass wenigstens der eine von ihnen flüssig ist. Zum Flüssigmachen fester Rörper wenden wir entweder Wasser und andere Flüssigkeiten an, oder wir be- Wirken es durch Erhitzung. Die Auflösung eines festen Körpers befördern wir nach dem Zerpulvern desselben durch Erwärmen mit der einwirkenden Flüssigkeit und durch häufiges Schütteln. Alle für sich geschmolzenen festen Körper las- sen sich, in so fern sie kein Krystallwasser enthal- ten, Worin sie beim Erwärmen zerfliessen, als in Wärmestoff gelöst betrachten. Sind verschiedene Körper mit einander in einer zu grossen Menge Flüssigkeit aufgelöst, so wird ih- re Affinität dadurch so sehr geschwächt, dass sie gar nicht mehr auf einander wirken; in der Ver- dünnung findet also die Verwandtschaft ihre Gren- zen. Sollen sich daher die Körper chemisch mit einander verbinden, so müssen sie auch wechselsei- tig in die ihnen gleichsam eigenthümliche Wir- kungssphäre kommen, Was aber nicht möglich ist, sobald die Körpertheilchen(Atome) durch das Auflö- sungsmittel zu weit von einander gehalten werden.— Dies haben wir insbesondere bei der chemischen Analyse zu berücksichtigen.— Den flüssigen Kör- per nennt man das Auflösungsmittel(Men- struum) und den aufzulösenden das Solvend um 8 N ö 2 3 ö —„ —.——.— 40 oder Solutum. Beide Körper müssen wir indes- sen als gleichthätig bei der Auflösung betrachten. Die Erscheinungen, welche eine chemische Ver- bindung begleiten, sind sehr mannigfaltig: Wird 2. B. durch irgend eine Verwandtschaft ein Körper, welcher Luftgestalt annimmt, schnell in Freiheit ge- setzt, so erfolgt die sogenannte Verpuffung ODe- tonatio). Diese lässt sich dadurch erklären, dass die Körper ihren bisherigen kleinen Raum schnell mit einem grösseren vertauschen und dass die ver- dünnte Luft hierauf eben so schnell Wieder zusam- menfährt.— Erfolgt die Entwickelung oder die Freiwerdung der Luftart dagegen in einer Flüssig- keit 5 so entsteht ein Aufbrausen(Effer- ves cenz).— Schlägt man einen, in einer Flüssig- keit aufgelösten N88 durch einen andern hinzuge- setzten Körper, der nähere Verwandschaft zu dem Auflösungsmittel des ersteren hat, nieder, so nennt man diesen das Fällungsmittel und jenen den Nie- derschlag oder das Praecipitat; man sagt: ein Körper 8 aus einer Flüssigkeit de egen gefällt, praecipitirt.— Der Nisdersohlag ist bald körnig-Krystallinisch, bald flockig u. s. W. Werden Metalloxyde, mit Sen verbunden, aus ihrer Lösung in Wasser durch irgend ein hin- eingestelltes Metall niedergeschlagen, und bildet sich dabei eine krystallinische, blättriche; oder auch pulvericht- metallische Masse, so heisst dieses ein metallisches Praecipitat; ist es baumförmig, auch wohl metallische Vegetation. Hebt man eine Se Verbindung auf, 50 nennt man dieses ihre Zersetzung De def. ti 0). 2———— —— Linen Lauct) Nörpers, Lerbindet beni prodactt pelt le Niger ln deer ele des einen ürpers man l. de ab L Jerursse Tela au sich e ist dh bei yer dauerte die Rol bellülg lich ihn Nur serände d neh den, Mlle! Thea Und 0 dandt fiesen alen pe indes. ten. le Ver- Wird Lörper, eit ge. Oe. „ dass schnell e ver- zusam- r die üssig. ffer- üssig- unge- dem nennt Nie- ein agen, g ist den, hin- sich auch ein 41 Einen ausgeschiedenen Körper nennt man ein Educt, sobald er sich weder mit einem Theile des Körpers, welcher die Trennung bewirkte, chemisch verbindet, noch einen Theil des Körpers mit sich chemisch verbunden hält, in welchem er vorkam. Producte nennt man dagegen diejenigen Körper, welche man erhält, wenn die zusammengebrachten Körper ihre Bestandtheile wechselseitig austauschen; oder welche entstehen, wenn sich die Bestandtheile des einen Körpers mit einem Theile des zugesetzten Körpers vereinigen und ausscheiden. Uebergiesst man z. B. Kreide mit irgend einer Säure, so ist die als Luft oder Gas entweichende, das Aufbrausen verursachende Kohlensäure ein Educt, indem sie rein ausgeschieden wird. Die Kohlensäure, welche sich entwickelt, wenn Gyps mit Kohle geglüht wird, ist dagegen als ein Product anzusehen; denn hier- bei verbindet sich der Kohlenstoff der Kohle mit dem Sauerstoff der Kalkerde und der Schwefelsäure, und die Kohlensäure wird erst erzeugt. Auf der Zer- setzung der Körper in Producte beruhet hauptsäch- lich ihre chemische Analyse. Körper, die schnelle und leicht bemerkbare Veränderungen bei andern Körpern hervorbringen und nebenher als Merkmale für die Natur derselben dienen, heissen Reagentien, oder gegenwir- kende Mittel. Man bedient sich ihrer bei der chemischen Analyse der Körper zur quantitativen und qualitativen Ausmittelung ihrer chemischen Be- standtheile. Entwickelt z. B. ein Körper beim Ueber- giessen mit verdünnter Salzsäure einen Geruch nach faulen Eiern, so zeigt dieses die Gegenwart des Schwefels an, dessen Menge man dann nach Ver- 3» 0 42 fahrungsarten, Wovon weiterhin die Rede seyn wird, näher bestimmt. Wenn man bis jetzt auch noch nicht ganz ge- nau die Ordnung und Gesetze ausgemittelt hat, nach welchen sich die Körper chemisch vereinigen, 80 ist man auf dem Wege der Erfahrung doch zu fol- g unter den 8 einfachen Körpern, sowohl bei verschiedenen Propor- genden Resultaten gelangt: Die Anziehun tionen derselben Körper, als bei mehreren verschie- denen Körpern unter sich, ist nicht gleich kräftig, und obgleich ein Körper unter allen übrigen stets denjenigen auszuwählen pflegt, zu welchem er die grösste Verwandtschaft hat, 80 erleidet dieses doch oft bedeutende Modificationen. Erhitzt man Zz. B. ein Gemenge aus Zinnober(Schwefel mit Quecksilber verbunden) und Eisenfeilspähnen bestehend, so ver- lässt der Schwefel das Quecksilber, um sich mit dem Eisen zu verbinden, weil die Verwandtschaft zwischen Schwefel und Eisen stärker ist, als die zwischen Schwefel und Quecksilber. Wird dagegen ein Körper von zusammengesetzter Art mit einem andern in Verbindung gebracht, ohne dass er da- durch eine Zersetzung erleidet, so zeigt dieses, dass die Körper, welche die Zusammensetzung bilden, 8 nähere Verwandtschaft zu einander haben, als zu dem hinzugekommenen.— Den Grad der Verwandt- schaft bezeichnet man mit dem Ausdrucke Ver- wandtschaftsgrad oder Verwandtschaftsin- tensität. 8 Die allgemeine Regel ist, dass die Körper eine um so grössere Verwandtschaft gegen einander haben, je entgegengesetztere Eigenschaften sie besitzen; 80 z. B. vereinigen sich sehr kräftig Alkalien und Säu- 2—— en I. Vir dre bio gang der eich 15 1 iu 0. gabelt füt li sentliedel hug der! zalion. Ninper an Jüsst babe Lale den dhe ce N. Herröcl akt! der Are gallen Feutraken d. Beg alen 0 Un aun Perl 0 gg Ah Ill, . chen 1 nel rein cbt le U W ird, aus ge. at, nach en, 50 Zu fol- ter den ropor- rschie- kräflig, n stets er die s doch Z. B. silber 80 ver- ich! mit schaft Is die agegen einem er da- „dass lden, als Zu vandt- Ver- ktsin- er eile laben, 1j 80 1 Säu- 45 ren zu Körpern, die wir Salze nennen.— Die Salze können wir bei völliger wechselseitiger Sätti- gung der Säuren und Alkalien, als Producte des Gleichgewichtes entgegengesetzter Kräfte betrachten, denn beide Körper verlieren in diesem Falle gänzlich ihre characteristischen Merkmale, d. h. der neu entstandene Körper zeigt Eigenschaften, die von den früheren Eigenschaften seiner Bestandtheile durchaus verschieden sind. Eine solche wechselseitige Aufhe- bung der Eigenschaften nennt man die Neutrali- sation. Der Punkt, bei welchem die verbundenen Körper am vollständigsten ihre Eigenschaften einge- büsst haben, heisst der Neutralisations punkt. Unter den Salzen giebt es ausser den neutra- len aber auch solche, worin entweder das Alkali (die Basis) oder solche, worin die Säure noch vor- herrscht; man nennt die ersteren basische, die letzteren dagegen saure Salze. Die Säurequantität der sauren Salze ist hierin ein Vielfaches mit einer ganzen oder gebrochenen Zahl der Säure von den neutralen Salzen; und bei den basischen Salzen ist die Basequantität ein Multiplum der Base der neu- tralen Salze. Um die Salze, worin eine Säure in verschiede- nen Verhältnissen vorkommt, genauer zu bezeich- nen, sagt man: halb, einfach, anderthalb, doppelt u. s. W. schwefelsaures Salz. Weiterhin hierüber mehr. Mit der grössten Kraft verbinden sich die ein- fachen Stoffe; und wenn irgend einer von ihnen sich in mehreren Verhältnissen, mit einem andern Stoffe vereinigt, so hat er zu dem kleinsten Verhältnisse in der Regel die stärkste Verwandtschaft. Es kommen 44 indessen auch Fälle vor, dass ein Körper A 2 oder Ia 3 Theile von B fester hält, als 1 oder 2 B; Eisenoxyd 90 a und Quecksilberoxyd liefern unter anderen hiervon ein wenn 8 sehr auffallendes Beispiel; ist nämlich das Eisen mit der Putt 3 Antheilen Sauerstoff zu Eisenoxyd vereinigt, 80 he lisst sich ihm der eine Antheil Sauerstoff durch an- dig dere Körper leicht entziehen, wobei es sich in Ei- ale senoxydul, in Eisen mit 2 Antheilen Sauerstoff verwan- ue delt, statt dass es den noch übrigen Sauerstoff mit 6 In einer grossen Kraft zurückhält.— Ist dagegen das ae Quecksilber mit 2 Antheilen Sauerstoff verbunden, vnn so giebt es seinen sämmtlichen Sauerstoff nur in der bel 10 Glühhitze ab, enthält es aber nur einen Antheil Sau- 1 er erstoff, so verliert es ihn schon am Tageslichte. ue Körper, welche jeder aus 2 Stoffen bestehen, ver- Virge binden sich schon weniger kräftig, doch ist die Ver- inan bindung in dem Falle inniger, dass sie einen gemein- 1 schaftlichen Bestandtheil, z. B. den Sauerstoff haben. unn Sind die Körper sehr zusammengesetzt, so zei- uch gen sie eine noch schwächere Verwandtschaft, 80 Perz dass statt der chemischen Verwandtschaft dann die. l Cohäsionskraft vorwaltend wird; dies ist der Grund, luce wesshalb die Körper, je zusammengesetzter sie sind,. ein um desto grösseres Bestreben zum Krystallisiren zen Ur: zeigen.(nit! Obwohl es von allen bekannten unzerlegten Stof- w dit fen nicht einen einzigen giebt, der nicht auch Ver- i Wandtschaft zu irgend einem andern zeigt, 80 ist es up doch noch nicht erwiesen, dass jeder Stoff sich auch gent mit jedem andern vereinigt. Oft kann aber die che- e880 mische Verbindung zweier Stoffe nur desshalb nicht tcbaf erfolgen, weil ihr die Cohäsion, Expansion, Schwer- bundle kraft und Lebenskraft entgegen stehen. lia —— Voder enoxyd von ein sen mit gt, s ch an. in Ei. rwan- ff mit en das inden, in der Sau- ) Ver- e Ver- emein- zaben. ) Zei- 1 0 u die rund, sind, siren Stof⸗ Ver- ist es auch che- nicht per- 45 Die Körper vereinigen sich am leichtesten, wenn sie eben die alte Verbindung aufgegeben haben, oder wenn sie, wie man zu sagen pflegt, im Augenblicke der Entstehung begriffen sind. Stickstoff und Was- serstoff z. B., die sich auf directem Wege nicht ver- binden lassen, vereinigen sich leicht zu Ammoniak, sobald sie durch Fäulniss oder Feuereinwirkung aus organischen Substanzen in Freiheit gelangen. Ein aus mehreren Stoffen zusammengesetzter Körper wird in seine Bestandtheile zerlegt, sobald er mit Körpern in Berührung kommt, deren Bestand- theile zu den Stoffen des ersten Körpers eine grösse- re Verwandtschaft haben, als dessen Bestandtheile unter sich besitzen. Die hierbei entstehenden neuen Körper, sind die Erfolge von Trennungen und Ver- bindungen, und so umgekehrt. Werden mehrere Körper mit einander in Ver- bindung gebracht, 80 sind die Verwandtschaftserfolge auch von den Gewichten der einwirkenden Kör- per, oder ihren mechanischen Massen abhängig; d. h. die Menge eines Körpers kann bisweilen den Mangel an Verwandtschaft ersetzen. Wenn zwei Körper, A und B, mit verschiede- nen kräftigen Verwandtschaften einen dritten Körper C mit sich zu verbinden suchen, dessen Menge aber zur Sättigung beider nicht zureicht, so theilet sich C zwischen A und B in einem Verhältnisse ihres ursprünglichen Verwandtschaftsgrades und der anwe- senden Menge. Diese Regel erleidet aber schon um desswillen häufige Ausnahmen, weil die Verwandt- schaft der Körper nicht nur durch die Temperatur, sondern auch durch ihre grössere oder geringere Flüssigkeit, Auflöslichkeit, Flüchtigkeit und Misch- —- V K — p, ‚§—ꝙ§—o˙«˙ i———— 0 7— 2 U 46 barkeit verändert wird; vermischt man z. B. Flüs- 1 5 sigkeiten, die mehrere Körper in Lösung enthalten, 1 mit einander, so werden oft dadurch, dass einige bun Stoffe sich mit einander verbinden und unauflöslich ler 15 werden, unter den löslich gebliebenen Körpern neue ndl 1 Zersetzaungen und neue Verbindungen veranlasst. eine Desshalb ist es denn auch unmöglich,; im Voraus zu ar Lal berechnen, welche Verbindungen und Zersetzungen bbb beim Zusammenbringen mehrerer Körper erfolgen; hug vielleicht gelingt es uns aber in der Folge noch ein- un mal, die Gesetze, Wonach dieses geschieht, ausfin- 9 rein dig zu machen. rpc Um durch ein Beispiel zu zeigen, wie gross der ch Einfluss der Wärme auf die chemische Verwandt- Malllen scheft sey, wird die Anführung des Folgenden genü- baden gen: Erwärmt man Quecksilber gelinde an der Luft, beiden so zieht es den Sauerstoff derselben an, und ver- den; 1 wandelt sich dadurch in Quecksilberoxyd, wogegen Jer, 50 das Oxyd gänzlich seinen Sauerstoff wieder verliert, Nitper! wenn es an der Luft geglühet wird; hier verhält uud hat sich also die Verwandtschaft des Quecksilbers zum duch ge Sauerstoff bei verschiedenen Temperaturen gänzlich hei dänn umgekehrt. a J Ju Dass die Verwandtschaft der Körper durch ihre Ferbindu mechanische Masse oft bedeutend modificirt wird, amt d. sehen wir sehr häufig; auch ist nichts natürlicher Uemnen, als dies; wenn z. B. eine gewisse Menge des Kör- ö 5 pers A, von 1 B mit einer Kraft= 10 angezogen male wird, so muss dieselbe Menge des Körpers A, von die li 2 B mit einer Kraft= 20 angezogen werden, oder D. überhaupt mit einer Kraft, welche dem Producte lat aus der ursprünglichen Verwandtschaftsstärke in die An da Gewichtseinheiten des Körpers B gleich ist. Eben Maste B. Hlüs. halten, einige uflöslich rn neue anlasst. aus zu zungen olgen; h ein- ausfin- ss der vandt- genü- e Luft, d ver- gegen liert, erhält zum lich ihre wird, icher Kör- zogen von oder ducle 1 die Lben 47 so muss es sich verhalten, wenn man in ungleichen Verhältnissen den Körper C einwirken lässt, denn dann theilen sich erstere nicht allein im Verhältniss ihrer Verwandtschaftsgrösse in letzteren, sondern auch im Verhältniss ihrer Menge. Ist A z. B. in einmal so grosser Menge vorhanden als B, so ist auch die Zahl seiner einwirkenden Theile noch einmal 80 gross als bei B. Bringt man den Körper A B mit dem Körper C D zusammen, kann sich hierbei A mit D und C mit B vereinigen, und haben A und D die stärksten Verwandtschaften zu einander, so findet ein Aus- tausch unter den Bestandtheilen der zusammenge- brachten Körper Statt, und zwar so, dass sich die beiden stärkern Körper A und D zu A D und die beiden schwächern Körper C und B zu C B verbin- den; ist aber die Verwandtschaft zwischen A D stär- ker, so erfolgt kein Austausch. Haben dagegen die Körper A und B zu dem Körper C Verwandtschaft, und hat zugleich A zu B Verwandtschaft, so hat auch gewöhnlich A C zu B C Verwandtschaft, wo- bei dann nach den ungleichen Mengen, in welchen A, B und C gegenwärtig sind, entweder nur die Verbindung von A C mit B C erfolgt, oder es kommt dieselbe Verbindung mit A B, A C, oder B gemengt vor. Es giebt noch mehrere Abänderungen dieses Ver- wandtschaftsgesetzes, doch können sie sämmtlich auf die hier erwähnten Fälle zurückgeführt werden. Das Product aus der ursprünglichen Verwandt- schaftsstärke in das Gewicht eines Körpers nennt man das chemische Moment oder die chemische Masse. Die Verwandtschaftsstärke sey z. B.= 20, —— ß 7˙—m²— m ² mwàÄ—ͤ— ͤf— 8— 48 f 8 8 bree das Gewicht des Körpers= 10, 80 würde das che- Lesch. mische Moment= 200 seyn. bald Sollen sich elastisch- flüssige Körper mit flüssi- 8 2 5. 5(ler nach gen Körpern vereinigen, so ist jederzeit Tempera- — 5 2. 2 8—— men, ell turerniedrigung erforderlich. Zwei elastische Flüs- h 8. 8.. a s kl sigkeiten verbinden sich aber nur, wenn ihre che- a 1 5 7: 8 1 f. mische Verwandtschaft grösser ist, als beider Expan- f 0 8 25 8 Uig sionskräfte. N 3 N i 8: 150 f Man hat häufig die Bemerkung gemacht, dass 11 05 5 5 8 Naält) bei den chemischen Verbindungen der Körper ent- 191 5 1 weder Entwickelung oder Verschluckung von 1 10 5. 3 5 Inter I. Wärme, Licht und Electricität erfolgt. Dies hat 1 r) 0 g und nachher zu der 9 5... 5 wubter Bestätigung geführt, dass die chemischen Verbindun- anfänglich zu der Vermuthun Se 2 15 li h f 2 1— are dll lensäur Las dureh e hinsichtlich ihrer Electricität können wir, der besse- ren Verständlichkeit wegen, aber erst handeln, wenn von der Electricität die Rede seyn wird. 5 5 rennen, Endlich hat man denn auch gesehen, dass die 8 Vereinigung der Körper hinsichtlich ihrer Quanti- 15 täten, stets in sehr bestimmten, unabänderlichen e Verhältnissen erfolgt. Diesem Theile der Chemie, den man den mathematischen nennen kann, ist be— a Aon bas der 5 5 5. Wipern sonders in der neueren Zeit von den Chemikern viel 0 Aufmerksamkeit geschenkt worden; man ist dadurch zu höchst wichtigen Resultaten gelangt, und es lässt sich nicht leugnen, dass man sich seitdem in der ei ber! 80 fl ed einer 3 8 5 5 85 lein di Chemie mit einer Sicherheit bewegt, die man früher 0 für ganz unmöglich gehalten haben würde.— Auch wir müssen uns mit diesen wichtigen Entdeckungen bekannt zu machen suchen, indem sie zu innig mit der Chemie verwebt sind; bevor wir indessen hier- die per Amlich dan I. lug mi as che. t flüssi. empera- e Hlüs. re che. Expan: dass r ent- g von es hat, zu der indun- ischen Körper hesse. wenn 8s die uanti- lichen lemie, zt be- n viel durch 8 Jässt in der früher Auch kungen 8 mit hier- 49 zu schreiten, ist erforderlich, dass wir erst die Eigenschaften der einfachen Stoffe kennen lernen. Sobald sich zwei Körper chemisch verbinden, oder noch einen dritten und vierten Körper aufueh- men, nennt man die Verwandtschaft, wodurch die- ses erfolgt, die mischende Verwandtschaft, oder die Verwandtschaft der Zusammenset- zung. Bei dieser Art der Verwandtschaft finden also nur Verbindungen, aber keine Trennungen Statt; die Verbindungen sind hierbei nicht an 2, 3, 4 und 5 Körper gebunden, sondern können auch unter noch mehreren erfolgen. Zieht z. B. gebrann- ter, oder seiner Kohlensäure durch's Erhitzen be- raubter Kalk, aus der Atmosphäre wieder Kohlen- säure an, s ist dieses eine mischende Verwandt- schaft, weil mit der atmosphärischen Luft die Koh- lensäure nur gemengt ist. Lassen sich zwei chemisch verbundene Körper durch einen dritten hinzugethanen von einander trennen, so heisst diese Verwandtschaft: die ein- fache Wahlverwandtschaft. Die Trennung erfolgt hierbei so, dass entweder der früher verbun- dene Körper in Freiheit gesetzt wird, oder auch so, dass der hinzugethane sich mit den beiden anderen Körpern zu zwei neuen Körpern vereinigt. Liefert er aber nur einen Körper mit den übrigen beiden, s0 ist es wieder die mischende Verwandtschaft. Bei einer vollständigen Trennung ist indessen nicht al- lein die chemische Verwandtschaft khätig, sondern sie verfolgt auch durch Beihülfe anderer Kräfte, nämlich durch Cohäsion und Expansion.— Lost man Harz in Alkohol auf und versetzt die Auflö- sung mit Wasser, so fällt das Harz als ein weisses 4 — ps]q. E F 50 pulver zu Boden, weil der Alkohol eine nähere Ver- 1 Wandtschaft zum Wasser, als zum Harze hat.— 115 Thut man in Salpetersäure Kreide, 80 entsteht ein 1 0 heftiges Aufbrausen, weil die Salpetersäure die mit 75 der Kalkerde der Kreide verbundene Kohlensäure 1 verdrängt. 190 Der Körper, durch welchen man die Trennung 1 bewirkt, braucht indessen nicht immer ein wägba- 1 rer zu seyn; denn die Kalkerde, um bei dieser ste- 010; hen zu bleiben, verliert ihre chemisch mit, sich ver- l 1 bundene Kohlensäure auch durch Wärmeanwendung. buch d Alle durch Hitze hervorgebrachten Trennungen be surch ruhen übrigens auf der Affinität der Körper zur ch Wärme, womit sie Luftgestalt annehmen. Das Ab- dhecban dampfen, die Destillation, so wie die Sublimation. (wobei der durch Hitze ausgetriebene Körper feste ler! Form annimmt), gehören zu den Operationen, die von der Eigenschaft der Körper, mit dem Wärme 9% stoff Luftgestalt anzunehmen oder Dämpfe zu bilden, Un abhängig sind. wandt Wenn zwei oder auch mehrere Körper, die je- gelen der wenigstens aus 2 Stoffen bestehen, auf einander sebalt wirken, und ihre Bestandtheile wechselseitig gegen lieder einander in der Art austauschen, dass je zwei einen geade! neuen Körper bilden, so heisst dieses die mehr f a- liber: che oder doppelte Verwandtschaft. Man un- eke terscheidet hierbei auch noch eine not h wendige u und eine zufällige doppelte Wahlverwandt- dnl schaft. Bei der zufälligen Wahlverwandtschaft ist mi die eine der trennenden Verwandtschaften schon Sela hinreichend, um die Summe der ruhenden Verwandt- släti schaften zu überwältigen, 80, dass sie schon allein aui die alten Verbindungen aufzuheben vermag. R 0 re Ver. hat. teht ein die mit lensäure ennung wägba⸗ er ste- ch ver- ndung. en be- er zur as Ab- mation er feste n, die Värme- bilden, die je. nander gegen einen hr fa- m un- adige and! aft it schon handt- allein Lu- 51 weilen entsteht dabei nur eine neue Verbindung und die beiden anderen Körper erhalten sich unver— bunden; zuweilen entstehen dabei aber auch zWei neue Verbindungen. 5 Bei der nothwendigen doppelten Wahl- verwandtschaft ist dagegen die Summe der tren- nenden Verwandtschaft nöthig, um die ruhende Ver— wändtschaft aufzuheben.— Schwefelsaurer Kalk (Gyps) kann 2z. B. weder durch Kohlensäure allein, noch durch Kali allein zerlegt werden, sondern nur durch die Verbindung von Kohlensäure und Kali— durch Pottasche— wobei kohlensaurer Kalk und schwefelsaures Kali entsteht. Als Regel können wir überhaupt annehmen, dass die Summe der grös— seren Affinitätsgrössen immer den Erfolg der Zersetzung en bestimmt. Die ruhende Verwandtschaft ist diejeni- ge, wodurch schon verbundene Körper in der Ver- bindung festgehalten werden; die trennende Ver- wandtschaft diejenige, wodurch eine schon be— stehende aufgehoben wird; die thätige Verwandt- schaft ist endlich diejenige, wodurch sich die ver- schiedenen Körper erst zu verbinden streben. Fol- gende Beispiele mögen das Erwähnte mehr verdeut- lichen: Bringen wir kohlensaures Ammoniak und schwefelsaure Alaunerde in Wasser gelöst zusam- men, so ist das Ammoniak für sich schon hinrei— chend, die schwefelsaure Alaunerde zu zerlegen, mithin ist dies die einfache Wahlverwandt- schaft. Dass die Kohlensäure hierbei wirklich un- thätig ist, sehen wir daraus, dass sie Luftgestalt annimmt: 4* ..]⁵— QX. p. * 52 ) gel Kal i Kohlensäure lillt fl Rohlensaures Ammoniak Ammoniak Sabel Schwefel- Vile saures, 5 Ammoniak Schwefelsäure Schwefelsaure Alaunerde t 1 Jollersan Die Alaunerde fällt hierbei aus der Flüssigkeit 165 nieder, die Kohlensäure entweicht als Gas, und die Un die Schwefelsäure und das Ammoniak bleiben mit einan- eullgt N 0 der verbunden in der Auflösung zurück. mer i 5:„ Bringen Wir dagegen schwefelsaures Natron und Wand salzsauren Baryt(Chlorbarium) zusammen, so erfolgt Mien die doppelte Wahlverwandtschaft mit Zwei Wipe neuen Verbindungen. Dies ist zugleich die zuf äl- g 2 Jig doppelte Wahlverwandtschaft, weil die Fÿerten Schwefelsäure schon allein hinreichend ist, den salz- Files sauren Baryt zu zerlegen: tlg 5 Küper Schwefelsaures Natron 5 15 Kal At Kskure Atron Schwefel- 5 Kochsalz) saurer Salzsäure Baryt 0 Salzsaurer Baryt Baryt n 0 Vermischt man dagegen schwefelsaure Kalkerde in Wasser gelöst mit kohlensaurem Kali, so findet n die nothwendige doppelte Wahlverwandtschaft Statt, ö ——ů— welfel. res onlak gkeit die inan- wund rlolgt Zwei fal- die Sal- efel- 53 weil Kali und Kohlensäure jedes für sich den Gyps nicht zerlegen können: Schwefelsäure Schwefelsaure Kalkerde(Gyps) Kalkerde Kohlen- Schwefel- Sqdurer SaUres Kohlensäure Kalk Kali Kohlensaures Kali Kali Es giebt auch noch eine Verwandtschaft, welche man die disponirende Verwandtschaft nennt. Sie erfolgt, wenn zwei Körper, die, um sich mit ein- ander zu verbinden, keine hinreichend starke Ver- Wandtschaft besitzen, dadurch genöthigt werden, sich miteinander zu vereinigen, dass man einen dritten Körper hinzugesetzt, welcher eine starke Verwandt- schaft zu dem sich bildenden Körper hat.— S0 2. B. werden durch angefeuchtetes kohlensaures Kali oder kohlensauren Kalk Sauerstoff- und Stickstoffgas, wenn sie lange damit in Berührung bleiben, disponirt, sich zu Salpetersäure zu vereinigen, weil sowohl der Kalk als das Kali eine sehr grosse Verwandtschaft zur Salpe- tersäure besitzen. Von den einfachen Stoffen im Allge- meinen. Wir haben vorhin gesehen, dass einfache Stoffe oder Elemente diejenigen Körper genannt werden, 54 5 welche bei der Zerlegung zusammengesetzter Kör- per als letzte Resultate erscheinen. Ein unzerleg- ter Körper, ein einfacher Stoff, oder ein Element sind daher gleichbedeutend.— Dass wir die für einfach gehaltenen Stoffe noch nicht weiter zerlegt haben, beweist indessen keines weges, dass sie nicht weiter zerlegt werden können; vielleicht findet man noch einmal, dass das jetzt für einfach gehaltene Chlor zwei oder mehrere noch unbekannte Körper enthält, oder dass der Stickstoff, wie man vermu- thet, aus Nitrogen und Sauerstoff besteht. Einfache Stoffe kennen die Chemiker jetzt 55, und wenn es sich bestätigen sollte, dass Berzelius eine neue Erde, die Thorerde, entdeckt hat, 56. Für den Land- und Forstwirth sind indessen nur 21 beachtungswerth; denn nur diese gehören, so viel wir jetzt wissen, zum Pflanzen- und Thierleben. Sie heissen: A. Unwägbare Stoffe. 1) Electricität. Lieht 3) Wärme. Den Magnetstoff übergehen wir, weil es immer wahrscheinlicher wird, dass er nur eine modificirte Electricität ist. B. Wägbare Stoffe. 1) Sauerstoff. 8) Phosphor. 2) Stickstoff. 9) Fluor. 3) Wasserstoff. 10) Silicium. 4)* Kohlenstoff. 11) Aluminium. 5) Chlor. 12) Barium. 6) Jode. 13) Calcium. 7) Schwefel. 14) Talcium. (iel uns 55 Rör- 15) Eisen. 17) Natrium. erleg- 16) Mangan. 18) Kalium. lement Wir übergehen desshalb, oder werden nur 80 lie für viel davon anführen, als es die Nothwendigkeit für zerlegt unseren Zweck erheischt: nicht 19) Selen. 36) Kupfer. t man 20) Bor. 37) Blei. altene 21) Brom. 38) Zinn. örper 22) Lithium. 39) Antimon. ri 23) Strontium. 40) Zink. 24) Zirkonium. 41) Scheelium(od. Wolfram). zt 50, 25) Tttrium. 42) Wismuth. ius 26) Glycium. 43) Uran. 50 27) Platin. 44) Molybdän. 18 1 28) Gold. 45) Arsenik. 15 110 29) Silber. 46) Kobalt. 110 0 30) Palladium. 47) Tellur. 31) Osmium. 48) Chrom. 32) Iridium. 49) Titan. 33) Rhodium. 50) Cerium. 34) Nickel. 51) Kadmium. 35) Quecksilber. 52) Tantalum. mmer ficirte I. Von den unwägbaren Stoffen. (Imponderabilien.) 2 r e a Manche Naturforscher nehmen an, dass die Im- un. ponderabilien nur die Erfolge von Veränderungen der allgemeinen Eigenschaften der Körper seyen, zu welcher Annahme sie sich um so mehr berechtigt ———.—*— 56 glauben, als wir Wärme, Licht und Electricität häufig in einander übergehen sehen, und wir an Körpern, welche nach unseren Begriffen Wärme, Electricität oder Licht in sich aufnehmen, noch nicht die allergeringste Gewichtszunahme haben wahrneh- men können. Indessen kann man die Imponderabili- en auch als in die Materie übergehede Kräfte be- trachten. Da wir nun in allen Ponderabilien Elec- tricität, Wärme und Licht antreffen, so besitzen sie auch sämmtlieh Kräfte, mit welchen sie auf ein- ander wirken können. Bei der Erklärung von Kraft findet unser Wissen jedoch seine Grenzen; wollen Wir aber alles erklären, so verleitet uns dies ge- wöhnlich zu abentheuerlichen Hypothesen. Nie soll- te man überhaupt in der Chemie eher etwas als wirklich annehmen, als bis Gründe dafür in der Analogie anderer bekannten Erscheinungen vorhan- den sind; doch man glaubt jetzt oft, alles erklärt zu haben, wenn man die chemischen Erscheinungen auf die unerklärten Kräfte der Imponderabilien zu- rückgeführt hat. Weil wir die Imponderabilien in allen wägbaren Stoffen antreffen(denn jeder Körper enthält z. B. Wär- me), so giebt es auch keinen absolut einfachen Kör- per. Man zählt indessen die Imponderabilien niemals mit auf, sondern denkt sie sich immer hinzu. Die Eigenschaften der Imponderabilien sind zahl- 105% und. bleich sie auch alle höchst merkwürdig sind, so wollen wir doch mur diejenigen näher be- trachten, welche zur besseren Erklärung der für den Land- und Forstwirth interessanten Naturerscheinun- gen dienen können. U pebane Lal u. ble 10 sonst u Grin, tiniger bie dem Spiung Dosh 088 d dern ben,; einer Ain nan welch eitäl tricität Wir al Wärme, ch nicht ahrneh. serabili. fte be. 1 Elec. esitzen uf ein- 1 Kxaft wollen es ge- e soll- as als in der vorhan- erklärt ungen n Zu- baren Mär- Kör- iemals all- vürdig er be- ür el einun- 57 a. Von der Electricität. Wenn man feste Körper auf eine gewisse Art behandelt, wenn man z. B. Glas, Harz oder Siegel- lak mit einem wollenen Tuche reibt, so erlangen sie hierdurch Eigenschaften, welche man an ihnen sonst nicht bemerkt; diese Eigenschaften bestehen darin, dass sie kleine Körper anzichen, und nach einiger Zeit wieder abstossen, dass es, wenn man sie dem Gesichte nähert, scheint, als seyen sie mit Spinngewebe überzogen, dass sie den Geruch des Phosphors besitzen, dass sie im Dunkeln leuchten, dass sie, wenn man ihnen den Finger oder einen an- dern Körper nähert, einen knisternden Funken ge- ben, und dass sie, in die Nähe der Zunge gebracht, einen eigenthümlichen Geschmack hervorbringen.— Körper, welche diese Eigenschaften besitzen, nennt man electrisch, wogegen man die Kraft, von welcher diese Erscheinungen herrühren, Electri- cität nennt. Obgleich alle Körper unsers Erdbodens Electri- cität enthalten, s offenbart sie sich unseren Sinnen doch nicht eher, als bis wir sie in ihre Bestandthei- le zerlegt haben. Die electrische Materie, so wie sie in den Körpern vorkommt, besteht nämlich aus zwei verschiedenen Electricitäten, Wovon wir die eine, die positive, oder Plus- Electricität (+ FE) und die andere, die negative, oder Mi- nus-Electricität(-) nennen. Die positive Electricität nennt man auch die Glas-Electrici- tät, und die negative El. die Harz-Electrici- tät. 58 Solange beide Electricitäten vereinigt sind, ma- chen sie sich uns durchaus nicht bemerkbar, wenn sie aber auf irgend eine Weise von einander getrennt werden, so erkennen wir sie augenblicklich aus den electrischen Erscheinungen. Ein Körper wird also nicht anders electrisch, als wenn sich beide Electri— citäten entweder in seinen verschiedenen Theilen, oder in dem Wirkungskreise derselben zeigen.— Die Vereinigung der Plus- und Minus-Electricität ist= der ruhenden Electricität, und, der electro- chemischen Ansicht gemäss, soll diese nichts anderes, als Licht und Wärme seyn. Treten die Electricitäten einzeln in einem, ein Continuum bildenden Körper auf, so sind sie immer in zwei entgegengesetzten Punkten(Polen) angehäuft, und der Körper zeigt dann dieselbe electrische Po- larität, als ein Körper, welcher magnetisch ist. Freie Electricität wird also immer durch Polarität bedingt, und diese Polarität besitzen nicht nur die Körper in ihren Massen, sondern, was merkwürdig ist, auch in ihren Atomen. Die Polarität ist es da- her auch, welche die Atome zu grösseren Massen zusammenhält, und von ihrer Intensität hängt es ab, mit welcher Kraft sie zusammengehalten werden. Als Ursache des ruhigen Verhaltens der Electri— citäten in den Körpern nimmt man an, dass sie sich in ihnen wechselseitig neutralisirt haben, oder dass sie sich darin das Gleichgewicht halten und so zur Ruhe gekommen sind. Das Gleichgewicht des electrischen Zustandes der Körper wird indessen auf mancherlei Weise leicht gestört, z. B. schon in dem Falle, dass sie ihren Aggregatzustand oder ihre chemische Constitu- tion verändern.— Die neutralisirte, ruhende, oder . 8— türlic Leichen Die mehrfe geriebe Wolle ft ale dägegel flectrise ltät in icität mit übe den da Aud 1 wege tel u. elan, bes fol dern, cation indess fir die licht gen s 1. B. Sole das Kan eint näs! die geyr ma- Wenn Arennt us den d als0 lectri. zeilen, 1 eicität ectro. deres, ein mmer häuft, de Po- e ist. arität r die ürdig 8 da- fassen s ab, n. etri- sich 88 sib Aube ischen cerlli 5 bie zstitu- oder 39 natürliche Electricität der Körper, wird durch das Zeichen 4 angegeben( E u.— E). Die Electricitäten eines Körpers lassen sich auf mehrfache Art trennen. Wird Glas mit Wolle gerieben, 80 wird es positiv electrisch, weil die Wolle fast alle negative Electricität und das Glas fast alle positive Electricität zu sich nimmt; wird dagegen Harz eben 80 behandelt, so wird es negativ electrisch, indem dadurch fast alle positive Electri- cität in das Reibezeug, und fast alle negative Elec- tricität in das Harz übergeht. Beide auf solche Art mit überschüssiger Electricität versorgte Körper wer- den dadurch in den electrischen Zustand versetzt, und zeigen, weil sie nun freie positive, oder freie negative Electricität enthalten, jene vorhin erwähn- ten merkwürdigen Eigenschaften. Man hat, wie schon vorhin bemerkt wurde, behauptet, dass, wenn Körper electrisch wären, die- ses von keinem eigenthümlichen Stoffe herrühre, son- dern, dass es nur die Folge einer besondern Modifi- cation ihrer Massentheile sey. Diese Ansicht scheint indessen irrig zu seyn, weil die Hlectricitäten auch für sich bestehen können; sie pflanzen sich nämlich nicht nur im luftleeren Raume fort, sondern bewe— gen sich in diesem auch sogar leichter. Lässt man z. B. durch die torricellische Leere einen electri-— schen Funken schlagen, so geschieht dieses, ohne dass man dabei das geringste Hinderniss bemerken kann. Hieraus geht also hervor, dass man die in einem Körper angehäufte Electricität als durch Ad- häsion nur lose gebunden betrachten kann, oder, dass die Körper wohl die Träger der electrischen Materie seyn können, und es auch in der Regel sind, dass 60 0 sie aber durch besondere Behandlung genöthigt wer- 85 den, die gebundene Electricität in den leeren Raum 100 fahren zu lassen; doch lässt sich allerdings hierge- ug 10 gen einwenden, dass Wir eigentlich noch gar keinen 1 0 leeren Raum kennen, indem auch die torricellische. 5 8 Leere(der nicht mit Quecksilber angefüllte obere 10 1 Theil eines Barometers) noch Quecksilberdämpfe ent- 190 N hält. 2 dass gle Die freien Electricitäten, d. h. die durch Rei- 50 ben oder dergl. getrennte + oder— Hlectricität, 1100 scheinen sich nur auf der Oberfläche der Körper hal- 5 ten zu können; denn ein massiver Körper nimmt 1 1 5 nicht mehr Electricität auf, als ein hohler; woge- 55 10 gen die electrische Materie, d. h. die vereinigte on bis Plus- und Minus-Electricität, auch im Inneren 5 der Körper befindlich ist. 105 Wenn die electrische Materie in negative und 0 positive Electricität verwandelt worden ist, so be- ble sitzt sie eine ganz ausserordentliche Expansivkraft. gechele Eine Glasstange, welche z. B. durch Reiben mit 0 Wolle, überschüssige positive Electricität aufgenom- une men hat, bringt, sobald die Luft trocken ist, in der 73 Entfernung von 5— 6 Fuss schon ein aufgehängtes 6 Goldblättchen in Bewegung. erlallur Um sich schnell zu überzeugen, wie die durch w fie Reibung electrisch gewordenen Körper kleine Kör- die deidt per anziehen und wieder abstossen, hänge man ein ch Kügelchen von Kork, etwa von der Grösse einer 10 an Erbse, an einem seidenen Faden auf und nähere ihr lehrt eine mit Wolle geriebene Siegellackstange, oder ei- half ne gleichfalls geriebene Glasröhre. Das Kügelchen a auf wird dann sowohl vom Glase, als vom Siegellack, je Da nach der Beschaffenheit seines Electricitätszustandes, ecli igt wer- en Naum ö lierge. r leinen icellische e obere Pfe ent. ch Nei. tricität, er hal. nimmt wWoge⸗ einigte Inneren ve und 50 he- ykraft. n mit genom- in der ängtes durch Kör- an ein einer ere ile der ei⸗ chen ck, je audes, 61 bald abgestossen, bald angezogen und von neuem wieder entfernt. Bewegt es sich z. B. gegen das ihm vorgehaltene Siegellack, so wird es von dem ihm hierauf genäherten Glase zurückgetrieben, und hat es die Eigenschaft angenommen, sich gegen das Glas zu bewegen, so wird es vom Siegellack zurückgestos- sen. Diese Erscheinung beruhet auf dem Gesetze, dass gleichnahmig electrische Körper sich abstossen und ungleichnahmig electrische sich anziehen. Das Kügelchen, in die Nähe der Siegellackstange gebracht, empfängt nämlich von die- ser negative Electricität, und entfernt sich, sobald es gleichnahmig electrisch geworden, wogegen es vom Glase angezogen wird, weil dieses die entgegen- gesetzte Electricität enthält; aber bald wird durch die Electricität des Glases die Electricität des Kügel- chens in's Gleichgewicht gesetzt, und kann nun vom Glase positive Electricität aufnehmen; wenn dieses geschehen ist, wird es gleichfalls vom Glase wieder abgestossen.— Der ganze Apparat zu diesem Expe- rimente ist in kurzer Zeit zu Stande gebracht, und gewährt dem, velcher dieses sonderbare Verhalten der electrischen Körper noch nicht kennt, viel Un- terhaltung, besonders wenn man zwei Kügelchen an zwei Fäden neben einander aufhängt, weil, wenn sie beide dieselbe Electricität aufgenommen haben, schnell von einander weichen und eine ganze Weile so schweben bleiben. Aber dieses kleine Experiment lehrt uns auch zugleich die Eigenschaft einer Natur- kraft kennen, deren Einfluss sowohl auf belebte, als auf unbelebte Körper unermesslich ist. Dass die electrische Materie wirklich aus zwei verschiedenen Electricitäten besteht, sehen wir nicht 62 nur aus der Eigenschaft der electrischen Körper, sich anzuziehen und abzustossen, sondern wir haben dafür auch noch mehrere andere Beweise; die vor— züglichsten hiervon sind folgende: 1. Wenn man die positive Electricität auf die Zunge ausströmen lässt, so bringt sie einen sauren Geschmack hervor, wogegen die negative Electricität einen laugenartigen Geschmack verursacht. 2. Durch die positive Electricität werden in den Körpern chemische Veränderungen hervorge- bracht, die von denen der negativen Electricität ver- schieden sind; die erstere verwandelt z. B. blaue Pflanzensarben in roth, wogegen die negative Electri- cität die blaue Farbe wieder herstellt. 3. Bestreuet man eine Glasscheibe mit trocke— nen Schwefelblumen(Schwefel in sehr feiner Zer— theilung) und lässt man vermittelst eines darauf ge- legten Metallknöpfchens die + E darauf einwirken, so bildet sich im Schwefelpulver eine sternförmige runde Figur; verfährt man dagegen auf dieselbe Art mit der— E, so entsteht Zwar gleichfalls im Pulver eine runde Figur, allein diese hat keine Strahlen, sondern dendritische Verästelungen. 4. Die negative und positive Electricität unter- scheiden sich dadurch von einander, dass sie, von verschiedenen Körpern, unter gewissen Verhältnissen nicht gleich gut geleitet werden. 5. Ist ein Körper positiv electrisch, so strömet, wenn er eine etwas stumpfe Spitze hat, aus dieser ein büschelförmiges, röthlich- blaues Licht; enthält, er dagegen negative Electricität, so zeigt sich daran nur ein leuchtendes Pünktchen. Nes geben ö db. e die d geln 1 sie dach, Nine 1g au ilrer r. aulgenebt der ab 8E allen Ls er eO Nen 1 80 Lis durch 13 die Ili den, 1 Nieht Jeränd Am er. andern enden! dalle alige Ie tridl 5 tricil diehl der K 0 Oper, r laben die vor. auf die 1 Sauren trioität den in rvorge. at ver. blaue Electri— trocke. r Zer- auf ge wirhen, ormige be Art pulver rahlen, unter- „ von tnissen trömeh 5 dieser enthalt U daran 63 Nehmen Rörper die Electricitäten leicht auf, und geben sie sie auch an andere Körper leicht wieder ab, so nennt man sie Electricitätsleiter. Lassen sie die Electricität etwas schwierig durch, so heis- sen sie Halbleiter. Nichtleiter nennt man sie dagegen, wenn sie die Electricität von anderen Körpern nur im Punkte der Berührung sehr schwie- rig aufnehmen, nicht gestatten, dass sie sich auf ihrer Oberfläche weiter verbreitet und die einmal aufgenommene Electricität auch sehr schwierig wie- der an andere Körper abgeben. Sobald ein, die Electricität leitender Körper von allen Seiten mit Nichtleitern umgeben ist, sagt man, er sey isolirt. Obgleich es aber gegen die stärk- sten Grade der Electricität keine Isolatoren giebt, 80 lässt sich eine schwache Electricität doch schon durch Halbleiter von den Körpern abhalten. Die Körper erleiden zwar im Allgemeinen durch die Electricität, wie wir weiter unten sehen wer- den, merkwürdige Veränderungen, allein sobald sie Nichtleiter sind, werden sie dadurch eben so wenig verändert, als wenn sie vollkommene Leiter sind. Am ersten erleiden desshalb die Halbleiter eine Ver- änderung. Zu den die Electricität vollkommen lei- tenden Körpern gehören unter andern auch die Me- talllegirungen(zusammengeschmolzene, verschieden- artige Metalle); desshalb kann z. B. Messing, aus Kupfer und Zinn bestehend, auch nicht durch Elec- tricilät in seine Bestandtheile zerlegt werden. Das Leitungsvermögen der Körper für die Elec- tricität ist sehr verschieden; die besten Leiter sind die Metalle, aber auch unter diesen findet ein gros- ser Unterschied Statt, so z. B. verhält sich das Lei- 64 tungsvermögen des Kupfers zum Kalium wie 1000: 13. in iure Flüssiges Wasser und Wasserdünste leiten die Electri- leit bie cität dagegen bei Weitem weniger gut, und trockne 15 Wüns Luft gestattet ihr fast gar keinen Durchgang.— der Veg Hieraus geht hervor, dass ein Boden, welcher wöchte; Feuchtigkeit enthält, mehr Electricität aus der Atmo- Tohlens sphäre(in welcher sie stets enthalten ist) aufnehmen gal ul muss, als wenn er sehr trocken ist; wesshalb man dieb b schon aus dieser Ursache dafür sorgen möchte, dass gefunden es dem fruchttragenden Boden niemals an Feuchtigkeit auneag fehle; was sich bekanntlich dadurch bewirken lässt, gcheiulich dass man ihm Körper mittheilt, welche die Wasser- Waser) dünste der Atmosphäre anziehen, vozu Humus, och nic Thon, Lehm und Mergel gehören. Weiter unten ib de! werden wir nämlich sehen, dass die Electricität eine Maud k sehr wichtige Rolle beim Pflanzenwachsthum spielt. der ge Das Leitungsvermögen des Wassers wird, Was ribität höchst sonderbar ist, erhöhet, wenn es manche nicht 1 leitungsfähige Körper, z. B. Salze, in Lösung hält. alt Ohne Zweifel verdient dieses von den Landwirthen 16 850 um desswillen beachtet zu werden, weil es zum Aud n Theil die Wirkungen der Salzdüngungen erklärt. 0 Insbesondere ist auch das Leitungsvermögen der 15 Körper von ihrem Aggregatzustande abhängig; Kohle 85 leitet z. B. die Electricität sehr gut, wogegen der Aae Diamant(Kkrystallisirter Kohlenstoff) sie gar nicht ah leitet.— Eben so ist Eis ein Isolator, flüssiges dal! Wasser dagegen ist, wie vorhin erwähnt wurde, die. ein ziemlich guter Leiter. gleich Der Boden, aus einem Gemenge der verschiedenar- dei di tigsten Körper bestehend, muss natürlich auch Substan- ess d zen enthalten, die ein sehr verschiedenes Leitungsver- de U. mögen für die Electricität besitzen; aber es fehlt noch dich 00:13. dlectri. wockne welcher Atmo- zehmen b man „ dass ligkeit 1 lässt, Vasser- Iumus, unten at eine spielt, „ Vas nicht hält. then t. nder Kohle der nicht ssiges Furde, dent. ubstäl. 00 ser⸗ noch 65 an hinreichenden Versuchen, um mit einiger Gewiss- heit hierüber etwas Bestimmtes angeben zu können, so wünschenswerth es auch wegen der, hinsichtlich der Vegetation daraus abzuleitenden Folgerungen seyn möchte; denn wenn man auch angegeben findet, dass kohlensaure Kalkerde und Talkerde, Gyps, Quarz- sand und Humus im vollkommnen trocknen Zustande sich als Nichtleiter verhalten, und wenn man auch gefunden haben will, dass die Thonarten und die zu- sammengesetzten thonigen Bodenarten(höchst wahr- scheinlich, wegen des in ihnen noch befindlichen Wassers) schwache Halbleiter seyen; so hat man doch nicht untersucht, oder noch nicht angegeben, ob die genannten Körper auch beide Electricitäten nicht leiten; es giebt nämlich Körper, welche un- ter gewissen Umständen nur eine der beiden Elec- tricitäten durchlassen und die andere isoliren, was, wie wir weiter unten sehen werden, wohl berück- sichtigt zu werden verdient. Dergleichen Körper heissen Unipolarleiter.— Bipolarleiter nennt man dagegen diejenigen Körper, welche in Be- ziehung der Leitungsfähigkeit der in den Polen der galvanischen Säule(Vergl. weiter unten) angehäuften Electricitäten sich so verhalten, dass sie, mit dem einen oder anderen Pole und dem Erdboden in Ver— bindung gebracht, die Electricität ableiten, aber mit beiden Polen zugleich in Verbindung gesetzt, nicht die Vereinigung der Electricitäten gestatten. Zu- gleich zeigt dann aber auch der Bipolarleiter hier- bei dieselbe electrische Spannung als die Säule, 80 dass die dem positiven Pole am nächsten zugewen- dete Hälfte positiv, die andere dagegen negativ elec- trisch ist. Zu den Bipolarleitern gehört z. B. Wasser, 5 MMttttetstf Z)ꝰ”PVin:ñi. 66 wogegen gut ausgetrocknete Seife zu den unipola- tine 1 ren Leitern gehört, indem sie die positive Electri- ud Na cität leitet und die negative Electricität isolirt. In- Lu dessen hat man gesehen, dass sich die mehrsten Kör- en II per bis zu einem gewissen Grade als unipolare Lei- ben. ter verhalten, und dass besonders die Alkalien und yobei Säuren sich in Gieser Hinsicht auszeichnen; die güne ersteren sind unipolare Leiter für die positive Elec- brd, tricität, die zweiten dagegen unipolare Leiter für Nütper, die negative Electricität. Seife mag sich also nur d va. desshalb als ein unipolarer Leiter verhalten, weil Vürper sie gewöhnlich etwas überschüssiges Kali besitzt.— nenden Ein Boden, welcher Alkalien(Kali, Natron, geageze Kalk- und Talkerde) enthält, muss aus diesem Grun- her fte de die positive Electricität der Atmosphäre besser Fennel aufnehmen(leiten), als ein solcher, dem diese Kör- dann per fehlen, und ein viel freie Säure(Humussäure) dll enthaltender Boden wird sich dagegen hauptsächlich unges nur mit der negativen Electricität der Atmosphäre Loch versergen können. Dies muss auf die Vegetation ei- fat d nigen Einfluss haben, denn wir werden weiter unten leiter, sehen, dass das Pflanzen wachsthum durch die posi- ici tive Electricität bei Weitem mehr befördert wird, als fel, durch die negative Electricität. Natürlich ist es dess- U. halb auch sehr wahrscheinlich, dass wir den humus— fer LI Aurereichen Boden befähigen werden, mehr positive lug Electricität aus der Atmosphäre zu sich zu nehmen— iede also fruchtbarer macken— sobald wir ihn mit einer eine hinreichenden Menge Kalk, Mergel und Asche dün- Halte gen, indem dann aus der Humussäure, der Kalkerde bilde und dem Kali in mancher Hinsicht der Seife sehr nen! ähnliche Körper(humussaure Salze) entstehen, 80 euer dass wir, von dieser Seite aus betrachtet, hierin auch Uult mipola- Electri- e lte ben Rör. are Lei. ien und die e Elec- ter für 80 nur „ Weil itzt.— Natron, Grun- besser se Kör- ussaure) sächlich sphäre ion ei- unten e posi- ird, als s dess- humus- dositive men— it einer he dun- Callerde e selir hen, 80 in auch 67 eine Erklärungsart über die Wirkung der Mergel- und Kalkdüngung finden.— Zu den Eigenschaften der positiven und negati- ven Electricität gehört, dass sie ein grosses Bestre- ben haben, sich innig mit einander zu verbinden, wobei ihre Wirkungen auf andere Körper dann gänzlich verschwinden. Dies ist denn auch der Grund, wesshalb sich der electrische Zustand aller Körper stets im ziemlichen Gleichgewichte erhält, und warum jeder mit freier Electricität versehene Körper in anderen, in seinen Wirkungskreis kom- menden Körpern anfänglich eine der seinigen entge- gengesetzte Llectricität erregt; hat desshalb ein Kör- per freie Plus- Electricität, so giebt er davon sehr schnell einen Theil an seine Umgebung ab, wofür er dann von dieser einen Theil ihrer negativen Electri- cität empfängt, so dass zuletzt in keinem Körper ungesättigte Electricität übrig bleibt. Hierbei ist noch zu bemerken, dass die Leiter die Electricität fast augenblicklich verlieren, wogegen die Nicht- leiter, da sie eine grössere Adhäsion für die Elec- tricität besitzen, sie schon langsamer fahren las- sen. Haben Körper einen Ueberschuss von irgend ei- ner Electricität aufgenommen, E. B. durch Mitthei- lung; so lassen sie dieselbe bei Weitem leichter wieder fahren, wenn sie spitzig sind, als wenn sie eine abgerundete Oberfläche haben; am festesten halten sie sie jedoch sobald sie eine ebene Fläche bilden und auch recht glatt sind.— Hieraus kön- nen wir vielleicht den Schluss ziehen, dass ein mit einer rauhen Oberfläche versehenes Feld die aus der Luft oder sonst woher erhaltene Electricität leichter 5* ——.————— 2—— 68 fahren lassen wird, als wenn es glatt ist; woraus denn wiederum hervorgehen würde, dass, weil die Electricität ein kräftiges Beförderungsmittel der Ve- getation ist, den jungen Saaten das Walzen sehr zuträglich seyn muss. Wenn gleich diese Operation von den Landwirthen schon längst als sehr vortheil- haft anerkannt worden ist, so darf sie doch immer nur Bedingungsweise vorgenommen werden, so z. B. würde es sehr fehlerhaft seyn, wenn man eine jun- ge Saat walzte sobald das Feld nass ist.— Natürlich electrische Körper, d. h. solche, wel- che gar kein Zeichen freier Electricität von sich ge- ben, äussern weder Anziehung noch Abstossung ge- gen einander. Ein stark electrisirter, isolirter Lei- ter, möge er positiv oder negativ electrisch seyn, zieht aber nicht nur Körper an, die eine ihm ent- gegengesetzte Electricität besitzen, sondern auch solche, in denen die Electricitäten im neutralen Zu- skande vorkommen. Dies erfolgt schon bei einem gewissen Abstande, welchen man den Wirkungs- kreis der Electricität, oder die electrische At- mosphäre nennt.— Weil die atmosphärische Luft bald positiv, bald negatiy electrisch ist, 80 kann sie auch die Körper des Bodens, welche für die eine oder die andere Electricität empfänglich sind, in den positiv oder negativ electrischen Zustand versetzen; dadurch muss natürlich Anziehung und Abstossung unter den Erdtheilen des Bodens entstehen, und vielleicht ist dies die Ursache, wesshalb manche Bodenarten locke- rer sind, als man es der übrigen Verhältnisse we- gen erwarten sollte. Wenn aber auch die Bindig- keit des Bodens von der Abstossung und Anziehung einer 1 Nörper och oh Biudigh. ande, ler.— Te gig ö ler Abs Me, 80 Jon sch reien e finander Mads versqll laub gen, Baxper Jolen e eiuizun TFunle de U ch di ben de d nen Kral. schei 4 fer de L ladur Woraus weil die der Ve. zen sehr peration Vortheil. immer 0 z. B. ne jun- 25 wel. ich ge. ing ge⸗ er Lei- h seyn, hm ent. u auch en Zu- einem ungs- de Al- „bald Lörper andere oder adurch er den icht bt 1 Jocle- e W- hindig- iehung 69 seiner ungleichartig und gleichartig electrischen Körper zuweilen abhängig seyn dürfte, so rührt doch ohne Zweifel seine grössere oder geringere Bindigkeit öfter sowohl von seinem Aggregatzu- stande, als von seinen chemischen Bestandtheilen her.— Wenn das Gewicht der electrisirten Körper 80 gering ist, dass sie durch die electrische Anziehung oder Abstossung in Bewegung gesetzt werden kön- nen, so laufen sie zusammen oder entfernen sich. Von schweren Körpern trennen sich dagegen die freien entgegengesetzten Electricitäten, sobald sie einander so nahe kommen, dass ihre electrischen Atmosphären mit einander in Berührung stehen. Die verschiedenen Electricitäten strömen dabei mit un- glaublicher Kraft und Schnelligkeit einander entge- gen, und geben, wenn ihre Ansammlung in den Körpern bedeutend ist, d. h. wenn sie sich in einer hohen electrischen Spannung befinden, bei ihrer Ver- einigung Licht und Wärme, oder den electrishen Funken, und jede Spur von Electricität verschwin- det. Wie gross die Kraft seyn kann, mit welcher sich die entgegengesetzten Electricitäten vereinigen, schen wir nicht nur beim Blitze, sondern auch bei der durch gewöhnliche Electrisirmaschinen erhalte- nen Electricität; denn schon diese hat eine solche Kraft, dass sie im Stande ist, ziemlich dicke Glas- scheiben zu durchbohren. Aus der Wirkung des Blitzes sowohl, als aus der der künstlich erregten Electricität geht hervor, dass die Electricität einen Raum bedarf, was noch mehr dadurch bestätigt wird, dass ein mit Siegellack über- ———————————————— 70 9 1 0 zogener Metalldraht, mit grosser Gewalt seines d d Ueberzuges beraubt wird, wenn man ihn zur Entla- ird dung electrischer Körper gebraucht; aber eben die- cheile se Erscheinung macht es auch wahrscheinlich, dass hein sich die freien Electricitäten(vergleiche das Vor- entgez hergehende) nur an der Oberfläche der Körper hal- pen! ten können. a Nie. Die Electricität offenbart sich uns auch durch ei- f nige Erscheinungen, die man mit dem Namen electri- d a sche Vertheilung lbelegt hat; sie geht der Mitthei- Wale lung der Electricität von einem Körper an den andern 40 8 immer voraus, und muss von dieser desshalb wohl des Nor unterschieden werden. Nähert man nämlich einen. positiv electrischen Körper à einem isolirten, natür- bass lich electrischen Körper 5, so treibt die positive Alen, Electricität des Körpers à die positive Electricität ber g des Körpers b zurück und die negative Electrieität baer dieses Körpers nähert sich der positiven Electricität nin des Körpers 4, so dass das eine Ende von b nur die Halt positive, und das andere Ende nur die negative Elec- dene! tricität besitzt, und zwar um so merklicher, je mehr Wenn der Körper à dem Körper b genähert wird, ohne beide! dass jedoch ihre Electricitäten zu einander übersprin- Viele gen. Berührt man alsdann das Plusende des Kör- lichen pers 5 mit dem Finger(wodurch die Electricität aus- Penn gezogen wird), so bleibt er nur negativ electrisch; al berührt man dagegen das Minusende, so bleibt er Au nur positiv electrisch. Die Plus- Electricität des 68 2 Körpers à verliert übrigens bei der electrischen lang Vertheilung jedesmal bedeutend von ihrer Stärke, ele theils weil sie die gleichnamige Electricität des Kör- und pers 5 zurückzustossen hat, theils weil ihr durch zilir die hervorgerufene entgegengesetzte Minus-Electri- eie Seines e Entla- ben die- h, dass a8 Vor. er hal. reh ei- Sebri- litthei— andern b wohl meinen natür- dositixe otricitit otricität tricitat ur die e Elec- mehr ohne sprin- Kör- it aus- trisch; eibt er tät des trischen Stärle, s Kör- durch lectri- 71 cität des Körpers 5 das Gleichgewicht gehalten wird. Die Vertheilung der Electricität unter- scheidet sich hauptsächlich dadurch von der Mit- theilung der Electricität, dass erstere immer den entgegengesetzten electrischen Zustand in den Kör- pern hervorzubringen sucht, statt dass letztere die Körper immer in den gleichnamigen electrischen Zu- stand versetzt. Die electrische Vertheilung fin- det aber nicht nur bei Leitern, sondern auch bei Nichtleitern Statt, und bei den letzteren immer so, dass die zurückgestossene Electricität ins Innere des Körpers dringt. Wie sich Körper von gleichnamiger Electricität abstossen, oder sich von einander zu entfernen su- chen, sieht man recht deutlich bei einer mit Was- ser gefüllten Glasröhre, die mit einer sehr feinen, haarröhrchenähnlichen Spitze versehen ist; wird nämlich die Röhre positiv electrisch gemacht, 80 lauft das dadurch gleichfalls positiv electrisch gewor- dene Wasser schnell aus, statt dass es darin bleibt, wenn die Electricität nicht angewendet wurde, oder beide Körper im neutralen Zustande verblieben.— Vielleicht findet zuweilen mit der im Boden befind- lichen Feuchtigkeit ein ähnlicher Vorgang Statt, wenn nämlich die Erdtheile des Bodens dieselbe Elec- tricität besitzen, als das Wasser, so mag dadurch dessen Verdunstung beschleuniget werden; doch ist es auch wahrscheinlich, dass das schnellere oder langsamere Verdunsten des Wassers mit durch den electrischen Zustand der Atmosphäre bedingt wird, und es mag dann am grössten seyn, wenn diese po- sitiv electrisch ist, indem das verdunstende Wasser freie negative Electricität zeigt.— —— ———— 72 Da wir gesehen haben, dass sich die Electricitä- ten überall ins Gleichgewicht zu setzen suchen, und Körper, welche denselben electrischen Zustand in gleichem Grade besitzen, kein electrisches Zeichen gegen einander geben, so lässt sich auch leicht aus- mitteln, welche Art von Electricität irgend ein elec- trisirter Körper im Ueberschusse enthält. Zur Richt- schnur dient hierbei, dass kleine Körper durch die Electricität in Bewegung gesetzt werden, dass gleich- artig electrische Körper sich abstossen, dass ungleich- artige Körper sich anziehen, dass die Körper einan- der ihre überschüssige Electricität mittheilen, oder dass, wenn ein positiv oder negativ electrischer Körper mit einem sich im natürlichen Zustande be- findenden electrischen Körper in Berührung kommt, er ihm positive oder negative Electricität entzieht, Wodurch dann in dem andern die eine der beiden Electricitäten frei wird, und endlich, dass die Kör- per, im Fall sie isolirt sind, bei trockner Luft die Electricitäten eine Zeitlang an sich halten. Theilt man desshalb einem an einen seidenen Faden aufge- hängten und dadurch isolirten Korkkügelchen die Electricität des zu untersuchenden Körpers auf die Weise mit, dass man es damit in Berührung bringt, und hält man ihm hierauf eine geriebene und da- durch mit Minus-Electricität versehene Siegellack- stange vor, so wird das Kügelchen, im Fall es posi- tiv electrisch geworden ist, vom Siegellack angezo- gen werden, wogegen es sich davon entfernt, sobald es vom zu untersuchenden Körper Minus-Electrici- tät empfangen hat. Wendet man aber statt des Sie- gellacks eine geriebene Glasstange an, 80 wird sich alles umgekehrt verhalten, indem das Glas durch's Heiben Llectri Llectri reicht Pork Aimee. Schpae tel. Nis, Nase, Nirper Lin durch! chen e NMII᷑ beide stosse Elec. Man I late Llectr Froces fich einige dcheib ab Woch Nei Ting verr dche diät Len ctricitä. en, und Stand in Leichen icht aus. in ele. Hicht. rch die gleich- gleich- einan- oder rischer de be- gommt, abzielt, beiden e Kör- it die Theilt aufge- u die F die ringt, 1 da- lack- posi- igezo⸗ sobald ctridi. 8 bie- sich ich's 73 Reiben positiv electrisch wird. Die Mittheilung der Electricität geschieht hierbei so, dass, weil die freie Electricität des geriebenen Körpers mehr als hin- reicht, um die entgegengesetzte Electricität des Korkkügelchens völlig zu neutralisiren, dann beide Körper gleichnamig electrisch werden, oder einen schwachen Ueberschuss von einer Electricität erhal- ten. Hierbei ist aber, was wohl bemerkt werden muss, das Quantum der Electricität nicht von der Masse, sondern von der Grösse der Oberfläche der Körper abhängig. 8 Eine sehr geringe Menge Electricität lässt sich durch zwei neben einander aufgehängte Korkkügel- chen entdecken; bringt man nämlich diese in den Wirkungskreis des electrischen Körpers, so nehmen beide Kügelchen dessen erregte Electricität auf, und stossen sich dann, als Körper von gleichnamiger Electricität, einander ab.— Diesen Apparat nennt man Electrometer oder Electroscop(Electrici- tätsmesser).— Um jedoch die allergeringste Menge Electricität, z. B. diejenige, welche bei chemischen Processen erregt wird, zu entdecken, bedient man sich zweier runder, sehr glatt geschliffener, durch einige Lacktropfen von einander entfernter Metall- scheiben, legt diese auf einen isolirenden Körper (auf Glas oder Siegellack), und stellt das Gefäss, worin der chemische Process Statt findet, auf die Metallscheiben; hält man dann eine Zeitlang den Finger auf die unterste Scheibe und hebt hierauf vermittelst eines gläsernen Handgriffes die oberste Scheibe ab, so hat sich in dieser die erregte Electri- cität— welche sich früher in der zwischen den bei- den Scheiben befindlichen Luftschicht aufhielt— an- . 74 f 1 gehäuft und kann dann durch das Electrometer 2 1 7 gemessen werden. Ein dergleichen electrisches In- 0 N 0 strument heisst ein Condensator(KElectricitäts-(Conta 2 sammler).. — Das Electrometer kann auch mit dem Condensa- AIun0s * tor verbunden werden, und ist dann das sogenann- 0 — 5 te condensirende Electrometer. Gewöhnlich 1 befestigt man hierzu in einem Glasgefässe 2 trockene 9 1 kleine galvanische Säulen, deren Pole sich in entge- gengesetzter Lage befinden, und hängt dazwischen N . N ein Goldblättchen auf. 15 6* Die Electrometer zeigen übrigens immer nur die con * Menge der Electricität im Verhältniss zur Capacität durch .(Fassungsfähigkeit, Ansammlungsfähigkeit) der Kör- eich 1 per für diesen Stoff an, und eben so Wie ein Ther- rin 6 mometer nicht die absolute Menge der Wärme an- e 1 L zeigt, eben so lässt sich durch ein Electrometer auch Llec 7 nicht die absolute Menge von Electricität erkennen. Vir 1 Dieselbe Menge Electricität bringt daher auch in Fidit 2 einem Körper mit kleiner Capacität für die Electrici- im 0 0 J tät eine 5 5 hervor, een 8 in ei- Dug . nem anderen Körper mit grosser Capacität für die Elec- fit l 0 0 tricität eine geringe Spannung verursacht. Oder mit Aksel. 8 anderen Worten: nicht alle und jede Körper sind im z Stande, gleichviel Electricität in sich aufzunehmen. br Man weiss, dass sich die Electricität in den e Körpern auf 5 verschiedene Arten erregen lässt. Für 0 den Landwirth ist es von Wichtigkeit, sie sämmt- 5 lich kennen zu lernen, wesshalb wir sie denn auch pol näher betrachten wollen: mil 1. Die Electricität wird erregt durch Reibung, gen Stoss oder durch kurze Zeit dauerndes Zusammen- rio drücken und Ausdehnen der Körper. Fal meter cles In- Ticitätz- ndensz. genann- ahnlich ockene entge- ischen ur die pacität Kör- Ther- me an- r auch ennen. ich in ctrici- in ei- Elec- r mit nd im men. n den Für zämmt- n auch Hibung, men- 75 2. Durch Temperaturveränderung. 3. Durch Berührung verschiedenartiger Körper (Contacts- Electricität). 4. Durch eine chemische Veränderung in der Atmosphäre. 5. In Thieren, durch organische Processe. a. Erregung der Electricität durch Reibung, Stoss und Zusammendrücken. In manchen Körpern können, wie wir vorhin schon gesehen haben, die ruhenden Electricitäten durch Reibung von einander getrennt werden; der- gleichen Körper heissen: selbst- electrische, ur- sprünglich- electrische oder idio- electrische; indess lasst sich durch Reibung nur in solchen Körpern die Electricität anhäufen, welche Nichtleiter sind(d. h. Körper, auf deren Oberfläche sich die erregte Elec- tricität nicht weiter verbreitet), Wozu Glas, Harz, im Ofen gedörretes Holz, Seide und mehr dergl. Dinge gehören. In Körpern, welche die Electrici- tät leiten, lässt sich aber die Electricität dadurch ansammeln, dass man sie auf Nichtleiter(Glas und Harz)estellt. Diese Regel befolgt man bei Electri- sirmaschinen(Apparate, durch die man sich nach Belieben die eine oder die andere Electricität im Grossen verschafft). Wir müssen indess bemerken, dass es eben so wenig vollkommene Isolatoren, als vollkommene Leiter giebt, denn die Leiter setzen mit ihrer Masse der Electricität Widerstand entge- gen, und die Isolatoren geben nach und nach Elec- tricität an die sie umgebende Luft ab. Metalle und Kohle sind die vollkommensten Leiter, wogegen alle 76 übrigen Körper die Electricität mehr oder weniger abe M isoliren.— Den Vorgang, welcher bei der durch berg Reibung in den Körpern erzeugten Electricität Statt durch findet, haben wir schon früher kennen gelernt. ersell Die Art der Electricität, welche ein Körper md nach dem Reiben zeigt, richtet sich so wohl nach Dein le seiner eignen Beschaffenheit, als nach der des Reibe- en In zeuges; hat z. B. dieses für die negative Electricität Köchen eine grössere Verwandtschaft, als für die positive tue ble Electricität, so wird der geriebene Körper positiv en ah electrisch und so umgekehrt. Doch muss hierbei be- tue, bi rücksichtigt werden, dass es oft nur eines kleinen gelielt Nebenumstandes bedarf, um denselben Körper durch dlliten; dasselbe Reibezeug positiv oder negativ electrisch zu nmel machen; polirtes Glas wird z. B. durch's Reiben Aluchene mit Wolle positiv electrisch, wogegen mattes Glas, N einerle mit Wolle gerieben, negativ electrisch wird; reibt rösen man aber mattes Glas durch Metall, so wird es FCczheinn . gleichfalls positiv electrisch. Jeder Körper kann al- Maobtlei so, wie hieraus hervorgeht, die Electricität wech- empfing seln, so dass er sich oft positiv, oft negativ elec- un en trisch zeigt. Beim Aneinanderreiben der Körper ist filat ent übrigens die Electricitätsentwickelung um so stärker, len Leit je heterogener sie sind; die homogenen Kör- nzeben per werden mehrentheils nur dann electrisch, wenn Electric ihre Oberflächen verschieden sind, oder wenn sie n de eine verschiedene Temperatur besitzen. Der Grad cler d und die Art der Electricität, den zwei aneinander die d geriebene Körper annehmen, ist endlich auch vom I aus, Feuchtigkeitszustande der Atmosphäre, von der Stär- lität ke des Druckes und von dem Grade der Temperatur leicht abhängig. II Sowohl Glas, als Harz, obgleich sie schon elec- lasen, .———. 8 2 Weniger r durch llt Satt nt. Körper ul nach Reibe. tricitãt ositive positiv bei be- leinen durch sch zu Reiben s Clas reibt ird es un al- wech- F elec- er ist irker, Kör- wenn n sie Grad nander h vom T Stär- veratül elec⸗ 77 sche Materie enthalten, bekommen durch's Reiben Ueberschuss von einer Electricität und werden da- durch in die sogenannte electrische Spannung versetzt; hiermit steht denn auch ihre Anziehung und Abstossung im graden Verhältnisse.— Sind beim Reiben sowohl die reibenden, als die geriebe- nen Körper isolirt, so ist die Zerlegung der ele- trischen Materie sehr unbedeutend, wird aber die eine oder die andere erregte Electricität in den Erd- boden abgeleitet(Was bei Electrisirmaschinen durch eine, bis zur Erde reichende, angehängte Drahtkette geschieht), so erleichtert man die Trennung der Electri- citäten; die positive oder die negative Electricität sammelt sich dann in dem reibenden oder dem ge— riebenen Körper in grösserer Menge an, oder was einerlei ist, die Körper werden dadurch in eine grössere electrische Spannung versetzt. Diese Er- scheinung beruhet auf dem Gesetze, dass, wenn ein Nichtleiter an dem einen Ende freie Electricität empfängt, aus seinem entgegengesetzten Ende jedes- mal eine eben so grosse Menge gleichartiger Electri— cität entweicht, sobald diese durch einen angebrach- ten Leiter Gelegenheit findet, in den Erdboden über- zugehen. Das leichtere Entweichen und Einsaugen der Electricität ist aber, wie wir vorhin gesehen haben, auch davon abhängig, ob der Körper spitzig ist, oder ob sich in seiner Nähe Spitzen befinden; ja die Spitzen üben hierbei einen so grossen Einfluss aus, dass selbst spitzige Nichtleiter die Electri- cität nicht nur leichter aufnehmen, sondern auch leichter wieder abgeben. Bleiben die electrisirten Körper der Ruhe über- lassen, so entweicht der Ueberschuss der Electrici- 78 tät allmählig in die Luft, wesshalb sie dann auch un 0 K nach einiger Zeit aufhören, electrische Erscheinun- lassen; gen zu äussern. chess Was die Reibung in der einen Klasse der Kör- dass e. per bewirkt, das bringt der Stoss oder der Druck Walz in einer anderen hervor; doch lässt sich auch an- auf ei nehmen, dass gleiche Ursachen hier zum Grunde dheib liegen, denn man kann die Reibung auch als einen stelt- oft erneuerten Druck betrachten. i Die homogenen an einander gedrückten Körper rilie werden, wie beim Reiben, besonders in dem Falle Agiti electrisch, dass ihre Oberflächen eine verschiedene Lutan Beschaffenheit besitzen; indess ist die Electricitäts- erg) entwickelung beim Drücken, wie beim Reiben, im- en mer am beträchtlichsten, wenn die Körper sehr he- bel e terogen sind; auch wird mehr Electricität erregt, bie! wenn man die gedrückten Körper schnell von einan- dure der trennt, indem sich bei einer langsamen Tren- Korn nung die Electricitäten wieder vereinigen. Jederzeit Tone muss aber, wenn man das Electrischwerden bemer- dladur ken will, der gedrückte Körper isolirt seyn.— l Der Landwirth kann hieraus den Schluss ziehen, Perl dass es besser seyn müsse, die jungen Saaten ge- für d schwind, als langsam zu eggen oder zu Walzen; Lilem auch dass durch eine hölzerne oder eiserne Walze wut mehr Electricität erregt werden wird, als durch 10 eine steinerne. Doch ist hierbei auch zu bemerken, 1 dass es mehrere Mineralien giebt, die schon durch del den leisesten Druck electrisch werden, so z. B. der bei durchsichtige Kalkspath; wogegen andere, z. B. der Pall Bergkrystall, schon länger gedrückt werden müssen, des wenn sie electrisch werden sollen.— Im Ganzen ge- eld nommen werden aber alle weichen und festen Körper ann m auch cheinun- ler Kör- r Druck uch an. Erunde s einen Körper n Falle iedene icitäts- u, im- ur he- erregt, einan- Tren- derzeit bemer- yn.— ziehen, n ge- alen; Walze durch erken, durch B. der B. der müssen, en ge- Lorper 79 um so electrischer, je mehr sie sich zusammendrücken lassen, und je grösser das Gewicht ist, durch wel- ches sie gedrückt werden.— Hieraus folgt denn, dass es im Allgemeinen gut seyn wird, recht schwere Walzen anzuwenden, und dass die Saaten, welche auf einem Sandboden stehen— weil dieser grössten- theils aus Quarz- oder Bergkrystall- Fragmenten be- steht— langsam gewalzt werden müssen. Wir haben noch zu bemerken, dass auch die Mi- neralien durch Reibung oder Druck bald positiv, bald negativ electrisch werden, und dass ihr electrischer Zustand oft nur einen Augenblick dauert, z. B. beim Bergkyrstall; doch zuweilen bleiben sie, selbst unter den ungünstigsten Umständen, lange electrisch, Z. B. bei einer sehr feuchten Atmosphäre, oder wenn man sie in's Wasser taucht. Ueberhaupt aber haftet die durch Druck erregte Electricität fester an den Körpern, als die durch Reibung hervorgerufene. Von der Berührungselectricität unterscheidet sie sich dadurch, dass sie eine grössere Spannung zeigt.— Aus dem Erwähnten folgt, dass das electrische Verhalten der Körper in dieser Hinsicht, besonders für den Landwirth von Interesse ist, indem in einem Felde, welches gewalzt, geegget, oder auf sonstige Weise bearbeitet wird, auch jedesmal Elec- tricität erregt werden muss. Ein Boden wird, um so electrischer werden, je mehr sich seine Bestand- theile zusammendrücken lassen; was bekanntlich bei den viel Humus enthaltenden Bodenarten der Fall ist. Natürlich kann aber das Electrischwerden des Bodens nur um die Zeit nützlich seyn, da das Feld gerade Früchte trägt; aber der Nutzen muss dann auch um so grösser seyn, je mehr der Boden 80 solche Körper enthält, die durch Reibung oder eld Druck positiv electrisch werden, weil es erwiesen 2 pee ist, dass die positive Electricität die Vegetation mehr Nutte befördert, als die negative Electricität. Zu bedauern delle ist es daher, dass über das Electrischwerden der bee Bodenbestandtheile durch Druck oder durch Reibung Wee noch so wenig Versuche angestellt worden sind, denn 0 man könnte im Voraus, vielleicht hierdurch mit, 11 5 den Grad der Fruchtbarkeit des Bodens beurtheilen; f. ausgemittelt hat man jedoch, dass, mit Ausnahme ie des Talkes, sowohl sämmtliche krystallisirte erdige falt Mineralien, als auch sämmtliche, aus unorganischen a Säuren, Erden und Alkalien bestehende Körper(Sal- list ze) durch Reibung positiv electrisch werden, und 7710 dass sie zugleich Isolatoren sind; ferner hat man A gefunden, dass Fragmente von Mangan- und Eisen- ratlose oxydmineralien(die auch häufig im Boden vorkom- Mn men) durch Reibung negativ electrisch werden und s Leiter sind; und endlich hat man gesehen, dass ge- hung; wisse, auch im Boden höchst wahrscheinlich vor- cclung kommende Glimmer- und Schörl- Arten, durch Rei- Wäram bung negativ electrisch werden, dabei aber Nicht- 63 leiter sind. Indessen bringt auch bei diesen Körpern 7050 die Art des Reibezeuges oft einen andern electrischen nice, Zustand hervor. Berührt man z. B. Baryt, Natron, l Kalk, u. s. w. mit Metallen, so werden sie positiv leber electrisch, statt dass trockne Säuren durch dieselbe une Behandlung negativ electrisch werden. Bemerkens- 1 werth ist zugleich, dass bei unvollkommen Kry- ailh. stallisirten Körpern die Fähigkeit, durch Reiben elee- deu, trisch zu werden, nicht nur oft aufhört, sondern ichen Instru dass ihnen gar häufig auch die isolirende Eigenschaft fehlt; oft geht diese schon bei mangelnder Glätte fh oder erwiesen 'on mehr bedauern den der Reibung d, denn u mit, heilen; nahme erdige nischen r(Sal- „ und a man Eisen. orkom. en und iss ge⸗ u vor- h Rei- Nicht- pern ischen atron, vositiy 'eselbe e rkens- n Hy- m klke⸗ ndern gschalt, Clätte 81 der Oberfläche verloren, und Reibung erzeugt dann statt positiver, negative Electricität, so Zz. B. beim grös- stentheils aus Quartzkörnern mit rauher Oberfläche besteht, desshalb durch Reibung(Walzen) nur ne— gative Electricität erregt werden, was wohl zu be- achten seyn dürfte.— Gewönhnlich behauptet man, Quartze. In einem Sandboden kann, weil er dass durch Reibung die sämmtlichen Erden und folg- lich auch der Boden negativ electrisch würden, was indessen nicht der Fall seyn kann, da er auch Be- standtheile enthält, die durch Reibung positiv elec- trisch werden.— Fassen wir alles dieses zusammen, 80 lässt sich nicht leugnen, dass über den fraglichen Gegenstand noch manches zu erforschen ist, was zur Aufklärung mehrerer beim Ackerbau Statt findender, räthselhafter Erscheinungen dienen könnte; stets wird man indessen hierbei auch berücksichtigen müssen, dass Electricität nicht nur durch Druck und Rei- bung, sondern auch durch Mischung und Entmi- schung der Körper, so wie durch Erkältung, Er- wärmung, Verflüchtigung und plötzliche Verdün— nung erregt wird.— Wer diesen, gewiss nicht uninteressanten Gegenstand näher untersuchen will, möchte, wie aus dem Erwähnten erhellet, besonders darauf zu achten haben, durch welche Körper(als Reibezeug angewendet) die grösste Menge Electricität in den verschiedenen Bodenbestandtheilen erregt wird; und ferner, durch welche Arten Reibezeuge sie po- sitiv-, und durch welche sie negativ- electrisch wer- den, weil man hiernach das Material auszuwählen haben würde, welches zur Verfertigung von Acker- instrumenten verwendet werden müsste; es würde sich z. B. daraus ergeben, ob eine Walze von Holz 6 (und von welchem Holze) von Stein, Eisen u. dergl. lers bei zu machen sey.— garret. i Au i dass N b. Erregung der Electricität durch Tempera- ger gel tur veränderung. erregte . werden Obgleich das Bestreben der Electricitäten dahin Dei king geht, sich überall ins Gleichgewicht zu setzen, 80 Iluch bei. scheint es doch, als wenn es keinen einzigen Kör- 15 letale per in der Natur gebe, in welchem sich die Elec- ird na tricitäten im völligen Gleichgewichte befinden; wir unge sehen dieses besonders daraus, dass gewisse Körper Jliun, electrisch werden, sobald wir sie erwärmen; dahin Nest 1 gehören mehrere krystallisirte Mineralien, z. B. der Vicht; purmalin, Prehnit und Axinit. Bei mehreren Pfad dieser Körper trennen sich die Electricitäten so, fern, dass sich an dem einen Ende die negative und an adber e dem andern die positive Electricität ansammelt. Kör- u Stau 8 welche diese Eigenschaft haben, nennt man auch se electrisch- polaris ch. ain, Die durch Erwärmung im Turmalin erweckte Jom Er. Electricität tritt aber, was merkwürdig ist, nicht ful l an andere Körper, auch findet keine Electricitätser- fen i regung in ihm Statt, wenn die Temperatur constant pc, ist.— Man darf an diesen Thatsachen nicht Zwei- bee feln, weil die hierüber angestellten Versuche 80 50. W. vorgenommen wurden, dass man versichert seyn dergl. honnte, der Turmalin habe die Electricität nicht n von anderen Körpern aufgenommen, sondern sie in fahrn sich selbst erzeugt. 5 ker, Bei vielen Körpern wird auch Electricität ent- uu ft wickelt, wenn sie abgekühlt werden; dies ist beson- une uU. dergl. emperz. en dall. zen, en Kör- lie Elec. en; Wir Körper ; dahin . B. der mehreren täten 80, und an dt. Kör- nt man rwechle „ nieht eltätser- constant t zwei uche 9 rt sesl at nicht rn die in lit ent t beson- 83 ders beim Wasser der Fall, wenn es zu Zis er- starret.— f Aus dieser Erscheinung darf man wohl folgern, dass zusammengesetzte Körper, wenn sie in Was- ser gelöst sind, durch die beim Gefrieren desselben erregte Electrieität eine Zersetzung erleiden. Wir werden weiterhin auch wirklich sehen, dass dieses bei einigen zusammengesetzten Körpern, und nament- lich bei einigen im Boden vorkommenden der Fall; da letztere zugleich unauflöslich dadurch werden, 80 wird natürlich auch ihr Uebergang in die Pflanzen unmöglich gemacht. Hieraus mit lässt es sich er- klären, wesshalb ein tief in den Boden dringender Frost nachtheilig auf die Fruchtbarkeit des Bodens wirkt, obgleich dieses in anderer Rücksicht den Pflanzenwurzeln zu Statten kommt, nämlich in 80 fern, als der Boden dadurch gelockert wird. Da aber die Lockerung auch auf mechanischem Wege zu Stande gebracht werden kann, und er ausserdem auch sehr häufig durch das Regenwasser aufgelockert wird, so wäre es gewiss besser, dass er niemals vom Froste durchdrungen würde. Viele Landwirthe sind dagegen der Meinung, dass ein tief in den Bo- den dringender Frost die Fruchtbarkeit desselben er- höhe, Was aber sehr in Zweifel zu ziehen ist; zum Beweise Folgendes: Aufmerksame Gärtner bedecken vor Winter die Erde, worin sie Topfgewächse und dergl. ziehen wollen, mit Laub und Mist, oder bringen sie in hohe Haufen, weil sie aus der Er- fahrung wissen, dass die Erde an Fruchtbarkeit ver- liert, wenn sie vom Froste durchdrungen wird; und ferner: wenn die Landwirthe schönen Klee ge- winnen wollen, so bedecken sie ihn vor Winter 6* —— 8⁴4 mit strohigem Miste, weil dann der Frost nicht so tief in den Boden dringen kann; dass aber über- haupt ein Boden sehr fruchtbar seyn könne, ohne jemals vom Froste durchdrungen worden zu seyn sehen wir in Klimaten, die keinen eigentlichen Win. ter haben.— 1 Es giebt auch viele Körper— wozu besonders die Mineralien gehören— welche durch Erwärmung pald positiv-, bald negativ-electrisch werden. Bei manchen Körpern bringt auch eine ungleiche Erwär⸗ mung eine Trennung der Electricitäten hervor; der kältere Theil pflegt dann positiv- und der heissere negativ- electrisch zu werden. Alle durch Wärme electrisch werdenden Mineralien sind Nichtleiter; wogegen, Wie Wir vorhin gesehen haben, eisige durch 3—— durch Reibung electrisch wer- dende Mineralien sowohl Leiter, als Nichtleiter sind.— Enthält ein Boden Bestandtheile, die durch Er- Wärmung in den electrischen Zustand gerathen, Was gewiss sehr oft der Fall seyn wird, so müssen diese es auch durch die Sonnenstrahlen werden. Ein sol- cher Boden wird dann aber auch fruchtbarer seyn denn obgleich durch Erwärmung electrisch ce de Körper Nichtleiter sind, so geben sie, wenn auch schwierig, doch nach und nach ihre Electrici- tät an Gegenstände ab, mit denen sie in unmittel- bare Berührung kommen, folglich auch an die Pflan- zen wurzeln.— Es wäre gewiss der Mühe werth, auch ü ieser i ber diesen Gegenstand Versuche anzustel- len.— 1 wd. 0. Err ell (Conte I per Ui aul vier negati slicilät. scheibe 0e in man e ür Tink Peri Leet ian s elde cl nen t nicht 80 ber über. me, obne 2 Sep nen Win. besonder wärmunz n. Bei ö Erwär. or; der heissere Wärme utleiter; „ einige sch wer- ichtleiler irch Lr- en, Was en diese Ein sol. er seyn, werden- „ Wenn lectrici. inmittel. lie Pflan- e perth, ausel 85 c. Erregung der Electricität durch eine wechsel- seitige Berührung verschiedenartiger Körper (Contacts- Electricität, Berührungs- Electricität). Wenn man Zwei isolirte, verschiedenartige Kör- per mit einander in Berührung bringt, und sie hier- auf wieder trennt, so Zeigt der eine von ihnen freie negative, der andere dagegen freie positive Elec- iricität. Setzt man z. B. eine kleine isolirte Zink- scheibe mit einer eben solchen isolirten Kupferschei- be in Berührung, so zeigt das Kupfer, nachdem man es vermittelst eines Nichtleiters aus der Be- rührung des Zinkes gebracht hat, neg gative, das Zink dagegen positive Electricität.— Zwei in Berührung befindliche Metalle oder sonstige Körper zeigen aber nicht eher freie Electricität, als bis man sie trennt; berührt man indessen den einen oder den anderen Körper mit einem Leiter, z. B. mit dem Finger, 80 zeigt der nicht berührte die ihm entsprechende Electricität, Weil dadurch dieje- nige Electricität abgeleitet wird, welche das freie Hervortreten der anderen Electricität verhindert.— Dies höchst merkwürdige Verhalten der Körper wurde im Jahre 1790 von Galvani zu Bologna entdeckt, wesshalb man auch diese Art der Electri- citätserregung, die galvanische Electricität nennt. 8 Zwei mit einander in r stehende ver- schiedenartige Körper nennt man ein einfa ches electrisches Glied, oder eine einfache ele c- trische Kette. 86 Setzt man mehrere solcher Glieder mit einan- der in Verbindung, 80 heisst diese Vorrichtung eine electrische Säule, oder ihrem Entdecker Volta zu Ehren, die Voltaische Säule. Die Körper, aus welchen die Säule oder Kette besteht, nennt man die Electricitätserreger (Electromotor). Die Säule unterscheidet sich in ihren Wirkun— gen nur dadurch vom einfachen Gliede, dass sich darin die Electricitäten der einfachen Glieder sum- miren und an den Enden der Säule frei hervortre- ten. Um in der Säule die Trennung beider Electri- oitäten möglichst zu befördern, bringt man zwi- schen ihre einzelnen Glieder mit irgend einer gut leitenden Flüssigkeit angefeuchtete Pappscheiben. Zu unterst legt man bei der Errichtung der Säule eine Zinks cheibe, hierauf eine Kupferscheibe, und darauf eine, mit einer gut leitenden Flüssigkeit angefeuchtete Pappscheibe, dann wieder Zink, Kupfer, Pappe u. s. W.; die letzte Scheibe lässt man Kupfer seyn, welche sich dann negativ elec- trisch verhält, statt dass die unterste Zinkscheibe Positiv electrisch ist. Diese, die beiden verschiedenen Electricitäten führenden, entgegengesetzten Enden einer Säule heissen ihre Pole. Verbindet man selbige durch zwei Metalldrähte, nämlich so, dass der eine Draht vom Zinkpole(der Plus- oder positive Pol) und der andere Draht vom Kupferpole(der negative oder Minus- Pol) abgehet, so entsteht, wenn man die Drähte bis zu einer geringen Entfernung einander 8 nähert, wie bei der durch Reibung erregten Elec- icilit, Laden 0 entladen sich ne Die Talle, näbert der dil Man es eiuer U Ferdi den Lei und del len L an I bring Phan man! U klei! elech dati leib uche Mich dle deln trie We Ber gen für it einan- ricllung r Volta ler Nette reger Virkun. 88 sich r sum. vortre. Electri- n Zwi- lek gut en. Zu le eine leibe, eigkeit Zinb, e lässt elec- cheibe itäten Säule durch Dralt nd der e oder 1 die ander Llec- 87 tricität, ein electrischer Funke, weil die an den Enden der Säule angehäuften Electricitäten dadurch entladen werden, oder zu einander überspringen, sich neutralisiren. Die Entladung der Säule geschieht selbst in dem Falle, dass man die Drähte einander unter Wasser nähert. Die Intensität des sich bei der Entladung der Säule entwickelnden Lichtes ist 80 gross, dass man es noch bemerkt, wenn man sie im Inneren einer Lichtflamme vor sich gehen lässt. Erfolgt die Verbindung beider Electricitäten mittelst eines gu- ten Leiters, so Wird dieser heiss bis zum Erglühen und Schmelzen, und wendet man hierzu einen fei- nen Eisendraht an, 80 fängt die Spitze des Drahtes an zu brennen und sprühet Funken aus. Ueberhaupt bringt die Entladung einer Voltaischen Säule alle Phänomene von Feuer und Wärme hervor, welche man bei der gewöhnlichen Electricität bemerkt. Die Art der, in den sich berührenden Körpern frei werdenden Electricität, so wie der Grad der electrischen Vertheilung(Hervorrufung der Electri- cität) wird hierbei von der natürlichen Beschaffen heit der Körper bedingt, wobei die Art von der mechanischen Natur, der Grad aber von der che- mischen Verwandtschaft der Körper abzuhängen scheint, so dass, wenn die Verwandtschaft sehr schwach ist, auch nur eine kaum bemerkbare elec- trische Vertheilung Statt sindet. Homogene Körper werden zwar, unter gewissen Verhältnissen, durch Berührung gleichfalls in einen schwachen, entge- gengesetzten, electrischen Zustand versetzt, allein die Regel ist doch, dass sie in eine um 80 grössere electrische Spannung(eine gewisse Menge Electri- 88 eität auf einer bestimmten Oberfläche angehäuft) ge- nicht rathen, je heterogener sie sind. Dies! Aber nicht nur bei der Berührung verschieden- ders artiger fester Körper wird Electricität erregt, son- ö fals! dern auch bei der von Flüssigkeiten; übergiesst 1 man z. B. eine Metallauflösung vorsichtig mit Was- eial ser, und steckt in die dadurch entstehenden ver- bie schiedenen Schichten ein Metallstäbchen, aus dem- die in selben Metalle, als in der Lösung befindlich ist, 80 fer ge. bemerkt man sehr bald electrische Wirkungen. Be- let; steht die Metalllösung aus essigsaurem Blei und ädkre das hineingestellte Metall aus einem Bleistreifen, 80 1b.— löst sich dieser in der Metalllösung auf, und la- 0 gert sich in der oberen Wasserschicht in dendriti- n scher Form an sich selbst wieder ab; die Säure rät vertritt demnach hierbei ganz die Stelle des ande- h ren fehlenden Metalles. Wird durch eine Kupfer- bcli vitriollösung und eine darauf gegossene Ammoniak- 1 lösung ein Kupferdraht gesteckt, so zeigt das obere nach Ende des Drahtes die Plus- Electricität, das untere wie Ende dagegen die Minus-Electricität. f Luer Bei der Berührung verschiedenartiger Flüssigkei- zs i ten wird die erregte Electricität, sobald sich die Flüs- l sigkeiten chemisch verbunden hahen; unmerklich; Len feste Körper werden dagegen durch die Berührung ig in die electrische Spannung versetzt, weil es bei but ihnen nur beim Bestreben bleibt, sich zu vereini- Iden gen; dies ist der Grund, wesshalb hier auch nur und selten electrische Phänomene bemerkbar sind. iir Zur Erregung der Electricitäten durch Berüh- gen rung lassen sich beinahe alle Körper anwenden; ja nes man hat selbst mittelst Säulen, die aus Scheiben ver- ber schiedener Pflanzenwurzeln erbauet wurden, eine der 1. —————* 5 85 schieden. egt, son. ibergiest nit Was. len Ver. us dem- ist, 80 n. Be- ei und ken, 80 und la- endriti- e Säure es ande. Kupfer- nonial. s obere untere '8igbei- ie Flüs- erklich; 35* ührung es bei vereim- ich nur 89 nicht unbeträchtliche Menge Electricität erregt.— Dies lässt uns folgern, dass, wenn sich Wurzeln verschiedener Pflanzen im Boden berühren, gleich- falls Electricität erregt werden wird. Da nun die Electricität als ein sehr kräftiges Agens bei der Ve- getation wirkt, so lernen die Land- und Forstwirthe hierdurch einsehen, wie es kommt, dass Pflanzen, die im Gemenge erbauet werden, bei Weitem bes- ser gedeihen, als wenn man sie jede für sich aus- säet; freilich hängt dieses auch noch von einigen anderen, weiterhin näher anzugebenden Ursachen ab.— Obgleich man schon oft versuchte, die Gründe von der Entstehung der Electricitäten durch Be- rührung der Körper ausfindig zu machen, und man schon oft bemühet war, die Ursachen von dem ver- schiedenen Verhalten der Säule und der einfachen Kette zu erforschen, so konnte man bis jetzt doch noch keine genügende Erklärung darüber geben, Wie es denn überhaupt unser Loos ist, stets auf Unerklärliches zu stossen, wenn wir bemüht sind, das innere Wesen der Dinge zu erforschen. Um sich augenblicklich von der Erregung der Electricitäten durch Berührung zweier verschieden- artiger Körper zu überzengen, ist es hinreichend, eine kleine Zinkscheibe und eine Silbermünze so in den Mund zu nehmen, dass das Zink an die eine und das Silber an die andere Wange zu liegen kömmt, steckt man hierauf auch einen krumm gebo- genen Silberdraht in den Mund, 80 dass dessen ei- nes Ende das Zink, und das andere Ende das Sil- ber berührt, so bemerkt man im Augenblicke der * 1* 7 12 Berührung einen Blitz vor den Augen, elcher da- a f 2 —— 2 3 e 1 1 90 durch entsteht, dass durch den Draht eine Entla- dung der entgegengesetzten Electricitäten der Me- talle erfolgt. Zugleich bemerkt man aber auch in der Nähe der Metalle ein brennendes Gefühl welches das Zeichen einer fortdauernden Wed tätsentladung ist. Legt man das Zink unter die Zunge, das Silber aber darauf, und lässt man hierauf die Metalle sich vor der Zungenspitze be- rühren, so ist der Geschmack vom Zinke sauer, und der vom Silber laugenartig(brennend). Dieser verschiedene Geschmack rührt daher, dass die Feuch- tigkeit des Mundes, indem sie als Leiter der Elec- tricitäten dient, auch von ihr zerlegt wird, näm- lich so, dass sich einige Bestandtheile des Wassers im Speichel um das Silber und andere um das Zink lagern. Eine gleiche Zerlegung geht mit der Flüs- sigkeit vor, welche man zum Befeuchten der bei der Erbauung der Voltaischen Säule dienenden Papp- scheiben gebraucht, Wobei ihre Zerlegung um 80 vollständiger erfolgt, je besser sie die Electricität leitet.— Wir können wohl annehmen, dass auch die im Boden neben und über einander liegenden ver- schiedenartigen Körper als Voltaische Säulen wir- ken, und dass folglich um 80 mehr Electricität ent- wickelt werden wird, je verschiedenartiger die Kör- per sind, Woraus der Boden besteht. Wie nun durch eine Voltaische Säule die Körper zersetzt werden, so müssen auch einige Körper des Bodens dadurch eine Zersetzung erleiden, dass sie derjeni- gen Electricität ausgesetzt sind, welche durch die Berührung mancher Bodenbestandtheile erregt wird, zumal da eine ununterbrochene Entladung, auch wenn bring Hiere Bode übrig nicht in el Aal to, dl ler Se mische Theile bebau , dall. än lien gebn ne Entla. der Ne. Electric. nter die sst man tze be- sauer, Dieser Teuch- r Elec- um 50 stricität ch die n ver- 1 Wir- ät ent- le Rör- ie nun zersetit Bodens derieui- ch die ird, auch 91 wenn sie sehr schwach ist, Körper zur Zersetzung bringt, die eine grosse Affinität zu einander haben. Hieraus würde denn hervorgehen, dass in einem Boden, welcher nur aus wenig Kalktheilchen und übrigens aus lauter Kieselerdetheilchen besteht, nicht so viel Electricität erregt werden kann, als in einem Boden, welcher aus gleichen Mengen Kalk- und Kieselerdetheilchen besteht, und dass es, der übrigen Vortheile nicht zu gedenken, da- her sehr nützlich seyn muss, die Bodenarten so zu mischen, dass sie recht viele verschiedenartige Theile enthalten, oder dass man durch Kunst den bebaueten Boden so zusammenzusetzen suchen müs- se, dass dessen Bestandtheile den grössten Gegen- satz bilden; wozu je nach den Umständen bald Säuren(Humussäure und Kieselerde), bald Alka- lien und alkalische Erden(Kalk, Mergel, Asche, gebrannter Thon und dergl.) benutzt werden kön- nen.— Endlich zeigt uns die Berührungselectri- cität auch, dass in einem fleissig bearbeiteten Boden mehr Electricität erregt werden muss, als in einem der Ruhe überlassenen, indem durch die Bearbei- tung die verschiedenartigen Bodenbestandtheile fort- Während mit einander in neue Berührung gelangen. d. Erregung der Electricität in der Atmo- 1 1 7 sphäre. Es gehört zu den Eigenschaften der Atmosphä- re, dass sie sich niemals im electrischen Gleichge- wichte befindet, denn sie enthält stets entweder etwas freie negative, oder etwas freie positive Elec- ———— tricität; doch mehrentheils ist sie sowohl am Tage, als während der Nacht etwas positiv electrisch. In der Regel besitzt sie bei Warmem Wetter weniger Electricität, als bei kaltem; auch ist sie mit beson- ders viel Electricität geladen, wenn ein Nebel in die Höhe steigt. Sie enthält ferner viel freie Elec- tricität bei trockenem Ost- und Nordwinde, aber die grösste electrische Spannung zeigt sie, wenn Gewitter im Anzuge sind. In dieser Zeit verän- dert sich sogar 185 electrischer Zustand binnen ei- ner Minute oft 10 und mehrere Mal; vorzi üglich ist dieses der Fall, wenn sich Wolken am 1 befinden, die Hagel enthalten. Woher dieser schnel- le Wechsel entsteht, lässt sich zwar nicht mit Ge- vissheit sagen, doch ist es sehr wahrscheinlich, dass er hauptsächlich von der öfteren Formverän- derung des in der Atmosphäre befindlichen Wassers herrührt, indem verdunstendes Wasser negativ elec- trisch wird, statt dass das, welches zurück bleibt, positive Electricität zeigt. Die schnelle Formver- änderung des Wassers erfolgt aber in dem Falle, dass die Wolken in die verschieden erwärmten Luft- schichten kommen, so dass sie, Wenn sie sich in der einen in Wassergas verwandeln, in der andern wieder zu Nebel verdichtet werden. Aus der schnellen Verdunstung von electrisir- ter Feuchtigkeit erklärt man auch die Bildung des Hagels; man nimmt nämlich an, dass, wenn eine 101 2 mit electrischen Wasserdünsten(Wasserkügelchen) angefüllte Luftschicht in eine trockene Luftschicht gelange, die Verdunstung der Was serkügelchen 80 sehr beschleunigt und dabei so viel Wärme gebun- den werde, dass das zurückbleibende Wasser zu Eis am Lage, loch. In r Weniger nit beson- Nebel in eie Elec. e, aber Wenn verän- nnen ei- züglich Himmel schnel- mit Ge- beinlich, rmverän- Wassers li elec- hleibt, ormver- n Falle, en Luft- sich in andern ectrisit- ung de enn eine zcelchen igele 0 utschiclt eiche 80 bun- e geb f 1 0 Lis 93 erstarre. Vermöge der Anziehung der electrischen Wolken sollen dann die erstarreten Wassertropfen so lange in der Luft schwebend erhalten werden, bis ihr Gewicht die Anziehung übersteigt. Beim Herabfallen der kleinen Hagelkörner sollen sich dann die übrigen Wasserdünste der Atmosphäre daran absetzen und gefrieren; so dass auf diese Weise oft Eisstücke von bedeutender Grösse entstehen. Verdichten sich die Wasserdünste der Atmo- sphäre zu Thau, so wird jedesmal positive Electri- cität erregt. Dies mag der Grund seyn, wesshalb in thaureichen Nächten die Vegetation so sehr fort- schreitet. Höchst wahrscheinlich sind die höheren Regio- nen fortwährend mit einer 80 grossen Menge Elec- tricität geladen, dass sich deren Expansivkraft unter gewissen Bedingungen bis zur Erde erstreckt. Dass Wirklich die höhern Luftschichten mehr Electricität enthalten, als die unteren, ist von Volta und an- dern Physikern bewiesen worden, denn wenn das Electrometer nahe an der Erde auf 1 bis 2 Grad stand, so zeigte es, 30 bis 40 Fuss höher, schon 3 bis 4 Grad. i Man hat gesehen, dass das Quantum der Elec- tricität in den unteren Luftschichten des Morgens grösser, als am Tage ist, auch hat man bemerkt, dass die Atmosphäre im Frühjahr mehr Electricität, als in den übrigen Jahrszeiten enthält. Da nun die sich als Thau niederschlagenden Wasserdünste die Leiter der atmosphärischen Electricität sind, so wird es hierdurch begreiflich, warum der Thau im Frühjahr der Vegetation 80 erspriessliche Dienste leistet; auch erklärt sich hieraus, wesshalb die 94 Früchte, deren Saamen man Abends aussäet und erst am anderen Morgen mit dem Boden vermischt (einegget, oder unterpflügt), bei Weitem besser gedeihen, als diejenigen, deren Saamen man nach dem Aussäen gleich unter die Erde bringt.— Oft bleibt die Electricität des Thaues und über- haupt die der atmosphärischen wässerigen Nieder- schläge Tagelang plus-, oft Tagelang minus elec- trisch, oft aber wechselt sie mehrere Male im Ta- ge; besonders ist das Letztere beim Gewitterregen und Schneegestöber der Fall. Die Niederschläge verhalten sich am häufigsten positiv- electrisch bei Nordwind, wogegen sie am häufigsten negativ- electrisch bei Südwind sind. Die sämmtlichen wWäs- serigen Niederschläge der Atmosphäre sind aber häufiger negaliv-, als positiv- electrisch, in dem Verhältniss wie 155: 100. Bei Weitem die mehrsten electrischen Nieder- schläge ereignen sich in Deutschland bei West- Wind, die wenigsten bei Ostwind. Hieraus er- klärt es sich uns denn auch, warum die Vegetation so wenig bei Ostwind fortschreitet, und warum es auch nicht gut ist, bei diesem Winde zu säen; denn sey die Atmosphäre auch noch so electrisch, so nützt den Pflanzen doch nur diejenige Llectrici- tät, welche sie mittelst Feuchtigkeit einsaugen kön- nen.— Im Sommer sehen wir die Wolken oft mit ei- ner grossen Menge Electricität geladen; zuweilen sind sie positiv-, zuweilen negativ- electrisch. In beiden Fällen strömt ihnen dann von der Erde die entgegengesetzte Electricität zu. Geschieht dieses in einem grossen Abstande, bei hoher electrischer Spann dadur Blitz, nat. 0 g ihre galit lig in heuer, Molke fublas det und vermischt m besser man nach ind über. lieder. 18-elec. im Ta- erregen rschläge ectrisch gatir. en wäs- d aber in dem Nieder- West- aus er- zetation rum es sden; risch, ectrici- n kön- mit ei- uweilen ch. l de die dieses rischer 95 Spannung der Erde und der Wolke, so entsteht dadurch ein ungeheurer electrischer Funke, der Blitz, welcher das Phänomen des Donners zur Folge hat. Befinden sich die Wolken dagegen in keiner so grossen electrischen Spannung, s gleicht sich ihre positive oder negative Electricität mit der ne- gativen oder positiven Electricität der Erde allmäh- lig aus; und erfolgt dieses während der Nacht, 80 bemerken wir an spitzigen Körpern, da diese den Wolken die entgegengesetzte Electricität der Erde zublasen, electrische Flammen(Elmsfeuer).— Eine Gewitter Wolke setzt die Erde durch Ver- theilung der Electricität(vergl. das früher Er- Wwähnte) stets in den entgegengesetzten electrischen Zustand; ist sie desshalb minus- electrisch, so wird die Minus- Electricität der Erde zurückgedrängt, und an ihrer Oberfläche erscheint dann die Plus- Electricität; ist sie dagegen plus- electrisch, 80 erscheint an der Erdoberfläche die Minus-Electri- cität.— Wir dürfen wohl annehmen, dass dieses freie Hervortreten der Electricitäten im Boden ei- nen grossen Einfluss auf das Pflanzenwachsthum hat; da sich indessen die Plus- Electricität bei der Ve- getation wirksamer, als die Minus Electricität zeigt, so werden die Pflanzen jedesmal dann am besten wachsen, wenn die Wolken negativ electrisch sind.— Zuweilen, wenn die verschiedenen übereinan- der gelagerten, oder sbereinander hinziehenden Wolkenschichten mit entgegengesetzter Electricität geladen sind, bemerken wir kleine eich schlängeln- de Blitze, die keinen Donner verursachen, und auch niemals zur Erde niederfahren, weil die Ent- ladung bei keiner holien Spannung und keinem gros- sen Abstande erfolgt, und weil die Erde weder po— sitive, noch negative Electricität dazu hergiebt.— Oft bemerken wir auch an heissen Sommerabenden, ohne einen Blitz wahrzunehmen, einen schnell vor- übergehenden, sehr hellen Schein(Wetterleuchten). Diese schnelle Ausströmung der Electricität erfolgt Wahrscheinlich in dem Falle, dass eine Wolke oder Luftschicht über ihre Capacität. mit Electricität ge- laden ist. Beim Conductor einer Electrisirmaschine, welcher sich in hoher electrischer Spannung befin- det, kann man ganz desselbe Wahrnehmen. 1 * 7 e. Erregung der Electricität durch einen orga- nischen Process. Es giebt einige Arten Fische, die; wenn man sie berührt, einen electrischen Schlag verursachen. Auf welche Art sich diese Thiere willkührlich in eine so hohe electrische Spannung versetzen, ist unerklärlich. Sie besitzen indessen das Vermögen der Electricitätsentwickelung nur in einem gewis- sen Theile ihres Körpers, denn wenn dieser durch einen Querschnitt verletzt wird, so hört ihr Ver- mögen, electrische Schläge zu geben, auf. So merk- würdig diese Erscheinung auch isk, 80 hat ie für unseren Zweck doch weiter kein Interesse, Wess- halb wir das Nähere davon übergehen. * T——. — 1 rere! tricili ir dl Me der II Relltet düten die 1. Wel Mo B. i. 15 b liy e. dicke 15 Lerne zelle am e die fi Cl brad gil vir du Firk erlla in gros. der po- ziebt.— abenden, zKcll vor. uchten), ersolg le oder at ge- schine, belin- 5 Org n man achen. ch in 3 nögen ewis- lurch Ver- nerk⸗ e für Wess 97 Vom Einflusse der Electricität auf das Pflanzenleben. Im Vorhergehenden wurde beiläufig schon meh- rere Male der Wirkungen erwähnt, welche die Elec- tricität auf das Pflanzenleben ausübt, jetzt wollen wir diesen Gegenstand etwas näher betrachten. Mehrere Naturforscher, die über den Finfluss der Electricität auf das Pflanzenleben Versuche an- stellten, fanden, dass, wenn auch beide Electrici- täten das Wachsthum der Pflanzen sehr beförderten, die negative Electricität von der positiven doch bei Weitem an Wirksamkeit übertroffen wurde; von Mombray, Davy und mehrere Andere sahen z. B. in positiv electrisirtem Wasser Saamenkörner um 18 bis 24 Stunden früher keimen, als in dem nega- tiv electrisirten, obwohl auch in diesem die Ent- wickelung des Keims schneller erfolgte, als im Was- ser, welches gar nicht electrisirt worden war. Ferner bemerkte man an Bäumen, dass, wenn ein- zelne Zweige derselben electrisirt wurden, diese um einige Tage früher Blätter entwickelten, als die nicht electrisirten; kurz, wo auch die Electri- cität bei der Vegetation angewendet wurde, da brachte sie stets sehr auffallende, unverkennbar günstige Wirkungen hervor. Auf welche Weise das Pflanzenleben durch Ein- wirkung der Electricität gesteigert wird, ist schwer zu erklären; gewöhnlich behauptet man aber, sie wirke nur als Reiz; dadurch ist indessen nichts erklärt, denn dasselbe können wir mit vollem Rech- 7 , 98 te auch von jedem anderen, zum Pflanzenleben etwas beitragenden Stoffe sagen. Wir dürfen dess- halb wohl annehmen, dass die Electricität zum Pflanzenleben eben so wesentlich erforderlich ist, als es 2. B. Sauerstoff und Kohlenstoff sind.— Da es erwiesen ist, dass die positive Electrici- tät das Pflanzen wachsthum mehr befördert, als die negative Electricität, so ist leicht begreiflich, dass, wenn wir von der Electricität der Atmosphäre viel Nutzen haben wollen, die Felder wo möglich nur an solchen Tagen besäet werden möchten, an welchen sie freie positive Electricität besitzen. Sieht man, dass unter übrigens gleichen Verhältnissen auf ei- nem Felde dicht neben einander eine gute und eine schlechte Saat steht, wovon aber die schlechtere nur um einen halben Tag später, als die gute ge- sket worden ist, so mag dieses oft nur daher rüh- ren, dass das Feld im Augenblicke der Einsaat, oder auch längere Zeit nachher, keine freie positive Elec- tricität enthielt. Bekanntlich hängt das Gedeihen der Pflanzen ganz vorzüglich von einer vollkommenen Entwickelung ihres Keims ab, da nun diese oft schon in einigen Stunden ihr Ende erreicht, so kann die freie Plus- Electricität, auch selbst in dem Falle günstig auf die Ausbildung der Pflanzen wirken, dass ihr Vorhandenseyn nur von sehr kurzer Dauer ist. Manche Pflanzen sind schon gegen eine äusserst geringe Menge Electricität sehr empfindlich; dies sehen Mir z. B. bei der Mimosa pudica, denn sie schliesst beim Electrisiren augenblicklich ihre Blätter, ja man behauptet, dass sie, der Einwir- kung der negativen Electricität ausgesetzt, ihre gaätter ga un vertre icilät, aus, 80 vorübecgt gen d ö Tilesius Nläter du vorden segelirten; u Blitz Cetro. Llectricit Fchleinläc gen Te aus del seyn, llt; fiele Sale Tegetstl men. I des Nas erlobet; kult mar Wer; Versace nes der In Linflausz tem 6 lire a. biken, eöhnli —— 1 i n 99 r anzenleben liel den. Blätter gar nicht wieder öffne. Nur wenige Pflan- titit zun zen vertragen eine lange anhang; intensive Elee— ch t, l tricität, setzt man aber die Saamenkörner dieser aus, so verlieren sie ihre Keimkraft. Eine schnell Electric vorübergehende intensive Electricität scheint dage- b gen das Wachsthum mancher Pflanzen zu befördern; „ Tilesius Bene nekets 2. N dass Rankelrübeg, ee 1 Blätter durch ine Blitzstrahl geh vernichtet a an worden waren, in der Folge bei Weitem besser vegetirten, als die in der Nähe befindlichen, nicht Welche vom Blitz berührten Pflanzen.— 1 0 Getrocknete(abgestorbene) Pflanzen leiten die uf 5 Electricität nicht, sondern nur lebende(höchst wahr- und eine scheinlich wegen der in ihnen enthaltenen Wässri- llecktere gen Theile). Dieses Leitungsvermögen muss, wie gute ge. aus dem Vorhergehenden erhellet, um so grösser aber rl. seyn, je mehr Salze der Pflanzensaft in Lösung aal, oder hält; so dass auch in dieser Hinsicht auf einem, re Lee. viele Salztheile enthaltenden Boden, eine üppigere zedeihen Vegetation Statt finden muss, als auf einem salzar- ee men. Wie sehr in der That das Leitungsvermögen lt schon des Wassers und folglich auch des Pflanzensaftes ann die erhöhet wird, wenn es Salze in Lösung enthält, m Falle sieht man z. B. bei dem mit Kochsalz gesättigten wirken, Wasser, denn dieses leitet die Electricität, wie r Dauer Versuche gezeigt haben, 1000 mal besser, als rei- nes oder destillirtes Wasser. Ausser, Im Grossen bemerken wir den wohlthätigen h; dies Einfluss der Electricität auf die Vegetation nach a, denn einem Gewitterregen; wesshalb die gewitterreichen lich ihre Jahre auch mehrentheils zu den sehr fruchtbaren Linwir- gehören. In trocknen Klimaten ist zwar die Luft t, ihre gewöhnlich sehr electrisch, allein dies nützt den 7* 100 2** 4 5* Pflanzen nichts, weil sie nur Vortheil von derjeni- gen Electricität haben, die ihnen durch Wasser zugeführt wird, sey es nun durch Thau oder Re- gen. Dass das Pflanzenleben durch die freien Elec- kricitäten befördert wird, scheint noch aus einer anderen Erscheinung her vorzugehen, wenn nämlich Während der Blüthezeit der Pflanzen, pesonders des Buchweizens, ein Wäeẽtterleuchten Statt findet, 80 setzt er, nach der allgemeinen Erfahrung, nur We— nig Saamen an. Vielleicht rührt dieses nur daher, dass nach dem Wetterleuchten in der Atmosphäre nicht so viel freie Electricität übrig bleibt, als 0 7 die Pflanzen beim Acte der Befruchtung erfordern; denn immer wirkt die Electricität nur in dem Falle auf andere Körper ein, dass sie sich nicht im Gleichgewichte befindet.— Manche Substanzen des Bodens mögen auch als Electricitätseinsauger der Vegetation nützen; da z. *— 7— 5 B. gewöhnlicher Zunder, wenn er in die Wirkungs- sphäre des electrischen Fluidums gebracht wird, vermöge seiner feinen Fasern(Spitzen) sehr viel FElectricität einsaugt, so kann man annehmen, dass der im Boden vorkommende, noch mit vielen feinen Fasern versehene Humus, sich gegen die atmosphä- rische Electricität dem Zunder ähnlich verhalten ird. Es wäre wohl der Mühe werth, hierüber Versuche anzustellen, denn sollte sich der Humus gegen die Electricität wie der Zunder verhalten, 80 Würde daraus folgen, dass man die Fruchtbarkeit des Bodens auch in dieser Hinsicht durch Humus ver— grössern kann. dan! 3⁰ De die ds stel fol cle dh a8 age cid len; 0 und No beriet Venszur 1 Cinpin een dem fi den wi er Ts aud 1 Völere 8 Llectr d U on derjeni. ch Wasser u oder He. reien Ehe. alls eilet in nämlich onders de, indet, 90 nur pe. nur daher, itmosphäre leibt, ab erlordern, dem Tall nicht in auch db n; da. Virkungs- ht wirch sehr siel en, das len feinen almosph- verhalte hierülle ler Hum halten, 80 batleit des amis ver- 101 Vom Einflusse der Electricität auf die Bodenbestandtheile organischen Ursprungs. Die Zersetzung organischer Reste, also auch die des Bodens, geht besonders dann am schnell- sten vor sich, wenn die Atmosphäre eine hohe elec- trische Spannung zeigt. Wie schnell in der That die organischen Reste bei Gegenwart von freier Elec- tricität zersetzt werden, können wir daraus erken- nen, dass in den Düngergruben, Jauchebehältern und Kloaken besonders bei Gewitterluft sehr viel übelriechende Gasarten und viel Ammoniak- und koh- lensaures Gas entwickelt wird. Warum die Zersetzung organischer Reste bei Einwirkung von Electricität schneller als unter den gewöhnlichen Umständen erfolgt, ist zum Theil aus dem früher Erwähnten zu erklären; indessen wer- den wir, wenn im 2ten Theil dieses Werkes von der Fäulniss die Rede seyn wird, auf diesen Gegen- stand noch einmal zurückkommen und dann das Nähere darüber beibringen. F.. Vom Einflusse der Electricität bei Gührungen von Flüssigkeiten. Sehr oft ist die in der Atmosphäre befindliche Electricität die Ursache, dass Bier, Maische, Milch und mehr dergl. Flüssigkeiten plötzlich sauer Wer- 102 den; die Electricität bewirkt nämlich, dass diese Körper die weinigte Gährung sehr schnell durch- laufen und in die saure Gährung übergehen. Da wir nun wissen, dass sich die Electricität durch gute Leiter von den Körpern abhalten lässt, Was wir am besten bei Blitzableitern sehen können, 0 ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch Milch, Mai- sche u. s. W. gegen die Einwirkung der atmosphäri— schen Electricität gesichert werden können. Man möchte desshalb bei Gewitterluft Drahtgitter über die Gefässe, worin sich die erwähnten Flüssigkeiten befinden, legen, und zwar dergestalt, dass einige Enden des 8 bis auf den 8 70 reichen. Es wird behauptet, dass bei Gewitterluft schon durch einen, in die Maische geworfenen, silbernen Löffel deren Sauerwerden verhindert werde; hierbei müsste der Löffel, wenn es sich wirklich so ver- hält, die Electricität der Flüssigkeit vermittelst des Maischbottiges dem Boden überliefern. Seit Kurzem hat man die Bemerkung gemacht, dass Milch in eisernen, inwendig verzinnten Gefäs- sen, wie man sie jetzt sehr häufig in England be- nutzt, nicht so leicht sauer wird, als in irdenen Gefässen; auch hat man gesehen, dass in derglei- chen Gefässen bei Weitem mehr Rahm, als in ird— nen oder hölzernen Gefässen entsteht; höchst wahr- scheinlich ist hierbei die Electricität thätig, die da- durch entsteht, dass sich in den eisernen Milchge- fässen 2 verschiedene Metalle berühren.— Milch, Wein und Bier haben, aus metallenen Gefässen getrunken, oft einen unangenehmen Ge- schmack. Es ist wahrscheinlich, dass dieses von einer theilweisen Zersetzung der Flüssigkeiten her- übt, V derührun Jen Wei der eignet gros g lat Plasse; un Weil Woll bürstet zeichne Dialbaan sten l. in Du Haut! 0 Icdbern nigen Uönne Vie! per dingt visse Desis i, dasz diese dell darch. ehen. Da zität durch läst, Wag innen, 9 ilch, Ma. mosphäri. u. Man ler über sigkeiben 488 einige chen. Iz ion durch nen Loe hierbei 1 80 per. llelst des gemacht, u Geläs- land be- irdenen derglei- in ird- t wahr- die da- Milchge⸗ netallaen men be. ses Vol ten ler- 103 rührt, welche erfolgt, wenn Electricität durch die Berührung der Gefässe mit den Lippen erregt wird. Vom Einflusse der Electricität auf das Thierleben. Weil es entschieden ist, dass die Electricität der einen Klasse der lebenden Wesen, den Pflanzen, grossen Nutzen gewährt, 80 dürfen wir, der Analo- gie nach, auch wohl folgern, dass sie der andern Klasse, den Thieren, gleichfalls nützlich seyn wird, und in der That dürfen wir hieran um so weniger zweifeln, als wir sehen, dass, wenn Thiere mit Wolle, Stroh, Haaren u. dergl. gerieben oder ge- pürstet werden, ihr Gedeihen auf eine ganz ausge- zeichnete Weise befördert wird. Bei Pferden ist bekanntlich die Erregung der Electricität durch Bür- sten und Reiben oft so gross, dass man, wenn es im Dunkeln geschieht, electrische Funken aus ihrer Haut hervorbrechen sieht. Oft werden die Thiere, wie die Pflanzen, ein Uebermaass von freier Electricität besitzen, oft aber mögen sie Mangel daran leiden; in beiden Fällen können sie natürlich nicht gedeihen; denn eben so, wie nur durch ein gewisses Maass der wägbaren Kör- per das Wohlbefinden der Pflanzen und Thiere be- dingt wird, eben so können sie nur bei einem ge- wissen Maasse der Imponderabilien gedeihen. Besässen die Thiere desshalb überflüssige Electrici- tät, so würde man diese abzuleiten suchen müssen 7 U —— * ä was durch Waschen und Baden mit Wasser gesche- hen könnte; fehlte ihnen dagegen Electricität, so müsste man sie ihnen zuführen, was, 80 sonderbar es auch scheinen mag, durch Flectrisirmaschinen bewerkstelligt werden könnte. Um aber die Elec— tricität auf Thiere einwirken zu lassen, müssen sie bekanntlich auf einen isolirten Schemel gestellt wer- den. Das Mastvieh scheint besonders leicht an über- schüssiger Electricität zu leiden, und desshalb be- kommt grade diesen das Baden, wodurch die freie Electricität abgeleitet wird, am besten. Allerdings kann aber auch nicht in Abrede gestellt werden, dass ihnen so wohl das Reiben, als das Baden oder Waschen auch noch auf andere Weise nützt. Bekanntlich will man schon oft die Bemerkung gemacht haben, dass, wenn der Blitz in einen Fischteich schlage, dies das augenblickliche Sterben der Fische bewirke. Obwohl es gewiss ist, dass Tische sehr leicht durch die Electricität getödtet werden, so ist es doch nicht wahrscheinlich, dass sämmtliche, in einem Teiche befindlichen Fische nach dem Einschlagen des Blitzes sterben, sondern, dass es nur diejenigen betrifft, welche der Blitz berührt; denn da das Wasser die Electricität 400 Millionen Mal schlechter leitet, als Metall, so können sie auch nur wenig von dem selbst in ihrer Nähe durch's Wasser fahrenden Blitze leiden. Freilich muss hierbei auch berücksichtigt werden, dass ein Blitz, wegen des schlechten Leitungsvermögens des Was- sers, nicht perpendiculär durch dasselbe in den Boden fährt, sondern dass er, bei der Berührung mit dem Wasser, oft eine hundertfache Verästelung leidet! dle sch Datu in etwas 7 Nutzen uren d allenei 0 befel * vir se die An übrigen das v0 gen fl I tions- lier y. de Lie eu; Mer len u Nich wegu 1 ibrer lie e er gezche. icitüt, sonderbar maschinen die Ile nüssen 8. tellt yer. an über. halb be. lie freie lerdings Werden, hen oder merkung in einen Sterben „ dass zetödtet „ dass 1e nach „ dass rührt; lionen e auch durchs h mus; in Blitz, 98 Has in den hrung telung 105 erleidet und eben dadurch um 80 gefährlicher für die Fische wird.— Man räth an, dass, wenn der Blitz in einen Fischteich geschlagen habe, schnell etwas Wasser abzulassen sey; obgleich hiervon der Nutzen schwer einzusehen ist, so darf dieses Ver— fahren doch nicht verworfen werden, weil man allgemein behauptet, dass sich der Nutzen schon oft bewährt habe. b. Vom Lichte (Lichtstoff.) Von dem Lichte oder dem Lichstoffe können wir sagen, dass er der einzige, in der Natur durch die Augen wahrnehmbare Gegenstand sey, denn alle übrigen Körper werden nur dadurch sichtbar, dass das von ihnen zurückgeworfene Licht in unsere Au— gen fällt. Man denkt sich das Licht nach der Eman a- tions- oder Emissijons- Theorie(welche ich hier wähle, weil sich die chemischen Wirkungen des Lichts dadurch am besten erklären lassen), als eine, aus äusserst feinen Partikelchen bestehende Materie, die sich mit aus einander fahrenden Strah- len und ausserordentlicher Geschwindigkeit in jeder Richtung fortbewegt, und im Zustande dieser Be- wegung Eindrücke auf unsere Augen macht. Das Licht beleuchtet die Körper entweder auf ihrer Oberfläche, oder es dringt durch sie hindurch. Die ersteren heissen undurchsichtige, die letz- ————ͤ— . 2 106 f teren durchsichtige Körper. Die durchsichtigen n 16 nennt man auch Lichtleiter; aber selbst die ile 0 durchsichtigsten werden dadurch sichtbar, dass sie 0 2 einen Theil des Lichtes zurückwerfen. helle 2 Alle Körper, welche den Lichtstrahlen Durch- dne 4 gang gestatten, brechen dieselben auch, d. h. die olth g 9 Lichtstrahlen weichen, wenn sie in die durchsichtigen 65 1 4 Körper oder aus denselben treten, von ihrem graden lb 7 Wege ab; steckt man z. B. das Ende eines Stockes len 2 in's Wasser, so scheint er da, wo er aus dem 10 80 8 Wasser hervorragt, ein Knie zu haben; oder legt 1 6 man ein Geldstück in ein Gefäss mit ziemlich ho— eiben, 55 hem Rande, und setzt dieses dann so, dass das Geld Lidt o 6 wegen des Randes nicht gesehen werden kann, 80 Wants wird es wieder sichtbar, sobald man das Gefäss bis 0 Mode zu einer gewissen Höhe voll Wasser giesst. Viss Der Grad, in welchem die Körper die Lichtstrah- abe len brechen, hängt von drei Ursachen ab: 1) von 4 ihrer Brennbarkeit, 2) von ihrer Dichtigkeit und fielen, 3) von ihrer Oberfläche.— Brennbare Körper brechen oder c in der Regel die Lichtstrahlen am stärksten, woraus Püizen schon Newton, noch ehe es durch die Chemie Flas bewiesen worden War, folgerte, dass der Diamant, gepisze weil er die Lichtstrahlen sehr stark breche, aus hugt einem brennbaren Stoffe bestehe, und dass auch Auel das Wasser, wegen seiner, das Licht brechenden Dan Eigenschaft, einen brennbaren Stoff enthalten müsse. kz Ausser dass die Körper das Licht brechen, len- gen ken sie dasselbe, sobald es in einem dünnen Mit- einer tel(in der Luft) nahe bei ihnen vorbeistrahlt, auch Däm! N von seinem Wege ab; man nennt dieses die Beu- schie 7„ gung des Lichts. Die Ursache hiervon ist, dass das Herbe Licht von allen wägbaren Körpern entweder angezo- künl zichtigen elbst die dass gie n Durch. J. h. di ichtigen graden Stockes is dem er legt ch ho- s Geld an, 80 ) Hass bis tstral- J) von it und rechen Woraus hemie mant, Raus auch senden müsse. „ len- n U N uch Heu- 105 das Agelo- 107 gen oder abgestossen wird, indem man sowohl eine Inflexion als eine Deflexion desselben bemerkt. Ohwohl wir die Sonne als die vorzüglichste Quelle des Lichts zu betrachten haben, und das Sonnenlicht eine so ausserordentliche Intensität be- sitzt, dass ein Stückchen Sonne von der Grôsse ei- ner Wachskerzenflamme eben so stark leuchtet, als 12000 Wachskerzenflammen zusammen genommen, so sehen wir doch auch, dass sich Licht aus mehre- ren Substanzen entwickelt; vorzüglich geschieht dieses bei ihrer Verbrennung, weniger beim Stossen, Reiben, Erwärmen und Electrisiren. Ferner entsteht Licht durch den Lebensprocess einiger Thiere und Pflanzen, und bei der Fäulniss organischer Körper.— Wodurch in den mehrsten Fällen das Licht entsteht, Wissen wir nicht; eben 80 wenig können wir sagen, ob es auch jedesmal mit Wärme vergesellschaftet sey. Aus vielen Erscheinungen lässt sich der Schluss ziehen, dass die Körper das Licht der Sonne sigiren oder chemisch aufnehmen, und dass sie es bei ge- wissen chemischen Veränderungen oder äusseren Ein- wirkungen wieder fahren lassen, denn setzt man gewisse Körper eine Zeitlang dem Lichte aus und bringt sie hierauf in's Dunkele, so leuchten sie; dergleichen Körper nennt man Lichtmagnete. Dazu gehören unter anderen der Diamant und weis ses Papier. Man hat hierbei auch die Bemerkung gemacht, dass, wenn man die Lichtmagnete irgend einer Farbe des Sonnenlichts aussetzt(dies besteht nämlich, wie wir sogleich sehen werden, aus ver- schieden gefärbtem Lichte), sie nicht mit dieser Farbe leuchten, sondern dass sie alle einen eigen- ihümlichen Schein von sich geben. —— e A — — — 1 * * 5 1 17 2 D * Das Licht der Sonne, so wie das des Mondes und der Planeten(weil letztere nur das Sonnenlicht reflectiren), besteht aus sieben gefärbten Strahlen. Lässt man es nämlich in ein dunkeles Zimmer durch ein kleines, in einem Fensterladen angebrachtes Loch fallen, und befestigt man hierauf in einiger Entfernung davon ein weisses Blatt Papier, vor das Loch aber ein dreiseitig geschliffenes gläsernes Pris- ma, so sieht man auf dem Papiere neben einander sieben prächtig gefärbte Bilder. Wendet man aber statt des Prismas ein kegelförmig geschliffenes Glas an, so zeigen sich die farbigen Strahlen in ei- nem vollkommnen Kreise. Zugleich bemerkt man denn auch hierbei, dass die Lichtstrahlen der Son- ne divergiren, denn die auf dem Papiere befindli- che leuchtende Scheibe ist viel grösser, als das Loch, durch welches das Licht in das Zimmer dringt. Eben so wie sich das Sonnenlicht zerlegen, lässt, kann nun auch das Kerzenlicht zerlegt werden. Das durch ein Prisma oder durch ein kegelför- miges Glas zertheilte oder zerlegte Sonnenlicht heisst das Farbenbild(Farbenspectrum). In der Natur chen wir diese Zertheilung des Sonnenlichts im Regenbogen. Wenn das Spectrum in 360 Theile getheilt wird, so nehmen davon ein: 1. roth— 45 Theile. 2. orange— 27— 3. gelb— 48— 4. grün— 60— 5. hellblau— 60— 6. dunkelblau— 40— 7. violet— 80— Sum.— 360.— 1e Dallze Mondez menlicht Strallen, e durch brachlez einiger vor das s Pris. nander t man ilfenes in ei- t man r Son- efindli- s Loch, dringt. „lässt, sellör- heisst Natur ts im theilt 109 Die Farben des Spectrums liegen so neben ein- ander, als sie hier der Reihe nach angegeben sind. Roth, gelb und blau betrachtet man wohl als die Hauptfarben und die anderen als Uebergänge; doch dieses ist, wie wir sogleich sehen werden, nicht Zulässig. Alle 7 gefärbten Strahlen können durch ein Lin- senglas wieder zu gewöhlichem Lichte vereinigt werden; aber kein einziger Strahl lässt sich durch ein Prisma in mehrere Farben zerlegen, obwohl man dieses von dem grünen, violetten und orange Lichtstrahle vermuthen könnte, denn blau und gelb giebt z. B. grün. Hieraus erhellet folglich, dass die verschiedenen Lichtstrahlen auch jedesmal aus homogenem Lichte bestehen. Ausser den gefärbten Strahlen bemerkt man an einigen Stellen des Spectrums des Sonnenlichts auch einige dunkele Linien, deren Natur noch unbekannt ist. Im Spectrum des Feuerlichts ist dagegen grade an denjenigen Stellen, Wo das Sonnenlicht die dun- keln Linien zeigt, ein helleres Licht vorhanden. Setzen wir uns den Sonnenstrahlen aus, oder hängen wir in die verschiedenen Strahlen des Spec— trums Thermometer auf, 80 bemerken wir sehr bald, dass das Sonnenlicht ausser den leuchtenden ge- färbten Strahlen auch noch erwärmen de Strah- len enthält, denn wir selbst empfinden das Gefühl von Wärme, und am Thermometer bemerken wir, dass das Quecksilber einen höheren Stand annimmt. Die grösste Menge Wärme findet sich nicht im rothen Strahle, sondern ausserhalb desselben; wogegen der violette Strahl wenig oder gar keine Wärme bei sich führt. Auf diese Zerlegung des Sonnen— ——ñ—————— 2 110 lichts in leuchtende Strahlen hat jedoch das Mate- 2 rial, woraus das Prisma verfertigt ist, grossen Ein- 10 fluss, denn setzt man es aus Glasscheiben zusam- 10 00 men, und füllt man den dadurch entstandenen hoh- 5 g len Raum mit Alkohol oder Terpentinöl, so zeigen 1 sich die mehrsten Wärmestrahlen im gelben Lichte. 9 Ein Instrument, welches dazu dient, die Tempera- dune turveränderung durch Farben zu beweisen, heisst e Photometer. a e Man hat neuerlich gefunden, dass selbst das 05 Mondlicht eine geringe Menge erwärmende Strah- der 0 len enthält, was dadurch erklärlich wird, dass es a aus zurückgeworfenem Sonnenlichte besteht. 0 Früher glaubte man auch bemerkt zu haben, b dass das durch ein Prisma zerlegte Licht analog auf a die Körper wirke, wie die getrennten Electricitäten, Vörpe nämlich so, dass die beiden äussersten Enden des 1 5 Farbenbildes grade entgegengesetzte Wirkungen her— udn vorbrächten; allein dies hat sich in der Folge nicht 10 g bestätigt.— Ausserhalb des violetten Lichtes müs- 0. sen indessen, obwohl man sie nicht mit Augen sieht, Pier noch Strahlen vorhanden seyn, welche chemische 0 Wirkungen hervorbringen, denn bringt man einige erden Körper in das Farbenbild, so werden sie ausserhalb ese des violetten Lichts nach einiger Zeit desoxydirt. a u Bei dem violetten Lichte, obgleich es gar keine, all. oder nur eine sehr geringe Menge Wärme besitzt, W hat man noch die Bemerkung gemacht, dass es das Id schnee weisse Hornsilber(Chlorsilber) binnen einigen bers Minuten schwarzblau färbt; dies rührt davon her, Saure dass das Chlorsilber einen Theil seines Chlors ver— fallen liert. Im rothen Lichte geht dagegen diese Verän- un L derung nicht vor. 8 s Mate. sen Tin. Asam. zen hob. zeigen Lichte. mpera. Heisst st das Strah- lass es naben, og auf täten, en des Her- nicht müs- sieht, ische inige halb 111 Da nun ausserhalb des rothen Strahls, ohne dass wir sie sehen, auch erwärmende Strahlen vor- handen sind; so besteht das Sonnenlicht aus drei verschiedenartigen, ein ganz verschiedenes Wir- kungsvermögen besitzenden Strahlen, nämlich: aus erleuchtenden, aus desoxydirenden(auch chemische Strahlen genannt) und aus erwärmenden Strahlen. Oxydirende Lichtstrahlen giebt es also, wie man sonst glaubte, nicht. Die Wirkungen des Lichts im Allgemeinen sind der Verbrennung(Verbindung der Körper mit Sauer- stoff) grade entgegengesetzt; es bringt folglich die oxydirten Körper dadurch wieder in ihren natürli- chen Zustand, dass es den Sauerstoff zur Entwei- chung nöthigt.— Die Veränderungen, welche die Körper durch Einwirkung des Lichts erleiden, be- stehen überhaupt mehr in Trennungen, als in Ver- bindungen; es wirkt stets wie eine höhere Tempera- tur, wenn auch oft sehr unmerklich. Das Licht stört fortwährend das chemische Gleichgewicht der Körper, und erhält die irdischen Stoffe dadurch in beständiger Thätigkeit.— Nur 2wei Verbindungen werden durch das Licht vermittelt, nämlich die des Wasserstoff- und Chlorgases zu salzsaurem Gase (Was unter Verpuffung erfolgt), und die des Kohlen- oxyd- und Chlorgases zu Phosgengas(ein Kör- per, welcher für uns weiter kein Interesse hat).— Ein Gemenge aus feuchtem Chlor- und Kohlenwas- serstoffgas wird im Lichte in ein Gemenge von salz- saurem und kohlensaurem Gase verwandelt. Me- tallsalze, in Alkohol oder Aether aufgelöst, werden nim Lichte desoxydirt u. m. dergl. Sehr auffallend äussert sich die Wirkung des —..—————————— 2. 112 Lichts auch bei brennenden Körpern. Wachs- und r Plant Talglichter brennen EZ. B. im Sonnenlichte viel schwä— enn von cher, als im Schatten: noch auffallender sehen wir Der! dieses bei glimmenden Holzkohlen. Werden bren— pdiren, nende Körper den verschiedenen Lichtstrahlen ausge- Vorkonn setzt, so bringt auch dieses in der Geschwindigkeit, Ackerbru womit sie verbrennen, einen sehr auffallenden Un- Mangels terschied hervor; man hat nämlich gesehen, dass abo rel sie im rothen Lichte bei Weitem langsamer, als im Lommel; violetten brennen. Das Sonnenlicht schwächt also, wulaus, ie hieraus hervorgeht, die oxydirende Eigenschaft eat 0 der Luft, d. h. die Affinität ihres Sauerstoffs zu Jie den brennbaren Körpern.— Aus dieser Eigen- enen bei schaft des Lichts lassen sich einige für den Land- erbiaden und Forstwirth höchst wichtige Erscheinungen erklä- kisses ge ren, sie zeigt z. B., wie es zugeht, dass sich so- Lerlepu wohl in gut geschlossenen Wäldern, als unter dicht Durch. stehenden, blätterreichen Feldfrüchten, so erstaun- dichlher, lich viel Humussäure bildet; hat nämlich das Licht en von d ungehinderten Zutritt, so verwandeln sich die abge- errärnt, fallenen Blätter, Zweige und dergl. grösstentheils in durch N Kohlensäure und Wasser und verflüchtigen sich; Paz einer wird dagegen das Licht durch die lebenden Blätter Hab nich und Zweige verhindert, an den Boden zu dringen, leide 70 80 gehen die daselbst ruhenden Pflanzenreste in Hu- deer voll mussäure und in humussaure Salze über, und blei- Malt dl ben dann im Boden, denn die Bildung von Kohlen- dle aus sure und Wasser erfolgt bei einer langsamen Ver- Weng brennung(Zutritt des Sauerstoffs zum Kohlen- und Wase Wasserstoff), statt dass die Bildung von Humussäure kegege (aus Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff bestehend) am erpärn ersten unter schnellem Zutritte des atmosphärische Uiezen Sauerstoffs, oder bei einer schnellen Verbrennung bib ids cls. und el schwa. geben ir den brei. en auge indigkei den Uu. D, das als im ut also, enschaft toffs zu Eigen- Land- u erklä- sich sb. ler dicht erstaun- s Liollt e abge- heils in sich; Blätter ringen, in Hu- d plei⸗ Kohlen- en Ver- en- ul nussiut end) al irische enuung 113 der Pflanzenreste geschieht; doch mehr hierüber, wenn vom Humus gehandelt werden wird. Der Eigenschaft des Lichtes, die Körper zu des- oxydiren, müssen wir zum Theil auch das häufige Vorkommen des Eisen- und Manganoxyduls in der Ackerkrume Zuschreiben; denn das Eisen- und Manganoxyd verlieren, wenn sie nur mit Wasser, also nicht mit Säuren verbunden im Boden vor- kommen, dadurch einen Theil ihres Sauerstoffs, Woraus, wie wir weiterhin sehen werden, der Ve- getation oft grosser Schaden ewächst.— Viele Körper zerlegen die Lichtstrahlen, indem sie einen Theil davon bei sich behalten(chemisch mit sich verbinden) und den übrigen Theil zurückwerfenz sobald dieses geschieht, werden, je nach dem Grade dieser Zerlegung, auch die Wärmestrahlen ausgeschieden. Durch das Licht, was sie z rückwerfen, werden sie sichtbar, und durch die Trennung der Wärmestrah- len von den Lichtstrahlen werden sie nicht nur selbst erwärmt, sondern theilen auch ihrer Umgebung da- durch Wärme mit. Sehr durchsictige Körper, oder Was einerlei ist, sehr gute Lichtleiter werden dess- halb nicht erwärmt, weil sie mit den Lichtstrahlen keine Zerlegung vornehmen können; wären sie aber vollkommene Lichtleiter, so würden sie gar nicht sichtbar seyn. Ein sehr guter Lichleiter ist die atmosphärische Luft, wesshalb sie denn auch os wenig durch die Sonnenstrahlen erwärmt wird.— Wasser, welches das Licht weniger gut leitet, wird dagegen schon ełwas mehr durch die Sonnenstrahlen erwärmt.— Bei der Erwärmung der Körper kommt indessen auch ihre Dichtigkeit in Betracht, indem die absolute Leitungsfähigkeit bei dem einen Körper 8 3———.———— „ 54 114 N 5 grösser sein kann, als bei einem andern, und er ie 7 doch weniger erwärmt wird, sobald er weniger Dich- ls die tigkeit besitzt.— ab im Auf hohen Bergen ist es desshalb stets kälter züchter) als in Ebenen, weil hier zu wenig lichtzerlegende betute Le Gegenstände vorhanden sind, und weil daselbst eine naler ü Abnahme der Dichtigkeit der Wärme Statt findet. zeit auch Die Divergenz(das Auseinanderfahren der Wärme- euch strahlen) der Wärme, welche von der Erde ausstrahlt, der fir b 4 nimmt nämlich mit der Entfernung zu, folglich wird Een Nörpe * auch die Wärme, je höher, desto mehr zerstreut; Ale! 1 endlich ist es auf den Bergen kälter, weil in den ribken d höheren Regionen die Wärme von den auseinandertre- deer rü tenden Luftatomen chemisch gebunden wird; denn da Laren. die Luft an der Erde dichter, als oben ist, so werden er die b auch unten die Wärmeatome ausgepresst. Wird die gen dt Luft in einer Compressionspumpe zusammengedrückt, alle Z 30 entsteht Wärme, statt dass die Luft, welche aus zum II einer Windbüchse fährt, Kälte erregt, weil sie ver- eisen! dünnter ausströmt und hierbei die Wärme chemisch urdigen bindet; dies kann als Beispiel dienen. nenen Im Winter bemerken wir in dem Falle die grösste Finmtlie Kälte, dass der Boden mit Schnee bedeckt ist, weil blädig, von diesem alle Lichstrahlen ohne Zerlegung zurück- el geworfen werden. Im Sommer ist es dagegen aus lat dur folgenden Ursachen wärmer, als im Winter: Die bal le Sonnenstrahlen fallen senkrechter auf die Erde, und W. werden dadurch von den Körpern besser zerlegt; die Strabhe Sonne steht länger über dem Horizonte, und endlich 0 ist es im Sommer wärmer, weil in den kurzen Som- Summe mernächten nicht so viel Wärme vom Boden aus- ha N 4 strahlt, als in den langen Winternächten. Man- wle che Naturforscher nehmen dagegen an, dass die l und er iger Dich. etz Malter zerlegel zelbst ein att findkt, Marne. iusstrallt, lich wird erstreut; in den indertre. denn d 0 Werden Wird di gedrüch elche aus sie ver- chemisch e grösze st, weil zurück- gen aus r: Die de, und legt; dt d endlich en Som- den aus- Man- dass die 115 grössere Wärme im Sommer dadurch mit entstehe, dass die Lichtzerlegung in dieser Jahrszeit grösser als im Winter sey, indem die Sonnenstrahlen dann dichter wären; dies ist aber gerade der entgegenge- setzte Fall; denn da im Winter die Sonne der Erde näher ist, als im Sommer, so müssen in dieser Jahrs- zeit auch ihre Lichtstrahlen dichter seyn. Die Son- nenstrahlen sind also an und für sich nicht warm, son- dern wirken erst dadurch er wärmend, dass sie von den Körpern in Licht und Wärme zerlegt werden. Alle Körper haben zu den verschieden gefärbten Strahlen des Lichts eine verschiedene Verwandtschaft; daher rührt die unendliche Mannigfaltigkeit ihrer Farben. Wir nennen einen Körper z. B. blau, wenn er die blauen Lichtstrahlen zurückwirft und alle übri- gen einsaugt; weiss heisst er dagegen, wenn er alle Farbenstrahlen gleichmässig zum Theil einsaugt, zum Theil zurückwirft, und zwar so, dass das zum weissen Lichte erforderliche Mischungsverhältniss der farbigen Strahlen nicht verändert wird.— Schwarz nennen wir ihn, wenn er die Lichtstrahlen fast sämmtlich verschluckt; denn geschähe dieses voll- ständig, so würde er eben so wenig sichtbar seyn, als ein völlig dursichtiger; würde aber das Sonnen- licht durch die Körper nicht zersetzt, so müsste man bei allen nur eine Farbe wahrnehmen. Weil sich in den schwarzen Körpern die Licht- strahlen am vollständigsten von den Wärmestrahlen trennen, so werden diese auch am mehrsten von den Sonnenstrahlen erwärmt. Vielleicht wird in den schwarzen Körpern das Licht auch in Wärme ver- Wandelt; denn man kann fragen: wo bleiben in ihnen die Lichtstrahlen?— f 8* „ N . 8 5 N 1 ö 1 0 ———.———— 116 Sehr glänzende oder polirte dichte Körper wer- den vom Lichte nicht erwärmt, weil sie alle Licht- strahlen unzerlegt zurückwerfen; jedes Licht kehrt schon um, wenn es noch nicht einmal den polirten Körper berührt hat; wogegen Körper mit rauhen oder matten Oberflächen schon eine beträchtliche Erwärmung dadurch erleiden, dass sie zum Theil die Lichtstrahlen zerlegen. Bekanntlich lassen sich durch hohlgeschliffene Metallspiegel, und auch durch convexe Gläser die Lichtstrahlen so concentriren, dass dadurch eine Hitze entsteht, welche selbst das stärkste Ofenfeuer übertrifft. Der Diamant geht dadurch in Feuer auf, oder verbrennt zu Kohlensäure, und viele andere feste Körper können dadurch in Fluss gebracht und verflüchtigt werden.— f Natürlich müssen auch die verschiedenen Be- standtheile des Bodens einen grossen Einfluss auf das auf sie fallende Licht ausüben; ein Boden, wel- cher z. B. viel dunkel gefärbte Körper, als Humus, Humussäure, humussaure Salze, Eisen- und Mangan- oxyde enthält, wird eher durch die Sonnenstrahlen erwärmt, als ein Boden, welcher grösstentheils aus weissem Quarzsande, aus Kreide, Gyps, Alaunerde oder Talkerde besteht. Für die Vegetation ist die- ses von grosser Wichtigkeit, indem die Wärme eims von denjenigen Agentien ist, durch welche das Pflanzenleben hauptsächlich befördert wird;— übri- gens dürfen wir hierbei nicht ausser Acht lassen, dass die Erwärmung des Bodens auch von dem Ein- fallswinkel des Lichts und vom Feuchtigkeitszustande der Erde abhängig ist, so dass ein Boden, welcher sich an einem gegen Norden abhängigen Orte befin- itt, und fidet, I Vörper e Tird abe möge er gehe lebs Lein Peicken! ir eite fle ab. Die! de Sonn le Mär Neuulnt dancer lichem Schlage gen, ehr wie nan bee bedeckte Nollear 1erbleine flit dar Wie 1e Un auf dt Agric padi. iu ein zächsis e m 25m per wer. alle Lic. icht keln n polirten uit rauber rächtlicht zum Tbei schliffent läser die rch ein Ofenfeue euer al le ander racht aut enen Be. Huss al en, wel- Humus, NMangan- nstrabler theils au Wanner n it die „ Wärnmt relche de in bt Las, den Liu- rande pelcher 1 befin- 117 det, und welcher ausserdem auch noch an Nässe leidet, möge er auch noch so viele dunkel gefärbte Körper enthalten, dennoch kalt bleibt; umgekehrt wird aber ein trockener Sand- oder Kreideboden, möge er auch ziemlich weiss seyn, dennoch oft sehr heiss, weil die von ihm aufgenommene Wärme kein Wasser findet, womit sie wieder schnell ent- weichen kann;— doch hängt dieses auch, wie wir weiterhin sehen werden, von andern Ursa- chen ab.— Die Eigenschaft, dass schwarze Körper durch die Sonnenstrahlen schnell erwärmt werden, und die Wärme dann auch an ihre Umgebungen abgeben, benutzt man in einigen Ländern Europa's, z. B. in Savoyen und Norwegen, schon lange mit sehr glück- lichem Erfolge, um den auf den Feldern liegenden Schnee im Frühjahr eher zum Schmelzen zu brin- gen, wodurch natürlich, was in jenen Klimaten sehr wichtig ist, die Vegetation zeitiger belebt wird; man bestreut nämlich im Frühjahr die mit Schnee bedeckten Wintersaaten mit Asche, worin noch Kohlenfragmente vorhanden sind, oder man wirft zerkleinerten schwarzen Thonschiefer und auch Gra- phit darüber.— Wie ausserordentlich der Boden durch schwar- ze Körper erwärmt wird, und wie wohlthätig dies auf die Vegetation wirkt, hat uns der um die Agriculturchemie hoch verdiente Professor La m- padius gelehrt; er fand nämlich, dass sich selbst in einem kalten Klima(in dem von Freiberg im sächsischen Erzgebirge) durch's Bestreuen des Bo- dens mit Kohlen, Früchte im Freien zur Reife brin- gen lassen, welche diese in wärmeren Klimaten nur . r——— 5— 118 unter Mistbeetfenstern erlangen; dies waren Melo- nen. Und als er ebendaselbst einen Boden, wel- cher Obstbäume trug, mit Kohlenpulver bestreuete, wurden die Früchte dieser Bäume so süss und wohl- schmeckend, als es in jenem Klima sonst niemals der Fall ist.— So lernen wir denn auch hierdurch einsehen, dass es mancherlei Wege giebt, auf wel- chen der Mensch die Naturkräfte zur Erreichung seiner Zwecke lenken kann.— Das Licht hat bekanntlich die Eigenschaft, die organischen Pigmente zu zerstören, wesshalb es denn auch beim Bleichen des Leinens u. s. w. dient. Man nimmt an, dass es hierbei vorzüglich durch seine Wärmestrahlen wirke; denn durch Versuche hat man ausgemittelt, dass Pflanzenfarben, welche im Sonnenlichte nur langsam verbleichten, schon bin- nen einigen Minuten erlöschten, sobald man sie ei- ner feuchten Luft aussetzte, die heisser als kochen- des Wasser war. Hiervon macht man im Grossen schon eine Anwendung.— Bei der Zerstörung der Pigmente durch Sonnenlicht scheint sich deren Koh- lenstoff mit dem Sauerstoff der Luft zu Kohlensäu- re, und deren Sauerstoff und Wasserstoff zu Wasser zu vereinigen.— Beiläufig sey hier erwähnt, dass die graue oder gelbgraue Farbe der ungebleichten Leinwand höchst wahrscheinlich von der beim Rotten des Flachses sich bildenden, und dann zwischen die Flachsfasern dringenden Humussäure, so wie von den humussauren Salzen herrührt. Beim Büken der Lein- wand mit Aschenlauge werden diese Körper zum Theil vom Kali der Lauge aufgelöst und fortgeführt, und durch das nachherige öftere Besprengen der Lein- wand mit Wasser wird das zurückgebliebene fär- gende pri shiger bei eius de ich ind gend pfanttil gen pin Ale ihrer vol geben wi grünen 1 den und welche Steben dies 4 gen 0 bat ma licht u 810 nu. aur gr Lanen lieraus des d Ui dl Doch! lg oder ren Melo. leu, wel- beshheltte, und voll. st niemas Hierdurch auf pel. rreichunz laft, di b es den nt. Mu rch Sein uche hit velche in schon bin- au sie ei. Lochen- Crossen rung der ben Kol- hlensäu- Wasser nt, dass Heichten n Rotten chen die von 1 der Le- zum Theil ut, uud 1er Lein- ene fer- 119 bende Princip allmählich fortgespühlt oder zersetzungs- fähiger gemacht.— Bei der Vegetation verhält sich das Licht als eins der krästigsten Agentien; an diesem Orte will ich indessen nur Einiges über diesen wichtigen Ge- genstand anführen, weil ich, wenn von den das Pflanzenleben begleitenden Erscheinungen die Rede seyn wird, noch einmal darauf zurückkommen muss. Alle höher organisirten Pflanzen bedürfen zu ihrer vollkommenen Ausbildung sehr viel Licht; dies sehen wir daraus, dass die dem Lichte entzogenen grünen Pflanzen sehr schnell gelb oder weiss Wer- den und hierauf kränkeln oder sterben. Pflanzen, welche auf der niedrigsten Stufe der Organisation stehen, können dagegen ohne alles Licht gedeihen; dies bemerken wir bei einigen Schwämmen. Aus Versuchen, welche man über die Wirkun- gen des Lampenlichts auf die Vegetation anstellte, hat man gesehen, dass es im Stande sey, das Sonnen- licht zu ersetzen; denn viele Pflanzen blieben, wenn sie nur dem Lampenlichte ausgesetzt waren, nicht nur grün, sendern die im Schatten gebleichten be- kamen auch die grüne Farbe wieder. Wenn auch hieraus hervorzugehen scheint, dass die Wirkungen des Sonnen- und Lampenlichts bei der Vegeta- tion dieselben sind, so hat man die Versuche doch noch nicht lange genug fortgesetzt, um sie als völ- lig entscheidend anzusehen.— Auf das dunklere oder hellere Grün der Pflanzen haben indessen, wie wir weiterhin sehen werden, auch die Bodenbe- standtheile einen grossen Einfluss. Wie sehr die Pflanzen des Lichts bedürfen, wenn sie Wohlschmeckend und nahrhaft seyn sollen, sehen 1 12790 . 5 „ ö 1 — — 6 II W 7 8 . 2. e 1 ...———— „ 120 wir bei denjenigen, welche im Schatten der Bäume vegetiren; die Gräser, die Kleearten und viele andere sehr gern vom Viehe gefressenen Pflanzen, werden, sobald sie unter Bäumen(in Wäldern) wachsen, von ihm verschmäht, oder nur in dem Fal- le angerührt, dass es durch Hunger dazu getrieben wird. Alle unter Bäumen oder im Schatten ge- Wachsenen Pflanzen sind aber auch weich, schlaff und voll wässriger Theile, durch welche letzteren sie besonders den Schafen sehr leicht höchst nach- rheilig werden. Das Sonnenlicht macht dagegen die Pflanzen fest, süss, aromatisch und nahrhaft, indem die überflüssigen wässerigen Theile dadurch verdunsten, die Pflanzensäuren in Zucker und die stickstoffhaltigen Theile in Pflanzenleim und Pflan- zeneiweiss umgewandelt werden; überhaupt, je kräf— tiger das Sonnenlicht auf die Pflanzen wirkt, desto mehr nährende Körper bilden sich in ihnen. Am nützlichsten wird jedoch das Sonnenlicht dadurch den Pflanzen, dass es den Blättern behülflich ist, Sauerstoff auszuhauchen; hierin liegt aber auch der Grund, warum die von den Wurzeln aufgenomme- nen sauerstoffhaltigen Körper zersetzt und dann assi- milirt werden. Weiterhin hierüber mehr. Wenn gleich alle höher organisirten Pflanzen Licht zu ihrem Gedeihen unumgänglich erfordern, s0 bedürfen sie dasselbe doch nicht in gleichem Maasse. Viele Pflanzen kommen nur dann gut fort, wenn sie in dem von anderen Körpern reflectirten Lichte stehen, wogegen andere nur in dem Falle gedeihen, dass sie einem sehr intensiven Sonnenlichte ausge- setzt sind.— In der Regel bedürfen sie das mehrste Licht in ihrer Blüthe und beim Saamensatze. Zum Leimen erorde ela be De keln lugt Sell U Malen 16 bellt leide dlser, bst d eine A D. eln als e. Unter J nicht! det d und z Vesggt cpiler er Nume ud viele hanten, Water dem Nel. getrieben atten 95 „ schlar letztere: st nach. dagegen zahrhaff, dadurch und die d Pflan- je kril. t, dest) . Am ladurcl ich ist, uch der nomme- in assi. flanzen ordern, Maasse. „ Wenn 1 Lichte eilen, zuge- nehrste Zum 121 Keimen des Saamens selbst ist dagegen kein Licht erforderlich, ja dieser Process geht sogar im Dun- keln besser von Statten.— Dass die Keimung der Saamenkörner im Dun- keln besser als im Lichte erfolgt, hat man schon längst beim Malzen des Getreides bemerkt; aus die- sem Grunde sucht man denn auch das Licht von den Malztennen abzuhalten, sobald das vorher eingequell- te Getreide darauf ausgebreitet worden ist. Das Ge- treide wird, wenn es im Dunkeln keimt, aber auch süsser, gleich wie das in dunkeln Kellern aufbewahrte Obst süsser wird, weil es bei Abhaltung von Licht eine Art süsser Gährung erleidet. Der Saame des Getreides muss, weil er im Dun- keln besser als im Lichte keimt, desshalb so tief, als es nur immer die übrigen Verhältnisse gestatten, unter die Erde gebracht werden.— In der Jugend vertragen die mehrsten Pflanzen nicht so viel Licht, als im spätern Alter; desshalb säet der Landwirth Klee und Gräser unter Getreide, und aus demselben Grunde stellt der Forstmann seine Besaamungen in der Jugend in Dunkel- und erst. später in Lichtschläge. Am empfindlichsten sind die Pflanzen gegen eine sehr plötzliche Einwirkung des intensiven Sonnen- lichts, besonders wenn sie noch jung sind. Pflanzen, welche viel Feuchtigkeit enthalten, kühlen sich im Sonnenschein ab, dadurch nämlich, dass der Wär- mestoff der Sonnenstrahlen mit dem verdunstenden Wasser entweicht; daher kommt es, gelegentlich gesagt, aber auch, dass Pflanzen, welche wenig Feuchtigkeit enthalten, im starken Sonnenscheine vertrocknen. ——.—— 122 So sehr auch die Blätter, Blüthen und Zweige ace der Pflanzen des Sonnenlichts bedürfen, so wenig ach d vertragen es doch deren Wurzeln und Knollen, dass ler F. sie vom Sonnenlichte getroffen werden. Dies weiss ruhet jeder Landwirth; denn um reiche Kartoffeln- und gogen, Getreideernten zu erhalten, behäuft er ihre Wur- 1 U. zeln mit Erde; will er dagegen Rüben von festerer 1 Masse und grösserem Zuckergehalte gewinnen, 80 Halles entblösst er, aus Gründen, die vorhin angegeben gerlti wurden, ihren oberen Theil, der nicht Wurzel, des Li sondern ein Zwischenkörper ist, von Erde.— Frei- lich hat das Behäufen der Pflanzen auch noch einen anderen Nutzen.— Wir dürfen wohl nicht daran zweifeln, dass die Pflanzen nicht allein bei ihren Lebensverrichtungen Nutzen vom Lichte ziehen, sondern, dass sie sich auch chemisch damit verbinden; denn so wie die e Wurzeln sich dahin ausdehnen, wo sie Nahrungs- fill mittel finden, so streben die Blätter, Blüthen und Nip Zweige dahin, Wo Licht vorhanden ist. Die Pflan- dess zen sind gleichsam nicht nur in den Boden, sondern 5 auch in die Atmosphäre gepflanzt: dass dieses gegrün- in de det sey, werden wir später noch deutlicher sehen. dle Wie die Pflanzen dem Lichte entgegenstreben, Dich schen wir besonders bei dichtstehenden Waldbäumen; ale denn um Licht zu bekommen, schiessen sie schnell ö in die Höhe. Durch eine dichte Aussaat können wir n die Pflanzen zwingen, schneller zu wachsen, was ma im Frühjahr bei Stallfutterung des Viehes nicht un- al wichtig ist. Inn Zimmer gezogene Gewächse neigen dez sich stets gegen das in die Fenster dringende Tages- die licht, und an die Erde gebogene Pflanzen machen ger bald ein Knie, um dem Lichte wieder entgegen ddt lige 0 Wenig len, das ies pes en- und e Mur. festerer u, 80 egeben urzel, Frei- einen ass die Aungen ie sich rie die rungs- n und Pflan- ndern grün- en. eben, men; chnell n Wir „ wa ht m- vehen Lues achen gell gege 123 wachsen zu können; dies sehen wir häufig, wenn sich das Getreide gelegt hat. Auf dieser Eigenschaft der Pflanzen, dem Lichte entgegen zu wachsen, be- ruhet auch ihre Vermehrung durch Senker, das sogenannte Ablegen der Baumzweige in den Wäldern u. m. dergl. a Endlich bemerken wir auch an dem Oefnen und Schliessen der Blätter und Blüthen zu gewissen Ta- geszeiten, wie empfindlich sie gegen die Einwirkung des Lichts sind. c. Von der Wärme. Die Wärme lässt sich, weil ihr für unsere Sin- ne alles Materielle fehlt, nur durch das Gemeinge- fünl und aus den Wirkungen, die sie auf andere Körper hervorbringt, erkennen; man betrachtet sie desshalb als die Ursache der Wärmeerscheinung. Wir können uns die Wärme als eine überall in der Natur vorhandene feine Flüssigkeit vorstellen, die von einer solchen Feinheit ist, dass kein Gefäss Dichtigkeit genug besizt, um sie eingeschlossen zu halten. Weil die Wirkungen der Wärme darin beste- hen, dass sie die festen Körper ausdehnt, flüssig macht oder gar in Luft verwandelt, so können wir auch wohl annehmen, dass sie aus Körpertheilchen bestehe, welche das Vermögen haben, sich zwischen die kleinsten Theile(Atome) der ponderablen Kör- per zu drängen. Je mehr Wärmeatome die festen oder flüssigen Körper desshalb zwischen ihre eignen — * P———— —— * 124 Atome aufnehmen, um so mehr müssen sie sich auch dehnen ausdehnen; hieraus lässt es sich denn auch am besten 1585 erklären, wie es zugeht, dass die Ausdehnung man- danch cher Körper, z. B. der Luft, durch Wärme gar keine he Grenzen hat. Der Wärmestoff ist desshalb auch die 600 Ursache, dass die Körper nicht absolut, dicht sind. uud de Durch Berechnung will man aber gefunden haben, muntt dass ein absolut dichter Körper eine 7 mal grössere uin specifische Schwere als Gold haben würde.— 1 b Keinem Körper in der Natur ist es möglich, der 1 U ausdehnenden Kraft des Wärmestoffs zu widerstehen; 110 0 wesshalb sich auch vom Wärmestoff in dieser Be- ls 5 ziehung eine mannigfaltige Anwendung machen lässt. fle Auseinander gewichene Mauern von Gebäuden kön- lhre nen z. B. durch angebrachte eiserne Stangen und 0 i Schrauben mittelst Erwärmung wieder in ihre senk- Celr * rechte Stellung gebracht werden, indem sich die den 17 N von der Wärme ausgedehnten und hierauf enger zu- ihn 1 sammengeschrobenen Stangen beim Erkalten wieder Wass 2. verkürzen.— Mächtige Granitblöcke lassen sich dess * durch eine geringe Menge darüber angezündetes* 0 Reisholz zertrümmern, indem die Wärme den Zu- Die 0 5 0 sammenhang ihrer Theile trennt; leicht zerspringen bk! 2 sie, wenn man sie noch heiss mit kaltem Wasser ili * besprengt. Auf die Ausdehnung des Wassers durch für J. 8 c Wärme beruhet denn auch die ausserordentliche u! . 1 Wirkung der Dampfmaschinen u. s. W.— 1 *„ Von der grossen Kraft, welche die Wärme- 21 94 Atome ausüben, kann man sich leicht durch einen 92 * kleinen Versuch überzeugen; füllt man nämlich eine uud * Blase mit Luft und erhitzt sie, so zerplatzt sie bald Tall. 1 1 darauf mit einem heftigen Knalle. ili Die Eigenschaft der Wärme, alle Körper auszu- 0 ich auch i betten ung Mall. gar heut auch die cht sind 1 haben gräsgert ich, de stehen; zer Be- n lässt. n kön- n und e senk- ch die er Zu- ieder sich idetes Zu- ingen asser lurch liche arme. eine! I eile ö geld oh- 125 dehnen, hat zu der Ersindung geführt, durch In- strumente die Grade jener zu messen, und zwar durch Instrumente, die man Thermometer nennt. Ihre Einrichtung ist bekannt. Die gebräuchlichsten sind die von Reaumür, Fahrenheit, Celsius und de' Isle. Die Scale des reaumürschen Ther— mometers ist vom Gefrierpunkte des Wassers bis zu dem des kochenden Wassers in 80 Grade getheilt. Beim fahrenheitschen Thermometer ist der Eispunkt bei 32 Grad, und der des kochenden Wassers bei 212 Grad. Diese Eintheilung gründet sich darauf, dass eine Mischung von Kochsalz und Schnee eine Kälte hervorbringt, wobei das Quecksilber in der Röhre auf 32 Grad sinkt. Das celsiussche hat bei 100% den Siedpunkt des Wassers und bei 0“ dessen Gefrierpunkt; das von de I' Isle zeichnet sich von den übrigen dadurch aus, dass man umgekehrt bei ihm zählt; 0“ bezeichnet hier den Siedpunkt des Wassers, und 150 den natürlichen Gefrierpunkt desselben. Das Zeichen + dient, um den Grad über O anzuzeigen, das Zeichen— den unter 0. Die Scalen dieser verschiedenen Thermometer lassen sich leicht eine in die andere übertragen. Das Ver- hältniss für F. zu R. ist nämlich: 180: 80= 9: 4.; für F. zu C. 180: 100= 9: 5; und für C. zu R. 80: 100= 4: 5. Um einen gegebenen Grad von F.(Fahrenheit) in einen Grad von R.(Reaumür) zu verwandeln, muss man von der gegebenen F. Zahl 32 abziehen, das Uebrige dann mit 4 multipliciren und das Product mit 9 dividiren. Im umgekehrten Falle hat man den gegebenen R. Grad mit 9 zu mul- tipliciren, das Product mit 4 zu dividiren und dem Quotienten 32 zuzuzählen; überhaupt, will man die —*——————————— — 3— 1 126 Grade der fahrenheitschen Scale zu Graden einer anderen Scale machen, so muss man, sobald von F. Graden über 0 die Rede ist, 32 abziehen, und handelt es sich von Graden unter 0, so werden 329 zu der gegebenen Zahl der F. Grade zugezählt. Um sehr kleine Temperaturveränderungen zu bemerken, bedient man sich des Luftthermometers; dieses Instrument besteht aus einer gläsernen Röhre mit angeblasener Kugel, worin eine gefärbte Flüssig- keit mit etwas Luft eingeschlossen ist. Ein Thermometer giebt übrigens nur die Tempe- ratur der Körper an, nicht aber denjenigen Wär- mestoff, welchen sie, wie es immer der Fall ist, chemisch gebunden halten. Da sich die Thermometer nicht gebrauchen las- sen, wenn sehr hohe Hitzegrade gemessen werden sollen, so bedient man sich hiezu kleiner, bei 80 R. getrockneter und bei Rothglühehitze gebrannter Cylinder oder Würfel von Thon, und berechnet die Wärme dann nach dem Grade ihrer Einschrumpfung; solche Instrumente heissen Pyrometer; sie sind in- dessen nicht zuverlässig. Obgleich sich alle Körper durch Hinzutretung des Wärmestoffs ausdehnen, also auch specisis ch leichter werden, so thun sie dieses doch in verschie- denen Graden. Bei Luftarten oder bei elastischen Flüssigkeiten findet jedoch hierin ein constantes Ver- hältniss Statt; denn man hat gefunden, dass bei glei- chem Drucke die Ausdehnung für jeden Grad des reau- mürschen Thermometers 0, 0047 ihres Volumens be- trägt; wenn mithin ein Kubikzoll Sauerstoffluft von O R. auf + 10 R. erwärmt wird, so nimmt er nach der Erwärmung einen Raum von 1, 047 Kubikzoll ein. . golf 8 p der 6. lässig dich I 118 K als die den ul nit den Del gere indem wird, uud de dem fog gleic in. der B. Wärm mit B Keleil zu en der! Din ale i einer won. bu, und rden qe llt. ngen zu meters; 1 Röhre F lüssig. Tempe. Wär- all ist en las- Werden bei 80e annter et die fung; ad in- etung Sch chie- schen Ver- i glei real 1 be von nach ein, 127 Weil die Körper durch Aufnahme von Wärme stoff specifisch leichter werden, 80 ist dieses auch der Grund, warum die erwärmten Theile einer Flüssigkeit stets in die Höhe steigen, und warum sich Flüssigkeiten leichter von Unten als von Oben in's Kochen bringen lassen; denn die kälteren Theile, als die schwersten, senken sich fortwährend zu Bo- den und gelangen hierdurch in nähere Berührung mit dem Wärmestoff. Der ungleichen Erwärmung der Luft haben wir gewöhnlich die Entstehung der Winde zu verdanken, indem da, wo die Luft durch Wärme verdünnt wird, Räume entstehen, nach welchen die kältere, und desshalb auch dichtere Luft hinströmt. Von dem Grade der Luftverdünnung durch Wärme wird folglich auch die Stärke der Winde bedingt; bei gleichmässiger Erwärmung der Luftschichten herrscht Windstille, bei etwas ungleicher findet ein Säuseln der Baumblätter Statt, und bei sehr ungleicher Er- wärmung der Luft sehen wir Orkane entstehen, die mit Bäumen wie mit Strohhalmen spielen. Indessen scheinen zuweilen auch dadurch sehr heftige Winde zu entstehen, dass sich in den höheren Schichten der Atmosphäre durch Niederschlagung wässriger Dünste leere Räume bilden, nach denen dann die dichteren Luftschichten mit Gewalt hinströmen. Diejenige Wärme, welche aus einem Körper in den andern übergeht, heisst freie Wärme; wir erkennen sie durch unser Gefühl und aus den Wir- kungen auf's Thermometer. Figirte, latente, verborgene, oder gebundene Wärme nennt man dagegen diejenige Wärme, welche sich che- mis ch mit den ponderablen Körpern vereinigt, und 27 ͤ ͤ—— g—. m— 0 welche dadurch sowohl ihre Wirkungen auf unser arme: Gefühl, als auch auf das Thermometer verliert. tue üs Obgleich alle Körper die Wärme leiten, 0 fin- lierauf! 1 det hierin doch ein grosser Unterschied Statt, denn strallen . 4 der Wärmestoff bewegt sich durch die Körper, un- 1 + 0 0 abhängig von der Beschaffenheit ihrer Oberflächen, + Ae, 2 a mit sehr verschiedenen Geschwindigkeiten(gute und Weise! 14 schlechte Wärmeleiter).— Man hat über diesen zum Nie 4 Gegenstand viele Versuche angestellt, und gesehen, Alus * dass das Wärmeleitende Vermögen der Körper durch chice 4 Zahlen ausgedrückt werden kann; so z. B. hat man Lace 0 N gefunden, dass, wenn das Wärmeleitungsvermögen aner y 9 des Goldes zu 1000 gesetzt wird, das vom Marmor aunchme 33, und das des Ziegelthons= 11 ist.— Hierdurch wenn di wird folglich auch bewiesen, dass ein Thonboden etunne durch die Luft nicht so schnell erwärmt werden( pei 0 kann, als ein Kalkboden; zugleich geht aber auch die V. daraus hervor, dass letzterer leichter erkalten muss.— Warn Als vom Lichte gehandelt wurde, haben wir ge- En, el sehen, dass die Sonne nicht nur die Hauptquelle des 1g de Lichts, sondern auch der Wärme sey, wobei die nere l Wärme das Licht stets begleitet; hieraus folgt, dass gell pe 0 die Sonnenwärme mit derselben unglaublichen Ge- 05 5 schwindigkeit den leeren Raum durchschiessen muss, gh an 0 als das Sonnenlicht. Es legt 40tausend Meilen in 0 5 einer Secunde zurück! Ganz anders verhält sich Wide 10 dagegen die Expansivkraft der Wärme, wenn sie wirt! N* sich mit ponderablen Körpern verbunden hat; im eb 92 metallischen Eisen bewegt sie sich z. B. in einer Se- 90 de * cunde nur p Zoll. wär U Durch die Sonnenstrahlen werden die Körper un- b 7 1 ter den gewöhlnichen Verhältnissen nicht über + 50“ peach. R. erwärmt, indem sie einen Theil der empfangenen epi i under iert. 80 fl. t) denn er, uu. flächen, ate und diesen ese lien, durch at man mögen armor durch boden werden r duch 156.— ir ge- le des ei die „ dass Ge- muss, n in sich n sie im er de 7 un- 07 enen 129 Wärme gleich wieder ausstrahlen; füttert man aber eine Büchse mit Kohle aus, bedeckt man selbige hierauf mit Glas, und lässt man dann die Sonnen- strahlen hineinfallen, so steigt die Wärme darin bis zu + 90 R., möge die der Atmosphäre auch nur + 20% R. seyn; v. Saussure brachte auf solche Weise noch in der Höhe von 12000 Fuss Wasser zum Kochen. Ausser dass sich aus den Sonnenstrahlen Wärme entwickelt, wird sie auch bei der Electricität durch's Zusammendrücken und Reiben der Körper erzeugt; ferner wenn dieselben einen andern Aggregatzustand annehmen; und endlich wird Wärme entwickelt, wenn die Körper chemische Verbindungen und Zer- setzungen erleiden. Das Letztere geschieht besonders bei derjenigen chemischen Verbindung, welche wir die Verbrennung nennen. Sobald hierbei intensive Wärme und intensives Licht gleichzeitig hervortre- ten, entsteht die Erscheinung von Feuer; den An- fang davon nennen wir die Entzündung. Das Nä- here hierüber, wenn von der Verbrennnung gehan- delt werden wird. Die Ursache von derjenigen Wärme, welche sich aus den Körpern durch Reibung hervorbringen lässt, ist uns gänzlich unbekannt, denn sie rührt nicht von der Verdichtung derselben her. Die Erscheinung wird noch um so unerklärlicher, als die Wärme- entwickelung durch Reibung gar keine Grenzen hat, so dass also die latente Wärme gegen die freie Wärme in den Körpern gleichsam unendlich gross ist. Merkwürdig ist hierbei noch, dass Körper, welche die Electricität leiten, durch's Reiben leicht erwärmt werden, wogegen in Körpern, welche 9 Nichtleiter sind, zuerst Electricität entsteht, und dass, sobald diese nicht abgeleitet wird, sich erst Wärme entwickelt, wenn die erregte Electricität die grösste Spannung erreicht hat. Offenbar findet also auch hier ein Zusammenhang zwischen Wärme und Electricität Statt. Durch's Zusammendrücken der Körper kann der in ihnen befindliche Wärmestoff gleichsam ausgepresst werden; je mehr sich desshalb ein Körper verdichten lässt, um desto mehr Wärme muss aus ihm frei werden. Comprimirt man Luft, so entsteht oft ein so grosser Hitzegrad, dass leicht entzündliche Körper dadurch in Brand gerathen. Drückt man die at- mosphärische Luft durch eine Compressionspumpe, oder auch nur in einer, einige Zoll langen Röhre, in einem sogenannten Luftfeuer zeuge(Briquet pneumatique) schnell zusammen, 80 entzündet sich ein an den Stempel des Instrumentes befestigter Feuer- schwamm. Hämmert man ein Eisenstäbchen recht schnell, so wird es zuletzt glühend; kann aber ein Körper nicht weiter verdichtet werden, so hat auch die Wärmeentwickelung ihr Ende erreicht, weil die Erregung und Ausstrahlung der Wärme sich dann das Gleichgewicht halten. Wenn Körper chemische Veränderungen erlei- den, so wird ihr Vermögen, Wärme zu binden, vermehrt oder vermindert. Wo also Körper che- misch auf einander wirken, da finden auch stets Temperatur veränderungen Statt. Wir sehen Wär- me bei allen drei Gährungen, bei der Wein-, Essig- und fauligten Gährung entstehen, nicht allein weil hierbei mehrere Stoffe eine Verdichtung erleiden, sondern weil die neu entstandenen Körper auch eine geringere Vörper; Als chemisd tolls i misclen Sauntlel frier cl Ver bei chem 1. J. He e nach ung ib im Gez Vir d troche bessert che Jet Gon Lucker das He ugebel ringt. Ind Ost wochen dale dich dy erleidt Teuch röch, 80 und rüben it, uud ich erst leibät lie det al rme ul ann di. gepresdt dichten m frei oft ein Körper die at- humpe, Nöhre, Briguet sich ein Teuer. recht er ein t auch eil die aun das erlei- inden r che. b steh ar Lig peil den, eine 131 geringere Capacität für die Wärme haben, als die Körper, wodurch die Zersetzungen bedingt wurden. Als Beispiel, wie gross oft die Menge des bei chemischen Verbindungen frei werdenden Wärme- stoffs ist, kann das Löschen des Kalkes und das Ver- mischen der Schwefelsäure mit Wasser dienen; der sämmtliche hierbei frei werdende Wärmestoff war früher chemisch mit dem Wasser verbunden.— Der Landwirth sieht die Wärmeentwickelung bei chemischen Zersetzungen sehr häufig; wenn er 2. B. Heu etwas feucht in Schober packt, so wird es nach einiger Zeit sehr heiss, weil es in Zerse- tzung übergeht; hierdurch verdirbt es indessen nicht, im Gegentheil nimmt es an Güte zu; besonders wird das sogenannte saure Gras, wenn man es halb trocken recht dicht in Schober packt, dadurch ver- bessert, denn durch die Zersetzung und Hitze(Wel- che letztere oft so hoch steigt, dass das Heu braun davon wird) bildet sich eine Substanz, die dem Zucker ähnlich ist und wie Honig riecht. Da nun das Heu durch die Zuckerbildung dem Viehe sehr angenehm und leicht verdaulich gemacht wird, 80 bringt man in einigen Ländern, z. B. in Holland und Ostfriesland, selbst das gute Wiesenheu halb trocken in hohe Schober; man hütet sich jedoch, dasselbe zu nass zusammen zu packen, weil es sich sonst so stark erhitzt, dass es eine Verkohlung erleidet und dann vom Viehe verschmähet wird. Feuchtes Heu entzündet sich sogar, wird pyropho- risch, wenn eine Fäulung dabei Statt findet.— So auch entsteht(zum grössten Nachtheile des Landwirthes) im Miste der Schafställe und Dünger- gruben beträchtlich viel Hitze, sobald dessen chemische 9* 3 **———— Zersetzung zu rasch vorschreitet, Was leicht der Fall aich ist, wenn er zu trocken wird. Man hat Wahrschein- 10 1 lich hieraus gefolgert, dass ein kalter Boden durch eine i Mistdüngung erwärmt und eben dadurch auch frucht- duch barer werde; allein diese Ansicht beruht auf einer ami unrichtigen Voraussetzung, denn obwohl sich bei a0 einer schnellen Zersetzung des Mistes in grossen noi Massen viel Wärme entwickelt, so ist diese bei der 05 ssa Vertheilung des Mistes im Boden und bei seiner all- liaki! mähligen Zersetzung 80 unbeträchtlich, dass sie nicht iu frei einmal durch sehr empfindliche Instrumente bemerkt D. werden kann, wesshalb sie denn auch unmöglich lichtet, eine bedeutende Wirkung auf die Vegetation aus- dass fi zuüben im Stande ist. Mittelbar trägt der Mist wärme dagegen zur Erwärmung des kalten Bodens mehr bei, Mart in so fern nämlich, als dadurch eine Auflockerung gens bewirkt wird, wobei denn die überflüssige Feuch- in si tigkeit leichter verdunstet und die wärmere atmos- gelt phärische Luft freieren Zutritt erhält. erwär Endlich wird auch Wärme 8 wenn bern die Körper ihren Aggregatzustand veründern; ver- der 6 binden sich z. B. die Gase der Atmosphäre chemisch epo mit festen Körpern, oder werden sie auch nur me- an der chanisch von ihnen angezogen und verdichtet, 80 Warun gelangt dadurch die Wärme, welche die Körper Lie Ar Aoep h e in den luftförmigen Zustand ver- U setzte, in Freiheit. Dasselbe geschieht, Wenn das M59 0 Wassergas der Atmosphäre von den Körpern ange- wie zogen und verdichtet wird.— best Im Boden erzeugt sich desshalb ausser der ge- aus ringen Menge Wärme, welche bei der Zersetzung wöh. des Mistes und der organischen Reste entsteht, auch ein vrohl noch auf eine andere Weise Wärme; wenn ener i der fal ahtstlein. durcheine ch frucht. auf einer sich be grosel bei cke iner al. zie nicht bemerlt möglich n aus. er Mist ehr bei, sckerung e Feuch. Almos- Venn ver- emisch ur me- zt, 80 Lörper d ver- enn dz 9b. 1 aug ö der ge⸗ lung auch Well. 133 nämlich die darin befindliche Alaunerde, das Eisen- oxyd und einige andere Körper einen Theil ihres chemisch gebundenen Wassers durch's Gefrieren oder durch Sonnenhitze verloren haben, so muss Wärme entwickelt werden, sobald sie Gelegenheit finden, sich wieder chemisch mit dem Wassergase der At- mosphäre oder mit Feuchtigkeit zu vereinigen; denn das Wassergas, wie das flüssige Wasser, erleiden hierbei eine Verdichtung, und der Wärmestoff wird in Freiheit gesetzt. Da ein lockerer Körper mehr Gase in sich ver- dichtet, als ein fester, so folgt natürlich hieraus, dass sich ersterer bei der Gasverdichtung mehr er- wärmen wird, als letzterer. Dem Landwirthe er- klärt sich hierdurch zum Theil der Nutzen des Pflü- gens und Eggens.— Ein Boden, welcher viel Luft in sich verdichtet hat, kann übrigens weder schnell gefrieren, noch schnell durch die Sonnenstrahlen erwärmt werden, indem die Luft unter allen Kör- pern der schlechteste Wärmeleiter ist. Dies ist also der Grund, warum ein trockner, humusreicher und gewöhnlich sehr viel Luft enthaltender Boden stets nur an der Oberfläche beträchtlich erwärmt wird, und warum er auch niemals bis zu einer beträchtlichen Tiefe gefriert.— Hat ein Körper durch Hinzutretung des Wär- mestoffs Luftgestalt angenommen, so nennt man ihn, wie vorhin schon erwähnt wurde, Gas. Ein Gas besteht also stets aus einem wägbaren Körper und aus Wärmestoff; unter Luft versteht man aber ge- wöhnlich die atmosphärische Luft.— Ein Gas ist ein flüssiger Körper, und unterscheidet sich von einer tropfbaren Flüssigkeit(Liquidum) dadurch, p . dass sich seine kleinsten Theile nach allen Richtun- 105 fir gen ausdehnen, also keine horizontale Lage, wie die Ubes. 0 tropfbaren Flüssigkeiten, einnehmen.— Man nennt ach des — ein Gas coërcibel, wenn es zwar bei dem gewöhn- gegen, * lichen Drucke der Luft seine Gasform behält, sich presst! * aber durch Künstlichen Druck, oder auch durch voller, 5 ö künstliche Kälte verdichten lässt; unbeständig nung)& 7 heisst es dagegen, wenn es aus Körpern durch Er- Lell. 4 hitzung gewonnen worden ist, die bei der gewöhn- nuglir 2 lichen Temperatur der Atmosphäre fest oder tropfbar las die 4 flüssig sind; 80 Zz. B. liefern Wasser, Schwefel, Al- on eine 5 kohol u. m. dergl. Körper durch Wärme unbestän- ummeng * dige Gase, denn sie verdichten sich, wenn sie ihren Wärme ö WMärmestoff an kältere Körper abgeben können. wordt Manche Körper, wenn sie einmal durch Zutritt* N von Wärmestoff Gasgestalt angenommen haben, kön- die y nen weder durch Druck noch durch künstliche Kälte an de verdichtet werden; sie erleiden indessen eine Ver- lis dichtung, sobald sie sich chemisch oder auch me- 0 erf chanisch durch Capillarität mit anderen Körpern ver- er bes binden, wobei denn ihr Wärmestoff entweicht. Zu 1 diesen Körpern gehören Sauerstoff-, Stickstoff- und ertpic Wasserstoffgas. Sie heissen beständige(perma- pläree nente) Gase. laben. Sobald sich die unbeständigen Gasarten verdich- laben ten, entsteht eine Art Rauch, welchen wir mit dem auler Namen Dampf oder Dunst belegen. Die Dämpfe ihr unterscheiden sich von den Gasarten dadurch, dass Din sich erstere mehr im verdichteten Zustande befinden, auf und dass sie weniger Elasticität als die Gasarten be- selbs sitzen. Die Elasticität der Dämpfe entspricht übri- schie gens stets ihrer Temperatur, und nimmt mit der dilat Erweiterung des Raumes, worin sie sich befinden, Mun u Nichtün. e wie die Man Ueuut m ge wohn. hält, ach ich durch ständiz durch I. gewöhn. tropfbar elel, A. Inbestän. sie ihren en. a Tutritt hen, kön- che Kälte ine Ver. ich me- rn ver- ht. Zu f- und perma. erdich- üt dem ämpfe u, das elindel, ten le- It ibri⸗ nit der enden, 135 ab; wird z. B. Wasserdampf von + 80 R. auf sein halbes Volumen zusammengepresst, so verwandelt sich dessen Hälfte in Wasser. Ein Gas erhält da- gegen, wenn es auf den halben Raum zusammenge- presst wird— sey die Spannung und Dichtigkeit vorher, welche sie wolle— die doppelte Span- nung, sobald nämlich die Temperatur hierbei dieselbe bleibt. Dieses Gesetz sindet jedoch nur bei der at- mosphärischen Luft Statt, denn man hat gesehen, dass die bei höherem Drucke condensirbaren Gase von einer gleichen Kraft stärker, als die Luft zu- sammengedrückt werden. Durch Hinzutretung von Wärme wird die Elasticität der Dämpfe gesteigert, worauf die Kraft der Dampfmaschinen beruhet. Von der Verdunstung müssen wir insofern die Verdampfung unterscheiden, als erstere nur an der Oberfläche, letztere aber auch im Innern der flüssigen Körper erfolgt; wird z. B. Wasser gekocht, so erzeugen sich im Innern Luftblasen, die aus Was- ser bestehen, welches Dampfgestalt angenommen hat. Bevor eine flüssige Substanz im Inneren Dampf entwickeln kann, muss sie den Druck der Atmos- phäre durch die Elasticität ihrer Dämpfe überwunden haben. Die auf der Oberfläche entstehenden Dünste haben dagegen nicht nur den Druck der Atmosphäre, sondern auch denjenigen Druck zu überwinden, den ihre eignen, schon in der Atmosphäre befindlichen Dünste ausüben. Eben so, wie die eine Gasart nicht auf eine andere drückt, sondern immer nur auf sich selbst, eben so ist dieses bei den Dünsten der ver- schiedenen Flüssigkeiten der Fall. Jede Gasart be- sitzt also, wie jede Dampfart, gleichsam noch leere Räume für andere Gas- und Dampfarten. . U Das Sieden einer Flüssigkeit ist, wie aus dem dle fach Vorhergehenden folgt, vom Luftdrucke abhängig, m gt welcher sich aus dem Barometerstande erkennen neuss lässt; da nun auf Bergen der Luftdruck nicht so be- 0 trächtlich ist, als in den Ebenen, so sieden Flüssig- fielen keiten dort bei Weitem leichter, als hier; dies ist waruu aber auch die Ursache, warum Flüssigkeiten so er- daun k staunlich schnell im luftleeren Raum verdunsten, Zu- Lat& mal Wo die entwickelten Dämpfe sich an kalt gehaltene Kehre Körper gleich wieder als Flüssigkeiten absetzen kön- nelnste nen. In einem völlig luftleeren Kaum verdunsten be; die Flüssigkeiten mit einer Geschwindigkeit, die der frockne einer abgeschossenen Kugel gleicht. Der Siedepunkt halt nl der Schicht einer Flüssigkeit ist jedoch sowohl vom Uin Be Drucke der Atmosphäre, als auch von ihrer eignen geben Tiefe unter dem Niveau abhängig, weil die über delun einer tieferen Schicht ruhende Menge von Flüssig- nl keit auf dieselbe noch ausserdem einen Druck aus- erb! übt, der ihrem Gewichte gleich ist; desshalb ist Voll eine Flüssigkeit, welche siedet, auf der Oberfläche gchich auch niemals so heiss, als unterhalb. Teng Verdunsten flüssige Körper, z. B. Wasser, an Lifrie der Atmosphäre, so nehmen sie den zu der Verdun- lat. stung nöthigen Wärmestoff aus der atmosphärischen fer ei Luft oder aus ihrer Umgebung.— Selbst feste Kör- n 0 per, z. B. Eis und Schnee verdunsten. Sie binden melt dabei so viel Wärmestoff, als wenn sie Künstlich Ui erwärmt worden wären. W. Ist die Atmosphäre schon mit Dämpfen einer ten Flüssigkeit völlig gesättigt, so erfolgt gar keine fer- F nere Verdunstung derselben. Die Verdunstung ge- gol schieht übrigens bei Weitem schneller, wenn die an Flüssigkeiten mit Körpern in Berührung stehen, Wel- 10 f sten, zu. zehaltene zen Kön. rdunsten „ die de jedepunl wohl vn snalb 187 137 che rauh, eckig, oder uneben sind, indem selbige dann grössere Oberflächen haben und bessere Wär- meausstrahler sind. Aus dem Erwähnten lassen sich folgende Schlüsse ziehen: Feuchtes warmes Wetter ist die Ursache, warum wir hierbei so leicht in Schweiss gerathen, denn der Schweiss kann nicht verdunsten, weil die Luft schon mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Den Schweiss der Pferde sieht man daher im Herbst am mehrsten.— Die Feuchtigkeit der Luft ist die Ur- sache, warum der Boden im Herbste schwerer ab- trocknet, als im Frühjahr; in dieser Jahrszeit ent- hält nämlich die Luft weniger Wasserdünste.— Ein Boden, welcher rauh ist, muss, aus den ange- gebenen Gründen, die Feuchtigkeit durch Verdun- stung leichter verlieren, als ein glatt gewalzter; und da Wasser nicht anders, als mit Wärmestoff verbunden, verdunsten kann, so muss dadurch so— wohl der Boden, als die über ihm ruhende Luft- schicht oft so sehr abgekühlt werden, dass deren Temperatur unter Oe sinkt, Was natürlich dann das Erfrieren der etwa vorhandenen Früchte zur Folge hat. Dieses Ereigniss tritt im Frühjahr um so leich- ter ein, je trockner die Atmosphäre ist, weil dann um so mehr Wasser verdunstet und mit ihm um so mehr Wärme verloren geht. Zum Theil rührt das Erfrieren der Früchte aber auch davon her, dass der Wärmestoff des Bodens, ohne Wasserdünste zu enthal- ten, schnell ausstrahlt; besonders ist dieses bei unbe- wölktem Himmel der Fall, indem dann der Wärme- stoff um so leichter jenseits der Atmosphäre entweichen kann. Ist der Himmel dagegen mit Wolken bedeckt, so strahlt aus diesen der Erde oft Wärmestoff zu.— . * armezt eils ve Alle Körper haben das Vermögen, den Wärme- stoff anzuziehen; sie werden nicht nur davon durch- drungen, sondern verbinden sich auch chemisch mit, ud ran ihm; dadurch geht er dann für unser Gefühl ver- Lichte lohren. Ist ein Körper auf die eine oder die andere die Son Weise erwärmt, so lässt er den Wärmestoff nach Velche und nach wieder fahren, denn sein Bestreben ist, melt el wie das der Electricität, sich überall in's Gleichge- Obe wicht zu setzen. Die Wärme entweicht entweder ue ib strahlend oder sie theilt sich unmittelbar den be- hach nachbarten Körpern mit; da wir nun keinen abso- selber lut wärmefreien Körper kennen, so strahlt auch je- die del der Körper mehr oder weniger Wärme aus. Pozepen Von der Bewegung des strahlenden Wärmestoffs Jom do. ist die Bewegung des Wärmestoffs in den Körpern, N oder seiner Bewegung zwischen den sich unmittel- Wärn bar berührenden Theilen sehr verschieden, denn im erklär letzteren Falle verliert er nicht nur viel von seiner Mauer, Geschwindigkeit, sondern erhöhet auch die Tempe- kit, ratur der Körper, und verwendet einen Theil sei- an ert ner Expansivkraft zur Ueberwindung ihrer Cohä— engl sionskräfte. Strahlender Wärmestoff wird durch Ji verschiedene Körper, besonders durch die Metalle, lurch! in den geleiteten Zustand versetzt. alk Die Wärme wird von den Körpern(z. B. von Len rü der Luft), durch welche sie sich strahlend bewegt, fan d auf dieselbe Weise und nach denselben Gesetzen der. gebrochen und zurückgeworfen, wie das Licht, jedoch len d werden die Wärmestrahlen etwas weniger, als die und mittleren, oder grünen Lichtstrahlen des Farben- rm bildes gebrochen. Ein Theil Wärme wird hierbei 10 N aber auch von ihnen aufgenommen. br Das Absorbtions- und Reflectionsvermögen des Jaden Murme. bn durch- misch mit efüll ver. lie ander: off nach eben iz dleichge ntweder den be. en abso- auch je. mestoffs Cörpern, unmittel. denn in n seiner Tempe- eil sei- Cohä⸗ durch Letalle, B. von bewegb esetzel i jedoch als de Tabel- lei bl des 139 Wärmestoffs hängt theils von der chemischen Natur, theils von der Oberfläche der Körper ab; dunkle und rauhe Körper werden, wie wir schon beim Lichte gesehen haben, von der Wärme, welche die Sonnenstrahlen enthalten, oder von der Wärme, welche andere Körper ausstrahlen, schneller und mehr erwärmt, als Körper mit heller und glatter Oberfläche. Ein und derselbe Körper wird hiernach unter übrigens gleichen Verhältnissen oft stark, oft schwach erwärmt, Kohle auf Schnee geworfen, bringt denselben in ihrer Nähe schnell zum Schmelzen, weil sie viel Wärme aus den Lichtstrahlen aufnimmt; wogegen Kohle, als Diamant wenig oder gar nicht vom Sonnenlichte erwärmt wird. Aus diesem Verhalten der Körper gegen den Wärmestoff lassen sich mehrere Naturerscheinungen erklären: wenn man z. B. an dunkel angestrichenen Mauern Wein zieht, so wird er süsser und früher reif, als der an weissen Mauern gezogene, indem an ersteren mehr Wärme in Freiheit gelangt u. m. dergl. Einige erwärmte Körper geben in derselben Zeit durch Ausstrahlung weniger Wärme von sich, als andere, oder Was einerlei ist, manche Körper wer- den früher kalt, als andere. Dieselbe, der Absorb- tion der strahlenden Wärme günstige Beschaffenheit der Oberfläche der Körper, ist auch dem Ausstrah- len der Wärme günstig, wobei jedoch die Grösse und Gestalt der Körper in Betracht kommt; kugel- förmige Körper verlieren desshalb die geringste Men- ge Wärme, weil in der Kugel die grösste Masse bei der geringsten Oberfläche eingeschlossen ist.— Ein Boden, aus vielen abgerundeten Sandkörnern beste- hend, muss desshalb länger heiss bleiben, als ein Boden, welcher grösstentheils eckige Sandkörner ent- hält.— Polirte oder glatte Flächen strahlen die wenigste Wärme aus; unebene verlieren in derselben Zeit schon mehr, und sehr rauhe, mit matten Flächen versehene Körper strahlen die mehrste Wärme aus. Ob also ein Körper die strahlende Wärme leichter oder schwerer aufnimmt, oder ob er die schon ent- haltene Wärme schneller oder langsamer ausstrahlt, ist sowohl von seiner Oberfläche als von seiner Grösse abhängig.— Der Landwirth kann hieraus den Schluss ziehen, dass ein rauher Boden, obwohl er am Tage durch die Sonnenstrahlen leichter erwärmt wird als ein glatter, doch auch die Wärme über Nacht leichter wieder verliert.— Kalt ist ein Körper nur aus Mangel an Wärme- stoff; wenn daher irgend ein Körper in uns das Ge- fühl von Kälte erregt, so rührt dieses daher, dass er uns Wärmestoff entzieht. Kälte ist mithin kein eigener Stoff, obwohl es uns oft so scheint. Bringt man in die Nähe von Eis ein Thermometer, so sinkt das Quecksilber, nicht weil das Eis Kälte ausstrahlt, sondern weil das Thermometer an derjenigen Seite, mit welcher es dem Eise zugekehrt ist, mehr Wär- me ausstrahlt, als es an der entgegengesetzten Seite aus der Luft wieder empfängt. Mögen die in der Natur vorkommenden Körper auch noch so sehr erkältet seyn, so enthalten sie doch immer noch Wärmestoff; auch ist es uns bis- her noch nicht gelungen, eine absolute Kälte(d. h. einen gänzlichen Mangel an Wärmestoff) hervorzu- bringen; freilich hat man durch Kunst schon bei Weitem Natur J anden 1 Centesin peratur: nung le Tust kropther⸗ 15 f Jelssestel bet au des Wa gruss bel, in ber tor pale len re lierbe Dergkei oder K gebene den, et a. Wasser Wisde bulet „ als ein prner ell e Wenige elben Jet n Flächen irme aus leichter hon ent- isstrahlt, r Grösse aus den wohl er erwärmt me über Märme. das Ge- r, dass un kein Bringt 80 sinkt. sstrahlt n Seite, r Wär- en Seite 1 Körper galten de ls bis- 11e f. l. gerrorzu- chon bei 141 Weitem grössere Kältegrade erzeugt, als sie in der Natur vorkommen. Durch Berechnung will man ge- funden haben, dass ein absolut kalter Körper 2663“ Centesimal zeigen würde, indem bei dieser Tem- peratur, nach dem bekannten Gesetze der Ausdeh- nung der permanenten Gasarten, sie sich aus dem Zustande der elastisch- flüssigen Körper in den der tropfbar- flüssigen oder starren begeben müssten. Es giebt mehrere Körper, wodurch sich in den heissesten Sommertagen Eis erzeugen lässt; dies be- ruhet auf ihrem Flüssigwerden, auf der Entziehung des Wärmestoffs ihrer Umgebung und auf ihrer grossen Verwandtschaft zum Wasser. Das beste Mit- tel, im Sommer sehr schnell eine künstliche Kälte hervorzubringen, besteht darin, gleiche Theile ge- pulverten Salmiak und Salpeter mit anderthalb Thei- len recht kaltem Brunnenwasser zu übergiessen, denn hierbei entsteht augenblicklich eine Kälte von— 12 R. Dergleichen Mischungen heissen Frostgemenge, oder kaltmachende Gemische. Das hier ange- gebene Gemisch kann immer wieder gebraucht wer- den, wenn man es, nachdem es seine Dienste gelei- stet hat, austrocknet, pulvert und dann wieder mit Wasser versetzt, indem es dann jedesmal durch das Wiederflüssigwerden so viel Wärmestoff chemisch bindet, dass 12 R. Kälte entsteht. Eine noch grössere Kälte lässt sich hervorbrin- gen, wenn man 8 Theile zerriebenes Glaubersalz mit 5 Theilen Salzsäure übergiesst; steckt man in dieses Gemenge ein Thermometer, 80 sinkt es, wenn es vorher + 10% R. Wärme zeigte, bis auf 14“ R. unter O0. Im Winter bedient man sich zur Hervor- bringung grosser Kälte gewöhnlich des salzsauren Kalkes, welchen man mit Schnee vermischt. In dieser Mischung sinkt die Kälte von 0 R. bis zu— 36 R.; Quecksilber gefriert aber schon bei— 32 R. Kälte entsteht auch durch Luftverdünnung; dies lässt sich mit der Luftpumpe beweisen; auf Bergen ist die Luft verdünnter als in Ebenen, desshalb ist es dort auch kälter; schon früher haben wir ge- sehen, dass die in den höheren Regionen auseinan- dertretenden Luftatome den Wärmestoff chemisch binden. Als Regel können wir annehmen, dass alle flüs- sigen und luftförmigen Körper starr werden, wenn ihnen Wärmestoff entzogen wird; wogegen alle star- ren Körper flüssig werden, wenn man ihnen nur hinreichend Wärmestoff zuführt. Feste oder flüssige, in den gasförmigen Zustand übergehende Körper binden eine grosse Menge Wär- me, welche, so lange die Körper luftförmig bleiben, nicht vom Thermometer angezeigt wird. Die verschie- denen Substanzen bedürfen aber, um zu verdampfen, sehr verschiedene Mengen Wärmestoff, und da alle, zu einer Flüssigkeit hin zukommende Wärme auf ihre Verwandlung in Dampf verwendet wird, so kann auch keine Flüssigkeit, wenn nicht etwa durch die eingeschlossenen Dämpfe der Druck zunimmt, über ihren Siedepunkt erhitzt werden. Beim Wasser ist dieser + 80 R. Dieselbe Gewichtsmenge Dampf von einer und derselben Substanz enthält, mag sie bei was immer für einer Temperatur entstanden seyn, stets dieselbe Menge gebundenen Wärmestoff. Dagegen wird eine Flüssigkeit, wenn keine Dampfentwickelung bei ihrer Erhitzung Statt finden kann— sobald sie also ficht mit dass J 1 genen 0 Saumel! Hitze. Indessen hitzulg entztelt, Druck ge illeren Spec lis daf d Jerschie gabraue Ouechs die M muss, ict, di. um eil uud dl oder e Crade als ein Thon fhatt e die V für de 1 Volu bis a liisst sche erz aut. In bis 1— i ung; dies uf Bergen sshalb ig 15 Wir ge. Useihan. hemisch lle flüs- wenn le star- jen nur Zustand ge Fpär. Deiben, orschie- ampfen, da alle, uf ihre ) ann ch die über ö ser ist jer und z immer dieselbe en ird ei bug b de als 143 nicht mit der Luft in Berührung steht— oft 80 heiss, dass z. B. Knochen mit Wasser, in einem verschlos- senen Gefässe erhitzt, zur Auflösung und Zink zum Schmelzen gelangen; denn es entsteht dabei eine Hitze von + 163 R. GODigestor, Papinischer Topf). Indessen ist es auch möglich, dass die grössere Er- hitzung einer eingeschlossenen Flüssigkeit dadurch entsteht, dass der sich bildende Dampf einen solchen Druck verursacht, dass ihre Temperatur nun einen hõöheren Grad erreicht. Specifisch verschiedene Körper erfordern, um bis auf denselben Grad erwärmt zu werden, auch verschiedene Mengen Wärmestoff. Ein Pf. Wasser gebraucht z. B. dazu 33 mal mehr, als ein Pf. Quecksilber. Man hat ferner gefunden, dass wenn die Menge Wärme, welche das Wasser aufnehmen muss, um einen Grad wärmer zu werden,= 1, 000 ist, die Menge Wärme, welche das Eisen erfordert, um einen Grad wärmer zu werden, nur= 0, 126, und die des gebrannten Thons= 0, 185 beträgt; oder ein Pf. Eisen erfordert, um bis zu demselben Grade erwärmt zu werden, nicht so viel Wärme, als ein 1 Pf. Thon oder 1 Pf. Wasser, und der Thon 0, 815 weniger, als Wasser. Diese Eigen- schaft der Körper nennt man ihre Capacität für die Wärme, oder ihre Sättigungscapacität für den Wärmestoff. Diejenige Menge Wärmestoff, welche gleiche Volumina verschiedenartiger Körper bedürfen, um bis auf einen bestimmten Grad erwärmt zu werden, heisst die eigenthümliche oder die specifi- sche Wärme. Man hat das Wasser hierbei als Vergleichungsmaterie angenommen und seine spe- cifische Wärme mit 1, 000 bezeichnet; so z. B. verhält sich die specifische Wärme des Wassers zum Wasserstoffe wie 1, 000: 3, 293. Die specifische Wärme der Gasarten wird dagegen nach der eigen- thümlichen Wärme der Luft, welche= 1, 000 ge- setzt wird, bestimmt. Man hat Instrumente oder Vorrichtungen erfun- den, wodurch sich die Capacität der Körper für den Wärmestoff mit ziemlicher Genauigkeit ermässigen lässt; sie heissen Calorimeter. Das Calorime- ter bestimmt die Wärmemenge eines Körpers bei einem gegebenen Wärmegrade. Das Thermom e- ter bestimmt dagegen den Wärmegrad eines Kör- pers. Das Calorimeter besteht aus einer hohlen Kugel von Eis, in welche der zu untersuchende Kör- per gethan wird; man berechnet dann nach der Menge des Wassers, welches er aus dem Eise ge- schmolzen hat, seine Wärmecapacität, oder seine Wärmemenge. 1 Pf. Wasser von + 80 R. in die Kugel gethan, bringt Z. B. 33 mal so viel Eis zum Schmelzen, als 1 Pf. Quecksilber, was bis auf + 80 R. erhitzt worden ist; die Wärmecapacität des Wassers verhält sich desshalb zu der des Quecksilbers wie 33: 1, oder wie 1, 000: 0, 030. Wasser von f 80 R. bindet 432 R. Wärme, um in Dampf von 80 R. verwandelt zu werden, und der Wasserdampf lässt auch eben so viel Wärme fahren, Wenn er sich wieder in Wasser von + 80 R. ver- wandelt.— 1 Pf. Wasserdämpfe von 80 R. können desshalb 5, 4 Pf. Wasser von 0% R. bis zu + 80 R. erhitzen(Kochung mit Dämpfen), denn:(1 Pf. Was- serdämpfe) 432 R.: 80 R.= 5, 4 Pf.— 1 Pf. Schnee von 0 R. mit 1 Pf. Wasser von + 60 R. vermischt, ird fat I. eib! zu vers Wärmes erreicht hen walt ge 0b ne if Ie. Lö sche Kilte von Jan 1 nischt, Jon 0b. Wasser auch m Tüllung Luft Ji U vermehr lieenig oder Tl eine eiue Je derlei Vürper dent, merh meta peratt braun Wasse Mel N roche 10 2. B. Verd zum pecläsche ler digen. 00h ge. en erfun- für den mässigen orime- bers bei mome- es Kör- hohlen nde Nor. nach der Eise ge- er seine in die Lis zum + 80e l. Wassers ie 33:1 me; um und der e fahren, o R. vel⸗ V. könne * 800. pf es- pl elne seruischt 145 wird flüssig und zeigt 0 R.— Eis, um sich in eiskaltes Wasser, d. h. in Wasser von 0% R. zu verwandeln, bindet daher chemisch so viel Wärmestoff, dass es eine Temperatur von ++ 60 R. erreicht haben würde, wenn die Wärme frei geblie- ben wäre, Woraus hervorgeht, dass beim Uebergan- ge von eiskaltem Wasser in starres Eis 60% R. Wär- me in Freiheit gesetzt wird, und dass, wenn man Eis schnell in Fluss bringen könnte, dadurch eine Kälte von— 60 R. entstehen müsste.— 6 Pf. Schnee von— 10 R. mit 1 Pf. Wasser von + 60 R. ge- mischt, giebt 7 Pf. eiskaltes Wasser, oder Wasser von 0» R. Kälte.— Eis, welches über flüssigem Wasser steht, kann, weil dieses nur 0 R. zeigt, auch nur 0 R. kalt seyn; desshalb sollte auch bei Füllung der Eiskeller das Eis erst an der kältern Luft liegen bleiben. Wenn sich die Wärmecapacität eines Körpers vermehrt, muss natürlich seine Temperatur, d. h. diejenige Wärme, mit welcher er auf das Gefühl oder Thermometer wirkt, sinken, und wenn sich seine Wärmecapacität vermindert, so muss auch seine Temperatur erhöhet werden. Es giebt man- cherlei Ursachen, wodurch sich die Capacität der Körper für den Wärmestoff vermehrt oder vermin- dert, wobei dann jedesmal Kälte oder Wärme be— merkbar wird.— Als Beispiel, wie sich die Wär- mecapacität eines Körpers verringert und die Tem- peratur dabei wächst, kann das Löschen des ge- brannten Kalkes dienen; durch die Vereinigung des Wassers mit der Kalkerde zu Eis wird nämlich so viel Wärme frei, dass dabei nicht selten eine Feuer- erscheinung Statt findet; dagegen zeigen jene, vor- 10 hin erwähnten, Kälte erzeugenden Gemische, dass die Wärmecapacität der Körper oft so ausserordent- lich gesteigert Wird, dass dadurch die grössten Käl- Aegtade entstehen; die Kälte wird nämlich dadurch hervorgebracht, dass sich der Wärmestoff chemisch mit dem Gemenge verbindet. Bis jetzt hat man, so sehr es auch zu wünschen Fare, noch keine Versuche darüber angestellt, wie viel Wärmestoff die verschiedenen im Boden vor- kommenden Körper bedürfen, um bis auf denselben Grad erwärmt zu werden. Aus diesen Versuchen könnte nämlich gefolgert werden, Wie sich die ver- schieden zusammengesetzten Bodenarten gegen die Erwärmung durch Sonnenstrahlen verhalten, und daraus liesse sich dann mit auf ihre grössere oder geringere Fruchtbarkeit schliessen.— Körper, welche sehr schnell verdunsten, ent- ziehen ihrer Umgebung eine grosse Menge Wärme, und erzeugen dadurch die höchsten, bis jetzt be- kannten K. altegrade. Wasser lässt sich z. B. durch schnelle Verdunstung leicht in Eis verwandeln, denn stellt man unter die Glocke einer Luftpumpe ein Gefäss mit Wasser und daneben einen Körper, Jelcher die Wasserdünste begierig anzieht, Z. B. ausgetrocknetes Hafermehl, oder concentrirte Schwe- felsäure, 80 verwandelt es sich, sobald die Luft eine ausgepumpt wird, schon binnen einigen Minuten in Eis, indem durch Hinwegräumung des Luftdruckes 7 2 8 seine Verdunstung so rasch erfolgt, dass dem Zu- rückbleibenden Wasser nicht genug Wärme übrig bleibt, um den flüssigen Zustand zu behaupten. Die grösste Kälte kann man dadurch hervor- bringen, da85 man ein Gefäss, worin sich der Kör- ber belin die Ruge wickelt Velcher die Saur und elt Solel d eingescl femme innen e verden; felxaszer durch i Oestnen hohlen staude der in die Stat Tweilel Ken wü I Verdun, auch da dies im Werden Stahl Verde Bünm da8 J beflis dd. lurch een che, da Verordet. sten All. h dadurch F chemisch wünschen ellt, vi den vor. denselben Fersuchen 1 die per. gegen di ten, ut sere oder ten, ent. Märme, jetut be B. durch rwandeln, zuftpumpe Körper, t,. B. te Schwe: die Luf Liauten d Aultdrucl 8 del!- rue dag up 0b Kro. 1 der Kir- 147 per besindet, welcher erkältet werden soll, z. B. die Kugel eines Thermometers, mit Baumwolle um- wickelt und darauf schweflichte Säure(ein Körper, welcher aus Sauerstoff und Schwefel besteht) giesst; die Säure verdunstet dann so ausserordentlich schnell, und entzieht ihrer Umgebung(der Kugel) auch 80 schnell den Wärmestoff, dass sowohl in der Kugel eingeschlossene Flüssigkeiten, als mehrere, früher für permament gehaltene, elastisch-flüssige Körper(Gase) binnen einigen Augenblicken erstarren oder flüssig werden; 80 2. B. werden Kohlensäuregas, Schwe- fel wasserstoffgas und mehrere andere Gasarten da- durch in tropfbare Flüssigkeiten verwandelt. Beim Oeffnen der Glaskugel verwandeln sich die aus dem kohlensauren- und Schwefelwasserstoff- Gase ent- standenen Flüssigkeiten ausserordentlich schnell wie- der in Gas, so dass sich durch selbige, wenn man sie statt der schweflichten Säure verwendete, ohne Zweifel noch grössere Kältegrade hervorbringen las- sen würden.— In heissen Klimaten benutzt man gewöhnlich die Verdunstung des Wassers, um die Wohnungen und auch das Trinkwasser abzukühlen. Bei uns mögte dies im Sommer in denjenigen Ställen angewendet werden, worin die Stallfütterung des Rindviehes Statt findet. Um die Wohnungen kühl zu erhalten, werden die Fussboden mit Wasser bespritzt; dies könnte also auch in den Viehställen geschehen. Um das Trinkwasser abzukühlen, thut man es in poröse Gefiisse von Thon oder Stein, in sogenannte Al K a- raz as oder Hy droceramen; das Wasser dringt durch die Poren dieser Gefässe, und weil dadurch dessen Oberfläche vergrössert wird, so verdunstet es 10* 1 ˙ mA ̃⅛ Lil ĩðͤ.————— nn a0 so schnell, dass die Wärmeabsorbtion dadurch 80 esoadere sehr steigt, dass das zurückbleibende Wasser in küh- de Plat len Nächten oft zu Eis erstarret.— ürme Da durch Wasserverdunstung die Wärme(latent) der ent entfernt wird, so ist dies auch die Ursache, dass es rache in Ländern, wo viele Seen oder Flüsse vorhanden in dunn sind, stets kühler ist, als in Wasserarmen Gegen- 15t f g den.— 10 00 Wenn wir in sumpfigen Gegenden oder über 1s dle Flüssen und Seen nahe über ihrer Oberfläche Mor- f far n. gens oder Abends einen dichten Nebel erblicken, 80 1 1 rührt dieses davon her, dass die von dem wärmeren ut di Wasser sich entwickelnden Dämpfe in der kältern nde. Atmosphäre zu kleinen Wasserbläschen(Nebel) ver- idle dichten, indem sie ihre Wärme an die kältere At- 1 mosphäre abgeben. Alle Dämpfe können überhaupt, ens)! insofern sie eine bestimmte Dichtigkeit besitzen, 170 nur bei einer bestimmten Temperatur bestehen, dess- eh halb schlagen sie sich nieder, sobald sie abgekühlt 1 werden. Hierdurch entsteht also auch der Nebel im ae Winter. Hierauf beruhet ferner die Destillation aller 111 Flüssigkeiten, des Brannteweins, des Essigs u. dergl. 1 0 Aus dem Bestreben des Wärmestoffs, sich über- 10 Wi all in's Gleichgewicht zu setzen, lässt sich auch le 1 Entstehung des nächtlichen Thaus erklären; wenn 105 nämlich das in der Atmosphäre befindliche, durch 11 „ Wärme in Gas verwandelte und dadurch unsichtbar 11 gewordene Wasser seine Wärme an die kälteren 1 Körper abgiebt, so verdichtet es sich zu Thau. Zu- 105 weilen entsteht der Thau auch dadurch, dass das wil Während der Nacht aus dem Boden und den Pflanzen hic verdunstende Wasser seinen Wärmestoff gleich an full die Atmosphäre abgiebt. In diesem Falle bildet sich adurch 50 er in küh. me(aten e, dass g vorhandte en Cegel der übe. che No. cken, pärmeren kältern del) ver. ltere A. iberhaupß besitzen en, des. bgekünlt Nebel in tion aller u. dergl. ch über. auch die Wenn. durcl usichtbar kältere bau. Ja- das das n Plauzen gleich all daet sic j 149 dann auch wohl bei starker Wasserverdunstung, die besonders bei trockner Luft sehr bedeutend ist, weil die Pflanzen und der Boden zugleich dabei mehr Wärme verlieren, als sie aus der Atmosphäre wie- der empfangen, Reif. Dies scheint denn auch die Ursache zu seyn, dass im Frühjahr, ja selbst mitten im Sommer, auf feuchten Bodenarten manche unse- rer angebaueten Früchte, z. B. Kartoffeln, Buchwei- zen, Gurken und Schminkbohnen erfrieren; statt dass sie auf ganz nahe gelegenen trocknen Feldern oft gar nichts leiden. Aber auch ohne dass Wasser verdunstet und Wärme dabei gebunden und fortge- führt wird, erfolgt das Erfrieren der Früchte auf feuchten humusreichen Feldern durch das blosse Aus- strahlen der Wärme, denn sowohl Wasser als rau- he, besonders schwarze Körper(der Humus des Bo- dens) strahlen sehr viel Wärme aus, sobald die sie umgebende Luft weniger Wärme besitzt, als sie selbst; da nun die asg estrabllte Wärme stets nach Oben entweicht, so muss endlich die untere, stagni- rende Luftschicht so sehr erkältet werden, dass nicht nur die vorhandenen Früchte erfrieren, sondern dass selbst der sich niedersenkende Thau zu Eis erstarret. Bei Windstille und heiteren Nächten erfolgt daher das Er frieren der Früchte immer eher, als bei Luft- zug und bei einem mit Wolken bedeckten Himmel, indem sowohl die Luft, als die Wolken den Boden immer wieder mit neuer Wärme versorgen. Aus dem, Was vorhin über das leichte Erfrieren der Früchte auf feuchtem humusreichen Boden er- wähnt wurde, könnte man wohl folgern, dass die Früchte von den Frühjahrs- Nachtfrösten mehr auf feuchten Sandfeldern, als auf feuchten humusreichen „F * Feldern leiden müssten, allein dies ist desshalb nicht der Fall, weil der humusreiche Boden über Nacht wegen seiner Rauheit und Lockerheit die am Tage empfangene Wärme schneller wieder durch Aus— strahlung verliert, als der quarzsandreiche Boden. Da sich die Wasserdämpfe stets an kalte Körper verdichten oder absetzen, so zeigt Gras, welches bethaut ist, auch immer eine, einige Grade niedrigere Temperatur, als die dasselbe umgebende Luft. Im Herbst thaut es desshalb stärker als im Sommer, weil der Boden des Nachts mehr Wärme ausstrahlt, als er am Tage durch Einstrahlung wieder empfängt. Die durch Wärmeausstrahlung sich abgekühlten Pflan- zen verdichten die Wasserdünste der Atmosphäre an sich, gleich wie die durch Ausstrahlung von Wärme erkalteten Fensterscheiben die Wasserdünste eines Zimmers an sich verdichten; desshalb werden auch Körper, welche die Wärme schlecht leiten, stärker bethaut, als solche, welche sie gut leiten. Metalle werden Wenig oder gar nicht bethaut, weil sie we- nig Wärme ausstrahlen. Um noch mehr zu beweisen, dass unter gewis- sen Verhältnissen allein durch Wärmeausstrahlung Wasser zu Eis erstarre, sey hier das Verfahren angeführt, welches man in Ostindien zur Erzeu- gung von Eis anwendet: Man gräbt nämlich in trocknem Erdreiche 30 Fuss weite und 2 Fuss tiefe Gruben, bedeckt den Boden derselben 8 Zoll hoch mit trocknem Maisstroh, stellt darauf flache, ir- dene Gefässe, und füllt diese einige Zoll hoch mit Wasser an, welches denn bei heiteren Nächten ge- friert. Der Vorgang hierbei ist folgender: Da in den Gruben keine Bewegung der Luft Statt findet, 0 trail 6 Aus 0 adurch Wärme rührt, lich. iel, 2 tilels 05 gel nan übe ger ders, In Weinbl bei mus WI br it, u. Wär. gert, Veuige Viellei recht frücht 04 E. fen Ve burebg Uab dad VI nen Hab ben Dod rü lalb nicht ber Nac am Tag urch. de Boden. te Nirpe. welche niedriger 0 Luft. In Sommer, usstrahlt empfängt ten Pflal. sphäre au n Wärme ste eine „den auc „ stärker Metalle sie we- r gewiz⸗ trahlung erfahren Erzeu- nlich in uss tiese Voll hoch ache, 1. boch nit acten ge- . In in fade 151 30 strahlt das Wasser auch mehr Wärme aus, als es aus der Luft wieder erhalten kann, und erstarrt dadurch zuletzt zu Eis. Dass wirklich von der Wärmeausstrahlung das Gefrieren des Wassers her- rührt, geht aus zwei Erscheinungen hervor, erst- lich wiegt das Eis, welches man erhält, eben 80 viel, als das in die Gefässe gethane Wasser, und zweitens gefriert es nur an 5 Stellen, Vo es 5 Wärme ausstrahlen kann; denn spannt man über die Gefässe eine Schnur, 80 bleibt es un- ter derselben flüssig.— In Weinländern schützt man die Obst- und Weinblüthen gegen Nachtfröste durch Rauch; hier- bei muss man vermuthen, dass der Rauch die beste Wirkung in dem Falle ihue, dass er recht feucht ist, indem er dann die untere Luftschicht ausser mit Wärme, auch mit s0 viel Wasserdünsten schwän-— gert, dass nun weniger Wasser und folglich auch weniger Wärme aus dem Boden entweichen kann.— Vielleicht lassen sich desshalb im Frühjahr durch recht feuchten und warmen Rauch auch einige Feld- früchte, z. B. Buchweizen und Kartoffeln, gegen das Erfrieren schützen. Wer sich entschliesst, die- sen Versuch zu machen, möchte desshalb zur Rauch- er zeugung möglichst feuchtes Brennmaterial(Torf, Laub u. s. W.) verwenden; und damit auch der Rauch gehörig erwärmt würde, so müsste man die Verbrennung des Torfs und dergl. in nicht zu Klei- nen Haufen vornehmen. Uebrigens brauchte die zäucherung nur kurz vor Sonnenaufgang zu gesche- hen, indem nur um diese Zeit so viel Wärme vom Boden ausstrahlt, dass danach ein Erfrieren der Früchte Statt findet. Die Ursache, wWesshalb die Pflanzen bei Sonnenaufgang am leichtesten erfrieren, ist ohne Zweifel, dass durch die ersten Sonnenstrah- len die obern Luftschichten so sehr verdünnt wer— den, dass die Luftatome nun viel Wärme chemisch binden(vergl. das früher hierüber Erwähnte).— Man behauptet auch, dass die Obstbaumblüthen in kalten Nächten keinen Schaden nehmen, wenn man unter die Obstbäume weite Gefässe mit Wasser stelle, in diese Strohseile stecke und die Enden der Seile an die Baumstämme befestige. Sollte dieses Verfah- ren wirklich einen günstigen Erfolg gehabt haben, 8 so kann man es dadurch erklären, dass das Wasser nicht allein Wärme ausstrahlte, sondern dass es den Bläthen auch dadurch nützte, dass es die Luft mit Wasserdünsten versorgte. Durch die angebrachten Strohseile wird(vermittelst der Haarröhrchenkraft) die Wasserverdunstung natürlich beschleunigt wor- den seyn.— Erwägt man, dass eine ununterbrochne Wär- meausstrahlung des Bodens am ersten die Pflanzen gegen das Erfrieren schützen muss, 0 lässt sich hieraus folgern, dass Felder, welche mit Früchten besäet sind, die leicht erfrieren, niemals gewalzt werden möchten; die Wärmeausstrahlung ist näm- lich, wie wir früher gesehen haben, bei denjenigen Körpern am grössten, welche sehr rauh und uneben sind, folglich wird sie auch wohl grösser bei den rauhen als bei den glatten Feldern seyn. Die Er- fahrung zeigt aber auch wirklich, dass auf einem rauhen Boden, z. B. auf einem alten Dreische, der Buchweizen niemals so leicht erfriert, als auf einem Felde, welches recht glatt geegget und gewalzt ist.— Zuweilen werden die Früchte gegen das Erfrieren uch du gallen Nacht das Al immer Ui ich di Nan lat Talberdt Teapere . gegen 1. erb 3 Jaan dul I dus, Ouar: warm wie e ums wenn bert a8 f er H Verde Il dul 88 per wal Mart U erlrieren, meustrab. hunt wer. cheuisch lle),— lüthen i. renn mal er stelle ler Seil Verfah. haben, Wasser es den zuft mit brachten henkrafl igt wor. e Mär- pflanzen sst sich rüchten gewalt t näm- jenigen uneben bei den Die Ti. f einem he, der U elbe l.— rieren 153 auch durch vorhandene Steine geschützt, denn dicse strahlen die am Tage aufgenommene Wärme über Nacht wieder aus. Dies ist ein Grund, wesshalb das Absammeln der Steine von den Aeckern nicht immer rathsam ist. Hinsichtlich der Wärmeausstrahlung verhalten sich die Bestandtheile des Bodens sehr verschieden; man hat z. B. gesehen, dass bis auf 50% R. erwärmte Talkerde, binnen 1 Stunde, 20 Minuten(bei + 13 R. Temperatur der Atmosphäre) nur noch 17“ R. zeig- te.— Humus, bis zu 50% R. erwärmt, bedurfte dagegen schon 1 Stunde 43 Minuten, um bis zu 17 R. zu erkalten.— Quarz- und Kalksand hatten sogar 3 Stunden, 30 Minuten nöthig, um von 50% R. bis auf 17 R. herab zu kommen. Natürlich folgt hier- aus, dass ein talkerdereicher Boden kalt, ein viel Quarz- und Kalksand enthaltender Boden dagegen Wärm seyn muss. Zugleich erklärt sich hierdurch, Wie es kommt, dass im Frühjahr die Früchte auf humusreichen Feldern am ersten erfrieren, zumal wenn sie, wie es gewöhnlich der Fall ist, auch an überflüssiger Feuchtigkeit leiden. Erwägen wir nun, dass der Sand die aufgenommene Wärme sehr schwer, der Humus sie dagegen sehr leicht ausstrahlt, 80 werden wir bald erkennen, dass sich die physischen Eigenschaften des humusreichen Bodens durch Sand, und die des Sandbodens durch Humus verbessern lassen.— Das schlechte Wärmeleitungsvermögen der Kör- per dient im Winter dem Landwirthe bei der Aufbe- Wahrung seiner Erdgewächse; er schüttet nämlich Kartoffeln und dergl. Früchte über der Erde in ho- he Haufen, bedeckt sie mit etwas Stroh und bringt hierauf eine tüchtige Schicht Erde. Die dadurch eingeschlossene Luft, als ein sehr schlechter Wär- meleiter, verhindert nun den Ausfluss der inneren Wärme, und bewirkt so, dass die Erdgewächse selbst den allerstrengsten Winter überleben.— Auf gleiche Weise wirkt das Stroh, womit während des Winters Bäume umwunden werden. Die Luft ist aus dem Grunde ein so schlechter Wärmeleiter, Feil sie ihren Platz nicht verändern kann; wird sie dagegen bewegt, so giebt sie ihre Wärme schnell ab, weil sie dann mit neuen Körpern in Berührung kommt. Zu den Körpern, welche die Wärme am schlech- testen leiten, gehören Holz, Wolle, Haare und auch das Wasser; dies ist der Grund, Warum ein feuchter Boden so schwer durch die Sonnenstrahlen erwärmt wird, und desshalb auch die Ursache, wess- halb im Frühjahr die Pflanzen so spät auf ihm zu wachsen beginnen. Metalle, welche die Wärme gut leiten, wer— den benutzt, um Flüssigkeiten schnell in's Kochen zu bringen. Einige Metalle sind besonders gute Wärmeleiter; desshalb destillirt man concentrirte Schwefelsäure leicht, wenn viel Platindraht in die Retorte gebracht wird. Durch Wärme in Gas, Dämpfe, oder Dünste verwandelte Körper werden nicht allein durch Druck, Abkühlung und chemische Anziehung verdichtet, son- dern, wie wir bei einer andern Gelegenheit schon ge- aben, auch durch die Haarröhrchenkraft(Capil- Der Grad der Haarröhrchen- Erdtheile, hängt sehen h larität) poröser Körper. kraft aller Körper, und so auch der von ihren grösseren oder kleineren Zwischenräumen diejenigen Körper, welche die feinsten Zwischen- ab * nume 0 Case U. ziel V gersch mögen Pflanz Das ff erlich ast pelche pläre e der Ju lets a len, mehr Unser Teuce Menz dust de f Jon! did. erleid Wass fer 0 , che eig 65 bel bed Jon ö dadunch ter Wir. r innerel dgepiche eben.— Wären Die Laß meleites, wird dl nell ab, Kommt. schlech. dre und eum ein strahlen e, Wess. ihm au j Wer- Kochen 2 gute entrirte in die Dünste Druck, 0 S0ll- non ge (Capi rhei 0 Hagt innen schen 155 räume(Poren) haben, verdichten auch die mehrsten Gase und Dämpfe. Manche Körper ziehen besonders viel Wasserdüpste aus der Atmosphäre an. Diese Ei- genschaft nennt man ihr hygroscopisches Ver- mögen. Wir finden dergleichen Körper sowohl im Pflanzen- und Thierreiche, als im Mineralreiche. Das Wasser, welches durch die Haarröhrchenkraft verdichtet worden ist, heisst das hygroscopische Wasser. Hierauf beruhet die Hygrometrie, welche lehrt, wie gross die Menge der in der Atmos- phäre enthaltenen Wasserdünste ist. Bei Erforschung der Quantität der Wasserdünste muss jedoch auch stets auf die Temperatur Rücksicht genommen wer- den, denn je wärmer die Atmosphäre ist, um 80 mehr Wasserdünste pflegen, auch darin zu seyn. In unserem Klima besitzt sie in der Regel die mehrste Feuchtigkeit bei Westwind.— Um die ungefähre Menge der in der Atmosphäre befindlichen Wasser- dünste zu erkennen, benutzt man eigene Instrumen- te(Hygrometer), woran Darmsaiten, dünne Streifen von Fischbein, Horn, Holzspähne u. dergl. befestigt sind. Nach der Verkürzung, welche diese Substanzen erleiden, beurtheilt man dann, ob viele oder wenig Wasserdünste darin vorhanden sind. Ein Hygrome— ter zeigt indess immer nur dasjenige Wasser der Atmosphäre an, welches sich zu Dünsten verdichtet hat, also nicht dasjenige, welches 432% R. Wärme chemisch gebunden hält und was hierdurch in ein eigentliches Gas verwandelt worden ist.— Handelt es sich aber darum, die in einem gewissen Raume befindliche Quantität Wasserdünste auszumitteln, 80 bedient man sich hierzu des Calciumchlorides. Hier- von wird weiterhin ausführlicher die Rede seyn.— E20 ˙ * Mit Hülfe eines Hygrometers und Barome- ters lässt sich einige Tage zum Voraus mit ziem- 16 licher Gewissheit das Wetter bestimmen; denn wenn gs man am Hygrometer bemerkt, dass die Luft 7 4 Feuchtigkeit enthält, so ist es sehr wahrscheinlich, 5 dass es bald regnen wird; noch wahrscheinlicher al wird dieses, wenn zugleich das Quecksilber im Ba- 0 rometer sinkt. Halen Aus einer grossen Anzahl chemischer Zersetzun- i fh gen und Verbindungen der ponderabelen Körper 1 geht hervor, dass der Wärmestoff ihre Verwandt- 1 schaftskräfte oft bedeutend abändert. Zwei Körper, Wastl die sich bei einer ziemlich starken Wärme leicht Wan! verbinden, trennen sich oft wieder, sobald sie einer ict! noch höheren Temperatur ausgesetzt werden. Der N Wärmestoff erhöhet die chemische Verwandtschaft schie der Körper besonders dadurch, dass er ihre Cohä- ech sionskraft aufhebt; denn wir haben früher gesehen, als! dass sich Körper nur dann verbinden können, wenn kraut einer von ihnen flüssig ist. wenn Da sich der Wärmestoff chemisch mit den pon- in he derabelen Körpern vereinigt, so ist er, wie jeder liger andere hinzugekommene Stoff, nicht nur im Stande, Hie ihre Verwandtschaftskräfte zu modificiren, sondern geri auch ihre Eigenschaften zu verändern. Durch eine kung sehr starke Erhitzung werden viele Körper, Was* sehr merkwürdig ist, in eine electro- chemische In- Ua differenz versetzt und verlieren dadurch ihr Bestre- din ben, sich mit anderen Körpern zu vereinigen, Wenn 0h man 2. B. Alaunerde glüht, s löset sie sich nur ein sehr schwierig in Säuren auf. Dasselbe ist beim Ei- wel arkem wer senoxyde der Fall, wenn auch nicht in 80 51 Grade. Der Grund von dieser Erscheinung ist Wohl arome. it nem. un wenn Lult vid heinlic, einlicher im Zz. rsetzun- Körper rwandl. Körper, leicht einer Der atschaft e Cohä. ese hen, enn n pon- jeder tande, dern weine Was he In- Besbre⸗ Well ch nul n Li lem woll 157 der, dass durch die Erhitzung eine innigere Verei- nigung ihrer kleinsten Theile erfolgt. Zu den vielen Körpern, die sich durch höhere Wärmegrade zerlegen lassen, gehören mehrere, die auch für uns Interesse haben, z. B. kohlensaurer Kalk und Schwefeleisen. Dagegen werden durch Entfernung des Wärmestoffs zerlegt: gemeiner Essig in Wasser und Essigsäure, Branntewein in Alkohol und Wasser; flüssige Humussäure in Wasser und Wasserfreie Humussäure u. s. W. Salze, die im Wasser aufgelöst sind, trennen sich vom Wasser, wenn dieses gefriert, weil die Krystalle des Wassers nicht mit den Krystallen des Salzes mischbar sind.— Auch dem Landwirthe dient die Wärme zu ver- schiedenen Zwecken; s0 z. B. benutzt er sie, um schwer in Zersetzung übergehende Streumaterialien, als Heidekraut, Laub, Tannennadeln, Kartoffeln- kraut u. s. W. leichter auflöslich zu machen; denn wenn er sie mit thierischen Excrementen vermischt, in hohe Haufen bringt und sie hierin eine Weile liegen lässt, so steigt Während der Gährung die Hitze so hoch, dass ihre festen Fasern dadurch an- gegriffen werden. Bekanntlich darf aber die Erhi- tzung nicht zu lange dauern, und auch nicht diejeni- ge Höhe erreichen, bei welcher grösstentheils nur Kohlenstoff zurückbleibt und wobei sich fast der sämmtliche Stickstoff der thierischen- und vegetabili- schen Substanzen mit Wasserstoff zu Ammoniak ver- einigt und als Gas entweicht. Doch mehr hierüber, wenn von den thierischen Excrementen gehandelt werden wird. Werden Vegetabilien in Wasser erhitzt(ge- kocht), so werden sie dadurch erweicht, chemisch . 22 158 verändert, wohlschmeckender und verdaulicher. un sch Wir haben vorhin gesehen, dass selbst Knochen, im Stan wenn sie im papinischen Topfe gekocht werden, sich ne nil in Wasser auflösen. Dies und mehreres Andere dle Auf sollte uns bewegen, öfter, als es zu geschehen bördert, pflegt, die WVärme in Anwendung zu bringen, um dadurch unverdauliches Viehfutter in wWohlschmechendes und gebanlen leicht verdauliches zu verwandeln. Bei der mit aulalend Sorgfalt betriebenen Mastung des Viehes, besonders deräcgen bei der der Schweine, unterlässt man es auch nie- Die melt mals, ihr Futter zu kochen; und Wo man vom Rind- luncker, viehe viel Nutzen haben will, da brühet man wenig- in wärm stens ihr Futter mit kochendem Wasser ein. Schlech- von dies tes Heu, Stroh, Spreu u. dergl. werden durch in bälle Vebergiessen mit kochendem Wasser, Zudeckhen und derum Stehenlassen bis zur Abkühlung in der That so sehr heisse erweicht und chemisch verändert, dass sie dadurch Ton de dem Viehe nicht nur wohlschmeckender, sondern Das N. auch nahrungsreicher gemacht werden. Der Gewinn, Jon der welchen man von dieser Futterungsart hat, ist ganz be erstaunlich, denn man gebraucht dabei nicht nur 3 euonm weniger Futter als gewöhnlich, sondern erhält vom gen Al Viehe auch mehr Nutzen. An tausend Orten kann ö en fre man hiervon die Beweise finden. leigt; Dass die Wärme auf das Gedeihen der Thiere W,. sehr grossen Einfluss habe, ist zwar allgemein be- feuer kannt, allein bei Weitem noch nicht gehörig gewür— di de digt worden. Die Schweizer, welche uns bei der der N Viehhaltung als Muster dienen können, verstopfen dds; g im Winter jede Thürritze, um die Stallluft mög- ner 6 lichst warm zu erhalten. nämli. Der Nutzen, welchen die Pflanzen von der saten, Wärme haben, ist noch grösser als bei Thieren, wennt licher. Nuochen, rden, dach s Andere geschelen zen, un des uud der m sesonderz uch nie. m Kind- wenig- schlech— durch hen und 80 seln dadurch sondern ewinn, 8b ganz t nur; ilt vom n Kann Thiere ein be⸗ ü- gewü bei der ostoslfe llt ng n der Thieren, 159 denn schon etwas zu wenig Wärme im Sommer ist im Stande, unsere Ernten zu schmälern. Die Wär- me nützt den Pflanzen besonders dadurch, dass sie die Auflöslichkeit der Nahrungsmittel im Boden be- fördert, und dass sie die Pflanzensäfte flüssiger und dadurch assimilationsfähiger macht. Die von uns an- gebauten Pflanzen gedeihen nicht, wenn die Wärme anhaltend über 28 R. steigt, und in der Jugend verlangen sie eine Temperatur von 12 bis 15 R. Die mehrste Wärme erfordern sie zur Bildung von Zucker, Stärke, Eiweiss und Kleber, wesshalb alle in wärmeren Klimaten gewachsenen Getreidearten von diesen Körpern auch mehr enthalten, als die in kälteren Klimaten angebauten; doch hängt wie- derum die Quantität ihres Kleber-, Stärke- und Ei- weissgehaltes, wie Versuche gezeigt haben, auch von den chemischen Bestandtheilen des Bodens ab. Das Nähere soll hierüber erwähnt werden, wenn von der Ernährung der Pflanzen die Rede seyn wird. Gegen die höheren Hitzegrade sind im Ganzen genommen die Pflanzen nicht so empfindlich, als ge- gen Kälte, denn man findet noch in Gegenden Pflan- zen freudig vegetiren, wo die Hitze bis zu 180% F. steigt; ja es kommen sogar noch Pflanzen an Orten vor, z. B. an der Mündung der Krater mancher feuerspeiender Berge, wo die Hitze 212 F., also die des kochenden Wassers erreicht!— Wie gross der Nutzen ist, den die Pflanzen von der Erwärmung des Bodens haben, zeigt sich recht auffallend in ei- ner Gegend Englands(in Staffordshire); hier reifen nämlich die Früchte dadurch eher, als an andern Orten, dass im Innern der Erde ein Steinkohlenflötz brennt. Der Boden zeichnet sich ausserdem durch — 160 hohe Fruchtbarkeit aus; vielleicht mit desshalb, dass bun sich aus den brennenden Steinkohlen 5 Dömus 1 pfe, und andere, den Pflanzen zur Nahrung die- el vori nende Gasarten entwickeln. Man nennt in England muder Bei den Ort, unter welchem das Steinkohlenflötz brennt, ö serdale „das Feue rland“. Es ist weit und breit berühmt.— Sein men aller vennen ge itenden 0 ker deu II. Von den wägbaren(ponderabelen) 155 a einfachen Stoffen. 0 10 0 Bei den ponderabelen einfachen Stoffen unter- Du, 10 schied man ehemals solche, welche die Electricität diüdun. und Wärme nicht leiten, von denjenigen, welche Vu den sie leiten; die ersteren nannte man nicht metalli- elt ri sches, die zweiten metallische Stoffe. Wenn den lun nun gleich die Stoffe, welche die Electricität nicht blen dt leiten, unter einander bei Weitem mehr verschie- Meade den sind, als die Metalle oder die Electricität leiten- nan die! den Stoffe, und wenn auch bei der wechselseitigen 15 N be Verbindung der nicht metallischen Körper Zusam- ali e mensetzungen von sehr auffallenden Eigenschaften dl aut entstehen, und die metallischen Körper in ihrer Ver- 1 loidealz einigung stets den Hauptcharakter der Metallität, der ur als e Unauflöslichkeit in Wasser, Glanz, Dehnbarkeit, u. m. dergl. Eigenschaften zeigen, 80 ko- Ng ist ungeachtet dessen zwischen den metallischen und dungen, nicht 1 Stoffen keine recht scharfe Grän- ls die ze bemerkbar. Dieserhalb hat man denn auch in der dehpeke kk in neuern Zeit die Stoffe in positiv- und negativ- electrische Körper getheilt. Wir wollen auf diesen Ale lb, dab bulakdäm. rung die n Daglal tu breul, erühmt.— abela) en unter. dectricilt „ Pele metalli. Jenn nicht verschie- it leiten eiligen Zusam- schaflen rer Ver- etallitäh Clani, gen, 8 en; ben 0 le Cl h 1 ler geglli al ditsen 161 Gegenstand zurückkommen, wenn vom Electroche- mismus die Rede seyn wird, bemerken jedoch s0 viel vorläufig, dass die Klassification der Körper, unter Berücksichtigung ihres relativen electrischen Verhaltens, ohne Zweifel die beste ist. Schon früher haben wir die Anzahl und die Na- men aller bekannten einfachen ponderablen Stoffe kennen gelernt.— Zu den die Flectricität nicht leitenden oder zu den isolirenden Stoffen gehören: 1) der Sauerstoff, 2) der Wasserstoff, 3) der Stick- stoff, 4) der Schwefel, 5) das Selen(dies wird von Einigen den Metallen zugezählt),— 6) der Phosphor, 7) das Chlor, 8) das Brom, 9) das Fluor, 10) das Bor, 11) das Jod, 12) der Kohlenstoff und 13) das Silicium.— Die drei ersten Stoffe zeichnen sich vor den übrigen dadurch aus, dass sie für sich bis jetzt nicht anders, als in Gasform dargestellt wer- den konnten.— Chlor, Brom, Jod und Fluor haben dagegen das Eigenthümliche, dass sie mit den Metallen salzartige Verbindungen liefern; wesshalb man sie auch wohl Salzbilder nennt.— Vorläu- lig sey bemerkt, dass diese Salze selbst, zum Unter- schiede der übrigen Salze, nämlich derjenigen, wel- che entstehen, wenn sich eine Sauerstoffsäure und eine Basis(zwei oxydirte Körpen) verbinden, Ha- loidsalze heissen, und dass man die Verbindungen der electro- positiven Schwefelmetalle mit den elec- tro- negativen Schwefelmetallen oder Schwefelverbin- dungen, Schwefelsalze nennt, indem sie gleich- falls die Eigenschaften der Salze haben, und der Schwefel hierin dieselbe Rolle spielt, als der Sauer- stoff in den Sauerstoffsalzen. Alle vorhin genannten Stoffe verbinden sick mit 11 162 dem Sauerstoffe, wobei die mehrsten auch Feuer entwickeln. Da für den Land- und Forstwirth das Bor, Selen und Brom, so viel Wir jetzt wissen, kein Interesse haben, so werden wir auch nur von den Stoffen han- deln, die unter M 1, 2, 3, 4, 6, 7, 9, 11, 12 u. 13 aufgeführt sind.— 1. Vom Sauerstoffe(Oxygen). Obwohl schon im Jahre 1661 Hans h aw lehrte, dass das athmungsfähige Princip der Atmosphäre ein Stoff sey, der auch das Verbrennen unterhalte;— so War es doch eigentlich Priestley, welcher um's Jahr 1774 den Sauerstoff entdeckte. Von allen in der Natur vorhandenen elementa- rischen Substanzen, kommt der Sauerstoff in der grössten Menge vor, auch kann man wohl behaupten, dass er unter allen Stoffen in jeder Hinsicht der ein- flussreichste ist, indem er nicht nur an der bei Weitem grössten Anzahl der einfachen und zusam- mengesetzten Verbindungen Theil nimmt, sondern auch durch ihn die Bildung derjenigen Körper be— dingt wird, die rücksichtlich ihres Einflusses auf die belebte Schöpfung eine sehr bedeutende Rolle spie- len. 30 häufig indess der Sauerstoff auch vorhan- den ist, so treffen ir ihn in reiner Gestalt doch nirgends an. Das Wasser, die Erden, die Minera- lien, die organischen Gebilde und viele andere Kör- per enthalten Sauerstoff in flüssiger oder concreter Form chemisch gebunden. Die atmosphärische Luft ist indess derjenige Körper, worin er mit andern Stoffen nur gemengt vorkommt. Lü iöt ir zich; sen sie zwwender hält man Aali ein Nalin de eiuer Hei Hals a mitt ficht eine hletigt, füber ode catwickelr Polls wü geehrte 5 0 Wil. mus en f der ves worden! 90 ist ez urem Amogph, nan ind Quctild 50 bellen ich Teuer Bor, Seen n Intereg offen Uu. 12 U. w lehrt, pbäre ei halte;— cher un elemenb. f in der haupten, der ein. der bei 1 zusam- sondern rper be- auf die lle spie- vorhat kalt odd e Minen. 1dere i. Coldreker e alt risch 1 audern 163 Es ist uns noch nicht geglückt, den Sauerstoff, für sich, anders als in Gasform darzustellen; hierzu lassen sich mehrere Körper, in denen er vorkommt, anwenden. Am reinsten und in grösster Menge er- hält man das Sauerstoffgas, wenn man chlorsaures Kali(ein Körper, der aus Chlor, Sauerstoff und Kalium besteht) in einer kleinen Glasretorte A, über einer Weingeistlampe B erhitzt, an den Retorten- hals d mittelst eines durchlöcherten Korkes d luft- dicht eine gekrümmte gläserne Entbindungsröhre D befestigt, diese in eine Wanne E, worin sich Queck- silber oder Wasser befindet, leitet, und das sich entwickelnde Gas in einem dazu schicklichen, gleich- falls mit Quecksilber oder Wasser angefüllten, um- gekehrten Gefässe F auffängt. o OO οο ο N 5 Will man absolut reines Sauerstoffgas haben, 80 muss es immer über Quecksilber aufgefangen wer- den, was durch Erhitzung zuvor luftleer gemacht worden ist; denn fängt man es über Wasser auf, so ist es immer mit etwas Stickstoffgas und Kohlen- saurem Gase, welches von jedem Wasser aus der Atmosphäre aufgenommen wird, verunreinigt. Da man indess nicht immer eine so grosse Menge Quecksilber bei der Hand hat, als erforderlich ist, so bedient man sich auch des Wassers, befreit es 115 3 —— — , 164 jedoch, bevor man es in die Wanne und den Reci- pienten thut, 30 viel wie möglich, von den aufge- nommenen Gasen durch Kochen, und löst, damit es auch Während der Operation keine Gase aus der Luft wieder anziehe, Kochsalz darin auf. Uebrigens muss man sowohl bei dieser, als bei den übrigen, weiterhin angegebenen Bereitungsarten des Sauer- stofls, das sich entwickelnde Gas nicht eher auffan- gen, als bis sowohl aus der Röhre, als aus der Re- torte die atmosphärische Luft verschwunden ist; man lässt also das zuerst aus dem Apparate tretende Gas in die Atmosphäre streichen. Vom chlorsauren Kali erhält man 39, 310 pro Cent des angewendeten Gewichtes an Sauerstoffgas. Das Resultat der Zersetzung, welches der Körper durch Abgabe des Sauerstoffs erleidet, lässt sich durck Atome,— um ein Beispiel zu liefern, wie man sich die Körper zusammengesetzt denkt— fol- gendermaassen ausdrücken: Man erhitzt 1 Atom chlorsaures Kali(= 15, 305) und erhält als Rück- stand in der Retorte 1 Atom Chlorkalium(= 9, 305) und als Gas im Recipienten 6 Atome Sauerstoff ( 6, OOo). Mithin(sobald kein Gas verloren geht) 15, 305: 6, 000= 100: X(= 39, 310 pro Cent); denn das chlorsaure Kali besteht aus 6 Atomen Sau- erstoff= 6, 000, 1 Atom Chlor= 4, 426 und 1 Atom Kalium= 4, 879, Summa 15, 305. Wenn Fon den chemischen Proportionen die Rede seyn wird, soll dieses Beispiel näher erklärt werden. Völlig reines Sauerstoffgas kann man auch durch die Zerlegung des Wassers mittelst der Galvanischen Säule erhalten, wobei man dann auch gleichzeitig reines Wasserstoffgas gewinnt. Auch st sich Euch.! nit gen sche, Un len dus daun Le und as! Jan Salt. geögeue, Wasser! den; all chemisch lung n Wasser lich b Sagen 2a und den Cas aul welche! zen fil diekes Dar Vonnener Walang das dl Sondern ausser lommt Huerst nit Sau Mu bez den eci. den aulge. st; dau e aus dr Vebrige übrige es Saut. r àuffal. der Ne. den ist, treten „310 ph zerstoffgs er Rörpt lässt sid ern, pit = bl. 1 Atom Is Rück- 0,300 zauerstal ren gell 0 Cent); men Sau- W und! 5. Wen eeyn fich auch arch 1a möcben gechleiliz 9 165 auch durch lange fortlebende Pflanzenblätter lässt sich Sauerstoffgas gewinnen, 2. B. durch Haus- lauch. Man steckt zu dem Ende die Blätter in eine, mit gewöhnlichem fliessenden Wasser gefüllte Fla- sche, und setzt sie der Einwirkung der Sonnenstrah- len aus; auf der Oberfläche der Blätter entstehn dann kleine Luftbläschen, die aufgefangen werden und aus ziemlich reinem Sauerstoffgase bestehen.— Man sollte glauben, dass hierbei die Blätter das auf- gesogene, aus Sauer- und Wasserstoff bestehende Wasser zerlegen und den Sauerstoff dann aushau- chen; allein dies ist nicht der Fall; denn nimmt man chemisch reines Wasser, so erfolgt keine Entwicke- lung von Sauerstoffgas. Sie erfolgt aber, wenn im Wasser aus der Luft absorbirte Kohlensäure befind- lich ist; diese wird nämlich von den Blättern aufge- sogen und in Kohlen- und Sauerstoff zerlegt, und z war s0, dass sie den Kohlenstoff bei sich behalten und den Sauerstoff durch Hülfe der Sonnenstrahlen als Gas auslaauchen. Dieser Vorgang zeigt uns vorläufig, welche Rolle das Wasser bei der Ernährung der Pflan- zen spielt, wovon sowohl weiterhin als im 2ten Theile dieses Werkes ausführlicher gehandelt werden soll. Da nun die Quantität des auf beide Weisen ge- Fonnenen Gases so gering ist, dass sich keine An- wendung im Grossen davon machen lässt, und auch das chlorsaure Kali nicht in der Natur vorkommt, sondern erst durch Kunst gewonnen werden muss, ausserdem aber auch ziemlich theuer zu stehen kommt; so bedient man sich zur Darstellung des Sauerstoffgases gewöhnlich der Metalle, welche sich mit Sauerstoff verbunden Haben, nämlich der Oxyde. Am besten eignen sich hierzu das rothe Quecksilber- 3 r „ ,, n 0 166 oxyd, oder das käufliche rothe Quecksilberpräcipitat, und das Manganhyperoxyd, oder der im Handel vor- kommende Braunstein. Zwar erhält man aus beiden Oxyden kein so reines Gas, als aus dem chlorsauren Kali, allein dies schadet nicht viel, weil es sich von den fremden Körpern leicht reinigen lässt.— Das rothe Quecksilberoxyd thut man, um Sauerstoff daraus zu gewinnen, in eine kleine gläserne Netor- te und erhitzt sie über Kohlen, wobei man sich je- doch hütet, dass die Flamme daran schlage, weil sie sonst zerspringt. Das Glühen wird so lange fort- gesetzt, bis ihr Boden roth erscheint; im Uebrigen verfährt man ganz so, wie bei der Darstellung des Gases aus chlorsaurem Kali. In der Retorte bleibt, wenn das Glühen fortgesetzt wird, nichts zurück, denn das dabei entstehende metallische Quecksilber ist in der Hitze flüchtig; man findet es daher in der mit Wasser angefüllten Wanne.— An Cas erhält man hierbei vom angewendeten Gewichte des Oxy- des, 7— 8 pro Cent. Fängt man das Gas genau auf und glühet man das Quecksilberoxyd so lange, bis sich alles in metallisches OCuecksilber verwandelt hat, so wiegt das erhaltene Gas und das Quecksilber zusammen genau so viel, als vorher das Quecksil- beroxyd wog. Wendete man also 100 Gewichtstheile Oxyd an, 80 erhält man 92 Gewth. Quecksilber und 8 Gewth. Sauerstoffgas; wovon jedoch noch ein Theil Sauerstoffgas in der Retorte und Entbin- dungsröhre zurück bleibt.— Wenn man aus Braunsteinpulver Sauerstoffgas bereiten will, so thut man dieses in eine Retorte von Steingut oder Eisen, ode auch in einen Flintenlauf, und glühet es, nachdem die Entbindungsröhren an- ebnet 0 05 faul mit bohl dem dau dieses! Nalk en des Pal en Ut erlallene eien, Netabali das bolle nit ich Roles dem da. Sehr h. seyn p Zusaul (More dass me ein aus und 41 chen lat 5 Nauersto. gegen dl elmich diese auf, und noch; uud 86 65 vor ipriapitg, Iladel vor. dus beider cllorsaupn eil es dh l lässt. Sauerzst ne Net. an sich age, peel lange bor. Vebriger lung de. te bleibt s zurüch uecksilbe her in der as erbäl des Oxy- is genau so lange, wandel ecksilber Juecksil. utstheile ecksilber ch noch 1 Eatbis ners, tolle Jon sbelauf, uren al- 167 gebracht und alle Fugen wohl verkittet worden sind. Das käufliche Braunsteinpulver ist aber gewöhnlich mit kohlensaurem Kalke gemengt, so dass man unter dem Sauerstoffgase auch kohlensaures Gas erhält; um dieses zu vermeiden, kann man den kohlensauren Kalk entweder durch vorhergegangenes Auslaugen des pulvers mit verdünnter Salzsäure und Aussüs- sen mit Wasser fortschaffen, oder man kann das erhaltene Sauerstoffgas von Kohlensäure dadurch be- freien, dass man es mit einer hinlänglichen Menge Aetzkali oder Aetzkalk in Berührung bringt, welche das kohlensaure Gas dann aufnehmen oder chemisch mit sich verbinden. Da nun das erhaltene Sauer- stoflgas jederzeit auch Wasserdämpfe enthält, in- dem das Manganoxyd niemals ganz trocken ist, und sehr häufig auch mit Wasserstoffgas verunreinigt zu seyn pflegt, so muss man es von dem ersteren durch's Zusammenbringen mit geglühetem salzsauren Kalke (Chlorcalcium) und von letzterem dadurch befreien, dass man in das Gefäss, welches das Gas enthält, ein aus 1 Theile Platinschwamm(feines Platinpulver) und 4 Theilen Thon bestehendes ausgeglühetes Kügel- chen hängt; dieses bewirkt nämlich eine chemische Vereinigung des Wasserstoffgases mit einem Theile Sauerstoffgas Zu Wasser; das Chlorcalcium Zieht da- gegen die Wasserdämpfe an. Um indess das sich entwickelnde Gas so rein zu gewinnen, als es auf diesem Wege möglich ist, fängt man es nicht eher auf, als bis die Retorte eine Zeitlang geglühet hat, und bis ein angezündetes und wieder ausgeblasenes, noch glimmendes Hölzchen sich wieder entzündet und sehr lebhaft zu brennen anfängt, wenn man es vor die Mündung der Entbindungsröhre hält. 7 4 4 a 1 * r, 168 Von einem Pfunde Braunstein gewinnt man, obgleich bei Weitem mehr darin ist, nur 16 Quart Sauer- stoffgas, denn die Hitze treibt nur einen Theil des mit dem Manganmetalle verbundenen Sauerstoffs aus, wobei dann das Manganhyperoxyd in Manganoxyd verwandelt wird. Aus dem Braunsteinpulver lässt sich das Sauer- stoflgas auch noch auf eine andere Weise gewinnen, nämlich dadurch, dass man es in einer gläsernen Re- torte mit dem gleichen Gewichte concentrirter Schwe— felsäure übergiesst und das Gemenge im Sandbade, d. h. in einem erhitzten eisernen Gefässe, worin sich Sand befindet, und worein man die Retorte stellt, bis zum Sieden erwärmt. Bei dieser Berei- tungsart disponirt die Schwefelsäure den Braunstein, einen Theil Sauerstoff fahren zu lassen, um sich als Manganprotooxyd(Manganoxydul) mit ihr vereinigen zu können; denn die Schwefelsäure hat wohl zu der niedrigsten Oxydationsstufe des Metalles, aber nicht zu seiner höchsten Verwandtschaft, d. h. das Man- ganhyperoxyd enthält zu viel Sauerstoff, um sich mit der Schwefelsäure verbinden zu können; oder mit anderen Worten, das Manganhyperoxyd ist wegen seiner grossen Menge Sauerstoff zu negativ, um sich mit der negativen Schwefelsäure vereinigen zu kön- nen. Das Nähere hierüber, wenn vom Electroche- mismus gehandelt werden wird. Ausser den genannten Körpern lässt sich das Sauerstoffgas auch noch aus mehreren anderen dar- stellen, die wir jedoch, als für uns weniger wich- tig, übergehen. Die Reinheit des Sauerstoffgases erkennt man daran, dass, wenn man Phosphor(ein Gran auf 3 (ubibaol a8 lei fases, unter* Zoden Tall Se Kolga fröclen dell dich Waser ein Wa Cubikzol ene V. Tacken auch!! hält, Plalin lasten, 1 Wa 15 den is gestecl 0 obgleich Uart Saur. n Theil dz ersloffs zu, Langau das Saus: gewinne isernen ll. ter Sch. Sandbads e, ori e HRetorh⸗ zer Berei. zraunsteit, um sich 4 rereinige I zu der ber nieht das Man. 1 sich mi oder ni ist wegel um ich zu Kol. lectroch sich de deren dl iger fl. kennt man Lan auf“ 169 Cubikzoll Gas) darin verbrennt, kein Rückstand an Gas bleibt. Sobald man also die Mündung des Ge- füsses, worin die Verbrennung vorgenommen ist, unter Wasser öffnet, muss sich dieses bis unter den Boden des Gefäasses erheben. Dasselbe muss der Fall seyn, wenn man zu dem Sauerstoffgase Wasser- stoflgas setzt und das Gasgemenge durch den elec- trischen Funken entzündet, denn hierbei verwan- delt sich alles Sauerstoffgas mit dem hinzugefügten Wiasserstoffgase zu Wasser, sobald nämlich das Gas rein War. Auf: Cubikzoll Sauerstoffgas gehört 1 Cubikzoll Wasserstoffgas. Man thut die Gase in eine Verpuffungsröhre und lässt den electrischen Funken durchschlagen. Statt dessen kann man aber auch in das Gefäss, welches das Gasgemenge ent- hält, das schon vorhin erwähnte Kügelchen, aus Platinschwamm und Thon bestehend, hinaufsteigen lassen, indem hierdurch die Vereinigung der Gase zu Wasser gleichfalls nach einiger Zeit erfolgt.— Die nebenstehende Zeich- nung wird die Art, wie der electrische Funke an- gewendet werden muss, verdeutlichen: Die gläser- ne, graduirte Verpuffungs- röhre A, welche oben zwei eingeschmolzene, inwen- dig etwas von einander entfernte Platindrähte 4 d hat, wird, nachdem sie mit den Gasen gefüllt wor- den ist, in ein mit Quecksilber versehenes Gefäss B gesteckt; hierauf befestigt man an den einen Draht f 5 5 5 8 2— 1 9 8 ** ,, mn 8 0 170 eine kleine Kette C und bringt diese mit der äus— seren Belegung einer kleinen, mit Electricität gela- denen, Leidener Flasche D in Berührung; hält man alsdann den Knopf der Flasche an den anderen Draht, so springt der Funke im Innern der Röhre über und entzündet das Gasgemenge. Will man das Sauerstoffgas aufbewahren, 80 darf dieses nur in Flaschen, am besten mit einge- schliffenen Glasstöpseln geschehen; die Flaschen müs- sen dann umgekehrt und so in Wasser, oder besser in Quecksilber gestellt werden; denn bringt man die Mündung des Gefässes ohne Stöpsel unter Wasser oder Quecksilber, so wandert, was höchst merkwür- dig ist, das Sauerstoffgas in kurzer Zeit durch die- se Flüssigkeiten in die Atmosphäre, und umgekehrt dringt das Stickstoffgas der Atmosphäre durch die Flüssigkeiten so lange in das Gefäss, bis sich in die- sem nur atmosphärische Luft besindet. Die Haupteigenschaften des Sauerstoffgases be- stehen in folgenden: 1) es ist, wie die atmosphäri- sche Luft, unsichtbar. 2) es bricht das Licht unter allen bisher bekannten Stoffen am wenigsten. 3) beim schnellen Zusammendrücken leuchtet es; wie denn überhaupt nur diejenigen Gasarten beim Zu- sammendrücken leuchten, welche Sauerstoffgas ent- halten, Wozu unter anderen kohlensaures, Koh- lenoxyd- und Stickstoffoxydgas gehören. 4) es hat weder Geruch noch Geschmack. 5) es ist das ein- zige Gas, welches das Athmen der Thiere unter- hält und ohne welches auch die Planzen weder kei- men, noch fortwachsen können. 6) verbrennliche Körper brennen darin bei Weitem lebhafter, als in der atmosphärischen Luft, oder in anderen Gasar- fen; 1 0 180 Jult, 028: Menge Wasser lola Waser ird ck weicht Theile v. griert In verbinde gehen! Die n. bindur lin 0. ber ele Stollen Lectric endet: golte u poöltiper ub. leg V Nabur erstof wandt lakten Pflanz oder b der anz Alt kt gel h bal nan n anderen der lo ibren, g mit eing. chen mi. der beste t man dh r Masser nerkwüs. urch die imgekehn hurch die ch in di- uses he- ;0sphäri- 8 ht unter en. 0 s; Wie eim Lu- gas ent- „ Boh- ) es hal das eil. re unte eder l. preullcbe 1 in an basar- 171 ten, z. B. Phosphor mit kaum erträglichem Glanze. 7) es ist specifisch schwerer, als die atmosphärische Luft, indem es sich zu dieser im Gewichte wie 1,1026: 1,0000 verhält. 8) es wird nur in geringer Menge vom Wasser aufgelöst, denn 100 Cubikzoll Wasser verschlucken nur 6, 200 Cubikzoll Sauer- stoffgas(nach Einigen absorbiren 100 Volumen Wasser sogar nur 3, 500 Volumen Sauerstoffgas). Wird das sauerstoffhaltige Wasser gekocht, so ent- weicht es daraus gänzlich, und zum grössten Theile verschwindet es daraus, sobald das Wasser gefriert. Im Fall sich einfache Körper mit Sauerstoffgas verbinden, z. B. wenn sie es aus der atmosphäri- schen Luft anziehen, sagt man: sie oxydiren sich. Die mehrsten einfachen Körper sind zu dieser Ver- bindung mit Sauerstoff sehr geneigt, denn, wie vor- hin schon erwähnt wurde, ist der Sauerstoff in sei- ner electrischen Natur von allen übrigen irdischen Stoflen am electro- negativsten, und von der Electri- cität Wissen wir, dass sich die entgegengesetzten Electricitäten schnell vereinigen, oder hier ange- wendet: die Körper verbinden sich mit dem Sauer- stoffe um so schneller, als sie hinsichtlich ihres positiven Zustandes entfernter von jenem(dem elec- tro- negativsten) abstehen. Viele Stoffe, besonders solche, die metallischer Natur sind, werden durch die Verbindung mit Sau- erstoff oder durch die Oxydation in Alkalien ver- wandelt; dies sind Körper, welche einen laugen- haften Geschmack und die Eigenschaften haben, blaue Pflanzensäfte grün und gelbe rothbraun zu färben, oder die durch Säuren gerötheten blauen Pflanzen- f 5 a 3 — * r ö b b 172 farben wiederher zustellen. Die Alkalien lösen sich in Wasser auf, und sind nicht nur schmelzbar, son- dern verflüchtigen sich auch bei sehr hohen IIitze- graden. Zu den Alkalien, die für uns Interesse haben, gehören: Kali, Natron; Baryt, Kalk und Talk. Andere Stoffe, gleichfalls metallischer Natur, werden durch den Sauerstoff in Oxyde(Metallkal- ke) und Erden verwandelt; sie sind schmelzbar aber feuerbeständig. Die Erden sind sämmtlich Weiss, die Oxyde sind dagegen zum Theil weiss, zum Theil sehr verschieden gefärbt. Sowohl die Oxyde als die Erden lösen sich, bis auf die Kieselerde, nicht im Wasser auf und haben auch keine Einwirkung auf die Pflanzenpigmente. Vor Zeiten hielt man die Erden und Alkalien für einfache Stoffe, bis La- voisier und einige andere Chemiker die Vermu— thung aufstellten, dass sie die Oxyde von Metallen seyen, Was denn auch später zuerst von H. Davy auf das Bestimmteste nachgewiesen wurde. Sowohl die Erden, als einige Oxyde sind für die Vegetation von grosser Wichtigkeit; denn sie die- nen nicht nur selbst den Pflanzen zur Nahrung, sondern nützen ihnen auch noch auf mancherlei an- dere Weise; im pulverförmigen Zustande bilden sie nämlich die Ackerkrume, die den Pflanzen einen passlichen Standort darbietet; denn sie entwickelt Wärme durch Zerlegung der Sonnenstrahlen; führt den Pflanzenwurzeln die atmosphärische Electricität zu; nimmt Feuchtigkeit für sie auf; absorbirt at- mosphärische Luft; hält die leicht löslichen Pflan- zennahrungsmittel in einer solchen Vertheilung, dass die Wurzeln nicht leicht zu viel davon erhalten aden; Paule Noe gung II und we einen 8e roll Un Aud 05 gen de. zalzen; Lorm alt Den ken; d Sauerdt U den! Erden ausm alfa selbe Hire, e der gen die negalir Deipie Mach Vereh Holle tell seng! mn Sen 5 yer lösen dil clabar; l. ben Hinz ns lulereg yt, Kal ner Nan. (Metall. chmel zb lich weis zum Thel de als di „ nicht mwirkung nielt man „ bis L. e Vernu. Metallen I. Davy d für die sie die- Nahrung jerlei au- ilden sie en einen ntwickel n fbr Jectriclit orbit al- nen lan- lung, das N erhalten 173 können, und ist die Werkstatt, Worin viele, das Pflanzenwachsthum befördernde Processe vorgehen.— soch andere Stoffe nehmen durch die Vereini- gung mit Sauerstoff eine electro- negative Natur an und werden zu Säuren, d. h. sie erhalten dadurch einen sauren Geschmack, färben blaue Pflanzensäfte roth und verbinden sich mit den Alkalien, Erden und Oxyden(die sämmtlich den Collectivnamen Ba- sen der Salze erhalten haben) zu Sauerstoff- salzen, welche grösstentheils eine krystallinische Form annehmen. Den Körper, welcher sich sowohl in den Säu- ren, als in den Alkalien, Erden und Oxyden mit Sauerstoff verbunden hat, nennt man das Radical. In den Sauerstoffsalzen bilden also die Säuren den negativen Bestandtheil, statt dass die Oxyde, Erden und Alkalien ihren positiven Bestandtheil ausmachen. Die Gränzlinie zwischen Säure und salzfähiger Basis ist indess nicht scharf; denn der- selbe Körper kann mit dem einen die Rolle der Säure, und mit dem anderen vereinigt, die Rol- je der Basis übernehmen, oder er verhält sich ge- gen diesen Körper positiv, während er gegen jenen negativ erscheint. Die Alaunerde kann hier als Beispiel dienen: ist sie mit Humus, Schwefel-, Phosphor- oder mit irgend einer anderen Säure vereinigt, so spielt sie in diesen Verbindungen die Rolle der Basis, und ist dann der positive Bestand- theil des Salzes; ist sie dagegen mit Kalkerde, Ei- senoxyd, Natron oder Kali verbunden, 80 über- nimmt sie die Rolle der Säure, oder macht in die- sen Verbindungen oder in diesen Salzen den nega- tiven Bestandtheil aus. /. r U 174 Der Sauerstoff ist, wie aus dem Erwähnten er- hellet, eben sowohl ein alkalisirender, als ein Säu— re erzeugender Stoff; da man aber früher glaubte, dass er nur Säuren hervorzubringen im Stande sey; so erhielt er auch hiervon seinen Namen. Wir unterscheiden 3 Klassen von Säuren, näm— lich: 1) solche, welche aus einer einfachen unzer- legten Grundlage und aus Sauerstoff bestehen; 9 solche, welche aus mehreren Grundlagen und Sau- erstoff zusammengesetzt sind. Die ersten nennt man gewöhnlich Mineralsäuren, die zweiten heissen da- gegen Pflanzen- und Thiersduren, weil wir sie haupt- sächlich in Thieren und Pflanzen antreffen; 3) giebt es Säuren, welche gar keinen Sauerstoff enthalten; Stickstoff oder Wasserstoff bilden in selbigen die Grundlagen, und der Sauerstoff wird durch andere Körper, als durch Schwefel, Fluor, Kohlenstoff, Chlor, Jode und einige Metalle vertreten. Mit einigen Stoffen vereinigt sich der Sauerstoff zwar nur in einem einzigen Verhältnisse, allein mit der grössten Anzahl der Stoffe verbindet er sich in mehreren bestimmten unabänderlichen Proportionen. Mit dem Mangan, einem dem Eisen sehr ähnli— chen Metalle, verbindet er sich z. B. in 3 Verhält- nissen zu Oxyden, und in einem andern Verhält- niss zu einer Säure, nämlich: 100 Theile des Me- talls vereinigen sich mit 28511 Sauerstoff zu Man- ganoxydul; mit 42, 65 Sauerstoff zu Manganoxyd; mit 56, 22 Sauerstofk zu Manganhyperoxyd oder Braunstein, und mit 70,26 Sauerstoff zu Mangansäure. Wir sehen aus diesen Verbindungen, dass sich darin das Gewicht des Sauerstoffs zu derselben Men- ge Mangan wie 2 zu 3, zu 4 und 5 verhält.— Nach zinlichen Fuerstol pern; wenn seyn vi Ver einem s per gutt 1e Zl fil rpc lass zie; 0d U mumt dass er verlier seyn; pero führten Beipiel Mangan desshal 50 Nuss en das dauers o duch de mengen Sauer nielrz das 0 Um d bers a; lische dann P Fäbtten e. ab ein din ler galt Staude f uren, nin den unk steben; u und 83. nennt nan heissen d. sie bat ; J gieh entlalten, Abigen di ch andere OHleustolß auerstoff lein mit sich in sortionen. ur ähnl. Verhal- Verbäl des M: zu Ilan. anon Ad babe ngausi das ich ben len Rach 175 ahnlichen einfachen Verhältnissen vereinigt sich der Sauerstoff nun auch mit den übrigen einfachen Kör- pern, worüber das Nähere erwähnt werden soll, wenn von den chemischen Proportionen die Rede seyn wird. Verbindet sich ein Stoff mit dem Sauerstoffe in einem solchen Verhältnisse, dass dadurch ein Kör- per entsteht, welcher sich mit keiner Sauerstoffsäu- re zu einem Salze vereinigt, so heisst er ein Sub- oxyd. Die Suboxyde haben das Eigenthümliche, dass sje, mit Säuren in Berührung kommend, in Oxyd und Metall verwandelt werden. Zuweilen nimmt derselbe Stoff auch 80 viel Sauerstoff auf, dass er die Eigenschaften einer Salzbasis dadurch verliert, ohne jedoch selbst eine Säure geworden zu seyn; in diesem Falle heisst er Ueberoxyd(Hy- peroxyd) oder saures Oxyd. Im vorhin ange- führten Manganhyperoxyde haben wir ein solches Beispiel, indem sich nur das Manganoxydul und Manganoxyd mit den Säuren verbindet. Soll sich desshalb ein Subox yd mit einer Säure vereinigen, so muss es erst mehr Sauerstoff aufnehmen, woge- gen das Hyperoxyd, um dieses zu können, erst Sauerstoff abgeben muss. Oft verbindet sich aber auch derselbe Stoff mit 2 verschiedenen Sauerstoff- mengen, die beide die Fähigkeit haben, sich mit Sauerstoffsäuren zu Salzen zu vereinigen. Die niedrigste Oxydationsstufe des Körpers heisst dann das Oxy dul, die höhere dagegen das Ox y d.— Um die verschiedenen Oxydationsstufen eines Kör- pers auszudrücken, bedient man sich auch der grie- chischen Zahlwörter, das erste Oxyd nennt man dann Protooxyd, das zweite Deuter oxyd, das 176 dritte Tritoxyd, das vierte Teteroxyd u. S. W. Körper, mit welchen der Sauerstoff Säuren von verschiedenen Sauerstoffmengen bildet, werden durch Versetzung des Hauptwortes und Beiwortes bezeich- net; Z. B. diejenige Säure, welche aus der grössten Menge Sauerstoff mit Schwefel besteht„ heisst: Schwefelsäure; die, welche weniger Sauerstoff enthält: Unterschwefelsäure; die, welche noch weniger Sauerstoff besitzt: schWweflichte Säure, und die, welche den wenigsten Sauerstoff hat: un- terschweflichte Säure. Obgleich man schon sehr viele Oxydationsstufen der Körper kennen gelernt hat, doch noch nicht alle, indem man noch fortwährend neue entdeckt; auch lässt sich aus den bekannten Oxydationsstufen einiger Substanzen folgern, dass noch einige ihrer Glieder unbekannt sind. Wenn die Körper ihres Sauerstoffs beraubt wer- den, so nennt man dieses die Pesoxydation; sie erfolgt oft theilweise, oft gänzlich; im letzteren Falle heisst es die Reduction. Man hat gesehen, dass, je nachdem die Ver- bindung der Körper mit Sauerstoff rascher oder lang- auch eine, dieser Verbindung so kennt man sie samer erfolgen soll, entsprechende Temperaturerhöhung Statt finden muss. Der Grad der Temperaturerhöhung wird aber hier- bei durch die Natur des Körpers bestimmt; denn z. B. beim Quecksilber eine zu starke Hitze an, 80 verbindet es sick gar nicht mit Sauerstoff, und haben manche Körper 8 aufgenommen, so geht er bei star- ker Hitze gänzlich wieder verloren. wendet man bei manchen Substanzen, ln de indung Die Lick halter; brachten Sauerstn ilip-kle In entpicken liudung g Jen sich Versuche Clas mit dünnen Unteres beleslis lich n. Lichte stelen a eiss sin den oc nicht zu ber iöt d Kauerstoh 1. Jol Helen 0 nen Lit stollgt einer 9 wobei! Man I. peil i ua eroryd T Kuren. erden dur tes bezeig. der rüste it, beig er Sauetghe Welche nut hte dünn ff hat: u, ationsstütn ut man z orthräbreat bekannter ern, di aubt per- ion; 810 letzteren die Ver. der lang- bindung den muss. iber hier- utz dem „ B. ben verbick en wurle e Kal. 177 In den mehrsten Fällen erscheint bei der Ver- bindung der Stoffe mit Sauerstoff Wärme und Licht. Die Licht- und Wärmeentwickelung ist um s0 leb- hafter, je entgegengesetzter sich die zusammenge- brachten Körper sind, d. h. je mehr der mit dem Sauerstoff in Verbindung gebrachte Stoff zu den po- sitiv- electrischen gehört. Um sich von der lebhaften Licht- und Wärme entwickelung zu überzeugen, welche bei der Ver- bindung gewisser Körper mit Sauerstoff erfolgt, las- sen sich leicht einige sehr schöne und instructive Versuche anstellen; füllt man z. B. ein geräumiges Glas mit Sauerstoffgas, und steckt in dieses einen dünnen Eisendraht, oder eine Uhrfeder, an deren unteres Ende man ein glimmendes Stückchen Zunder befestigt hat, so brennt zuerst dieses und augenblick- lich nachher der Eisendraht mit sehr blendendem Lichte und unter Funkensprühen. Die Funken be- stehen aus glühenden Eisenoxydulkügelchen, die 80 heiss sind, dass sie tief in das Glas schmelzen und den Boden des Gefässes sprengen, wenn man ihn nicht zuvor mit Sand bedeckt hat.— Noch lebhaf⸗- ter ist die Lichtentwickelung, wenn Phosphor in Sauerstollgas verbrannt wird. Um dieses Experiment zu vollführen, thut man etwas Phosphor auf einen kleinen eisernen, mit einem langen Stiele versehe- nen Löffel, taucht diesen in das Gefäss mit Sauer- stoffgas und erwärmt den Phosphor von Aussen mit einer glühenden Kohle oder mit einem Brennglase, wobei er sogleich in die heftigste Flamme ausbricht. Man muss den Löffel dann auf- und niederziehen, weil sich zugleich ein dicker weisser Dampf von Phosphorsäure bildet.— Schwefel verbrennt im 12 f 0 5 6 2— 8 8 9 4 nn 0 178 Sauerstoffgase mit einer prachtvollen lasurblauen Flamme, und sowohl dieser als die beiden vorigen Versuche gehören zu den schönsten, welche die Chemie aufzuweisen hat. Um zu entdecken, ob ein Gasgemenge Sauerstoff- gas enthalte, bietet das oxydirte Stickgas ein sehr gutes Reagens dar, indem dieses augenblicklich ro- the Dämpfe hervorbringt, sobald Sauerstoffgas vor— handen ist(durch Bildung von salpetrichter Säure).— Der Sauerstoff der Atmosphäre ist, rücksichtlich der Veränderungen, welche manche feuerfeste Kör- per des Bodens durch ihn erleiden, besonders für den Land- und Forstwirth ein höchst wichtiger Stoff; doch hierüber kann das Nähere erst späterhin, wenn von diesen Körpern selbst die Rede seyn wird, an- geführt werden. Bei der Entmischung aller organischen Gebilde hat der Sauerstoff nicht minder einen sehr grossen Einfluss; denn durch das Hinzutreten desselben aus der atmosphärischen Luft entsteht mit ihrem Kohlen- stoffe Kohlensäure; mit ihrem Stickstoffe Salpeter- säure; höchst wahrscheinlich mit ihrem Wasserstoff Wasser; mit ihrem Kohlenstoff und Wasserstoff Hu- mussädure; mit ihrem Schwefel Schwefelsäure; mit ihrem Phosphor Phosphorsäure; mit ihrem Kalium Kali; mit ihrem Calcium Kalkerde; kurz durch das Hinzutreten des Sauerstoffs werden die einfachen Stoffe der organischen Reste befähigt, sich zu neuen Körpern von zusammengesetzter Art zu vereinigen, und den Pflanzen zur Nahrung zu dienen. Hier- durch wird es aber auch begreiflich, warum die or- ganischen Reste, welche im Boden befindlich sind, grössten Theils aus Verbindungen mehrerer einfachen gafe mi brbrähr. in Verbi der Luf geselut) gebende dem uf Setzung 0 deln duc t, den! der Einy eulniehen erdem a indem d Miszte v und de dass se Sehr sel nocphät ist dag Jahrreht Aber bedeuten, Neinen asd er Vethach forbeden länglich bomme wesent. haucht ein Ceff uud lie lazurbheln iden Nori welche he dauerg, as ein d licklich n toffzas qu r Säure, ücksichtl rfeste Al. onders fit liger Stoff hin, wen Wird,. en Cebilh Ir gros elben aus u Kohle- Salpete. asserstif stoff H. ure; n n Kaliun durch d einfache Zu neut vereinhel e. Her. um de er- sacb Sach eikachen 179 Stoffe mit überwiegendem Kohlenstoffe bestehen und fortwährend durch ein Ueberbleibsel von Lebenskraft in Verbindung erhalten werden, erst der Einwirkung der Luft, oder dem atmosphärischen Sauerstoffe aus- gesetzt werden müssen, wenn sie in pflanzennahrung- gebende Körper umgewandelt werden sollen.— Aus dem Einflusse, welchen der Sauerstoff bei der Zer- setzung organischer Körper hat, lernt der Landwirth denn auch die Gründe kennen, wesshalb es fehlerhaft ist, den Mist tief in die Erde zu pflügen, oder ihn der Einwirkung des atmosphärischen Sauerstoffs Zu entziehen. Tief im Boden liegender Mist geht aus- serdem auch in den halb verkohlten Zustand über, indem dessen Sauerstoff sich mit dem gleichfalls im Miste vorhandenen Wasserstoff zu Wasser vereinigt, und der Kohlenstoff dabei so sehr verdichtet wird, dass seine fernere Verbindung mit Sauerstoff nur sehr schwierig erfolgt, auch wenn nachher die at- mosphärische Luft wieder freien Zutritt erhält; dies ist folglich die Ursache, warum man oft noch nach Jahrzehenden halb verkohlten Mist im Boden findet. Aber auch für sich hat der Sauerstoff einen sehr bedeutenden Einfluss auf das Pflanzenleben. Das Keimen des Saamens geschieht nur in dem Palle, dass er mit Sauerstoff im ungebundenen Zustande in Verbindung steht, und die Pflanzen können nur fortleben, wenn ihre Wurzeln im Boden eine hin- längliche Menge Sauerstoffgas finden. Wer sich voll- kommen und schnell davon überzeugen will, wie wesentlich nöthig das Sauerstoffgas beim Keimen sey, braucht nur den Saamen irgend eines Gewächses in ein Gefäss zu thun, etwas Wasser darauf zu giessen und hierauf ein wenig Oel zu schütten. Das Oel 12* e f e . 180 verhindert den Zutritt des Sauerstoffs der Atmosphäre zum Saamenkorn, Was zur Folge hat, dass nun keine Keimung Statt finden kann. Hieraus geht hervor, dass man den Saamen der Pflanzen niemals so tief unter die Erde bringen dürfe, dass dem Sauerstoff- gase dadurch der Zutritt gewehrt werde; ferner dass es gut sey, den Boden, sobald er Pflanzen trägt, locker zu halten, damit das von den Wurzeln aus dem Boden gesogene Sauerstoffgas sich aus der Atmos- phäre erneueren könne, auch dass es sehr zweckmäs- sig sey, einen durch Platzregen geschlossenen, erst kürzlich besäeten Boden aufzueggen. Aus dem Be- dürfaisse der Pflanzenwurzeln nach Sauerstoffgas wird uns ferner erklärlich, warum es nachtheilig sey, Wenn ein Feld, Während es Pflanzen trägt, einmal unter Wasser geräth, und wesshalb die Stellen eines Feldes, worüber gegangen und gefahren wurde, noch lange nachher eine kümmerliche Vegetation zeigen, denn in beiden Fällen wird das Sauerstoffgas ausge- presst. Es zeigt uns ferner, dass man den Boden gegen ein zu starkes Austrocknen verwahren müsse, weil er, da er dabei fest wird, dann wenig Sauer- stoffgas aus der Atmosphäre anzieht; dass man einen grobkörnigen Boden in einen feinkörnigen zu verwan- deln habe(durch Ueberfahren mit feinkörnigem Lehm und Mergel), indem er dann mehr Sauerstoffgas an- zieht, weil seine Haarröhrchenkraft dadurch ver- mehrt wird; dass es gut sey, den Boden mit Humus zu versorgen, weil dieser besonders viel Sauerstoff- gas absorbirt; dass es nicht zweckmässig sey, die Wiesen lange zu überstauen, weil das Sauerstoffgas durch das Wasser verdrängt wird; dass es dagegen den Wiesen nicht leicht schade, wenn sie sehr lange sepäser n Pia agel phäre Elärt e. da85 di er Lide lieren l da rut Kauerstal verbesser Aünochh Garaus“ 0 tung d es nut ter an ber eu 90 ent ich Tie das de — lis Doden üͤberziel mer dil Hat, das U frischt darin dem; tritt; lass Mu et . Amas 6 nun fel gelt lern mals 8)% 1 Sauerid, ferner anzen 1 Vurzel z der An Zwe cla. enen, en is dem h. lgas pi leilig Sei 65 einn bellen ein urde, d 0n eig as adögt. len Boden den müss lig Saut. man eint u Verwal- zem Leb offgas 0 urch. mit Hun Sauer 9 80 1 aue llgas 65 gegen Er langt 181 bewässert werden, indem mit dem neuen Wasser den Pflanzenwurzeln auch immer neuer Sauerstoff zugeführt wird, da alles Flusswasser aus der Atmos- phäre verschlucktes Sauerstoffgas enthält; ferner er- klärt es sich uns hierdurch, wie es möglich sey, dass die Saamen mancher Pflanzen Jahrhunderte in der Erde ruhen können, ohne ihre Keimkraft zu ver- lieren; und endlich sehen wir hieraus, wie es zugeht, dass Brunnenwasser, da es gewöhnlich kein freies Sauerstoffgas enthält, zum Begiessen der Pflanzen verbessert wird, wenn man es eine Zeitlang an der Atmosphäre stehen lässt, indem es dann Sauerstoff daraus anzieht. So nothwendig das Sauerstoffgas Zur Unterhal- tung des Pflanzenlebens ist, eben so unentbehrlich ist es nun auch für das thierische Leben; dies geht un- ter andern daraus hervor, dass Fische nicht im Was- ser existiren können, wenn es kein freies Sauerstoff- gas enthält; giesst man desshalb über Wasser, worin sich Fische befinden, Oel, so sterben sie, sobald sie das darin aufgelöste Sauerstoffgas consumirt haben. — Fischteiche, die an Orten vorkommen, wo der Boden viel Erdharz enthaltenden Humus besitzt, überziehen sich in der heissen Jahreszeit oft mit ei- ner dünnen glänzenden, aus Erzharz bestehenden Haut, treibt der Wind diese Haut nicht bald an das Ufer, oder haben die Teiche keinen Zufluss von frischem, sauerstoffhaltigen Wasser, so sterben die darin befindlichen Fische unfehlbar. Um desshalb dem Sauerstoffgase der Atmosphäre wieder freien Zu- tritt zu verschaffen, muss man das Wasser, durch Ablassung einer ziemlichen Quantität in Bewegung zu setzen suchen, Wobei sich dann die Haut an meh- 0 5 0 7 0 — 8 5 3 2 , e re N 182 reren Stellen theilt; auch lässt sich das Wasser von der Harzhaut dadurch befreien, dass man mit einem Kahne herumfährt, an welchen ein mit Leinen oder dergl. überzogener Bügel befestigt ist. Eben so ster- ben die Fische in flachen Teichen über Winter, wenn sich eine Eisdecke auf dem Wasser bildet, indem auch hierdurch der Zutritt des Sauerstoffgases ver- hindert wird. Man hilft dem Uebel ab, wenn man Löcher in's Eis haut, oder besser, wenn man etwas Wasser ablässt, indem dadurch das Eis an den Ufern hohl zu liegen kommt und dann der Zutritt des at- mosphärischen Sauerstoffs zum Wasser wieder Statt finden kann. Aber am besten lässt sich im Winter der freie Zutritt des Sauerstoffgases zu stagnirendem Wasser bewirken, wenn man grosse, über das Was- ser hervorragende Steine in den Teich wirft; denn lässt man, wenn sich eine Eisdecke gebildet hat, dann etwas Wasser ab, so kommt dieselbe noch hoh- ler zu liegen; doch weder dieses noch jenes hat man bei flachen Teichen nöthig, sobald sie fortwährend etwas Zufluss von frischem Wasser haben, weil dann mit diesem stets das nöthige Sauerstoffgas für die Fische herbeigeführt wird. In Teichen, welche sehr tief sind, sterben dagegen im Winter die Fische niemals, auch wenn kein Zutritt des atmosphärischen Sauerstoffgases Statt findet, denn sie finden in der grossen Wassermasse so viel Sauerstoffgas, als zur Erhaltung ihres Lebens über Winter nöthig ist; flache Teiche fischt man desshalb vor Winter aus, um die Fische in tiefe Hälter zu bringen. Die örpet. Wärme die Je 4 J Je negati; ohne des da ferne Kärksten fer mit Vorper Tale) sehr e welch stoff Proces denn a mische Warm. Verbine aus ihr zalche, die Mil die l. Leeci Lich Wär Verel auch 1 B. Wasser n zan mit kileh b Leinen b Lben zy g, Vinler, 0 ildet, iu offgases/ Penn mn n man eh in den Un ritt des ieder 8, im Wil agnirenc e das M. irt; den billet la, nocht Hol. lat man während n, pel olkgas fit welch die Fisch: närische n in dk als 1 thig ö. inter 4 183 Von der Verbrennung. Die Verbindung des Sauerstoffs mit anderen Körpern nennt man, sobald lebhafte Licht- und Wärmeentwickelung dabei Statt findet, vorzugsweise die Verbrennung. Da nun Licht und Wärme, d. h. Feuer entsteht, wenn sich die positive und negative Electricität ausgleichen(neutralisiren), ohne dass dabei ponderabele Körper im Spiele sind; da ferner die Licht- und Wärmeentwickelung am stärksten ist, sobald sich die electro-positivsten Kör- per mit dem Sauerstoffe, als dem electro- negativsten Körper verbinden, indem die Vereinigung in diesem Falle vermöge ihrer grossen Affinität zum Sauerstoff sehr energisch ist, so nimmt man an, dass das Feuer, welches bei der Vereinigung der Körper mit Sauer- stoff entsteht, die Folge eines electro- chemischen Processes sey; desshalb sindet die Feuererscheinung denn auch nur so lange Statt, als der Act der che- mischen Verbindung dauert.— Alle Licht- und Wärmeerscheinungen, die während der chemischen Verbindung der Körper erfolgen, lassen sich hiernach aus ihrem electrischen Verhalten erklären, also auch solche, bei denen kein Sauerstoff im Spiele ist; denn die Körper sind, wie wir früher gesehen haben, nur die Träger der Electricitäten; wenn sich daher ihre Electricitäten vereinigen, so entsteht Wärme und Licht, oder Feuer. Dass die Entwickelung von Wärme und Licht, oder Feuer, nicht nur bei der Vereinigung der Körper mit Sauerstoff, sondern auch bei der mit anderen Stoffen erfolgt, sehen wir z. B., wenn Schwefel und Eisen erhitzt werden, — „ N , ere f 184 oder wenn man ätzende Talkerde mit concentrirter Schwefelsäure übergiesst, indem sowohl dieses Ge- misch als das Schwefeleisen in Flamme ausbricht. Ueberhaupt verkündigt die Entstehung von Feuer, dass eine grosse Verwandtschaftsthätigkeit unter den in Verbindung gehenden Körpern Statt findet. Bei der Vereinigung der Körper mit Sauerstoff ist aber oft auch keine Wärme- und Lichtentwicke. lung bemerkbar, in dem Falle nämlich, dass die Verbindung so langsam erfolgt, dass, während sie geschieht, die entwickelten Imponderabilien(Wär— me und Lichi) gleich zerstreut oder weniger ver- dichtet werden. Man nennt eine solche Verbindung der Körper mit Sauerstoff die dunkle Werbe E AN nung. Zur Entzündung der Körper ist jederzeit eine Temperaturerhöhung nöthig, denn die Lntzündung wird gewissermaassen dadurch erst eingeleitet. Na le und Wasserstoff verbinden sich daher bei nicht hinreichender Erwärmung mit Sauerstoff zu Kohlen- säure und Wasser ohne sichtbare Verbrennung. Eine solche langsame Verbindung der Körper mit Sauer— stoff nennt man Oxydation; so z. B. erleiden alle organischen Substanzen bei ihrer Zersetzung eine Oxydation, indem sich ihr Kohlenstoff, Stickstoff u. s. W. allmählig mit dem Sauerstoff der Atmosphäre vereinigt, und dadurch Kohlensäure, Salpetersäure u. s. W. entsteht. Manche schon chemisch mit Sauerstoff verbun— dene Körper scheinen noch eine innigere Verbin- dung eingehen zu können, denn sie fangen, wenn man sie erwärmt, an zu glühen; dass der Sauerstoff der Atmosphäre dabei nicht im Spiel sey, geht dar- as bert den; 0 mosphä bei brenne den, Vicper Ki- tröch gl Tril lungen! ey, ub aur dad der dar mt de dann erklär Jerpal des di Vorhin kein 8e bei der Marme. lerrühr den lat ge Wit Lüst f derte Ulären grösse woran lierbei lunme ncentrirz l diesen h ie ausbriah Ton Fein t unter h ndet, b Sauen Utentyich dass 0 Fährend! zen(Wie liger zy erbindun erbren rzeit elt ntzündug et. Aol. ei nicht Kohlen. Pine t Sauer. aden all ing ein Estoff.. 10sphär tersäun U ell fuentalf lb der. 185 aus hervor, dass sie keine Gewichtszunahme erlei- den; dies müsste nämlich durch Anziehung des at- mosphärischen Sauerstoffs erfolgen. Bei der Verbrennung nennt man den das Ver- brennen unterhaltenden Körper den comburiren- den, den brennbaren dagegen den combustibelen Körper; comburirend ist desshalb hier mit nega- ti v-electrisch, und combustibel mit positiv- elec- trisch e N Früher nahm man an, dass bei allen Verbren- nungen nur der Sauerstoff der comburirende Körper sey, und dass Wärme und Licht— also Feuer— nur dadurch entstehe; dass der Wärmestoff, Womit der Sauerstoff verbunden sey, bei der Verbindung mit dem combustiblen Körper frei werde, und gaben dann die Erscheinung von Feuer Nero ng ele Man erklärte die Verbrennung durch die einfache Wahl- verwandtschaft; allein man hat in der Folge gesehen dass dieses unrichtig sey, denn es entsteht, wie wir vorhin gesehen haben, nicht nur Feuer, wo auch kein Sauerstoff im Spiele ist, sondern es kann auch bei der Verbindung der Körper mit Sauerstoff die Wärmeentwickelung nicht von dem Wärmestoffe herrühren, welchen der Sauerstoff chemisch gebun- den hat, 8 er in der That keine so grosse Men- ge Wärme enthält, als frei wird. Eben 80 wenig lässt sich die entwickelte Wärme durch die vermin- derte Wärmecapacität der Verbrennungsproducte er- klären; die Wärmecapacität des Wassers ist z. B. grösser, als die des Sauer und Wiasserstoffs, woraus sich bei der Verbrennung Wasser bildet, hierbei müsste also eher Kälte, als Wärme hervor- kommen. 186 Verbindungen, die bei der Verbrennung ent- stehen, wiegen genau so viel, als der combustible und comburirende Körper zusammengenommen wie— gen, mögen sie aus flüssigen, elastisch- flüssigen, oder starren Materien bestehen. Der Sauerstoff ver- bindet sich hierbei stets mit den brennbaren Körpern in bestimmten Verhältnissen, und die Zahlen dieser Mischungsverhältnisse sind:&,*, 3 2,, ½% 1, 12, 2, 22 3, 4, 5, 6 und 7. Die brennbarsten Körper, welche wir kennen, sind das Kalium, der Wasserstoff, der Kohlenstoff, der Phosphor und der Schwefel; weniger brennbar sind dagegen Chlor, Jod und Stickstoff; auch ver- binden sich letztere nicht auf directem Wege mit dem Sauerstoffe. Zu den Körpern, welche die comburirenden Ei- genschaften besitzen, gehört ausser dem Sauerstoffe auch Schwefel, Jod, Chlor und Fluor; worüber in der Folge das Nähere. Man weiss aus der Erfahrung, dass nicht jeder Körper brennbar ist, eben so Wenig, als jeder feu- erernährend ist; ein Körper, welcher aber gegen irgend einen anderen weder brennbar noch feuerer— nährend ist, kann gegen einen dritten brennbar und gegen einen vierten feuerernährend seyn, oder mit anderen Worten: die Körper sind nur relativ brenn— bar oder feuerernährend. Chlor ist z. B. gegen Sau- erstoff und Kohle weder brennbar noch feuerernäh— rend, wogegen es im Stande ist, Wasserstoff und Phosphor zu verbrennen. Da sich auch Licht und Wärme, oder Feuer sowohl bei der Vereinigung gewisser Metalle unter sich, als bei der mit Schwefel entwickelt, so erhel- et Hieraus rennende gegen eil halten. Later der Sers clectko- 1 der Hues gab, Kohl lommt, 50 abs in fei cleinunge Verbindun dich der e als der e Lin der gey das 20e dagegen e puor mus ebe er! Sehpesel nuss Sogar L5 510 Ium Sauer Jon delt add sie pelhye me; 2 Luser] besteht Hitze al ken 638 l kunung ell. combusthh ommen pf. ch. fis Uerstoff zy. ren Nie allen dez 55 53 55 wir benln Kohlenslt er breulta auch den Wege l irenden J. auerstoct rüber il icht jeder jeder fel, ber gegel h feueret. unbar ul oder 1. iv bre zegen dal euerer erstaff 1 oak Teuer fal Unter 0 ere 187 let hieraus, dass es auch unter diesen Körpern ver- brennende und brennbare giebt, oder dass sie sich gegen einander positiv- und negativ- electrisch ver— halten. g Unter allen feuerernährenden Körpern ist jedoch der Sauerstoff der vorzüglichste, eben weil er der electro- negativste ist. Da aber in der Atmosphäre der Sauerstoff mit anderen Körpern, als mit Stick- stoff, Kohlensäure und Wasserdämpfen gemengt vor- kommt, so brennen die Körper darin nicht so rasch, als in reinem Sauerstoffgase. Bei allen Feuerer- scheinungen, wie überhaupt bei allen chemischen Verbindungen, können wir übrigens annehmen, dass sich der combustible(positive) Körper eben so thätig, als der comburirende(negative) verhält. Einige gasförmige Körper verbrennen schon bei der gewöhnlichen Temperatur der Atmosphäre, z. B. das zweite Phosphor Wasserstoffgas; andere müssen dagegen erst erwärmt oder erhitzt werden. Phos- phor muss z. B. bis auf + 30 R. erwärmt werden, ehe er in der atmosphärischen Luft verbrennt; Schwefel dagegen bis auf + 235 R., und Kohle muss sogar erst glühen, ehe sie brennt. Es giebt auch starre Körper, deren Anziehung zum Sauerstoff so stark ist, dass sie sich an der Luft von selbst entzünden; diese heissen Pyrophore. Manche Körper glimmen oder glühen nur, wenn sie verbrennen, andere entwickeln dabei eine Flam- me; zu diesen letzteren gehören einige Gasarten. Unser Kerzenlicht, oder die Flamme des Holzes besteht z. B. nur in der Verbrennung der durch Hitze aus dem Wachse, Talge oder Holze erzeug- ten Gasarten und Dämpfe. Reine Kohle glühet nur, 188 bricht sie aber beim Verbrennen in Flammen aus, 80 rührt dieses entweder von fremdartigen Körpern her, die sich beim Erhitzen als Dämpfe oder Gase aus ihr entwickeln, oder die Flamme entsteht da- durch, dass sich bei gehindertem Luftzutritte Kohlen- kydgas aus ihr entwickelt, welches mit blauer Flam- me brennt. Der Unterschied beim Brennen der Kör- per besteht also darin, dass die feuerbeständigen blos glühen, wogegen diejenigen, aus welchen sich beim Verbrennen Gase oder Dämpfe entwickeln, auch Flamme geben. Der Docht eines Kerzenlichtes glühet, weil ein Theil seiner Kohle, als ein feuer- beständiger Körper, verbrennt. Mebrere Körper geben beim Verbrennen Russ; dies rührt daher, dass ihr Kohlenstoff aus Mangel an Sauerstoff unvollständig verbrennt. Um allen Kohlen- stoff des Oels zu verbrennen, hat man die Argand- schen Lampen erfunden; durch den dabei angebrach- ten Luftzug wird der Flamme 80 viel Sauerstoff Zu- geführt, dass nun eine vollständige Verbrennung des Kohlenstoffs Statt findet. Kann ein brennender Körper sich nicht mehr mit Sauerstoff versorgen, so verlöscht er; dasselbe geschieht, wenn er zu sehr abgekühlt wird; denn bevor sich ein Körper so rasch mit Sauerstoff ver- binden kann, dass Wärme und Licht entsteht, muss er, wie schon vorhin erwähnt wurde, gewöhnlich erst erhitzt werden. Manche Körper, obgleich sie zu der Klasse der leicht verbrennlichen gehören, verbrennen den- noch zuweilen sehr unvollständig; so z. B. giebt es einige Braunkohlenarten; die beim Verbrennen nur glimmen. Gewöhnlich lassen sie sich zwischen den sugtrn le lass das erslicht; wodurch dert vir zum Bre oder tie! Nan Ven genog vun bt di cle ein Uiuue, di, die Tamm dete Hine es Seht per ent ben die Asche er auch Zu. Mit. wie man Statt lad Uälluise; nellen, 9. Nrüszere nung ale will nan man sich besser k Sols stärkere uclen. Wei lanmen zn gen ür le oder 035 entsteht h. ritte Koll. blauer Ila en der A. rbesländiz velchen d. enthricke. erzenlich ein felt men Rus Mangel! len Kolle. lie Argan augebrac. stoff zu- nung des cht meh, daszel rd; den stoff. eht, un gewölu der L a s 5, eh een nur chen d 189 Fingern leicht zu Pulver zerreiben, und es scheint, dass das Feuer nur desshalb bald wieder in ihnen erstickt, weil sie beim Brennen in Pulver zerfallen, wodurch dann der Zutritt des Sauerstoffs verhin- dert wird; mehrentheils fehlt ihnen aber auch das zum Brennen mit Flamme erforderliche Erdharz oder die harzartige Beimengung. Man hat bemerkt, dass Pflanzen, die im Dun- keln gezogen sind, ebenfalls schlecht brennen, hier- von ist die Ursache schwer einzusehen. Je mehr Asche ein Holz liefert, um so heftiger ist auch die Hitze, die dabei entsteht, und auch um so heller die Flamme. Höchst wahrscheinlich rührt die grös- sere Hitze, so wie die helle Flamme davon her, dass es sehr viel electro- positive oder metallische Kör- per enthält. Bei der Verbindung mit Sauerstoff ge- ben diese dann auch viel Asche(Oxyde). Je mehr Asche ein Holz giebt, desto dichter pflegt es aber auch zu sein, desto mehr brennbare Theile hat es. Mit dem hellen Scheine des Feuers steht aber, wie man wohl glauben sollte, nicht immer diè dabei Statt indende Wärmeentwickelung im geraden Ver- hältnisse; Wasserstoffgas brennt z. B. nur mit einer matten, bläulichen Flamme, aber dennoch wird eine grössere Hitze dabei erzeugt, als bei der Verbren- nung aller übrigen, sehr hell brennenden Körper; will man hohe Hitzegrade hervorbringen, so bedient man sich desshalb auch des Wasserstoffgases; noch besser eines Gemenges von Wasserstoff- und Sauer- stoflgas(Knallgasgebläse). Kohlenfeuer giebt eine stärkere Hitze als Flammenfeuer, aus bekannten Ur- sachen. Weil durch's Blasen oder durch Luftzug den 190 verbrennenden Körpern immer neue Theile Luft, folglich immer neuer Sauerstoff zugeführt wird, s0 erfolgt die Verbrennung unter dieser Bedingung rascher; hierdurch wird aber auch zugleich die Hitze intensiver. Glühende Kohlen erlöschen dage- gen, Wenn sie auf Metall gelegt werden, weil die- ses den zu ihrer Verbrennung nöthigen Wärmestoff schnell ableitet, denn, wie vorhin gezeigt wurde, brennen manche Körper, wozu auch die Kohle ge- hört, nicht anders, als wenn sie stark erhitzt wer- den und gehörigen Luftzug haben. a Die Feuerlöschungsmittel wirken entweder durch Abkühlung, oder auch dadurch, dass sie den Zu- tritt des atmosphärischen Sauerstoffs verhindern. Brennendes Oel kann durch Wasser nicht gelöscht werden, weil es vermöge seiner specifischen Schwere sich über dem Wasser erhält und folglich auch mit dem Sauerstoffe der Luft in Berührung bleibt. Man- che Gase und Dämpfe sind, sobald sie weder com- burirend noch comhustibel sind, dadurch Feuerlö— scher, dass sie den Zugang des Sauerstoffs der Luft abhalten. Ein brennender Schornstein lässt sich dess- halb löschen, wenn man Schwefel darunter ver- brennt, denn hierbei erzeugt sich schweflichtsaures Cas, welches, da es selbst weder verbrennend noch verbrennlich ist(Wenigstens verbindet es sich mit mehr Sauerstoff nur langsam), das Feuer erstickt, indem es dem Sauerstoffe den Zugang zum brennen- den Glanz- Russe verwehrt. „Eine kleine Menge Wasser, als Löschungsmittel gebraucht, facht ein grosses Feuer nur noch mehr an, weil es durch die grosse Hitze in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt wird; ersteres verbrennt dann cherbalb 0 geht, un brennung a5, We mit eta ben Grund Frlilrumg in kibem 0 e, de auf erorzubri Uünpfe unt durch die Waser-! dann ober vill äes Wassers beim 80 leidet deren Lal Lasse.— Der! ebober, den, aber Jedesmal st don früh. Chemische neren der Procese erlolgen, Flaggen beim Ve Kuerstof Daelbe buile J.. t wird,. belli, ugleich schen din „ Vei Wärmezde igt wur Kolle hitzt pp. der dure den Zu. hindert T gelösch n Schpen auch ui t. Man. der com- Teuerlö- der Luft sich des- er Jer. chtsaurt end nod sich 1 erstich, brenne! el Un 95 Tasso llt daun 191 oberhalb des Feuers, wobei eine grosse Hitze ent- steht, und letzterer befördert die schnellere Ver- brennung des schon im Brennen begriffenen Materi- als. Werden die Steinkohlen beim Schmiedefeuer mit etwas Wasser benetzt, so entsteht aus demsel- ben Grunde hiernach eine grössere Hitze.— Diese Erfahrung hat man in neuerer Zeit angewendet, um in einem Ofen, mittelst einer geringen Menge Koh- le, die auf einem Roste brennt, eine grosse Hitze hervorzubringen; leitet man nämlich etwas Wasser- dämpfe unter den Rost, so werden sie, sobald sie durch die schon brennenden Kohlen streichen, in Wasser- und Sauerstoff zerlegt, und verbrennen dann oberhalb der Kohlen wieder zu Wasser. Man will diese Zerlegung und Wiedervereinigung des Wassers auch schon mit dem glücklichsten Erfolge beim Schmelzen des Eisens angewendet haben; es leidet wohl keinen Zweifel, dass sich auch in an- deren Fällen eine Anwendung davon wird machen lassen.— Der Landwirth sieht zuweilen, dass sich Heu- schober, Plaggenhaufen u. s. W. von selbst entzün- den, aber er bemerkt auch, dass der Entzündung jedesmal starke Erwärmung vorangeht, welche, wie schon früher erwähnt wurde, dadurch entsteht, dass chemische Zersetzungen und Verbindungen im In- neren der Haufen Statt finden. Da diese chemischen Processe aber nur bei Gegenwart von Feuchtigkeit erfolgen, so gerathen trockenes Heu und trockne Plaggen niemals in Brand. Oft bleibt es dabei nur beim Verkohlen, nämlich in dem Falle, dass der Sauerstoff der Atmosphäre keinen freien Zugang hat. Dasselbe geschieht auch bei etwas trocken geworde- 192 nen Misthaufen, desshalb ist es gut, diese, der übri- gen Vortheile nicht zu gedenken, stets feucht zu er- halten.— Die Erscheinung von Feuer findet endlich nicht nur bei den Verbindungen der Körper Statt, son- dern erfolgt auch bei ihrer plötzlichen Trennung und dann mit Explosion; so z. B. wenn sich Chlor vom Sauer- oder Stickstoffe trennt; wie beim Chlor- oxyde, bei der chlorichten Säure und beim Chlor— stickstoffe. Hierüber hat man noch keine genügende Erklärung geben können. * 2. Vom Stickstoff. (Azot, Salpeterstoff). 72 Schon im Jahr 1772 lehrte Rutherford, dass die Atmosphäre eine eigenthümliche, nicht athemhare Luft enthalte, von welcher Lavoisier und Schee- le im Jahre 1777 zeigten, dass dieses Stickstoffgas sey. Im reinen Zustande zeigt sich dieser Körper stets luftförmig; und bis jetzt ist es noch nicht ge- glückt, ihn in eine Flüssigkeit oder in einen festen Körper zu verwandeln. Der Stickstoff kommt sehr häufig in der Natur vor, und wẽir werden weiterhin sehen, dass er einer der merkwürdigsten und einflussreichsten Körper ist, In der grössten Menge findet sich der Stickstoff in der Atmosphäre, denn diese enthält davon beinahe; ihres Rauminhaltes; ferner findet er die wir kennen. sich in den mehrsten thierischen Theilen, und be- sonders mit anderen Stoffen chemisch verbunden, im Harn. Aber auch die Pflanzen enthalten mehr oder niger dt Jcder Mer lud in ein Die 8 38 enthal In den Miner que ben; pe, Sticlztaff i Tegen lurch, e gerung on alten Ri Nahrung f nen auch sde leiste Die auderen& Berbürd ber Hol! directem] enen ihn nalen, ur Csarten dl enen vi Den kortiunz Schiel 80 gend 15 m reiner de gebrk beet n 80 der ih feucht mz endlich u. Statt, c. rennugz U u Chlor n beim(ll beim(0 e 8 Clluge Ford, d. t athemhan ud Schee fickstolga er Rörpr nicht ge nen feste. der Na s er eil Körper i endet dl jese enlläk er Luck 0 „ 110 be⸗ buudka, il el der 193 weniger Stickstoff; und endlich kommt er in beträcht- licher Menge im Ammoniak, in der Salpetersäure, und in einigen Mineralien vor. Die Schwimmblase der Fische soll reines Stick- gas enthalten. In der neueren Zeit will man auch in mehreren Mineralquellen Stickstoff in Lösung gefunden ha- ben; was, wenn es sich bestätigen sollte, und auch Stickstoff in gewöhnlichen Quellen vorkäme, für die Vegetation von Wichtigkeit werden könnte, nämlich dadurch, dass man dergleichen Wasser zur Bewäs- serung von Wiesen benutzte; denn da die stickstoff- haltigen Körper den Pflanzen eine sehr erspriessliche Nahrung gewähren, so steht zu vermuthen, dass ih- nen auch der im Wasser gelöste Stickstoff gute Dien- ste leisten werde. Die Verbindungen, welche der Stickstoff mit anderen Stoffen eingeht, zeichnen sich durch höchst merkwürdige Eigenschaften aus; wo aber auch die- ser Stoff vorkommen möge, nirgends lässt sich auf directem Wege seipe Gegenwart beweisen; wir er- kennen ihn desshalb nur aus seinen negativen Merk- malen, und wenn ein Gas keine der die anderen Gasarten characterisirenden Eigenschaften besitzt, 80 nehmen wir an, dass es Stickstoffgas sey. Den Chemikern boten sich ehemals bei der Er- forschung der Eigenschaften des Stickstoffs sehr viele Schwierigkeiten dar, doch jetzt kennt man ihn eben so genau, als irgend einen anderen Stoff. Es giebt mehrere Methoden, um den Stickstoff in reiner Gestalt zu gewinnen; wir wollen hier nur die gebräuchlichsten anführen: Am gewöhnlichsten bereitet man ihn aus der atmosphärischen Luft; man 13 194 nimmt zu dem Ende eine Glasglocke, legt eine Korkscheibe, deren Durchmesser etwas geringer, als der der Glocke ist, in ein Gefäss mit Wasser, stel- let auf die schwimmende Scheibe ein kleines Gefäss mit etwas Phosphor(auf 50 C. Zoll Luft 4 bis 5 Gran), zündet diesen an und deckt schnell die Glok- ke so darüber, dass ihr Rand sich etwas unter dem Wasser befindet. Der verbrennende Phosphor ver— zehrt nun den Sauerstoff der Luft und bildet damit Weisse Dämpfe, die aus Phosphorsäure bestehen und die bald vom Wasser angezogen werden, oder sich an die Wände der Glocke absetzen. Die Luft dringt bei diesem Vorgange, vermittelst der Erwärmung, zuerst unter der Glocke hervor(damit sie dabei nicht umfalle, muss man sie fest halten), in der Fol- ge aber steigt das Wasser in die Glocke hinauf, weil es nun die Stelle des vom Phosphor verzehrten Sau- erstoffgases einnehmen kann. Die zurückgebliebene Luft ist Stickstoffgas, doch noch nicht völlig rein, denn es enthält noch etwas Sauerstoffgas, kohlensau— res Gas und einige Wasser- und Phosphor dämpfe. Um es vom Sauerstoffgase zu befreien, bringt man etwas Phosphor unter die Glocke, welcher dasselbe anzieht und dabei im Dunkeln leuchtet; sobald die- ses aufgehört hat, kann man annehmen; dass alles Sauerstoffgas verzehrt worden sey. Um das Gas nun auch noch vom kohlensauren Gase zu befreien, lässt man es in eine Flasche treten und bringt etwas Kali- hydrat oder Aetzkalk hinein, wobei der Hals der Flasche nicht unter dem Wasser hervorgezogen Wer- den darf; man verkorkt hierauf die Flasche gut und schüttelt sie einige Minuten um. Das etwa vorhan- gene kohlensaure Gas wird hierbei vom Kalke oder Tall angel Unple for lere Tlasc gefüllt it cium; nac ple erscl! Stoßgasz b beim Sclüt Jerlicktet u Tine an kes beztelt kein abge Digerirlase dalpetersit übergiess nes dure röhre ste und in!] leitet und einer Wei bis J f, tur ampenc Das Scl l nicht aul, ermeinig Voutene dt gas erdlält Suug Von tchüttelu, kiten St dessbal) Lienpitri, ur 50 Jar ey legt en geringer, 10 Waser;. deines 07) Luft J% ell die 0% as unter d. Hosphor bildet aa bestellen u. „ oder d. e Lut cri Erwärmar it sie de in der I. hinauf, p. ehrten du geblieben lig rein kohlensau- hordämpt bringt m er dassel, sobald 0 dass alk las Gas 1. reien, l- etwas l.. er Hab er eiagen er. cle fut ln I Torbau- Jule ode. 195 Kali angezogen. Um endlich auch noch die Wasser- dämpfe fortzuschaffen, lässt man das Gas in eine an- dere Flasche treten, so, dass sie gänzlich mit Gas gefüllt ist, und thut in diese dann etwas Chlorcal- cium; nach 24 Stunden sind davon alle Wasserdäm- pfe verschluckt und man hat dann ganz reines Stick- stoflgas; denn auch die Phosphordämpfe haben sich beim Schütteln des Gases mit dem Kali oder Kalke verdichtet und im Wasser abgelagert. Eine andere Art der Bereitung des Stickstoffga- ses besteht darin, dass man mageres, mit Wasser rein abgewaschenes Rindfleisch in einer gläsernen Digerirflasche, mit dem vierten Theile verdünnter Salpetersäure, oder dem käuflichen Scheidewasser übergiesst; in den Hals der Flasche, vermittelst ei- nes durchbohrten Korkes, eine gläserne Entbindungs- röhre steckt, diese unter eine mit Wasser gefüllte und in Wasser umgedrehte Glocke oder Flasche leitet und das Gemenge in der Digerirflasche über einer Weingeistlampe erwärmt(doch nur bis auf 20 bis 30“ R., weil, wenn man eine höhere Tempera- tur anwendet, man kein Stickstoffgas erhält).— Das sich zuerst entwickelnde Gas fängt man indess nicht auf, weil es noch mit atmosphärischer Luft verunreinigt ist.— Da das auf diese Weise ge- Wwonnene Stickstoffgas auch etwas oxydirtes Stickstoff- gas enthält, so muss man es noch mit einer Auflö- sung von Eisenvitriol(schwefelsaures Eisenoxydul) schütteln, von welchem dann der Sauerstoff des oxy- dirten Stickstoffgases angezogen wird. Man kann desshalb auch das Stickstoffgas gleich in einer mit Eisenvitriollösung angefüllten Flasche auffangen, doch nur so lange, dass in der Flasche noch etwas von 13³ „%— ß—————— 196 der Eisenvitriollösung bleibt; verkorkt sie hierauf und schüttelt gut um.— Von Wasserdämpfen be- freiet man es dann noch durch Chlorcalcium. Noch eine andere Methode, Stickstoffgas in grosser Menge 2zu bereiten, besteht darin, durch flüssiges Ammoniak Chlorgas zu leiten. Das Am- moniak wird durch das Chlor zerlegt, wobei der Wasserstoff desselben sich mit dem Chlor zu Salz- sure vereinigt und der Stickstoff des Ammonials dann als Gas entweicht; gleichzeitig bildet sich hier- pei auch Salmiak. Das Stickgas fängt man in einer mit Wasser oder Quecksilber gefüllten Flasche mit- telst einer gekrümmten Glasröhre auf; man muss bei dieser Art der Stickstoffbereitung das Ammoniak stets im Ueberschusse anwenden, weil sich sonst sehr leicht eine Verbindung von Chlor mit Stickstoff erzeugt, welches furchtbar detoni- indess rende Eigenschaften hat. Das reine Stickstoffgas hat folgende Eigenschaf- ten: 1) Es ist völlig durchsichtig. 2) Es hat weder noch Geruch und Geschmack. 3) Es taugt m Athmen, wovon es auch seinen Namen da ausser Farbe; nicht zu erhalten hat, was indess unrichtig ist, dem Sauerstoffgase alle übrigen Gasarten erstickende Eigenschaften besitzen. 4) Alle brennbaren Körper erlöschen augenblicklich darin. 6) Es hat weder saure noch alkalische Eigenschaften; überhaupt er- kennet man das Stickstoffgas am besten dadurch, dass ihm die Eigenschaften, welche die übrigen Gasarten fehlen. 6) Es ist in sofern brenn- besitzen, gänzlich n Ver- bar, als es sich mit Sauerstoff in mehrere hältnissen vereinigt; die Verbindung erfolgt aber, en Verwandtschaft des Stickstoffs wegen der schwach un dauer ud Wär Jerbindet, Temperab Täulniss 0 petersiuct Verbincan herructrin, 45 il? a seenge ü rderlichel leinen! Jens verbr. cher den lisst, de man erh saure, stoff Jur zumal de einen aud dung king ben pix g alien den mit dem“ Weteinigen DN 5 Oder die! mosplärs Der ehr wie blerte, nell und zelkeichs it die ben engel leium. icksbfgu larin, du Das 1 „ Pobel. lor zu 8. „ Ammoni et sich l. nan in el. Flasche 1. man m reitung! nden; ft g von Cl har deten Ligenscha hat weck 3) Ls ta inen Nan da aue erstiche“ aren Riß hat pez berhaupt“ adurch, 0 gen Cell 50g el ehren er 15 Abel, 5 dick 197 zum Sauerstoff, niemals so energisch, dass Licht und Wärme dabei bemerkbar würde. Am liebsten verbindet es sich mit dem Sauerstoffe bei niedrigen Temperaturen, besonders gern bei der Zersetzung oder Fnulniss organischer stickstoffhaltiger Körper, zu Sal- petersäure. Man kann aber Salpetersäure, oder die Verbindung des Stickstoffs mit Sauerstoff auch dadurch hervorbringen, dass man 1 Gewichtstheil Stickstoff- gas mit 2 Gewth. Wasserstoffgas mengt, und dieses Gemenge in einer, zur Oxydation beider Stoffe er- forderlichen Menge Sauerstoffgas nach und nach in kleinen Portionen mittelst des electrischen Fun- kens verbrennt(hierbei scheint der Wärmestoff, wel- cher den Wasserstoff bei seiner Verbrennung ver- lässt, die Verbrennung des Stickstoffs zu befördern); man erhält dabei gleichzeitig Wasser und Salpeter- saure. Das sich bildende Wasser dürfte den Stick- stofl zur Verbindung mit Sauerstoff disponiren, zumal da die Salpetersäure nicht ohne Wasser oder einen anderen Körper, mit dem sie eine Verbin- dung eingeht, bestehen kann.— Schon früher ha- ben wir gesehen, dass auch die angefeuchteten Al- kalien den Stickstoff der Atmosphäre vermögen, sich mit dem Sauerstoffe derselben zu Salpetersäure zu vereinigen. Das specifische Gewicht des Stickstoffgases oder die Dichtigkeit desselben ist, wenn das der at- mosphärischen Luft= 1,000 gesetzt Wird, 0,976.— Der Stickstoff spielt im organischen Reiche eine sehr wichtige Rolle, denn Fleisch, Milch, Wolle, Gallerte, Pflanzeneiweiss, Pflanzenleim, grünes Satz- mehl und viele andere Körper des Thier- und Pflan- zenreichs, können sich nur bilden, wenn der zu ili 198 rer chemischen Constitution nöthige Stickstoff vor- handen ist. Daher müssen Thiere, Wenn sie gedei- hen sollen, Pflanzen zu fressen bekommen, die stick stoffhaltige Körper besitzen, und desshalb können Pflanzen nur in dem Falle freudig wachsen, dass ih- nen der Boden stickstoffhaltige Körper darbietet, denn Versuche haben gezeigt, dass sie mittelst ihrer Blätter keinen Stickstoff aus der Atmosphäre anzie- hen; doch möchten sich die Pilze hierin anders ver- halten, indem diese mit ihrem über der Erde her— vorragenden Theile Stickstoff anzuziehen scheinen.— Dass aber die Pflanzen im Allgemeinen keinen Stick- stoff mit ihren Blättern anziehen, ist der Grund, Wesshalb stickstoffhaltige Düngungsmittel so ausge- zeichnete Wirkung thun. Wie einflussreich der Stickstoff in der thierischen Oeconomie ist, erken- nen wir daraus, dass sich nach der Fütterung von Bohnen, Erbsen und dergl. stickstoffreichen Nah- rungsmitteln sehr schnell Fleisch, Wolle, Milch und andere viel Stickstoff enthaltende Substanzen bilden. Zu den Pflanzen, die sehr viel Stickstoff enthal- ten, gehören die Pilze, desshalb gewähren die nicht giftigen auch den Menschen und Thieren eine sehr angemessene Nahrung. Um nun auch diejenigen Pils- ze zu benutzen, welche nicht genossen werden kön- nen, möchte man sie sammeln, und damit Felder und Wiesen düngen. Dass sie in der That ein sehr kräftiges Düngungsmittel abgeben würden, erkennt man an den auf Weiden und Wiesen häufig vor- kommenden Zauberringen, denn an derjenigen Stelle, wo die Pilze in Verwesung übergegangen sind, lin- det das allerüppigste Wachsthum der Gräser, Klee- arten und anderer Pflanzen Statt. In Uns leiten; 0 lle, d piunde s sheilbat, Ide,. ler, ut Düngung! wird.— lung all zue für d. gepu, pen die Pilve fen; babe Die nisirten einen 80 wird, i Studiren, Vork die Bede ads elt, un gemengt Sticks Cemeng vermise in dem lummen der atm ickssok. n die gelt. zen, die gü. shalb binn isen, dag! er dare mittelst ll pbäre aut n anders. er Erde h scheinen deinen 80. der Cu i so ag ussreich! ist, ere itterung gu ichen NI Milch unt zen bilden stoff entha n die nic 1 eine se jenigen 1 verden I. zamitb Pell nat ein. n, erben bäufg f. 199 In unseren Wäldern wachsen zu gewissen Jahrs- zeiten, besonders im Herbste, nicht selten so viele Pilze, dass ein Mensch täglich mehrere hundert Pfunde sammeln kann; wäre es desshalb nicht vor- cheilhaft, die giftigen als Dünger zu benutzen? Die Erde, worin Pilze vermodert sind, enthält, Salpe- ter, und schon hieraus darf man folgern, dass eine Düngung mit Pilzen ausserordentlich kräftig wirken Wird.— Wenn sich das, was ich hier als Vermu- hung aufstelle, bestätigen sollte, so würde es auch eine für den Ackerbau nicht unwichtige Entdeckung seyn, wenn man ausmittelte, auf welche Weise sich die Pilze mit leichter Mühe erziehen lassen möch- ten; bisher hielt dieses bekanntlich sehr schwer.— Von der atmosphärischen Luft. Die atmosphärische Luft hat unter den unorga- nisirten Körpern bei der Thier- und Pflanzenwelt einen so unermesslichen Einfluss, dass man genöthigt wird, ihre Eigenschaften so genau als möglich zu studiren. Vorhin, als von der Darstellung des Stickstoffs die Rede war, haben wir schon gesehen, dass die atmosphärische Luft aus Sauer- und Stickstoff be- steht, und dass sie beide Gasarten nur mit einander gemengt enthalte. Dass wirklich Sauerstoff- und Stickstoffgas in der atmosphärischen Luft nur als Gemenge vorkommen, haben viele Versuche gezeigt; vermischt man auch Stickstoff- und Sauerstoffgas, in dem Verhältnisse, als sie in der Atmosphäre vor- kommen, so zeigt dieses Gemenge alle Eigenschaften der atmosphärischen Luft. 200 Die reine atmosphärische Luft besteht dem Raum- inhalte nach aus 79, 0 Stickstoffgas und 21, 0 Sau- erstoffgas, dem Gewichte nach aus 76, 7 Stickstoff und 23,3 Sauerstoff.— Man hat gesehen, dass die- ses Verhältniss von Sauerstoff und Stickstoff, zu al- len Jahreszeiten, sowohl auf den höchsten Bergen, als auf dem Meere und in den Ebenen beinahe un- abänderlich dasselbe ist. Ausser diesen beiden Stoffen enthält die atmos- phärische Luft auch noch andere Körper in verän- derlichen Verhältnissen; dazu gehören: Kohlensäure, Wasserdämpfe, Ausflüsse faulender Körper(Mias- men), Staubtheile, Wärme, Electricität und meh- reres Andere. Gewöhnlich besteht sie dem Gewichte nach aus— 0, 7600 Stickstoffgas 0, 2285 Sauerstoffgas O„ 0015 kohlensaures Gas u. 05 0100 Wassergas Sum. 1 7 0000. Bei einem Barometerstande von 28 Zoll Höhe, und einer Temperatur von + 143% R. ist ihr spe- cisisches Gewicht im ganz trocknen Zustande, das des Wassers zu 1 angenommen, 0, 0012; sie ist mit- hin 770 mal so leicht als das Wasser. Aber ihre Dichtigkeit, oder ihr Eigengewicht nimmt nach dem Verhältnisse ab, wie sie mit mehr Wasserdünsten und mit mehr freier Wärme beladen ist.— Durch eine vom Frostpunkte bis zum Kochpunkte des Was- sers erhöhete Temperatur wird sie um mehr als den Zten Theil ihres Volumens ausgedehnt. Die Luft übt auf alle Körper einen Druck aus; dies rührt davon her, dass sie von der Erde ange- ligen Vir nab dichte gere Spant schichten; nicht nur: Luftpuupe 81e btb und ter! cn der Al niht pielle bgale,* abzeshiupt Ceruch de zu derben länpere 1 stücken; Wer Luft von müch geb dolle, er ginnich v ere Peru, Carin vorb mumixte 8 Weize ers arch, au det U Saure) ze säure de dann v0 und Sau Jon den folk aus ll den Mud b A750 Kb 70 Slice ien, 0 0 Stoff, u isten Bez beinahe 0 t die alm r in verh. Lohlensih. per(Mi t und me m Gewich Zoll Hoôh st ihr g tande, sie ist mi. Aber il. t nach de 886rdün — Du e des Jh. geln ch de Dyacb aus; lade auge 201 zogen wird. Die unteren Luftschichten sind dess- halb dichter als die oberen, oder zeigen eine grös- sere Spannung, weil sie den Druck der oberen Luft- schichten auszuhalten haben.— Die Luft lässt sich nicht nur zusammendrücken, sondern kann mittelst Luftpumpen auch ausserordentlich verdünnt werden. Sie ist farbelos, hat weder Geruch noch Geschmack, und unterhält vermöge ihres Sauerstoffs das Bren- nen der Körper. Dass die Luft keinen Geruch hat, rührt vielleicht nur davon her, dass unsere Geruchs- organe, weil wir sie beständig einathmen, dafür abgestumpft sind. Der eigenthümliche erfrischende Geruch der atmosphärischen Luft ist indess nicht zu verkennen, besonders an rauhen Körpern; die längere Zeit in der Luft lagen, Z. B. an Kleidungs- stücken, indem an diesen die Luft adhärirt. Wenn gleich der Sauerstoff der atmosphärischen Luft von unzähligen Körpern angezogen und che- misch gebunden wird, und man hiernach glauben sollte, er müsse schon längst aus der Atmosphäre gänzlich verschwunden seyn, 80 ist er, so weit un- sere Versuche reichen, doch stets in derselben Menge darin vorhanden. Nothwendig muss also der con- sumirte Sauerstoff der Atmosphäre auf irgend eine Weise ersetzt werden; dies geschieht vielleicht mit dadurch, dass die kohlensaure Kalk- und Talkerde an der Erdoberfläche durch die Kieselerde(Kiesel- säure) zerlegt werden, dass sie dabei ihre Kohlen- säure der Atmosphäre überliefern, und dass diese dann von den Pflanzen aufgenommen und in Kohlen- und Sauerstoff zerlegt wird, wobei der Kohlenstoff von den Pflanzen zurückgehalten wird und der Sauer- stolk aus ihren Blättern als Gas entweicht. 202 An Wasserdämpfen und Wassergas ist die At- mosphäre reicher oder ärmer, je nachdem viele oder wenig Seen, Flüsse und Sümpfe vorhanden sind, und je nachdem sie warm oder kalt ist. Nach Dalton enthält sie bei + 50% F. 5 ihres Volumens Wasser- gas; bei 100% ę ͤ F.(sobald eine freie Communication mit dem Wasser Statt findet) sogar r bis t dem Gewichte nach. Beim Gefrierpunkte enthält sie da- gegen nur rés ihres Gewichtes an Wassergas.— Bei West- und Süd- Westwind ist sie bei uns mit mehr Wasserdünsten versehen, als bei Nord- und Ostwind, weil jene Winde uns die Wasserdünste des Oceans zuführen. Die höheren Regionen(bis zu 205000 Fuss und höher) sind indess oft so arm an Wasserdünsten, dass darin sehr trocknes Holz, z. B. das der Luftschiffe, verliert hier alle Feuchtigkeit, von welcher es nahe Risse bekommt, denn es an der Erde, weil hier stets viel Feuchtigkeit vor- handen ist, nicht befreit werden kann. Zur gänz- lichen Verdunstung des im Holze der Luftschiffe befindlichen Wassers trägt freilich auch der in den höheren Regionen verminderte Luftdruck viel bei. Die Atmosphäre ist, je nachdem mehr oder we— niger Gährungs-, Fäulungs- und Athmungsprocesse an der Oberfläche der Erde vorgehn, reicher oder ärmer an kohlensaurem Gase. In bevölkerten Gegen- den enthält sie desshalb etwas mehr als in Sandwü— sten; doch ist der Unterschied niemals sehr beträcht- lich, weil es, wie wir schon früher gesehen haben, zu den Eigenschaften der Gasarten gehört, sich über- all gleichmässig zu verbreiten und ins Gleichgewicht zu setzen. Durch Winde wird natürlich die gleich- mässige Vertheilung des kohlensauren Gases in der Aspi Ludschich nem dehr Lultscbich mau deri dem Naum mer t de glitt; a5 pfeuen A. auch durch Fird.—! rice g Meere we Jermubhlie das Was lets vie Dass it leiclt gebranut. licht nä und braut giest, Cas ente Da bi an der Er. der kalle Paule das d üg darin t den Pf legt unt enn dit Aeublätte it die. mn piele g ien sind, u. ach Dal jens Wag. mmuniczi bis 8 b thält sie g asse Tgas. 8 dei uns f Nord. Ul asserdüld nen(bis 50 arm 4 Holz, „ denn Jer es nale i gleit vol. Zur ganz. uftschiffe er in den iel bei. oder wi. gsprocess cher oder ten Cegel. Sandpi. beträch gen habet sicb über icht, d eich 6 l der 203 Atmosphäre noch mehr beschleunigt. Die oberen Luftschichten enthalten das kohlensaure Gas in ei- nem sehr constanten Verhältnisse; in den untern Luftschichten dagegen variirt, nach Versuchen, die man darüber angestellt hat, der Kohlensäuregehalt dem Raume nach von 0,5 005 bis 0, 018. Im Som- mer ist der Kohlensäuregehalt der Atmosphäre etwas grösser, als im Winter, weil in jener Jahrszeit die Pflanzen Kohlensäure ausdunsten, und weil sie dann auch durch Fäulungsprocesse u. s. W. damit beladen wird.— Nan hat auch gefunden, dass die atmos- phärische Luft über grossen Seen und über dem Meere wenig oder gar keine Kohlensäure enthält, vermuthlich weil sie vom Wasser angezogen wird; das Wasser der Seen und Meere enthält auch stets viel Kohlensäure. Dass die atmosphärische Luft Kohlensäure führt, ist leicht dadurch nachzuweisen, dass man Aetz kalk (gebrannten Kalk) an der Luft liegen lässt, dieser zieht nämlich die darin befindliche Kohlensäure an, und brauset, wenn man ihn mit einer Säure über- giesst, weil die Kohlensäure dadurch wieder als Gas entweicht. Da sich Kohlensäure bei sehr vielen Processen an der Erdoberfläche fortwährend bildet, so müsste der Kohlensäuregehalt der Atmosphäre, Wenn nicht Pflanzen vorhanden wären, endlich so gross werden, dass sowohl wir selbst, als die Thiere nicht mehr darin leben könnten, nun aber wird dieses Gas von den Pflanzen mittelst ihrer Blätter aufgezehrt, Zer- legt und dafür Sauerstoffgas ausgehaucht, vrodurch dann die Luft athmungsfähig bleibt. Von den Pflan- zenblättern wird aber nicht nur das kohlensaure Gas 204 angezogen, sondern sie absorbiren auch alle übri- gen, in der Atmosphäre vorkommenden, nicht athem- baren Gasarten; mithin haben wir die Pflanzen als Luftreiniger zu betrachten. Gewiss eins der merk- würdigsten Naturgesetze! Die, freilich in sehr geringer Menge, ausser dem Sauerstoff-, Stickstoff- und kohlensauren Gase in der Atmosphäre befindlichen Gasarten, bestehen, nach den damit vorgenommenen Untersuchungen, in PhOsphorwasserstoff-, Kohlenwasserstoff-, Schwefelwasserstoff- und salzsaurem Gas. Ferner enthält die Atmosphäre oft Dämpfe(doch auch diese nur in sehr geringer Menge) von Schwe— felsäure, Chlor, Kali, Natron u. s. W. Alle diese Körper hat man nämlich in neuerer Zeit im Regenwasser gefunden. Wie sie zu Atmosphärilien wurden, ist leicht begreiflich, wenn man die an der Erde vorgehenden Processe näher betrachtet, denn wie viel Schwefel wasserstoff entwickelt sich z. B. bei der Fäulniss organischer Körper, und wie viele tausend Pfunde Holz und dergl. werden täglich ver- brannt, wodurch Kohlen wasserstoff und Asche in die Atmosphäre gelangt, welche Kali, Natron u. dergl. enthält! Oft muss die atmosphärische Luft auch organi- sche Dämpfe bei sich führen, welche sich als An- steckungsstoffe verhalten; man nennt sie Mias men. Durch chemische Reagentien haben sie indess noch nicht darin entdeckt werden können. Als etwas sehr Merkwürdiges muss man auch den zu allen Jahrszeiten in der Atmosphäre stets vorhandenen feinen Staub betrachten, denn die At- mosphäre ist nicht nur in den Ebenen, sondern auch aut den 00 aagefüll. Staub cho chung ul erde gr md 0 Piber zucker Lrde gets Ache den sind,! Tpeikel va Trde diesen zul welche Von diesel chen eur Staub we zu Leit! Wüsten, uud welch lt dlutrot Um n er Atnqg Loben erg ud legen melee mul dss e beh. Hi. sten dal ins Mert begrabe scheinun setat ma ber und K ale ihn. nickt abe, Pfauen s der ne ge, au uren ö „ beslel lungen, ö serstht, rem C ple(c n Sch W. I r Zeit i psphärile lie an dt: dem l ie viele ich ver. e in die . derg orgaul als J.. asmen 288 Loch an d ire Hels lle Al- 1 duch 205 auf den höchsten Bergen und über dem Meere damit angefüllt. Man unterwarf den niedergesenkten Staub schon mehrere Male der chemischen Untersu- chung und fand, dass er aus Kieselerde, Alaun- erde(vorwaltend), Manganoxyd, E und etwas Kalkerde bestand. Vielleicht würde ei- ne wiederholte Untersuchung zeigen, dass auch noch andere Erden und Oxyde darin vorkommen, wenig- stens solche, die auf der Erde am häufigsten vorhan- den sind, z. B. Talkerde, indem es wohl keinem Zweifel unterworfen ist, dass irgend ein Punkt der Erde diesen Staub hergiebt; man kann indess fragen, auf welche Weise gelangt er in die Atmosphäre? Von diesen fortwährend in der Atmosphäre befindli- chen sehr feinen Staubtheilen muss jedoch derjenige Staub wohl unterschieden werden, welcher von Zeit zu Zeit durch Winde, wie es scheint, aus Africas Wüsten, über Sicilien und Italien verbreitet wird, und welcher durch Eisenoxyd, wie noch neuerlich, oft blutroth gefärbt ist. Um zu sehen, wie viel Staubtheile jährlich aus der Atmosphäre niederfällt, schützte man auf einem hohen Berge einen Ort von allen Seiten gegen Wind und Regen, wobei sich ergab, dass die Dicke des niedergesenkten, lockeren Staubes 12 Zoll betrug, und dass er zusammengedrückt, noch; Linie stark blieb. Hiernach müsste nun, wenn nicht die mehr- sten Staubtheile vom Regenwasser und den Winden ins Meer geführt würden, schon längst alles in Staub begraben seyn.— Durch diese merkwürdige Er- scheinung erklärt es sich uns, wie es kommt, dass jetzt manche, vor Jahrtausenden erbauete Denkmä- ler und dergl. oft mehrere Fuss tief unter der Erde 206 vergraben liegen. Insbesondere aber lernen wir hierdurch einsehen, wie es zugeht, dass die Pflan- z en manche Körper enthalten, die wir nicht im Boden antreffen.— Den Land- und Forstwirthen bieten sich in der Atmosphäre nie zu erschöpfende Schätze dar, und der Pflanzenanbau ist es, wodurch sie sich selbige zu eigen machen Können; desshalb möchte denn auch der Boden fortwährend mit Pflanzen bedeckt seyn, und zwar mit üppig wachsenden, denn je besser sie stehen, um so mehr Stoffe ziehen sie aus der At- mosphäre an. Es giebt sogar Pflanzen, die, wenn sie einmal bis zu einem gewissen Grade von Aus- bildung gediehen sind, blos von Atmosphärilien, oder von den Substanzen leben, die ihnen die Atmosphäre darbietet; dahin gehören z. B. einige Schlingpflanzen. In volkreichen Gegenden bemerken wir desshalb auch immer eine üppigere Vegetation, als in unbe- völkerten Gegenden, nicht nur weil hier die Atmos- phäre reicher an Kohlensäure ist, sondern weil sie daselbst auch noch viele andere, den Pflanzen zur Nahrung dienende Substanzen, als Ammoniak, Kali, Natron, Chlor, Schwefelsäure u. s. W. enthält. 7 Von den chemischen Verbindungen des Stick- stoffs mit dem Sauerstoff. Der Stickstoff verbindet sich chemisch mit dem Sauerstoff in 5 verschiedenen Verhältnissen: a) Zu oxydirtem Stickgase(Stickstoffoxy- dul, Stickstoffprotooxyd), oder, wegen seiner berau— schenden Eigenschaften, auch Lustgas genannt. Es besteht aus 62,82 Stickstoff- und 37,18 Sauerstoffgas. ie Ligense fücksichtig laben. 5 L detterone 33.04 K Berl fl 0 J gelt aus d Jenutniss ih Pesentlich u 00 Las 90,60 Sich Tustande! die aber v. delt sie s hen diese Lisen mit nit Aussclh gen lat di 60 A0 bini in den Tiuflas Vir sie so iat, Benner Dae aus 20 fe lumen 1. es und; Kl. In knen die Pes e wir nich sich in d. 2 dar, 1 sich sel denn a0 deckt den e besser! Aus der, die, pu e von Au. vilien, och Atmosplin ingpfauzen ir desslal In unbe- ie Atmos- weil sie nzen zur ak, Kal; jält. 8 Stick mit n n: ckstofx ner Heal. all Ib fol aß 207 Die Eigenschaften dieses Körpers können wir unbe- rücksichtigt lassen, da sie für uns kein Interesse raben. b) Zu Salpeter gas(Stickstoffoxyd, Stickstoff- deuteroxyd). Es besteht aus 46, 96 Stickstoff und 53,04 Sauerstoff, ist ein Kunstproduct, und hat gleichfalls für uns weiter kein Interesse. c) Zu untersalpetrichter Säure. Sie be⸗ steht aus 37,12 Stickstoff und 62,88 Sauerstoff. Die Kenntniss ihrer Eigenschaften ist uns gleichfalls nicht wesentlich nöthig. d) Zusalpetrichter Säure. Sie besteht aus 30,69 Stickstoff und 69,31 Sauerstoff. Im flüssigen Zustande ist diese Säure gelb, bei— 20% R. ist sie aber vollkommen farbelos; bei + 28% R. verwan- delt sie sich in ein orangerothes Gas. Wir se- hen diese Säure oft als Gas entstehen, z. B. wenn Eisen mit Salpetersäure in Berührung gebracht und mit Ausschluss der Luft erwärmt wird. Im Uebri— gen hat sie kein Interesse für uns. e) Zu Salpetersäure. Da diese Säure sehr häufig in der Natur vorkommt und einen bedeuten- den Einfluss auf das Pflanzenleben hat, so müssen wir sie so genau, als es für unsern Zweck nöthig ist, kennen zu lernen suchen. Von der Salpetersäure. Die Salpetersäure besteht dem Gewichte nach aus 26,15 Stickstoff und 73,85 Sauerstoff; dem Vo- lumen nach ist sie aus 100 Raumtheilen Stickstoff- gas und 250 Raumtheilen Sauerstoffgas zusammenge- setzt. In dieser Säure besitzen wir mithin den Sau- 208 erstoff in sehr concentrirtem oder verdichtetem Zu— stande. 0 Die flüssige Salpetersäure besteht im möglichst concentrirten Zustande aus 85,75 Salpetersäure und 14,25 Wasser; überhaupt kennt man sie nur in chemischer Verbindung mit Wasser, oder mit Oxy- den, denn bis jetzt ist es noch nicht gelungen, sie für sich darzustellen; versucht man es nämlich, ihr das Wasser, womit sie chemisch verbunden ist, zu ent- ziehen, so zerfällt sie jederzeit in ihre Elemente; dasselbe geschieht, wenn man sie von einem Oxyde zu trennen sucht. Schon im Sten Jahrhunderte soll der Araber Geber die Salpertersäure gekannt haben, und Rai- mundus Lullius(Raimond Lull), der be- rühmte Alchemist, stellte sie um's Jahr 1330 aus dem Salpeter dar. In der Natur kommt die Salpetersäure mehren— theils mit Kali, Natron, Ammoniak, Kalk- und Talkerde verbunden vor. Mit diesen Körpern ver— bunden treffen wir sie auch in vielen Pflanzensäften, z. B. in denen des Mais, Tabacks, der Runkelrüben U. s. W.; doch hat man gesehen, dass die Salpeter- saure kein Product der Vegetation ist, denn ent- hält der Boden keine Salpetersäure, so trifft man sie auch nicht in den genannten Gewächsen an. Der Gewitterregen enthält gewöhnlich etwas Salpetersäure(nach Einigen aber salpetrichte Säure), wodurch er aber auch zum Theil seine befruchten- den Eigenschaften erlangt; indem zu den düngenden Körpern, wie wir weiter unten sehen werden, auch die Salpetersäure in Verbindung mit Kali, Natron, Ammoniak u. s. W. gehört. —— bei 6 uud Stiche zu Halpert wenigstens trische Tan ge von Ja Sale lire du uud Sticksto eu, inf da 10 bewirben ein möglich ler Selpeber eunterem d dass die dt rig durck Bildung v nem Ceme. algas be Kali in Ber Len lindare tersaures N. nämlich der den dauerst dem es eine am lei bei der er per, schal Stickstok Kolle der ladung; lille ung ug unbeh. alleen) im mig bersdure u. die nut ler nit l igen, zit ich, ir! ist, ut e Llemen inem on ler Ari und J. „ der e mehres all- Unt pern ver ensäftel nkelrübe Salpete denn el trifft u. n al. ich etre lte där pekrucllk. düngen den, fl f Jarol, 209 Bei Gewittern scheint der Blitz den Sauer- und Stickstoff der Atmosphäre zu nöthigen, sich zu Salpertersäure zu vereinigen; dieses lässt sich wenigstens daraus schliessen, dass, wenn man elee— trische Funken anhaltend durch ein feuchtes Gemen- ge von Sauerstoff- und Stickstoffgas schlagen lässt, Salpetersäure entsteht. Der electrische Funke scheint hierbei, durch rasche Compression, die Sauerstoff. und Stickstoffatome aus ihrer Wärmehülle zu trei- ben, und dadurch ihre Vereinigung zu Salpetersäure zu bewirken. Ist dieses wirklich der Fall, so muss ein möglichst abgekühltes Gemenge der Gase schnel- ler Salpetersäure liefern, als ein erhitztes, da in letzterem die Wärmehülle so beträchtlich seyn muss, dass die Stickstoff- und Sauerstoffatome sie nur schwie- rig durchbrechen können. Noch eher findet die Bildung von Salpetersäure Statt, wenn man mit ei— nem Gemenge, aus atmosphärischer Luft und Sauer- stoffgas bestehend, ein wenig in Wasser gelöstes Kali in Berührung bringt und den electrischen Fun- ken hindurch leitet; hierbei erhält man dann salpe- tersaures Kali. Durch die Gegenwart des Kalis Wird nämlich der Stickstoff noch mehr disponirt, sich mit dem Sauerstoffe zu Salpetersäure zu vereinigen, in— dem es eine grosse Verwandtschaft zu ihr hat. Am leichtesten erzeugt sich die Salpetersäure bei der Verwesung stickstoffhaltiger organischer Kör- per, sobald die Luft freien Zutritt hat, denn der Stickstoff verbindet sich am ersten mit dem Sauer— stoffe der Atmosphäre, wenn er eben seine alte Ver- bindung verlässt(weil er noch mit keiner Wärme— hülle umgeben ist?); doch mögen hierbei auch noch uns unbekannte andere Kräfte(vielleicht electrische) 14 210 im Spiele seyn. Man hat indess auch gesehen, dass sich die Salpetersäure bei der Verwesung stickstoff- haltiger organischer Körper dann am ersten bildet, Jenn die Orte, wo der Faulungsprocess vorgeht, halbdunkel sind, und wenn die Temperatur etwas über die mittlere ist; also bei + 17 bis 18“ R. Al- so auch hier scheint die Wärmehülle einen Einfluss zu haben. Wir dürfen wohl nicht daran zweifeln, dass sich auch Salpetersäure im Boden, besonders nach einer Mistdüngung erzeugt; nur ist es unstatthaft anzunehmen, dass die Wirkung des Mistes, Mergels u. dergl. allein von der Salpetersäureerzeugung ab- hängig sey.— Zur künstlichen Darstellung der Salpetersäure benutzt man gewöhnlich den Salpeter. Man thut ihn zu dem Ende in eine gläserne Retorte, ver- mischt ihn mit der im Handel vorkommenden, ge— Jöhnlichen Schwefelsäure(auf 6 Theile Salpeter 4 Theile Schwefelsäure) und erhitzt die Retorte im Sandbade so lange, als sich noch Dämpfe entwickeln. Diese fängt man in einer mit Wasser versehenen Vorlage auf. Der Process, welcher hierbei Statt findet, ist folgender: die Schwefelsäure bemächtigt sich des Kalis des Salpeters, dadurch wird die Sal- petersäure frei, und entweicht, mit dem Wasser der Schwefelsure, als Dampf. Im Anfange der Operationen sind die Dämpfe roth gefärbt, welches von gebildeter salpetrichter Säure herrührt. Die so bereitete Salpetersäure enthält daher nicht nur etwas von dieser Säure, sondern ist auch noch mit ein wenig Schwefelsäure, welche mit überde- stillirte, verunreinigt. Von der Schwefelsäure be- reit nan ctpas Selp Rleiorpd die salpelt erbitat;; ether Je daun eine cle Sobeic It dig de lgende ferkel; tos detsiurebydl Tollet die ofkalläge organische gen unter sich dure Papier u. gauigbe K dung erlalg Erden und Littzungscz lit eine) crstofk enth. Worken au ihres dauer Miser, 3 ser verdi sie wird stoff zerle or den erdünate nicht entn chen,(g ag licht sten dil 8s lan Talur ey 18 N. nen Ela ileln, nders u. Unstattle „ Merz 19 Ang; 1 kpetersin Man fle orte, f sden, g. alpeter elorte i. ntwickel Ferseheb bei 8. bemächl d die 9 m WB. nage b , sech 211 freit man sie, wenn sie noch einmal mit Zusatz von etwas salpetersaurem Blei destillirt wird, indem das Bleioxyd die Schwefelsäure chemisch bindet, und die salpetrichte Säure wird entfernt, wenn man sie erhitzt; selbige kann aber auch durch Zusatz von etwas Wasser fortgeschafft werden, wodurch man dann eine verdünnte Salpetersäure, oder das käufli- che Scheide wasser erhält. Ist die Salpetersäure chemisch rein, so besitzt sie folgende Eigenschaften: sie ist vollkommen was- serhell; stösst weisse Dämpfe aus(gasförmiges Salpe- tersäurehydrat); hat einen sehr sauren Geschmack; röthet die blauen Pflanzenfarben; färbt alle stick- stoffhaltigen organischen Körper gelb; zerstört alle organischen Substanzen und bringt neue Anordnun- gen unter ihren Elementen hervor; so z. B. erzeugt sich durch ihre Einwirkung aus Zucker, Wolle, Papier u. dergl. Kleesäure(Oxalsäure). Einige or- ganische Körper zerlegt sie so heftig, dass Entzün- dung erfolgt. Sie neutralisirt alle Basen(Alkalien, Erden und Oxyde) und liefert damit Salze. hre Sättigungscapacität beträgt 14, 76, d. h. sie neutra- lisirt eine Menge Basis, welche 5 mal weniger Sau- erstoff enthält, als die Säure, oder, mit anderen Worten ausgedrückt: ihre Sättigungscapacität ist: ihres Sauerstoffgehaltes. Vermischt man sie mit Wasser, so entsteht Wärme, indem sie das Was- ser verdichtet. Am Lichte wird sie gelblich, denn sie wird dadurch in salpetrichte Säure und Sauer- stoff zerlegt; dieserhalb muss sie beim Aufbewahren vor den Sonnenstrahlen geschützt werden. Sehr verdünnte Salpetersäure wird jedoch vom Lichte nicht entmischt.— Durch hohe Hitzegrade lässt 14⁰ —.———— 212 dei der! sie sich in ihre Elemente zerlegen; dasselbe kann nilebt d durch Einwirkung von FElectricität bewirkt werden. 18 00 Schwefel und Phosphor in Salpetersäure gethan, 101 verwandeln sich in Schwefel- und Phosphorsäure; 11 40 wobei der Stickstoff der Salpetersäure als Gas ent- 1 5 weicht. Kohle und Metalle oxydirt sie mittelst 9 ihres Sauerstoffs; je mehr sie indess mit Wasser. 15 verdünnt ist, um so schwieriger giebt sie ihren. 1095 Sauerstoff her; am schwersten wird durch Metalle 1 1 jedoch diejenige Salpetersäure entmischt, welche ein 1 0 specisisches Gewicht von 1,48 besitzt(das Wasser n zu 1.). Diese Eigenschaft der Salpetersäure muss, We wenn Metalle darin aufgelöst werden sollen, Wohl inner an berücksichtigt werden, denn in dieser Verdünnung e ist sie ganz ohne Wirkung, was jedoch nur so lan- 15 des ge dauert, als bis sie mehr Wasser aus der Atmos- ö Mittel, phäre angezogen hat, oder bis man einige Tropfen gende: Wasser zusetzt. Manche Metalle greifen die Sal- ber Seh petersäure so heftig an, dass sie dabei in's Kochen ae geräth; 80 Kupfer, Blei, Zinn und Eisen. Zuerst md die: verwandeln sich die Metalle hierbei in Oxyde und nimlich d dann lösen sie sich in der übrigen Säure auf.— ullbugs Sie wird sehr leicht vom Wasserstoffe zerlegt, wo- klbsiure a bei Stickstoff frei wird und Wasser entsteht. Ein Venn eine Gemenge von Wasserstoffgas und dampfförmiger biure entl Salpetersäure explodirt sehr heftig, wenn es erhitzt kerszure b. ö wird. Durch Hitze ist sie aus ihren Verbindungen Vollen ge leichter, als Salz- und Schwefelsäure zu vertrei— das die ben. Von allen organischen Körpern wird sie zer- gebunden stört, indem diese ihr den Sauerstoff entziehn; wer-(Aörper, den Kork oder Kohle in heissen Salpetersäuredampf zel einig gebracht, 80 entzünden sie sich und brennen mit genschaft. heller Flamme; dieser Fall ereignet sich zuweilen danren, awelbe len irt per ane gelle 0sphoreim, als Ces sie mit mit Meg t sie il. rch Met welche; las Mas dure nu len,. erdünm nur 80 l. der Ang ige Trog n die 8 s Koche . Tue Oxyde 1 re auf. rlegt, telt. I. ffir! n es eil erbindun I elk ird de l. zien fe ren eulen nit 0 zufeiln 213 bei der Bereitung der Salpetersäure aus Salpeter mittelst Schwefelsäure; kurz aus Allem ergiebt sich, dass die chemische Verwandtschaft zwischen Stick- stoff und Sauerstoff nur sehr schwach ist; doch wird die Salpetersäure auch dadurch von andern Körpern leicht in ihre Elemente zerlegt, dass diese die Fähigkeit haben, Gasgestalt anzunehmen. Wir kennen mehrere Mittel, wodurch sich die in den Körpern vorkommende Salpetersäure ent- decken lässt, allein noch kein einziges ist bekannt, wodurch, auf directem Wege, auch ihre Menge bestimmt werden kann; diese müssen wir desshalb immer durch Berechnung auszumitteln suchen, oder wir müssen sie nach dem erlittenen Gewichtsverlu- ste des untersuchten Körpers nur schätzen. Die Mittel, welche zu ihrer Auffindung führen, sind fol- gende: 1) Enthält eine Auflösung irgend eines Kör- pers Salpetersäure, so löst sich Blattgold darin auf, sobald man Chlor wasserstoffsäure(Salzsäure) Zusetzt, und die Flüssigkeit erwärmt; hierdurch entsteht nämlich das sogenannte Königswasser, welches das Auflösungsmittel für Gold ist. 2) Indigo, in Schwe- felsäure aufgelöst, wird beim Erwärmen entfärbt, wenn eine Flüssigkeit zugesetzt wird, die Salpeter- säure enthält. 3) Ein trockner Körper, der Salpe- tersäure besitzt, verpufft, sobald er auf glühende Kohlen gebracht wird. 4) Man kann annehmen, dass Salpetersäure in einer Flüssigkeit an eine Base gebunden sey, wenn Strychnin und Corydalin (Körper, die in der Brechnuss und in der Wur- zel einiger Pflanzen vorkommen und alkalische Ei- genschaften besitzen), oder ihre Verbindungen mit Sauren, sobald man auch noch etwas Schwefelsäure —— 214 hinzusetzt, roth gefärbt werden, durch die Schwe- telsäure wird nämlich die Salpetersäure, welche mit einer Basis verbunden ist, in Freiheit gesetzt, und wirkt dann auf das Strychnin oder Cory da- Iin färbend.— Aus dem, was vorhin über den Einfluss stick- stolkhaltiger Körper auf die Vegetation erwähnt wor- den ist, geht hervor, dass die Salpetersäure das Pflanzenwachsthum gleichfalls sehr befördern müsse, und so verhält es sich auch in der That, nur ver- tragen die Pflanzen die Salpetersäure nicht, wenn sie nur mit Wasser verbunden ist, weil dadurch ihre sauren und corrodirenden Eigenschaften nicht aufgehoben worden sind; statt dessen aber nützt sie den Pflanzen, sobald sie sich mit Basen Zu neutra- len salpetersauren Salzen vereinigt hat. Zwar ent- hält, wie wir vorhin gesehen haben, der Gewitter- regen freie Salpetersäure, allein gelangt diese äus- serst geringe Menge in den Boden, 0 findet sie daselbst auch stets eine freie Base(Kalk-, Talks, Alaunerde, Eisen- und Manganoxyd), Womit sie zich zu neutralen Salzen vereinigen kann. Von den, den Pflanzen zur Nahrung dienenden Säuren, lässt sich im Allgemeinen sagen, dass sie, für sich als Düngungsmittel angewendet, der Vegetation stets Schaden verursachen, sobald sie nicht mit Basen vereinigt sind, welche gleichfalls den Pflanzen zur Nahrung dienen. Sehr verdünnte Säuren schaden freilich weniger, Was aber nur daher rührt, dass diese in der Ackerkrume gewöhnlich so viel freie, oder kohlenszurehaltige Basen finden, um damit neutrale Salze bilden zu können. Wenn aber Koh- len- und Humussäure von dieser Regel eine Aus- vahme ma ertcher bpach u Menge in ger, Van! de Stele nenten in den Pf. stndtbeill planen pieder en Häuren zu nehmen; Trnährun Die diesen L. es eiven dung mit ben Kirpe Der in reinem Findet er ster Cet theil der förmigen und Phe ist er Klzsaure li dchyr. ei felch leit gun 5 Corp ifluss gil. wähnt U redure lern min nur ge. t, pen I dadurt sten nic nützt z zu neut Zpar elt Cepittet liese als. indet sie „ Talk., romit si Von des en, lis T sich 4 tion gte mit Bao. anzen il. 1 Schale inrt, 4 viel liz un dt a0 lol. tue dur 215 nahme machen, so scheint der Grund hiervon ein vierfacher zu seyn: erstlich sind beide Säuren sehr schwach und lösen sich auch nur in sehr geringer Menge im Wasser auf; zweitens vertritt das Was- ser, Womit sie vereinigt in die Pflanzen übergehen, die Stelle der Base; drittens bestehen sie aus Ele- menten(Sauer-, Kohlen- und Wasserstoff), welche in den Pflanzen dem Gewichte nach den Hauptbe- standtheil ausmachen, und viertens können sich die Pflanzen des etwa aufgenommenen Uebermaasses wieder entledigen, da die Stoffe, woraus beide Säuren zusammengesetzt sind, leicht Luftgestalt an- nehmen; doch mehr hierüber, Wenn wir von der Ernährung der Pflanzen handeln. 3. Vom Wasserstoff (Hydrogen, Wasserbilder). Die Chemiker Cavendish, Watt und nach diesen Lavoisjer, zeigten um's Jahr 1781, dass welcher in Verbin- es einen einfachen Stoff gebe, nannte die- dung mit Sauerstoff Wasser liefere; man sen Körper desshalb Wasserstoff. Der Wasserstoff kommt in der Natur nirgends in reinem Zustande vor. In der grössten Menge findet er sich in flüssiger Form im Wasser; in fe- ster Gestalt macht er einen wesentlichen Bestand- theil der mehrsten organischen Körper aus; im gas- förmigen Zustande kommt er im Kohlen-, Schwefel- und Phosphor wasserstoffgase vor; im Ammoniakgase ist er mit dem Stickstoffgase vereinigt; und im salzsauren Gase ist er mit Chlor verbunden. * D 21 * Um den Wasserstoff in reiner Gestalt zu ge- winnen, muss stets Wasser gegenwärtig seyn; man zerlegt dieses entweder durch Electricität in seine Elemente, oder der Wasserstoff wird vom Sauer- stofle des Wassers dadurch getrennt, dass man eine Säure und ein Metall damit in Verbindung bringt; der Sauerstoff des Wassers tritt dann an das Metall (osydirt dasselbe), und der Wasserstoff entweicht als Gas; auch wird er aus dem Wasser dadurch erhalten, dass man die Dämpfe desselben über glü- hendes Eisen leitet; der Sauerstoff wird hierbei vom Metalle angezogen(es oxydirt sich) und der Wasserstoff erscheint in Gasform, und kann aufge- fangen werden. Die Gewichtszunahme des Eisens und das Gewicht des erhaltenen Wasserstoffgases beträgt dann gerade so viel, als das Cewicht des durch Wärme in Dämpfe verwandelten Wassers. Früher haben wir gesehen, dass man auch Was- serstoff mittelst der Voltaischen Säule aus Wasser gewinnen können. Will man Wasserstoffgas aus Wasser durch Vermischung mit Säuren und Metallen gewinnen, 80 wird am besten in mit Wasser verdünnte Schwefel- sure Zink gethan, denn nimmt man statt des Zin- kes ein anderes Metall, 2. B. Eisen, so ist das Wasserstoffgas jederzeit mit etwas Kohlen wasserstoff. gas verunreinigt, indem das Eisen stets etwas Koh- lenstoff enthält. Gewöhnlich führt aber das hierbei erhaltene Wasserstoffgas auch noch kohlensaures Gas, Kohlenoxydgas und ein ätherisches Oel als Dampf bei sich, von welchem letzteren es einen unangenehmen Geruch erhält.— Bei der Darstellung des Wasser- ztolts durch Metalle und verdünnte Schwefelsäure, sähonirt i em die Sal gross Wa Das W. Egeistlale wir kernel; Wicht bt, nommen, 0 ab die atm unter allen hrt. Tü (der feste! gauce Bock die aum Is Uaugt dauerstof se, ie hält, ur wird ma- Casgemen, lieten Sch geschwefe oder Schy Tin augen! chmack; it aber 8 sich gets Atmos Die Hlan Verbren leuchten- gaz aus merkwür alt Au ge. Ley; 10 tät in eh vom gag. 188 mam el. ung brinz das Nes T entyeit er dadunt über zu rd liert ) und dt ann auf des Ligen erstoffg wicht d 88675. uch Ma, Hasser durch innen, 8 Schwetel des Lis. ) ist dh asserstol. wWas Hol. a8 lierbe zures baz Dampf 1 gene Hast. ebäült, 217 disponirt die Säure das Wasser zur Zersetzung, in- dem die Säure selbst zum sich bildenden Oxyde eine grosse Verwandtschaft hat. Das Wasserstoffgas zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus: Es ist von allen Körpern, welche wir kennen, der leichteste, denn sein specif. Ge- wicht ist, die atmosphärische Luft zu 1, 0000 ange- nommen, 0, 0688; da es hiernach 14 mal leichter, als die atmosphärische Luft ist, so eignet es sich unter allen Luftarten auch am besten zur Luftschiff fahrt. Für sich hat man es noch nicht in flüssige oder feste Form bringen können. Es besitzt weder saure noch alkalische Eigenschaften, und ist, wie die atmosphärische Luft, durchsichtig und farbelos. Es taugt nicht zum Einathmen, denn mengt man Sauerstoffgas mit Wasserstoffgas in dem Verhältnis- se, wie die atmosphärische Luft den Stickstoff ent- hält, und athmet diese Luft einige Zeit ein, 80 wird man schläfrig, lässt man aber Thiere dieses Gasgemenge lange einathmen, so fallen sie in einen tiefen Schlaf. Ist das Wasserstoffgas gekohlt oder geschwefelt, d. h. ist es chemisch mit Kohlenstoff oder Schwefel verbunden, so sterben die Thiere da- rin augenblicklich. Es hat weder Geruch noch Ge— schmack; unterhält nicht das Brennen der Körper, ist aber selbst im höchsten Grade brennbar, wobei sich stets Wasser bildet, indem der Sauerstoff der Atmosphäre damit in chemische Verbindung tritt. Die Flamme, welche das reine Wasserstoffgas beim Verbrennen giebt, erscheint ungefärbt und wenig leuchtend, aber die dabei entstehende Hitze ist ganz ausserordentlich.— Das Wasserstoffgas hat die merkwürdige Eigenschaft, sich zu entzünden, wenn 8 a 4 5 i — r— .—. 218 man es auf fein zertheiltes Platin, den sogenannten Platinschwamm(welcher durch Glühen des Platin- salmiaks gewonnen wird) leitet, Wozu freilich ge- hört, dass auch Sauerstoffgas gegenwärtig sey. Die- se Entzündung erfolgt selbst dann, wenn die Tem- peratur unter dem Gefrierpunkte ist. Man benutzt bekanntlich diese Eigenschaft des Wasserstoffgases jetzt zu Feuerzeugen. Soll sich indess das Wasser- stoffgas bei dem Ausströmen auf fein zertheiltes Pla- tin entzünden, so ist noch erforderlich, dass das Platin eine ganz reine Oberfläche habe, dies ist der Grund, Wesshalb im Verlaufe der Zeit oft keine Entzündung des Wasserstoffgases mehr Statt findet. Auf welche Weise das Platin bei der Entzündung des Wasserstoffgases wirkt, wissen wir noch nicht, höchst wahrscheinlich ist aber die Electricität hier- bei wirksam. Die Eigenschaft des fein zertheilten Platins, Wasserstoffgas zu entzünden, besitzen in- dess, wie neuere Versuche gezeigt haben, auch an- dere fein zertheilte Metalle, z. B. Iridium und Palladium. Dagegen bringen Kohle, Bergkrystall, Glas und mehrere andere Körper, wenn sie sehr fein zertheilt sind und bis auf + 350% R. erhitzt wer- den, das Wasserstoffgas nicht zum Verbrennen, aber sie selbst fangen, was wiederum sehr merkwürdig ist, an zu glühen. Wenn man Wasserstoff- mit Sauerstoffgas in dem Verhältnisse wie 2:1 dem Volumen nach mengt, und durch irgend ein Mittel, z. B. durch den elec- trischen Funken entzündet, so verbrennt das Was- serstoffgas mit einem heftigen Knalle. Das Gefäss, worin man das Experiment vornimmt, muss hierbei jedesmal mit einem Tuche umwunden werden, geil es dabe nber gesch. reger e fag ur bi werden. De Wasser; ye agu heide det, un de ei Meitem elnt wird, Gewalt den! wenn sich da — Prinęt! Tbierblase Wasser un 80 bilden Blasen, wenn man Der Crund einer Tut Zusammentr Heryorzubri zes mit 8a Verhältnisse breunt die die grüszte, Nörper schu bringt. mansche: Verbi be,(. duren, 2 Wrwiligun ö n bopenannt, n des Pad. u ffellch lig sey 1 enn die In. Man ben asserstag das Ma ortheiltes! ch, das! be, dis Zeit ot le Statt fat Entzünin e noch nic tricität h. 1 Zertleilk besitzen i „auch al dium u ergbryst in sle el erhitzt x.. ennen, 2 merbwin⸗ stage nach mel ab den t d Je, D. selloß 55 l 5 erden, 219 weil es dabei oft in Stücken zerspringt, die weit umher geschleudert werden, und damit dieses um so weniger erfolge, muss die Verpuffungsröhre oder dergl. nur bis zu; mit dem Gasgemenge angefüllt werden. Der heftige Knall rührt daher, dass das Wasser, welches sich durch die chemische Verei- nigung beider Gase(durch die Verbrennung) bil- det, von der hierbei entstehenden Hitze zu einem bei Weitem grösseren Raume, als die Gase ausge- dehnt wird, und dass dann die Luft mit grosser Gewalt den leeren Raum ausfüllt, welcher entsteht, wenn sich das Wassergas durch Abkühlung verdichtet. — Bringt man an einer mit Wasserstoffgas gefüllten Thierblase ein feines Rohr an, steckt dieses in Seif- Wasser und drückt die Luft in der Blase zusammen, so bilden sich mit Wasserstoffgas angefüllte kleine Blasen, die mit einem heftigen Knalle zerplatzen, wenn man ihnen einen brennenden Körper nähert. Der Grund hiervon ist, dass das Wasserstoffgas bei seiner Entzündung plötzlich mit so viel Sauerstoff zusammentritt, als erforderlich ist, um den Knall hervorzubringen. Das Gemenge des Wasserstoffga- ses mit Sauerstoffgas in dem vorhin angegebenen Verhältnisse, heisst gewöhnlich Knallluft. Ver- brennt die Knallluft langsam, so entsteht dadurch die grösste, bis jetzt bekannte Hitze, indem sie alle Körper schmilzt und sie auch, oft zur Verflüchtigung bringt. Hierauf beruht die Anwendung des Ne u- manschen Knallgasgebläses. Verbindet sich das Wasserstoffgas mit Schwefel, Jode, Chlor und einigen Metallen, so entstehen Säuren, z. B. Chlorwasserstoffsäure(Salzsäure). In Vereinigung mit Stickstoff bildet es dagegen ein Al- 220 kali, das Ammoniak. Der Wasserstoff übernimmt also für eine gewisse Klasse von Körpern dieselbe Rolle, als der Sauerstoff für eine andere. Man kann aber auch annehmen, dass dieses der Schwefel, das Jod und Chlor thun, und das ist wohl das Rich- tigere. Vom Wasser wird das Wasserstoffgas nur in geringer Menge verschluckt, denn 100 Raumtheile Wasser nehmen davon nur 4, 6 Raumtheile in sich auf; man kann sich desshalb bei der Bereitung des Gases des Wassers statt des Quecksilbers zum Auf- fangen bedienen. Es giebt mehrere Mittel, um den Wasserstoff in Körpern zu entdecken und quantitativ zu bestim- men. 80 wie das Wasserstoffgas dazu dient, den Sauerstoff zu finden und dessen Gewichtsmenge an- zugeben, so ist auch das Sauerstoffgas geeignet, das Wasserstoffgas und dessen Gewicht auszumitteln. Um nämlich das Wasserstoffgas, welches in irgend einer Luftart enthalten seyn kann, zu bestimmen, vermischt man dieselbe mit Sauerstoffgas, bringt das Gasgemenge in eine Verpuffungsröhre, wie sie auf Seite 169 abgebildet ist, oder in den Voltaischen Eudiometer, taucht die Mündung der Röhre in ein Gefäss mit Wasser und lässt hierauf den electrischen Funken durchschlagen. Da sich hierbei 100 Volu- men Wasserstoffgas mit 50 Volumen Sauerstoffgas zu Wasser verdichten, so ist das vorhandene Was- serstoffgas durch die Raumverminderung des Gasge- menges, indem das Wasser des Gefässes in die Röh- reusteigt, dann leicht zu berechnen. Statt des elec- trischen Funkens lässt sich auch ein Kügelchen, Was man aus Platinschwamm und etwas Thon verfertigt ö ahhh les iu des saserdbolt 0 zulrelel; 51 nult dert vt, uu alen Daß Daun, dem es selbs oss Nil 8 full die die Verpuft geich bei 0 erat. iu des durch we die zu u darüber) ge sich d ziel Wass rechnen l Wassers Nupferosyt Wasser au falls der! Teperiment erstos zul derglece mehreke! korderlig oll. Der lion pi. Menge K off übern pern ditz), e. Mau l. schwettl, oll das f. ffgas nur 0 Raunth heile in! 1 serèitung s zum 4 Wassers zu best dient, Asmenge! beiguet,! uszumitte in irg bestimme bringt wie sie! Voltaisck bre in electric 100 Jauersll, dene des bah, in die att ls cl. able e ferkrtß und schwach glühet, anwenden; bringt man nämlich dieses in das Gasgemenge, so werden der Sauer- und Wasserstoff dadurch disponirt, zu Wasser zusammen- zulreten; hierbei muss man indess immer etwas mehr Sauerstoffgas zusetzen, als grade erforderlich ist, um allen Wasserstoff in Wasser zu verwandeln. Das Platinkügelchen verdient sogar den Vorzug, in- dem es selbst da noch die Verbindung des Wasser- stoffs mit Sauerstoff veranlasst, Wo der electrische Funke die Wirkung versagt. Um das Kügelchen in die Verpuffungsröhre zu bringen, befestigt man es, gleich bei der Bereitung, an einen dünnen Eisen- draht. In festen Körpern lässt sich der Wasserstoff durch mehrere Mittel entdecken; glühet man z. B. die zu untersuchenden Körper und leitet Chlorgas darüber weg, so entsteht Salzsäure, aus deren Men- ge sich dann der Wasserstoff, da man weiss, wie viel Wasserstoff die Salzsäure enthält, leicht be- rechnen lässt. Auch kann man den Körper, dessen Wasserstoffgehalt man genau bestimmen will, mit Kupferoxyd glühen, und das sich dabei bildende Wasser auffangen, aus welchem sich dann gleich- falls der Wasserstoff berechnen lässt. Bei diesem perimente giebt das Oxyd einen Theil seines Sau- erstoffs zur Entstehung des Wassers ab. Um jedoch dergleichen Versuche mit Sicherheit anzustellen, sind mehrere Vorsichtsmaassregeln und Berechnungen er— forderlich, von denen späterhin gehandelt werden soll. Der Wasserstoff gehört zur chemischen Consti- tution vieler Thier- und Pflanzenkörper. In grosser Menge kommt er im Thierfette und in den Pflanzen- — 222 zlen vor; ferner macht er einen beträchtlichen lr g Theil des Gummis, Zuckers, Schleims, Pflanzenleims, l 1 Pflanzeneiweisses, der Stärke, Holzfaser und vieler solen uns anderer Pflanzenbildungstheile aus. Natürlich geht 10 baun fh hieraus hervor, dass die Pflanzen, wenn sie gedei-„5 We hen sollen, im Boden Wasserstoffhaltige Körper vor- g h deen finden müssen, und zwar solche, die sich im Was- nt va ser lösen; denn da es sehr wahrscheinlich ist, dass Jalnnen die Pflanzen nicht im Stande sind, das Wasser zu oled. zerlegen, so miissen sie den Wasserstoff, welcher lu der z. B. zur chemischen Constitution der Stärke gehört, Jndung des durch zersetzungsfähige wasserstoffhaltige Nahrungs- lich lisst s mittel erhalten. Doch ist es auch möglich, dass Dzuerstoll ein Theil des Wassers, welches die Pflanzen aufneh- byperox men, unmittelbar mit anderen Stoffen in verschiede- Interesse nen Verhältnissen zusammentritt, und dass dadurch g Die dann die verschiedenen Wasserstoffhaltigen Pflanzen- Cepicht, bildungstheile entstehen. 0 trachtet, Zu den zersetzungsfähigen Körpern, wodurch das specit. sich die Pflanzen mit Wasserstoff versorgen, gehört den Rörp. vornämlich die Humussäure. genau die Da das Fett vielen Wasserstoff enthält, so können es bei 4% die Thiere beim Mästen nur in dem Falle Fett an- ligbeit, oe setzen, dass sie Nahrungsmittel erhalten, die reich Tbeinländi an Wasserstoff sind. Ein Gegenstand, welcher na- husch; türlich von den Landwirthen sehr beachtet zu wer- bei) den verdient. Dias bei * 1 C.. f Cramm Vom Wasser. neh 5 Um i Nichts in der Natur verdient wohl mehr unsere andgplä Bewunderung, als das Wasserreich, und für den eben, bericht, Planten ser und zi satürich; enn sie 90 Körper y ich im h lich it,! 8 Wasser; off, pee tärke gel e Nabrm glich, 4 Men aul versch. dass dad en Pflaudz wodure 1, geht so könn le Tett“ die el welcher! et Au se gel due 10 fi den 223 Landwirth ganz besonders ist dieser Körper ein Ge- genstand von der allerhöchsten Wichtigkeit; wir wollen uns desshalb auch mit seinen Eigenschaften so genau als möglich bekannt zu machen suchen. Das Wasser besteht dem Gewichte nach aus 88,94 Sauerstoff und 11,06 Wasserstoff; dem Vo- lumen nach aber aus 1 Volumen Sauerstoff- und 2 Volumen Wasserstoffgas. Es ist demnach ein Was- serstoffoxyd. b In der Natur kommt nur eine chemische Ver- bindung des Wasserstoffs mit Sauerstoff vor. Künst- lich lässt sich der Wasserstoff aber noch mit mehr Sauerstoff verbinden, nämlich zu Wasserstoff- hyperoxyd; ein Körper, welcher für uns Keine Interesse hat. Die Dichtigkeit des Wassers, oder dessen specif. Gewicht, wird jetzt allgemein als die Einheit be- trachtet, auf welche man, bei einerlei Temperatur, das specif. Gewicht aller anderen starren oder liqui- den Körper bezieht. Hierbei muss aber jedesmal genau die Temperatur berücksichtigt werden, weil es bei 4% 1 C. das Maximum seiner grössten Dich- tigkeit, oder das kleinste Volumen erreicht.— Ein rheinländischer Kubikfuss Wasser wiegt 66,171 Pfd. kölnisch; 1 Pariser Kubikzoll bei 15 R. 288, und bei 12% 5 R. 290 Gran Nürnberger med. Gewicht.— Das Gewicht eines Kubikcentimeters Wasser bei 4“ 1 C. ist in Frankreich als Einheit für das neue Grammenge wicht angenommen: 1 Gramm wiegt nämlich 1 Kubikcentimeter reines Wasser. Um wie viel mal das Wasser schwerer als die atmosphärische Luft ist, haben wir schon früher gesehen. 224 Wenn das Wasser chemisch rein ist, 80 bebitzt es folgende Eigenschaften: f 1) Es ist höchst durchsichtig und völlig farbelaß. 2) Es hat keinen Geschmack, welches wohl nur von der Gewohnheit herrührt. ̃ 3) Es lässt sich nur wenig zusammendrücken; wobei, wenn dieses durch einen heftigen Stoss ge- schieht, eine lebhafte Lichtentwickelung Statt findet. Dass es zusammendrückbar sey, zeigt schon die Fortpflanzung des Schalls im Wasser. 4) Im flüssigen Zustande leitet es die Electri- eität. Das Wasser als Gas leitet die Electricität aber eben so wenig, als trocknes Eis. Das Wasser- gas scheint daher erst Wärmestoff abgeben zu müs- sen, um die Electricität aufnehmen zu können. 5) Es verbindet sich mit dem Wärmestoffe in den mapnigfaltigsten Verhältnissen, und von der Quantität des Wärmestoffs hängt sein Aggregatzu- stand ab. Obgleich sich das Wasser durch Wärme ausdehnt, so unterscheidet es sich doch von der Ausdehnung anderer Körper durch Wärme auf eine sehr merkwürdige Weise, denn von 0“ R. bis + 80 R. beträgt sie nur 0,012 vom Volumen des Wassers. 6) Das Wasser ist ein indifferenter Körper; es steht auf der Gränze der Säuren und Basen, und verbindet sich chemisch bald mit diesen, bald mit jenen, Heil es so gut die Rolle der Säure, als die der Base übernimmt. Es ist desshalb oft die Ursa- che, dass scheinbar unbestimmte Quantitätsver- hältnisse unter den übrigen Körpern vorkommen; doch diese finden nie Statt, sobald man auch den Wassergehalt der Verbindungen berücksichtigt, in- lgutlite ate 0e fich.. Der U ga, ale wenn 10 n dag nit es ach ielaches Ui einem! 7. V Nürher au Sten etwa Aulläsong belben. mit eint längeren cler Nen Auahsen Dass Nirpers a. üppigeren natürlich) Waser m. Geha er Münch doch ver gewöhul wodurch nur nö! der ele erpälnt; ist, 39 1 vlli ku mmendrüt 0 e lech Das Ma. ben 2u Können. Aärmestoft ud von e e oh are b von le auf 0 A. bis lumen er Nit Basen,“ 5 bald re; 350 tt die lie nantes Fostonmel 1 ac 60 lch l gen Stag! 225 dem dieser stets das Fehlende der Säure, oder das der Basis beträgt. Bei dem allen verändert es die Eigenschaften der übrigen Körper, mit welchen es chemische Verbindungen eingeht, nicht sehr wesent- lich. Der Wassergehalt vieler Körper, ja der mehr- sten, ist also dem Gesetze bestimmter Proportionen unterworfen, d. h. der Sauerstoffgehalt des Wassers ist dem Sauerstoffgehalte des anderen Körpers, Wo- mit es sich verbindet, entweder gleich, oder ein Vielfaches desselben, mit einer ganzen Zahl oder mit einem Bruche. 7. Vom Wasser werden endlich die mehrsten Körper aufgelöst, ohne dass sie dadurch im Minde- sten etwas von ihren Eigenschaften einbüssen. Als Auflösungsmittel überwältigt es nur die Cohäsion der- selben. Die auflösende Kraft des Wassers wächst mit seiner Temperatur. Sogar Glas löst sich, beim längeren Kochen in Wasser, in ziemlich beträchtli- cher Menge auf, was man besonders bei chemischen Analysen berücksichtigen muss.— Dass warmes Wasser eine grössere Menge eines Körpers auflöst, als kaltes, ist eine Mitursache der üppigeren Vegetation in warmen Klimaten, denn natürlich werden hier den Pflanzen durch das warme Wasser mehr Nahrungstheile zugeführt.— Schon früher haben wir gesehen, dass sich Was- ser künstlich aus seinen Elementen darstellen lässt; doch verbinden sie sich nicht mit einander bei der gewöhnlichen Temperatur. Es giebt mehrere Mittel, wodurch wir Wasser erzeugen können; wir haben nur nöthig, davon einige kennen zu lernen. Dass der electrische Funke dazu diene, wurde vorhin erwähnt; aber Wasser- und Sauerstoff treten auch 15 5 0 4 — ͤ— Br . 226 zu Wasser zusammen, wenn man 2 Maass des erste- ren Gases mit 1 Maass des letzteren in ein Gefäss thut und das Gemenge schnell zusammendrückt; hier- bei platzt aber gewöhnlich das Gefäss. Auch lässt sich Wasser hervorbringen, wenn man Wasser- stoffgas bei Gegenwart von Sauerstoffgas anzündet. Die Bildung von Wasser erfolgt 111015 auch häufig ohne unser Zuthun, nämlich da, Wo organische, Sauer- und Wasserstoff enthaltende Körper verwe- sen. Da nun die mehrsten organischen Körper Was- ser- und Sauerstoff, mit oft 2, 3, 4, 5, 6 und 7 an- deren Stoffen chemisch vereinigt enthalten, so geht keine Täulniss vor, ohne welche Wasser entsteht. Endlich bildet sich Wasser aus organischen Körpern, die Wasser- und Sauerstoff enthalten, sobald ein an- derer Körper hinzukommt, der zum Wasser eine grosse Verwandtschaft hat; 80 Z. B. erzeugt concen- trirte Schwefelsäure, mit Pflanzenfaser in Berührung gebracht, augenblicklich Wasser.— Da n Wasser bei der Fäulniss und Verwe— sung organischer Körper erzeugt, so ist dieses auch zum Theil die Ursache, dass Orte, wo viele orga- nische Reste zusammengehäuft liegen und allmählig stets feucht oder nass sind(Moore). Aller- faulen, wo viele vegetabilische Reste in dings sind Orte, grossen Massen vorkommen, auch dadurch feucht dass sie das meteorische Wasser gleich e verschlucken und es lange bei sich oder nass, einem Schwamm behalten.— So wie sich das Wasser aus Wasserstoff- und Sauerstoffgas mittelst der Electricität darstellen lässt, so auch kann es durch die Electricität in seine Ele- mente, Wir Wir schon früher gesehen haben, Zerlegt l Legetlog faz 1 de gelen, Jauch, in een eben, f gunllß des nabpitlige arge erde Lob. Lerauch! gas, als serden. tcheinunge nell, 038 Derührun Sehr entmisch. ders it Jorlommt eine gross Chlor est 60 ind es Masrstat krötock nim, fich mit ei Furt Lali Nümper, Lersgtzt, nelle Ver 0b eile Zero 1 ealisden, 227 4 1 0 werden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die 105 05 Zersetzung des Wassers durch Electricität auch sehr kricltz h häufig in der Atmosphäre vor sich geht. Der Heer- Aut rauch, in welchen wir oft die Wolken sich auffö- nan Wa, sen sehen, spricht Wenigstens sehr dafür. Der Was- 4s ani serstoff des Wassers scheint sich bei diesem höchst auch merkwürdigen Vorgange mit dem Kohlenstoffe der organ atmosphärischen N zu vereinigen, so dass rper zen hierbei Kohlen wasserstoff entsteht, wonach auch der Lörper J Heerrauch riecht. Sowohl der S0 des Was- 6 und 7e sers, als der der Kohlensäure muss hierbei frei en, 80 f. werden. Weiter unten werden wir mehrere Er- er ent scheinungen kennen lernen, die zu beweisen schei- n Körg nen, dass das Wasser des Bodens auch durch die hald ein Berührungselectricität eine Zersetzung erleidet. Waser, Sehr oft wird das Wasser auch durch Metalle gt con entmischt; wobei sich diese denn oxydiren; beson- Berülru ders ist dies der Fall, Wenn zugleich eine Säure vorkommt, die zu 428 sich bildenden Metalloxyden d Verwe. eine grosse Verwandtschaft hat.— Setzt man mit lieses aul Chlor vermischtes Wasser den Sonnenstrahlen aus, siele org so wird es gleichfalls zerlegt; hierbei bildet dessen 6 Amit Wasserstoff mit dem Chlor Salzsäure, und der Sau- . lle erstoff nimmt Luftgestalt an, oder aber er vereinigt e este! sich mit einem anderen Theile des Chlors zu CB ch fell säure. 88er gl Endlich wird das Wasser A kohlehaltige ge bei d. Körper, durch Phosphor, Jode und Sch sfelmetalle zersetzt, wobei sowohl der Sauer- als Wasserstoff . 1 neue Verbindungen eingeht. le Ob das Wasser durch den Vegetationsprocess 4 eine Zersetzung erleide, ist noch nicht völlig ent- 5 gelle schieden, denn mehrere Naturforscher Wollen durch le 135 f 2 8 f . 0 a 1 f * K 228 Versuche ausgemittelt haben, dass das Sauerstoffgas, welches die Pflanzenblätter im Sonnenschein ausdun- sten, nur von der durch sie zersetzten Kohlensäure herrühre. Dass die kohlehaltigen Körper das Wasser zer- legen, will man dadurch beweisen, dass sich aus dem Untergrunde der Sümpfe Kohlen wasserstoff und Kohlensäure entwickelt; da aber die organischen Reste, welche hier in Verwesung übergehen, die Elemente zu diesen Gasarten enthalten, so können sie sich auch aus ihnen selbst bilden. Wir finden in der Natur das Wasser in vier verschiednen Formen: 1) als Gas, 2) als Dünste (beide in der Atmosphäre), 3) in flüssigem Zustan- de, 4) in fester Gestalt, als Eis, Schnee und Hagel. rest und flüssig kommt das Wasser auch chemisch mit anderen Körpern vereinigt vor; diese Verbin- dungen heissen Hydrate.— Wir wollen die verschiednen Wasserformen näher betrachten, da sie für den practischen Land- und Forstwirth von grosser Erheblichkeit sind. Das Wasser, welches die Atmosphäre enthält, ist, wenn es sich nicht in Dänste verwandelt hat, ein wahres Gas, welches bei unveränderlicher Tem- peratur in einer un veränderlichen Menge den Erd- kreis umgeben würde. Wasserdünste sind dagegen das in der Atmosphäre niedergeschlagene Wasser gas. Wasserdampf und Wassergas wird als syno- nym betrachtet. Das Wassergas hat die Eigenschaft aller Gase, nämlich die, sich mit den übrigen zu vermischen; desshalb breitet es sich auch überall in der Atmos- phäre aus. D 0% Nicht Alaällig 6 Jerdußst all, 0 le Leech brit abe erlunt; Llectreität Tleckicität gelösten Das gen Lust Wärmes es dich Beim Märme Waser 1 Volum 95 Vert 80 Nimm dies m woll ber kin, das trachten dampf 0 Die Ce werden lichst t WI 0 verdi dises in Saen schein zuach 1 Volleasi 5 Waser 1. dass dich asserstof u ie Organic dergelen;. u 90 Ua Vatter in f. N ab Duin igen Zub ee uud Le zuch beni dicse Verl pollen d. Kalten, d irh dire ell“ wandelt l. ficber Ter 1 den 15 aud dagth Wasser z f 4b f al be he 16d 229 Das Wasser verwandelt sich in ein wirkliches Gas, nicht allein durch Hitze, sondern nimmt auch allmählig Gasgestalt an, wenn es an der Luft steht. Verdampft Wasser, welches Salze in Lösung ent- hält, so zeigt das zurückbleibende Wasser negative Electricität(daher möchte die atmosphärische Elec- tricität abzuleiten seyn). Wenn aber reines Wasser verdampft, so besitzt der Rückstand keine freie Electricität; hieraus erhellet, dass nur in dem Falle Electrieität entsteht, wenn sich das Wasser von den aufgelösten Materien trennt. Das in Gas verwandelte Wasser behauptet sei- nen Zustand so lange, bis es genöthigt ist, seinen Wärmestoff an kältere Körper abzugeben, wobei es sich dann in Wolken oder Dünste verwandelt. Beim Verdunsten des Wassers von Oe R. bis 80% R. Wärme, giebt 1 Kubilzoll Wasser 1700 Kubikzoll Wassergas von 80 R. 2 Volumen Wasserstoff- und 1 Volumen Sauerstoffgas geben 2 Volumen Wasser- gas. Verwandelt sich flüssiges Wasser in Wassergas, so nimmt es einen 2000Ofach grösseren Raum ein; dieses muss bei der Untersuchung von Gasarten wohl berücksichtigt werden, denn man sieht leicht ein, dass, wenn man die Gase nicht im möglichst trocknen Zustande untersucht, ein wenig Wasser- dampf eine grosse Differenz hervorbringen kann. Die Gefässe, worin die Untersuchungen vorgenommen werden, müssen aus diesem Grunde inwendig mög- lichst trocken seyn. Wird das Wassergas unter + 80 R. abgekühlt, so verdichtet es sich zu flüssigem Wasser; geschieht dieses in der Luft, 30 geht es in den Zustand über, f a a 8 f i „ 1 6——————. ⏑«Ä 230 den man Wasser dunst nennt, d. h. Wasser von feinster mechanischer Zertheilung. Die Wasser- dünste bestehen aus kleinen Bläschen, die einen Durchmesser von 28 bis 2385 Zoll haben. Sobald diese Bläschen an einander stossen, zerplatzen sie und es bildet sich ein kleiner Wassertropfen.— Kühlt sich das Wassergas an einem kalten fe- sten Körper ab, so entsteht kein Dunst, sondern gleich Wasser in flüssiger Gestalt(Thau). Diese Erscheinung findet übrigens auch bei allen übrigen, durch Kochen verflüchtigt werdenden Flüssigkeiten Statt. Wenn sich das an der Luft stehende Wasser in Cas verwandelt, so hängt die Menge desselben von der Temperatur der Oberfläche ab, denn das Was- ser kann nur Gasform annehmen, wenn es dazu Wärmestoff erhält. Die verdunstende Oberfläche wird dabei abgekühlt, und natürlich um so mehr, je schneller die Verdunstung erfolgt und je weniger der dabei verloren gegangene Wärmestoff von der Umgebung ersetzt wird. Das Wassergas hält sich anfänglich über der Oberfläche, wird es aber vom Winde weggeführt, so geschieht die Verdunstung schneller, weil nun das über dem Wasser befindliche Wassergas keinen Druck mehr auf das sich erst bil- dende Wassergas ausübt; desshalb geschieht auch die Bildung des Wassergases in trockner Luft bei Weitem rascher, als in Luft, die schon mit Was- sergas angefüllt ist. Der Gehalt der Atmosphäre an Wassergas wird, Wie wir schon früher gesehen haben, durch sehr en viele Umstände verändert. Das Vorhandenseyn von Scen, Morästen und dergleichen ist unter andern 90 fl ab un 1 1 A ein mupkies cles feiter iert lu giebt Bring Lult, 80 dieses d. Warmen Wärme dichtet Der durch von selb . B. H Doppelte teu, und fen 40 l Wirung Mee 1 vermiadt sen Ver der At Korper Ligensc lralt ni Geshalb 31 7— — ibn anton 1 5 nen 7 2 * — dan — 15 221 22 2 * 8 f 4 f * . b f rr K—— *—.——ͤęn 232 verter Körper niemals in einer mit vielem Wasser- gas angefüllten Atmosphäre gewogen werden. Das Wassergas wird überhaupt von porösen Körpern in bei Weitem grösserer Menge verdichtet, als die übrigen Gasarten, was von seiner Eigenschaft, sich in flüssiges Wasser zu verwandeln, herrührt. Wir sagen, ein Körper wird feucht, sobald er so viel Wassergas in sich verdichtet, dass wir es durch das Gefühl wahrnehmen können; dadurch kann er zu einem hygrometrischen Mittel werden. Das Wassergas steigt bei warmem Wetter, oder sobald die N an der Erde eine i in Wärme und Licht erleiden, sehr hoch, und 4285 halb bilden sich im Sommer in der Atmosphäre die Wolken höher, als im Winter, oder das Wasser- gas wird in dieser Jahrszeit in höheren Regionen zu Dünsten verdichtet, als in jener. Der Niederschlag des Wassergases 9 8 indess auch um so 5 je weniger die a den bse mit Wassergas gesättigt ist.— Aus der Bildung der Wolken in einer ge- wissen Höhe und bei einer gewissen 1 lässt sich desshalb auf den Feuchtigkeitszustand der Atmosphäre schliessen.— Die Wolken, welche sich durch die Vereinigung der Wasserbläschen bil- den(wobei ohne Zweifel ihr electrischer Zustand eine nicht unwichtige Rolle spielt), senken sich all- mählig vermöge ihrer Schwere; und wenn die Bläs- chen dann bei ihrer Berührung platzen, so bilden sich kleine Wasser- oder Regentropfen, die sich dann beim Herunterfallen, je nach der Höhe der Wolken, zu grösseren oder kleineren Regentropfen vereinigen. Unter dem Aequator, wo die Wolken sehr hoch ziehen, fallen desshalb oft Tropfen von 1 l butch 1 0 loch geln, aut cn er 1b v fete 96 u. dan a8 dt D gerdiade de 1 11 edel and un imme fung vorar In ge als in den cher an fallende ten; d bewiesen einen 10 den Tuss mehr W. Dandenen waldeten mit zur! Wager à geschlage Due dass das Trdober au leis Zu. Atmos! Mie sch iclen Wa Verden,, en Mürzer; tet, z) 0 enschalt, rührt. ald er r es durch! b Haun e. Wetter, l ine Zerlen ch, und d. kmosplärt! das Wa. 1 Regionen; Miederscl“ m so Jobe „as gesälli n einer g Temperatu zustand d n, Vel bläschen! her Zust. ken sich“ un die J „ 80 D * die f r Hole. Nee l Jol 1 fan 233 Zoll Durchmesser. Je kälter übrigens der Regen ist, um so trockner ist, aus leicht zu begreifenden Ur- sachen, auch nachher die Luft. Oft ereignet es sich, dass bewaldete Gebirge mit so vielen Wasserdünsten umgeben sind, dass sie zu dampfen scheinen; dieses beruhet darauf, dass die Bäume(besonders Nadelhölzer) die Was- serdünste der Atmosphäre um sich verdichten, oder dass sie hygroscopisch thätig sind. Dergleichen Nebel sind stets die Verkündiger nasser Witterung, denn immer geht die Nebelbildung der Wolkenbil- dung voran. In gebirgigen Gegenden fällt stets mehr Regen, als in den Ebnen, theils weil die Atmosphäre hier rei- cher an Wasserdünsten ist, theils weil die herunter- fallenden Regentropfen die Dünste an sich verdich- ten; dass das Letztere der Fall sey, wird dadurch bewiesen, dass, wenn man einen Regenmesser auf einen hohen Thurm stellt, und einen anderen an den Fuss desselben, sich in dem letzteren immer mehr Wasser, als in dem auf dem Thurme vor— handenen befindet. Noch mehr Regen fällt in be- waldeten Gebirgen, denn die Bäume tragen dadurch mit zur Bildung von mehr Regen bei, dass sie viel Wasser ausdunsten, was mit dem Regen dann nieder- geschlagen wird. Durch Berechnung will man gefunden haben, dass das Wasser, welches jährlich über der ganzen Erdoberfläche verdunstet, 32 bis 33 Zoll beträgt; an heissen Tagen verdunstet oft 0, 2 Zoll. Zur Erforschung der Gewichtsmenge der in der Atmosphäre befindlichen Wasserdünste, lässt sich, wie schon früher erwähnt wurde, am besten das 0 a a 8 0 0 f 5 f . r 234 Calciumchlorid anwenden; man bringt dem zu Fol- ge ein gewisses Volumen Luft mit einer gewogenen Menge Calciumchlorid in Berührung, und wägt dieses nach einiger Zeit wieder, indem dann alle Wasserdünste davon angezogen worden sind. Körper, welche die Wasserdünste anziehen, heissen Hygros cope; sie verändern dadurch nicht nur ihr Gewicht, sondern auch ihr Volumen und oft auch ihre Form.— Sowohl bei der Pflanzen- als Thierwelt spielt das Waesergas der Atmosphäre eine überaus wich- tige Rolle, und in einer absolut trocknen Atmosphä- re würden höchst wahrscheinlich eben so wenig Thiere als Pflanzen leben können. Wir sehen, dass die Vegetation dann am üppigsten ist, wenn die Luft recht viel Feuchtigkeit und Wärme enthält(Westin- dien); aber die Pflanzen ziehen die Wasserdünste nicht nur mit ihren Blättern, sondern auch mit den Stängeln an. Leitet man in die Ananastreibhäuser warme Wasserdämpfe, so zieht man darin bei Weitem mehr und bessere Früchte, als ohne diese; über- haupt, es sind eine Menge Erscheinungen vorhanden, welche beweisen, dass den Pflanzen nichts willkom- mener, als eine feuchte, warme Atmosphäre ist.— Auch die Thiere nehmen durch ihre Haut und be- sonders durch ihre Haare Feuchtigkeit aus der At- mosphäre auf, und Schafe erhalten mittelst ihrer Wolle so viel Wasser, dass dies ein Grund ist, warum sie so wenig saufen; ja, die hygroscopische Eigenschaft der Wolle ist so beträchtlich, dass sie, ohne irgend Wasser zu saufen, leben können. Man will durch Berechnung gefunden haben, dass das, als Gas oder Dunst in der Atmosphäre 10 rde be Jerdb, In zl s Ulli gebunden, bg line Die W. irc 1 pie 0,0 3 Vom! de erwäl halb id Nebel sich bis auch ein gtarber K Torm pol clelt ge in den P schxierig den rät Dude die Len 80 very Der Sch che zich zuläufer besonder di Ame igt den 1 Iner een 185 Und g dem aun en sind. inste aun dadurch 1 8 Volumen: ler welt 5 überaus Dell Alu 5 ir geben, Wenn 461 thalt( ee asserdil auch mit“ a8treibläu bei Weil 16e; ib u vorhaut ts will phäre b. allt und 6 aus der! nilteltt i u Crude gr ch, 8 bonne. Id Abe, aul ö 235 der Erde befindliche Wasser 1000 Billionen Centner beträgt! Das Wasser erhebt sich unaufhörlich als Gas von der Oberfläche der Erde in die Atmosphäre, und fällt als Thau, Regen, Schnee und Hagel wieder herab, um sich bald darauf von Neuem zu erheben; ist es mithin nicht chemisch von anderen Körpern gebunden, so befindet es sich in beständiger Bewe- gung. Eine Destillation im Grossen! Die Wasserdämpfe sind leichter als die atmos- Phärische Luft, denn sie verhalten sich zu dieser wie 0,6235: 1,000. Vom Thau und Nebel wurde schon das Mehr- ste erwähnt, als von der Wärme die Rede war, dess- halb ist hier nur noch Einiges hinzuzufügen: Der Nebel! ist weiter nichts, als eine Wolke, welche sich bis zur Erde gesenkt bat; zuweilen ist er aber auch eine Waolke, die sich nahe an der Oberfläche der Erde erst bildete. Sobald sich der Nebel bei starker Kälte niederschlägt, bildet er den Reif, in Form wollähnlicher Eiskrystalle. Der Thau ent- steht gewöhnlich durch Abkühlung des Wassergases an den Pflanzen und am Boden; jedoch ist es oft schwierig, alle beim Entstehen des Thaues wirken- den Kräfte zu bestimmen. Bilden sich Wolken aus dem Wassergase, wenn die Temperatur der Luft unter 0 R. erkaltet ist, so verwandeln sich die Wasserdünste in Schnee. Der Schnee stellt nadelförmige Eiskrystalle dar, wel- che sich beim Fallen zur Erde oft in grosse Flocken anhäufen. Der Schnee verdunstet wie das Wasser, besonders wenn die Luft sehr kalt und klar ist, weil die Atmosphäre dann sehr wenig Wassergas enthält. 236 Im Winter bemerkt man zuweilen, dass sich Steine, Mauern und Bäume mit einer Eisrinde über- ziehen(Glatteis); dies ist der Fall, wenn ein war- mer, viel Wassergas führender Wind weht; die kälteren Körper verdichten hierbei die Wasserdün- ste zu Eis, da sie langsamer als die Luft erwärmt werden. Der Hage! bildet sich in den höheren Regio- nen aus den Wassertropfen, wenn plötzlich eine starke Kälte(durch Wasserverdunstung) entsteht; er besteht desshalb gewöhnlich aus runden Körnern. Je häüher die Wolken ziehen, um so grösser sind auch die einzelnen Hagelkörner, weil sie beim Her- abfallen die Wasserdünste der Luft an sich zum Ge— frieren bringen. In wärmeren Klimaten, wo die Wolken immer sehr hoch ziehen, fallen desshalb oft Eisstücke herab, die mehrere Pfunde wiegen; hier— bei frieren aber immer mehrere Hagelkörner Zu- sammen. Da von der Bildung des Hagels schon frü- her gehandelt wurde, 80 ist es nicht nöthig, weiter etwas darüber zu erwähnen. Das Eis ist nichts anders, als Wasser in fester Gestalt; es unterscheidet sich vom flüssigen Wasser eben so, wie sich fester Schwefel vom ge- schmolzenen unterscheidet, denn beide Körper werden nur durch Wärme flüssig.— Wenn man Wasser mit Oel übergiesst, so gefriert es erst mehrere Grade unter 0 R.; desgleichen gefriert es sehr schwer, wenn es Salze in Lösung hält; und ist es mit Chlorcalcium gesättigt, so geschieht dieses erst bei— 40 R. Beim Gefrieren des Wassers sondern sich die fremdartigen Bestandtheile oft gänzlich aus, so dass man zuweilen ganz reines — fear el ssaser Lu 1 160 ali nude wel Wiser u b lebe, Wald ge Kilt gakkt. 0 n, feli lurch e die Vorpe , ell erden nie Jen wäbe vnd mier mert.— der Mint gcllucken ihre Tbeil nierron d mebreutle dadurch d. Landpirtl. euden. nit Merge ger augen Winken, nem dal wichtig mischt y Kart pichse dun lat eilen, dag er Tirinde Fenn ein; Vind elt; die Mag ie Luft en höheren! i plötzlich: stung) eit unden Mit 80 grösste sie bein! n sich zun maten, len desshit wiegen; gellorne ele schon öthig, ve asser in f. sigen f fel von beide. Wend! riert ichen gel Lösuy“ „ 00 gel Cestiren“ Jetz 1 fal len 237 Wasser erhält, wenn man Eis aufthaut.— Sobald Wasser zu Eis krystallisirt, dehnt es sich merklich aus, nämlich um vr seines Volumens. Die ausdeh- nende Kraft ist hierbei so stark, dass, wenn man Wasser in eine, mit 1 Zoll dicken Wänden verse- hene, eiserne Röhre giesst und diese fest zuschraubt, sie zerplatzt, sobald das Wasser darin zu Eis er- starret. Wasser, welches sich nicht ausdehnen kann, gefriert dagegen gar nicht.— Durch das Gefrieren des Wassers, welches ge- wisse Körper durch ihre Haarröhrchenkraft einsau- gen, entsteht oft bedeutender Schaden; 80 z. B. werden nicht gehörig gebrannte Dachziegel, zuwei- len während eines Winters, durch das eingesogene und hierauf gefrierende Wasser gänzlich zertrüm- mert.— Sehr häufig rührt das sogenannte Verwittern der Mineralien nur davon her, dass sie Wasser ver- schlucken, welches nachher gefriert und dadurch ihre Theile aus einander treibt. Die Vegetation hat hiervon oft bedeutenden Nutzen, weil die Gesteine mehrentheils Pflanzennahrungsmittel enthalten, die dadurch den Wurzeln zugänglicher werden.— Dem Landwirthe dient die ausdehnende Kraft des gefrie- renden Wassers, wenn er vor Winter seine Felder mit Mergel überführt; hat nämlich der Mergel Was- ser aufgenommen, und gefriert dieses während des Winters, so zerfällt er beim Aufthauen oft zu ei- nem staubigen Pulver, und kann dann, was sehr wichtig ist, recht innig mit der Ackerkrume ver- mischt werden.— Kartoffeln, Rüben u. mehr dergl. saftreiche Ge- wächse werden durch's Gefrieren nur dadurch in ihrem Inneren zerstört, dass der sich ausdehnende 238 Saft ihr Zellgewebe zerreisst; beim Aufthauen rinnt dann der Saft aus. Getreidekörner nehmen dagegen durch's Gefrieren keinen Schaden, weil sie nur sehr wenig wässerige Theile enthalten.— Bäume, deren Säfte im Winter gefrieren, platzen, und bekommen nachher sogenannte Frostbäulen(jun- ge, zu saftreiche Obstbäume). In den Wäldern hört man bei starker Kälte gar bäufig ein fortwäh- rendes Krachen der Bäume; dies rührt davon her, dass die beim Gefrieren sich ausdehnenden Säfte, die Rinde der Bäume mit einem Male zerreissen. Auch die Wurzeln der Pflanzen nehmen durch das Gefrieren ihrer Säfte oft beträchtlichen Schaden; besonders ist dieses beim Rapse, Rocken, Weizen und Klee der Fall. Oft hebt auch das gefrierende, und dadurch sich ausdehnende Wasser die Wurzeln der Pflanzen gänzlich aus der Erde(Auffrieren). Die Eiskrystalle, welche sich auf der Oberfläche humusreicher, feuchter Bodenarten über Nacht bil- den, und die Wurzeln des Getreides gewöhnlich zerreissen, entstehen auf eine ganz eigne Wieise; Zu- erst erscheinen nämlich Eisspiesse, die im Inneren und an der Spitze flüssiges Wasser enthalten, das Wasser steigt dann in der Röhre immer höher, die Eiswände wachsen fort, bis zuletzt auch das Was- ser im Inneren der Krystalle erstarret.— Das Eis ist wärmeleitend für alle Wärmegrade unter 0% R. 3 es leitet indess die Wärme schlecht. Bei einer Wärme über Oe R. schmilzt es.— Durch Reiben wird es electrisch und ist desshalb ein Nichtleiter für die Electricität.— Beim Schmelzen zu Wasser von O' R. bindet es grade so viel Wär- mestoff, als zur Erwärmung einer gleichen Men- 12 645 gabe rise dchwebe lt gelle, Meld aut ben bi fallt ac Ja den nöch gebar früler geha Das W. Jasten Nat kreibenden jeu die zu, uud len, Alles zor, selbs genommen, dammelt er Luft at Leben, 89 iu Lüsung schofl's ele luz dchmekkbe balun, abalue; Wasser y. erden, — Das kel bexit börter ui laden,. enthalte ieren Tostbäulet den. ig ein f hrt davon ehnenden zerrelsz. nehmen!“ lichen 90 cken, f das gelt er die le(Auf der Oben über Poalt 10 des zepöll ine Wete die in li enthalten, ger Hole, 0 auch dis „— 0 Wärmen arme sol 0 98.— 0 desslab 100 UD 4 239 ge Wasser von 0 R. bis + 60% R. erforderlich ist.— Da das Wasser, wie wir früher gesehen haben, seine grösste Dichtigkeit oder seine grösste specif. Schwere bei + 4 1 C. hat, 0 ist dieses die Ur- sache, warum die Seen und Teiche nicht leicht bis auf den Grund ausfrieren; das wärmere Wasser senkt sich nämlich an den Boden. Von den flüssigen oder festen Körpern, die che- misch gebundenes Wasser enthalten, wurde schon früher gehandelt. Das Wasser in flüssiger Form ist einer der wich- tigsten Naturkörper, besonders für die Ackerbau- treibenden. Das gange Wasser führt den Pflan- zen die Nahrungstheile der Luft und des Bodens zu, und dient den Menschen zu tausenderlei Zwek- ken. Alles in der Natur vorkommende flüssige Was- ser, selbst das Regen- und Schneewasser nicht aus- genommen, enthält mancherlei fremdartige Theile. Sammelt man Regenwasser in einem Gefässe in frei- Luft auf und lässt es hierin einige Zeit ruhig stehen, so setzen sich Erdetheile darin zu Boden; in Lösung hält es nach Brandes's, Marcet's, Bi- schoff's und Zimmermann's Untersuchungen, sehr häufig Salpetersäure, Schwefelsäure, Salzsäure, schwefelsaures Natron, Gyps, Chlornatrium, Chlor- kalium, Chlorcalcium, Chlortalcium und Ammoni—- aksalze; überhaupt kommen alle Körper im Regen- wasser vor, welche in der Atmosphäre angetroffen werden, und wovon schon früher gehandelt wurde. — Das Regenwasser, besonders dasjenige, welches bei Gewittern fällt, enthält gar häußg auch etwas — . a—— 240 electrische Materie; badet man sich im Gewitterre— genwasser, 80 empfindet man auf der Haut ein Prik- keln und Wohlbehagen über den ganzen Körper; es riecht geistig, belebt und erquickht. Da nun bei— nahe alle, den Pflanzen zur Nahrung nothwendigen Körper im Regenwasser, wenn gleich in äusserst geringer Menge vorkommen, so erklärt es sich hier- durch, wie es möglich war, dass Pflanzen, die man in reinem OQuarzsande wachsen liess, ihr Leben bis zur Saamenreife brachten; natürlich aber konnten sie unter diesen Umständen niemals üppig wachsen. Auch das mehrste Quellwasser ist mit fremd- artigen Körpern geschwängert, und meistentheils sind dies solche, die den Pflanzen zur Nahrung die- nen; von seinem Reichthume an Nahrungsmitteln hängt es desshalb ab, ob es sich mehr oder weniger zur Bewässerung der Wiesen und Felder eignet. Manches Mal führt indess das Quellwasser zu viele, den Pflanzen Nahrung gebende Theile, es lässt sich dann dadurch verbessern, dass man es mit Wasser vermischt(Zzusammenleitet), welches wenig oder gar keine fremde Körper enthält. Wasser, welches aus sumpfigen Orten fliesst, ist gewöhnlich gelb ge- färbt, dies rührt von aufgelöster Humussäure oder humussauren Salzen her.— Oft setzt das Wasser, welches aus dem Boden quillt, nach einiger Zeit einen gelben Schlamm ab; dieser besteht aus Eisen- oxyd, und bisweilen enthält er auch ein wenig Manganoxyd; wir werden hierauf zurückkommen, wenn von diesen Körpern die Rede seyn wird.— Bei- läufig sey hier bemerkt, dass sich dergleichen Was- ser ganz vorzüglich zum Brannteweinbrennen eig- net; der Grund hiervon ist unstreitig der, dass das Jer 0 fue ab arcdller 5 Water Ge, er . alt an art in Dt erat, 0 suele im! er enthalt uch detsh hält. Di ers t b Ouellen, Wärme welche das Hue! Cepisslei bie Wärn im Innern Dienten 15s gepil um Bepät ass di le Warmes des Poder 2.— f Lerkrager ker, pa sen por lade P. J in bepie, Hatt ein ganzen Un t. Da In ig nothyett ich in ii irt es sich anzen, db: ihr Leben aber lan pig wache ist mit th d meisten Nahrun Jabrungsn u oder wen Tesder ei Asser Zu. es lisst mit Was wenig 0 tsser, wel nlich gel mussäure t das einiger. eht aus! ch ein“ urücllon Wird. leicben 0 5 f jnbreunen en da 0 241 Eisenoxyd die in der Maische etwa entstehende Es- sigsäure abstumpft, und die Alkoholbildung dann ungehindert fortschreiten kann. Statt dessen taugt das Wasser, welches Humussäure und humussaure Salze, oder andere organische Stoffe in Lösung hält, gar nicht zum Brennereibetriebe, weil es die Essig- gährung in der Maische befördert. Das Quellwasser zeigt mehrentheils einerlei Tem- peratur; aber oft glaubt man, dass, wenn eine Quelle im Winter nicht gefriert, sie warmes Was- ser enthalte. Zuweilen gefriert das Quellwasser auch desshalb nicht, weil es viele Salze in Lösung hält. Die gewöhnlichste Temperatur des OQuellwas- sers ist bei uns 9 bis 10 R. Es giebt indess auch Quellen, die wärmer sind, und oft zeigen sie eine Wärme von 60 bis 70 R.; ja, wir kennen mehrere, welche kochend- heisses Wasser führen. Wodurch das Quellwasser so heiss wird, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen, wahrscheinlich ist es jedoch, dass die Wärme von chemischen Zersetzungen gewisser, im Innern der Erde befindlicher Körper herrührt.— Diejenigen Quellen, welche wärmeres Wasser als das gewöhnliche führen, eignen sich besonders gut zum Bewässern der Wiesen, doch nur in dem Palle, dass sie kein Uebermaass von Salzen in Lösung halten; warmes Wasser löst nämlich mehr Nahrungstheile des Bodens auf und führt sie den Pflanzenwurzeln zu.— Es giebt Pflanzen, die sehr warmes Wasser vertragen, so z. B. kommen im Carlsbader Was- ser, was + 140 bis 144 F. zeigt, noch Confer- ven vor; ja, man hat in Quellwasser, was 188 F. heiss ist, noch Pflanzen gefunden. 16 8 5 4 * 2ͤĩ... e 242 Zuweilen sind die Quellen mit so vieler sauren kohlensauren Kalkerde beladen, dass sie Inkrustatio- nen(Tuffe, Stalactiten) verursachen; hierbei ent- weicht ein Theil Kohlensäure als Gas, so dass sich einfach Kohlensaure Kalkerde niederschlägt; bei den Salzen hierüber mehr. Da es in der Natur kein chemisch- reines Was- er giebt und es der Chemiker bei der Untersu- 5 der Körper durchaus nicht entbehren kann, 80 soll hier das Verfahren, möglichst reines Wasser zu gewinnen, angegeben ein Man destillirt Re- gen- oder Schneewasser, weil dieses weniger fremd- artige Bestandtheile als Quellwasser enthält, in ver- „innten Gefässen bei mässiger Wärme, denn grosse Hitze ist hierbei ganz überflüssig, weil Wasser, in einem Gefässe bis zum Kochen gebracht, nachher nicht schneller verdunstet, möge das Gefäss, Worin es sich befindet, auch noch so sehr erhitzt werden, ja, die Verdunstung des Wassers hört fast gänzlich auf, wenn das Gefäss so stark erhitzt wird, dass es rothglühet. Wie dieses zugeht, ist schwer zu erklären, man kann sich aber leicht davon überzeu- gen, wenn man einen Wassertropfen auf glühendes Metall fallen lässt, denn der Tropfen bewegt sich lange hin und her und glühet, ohne beträchtlich zu e Glasgefässe dürfen bei der Destillation des Wassers um deswillen nicht genommen werden, weil kochendes Wasser Glas auflöst und dann leicht Kali und Kieselerde mit übergerissen werden. Eben so darf nur 3 des in der Blase befindlichen Wassers überdestillirt werden, weil sonst, wenn die Destilla- tion länger fortgesetzt wird, fremdartige Theile mit Das zuerst destillirte Wasser muss aber übergehen. engere ten ak uod gend flit, wc d cle Ng er; Jet ein un soielig na es dl ds Nicks Dedtandlh um Piat dd du Mehr f men, li che ber nic tricitit chemisch Wa nimmt!! obe I. 4 is Loch Wer den dite Löschen Meere; Jahrtau Nörper Vürper zllige ird.— b dicker unn sie brut. J hierbei a, „ 80 a8 llägt; bat u- reines der Ui. ren Mall, reines Je n destlli veuizer ke ithält, u. „ denn 1 il Waser, acht, nuch bells, U hitzt per fast ganz wird, 4 t schwer von über kuf glübe“ bewegt eträchllil r Destila“ nmen welt 1d dann verde. 1 ichen Wa 1 die Del ige Heile d. 54 Ilbs 11 243 weggegossen werden, indem gewöhnlich die etwa vorhandenen flüchtigen Bestandtheile, Zz. B. Ammo- niak und organische Theile dabei sind. Ist man genöthigt, Wasser zur Destillation zu verwenden, welches Chlortalcium enthält, so muss etwas Pott- asche zugesetzt werden, sonst bekommt man Was- ser, welches Salzsäure bei sich führt. Gänzlich rein von fremden Theilen ist aber selbst das sehr vorsichtig destillirte Wasser nicht, denn zerlegt man es durch die galvanische Electricität, so bleibt als Rückstand etwas Kieselerde und einige andere Bestandtheile.— Hierdurch wird es erklärlich, war- um Pflanzen, die man z. B. in Schwefelpulver zog und nur mit destillirtem Wasser begoss, immer mehr feuerfeste Bestandtheile enthielten, als die Saa- men, aus denen sie sich entwickelten.— Um völ- lig chemisch- reines Wasser zu gewinnen, bleibt da- her nichts anderes übrig, als es mittelst der Elec- tricität aus chemisch- reinem Wasserstoffgase und chemisch- reinem Sauerstoffgase darzustellen. Wasser, welches viele Salze in Lösung enthält, nimmt beim Kochen einen höheren Hitzegrad als 802 R. an, und erfordert auch mehr Wärme, um in's Kochen zu kommen. Wenn Regen- und Schneewasser durch den Bo- den sintert, so nimmt es alle darin befindlichen auf- löslichen Theile auf und überliefert sie endlich dem Meere; nothwendiger Weise muss desshalb nach Jahrtausenden der Boden gänzlich aller auflöslicher Körper beraubt werden; Was natürlich, da diese Körper die Nahrung der Pflanzen ausmachen, eine völlige Unfruchtbarkeit der Erde zur Folge haben wird.— Für den Land- und Forstwirth ist dies ein 16* 244 hinreichender Grund, um dem Boden zu ersetzen, Was er durch das Wasser verloren hat.— Wenn Wasser viele Körper aufgelöst hat, beson- ders Gyps, Kohlensaure Kalk- und kohlens. Talkerde, so nennt man es hartes Wasser, zum Unterschie- de des weichen, welches wenig oder gar keine dergl. Körper in Lösung hält. Wir kennen Meere und Seen, die so viele Sal- ze in Lösung halten, dass kein Thier darin leben kann, z. B. das todte Meer in Judaea. Nach Klaproth enthalten 100 Theile des Was- sers aus dem todten Meere 2452 Chlortalcium 105 6 Chlorcalcium 75 8 Chlornatrium Sum. 425 6. Im Fall sich die dem Oceane durch die Flüsse mitgetheilten Salze nicht niederschlagen, muss na- türlich dessen Salzgehalt ebenfalls zunehmen. Das Meerwasser enthält in der Tiefe mehr Salze (ihrer Schwere wegen) als an der Oberfläche. Das Meerwasser, welches man chemisch untersucht hat, enthielt in 1000 Theilen: 26,6 Chlornatrium oder Kochsalz, 4,66 schwefelsaures Natron, 1,232 Chlor- calcium, 5, 154 Chlortalcium und ausserdem noch kohlensauren Kalk, Brom, Jod, Kali, und überhaupt alle Körper, die ihm durch die Flüsse zugeführt werden. g i Nach Vogel und Bouillon le Grange ent- halten 100 Theile Wasser aus dem atlantischen Meere: ceelt, Llüse 631 Merve ride. an ve müsse 4 lilden In Weise men Ce Bei der Niesel am beste dem abel bar, 11 übel len. erppa siederg Mur K n u erg .— st hat, hen. lens. Talben im Untech ler gar lt. 80 fiele d r darin l ile des 1 di% Flis „ muss 1 nen. mehr Sal ache. ersucht! atrium ait 1232 Cb. erdem A0 d überbaq e zgesll range 4 alla 245 Kohlensaures Gas 0„023 Chlortalciuͥůnn sss 0, 350 Schwelsaure Kalkerde 05015 Kohlensaure Talk- und Kalkerde- O, 020 Schwefelsaure Talkerde 05 578 Kochsal kk 310 Sum. 3, 496 Später hat man auch etwas Kali darin ent- deckt, was sehr natürlich war, da es ihm durch Flüsse zugeführt wird. Gay-Lussac will nur 2,624 p. Ct. Salze im Meerwasser gefunden haben; aber auch nur Chlo— ride. Dass indess der Salzgehalt des Meerwassers, an verschiedenen Stellen gesammelt, sehr variiren müsse, ist leicht begreiflich. Aus dem kohlensauren Kalke des Meerwassers bilden die Conchylien ihre Gehäuse. Unreines Wasser lässt sich auf verschiedene Weise von seinen, ihm oft einen sehr unangeneh- men Geschmack ertheilenden Bestandtheilen befreien. Bei der Filtration durch einige Schichten Quarzsand, Kieselsteine und gepulverte Kohle, gelangt man noch am besten zum Ziele. Setzt man zu übelschmecken- dem Wasser(zu einem Eimer voll 20 Tropfen) schwefelsaures Eisen, so wird es oft dadurch trink- bar, indem die Substanzen, wovon das Wasser den übeln Geschmack hat, mit dem Eisen zu Boden fal- len. Hartes Wasser lässt sich in weiches verwandeln, wenn man ihm etwas Pottasche Zu- setzt, denn dadurch wird die Kalk- und Talkerde niedergeschlagen. Enthält das harte Wasser aber nur Kohlensaure Kalk- und Talkerde, so schla- ö e f Z„ ren,. ad., 246 gen sich diese schon beim Stehenlassen an der Luft nieder. Gegen das Faulwerden(was nur erfolgt, wenn sich organische Körper darin befinden) kann man das Wasser schützen, wenn man es in inwendig ver- kohlten Fässern aufbewahrt, indem dann die Kohle die organischen Körper verschluckt. Durch Zu- satz von etwas Kalkwasser lassen sich gleichfalls die organischen Körper niederschlagen, so dass sie dann weiter keine Fäulniss erleiden. Dies lässt sich bei dem mit organischen Theilen geschwängerten Was- ser anwenden, welches man zum Brannteweinbren— nen benutzt. Das mehrste Wasser enthält organische Theile, selbst das destillirte nicht ausgenommen; beim län— gern Stehen nimmt es, sobald die organischen Kör— per in Fäulniss übergehen, einen übeln Geruch an und wird trübe. In dergleichen Wasser entstehen dann(wenn auch der atmosphärische Sauerstoff frei- en Zutritt hat und Wärme nicht mangelt), kleine fadensörmige Gewächse(Conferven), die bei der Einwirkung des Sonnenlichtes eine grüne Farbe annehmen. Priestley beobachtete diese Erschei- nung zuerst, und man nannte die grünen fadenför— migen Gewächse desshalb Priestley's grüne Ma- terie, Lange glaubte man, das Wasser selbst gehe dabei in Fäulniss über; bis man sich endlich über- zeugte, dass die sich im Wasser entwickelnden Gase nur von der Fäulniss der organischen Körper her- rühren.— Die Landwirthe sind indess grössten- theils noch der Meinung, das Wasser faule, und g macht, dass übelriechen- da man oft die Bemerkun 2 des Wasser sehr kräftig düngt, so glaubt man, es ate der Zuför in f cl, 00 Näbrung Nen bt 0 un dar Wasde Weit 1 bedürf * durch! Ticselun Suspense man se audern 80 ißt es Lleile das Nes Negant begteil Tlussp. viel I es in audere In alen: ersolg, en ) dann nen! Inwendiz;, lann die] Durch! gleichal ) dass sie t. lässt sich ingerten unte wein nische Il. n; beim! nischen Au Ceruch! Ber entstel Fersloff r. elt), lei die bei d. zrüne Fur lese Ersch. jen faden grüne 1 r selbst!“ endlich il Kelnden Körper- ess güde faul, U. übebiecke⸗ ia a, 247 würde für den Ackerbau von unberechenbar wichti- gen Folgen seyn, wenn man ein wohlfeiles Mittel entdecke, um Wasser schnell in Fäulniss zu brin- gen! Der berühmte englische Landwirth A. Loung versprach sich von dieser Entdeckung besonders gros- sen Nutzen, zu einer Zeit freilich, Wo man noch glaubte, die Pflanzen könnten nur Nutzen vom Mi- ste oder andern Düngungsmitteln haben, wenn sie zuvor in Fäulniss übergegangen seyen. Gesetzt aber auch, dass das Wasser den Pflanzen nicht eher zur Nahrung diente, als bis es in Fäulniss übergegan- gen ist, so würden sie doch keinen grossen Nu- tzen davon haben, da es nur aus Sauer- und Wasserstoff besteht, und die Pflanzen doch weit mehr Stoffe, als diese beiden, zur Nahrung bedürfen.— Wendet man Wasser an, um den Boden da- durch fruchtbarer zu machen(Ueberstauung, Ueber- rieselung), so nützt es vornämlich durch seine in Suspension oder Lösung enthaltenden Theile. Da man schon von Alters her das Flusswasser, unter andern das des Nils, zu diesem Zwecke benutzt, 80 ist es für uns von Interesse, zu wissen, welche Theile das Nilwasser enthält, ich führe desshalb das Resultat der chemischen Analyse an, welches Regnault hierüber mittheilt. Uebrigens ist leicht begreiflich, dass das Nilwasser, wie jedes andere Flusswasser, in manchen Jahrszeiten nicht nur sehr viel Erdtheile bei sich führen muss, sondern dass es in der einen Jahrszeit auch mehr Salze als in der anderen enthalten wird. In 1220, 0 Gr.= 22 Pfd. Wasser waren ent- halten: 248 55 30 Gr. Kohlensaure Kalkerde 7543——— Talkerde 0,53— Eisenoxyd 4,77— Chlornatrium 0 53— Schwefelsaure Talkerde 15,06— Kieselerde 1559— Alaunerde 0, 533— Extractivstoff 12,19— Kohlensaures Gas Sum. 835 93— Beim Wachsthume der Pflanzen spielt das Was- ser, möge es ihnen auch nicht zur Nahrung dienen, dennoch eine äusserst Wichtige Rolle; 1) nützt es den Pflanzen dadurch, dass es die im Boden befind- lichen Nahrungstheile auflöst und in ihre Wurzeln überführt; 2) wird es ihnen dadurch nützlich, dass es die Circulation ihrer Nahrungssäfte 80 lange un- terhält, bis sie assimilirt worden sind; 3) kühlt es die Pflanzen bei einer brennenden Sonnenhitze ab, indem es die Wärme bei der Verdunstung aus ihren Blättern chemisch bindet und mit sich fortführt; 4) leitet es den Wurzeln und Blättern der Pflanzen die atmosphärische Electricität zu; und 5) ist es sehr Wahrscheinlich, dass die Pflanzenblätter alle, in der Atmosphäre enthaltenen, ihnen zur Nahrung dienen- den Stoffe nur durch Hülfe der Wasserdünste in sich aufnehmen. Bei der ersten Entwickelung der Pflanzen nützt das Wasser dadurch, dass es das Saamenkorn auf: schwillt; dies ist von grosser Wichtigkeit, weil dadurch der zur Entwickelung des Keims unum- gängliche Zutritt des Sauerstosfs möglich gemaclit fill Das nem abe nigen 5 den Nein l. Ie. N. Waser. Blies vir li den 0 es alt i fire ie. serbüumer. 1e sterben; Höchst wa den nur Gasgenige 2. B. m. Die eise 5. Boden loc dehnnug bepiclt ren Zutril 00 d aur Naur gemalt; des del Vielen 0. sers gra die Was autzenor cluiger 1 üger wa alberde alkerde pielt das zabrung di 1 mil 1 Boden bei ihre Wan nützlich, 50 lange! ) Kühlt menhitze ing aus ill ortführt; Pflanzen ) ist es. alle, in! rung dies sse rdünste!“ anzen Ii menkanm a ügbeilh. Lein dual ich cl 249 wird. Das Wasser wird hierbei von den Saamen- körnern aber nur mechanisch eingesogen, denn auch diejenigen Saamenkörner schwellen an, denen man den Keim zuvor weggenommen hat. Viele Pflanzen erhalten sich nur durch dasjeni- ge Wasser am Leben, welches sie vermöge ihrer Blätter aus der Atmosphäre anziehen; diess sehen wir bei den Pflanzen, welche in Klimaten wachsen, wo es oft in 2 Jahren nicht regnet. Die Pflanzen bedürfen jedoch nicht gleiche Mengen Wasser; viele verkümmern desshalb, wenn sie zu viel, und ande- re sterben, wenn sie zu wenig Wasser erhalten.— Höchst wahrscheinlich können die Pflanzen dem Bo- den nur das freie Wasser entziehen, also nicht dasjenige, welches chemisch mit anderen Körpern, 2. B. mit der Alaunerde, zum Hydrate vereinigt ist. Die Pflanzen haben aber auch auf mechanische Weise vom Wasser Nutzen, es hält nämlich den Boden locker, und macht folglich nicht nur die Aus- dehnung ihrer Wurzeln leichter möglich, sondern bewirkt auch, dass die atmosphärische Luft freie- ren Zutritt bekommt. Ob das Wasser an und für sich den Pflanzen zur Nahrung diene, ist noch nicht bestimmt aus- gemacht; durch mehrere Erscheinungen wird es in- dess sehr Wahrscheinlich; wir finden nämlich in vielen Organen der Pflanzen die Elemente des Was- sers grade in demjenigen Verhältnisse, in welchem sie Wasser bilden. Die Pflanzen können also das aufgenommene Wasser unmittelbar zur Erzeugung einiger ihrer Bestandtheile verwendet haben. We- niger wahrscheinlich ist es dagegen, dass sie es zer- 250 legen, oder dass das von den Blättern im Sonnen- schein ausgedunstete Sauerstoffgas vom zersetzten Wasser herrühre. Aus den Versuchen, welche man über das Ab- sorbtionsvermögen der Erdarten gegen die Gase der Atmosphäre anstellte, hat man gesehen, dass ein feuchter Boden bei Weitem mehr atmosphärische Luft in sich verdichtet, als ein trockner, ja, ein völlig trockner Boden zieht gar kein Sauerstoffgas an; da nun der Stickstoff, der Sauerstoff und die Kohlensäure zu den Pflanzennahrungsmitteln gehören, so folgt auch hieraus, dass ein feuchter Boden, da er mittelst seines Wassers diese Körper aus der At- mosphäre anzieht, fruchtbarer als ein trockner seyn müsse. Dass aber das kohlensäurehaltige Wasser der Vegetation sehr zuträglich sey, sehen wir aus der Bewässerung der Wiesen mit Quellen, die viel Kohlensäure bei sich führen, und dass die Pflanzen den Stickstoff zuweilen nur mittelst des Wassers erhalten werden; erkennt man daraus, dass einige, sehr stickstoffreiche Gewächse, z. B. Spörgel, auch auf Bodenarten gedeihen, die sonst gar keine oder nur Spuren stickstoffhaltiger Körper besitzen. Das Nähere hierüber in der Folge. Wenn nach der allgemeinen Bemerkung auf— merksamer Landwirthe, der Boden in trocknen Jah- ren durch den Pflanzenanbau bei Weitem mehr ent— kräftet wird als in feuchten, so rührt dieses wohl hauptsächlich daher, dass die Pflanzen, da sie bei Dürre wenig Wasser assimiliren können, nun mehr diejenigen Körper des Bodens in Anspruch nehmen, welche die Elemente des Wassers enthalten, nämlich Humussäure und humussaure Salze. Da indess ein ler 500 alte ver aer Sc fer nien Jen chm ds dee imer Aire Nabrung lie es Jodens l sebeigbe Klle. B. ad, ihre aich der Nahrung, uud nach Dias Jauerstof Stickstols Amosplär ion on g Wasers d ir Hidun werden n Värper un Damnesstoff om Wass 5 1 N erslufes Wieten, sehr lun lein Gau ölzerner Kauerstos elenden Vom frgeh, an über dh! en die 03. ehen, dl atmogplät ckner,, in Sauer jerstoff ut nitteln gal ter Bode, per aus dh. n trockner: haltige ha schen ik! ellen, die! s die Pfau des Nas, „ dass eini pörgel, 4 ur heine l 0 5 esitzen. mer kung“ trocknen! em melt! rt dieses 251 trockner Boden auch wenig Stickstoffgas aus der At- mosphäre verschluckt, so werden die Pflanzen auch mehr stickstoffhaltige Körper aufzehren; überhaupt aber müssen die Pflanzen in trocknen Jahren den Bo— den schon um deswillen stärker aussaugen, weil das Regenwasser, wie wir vorhin gesehen haben, immer Körper bei sich führt, die den Pflanzen zur Nahrung dienen. Zum Theil ist die Erschöpfung des Bodens an gewissen Bestandtheilen indess auch nur scheinbar; die Humussäure und humussauren Salze z. B. verlieren, wenn sie stark ausgetrocknet sind, ihre Auflöslichkeit in Wasser, und dienen folglich den Pflanzen auch nicht eher wieder zur Nahrung, als bis sie durch erfolgenden Regen nach und nach ihre Auflöslichkeit wieder erlangt haben. Das Wasser zieht, was merkwürdig ist, das Sauerstoffgas in einem grösseren Verhältnisse zum Stickstoffgase an, als ersteres zu letzterem in der Atmosphäre vorhanden ist. Dies ist für die Vegeta- tion von grosser Wichtigkeit, denn das mittelst des Wassers dem Boden zugeführte Sauerstoffgas dient zur Bildung von Humus und Kohlensäure; wir Ferden nämlich weiter unten sehen, dass sich diese Körper nur aus dem Humus bilden können, wenn Sauerstoff vorhanden ist. Dass in der That das vom Wasser aus der Atmosphäre verschluckte Sau- erstoffgas an den Humus tritt, wird dadurch be- wiesen, dass man im Wasser, welches über einem sehr humusreichen Boden steht, wenig, oder gar kein Sauerstoffgas findet. Eben so enthält das in hölzernen Gefässen aufbewahrte Wasser nur wenig Sauerstoffgas, weil es von den in Zersetzung über- gehenden Theilen des Holzes angezogen wird. Wie 252 nützlich das sauerstoffhaltige Wasser den Pflanzen wird, sieht man sehr häufig bei frisch geschöpften sauerstoffleerem Brunnenwasser, denn wenn es sich nicht zum Begiessen der Pflanzen eignet, wird es dadurch sehr verbessert, dass man es eine Zeit- lang an der Luft stehen lässt. Ohne Zweifel rührt dieses mit davon her, dass es Sauerstoffgas ver- schluckt. Ueber das Verhalten des Wassers hinsichtlich seiner Anziehung gegen die in seiner Umgebung be— findlichen Gasarten hat man folgende Beobachtun- gen gemacht: stellte man luftleeres Wassers(wel- ches man dadurch erhielt, dass man es kochte, oder unter einer Luftpumpe seiner Luft beraubte) an die atmosphärische Luft, so zog es 0, 05 seines Raum- inhaltes davon an. Die absorbirte Luft enthielt dann 0,3145 Sauerstoffgas, statt dass die atmosphärische Luft, wie wir früher gesehen haben, nur 0, 2100 ganz kaltem Wasser be— merkte man sogar, dass es noch mehr Sauerstoffgas anziehe. Sauerstoffgas enthält; bei Wasser, welches irgend eine Luftart in sich verdichtet enthält, lässt diese sowohl beim Erwär— men als beim Gefrieren wieder fahren; hierdurch erklärt es sich, warum das Bewässern der Wiesen mit kohlensäurehaltigem Wasser über Nacht nützli- cher als am Tage ist.— Da nach diesem allen das Gedeihen der Früchte ganz besonders mit vom Feuchtigkeitszustande des Bodens abhängig ist, so geht daraus hervor, dass wir, um ihn hinsichtlich seiner Fruchtbarkeit richtig beurtheilen zu können, sowohl seine wasserhaltende, ale auch seine Wasseranziehende Kraft untersuchen rüsse Klel 0 den Uabe, 0 an Munti 15 der lat % 40 b W, Pell aserduaiehe Fögabtlich ligen Bod gauessenen zem dandbe Atmosphär genschafte lern pern Tozu Ton, bringt Euelstoffgg eben pied Lckgas in dtseln Case t kollensg Tab cpasg doblenseurtz ich mit de erten. In lierbei ein eil Wyasz Ille R.) hh Haun Vasder den h i frisch gb denn penn; 1 eignet, 1 man es di une Zeit Sauersioßß assers hingt zer Dmgen, ende Bec s Masses es Loch beraubte]! 500 seines! Luft enthie ie atmospbik 6, nur em Masser ur Sauersl Luftart in beim I ten; biet rn der ff r Naclt l en der Iii itszusteut berror,“ bbarbeil ch Waserlalen t mtr 253 missen; beides wird aber nicht nur von den chemi- schen Bestandtheilen, sondern auch von der Aggre- gatform des Bodens bedingt. Wer aber behauptet, dass die Fruchtbarkeit eines Bodens nur aus der Grösse seiner wWasseranziehenden Kraft erforscht wer- den könne, der hat eine sehr irrige Ansicht, denn ein humusreicher Boden zieht sehr viel Feuchtigkeit aus der Luft an, ohne dass er jedesmal fruchtbar ist. Aus Obigem folgt übrigens, dass wir einem Boden, welcher leicht an Dürre leidet, in seiner Wasseranziehenden Kraft zu Hülfe kommen müssen. Bekanntlich bewirken wir dieses bei lehmigen und thonigen Bodenarten durch eine, bis zu einer an- gemessenen Tiefe Statt findende Auflockerung. Ei- nem Sandboden, der nur wenig Feuchtigkeit aus der Atmosphäre anzieht, kann man dagegen diese Ei- genschaft dadurch ertheilen, dass man ihn mit Kör- pern vermischt, die viel Feuchtigkeit absorbiren; wozu Thon, Mergel, Lehm und Humus gehören.— Bringt man luftleeres Wasser Anfangs nur mit Sauerstoffgas in Berührung, so wird ein Theil des- selben wieder ausgeschieden, sobald man es mit Stickgas in Verbindung setzt, wofür es dann von diesem Gase etwas aufnimmt; bringt man es hierauf mit kohlensaurem Gase in Contact, so entweicht so- wohl etwas Sauerstoff- als Stickgas, wofür es dann kohlensaures Gas absorbirt. Eben so verhält es sich mit dem Ammoniakgase und allen übrigen Gas- arten. Indess macht die Temperatur des Wassers hierbei einen grossen Unterschied aus, denn 1 Raum- theil Wasser, welches z. B. eine Temperatur von + 14 R. besitzt, nimmt 4,2 Raumtheile Stickgas, 106, Raumtheile kohlensaures Gas und 880 Raum- 254 theile Ammoniakgas auf; ist dagegen das Wasser bis zu 50“ F. erwärmt, so verschluckt es vom Koh- lensauren Gase nur so viel, wie sein eigner Raumin— halt beträgt; wird es aber noch mehr erwärmt, 0 entweicht das kohlensaure Gas fast gänzlich daraus. Enthält Wasser viele Salze in Lösung, so ver- schluckt es nur sehr wenig Luft. Aus diesem Grun— de enthält das Meerwasser auch s0 wenig atmosphä— rische Luft, und aus derselben Ursache kann man die verschluckten Gase aus dem Wasser grössten theils entfernen, sobald man Salze darin löst; die Atome der festen aufgelösten Körper verdrängen also die Atome der Gase. Am wenigsten ist dieses beim kohlensauren Gase, und am mehrsten beim Am— moniakgase der Fall.* Bei der Aufnahme der Gase durch Wasser er- folgt, wie wir schon früher gesehen haben, jedes mal Temperaturerhöhung; dieses rührt von der Freiwerdung des Wärmestoff her, wodurch jene Kör— per in den luftförmigen Zustand versetzt werden. Besonders wird die Temperaturerhöhung des Was- sers beim Verschlucken des kohlensauren Gases be- merkbar. Das Wasser verdankt dem kohlensauren Gase hauptsächlich seinen erfrischenden Geschmack, und gekochtes Wasser schmeckt stets fade, weil durch die Erhitzung alle Kohlensäure ausgetrieben wird. Vom Ammoniak (flüchtiges Alkali). Der Wasserstoff geht mit dem Stickstoffe eine sehr merkwürdige Verbindung ein, welche Am mo— ö 1 Meist gersofk u. alel chem an alen ö Das Natur; stoflhalti ben. I Iineralie der Lerset berrorgeg nia in. er Apof pentinst Uae. In cheulich egen er Scbeilah ter der! antrilft, rdbränc Terug Jerbunde llucht ein ei N eiguer le mehr epi b gimlich hz l Lübz, 0 Aus dicken ) Wenig au, Irsache lu. Wasser 0 e darin 10 örper vert enigsten i. zehrsten le jurch Wa en haben, rührt odurch j ersetzt 5. ung 5 auren Cs Ulensaure veschmach le, vel! trieben n Stick“ pelle Au 0 Jun! 255 niak heisst. Dieser Körper, obgleich er keinen Sauerstoff und kein Metall enthält und desshalb in g bedeutend von den übrigen Alkalien abweicht, die, wie wir vor- seiner chemischen Zusammensetzun läusig schon gesehen haben, Oxyde von Metallen sind, hat dennoch alkalische Eigenschaften. Das Ammoniak besteht dem Gewicht nach aus 825 53 Stickstoff und 17547 Wasserstoff. Sum.= 100 00. Dem Umfange nach liefern 3 Maass Wasserstoff- gas und 1 Maass Stickstoffgas 2 Maass Ammoniak- gas. Das Ammoniak bildet sich fortwährend in der Natur; hauptsächlich entsteht es an Orten, wo stick- stoffhaltige organische Körper in Verwesung überge— hen. Wir finden das Ammoniak auch in mehreren Mineralien, und es scheint, dass dieses gleichfalls aus der Zersetzung stickstoffhaltiger organischer Körper hervorgegangen ist. Zu den Mineralien, die Ammo— niak in Verbindung mit Säuren enthalten, gehören der Apophyllit, manche Schiefer- und Ser- pentinsteinarten und die Laven einiger Vul- kane. In den letzteren hat es sich höchst wahr- scheinlich durch Feuereinwirkung aus organischen Resten erst gebildet; dieses wird dadurch wahr- scheinlich, dass man es auch sehr oft in den un- ter der Erde in Brand gerathenen Steinkohlenlagern antrifft, so bei Lüttioh und Newcastle. Den Erdbränden mag auch dasjenige Ammoniak seinen Ursprung zu verdanken haben, welches, mit Chlor verbunden, in manchen südlichen Ländern aus Fel- 256 senspalten strömt, oder was an andern Orten aus dem Boden wittert, und was, mit Schwefelsäure und Alaunerde zu Ammoniak- Alaun vereinigt, in einem Kohlenflötze bei TSschermig in Böhmen ge- funden wird. Das Ammoniak bildet sich indess auch, ohne dass Wir davon die Ursachen ausmitteln können. Eine für den Landwirth höchst merkwürdige Entstehung des Ammoniaks ist die im schwach ge- brannten und hierauf einige Zeit an der Luft liegen gelassenen Thone vor sich gehende, denn erhitzt man dergleichen Thon wieder, so entwickelt sich sehr viel Ammoniakgas daraus. Dasselbe ist der Fall, wenn man gebrannten Kalk an der Luft liegen lässt und ihn hierauf löscht und erhitzt. Höchst wahrscheinlich entsteht in ihnen aber nur in dem Falle Ammoniak, dass sie Eisenoxydul enthalten, in- dem dieses das hinzukommende Wasser zerlegt. Der Sauerstoff des Wassers vereinigt sich hierbei mit dem Eisenoxydul zu Eisenoxyd und der Wasserstoff geht mit dem Stickstoff der Atmosphäre eine Ver- bindung zu Ammoniak ein. Schon früher haben wir nämlich gesehen, dass sich die Stoffe am lieb- sten dann vereinigen, wenn sie eben die alte Ver- bindung verlassen. Durch das Brennen des Thons werden die darin befindlichen Hydrate ihres Was- sers beraubt, dadurch scheint ihre galvanische Thä- tigkeit gesteigert zu werden, Was denn um so cher die Wasserzerlegung zur Folge haben muss.— In England und auch in anderen Ländern wen— det man schon seit langer Zeit den schwach ge- brannten Thon zur Düngung der Felder an, und 8 höchst wahrscheinlich rührt seine ausgezeichnete ssnlung n. dinbe be ach Zul i 8 Midens zl den fel docs Trlihung c liger u N nelle Je nilick des erlin nähe Nan b. legenes a Rab; aue Od no man fer Lommen. 80 Lon uud fol bamen, 2. Legung di zelt bes. lillet, y osten de Kacbstoff imer ire Nach zeugt sil Ter feser 77 foffgase ste K0r clemlisch. bun dies nit Schr Un fereinig, g in hitte ess auch, teln könne ist merkt im schpat der Luft! f denn fl entwichel )asselbe l der Luft! rhitzt. ber nur in ul enthalte er zerlegt ch hiierhe früler l. 257 Wirkung nur von dem sich in ihm erzeugenden Am- moniake her. Wir dürfen daher annehmen, dass auch zum Theil die Wirkung des Rasenbrennens, des Kiddens, des Verbrennens der Getreidestoppeln auf den Feldern u. s. W. von der Entstehung des Ammoniaks herrührt, denn dass selbst eine gelinde Erhitzung des Thonbodens hinreiche, um ihn ertrags- fähiger zu machen, davon überzeugte ich mich durch mehrere Versuche. Auf welche Weise hier das Am- moniak das Pflanzenwachsthum befördert, soll wei- terhin näher angegeben werden. Man hat auch gesehen, dass lange an der Luft gelegenes Eisenoxyd beim Erhitzen Ammoniak aus- gab; auch dieses mochte daher rühren, dass das Oxyd noch mit Oxydul vermischt war; und wenn man ferner gefunden hat, dass alle natürlich vor- kommenden Eisenoxyde etwas Ammoniak enthalten, so können auch diese früher Eisenoxydul geführt und folglich das Wasser, womit sie in Berührung kamen, zerlegt haben. Dass durch die Wasserzer- legung die Entstehung des Ammoniaks bedingt wird, geht besonders daraus hervor, dass sich Ammoniak bildet, wenn metallisches Eisen an der Luft auf Kosten des Wassers eine Oxydation erleidet. Der Stickstoff der Atmosphäre muss natürlich hierbei immer freien Zutritt haben. Nach der Bemerkung mehrerer Chemiker er- zeugt sich auch Ammoniak, wenn irgend ein ande- rer fester Körper mit freiem Wasserstoff- und Stick- stoffgase in Berührung steht, wie denn überhaupt feste Körper die gasförmigen sehr häufig disponiren, chemische Verbindungen einzugehen. Vielleicht kann diese Eigenschaft der festen Körper, wenn man 17 258 zugleich andere Agentien einwirken lässt, z. B. Wär- me, einst benutzt werden, um Ammoniak aus seinen Elementen wohlfeil im Grossen darzustellen, was für die Ackerbautreibenden von grosser Wichtigkeit wäre, indem das Ammoniak zu An kräftigsten Dün⸗- gungsmitteln gehört. Da im Boden Thiere und Pflanzen in Verwe— sung übergehen, welche Stickstoff und Wasserstoff enthalten, so ist leicht begreiflich, dass sich gleich- falls Ammoniak darin erzeugen wird; dies muss dess- halb auch der Fall seyn, wenn man den Boden mit Mist düngt. Hierdurch erklärt es sich denn auch, Wie es kommt, dass man in vielen Pflanzen Ammo- niak findet, ja wie es zugeht, dass manche Ge- wächse, welche an Orten stehen, Wo viel Ammo- niak im Boden gegenwärtig ist, selbst Ammoniak ausdunsten, so z. B. VV: Vulvaria. Manche Naturforscher nehmen dagegen an, doch y ohl ohne hinreichenden Grund, dass das Ammoni—- ak ein Product des Lebensprocesses sey; Wenn man aber auch in mehreren Pflanzen, besonders in Pil- zen, Ammoniak fand, o lässt sich dabei die Frage aufwerfen: erzeugte sich das Ammoniak, da die Pilze sehr schnell in Fäulniss übergehen, nicht erst während der chemischen Untersuchung? Das Ammoniak entsteht ferner durch Feuereinwir- kung aus stickstoff- und Wasserstoffhaltigen organi- schen Körpern, n nämlich, wenn sie trocken destillirt werden, oder wenn man sie unter etwas gehinder- tem Luftzutritte verbrennt. Von der letztgenannten Ammoniakbildung kann man sich leicht durch den Geruch überzeugen, sobald man eine Pflanze im Tiegel einäschert. Das Ammoniak bildet sich hier- fl is Ful lech bes Au die voc liche vabrs eisen Lelse Jenn dz die Abe fue gag icke, de un nit den Mak zusgun eden Wie gchon seit! Selbreunen besserung Dienste, einen les 80 heiss det sich au üngende! Man h woniak erz gezlilt we keugetzung nämlich das derum das Sauerdof dlolk nüt! Ammonieh Koble de ben, den gebundene Die 4 lässt, 5 oniak as zustellen, f ser Wäac brilligtu! nzen in h. und Was dass dich; dies nus den But, sich dern; Pflanzen 1 168 manch Wo viel l elbst Anm um ul zen an, 5 das Am y; Wenn zonders 1 labei die! oniak, d. nen, nich 95 ch Tenere“ haltigen, rocken dal. etwas geü⸗ r letitgen icht duct! eine aul“ bildet 0 259 bei bis zum letzten Verbrennungsacte, und entwik- kelt sich besonders dann in bedeutender Menge, wenn man die noch heisse Asche mit Wasser bespritzt; höchst wahrscheinlich rührt dieses von einer theil- weisen Zersetzung des hinzugethanen Wassers her, denn da die Asche stets Körper enthält, die einer höheren Oxydation fähig sind, als Eisen- und Man- ganoxydul, so muss sich dabei Wasserstoff ent- Wickeln, der im Augenblick seiner Freiwerdung dann mit dem Stickstoffe der Atmosphäre zu Ammo- niak zusammentritt. Diese Erscheinung giebt uns vielen Aufschluss über eine, von den Landwirthen schon seit langer Zeit gemachte Erfahrung; das Ra- senbrennen nämlich, welches man häufig zur Ver- besserung des Bodens anwendet, thut dann die besten Dienste, wenn die noch glimmende Asche durch einen Regen ausgelöscht wird, oder wenn man sie so heiss Wẽie möglich unterp lügt; ohne Zweifel bil- det sich auch bierbei Ammoniak, wodurch dann die düngende Kraft der Asche erböhet wird. Man hat endlich auch bemerkt, dass sich Am- moniak erzeugt, wenn Kali und Kohle zusammen geglüht werden; hiervon scheint gleichfalls Wasser- zersetzung die Ursache zu seyn; die Kohle reducirt. nämlich das Kali zu Kalium und dieses zerlegt wie— derum das vorhandene Wasser, wobei dann der Sauerstoff mit dem Kalium Kali, und der Wasser stofk mit dem Stickstoffe der atmosphärischen Luft Ammoniak liefert. Zuweilen mag aber auch die Kohle den Stickstoff zur Ammoniakbildung herge- ben, denn in sehr vielen Kchlenarten ist chemise! gebundener Stickstoff vorhanden.— Die Ammoniakbildung beim Rasenbrennen wird 17* 260 dem Erwähnten zufolge am bedeutendsten seyn, wenn die Rasen recht viele Pflanzen enthalten, die reich an Kali und Stickstoff sind; doch geben auch alle stickstoffhaltigen Pflanzentheile, ohne dass Kali dar- in zu seyn braucht, Ammoniak beim Einäschern aus.— Besonders reich an Ammoniak ist der frisch ge- lassene Harn des Rindviehes, der Schafe und Pferde, und es erzeugt sich aus seinen stickstoffhaltigen Be- standtheilen noch mehr davon, wenn er der Fäul- niss überlassen bleibt. Das Nährere hierüber beim Harne. So oft man es auch schon versucht hat, das Ammoniak unmittelbar aus Wasserstoff- und Stick- stoffgas, in dem Verhältnisse gemischt, wie sie im Ammoniake vorkommen, künstlich zu bilden, 80 ist dieses bis jetzt doch noch nicht gelungen; und obwohl es sich durch Electricität in seine Elemente zerlegen lässt, 80 konnte man es durch Hülfe dieses Agens doch noch nicht daraus erzeugen; es scheint sich mithin nur in dem Falle zu bilden, dass Stick- stofl und Wasserstoff ihre alten Verbindungen eben verlassen. Die Ursache hiervon ist uns unbekannt. Die Haupteigenschaften des Ammoniaks sind fol- gende: Bei der gewöhnlichen Temperatur der Atmos- phäre ist das Ammoniak ein vollkommen durchsich- tiges Gas; sein specif. Gewicht beträgt 055912. Durch künstliche Kälte(bei— 40% R.), so wie durch starken Druck, lässt es sich in eine Füssigkeit ver- wandeln, welche wasserhell und ungefärbt 18. s Hlüssige Ammoniak, d. h. das im Wasser gelöste, krystallisirt bei hohen Kältegraden in seidenartig glänzenden Nadeln und verliert dabei gänzlich seinen euch; 1 Aiohse me cleaden, ge fein ch l fal ellgr Ne ger gli b zanelt wd 5 gt lich 1b lr Anm f augerblie Die Lat nen nuss Schaken ul genösäg wübrend gs eint im int. und Penst Baum ein Dekan Schaf. und desshalb rslelen, dacbrch g. Mienen in ethas Din lenszurez Das Menge schluckt! dumonia epehnlie ten gat ten, die 1 eben dt dass Nil! eim ist der fricl. e toffhallgr n er der! hierübe, ucht lu, off. und! at, wie e zu bilden 4 elungen; 6 eine Elen Hülle 0 n; es sch dass d indungen“ 8 unbehan niaks sil tur der 4. men durch eträgt 00 5 80 wiel Tüssiglel 8 färbt. 1 Vasser e in eiceued zul Ku 261 Geruch; natürlich, weil sich dann keine Ammoni- akdämpfe mehr entwickeln können. Es besitzt einen stechenden, Thränen erregenden Geruch, der aber zugleich reizend und belebend ist. Durch den Ge- ruch lässt sich überhaupt das Ammoniak, weil es sehr flüchtiger Natur ist, leicht erkennen. Das im Was- ser gelöste Ammoniak hat einen laugenartigen Ge- schmack und zieht auf der Zunge und Haut Blasen. Es taugt nicht zum Einathmen, und wenn man Thie- re nur Ammoniakgas einathmen lässt, 80 ersticken sie augenblicklich.— Die Untauglichkeit des Ammoniakgases zum Ath- men muss den Landwirthen zeigen, dass es den Schafen und Pferden sehr schädlich sey, wenn sie genöthigt sind, das aus ihren Excrementen sich fort- b in grosser Menge entwickelnde Ammoniak- gas e häufig aber findet man nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer die Thüren und Fenster der Ställe so fest verschlossen, dass kaum ein wenig frische Luft Eingang findet.— Bekanntlich bekommt den Lungensüchtigen die Schaf- und Pferdestallluft sehr gut, und es wäre desshalb wohl der Mühe werth, einen Versuch an- zustellen, ob eine gewisse Art Lungensucht nicht, dadurch geheilt 8 könnte, dass man den Pa- tienten in einem Zimmer liesse, Vorin fortwährend etwas Dämpfe von Ammoniak(am besten wohl koh- lensaures Ammoniak) entwickelt würden.— Das Ammoniakgas wird vom Wasser in grosser Menge aufgenommen; ein Raumtheil Wasser ver- schluckt nämlich bei + 10 R. 780 bis 800 Raumtheile Ammoniakgas; dem Gewichte nach nimmt es bei der gewöhnlichen Temperatur(+ 15% K.) und unter dem 262 gewöhnlichen Drucke der Atmosphäre mindestens; seines eignen Gewichtes Ammoniakgas auf; da Wasser erleidet hierbei eine Temperaturerhöhung. Selbst Eis verschluckt Ammoniakgas; dies sieht 115 im Winter bei dem sich an die Stubenfenster an- setzenden Eise. Wie viel Ammoniak Wasser ver- schluckt habe, oder Wie viel wasserfreies Ai ak das flüssige Ammoniak enthalte, ist ohne vorge- nommene chemische Untersuchung nicht genau zu bestimmen; je leichter indess das flüssige Ammo- niak ist, desto mehr Ammoniakgas enthält es; durch Versuche hat man ausgemittelt, dass wenn das spe- oisische Gewicht einer Lösung 0,8720 beträgt, sie 32,5 p. Ct. Ammoniak enthält, bei 0, 9692 spec. „ besitzt sie dagegen nur 9,50 p., Ct.— Wird das ammoniakhaltige Wasser erwärmt oder gekocht, so entweicht es daraus wieder als Gas; dasselbe geschieht, wenn das ammoniakhaltige Was- ser lange Zeit an der Atmosphäre steht. Viele trockene Körper absorbiren das Ammoni- akgas(sobald es selbst trocken ist) in beträchtlicher Menge; so z. B. condensirt 1 Gramm trockenes Chlorsilber bei + 14 R. 320 Cub. Centimeter Am- moniakgas; bei ++ 36 R. lässt aber das Chlorsilber das Ammoniak schon wieder fahren; dessen un- geachtet hält man diesen Körper für ein Doppel- salx.— Vielleicht wird man noch mehrere Körper ken- nen lernen, die das Ammoniakgas in beträchtlicher Menge condensiren, diese möchte man, sobald es die übrigen Verhältnisse gestatten, an Orte legen, Wo sich viel Ammoniak bildet, z. B. in Schafställe, Pferdeställe und Kloaken, denn dadurch würde man 0 aum sale ei * ige Lage n N 10 ler N igt 10 Le 6 las, Felsen n eiche tet Aäbred zei dat Kehr! Iliere sche lurch die! let. In ey; N gungsmit den list die Irde Tratleile dern es v. gtandtleile Das A feine albal. cler, als geben Sal siudie ah blicbach Terluc, Schmerie liöirt es licht de eiche kreinaud b mindespn gas au; Taturerhöhh dies zielt; ibenkengger; c Waser reies Jun t ohne zn cht gen lüssige Ae zält es d wenn due beträgt, 0, 9602 50 pe erwarmt eder al lallige U das Anm eträchtlie um trockk ntimeter a8 Cblorii dessen! ein Da Krper* eträclll n; goball⸗ 1 Olle 4 in Selaßte b Fürde 263 das Ammoniak, das sich sonst verflüchtigt, auf eine leichte Weise zur Düngung gewinnen.— Die Eigenschaft des Ammoniaks, sich in grosser Menge im Wasser aufzulösen, und aus dem kochen- den oder erwärmten Wasser als Gas zu entweichen, zeigt dem Landwirthe, wie sehr er darauf bedacht seyn muss, den Mist in den Düngergruben oder Viehställen niemals trocken werden zu lassen; des- gleichen stets dafür zu sorgen, dass sich der Mist während seiner Fäulniss nicht stark erhitze, weil sonst sehr viel von dem in den Excrementen der Thiere schon vorhandenen, oder sich in ihnen erst durch die Fäulniss erzeugendem Ammoniake verdun- stet. Um daher niemals der Gefahr ausgesetzt 2u seyn, Ammoniak, dieses überaus wirksame Dün- gungsmittel, zu verlieren, bleibt es das Rathsamste, den Mist im Sommer so schleunig als möglich unter die Erde zu bringen, denn dann verschlucken die Erdtheile des Bodens nicht nur das Ammoniak, son- dern es vereinigt sich auch mit manchen Bodenbe- standtheilen chemisch.— Das Ammoniak verhält sich als ein Alkali, und seine alkalischen Eigenschaften sind nicht viel schwä—- cher, als die des Kalis und Natrons; es röthet den gelben Saft der Curcuma wurzel, oder das damit ge- färbte Papier und macht den Veilchensyrup augen- blicklich grün. Es zerstört nicht die organische Textur, wirkt also nicht ätzend, verursacht indess Schmerzen auf der Zunge. Von allen Basen neutra- lisirt es die Säure am vollständigsten. Es unterhält nicht das Brennen der Körper. Mengt man aber gleiche Theile Ammonjiakgas und Sauerstoffgas un- tereinander und bringt einen brennenden Körper in 264 das Gasgemenge, so erfolgt Entzündung und eine heftige Detonation. Die Producte hierbei sind Was ser, etwas Salpetersäure und Stickstoff. Bei ge- wöhnlicher Temperatur zeigt aber das Sauerstoffgas keine Wirkung auf das Ammoniakgas. Wenn eine grosse Menge Ammoniakgas mit brennenden Körpern in Berührung kommt, so soll es sich entzünden. Wird es in einem Glassgefässe mit Chlorgas zusam- mengebracht, so bemerkt man eine weisse Flamme; dabei bildet sich Salmiak, und ein Theil Stickstoff bleibt als Gas zurück.— Leitet man Chlorgas in ein Gefäss, worin sich flüssiges concentrirtes Ammo— niak befindet, so entzündet sich jede in die Höhe steigende Blase mit einem Knalle, ohne dass weiter das Gefäss Schaden nimmt. Lässt man das Ammoniak durch eine, mit Por- cellanscherben angefüllte, glühende Porcellanröhre streichen, so wird es in WW ass it. und Stickstoff- gas zersetzt. Diese Zersetzung erfolgt indess nicht schnell. Aber durch die Electricität wird es leicht und vollkommen zerlegt; desshalb hat sie auch dazu gedient, um sein Mischungsverhältniss zu erfor- schen. Das Ammoniakgas hat ein grosses Bestreben, sich mit Säuren zu verbinden, und so um gekehrt; flüchtige Säuren verdunsten desshalb, um sich mit dem in der Nähe befindlichen Ammoniake zu ver- einigen, wobei ihnen aber das Ammoniak auf halbem Wege entgegen kommt; dabei entstehen dann in der Luft Niederschläge von festen Ammoniaksalzen; 80 2. B. bilden sich auf diese Weise kohlensaures, chlor wassersteffsaures und essigsaures Ammoniak, wenn flüssiges Ammoniak und die entsprechenden nouisber perdsslen Kur auf gust Men dies Vert Halt, 80 gerenlet auch delhe Jalssäure die voll. zind, s werden, die cone bilden un lich, dass au die 0 rühre. I zich zur Das Verte Modiabsal ich in! Aud gedl beschre Me Senopyd noch n lit, 9 05s ent ing dul; bei dad y off,. f Wen ö lenden Nr Hlorgas f weisse Ile Theil dl al Chr utrirtes e in de! me dass f. ine, nit! Porcellau und Stich t indess i rird es l. sie auch! 188 Zu el zestreben,! um gelt um sich niake zu“ ak auf lil n danm il! niabsalsen; Koblensadk 5 man miprecle 26⁵ Säuren in offenen Gefässen nicht zu weit von einan- der entfernt stehen. Sind dagegen die Säuren nicht flüchtig, so geht das Ammoniakgas so lange zu ihnen über, bis sie völlig gesättigt sind. Diese Eigen- schaft des Ammoniaks kann zur Gewinnung von Am- moniaksalzen dienen; stellt man z. B. in Schaf- und Pferdeställen, oder in der Nähe von Kloaken Schwe- felsäure auf, so erhält man in kurzer Zeit eine grosse Menge schwefelsaures Ammoniak, und da dieses Verfahren wenig Mühe und Kosten verur- sacht, so kann es auch mit Nutzen im Grossen an- gewendet werden. Statt der Schwefelsäure lässt sich auch Salpeter—, Phosphor-, Essig-(Holzessig) und Salzsäure anwenden, nur müssen die Säuren, bis sie völlig durch das Ammoniak neutralisirt worden sind, stets im sehr verdünntem Zustande erhalten werden, indem sich sonst die Ammoniaksalze, da die concentrirten Säuren verdunsten, in der Luft bilden und folglich verloren gehen, auch ist erforder- lich, dass man die Säuren, damit immer neue Theile an die Oberfläche kommen, von Zeit zu Zeit um- rühre. Holzessig, als die wohlfeilste Säure, eignet sich zur Gewinnung des Ammoniaks wohl am besten. Das Verfahren, welches überhaupt bei dieser Am- moniaksalzfabrik zu beobachten seyn möchte, habe ich im Er dmannschen Journale für technische und oeconomische Chemie(Jahrgang 1829) näher beschrieben. Mehrere Metalloxyde, und namentlich das Ei- senoxyd, werden vom Ammoniak unter gewissen, noch nicht genau bekannten Bedingungen desoxy- dirt, wobei sich Wasser bildet und Stickstoff als Gas entweicht.— Für den Landwirth ist diese Ei- 266 genschaft des Ammoniaks um desswillen wichtig, weil er dadurch die Möglichkeit einsieht, wie im Boden, nach einer Düngung mit viel ammonialchaltigem Miste, aus Eisenoxyd Eisenoxydul entstehen kann (welcher Körper, wie wir weiter unten sehen wer- den, sehr häufig die Ursache der Unfruchtbarkeit des Bodens ist). Enthält indess der Mist nur wenig Ammoniak, und besitzt der Boden Humussäure, was gewöhnlich der Fall ist, weil sich schon etwas aus dem Miste selbst erzeugt, so kann das Ammoniak auch nicht desoxydirend wirken, indem es sehr schnell mit der Humussäure zu einem indifferenten Salze zusammentritt. Aus diesem Grunde thut selbst der sehr viel Ammoniak entwickelnde Dünger(Pfer- de- und Schafmist) auf humusreichem Boden, möge er auch noch so viel Eisenoxyd enthalten, stets die ausgezeichnetste Wirkung, statt dass er auf eisen- oxydreichen, aber humusarmen Boden zuweilen eher nachtheilig als wohlthätig Wirkt; besonders ist dieses der Fall, wenn nach der Mistdüngung als erste Frucht Raps gebauet wird, indem dieses Ge- wächs sehr leicht durch zu viel Eisen im Wachs- mum beeinträchtigt wird. Da selbst das Eisenoxyd- hydrat im concentrirten flüssigen Ammoniake etwas auflöslich ist, so können die Pflanzen, sobald der Boden arm an Humussäure und reich an Eisen ist, bei der Düngung mit viel Ammoniak entwickeln- dem Miste um so leichter zu viel Eisen bekommen. Mehrere Felder in der Umgegend von Göttingen lie- fern hiezu die Beweise.— Eine für den Landwirth höchst merkwürdige Eigenschaft des Ammoniaks besteht ferner darin, dass das flüssige Ammoniak die humussauren Erden und fande aullos men 10 accbommen, ele xn i 10 Anil Jurte aclich der erk. lud! In den Aub gal llet, und 1. auflöst lieses von lle den! Verden. Das mit Sch bindung! lichbeit, aber späte In 30 dadurch er enszuren! ak as ko list fich und wean age, g aus sich Hechm chen 10 lürfen bepirken fern des 5 Vichig, 00 vie im Boi monialbe utstehen h len sehen p; achtbarbe ist nur p mussäure, hon eth; das Anni ndem es n indifferes nde thut! Dünger fe Boden, 1. ten, stets! er auf ein gen Zupel besonders düngung n dieses b im Wai a8 Eisenon oniake et. 0 50bald an Lien! d enbyick⸗ u bekomm Göttingen 1 merbririg 1 d, d n Iden l. 267 Oxyde auflöst, und dadurch ihren Uebergang in die Pflanzen möglich macht. Wir werden hierauf Zu- rückkommen, wenn von den humussauren Salzen die Rede seyn wird; vorläufig sey indess bemerkt, dass das Ammoniak durch diese Eigenschaft zu einem der vorzüglichsten Düngungsmittel wird, und dass haupt- süichlich darauf die ausgezeichnete Wirkung des Pferde- und Schafmistes beruhe. Zu den merkwürdigsten Eigenschaften des Am- moniaks gehört auch, dass es sehr gern Doppelsalze bildet, und dass sich hierdurch unauflösliche Körper in auflösliche verwandeln; für die Vegetation ist dieses von Wichtigkeit, indem dergleichen Doppel- salze den Pflanzen oft schädlich, oft aber auch nützlich werden. Das Nähere hierüber bei den Salzen. Das Ammoniak ist endlich auch im Stande, sich mit Schwefel und Phosphor zu verbinden. Die Ver- bindung mit Phosphor ist für uns von keiner Erheb- lichkeit, von der Verbindung mit Schwefel wird aber später die Rede seyn.— Im Boden lässt sich die Menge des Ammoniaks dadurch entdecken, dass man ihn mit flüssigem Koh- lensauren Natron oder Kali kocht, wobei das Ammo— niak als kohlensaures Ammoniak entweicht. Das Gas lässt sich denn in verdünnter Salzsäure auffangen, und wenn man hierauf die Flüssigkeit vorsichtig ver- dunstet, so erhält man als Rückstand Salmiak, wor- aus sich die Menge des Ammoniaks leicht durch Rechnung finden lässt; 100 Theile Salmiak entspre- chen nämlich 32,13 Ammoniak. Aetzende Alkalien dürfen hierbei nicht angewendet werden, weil sie bewirken, dass sich aus den stickstosfhaltigen Kör- pern des Bodens erst Ammoniak erzeugt. Da aber .—— ———— 268 der Boden das Ammoniak stets in Verbindung mit Säuren enthält, und die Ammoniaksalze sehr leicht im Wasser löslich sind, so genügt es, ihn mit Was- ser auszuziehen und den Wasserauszug dann weiter 8 zu untersuchen. Will man sich dagegen nur von der Gegenwart des Ammoniaks überzeugen, so setzt man zu dem, durch Verdunstung concentrirten Was— serauszuge Aetzkali und hält schnell einen mit Salz- säure benetzten Glasstab darüber; ist Ammoniak vorhanden, so bilden sich um den Glasstab weisse Dämpfe(Salmiak), indem das Ammoniak durch das Aetzkali ausgetrieben wird.— Die Bereitung des flüssigen Ammoniaks geschieht dadurch, dass man Salmiak(vortheilhafter mit Was- ser versetztes schwefelsaures Ammoniak) mit Aetz- kalk zu gleichen Theilen zusammenmischt und er- hitzt; das sich entwickelnde Gas leitet man durch kalt gehaltenes Wasser, welches das Gas absorbirt. Das Wasser wird dabei um die Hälfte seines Volu- men ausgedehnt.— Man gewinnt das Ammoniak auch durch trockne Destillation thierischer Körper, allein dieses ist nicht rein, denn es enthält auch Kohlensäure und einige andere Körper.— Bei der Bereitung des Ammoniaks aus Salmiak und Kalk wird die Chlorwasserstoffsäure(Salzsäure) des Sal- miaks zerlegt, das Chlor verbindet sich mit dem Calcium der Kalkerde zu Chlorcalcium und der Sau— erstoff der Kalkerde tritt mit dem Wasserstoff der Chlorwasserstoffsäure zu Wasser zusammen, so dass das Ammoniak des Salmiaks dann als Gas entwei⸗ chen kann.— Bei der chemischen Untersuchung der Körper ist das Ammoniak ein ganz unentbehrliches Reagens. U dend (eerben 15 l gumoni. Dieze gala 955 far 0 wordt fir due Jas Amt Lale desi d der f die vit Ve Al; Het melt aut! weil er n eudhalt; an Hum das Ann welchem ten Leun, den Harn det ein Saure aus det zich! Kuren,. Auenden mit Vorth ellerbat über das In n wirth à Forden, Jiehs un de 6e serbnim; 0 le sehr ihn nit ug dann gegen uu; gen, dye entrirten einen mit! ist Auma Classtab t nialk durd nialss ges after mit! jak) mit l. mischt uu tet man d. Cas Absun seines as Amman scher Rin enthält e e ak und! ure) des“ sich mit!“ und der“ asserstof men, 0 Cas elle „ der Nit 0 el icles dene 269 Die Anwendung des Ammoniaks in den Künsten und Gewerben ist aber bisher sehr beschränkt gewesen; die Ammoniaksalze werden dagegen öfter benutzt. Diese gestatten auch dem Landwirthe eine vielfälti- ge, sehr nützliche Anwendung als Düngungsmittel, worauf wir zurückkommen verden, wenn von den Ammoniaksalzen die Rede seyn wird. Das Ammoniak für sich schadet, wie jede leicht lösliche Basis, der Vegetation mehr als es ihr nützt, und der frische Rindvieh- und Pferdeharn darf, wie mir Versuche zeigten(Vergl. Erdmanns Jour— i let 1 8 2 Jahrgang 1830), desshalb nicht auf die Wiesen oder Saaten gebracht werden, weil er noch zu viel Ammoniak im freien Zustande enthält; dass er dagegen auf Bodenarten, die reich an Humus sind, weniger schadet, rührt daher, dass das Ammoniak in ihnen einen Körper findet, mit welchem es zu einem neutralen Salze zusammentre— ten kann, nämlich die Humussäure. Lässt man aber den Harn vor seiner Anwendung faulen, so verdun— stet ein Theil Ammoniak, ein anderer zieht Kohlen- sure àus der Luft an, und noch ein anderer verbin- det sich mit den im Harne sich erst erzeugenden Säuren, dadurch verliert er dann die sogenannten ätzenden Eigenschaften und kann nun erst überall mit Vortheil als Dünger angewendet werden. Wie fehlerhaft aber das Faulenlassęg des Harns ist, dar- über das Nähre beim Harne. In neuerer Zeit ist das Amfhoniak für den Land- Wirth auch dadurch ein sehr nützlicher Körper ge— worden, dass man es gegen das Aufblähen des Rind- viehs und der Schafe, was bekanntlich nach zu häu- sigem Genusse von jungem Klee, Lucern u. dergl. 270 erfolgt, in Anwendung gebracht hat. Das Uebel wird nämlich augenblicklich gehoben, wenn man den erkrankten Thieren zur Zeit 1 Esslöffelvoll mit Was- ser verdünntes flüssiges Ammoniak eingiebt. Das Ammoniak verschluckt hierbei sehr schnell das das Aufblähen verursachende Kohlensaure ur d Schwe felwasserstoffgas. Früher wendete man bekanntlich Kalkwasser oder Kalkmilch an, allein dies thut niemals so gute Dienste, weil es das Schwefelwas- serstoffgas nicht absorbirt.— Vom Ammonium. Man nimmt an, dass manche Verbindungen des Ammoniaks(von welchen wir später einige kennen lernen werden) dasselbe nicht mehr als Ammoniak, sondern als eine Verbindung von Ammoniak mit Wasserstoff enthalten; diesen Körper hat man Am- monium genannt.— Das Ammonium besitzt metal- lische Natur, denn obgleich es für sich noch nicht dargestellt werden konnte, so lässt sich dieses doch aus der Verbindung schliessen, welche es mit Oueck- silber eingeht. Man gewinnt es in dieser Verbin- dung entweder dadurch, dass man concentrirtes ätzendes Ammoniak auf Quecksilber giesst und die galvanische Electricität darauf einwirken lässt, oder, dass man in ein Stück Salmiak ein Loch macht, die- ses mit etwas Was nfeuchtet, einen Quecksilber- tropfen hinein thut und es so der Voltaischen Säu- le aussetzt. Das Quecksilber schwillt durch die Verbindung mit dem sich bildenden Ammonium sehr auf, erlangt Butterconsistenz und erhält eine silber- weisse Farbe. Durch Einwirkung der Electricität 0 Herbe 00 autyeic a0 ni 1 walcle nit ler Fa Alte dungs (ben, Pen il. Vom a dom W. au dabei a ama abtertlst eriolgenle metallisc wir in d ar pl von der! Kosten des Da5 4. haben, zu. Waserstok Kickztofr u. tine Volnm Wal fc In dt Am Just lat. Das. Venn ma; edo üg eingiehl. Schnell dz re- ud d. man beau. allein dis das Schpeth erbindunge einige le als Amun Ammoniak Hat mal! besitat u ich noch! ch dieses es mit hn. dieser er Concept giesst Uu! en lässt,“ ch macltz“ n Oueclal olkalscben 0 llt dart 0 mumonian 1. alt eine be er Lech 271 zyird hierbei Wasser zerlegt, der Sauerstoff dessel- ben entweicht als Gas, statt dass der Wasserstoff sich mit dem Ammoniak zu Ammonium verbindet, welches mit dem Quecksilber denn ein Amalgam liefert. Sobald man das Amalgam aus der Kette nimmt, zersetzt es sich augenblicklich in Wasserstoffgas, Ammoniakgas und Quecksilber. Es krystallisirt in Cuben, wenn es bis zum Gefrierpunkte abgekühlt wird. Vom Aether und Alkohol wird es schneller als vom Wasser zersetzt; der Wasserstoff scheidet sich dabei als Gas ab, und das wieder entstandene Ammoniak bleibt in der Flüssigkeit aufgelöst; cha- rakteristisch ist die bei Zersetzung des Körpers erfolgende Entwickelung von Wasserstoffgas; die metallischen Radicale der Alkalien entwickeln, wie wir in der Folge sehen werden, in Wasser gethan, zwar gleichfalls Wasserstoffgas, allein dieses rührt von der Wasserzerlegung her, indem sie sich auf Kosten desselben oxydiren. Das Ammoniak besteht, wie wir früher gesehen haben, aus 1 Volumen Stickstoffgas und 3 Volumen Wasserstoffgas, wogegen das Ammonium 1 Volumen Stickstoff und 4 Volumen Wasserstoff enthält; dieses eine Volumen Wasserstoffgas gelangt bei seiner Zer- setzung jedesmal in Freiheit. 4. Vom Kohlenstoff (Carbone). In der Natur kommt dieser Stoff in völlig rei- nem Zustande als Diamant vor; er ist farbelos; 272 sind desshalb Diamanten gefärbt, so rührt dieses von fremden Beimengungen her. a Als Gas, oder in flüssiger Form ist der Kohlenstoff noch nicht bekannt, dagegen giebt es eine unendliche Menge feste, flüssige und mehrere gasförmige Körper, welche sehr viel davon enthalten, insbesondere macht er einen Hauptbestandtheil der mehrsten, dem organischen Reiche angehörigen Substanzen aus. — Einige Naturkörper bestehen grösstentheils aus Kohlenstoff, zu diesen gehören der Graphit oder das Reissblei, der Anthrazit oder die Kohlenblende, die Stein- und Braunkohlen. Von der Holzkohle, wel- che grösstentheils aus Kohlenstoff besteht, hat er seinen Nahmen erhalten. Mehrere Mineralien sind durch Kohlenstoff bläulich oder schwarz gefärbt, 80 z. B. der Thonschiefer; dies ist der Grund, Warum derselbe, längere Zeit der Luft und dem Lichte aus- gesetzt verbleicht; der Kohlenstoff zieht nämlich 9 5 aus der Atmosphäre an und verwandelt sich in Kohlensäure, die dann als Gas entweicht. Die Holzkohle besteht zwar grösstentheils aus Kohlenstoff, aber sie enthält auch Wasserstoff, die Radicale von Mangan- und Eisenoxyd, Kalk-, Talk- und Kieselerde, Kali, Natron und mehrere andere Stole; denn bei ihrer Verbrennung entsteht Was- ser und Asche, welche letztere aus Erden, Oxy- den, Alkalien u. s. W. besteht. Dass die Holzkohle nur die Radicale der Erden, Oxyde und Alkalien besitzt, lässt sich dadurch beweisen, dass sie sich ihr durch Wasser und Säuren nicht entziehen lassen. Die Kohle, welche man erhält, wenn thierische Körper verkohlt werden, zeichnet sich von der aol 00 aan Rö acben lief Jolle, 11 0 Veiss ai l a0 dot uam, 1 100 1 0 10 Lbebaufles urhrigt, 0 Tel ella Der! loch die denn er aus Piese beßlell. Ver erztaf, d melalsches in auerzt asd beste daes man li tele kauger dle brille Der La Sübkz Kut eiuer li allet eas J foff auch lle Stein. Ini stan rührt dich 5 t der Nulli eine une slörnige. „ insbez der wal Substauun Tösstentbel raplit oh „hlenblendz, Jolzkolle, estelt, Mineralien arz gelt, Grund, w. dem Lichte Zieht ni ud verpa entweich ssbentheil asserstolf, Kalk-, nehrere an entstelt! rden, die Holl d und Al en, ds licht ea enn lie sich 50 273 Holzkohle dadurch aus, dass sie ausser mehreren anderen Körpern auch Stickstoff enthält. Manche Pflanzen liefern gleichfalls eine Stickstoff haltige Kohle, in dem Falle nämlich, dass sie viel Ei- weiss oder Pflanzenleim besitzen. Um die Kohlen auf Stickstoff zu untersuchen, müssen sie mit Kali geglühet und dann mit Wasser ausgelaugt werden; ist nämlich Stickstoff vorhanden, 80 bildet sich Kohlenstickstoff- Kalium(Kyan- Kalium), welches in Lisenauflösungen einen blauen Niederschlag her- vorbringt, oder es entsteht, wenn die Kohle auch Eisen enthält, Eisen- Kalium- Kyanid. Der Anthrazit besitzt keinen Wasserstoff, jedoch die Radicale einiger Erden und Oxyde, denn er liefert bei der Verbrennung Asche, die aus Kieselerde, Eisenoxyd, Alaunerde u. s. w. besteht. Der Graphit enthält gleichfalls keinen Was- serstoff, dagegen das Radical des Eisenoxyds, also metallisches Eisen, denn er giebt beim Verbrennen in Sauerstoffgas Asche, die grösstentheils aus Eisen- oxyd besteht. Der Graphit ist so feuerbeständig, dass man Tiegel aus ihm verfertigt, welche nur bei sehr langer Einwirkung der Flamme an der Oberflä- che bräunlich werden. Der Lampenruss ist ziemlich reiner Kohlen- stoff; setzt man ihn in einem verschlossenen Gefässe einer heftigen Glühehitze aus, 80 liefert er beim nachherigen Verbrennen ausser Kohlensäure immer etwas Wasser; folglich enthält“ er ausser Koblen- stoff auch Wasserstoff. Der Graphit, der Anthrazit, die Stein- und Braunkohlen— Körper, die aus der Urzeit stammen— zeichnen sich von den Holzkohlen 18 274 dadurch aus, dass sie kein Kali und Natron bei der Verbrennung liefern. Obgleich es uns bisher noch nicht gelungen ist, reinen Kohlenstoff darzustellen, so glaubt man doch, dass die grosse Unähnlichkeit der Kohle und des Diamants nur von der verschiedenen Aggregations- form ihrer Atome herrühre. Man sagt, der Dia- mant sey krystallisirter Kohlenstoff— Was sich al- lerdings durch seine Form zu erkennen giebt— statt dass der Kohlenstoff der Holzkohle, des Lam- penrusses, oder die Kohle, welche sich plötzlich als schwarzes Pulver ausscheidet, wenn man Chlor auf die Verbindung des Kohlenstoffs mit Wasserstoff Firken lässt, nur locker verbundene Kohlenstoffato- me ssyen. f Der Russ des Holzes u. dergl., enthält ausser dem Kohlenstoffe noch viele andere Körper; Brac- conot fand nämlich in 100 Theilen Russ 4, 10 essigsaures Kali 14,66 kohlens. Kalk- u. etwas Kohlens, Talkerde 5,65 essigs. Kalkerde 5,00 schwefels. Kalkerde 1,50 phosphors. Kalk mit etwas Ei- senoxyd 0,36 Chlorcalcium 0,20 essigs. Ammoniak 30,20 Ulmin(Humussäure) mit et— was Ammoniak und 38,33 Kohle, Harz und Bitumen Sum. 100,000 In einem anderen Russe fand er auch viel schwe- faules J a8 elele Ion Lolz . A. 0 1 10 Cäclusck 300 I) be mant) Vird et Craplit 80 gut, Leine Le * gens 00 6 Noblenste Uicitit; tet. dageg Fenn sie clielt! ig heul die Noll uud ddt Lockere sellecht bl. J N Jullengt tram le bt gehn Laubt mu! Kolle m u Aggrezl sagt, del — Mas zi ennen gie ohle, des ich pati man(I. mit Waun Rollen etwas kl erde mit etpa a ure) m ak und ud Bitune ach wie aal 275 felsaures Ammoniak und schwefelsaures Kali. Hier- aus erhellet, dass sich viele Stoffe beim Verbrennen von Holz verflüchtigen. Der Kohlenstoff hat folgende Eigenschaften: 1) Er ist stets starr und hat weder Geruch noch Geschmack. Sein specif. Gewicht im Diamant ist 35 54. 2) Die grösste Hitze ist nicht im Stande, den Kohlenstoff zu verflüchtigen oder zu schmelzen. 3) Er ist der härteste unter allen bekannten Kör- pern, denn durch den Diamant lassen sich alle übri- gen Körper ritzen. 4) Der Kohlenstoff in reiner Gestalt(der Dia- mant) leitet nicht die Electricität; durch Reiben wird er electrisch.— Holzkohle, Anthrazit und Graphit leiten dagegen die Electricität beinahe eben so gut, als Metalle. Manche Holzkohlen sind indess keine Leiter der Electricität; sie erlangen aber die- se Eigenschaft, sobald sie stark geglühet werden. 5) Gegen den Wärmestoff verhält sich der reine Kohlenstoff, oder der Diamant, wie gegen die Elec- tricität; ist also kein Wärmeleiter. Die Kohle lei- tet dagegen die Wärme schon besser, besonders wenn sie zuvor heftig geglühet worden ist, ja dieses geschieht dann in solchem Grade, dass sie nur schwie- rig brennt. Durch heftiges Glühen wird nämlich die Kohle etwas dichter, sie sintert zusammen, und dadurch nimmt ihr Wärmeleitungsvermögen zu. Lockere Kohlen leiten die Wärme nur desshalb 80 schlecht, weil in ihren Poren Luft eingeschlossen ist. 6) Mit Unterstützung von Wärme übertrifft der Kohlenstoff beinahe alle übrigen Körper in der Ver— 18* 276 wandtschaft zum Sauerstoff. Desshalb lässt sich auch die Kohle des Holzes so gut dazu verwenden, um gen Sauerstoff von den Metalloxyden zu trennen. Die Producte hierbei sind: regulinisches Metall, EKohlensäure- und Kohlenoxydgas.— Da nun das Sonnenlicht gleichfalls als eine höhere Temperatur Wirkt, 30 werden manche Mei- lloxyde eines Theiles ihres Sauerstoffs beraubt, wenn sie am Lichte mit Kohlen oder kohlenstoffhaltigen Körpern in Berüh- rung kommen; 80 L. B. verwandelt sich Eisenoxyd in Eisenoxydul, wenn man es, mit feingepulverter Kohle und etwas Wasser vermengt, lange Zeit der Einwirkung des Sonnenlichtes aussetzt. Auf diese Weise kann sich daher auch Mangan- und Eisenoxy- dul aus Mangan- und Eisenoxyd im Boden bilden, sobald nämlich gleichzeitig darin Humus, ein viel Kohlenstoff besitzender Körper, vorkommt. Weiter- hin hierüber das Nähere.— Bei der gewöhnlichen Temperatur verbindet sich der Kohlenstoff mit dem Sauerstoff der Atmosphäre ausserst langsam(langsame Verbrennung) und es ent- steht Kohlensäure; dies ist der Grund, wesshalb Bodenarten, die viele kohlenstoffreiche Körper ent- halten, als Humus(Vegetabilische und animalische Reste) oft bearbeitet werden müssen, denn wenn der Kohlenstoff dieses Körpers mit dem atmosphärischen Sauerstoff in Berührung kommt, 0 bildet sich all- mählig Kohlensäure, die den Pflanzen dann als Nahrung dient. Der Kohlenstoff verbindet sich mit dem Sauer- stoffe in 3 verschiedenen Verhältnissen: 1) zu Koh- M zu Oxalsäure und 3) zu Kohlensäure. enoxyd, Von d jesen Körpern wird weiter unten die Rede seyn. 70 Wer aaf erb aft zich eu, das 0 l 5 b Waser 55 700 barung arme en umelen. Der N. lg) drin, tut Mn wündet e Nückste lensäur Tollen und Koh zich scho zünden. durch ze vert;* der dauer kraut Wi Naldenst9 Valle U 80 Pelsh 99 1 auch di Jolle 90 gauische dul, in dag ach l wenden, n n elde isches Nez Da unn! 0 Tenperh eines Tue m Lichte rn in ber zich Liseum eingepuhn⸗ fange Leit . All dd und Lisen Boden lib. nus, ein f mt. Wei erbindet Atmospl undd es e d, west Körper animalle enn wenn! nosphäric. ildet b en daun“ dem Se 1) 1 I Kolle 1e Lede Kl 277 7) Wenn sich der Köhlenstoff rasch mit Sauer- stoff verbindet, oder wenn Kohle verbrennt, so er- zeugt sich eine bedeutende Hitze. Man hat gefun- den, dass 1 Gewichtstheil Kohle beim Verbrennen so viel Wärme erzeugt, dass 79, 14 Gewichtsthei- le Wasser von Oe R. dadurch bis zum Sieden, also bis zu + 80 R. erwärmt werden; oder bei der Ver- brennung von 1 Gewichtstheil Kohle wird so viel Wärme entwickelt, dass 104, 2 Gewichtstheile Eis schmelzen. Der Kohlenstoff des Diamants brennt sehr schwie- rig, bringt man ihn aber in Sauerstoffgas, sund er- hitzt ihn hierauf durch einen Brennspiegel, so ent- zündet er sich und verbrennt, ohne irgend einen Rückstand zu lassen; das Product hierbei ist Roh- lensäure. Die gewöhnlichen Holz- oder Pflanzen- kohlen brennen um so besser, je lockerer sie sind; und Kohle, welche aus Leinen dargestellt ist, lässt sich schon durch den Funken eines Feuerstahls ent- zünden. Die Entzündlichkeit der Kohle wird da- durch sehr erhöhet, dass man sie sehr fein zerpul- vert; gewiss aus keinem andern Grunde, als weil der Sauerstoff der Luft dadurch leichteren Zutritt erlangt. 8) Wir kennen nur ein Auflösungsmittel für den Kohlenstoff, dieses ist Eisen; bringt man nämlich Kohle und Eisen zusammen und erhitzt sie heftig, so verbinden sie sich und schmelzen zu Gusseisen. 9) Zu den Eigenschaften des Kohlenstoffs wird auch die Fähigkeit der thierischen- und der Holz- kohle gezählt, Gase in sich zu verdichten, und or- ganische Materien, die in Flüssigkeiten aufgelöst 5 sind, in sich aufzunehmen. Die letzt genannte Ei- ö 278 genschaft der Kohle hält man für eine chemische Thätigkeit des Kohlenstoffs, denn man hat gesehen, dass sich dabei die Kohlen um so wirksamer Zeigen, je weniger fremdartige Körper sie enthalten. Die Fähigkeit Gase in sich zu verdichten, theilen die Holz- und thierischen Kohlen jedoch mit allen porösen Körpern, denn sie wirken nur durch ihre Capillaranziehung; doch zeichnen sich die Holz- und thierischen Kohlen vor allen übrigen Körpern durch die Eigenschaft, Gase zu verschlucken und in sich zu verdichten, aus, weil sie die porösesten Körper sind, die es giebt; dass die Kohlen nur durch die Haarröhrchenkraft auf die Gase wirken, erhel- let daraus, dass Kohle von Kork, weil deren Poren zu weit sind, gar kein Gas in sich verdichtet.— Die Kohlen absorbiren die Gasarten jedoch nur bei niedrigen Temperaturen, denn sind sie bis zu 100 R. erhitzt, so verschlucken sie gar kein Gas.— Bei der Absorbtion der Gasarten entsteht jederzeit Wärme, weil dabei der Wärmestoff, welcher mit den Gasen verbunden war, frei wird. Bringt man desshalb Kohlen, welche Gase in sich verdichtet haben, in einen luftleeren Raum, so entsteht Kälte, weil die Gase entweichen und Wärmestoff wieder chemisch gebunden wird. Der grösste Theil der Luft, welche die Kohlen in sich verdichtet haben, entweicht, wenn man sie unter Wasser bringt, oder wenn sie das Wassergas der Atmosphäre in sich zu Wasser verdichten. Haben die Kohlen einmal eine Gasart in sich aufgenommen, 80 Wirken sie kaum auf ein anderes Gas. Gepulverte Kohlen verschlucken auch bei Wei- tem weniger Gas, als Kohlen in Stücken, indem ll T f fir As Weubton e die. u ol al 2 — — . 8 . — e del selcke die! waggiibel 00 00 09 9 Liegt die so viel ie dadur Das asg peil diese he Au Versch ut beugt el, 00 er mu Die manche nehmen Nünsten kinen l Ine chene b W hat esch samer zehn halten.] 5 theilen ch mit a ur durch ih ich die Il rigen Nine lucken uni lie por len nur dn irken, ble deren In verdichtet. edoch nur e bis u Lein Cds cht jeden welcher! Bringt u h ver dicke utsteht Li estoff pi te Theil ichtet hal bringt, f. re in sick asart in 80 K ein ander uch bei er clen, üüce 279 durch's Pulvern die Anzahl ihrer Poren verringert ird. Aus diesem Allen ist ersichtlich, dass die Absorbtion und die Verdichtung der Gase durch Kohle eine rein mechanische Thätigkeit ist. Die Kohlen verschlucken die Gasarten nicht nur in sehr verschiedenen Verhältnissen, sondern unter den Kohlenarten selbst findet hierbei ein gros- ser Unterschied Statt; im Ganzen genommen ver- dichten diejenigen Kohlen das grösste Volumen Gas, welche die feinsten Poren haben. Ein Volumen gut ausgeglühete Buchsbaumkohle absorbirt z. B.: 90 Volumen Ammoniakgas 85—— salzsaures Gas 55—— Schwefelwasserstoffgas 35—— Kohlensäuregas 9 Sauerstoffgas 7550— Stickstoffgas und 1,75—— Wasserstoffgas. Liegt Holzkohle in feuchter Luft, 80 verschluckt sie so viel Wassergas und atmosphäri che Luft, dass sie dadurch oft 20 p. Ct. am Gewichte zunimmt. Das Wassergas verdichtet sie in so grosser Menge, weil dieses in der Kohle zu flüssigem Wasser v. ird. Wegen ihres Vermögens, sehr viel Feuchtigkei kann man die Holzkohlen 5 zu verschlucken, gut benutzen, um Eisen gegen den Rost zu schü- tzen, denn man hat nur 7 es mit Kohlenpul- ver zu umgeben. Die Eigenschaft der Kohle, aus Flüssigkeiten manche darin befindliche organische Materien aufzu- nehmen, ist unstreitig sehr merkwürdig, und in den Künsten und Gewerben macht man hiervon schon einen häufigen Gebrauch. Die khierische Kohle be- — e 280 sitzt indess das Absorbtionsvermögen in einem bei Weitem höhern Grade als die Holzkohle, denn oft verhält sie sich hierbei zu dieser wie 50: 1. Die wirksamste Kohle ist diejenige, welche man erhält, wenn, Blut und kohlensaures Kali zusammen geglühet werden. Man schreibt die vergrösserte Wirkung der Kohle dem hierbei Statt findenden Ver- luste an Stickstoff zu. Wird indess die thierische Kohle zu stark geglühet, so verliert sie die Eigen- schaft, Flüssigkeiten zu reinigen, gänzlich. Um sich von der fraglichen Eigenschaft der Kohle schnell zu überzeugen, braucht man nur Rot! Iwein mit Kohlen- pulver zu schütteln und nach einiger Zeit zu filtri- ren, denn der Wein läuft dann Wasserklar durch's Filter. Noch vollkommener und schneller geschieht die Entfärbung, enn Wärme dabei angewendet wird. Die Kohle scheint hierbei die Rolle einer schwachen Basis zu spielen(die mehrsten färbenden organischen Körper verhalten sich nämlich als SchWa- che Säuren), desshalb kann man auch den färbenden Stoff aus der Kohle nicht durch Wasser wieder fortschaffen, sondern nur durch Kali ilauge. Die Kohle lässt sich dieser Eigenschaft wegen zur Ent- fuselung des Brannteweins, zum Raffiniren des Zuk- kers, zur Verbesserung 25 Wassers und zu vie- lerlei ähnlichen Zwecken verwenden. Gewöhnlich bedient man sich hierzu des Beins chwarzes(aus Knochen durch trockene Destillation erhaltene Fok⸗ le), welches als Neber product in den Salniiakfabr ken gewonnen wird. In Ermangelung von 1 schwarz lässt sich auch ein Gemenge aus Thon, Theer und Steinkohlenpulver(in dem Verhältnisse Wie 100 zu 20 zu 50) anwenden; man muss dieses age mit ner arbeite Geben 0 gallen kein 0 1 15 0 rauchkultur f. aud, al edel chen; un ziben Aallens ah, el f. Nullen, fer. brgaric ben, Pönne perlen, e Wirth und men näm! 15 in Milt. U 10 auge och in der. dagegen g duch gpl nige der K baer gänge neür als Be ds kale die been 100 De dige Ligen u Maszer Theile 1% kal; Um fel. musz 1 in alben olle, deu e dhe, ge, welche; Kali Zub lie verre b findenden s dis flit t sie lie 10 Zlich. Un olle Schut in mi l. Leit a! ser klar ch aeller ga bei ange lie Rolle sten frbte ich als Sch den färbe asser pi lilauge. gen zur! iren des. und JU Cell War zes haltene f Salniabf ig von ah e aug un Perbilnis 1 Ms die 281 Gemenge mit Wasser vermischen, es gut durchein- ander arbeiten, Kuchen daraus formen, und diese in Gefässen so lange glühen, bis der Theer und die Kohlen kein Gas mehr entwickeln. Es giebt auch Braunkohlenarten, die, wenn sie zuvor gut verkohlt sind, oft eben so gute Dienste leisten, als Bein- schwarz, und neuerlich hat man in Frankreich einen Kohlenschiefer, welchen man zuvor wie Holz verkohlt, selbst wirksamer als Beinschwarz gefun- den. Kohlen, welche einmal zur Fortschaffung frem- der organischer Körper aus Flüssigkeit gedient ha- ben, können nur in dem Falle wieder gebraucht werden, dass man sie eine Zeitlang auf Haufen wirft und fortwährend feucht hält; hierdurch kom- men nämlich die durch die Kohlen aufgenommenen Körper in Gährung und Zersetzung und können dann mittelst Wasser, oder besser durch verdünnte Kali- lauge ausgewaschen werden; zuletzt muss man sie noch in verschlossenen Gefässen glühen; werden sie dagegen gleich, nachdem sie angewendet worden sind, geglühet, so überziehen sich ihre Poren, ver- möge der Körper, die sie verschluckt haben, mit einer glänzenden Kohle, und wirken dann gar nicht mehr als Reinigungsmittel; man hat auch gesehen, dass diejenigen Kohlen zur Klärung von Flüssigkeiten die besten sind, welche ein mattes Ansehen haben. 10) Die thierische Kohle besitzt die merkwür- dige Eigenschaft, die Kalkerde aus ihrer Auflösung in Wasser vollkommen nieder zuschlagen; hierzu sind 10 Theile Kohle auf 100 Theile Kalkwasser erforder- lich; um aber die Kalkerde vollkommen abzuschei- den, muss man die Flüssigkeit noch sieden und dann 282 filtriren. Die Holzkohle besitzt dagegen die Eigen- schaft, den Kalk auszuscheiden, gar nicht. 11) Eine sehr merkwürdige Eigenschaft der Koh- le besteht endlich darin, dass sie die Fäulniss orga- nischer Körper hemmet. Dieser Eigenschaft geschah schon Erwähnung, als vom Wasser gehandelt wurde, desshalb sollen hier nur noch einige bestätigende Bei- spiele angeführt werden: bringt man Fleisch zwi- schen Kohlenpulver, so erhält es sich selbst bei ei- ner Wärme von J 10 R. mehrere Tage völlig frisch; und eben 80 widerstehen Cadaver lange Zeit der Fäulniss, wenn man sie in Kohlenpulver packt.— Von den Landwirthen und Forstmännern wird die antiseptische Eigenschaft der Holzkohle sehr oft benutzt, denn setzt man bei jungen gepflanzten Bäu- men, zur besseren Aufrechthaltung derselben, Stan- gen, so verkohlt man sie oberflächlich so weit, als sie in den Boden gesteckt werden; oder errichtet man Befriedigungen um Gärten u. dergl., so werden die Enden derjenigen Pfähle verkohlt, welche man in die Erde gräbt Sehr häufig wird auch die Kohle, da sie Jahr- hunderte im Boden liegt, ohne sich aufzulösen, oder in Zersetzung überzugehen, zur Anlegung von Grenzzeichen benutzt. Da die Kohle, wie wir schon früher gesehen haben, das Sonnenlicht zerlegt und Wärme dabei frei wird, so benutzt man diese Eigenschaft in eini- gen sehr hoch oder nördlich gelegenen Gegenden, um dadurch im Frühjahr den Schnee der Felder eher zum Schmelzen zu bringen. Ohne Zweifel nutzt die Kohle hierdurch der Vegetation nicht nur augen- ch fond ü, ds 0 6 n eit g en been Ian Naln ee at de lle 40 le de Le fen geölt welkilt mch alba, d gauders das lackt? D* 15 d enn. gabracht vir dann eden gas fast int Abeorbirte e zeld wieder .— Da die kedteben, 60 u gepinnen erkalung 5 serboblane 0 llaton n dassellt, J durch dle orten ger elzk. dei ars Löllessig 97 Int 5 A0 dpegen die Ih r nicht. nschakt der! lie Pänlutz 1 genschalt 10 gehandelt pu bestätige man HIxeh ich selbst h ere Tage Cadaper! in Rollan rstmännern olzkohle gepflanzt; derselben, ich so peil, oder et gl., 80 t, Welck! e, da 8h. sich aun I Anlegung früher ge 1 Mirne b pnschaff 14 enen ez der Teldre 283 blicklich, sondern dient ihr in der Folge auch da- durch, dass sie sehr viel zur besseren Erwärmung des Bodens beiträgt, was natürlich in kalten Klima- ten ein Gegenstand von grösster Wichtigkeit ist. Man kann indess hierbei die Frage aufwerfen: scha- det die Kohle der Vegetation auch wohl dadurch, dass sie die Zersetzung der im Boden vorkommen- den organischen Reste verhindert, und wirkt sie vielleicht auch dadurch nachtheilig auf das Pflanzen- wachsthum, dass sie manche düngende Gasarten, besonders das sich entwickelnde Ammoniakgas ver- schluckt? Das Letztere möchte aber wohl niemals der Fall seyn, weil sie, noch ehe sie auf die Felder gebracht wird, atmosphärische Luft verschluckt und dann gegen das sich etwa entwickelnde Ammoniak- gas fast indifferent bleibt. Gesetzt aber auch, sie absorbirte etwas Ammoniakgas, so wird dieses doch bald wieder durch Regenwasser ausgetrieben wer- den.— Da die Pflanzen hauptsächlich aus Kohlenstoff bestehen, so dienen sie dazu, um Kohlen aus ihnen zu gewinnen; dies geschieht durch die bekannte Verkohlung des Holzes in Meilern u. dergl.— Die Verkohlung des Holzes ist mit einer trockenen De- stillation zu vergleichen und bewirkt auch ganz dasselbe. Man gewinnt auch hin und wieder da- durch Kohlen, dass man Holz in grosse eiserne Re- torten oder Kasten bringt, und sie dem Feuer aus- setzt. Beim Verkohlen des Holzes entweicht stets ein Theil seines Kohlenstoffs in Verbindung mit Was- ser-, Stick- und Sauerstoff zu neuen Producten, als Holzessig, Theer, Wasser, Kohlensäure, Kolen- oxyd-, Kohlenwasserstoff- und Ammoniakgas. Da r ˙·¹ Ä 284 indess bei der Verkohlung des Holzes der mehrste Kohlenstoff zurückbleibt und auch nicht flüssig Wird, so behalten die gewonnenen Kohlen auch immer die Form des Holzes. In der Glühehitze zerlegt die Kohle das Wasser, wobei sie sich selbst mit den Elementen desselben verbindet und Luftgestalt annimmt; es entsteht Koh- lensaure-, Kohlenoxyd-, Kohlenwasserstoff- und Wasserstoffgas. Das Verhältniss, in welchem diese Körper zu einander stehen, erleidet aber jedesmal durch die Temperatur, welche hierbei Statt findet, eine Veränderung. Mit Unterstützung von Wärme wird die Kohle sehr rasch durch Salpetersaure zerlegt, und es er- zeugen sich Kohlensäure- und Kohlenoxydgas, Wäh- rend Stickgas frei Wird. Bei Anwendung von ge- ringer Wärme ents tehen aber andere Verbinduf ngen. Auch durch Schwefelsäure wird die Kohle, bei 100 bis 200% R. Wärme zerlegt; es bildet sich ochweflieng und Kohlensäure. Diese Erscheinungen haben nur insofern für uns Interesse, als sie 1 welche Zersetzungen erfolgen, wenn man bei der Unter- suchung humusreicher oder viel Kohlenstoff halti- ger Bodenarten Salpeter- oder Schwefelsäure anwen- det.— Hat man zu irgend einem. thierische Kohlen nöthig, die keine Kalksalze enthalten dür- fen, so muss man sie mit Salzsäure Agerzren„ Ant ein Filtrum bringen, mit heissem Wasser, Wozu etwas Salzsäure gesetzt ist, auswaschen, und zu- letzt mit reinem Wasser so lange auswaschen, bis Ammoniak in der durchgelaufenen Flüssigkeit Kennen Niederschlag mehr hervorbringt.— fle eich an Pollen Tust 1 g er Helen; in en Ladel, loca eint gabe p 1 pekden, u, indess 10 Vermöge ren Blatter hen, die g de mithin en grästen lie in der wessbab der 46s Bodens, gt pi ö Jan den! Dir Ma sb Ulle u penn auch en grosses u Torsty ich minde fach nur lolzez; nicht id en auch jun, Kolle d h. lementen dh t; es entgleh Ehwasserstot. in welcher idet aber ierbei Seht e wird dit! erlegt, ul Lenoxpchz, wendung ö ere Verbind Kohle, sich sch ngen haba zeigen, f bei der! Tohlenstof ekelsdurg l wecke lin e enthalt: 0 digerite, Wasser, schen,! auspacclel lüge r d 285 Da in den Pflanzen— die wässerigen Theile je- doch nicht mit gerechnet— der Kohlenstoff der Quantität nach den Hauptbestandtheil ausmacht, s0 möchte man hieraus folgern, dass die Pflanzen nur da gedeihen können, Wo Körper vorkommen, die reich an Kohlenstoff sind, und zwar an solchen koh- lenstoffhaltigen Körpern, die Auflöslichkeit im Was- ser besitzen, indem nur diese in die Wurzeln über- gehen können. Dass die kohlenstoffhaltigen Körper des Bodens eine sehr wichtige Rolle beim Pflanzen- wachsthume spielen, ist, wie wir weiter unten se- hen werden, allerdings keinem Zweifel unter wor- fen, indess haben glücklicherweise die Pflanzen das Vermögen, ausser mit ihren Wurzeln, auch mit ihren Blättern Körper aus der Atmosphäre anzuzie- hen, die gasförmigen Kohlenstoff enthalten, so dass sie mithin einen grossen, ja höchst wahrscheinlich den grössten Theil des bedürftigen Kohlenstoffs durch die in der Luft befindliche Kohlensäure erhalten, wesshalb denn auch die kohlenstoffhaltigen Körper des Bodens, Was ihren Kohlenstoff betrifft, weniger wichtig für die Vegetation sind. Von den Verbindungen des Kohlenstoffs mit Wasserstoff. Der Wasserstoff verbindet sich mit dem Koh- lenstofsfe in sehr mannigfaltigen Verhältnissen, und wenn auch im Allgemeinen ein Theil dieser Körper ein grosses Interesse gewährt, so ist für den Land- und Forstwirth die Kenntniss dieser Verbindungen doch minder wichtig; wir wollen desshalb haupt- sächlich nur diejenigen Verbindungen betrachten, die 286 in einiger Beziehung mit der Land- und Forstwirth. schaft stehen. 5 In der gegenwärtigen Zeit spielen 2 gasförmi- ge Verbindungen von Kohlen- und Wasserstoff bei der Beleuchtung eine wichtige Rolle; diese werden durch trockene Destillation von Steinkohlen, Theer, Harz, Oel u. m. dergl. organischen Gebilden erhal- ten, und sind diejenigen Verbindungen des Kohlen- stofls mit Wasserstoff, welche wir vor allen Zu be- trachten haben, nämlich: a) Halb- Kohlenwasserstoffgas, oder Wasser- stoffprotocarbonid. (gewöhnlich: Kohlen wasserstoffgas, auch Grubengas, oder Sumpfluft genannt). Durch Versuche und Berechnungen(weil der Kohlenstoff kein Gas darstellt) hat man gefunden, dass das Halb- Kohlenwasserstoffgas aus 2 Volumen Kohlenstoff und Volumen Wasserstoff besteht, die sich zu 1 Volumen verdichtet haben. Dem Gewich- te nach enthält es 75„17 Kohlenstoff und 24,83 Wasserstoff. Sum. 100, 00.. Das fragliche Gas lässt sich weder bei der ge- wöhnlichen Temperatur, noch mit Unterstützung von Wärme, durch directe Verbindung von Kohle und Wasserstoffgas darstellen, ja es entsteht selbst dann nicht, wenn man über glühende Kohlen Was- serdämpfe leitet; früher glaubte man aber, es lasse sich auf diese Weise gewinnen. Im rein nnen dt Alon 00 fuck en 9 fan it v0 nat 10 0 1 11 Sei zb Heigl liulg f enk uc ande ng dn l bse U deen(0 I Dayy den Graber kunden; d dass die umgeben zündung die Steinke das Cas eil In nat rend aus d 90 dient es Ius, pos Fhackte le Uieses niti brenn, nen, an in einigen das Cas N Bart Das! Jer zehr b. ul Tang; pielen 10 U Wash ollez dig, teinkollen 1 len Cebilke lungen des! ir vor alla; „ odler J. d. „ auch bn ung). fungen„(1 eder bei lit Lutentt ndung 1 es entbelk!“ ade Kulla, al aber, 6 1 287 Am reinsten erhält man das Gas im Grossen, wenn man dasjenige Gas, welches man bei der De- stillation trockner, schwefelfreier Steinkohlen erhält, durch ein glühendes Rohr streichen lässt, indem es dann nur noch mit etwas Kohlenoxydgas verunrei- nigt ist. In Steinkohlengruben bildet sich das Gas sehr häufig freiwillig und ist die Ursache, dass, wenn auch atmosphärische Luft hinzutritt, bei seiner Ent- zündung(durch Grubenlampen) die fürchterlichsten, oft grosses Unglück anrichtenden Detonationen ent- stehen(Schlagende Wetter, feurige Schwaden). H. Davy hat, um die Entzündung des Gases in den Gruben zu verhüten, eine Sicherheitslampe er- funden; die Einrichtung dieser Lampe besteht darin, dass die Flamme mit einem sehr feinen Drahtgitter umgeben ist. In England verhindert man die Ent- zündung des Gases jetzt auch dadurch, dass man in die Steinkohlengruben Chlorkalk schüttet, wodurch das Gas eine Zersetzung erleidet. In manchen Gegenden strömt das Gas fortwäh— rend aus der Erde, und da es sich entzünden lässt, so dient es zum Heizen; so z. B. in Rheine an der Ems, woselbst es aus einem verlassenen Gruben- schachte her vorkommt. Anderwärts benutzt man dieses natürliche Gas sogar zum Ziegel- und Kalk- brennen, so am nördlichen Abhange der Apenni- nen, bei Velleja, Piatramala und Barigazzo. Auch in einigen Gegenden Frankreichs und Englands strömt das Gas ohne Unterbrechung aus der Erde, so zu St., Barthélemi, Lancastre und Bosely. Das Halb- Kohlenwasserstoffgas erzeugt sich fer- ner sehr häufig bei der Zersetzung organischer Re- r 288 ste, desshalb auch höchst wahrscheinlich bei der Täulniss des Mistes in den Düngergruben, und Vieh- ställen. Auch dasjenige Gas, welches sich entwickelt, wenn man mit einem Stock in einen schlammigen, humusreichen, mit Wasser bedeckten Boden rührt, besteht gewöhnlich aus ziemlich reinem Kohlenwasser- stoffgase, denn es ist nur mit wenig Sauerstoff-, Stick- und kohlensaurem Gase verunreinigt; hiervon kann man es aber leicht durch Schütteln mit Kalkwasser und in Berührung mit brennendem Phosphor befreien. Braucht man daher nur kleine Quantitäten, 80 lässt es sich, wie erwähnt, am besten gewinnen. Es ist farbe- und geruchlos(Mehrere behaupten indess, es habe einen unangenehmen Geruch); hat keine sauren Eigenschaften; ist im Wasser unauf— löslich; besitzt ein specif. Gewicht von 0, 559, und brennt mit einer gelblichen, nach Einigen mit einer blauen Flamme, wobei sich Wasser und Kohlensäu- re bilden.— Kommt Chlorgas, in dem Verhältnisse Wie 2: 1 bei Unterstützung von Wärme, mit die- sem Gase in Berührung, 80 bemächtigt sich das Chlor des Wasserstoffes und es entsteht salzsaures Gas; Zugleich schlägt sich die Kohle dann auch als ein schwarzes Pulver nieder. Ein troknes Gemenge von Chlor und Halb- Kohlenwasserstoffgas erleidet weder im Dunkeln noch am Lichte eine Zersetzung; ist aber Wasser gegenwärtig, so wird es beim Zu- tritte des Lichtes zersetzt. Es verbindet sich nicht mit Säuren und Basen, auch, wie es scheint, mit keiner anderen Substanz. Dass das Halb- Kohlenwasserstoffgas den Pflanzen zur Nahrung dient; ist zwar wahrscheinlich, aber noch nicht durch directe Versuche bewiesen worden. e. Keel ud ele cb souckaeiked; 00, U, — dunn. 100 Is W. Cerach un es mit der zünden ur absetzenden er bellen! hei der bas Neiuten dur aud dergl. as belle dehpelelsur gest Merhe Abchd, Tbocht daun lelnde 03; leit lierbe die Linige n lbild weflichtz echt un cheinlich N gruben uud! es sich eiii nen ellen, ten Boden em Rollen Sauerzlak, 0 hien n mit Nl Phosphor he intitäten, zewinnen, lehrere hn gen Geruch m Waser u b von 0h Einigen nl er und Noll dem Peck Wärme, 1. mächtigt fl nlstebt uh le dann a troknes bt. Sto gas 1 eine Leist sird es ben uren ul 00 nderen dd fü rag del l dcheinlch, f ehrten oi 289 b) Zweites Kohlenwasserstoffgas, oder Was- serstoffpercarbonid (gewöhnlich: ölbildendes Gas). Es besteht aus 2 Volumen Wasserstoff unt 2— Kohlenstoff welche sich bei ihrer Verbindung zu 1 Volumen condensiren; dem Gewichte nach betete es aus 85, 80 Kohlenstoff und 14, 20 Wasserstoff Sum. 100, 00 Es ist ohne Farbe, besitzt einen brenzlichen Geruch und löst sich etwas in Wasser auf. Kommt es mit der Luft in Berührung, 80 lässt es sich ent- zünden und brennt dann mit einer, viel Russ absetzenden, sehr schönen weissen Flamme. Die- ser hellen Flamme wegen wird es jetzt sehr häufig bei der Gasbeleuchtung benutzt. Es lässt sich am reinsten durch sens Destillation von Thran, Oel und dergl. gewinnen; kann aber auch sehr Liebt aus 1 Theile Alkohol, mit 92 Theilen concentrirter Schwefelsäure versetzt, dargestelt werden. Man giesst hierbei die Schwefelsäure nach und nach zum Alkohol, schüttelt die Flasche jedesmal gut um und kocht Aa die Flüssigkeit, wobei das sich entwik- kelnde Gas aufzufangen ist. Zuletzt wird die Flüssig- keit hierbei schwarz(durch Bildung von Kohle, oder, wie Einige jetzt annehmen, von Ul Imin). Da ausser dem ölbildenden Gase auch etwas Kohlensäuregas, schweflichtsaures Gas, Schwefeläther und Weinöl entsteht und mit übergeht, so muss das erhaltene 19 PPP A A 290 Gas, wenn man es völlig rein haben will, zuerst mit Kalkmilch(in Wasser zergangner gebrannter Kall) und dann mit Alkohol geschüttelt werden. Die Alko- holdämpfe muss man zuletzt mit Wasser fortschaffen. Unser Lampen- und Kerzenlicht besteht grössten— erbrennendem ölbildenden Gase, indem theils aus Oel als Talg durch die Hitze der Flamme in sowohl dieses Gas zersetzt werden. Sein specif. Gewicht ist 05 9852. Wird es mit Sauerstoffgas oder atmosphärischer Luft gemengt und hierauf entzündet, so erfolgt eine heftige Detonation. Setzt man Chlorgas zum Wasserstoffpercarbonid, so entsteht sehr bald eine perlfarbige, ölartige Flüs- sigkeit, ohne dass Licht- oder Wärmeentwickelung Statt findet; hiervon hat dieses Kohlen wasserstoffgas auch seinen Namen erhalten. Da das andere Koh- lenwasserstoffgas diese Eigenschaft nicht besitzt, 80 lassen sich beide Gase auch dadurch leicht von ein- ander trennen, dass man Chlorgas zusetzt und es 30— 40 Minuten damit stehen lässt. Wienn man 2 Volumen Chlorgas und 1 Volumen dieses Gases mit einander mischt und das Gemenge schnell entzündet, 80 scheidet sich Kohle als ein dicker schwarzer Rauch ab. Ein Gemenge von 3 en Sauerstoffgas und 1 Volumen ölbildendes äusserst heftig wirkendes, leicht ent- Volum Gas giebt ein zündliches Knallgas. Leitet man zu wiederholten Malen den electri- schen Funken durch dieses Gas, 80 setzt sich Kohle ab und das Wasserstoffgas wird frei. Dasselbe ist auch bei dem vorigen Wasserstoffgase der Fall. an, dass, wenn dieses Gas mit Was- Man nimmt gls in bunden gkeubt, 0 chiedene auch se) Körper, Chemie 9 wir uns! Launt nat 15 gie Tasersto leben abe grüsstendh Das und Wa Vyhta, en, in Disweilen der Ide Nalkbreur Gegenden den ler chen Zeit Die N Mbexahre Lat ved Das stillation gewinnt Ede mi. tclen, a mn den ludlich ben fil,„ er gebraungi werden, u! Vasser fr it bestell n nden C e, tze der Il 2. er atmogl let, 8p ett se rstoffpere dige, Ukkrig Värmeenbpi Lohlenwas a das aud nicht bel ch leicht; as Zusellf! st. a8 und 10 und des ich Rolle“ n Cem lumen dl endes j 10 lalen du“ 0 sell u rel. Dit 456 del 1 a5 b un 291 sergas in dem Verhältnisse wie 1: 1 chemisch ver. bunden sey, es den AlkOhol darstelle; ja, man glaubt, dass es, mit Kohlensaure verbunden, die ver- schiedenen Zuckerarten hervorbringe; wie dem aber auch seyn mag, jedenfalls gehört dieses Gas zu den Körpern, die eine wichtige Rolle in der organischen Chemie spielen, und desshalb war es nöthig, dass wir uns mit seinen Eigenschaften etwas näher be- kannt machten. Es giebt mehrere Verbindungen von Kohlen- und Wasserstoff, die als Flüssigkeiten erscheinen; diese haben aber für uns wenig Interesse, zumal da es grösstentheils Kunstproducte sind. Das Rosenôl ist eine Verbindung von Kohlen- und Wasserstoff; desgl. das süsse Weinöl; ferner Naphta, die ein Naturproduct ist und in Calabri- en, in Sicilien und bei Parma aus der Erde quillt. Bisweilen strömt die Naphta, auch als Dampf aus der Erde, und lässt sich dann entzünden und zum Kalkbrennen gebrauchen. In Persien und anderen Gegenden Asiens brennt die als Dampf aus dem Bo- den hervordringende Naphta schon seit undenkli. chen Zeiten. Die Naphta wird benutzt, um Körper darin auf. zubewahren, die sich nicht mit dem Sauerstoff der Luft verbinden sollen, z. B. das Metall des Kalis. Das Steinöl(Petroleum), welches man durch De- stillation aus einer bituminösen mineralischen Substanz gewinnt, oder das an mehreren Orten, z. B. bei Edemissen, nicht weit von Celle im Hannover- schen, aus einem Kalkflötze quillt, gehört gleichfalls zu den Verbindungen des Kohlen- und Wasserstoffs. Endlich scheint auch ein erdharzartiger Körper. 19* 292 welcher sich in manchen Torf- und Humusarten be- findet, und sich diesen theils durch Alkohol, theils durch Terpenthinöl entziehen lässt, eine Verbindung von Kohlen- und Wasserstoff zu seyn, und viel- leicht ist selbst der schwarze Theer, welcher bei Hänigsen und Wietze im Lüneburgschen aus ei- nem torfigen Boden quillt, nur eine Abänderung die- ses Erdharzes. Mehr hierüber, wenn von der frei- willigen Zersetzung der Pflanzen im 2ten Theil die- ses Werkes die Rede seyn wird. Von der Verbindung des Kohlenstoffs mit Sauerstoff. Man glaubt, dass sich der Kohlenstoff mit Sau- erstoff noch in mehreren Verhältnissen verbinde, als früher angegeben wurde; da jedoch nur drei dieser Verbindungen genau bekannt sind, so sollen auch nur diese hier abgehandelt werden. Wir wollen zu- erst das Kohlenstoffoxyd und dann die Kohlensäure betrachten; von der Oxal- Oder Sauerkleesäure wer— de ich aber erst im 2ten Theile dieses Werkes das 45 Nöthige sagen. a) Vom Kohlenstoffoxydgas. Dem Gewichte nach besteht dieses Gas aus 42, 96 Kohlenstoff und 57„04 Sauerstoff. Sum. 1005 00 Es bildet sich, wenn Kohlen bei einem schwa— chen Luftzuge brennen; wenn Körper, die den gauerstolk! nicht er! wenn orgä unterworfe Fällen.— Da vnn tlg Lolle igen, penn Hit, farbe Erbit ercdunstet, en zu Wes Das 0a gleiche Thu lensauren ander mer glühet. Kollenoxyd läst sich! leicht ente o dgas erb Töeuo xd! netellsche de Kollengz einen Theil daducch in brpcges UNI Line 0 darin, q hralsaures felsäure 5 780 bis se I Hunztte Aboldd,. eine Verhit seyn, ul; er, elch Durgscben a Abänderu enn von dh! n Aen Tue lenstos nlenstoff ni sen verbinl 1 nur drei 50 sollen; Wir woll die Rollen derkleesäurk! ieses Werde ö Jagas es C85 fl 1 ine gal d ei Irpel) 293 Sauerstoff ziemlich fest halten, mit viel Kohle ver- mischt erhitzt werden, als einige Metalloxyde; wenn organische Körper der trockenen Destillation unterworfen werden und noch in mehreren andern Fällen.— Da nun die organischen Körper bei der Erhi— tzung Kohlenstoffoxydgas liefern, so lässt uns dieses folgern, dass sich das Gas gleichfalls bilden werde, wenn Mist, in hohe Haufen aufgethürmt, eine starke Erhitzung erleidet, was mithin, da das Gas verdunstet, einen Verlust an Pflanzennahrungsmit- teln zu Wege bringt.— Das Gas lässt sich leicht bereiten, wenn man gleiche Theile trockenen, gepulverten Marmor(Koh- lensauren Kalk) und trockene Eisenfeile mit einan— ander mengt und dieses in einer irdenen Retorte glühet. Es entbindet sich hierbei ausser vielem Kohlenoxydgase auch etwas Kohlensäuregas; dieses lässt sich aber durch Kalilösung oder Kalkwasser leicht entfernen, so dass man dann reines Kohlen- oxydgas erhält. In der Retorte bleiht Kalkerde und Eisenoxyd zurück; dies beruhet darauf, dass das metallische Eisen die aus dem Marmor entweichen- de Kohlensäure in der Glühehitze zerlegt, indem es einen Theil Sauerstoff der Säure zu sich nimmt, dadurch in Eisenoxyd verwandelt wird und Kohlen- oxydgas zurücklässt. f Eine andere Art, dieses Gas zu bereiten, besteht darin, dass man einen Theil Sauerkleesalz(saures oxalsaures Kali) mit 20 Theilen concentrirter Schwe— felsäure vermischt und gelinde erhitzt; schon bei + 80 bis 100 R. Wärme erhält man hierbei eine grosse Menge Kohlenoxyd und Kohlensäuregas, 294 die denn auf die vorhin beschriebene Art von einan- der geschieden werden. 6 Das Kohlenoxydgas ist geruch- und farbelos; brennt in Berührung mit der Luft mit einer blauen Flamme, wobei sich Kohlensäure bildet; ist sehr wenig im Wasser löslich; hat weder saure noch al- kalische Eigenschaften und kann nicht durch Wär- me und Electricität zerlegt werden. Wird es ein- geathmet, so erregt es sogleich Schwindel und An— Wandlung von Ohnmacht; kleine Thiere sterben au- genblicklich davon. Das specifische Gewicht dessel- ben ist 0, 967. N Einige Chemiker nehmen an, dass das Kohlen- oxydgas aus einem Volumen Kohlenstoff und 1 Vo- lumen Sauerstoff bestehe, welche sich bei ihrer Ver- bindung zu 1 Volumen verdichten; andere sind da- gegen der Meinung, es sey aus einem Volumen Koh- lenstoffgas und einem Volumen Sauerstoffgas zusam- mengesetzt, die bei ihrer Vereinigung zwei Volu- men Kohlenoxydgas lieferten, denn wenn man ein gegebenes Volumen Sauerstoffgas in Kohlenoxydgas verwandele, so verdoppele sich sein Volumen, werde hingegen das Sauerstoffgas in Kohlensäuregas verwan- delt, so verändere sich sein Volumen gar nicht. Ein Maass Wasser absorbirt nur 6 Kohlenoxydgas. Da dieser Körper in keiner weiteren Beziehung mit der Land- und Forstwirthschaft steht, so über- gehen wir seine übrigen Eigenschaften.“ b) Von der Kohlensäure. Da die Kohlensäure bei der Vegetation eine überaus wichtige Rolle spielt, so kann sie mit allem — alle Lu 0 de für uns Jesbalb 80 gennen 1 Die Kb dhe Lage aus eien 1 Volanen 0 leit Mun m. Joblenstaf f Jasammenset mug und au gecürniger g er Oepisgl Cewichte n Verbrer gebt Rollen folfgazes. grüszert 1 noch 80 Piel golf in sich cinander zu Dis she boah t sche Lu; dam aus til Bei d ensäure e. r, wele auerlich!? e Aut n b 5 uud rd mit eiuer i bildet; iz er Saure uuf icht durch „ Mird e. chwindel ut niere sterbe e Gepicht dass das ll stoff uud ch bei ihre andere d. em Volunel zerstoffgab; zung Apel wenn 1. u Kohleno Volumen, säuregas ft en gar nick 20 Kohlen eiteren Bei stet, del. ure. Pegel aun 5 U 295 Rechte zu denjenigen Körpern gezählt werden, Wel- che für uns das grösste Interesse haben, wir müssen desshalb so genau als möglich ihre Eigenschaften kennen zu lernen suchen. Die Kohlensäure gehört zu den Körpern, Wel- che Luftgestalt annehmen, und man glaubt, dass sie aus einem Volumen Sauerstoffgas und einem halben Volumen Kohlenstoff bestehe. Zur völligen Gewiss- heit kann man hierüber nicht gelangen, weil der Kohlenstoff für sich keine Gasform annimmt; ihre Zusammensetzung ist desshalb nur durch Berech- nung und aus der Analogie anderer Verbindungen gasförmiger Körper gefunden worden. Mit grösse- rer Gewissheit wegs man dagegen, dass sie dem Gewichte nach besteht aus: 27, 36 Kohlenstoff und 725, 64 Sauerstoff Sum. 100 00 Verbrennt man Kohle in Sauerstoffgas, so ent- steht Kohlensäuregas, aber der Umfang des Sauer- stoffgases wird hierbei weder verringert noch ver- grössert. Die Atome des Sauerstoffs haben folglich noch so viele Zwischenräume, dass sie den Kohlen- stoff in sich aufnehmen können, ohne weiter von einander zu treten. Das specif. Gewicht des Gases beträgt 1, 5245; folglich ist es 0 5245 schwerer, als die atmosphäri- sche Luft; man kann es aus diesem Grunde gleich- sam aus einem Gefässe in ein anderes giessen. Bei der gewöhnlichen Temperatur stellt die Koh- lensäure ein vollkommen durchsichtiges, farbeloses Gas dar, welches einen stechenden Geruch hat, schwach säuerlich schmeckt und ein wenig die Lackmustinc- 0 296 tur röthet; doch erhält das Lackmus, da sich die Kohlensäure bald verflüchtigt, seine blaue Farbe wieder. Ganz trockenes Kohlensäuregas röthet das trockene Lackmuspapier fast gar nicht. Das Gas un- terhält nicht das Brennen der Körper und tödtet, wenn es in grösserer Menge eingeathmet wird. Ei- ner hohen Temperatur ausgesetzt, erleidet es keine Zersetzung, wohl aber erfolgt A888 wenn man an— haltend den electrischen Funken durch selbiges schla- gen lässt; hierbei entsteht dann Noklend de und Sauerstofgas. In neuerer Zeit hat man das Kohlensäuregas bei 0 R. Temperatur durch künstlichen Druck(der dem gleichkommen muss, welchen 35 Atmosphären aus- üben würden) in eine Flüssigkeit verwandelt. Dies wurde dadurch bewirkt„ dass man sich Kohlensäure— gas aus einem 1 Salze durch Einwirkung kräftiger Säuren in einer zugeschmolzenen, dieß Sire entwickeln liess und gleichzeitig 225 Röh- re künstlich erkältete. Bei diesem L perdegerte ist indess die grösste Vorsicht nöthig, weil die Röhre Während der Operation sehr oft Zerspringt. Wenn man die Röhre, worin sich die flüssige Kohlensäure gebildet hat, öffnet, so wird sie mit einer fürchter- lichen Explosion zertrümmert, indem die Kohlensäu— re plötzlich den gasförmigen Zustand annimmt. Man hat gefunden, dass bei 0% R. Temperatur, der Dampf der anten e einen Druck ausübt, welcher an Kraft dem von 36 Atmosphären nem und dass er bei 11» R. unter Oe noch mit einer Kran von 23 Atmosphären wirkt. Wegen dieser ausserordent- lichen Expansionskraft hat man das Kohlensäuregas schon zur Betreibung von Dampfmaschinen benutzt, aud nelleit sprengang Die f döchsten starrung g Wend lensiuregtz entztelt in der lil un Tlospbe er nit der febsdure zu. fel, Jod un derung be IS 0 reichliche binden 8 Rollensät Aber das] d Ligense Lepnen 90 Ling 1 ark aher Jollensäur deb 0 einem do mt; er len, f tinctur vom Cey iat al Faure en dalan be 05 ua 80 eine lat 1 iuregzz h cht. Dis gn prper 0 chmet wir. erleidet z „, Wenn mz. ch selbs; Kollenont. oblensire Druck fdr Atmosplärn wandelt. sich Rollen urch Tini olzenen, zeitig di Experime: weil die! pringt. ige Rolle t einer fil. 1 die Rolle annimmt. atur, der. bt, vesch ichlommt, einer Lal er auser Kolleasiut bine hen 297 und vielleicht gelingt es noch einmal, es auch zur Sprengung von Felsenmassen anzuwenden. Die flüssige Kohlensäure ist selbst durch die höchsten bekannten Kältegrade noch nicht zur Er- starrung gebracht. Wendet man Glühehitze an, so wird das Koh- lensäuregas durch Wasserstoffgas zerlegt; hierbei entsteht Wasser und Kohlenoxydgas; auch wird es in der Glühehitze zerlegt durch Kalium, Natronium und Phosphor; durch letzteren aber nur dann, wenn er mit der an ein feuerfestes Alkali gebundenen Koh- lensäure zusammentrifft. Sauerstoff, Chlor, Schwe- fel, Jod und Stickstoff bringen dagegen keine Verän- derung beim Kohlensäduregase hervor. Es löst sich in Wasser auf, und zwar um 50 reichlicher, je kälter letzteres ist; bei + 13 R. ver- binden sich 100 Volumen Wasser mit 106 Volumen Kohlensäuregas; durch künstlichen Druck nimmt aber das Wasser noch bei Weitem mehr auf. Die- se Eigenschaft des Wassers haben wir schon früher kennen gelernt. Wasser, welches Kohlensäure in Lösung enthält, nennt man flüssige Kohlensäure, darf aber nicht mit der vorhin erwähnten flüssigen Kohlensäure verwechselt werden. Sehr oft ist aus der Erde quellendes Wasser mit seinem doppelten Volumen Kohlensäuregas impräg— nirt; dergleichen Wasser hat dann einen prickeln- den, säuerlichen Geschmack, röthet die Lackmus- tinctur(auch wenn die Kohlensäure nur 20 000 vom Gewichte des Wassers beträgt), und zeigt über- haupt alle Eigenschaften einer Saure. Die Kohlen- säure entweicht aus dem Wasser zum grössten Theil schon bei der gewöhnlichen Temperatur der Atmos- 298 phäre; dasselbe erfolgt, wenn es gefriert, oder wenn man es unter eine Luftpumpe bringt.. Da die Kohlensäure oft die Ursache ist, dass Quellwasser Kalk- und Talkerde, Eisen- und Man- ganoxydul in Lösung hält, und sie als Gas beim längeren Stehen des Wassers an der Luft entweicht, so sondern sich diese Körper zum Theil als ein- fach kohlensaure Salze aus. Mehr hierüber bei den Salzen. Das Wasser zieht bis zu einem gewissen Grade das Kohlensäuregas der Atmosphäre an, desshalb enthält auch alles an der Erdoberfläche vorkommen- de Wasser mehr oder weniger Kohlensäure. Die Kohlensäure ertheilt vielen Getränken die moussirende Eigenschaft, und Bier, Champagnerwein und dergleichen verdanken ihr nicht nur, dass sie moussiren, sondern auch, dass sie einen stechenden, erfrischenden Geschmack haben. Sie vereinigt sich mit den mehrsten salzfähigen Basen zu kohlensauren Salzen(Carbonate), aber Weil sie nur eine schwache Säure ist, so hebt sie die Alkalinität des Ammoniaks, Kalis und Natrons nicht gänzlich auf. In der Natur kommt die Kohlensäure sehr häu- fig vor; sie macht, wie wir früher gesehen haben, einen constanten Bestandtheil der Atmosphäre aus. Chemisch gebunden findet sie sich im gewöhnlichen Kalkstein, in der Kreide und dem Marmor, auch kommt sie mit Talkerde, Eisen- und Manganoxydul, Natron, Kali, Baryterde und vielen anderen Kör- pern vereinigt vor. In manchen Mineralwässern, den sogenannten Säuerlingen, ist sie in Lösung ent- halten. D Mme auh viele J benz 80 alli Ver lem dier zich dur h reo fil Jene 1 Fals fer fach Lerseti 105 Cibrung m endlich fiel Roblens ger Med cya wor a Schpekebe elerde eil selungsart (lemikem iin dar gr en Minen n bert 15 eilig 05 in gig Wetelen üble bi. lrgzurez Jester t ez au 5 gelrint, N brit sache 1 f Pisen- dul! ie ab bn 0 T Lust cap Theil ab; hierüber hi! gewisgen 0 e c iche vohn ensäure. n Cetränle Champagor it nur, des inen Sstechl sten salil. honate), t, 80 bel s und. aure sehr! hen l gese tmospläte bn u gewollt Marmor,“ Mangauaft 1 andert! Minerals in Liu“ 299 Die Atmosphäre bekommt das Kohlensäuregas durch viele Processe, die an der Erdoberfläche vor- gehen; so z. B. entsteht Kohlensäure durch die all- mählige Verbindung des Kohlenstoffs des Humus mit dem Sauerstoff der Atmosphäre; ferner bildet sie sich durch das Athmen der Thiere; durch die Ver- brennung von Holz, Kohle, Torf u. dergl.; durch Zersetzung kohlenstoffhaltiger Mineralien; durch Fäulniss thierischer und vegetabilischer Substanzen; durch Zersetzung von Flüssigkeiten, die in die gei- stige Gährung übergehen(Bier, Branntewein, Wein); und endlich entwickelt sich besonders in dem Falle viel Kohlensäuregas, dass die Basis kohlensäurehalti- ger Mineralien,(kohlensaure Kalk- und Talkerde) mit etwa vorhandener Humus- und Salpetersäure, mit der Schwefelsäure zersetzter Kiese, oder auch mit Kie- selerde eine Verbindung eingeht. Diese letzte Eut- stehungsart des Kohlensäuregases ist bisher von den Chemikern unbeachtet geblieben, und doch scheint. ein sehr grosser Theil der in der Atmosphäre und den Mineralwässern vorhandenen Kohlensäure nur davon herzurühren. In einigen Gegenden strömt die Kohlensäure als Gas in grosser Menge aus dem Boden; 80 Zz. B. in Westphalen bei Istrup. Sie treibt hier auf, einer sumpfigen Wiese Schlammhügel von 15— 20 Fuss in die Höhe. Vielleicht kommen auch im Inneren der Erde grosse, mit diesem Gase angefüllte Ranis 8 vor. Die Hundsgrotte bei Neapel und die Dunst- höhle bei Pyrmont, woselbst sich fortwährend koh- lensaures Gas aus der Erde entwickelt, scheinen wenigstens diese Vermuthung zu bestätigen; doch ist es auch möglich, ja es ist sogar Wahrscheinli- „ 1 4 1 300 cher, dass im Innern der Erde kohlensaure Salze, besonders kohlensaurer Kalk durch's Hinzukommen einer kräftigeren Säure, oder durch die Kieselerde, welche das Wasser in Lösung hält, zersetzt wird, wobei dann Kieselkalk und Kohlensäuregas entsteht. Etwas Kohlensäure mag indess an manchen Orten auch wohl dadurch frei werden, dass das vorhan- dene kohlensaure Eisen durch Hinzutretung des at- mosphärischen Sauerstoffs Zersetzt wird. Dieser Pro- cess findet höchst wahrscheinlich bei Pyrmont, Driburg, Hof-Geismar u. s. w. Statt, indem dort im Untergrunde thoniger Sphärosiderit oder kohlensaures Eisenoxydul enthaltende Mineralien vor- kommen. Zuweilen füllen sich Keller und Brunnen(beson- ders neu gegrabene) mit diesem Gase in 80 grosser Menge, dass hineinkommende Menschen augenblick lich ersticken; da nun die Kohlensäure schwerer als die atmosphärische Luft ist, so kann sie sich auch lange darin halten. Ob wirklich Kohlensäuregas vorhanden sey, lässt sich leicht dadurch entdecken, wenn darin ein brennendes Licht erlöscht. Um das Gas zu entfernen, ist es das Beste, in Wasser ge- löstes Ammoniak hinein zu schütten, denn die Koh- lensäure wird sehr schnell davon angezogen. In Er- mangelung des Ammoniaks kann man aber auch in Wasser gerührten gebrannten Kalk anwenden. In der Nähe von Vulcanen strömt, bei einem bevorstehenden Ausbruche derselben, oft eine 80 gros- se Menge Kohlensäuregas aus dem Boden, dass alle an der Erde lebenden kleinen Thiere davon erstik- ken. Will man Kohlensäuregas oder flüssige Kohlen- Jure b (oller dure verbe viel) bringt Saure Mit ei ale Je lierbei Lust m. culbind Sobald welche kann gekang lensdu und a die R viel w. verdid Zu sic chung gebr. mit 0 0 pie erwäs bier . eine oder isi feige leneanr g. 5 Haun n die Rec Lersetzt juregas colt manchen ass das in; tretung 0 rd. Dieser bei Pyrn „ Statt, i ꝗrosidertt, Mineral; Brunnen, e in 80 f hen augell e schwert sie sich! Lohlensäu rch entdee cht. Ui. n Wasser denn die! zꝛ0gen. 1 aber au wenden. t, bei kl t eine len, das daran el 1% Jolle igt 301 saure bereiten, so lässt sich dazu am besten Kreide (Kohlensaure Kalkerde) und Schwefel- oder Salz- saure benutzen. Man giebt zu dem Ende die gepul- verte Kreide in eine Entbindungsflasche, giesst 80 viel Wasser darauf, dass sie bis zu 5 gefüllt ist, bringt eine Entbindungsröhre an und setzt dann die Säure durch einen in den Kork eingelassenen und mit seinem Halse bis beinahe an den Boden der Fla— sche reichenden Trichter hinzu. Zuerst entweicht hierbei die in der Flasche befindliche atmosphärische Luft mit der sich aus der Kreide unter Aufbrausen entbindenden Kohlensäure; das Gas ist aber rein, sobald es gänzlich von einer Auflösung Aetzkali(durch welche man es streichen lässt) verschluckt wird, und kann dann entweder für sich, oder in Wasser auf- gefangen werden. Das Wasser, welches die Koh- lensäure aufgenommen hat, muss gut verschlossen und an kühlen Orten aufbewahrt werden, weil sonst die Kohlensäure daraus entweicht; und damit es 80 viel wie möglich vom durchgeleiteten Gase in sich verdichte, muss es recht kühl gehalten werden, wo- zu sich im Sommer die früher genannten Frostmi- schungen eignen. Durch einen zugleich künstlich angebrachten Druck kann man hierbei das Wasser mit so viel Kohlensäure beladen, dass es davon eben so viel und mehr, als die besten Mineralwässer(Sau- erwässer) enthält. Im Grossen bedient man sich hierzu eigner Apparate. Um zu sehen, ob irgend eine Flüssigkeit oder eine Luftart Kohlensäure enthält, bringt man Kalk- oder Barytwasser damit in Berührung, denn beide Flüssigkeiten sind für Kohlensäure so empfindliche Reagentien, dass augenblicklich eine weisse Trübung f . rr,! e 302 entsteht, wenn auch en i g f 5 5 ur die geringste Menge da- von vorhanden ist. i a v0 8 er Niederschlag brauset dann mit Säuren und besteht aus kohlensaurer Kalk- oder Baryterde. 3 83111 0 8 113 2 Die Sättigungscapacität der Kohlensäure ist 36532, weil 100 derselben 72,64 Sauerstoff, und die Säure 8 2 2*** 85 welche eine gewisse Quantität Basis neutralisirt, 3 so viel Sauerstoff, als die Basis enthält; 8 a lei g 3 8 . erlei ist, ihre eee ist 2 ihres Sauerstoffgehaltes: denn.—— 36,32 2 7 Zu manchen Basen hat die Kohlensäure eine sehr schwache Verwandtschaft, zu anderen dagegen eine D so starke, dass selbst die stärkste Hitze die Säure nicht daraus verjagen kann, so z. B. beim Kohlen- sauren Kali. Was indess die Wärme nicht ver- mag, bringt eine andere Säure oft augenblicklich hervor.— Dass ihre Verwandtschaft zu den Basen oft nur schwach zu seyn scheint, rührt aber auch von ihrem Vermögen, Luftgestalt annehmen zu kön- nen, her. Die Pflanzen nehmen sowohl mit ihren Wur— zeln, als mit ihren Blättern die Kohlensäure, wel- che sich im Boden und in der Luft befindet, auf und zerlegen sie unter Beihülfe des Sonnenlichte durch ihre Lebensthätigkeit; denn man hat durol. Versuche ausgemittelt, dass die Pflanzenblätter eben S0 viel Sauerstoff im Sonnenscheine aushauchen, als der Sauerstoff beträgt, welchen sie mit der Kohlen- säure aus der Luft absorbiren; indess kann auch wohl das ausgedunstete Sauerstofsgas noch von an— deren, in die Pflanzen aus dem Boden übergegange- D D nen, und durch die Blätter zerlegten, sauerstoffhal- 16er nher kusäur 10 sic! Hacke, alen iht Die dem Ve hire 0 eelbige tel; W. lensäure vr sch gemüd Kohle Leit teress- die die fensäur Tin fre Versa ziehen mit K werde kehrt, der lässt, suche N zen lensät ken d. ingste Nai lag braut, 0 saurer Al. Lensivre n; , und di 0 Basis neut lie Basis h igungs cha „64 = 1 u lensäure di eren ggg e Hitze die“ B. beim U. Värme nich okt auge haft zu den! rührt abr. Aunehnen u. mit ihren; ollensäut, ift betiadt, des Sonne“ mau l anzenblilk. ausbaucke, mit der L. idess Ian 8 noch fs Jen idee i abend 303 tigen Körpern herrühren; dies soll weiter unten nühler erörtert werden. Den Kohlenstoff der Koh- lensäure behalten dagegen die Pflanzen grösstentheils bei sich; er dient ihnen zur Bildung von Faser, Stärke, Schleim, Gummi, Eiweiss; kurz zu fast allen ihren näheren Bestandtheilen. Die Pflanzen haben von der Kohlensäure, in dem Verhältnisse, wie sie sich ihnen in der Atmos phäre darbietet, grossen Nutzen, indem sie durch selbige den grössten Theil ihres Kohlenstoffs erhal- ten; wäre dagegen die Atmosphäre mit mehr Koh- lensäure als jetzt versehen, 80 würde ihnen dieses nur schaden; man hat nämlich durch Versuche aus- gemittelt, dass Pflanzen, welche man mit sehr viel Kohlensäure enthaltender Luft umgab, nach kurzer Zeit starben. Hierüber hat v. Saussure sehr in- teressante Versuche angestelt, denn' er fand, dass die die Pflanzen umgebende Luft, höchstens 2 Koh- lensäuregas enthalten dürfe, Wenn die Pflanzen da- rin freudig fortwachsen sollen. Aus v. Saussure's Versuchen können wir daher auch wohl den Schluss ziehen, dass die Pflanzen durch eine, sehr reichlich mit Kohlensäure beladene Quelle, Schaden nehmen werden, statt dass sie, wie auch die Erfahrung lehrt, von Wasser, welches etwas Kohlensäure ent- hält, grossen Nutzen haben. Wie gross hierbei der Gehalt an Kohlensäure im Wasser seyn kann, lässt sich nicht eher angeben, als bis es durch Ver- suche ausgemittelt worden ist.— Ein sehr merkwürdiges Beispiel, wie die Pflan- zen mittelst ihrer Blätter der Atmosphäre die Koh- lensäure entziehen, bieten uns die gemergelten Saa— ten dar; wenn nämlich auf einer Feldflur Stück um — 1 — A f . r,, ee 304 Stück gemergelt worden ist, so wachsen die Früch te auf den nicht gemergelten Feldern, auch wenn hier alle früheren Verhältnisse ganz dieselben blei- ben, nicht mehr 80 gut, als ehedem; wodurch die Besitzer jener Felder, wenn sie nicht fortwährend geringe Erndten haben wollen, genöthigt sind, gleich- falls zu mergeln. Aus dieser höchst wichtigen Er- scheinung, die man sehr häufig im Holsteinschen be- merkt, sehen wir also, dass die, durch die Mer gelung her vorgebrachten, kräftigeren Pflanzen das Vermögen haben, der sie umgebenden atmosphäri- schen Luft so sehr die Kohlensäure zu entziehen, dass den schwächlichern Saaten wenig oder nichts davon übrig bleibt.— Etwas Aehnliches bemerkt der Forstmann in seinen Wäldern, denn wenn er die hier etwa vorkommenden Blössen mit jungen Bäumen bepflanzt, so gedeihen diese sehr selten, weil höchst wahrscheinlich die benachbarten, schon kräftig wachsenden alten Bäume die mehrste atmos- phärische Kohlensäure zu sich nehmen; freilich wirkt hierbei auch oft die Entziehung des Lichtes nachtheilig ein.— Ob die Pflanzenwurzeln die Kohlensäure, s0 Wie sie der Boden aus der Atmosphäre anzieht und in sich verdichtet, einsaugen, oder ob sie selbige erst dann zu sich nehmen können, wenn sie im Was ser gelöst ist, hat man noch nicht ausgemittelt; wäre aber auch das Letztere wirklich der Fall, s0 hat doch der Boden gleichfalls die Fähigkeit, das Wassergas der Atmosphäre anzuziehen und in sich zu Wasser zu verdichten, so dass hierdurch die ab- sorbirte Kohlensäure dann auch fortwährend das Auflösungsmittel findet, um in die Pflanzenwurzeln borgen uch. Lu luptbes Aassüure. gaben; al den Basen 8 Pflanz dus babe Die Lersetzi dus nur erstolfs e Holztaser Luft frei man con vermischt Die vas ibrel die log gelb; 1 dass ei eine y. Da erden, kerlich dur in achten d. ern, duch U 1 dieselben m; poche icht fury, lligt aud, ust wia Holstein durch de ren Pfau nden alu re zu eu enig odr! unliches ler denn peu ssen mit f liese sehr; schbarten, N mehrste! ehmen; f. ung des 1 ohlensiuge ire aul ob sie; enn ie in it ausgen! h der l Tähiglei, en und u“ erdurch dt 0 tp. auen 305 übergehen zu können, ohne dass es grade zu regnen braucht. a Zu den Körpern, worin der Kohlenstoff den Hauptbestandtheil ausmacht, gehört auch die Hu- mussäure. Obwohl diese Säure mehr dem organi- schen, als dem unorganischen Reiche zuzukommen scheint, und folglich späterhin abgehandelt werden möchte, so wollen wir sie hier doch näher betrach- ten, da sie häufig im Boden vorkommt und mit den Basen desselben Verbindungen eingeht, die auf das Pflanzenwachsthum einen überaus grossen Ein- Huss haben. Von der Humussäure. Die Humussäure ist ein Product der freiwilligen Zersetzung organischer Körper, aber sie kann dar- aus nur unter dem Zutritte des atmosphärischen Sau- erstoffs entstehen. Ferner bildet sie sich, wenn Holzfaser mit Alkalien in Berührung kommt und die Luft freien Zutritt hat; auch entsteht sie, wenn man concentrirte Schwefelsäure mit Pflanzenkörpern vermischt. Die Farbe der Humussäure ist schwarzbraun, Was ihren grossen Gehalt an Kohlenstoff beurkundet. Sie löst sich in Wasser auf und färbt dasselbe braun- gelb; ihre färbende Eigenschaft ist so bedeutend, dass eine Flüssigkeit schon durch rss Humussäure eine weingelbe Farbe annimmt.— Da die Humussäure, wie wir weiter unten sehen werden, zum Pflanzenwachsthume wesentlich erfor- derlich ist, und sie sich aus den organischen Resten nur in dem Falle bildet, dass diese bei ihrer Zer- 20 306 setzung den Sauerstoff der Atmosphäre anziehen kön- nen, 80 folgt allein schon hieraus, wie nützlich die Bearbeitung des Bodens sey. Ein Waldboden wird freilich niemals umgearbeitet und enthält dennoch viel Humussäure, dies ist aber sehr natürlich, denn hier können die abgefallenen Blätter, die kleinen Zweige und mehr dergleichen abgestorbene Baum- heile, so wie auch die Pflanzen, welche etwa unter den Bäumen wachsen, an der Luft in Verwesung übergehen, und liefern desswegen auch viel Humus- säure. Dem Gewichte nach besteht die Humussäure nach meiner damit vorgenommenen Untersuchung aus: Nach Boullay aus: 58,00 Kohlenstoff 565,700 2,10 Wasserstoff und 4,789 g 39590 Sauerstoff. 38,511 —— S. 100, 00 S. 100, 000 Sie gehört mithin zu derjenigen Klasse der Sau- ren, welche 2 Radicale, nämlich Wasser- und Koh- lenstoff, enthalten. f Am häufigsten kommt die Humussäure im Torfe, im Moorboden und in humusreichen Erdarten vor; manche enthalten davon über 80 p. Ct. Sie findet sich ferner in allen Ackererden, und viele sind von ihr, oder doch von ihren chemischen Verbindungen mit Erden und Oxyden, braun, oder schwarzbraun gefärbt. Um die Humussäure aus Moder, Torf, oder humusreichen Ackererden darzustellen, muss man den Körper mit einer Auflösung des kohlensauren Natrons oder Kalis digeriren, hierauf die Flüssigkeit f ltiren, — geärdpte Jersetzel m Tilt un m. Jie auf zer fol Tien lz N aumoli nase 10 dem Tilt ber aus In eine st halten trochn bröche dem Ir diu. 80 oder fer mustinct Was Jus die digung Lille wäre Aud 5, Wie uin in Walch nd enthält l, fur natüri fätter, die abgestorben welche eh; Luft in hen n auch wil! it die Han enen Ute: Nach Boule ö 8.0 en Klasse!“ Wasser.“ aussäure l nen Ern 5. Ct. und viele 0 ben Jer oder self oer, 10 ellen, 10 des l aul dl Hl 307 filtriren, das erhaltene, gewöhnlich dunkelbraun gefärbte Filtrat mit Salzsäure bis zum Uebermaasse versetzen, dieses abermals filtriren, und das auf dem Filter Zurückbleibende zuerst mit warmem und dann mit kaltem Wasser längere Zeit aussüssen. Die auf diese Weise erhaltene Humussäure pflegt aber noch mit etwas Kieselerde und mit sehr wenig Eisenoxyd verunreinigt zu seyn; um sie desshalb völlig rein zu erhalten, löst man sie wieder in Ammoniak auf, filtrirt, setzt Salzsäure im Ueber- masse zu, filtrirt abermals, und wäscht das auf dem Filtrum Bleibende mehrere Tage lang mit Was- ser aus. Im feuchten Zustande stellt die Humussäure eine schlüpfrige, mechanisch 95 p. Ct. Wasser ent- haltende, dunkelbraune Masse dar, die beim Aus- trocknen an der Luft sehr zusammenschrumpft, zer- bröckelt, eine schwarze Farbe annimmt, und auf dem Bruche einen dem Gagate ähnlichen Glanz be- sitzt. So lange sich die Humussäure im hydratischen oder feuchten Zustande befindet, färbt sie die Lack- mustinctur roth, und hat einen schwach sauren, et- Was Zusammenziehenden Geschmack. Sie neutralisirt vollständig alle Basen; ihre Sat- tigungscapacität ist indess sehr schwach, denn 100 Säure sättigen eine Quantität Basis, die 9 mal weni- ger Sauerstoff, als die Säure enthält; oder ihre Sät— tigungscapacität ist 3 ihres Sauerstoffgehaltes. Die Auflöslichkeit der Humussäure in Wasser ist, je nach der Temperatur desselben, ausseror- dentlich verschieden; ja, sie wird durch Wärme 80 bedeutend modificirt, wie bei“ keiner anderen Sub- 20* 8— r 9 * r — 4 r, 308 stanz des Bodens. 1 Theil Humussäure erfordert nämlich vom eiskalten Wasser 6500 Theile; vom Wasser, welches + 15 R. Wärme besitzt, 2500, und vom kochenden Wasser nur 160 Theile. Hat warmes Wasser einmal viel Humussäure aufgelöst, so lässt es dieselbe, Was sehr merkwürdig ist, beim Erkalten nicht wieder fahren. Für die Vegetation ist dies unstreitig äusserst wichtig, denn wenn sich nun im Boden, während er warm ist, viel Humus— säure im Wasser aufgelöst hat, so erhält sie sich, möge der Boden über Nacht, oder bei der Abwe— senheit des Sonnenlichts auch erkalten, dennoch in Lösung, und kann mithin von den Pflanzen fort- Während in reichlicher Menge aufgenommen werden. Dass sich die Humussäure im warmen Wasser viel leichter, als im kalten auflöst, ist unstreitig mit der Grund, Wesshaib in warmen Klimaten die Ve- getation üppiger ist, als in kalten. Aber die Hu- mussäure kann in kalten Klimaten den Pflanzen auch desshalb weniger nutzen, weil sie sich gänzlich(in Flocken) aus dem Wasser scheidet, sobald dasselbe gefriert, und in der Folge, was gleichfalls sehr merkwürdig ist, auch lange Zeit bedarf, um ihre Auflöslichkeit in Wasser wieder zu erlangen. Die feuchte Humussäure verliert das Wasser bei J 30% R. gänzlich, zieht sich sehr zusammen, ird hart und löst sich, wegen der bedeutenden Cohäsion, die sie dabei erlangt, hernach sehr schwie- rig in kaltem und warmen Wasser auf. Im trocke- nen Zustande absorbirt sie aus der Atmosphäre nur wenig Wasserdünste.— Aus dem Verhalten der trocknen Humussäure gegen Wasser ergiebt sich, dass, da den Pflanzen Lr die ung li abe, 0 Pei Dan Je. Dauzen. die ine fast U cles ird es 6 Bey cbvun do m W dass Jöslic Leger noch erleidt olt it die eli bella, geben ür, d. fe fel Tür Base Mic re dt Une der g 0 uszäurt m 00 Hel, ö 1 dal! 100 Tele ussiure zl würdig 1 ir die Jer dem 10 ist, wn 50 erhält dh er bei dr! lten, dean len Pfau enommen f. men Man ist uus Klimaten d „. Aber den Pflaul sich zaun „ Soballe 8 gleich bedarf,* erlangen iert dsf sehr Aud der bett zach el l auf. II Atmo nen Hane 4 le 309 nur die im Wasser gelöste Humussäure zur Nah- rung dienen kann, man möglichst dafür zu sorgen habe, dass der Boden stets feucht bleibe.— Bei der im Wasser gelösten Humussäure kann man recht augenscheinlich Wahrnehmen, wie die Pflanzenwurzeln das Vermögen haben, dem Wasser die ihnen zusagenden Nahrungstheile zu entziehen; lässt man nämlich Zwiebeln in Wasser wachsen, welches durch Humussäure gelbbraun gefärbt ist, 80 wird es von Tage zu Tage heller, bis es zuletzt, als Beweis, dass die Humussäure gänzlich ver- schwunden ist, ungefärbt erscheint.— Sowohl das Austrocknen, als das Gefrieren der im Wasser gelösten Humussäure bewirkt natürlich, dass sie, weil sie dadurch für lange Zeit die Auf- löslichkeit im Wasser verliert, weder bald vom Regenwasser aus dem Boden gewaschen werden kann, noch eine schnelle Zersetzung und Verflüchtigung erleidet. Aus diesem Grunde sinden wir denn auch oft in denjenigen Bodenarten viel Humussäure, die keine Körper(Basen) enthalten, womit sie weniger im Wasser lösliche und weniger der Zer- setzung unterworfene chemische Verbindungen ein- gehen kann.— S0 sorgt also die Natur selbst da- für, dass es den Pflanzen nicht leicht an einem Stof- fe fehle, der so viel zu ihrem Gedeihen beiträgt!— Für Sandbodenarten, die gewöhnlich sehr arm an Basen sind, ist dieses in der That von der höchsten Wichtigkeit. Aus dem Schwerauflöslichwerden der Humussäu- re durch's Gefrieren lässt sich auch die Entstehung unserer Torfmoore erklären, zumal da die im Was- ser gelöste Humusszure zugleich antiseptisch Wirkt, 2— N- 1 310 denn nun können bei ihrer Gegenwart die auf den Mooren wachsenden und sterbenden Pflanzen nur eine sehr langsame Zersetzung erleiden. Die Humussäure hat ferner die höchst merkwür— dige Eigenschaft, dass sie, sobald sie in Wasser gelöst ist, nicht durch Kohlensäure daraus gefällt wird. Dieses ist wirklich für die Vegetation von grosser Erheblichkeit, denn nun kann das Wasser des Bodens gleichzeitig die Pflanzen mit Kohlen- und Humussäure versorgen. Zu den Eigenschaften der trockenen, pulver- förmigen Humussäure gehört auch, dass sie die im Wasser gelöste Humussäure niederschlägt; sie wirkt mithin, wie die Kohle. Da nun manche Bodenarten sogenannten kohlenartigen Humus enthalten, was aber oft weiter nichts, als trockene Humussäure ist, so erhellet hieraus, dass solche Bodenarten nur wenig in Wasser gelöste Humussäure enthalten kön- nen, und dass dieses oft mit die Ursache ihrer Un- fruchtbarkeit seyn muss. Die Erfahrung im Grossen bestätigt dieses. Auch der Torf bildet sich desshalb zum Theil wohl mit dadurch, dass durch die durch's Gefrieren in Wasser unauflöslich gewordene Hu- mussäure, die aus den verwesenden Pflanzen entste- hende und sich dann in Wasser auflösende Humus säure nach und nach wieder niedergeschlagen Wird. Mit den Erden und Oxyden des Bodens geht die Humussäure Verbindungen ein, die sich wie Salze verhalten. Alle diese Körper sind in grösserer oder geringerer Menge in Wasser löslich, und hierdurch ist sie oft allein diejenige Substanz des Bodens, mit- telst welcher sich die Pflanzen mit einigen, zu ihrer enbcle I Fers0 segetatio galen 6 apläre 6 des 1 cber a 15nd ask 0 1. 0 e Fir, ler ert Die rer che legt de pollen Insa wird's lich, Pfaaze uud M. zen fre epic Waser im dad de de der Wart kenn; art die Al en Plaue den. höcht ner l sie in 0 re dra 0 Vegeelh Kann dis. zen mit U kenen, dass dt h chlägtz zr anche Dock entlalte, e Humus Bodenart: re enthabe rache ill rung im 0 det sich dk urch die geworder Pflanzen! lösende. niedere 0 Bodens sich ix n 1. und e 9 ö 05 Hodel,“ inigel, 1 311 chemischen Constitution nöthigen, Erden und Oxy- den versorgen. Ohne Zweifel wird sie dadurch der Vegetation am allernützlichsten; denn Kohlenstoff können die Pflanzen durch die Blätter aus der At- mosphäre anzichen und Wasserstoff erhalten sie mit- telst des Wassers. hre geringe Sättigungscapacität ist aber auch wiederum die Ursache, dass die Pflan- zen durch diese Säure nicht leicht mehr Erden und Oxyde bekommen, als sie zur Zeit assimiliren kön- nen. Wenn von den humussauren Salzen die Rede seyn wird, soll dieser höchst wichtige Gegenstand näher erörtert werden. Die Humussäure treibt die Kohlensäure aus ih- rer chemischen Verbindung mit den Basen; sie zer- legt desshalb den kohlensauren Kalk und Talk, das kohlensaure Eisen- und Manganoxydul und das koh- lensaure Kali, Natron und Ammoniak. Hierdurch wird sie der Vegetation in dreifacher Rücksicht nütz- lich, einmal, dass sie Körper zerstört, welche den Pflanzen oft Schaden verursachen(kohlensaures Eisen- und Manganoxydul), zweitens, dass sie für die Pflan- zen freie Kohlensäure schafft, und drittens, dass sie bewirkt, dass sich die Erden in ihrer Verbindung in Wasser lösen. Was aber den Werth der Humussäure im Boden besonders noch erhöhet, ist, dass sie auch die darin vorkommenden Silicate und Aluminate zerlegt, und die Bestandtheile dieser Körper in Pflanzennahrungsmittel umwandelt; haben sich Z. B. Kalk und Kieselerde mit einander verbunden, oder sind Alaun- und Talkerde chemisch mit einan- der vereinigt(Körper, die bei der Vegetation, als Nahrungsmittel betrachtet, völlig unthätig sind), 0 trennt sie die Kalkerde wieder von der Kieselerde, 312 und die Alaunerde von der Talkerde, verbindet sich dabei selbst mit den Basen und verwandelt sie so in Pflanzennahrungsmittel; denn alle diese Ver- bindungen sind in Wasser löslich. Im flüssigen Zustande ist die Humussäure auch das Auflösungsmittel für die in reinem Wasser unaufläs- lichen phosphorsauren Salze des Bodens, und macht. dadurch den Uebergang dieser wichtigen Körper in die Pflanzen möglich. Doch mehr hierüber, wann von den Salzen gehandelt werden wird. Sie ist etwas im Alkohol löslich. Diese Flüssig- keit färbt das Lackmuspapier stark roth, was sich jedoch erst dann zu erkennen giebt, wenn der Al- kohol verdunstet. Bei der Behandlung der Humus- säure mit Alkohol scheint sich eine ätherartige Flüs- sigkeit zu bilden. In der Hitze erleidet sie eine Zersetzung, wo— bei Wasser und die Producte entstehen, welche man bei der trockenen Destillation organischer Körper erhält; besonders erzeugt sich dabei viel brenzli- ches, flüchtiges Oel. Im offenen Feuer verbrennt sie, ohne einen Rückstand zu lassen, mit Flamme. Wie alle Körper, welche dem Organismus ihr Daseyn zu verdanken haben, in Berührung mit der Luft eine Zersetzung erleiden, 80 geht auch die Humussäure in Berührung mit der Luft allmählig in Zersetzung über. Sie zieht Sauerstoff an und liefert Kohlensäure und Wasser. In Verbindung mit Basen, zu humussauren Sal- zen vereinigt, widersteht sie dagegen der Zerset- zung länger; dies ist der Grund, warum der Sand- boden, weil er wenige, oft gar keine freie Basen ent- hält, mehrentheils sehr arm an Humussäure ist„ und esbalb eln Wik 1 dergl. iin dad aud Kalk Ich.— Im sit Jerlicktig 18d dur d Dole des Lorluasse gebend). Jahre gal noch vor 90 b kaum e Dass 0 Pflanzen felt pere den Theil 80 auch Mager Wen Leberzen 7c U der Uürt, w Gau eit gelaude Muussänt sersten ibriger Nosder Uiunen lkerde.. lere, Nele ind wrpag n alle dig Amuszänke 3 Waser hn „dens, ute chigen 1 r bieribe,; wird. h. Dig Bi K roll, c 't, enn ch lung der I ätherarg! Zersetan len, wel auischer! bei viel) euer el mit Plan Organism. rüllrung 1. gelt au Luft al. uerstof u! amussurk en der 0 arum dr d. freie Hen“ da, 313 wesshalb sie so schnell wieder daraus verschwindet, wenn wir sie ihm auch durch Mist, Humus, Moder u. dergl. mitgetheilt haben; desshalb ist aber auch dem Sandboden das Ueberfahren mit Lehm, Mergel und Kalk als Basen enthaltenden Materialien so nütz- lich.— Um sich augenblicklich von der Zersetzung und Verflüchtigung der Humussäure zu überzeugen, darf man nur die entwässerten Sümpfe, oder die Hoch- moore des nördlichen Deutschlandes betrachten; die Torfmasse(grösstentheils schon aus Humussäure be— stehend) verringert sich nämlich daselbst mit jedem Jahre ganz augenscheinlich, so dass da, wo man noch vor 30 Jahren einen Boden bearbeitete, der eine 5— 6 Fuss mächtige Erdschicht besass, gegenwärtig kaum ein Fuss tief davon übrig geblieben ist.— Dass von dieser Zersetzung die daselbst cultivirten Pflanzen einigen Nutzen hatten, darf nicht bezwei- felt werden, denn unstreitig nahmen sie einen gros- sen Theil der sich bildenden Kohlensäure in Beschlag; so auch einen Theil des gleichzeitig entstehenden Wassers. Wenn gleich wir aus diesem Allen schon die Ueberzeugung erlangen können, dass die Humussäu- re zu den wichtigsten Bestandtheilen des Bodens ge- hört, so werden wir dieses recht deutlich doch erst dann einsehen, wenn von den humussauren Salzen gehandelt werden wird. Möge aber auch die Hu- mussäure für das Pflanzenwachsthum von der äus— sersten Wichtigkeit seyn, so kann sie, wie alle übrigen Pflanzennahrungsmittel, doch auch in zu grosser Menge im Boden vorkommen. Die Pflanzen können in diesem Falle die aufgenommene Humus- e a 9 . 4% r 314 sure nicht assimiliren, und erkranken desshalb oder sterben. Manche Pflanzen vertragen jedoch sehr viel Humussäure, was wir bei denjenigen sehen kön- nen, die nur auf einem Torf- oder Moorboden hei- misch sind; und eben so wie es viele Pflanzen giebt, die nur da gedeihen, wo der Boden sehr viel Koch- salz enthält, eben so kennen wir viele Gewächse, welche nur bei der Gegenwart von recht vieler Hu- mussäure gut fortkommen. Dass die Humussäure in zu grosser Menge unseren angebaueten Gewächsen im Wachsthume hinderlich ist, sehen wir besonders bei der Gerste und dem Rocken, denn diese Getrei- dearten gedeihen nicht eher auf einem sehr humus— reichen Boden, als bis man denselben mit Körpern versehen hat, welche die Humussäure gleichsam nie- derschlagen; dies sind besonders Kalk und Mergel. Aber auch im Kleinen können wir wahrnehmen, dass manche Pflanzen kein Uebermaass von Humussäure vertragen; wenn wir nämlich eine sehr concentrirte und eine sehr verdünnte Humussäurelösung neben einander stellen, so erzeugen sich in der ersteren niemals Conferven, statt dass sie sich in der letzte- ren schon binnen einigen Tagen bilden. Bodenarten, die sehr viel Humus enthalten, reagiren mehrentheils sauer; gewöhnlich rührt die- ses von der an keine Basis gebundenen Humussäure her, doch kommen auch manche Erden vor, die ausser Humussäure freie Aepfelsäure enthalten; in diesem Falle färben sie das Lackmuspapier sehr stark roth. Die Aepfelsäure, welche sich zuweilen auch in den unteren, mehrere hundert Jahr alten Torf- schichten befindet, kann aber wohl nicht von der früheren Vegetation herrühren, indem sie ein Kör- 1 öt, N Bodens 1 Jeplek 0 Pflaude Huus, Nag lit, i, b! chung aul E. Doch f Teil Is nö baerenle Alein da mannigt aber 10 wir ihn Ven Wen chemisch cher op Vinem dieser! zen ge Torstys daron! gell Zu. Len 9 len degli 1 en floh; euigen ge! r Moordodei! ele Daunen 6 u sebr wel) Viele Cepz recht piett! ie Hunnen Ueten Cera en wir beit enn diese c. nem ser le ben mit li re gleiche Lalk und Fahrnelut ron Huna sehr cout urelösung! in der e. ch in der! en. umus ell. nlich ri nen Humm“ Erden ol, 0 enbhale pier lb u zuneit jahr alen 0 niet wu. qu 5b en 0 315 per ist, welcher leicht in Zersetzung übergeht; sie muss also mit dem Regenwasser aus der Oberfläche des Bodens in die Tiefe gedrungen seyn. Dass aber die Aepfelsure des Bodens von den darauf wachsen- den Pflanzen herrührt, ist daraus ersichtlich, dass Humus, welcher mit vielen Pflanzenwurzeln ver- mengt ist, mehr Aepfelsäure im Wasserauszuge ent- hält, als Humus, welchen man vor der Untersu- chung auf das Sorgfältigste von Wurzeln befreit hat. Doch mehr hierüber bei der Aepfelsäure im 2ten Theile dieses Werkes. Es möchte scheinen, als sey hier die passlichste Gelegenheit, um jetzt auch vom Humus zu handeln, allein da diese Substanz aus einem Aggregate der mannigfaltigsten Stoffe besteht, von vielen derselben aber noch nicht gehandelt worden ist, 80 können wir ihn erst später betrachten. Von der Verbindung des Kohlenstoffs mit Stickstoff. Wenn sich der Kohlenstoff mit dem Stickstoff chemisch verbindet, so entsteht ein Körper, Wel- cher sowohl für sich, als in Verbindung mit andern Körpern, sehr merkwürdige Eigenschaften besitzt, dieser Körper heisst Kyan. Obgleich er im Gan- zen genommen wenig Interesse für den Land- und Forstwirth hat, so müssen Wir doch das Wichtigste davon kennen lernen, weil einige seiner Verbindun- gen zur chemischen Untersuchung der Erdarten auf Eisen gebraucht werden.— 316 buen! f 6s in Vom Kyan(Cyan) oder dem Blaustoff. ar übt Das Kyan kommt nicht in der Natur vor, son- benin dern ist ein Kunstproduct; manche behaupten jedoch, f 0 es werde von einigen Blumen, z. B. von denen it der Vogelbeerbäume ausgedunstet. Das Kyan lässt hae Tard sich nicht unmittelbar aus Kohlen- und Stickstoff er- aun 0 zeugen, sondern ist stets nur auf Umwegen darzu- be Nn stellen. Man gewinnt es dadurch, dass man thie- Haacke) rische Theile mit kohlensaurem Kali und Eisen t beban schmilzt, hierbei entsteht Eisenkaliumkyanid; das be Aue Kyan dieser Verbindung überträgt man dann auf W Quecksilber; das Quecksilberkyan wird hierauf er- ale hitzt, Wobei das Kyan als Gas entweicht. das ber Bei der gewöhnlichen Temperatur stellt dieser kugense Körper ein farbeloses Gas dar und besitzt einen ei- eil es genthümlichen, stechenden Geruch. Durch Druck elyas und Kälte kann es tropfbar flüssig gemacht werden. lie Das Kyangas löst sich in beträchtlicher Menge ber inan in Wasser auf, denn ein Volumen Wasser ver- Utuise schluckt davon 43 Volumen. vrade co Es besteht dem Gewichte nach aus lieser 54, 00 Stickstoff und bei ei 46, 00 Kohlenstoff. Mauer bindung Sum. 100, 00 am l. Dem Volumen nach soll es aus 1 Maass Kohlen- den de stoff und 1 Maass Stickstoff bestehen, die sich zu 1 1 Maass Kyangas verdichten. den en Das specifische Gewicht des Gases ist 1, 8604. 1s lit Die merkwürdigste Eigenschaft des Kyans ist, dass man 8, es sich, bei den Verbindungen, die es mit andern red to. Vor, l. ten fich Von den Ryan ll lickstok;, gen dun. man fl Und Lie zanid;. dl all Hierauf kr. ellt dis einen. ch Dru werden E Men sser i s Loll. sich u! öl, 15h, 00 t anden 317 Körpern liefert, als ein einfacher Stoff verhält, und da es in seinen Eigenschaften dem Chlor und Jod sehr ähnlich ist, so werden wir dadurch auf die Vermuthung geführt, dass auch diese Körper Zu- sammensetzungen mehrerer Elemente sind. Mit dem Eisen liefert das Kyan eine schöne blaue Farbe(Berlinerblau), woher es auch seinen Namen erhalten hat. Man benutzt desshalb auch das Kyan, mit Kalium und etwas Eisen verbunden (welche Verbindung unter dem Namen Blutlaugen- salz bekannt ist), zur Entdeckung einer sehr gerin- gen Menge Eisen in Flüssigkeiten. Die Verbindungen, welche aus Kyan und einem Metalle bestehen, heissen Kyanide; s0 z. B. ist das Berlinerblau ein Eisenkyanid. Das Blut- laugensalz ist dagegen ein Kaliumeisenkyanid, weil es ausser dem Metall des Kalis(Kalium) auch etwas Eisen mit Kyan verbunden enthält. Die verschiedenen Kyanide verbinden sich un— ter einander nach bestimmten unabänderlichen Ver— hältnissen, und verhalten sich in dieser Rücksicht grade so wie die Sauerstoff verbindungen. Die Zahl dieser Verbindungen ist sehr gross, aber sie sind bei Weitem noch nicht alle genau bekannt. Die Kyanverbindungen krystallisiren wie die Sauerstoffver- bindungen, und sind zum Theil im Wasser löslich, zum Theil darin unauflöslich. Mehr hierüber bei den Salzen. Haben sich beim Verkohlen von stickstoffhalti- gen organischen Körpern, Kyanide gebildet, wie es häufig der Fall ist, so entwickeln sich, wenn man Salzsäure(Chlorwasserstoffsäure) zusetzt, Blau- süuredämpfe(Kyanwasserstoffsäure), die leicht durch 318 den Geruch zu erkennen sind, indem sie wie bittere Mandeln riechen. Die Kyanmetalle oder Kyanide verhalten sich im Wesentlichen so, wie die Chlormetalle, oder Chloride; diese werden wir weiterhin bei den Sal- zen kennen lernen. Mit dem Sauerstoff geht das Kyan Verbindun- gen ein, welche sich als Säuren verhalten; diese verbinden sich dann wieder mit Oxyden zu kyan- sauren Salzen. Wir übergehen sie, weil sie für uns von keiner Erheblichkeit sind. Zu den Verbindungen des Kyans mit Sauerstoff gehört auch die sogenannte Knallsäure. Sie vereinigt sich mit den Oxyden zu knallsauren Sal- zen. Diese Körper detoniren bei dem leisesten Drucke mit einer grossen Gewalt und sind desswe- gen sehr gefahrvoll zu bereiten. Das Kyan liefert mit dem Wasserstoff eine Säu- re, die unter dem Namen Blausäure bekannt ist. Diese stellt eine farbelose Flüssigkeit dar, kommt in vielen Pflanzen vor und ist das allerstärkste Gift, welches wir bis jetzt kennen. Wir werden darauf bei der Pflanzenchemie zurükkommen. Mit dem Chlor, Jod und Schwefel verbindet sich das Kyan zu Körpern, die wir übergehen kön- nen, da sie kein Interesse für uns haben. Ob das Kyan oder die Kyanide das Pflanzen- wachsthum befördern, wissen wir nicht, weil noch keine Versuche darüber angestellt worden sind; es ist jedoch wahrscheinlich, dass sie die Vegetation sowohl durch ihren Stickstoff, als durch ihren Ge— halt an Kohlenstoff und Metall nützen, gleichwie die Chloride das Pflanzenwachsthum sowohl durch lien aber db fass mit nt dal, Aar 17 durch. Caborgs ereini, Vocal Selk a Miro Hamid Stichsto um vel Leh i Mead dun f Meta ben, oder s( Wie bite halten 00 tall, 00 ei denz. Verbüh lten; 0 eil e! t daun ure. sauren d. n leizek d dean eine d. lannt! kom kste 0 en dan verbinl chen J, Pflalu weil n sind; Too gfallt egetel! ihren b“ gleich II dund 319 das Metall als durch das Chlor befördern. Im Gros- sen wird sich aber keine Anwendung von ihnen ma- chen lassen, da sie zu theuer zu stehen kommen. 5. Vom Chlor (Chlorine, Halogen). Als man noch glaubte, dass das Chlor kein ein- facher Stoff, sondern eine Verbindung des Sauer- stoffs mit einem Radical sey, nannte man es oxyge- nirte Salzsure. Der Entdecker desselben war im Jahr 17/4 Scheele, denn dieser erhielt zuerst durch Behandlung des Braunsteins mit Salzsäure das Chlorgas. Das Chlor gehört zu den Stoffen, die sehr häu- fig in der Natur vorhanden sind; aber wir finden es für sich, weder im gasförmigen Zustande, noch als Flüssigkeit, sondern stets mit andern Körpern vereinigt.— Am häufigsten ist das Chlor durch das Kochsalz in der Natur verbreitet, denn dieses be- steht aus Chlor und Natronium(dem Metalle des Natroas); ferner macht es einen Bestandtheil des Salmiaks aus, worin es mit Ammonium, also mit Stickstoff und Wasserstoff vereinigt ist. Mit Kali- um verbunden, stellt es das Chlorkalium(gewöhn— lich salzsaures Kali genannt) dar; mit Calcium(dem Metalle der Kalkerde) vereinigt, liefert es Chlorcal- cium(salzsaure Kalkerde). i Die Verbindungen, welche das Chlor mit den Metallen eingeht, erfolgen in mehreren Verhältnis- sen, und heissen Protochloride, Perchloride u. 8. W., oder auch Chlorüre und Chloride(erstes und zwei- tes Chlorid). Mehrere dieser Verbindungen sind 320 leicht im Wasser löslich, andere lösen sich dagegen gar nicht darin auf, z. B. das Cblorsilber. Zum grössten Theile liefern die Chlormetalle Krystalle, doch giebt es auch einige, die gar nicht krystallisiren. Da die Chloride jetzt zu den Salzen gezälilt werden, so kann erst weiterhin von ihnen gehandelt werden. Das Chlor zerlegt die mehrsten Metalloxyde, wobei dann Chloride entstehen und Sauerstoff frei wird. Es verhält sich folglich gegen manche Stoffe negativer als der Sauerstoff. Es giebt auch viele Verbindungen, die aus 2 Chloriden bestehen; sie werden gleichfals als Salze betrachtet; das eine Chlorid repräsentirt darin die Säure und das andere die Basis. Sümmtliche einfache Stoffe verbinden sich mit dem Chlor und die mehrsten brennen darin mit Wär- me- und Lichtentwickelung. Schüttet man z. B. fein gepulvertes Antimon in Chlorgas, 80 entsteht, ohne dass man das Antimon oder das Chlor erhitzt, dabei ein Feuerregen. Gold verbrennt gleich- falls im Chlorgase; jedoch nur bei einer Wärme von T 20 R. Phosphor verbrennt darin mit einem blassen Lichte und verwandelt sich in ein weisses flüchtiges Pulver. Ein Licht brennt dagegen im Chlorgase Anfangs mit einer schmutzig rothen Far- be und mit Ausstossung eines dicken kohligen Rau- ches, zuletzt erlischt es darin. Das Chlorgas selbst ist nicht brennbar. Mengt man ein Maass Chlorgas mit einem Maas- se Wasserstoffgas, und hält einen brennenden Kör— per hinein, so erfolgt eine heftige Detonation, und es bildet sich, in Gestalt eines weissen Rauches, salz- saures Gas. Im Dunkeln findet keine Verbindung leider 05 agerblie Hanbeln heiden 6 mal bie lein Lie Zimmer gevbgel, geln f de a die Ait e Ir in eil die gasfi ter gelte mier se säure, hei Dare e ber Jarb und Rall ten lisst. Und erst petit. E. lud übt! belraclte Der angel Lieber lung 0 liten, ben, 0 indem Da U dlgen er. Zum Arpt slallidn l. Wercz, lt perth etallom Stoff iche dug die au 5 als dal dar dd ach ni mit Ma. an.] entstel, erHitit gleich Wärme it einen Weisse egen 11 zen Ir fen Nai. ds Selle 55 SA induug 321 beider Gase Statt, aber bei Sonnenlicht erfolgt sie augenblicklich mit Explosion. Füllet man desshalb im Dunkeln eine dünne Flasche von weissem Glase mit beiden Gasen in dem angegebenen Verhältnisse, steckt man sie hierauf in eine Büchse so, dass durchaus kein Licht eindringen kann, und wirft man sie vom Zimmer aus, recht schnell aus der Büchse hervor- gezogen, in's Freie, so zerplatzt sie, im Fall sie g vom Sonnenlichte getroffen wird, noch ehe sie an die Erde gelangt, mit einem heftigen Knalle. Mit dem Wasserstoff vereinigt sich das Chlor nur in einem Verhältnisse, und zwar zu einer Säure, gehö ri die gasförmig ist und Salzsäure heisst. Im Was- ser gelöst liefert das salzsaure Gas die für den Che- miker sehr wichtige, flüssige Chlorwasserstoff säure, Hydrochlorsäure oder Salzsäure. Bei der gewöhnlichen Temperatur der Atmos phäre erscheint das Chlor als ein Gas von grüngel- ber Farbe, welches sich durch künstlichen Druck und Kälte zu einer grüngelben Flüssigkeit verdich- ten lässt; dieselbe hat ein specif. Gewicht von 1533 und erstarret bei keinem bekannten Kältegrade. Das specif. Gewicht des Chlorgases beträgt dagegen 2,470; und ist mithin schwerer, als alle übrigen, bisher betrachteten, gasförmigen Körper. Der Geruch und Geschmack des Chlors ist un- angenehm, scharf, und erregt leicht Schnupfen, Fieber und Lungenentzündungen. Bei der Darstel- lung des Chlorgases hat man sich desshalb sehr zu hüten, es einzuathmen; ist es aber einmal gesche- hen, so muss man sogleich Alkoholdämpfe einathmen, indem es auf die Lungen dann weniger wirkt. Das Chlorgas ist im Wasser löslich; hat dassel- 21 — 32² be viel davon aufgenommen, so ist es gleichfalls gelb- lich gefärbt. Wenn man dergleichen Wasser bis auf Oe R. abkühlt, so schiessen blassgelbe Krystalle darin an, die aus Chlor und Wasser(Chlorhydrat) bestehen. Diese Verbindung ist insofern sehr merk- würdig, als 8 dadurch ein Beispiel erhalten, dass sich auch ein einfacher. chemisch mit Wasser verbinden könne. 1 J 10 bis 12 R. schmelzen die Krystalle, 05 5 Chlor entweicht grösstentheils unter Aufbrausen. Wird Wasser, welches Chlor enthält, gekocht, 80 entweicht dies daraus gänzlich. Setzt man das Chlor in Wasser gelöst dem Sonnenlichte aus, so zerlegt es das Was- ser, und es entsteht ausser Salzsäure a eine Ver- bindung von Chlor und Sauerstoff; der grösste Theil des Sauerstoffs des Wassers entweicht Jello en dabei als Gas. Das Chlorgas zerstört alle organischen Dämpfe und Miasmen Aust scungsstoke) und wird wegen dieser Eigenschaft mit dem ausgezeichnetsten Erfolge zu Räucherungen bei ansteckenden Krankheiten der Menschen und Thiere angewendet. Es zerstört auch alle Pflanzenfarben, wesshalb man es zum Bleichen der leinenen und baumwollenen Zeuge benutzt; häufiger wendet man jedoch jetzt den Chlorkalk hierzu an, Worüber weiter unten noch Einiges er- Fähnt werden soll. Man glaubt, dass das Chlor wegen seiner grossen Verwandtschaft zum Wasser- stofl den Pflanzenfarben g den Wasserstoff entz ziehe und sie dadurch zum Zerfallen bringe, oder dass es das vorhandene Wasser zersetze, wodurch dann der frei werdende Sauerstoff den färbenden(2) Koh- lenstoff in Kohlensäure verwandle. 6 Mit d mehreren Jez de d Nunstprd esse daher Un 0 man ente Loclsalz gepußerten füunte deb 0 Amal a, K. dewvetels Kein n hält, do will, vo dem Kall früher a aber das düupken geschalt bei dieser a gen mud der 8 bci enbpeich gegen nl u Nalre Schpeke entstellt llchst felug In! fals 0. Vaszer 1 Alochyth Fehr nat alten, misch u. bis J entpel d Wan reicht ch in Ma 5 das fl J eine er gui ct eh U Dam ö pez n Erfo⸗ leiten“ dtört au. 1 Bleiche pennt Chlorda er das ich 115 0 Lol 323 Mit dem Sauerstoffe verbindet sich das Chlor in mehreren Verhältnissen zu 3 Säuren und zu 1 Oxy- de; da aber die Chlorsäuren und das Chloroxyd nur Kunstproducte sind, und für uns weiter kein Inter- esse haben, so übergehen Wir sie. Um das Chlor als Gas zu gewinnen, benutzt man entweder das Kochsalz oder die Salzsäure; wird Kochsalz angewendet, so vermischt man dieses mit gepulvertem Braunstein(Manganperoxyd), dünnte Schwefelsäure hinzu und erwärmt d setzt ver- as Gemen- ge allmählig. Hierzu gehören auf 6 Theile Koch- salz, 4 Theile Braunstein, 3 Theile concentrirte Schwefelsäure und 8 Theile Wasser. Da der Braun- stein zuweilen kohlensauren Kalk. beigemengt ent- hält, so muss das Gas, wenn man es rein haben- will, von der sich durch Einwirkung der Säure aus dem Kalke entwickelnden Kohlensäure auf die schon früher angegebene Art befreiet werden; stets aber das so erhaltene Gas auch noch mit ist Jasser- dämpfen versehen, welche durch Chlorcalcium fort- geschafft werden können. Der Process, welcher bei dieser Bereitungsart des Chlorgases Statt sindet, ist folgender: Durch Einwirkung des Braunsteins und der Schwefelsäure wird das Kochsalz(aus Na- tronium und Chlor bestehend) zerlegt, das Chlor entweicht als Gas, das Natronium verbindet sich da- gegen mit einem Theil Sauerstoff des Braunsteines zu Natron und dieses vereinigt sich wieder mit der Schwefelsäure zu schwefelsaurem Natron; zugleich Höchst wahrscheinlich findet aber auch Wasserzer- setzung dabei Statt. entsteht dann auch noch schwefelsaures Manganoxydul Im Kleinen verschafft man sich das Chlorgas am 21* f a N 0 a 8 f S 32⁴ Leichtesten durch's Vermischen von Salzsäure(Chlor- Wasserstoffsäure) und Braunstein; man erwärmt die- ses Gemenge und fängt das sich entwickelnde Gas auf. Es bildet sich Wasser, Chlormangan und Chlorgas. Hierbei ist noch zu bemerken, dass die angewendete Salzsäure mit Wasser verdünnt werden muss, sobald sie so concentrirt ist, dass sie raucht, sonst erhält man neben dem N auch salzsau- res Gas. Ueber Quecksilber kann man das Chlorgas nicht auffangen, weil es sich schon bei der gewöhn- lichen Temperatur damit zu Chlorid verbindet. Am besten lässt es sich über heissem, mit Kochsalz ge- sättigten Wasser auffangen. Es kann sogar in einem offenen Gefässe gewonnen werden, sobald man die Entbindungsröhre bis auf den Boden desselben leitet, denn da es schwerer als die atmosphärische Luft ist, 50 verdrängt es diese. Da das Quecksilber das Chlorgas schnell und gänzlich anzieht, so giebt es ein recht gutes Mittel ab, um in einem Gasgemenge die Quantität des etwa vorhandenen Chlorgases zu bestimmen. Ist es dage- gen in Verbindung mit einem anderen Körper in Was- ser gelöst, so ist das beste Reagens dafür salpeter- saures Silberoxyd; setzt man nämlich dieses hinzu, 80 entsteht Chlorsilber, als ein weisser käsiger Nie- derschlag, welcher nicht in Salpetersäure und Was- ser, Vohl aber in Ammoniak löslich ist. Salpeter- saures Quecksilberox c ydul giebt n darin einen weissen käsigen Niederschlag; er besteht aus Chlor- ist in Selpeeb e unauflöslich, in quecksilber, Ammoniak aber löslich. Für die Pflanzen ist das Chlor ein Körper von der grössten Wichtigkeit, denn wir finden in fast alla Pla all, 8b ihre Neil der, Wen er weic gleich 05 en alli Zest Die Clan aulich wie gel. Hel adelt w. 15 8 Oune 7 Pochsal bei sie Nörper lich Ch fand ich bei dali nehmen, Nisten geuabnte die stets (lor en Us Wa ben, Dium d Stoff bi dunste Lat i. euthält fressen ure(Ch. Wärmt di. pelude 0. ngen uf n, dag h innt perth. sie rauch uch Salla las(ll der gepik bindet. Lochs g ar in ü ld mau d. selben le me Luft l chnell u. ies Mit t des ett t es de er in U. 1 salpel⸗ eses lin üsiger J und Salhek⸗ darin ei aus Che löslich, l förper fl len 10 0 32⁵ allen Pflanzenaschen Chlorverbindungen, als Koch- salz, salzsaures Kali u. 8. W. Saamenkörner, die ihre Keimkraft verloren haben, bekommen sie wie- der, wenn man sie in etwas Chlor enthaltendes Was- ser weicht. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn Zu- gleich das Sonnenlicht einwirkt, welches zu bewei⸗ sen scheint, dass eigentlich der Sauerstoff des dabei zersetzten Wassers das belebende Princip sey.— Die Chloride sind seit uralten Zeiten und auch neu- erlich wieder, als kräftige Düngungsmittel angewen- det. Mehr darüber, wenn von diesen Körpern ge- handelt werden wird. Es giebt Pflanzen, die auch Chlor ausdunsten. Ohne Zweifel nehmen sie Chlor verbindungen, Z. B. Kochsalz, aus dem Boden und zerlegen dasselbe, Wo- bei sie dann das Natronium als den nicht flüchtigen Körper bei sich behalten. Dass die Pflanzen wirk- lich Chlor, vielleicht aber auch Salzsäure ausdunsten, fand ich zuerst bei Glaux maritima und nachher bei Salicornia herbacea. Wir können wohl an- nehmen, dass alle Pflanzen, die im Meere, an den Küsten, oder an Kochsalzquellen wachsen, sich den genannten Pflanzen ähnlich verhalten werden, indem sie stets viel pflanzensaures Natron, aber wenig Chlor enthalten; offenbar muss in ihnen während des Wachsthums eine Wasserzer legung Statt gefunden haben, denn das Natron konnte sich aus dem Natro- nium des Kochsalzes nur durch Zutritt von Sauer- stoff bilden. Dadurch, dass die Pflanzen Chlor ent- dunsten, erklärt es sich, wie es kommt, dass die Luft in der Nähe des Meeres oft so viel Salzsäure enthält, dass die Bleirinnen der Dächer davon zer- fressen Werden, auch wie es zugeht, dass das Re- 326 genwasser sehr häufig mit etwas Salzsäure gesch wän- gert ist. Das Chlorgas, welches die Pflanzen aus- dunsten, verwandelt sich nämlich sehr schnell in Salzsäure, indem es die Wasserdünste der Almos- phäre 1 * * Von den Verbindungen des Chlors mit Was- serstoff. 32 Wir kennen, wie schon vorhin bemerkt wurde, nur eine Verbindung von Chlor und Wasserstoff; diese ist das 3 Gas. Das Chlorgas vereinigt sich mit dem Wasser- stollgase sowohl unter Einwirkung des Sonnenlichts, als bei der Berührung mit einem brennenden Eör- Per unter Detonation; dasselbe erfolgt, wenn man durch ein Gemenge dieser Gase den e Fun- ken schlagen 158815 . 5 Das salzsaure Gas ist farbelos und durchsichtig, besitzt einen stechenden Geruch und einen sauren Geschmack; selbst kleine Mengen dieses Gases ein- geathmet, sind der Gesundheit na achtheilig. Es zer- stört nicht die blauen Pflanzenfarben, 8 färbt sie nur roth. Bei langer Einwirkung auf die Pflan- zenfaser macht es dieselbe mürbe und zerreiblich. Es zerstört, Wie das Chlorgas, die Miasmen, doch minder kräftig. Es ist unverbrennlich und unterhält auch das N der Körper nscht, zt färbt aber ihre Flamme auf einen Augenblick Buß h. Das salzsaure Gas hat eine 30 grosse V erwandtschaft zum Wasser, dass es Eis schnell zum Schmelzen bringt. Gelangt es in eine feuchte Luft, so erzeugt es ciel Weisse Dämpfe; diese rühren daher, dass es das Wassergas Jercieltel n Röhr seigt da nüt den ist der leslig, Serbe werden, Veräuder röcben I 905 ferle Das! Nom 80 eus frei, Wirku Du Chlorm. 0 de e B. br. erde(5 telt Ch au die geuaum Das Diane altei U ach; Chlor dabei esch lune dlz schuel der Alu mit Wa erkt pn Vassersto“ m Mage onnenlich enden Ui. Wenn ni ischen In. rchsiollg en Saur vases el. Ls ze. dern ft die Pla. erreiblih nen, dle unterb aber ill Salsa 0 Wass, Cel e, eis Vasse g 327 verdichtet, Hat man salzsaures Gas in einer gläser- nen Röhre, und taucht ihre Oeffnung in Wasser, s0 steigt dasselbe s schnell in die Höhe, dass man ihm mit den Augen nicht folgen Kann; und gewöhnlich ist der Stoss, den das Wasser dabei ausübt, 80 heftig, dass die Röhre zertrümmert wird. Durch starke Compression kann das Gas flüssig gemacht werden, aber bei— 507 R. erleidet es noch keine Veränderung. Von oft auf einander folgenden elec- trischen Funken wird es in Chlor- und Wasserstoff- gas zerlegt. Das specif. Gewicht des Gases ist 1, 247. Kommt es mit einigen Metallen in Berührung, so entstehen Chloride; der Wasserstoff wird dabei frei. Auf nicht metallische Stoffe ist es aber ohne Wirkung. Durch Metalloxyde wird es zerlegt, Chlormetalle und Wasser entstehen; sehr basische starke Hitze; 80 wobei Oxyde erzeugen hierbei eine sehr z. B. bricht Feuer aus, wenn man Wasserfreie Baryt- erde(Bariumoxyd) in das Gas bringt; hierbei ent- steht Chlorbarium und Wasser, welches letztere sich an die Wände des Gefässes, Worin der Versuch vor- genommen wird, absetzt. Das salzsaure Gas ist auch schon unter den Dämpfen gefunden, die den Kratern der Vulcane entsteigen. Die Zusammensetzung fach; es besteht nämlich aus gleich Chlor und Wasserstoff, ohne dass eine Verdichtung dabei Statt gefunden hat. des Gases ist sehr ein- en Raumtheilen 7— — . 328 Dem Gewicht nach besteht es aus 97, 26 Chlor und 2574 Wasserstoff. Sum, 1005 00 Hier haben wir also eine Säure, die keinen Sauerstoff enthält; man kann desshalb annehmen, dass das Chlor darin die Rolle des Sauerstoffs über- nimmt. Vom Wasser wird das salzsaure Gas in 80 gros- ser Menge aufgenommen, dass 1 Volumen desselben 464 Volumen Gas verschluckt; doch geschieht die- ses nur, wenn die Temperatur des Wassers nicht über + 20° R. zeigt. Ist Wasser gänzlich mit salz- saurem Gase gesättigt, so besitzt es ein specif. Ge- wicht von 1,21, und enthält dann 42, 43 p. Ct.; hat es dagegen ein specif. Gewicht von 15,01, so ent- hält es nur 2, 02 p. Ct. Gas. Die wässrige Lösung des salzsauren Gases heisst Salzsäure; sie wird bei der chemischen Untersu- chung der Mineralien, Ackererden u. 8. W. sehr viel gebraucht, wesshalb wir sie auch näher be- trachten müssen. Von der Salzsäure (Chlorwasserstoffsäure). Die Chlorwasserstoffsäure wirkt auf die einfa- chen Körper, wie das salzsaure Gas, und ist mithin ohne Wirkung auf die nicht metallischen Stosfe, 80 wie auf einige Metalle. Mit anderen Metallen lie- fert sie dagegen Chlormetalle; hierzu gehören dieje- nigen, welche das Wasser zerlegen. 5 penn 10 einen 90 let Lachm an der Lof Js eutfel Pegel ile zh ssant elle K bt Keile lr lebe Duff gen 674 lt Halt welt, eu de 08 inge dis die l kicken ure dat lde au l fiat ht, ien pl lierauk in f 5 il, eli dine das d ante 0 d. cum dn fc N birt da re. li Masser fer Was les, u be dale ie lein innehmen offs über 80 gra dessel be ieht di- rs nich mit sal. pecif. b. 3 P.(it; 1 50 bll- es Heiss Untersu. W. sell ier be. ie eint it mitlin olle, 90 len lie n dige 329 Wenn die Salzsäure concentrirt ist, so besitzt sie einen sehr sauren, brennenden Geschmack, rö- thet Lackmus, ist wWasserhell, ungefärbt, und stösst an der Luft weisse, dicke, stechende Dämpfe aus; das entweichende salzsaure Gas verdichtet nämlich, wegen seiner grossen Verwandtschaft zum Wasser, die Wasserdämpfe, der Atmosphäre; wird die con- centrirte Saure mit mehr Wasser verdünnt, 80 fin- det keine Entwickelung von Gas und folglich auch keine Dampfbildung Statt, wenigstens nur in sehr geringem Grade. Erhitzt man die flüssige Salzsäure, wobei sie leicht kocht, so entweicht ein grosser Theil dersel- ben als 9 doch zuletzt hört dieses auf und die übrige flüssige Säure destillirt dann über. Sie lässt sich auf eine sehr leichte Weise aus gleichen Theilen Kochsalz und concentrirter Schwe- säure darstellen; man giesst nämlich die Säure, wel- che man zuvor mit; ihres Gewichtes Wasser ver- dünnt hat, nach und nach zu dem sich schon in ei- nem passlichen Gefässe befindenden Kochsalze, bringt hierauf in den Hals des Gefässes eine Sicherheitsröh- re an, erhitzt und leitet mittelst einer Entbindungs- röhre das sich aus dem Gemische entwickelnde salz- saure Gas durch Wasser, welches in mehreren, mit einander durch Röhren verbundenen Gefässen( oul- fischer Apparat) befindlich ist. Das Wasser absor- birt das Gas und man erhält so die flüssige Salzsäu- re. Hierbei findet folgender Process Statt: Das Wasser der Schwefelsäure erleidet eine Zersetzung; der Wasserstoff desselben tritt an das Chlor des Koch- salzes, und liefert Salzsäure, die als Gas entweicht; der Sauerstoff des Wassers verbindet sich dagegen ö 0 1 ö * V * — —. o 330 mit dem Natronium des Kochsalzes, und liefert Na- tron, welches sich dann wieder mit der Schwefel- sure zu schwefelsaurem Natron vereinigt. Während der Verdichtung des Gases durch das in den Gefässen besindliche Wasser, entsteht eine beträchtliche Temperaturerhöhung; soll desshalb das Wasser recht viel Gas absorbiren, so müssen die Gefässe während der Operation kühl gehalten wer- den. Die im Handel vorkommende Salzsäure pflegt durch Eisen oder organische Substanzen gelb gefärbt zu seyn; häufig enthält sie aber auch Schwefelsäure; sobald man sie desshalb zu genauen chemischen Ana- lysen verwenden will, muss sie hierauf geprüft und gereinigt werden. Die chemischen Fabriken liefern sie indess jetzt auch im möglich reinsten Zustande. Versetzt man die Salzsäure mit Salpetersäure, 80 entsteht das sogenannte Königswasser oder Gold- scheidewasser; es ist das Auflösungsmittel für Gold und Platin. Die Salpeter- und Salzsäure zersetzen sich beim Vermischen wechselseitig, denn ein Theil des Sauerstoffs der Salpetersäure verbindet sich mit dem Wasserstoff der Salzsäure zu Wasser, dadurch entsteht dann salpetrichte Säure und Chlor; oder das Chlor bildet sich im Königswasser auf Kosten der Salpetersäure, indem diese vom Wasserstoff der Salzsäure zu salpetrichter Säure reducirt wird. Das Chlor bleibt dabei in der salpetrichten Säure aufge- löst und verbindet sich, wenn sie zur Auflösung von Gold oder Platin angewendet wird, mit diesen dann zu Chlorgold und Chlorplatin. Bei der Bereitung des Königswassers muss man die Vorsicht gebrauchen, keine sehr concentrirten Huren 4 1d Un icht h Lönigsv und 1. tersäure Verhäll. Chlorpa im Crur Nörpern. Das roll v verrührt Los entweic Zersete und St. Die Zustand Labilisch Mat vegetire den, al dies nat. Lastaud. genschal ders 1e 68 lieg die 8 Clori Wurun Tbesät culkalt, liefert V. Schwe durch i steht eh; esslalb müssen d alten pe ure p Ib gell efelsäu chen 4 eprült u. ken lick Zustauct ersdurt oder bil. für 000 Zersetl ein Tha t sich nl dadurd lor; od uf Kost erstolf lr ird. 5 ure due lösung l iesen dn ceutrirte 331 Suren anzuwenden, weil sich sonst zuweilen Chlor- oxyd und Stickstoffchlorid bilden und dann sehr leicht heftige Explosionen erfolgen. Man stellt das Königswasser gewöhnlich aus 2 Theilen Salzsäure und 1 Theil Scheidewasser, oder verdünnte Salpe- tersäure dar. Einige nehmen aber, als das beste Verhältniss, 1 Theil Salpetersäure und 4 Theile Chlorwasserstoffsädure. Das Verhältniss richtet sich im Grunde aber jedesmal nach den aufzulösenden Körpern. Das Königswasser besitzt eine gelbe Farbe, was 8 sowohl vom Chlor, als von der salpetrichten Säure herrührt. Löst man ein Metall in Königswasser auf, 80 entweicht Stickstoffoxydgas; dies rührt von der Zersetzung der salpetrichten Säure in Salpetersäure und Stickstoffoxyd her. Die flüssige Salzsäure zerstört im concentrirten Zustande die organischen Körper, jedoch die vege- tabilischen leichter, als die thierischen. Man hat es auch schon versucht, Salzsäure bei vegetirenden Pflanzen als Düngungsmittel anzuwen- den, allein— Was vorauszusehen gewesen wäre— dies hatte, sobald man sie nicht in sehr verdünntem Zustande anwendete, wegen ihrer corrodirenden Ei- genschaften, stets den ungünstigsten Erfolg; beson- ders zeigte sie sich auf Sandboden nachtheilig, weil es diesem gewöhnlich an Basen fehlt, durch welche die Säure abgestumpft und zerlegt wird, oder wobei Chloride entstehen, die den Pflanzen eine angemessene Nahrung darbieten. Dass dagegen die Salzsäure auf unbesäeten Feldern, im Fall sie Kalk- und Talkerde enthalten, als Düngungsmittel dienen könne, leidet 8 N N ö N . w T ²˙¹¹d‚dzn.Äk.—.. ˙—˙Ü.; ̃—Üw8˙—ũ0 ³RQ ̃ͤ ůẽmàùHn m * keinen Zweifel, indem sie dann bis zur Einsaat Zeit genug hat, sich mit den Basen des Bodens zu Salzen zu vereinigen, welche keine ätzenden Eigenschaften besitzen. Mehr hierüber bei den Salzen. Von der Verbindung des Chlors mit Stickstoff. Wir sahen, als vom Ammoniak gehandelt wur- de, dass es, mit Chlor in Verbindung gebracht, einen Körper bildet, welcher sehr heftig detonirt. Lässt man nämlich bei einer Temperatur von + 8 R. Chlorgas durch eine Auflösung von Salmiak in Was- ser streichen, so senkt sich in kleinen ölartigen Tropfen ein Körper zu Boden, der aus Stickstoff und Chlor besteht. Bei der Bildung desselben erlei- det das Ammoniak eine Zersetzung; ein Theil seines Stickstoffs entweicht als Gas, ein anderer Theil ver- bindet sich mit dem überschüssigen Chlor zu Chlor- stickstoff und zugleich entsteht Chlor wasserstoffsäure. Der Chlorstickstoff ist flüssig, explodirt bei + 30 R. mit ausserordentlicher Hef- tigkeit unter Lichterscheinung. Ein Tropfen, in sehr flüchtig, und der Grösse eines Senfkorns, verursacht einen Knall, wie ein Flintenschuss, zersprengt die Gefässe, und schleudert die Stücke weit umher. Die Explosion erfolgt bei der gewöhnlichen Temperatur oft schon durch die leiseste Bewegung, wesshalb die Bereitung dieses Körpers sehr gefahrvoll ist; sie kostete dem französischen Chemiker Dulong, dem Entdecker dieses Körpers, ein Auge und verstümmelte ihm die Hände. Leitet man Chlorgas durch eine Auflösung eines anderen Ammoniaksalzes, z. B. durch kohlensaures Ammon 65 nit Cl daher lektige D. zeiner te, uf die ach aus damon Das krpdga per, haben 1 Metall Pflanze Nörper fel, P. ierge gehalt! insast J us In dil Ligenstieh J. Ssiekönt handelt pr ing geln tig denn r von Mak in J. zen lat mus Stiche sselben g. Theil d. r Theil) „ Zu Ch ersto fat ichtig, 1 licher B ropfen, inen RU. fässe, U. e Expl. 1 oft l e Bereit, kostete de Tatdech⸗ elte in 0 sung ei lens 333 Ammoniak, so wird Stickstoff frei und entweicht als Gas; aber mehrentheils ist das Stickgas auch noch mit Chlorstickstoff geschwängert; nähert man ihm daher ein brennendes Licht, so erfolgt sehr oft eine heftige Detonation. Der Chlorstickstoff ist im Uebrigen für uns von keiner Erheblichkeit, und wenn ich seiner erwähn- te, so geschah es nur, um den Experimentirenden auf die Gefahr aufmerksam zu machen, welcher er sich aussetzt, sobald er durch eine Auflösung eines Ammoniaksalzes Chlorgas leitet. Das Chlorgas verbindet sich mit dem Kohlen- oxydgase, und liefert damit einen gasförmigen Kör- per, welchen man Phosgen genannt hat. Wir haben nicht nöthig, ihn näher kennen zu lernen. Von den Verbindungen des Chlors mit einigen Metallen Wollen wir, da sie eine wichtige Rolle beim Pflanzenwachsthume spielen, später handeln; die Körper, welche dagegen das Chlor mit Jod, Schwe- fel, Phosphor und Kohlenstoff liefert, können wir übergehen, Weil sie mit der Land- und Forstwirth- schaft in keiner näheren Beziehung stehen. 6. Vom Jod(Jodine). Das Jod entdeckte man im Jabr 1811 in Frank- reich; es wurde zuerst in der Asche einiger im Meere wachsenden Pflanzen, besonders in den Fu- cusarten aufgefunden. In diesen Pflanzen kommt es jedoch stets nur in äusserst geringer Menge vor, denn 1 Centner Asche von Fucus vesiculosus lie- fert nur 1 Drachme( Loth) Jod. Hieraus kön- nen Wir abnehmen, dass die Pflanzen auch wohl 8 0 5 8 f . r PPP JA 334 noch mehrere andere in ihnen nicht erwartete Stoffe enthalten mögen, und dass diese bisber nur desshalb nicht darin aufgefunden wurden, weil man jedesmal eine zu geringe Menge ihrer Asche untersuchte. In den Strandpflanzen hat man indess das Jod bis jetzt eben so wenig gefunden, als in den Binnen- landspflanzen. Neuerlich hat man aber das Jod in den Sepien und Molusken entdeckt; hieraus folger- te man, dass es im Meerwasser und auch wohl in manchen Salzquellen vorkommen werde. Die Unter- suchung des Meerwassers und der Salzsolen auf Jod haben diese Vermuthung auch wirklich bestätigt, und man hat gesehen, dass sie es mit Ka lium, Na- tronium oder Talcium verbunden enthalten. Das Jod scheint ein treuer Begleiter des Chlors im Kochsalze zu seyn; doch hat man es kürzlich auch in einigen Erzen und zwar in Verbindung mit Silber und Chlof gefunden. In der Asche und dem Russe einiger Torfarten soll gleichfalls Jod enthal- ten seyn; bestätigt sich dieses, so kann man wohl annehmen, dass es durch Salzquellen in die Forfla- ger gelangte. Höchst wahrscheinlich wird das Jod auch in Bodenarten enthalten seyn, die reich an Kochsalz sind. Ich fand es in geringer Menge im Untergrun— de der Marschen, an den Küsten der Nordsee. Ob das Jod zu den Nahrungsmitteln der Binnenlands- pflanzen gehöre, ist noch nicht ausgemittelt vy rden; da indess zu vermuthen steht, däss es über kurz oder lang darin aufgefunden werden Wird, 80 wol- len wir uns in dieser Voraussetzung auch einiger- maassen mit seinen Eigenschaften Pekann zu machen suchen. be 05 Acbali ein. Filter chen, abset * jolet erhalt al fler. In; a0 gest 1 f 8⁰ e Gesc ent U J ar ing 1 4 li elbe 0 1 1 gere 1 l 1 5 bbene ech urch in P. Stär artete dot nur des) nan jedeg suchte. 5 das Jad den Din L das 00 Eraus f 1 uch wol! Die In 5 Olen aut) h best alium, en. des 0 es in! indun: ut 0 und od enth. man w. lie Tor, d auch i 1 Kochel Untersu- see. 0 J einiger u Machen 335 Das Jod zeigt in seinem Verhalten sehr viel Aehnlichkeit mit dem Chlor; beim Erhitzen giebt es einen schönen violetten Dampf, welcher sich an kältere Körper in kleinen schwarz- grauen Schüp- chen, oder in octaëdrischer Form mit Metallglanz absetzt; folglich lässt es sich sublimiren. Von der violetten Farbe seines Dampfes hat es den Namen erhalten. Einige Verbindungen, die das Jod mit anderen Körpern liefert, besitzen sehr schöne Far- ben; sie werden zum Theil schon in der Färberei angewendet, so Zz. B, Jodquecksilber, Was ein präch- tiges Roth giebt. Beim Erhitzen kommt das Jod in Fluss. Der Geruch der Joddämpfe ähnelt dem des Chlors, der Geschmack desselben ist sehr scharf, Es ist nicht entzündlich. Als Zündkörper folgt es aber unmittel- bar dem Chlor. Es ist weich und leicht zerreiblich. Bringt man es mit Zerriebener oder gekochter Stär- ke(Amylum) in Berührung, 80 entsteht ein sehr schön blau gefärbter Körper; das Kochen oder Zer- reiben der Stärke ist aber nöthig, weil Versuche gezeigt haben, dass das Jod nur auf die innern Thei- le der Stärkekügelchen blau färbend wirkt. Dieser Eigenschaft wegen können beide Körper sehr gut als wechselseitige Reagentien benutzt werden, denn durch Jod lässt sich eine sehr geringe Menge Stärke in Pflanzen, oder anderen Substanzen,. B. in mit Stärke verfälschtem Honige entdecken, gleich Wie man eine sehr geringe Menge Jod in Flüssigkeiten durch Stärke auffinden kann; ja, die Stärke ist für —— 85. 127 das Jod ein so empfindliches Reagens, dass sich durch 2 5 5 + 212 3 FN selbige noch 1 Theil Jod, in 2 Millionen Theilen Wasser aufgelöst, entdecken lässt; kommt aber das 323232 336 Jod, mit einem anderen Körper verbunden, im Wasser gelöst vor, so muss man erst Salpeter- oder Schwefelsäure zusetzen, damit das Jod frei werde. In Wasser ist das Jod nur in sehr geringer Men- ge löslich, denn 7000 Theile nehmen nur 1 Theil Jod auf; es färbt dasselbe orange. In Alkohol und Aether ist es dagegen leicht auflöslich, und färbt diese Flüssigkeiten braun. Es zerstört, wie das Chlor, die Pflanzenfarben. Das specif. Gewicht desselben ist 4,948; das Jod, als Gas hat dagegen(die Luft= 1) ein specif. Ge- wicht von 8,7011 und ist mithin das schwerste aller bekannten Gasarten. Es liefert, mit Sauerstoff vereinigt, eine Säure, die sich mit den Basen zu Salzen verbindet. Ferner geht es eine chemische Verbindung mit Chlor, Phos- phor u. s. W. ein; hieraus entstehen jedoch Körper, welche wir nicht weiter zu berücksichtigen brauchen. Hit Metallen liefert es Jodmetalle(Jodide). Mit Stickstoff verbunden, stellt es einen beinahe eben so heftig detonirenden Körper dar, als das Chlor. Die Bereitung des Jods geschieht gewöhnlich aus der Asche der Meerpflanzen; man benutzt dazu die sogenannte Varecksoda; hierin kommt es neben mehreren anderen Salzen mit Kalium verbunden, als Jodkalium vor. Die Asche wird zu dem Ende mit Wasser ausgelaugt und die Flüssigkeit zum Theil verdunstet, wobei sich die mehrsten Salze auskry- stallisiren; das Jodkalium bleibt aber, Weil es sehr auflöslich ist, mit einigen schwefelsauren Salzen, ferner mit Kochsalz und mehreren anderen Körpern in der Mutterlauge zurück; diese wird desshalb mit concentrirter Schwefelsäure versetzt und in einem Lalben! 1 als! b der! us den müerbei welches 0 i ful 25 ollkonm iber Cho D a5 Specific . Ligen Von Das eiuer dä ein frde! eben zit Wasserstol Hing 10 eltstel Wird kei In) entstelt wirkt au erflächt bald bie zoll, in. Waser i unden, peter. 0h, rei Werd ringer ln nur 1 Ii. Allo v und sh t, die ch 8j des Specis b Werdste h eine din, let. kent Hlor, Bu. ch Rin J Hraudt Ie). e eben lor. ewöhal nutzt dan t es nehe unden, i zum Tl ze dus eil es al in einen 337 Kolben mit Vorlage destillirt; das Jod entweicht da- bei als violetter Dampf und setzt sich theils im Hal- se der Retorte ab, theils geht es in die Vorlage über. Aus dem Kalium und der Zugesetzten Säure entsteht hierbei unter Wasserzersetzung schwefelsaures Kali, welches in der Retorte zurückbleibt; das erhaltene Jod wird zuletzt mit kaltem Wasser abgewaschen und zwischen Fliesspapier getrocknet; um es aber vollkommen trocken zu erhalten, muss man es noch über Chlorcalcium sublimiren. Das Jod ist, in kleiner Menge genommen, ein Specificum gegen den Kropf, besitzt indess gifti- ge Eigenschaften. Von der Verbindung des Jods mit Wasserstoff (Jodwasserstoffsäure). Das Jod verbindet sich mit dem Wasserstoff zu einer Säure, und ist wie die Chlorwasserstoffsäure ein farbeloses Gas; auch im Geruche kommt sie der- selben ziemlich gleich. Das specif. Gewicht des jod- Wwasserstoffsauren Gases ist 4, 445. Bringt man das Gas mit Metallen in Berührung, so entstehen Jodmetalle(Jodide) und Wasserstoff wird frei. Im Wasser ist das Gas leicht löslich; dadurch entsteht dann die flüssige Jodwasserstoffsäure; diese wirkt auf andere Körper, weil sie sich nicht leicht verflüchtigt, sehr kräftig ein. Sie färbt sich, so- bald sie mit der Luft in Berührung steht, braun— roth, indem sie Sauerstoff anzieht; dabei entsteht Wasser, und das Jod, welches anfänglich nieder- 2 D 0 1 338 fallt, löst sich in der Säure wieder auf, wodurch denn die Färbung erfolgt. Dem Volumen nach besteht die Jodwasserstoff- szdure aus 1 Joddampf und 1 Wasserstoffgas. Dem Gewicht nach ist sie zusammengesetzt aus 99,22 Jod und „78 Wasserstoff. — Sum. 100, 00. Bis jetzt ist die Jodwasserstoffsäure diejenige be- kannte zweifache Verbindung, bei welcher hinsicht- lich der Mengen der darin vorkommenden Stoffe die grösste Differez Statt findet. Es ist in der That sehr auffallend, dass ein Körper, welcher 80 wenig Vasserstoff enthält, eine so kräftige Säure ist; dess- halb ist denn auch das Jod, und nicht der Wasser- stoff, der negative Bestandtheil der Säure. Im Uebrigen haben die Eigenschaften der Jod- Wässerstoffsäure kein Interesse für uns. 7. Vom Schwelel. In der Natur kommt der Schwefel sehr häufig im isolirten Zustande vor, denn er findet sich oft in mächtigen Lagern im Uebergangsgebirge. Er ist zuweilen der Begleiter des Kochsalzes und Gypses, 50 z. B. im Hannoverschen im Amte Lauenstein. Sehr oft trifft man ihn auch unter den Auswürflin- gen der Vulcane an, und da die Krater und Spalten in der Gegend der Vulcane fortwährend Schwefel- dämpfe ausströmen, so setzt er sich, als Schwefel- pulver, oder zu Schwefelkrystallen condensirt, in der Nähe derselben ab. Dieser so vorkommende chef örper Schwe er in tisch Rirpen nis de benacl eiligen! dehwest deu, Ir soll der Me D* mirgel währe darin Dalers kiuigte del ur milk Jonmt uride- ud Ws ergtok delt s gebt vorkon 00 1 2, Z 1 Er! leilet u „ Wodarg Massen 5. Ugeseht A lies eng! fer Hint. en Stoff t r That w. r 80 pl re ist; l. ler Mas. 0. u der J. zehr li, let sich e. Ir i ind Che uenstel Ausvinl ind Sal Schyel⸗ Schpek ensirt, 10 lonmen 339 Schwefel pflegt wenige, oft gar keine fremdartigen Körper zu enthalten. Mitunter findet sich der Schwefel auch in Braunkohlenlagern. Ferner kommt er in schwefelwasserstoffhaltigen Quellen(Hep a- tischen Wässern) abgelagert vor; auch da, wo Körper in Verwesung übergehen, die bei ihrer Fäul- niss Schwefel wasserstoff entwickeln, setzt er sich an benachbarte Körper ab, so in Kloaken. Selbst in einigen Pflanzen hat man schon geringe Mengen Schwefel gefunden; dahin gehören der schwarze Senf, die gemeine Zwiebel, der Schierling u. s. w. Er soll, als solcher, auch im Horn und den Haaren der Menschen und Thiere vorkommen. Dass eine Ackerkrume Schwefel enthalte, ist nirgends nachgewiesen worden, auch ist es, nicht Wahrscheinlich, weil, wenn auch früher welcher darin vorkam, er sich doch nach und nach mit dem Sauerstoffe der Atmosphäre zu Schwefelsäure ver- einigte. Sehr häufig finden wir den Schwefel in der Na- tur mit anderen Körpern chemisch verbunden; oft kommt er mit Metallen, als Schwefelmetalle(Sul furide), vereinigt vor; so mit Eisen zu Schwefel- und Wasserkies; öfter aber noch ist er mit Sau- erstoff, Erden, Oxyden und Alkalien vereinigt, und stellt so die schwefelsauren Salze dar. Der Gyps gehört z. B. zu diesen, am häufigsten in der Natur vorkommenden schwefelsauren Salzen. Das specif. Gewicht des gediegenen Schwefels ist 2, 033. Zu den Haupteigenschaften des Schwefels gehört: 1) Er ist von Farbe gelb, hart und spröde; 2) er leitet nicht die Electricität, wird aber durch Reiben 22. 340 negativ electrisch; 3) er nimmt durch's Erhitzen den flüssigen und gasförmigen Zustand an. Beim Schmelzen wird er nicht erst weich, sondern geht plötzlich in den flüssigen Zustand über; erhitzt man ihn länger und tropft ihn in Wasser, so bleibt er eine ganze Weile weich und bildsam, und besitzt dann eine braune Farbe; am Ende erlangt er jedoch seine gewöhnliche Eigenschaft wieder. Dieses Ver- halten des Schwefels zeigt uns, dass ein Körper, auf verschiedene Weise behandelt, auch ganz ver- schiedene Eigenschaften annehmen kann. 4) Er fängt bei + 316 R. Wärme an zu kochen, verdampft aber schon bei niedrigeren Temperaturen und erfüllt die Luft mit Schwefelgas, oder Schwefeldampf, der zum Husten reizt. Der Schwefeldampf setzt sich hierbei an kalte Körper ab; dieserhalb lässt sich der Schwefel durch die Sublimation auch von andern da- mit gemengten Körpern trennen. Den so erhaltenen Schwefel nennt man Schwefelblumen. Zuletzt geht er beim Destilliren als eine gelbe Flüssigkeit über. Uebrigens kann man ihn an der Luft bis zum Kochpuncte erhitzen, ohne dass er sich entzündet. Lässt man den geschmolzenen Schwefel nach und nach erkalten, so krystallisirt er. Erhitzt man ihn allmählig bis zu + 200 R., so zeigt er eine Er- scheinnug, die man bei anderen Körpern nicht be- merkt, er wird nämlich so dickflüssig, dass man das Gefäss, worin er sich befindet, umkehren kann, ohne dass er herausfliesst, kühlt er sich etwas wie- der ab, so wird er wieder dünnflüssig. Tropft man ihn im dickflüssigen Zustande in Wasser, 80 bleibt er, wenn er schnell abgekühlt wird, wie schon vorhin erwähnt wurde, ziemlich lange weich, * durchs und f aber! che 8 mehre minbs der J enthalt tleilen. mit bla er ferb. nuophi einen däure drei pern, glei. f gel dich die Ibch ni Ferstoff bei der per, de fobald 3 che Hal Scheit nämlic dem gl re gel Jen sor ot der al, dale, Trbitin an. ein idern alt litt un 0 bleibt 1 Ind bei b er jeh Dieses Vr. in Arge gan gt. 1 Er fi ampft an erfüllt ch impf, ch selut dl st sich ah, andern d. erhalten Zuleti süssigkel bis zun ntzündet nach un man inn eine I.. nicht be. dass mal ren lau, 341 durchsichtig und bildsam. 5) In Alkohol, Naphtha und fetten Oelen ist der Schwefel auflöslich, nicht aber im Wasser; folglich können die Pflanzen, wel- che Schwefel als Nahrung bedürfen, wozu wohl die mehrsten, besonders die aus der Familie der Legu- minosen gehören, ihn nur dadurch bekommen, dass der Boden ihn in Verbindung mit solchen Körpern enthält, welche ihm Auflöslichkeit im Wasser er- theilen. 6) Der Schwefel verbrennt an der Luft mit blauer Flamme, ohne dass ein Rückstand bleibt; er verbindet sich hierbei mit dem Sauerstoff der At- mosphäre zu einem Körper, welcher gasförmig ist, einen stechenden Geruch besitzt und schweflichte Säure heisst. Ausserdem vereinigt er sich noch in drei anderen Verhältnissen mit Sauerstoff zu Kör- pern, die gleichfalls Säuren sind; diese werden wir sogleich näher betrachten. 7) Mit dem Wasserstof- fe geht der Schwefel 2 Verbindungen ein, Wovon sich die eine als eine Säure verhält. Es ist jedoch noch nicht geglückt, den Schwefel direct mit Was- serstoff zu vereinigen, aber die Verbindung erfolgt bei der Fäulniss schwefelhaltiger organischer Kör- per, desgleichen bei der Zersetzung von Sulfuriden, sobald auf selbige mit Wasser verdünnte minerali- sche Säuren einwirken; hierbei entsteht ausser dem Schwefelwasserstoff auch ein Metalloxyd, dadurch nämlich, dass Wasserzerlegung Statt findet; aus dem sich gebildeten Oxyde und der zugesetzten Säu- re geht gleichzeitig noch ein Salz hervor. Zuwei- len sondert sich bei der Zersetzung einiger Sulfuride oft der Ate Theil Schwefel aus; dies ist z. B. der Fall, wenn man Schwefelkalium mit verdünnter Schwefelsäure vermischt. 8) Der Schwefel verbin- 1 — 342 det sich mit allen einfachen Körpern nur nicht mit Stickstoff; wenigstens hat man noch keine Verbin- dung beider Stoffe zu Stande bringen können; doch wollen einige Chemiker Schwefelstickstoff in hepati- schen Quellen(Schwefelquellen) entdeckt haben, und schreiben ihm zum Theil die Heilkräfte des Was- sers zu. Wir lassen dieses dahin gestellt seyn. 9) Mit den Metallen vereinigt sich der Schwefel in eben so bestimmten unabänderlichen Verhältnissen, als der Sauerstoff; zuweilen geschieht die Verei- nigung sogar unter Erscheinung von Feuer. Das Eisen insbesondere vereinigt sich sehr leicht mit Schwefel und wird flüssig, 80 dass eine Eisenplatte, wenn man sie rothglühet und eine Stange Schwefel darauf hält, augenblicklich ein so weites Loch be- kommt, als die Schwefelstange dick ist. Dünnes Kupfer, in Schwefeldämpfe gebracht, fängt an zu. glühen und schmilzt. Der Schwefel gehört demnach, wie der Sauerstoff, das Chlor und Jod, zu den Zündkörpern. 10) Bei sehr hohen Temperaturen soll der Schwefel das Wasser zerlegen; hierbei bil- det sich nicht nur schwefelichte Säure, sondern auch Schwefel wasserstoffgas. 11) Lässt man feuchten, gepulverten Schwefel lange an der Luft liegen, 80 zieht er Sauerstoff an, und es erzeugt sich dadurch nach und nach Schwefelsäure; dies wird höchst Wahrscheinlich noch leichter erfolgen, wenn eine Base damit gemengt ist, welche grosse Verwandt- schaft zur Schwefelsäure hat(disponirende Ver- wäandtschaft). Unter den Verbindungen des Schwefels mit an- deren einfachen Körpern giebt es solche, die sich als Basen, und solche, die sich als Säuren verhal- eu. tnande bo- alten dalie, betrat lich u dun dungen ir ir n 1 uncle 0 fel Kahr 0 furid). den La werdet 1 gung 0 t bein cee f de dich lich cant en Salze Selpete der Halbe Liechti Das Sales] sehr fe Cups br wenden, lichigt dicht ni ne Verdi. nen; doch in bent haben, un dees M. stellt en Schwelkl hältnis die Vu ner. I leicht u Eisenpl. e Schpe⸗ 8 Loch. t. Din ingt u t dem u d peratur jerbei l dern aud feuchte, liegen, a h dadur ird bich, wenn el Verwaud ende Je s nit ar die Sch ou elle“ 343 ten. Beide verbinden sich dann wieder eben so mit einander zu Salzen(Schwefelsalzen), als sich Sauer- stoff- Basen und Sauerstoff- Säuren mit einander zu Salzen(Sauerstoffsalzen) vereinigen. Die Schwefel- salze, von denen wir einige in der Folge näher betrachten wollen, sind zum Theil in Wasser J6s- lich und krystallisiren daraus. Die Schwefelverbin- dungen haben überhaupt mit den Sauerstoffverbin- dungen viele Aehnlichkeit; einige Oxyde geben, wie wir schon früher gesehen haben, durch Glühen einen Theil Sauerstoff aus, und eben so lassen manche Sulfuride durch Glühen einen Theil Schwe- fel fahren, 80 z. B. der Schwefelkies(Eisenpersul- furid). Von den Sulfuriden Wird späterhin das für den Land- und Forstwirth Wissenswürdige angeführt werden. Der gepulverte Schwefel ist schon zur Dün- gung von Klee u. dergl. angewendet worden, und hat beinahe dieselbe Wirkung hervorgebracht, als eine Gypsdüngung. Höchst wahrscheinlich bilde- te sich dabei Schwefelsäure, und diese vereinigte sich dann mit den Basen des Bodens zu schwefelsau- ren Salzen. Vielleicht ist bei der Entstehung der Schwefelsure aus Schwefel, wie bei der Bildung der Salpetersäure aus Stickstoff die atmosphärische Electricität thätig. Da sich der Schwefel in Substanz, als ein wirk- sames Düngungsmittel bewiesen hat, 80 würde es sehr fehlerhaft seyn, wenn man schwefelhaltigen Gyps brennte, um ihn hierauf zur Düngung anzu- wenden, denn dadurch würde aller Schwefel ver- llüchtigt werden. 344 Von den Verbindungen des Schwefels mit Sauerstoff. Die Verbindungen, welche der Schwefel mit Sauerstoff eingeht, bestehen in unterschweflichte Säure, schweflichte Säure, Unterschwefelsäure und Schwefelsäure. Unterschweflichte Säure. Sie ist ein Kunstproduct und hat, 80 viel jetzt bekannt ist, weiter kein Interesse für den Land- und Forstwirth. Mit den Oxyden, Erden und Alka- lien liefert sie Salze. Dem Gewichte nach besteht sie aus: 665 80 Schwefel und 33520 Sauerstoff. Sum. 100, 00 Schweflichte Säure. Diese Säure entsteht bei der Verbrennung des Schwefels in trockener Luft, also mit Ausschluss von Wassergas, indem sich 9 lh auch etwas Schwe- felsäure bildet. Sie ist ein ungefärbtes Gas; bren— nende Körper erlöschen darin; dieserhalb lässt sie sich auch zum schnellen Löschen brennender Schorn- steine anwenden. Zu dem Ende wird eine Quanti- tät Schwefel unter 3 brennenden Schornsteine an- gezündet. Das schweflichtsaure Gas dient zum Bleichen der Wolle und anderer thierischer Substanzen. F fisig In ban schen sich b U. 1 9 die durch i Vile b. Dos eroffg Volum D Sun Am Ouechel lierbei Calpe gebung Podurch 1 düure e Bieraut ein pe in cor schwef etwas genstoff Theile fals ni chweit 1 schpellah felszure u. 80 viel ir den La n und 4. ennung Ausscll was Seh Cas; bi. Ib lists“ der Schon ine Ou rnsteile d. 1 Ul eilen Nell, 345„e Durch künstliche Kälte lässt es sich in eine Flüssigkeit verwandeln. In der neueren Zeit hat man das Gas mit dem besten Erfolge bei den Hautkrankheiten der Men- schen angewendet; höchst wahrscheinlich lässt es sich desshalb auch bei denen der Thiere benutzen, z. B. bei räudigen Schafen. Es wird vom Wasser aufgenommen und liefert, so die flüssige schweflichte Säure. Dass dieselbe durch ihre schnelle Verdunstung eine bedeutende Kälte hervorbringe, wurde schon früher erwähnt. Das Gas besteht dem Volumen nach aus 1 Sau- erstoffgas und 3 Schwefeldampf, welche sich zu 1 Volumen verdichten. Dem Gewichte nach ist es zusammengesetzt aus 50, 22 Schwefel und 49, 68 Sauerstoff.. Sum. 100,00 Am reinsten lässt es sich bereiten, wenn man Quecksilber in Schwefelsäure kocht und das sich hierbei entwickelnde Gas auffängt. Ein Theil der Schwefelsäure zerfällt bei diesem Processe unter Ab- gebung eines Theils Sauerstoff an das Quecksilber, Molten dann Ouecksilberoxydul und schweflichte Säure entsteht; das Quecksilberoxydul ver einigt sich hierauf mit der übrigen Schwefelsäure und bleibt als ein weisses Pulver 20 el Auch wenn man Holz in concentrirter Schwefelsäure kocht, erhält man schweflichtsaures Gas, aber dieses ist zugleich mit etwas Kohlensäuregas verunreinigt, denn der Koh- lenstoff des Holzes vereinigt sich hierbei mit einem Theile des Sauerstoffs der 555 Das Holz 0 346 * l wirkt also dem Quecksilber gleich, nämlich als Des- oxydationsmittel. Aus dem Holze bildet sich aber auch noch durch Einwirkung der Schwefelsäure aus seinem Sauer- und Wasserstoffe, Wasser; und wie man neuerlich gesehen hat, aus seinem Kohlen-, Sauer- und Wasserstoff auch Humussäure. Indlich kann man dieses Gas noch dadurch bereiten, dass man Schwefel in Schwefelsäure kocht; der Schwe- fel wirkt hierbei desoxydirend auf die Schwefelsäure, indem er sich selbst in schweflichte Säure verwan- delt.— b Da sich der Schafwolle durch schweflichte Säure, als Gas, eine sehr weisse Farbe ertheilen lässt, und der Landwirth aus diesem Grunde vielleicht von ihr Gebrauch machen kann, so hielt ich es nicht für über- flüssig, Einiges über die Bereitungsart dieses Körpers zu erwähnen. Gewöhnlich geschieht das Bleichen der Wolle dadurch, dass man sie anfeuchtet, in Kammern aufhängt, die Ritzen und Fugen der Fhü- ren u. s. W. gut verklebt und Schwefel darin ver- brennt. Unterschwefelsäàure. Sie ist ein Kunstproduct, und für uns ohne al- les Interesse.. Sie besteht dem Gewicht nach aus 44 59 Schwefel und 555,41 Sauerstoll. Sum. 100, 00. Wei Merge s 80 entzte gallll elle 1 ind uns Waser eiue as f8erha fun, Die us der en, ich in amer 0 erhe d ge fich alz 05 det zich ekelszure er; vnd nem Rall, are. Tuch ereiten, d deer Sch. Fchwelgei dure pere flichte di en läst) eicht vun! icht fir i ieses Nin das Bld euchktet, u u der I. darin. ns ohne — 347 Von der Schwefelsäure (Vitriolsäure, Vitriolöl). Wenn der Schwefel sich mit einer so grossen Menge Sauerstoff verbindet, als er aufnehmen kann, 80 entstellt daraus die Schwefelsäure. Ihre Zu- sammensetzung besteht dem Gewicht nach aus 40, 14 Schwefel und 59, 86 Sauerstoll. Sum. 100,00. So wie die Schwefelsäure im Handel vorkommt, enthält sie mehr oder weniger chemisch gebundenes Wasser; sie ist in diesem Zustande ein Hydrat, oder das darin vorkommende Wasser vertritt die Stelle einer Base. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es mehrere Verbindungen in festen Verhältnissen von Schwefelsäure und Wasser giebt, aber diese sind uns noch nicht alle bekannt. Ausser der mit Wasser verbundenen Schwefelsäure giebt es auch eine Wasserfreie oder trockene; diese kommt in der Wasserhaltigen Säure oft aufgelöst vor, und raucht dann, wenn sie mit der Luft in Berührung steht. Die reine oder trockene Schwefelsäure lässt sich aus der rauchenden oder dampfenden Säure gewin- nen, wenn man sie vorsichtig destillirt, wobei sie sich in Form Weisser, seidenartig- glänzender, bieg- samer Nadeln im Halse der Retorte absetzt. Die 80 erhaltene Wasserfreie Säure schmilzt bei + 25 KR. und geht Wieder in Dampf über. Sie bildet an der Luft dicke weisse Dämpfe, weil sie, wegen ihrer ausserordentlich starken Verwandtschaft zum Was- 348 ser, das Wassergas der Atmosphäre verdichtet; da- durch entsteht dann Schwefelsäurehydrat. Die flüssige wasserfreie Schwefelsiure löst den Schwefel auf, und ist dann, je nachdem sie mehr oder weniger Schwefel aufgenommen hat, braun, grün oder blau gefärbt. Ihr specif. Gewicht beträgt bei + 20% R. 1,970. In der Hitze erleidet sie eine Zersetzung, wobei schweflichte Säure entsteht und Sauerstoff frei wird. Giesst man die rauchende Schwefelsäure, also die Säure, welche aus wasserfreier und Wasserhalti- ger Säure besteht, in Wasser, 80 bringt jeder Tro— pfen darin ein Zischen hervor, als wenn man ein glühendes Eisen ins Wasser steckt. Die Wirkung der Säure auf das Wasser erzeugt nämlich eine 80 beträchtliche Wärme, dass sich augenblicklich Was- serdämpfe bilden, die eine Art Explosion verursa- chen, weil sie sich am Boden des Gefässes, wohin die Schwefelsäure sinkt, bilden. Wenn die Schwefelsäure nur mit wenig Was- ser verbunden ist, so bietet sie eine ölartige, Was- serhelle Flüssigkeit dar;(die wasserfreie Säure ist dagegen bei + 20 R. dünnflüssiger). Ihr specif. Gewicht ist 1,848. Sie besteht aus 23,50 Wasser und 76,15 trockener Schwefelsäure. Nach Andern enthält sie nur 18,23 Wasser; was auch wohl das Richtigste ist. Beide Säuren, sowohl die Wasserhaltige als die Wasserfreie, zerstören alle Pflanzenfarben. Die Wasserhaltige Schwefelsäure von 15,848 specif. Gewicht, raucht nicht an der Luft, zieht aber mit einer grossen Kraft die Feuchtigkeit der Atmosphäre an; s0 dass sie 15 mal ihr eignes Gewicht Wasser Andensit gen dies. raucht 1 f Uszutro her sei. dchpese g In heel eumizelt suanne 0 ie Ls u K U. ö b entste ders err Ihr. Wirt, hingt, van 1 Ce e vermis telt; se Discles ird eine I Lis aer y unden y pogleich, fei de Stel 1 lult in aun, fler lussüure erlücltet; Tat. säure lit 0 den d n hat, h 5ewiclt h leidet c, e entzlelt! efebsture, nd was ingt jeier! wenn al Die Wit ämlich ein blicklich l. sion pern fässes, f Venig. lartige, rfreie d. Ihr dp 3,00 lle Nach dat uch woll altige ab. n. 7808 hut eht aber 1 Atwocpbat lt Mas 349 condensirt; doch muss sie, wenn sie so viel Was- ser anziehen soll, oft umgeschüttelt werden. We- gen dieser grossen Verwandtschaft zum Wasser ge- braucht man sie auch, um feuchte Körper dadurch auszutrocknen; man stellt nämlich den Körper, wel- cher sein Wasser verlieren soll, neben concentrirter Schwefelsäure unter die Glocke einer Luftpumpe. In Wasser gegossen, bringt die Wasserhaltige Schwefelsäure eine starke Erhitzung hervor; denn vermischt man bei gewöhnlicher Temperatur 250 Gramme Säure mit eben so viel Wasser, so erreicht die Flüssigkeit eine Wärme von + 72 R. und wer- den 4 Theile Wasser mit 1 Theil Säure gemischt, so entsteht eine Hitze, die den Kochpunkt des Was- sers erreicht. Ihre grosse Verwandtschaft zum Wasser be- wirkt, dass, wenn man Eis damit in Berührung bringt, dieses schnell schmilzt, und dass, wenn man 1 Gewichtth. Eis mit 4 Gewichtth. Schwefelsäu- re vermischt, dabei eine Wärme von + 80% R. ent- steht; setzt man aber nach dem Erkalten des Ge- misches noch 3 Gewichtth. Eis von 0 R. hinzu, 80 wird eine Kälte von— 20 R. erzeugt, indem sich das Eis mittelst der Säure schnell in flüssiges Wasser verwandelt und dabei Wärme chemisch ge- bunden wird. Dieselbe Kälte entsteht aber auch sogleich, wenn man 4 Theile zerstossenes Eis mit 1 Theil Schwefelsäure vermischt. Steht die Schwefelsäure längere Zeit mit der Luft in ungehinderter Berührung, 80 färbt sie sich braun, indem sie die aus der Atmosphäre in sie ge- langenden organischen Dämpfe verkohlt, oder Hu- mussäure aus ihnen bildet. — 3 2 350 Durch Schwefelsure lässt sich Stärke und Holz. faser in Zucker verwandeln, indem sie die Elemente dieser Körper nöthigt, in anderen Verhältnissen zusammen zu treten. Wir werden hierauf im 2ten Theile dieses Werkes zurückkommen. Sie ist eine der kräftigsten Säuren, und man benutzt sie desshalb auch, um andere Säuren dar- zustellen, oder selbige aus ihren Verbindungen mit Basen zu vertreiben; 50 Z. B. dient sie zur Berei- tung der Salpetersäure aus salpetersaurem Kali(Sal- peter). Bei— 10 bis 12 R. gefriert die 18 bis 19 p. Ct. Wasser enthaltende Schwefelsäure. Die Sättigungscapacität der Schwefelsäure ist 1996; d. h. wenn sie mit Basen(Alkalien, Erden und Oxyden) völlig gesättigt wird, so enthält die hierzu erforderliche Basismenge genau 3 80 viel Sau- erstoff, als die Säure; folglich besitzt diejenige Quantität Basis, welche 100 Theile Schwefelsäure sättigt, 19,96 Theile Sauerstoff. Man bereitet die rauchende Schwefelsäure aus dem sehr häufig in der Natur vorkommenden Eisen- vitriole(schwefelsaures Eisenoxydul), man entfernt zuerst das Wasser dieses Salzes durch Erhitzung und glühet es hierauf in Retorten, wobei denn die Schwefelsäure das Eisenoxydul verlässt. Da aber beim Erhitzen des Eisenvitriols nicht alles Wasser ausgetrieben wird, so erhält man beim Glühen des- selben stets eine Säure, welche aus einem Gemische von Wasserfreier und wasserhaltiger Schwefelsäure besteht. Aber nicht alle schwefelsauren Salze, z. B. nicht die des Kalis, Natrons, Kalks, Baryts und Talks werden durch Hitze zerlegt; desshalb können zuch nt lung de Ma allt lchte 8 chsise Harte Jenper dll 1 de Tem erdetad! bei der! ibergel diert s hckte bleibt zäure 0 Nüt dehnrefe Löbe) Die cle Sch seleaure die indes rern peter 1 mit Ble den de zich) cahyefe en, se Jekleide Klon vt wle aui, 6 die Len Verne, jerduf I 0h en, bub: re Säuren g bindnage b sie zur h. rem Ra 8 b 5 Welelslun! Kalien,“ 80 eEullab J 80 ff itat di epelel efelsäur enden I. man el ch Trlil bei den t. Da i. alles We Cliben em Cen chpescbelt Hille, 1 Baryts 11 ab Line 351 auch nur wenige schwefelsaure Salze zur Darstel- lung der Schwefelsäure angewendet werden. Manche im Handel vorkommende Schwefelsäure enthält ausser der wasserfreien Säure auch schwef- lichte Säure, z. B. die sogenannte nordhäuser oder sächsische. Dies ist leicht erklärlich, wenn man die Darstellungsweise der Schwefelsäure betrachtet. Die Temperatur, bei welcher das schwefelsaure Eisen- oxydul zersetzt wird, ist nämlich eben so hoch, als die Temperatur, bei welcher die Schwefelsäure eine Zersetzung erleidet. Reine Schwefelsäure erleidet bei der Destillation keine Zersetzung, weil sie leicht 82 übergeht. Erhitzt man jene unreine Säure, so ver- liert sie sowohl die wasserfreie, als die schwef- lichte Säure, und die gewöhnliche Schwefelsäure bleibt zurück. Bei der Fabrication der Schwefel- säure aus schwefelsaurem Eisenoxydul erhält man, als Rückstand, Eisenoxyd, eben weil ein Theil Schwefelsäure sich zersetzt und Sauerstoff an das Eisenoxydul abgiebt. Die im Handel vorkommende, sogenannte engli- sche Schwefelsäure, enthält keine wasserfreie Schwe- felsüure und raucht daher auch nicht. Man gewinnt sie indess nicht aus Eisenvitriol, sondern durch Ver- brennung von Schwefel, welchen man zuvor mit Sal- peter mengt. Diese Operation nimmt man in überall mit Blei ausgeschlagenen Kammern vor; auf den Bo- den derselben wird Wasser gegossen, damit es die sich bildende Schwefelsäure aufnehme. Da die schwefelsauren Dämpfe das Blei nicht leicht angrei- fen, so nimmt man auch immer dieses Metall zum Bekleiden der Kammerwände. Man hat es jedoch sclion versucht, statt des Bleies, was immer kostbar 352 ist, ein anderes Material anzuwenden, allein bisher sind alle Versuche vergeblich gewesen. Für sich hat man die Schwefelsäure bis jetzt nur in einigen Quellen in der Nähe von Vulcanen gefunden. Die Schwefelsäure allein, oder in ihrer Verbin- dung mit anderen Körpern ist, sobald diese in Was- ser löslich sind, leicht zu entdecken, denn sie giebt mit löslichen Blei- und Barytsalzen weisse, in Säu- ren und Wasser unauflösliche Niederschläge. Der Niederschlag, welcher durch das Bleisalz hervorge- bracht wird, löst sich indess vollkommen in Aetz- kali auf, und in geringer Menge auch in concentrir— ter Salpetersäure. Es ist schon versucht worden, die Schwefelsäu- re als Düngungsmittel anzuwenden; bei grünenden Saaten that sie aber niemals gute Dienste; ohne Zweifel wohl desshalb, weil sie dabei eher in die Pflanzen übergieng, als sie sich mit den Basen des Bodens zu neutralen Salzen verbunden hatte; Was aber zur Folge haben musste, dass sie corrodirend Wirkte. Günstiger zeigte sie sich dagegen auf Brachäckern, besonders auf solchen, die viel Kalk- erde enthielten, natürlich weil sich in diesem Falle, noch ehe der Boden Gewächse trug, Gyps(ein schwer in Wasser lösliches Salz) bilden konnte. Von den Verbindungen des Schwefels mit Was- serstoff. b Vorhin wurde schon erwähnt, dass sich der Schwefel in zwei verschiedenen Verhältnissen che- misch mit Wasserstoff verbinde, jetzt wollen wir diese Körper näher betrachten: dum Diese enicht faltig, ern, ut Untderhä aber se galß 1 Luft lit scllägtss Menge d Waser, Cemetge nud 50 Juul Laue ar feucht ist Säure. selbst 1 Schwebe 50 sterbe kin Pfept fehpaszer gelnell z lein bil, bis jet. anen geflulz ihrer Va denn zie 90 isse, in h, schläge* salz Herr men in 4 in conceut. »Schppefl hei grün. ienstez eher id en Basa h hatte;. corrodit lagegen“ e viel N. diesem Il 65s 0 Konnte. mit d 188 dich f nissen clk wollen 353 Erster Schwefel wasserstoff (Hydrothionsäuregas, hepatische Luft, oder Schwe- felwasserstoffsdure). Er besteht aus 94, 176 Schwefel und 5,824 Wasserstoff. Sum. 100, 000. * Dieser Körper ist gasförmig, und sein specif. Gewicht beträgt 1,178. Er ist vollkommen durch- sichtig, farbelos, hat einen Geruch nach faulen Ei. ern, und einen faden, süsssäuerlichen Geschmack; unterhält nicht das Brennen der Körper, brennt aber selbst beim Zutritte des atmosphärischen Sauer- stoffs mit einer bläulichen Flamme, und wenn die Luft hierbei keinen recht freien Zutritt hal, 88 schlägt sich während des Brennens eine bedeutende Menge Schwefel nieder; zugleich bildet sich dabei Wasser, schweflichte Säure und Schwefelsäure. Ein Gemenge von 100 Volumen Schwefelwasserstoffgas und 50 Volumen Sauerstoffgas giebt eine Art KRnallluft.— Das Schwefelwasserstoffgas röthet die blaue Farbe des Lackmus, vorzüglich wenn es etwas feucht ist, und besitzt folglich die Eigenschaft einer Säure. Es taugt nicht zum Einathmen, ja es ist selbst giftig, denn wenn man Thiere in eine viel! Schwefelwasserstoffgas enthaltende Atmosphäre bringt, so sterben sie augenblicklich; man fand z. B., dass ein Pferd in einer Luft starb, welcher 238 Schwe- felwasserstoffgas beigemengt war. Um einen Hund schnell zu tödten, brauchte sie nur 808 ihres Volu- 23 354 mens zu enthahlten; und kleine Thiere, als Vögel u. dergl., starben schon nach wenigen Augenblicken, wenn die Atmosphäre, in welche man sie brachte, nur 1888 Schwefel wasserstoffgas enthielt. Menschen werden in einer mit Schwefel wasserstoffgas ange- füllten Luft leicht ohnmächtig, doch gewöhnt man sich auch einigermaassen daran, wie die Laboranten es beweisen. Im Ganzen genommen wirkt es jedoch auf die Gesundheit nachtheilig, und da man bei che- mischen Operationen oft genöthigt ist, das Gas zu bereiten, um es als Reagens zu gebrauchen, 80 ist es wichtig, dass man es auch schnell wieder in der Atmosphäre zerstöre; dies geschieht am besten da- durch, dass man Chlorgas entwickelt, indem sich dann augenblicklich salzsaures Gas bildet und der Schwefel nidergeschlagen wird.— Am schnellsten werden wohl Fische durch Schwe- felwasserstoffgas getödtet; dies hat man nämlich nicht nur aus eigends darüber angestellten Versu- chen, sondern auch daraus gesehen, dass Fische in einem Teiche augenblicklich starben, wenn sich in der heissen Jahrszeit aus den, auf dem Grunde des- selben in Verwesung übergehenden Pflanzen(Schilf, Rohr u. dergl.) etwas Schwefelwasserstoffgas ent- Wickelte. Hieraus können wir abnehmen, dass Fisch- teiche, worin Pflanzen wachsen, von Zeit zu Zeit davon gereinigt werden müssen, es sey denn, dass sie, wie es in vielen Ländern geschieht, abwech- selnd zum Getreidebau dienen.— Durch künstliche Kälte und Compression lässt sich das Schwefelwasserstoffgas in eine Flüssigkeit verdichten. Durch Electricität wird es in Schwefel und Wasserstoff zerlegt; dasselbe geschieht durch de mehr wekele leit setz m Th deren I ber-, 0. dann Sault nen en; tet lalten u Lalzen clelelwa In der bas nicht forbin er enthalten Im faule inderten erstoff; chwefel a Selbst a8 liefert dgabiscben erkt man le siel 6 halten, Daben. J. Wüszering wuchs her Um d nutzt man num; me Lerstolfsaun dich entpi re, q; U Augerblike n sie brad lt. Nec sto 0 gewohnt 1 lie Labor. virkt es fh W man beit „ das b zuchen, 9. Wieder u am beste“ , inden! ildet ul! durch din man lil Alten Pa ass Tisch Wenn sid runde“ mzen(d stoffgas n, dass Il, Zeit ul. 1 denn, 1 nt, abr presiln 1 10 II ige g in elfe ö hielt dare 355 die mehrsten Metalle, indem sie sich hierbei des Schwefels bemächtigen und den Wasserstoff in Frei- heit setzen. Die Metalloxyde zerlegen das Gas nur zum Theil, jedoch thun dies auch solche Oxyde, deren Metalle das Wasser nicht zerlegen, als Sil- ber-, Quecksilber- und Bleioxyd; hierbei entstehen dann Sulfuride und Wasser. Einige Chemiker neh- men an, dass Metalloxyde, die den Sauerstoff sehr fest halten, als Kali, Natron u. s. W., sich damit zu Salzen vereinigen; Kali würde also hiernach schwefelwasserstoffsaures Kali geben. In der Natur kommt das schwefelwasserstoffsaure Gas nicht selten vor. Es erzeugt sich, wie schon vorhin erwähnt wurde, bei der Fäulniss Schwefel enthaltender thierischer und vegetabilischer Körper. Im faulenden Rindviehharne entsteht bei etwas ge- hindertem Luftzutritte besonders viel Schwefel was- serstoff; hier bildet es sich aus den vorhandenen, Schwefel führenden Eiweis- und Schleimtheilen. Da selbst schwefelsaure Salze Schwefelwasserstoff- gas liefern, sobald sie im Wasser gelöst mit organischen Körpern in Berührung kommen, 80 be- merkt man auch sehr häusig, dass Quellen, wel- che viel Gyps und organische Körper in Lösung enthalten, einen Geruch nach Schwefel wasserstoff haben. Dergleichen Quellen pflegen, zur Wiesen wässerung angewendet, einen sehr üppigen Gras- wuchs hervorzubringen. Um das Schwefelwasserstoffgas zu bereiten, be- nutzt man gewöhnlich das einfache Schwefelantimo- nium; man pulverisirt es, setzt flüssige Chlor was- serstoffsäure(Salzsäure) hinzu, und erwärmt. Das sich entwickelnde Gas ist rein, wenn es von einer 23* 356 concentrirten Kalilösung vollkommen absorbirt Wird. Hierbei entsteht ausser dem sich entbindenden Schwe- felwasserstoflgase, Chlorantimonium, welches als Rückstand bleibt; der Wasserstoff der zugesetzten Salzsäure tritt, wie man sieht, mit dem Schwefel des Sulfurides zusammen und liefert das Gas. Im Grossen lässt sich das Gas am besten aus Schwefeleisen(Eisenprotosulfurid) gewinnen; man versetzt dieses entweder mit Salzsäure oder mit ver- dünnter Schwefelsäure. Das hierzu nöthige Schwe- feleisen gewinnt man dadurch, dass man 2 Gewitthl. Schwefel mit 3 Gewtthl. Eisenfeilspähne bei gelinder Hitze in einem verdeckten Tiegel zusammenschmilzt. Da das Wasser eine grosse Menge schwefel- Wasserstoffsaures Gas verschluckt(1 Mass Was- ser nimmt bei + 11» R. 3 Maass Gas auf), so kann man sich sehr leicht in Wasser gelöstes Schwefelwasserstoffgas, oder flüssige Schwefelwas- serstoffsäure(flüssige Hydrothionsäure) dadurch ver- schaffen, wenn man das sich aus einem Sulfuride durch Einwirkung von Salz- oder Schwefelsäure ent- wickelnde Gas durch zuvor gekochtes Wasser leitet. Das Kochen ist nämlich erforderlich, damit dadurch die etwa vorhandene Kohlensäure und atmosphäri- sche Luft ausgetrieben werde, denn wenn die letzte- re im Wasser bleibt, so wird der Schwefelwasser- stoff durch den Sauerstoff derselben zersetzt, in- dem sich Wasser bildet und der Schwefel nieder- fällt. Die Operatiob muss, der Gesundheit wegen, im Freien vorgenommen werden; auch kann man das Gas durch mehrere Flaschen mit Wasser, oder, um ganz sicher zu gehen, zuletzt durch eine mit Chlorkalk angefüllte Flasche leiten, in welcher dann 1 lis nickt zerstört; Zur giebt es da es in gemengt grüöserer einen in geballt Ulei) bend kelpaszers Depier w oder schr leit abe“! Lösung; benetzte erden; man das! wickelads Dei leite Au der Li vorbande: brauner I Dass ülut, is, lter ane dessen Di ben lag desoxy dadurch ohne alle zar, das uud dünn orbit p denden gebdr Welches er augen dem Schr a8 65 im besten; Winnen; oder nit zöthige der nan 2 Cept ze bei geh unmenscial ge Sch 1 Mas 88 C48 l asser 30 Schwefkn dadurch em Sufi efelsäure Vasser le samit dall d atmos n die dt nwefelyas zersetit, wefel vie ndheit per n Hann. Vasser, cl eiue l „ e welcbe de 357 das nicht vom Wasser absorbirte Gas augenblicklich D zerstört wird. Zur Entdeckung des Schwefelwasserstoffgases giebt es ein sehr gutes Reagens, dies ist der Geruch; da es indess sehr oft durch andere, Zugleich damit gemengte Gasarten umhüllet ist, so gelangt man zu grösserer Gewissheit über seine. Gegenwart durch einen in die Nähe des zu untersuchenden Körpers gehaltenen, mit Bleisolution(am besten essigsaures Blei) benetzten Streifen Papier; ist nämlich Schwe- fel wasserstoff gegenwärtig, 80 überzieht sich das Papier mit einer metallisch glänzenden, braunen, oder schwarzbraunen Haut. Enthält eine Flüssig- keit aber nur sehr wenig Schwefelwasserstoffgas in Lösung, so muss sie, wenn das mit Bleisolution benetzte Papier als Reagens dienen soll, erwärmt werden, indem das Gas dann entweicht. Auch kann man das sich beim Erwärmen der Flüssigkeit ent- Wickelnde Gas durch in Wasser gelöstes essigsaures Blei leiten, oder man setzt etwas essigsaures Blei zu der Flüssigkeit, denn wenn Schwefel wasserstoff vorhanden ist, so entsteht augenblicklich ein schwarz- brauner Niederschlag. Dass das Schwefel wasserstoffgas der Vegetation nützt, ist durch viele Versuche bewiesen worden, unter andern durch die, welche Leuchs(vergl. dessen Düngerlehre) darüber anstellte. Manche ha- ben dagegen behauptet, das Schwefel wasserstoffgas desoxydire den Humus des Bodens, und schade dadurch der Vegetation, Was aber eine Behauptung ohne allen vernünftigen Grund ist. Man meint so- gar, dass die geringe Fruchtbarkeit mancher Moore 1 und Sümpfe von dem sich darin erzeugenden Schwe— 358 felwasserstosfe herrühre; einmal aber entsteht hier selten Schwefelwasserstoffgas, und sodann lässt sich leicht beweisen, dass der Schwefel wasserstoff die Vegetation sehr befördert; der Mist der Kloake enthält nämlich oft sehr viel Schwefel wasserstoff und gehört doch bekanntlich zu den kräftigsten Dün- gungsmitteln.— Dass der Schwefel wasserstoff der Vegetation auch als Gas nützt, muss man aus den in der Nähe von Schwefelquellen(Wo selbst die Atmos phäre beständig mit etwas Schwefelwasserstoffgas angefüllt ist) vorkommenden Pflanzen schliessen, denn man bemerkt hier gewöhnlich eine sehr üppige Ve- getation. Wenn daher auch in eine, mit vielem Schwefelwasserstoffgas angefüllte Atmosphäre gebrach- te Pflanzen sterben, so thuen sie dieses auch, sobald man sie mit einer sehr viel Kohlensäuregas enthalten- den Atmosphäre umgiebt, indem jedes Uebermass von Nahrung den Pflanzen schädlich wird. Zweiter Schwefel wasserstoff, Dieser Körper besteht aus 1,23 Wasserstoff und 985,77 Schwefel. Sum. 100, 00. Er ist ein Kunstproduct, desshalb können wir ihn füglich unberücksichtigt lassen. Der Schwefel verbindet sich auch mit dem Koh- lenstoffe, da aber diese Verbindung in gar keiner Beziehung mit der Land- und Forstwirthschaft steht, so übergehen wir sie gleichfalls. Von 00 De (elch Wassers dung,! erste el Aumonia 25 Jerbi Cases da Die Mumm die ve (das u nium flamme mit den dich mit Die uns hes fel, und um, m Lo ict ir lu nicht z kommt in KI es sich pird. entsteht dann lit 10 Waserdtor, st der J Wasserztak; ülligstel* Wasserstof nan as dn bst die 40 elyrassength 0 chlieser,. ur üppig! „, mit sz phäre gen s auch, dl ohe. Lgas Chlllalle es Lebe ird. Können f. nit den La Leibe n gar, Doc lalt 6 359 Von den Verbindungen des Schwefels mit Am- monium. Der Schwefel geht auch mit dem Ammonium (Velches, wie wir früher gesehen haben, mehr Wasserstoff, als das Ammoniak enthält) in Verbin- dung, und zwar in mehreren Verhältnissen. Das erste Schwefelammonium entsteht, wenn 1 Volumen Ammoniakgas sich mit Volumen Schwefelwasserstofl- gas verbindet, Wobei der Wasserstoff des letzteren Gases das Ammoniak in Ammonium verwandelt. N Die übrigen Verbindungen des Schwefels mit Ammonium lassen sich dadurch gewinnen, dass man die verschiedenen Schwefelungsstufen des Kaliums (das metallische Radical des Kalis) mit Chlorammo- nium(Salmiak) mischt und destillirt. Das Schwe- felammonium bildet sich dadurch, dass das Chlor mit dem Kalium zusammentritt und das Ammonium sich mit dem Schwefel verbindet und übergeht.. 5 Die niedrigste Schweéfelungsstufe des Ammoni- ums besteht aus 54,00 Ammonium und 45,91 Schwe- fel, und verbindet sich, wie das erste Schwefelkali- um, mit electronegativen geschwefelten Körpern. Es ist in Wasser löslich. In der Natur ist das Schwefelammonium noch nicht aufgefunden worden; höchst wahrscheinlich kommt es aber im gefaulten Harne der Thiere und in Kloaken vor.— Es ist nicht zu bezweifeln, dass es sich sehr günstig gegen die Vegetation verhalten wird. 360 8. Vom Phosphor. Der Phosphor ist den Chemikern seit dem Jahre 1669 bekannt; er wurde von Brandt im Hamburg entdeckt. In der Natur finden wir ihn aber nirgends im isolirten Zustande; um ihn desshalb rein zu er- halten, muss er erst durch Kunst aus den mit an- deren Stoffen eingegangenen Verbindungen getrennt werden. f Am häufigsten kommt der Phosphor mit Sauer- stoff und Metallen zu phosphorsauren Salzen ver- bunden vor. Seltener findet er sich nur in alleini- ger Vereinigung mit Metallen(Phosphoride) und noch seltener treffen wir ihn in Verbindung mit Wasser- stoff, im gasförmigen Zustande. Im organischen Reiche pflegt der Phosphor überall gegenwärtig zu seyn, wenn auch oft nur in geringer Menge; denn es giebt wohl kaum eine Pflanze und wohl noch we- niger ein Thier, welches nicht etwas Phosphor ent- hielte; vornämlich findet er sich in Vereinigung mit Sauerstoff, als Phosphorsäure, in den Knochen. Man hat den Phosphor auch schon als ein Pro- duct des Lebens betrachtet, doch ohne hinreichen- den Grund, denn da wir ihn in allen Bodenarten mit Sauerstoff und Basen zu phosphorsauren Salzen vereinigt antreffen, 80 geht er von hieraus auch in die Pflanzen über und gelangt durch diese dann Wie- der in die thierischen Körper. Der Phosphor zeichnet sich durch folgende Ei- genschaften aus: Er hat eine röthlichgelbe Farbe und ist durchscheinend. In der Kälte ist er spröde; bei mittlerer Temperatur wird er dagegen so bieg- am wi Veise er unt Verbre gere( Preunt: richte Sehr lei ind lin lassen; oder we ne W. ler den Wasse alma Wasse pelsser adrat ein le. worin e Zusetat, 50 fiel geo debe mit belbe 5 Licht e wälrer bei ein, Aussch farbelos eit dem im Han aber nir Ib rein u! s den mit ngen gelte or mit dar 1 Galzen. nur in alls ide) und u. mit Mas 1 orgabiche genwärtg n enge; de nl noch nosphor e. nigung 1 nochen. als ein bn hinreiche Bodenart muren Sal raus auch i e dann ni folgend. Tarhe oelhe Lal gelb 10 er pe Het. en 80 U 361 sam wie Wachs. An der freien Luft stösst er weisse Dämpfe aus und leuchtet im Dunkeln, indem er unter Anziehung von Sauerstoff eine langsame Verbrennung erleidet; hierbei entsteht eine niedri- gere Oxydationsstufe, als wenn er mit Flamme brennt; im ersten Falle bildet sich nämlich phospho- richte Säure, im zweiten Phosphorsäure. Er ist sehr leicht entzündlich, denn schon + 30 R. Wärme sind hinreichend, um ihn in Flamme ausbrechen zu lassen; dasselbe erfolgt, wenn man ihn anfasst, oder wenn man mehrere Stücke zusammengehäuft eine Weile an der Luft liegen lässt. Will man da- her den Phosphor aufbewahren, so muss dies unter Wasser geschehen; doch auch hierin erleidet er allmählig eine Veränderung, denn er zerlegt das Wasser und überzieht sich mit einer rothen oder weissen Kruste, die aus Phosphoroxyd oder Oxyd- hydrat besteht. Man kann ihn aber dadurch wieder rein herstellen, dass man ihn, unter dem Wasser, worin er sich befindet, schmilzt und etwas Aetzkali zusetzt. Um jedoch die Oxydation des Phosphors 80 viel als möglich zu verhüten, muss man ihn in ausgekochtem Wasser aufbewahren, dazu eine Fla- sche mit gut eingeschliffenem Stöpsel nehmen, die- selbe ganz voll Wasser füllen und besonders das Licht davon abhalten, weil dieses entweder seine Oxydation oder die Zerlegung des Wassers vermit- telt. Werden diese Vorsichtsmassregeln auf das Ge- nauste befolgt, so behält der Phosphor auch fort- Während seine Durchsichtigkeit.— Er schmilzt bei einer Wärme ven + 44 C.; wird er bei ul ausschluss stärker erhitzt, so verwandelt er sich in farbelose Dämpfe. In wirkliches Sieden gelangt er 2 28 ö . N ö f e — 1 8 362 aber erst bei einer Wärme von + 290 R. Seine Verwandlung in Dampf erfolgt indess in sehr gerin- gem Grade schon bei der gewöhnlichen Temperatur der Atmosphäre; dies ist denn auch der Grund, Wesshalb die Luft, worin sich einige Zeit Phosphor befand, im Dunkeln leuchtet; die Phosphordämpfe derselben erleiden nämlich hierbei eine langsame Ver- brennung.— Die Phosphordämpfe haben einen Knob- lauch ähnlichen Geruch. In reinem Wasser ist der Phosphor unauflöslich, dagegen löst er sich in ab- solutem Alkohol und in fetten und àtherischen Oelen auf(leuchtende Pomade). Die Solutionen besitzen gleichfalls einen Geruch und Geschmack nach Knob- lauch. Er ist giftig; in sehr geringer Menge ge- nossen, soll er aber ein eignes Wohlbehagen verur- sachen. Menschen, die es versuchten, oft Phosphor zu nehmen, zogen sich jedoch den Tod zu. Man kennt in England jetzt ein Mittel, selbst eine starke Dosis Phosphor unschädlich zu machen; worin die- ses besteht, wird geheim gehalten. Das specif. Gewicht des Phosphors ist 1, 77. Werden 1 Theil Schwefel und 2 Theile Phos- phor unter Wasser zusammen geschmolzen, 80 kry- stallisirt der Phosphor daraus beim Erkalten. Mengt man 4 Theile Salpeter, und à Theil Phosphor unter einander und wickelt dieses in Papier, so erfolgt ein heftiger Knall, wenn man darauf schlägt. Wiegen seiner grossen Verwandtschaft zum Sau- erstoff gebraucht man ihn nicht nur zur Entdeckung, sondern auch zur quantitativen Bestimmung dessel- ben. Vormals stellte man den Phosphor aus dem Har- ne der Menschen dar, worin er als phosphorsaures Vitron lierbei reitet l 2 A80 aufgell verseta den fil felsaure aures l in Losun zom sch den, abt aus ell. buptern Wasser Bohle entstel Phosph Torm ü Da aber ctyas K einmal! um iln leder. uospha bönnen. Pogg. das V. dender U tion a nalürli nomie Mk. in ehr 150 en Lene ch der öh Zeit Ploch kospbocta ö Langs, en einen Ju Wasser. er sich ne jerischen b. kionen beit ck nach l. ger Meng behagen in. „ olt Pac od zu. ost eine 8 J porin! ist 177 Theile Il. zen, 8) K. alten. I bosphor l „ 80 er nlägt. ast zun 0 r Tatdeclut a mung 8 uus dem Ha. ploczel 363 Natron und phosphorsaures Ammoniak vorkommt; hierbei erhält man aber wenig Ausbeute. Jetzt be- reitet man ihn dagegen aus Knochen; diese werden zu Asche verbrannt, in erwärmter Salpetersäure aufgelöst und noch heiss mit essigsaurem Bleioxyd versetzt, wodurch phosphorsaures Bleioxyd zu Bo- den fällt; dieses wird hierauf mit verdünnter Schwe- felsäure behandelt, wodurch unauflösliches schwefel- saures Bleioxyd entsteht, und reine Phosphorsäure in Lösung bleibt. Die flüssige Phosphorsdure wird vom schwefelsauren Bleioxyd durch Filtriren geschie- den, abgedampft, mit Kohlenpulver vermischt, und aus einer irdenen Retorte, deren Hals mit einer kupfernen Röhre verbunden ist, und in ein mit Wasser angefülltes Gefäss ausmündet, destillirt. Die Kohle desoxydirt hierbei die Phosphorsäure, und es entsteht Kohlenoxydgas, Welches entweicht, der Phosphor geht dagegen als Dampf oder in flüssiger Form über und sammelt sich unter dem Wiasser an. Da aber bei der Destillation des Phosphors auch etwas Kohle mit übergerissen wird, so muss er noch einmal destillirt werden; oder man presst ihn auch, um ihn von der Kohle zu befreien, durch Gems- leder. Es giebt noch andere Bereitungsarten des Phosphors aus Knochen, die wir indess übergehen können.— Uebrigens sind bei der Darstellung des Phosphors viele Vorsichtsmassregeln nöthig, obwohl das Verfahren und die Theorie des hierbei Statt fin- denden chemischen Processes sehr einfach ist. Der Phosphor gehört zur chemischen Constitu- tion aller Pflanzen, die sehr nährend sind, Was sehr natürlich ist, weil er auch in der thierischen Oeco-— nomie eine überaus wichtige Rolle spielt, denn er 1 N ö e 7 N 2 * 364 macht nicht nur einen Hauptbestandtheil der Kno- chen aus, sondern ist auch zur Entstehung fast aller übrigen thierischen Theile nöthig. Die Pflanzen erhalten den Phosphor, wie wir vorhin schon ge- sehen haben, mittelst der im Boden vorkommenden phosphorsauren Salze; hiervon das Nähre weiter unten. Von den Verbindungen des Phosphors mit Sauerstoff. Wir kennen 4 verschiedene Verhältnisse, in welchen sich der Phosphor mit Sauerstoff zu Säuren verbindet, nämlich: zu Unterphosphorichter Säure, Phosphorichter Säure, Unterphos- phorsäure und Phosphorsäure. Ausserdem giebt es noch mehrere Phosphoroxyde, deren Zu- sammensetzung aber noch nicht bekannt ist. Unterphosphorichte Säure. Sie besteht aus: 72, 34 Phosphor und 275 66 Sauerstoff Sum. 100, 00. Phosphorichte Säure. Sie besteht aus: 56567 Phosphor und 435 33 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Unterphosphorsäure. Sie besteht aus: 44, 33 Phosphor und f 455 67 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Alle lassen, weitere Phosph. mal da terphog ob sik Verbind iure 20 Die pborsäun Vorkomt u phog Am häu Keno nyd Puorsäur men y beudlt N tige P. einmal sich d wieder dure In troc heil der I. bung faßt a Die Phe bin clan g orkanme Nälre get phors nl chältnise, ktoff zu din sphorick Unterph. Auselle „ deren l. ist. Ysplor ul lerstoff osphor ul 1erstoll. spl ul lerstol. 365 Alle diese Säuren können wir unberücksichtigt lassen, da sie mit unseren Gegenständen in keiner Weiteren Beziehung stehen. Auch die Oxyde des Phosphors brauchen Wir nicht kennen zu lernen, Zu- mal da sie nur Kunstproducte sind. Von der Un- terphosphorsäure ist es übrigens noch zweifelhaft, ob sie wirklich existirt, denn sie scheint nur eine Verbindung von Phosphorsäure und phosphorichter Säure zu seyn. Von der Phosphorsäure. Die Phosphorsäure besteht aus 43,97 Phosphor und 565,03 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Schon vorhin wurde erwähnt, dass die Phos- phorsäure in der Natur nicht in reinem Zustande vorkomme, sondern dass sie mit mehreren Basen zu phosphorsauren Salzen(Phosphates) vereinigt sey. Am häufigsten findet sie sich in Verbindung mit Ei- senoxyd und Kalkerde; will man daher die Phos- phorsäure für sich haben, so muss man sie von ihren Verbindungen künstlich trennen; gewöhnlich benutzt man dazu den phosphorsauren Kalk. Man kennt eine Wasserfreie- und eine wasserhal- tige Phosphorsäure; hat sich aber die Phosphorsäure einmal mit Wasser chemisch verbunden, 80 lässt sich dasselbe, wie bei der Schwefelsäure, nicht wieder durch Hitze austreiben. Die wasserfreie Säure kann nur durch Verbrennung des Phosphors in trockenem Sauerstoffgase, oder in trockner at- 366 mosphärischer Luft gewonnen werden. Sie liefert hierbei schneeähnliche Flocken, zu welchen sich die, beim Verbrennen des Phosphors entstehenden weis- sen Dämpfe verdichten. Sie schmeckt sehr sauer, röthet das Lackmuss und zieht so schnell Feuchtig- keit aus der Luft an, dass man sie nur einen Au- genblick im wasserfreien Zustande erhalten kann. Wirft man sie in's Wasser, so entsteht, wie bei der Vermischung der Wasserfreien Schwefelsäure mit Wasser, eine bedeutende Erhitzung und ein Zi- schen. Die wasserhaltige Phosphorsäure ist, wenn sie nur eine geringe Menge Wasser gebunden hat; fest, durchsichtig wie Glas, ohne Geruch, sehr sauer und röthet stark das Lackmus. Sie löst sich in Wasser und auch in Alkohol auf, schmilzt leicht und wird noch lange unter der Rothglühehitze weich, nimmt aber beim Erkalten ihren vorigen Zustand wie- der an. Wird sie geschmolzen, so greift sie Glas und Porcellan an; kommt Kohle hinzu, so zerstört sie auch die Platingefässe; denn durch die Kohle wird sie desoxydirt, so dass sich Phosphorplatin bil- det, welches sehr leicht schmilzt. Sie ist sehr feuer- beständig, und obgleich sie in der Verwandtschaft zu den Basen, den übrigen Mineralsäuren nachsteht, 50 vertreibt sie diese doch zuletzt, indem sie durch ihre Masse unaufhörlich auf die Basen wirkt. Sie zieht aus der Luft mit grosser Begierde Feuchtigkeit an und zerfliesst. Dem Gewichte nach besteht sie aus 79, 4 Phosphorsäure und 20,6 Wasser. Sum. 100„0. 1 Die zuk man man in handelt Säure il mit del man J bora Setzt Dal lager Schekel Mag krirt den in Peri mierdul der 80 7⁰ auch de trale, diese er an Dai Die durch s. entsteht Aunmoni scblag Posh geglil eis! den J einen brauser Bsp die l chen zich h benden w. b sehr gun nell Teucll. zur eilen 1 Thalten l elt, pie vekelsiure g und ein st, Penn t den hat, k. „ Sehr a löst sich umilzt did Jellitze pech Zustand ir eilt sie f. 80 Ferdl 1 die Bol 'orplatin 1 sehr feu andtschat l u nacb em sie dul wirkt. d Teucblg. 1 bestell, 367 Die Wasserhaltige Phosphorsäure gewinnt man auf mancherlei Art, unter anderen dadurch, dass man in der Wärme Phosphor mit Salpetersäure be- handelt, hierbei gelangt der Stickstoff der Salpeter- säure in Freiheit und der Sauerstoff derselben giebt mit dem Phosphor dann die Phosphorsäure; oder man zersetzt phosphorsaures Bleioxyd oder phos- phorsauren Baryt durch Schwefelsäure; auch zer- setzt man wohl das phosphorsaure Blei durch Schwe- felwasserstoffsäure; hierbei entsteht dann zugleich Schwefelblei und schwefelsaures Bleioxyd. f Mag die Phosphorsäure auch noch so concen- trirt seyn, so verkohlt sie doch nicht die mit ihr in Berührung gebrachten vegetabilischen Körper; hierdurch unterscheidet sie sich also wesentlich von der Schwefelsäure. Von anderen Säuren weicht die Phosphorsäure auch darin ab, dass sie mit den Alkalien keine neu- trale, Krystallisirbare Salze giebt, sondern dass diese entweder einen Ueberschuss an Säure, oder an Basis haben. Ihre Sättigungscapacität ist 22,4. Die Phosphorsäure lässt sich in ihren Lösungen durch salpetersaures Silberoxyd entdecken; denn es entsteht dadurch ein eidottergelber, in Säuren und Ammoniak löslicher Niederschlag. Dieser Nieder- schlag erfolgt auch bei den in Wasser auflöslichen phosphorsauren Salzen, doch nicht, wenn sie zuvor geglüht worden sind, indem der Niederschlag dann weiss ist. Salpetersaurer Kalk bringt dagegen in den Lösungen, welche Phosphorsäure enthalten, einen weissen Niederschlag hervor, der ohne Auf- brausen in Salpetersäure löslich ist. Wie man die Phosphorsäure in den im Wasser unauflöslichen phos- — * ö 8 N 1 — 368 phorsauren Salzen(welche häufig im Boden vorkom- men) ausmittelt, soll später gezeigt werden. Wenn man mit verdünnter Phosphorsäure Pflan- zen begiesst, so verhält sie sich dabei ganz anders, als die übrigen Mineralsäuren, denn statt dass die Pflanzen nach diesen verkümmern, wachsen sie nach jener besser; ja, man kann Saamenkörner in sehr concentrirter Phosphorsäure längere Zeit einwei- chen, ohne dass sie dadurch ihre Keimkraft verlie- ren. Als Düngungsmittel lässt sie sich aber ihres hohen Preises wegen nicht anwenden; um desshalb einen Boden mit der für die Vegetation so äusserst wichtigen Phosphorsäure zu versorgen, lassen sich mit Vortheil nur die phosphorsauren Salze benutzen; hierüber soll bei den Salzen das Nähere angegeben werden. 1 4 Von den Verbindungen des Phosphors mit Wasserstoff. Man kennt 2 gasförmige Verbindungen des Phos- phors mit Wasserstoff, nämlich den Phosphorwas— serstoff im Minimum und den Phosphor wasserstoff im Maximum. Beide Körper unterscheiden sich aber sehr wenig von einander, Was aus der Vergleichung ihrer hauptsächlichsten Eigenschaften hervorgeht. Phosphorwasserstoffgas im Minimum (Schwerentzündliches Phosphorwasserstoffgas). Dieses Phosphorwasserstoffgas kommt höchst wahrscheinlich mit dem anderen Phosphorwasser- stoslgase an Orten vor, wo organische, phosphor- 1 lige! beim U Das in einer säure ge heftig; Sauerstol belos, he. leine i hallen ge zich abs ei ringer M Lust in! Zersetun däure bi Der Ph (eic 5 Lb Fischen Zur le Körper entzünd in Beri dass die, al dump oder Worb, erden. Jorsäure dn, i gan ig statt das chsen die. örner in. Zeit eim im kraft e, ch aber in um deb on 80 üer 1 lassen d. alze bendl . h ere auge 1 4 lors 1 en des Ih Phosphor wasserstoff! en sich dl“ Vergleidu ryorgelt, imum stolgd mmt öche Porst bc a 369 haltige Körper in Verwesung übergehen, 80 z. B. beim Flachsrotten. Das Gas lässt sich künstlich bereiten, wenn man in einer kleinen Retorte concentrirte Unterphosphor- säure gelinde erhitzt. Es entzündet sich und verpufft heftig, wenn es mit atmosphärischer Luft oder mit Sauerstoffgas gemengt und erhitzt wird. Es ist far- belos, besitzt den Geruch von Knoblauch, und äussert keine Wirkung auf die Pflanzenfarben; sein Ver- halten gegen die stärkeren Säuren zeigt, dass es sich als eine Basis verhält. Es löst sich nur in ge- ringer Menge in Wasser auf; kommt es mit der Luft in Berührung, 80 erleidet es eine allmählige Zersetzung, wobei sich Wasser und phosphorichte Säure bildet. Dem Gewicht nach besteht es aus 91, 28 Phosphor und 8,72 Wasserstoff. Sum. 100, 00. Das specif. Gewicht desselben ist 1, 214. Phosphorw'asserstoffgas im Maximum (Leichtentzündliches Phosphor wasserstoffgas). Es hat einen sehr unangenehmen, den faulenden Fischen ähnlichen Geruch, ist farblos, untauglich zur Respiration, unterhält nicht das Brennen der Körper und röthet nicht die Lackmustinctur. Es entzündet sich augenblicklich, wenn es mit der Luft in Berührung kommt; man glaubt. desshalb auch, dass dieses Gas dasjenige sey, welches die Irrlichter an sumpfigen Orten und auf Kirchhöfen her vorbrin- 24 — — — . 7 0 3 370 ge. Es löst sich nur in geringer Menge in Wasser auf und theilt diesem seinen Geruch mit. Es schmeckt herbe, fade und röthet in der Lösung gleichfalls nicht die Lackmustinctur; wird das Wasser erhitzt, so entweicht es wieder daraus. Man gewinnt das Gas dadurch, dass man Phos- phor in einer Auflösung von Kkaustischem Kali sehr vorsichtig erhitzt. Leitet man hierbei die Entbin- dungsröhre des Apparates unter Wasser, so entzün- det sich jede in die Luft gelangende Blase des Phos- phorwasserstoffgases mit einem kleinen Knalle, und zugleich entsteht dabei ein schön gewundener Ring eines dicken Rauchs(Phosphorsäure), der allmählig in die Höhe steigt. Dieses Experiment erfordert übri- gens viele Vorsicht, denn es erfolgt in dem Gefässe, worin die Gasbildung vorgeht, oft eine so heftige Explosion, dass es mit seinem Inhalt zertrümmert und weit umher geschleudert wird. Dem Gewicht nach besteht das Gas aus 94,02 Phosphor und 55 98 Wasserstoff. Sum. 100, 00. Wir dürfen wohl annehmen, dass sich sowohl dieser, als der vorige Phosphor wasserstoff auch im Boden erzeugt, wo phosphorhaltige Körper in Fäul- niss übergehen, und dass er die Ursache des Bran- digwerdens des Getreides ist. Die brandigen Ge- treidekörner enthalten nämlich viel freie Phosphor- säure, die sich in ihnen leicht dadurch bilden kann, dass der in die Pflanzen übergegangene Phosphor- Wasserstoff Sauerstoff anzieht, und dann als Phosphor- säure zerstörend auf die Körner wirkt. Diese Meinung Fird We man olt freide f Körpern ten ed per ents Phosplor dann in aber auc! pbocplors zurückkor delt were Der Jenstoff, entstehe Beiner! Obel gelangen men doe Llusssäur kalle der Tassspal Mineral felsäure scheider Wassers bei WW legegen nit Silh den, 90 ge n Wa it. LSgchügt sung gbidt Wasser ell, dass nan chem Aal bei die Jul. ser, 80 ful Blase des J n Knalle, Wundener l Jer alnül! erfordert i in dem C5 eine so üg It Zzerbinntt alls 8 sich Sor“ stoff auch! örper in I. che des lr. randigen f- eie bog bilden al ne Phospbl. ab Pio hiese Mein 371 wird wenigstens dadurch sehr wahrscheinlich, dass man oft sehr viel brandige Körner in denjenigem Ge- treide findet, zu welchem mit viel phosphorhaltigen Körpern, als mit Fischen und mit gewissen Moderar— ten gedüngt wurde; bei der Zersetzung dieser Kör- per entsteht nämlich unter gehindertem Luftzutritte Phosphor wasserstoffgas, welches, in Wasser gelöst, dann in die Pflanzen übergeht. Vielleicht entsteht aber auch Brand im Getreide, sobald der Boden viel phosphorsaures Eisen enthält. Wir werden hierauf zurückkommen, wenn von den Eisensalzen gehan- delt werden wird.— Der Phosphor verbindet sich mit Schwefel, Koh- lenstoff, Chlor und Jod; da aber hieraus Körper entstehen, die für den Land- und Forstwirth von keiner Erheblichkeit sind, so übergehen wir sie. 9. Vom Fluor. Obgleich es bis jetzt den Chemikern noch nicht gelungen ist, das Fluor isolirt darzustellen, so nimmt man doch allgemein an, dass es das Radical der Flusssäure sey, und dass es, mit Calcium(dem Me- talle der Kalkerde) vereinigt, ein unter dem Namen Flussspath sehr häufig in der Natur vorkommendes Mineral bilde. Versucht man das Fluor durch Schwe- felszure aus den Körpern, worin es vorkommt, zu scheiden, z. B. aus Flussspath, so erhält man Fluor- wasserstoff und schwefelsaure Kalkerde, indem da- bei Wasserzerlegung Statt sindet; sucht man es dagegen aus anderen Verbindungen, Z. B. aus der mit Silber durch Einwirkung von Chlor zu tren- nen, so verbindet sich das freiwerdende Fluor au- 24* 9 U „ 5 3 1 372 genblicklich mit den Bestandtheilen der hierbei in Anwendung gebrachten Gefässe; wendet man z. B. gläserne Gefässe an, so bildet sich aus dem Silicium (das Radical der Kieselerde) des Glases und dem Fluor, Fluorsilicium; nimmt man dagegen ein Gefäss von Platin, so entsteht augenblicklich Fluorplatin. Die Verbindungen des Fluors mit anderen einfa- chen Stoffen nennt man Fluoride. Mit Sauerstoff, Jod und Chlor hat man es aber noch nicht vereinigen können. Die Eigenschaften der Fluoride lassen ver- muthen, dass, da sie in ihrem Verhalten mit den Jodiden und Chloriden sehr überein kommen, das Fluor ein dem Jod und Chlor sehr ähnlicher Stoff seyn wird. Das Fluor kommt gar nicht selten in der Natur vor, denn neuerlich hat man es in vielen Minera- lien gefunden, so z. B. ist es in den mehrsten Glim- merarten, im Lepidolith, Wawellit, Amblygonit, Topas, Kryolit und in der Hornblende mit Kiesel und Aluminium vereinigt enthalten; höchst wahr- scheinlich kommt es desshalb auch im Boden vor. Auch die Pflanzen müssen Fluor enthalten, sonst könnte es sich nicht im menschlichen und thierischen Körper befinden; hier kommt es nämlich in Verbin- dung mit Calcium vor, und bildet sowohl das Email der Zähne, als auch einen Bestandtheil der Knochen. Dass man das Fluor bisher noch nicht in den Pflan- zen und im Boden entdeckt hat, rührt höchst wahr- scheinlich nur daher, dass es mit dem gleichzeitig vorhandenen Kiesel sehr leicht einen Körper liefert, der beim Erhitzen Luftgestalt annimmt.— In meh- reren Heilquellen ist das Fluor mit Talcium vereinigt angetroffen, so 2. B. in den von Carlsbad. LS 1 en, da flatte le dass ma reibt, i zusetlt,; sterglas tig ih 0 bei lille mit der! gen u dem zu ü. Vor, 80 1 nuss des per inn gen und tel. J Dildende auch ein Tlamme elt sic und wen die Aieze las Tluo Vers gen nüt Weiser, Hluorea Jon de Das der lieg det nan f us dem Ken vnd deu, ein Celtg) orplati t anderen d Mit Sun nicht verrih ride ka- halten ni“ Komme,“ ꝗaähnliche!“ n in der J. vielen Mi mehrstacit, „ Ambar de mit l höchst. m Boden!“ halten, ind tierie“ ich in Pell roll das Il der Kusch in den l. höchtt pi m gleiche Körper len e (iu vert bad, 373 Es lässt sich dadurch in den Mineralien entdek- ken, dass man diese zerpulvert auf eine reine Glas- platte legt, Schwefelsäure zusetzt und erwärmt, oder dass man den zu untersuchenden Körper fein zer- reibt, ihn in einen Platintiegel thut, Schwefelsäure zusetzt, mässig erwärmt und ein Stück blankes Fen- sterglas darüber deckt; denn sobald Fluor gegen wär-— tig ist, bekommt das Glas eine matte Oberfläche; hier- bei bilden sich nämlich flusssaure Dämpfe, die sich mit der Kieselerde des Glases zu Pluorsilicium verei- nigen und so das Glas angreifen. Kommt jedoch in dem zu untersuchenden Körper gleichzeitig Kieselerde vor, so reagirt es mehrentheils nicht auf Glas; man muss desshalb, um ganz sicher zu gehen, den Kör- per in eine an beiden Enden offene Glasröhre brin- gen und die Flamme einer Weingeistlampe durchlei- ten. Die Flamme treibt nämlich nicht nur das sich bildende Fluorsilicium aus, sondern dieses erleidet auch eine Zersetzung, durch das gleichzeitig mit der Flamme gebildete Wasser. Ein Theil Kieselerde setzt sich hierbei an den Wänden der Glasröhre ab, und wenn nun die Feuchtigkeit verdunstet, 80 bleibt die Kieselerde zurück, woraus man denn schliesst, dass Fluor vorhanden war. Versetzt man die Lösungen der Fluorverbindun- gen mit salpetersaurer Kalkerde, so entsteht ein weisser, in Salpetersäure löslicher Niederschlag von Fluorcalcium. Von der Verbindung des Fluors mit Wasserstoff (Flussspathsäure, Fluor wasserstoffsäure). Das Fluor liefert mit dem Wasserstoff eine Säu- 8 N 0 0 2 374 re, und wird, wie schon vorhin bemerkt wurde, aus dem Flussspathe gewonnen. Bei der Darstellung des Fluor wasserstosfs muss man sich stets solcher Gefässe bedienen, die entweder von Blei, oder von Platin verfertigt sind, weil diese Metalle weder von der sich bildenden Flusssäure, noch von der angewende- ten Schwefelsäure angegriffen werden. Die Berei- tung der Flusssäure ist jedoch immer mit vieler Ge- fahr verknüpft, denn wenn auch nur ein kleiner Tropfen davon auf die Haut kommt, so entsteht ei- ne gefährliche Entzündung; ja selbst sehr geringe Mengen Dämpfe dieses Körpers verursachen unter den Nägeln Geschwüre. Die Fluorwasserstoffsäure kann nur in silbernen oder bleiernen Gefässen aufbewahrt werden, weil sie die Gläser augenblicklich anfrisst. Sie hat einen sehr sauren Geschmack, röthet Lackmus, besitzt einen stechenden durchdringenden Geruch und ist der fressendste von allen bekannten Körpern. In Berührung mit der. Luft verdampft sie und erzeugt dicke weisse Nebel, welche von der Verdichtung der atmosphärischen Wasserdünste her- rühren. Zum Wasser hat sie eine 80 grosse Ver- wandtschaft, dass sie, wenn sie mit demselben in Berührung kommt, unter heftiger Erhitzung ein Zi- schen und Prasseln hervorbringt, als wenn glühen- des Eisen in's Wasser gesteckt wird; desshalb muss man auch beim Zusetzen der Säure zum Wasser, damit nichts umherspritze, die grösste Vorsicht an- wenden. Ist sie mit Wasser verdünnt, so raucht sie nicht. Mehrere Metalle, z. B. Eisen, zersetzen die Säure, wobei Wasserstoff frei wird und Fluoreisen ertztelt; tene We glückt i die kan werden, Mit, gerstofbe euibält 60 eutzle asser b Hubrsilicl Da d ure not den ist,; dere K ten ihr. Dei lr ö Die selsäure Clas ben Clechlatt Teichm fiss, y Schwe mässig dies Cle den ist c Vurtt, Dardel 0 solcher be oder vun hy weder zn ler angepn l. Die h mit viele. ur ein he 80 ente t sehr geh Irsachen u ur in silb. Werden, mack, nl irchdrignt len Debug verdampl! che von! erdünsle“ ) grosse 5 demselben“ tung en! wenn gil desshalb un Vorsiclt 80 raucht zersetzen d. id Huantie 375 entsteht; dies beweiset, dass die Flusssäure wirklich eine Wasserstoffsäure sey, obwohl es noch nicht ge- glückt ist, sie in Wasserstoff und Fluor zu zerlegen. Sie kann durch Kälte nicht zur Erstarrung gebracht werden, und kocht schon bei + 25 R. Mit dem Ammoniak liefert sie, wie alle Was- serstoffsäuren, eine Verbindung, die kein Wasser enthält. Wird sie mit Kalkerde zusammengebracht, 50 entsteht Wärme, wobei sich Fluor calcium und Wasser bilden. Mit Kieselerde erhitzt, bildet sich Fluorsilicium, welches als Gas entweicht. Da die Zusammensetzung der Fluorwasserstoff- säure noch nicht durch Versuche nachgewiesen Wor- den ist, so hat man aus ihrem Verhalten gegen an- dere Körper, und aus den dabei erhaltenen Produc- ten ihre Bestandtheile durch Rechnung gefunden. Dem Gewichte nach besteht sie aus 94, 83 Fluor und 5,17 Wasserstoff. Sum. 100, 00. Ihr specif. Gewicht ist 1, 06. Die aus Flussspath durch Einwirkung von Schwe- felsäure erhaltene Flusssäure wird zum Aetzen in Glas benutzt. Zu diesem Behufe überzieht man eine Glasplatte oder dergl. mit einem Firnisse, radirt die Zeichnung hinein, und legt die Platte über das Ge- fäss, worin sich der gepulverte Flussspath mit der Schwefelsäure befindet. Das Gas entwickelt sich bei mässiger Erwärmung, und löst dann die Kieselerde des Glases, wo es seines Ueberzuges beraubt wor- den ist, auf.— 376 10. Vom Silicium (Kiesel). Mit dem Nahmen Silicium belegte man das Radical der Kieselerde, noch ehe man es dargestellt hatte; denn erst seit einigen Jahren ist es den Che- mikern geglückt, diesen Stoff in isolirter Gestalt zu gewinnen; esl un aber kennt man die Eigenschaf- ten des Siliciums eben 80 genau, als die der übrigen Stofle, das Fluor, Wie Wir 80 Een gesehen haben, jedoch ausgenommen. In der Natur kommt das Silicium nur in Ver- bindung mit Sauerstoff als Kieselerde vor, doch nehmen Einige an, dass es im Glimmer mit Fluor vereinigt Sey. Künstlich lässt es sich mit Wasserstoff, Schwe- fel, Chlor, Fluor und mehreren Metallen zu Kör- pern en die zwar im Allgemeinen merkwür— dige l besitzen, aber für uns, bis auf das Fluorsilicium, ohne alles Interesse sind. Das Silicium lässt sich in bedeutender Menge dadurch gewinnen, dass man eine Verbindung von Fluorkiesel(Fluorsilicium) und Fluorkalium, oder das Doppelfluorid von Silicium und Kalium, durch Kalium zersetzt. Diesen Körper erhält man, wenn man eine Auflösung einer Verbindung von Ainorkie⸗ sel und Fiftorwrasserstöffsdnze mit Kali sättigt, denn der hierbei entstehende Niederschlag ist das Dop- pelfluorid. Man trennt den Kürper vom Wasser durch Filtriren und trocknet ihn scharf, doch nicht bis zum Rothglühen. Hierauf mengt man einen Theil der Verbindung mit 2 W thut das Cane il Leit 2u un. 4 Weinge um unte frei gey Kalium ciumbali man dent Nicselbali zuggesclit (durch I. Tlorkali wird zul ge ausge dabei a Das stark al tillgauz, it weder than erle verbindet breunt ur gelerde! leicht dur micht von Salpeter das dilie Ses, 80 genblick Hamme; schalt. legte un b es arge, st es deu l. ter Cestit) lie Ligeagl ie der ib vesebel ih n nur in J de wor, mer mit Pi. stoff, K allen un Ui. en merh, us, bis nd. nder Na bindung f. alium, ol. fium, dun man, wen on Tluonti ittigt, fen st das I/ om Mast doch nic man eile 5 thut 00 377 Ganze in eine Glasröhre und erwärmt gelinde; von Zeit zu Zeit rührt man mit einem eisernen Drahte um. Alsdann erhitzt man das Gemenge über einer Weingeistlampe etwas stärker, wobei sich das Kali- um unter heftigem Erglühen mit dem Fluor und das frei gewordene Silicium mit einem anderen Antheile Kalium verbindet, so dass man Fluor- und Sili- ciumkalium erhält. Das geglühete Gemenge thut man dann in kaltes Wasser, wobei das entstandene Kieselkalium eine Zersetzung erleidet und Silicium ausgeschieden wird; zugleich entsteht hierbei Kali (durch Zersetzung von Wasser), welches nebst dem Fluorkalium in Lösung bleibt. Der Niederschlag wird zuletzt filtrirt und mit kaltem Wasser so lan- ge ausgewaschen, bis sich nichts mehr auflöst; was dabei auf dem Filter bleibt, ist das reine Silicium. Das auf diese Weise gewonnene Silicium ist ein stark abfärbendes dunkelbraunes Pulver, ohne Me- tallglanz, leitet die Electricität nur schwach, und ist weder schmelzbar noch flüchtig. In Wasser ge- than erleidet es keine Zersetzung. Beim Erhitzen verbindet es sich langsam mit Sauerstoff und ver- brennt nur zum Theil; die hierbei entstandene Kie- selerde lässt sich vom nichtverbrannten Silicium leicht durch Fluorwasserstoffsäure trennen. Es wird nicht von Salpetersäure oxydirt, auch nicht von Salpetersalz- und Schwefelsäure; mengt man aber das Silicium mit kohlensaurem Kali und erhitzt die- ses, so oxydirt es sich unter heftigem Erglühen au- genblicklich zu Kieselerde und brennt mit lebhafter Flamme; hierin besteht seine ausgezeichnetste Eigen- schaft. 378 Von der Verbindung des Siliciums mit Sauerstoff. Mit dem Sauerstoff liefert das Silicium einen Körper, welcher zu denjenigen gehört, die den Hauptbestandtheil der festen Erdrinde ausmachen, nämlich die Kieselerde, oder besser die Kies el- säure. Die Kieselerde kommt in bedeutender Menge in den mehrsten Ackererden vor, und da sie für alle Pflanzen ein Körper von der grössten Wichtigkeit ist, so nöthigt uns dieses, ihre Eigenschaften so ge- nau als möglich kennen zu lernen. Von der Kieselerde (Kieselsäure). Die Kieselerde besteht dem Gewicht nach aus: 485 09 Silicium und 51, 92 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Sie macht den Hauptbestandtheil der mehrsten Mineralien und Bodenarten aus. In vielen Boden- arten stellt sie in pulveriger oder körniger Gestalt, mit Alaunerde und Eisenoxydul chemisch verbunden, den Thon dar. Am reinsten findet sie sich im Berg- krystall, denn dieser besteht grösstentheils aus kry- stallisirter Kieselerde. Nächst diesem macht sie den überwiegenden Bestandtheil des Quarzes, Ouarzsan- des, Feuersteines, Chalcedons, Jaspis, Kieselschie- fers u. s. W. aus. Wir finden die Kieselerde auch unter den feuerfesten Bestandtheilen aller Pflanzen; bei sehr vielen hat sie sich in der Oberhaut aus- gende gehneid ritzen dageze Förpe enthält Lösung An reiner hierzu ringt Feicht dure oi ehend Salus fortzu nel, Kiesel ab, un erbilt n und Ber ges Mi löst zich der düur Nicseler ur Tre I selerde Ceschu im Ir) rpstal 6e ö dle Sit mit dauert Silicinm ch. hört, d de ausm er die Kitz utender lle, da sie lu n Wicht schaften n cht nach al. der meln vielen Dock niger, Cel ch verbunt⸗ sich im de Heils aus H. macht dr 685 Cue Tiesebell ele 10 ler Plaut Dberhaut 6, 379 gesondert. Die Oberhaut der Gräser wird dadurch schneidend und oft so hart, dass sich Glas dadurch ritzen lässt. In äusserst geringer Menge kommt sie dagegen, was merkwürdig ist, nur in den thierischen Körpern, besonders in den Knochen vor. Eadlich enthält fast alles Quellwasser etwas Kieselerde in Lösung. Aus den Mineralien lässt sie sich sehr leicht in reiner Gestalt darstellen; am besten eignet sich hierzu der Bergkrystall; man pulverisirt diesen, bringt das Pulver mit Kali in glühenden Fluss, weicht diesen in Wasser auf, filtrirt, setzt Salz- säure oder Schwefelsäure zu, filtrirt den dabei ent- stehenden Niederschlag, digerirt ihn hierauf mit Salzsäure(um alles etwa noch dabei befindliche Kali fortzuschaffen), filtrirt abermals, wäscht aus, trock- net, glühet und erhält dadurch die chemisch reine Kieselerde. Raucht man die Säure gleich Anfangs ab, und übergiesst den Rückstand mit Wasser, 80 erhält man noch mehr Kieselerde. Glühet man Kali und Bergkrystall, oder ein anderes kieselerdehalti- ges Mineral, und setzt sehr viel Säure hinzu, 80 löst sich die Kieselerde unter Vermittlung des Kalis in der Säure auf, desshalb muss letztere, wenn man die Kieselerde gewinnen will, erst durch Abdampfen bis zur Trockne wieder fortgeschafft werden. In reinem pulverförmigen Zustande ist die Kie- selerde weiss, rauh anzufühlen, ohne Geruch und Geschmack und zwischen den Zähnen knirschend; im krystallisirten Zustande ist sie durchsichtig(Berg- Krystall). Gegen die Basen verhält sie sich wie eine schwa- che Säure, und liefert damit die sogenannten Sili- 1 5 1 1 . 7 — 3 * 380 cate(Körper, welche wir bei den Salzen näher be- trachten werden). Auf die Pflanzenfarben reagirt sie indess nicht wie eine Säure. Bei heftiger Weiss- glühehitze kommt sie in Fluss. Ihr Eigengewicht im pulverförmigen Zustande ist 2, 660; als Quarz oder Bergkrystall besitzt sie dagegen ein specif. Gewicht von 25 753. Sie verbindet sich chemisch mit Wasser, und liefert damit das Kieselerdehydrat; in diesem Zustande kommt sie auch in mehreren Mineralien, z. B. im Schwimmkiesel, Tripel und Opal vor; dass sie desshalb in den Ackererden gleichfalls oft als Hydrat enthalten sey, ist wohl nicht zu bezwei- feln, nur ist es schwer, dieses bestimmt nachzuwei- sen. Wie gross der Wassergehalt des Hydrates ist, weiss man noch nicht genau, er übersteigt indess nicht 11 p. Ct. 8 Die Kieselerde lässt sich mit der Phosphorsäure zusammenschmelzen und scheint in dieser Verbin- dung die Rolle einer Basis zu spielen. Die PFlusssäu- re ist die einzige Säure, in welcher sie sich auflöst, es sey denn, dass die übrigen Säuren sehr verdünnt wären, in welchem Falle dann das Wasser das Auf- lösungsmittel ist. Bei der Auflösung der Kieselerde in Flusssäure entsteht Fluorsilicium, welches zwar ein Salz, aber kein Sauerstoffsalz, sondern ein Haloidsalz ist. Zugleich bildet sich! Wasser, indem sich der Was- serstoff der Flusssäure mit dem Sauerstoff der Kiesel- erde vereinigt. 5 N 1 Ist die Kieselerde chemisch rein, so löst sie sich in flüssigem Natron und Kali auf, ohne dass Wär- me angewendet zu werden braucht. Aber noch * leichter vohlensa nend, der Flü: Sch selerde sich leich keit le leicht Rö“ erde fil Die Ries“ Tinäscher den Plan Wächse! Sauren Im clas il wenig o In reine! geringer Teile. gelerde 4 mur 700“ it dagege 600 Tbeil dass nur werde ez Leit ginn Dias ten besit den Hur rent ver! Zen nller h. farben delt jekliger Nez gengewiclt z als Ouarp dh Pecif. Cet Waser, u itz in dan n Mineral pal vor; d bfalls ot it zu bern. mi nachur: Hxdrats l ersteigt il osphortin eser Vell Die Fluss“ sich afl chr verdin ser das 4 in lust Far ein Gal zaloicöal; l. cn der He f der Wie. löst sie fich o dass Hd 381 leichter ist sie in einem kochenden Gemische, aus kohlensaurem Kali und kohlensaurem Natron beste- hend, löslich, doch scheidet sie sich beim Erkalten der Flüssigkeit wieder aus. 8. Schmilzt man 4 Theile Kali und 1 Theil Kie- selerde zusammen, so entsteht ein Körper, welcher sich leicht in Wasser auflöst und Kieselfeuchtig- keit heisst. Das Kali der Auflösung zieht aber leicht Kohlensäure aus der Luft an und die Kiesel- erde fällt als eine gallertartige Masse zu Boden. Die Kieselfeuchtigkeit entsteht auch sehr oft beim Einäschern von viel Kali und Kieselerde enthalten- den Pflanzen, Wozu vornämlich die grasartigen Ge- wWüchse gehören. Das Nähere hierüber beim Kiesel- sauren Kali und Natron. Im frisch gefällten Zustande ist die Kieselerde etwas im flüssigen Ammoniak löslich, dagegen sehr wenig oder gar nicht im kohlensauren Ammoniake. Im reinen Wasser löst sie sich ebenfalls nur in sehr geringer Menge auf; Davy giebt an, dass 1000 Theile Wasser erforderlich seyen, um 1 Theil Kie- selerde aufzulösen, nach Thomson gehören aber nur 700 Theile dazu. Das Hydrat der Kieselerde ist dagegen löslicher in Wasser, denn es bedarf nur 600 Theile. Manche Chemiker behaupten sogar, dass nur das Hydrat im Wasser lösbar sey, denn werde es geglühet, 80 verliere es seine Auflöslich- keit gänzlich. Dass die Kieselerde keine basischen Eigenschaf- ten besitzt, ist die Ursache, wesshalb sie sich gegen den Humus und die Humussäure des Bodens indiffe- rent verhält; eben desshalb steht sie denn auch mit 382 den im Boden vorkommenden Salzen in keiner Wechselwirkung. Die pulverförmige Kieselerde hält mechanisch das 22 fache ihres Gewichtes Wasser an sich, und lässt es 2mal so geschwind wieder fahren, als die pulverförmige Kalkerde, und 5 mal 80 geschwind, als die pulverförmige Alaunerde; hieraus geht her- vor, dass, da ihre wWasserhaltende Kraft sehr ge- ring ist, alle Bodenarten, welche viel pulverförmi- ge Kieselerde enthalten, nach einem Regen bald wieder trocken werden müssen. Dergleichen Boden- arten bleiben aber auch um desswillen nicht lange feucht, weil die Kieselerde nur sehr wenig Wasser- dünste aus der Atmosphäre anzieht. Die Kieselerde liefert mit Wasser keinen form- baren Teig, ist nicht plastisch. Ihres geringen Zu- sammenhanges wegen lassen sich desshalb auch die grösstentheils aus Kieselerde bestehenden Bodenarten leicht bearbeiten. Wir finden in allen Gewächsen Kieselerde, und erhalten dadurch den überzeugendsten Beweiss, dass sie zu ihren wWesentlichsten Nahrungsmitteln gehöre. Grosse Mengen bedürfen insbesondere die grasarti- gen Gewächse, mithin auch unsere angebauten Halm- getreidearten; sollen diese desshalb gedeihen, so ist erforderlich, dass der Boden, wegen ihrer Schwer- auflöslichkeit in Wasser, nicht nur sehr viel Kie- selerde enthalte, sondern, dass sie auch darin in einem Zustande vorkomme, wobei ihre Auflösung in WVasser erleichtert wird, nämlich als Hydrat, oder doch in sehr feiner Gestalt, damit sie dem Was ser viele Berührungspuncte darbiete. Manche Bodenarten enthalten indess so viel hydratische oder leicht auff che ihrer nämlich können. kommen Molken-! ten aber fruchtbar beim Kreie Tugland 0 er mit Ou. Nannen, nüthige M Jer bum üppig wa hinlängli Die Um Saudboder Nieselerde selerde ig Vgl erde Fiber ar man ein Produ daran, 0 ren dot liess und doche mlt der, por indess, erde enth flerde en in hib; alt mech an sich, 5. ahren, l 80 gezehpt raus gelt h Krast delt; el pahhei m Regen. leichen du en nielt k. Wenig as r Leinen hh * 7 s geringen! sbalb aud d. en Boden leselerde, u Beweis,. itteln gelit die gra bauten Hi deiben, bbrer Schwe. ehr wel N ach dais l re Aufl als Hsch⸗ ge den wit 1 , 1 Maack Je ode 383 leicht auflösliche Kieselerde, dass dieses eine Mitursa- che ihrer Unfruchtbarkeit ist. Die Pflanzen erhalten nämlich dann mehr Kieselerde, als sie verähnlichen können. Im Fürstenthume Göttingen und Lüneburg kommen dergleichen Bodenarteu unter dem Nahmen Molken- und Melmboden vor. Dass einige Bodenar- ten aber auch zu wenig Kieselerde enthalten, um fruchtbar seyn zu können, sieht man recht deutlich beim Kreideboden, denn dieser wird, wie man in England sehr oft bemerkt hat, fruchtbarer, wenn er mit Quarzsand überfahren wird, weil dann die Pflanzen, besonders die Halmgetreidearten, erst die nöthige Menge Kieselerde in ihm finden. Ein feuch- ter humusreicher Sandboden bringt gewöhnlich sehr üppig wachsende Gräser hervor, weil sie sich hier hinlänglich mit Kieselerde versorgen können.— gut auf 8 Sandboden fort, indem sie gleichfalls sehr viel Die Ulme, die Kiefer und Birke kommen Kieselerde zur Nahrung bedürfen. Kurz, die Kie- selerde ist für die Pflanzen ein eben so nöthiges Nahrungsmittel, als z. B. das Kali und die Kalk- erde. Früher, und hin und wieder wohl noch jetzt, war man der Meinung, die Kieselerde sey auch ein Product des Pflanzenlebens; man schloss dieses daraus, dass, wenn man Pflanzen in kieselerdelee- ren Substanzen, z. B. im Schwefelpulver, wachsen liess und sie mit destillirtem Wasser begoss, ihre Asche mehr Kieselerde enthielt, als die Saamenkör— ner, woraus sie sich entwickelt hatten; erwägt man indess, dass selbst destillirtes Wasser noch Kiesel- erde enthält, und berücksichtigt man, dass viel Kie- selerde als Staub aus der Atmosphäre niederfällt, 384 so erklärt es sich leicht, woher die mehr aufgefun- dene Kieselerde stammte. Ob ein Boden sehr viele leicht lösliche Kiesel- erde enthalte, erkennt man dadurch, dass sich das Glasgefäss(ein grosses Uhrglas), worin man den lltrirten heissen Wasserauszug des Bodens verdun- stet, mit einer dünnen, weissen, in Salzsäure un- auflöslichen Rinde überzieht. 7 Von der Verbindung des Siliciums mit Fluor. * Dieses Körpers geschieht hier nur in der Vor- aussetzung Erwähnung, dass man noch einmal Fluor in den Pflanzen entdecken wird. Die Verbindung des Fluors mit Silicium liefert, wenn sie durch Kunst dargestellt wird, einen Kör— per, der gasförmig und farbelos ist; kommt aber dieses Gas mit der Luft in Berührung, so entsteht ein dicker weisser Rauch; dieser rührt von der Zer- setzung des Gases her; sobald es nämlich mit Wasser oder mit den Wasserdünsten der Atmosphäre in Berüh- rung kommt, bildet sich fluorwasserstoffsaures- Fluor- silicium und ein Theil Silicium schlägt sich als Kiesel- erde nieder. Leitet man das Gas durch Wasser, 80 löst sich der erste Körper darin auf und die Kiesel erde setzt sich als eine Gallerte ab, indess erfolgt die Zersetzung nur theilweise. Das Wasser nimmt das 265 fache seines eignen Volumens von dem Gase auf, und man erhält, wenn die Kieselerde durch Filtriren abgeschieden wird, dann das flüssige fluor- Wasserstoffsaure- Pluorsilicium. Der Geruch des Fluorsiliciumgases ist stechend und erstickend, der Geschmack sehr sauer; es 1 erlischt picht ze. in eine Das Die Fluorsili das flis sehr saue erde in I. nit Dopp Baden wir geben; Das Sum Die dean nd oder Hus un) au g Netorle! Saure lil wan mil einander belnde 0 übber du Schwefel Sauerst, Tri ken Huc holen 6 Vabrsch. gehe aalen ösliche iz das dll orin men! odens zal Salurn 5 Mit In U T in der u einmal llicium l. , einn, Kommt 4. „ 60 call von det! mit V.. are in e aures-L ch als N u Waszel, id die Ni. indess fl Vasser lin on dem 00 elerde du füsige fü zᷣt dlechen 385 erlöscht brennende Körper und kann durch Hitze nicht zerlegt werden; so auch hat man es noch nicht in eine Flüssigkeit verwandeln können. Das specif. Gewicht des Gases ist 3, 600. Die Flüssigkeit, welche man erhält, wenn das Fluorsilicium- Gas durch Wasser geleitet wird, also das flüssige fluorwasserstoffsaure- Fluorsilicium ist schr sauer, enthält aber immer noch etwas Kiesel- erde in Lösung; es sättigt die Basen und bildet da- mit Doppelfluoride. Durch überschüssig zugesetzte Basen wird es zersetzt, wobei einfache Fluoride ent- stehen; die Kieselerde wird aber niedergeschlagen. Das Fluorsilicium besteht aus 28,34 Silicium und 71„66 Fluor. 1 Sum. 100, 00. Die Bereitungsart dieses Gases ist sehr einfach, denn man mengt zerpulverte Kieselerde(Bergkrystall oder Quarz) mit gepulvertem Flussspath(Fluorcalci- um) zu gleichen Theilen, thut das Gemenge in eine Retorte und schüttet so viel concentrirte Schwefel- säure hinzu, dass ein Brei entsteht, diesen mengt man mittelst eines Glasstabes noch besser durch einander und erwärmt. Das sich hierbei entwik- kelnde Gas fängt man durch eine Entbindungsröhre über Quecksilber auf. In der Retorte bildet sich schwefelsaure Kalkerde, da die Kieselerde ihren Sauerstoff an das Calcium abgiebt. Früher wurde bemerkt, dass viele Glimmerar- ten Fluorsilicium enthielten; da nun sehr häufig im Boden Glimmerschüpchen vorkommen, so wird höchst Wahrscheinlich das hierin befindliche Fluorsilicium 25 N — 1 3 0 1 . 386 die Pflanzen mit Fluor versorgen; freilich ist selbi- ges bis jetzt nur in thierischen Körpern gefunden worden. Uebrigens wird das Fluor im Glimmer mit dem Silicium wohl in einem anderen Mischungsver- hältnisse vorkommen, als im Fluorsilicium-Gase. II. Vom Aluminium (Alumium). Es hat lange gedauert, bis man lernte, diesen in der Alaunerde vermutheten Körper in bedeuten- der Quantität zu gewinnen; doch endlich ist es dem dänischen Chemiker Oerstedt geglückt, ihn daraus mit leichter Mühe zu erhalten. Um Alumium dar- zustellen, bringt man reine Alaunerde mit Kohle vermischt in eine Porcellanröhre, glühet das Gemen- ge und leitet Chlorgas darüber. Das Alumium der Alaunerde sublimirt sich hierbei, mit dem Chlor ver- bunden, als Chloraluminium und setzt sich in Kry- stallen ab; diesen Körper erhitzt man hierauf mit Quecksilberkalium, wobei sich Quecksilberaluminium erzeugt; destillirt man dieses alsdann, so entweicht das Quecksilber in Dämpfen und das Aluminium bleibt als ein metallähnlicher Körper zurück. Die Eigenschaften dieses Körpers können wir übergehen, da sie nicht das geringste Interesse für uns haben. Von der Verbindung des Aluminiums mit Sauerstoff. Das Aluminium stellt, mit Sauerstoff verbunden, ein sehr häufig in der Natur vorkommendes Oxyd dar, U wir au Di —— dum, Ihr Amn Daphir, vereini andere Alaune Teldepa merschit miberali die dage einigt an Die Menge rer ch Man sie Un löst nr in Wa noch e und l auf; d ab, un lich böt z; pern eiu n Clinnt f Mich, cim. Ca lernte, d. r in hein, lich üt kt, in dn Alumi rde mit U let das bea Aluuun d. em lux sich in 1 hieran. beralum 80 enbyr a8 Alum zurück. vir überg“ uns habe niums li 0 f fehl denten lf 387 dar, nämlich die Alauner de. Bis jetzt kennen Wir auch nur dies einzige Oxyd des Aluminiums.“ Von der Alaunerde (Thonerde). Die Alaunerde besteht dem Gewichte nach aus: 53530 Aluminium und 465 70 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Ihr specif. Gewicht ist 2,0. Am reinsten finden wir sie krystallisirt im Saphir, Rubin und Demantspath. Mit Kieselerde vereinigt, ist sie aber auch in einer grossen Menge anderer Mineralien vorhanden; zu den sehr viel Alaunerde enthaltenden Mineralien gehört z. B. der Feldspath, die Hornblende, der Thon- und Glim- merschiefer. Seltener kommt sie in Verbindung mit miheralischen Säuren vor; sehr häufig treffen wir sie dagegen in den Ackererden mit Humussäure ver- einigt an. Die Pflanzen enthalten nur eine äusserst geringe Menge Alaunerde, dessen ungeachtet gehört sie zu ihrer chemischen Constitution. In den Thieren hat man sie gar noch nicht gefunden. Um die Alaunerde chemisch rein zu erhalten, löst man Alaun(schwefelsaure Alaunerde- Kali) in Wasser auf, setzt so lange Ammoniak hinzu, als noch ein Niederschlag entsteht, filtrirt, süsst aus und löst das im Filter Befindliche in Salpetersäure auf; dampft hierauf die erhaltene Flüssigkeit etwas ah, und überlässt sie einige Zeit der Ruhe, vobei 7 8 7 5 1 2 . 2 * 388 sich der etwa noch unzersetzte Alaun auskrystalli- sirt; alsdann wird filtrirt und abermals Aetzammo- niak im Ueberschusse zugesetzt; der dadurch ent- stehende Niederschlag wird filtrirt, und, durch lange fortgesetztes Auswaschen mit Wasser, von allen fremden Beimengungen gereinigt; was hierbei auf dem Filter bleibt, ist Alaunerdehydrat, woraus man dann durch nachheriges Trocknen und heftiges Glühen die reine Alaunerde erhält. Das an der Luft getrocknete Alaunerdehydrat enthält 35 p. Ct. Wasser; es ist eine weisse, sanft anzufühlende, leicht zerreibliche und stark an der Zunge hängende Masse, die, wenn sie mit Eisen- oxyd gemischt wird, beim Anhauchen einen Thon- geruch besitzt. Beim Erhitzen schrumpft die Alaun- erde bedeutend zusammen, wird hart und löst sich dann sehr schwer in Säuren auf. In heftiger Glü- hehitze schmilzt sie zu einem farbelosen Glase. Das Alaunerdehydrat kommt in mehreren Mine- ralien vor, und noch kürzlich hat man es in einem in Nordamerika entdeckten Minerale, dem soge- nannten Gibbsit gefunden. Wir dürfen daher nicht daran zweifeln, dass die Ackererden gleichfalls das Hydrat enthalten, auch ist dieses, wie wir bei den humussauren Salzen sehen werden, für die Ve- getation von grösster Wichtigkeit. Mit Wasser vermischt, liefert die Alaunerde einen formbaren, beim Austrocknen einen bedeuten- den Zusammenhang besitzenden Teig; wesshalb denn auch alle Bodenarten, die viel Alaunerde enthalten, sich so schwer bearbeiten lassen; doch hängt die Bindigkeit des Bodens auch von seinen Thontheil- chen, also von der chemischen Verbindung der Alaune haupt 11 die n Wass und Langs Ser. selbote (t Me halten, vodure grosse 80 mit) denn diesel eile U. 00s N. Die sure a iure 9e Hasi belze, den wir die His gering flüssig Wenig loch in llieraus 5e Tro i Able Ils Aetzaun dadurth f und, iu Wage, 5 vaü lie rdehytt, Trocknen u hält. launerchh h Weisse, el l stark ind die mit I, u einen J apt die ll t und llt 1 beftzr bl. en Clas, ebreren I. in es in eln „ dem h dürfen d len glei Wie wr! „ für e lie Alu nen beckal⸗ esshal 00 de enhalk ch hing a en Tbostle“ bindung 0 389 Alaunerde mit Kieselerde und Eisenoxydul und über- haupt davon ab, ob er feinkörnig ist. Im Wasser ist die Alaunerde völlig unauflöslich. Sie nimmt mechanisch das 4 fache ihres Gewichtes Wassers auf, ohne es in Tropfen fahren zu lassen, und verliert es, an der Luft liegend, nur sehr langsam. Die ausgetrocknete Alaunerde absorbirt selir schnell die Wasserdünste der Atmosphäre, ja selbst die geglühete zieht binnen kurzer Zeit 15 p. Ct. Wasser an. Bodenarten, die viel Alaunerde ent- halten, trocknen aus diesem Grunde sehr schwer aus, Wodurch sze in treckenen Klimaten der Vegetation grosse Dienste leistet. Benetzt man scharf ausgetrocknete Alaunerde mit Wasser, so wird etwas Wärme entwickelt, denn wenn das Wasser + 10 R. und die Alaunerde dieselbe Temperatur zeigt, so nimmt das Gemisch eine Wärme von J 12 R. an; dies beweiset, dass das Wasser chemisch gebunden wird. Die Alaunerde ist in allen Säuren, die Koblen- säure ausgenommen, auflöslich. Gegen die Humus- sziure verhält sie sich besonders als eine sehr kräfti- ge Basis. Sie liefert mit den Säuren die Alaunerde- salze, worüber weiterhin das Nähere erwähnt wer- den wird. Sie löst sich im hydratischen Zustande leicht im flüssigen Aetzkali und Natron auf, und ist auch in geringer Menge im ätzenden Ammoniak löslich; die flüssigen kohlensauren Alkalien lösen sie dagegen wenig oder gar nicht auf. Am auflöslichsten ist sie noch im kochenden kohlensauren Natron, wird aber hieraus leicht durch Kohlensäure, oder durch eini- ge Tropfen Salz- oder Salpetersäure niedergeschla- 390 gen. Man behauptet auch, dass sie mit den kohlen- sauren Alkalien eine, im Wasser unauflösliche Ver- bindung eingehe. Aus der Eigenschaft der Alaunerde, sich sowohl in Säuren, als in Alkalien aufzulösen, sehen wir, dass sie sowohl relativ- saure, als relativ- alkalische Eigenschaften besitzt. Zu den Erden hat sie eine sehr grosse Ver- Wandtschaft, insbesondere zur Talkerde; desshalb löst sie sich, sobald sie nur mit etwas Talkerde verbunden ist, auch nicht im Aetzkali auf. Die Verwandtschaft, welche sie gegen die Kalkerde zeigt, ist gleichfalls nicht viel schwächer, als die gegen Talkerde; schüttet man z. B. eine Auflösung von Alaunerde in Kali zu Kalkwasser, so fällt sie augenblicklich mit dem Kalke, als ein im Wasser unauflöslicher Körper, zu Boden. Dergleichen Ver- bindungen entstehen höchst wahrscheinlich auch im Boden. Die Mineralien, worin die Alaunerde die Rolle der Säure spielt, nennt man Aluminate, 80 ist z. B. der Spinell ein Talkerde- Aluminat, indem er aus Alaun- und Talkerde besteht.— Die Aluminate für sich können den Pflanzen nicht zur Nahrung dienen, weil sie im Wasser unauflöslich sind; sie nützen folglich nur dadurch im Boden, dass sié den Wurzeln der Pflanzen einen Standort darbieten, oder überhaupt, dass sie denselben behülflich sind, sich mit Wasser, Luft u. s. W. zu versorgen. Schon trüher haben wir indess gesehen, dass die Humus säure im Stande ist, die Aluminate zu zerlegen und in Pflanzennahrungsmittel umzuwandeln. Weiterhin hierüber mehr. H Alaune man sich einige chere 1 ihrer erde, Caron! dess 10. Caran der Fe de b Wenn Lönn, lich, Alaune und di eine se Lebrig blerbeil ken, ich ni lands a C. bene Hum losun, die P. Cegen den 4 I it den lll uflödliche, 2 eich pl l, Selen fi ativ- Abd r gros, rde; dat was Lale gali aui. l. die Nabe * 1* cher, eine Auth r, 80 fil ein im sa gleiche f iulich ad erde die f ite, at, iudeu. Die Alu zur Nel lich sindp“ dass 8t 1 arbieten, ch sind,“ rgen, 805 5 die Huus zerlegt! . eier 391 Handelt es sich darum, die Gegenwart der Alaunerde in einer Flüssigkeit zu entdecken, so setzt man Kali und Schwefelsäure zu derselben, indem sich dann, sobald Alaunerde vorhanden ist, nach einiger Zeit Alaunkrystalle bilden. Das Ausführli- chere hierüber bei den Alaunerdesalzen. Wie es scheint, so bedürfen die Pflanzen zu ihrer chemischen Constitution nur sehr wenig Alaun- erde, denn alle Pflanzen enthalten in ihrer Asche davon nur sehr geringe Mengen; hierdurch ist in- dess noch keineswegs entschieden, dass die Pflanzen daran genug gehabt haben, ja es ist, Wie wir in der Folge sehen werden, sehr Wahrscheinlich, dass sie bei Weitem üppiger gewachsen seyn würden, wenn sie sich mit mehr Alaunerde hätten versorgen können, aber dies ist ihnen theils oft ganz unmôög- lich, theils fällt es ihnen sehr schwer, indem die Alaunerde für sich im Wasser völlig unauflöslich ist, und die im Boden vorkommenden Alaunerdesalze nur eine sehr geringe Auflöslichkeit in Wasser besitzen. Uebrigens braucht ein Boden, um die grösste Frucht- barkeit zu zeigen, nur wenig Alaunerde zu enthal- ten, denn die chemischen Untersuchungen,; welche ich mit den allerfruchtbarsten Bodenarten Deutsch- lands anstellte, zeigten mir, dass oft nur 2 bis 4 p. Ct. Alaunerde darin enthalten waren; doch muss ich bemerken, dass jene Bodenarten sie grösstentheils mit Iumussäure vereinigt enthielten, Wodurch ihre Auf- lösung in Wasser und folglich auch ihr Uebergang in die Pflanzen möglich wurde. Wir werden auf diesen Gegenstand noch einmal zurückkommen, Wenn von den Alaunerdesalzen die Rede seyn Wird. In der Natur kommen Mineralien vor, in wel- —— — N 59 4 2 „ * 392 chen man eine chemische Verbindung von Alumini- um und Fluor entdeckt hat; zu diesen gehören un- ter anderen der Amblygonit und Kryolith. Da man jedoch dergleichen Mineralien nur sehr sparsam gefunden hat, so ist auch anzunehmen, dass die Ackererden das Fluoraluminium nur in seltenen Fäl- len enthalten werden. Ob des den Pflanzen als Nah- rungsmittel diene, wissen wir eben 80 wenig, als ob die übrigen Fluoride der Vegetation nützen. Das Aluminium scheint auch mit dem Phosphor, Schwefel und Kohlenstoff Verbindungen eingehen zu können, allein sie sind noch nicht gehörig bekannt. Die Verbindung des Aluminiums mit Chlor werden wir später betrachten. 12. Vom Barium. Barium hat man das Radical der. Baryterde ge- nannt; diese ist aber eine Sauerstoffverbindung, oder das Oxyd des Bariums. Das Barium ist im Aeussern dem Silber ähnlich; in Wasser gethan, oxydirt es sich mit Heftigkeit und geht unter Wasserstoffgas- Entwickelung in Baryterde über. An der Luft oxydirt es sich gleichfalls sehr schnell. Es schmilzt noch ehe es glühet und kann etwas ausgedehnt wer- den. Die Bereitungsart des Bariums ist folgende: Man thut Baryterde in eine eiserne Röhre, glühet und lässt die Dämpfe von Kalium darüber wWegstrei- chen. Das Kalium hat nämlich eine s 0 grosse Ver- Wandtschaft zum Sauerstoff, d ass es ihn dem Bari- umoxyde(der Baryterde) entzieht und sich in Kali- umsuboxyd verwandelt. Dieses trennt man hierauf Jom Te aber; bie zelbige Zarin Vn Das i 2 V6 Nunstyr. 9e etre Jommt, Dis staude bcler! Tollen Ne Asche e lus exe auch ge chatten w komme treffen rit,! felsaur als kie lommt Von Auna u gelen ryolith.). r sehr p nen, dag 1 Seltelen zen dh J, 80 Wentz, u nützen. dem Phat n eingeht hörig bel Chlor pak Baryterk p. indungy. im Aeuse „ oxyd“ asserslolß An der I Ts schu gedelut f ist falgen 2 Ihe öhre, ga ber Weg 5b el ö gos an den l, „ 14 ich in A all Lier 393 vom redueirten Barium durch Vermischen mit Queck- silber, wobei sich ein Amalgam bildet; erhitzt man selbiges, so verflüchtigt sich das Quecksilber und das Barium bleibt als Rückstand. 5323 Von der Verbindung des Bariums mit Sau- 3 erstoff. * Das Barium verbindet sich mit dem Sauerstoff in 2 Verhältnissen; das eine Oxyd ist jedoch ein Kunstproduct, wesshalb wir denn auch nur dasjeni- 1 ge betrachten wollen, welches in der Natur vor- kommt, nämlich die Baryterde. Von der Baryterde (Schwererde). Die Baryterde ist bis jetzt nicht im reinen Zu- stande vorgefunden worden, sondern stets in chemi- scher Vereinigung mit Kieselerde, Schwefel- und Kohlensäure. Mehrere Chemiker haben die Baryterde in der „z. B. in der von Astrag a- Dieserhalb sind wir denn igen- Asche einiger Pflanzen, lus excapus gefunden. auch genöthigt, uns einigermaassen mit ihren E schaften bekannt zu machen. Im Boden muss die Baryterde nicht selten vor- kommen, weil wir sie in mehreren Mineralien an- treffen; so Z. B. als kohlensaures Salz im Withe-— rit, Baritocalcit und Baritonalit; als schwe- felsaures Salz im Schwerspath und Coelestin, als kieselsaures Salz im Harmotom. Zuweilen kommt die schwefelsaure Baryterde auch im Sand- N 1 4* 7 7 394 steine eingesprengt vor, und kürzlich hat Bran- des sie sogar in dem berühmten Pirmonter Quell- wasser gefunden. i Die Baryterde bestellt aus 89, 55 Barium und 10, 45 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Ihr Sauerstoffgehalt ist folglich, im Vergleich der übrigen bisher betrachteten Erden, äusserst gering. 4 Sobald sie noch etwas Wasser enthält, ist ihr specif. Gewicht 4, 0. Will man die reine Baryterde darstellen, so benutzt man mehrentheils den Schwerspath oder die schwefelsaure Baryterde dazu; diese wird fein gepulvert und eine Stunde lang mit dem zweifachen Gewichte kohlensaurem Kali geglühet; oder man kocht das Pulver mit einer Auflösung von Kali. Hierdurch erhält man dann kohlensauren Baryt und schwefelsaures Kali. Indess wird selbst beim Glü- hen nicht aller Schwerspath zerlegt, desshalb muss das Geglühete mit Wasser ausgelaugt werden, wo- durch das entstandene schwefelsaure Kali fortge- schafft wird; den Rückstand behandelt man hierauf mit Salpetersaure, und die erhaltene Flüssigkeit ver- setzt man mit kohlensaurem Kali, wodurch kohlen- saurer Baryt gebildet wird und niederfällt. Um nun auch die Kohlensäure von der Baryterde au trennen, mengt man das Salz mit Kohlenpulver(6— 10 Thl. auf 100 Baryt), setzt etwas Tragantschleim hinzu, und formt daraus Kugeln, die man in einen Tiegel legt und mit Kohlenpulver umschüttet; der Tiegel wird alsdann gut zugedeckt und 1 Stunde 1 0 ö Ing st verwal le in Baryte lässt saure salpete in eile tersäun Die die bt, dem W Baryt V binde und Barry Hälfte 5. Ct., zend, Mitron einen Mit der lensäurt drat, Un Verpe Baryt Volz ytere kelszut decker Kurer monter 0 0 Beribn y 0 Sauen — 0. „ im Ji rden, inn utlält, l. darsteln, wwerspa“ diese pit“ dem welle net; or l. ung du M. ren Bart“ bst bein“ desshalb werden,“ e Kali f It man e Flüssigbel!“ odureb l gderfäll, 0 Barplerk Henpuler Traute e mau il f noc büttet; K ul 0 395 lang stark geglühet. Die Kohlenszure des Barytes verwandelt sich hierbei durch Einwirkung der Koh- le in Kohlenoxyd und entweicht als Gas, und die Baryterde bleibt rein zurück.— Die Baryterde lässt sich auch gewinnen, wenn man die kohlen- saure Baryterde durch Zusatz von Salpetersäure in salpetersaure Baryterde verwandelt, und dieses Salz in einem Silbertiegel so lange glühet; bis die Salpe- tersäure zerlegt und ausgetrieben worden ist. Die Farbe der reinen Baryterde ist graulichweiss. Sie ist in 29 Theilen kaltem und 22 Thl. kochen- dem Wasser löslich und giebt damit das sogenannte Barytwasser; dieses reagirt alkalisch. Wird die Baryterde mit Wasser angefeuchtet, 50 bindet sie dasselbe chemisch, erhitzt sich sehr stark und zerfällt in ein weisses, feines Pulver, welches Baryterdehydrat ist; dieses enthält über die Hälfte Krystallwasser, und behält davon noch 10, 53 p. Ct., wenn es geschmolzen wird. Das Hydrat ist ätzend, doch in geringerem Grade, als Kali und Natron, oder als die eigentlichen Alkalien; es hat einen laugenartigen Geschmack und wirkt giftig Mit der Luft in Berührung gebracht, zieht es Koh- lensäure an. Dasselbe thut das Barytwasser. Das Hydrat ist etwas in Alkohol löslich. Unter allen Basen hat die Baryterde die grösste Verwandtschaft zur Schwefelsäure, die schwefelsaure Baryterde ist aber im Wasser und Salpetersäure völlig unauflöslich; enthält daher eine Lösung Ba-. ryterde, so lässt sie sich durch Zusatz von Schwe- felsäure oder eines schwefelsauren Salzes leicht ent- decken, indem dadurch ein weisser, in Wasser und Säuren unauflöslicher Niederschlag entsteht. Ent- 396 hielte aber ein Mineral, oder eine Ackererde schwe- felsauren Baryt, so würde der Körper, um die Baryterde zu entdecken, erst mit kohlensaurem Kali geglüht, mit Wasser ausgelaugt, der Rückstand in Salpetersäure gelöst und die Lösung Zuletzt mit Schwefelsäure oder einem schwefelsauren Salze ver- setzt werden müssen. eber den Einfluss der Baryterde auf die Vege- tation sind schon mehrere Versuche angestellt wor- * den, allein man sah, dass sie sich gegen die Pflan- zen völlig indifferent verhielt; auch war sie nicht in dieselben übergegangen; wenn dies aber auch bei einigen Pflanzen der Fall war, 80 folgt noch nicht dar- aus, dass es sich bei allen übrigen eben so verhalten wird; man möchte desshalb die Versuche wieder- holen, zumal da man, wie vorhin erwähnt wurde, schon in mehreren Pflanzen Baryterde gefunden ha- ben will. In die Pflanzen kann sie mittelst der flüssigen Humussäure und Kohlensäure des Bodens gelangen, indem sie darin auflöslich ist. Mehr hier- über bei den Baryterdesalzen. Die Verbindungen des Bariums mit Schwefel, Phosphor u. s. W. haben für uns kein Interesse; das Chlorbarium, welches bei chemischen Analysen ge- wöhnlich zur Entdeckung und Mengenbestimmung der Schwefelsäure Wenge wird, wollen wir 9 85 bei den Salzen näher betrachten. 13. Vom Calcium. Dieser Körper ist das metallische Radical der Kalkerde und lässt sich aus ihr auf dieselbe Weise, als das Barium aus der Baryterde, darstellen. Das alcium! icht un i Kalbe Von d J46( Hältuisen ein Kunst; in der Nat ken daler Die Sum. Ur oy Obgle Saudtbeile hir, 50 ur, Mit der Rreid im Marm Muscheln Ouellwas zie die V rienglas j Tüasphors leren, ickeerde dad orper, un leren N ler Mücksgu ug zue auren Hale le auf dh 0 angezlell gegen di u war i b es aber aul noch nici ben 80 pelle ersuche ph erwähnt pu, 6 gefunde 9 ie mitted“ re des I. Mell mit Sehne Interest n Analyu; genbestiun llen wir l. p Halil cselbe letz aalen. I 397 Calcium ist silberweiss, entzündet sich an der Luft leicht und verbrennt unter Anziehung von Sauerstoff zu Kalkerde. Von der Verbindung des Calciums mit Sau- erstoff. Das Catetum geht mit dem Sauerstoffe in 2 Ver- hültnissen in Verbindung; die eine Verbindung ist ein Kunstproduct, die andere dagegen die so häufig in der Natur vorkommende Kalkerde; wir betrach- ten daher nur diese. Von der Kalkerde. Die Kalkerde besteht dem Gewicht nach aus: 71501 Calcium und 28509 Sauerstofl. Sum. 1005 00. Ihr specif. Gewicht ist 2,3. Obgleich die Kalkerde zu den häufigsten Be- standtheilen der Oberfläche unseres Erdkörpers ge- hört, so kommt sie doch niemals rein in der Natur For. Mit Kohlensäure vereinigt, finden wir sie in der Kreide, in den Kalksteinarten, im Kalkspathe, im Marmor, in den Schaalen der Schnecken und Muscheln, im Mergel, in den Ackererden und im Quellwasser. Mit Schwefelsäure vereinigt, stellt sie die verschiedenen Gypsarten, als Alabaster, Ma- rienglas, Fasergyps, Anhydrit u. s. W. dar. Mit Phosphorsäure verbunden, ist sie in mehreren Mi- neralien, als im Apatite und Phosploorite, im Mer- 2 * N 9 Mr 0 0 5 7 5 5 2 398 gel, in den Ackererden und in den Knochen der Thiere enthalten. Sehr häufig kommt sie auch mit Kieselsäure(Kieselerde) verbunden vor, und zwar nicht nur in den Mineralien, sondern auch in den Ackererden und Mergelarten des aufgeschwemmten Landes. Zu den Mineralien, Kalk enthalten, gehören nebst vielen andern, Ta- felspath, Labradorstein, Mesolith, Eudialit, Apo- phyllit, Zoisit, In der Asche der Pflanzen finden wir die Kalkerde zuweilen welche kieselsauren Thomsonit u. S.. in überwiegender Menge, oft ist sie darin mit Phos- phor- und Schwefelsäure, oft mit Kiesel- und Kohlen- säure verbunden. Die Pflanzensäfte enthalten die Kalk- erde gewöhnlich auch in Verbindung mit Pflanzensäu- ren; werden diese Salze durch's Einäschern zerstört, S0 verwandeln sie sich in kohlensaure Kalkerde. Wenn man reine Kalkerde haben will, so hat man nur nöthig, weissen Marmor, mit Kohlen zusammen- geschichtet, in einem Windofen zu brennen; hierbei wird nämlich die Kohlensäure durch Vermittelung der Kohlen und Hitze zerlegt und ausgetrieben, und man erhält die Kalkerde in so fern rein, als der Marmor keine fremden Beimengungen enthält. Zu- weilen verliert aber der Marmor beim Brennen nicht alle Kohlensäure; um daher auch diese geringe Men- ge fortzuschaffen, befeuchtet man ihn mit etwas Wasser und glühet abermals in einem bedeckten Pla- tintiegel. Die reine Kalkerde ist weiss, leicht zu zerpul- vern, schmilzt nur bei den heftigsten Hitzegraden, schmeckt brennend, alkalisch, ist ätzend und verän- dert die Pflanzenfarben wie die Alkalien, wirkt je- doch weniger ätzend als diese. Beim Uebergiessen nit Was heiss;“ indem d Kalkerd sie in mische Kaller ig durch sich, au. niebung! Das! W 80 ent dasselbe auzieli; weil es; die stärk Kalkerde nicht ehe genonme Lebe Water, ringen, nen m gewinnt perten Gegenst nale del TVortreffl Bein en Nathan Ummt die zu N Vor, Aud 5 lern auch ü, aufgeschrn che ligen len anden) ö Tulialt, W.— l alberde un. e darin ui“ iesel. und, nthalten, mit Pfau. näschern 1. lre Rall 1 Will, r ohlen aun brennel; l reh Permit usgettiö he ru reid, 4. en entlit l im Brel ese gerügt* ihn mit el u bed eicht zu. en L zend vol ln, wl 1 boek m Lebe 399 mit Wasser(Löschen) blähet sie sich auf und wird heiss; zugleich entsteht ein laugenartiger Geruch, indem die sich entwickelnden Wasserdämpfe etwas Kalkerde mit in die Höhe reissen. Zuletzt zerfällt sie in ein blendend weisses Pulver, welches eine che- mische Verbindung von Kalkerde und Wasser, oder Kalkerdehydrat ist. An der Luft liegend zerfällt sie durch Wasseranziehung gleichfalls und verwandelt sich, ausser in ein Hydrat, bald darauf durch An- ziehung von Kohlensäure, in kohlensaure, Kalkerde. Das Kalkerdehydrat besteht aus 75550 Kalkerde und 24, 50 Wasser. Sum. 1005 00. Wird das Hydrat auch nur schwach geglühet, so entweicht doch das Wasser gänzlich daraus; dasselbe erfolgt, wenn es Kohlensäure aus der Luft anzieht; hieraus geht hervor, dass das Wasser, weil es gleichsam nur eine schwachle Säure ist, durch die stärkere Kohlensäure vertrieben wird; trockne Kalkerde absorbirt indess, was merkwürdig ist, nicht eher Kohlensäure, als bis sie erst Wasser auf- genommen hat. Uebergiesst man die reine Kalkerde mit mehr Wasser, als nöthig ist, um sie zum Zerfallen zu bringen, so erhärtet sie beim nachherigen Austrock- nen zu Mörtel, welcher dadurch noch an Härte gewinnt, dass man Ziegelmehl, Quarzsand, zerpul- verten Kalkstein u. dergl. zusetzt.— Ueber diesen Gegenstand hat uns Fuchs im Erdmannschen Jour- nale der öconomischen Chemie Jahrg. 1829 eine ganz vortreffliche Abhandlung geliefert. Beim Löschen grosser Massen gebrannten Kal- 400 kes entwickelt sich oft eine so bedeutende Hitze, dass Flamme ausbricht, und nicht selten hat es sich schon ereignet, dass, wenn zufällig Wasser an Orte gelangte, wo viel gebrannter Kalk aufbewahrt wur— de, Feuer ausbrach. Pulver und Schwefel kann man dadurch entzünden, dass man 1 Theil Kalk mit 2 Theil Wasser übergiesst. Selbst mit Eis zusam- mengebracht erhitzt sich der gebrannte Kalk bis zu + 80e R. Die Kalkerde ist in 752 Theilen Wasser von + 16 OR. Wärme löslich; diese Auflösung nennt man Kalkwasser; sie ist farbelos, schmeckt alkalisch und bedeckt sich an der Luft stehend(durch An- ziehung von Kohlensäure) mit einer Haut von Koh- lensaurer Kalkerde, die bald zu Boden sinkt und einer neuen Platz macht. Die im Wasser aufgelöste Kalkerde krystalli- sirt, chemisch mit Wasser verbunden, sobald man das Kalkwasser bei Ausschluss von Luft bis zur Hälfte verdunstet und es hierauf erkalten lässt; man erhält auf diese Weise durchsichtige, éseitige Säu- len, die grade abgestumpft sind, oft aber auch Gsei- tige Tafeln. Ist die Kalkerde mit Wasser gemischt, so ver- dunstet mit diesem eine geringe Menge; desshalb bemerkt man auch in frisch geweissten Zimmern einen laugenartigen, der Gesundheit sehr nachthei- ligen Kalkgeruch. Oft ereignet es sich, dass sehr stark gebrannter Kalkstein weder ätzende, noch in Wasser lösliche Kalkerde besitzt; solchen Kalk nennt man todt ge- brannt. Die Ursache hiervon ist, dass durch die grosse Hitze die fremden Bestandtheile des Kalk- eins ch gentbeils Alumina ausser e tende J. Das lien per nen, 25 d gib glich lört, ei ken veran entstande Mus stie dich du. Salpeter Ire liulg be augepend den organ reste) zer sich in Mürung ilre Ein dchneller Cegemner standenen pern, d sonders! dass sie, Wei rä der dalpe Inte edcatende f selten dat 100 Meser g 6 aufbepzün r, Schwei l 1 Theil N. mit Lis u inte Rab u len Mae sung nen n hmeckt d end(dull. Haut ud zoden silbe kerde bp en, sobald Luft hs. ten läst, ö seither iber aucb!“ üscht, 9%, age; des sten Liu sehr nacltl uk gebt Waser loi man tote 18 dur 1 e U. 401 steins chemisch mit der Kalkerde verbinden; meh- rentheils bildet sich ein Kalksilicat oder ein Kalk- Aluminat, denn der gewöhnliche Kalkstein enthält, ausser einigen andern Körpern, auch oft eine bedeu- tende Menge Kiesel- und Alaunerde. Das Verhalten der Kalkerde gegen die Reagen- tien werden wir bei den Kalkerdesalzen kennen ler- nen. Zu den Eigenschaften der Kalkerde gehört, dass sie gleich den Alkalien die organischen Körper zer- stört, eine neue Anordnung unter ihren Elemen- ten veranlasst, und dass sie mit einigen hierbei entstandenen Körpern in chemische Verbindung tritt. Aus stickstoffhaltigen organischen Körpern erzeugt sich durch ihre Einwirkung bald Ammoniak, bald Salpetersäure.— Ihrer auflösenden Eigenschaft wegen wird sie häufig bei der Landwirthschaft als Düngungsmittel angewendet. Sie macht die im Boden vorkommen- den organischen Körper(Humus, Pflanzen- und Thier- reste) zersetzungsfähiger, und vermittelt, dass sie sich in Wasser auflösen und den Pflanzen dann als Nahrung dienen. Aus dem Humus bildet sich durch ihre Einwirkung( disponirende Verwandschaft) schneller Humus- und Kohlensäure, als es ohne ihre Gegenwart geschehen seyn würde, und mit den ent- standenen Säuren verbindet sie sich selbst zu Kör- pern, die das Pflanzenwachsthum befördern. Ganz be- sonders unterstützt sie jedoch die Vegetation dadurch, dass sie, wie wir vorhin sahen, die Entstehung von zwei kräftigen Düngungsmitteln, dem Ammoniak und der Salpetersäure, vermittelt. Enthalten Bodenarten zu viel Humussäure, um 26 8 v 402 fruchtbar seyn zu können, so bewirkt sie, dass, 0 wenn selbige mit Kalk gedüngt werden, die Humus Fein säure nicht mehr in zu grosser Menge in die Pflan-;e, zen gelangen kann, denn sie verbindet sich chemisch dung mit ihr und macht sie dadurch unauflöslicher. Zu- lenz weilen wirkt die Kalkerde auch wohl dadurch Poder nützlich, dass sie die in einigen Bodenarten vor- enz! kommen sollende Essigsäure, und die zuweilen wirk- Schue. lich darin enthaltene Aepfelsäure neutralisirt; das gclnel Nähere hierüber im 2ten Theile dieses Werkes. Jas b Der gebrannte oder ätzende Kalk dient aber perde den Landwirthen nicht nur zur Entsäurung man- De cher Bodenarten(dadurch, dass er die Säuren ab- elbe stumpft und sich mit denselben zu Salzen verbindet), man sondern er nützt ihnen auch zur Fruchtbarmachung bra der thonigen Aecker; die Ursache, wesshalb er sich denn hier so wirksam zeigt, ist, dass er die darin vorkom- 35 monde Verbindung von Alaunerde und Humussäure 50 col vorlegt, und dass sich dabei ein Körper(humussaure Valk Kalkerde) bildet, welcher den Pflanzen mehr Nahrung, on a als die humussaure Alaunerde giebt, denn dass die te Kd Pflanzen im Verhältniss mehr Kalkerde, als Alaunerde man gürfen, erkennen wir daran, dass die Pflanzenaschen ul dl „e sOmal mehr Kalkerde, als Alaunerde enthalten. Piri Faraday hat uns gezeigt, dass sich im gebrann- deus ten, an der Luft liegenden Kalke etwas Ammoniak un bilde, desshalb können wir auch annehmen, dass 5 die Düngung mit Kalk gleichfalls durch diesen sich ding in ihm erzeugenden Körper nütze; die Ammoniaker— 5 J zeugung wird aber wohl immer nur in dem Falle er- 1 folgen, dass der Kalk Eisenoxydul enthält, denn nur zieht dann kann eine Wasserzerlegung, wodurch die Entste- 1 Teucl hung des Ammoniaks erst möglich wird, vor sich gehen J irkt fie N len 5 die Hun age in dig h, et sich cell läclicker. Woll ch Bodenarten d Zupeilen i jeutraliörtz es Merle alk dient!“ utsiurm 11 r die Sun ilzen verdi, uchtbarmth wessbalh f. e darin full nd Humus“ er(hund mehr Vin denn ds „ als Ali Pflanzen“ rde ena ch im gere was Anm melnen, ch diesen; h Ammob dem Halb“ füt, dan ch die Lite vo ach ele 403 Die reine oder ätzende Kalkerde zerstört die Keimkraft der Saamenkörner, und tödtet selbst Thie- re, welche auf einer niedrigen Stufe der Ausbil- dung stehen; wird sie desshalb in bedeutender Menge angewendet, 80 lässt sich ein unkrautreicher Boden dadurch leicht von Saamenunkräutern befrei- en; und eben so schnell lassen sich Würmer und Schnecken dadurch von den Aeckern vertreiben. Am schnellsten zerstört sie die Oel enthaltenden Saamen, Was beim Anbau von Raps wohl berücksichtigt zu werden verdient. Der gebrannte Kalk kann aber auch den Pflanzen selbst schädlich werden, nämlich in dem Falle, dass man ihn zum Ueberstreuen der Saaten u. dergl. ge- braucht und es gleich darauf regnet, oder stark thaut, denn dann löst sich die noch ätzende Kalkerde im Wasser auf, gelangt gleich in die Pflanzen und wirkt 80 corrodirend; will man desshalb Schnecken durch Kalk vertilgen, so darf auf einmal nicht zu viel da- von angewendet werden. Wird dagegen der gebrann- te Kalk erst mit der Ackerkrume gemengt und säet man hierauf, so behält die Kalkerde Zeit genug, um sich entweder mit der Kohlensäure der atmos— phärischen Luft, oder mit der Humussäure des Bo- dens zu Salzen zu vereinigen, die den Pflanzen dann zur erspriesslichen Nahrung dienen. Wenn die Landwirthe mit gebranntem Kalk düngen, so bringen sie ihn gewöhnlich auf dem Fel- de in kleine Haufen, bedecken diese mit etwas Er- de und lassen ihn so einige Zeit liegen; der Kalk zieht ungeachtet der Erdbedeckung sehr bald die Feuchtigkeit der Atmosphäre an, zerfällt zu einem feinen Pulver und kann nun durch Pflügen und Eg- 26*⁵ 404 gen recht gleichmässig mit der Ackerkrume vermischt 11 0 werden. Durch die Bedeckung wird er dagegen, 90 wo nicht gänzlich, doch grösstentheils gegen die 10 atmosphärische Kohlensäure geschützt, so dass er, 105 weil er mehr ätzend bleibt, nun auch kräftiger auf Merz die organischen Reste des Bodens einwirkt, als wenn 1105 er an der freien Luft liegend zum Zerfallen gekom- 159 men wäre, denn hierbei verwandelt er sich sehr fuel; schnell in kohlensauren Kalk oder wird milde. Han- audere delt es sich indess darum, Unkrautsgesäme, Würmer l 0 und Schnecken im Boden zu vertilgen, so ist es un- 1 streitig das Rathsamste, den gebrannten Kalk durch lin 0 Besprengen mit Wasser recht schnell zum Zerfallen 1b zu bringen, da er dann im völlig ätzenden Zustande 1 angewendet werden kann. 0 Von der Kalkerde hat man schon seit langer Wiel Zeit die Ueberzeugung erlangt, dass sie zur unum- erde gänglich nothwendigen Nahrung der Pflanzen gehö- 8 re; man sah nämlich zu oft und zu deutlich, dass ge nach einer Düngung mit Mergel, oder nach der mit, cb X gebranntem Kalke nicht nur ein üppigeres Wachs- ei thum der bisher cultivirten Pflanzen Statt fand, son- den dern auch, dass, wenn man diese Düngungsmittel der be auf Bodenarten anwendete, welche nur Spuren von dan m Kalkerde enthielten, nun mit ausgezeichnetem Erfol- bolene ge auch solche Pflanzen erbauet werden konnten, in dber e deren Asche man sehr viele Kalkerde fand, woraus den man denn sehr richtig schloss, dass sie früher nur Mes desshalb nicht haben gedeihen können, weil es dem Pflan Boden an der dazu nöthigen Menge Kalkerde fehlte. da v Daher ist es aber auch gekommen, dass man hin Fkt, — und wieder der Kalkerde einen zu grossen Einfluss auf die Vegetation beimisst, und dass man jetzt ziem- Ane ern l er. age ils gegn f „ 80 da 0 i hifig u irkt, ds pr fallen glu er sich gr ö milde. I. zäme, Mira „ 50 ißt c l. en Kalk dun zum Lurtlle nden Lust n seit lu ie zur uu flanzen gel eutlich,. nach der u eres Mad. itt fand,. ingungenit Spuren it metem Il. Lonnten, d, Fon früler ul. weil 65 den verde fell 85 Man ll gen Lilas jaut li. 405 lich allgemein glaubt, derjenige Mergel sey der be- ste, welcher die mehrste Kalkerde enthalte. Wenn gleich nun nicht geleugnet werden kann, dass der Mergel durch seinen, Gehalt an Kalkerde den Pflan- zen sehr wichtige Dienste leistet, so werden Wir, wenn von den, Salzen die Rede seyn wird, doch auch sehen, dass er der Vegetation durch mehrere andere, in ihm befindliche Körper eben so gut, ja oft mehr nitzt. Die Pflanzen bedürfen, um sich gehörig ausbil- den zu können, oft viel, oft wenig Kalkerde, dess- halb findet man manche Pflanzenarten auch nur an solchen Orten wild wachsend, Wo der Boden sehr reich an Kalkerde ist; hiergegen giebt es aber auch Wieder andere, welche durchaus nicht auf viel Kalk- erde enthaltenden Bodenarten fortkommen. In öconomischen Werken wird gewöhnlich an- gegeben, dass eine Ackererde mindestens 3— 4 p- Ct. Kalkerde enthalten müsse, um sehr fruchtbar seyn zu können; indess gehört, diese Behauptung zu den vielen Irrthümern der Landwirthe hinsichtlich der Grundmischung ihres Bodens. Die mehrsten der von mir untersuchten ausserordentlich fruchtbaren Bodenarten enthielten oft nur 2 p. Ct. Kalkerde); aber die Kalkerde kam in denselben stets mit sol- chen Körpern verbunden vor, die ihre Auflösung in Wasser und folglich auch ihren Uebergang in die Pflanzen möglich machten. Wo dieses der Fall ist, da verringert sich aber auch, was wohl zu merken ist, fortwährend der Kalkerdegehalt des Bodens, ) Ueber einige sehr fruchtbare und unfruchtbare Boden ar- ten im Königreich Hannover: Erdmann's Journal für öconomische Chemie, Jahrgang 1829. 406 denn ausser dass die Pflanzen sie zu sich nehmen, wird sie auch vom Regenwasser weggeführt. Na- türlich erhellet hieraus, dass man die kalkarmen Bo- denarten fortwährend mit Kalk oder Mergel düngen müsse; doch mehr über diesen Gegenstand bei den Kalksalzen. Einige Naturforscher sind der Meinung, dass die Kalkerde auch ein Product des Pflanzen- und Thierlebens sey, allein die Versuche, welche dieses beweisen sollen, berechtigen uns durchaus nicht zu dieser Annahme. Wenn Vauquelin Zz. B. daraus schliessen zu können glaubte, dass sich im thieri- schen Körper Kalkerde erzeuge, weil die Excre- mente und die Schaalen der Eier von eingesperrten Hühnern mehr Kalkerde enthielten, als die ihnen gereichten Nahrungsmittel, so war es ihm doch un- möglich, hierdurch die Entstehung der Kalkerde zu beweisen, denn die Eierschaalen konnten sich auch auf Kosten der Knochen oder anderer kalker- dehaltiger Theile des Körpers gebildet haben. Dass dieses wirklich der Fall war, wird aus Fordyce's, gleichfalls in dieser Absicht angestellten, Versuchen sehr wahrscheinlich, denn als er eierlegenden Kana- rienvögeln eine geraume Zeit nur sehr wenig Kalk- erde enthaltende Nahrungsmittel gab, bekamen ihre Eier Aufangs eine sehr dünne und dann gar keine Schaale mehr. Zuletzt starben sogar die Vögel; was höchst wahrscheinlich nur daher rührte, dass ihr Kno- chengebäude, da es den Kalk zu den Eiern hergeben musste, eine gänzliche Desorganisation erlitt. Einen völlig zureichenden Beweis, dass sich Kalkerde durch den Lebensprocess erzeuge, glaubt man aber darin zu sinden, dass die Knochen des 80 eben die Eier- gchaale Lalkerd Lies; f leins b man b. Lier ul ner Sil. Von a0 Daz warube W brannt War ure, Wande! 35 und Virper tenden Da Nirper, Sehmell ung; dung er reagit um m durch fangs alk; Wasser mit 8a dich wu gefält. J Balkan* Merge ding stand bei dn Meinung, in Pflamen. f. Welche diaz chaus nicht n z. B. m ich im lier eil die Ii eingespen als die ibn. ihm doch i. der Ralle Konnten dd derer Hl. gaben. la Pordyaz „ Verenctt enden Uu Wenig Nl. elamen il: u gar lei Vögel; W. Ja88 ir. ru herpee litt. Lie berg durch aber Gerl 1 die Lit. 407 schaale ver! zenden Eäüchleins bei Wäel ern mehr Kalkerde enthalten, als das Gelbe und Weisse des Eies; ich behaupte dagegen: die Knochen des Küch- leins bilden sich auf Kosten der Eierschaale, denn man betrachte nur die Schaalen der ausgebrüteten Eier und man wird finden, dass sie sämmtlich dün- ner sind, als die der frischen Eier. Von der Verbindung des Calciums mit Schwefel (Schwefelcalcium). Das Schwefeltaleium scheint in einigen Quellen vor zukommen. Wird Gyps mit Kohle gemengt und hierauf ge- brannt, so bildet sich stets Schwefelcalcium, und zwar dadurch, dass die Kohle sowohl die Schwefel- säure, als die Kalkerde desoxydirt; die Kohle ver- wandelt sich aber in Kohlensäure-, oder Kohlenoxyd- gas und verflüchtigt sich. Sehr oft bildet sich dieser Körper auch beim Einäschern von viel Gyps enthal- tenden Pflanzen. Das Schwefelcalcium ist ein weisslich rother Körper, geruchlos und in der Weissglühehitze nicht schmelzbar. Es bedarf 500 Theile Wasser zur Lö- sung; das Wasser, welches Schwefelcalcium in Lö- sung enthält, ist ungefärbt, schmeckt hepatiscli und reagirt schwach alkalisch. Steht das Schwefelcalci- um mit der Luft in Berührung, so zersetzt es sich durch Anziehung von Sauerstoff; es bildet sich An- fangs schweflichtsaurer- und zuletzt schwefelsaurer Kalk; etwas Schwefel entweicht dabei als Schwefel- wasserstoff. Beim Uebergiessen des Schwefelcalciums mit Salzsäure entwickelt sich gleichfalls viel Schwe— — 408 felwasserstofft, indem Chlorcalcium entsteht und der Wasserstoff der Salzsure mit dem Schwefel zu Schwefelwasserstoff zusammentritt. Das Calcium verbindet sich mit dem Schwefel in mehreren Verhältnissen„ doch kennt man noch von keiner einzigen Verbindung genau die Zusam- mensetzung. N Man hat das Schwefelcalcium schon als Dün- gungsmittel angewendet und auffallend günstige Wir- kungen davon wahrgenommen, desshalb lohnte es sich vielleicht der Mühe, es eigends zu bereiten, Was leicht möglich ist, da man nur 1 Theil Aetzkalk mit 2 Theilen gepulvertem Schwefel, oder 1 Theil Kohlensauren Kalk mit 2 Theil Schwefel in einem be- deckten Gefãsse zu glühen braucht. Der 80 erhaltene Körper leuchtet im Dunkeln, heisst Kal ks c h We- felleber, und besteht aus einem Gemenge von schwefelsaurer Kalkerde, und Schwefelcalcium. Man behauptet, dass durch eine Düngung mit Schwefelcalcium alle Arten Würmer im Boden ver- trieben werden können, was, wenn es sich in der That 80 verhielte, sehr wichtig wäre, da sie den Saaten oft sehr bedeutenden Schaden zufügen; viel- leicht können auch die Schnecken dadurch vertilgt werden. Sollten Quellen Schwefelcaloium in Lösung ent- halten, so würden sie sich sehr wirksam bei der Wiesenbewässerung zeigen.— b Das Calcium verbindet sich auch mit Phosphor und Jod; die Eigenschaften dieser Körper brauchen wir aber nicht kennen zu lernen. Von der Verbin- dung des Calciums mit Chlor, dem Chlorcalcium, wird weiterhin gehandelt werden.— Das der Talbe citit, un denn in d einer Ces ibrigen EI Umm de Talkerdes ser hinz und läss wirken; Ouecleil man dann Han leitet glübende! das Produ tere vom delerer 4 serer! nit Dorcel und Dang Das! glänzend, Wird es kleier 83 bt Wass in Talkel derlich z etskekt dug; . Schnee 8 t den dcp Lennt Mau 5 nau die Ju, schon ah 5 d günstgef Ib lohnte g bereiten. Theil Ant „ oder 11. fel in einen Der 80 era Kalksch Gemenge elcalciun e Dünguzr im Bocdel es sich u „ da bi ufügen; l durch wert 1 Lösung c. Lam bei d. mit Plage per Draucde der Jeti. Chorea, 14. Vom Taleium 4 5 8 (Magnium, Magnesium). Das Talcium, oder das metallische Radical der Talkerde, hat man durch die Berührungselectri- cität, unter Beihülfe des Quecksilbers, dargestellt, denn in der Natur findet es sich eben so wenig in reiner Gestalt, als die metallischen Radicale der übrigen Erden. Um das Talcium zu gewinnen, mengt man ein Talkerdesalz mit Talkerdehydrat, setzt etwas Was- ser hinzu, bringt Quecksilber damit in Berührung, und lässt alsdann die galvanische Electricität ein- wirken; hierdurch entsteht eine Verbindung von Quecksilber und Talcium; das Quecksilber trennt man dann vom letzteren durch Destillation.— Oder man leitet auch über, in einer Platinröhre weiss glühende Talkerde, Kaliumdämpfe, erhitzt hierauf das Product mit Quecksilber, und trennt das letz- tere vom Talcium wieder durch Destillation. In neuerer Zeit hat man auch das Talcium dadurch in grösserer Menge gewonnen, dass man Chlortalcium mit Porcellanstücken mengt, in eine Glasröhre thut und Dämpfe von Kalium darüber wegleitet. Das Metall der Talkerde ist silberweiss, sehr glänzend, sehr dehnbar und leicht schmelzend. Wird es in Wasser gethan, so erleidet es, im Fall freier Sauerstoff darin ist, eine Oxydation(sonst ist Wasser ohne Wirkung) und verwandelt sich in Talkerde. In trockener Luft ist es unverän- derlich; wird es aber an der Luft erhitzt, so ent- 410 zündet es sich und sprühet Funken, als wenn man Eisen in Sau offgas verbrennt. Von der Verbindung des Talciums Fi Sau- erstoff. Wir kennen nur eine Oxydationsstufe des Tal- ciums, nämlich die sehr häufig in der Natur vor- kommende Talkerde. Von der Talkerde (Bittererde, Magnesia). Die Talk oder Bittererde besteht dem Gewicht nach aus 61,29 Talcium und 38,71 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Ihr eigenthümliches Gewicht ist 2, 3. In der Natur treffen wir die Talkerde, wie die EKalkerde, fast niemals anders, als mit Säuren ver— einigt an; in der alleinigen Verbindung mit Wasser, als Talker dehydrat, ist sie erst in einem einzi- gen Minerale gefunden worden. Die Talkerde pflegt eine treue Begleiterin der Ealkerde zu seyn, so dass man in den mehrsten Mineralien und Bodenarten, in denen man Kalker- de sindet, auch etwas Talkerde antrifft. Mit Kie- selerde vereinigt, finden wir sie in einer grossen Anzahl Mineralien und daher auch in dieser Verbin- dung in den Ackererden. Zu denjenigen Mineralien, die sehr reich an kieselsaurer Talkerde sind, gehö- n der 80 Jalschiefe (ülorit, B emolith. ziele ande. zich in gut ommt sie Pagneril dit Ducqphe path, M selarten, s 1 Vereinigg lammt sie m orpanis bäußg au; die, wer sthas Tal Nlanzen chpefel tlalten s Im tlierise e Forband lullensaure ur. ban gewöb rde). M. suf und; ls ein spaser y irt en fat sich lelberde dan kohle. „ bn 1 Ums 19 10 Onsstufe d“ n der Naur W 7 a). cht den bn. 253. lkerde, t mit Säuren it Tal. ing mit sse in einem 1 Begleiter 0 q den net n man Nabe i. I elner g dieser Verl el Weck 5 e Sud, d. 411 ren der Speckstein, Asbest, die Hornblende, der Talkschiefer, Strahlstein, Amianth, Meerschaum, Chlorit, Bronzit, Seifenstein, Topfstein, Serpentin, Tremolith, Grammatit, Malakolith, Nephrit und viele andere. Im sogenannten Bittersalze, welches sich in Quellen und im Meerwasser aufgelöst befindet, kommt sie mit Schwefelsäure vereinigt vor. Der Wagnerith und Lazulith enthalten sie in Verbindung mit Phosphorsäure. Der Dolomit, Bitterkalk, Bit- terspath, Magnesit, viele Kreide-, Mergel- und Bo- denarten, so wie die mehrsten Quellen besitzen sie in Vereinigung mit Kohlensäure. In der Ackerkrume kommt sie auch in Verbindung mit Humussäure vor. Im organischen Reiche treffen wir sie gleichfalls sehr häufig an, und es giebt wohl kaum eine Pflanze, die, wenn sie viel Kalkerde enthält, nicht auch etwas Talkerde bei sich führte; in der Asche der Pflanzen kommt sie in Verbindung mit Phosphors, Schwefel- und Kohlensäure vor; die Pflanzensäfte enthalten sie auch mit Pflanzensäuren verbunden. Im thierischen Körper ist sie nur in geringer Men- ge vorhanden, und die Knochen enthalten sie als kohlensaure Talkerde. Zur Darstellung der reinen Talkerde benutzt man gewöhnlich das Bittersalz(schwefelsaure Talk- erde). Man löst zu dem Ende das Salz in Wasser auf und setzt Kali oder Natron hinzu, wobei sie als ein weisses, sehr voluminöses, chemisch mit Wasser verbundenes Pulver zu Boden fällt. Dieses Hydrat enthält 30,31 p. Ct. Wasser; durch's Erhitzen lässt sich das Wasser leicht austreiben. Die reine Talkerde kann aber auch gewonnen werden, wenn man kohlensaure Talkerde glühet, denn sie lässt die 412 Kohlensäure in der Hitze viel leichter 9 die Kalk- erde fahren. f Die Talkerde ist geruch- und geschmacklos, ver- ändert einige Pflanzenfarben, wie die Alkalien, ist aber nicht ätzend und bildet dadurch gewissermaas- sen den Uebergang der alkalischen Erden zu den eigentlichen Erden. Nach Einigen soll sie jedoch ihre alkalischen Eigenschaften gänzlich verlieren, Wenn man sie längere Zeit in Wasser kocht. Wird sie nach dem Glühen mit Wasser benetzt, 80 er- hitzt sie sich ein Wenig, beim Aretrockneh liefert sie aber, wie die Kalkerde, keinen Mörtel. Sie ist bei sehr hohen Hitzgraden etwas schmelzbar; löst sich nur in 5142 Theilen Wasser von + 15% R. und in 36,000 Theilen kochendem Wasser auf. Sie ist in allen Säuren löslich, neutralisirt dieselben vollstän. dig, und liefert damit Salze, die, wenn sie in Wasser löslich sind, einen bitteren Geschmack lia. ben; dieserhalb hat man sie auch Bittererde genanut. Uebergiesst man sie mit concentrirter Schwefelsäure, so erhitzt sie sich so stark, dass oft Flamme aus- bricht. Die Talkerde hat noch die besondere Eigen- schaft, dass sie sich mit andern Salzen gern zu Dop- pls len verbindet. Von den flüssigen ätzenden Alkalien wird sie nicht aufgelöst, wohl aber vom kohlensauren Am- moniak und kohlensauren Kali; da diese Körper zu- weilen im Boden vorkommen, so kann dieses für die Vegetation von Wichtigkeit werden. Zur Kohlensäure hat die Talkerde keine 80 grosse Verwandtschaft als die Kalkerde, wesshalb sie sich, an der Luft liegend, auch nicht so schnell als diese in ein kohlensaures Salz verwandelt; doch alt die 1 gell deunde a0 dass lis in der schpdrat! Wasser de die saugt amer an, en Kraft y u der All a nam de Mau be fate der he, als Werth, Ve Lohlensaur caun wür Jerbindang seu, da 0 Arbirte Cas Ir Ver bei den dalz Die al Augsmitteln il dem Falle echt viele Lubieten ha die Pflauer dk erhalten dle Menge ire Assim 1. ein Fel rde enthält der apf 1 esche, die Aale ch gp en Irden n en soll 15 ö änlich wg ser Boelt. f benetit, ö ustrocknen! u Mörtel. Schmelzle u 10 auf. Sl dieselben nl e, Veni i n Geschual ttererdk gu r Schecke oft Flaum! besonderk! en gern 11 ballen pit ohlenszurtn ese Kit dann dies 413 zieht die künstlich dargestellte Talkerde binnen eini- gen Stunden schon so viel Kohlensäure aus der Luft an, dass sie, mit Säuren übergossen, aufbrauset. Das in der Natur als Mineral vorkommende Talker- dehydrat zieht aber gar keine Kohlensäure an. Mit Wasser vermischt, bildet sie keinen formbaren Teig. Sie saugt die Wasserdünste der Atmosphäre lang- samer an, als die Kalkerde; in ihrer wasserhalten- den Kraft wird sie dagegen, unter den Bestandthei- len der Ackererde, nur vom Humus übertroffen; sie nimmt das 4 fache ihres Gewichtes Wasser auf. Man behauptet, dass die Talkerde das Stick- stoffgas der Atmosphäre in grösserer Menge absor- bire, als die übrigen Erden. Es wäre der Mühe werth, Versuche darüber anzustellen, ob auch die kohlensaure Talkerde diese Eigenschaft besitzt, denn dann würde diese im Boden häufig vorkommende Verbindung der Vegetation wesentliche Dienste lei- sten, da ohne Zweifel die Pflanzenwurzeln das ab- sorbirte Gas zu sich nehmen werden. Inr Verhalten gegen die Reagentien findet man bei den Salzen näher angegeben. Die Talkerde gehört zu den wesentlichen Nah- rungsmitteln der Pflanzen, und viele können nur in dem Falle gut gedeihen, dass ihnen der Boden recht viele im Wasser lösliche Talkerdesalze dar- zubieten hat; aber es ist auch wohl möglich, dass die Pflanzen, sobald sie auf einmal zu viel Talker- de erhalten, kränkeln oder sterben, denn stets muss die Menge jedes in sie gelangenden Nahrungsmittels ihren Assimilationskräften angemessen seyn; düngt man 2. B. ein Feld mit gebranntem Kalk, welcher viel Talk- erde enthält, mit sogenanntem Bitterkalk, oder 414 mit Bittermergel und Dolomit, 80 können die danach gebaueten Gewächse leicht Schaden nehmen, denn da die durch's Erhitzen ihrer Kohlensäure be- raubte Talkerde, wie wir vorhin gesehen haben, nur langsam die Kohlensäure der Atmosphäre anzieht und sich desshalb lange in demjenigen Zustande er- hält, in welchem sie sich leicht mit den Säuren des Bodens vereinigt, so entsteht hierbei auch sehr bald humussaure Talkerde, welche, da sie nicht viel Wasser zur Lösung bedarf, die Pflanzen dann mit mehr Talkerde versorgen wird, als sie verähnlichen können. Man hat auch wirklich in England die Erfahrung gemacht(vergl. Da vy's Agriculturchemie), dass mit gebranntem Dolomit gedüngte Aecker auf längere Zeit unfruchtbar wurden, was jedenfalls nur der Entstehung vieler humussauren Talkerde zuge- schrieben werden kann, denn unmöglich wird die Talk- erde für sich den Pflanzen Schaden zufügen, da sie, wie vorhin bemerkt wurde, nur in 5142 Theilen Wasser löslich ist. Das Nähere hierüber später. Von der Verbindung des Talciums mit Schwefel (Schwefeltalcium). 8 Mit dem Schwefel verbindet sich das Talcium schwierig, wenigstens erhält man nur wenig Schwe— feltalcium, wenn Schwefel und Talkerde zusammen erhitzt werden; glühet man aber das erhaltene Schwefeltalcium ein wenig, so entweicht der Schwe— fel daraus gänzlich.— Wird Talkerde mit Was- ser und Schwefel gekocht, so erhält man gleichfalls etwas Schwefeltalcium. Näher ist dieser Körper nicht bekannt. Mit eine Ve bindung trachten, Das bern bl, 8 aber über Da Lise in es micht weise,“ 20 anzug Scho Kunst, die Ces. Jahren d wurden, Jalren di- Das welche L. True der niemals s den it r desshalb cles Lis hei Jerschiec schrung a h) U Hz Schaden lll r Rolls) u geselen! noi 0 zigen Jute lit den dä bei auch gr da de nid Pflanzen de ls sie perl. h in Ian Agricull lüngte del Was jede. en Talbenc lich wird zufügt, in 5141 erüber a a8 Hit de ich das ur wei erde Zul r das erde „icht der. derde uit man gel dieser L 415 Mit Phosphor und Kohle scheint das Talcium keine Verbindung eingehen zu können. Seine Ver- bindung mit Chlor werden wir weiter unten be- trachten.— 15. Vom Eisen. Das Eisen kommt auf der Erde nur in den Me- teormassen im metallischen Zustande vor; mit Sau- erstoff, Schwefel oder mit Kohle verbunden, ist es aber über den ganzen Erdboden verbreitet. Da dem Land- und Forstwirthe das metallische Eisen zu mancherlei Geräthschaften dient, so wird es nicht überflüssig seyn, sowohl seine Darstellungs- weise, als seine Haupteigenschaften hier in der Kür ze anzugeben. Schon im hohen Alterthume verstand man die Kunst, Eisen aus den Eisenerzen darzustellen; denn die Cesc. chte lehrt uns, dass nicht nur vor 2300 Jahren die Eisengruben auf der Insel Elba bebaut wurden, sondern dass sich auch schon vor 3400 Jahren die Aegyptier des Eisens bedienten. Das Eisen wird aus den Mineralien dargestellt, welche Eisenoxyd und Eisenoxydul enthalten; die Erze der jüngeren Gebirgsformationen geben aber niemals so gutes Eisen, als die der älteren. Schwe- den ist reich an Erzen der älteren Formation, und desshalb erhalten wir auch von daher so vortreffli- ches Eisen. Bei der Bereitung des Eisens vermischt man gern verschiedene Eisenerze mit einandes, weil die Er- fahrung gelehrt hat, dass 80 ein besseres Eisen ge- —— 416 wonnen wird, als wenn man zur Zeit nur eine Art davon anwendet. Sobald die Eisenerze Schwefel und Arsenik als Beimengungen enthalten, welches häufig der Fall ist, werden sie, damit sich diese Körper verflüchtigen, geröstet; alsdann zerkleinert man sie, thut sie schichtweise mit Kohlen und einem Flussmittel (Zuschlag), aus Kalk, Grauwacke, Basalt, Mergel u. dergl. bestehend, in den sogenannten Hohofen, zündet die Kohlen an und bringt durch Gebläse eine starke Weissglühehitze hervor. Die Eisenoxyde werden auf diese Weise durch die Kohle reducirt und das metallische Eisen sammelt sich, in flüssiger Gestalt, im untern Theile des Ofens an; dieses Eisen ist jedoch niemals chemisch rein, denn es enthält noch fremdartige Körper beigemischt, die entweder in Silicium, Aluminium, Talcium, und Calcium, oder in Kohlenstoff, Phosphor, Schwefel, Mangan, Arsenik u. s. W. zu bestehen pflegen. Um daher das Eisen von diesen Körpern zu befreien, wird es in Formen gegossen(Roheisen, Gusseisen) und darauf entweder mit Kohlen aufgeschichtet, heftig geglühet und gehämmert, oder mit Hammer- schlag(Eisenoxyd- Oxydul) und Kalk in Tiegeln ge- glühet(Tiegelfrischen), oder auch in besondere Oefen(Flammenofen) gethan und Steinkohlenflamme darüber geleitet. Die fremden Körper werden hier- durch oxydirt, sondern sich zum Theil als Schlacke aus, oder verflüchtigen sich; so der Schwefel und Arsenik. Zuletzt wird dann das Eisen in Stabeisen ausgeschmiedet. ö Manche Eisenerze bedürfen aber, um in Fluss zu kommen, gar keines Zuschlages, indem sie schon Liejenigen leichter! Seit Lisener Ze dämpfe a bende Ma dadurch 0 Torm gelt durch die 1 erleicde Neductions erslock des le, und gen mus dem ebw senik 20 Perfücht hielte, v plor, 8e Destandthe Tin E halen pe ealleelt, Das 6 aut der Tigenschat olt aber und ere Silicium igt es au ystallis ich sehn licht, a ur eine At Arsenik) ler Tal flüchtige, thut z Flussmitte t, Meri o hofen, hase eine senoxych reducirt flüssiger dieses denn e, cht, de um, und Schye en. ln befreien, Usseisen chichtet lammer- zeln ge⸗ sondere nflamme en hier- Schlacke efel uu ztabeisen in Hus ie Sclül 417 diejenigen Erden beigemengt enthalten, wodurch ihr leichter Fluss zu Wege gebracht wird. Seit Kurzem wendet man beim Schmelzen der Eisenerze mit sehr günstigem Erfolge auch Wasser- dämpfe an; diese werden nämlich in die schon glü- hende Masse des Ofens geleitet. Man behauptet, dass dadurch das Eisen viel schneller als sonst in flüssige Form gebracht werden könne. Das Wasser scheint durch die grosse Hitze im Ofen eine Zersetzung zau erleiden, Vobei dann dessen Wasserstoff als Reductionsmittel wirken wird, statt dass der Sau- erstoff desselben eine bessere Verbrennung der Koh- le, und somit auch eine grössere Hitze hervorbrin— gen muss. Doch mag der Wasserstoff auch mit dem etwa vorhandenen Schwefel, Phosphor und Ar- senik zusammentreten, und diese Körper dann zur Verflüchtigung nöthigen, was, wenn es sich 80 ver- hielte, von höchster Wichtigkeit wäre, indem Phos- phor, Schwefel und Arsenik zu den schädlichsten Bestandtheilen des Eisens gehören. Ein Hohofen kann nur zwei Jahr in Gluth er- halten werden, denn Zuletzt wird das Eisen 80 schlecht, dass es gar nicht mehr brauchbar ist. Das Gusseisen oder Roheisen besitzt nach Art der fremdartigen Beimischungen verschiedene Eigenschaften; oft ist es sehr hart und spröde, oft aber auch so weich, dass es sich leicht feilen und zersägen lässt. Je mehr Kohlenstoff, Mangan, Silicium und Aluminium es enthält, um so härter ist es auch. Es hat stets ein körniges Gefüge und Krystallisirt beim Erkalten oft in Octasdern; es löst sich schwierig in Säuren auf und rostet nicht 80 leicht, als Stabeisen. Man hat schwarzes, graues 27 418 und weisses Roheisen; diese verschiedene Färbung rührt von seinen verschiedenen Beimischungen her. Das schwarze enthält den mehrsten Kohlenstoff. Das weisse Gusseisen ist sehr hart, und lässt sich dess- halh nicht feilen, bohren oder drehen. Es eignet sich wegen dieser Härte sehr gut zu Beschlägen an Pflügen und zu Büchsen in Wagenrädern. Das graue Gusseisen ist dagegen sehr zähe und fest, und ist daher zur Verfertigung ven Töpfen, Kesseln u. dergl. am passlichsten. Wenn man indess das har- te Gusseisen 18 bis 24 Stunden zwischen Kalkpul- ver, feinem Sande, oder ausgelaugter Holzasche glühet, so wird es weich, denn es wird gewisser- massen dadurch in Stabeisen umgewandelt; auf die- se Weise dient es jetzt zur Verfertigung von Nä- geln, Messern, Scheeren, und m. dergl. Dingen. Sobald das Roheisen lange unter Wasser liegt, erleidet es eine Zersetzung, und verwandelt sich in Eisenoxydul und in eine graphitähnliche Masse; das Eisenoxydul wird durch die im Wasser befindliche Kohlensäure fortgeführt und die graphitähnliche Mas- se bleibt zurück. Wird Gusseisen in Salpetersäure aufgelöst, 80 findet eine merkwürdige Erscheinung Statt, es bleibt nämlich zuerst ein graphitähnlicher Körper unauf- gelöst, der, wenn man ihn weiter mit Salpetersäu- re behandelt, ein braunes Pulver zurücklässt; die- ses Pulver ist in kochendem Wasser löslich, schei- det sich aber beim Erkalten desselben wieder ab. Alkalien lösen es gleichfalls auf, und durch Säuren lässt es sich unverändert daraus niederschlagen. Fäl- let man das in Salpetersäure gelöste Gusseisen durch ein Alkali, so erscheint die Flüssigkeit durch den in Lasung ö enthielt der brav lält; k tersäure säure ll chungen! schen Ls Das 8 bet niemale ktras dilie 7(z härter is nicht har 109. C. etsras J. es zeropr 65 dagege fel, Arte fl. b. es de gelän er Teller b 50 Pei jn breche gel Teilen unt peratur e sich bein ie Stel Alpetere 1 Hell dhecif, G. Chen 0 1 Fürhune 0 bungen, ler, Enstof. Da5 t sich des. Ls eiue chlägen 1 lern. Da 1 fest, un Kesseln i. 8 das lar. Kalkpu. Holzasche gewisser auf die. von N. Dingen, 9 aer lig lelt ach in ase; das befindliche liche Ila. elöst, 9 es bleil r una petersi. sst; die- 15 glei. ieckr, „ Ken 1. Lil. 1 urch ö den in 419 Lösung befindlichen braunen Körper, gelb, und enthielt das Eisen Talcium, so findet man, dass der braune Körper auch ein wenig Talkerde ent- hält; kurz, der sich durch Einwirkung der Salpe- tersäure gebildete Körper verhält sich der Humus säure ähnlich; doch weicht er, wie neuere Untersu- chungen gezeigt haben, von dieser in seiner chemi- schen Zusammensetzung etwas ab. Das Stabeisen, wie es im Handel vorkommt, ist niemals ganz rein; gewöhnlich enthält es noch etwas Silicium und Kohlenstoff; vom letzteren oft 2 p. Ct.; jemehr es davon bei sich führt, um 80 härter ist es; durch das Silicium wird es dagegen nicht hart, denn man hat schon in sehr weichem Eisen 19 p. Ct. Kieselerde gefunden.— Stabeisen, welches etwas Phosphor enthält, ist kaltbrüchig, d. h. es zerspringt, wenn es kalt gehämmert wird; führt es dagegen auch nur eine sehr geringe Menge Schwe- fel, Arsenik oder Kupfer, so ist es rothbrüchig, d. h. es zerbröckelt, wenn es im glühenden Zustan- de gehämmert wird; beides ist natürlich ein gros- ser Fehler des Eisens. Im Allgemeinen ist das Eisen um so reiner und besser, je leichter es sich, ohne zu brechen, in der Kälte hämmern und biegen lässt, je gleichförmiger seine Farbe ist, die es nach dem Feilen und Poliren zeigt, eine um so höhere Tem- peratur es zum Schweissen erfordert, je weniger es sich beim schnellen Abkühlen erhärtet und je weisser die Stelle bleibt, auf welche man einen Tropfen Salpetersäure thut. Stabeisen von guter Art hat eine hellgraue Farbe und einen hakigen Bruch. Sein specif. Gewicht ist 7, 7. Chemisch reines Eisen erhält man nur, wenn 27 — 8 8 3 0 ö ö N N —— 8 420 man reines Eisenoxyd in einer Glas- oder Porcellan- röhre erhitzt und Wasserstoffgas darüber leitet; hierbei bildet sich Wasser und pulverförmiges me- tallisches Eisen. War etwas Alaunerde bei dem Ei- senoxyde, so entzündet sich das Pulver, wenn es in die Luft kommt, von selbst; dies scheint davon her- zurühren, dass sich das Eisen, wegen seines äusserst fein zertheilten Zustandes, sehr schnell mit dem Sauerstoff der Luft verbindet. Mengt man Roheisen mit Kohle und glühet die- ses sehr stark, so erhält man Stahl. Der Kohlen- stoll dringt, was sehr merkwürdig ist, hierbei in's Innere des Eisens. Der auf solche Weise erhaltene Stahl heisst Frisch-Stahl, Rohstahl, oder ma- türlicher Stahl. Glühet man dagegen 7— 8 Stunden Stabeisen mit Kohlenpulver umgeben in einem Tiegel, so erhält man den sogenannten Cämen- tir- oder Brennstahl; und thut man Cämentir- stahl mit 35 Kohle und 36 Glaspulver in einen be- deckten Tiegel und erhitzt bis zum Schmelzen, 80 entsteht der Gussstahl. Der Gussstahl ist der härteste, weil er aus der Tiegelmasse und dem zu- gesetzten Glase noch etwas Silicium und Alumini- um aufnimmt; diese Stahlart ist auch sehr politur- fähig. Ein sehr guter Stahl wird erhalten, wenn man Stabeisen mit 2 p. Ct. Kienruss vermischt und in ei- nem bedeckten Tiegel glühet. Wird Stabeisen einige Zeit in flüssiges Gusseisen getaucht, so entzieht es die- sem Kohlenstoff und verwandelt sich gleichfalls in Stahl; auch kann man sehr schnell Stahl darstellen, wenn man Stabeisen in Kohlenwasserstoffgas erhitzt. Eisen kann oberflächlich in Stahl verwandelt werden, * weng ma der Luft Das gang 90 Der indische, minium ren Deko Stall lat nan brin, indischen Lisen 20 schädlich Metalle schönen mensch Hält 25 nan Sta des unau Lleck. Der ter as 0 nan gegl Peich, d derhaltes esu liches schnell und um kürt, Hamme aber lei + Be! bordell. ber lellet; rniges ne. ei dem J. Wenn ez iu davon ben es Aussen mit den ühet diz Kohlen. rbei in- haltene oder u. 1 7—5 in einen Camel. Cimentir. einen be. zen, 80 ist der dem u. Uumini- politur- nn man d in ei. n einige 11 es ci alle in wrote, erlitat. serden, 421 wenn man es in Kohlenpulver packt, mit Ausschluss der Luft glühet und schnell abkühlt(Einsetzen). Das sogenannte Sensenzeug macht den Ueber- gang von Stahl zu Eisen. Der härteste Stahl, welchen man kennt, ist der indische; er heisst Wootz und enthält etwas Alu- minium und Silicium; durch Einwirkung von Säu— ren bekommt er eine damascirte Oberfläche. Diesen Stahl hat man jetzt in England nachgemacht, ja, man bringt dort einen noch härtern Stahl als den indischen dadurch hervor, dass man 336 Silber mit Eisen zusammenschmilzt; mehr Silberzusatz ist schädlich. Durch Vermischen des Eisens mit andern Metallen kann man gleichfalls sehr harten und schönen Stahl gewinnen, besonders durch Zusam- menschmelzen mit Mangan. Der härteste Stahl ent- hält, der weichste 126 Kohlenstofl. Benetzt man Stahl mit Salpetersäure, so erscheint, wegen des unaufgelösten Kohlenstoffs, immer ein schwarzer Fleck. Der Stahl ist weisser als Eisen, und kann leich- ter als dieses zusammengeschweisst werden. Lässt man geglüheten Stahl langsam erkalten, so wird er weich, doch bleibt er härter als Eisen. Durch wie- derholtes Glühen an der Luft verbrennt sein Koh- lenstoff und er verwandelt sich zuletzt in gewöhn-— liches Eisen. Kühlt man ihn nach dem Glühen schnell ab, so wird er elastisch, spröde und hart, und um so härter, je mehr Kohlenstoff er bei sich führt, zerbröckelt dann aber auch leicht unter dem Hammer. Er rostet nicht so leicht als Stabeisen, aber leichter als Gusseisen. Beim Erhitzen bis zu + 280% R. wird er blau, bei niedrigern Hitzegraden 422 gelb(Anlassen). Die Farbe des angelassenen Stahls rührt von der Bildung dünner Lagen von Eisenoxyd- Oxydul her. Durch das Anlassen nimmt der Stahl verschiedene Grade von Härte an, worauf die Verfertigung von den zu mancherlei Zwecken dienenden Stahlinstru- menten beruhet. Eine geringe Erwärmung des Stahls bewirkt schon eine merkliche Veränderung in seiner Härte; steckt man z. B. ein Messer in ein heisses, frisch gebackenes Brod, so wird es, wenn man es darin erkalten lässt, weich. Gras- und Getreide- Mäher, so wie Arbeiter in Holz, lassen desshalb ihre Sensen, Aexte, Sägen und dergl. nicht gern von der Sonne bescheinen, weil sie danach die erfor- derliche Härte zum Schneiden verlieren. Das chemisch reine Eisen hat folgende Eigen- schaften: Es ist unschmelzbar, denn nur die fremden Bestandtheile(besonders der Kohlenstoff) bewirken, dass das Roheisen schmilzt. Es wird in der Hitze weich und lässt sich zusammenschweissen. Es kann leichter zu dünnem Draht, als zu dünnen Platten ausgearbeitet werden; es ist das zäheste unter allen bekannten Metallen, denn ein Draht von 1386 Zoll Durchmesser trägt, ohne zu zerreissen, ein Gewicht von 446 Pfd. Es wird vom Magnete angezogen und lässt sich durch selbigen auch attractorisch machen, verliert jedoch diese Eigenschaft nach einiger Zeit wieder. Durch Hämmern, Abkühlen und Electri- siren, ja selbst beim ruhigen Verweilen, wird es magnetisch(im letzteren Falle durch den Magnetis- mus der Erde), wovon man sich sehr schnell durch eine, jedem eisernen Stubenofen vorgehaltene Mag- netnadel überzeugen kann. Bei der gewöhnlichen Tempera doch erk erhibzt noch l gleiche denn di zu bilde binden! Tiben I. welche il . B. die euoryd. I. ger bed selbige verwar mit den Weise Leberzi lisst es der Il Mersch lit Vabindt Arsenik dem Na Di Zum 8 ähnt, een* welche Vrper einen nen Stahls Lbedonl. erschiedege tigung U talllinstn. des Sta in seie u heisse n man g vetreide. dess hal. gern von lie erfol. de Tn. ie Hemden bepirben, der Hine Es Kaan J Ulatten ter alla 300 Lol Gewiclt gen und machen, ger Zei Hlectri wird es ell urch b Mag- lichen 423 Temperatur zerlegt das Eisen nicht das Wasser, je- doch erfolgt dieses, wenn es bis auf + 50 bis 60% KR. erhitzt wird; glühend gemacht, zerlegt es dasselbe noch leichter; am allerschnellsten aber, wenn gleichzeitig eine Säure damit in Berührung kommt, denn diese sucht eine Basis— hier Eisenoxydul— zu bilden, mit welcher sie sich zu einem Salze ver- binden kann(disponirende Verwandtschaft). Das Eisen zerlegt aber auch diejenigen Sauerstoffsäuren, welche ihren Sauerstoff nicht recht fest halten, 0 z. B. die Salpetersäure, und verwandelt sich in Ei- senoxyd. Ist das Eisen nur mit einer dünnen Lage Was- ser bedeckt, so entzieht es dem Wasser den von selbigem aus der Luft angezogenen Sauerstoff und verwandelt sich, unter gleichzeitiger Verbindung mit dem Wasser, in Ae e ee auf diese Weise entsteht der sogenannte Eisenrost. Durch Ueberzüge von Pirniss, Kautschucklösungen u. dergl. lässt es sich dagegen schützen. Erhitzt man es an der Luft, so bildet sich Eisenoxyd- OxYdul(Ham- merschlag). Mit einigen Metallen geht das Eisen sehr gern Verbindungen ein, am liebsten mit Mangan. Mit Arsenik vereinigt, kommt es in der Natur unter dem Nahmen Mis pickel vor. Die allergrösste Verwandtschaft hat das Eisen zum Schwefel, worüber weiter unten das Nähere er- Wühnt werden soll. Für uns haben jedoch diejeni- gen Verbindungen des Eisens das grösste Interesse, l es mit dem Sauerstoff eingeht, denn diese Körper kommen häufig im Boden vor, und haben einen sehr bedeutenden Einfluss auf das Pflanzenleben. 424 Von den Verbindungen des Eisens mit Sauerstoff. Das Eisen verbindet sich mit dem Sauerstoff in 2 verschiedenen Verhältnissen und beide Verbindun- gen kommen sehr häufig in der Natur vor. Ist das Eisen mit der grössten Menge Sauerstoff vereinigt, so heisst es Oxyd; enthält es dagegen die geringste Menge Sauerstoff, so wird es Oxydul genannt. Die Eisenoxyde vereinigen sich wieder chemisch Zu ei- nem einzigen Körper, zu einem Salze gleichsam, man nennt ihn Eisenoxyd- Oxydul; er kommt gleichfalls sehr häufig in der Natur vor. Sowohl das Eisenoxyd als das Eisenoxydul, und Eisenoxyd- Oxydul sind Salzbasen, oder verbinden sich chemisch mit den Säuren. Wenige von den im Boden befindlichen Körpern besitzen merkwürdigere Eigenschaften, und spielen beim Pflanzenwachsthume eine wichtigere Rolle als die Eisenoxyde; wir müssen uns desshalb auch mit Allem, Was zu ihrer näheren Kenntniss führt, be- kannt zu machen suchen. a. Vom Eisenoxydul. Das Eisenoxydul, als die niedrigste Oxydations- stufe des Eisens, besteht aus: 77, 94 Eisen und 22, 06 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Das specif. Gewicht des Eisenoxyduls ist noch nicht ausgemittelt. Ts i enjenige Menge denn vi Mineral Mineral gehören eisensteil seustein, der Leila Nall- un trelen v zolwer; lich dat tung ni zielt e steht d dul. 4 netallisc berdinpf ber eine bindet d Serstoff e in einer Verstaffge Lisenon danit u bleibt. dul ist und m Nach 4 als das ber lei t Surtaf Sauer in Verbindm. r. Ist dz d vereilgz 0 geriigt annt. Ji. ch 2u e. eichsau r Komm Sowoll asenox yd. chemisch n Nähen d mielen olle als auch mit ihrt, he dation. noch 425 Es ist bemerkenswerth, dass das Eisenoxydul zu denjenigen Substanzen gehört, welche in grösster Menge über den ganzen Erdboden verbreitet sind, denn wir finden es sowohl in einer zahllosen Menge Mineralien, als auch in jeder Ackererde. Zu den Mineralien, welche sehr viel Eisenoxydul enthalten, gehören z. B. der Gneis, der Granit, der Magnet- eisenstein, verschiedene Mergelarten, der Rasenei- senstein, der thonige Sphärosiderit, der Eisenspath, der Zeilanit, Augit, Chrysolith und viele Kiesel-, Kalk- und Thonschieferarten. Im reinen Zustande treffen wir es aber nirgends an, auch fällt es sehr schwer, dasselbe rein und in isolirter Form künst- lich darzustellen, denn da es während der Berei- tung nicht gut von der Luft auszuschliessen ist, 80 zieht es sehr schnell mehr Sauerstoff an, und be- steht dann aus einem Gemenge von Oxyd und Oxy- dul. Am reinsten erhält man es noch, wenn man metallisches Eisen in einer Röhre glühet, und Was- serdämpfe darüber leitet; hierbei erleidet das Was- ser eine Zersetzung, der Sauerstoff desselben ver- bindet sich mit dem Eisen zu Oxydul und der Was- serstoff entweicht als Gas. Oder man leitet über, in einer Glasröhre schwach erhitztes Eisenoxyd Was- serstoffgas; hierbei entzieht der Wasserstoff dem Eisenoxyde einen Theil Sauerstoff und vereinigt sich damit zu Wasser, wodurch dann Eisenoxydul zurück- bleibt. Das auf die erste Weise dargestellte Eisenoxy- dul ist schwarzblau; oft metallisch glänzend; spröde, und nur bei sehr hohen Hitzegraden schmelzbar. Nach dem Glühen ist es schwerer in Säuren löslich, als das geglühete Eisenoxyd, vor dem Glühen ist es aber leichter als dieses darin löslich. Die Affinität 426 des Eisenoxyduls zu den Säuren ist übrigens sehr gross; es liefert damit die Eisenoxydulsalze, welche wir in der Folge näher betrachten werden. Es wird vom Magnete angezogen; aus diesem Grunde ist es leicht im Boden zu entdecken, ohne nöthig zu haben, eine chemische Untersuchung da- mit vorzunehmen; man braucht nämlich die Erde nur zu trocknen, gut zu pulvern und mit einem kleinen Magnete darin herum zu ziehen, indem das Oxydul hieran hängen bleibt. Es wird selbst mag- netisch; ist völlig unauflöslich im Wasser, und kann desshalb nicht anders in die Pflanzen übergehen, als wenn es ein Auflösungsmittel im Boden findet, wozu unter andern die flüssige Kohlen- und Humussäure gehören; hiermit verbindet es sich aber auch sehr schnell und liefert damit Salze, die leicht im Wasser löslich sind, aber eben desshalb auch oft den Pflan- zen schädlich werden, indem sie denselben mehr Eisen zuführen, als sie zu ihrer Ausbildung bedür- fen, denn manche enthalten nur 40606 ihres Gewichts an Eisen. Aus der Luft zieht das Eisenoxydul da- gegen die Kohlensäure niemals an, 80 dass es für die Vegetation, wegen seines Verhaltens zur flüssigen Kohlensäure des Bodens, ein Körper von grosser Wichtigkeit wird; das Nähere hierüber bei den Ei- sensalzen. Es verbindet sich chemisch mit Wasser zu Ei- senoxydulhydrat und ist dann weiss; fället man 2. B. ein in Wasser aufgelöstes Eisenoxydulsalz durch Aetzkali, so erhält man das Eisenoxydulhydrat als einen weissen Niederschlag, der aber, durch Anzie- 8 hung von Sauerstoff, bald grau, dann grün, hierauf schwarzblau und zuletzt gelb wird, und nun eine chemisch. zt. W. unter V und wir Da hieraus, Tisen elt glilet 1 ral oder roth, 80 zeichen e nalten v. durch i. ibn. 80 nin enthält, erliert Kün dich, ar ound, euoxpdt beg ie alle erlegt desshalb haltende len er Da tende! nig, bindig, Mi. lommer rigen sehr lar, pech n. aus itsen cken, q uchung f 1 die Lich mit einen indem dz elbst ma. und kau ehen, et, won unussdur auch Selk m Waser den Blau- ben melt ig delür. Cepicht Aydul d- s für di flüssigen grosser den Ti. zu Li- let nan ln dur bb ab 5 Aulie- lerauf un eine 427 chemische Verbindung des Eisenoxydes mit Wasser ist. Wird das Eisenoxydulhydrat bei Luftausschluss unter Wasser gekocht, so verliert es das Wasser und wird schwarz. Da das Eisenoxydulhydrat weiss ist, 80 erhellet hieraus, dass ein Boden oder ein Mineral sehr viel Eisen enthalten kann, ohne dunkel gefärbt zu seyn; glühet man aber bei Luftzutritt ein weisses Mine- ral oder eine farbelose Erde, und sie wird danach roth, so kann dieses immer als ein sicheres Kenn- zeichen dienen, dass Eisenoxydulhydrat darin ent- halten war, denn das Hydrat verwandelt sich da- durch in Eisenoxyd, welches eine rothe Farbe be- sitzt. Hält man dagegen beim Glühen die Luft ab, so nimmt eine Erde, welche viel Eisenoxydulhydrat enthält, eine schwarze Farbe an, denn das Hydrat verliert hierbei nur sein Wasser. Künstlich dargestelltes Eisenoxydul verwandelt sich, an der Luft liegend, sehr schnell in Eisen- oxyd, wogegen sich das natürlich vorkommende Ei- senoxydul nur sehr langsam höher oxydirt. Gegen das Licht verhält sich das Eisenoxy dul, wie alle Körper, die eine dunkele Farbe haben, es zerlegt die Lichtstrahlen und wird dadurch warm; desshalb wird aber auch ein viel Eisenoxydul ent- haltender Boden sehr schnell durch die Sonnenstrah- len erwärmt. Das Eisenoxydul zieht aus der Luft eine bedeu- tende Menge Feuchtigkeit an, und ein viel pulver- förmiges Eisenoxydul enthaltender Boden ist sehr bindig, ohne dass es selbst plastisch ist. Mit electronegativeren Körpern in Berührung kommend, oxydirt es sich höher; höchst Wahr- 428 scheinlich zerlegt es die angezogenen Wasser dün- ste; hierdurch gelangt denn Wasserstoff in Prei. heit, und dieser kann im Augenblick seiner Entste- hung dann wohl eine chemische Vereinigung mit dem atmosphärischen Stickstoffe zu Ammoniak ein- gehen. Ist dieses wirklich der Fall, so lässt sich dadurch erklären, wie es zugeht, dass im schwach gebrannten und an der Luft liegenden Thone und in gebrannten Kalksteinen Ammoniak entsteht, denn diese Körper enthalten nach dem Brennen immer noch etwas Eisenoxydul. Zugleich ginge denn auch hieraus mit der Nutzen des Rasen- und Thonbrennens, des Kiddens, des Verbrennens der Getreidestoppeln auf dem Felde u. mehr dergl. Operationen hervor. Das Verhalten des Eisenoxyduls zu den Reagen- tien findet man bei den Eisensalzen angegeben. In den Ackererden kommt das Eisenoxydul stets mit Eisenoxyd gemengt vor, oder es ist auch che- misch damit zu Eisenoxyd-Oxydul verbunden. Vor- züglich reich an Eisenoxydul ist diejenige Erd- schicht der Ackerkrume, auf welcher bei der Be- arbeitung des Feldes die Soole des Pfluges hingleitet, denn hier wird durch die Erdtheile des Bodens stets etwas Eisen von den Beschlägen der Pfluge abge- schabt, welches sich dann, durch Anziehung von Sauerstoff, sehr bald in schwarzblau gefärbtes Ei- senoxydul verwandelt. Das häufige Vorkommen des Eisenoxyduls in dieser Gegend der Ackerkrume ist desshalb auch die Ursache, warum sie daselbst immer dunkler gefärbt ist, als an den übrigen Stellen, und wesshalb ein Feld, durch tiefes Pflügen oft auf meh- rere Jahre unfruchtbar wird(todtpflügen). Durch das tiefe Pflügen kommt nämlich das Eisenoxydul in zhere f ind wen enoxydt In torhand aul; di ausschl plärbrle bude ein keht dan ertolgt 2x len des wenn das der Luft bei Lult wandelt mus und Cefass kl und einig nacllberig nen Liser unn das dich mit den Pflan dieses, müsse, U Nase n Ar Aus Wasser olf in lei iner Dutt inigung ll nouial ei. 0 lässt f im schyat Thone m teht, den en imun denn aud brennen destoppel hervor. n Neg. eben. Nc Halt auch cle den. Vo- lige Frl. i der Be. hinglkil, lens Slelz ge abge. ung von rbtes I. amen dn rum it st inet len l auf nel Durch 429 nähere Berührung mit den Wurzeln der Pflanzen, und wenn sich dann ein in Wasser auflösliches Ei- senoxydulsalz bildet, so schadet es ihnen leicht. In den mehrsten Bodenarten bildet sich aus dem vorhandenen Eisenoxyde auch fortwährend Eisenoxy- dul; dies geschieht dadurch, dass, wenn bei Luft- ausschluss der Kohlenstoff des Humus keinen atmos- phärischen Sauerstoff erhalten kann, er dem Eisen- oxyde einen Theil Sauerstoff entzieht; zugleich ent- steht dann Kohlensäure. Die Bildung des Oxyduls erfolgt zwar hauptsächlich nur in den untern Schich- ten des Bodens, doch auch dann in der Oberfläche, wenn das Feld nass ist, weil hierdurch gleichfalls der Luftzutritt gehindert wird. Dass der Humus bei Luftausschluss das Oxyd wirklich in Oxydul ver- wandelt, ergiebt sich daraus, dass, wenn man Hu- mus und Eisenoxyd mit Wasser angefeuchtet in ein Gefäss thut, es dicht mit einem Korke verschliesst und einige Zeit der Ruhe überlässt, man bei der nachherigen Untersuchung ausser dem hineingetha- nen Eisenoxyde auch viel Eisenoxydul findet. Da nun das Eisenoxydul in gewissen Fällen(wenn es sich mit Säuren zu auflöslichen Salzen verbindet) den Pflanzen leicht schädlich wird, so zeigt uns dieses, wesshalb man den Boden fleissig bearbeiten müsse, und warum er fortwährend gegen stockende Nässe zu schützen sey. 5 Aus der Eigenschaft des Humus, bei Luftaus- schluss das Eisenoxyd in Eisenoxydul zu verwandeln, erklärt es sich auch, wie es kommt, dass lange zur Weide gelegne Aecker sehr viel Eisenoxydul enthalten, und warum es vortheilhaft sey, nach dem Aufbruche der Weide erst solche Früchte zu 430 erbauen, welche nicht leicht durch Eisenoxydul gefährdet werden; bekanntlich gehören hierzu Ha- fer, Kartoffeln, Flachs, Wicken und in wärmern EKlimaten besonders Lupinen. Anders verhält es sich dagegen, wenn man den alten Weideboden während des Sommers brachpflügt, denn da sich das Oxydul, noch ehe der Boden besäet wird, durch Anziehung des atmosphärischen Sauerstoffs in Oxyd verwandelt, so kann nun auch mit grösserer Sicherheit auf das Gedeihen aller Früchte gerechnet werden. Höchst wahrscheinlich bildet sich das Eisenoxy- dul aus dem Eisenoxyde auch durch Einwirkung des Sonnenlichtes, denn da das Oxyd bei sehr hohen Hitzegraden(durch Verlust an Sauerstoff) in Oxydul verwandelt wird, so ist es wohl möglich, dass die- ses durch Einwirkung des Sonnenlichtes gleichfalls ge- schieht; früher haben wir nämlich gesehen, dass das- selbe stets wie eine höhere Temperatur wirkt. Hier- aus erhellet, dass es nützlich sey, die reine Brache abzuschaffen und statt derselben Brachfrüchte, die be- arbeitet werden können, zu erbauen, indem der Bo- den dann fortwährend beschattet ist. Ueberhaupt muss die Entstehung des Eisenoxyduls, da es sich in der flüssigen Kohlensäure des Bodens auflöst(Was aber das Eisenoxyd nicht thut), auf alle mögliche Weise verhindert werden, denn leicht erhalten die Pflanzen durch das entstandene Salz mehr Eisen, als sie assi- miliren können. Bei den Eisensalzen hierüber mehr. Manche Bodenarten des Untergrundes und auch sehr häufig die Mergelarten, besitzen eine grasgrü- ne, violette, oder blaugrüne Farbe, dieses rührt stets von dem darin vorkommenden Eisenoxydule her; liegen dergl. Bodenarten länger an der Luft, 0 Verden ach alma dagenthüm Wir en Ceslei Basalt und gen Verpi Behr Sauer aud bringt Wenn! Kuorpduls! en Magnet sorhin ang dähernd s Weise die zur chem erden. Ls best. Man ür stallisinten §En gl an wicht von Aussel gemengt, lien vor keuarten drei liermm Ha. n wirr nält es gan n wäbread 5 Oel, Anziehutz erwandeh t aut da disenor. gung des r hohen u Oxydu dass di. cbfalk ge. dn ltr. . Hier- e Drache en die be. der Da- berhaupt sich in as aber Weise Pflanzen sie assi r mel. nd auch Tay. f für dle er Dult, 431 so werden sie braun, denn das Oxydul verwandelt sich allmählig in Oxydhydrat, welchem diese Farbe eigenthümlich ist. Wir dürfen wohl annehmen, dass das in vie- len Gesteinen vorkommende Eisenoxydul, 2z. B. im Basalt und Granit, eine Mitursache ihrer allmähli- gen Verwitterung sey; durch die Anziehung von mehr Sauerstoff, dehnt sich nämlich das Oxydul aus und bringt dadurch das Gestein zum Zerfallen. Wenn wir uns auch von der Gegenwart des Ei- senoxyduls im Boden leicht überzeugen können(durch den Magnet u. s. W.), so ist es aus Gründen, die vorhin angegeben wurden, doch nur möglich, an- nähernd seine Menge zu bestimmen; auf welche Weise dies geschehen kann, soll bei der Anleitung zur chemischen Untersuchung des Bodens angegeben werden. b. Vom Eisenoxyde. Es besteht aus 69, 23 Eisen und 305,77 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Man findet das Eisenoxyd in der Natur im kry- stallisirten Zustande, nämlich als sogenannten Ei- senglanz; dieses Mineral besitzt ein specif. Ge- wicht von 55 24. Ausser dass das Eisenoxyd, mit andern Körpern gemengt, in sehr vielen, ja beinahe in allen Mine- ralien vorkommt, treffen wir es auch in allen Bo- denarten der Oberfläche und des Untergrundes an. . — — — ß— 3 S————— pb 5—— ä 8.———— 5 5——— 2 —— 5 3 5 0 — 3 3 2 2 er———— 7 W— 2. 5* 1 0 N 7 7 22 5* ö— N 8.— N a J e 95 8 1 g* 8— N.* 5 2 432 Am reinsten enthalten es von den Mineralien der Eisenglanz, der Eisenglimmer und der Rotheisen- stein. Um das Eisenoxyd rein zu bekommen, glühet man Eisenrost(Eisenoxydhydrat), schwefelsaures oder auch salpetersaures Eisenoxyd so lange, bis alles Wasser oder jede Spur von Säure daraus verschwun- den ist; ferner erhält man es, wenn metallisches Eisen oder Eisenoxyd- Oxydul in Berührung mit der Luft längere Zeit geglühet wird, denn beide Kör- per ziehen so lange Sauerstoff aus jener an, bis sie sich gänzlich in Eisenoxyd verwandelt haben. Im krystallisirten Zustande, als Eisenglanz, ist das Eisenoxyd stahlgrau, in Pulver verwandelt da- gegen braunroth. Zuweilen ist es so hart, dass es Glas ritzt und am Stahle Funken giebt; fein gerie- ben und geschlämmt, dient es daher als Polirpulver. Das künstlich dargestellte Eisenoxyd ist dagegen ein erdiges, je nach der Darstellungsweise schön roth, braun und mitunter auch schwarz gefärbtes Pulver. Man glaubt, dass alle diese Farbenverschiedenheiten nur von einem ungleichen Aggregationszustande her- rühren. Frisch gefälletes und schnell ausgetrockne- tes Eisenoxyd, giebt nach dem Glühen eine auf dem Bruche glänzende, schön braun gefärbte feste Masse. Das Eisenoxyd wird nicht, wie das Oxydul, vom Magnete angezogen. Es schmilzt schwerer, als Eisen. Bei sehr hohen Hitzegraden giebt es Sauer- stoff ab und verwandelt sich in Oxydul. Die Des- oxydation erfolgt noch leichter, wenn etwas Kohle oder kohlenstoffhaltige Körper damit in Berührung kommen. Bei chemischen Untersuchungen von Mi- neralien oder Bodenarten ist dieses, um kein un- nobtiges f gtandtheile uud dessb. beine Kol langen, Beim! rolle Ire rerschxidt lig in än dchwäcere ird von di dergesellage Pom Aumoniab in metallie Stickgas e dass auch feilen ic nicht völli Omdationss te bezonder viel Anno Würde, un durch das! Das Lis lensinre, 8 Pflanzensio später bet Die Wasser l lommit 86 Nänzengel! [t. Man lerzlien i r Nulkeü nen, gb; Wefelszunz. e, bis dl verschyn. metallisch ng mit d beide N. 1 bis n. lanz, andelt d. „ dass t fein genie lichen cgegel ein uön rab, bes Palper edenleiten ande bel. etrocklu: auf den te Mass Oxyd erer, es Sauel⸗ Die Jes. 35 Lil ilmg fon li- lein ub- 433 richtiges Resultat in den Gewichtstheilen der Be- standtheile zu bekommen, wohl zu berücksichtigen; und desshalb muss man sehr sorgfältig seyn, dass keine Kohlen oder Papierfasern in den Tiegel ge- langen, worin Eisenoxyd geglühet wird. Beim Erhitzen nimmt das Eisenoxyd eine braun- rothe Farbe an, die aber beim Abkühlen wieder verschwindet. Nach dem Glühen löst es sich schwie- rig in Säuren auf. Es hat zu den Säuren eine schwächere Verwandtschaft, als das Oxydul, und wird von diesem desshalb aus seinen Lösungen nie- dergeschlagen. Kommt das Eisenoxyd in der Glühehitze mit Ammoniakgas in Berührung, 80 verwandelt es sich in metallisches Eisen, wobei Wasser und oxydirtes Stickgas entsteht. Es Wäre desshalb wohl möglich, dass auch das Eisenoxyd des Bodens durch das zu- Feilen sich darin bildende Ammoniak, wenn auch nicht völlig desoxydirt, doch auf die niedrigste Oxydationsstufe gebracht werden könnte. Dies müss- te besonders dann der Fall seyn, wenn ein Feld mit viel Ammoniak entwickelnden Mistarten gedüngt würde, und der Boden wenig Humussäure, wo- durch das Ammoniak neutralisirt wird, enthielte. Das Eisenoxyd verbindet sich nicht mit der Koh- lensäure, sonst aber mit allen übrigen Mineral- und Pflanzensäuren, und liefert damit Salze, die Wir später betrachten werden. Die chemische Verbindung des Eisenoxydes mit Wasser heisst Eisenoxydhydrat(Eisenocher); sie kommt sehr häufig in der Natur vor und ist pome- ranzengelb; der Wassergehalt desselben ist 14, 7 p. Ct. Man erhält es künstlich, wenn man ein in 28 434 Wasser gelöstes Eisensalz mit einem Alkali fället. Zu den Mineralien, welche viel Eisenoxydhydrat enthal- ten, gehört der sogenannte Braun- und Gelbeisen- stein. Die grösste Menge des im Boden vorkommen- den Eisens scheint ebenfalls aus Eisenoxydhydrat zu be- stehen; man erkennt dieses wenigstens aus der gelben Farbe vieler Bodenarten; sind sie dagegen braunroth gefärbt, so enthalten sie das Eisenoxyd grösstentheils chemisch mit Alaunerde verbunden; dies ist wichtig, weil es dadurch gegen die Desoxydation durch Hu- mus, Licht und Ammoniak geschützt wird. Die rothen Bodenarten pflegen in der Regel desshalb auch fruchtbarer als die gelbgefärbten zu seyn. Zuwei- len enthalten sie aber auch gleichzeitig viel Oxy- dulhydrat, was denn, wie wir vorhin gesehen haben, leicht die Ursache ihrer Unfruchtbarkeit werden Kann. Mit den Säuren verbindet sich das Oxydhydrat bei Weiten leichter, als das Oxyd, aber nicht 80 leicht, als das Oxydulhydrat; enthält daher eine Ackererde viel Oxydhydrat, so kann dieses unter ge- wissen Bedingungen, besonders wenn viel Humussäu- re gegenwärtig ist, die Ursache des kümmerlichen Wachsthumes der Pflanzen werden, denn sie bekom- men durch das, sich bildende humussaure Eisenoxyd dann leicht mehr Eisen, als sie bedürfen. Das Hydrat verliert sein Wasser schon bei ge- linder Erhitzung, verwandelt sich in Eisenoxyd und geht mit den Säuren dann schwieriger Verbindun- gen ein; hieraus erklärt sich zum Theil der Nutzen des Thon und Rasenbrennens auf Bodenarten, die viel Eisen enthalten. Auch idrat se daher die len habe dass sik Leitlang Hieraus 94 85 U len Bode 0 bilde en Nutzer lurch 9 chert, nommen mütnt, 2 Cone und Kali unn aber dus, Sol zug mit moniak bil fals woll fibren, Im ib d bn Gegen alle duuh nenstrall Nlimater Lisenor e 2 fer Atmo ber beinal i let. drt eth d Celbeize vorkomug ylrat zul. s der gol n braunnd rösstenthel ist wicht durch I. ird. sbalb aud Zuwe. viel Ox, n geselen uchtbarbei ydbydrat 1 nicht sd daber eine s unter ge. Humus. nmerliche ie bekon. Lisenozy n bei g noxyd ib Verbindhn- ler Mutzen neh die 435 Auch durch's Gefrieren verliert das Eisenoxy d- hydrat sein chemisch gebundenes Wasser, wenn daher die Kälte des Winters, wie wir früher gese- hen haben, dadurch den Pflanzen schädlich wird, dass sie manche Nahrungstheile des Bodens eine Zeitlang unauflöslich macht, so nützt sie ihnen, wie hieraus hervorgeht, doch auch wiederum dadurch, dass sie die Ursache ist, dass sich in den eisenrei- chen Bodenarten nicht zu viel humussaures Eisen- oxyd bilden kann. Zählen wir hierzu auch noch den Nutzen, welchen die Kälte den Pflanzenwurzeln dadurch gewährt, dass sie den Boden mechanisch lockert, so fragt es sich, ob nicht im Ganzen ge- nommen die Kälte des Winters den Pflanzen mehr nützt, als schadet? Concentrirtes flüssiges kohlensaures Ammoniak und Kali lösen das Eisenoxydhydrat auf, verdünnt man aber die Lösung, so scheidet es sich wieder aus. Sollte sich daher im Boden nach einer Dün- gung mit Mist u. dergl. sehr viel kohlensaures Am- moniak bilden, so könnte dieses den Pflanzen eben- falls wohl mehr Eisen, als sie nöthig haben, zu- führen. Im Wasser ist das Oxydhydrat eben so wenig, als das Oxyd, löslich. Gegen das Licht verhält sich das Lisenoxyd, wie alle dunkel gefärbten Körper; es zerlegt die Son- nenstrahlen und wird dadurch erwärmt. In kalten Klimaten ist es daher sehr erwünscht, wenn viel Eisenoxyd im Boden vorkommt. Es zieht in erdiger Gestalt viel Feuchtigkeit aus der Atmosphäre an, und lässt das aufgenommene Was- ser beinahe eben so langsam als die Alaunerde fahren, 28* 436 hierdurch versorgt das im Boden vorkommende Ei- senoxyd die Pflanzen selbst bei Dürre fortwährend mit Wasser Es ist einleuchtend, dass es wegen dieser Eigenschaft zu den sehr wichtigen lang theilen der Ackerkrume gehört. 5 a In pulverförmiger Gestalt macht es den Boden bindig; Thonbodenarten, welche viel Eisenoxyd ent- halten, gehören desshalb in der Regel zu den schwersten zu bearbeitenden. 5 5 In den Thonarten ist das Eisen theils als Eisen- oxydhydrat, welches gelb ist, theils als Eisenoxy- dulhydrat, welches eine weisse Farbe besitzt 55 halten. Beim Brennen der daraus verfert iel Zie. gel entsteht die rothe Färbung von dem 95 Eier 1 Eisenoxyde. Enthält ein Thon recht i Eisenoxyd, so erleiden die daraus angefertigten Stei- ne beim Brennen sehr lei 1 ine V 2* d g cht ein 0 i e erglasung 5 1es erhöhet dann ihren Werth. Die Verglasung der Ziegelsteine besteht zum Theil in er eise Verbindung des Eisenoxydes mit der Kieselerde 155 Thons, aber das Eisenoxyd verwandelt sich hierbei i Eisenoxydul und färbt dann die Steine gelblich 0er bouteillengrün; desshalb hat man es 8 175 5 wenn die Ziegelsteine nicht roth, sondern gelb 859 indem man dann annehmen kann, dass sie Lerel b set und dadurch sehr dauerhaft sind. Die 8 sung N Steine erfolgt indess auch in dem Tale sehr leicht, dass der Thon viel Alaunerdehydrat enthält. Thonarten, welche nur aus Sils 99 stehen, geben desshalb selten oder niemals gute Zie. gelsteine, denn dann gehört A e ein grö 8* 47*.— 2 8— grösserer Hitzegrad, als er sich in den gewöhnlichen LAiegelöler nich dure Scho len natüt was AI erst bilde Die Lroac die Len fl auch gung in en Lutrit uni aber auch began 0 hen wer Präftigste her eil Tisenoxyd der Kohle rer seyn 1 won besit sten Poder uud Töene Dies beider I ) herg Jahrk 437 ommende J. Ziegelöfen hervorbringen lässt. Hiervon habe ich kurtyahen mich durch mehrere Versuche überzeugt). 8s es pen Schon früher haben wir gesehen, dass sich in gen Beat den natürlich vorkommenden Eisenoxydmineralien et- was Ammoniak befindet, oder dass es sich darin den John erst bildet, wenn sie längere Zeit an der Luft liegen. enonyd e Die Ursache hiervon scheint zu seyn, dass, Weil zu fe die Eisenoxydmineralien ausser dem Oxyde gewöhn- lich auch etwas Oxydul enthalten, eine Wasserzer- als Bin legung in ihnen Statt findet, wobei denn, durch Aden den Zutritt des atmosphärischen Stickstoffs, leicht itzt 0 Ammoniak entstehen kann. Hieraus dürfen wir 11 7 aber auch folgern, dass, wenn ein Boden Eisen- ich 1 oxydul enthält, gleichfalls Ammoniak darin entste- ö lere 1 1 hen werde, 12 dass, da das Ammoniak zu den 7 1 recht Ji E der 5 kräftigsten Beförderungsmitteln der Vegetation ge- 1 Tic ten te. 9 177 hört, ein viel Eisenoxydul enthaltender Boden(uicht. alu, dies 118 1 Eisenoxydulhydrat, weil sich dieses sehr leicht mit 9 gasung der 5 2. 1 0 der Kohlen- und Humussäure verbindet), fruchtba- 1 chenischen 5 n a d 6 117 1 rer seyn müsse, als ein Boden, welcher nichts da- 0 I K von besitzt und in der That: die allerfruchtbar- N E, f 10 sten Bodenarten enthalten oft 5— 6 p. Ct. Eisenoxyd 10 0 blich, ok 5 2 und Eisenoxydul. 8 sehr gen 11 gelb sin 1 ie verg 5 5 0 f c. Vom Eisenoxyd- Oxydule* ie Vergl.* Ei 5 1 dem El(schwarzes Eisenoxyd) jerdehydn Dieser Körper, der eine chemische Verbindung 7 ö 8 8 8 ilicaten l. beider Eisenoxyde seyn soll, kommt in der Natur 5 ful Lie. 760 0 in 7 12— 2 21 aug e„) Vergl. Erdmanns Journal für öconomische Chemie. fohalichen Jahrgang 1830. 438 im sogenannten Magneteisen krystallisirt vor, und besteht aus f 71,86 Eisen und 28,14 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Im Eisenoxyd- Oxydule hat das Oxyd das Oxy- dul eben so gesättigt, als in den Sauerstoffsalzen eine Säure eine Basis sättigt, denn das Oxyd ent- hält gerade 3mal s0 viel Sauerstoff als das Oxydul. Dessen specif. Gewicht ist 5, 09. Die Ackererden enthalten in körniger Gestalt sehr oft einen Körper, welcher Magneteis en- sand heisst, dieser scheint nichts weiter, als Frag- mente von grösseren Magneteisen- Krystallen zu seyn, denn er besitzt dieselbe Farbe, denselben Glanz, dieselbe Schwerauflöslichkeit in Säuren, und überhaupt alle Eigenschaften des in Octaëdern kry- stallisirten, unter den Mineralien oft vorkommen- den Magneteisens. Einige behaupten jedoch, der Magneteisensand enthalte auch Titansäure, welche sich im Magneteisen nicht befinde. Er lässt sich, da er eben so schwer und schwerer, als Quarzsand ist, von den Thontheilen des Bodens durch Schläm- men trennen, und aus dem getrockneten und zer- riebenen Rückstande wird er gewonnen, wenn man einen kleinen Magnet darin umwendet, indem er daran hängen bleibt. Man erhält das Eisenoxyd- Oxydul künstlich, wenn man metallisches Eisen an der Luft glühet (Hammerschlag); doch kommt es nur im Innern des Hammerschlages vor, denn die äusseren Schich- ten enthalten schon mehr Eisenoxyd. Auf nassem spege lis puosphors legen lä es Liser besibat, li, 60 be cher das! ich lierb gellst Das u zt schwar uud läuüg chu 8. ME Viderstel wird we gänzlich die Hum Venn es bein Os nehmen, dens all Verden. eullalten, gen, leicl dadurch Voll nüt 5 senoxy Frün 90 es sich und wir des, di fart por, u yd das b. jerstofffal s Oxyd a s Oxyd. ger Ges zueteist „ als Ia rystallen n „ deen diurei, uud federn rj. Jörkommen. jedoch, der re, pelt „ lisst dd. Ouarna ch Schli. n und*. wenn 1 indem“ Pünstlch Lust gilet im nern 1 ochich⸗ lu nassen 439 Wege lässt es sich dadurch gewinnen, dass man phosphorsaures Eisenoxydul einige Zeit an der Luft liegen lässt; hierbei entsteht nämlich phosphorsau- res Eisenoxyd- Oxydul, Was eine hellblaue Farbe besitzt, versetzt man dieses dann mit ätzendem Ka- li, so bekommt man einen schwarzen Körper, wel- cher das Eisenoxyd- Oxydul ist; das Kali verbindet sich hierbei mit der Phosphorsäure und bleibt auf- gelöst. Das natürlich vorkommende Eisenoxyd- Oxydul ist schwarz, dem Magnete folgsam(retractorisch) und häufig auch selbst magnetisch(attractorisch). Es schmilzt sehr schwierig. Als Magneteisensand im Boden vorkommend, Fidersteht es sehr lange der Zersetzung, d. h. es wird weder leicht vom Sauerstoff der Atmosphäre gänzlich in Oxyd verwandelt, noch greifen es leicht die Humus- und Kohlensäure an; da es jedoch, wenn es mit verdünnter Salzsäure behandelt wird, sein Oxydul daran abgiebt, 80 dürfen wir wohl an- nehmen, dass die Kohlen- und Humussäure des Bo- dens allmählig dieselbe Wirkung darauf ausüben erden. Bodenarten, die viel Eisenoxyd- Oxydul enthalten, müssen sich, ihrer schwarzen Farbe we- gen, leicht durch die Sonnenstrahlen erwärmen und dadurch kann es der Vegetation in kalten Klimaten wohl nützlich werden. Es verbindet sich chemisch mit Wasser zu Ei- senoxyd- Oxydulhydrat und ist dann schmutzig grün gefärbt; an der Luft liegend, verwandelt es sich jedoch sehr schnell in Eisenoxydhydrat und wird dann gelb. Bodenarten des Untergrun- des, die schmutzig grün gefärbt sind, enthalten 440 höchst wahrscheinlich sehr oft Eisenoxyd- Oxydul- hydrat, denn stehen sie längere Zeit mit der Luft in Berührung, 80 nehmen sie nach und nach eine gelbe, oder braungelbe Farbe an. Künstlich kann man das Eisenoxyd- Oxydulhydrat dadurch erhalten, dass man das Eisenoxydulhydrat kurze Zeit der Ein- wirkung der Luft aussetzt. Mit den Säuren liefert es Salze, die grössten- theils eine schöne grüne Farbe besitzen. Die Eisen- oxydsalze sind dagegen mehrentheils braun gefärbt. An der Luft verwandeln sie sich, wie die Oxydul- salze, durch Anziehung von mehr Sauerstoff, sehr bald in Oxydsalze. Das Verhalten des Eisenoxyd- Oxyduls gegen die Reagentien werden wir später betrachten. Da das Eisen zur Nahrung der Pflanzen gehört, denn beinahe alle enthalten mehr oder weniger Ei- senoxyd in ihrer Asche, 80 folgt auch hieraus, dass die Eisenoxyde einen sehr wesentlichen Bestandtheil des Bodens ausmachen. Ein eisenarmer Boden kann desshalb eben so gut durch eisenreiche Erden verbes- sert werden, als sich ein kalkarmer Boden durch Mergel u. dergl. fruchtbarer machen lässt. Der Kreideboden enthält unter allen Bodenarten das we- nigste Eisen, und ohne Zweifel ist dieses eine Mit- ursache seiner Unfruchtbarkeit. Aus dem Vorhandenseyn mancher Pflanzen lässt sich übrigens auf den Eisengehalt des Bodens eben so sicher schliessen, als aus dem Vorkommen gewis- ser Pflanzen auf seinen Kalkgehalt geschlossen wer- den kann; WO z. B. viel Anthirrhinum Lin a— ria, Holcus mollis, H. lanatus, Equisetum- und Carex- arten wachsen, da könnnen wir uns auch übe und 23 welchem den Lis tert Wel Von fn Das! zum Schr Wärme i inen dat gchon be fallische Wenn s Berühr Schwel riftige cen de dass dab. Tutzind beuleile an, 80. Stunden. k nit e Netorte Weng gen A pon de fels he D. kel in der Ne ud. Owl mit der ln nd nach fal instlich hu rh erlal leit der in ie gröstr Die Lier un gelfliuh lie Oxyd stoff, seh duls Hege ten. wen gell, Meni l. ikrius, da Jestandhel Boden kaun den verde oden dir sst. De n das. eine M. anzen lis „dens ebe men gef Jossen fel um Libe- sulsetü l- N 441 auch überzeugt halten, dass der Boden viel Eisen, und zwar in einem solchen Zustande enthält, in welchem es leicht in die Pflanzen übergeht.— Bei den Eisensalzen soll dieser Gegenstand näher erör- tert werden. Von den Verbindungen des Eisens mit Schwefel. Das Eisen hat eine sehr grosse Verwandtschaft zum Schwefel, denn die Eisenoxyde lassen in der Wärme ihren Sauerstoff fahren, um sich mit dem ihnen dargebotenen Schwefel vereinigen zu können; schon bei der gewöhnlichen Temperatur wirken me- tallisches Eisen und Schwefel auf einander, und wenn sie in verschlossenen Gefässen mit Wasser in Berührung kommen, 0 entsteht ein Gemenge von Schwefeleisen und schwefelsaurem Eisenoxydule. Die kräftige wechselseitige Einwirkung, welche Zwi- schen dem Eisen und Schwefel Statt findet, bewirkt, dass dabei eine Erhitzung entsteht, die oft bis zur Entzündung ausbricht; rührt man grosse Mengen Ei- senfeile und Schwefel mit Wasser zum dicken Breie an, 80 erfolgt die Entzündung schon nach wenigen Stunden. Thut man Schwefelpulver und Eisenfei- le mit einander gemengt, in eine kleine gläserne Retorte und hält hierauf das Gemenge über eine Weingeistlampe, so bemerkt man schon nach weni- gen Augenblicken in der Retorte eine glänzende, von der raschen Verbindung des Eisens und Schwe- fels herrührende Fener erscheinung. Durch Kunst lässt sich das Eisen mit dem Schwe- fel in 6 verschiedenen Verhältnissen verbinden; in der Natur kommen aber nur 2 Verbindungen vor, 442 nämlich: das Einfache- und das Doppelt- Schwefel- eisen. Beide Sulfuride trifft man auch chemisch mit einander verbunden an, gerade so, als die Oxy- de des Eisens zu einem Körper vereinigt vorkom- men. Das Einfach- Schwefeleisen entspricht in sei- ner Zusammensetzung dem Eisenoxydule, das Dop- pelt- Schwefeleisen dagegen dem Eisenoxyde. a. Einfach- Schwefeleisen (Lisen im Minimo der Schwefelung, Eisenproto- sulfurid). Dem Gewichte nach besteht es aus 635, Eisen und 37,0 Schwefel. Sum. 100, 0. Das Einfach- Schwefeleisen bildet sich zuweilen an sumpfigen Orten, in dem Falle nämlich, dass in Wasser gelöstes saures kohlensaures Eisenoxydul, mit in Wasser gelöstem Schwefel wasserstoff, oder Schwefelwasserstoff- Ammoniak in Berührung kommt, auch entsteht es, wenn in Wasser gelöster Eisen- vitriol(schwefelsaures Eisenoxydul) mit organischen Körpern in Berührung gelangt, die bei ihrer Ver- wesung Schwefel wasserstoff entwickeln. In che- mischen Werken wird angegeben, dass sich das Schwefeleisen aus dem Eisenvitriole dadurch bilde, dass die damit in Berührung kommenden organi- schen Körper dem Salze seinen Sauerstoff ent- zögen; allein dieses ist höchst unwahrscheinlich, denn der in Zersetzung übergehende organische Kör- per kann den hierzu bedürftigen Sauerstoff leichter alls der abgeschl dul aller ganischt Ent serl, s Steinen söch- l Leberiug In dt leisen Wasser aures! Erhitiu Tlöue Ri durch gel 4 1 ammen ezel t auch k ausschl glület peicht Auf Schvei benqvf nieder tallise auf d der U Was i Linige b. Sehyeßl b chen ils die On. gt holde. icht in dz. ö das I de. proto- zupeilen fich, dass eur dal, olf, oder 19 Kommt, ter Lisei. ganische rer Ver In che- sich di ch bilde, 0 organ stoff eal⸗ geleinlch, gol Kör- „Leichter 443 aus der Atmosphäre erhalten; ist dagegen die Luft abgeschlossen, s kann das schwefelsaure Eisenoxy- dul allerdings wohl eine Desoxy dation durch den or- ganischen Körper erleiden. Entsteht das Schwefeleisen in stehenden Wäs- sern, 80 lagert es sich auf den etwa vorhandenen Steinen u. dergl. ab, und bildet darauf eine metal- lisch- glänzende Haut, oder einen metallähnlichen Ueberzug. In Steinkohlenlagern kommt das Einfach- Schwe- feleisen oft in grosser Menge vor; tritt Luft und Wasser hinzu, 80 verwandelt es sich in schwefel- saures Eisenoxydul; zugleich entsteht eine heftige Erhitzung und nicht selten sind schon Steinkohlen- Flötze auf diese Weise in Brand gerathen. EKünstlich lässt sich dieser Körper entweder da- durch gewinnen, dass man in einem bedeckten Tie- gel 3 Theile Eisenfeile mit 2 Theilen Schwefel zu- sammenschmilzt, oder dass man in einem Graphit- tiegel trockenes schwefelsaures Eisenoxydul glühet; auch kann man es gewinnen, wenn man bei Luft- ausschluss Schwefelkies(Schwefeleisen im Maximo) glühet. Bei der letztgenannten Bereitungsart ent- weicht ein Antheil Schwefel in Dämpfen. Auf nassem Wege erhält man das Einfach- Schwefeleisen, wenn man eine Auflösung eines Ei- senoxydulsalzes mit Schwefelwasserstoff- Ammonjialk niederschlägt. Der Niederschlag ist aber nicht me- tallisch glänzend, sondern schwarz. Beim Sammeln auf dem Filter und Aussüssen löst er sich, sobald der Ueberschuss des Fällungsmittels entfernt ist, et- was im Wasser auf und färbt dasselbe grünlich. Einige nehmen jedoch an, dass die Färbung nur von 444 einer äusserst feinen Vertheilung des Schwefeleisens in Wasser herrühre, welches auch sehr wahrschein- lich ist, denn wird die Flüssigkeit etwas erwärmt, so sammelt sich das Sulfurid am Boden des Gefässes an. Bleibt des feuchte Eisenprotosulfurid an der Luft stehen, 80 zieht das Eisen desselben schnell Sauerstoff an und der Schwefel sondert sich aus; dieserhalb nimmt es auch sehr bald eine grauweisse Farbe an. Das natürlich vorkommende Einfach- Schwefel- eisen ist gelb, metallisch- glänzend und wird vom Magnete angezogen. Es verliert auch in der streng- sten Hitze beim abgehaltenen Luftzutritte keinen Schwefel. Erhitzt man es gelinde an der Luft, 80 verwandelt es sich, durch Anziehung von Sauerstoff, in Eisenvitriol(schwefelsaures Eisenoxydul). Die Zersetzung des Einfach- Schwefeleisens in Eisenvi- triol muss indess auch bei der gewöhnlichen Tem- peratur erfolgen, denn sonst würde es auch an der Oberfläche der Erde vorkommen, nun aber findet man es nur unter Wasser, oder in den tieferen Erdschichten, so z. B. in Mooren und Steinkohlen- flötzen.— Wird es mit Salpetersäure behandelt, so verwandelt es sich in Schwefelsäure und Eisen- oxyd; anfänglich sondert sich hierbei etwas Schwe- fel aus. In verdünnter Schwefel- oder Salzsäure ist es löslich, ohne dass Schwefel abgeschieden wird; dagegen entweicht etwas Schwefel chemisch mit Wasserstoff verbunden, als Schwefelwasserstoflgas; mithin findet auch Waskerzersetaung dabei Statt; der Sauerstoff des Wassers tritt an 2 8 Eisen, wodurch dann Eisenoxydul entsteht. Bei der Tinwirkung von Salzsäure bildet sich ausser Schwefel wasserstoff, 5 auch Cult zn das E fel ab. ossi balken, von Wie Z. B. I dem Late eines Sehn erauggele en verwe den Pflan freilich n nehung Pflanzen Mehrere (Lisen Ls be Det In des Fist niemals zu bepe früher 9 leichfal lweseleien Wahrschen. as erwin des Cet rid an d. hen schad sich au graupeist Selnxet. wird von er streng. e beine Luft, 9 Sauerstof ul). Hie in Tbenfi- chen Tem- Ach an der aber dadet n tieferen einkolles- he landel. nd Lisen. s Schwe. Salzsdur- den wird nisch vit zerstofgas; Statt; er ochrch Fitkung rdf 445 auch Chloreisen, denn die Salzsäure giebt ihr Chlor an das Eisen und ihren Wasserstoff an den Schwe- fel ab. Fossilien, welche Einfach- Schwefeleisen ent- halten, lassen sich mit grossem Nutzen zur Düngung von Wiesen, Kleefeldern u. s. W. verwenden; 50 Zz. B. wird in der Nähe von Hannover eine, aus dem Untergrunde eines Hochmoors hervorgegrabene, etwas Schwefeleisen enthaltende Erde, mit dem al- lerausgezeichnetsten Erfolge zur Düngung der Wie- sen verwendet. Das Schwefeleisen für sich nützt den Pflanzen, da es im Wasser unauflöslich ist, freilich nichts, allein es verwandelt sich durch An- ziehung von Sauerstoff sehr bald in löslichen; den Pflanzen zur Nahrung dienenden Eisenvitriol. Ein Mehreres hierüber bei den Eisensalzen. b. Doppelt- Schwefeleisen (Eisen im Maximo der Schwefelung, Eisenper- sulfurid). Es besteht aus 46, 08 Eisen und 53,92 Schwefel. 8 Sum. 1005 00. Dessen specif. Gewicht ist 4, 80 bis 4, 98. In der Natur finden wir diese Schwefelungsstufe des Eisens in grosser Menge, doch treffen wir sie niemals an der Oberfläche der Erde; dies scheint zu beweisen, dass sich das Eisenpersulfurid, da es früher doch gewiss an einigen Orten vorhanden war, gleichfalls allmählig in schwefelsaures Eisen ver- 446 wandelte und so vom Regenwasser aufgelöst und fortgeführt wurde. Künstlich lässt sich dieses Eisensulfurid dadurch bereiten, dass man Eisenoxyd bei 100% R. erhitzt und Schwefelwasserstoffgas darüber hinleitet; hierbei entsteht dann auch Wasser. Das Doppelt- Schwefeleisen kommt im Unter- grunde mancher Thonbodenarten und in vielen Flötz- gebirgen, mehrentheils in Würfeln und Octaèdern krystallisirt vor. Man nennt es Wasserkies und Schwefelkies. Du Menil hat den ee schon lange künstlich bereitet. Der Wasserkies ist etwas dunkeler gelb, als der Schwefelkies; beide Körper haben Metallglanz, sind aber nicht magnetisch. Werden sie bei abge- haltener Luft erhitzt, so lassen sie einen Theil Schwefel fahren und verwandeln sich in Einfach- Schwefeleisen; hat dagegen die Luft freien Zutritt, so entsteht durch Anziehung von Sauerstoff schwef- lichte Säure, welche als Gas entweicht, und schwe- felsaures Eisenoxydul. Der Schwefelkies ist so hart, dass er am Stahle Funken giebt. Da das Doppelt- Schwefeleisen der Einwirkung der Salzsäure und verdünnten Schwefelsäure wi- dersteht, so lässt es sich, aus dem Geruche nach Schwefel wasserstoff, durch diese Säuren nur dann entdecken, wenn es durch vorhergegangenes Glühen in einem bedeckten Tiegel, einen Theil Schwefel verloren hat, oder wenn es in Einfach-Schwefelei- sen verwandelt Worden ist. Concentrirte Salpeter- säure verwandelt es in Eisenoxyd, Schwefelsäure und Schwefel; doch entsteht bei längerer Behand- lung nit“ Schwekels ger in ei des vorig Man feleisen b. eiue Jer 80bon orb Die li chemische Schpekeleis Nagnetk mit dem ach dest Untergr 50 hann OAydul, Der mensetzun Sallurid e das andere N Sum. 1 D f Lupe häufger tombacht lichen Br enen Gef behandelt dus, une geläst uz rid dad % H. eli et; hier im Uuter zelen län. Octacden Kies ul wyefellie gelb, als etallglanz bei abe inen Thel in Liuffal. en Lukrith f schwei⸗ und schye- am Stabe nwirkun; aure vi. iche nach nur dan les Clüben Schvel schyeseki. e dahhelel gellere T Zeland- 447 lung mit Salpetersaure aus dem Schwefel gleichfalls Schwefelsäure. Durch Salpetersäure lässt sich da- her in einem Fossile sowohl die Menge dieses, als des vorigen Sulfurides am sichersten bestimmen. Man nimmt zwar an, dass das Doppelt- Schwe- feleisen bei der gewöhnlichen Temperatur der Luft keine Veränderung erleide, allein dieses ist, wie schon vorhin bemerkt wurde, in Zweifel zu ziehen. Die hier und da in der Natur vorkommende chemische Verbindung von Doppelt- und Einfach- Schwefeleisen nennt man, da sie dem Magnete folgt, Magnetkies; sie kommt also in dieser Eigenschaft mit dem Einfach- Schwefeleisen überein. Lässt. sich desshalb irgend einem gepulverten Fossile des Untergrundes durch den Magnet etwas entziehen, 80 kann dieses sowohl Eisenoxydul und Eisenoxyd- Oxydul, als Eisenprotosulfurid und Magnetkies seyn. Der Magnetkies entspricht in seiner Zusam- mensetzung dem Eisenoxyd- Oxydule, denn das eine Sulfurid enthält gerade 3mal so viel Schwefel, als das andere Sulfurid. Er besteht aus 39585 Eisen und 40515 Schwefel. Sum. 100, 00. Das specif. Gewicht desselben ist 4, 63. Zuweilen findet man den Magnetkies krystallisirt, häufiger jedoch in unbestimmter Form. Seine Farbe ist tombackbraun, in's Gelbe spielend; er hat einen musch- lichen Bruch und ists pröde. Beim Glühen in verschlos- senen Gefässen verliert er keinen Schwefel. Mit Säuren behandelt, scheidet sich etwas Schwefel in Pulverform aus, und zugleich entwickelt sich Schwefelwasser- 448 stoffgas; er verhält sich folglich gegen die Säuren vie das Einfach-, und zugleich wie das Doppelt- Schwefeleisen; hierdurch mit wird seine Zusammen- setzung bestätigt.— Künstlich lässt sich diese Ver- bindung dadurch hervorbringen, dass man Hammer- schlag mit überschüssigem Schwefel glüht. Der Sau- erstoff des Eisenoxyd- Oxyduls entweicht und der Schwefel nimmt seine Stelle ein. Zuweilen kommt das Einfach- und Doppelt- Schwefeleisen auch nur mechanisch mit einander ge- mengt in der Natur vor, 80 in den Schwefelkiesku- geln und im Schwefelkies von verwirrt krystallisir- ter Form. Dieser Körper hat die Eigenschaft, nach und nach in feuchter Luft aufzuschwellen und zu zerfallen. Das Einfach- Schwefeleisen verwandelt sich hierbei in schwefelsaures Eisenoxydul, und treibt, indem es zu Krystallen anschiesst, das Dop- pelt- Schwefeleisen aus einander. Wenn gleich das Einfach- Schwefeleisen für sich nicht leicht eine Zersetzung an der Luft erleidet, so wird es, durch das gleichzeitig gegenwärtige 5 Schwefeleisen 4 08 galvanisch dazu disponirt. Laugt man den sich Sebilddsten Eisenvitriol mit Wasser aus, 80 er- hält man als Rückstand das unzersetzte Doppelt- Schwefeleisen. Diese Art Schwefelkies wird dess- halb häufig zur Eisenvitriolgewinnung benutzt. Von der Verbindung des Eisens mit Koh- lenstoff. 11 * Beim Stahle und Gusseisen haben wär schon ge- sehen, dass das Eisen mit dem Kohlenstoffe eine chemische Verbindung eingeht: eine solche Verbin- lung, kre en Verb: lrystallis hei und Das J Verhältnis Sraphit er Ot. Rollen. Graphit ge Miniam, dd Korpd,! Rebe okt i chung gel lich entste hohen Te ver anbal artiger K. ger ein sesilzt, de leicht ist Frapit ui in der Urn Mbsssure 4 Der En Untende, Jertüt; N Ir dieut, bei der! der Schu ch streue desen eh ch chxar dug der die dumm 26 Dopa Zusammei. 1 diese Vr. n Hang Der de t und dn Doppal zander g. efelKiesh. rystallisi, naft, nac en und 11 verwandet dul, uud „ 6 Dp. glich 038 leicht eine 15 durch Apekeleisen man d 18, 60 kel Doppel rird des- utut. it Bol. Ir ge bon ge- ole eine dle Verbin. 449 dung, freilich in einem vom Stahle sehr abweichen- den Verhältnisse, kommt auch häufig in der Natur krystallisirt vor, und ist unter dem Namen, Reiss- blei und Graphit bekannt. Das Eisen scheint sich in mehreren bestimmten Verhältnissen mit Kohlenstoff zu verbinden. Der Graphit enthält 4 bis 7 p. Ct. Eisen und 93 bis 96 p. Ct. Kohlenstoff. Aber ausser dem Eisen enthält der Graphit gewöhnlich auch etwas Silicium und Alu- minium, denn beim Verbrennen liefert er eine, Ei- senoxyd, Kiesel- und Alaunerde enthaltende Asche. Sehr oft ist indess der für eine chemische Mi- schung gehaltene Graphit nur ein Gemenge. Künst- lich entsteht Graphit, wenn man Roheisen bei einer hohen Temperatur mit Ueberschuss von Kohlenpul- ver anhaltend glühet. Auch bildet sich ein graphit- artiger Körper, wenn man humussaures Eisenoxyd, oder ein Eisensalz, welches eine vegetabilische Säure besitzt, der trockenen Destillation unterwirft. Viel- leicht ist desshalb der in der Natur vorkommende Graphit nichts anders, als durch Feuereinwirkung in der Urzeit zerstörtes humussaures Eisenoxyd, hu- mussaure Alaunerde u. s. W. Der Graphit widersteht der Verwitterung Jahr- tausende, und verbrennt nur bei sehr hoher Tem- peratur; wesshalb man ihn auch zu Tiegeln benutzt. Er dient, wie wir schon früher gesehen haben, auch bei der Landwirthschaft; wWwo nämlich im Frühjahr der Schnee sehr lange auf den Feldern liegen bleibt, da streuet man ihn zerpulvert über den Schnee, um diesen eher zum Schmelzen zu bringen; denn da er schwarzgrau ist, so entwickelt er, durch Zer- legung der Sonnenstrahlen viele Wärme. 29 450 Der Graphit wird auch zur Verfertigung von Bleistiften verwendet; ferner dient er mit grossem Nutzen bei hölzernen Räderwerken als Schmiere, denn die sich reibenden Holztheile bekommen da- nach eine spiegelglatte Oberfläche. Sehr fein ge- pulvert und mit Fett vermischt giebt er eine vortreff- liche Wagenschmiere ab.— Das Eisen verbindet sich auch mit Phosphor, Jod, Fluor, Kyan und anderen Stoffen zu sehr merkwürdigen Körpern, doch da sie für den Land- und Forstwirth von keiner Erheblichkeit sind, 80 übergehen wir sie. Die Verbindung des Eisens mit Chlor werden wir später betrachten.— 16. Vom Mangan (Braunsteinmetall). Das Mangan, wenn auch nicht als Metall, doch als Oxyd, hat für uns ein eben so hohes Interesse, als das Eisen, indem es sowohl bei der Vegetation, als im Boden eine sehr wichtige Rolle spielt. Bis- her hat man es jedoch, in den, über öconomische Chemie handelnden Werken nicht der Mühe werth geachtet, besondere Rücksicht darauf zu nehmen. Als Metall treffen wir das Mangan in der Na- tur nirgends an, sondern nur in Verbindung mit Sauerstoff und Schwefel. Als Oxyd ist es ein treuer Begleiter der Eisenoxyde und kommt daher auch in allen Bodenarten des Untergrundes und der Oberflä- che vor. Es gehört zu den wesentlichen Bestand- theilen fast aller Pflanzen, denn die mehrsten ent- halten es in ihrer Asche; und da man es auch häu- lig in thierischen Körpern findet, so scheint es 3—— w—ꝑñ* Fiche lören. Wi it Sau nisches ganv0 het; l. Oel bis! 680 in eil pulper un mit dem Nohlenox da8 Mar hat ein sehr ef sehr sti der Luf lurze J Verwand in Od: Fon de Nan Mangas Manga. Manga nigen si Ma IN 9a Die audern unde erlignng n mit groge, ls Schuien kommen d. r fein 5 ine vort t Phospb n Zu 0 den Lal sind, Eisens ni setal, doch es Uuteresse, Vegeta, pielt D 5conomiscte lühe welt nehmen. in der. indung i ein treu her auch l der bert gen Bet jebrsten, eut- 5 fh Häu- eint e. 451 gleichfalls zu deren chemischer Constitution zu ge- hören. Will man das Mangan aus seiner Verbindung mit Sauerstoff befreien, oder wünscht man reguli- nisches Mangan darzustellen, so pulvert man Man- ganoxyd(Braunstein), benetzt es mit Oel und glü- het; hierauf vermischt man es noch einmal mit Oel bis zum Teige, formt Kugeln daraus, thut die- se in einen Graphittiegel, bedeckt sie mit Kohlen- pulver und glühet stark. Die Kohle verbindet sich mit dem Sauerstoff des Oxydes und entweicht als Kohlenoxydgas, so dass man im Zurückbleibenden das Mangan-Metall erhält; dieses ist grauweiss, hat einen schwachen Metallglanz, ist sehr weich, sehr spröde, auf dem Bruche von feinem Korn, sehr strengflüssig und nicht magnetisch. Sowohl an 8 der Luft, als unter Wasser liegend, bleibt es nur kurze Zeit regulinisch, denn es hat eine so grosse Verwandtschaft zum Sauerstoff, dass es sich schnell in Oxyd verwandelt. Sein specif. Gewicht ist 7,0.— Von der Verbindung des Mangans mit Sauer- stoff. Man kennt 4 verschiedene Verbindungen des Mangans mit Sauerstoff: 1) Manganoxydul, 2) Manganoxyd, 3) Manganhyperoxyd und 4) Mangansäure. Das Oxyd und das Oxydul verei- nigen sich, wie die Eisenoxyde, auch chemisch zu Manganoxyd-Oxy dul. Die Manganoxyde zeigen in ihrem Verhalten zu andern Körpern sehr viel Aehnlichkeit mit den Ei- senoxyden, so dass Vieles, was über diese erwähnt 99 452 worden ist, auch auf jene bezogen werden kann. Nur das Manganoxydul und das Manganoxyd liefern Salzbasen * a. Vom Manganoxydul. Die chemische Zusammensetzung des Mangan- oxyduls ist: 78507 Mangan und 215 93 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Das Manganoxydul hat man schon in sehr vielen Mineralien mit Kieselsäure(Kieselerde) vereinigt an- getroffen; mit Manganoxyd verbunden, enthalten es einige Mineralien von braunschwarzer Farbe und quadratischen Octasdern; mit Kohlensäure vereinigt, kommt es gleichfalls in vielen Mineralien vor, s0 Z. B. im Rhodonit, Jascheft und in manchen Kalk- und Mergelarten. In flüssiger Kohlensäre aufge- löst, findet es sich in vielen Quellen. Noch häufi- ger ist es aber in der Ackerkrume, theils mit Kie- selsäure, theils mit Humus und Kohlensäure verbun- den, enthalten. In der Ackerkrume bildet sich das Manganoxy- dul aus dem Manganoxyde durch Einwirkung des Kohlenstoffs des Humus auf dieselbe Weise, als sich das Eisenoxydul aus dem Eisenoxyde durch Einwir— kung desselben erzeugt; doch wird das Manganoxy- dul wohl nicht so leicht, als das Eisenoxydul entste- hen, indem die Affinität zwischen Sauerstoff und Mangan grösser, als die beim Eisen ist. Da wir wissen, dass sich das Manganoxydul auch durch Eiawirkung einer Säure auf die höheren Oxydations- gzulen de dem Ox! nigen; auch d. den Hn. dem I) Kün wenn me Inga gület folk des: dem Chle des dan und das von abt Das 6! chen we dicherer linde in serstoffg gaulhpe Im! dunkelgr Wird es grin. 50 verw schielt denn b 10 Tag geg a 600 linem 4 leltigst erden n, oxyd lieben 's Mang. chr vielen einigt an. nthalten Farbe und e Vereint or, 80 4. ben Rall. bite zulge- Noch Uänt s mit Nie re verb. fanganow, kung d e, als ch ch Linwi⸗ Langanon. dul ente erötüff ud . 0 ir ad durch Oasdalions- 453 stufen des Mangans bildet, indem sich diese lieber mit dem Oxydule, als mit dem Oxyde zu Salzen verei- nigen; so wird es hiernach sehr wahrscheinlich, dass auch durch Einwirkung der im Boden vorkommen— den Humussure, sowohl aus dem Oxyde, als aus dem Hyperoxyde, Manganoxydul entsteht. Künstlich lässt sich das Manganoxydul erhalten, wenn man gepulvertes Manganhyperoxyd(Braunstein) langsam mit Salmiak erhitzt und Zuletzt schwach glühet. Hierbei wird das Hyperoxyd vom Wasser- stoff des Ammoniaks reducirt und verbindet sich mit dem Chlor des Salmiaks zu Chlormangan; wird die- ses dann stärker erhitzt, so entweicht das Chlor, und das Mangan verwandelt sich, durch Anziehung von atmosphärischem Sauerstoff, in Manganoxydul. Das Glühen muss jedoch zur rechten Zeit unterbro- chen werden, sonst erhält man Manganoxyd- Oxydul. Sicherer bekommt man das Oxydul, wenn über ge- linde in einer Röhre erhitztes Manganoxyd, Was- serstoffgas geleitet wird, oder wenn man das Man- ganhyperoxyd mit Kohle mengt und weissglühet. Im reinen Zustande stellt das Manganoxydul ein dunkelgrau grünes Pulver dar; der Hitze ausgesetzt, wird es blassgelb und nach dem Er kalten schön blass- grün. Bringt man es mit der Luft in Berührung, 50 verwandelt es sich allmählig in Oxyd, doch ge- schieht dieses nicht so schnell, als Einige annehmen, denn Professor Turner in London fand, dass es, 19 Tage der Luft ausgesetzt, noch keinen Sauerstoff angezogen hatte. Wird es dagegen an der Luft bis auf 600“ F. erhitzt, 80 5 feld es sich fast in einem Augenblicke in Manganoxyd. Es verliert beim heftigsten Glühen keinen Sauerstoff, und ist in der 454 Hitze nur durch Kohle, aber nicht durch Wasser- stoff in regulinisches Mangan zu verwandeln. Im Wasser ist es unauflöslich und kann den Pflanzen desshalb nur in dem Falle zur Nahrung die- nen, dass es sich mit einem, seine Auflösung im Wasser vermittelnden Körper verbindet; hierzu gehören die Säuren, folglich auch die im Boden vor- kommende n und Kohlensäure. Da nun die angebaueten Pflanzen leicht zu viel Mangan erhalten können, indem sie zu ihrer chemischen Constitution davon nur äusserst wenig bedürfen, und manche Pflanzen selbst gar kein Mangan vertragen; so muss die Entstehung von vielen in Wasser auflöslichen Manganoxydulsalzen möglichst verhindert werden; dies geschieht am besten durch die Bearbeitung des Bodens, denn das Manganoxydul verwandelt sich durch Einwirkung des atmosphärischen Sauerstoffs unter Vermittlung des Sonnenlichtes allmählig in Oxyd, welches sich nicht nur schwieriger mit Humussäure verbindet, sondern in dieser Verbindung auch nicht s0 leicht im Wasser löslich ist, als das Oxydulsalz. Der Untergrund des Bodens ist, weil hier die Luft keinen freien Zutritt hat, immer reicher an Manganoxydul, als die Oberfläche; ist desshalb ein Feld durch tiefes Pflügen unfruchtbar geworden, 80 kann dieses ausser der früher angegebenen Ursache auch wohl daher rühren, dass sich das heraufgepflüg- te Manganoxydul, in der, in der Ackerkrume be- findlichen, flüssigen Kohlen- und Humussäure auf- löst und so die Pflanzen mit mehr Mangan versorgt, als sie assimiliren können. Auf diesen Gegenstand werden wir bei den Mangansalzen noch einmal zu- rückkommen. Das aser weiss. nicht n scheint n Wa versete. Wandel dauerstb dann eil enthält? s Ort leit v0 Trdsch Vo. tien y. 15 us Craubr sondert den K vor, 4 ten in tulle f ein sol Is ente ch Mage. deln. bann de abrung dh losung in t; blen Boden 9h. à nun di n er hallen nstitutin manch 80 mus, Höslichen Werden; eitung 10 ndelt ich Gauer ginge, Amussünre auch niclt ydulsd hier dit cher a shalb eil den, 9 1 Ursache ufgepfit trume be. sure aul q verdongh nd jun! 20 455 Das Oxydul verbindet sich auch chemisch mit Wasser zu Manganoxydulhydrat und ist dann weiss. Ob es so in der Natur vorkomme, ist zwar nicht nachgewiesen worden, aber doch sehr wahr- scheinlich. Man erhält es künstlich, wenn man ein in Wasser gelöstes Oxydulsalz mit kaustischem Kali versetzt. Der so erhaltene weisse Niederschlag ver- Wandelt sich an der Luft, durch Anziehung von mehr Sauerstoff, augenblicklich in Oxydhydrat, und stellt dann ein schwarzbraunes Pulver dar. Das Hydrat enthält 24 p. Ct. Wasser. In der Ackerkrume kommt das Oxydulhydrat wegen seiner leichten Zersetzbar- keit Wohl nicht vor; vielleicht aber in den tieferen Erdschichten. Von dem Verhalten des Oxyduls gegen die Reagen- tien wird bei den Manganoxydulsalzen die Rede seyn. b. Vom Manganoxyde (schwarzes Manganoxyd). Es besteht aus 70,35 Mangan und 29,65 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Aus Manganoxyd besteht das sogenannte dichte Graubraunsteinerz oder Hartmangan. Auf den Ab- sonderungen des Zur Muschelkalkformation gehören- den Kalkes und Mergels kommt es als Dendriten vor, auch bemerkt man es in schwarzbraunen Punk- ten in vielen Mergelarten eingesprengt. Im Kalk- tuffle findet man gleichfalls sehr oft Manganoxyd als ein schwarzes und schwarzbraunes Pulver angehäuft. Es entsteht sowohl hier, als auf den Absonderungen, —— 456 aus dem im Wasser aufgelösten sauren kohlensauren Manganoxydule; das Oxydul zieht nämlich Sauerstoff aus der Atmosphäre an, verwandelt sich dadurch in schwarzes Oxyd oder in braunes Oxydhydrat, lässt dabei die Kohlensäure fahren und scheidet sich aus dem Wasser. Die Dendriten bilden sich auf den Absonderungen des Kalkes und Mergels höchst wahr- scheinlich durch eine galvanische Thätigkeit, näm- lich so, dass die eine Fläche der Absonderung posi- tiv- und die andere negativ- electrisch ist, wodurch dann das Manganoxyd zu einander übergeführt wird. Das Manganoxyd lässt sich künstlich darstellen, wenn man das Hyperoxyd(Braunstein) längere Zeit rothglühet, denn hierbei verliert es einen Antheil Sauerstoff(vergl. die Darstellung des Sauerstoff- gases); oder man lässt sich Manganoxydulhydrat an der Luft oxydiren und erhitzt hierauf schwach. Das so erhaltene Manganoxyd stellt ein schwarzes Pulver dar; sobald es aber aus einer Flüssigkeit niederge- schlagen wird und sehr vertheilt ist, besitzt es eine dunkelbraune Farbe. Es verbindet sich schwierig mit Säuren; kommt es desshalb im Boden vor, welches häufiger der Fall ist, als man gewöhnlich glaubt, so hat man nicht leicht zu befürchten, dass die Pflanzen(durch Ver- mittelung der Humussäure) zu viel Mangan erhalten. Mit Wasser chemisch zu Manganoxydhydrat verbunden, trifft man es häufig unter den Mineralien krystallisirt an, so z. B. als Glanzmangan und in er- diger Form, im Wad. Ohne Zweifel macht es dess“ halb auch einen Bestandtheil mancher Bodenarten aus. Es ist beinahe schwarz und wird nach dem Zerpul- vern hell leberbraun; durch diese Farbeverände- rung läss den, den thx ar. Vor ckyduls wissen! wir abe riel Leue gebr fiel sen, Une wäcktlich Jonenstt Das furde, Terbindt Terbindl Dräsentir Hauerzto, L5 0 Tin wähnt Meral Ublenszürn b Sauen dadureh n drat, lag et sich au h auf dn hst wall. eit, nal. Fung pos. wodurch ird. arstellen, zere Leit n Anthel auerslol. cuydrat an Fach, Ua es Pllfer nielerge⸗ 11 es eine 1) bonn der Tal an nich ch Ver- erhalten, by drat lineralien nl in er- b es les arten 4, Lau. erinde- 457 rung lässt es sich leicht vom Hyperoxyde unterschei- den, denn dieses bleibt nach dem Zerreiben ebenfalls schwarz. Das Hydrat enthält 10 p Ct. Wasser. Von den physischen Eigenschaften des Mangan- oxyduls, Manganoxydes und Manganoxydhydrates wissen wir sehr wenig; der Analogie nach können wir aber wohl annehmen, dass alle diese Körper viel Feuchtigkeit aus der Luft anziehen, dass sie sehr viel zur Bindigkeit des Bodens beitragen wer- den, und dass eine Ackererde, welche eine be- trächtliche Menge davon enthält, leicht durch die Sonnenstrahlen erwärmt werden wird. Vom Manganoxyd- Oxydul (rothes Manganoxyd). Das Manganoxyd geht, wie schon vorhin bemerkt wurde, mit dem Manganoxydule eine chemische Verbindung ein, so, dass das Oxydul in dieser Verbindung die Basis und das Oxyd die Säure re- präsentirt. Das Oxyd enthält gerade 3ma! so viel Sauerstoff, als das Oxydul. Es besteht aus 72, 784 Mangan und 27, 216 Sauerstoff Sum. 100, 000 oder aus 31, 068 Manganoxydul und 68 932 Manganoxyd. Sum. 100, 000. Einige Chemiker nehmen an, dass das vorhin erwähnte, unter dem Nahmen Wad vorkommende Mineral aus dieser Verbindung und Wasser bestehe; 458 entschieden ist es jedoch, dass man es in der Natur in braunschwarzen quadratischen Octaédern findet; desshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass es die Bo- denarten auch in erdiger Gestalt enthalten werden. Es bildet sich, wenn man das Hyperoxyd der Wieissglühehitze unterwirft, wenn man das wasser- freie Oxydul an der Luft bis zum Rothglühen er- hitzt, oder wenn man EKohlensaures Manganoxydul an der Luft glühet. Das Manganoxyd-Oxydul ist in Pulvergestalt le- berbraun. Wird es mit einer verdünnten Säure be- handelt, so löst sich nur das Oxydul auf; es verhält sich in dieser Hinsicht desshalb gerade so, als das Eisenoxyd Oxydul. Die Humussäure des Bodens wird höchst wahrscheinlich eben so darauf einwir- ken, als die verdünnten mineralischen Säuren. Con- centrirte Säuren vereinigen sich damit zu Oxyd- Oxy- dulsalzen; doch entstehen dabei leicht Oxydulsalze. c. Vom Manganhyperoxyde. Es besteht aus 64, 02 Mangan und 355 98 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Dieses Oxyd des Mangans kommt gleichfalls nicht selten in der Natur vor; wir finden es im sogenann- ten Graubraunsteinerze, Braunsteine oder Weichman- gane. Es bildet stahlgraue Nadeln, welche sich zu einer dichten, schweren Masse vereinigt haben. Ob das Manganhyperoxyd auch im Boden vorkomme, ist schwer auszumitteln, doch höchst wahrscheinlich. Man kann das Hyperoxyd künstlich bereiten, wenn I bi 12 Eiter das Hy Trl einen! in O0 liert es in Maag I i leine nit Unte ird es lann m Theil“ Kaltes lelt sye Ein ruorpde leere, Oxydsal Dur sielem. lem Per folglich Theile, und nac sich hie We U Und J u der M lern ue, 8 es die* n erden, vero ch das wa, glühen e. ngan op gestalt!“ Säure h. s verhäl „ als da es Boden Auf einn i ren.(on. Od. U. sdblalle alls nic sogenau, Veichmal⸗ he sich haben, 00 Ionde, b dena. hereilen, 459 wenn man kohlensaures Manganoxydul an der Luft bis zu 260 R. erhitzt und es hierauf mit verdünnter kalter Salzsäure behandelt; der Rückstand ist dann das Hyperoxyd-. Is hat eine schwarze Farbe. Erhitzt man das Hyperoxyd gelinde, so lässt es einen Theil Sauerstoff fahren und verwandelt sich in Oxyd, wird es dagegen heftig geglühet, so ver- liert es noch mehr Sauerstoff und verwandelt sich in Manganoxyd- Oxydul. Es verbindet sich nicht mit den Säuren, oder ist keine salzfähige Basis; lässt man aber eine Säure mit Unterstützung von Wärme darauf einwirken, 80 Wird es zersetzt; es bildet sich Oxydul, welches sich dann mit der Säure zu einem Salze vereinigt. Ein Theil Sauerstoff entweicht hierbei als Gas. In der Kälte soll es durch die Säuren nur in Oxyd verwan- delt werden. Einige Chemiker nehmen an, dass von den Man- ganoxyden nur das Oxydul eine salzfähige Basis liefere, dass es folglich nur Oxydulsalze und keine Oxydsalze gebe. Durch Zusatz von etwas Manganhyperoxyd zu vielem Wasser, kann man letzteres sehr lange vor dem Verderben schützen. Das Manganoxyd muss folglich die im Wasser befindlichen organischen Theile, durch Abgabe eines Theiles Sauerstoff, nach und nach oxydiren. In wWasserarmen Gegenden lässt sich hiervon ein Gebrauch im Grossen machen. d. Von der Mangansäure. Wenn man Pflanzen einäschert, welche viel Ka- li und Mangan enthalten, so bekommt man gewöhn- 460 lich eine grün gefärbte Asche; laugt man dieselbe mit Wasser aus, so hat der Wasserauszug anfäng- Iich gleichfalls eine grüne Farbe, aber bald darauf wird er violett, dann carminreth und nach einiger Zeit erscheint er wasserhell; zugleich bemerkt man aber einen braunen flockigen Niederschlag; dieser entsteht dadurch, dass die grün gefärbte, sich in der Glühehitze durch Einwirkung des Kalis aus dem vorhandenen Manganoxyd gebildete Mangansäure, den aus der atmosphärischen Luft aufgenommen An- theil Sauerstoff wieder fahren lässt und sich als braunes Manganoxyd ausscheidet. Man kann die Säure, wie sich erwarten lässt, auch dadurch hervorbringen, dass man Aetzkali oder salpetersaures Kali mit irgend einem Manganoxyde gelinde glühet. Soll sich aber die Mangansäure bil- den, 80 ist jedenfalls der Zutritt der atmosphäri- schen Luft nöthig, denn wenn man Aetzkali und Manganoxyd in einem verschlossenen Gefässe glühet, so entsteht die Säure nicht. Hieraus geht her- vor, dass sich das Manganoxyd nur dann in eine Säure verwandelt, wenn es ihm mäzlich ist, noch mehr Sauerstoff aus der Luft anzuziehen, wozu es aber durch das Kali, als eine sehr Kräftige Basis, disponirt wird. Das sich auf solche Weise bildende mangansaure Kali nannte man ehemals, wegen der erleidenden Far- ben veränderungen, das mineralische Chamäleon. Mit grüner Farbe löst sich das mangansaure Kali aber nur dann auf, wenn viel überschüssiges Kali vor- handen ist; dagegen ist die Auflösung purpurroth, sobald das Mangan vorwaltet; setzt man aber noch grün. Dieselbe Kali zu, 80 wird sie gleichfalls Verände mit Ka Tarpt h wohl 00 sich zu Theile und er. hierauf Amal s Jollensä ich die! il ein w. sagegen geklärt nes Th. fällt; Llärt ur verduns schiesst bunden, talen a Die firbt pe lie Plüss Wobei d; fall. Mangan aber k Nanga spas da gen, ur it Stat len.— man diegi bald rn nach eilt hemerkt nu lag; die, te, sich! Kalis u angansin )ymmen 4. d sich! arten lig ezkali gc Langau ansiüre. amar cuba und se gülhet galt ben. in in ein en, won r KEräfti angansit denden Hl. amäleb Saure Nil es Kali wo pur her och Dieselbe 461 Veränderung, welche das Manganoxyd beim Glühen mit Kali releidet, wird auch durch Natron und Baryt hervorgebracht. Man benutzt dieserhalb auch wohl die Baryterde dazu, um die Mangansäure für sich zu bekommen. Zu dem Ende vermischt man 2 Theile salpetersauren Baryt mit 1 Theil Manganoxyd, und erhitzt dieses bis zum RKRothglühen, zZerreibt hierauf die erkaltete grüne Masse, mischt sie mit 30mal so viel Wasser, rührt gut um, und lässt Kohlensäuregas durchstreichen. Hierdurch schlägt sich die Baryterde, mit der Kohlensäure verbunden, als ein weisses Pulver nieder, die Mangansäure bleibt dagegen aufgelöst. Die Flüssigkeit wird alsdann ab- geklärt und gekocht, wobei, durch Zersetzung ei nes Theiles Mangansäure, noch Manganoxyd nieder- fällt; die Flüssigkeit wird desshalb abermals abge- klärt und zuletzt bis auf einen geringen Rückstand verdunstet; lässt man sie hierauf erkalten, 0 schiesst die Mangansäure, chemisch mit Wasser ver- bunden, in kleinen nadelförgen carminrothen Kry- stallen an. Die Mangapsäure löst sich in Wasser auf und färbt wenig Wasser gleichfalls dunkel carminroth; die Flüssigkeit zersetzt sich an der Luft sehr schnell, wobei Sauerstoff entweicht und Manganoxyd nieder- fällt. Mit Kali, Natron und Baryterde liefert die Mangansaure Salze, mit den übrigen Basen geht sie aber keine Verbindung ein. Im Uebrigen ist die Mangansäure für uns von keiner Erheblichkeit, und Was darüber bemerkt wurde, sollte nur dazu die- nen, um sich die beim Auslaugen von Pflanzenaschen oft Statt findenden Erscheinungen erklären zu kön- nen.— 462 Sie besteht aus 59,45 Mangan und 40, 55 Sauerstoff. Sum. 100, 00. Da wir sehen, dass die mehrsten Pflanzen in ihrer Asche Manganoxyd enthalten, so dürfen wir wohl annehmen, dass das Mangan ein sehr wesent- licher Bestandtheil der Pflanzen und somit auch des Bodens sey, und in der That, in allen Bodenarten, die sich durch hohe Fruchtbarkeitlauszeichneten, fand ich zuweilen über 2 p. Ct. Manganoxyd. Auf einem viel Mangan enthaltenden Boden gedeihen indess hauptsächlich nur die Getreidearten; den Kleearten, besonders dem rothen Klee scheint das Mangan gar nicht günstig zu seyn, denn niemals habe ich auf sehr viel Mangan enthaltenden Feldern üppig wach- senden rothen Klee angetroffen, obgleich sie, wie mir ihre chemische Untersuchung zeigte, alle übri- gen zum üppigen Wachsthum des Klees erforderli- chen Körper in hinreichender Menge enthielten; aber ich fand auch in der Asche des rothen Klees, so wie in der mehrerer anderen von mir untersuchten Kleearten, als Trifolium rubrum, T. fragi- ferum, T. repens, T. agrarium und T. fili- forme kein Mangan; nur in T. medium war eine wägbare Menge enthalten. Manche Pflanzen scheinen selbst gar nicht auf viel Mangan enthal- tenden Bodenarten wachsen zu können, dahin ge- hört z. B. die Wucherblume, den sie kommt hier niemals auf, auch wenn man sie absichtlich aussäet, s0 2. B. in einigen Gegenden der unteren Elbe und Wesermarschen. Auch die Orchideen trifft man nie- mals auf Weiden oder Wiesen an, die reich an Man- fan sin elche, ehr v inem N cher 6 vorbrac nichts, misch o den Pll halten, lielert, arten; golchen ind. Boden- Menge nütalic it 2. Pourtar gen,! Hasenb le) das Mangan welches lichen! lichen das W. schein des B. Salz eine Z dcheinl zenbrer Pflanze dürfen qi ehr watt it auch d 30 dena seten, ful Auf einer en indes Nleearte⸗ is Maugr abe ich alt ppix pach. d, pie Ale übri- erorderli. eulläclben; then Nez tersucht T. frag. J. fil um W. Pflanzeh an enlal dahin ge ommt lit ch ausset lle 1d nan nie- an Man- 463 gan sind. Dagegen giebt es aber auch Pflanzen, welche, wenn sie sich vollkommen ausbilden sollen, sehr viel Mangan im Boden antreffen müssen. In einem Felde, welches Mayrüben von ausserordentli- cher Grösse und besonderem Wohlgeschmacke her- vorbrachte, fand ich sehr viel Mangan, aber sonst nichts, wodurch es sich von anderen Feldern che- misch oder physisch bedeutend auszeichnete.— Ju den Pflanzen, welche so viel Mangan und Kali ent- halten, dass ihre Asche das mineralische Chamäleon liefert, gehören fast ohne Ausnahme die Juncus- arten, desshalb trifft man sie auch immer nur an solchen Orten, die sehr mangan- und kalireich sind.— Oft erscheinen die Binsen auf gewissen Bodenarten nach dem Rasenbrennen in so grosser Menge, dass man an manchen Orten diese sonst 80 nützliche Operation bloss desshalb unterlässt; dies ist Zz. B. am Rande des berühmten, 12 Meilen langen Bourtanger Hoch-Moores(in Meppen und Lin- gen, Königreich Hannover) der Fall. Durch das Rasenbrennen scheint(mittelst der Hitze und Koh- je) das dort in beträchtlicher Menge vorkommende Manganoxyd in Manganoxydul verwandelt zu werden, welches sich dann schnell mit der im Boden befind- lichen Humussäure zu dem leicht in Wasser auflös- lichen humussauren Manganoxydul vereinigt und so das Wachsthum der Binsen begünstigt. Aller Wahr- scheinlichkeit nach würde eine fleissige Bearbeitung des Bodens dem Uebel abhelfen, denn das Oxydul- salz würde durch Anziehung von mehr Sauerstoff, eine Zersetzung erleiden. Auch ist es nicht unwahr- scheinlich, dass durch eine unmittelbar nach dem Ra- senbrennen unternommene Düngung mit gebranntem 464 Kalle, die Entstehung des Mangansalzes und somit auch die der Binsen gehindert werden könnte, wenig- stens hat man schon sehr oft die Bemerkung gemacht, dass, wenn man unmittelbar, nachdem gebrannt worden war, auch mit Kalk düngte; nicht nur kei- ne Binsen erschienen, sondern auch überhaupt die vereinigten Operationen mehr nützten, als wenn man sie jede für sich in Anwendung brachte. Die Binsen erscheinen in grosser Menge auch oft auf den durch Abgrabung etwas erniedrigten Wiesen; hiervon muss die Ursache darin gesucht werden, dass die im Untergrunde befindlichen Manganoxydul- salze nun leichter von den Wurzeln der Binsen er- reicht werden können.— Beiläufig sey hier be- merkt, dass sich durch eine Düngung mit Gyps die vorhandenen Binsen noch am besten vertreiben las- sen; höchst wahrscheinlich weil sie nur Spuren von Schwefelsäure enthalten.— Von der Verbindung des Mangans mit Schwefel. Man sollte glauben, dass, da das Mangan 80 viele bestimmte Verhältnisse mit dem Sauerstoffe eingeht, es auch wohl mit dem Schwefel mehrere bestimmte Verhältnisse eingehen werde, allein bis jetzt ist vom Mangan erst eine einzige Schwefelungs- stufe gefunden worden, auch hat man durch Kunst noch keine andere, als diese hervorbringen kön- nen.— Das natürlich vorkommende Schwefelman- gan ist ein schwarzes, dichtes, in Würfeln kry- stallisirtes, hellglänzendes Mineral; es heisst Man- ganglanz und besteht aus: — Hull. Alus Mauganen bpdule p Wen reiten v orydul, lange S0 bildet; berslof 0 uad der Wege erb in Masse assert leude ag lich gelb, rl niegel che lier ziehung J nach sich Die ö Bosphor Jerbindu zen be 465 und ant 62,58 Mangan und 0 ante, eil 37, 42 Schwefel. ug gen ö m gebraut Sum. 10000. 5 ct uur ln Das künstlich dargestellte besteht dagegen aus: haupt 0 635 13 Mangan und als uu 36587 Schwefel. ite. ani Sum. 100, 00. 1 Miesen Aus diesem Zusammensetzungsverhältnisse des werden Mangansulfurides geht hervor, dass es dem Mangan- anoxydul oxydule perportional ist. Binsen er. Wenn man das Schwefelmangan künstlich be- hier be. reiten will, so leitet man über erhitztes Mangan- 1 Epps dt oxydul, oder über schwefelsaures e 50 reiben I. lange Schwefelwasserstoffgas, als sich noch Wasser uren fn bildet; dieses entsteht dadurch, dass sich der Was- serstoff des Gases mit dem Sauerstoff des Oxyduls und der Schwefelsäure vereinigt.— Auf nassem Wege erhält man das Sulfurid, wenn man zu einem in Wasser gelösten Manganoxydulsalze Schwefel- Schnell Wasserstoff- Ammoniak setzt. Das hierbei entste- Langan hende wasserhaltige Schwefelmangan ist schön rötli- auersto lich gelb, wird aber in Berührung mit der Luft zu- mehren erst ziegelroth und bald nachher weiss. Die Ursa- allein d che hiervon ist, dass sich das Mangan durch An- 10 ziehung von Sauerstoff in Oxydul verwandelt, wo- 1 nach sich der Schwefel dann aussondert. ch 1 Die Verbindungen des Mangans mit Kohlenstoff, en l Phosphor und Jod können wir übergehen; seine 4 Verbindung mit Chlor werden wir aber bei den 6 Salzen betrachten. eis Mi. 30 466 17. Vom Natronium (Natrium, Sodium). Das Natronium ist das metallische Radical des- jenigen Alkalis, welches wir Natron nennen. Es wurde im Jahre 1807 zuerst von H. Davy mittelst der Galvanischen Electricität dargestellt. Die Ge- Winnung des Natroniums kann indess noch auf andere Weise geschehen; jedoch soll hier nur von derjeni- gen Bereitungsart die Rede seyn, welche am leich- testen auszuführen ist: Man mengt 2 Theile Kohle und 1 Theil wasserfreies kohlensaures Natron, thut es in einen kurzen Flintenlauf, so, dass er davon bis zur Hälfte angefüllt ist, legt ihn zwischen Koh- len und glühet. Das Natronium entwickelt sich aus dem Salze bald darauf in Dämpfen, welche dadurch aufgefangen werden, dass man immer erneuerte, polirte, runde Eisenstäbe so in den Flintenlauf steckt, dass sie ein paar Linien von der darin befindlichen Masse entfernt bleiben; haben sich nämlich die Dämpfe in kleinen Tropfen an die kalten Eisenstäbe abgesetzt, 80 zieht man sie wieder hervor, schabt das Natronium schnell ab und thut es, damit es sich an der Luft nicht oxydire, gleich in Steinöl; soll es aber länger aufbewahrt werden, so steckt man es in eine Glasröhre und schmilzt diese an beiden En- den zu. Das Natronium ist Lzinnweiss und starkglän- zend, es hat bei gewöhnlicher Temperatur Wachs- conststen? und ist bei. 90 R. vollkommen flüssig. Seine Verwandtschaft zum Sauerstoff ist so gross, dass es, wenn man es mit Wasser in Berührung ringt, in Flamn Angsame Natron geglüliet zu brenn Das: leichter, Ton d Mit e u 3 Ver Hyperox Rücksich ur ori Is bes Lein g Das) in der Nà tlium in bsennt. chem Bru. 00 des Cui Sin. In bringt, nicht nur dieses zersetzt, sondern auch oft in Flammen ausbricht. An der Luft oxydirt es sich langsamer und überzieht sich mit einer Weissen, aus Natron bestehenden Rinde; wird es aber an der Luft Radien geglühet, so fängt es unter Funkensprühen heftig an nennen. zu brennen. ay 15. Das specif. Gewicht desselben ist 0, 9348, mithin Die 0. leichter, als Wasser. b auf anden von derje N g 5 0 Von der Verbindung des Natroniums mit e am leicb Tueile Rohl b Sauerstoff. Nabron, ul Mit dem Sauerstoff verbindet sich das Natronium ass er daft in 3 Verhältnissen: zu Suboxyd, zu Oxyd und zu Wischen II Hyperoxyd. Wir haben nur nöthig, auf das Oxyd ickel dich an Rücksicht zu nehmen, indem nur dieses in der Na- welch Kc tur vorkommt. mer kllenerte, t 5 i 3 Vom Natron oder Natriumoxyde rin den 5(Soda, Mineralalkali). u nini d alten Töne Es besteht aus 74, 70 Natrium und lerror, 0 25,5 30 Sauerstoff. „mit e. Sum. 100, 00. mol; l 5 5 1 5 5 100 4 Sein specif. Gewicht ist noch nicht ausgemittelt. o Steckt U 5 5 an bein! Das Natriumoxyd kommt in reiner Gestalt niclit in der Natur vor. Man erhält es, wenn man Na- 110 1 trium in Sauerstoffgas oder in trockener Luft ver a el brennt. Es bildet eine graue Masse von muschli- 1 a aper ig Komm!“ I gan be des Curcume braun, und das Blau der Veilchen 1 f fes 5 5 5. fol. grün. In grosser Hitze ist es flüchtig. i 30*⁷ chem Bruche, schmeckt ätzend, färbt die gelbe Far- er 11 Nel 468 Es macht einen häufigen Bestandtheil aller drei Naturreiche aus. Die Mineralien enthalten es in Verbindung mit Kohlen-, Kiesel-, Schwefel-, Sal- peter-, Salzsäure und einigen Erden. Zu den Mi- neralien, welche viel Natron mit Kieselsäure ver- punden enthalten, gehört der Thomsonit, Albit, Analcim, Zeolith, Nephalin, Hauyn, Labrador, Chabasit, Eudialit, Spodumen, Sodalith, u. s. w. In geringerer Menge findet es sich dagegen im Bim- stein, Obsidian, Basalt, Pechstein, Ittnerit, Pinit und Bol. Aus seinem Vorkommen in so vielen Mi- neralien dürfen wir wohl folgern, dass es in Ver- bindung mit Kieselerde, auch sehr oft in den Acker- erden befindlich sey, was denn auch wirklich der Fall ist. Mit Salz-, Schwefel- und Kohlensäure vereinigt, finden wir es sehr oft in Quellen, Flüssen und Seen, aber auch nicht selten im Ackerboden.— Die Ge- wächse führen es in ihren Säften mit Schwefel-, Sal- peter- und Pflanzensäuren, und auch mit einigen an- deren Körpern verbunden. In den thierischen Körpern treffen wir es dagegen mit Salz-, Phosphor-, Schwe- fel-, Kohlen- und organischen Säuren vereinigt an. Auch das Natron verbindet sich, wie die übrigen Alkalien, unter heftiger Erhitzung chemisch mit Was- ser, und liefert damit das Natronhydrat; dieses besteht aus: 76,11 Natron und 23589 Wasser. Sum. 100, 00. — Das Hydrat des Natrons kommt nicht in der Natur vor, lässt sich aber künstlich dadurch berei- ten, dass man 3 Theile krystallisirtes kohlensaures Natron mit 1 Theil Aetzkalk vermischt, mit Was- ar ausle ind glü at puh 9 age de abgeblär wagen 1.6. d. geiste in ei erlal Jefissen l lee N pride Me hecik. Ce fasser iure, Luft lie, auf abs rade licser Hi unter, stal einer far schiest b. eilten f Das) Ind stet 10 nach liekert, 8 Mit Jas Nat. zungsmit 6 in der men soge gelche 5. eil aller halten e wetel., d. Zu den I. selsäure n. zonit, 4. „ Labrach h, u. 1 en im Ii. jerit, Bu vielen es in Ve den Ach lich der I. we vereint en und Heel, — ie bt. peffl., dal. ib eigen al. chen Uirper. hor-, Sch ereinigt l die übri ch mit. rat; dl. 469 ser auslaugt, bis zur Trockne schnell verdunstet und glühet. Die so erhaltene Masse wird hier- auf pulverisirt, mit Weingeist geschüttelt, einige Tage der Ruhe überlassen und dann vom Bodensatze abgeklärt. Der Weingeist löst mit Hinterlassung der etwaigen fremden Salze, als schwefelsaures Natron u. s. W. das Natron auf; um es nun wieder vom Wein- geiste zu trennen, destillirt man, trocknet den hier- bei erhaltenen Rückstand recht schnell in silbernen Gefässen und glühet.— Das auf solche Weise er- haltene Natronhydrat ist eine weisse, durchsichtige, spröde Masse von faserigem Gefüge und besitzt ein specif. Gewicht von 2,0. Es schmilzt, ohne sein Wasser zu verlieren, noch unter der Rothglühe- hitze, verflüchtigt sich jedoch zuletzt. An der Luft liegend zieht es Wasser an und zerfliesst, hier- auf absorbirt es Kohlensäure und wird in demselben Grade wieder trocken, es verhält sich mithin in dieser Hinsicht der Kalkerde analog. Es löst sich unter starker Erhitzung sehr leicht im Wasser zu einer farbelosen, stark ätzenden Flüssigkeit auf, und schiest bei hohen Kältegraden daraus in weissen Aseitigen Tafeln an. Das Natron gehört zu den stärksten Salzbasen und steht in seiner Affinität zu den Säuren nur dem Kali nach. Alle Salze, welche es mit den Säuren liefert, sind leicht in Wasser löslich. Mit vollem Rechte dürfen wir annehmen, dass das Natron zu den unumgänglich nöthigen Nah- rungsmitteln der Gewächse gehört, denn man findet, es in der Asche der mehrsten Pflanzen. Viele kom- men sogar nur auf denjenigen Bodenarten gut fort, welche sehr reich an Natron sind, gleich wie es — viele Pflanzen giebt, die nur auf sehr viel Kalker- de, Kieselerde, Kali, Mangan oder Eisen enthal- tenden Bodenarten gedeihen. Zu denjenigen Pflan- zen, die einen sehr natronreichen Boden erfordern, gehören die sogenannten Salzpflanzen, vornämlich die Salicornia- und Salsolaarten, ferner Aster Tripolium, Glaux maritima, Poa mariti- ma, Atriplex littoralis, Triglochin mari— timum, Tamarix Gallica, Chenopodium bonus Henricus u. s. W.; desshalb finden wir diese Pflanzen auch nur in der Nähe von Salzquel- len, Salinen oder an den Küsten des Meeres.— Von den Binnenlandspflanzen führen alle diejenigen viel Natron, welche sehr nahrhaft sind, 80 2. B. der Löwenzahn, die Kohl-, Klee, Lucerne und Esparcettearten. Ohne Zweifel haben diese Pflanzen zum Theil dem grossen Natrongehalte ihre Nahr- haftigkeit zu verdanken, denn, wie wir vorhin ge- sehen haben, gehört das Natron auch zur chemi- schen Constitution des thierischen Körpers. Auch können wir wohl annehmen, dass die Viehweiden an den Seeküsten mit desshalb eine 80 grosse Mastungs- 8 fähigkeit besitzen, weil sie sehr viele natronreiche Pflanzen hervorbringen. Dergl. Gewächse werden vom Viehe nicht nur mit grosser Begierde gefressen, sondern tragen auch sehr viel zur Erhaltung ihrer Gesundheit bei; ganz besonders ist dieses bei den Schafen der Fall, wesshalb man sie auch, sobald nur der Boden genug Natron zu ihrem Aufkommen enthält, vorzugsweise auf Schafweiden cultiviren sollte, denn vor allen muss man diesen weichlichen Thieren eine ihrer Körperconstitution gänzlich ange- messene Weide zu verschaffen suchen. Die eig! Weider Länder da üpp darzub men un man dn Troge! Trwähnt, dass ein Boden m sehr ver wirbt! lich, einer neutral Dängun bei den dch Vandtze men un D. sen de en y. etrach ns hal siel Nan. Lien enllal enigen Da en erbongen vornän erner Aöte ba marit. hin mar. 10 po din nden 9. n Salzqut Meeres. diejenige „, 80 J Icerne. unt iese Pausen it Malt. r furlin ge. aur chen pers. Jul weiden b Mastung. atronreit' de werch e gekrest tung ihre es bei de ch, f al Aufkommen 1 Clien weichlelen lch auge 47¹ Die Baumarten unseres Klimas vertragen nur wenig Natron im Boden; am ersten sind noch die Weidenarten damit verträglich. In den südlicheren Ländern kommen dagegen viele Bäume vor, die nur da üppig wachsen, Wo der Boden ihnen viel Natron darzubieten hat; hierzu gehören vornämlich die Pal- men und unter diesen vorzugsweise die Kokosnüsse; man düngt sie desshalb auch mit dem ausgezeichnetsten Erfolge mit Seewasser.— Berücksichtigen wir das Erwähnte gehörig, 80 führt es uns zu dem Schlusse, dass ein wenig, oder gar kein Natron enthaltender Boden mit natronreichen Fossilien oder Natronsalzen sehr verbessert werden könne. Das Natron für sich wirkt indess auf das Pflanzen wachsthum stets schäd- lich, dagegen immer nützlich, wenn es mit irgend einer das Pflanzenwachsthum befördernden Säure neutralisirt ist. Nur diese Salze missen desshalb zur Düngung angewendet werden. Das Nähere lierüber bei den Natronsalzen. Von der Verbindung des Natriums mit Schwefel. Schwefel und Natrium haben eine so grosse Ver- 1 5 4 5* 5 5 Wandtschaft zu eitander, dass sie sich beim Erwär- men unter lebhafter Feuerentwickelung verbinden. Durch Kunst will man sieben Schwefelungsstu- fen des Natriums hervorgebracht haben. Von die- sen wollen wir nur die erste,, dritte und siebente betrachten, indem die anderen kein Interesse für uns haben. 472 a. Einfach- Schwefel- Natrium. Man erhält das Einfach- Schwefel- Natrium, wenn man schwefelsaures Natron mit Kohle in einem ver- schlossenen Gefässe glühet. Die Kohle reducirt hier- bei sowohl die Schwefelsäure, als das Natron. Das Mischungsverhältniss des Sulfurides geht aus den an- gewandten Körpern hervor, denn man darf, um es zu erfahren, nur den Sauerstoff des Natrons und der Schwefelsäure in Abzug bringen. Das Einfach-Schwefel-Natrium ist fleischroth und durchscheinend; an der Luft erhitzt, verwandelt es sich durch Anziehung von Sauerstoff in schwefelsau- res Natron. In der Glühehitze ist es verddampfbar. Es zieht aus der Luft schnell Feuchtigkeit an und zer fliesst. In Wasser löst es sich unter Erhitzung sehr leicht zu einer ungefärbten Flüssigkeit auf. Die Lösung lässt sich als schwefelwasserstoffsaures Na- tron(hydrothionsaures Natron) betrachten, nämlich 80, als wenn eine Wasserzerlegung dabei Statt ge- funden hätte. Die Wasserlösung zersetzt sich an der Luft allmählig in schwefelsaures Natron. Durch Säuren wird das Sulfurid zerlegt; hier- bei entweicht Schwefelwasserstoffgas, 1 4 sich die geringste Menge Schwefel aussondert, denn da sich das Natrium auf Kosten des Wassers oxydirt, 50 wird hierbei gerade so viel Wasserstoff frei, als nöthig ist, um dem Schwefel Gasgestalt zu ertheilen. Beim Einäschern von Pflanzen bildet sich das Sulfurid zuweilen aus dem vorhandenen schwefelsau- ren Natron; in diesem Falle entwickelt sich dann zus dem Wasserauszuge der Asche beim Zusatz von giure Sch doch beir wähnte 8 dass sich die schon übergose! Schpeteln, das Schpe laben, se sbeils zurüt Viellei Danchen 8 oder der mals vorh Derührun SJSiebmi res Vol entstelt. uch schpe ei 80 viel 68 auge we lelszure en Lasende 8 gell. Das! mal 80 atrium. gelüst an gchpefel. * 473 5 Säure Schwefelwasserstoffgas. Häufiger entsteht je- m. doch beim Einäschern von Pflanzen das früher er- um po. Schwefelcaleium; dies erkennt 8 daraus, 0 dass sich noch Schwefelwasserstoffgas 5 wenn 11 1 die schon mit Wasser ausgelaugte Asche mit Säuren ducirt he. übergossen wird. Das im Wasser leicht lösliche ron. Schwefelnatrium wird nämlich ausgelauget, statt dass aus den a. das Schwefelcalcium, da es, wie wir früher gesehen rf, unt haben, schwerer in Wasser löslich ist, gréssten- itrons u theils zurückbleibt. Vielleicht kommt der fragliche Körper auch in N 1— broth ur manchen Schwefelquellen vor; in der Ackerkrume, Wandelt! oder der Oberfläche des Bodens kann er dagegen nie- bwekeltz, mals vorhanden seyn, weil er sich, mit der Luft in rdanpfbe. Berührung stehend, schnell oxydirt. eit au ul r Hlizug el b. Dreifach- Schwesel- Natrium. fare N.. „ Mnläch Schmilzt man 100 Theile wasserfreies kohlensau- i Statt ge. res Natron und 58 Theile Schwefel zusammen, 0 ich au der entsteht Dreifach-Schwefel- Natrium, aber zugleich auch schwefelsaures Natron, denn es bildet sich da- t; lier bei so viel Schwefelsäure, als erforderlich ist, um 2 dass sicl des angewandten Natrons zu sättigen. Die Schwe- denn d felsäure entsteht dadurch, dass der das Natron ver- osschr lassende Sauerstoff mit dem Schwefel in Verbindung frei, 4h geht. ertlelen Das Dreifach- Schwefel- Natrium enthält gerade fich da Zmal so viel Schwefel, als das Einfach- Schwefel- per Natrium.— Es zersetzt sich, wenn es in W ab dun gelöst an der Luft steht, in schwefelsaures Natron und ball on Schwefel. Durch Zusatz von Säuren scheidet sich 1 474 Schwefel aus und zugleich wird Schwefelwasserstoff- gas entwickelt. o. Siebenfach- Schwefel- Natrium. Die höchste Schwefelungsstufe des Natriums er- hält man, wenn man noch mehr Schwefel als beim vorigen Sulfuride angegeben wurde, mit wasserfrei- em kohlensauren Natron zusammenschmilzt; aber man bekommt beim längern Glühen gleichfalls ein Ge- menge von schwefelsaurem Natron und Schwefelna- trium.— Diese Verbindung ist leberbraun, und hat den Nahmen Natronschwefelleber(Hepar) erhalten. 100 Theile wasserfreies kohlensaures Na- tron geben 162 Theile Schwefelleber, wobei sich 31, 50 Theile schwefelsaures Natron befinden. Der Körper löst sich leicht in Wasser auf, zieht aus der Luft Feuchtigkeit an und riecht etwas nach Schwefel wasserstoff; dies rührt von der Ein- Wirkung der atmosphärischen Kohlensäure her, die Kohlensäure sucht nämlich eine Base zu bilden, wo- zu aber hier Wasserzersetzung erforderlich ist. In Wasser gelöst, zersetzt sich das Siebenfach- Schwe- fel- Natrium in Schwefel und schwefelsaures Natron. Nicht allein durch Schmelzen von Schwefel und kohlensaurem Natron, sondern auch durch Kochen von flüssigem Natron und Schwefel lässt sich das Schwefelnatrium darstellen. Ein Theil Schwefel löst sich aber in der Lauge auf und färbt sie gelb. Die Flüssigkeit enthält ausser dem Schwefelnatrium auch stets unterschweflichtsaures Natron.— Setzt man eine concentrirte Auflösung des so bereiteten Schwe- kelnatriums der Luft aus, so scheidet sich durch Ein- wirkung aus, ind untersch überschü verschlos halb nich. Lb 1h trium al elauptet abt zu l ner und! nel; ite ken schon davon im mal wer Teinde ju ten. Il Scheuch Dass ein bei de Sullaride, günstigen, dabei der nämlich de lich zur E Wenden, bilden; dargebote schaffen, Halzes ar ihre Ent. hiltig V. u Cebob 475 bra. 5 6 wirkung des atmosphärischen Sauerstoffs Schwefel aus, indem noch ein Theil des Schwefelnatriums in unterschweflichtsaures Natron verwandelt, und der zum, überschüssige Schwefel dann abgeschieden wird. In 9 0 5 verschlossenen Gefässen erfolgt die Zersetzung dess- rium e, 5 l al b halb nicht. el als hei.„ ö Es ist schon versucht worden, das Schwelelna- Wasserkre. 5 5 5 11 trium als Düngungsmittel anzuwenden, und man ilzt; ahn 7 Vl 11 8 behauptet den allerausgezeichnetsten Erfolg davon ge- alls eln bb. 8 8 8 habt zu haben; auch wird angegeben, dass Wäür— e mer und Insecten dadurch vertrieben werden kön- e ee nen; ist dieses wirklich der Fall, so würde es al- N Geke lein schon aus diesem Grunde sehr vortheilhaft seyn, 1 e 1 davon im Grossen eine Anwendung zu machen, Zu- 6 116 0 mal wenn sich auch Erdflöhe, diese gefährlichen 7 aden. ö FTeinde junger Saaten, dadurch vertilgen lassen soll- ten. Maulwürfe sollen dadurch gleichfalls ver- Waser aul ritt scheucht werden können. 8 on r Ui. Dass das Schwefelnatrium, wie überhaupt alle, 1 e le dt ein bei der Vegetation thätiges Metall enthaltenden ö E. billen,. Sulfuride, das Wachsthumz der Pflanzen so sehr be- 1 ch übt. b günstigen, erklärt sich dadurch, dass die Pflanzen N ch-Schm. dabei der Desoxy dation überhoben sind; sie können 1 es Natrü nämlich den Schwefel, wie das Metall, augenblick- welel un lich zur Erzeugung von Eiweiss, Leim u. dergl. ver- ch Koche wenden, und müssen sich daher auch schneller aus- t sich dt bilden; wird ihnen dagegen schwefelsaures Natron Ewesel l dargeboten, so haben sie erst den Sauerstoff fortzu- gelb. lu schaffen, um sich den Schwefel und das Natrium des 100 fuck Salzes aneignen zu können; aber eben desshalb kann Selnt nan ihre Entwicklung auch nicht so rasch, und nicht 80 en dene kräftig vocschreiten, als wenn ihnen Schwefelnatrium luck Ei- zu Gebote steht. . 470 Die Verbindungen, welche das Natrium mit Phosphor eingeht, brauchen wir nicht zu berück- 1 sichtigen; von seinen Verbindungen mit Jod, Fluor 8 undd Chlor werden wir aber bei den Salzen handeln. We 2 — e Natur kommt das Kalium, ausser in Ver- bindung mit Sauerstoff, auch mit Schwefel, Jod, Vom Kalium. Fluor und Chlor vereinigt vor. Es wurde zuerst, von H. Davy aus dem Kali, in welchem es mit Sauerstoff verbunden ist, mittelst der Voltaischen Säule dargestellt; nachher hat man gelernt, es auch aus dem kohlensauren Kali auf dieselbe Wei se zu bereiten, als das Natrium aus dem kohlensau- ren Natron. Bei der Aufbewahrung des Kaliums muss dasselbe Verfahren beobachtet werden, als beim Natrium, f Das Metall Kalium hat ein specif. Gewicht von 0,865. Es ist ieee stark- glänzend, in der Kälte hart und Hrüchig, 1 + 58% l. N flüssig. In der nee ebe lasst es sich Aer 8 seine Dämpfe sitzen eine grüne Farbe. Zum Sau- erstoff hat es eine grössere Verwandtschaft, als alle übrigen Stosfez desshalb lässt es sich auch am besten dazu benützen, um andere Körper zu des- oxydiren. Es zersetzt das Kohlenoxydgas, die Koh- lensäure und viele andere, den Sauerstoff sehr fest haltende Körper; hierbei findet auch gewöhnlich eine Feuerentwickelung Statt. In Berührung Wi Luft und Wasser bricht es in Flamme aus, wobei der Wasserstoff des zersetzten Wassers ebenfalls an zu brennen fängt.— Von lit wie das zu dubo hen nur! Lali nale. Sei — dull. Das Uannt, Vor den Plan Aal na dass(3 lien ke; in den mir vit denn à man jee neralier mit Kie Ann mit u berüch. Jod, Nubh en Handel er in Ver. efel, J de zuent m es ml oltaischen lernt, 0 elbe We. koblensn. 8 Nalin „ ab hein wicht von d, in der en fibsi liren uud Zum Sal. zaft, al auch an zu des die Kol. sehr fel wölnlich rung nit 5 pobei glas an 477 Von der Verbindung des Kaliums mit Sau— erstoff. Mit dem Sauerstoff verbindet sich das Kalium, wie das Natrium, in 3 verschiedenen Verhältnissen zu Suboxy d, Oxyd und Hyperoxyd; wir ha- ben nur nöthig, das Kaliumoxyd oder das sogenannte Kali näher zu betrachten. Vom Kali oder Kaliumoxyde (Pflanzenalkali, vegetabilisches Kali). Seine chemische Zusammensetzung ist: 835,071 Kalium und 165929 Sauerstoff. Sum. 1005 000. 1 Das specif. Gewicht des Kalis ist noch nicht be- kannt. Vor Zeiten glaubte man, dass das Kali nur in den Pflanzen vorkomme, wesshalb man es Pflanzen- alkali nannte, jetzt aber hat man sich überzeugt, dass es auch ein häufiger Bestandtheil der Minera- lien ist; dies lässt uns vermuthen, dass es sehr oft in den Ackererden enthalten seyn werde, was, wie mir viele chemische Untersuchungen gezeigt haben, denn auch wirklich der Fall ist. Nirgends findet man jedoch das Kali im isolirten Zustande. Die Mi- neralien, so wie die Bodenarten, enthalten es theils mit Kiesel-, theils mit Kohlen-, Salz-, Salpeter- 1 ——ñ——— 5 8 1 2—— 0 7 r 2 e ö. 8 * 1 7 8 7— 3 + 1* 4—. 8 4 7 1 2 *** 0 5— 8. 4 S — 478 und Phosphorsäure vereinigt. In der Ackerkrume kommt es ausserdem noch mit Humussäure verbunden vor. Zu den Mineralien, die viel Kali mit Kiesel- säure vereinigt enthalten, gehört der Feldspath und Glimmer(auch der im Granit und Gneis befindliche), ferner der Apohyllit, Wernerit, Chabasit, Perlstein, Bimstein, Obsidian, Nephalin, Lepidolit, Apyrit, Pinit, die Grünerde und viele andere Fossilien.— Zuweilen enthält der Glimmer und Feldspath, so wie einige andere Mineralien, bis 20 p. Ct. Kali; da nun das Kali zu den sehr wesentlichen Nahrungsmit- teln der Pflanzen gehört, so lassen sich dergl. Ge- steine im fein zerpulverten Zustande mit Vortheil zur Düngung kaliarmer Felder anwenden. In den Pflanzen findet man das Kali mit Kohlen-, Phosphor-, Schwefel-, Salpeter-, und organischen Säuren vereinigt. Im thierischen Körper treffen wir es dagegen gewöhnlich in Verbindung mit Schwefel- und Phosphorsäure an; doch kommt es nicht so häufig darin vor, als das Natron. Endlich enthalten es auch viele, ja die mehrsten Quellen in Verbindung mit irgend einer Säure. Um reines Kali zu bekommen, lassen sich meh- rere Mittel anwenden; das Einfachste ist, Kalium in trockenem Sauerstoffgase zu verbrennen; hier- bei bildet sich jedoch sehr oft ausser Kali, oder dem Oxyde des Kaliums, auch dessen Sub- oder Hy- peroxyd. Reiner erhält man es dagegen, wenn man 1 Theil Kalium mit 1,4 Theil Kalihydrat bei Luftabhaltung zusammenschmilzt. Bei dieser Be- reitungsart entweicht der Wasserstoff des Wassers (vom Kalihydrate) als Gas, wogegen der Sauerstoff desselben mit dem Kalium Kali liefert; auf solche weise wi das Kalil Des muschlic in Fluss, daupft e augeulli greil 5 per all 8 grin und überaus dass, we hältnisse steht; und 105 es wied lält 18, Am gende I asche mi Cemenge Lauge in ben Cefi lierauk dal, 0 zulelut u Die auf men lu Wasser phäre: Da. boerige Sülelit Aberkrme 7e Verbunden mit Riez. ecdspath u befund „ Perbtez it, Ant ssilien. ath„ 80 ph Kali 5 0 0 1ungsmi 4 dergl. 05 t Vorthh ait Rollen. Organische per breffn lz nit vonmt es o mehrstel iure. ich mel. Kaliul 1j hier. li, oder oder H, „ Went drt 0 lieser le. b Masser gauemtolf il dulce 479 Weise wird also nicht nur das Kalium, sondern auch das Kalihydrat in reines Kali umgewandelt. Des Kali ist grauweiss, spröde und von muschlichem Bruche. Bei Rothglühehitze kon mt es in Fluss, und bei sehr hohen Temperaturen ver- dampft es. Es schmeckt sehr ätzend und zerstört augenblicklich die Haut der Zunge; überhaupt greift es unter allen Alkalien die thierischen Kör- per am stärksten an. Den Veilchensyrup färbt es grün und das Gelb des Curcume roth. Es hat eine überaus grosse Verwandtschaft zum Wasser, 80 dass, wenn man selbiges in einem gewissen Ver- hältnisse mit Kali mischt, eine glühende Masse ent- steht; es verbindet sich damit zu Kalihydrat und zwar so innig, dass keine Hitze im Stande ist, es wieder davon zu trennen. Das Kalihydrat ent- hält 18, 45 p. Ct. Wasser. Am leichtesten lässt sich das Kalihydrat auf fol- gende Weise gewinnen: man mengt 3 Theile Pott- asche mit 2 Theilen gebrannten Kalk, laugt dieses Gemenge mit heissem Wasser aus, verdunstet die Lauge in einem bedeckten eisernen, inwendig blan- ken Gefässe, schmilzt den Rückstand, behandelt ihn hierauf wie bei der Darstellung des Natrons mit Al- kohl, destillirt oder dampft ab, schmilzt die Masse zuletzt und giesst sie auf eine blanke Eisenplatte aus. Die Aufbewahrung des Kalihydrats muss in vollkom- men luftdichten Gefässen geschehen, weil es sonst Wasser und zugleich Kohlensäure aus der Atmos phäre anzieht, und Zerfliesst. Das Kalihydrat ist weiss, hart, spröde und von faserigem Gefüge. Es schnülzt noch unter der Roth glühehitze und verflüchtigt sich bei höheren Hitze- graden in weissen, scharfe Dämpfen. Ein Theil Kalihydrat bedarf nur à Theil Wasser zur Lösung, wobei gleichfalls eine heftige Erhitzung entsteht. Die Auflösung ist farbelos und von ölartiger Con- sistenz. Mit den Säuren vereinigt sich das Kali, wie das Natron, zu ungefärbten Salzen, sobald auch die Säuren farbelos sind. Die Kalisalze lösen sich, wie die Natronsalze, fast sämmtlich sehr leicht im Was. ser auf. Von dem Verhalten des Kalis zu den Reagen- tien wird bei den Kalisalzen die Rede seyn. Das Kali gehört, gleich den bisher aufgeführten Stoffen, zur unumgänglich nöthigen Nahrung der Pflanzen; dies ist daraus ersichtlich, dass die mehr- sten in ihren Säften oder in ihrer Asche Kalisalze enthalten. Von den angebaueten Gewächsen bedür- fen besonders die Kartoffeln, die Rübenarten, der Raps, Mais, Klee, die Lucerne, Esparcette, Boh- nen, Erbsen, Wicken und der Buchweizen viel Ka- li. Wie wesentlich nöthig das Kali zum Gedeihen des Buchweizens sey, sehen wir recht deutlich auf den cultivirten Hochmooren des nördlichen Deutsch- landes; wird nämlich das auf den Mooren wachsen- de oft 2— 3 Fuss lange Heidekraut sammt seinen Wurzeln fortgeführt und hierauf die Torfnarbe umgepflügt, gebrannt und mit Buchweizen besäet, 80 gedeihet er danach entweder gar nicht oder doch sehr schlecht. Schafft man dagegen das Heidekraut nicht weg, sondern verbrennt es sammt der Torf- narbe, so erhält man vom hiernach gesäeten Buch- weizen oft einen grösseren Körner- und Stroher- trag, als von dem auf anderen Bodenarten cultivir- —. el. Die Her Buch len Zu b Jas sehr 25 auch u gleich. it bah. zeigt b Zuchpeiset Tenge kal Tall. Das nige Ur ens it, guss, Wer Moorbode guten, wenn das lan lan e, dn es wäglich, Hierauf lis 40 bis 80 N uud mel Fiche, des Jandenen 5 eich die dem Neger gelangt h wähnt wi siel Kali eichtlicl wre Male brösstenth cler wied —— n Tel dall läsug ung engt, artzger da 5 5 Aali, ald auch u sich,. ht im z en Reage n. ulgeführt⸗ abrung d. 8 die nel. he Malta“ dbu heir. ken, der delle, Bal zen wit R m Cedleiber eutlich an u Deutsc. wachst“ mt sein Torknart besäet,“ö oder die Heider der Lu. ten lach. 1 Hwler⸗ 1 sultirir 481 ten. Diese Erscheinung lässt sich leicht erklären: Der Buchweizen verlangt nämlich, um gut gedei- hen zu können, viel Kali im Boden; wird desshalb das sehr kalireiche Heidekraut fortgeführt, so ist es auch unmöglich, dass er gut wachsen kann, denn obgleich der torfige Boden, wie mir Versuche ge- zeigt haben, alle übrigen zum Wachsthum des Buchweizens erforderlichen Körper in reichlicher Menge enthält, so fehlt ihm doch oft gänzlich das Kali. Dass in der That das mangelnde Kali die einzige Ursache des Nichtgedeihens des Buchwei- zens ist, geht am überzeugendsten daraus hervor, dass, wenn man den von Heidekraut entblössten Moorboden mit Pottasche düngt, er dann eben s0 guten, ja oft bessern Buchweizen hervorbringt, als wenn das Heidekraut darauf verbrannt worden Wäre. Man kann fragen: wie war es denn dem Heidekrau- te, da es so viel Kali zu seinem Gedeihen bedarf, möglich, auf dem kalileeren Moorboden zu wachsen? Hierauf lässt sich erwiedern: das Heidekraut ist ein 40 bis 50 Jahr ausdauerndes, mit seinen Wurzeln 8 und mehrere Fuss tief in den Boden dringendes Ge- wächs, das folglich nicht nur jede Spur vom etwa vor- handenen Kali zu sich nimmt, sondern sich auch so- gleich die geringe Menge Kali aneignet, welche mit dem Regenwasser aus der Atmosphäre in den Boden gelangt(vergl. was hierüber bei der Atmosphäre er wähnt wurde). Dass aber auch das Heidekraut sehr viel Kali zu seinem Aufkommen bedarf, ist daraus ersichtlich, dass es auf dem cultivirten, und meh- rere Male mit Buchweizen besäeten, mithin auch grösstentheils seines Kalis beraubten Moorboden, nicht eher wieder gedeihet, als bis er entweder mittelst 31 8 N 482 Regenwassers, oder durch den Untergrund hinläng- lich wieder mit Kali versorgt worden ist, Worauf jedoch zuweilen 50 und mehrere Jahre vergehen. Wie es aber möglich sey, dass sich die Oberfläche des Moorbodens aus dem Untergrunde wieder mit Kali versorge, wird dadurch erklärlich, dass das hier vorhandene kieselsaure Kali allmählig eine Zersetzung erleidet, und dass dann das im Wasser gelöste Kali vermöge der Haarröhrchenkraft in die Höhe steigt. Auch unter den Bäumen giebt es viele Arten, die, wenn sie gedeihen sollen, gleichfalls viel Kali im Boden vorfinden müssen. Besonders reich an Kali sind nach meinen Untersuchungen: die Ulme, Esche Hainbuche, Linde, Rothbuche und Weide. Sehr oft lassen sich desshalb die genannten Baumarten aus Mangel an Kali durchaus nicht aufbringen; Forst- männer haben dieses wohl zu berücksichtigen. Sobald man einmal die viel oder wenig Kali füh- renden Pflanzen kennt, lässt sich aus ihrem Vorkom- men auch leicht erkennen, ob ein Boden viel oder wenig Kali enthält; treffen wir desshalb einjährige, sehr kalireiche Gewächse irgendwo an, so können wir daraus schliessen, dass die Oberfläche viel Kali enthalte; finden wir dagegen irgendwo nur perenni— rende, lange Wurzeln treibende und viel Kali ent- haltende Pflanzen, so können wir daraus folgern, dass der Untergrund reich an Kali sey; doch kommt hier- bei auch das Alter der Pflanzen in Betracht, denn Bäume und Sträucher sammeln das Kali oft Jahrhun- derte in sich an, so dass, obgleich sie selbst viel Kali enthalten, der Untergrund doch ziemlich arm dar— an seyn kann.— Disteln, Wermuth, Kletten u. s. W. geben, wo sie in Menge und üppig wachsend vor- zommen, uud unter arben; Er gen, dass pig wach cerne, Es Intergrün Boden uur gar lein K Haugras, ren, da bi nen, das 5 bene hervorbt. ten, u sehr rei ein voll. wald J. men, da gegen rei. eln in de bürtligen Feuig Ae Tarrenkrd ortkomm den Wu Datz deihen, ter and fen di Orten a rah rend In rund bug ist, won ire pereria lie Oberteh Wieder g dass das l, e Zerschn, gelöste l Jole glei Arten, 4. iel Kall n ich an R me, Est eide. 0. umarten a igen; Jun lien g l fil. den Vorkom- Jen del oder b einig 80 Köhne e viel N. I pere Kali el gern, l, ommt lis icht, der pit Jahrln. o8t viel U. ch arm dil Uleten u. abend vo 483 kommen, einen sicheren Beweis, dass die mittleren und unteren Bodenschichten viel Kali führen. Binsen- arten, Erdrauch, Hederich u. s. W. zeigen uns dage- gen, dass die Oberfläche kalireich sey. Ferner: üp- pig wachsendes Farrenkraut, Bram, Huflattig, Lu- cerne, Esparcette und Ginster belehren uns, dass im Untergrunde viel Kali vorhanden sey; und wo ein Boden nur Pflanzen hervorbringt, die wenig oder gar kein Kali führen, wozu unter andern Moosarten, Blaugras, Wiesenwolle, Riedgräser u. s. W. gehö- ren, da können wir auch mit Zuverlässigkeit anneh- men, dass er sehr wenig Kali enthalte. Sehr häu- lig bemerkt man indess, dass ein Boden Pflanzen hervorbringt, die kaum eine Spur von Kali enthal- ten, und dass er gleichzeitig solche trägt, die sehr reich daran sind; ein solches Beispiel liefert ein voll Bram und Farrenkraut stehender Kiefern- wald; wo dieses der Fall ist, da können wir anneh- men, dass die Oberfläche arm, der Untergrund da- gegen reich an Kali sey; denn die mit ihren Wur- zeln in der Oberfläche bleibenden und wenig Kali be- dürftigen Kiefern gedeihen gut, weil die Oberfläche wenig Kali enthält, statt dass der Bram und das Farrenkraut, da sie viel Kali bedürfen, ebenfalls gut fortkommen, weil der Untergrund ihren tiefreichen- den Wurzeln viel Kali darzubieten hat. Dass die viel Kali enthaltenden Pflanzen nur da ge- deihen, wo der Boden viel Kali führt, sehen wir un- ter andern auch recht deutlich bei den Brennunesseln, denn diese kommen nur an Zäunen oder an solchen Orten auf, wo todtes Holz durch Regenwasser fort- während seines Kalis beraubt wird. In der Regel enthält der Untergrund des Bodens 31*⁵ 1 — 5 9 . ö — 484 mehr Kali, als dessen Oberfläche; dies ist sehr na- türlich, denn theils widersteht das im Untergrunde vorhandene Kieselkali mehr der Zersetzung, theils werden den tieferen Erdschichten die leicht löslichen Kalisalze der Oberfläche beständig durch das Regen- wasser zugeführt; zwar erheben sich selbige von Zeit zu Zeit durch die Haarröhrchenkraft der Erd- partikeln wieder bis in die Ackerkrume, allein öfter werden sie doch vom Regenwasser ausgelauget.— Da nun das Kali ein überaus wichtiger Körper auch für alle diejenigen angebaueten Pflanzen ist, welche nur kurze Wurzeln haben, so können wir hieraus eine sehr wichtige Regel ableiten, nämlich: recht viele solcher Pflanzen zu erbauen, die mit ihren lan- gen Wurzeln das Kali für die Pflanzen mit kurzen Wurzeln aus dem Untergrunde hervorholen. Zu je- nen gehören ganz besonders Kartoffeln, Esparcette, Lucerne, Klee, Raps, Ginster, Bram u. m. dergl. In der That, das Kali spielt bei der Vegetation un- serer Getreidearten eine zu wichtige Rolle, als dass wir nicht bewogen werden sollten, auf alle mögliche Weise für die Herbeischaffung desselben zu sorgen. Im 2ten Theile dieses Werkes wird man sehen, dass in allen Futterpflanzen das Kal dem Gewichte nach zu den Hauptbestandtheilen ihrer Asche gehört; da nun die Halmgetreidearten gleigfalls viel Kali zu ihrem Gedeihen bedürfen, so folgt auch hieraus, dass ihr Anbau von dem Augenblick an einträglicher werden wird, als man den Boden mit Mist düngt, der durch die Verfütterung von viel kalihaltigen Gewächsen ge- wonnen worden ist. Die Erfahrung im Grossen be— stätigt dieses hinlänglich, denn alle Landwirthe, wel- che viel Kali führende Pflanzen, als Klee, Lucerne, Rüben, erbauen treideab ner; al in uf Distela, sie nit Lerrorlo fügten 50 jules nic in beltei ume 10 aun Id Lucerne Ma tenden daraus! hierbei. emal 1 krüclten zel, a0 erden. In Nabrungs önnen als bal Mineral indess d nämlich geschye halten, clungen . hei 's Löt gehn. l Valerzruß tung, fle, icht llc u das len selbige 0 aft der I. allein ih gelauget Corper aul st, welch vir hieran ich: rech it ihren la mit Kurzel len. Ju J. Lare . w. dergl. tation un. le, 5 das le mögliche zu Sorgen. man selon chte nad cört; d 1 Zu ihren „ dass i. Jer werdn der dun Füchsen ge rosen he ile, xel. 5 Lucerne, 485 Rüben, Kartoffeln, Esparcette u. dergl. Gewächse erbauen, gewinnen jetzt, obgleich sie ihre Halmge- treideaussaat verringert haben, dennoch mehr Kör- ner, als chedem. Selbst manche im Getreide nicht in zu grosser Menge wachsende Unkräuter, z. B. Disteln, Radel und Hederich, nützen dadurch, dass sie mit ihren Wurzeln Kali aus dem Untergrunde hervorholen und wiegen so den dem Getreide zuge- fügten Schaden oft mehr als doppelt auf; damit soll indess nicht gesagt seyn, dass man Disteln u. s. W- im Getreide dulden müsse, um nur Kali in die Acker- krume zu bekommen, denn was diese Gewächse thun, kann man auch durch den Anbau von Klee, Bohnen, Lucerne, Rüben und Kartoffeln erreichen. Man hat wohl angerathen, die viel Kali enthal- tenden Pflanzen, z. B. Wermuth, anzubauen, um daraus Pottasche zum Verkauf zu gewinnen; allein hierbei erwog man nicht, dass, des Schadens nicht einmal zu gedenken, der in der Folge den Getreide- früchten daraus erwachsen muss, dergleichen Pflan- zen, aus Mangel an Kali, nicht lange gedeihen werden. In Erwägung, dass das Kali zu den wesentlichsten Nahrungsmitteln aller angebaueten Pflanzen gehört, können die Landwirthe nun nichts Besseres thun, als kaliarme Bodenarten mit kalireichen Erden oder Mineralien zu vermischen; manchmal versorgt man indess die Felder schon jetzt sehr reichlich mit Kali, nämlich sobald man sie mergelt, denn viele im auf- geschwemmten Lande vorkommende Mergelarten ent- halten, wir mir die damit vorgenommenen Untersu- chungen zeigten, sehr viel von diesem Körper. Oh- ne Zweifel werden sich auch der Granit und Gneis, 2 * — 8 6 1 486 wenn sie viel Glimmer und Feldspath führen, dazu eignen, um den Boden mit Kali zu versehen, nur müsste man das Gestein, damit es sich leichter Zer- setze, vor seiner Anwendung recht fein zerkleinern. Doch da der Feldspath so wie der Glimmer ihr Kali bei Weitem leichter an Mineralsäuren abgeben, als man gewöhnlich glaubt, so werden sie es auch sehr bald der Humus- und Kohlensäure des Bodens überlas— sen; dass wenigstens die flüssige Kohlensäure sehr kräftig auf das Kali im Granite wirkt, erkennt man daraus, dass Quellen, welche aus Granitgeschiebe enthaltenden Hügeln hervorfliessen(so im nördli— chen Deutschlande), sehr viel kohlensaures Kali ent- halten; hierdurch eben mit erlangen dergl. Quellen denn auch einen so hohen Werth für die Wiesenbe- Wässeruug. Von der Verbindung des Kaliums mit Schwefel. Mit dem Schwefel verbindet sich das Kalium in eben so vielen Verhältnissen, als das Natrium. In der Natur hat man aber dergleichen Verbindungen noch nicht angetroffen, es sey denn, dass sie in manchen Schwefelquellen oder hepatischen Wässern enthal- ten wären. Aeschert man Pflanzen ein, welche hierbei schwefelsaures Kali liefern, so bildet sich(durch Einwirkung der Kohle) sehr oft auch Schwefelkalium; dies lässt sich daraus erkennen, dass, wenn man den Wasserauszug der Asche mit einer Säure versetzt, Schwefelwasserstoffgas entweicht; indess kann dieses auch daher rühren, dass sich beim Einäschern Schwe- felnatrium und Schwefelcalcium bildete.— Ver md g 60 erhi Schwef bis ü. und se nannte L8! 5 wenn Kohle einen Clülen es dich Aal ü (durch uke Liu sche coll ihren, zn Versehen, il leichter z. n Zerbe mer ihr h abgeben, ö es auch gh hdens übel ensäure erkennt u initgesch im nor wes Kali g ergl. Oucl le Wiesel ee n lt Sewedel das Naum i rium. In de dungen! l in manch ern entl“ che hier sich(dn wefelbalu enn man 1 ure Teneell 5 Haun dies bern delle — 487 Vermischt man kohlensaures Kali mit Schwefel und glühet gelinde in einem bedeckten Tiegel, so erhält man, jenachdem man viel oder wenig Schwefel genommen hat, ein Gemenge, aus Drei- pis Füuffach- Schwefel- Kalium, kohlensaurem Kali und schwefelsaurem Kali bestehend, oder die soge- nannte Kalischwefelleber. a. Einfach- Schwefel- Kalium. Es besteht aus: 715,01 Kalium und 28,99 Schwefel. Sum. 1005 00. Diese Schwefelungsstufe des Kaliums entsteht, wenn man 1 Theil schwefelsaures Kali mit 4 Theilen Kohle heftig glühet. Es ist hellzinnoberroth, zeigt einen krystallinischen Bruch, schmilzt noch vor dem Glühen und verbrennt an der Luft langsam, indem es sich dabei mit einer Rinde von schwefelsaurem Kali überzieht. An der Luft stehend Zerfliesst es (durch Wasseranziehung). Im Wasser löst es sich unter starker Wärmeentwickelung leicht auf; die Lösung ist farbelos und verwandelt sich allmählig in schwefelsaures Kali, Schwefel und Schwefel wasser- stoff. b. Doppelt- Schwefel- Kalium. Es besteht aus 55,06 Kalium und 44, 94 Schwefel. Sum. 100, 00. 9 8 N — 2 7 — 488 f Man kann diese Schwefelungsstufe des Kaliums Da erhalten, wenn man saures schwefelsaures Kali. mit Kohle glühet. Der Körper ist gelbroth, zeigt 1 40 ein krystallinisches Gefüge, zerfliesst an 92 Luft, brasen löst sich leicht in Wasser auf, färbt dasselbe gelb Fäaaliu und erleidet im gelösten Zustande an der Luft ste- doch e hend, wie das vorige Sulfurid, eine Zersetzung. felbalt seyn U dass des C. Dreifach- Schwefel- Kalium. inn Es besteht aus 44, 96 Kalium und Ke 5554 Schwefel. anch —— bt Sum. 100, 00. de bl Verhält sich dem vorigen Sulfuride ähnlich. zen, önue 18 trium: d. Vierfach- Schwefel Kalium. 5 Es besteht aus 37,98 Kalium und fich 9 625,02 Schwefel. aut die der dar Sum. 100, 00. gere ereltu. Färbt das Wasser bei seiner Lösung gelb. erden, Das e. Fünffach- Schwefel- Kalium. 1 u bell Es besteht aus 32,89 Kalium und Fluor, 675 11 Schwefel. Sum. 100, 00. Die Wasserlösung desselben ist gelbbraun, hat einen Geruch nach Seb e HN einen bitteren alkali- schen Geschmack und zersetzt sich an der Luft. dez Nals febzurtz N Abroll. 1 au der 1 dasselbe 0 der Lu ersetzun; Im. e ähnlich 1 5 11 a gelb. M. 1 1 Tall, Lal 1517 tn alla 1 0 Ul. 489 Das Sechs- und Siebenfach- Schwefel- Kalium sind weniger bekannt.— Auf die Vegetation wirkt, wie die Versuche des Grafen Dundonald gezeigt haben, das Sulfurid des Kaliums eben so wohlthätig, als das des Natriums; doch dürfen wir wohl annehmen, dass das Schwe— felkalium denjenigen Pflanzen am angemessensten seyn wird, welche viel Kali nöthig haben, statt dass das Schwefelnatrium den viel Natron bedürftigen Pflanzen besser zusagen muss. Wer von den Sulfuriden als Düngungsmittel Ge- brauch machen will, wird sie stets nur in geringen Quantitäten anwenden dürfen, denn sonst mögten die Pflanzen, da sie sich sehr leicht in Wasser auflö- sen, mehr davon bekommen, als sie verähnlichen können. Ob sich indess von dem Kalium- und Na- trium-Sulfuride im Grossen ein vortheilhafter Ge- brauch wird machen lassen, lässt sich im Voraus nicht wohl berechnen, denn hierbei muss sowohl auf die erforderliche Quantität, als auf den Preis der dazu nöthigen Materialien und auf die mit der Bereitung verbundenen Kosten Rücksicht genommen werden.— Das Kalium verbindet sich auch mit Phosphor, indess haben wir nicht nöthig, diesen Körper näher zu betrachten. Von seinen Verbindungen mit Jod, Fluor, Kyan und Chlor werden wir später handeln. 490 Von den Salzen im Allgemeinen. Früher nannten die Chemiker Salz, nur die kleine Anzahl der krystallisirten, im Wasser auf- löslichen Körper, wodurch denn auch Säuren, Al- kalien, Zucker u. m. dergl. Dinge in diese Klasse gebracht werden mussten; in der neueren Chemie stützt sich dagegen dieser Name auf mehr wissen- schaftliche Gründe, so dass den Salzen dadurch nicht nur grössere Ausdehnung, sondern auch schärfere Grenzen gegeben sind. Salze heissen jetzt die- jenigen Körper, worin entweder die einfachen Stof— fe, oder die verbundenen, zusammengesetzten Kör- per ihre electrischen Eigenschaften gänzlich, oder doch grösstentheils verloren haben. Die Verbindung von Chlor und Natrium ist z. B. ein wirkliches Salz, weil hierin jede electrische Wirkung aufgehoben ist. Dagegen gehört die Verbindung von Natrium und Sauerstoff nicht zu den Salzen, weil darin die elec- trische Wirkung des Natriums noch nicht durch den Sauerstoff vernichtet worden ist. Eben 80 ist die Verbindung von Schwefel und Sauerstoff kein Salz, denn auch hierin hat der Schwefel seine electrische Wirkung beibehalten. Statt dessen bilden aber Schwefelsäure und Natriumoxyd in ihrer Ver- einigung ein wirkliches Salz, indem darin die elec- trischen Eigenschaften beider Körper gänzlich auf- gehoben sind.— Ein Salz im Allgemeinen kann desshalb betrachtet werden als das Product des Gleich- geuichtes 0 te. Dieser anfing; c trischen de dass Soo! gen vi 1 die einen e. troposilir J ben Ligensc man Acid sen Körper Schon lassen stoffsali salze.) die ds un einer enen Alka Siure und aserstff ble Säure Stoffe, di den agen Erundlage stoffsalzer bal sie auische dern. J. Allalien U, Dur ch Wasser a Säuren, diese Nu. ren Che ehr wis adurch 1 ich schält n jetat d. fachen Sl celle Af. mlicb, oder Verbindung liches del, fzeboben 10 atrium u. In die dl. icht du Eben Sauen wee. essen il ihrer lt rin die. zul al. geilen Lulu e Cle 491 gewichtes entgegengesetzter(electrischer) Kräf- te. Dieser Begriff von Salz entstand, seitdem man ansing, die chemischen Erscheinungen von der elec- trischen Seite aus zu betrachten, und als man sah, dass sowohl die einfachen Stoffe als ihre Verbindun- gen zwei Klassen von Körpern bilden, wovon sich die einen electronegativ, die anderen dagegen elec- tropositiv verhalten.— Diese Aehnlichkeit unter den Eigenschaften der electronegativen Körper nennt man Acidität, wogegen man die der electropositi- ven Körper mit dem Worte Basicität bezeichnet. Schon früher haben wir gesehen, dass es drei Klassen von Salzen giebt; nämlich: 1) Sauer- stoffsalze; 2) Haloidsalze und 3) Schwefel- salz e. Wir wollen sie jetzt näher betrachten. A. Sauerstoffsalze. Die Sauerstoffsalze bestehen aus einer Säure und einer salzfähigen Grundlage(Salzbase), oder einem Alkali im weitesten Sinne des Wortes. Jede Säure und Salzbase enthält entweder Sauer- oder Wasserstoff, oder auch beide zugleich(vegetabili- sche Säuren) und daneben noch 1, 2 oder 3 andere Stoffe, die man, wie früher erwähnt wurde, bei den Basen und auch wohl bei den Säuren ihre Grundlagen nennt. Die Säuren bilden in den Sauer- stoffsalzen die electronegativen Verbindungen, wess- halb sie sich auch bei der Zerlegung durch die Gal- vanische Säule am positiven Pole derselben abson- dern. Die Salzbasen, oder die Erden, Oxyde und Alkalien sind dagegen ihre electropositiven Verbin- 2 10 8* * * . 0 0 5 — * 492 dungen, denn sie werden bei der Zerlegung durch die Säule am negativen Pole derselben ausgeschieden. Vorläufig sey hier bemerkt, dass sich in den Sauerstoffsalzen zwei oxydirte Körper in der Art mit einander verbinden, dass der Sauerstoffgehalt des einen oxydirten Körpers, ein Vielfaches(Mul- tiplum) in ganzen Zahlen vom Sauerstoffgehalte des anderen ist; und ferner: dass die Säuren für alle Salzbasen einerlei Sättigungscapacität besitzen, d. h. die Mengen der verschiedenen Basen, welche zur Sättigung einer bestimmten Gewichtsmenge der ei- nen oder anderen Säure erforderlich sind, enthal- ten stets dieselbe Menge Sauerstoff. Dies ist der Grund, warum zwei in Wasser gelöste und hierauf mit einander vermischte, neutrale Salze ihre Neu- tralität beibehalten, auch wenn sie sich einander wechselseitig zerlegen. Kennt man daher die Sätti- gungscapacität irgend einer Säure genau, 0 lässt sich auch eben so genau berechnen, wie viel von jeder Basis(insofern nämlich als man schon ihren Sauerstoffgehalt kennt) erforderlich ist, um mit der Säure ein neutrales Salz zu liefern; hieraus folgt nun wiederum, dass sich aus dem Sauerstoffge- halte einer genau bekannten Basis der Sauerstoff- gehalt aller andern Basen inden lässt; denn wenn man genau die Menge des Sauerstoffs von irgend einer Base, die mit irgend einer Säure ein neutrales Salz liefert, weiss, so müssen die übrigen Basen, welche sich mit eben so viel von derselben Säure zu neutra- len Salzen verbinden, auch eben so viel Sauerstoff, als die schon bekannte Base enthalten. Die Resultate solcher Berechnungen sind, wie die Erfahrung ge- zeigt hat, sehr zuverlässig, ja, sie sind bei Weiten cherer als zommenen (ie Orundy nichtig sind wehrung 0 vichtes uu Mir le galze. Die Alom daur ei werden Aütnisse beit ach das ente acht; Als: Jerhäl; d Vermögen besitzen al kalische! ale sche dauer. Le Jchermete Joncktonst ukrpe 0 Nets zeichne 05 dass di 1d ecken Achen, ie den wir d. Tin 0 tel nan die pelches 8 cülige it, Vepierstreil legdng ü Ausgeschlelg sich in f r in der. auerstodg Hache( llgehale uren für; sitzen, d! welche n nge der nd, ent Dies ist! undd hikra ze ihre M. ich eibaockr ler die Sit. au, 80 Hit Jie iel von Schon ihre um nit ie fieraus fl auerstoch. gauersté“ denn wen gend ei utrales& zen, wel zu nell auen ie Lesulet 493 sicherer als die unmittelbar mit den Salzen vorge- nommenen chemischen Analysen(vorausgesetzt, dass die Grundversuche oder deren Resultate vollkommen richtig sind); denn bei diesen ist eine geringe Ver- mehrung oder Verminderung des angewendeten Ge- wichtes unvermeidlich. Wir kennen neutrale, saure und basische Salze. Die neutralen Salze entstehen, wenn sich 1 Atom Säure mit 1 Atom Salzbasis vereinigt. Hier- bei werden die entgegengesetzten electrischen Ver- hältnisse beider Körper dergestalt aufgehoben, dass sich das entstandene Salz sowohl in chemischer Hin- sicht, als auch für unsere Sinne meist indifferent verhält; denn nur zuweilen, wenn das electrische Vermögen der Säure oder das der Base vorwaltet, besitzen auch die neutralen Salze noch saure oder alkalische Eigenschaften, so z. B. reagirt das neu- trale schwefelsaure Eisenoxydul(Eisenvitriol) noch sauer. Ueberhaupt aber ist die Basicität aller Schwermetalloxyde, besonders die ihrer höchsten Oxydationsstufe, sehr schwankend; und sie bilden, stufenweis gleichsam Doppelsäuren mit den Säuren. Stets zeichnen sich die neutralen Salze noch dadurch aus, dass sie einen eigenthümlichen, bald bitteren und stechenden, bald einen süssen, herben, metal- lischen, oder einen solchen Geschmack haben, wel- chen wir den salzigen nennen. Ein völlig neutrales Salz erhält man bei den krystallisationsfähigen am sichersten dadurch, dass man die Säure und Basis bis zur Neutralisation (welches sich, wenn die Basis eine kalische oder erdige ist, durch mit Curcume und Lackmus gefärbte Papierstreifen ausmitteln lässt) zusammen mischt und 494 zur Krystallisation abdampft, weil dann in die sich bildenden Krystalle das Wenige, was manu von der Säure oder Base etwa zuviel zugesetzt hat, nicht mit übergeht, sondern in der Flüssigkeit(Mutterlau- ge) zurückbleibt. Ein Salz heisst sauer, wenn darin ein Atom Base mit 12, 2, 3, 4. u. s. W. Atom Säure verbun- den ist, näher wird dieses durch anderthalb, Zwei- fach, dreifach, vierfach u. s. W. ausgedrückt, so dass also die Atome der Säure das Multiplum bestimmen; man sagt z. B. zweifach- schwefelsaures Kali. Basis ch nennt man dagegen ein Salz, wenn sich 12, 2, 3, 4, 6 bis 12 Atome Base, nur mit 1 Atom Säure verbunden haben. Bei näherer Bezeich- nung sagt man drittel, halb, zweidrittel u. s. w., 8 so dass die Atome der Säure den Zähler des Bruchs ausmachen. Einige Sauerstoffsalze, besonders die sauren, haben die Eigenschaft, sich mit anderen Sauerstoff- salzen chemisch zu verbinden; wir sehen dieses daraus, dass sie damit als ein Ganzes krystallisiren. Dergleichen Salze heissen Doppel- oder Tripel- salze. In diesen Verbindungen spielt das eine Salz dann die Rolle der Säure, oder ist der elec- tronegative Bestandtheil desselben, wogegen das an- dere Salz die Base oder dessen electropositiver Be- standtheil ist. Die mehrsten Doppelsalze bestehen aus 2 Basen und einer Säure, und nur zuweilen kommen solche vor, die 2 Säuren und eine Basis enthalten. Endlich giebt es auch einige Sauerstoff- salze, die das Eigenthümliche haben, mit Haloid- salzen Verbindungen einzugehen; doch diese sind für uns von keiner Erheblichkeit. Zu del Wasser cb man kann ger Säure eder wirk glich„0 Aber auch e Tonegaliper Fliren neut Ian ler zun aber el k. Die w Jer Frhebl brauchen Pflanzen- besonders bigen Sal: id 50 fauspohrich Alle 8a ren Pesta dei den 8a son der Sal Irderich, 6 Nalze 80 ge en, fei die in der zcben Vue glich, ü lie einen um aus Muren, in in die ß mau zun e at hit, fg i(Mattel rin ein d ure vel. ctlalb, m. ücht, 80 0 bestimas Kali. Salz, 5 nur u erer Beuel ittel U. 6, ff. er des Huch die euren, rel duerstolk eben dies Arpställiire. oder Trish jelt das ele zt der el gegen 045 l positief. le beste ur zue id eine 5 7e Sauer nit Hal b die sil 495 Zu den Salzen lassen sich auch wohl die mit Wasser chemisch verbundenen Oxyde zählen, denn man kann annehmen, dass jenes darin die Stelle der Säure einnimmt. Das Wasser macht indess jeder wirklichen Säure augenblicklich Platz und ist folglich nur eine sehr schwache Säure. Es muss aber auch die schwächste Säure seyn, da sein elec- tronegativer Bestandtheil vollkommen den electropo— sitiven neutralisirt. Man kennt schon über 2000 Sauerstoffsalze, Wo- von aber erst der kleinste Theil genau untersucht ist. Die mehrsten Salze sind für uns von gar kei- ner Erheblichkeit; selbst nicht einmal diejenigen brauchen wir alle kennen zu lernen, welche zum Pflanzen- und Thierleben gehörende Stoffe enthalten; besonders aber lassen wir den grössten Theil derje— nigen Salze unberücksichtigt, welche Kunstproducte sind; so z. B. haben für uns kein Interesse die phospohrichtsauren- und schweflichtsauren Salze. Alle Salze besitzen gewisse, allgemeine, von ihren Bestandtheilen abhängige Kennzeichen, und bei den Sauerstoffsalzen rühren diese eben 80 oft von der Säure, als von der Basis her. Es ist er- forderlich, dass Wir uns mit diesen Kennzeichen der Salze so genau als möglich bekannt zu machen su- chen, theils weil uns dieses in den Stand setzt, die in der Natur vorhandenen Körper einer chemi- schen Untersuchung zu unterwerfen, theils und vor- züglich, weil die Salze zu den Körpern gehören, die einen grossen Einfluss auf das Pflanzenwachs- thum ausüben. Wir wollen hier zuerst die Charac- tere der Salze betrachten, welche sie durch die Säuren, oder ihren electronegativen Bestandtheil 496 bekommen, wogegen wir später, wenn von den Sal- zen insbesondere gehandelt werden wird, die Kennzei- chen aufzählen wollen, welche sie durch die Basen oder ihren electropositiven Bestandtheil erhalten. Von den Characteren, welehe die Sauerstoff. Salze durch die Sduren bebommen. a. Kohlensaure Salze(Carbonate). Werden kohlensaure Salze mit stärkeren Säuren in Berührung gebracht, so erfolgt mehr oder weni- ger ein lebhaftes Aufbrausen, indem die Kohlen- säure als Gas entweicht, um der zugesetzten, nicht flüchtigen Säure Platz zu machen. Viele Basen dieser Salze lösen sich hierbei in der zugesetzten Säure auf. Die mehrsten kohlensauren Salze verlie- ren auch die Säure, wenn sie für sich geglühet wer- den, doch einige lassen sie nur gänzlich fahren, wenn man zuvor Kohlenpulver zugesetzt hat. Sind die kohlensauren Salze basisch, so enthalten sie die Basis in einem Verhältnisse, dass sie 2 und 4mal 80 viel beträgt, als die Basis in den neutralen Salzen. b. Schwefelsaure Salze(Sulfate). Die Hauptkennzeichen dieser Salze bestehen darin, dess sie, mit Kohlenpulver in einem bedeck- ten Tiegel geglühet, Schwefelmetalle(Sulfuride) geben; wenigstens ist dieses der Fall mit den schwe- felsauren Salzen der Alkalien, der alkalischen Erden und mehreren schwefelsauren Metalloxyden. Bei einigen gel Ferhältuis Felichtsaur Dasis uri Talkerde, Metallo er dalve i. Kurem Bar rsäure un. Khwekelsau len giebt de Säure- leträgt. Dasische d mit 2, 3 0. Die 81 bervor, pe flint f er gelütt! 0 lässig kickter 85 kchtes Net aller ade theils nur dationsstu detersäur oll abe Naltiplun dale vor n von den gz b die Nel ich die h V erhale. e alert inmen. nate) eren 5 ur oder die Wolz setzten, il Viele 1 Zugesele Salze el geglület y. fahren, hun Find d ten sie dd und Amal en Salzen le). e bestell gem betet (Sulu den sche geben Ich cen. 1 497 einigen schwefelsauren Salzen bildet sich unter diesen Verhältnissen aber statt der Schwefelsäure schwe- felichtsaures Gas, Was entweicht und wobei die Basis zurückbleibt; 80 z. B. bei der schwefelsauren Talkerde, Alaunerde und einigen schwefelsauren Metalloxyden. Ein anderes Hauptkennzeichen die- ser Salze ist, dass alle im Wasser löslichen mit salz- saurem Baryt einen weissen, in Wasser und Salpe- tersäure unauflöslichen Niederschlag geben, der aus schwefelsaurem Baryt besteht. Nur mit wenigen Basen giebt die Schwefelsäure saure Salze, worin die Säure- Menge das Doppelte der Basen- Menge beträgt. Dagegen liefert sie mit sehr vielen Basen basische Salze; in diesen ist die Basis ein Multiplum mit 2, 3 u. 6 der Basis der neutralen Salze. . Salpetersaure Salze(Nitrate). Die Säure dieser Salze bringt eine Verpuffung hervor, wenn man sie mit Kohlenpulver vermischt und erhitzt. Werden die salpetersauren Salze in Was- ser gelöst und mit Salzsäure versetzt, so färbt sich die Flüssigkeit gelb(Bildung von Chlor und salpe- trichter Säure, Königswasser) und sie löst dann echtes Blattgold auf. In der Hitze wird die Sure aller salpetersauren Salze theils ganz ausgetrieben, theils nur zersetzt, d. h. auf eine niedrigere Oxy- dationsstufe des Stickstoffs zurückgeführt. Die Sal- petersäure liefert mit den Basen keine sauren Salze, wohl aber basische. Die Basis kommt darin als ein Multiplum mit 2, 3 u. 6 der Basis der neutralen Salze vor.— 28 2— 498 d. Phosphorsaure Salze(Phosphate). Wenn die Phosphorsäure mit einer Basis ver- bunden ist, mit welcher sie ein in Wasser lösliches Salz liefert, so bewirkt ein Zusatz von Kalkwrasser in der Lösung einen flockigen, gelatinösen, weissen Niederschlag, der phosphorsaure Kalkerde ist, und ohne Aufbrausen sich in Salpetersäure löst. Ferner geben die Auflösungen der neutralen phosphorsauren Salze, mit salpetersaurem Bleioxyde und salzsaurem Baryte vermischt, gleichfalls einen weissen in Salz- und Salpetersäure löslichen Niederschlag, aus phos- phorsaurem Blei oder phosphorsaurem Baryt be- stehend; und endlich bringt salpetersaures Silber- oxyd darin einen weissen oder eidottergelben Niederschlag hervor. In den in Wasser unauflöslichen phosphorsauren Salzen entdeckt man die Gegenwart der Phosphorsäu- re dadurch, dass man ein wenig von dem Salze mit Boraxsäure auf Kohle legt, dies vor dem Löthrohre schmilzt, und, wenn das Aufblähen aufgehört hat, einen feinen Eisendrath hineinsteckt. Die Phosphor- säure erleidet, wenn das Erhitzen fortgesetzt wird, dadurch eine Zersetzung, und es entsteht Phosphor- eisen, welches schmilzt und nach dem Erkalten und Jerschlagen der erhaltenen Perle, mit einem kleinen Magnete ausgezogen werden kann. Die Phosphorsäure hat das Eigenthümliche, dass sie sich mit ein und derselben Base in mehreren Ver- hältnissen verbindet, als die übrigen Säuren; sie lie- fert damit saure Salze, in welchen sich die Säure um 13, 13 und 2mal um das Verhältniss vermehrt, in Die basisch gegen 113 lie neutra zer olge⸗ 6, die las falöclen dat furchsclein, fiesen ren auf ur! die Kiesel, auflöslicha um zersel verlieren, wichte Ko. Sallsäure und dann 1 trale Hiesel chen die M all Scecll bunmusszurt ihre Tarhe lösen sich selbe schy mit vielen eine wein, chte) ler Dad hy asser löl Isen, pez rde ist, u löst. Jem 0sphorszun d salzsaunt ssen in d u Baryt aures Sil ottergelhe barpborsslren Hobo Jem delle uit em Lotro ufzehitt. ie Phosphu esetat il nt Pho! Erkalten 1 inem Mei imliche, ehreren Iren; 8d 1 die Saure l. ermelrt, 1 499 welchem sie zur Basis im neutralen Salze vorkommt. Die basischen Salze, welche sie giebt, enthalten da- gegen 13, 135 12, 2, 22 und 3mal so viel Base, als die neutralen Salze; doch vereinigt sie sich in die- ser Folge nicht so mit allen Basen. e. Kieselsaure Salze(Silicate). Sie lassen sich daran erkennen, dass die mine- ralischen Säuren die Kieselsäure als eine gelatinôöse, durchscheinende Masse absondern. Die basischen kieselsauren Alkalien lösen sich aber gänzlich in Sau- ren auf und setzen erst beim Verdampfen letzterer die Kieselsäure in Form einer Gallert ab. Die un- auflöslichen sauren kieselsauren Salze müssen aber, um zersetzt zu werden, oder die Kieselsäure zu verlieren, erst mit reichlichem, bis zum Afachen Ge- wichte kohlensauren Kali geschmolzen, hierauf mit Salzsäure versetzt, bis zur Trockne abgedampft und dann mit Wasser behandelt werden. Für neu- trale kieselsaure Salze hält man diejenigen, in wel- chen die Kieselsäure 3mal den Sauerstoff der Basis enthält. f. Humussaure Salze(Humate). Sowohl die trocknen als die in Wasser gelösten humussauren Salze geben sich uns am ersten durch ihre Farbe zu erkennen. Die humussauren Alkalien lösen sich in 50 wenigem Wasser auf, dass sie das- selbe schwarzbraun färben; wird aber die Lösung mit vielem Wasser verdünnt, so nimmt sie Zuletzt eine weingelbe Farbe an. Die humussauren Erden 30 * 500 und Oxyde sind dagegen nur in so geringer Menge im Wasser löslich, dass sie dasselbe blassgelb, höchstens braungelb färben. Werden die in Wasser gelösten humussauren Alkalien mit einem Salze ver— setzt, welches eine Erde oder das Oxyd eines Schwer- metalles zur Basis hat, so erfolgt ein brauner, flok— kiger Niederschlag, der aus einem humussauren Erd- oder Oxydsalze besteht. Auf's Filter genom- men, sind diese Körper sehr schlüpfrig, und enthal- ten, sowohl chemisch als mechanisch gebunden, sehr viel Wasser, schrumpfen beim Austrocknen erstaun- lich zusammen und zerfallen dabei in unregelmässi- ge, schwarze, stark glänzende, dem Gagate ähnliche Stücke. Bei der trocknen Destillation liefern die hu— mussauren Salze, durch Zersetzung der Humussäu— re, Wasser, Kohlenoxydgas, Kohlensäuregas und brenzliches Oel. Die dabei zurückbleibende Koh le enthält die Base nicht mehr als Oxyd, son- dern als Metall, indem sie durch den Kohlen- und Wasserstoff der Humussäure reducirt wird. Das Metall in dieser Kohle ist aber mit Kohlenstoff 30 sehr übersättigt, dass es, mit der Luft in Berüh- rung kommend, keine Oxydation erleidet. Diese Koh- le verhält sich mithin dem Graphite ähnlich, wel- cher gleichfalls ein Kohlenmetall(Carbonmetallid) ist. Die Humussäure der humussauren Salze erlei— det, sobald es nicht an Feuchtigkeit fehlt und die Luft freien Zutritt hat, durch Anziehung vom Sau- erstoff eine allmählige Zerselzung, wobei sich Koh- lenszure und Wasser bilden. Enthält das humussau— re Salz eine Base, die zur Kohlensäure Verwandt- haft hat. auch ein 1 Wenn 0 5de in J Humussiur derlssig“ und bt die 60 bildet 0 erde. ird be ger, wech lisst hält, bet sich lk und die He Die Il doch verb: ren Salzer! untersucht! ihres Misch beben Sala ul.— 1 HBerrxel. Waal Une Stelen, uu Jodide, Collectyna ihm darin. per zu den ben; hier aue(Chlo eringer Neu be dag die in ag em dalue z eines Seh rauner, fl. umu Filter gell „ und end. bunden, en erste. unregelm. gate ähnl. fern die. ler Hunuel neue lud lebende Rol- Ornd, sab. Tollen unt wird. h. Lohlensbot“ lt in Bell Diese! lich, 5. metallic)“ Salze eil fehlt und“ ng von 95 hei sich V. Jas Hund“ eum 501 schaft hat, so entsteht bei der Zersetzung dann auch ein kohlensaures Salz. Wenn Wasser, welches humussaure Erden und Oxyde in Lösung hält, gefriert, so trennt sich die Humussäure von den Basen und erscheint beim Wie- derflüssigwerden des Wassers als ein braunes Pulver; und ist die Base des Salzes Kalk- oder Talkerde, 50 bildet sich hierbei kohlensaure Kalk- und Talk- erde. Wird bei Zutritt der atmosphärischen Luft Was- ser, welches humussaure Kalk- und Talkerde ge- lösst hält, in gelinder Wärme verdunstet, so bil- det sich gleichfalls kohlensaure Kalk- und Talkerde und die Humussäure sondert sich aus. Die Humussäure liefert leicht basische Salze; doch verbindet sie sich mit den Basen auch zu sau- ren Salzen. Beide sind jedoch noch nicht so genau untersucht, als dass sie mit Sicherheit die Angabe ihres Mischungsverhältnisses erlaubten. Die basi- schen Salze kommen sehr häufig im Thonboden Vor.— B. Haloidsalze. Berzelius hat den Körpern, welche aus einem Metalle und aus Chlor, Jod, Fluor und Ryan be- stehen, und welche man gewöhnlich Chloride, Jodide, Fluoride und Kyanide nennt, den Collectivnamen Haloidsalz e gegeben. Wir folgen ihm darin. Warum man berechtigt sey, diese Kör- per zu den Salzen zu zählen, wurde vorhin angege- ben; hier sey nur noch bemerkt, dass wir im Koch- salze(Chlornatrium) einen Körper finden, welcher 502 den schlagendsten Beweis liefert: Sauerstoff brau- che kein nothwendiger Bestandtheil eines Körpers zu seyn, um dennoch alle Eigenschaften eines Sal- zes zu besitzen. Die Haloidsalze sind den Sauerstoffsalzen in vie- ler Hinsicht sehr ähnlich. Es giebt unter ihnen so- wohl neutrale, als saure und basische Salze; und sie enthalten, wie jene, zuweilen auch Kry- stallwasser. Sobald Metalle z Wei Oxydationsstufen haben, liefern sie auch stets zwei Haloidsalze, wWOvon das eine den Oxydul- und das andere den Oxydsal- Zen entspricht. Ist der Salzbilder Chlor, so nennt man das Haloidsalz, welches dem Oxydulsalze ent- spricht, Chlorür(Protochlorid), und das, was dem Oxydsalze Proportional ist, Chlorid(Deuto- chlorid). Beim Jod sagt man: Jodür und Jodid. Es giebt auch Superchlorüre, Superchloride u. s. w. Die neutralen Haloidsalze entstehen, wenn man Wasserstoffsäuren, als Salz-, Fluss-, Jodwas- serstoff- und Kyanwasserstoffsäure(Blausäure), mit Metalloxyden zusammen bringt. Ausser dem ent- sprechenden Haloidsalze bildet sich(durch Vereini- gung des Sauerstoffs des Oxydes und des Wasser- stoffs der Säure) dann auch jedesmal Wasser. Die Wiasserstoffsäuren sättigen folglich die Basen nicht, Wie die Sauerstoffsäuren, sondern verändern sie, und zwar stets so, dass sie selbst eine Verände- rung dabei erleiden.. Die sauren Haloidsalze entstehen, wenn sich ein neutrales Haloidsalz mit einer Wasserstoffsäure, die den gleichen Salzbilder enthält, zu einem Salze reinigt 5. ellen vor. Die be enn ein gammentrit enthält, s 80 erbil und vierf Halle lamm Die Ha solsalle; c Tür ul (ie in de einige von! Wenn mar fung unte geben.— Von der 1 Die in bel Weiten sem Wege bei Zusi sigen,. denden, i aber Jösli und dass einen weis muenze eines Ne ten eine. salzen i, inter ihnen; sische len auch I. stufen Ha alze, den O cyl lor, 80 w. y dulsalse und das,. lorid(Den dür und Jod Hloride u. S.! lteben, e luss-, Jod. lausäure),! 188er dem d durch Ver d des Was Waser. e Basen li Ferändern“ eine elk n, Wen 10 ase dll 1 kibent Hal 503 vereinigt; dergleichen Salze kommen indess sehr selten vor. Die basischen Haloidsalze bilden sich endlich, wenn ein neutrales Haloidsalz mit einem Oxyde zu- sammentritt, was schon das Metall des Haloidsalzes enthält, so z. B. wenn sich Chloreisen mit Eisen- oxyd verbindet. Es giebt z weifach-, dreifach- und vier fach- basische Haloidsalze. Dergleichen Salze kommen häufig vor. Die Haloidsalze verbinden sich, wie die Sauer- stoffsalze, auch zu Doppel- Haloidsalzen. Für unsern Zweck reicht es hin, wenn wir nur die in der Natur vorkommenden Haloidsalze und einige von denen kennen lernen, welche entstehen, wenn man gewisse Naturkörper der chemischen Prü- fung unterwirft, wir werden desshalb viele über- gehen.— * Pon den Characteren, oelche die Huloidsdlae durch den Salzbilder behommen. a. Chloride. Die in Wasser löslichen Chlormetalle, was die bei Weitem grösste Zahl ist, lassen sich auf nas- sem Wege dadurch sehr sicher erkennen, dass sie pei Zusatz von salpetersaurem Silberoxyd einen kä—- sigen, weissen, am Lichte bläulich- schwarz wer- denden, in Salpetersäure unlös! aber löslichen Niederschlag(Silberchlorid) geben, und dass salpetersaures Quecksilberoxyd gleichfalls einen weissen, käsigen, in Salpetersäure unlöslichen ichen, in Ammoniak 504 Niederschlag(Merkurprotochlorid) darin hervor- bringt. Mit Schwefelsäure zusammengebracht, ent- wickelt sich aus vielen Chloriden Salzsäure, und wenn auch boch Manganhyperoxyd Zugesetzt wird, Chlor. Auch geben sie, mit Salpetersäure versetzt, fast sämmtlich Chlor aus. b. Jodide. Der Hauptcharacter dieser Salze ist, dass Stär- welche mit ihnen in Berührung gebracht wird, eine indigo- blaue, oder violette Farbe annimmt, sobald auch etwas Chlorwasser oder Schwefelsäure hinzugetröpfelt wird. Die Stärke muss jedoch, wenn die blaue Farbe erscheinen soll, gekocht seyn. ke, gut zerrieben oder Auch erfolgt die Reaction nicht leicht, wenn ein Chlorid in der Flüssigkeit vorhan- den ist; in diesem Palle muss die Stärke in ver- dünnter kochender Schwefelsäure aufgelöst, die zu prüfende, nicht zu sehr verdünnte Flüssigkeit da- mit vermischt, einige Tropfen Chlorwasser zuge- setzt und das Ganze gut umgerührt werden. Mit essigsaurem Bleioxyde versetzt, erfolgt in der Lö— sung der Jodide ein orangefarbiger, in Wasser un- löslicher Niederschlag; salpetersaures Silberoxyd bringt darin einen gelblich- weissen, in Salpeter- säure und Ammoniak unlöslichen Niederschlag her- vor. C. Fluoride. Die in Wasser unlöslichen Fluormetalle werden daran erkannt, dass sie, mit Schwefelsäure ver- muscht und rsloflsäure carüber ge löslichen chon an, misclt ud Zaryt peru. ure lil nit dem lu Tusatz von as Wärme auch Wass rde als ein Sie ge elblauen wird an de Fpanmetalle blulrotl.— Die de ü Theil! desselben einigung ven Sulu spielen 1 electro. der Schwe o. positi- kin heny brett, ll. list, Ul geselut aure seren 11 I „ dass d bracht e annin: chwelelet jedoch, pe errieben g eactin nid gbeit fuhr ile in zer. lät, die m liehe de razer dug erden. Il in der l. Masser u. Silben in Salpek⸗ schlag l. ale fer laue de. 505 mischt und etwas erwärmt, Dämpfe von Fluorwas- serstoflsäure entwickeln, und dass diese Dämpfe darüber gehaltenes Glas angreifen. Die in Wasser löslichen Fluoride greifen dagegen ein Glasgefäss schon an, wenn man sie mit Schwefelsäure ver- mischt und freiwillig verdunsten lässt. Salzsaurer Baryt verursacht darin einen weissen, in Salpeter- säure löslichen Niederschlag. Kommt Kieselerde mit dem Fluormetalle gemengt vor, so wird durch Zusatz von Schwefelsäure und Anwendung von et- was Wärme PFluorkieselgas entwickelt, welches, durch Wasser geleitet, einen grossen Theil Kiesel- erde als eine Gallerte fallen lässt. d. Kyanide. Sie geben, mit Eisensalzen vermischt, einen dun- kelblauen oder weissen Niederschlag; der weisse wird an der Luft gleichfalls blau. Die Schwefel- kyanmetalle färben die Lösungen der Eisenoxydsalze blutroth.— C. Schwefelsalze. Die Schwefelsalze sind Körper, welche sich zum Theil in Wasser auflösen und beim Abdampfen desselben krystallisiren. Sie entstehen bei der Ver- einigung von electro- positiven mit electro- negati- ven Sulfuriden. Die electro- positiven Sulfuride spielen in diesen Salzen die Rolle der Basen, die electro- negativen dagegen die der Säuren. Auch der Schwefel wasserstoff verbindet sich mit den elec- tro- positiven Schwefelmetallen zu Schwefelsalzen 506 und vertritt in diesen Verbindungen die Stelle der Säure. Unter allen bekannten Schwefelsalzen ha- ben wir nur nöthig, einige von diesen kennen zu lernen. Jon den Characteren, zwelee die Schtbe fel. Salae durch ihren electro negativen Be- Standtheil erlhialten. Die Schwefelsalze besitzen, in Wasser gelöst, einen unangenehmen, hepatischen Geruch und Ge— schmack, welcher daher rührt, dass sie durch die Einwirkung der Kohlensäure der Luft eine fortwäh— rende Zersetzung erleiden, und dass dabei ihr elec- tro- negativer Bestandtheil, der Schwefel wasserstoff, als Gas entweicht. Bei Abhaltung von Luft kann man sie dagegen glühen, ohne dass der Schwefel- Wasserstoff verloren geht. An der Luft nehmen sie (durch Zersetzung) eine gelbe Farbe an. Werden sie mit Säuren übergossen, so entsteht durch Ent- weichung des Schwefelwasserstoffs ein Aufbrausen. Kommen sie mit oxydirten Salzbasen in Berührung, so bildet sich durch Zersetzung ihres Schwefelwas- serstoffs ein Schwefelmetall, und gleichzeitig ent- steht Wasser. Dies sind die Haupt- Charactere, welche alle von uns zu betrachtenden Schwefelsalze, als wasser- stoffschweflichtes-Schwefelbarium,-Schwefelcalcium,- Schwefeltalcium,- Schwefelkalium,- Schwefelnatrium und-Schwefelammonium mit einander theilen.— Ale Sau clue, sad Wasser Uös auch die 8 det, und Säure ung selten Kr) Luft feucht Die ce ben, nit nen rsa ach- eins mit in Was 0 bildet se benclig, ni einer! 80 erfalgt; cher Naht schläge e der Plüss bentrirter Die k. Vilt 507 die diele 0 ekelbelhen 1 5 den kene Von den Salzen insbesondere. e Heu zien J. I. Salze des Kaliums. A. Sauerstoffsalze. asser Alle Sauerstoffsalze des Kaliums, oder die Kali- uch uni salze, sind im Ganzen genommen sehr leicht im sie durch Wasser löslich. Sie sind feuerbeständig, insofern eine furt auch die Säure keine Zersetzung durch Hitze erlei- dabei il dl. det, und sie erscheinen farbelos, sobald auch die efelpasrertl Säure ungefärbt ist. In fester Form enthalten sie Fon It Aal selten Krystallwasser und werden zum Theil an der er deln Luft feucht Au lehnen dt Die concentrirten Lösungen der Kalisalze ge- au. Werde ben, mit Weinsäure im Ueberschusse versetzt, ei- t durch In. nen krystallinisch- körnigen Niederschlag, von zwei- Aufbczu fach- weinsaurem Kali; vermischt man sie dagegen 1 Berühm mit in Wasser aufgelöster schwefelsaurer Alaunerde, chpelln so bildet sich nach einiger Zeit ein körniger Nie- 5 nreitte u derschlag, aus Alaun bestehend; werden sie endlich f 5 5 7 2*— mit einer Lösung von Chlorplatin zusammengebracht, so erfolgt ein gelber, körniger Niederschlag, wel- 1 welche 8 1 f 9 10 cher tune bo id ist. Alle diese Nieder- als ast 8 1 5 f 15 um schläge entstehen jedoch oft erst beim Abdampfen ekelcalcl felnat der Flüssigkeit, oder bei starker Bewegung der con- We feln, 5 1 centrirten A 5 len.— a g Die Kalisalze bilden Doppelsalze mit Ammoni- ak-, Natron-, Talkerde-, Alaunerde-, Manganoxy- 508 dul-, Eisenoxyd- und Eisenoxydulsalzen, von wel- chen wir späterhin mehrere kennen lernen werden. 1. Kohlensaures Kali. Das Kali verbindet sich mit der Kohlensäure in drei verschiedenen Verhältnissen, zu: einfache, anderthalb und Zweifach kohlensaurem Kali. a. Einfach- kohlensaures Kali (basisch- kohlensaures Kali). Es besteht aus 68, 20 Kali und 315,80 Kohlensäure. Sum. 100, 00. Wir finden dieses Salz nicht selten in Quell- wässern. Es bildet sich sehr oft erst im Boden da- durch, dass das darin befindliche Kieselkali eine Zersetzung erleidet, wobei dann das Kali mit der mit dem Regenwasser eindringenden Kohlensäure Zu- sammentritt. Wegen seiner leichten Auflöslichkeit in Wasser kommt es aber mehr in den unteren, als oberen Schichten des Bodens vor. In der Asche mancher Pflanzen ist es gleichfalls oft in grosser Menge enthalten; es entsteht beim Verbrennen derselben durch Zerstörung des pflan- zensauren Kalis. Um es künstlich zu bereiten, bedient man sich gewöhnlich des Weinsteins(saures weinsaures Kali), man glühet denselben, laugt ihn mit Wasser aus und dampft die Flüssigkeit ab. Da aber das 80 ge- vomnene 8 Valk- und siese Körpe und lisst 0 der Luft S. Kristalle ci Oelke nil 70 5. Cl. Jerlbren. D. man Salpeter, etz in einen tue Masse en man e wie oben. Das à mit Wasse Handel vor Jekaunt. I gehr ottas wehr als Z Jan gelt Holzarten d fe il nch l einmal 8 0 g Ollenszurer Schyeldl., Chlorhaln Das Lustande 6 der Luft 0 ner Fart Ahlich, 509 0 eu, yon e.. wonnene Salz zuweilen noch etwas Kyankalium, nen Werde 2 8—— 5 Kalk- und Kieselerde enthält, so löst man es, um diese Körper zu entfernen, wieder in Wasser auf, und lässt die Flüssigkeit dann einige Zeit ruhig an der Luft stehen, wobei es rein aus krystallisirt. Die Lolllensin 8 8 13 8 8 5 1 0 Krystalle sind trübe, besitzen die Form rhombischer einfach 75955 8 0 1 Octabder mit abgestumpten Endspitzen und enthalten euszun 20 p. Ct. Wasser; durch Hitze geht dieses daraus verloren. Das Salz lässt sich auch gewinnen, wenn man Salpeter(salpetersaures Kali) mit; Kohle Zu- ali satz in einem glühenden Tiegel verpufft, die erhal- 8 tene Masse auslaugt, filtrirt und abdampft, oder wenn man essigsaures Kali durch Hitze zerstört und wie oben weiter damit verfährt. . Das aus den Pflanzenaschen durch Auslaugen mit Wasser gewonnene kohlensaure Kali kommt im Handel vor, und ist unter dem Nahmen Pottasche an i guel. bekannt. Die Asche der Sträucher giebt gewöhnlich n Joien da. mehr Pottasche als die der Bäume; Blätter geben cla ei mehr als Zweige, und Zweige mehr als der Stamm. Nai nit&, Man giebt wohl an, dass die Asche der härtesten Hlensiure in. Holzarten die mehrste Pottasche enthalte, allein Auflösliclb dies ist nicht der Fall, denn Buchenholz liefert z. B. unteren y noch einmal so viel Pottasche als Eichenholz. Die käufliche Pottasche ist indess kein reines einfach- 8 gleich kohlensaures Kali, denn sie enthält mehrentheils auch absteht be schwefel-, kiesel-, und mangansaures Kali; ferner e des pla Chlorkalium und Chlornatrium. f Das kohlensaure Kali stellt im unkrystallisirten ent man fl Zustande eine feste weisse Masse dar, Zerfliesst an aubes Kal. der Luft(sowohl unkrystallisirt als krystallisirt) zu Waser dd einer ölartigen Flüssigkeit, schmeckt scharf, reagirt 5 7 2 ul 1 N. 1 317 32. 68 v d 60 f. alkalisch, wirkt in geringem Grade ätzend und löst 510 sich nicht in Alkohol auf. Vom Wasser bedarf es dagegen nur 1 Theil zur Lösung. Galläpfeltinctur bringt in der Lösung dieses Sal- zes nach einiger Zeit eine schöne grüne Farbe her- vor. Es schmilzt in der Rothglühehitze und ver- dampft beim Weissglühen; äschert man desshalb Pflanzen ein, um sie auf ihren Kaligehalt zu unter- suchen, so muss dieses wohl berücksichtigt werden. Werden über das glühende Salz WMasserdämpfe ge- leitet, so verliert es seine Kohlensäure, und es ent- steht Kalihydrat. Mit den Oelen und Fetten liefert es, unter Verlust seiner Kohlensäure, Seifen, die je- doch schmierig sind. Man wendet das Salz sehr häusig mit dem be- sten Erfolge zur Düngung der Felder und Wiesen an, nämlich in dem Falle, dass man Holz oder Pflanzenaschen darauf streut. Es vertilgt auf den Wiesen die Moose und Niedgräser, weil diese Wenig oder gar kein Kali als Nahrung bedürfen, oder Weil es, nach der Ansicht Anderer, ihre Organe gleich- sam überreizt und die Pflanzen dadurch absterben lässt, und lockt dafür nahrungsreiche Gewächse, be- sonders die zur Familie der Leguminosen gehören- den(Wicken- und Kleearten) hervor. Eine Düngung mit Pflanzen- Asche bewirkt ein sehr üppiges Wachs- thum des rothen Klees, der Lucerne, Esparcette, der Bohnen, Erbsen, des Flachses, der Kartoffeln und an- derer Feldfrüchte, indem sie sämmtlich sehr viel Kali zu ihrer vollkommenen Ausbildung bedürfen, indess wirkt die Asche, wie wir weiterhin sehen werden, auch noch durch andere Körper. Wegen der leich- ten Auflöslichkeit des kohlensauren Kalis in Was- ser dürfen die Pflanzenaschen immer nur in ge- iger Meng Gewächse l wiliren Lö nit Salzen gere Aulsl denn dingt geer in enn nan ei. pesondern A ehem leielt. Glurch gete⸗ ln Bode enthalten, el dug(doch! Wandelt sic üssaures ter im Pod cl Lssigsd daun üpkelea 0 das Pflan de genannte cken.— I. saure Kali menden, ab ren und bei entstehen res Nali, Dienste les Phor und 8 9, Zufüllr döder beiglg ung die, ine Dare b. litze uud 0 man dig alt m ut chtigt Wett serdängt 0 „ und 8: Felten! deiken, 00 mit den) r und fia an Holz. ad. ertigt auf dt. ei diese enig el, oder wel Ougene glei urch abeterhe Geppäclke, osen gelt Line Dina piges I spar cette“ offeln uud Sehr viell ürken, ile eben wel gen der fach ali; in fle ur in g. 511 ringer Menge angewendet werden, weil sonst die Gewächse zur Zeit mehr Kali erhalten, als sie assi- miliren können; überhaupt muss bei der Düngung mit Salzen ganz besonders ihre grössere oder gerin- gere Auflöslichkeit in Wasser berücksichtigt werden, denn düngt man mit einem Salze, welches sehr schwer in Wasser löslich ist, so haben die Pflanzen, wenn man eine zu geringe Menge anwendet, keinen besondern Nutzen davon, statt dass sie, wenn von einem leicht löslichen Salze Zu viel genommen wird, dadurch getödtet werden. In Bodenarten, die Humus und Humussäure enthalten, erleidet das Kohlensaure Kali eine Zerset- zung(doch nur, wenn Wärme hinzukommt) und ver- wandelt sich unter Verlust seiner Kohlensäure in hu- mussaures Kali. Seine Zersetzung erfolgt noch leich- ter im Boden, wenn freie Aepfelsäure und vielleicht auch Essigsäure darin vorhanden sind; dabei entstehen dann äpfelsaures- und essigsaures Kali, zwei Salze, die das Pflanzenwachsthum sehr befördern, statt dass die genannten Säuren für sich es oftmals unterdrü- cken.— Es ist sehr wahrscheinlich, dass das koh- lensaure Kali auch durch die im Boden oft vorkom- menden, aber im Wasser unauflöslichen, schwefel- sauren und phosphorsauren Salze zerlegt wird, da- bei entstehen dann phosphorsaures- und schwefelsau- res Kali, welche den Pflanzen sehr erspriesliche Dienste leisten, da sie ihnen ausser Kali auch Phos- phor und Schwefel, zwei für sie sehr wichtige Stof- fe, zuführen. 512 b. Anderthalb kohlensaures Kali. Es kommt nicht in der Natur vor, sondern bil- det sich nur, wenn man zweifach- kohlensaures Kali in Wasser gelöst kocht. Es krystallisirt, wird an der Luft feucht und löst sich leicht in Wasser, aber nicht in Alkohol auf. o. Zweifach- kohlensaures Kali (neutrales kohlensaures Kali). Es besteht im krystallisirten Zustande aus 48,92 Kali, 42,01 Kohlensäure und 95,07 Wasser. Sum. 100, 00. Dieses Salz kommt gleichfalls im Wasser eini— ger Quellen, also auch im Boden vor. Da es nicht auf Curcume Papier wirkt, so entdeckt man es am ersten dadurch, wenn das Wasser nach dem Ko— chen alkalisch reagirt, indem hierbei à von der Kohlensäure des Salzes entweicht. Wie es sich im Boden erzeugen könne, ist aus der Art seiner Dar— stellung ersichtlich; künstlich wird es nämlich da- durch hervorgebracht, dass man durch wässriges einfach- kohlensaures Kali anhaltend Kohlensäure- gas streichen lässt, oder dass man zu der wässerigen Lösung des einfachen Salzes allmählig so viel Essig- säure setzt, bis die Hälfte des Kalis dadurch gesät- lit„ wirkt sich! dass dadur gare Kali kohlensaure oder Aepke gleiches 00 eutstelen, Sabre in den Ju der! Mager in gr dillen, dere al. In der en wird 2 und seines lensaures! tem Passe schmeckt el reggirt sehr Obgleich stellt lat. wirke, so 12 dgch woll se Würbalten wil Anden Ligen au Rohlenszt Lach Kohlen laben, nie zend, wess Wocledüng Nenge a5 ber Boden 513 ö tigt ist. Die hierbei frei werdende Kohlensäure wirft sich dann auf das übrige kohlensaure Kali, 80 dass dadurch das doppelte oder zweifach kolen- Readen. Kali e Wenn 5 das einfach- .at kohlensaure Kali des Bodens mit Humus, Essig- 1 oder Aepfelsäure zusammenkommt, so muss sich stallisitt. gleichfalls das zweifache Salz bilden; auch kann es elt in Ne entstehen, wenn mit dem Regenwasser viel Kohlen- säure in den Boden gelangt. In der Kälte schiesst es aus seiner Lösung in 8 Wasser in grossen, wasserhellen, Aseitig geschobenen ali Säulen, deren Enden mit 2 Flächen zugeschärft sind, li). an. In der Luft ist es unveränderlich; durch Er— hitzen wird es aber unter Verlust von Kohlensäure ande ang und seines ganzen Wassergehaltes in einfach- koh- lensaures Kali verwandelt. Es ist in 4 Theilen kal- tem Wasser und sehr wenig in Weingeist löslich; schmeckt etwas alkalisch, doch nicht ätzend, und reagirt sehr schwach alkalisch. Obgleich man noch keine Versuche darüber an- n Waser eil gestellt hat, wie dieses Salz auf die Vegetation „ Da g 10 wirke, so darf man aus Aehnlichkeitsverhältnissen It man 6 doch wohl schliessen, dass es sich dagegen günstiger ach den! verhalten wird, als das einfache Salz, denn die ät- hei 2 öl zenden Eigenschaften des Kalis sind durch das Mehr Vie es ddl! an Kohlensäure gänzlich darin vernichtet. Das ein- kt Seiner l fach kohlensaure Kali verhält sich, wie wir gesehen b nämlil haben, nicht völlig indifferent, oder ist etwas ät- ch püst zend, wesshalb es auch, wie die Erfahrung bei der Lolland Aschedüngung zeigt, immer nur in sehr geringer Menge angewendet werden darf, besonders wenn ler Mäszel i 5 5 8 der Boden keine freie Humussäure enthält. 80 iel 8 durch e. 514 2. Schwefelsaures Kali. Man kennt einfach- und zweifach- schwe- felsaures Kali, doch kommt nur das erstere in der Natur vor. a. Einfach- schwefelsaures Kali (Neutrales schwefelsaures Kali, vitriolisirter Weinstein). Es besteht aus 54, 1 Kali und 45,9 Schwefelsäure. Sum. 100, 0. In der Natur tresfen wir dieses Salz im Poly- halit mit schwefelsaurer Talk- und Kalkerde ver- einigt an, im Alaun ist es dagegen mit schwe- felsaurer Alaunerde verbunden. Auch die Bodenar- ten, besonders die des Untergrundes, enthalten es zuweilen; Ferner macht es einen häufigen Bestandtheil der Pflanzen- aschen aus; in grosser Menge kommt es Zz. B. in der Asche des Tabacks vor. Ich fand es in der Endlich ist es auch im desgleichen manche Quellen. Asche mancher Torfarten. Harn der grasfressenden Thiere enthalten. Man gewinnt es bei der Bereitung der Salpe- tersäure aus Salpeter, als Nebenproduct; desshalb hat es auch in den chemischen Fabriken keinen ho- hen Preis; für diejenigen, welche mit dem Salze düngen wollen, ist dieses sehr erwünscht.— Mit Zu- satz von Kohle und Kalk dient es zur Glasfabrikation. — Glühet man 48 Theile des Salzes mit 87 Theilen 1 lle in e man ein 80 mit der L. l 1 1 Is vel Itze, it! 90 Tele asser 30 208 dul. fel b ierse Seligen Pyr Masser. 4 4 5 i 0 kohol ist: Im Rle üngungsn 1 10 gros e, jedes dass es in 6 —— 1 I als pe ischt pure geile Was sicken,! migen II b. Man er die Pf. ch nicht;! aus bebaupt, 81 schen und Wie nach d det, richte ö. tagen. 3 9 1 Ure enthe 5 ale Ohne brkaschen 5 fach. seh, das eigen Kali triolisirt: e. Salz in Pol Kallen te. en nit salpe⸗ die Baden- ö eulbaben e ellen. leg der Plage t es 1. 0. d es ü“ t es aud en. ng der 90 uet; G50 p Keinen! l 10 bens 1 75 Al bra lit/ Tek 515 Kohle in einem gut verschlossenen Tiegel, so erhält man ein schwarzes Pulver, welches sich, so wie es mit der Luft in Berührung kommt, schnell entzündet. Es verknistert im Feuer, schmilzt in der Glühe- hitze, ist nicht verdampfbar und schmeckt etwas bitter. 100 Theile Wasser von 0 R. lösen 85,36 und 100 Wasser von + 15%ÜR. lösen 11, 00 Theile des Sal- zes auf. Es krystallisirt aus der Lösung in schie- fen, vierseitigen Prismen, oder in doppelt- sechs- seitigen Pyramiden. Die Krystalle enthalten kein Wasser. An der Luft ist es unveränderlich. In Alkohol ist es völlig unauflöslich. Im Kleinen hat man dieses Salz schon oft als Düngungsmittel angewendet; es that, sobald es nicht in zu grosser Menge über die Pelddeg gestreut wur- de, jedesmal sehr gute Dienste. H. Davy fand, dass es in 300 Theilen Wasser gelöst Weniger wirk- te, als wenn es mit nicht so vielem Wasser ver- mischt wurde. Ich nahm auf 1 Theil des Salzes 100 Theile Wasser und fand es so dem rothen Klee, den Wicken, Bohnen und anderen, mit schmetterlings- Wenigen Blumen versehenen e sehr zuträg- lich. Man kann es aber auch in trockener Gestalt über die Pflanzen streuen; in welcher Menge, ist noch nicht ausgemittelt; jedoch kann man im Vor- aus behaupten, dass sich die Quantität nach der phy- sischen und chemischen Beschaffenheit des Bodens, 0 wie nach den Früchten, bei welchen man es anwen- det, richten muss, denn alle viel Kali und Schwefel- säure enthaltenden Gewächse werden mehr davon ver- tragen, als die an K ali und Schwefelsäure armen. Ohne Zweifel haben die Holz- und auch die Torfaschen, in welchen letzteren es, wie mir Ver- 33*⁵ 516 suche zeigten, oft enthalten ist, einen grossen Theil ihrer ausgezeichneten Wirkung diesem Salze mit zu verdanken. Dasselbe können wir von manchen, zur Bewässerung dienenden, dieses Salz enthalten- den Quellen sagen. b. Zwei fach- schwefelsaures Kali (saures schwefelsaures Kali). Es besteht im krystallisirten Zustande aus 32, 50 Kali, 55, 10 Schwefelsäure und 12,40 Wasser. — Sum. 100, 00. Dieses nur durch Kunst darstellbare Salz kry- stallisirt in 4 und 6seitigen Nadeln und kurzen Säu— len, schmeckt sehr sauer, schmilzt in der Hitze zu einer ölartigen Flüssigkeit, verliert dabei sein Was- ser und giebt bei starker Hitze einen Antheil Schwe— felsäure aus, so, dass dadurch das neutrale Salz zu- rückbleibt. Es verwittert an der Luft und löst sich leicht in kaltem Wasser auf, wobei es eine Zerse- tzung erleidet, indem sich daraus das einfach- schwe- felsaure Kali bildet, und Schwefelsäure im Wasser gelöst bleibt. 3. Salpetersaures Kali (Salpeter). Mit der Salpetersäure geht, so viel wir dis jetzt wissen, das Kali nur in einem einzigen Verhältnisse eine Verb ben Salpel 1 Sum. I ll ten, Co Lauder, f haben, ode; a0 red men mil innen. und da böttin! gepittert Ern, II 0 Orte e in Ve 0 nsaures das Kali lis der ku Sticks Märe zu de alm Zulreten. von da zen, das Les Kali stoffga Leclrise. Delersäur 517 u grossen. 2 5 f 8 brasen J eine Verbindung ein und liefert damit den sogenann- sem Jalhg. 8 l ten Salpeter; er besteht aus: von mache 46564 Kali und Salz elan 53,36 Salpetersäure. Sum. 1005 00. 15 In Böhmen, Ungarn, Frankreich, Spanien, Egyp- 5 Rall 4 Ländern, besonders in solchen, die ein warmes Kli— ten, Ostindien, Südamerika und in vielen anderen 1 1 ma haben, wittert das salpetersaure Kali aus dem Boden; auch kommt es in Ostindien, Spanien und Frankreich im secundären Kalksteine vor, welchen man mit Vortheil auslaugt, um Salpeter daraus zu gewinnen. In Deutschland trifft man das Salz hier und da im Mergel an, so bei Würzburg und Göttingen. Sehr häufig kommt es dagegen aus- gewittert an den Wänden der Wohnungen, in Kel- lern, Viehställen, Kloaken und überhaupt an 80l- bare deln l n. Kurzen dil. u cer Hine. e n 5 5 1 1 5 chen Orten vor, wo stickstoffhaltige organische Kör- abe sein Wa. Autkel don. trale dall! per in Verwesung übergehen und wo zugleich koh- lensaures Kali enthaltende Körper vorhanden sind; das Kali disponirt nämlich den bei der Fäul- und l, niss der organischen Körper in Freiheit gesetz- 5 eine!, ten Stickstoff, sich mit dem Sauerstoff der Atmos- fach. 0 phäre zu Salpetersäure zu vereinigen, um als sol- e im he che allmählig mit ihm selbst(dem Kali) zusammen- zutreten. Dass in der That das Kali die Bildung von Salpetersäure begünstigt, wird dadurch bewie⸗ sen, dass, wenn man durch ein, über angefeuchte- tes Kali befindliches Gemenge von 23 Volumen Sau- erstoffgas und 1 Volumen Stickstoffgas anhaltend den 1 05 f electrischen Funken schlagen lässt, sich mehr Sal- i e Jecke petersäure erzeugt, als wenn jene Basis fehlt; doch J Verhalt 8 518 erfolgt auch etwas Aehnliches, wenn andere Basen, besonders Kalkerde, statt des Kalis vorhanden sind. Wir finden den Sal peter auch in den organi- schen Körpern und zwar im Safte mancher Pflanzen, indess kommt er immer nur dann d darin vor, wenn auch der Boden Salpeter enthält; 80 Z. B. treffen Wir ihn im Boretsch, Dill, Stechapfel, Bilsenkraut, in den Runkelrüben, Sonnenblumen, im Mais und dem Taback an; e reich an salpetersaurem Kali sind die zur Familie der Cruciferen gehören- den Pflanzen. Es verdient bemerkt zu werden, dass man ihn niemals in reif gewordenen Gewäch- sen angetroffen hat, woraus her vorzugehen scheint, dass sie ihn 1 vor ihrem Lebensende zerlegen und zur Eildung gewisser Bestandtheile(ohne Zwei- fel zu den stickstosthaltigen) verwenden, oder dass sie ihn assimiliren. 1 Am leichtesten erhält man den Salpeter künst- lich, wenn man kohlensaures oder Aetzkali mit . sättigt und die Flüssigkeit Krystallisi- ren lässt. Im Grossen wird er dagegen in den sogenannten Salpeterplantagen erzeugt. Ju diesem Ende bringt man schon etwas in Verwesung über- gegangene thierische Abfälle, und auch stickstoffhal- tige Pflanzenreste mit Holzasche, Mergel u. dergl. in Haufen, begiesst diese zuweilen mit Urin und überlässt sie so mehrere Monate der Fäulniss. Die Erde wird hierauf ausgelaugt und der Salpeter aus der Lauge durch Abdampfen, Krystallisirenlassen u. 8. W. gewonnen.— Vielleicht liesse sich hierbei die Holzasche durch das in der Natur 80 häufig vorkom- mende kieselsaure Kali ersetzen, wenigstens wäre es wohl der Mühe werth, mit recht fein gepulvertem lallchalle fatbaltend Der welche 2 chen auge mässigel, gelben g. serlauge ci lm res lelommen, Mirpern ge pft die Irpstallie nge Salpe durch w. vorhande Der, aud geste urchsict lu gr Frobei da deines Kal fer geen Aung; dass Die Verpr brennung tersäure Ausdehn sich nac ziehende Men vöche mi nenge l andere 9%, orbanden gh In den reg cher lan in Vor, p ) 2. B. fh b Bibel im lab; salpetergn ren 10 lt Zu pe enen Cen geben gl zende zg e(obne 4% en, ockr da peter Hus Aelukali mit eit brptal gegen in 00 Zu dien resung il Stic lstoch gel u., it Urin ulniss, Salpeter sirenlasel“ 1 Lierbeid iulg oro. tens fare! Ferkel gepulser 519 Feldspathe, Glimmer und anderen kieselsaures Kali enthaltenden Mineralien Versuche anzustellen. Der Salpeter krystallisirt in seitigen Prismen, welche 2 breite Flächen haben, und mit zwei Flä- chen zugespitzt sind; oder auch in langen, unregel- mässigen, prismatisch gestreiften Krystallen, in welchen gewöhnlich auch longitudinale, noch Mut- terlauge el sene Höhlungen vorkommen. Um recht schöne und reine Salpeterkrystalle zu bekommen, löst man rohen, noch mit fremden Körpern gemengten Salpeter in Kalk wasser auf und dampft die Lauge bei gelinder Wärme ab. Die Krystallisation erfolgt noch leichter, wenn man ei- nige Salpeterkrystalle in die Lauge thut, denn da- durch wird bewirkt, dass sich die übrigen etwa vorhandenen Salze erst später auskrystallisiren. Der Salpeter schmilzt unter der Rothglühehitze, und gesteht beim Erkalten zu einer weissen, un- durchsichtigen, faserigen Masse. In grosser Hitze erleidet er eine Zersetzung, wobei Sauerstoff- und Stickgas entweichen und reines Kali zurückbleibt. Wird er mit Kohlenpul- ver gemengt und geglühet, so erfolgt eine Verpuf- fung; dasselbe geschieht mit Schwefel und Phosphor. Die Verpuffung entsteht durch die plötzliche Ver- brennung der zugesetzten Körper(Wozu die Salpe- tersäure ihren Sauerstoff hergiebt) und durch die Ausdehnung der gebildeten, glühend werdenden und sich nach dem Erkalten schnell wieder zusammen- ziehenden Kohlensäure- und Stickgas. Mengt man 3 Theile Salpeter, und 2 Theile Pott- asche mit 1 Theil Schwefel und schmilzt dieses Ge- menge bei gelinder Wärme, 80 erbält man eine — 520 Masse, die, wenn sie stärker erhitzt wird, einen heftigen Knall verursacht. Beim ersten gelinden Schmelzen dieses Gemenges bildet sich nämlich Schwe- felkalium, welches mit dem Salpeter gemengt bleibtz wird dann die Masse stärker erhitzt, 80 erfolgt eine plötzliche Verbrennung des Sulfurides, indem die Salpetersäure dadurch in Sauerstoff- und Stickstoff- gas zerlegt wird; das letztere Gas dehnt sich durch die Erhitzung schnell aus, zieht sich beim Abkühlen noch schneller wieder zusammen und ver- ursacht dadurch den Knall. Als Rückstand erhält man hierbei schwefelsaures Kali. Mit Kohle und Schwefel innig gemengt, liefert der Salpeter das bekannte Schiesspulver. Der Salpeter ist luftbeständig, schmeckt scharf, bitterlich und ist kühlend. 100 Theile Wasser von Oe R. lösen 13, 32 Theile Salpeter auf; bei I 18% R. aber 29 Theile; hierbei entsteht eine bedeutende Kälte. In wasserfreiem Alkohol ist der Salpeter gänzlich unauflöslich; durch 50 p. Ct. Wasser ent- haltenden Alkohol kann er aber von einigen an- dern Salzen getrennt werden; aus der Flüssigkeit lässt man ihn dann krystallisiren. Im Grossen rei- nigt man ihn am leichtesten durch nach und nach hinzugefügtes Wasser; hierbei muss er aber erst in Pulverform gebracht werden. Man weiss schon seit langer Zeit, dass der Sal- peter ein das Pflanzenwachsthum ganz erstaunlich beförderndes Düngungsmittel ist. Die Holländer ge- brauchen ihn mit grossem Nutzen bei ihrer berühm- ten Blumenzucht. Die Bodenarten, welche Salpeter enthalten, ge- hören zu den allerfruchtbarsten, desshalb muss man alle etn⸗ dergl.) 20 g0ger Jork selbe Art Schaffen sl schielt. 3 fun den! il, erg e. Der! die Vege Saamenb man thu auch noc ichen werden, 1 de treibende rungsmitt belheter icht nun uch dur N Wird, bin Töten ela nämlich don, gemengt he 80 erfolgt; , inden und Stich 8 debut cht sich! men und Astand n. nengt, 15 umeckt seln le Waser ft. bei Tell ue eckulende der Salhele t. Wasser elt 1 einigen. ler Iii rosten k. ch und u. aber e dass der z erstzull Holländer! rer beide nthallen,“ 0 Muss 521 es sehr bedauren, dass er seines hohen Preises we- gen nicht im Grossen als Düngungsmittel angewen- det werden kann; um so mehr sollte man aber auch alle etwas Salpeter haltigen Körper(Bauschutt u. dergl.) zur Düngung verwenden. Vielleicht wäre es sogar vortheilhaft, dass sich die Landwirthe auf die- selbe Art eine Salpeter enthaltende Erde zu ver- schaffen suchten, als es in den Salpeterfabriken ge- schieht. Bei der Bereitung von Compost, die indess von den Landwirthen jetzt wieder vernachlässigt wird, erzeugt sich in der That schon etwas Salpe- ter. Der Salpeter wirkt in so geringer Menge auf die Vegetation, dass sich selbst das Einweichen der Saamenkörner in Salpeterlauge sehr nützlich zeigt; man thut wohl, die Saamenkörner vor dem Aussäen auch noch mit etwas Asche zu vermischen. Das Ein- weichen darf aber immer nur dann vorgenommen werden, wenn der Boden genug Feuchtigkeit ent- hält, denn kann sich der schnell und üppig hervor- treibende Keim nicht gehörig mit den übrigen Nah- rungsmitteln versorgen, so verwelkt er wieder. Der Salpeter befördert die Vegetation wahrscheinlich nicht nur durch das Kali, sondern hauptsächlich auch durch den Stickstoff der Salpetersäure. 4. Phosphorsaures Kali. Mit der Phosphorsäure verbindet sich das Kali in drei Verhältnissen zu Zweidrittel-, einfach- und doppelt-phosphorsaurem Kali. Das phosphorsaure Kali findet sich nur sparsam 522 in der Natur. Man will es in einigen Quellen und im Meerwasser gefunden haben. Es macht ferner einen gewöhnlichen Bestandtheil des Menschen- und Thierharns aus, kommt aber auch zuweilen in der Asche der Pflanzen vor. a. Zweidrittel- phosphorsaures Kali (basisch phosphorsaures Kali). Es besteht aus 65, 0 Kali und 35, Phosphorsäure. Sum. 100, 0. Das Salz ist nur in heissem Wasser etwas lös“ lich und fällt desshalb beim Erkalten desselben in Krystallinischen Körnern zu Boden. Man erhält es, wenn das einfach- phosphorsaure Kali mit kohlensau- rem Kali geglühet wird, als eine weisse Masse, die bei gelinder Hitze zu einem klaren Glase schmilzt, beim Erkalten aber wieder undurchsichtig wird. b. Einfach- phosphorsaures Kali (neutrales phosphorsaures Kali). Es enthält 62,3 Kali und 3757 Phosphorsäure. Sum. 1005 0. Höchst wahrscheinlich ist das im Harne vor- kommende phosphorsaure Kali dieses Salz. Es wird gewonnen, wenn man zu wässriger, kalkerdehalti- ger Phosphorsäure so lange kohlensaures Kali setzt, bis kein Aufbrausen mehr Statt findet, und keine 5 gephor: Hierauf, N stall Guadrat den. 1 Fohl lis Da) miltel al ginmtbes Merhalle.! ihm der bun gab dum de zen beg Cebrau Vommt hoden, 100 fürtig is irde halt le art von Ls b Ls! ö nospho irt und fälle en 0 Oulan l d macht g Menschen.) lar eilen i sser etwa! u desselben! Man erhält! mit Tolle. Ae die Cie schmid, tg ird. Kal li) alberne 5 Ali gel ld leide ö ——— 52 523 phosphorsaure Kalkerde mehr niederfält; man filtrirt hierauf, dampft ab und überlässt die Flüssigkeit der Krystallisation; hierbei erhält man durchsichtige Quadrat- Octaëder mit oft abgestumpften Grundkann- ten. Es ist sehr leicht in Wasser und auch in Al- kohl löslich. An der Luft liegend wird es feucht. Da man das Salz für sich noch nicht als Düngungs- mittel angewendet hat, so lässt sich nicht mit Be- stimmtheit sagen, wie es sich gegen die Vegetation verhalte. Wir dürfen aber wohl annehmen, dass ihm der Harn und zuweilen auch die Pflanzenaschen einen guten Theil ihrer düngenden Eigenschaften zu verdanken haben und dass es besonders das Wachs- thum der viel Phosphor und Kali bedürftigen Pflan- zen begünstigen wird. Im Grossen lässt sich kein Gebrauch von ihm machen, weil es zu kostbar ist. Kommt es durch Asche- oder Harndüngung in den Boden, so muss es, wo Kohlensaure Kalkerde gegen- wärtig ist, eine Zersetzung erleiden, da die Kalk- erde zu der Phosphorsäure eine nähere Verwandt- schaft hat; dies möchte auch wohl bei der Gegen- wart von Eisenoxyd der Fall seyn. o. Doppelt- phosphorsaures Kali. Es besteht aus 39,61 Kali und 60,39 Phosphorsäure. Sum. 100, 00. Es wird künstlich gewonnen, wenn man Waässrage Phosphorsäure genau durch wässriges Kali neutrali- sirt und bis zum Krystallisiren abdampft. Die Kry- stalle enthalten 13,74 p. Ct. Wasser und bilden 4s8ei- 524 tige Säulen mit vierseitig- pyramidalischen Endspi- tzen. Es schmilzt in der Hitze zu einem Glase, was beim Erkalten undurchsichtig wird; schmeckt sehr sauer und röthet Lackmuspapier, welches aber beim Trockenwerden seine blaue Farbe wieder bekommt. Es ist leicht in Wasser, aber nicht in Alkohol lös— lich. 5. Kieselsaures Kali. Eine sehr grosse Menge in der Natur vorkom- mender Mineralien enthalten, wie wir schon beim Kali gesehen haben, kieselsaures Kali; und eben desshalb findet sich dieser Körper oft in beträcht- licher Menge auch in den Ackererden; doch, wie es bisher mit manchen anderen Bodenbestandthei- len gegangen ist,— man hat es übersehen. Beson- ders reich an Kieselkali sind diejenigen Erdarten, welche aus der Verwitterung des Gneis, Granits, Basalts, Syenits u. anderer viel Kieselkali enthalten- den Mineralien hervorgegangen sind, oder welche, wie im nördlichen Deutschlande, viel Gerölle und Geschiebe von Granit und Gneis führen. Das kieselsaure Kali entsteht auch sehr häufig beim Einäschern derjenigen Pflanzen, die viel Kie- selerde und Kali enthalten. Die Asche einiger Ge- wächse, Zz. B. die des Haferstrohes, ist so reich daran, dass ihr Wasserauszug das unten näher be- schriebene Wasserglas enthält.. Das Kali verbindet sich mit der Kieselsäure, gleich den übrigen Säuren, in mehreren bestimmten Verhältnissen; aber diese Verbindungen sind noch nicht gen: ur Misch Schm Fallhydra Fält man flüssiges erde derb Ind vertr. Follensäur I Liese ggbiure 1 dds man dt Ouarz Maun- u Ibsichtli Masse 80 Glas ent be lat. 5 schaft tin brauc Tei 5turem R welches e lückter!“ bn 110 rem Kali beriges! ligt und sergla leicht il Sfrupsc nit Unt llt ma —— 525 lische ö* 0*„ g nicht genau untersucht worden, um mit Sicherheit 105 ba ihr Mischungsverhältniss angeben zu können. debe Schmilzt man 3 Theile Kieselerde und 1 Theil ins che Kalihydrat oder kohlensaures Kali zusammen, so er- N büm hält man ein in Wasser unauflösliches, sehr streng- in Allah flüssiges Salz, das gewöhnliche Glas. Die Kiesel- erde verbindet sich hierbei chemisch mit dem Kali und vertreibt daraus sowohl das Wasser als die Kohlensäure. Das gewöhliche Glas enthält ausser dem kieselsauren Kali auch noch andere mit Kie- selsäure verbundene Basen. Diese rühren daher, Jabur vol dass man bei der Fabrikation des Glases nicht nur vir schon! oft Quarzsand anwendet, der ausser Kieselerde auch ali; und Alaun- und Kalkerde enthält, sondern, dass man kt in bett absichtlich auch Kalkerde zusetzt, da sie die Glas- enz dhch, f masse schneller zum Schmelzen bringt. Das grüne 9deubetzudtle Glas enthält auch Eisenoxydul, wovon es seine Far- eben, Deon. be hat. Später werden wir sehen, worin die Ei- agen Irlarte genschaften eines guten, zu chemischen Geräthschaf- eis, Eri ten brauchbaren Glases bestehen. kal auth Zwei Theile Kieselerde mit 1 Theil kohlen- oder pelt saurem Kali zusammengeschmolzen, geben ein Salz, Cerille l welches etwas in Wasser löslich ist, und ein noch i leichter lösliches kieselsaures Salz erhält man, wenn b ehr la man 12 Theile Kieselerde mit 1 Theil kohlensau- die vit. rem Kali zusammenschmilzt, oder wenn man wäs- e einiger“ seriges Kali mit frischgefälltem Kieselerdehydrat sät- ist 5. tigt und abdampft. Diesen Körper nennt man Was- 1 An serglas. Es löst sich sehr langsam in kaltem, aber leicht in kochendem Wasser auf, was dadurch eine 12 Svrupsconsistenz annimmt. Wird die Flüssigkeit Niesebin l 8 7 0 on beslunl 60 gaud 10 mit Unterstützung von Wärme abgedampft, so er- hilt man eine Masse, die sich wie geschmolzenes 526 Glas in Fäden ziehen lässt, und wenn die Flüssig- keit der freiwilligen Verdunstung überlassen bleibt, so entsteht ein Körper, welcher farbelos, durch- sichtig, spröde und weicher als gewöhnliches Glas ist. Das Wasserglas schmeckt und reagirt schwach alkalisch und ist luftbeständig. Aus seiner Lösung in Wasser wird es durch Alkohol niedergeschlagen. Bei Zusatz von Salzen, die eine Erde, oder das Oxyd eines schweren Metalles zur Basis haben, ent- stehen gleichfalls Niederschläge, welche aus dem zugesetzten Oxyde oder der Erde und aus Kali und Kieselsäure bestehen. Ist es in sehr vielem Wasser aufgelöst, se erleidet es nach und nach durch Ein- wirkung der atmosphärischen Kohlensäure eine Zer- setzung. a Es besteht aus 265,0 Kali, 62,0 Kieselerde und 125,0 Wasser. Sum. 100, 0. Das Wasserglas dient dazu, um Holz und mehr dergl. Körper schwer verbrennlich zu machen; man überstreicht sie zu dem Ende mit der Wasserlösung des Salzes, Wodurch sie beim Trockenwerden 1 firnissartigen, der Einwirkung des Feuers wider- stehenden Ueberzug bekommen. Das Wasserglas wird schon häufig im Grossen angewendet; man bereitet es dadurch, dass man 15 Theile Quarzsand mit 10— 11 Theilen Pottasche und 1 Theil Kohle zu- sammenmischt, in einem feuerfesten Tiegel 6 Stun- den glühet und die erhaltene Masse nach dem Pul- vern zuerst mit kaltem Wasser auswäscht(um die leichtlöslichen fremden Salze wegzuschaffen) und lierzuf mit au von K. aure des zu bringen wöhnlich stören. IS gib elsaure Ul. für uns lat; urs Kal Aanilzen U Kucktigk ersetules aud lösts Järkere 8 der Riese ein Nieder sie Hissig lag erst dure im! inderung e enschaft h. on Rall. erschlag b mud Barpte Kaures Dop wenn mat (aluminiat mischt. Da zi nig in N telbst die banzenäs —. 527 nn de du hierauf mit 5 Theilen Wasser auskocht. Der Zu- erlan lh satz von Kohle dient dazu, um sowohl die Kohlen- 0 bal. säure des Kalis zu zersetzen und zum Entweichen vöbulche, zu bringen, als auch um das in der Pottasche ge- eagirt zu wöhnlich vorhandene schwefelsaure Kali zu zer- seiner Jin stören. dergenlz Es giebt noch eine andere Verbindung von Kie- de, ocker! selsäure und Kali, die gleichfalls einiges Interesse is haben, für uns hat; sie entsteht, wenn 22 Theile kohlen- sche aus“ saures Kali mit 1 Theil Kieselerde zusammenge- aus Kal: schmolzen werden. Dieser Körper heisst Kiesel- ielem. feuchtigkeit. Er enthält immer noch etwas un- h durch! zersetztes kohlensaures Kali, zerfliesst an der Luft ure eile! und löst sich leicht im Wasser auf. Wird eine stärkere Säure zu einer concentrirten Wasserlösung der Kieselfeuchtigkeit gesetzt, so entsteht sogleich l ein Niederschlag von Kieselerdehydrat; ist dagegen die Flüssigkeit sehr verdünnt, so erfolgt der Nieder- schlag erst nach einiger Zeit; wendet man aber die Säure im Ueberschusse an, so tritt gar keine Ver- 0 wd änderung ein, indem das kieselsaure Kali die Ei- Aber ie genschaft hat, sich in Säuren aufzulösen.— Zusatz 15 15 von Kalk- und Barytwasser bringt darin einen Nie- 5 11 derschlag hervor, welcher aus Kali, Kiesel-, Kalk-, 1 und Baryterde besteht; man hält ihn für ein Kiesel- 8 saures Doppelsalz. Ein ähnlicher Körper entsteht, 1 wenn man eine Auflösung von Kali- Alaunerde a 5(aluminiumsaures Kali) mit Kieselfeuchtigkeit ver- le Ouarzze 5 7 mischt. il Kolle J Da sich das saure kieselsaure Kali sehr schwie- jegel b Sl 0 1 qch den le cht lun i lafen) un rig in Wasser löst, so ist es leicht begreiflich, dass selbst die mehrere Male mit Wasser ausgelaugten Pflanzenaschen, in welchen es, wie wir vorhin ge- sehen haben, nicht selten vorkommt, noch etwas von dem Salze enthalten müssen; das Kali lässt sich daraus gewinnen, wenn man die Aschen, nachdem sie mit Wasser ausgelaugt sind, mit einer kräftigen Säure behandelt, die aufgelösten Erden mit kohlen- saurem- und Aetzammoniak fället, filtrirt, die Flüssig- keit grösstentheils verdunstet und Weinsäure im Uebermaasse Zusetzt; hierdurch erhält man nämlich saures weinsaures Kali als einen körnigen Nieder- schlag. Mehr hierüber, wenn von der chemischen Untersuchung der Asche gehandelt werden wird. Die ausgelaugte, oder schon auf Pottasche be- nutzte Holzasche, wird bekanntlich sehr häufig als Düngungsmittel angewendet, und ihre Wirkung ist oft ganz ausgezeichnet; so am Harze, auf dem Solinge, in Westphalen und an vielen anderen Or- ten. Ohne Zweifel düngt die ausgelaugte Asche durch ihren beträchtlichen Gehalt an schwefel- koh- len- und phosphorsaurer Kalk- und Talkerde, allein man kann doch auch annehmen, dass ein Theil ihrer Wirkung von dem darin befindlichen kieselsauren Kali herrührt; ja, ich glaube aus darüber angestell- ten Versuchen folgeren zu dürfen, dass sie den viel Kieselerde bedürftigen Gewächsen, wozu bekanntlich die Halmgetreidearten gehören, ganz besonders da- durch nützt, dass sie ihnen viele, durch das Kali leichter auflöslich gewordene Kieselerde darbietet. Auf Bodenarten, die sehr wenig in Wasser lösliche Kieselerde enthalten, muss übrigens die ausgelaugte Holzasche den grasartigen Gewächsen am mehrsten nützen, denn die Erfahrung lehrt, dass sie hier eben so wenig gedeihen, als die kleeartigen auf Kalk- und kali- armen und Bodenarten. Früher glaubte man roll, das och gänz! Wirkung erklären. Das ie merlt wurd Jeidet durch nsiure ein würkt aber! lle. und . und hun bpondere di alnänligen etblärlch, Wasseraus Spuren voi den Pflanz 900 vorkon Plauzenxur nd Säure ze wie sie zert theile wirke lich, dass mchr basise leicktere Ze Ucherschüss lich die Rc; re an, das statt dass 90 grosse! ihle Einyi nt, noch b 18 Kah ab chen, wah, t einer lll den mit l irt, de hu Meins: ilt man in Uörnigen J der chen rden wit F Pottasch sehr hilt. re Wirz, arze, au! en anderl sgelaugte 1 Schwefel.“ valberde, 4. ein Tlel en Biesen rüber auge 188 sie f 7 bebaall ö J besondks“ lurch dn rde dard base lil ie augtl, au melt gie dir d. auf lil. 0 Suben 90 529 wohl, dass die ausgelaugte Holzasche durch einen noch gänzlich unbekannten Stoff dünge, allein ihre Wirkung lässt sich genügend aus dem Erwähnten erklären. Das kieselsaure Kali, welches, wie vorhin be— merkt wurde, sehr häufig im Boden vorkommt, er— leidet durch Einwirkung der atmosphärischen Koh- lensäure eine allmählige Zersetzung; dasselbe be- Wirkt aber auch die in der Ackerkrume vorhandene Kohlen- und Humussäure; hierbei bilden sich koh- len- und humussaures Kali, zwei Salze, welche ins- besondere die Pflanzen mit Kali versorgen. Aus der allmähligen Zersetzung des kieselsauren Kalis ist es erklärlich, wie es zugeht, dass, wenn auch im Wasserauszuge eines untersuchten Bodens kaum Spuren von Kalisalzen zu entdecken sind, doch in den Pflanzen, die er hervorbrachte, oft grosse Men- gen vorkommen. Vielleicht aber wirken auch die Pflanzenwurzeln durch eine von ihnen ausgeschiede- ne Säure zersetzend auf das Kieselsaure Kali, gleich wie sie zersetzend auf einige andere Bodenbestand- theile wirken. Uebrigens ist es sehr wahrschein- lich, dass das auch in der Natur vorkommende, mehr basische kieselsaure Kali eine bei Weitem leichtere Zersetzung erleidet, als das Kalisalz mit Ueberschuss von Säure; in dem ersteren treffen näm- lich die Kohlen- und Humussäure so wenig Kieselsäu— re an, dass sie selbige leicht überwältigen können, statt dass sie in dem sauren Salze das Kali durch eine so grosse Menge Kieselsäure gebunden finden, dass ihre Einwirkung darauf auch nur schwach seyn kann. 34 530 6. Humussaures Kali (neutrales). Es besteht aus 20, 97 Kali und 79,03 Humussäure. Sum. 100, 00. Das Kali verbindet sich mit der Humussäure auch zu einem basischen und zu einem sauren Salze, das Mischungsverhältniss dieser Körper ist aber noch nicht bekannt. Das humussaure Kali entsteht, wie wir vorhin sahen, in denjenigen Bodenarten, die Humus oder Humussäure enthalten und worin zugleich kiesel- oder kohlensaures Kali enthaltende Mineralfrag- mente vorkommen; folglich bildet es sich auch in dem Falle, dass ein humusreicher Boden mit kiesel- oder kohlensaures Kali enthaltender Pflanzenasche gedüngt wird. Es bedarf nur 3 Theil Wasser zur Lösung, krystallisirt nicht, zerfliesst nicht durch Wasseranziehung und widersteht, auch wenn es sich g befindet, 8 lange der Zersetzung. In Wasser gelöst und mit mit der Luft in ungehinderter Berührun Salzen vermischt, die eine Erde oder das Oxyd ei- nes schweren Metalls zur Basis haben, erleidet es eine Zersetzung, wobei dann schwer in Wasser lösliche humussaure Erden und Oxyde entstehen, die sich aus der Flüssigkeit bald zu Boden senken. Hieraus geht hervor, dass es in einem kohlensaure Kalk- und Talkerde, oder schwefelsaure Kalkerde (Gyps) enthaltenden Boden nicht lange bestehen kön- ne. Es wird aber auch durch Eisenoxyd, Eisenoxy- ul, Man alles Zur Ackererd und hum die Erden der run theils nur! treffen; es lad zie u faber auc! ua im B dali der! be doch b einer Lre Wet sauren dieses Sa wiliren 1 Anden, es es dadu andere lu che zube che man . b le mir gang ers es die P. mit sehr hält, saure. -— 1——.— 531 0 dul, Manganoxydul und Alaunerde zersetzt, welches l alles zur Folge hat, dass man es nur selten in den Ackererden findet. Da nun das humussaure Natron und humussaure Ammoniak ebenfalls sehr leicht durch die Erden und Oxyde zersetzt werden, so ist dieses . der Grund, wesshalb wir die Humussäure mehren- theils nur mit diesen Körpern im Boden verbunden an- treffen; es sey denn, dass sie gänzlich fehlten, oder er Hann dass sie mit Kieselsäure vereinigt wären. Wenn n Sauren d. daher auch bei einer Düngung mit Pflanzenasche die r ist abe: etwa im Boden sich bildende Humussäure mit dem Kali der Asche zusammentritt, so verlässt sie dassel- Wie vir be doch bald wieder, um sich mit einem Oxyde oder lie Hunm!“ einer Erde zu vereinigen. zugleich 15 Wegen der leichten Auflöslichkeit des humus- de Miert, sauren Kalis in Wasser, erhalten die Pflanzen durch es dich Auch i dieses Salz leicht mehr Kali, als sie zur Zeit assi- 00 n Nit Hes miliren können; sollte man es desshalb vortheilhaft E Walden finden, es im Grossen als Düngungsmittel zu bereiten, geil Waser. was dadurch geschehen könnte, dass man Torf, oder st nickt du andere humusreiche Erden mit Pottasche oder Holz- 1 wein 8 asche zusammenbrächte, so darf die Quantität, wel- srung bu che man zur Zeit über die Saaten streuet, nur sehr telöst ul! gering seyn. Uebrigens befördert das fragliche Salz, 5 das Oft wie mir Versuche gezeigt haben, die Vegetation b, ere ganz erstaunlich, was sicherlich daher rührt, dass er il f es die Pflanzen nicht nur mit Kali, sondern auch de eb mit sehr vielem Kohlenstoff versorgt, denn es ent- gel hält, wie wir gesehen haben, 79 p. Ct. Humus- u Hall: säure. aure Malte heslben l. 0, Töenol, . 34˙ 32 B. Haloidsalze des Kaliums. 1. Chlorkalium (Kaliumchlorid, salzsaures Kali, Digestivsalz). Es besteht aus 52, 6 Kalium und 475 4 Chlor. Sum. 100 7 0. Wir finden dieses Salz nicht selten in Beglei- tung von Kochsalz(Chlornatrium) im Mergel, Flötz- gypse, Steinsalze, Meerwasser und in Quellen; nicht so häufig kommt es dagegen in der Ackerkrume vor.— In grosser Menge enthalten es die beim Sei- fensieden zurückbleibende Mutterlauge und der bei der Salpeterbereitung entstehende Abfall; endlich kommt es auch im Harne, und in mehreren Pflan- zenaschen vor. Das Chlorkalium lässt sich künstlich darstellen, Wenn man wässeriges kohlensaures Kali, oder Kali- hydrat mit Salzsäure neutralisirt; es krystallisirt beim Abdampfen der Flüssigkeit in Form des Koch- salzes, welchem es auch im Geschmacke sehr ähnlich ist. Es läst sich in 2 bis 4 Theilen kalten Wassers auf und ist auch in Alkohol löslich. In der Hitze zerknistert es, schmilzt zuletzt und verflüchtigt sich bei hohen Hitzegraden unzersetzt. Es ist luftbe- ständig und besitzt dieselbe fäulnisswidrige Kraft, als das Chlornatrium oder Kochsalz. Obwohl man im Grossen noch keine Düngungs- versuche mit diesem Salze angestellt hat, so lassen mich die kleinen Versuche, welche ich damit vor- dum, doch unigliches eaube sogar bs it unde Düngung ar ibertrelfen 5 vi allen an, Terbältuiss . In cher mugenehme tber in den hr wohlte falle möch von zu ma Das Jc reren Verh mehrsten V Das Ka Man b; Wellen, i und Seethie in Salsal man es dd es sich 0 sure und lioirt aus Würfeln, Is. gestiyzzl n in dei sergel, I. nellen; Ackerine die bein d. ul der fall; endlid ebreren Pfad. ch derhellen „ oder Nil. rpstälüt m des loc sehr aba süctigt f is5t Jul rige Ira p Düngung 80 sel ö damit fol — N.—.— 533 nahm, doch hoffen, dass es für viele Pflanzen ein ganz vorzügliches Düngungsmittel abgeben wird; ja ich glaube sogar, dass es in vielen Fällen die Wirkung des seit undenklichen Zeiten mit grossem Nutzen zur Düngung angewendeten Kochsalzes(Chlornatrium) übertreffen wird; dies muss wenigstens der Fall bei allen angebauten Pflanzen seyn, da selbige im Verhältniss mehr Kali als Natron zur Nahrung bedür- fen. In chemischen Fabriken, wo man es oft als ein unangenehmes Nebenproduct gewinnt, vorzüglich aber in den Seifenfabriken, kann man es zuweilen sehr wohlfeil erhalten; und besonders in diesem Falle möchte man nicht unterlassen, Gebrauch da- von zu machen. 2. Jodkalium(Kaliumjodid). Das Jod verbindet sich mit dem Kalium in meh- reren Verhältnissen, aber die Zusammensetzung der mehrsten Verbindungen ist noch unbekannt. Das Kaliumjodid enthält 23, 8 Kalium und 765, 2 Jod. Sum. 1005 0. Man hat dieses Salz in Kochsalz- und Mineral- Quellen, im Meerwasser und auch in Seegewächsen und Seethieren gefunden. In Strandgewächsen, Z. B. in Salsola Kali und Plantago maritima, hat man es dagegen noch nicht entdeckt. Künstlich lässt es sich durch Zusammenbringen von Jodwasserstoff- stiure und kohlensaurem Kali darstellen. Es krystal- lisirt aus seiner Lösung in weissen, durchsichtigen Würfeln, Trichtern und Octabdern, schmilzt und 534 verdampft noch unter der Rothglühehitze, hat einen scharfen Geschmack, löst sich in 12 Theil Wasser von + 167 R. auf, ist auch in Weingeist löslich und zerfliesst in feuchter Luft.— Wie es sich gegen das Wachsthum der Binnen- landspflanzen verhält, ist noch unbekannt; aber auch wenn es sich günstig gegen sie zeigen sollte, 80 kommt es doch zu selten vor, um im Grossen Ge- brauch davon machen zu können. Vielleicht wirkt es, Wenn die Binnen landspflanzen gar kein Jod ent- halten sollten, auf selbige als ein Gift.— 3. Fluorkalium(Kaliumfluorid). Die Zusammensetzung des Fluorkaliums ist noch nicht genau ausgemittelt worden. Es kommt höchst wahrscheinlich in einigen Glimmerarten, im Wa- wellit, Lepidolith, und in der Hornblende vor; doch enthalten diese Mineralien eine solche Verbin- dung von Fluor und Kalium, die unauflöslich in Wasser ist. Vielleicht ist dagegen das in einigen Mineralquellen kürzlich entdeckte Fluor mit Kalium in einem solchen Verhältnisse vereinigt, die dessen Auflösung möglich macht. Ob manche Bodenarten Fluorkalium enthalten, ist zwar noch nicht ausge- mittelt, aber doch, da es in einigen Mineralien vor- kommt, sehr wahrscheinlich. Es lässt sich künstlich darstellen, wenn man Flusssäure und Kalium zusammenbringt; hierbei ent- weicht unter heftiger Erhitzung Wasserstoffgas; oder man mischt Kali und Flusssäure mit einander; wobei sich dann ausser Fluorkalium auch Wasser bildet. Es krystallisirt aus der Wasserlösung in Säulen oder spürkeln 1 b ö gir dig, Tea ich und s. Wir WIS. alnlert ode 45 Auch vor 6 Verhältni mscht sind. cht aufgel kinschern len in der der Linäsck stehen, dat bann sich! Ls lis. man Molzke oder besser haltige tlie rem Kali 9 it es dure Nausdure in Waser deln und e von Jauer wobei es! ne Ob es zünstig vt lich wirkt he, hüt ein Tbeil Wag t lialah g. m der Dun int; aber g en solle, n Grosen ielleicht. kein Jol. rich. aliums it nl kommt bh ten, in ha rnblnde por; Salle Verdin. uaullslich i. das in eig r mit Nin 7 die dba e Bodenre nicht au; ineralien f wenn U. hierbei. offgas 0 der; ol 8er bill Halen och —— 535 Würfeln, zerfliesst an der Luft, schmeckt scharf salzig, reagirt stark alkalisch, ist nicht in Weingeist löslich und schmilzt noch unter der Glühehitze.— Wir wissen nicht, ob es das Pflanzenwachsthum befördert oder unterdrückt.— 4. Kyankalium(Kaliumkyanid). Auch von diesem Körper Kennt man noch nicht das Verhältniss, in welchem seine Bestandtheile ge- mischt sind. In der Natur ist das Kyankalium noch nicht aufgefunden worden, aber es bildet sich beim Einäschern der Pflanzen, und kommt desshalb zuwei- len in der käuflichen Pottasche vor. Es kann bei der Einäscherung der Pflanzen nur in dem Falle ent- stehen, dass diese stickstoffreich sind, denn nur dann kann sich Kyan bilden. Es lässt sich künstlich dadurch bereiten, dass man Holzkohle(stickstoffhaltige) mit Kali erhitzt, oder besser, wenn man Blut und andere stickstoff- haltige thierische Körper 1 Stunde mit kohlensau- rem Kali glühet und mit Wasser auslaugt. Auch ist es durch's Vermischen des Wässerigen Kalis mit Blausäure zu gewinnen. Die Auflösung des Salzes in Wasser riecht und schmeckt nach bittern Man- deln und erleidet an der Luft(durch Einwirkung von Sauerstoff und Kohlensäure) eine Zersetzung, wobei es in Kohlensäure, Ammoniak und Kali zer- fällt.— Die Form seiner Krystalle kennt man nicht. Ob es sich gegen die Vegetation günstig oder un- günstig verhalte, ist unbekannt, höchst wahrschein- lich wirkt es aber günstig, 50 dass zum T heil die 536 ausgezeichnet düngenden Eigenschaften mancher Pflan- zenasclien mit von diesem Körper herrühren mögen. C. Schwefelsalze des Kaliums. Wasserstoffschweflichtes Schwefelkalium (Doppelthydrothionsaures Kali). Sowohl das Schwefelkalium als der Schwefel- Wasserstoff enthalten in dieser Verbindung gleich viel Schwefel. Das Salz kommt höchst wahrscheinlich in eini- gen hepatischen Quellen vor, und vielleicht auch im gefaulten Miste und Harne. Es lässt sich künstlich bereiten; man leitet näm- lich durch Wässeriges Kali so lange Schwefelwasser- stoffgas, als noch eine 17 Statt findet, und kocht hierauf, wobei das etwa 5 Gas entweicht. Wird alsdann die Flüssigkeit bei Luft- Ausschluss verdampft, so erhält man das Salz in un- gefärbten 4- und Eseitigen e mit 4 oder 6 Flä- chen zugespitzt. s Die Krystalle des Salzes zerfliessen an der Luft, lösen sich leicht in Wasser und Alkohol auf, und haben einen scharfen, alkalischen, bitteren Ge- schmack. Säuren treiben den Schwefel wasserstoff mit Brausen aus. Salpetersäure schlägt Schwefel aus der Lösung nieder. An der Luft erleidet das Salz unter Entwickelung von etwas Schwefel- Wasserstoff eine Zersetzung, färbt sich gelb und verwandelt sich durch d des atmosphäri- schen Sauerstoffs zuletzt in e Kali.— Ueber das Verhalten dieses Körpers gegen die U sgetation ist f wird 4s 5 dern, wel serbrennen ge I. Die Sauer usalze, ko In Kalisalzet u den Säure don dem Ra lalten Kryst Wültern an Wasser lis gesetzten R. zellag. An einer Verbi. dem sich da seine Krystal lerisirt, Un her auszumit züure auf, kommenden Aumanik, bet den Nüc (scheidet d zäuernng 1 liltrat ab, nit Schye wäscht das 537 0 mancher gi, 8 i 8 5 rühüe 15 W ist noch nichts ausgemittelt; ohne Zwei- * fel wird es aber das Wachsthum aller Pflanzen be- b fördern, welche viel Kali und Schwefelsäure beim ins Verbrennen geben. elelkzum 8 110 II. Salze des Natriums. der Süd A. Sauerstoffsalze. bindung;. 5 i 5 b Die Sauerstoffsalze des Natriums, oder die Na- 1 tronsalze, kommen in ihren Eigenschaften sehr mit irlich ie den Kalisalzen überein. Hinsichtlich der Affinität leicht a. zu den Säuren steht aber im Allgemeinen das Na- tron dem Kali etwas nach. Viele Natronsalze ent- 50 itt. halten Krystallwasser; und einige von diesen ver- chpeklfan wittern an der Luft. Sie sind sämmtlich leicht in al fut, u Wasser löslich, geben aber mit keinem andern zu- cllshe be gesetzten Körper einen Natron enthaltenden Nieder- leit bei Jul schlag. Am besten lässt sich das Natron noch in l8s deln in du seiner Verbindung mit Schwefelsäure erkennen, in- 1 öder g l dem sich das schwefelsaure Natron sehr gut durch seine Krystallform und übrigen Eigenschaften charac- an der L, terisirt. Um die Menge des Natrops in einem Kör- zl auh u per auszumitteln, löst man ihn in Wasser oder Salz- bitteren säure auf, erhitzt und fället die etwa darin vor- elWassen kommenden Erden und Oxyde durch kohlensaures igt Schr Ammoniak, filtrirt, dampft die Flüssigkeit ab, glü- Luft ere het den Rückstand, löst ihn alsdann in Wasser auf 48 Schnel⸗(scheidet das vielleicht vorhandene Kali durch Ueber- i geb 10 säuerung mit Weinsäure aus), filtrirt, dampft 3 atmogbe Filtrat ab, glühet den Rückstand, nachdem man ihn eh Al- mit Schwefelsäure im Ueberschusse versetzt hat, 5 gegen dk wäscht das Geglühete mit Alkohol aus, um die etwa ö 9 9 538 vorhandene Phosphor- und Boraxsäure zu entfernen, und glühet zuletzt; was nun übrig bleibt, ist schwe- 0. 1 felsaures Natron. Will man das Salz noch in Kry-(basis stallform darstellen, so löst man es in Wasser auf und überlässt die Flüssigkeit der freiwilligen Ver- b betel dunstung.— Um das Natron aus dem schwefelsau- ren Salze als kohlensaures Natron zu gewinnen, löst 98 man jenes in Wasser auf, setzt überschüssig essig- saures Blei hinzu, entfernt das zu viel hinzugekom- Dieses 8 mene Bleioxyd durch Schwefelwasserstoffgas, erhitzt, iz in Per um das etwa überschüssige Gas zu vertreiben, hn Lände dampft die filtrirte Flüssigkeit ab und glithet den zu, die se Rückstand. len. In Diese Art, die Menge des Natrons zu bestim- a Lebers men, ist, wie man sieht, sehr weitläufig, allein u grosser sie ist sicher; will man dagegen, wie es einige Che- lorescirt e“ miker zu machen pflegen, seine Quantität dadurch Jodenarten ausmitteln, dass man die Mengen aller Stoffe eines saures N untersuchten Körpers bestimmt und das Fehlende Ferden; e dann für Natron berechnet, so liefert dieses stets Lensetiung ein unrichtiges Resultat, denn bei jeder chemischen(s au alte Analyse sind kleine Verluste unvermeidlich.— der Neikes Die Natronsalze verbinden sich, wie die Kali- Falle entst salze, mit mehreren anderen Salzen zu Doppelsal- lad schpef zen, von welchen weiter unten einige beschrieben lischen die werden sollen. zeitig bil cium, I. Kohlensaures Natron. 608 tron aus Mit der Kohlensäure verbindet sich das Natron genen in drei verschiedenen Verhältnissen: zu einfache, J anderthalb- und Zweifach- kohlensaurem Na- process 1* iu Natrol 8 2 53 5 in elfen 9 1 lebt, zt schd N al. duch u a. Einfach- kohlensaures Natron 1 s in Mag,(basisch kohlensaures Natron, Soda). freipillgn Jen 1 Es besteht aus 58,7 Natron 8 0 11 41,3 Kohlensäure. berschügg: Sum. 100, 0. viel lum Dieses Salz kommt sehr häufig in der Natur 1stoffgb, ft N. 5 95 vor; in Persien, China, Ungarn, und mehreren Zu fert 23 8 andern Ländern sind z. B. grosse Landseen vorhan- und füt den, die sehr viel kohlensaures Natron in Lösung halten. In Aegypten und Ostindien wittert es nach tro ne den Ueberschwemmungen des Nils und Ganges Weila in grosser Menge aus dem Boden. Sehr häufig ef- rie es cu lorescirt es aus kohlensaure Kalkerde enthaltenden gen Bodenarten, Wenn diese mit Kochsalz, oder schwe- ale dee felsaures Natron enthaltendem Wasser überschwemmt id dn felt werden; es entsteht nämlich durch wechselseitige jekt des Ste Zersetzung dieser Salze. Nicht selten bemerkt man ele drnic es an alten Mauern, in Form eines feinen Pilzes neillch— oder Reifes efflorescirt(Haarsalz). Auch in diesem u fi*„ Falle entsteht es durch Zersetzung des Kochsalzes on ln Daf und schwefelsauren Natrons, welches das zum Kalk- lige esch löschen dienende Wasser in Lösung enthielt; gleich- zeitig bildet sich dann hierbei Gyps und Chlorcal- cium. Gewöhnlich gewinnt man das kohlensaure Na- n. tron aus der Asche der Strandgewächse oder den ich ds Ui. sogenannten Salzpflanzen. Da diese dem Boden 1 eigtl Kochsalz entziehen, so muss durch den Vegetations- en k. process das Chlor vom Natrium getrennt und dieses Leusaure 8 in Natron umgeändert werden, welches sich hierauf 540 mit den vorhandenen Pflanzensäuren verbindet; in der Asche der Pflanzen erscheint es dann als Koh- lensaures Natron, weil die Pflanzensäuren beim Ver- brennen Kohlensäure liefern. Einige Chemiker neh- men dagegen an, die Strandpflanzen enthielten das Natron grösstentheils als schwefelsaures Salz, Was aber beim Linäschern der Pflanzen durch den Koh- lenstoff in kohlensaures Natron verwandelt erde; allein dies ist ohne Grund, denn Versuche zeigten mir, dass der Standort der Salzpflanzen gewöhnlich sehr wenige schwefelsaure Salze enthält, ferner, dass die Salzpflanzen in grosser Menge Kochsalz aufnehmen und dass sie viel Chlor oder Salzsäure ausdunsten. Sehr häufig bereitet man das einfach- kohlensau- re Natron jetzt auch aus dem Kochsalze; man ver- wandelt nämlich dieses durch Erhitzen mit Schwe- felsäure in schwefelsaures Natron, wobei Salzsäure entweicht, glühet das Salz mit Zusatz von Kohle und Kalk und gewinnt so ein Gemenge von Schwe- felcalcium und kohlensaurem Natron. Jenes trennt man von diesem dadurch, dass man das Gemenge der Luft aussetzt, wobei es verwittert; die Masse wird hierauf mit Wasser ausgelaugt und die Flüssig- keit bis zur Krystallisation abgedampft. Das einfach- kohlensaure Natron verbindet sich in mehreren Verhältnissen chemisch mit Wasser und krystallisirt damit in Dodecasdern; oft aber auch in Aseitigen Säulen mit 4seitigen Pyramiden und abgestumpften Endspitzen, oder in 4seitigen Säu— len, deren Enden in entgegengesetzter Richtung zweiseitig zugeschärft sind. Die Krystalle enthalten 17,74, 56, 92 oder 62, 69 p. Ct. Wasser. Mit. fuer verbt 0 Lult very n ein. Waser Ve J abo sebr Diese lel⸗ 1e Landy 11 namlich ö nn Milch nan viele botlasche gachen zu be les Natro „ fortzusc neller di. Das kr 1 1,06 bi amilzt le. beim länger gedebt bein dem kohlen lu der Was niger Leit ein Tusatz fh verursze lergeringet Trübung, Obgle peiss, i gen die! Jad Ussage Mitron he den ir V ven verdad es daun bsduren he, ige Chen en enslih, zsaurez del. n durch dal erwandelt; Versuch Janzen gen enthall Menge or oder de einteck. Ul chsglle; nil Hitze ni i „ pöhe Klan Zul unn l nelge wn de on. Leles de mau dis ber. itlert; de uud die l pf. pu verbine ch mit de ddern; d.! n Pprauidee seitige 9 etater Melt sal eule Hasel 1 ————— 541 Wasser verbunden kommt es im Handel vor. An der Luft verwittert das wasserhaltige Salz und zer- fällt in ein weisses Pulver, alles chemisch gebunde- ne Wasser verlierend. Hierdurch unterscheidet es sich also sehr wesentlich vom kohlensauren Kali.— Diese letztere Eigenschaft des Salzes kann auch in der Landwirthschaft benutzt werden; gebraucht man nämlich(der Säure wegen) zum Auslaugen höl- zerner Milchgesässe Pottasche oder Holzasche, 50 hat man viele Mühe und viel Wasser nöthig, um die Pottasche wieder zu entfernen und das Holz trocken zu bekommen, wendet man dagegen Kohlen- saures Natron an, so ist die Lauge nicht nur leich- ter fortzuschaffen, sondern das Holz wird auch schneller trocken. Das krystallisirte kohlensaure Natron löst sich in 1,56 bis 2 Theilen Wasser von + 17 KR. auf, schmilzt leicht in seinem Krystallwasser, verliert beim längern Erhitzen das Wasser, bleibt flüssig und gesteht beim Erkalten zu einer festen weissen Masse, dem kohlensauren Kali ähnlich. Es reagirt alkalisch. In der Wasserlösung bringt Galläpfeltinctur nach ei- niger Zeit eine schöne griine Färbung hervor und ein Zusatz von neutralem schwefelsauren Kupferoxy- de verursacht in einer Lösung, welche selbst die al- lergeringste Menge dieses Salzes enthält, eine grüne Trübung. Obgleich man noch nicht aus der Erfahrung weiss, Wie sich das einfach- kohlensaure Natron ge- gen die Pflanzen verhält, so lässt sich doch wohl voraussagen, dass es, da alle angebauten Pflanzen Natron bedürfen, auf Humussäure enthaltendem Bo- den ihr Wachsthum sehr befördern würde; Humus— 542 säure muss nämlich der Boden, wenn es nicht schäd- lich wirken soll, um desswillen enthalten, damit es, bevor es in die Pflanzen übergeht, gänzlich seine al- kalischen Eigenschaften verloren habe; dieses geschieht, nämlich dadurch, dass entweder die sämmtliche Koh- lensäure durch die Humussäure ausgetrieben wird, oder dass sich ein Theil der ausgetriebenen Kohlen- säure auf einen anderen Theil des einfach- kohlen- sauren Natrons wirft, und dadurch ausser dem hu— mussauren Natron auch das, das Pflanzenwachsthum nicht beeinträchtigende doppelte- oder neutrale Koh- lensaure Natron entsteht; da indess dieses nur bei einer Temperatur von mindestens + 20° R. geschieht, so folgt hieraus, dass man die Düngung mit diesem Körper nur im Sommer wird vornehmen dürfen.— Kommt es im Boden mit Humus in Berührung, s0 regt es, wie das einfach- Kohlensaure Kali, diesen zur Bildung von Humussäure an; doch ist hierzu, wie bei jenem, eine Temperatur von + 20 25 B. erforderlich. Unter dieser Bedingung entzieht es, dem kohlensauren Kali gleich, auch einigen humus— sauren Erd- und Oxydsalzen die Humussäure, und löst in wässeriger Gestalt auch einige humussaure Salze, z. B. die humussaure Alaunerde, unzersetzt auf; durch diese Eigenschaft vermittelt es also den Ue- bergang der Erden in die Pflanzen und wird folglich dadurch für die Vegetation ein höchst wichtiger Kör- per. Es kann den Pflanzen aber auch noch auf eine andere Weise nützlich werden, nämlich dadurch, dass es ihnen Kieselerde zuführt, denn früher haben wir gesehen, dass sich dieselbe im flüssigen kohlen- sauren Natron bei Weitem leichter als im reinen Wasser auflöst. b. A 1 Mex n Urao arlbalb-k ach anch, sallensaures er Kohle Das nat 4 1 0 —— Sum. 1 Das K debt dage⸗ Das n Kure Natr kerig ral dich nicht saure dal len bon Salz vor pelt- ko in Losu. un es füllt itlalte, da ganzlich x. ez dieses zz, e Simmtiah iusgetrihe; triebenen] 8 einlach.) ch ausber flanzenpa der neut 8s dieses + 20 I. 95 in gung ui nehmen dirk In Hering, zaure Aal, d q dhch it ben von- gung fuld ch Lingen l Humus) inige lust 65 Unzersel“ es abo fl und wird he ist wicht ich noch zämlich a enn früber 1 flüseigel ul ah in fl 543 b. Anderthalb- kohlensaures Natron. 4 In Mexico und Fessan kommt unter den Na— men Urao und Trona ein Mineral vor, welches anderthalb- kohlensaures Natron ist. Das Salz bildet sich auch, wenn man in Wasser gelöstes doppelt- kohlensaures Natron kocht, denn dabei entweicht! seiner Kohlensäure als Gas. Das natürlich vorkommende Salz besteht aus 415 22 Natron, 395 00 Kohlensäure, 18,80 Wasser und 0, 98 fremdartigen Körpern. Sum. 1005, 00. Das künstlich bereitete, krystallisirte Salz, be- steht dagegen aus 78, 2 kohlensaurem Natron und 215,8 Wasser. Sum. 200, 0. Das natürlich vorkommende anderthalb kohlen- saure Natron ist sehr fest, durchscheinend, von blät- terig strahligem Gefüge, schmeckt alkalisch, und löst sich nicht so leicht in Wasser auf, als das einfach- saure Salz. Es dient in Afrika als Baustein. Zuwei- len kommt es im Handel unter dem Namen Trona— Salz vor. In Ungarn gewinnt man es aus dem dop- pelt-kohlensauren Natron, welches einige Landseen in Lösung halten. 544 o. Doppelt- kohlensaures Natron. Es besteht im krystallisirten Zustande aus 335 55 Natron, 47, 16 Kohlensäure und 195,29 Wasser. Sum. 100, 00. Wir finden dieses Salz in vielen Mineralquellen, und, wie so eben erwähnt wurde, auch in einigen Landseen Ungarns, Asiens u. s. Ww.— Man bereitet dieses Salz künstlich entweder mittelst Kohlensäure, welche in eine Auflösung des einfach- kohlensauren Natrons geleitet wird, wonach dann die Flüssigkeit der Krystallisation überlassen bleibt, oder durch Er- wärmung einer mit kohlensaurem Ammoniak versetzten Auflösung des einfach- kohlensauren Salzes u. s. W. Das Salz krystallisirt in 4seitigen Tafeln, löst sich in 8 Theilen kalten Wassers auf, schmeckt schwach alkalisch, reagirt nicht auf Curcumapapier, stellt aber die blaue Farbe des durch verdünnte Säu- ren gerötheten Lakmuspapiers wieder her und ist luftbeständig; die Lösung des Salzes in Wasser ver- liert schon bei + 75 R. Wärme Kohlensäure; die Krystalle verlieren aber in der Hitze nicht nur das Wasser, sondern auch die Hälfte der Kohlensäure, so dass hierbei das einfach- saure Salz entsteht. Man kann wohl annehmen, dass Quellen, die dieses Salz in nicht zu grosser Menge in Lösung ent- halten, sich sehr gut zur Bewässerung eignen wer- den; wobei indess vorausgesetzt wird, dass der Bo- ö 0 auch le leben 10 L5 giebt Auron. d. Ls beste Das e nur einen blauber. ndern ke len aufgelö rem Natro zus dem B pern genen uud sehr! en der Pf man es be Tabrikatio Ls l. gen in se gen Tale Fulen, kbxückten den. Das 5 Ng Zustande 10 en Mine „ auch a — Ua ktelst Volla ach- Bollaan zun die Ila t, oder dard! bmoniab penet i Galles U. 5 igen lüb, auf, fl F Curcunzpn h verdüuntes ler ler ul in ast. Kollensäurk“ e nicht un er Kollek Iz entstel. s Ouelln, 5 in Lsuig, 18 eignen f „ de er. 545 den auch keinen Mangel an den übrigen, zum Pflan- zenleben nöthigen Körpern leide. 2. Schwefelsaures Natron. Es giebt einfach- und zweifach schwefelsaures Natron. a. Einfach- schwefelsaures Natron (Glaubersalz). Es besteht aus 43, 86 Natron und 565 14 Schwefelsäure. Sum. 100, 00. Das einfach- schwefelsaure Natron macht nicht nur einen Bestandtheil einiger Mineralien, z. B. des Glauberits, Reuss ins und Natronalauns aus, sondern kommt auch oft in grosser Menge in Quel- len aufgelöst vor.— Mit Kochsalz und kohlensau- rem Natron vermischt, wittert es an manchen Orten aus dem Boden; mit Gyps und einigen andern Kör— pern gemengt, bildet es den Pfannenstein der Salinen und sehr häufig gebört es auch zu den Bestandthei- len der Pflanzenaschen. Als Nebenproduct gewinnt man es bei der Bereitung des Salmiaks und bei der Fabrikation der Salzsäure aus Kochsalz. Es krystallisirt mit verschiedenen Wasser- Men- gen in sehr abweichenden Formen: zu länglich 4ecki- gen Tafeln mit zugeschärften Kanten; zu 4seitigen Säulen, mit 2 Flächen zugeschärft und zu plattge- drückten(seitigen Säulen mit 6seitigen Endpyrami- den. Das eine Mal enthält das Salz 50, 24, das an- 25 30 ö 54 U 11. 7 10 5 N ll 1 1 1. 11 0 3 J 4* ie* ö — 140 1 ü M 10 0* 164 U 0 a ö 1 9 1 1 W 1 115 U 0 N 5 i — 2 1 14 1 J 1 N 2 — . „% 8 8 r 7 2 546 dere Mal 56 p. Ct. Wasser. An der Luft verwit- tern die Krystalle und zerfallen in ein weisses Pul- ver, ohne jedoch alles Wasser zu verlieren. Das wasserfreie Salz erhält man durch Glühen des krystallisirten; nach dem Glühen stellt es eine weisse undurchsichtige Masse dar, und schmilzt in starker Glühehitze, doch ohne zu verdampfen. Durch Glühen mit Kohle verwandelt es sich in Schwefel- natrium. Mit Zusatz von Kieselerde liefert es ein sehr gutes Glas, so dass man bei der Glasfabrikation sehr häufig die Pottasche dadurch ersetzt. Es hat einen Anfangs kühlenden, hintennach, bit- tern, salzigen Geschmack. 100 Theile Wasser lö- sen bei 4 18 R. 48 Theile, bei + 50 R. 260 Theile und bei + 33 R. 322 Theile krystallisirtes Glauber- salz auf; heisses Wasser löst also von dem Salze weniger auf, als kälteres, was bei anderen Salzen gerade umgekehrt ist. In Alkohol ist es sehr leicht auflöslich. Gegen die Pflanzen verhält sich, wie mir viele darüber angestellte Versuche zeigten, das einfach- schwefelsaure Natron als ein kräftiges Beförderungs- mittel ihres Wachsthums; vorzüglich günstig zeigt es sich den Kleearten und überhaupt allen Legumino- sen. Es wirkt höchst wahrscheinlich, wie der Gyps, insbesondere durch die Schwefelsäure. Wegen seiner leichten Löslichkeit in Wasser darf es auf einmal nicht in zu grosser Menge angewendet wer- den; wie viel jedoch auf eine gewisse Fläche zu den verschiedenen Früchten genommen werden muss, ist erst durch Versuche auszumitteln. Sehr zuträglich, sagt man, sey es auch den Obstbäumen, indem sie danach sowohl sehr viele als sehr schöne Früchte ragen; i nehr Vert lissig ann schaft wir senden!“ ot sehr wird es al mittel ben enn der in der Jelder gelt, wie; hpefelsa Is be Dieses augekande Fenn man filszure ve Theilen W mit Wasser der Auuog er und ye dämmtlich dchwelels felaures lung un Meralien lleze p: kde Lige der Lig/ in ein Weitz Verlieren man durch hen dell und gad erdanpker; sich in geh erde liekr; der Clat ersetit, n, hinten Theile yu 00»I 0 tallisrts 0% 180 von dn bei andern * f. 1 lit 6 rt ch, wer ten, in ü, iges Bert lich eiu t alen b ch, wie fr dure. fe 188er dealt augepeak f ge Hache l verde nas, Sehr A men, un gchne Tic 547 tragen; indess möchten auch hierüber erst noch mehr Versuche anzustellen seyn, um es als zuver- lässig annehmen zu können. Bei der Landwirth schaft wird es sich übrigens sehr gut im Grossen an- wenden lassen, da es in den chemischen Fabriken oft sehr wohlfeil zu bekommen ist; hier und da wird es aber auch schon im Grossen als Düngungs- mittel benutzt, jedoch ohne dass man dieses weiss, denn der in den Salinen gewonnene und zur Düngung der Felder und Wiesen dienende Pfannenstein be- steht, wie wir vorhin sahen, zum Theil aus einfach- schwefelsaurem Natron. b. Zweifach- schwefelsaures Natron. Es besteht aus 27, 8 Natron und 725 2 Schwefelsäure. Sum. 1005, 0. Dieses Salz ist bisher noch nicht in der Natur aufgefunden worden; man erhält es aber künstlich, wenn man das einfach- schwefelsaure Salz mit Schwe- felsäure versetzt und schwach glüähet. Es ist in 2 Theilen Wasser löslich und krystallisirt, chemisch mit Wasser vereinigt, in breiten, rhomboidalen, an der Atmosphäre verwitternden Tafeln; schmeckt sau- er und verliert in heftiger Glühehitze nicht nur sein sämmtliches Wasser, sondern auch einen Theil Schwefelsäure, so dass es dadurch in einfach- schwe- felsaures Natron verwandelt wird. Bei der Ausmit- und Mengenbestimmung des Natrons in Mi- neralien und Erdarten mittelst Schwefelsäure muss t wohl berücksichtigt werden, in- 35* 548 dem man sonst bei der Berechnung der Aanlyse ein luft, e unrichtiges Resultat erhält. Aobo! 55 Wir wWI N felche Rolle 3. Salpetersaures Natron ein spielt (Natronsalpeter, cubischer Salpeter). slen wir! 5 Jer Natron Man kennt, wie beim Kali, nur ein Verhält- ar betörde niss, in welchem sich das Natron mit, Salpetersäure iu Cebraucl vereinigt, dieses besteht aus: aal dei di 36,7 Natron und in delzen 635 3 Salpetersäure. huis bäben Sum. 100, 0. Der Natron- Salpeter kommt in der Natur vor; man hat z. B. in der neuern Zeit im aufgeschwemm- Man ten Lande einer Gegend Peru's mächtige Lager da- Vatrons n von aufgefunden. In den Salpeterplantagen bildet dautkch- u. sich das Salz, sobald man ausser Holzasche auch Soda in die Erdhaufen bringt. Hierdurch wird es i wahrscheinlich, dass es an allen Orten vorkomzmit,. Wo stickstoffhaltige organische Körper in Verwesung Diese übergehen, und wo gleichzeitig kohlensaures Natron eim Clil vorhanden ist.— Künstlich erhält man dieses Salz, Ui überde wenn man salpetersauren Kalk durch kohlen- oder A schwefelsaures Natron zerlegt und die Flüssigkeit zum Krystallisiren abdampft. Es ist in 2— 3 Thei- len Wasser löslich, krystallisirt in Rhomboédern, 0 besitzt einen bitteren, dem Kalisalpeter ähnlichen Geschmack, schmilzt in der Wärme, gesteht zu 181 einer weissen Masse, verpufft mit Kohle etwas schwächer, als Kalisalpeter, erleidet in der Hitze dieselbe Zersetzung wie jener, wird in sehr feuch— 549 ter Luft, ohne zu zerfliessen, feucht, und ist in Alkohol unauflöslich. Wir wissen zwar noch nichts Gewisses darüber, welche Rolle das salpetersaure Natron bei der Vege- tation spielt, allein aus Aehnlichkeitsverhältnissen dürten wir wohl schliessen, dass es das Wachsthum aller Natron und viel Stickstoff bedürftigen Pflanzen g der dal Natron Salpeter nur ein, ui Seh sehr befördern werde; dass sich aber im Grossen ein Gebrauch davon wird machen lassen, steht so- wohl bei diesem, als bei allen übrigen salpetersau- ren Salzen zu bezweifeln, da sie einen zu hohen Preis haben. in der Wir 4. Phosphorsaures Natron. im aug Man kennt drei verschiedene Verbindungen des zäcllhe l⸗ Natrons mit Phosphorsäure, nämlich: zweidrittel-, terplauthpet! einfach- und zweifach- phosphorsaures Natron. er Hölacle! 115 5 a. Zweidrittel- phosphorsaures Natron. per in Jer Dieses Salz ist ein Kunstproduct; man erhält es pnlenszurs“ beim Glühen des einfach- phosphorsauren Natrons t nan die, mit überschüssigem kohlensauren Natron. Die Koh- ch Loble-“ lensäure entweicht dabei als Gas. 0 die Lis 10 0 b. Einfach- phosphorsaures Natron in dbu(Perlsalz). llpeter i 5 we, Eee Es besteht aus 46 50 Natron und 1 Tolle“. 53550 Phosphorsäure. jet in b Sum. 100, 00. in gbr L. 550 Das einfach- phosphorsaure Natron gehört zu den Bestandtheilen des menschlichen Blutes und Harns, kommt aber auch häufig im Harné der Thie re vor. Zuweilen findet es sich in der Asche der Pflanzen.— Künstlich wird es bereitet durch Zerse- tzung des sauren phosphorsauren Kalkes mittelst koh- lensauren Natrons u. s. w. oder durch unmittelbares Zusammenbringen von Phosphorsäure und Natron. Is Krhstallistirt in grossen rhomboidalen Säulen, wel- che 61,71 p. Ct. Wasser enthalten. Das Krystalli- sirte Salz löst sich in 4 Theilen kaltem und 2 Thei- len kochendem Wasser auf, reagirt alkalisch, schmeckt angenehm salzig, verwittert sehr schnell, zerfliesst in der Wärme in seinem Kr Ystallwasser 990 schmilzt in der Hitze unter Verlust seines Wassers zu einer Glasperle, die beim Erkalten eckig und undurchsich- tig wird. Ohne Zweifel gehört dieses Salz zu denjenigen Bestandtheilen des Harns, von welchen mit seine dün- genden Eigenschaften herrühren; doch kommt es, Wie mir Versuche zeigten, im Rindviehharn in 80 gerin- ger Menge vor, dass derselbe nur einen geringen Theil seiner Wirkung diesem Salze zu verdanken haben kann. 04 steht nicht zu erwarten, dass dieses Salz, da seine Bereitung sehr kostbar 18 für sich wird zur Düngung angewendet werden Ao nen o. Zweifach- Phosphorsaure Natron. Ist gleichfalls 95 Kunstproduct. Man gewinnt es, wenn man zu in Wasser gelöstem Natron soviel Pes Ron setzt, bis die Flüssigkeit völlig neu- tral reagirt und denn zuerst krystallisirt daraus Sum. J 18 ist söslich un Das gaurem! mit Mas 5 2 0 — Sum. 1 Man res Kali und krys Al hen, bestand lieraus, müsse, ton ahn u geh n der Wc itet durch 10 Kes milteg ch umi, re und J len Säule Das In, lem uud! dalisch, 4. chnell, 1h sser und Wassers in f und unduntk Ilz in dn zen i ile din ch Hiunt e,. harm in ww rr einen grün e 2 fert i erwarten, Löstbar it,! werden l Natron. Man esie n Natron 10 eit Wolle. talk 115 ill!) len dag, 551 das einfache Salz und hierauf in Schuppen das Zwei- fache. Das krystallisirte Salz besteht aus: 22,7 Natron, 51,69 Phosphorsäure und 25,84 Wasser. Sum. 100, 00. Ohne Wasser enthält es: 30,218 Natron und 69,782 Phosphorsäure. Sum. 100,000. Es ist leicht in Wasser, aber nicht in AlkOhol löslich und reagirt sauer. Das phosphorsaure Natron bildet mit phosphor- saurem Kali ein Doppelsalz; dasselbe krystallisirt mit Wasser und besteht aus: 27,41 einfach- phosphorsaurem Kali, 22,18 einfach- phosphorsaurem Natron und 50,41 Wasser. Sum. 100, 00. Man erhält es, wenn man doppelt-phosphorsau- res Kali durch kohlensaures Natron sättigt, abdampft und krystallisiren lässt. 5. Kieselsaures Natron. Als vom Natron die Rede War, haben wir gese- hen, dass das kieselsaure Natron zu den häufigsten Bestandtheilen der Mineralien gehöre; wir folgerten hieraus, dass es auch sehr oft im Boden vorkommen müsse, was in der That denn auch der Fall ist. Da 552 aber das kieselsaure Natron in der Zusammensetzung. wie es im Boden vorkommt, weder vom Wasser noch von schwachen Säuren leicht aufgelöst und zersetzt wird, so finden wir es auch niemals, wenn wir die Erden nur mit diesen Flüssigkeiten behandeln; wen- den wir dagegen eine starke Säure, z. B. Schwefel- säure, an, so wird das Salz in seine Bettandtheile zerlegt und die Schwefelsäure enthält dann ausser einigen anderen Körpern auch Natron in Lösung; dieses lässt sich! dann durch Ausfällen der Erden mit Ammoniak, Verdunsten der filtrirten Flüssigkeit und Glühen des trocknen Rückstandes als schwefelsaures Natron gewinnen. Das Natron, welches in den Ackererden mit Kieselsäure verbunden ist, lässt sich indess auch durch ein anderes Verfahren ausmitteln, Wovon im 2ten Theile dieses Wer kes die Rede seyn wird. Kieselsäure und Natron verbinden sich übrigens, wie Kieselsäure und Kali, in verschiedenen Ver nissen, aber wir kennen die Zusammensetzung dieser Körper noch nicht genau genug, um mit Bestimmt heit das Mischungsverhältniss des basischen, neu- tralen und sauren Salzes angeben zu können. In seinen Eigenschaften kommt das kieselsaure Natron mit dem kieselsauren Kali überein.— Das Na- hält tron liefert, mit der Kieselsäure ebenfalls ein Was- serglas, welches in der Eigenschaft, Holz und ver- brennliche Körper feuerfest zu machen, sogar das Kali- Wasserglas übertrifft. Natron und Kieseler- de, in einem gewissen Verhältniss zusammengeschmol- zen, geben ein Glas, Welches blasenfreier, weniger verwitternd und leichtflüssiger als Kaliglas ist. Da nun das kieselsaure Natron, wie es der Bo- U Jen enthä Pflanzen Fir die Weise 7 Bestandt, Wasser setzung da die at nült und zlerde b durch ein zes der Beweis erhalten elsaure Kieselsa 80 wür. Tall sey. das kiese Linwirk erleidet Humus Mitron) error; re für d I däsamnenn, om Mager 0 ft ud h o, wenn ph, belandth, 5 1. h. Sehe ine betta fält dann 0 tron in L n der Ih n liste 1 5 schpete welches u len id lt ahren zul es die dete. en aich ngen, iedkae Jetta. enen dier n mit bea sischen, un 2u höhen das liesbm ein.— Da falls ein Holz uud. n, 8051 U und Misik. menge eier, Peli 5 lö. Je es der B. 553 den enthält, nicht in Wasser löslich ist, folglich den Pflanzen auch keine Nahrung geben kann, so müssen wir die Zersetzung dieses Körpers auf alle mögliche Weise zu befördern suchen, indem sein wichtigster Bestandtheil, das Natron dadurch Auflöslichkeit im Wasser erlangt. Zum Theil erreichen wir die Zer- setzung durch eine fleissige Bearbeitung des Bodens, da die atmosphärische Kohlensäure hierbei Zugang er- hält und so die Trennung des Natrons von der Kie- selerde bewirkt. Vielleicht wird die Zersetzung durch eine geringe Erhitzung befördert; wäre die- ses der Fall, so würde man dadurch einen neuen Beweis für die Zweckmässigkeit des Thonbrennens erhalten, denn die mehrsten Thonarten führen kie- selsaures Natron. Brächte aber die Erhitzung beim kieselsauren Natron eine bessere Zersetzung hervor, so würde dieses auch beim Kkieselsauren Kali der Fall seyn.— Da wir übrigens gesehen haben, dass das kieselsaure Kali eine allmählige Zersetzung durch Einwirkung der im Boden befindlichen Humussäure erleidet, so können wir auch annehmen, dass die Humussäure gleichfalls zersetzend auf das kieselsaure Natron wirken werde. Hieraus ginge denn abermals hervor, welch ein wichtiger Körper die Humussäu- re für die Pflanzen ist! 6. Humussaures Natron (neutrales). Es besteht aus 14, 96 Natron und 855,04 Humussäure. Sum. 100, 00. 554 Das Natron verbindet sich mit der Humussàure auch zu einem basischen und sauren Salze, deren Mischungsverhältniss aber noch nicht ausgemittelt ist.— Das humussaure Natron bildet sich zwar in allen, Humus, Humussäure, kiesel- und kohlensaures Natron enthaltenden Bodenarten, allein man findet gewöhnlich nur Spuren davon vor, weil es sich, wie das humussaure Kali, in à bis 1 Theil Wasser auf löst, und deshalb nicht nur schnell von den Pflan- zenwurzeln aufgenommen, sondern noch schneller vom Regenwasser ausgelaugt wird. Doch kann es auch nicht lange im Boden bestehen, sobald derselbe Salze enthält, die eine Erde oder das Oxyd eines schweren Metalles zur Basis haben, indem sich die Erden oder die Oxyde mit der Humussäure vereinigen, und die Säure jener Salze an das Natron tritt. Das humussaure Natron verhält sich überhaupt gegen die Bodenbestandtheile ganz so, wie das humussaure Ka- li, und was desshalb von diesem vorhin erwähnt wurde, kann auch auf das humussaure Natron bezo- gen werden. Aus Versuchen, die ich mit dem humussauren Natron und Kali hinsichtlich ihrer Wirkung auf das Pflanzenwachsthum anstellte, ergab sich, dass beide Salze, wenn sie in nicht zu grosser Menge ange- wendet wurden, dasselbe ganz augenscheinlich beför- derten; desshalb möchte es denn auch sehr vortheil- haft seyn, sie im Grossen künstlich zu berei- ten, wozu sich in Gegenden, Wo Torf, oder an- dere viel Humussäure enthaltende Erden vorkom- men, die beste Gelegenheit findet; man würde näm- lich nur nöthig haben, die Torf- und Moderarten mit Holz- oder Pottasche, oder mit Soda in Haufen zu ; N ringen; 1 7 Leit u“ ners(der oder noc oder Nat Saaten ül sich diese Jon Pott Zeit au U. te; am weck err grusen E 30 Tor. liese Sal und höc Bereitun denn lie zuletzt u nen, 80 fernte G Landwir was hun bereiten, und mat nete WI von de Berrüht 555 er anne bringen, diese fortwährend feucht zu halten und von dale, dn Zeit zu Zeit umzuarbeiten. Während eines Som- t agen mers(denn Wärme ist hierzu unumgänglich nöthig) t sich lr; oder noch früher, würde sich humussaures Kali d kala, oder Natron gebildet haben, womit man denn die ein man 100 Saaten überstreuen könnte. Noch schneller würden il es ich z sich diese Salze erzeugen, wenn man heisse Laugen il Waser von Pottasche oder Soda bereitete, und diese von von den l Zeit zu Zeit über die Torf- und Moderhaufen schütte- noch ade te; am allerschnellsten würde man aber seinen Doch ln; Zweck erreichen, wenn man in die, über Feuer in sobald de grossen Kesseln befindliche Soda- und Pottaschelau- 125 Oi ge, Torf oder Moder trüge.— Vielleicht werden I diese Salze noch einmal ein Gegenstand des Handels, ure perlt und höchst wahrscheinlich würden sich durch ihre 0 15 Bereitung die Moore sehr vortheilhaft benutzen lassen, 1 denn hier fehlt es auch nicht an Brennmaterial, um aul f 1 9˙ ee zuletzt noch die Salze in trockner Gestalt zu gewin- Uuszure Aa. 3 nen, 80 dass dadurch auch ihr Transport in ent- drin erpähut 5 fernte Gegenden möglich gemacht würde.— Die Mitron bel. 5 5. Landwirthe gewinnen aber auch schon jetzt et- Was humussaures Kali, sobald sie nämlich Compost Hunnen. 5 ! bereiten, zu welchem Holzasche gesetzt wird; ung ank ch 8. a 0 10 und man kann annehmen, dass die ausgezeich- b, das bei 725 5 5 5 5 „ nete Wirkung dieses Düngungsmittels zum Theil 90 aht. 8 8 Nez. von dem sich darin befindenden fraglichen Salze Julich elbe n herrühre. ehr worltt 20 ber a 5. f, oder! g len Jorlon. würde val lererten i Haufen 4d 556 B. Haloidsalze des Natriums. I. Chlornatrium (Kochsalz). Es besteht aus 39,7 Natrium und 605 3 Chlor. Sum. 100 7 0. Das Kochsalz kommt von den in Wasser leicht löslichen Salzen am häufigsten in der Natur vor. Wir finden es, mächtige Lager bildend, als Stein- salz; im Flötzgypse ist es oft eingesprengt; in be- trächtlicher Quantität enthält es das Meerwasser; in geringer Menge treffen wir es fast in allen Quel- len, in vielen Gesteinen und beinahe in jedem Bo- den an. Kurz, dieses Salz ist über die ganze Erde verbreitet, und hat, wie wir sogleich sehen werden, einen eben so mächtigen Einfluss auf das Pflanzen- als auf das Thierleben. Das Kochsalz krystallisirt aus seiner Lösung im Wasser in Würfeln, Octaëdern und in hohlen 4 eckigen Pyramiden; ist durchsichtig oder durch- scheinend; zerknistert, auf glühende Kohlen gewor- fen, durch das mechanisch in den Krystallen einge- schlossene und Dampfgestalt annehmende Wasser; schmilzt in der Rothglühehitze, verflüchtigt sich beim Weissglühen, hat einen rein salzigen Ge- schmack, löst sich in 2,8 Theilen Wasser von + 14 R. auf und ist unauflöslich in Alkohol, aber löslich in Weingeist(d. i. in mit Wasser vermischtem Abobol). pern gem dass 48; bält. I von lei man sic. Kochsalz euglsche Kcböne 10 Theilen! Jucker u Schäumt hinein. Das feucht rührt Salzsau! gen,. diesen. ung vor gebörig dern ei Rochsal darauf, als 10 leichte saure V selerd Lisen gen di zieht Hierat Ums. Waser 1 der Malu end, ab d. prengtz I. as Neerrase t in alen ur. 6 in feckm db. die gie Lick Selen werde, F di Punt ner Lug in holen“ oder dr Kohlen gel stallen fü nde hae flüchtig i gallen b. er Jol 11 aher Lol vemöbclten 557 Alkohol). In geringer Menge mit organischen Kör- pern gemischt, befördert es deren Verwesung, statt dass es, in grosser Menge zugesetzt, dieselben er- hält. Auf dieser Eigenschaft beruhet das Einsalzen von Fleisch u. s. W.— Eine gute Salzlake, deren man sich zum Einsalzen bedient, soll aus 28 Pfd. Kochsalz und 72 Pfd. Wasser bestehen.— Die englische Salzbeize, wodurch das Fleisch auch eine schöne rothe Farbe erhält, besteht dagegen aus 192 Theilen Kochsalz, 3 Theilen Salpeter, 32 Theilen Zucker und 1280 Theilen Wasser. Man kocht sie, schäumt ab und thut nach dem Erkalten das Fleisch hinein. Das im Handel vorkommende Kochsalz ist oft feucht und hat einen bitteren Geschmack; dies rührt von fremden Beimengungen, besonders von salzsaurer Talkerde her. Man kann es davon reini- gen, wenn man es in einen hölzernen Trichter thut, diesen unten mit Stroh verstopft, eine heisse Auflö— sung von Kochsalz in Wasser darüber giesst und es gehörig abtropfen lässt. 100 Pfd. Kochsalz erfor- dern eine Lauge, aus 25 Pfd. Wasser und 10 Pfd. Kochsalz bestechend. Diese Reinigungsart beruhet darauf, dass 25 Pfd. kochendes Wasser nicht mehr als 10 Pfd. Kochsalz auflösen, dagegen noch viele jeichtlösliche Selze aufnehmen, wozu auch die salz- saure Talkerde gehört. Wenn man das Kochsalz mit eisenhaltiger Kie- selerde glühet, so verbindet sich das Chlor mit dem Eisen und verflüchtigt sich(als Chloreisen), woge— gen das Natrium den atmosphärischen Sauerstoff an- zieht und mit der Kieselerde zusammenschmilzt. Hierauf gründet sich die Glasur des Steingutes. 558 Vielleicht gelingt es noch einmal, auf eine ähnliche Weise das Kochsalz bei der Glasfabrikation zu be- nutzen, Was bisher vergeblich versucht Worden ist. Das Kochsalz hat schon seit undenklichen Zei- ten als Düngungsmittel gedient und auch neuerdings wird es wieder mit dem ausgez eichnetsten Erfolge Zu diesem Zwecke benutzt ; besonders wendet man es jetzt in England an. An einigen Orten streut man es wohl über den Mist, an anderen setzt man es zur Jauche, In China, Japan, Ostindien, Griechenland, in der Krim und in mehreren anderen Ländern düngt man die Felder mit Meerwasser oder Meer- salz(Was freilich, ausser durch Kochsalz, auch noch durch andere in ihm befindliche Salze düngt). Es ist ausgemacht, dass alle angebauten Gewächse, so wie alle dem Viehe zur angemessenen Nahrung dienenden Weide- und Futterpflanzen zu ihrer che- mischen Constitution viel Kochsalz bedürfen; dess- halb kann man auch, sobald der Boden diesen Pflan- zen nicht schon genug Kochsalz d des günstigsten Erfolges Wiss seyn. Man kann es arzubieten hat, der Kochsalzdüngung ge- nicht oft genug sagen, dass Pflanzen, die reich an Kochisalz sind, dem Viehe eine eben 80 angenehme als gedeihliche N ahrung ge- währen, denn sowol 1 zur Ausbildung als zum Fort- bestehen des thierischen Körpers ist Kochsalz eine durchaus nöthige Substanz. Der Landwirth kann daher nichts Besseres thun, als entweder viel Koch- salz enthaltende Pflanzen zu verfüttern, oder, wenn ihm diese nicht zu Gebote stehen, das Kochsalz für sich den Thieren zu verabreichen, denn obwohl alle Pflanzen Kochsalz enthalten, so besitzen sie in der Regel doch nicht 50 viel, als die Thiere bedür- en, um 1 Iniere de heim Wil end, übe der mens lz bestel man es 00 aulpiegt, Das Kochs ben Cons es besörde mugswitte Vermisch. den, unt Grossen des und salz verr bey, als viel Oelk Milch ein det wied und, wa und Butt Fochsalz, man es d. ger Futte Unterwo es jedoc werden nen sie dazu er schlich in gross 1 eile dhl ribalih h cht Worden 0 denke 1 auch neigt Uuetzten 10 8 Wendet hz, 2 streit zh, etzt nan g; „ Grleche ideren I, ser ocker l. Rockel, 1 le Sehe di, aulen bend senen Jam n u lhre pedürtz des. en dern Pit. arziligen l, Lzdiagisg 0 Ig Kagel, U d, den fie e NMabruug g als zum ll Kochsalz fi Id irt lin er viel loc. oder, Well das Locke denn abel eilzen di i liert edi. 559 fen, um möglichst gut zu gedeihen. Wie sehr die Thiere das Kochsalz lieben, sehen wir besonders beim Wilde, denn dieses sucht, keine Gefahr scheu- end, überall die Salzquellen auf.— Aber auch der menschliche Körper kann nicht ohne viel Koch- salz bestehen, ja es ist ihm so unentbehrlich, dass man es da, wo es sehr selten vorkommt, mit Gold aufwiegt, so 2. B. in einigen Gegenden Afrikas. Das Kochsalz gehört indess nicht allein zur chemi- schen Constitution des thierischen Körpers, sondern es befördert auch die bessere Verdauung der Nah- rungsmittel; schlechtes Futter kann desshalb durch Vermischung mit Kochsalz in gutes verwandelt wer- den, und in England will man durch Versuche im Grossen ausgemittelt haben, dass 14 Pfd. einge weich- tes und gebrühetes Stroh, wenn es mit 4 Loth Koch- salz vermischt werde, eben so gut in der Fütterung sey, als 40 Pfd. weisse Rüben.— Giebt man Kühen viel Oelkuchen, Rüben oder Kohl, so nimmt ihre Tilch einen üblen Geschmack an, aber er verschwin- det wieder, sobald man ihnen Kochsalz verabreicht, und, was das Wichtigste ist, der Ertrag an Milch und Butter nimmt dabei zu. Erhalten die Schaafe Kochsalz, so verbessert sich ihre Wolle, und giebt man es den Pferden, so brauchen sie nicht nur weni- ger Futter, sondern sind auch weniger der Druse unterworfen. Von der allergrössten Wichtigkeit ist es jedoch, dass man allen Thieren, die gemästet werden, recht viel Kochisalz gebe, denn theils kön- nen sie nur Fleisch ansetzen, wenn es nicht an dem dazu erforderlichen Kochsalze fehlt, theils und haupt- sächlich befördert es die bessere Verdauung des ihnen in grosser Menge gegebenen Futters. 560 U Von den angebaueten Pflanzen bedürfen sehr viel Kochsalz: der Hopfen, Raps, Kohl, die Run- kelrüben, Kartoffeln, Möhren, der Buchweizen, die Wicken, Bohnen, Erbsen, der Klee, die Lu- cern, und Esparcette. Ganz ausgezeichnet gut wachsen auch der Flachs und Hanf nach einer Dün— gung mit Kochsalz, denn sie werden danach nicht nur viel länger, sondern liefern auch einen viel schöneren Bast und vollgewachsenen Saamen. In Lief- und Kurland düngt man den Flachs mit See- salz, welches man von den französischen Küsten erhält, und vielleicht ist dies die Hauptursache, warum wir in Deutschland aus Liefland so vorzügli- chen Leinsaamen bekommen.— Auch die Obstbäume gedeihen besser nach einer Düngung mit Kochsalz, und oft kann man einen alten kränklichen Obstbaum dadurch wieder tragbar machen.— Was besonders noch die Düngung mit Kochsalz empfiehlt, ist, dass die Pflanzen danach nicht so leicht von Würmern, Erdflöhen und dergleichen Ungeziefer angegriffen werden; auch will man bemerkt haben, dass das mit Salz gedüngte Getreide nicht so leicht brandig und rostig werde, und dass die Pflanzen danach weniger dem Erfriern und dem Befallen mit Mehl- thau unterworfen seyen. 5 Auf Viehweiden äussert die Kochsalzdüngung stets die allerbeste Wirkung, bestreut man z. B. irgend eine Stelle mit Kochsalz, so wird hier in der Fol- ge das Gras vom Viehe immer reiner abgefressen, als auf dem nicht bestreuten Theile; verschont aber das Vieh an irgend einer Stelle der Weide das Gras gänzlich, was man oft Gelegenheit zu bemerken hat, so besucht es in Zukunft dieses vorzugsweise, ald 8, abe bestre Die au orten 01 gurde, 0 nauptele, im von jec tenz allein nee Wirku wartet hatte Auch bald; wise nich lacht hät Nochsalzes ben, aue zenwachs dem Bode hier nur 4 bhrt an K. deren Ort slüsslich ihre gröss die auch e per in ge Forknden, Die Wie aus der dans England bräuchh Bushel! 05640 1 belt 10 Nail, die ger hüllte 5 Nie, c sgezeichng 1 nach en en dad! auch eile zen Saaue n Hacks u schen U. le Hape flaud 50 f ch die Oe ug mit k lichen Ona W kante piell. i, de t vn firners el Agen Habe) ds ) Aiclt lu Damen din, allen nit U. alzdünpurg al J, B. gh er in der! er aberte verschont veide dn 00 I. Deere 561 sobald es, wenn auch nur mit sehr wenigem Koch- salze bestreut worden ist. Die ausgezeichnete Wirkung, welche an vielen Orten von der Kochsalzdüngung wahrgenommen wurde, veranlasste nun aber auch, dass man be- hauptete, es, sey nur nöthig mit Kochsalz zu düngen, um von jedem Boden die reichsten Ernten zu erhal- ten; allein als man sah, dass es nicht überall dieje- nige Wirkung hervorbrachte, welche man davon er- vartet hatte, so kam das angepriesene Düngungsmittel auch bald wieder in Misscredit; aber dieses würde gewiss nicht der Fall gewesen seyn, wenn man be- dacht hätte, dass nicht allein die Bestandtheile des Kochsalzes, sondern, wie wir schon oft gesehen ha- ben, auch noch mehrere andere Körper zum Pflan- zenwachsthume gehören; vielleicht fehlte es z. B. dem Boden, Wo das Kochsalz keine Wirkung that, hier nur an etwas Schwefel- und Phosphorsäure, dort an Kali und Kalkerde, und wieder an einem an- deren Orte an Talkerde und Mangan; denn unum— stösslich gewiss ist es: wenn irgend eine Pflanze ihre grösste Vollkommenheit erreichen soll, so muss sje auch alle zu ihrem Gedeihen erforderlichen Kör- per in gehöriger Menge im Boden und in der Luft vorfinden. Die Ouantität des anzuwendenden Kochsalzes ist, wie aus Obigem folgt, je nach der Art des Bodens und der danach Zu erbauenden Früchte verschieden. In England, wo die Düngung mit Kochsalz jetzt am ge- bräuchlichsten ist, nimmt man auf den Acre 5 bis 20 Bushel(1 Acre= 1, 586 Magd. Morge; 1 Bushel 0,645 Berliner Scheffel). 36 * S 2 —— 562 2. Jodnatrium(Natriumjodid). Dieser Körper verhält sich dem Jodkalium ähn- lich. Er kommt vor in der Asche der Seegewächse (in der Kelp- und Varecasche) und höchst wahr- scheinlich desshalb auch im Meerwasser. Das Jod- natrium krystallisirt in viel Wasser enthaltenden, geschoben Aseitigen, an einander gereiheten Pris- men; zZerfliesst an der Luft; löst sich in AlKOhol und in 0,6 Theilen kalten Wassers auf; verliert in der Hitze das Krystallwasser, und verflüchtigt sich bei hohen Hitzegraden. Zuerst entweicht hierbei et- was Jod, und die Lösung reagirt dann alkalisch, weil sich das Natrium durch Anziehung von Sauerstoff in Natron verwandelt.— Wie sich das Jodnatrium gegen das Wachs- thum der Binnenlandspflanzen verhalte, ist noch un- bekannt. ö 3. Fluornatrium(Natriumfluorid). Das künstlich bereitete Salz besteht aus 555 61 Natrium und 445 39 Fluor. Sum. 100, 00. Das Fluornatrium gehört zu den Bestandtheilen einiger Mineralien, desshalb ist anzunehmen, dass es sich auch in einigen Bodenarten befinden wird. Die Mineralien müssen es aber in einem anderen Mischungsverhältnisse enthalten, als oben angegeben ist, denn 30 löst es sich im Wasser auf. Oh es um Pflar doch ist. Das Würleln schmilzt; Theile N zuch in g. 4 Dieser gelunden ligen Pfl. Man selbe Ä. auch in dtallisirt, aber nich Wen. ach-Schs offgas l. lichtes. dieses 8. faulten in farbe an, upd leicht in gchakten eich. 563 zum Pflanzenwachsthume dient, wissen wir nicht, h doch ist es sehr Wahrscheinlich. 1 Jodkalun; Das künstliche Salz krystallisirt in opalisirenden der Na Würfeln und Octadern; zerknistert in der Hitze; 1d nüt p schmilzt; hat einen scharfen Geschmack; bedarf 5 A88er. 5 Theile Wasser von J 16 R. zur Lösung und ist zer enllal auch in geringer Menge in Weingeist löslich. gereibetn] sich in r f. 5 ak der 4. Kyannatrium(Natriumkyanid). verfiel Dieser Körper ist noch nicht in der Natur auf. Veicht d gefunden worden; vielleicht kommt er aber in ei- an alhalücd nigen Pflanzenaschen vor. von Hauen: Man erhält das Kyannatrium künstlich auf die- selbe Weise, als das Kyankalium, mit welchem es gen dis Jad auch in seinen Eigenschaften übereinkommt. Es kry- le, t loch m. stallisirt sehr schwierig und ist leicht in Wasser, aber nicht in Alkohol löslich. al C. Schwefelsalze des Natriums. telt aus Wenn man durch eine Wasserlösung von ein- fach- Schwefelnatrium oder Natron Schwefel wasser- stoffgas leitet, so bildet sich Wasserstoffs chwef— lichtes-Schwefelnatrium.— Vielleicht kommt dieses Salz auch in hepatischen Quellen und in ge- Bestande“ faulten thierischen Excrementen vor.— Es schiesst ubebmeb, in farbelosen, an der Luft zerfliesslichen Krystallen befluden fil an, und ist nicht nur leicht in Wasser, sondern aucli einem aue leicht in Alkohol löslich.— In seinen übrigen Eigen- ben gte schaften kommt es dem Schwefelsalze des Kaliums a e gleich.— Wir dürfen wohl annehmen, dass es das 36* 564 Wachsthum aller Gewächse, welche in ihrer Asche viel Schwefelsäure und Natron führen, befördern wird. III. Salze des Ammoniaks und Am- moniums. A. Sauerstoffsalze des Ammoniaks. Zur Bildung und zum Bestehen der Sauerstoff- salze des Ammoniaks ist Wasser erforderlich, denn versucht man es, ihnen das Wasser zu entziehen, s0 erfolgt jedesmal eine Zersetzung. Man kann an- nehmen, dass das Wasser, da es Sauerstoff enthält, die Verbindung des Ammoniaks mit den Sauerstoff- säuren vermittelt, denn früher haben wir gesehen, dass ein Kennzeichen der Sauerstoffsalze darin be- stehe, dass der Sauerstoff der Säure ein Vielfaches vom Sauerstoffe der Basis ist. Das Ammoniak neutralisirt die Säuren von allen Basen am vollständigsten, wenn gleich seine Affini- tät zu ihnen geringer als diejenige ist, welche die übrigen Alkalien zu den Säuren zeigen; dies scheint aber nur daher zu rühren, dass das Ammoniak leicht Gasgestalt annimmt. Man erkennt die Ammoniaksalze am besten dar- an, dass sie, mit den Hydraten anderer Alkalien oder alkalischer Erden zusammengebracht, einen Ge- ruch nach Ammoniak entwickeln, und dass, wenn man einen mit Salzsäure benetzten Körper darüber hält, ein weisser Rauch(Salmiak) entsteht. Ihre concentrirten Auflösungen geben Niederschläge, wenn phosphorsaure Talkerde und schwefelsaure Alaunerde zugesetzt werden. Beim Vermischen mit salzsaurem lain(C kicht in! woniaksal gen Gesch sich zu 1 aber auch zurück; Erhitzen“ Lersetzun, wandelt 00 gebt und damplen. weicht al durch in lich leic Basen g Das lung de und zw. Ls D. uberall elürdert qi und An. nonlal der Hug derlich zu kühn Man hun Uerstoff f, den auen en fir g Salle df e ein Jielacke Aren fon al ich eine Mi it, wic b ij dies gt malik l. am beiker derer A cht, kung d dass, ff urper fn ntstell, 1 sollige, W. ure anne 10 abs 565 platin(Chlorplatin) entsteht ein gelber, körniger, leicht in Wasser löslicher Niederschlag.— Die Am- moniaksalze haben mehrentheils einen stechend-salzi- gen Geschmack. Im Feuer werden sie zum Theil, ohne sich zu zersetzen, verflüchtigt, zum Theil entweicht aber auch nur das Ammoniak und die Säure bleibt zurück; indess erleiden die mehrsten Säuren beim Erhitzen durch den Wasserstoff des Ammoniaks eine Zersetzung, wobei sie in ein niedrigeres Oxyd ver- Wandelt oder gänzlich reducirt werden, Wasser ent- steht und Stickstoff als Gas entweicht. Beim Ab- dampfen sehr vieler neutraler Ammoniaksalze ent- weicht auch oft so viel Ammoniak, dass sie sich da- durch in saure Salze verwandeln. Sie sind sämmt- lich leicht in Wasser löslich und bilden mit anderen Basen gern Doppelsalze. 1. Kohlensaures Ammoniak. Das Ammoniak verbindet sich unter Vermitte- lung des Wassers mit der Kohlensäure zu einfach- und Zweifach- kohlensaurem Ammoniak. a. Einfach- kohlensaures Ammoniak (basisches kohlensaures Ammoniak). Es besteht aus 30,5 Ammoniak, 54,5 Kohlensaure und 155,0 Wasser. Sum. 100, 0. Das einfach- kohlensaure Ammoniak bildet sich aberall da, Wo bei etwas gehindertem Luftzutritte 566 stickstosfhaltige organische Körper in Verwesung über- gehen; auch erzeugt es sich aus denselben, wenn sie verbrannt werden. Wir finden desshalb das fragli- che Salz im gefaulten Harne, in den Kloaken, den Düngergruben, Viehställen, und in den„ 3 wenn selbige kurz zuvor mit Mist, vornämlich mit b„und Pferdemist gedüngt worden sind. Ferner trifft man es sehr oft im Russe von Holz, Torf und Steinkohlen und end- lich in einigen Flüssigkeiten an, welche man er- hält, wenn thierische Abfälle, Steinkohlen und auch eliekstofkhaltige Pflanzen der trocknen Destillation unterworfen werden. Das einfach- kohlensaure Ammoniak bildet sich stets aus dem flüssigen Aetzammoniake, wenn dieses längere Zeit mit 185 Luft in Berührung bleibt, indem es der Atmosphäre die Kohlensäure entzieht; ver- mischt man dagegen trockenes. mit trockenem nue, 50 erleidet das Gasge- menge durchaus nicht eher eine Veränderung, als bis Wasserdämpfe oder flüssiges Wasser E in demselben Augenblicke 1 dann das Salz; dies dient zum Beweise, dass, wie wir vorhin sahen, zur Erzeugung der Sauerstoffsalze des Ammonialks unumgänglich 06h ein sauerstoffhaltiger Körper erforderlich sey. Im Grossen gewinnt man das einfach- RKohlensau- re Ammoniak durch trockne Destillation von Kno- chen, Horn und mehreren anderen thierischen Ab- fällen. Das so erhaltene Salz ist indess noch mit brenzlichem Oele(Thieröh, essigsaurem Ammoniake und einigen andern Körpern gemengt, wovon es nur W befreit werden kann. Die Bildung des aber auch Jablensaure er Horn lugt dad oll der uud dass i geolfe zu K. geichueili lung des 8c Ausammentt Heiner schicklicher en feuchte Kala sublit rer Kalk rer Kalb. wenn ma detzt und diel Potta mak ohn Frystallisi durchsich stumpften alkalisch, + 10 ist iu A Luft se Diese le den Lar es, wie Fräftigs alle mo des sic! chelude: erpemg l, 567 5 ben, da kohlensauren Ammoniaks durch Glühen von Knochen Lal d b oder Horn in verschlossenen eisernen Gefässen er- F folgt dadurch, dass sich der Wasser- und Stick- en Alert, stoff der Gallerte u. s. W. zu Ammoniak vereinigen or mit 1 und dass ihr Kohlenstoff sich mit dem eignen Sauer- emist 900 stoffe zu Kohlensäure verbindet, welche dann mit dem g bell 1 gleichzeitig entstehenden Ammoniake unter Vermitt- blen ul 0 lung des schon in der Gallerte vorhandenen Wassers velche nu f zusammentritt. Reiner erhält man das Salz, wenn man in einem alen ul 2 N——— en Dell schicklichen Apparate 1 Theil Salmiak mit 2 Thei- f len feuchter Kreide bis zum Glühen erhitzt. Das ub ln Salz sublimirt hierbei; als Rückstand bleibt salasau- N 10 rer Kalk(Chlorcalcium) und unzersetzter kohlensau- 0 rer Kalk. In flüssiger Form lässt es sich darstellen, 2 ee Wenn man Salmiak in Wasser auflöst, Pottasche zu- 1 n setzt und destillirt. Man muss sich aber hüten, zu: e nl viel Pottasche anzuwenden, weil sonst auch Ammo- beg niak ohne Kohlensäure übergeht.— Das Salz mz dh krystallisirt aus der Wasserlösung in farbelosen, r ding durchsichtigen, rhombischen Octabdern mit abge- dann ire stumpften Endspitzen; reagirt und schmeckt schwach 0 las, ib alkalisch, löst sich in 2 bis 3 Theilen Wasser von 90 5 audi 1 B und Theile kochenden Wassers auf; 8 erstolbls ist in Alkohol unauflöslich und verdampft an der* Luft schon bei der gewöhnlichen Temperatur. N* U- Hobles⸗ Diese letzte Eigenschaft des Salzes ist besonders für ö 1 on von I. den Landwirth von grosser Erheblichkeit, denn da 0 0 zeichen es, wie viele Versuche gezeigt haben, zu den aller- 1 88 och ul Krättigsten Düngungsmitteln gehört, so muss man Ammon alle mögliche Sorge tragen, um der Verflüchtigung Jo con aß l des sich aus dem faulenden Harne und Miste entwi- Bildung 05 ckelnden kohlensauren Ammoniaks vorzubauen. Das 568 sicherste Mittel dies zu verhüten, besteht darin, das Ammoniak an eine Säure zu binden, mit welcher es kein so leicht flüchtiges Salz liefert. Man thut da- her wohl, den Mist, besonders den derschafe- und Pferde, weil sich aus diesem sehr viel kohlensaures Ammonjak entwickelt, mit viel Humussäure enthalten- der Erde oder Torf zu vermischen, und zum Harn von Zeit zu Zeit Holzessig, Schwefel- oder Salz- säure, Alaun oder Eisenvitriol zu setzen. Das Nä- here hierüber, wenn vom Harne(im 2ten Theile dieses Werkes) gebandelt werden wird.. Kein Körper wird von den Pflanzen wohl leich- ter assimilirt, als das einfach- kohlensaure Ammo- niak, denn schon nach einigen Tagen bemerkt man an den, mit einer Wasserlösung dieses Salzes begos- senen Pflanzen ein freudigeres Wachsthum; sie er- halten danach grosse Blätter und nehmen eine dun- kelgrüne Farbe an. Ganz vorzüglich scheint es beim Getreide die Bildung vom Kleber zu befördern, Was sehr natürlich ist, da dieser Körper viel Stickstoff enthält. Da das Kohlensaure Ammoniak das Halmgetreide sehr schnell und üppig in die Höhe treibt, so bewirkt es auch, dass sich dasselbe, der schlaffen Halme we- gen, bei jedem etwas heftigen Regen an die Erde legt. Der Grund hiervon scheint zu seyn, dass die Pflanzen, da sie das kohlensaure Ammoniak sehr schnell assimiliren, sich in derselben Zeit nicht ge- hörig mit solchen Körpern versorgen können, wel- che ihnen Steifigkeit genug geben, um das Regen- wasser tragen zu können. Bei der Düngung mit Schaf- und Pferdemist bemerken wir dieses am ersten, indem diese Mistarten, wie schon vorhin emerkt moniak e bhumussat niak sel. Pflanzen pern vel gkeit el treide v0 gelerde, Ackerkru alte. Kom krume! phorsau diese kohlens Ammon sonders phospbo hen, d Verden In moniak hen zu ment b D. ander. moni: ein J von Brent abset schlie ——. ö 0 2 569 N esbelt rn, b 1 4 5 N e 8 At e 8 8 viel N 5* 55 5 moniak entwickeln. e dagegen ein Boden viele 4 üb humussaure Salze, so wirkt das kohlensaure Ammo- e niak sehr günstig, da es diese Salze auflöst, in die 05 lukas Pflanzen überführt, und sie so mit denjenigen Kör- nue elle pern versorgt, Wodurch sie die erforderliche Stei- and unf sigkeit erlangen; indess bedarf auch das Halmge- egel. aun; treide vor allen anderen Körpern hierzu der Kie- 1* selerde, und desshalb ist es sehr wichtig, dass die 9 (in 2a. Ackerkrume viele in Wasser lösliche Kieselerde ent- irc halte. en poll Kommt das kohlensaure Ammoniak in der Acker- lensann d. krume mit Gyps, phosphorsaurem Eisen und phos- zen bene phorsaurer Kalkerde in Berührung, s0 zerlegt es es dil diese Körper, und es entstehen kohlensaurer Kalk, dellum db; kohlensaures Eisen und schwefel- und phosphorsaures ebnen fl dl Ammoniak, welche letzteren beiden Salze ganz be- cle bei sonders das Pflanzenwachsthum befördern. Beim 1 hecken, phosphorsauren Eisenoxydule werden wir indess se- 5 fil mich hen, dass es den Getreidearten auch wohl schädlich werden kann. as Halugete“ In der Haushaltung kann das kohlensaure Am- at. 0 bit moniak benutzt werden, um den Brodteig gut aufge- len Habe hen zu machen. Vielleicht kann es auch als Fer- en an de ment beim Brannteweinbrennen dienen. gepn, dn Da der Russ der Schornsteine, ausser mehreren nil! andern düngenden Körpern auch kohlensaures Am- Zeit vic moniak enthält, so dürfen wir wohl annehmen, dass vönnen, se ein Theil seiner ausgezeichnet düngenden Eigenschaft 1 J von diesem Körper herrühre, und da sich beim im dab 10 0 Düngung“ ir dieses l cl olli Brennen von Thon Russ in seinen Zwischenräumen absetzt, so können wir hieraus auch unbedenklich schliessen, dass der gebrannte Thon, welcher in der 570 neueren Zeit wieder als ein vorzügliches Düngungs- mittel empfohlen worden ist, dem e e Am- moniake ebenfalls einen grossen Theil seiner Wirkung zu verdanken habe. Die auffallende Wirkung des ge- brannten Thones zeigt uns übrigens 50 81 recht deutlich, dass man bei den räthselhaften Erscheinun- gen, welche manche Operationen des Ackerbaus dar- bieten, nur die Chemie zu Rathe zu ziehen brauche, um gelbige nicht allein genügend zu erklären, son- dern 98 Operationen selbst auch auf die bestmög- liche Weise zu leiten. Beim Thonbrennen zeigt sie uns. B., dass, da die düngende Eigenschaft des Thons mit vom abgelagerten Russe herrührt, es sehr tehlerhaft seyn muss, wenn man ihn sehr stark er- hitzt, indem dadurch das Kohlensaure Ammoniak vertrieben wird; dass es dagegen sehr gut seyn muss, recht dicke Thonschichten der Einwirkung des Feu- ers auszusetzen, weil dann mehr Russtheile zur Ab- lagerung genöthigt werden. b. Zweifach- kohlensaures Ammonialæ (neutrales kohlensaures Ammoniak). Es besteht aus 21,5 Ammoniak, 555,7 Kohlensäure und 225,8 Wasser. Sum. 100, 0. Organische Körper, z. B. thierischer Dünger, aus welchen sich bei der Fäulniss ausser Ammoniak el viel Kohlensäure entwickelt, werden sehr oft das Zweifach-kohlensaure Ammonialk enthalten. Das 88 ch* kohle je nicht lallte des ts sich gen süssiges ei wenn maän anpft, N emen Kelle hei nicht I mehr Was Ls ist Jrystallisn 0 Säule schmecht, grün, 1 verflüchtt mierauf d verdunste Wir felsdure! eifach Ls 571 cle Dung Das Salz bildet sich immer, wenn man das ein- diem fach- kohlensaure Ammoniak in Gefässen aufbewahrt, ner ssitz, die nicht dicht verschlossen sind, indem dann die sirkunziz, Hälfte des Ammoniaks verdunstet.— Künstlich lässt abermil n es sich gewinnen, wenn man Kohlensäuregas durch dien Frschin flüssiges einfach- kohlensaures Ammoniak leitet, oder Ackerbau wenn man das einfache Salz in gläserne Gefässe ziehen hn stampft, mit kohlensaurem Wasser benetzt und in erklären, einen Keller stellt. Das einfache Salz nimmt hier- f die ben, bei nicht nur die Kohlensäure, sondern auch noch rennen ze, mehr Wasser auf und wird hart. Ligen Es ist in 8 Theilen Wasser von + 15 R. löslich, rührt. 8 krystallisirt daraus in kleinen unregelmässigen Gseiti- Ser 1750 gen Säulen mit 2 Flächen zugeschärft; ist geruchlos; ure Auna schmeckt nicht alkalisch und macht den Veilchensaft 4 0 grün. Erhitzt man das in Wasser gelöste Salz, 80 ü verflüchtigt sich zuerst ein Theil Kohlensäure und atlak a hierauf das entstandene basische Salz. An der Luft verdunstet es, wie das einfache Salz, doch langsamer. 2. Schwefelsaures Ammoniak. e Wir kennen zwei feste Verbindungen von Schwe- nab kelsäure und Ammoniak, nämlich das einfach- und zweifach- schwefelsaure Ammoniak. und 5 i. a. Einfach- schwefelsaures Ammoniak (neutrales schwefelsaures Ammoniak). Es besteht aus 22,6 Ammoniak, Dünger, 53, 1 Schwefelsäure und monk 24, 3 Wasser. l l Sum. 100, 0. . 572 In der Nähe feuerspeiender Berge kommt ein gelb gefärbtes Mineral vor, welchem man den Nah- men Mascagnin gegeben hat, dieses besteht gröss- tentheils aus einfach- schwefelsaurem Ammoniak. An manchen Orten wittert dieses Salz auch aus dem Boden, und in einigen Alaunschiefer- und Braunkoh- lenarten ist es mit schwefelsaurer Alaunerde zu einem Doppelsalze dem Ammoniakalaun verbunden. Es liefert Krystalle, die völlig denen des schwefel- sauren Kalis gleichen; hat einen scharfen bittern Geschmack; wird an der Luft etwas feucht; ver- wittert in warmer Luft; löst sich in 2 Theilen kal- ten und 1 Theile kochenden Wassers auf; ist in Al- kohol unauflöslich; zerknistert beim Erwärmen; schmilzt in der Hitze, sein Krystallwasser und ei- nen Theil Ammoniak verlierend, und verwandelt sich, da die Schwefelsäure durch den Wasserstoff des Ammoniaks zersetzt wird, in Dämpfe von schweflichtsaurem Ammoniak und Stickgas. Künstlich lässt es sich durch Zersetzung des Koh- lensauren Ammoniaks mittelst Schwefelsäure berei- ten. Es bildet sich desshalb auch, wenn man Koh- lensaures Ammoniak enthaltenden Harn mit Schwe— felsäure bis zur Neutralisation versetzt; oder auch, wenn man ihn mit Alaun oder mit Eisenvitriol ver- mischt; wobei sich dann Alaunerde und Eisenoxydul aussondern. Das Nähere hierüber im 2ten Theile dieses Werkes. Da die Pflanzen Schwefel und Stickstoff enthal- gen, dass ihr Wachsthum durch einen, diese Stoffe enthaltenden Körper sehr befördert werden müsse, und wirklich, die von Anderen und mir angestellten Versuche lassen kei- ten, so liess sich voraussa gon Tweif in einfach Klz zeigt ehmelter! icht dadt fen Pflanz let. Das ger Casbe was, 0 Landwirt In 50 und Talk Lersetzur Wahlver und bob gelation Es b Die funden theilye Hitze, einfach Schup chen scharfe NM. erge Ion m man den) des bestell g Amnünd 0 L auch 4 0 . und Dua er Alauneh alaun erh nen des gh Scharten. vas feuclh in 2 Thel s àul; b allxaser n. und gema den fan in Dian fü lichgs 8thug s 0 eleleure del wenn uin l. sarn nit den tit; oder n Lisenrilri und Denn im 2e 1 10hstof br Wackel n Lier lich, de 7 be del 10 573 nen Zweifel übrig, dass wir einen solchen Körper im einfach- schwefelsauren Ammoniak besitzen. Das Salz zeigt sich besonders gegen die Gewächse mit schmelterlings- förmigen Blumen günstig, Was sich leicht dadurch erklären lässt, dass man grade in die- sen Pflanzen sehr viel Schwefel und Stickstoff fin- det. Das Salz wird jetzt als ein Nebenproduct bei der Gasbeleuchtung mit Steinkohlen gewonnen, was, da es sehr Vohlfeil zu haben ist, für die Landwirthschaft von Wichtigkeit werden kann. In Bodenarten, welche viel kohlensaure Kalk- und Talkerde enthalten, muss das Salz eine baldige Zersetzung erleiden, wobei sich durch doppelte Wahlverwandtschaft Gyps, schwefelsaure Talkerde und kohlensaures Ammoniak bilden. Auf die Ve- getation kann dieses nicht ungünstig wirken. b. Zweifach- schwefelsaures Ammoniak (saures schwefelsaures Ammoniak). Es besteht aus 17, 5 Ammoniak und 82,5 Wasser u. Schwefelsäure. Sum. 1005, 0. Dieses Salz ist noch nicht in der Natur vorge- funden worden. Man erhält es künstlich durch, theilweise Zerlegung des einfachen Salzes mittelst Hitze, oder durch Zusatz von Schwefelsäure zum einfachen Salze. Es krystallisirt in Rhomben oder Schuppen; zerfliesst an der Luft; löst sich in glei- chen Theilen kalten Wassers auf und hat einen scharfen sauren Geschmack. Man darf annehmen, dass es auf Bodenarten, 574 die nur wenig Kohlensaure Kalk- und Talkerde enthal. ten, gleich allen sauren Salzen der Vegetation Scha- den verursachen wird, es sey denn, dass die Ackerkru. me viel freies Eisenoxyd und Alaunerde enthielte, in welchem Falle sich etwas unauflösliche basisch-schwe⸗ felsaure Alaunerde und Eisenoxyd bilden Werden. 3. Salpetersaures Ammoniak (flammender Salpeter). Es besteht aus 21, 143 Ammoniak, 675 625 Salpetersäure und 115232 Wasser. Sum. 100 7 000. Wir treffen diesen Körper in der Natur mit salpetersaurem Kali vergesellschaftet in der soge- nannten Molfetta an; desgleichen in den zur Er- zeugung von Salpeter errichteten Erdwällen. Höchst wahrscheinlich wird es sich auch überall da bilden, Wo stickstoffhaltige organische Körper in Verwesung übergehen, und dieserhalb wird es denn auch Wohl zuweilen im Ackerboden vorkommen. Es lässt sich, gleich allen übrigen Ammonjiaksal- zen gewinnen, wenn man verdünnte Salpetersäure an Orten aufstellt, Wo bei Fäulungsprocessen Ammoniak entwickelt wird; so in Pferde- und Schafställen, be- sonders aber in heimlichen Gemächern. Das reine oder kohlensaure Ammoniakgas wandert nämlich zu der Säure über. Künstlich gewinnt man das salpetersaure Am- moniak dadurch, dass man kohlensaures Ammoniak mit Salpetersäure sättigt. Das“! galten u! rystallis miden oc bittern, Luft; e. gethan, g mit glül bei gerin bel; sub aber grös Moniak, Das ange wen Wirkun ren las- anderer per enth Wirkun dass nur che, u. reichste nur von die Pflan und Sau Preises davon es auch lichen säure dalpete lu vers 575 Take Das Salz ist in heissem Alkohol, in 2 Theilen egen kalten und in 1 Theile kochenden Wassers löslich; 1 del, krystallisirt in(seitigen Säulen mit seitigen Pyra- rde ell, miden oder in dünnen Nadeln; hat einen scharfen, le bude bittern, unangenehmen Geschmack; zerfliesst an der ilden ert Luft; entzündet sich, auf einen glühenden Körper gethan, mit gelblichem Lichte; explodirt ein wenig, mit glühenden Kohlen zusammengebracht; schmilzt 11 bei geringer Hitze und entwickelt dabei weisse Ne- ö bel; sublimirt bei hohen Hitzegraden etwas, wird ial, aber grösstentheils dadurch in salpetrichtsaures Am- sdure ul moniak, Ammoniak und Stickstoffoxyd zersetzt. . Das salpetersaure Ammoniak als Düngungsmittel angewendet, bringt stets die allerausgezeichnetsten Wirkungen hervor; Was sich leicht dadurch erklä- der Naur d ren lässt, dass es mehr Stickstoff, als irgend ein et i lr w anderer, den Pflanzen zur Nahrung dienender Kör- 1 5 per enthält. Man hat, durch seine ausserordentlichen I bel! 4 N A Wirkungen verleitet, die Behauptung aufgestellt pale. Hoch 8 0 8 0 dass nur mit diesem Salze gedüngt zu werden brau- A bie 1 55 che, um selbst dem allerunfruchtbarsten Boden die Au u reichsten Ernten abzugewinnen, doch dies geschah nur von solchen, die nicht berücksichtigten, dass . die Pflanzen noch etwas mehr, als Stick-, Wasser- 1 und Sauerstoff zur Nahrung bedürfen. Seines hohen Ae, Preises wegen wird man indess niemals im Grossen en du davon Gebrauch machen können, denn wenn man claßle fn, es auch in Schaf- und Pferdeställen, so wie in heim- b. Da lichen Gemächern durch Hinstellung von Salpeter- rt uind! säure gewinnen kann, so ist doch wiederum die Salpetersäure zu theuer, um sie zu diesem Zwecke dtersdure 15 zu verwenden. res unt 3576 4. Phosphorsaures Ammoniak. Das Ammoniak verbindet sich mit der Phosphor- säure zu einfach- und zweifach phosphorsaurem Ammoniak. a. Einfach- phosphorsaures Ammoniak. Es besteht aus 25,57 Ammoniak, 54, 13 Phosphorsäure und 20, 30 Wasser. Sum. 100, 00. Im Harn, vornämlich in dem der fleischfressen- den Thiere, ist phosphorsaures Ammoniak in Ver- bindung mit phosphorsaurer Talkerde oder Natron als Doppelsalz enthalten, und krystallisirt daraus, wenn man den Harn einige Zeit der Fäulniss über- lässt. Um das Salz für sich darzustellen, fügt man zu wässeriger Kkalkhaltiger Phosphorsäure so lange Am- moniak, bis keine Fällung von phosphorsaurer Kalk- erde mehr entsteht, filtrirt hierauf, dampft ab und setzt nach und nach noch etwas Ammoniak hinzu, beim Abkühlen der Flüssigkeit krystallisirt dann das Salz in kurzen 4seitigen Prismen, oft aber auch in stumpfen Quadratoctaëdern. Die Krystalle verwit- tern, an der Luft liegend, auf ihrer Oberfläche, weil sie schon bei gewöhnlicher Temperatur einen Theil Ammoniak verlieren. Beim Erhitzen entweicht daraus alles Ammoniak und die Phosphorsäure bleibt mit Wasser verbunden zurück. Das Salz löst sich in 0 Thei Wassel entwei kühlen lässt d 0 pborse nicht! ten Pf. zune lm erde; scheinl heilen in vor zeigt, getati dauert ses we überhe Künsth sam si Anpen wir un Schrän! Meuge Welche vorko 1 des 1 gens, auch. Aaunt Lerset f Mak. phoeplona mmol N jure uud 2. fleisch moniab i%, de oder Ae alatt däcaus r Haas übe. f fig. Hall I e 80 ige 4. Borsurer fi. dap 10 l moniak din llirt u t aber ul! stalle erh er Oberdeh perla 5 zen eutpeih Jorsäule e 15 ln ach, 577 4 Theilen kalten, und in etwas weniger heissem Wasser auf; wird aber die Auflösung erhitzt, so entweicht etwas Ammoniak daraus. Es hat einen kühlenden, salzigen, stechenden Geschmack, und lässt das Lackmus unverändert. Obgleich man das Verhalten des einfach- phos- phorsauren Ammoniaks gegen die Vegetation noch nicht untersucht hat, so lässt sich, da alle angebau- ten Pflanzen Phosphor und Stickstoff enthalten, doch annehmen, dass es ihr Wachsthum sehr befördern werde; wir dürfen dieses um so mehr für wahr- scheinlich halten, als das fragliche Salz zu den Bestand- theilen des Harns der Thiere gehört, und als alle hier- in vorkommenden Salze, wie ja die Düngung mit Harn zeigt, die vorzüglichsten Beförderungsmittel der Ve- getation sind. Aber eben desshalb ist es auch zu be- dauern, dass man das Salz für sich, seines hohen Prei- ses wegen, nicht als Düngungsmittel anwenden Kann; überhaupt lässt sich aus diesem Grunde von keinem Künstlich bereiteten phosphorsauren Salze, so wirk- sam sie sich auch als Düngungsmittel zeigen, eine Anwendung im Grossen machen, und desshalb müssen wir uns allein auf dasjenige phosphorsaure Salz be- schränken, welches sich in der Natur in reichlicher Menge findet, nämlich auf den phosphorsauren Kalk, welcher im Mergel und in den Knochen der Thiere vorkommt. Das phosphorsaure Ammonialk, welches mittelst, des Harns in den Boden gelangt, erleidet übri- gens, sobald koblensaure Kalk- und Talkerde oder auch Eisenoxyd-, Eisenoxydul-, Manganoxydul- und Alaunerdehydrat darin vorkommen, eine baldige Zersetzung; die Phosphorsäure verlässt nämlich das 8 37 578 Ammoniak, um sich mit einer der genannten Basen zu verbinden. Da nun alle Bodenarten we- nigstens einen von jenen Körpern enthalten, so macht es, da die phosphorsauren Salze vorzüglich nur durch die Phosphorsäure auf die Pflanzen wirken, keinen grossen Unterschied aus, ob wir phosphorsaure Kalk- erde oder phosphorsaures Ammoniak als Düngungs- mittel anwenden; denn wenn der phosphorsaure Kalk auch im Wasser unauflöslich ist, so löst er sich doch in der, in allen Ackererden befindlichen Hu- mussäure auf; doch Weiter unten hierüber das Nä- here. b. Zweifach- phosphorsaures Ammoniak. Es besteht aus 14,65 Ammoniak, 62,07 Phosphorsäure und 235,28 Wasser. Sum. 100,00. Man hat dieses Salz noch nicht in der Natur aufgefunden. Die künstliche Bereitung geschieht da- durch, dass man Knochen brennt, mit Schwefelsäure behandelt, und die Flüssigkeit, Worin sich die von der Kalkerde geschiedene Phosphorsäure befindet, mit Ammoniak sättigt und abdampft. Das Salz schiesst hierbei in kurzen 4seitigen Säulen mit 4seitigen Py- ramiden an. a Es bedarf 5 Theile kalten Wassers zur Lösung; reagirt sauer und verhält sich beim Erwärmen und Erhitzen, als das einfache Salz.— Da Faure, noch n hat 20 wandt man hält, gedit Amme Pflanz tion v 8 Duussa mus 0 monia che b. Mist den! moni ö 1— bei d. Wär! Luste 579 der gun e Dolenaraß 5 2 5 chalen or, 5. Kieselsaures Ammoniak. züglich unt Ob es ein solches Salz in der Natur giebt, ist Wirken,. nicht bekannt; bisher hat man es auch noch nicht Ospbo rere durch Kunst hervorbringen können. K als Dung, 1 uch 6. Humussaures Ammoniak. ist, so lte befullk Das Ammoniak verbindet sich mit der Humus- Bieribr Ul säure, unter Vermittlung des Wassers, in mehreren noch nicht bekannten Verhältnissen. Das Ammonjalk hat zur Humussäure eine nicht viel schwächere Ver wandtschaft, als zu den Mineralsäuren, wesshalb i uli 5 denn auch, sobald ein Boden Humussäure ent- „ hält, und mit Ammoniak entwickelnden Mistarten 0 gedüngt wird, nicht zu befürchten braucht, dass das Min Ammoniak als Gas entweiche, oder ätzend in die Pflanzen übergehen werde; dies ist für die Vegeta- 8 tion von grosser Wichtigkeit. Schon früher haben wir gesehen, dass sich hu- mussaures Ammoniak im Boden bildet, sobald er Hu- dit i 8 mus oder Humusskure enthält und kohlensaures Am- ung gel moniak hinzukommt; Wir können dieses als die Ursa- nit che che betrachten, wesshalb wir in allen kürzlich mit rin f Mist oder andern, kohlensaures Ammoniak enthalten- dure beit den Körpern gedüngten Bodenarten humussaures Am- Das dall. moniak antreffen. mit Kerl Zu seiner Auflösung in Wasser bedarf das Salz nur 1— 2 Theile kaltes Wasser, krystallisirt aber nicht ers int lit bei der Verdunstung desselben.— Bei + 80 bis 90 K. u Errämtt: Wärme verliert es das Ammoniak. Im neutralen Zustande reagirt es nicht auf die Pflanzenfarben. A 31 580 Kommt es mit kohlensauren Alkalien in Berührung, so erleidet es eine Zersetzung. Dasselbe geschieht, wenn man es mit Salzen vermischt, die eine Erde oder das Oxyd eines schweren Metalles zur Basis ha- ben; hierbei entstehen humussaure Erden und Oxy- de, und den Säuren der Salze, womit es in Berüh- rung gelangt, entsprechende Ammoniaksalze. Doch auch die an keine Säure gebundenen Erden und Oxy- de des Bodens, als Alaunerde-, Eisenoxyd, Eisen- oxydul- und Manganoxydulhydrat entziehen dem hu- mussauren Ammoniak einen Theil Humussäure; zum Theil verbinden sie sich aber auch damit zu in Was- ser löslichen Doppelsalzen. Die Pflanzen assimiliren das humussaure Ammo— niak so schnell, dass sie grosse Mengen davon ver- tragen, und ihr Wachsthum danach ist beinahe eben so schwelgerisch, als nach salpetersaurem Ammoniak; überhaupt: das humussaure Ammoniak gehört zu den vorzüglichsten Düngungsmitteln. Von den vielen, theils in der Natur vorkommen— den, theils durch Kunst darzustellenden Doppelsal- zen des Ammoniaks, sollen hier nur diejenigen auf- gezählt werden, welche für den Landwirth von ei- niger Erheblichkeit sind. 1. Schwefelsaures Kali- Ammoniak. Krystallisirt in glänzenden Schuppen; ist luftbe— ständig; schmeckt bitter und verwandelt sich in der Hitze unter Verlust von Schwefelsäure und Ammo- niak in einfach- schwefelsaures Kali. Es ist bis jetzt nur als Kunstproduct bekannt. 2. 80 Säulen Hitze es noc dargest Bei Ach-e Kali sat D. lichen stellen Phospl einfae Was keit sen) amme Feri dabei en in built, asselhe gez A* 0 5 2. schwefelsaures Natron- Ammoniak. „ dit elde les zur ln Schmeckt salzig bitter, krystallisirt in kurzen Erden uh Säulen, ist luftbeständig und verwandelt sich in der mit es u h Hitze in schwefelsaures Natron. In der Natur ist Dniabslle es noch nicht aufgefunden, sondern nur künstlich n rden uu dargestellt worden. enam. l Beide Doppelsalze entstehen, wenn man Zwei- ntzielen dal fach- schwefelsaures Ammoniak mit Natron oder mit Tumushr Kali sättigt und abdampft. f damit aufe imussut u 3. Phosphorsaures Natron- Ammoniak engen dn;(Microcosmisches Salz). i 15 Es besteht aus 8, 08 Ammoniak, uren Anon 14, 88 Natron, al 5 34, 24 Phosphorsäure und 42, 80 Wasser. tur wudonne— cad bye Sum. 100, 00. 7 dle ige Dieses Salz macht einen Bestandtheil des mensch- adp lichen Harns aus.— Es lässt sich künstlich dar- stellen, wenn man 5 Theile krystallisirtes einfach- phosphorsaures Natron und 2 Theile krystallisirtes f einfach- phosphorsaures Ammoniak mit einander in mik Wasser auflöst, behutsam abdampft und die Flüssig- 6 keit erkalten lässt, denn hierbei schiesst es in gros- : 1 0 ben; 2 a 5 elt ach ul sen Wasserhellen Krystallen an. Es schmeckt salzig re ul lun ammoniakalisch; löst sich leicht in Wasser auf; 15 5 verwittert oberflächlich an der Luft, und verliert dabei Ammoniak; in der Wärme kommt es leicht 582 in Fluss, und verwandelt sich beim Erhitzen in Zweifach- phosphorsaures Natron. a Ohne Zweifel rühren die düngenden Eigenschaf- ten des menschlichen Harns mit von diesem Salze her, da Phosphorsäure, Natron und Stickstoff in allen angebauten Pflanzen angetroffen werden. Wo viel Koh- lensaure Kalkerde im Boden vorkommt, muss es eine baldige Zersetzung erleiden. B. Haloidsalze des Ammoniums. 1. Chlorammonium Galzsaures Ammonialk, Salmiak). 0 74 Werden gleiche Raumtheile salz saures Gas und Ammoniakgas zusammengebracht, 0 verdichten sie sich unter Wärmeentwickelung sehr schnell zu ei— nem Körper, welcher salzsaures oder Salmiak genannt wird. Die Meinungen über die chemische Zus setzung dieses Körpers sind verschieden. Ammoniak aAmmen-— Manche nehmen nämlich an, dass bei der Bildung des Sal- miaks, auf obige Weise, das salzsaure Gas eine Zersetzung erleide, indem es seinen Wasserstoff an das Ammoniak abgebe und dadurch ein Körper ent- stehe, welchen man Ammonium nennt(vergl. Was hierüber früher beim Ammoniak erwähnt wurde); dieser verbinde sich dann mit dem aus der Salzsäu- re entstandenen Chlor zu Chlorammonium. Dass dieser Vorgang wirklich Statt sinde, sagt man, gehe daraus hervor, dass, Wenn man 3 Maass Chlorg gas mit 8 Maass Ammoniakgas zusammen bringe, Salmiak 1011 aber u Chlors bei n. Amme Indes und s kläre Tbeil offga wodur dem liefert 2 Ne 1M 948 sich Setal. bei d nehm Chlo dass saure debei lich das de, —. 583 0 5 5 8 ai und 1 Maass Stickgas entstehen, dieses letztere rühre aber nur daher, dass sich durch Einwirkung des im Null aden. a 5. g g 1 1 Chlors aus dem Ammoniake Ammonium bilde, Wo- edc dc bei natürlich, da dieses mehr Wasserstoff als das slot* 2 2— 2 8 Ammoniak enthalte, Stickstoff übrig bleiben müsse. u. More 1900 Indess lässt sich die Bildung des Salmiaks aus Chlor- Wah und Ammoniakgas auch auf eine andere Weise er- klären; man kann nämlich annehmen, dass sich ein Theil des Ammoniakgases in Stickstoff- und Wasser- f stoffgas zersetit, dass letzteres an das Chlorgas tritt, cum wodurch salzsaures Gas entsteht, welches dann mit dem übrigen unzersetzten Ammoniakgase Salmiak 5 liefert, und Zwar 80, dass sich der Wasserstoff von miah 2 Maass Ammoniakgas(aus 3 Maass Wasserstoff und 1 Maass Stickgas bestehend) mit den 3 Maass Chlor- un ban gas zu 6 Maass salzsaures Gas verbindet, welches o yeni sich hierauf mit den übrigen 6 Maass des unzer- ale setzten Ammoniakgases 2zu Salmiak verdichte, Wo- b dunn bei denn 1 Maass Stickgas übrig bleibe. Die Einen nehmen also an, dass bei der Vermischung von che Daum Chlor- und Ammoniakgas Ammonium entstehe, statt eden. Maud dass die Andern glauben, es bilde sich hierbei Salz- dung dt. skiure. Aus Aehnlichkeitsverhältnissen anderer Er- ure bin c, scheinungen dürfen Wir wohl schliessen, dass Wirk- Wassers lich die Ammoniumbildung vor sich geht. in Air Nach der Meinung derjenigen, welche glauben, it(persh! dass sich die Salzsäure mit dem Ammoniake verbin- unt zu de, besteht der Salmiak aus der dal. 31,8 Ammoniak und num, l 68, 2 Salzsäure. 1. n Sum. 100, 0. Corges l 7 Hall 584 MWogegen er nach der Ansicht derjenigen, welche die Ammoniumbildung für wahrscheinlich halten, aus 33,868 Ammonium und 66, 132 Chlor besteht. Wir lassen diese verschiedenen Meinungen dahin gestellt seyn, indem sie für uns von keiner besonderen Er- heblichkeit sind. Der Salmiak kommt nicht selten schon gebildet in der Natur vor; wir finden ihn nämlich in der Nähe von Vulkanen, und auch da, wo Steinkohlen- lager zufällig in Brand gerathen sind.„Er sublimirt an beiden Orten aus den Felsenspalten, oder kommt in dem etwa vorhandenen Wasser in Lösung vor.— Zuweilen treffen Wir auch Salmiak im Torfrusse an, welcher ihm dann einen Theil seiner düngenden Ei- genschaften zu verdanken hat. Schon seit langer Zeit wurde im Oriente der Salmiak aus dem Russe des Kameelmistes dargestellt und man erhielt ihn früher nur von daher; gegen- wärtig bereitet man ihn aber an vielen Orten in Europa aus dem, bei der trocknen Destillation thie- rischer Abfälle gewonnenen Ammoniak, welches man mit Salzsäure sättigt. Aber man gewinnt auch sehr oft mittelst anderer Verfahrungsarten, 50 2. B. dadurch, dass man das hei der trocknen De- stillation thierischer Abfälle gewonnene kohlensaure Ammoniak in schwefelsaures Ammoniak dieses hierauf durch Kochsalz ersetzt, und dann sublimirt, wobei durch doppelte Wahlverwandt- schaft schwefelsaures Natron und salzsaures Ammo- niak entstehen. ihn verwandelt, Der Salmiak krystallisirt aus seiner Lösung in Wasser zu regelmässigen Octabdern, Würfeln oder in federähnlichen Krystallen, die luftbeständig sind. 0 Ir löst, 8 ser Von sers auf Ir schn. im Teue und lag er auch gen gebe dee biete 9 male Mas Im 8 gestellt Zekörder da er si Vorsich die Pfla dert, sen per viel Stie er wirk und Sch mischun, nen wir Düngung gen, we in einen det we zen, auch d erforde dersen heizen, heinlich Uh hlor begteh 5 agen aun; iner bezoac Iten schu N ihn näclil la, o del sind. Ig alten, ode r in Los, ak im Loch einer dinge de im Ort eelmistes dn von dab 4 in vie n Des niak, 5c man gef Tallrungect der trod unene Jollen oniab very rsetät, ul! e Wahlperr galssaures 4. zeiner Lis Würteh“ Altbeskindg 0 ——.— ä——— 585 Er löst sich unter Kälteer zeugung in 3 Theilen Was- ser von T 19 R. und in 1 Theile kochenden Was- sers auf; in Weingeist ist er nur wenig löslich. Er schmeckt scharf, salzig und urinös; verdampft im Feuer, ohne dass er schmilzt und sich zersetzt, und lagert sich an kalte Körper wieder ab, so dass er auch durch Sublimation von seinen Beimengun— gen gereinigt werden kann. Im sublimirten Zustan— de bietet er eine weisse durchscheinende, etwas zähe Masse, mit einem faserigen Bruche dar.— Im Salmiak besitzen wir, wie aus allen hierüber angestellten Versuchen hervorgeht, ein sehr kräftiges Beförderungsmittel der Vegetation; nur muss man, da er sich sehr leicht in Wasser auflöst, dabei die Vorsicht gebrauchen, nicht zu viel auf einmal über die Pflanzen auszustreuen.— Der Salmiak beför— dert, was schon aus seinen Bestandtheilen geschlos- sen werden kann, insbesondere das Wachsthum der viel Stickstoff und Chlor bedürftigen Pflanzen; aber er wirkt, weil diese Pflanzen auch stets viel Kali und Schwefelsäure bedürfen, am besten in der Ver— mischung mit Gyps und Holzasche; überhaupt kön- nen wir als Regel annehmen, dass sich die Salze als Düngungsmittel besonders dann am wirksamsten zei- gen, wenn sie, je nach den zu erbauenden Pflanzen, in einem richtigen Verhältnisse gemischt, angewen— det werden; dies ist sehr natürlich, da die Pflan- zen, wenn sie Nutzen aus einem Salze ziehen sollen, auch die übrigen, zu ihrer chemischen Constitution erforderlichen Stoffe vorfinden müssen.— 586 2. Jodammonium. Mit Jod verbindet sich das Ammonium in zwei Verhältnissen zu Ammoniumjodür und Ammo— niumjodid. Beide Körper sind noch nicht in der Natur aufgefunden worden. Das Ammon iumjo- dür erhält man, wenn Jodwasserstoffsäure mit Am- moniak gesättigt und die Auflösung so weit abge- dampft wird, dass sie zu Krystallen anschiesst. Bei Entstehung dieses Körpers wird die Jodwasserstoff- stiure, wie die Salzsäure, bei der Salmiakbildung zerlegt, ihr Wasserstoff verbindet sich mit dem Am- moniak zu Ammonium, und dieses liefert dann mit dem Jod Ammoniumjodür. Es krystallisirt in Wür-— feln, die an der Luft feucht werden. Bei Abhaltung von Sauerstoffgas verdampft es unzersetzt. Das Ammoniumjodid erhält man, wenn man die Auflösung von Ammoniumjodür mit Jod sättigt; oder wenn man die Auflösung des Jodürs der Luft aussetzt, wobei ein Theil Ammonium frei wird; die Flüssigkeit wird dabei dunkelblau. Im Uebrigen sind die Eigenschaften beider Körper wenig bekannt und haben auch kein Interesse für uns.— 3. Fluorammonium. (Flusssaures Ammoniak). Da sich das Ammoniakgas mit Flusssäure(Fluor- wWasserstoffsäure) vereinigt, ohne dass sich Wasser- stosfgas entwickelt oder Wasser entsteht, so muss nicht nur die Flusssäure sauerstofffrei seyn, sondern man kann auch annehmen, dass durch den Wasser- fal der Il wacelt We nl em Flu Tuoram m funoniah wales mi uns erm flint wire ken pris aan licht i. au, indem s Ad sehr! ann aus dewahrt v Das! wenn me dampft, i Is Krysta mriebung chen Tem Das wockues, inet. 4 0 Der ure( n liz, lin oblengu der Pligg 00 rg nium ig und dun u victt uz mm ond säure nt. 80 Pei ch inschlg. Jodhpagent Salmibtte i mit denk leert dug lit in fi Zei Aal ell 5 I, ela mal fel wird d. Jol Jol 0 ehlgel ebaunt ul idle zich Nas t, 90 Lie qu, gucken Eu Ha —— ꝓä— ä stoff der Flusssäure das Ammoniak in Ammonium ver- wandelt werde.— Das Ammonium verbindet sich mit dem Fluor in 3 Verhältnissen. Das neutrale Fluorammonium oder das einfach- flusssaure Ammoniak erhält man, wenn 1 Theil zerriebenen Salmiaks mit 22 Theilen sehr fein zerriebenen Fluorna— triums vermischt, und in einem Platingefässe gelinde erhitzt wird, wobei dann das Fluorammonium in kleinen prismatischen Krystallen sublimirt. Es löst sich leicht in Wasser auf; greift sehr leicht das Glas an, indem sich Fluorsilicium bildet; lässt sich dess- halb sehr gut zum Aetzen in Glas anwenden, und kann aus diesem Grunde nicht in Glasgefässen auf- bewahrt werden. Es ist luftbeständig.— Das saure Fluorammonium wird gewonnen, wenn man die Auflösung des neutralen Salzes ver- dampft, indem ein Theil Ammoniak als Gas entweicht. Es krystallisirt körnig und zerfliesst(durch Wasser- anziehung), der Luft blosgestellt, bei der gewöhnli- chen Temperatur. Das basische Salz bildet sich, wenn man trocknes, neutrales Fluorammonium in Ammoniakgas bringt. Alle diese Körper sind Kunstproducte. 4. Kyanammonium (blausaures Ammoniak). Dieser Körper wird gewonnen, wenn man Blau- säure(Kyanwasserstoffsäure) mit Ammoniakgas sät- tigt, oder wenn blausaurer Kalk(Kyancalcium) durch kohlensaures Ammoniak gefället wird, wobei es in der Flüssigkeit gelöst bleibt; wird diese verdunstet, 80 krystallisirt es in Würfeln, rechtwinklig Aseiti- 588 gen Säulen oder farrenkrautartig; es ist sehr flüch- tig, schmeckt und riecht nach Blausäure und Ammo- niak; löst sich leicht in Wasser und Weingeist auf und erleidet beim Erhitzen eine Zersetzung, wobei etwas Stickstoffkohle zurückbleibt. i Ausser diesen und anderen Haloidsalzen des Am- moniums giebt es auch Ammoniak-Haloidsalze; sie unterscheiden sich von den Ammoniumsalzen dadurch, dass sie von Wasser zersetzt werden, indem dessen Sauerstoff den einen Bestandtheil des Salzes oxydirt, statt dass sich der Wasserstoff des Wassers mit dem Ammoniak zu Ammonium vereinigt. An der Luft ziehen sie schnell Feuchtigkeit an, und werden da- durch in Ammonium- Salze verwandelt. Sie Krystal lisiren nicht. Man kann sie nur dadurch gewinnen, dass man die Bestandtheile des Salzes in Gasform mit einander mischt. Es giebt ein Kyan- Ammoniak, u. s. W. Wir können alle Eigenschaften dieser Kör- per unberücksichtigt lassen, Zumal da sie nur Kunst- producte sind.— C. Schwefelsalze des Ammoniums. Wasserstoffschweflichtes-Schwefelammonium (Schwefel wasserstoff- Ammoniak, hy drothionsaures ö Ammonia!). Dieses Salz kommt höchst wahrscheinlich im ge- faulten Harne und in Kloaken vor. Man erhält 8es künstlich entweder dadurch, dass man durch flüssi- ges Aetzammoniakk Schwefelwasserstoffgas so lange leitet, bis nichts mehr davon absorbirt wird, oder 1 man undniab, Sewpekelge nen Ma n Ame aa nit de Annbniam f Tehraserste aundsian ums vere aebi en des 6 farbelose itte, ze le zur à Kon zieht es wandelt Schwefel, I5 l figkeit a. die Luft Reagens ren Meta indem in urid en sobald. hung v moniab in gut füsse! dchwef ln als u alt hn e und dun * kingeit, gung, 5 salzen dg floidbalrz int inden dz dalnes qq asders ft An der! nd perth . die l arch geri, es in Cin Au- Aub ell. 1 gie kur Uu uuns mmdumm 9blions alles lich in!; in erlill“ dure l 3 80 J ird, an —. N———————— 589 dass man gleiche Maasse Schwefel wasserstoff- und Ammoniakgas mit ein ander mischt. Ein Theil des Schwefel wasserstoffs wird hierbei zerlegt und giebt seinen Wasserstoff an das Ammoniak ab, wodurch dann Ammonium entsteht; dieses verbindet sich hier- auf mit dem frei gewordenen Schwefel zu Schwefel- ammonium, welches sich mit dem übrigen Schwe- fel wasserstoff zu Wasserstoffschweflichtes- Schwefel- ammonium oder zu dem Schwefelsalze des Ammo- niums vereinigt. Beim Vermischen der Gase erfolgt augenblicklich eine Condensation, und an den Wän— den des Gefässes setzen sich dünne, durchsichtige, farbelose Blättchen ab, die bei abgehaltenem Luftzu- tritte, je nachdem Wärme einwirkt, von einer Stel- le zur anderen sublimiren. Kommt das Salz mit der Luft in Berührung, so zieht es schnell Feuchtigkeit an, wird gelb und ver- wandelt sich in das 2te Schwefelammonium(vergl. Schwefelammonium). Es löst sich in Wasser zu einer farbelosen Flüs- sigkeit auf, die eine gelbe Farbe annimmt, sobald die Luft Zutritt hat. Das Salz ist ein vorzügliches Reagens zur Entdeckung und Zersetzung der schwe- ren Metalloxyde in ihren Verbindungen mit Säuren, indem in den mehrsten Fällen ein unauflösliches Sul- furid entsteht; es taugt aber nicht mehr als Reagens, sobald es Schwefel absetzt, oder sich durch Anzie— hung von Sauerstoff in unterschweflichtsaures- Am- moniak verwandelt hat. Man muss es desshalb stets in gut verschlossenen, und gänzlich angefüllten Ge- fassen aufbewahren. Ist es durch beigemengtes 2tes Schwefelammonium gelb gefürbt, 50 kann es immer- hin als Reagens dienen.— 8 ** q e— — — —* 75 4 72 2 590 Wir können wohl annehmen, dass dieses Salz ein treffliches Beförderungsmittel der Vegetation seyn wird, indem die Pflanzen, da es keinen Sauerstoff enthält, nicht nöthig haben, eine Desoxydation da- mit vorzunehmen. f Die übrigen Schwefelsalze des Ammoniums kön- nen wir übergehen. Man nimmt an, dass es auch Schwefelsalze des Ammoniaks gebe; theils sind aber diese Körper noch wenig untersucht, theils haben sie für uns gar kein Interesse.— IV. Salze des Bariums. A. Sauerstoffsalze des Bariums. Zu den Hauptkennzeichen der Barytsalze gehört, dass alle diejenigen, welche in Wasser oder Salpe- tersäure löslich sind, mit Schwefelsäure oder schwe- felsauren Salzen versetzt, einen weissen, in Wasser, Salz- und Salpetersäure völlig unauflöslichen Nieder- schlag geben, und dass sie durch kohlen-, Klees, Phosphor- und weinsaures Ammoniak, Kali upd- Natron weiss gefällt werden. Die Barytsalze haben sämmtlich ein beträchtliches spec. Gewicht, schme- cken salzig, bitter und unangenehm, und sind zum Theil giftig. I. Kohlensaurer Baryt. Die Baryterde oder der Baryt verbindet sich in zwei Verhältnissen mit der Kohlensäure, zu ein- fach- und z weifach- kohlensaurem Baryt. Ir bes Diebes ur; un! Kir ot f den kryste Rure Bar aber nur Untersue Das oder Bar de zielt Jus dem Kaure Ba Poden. man ein num) m. gleich li Chloram Die Hie Wasser entstel die St Theile i‚t ges. mr Ve da8 dias g * f 10 cen, Einen due esd moni chef ese Mine. ür Us gn m8, rum; abe gell 5er der die enen 'ollen-, le, 1. Aal u. tale 1 lobt, s, und iind indet a re, Au t 11 591 a. Einfach- kohlensaurer Baryt (basisch-kohlensaure Baryterde). Er besteht aus 77, 9 Baryt und 22,1 Kohlensäure. — 22 Sum. 100,0. Dieses Salz kommt in der Natur als Mineral vor; man hat ihm den Nahmen Witherit gegeben. Sehr oft findet er sich in doppelt 6seitigen Pyrami- den krystallisirt. In den Ackererden ist der kohlen- saure Baryt noch nicht aufgefunden worden, vielleicht aber nur, weil man noch keine Rücksicht bei der Untersuchung der Ackererden darauf nahm. Das Salz bildet sich, wenn man Barytwasser oder Barythydrat der Luft aussetzt, denn die Baryter- de zieht die Kohlensäure der Atmosphäre begierig an. Aus dem Barytwasser fällt die entstandene kohlen- saure Baryterde, in Form eines weissen Pulvers zu Boden. Sie lässt sich auch dadurch gewinnen, dass man eine Lösung des salzsauren Baryts(Chlorba- rium) mit kohlensaurem Ammoniake fället. Das Zu- gleich hierbei entstehende salzsaure Ammoniak, oder Chlorammonium bleibt aufgelôst. Die kohlensaure Baryterde verliert bei keiner Hitze ihre Kohlensäure, leitet man aber zugleich Wasserdämpfe darüber, 80 entweicht sie, und es entsteht Barythydrat. Das Wasser vertritt folglich die Stelle der Säure Das Salz löst sich in 4300 Theilen kalten und 2300 kochenden Wassers auf; ist geschmacklos, aber giklig; es wird jetzt häufig zur Vergiftung der Ratten und Mäuse angewendet. ö — . 0. 2 — 592 Findet sich das Salz im Boden, so muss es, durch die etwa darin vorkommende Humussäure, der koh- lensauren Kalk- und Talkerde gleich, eine allmählige Zersetzung erleiden. Die sich bildende humussaure Baryterde wird aber, da sie in Wasser leicht lös- Ir beßte lich ist, bald vom Regenwasser ausgelaugt werden. 5 Kommt dagegen das Salz mit in Wasser gelöstem 5 schwefelsaurem Ammoniak, Kalk, Talk,- Kali und Natron in Berührung, so müssen augenblicklich schwe— felsaurer Baryt und kohlensaures Kali, Natron u. s. W. entstehen. Da nun die schwefelsaure Baryterde Von all Arpt am b . galisirt u im Wasser unauflöslich ist, so kann sie auch nicht feelin 1 5 geren Mis in die Wurzeln der Pflanzen gelangen, und wird dann 0 sich folglich gegen die Vegetation als ein völlig indif- e ferenter Körper verhalten. Wir wissen überhaupt e sehr wenig darüber, wie die Barytsalze auf die e Pflanzen wirken, da es indess wahrscheinlich ist, e dass nur sehr wenige Baryterde bedürfen, so wer— er 1 den sie auf die mehrsten als Gifte wirken. Vor Zei- 9 5 5 ten glaubten zwar die Chemiker sehr oft Baryterde 5. 5 Wasser g in den Pflanzen gefunden zu haben, allein später 8 einem seh zeigte es sich, dass sie Kieselerde für Baryterde ge- ö garpt, löt halten hatten.— 5 0 5 in Salz., Weisses Pr b. Zweifach-kohlensaurer Baryt ch dies schiessen (neutrale kohleusaure Baryterde). 7 0 ach-s Dieses Salz scheint in einigen Mineralquellen hen nit vorzukommen. Man hat es bis jetzt auch nur in gchweke wässeriger Gestalt darstellen können.— 1 Theil len soy 8 2— 8 7 8 0 85 n Wässerige Kohlensaure(mit Kohlensäure gesättigtes e Wasser) löst 3386 Theil basisch kohlensaure Baryterde fulern *. 0 593 mus ez auf und liefert damit das neutrale Salz.— Im Ue- ure, rn brigen wissen wir wenig von diesem Körper.— eiue alu, ide lung, H%. 5 1 00 2. Schwefelsaurer Baryt. Ser leich. laat p Er besteht aus 65, 695 Baryt und Vaser gh, 34,305 Schwefelsäure. f, u. 55 f 1 Sum. 100, 000. äche , Num Von allen Barytsalzen kommt der schwefelsaure saure r Baryt am häufigsten in der Natur vor, er ist kry- e 0 stallisirt und heisst Schwerspath. In einem an- M e„ 4„4g 8 7 en, ui deren Minerale, von den Mineralogen Coelestin ge- e. zommt, der schwefelsaure Baryt mit schwe- ein zl nannt, kommt r schwefelsaure Baryt mit schwe felsaurem Strontion gemischt vor. Wir finden den Aa schwefelsauren Baryt auch in manchen Sandstein- Flsslie zul d 8 0 arten eingesprengt, desshalb ist zu vermuthen, dass öchelah 9 Il, 80 t Jh entstandenen Bodenarten vorkommen wird. 1 1 N ah, Vor Lei 5: l 5 Der durch Kunst, beim Vermischen eines in N f (t Mrptert Wasser gelösten Barytsalzes mit Schwefelsäure oder ein pie 150 einem schwefelsauren Salze erhaltene schwefelsaure A Baryt, ist, wie wir vorhin schon gesehen haben, ein in Salz-, Salpetersäure und Wasser unauflösliches weisses Pulver; in concentrirter Schwefelsäure löst sich dieses Pulver aber auf, und aus der Lösung gent schiessen kleine Krystalle an, welche man für z wei- a0 fach- schwefelsauren Baryt hält.— Durch Glü- hen mit Kohle oder Wasserstoffgas verwandelt sich der luer schwefelsaure Baryt in Schwefelbarium; hierbei Wir- auch w. ken sowohl der Wasserstoff als die Kohle desoxy di- 115 rend; in dem einen Falle entsteht Wasser, in dem e gil andern Kohlensäure und Kohlenoxydgas. In der T Na 38 504 Weissglühehitzs schmilzt der schwefelsaure Baryt zu einem weissen Email.— Nach Einigen soll das Salz in 43000 Theilen Wasser löslich seyn. Sollte auch hin und wieder eine Ackerkrume et- ber Ba was schwefelsauren Baryt enthalten, so muss er, so- clielene bald Humussäure gegenwärtig ist, doch endlich dar- fab ande aus verschwinden, denn ungeachtet der grossen Ver- unt. A wandtschaft zwischen Schwefelsäure und Baryt, wird sudproduc er doch nach und nach durch die Humussäure zer- setzt, wobei dann in Wasser löslicher humussaurer Ba-* U ryt entsteht. Das schwefelsaure Salz kann aber, we— 0 gen seiner Unauflöslichkeit in Wasser, keinen an- deren Einfluss auf das Pflanzenwachsthum haben, als Ir bes dass es den Wurzeln einen Standort darbietet. 3. Salpetersaurer Baryt. Man Tborsaurer Er besteht aus 58, 6 Baryt und b 41,4 Salpetersäure. 5 Sum. 100, 0. Ir en Bis jetzt ist dieses Salz nur als Kunstproduet bekannt. Es schmeckt scharf und herbe, verpufft, auf glühende Kohlen geworfen, nur schwach; löst 8 sich in 122 Theilen kalten Wassers auf; ist in Alko- hol unauflöslich; krystallisirt in weissen, an der 1195 Luft un veränderlichen Octakdern und Cubo- Octas- ä dern; schmilzt leicht, und liefert beim stärkern Er- 4 1 hitzen, unter heftiger Decrepitation ein weisses pul- 19 10 ver, welches reiner Baryt ist. Bei allen Pflanzen, 0 115 die sen mit einer sehr verdünnten Wasserlösung die- 10 sic ses Salzes begoss, wirkte es als Gift. 12 595 en ail bg N 4. Phosphorsaurer Baryt. Achern, 10 5 Der Baryt liefert mit der Phosphorsäure vier b 5 verschiedene Salze; nämlich: vier fünftel-, ein- 5 10 fach-, anderthalb- und zweifach phosphorsauren 1 Baryt. Alle diese Salze sind indess bis jetzt nur als h Kunstproducte bekannt. unsinn, Hundempl. 5 g a N a kannn a. Vierfünftel- Phosphorsaurer Baryt er, Rus(basisch phosphorsaurer Baryt). lun M0 Er besteht aus 72,93 Baryt und erlie 27,07 Phosphorsäure⸗ Sum. 100500. . Man erhält dieses Salz, wenn man einfach phos- phorsauren Baryt mit Ammoniak behandelt. Ire. 3 1 3 3 1 a b. Einfach- phosphorsaurer Baryt⸗ Er enthält 68, 2 Baryt und buch a 31,8 Phosphorsäure: be, sehch i ö 0 Sum. 100 0. Schrach,! j it 0 Dieses Salz wird dadurch gewonnen, dass man ben, ein in Wasser gelöstes einfach- saures Barhtsalz mit Cubo- b einfach- phosphorsanrem Ammoniak versetzt, wobei 4 1 hörten! es als ein weisses Pulver niederfällt. Es ist sehr 1 esse l wenig in Wasser löslich; aber leichter in Salz-, len Pha Salpeter- und Phosphorsäure⸗ Durch Schwefelsäure rl l. lässt sich die Phosphorsäure vollkommen daraus ab- scheiden. 38² 596 8 e. Anderthalb- phosphorsaurer Baryt. Er besteht aus 60,87 Baryt und 39,13 Phosphorsäure. Beim Auflösen des einfach- sauren Salzes in wäs- g und Zu- satz von Weingeist, fallen grosse Flocken nieder, die aus dem fraglichen Salze bestehen. seriger Phosphorsäure, bis zur Sättigun d. Zweifach- phosphorsaurer Baryt (saurer phosphorsaurer Baryt). Er besteht aus 46, 46 Baryt, 42, 54 Phosphorsäure und 115, 00 Wasser. Sum. 100, 00. Dieses Salz schiesst zu Krystallen an, wenn man einfach- phosphorsauren Baryt in wässeriger Phosphorsäure auflöst und die Auflösung allmählig abdampft. Es schmeckt sauer, röthet Lackmus und ist luftbeständig. In vielem Wasser aufgelöst, zer- fällt es in Phosphorsäure und einfach- phosphorsau— ren Baryt.— in der Hitze schäumt es auf und ver- liert sein Krystall wasser. 5. Kieselsaurer Baryt. Der Baryt geht mit der Kieselerde mehrere be- stimmte Verbindungen ein, diese Salze sind aber cl nicht er ihre* el Il. Ion lit der Aelreren* sebes, ein erpandtsc gas, dass 11 lange ie Lerdel det. D galten W. er sich a nit ein Sollte de folglie ure erke ILS Das ur ang Mrium —————— 111 597 noch nicht gehörig untersucht, um etwas Genaues iiber ihre usain 8 und Eigenschaften ange- N ben zu können.— d Säure, 5 6. Humussaurer Baryt. Mit der Humussäure vereinigt sich der Baryt in n Fel mehreren Verhältnissen; er liefert damit ein bas i- e sches, ein neutrales und ein saures Salz. Die Ip z Verwandtschaft des Baryts Zur Humussäure ist 80 91 ö gross, dass selbst das schwefelsaure Salz, Wenn es nur lange genug mit Humussäure behandelt wird, eine Zersetzung erleidet und humussaurer Baryt ent- rer Nat steht. Der humussaure Baryt ist in 5200 Theilen f kalten Wassers löslich; in flüssigem Ammoniak löst er sich aber bei Weitem leichter auf und scheint da- mit ein Doppelsalz zu bilden. gu Sollten die Pflanzen Baryterde bedürfen, so können sie folglich selbige durch Vermittelung der Humus- säure erhalten. allen au, 5. in igel B. Haloidsalze des Bariums. suug And g Ladet 1. Chlorbarium autzelt,“(salzsaurer Baryt). . Es besteht aus 73,7 Barium und cs af lf 2653 Chlor. Sum. 100 0. Das Chlorid des Bariums ist noch nicht in der Na- tur angetroffen. Man erhält es künstlich, wenn man e nelle Barium in Chlorgas oder Baryt in salzsaurem Gase 1 ad 5 r — 0 33 A — 0 5, ö 2 f 598 erhitzt. Der Baryt absorbirt hierbei unter Feuer- entwickelung das Gas sehr schnell, schmilzt und ver- wandelt sich in Chlorbarium; zugleich entsteht aus dem Wasserstoff der Salzsäure und dem Sauerstoffe des Barytes Wasser. Die gewöhnliehste Art, das Chlorbarium zu bereiten, ist, dass man schwefel- sauren Baryt(Schwerspath) durch Glühen mit Koh- le in Schwefelbarium, oder durch Kochen mit Koh- lensaurem Natron oder Kali in Kohlensauren Baryt verwandelt, und hierauf eines dieser Produete in Salzsäure auflöst, filtrirt, abdampft, glühet, wieder in Wasser auflöst, filtrirt und abhdampft. Die hier- bei entstehenden Krystalle enthalten 14, 75 p· Ct. Wasser und bilden Blätter oder Tafeln. Das Salz ist an der Luft unveränderlich, hat einen scharfen, unangenehmen, bitteren, Eckel erregenden Ge- schmack und ist giftig. Beim Glühen zerknistert es, schmilzt und verliert nur das Krystallwasser. Es löst sich in 3 Theile Wasser von + 15ů R. und in 400 Thei- len Alkohol auf.— Das Chlorbarium dient gewöhn- lich bei der chemischen Analyse der Körper zur Ent- deckung und Mengenbestimmung der Schwefelsäure. Aus allen Versuchen, die ich mit dem salzsauren Baryt hinsichtlich seines Einflusses auf die Vegetation anstellte, ging hervor, dass er, selbst wenn die Auf- lösung sehr verdünnt War, als ein Gift wirkte.— 2. Jodbarium. Das Mischungsverhältniss des Jodbariums ist noch nicht genau ausgemittelt worden.— In der Na- blur ist dieser Körper noch nicht entdeckt, wird aber künstlich erhalten, wenn men jodwasserstoff- fures 62s abtebt li cacilat 10 gelt tic fd in Bar Diesen ich geli hunt nit! hie Koblet a6 ein we geringer l und dal Körper r Lässt Wassersto Wie gelslion walrsche en Pflar W. Un Nur 509 uber n built un ich kulkhll; den Nang liel W zaures Gas über glühenden Baryt leitet; gleichzeitig entsteht hierbei Wasser. Das Jodbarium ist Weiss, schmilzt nicht; löst sich leicht in Wasser auf und zersetzt sich, wenn es, bei Luftzutritt geglühet wird in Baryt und Jod.— man geh üben nl i docben url. 3. Fluorbarium. enen. Diesen Körper kann man erhalten, wenn man zer Pray frisch- gefälleten, gut aus gewaschenen kohlensauren line 5. Baryt mit Fluor wasserstoffsäure(Flusssäure) digerirt. mgl. Ie, Die Kohlensäure entweicht und Fluorbarium bleibt u 14, als ein weisses Pulver zurück. Das Salz ist nur in feln, Ja l geringer Menge in Wasser, aber leicht in Salpeter- eigen deln und Salzsäure löslich. In der Natur ist dieser erregende. Körper noch nicht aufgefunden worden.— n keln z I 4. Kyanbarium. Nui 00 Tel dhl gib Lässt sich durch Sättigung von Baryt mit Kyan- lime un li. Wasserstoffsäure(Blausäure) gewinnen. Schpetke Wie die drei letzten Haloidsalze auf die Ve- gem Sllann getalion wirken, ist noch nicht bekannt; höcbst die Petit Wahrscheinlich werden sie sich aber gegen die mehr- penn db l sten Pflanzen als Gifte verhalten.— ft Piclte⸗ C. Schwefelsalze des Bariums. Wasserstoffschweflichtes- Schwefelbarium sbarun,.(doppelt-hydrothionsaurer Baryt). 10 1 Um dieses Salz, welches man noch nicht in der e Natur aufgefunden hat, zu erhalten, leitet man oa esl 600 durch eine Lösung von einfach Schwefelbarium Schwefel wasserstoffgas und dampft die Auflösung bei abgehaltenem Zutritte der Luft ab. Das Salz schiesst f.. dabei in fart jerseiti 5 0 en! . farbelosen, vierseitigen, an der Luft ver- 10 i witternden Prismen an. 15 3 V. Salze des Calciums. Obeleie Toblensäur A. Sauerstoffsalze des Calciums. ae lielert, aer das Alle Salze, welche aus der Verbindung der Kalk- zlich e 1 name erde mit den 8 auerstoffsäuren ents tehen, sind entwe— 1 end F 88 g 5 ommend der in Wasser oder in Salpetersäure auflöslich. Die 5 g 7 1. usamm in Wasser gelösten neutralen Kalkerdesalze werden 1 udliche durch Kali und Natron, nicht aber durch Ammoniak, lock jedoch a Weiss gefäl let; e durch kohlen, phosphor- Wein- und citronensaures Kali, Natron und- Ammo- niak. Das allerempfindlichste Reagens für die Kalk- erde ist aber das sauerkleesaure Kali oder sauer- kleesaure Ammoniak, denn sie wird selbst aus sehr Ir! verdünnten Auflösungen dadurch gefället. Der hierbei entstehende weisse Niederschlag ist sauerkleesaure Kalkerde; dieselbe ist im Wasser völlig unauflöslich, löst sich aber vollständig in Salz- und Sale re Der auf; desshalb schlägt freie Sauerkleesäure die Kalk- Natur i erde aus ihrer Auflösung auch nur dann vollständig res dal. nieder, wenn keine Salz- oder r Salpetersäure im gros- theil g sen Ueberschusse vorhanden sind. Sobald die Was- ihn 0 serauflösung e eines Kalkerdesalzes sehr concentrirt ist, len 1. wird die Nallerde auch durch Schwefelsäure oder Boden- schwefelsaure Salze, als Gy ps, in Form eines volu- n minôsen Er petallrnischen Pulvers niedergeschlagen. f haun g 0 601 Schpehz 5 5 b. ih Die Kalkerdesalze sind sowohl für die Land- Ae 8 25 75 5 8 D530 0 wirthschaft, als für das Forstwesen höchst wichtige all golhe 7 3* 2— 10 155 Körper, wesshalb wir uns auch so genaù als möglich er U 8 8 8 1 U mit ihren Eigenschaften bekannt zu machen suchen müssen. 1. Kohlensaure Kalkerde. umz f. n 1 Obgleich man weiss, dass die Kalkerde mit der 15 Kohlensäure in zwei Verhältnissen feste Verbindun- Acuum, 5 5 5 1 gen liefert, so hat man durch Versuche doch erst von 8 7 ai einer das Mischungsverhältniss genau ausgemittelt, 11 118 nämlich das der, in der Natur sehr häufig vor- U, dll ee,— e kommenden, einfach- Kkohlensauren Kalkerde. Die e aulas 17 Zusammensetzung der sehr häufig im Quellwasser be- erdesalze pet. 8 7 75 8 fee findlichen zweifach-kohlensauren Kalkerde lässt sich Gurch Auna 8 5 75 jedoch auch durch Rechnung ausmitteln. len., Aol Ton fd; Anm 10 fr die Bil, a. Einfach- kohlensaurer Kalk all oder un(basisch kohlensaure Kalkerde). U bs aul Er besteht aus 56,4 Kalkerde und let. Der lie 43,6 Kohlensäure. IN——— dauerts e Sum. 100,0. lig naue J Galpetean Der einfach- kohlensaure Kalk kommt in der a Gäalpele 8 8 45 8 2 788 2* 0 7 5 2— gurt de ll Natur in grösserer Menge vor, als irgend ein ande 1 e res Salz, denn er macht sehr oft den Hauptbestaud- aun vol e. 5 1 theil grosser Gebirge aus. Am reinsten finden wir sällre lu; 2. 5 5 J ihn als Marmor und Kalhspath krystallisirt. Die vie- hald die 5 2 8 7 5 8 10 len Kalksteinarten, die Kreide, der Mergel und die concelll 13 e 100 0 Bodenarten enthalten ihn dagegen mit. Eisenoxyden, ebiure dd 8 0 Clelda— 1 3 8 1 10 Alaunerde, Kieselerde und mehreren anderen Kör- in eibes 5 bern gemengt. a 171 chat. 1 8 8 Pr „ r 4 7 c ß er 602 Stellt man den einfach kohlensauren Kalk künstlich dar, welches dadurch geschieht, dass man Marmor oder Kalkspath in Salzsäure auflöst, filtrirt und kohlensaures Natron, Kali oder-Ammoniak zu- setzt, so erscheint er als ein blendend weisses, aus unendlich feinen Krystallen bestehendes Pulver. Die- ses Pulver löst sich in Zwanzigtausend Theilen Was- ser auf, und kohlensaures Kali bringt darin noch ei- ne geringe Trübung hervor. Der natürlich vorkom- mende kohlensaure Kalk scheint dagegen gar nicht in 8 Wasser löslich zu seyn, besonders wenn er sich in Krystallisirtem Zustande befindet, und trotzt daher auch, wie wir dieses bei den aus dem hohen Alter- thume auf uns gekommenen Marmorstatuen sehen, Jahrtausenden der Verwitterung. Beim Brennen in offenem Feuer verliert der kohlensaure Kalk die Kohlensäure und wird zu ätzendem Kalke; wird er dagegen in einen Tiegel fest gestampft und hierauf auch noch so heftig ge- glühet, so entweicht die Kohlensäure nicht daraus; er schmilzt aber dabei und wird oft so hart, dass er Glas ritzt. Leitet man Wasserdämpfe über er- hitzten kohlensauren Kalk, so verliert er die Koh- lensäure bei Weitem leichter, so dass eigentlich, wie beim Glühen des kohlensauren Kalis und- Na- trons, das Entweichen der Kohlensäure durch Was- serdämpfe vermittelt zu werden scheint. Beim Bren- nen des Kalkes im Grossen, entwickeln sich die zur Verflüchtigung der Kohlensäure dienenden Wasser- dämpfe theils aus dem Brennmaterial, theils strömen sie mit der atmosphärischen Luft hinzu. Dass beim Kalkbrennen die Wasserdämpfe in der That sehr wesentliche Dienste leisten, sehen wir daraus, dass u Kallste ch etwas fade Hole chrell die! Luonteine 0 l endlich igebraun 10 glich 6 ddei wird ndern aue Jollensäure cht unzy grennmate Oelen lei haupt ha mässig a. sebädlich halten, der nur 80 tue die) he unters Tenperat ure det nieht nie als bis den hat Da kohlen und Fe Betracl Cewich urch! 603 lenz J. N 8 8 173. 8 1 die Kalksteine früher gar werden, wenn sie mit hielt, h 8 8 7112 5 noch etwas feuchtem, als wenn sie mit völlig tro-— b auflägt. zl. ec cknem A eee Waker; ferner dass 5 1 al wenn f schnell 8 Kanless ens e e man sie über dab. aufschichtet und W zusammenbrennt, 10 Mag und endlich, dass man gewöhnlich den sogenannten n todtgebrannten Kalk erhält, wenn man die Kallstei- 1 ne gleich einer sehr starken Hitze aussetzt; denn ürlich zul dabei wird nicht nur das Wasser des Brennmaterials, gen gar; 8 8 Hel gar nl sondern auch das der Kalksteine schneller als die Wenn er l Kohlensäure ausgetrieben. Vielleicht wäre es desshalb 5 nicht un zweckmässig, wenn man zur Ersparniss von lem lub! Brennmaterial Wasserdämpfe beim Kalkbrennen in die Jorslatuen Oefen leitete. Beim Brennen der Kalksteine über- haupt hat man dahin zu sehen, dass eine recht 8 ler feli mässig anhaltende Hitze Statt finde, denn nichts ist 50 schädlicher, als wenn sie während des Brennens er- in en lg kalten, da sie ihre Kohlensäure dann gar nicht et oder nur äusserst langsam verlieren. 1 805 So wie nun das Wasser bei Anwendung von Hi- 100 0 tze die Verflüchtigung der Kohlensäure aus dem Kal- kirk da, ke unterstützt, so bewirkt es dagegen bei niedrigen 1 9 Temperaturen, dass der ätzende Kalk die Kohlen- ds d snure der Luft absorbirt; ja, die reine Kalkerde Nali 11 zieht nicht eher Kohlensäuregas aus der Luft an, fe durcb als bis sie sich zuvor chemisch mit Wasser verbun- t, Bein le den hat. 0 1 ach ler Da der Boden oft sehr reich an pulverförmiger, nden ia, kKohlensaurer Kalkerde ist, so kommt für den Land- theils Sic und Forstwirth auch ihre wWasserhaltende rat in U. Das lb Betracht. Man hat ausgemittelt, dass sie ihr eignes g Lat Gewicht Wasser hält; ferner, dass sie 9 Wasser id, durch Verdunstung langsamer als Thon verliert, und E11I1•ͤ ˙„ 1 — 6 3 — „„ o. ö f 604 endlich, dass sie sich zum Thone, in ihrer hygro— scopischen Eigenschaft wie 3: 4 verhält. Dem Landwirthe kommen sehr häufig Bodenar- ten vor, die, obgleich sie vormals ziemlich reich an kohlensaurer Kalkerde waren— mochte sie ihnen nun mitgetheilt worden seyn, oder mochten sie die- selbe durch verwitterte Kalksteine, Mergel und der- gl. erhalten haben— gegenwärtig gar keine kohlen- saure Kalkerde mehr besitzen. Dies rührt von meh- reren Ursachen her; die vorzüglichsten sind folgen- de: ein Theil der früher vorhandenen einfach- koh- lensauren Kalkerde verband sich mit mehr Kohlen- sure und zwar mit derjenigen, welche sich aus dem Humus des Bodens bildete, welche der Boden aus der Luft absorbirte, und auch wohl mit derjenigen, welche er durch Regenwasser erhielt; hierdurch ent- stand nun leicht in Wasser auflöslicher und folglich auch leicht auszulaugender zweifach- kohlensaurer Kalk. Ein anderer Theil der Kalkerde vereinigte sich dagegen mit den von den Pflanzenwurzeln aus- geschiedenen Säuren, zu gleichfalls in Wasser leicht löslichen Salzen; wieder ein anderer Theil des koh- lensauren Kalkes erlitt durch die vorhandene Humus- säure und durch die zuweilen mit dem Regenwasser in den Boden gelangende Salpeter-, Salz- und Schwe- felsäure eine Zersetzung, wobei dann ebenfalls im Wasser leicht lösliche Kalksalze entstanden; und noch ein anderer Theil des Kalkes wurde von den angebauten oder wild wachsenden Pflanzen aufgezehrt. Wenn demnach einerseits hierdurch genügend erklärt werden kann, auf welche Weise manche, vormals mit Kalk und Mergel gedüngte, oder aus der Ver- witterung von steinigem Mergel, Kreide und dergl. tandene nach ö fats 0 05 Trwähn geb, guren Kall We mlss fad, welch Talleils au gal, frucht sieder ged lutragzfili har zu We allein un Während zum Pfle gel bellt Chlor u. halb die Holzasch derlich, bar wer. wenden haltende Erw über da den, s der Tel gewen erde Cewis einer dauern Ualhar. ——. ̃ d]˙ 605 in ihrer hy hält. entstandene Bodenarten ihre sämmtliche ꝑKalkerde nach r häule und nach verloren, so zeigt uns andererseits auch nemlich ni das Erwähnte, wesshalb die düngende Wirkung des Ul woche de Mergels, nämlich diejenige, welche er der kohlen- Woche sauren Kalkerde zu verdanken hat, allmählig nach- Nerd u. lassen muss. Daraus folgt natürlich, dass, wenn ein 0 8 0* 2** 2* N Feld, welches früher durch eine Düngung mit gröss- gar eiue!“. 2 2 2 tentheils aus kohlensaurer Kalkerde bestehendem Mer- 8 rührt nu: b8ten zl gel, fruchtbarer wurde, nur mit demselben Mergel 8 Sind. 5 5 5 5 wieder gedüngt zu werden brauche, um, wenn seine nen einted. Kane Ertragsfähigkeit nachgelassen hat, abermals frucht- nit melr l 1 60 bar zu werden; doch immer reicht dazu der Mergel che slch an 5 allein um desswillen nicht hin, weil der Boden Jar ze der hach 2 g 7 4 während er die Kalkerde verlor, auch andere ul mit n zum Pflanzenwachsthum nöthige, aber nicht im Mer- it; Bieri gel befindliche Körper, z. B. Schwefelsäure, Kali, cler 0 Chlor u. s. W. einbüsste. In solchen Fällen ist dess- h- Mam, halb die gleichzeitige Düngung mit Gyps, Kochsalz, liert faßt Holzasche, Knochenpulver und dergl. Dingen erfor- enfin derlich, oder das Feld muss, wenn es wieder frucht- in fear fn bar werden soll und man. Substanzen nicht an- r Thel öl wenden will oder kann, mit den diese Körper ent- daudkde ln haltenden thierischen Excrementen gedüngt werden. em Neger“ Erwägt man die vorhin N Ursachen all-. wid über das allmählige Verschwinden des Kalkes im Bo- in ebeftb: den, so wird es deutlich, dass bei der Mergelung 10 5 1 der Felder, möge immerhin auch die Menge des an- ure dun! gewendeten Neengels, so wie dessen Gehalt an Kalk- en aufn erde genau bestimmt seyn, sich dennoch nicht mit nigen Gewissheit angeben lässt, wie lange die W. irkung abe, w einer Mergeldüngung rüchsichtlich ihrer Kalkerde a der Je dauern wird. Es kann Fälle geben, WO ein sehr 105 ud dh kalkarmer Boden durch die Düngung mit kalkreichem —. àow — * r 4 5. ö — 98 N 606 Mergel für 30 und mehr Jahre fruchtbar bleibt, es kann aber auch der Fall seyn, dass die Wirkung des Mergels nur 10 Jahre anhält. Uebrigens darf man annehmen, dass, wenn ein Mergel nur auf kurze Zeit wirkt, er mehr durch seinen Gehalt an Gyps, phos- phorsaure Kalkerde, Kochsalz, schwefelsaurem Kali und mehr dergl. leicht löslichen Salzen düngt, als durch seine kohlensaure Kalkerde, denn die genann- ten Körper kommen im Mergel gewöhnlich nur in so geringer Menge vor, dass sie entweder bald vom Wasser ausgelaugt, oder bald von den Pflanzen auf— gezehrt werden. Von der Mergeldüngung im Allgemeinen lässt sich noch sagen, dass sowohl die Bestandtheile des Mergels als die des Bodens entscheiden, ob irgend eine Mergelart mit Nutzen angewendet werden kann. Die Erfahrung im Grossen bestätigt dieses, denn sehr oft ereignet es sich; dass derselbe Mergel, welcher hier ganz vorzügliche Dienste leistet, an einem an- dern Orte zur Düngung benutzt; gar nicht wirkt.— Bei der Landwirthschaft kommt dieser Gegenstand sehr häufig zur Sprache, desshalb hielt ich es nicht für überflüssig, hierauf aufmerksam zu machen. An vielen Orten kann man die Bemerkung ma— chen, dass gewisse Pflanzen nur auf sehr viel koh- lensaure Kalkerde enthaltendem Boden wachsen; ge- wöhnlich glaubt man, dass der Grund hiervon in der Kalkerde liege, allein wenn auch nicht geläugnet werden kann, dass manche Pflanzen sehr viel Kalk— erde zu ihrer Ausbildung bedürfen; so darf man doch nicht vergessen, dass der sogenannte Kalkboden den Pflanzen mehrentheils auch Kohlensaure Talkerde, phosphorsaure Kalkerde, Gyps, Kochsalz und meh- m ander, lieten h 1 nicht à 1 gyn sch n bekomme b. 0 Man g pähnt wur e kommt Drunnenv Wasser schlägt als einfa- Dildet sic Hoden, re Kalker oder dur säure ver Die Bild zuk eine durch, 0 nandener dass die einfach erde 1 Theil! auf eil dalzes die Urs besoade bbb eh, die Mia 0 brigeng 112 ur aul ku t au 6h webu dalzꝛen din denn de N ewönlich 1 ntpeder de den Plug Algeneht⸗ Destaudtlt eiden, ah l det prrin in dieses cen Mere ür et, u üen. Ir nidt pr ieser berwen ielt un l l meln Vedlerlunt u b gebe wil o Pocher und iert! nicht eln zebr wil 1 darf ad Nalbbodt 0 sure alert ball und u. ———:.. P P«³—Ü I 607 rere andere, zu ihrem Gedeihen nöthige Körper dar- zubieten hat. Manche Pflanzen gedeihen dagegen gar nicht auf Kalkboden, was mit darin begründet zu seyn scheint, dass sie auf selbigem mehr Kalker- de bekommen, als sie verähnlichen können. b. Zweifach kohlensaurer Kalle (neutrale kohlensaure Kalkerde). Man glaubt dieses Salz, wie vorhin schon er- wähnt wurde, nur in flüssiger Form zu kennen.— Es kommt in sehr vielen Quellen und den mehrsten Brunnenwässern vor; beim Kochen von dergleichen Wasser verliert es einen Theil Kohlensäure, und schlägt sich, den sogenannten Kesselstein bildend, als einfach-kohlensaure Kalkerde nieder. Das Salz bildet sich, wie wir vorhin sahen, oft dadurch im Boden, dass sich die vorhandene einfach-Kohlensau- re Kalkerde mit der aus dem Humus entstehenden, oder durch Regenwasser hineingelangenden Kohlen- säure vereinigt und dann von Wasser aufgelöst wird. Die Bildung des Salzes kann indess im Boden noch auf eine andere Weise vor sich gehen, nämlich da— durch, dass sich nach und nach etwas von der vor- handenen Kieselerde(Kieselsäure) im Wasser auflöst, dass diese Säure mit einem Theile der Kalkerde des einfach- kohlensauren Salzes zu kieselsaurer Kalk- erde zusammentritt, und dass, weil dadurch ein Theil Kohlensäure in Freiheit gelangt, sich diese auf einen anderen Theil des einfach- kohlensauren Salzes wirft. Höchst wahrscheinlich ist dieses auch die Ursache, wesshalb wir in manchen Bodenarten, besonders in den mit Kalk gedüngten, da hierbei J — 8 608 eine sehr feine Zertheilung der Kalkerde Statt findet, ssser bes und folglich die Einwirkung der Kieselerde auf selbi- ki sich! ge wächst, so viele kieselsaure Kalkerde antreffen. boltaglich Das in Wasser gelöste Salz hat die Eigenschaft, bre, dass auf Curcuma alkalisch und auf Lackmus sauer zu ran zind; reagiren. Steht es an der Luft, so verliert es ei- picatum nen Theil Kohlensäure, und fällt entweder als ein- Jugkeichen fach- kohlensaure Kalkerde in Pulverform nieder, un einfach oder setzt sich, kleine Krystalle des einfachen Salzes ge lüszen f bildend, an den Wänden des Gefässes ab. Quellwasser, Jollenszure welches viel Zweifach- Kohlensaure Kalkerde in Lösung wonach sic enthält, wird, sobald es einige Zeit an der Luft fliesst, Jollensaur- trübe, indem sich einfach- Kohlensaure Kalkerde nehmen de daraus niederschlägt; vorzüglich ist dieses im Som- Rohlensäv mer der Fall, weil bei Wärme die Kohlensäure Sauren K das Zweifache Salz leichter als bei Kälte verlässt.— Wer Quellwasser, welches das fragliche Salz aufge- noch nie löst enthält, zeigt sich bei der Bewässerung von Wie- doch seh sen, die einen Sandboden haben, alt ein ganz Schichten ausgezeichnetes Düngunsmittel; indess darf nicht 6 in l unberücksichtigt bleiben, dass dergleichen Wasser Abels d ausser der Zweifach kohlensauren Kalkerde meh- oz, e rentheils auch solche Salze in Lösung hält, die gar Nallerde häufig die düngenden Eigenschaften der kohlensauren 1 Kalkerde übertreffen.— Bewässert man Wiesen, be- andere D sonders solche, die einen kalkreichen Boden enthalten 10 8 0 sehr lange mit Wasser, welches viel von dem Salze auf- 1 gelöst enthält, so verursacht es den Pflanzen oft da- fach durch Schaden, dass es ihnen über ihr Bedürfniss 0 8 Kalkerde zuführt; dass in der That die mehrsten 19555 114712 1 1 ht lope 0 a ———— ————.— 0——— 5 609 erde Neal 1 i cee an, Wasser begiesst, welches davon eine bedeutende Men- lerde 10 ge bei sich Hank. e e dagegen i li len das fragliche 2 in jeder Quantität, dies erkennt an N daraus, dass sie in Alten Wachsen, h sehr reich 0 Na daran sind; hierzu gehören z. B. Myriophyllum ae spicatum und Chara- und Potamogeton- Arten. i Dergleichen Gewächse N dann mit einer Kruste . von einfach- kohlensaurem Kalke überzogen zu seyn; . 0 sie müssen folglich entweder dem aufgelösten zweifach- 10 11 kohlensauren Salze, einen Theil Kohlensäure entziehen, 1 wonach sich dann der hierdurch entstandene einfach- * 119 kohlensaure Kalk auf ihren Blättern absetzt, oder sie er 5. nehmen das Salz in sich auf, behalten einen Theil seiner bt bist Kohlensäure bei sich und sondern einfach- kohlen- de sauren Kalk durch ihre Blätter und Stängel aus. Nile fi. Wenn auch das zweifach- Kohlensaure Salz, glich lat noch nicht in fester Form bekannt ist, so wird es 188er u f doch sehr wahrscheinlich zuweilen in den untern n, Ach zn Schichten des Bodens vorkommen; am ersten muss ndes dt ni es im Kalktuffe enthalten seyn; dies lässt sich wenig- gleichen ae stens nicht nur aus seiner Entstehungsart, welche er— 1 Naber ut folgt, wenn in Wasser gelöste zweifach- Kohlensaure 1g i dt Kalkerde einen Theil Kohlensäure verliert, sondern der Lubbe auch daraus schliessen, dass sowohl Bäume, als viele Nan iet, andere Pflanzen sterben, sobald sie mit ihren Wur— Boden elbe zeln den Tuff berühren; der Kalktuff bietet ihnen ou dem dil nämlich noch so viele im Wasser leicht lösliche zwei- pausen fach- kohlensaure Kalkerde dar, dass sie nicht vermö— ile 110 gend sind, sie sämmtlich zu verähnlichen, was denn ( de 1 natürlich ihren Untergang herbei führen muss; dass 10 sich dieses wirklich so verhalten wird, geht beson- 1110 8 ders daraus hervor, dass der Tuff, n er einige 5 laß Zeit an der Luft gelegen hat, ausser einfach- Koh- 39 r 610 lensaurer Kalkefde durchaus keine andere Körper, als solche enthält, die zum Pflanzenleben gehören, nämlich Mangan- 5 Eisenoxyd, Kieselerde, Spuren von Kochsalz und Gyps. Wenn man nun auch im Kalktuffe das zweifach- kohlensaure Salz in fester Form noch nicht géfunden hat, so kann man dieses dadurch erklären, dass es sich, sobald es an die Luft kommt, durch Verlust von Kohlensäure bald in das einfach- kohlensaure Salz verwandelt.— Sollte man aber gegen diese Ansicht einwenden, die Pflan- zen sterben nur, weil sie mit ihren Wurzeln den harten Kalktuff nicht durchdringen können, so erwie- dere ich: wäre dieses der Fall, so müsste sich keine Pflanze in Töpfen ziehen lassen. Zuweilen scheint der zweifach-kohlensaure Kalk auch nahe unter der Ackerkrume vor zukommen; wenn ich z. B. Felder sah, welche durch etwas tiefes Pflügen, für die nächste Ernte unfruchtbar geworden waren; so zeigte mir wohl die chemische 1 des Bodens, dass die unter der Ackerkrume befindliche Ere schicht weder kohlensaures Eisenoxydu 17 noch an- f 7 dere, der Vegetation leicht schädlich werdende Kör- + per enthielt, statt dessen aber fand ich bei ihrer Be- handlung mit kohlensäurefreiem Wasser, dass dieses N. 8 ehr viel Kalkerde aufgelöst hatte, ohne dass ich eine andere Säure, als diejenige darin entdecken konnte, 8 Welche dem kohlensauren Es sey, hier beiläufig bemerkt, dass dasjenige Was- saure Kalkerde in 2 0 — — U — 2 A — — 0 — ser, welches viel zweife Lösung hält, sich sehr gut zur Fabrikation des Brannteweins eignet, ja man hat gefunden, dass nach Anwendung von dergleichen Wasser* Brann- tewein mehr als gewöhnlich erfolgt. Dies hat un- greilig bel ure Cäln lch beim rde entha n gepuf wal da j ö zus der sch epinnen! Freide zus uterpirft Das 5 de Ouelly einem i. sest haf jn stelle 90 18. de man etwe 1 mangelun falt. de nieg erde mies In misch Vasserff keuleiten 611 streitig seinen Grund darin, dass die Kalkerde die saure Gährung der Maische verhindert. Wem folg- lich beim Brannteweinbrennen kohlensaure Kalk- e andege Ape Fenleben gn diezelertt 0 1 b erde enthaltendes Wasser fehlt, der möchte etwas 10 dil uz fein gepulverte Kreide in die Maische schütten, 0 Kann nau! n f 8 8 5 8 aun uit, zumal da Hermbstädt längst gezeigt hat, dass man 817 65 ald es gn 3857 7 5 väld es al dll aus der schon destillirten Maische noch Branntewein mensaure N. gewinnen kann, wenn man sie, nachdem man etwas 2 2 2 ande.— Kreide zugesetzt hat, einer nochmaligen Gährung enden, del unterwirft. Wyss, 5 2 7 7 5 wren un: Das zweifach- kohlensaure Kalkerde enthalten- Hönntu, 9. de Quellwasser schadet dem Landwirthe sehr oft bei misst dt der Wäsche der Schafe; die Kalkerde verbindet sich nämlich mit den Fetttheilen der Wolle zu einem in Waässer unauflöslichen und an ihr sehr ne fondhal fest haftenden Körper. Wäscht man die Schafe g in stehendem viel Kalkerde enthaltenden Wasser, 1 Auen so ist dem Uebel dadurch leicht abzuhelfen, dass mig ku man etwas Pottasche oder besser Soda, und in Er- 5 mangelung derselben, Holxzaschenlauge in den Was- „chülter schüttet, denn hierdurch wird die Kalk- ergeschlagen, indem die Soda oder das Kali der Kalkerde diejenige Kohlenskure entzieht, durch 795 welche sie in Auflösung gehalten Wird. 7. 048 une de 0 2. Schwefelsaurer Kalk ye. Ole. N 1(Oyps). dd sen aller 8 4 8 In der Natur kommt der Gyps theils mit che- Tabribaat“ 8 9** e e 1 misch gebundenem Wasser vor, theils ist er auch enden, 05 5— 72 2 Ar 5 Wasserfrei. Der letztere gehört indess zu den Sel- e L 7 ser + ld Wasser tenheiten. Die la 39* 612 Ausser, dass wir den Gyps, ganze Gebirge bil- dend, antreffen, finden Wir ihn auch sehr häufig im Quellwasser. Wenn viel Gyps im Wasser vor- kommt, so ertheilt er demselben einen faden, erd- artigen Geschmack. Auch die mehrsten Bodenarten enthalten im Untergrunde Gyps, wenigstens trifft man immer Spuren davon vor; dagegen giebt es sehr viele Ackererden, in denen sich auch nicht die ge- ringste Menge befindet; dieses erklärt sich dadurch, dass er ein in Wasser ziemlich leicht lösliches Salz ist. Der Gyps bildet sich auch an manchen Orten, nämlich da, wo Schwefeleisen, mit der Luft in Be- rührung kommend, sich in schwefelsaures Eisen ver- wandelt, und wo zugleich kohlensaurer Kalk gegen- wärtig ist. Die Kohlensäure des Kalkes wird dann von der das Eisenoxydul verlassenden Schwefelsäure ausgetrieben. ö Der Wasserfreie Gyps(Anhydrit, Muriacit) be- steht aus: 42, Kalkerde und 58,0 Schwefelsäure. Sum. 100 0. Der wasserhaltige Gyps(Fasergyps, Alabaster, körniger Gyps, Fraueneis, Marienglas, Selenit) be- steht dagegen aus: 33,0 Kalkerde, 45,5 Schwefelsäure und 215,5 Wasser. Sum. 100, 0. Setzt irkung 0 fd zerfil ud mit U sulindet e it ehr 86 lbeit, 51 ird aber in des W Ternandtsc u Märtel Ahr als chnülzt man ihm Schwefel Leit. 90 erleid Lersetzul welches Schwekel halb wol gendes P. man ihn Liegt berfreie langsam Der ten We N ringere. haben und he dane bez 1 auch sep, ps im Wat; einen Het, jehrsten hüte, „ Wenigteg gegen gilt auch niclit klärt zich hl leicht lag an manch) hz mit der Luc efelsaures Il. saurer Hl s Kalles fit den Hebpttt lrit, Mun ergyßs, a gls, e ä 613 Setzt man den wasserhaltigen Gyps der Ein- wirkung der Hitze aus, 80 verliert er sein Wasser und zerfällt; wird er hierauf in pulver verwandelt, und mit Wasser zu einem Breie angefeuchtet, 90 verbindet er sich wieder chemisch damit und erhär- tet sehr schnell zu Mörtel, ohne jedoch seine Fä— higkeit, sich in Wasser aufzulösen, einzubüssen. Wird aber der Gyps stärker erhitzt als nöthig ist, um das Wasser zu entfernen, so verliert er seine Verwandtschaft zum Wasser, taugt dann nicht mehr zu Mörtel und höchst wahrscheinlich auch nicht mehr als Düngungsmittel. Bei starker Glühehitze schmilzt er zu einem glasartigen Körper; glühet man ihn aber mit Kohle, so verwandelt er sich in Schwefelcalcium. Leitet man über glühenden Gyps Wasserdämpfe, 80 erleidet sowohl das Wasser, als er selbst eine Zersetzung, denn es bildet sich Schwefel wasserstoff, welches als Gas entweicht. Hierdurch geht also Schwefel aus dem Gypse verloren, und es wäre dess- halb wohl möglich, dass, da der Schwefel sein dün- gendes Princip ist, es sehr schädlich würde, wenn man ihn mit feuchtem Holze u. dergl. brennte. Liegt der gebrannte, oder der natürliche Was- serfreie Gyps an der Luft, 50 zieht er nur sehr langsam die Wasserdünste 955 Atmosphäre an. Der Wasserhaltige Gyps bedarf 450 Theile kal- ten Wassers zur Lösung, und ist, Was als merk- würdig betrachtet werden Kann, 25 in keiner ge- ringeren Menge heissen Wassers löslich. Früher haben wir gesehen, dass sich Kochsalz gegen kaltes und heisses Wasser ähnlich verhält. 955 Wasser- 614 freie Gyps bedarf dagegen 800 Theile Wasser zur Lösung. In Alkohol sind beide unauflöslich. Ist der Gyps in Wasser aufgelöst, so schiesst er bei langsamem Verdunsten desselben in kleinen Nadeln an.. Wenn Wasser organische Körper und Gyps in Lösung enthält, so erleidet letzterer durch erstere eine allmählige Zersetzung; es bildet sich nämlich aus dem Schwefel des Gypses und dem Wasserstoff der organischen Körper Schwefel wasserstoff. Sehr oft ist dies der Grund, wesshalb stehendes Wasser oder langsam fliessende Quellen nach Schwefel was- serstoff riechen, ohne gerade Schwefelquellen zu seyn. Es ist desshalb auch denkbar, dass manche Schwefelquellen nur durch eine Zersetzung des in Inneren der Erde befindlichen und mit organischen Körpern in Berührung gelangenden Gypses entstehen. In flüssigen Säuren ist der Gyps bei Weitem löslicher als im Wasser, doch löst er sich in der flüssigen Kohlensäure nur etwas besser als in reinem Wasser auf. Diese Eigenschaft ist, wie wir sogleich sehen werden, für die Vegetation von einiger Er- heblichkeit.— Man hat den Gyps erst seit dem vorigen Jahr- hundert als Düngungsmittel benutzt; zuerst soll er (nach Beckmann) in Niedeck bei Göttingen gebraucht worden seyn. Auf Bodenarten, welche sehr wenig oder gar keinen Gyps enthalten, ist sei- ne Wü lg stets ausserordentlich; insbesondere befördert er das Wachsthum der Leguminosen und Cruciferen, was sehr natürlich ist, wenn man er— wägt, dass von den angebaueten Pflanzen diese den mehrsten Schwefel enthalten. Man streut ihn ge- hniich bell 10 er dal fell; uren line un nämli, bald er 5 „ Humus ung; 0 owefelsät kann 5 dum wirk 0 Wird er kusdure! Sebat und en in 8c den, 80 mur über ber! Lasst sehr vert hielt ma Pflanzer fiel, d per aus erzeug, zu be nem 2 Mürun 615 15 und wöhnlich in Pulverform frühmorgens über die jun- 7 gen, bethaueten Pflanzen, weil man gesehen hat, elbtt, waz dass er dann die besten Dienste leistet. Dies Ver- üben in le lahren findet in der Theorie eine Stütze; bringt man nämlich den Gyps in die Erde, 80 erleidet er, per unf ch. sobald er sich in Wasser aufgelöst hat und mit frei- 0 dünd er HEumussäure in Berührung kommt, eine Zerse- ldet ch u tzung, wobei sich humussaurer Kalk bildet und den Man Schwefelsäure in Freiheit gelangt; diese letztere vasserstol. kann aber dann nicht günstig auf das Pflanzenwachs- stebendtz thum wirken. Liegt er dagegen auf den Blättern, nach dae 30 Wird er vom Thauwasser, da dieses reich an Koh- schwefelhucke lensäure ist, bald aufgelôst, und gelangt so unzer- ap. dä l setzt und schnell in die Pflanzen.— Berücksichtigt Zerseliu dl man, dass mehrere andere in Wasser leicht lösliche J mit 10 Salze, sobald sie mit manchen Körpern des Bodens in Berührung kommen, gleichfalls zerlegt und zu wei- „* 1*** 8 len in schädlieh wirkende Körper un nge wandelt Wer- den, so möchte man diese, wie den Gyps, ebenfalls nur über die bethaueten Pflanzen ausstreuen. Hier- 8 21* acer 1 3 e Ihe 5 Über lassen sich gewiss noch sehr viele iG Chst interes- sante Versuche anstellen Ueber die Art, 1 der Gyps auf das Pflanzen- Wwachsthum wirkt, hat man schon sehr viele und schr verschiedene Erklärungen gegeben. Anfänglich n von ett! em men l. hielt man ihn für ein Wirkliches Mahrungsr smittel der Pflanzen; später aber, als man sich in der Idee ge- liel, das Pflanzenleben könne jeden beliebigen Kör- per aus Kohlen-, Wasser-, Sauer-, oder Stickstoff ene 1* IBsbeschle 5 8 05 1j erzeugen, glaubte man, er seq nur als Reizmittel eeuminost!! 5 8 gun zu betrachten; indess unterliegt es Wohl kei- well! Lal J b 5 irKIi It 0 5 nem Zweifel, dass er die Pflanzen wirklich mit 1 en less d 8 5 4 3 lauten“ Nahrung versieht, und dass er ihnen hauptsächlich tell in E11 3 „ „ A 5 4 „„ e. 5 616 durch seinen Schwefel nützt. Dass dieses in der That der Fall ist, geht aus vielen Erscheinungen und besonders auch daraus hervor, dass sich viele andere schwefelsaure Salze, wie wir weiter unten näher sehen werden, in ihren düngenden Eigenschaften dem Gyp- se völlig gleich verhalten. Der Schwefel befördert aber das Wachsthum der Pflanzen nur in dem Falle, dass er wirklich von ihnen assimilirt wird. Assi milirter Schwefel kommt z. B. im Pflanzenei weiss und Pflanzenleim vor, wogegen nicht assimilirter Schwefel in den Säften der Pflanzen(als schwefel- saure Salze) befindlich ist. Die Assimilation des Schwefels wird von den Pflanzen unter Beihülfe des Lichtes Zuwege gebracht, sie desoxydiren nämlich die Schwefelsure der in sie gelangenden schwefel- sauren Salze, hauchen den Sauerstoff derselben aus und behalten den Schwefel zur Bildung von Eiweiss u. s. W. bei sich; denn dass sie dies wirklich thun werden, dürfen wir daraus schliessen, dass sie auch andere Säuren, z. B. die Kohlensäure, zerlegen, wo- bei sie den Kohlenstoff bei sich behalten(assimi- liren) und den Sauerstoff derselben ausdunsten. Wenn daher die Pflanzen von einer Gypsdüngung Nutzen haben sollen, so muss Licht und zwar sehr intensives Licht auf sie einwirken, denn ohne dies fin- det keine Desoxy dation der Schwefelsäure Statt. Hier- in finden wir aber auch den Grund, warum der Gyps Wenig oder gar keine Wirkung thut, wenn man ihn über Pflanzen streut, die im Schatten von Bäu- men u. dergl. wachsen, und warum er so wenig bei anhaltend trübem Wetter nutzt. Wiesshalb aber der Gyps in sehr trocknen Jahren keine Wir- kung thut, erklärt sich leicht dadurch, dass er 450 sheile W. f An nur mittels In Vie skausge⸗ ürtig Wel 05 und 15 cheinun surch die 1g davon, il der! geichlall milssen, das Pflar früher wenn d nötlige. in eine Wenn v in manc und win wirt, dass de Pborsiu alle die den Ve Man d enthal te W 4 das Pt gleich 6 dige 11 rcheintunn N dich igt z Uuten nälke chasten en chwefel bach nur in den! llirt pin in Pflanze nicht zun zen(ab c Absimigd Unter Beil Jo xydiren 10 genden an stolk drehn dung won ies pi zen, dis dt re, Zerkeel, behalten Alben ana ner Cp ut uud r lenn lde die iure dealt. B. wann 6 Ut, Pead! matten Jol J In El 80 J t. Tel ren leite fh cb, ds k. 1 — — 617 Theile Wasser zur Auflösung bedarf, und die Pflan- zen nur Nutzen von solchen Körpern haben, die sie mittelst des Wassers zu sich nehmen können. In vielen Gegenden, Wo der Gyps vormals die allerausgezeichnetste Wirkung that, wirkt er gegen- wärtig wenig, oder gar nicht mehr; so z. B. im El- sass und in der Pfalz. Zwei Ursachen liegen dieser Erscheinung zum Grunde: einmal enthält der Boden durch die häufige Anwendung des Gypses schon ge- nug davon, und zweitens wirkt der yp s nicht eli weil der Boden jetzt Mangel an Körpern leidet, die gleichfalls in hinreichender Menge vorhanden, seyn missen, wenn er seine Dienste nicht versagen soll; das Pflanzen wachsthum kann überhaupt, wie schon früher bemerkt wurde, nur dann sehr üppig seyn, wenn der Boden alle zur Ausbildung der Pflanzen nöthigen Körper in erforderlicher Menge und auch in einem gehörigen Mischungsverhältnisse besitzt. Wenn wir 9 81 hören, dass vormals der Gyps in manchen Gegenden den Kleewuchs sehr beförderte, und Wir jetzt sehen, dass er gar nicht mehr darauf Wirkt, so scheint dieses darin begründet zu seyn, dass der Boden im Verlaufe der Zeit seine Phos- phorsäure, sein Kali, Natron und Chlor verlor; denn alle diese Körper wurden ihm durch den Anbau und den Verkauf des Getreides nach und nach entzogen. Man dünge desshalb mit Körpern, die jene Stoffe enthalten 88 der Gyps wird wie zuvor die gew ünsch- te Wirkung thun. Auf manchen Bodenarten begünstigt der Gyps das Pflanzenwachsthum niemals; so oft ich aber der- gleichen Bodenarten untersuchte, so oft fand ich 618 auch, dass sie schon Gyps in hinreichender Menge enthielten. Mancher Gyps zeichnet sich in seiner Wirkung vor anderen Gypsarten sehr aus; bei genauer Unter- suchung findet man gewöhnlich, dass der bessere Gyps Kochsalz, Kali- und Talkerdesalze beigemengt enthält. Also auch hier sehen wir, dass die Wir- kung irgend eines Salzes dann am grössten ist, wenn den Pflanzen gleichzeitig die übrigen zu ihrer Ash l dung nöthigen Körper zu Gebote stehen. Zuweilen mag die bessere Wirkung des Gypses auch von dem beim Brennen in ihm entstandenen Schwefelcalcium herrühren, denn schon früher wur- de erwähnt, dass dieser Körper zu den kräftigsten Düngungsmitteln gehöre. Das Schwefelcalium kön- nen die Pflanzen schnell assimiliren, weil sie keine Desoxydation damit vorzunehmen brauchen; es könnte desshalb vielleicht sehr vortheilhaft seyn, Gyps, wel- cher zur Düngung benutzt werden 6155 theilweise dadurch in Schwefelcalcium zu verwandeln, dass man ihn mit Kohlen vermischt brennete, Sowohl der gebrannte, als der nicht gebrannte Gyps lässt sich zur Düngung anwenden, allein der erstere Wirkt gleich im ersten Jahre seiner Anwen- dung kräftiger als der letztere; dies ist sehr natür- Henk, denn der gebrannte Gyps liefert beim Mahlen oder Stampfen ein bei Weiten feineres Pulver, als der ungebrannte, und bietet folglich dem Wasser 8 Be- ld dete zur Auflösung dar. In trocknen Jah- ren kann indess der wasserfreie ungebrannte Gyps nur sehr wenig Wirkung thun, denn er bedarf nicht nur 800 Theile Wasser zur Lösung, sondern nerstelt; uur Krafti Man! 00 mit 6 al vom! gang vi n muss; Jen, Ut ictesten Kommt moniak, b ö eine Le chwefels tion Kann Cegendhe denn sit felsauren zind, dar Ir b Lolllene dus sti. wpanis 619 widersteht, vermöge seiner grösseren Härte, auch sehr kräftig den Auflösungsmitteln. 0 Man begreift übrigens leicht, warum die Dün- reichender Nn einer lia, 01 Pee 6 1 5 gung mit Gyps, da er von den Pflanzen aufgezehrt 1 und vom Regenwasser, fortwährend aus dem Boden 1 gelaugt wird, alle 2 oder 3 Jahre wiederholt wer- 1 1 den muss; überhaupt gilt dieses von den mehrsten rosten uh, Salzen, und besonders von denjenigen, welche am nin leichtesten in Wasser löslich sind. 1 Kommt der Gyps im Boden mit kohlensaurem Am- rkung des, moniak, Kali und Natron in Berührung, 80 erleidet ihm ente er eine Zersetzung; es bildet sich kohlensaurer Kalk, schon filz schwefelsaures Ammoniak u. s. W. Für die Vegeta- zu den Ir tion kann dieses keine nachtheiligen Folgen haben, im Fweleloalun Gegentheil es muss manchen Pflanzen oft nützen, weil! denn sie erhalten, da die neu entstandenen schwe- ichen; e ln felsauren Salze leichter als Gyps in Wasser löslich seyn, 60 f sind, dann mehr Schwefel. 80 ll, eile lte. 1. 3 1(Kalksalpeter). nicht ger 5 2 a 5 J e Er besteht aus: 3456 Kalkerde und 1 B A Salhete» gzure. 0 ein Aut 65 7 Salpetersau! E Sum. 10050. 1 Der Kalksal peter gehört zu den nicht selten in Pulper, 46“ 8 885 8 5 5 der Natur vorkommenden Salzen, denn er ist ein Körper; welcher sich, wie der Kalisalpeter, fort- 1 Auen . 4 0 a während erzeugt; dieses geschieht nämlich da, WO 4 kohlensaure Kalkerde vorhanden ist, und wo sich . 0 aus stickstoffhaltigen, in Verwesung übergehenden, au l organischen Körpern Salpetersäure bildet. Man fin- 620 det den Kalksalpeter desshalb in altem Bauschutte, in den Erdwällen der Salpeterplantagen, an Mauern, in der Nähe der Viehställe und in Brunnenwässern. Zuweilen trifft man ihn auch im Mergel an und hier und da wittert er aus dem Boden; dergleichen Bo- denarten zeigen in der Regel eine grosse Fruchtbar— keit; indess der Mergel, welcher Kalksalpeter ent- hält, ein vorzügliches Verbesserungsmittel für un- fruchtbaren Boden abgiebt.— Manche Pflanzen ent- halten salpetersaure Kalkerde in ihren Säften, doch nur dann, wenn ihnen der Boden dieses Salz darbot. Er löst sich in 1 kalten Wassers und leicht in Weingeist auf, schmeckt scharf, warm und bitter; krystallisirt in sechsseitigen, mit langen Pyramiden versehenen Säulen; zerfliesst an der Luft und hält desshalb die Mauern, an denen er auswittert, stets feucht(Mauerfrass). Mit brennbaren Körpern Zu— sammengebracht, verpufft er beim Erhitzen nur schwach, schmilzt in der Wärme zu einer ölartigen Flüssigkeit, und entwickelt beim Glühen Sauerstoff- gas und salpetrichte Säure. Der Rückstand, aus Stickstoffoxyd, salpetrichter Säure und Kalkerde be- stehend, leuchtet im Dunkeln und heisst Bal duins Phosphor. 5 Als Pflanzennahrungsmittel nimmt dieses Salz un- streitig eine der ersten Stellen ein. Es muss haupt- sächlich durch seinen grossen Gehalt an Stickstoff wirken. Alter Bauschutt düngt desshalb mit so kräf— tig, weil er gewöhnlich auch Kalksalpeter enthält. Die düngende Eigenschaft des Salzes ist indess, da es sich sehr leicht in Wasser auflöst, schnell vor— übergehend. Es ist schon bellauptet worden, dass sich nach ger Mer euge; gadüngun 0 nach lde, S0 nat 50 9 fergels o mals ei v boden) Die mit der und alle kräftige kennt! und üb pi denn der I in ihr gen T. sisirt! Vird; —... 621 Alen faucht 5 1 einer Mergelung der Felder, Kalksalpeter im Boden 406 5 al n 6 erzeuge, und dass darin der Hauptnutzen der Mer— Perd geldüngung bestehe; allein auch zugegeben, dass fee sich nach einer Mergelung der Felder Kalksalpeter e bilde, so kann die Quantität, welche entsteht, doch 45 nicht so gross seyn, dass davon die Hauptwirkung des 19 Mergels N seyn möchte; überhaupt darf man smile d niemals einem einzigen Bestandtheil des Mergels sei- uche Pau ne bodenverbessernde Eigenschaft zuschreiben. aren dil dieses Jil! gels dude 4. Phosphorsaure Kalkerde. warm ur Die Kalkerde verbindet sich, wie die Alkalien, ö langen mit der Phosphorsäure in mehreren Verhältnissen, f der Lat ul und alle diese Verbindungen zeichnen sich durch die 9 e Auspitkrb kräftige V erwandtschaft ihrer Bestandtheile aus. Man* aren Aim u. kennt zweidrittel-, einfach, anderthalb 0 im Til un und übers auren-phosphorsauren Kalk. zu eidr f 5 ö Clüller dun 4 8. b a. Zweidrittel- phosphorsaurer Kalk— we(basich- phosphorsaure Kalkerde, Knochenerde). 1 heist Ball Sie besteht aus: 54, 68 Kalkerde und 48,32 Phosphorsäure. 1 5 Sum. 100, 00. 5 Ms gal in ü Dieses Salz kommt sehr häufig in der Natur vor, halb uit x denn es macht den Hauptbestandtheil der Knochen der Thiere aus, und ist auch in geringer Menge in ihren Hörnern, Klauen und ihren mehrsten übri- gen Theilen enthalten. Ferner trifft man es kKrystal- lisirt in einem Minerale, welches Apatit genannt wird; unkrystallisirt findet es sich dagegen im Spar— zaalheter ell t indes,“ 4. iclurl las b. 62² gelsteine, Phosphorite, Moroxyte und in suchen Spanien sogar in ganzen Hügeln. In erdiger Gestalt auch enthalten es in geringer Menge die mehrsten Mergel- hun det und viele Bodenarten, und endlich führen es sehr augen viele Pflanzenaschen. Besonders reich daran ist worden g die Asche derjenigen Gewächse, welche Zur Familie iu Fuie der Leguminosen, Cruciferen und Compositen gehö- o ürde ren; doch kommt es auch in beträchtlicher Menge 10 as d in einigen Pflanzen vor, die zur Familie der Gräser ficlter 1 gezählt werden, z. B. im Weizen. rennen Das Salz lässt sich künstlich bereiten; man löst fer Theil nämlich Kalkerde in Salzsäure auf, und setzt im er Korp Ueberschusse einfach- phosphorsaures Ammoniak hin- Wasala, zu; der hierbei entstehende gallertarti ige, durchschei- zeln der nende Niederschlag ist zweidrittel- phosphorsaure letute Kalkerde. Getrocknet enthält das Salz noch 57 FP. erde au Ct. Wasser, und stellt so ein geschmackloses, weis güure a ses Pulver dar. In Wasser und Alkohol ist es un- Wirken auflöslich, aber es löst sich leicht in Salz- und Sal- den Hul petersäure auf; nicht so leicht löslich ist es dagegen e, ihre in Essig-, Humus- und Kohlensäure. Das frisch ge- Die fällete noch gallertartige Salz hat die Eigenschaft, Jabrzelt sich auch ein Wenig in Thierleim, Kochs 55 oder Wirksam Salmiak enthaltendem Wasser aufzulösen. Mit Schwe zich die felsäure versetzt, verwandelt es sich in Gyps und Dies it übersaure- phosphorsaure Kalkerde. Wird es mit währen schwefelsaurem 1 digerirt, so entsteht schwe- menbol felsaurer Kalk und phosphorsaures Ammoniak.— Welün Dass die Knochenerde, oder der zweidrittel- land di phosphorsaure Kalk, einen sehr wohlthätigen Ein- auch 2 fluss auf das Pflanzenwachsthum ausübt, ist zur Ge- lle nüge aus der Büngung mit Knochen bekannt, denn 80 dass es grössten Theils das Kalksalz ist, wodurch die Me vorort ich füurenz reich dn Ale elde 1 11 ah 90 entstelts 5 Ammoniab.— der mel Folltbäl 1 b übt, it l J bebeah“ 0 0 t, full ie uu, lu ert 0 mehrgen. —.)]) 623 Knochen die Vegetation befördern, erhellet daraus, dass auch diejenigen Knochen sehr kräftig das Wachs- thum der Pflanzen befördern, welche durch vorher- gegangenes Brennen ihrer Knorpelsubstanz beraubt vorden sind. Wenn gleich nun auch die gebrann- ten Knochen ein sehr gutes Düngermaterial liefern, 80 würde es doch sehr fehlerhaft seyn, wenn man * sie aus dem Grunde brennte, dass sie sich dann 0 5 leichter in Pulver verwandeln lassen; durch das Brennen geht nämlich nicht nur ein kräftig düngen- der Theil, die Knorpel, verloren, 8 eben die- ser Körper ist es auch, welcher die Auflösung des Kaliksalzes in Wasser vermittelt und so den Wur- zeln der Pflanzen zugänglicher macht; doch ist der letzte Grund weniger wichtig, da sich die Knochen- erde auch etwas in flüssiger Humus und Kohlen- säure auflöst. WO überhaupt die Knochen kräftig . 1 15 5 5„ Wirken sollen, da ist stets erforderlich, dass der Bo- den Humus enthalte, damit 1 und Humussäu- re, ihre Auflösungsmittel, entstehen können. Die Düngung mit Knochen ist erst seit einigen nden al Aufnahme gekommen; besonders Wirksam zeigt sie sich in England; denn dort haben sich die Ernten danach verdoppelt und verdreifacht. Dies ist der Grund, warum man in England fort- während nicht nur Knochen aus ganz Europa zusam- menholt, sondern zuch aus Amerika und anderen Welttheilen herbe! zh benutzt man in Eng- lein zur Düngung, sondern 18 — — — — 5 —— 2 5 0 . 2 — — 0 0 9 — 0 1 2 — — 15 S — * auch zu anderm 9 man macht z. B. Knochen- kohle, Phosphor und Phosphorsäure daraus. So wirksam sich die Knochendüngung auch in England zeigt, so wenig Nutzen schafft sie dagegen 624 in manchen Gegenden Deutschlands. Die Ursache hiervon ist wohl, dass der Boden in England durch den seit langer Zeit daselbst betriebenen Weizenbau beinahe gänzlich an phosphorsaurer Kalkerde erschöpft g, statt dass er in manchen Theilen Deutsch- lands, weil man hier weniger Weizen baut, noch SE ma eine hinlängliche Menge enthält. Von den Halmgetreidefrüchten braucht der Roc- ken am wenigsten phosphorsaure Kalkerde, dess- halb ist er auch dasjenige Gewächs, welches noch am ersten auf[ Sandboden, der gewöhnlich nur Spuren dieses Salzes enthält, gedeihet. Bodenarten, auf denen durch eine Düngung mit Knochen die Ernten ergiebiger ausfallen, werden al- ler Wahrscheinlichkeit nach, auch durch eine Dün- gung mit phosphorsaure Kalkerde haltigen Mineralien an Fruchtbarkeit zunehmen. Dass wenigstens der Apatit die Vegetation sehr befördert, haben mir ei- gens darüber angestellte Versuche gezeigt; und eben so sah ich immer, dass diejenigen M²ergelarten am besten wirkten, welche viel phosphorsaure Kalkerde ent- hielten. Dieserhalb möchte man denn auch die an einigen Orten in grosser Menge vorkommenden Frag- mente fossiler Knochen zur Düngung anwenden, denn sie enthalten nicht nur gleichfalls phosphorsaure Kalk- erde, sondern auch oft noch Knorpelsubstanz. Wir können unbedenklich annehmen, dass die phosphorsaure Kalkerde den Pflanzen vorzüglich durch ihren Gehalt an phosphor nützt, denn dieser Kör- per gehört sowohl zu den wesentlichen Bestand- theilen des Klebers, als auch zu mehreren ande- ren Pflanzenbildungstheilen. In die Pflanzen ge- langt die phosphorsaure Kalkerde dadurch, dass de sich fer im Kohlen. zung a WMirkur ler, de. gare e. pickt ül Im 80 8 lies ist Jolllühre nan eige Nuocher Er Wi Ls lässt, res Nat. (Chlore in klei und ist hol lös ——. —... ⁵⅛˙- ¾— ͥw. ü ˙ 1— 1 7 * 1 . 623 nab. dee n in Pighnl sie sich, wie wir schon früher gesehen haben, in 0 40 5* 25* 75 der im Boden befindlichen flüssigen Humus- und n lebenen Men 1 Kdlerke Kohlensäure auflöst. Wenn daher die Knochendün— en Tela gung auf manchen Bodenarten nicht die erwartete Weiten Eu Wirkung that, so rührte dieses vielleicht nur da- her, dass sie nicht genug freie Humus- und Kohlen- en bend h säure enthielten.— Die Düngung mit Knochen N wirkt übrigens aus leicht zu entwickelnden Gründen 5 re Kallen, 1 um so schneller, je feiner sie zerpulvert werden; achs, 5 dies ist indess wegen ihrer Knorpelsubstanz schwer zu N beni vollführen. In mehreren Gegenden Deutschlands hat eile man eigene Mühlen dazu eingerichtet und hier ist das i eie bun Knochenmehl bereits ein Handelsartikel geworden. usfallen, r ich durch el. halte l b. Einfach- phosphorsaurer Kalk. Dass welk Er besteht aus 35, 42 Kalkerde, dert, baer 41, 90 Phosphorsäure und gefeigtz lt 225,68 Wasser. ergelarben n Sum. 1005 00. zure Raben n denn, Wir kennen dieses Salz nur als Kunstproduct. orböunes s lässt sich gewinnen, Wenn einfach- phosphorsau- ung ure res Natron mit überschüssiger salzsaurer Kalkerde pboplaren(Chlorcalcium) versetzt wird. Das Salz krystallisirt rpebosta in kleinen undurchsichtigen, faserigen Krystallen, meln, und ist in Säuren, aber nicht in Wasser und Alko- el orkigick hol löslich. denn dit alle!, c. Anderthalb- phosphorsaurer Kalk. u melrers! Dieses Salz, welches gleichfalls noch nicht in der Natur vorgefunden worden ist, wird erhalten, 40 die fall ö 1. 00 l dada) 626 wenn man einfach- phosphorsaure Kalkerde in wäs- seriger Phosphorsäure auflöst und Weingeist zu- setzt. Es ist etwas in Wasser löslich und röthet Lackmus. d. Uebersaurer- phosphorsaurer Kalk. Wenn Knochenasche mit Schwefelsäure dige- rirt wird, so bildet sich übersaurer-phosphorsaurer Kalk; er bleibt in Lösung, wogegen der zugleich entstehende schwefelsaure Kalk zu Boden fällt. Dampft man die filtrirte Flüssigkeit ab, so erhält man den fraglichen Körper zuletzt als ein Wasser- helles, hartes, sehr saures, leicht schmelzbares und an der Luft zerfliessliches Glas. Das Salz heisst desshalb auch Phosphorglas. Weingeist entzieht ihm etwas Phosphorsäure.— 5. Kieselsaurer Kalk. Die Kieselsäure verbindet sich mit der Kalkerde zwar in mehreren Verhältnissen, allein wir kenssen noch nicht genau das Mischungsverhältniss dieser Verbindungen. Am reinsten treslen Wir den kiesel- sauren Kalk in einem Minerale an, welches von den Mineralogen Tafelspath genannt wird; es besteht beinahe aus gleichen Gewichtstheilen Kie- sel- und Kalkerde. Ausserdem kommt der kiesel- saure Kalk noch in einer grossen Menge Mineralien mit Kali, Natron, Talk- und Alaunerde zu Dop- pelsalzen verbunden ver, so z. B. im Mesolith, Diploit, Thomnsonit, Hauyn, Titanat, Ka- neel- und Tungstein. Da sich der kieselsaure Kall als ein häufiger Bestandtheil der Mineralien sudet, 8. acbererde Landes 1 elkalk Menge dz nischen L aten, glei ürpern ü 10, dass al oben. 0d Der in dess nic lildet sie lich der anderen te Kiesel rung Lor überzeuge verde,! len! Mar verte Kre ande, il voche und Wasser au, nuch einig Flocken h sten Bey in Verbi wenn m verpulye urch A. icken 9 Heratur a 627 Nallerdk h;, Weigel 0 findet, so sind wir berechtigt, ihn auch in den Ackererden und Mergelarten des aufgeschwemmten Landes zu vermuthen, und in der That, der Kie- selkalk kommt zuweilen in sehr beträchtlicher Menge darin vor; bisher ist er jedoch bei der che- Murer Ai mischen Untersuchung der Ackererden und Mergel- wellen— gleich mehreren anderen oft 3 enthaltenen . dim Körpern übersehen worden; gewöhnlich nahm man . an, dass alle in einer Erde aufgefundene Kalkerde mit n 5 Kohlen- oder Schwefelsäure verbunden gewesen sey. 10 150 Der im Boden befindliche kieselsaure Kalk stammt 0 75 indess nicht sämmilich aus der Urzeit her, denn er 5 6 0 bildet sich darin noch fortwährend; dies ist näm- icht ac lich der Fall,, wenn, wie wir schon bei einer 3. Daz Hl! anderen Gelegenheit sahen, in Wasser aufgelös- Weinen te Kieselerde mit kohlensaurer Kalkerde in Berüh- rung kommt. Um sich vollkommen und schnell zu überzeugen, dass sich Kieselkalk im Boden bilden ak. werde, lässt sich leicht ein kleiner Versuch anstel. mit dr U len: Man vermische zu dem Ende recht fein gepul- Ian rk verte Kreide mit eben 80 fein zerriebenem Quarz- 10 5 sande, übergiesse das Gemenge mit vielem Wasser, 1 koche und fange die sich entwickelnde Luft in Kalk. 11 10 Wasser auf; da sich nun in dieser Flüssigkeit schon 0 5 nach einiger Zeit kohlensaurer Kalk in Form weisser dat! 50 Flocken bildet, so liefert dieses den unumstösslich- 1 sten Beweiss, dass die Kieselerde mit der Kalkerde umt der l in Verbindung getreten sey. Ganz dasselbe erfolgt, 1 Nine— r. 5 0 senge 8 wenn man viel Kieselerde enthaltenden Mergel fein ert 10 zerpulvert und mit Wasser kocht. Was hier in Ne durch Anwendung von Wärme in wenigen Augen- Tila blicken geschieht, muss bei der gewöhnlichen Tem- der 15 peratur auch nach und nach im Boden erfolgen. Aer“ r 40*⁷ n 8 — 7 * 628 Da der kieselsaure Kalk im Wasser völlig un- auflöslich ist, so kann auch ein Boden sehr viel Kalk- erde enthalten, ohne dass sie den Pflanzen zur Nah- rung dient. Aus diesem Grunde können folglich auf einem, aus Kieselkalk bestehenden Boden auch solche Pflanzen wachsen, die eigentlich den sandigen Boden- arten angehören; wenn z. B. gemeine Heide, Preis- sels- und Heidelbeeren oft in grosser Menge auf Kalk- felsen vorkommen, so rührt dieses höchst wahr- scheinlich daher, dass das Gestein Kieselkalk ist; doch kann dieses auch wohl darin begründet seyn, dass die Felsen eine bedeutende Härte besitzen, aus Urkalk bestehen, welcher von den Pflanzenwurzeln nur wenig angegriffen wird; auch kann das Klima, in welchem die genannten Pflanzen auf den Kalkfelsen vorkommen oft so kalt seyn, dass sich nur wenig humussaurer Kalk bildet(er entsteht nämlich aus der Humussäure und dem kohlensauren Kalke nur bei einer Temperatur von + 25 R.), wesshalb denn die Pflanzen nicht mehr Kalkerde erhalten, als eben zu ihrem Gedeihen nöthig ist. Die Bildung des Kieselkalkes im Boden zeigt uns sehr deutlich, dass die Wirkung des Mergels, wWas seine Kalkerde betrifft, nach und nach aufhören muss. Da aber der Kkieselsaure Kalk nicht nur von Salz-, Schwefel-, Salpeter- und Phosphorsäure, son- dern bei hinreichender Wärme auch durch Humus— säure zerlegt wird; so muss der zu einer Zeit im Boden sich bildende kieselsaure Kalk, zu einer an- dern auch von der entstehenden Humussäure wieder zersetzt werden; wobei sich denn im Wasser lös- licher humussaurer Kalk bildet und Kieselerde in elbeit ge u im Be zur fein! zochen; 1 Aussaurem de fun dk nug; Pet Dingung u 1 aufßebor 0 wieder b ut siel Ha enn die Hu liesclsaure! orbandenet in beiden! mussaure In iel nds, yo Lalbreichem tine sour g. kelr bug, dchähkt öt, alt fermaz berungeben; gelsoor ld. Tilat die! Boden nich däure perl in begrind. det, uud i der ler an dem n. ler zul, —— 7 N a—..—— 0—— U 5 9 2 629 wur fil Freiheit gelangt. Dieser Vorgang, der gewiss sehr en sebr zial oft im Boden Statt findet— denn man braucht Pflanzen u nur fein zerriebenen Tafelspath mit Humussäure zu buen fil kochen, um die Zerlegung und Entstehung von hu- Boden auch; mussaurem Kalke wahrzunehmen— erklärt uns n Sandign! eine von den Landwirthen häufig bemerkte Erschei- ine Heilt, nung; wenn nämlich ein Sandboden nach einer r Menge al Düngung mit Kalk oder sehr kalkreichem Mer- eses Höch gel aufgehört hat, fruchtbar zu seyn, 50 bringt in Niese er wieder bessere Früchte hervor, sobald man ähn n begriük mit viel Humussäure enthaltender Erde überführt; arte beate denn die Humussäure zerlegt theils das entstandene n Pfauen kieselsaure Salz, theils zersetzt sie den etwa noch 1 kann dul vorhandenen kohlensauren Kalk, wobei sich dann auf der i in beiden Fällen, den Pflanzen Nahrung gebende hu- 1 f mussaure Kalkerde bildet. bt miu In vielen Sandgegenden des nördlichen Deutsch- en Ralle n. lands, wo der Boden nach einer Düngung mit sehr kalkreichem steinigten Mergel in den ersten Jahren wreszhalb kn a 5 a eine sehr grosse Fruchtbarkeit zeigt; bemerkt man iht N sehr häufig, dass er bald nachher 80 gänzlich er- i schöpft ist, dass selbst eine wiederholte Mistdüngung 1 0 nicht vermag, ihm seine vorige Fruchtbarkeit wie- 1 derzugeben; dergleichen Boden nennt man Me r- 0 W gelsoOor(d. h. trocken, unfruchtbar). Zum Theil 6 rührt die Unfruchtbarkeit davon her, dass der nc Boden nach der Mergelung beinahe alle Humus- 05pboral sure verliert, zum Theil ist sie aber auch dar- h bare in begründet, dass sich viel Kieselkalk im Boden bil- 1 cue det, und dass dieser in dem Maasse mehr entsteht, Ik, 1 5 als der Mergel schneller verwittert. Gewöhnlich hilft umussiule 0 man dem unfruchtbar gewordenen Boden dadurch wie- in fiel) der auf, dass man ihn recht tief umpflügt, denn 1 Been N 1133 n 12 630 hierdurch bewirkt man, dass die durch das Regen- Wasser in den Untergrund gespülten Nahrungstheile und so auch der humussaure Kalk wieder in die Na- he der Pflanzenwurzeln gelangen. In denjenigen Sandgegenden, Wo man den steinigten Kreidemergel sonst sehr häufig benutzte, aber jetzt, da er einen sehr üblen Erfolg hervor bringt, gar nicht mehr an- wendet, gebraucht man nun mit grossem Nutzen, die thonigen Mergelarten; aber diese enthalten auch, wie mir die damit vorgenommenen Untersuchun- gen zeigten, viel Talkerde, Kali, Natron, Chlor, Phosphor- und Schwefelsäure; wogegen der früher an- gewandte Kreidemergel kaum Spuren dieser Körper besitzt. 6. Humussaurer Kalk. Die Kalkerde verbindet sich mit der Humussàu- re in mehreren Verhältnissen zu basischer-, neutra- ler- und saurer humussaurer Kalkerde. Alle drei Salze kommen in der Ackerkrume oder da vor, WO es dem Boden nicht an Humussäure und Kalkerde fehlt; ob aber ein Boden das eine oder das andere dieser Salze enthalte, ist sowohl von der vorhandenen Menge Kalkerde, als von der Humussäure abhängig. Der neutrale humussaure Kalk be- steht aus 13510 Kalkerde und 865,90 Humussäure. —— Die Verwandtschaft zwischen Humussäure und Kalkerde ist so gross, dass die letztere jede andere mit ihr verbundene Säure verlässt, um sich mit der eien I. galkerde elhalten vird, i aus den) dem Hu Vorgang hug der Nünst erde berei Its humus er gelbe Lalkerde Hlocken! Die risch ge 110. Auflasunt Sowohl t dande), scheint e schnell! Dies erk. Ligenscha Mistarten Von ord- 1. Ralk al erde in trellen. gan- un dich des deu, ale 631 c del freien Humussäure zu vereinigen. Die humussaure n Nair Kalkerde entsteht am ersten,; Wenn ein viel Humus 82 kor! iu dh enthaltender Boden mit gebranntem Kalke gedüngt u dee wird, indem sich durch Einwirkung der Kalkerde len Irtito, aus den vorhandenen unzersetzten Pflanzenresten und lt, k gem Humus schnell Humussäure bildet. Dieser v niclt ni. Vorgang ist es vornämlich, welcher uns die Wir- groszen l kung der Kalkdüngung er klärt. dies il Cünstlich lässt sich die neutrale humussaure Kalk- enen Luer erde bereiten, wenn man in Wasser gelöstes neutra- Matr. les humussaures Kali oder Ammoniak mit in Was- zen der fil, ser gelöster, neutraler, salpeter- oder salzsaurer en dieser Kalkerde vermischt, denn hierbei fällt in braunen Flocken das humussaure Salz zu Boden. Die neutrale humussaure Kalkerde löst sich im frisch gefälleten Zustande in 2000 Theilen Wasser von . + 16° R. auf; getrocknet widersteht sie aber diesem Auflösungsmittel sehr lange; dagegen löst sie sich, it der Hu cer so Wohl trocken als feucht(im hydrathischen Zu- erde. lb stande), leicht im flüssigen Ammoniake auf, und fer 00 scheint damit ein Doppelsalz zu bilden, Was sehr e und schnell von den Pflanzenwurze eln eingesogen wird- oder do l Dies erklärt uns zum Theil die Sent düngenden Eigenschaften der viel Ammoniak entwickelnden Mistarten. 158d alte 8. i Von dem Alaunerde-, Manganoxydul-, Eisen- re Kall 5 oxyd- und Eisenoxydulhy drate wird der humussaure Kalk allmählig zersetzt, indem diese Basen die Kalk- erde in der Verwandtschaft zur Humussäure über- treffen. In einem Boden, welcher Alauner de, Man- gan- und Eisenoxyd im freien Zustande enthält, kann aul l. Jumus 1 sich desshalb nicht eher humussaure Kalkerde bil- g 0 Al en ii 5 den, als bis diese Basen mit Humussäure gesättigt % M N 1 ö a 3 8 r, r —* 632 sind; da aber die Pflanzen die bedürftige Kalkerce zum grössten Theil nur durch das humussaure Salz erhalten, 80 erklärt es sich hieraus, warum ein viel Eisenoxyd, Manganoxydul und Alaunerde ent- haltender Thonboden, mit viel Humussäure versorgt werden muss, oder warum er stärker als ein Lehm- oder Sandboden mit Mist gedüngt seyn will, wenn er sich fruchtbar zeigen soll. Steht die feuchte humussaure Kalkerde mit der Luft in Berührung, 0 erleidet sie allmählig eine Versetzung, und verwandelt sich in kohlensauren alk. Dasselbe erfolgt, wenn Wasser, welches humussaure Kalkerde in Lösung hält, gefriert oder langsam verdunstet; dabei entsteht aber, ausser koh- lensaurer Kalkerde auch basisch humussaurer Kalk. Hier hätten wir also einen Beweises, dass das Gefrie- ren des Bodens nachtheilig wirkt, denn die dabei entstandenen Körper können, da sie im Wasser un- auflöslich sind, den Pflanzen keine Nahrung mehr geben. Sie wird gleichfalls zerlegt, durch hohlen- saures Ammoniak, Kali und-Natron, wobei koh- lensaure Kalkerde und humussaures Ammoniak, Ka- li und-Natron entstehen. Durch Kohlensäure allein erleidet sie keine Veränderung, so dass folglich Was- ser gleichzeitig Kohlensäure und humussaure Kalk- erde aufgelöst enthalten hann; dies ist für die Ve- getation von Wichtigkeit, da beide Körper den Ge- Wiäehsen zur erspriesslichen Nahrung dienen. Sollen die Pflanzen mittelst der Humussäure Kalkerde erhal- ten, so muss der Boden vom ersteren Körper stets so viel besitzen, dass sich, wenn auch nicht die saure-, doch die neutrale humussaure Kalkerde bilden könne, indem wie schon erwähnt, das basische Salz im Was- r umaufl rtl dat in Boden Bestell Das Meer was chen Oue enthält es Dingespre (lauptsäc! end), u man es in les Spürz Vielleicht er Rochss dart man sobald d de, Roc tert, un calcium lieses K Juellwpas beindlicl irt dale bung 0 us, ann; Aalen, Usgäure Nh r als ei lt eyn pl, alert A 0 Anil in Lollen Vaszer, 5 n gelrir ber, aue! mussaurt dass den bi denn de im aars Muri; u. durch nik on, aha unmonll Mlensäure Al 5 faglih fl musaurr U bt für dk dörper den be dienen. dle alberde l. Körper tus cht die Sul bilden dals in U 633 Daraus folgt nun, dass der Land- dass es dem angebaue- ser unauflöslich ist. Wirth dafür zu sorgen habe, ten Boden niemals an Humus fehle. B. Haloidsalze des Calciums. a. Chlorcalcium (Salzsaure Kalkerde). Besteht aus 36,7 Calcium und 6353 Chlor. Sum. 1005 0. Das Chlorcalcium ist in bedeutender Menge im Meerwasser enthalten; ferner findet es sich in man- chen Quellen und in einigen Mineralien; von letztern enthält es besonders der sogenannte Hy drophylit. Eingesprengt trifft man es in manchen Gypsarten (hauptsächlich in denjenigen, die röthlich gefärbt sind), und auch im Steinsalze an; endlich will man es in der Asche einiger Pflanzen, 2. B. in der des Spörgels und der Pastinaken gefunden haben. Vielleicht bildet sich das Salz auch im Boden, wenn er Kochsalz und kohlensaure Kalkerde enthält; dies darf man wenigstens daraus folgern, dass an Mauern, sobald das Wasser, womit der Kalk gelöscht wur- de, Kochsalz enthielt, kohlensaures Natron auswit- tert, und die Stellen, Wo aus dem Kochsalze Chlor- calcium entstand, wegen der grossen Verwandtschaft dieses Körpers zum Wasser stets feucht bleiben. Im Quellwasser kann übrigens nur dann Chlorcalcium kohlensaures Kali oder — befindlich seyn, wenn es kein r —— 634 Natron enthält; denn kommen diese Salze mit dem Chloride zusammen, 80 fällt sogleich kohlensaurer Kalk nieder und Chlorkalium oder-Natrium bleibt in Lösung. f Das Calciumchlorid lässt sich auf mehrfache Weise künstlich bereiten; erstlich dadurch, dass man Kalkerde in Chlorgas einer hohen Temperatur aussetzt; hierbei gelangt der Sauerstoff der Kalkerde in Freiheit; zweitens dadurch, dass man Kalkerde in salasaurem Gase erhitzt, wobei dann gleichzeitig Wasser entsteht; und drittens lässt es sich dadurch gewinnen, dass man kohlensauren Kalk in Salzsäure auflöst und die Flüssigkeit bis zur Trockne verdunstet. Im trocknen Zustande stellt das Chlorcalcium eine weisse krystallinische, durchscheinende Masse dar, besitzt aber eine so grosse Verwandtschaft zum Wasser, dass es sogleich die Wasserdünste aus der Luft anzieht und zerfliesst. Es verbindet sich mit 49,6 p. Ct. Wasser chemisch, und krystallisirt da- mit zu regulären gestreiften Gseitigen Säulen. Wer- den die Krystalle erhitzt, so schäumen sie auf und, lassen das Wasser fahren. In starker Rothglühehitze schmilzt es und leuchtet dann im Dunkeln(Ho m- berg's Phosphor). Wird es mit nicht mehr Was- ser vermischt, als es chemisch bindet(in Eis ver- Wandelt), so entsteht Wärme. Das Wasserhaltige Salz löst sich dagegen unter starker Erkältung in: Wasser von + 15% R. auf. Dieser Eigenschaft wegen wird es, wie wir früher gesehen haben, angewendet, um künstliche Kälte hervorzubringen. Seine grosse Verwandtschaft zum Wasser dient ferner dazu, um sowohl das Wassergas als das dunstförmige Was- ser der Atmosphäre zu bestimmen, auch benutzt man 0 llie Cas nan es al 0 darf e wässert e damit es um beine Etzten An. Jol löslich In Tra Düngungsl hauptet, rrorgeb hlumen v und Kar bauet. Ich habe und cone und sah, auch dies in Trank Kartoffel höchst y. den zue Pflauzen lichen steht d. zur N. Ausbild dieser! den ist Haun, 1 635 de dale n ö ach l es die Casarten von Wasserdämpfen zu befreien; will Kohle 8 . Nl man es aber zu diesem letzteren Behufe verwenden, 17 Fun 0. 5 80 darf es nicht zusammengeflossen seyn, man ent- wWässert es desshalb nur über einer Weingeistlampe, auf nel u dad 6 damit es locker bleibe. Endlich dient es auch dazu, adurch, 5 8. i 9 um bei der Bereitung von Alkohol diesem seinen ꝛohen Ten 8 g Act 1* N 8 5 8 b 0 letzten Antheil Wasser zu entziehen. Es ist in Alko- Stotk der Nat 8 5 hol löslich.— 5 man Habe. In Frankreich ist neuerlich das Chlorcalcium als d l lh 7 8 aun gkl Düngungsmittel angewendet worden, und man be- dt es Sich tk hauptet, dass es ganz ausserordentliche Wirkungen, Kalb in dn, hervorgebracht habe, 80 z. B. sind danach Sonnen- rockne pech plumen und Mais in der Höhe von 14 und 18 Puss, das(Mur und Kartoffeln das Stück 2 bis 3 Pfd. schwer er- 8cheinentk! pauet. In Deutschland ist das Chlorcalcium eben- erWandkch falls schon als Düngungsmittel angewendet worden, erde allein an den mehrsten Orten ohne günstigen Erfolg- erbindkt ach! Ich habe sehr viele Pflanzenarten mit verdünnten 1 Arpt! und concentrirten Auflösungen des Salzes begossen, on Fillen fi und sah, dass es nur den Lartoffeln nutzte, aber amen ak aul auch diesen wenig. Wenn daher das Chlorcalcium 1 ug in Frankreich wirklich so auffallende Wirkung bei Dunkeln lle Kartoffeln und Mais hervorbrachte, so rührte dieses nicht nelr di höchst wahrscheinlich nur daher, dass dort der Bo- den zufällig alle übrigen, zum Wachsthum dieser 0 Fasel Pflanzen erforderlichen Körper in einem sehr glück- Fiklücp l lichen Mischungs verhältnisse enthielt, denn fest „each re steht der Satz: eine Pflanze, die 9 oder 10 Stoffe 1 1 5 zur Nahrung bedarf, kann niemals ihre böchste Seu zu Ausbildung erreichen, sobald von einem einzigen „ 6 17 dieser Stoffe nicht die erforderliche Menge vorhan- ferler. 8 0 8 e den ist; wogegen sie aber gar nicht aufkommen 5borng“““ i bal. kann, wenn einer dieser Stoffe gänzlich fehlt, oder ch bell 636 ein leicht löslicher in zu grosser Menge vor- ber kommt. Da man behauptet, dass das Chlorcalcium srben, an schon in sehr geringer Menge angewendet, kräftig le Glo dünge, so kann es der Vegetation nur durch das dolges, Chlor nützen, man findet auch in den Pflanzen ge- in der Lu wöhnlich 1 bis 200mal Heuler Chlor als Kalkerde. alciun, soselnde 1 ach durch Vom Chlorkalke. dur, Hieraus 10 Da dieser Körper jetzt von sehr ausgedehnter enen Cel Wirksamkeit ist, indem er sehr häufig zum Bleichen, Bei de aur Entfuselung des Brannteweins und zu mancherlei wal eine anderen Zwecken angewendet wird, so möchte es zich der nicht überflüssig seyn, uns etwas näher damit be- weibt, kannt zu machen.— psanzent Man bereitet den Chlorkalk, indem man durch irkt. Kalkmilch so lange Chlorgas leitet, bis die Flüssig- Um keit vollkommen klar ist, oder man bringt mit fueeln, Wasser zum Zerfallen gebrachten Kalk mit Chlor- Loth fei gas so lange in Berührung, als noch etwas davon dem Bra absorbirt wird. Dieser so bereitete trockne Chlor- den oft U kalk löst sich grösstentheils in Wasser auf, und ist Ae den in seiner Wirksamkeit nicht von dem flüssigen, mit- Elk, ds telst Kalkmilch bereiteten Chlorkalke verschieden. ae Der trockne Chlorkalk kommt jetzt häufig im Handel 5 11 vor, und kann, ohne etwas von seiner Kraft zu 1 verlieren, lange aufbewahrt und weit verschickt e werden. 5 te llie Zur Entstehung des Chlorkalkes ist durchaus wpäisch Wasser erforderlich, denn trockne Kalkerde, oder 000 frisch gebrannter Kall absorbirt das Chlorgas eben 1 0 so wenig, als kohlensaure Kalkerde. 115 ——.. 637 Ver Menz 1 100 Der Chlorkalk ist in Wasser, ohne dasselbe zu eee, 0 färben, auflöslich ö und ee 5 gelinder Wär- N ür q me ene B stärkern e aber Sauer- cen eu, stollgas, indem sich ee e bildet. Steht er 05 ab ll. an der Luft, so erzeugt sich daraus entweder Chlor- calcium, womit denn auch seine bleichende und ent- fuselnde Eigenschaft verloren geht, oder es bildet sich durch Anziehung der atmosphärischen Kohlen- säure, kohlensaurer Kalk, und das Chlor entweicht. Hieraus folgt, dass man ihn immer in gut verschlos- sehr auge. 5 5 senen Gefässen aufbewahren muss. ulig zum 5 Bei der Anwendung des Chlorkalkes muss edes- 8 J 9 4 57 mal eine Säure hinzugesetzt werden, weil diese 9040 d sich der Kalkerde bemächtigt und das Chlor aus- e treibt, welches dann zerstörend auf die organischen f Pflanzenfarben und auf das Fuselöl des Brannteweins indem man Wirkt p bi dt f Um den Branntewein durch Chlorkalk zu ent- man lui! fuseln, nimmt man auf 10 Ouart Branntewein 1 Kalk i Loth fein zerriebenen Chlorkalk, mischt ihn mit och eta dem Branntewein, schüttelt während 20— 30 Stun- e troclue l den oft um und destillirt alsdann. Vermischt man zer aul, ul aber den Branntewein nur mit etwas mehr Chlor- m flüssig, kalk, als angegeben ist, so nimmt er einen sehr un- Ike penlie angenehmen Geschmack an, wesshalb es denn im Gan- baut in hal zen genommen besser ist, die thierische Kohle zur eiuer Arb! Entfuselung desselben anzuwenden. eit wech Der Chlorkalk kann auch dazu dienen, um tod- te thierische Körper vor der Fäulniss zu bewahren. 5. dulcte Wäscht man mit einer Auflösung von 2 Loth trock- dallerte, 1 nem Chlorkake in Wasser den todten Körper eines Cubags. erwachsenen Menschen, 80 reicht dieses hin, um ihn 24 Stunden lang vor dem Anfang der Fäulniss zu 638 schiitzen. Legt man Eier in eine Auflösung von 8 N 8 8—. 80 bleiben sie 16 Monate lang so gut Wie frisch. 8 b. Hluorcalcium. Es besteht aus 52,43 Calcium und 47,57 Fluor. Sum. 100, 00. Das Fluorcalcium kommt, wie wir schon früher beim Fluor gesehen haben, in der Natur als ein Mineral unter dem Namen Flussspath vor und ist in Cuben oder Octaëdern krystallisirt. Es macht ferner einen Bestandtheil der Knochen aus, bildet das Email der Zähne, und findet sich in geringer Menge auch im Harne der Menschen. Aus der Art seines Vorkommens in thierischen Körpern kön- nen wir wohl schliessen, dass es zu ihrer chemi- schen Constitution erforderlich sey, und da das Fluor nur mittelst der Nahrungsmittel in die Thiere ge- langen kann, 80 dürfen wir hieraus Wohl folgern, dass es auch zur chemischen Constitution der Pflan- zen gehöre, es sey denn, dass es die Thiere durch das genossene Wasser erhielten, welches jedoch nicht Wahrscheinlich ist. Wollen wir daher den Grad der Fruchtbarkeit eines Bodens, oder die Güte eines Mergels u. dergl. durch eine chemische Untersu- chung ausmitteln, so müssen wir ihn eben 30 gut auf Fluor, als auf Kalk, Kali, Natron u. 8. W. un- tersuchen. Als vom Fluor die Rede war, haben wir übrigens schon gesehen, dass es im Boden enthalten ein müss Uneralien Das! zen, Vel nit in f Jermischt; ure Tall Ferstoffsaur spalirendt weite W 1 Vörni ich, bat Durch de zersetut, auf einen auch ein ches, ausgeset⸗ chen Sch Rück auf die) da man chenarten und dies- zb es ui ausgeei calcium in Wa dass es auslöse zuch u. Wirklic! A gef 6³ 5 seyn müsse, da man es in einer grossen Anzahl Mineralien angetroffen hat. Das Fluorcalcium lässt sich künstlich gewin- nen, wenn man ein in Wasser gelöstes Kalksalz mit in Wasser gelöstem PFluorkalium oder Natrium vermischt; oder wenn man frisch gefällete kohlen- 8 saure Kalkerde in wässerige Flusssäure(Fluorwas- serstoffsäure) trägt. Es bildet im ersten Falle eine opalisirende, durchscheinende Gallerte; auf die zweite Weise dargestellt, ist es dagegen ein wWeis- ses, körniges pulver. Im Wasser ist es unauflös- Wir dchon b. 8 8 8 8 8 8 0 lich, hat keinen Geschmack und ist luftbeständig. 9 2 e Durch Schwefelsäure wird es schon bei f 40% R. Ne ur u zersetzt, und leuchtet im Dunkeln, wenn man es isirt, I auf einem Platinbleche schwach erhitzt.— Es giebt cen uu, auch ein Fluorcalcium enthaltendes Mineral, wel- sich in gig ches, wenn es einige Augenblicke dem Sonnenlichte chen. d ausgesetzt gewesen ist, im Finsterm einen schwa- en Rühn chen Schein von sich giebt.— zu ihr d Rücksichtlich der Wirkungen des Fluorcalciums und di dell auf die Vegetation wissen Wir noch gar nichts, doch die Tui da man bemerkt haben Will, dass von allen Kno- 8 5 chenarten die der Menschen am kräftigsten düngen, 15 Voll fin tion der ll. und diese am reichsten an Fluor calcium sind, 80 ie Tliere dt ist es nicht unwahrscheinlich, dass ein Theil ihrer bes doch 5 ausgezeichneten Wirkung von dem grösseren Fluor- les aber den dn calciumgehalte herrühre. Da das Fluorcaleium nicht die Oil en in Wasser löslich ist, so müssen Wir annehmen, 1 i bebe Lil dass es sich in flüssiger Eohlen- oder Humussäure el IItleh u eben auflöse und so in die Pflanzen übergehe, welches ö 0 50 0% 8— auch um so wahrscheinlicher wird, als man schon Ib Yu U, 6,. U 0. ar, Hen f. wirklich in kohlensäurereichen Quellen Fluorcalci- 0 erleidet das Fluor- alte n befunden hat. Vielleicht en kala mi gefunden hat ielleicht 640 calcium aber auch im Boden durch die mit ihm in Berührung kommende Kieselerde eine allmählige Zersetzung, wodurch denn in Wasser lösliche fluss- saure Kieselerde entstehen würde; auch wäre es wohl möglich, dass sich Kieselffuorcalcium bildete, welches sehr leicht in Säuren löslich ist. e. Jodcaleium. Dieses Salz ist nur als Kunstproduct bekannt, und hat, so viel wir bis jetzt wissen, keinen er- heblichen Einfluss auf das Thier- und Pflanzenleben. Es zerfliesst an der Luft und ist leicht in Wasser löslich; kommt es daher im Boden vor, so Kann es auch schnell in die Pflanzen übergehn. d. Kyancalcium. Man gewinnt dieses Salz durch Sättigung von Kyanwasserstoffsäure mit Kalkerdehydrat. Es ist wenig untersucht worden und kommt nicht in der Natur vor.— 7 C. Schwefelsalze des Calciums. Wasserstoffschweflichtes Schwefelcalcium ODoppelt- hydrothionsaurer Kalk). Künstlich erhält man diesen Körper, wenn man durch Kalkmilch oder durch in Wasser vertheiltes Schweselcalcium so lange Schwefelwasserstoffgas lei- tet, als noch etwas absorbirt wird. Das Salz hat noch nicht zur Krystallisation gebracht werden kön- — Lell. fuellen 0 geringer l 4 Die 1 chart zu d dle Albalie die neulre lelert da lch sind, gefärbt 8 Die Talk vollständi basisch- ber dure lensaures nur zum erdebydr. Acweudu Natron u bung dat gen ein lensaure derschla dunstun die kol auflöst. welches zur nich ä———;———— p—*— S— Wu 5 641 . 98 nen.— We kommt es in 5 Schwefel- 1 05 N vor. Höchst i wirkt 8 in 55 8 geringer Menge, sehr günstig auf die Vegetation. norcelciun! ich ü VI. Salze des Talciums. A. Sauerstoffsalze des Talciums. 5 Die Talkerde hat eine geringere Verwandt- stproenct li schaft zu den Säuren, als der Baryt, der Kalk und dissen, lr die Alkalien, übertrifft aber darin das Ammoniak. und Plan! Sie neutralisirt die Säuren noch vollständig, und leicht u. liefert damit Salze, die, wenn sie in Wasser lös⸗ len wor,. lich sind, einen bitteren Ceschmack haben und un- ergeln, gefärbt sind, sobald auch die Säure ungefärbt ist. Die Talkerde wird aus ihren Lösungen in Säuren vollständig niedergeschlagen durch Kali, Natron und a basisch- phosphorsaures Ammoniak, unvollständig ch datt aber durch reines Ammoniak. Durch einfach- koh- sebydrat. l. lensaures Kali und Natron wird sie in der Kälte unt nich u. nur zum Theil als kohlensaure Talkerde, und Talk- erdehydrat gefället; vollständiger erfolgt dieses bei Anwendung von Wärme. Doppelt- kohlensaures Natron und Kali haben in der Kälte keine Wir- alelum kung darauf. Kohlensaures Ammoniak bringt dage- gen einen Niederschlag hervor, welcher aus koh- elch jensaurem Talkerde- Ammoniak besteht; dieser Nie- Aal) derschlag verliert nach einigen Tagen durch Ver- dunstung das kohlensaure Ammoniak, worauf sich 10 1 die kohlensaure Talkerde wieder in der Flüssigkeit dszer 0 auflöst. Ist ein Talkerdesalz in Wasser aufgelöst, a8erults Felches viel Salmiak enthält, so schlägt Ammoniak 5 gar nichts nieder. Kleesaures Kali be weih nur in t fete 1 41 642 einer sehr concentrirten Lösung nach mehreren Stun- den einen Niederschlag, aus kleesaurer Talkerde bestehend. Am vollständigsten wird sie, selbst aus einer sehr verdünnten Auflösung, durch gleichzeiti- gen Zusatz von Aétzammoniak und phosphorsaurem Natron als phosphorsaures Talkerde- Ammoniak ge- fället; dieser Niederschlag bildet gewöhnlich kleine durchsichtige Krystalle, die entweder gleich zu Boden fallen, oder sich nach 24 Stunden an den Wänden des Gefässes absetzen. Die Talkerde zeich- net sich von den übrigen Erden besonders noch da- durch aus, dass sie mit Kali, Natron, Ammonialk und Kalkerde gern Doppelsalze bildet. 1. Kohlensaure Talkerde. Die Talkerde vereinigt sich mit der Kohlensäure zu dreiviertel, einfach- und saurer-kohlen- saurer Talkerde. a. Dreiviertel- Kohlensaure Talkerde. Sie besteht aus 44, 58 Talker de, 35,70 Kohlensäure und 195,72 Wasser. Sum. 100, 00. Dieses Salz ist noch nicht in der Natur aufge- funden worden. Man erhält es künstlich, wenn, bei Anwendung von Wärme, schwefelsaure Talkerde mit überschüssigem kohlensauren Kali versetzt wird, und man den Niederschlag so lange mit immer er- neuertem Wasser auskocht, als es noch saure- Roh- esgure N pulver 0 9000 Thei gem bob! sigem 800 ren Kali Irhitzen d nieder. das Wasse de nur se släre ann 8 dreivi wenn der Kalke ge Die * 10* läulg in Sum. Am Weissen Mague auch d einfach gleiteri den sie fensaur zochen d 643 lensaure Talkerde auflöst. Es bietet ein weisses Pulver dar, welches in 2493 Theilen kalten und 9000 Theilen heissen Wassers löslich ist. In flüssi- gem kohlensauren Kali und Natron, 80 wie in flüs- sigem schwefelsauren-, salzsauren und salpetersau- ich mite 90 lecszurg Lib ird die, ah durch gelb ad plage de- Aud f 10 ren Kali ist es gleichfalls löslich, fällt aber beim gewolulak! gewäluläd! Erhitzen der Flüssigkeiten daraus zum Theil wieder kweder gui nieder. Durch gelindes Glühen verliert es sowohl a dull das Wasser, als die Kohlensäure.— Da die Talker- Die Talbekz de nur sehr langsam die Kohlensäure der Atmos besen phäre anzieht, s0 ist es Wahrscheinlich, dass sich Jatrun, ld. das dreiviertel- kohlensaure Salz im Boden bildet, ldet. wenn derselbe mit gebrannten Talkerde enthaltendem Kalke gedüngt worden ist. 1 erde. b. Einfach- kohlensaure Talkerde. uit der Malle 8aurer.- Bd Die einfach- kohlensaure Talkerde kommt sehr häufig in der Natur vor; sie besteht aus: 47,6 Talkerde und Let 52,4 Kohlensäure. de Lallel⸗. g Sum. 100, 0. de. ure ul Am reinsten findet sich dieses Salz in einem N Weissen Minerale mit erdigem Bruche, welches man Magnesit genannt hat; zuweilen kommt es aber auch darin in Rhomboëdern krystallisirt vor. Die ur NI einfach- kohlensaure Talkerde pflegt eine treue Be- cünstlich,. gleiterinn des kohlensauren Kalkes zu seyn; wir fin- 1 0 den sie daher auch in jeder Ackererde, welche koh- e 0 lensaure Kalkerde enthält. In manchen Pflanzen- l 70 aschen macht sie oft den ten Theil vom Gewichte 1 11 aus. In den thierischen Körpern hat man sie dag Joch Ku“ 41* 644 gen nur in sehr geringer Menge gefunden; am häu- sigsten in den Knochen. b Sie kann künstlich dargestellt werden, wenn man Talkerde in flüssiger Kohlensäure auflöst und die Lösung freiwillig verdunsten lässt, indem ein Theil Kohlensäure als Gas entweicht; sie krystalli- sirt hierbei in chemischer Verbindung mit Wasser zu kleinen durchsichtigen, sechsseitigen Prismen, mit gerade angesetzten Endflächen. Die Krystalle verlieren schon in trockener Luft bei gelinder Wär- me ihr Wasser, nehmen eine milchweisse Farbe an und werden undurchsichtig. Sie sind in 48 Thei- len Wasser löslich; das Salz ohne chemisch gebun- denes Wasser ist dagegen unauflöslich. Das wWasserhaltige Salz besteht aus: 295,6 Talkerde, 31,5 Kohlensäure und 38,9 Wasser. Sum. 100, 0. Es ist wahrscheinlich, dass dieses Salz auch im Boden entsteht, nämlich in dem Falle, wenn sich das wasserleere Salz in der etwa vorhandenen flüssi- gen Kohlensäure auflöst. Die einfach- kohlensaure Talkerde verliert beim Erhitzen sehr leicht die Kohlensäure, zerfällt aber nicht, wie der durch's Brennen seiner Kohlensäure beraubte Kalk, beim Besprengen mit Wasser. Im fein vertheilten Zustande, wie sie häufig im Boden vorkommt, bindet sie mechanisch 500 Theile Wasser und lässt dasselbe nur sehr langsam wieder fahren. Sie absorbirt unter allen Bodenbestandthei- len aus der Luft die mehrsten Wasserdünste, wird furch die aud lässt uhren. 1 ensure! Aber nati gure Tall ey müsse kockenen Cegen liess Salr sereinigt! em sie d erde hält erhalten, Wasser! üüssiger hlicklich Die del unter besteht a dum. Ma Wasser indem In hunt, 645 durch die Sonnenstrahlen sehr langsam erwärmt, und lässt die aufgenommene Wärme schnell wieder fahren. Dies ist der Grund, wesshalb ein viel koh- lensaure Talkerde enthaltender Boden stets kalt ist. Aber natürlich folgt hieraus, dass die viel kohlen- eluncen; 1 lt Verlen, f ensiure aulah la, iin icht ie saure Talkerde 800 Erdarten sehr geschickt 00 ib seyn müssen, um die physischen Eigenschaften des heilig li trockenen und heissen Sandbodens zu verbessern. en. Die ly Gegen die Kiesel- und Humussäure verhält sich t bei glu dieses Salz wie die Kohlensaure Kalkerde, ja sie milchpeig! vereinigt sich noch leichter mit diesen Säuren, in- die sind n! dem sie die Kohlensäure nicht so fest als die Kalk- we cbenüd erde hält. Den Beweis hiervon kann man leicht slick. erhalten, wenn man in der Wärme das Salz mit it aus: Wasser und fein zerriebenem Quarzsande, oder mit flüssiger Humussäure behandelt, denn fast augen- blicklich erhält man hierbei Kohlensäuregas. Die kohlensaure Talkerde kommt häufig im Han- del unter dem Nahmen Magnesia alba vor; diese besteht aus einem Gemenge von a u. b, und enthält 41,60 bis 43, 2 Talkerde, 36,58— 36,4 Kohlensäure und 21,82— 20,4 Wasser. lieses dal Falle, er vorbanden! Sum. 100, 00— 100 0. erde perlit erde Man gewinnt die Magnesia alba aus Quell- iure. dell! 90 Nabe wasser, welches schwefelsaure Talkerde enthält, Oe 8 1 b indem man nur kohlensaures Natron zusetzt. . ie ie lil lit ich ll o. Saure- kohlensaure Talkerde. 1 7 r Hagen In fester Gestalt ist dieses Salz noch nicht be- bl g 8. ole 6 kannt, denn man hat es bis jetzt nur im Wasser Jercille, 646 aufgelöst vorgefunden. Es ist in vielen Quellen ent. halten, und findet sich am häufigsten in solchen, welche auch saure- kohlensaure Kalkerde enthalten. Höchst wahrscheinlich entsteht das Salz im Innern der Erde auf dieselbe Weise, als die saure- kohlen- saure Kalkerde, nämlich so, dass entweder die mit dem Wasser in die Tiefe dringende Kohlensäure sich mit der daselbst befindlichen einfach- kohlensauren Talkerde vereinigt, oder indem das Wasser Kiesel- erde auflöst und diese sich mit einem Theile Talk- erde zu Kieseltalk vereinigt, wodurch dann die frei werdende Kohlensäure sich mit einem anderen Thei- le des einfachen Salzes zu dem sauren Salze ver— bindet. Von mit Kohlensäure gesättigtem Wasser sind 300 Theile nöthig, um 1 Theil Talkerde auf- zulösen. Die Auflösung schmeckt bitter, trübt sich bei + 75 R., klärt sich aber in der Kälte wieder, reagirt alkalisch und zugleich sauer, und behält die alkalische Reaction auch dann bei, wenn sie gekocht worden ist, oder einen grossen Ueberschuss von Kohlensäure besitzt. An der Luft lässt das Salz einen Theil Kohlensäure fahren, und krystallisirt hierauf, mit Wasser chemisch verbunden, als ein- fach- kohlensaure Talkerde.— Da die Ackererden sehr häufig einfach- kohlen- saure Talkerde und flüssige Kohlensäure enthalten, so muss sich das fragliche Salz hier oft bilden. Der Vegetation wird dieses wohl niemals schaden, theils weil das Salz nur eine geringe Auflöslichkeit in Was- ser besitzt, theils weil beinahe alle Pflanzen viel Talkerde als Nahrung bedürfen. Bewässerte man indess Wiesen sehr lange mit viel von dem Salze enthaltendem Quellwasser, so könnte dieses den lanzen el lei In die Das 8 ensaure 1 da es stets ler. al lie reileit un Besbeh Man erden; dass os U. eben, i. auch auf es jedoe Wasser, kommt ausgewit len, 1. der Me darstel man be die M 8e das M gielen daun 647 iel a N e nachtheilig eee indem sie da- Ulber 10 bei zu viel Talkerde erhalten ie 8 1 dil i a Das Salz wird im Boden, Wie die einfach- koh- dle 00 lensaure ae 1 e zerlegt, a 1 Ange da es stets im aue le ne le vorkommt, 1015 8 0 lüb 5 85 diese. Die Kohlensäure gelangt dabei in Aae Freiheit und es entsteht humussaure Talkerde. das Wastl* 2. Schwefelsaure Talkerde einem Thel! durch dan inem aud! Besteht aus 34, 0 Talkerde und 6650 Schwefelsäure. (Bittersalz). Sauren dh gesättigten 33 Theil Til Sum. 100, 0. We Man findet dieses Salz sehr oft in den Acker- der Nhe erden; an manchen Orten in 80 grosser Menge, ier, wü dass es nicht selten auswittert, s0 K. B. im Hildesheim- „ Venn bl schen, in Böhmen und Ungarn. Du Meni! sah es n Lebende u auch auf Torfgrund auswittern. Häufiger Aude uft List 6 es jedoch, Wegen seiner leichten Auflöslichkeit in aui ke Wasser, im Untergrunde der Felder. Zuweilen bung, le kommt es auch unter den an Mauern und Felsen 6 ausgewitterten, übrigen Salzen vor. Es giebt Quel- 3 eifel. M len, z. B. in England, worin dieses Salz in so gros- 5 ser Menge enthalten ist, dass man es aus, selbigen Jensiure l r ost bilde, 0 ls schadel,““ darstellet, um es als Handelswaare zu benutzen; man bereitet aber, wie schon erwähnt wurde, auch die Magnesia alba daraus. bsichkel Sehr reich an schwefelsaurer Talkerde ist ferner ale 1 80 das Meerwasser, und endlich kommt sie auch in n vielen Pflanzenaschen vor.— Bilden wird sich das un Salz an solchen Orten, Wo aus Schwefelkiesen 648 schwefelsaures Eisen entsteht, und wWo zugleich koh- lensaure Talkerde gegenwärtig ist. Die schwefelsaure Talkerde schmeckt unange- nehm bitter, löst sich in 3 Theilen Wasser von 15 R. auf und krystallisirt beim Verdunsten dessel- ben in sehr viel Wasser enthaltenden kleinen Na- deln oder grossen Säulen. Die Krystalle bestehen aus: 19,0% Talkerde, 38515 Schwefelsäure und 425,78 Wasser. Sum. 100, 00. Das Wasserhaltige Salz verwittert etwas an der Luft, zerfliesst bei gelinder Hitze zuerst in seinem Krystallwasser, und wird zuletzt unter gänzlichem Verluste des Wassers in das trockne Salz verwan- delt; dieses erleidet aber, selbst bei heftiger Hitze, keine weitere Zersetzung. Das geglühete Salz stellt eine weisse undurchsichtige Masse dar und löst sich langsam in Wasser auf. Kommt das Salz in Bodenarten vor, welche viel freie Humussäure enthalten, so muss es eine baldige Zersetzung erleiden, wobei sich dann humussaure Talkerde bildet. Die in Freiheit gelangende Schwe— felsäure tritt dagegen an eine andere vorhandene Base, woran es selten oder nie zu fehlen pflegt, da jeder Boden wenigstens etwas freies Eisenoxyd enthält. Auch wird es unter Bildung von Gyps durch kohlen- saure Kalkerde zerlegt.— Alle Versuche, welche ich mit der schwefel- sauren Talkerde, hinsichtlich ihres Einflusses auf die Vegetation anstellte, zeigten mir auf das Be- günmteste, itt, eben erössere On 10 Voraus Jer Pflanze! er Cyps, ud der Lu Wer de nss es; W. nal nur in senden, in zun; oder, leichter 20 thumsperis wenden 8. che ausg. dei der U Versuche Iweilel ur thumsperi dagegen! den Dün, lichen Sa die Pflan Die felsäure sischen der Ne Wenn en mit ül lörnig, i ö mee schmeckt. len Watz 1 Verdun 0 enden Mea ttert etz! e Muergt ing unter gin ckne dal gn bei belizr s gegliez d e Mas di r vor, pelker 188 es eie ll dann lune elan gente N porbaoder plegt, l. Senad 55 durch ll it der ai 6 Lasss r 1 05 1 649 stimmteste, dass sie, in geringer Menge ange wen- det, eben so gute Dienste als der Gyps leistete; grössere Quantitäten bewirkten dagegen, Wie es schon im Voraus zu erwarten stand, einen schnellen Tod der Pflanzen. der Gyps, den Bohnen, Wicken, Erbsen, dem Klee und der Lucerne. Wer das Salz als Düngungsmittel benutzen will, muss es, wie aus meinen Versuchen erhellet, jedes- dafür aber öfter an- Am günstigsten zeigte sie sich, wie mal nur in geringer Menge, wenden, indem es die Pflanzen dann besser assimili- ren, oder, wenn sie es nicht mehr bedürfen sollten, In welcher Wachs- thumsperiode der Pflanzen das Salz übrigens anzu- leichter zurückstossen können.— wenden seyn möchte, muss erst noch durch Versu-— che ausgemittelt werden, wie man denn überhaupt bei der Düngung mit Salzen diesen Gegenstand durch Versuche mehr aufhellen möchte, da es keinem Zweifel unterliegt, dass die Pflanzen in dieser Wachs- thumsperiode 2z. B. viel Schwefel, in einer anderen Kali u. s. W. bedürfen. Bei Felche ich mit dem frag- streute ich es im May über dagegen mehr Chlor, den Düngungsversuchen, lichen Salze vornahm, die Pflanzen.— Die Talkerde verbindet sich mit wenig Schwe- felsäure und vielem Wasser auch zu einem sehr ba- sischen Salze, dieses ist aber bis jetzt noch nicht in Man erhält es, wenn man schwefelsaure Talkerde in Wasser löst und als einen der Natur aufgefunden worden. mit überschüssigem Ammoniak versetzt, körnigen Niederschlag; es besteht aus: 650 675,5 Talkerde, 156 Schwefelsäure und 30,9 Wasser. Sum. 10053 0. 3. Salpetersaure Talkerde. Wir kennen nur ein Verhältniss, in welchem sich Salpetersäure und Talkerde vereinigen; diese Verbindung besteht aus: 27,0 Talkerde und 73, 0 Salpetersäure. Sum. 1005 0. Das Salz kommt nur selten in der Natur vor; am häufigsten findet man es in den Erddämmen der Salpeterplantagen, ferner in Brunnenwässern und an Orten, Wo stickstoffhaltige organische Körper in Berührung mit kohlensaurer Talkerde in Verwe— sung übergehen. Unter diesen Verhältnissen mag sich das Salz auch zuweilen im Boden erzeugen. Es krystallisirt in Verbindung mit Wasser, in ge- schoben 4seitigen Säulen oder in Nadeln, löst sich in 2 Theile Wasser und in 9 Theilen Weingeist auf, und schmeckt bitter und stechend. An der Luft zer- fliesst es schneller, als irgend ein anderes Salz. Beim gelinden Erhitzen zerfallen die Krystalle unter Verlust ihres Wassers und eines Theils der Säure zu einem weissen Pulver; werden sie stärker ge— glühet, so bleibt nur reine Talkerde zurück. Der Wassergehalt des krystallisirten Salzes ist noch nicht ausgemittelt. Den Pf glpetersaut dess lieri Die Phe erde in w. Lebenden 8 d. Man einem Mir logen den lich lässt phorsaure scheint da scheinlich und Poder dhosphors einiger 6 in nicht die dann Verden. dagegen noch be. Jure 1 Die lüssigen ker luis, in f vereinigen n der Nu n Erddänt: iunenwäzen! auische U kerde i lr. Terbältusn Boden d Waser, Ladeu, n Weiggi f Au der lat u abders Ark eil der de gie Stille; e mricl k b bt wol 10 651 Den Pflanzen wird es ohne Zweifel, wie alle salpetersauren Salze, grosse Dienste leisten, es fehlt indess hierüber noch an entscheidenden Versuchen. 4. Phosphorsaure Talkerde. 1 Die Phosphorsäure verbindet sich mit der Talk- erde in zwei Verhältnissen, aber die hierbei ent- stehenden Salze sind noch wenig untersucht worden. a. Halb- Phosphorsaure Talkerde. Man hat die halb- phosphorsaure Palkerde in einem Minerale gefunden, welches von den Minera- 8 logen den Nahmen Wagnerit erhalten hat. Künst- lich lässt sie sich darstellen, wenn man einfach- phos- phorsaure Talkerde mit Wasser auskocht; sie er- scheint dabei als ein weisses pulver. Höchst wahr- scheinlich wird dieses Salz auch in manchen Mergel- und Bodenarten enthalten seyn. Sehr reich an halb- phosphorsaurer Talkerde ist die Asche der Körner einiger Getraidearten; auch findet sie sich zuweilen, in nicht unbeträchtlicher Menge in den Torfaschen, die dann hierdurch mit zu guten Düngungsmitteln werden.— Im Wasser ist das Salz, unauflöslich, dagegen löst es sich in flüssiger Kohlensäure und noch besser in Humussäure auf. Dies ist der Weg, zurch es in die Pflanzen gelangt. p. Einfach- phosphorsaure Talkerde. Dieses Salz ist bisher nur in den festen und flüssigen Theilen der Thiere gefunden worden; es — 5 r—————— 652 kommt auch in ihrem Harne vor, und man kann annehmen, dass ihm derselbe einen geringen Theil seiner düngenden Eigenschaften zu verdanken habe, gering kann nämlich der Antheil nur seyn, weil der Harn nur wenig davon enthält. Das Salz krystallisirt mit Wasser in seitigen Nadeln und Säulen, hat einen kühlenden Geschmack, verwittert an der Luft, und löst sich in 15 Theilen kalten Wassers auf. 5. Kieselsaure Talkerde. Kieselsäure und Talkerde, in verschiedenen Verhältnissen mit einander vereinigt, machen, wie wir schon früher gesehen haben, einen Haupt- bestandtheil sehr vieler Mineralien aus; die kiesel- saure Talkerde kommt z. B. vor im Serpentin, Meer- schaum, Speckstein, in der Hornblende, im Chlo— ritschiefer, Marmolith, Augit, Asbest, Amianth, Malakolith und Olivin. Einige dieser Mineralien enthalten indess die Kieselerde nicht allein mit Talk- erde, sondern auch mit anderen Basen, als Kalk- und Alaunerde, vereinigt; in der Hornblende ist die Kieselerde z. B. unter Kalk- und Talkerde vertheilt. Auch die Ackererden enthalten in der Regel die- ses Salz, und diejenigen, welche durch Verwitte- rung des Serpentins und des Chloritschiefers ent- standen sind, besitzen davon oft 12 p. Ct. Die kieselsaure Talkerde bildet sich höchst wahr- scheinlich, wie die kieselsaure Kalkerde, fortwäh— rend im Boden aus Kieselerde und kohlensaurer Talk- erde; hiervon muss man sich wenigstens um s0 mehr überzeugt halten, als man sieht, dass, wenn nan fein glerde m nach einig Koblensäur nur daher 8er auflöst, und die K0 ure Tale zuch durch im Boden Jabrungsm erklärlich, zung, in Var; Da hieraus h sich alle fruchtbar Irde din die Hum geht im gebende, ündet, Kieselsaur durch di wenn mn Uumuss einigen dass, m. Kaller mussäu 0b lieselsa chen 3——— r* — 5———.— a—. ¶ a mp—·¹ A 653 „nd nn 5 8 85 bg man fein gepulverte kohlensaure Talkerde und Kie- Helden U Jerdche 1 ur seyn,. selerde mit Wasser vermischt und kocht, schon nach einigen Augenblicken eine beträchtliche Menge Kohlensäuregas entweicht; natürlich kann dieses e nur daher rühren, dass sich die Kieselerde in Was- er in fei, lenden Gag 16h in fh l ser auflöst, hierauf mit der Talkerde zusammentritt und die Kohlensäure austreibt. Da nun die kiesel- saure Talkerde im Wasser unauflöslich ist, so muss auch durch eine fortwährende Bildung dieses Salzes im Boden der Vegetation endlich alle Talkerde als erde, Nahrungsmittel entzogen werden; dies macht es uns g erklärlich, warum die Wirkung einer Mergeldün- in pen gung, in so fern nämlich die Talkerde dabei thätig reinigt, v war, nach und nach aufhören muss; zugleich geh eu, eiue! hieraus hervor, wie es kommt, dass ein Feld, Worin aus; dt! sich alle Talkerde mit Kieselerde verbunden hat, Serpent, fruchtbarer wird, wenn man es mit humusreicher blende, il Erde düngt; das kieselsaure Salz wird nämlich durch Asbest, lu die Humussäure des Humus zerlegt, und es ent- lieser Min. steht im Wasser auflösliche, den Pflanzen Nahrung t allein nil gebende, humussaure Talkerde. Derselbe Process Basen, 4 findet, wie wir vorhin gesehen haben, auch beim nba kieselsauren Kalke Statt, allein das Talksalz wird alkerde fre durch die Humussäure viel schneller zerlegt, denn in der Let Wenn man fein gepulverte kieselsaure Talkerde mit 5 Humussäure behandelt, 80 bildet sich schon nach durch Ven einigen Augenblicken die bumussaure Talkerde, statt itschieten k 5.. ich böclet y berde; 1 0 15 Hlensaurer dass, mit Unterstützung von Wärme, die kieselsaure Kalkerde erst in mehreren Stunden durch die Hu- mussäure zersetzt wird. Obschon es sehr wahrscheinlich ist, dass der kieselsaure Kalk durch Einwirkung der atmosphäri- bens uu 8 5 3 5 5 schen Kohlensäure eine allmählige Zersetzung erlei- i, da, Je ———— 2——— det, so ist i 85 5 85 doch weniger denkbar, dass dasselbe mit der kieselsauren Talkerde geschieht, indem 5 5— N 9 5 2 wie wir gesehen haben, die Afsinität der Talkerde zur Kohlensäure b i i 1 nur sehr gering ist. Aus dem Er- ähhnten geht also zur Genü i 2 1 5 5 enüge hervor, dass man die Uumus zu 8 l f 1 5 versorgen habe, damit sich ie angebauten Pflanzen mit einer hinlänglichen Men- ge Talkerde versorgen können. 6. Humussaure Talkerde. Mit der Humussäure geht die Talkerde in meh- reren Verhältnissen feste Verbindungen ein; es giebt basische-, neutrale- und saure- humussaure Talkerd Die neutrale humussaure Talkerde 1 aus: 9542 Talkerde und 90558 Humussäure. Sum. 100, 00. Dieses Salz kommt in den mehrsten Talkerde und Humussäure enthaltenden Bodenarten vor, da wie wir so eben gesehen haben, alle Welle e selbst die kieselsaure Talkerde nicht e * 15 en eee zerlegt werden. Die Walkera hat eine nähere Verwandtschaft zur Humussäure als die Kalkerde, desshalb bildet sich auch im Bo- den das Talkerdesalz immer früher als das Kalksalz; dies kann, wie wir weiter unten sehen werden 8 0 Pflanzen zum Nachtheil gereichen. 55 Man erhält die neutrale humussaure Talkerde künstlich, wenn man neutrales humussaures Kali oder Ammoniak mit schwefelsaurer Talkerde ver- setzt, als einen braunen flockigen Niederschlag. die dt im Waser“ gen Wasst wockuen! Sauren Er. lelchz ü Hydrate Je er auflösel Mdratiscle sisigen K. wodurch 00 der Amme ich wird ach die erde ver, bohlensat zer gelös desselben Talkerde. und kön geben, s, Weis von deus erk wenn dat verdunst Berübru Fohlens mussau re zers heblich Mangar weil si Humuss —.— p]]7§«§« 7 —— 655 bu das h 1 Sie ist im frisch gefälleten Zustande in 160 Theilen geschlen 17 00 Wasser von 15 è R. und in 120 Theilen kochen- 10 045 den Wassers löslich; sie färbt dasselbe braun. Im 5 trocknen Zustande ist sie dagegen, wie alle humus- 6 h sauren Erd- und Oxydsalze, schwierig in Wasser We löslich; überhaupt müssen sich diese Salze erst in inlänzidde! Hydrate verwandelt haben, bevor sie sich in Was- ser auflösen können. Soy ohl im trocknen, als im hydratischen Zustande löst sie sich sehr leicht im erde. flüssigen kohlensauren und ätzenden Ammoniake auf, Fodurch denn abermals die ausgezeichnete Wirkung e Talkercküz der Ammoniak entwickelnden Düngerarten erklär- igen eil! lich wird, da diese das Mittel abgeben,. odurch musszure Il sich die Pflanzen mit der erforderlichen Menge Talk- Talkerdt! erde versorgen können. Sie wird zersetzt durch kohlensaures Kali und-Natron. Sobald sie in Was- ser gelöst ist, verwandelt sie sich beim Gefrieren desselben in basisch- humussaure- und kohlensaure Palkerde. Beide Salze sind im Wasser unauflöslich nehrsten J und können folglich den Pflanzen keine Nahrung 0 1 1 ö 1 2 177 geben, 80 dass Wir hierdurch einen abermaligen Be- weis von der Schädlichkeit des Gefrierens des Bo- aht ger dens erhalten. Dieselbe Zersetzung erleidet sie, Die ll wenn das Wasser, Worin sie gelöst ist, allmählig 1 verdunstet. Steht sie angefeuchtet mit der Luft in enarten t alle Talber — 8 3 Berührung, 50 geht sie mit der Zeit gänzlich in Bohlensaure Talkerde über. Sie wird, wie die hu- mussaure Kalkerde, nicht durch flüssige Kohlensäu- 1 1 als da a8 Nals * een Verden. re zersetzt, Was für die Vegetation von grosser Er- heblichkeit ist. Alaunerde, Eisenoxyd, 7 und Manganoxydul 2 zerlegen die humussaure Talkerde, weil sie die Talkerde in der Verwandtschaft zur us Humussäure übertreflen; daher kann sich denn auch 656 in einem Boden nicht eher humussaure Palkerde bilden, als bis die genannten Basen völlig mit Hu— mussäure gesättigt sind; da nun die Pflanzen die bedürftige Talkerde, wie die Kalkerde, hauptsäch- lich durch Vermittlung der Humussäure erhalten, so ist auch leicht begreiflich, wesshalb die viel freie Alaunerde, Eisenoxyd und Manganoxydul enthalten- den Thonbodenarten sehr reichlich mit Mist, oder mit viel Humussäure liefernden Düngerarten versehen werden müssen. Die Pflanzen können indess mittelst der humussauren Talkerde auch wohl zu viel Talk— erde bekommen, indem sich dieses Salz, wie wir vor— rhin sahen, in einer geringen Menge Wasser auflöst. Dass sich wirklich dieser Fall zuweilen ereignen werde, geht daraus hervor, dass Felder kümmerli— che Pflanzen hervorbringen, sobald man sie mit ge— branntem, viel Talkerde enthaltenden Kalke düngt, da sich nämlich die Talkerde sehr lange im kohlen- säurefreien Zustande erhält, so geht sie bei Weitem eher als die Kalkerde mit der Humussäure in Ver— bindung und liefert dabei ein Salz, durch welches die Pflanzen dann mehr Talkerde bekommen, als sie verähnlichen können. Man behauptet, dass, durch talkerdehaltigen Kalk unfruchtbar gewordene Felder sich augenblicklich wieder verbessern lassen, wenn man sie mit torsiger Erde dünge; thut der— gleichen Erde wirklich gute Dienste, so lässt sich die Erscheinung auf mehrfache Weise erklären. Erst- lich: durch die hin zukommende Humussäure ent- stellt aus dem néutralen humussauren Salze das sau- re Salz, und hierdurch erhalten folglich die Pflanzen weniger Talkerde; zweitens: die im Boden schon vorhandene humussaure Talkerde wird durch das in ew tobe lisen- ung torßgen 1 zerbindet gaun die! verbindert furchemie en und E ö per WIrke aber bei Theile V. Schwer dass die dadurch vönnen. näher un krachtete pebsalze nen lerr in den —.. ᷣͤ 2————ᷣ— N. 8. 5 A r——— 657 usszure 0 25 5 1 10 den torsigen Erdarten gewöhnlich vorkommende freie n öh de** 8 0 g fl Eisen- und Manganoxydul zerlegt; drittens: in den u de Phan 5;: g 5. lian torsigen Erden bildet sich viel Kohlensäure, diese bert, n mussäure. 8 8 a l 5 autk fl, dann die Entstehung von mehr humussaurer Talkerde verbindet sich mit der Talkerde und dadurch wird bab dr, verhindert. H. Davy hat dagegen in seiner Agricul- anorpdil n turchemie die Meinung aufgestellt, der gebrannte, ch mit l, talkerdehaltige Kalk(Bitterkalk) schade der Vegeta- üngerertel. tion nur dadurch, dass seine Talkerde sehr lange im nnen indes: ätzenden Zustande verbleibe; allein diese Ansicht ist Wohl zu 0 wohl aus dem Grunde irrig, dass nur diejenigen Alka- s Salz, wir lien und Erden ätzend(zerstörend auf organische Kör- nge Wag per) wirken, welche sich leicht in Wasser lösen, Was zuweilen aber bei der Talkerde nicht der Fall ist, da sie 3000 6 Pelder in Theile Wasser zur Lösung bedarf. Wegen dieser AA ne Schwerlöslichkeit ist es nun aber auch unmöglich, en kl dass die Pflanzen so viel Talkerde bekommen, um F lege iu dadurch im Wachsthum beeinträchtigt werden zu 5. 1. f it ie ki können. Unstreitig verdient dieser Gegenstand noch 5 0 näher untersucht zu werden. umussältt , duntb e bebonn, bebah Von den Doppelsalzen der Talkerde. ehaupe 0 1 3 7* 2 71 3 chtbar fra Die Falkerde zeichnet sich von den bisher be- verbesen l trachteten Basen dadurch aus, dass sie Viele Dop- dünge; lu pelsalze bildet; wir müssen einige dieser Salze ken- te, 8) lit nen lernen, da sie auch im Boden, in Quellen und 8e erbliren 1 in den thierischen Excrementen vorkommen. Humus“ i en dalle U 8 b a. Kohlensaure palkerde- Ammoniak. III 1 00 im Bocen Dieses Doppelsalz besteht aus: 5 ird durch 155 658 18,0 Talkerde, 50, Ammoniak u. Wasser und 32,0 Kohlensäure. Sum. 100, 0. Höchst wahrscheinlich bildet es sich unter ge- wissen Verhältnissen im Boden. Kiinstlich lässt es sich gewinnen, wenn man in der Kälte 3 Theile flüssigen kohlensauren Ammoni— aks mit 1 Theile flüssiger schwefelsaurer Talkerde vermischt. 5 Es krystallisirt rautenförmig und löst sich etwas in Wasser auf. b. Kohlensaure Talkerde- Kali. Sie besteht aus 15,99 Talkerde, 18,28 Kali, 34,49 Kohlensäure und 31,24 Wiasser. Sum. 100, 00. Dieses Salz ist gleichfalls bis jetzt nur als Kunst- product bekannt. Man erhält es in Krystallen, wenn flüssiges Chlorcalcium mit etwas überschüssigem dop- pelt-Kkohlensauren Kali gemischt wird. Es Krystal- lisirt und wird durch Wasser zersetzt, denn dieses zieht das kohlensaure Kali aus und lässt die kohlen- saure Talkerde zurück. Eine andere Verbindung von Talkerde, Kali und Kohlensäure ist in Wasser etwas löslich; dieses Doppelsalz kennt man aber noch nicht genauer. Man e enn man kappelt- Dieses or; wd mit und Josch aus glei in fliisi, Talk- Ra jersetat, humussau! Menge N den. Hö. neralien: denarten dass das anwende daher m ten Zus erst auf — asser und l e. Kohlensaure Talkerde- Natron. Man erhält dieses Salz, wie das vorhergehende, t e fich fh wenn man statt des doppelt- kohlensauren Kalis, doppelt- kohlensaures Natron nimmt. — nnen, peil! Dblenz fsduren de e d. Kohlensaure Talkerde- Kalkerde. efelssurer J. Dieses Salz kommt häufig unter den Mineralien und litt d. vor, und ist im Bittersp ath, Miemit, Dolo- mit und im Bitter kalke enthalten. Es besteht aus gleichen Theilen kohlensaurer Kalk- und- Talk erde. Im Wasser ist es unauflöslich, löst sich aber erde- Nl in flüssiger Kohlensäure zu saurer kohlensaurer Talk Kalkerle auf. Durch Humussäure wird es rde, zersetzt, die Kohlensäure entweicht und es entsteht humussaure Talkerde-Kallerde. Durch eine grosse saure ul Menge Kieselsäure wird es gleichfalls zersetzt wer- er. den. Höchst wahrscheinlich wird es, da es viele Mi- neralien führen, als erdiges Pulver in manchen Bo- denarten vorkommen. Vorhin haben wir gesehen, jetut aur l dass das Salz, wenn man es gebrannt zuf Düngung iu Ks! anwendet, der Vegetation leicht nachtheilig wird, 1 daher möchte aller Kalk, welchen man im gebrann— vi 55 ten Zustande als Düngungsmittel anzuwenden denkt, ut, deb erst auf Talkerde untersucht werden. Telit, dell“ Ls dt sore Vell audere.„ Nn e. Schwefelsaure Talkerde-Ammoniak. iure ib 1750 nut mau dle Besteht aus: 42* . 6A ̃]ʃMu e P. p./ C—§—. 660 10, 58 Talker de, 9,00 Ammoniak, 42,33 Schwefelsäure und 38,09 Wasser. Sum. 100, 00. Sie wird künstlich gewonnen, wenn man eine concentrirte Lösung von schwefelsaurer Talkerde und schwefelsaurem Ammoniak mit einander mischt. Sie krystallisirt in grossen durchsichtigen Säulen, und ist weniger in Wasser löslich, als die einfachen Salze, woraus sie zusammengesetzt ist. f. Schwefelsaure Talkerde- Kali. Besteht aus 9,94 Talkerde, 23546 Kali, 39,76 Schwefelsäure und 26,84 Wasser. Sum. 100, 00. Dieses Salz soll im Meerwasser vorkommen und findet sich auch in einigen Quellen. Es Krystallisirt in derselben Form, als das vorige Salz und ist leicht im Wasser löslich. g. Schwefelsaure Talkerde- Natron. Besteht aus 32, 4 schwefelsaurer Talkerde, 38,5 schwefelsaurem Natron und 29,1 Wasser. 5 Sum. 100, 0. 17 15 Das S8 dbmack, Abomben! ist leicht! 1 Wird Kurer Tal. list sich i gellisirt in ut feuch Beste Diese dem Nind 4 Flächen uberall d saure in nuit d satz von den Tal Das in Essig desländi, Aoniak a — p—§—§—§· ĩͤ——* ä—— 661 Das Salz ist luftbeständig; hat einen bitteren Ge- schmack, und krystallisirt in ziemlich regelmässigen ad 8. Rhomben mit abgestumpften Ecken und Kanten. ES ist leicht in Wasser löslich. 1 h. Salpetersaure Talkerde- Ammoniak. eln nn a Wird erhalten durch Vermischen von salpeter- efelszurer J. saurer Talkerde und salpetersaurem Ammoniak. Sie nit einander t. cchöcltgn löst sich in 11 Theilen kalten Wassers auf; kry- b. A stallisirt in Nadeln, schmeckt bitter und wird an der 1b bi Luft feucht. erde. Nil 1. Phosphorsaure palkerde- Ammoniak. , Besteht aus 16,808 Talkerde, 135880 Ammoniak, ure mu. 30,667 Phosphorsäure und 88, 645 Wasser. Sum. 1005 C00. 5 Dieses Salz krystallisirt gewöhnlich aus faulen- 5. dem Rindviehharne in Aseitigen kleinen Säulen mit f 10 4 Flächen, unregelmässig zugespitzt. Es bildet sich Sl ui überall da, Wo Talkerde, Ammoniak und Phosphor- f siiure in einer Flüssigkeit enthalten sind; man be- nutzt diese Eigenschaft daher auch, um durch Zu- de- Natron satz von Ammoniak und phosphorsaurem Natron genau den Talkerdegehalt einer Flüssigkeit auszumitteln.“ rer Lale Das Salz ist sehr wenig in Wasser, aber leicht uin Naim in Essigsäure löslich; es ist geschmacklos und luft- beständig. In der Hitze verliert es sowohl das Am- moniak als das Wasser und wird dadurch zu saurer- 662 phosphorsaurer Talkerde(aus 35,378 Talkerde und 64,622 Phosphorsäure bestehend). k. Kieselsaure Talkerde- Kalkerde. Dieses Doppelsalz findet sich häufig in den Mi- neralien, z. B. in der Hornblende, im Augit, im Diallag, im Paulit und im Anthophyllit; wir dürfen daher annehmen, dass es auch in den Ackererden vorkommen werde. In Wasser ist es unauflöslich. Es wird zersetzt durch Humussäure, und wahrscheinlich sehr allmählig auch durch die Kohlensäure des Bodens und der Atmosphäre. B. Haloidsalze des Talciums. a. Chlortalcium (salzsaure Talkerdeg. Besteht aus 43,5 Talcium und 5655 Chlor. Sum. 100,0. Das Meerwasser und viele Quellen enthalten die- ses Salz in Lösung. In der Oberfläche des Bodens ist es noch nicht aufgefunden worden. Dass es da- gegen in den tieferen Erdschichten enthalten seyn müsse, zeigt dessen Vorkommen in Quellen.— Künstlich lässt sich das Chlortalcium dadurch in fe- ster Form gewinnen, dass man kohlensaure Talk- erde in Chlorwasserstoffsäure auflöst und die Flüssig- keit abdampft, oder dass man Chlorgas über glühen- de Talkerde leitet. Das Chlor vereinigt sich hier- hei mit, der ils Cas. leine Ters 08 Peucllit Jurch Wa und Tale man das dt ochne 8a ark, Löst webt wied 5 verbinde sbeirt dau be Salz 10 in 00 1 ders auf, lich. 18 Man Wasser! giure fal mosphäre Zersetzu zt aber Sehen, zäure, zu den Verde. All Chlort. Zellwät Um, seiner aber 1 Wir 663 . 78. 55 i 5058 Nala, bei mit dem Talcium, und der Sauerstoff entweicht g als Gas. Beim Glühen erleidet das trockne Salz keine Zersetzung, aber diese erfolgt sogleich, Wenn -N es Feuchtigkeit enthält, denn es bildet sich dann g durch Wasserzersetzung Salzsäure, die entweicht, 1 biakg u l. und Talkerde, welche zurückbleibt. Uebergiesst ende, m. man das auf die eine oder die andere Art erhaltene im Antbol trockne Salz mit Wasser, 80 erhitzt es sich sehr dass es aud stark, löst sich auf und kann dann ohne Zersetzung In Mau! nicht wieder in trockner Gestalt erhalten werden. durch Hun Es verbindet sich chemisch mit Wasser und Krystal lig aucb du. lisirt damit schwierig zu kleinen Nadeln. Das trock- bun 0 ne Salz zersliesst sehr schnell an der Luft, löst sich in 0,6 Theilen kalten und 0,273 kochenden Was- J sers auf, und ist auch schr leicht in Weingeist lös- Talcum lich. Es scbmeckt bitter und scharf. Man findet gewöhnlich angegeben, dass das im Wasser gelöste Salz schon bei gelinder Wärme Salz- 0 sture fahren lasse, und glaubt, dass die in der At- mosphäre des Meeres belindliche Salzsäure von der Zersetzung dieses Salzes herrühre; diese Ansicht ist aber wohl unrichtig; auch haben wir früher ge- sehen, dass die in der Atmosphäre befindliche Salz- f säure, höchst wahrscheinlich von den im Meere und ellen d an den Küsten wachsenden Pflanzen ausgedunstet erläcke de. werde. rden, ast Aller Wahrscheinlichkeit nach befördert das ten enklellt Chlortalcium unter gewissen Verhältnissen das Pflau- en in Hilla. zenwachsthum eben 80 kräftig, als das Chlorcalci- jum dau um, Natrium; Kalium und- Ammonium; Wegen Vollensur. seiner leichten Auflöslichkeit in Wasser wird man es 1 ul di le aber niemals in grosser Menge anwenden dürfen. org bb Wir können uns von der düngenden Eigenschaft des * ertinit al 1 664 Salzes wohl im Voraus versichert halten, da wir sehen, dass Meerwasser oder Seesalz, worin es ent- halten ist, ganz vorzügliche Düngungsmittel abge- ben.— In Bodenarten, welche viel freie Humus- säure oder kohlensaure Kalkerde führen, kann das Salz nicht lange bestehen, indem daraus humussaure Talkerde und Chlorcalcium entstehen. Bei der Zer- setzung des Salzes durch Humussäure können die Pflanzen wohl Schaden nehmen, nämlich durch die sich bildende Salzsäure; dies kann indess nur in dem Falle geschehen, dass die Salzsäure keine Base im Boden fände, womit sie sich wieder vereinigen Könnte. Wer das Chlortalcium als Düngungsmittel anwenden will, möchte wenigstens hierauf einige Rücksicht nehmen. b. Fluortalcium. Man hat diesen Körper bereits in einigen Mi- neralien, z. B. im Wagnerit und Chondrodit gefunden, desshalb mag er auch zuweilen im Boden vorkommen. Die Zusammensetzung des Salzes ist noch nicht ausgemittelt. In Wasser ist es unauf— löslich. Gegen die Bestandtheile des Bodens wird sich das Fluortalcium wohl Wie das Fluorcalcium verhalten. e. Jodtalcium. Dieses Salz ist schwierig zu Krystallisiren, denn es zerfliesst leicht an der Luft und verwandelt sich beim Erhitzen unter Verlust des Jods in Talkerde. falgelunde It in gunstprodl Man ha können. Wasser ftolfgas 4 Die dalze, sind; ungelä silat; chen, Zeigt nicht diese! 665 rt halle 5 5 5 0 2 0*— 0 2 Wal 17 Bis jetzt ist dieser Körper noch nicht in der Natur el Work 0 ing 0 aufgefunden worden. aug Uügsmile 1 i e viel er!, kla, h. d. Kyantalcium. daran hö, 5 5 daran hüt Ist in fester Form unbekannt, und nur ein eben Ic, Kunstproduct. Ussäure ling nämlich ch 5 ann ien C. schwelelsalze des Talciums. alzsäure 8 8 u Wasserstoffschweflichtes- Schwefeltalcium als Dina(doppelt- hydrothionsaure Talkerde). n e Es scheint in hepatischen Quellen vor zukommen. Man hat es noch nicht in fester Form darstellen können. Künstlich erhält man es, wenn durch in Wasser suspendirtes Talkerdehydrat Schwefel wasser- * stoffgas geleitet wird. Den Pflanzen wird es nützen. eils in eil und Con. ea VII. Salze des Aluminlums. ieee A. Sauerstoffsalze des Aluminiums. asser At k6 e des Buda Die Alaunerde liefert mit den Sauerstoffsäuren b das Luna Salze, welche nur zum Theil im Wasser auflöslich sind; die wenigsten davon krystallisiren; sie sind ungefärbt, wenn auch die Säure keine Farbe be- sitzt; röthen das Lackmus und haben einen säuerli- chen; hintennach süsslich herben Geschmack; dies zeigt uns, dass die Alaunerde die Säuren schon nicht mehr vollständig neutralisirt; überhaupt hat. diese Base gegen die Säuren eine so geringe Affinität, stal,“ J Werra!“ „ fle Jods i. fler dass es scheint, die Vereinigung könne nicht an- ders erfolgen, als wenn sie sich im hydratischen Zustande befinde. Die stärkste Verwhnpdtschaft hat sie zur Humussäure. hre geringe erwandtschaft zu den Säuren rührt wohl daher, dess sie schon 80 viel Sauerstoff enthält, um selbst als Säure auftre- ten zu können; dass sie wirklich die Rolle einer Säure spielen könne, haben wir aus ihren Verbin- dungen mit Kali und Natron gesehen. K Die mehrsten Alaunerdesalze erleiden bei hohen Temperaturen eine Zersetzung, denn nur diejeni- gen sind hiervon ausgenommen, welche eine feuer- feste Säure, z. B. Phosphorsäure, enthalten.— Die Alaunerde wird aus ihren Lösungen als Alaunerde- hydrat weiss gefället durch kohlensaure und ätzen- de Alkalien, löst sich aber im überschüssig zuge- setzten Aetzkali oder Natron wieder auf. Der Niederschlag ist auch in sehr concentrirtem Koh- lensauren Kali und Ammoniak, desgleichen in vie- lem Aetzammoniak etwas löslich. Sie wird ferner gefällt, durch Schwefelwasserstoff- Ammonium weiss; durch phosphorsaures Natron in weisse durchschei- nende Flocken, als phosphorsaure Alaunerde. Setzt man Schwefelsäure und Kali zu der Lösung eines Alaunerdesalzes, so entsteht sogleich, oder nach einiger Zeit ein Niederschlag aus Alaun bestehend. I. Kohlensaure Alaunerde. Die KAlaunerde verbindet sich nicht mit Kohlen- säure. Die 8 erde zu b. felsaure. Pestel Dies wenn m rem Na Salz ist Auflösun schüssig natürlie auflöslic De 0 ein U und wordt —. 7² ˙L̃“˙ ã Em 667 * 1 8 lönne 0 M im rh erg oda 51 0 2. schwefelsaure Alaunerde. d eka das de g Die Schwefelsäure vereinigt sich mit der Alaun- t ald Sur erde zu bas is ch-, drittel und ein fach-schwWe— ch die nulg; felsaurer Alauner de. aus illei h. hen. a. Basisch- schwefelsaure Alaunerde. erleiden hy 1 Besteht aus 9256 Alaunerde und A Huf d, 22 i 731 Schwefelsäure. Welche ert entlalten.- Sum. 1005 0. gen als Alan 8 5 5 5 0 f 55 Dieses Salz fällt als ein weisses Pulver nieder, ensaure uud! wenn man eine Auflösung von Alaun mit kohlensau- Uberse rem Natron vermischt. Ein noch mehr basisches yieder al.!: 8 8 Salz ist dasjenige, welches entsteht, wenn zu der oncent inen! 5 5 21 8 8 0 Auflösung der Jlaunerde in Schwefelsäure, über- lesg leichen l. g 8 8 5 eee schüssiges Ammoniak gethan wird. Es ist noch nicht Sie wird l N 7 8 Sie pit! natürlich gefunden worden. Im Wasser ist es un- Amr auflöslich. welsde kürck Alaunerck 8. r p. Drittel- schwefelsaure Alaunerde. der Lodz“ leich, ock! Besteht aus 29,87 Alaunerde, Naun beste 23„ Schwefelsäure und 46,76 Wasser. 5 N Sum. 100 00. lere. f Sie kommt in der Natur,. B. bei Halle, als icht nit Je, ein weisses, undurchsichtiges, erdiges Mineral vor, und ist von den Mineralogen Aluminit genannt worden. Ob auch im Ackerboden drittel schwefel- 668 saure Alaunerde enthalten sey, ist noch niclit bekannt. Vielleicht bildet sie sich an Orten, wo Alaunerde- hydrat vorhanden ist und Schwefelkiese verwittern. Das Salz ist im Wasser unauflöslich und verliert in der Glühehitze alle Säure. oe. Einfach- schwefelsaure Alaunerde. Besteht aus 29,94 Alaunerde und 705,06 Schwefelsäure. Sum. 100, 00. Dieses Salz findet sich in einigen Gegenden im Untergrunde des Bodens, z. B. in den Marschen der Elbe, und kommt hier in Gesellschaft von schwefelsaurem Eisen- und Manganoxydul vor. Künstlich lässt es sich durch Auflösen des Alauner— dehydrates in wässeriger Schwefelsäure bis zur völ- ligen Sättigung und Abdampfen bereiten. Das Salz krystallisirt, chemisch mit 46,6 p. Ct. Wasser verbunden, doch schwierig, in weichen, dünnen Blättern mit Perlenmutterglanz. Die Kry- stalle sind luftbeständig, verlieren in der Hitze un- ter Aufschäumen zuerst ihr Wasser und dann die Säure.— Es löst sich in 2 Theilen kalten Was- sers auf und hat einen süssen zusammenziehenden Geschmack. 5. Es fehlt noch an Versuchen über den Einfluss dieses Salzes auf die Vegetation; indess darf man aus den Wirkungen des Alauns(aus schwefelsaurer a Alaunerde und schwefelsaurem Kali bestehend) schlies- sen, dass es sich in manchen Fällen sehr günstig dagegen verhalten werde. Wegen seiner leichten Lislchbe gehr Wel vird es Jen müss Plauen, lat, al Humusst mals gun vumussau felsanre len, wi Tall isl, ursache Vebel! mit Ka steht, ge enth det, ch nur in Ale einem 5 Masse lralen lung 669 Löslichkeit in Wasser und weil die Pflanzen nur sehr wenig Alaunerde und Schwefelsäure bedürfen, wird es stets in geringer Quantität angewendet wer- den miissen-. Es wäre wohl möglich, dass es bei Pflanzen, die viel Alaunerde bedürfen, selbst mehr nützt, als Gyps. Auf Bodenarten, worin viel freie Humussäure enthalten ist, kann das Salz aber nie- mals günstig auf die Pflanzen wirken, weil dann humussaure Alaunerde entsteht und die Schwe- felsunre in Freiheit gelangt. Enthält ein Bo- den, wie es 2. B. in den untern Ilbemarschen der Fall ist, so viel von diesem Salze, dass es die Mit- ursache seiner Unfruchtbarkeit ist, 80 kann dem Uebel leicht dadurch abgeholfen werden, dass man mit Kalk oder Mergel düngt, indem dann Gyps ent- steht, wovon der Boden schon eine sehr grosse Men- ge enthalten kann, ohne dass es den Pflanzen scha- det, da er sich, wie wir früher gesehen haben, nur in 450 Theilen Wasser auflöst. 3. Salpetersaure Alaunerde. Alaunerde und Salpetersäure verbinden sich zu einem basischen und zu einem neutralen Salze. a. basisch- salpetersaure Alaunerde. Man erhält dieses Salz als eine kleisterartige Masse, wenn man zu dem ir Wasser gelösten neu- tralen Salze Ammoniak setzt. Seine Zusammense- tzung ist noch nicht ausgemittelt worden. b. Neutrale- salpetersaure Alaunerde. Besteht aus 22,0 Alaunerde und 7850 Salpetersäure. Sum. 100, 0. Ist noch nicht in der Natur aufgefunden wor- den. Sie krystallisirt schwierig in zarten, weichen Blättchen. Zerfliesst an der Luft; ist leicht in Wasser und Weingeist löslich; röthet Lackmus, und schmeckt sauer und herbe. Ihr Verhalten gegen die Vegetation kennt man noch nicht, sie wird aber wohl günstig darauf wirken. 4. Phosphorsaure Alaunerde. Mit der Phosphorsäure geht die Alaunerde drei feste Verbindungen ein, man kennt halb-, einfach- und saure-phosphorsaure Alaunerde. a. Halb- phosphorsaure Alaunerde. Dieses Salz ist in einem Minerale gefunden wor- den, welches von den Mineralogen Wawellit ge- nannt wird. Künstlich erhält man es als einen gal- lertartigen Niederschlag, durch Versetzen eines in Wasser gelösten Alaunerdesalzes mit phosphorsaurem Nätron und Ammoniak. Es besteht aus 37,0 Alaunerde, 35, Phosphorsäure und 28,0 Wasser. Sum. 100, 0. Im wässerigt im Boden len Kaun gehen, 0 90 denarten, icht lei nübere y Man durch V erdesall. Säuren Sollte es Humuss LZusamm WI re Alau 80 erh de; be ein du Hiesst gen I misch merke Verbi. daures erde 9 ar aufgefinl. in zarten, Luft; t h röthet Lam tation kennt lig darauf fi Vaunerce. it die Alaunen unt halb- eil Alaunerde Aaunerde erale gelludnf zen Wapell jan es als eile Versetzen eil mit Duocploce erde, 10rsdure ld 1. 671 aber im Sollte es im Boden vorkommen, Woran man wohl nicht zweif- Im Wasser ist das Salz unauflöslich, Wässerigen Kali löst es sich leicht auf. len kann, so wird es dadurch in die Pflanzen über- In Bo- 5 ten, die Kalkerde enthalten, wird es übrigens da die Kalkerde eine hat. gehen, dass es sich in Humussäure auflöst. nicht leicht enthalten seyn, nähere Verwandtschaft zur Phosphorsäure b. Einfach- phosphorsaure Alaunerde. Man erhält dieses Salz als ein weisses Pulver, durch Vermischung eines in Wasser gelösten Alaun- erdesalzes mit pliosphorsaurem Natron. Es ist in Säuren und Aetzkali, aber nicht in Wasser löslich. Sollte es eine Ackererde enthalten, so kann es mittelst. Humussäure in die Pflanzen gelangen. Seine chemische Zusammensetzung ist noch nicht genau ausgemittelt. c. Saure- phosphorsaure Alaunerde. Wenn man die halb- oder einfach- phosphorsau- re Alaunerde in Phosphorsäure auflöst und abdampft, so erhält man dieses Salz als eine gummiaärtige Mas- 1 111 starker Hi! Glas, se; bei ze verwandelt sich dieselbe in ein e an der Luft liegend zer- Wasseranziehung. Die übri- fliesst dieses durch gen Eige schaften des Salzes, so wie seine che- „onstitution, sind noch unbekannt.— Zu be- 511861 0 merken ist noch, dass die Klaunerde aus allen ihren Verbindungen mit Phospho säure saures Kali(Kieselfeuchtigkeit) als kieselsaure Alaun- nur durch kiesel- erde gefället werden Kann. 672 5. Kileselsaure Alaunerde. Sehr viele Mineralien enthalten als Hauptbe- standtheil kieselsaure Alaunerde, aber, obgleich man weiss, dass die Kieselsäure in mehrern Verhältnis— sen mit der Alaunerde darin verbunden vorkommt, so kennt man doch die Zusammensetzung aller dieser Körper noch nicht genauer; für zweidrittel- kieselsaure Alaunerde hält man ein Mineral, welches man Andalusit genannt hat; für halb- kieselsaure Alaunerde den Cyanit. Auch im Ackerboden ist in erdiger Gestalt ge- wöhnlich kieselsaure Alaunerde enthalten, am häu— figsten besitzen sie die thonigen Bodenarten. Zuwei— len mag die kieselsaure Alaunerde auch als Hydrat im Boden vorkommen, doch wird dieser Körper, sobald viel freie Humussädure gegenwärtig ist, nicht gar lan- ge bestehen können, indem sich dann humussaure Alaunerde bildet und Kieselsäure ausgeschieden wird. Die zu Porcellan, Töpferwaaren und Ziegeln dienenden Thonarten hält man für Hydrate von kieselsaurer Alaunerde in verschiedenen Verhältnis- sen verbunden. Aus mehreren chemischen Unter- suchungen, die ich mit den zu Ziegeln ver- wendeten Thonarten aastellte, glaube ich aber folgern zu dürfen, dass beim gewöhnlichen Brennen nur diejenigen Thonarten brauchbare Ziegel liefern, die sowohl freies Alaunerdehydrat als freie Kiesel- erde enthalten; denn alle Thonarten, welchen ich durch verdünnte Säuren nur sehr wenig Alaunerde entziehen konnte(was zum Beweise diente, dass die Alaunerde an Kieselsäure gebunden war), lieferten nemals h gcheint L eie im fre zusammen verglasele er günrli lockere 2. der einzel lich ist, licht ber 0 te Steingt Thone. dllicaten 1 1 lich ist, stand zr als beit Thone, lassen 8. erkertig hydrat Hitze le als sie die Nal lung 6 die de sich 3 den, mende ligen! 673 niemals halbverglaste Ziegel. Der Grund hiervon funerhe scheint zu seyn, dass 1 und Alaunerde, sobald sie im freien Zustande im Thone vorkommen, leicht Halt K 5 5 alten qe fn zusammensinteren und desshalb auch harte, halb 3 1 8 5. Aber, dee verglasete Ziegel geben, statt dass der Thon, Wenn pppe Fon**.* mehren fel er gänzlich aus kieselsaurer Alaunerde besteht, nur erbunden nul lockere Ziegel liefert, indem zum Zusamm 2 aummersehu der einzelnen Partikelchen dann eine Hitze erforder- J fur zyeit lich ist, wie sie in den gewöhnlichen Ziegelöfen t man ein l nicht hervorgebracht werden kann. Das sogenann- int batz fi! te Steingut wird dagegen am besten aus einem Cyanit, Thone verfertigt, welcher nur aus Alaunerde- erdiger bn silicaten besteht; aber die Hitze, welche erforder- enthalles, a. lich ist, um diesen Thon in den halbverglaseten Zu- Bodenarten l stand zu bringen, muss auch bei Weitem grösser, e auch al Hit als beim Brennen von Ziegeln seyn. Aus einem r e Thone, welcher viel kieselsaure Alaunerde enthält, 6 ub ne lassen sich desshalb auch ziemlich feuerfeste Tiegel 1 0 verfertigen, statt dass freies Alaun- und Kieselerde- ausge hydrat enthaltender Thon Tiegel liefert, die in der Fare uud Hitze leicht in Fluss kommen. für ln Wenn gleich die kieselsaure Alaunerde, da sie iedenen Nik nicht im Wasser löslich ist, den Pflanzen keine 110 9 Nahrung giebt, 80 dient sie ihnen doch in sofern, 1 als sie ihren Wurzeln einen Haltpunct darbietet, 1 die Nahrungstheile des Bodens in gehöriger Verthei- 15. Ube Il! glau öholichen ren bare Liege l, lung erhält, und die Wärme, die Feuchtigkeit und die den Pflanzen zur Nahrung dienenden Gase in sich aufnimmt; mithin sind Gründe genug vorhan- N. 15—— 2 8 8 1 19 den, um die in erdiger Gestalt im Boden vorkom- ech, 5 5 l d ten, Je, mende kieselsaure Alaunerde als einen sehr wich- 0 1 4 1 8 1 geg tigen Bestandtheil der Ackerkrume zu betrachten.— se ente, d, 0 e 2 2 2 1 var); 674 6. Humussaure Alaunerde. Die Humussäure verbindet sich mit der Alaun- erde zu einem basis chen-, neutralen- und sa u- ren Salze; die neutrale humussaure Alaunerde be- steht aus 85,2 Alaunerde und 91,8 Humussäure. Sum. 100, 0. Die humussaure Alaunerde kommt, gleich den übrigen humussauren Salzen, niemals in dem Ge- stein der älteren Gebirgsformationen vor, aber wir finden sie zuweilen in dem sich noch jetzt bil- denden Raseneisensteine. Es giebt indess auch humus- saure Alaunerde, die aus der Urzeit stammt, diese ist mit sehr vieler, äussert fein zertheilter Kieselerde, ferner mit Spuren von Kochsalz, etwas Erdharz, hu- mussaurem Kalk, Talk, Eisen und-Mangan ge- mengt in der sogenannten Bergseife enthalten. Dieses Fossil ist braun, erdig, von sehr feinem Korn und leicht zu zerpulvern; mit Wasser angefeuchtet, giebt es einen bildsamen Teig. Sowohl aus den Be- standtheilen der Bergseife, als aus ihrem Vorkom- men in der Nähe von Braunkohlenlagern geht her- vor, dass sie höchst wahrscheinlich nichts anderes als Urdammerde oder der Humus ist, welcher sich in den untergegangenen Wäldern bildete. Am häufigsten finden wir die humussaure Alaun- erde in den Ackererden, denn hier bildet sie sich fortwährend aus dem vorhandenen Alaunerdehydrate und der I nischer K. Die h alle humu. Luft ausge dem langs! Talkerde. Künstl. wenn man Ammoniak, ben laune braunen E dann von Dure erde wer schen Con denn nur Jon den Wasser 3 zt es dab dass es de der Boden ben, je rei mr in d Wasser dagegen 50 entst es keine Paanzen Landwir tin Thor mau ihn 1 675 und der Humusskure, die bei der Zersetzung orga- lautet nischer Körper entsteht. Die humussaure Alaunerde zersetzt sich, wie sich ut ke alle humussauren Salze, wenn sie dem Einflusse der trale u Luft ausgesetzt ist, doch geschieht dieses bei Wei- Saure Aug tem langsamer, als mit der humussauren Kalk- und Talkerde. Künstlich lässt sich das neutrale Salz gewinnen, Wenn man neutrales humussaures Kali, Natron oder Ammoniak, mit einem in Wasser löslichen neutra— kommt, 0 len Alaunerdesalze vermischt, indem es dabei in niemals i k braunen Flocken zu Boden tallt und durch Filtration lationen nr. dann von der Flüssigkeit geschieden werden kann. sich noch lt Durch die neutrale- und saure-humussaure Alaun- ae erde werden die Pflanzen mit der zu ihrer chemi- schen Constitution erforderlichen Alaunerde versorgt, denn nur diese Alaunerdesalze sind es, welche sich reit staunt, ertheiler lee etpas Lrchn n und- Magz ife cable gsi 6 von den im Boden gewöhnlich 55 n in Wasser auflösen. Von der äussersten Wichtigkeit ist es daher, dass der Landwirth stets dafür sorge, V hal dass es dem 59 8 niemals an Humussäure fehle; aber n seh Vasser n dow oll win! aus illen ü fenlagern 00 lich nich a der Boden muss auch um so mehr Humussäure enthal- ten, je reicher er an Alaunerdehydrat ist, indem sich nur in diesem Falle die neutrale- oder saure-, in Wasser lösliche humussaure Alaunerde bildet; ist dagegen weniger Humussäure im Boden Vorhanden, so entsteht nur das basische Salz, Welches, 42 5 ü, ahn es keine Auflöslichkeit im Wasser besitzt, auch den bildete 5 Pilanzen nicht zur Nahrung dienen kann.— Die beg Landwirthe Wissen zwar aus Erfahrung 5 dass er biet! ein Thonboden sehr verbessert werden ken nne, wenn 10 dub man ihn mit humusreicher Erde dünge, allein meh- 42* 2 676 rentheils haben sie über die Wirkungsart des Hu- mus eine unrichtige Vorstellung, da sie glauben, er nütze nur dadurch, dass er den Thonboden locker mache, und schon für sich, den Pflanzen alle erfor- derliche Nahrungl gebe; wenn nun gleich nicht in Ab- rede gestellt werden kann, dass die Pflanzen Nah- rung aus dem Humus ziehen, und die physischen Eigenschaften des Thonbodens sehr durch ihn ver- bessert werden, so darf man doch nicht übersehen, dass sich bei der Düngung eines Thonbodens mit humusreichen Erden sowohl saure- als neutrale hu- mussaure Alaunerde bildet. Das neutrale Salz ist in- dess nur in 4200 Theilen kalten Wassers löslich, wess- halb die Pflanzen, sobald kein besseres Auflösungs- mittel hinzukommt, dadurch auch nur eine sehr ge- ringe Menge Alaunerde erhalten können; glücklicher- weise löst es sich aber sehr leicht im flüssigen koh- lensauren- und ätzenden Ammoniak und Kali auf, wenn also auch die Pflanzen mittelst des reinen Was- sers nicht genug von dem Salze bekommen sollten, so Wird es ihnen durch eine Düngung mit Holzasche oder mit Ammoniak entwickelnden Mistarten doch in reichlicher Menge dargeboten werden; dies erklärt uns zum Theil die ausgezeichneten Wirkungen, welche wir von der Düngung mit Asche, mit Schafmist u. s. W. Jahrnehmen, aber es zeigt uns auch, worin wohl mit die düngenden Eigenschaften des gebrannten Thons, da sich in diesem viel Ammoniak bildet, beruhen, Wenn wir auch schon früher gesehen haben, dass durch das Thonbrennen manche Silicate aufgeschlos- sen werden mögen. Von Die 7 alein für luleblichl 4. 80 Der det vor; einem B leicht! Auflösur felsaure Stallisat dern, schmal tem y 0 stige, er sic stoff u Nalial. 677 * irdungen h „ 03 die ah 1 b Von den Doppelsalzen der Alaunerde. en Pfannen al un gleich nh Die Zahl der Alaunerde-Doppelsaze ist gross, ass die Pfau allein für uns sind nur die folgenden von einiger und de J Erheblichkeit. sehr duch l. doch nich ie ines Tln a. Schwefelsaure Alaunerde- Ammoniak 1 5 0 ure. ab unt(Ammoniakalaun). s neulrab di Wasen ll Besteht aus 11,5 Alaunerde, 3,8 Ammoniak, n besseres ddt 36, Schwefelsäure und uch nur ein“ J Lönnen; Jil 48,7 Wasser. icht im flag e noniab ul debe de un Der Ammoniakalaun kommt in der Natur gebil- 1e beo; det vor, bei T schermig in Böhmen ist er Z. B. in ine lb, einem Braunkohlenlager g gefunden worden. Er kann Jen Mi 0 leicht künstlich bereitet Wer den, wenn man eine den; übel Auflösung von schwefelsaurer Alaunerde mit schwe- f felsaurem Ammoniake vermischt und bis zur Kry- ui 0 stallisation abdampft. Das Salz krystallisirt in Octaé- dern, hat einen sduerlich- süssen, herben Ge- nab, 1 5 schmack, röthet Lackmus und ist nur. enig in kal- 5 geln 5 tem Wasser löslich. a lit,“ Ob der Ammoniakalaun die Vegetation begün- gesch n stige, ist nicht bekannt, doch ist zu nen dass Sli a er sich gegen pflanzen, die viel Alaunerde, Stick- stoff Galt Schwefel bedürfen, eben 80 günstig, als der Kalialaun verhalten werde. 678 — b. Schwefelsaure Alaunerde- Kali (Kalialaun). Besteht aus 9,95 Alaunerde, 10,76 Kali, 33574 Schwefelsäure und 4555 Wasser.“ Sum. 100, 00. Dieses Doppelsalz kommt gleichfalls schon ge- bildet in der Natur vor, denn man findet es nicht nur in Gesteinen(Alaunschiefer), sondern an man- chen Orten auch ausgewittert. In Frankreich(Fon- tagne-Thal) hat man es in grosser Menge in einer ausgebrannten Steinkohlennune angetroffen. Der mehrste im Handel vorkommende Alaun wir d jedoch künstlich bereitet; es werden dazu Alaunschiefer, Schwefelkiese, Holzasche und die Abfälle der Sei- fensiedereien benutzt. Der Alaun lässt sich auch aus Alaunerde und Kali enthaltenden Mineralien be- reiten, z. B. aus Glimmer, Feldspath, Granit, Gneis u. s. W. Man pulvert zu diesem Be Behufe die Mine- ralien recht fein, übergiesst sie mit Vitriolöl und überlässt dieses Gemisch einige Wochen der Ruhe, Wobei denn der sich bildende Alaun aus krystallisirt. Noch schneller bildet sich der Alaun, wenn das Gemisch einige Male erhitzt wird. Vielleicht wird man diese Bereitungsar t des Alauns noch einmal im Grossen anwenden; und es könnte selbst vortheilhaft werden, aus jenen Mineralien Potasche zu bereiten. Der Kalialaun krystallisirł, wie der Ammoniak- alaun, in Oetaédern, löst sich in 18 Theilen Kalten und The bei + 925 in der Gli 8chwesel genen Gef per, wele zündet( Zs sin Nalialaune lassen er Jortreflich eelbst darf zuchen f Wachsth. Rali und böchst v jenigen 0 ben, dies es dem Waunerd C. Des D. autgeft dar, Wanne 679 und; Theile kochenden Wassers auf; zergeht schon erde. Nzy 5 0 bei + 92 R. in seinem Krystallwasser und verliert in der Glühehitze alle, der Alaunerde angehörende erde Schwefelsäure. Wird er mit Kohlen in verschlos- senen Gefässen geglühet, 80 erhält man einen Kör- elelziug per, welcher sich in feuchter Luft von selbst ent- er, zündet(Hombergs Pyrophor). Es sind erst wenige Düngungsversuche mit dem Kalialaune angestellt, aber diese wenigen Versuche eiche g lassen erwarten, dass er für manche Pflanzen ein vortreffliches Düngungsmittel abgeben Werde; ich selbst darf dieses aus eigen darüber angestellten Ver- suchen folgern. Der Alaun wird nicht nur das Wachsthum aller Pflanzen befördern, welche viel Kali und Schwefelsäure nöthig haben, sondern sich man fnthal „ Sondern n; In Traudl 88er Neu ile 0. 77 1 1 Werben lie auch. günstig gegen 8 U e„ Gewächse zeigen, die viel Alaunerde Be lr Jul 0 fen, diese letztere aber nicht erhalten können, Weil e es dem Boden vielleicht an neutraler humussaurer i Alaunerde fehlt. den Miberla! all, Crab bt 1 Bell S. Schwefelsaure Alaunerde- Natron (Natronalaun). mit Jin Wochen dr fl Besteht aus 10, 40 Alaunerde, un ash 6560 Natron, Alaun, peu“ 34, 00 Schwefelsäure und . Vielleict f 49,00 Wasser. 5 bach cin Sum. 100 00. gelbst sorlel Der Natronalaun ist noch nicht in der Natur Sele 1. aufgefunden worden; man stellt ihn aber künstlich ie der Au- dar, wenn man in Wasser gelöste schwefelsaure o hei Hen 1 f N 8 15 Tleikr l Alaunerde mit schwefelsaurem Natron vermischt, und ö 680 dieses der freiwilligen Verdunstung überlässt. Der Natronalaun kann, wie der Kalialaun; gleichfalls durch Vermischen eines gepulverten, Natron und Alaunerde haltigen Minerals mit Vitriolöl erhalten werden. Er krystallisirt in Octaëdern, deren Flächen oft Eseitige treppenförmige Vertiefungen haben, und löst sich in 2, 14 Theilen kalten Wassers auf.— Sein Verhalten gegen die Vegetation ist noch unbekannt, zuverlässig Wird er sich aber gegen Pflanzen, deren Bedürfniss an Schwefelsäure, Alaunerde und Natron gross ist, günslig zeigen. d. Eieselsaure Alaunerde- Kali. Dieses Doppelsalz kommt sehr häusig in der Na- tur vor; wir finden es im Feldspath, Glimmer, Leuzit, Pinit und in vielen anderen Mineralien. In den aus der Verwitterung von Gneis und Granit entstandenen Ackererden treffen wir es als ein erdi— ges Pulver oder als Sand an. Die Mineralien und daher auch der Boden enthalten die kieselsaure Alaun- erde mit dem kieselsauren Kali in verschiedenen Verhältnissen verbunden. Im Wasser ist dieses Doppelsalz völlig unauf- löslich. An der Luft erleidet es durch Einwirkung der atmosphärischen Kohlensäure eine allmählige Zersetzung, indem sich diese mit dem Kali zu koh- lensaurem Kali verbindet. Die Zersetzung erfolgt natürlich um so schneller, je grösser das Verhältniss an Kali ist. Das entstandene kohlensaure Kali wird vom Regenwasser ausgelaugt, und beim Feldspath bleibt ein Körper zurück, der von den Mineralogen Kaolin genangt wird.— Im Boden wird das Salz nicht alle Humus dich das diesem I. erhält, Climmer. Kali en Schwetel en, das eldspatl gegründe des frag 30 Wie übrigen 0 tragen: Boden U len M. vor. Neigte Sand ber! ori gebö der Ans ralie das Sen! 681 nicht allein durch Kohlensäure, sondern auch durch Humussäure zersetzt werden. Man nimmt an, dass sich das Kali auch durch galvanische Thätigkeit aus 12 diesem Doppelsalze trenne. Da man nun Kalialaun Tu, deren— e erhält, wenn man den fein gepulverten Feldspath, en Haben 5 8 8 2 e Glimmer, Gneis, oder andere kieselsaure Alaunerde- Sers auf= 8 1. 5. 5 0 Kali enthaltende Mineralien und Ackererden mit noch uulah 5 5 8 i a Schwefelsäure behandelt, so wird hierdurch bewie- een sen, dass die Meinung mehrerer Chemiker, der erde u er Feldspath werde nicht durch Säuren angegriffen, un- gegründet ist.— Aus dem häufigen Vorkommen des fraglichen Doppelsalzes in manchen Ackererden, E. Il 80 wie aus seiner allmähligen Zersetzung wird es übrigens erklärlich, warum die Felder oft Pflanzen 5 a*— 8— 8.* biabg uh H tragen, die reich an Kali sind, ohne dass sich dem all, Clin. Boden durch Wasser viel Kali entziehen lässt. deren Mala, 5 Cneis uud b r es db cnc e. Kieselsaure Alaunerde- Natron. e Miueralen ue i688 Dieses Doppelsalz kommt gleichfalls in sehr vie- in 1 len Mineralien und desshalb auch häufig im Boden vor. Besonders reich daran ist, wie mir Versuche zeigten, der aus der Verwitterung des Gneis ent- standene Boden, 80 z. B. in der Umgegend von Frei- berg im sächsischen Erzgebirge. Zu den Mineralien, Iz Jilig dur urch Iinpita eine ala n Lab u Worin der fragliche Körper am häufigsten vorkommt, gehören einige Feldspath- und Glimmerarten, ferner der Albit, der Sodalith, der Nephelin, der Analcim und der Natrolith. Alle diese Mine- dein Kae ralien enthalten aber 5 kieselsaure Alaunerde 8 kee das kieselsaure Natron in verschiedenen Verhältnis- . sen verbunden., 100 Gall 1 wild das „eaynne 0 Tsctvung d a5 Verhäs Sark Lal wt el 682 Durch Einwirkung von Kohlen- und Humus säure wird dieses Doppelsalz, wie das vorhergehende allmählig zersetzt werden, es ist daher wichtig, dass man bei der chemischen Untersuchung von Ackerer- den auf beide Körper Rücksicht nehme. . Kieselsaure Alaunerde- Kalkerde. Wir finden diesen Körper ebenfalls in vielen Mineralien, wesshalb er denn auch in erdiger Ge- stalt im Ackerboden vorkommen muss. Zu den Mi- neralien, in welchen man das Salz angetroffen hat, gehören der Latrobit, Labrador, Axinit, Hauyn, Wernerit, Stilbit, Chabasit, Lau- monit, Prehnit, Vesuvian, Epidot, Thom- sonit, Kaneelstein, Granat, Mesolit, S Ko- lezit und viele andere. Da das Salz im Wasser völlig unauflöslich ist, 80 kann es den Pflanzen auch wenig Nutzen gewähren, doch wird es allmählig durch die Humussäure des Bodens zerlegt werden, wobei dann den Pflanzen Nahrung gebende humussaure Kalk- und Alaunerde entstehen müssen. Durch Einwirkung der atmosphärischen Kohlensäure wird es höchst Wahrscheinlich, wenn auch nur sehr allmählig in kohlensaure Kalk- und Alaunerde zersetzt. g. Kieselsaure Alaunerde: Talkerde. Sie findet sich im Schörl Jolith, Anorthit * 8— 2 5 5* und in mehreren anderen Mineralien, daher gewiss auch im Boden. Sie ist im Wasser unauflöslich, wird aber höchst wahrscheinlich dadurch in Pflan- Es die Kom Neh ebalue geich, 8 geht ey, d Humus A Alaun kenne Natron sechs MIaul lich man gen miu verl dadi — ß ‚ ‚⏑⏑ p 683 1 uud Ing zennahrung umgewandelt, dass sie sich gegen die s porzergit Humus- und Kohlensäure des Bodens wie das Kalk-, er pitkig Kali- und Natronsalz verhält. ug Jon dale me. h. Kieselsaure Alaunerde- Baryterde. alen Es giebt auch kieselsaure Alaunerde-Baryterde; enkals in wh sie kommt z. B. im Barytharmoton vor. l in erh l Nehmen wir nun an, dass alle kieselsauren Dop- 8. Müh pelsalze des Bodens, den einfach- Hieselsauren Salzen geek gleich, eine Zersetzung durch Humussäure erleiden, dor, Mt so geht hieraus auf's Neue hervor, wie wichtig es abe l sey, dass es dem pflanzentragenden Boden nicht an pidot, ln Humussäure fehle. Nesolit. Von den Aluminaten unaufldd l, atzen ger(Alumiumsaure Salze). ie Human Aluminate heissen diejenigen Salze, worin die bei dim in Alaunerde die Rolle der Kieselsäure spielt. Wir re Uk kennen bereits ein Aluminat von Ammoniak, Kali, cb Ian Natron, Baryt, Strontian, Kalk- und Talkerde. Die in hen sechs ersten Aluminate sind Kunstproducte. Die r Ai Alaunerde-Talkerde kommt aber in der Natur, näm- eta. lich im Spinell vor. Höchst wahrscheinlich wird man auch noch Alaunerde- Kalk entdecken.— Ge- llerte gen Kohlen- und Humussdure e sich die alu- 900 miumsauren Salze wohl als die kieselsauren Salze b. Auorthi verhalten und vielleicht werden sie noch leichter daler gens dadurch zersetzt. bnauflälch, * 1 10 lau 684 B. Haloidsalze des Aluminiums. a. Chloraluminium (Salzsaure Alaunerde). Dessen chemische Constitution ist unbekannt. Man will es in einigen Quellen Englands gefun- den haben. Um das Chloraluminium künstlich darzustellen, mengt man Alaunerde mit Kohle, glühet in einer Porcellanröhre und leitet Chlorgas darüber hin; das sich hierbei bildende Salz sublimirt dann. Es löst sich leicht in Wasser auf, zerfliesst an der Luft, schmeckt herbe, röthet Lackmus und verliert in der Hitze alles Chlor, wobei, durch Anziehung von Sauerstoff, Alaunerde entsteht. Wie das Chloraluminium auf das Pflanzenwachs- thum wirkt, ist nicht bekannt. b. Fluoraluminium. Künstlich erhält man es durch Auflösen von Alaunerdehydrat in Flusssäure.— Ls ist leicht in Wasser löslich.— Mit Natrium verbunden, kommt es in einigen Mineralien, z. B. im Kryolith und Topas vor, ist dann aber in Wasser unauflöslich. 3 analuminium. 8„ Dieses Salz scheint nicht vorhanden zu seyn. Une 685 Anlun C. sSchwefelsalze des Aluminiums. Sind noch nicht bekannt. U 9 VIII. Salze des Eisens. ist unbekzunt Tagan A. Sauerstoffsalze des Eisens. lan en Da das Eisenoxydul, das Eisenoxyd und das Ei- 150 10 10 senoxyd- Oxydul mit den Sauerstoffsäuren Salze lie- 9 0 fern, die sehr verschiedene Charactere besitzen, a 80 müssen wir sie auch einzeln näher betrachten. t dann. B sst an der. en a. Eisenoxydulsalze. id verliert n Das Eisenoxydul hat zu den Säuren eine viel Autiehung f. stärkere Verwandtschaft, als das Eisenoxyd; mit 5 Plauer manchen Säuren, Z. B. mit der Kieselsäure, geht so- gar das Oxyd nicht einmal eine Verbindung ein; dies ist darin begründet; dass sich das Oxyd schon mehr der Natur einer Säure nähert, oder negativer . ist. f Die Eisenoxydulsalze haben einen süsslich her- b Aan 5 ben Geschmack, sind grösstentheils in Wasser l6s- 5 f. 1 lich und besitzen im krystallisirten Zustande eine bande, e pläulich grüne Farbe. In der Wasserlösung der Ei- Nrpolitb senoxydulsalze erzeugt sich, Wenn sie an der Luft ul stehen, ein gelbbrauner Niederschlag, indem sich ein Theil des Eisenoxyduls durch Anziehung des at- uerstoffs in Eisenoxyd verwandelt, hinreicht, alles Ei- Der Niederschlag be- mosphärischen Sa und die Säure nun nicht mehr 6 1 f. senoxyd aufgelöst 2 halten. 686 steht aus einem basischen Oxydsalze, und die gras- grün gefärbte Flüssigkeit enthält ein Doppelsalz, in Lösung, welches ausser dem Eisenoxydul auch Eisen- oxyd führt. Kohlensaure Alkalien bewirken in den Lö- sungen der Eisenoxydulsalze einen weissen Nieder- schlag(kohlensaures Eisenoxydulhydrat); in Berüh— rung mit der Luft nimmt dieser eine braune oder grün- liche Farbe an, und ist dann Eisenoxydhydrat, oder Eisenoxyd- Oxydulhydrat. Die ätzenden Alkalien bringen gleichfalls einen weissen Niederschlag her- vor(Eisenoxydulhydrat), kommt dieser mit der Luft in Berührung, so entsteht daraus gelbes Eisenoxyd- hydrat. Blutlaugensalz(Kyaneisenkalium mit dem geringsten Verhältnisse Eisen) bringt einen weissen Niederschlag hervor, der an der Luft blau wird (Kyaneisen); rothes Blutlaugensalz(Kyaneisenkalium mit dem grössten Verhältniss Eisen) bewirkt dagegen sogleich einen dunkelblauen Niederschlag. Gall- äpfeltinctur reagirt nicht eher darauf, als bis sich an der Luft aus dem Eisenoxydule Eisenoxyd gebil- det hat; die Flüssigkeit färbt sich dann schwarzblau (gerbesaures Eisenoxyd). Durch phosphorsaures Natron entsteht darin ein weisser, an der Luft blau werdender Niederschlag(phosphorsaures Eisenoxyd- Oxydul); Schwefelwasserstoffsäure bewirkt in den völlig neutralen Eisenoxydulsalzlösungen nur eine geringe schwarzgrüne Trübung, das saure kohlen- saure Eisenoxydul wird jedoch sogleich schwarz gefärbt(Schwefeleisen); Wasserstoffschweflichtes- Schwefelammonium brin gidagegen in allen Eisenoxy- dulsalzlösungen augenblicklich einen schwarzen Nie- derschlag, aus Schwefeleisen oder Wasserstoffschwef⸗ lichtem- Schweleleisen bestehend, hervor. Da das Tiseno d schwer, dulsalze noch d Coldehl welches genoxydt Die als die in Was lensaure (Eisen 100 O00 aneisen ohne Untersu werden auch E Schwel und be derschl kinctur darin saures salze starke salze salz u basisc kann 3 ˙*ͤ ˙————— ů—————— ͥ— „„ T7000 5 — „ ind dt 10 Eisenoxydul leicht Sauerstoff anzieht, so hält es sehr bop ö schwer, die Menge des Eisenoxyduls in einem Oxy- van! auch l dulsalze zu bestimmen, am besten gelingt dieses virke ud noch durch Vermischen des aufgelösten Salzes mit Goldchloridsolution, indem die Menge des Goldes, welches hierbei reducirt wird, der Menge des Ei- senoxyduls stöchiometrisch entspricht. Weissen Mae rah i. anne oer. hh, z ende llt b. Eisenoxydsalze. ielendlg u. 1, I elichen Pi 35 Has enen er bl 5 löslichen 3 5 ze schmec. nerber, be lun 5 8. 8 8 gefärbt und e 0 in Wasser 5 8 geben mit 5 und koh- e lensauren Alkalien einen gelbbraunen Niederschlag t einen pin(Eisenoxydhydrat); mit Blutlaugensalz(bis zur bal l 1 100, 00 fachen Verdünnung) einen intensiv blauen(Ky- amen aneisen); rothes Blutlaugensalz ist dagegen ganz ewirkt tz ohne Wirkung, so dass man dadurch bei einem in cllag. de. Untersuchung genommenen Körper leicht gewahr „ ab l werden kann, ob er nur Eisenoxyd, oder ob er ibenonft gil auch Eisenoxydul enthält. Wasserstoffschweflichtes- in Scbpandn Schwefelammonium bringt darin einen schwarzen, pbaphen und bei grosser Verdünnung einen grünlichen Nie- dr Lat dan derschlag(Schwefeleisen) hervor; durch Galläpfel- res Lienorff tinctur(bis zur 120,000 fachen Verdünnung) entsteht eiclkt in der darin ein bläulich schwarzer und durch phosphor- en vir eile ure halle. ach schen starke Verwandtschaft besitzende Körper in OCxydul- chpefliclle⸗ salze verwandelt. Wird ein neutrales Eisenoxyd- salz mit vielem Wasser gekocht, 80 schlägt' sich ein basisches Salz nieder, und die Flüssigkeit reagirt dann durch die überschüssige Säure stark sauer; über- saures Natron ein weisser Niederschlag. Die Oxyd- salze werden durch mehrere, zum Sauerstoff eine fen Liscuogs- arzen Nie Nötolbelpel. * La 5 688 haupt zersetzen sich die neutralen Eisenoxydsalze gern in basische- und saure Salze. c. Eisenoxyd- Oxydulsalze. Von Geschmack sind sie herbe, mehrentheils leicht in Wasser löslich und lebhaft grün, oder auch blau gefärbt. Durch Anziehung des atmosphä- rischen Sauerstoffs verwandeln sie sich in Oxydsalze, durch Entziehung von Sauerstoff, mittelst anderer Körper, in Oxydulsalze. Da das Oxyd- Oxydul die- ser Salze, sobald Körper darauf einwirken, die zu dem Oxydule Verwandtschaft haben, leicht in Oxyd und Oxydul zerlegt wird, so verhalten sie sich ge- gen die Reagentien meistens auch wie die Oxydsal- ze, jedoch geben sie mit den Alkalien einen sehr characteristischen grünen Niederschlag. 1. Kohlensaures Eisenoxydul. Die Kohlensäure liefert mit dem Eisenoxydule ein einfaches- und ein saures Salz. a. Einfach- kohlensaures Eisenoxydul. Besteht aus 76,0 Eisenoxydul und 24,0 Kohlensäure. Sum. 100, 0. Natürlich kommt dieses Salz in einigen Gestei- nen vor, die von den Mineralogen mit dem Nahmen Eisenspath und thoniger Sphärosiderit be- legt worden sind. Der Eisenspath ist in Rhomboé- gern br) schaalige in der F len lieg man ihn Zustande sbeil der gelb. T im Eisen! ehr viel sonders! welche u indem st mit den sammen Luft, entsteht gel dan das Salz mehr ir aus den Kohlens und Mis Loden g niemals der im N zen,! eines tron 0 D. ulhyd der 60 689 dern krystallisirt, der Sphärosiderit zeigt dagegen schaalige Absonderungen; letzteren trifft man häufig en II u Tien in der Formation des bunten Mergels an, und zuwei- lebe len liegt er so nahe unter der Oberfläche, dass de, nah man ihn mit dem Pfluge erreicht; im verwitterten ) euch 2 bbalt Zustande macht er desshalb auch oft einen Bestand- N grün, 9 5 55 2 1 theil der Ackerkrume aus und färbt selbige dann ung des Aug 5 5 8 0 00 gelb. Ferner ist einfach- kohlensaures Eisenoxydul ich in Orrtzh 5 5 5 5 5 5 11 im Eisenroste, in manchen Raseneisensteinen und in miltebt dez 5 5 0 110 10 sehr vielen Kalk- und Mergelarten enthalten; be- Lyd. Hal d sonders findet es sich in denjenigen Mergelarten, vinwirle 1 n 5 8*— 8 n welche mit einer moorigen Erdschicht bedeckt sind, N och 0 0 1 55 8 5——* 1* 5 ki indem sich hier fortwährend Kohlensäure bildet, die baten tf mit dem im Mergel vorhandenen Eisenoxydule zu- wi ar sammentritt. Bringt man dergleichen Mergel an die balen dun! Luft, so zersetzt sich das fragliche Salz, und es leg entsteht daraus Eisenoxydhydrat, welches dem Mer- gel dann eine gelbe Farbe ertheilt. Endlich kommt 0 rtl das Salz auch in vielen Ackererden vor, doch immer i mehr in den unteren Schichten; hier entsteht es den Lien aus dem vorhandenen Eisenoxydul und der flüssigen al Kohlensäure, die sich entweder aus dem Humus und Mist erzeugt, oder durch Regenwasser in den . Boden gelangt. Das Eisenoxydul verbindet sich aber a niemals mit dem Kohlensäuregase, sondern nur mit und der im Wasser gelösten Kohlensäure. Künstlich erhält man das Salz, als einen weis n. hydratischen Niederschlag 82 2 7 1 eines Eisenoxydulsalzes mit kohlensaurem Kali, Na- durch Vermischung tron oder Ammoniak. f Das so bereitete einfach- kohlensaure Eisenoxy- rosiderit* dulhydrat zieht, mit der Luft in Berührung stehend, vöt il Thumb sehr schnell Sauerstoff an, verliert seine Kohlensäu- 44 en bes eiligen lit dem Wine ..— r ͤV“ém᷑—2ũ. DV ̃⅛3Aĩi1X—x2x2ñ— 690 re und verwandelt sich dadurch in gelbes Eisenoxyd- hydrat. Das natürlich vorkommende Salz absorbirt dagegen in feuchter Luft, unter Verlust seiner Koh- lensäure, den Sauerstoff nur langsam. In der Hitze lässt es die Kohlensäure leicht 180 und verwan- delt sich in Eisenoxyd- Oxydul. Es 168 sich unter Aufbrausen(Entweichung der Kohlensäure als Gas) in Säuren auf; daher kann man bei einer Mergelart, die kohlensaures Eisenoxydul enthält, nicht immer auf viel kohlensaure Kalk- oder Talkerde schlies- sen, Wenn sie, mit Säuren übergossen, stark. aufbrauset. In reinem Wasser ist das Salz unauflös- lich; in mit Kohlensäure geschwängertem Wasser löst es sich dagegen leicht auf, 0 dann das saure- kohlensaure Eisenoxydul entsteht. Das ein- fach- kohlensaure Eisenoxydul kann, wie hieraus hervorgeht, nicht anders in die Pflanzen gelangen, als bis es sich in das saure Salz verwandelt hat. Es nützt aber der Vegetation dadurch woll ein wenig, dass es, mit der Luft in Berührung stehend, seine Kohlensäure verliert, welche von den Pflanzenblät- tern dann eingesogen wird. Dass die Pflanzen von dieser Kohlensäure Wirklich Nutzen haben, se- hen wir in vielen Sandgegenden des nördlichen Deutschlandes, so wie in den Heidegegenden der Niederlande; denn wenn man hier den im Unter- grunde des Bodens befindlichen, kohlensaures Eisen- 97 0 enthaltenden Raseneisenstein an die Oberflä- che der Felder bringt, so wird dadurch ganz augen- scheinlich die Vegetation befördert. H. Davy(vergl. dessen Agrienlturchemie) hat mit dem kohlensauren Eisen eigene Versuche angestellt, die ebenfalls kei- nen Zweifel übrig lassen, dass es in manchen Fällen gem Pflal (isensteir Liseno x) Pflanzen pborsaure Nähere. nend,. enoxydul umussau gehen wer den kann. b. Dies funden) Künsklich sten Zust vor. In man das löst, och Kohlensé durch d dag vorhin! res Lise flüssige mische bekann An Jon 8a eine 8 in gelbe .—: e e]⏑«FpͤN1krürr p ,, 9 0.. 691 elbe lien 8 5 nde del dem Pflanzenwachsthume nützlich sey. Der Rasen- er kur/ eisenstein enthält indess, ausser dem kohlensauren am. u üb Eisenoxydule, auch oft noch einen anderen, den ren nud 0 Pflanzen Nahrung gebenden Körper, nämlich phos- 5 lid uch phorsaures Eisenoxyd; hierüber weiter unten das Ac erdkare ug Nähere.— Mit Humussäure in Berührung kom- ad Ua l eine Nen mend, verwandelt sich das einfach- kohlensaure Ei- senoxydul, unter Entweichung der Kohlensäure, in Luc Lalla humussaures Eisenoxydul, welches, wie wir sogleich sehen werden, der Vegetation sehr schädlich wer- bergan, det. 0 den kann. das dl unt ängerten Naur Wolde b. Saures- kohlensaures Eisenoxyd. nelelt le Dieses Salz ist noch nicht in fester Gestalt ge- un, wk d funden worden; eben so wenig hat man es bis jetzt Planten g, künstlich darstellen können. Es kommt im aufgelö- ande sten Zustande in vielen Quellen und Mineralwässern i Voll el fe Vor. In flüssiger Form lässt es sich gewinnen, wenn 19 ebend, en man das einfache Salz in flüssiger Kohlensäure auf- den Pull, löst, oder wenn man metallisches Eisen mit flüssiger 88 die Pan Kohlensäure und etwas Luft(damit sich das Eisen uten label,. durch deren Sauerstoff in Eisenoxydul verwandeln 5 ict könne) zusammenbringt.— Es bildet sich, wie wir didestzendel. vorhin sahen, im Boden, wenn einfach- kohlensau- 1 40 in Lol res Eisenoxydul, oder auch nur Eisenoxydul mit viel Uleas zus flüssiger Kohlensäure in Berührung kommt. Die che- au die Oer mische Zusammensetzung des Salzes ist noch nicht ch gat 1 bekannt. . Dare An der Luft erleidet das Salz durch Anziehung u olle von Sauerstoff eine Zersetzung; es verliert dabei . cent l. seine sämmtliche Kohlensäure und verwandelt sich mache lil in gelbes Eisenoxydhydrat; hieraus erhellet, dass es 44* — 28•ͤͤ ³·¹ AA Ü?! ⁵—Ä——8 — Pr 2 ̃.—. 692 nur im Untergrunde des Bodens bestehen kann. Daher setzen auch Quellen, welche das Salz in Lösung halten, sobald sie einige Zeit mit der Luft in Be- rührung gestanden haben, immer Eisenoxydhydrat als einen gelben Schlamm ab. Durch Humussäure ird es, Wie das einfache Salz, zersetzt, desshalb kann es sich auch niemals an Orten bilden, die freie Humussäure enthalten. Desgleichen erleidet es eine Zersetzung durch Kalk, indem ihm dieser die Koh- lensäure entzieht. Da im Ganzen genommen die Pflanzen sehr wenig Eisen bedürfen, 80 können sie durch das in den tie- feren Erdschichten befindliche saure-kohlensaure Ei- senoxy dul auch leicht mit zu viel Eisen versorgt werden, und in der That sehen wir sehr oft, dass es den Boden unfruchtbar macht, oder dass ein Feld, welches viel von diesem Salze enthält, sich gegen einige angebaute Früchte, namentlich gegen Raps, Rocken und Gerste sehr ungünstig verhält. Aus den vorhin angegebenen Eigenschaften des Salzes, kann dass mehrere Mittel vorhanden ch man seinem üblen Einfluss man indess folgern, seyn müssen, wodur auf die Vegetation begegnen könne; diese Mittel erden bestehen in: 1. Aussetzung desselben an die Luft(Bearbeitung des Bodens); 2. Erhitzung des Bodens(Rasen- und Thonbrennen) und 3. Vermi- schen des Bodens mit Aetzkalk(Kalkdüngung). Welchen bedeutenden Schaden das saure- koh- lensaure Eisen der Vegetation zufügt, sehen wir daraus, dass viele Baumarten sterben sobald sie mit ihren Wurzeln den oft im Untergrunde ruhenden Raseneisenstein erreichen. Im Raseneisenstein bil- det sich nämlich aus dem darin vorhandenen Ei- reno dul. tigen Kol che saure bekommen gegen der und bildel Lien, 80 6s bald de Cewöhnlic dle mit ii dlen, nur licht vern durchdrin; Haseneiser ches als richtig, Joden wa zen ruhet: in Töpken Naseneise Lisen den berror, iusserst g lich ist. me mit lich sind das Sal üppiger Wallnus Oue enoxydt beim Be inn es, 1——,)“. — 0 — 693 u beslehn N be dlül, e 1 der von W Minette 1 ü 04% 5 e sehr e* 5 Wasser* K Ma che saure Salz, e 8 die 5 1 Eisen Dun lk, bekommen, als 1. e Wird da- an. gegen 15 F an die Oberfläche gebracht, N und bildet sich hier auch etwas saures- kohlensaures 1 lil, Eisen, so schadet es doch den Pflanzen nicht, Weil 15 mee es bald darauf wieder eine Zersetzung erleidet.— um dier 4h l. Gewöhnlich glaubt man, dass die Bäume, wel- che mit ihren Wurzeln den Raseneisenstein errei- Phang tf chen, nur desshalb sterben, weil ihre Wurzeln urch dn t nicht vermögend seyen, den festen Untergrund zu ure-kulnan! durchdringen, oder man nimmt auch an, dass der iel Let fun Raseneisenstein phosphorsaures Eisen enthalte, wel- vir gar he ches als Gift wirke. Beide Ansichten sind aber un- oder das fl richtig, denn sterben wohl Bäume, die auf einem ullält, zu ze Boden wachsen, worunter ein Kalk- oder Granitfel- nllich gen sen ruhet, oder gehen sie wohl aus, Wenn man sle 5 erlil, 5 in Töpfen zieht? Dass aber auch das in manchen des Hades, l. Raseneisensteinen wirklich enthaltene phosphorsaure 0 Nite rea Eisen den Bäumen nicht schaden kann, geht daraus nen iber Lütz hervor, dass es nicht in reinem Wasser und nur in inne der Ai äusserst geringer Menge in flüssiger Kohlensäure lös- ar dasden a lich ist. Wenn nun auch im Allgemeinen die Bäu- 9 1 2 Ittiumz b me mit dem sauren-kohlensauren Eisen unverträg- lich sind, so giebt es doch einige Baumarten, denen ) nud, r 5 a cüngug das Salz nicht nur nicht schadet, sondern die selbst 1 055 gau üppiger danach wachsen; dazu gehört z. B. der ligt, Kin Wallnussbaum. 1 gh Quellwasser, welches saures- kohlensaures Ei- senoxydul in Lösung hält, pflegt sehr gute Dienste beim Bewässern der Wiesen zu leisten, doch muss man es, bevor es angewendet wird, eine Weile an grulde a gepebknti ö Torlandkle 1 — Fr 2 ³˙ m ¾ ad 694 der Luft stehen oder fliessen lassen, indem sich das Eisen dann als Eisenoxydhydrat ausscheidet und die Kohlensäure im Wasser aufgelöst bleibt. Ausser dem kohlensauren Eisen enthalten dergleichen Quel- len freilich auch noch Talk-, Kalk-, Kali- und Na- tronsalze nebst Kieselerde in Lösung, so dass man auch einen grossen Theil seiner düngenden Eigen- schaft diesen Körpern zuschreiben muss. Quellen, welche mit Eisen und den genannten Salzen beladen sind, kommen sehr häufig in den nördlichen Provin- zen des Königreichs Hannover vor, und die damit bewässerten Wiesen zeigen, ohne dass sie jemals mit Mist oder mit sonstigen Körpern gedüngt werden, einen Graswuchs, der in Erstaunen setzt. Man kann sehr häufig die Bemerkung machen, dass manche Mergelarten, besonders solche, welche in einem nassen Untergrunde ruhen, nicht eher gute Dienste als Düngungsmittel leisten, als bis sie eine Zeitlang an der Luft gelegen haben. Der Grund hier- von ist, wie ich gesehen habe, immer, dass dergl. Mergel viel kohlensaures Eisenoxydul führt, welches, sobald er gleich nach dem Hervorgraben auf die Felder gebracht und untergepflügt wird, den Pflan- zen Schaden zufügt. Lässt man dagegen den koh- lensaures Eisen führenden Mergel(über dem Felde ausgebreitet) erst längere Zeit mit der Luft in Be- rührung, so verwandelt sich das Salz in Eisenoxyd- hydrat, und kann dann nicht mehr schädlich wirken, da dieser Körper keine Auflöslichkeit in Wasser be- sitzt. Das kohlensaure Eisenoxydul scheint sich im Mergel mit dadurch zu bilden, dass der kohlensaure Kalk durch die vorhandene Kieselerde eine Zer- setzung erleidet und dass die Kohlensäure dann an das Eisen dem Mer Cinig Tsenoxyd walrschei eindlich Kohlensäu chemisch ders dadu in flüssig Der Der nes We Puher. Liseno: De Braunl tergru überla Verpwit wird 695 J indem N00 f das Eisenoxydul, was sich mehr oder weniger in je- wicheidet u. De. h. dem Mergel findet, tritt. derlich „ Ml ul 2. Kohlensaures Eisenoxyd. Ing, 90 8 7 2— 2 5 Einige Chemiker nehmen an, dass sich auch das Eisenoxyd mit Kohlensäure verbinde; allein es ist Wahrscheinlicher, dass die im Eisenoxyde zuweilen befindliche Kohlensäure nur mechanisch verdichtetes düngen li: nördlidde du 5 8 8 8 5 8 Kohlensäuregas ist. Dass sich das Eisenoxyd nicht 55 i ih dem——— 2.— „ e c chemisch mit Kohlensäure verbinde, scheint beson- des d: ders dadurch bewiesen zu werden, dass es sich nicht gedüngt in flüssiger Kohlensäure auflöst. n ell. emer bung 1e 3. Schwefelsaures Eisenoxydul (Eisenvitriol, grüner Vitrioh). Der krystallisirte Eisenvitriol besteht aus: 2557 Eisenoxydul, 408 dh 285 9 Schwefelsäure und ul fahrt, pete 45, 4 Wasser. 1 Sum. 100 0. Der durch Hitze in verschlossenen Gefässen sei- nes Wassers beraubte Eisenvitriol liefert ein Weisses Pulver, welches aus 52,93 Schwefelsäure und 47,07 Eisenoxydul besteht. Der Eisenvitriol kommt natürlich in manchen Braunkohlenlagern, in einigen Quellen und im Un- tergrunde thoniger und torsiger Bodenarten vor; überhaupt findet er sich da, Wo Schwefelkiese in Verwitterung übergehen(vergl. Schwefeleisen). Er wird künstlich aus diesen dadurch gewonnen, dass 696 man sie an der Luft erhitzt(rostet), mit Wasser auslaugt und die Flüssigkeit abdampft. Der Eisen- vitriol schiesst hierbei in meergrünen, durchsichti- gen rhomboidalen Prismen an. In trockner Luft ver wittern die Krystalle, werden zuerst an der Oberfläche weiss und dann gelb, zerfliessen bei ge- linder Hitze leicht in ihrem Krystallwasser, zer- fallen hierauf unter Verlust des Wassers in ein weisses Pulver, und verlieren in der Glühehitze auch die Schwefelsäure, rothes Eisenoxyd zurück- lassend. Das Wasserhaltige Salz löst sich in 1,43 Thei- len Wasser von + 15% R. und in 0, 30 Theilen kochen- den Wassers auf. Die Auflösung ist blass bläulich grün, schmeckt herbe und röthet Lakmus; denn auch die Eisenoxyde neutralisiren nicht mehr voll— ständig die Säuren. An der Luft zieht sie Sauer- stoff an, lässt etwas basisch schwefelsaures Eisenoxyd fallen und hält dann schwefelsaures Eisenoxyd- Oxy- dul in Lösung. Bei Zusatz von Alkohol fällt Was- 0 ser freies schwefelsaures Eisenoxydul als ein Weisses Pulver nieder. Sobald der Eisenvitriol in beträchtlicher Menge in der Ackerkrume vorkommt, verschwinden alle Pflan- zen, und es giebt, so viel mir bekannt ist, nur ein Gewächs, welches mit einer sehr beträchtlichen Quantität des Salzes verträglich ist, dies ist Gle- ohoma hederacea. Wie schnell und auf wie lange der Eisenvitriol den Boden unfruchtbar macht, bemerkt man sehr häusig in den Marschen der un- tern Elbe; dort kommt nämlich im Untergrunde ein viel Eisenvitriol enthaltender Thon und torfartiger, Boden vor(von den Bewohnern Maibolt oder Zetteler eines 6 blicklicl sondern kommen senvitrio das Pflan Weise; Leit u Oberlausi eine, be vorkomn Auf dem nauese vitriol 2 shire, cardie gereichn. Torlasch sich das Wie w. Lösung! uns sche nie). Aber kräftig; als lehr P. Ct. B Wirkul sich sch lerxeni sehr vie Warden 697 . 55 8 genannt), eee wenn er bei Ziehung a 0 l Kd auf die Oberfläche gelangt, e 8 blicklich nicht nur alle vorhandenen Pflanzen zerstört, 0 sondern auch 15 bis 20 Jahr lang ihr ferneres Auf- dert au kommen unmöglich macht. Eine geringe Menge Ei- fliesen 5 8 en hi senvitriol befördert dagegen auf manchen Bodenarten tallyzz 5 5 lr, 1 das Pflanzenwachsthum auf eine ganz ausgezeichnete Waun b Weise; wWesshalb er denn auch schon seit langer 1 der Gael Zeit zur Düngung angewendet wird. In der iseuont irt Oberlausitz benutzt man dazu mit grossem Vortheil eine, bei Oppels dorf und Niederrengers dorf b in Sh vorkommende, dieses Salz enthaltende Braunkohle. 0 Tbelen his Auf dem Schwarzwalde, in der Umgegend von Do- ist Das Did naueschingen setzt man mit vielem Nutzen Eisen- Lalnns. vitriol zur Gülle, und in Berkshire, Bedfor d- nicht nar n. shire, im Alisne Département, in der Pi- zieht dd ar car die und bei Hannover düngt man mit dem aus- ure Leun gezeichnetsten Erfolge mit Braunkohlen, Torf oder Tiseronf. lf. Torfasche, welche entweder Schwefelkies(Woraus obol fl pr sich das Salz bildet) oder Eisenvitriol enthalten. ab en pet Wie wohlthätig aber Quellen, die dieses Salz in Lösung halten, auf den Graswuchs wirken, erzählt lebe lage l uns schon H. Davy(vergl. dessen Agriculturche- 5 5 inden ale Pau mie). Aber nicht überall wirkt der Eisenvitriol gleich Maunt it, Ul. i kräftig; ich fand, dass er sowohl auf, den thonigen v bettächliche dies it blk. And anf f older mh chen der l. begun 00 id torte Laibe bolt als lehmigen Bodenarten, mochten sie auch nur 28 p. Ct. Kalkerde enthalten, stets die ausgezeichnetste günstig zeigte er sich schon den Pflanzen auf Sandboden, und am 4 ler wenigsten beförderte er die Vegetation auf den sehr viel freie Humussäure enthaltenden Bodenarten. Wurden z. B. Wiesen, die einen thonigen Boden 7 Wirkung hervorbrachte; minder r wü̃ ·¾¹·u;. ⁵— uej¹ñ——— 698 hatten und nur kümmerlich wachsende Gräser her- vorbrachten, mit einem etwas Eisenvitriol enthalten- den Fossile überstreuet, so vegetirten danach die Gräser nicht nur viel besser als zuvor, sondern es fanden sich auch eine Menge sehr üppig wachsender Klee- und Wickenarten ein. Bei der chemischen Untersuchung des Bodens bis zu einer beträchtlichen Tiefe, fand es sich, dass er nur 26 p. Ct. Kalkerde enthielt; durch welche Thatsache also die Meinung widerlegt wird, der Eisenvitriol begünstige das Pflanzenwachsthum nur auf den viel Kalkerde ent- haltenden Bodenarten. Wurden dagegen Wiesen mit sehr humusreichen, nur wenige Basen enthal- tenden Bodenarten mit demselben Fossile gedüngt, so zeigte es nicht die allergeringste Wirkung, ja es verhielt sich hier sogar etwas nachtheilig. Höchst wahrscheinlich rührte dieses daher, dass die in gros- ser Menge vorhandene freie Humussäure das Eisen- salz zerlegte, und dass die Schwefelsäure, da sie keine andere Base vorfand, mit welcher sie sich wieder vereinigen konnte, nun corrodirend auf die Pflanzen wirkte. Der üble Einfluss des Eisenvitriols auf Pflanzen, welche ein humusreicher Boden trägt, ist auch schon von Anderen bemerkt worden; aber es scheint mir, dass man von dieser Erscheinung keine richtige Erklärung gegeben hat; denn man nimmt an, dass sich dabei Schwefel wasserstoff bilde, welcher dem Pflanzen wachsthume sehr nachtheilig sey. Ich habe indess weder die Entstehung des Schwefel wasserstoffs unter diesen Verhältnissen be- merken können, noch sah ich jemals, dass dieser Körper die Vegetation unterdrückte, sobald er in geringer zenwurze Ist herauf g bar gewö märschen dadurch! oder Kall etzt wire Schwerlle Schaden! Wir triol nur zenwach. durch se enthalten Irbsen, wachsen. chen Täl werden Boden n die viel sind. J wäre die LS und Tig schele 699 de Crit. 5 8 a rien l. geringer Menge, in Wasser gelöst, mit den Pflan- il 5 8 rio kullalz zenwurzeln in Berührung kam. den dänach Ist ein Boden durch, aus dem Untergrunde or, Shack herrauf gekommenes, schwefelsaures Eisen unfrucht- pig wache bar geworden, wie es z. B. in den unteren Elb- der cle marschen oft der Fall ist, so lässt sich dem Uebel r belrichla dadurch leicht abhelfen, dass man ihn mit Mergel p.(l. Alec Oder Kalk düngt, indem der Eisenvitriol dann zer- 50 de luz setzt wird und sich Gyps bildet, der wegen seiner begite ds Schwerlöslichkeit in Wasser, den Pflanzen keinen el Mila fl. Schaden zufügen kann. Lagez Man Wir dürfen wohl annehmen, dass der Eisenvi- 90 105 fal triol nur durch seinen Gehalt an Schwefel das Pflan- Pusile i zenwachsthum begünstigt, dies wird wenigstens da- Wirtuz ut. durch sehr wahrscheinlich, dass alle, viel Schwefel Halle 10 enthaltenden Pflanzen, Z. B. Kohl, Bohnen, Wicken, e 1495 ug 1258 die f m Erbsen, Klee, Flachs u. s. W. am üppigsten danach ure ds lit Wachsen. Ohne Zweifel wird desshalb auch in man- saure dis Lil. zleinte k l chen Fällen der Gyps durch den Lisenvitriol ersetzt elsiure,& 3 be 90 il werden können, und zwar um so eher, als es dem elcher de. N g v0 diread al dt des Leni ler Ven frag Boden nicht an Kalkerde fehlt, indem alle Pflanzen, die viel Schwefel führen, auch reich ůan Kalkerde sind. Für Gegenden, wo kein Gyps vorkommt, wäre dieses sehr wichtig. Forte; ade er Liscleiuut gat; denn na a 4. Schwefelsaures Eisenoxyd. g asse rdlofl pül f 8. ae Es giebt zwei Verbindungen von Schwefelsäure 10 und Eisenoxyd, nämlich: virtel- und anderthalb- 0 i schwefelsaures Eisenoxyd. 6 Cin 5 das g bald er — rr— 700 a. Viertel- schwefelsaures Eisenoxyd (basisch- schwefelsaures Eisenoxyd). Es besteht aus 79,8 Eisenoxyd und 20,2 Schwefelsäure. Sum. 100, 0. Dieses Salz entsteht, wenn Eisenvitriol in Was- ser gelöst der Luft ausgesetzt wird, und bildet den schon vorhin erwähnten gelben Niederschlag. Höchst wahrscheinlich kommt dieser Körper zuweilen auch im Boden vor, doch nur da, wo keine Kohlensaure Kalk- oder Talkerde vorhanden ist. In Wasser ist es unauflöslich; ob auch in Humussäure, ist unbe- kannt. b. Anderthalb- schwefelsaures Eisenoxyd (neutrales schwefelsaures Eisenoxyd). Besteht aus 40, 0 Eisenoxyd und 605, Schwefelsäure. Sum. 1005 0. Dieser Körper ist noch nicht in der Natur auf- gefunden worden. Man erhält ihn künstlich durch Behandlung des reinen Eisenoxydes mit Schwefelsäu- re und Abdampfen der überschüssig zugesetzten Säure. Das Salz krystallisirt nicht, sondern stellt im trocknen Zustande ein weisses Pulver dar. Es löst sich leicht im Wasser auf und zieht aus der Luft sehr schnell so viel Feuchtigkeit an, dass es zer- fliesst. larbe. Wie es aber We zlalich 5. Wi. ges dalz Luft av dagegen oxyd ve sondern Syrupäl All salze w Talk,! nen des che vi chen mussãu des Eis Ist det sich ter dal Hamme Das Sa winklig däulen. witrill i y und litt ge schl Heid N zupelken n ine ollen In Mager l. ure, it uh Lieu och, l der Vetur 1 füastlich dur ( Schpekebel zuresetilt 7 ern stell. 10 ar. Bl. aus der Jul das e5 le. 701 fliesst. Die Wasserauflösung hat eine gelbbraune Farbe. Beim Glühen verliert das Salz alle Säure. Wie es auf die Pflanzen wirkt, ist unbekannt, aber Wahrscheinlich wird es sich dem Eisenvitriole ähnlich verhalten. 5. Schweselsaures Eisenoxyd-Oxydul. Wir haben schon vorhin gesehen, dass sich die- ses Salz bildet, Luft ausgesetzt wird. wenn eine Eisenvitriollösung der Einige Chemiker nehmen dagegen an, dass dabei alles Eisenoxydul in Eisen- oxyd verwandelt werde. Das Salz krystallisirt nicht, sondern liefert beim Abdampfen eine dunkel braune, syrupähnliche Masse. Alle schwefelsauren Eisenoxydul- und Eisenoxyd- salze werden durch die kohlensauren Salze von Kalk, Talk, Kali, Natron und Ammoniak zerlegt, und kön- Wel- desglei- nen desshalb nicht in Bodenarten vorkommen, che viel von diesen Körpern enthalten; chen können sie nicht bestehen, wo viel freie Hu- mussäure vorhanden ist, indem sich diese Säure bald des Eisens bemächtigt. 6. Salpetersaures Eisenoxydul. Es bil- det sich, wenn metallisches Eisen mit sehr verdünn- ter Salpetersäure behandelt wird, oder wenn man Hammerschlag in concentrirter Salpetersäure auflöst. Das Salz krystallisirt in beinahe farbelosen, recht- winklig vierseitigen, mit 2 Flächen zugeschärften Säulen. An der Luft zerfliessen die Krystalle, lösen Ist noch nicht natürlich vorgekommen. 702 i 0 sich sehr leicht in Wasser auf und haben einen scharfen Geschmack. Die Zusammensetzung des 0 Salzes ist noch nicht untersucht worden. 1 —. . res- 9 7. Salpetersaures Eisenoxyd. V Man hat durch Kunst ein basis ches- und ein 1 saures Salz dargestellt. Bes a. Basisch- salpetersaures Eisenoxyd. Wenn man eine concentrirte Lösung des Eisen- oxy des in Salpetersäure mit vielem Wasser verdünnt Das und die Flüssigkeit kocht, so fällt das basische Salz den Mi nieder. Es bildet sich auch, wenn Eisenoxydhydrat wird, mit Weniger Salpetersäure behandelt wird, als zu im Bode dessen Auflösung erforderlich ist.— Das Salz ist in bilden, Wasser ein wenig auflöslich und hat eine braune ist. Farbe. b. f b. Saures- Salpetersaures Eisenoxyd. 00 Wird gewonnen durch Auflösen von Eisenoxyd les ist n in Salpetersäure. Die Auflösung ist braun gefärbt, Man aber das Salz krystallisirt nicht, denn beim gelin- liger Bo den Abdampfen bleibt eine braune Masse Zurück; mooriger wird diese stärker erhitzt, so verliert sie alle Säure. Ferner Das Salz zieht aus der Luft Fenchtigkeit an und ist gern, in Weingeist löslich. Die chemische Zusammen- sprung setzung beider Salze ist noch nicht ausgemittelt gen Erd worden; eben so wenig kennt man ihr Verhalten wahrsch gegen die Vegetation. Faren. 703 8 0 ben din mengen 5 5 B 8. Phosphorsaures Eisenoxydul. Man kennt zweidrittel-, einfach- und sau- res- phosphorsaures Eisenoxydul. nog. ische. le a. Zweidrittel- phosphorsaures Eisenoxydul. Besteht aus 41, 34 Eisenoxydul, 31518 Phosphorsäure und Piseum 275 48 Wasser. Lösung is lie San 99. Waser fett Das Salz kommt in einem Fossile, welches von das Mücke den Mineralogen späthiges Eisenblau genannt Liseporcbse wird, vor. Vielleicht ist es in erdiger Gestalt auch lt wird, 4 im Boden enthalten, denn es kann sich hier wohl Das Hal tl bilden, sobald wenig Kalk- und Talkerde vorhanden at eite lan ist. b. Einfach- phosphorsaures Eisenoxydul. nn Das chemische Mischungsverhältniss dieses Sal Mer zes ist noch nicht genau ausgemittelt. Fol Sec) 5 2 Ian Man findet es sehr häufig im Untergrunde san- braud geit e 0 e 1 10 diger Bodenarten, aber immer nur da, wo auch ein I ei gell. 8 3— 5 5 id mooriger und sumpfiger Boden in der Nähe ist. Nasse Zülle 8. 5 8 ö 1 9 Ferner habe ich es in grosser Menge in Mergella- die Alle dau 5 a 7 10 gern, welche den Süsswassermuscheln ihren Ur- geit au Ubd! 5 5 lei! sprung zu verdanken hatten und unter einer moori- Sale“. 8 0 1 40 10 gen Erdschicht lagen, also da gefunden, wo höchst J5 66 lte 8 5 8: i wahrscheinlich in der Vorzeit Landseen befindlich 7 en zue Verbale“. a g ir se wären. Sehr oft trifft man es auch im Raseneisen- rr ß 704 stein an; endlich kommt es häufig in den un- tersten Torfschichten der Hochmoore vor. Künstlich erhält man das Salz, wenn man ein in Wasser gelöstes Eisenoxydulsalz mit phosphorsau- rem Natron vermischt. Es stellt frisch gefället ein weisses Pulver dar, wird aber, mit der Luft in Be- rührung stehend, nach einiger Zeit schön hellblau und zuletzt braun. Auf gleiche Weise verhält sich das natürlich vorkommende Salz; desshalb lässt es sich auch in den Erdarten, ohne dass man eine chemische Untersuchung mit ihnen vorzunehmen braucht, leicht durch diese Farbenveränderung ent- decken. Die Veränderung seiner Farbe in blau und braun rührt daher, dass zuerst ein Theil seines Ei- senoxyduls atmosphärischen Sauerstoff anzieht, wo- durch phosphorsaures Eisenoxyd Oxydul entsteht, dem die hellblaue Farbe eigenthümlich ist, und dass zuletzt, durch, gänzliche Umänderung des Oxyduls in Oxyd, basisch- phosphorsaures Eisenoxyd gebildet wird, welches eine braune Farbe besitzt. Unauflös- lich ist das Salz in Wasser, von den Säuren und dem flüssigen Ammoniak wird es dagegen sehr leicht aufgelöst; flüssige Kohlen- und Humussäure lösen es jedoch nur in sehr geringer Menge auf; und aus diesem Grunde wird es den Pflanzen auch wohl nicht leicht schaden, zumal da die mehrsten Gewächse etwas Eisen und Phosphor besitzen. Sollte dagegen im Humus der Ackererde, wie es zuweilen der Fall ist, Aepfelskure vorkommen, und diese bis zu dem das Salz enthaltenden Raseneisensteine hinabdringen, 80 wäre es wohl möglich, dass die Pflanzen durch das Salz beeinträchtigt werden könnten, indem es sich in dieser Säure leichter auflöst. Hierüber müsste man 1 Versuch dass di. kommer niaks v. dass es übrigens Schädlich bedürfen manche! das Salz Vebermaa ten, das Ammoni. ihnen pl Dhorsaur pirklich daraus, pbosphor die Frucl v. Cane nomlische belege it lands unc als Eisen. nd, eb Nures Ei beneisens Zerkleine Her! Werle cher phe betreide cle aut, —— p, —— f——— 0 4. 70⁵5 Versuche anstellen. Auch lässt sich wohl denken, dass die Pflanzen zu viel phosphorsaures Eisen be- kommen, wo eine beträchtliche Menge flüssigen Ammo- niaks vorhanden ist, denn vorhin haben wir gesehen, dass es sich hierin leicht auflöst. Das Salz gehört übrigens durchaus nicht zu den den Pflanzen positiv schädlich werdenden Körpern; denn die mehrsten bedürfen nicht nur viel Phosphorsäure, sondern manche von ihnen auch sehr viel Eisen. Wo also das Salz schadet, da geschieht dieses nur durch das Uebermaass. Ich möchte desshalb auch wohl behaup- ten, dass das im gebrannten Thone sich bildende Ammoniak den Pflanzen mit dadurch nützt, dass es ihnen phosphorsaures Eisen zuführt. Dass das phos- phorsaure Eisen in manchen Fällen den Pflanzen wirklich zur Nahrung dienen werde, sieht man daraus, dass sich durch gut zerkleinerten, viel phosphorsaures Eisen enthaltenden Raseneisenstein die Fruchtbarkeit des Bodens erhöhen lässt. Schon v. Cancrin führt dieses in seinen vermischten öco- nomischen Schriften an; auch finden wir dazu die Belege in einigen Gegenden des nördlichen Deutsch- lands und Brabants, woselbst man den nichts weiter als Eisenoxydul, Lisen- und Manganesyd,; Quarz- sand, etwas Alaunerde, und oft sehr viel phosphor⸗ saures Eisenoxyd und-Eisenoxydul enthaltenden Ra- seneisenstein aus der Tiefe der Felder hervorbricht, zerkleinert und an der Oberfläche liegen lässt. Herr Bloek giebt in seinem neuesten trefllichen Werke über Oeconomie an, dass ein Boden; Wel⸗ cher phosphorsaures Eisen enthalte; leicht brandiges Getreide hervorbringe. Ich werde hierüber Versu⸗ che anstellen, und bestätigt es sich, so muss den 45 706 Pflanzen das Salz mittelst des Ammoniaks in zu gros- ser Menge zugeführt werden. Dass aber die Phos- phorsäure eine bedeutende Rolle beim Brandigwer- den des Getreides spielt, scheint daraus hervorzu- gehen, dass die brandigen Körner stets überschüssige Phosphorsäure enthalten. Durch Kalk wird das phosphorsaure Eisen zersetzt, und es entsteht phos- phorsaurer Kalk, der wohl etwas in Humus- und Koh- lensäure, aber nicht in Ammoniak löslich ist; sollte also wirklich das phosphorsaure Eisen durch seine Säure schaden, so lässt sich leicht erklären, war- um das Einkalken des Saamengetreides und über- haupt das Düngen mit Kalk, den Weitzen u. s. W. gegen das Brandigwerden schützt. c. Saures- phosphorsaures Eisenoxydul. Ist nur als Kunstproduct bekannt, und besitzt Eigenschaften, die wir unberücksichtigt lassen kön- nen. 9. Phosphorsaures Eisenoxyd. Man kennt basisch- und einfach- phosphor- saures Eisenoxyd. 6 a. Basisch- phosphorsaures Eisenoxyd. Das Verhältniss der Phosphorsäure zum Eisen- oxyde in diesem Salze ist noch nicht bekannt. Es kommt nicht nur im Raseneisensteine vor, sondern ist auch in allen Ackererden enthalten, die wenig Kalk und viel Eisen führen; bisher ist es aber überseh War d welches vorhand ben wir waospho! mit der der Rase dul, 80 im Fall 1 Hierdurc esshalb der Veg wenn es gleich da zure lös zen Men; doch nic flüssigen me befine wir den Vegetatio Organism worin er liese Erk alten Er Mine und dess zen Roll 707 h übersehen worden. Es bildet sich im Boden, und 1 8 zwar„ 1 das ae ee Ammoniak, 10 1 welches die* ts enthalten, vom 1 vorhandenen Eisenoxyde zerlegt wird. Vorhin ha- 8 ii ben wir gesehen, dass sich das Salz auch aus dem Nb vn phosphorsauren Eisenoxydule erzeuge, sobald dieses e eulgst mit der Luft in Berührung stehe; enthält desshalb unn mlt der Raseneisenstein auch phosphorsaures Eisenoxy- liclek ag alt dul, so kann es doch nicht lange darin bestehen; gen bud di im Fall man ihn der Einwirkung der Luft aussetzt. t erlian, pr Hierdurch mit wird es uns denn auch erklärlich, reids ud Un. wesshalb das Fossil, im Untergrunde liegend, Meine uv der Vegetation schadet, statt dass es ihr nützt, wenn es sich in der Ackerkrume befindet; denn ob- gleich das phosphorsaure Eisenoxyd etwas in Humus- f säure löslich ist, und eben dadurch in der gehöri- engl gen Menge in die Pflanzen gelangt, s0 können sie doch nicht zu viel davon bekommen, weil es im unt, unt he 6 flüssigen Ammoniak, das sich oft in der Ackerkru- tigt lan Ui. 5 f i me befindet, fast unauflöslich ist; überhaupt können wir den üblen Einfluss irgend eines Körpers auf die Vegetation, sobald er aus Stoffen besteht, die zum Hor Organismus gehören; nur aus dem Uebermaasse, facl-u. worin er in die Pflanzen gelangt, erklären; aber diese Erklärung genügt auch bei vielen bisher räthsel- haften Erscheinungen des Pflanzenlebens vollkommen. Mineralische Säuren lösen das Salz leicht auf, eu und desshalb wird es auch wohl etwas in der flüssi⸗ re dum Lit. gen Kohlensäure unauflöslich seyn. elannt. entteire fl, enthalte, 1 ler its del 45 8 N. — 86— 1E 8 2 708 b. Einfach- phosphorsaures Eisenoxyd. Besteht aus 37, 0 Eisenoxyd, 38,0 Phosphorsäure und 255,0 Wasser. Sum. 100, 0. Auch dieses Salz kommt häufig im Raseneisen- stein und höchst wahrscheinlich auch oft in den Ackererden vor. Es ist weiss, und wird beim Glü—- hen, unter Verlust seines Wassers, braun. Man kann es künstlich darstellen, wenn man Chloreisen in Wasser löst und mit einfach- phosphorsaurem Na- tron versetzt.— Wie es sich im Boden entdecken und bestimmen lässt, soll angegeben werden, wenn von der Analyse der Ackererden(im 2ten Theile dieses Werkes) die Rede seyn wird. Es löst sich etwas in kaltem Wasser auf, doch gehören dazu auf ein Theil des Salzes 1500 Theile Wasser. In geringer Menge ist es auch in flüssiger Humussäure und in flüssigem Ammoniak auflöslich; durch Vermittelung dieser Körper kann es daher den Pflanzen zur Nahrung dienen. 10. Phosphorsaures Eisenoxyd- Oxydul. Bildet sich, wie wir vorhin schon gesehen ha- ben, wenn phosphorsaures Eisenoxydul an der Luft liegt; aber das Salz kommt auch schon gebil- det in den nicht tief unter der Oberfläche ruhen- den Raseneisensteinen und in Torflagern vor. Es ist schön hellblau und wird von den Mineralogen erdiges isen auflösli ringer, aufgeli nicht ge Auf wart ve mittel)! sehr oft lergrund humusrei Pflanzen Phosphor Wahrsch Salz nie dulsalz i Da diesen dass er il n licselsau! enthalten lünnter concentri Das Salz und Wir Boden* len. Die dul i —. 8 —— 709 b Eisenblau genannt. In Wasser ist dieses Salz un- Thann auflöslich; von flüssiger Humussäure wird es in ge- ringer, vom Ammoniak aber in grösserer Menge aufgelöst.— Die Zusammensetzung desselben ist e uud 8 nicht genau bekannt.— Auf die Vegetation scheint es bei der Gegen- wart von viel freier Humussäure(das Auflösungs- f mittel) nachtheilig zu wirken, wenigstens habe ich ig in lt sehr oft die Erfahrung gemacht, dass aus dem Un- auch gf in dn tergrunde hervorgeholte, dieses Salz enthaltende id wit hn li. humusreiche Erde, nicht cher üppig wachsende 55, Hm, In Pflanzen hervorbrachte, als bis es sich gänzlich in an nan eit phosphorsaures Eisenoxyd verwandelt hatte; höchst cplorren wahrscheinlich rührt dieses daher, dass das letztere 1 Boden elt Salz nicht so auflöslich in Humussäure, als das Oxy- en perdkn, pe dulsalz ist. (in Al Le i 101 II. Kieselsaures Eisenoxydul. TVasser Al) dl ales l 0 Le Da es mehrere Mineralien giebt, in welchen wir auc! u fi diesen Körper antreffen, so ist nicht zu bezweifeln, bon auth dass er in erdiger Gestalt auch im Ackerboden vorkom- aun 6 dle de me. Wir können wohl annehmen, dass das 0 kieselsaure Eisenoxydul wirklich in einer Erdart enthalten sey, wenn sich ihr, nachdem sie mit ver- dünnter Salzsäure behandelt worden ist, noch durch fl. Ol concentrirte Schwefelsäure Eisen entziehen lässt. Das Salz widersteht sehr kräftig der Verwitterung, Jon Kedeben!“ al 1 b und wird desshalb auch wohl wenig von der im 050 5 e Paco gel Boden vorkommenden Humussäure angegriffen wer- le 0 1% we. den. derliche 8 5. 5. 5 15 E Die Kieselsäure verbindet sich mit dem Eisen- ern Jol ö erlige oxydul, wie mit den übrigen Basen, in mehreren agel 0 5 710 Verhältnissen, aber diese Körper sind gleichfalls noch wenig untersuchit worden. 5 12. Kieselsaures Eisenoxyd. Mit dem Eisenoxyde für sich, geht die Kiesel säure keine Verbindung ein; doch scheint dieses möglich zu seyn, wenn zugleich Kalk- und Talker- de gegenwärtig sind; denn es giebt einige krystalli- sirte Mineralien, worin, ausser Kieselsäure, Kalk- und Talkerde, Eisen- und Manganoxydul, auch Ei- senoxyd enthalten ist; vielleicht aber spielt das Ei- senoxyd in diesen Mineralien, z. B. im Granate, schon die Rolle einer Säure. 13. Humussaures Eisenoxydul. 9 Es giebt ein basisches, ein neutrales und ein saures Salz. 5 f Die chemische Zusammensetzung dieser Salze ist durch Versuche noch nicht ausgemittelt worden. Das neutrale- humussaure Eisenoxydul bildet sich im Boden, sobald er freie Humussäure und Eisen- oxydul enthält, aber es kommt nur in den untern Schichten der Ackererden vor, denn wenn es mit der Luft in Berührung gelangt, so verwandelt es sich, durch Anziehung von Sauerstoff, in basisch- humussaures Eisenoxyd. Es ist leichter in Wasser löslich, als das humussaure Eisenoxyd, und kann mithin die Pflanzen leicht mit mehr Eisen versor- gen, als sie verähnlichen oder zurückstossen können. Sollte es sich in grosser Menge im Boden gebildet haben, so wird man es durch eine fleissige Bear- heitun Verwe Versu ler, a störun; wirthet daraus leisser Ls ren Am Salz in zung oder di Pflanze W. ders at allein d humuss zu seyr der W rührt. müssen Ceschm läußg, lie an Saures! len. Ei einande Hande aud gelt non. gelt die J ch scheit gz alk. u llt o einig Un desk, I, Jody, fcb. iber geh l. „, in Cant nopil 1 neutrales u. g dier Nau ittelt soren, rcul llt f Saure lud Li. ur il din unter enn feld ks 0 0 Perpeulet! lol, in alte 'olter in W Ich uud M. Ir Lien l Jstossen li Boden git e Leiste bel, ECCCCCͥͤ ĩðu——— ˙ 8 711 beitung desselben wieder zerstören können. Seine Verwandlung in das basische Salz erfolgt, wie mir Versuche zeigten, in der Wärme bei Weitem schnel- ler, als in der Kälte, was, wenn es auf seine Zer- störung im Boden abgesehen ist, von den Land- wirthen berücksichtigt werden muss, denn es geht daraus hervor, dass die Bearbeitung des Bodens bei heisser Witterung vorzunehmen sey. Es löst sich sehr leicht in flüssigem kohlensau- ren Ammoniak auf; enthält daher ein Boden das Salz in grosser Menge, so können durch eine Dün- gung mit kohlensaures Ammoniak entwickelnden, oder diesen Körper schon enthaltenden Mistarten, die Pflanzen ebenfalls leicht zu viel Eisen bekommen. Wasser, welches aus sumpfigem Boden, beson- ders aus Torfmooren, hervorfliesst, pflegt nicht allein durch freie Humussäure, sondern auch durch humussaures Eisenoxydul gelb, oder braun gefärbt zu seyn; bekanntlich taugt es nicht zum Bewässern der Wiesen, Was ohne Zweifel vom Eisensalze her- rührt.— Wenn die Pflanzen viel Eisen aufnehmen missen, so scheint ihnen dieses einen unangenehmen Geschmack zu ertheilen; man bemerkt z. B. sehr häufig, dass weisser Klee, und selbst gute Gräser, die an Orten wachsen, wo der Boden viel humus- saures Eisen enthält, vom Viehe verschmähet wer- den. 14. Humussaures Eisenoxyd. Eisenoxyd und Humussäure vereinigen sich mit einander so kräftig, dass keine Mineralsäure im Stande ist, das Eisenoxyd der Humussädure völlig D 5 1 * 2 1 94 712 Wieder zu entziehen. Aber auch die Alkalien und alkalischen Erden sind nicht vermögend, vom Ei- senoxyde die Humussäure zu trennen, so dass es kaum einen Körper in der Ackerkrume giebt, in welchem eine kräftigere Verwandtschaft seiner Be- standtheile Statt findet, als im humussauren Eisen- oxyde; dies ist aber auch der Grund, warum wir in allen Bodenarten, welche Humussäure und Eisen- oxyd enthalten, humussaures Eisenoxyd finden. Das Eisenoxyd geht mit der Humussäure in mehreren Verhältnissen Verbindungen ein; es giebt basisches, neutrales- und saures- humussau- saures Eisenoxyd. Das neutrale Salz besteht aus: 115,81 Eisenoxyd und 885,19 Humussäure. Sum. 100, 00. Künstlich lässt sich das neutrale Salz dadurch gewinnen, dass man in Wassel gelöstes neutrales salzsaures Eisenoxyd(Eisenchlorid) mit neutralem, in Wasser gelösten, humussauren Ammoniak ver- mischt, wobei es sogleich in braunen Flocken au Boden fällt.— Auf dieselbe Weise erhält man, bei Anwendung von schwefelsaurem Eisenoxydul, hu- mussaures Eisenoxy dul. Das Salz löst sich in 2300 Theilen Wasser von + 15 R. auf, und ertheilt demselben eine weingelbe Farbe. Die Reagentien zeigen aber, was bemer- kenswerth ist, nicht eher das Eisen in der Flüssig- keit an, als bis etwas mineralische Säure zugesetzt ist; hieraus insbesondere geht die kräftige Verwandt- schaft des Eisenoxydes zur Humussäure hervor. 5 Aus di einand 8enox) erford sehen soll; e. humuss darin dulhydr Das zer una neutral wenn d horst Lisen b trale- basisch kohlens che für ist, un moniab Da willigen übrigen mit Kal humuss ne Ver wenn J letztere Alaune —. 7½¾, P—7⅛˖Ät,i.. 7˖7—————·5Ü⁰⏑.9⏑⏑9Üt:? 713 Aus dieser grossen Verwandtschaft beider Körper zu einander erklärt es sich uns auch, Warum ein viel Ei- dis lla U cage, U men, g 0 krune 1 senoxyd oder Eisenoxydul enthaltender Boden viel Mist Kruue gig. f 5 cle. 5 erfordert, oder warum er mit viel Humussäure ver- i Sehe! 5 8 5 — sehen werden muss, Wenn er sich fruchtbar zeigen aaben I 5. 8 i and, soll; es kann sich nämlich nicht gut eher ein anderes Aud, Param p W8süure Aut Bü: UN humussaures Salz im Boden bilden, als bis alles 1 darin e 8 W und Eisenoxy- 1 dulhydrat mit Humussäure gesättigt ist. l Das basische humussaure Eisenoxyd ist im Was- gen 108 fe ser unauflöslich; enthält daher ein Boden nicht das a Ures. unn. neutrale oder saure Salz, so können die Pflanzen, wenn das saure kohlensaure Eisenoxydul und das phos- phorsaure Eisenoxyd gleichfalls fehlen sollte, auch kein 0 Eisen bekommen: indess lösen sich sowohl das neu- trale- als das basische- humussaure Eisenoxyd, der basisch-humussauren Alaunerde gleich, in flüssigem kKohlensauren Ammoniak auf, eine Eigenschaft, wel- ale delt Hun che für die Vegetation von der höchsten Wichtigkeit gelle mul ist, und welche sattsam den grossen Nutzen des Am- ) mit Tata moniaks als Düngungsmittel darthut. Aundab pe. Das humussaure Eisenoxyd widersteht der frei- nen Tbcken in willigen Zersetzung bei Weitem kräftiger, als die erkib ban, le übrigen humussauren Salze. Durch eine Düngung rund, U. mit Kalk, wodurch, wie wir gesehen haben, die humussaure Alaunerde zerlegt wird, erleidet es kei- len Naser fu. ne Veränderung; desgleichen wird es nicht zersetzt, wenn Wasser, worin es gelést ist, gefriert; diese letztere Eigenschaft besitzt indess die humussaure Alaunerde gleichfalls. g eile einge 7, pas eule in der Iich Siure age lige Ferenc. Saure A — DDr rr dd. 714 B. Haloidsalze des Eisens. 1. Chloreisen. Mit dem Chlor geht das Eisen zwei feste Ver- bindungen ein; wir kennen einfach- und andert- halb- Chloreisen. a. Einfach Chloreisen. (Eisenchlorür, salzsaures Eisenoxydul). Es enthält 46,57 Eisen und 53, 43 Chlor. Sum. 100, 00. Das Eisenchlorür will man in einigen Quellen aufgefunden haben. Es lässt sich künstlich gewin- nen; man braucht nur metallisches Eisen in Salzsäu- re aufzulösen und etwas abzudampfen, wobei es so- gleich in schönen, hellgrünen, rhombischen Octaëdern anschiesst. Dieses so krystallisirte Salz enthält 27 p. Ct. chemisch gebundenes Wasser; es schmilzt leicht in seinem Krystallwasser und zerfliesst an der Luft. Das trockne Salz wird erhalten, wenn man Chlorgas durch einen glühenden Flintenlauf, worin sich Eisenfeilspäne befinden, leitet; hat man daran einen Vorstoss angebracht, so sublimirt das Eisen- chlorür in kleinen weissen Schuppen. Es zerfliesst an der Luft und löst sich leicht in Wasser und Weingeist auf. Es verdampft erst bei einer Hitze, Wobei Glas schmilzt. Ma hitztes zich in oder n dampft des Ab auschie chemis⸗ der Lu sches J Salz er senchlo dabei: Da + 400 ung i auch in Vo denchlo Pannt. LS nämlic! 715 dent b. Anderthalb- Chloreisen (Eisenchlorid, salzsaures Eisenoxyd). Es enthält 33,71 Eisen und i mei fig, 66529 Chlor. oll. ul and 5 Sum. 1005 00. Man erhält es, wenn Chlorgas über gelinde er- hitztes metallisches Eisen geleitet wird, wobei es sich in rothen Blättchen mit Metallglanz sublimirt; Senat oder man löst Eisenoxyd in Salzsäure auf, und dampft zur Syrupsconsistenz ab, wobei es während des Abkühlens in tafelförmigen, rothen Krystallen auschiesst. Diese Krystalle enthalten indess auch Sen. chemisch gebundenes Wasser, zerfliessen leicht an der Luft und zersetzen sich in der Hitze, ein basi- einige sches Eisenchlorid zurücklassend. Dieses basische binslich fe Salz erhält man auch, wenn die Auflösung des Ei- Lien in Sun senchlorürs an der Luft stehen bleibt, denn es fällt en, wobei ö. dabei zu Boden. bisclen begin Das anderthalb Chloreisen verdampft schon bei dal abt + 40 R. Das trockne Salz löst sich unter Erhi- er; b Fahl tzung in Wasser auf, zerfliesst an der Luft und ist zerlisd in d auch in Alkohol löslich. ben, eau n Von dem Verhalten des Eisenchlorids und Ei- ntenlkllh fon senchlorürs zur Vegetation ist wenig oder nichts be- bat nad d kannt. irt das Lier e* 1 2. Fluoreisen. 1 Wasser ll 0 euer lin Es giebt 2 Verbindungen des Eisens mit Fluor, nümlich Eisenfluorür und Eisenfluorid. Bei- N* 3 — 6 716 de Körper haben, so viel bis jetzt bekannt ist, weiter kein Interesse für uns. 3. Jodeisen. Auch das Jod geht mit dem Eisen zwei bestimm- te Verbindungen ein; es liefert damit Eisenjodür und Eisenjodid. Beide Körper lösen sich leicht in Wasser auf; ihre übrigen Eigenschaften können wir übergehen. 4. Kyaneisen. Das Ryan liefert mit dem Eisen Eisenkyanür (blausaures Lisenoxydul) und Eisenkyanid(blau- saures Eisenoxyd). Mit Kalium und anderen Metal- len liefern diese Kyanide Doppelsalze(Doppelkyani- de). Kaljumeisenkyanür ist z. B. das gewöhn- liche Blutlaugensalz, und Kaliumeisenkyanid das rothe Blutlaugensalz. Diese Körper werden, wie wir früher gesehen haben, als Reagentien für Eisenoxydul und Eisenoxyd gebraucht. C. Schpwefelsalze des Eisens. Es giebt, wie Einige behaupten, kein Wasser- stoffschweflichtes- Schwefeleisen, denn der durch Schwefel wasserstoff in Eisensolutionen bewirkte Nie- derschlag sey Schwefeleisen, chemisch mit Wasser verbunden. Die übrigen Schwefelsalze des Eisens übergelien wir, weil sie für uns kein Interesse haben. 0 bon f galzfahi, einigen diese K nimmt gebe, dass 8. lässt. Vo vollstän mehren amethys sammer wirken Veränd Mangan hydrat) hydrat) braun, oKyd ar oydulb ammoni keinen weil z bleibt itehen, — ß]½7½]½«§ꝙꝗSrZe 2 —— 717 ett bal 1 IX. Salze des Mangans. A. Sauerstoffsalze des Mangans. zen zei hen t löen v Von den Oxyden des Mangans liefert, wie wir e dd l schon früher gesehen haben, nur das Oxydul eine eu euscleln lun salzfähige Basis; Wenigstens geht das Oxyd nur mit einigen Säuren so lose Verbindungen ein, dass man diese Körper kaum für Salze halten kann. Man nimmt an, dass es auch Manganoxyd- Oxydulsalze gebe, allein diese sind so wenig untersucht worden, 1 ien dass sich mit Bestimmtheit nichts darüber sagen e lässt. e nyauid 5. 5 Vom Manganoxydul werden die Säuren ziemlich id anderen l.—— 5 a 2e(Poel vollständig neutralisirt. Die Manganoxydulsalze sind 20(Done . B. das gef eee meisenthan mehrentheils in Wasser löslich, ungefärbt oder auch amethystroth. Ihr Geschmack ist metallisch, Zu- sammenziehend und bitter.— Die Reagentien be- Nörpel un wirken in den Auflösungen dieser Salze folgende a Neige Veränderungen: Kohlensaure Alkalien fällen das 1 Manganoxydul weiss(kohlensaures Manganoxydul- hydrat); Aetzkali gleichfalls Weiss(Manganoxydul- hydrat); diese Niederschläge werden an der Luft bald Wels braun, und zuletzt schwarz, indem sich Mangan- i 1„ 1 vein ase oxyd aus ihnen bildet; der Niederschlag des Lisen ö enn der din besirbte N. ch nit Mast oxydulhydrates wird dagegen nur braun. Aetz- ammoniak bewirkt, auch im Uebermaasse Zugesetzt, keinen Niederschlag, sobald die Auflösung sauer ist, weil sich dann ein auflösliches Doppelsalz bildet; bleibt aber die Flüssigkeit längere Zeit an der Luft 10 0 I 5 üben 5 5 1 1 stehen, so scheidet sich Manganoxydhydrat aus. gabel, — rr]%—.—2:.]—⁵1A— A * D N r 8 —— 718 Blutlaugensalz bringt einen weissen Niederschlag darin hervor; Wasserstoffschweflichtes- Schwefel- ammonium einen röthlich weissen(Schwefelmangan); Schwefel wasserstoff reagirt dagegen nur auf das in einer schwachen Säure, z. B. in Essig- und Koh- lensäure aufgelöste Manganoxydul. In den mit Chlor, und hierauf mit kohlensaurem Natron versetzten Manganoxydullösungen, verwandelt sich das Oxydul in Oxyd, und fällt als ein rothbraunes Pulver zu Boden. 1. Kohlensaures Manganoxydul. Das Manganoxydul vereinigt sich mit der Koh- lensäure zu einem basischen und sauren Salze; das letztere kennt man jedoch nur im Wasser auf- gelöst. a. Basisch- kohlensaures Manganoxydul. Besteht aus 62,4 Manganoxydul und 375,6 Kohlensäure. Sum. 100, 0. Dieses Salz ist in einem Minerale befindlich, welches Mangans path heisst; auch trifft man es in mehreren Kalk- und Mergelarten an.— Künst- lich lässt es sich durch Vermischung eines in Was- ser gelösten Manganoxydulsalzes mit kohlensaurem Natron gewinnen, denn der hierbei entstehende röthlich weisse pulverförmige Niederschlag ist das fragliche Salz in chemischer Verbindung mit 7,3 p. Ct. Wasser; es ist luftbeständig; erhitzt man es aber an Kohlen. anzieht delt. lich. Hbe das kohl ctwa v0 selst 8a orden ure wi Das Man Kohlen- Durch! setzung, ganoxydi D3 Wasser nicht lei Pflanzen Mangan b. Das! il flüssig e Salz d zewönnlie uren— Luft in 1 bung, 0 1 durch Lohlenszt 719 den Nieden 0 aber e Luft, so wird es 5 indem es die Saunen, 1 3 das„ verliert, Sauerstoff 15. anzieht 85 8 1 5 Manganoxyd 5 lu 0 1 Es ist in 7680 Theilen kalten Wassers lös- „ lich. In den df g Höchst wahrscheinlich wird sich das Salz, wie das kohlensaure Eisenoxydul im Boden bilden, wenn etwa vorhandenes Manganoxyd durch Humus(mit- telst Sauerstoffentziehung) in Oxydul verwandelt worden ist; denn die hierbei entstehende Kohlen- Natron eee t sich üs rh raunts lüfe säure wird sich dann mit dem Oxydule vereinigen. 1 Das Manganoxydul verbindet sich aber nur mit der Wan Kohlensäure, wenn sie in Wasser aufgelöst ist. ich nit der Durch Humussäure erleidet es eine baldige Zer- id sauren d. setzung, und es entsteht daraus humussaures Man- F im hast ganoxy dul. Da sich das Salz nur in einer grossen Menge Wasser auflöst, so wird es der Vegetation Wohl eit l nicht leicht. 1 es sey denn, dass W Pflanzen damit in Berührung kämen, die gar kein il und Mangan bedürfen. ö b. Saures- kohlensaures Manganoxydul. erde Uh Das basische Kohlensaure Manganoxydul löst sich ch i u in flüssiger Kohlensäure auf, und stellt so das sau- 15.— Jil re Salz dar. Wir treffen es in vielen Quellen an; ue l fl gewöhnlich kommt es darin gleichzeitig mit dem ( bollenenm sauren- kohlensauren Eisenoxydule vor. Mit der 0 10 Luft in Berührung stehend, erleidet es eine Zerse- 1 1 15 tzung, denn es zieht Sauerstoff an, verwandelt sich galt 16 dadurch in Manganoxydhydrat und lässt dann die fg 11 0% Kohlensäure fahren. Das schwarzbraune Pulver, 106 0 itzt l ——— Dr ˙ J 1 —— — A 720 die braunen, höchst wahrscheinlich durch galvani- sche Thätigkeit entstandenen Dendriten, und die braunen Puncte, welche sehr häufig auf den Absonde- rungen mancher Kalk- und Mergelarten und im Kalktuffe vorkommen, und welche aus Manganoxyd, Manganoxydhydrat und vielleicht auch aus Mangan- hyperoxyd bestehen, war früher in Wasser gelöstes saures kohlensaures Manganoxydul. Das Salz kommt in seinem Verhalten völlig mit dem sauren kohlensauren Eisenoxydule überein; was desshalb vorhin von diesem erwähnt wurde, kann auch auf das Mangansalz bezogen werden. Gegen die Pflanzen wird es sich nachtheilig verhalten, da diese in der Regel wenig Mangan bedürfen; doch giebt es; Wie wir früher gesehen haben, auch s0l- che; die nur da gut wachsen, wo der Boden viel auflösliche Mangansalze enthält, dahin gehören Z. B. mehrere Juncusarten. 2. Schwefelsaures Manganoxydul. 2* Besteht im krystallisirten Zustande aus: 32,44 Manganoxydul, 35,56 Schwefelsäure und 325,00 Wasser. Sum. 100 9 00. Man erhält dieses Salz künstlich, wenn man Braunstein in der Wärme mit Schwefelsäure behan- delt; die Flüssigkeit wird hierauf abgedampft und zuletzt geglühet, wobei das etwa entstandene schwe- felsaure Eisen und Kupfer(der Braunstein enthält nämlich oft Eisen- und Kupferoxyd) zerstört wird; das un dul w stallise Je sind öoseitig trockne des Mö 2 The Das elner! lieleren grunde Eisenvi sich w. ten, 1 schadet det, we selten) mittel! 3. Das dünnter das Sal indem e felsaure Di „———ß—r*—ðC ˙ ⁰˙ 1 1 N 5 r 721 ch Münch gal ulrien, Ul g ut den Ibn gelärten uu e aus Ming auch aus lr das unzersetzt gebliebene schwefelsaure Manganoxy- dul wird dann in Wasser aufgelöst und zur Kry- stallisation abgedampft. Die so gewonnenen Krystal- le sind rosenroth, durchsichtig, und bilden 4 oder seitig geschobene Säulen. Sie verwittern etwas in trockner Luft, zerfallen beim Erhitzen unter Verlust des Wassers in ein weisses Pulver und lösen sich in 22 Theil kalten Wassers auf. in Mager 9 U erlise fln Das Salz kommt in der Natur vor, aber wegen dude d seiner leichten Löslichkeit im Wasser, nur in den ahnt pute un tieferen Schichten des Bodens. Ich fand es im Unter- n erte, 5 grunde der Elbmarschen und zwar da, wo auch der ilig derten) Eisenvitriol vorkam. Gegen die Vegetation wird es in bedürtea;! sich Wohl wie das schwefelsaure Eisenoxydul verhal- i haben; auch ten, im Uebermaasse vorhanden wird es jedenfalls „ po der! schaden, statt dass es, in geringer Menge angewen- lt, dalia gel det, wohlthätig wirken möchte; es kommb indess zu selten vor, um eine Anwendung davon als Düngungs- mittel machen zu können. anon ande 4 3. Schwefelsaures Manganoxyd- Oxydul. Das Manganoxyd-Oxydul löst sich in kalter ver- l dünnter Schwefelsäure mit colombinrother Farbe auf; das Salz lässt sich nicht zur Krystallisation bringen, indem es sich unter Verlust von Sauerstoff in schwe⸗ felsaures Manganoxydul verwandelt. lch, Feng 1. elebäure b 5 5 5 4. Salpetersaures Manganoxy Ul. hre, 0 5 5 0 Dieses Salz ist noch nicht dargestellt worden. raulstein gala enten l ö vers. i —— 8 ˙—¹¹ꝛ1 e 9 r— N — 722 5. Phosphorsaures Manganoxydul. Wenn schwefelsaures Manganoxydul mit phos- phorsaurem Natron versetzt wird, so fällt ein weis- ses Pulver nieder, welches phosphorsaures Mangan- oxydul ist. Bei der chemischen Untersuchung von Mineralien und Erden, wird es leicht mit phosphor- saurer Kalk- und Talkerde verwechselt. Es löst sich in geringer Menge in kohlensaurem Ammoniak und in Wasser auf, und wird durch ätzendes Kali zersetzt, wobei sich das Oxydul in schwarzes Oxyd verwandelt; hierdurch ist es also leicht zu erken- nen. Höchst wahrscheinlich kommt es in manchen Raseneisensteinen und in einigen Ackererden vor, und könnte, wenn es sich reichlich in Humus- oder Kohlensäure auflöst(worüber aber noch Versuche fehlen), der Vegetation dann wohl nachtheilig wer- den. Die chemische Constitution des Salzes ist noch unbekannt. Phosphorsaures Eisen-Manganoxydul. Findet sich im Mineralreiche unter den Namen Phosphormangan, daher auch wohl in den Ackerer- den. Es ist dunkelbraun, fest und schwarz. 6. Kieselsaures Manganoxydul. Kommt in verschiedenen Mineralien vor, z. B. im rothen und schwarzen Mangankiesel; in er- diger Gestalt werden es manche Bodenarten enthalten, aber es ist unmöglich es daraus abzuscheiden. Im 8 Wass gleich es sic! hält, woll! mussau Kl! Die ird ve NM. Zu ein Salze; stet at Die dul ist als zu d fraglich ganoxyd mau da Mangan indem beider au Bod böt in und fär! 723 Wasser ist dieses Salz unauflöslich.— Wenn— uml, gleich keine Versuche darüber angestellt sind, wie dal nit 0 es sich gegen die Einwirkung der Humussäure ver- 00 flteay hält, so darf man aus Aehnlichkeitsverhältnissen doch malte len wohl schliessen, dass es dadurch allmählig in hu- ehg mussaures Manganoxydul verwandelt werden Wird. ct nt ug ecbel,. Kieselsaures Eisenoxydul- Manganoxydul. a heel Dieser Körper kommt im Mineralreiche vor und ab Mani wird von den Mineralogen Pyrosmalith genannt. 1 Sch nt leickt u ar l e h a 7. Isumussaures Manganoxydul. Aa Manganoxydul und Humussäure verbinden sich n zu einem basischen, neutralen und sauren daes Salze; das neutrale humussaure Manganoxydul be- ati steht aus 18, 90 Manganoxydul und s ddl iin 81,10 Humussäure. Sum. 100, 00. amel Die Affinität der Humussäure zum Manganoxy- 5 dul ist sehr beträchtlich, und nicht viel schwächer, nter a lun als zu den Oxyden des Eisens, daher finden wir das in an Mn fragliche Salz auch immer in den Humus und Man- char, ganoxydul enthaltenden Bodenarten. Künstlich kann man das Salz durch Vermischen des schwefelsauren f Manganoxyduls und humussauren Natrons gewinnen, gl indem es dabei, durch wechselseitige Zersetzung ien vor, 15 beider Salze, aus der Flüssigkeit in braunen Flocken iesel; 1“ zu Boden fällt und dann filtrirt werden kann. Es ten eclbalk ist in 1450 Theilen Wassers von ++ 15% R. löslich gebeiden, E und färbt dasselbe braungelb; in kohlensaurem und 46* — unn. 1 1 12 n . 8 — 724 Aetzammoniak ist es leicht auflöslich, aber in koh- lensaurem und ätzendem Kali und Natron ist es un- auflöslich; es unterscheidet sich also hierin von den bisher betrachteten humussauren Salzen. Durch Aetzkalk erleidet es keine Veränderung. An der Luft widersteht es sehr lange der Zersetzung.— Aus den Eigenschaften auch dieses humussauren Salzes geht hervor, dass die Pflanzen, wenn es im Boden vorkommt, mittelst des reinen Wassers nur eine geringe Menge davon erhalten können, dass sie aber nach einer Düngung mit kohlensaures Ammoniak ent- haltenden Mistarten, reichlich damit versorgt wer- den müssen; in manchen Fällen kann dies das Be- dürfniss der Pflanzen übersteigen, Was dann entwe- der ihr Absterben oder ein kümmerliches Wachs- thum zur Folge haben muss. Wir sehen übrigens abermals hieraus, dass diejenigen Düngerarten, welche kohlensaures Ammoniak enthalten, Wozu vor allen der mit Wasser und festen Excrementen vermischte und gefaulte Harn(Gülle) gehört, nicht sowohl dadurch so kräftige Düngungsmittel sind, dass das kohlensaure Ammoniak schon für sich den Pflan- zen Nahrung giebt, sondern, dass dieses der Vege— tation bei Weitem mehr dadurch nützt, dass es den Uebergang der humussauren Salze in die Pflanzen befördert. Ein jeder Landwirth sollte daher auch auf die Herbeischaffung oder Bereitung von kohlen- saures Ammoniak haltigen Düngerarten die grösste Sorgfalt verwenden. Dass das humussaure Manganoxydul bei der Ve- getation eine bedeutende Rolle spiele, scheint noch daraus hervorzugehen, dass es einen constanten Be- standtheil der fruchtbarsten Bodenarten ausmacht, doch halten fern. Da. hältnis und M. Da Sum In den ye sen vor serstoffs Die Kr. den ros, allen b der Lut setzung ganoxy. nieht 8 liesst; Ceschm ——— ͤ ä k—. 3 N 5 ——————.—a—„——— 72⁵ 0 aher 1 1 1— 8 8 45 f doch in diesen sind stets auch solche Körper ent- b t egg 8 5 5 8 5 10 halten, welche bei ihrer Verwesung Ammoniak lie- o fru fern 1 Silken hy erung. Ju eh— B. Haloidsalze des Mangans. nussauren d venn ez in hi. 1. Chlorm Angan. Tam mei Das Mangan geht mit dem Chlor in zwei Ver- 1000 25——— 2 len, 4 fh ah hältnissen in Verbindung, zu Manganchlorür es Anni al und Manganchlorid.- nit wan. aun dies ddl, 2 1. a. Manganchlorür was dann x (Salzsaures Manganoxydul). 1er iches N, 5 Das trockne Salz besteht aus: 44,25 Mangan und 55,75 Chlor. T eben il en Dingen thalten, hn. ten len Sum. 100, 00. 0 gelör, 1 In der Natur ist dieses Salz noch nicht gefun- den worden. Künstlich erhält man es durch Auflö- sen von kohlensaurem Manganoxydul in Chlorwas- serstoffsäure, Abdampfen- und Krystallisiren- lassen. Die Krystalle enthalten 41, 46 p. Ct. Wasser, bil- den rosenrothe, dicke, vierseitige Tafeln, und zer- milke ac, Sich den ar dies der Jeg 17, da 6 c in di Mau h bi 1 fallen bei + 25D R. in trockenes Manganchlorür. An g We der Luft stark erhitzt, erleidet das Salz eine Zer- 10 dr fi setzung, das Chlor entweicht, und es entsteht Man- dere ganoxyd, welches jedoch noch Chlor enthält. Es 1 8. 5 zieht schnell Feuchtigkeit aus der Luft an und zer- 6 fliesst; hat einen brennenden, hinterher salzigen 5 Geschmack, und ist in Alkohol und leicht in Was- r ww A 8— 726 ser löslich. Es schmilzt unter der Rothglühehitze und verflüchtigt sich beim Weissglühen. b. Manganchlorid (salzsaures Manganoxyd). Man will dieses, oder vielleicht auch das vorige Salz in Quellen gefunden haben; künstlich lässt es sich gewinnen, wenn man in der Kälte Manganoxyd in Chlorwasserstoffsäure auflöst. Die Auflösung riecht nach Chlor und ist gelbbraun gefärbt. Es lässt sich nicht in Krystallen gewinnen, indem es sich sehr leicht in Manganchlorür verwandelt. Das Verhält- niss seiner Bestandtheile ist durch Versuche noch nicht genau ausgemittelt worden. Eben so wenig hat man untersucht, wie sich dieses und das vorige Salz gegen die Vegetation verhalten. 2 odmangan. Ist wenig bekannt. 3. Fluormangan. Ls giebt ein Manganfluorür und ein Man- ganfluorid; beide Körper haben für uns kein In- teresse; auch sind sie nur Kunstproducte. 4. Kyanmangan (Plausaures Manganoxydul). Ist graugelb, in Wasser unauflöslich und ein Kunstproduct. l Ls felman wir üb Al vurde und po diese halten etwas! rücksic der El. V einand- Lurz v. gegenge geslalt, ihrer g man 2. Kali ne tät; v das WMW. Beim weil venig 1 Wen C. Schwefelsalze des Mangans. 0 Es existirt kein Wasserstoffschweflichtes- Schwe- 9 felmangan.— Die übrigen Schwefelsalze können wir übergehen. t auch as m büalh le 3 Lille Naum e Aidan fit b. Pie Vom Electrochemismus. dem en zh br t. Ds Jetz Als von den einfachen Stoffen die Rede war, 1 Veraucke d wurde vorläufig erwähnt, dass man sie in negativ- Tben 80 f. und positiv-electrische Körper theile, und dass sich diese Klassisication auf ihr relativ- electrisches Ver- halten gründe. Wir wollen diesen Gegenstand jetzt etwas näher betrachten, und besonders dasjenige be- rücksichtigen, was uns die neusten Entdeckungen in der Electrochemie darüber lehren. Wenn zwei Körper, welche Verwandtschaft zu einander besitzen, sich berühren, 80 gerathen sie kurz vor ihrer chemischen Vereinigung in den ent- gegengesetzten electrischen Zustand, und zwar der- gestalt, dass die electrische Spannung dabei mit ihrer gegenseitigen Verwandtschaft wächst. Taucht man z. B. Kalihydrat in Schwefelsäure, 80 zeigt das Kali negative, die Säure dagegen positive Electrici- tät; wird dagegen Kali in Wasser gelöst, 80 wird das Wasser negativ- und das Kali positiv- electrisch. l) Beim Auflösen eines Salzes in Wasser wird aber, eil hierbei kein chemischer Process Statt findet, wenig oder gar keine Electricität bemerkbar. Bei cs und de . und en Nn fir un ben b duct. 0 ich ul e, r · ü—̃ ͤ——U—— 728 der Vereinigung mancher verschiedenartiger Körper ist die 3 der ELlectricität so gering, dass, wenn sie 1 werden soll, sehr empfindliche Electricitätsmesser angewendet werden müssen. Da sehr oft die Vereinigung der Körper unter Wärme und Teuerentwichelung geschieht, und wir Wärme und Feuer auch bei der Neutralisation der entgegengesetzten Electricitäten wahrnehmen, 50 schliessen wir mit Grund hieraus, dass mich nur das bei der Verbrennung gewisser Körper entste- hende Feuer eine Folge 8 sich ausgleichenden Elec- tricitäten sey, sondern dass auch die Temperaturer- höhung, welche bei den chemischen Verbindungen Zweier Pore Statt findet, von der Neutralisation der Electricitäten herrühre. Man hat gesehen, dass es durchaus nicht Zu- fällig ist, welcher Körper bei der Berührung posi- t ĩ v- 3 welcher negativ electrisch Wirk, viel- mehr hat man sich überzeugt, dass gewisse Stoffe vorzugsweise die positive, 1 dagegen die nega- tive Electricität annehmen; besondere daraus, dass, w. dies erkennt man ins- enn zusammengesetzte Kör- per durch die Galvanische Säule zerlegt werden, gewisse Stoffe sich am positiven, andere am nega- tiven Pole sammeln. Es giebt indess zwei Stoffe, welche sich in ihrem electrischen Verhalten stets gleich bleiben, nämlich der Sauerstoff und das Ka- lium; denn ersterer begiebt sich bei der Zerlegung der Körper, Worin er vorkommt, immer zum posi- tiven Pole, statt dass sich das Kaum stets am ne— gativen Pole der Säule ansammelt. Das Chlor ver- hält sich in seinem electrischen Verhalten dem Sau- erstoff noch am ähnlichsten, Wogegen alle übrigen Stoffe solut- dersell deren werder Berühr lium v. absolut wären Schwef fel ver! Metalle gegeng in alle kann, per 5 werden andere als den einfach in ne. jenigen gebörer die auf nun de Kalium stehen, schen! in der sich y noch d dchafte u in ].. ꝗ M.. 729 Stoffe nur relativ- electrisch sind, oder keinen ab- solut-electrischen Gegensatz bilden, 80 dass also lennthr I 60 gerüg, z ehr kuplach len miei, der ige g. schelt, lf Neuteil 6 derselbe Stoff, welcher in Beziehung zu einem an- deren positiv electrisch wird, negativ- electrisch werden kann, wenn er mit einem dritten Körper in Berührung kommt. Wäre kein Sauerstoff und Ka- lium vorhanden, so würden Chlor und Natrium die ahnden, absolut electrisch- entgegengesetzten Körper seyn, und Wären auch diese nicht da, so würden Lithion und Schwefel deren Stelle einnehmen, denn der Schwe— fel verhält sich zum Sauerstoff positiv-, gegen alle Metalle aber negativ- electrisch u. s. W. Die ent- gegengesetzten Electricitäten erregen sich überhaupt „ d n i er Vr at 158 leigt dhe lie Naur ben Jedult der Mile in allen Körpern wechselseitig, und ein Körper 3 kann, bei der Berührung mit einem anderen Kör— Irchaus nit per b in dem Falle positiv- oder negativ- electrisch Bering werden, dass der Körper 5 für die eine oder die disch ird. fe andere Electricität eine grössere Verwandtschaft hat, 85 geri d als der Körper 4. Diesem zufolge hat man die gen dk ln einfachen Stoffe in zwei Klassen getheilt, nämlich 19 1 10 in negativ- und positiv electrische; denn die- mens li jenigen Stoffe, welche zu den positiv- electrischen zelt rn gehören, zeigen jedesmal positive Electricität, sobald ander in der sie auf Stoffe der negativen Klasse einwirken. Da dess Wei dl, nun der Sauerstoff an der Spitze der negativen, das Kalium dagegen an der Spitze der positiven Stoffe stehen, so sind alle übrigen einfachen Stoffe Zwi- schen Sauerstoff und Kalium geordnet, wonach denn Verhalten falk uud d j der Lern, Uner zun. am stets an 4 Das Chlor f. alen den- n all Aigen in der Mitte diejenigen Stoffe zu stehen kommen, die sich weder durch sehr bemerkbare electro- negative, noch durch sehr bemerkbare electro- positive Eigen- schaften auszeichnen. Die Stoffe, welche dem Kali- um in ihrem electrischen Verhalten am nächsten — rr.%⅛—0—t:—˙Ä—... 730 kommen, heissen electro- positive, und qdieje- nigen, welche dem Sauerstoffe am ähnlichsten sind, electro- negative. Die Stoffe, welche für uns Interesse haben, bilden muthmaasslich folgende abge- kürzte Ordnung: Sauerstoff. Chlor. Schwefel. Stickstoff. Jod. Fluor. Phosphor. Kohlenstoff. Silicium. Wasserstoff. Eisen. Mangan. Aluminium. Talcium. Calcium. Barium. Natrium. Kalium. Der Körper, welcher in dieser Reihe vom Sau- erstoff abwärts steht, verhält sich gegen alle vor- hergehenden positiv-, gegen alle nachfolgenden hin- gegen negativ-electrisch. Aber nicht nur die einfachen Stoffe verhalten sich positiv- und negativ-electrisch, sondern auch die aus 2 und mehr Stoffen zusammengesetzten Kör- per. Gewöhnlich hängt hierbei die Beschaffenheit der Electricität von demjenigen Radical der Verbin- dung ab, welches in Beziehung zu dem mit ihm ver- hunden und ne Hegel 0 erstollat gegen N Körper jon ger bindung Nadical Verbind dchweke golf, 8 fiyv-elec alive 5 talle, vor zu, dungen, sitzen, bindung sind, Salzbas- electrist nem po Digensch und es iy. elec bindung gansäur, Im je elect electro. dauerst kelsäure 731 ie ud 5 5 i 5 1 1 10 bundenen electro- positiv erscheint. Der positive auulichsteg; 8 f 8* 8 1 70 und negative Zustand oxydirter Körper hängt in der b Felke fit; 5 1 Regel von der Anzahl der mit ihm verbundenen Sau- 10h lage erstoffatome ab, das Manganoxydul ist daher positiv gegen Mangansäure. Tritt ein electro- negativer Körper mit einem ebenfalls electro- negativen, d. h. von geringerem Grade, zusammen, so ist ihre Ver- bindung gleichfalls negativ- electrisch, ist aber das Radical electro- positiv, so ist gewöhnlich auch die Verbindung positiv-electrisch. Verbinden sich z. B. Schwefel und Sauerstoff, oder Phosphor und Sauer- stoff, so entstehen daraus Körper, die wieder nega- tiv-electrisch sind; verbindet sich dagegen der ne- gative Sauerstoff mit einem positiv-electrischen Me- talle, so geht daraus ein Körper hervor, welcher vorzugsweise positiv-electrisch ist.— Verbin- dungen, die negativ g electrische Eigenschaften be- sitzen, heissen Säuren, statt dass diejenigen Ver- bindungen, welche vorzugsweise electro- positiv sind, und vielleicht auch mit Säuren Salze bilden, Salzbasen genannt werden. Wenn sich ein negativ- electrischer Stoff in mehreren Verhältnissen mit ei- nem positiv- electrischen vereinigt, 80 werden die Jelr un du Eigenschaften des letztern imme; mehr abgestumpft, 1 ale. und es entsteht zuletzt eine Verbindung, die nega- 5 tiv electrisch ist; dies sehen wir z. B. bei den Ver- 95 115 cg g 5. l bindungen des Mangans mit Sauerstoff bis zur Man- 0 gansäure. dae dell 3 a 1 5 5 ben Im Allgemeinen ist eine Säure um so stärker, aden l.. 5 a 1 115 je electro- negativer ihre Elemente sind, oder je N10 bell 0 1 8 8 3 14 ale electro- negativer sie durch Aufnahme mehrfacher geöchalklh. l 5 en Sauerstoffatome geworden ist, 80 2. B. die Schwe- der sech felsiure; statt dass eine Salzbasis um so stärker ist, 2228— EFD ̃ꝗ¶ͥ—ðͤ-ö3!:. 732 je electro- positiver ihr Radical ist, oder auch je weniger Sauerstoffatome sie enthält, so beim Kali. Ordnet man die Oxyde, welche sich wie Säuren und salzfähige Grundlagen verhalten, zwischen Kali, der electro- positivsten Base, und zwischen Schwe- felsäure, der electro-negativsten Säure, in der Art, wie die einfachen Stoffe zwischen Sauerstoff und Ka- lium, so kommen in der Mitte diejenigen Körper zu stehen, welche sich durch keine hervorragende electro- chemische Eigenschaften auszeichnen, und welche den allmähligen Uebergang von den Säuren zu den Basen bilden. Bei den Säuren und Basen, worin der Schwe- fel(oder ein anderer Körper) die Rolle des negati- ven Sauerstoffs vertritt, nimmt man ein ähnliches Verhalten wahr, doch ist der Gegensatz zwischen der stärksten electro negativen und stärksten elec- tro- positiven Schwefelverbindung bei Weitem nicht 80 auffallend, als zwischen dem electro- positivsten und electro- negativsten Oxyde, denn im Allgemei- nen besitzen die Säuren und Basen in Beziehung ihres Radicals einen um so ausgezeichneteren Cha- racter, je electro- negativer ihr electro-negativster Bestandtheil ist. Haben Säuren und Basen einen gemeinschaftli- chen electro- negativen Bestandtheil, so besitzen sie mehrentheils auch eine grosse Neigung, sich mit ein- ander chemisch zu verbinden und ihre entgegenge- setzten Electricitäten zu neutralisiren; aber das Be- streben, sich zu vereinigen, ist auch um so stärker, je weiter sie in der electrischen Reihe von einander entfernt stehen. Die hieraus hervorgehenden Ver- bindungen nennt man Neutralsalze, und besteht fer electr duuerstoff, dagegen a Die Neutr ler noch sauren u relche de nente und ros negati zus einem an Halo! Aus lie beide sich zu v ten Körp Diese ble wieder 21 zen, wele einfache zammeng. gen mit Das Was ist Z. B.! ren Verb schwefelst verschied dlolfe mi Schwefel doch in Fandthei in dem in dem weil. 1 733 ist, ggf al % 90 hein 1 ie sich pie hz der electro- negative Bestandtheil dieser Körper aus Sauerstoff, so sind es Sauerstoffsalze; besteht er 0, al 5 aus Schwefel, 80 8 es Sch a e e dag Die Neutralsalze nehmen indess noch so viel Säure, gur, 0 oder noch so viel Base auf, dass sie dadurch zu e üb sauren und zu basischen Salzen werden. Salze, Sauer ul! 1 welche dagegen aus einem electro- negativen Ele- Leeni N gen in mente und selbst aus einer zusammengesetzten ele- eine ben. 8 3„ e knn tro- negativen Verbindung, nämlich aus Ryan und aussehn, u aus einem electro- positiven Metalle bestehen, heis- g en m sen Haloidsalze. Aus dem Grunde, dass die Stoffe nur durch Worin det de die beiden Electricitäten das Vermögen bekommen, e Holle dg sich zu verbinden, folgt, dass die zusammengesetz- man ein iht ten Körper immer aus 2 Stoffen bestehen müssen. egen Diese bleiben nun einfach, oder sie vereinigen sich ind stätten, wieder zu zusammengesetzten Körpern. Verbindun- bei Mein i. gen, welche aus mehreren Stoffen bestehen, sind daher electro. pie einfache mit einfachen, zusammengesetzte mit Zu- dena in Aa sammengesetzten, oder einfache binäre Verbindun- el in Nun gen mit zusammengesetzten binären Verbindungen. zeichneten li Das Wasser, als eine einfache binäre Verbindung, glectw. lk ist Zz. B. im Alaun mit der zusammengesetzten binä- ren Verbindung von schwefelsaurer Alaunerde mit n geen schwefelsaurem Kali vereinigt, und obwohl hier die * 9 2 80 bein „ Ing, 01 ihre eatgegel verschiedenen Glieder der Verbipdungen 2 einfache Stofke mit einander gemein haben, nämlich den Schwefel und den Sauerstoff, so ist der Sauerstoff doch in beiden Gliedern der electro- negative Be- 1 nie. 5 iber ds 1 1 standtheil. In solchen Fällen erscheint also ein Stoff u Un 110 1 7 0 in dem einen Gliede als der electro- positive, und ile Jon e aurchertn fe 1 ll in dem andern als der electro- negative Bestand- theil. Zuweilen sind aber auch die verschiedenen 65 Dr ̃%⅛—ꝙcẽ' ˙* r.]—⅛—iee 7˙. ⁵˙⅝ꝛ᷑pT C 734 Glieder eines zusammengesetzten Körpers in der Qua- lität völlig übereinstimmend, dagegen in der Ouan- tität verschieden, so z. B. im Magneteisenstein, denn dieser besteht aus Eisenoxyd, welches dessen nega- lüver Bestandtheil, und aus Eisenoxydul, welches dessen positiver Bestandtheil ist. Dass die chemische Verwandtschaft den Wir- kungen electrischer Kräfte unterworfen sey, geht, wie wir früher gesehen haben, besonders daraus hervor, dass nicht nur die binären, sondern auch die zusammengesetzten Körper durch Einwirkung der Electricität eine Zersetzung erleiden, und dass sich hierbei gewisse Bestandtheile um den positiven und andere um den negativen Pol ablagern. Der Sauerstoff begiebt sich bei der Zerlegung eines binä— ren, Sauerstoff enthaltenden Körpers, stets zum po- sitiven pole und verhält sich mithin negativ elec- trisch; dies ist aber in der Regel auch mit denjeni- gen Körpern der Fall, die einen Stoff enthalten, welcher dem Sauerstoffe in seiner chemischen Natur sehr nahe kommt, so dass auch dieser am positiven Pole der Säule abgeschieden wird. In keinem Zu- sammengesetzten Körper haben sich aber die Elec- tricitäten bis zur völligen Indifferenz ausgeglichen, so dass die mehrsten Verbindungen entweder etwas positiv-, oder etwas negativ-electrisch sind; oder sie haben sich nur in so weit ausgeglichen, dass sie Ver- bindungen erzeugen, die gegen andere Verbindungen positiv oder negativ- electrisch sind. Da nun alle chemischen Verbindungen die Er- folge von den entgegengesetzten electrischen Eigen- schaften der Körper sind, oder da jede chemische Verbindung von den entgegengesetzten Kräften der poeiliyen U nuss man ler und Ferbindun; de Körper welche ein lass bei j. gabe Polari lin chemie en Wesen sdemische Hectricität Bietet etzten KC den schon schieden i einer elect h muss ei gesetzte K. nit welche flectrische ler älterer serwand en Körper lestekt, estandthe w erkolgt len wir di 80 wi nische Pr Lärver in besp en, Aüaische 735 ers ng, positiven und negativen Electricität abhängig ist, 80 egen uin muss man die Electricität für die Ursache, sowohl neten, aller und jeder Zersetzung, als jeder chemischen chez legen Verbindung betrachten. Man nimmt hierbei an, dass norpcal, 5h die Körper aus kleinen Partikeln(Atomen) bestehen, welche einen Plus- und einen Minuspol haben und dtschat den h/ dass bei jeder chemischen Verbindung die electri- worfen d, sche Polarität dieser Partikeln in Thätigkeit gelange. bank. Ein chemischer Process ist folglich in seinem inne- ren; wen ren Wesen ein electrisches Phänomen, wesshalb die dun ini chemische Theorie auch nur vollständig durch die prleidel, fl Electricität entwickelt werden kann. un el en Bietet man einem aus 2 Stoffen zusammenge- 0 115 0 setzten Körper einen dritten Stoff dar, welcher von rleguug ee, den schon verbundenen Stoffen mehr electrisch ver- ers, leb! schieden ist, oder ihm hinsichtlich der Intensität N eld Al cuün diele seiner electro- negativen Eigenschaften entfernter steht, thin neralf 5 so muss eine Zerlegung erfolgen, indem der hinzu- 1 gesetzte Körper sich mit demjenigen Stoffe verbindet, ebend mit welchem er aus obigen Ursachen einen grössern ler ps electrischen Gegensatz bildet; dies ist das, was wir, 1 120 der älteren Ansicht gemäss, die einfache Wahl- e verwandtschaft nennen. Setzt man dagegen ei- aher die Leb gealtben „enn dlz 0 nen Körper hinzu, welcher aus zwei Bestandtheilen besteht, die beide einen grössern Gegensatz zu den Bestandtheilen des zu zerlegenden Körpers bilden, so erfolgt seine Zersetzung noch leichter; dies nen- N lb 0 5 6 nen wir die doppelte Wahlverwandtschaft. ere Verbüududk n ellseder e ch du ddr So wie man nun gefunden hat, dass jeder che- . 5 mische Process durch den electrischen Gegensatz der ncungen 005 Körper in's Leben gerufen wird, so hat man auch cable ges nden, dass der electrische Gegensatz durch die jede da chemische Beschaffenheit der Körper bedingt wird. ten vin — r.————— V—— — A ů—. 736 Man nennt dieses Electrochemis mus, und das Verhalten der Körper in dieser Hinsicht ihr ele c- tro chemisches. Das electrochemische Verhältniss der Körper zeigt uns nicht nur, dass in jedem zu- sammengesetzten Körper Bestandtheile von entge- gengesetzten electrischen Eigenschaften vorhanden seyn müssen, sondern auch, dass diese Bestandtheile durch eine Kraft zusammengehalten werde, welche dem Grade ihres Gegensatzes proportional ist. Durch Hülfe der Electricität können wir daher erforschen, welche Atome eines Körpers sich positiv-, und wel- che sich negativ- electrisch verhalten; denn wenn Fir dem zu untersuchenden Körper nur eine der beiden Plectricitäten zuführen, so wird der gleich- artig electrische Bestandtheil abgestossen, statt dass der ungleichartige angezogen wird. Die Electricität ist überhaupt für den Chemiker diejenige Kraft, wo- durch ihm die Zerlegung der zusammengesetzten Körper am vollständigsten gelingt; denn die kräf- tigsten chemischen Verwandtschaften sind mittelst derselben überwunden worden, doch in so fern nur, als die Körper von der Electricität durchströmt wer- den; denn eben so wenig als vollkommene Nichtlei- ter von der Electricität afficirt werden, eben 80 wenig ist dieses bei vollkommenen Leitern der Fall. Die Electricität im neutralen Zustande(d. h. die positive Electricität durch die negative gesättigt) kann aber keine Veränderungen in den Körpern her- vorbringen, indem hierin die eine Electricität ihre Kraft auf das Niederhalten der andern verwendet. Wenn Wasser durch Einwirkung der Elecixici- tät(mittelst der Voltaischen Säule) zerlegt Wird 80 verwandelt es sich in Sauer- und Wasserstoff; der duuerstoff er Säule wogegen Jupferpole flectrisch lier Wass ge sich n und so um aber tren. der Mitte lie beiden Ist de Electricit' dirt, une leit, so zus e iner setzten FI Sehr per durcl bestandth folgenden oder Qua erste mit verdünntei der; verb ehwas hin. taucht mi diule in Jung; 80 les Wasz Kalzsäure lünnte 80 e eine 9 737 Sauerstoff wird vom positiven Pole(dem Zinkpole) der Säule angezogen, weil er negativ- electrisch ist, wogegen der Wasserstoff vom negativen Pole(dem neus, un Hinsicht ir l ische erg das in fin 1 Kupferpole) angezogen wird, weil er sich positiv- heile Jun electrisch verhält. Die positive Electricität scheint chatten putz hier Wasserstoff am Minuspole zu entbinden, weil diese het sie sich mit der negativen Electricität neutralisirt, ten perde,. und se umgekehrt Sauerstoff am Pluspole. Vielleicht hortibna& Ju. aber trennen sich auch Sauer- und Wasserstoff in ir dale ncht der Mitte zwischen beiden Polen, oder da, wo sich Posith, ul die beiden Electricitäten begegnen. halten du un Ist der Draht, durch welchen sich die negative per u i Electricität einer Voltaischen Säule entladet, oxy- 90 kit ar n dirt, und geschieht die Entladung in einer Fliiss ig- eetoteb. dl keit, so wird das Oxyd reducirt, und es bildet sich 4. Dee det aus einem Sauerstoffe und dem Wasserstoffe der zer- lese bel setzten Flüssigkeit, Wasser. 1 Sehr merkwürdig ist die Zersetzung der Kör- per durch die Electricität und Ueberführung ihrer Bestandtheile zu den befreundeten Polen der Säule in folgenden Fällen: Setzt man 3 Schalen von Achat oder Quarz neben einander, füllt man hierauf die Zusdlunengs pt; denn k alten ziud ne och in 5 fl it durcbstünt wb. fu erste mit einer Kochsalzlösung, die mittelste mit Ikomnere Mette verdünnter Schwefelsäure und die dritte mit Was- 1 U 1 erde, kbel!! 5 1 1 i 1 0 ser; verbindet man alsdann die Flüssigkeiten durch eilen dere 3 5 „ Leiber 1 etwas hineingehängten, angefeuchteten Asbest, und f 0. 5 a nk taucht man zuletzt den Minuspol der Voltaischen vagen g de lige 10 Lectriciit!“ Säule in das Wasser und den Pluspol in die Salzlö— sung; s0 wird sowohl das Kochsalz, als ein Theil des Wassers zerlegt, und es entsteht Natron und „aueh 8. 5 dern verde Salzsäure; ersteres wandert dann durch die ver- J 0 eld 9 1 2 25 8 8 5 ung ler. dünnte Schwefelsäure der mittleren Schale(obgleich act 0 es eine grosse Verwandtschaft zu derselben hat) nnd 5„ dl el 8 8——— 5— 3——— 2— rr] ͥ˙wm———... e a 5————— 2 5 738 begiebt sich zum negativen Pole, also zu dem Was- ser in der dritten Schale, wogegen die Salzsäure beim positiven Pole in der ersten Schale bleibt. Thut man in die eine Schale eine Kochsalzlösung, in die mittelste salpetersaures Silber und in die drit- te Wasser; so wandert die Salzsäure, obschon sie zum Silber eine grosse Verwandtschaft hat, dennoch dureh Mie Silberlösung und geht zu 1 55 ihr be- freundeten positiven Pole; füllt man die mittlere Schale mit Lackmustinctur, so geht, was höchst wunderbar ist, die Säure hindurch, ohne im Min- desten die Farbe des Lackmus zu verändern. Giebt man endlich in ein Gefäss eine Auflösung von schwe— felsaurem Kali, hierauf eins Schicht Wasser und dann behutsam eine Auflösung von Salmiak, und leitet in die erste Flüssigkeit die negative, in die letzte da- gegen die positive Electricität, so sammelt sich in der ersten Flüssigkeit gleichzeitig Ammoniak und Kali an, in letzterer dagegen Schwefel- und Salz- säure.— 1 Aus diesen höchst merkwürdigen Erscheinungen Wird es sehr wahrscheinlich, dass auch im Boden, weil dessen verschiedene Schichten wie eine schwa- che Voltaische Säule wirken, durch galvanische Strömungen ähnliche Zersetzungen und Ueberfüh- rungen entstehen, wodurch dann gewisse Bestand- theile des Bodens in die verschiedenen Erdschichten gelangen, oder manche Körper des Untergrundes in die Oberfläche, und umgekehrt manche Körper der Oberfläche in den Untergrund geführt wer- den mögen, zumal da nicht allein flüssige, son- dern auch feste, in Wasser unauflösliche Verbindun- gen, sobald sie einen, oder mehrere in Wasser 16s- che Beste ibität 2. kuchtet, aud. D geben wir lauge Zeit gelangt dk leit. Di de Lerset lafte Ero llärt were angebaute weiter ei Ein einem po Wasser Lisenblec Vereinigt Sauerstof scheinlic bität in sleses y manche Tutstehur denn das einem ne binzukon Wassers Stückstoß Vielleicl ache, tete The lweitet. A 8 h ˙-» ² w ̃².u1lNXN x. ⅛ ˙mwa ̃ ̃ wu ̃ AV.“ 1„Ä—— 739 ads9 dea h egen d dh liche Bestandtheile enthalten, durch die erregte Elec- sten Schl 0 tricität zerlegt werden, wenn sie mit Wasser be- ine Noche feuchtet, ihrem fortwährenden Einflusse ausgesetzt per uud in dg, sind. Dass dieses Wirklich der Fall seyn mag, zsiute, duc sehen Wir beim Basalte, denn wird er angefeuchtet, achat t. fn lange Zeit der Berührungselectricität ausgesetat, 50 0 b i N gelangt das in ihm befindliche Kali zuletzt in Frei- mn bh bl heit. Durch dergleichen im Boden vor sich gehen- gel wü de Zersetzungen können vielleicht manche räthsel- hafte Erscheinungen beim Pflanzenwachsthume er- klärt werden, z. B. warum oft ein Verkümmern der angebauten Getreidearten Statt findet, ohne dass wir reh, din l veränden dg uflosuug n a. 1 f; 1 weiter eine Ursache davon anzugeben wissen. 1 Ein Metall oxydirt sich leicht, wenn es mit 05 1 0 einem positiveren Metalle in Verbindung steht und * 1 Wasser gegenwärtig ist, z. B. Eisen im verzinnten 80 Sanne al. Eisenbleche. Wenn hierbei auch das Wasser die Vereinigung des Eisens mit dem atmosphärischen Sauerstoff vermittelt, so ist es doch sehr Wahr- scheinlich, dass es selbst durch die erregte Electri- lig Ammon! heel. ud zen lach cität in Sauer- und Wasserstoff zerlegt wird. Ist 5 ad n dieses Wirklich der Fall, so lassen sich dadurch a wren dite manche andere Erscheinungen erklären, z. B. die durct Pc, Entstehung des Ammoniaks im gebrannten Thone; en ul 11 denn das Eisenoxydul desselben wird, wenn es mit 1 gent en einem negativeren Oxyde in Berührung gelangt, das kene Lilie hinzukommende Wasser zerlegen, dadurch wird dann des Laken Wasserstoff frei und dieser kann sich nun mit dem Kl Ui Stickstoff der Atmosphäre zu Ammoniak vereinigen. 90 E f f Vielleicht ist die erregte Electricität auch die Ur- i Hage, sache, dass der getrocknete und hierauf angefeuch- e tete Thon einen ganz eigenthümlichen Geruch ver- o u War l breitet. 47* — rr ˙³—— ̃—7§⏑: 71. ̃7—+Ü◻20ꝗñꝗ] ä 740 Will man Wasser oder eine Substanz, die im Wasser gelöst ist, durch die Berührungs-Electrici- tät zerlegen, so befestigt man an der untersten Zink- platte und an der obersten Kupferplatte der Voltai- schen Säule Drähte von Metall, und leitet diese in eine Glasröhre, worin sich die Flüssigkeit befindet, doch so, dass sie sich nicht gänzlich berühren. Be- steht die Flüssigkeit nur aus Wasser, so wird sie in Sauer- und Wasserstoffgas zerlegt, ist sie dagegen ein anderer Körper, z. B. Schwefelsäure, so setzt sich an dem Drahte, welcher vom Kupfer kommt, Schwefel ab, und an dem, welcher mit dem Zink in Berührung steht, wird Sauerstoffgas entwickelt; doch gehört hierzu auch, dass der Draht, an wel- chem sich der Sauerstoff aussondert, aus einem Me- talle bestehe, welches sich nicht leicht mit Sauer- stoff verbindet, dieserhalb nimmt man hierzu auch immer Platindraht.— Gyps in Wasser gelöst, wird 50 zerlegt, dass sich dessen Kalkerde am Kupferpole und dessen Schwefelsäure am Zinkpole ablagert, denn Sauerstoff und Säuren werden vom negativen-, Wasserstoff und Salzbasen dagegen vom positiven Pole abgestossen. Soll übrigens die Zersetzung der Körper schneller erfolgen, so ist erforderlich, dass der Draht, so weit er in die Flüssigkeit getaucht ist, platt sey. Ein Beispiel, wie die Electricität in ihren Wir- kungen selbst die empfindlichsten Reagentien über- triflt, und wie sich die geringste Menge irgend eines, in einer Flüssigkeit enthaltenen Körpers dadurch ab- scheiden lässt, liefert das Manganoxydul; man thue zu dem Ende eine sehr verdünnte Auflösung von essig- saurem Eisen- und-Manganoxydul in eine Porcellan- Schale u. leit, dass ban ni in leitend 90 wirden setzung u ferstoff de hen tritt e pdul, ur aun auf Heibt aber Nehm weder mi einer Alm wird dur sche Atme nahmig e zuch nich zellen, d abgeschie Plus- od für sich in Verbir betzten E chen oder Stoffe ei atzen, d ist es auc sie sich einen Th einer At Hectrieit ches posi 741 ü, 5 8 übrig. lag schaale und hange zwei Platinbleche so in die Flüssig- der Untengten) keit, dass das eine mit dem positiven-, das andere da- erplatt d hi gegen mit dem negativen Pole einer Voltaischen Säule und lat l in leitender Verbindung stehe. Ist dieses geschehen, so Wird man bald bemerken, dass eine Wasserzer- setzung und Gasentwickelung Statt findet; der Was- serstoff des Wassers entweicht, der Sauerstoff dessel- ben tritt dagegen vom positiven Pole an das Mangan- oxydul, und verwandelt es in Oxyd, welches sich als- dann auf dem positiven Bleche absetzt. Das Eisen bleibt aher in der Flüssigkeit aufgelöst. Nehmen wir an, dass die Atome der Körper ent- weder mit negativer oder positiver Electricität, mit einer Atmosphäre der Electricitäten umgeben sind, 80 wird durch Zuführung von Electricität ihre electri- sche Atmosphäre hergestellt; da sich nun das gleich- Flüsse Ml lich beriban ser, dy pit h zt, it r gg vefelszur, 5 om Nur hung cher nit n stofgas ahi er Dralt, ur rt, aus eilen; t leicht nit d. ö 1055 19 nahmig electrische abstösst, 80 können die Atome Taser zel auch nicht verbunden bleiben. Man kann sich vor- rde en Ini stellen, dass Stoffe, welche aus ihren Verbindungen Link 5 abgeschieden werden sollen, eine bestimmte Menge in jun gal Plus- oder Minus-Electricität zu ihrem Bestehen en Jon mi für sich bedürfen, und dass sie sich nur desshalb lie Lg f in Verbindung halten, weil sich ihre entgegenge- erbt, setzten Electricitäten in der Verbindung ausgegli- füssizlel a chen oder neutralisiret haben; denn da die Atome der Stoffe eine ihnen eigenthümliche Electricität be- tät in ihrn sitzen, deren sie sich niemals entäussern können, so Reagellin in ist es auch unmöglich, dass die Atmosphäre, in der 1 ind di sie sich befinden, neutral bleibe; sie werden also pen fru“ einen Theil der Electricität zersetzen und sich mit aal; van le einer Atmosphäre umgeben, welche ihrer eignen flu lu Electricität entgegengesetzt ist. Jedes Atom, wel- i gun lane ches positiv electrisch ist, wird desshalb eine ne- 742 gative, und jedes Atom, welches negativ- electrisch ist, eine positive Atmosphäre um sich erzeugen. Kommen daher zwei solcher Atome mit entgegenge- setzter electrischer Atmosphäre in Berührung, 0 erfolgt unter diesen eine Neutralisation, und sobald beide Atome stark electrisch sind, auch Wärme und Licht. Mögen sich nun auch die Eleotricitäten der Atome- Atmosphären bei der Vereinigung aufheben, so muss die Verbindung dessenungeachtet stätig seyn, indem die Atome selbst ihre eigne Electricität bei- behalten. Hiernach finden also bei den Verbindun- gen der Körper eigentlich zwei verschiedene An- ziehungen Statt, nämlich eine zwischen der Atmos- phäre der Atome und eine andere zwischen den Atomen selbst. Die Electricitätserscheinungen der ersten Anziehung sind vorübergehend, statt dass die der letzten bleibend sind. Reiner e Wir daher bei den chemischen Reactionen Electricitätsentwickelung, s0 rührt dieses von der Freiwerdung derjenigen Rietz tricität her, welche die Atome um sich angesammelt haben; doch dürfen wir nicht unberücksichtigt las- sen, dass sie auch dadurch entstehen Fa dass Gen Instrumente, womit man die Electricität misst, Electricität entzogen wird.— Der electrochemischen Theorie gemäss, sind also die Verbindungen der Körper nur dear daurend, dass sich die Atome mit ihrer eigenthümlichen Plectrieitzt einander ent- gegen wirken; s0 dass dies auch der Grund ist, warum diejenigen Verbindungen die festesten sind, deren Atome sich wegen ihrer grossen electrischen Spannung am Woitesten von einander entfernt hal- ten. Kommen in einer Verbindung mehrere gleich- artige Atome vor, so müssen diese natürlich ab- 1 gossend!? eine Verb liren A pelche 2 Jessbalb! Suerstoff ad das ihgiebt. Durch ammenges ziebt, vi fälle, We einander aber ihr. schränkt, welche 51 zeugen le dass sich de, denn ge fortge gen entst tricität, tumultuar einigen, zen einane nigstens cität dure eine schy oft ganz e Kurzer Te Leit auc huge ein verbunden egziiy. dag, I elch bn me nit alte i Münz bt, l gl 0 auch n ie Eagizt Telugu; 1 geaclt bei fh 0 ne Ile 10 1 bei da feu i vegan d. Wischen in lun dere ür! erscbehng zend, tit da, ken pin di icitätzenpyidez g erg; m sich Agen bericht stelen Bun 9 Llechiatt ni elettettenücke Verbüugu, 488 Alb die A oitet euer 5 U det Cruad lie seskestel 1 Ossen eech fan der knttet 1 melrele g 1 id ... ⅛„„ d „ P0000 5 1 0—— 2 5—— 743 stossend auf sich selbst einwirken, und desshalb ist eine Verbindung, die nur aus 1 positiven und 1 ne- gativen Atome besteht, fester, als eine Verbindung, welche 2 positive und 1 negatives Atom enthält; desshalb lässt z. B. das Fig panl sein eines Atom Sauerstoff sehr schwer fahren, wogegen das Eisen- oxyd das eine seiner beiden Sauerstoffatome leicht abgiebt. Durch die Electricität können nicht nur die zu- sammengesetzten Körper zerlegt werden, sondern es giebt, wie wir schon früher gesehen haben, auch Fälle, wo sie die einfachen Stoffe zwingt, sich mit einander zu vereinigen; im Ganzen genommen ist aber ihre Wirkung in dieser Hinsicht sehr be- schränkt, indem wir nur wenige Körper kennen, welche sich durch Einwirkung der Electricität er- zeugen lassen; freilich dürfen wir wohl annehmen, dass sich dieses in der Natur anders verhalten wer- de, denn statt dass hier durch schwache und lan- ge fortgesetzte electrische Einwirkungen Verbindun- gen entstehen können, sind durch Künstliche Elec- tricität, weil dabei ihre Kräfte zu heftig oder 2zu tumultuarisch einwirken, nur solche Stoffe zu ver- einigen, welche die stärksten Verwandtschaften ge- gen einander besitzen. Als gewiss dürfen wir we- nigstens annehmen, dass die Intensität der Electri- cität durch die Zeit ersetzt werden kann, 80 dass eine schwache, aber lange einwirkende Electricität, oft ganz dasselbe bewirkt, als Was eine intensive in kurzer Zeit vollbringt; da man nun in der neuerm Zeit auch wirklich durch äusserst schwache, aber lange einwirkende Electricität Stoffe mit einander 3 hat, die früher auf directem Wege nicht 744 mit einander verbunden werden konnten, so dürfen Wir auch annehmen, dass im Boden sowohl Entmi— schungen als Zusammensetzungen durch die hier er- regte, wenn auch sehr schwache Berührungselectri- cität herbeigeführt werden. Es ist eine sehr merkwürdige Erscheinung, dass durch Erhöhung der Temperatur die electrische Ei- genschaft der Körper oft bedeutend gesteigert wird; rothglühendes Eisen zersetzt z. B. den Wasserdampf, auch wenn er noch nicht die Temperatur des Eisens besitzt; das Eisen verhält sich hierbei, durch Zu- führung von Wärme, gegen den Kalten Sauerstoff des Wassers positiver, als der Wasserstoff gegen den Sauerstoff im kalten Wasser; rothglühendes Ei- senoxyd wird dagegen durch Wasserstoff desoxydirt, indem sich der heisse Sauerstoff des Eisenoxyds ge- gen den kalten Wasserstoff negativer, als gegen das Eisen verhält. Sowohl dies als mehreres Andere, hat uns gezeigt, dass wir die chemischen Erschei- von der electrochemischen Ansicht ausge- hend, erklären müssen; es ist dadurch deutlich ge- worden, warum die mehrsten binären Körper ent- weder Alkalinität oder Aciditat besitzen, oder Wess halb, wo je 3 einfache Körper zusammen verbun- den erscheinen, man sich darin eine Basis und eine Säure denken könne; ferner, wesshalb bei zusam- mengesetzten Verbindungen derselbe Bestandtheil, in einem verschiedenen electrischen Verhältnisse zu dem anderen Theile der Mischung steht; wie das Wasser in Verbindung mit solchen Metalloxyden, die sich den Säuren nähern, die Rolle der Basis über- nimmt, und wie es in Metalloxyden, die nur ba- sisch sind, die Rolle der Säure spielen könne; wie nungen 7 dach Du Basis und mei Säur zusgleiche Möge ihrem jetz reichen, Fallständit ren Entyi führt, un gchaften. Von (hith Erst die Chem deutlicher dungsverl und dadu. schaft seh. zuch ihre leichtert. man zu d Stolle in! einigen, mässigkeit vom Beka Verbindut Voraus —. ² f— 5*————— 745 unten. 9 00 f. 5„ 9 2 den cool) N(nach Du Menil), zwei neutrale Salze, mit gleicher 0* 2 9 0 0 2 cui de h, Basis und einer Säure, oder mit einer Basis und ll beibwgg, Z Wei 3 gegen einander positiv und negativ sich 65 ausgleichend seyn können u. s. w. Möge nun auch die electrochemische Theorie, ihrem jetzigen Umfange nach, noch nicht völlig aus- reichen, um dadurch alle chemischen Erscheinungen e. zu erklären, 1 hat sie 9 5 zur besse- eh ren Entwickelung der chemischen Erscheinungen ge- i führt, und überhaupt zu der aller Naturwissen- e bh e. schaften. ö Edding, die ceerch 6 ud gebleier f 1 Balke Ne Wasendt g ollglllalz 8serskoff den des Brun Von den chemischen Proportionen ker, ab gen.(Arithmetik der Elemente, Stöchiometrie). mehreres drt, bemüschen Lak Erst von der Zeit an, als die Mathematik auf ien Apdiclt die Chemie angewendet worden ist, hat man einen durch deulleh;; deutlichen Begriff von den mannigfaltigen Verbin- nären re dungsverhältnissen der elementaren Stoffe bekommen, itzen, ce. und dadurch ist die Chemie nicht nur als Wissen- usamuen webu schaft sehr viel weiter befördert, sondern dies hat ne Dat lot eie auch ihre Anwendung auf Künste und Gewerbe er- bal) be r leichtert.— Durch Hülfe der Mathematik gelangte be Bend man zu der Ueberzeugung, dass, obgleich sich die Stoffe in sehr vielen Verhältnissen mit einander ver- 1 Perläluise! 5 einigen, doch eine bewunderungswürdige Gele gelt; wie l letelonde, mässigkeit hierbei herrsche, so dass man denn auch, 0 il vom Bekannten auf das Unbekannte schliessend, schon der Bis dle ö 0 l uur le Verbindungen zu Stande brachte, die man lange im u, die l. b ü le Voraus verkündigt hatte. Das Schwankende und en Aa 6 —— BP rPrPreeeeeeef.....—— 746 Unsichere in der Chemie ist, seitdem man sie mathe- matisch behandelt, verschwunden, wogegen Sicher- heit und Bestimmtheit an die Stelle getreten sind. Freilich ist durch die Mathematik noch nicht das innere Wesen der Körper erklärt worden, und wird auch wohl niemals dadurch erklärt werden, allein sie hat uns doch gezeigt, dass die Körperwelt nach festen unveränderlichen Gesetzen bestehe, wodurch ohne Zweifel sehr viel gewonnen ist. Die Lehre, welche von den Verhältnissen han- delt, in denen sich die relativen Mengen der Stoffe chemisch mit einander vereinigen, wird Stöchio- metrie, oder auch wohl die Mess kunst chemi- scher Elemente genannt. Da wir es nun insbesondere dieser Wissenschaft zu verdanken haben, dass man in der neuern Zeit in der Chemie 80 wichtige Entdeckungen gemacht hat; da man in ihr einen sichern Prüfstein für die chemischen Experimente besitzt, und überhaupt, da die Stöchiometrie die Grundlage der ganzen Chemie ausmacht, so ist es erforderlich, dass wir uns mit ihren wichtigsten Lehren etwas näher bekannt zu machen suchen; dies werden wir am besten können, wenn wir besonders dasjenige berücksichtigen, was uns Buff in seinem gründlichen Lehrbuche der Stö- chiometrie darüber sagt. Zuerst wollen wir von den Grundgesetzen der Stöchiometrie handeln und hierauf das Nähere ent- Wickeln.. Die chemische Thätigkeit bringt zwei Klassen von Körpern hervor; die einen bestehen aus che- mischen Gemengen, die anderen sind bestimm- te chemische Verbindungen. Chemische bemenge, 15) vnd een Verh. zuch hein gimmten 4s Verhö durch ein entstander lich durcl absolute geichgülti ander ste Zahl, v. mengeset in welch Stoff, oe Körper e wichte d halten; trische nisszah Atome, Früh. Stoffe aus zammenge weiter t diese Klet lei Grösse Wissen yr nungen N als Crös die Aton kinigung n min zh n, Wageger dec le gent i 1 noch Niet! orden, ut et perten e Nimerph n destele, pi, t. Verbihapn l Mepgn ir du „ Pint Rüdi. 58 unt Un, leser Mien 1 der Lebern“ ckungen gen. Prübdein fr nd iberbant, r guten lin dass hir u n aher behaart l m bezen l cköicliged, M brbucd⸗ dt l. aufen a5 Müber e dl ( mi a the a5 cl aud bestid — nene 747 Gemenge, 2. B. Metalllegirungen, entstehen zufäl- lig, und ihre Elemente sind in keinem gesetzmässi- gen Verhältnisse verbunden; sie lassen sich desshalb auch keiner Berechnung unterwerfen.— In den be- stimmten chemischen Verbindungen findet dagegen das Verhältniss ihrer Bestandtheile, mögen diese nun durch einfache Stoffe oder durch zusammengesetzte entstanden seyn, in der Art Statt, dass sie sämmt- lich durch Zahlen ausgedrückt werden können. Der absolute Werth dieser Zahlen ist indess hierbei gleichgültig, das Verhältniss aber, worin sie zu ein- ander stehen, unveränderlich, so, dass eine jede Zahl, welche den einfachen Stoff oder den zusam- mengesetzten Körper vorstellt, das relative Gewicht, in welchem er eine Verbindung mit einem andern Stoff, oder mit einem andern zusammengesetzten Körper eingeht, ausdrückt.— Die relativen Ge- wichte der Körper haben verschiedene Namen er- halten; sie heissen Massentheile, stöchiome- trische Werthe, Differenziale, Verhält- niss zahlen, Mischungs- und Atomgewichte, Atome, oder Aquivalente. Früher haben wir gesehen, dass man sich die Stoffe aus kleinen Theilchen(Atome, Molecüle) zu- sammengesetzt denke, und dass diese fest, nicht weiter theilbar und undurchdringlich seyen. Ob diese kleinsten Theile der elementaren Körper einer- ei Grösse haben, auch ob sie dieselbe Form besitzen, wissen wir nicht, doch wird es aus vielen Erschei- nungen wahrscheinlich, dass sie sowohl in der Form als Grösse abweichen. Da wir nun annehmen, dass die Atome undurchdringlich sind, so kann die Ver- einigung der verschiedenen Atome auch nur darin 748 bestehen, dass sie sich neben einander lagern.— Gleichartige Atome werden durch Adhäsion zusam- mengehalten, ungleichartige verbindet dagegen die electrochemische Kraft. Die chemische Verbindung der Atome erfolgt in sehr einfachen Verhältnissen, indem sich an ein Atom des einen Elementes 1, 2, 3, 4 Atome u. s. W. des andern lagern, oder auch wohl so, dass 2 Ato- me des einen, sich mit 3 oder 5 Atomen des an- dern vereinigen. Verbinden sich heterogene Atome der elementaren Körper, so entstehen daraus zusam- mengesetzte Atome, und wenn sich diese abermals vereinigen, so bilden sich dadurch Atome von noch zusammengesetzterer Art. Die Stärke, mit welcher sich die elementaren Atome zusammenhalten, ist aber hierbei jedesmal grösser, als die Kraft, mit welcher sich die zusammengesetzten Atome vereini- gen und in Verbindung halten.— Natürlich müssen hierbei die zusammengesetzten Atome einen grössern Raum einnehmen, als die Atome der elementaren Körper; erstere müssen aber gleichfalls eine ver- schiedene Grösse haben, denn ein Atom, welches aus A und 4 B zusammengesetzt ist, muss grösser als ein Atom seyn, welches aus Aund 2 B besteht; Wo indess, wie bei der Vereinigung gasförmiger Atome, das Gegentheil Statt findet, da lässt sich dieses ent- weder aus dem Entweichen der Wärmeatome oder auch daraus erklären, dass bei der Vereinigung ihre electrische Atmosphäre verringert wird. Doch hier- bei findet nur die Verringerung ihres Volumens, nicht die ihres Atomgewichtes Statt. Denken wir uns aber die Atome der elementa- ren Körper als gleich grosse Kugeln, so kann ein Atom von Diese fler stöe lisst sich Juantiläte zuderer K zem geri zuch den was man siellachten Durch chen Ver! die relati Verlältni. pichte ih dass sich bewichte, nigen Zus. binden. sentlichen der Aeq u portion. Die 2 sielmehr und diese denen ele daher auc dungen di setzt sie il ken. Da Hectricitz nischen mr binär, —.,— 7— 749 nander ln. Atom von nicht mehr als 12 Atomen berührt werden. Aan 5 Diese atomistische Hypothese ist die Grundlage indet cg! aller stöchiometrischen Untersuchungen; denn es lässt sich am besten dadurch erklären, warum die r Atome krüg Quantitäten irgend eines Körpers, womit sich ein idem zh 1 anderer Körper chemisch vereinigt, Multipla von ei- „ lune bn nem geringsten Antheile sind; wodurch wir also l 0, dab. auch den deutlichsten Begriff von dem bekommen, 5 Aung dg was man die multiplen Proportionen(die ver- helene ln vielfachten Verhältnisse) nennt. Durch sehr genaue Untersuchungen der chemi- hen dm nun. 7 schen Verbindungen hat man nicht nur gesehen, dass 1 die relativen Gewichte ihrer Elemente in eben dem 118 50 Verhältnisse zu einander stehen, wie die spec. Ge- ue wichte ihres gasförmigen Zustandes, sondern auch, N dass sich die Stoffe nach ihrem einfachen relativen Js die rat,. 8 8 8 5 5 Gewichte, oder in gleichem Volumen ihres gasför- 15 199. migen Zustandes in vervielfachten Verhältnissen ver- W binden. Die Stöchiometrie beruhet daher im We- e sentlichen auf zwei Grundgesetzen, nämlich auf dem 116 05 der Aequivalente und dem der multiplen Pro- ichfals ee. por tionen. n Aba, 5 Die Zahl der Verbindungen ist nicht unendlich, mus güne vielmehr ist sie durch gewisse Gesetze beschränkt, 120 t und diese beruhen hauptsächlich auf dem verschie- airnizt denen electrischen Verhalten der Körper. Wenn t echdese? daher auch einerseits die Körper bei ibren Verbin- armestoue 0 dungen durch die Electricität begünstigt werden, 0 Veriugug in setzt sie ihnen andererseits doch auch engere Schran- irc. hach lis ken. Da es übrigens nur zwei entgegengesetzte ihrs Jau FElectricitäten giebt, so sind, nach der electroche- mischen Theorie(in der unorganischen Natur) auch e der dern nur binäre Verbindungen möglich; die binären Ver- „ 0 lun cn — ͤ—ͥb—äͤ ¶ͤͤ6ͤ r˙— ͤ.... ̃ ⁊m1—— 750 bindungen vereinigen sich dagegen wieder zu zu- sammengesetzten Körpern, aber nur so lange, als es ihr electrischer Zustand erlaubt, denn nur ent- gegengesetzt electrische Körper können sich vereini- gen, und ihre Anziehung oder Vereinigung hört von dem Augenblicke an auf, als sich ihre Electricitäten ausgeglichen haben. Zwischen 2 Körpern lässt sich desshalb auch sehr häufig nur eine einzige Verbin- dungsstufe zu Stande bringen und in dem Falle, dass sie mehrere Verbindungen liefern, geschieht dieses nach sehr einfachen, keine Zwischenstufen zulassen- den Verhältnissen. Man theilt die zusammengesetzten Körper nach dem Grade ihrer Zusammensetzung in mehrere Ord— nungen. Die 1te Ordnung begreift diejenigen Ver- bindungen der einfachen Stoffe in sich, welche wir Oxyde, Säuren, Sulfuride, Chloride, Jo- dide, Fluoride, Kyanide u. s. W. nennen. Die Verbindungen der vier letzten heissen, wie wir ge- sehen haben, nach Berzelius, Haloidsalze. Nach Du Menil vielleicht besser Anoxydsalze. Die 2te Ordnung umfasst die Körper, welche aus den Verbindungen der zusammengesetzten Kör- per der ersten Ordnung entstehen. Dazu gehören also Sauerstoffsalze, Schwefelsalze u. s. W. Bei diesen Körpern findet mehrentheils das Gesetz Statt, dass sich nur solche Körper der ersten Ordnung vereinigen, welche einen Stoff, und zwar gewöhn- lich den electro- negativen gemeinschaftlich besitzen, und dass das Verhältniss des gemeinschaftlichen Stof- fes in beiden Körpern sehr einfach ist. Zur zà3ten Ordnung gehören die Verbindungen, die aus der Vereinigung zusammengesetzter Körper der zweit auch sole zus den Caan geh zalche Sal Zur Verbindur en Ordni vorgehen; Nrystallwe Bislan aoch kein Iten Ord dagegen! Llementen zen werde urgebrac Die Kraft talität. 81 1. B. die derbare N ten immer mengesetzt en Gegen trachten. Die bie electr einander, bindunger der Lehr in dem! etzter y *] ͤ ͥ.. y p ̃²˙• E —— K—— f 5 5 N 1 2 N. 751 u pikr m; der zweiten Ordnung hervorgehen; oder es werden ur iy fag, auch solche Verbindungen dazu gezählt, die sich bt, n n aus den Körpern der ten und 2ten Ordnung bilden; innen ich pz dazu gehören folglich alle Doppelsalze, oder auch reidigang b; solche Salze, welche kein Krystallwasser enthalten. ihre Leih Zur Aten Ordnung endlich werden diejenigen Norpen lb Verbindungen gezählt, welche aus Körpern der drit- ine eiu etz ten Ordnung mit noch anderen Verbindungen her- in en vorgehen; hierher gehören z. B. Doppelsalze mit 1, ghd de e went Bislang kennt man in der unorganischen Natur noch keine Verbindungen von einer höhern als der Aten Ordnung; in der organischen Natur kommen dagegen Verbindungen vor, die aus 9, 10 und mehr Elementen zusammengesetzt sind. Diese Verbindun- gen werden durch eine höhere Kraft nicht nur her- vorgebracht, sondern auch in Verbindung erhalten. ellen Jůse: ng in malten zilt diefen sich, pelt g N Die Kraft, welche dieses bewirkt, nennen wir Vi- 9. 1 2 a talität. Sie überwältigt die übrigen Kräfte der Stoffe, 170. 2. B. die electrischen, und ordnet sie auf eine wun— 1 5 derbare Weise zu Verbindungen, deren Eigenschaf- dbalte 0 ten immer gänzlich von denen der chemisch zusam- 2 0 0 Viper, ele 0 mengesetzten Körper abweichen. Wir werden die- nmeresete lit sen Gegenstand in der organischen Chemie näher be- u. ban füt trachten. ze U, ö... Die chemischen Verwandtschaften, oder besser o d Cel d die electrochemischen Anziehungen der Körper zu T erste lite einander, so wie die Mannigfaltigkeit in den Ver- uud inn gb bindungen, nehmen, wie wir schon vorläufig bei calch bel der Lehre von der Verwandtschaft gesehen haben, schlichen& in dem Maasse an Stärke ab, als sie zusammenge- isb 5 setzter werden; wesshalb wir denn auch bei den lie Verb fan 5 coelall⸗ bah 752 Körpern der zweiten Ordnung ein geringes Bestre- ben bemerken, weitere Verbindungen einzugehen. So viel im Allgemeinen; jetzt zur näheren Ent- wickelung der stöchiometrischen Gesetze: Durch vielfältige Untersuchungen ist man davon überzeugt worden, dass die verschiedenen Gewichtsmengen von Alkalien, Erden und Oxyden, welche hinreichen, um nach einander eine bestimmte Menge irgend einer Säure zu sättigen, für alle übrigen Säuren in dem- selben Verhältnisse zu einander stehen; vermischt man z. B. eine Auflösung von neutralem schwefel- sauren Kali mit einer Auflösung von neutraler sal- petersaurer Kalkerde, so entsteht dabei ein Nieder- schlag von neutraler schwefelsaurer Kalkerde und neutrales salpetersaures Kali bleibt in Lösung. Diese Erscheinung erklärt sich dadurch, dass das Kali und die Kalkerde in ihren neutralen Verbindungen mit, einer gewissen Menge Schwefelsäure in demselben Verhältnisse stehen, wie in ihren neutralen Verbin- dungen mit einer gegebenen Menge Salpetersäure. Da nun bei dieser wechselseitigen Zerlegung der Zu- sammengebrachten Salze, das Kali seine Schwefel- säure an die Kalkerde abtritt und sich dadurch neu- trale schwefelsaure Kalkerde bildet, so muss die mit der Kalkerde früher verbunden gewesene Salpeter- säure gerade hingereicht haben, um das Kali zu neutralisiren. Wegen dieses Gesetzes, lassen sich aus ei- nigen genauen Analysen die Mischungsverhältnisse aller Neutralsalze leicht berechnen, denn nach dem Neutralitätsgesetze stehen diejenigen Mengen der verschiedenen salzfähigen Grundlagen, welche eine und dieselbe Quantität irgend einer Säure sättigen, fir alle b pisse; ist einzige 8a für alle i das Verhä zen Säu! hasen, U! nit allen zo hat ma gechnung Er übrige eispiel Kali und felsäure; um 5 The wir keine ersetzende che die 9 dern könn formel ber als die g Weise ka für jede a le Saure lergl. Bas indem sie der des durch ei! Hälligung hältniss 7 zen beha man erf —. P p i etrig h, gen kung d zur nile Gehe; J. u din bent für alle Säuren zu einander in demselben Verhält- nisse; ist mithin die Menge einer Basis nur für eine einzige Säure ausgemittelt, so sind sie zugleich auch für alle übrigen Säuren dadurch bekannt, und ist das Verhältniss der Zusammensetzung von einer ein- ewichtnenonn; 8. 5 0 bat zigen Säure, z. B. der Schwefelsäure mit allen Salz- welcle lung f Cali 1 e lun basen, und das von einer Base, z. B. vom Kali Meuse irren e 8 8 ge gate mit allen Säuren durch genaue Analysen erforscht, gen dibden u d: gen unt so hat man auch die erforderlichen Data, um durel stehen; zum eulraln pk. Rechnung auch das Zusammenset2 ungsve rhältniss 85 ler übrigen Neutralsalze zu finden. Das folgende von ln f. Beispiel möge dieses deutlicher machen: 6 Theile dt dabei en M Kali und 4 Theile Natron sättigen 5 Theile Schwe- urer Malente felsüure; wenn desshalb 4, 4 Kali erforderlich sind, t in Ling. um 5 Theile Salpetersäure zu sättigen, so brauchen „ dass d Nl Wir keinen Versuch anzustellen, um die das Kali Perrbiochapn! ersetzende(äquivalente) Natronmenge zu finden, wel- zure in des“ che die 5 Theile Salpetersäure sättigen werden, son- g nelralen Jet. dern können diese sogleich nach einer 1 enge alpen formel berechnen, nämlich: 6: 4,4 4: Xx(= 25 93, Zerlegu dur als die gesuchte Natronmenge).— Auf dieselbe ali Seile dür Weise kann man für 5 Theile Schwefelsäure oder sich ditt an. für jede andere, als Vergleichungszahl angenomme- 8 69 bus de n. ne Säure die Menge von Kalk- oder Talkerde oder geren de dergl. Basen finden, welche jene sättigen werden, ul 05 Ali indem sich daraus die Proportion dieser Basen zu der des Kalis, für diese oder jede andere Säure 0„ 3 1 241 8 3* 3—— 4 100 al5 0 durch eine einfache arithmetische Reduction Ihrer sen de Attiguneserösse für jede andere Säur leren Ver- alu Süttigungsgrösse für jede 8 e Säure, e Ver 1 i hältniss zum Kali oder zu einer anderen dieser Ba- bl 5 1 g lee 0 sen bekannt ist, ergiebt; oder, Was einerlei ist, perde man erfährt es durch blosse Multiplication und en; ö S f * 45 ä—— S—— ̃ ͤ rõ ᷑ ß 7].«⅛•—r¼. 0 2 2 754 Division, oder auch durch eine von beiden, sobald nämlich die Einheit von 100 darin vorkommt. Die Untersuchungen, welche man über die Zu- sammensetzungs verhältnisse der Salze anstellte, ha- ben gezeigt, dass in den neutralen Salzen die Sau- erstoffmenge der Basen zu der der Säuren in einem bestimmten einfachen Verhältnisse steht, und dass dieses für eine und dieselbe Säure bei allen Basen gleich bleibt, so dass die Säure in jedem Neutral- salze, welches sie bildet, entweder die nämliche Menge, oder noch einmal oder dreimal so viel u. s. W. Sauerstoff enthält, als die Basismenge, durch welche sie neutralisirt wurde; oder mit andern Worten: in den neutralen Salzen ist der Sauerstoff der Basis ein Theiler für den der Säure. Wir wollen dieses durch einige Beispiele deutlicher machen: 145 Theile schwefelsaurer Baryt bestehen aus 95 Baryt(darin sind 10 Sauerstoff enthalten) und 50 Schwefelsäure(darin sind 30 Sauerstoff be- findlich), folglich 30: 10 3, welches der Theiler für den Sauerstoff der Säure ist.— 108 Theile neutrales schwefelsaures Kali bestehen aus 58 Kali und 50 Schwefelsäure, ersteres enthält aber 10, und letztere 30 Sauerstoff; folglich ist auch hierin der Sauerstoff der Säure das Dreifache vom Sauerstoffe der zur Neutralisation der Säure erforderlichen Ba- sismenge. Auf gleiche Weise verhält es sich bei al- len übrigen neutralen schwefelsauren Salzen. Bei den übrigen Säuren findet ein ähnliches Verhältniss Statt; in den neutralen salpetersauren Salzen ist z. B. der Sauerstoff der Säure das Fünffache; in den neutralen kohlensauren Salzen das Doppelte des Sau- erstoffs der Basis u. s. W. Ausnahmen von dieser — allgemeit plors u zich, W. Klasse bi Sauerstof Aus dittigung erstolkgel ausgedrit le dersell boge 100 zirt, die wir scho 96; die 71, und Wei Menge 8 6ewicht Sauerstot welche vereinig bei letzt eutlält; cher Mer bewicht Hätte me suchung Lisenoxy. 80 muss 10,132.70 den, in, enthalten duerctol .————— 44X———T—ß—+————— 7 755 allgemeinen Regel scheinen zwar die Säuren des Phos- phors und Arseniks zu machen, allein sie lassen sich, wie wir weiter unten sehen werden, in eine on dle Vorkannt, man iber d alze fuel, en Halten de or Säuren in h e delt, ul Ire bei alen h in ppden un eder di Hal Klasse bringen, worin die Multiplen Verhältnisse des Sauerstoffs ebenfalls bewiesen werden können. Aus dem Erwähnten geht nun hervor, dass das Sättigungsvermögen einer Säure nur nach dem Sau- erstoffgehalte der Basen bestimmt und mit Zahlen ausgedrückt werden konnte, wenn man je 100 Thei- le derselben zur Norm nahm. Weil diesem zu- drein umi folge 100 Theile Schwefelsäure eine Basis neutrali— Basisnup l sirt, die 19,96 Theile Sauerstoff enthält, so ist, wie oder ni ur wir schon früher sahen, ihre Sättigungscapacität 19, n ist der dur 96; die der Salpetersäure aus demselben Grunde 14, der Kur. 71, und die der Humussäure nur 3, 924. eispiele dal Weiter folgt nun hieraus, dass eine bestimmte rer Bart Ae Menge Säure von einer Basis ein um 80 grösseres auerstof elbe, Gewicht bis zur Neutralität aufnimmt, je weniger 1 30 dwenldk Sauerstoff sie enthält; 100 Theile Schwefelsäure, relches der Lr. welche sich z. B. mit 190 Theilen Baryt verbinden, t.— ü li vereinigen sich nur mit 116 Theilen Kali, indem eben als 1 l bei letzteren ein gleiches Gewicht mehr Sauerstoff thaält d I u enthält; aber immer ist der Sauerstoffgehalt unglei- . aul! Haid dt cher Mengen verschiedener 5 welche einerlei 19 on ut Gewicht einer Säure neutralisiren, gleich gross. sorlede Hätte man sich hiernach durch eine genaue Unter- erlor 11 ab bel suchung überzeugt, dass 100 Humussäure mit 1275 lält es 2. gen. k Eisenoxyd neutrales humussaures Eisenoxyd geben, ren Jaller. 1 % Pall so muss sich dieselbe Menge Humussäure auch mit liches 770 10,132 Talkerde zu einem neutralen Salze verbin- 1 den, indem die 12,75 Eisenoxyd 3,924 Sauerstoff nn, enthalten, gleich wie die 10, 132 Talkerde. 3, 924 Doppele 0 Sauerstoff führen(100 Eisenoxyd enthalten nämlich ihmen on 48³ — ß ß 1 12 756 30,78 Sauerstoff, folglich 12,75 Eisenoxyd 3, 924; 100 Talkerde sind mit 38,71 Sauerstoff verbunden, folglich haben 10, 132 gleichfalls 3,924 des erwähn- ten Stoffes). Hier hätten wir folglich einen Prüf- stein, an welchem wir sehen können, ob, wenn man durch Kunst neutrale humussaure Talkerde bil- det, es auch wirklich das neutrale Salz ist, voraus- gesetzt nämlich, dass man bei der Untersuchung bei- der Salze keinen Fehler beging. Eben so lässt sich nun auch durch Berechnung finden, wie gross der Sauerstoffgehalt irgend einer Base von einem neutralen Salze ist, wenn man schon genau die Menge Sauerstoff von einer andern Base derselben Salzklasse kennt; denn im Vorhergehen- den haben wir gesehen, dass alle Basen, die ein gleiches Gewicht von ein und derselben Säure neu- tralisiren, gleich viel Sauerstoff besitzen. Wollte man z. B. ausmitteln, wie viel Sauerstoff 72, 24 Theile Kalkerde enthalten, welche Zur Sättigung von 100 Theilen Schwefelsäure gehören, so würde es heissen: da 100 Theile Schwefelsäure 191,5 Baryt zur Neutralisation erfordern und in diesen 20,012 Sauerstoff enthalten ist, so können 72, 24 Theile Kalkerde, welche ebenfalls die erwähnte Menge Schwefelsäure neutralisiren, auch nur 20,012 Sau- erstoff führen u. s. W. So wie nun die Säuern und Basen in bestimm- — ten unabänderlichen Verhältnissen, nach Maassgabe ihres Sauerstoffgehaltes, zu chemischen Verbindun- gen zusammentreten, so auch vereinigen sich die gasförmigen Körper in bestimmten sehr einfachen Raumverhältnissen, denn sie verbinden sich entwe— der in gleichen Raumtheilen, oder das Volumen des einen is 80 L. B. 1 Haumt s W. Sete phärisch theiles genge ri. 1 Wasser Raumthe theilen aus drei heilen) 757 0 einen ist. Mielfaches von dem des andern.— l 0 S0 Zz. B. vereinigen sich: a ch mi 1 Raumthl. Sauerstoffgas mit 2 Rthl. Wasserstoffgas lil burn zu Wasser. dunen, dh fe 1 8 Sauerstoffgas mit 2 Rthl. Kohlenoxydgas ure bet zu 2 Athl. Kohlensäuregas. e din n 1— Chlorgas mit 1 Raumthl. Wasserstoffgas Uutenathngh zu 2 Rthl. Salzsäuregas. 1— Sauerstoffgas mit 2 Rthl. Stickstoffgas darth hrt zu 2 Rthl. Stickstoffoxyd. ehalt n 1— Stickstoffgas mit 3 Rthl. Wasserstoffgas tz Wenn uu zin zu 2 Rthl. Ammoniakgas. einer aten 1— Ammoniakgas mit 1 Rthl. Kohlensäuregas h im Parken 8 zu kohlensaurem Ammoniak. lle Basen, d. 1— Wasserstoffgas mit 1 Rthl. Schwefeldunst Selben deln 5 zu 1 Rthl. Schwefel wasserstoffgas. besitzen. fl 1— Salzsäuregas mit 1 Rthl. Ammoniakgas zu 1 Sauer l. Salmiak, oder Ammoniumchlorid. che zur Sil u. s. W. 10 Setzt man das Gewicht eines Raumtheiles atmos- phärischer Luft= 13 80 ist das Gewicht eines Raum- theiles(also bei gleichen Raumtheilen auch das Ei- ehüren, 50 fit säure ll) in dier 4. nen 5 lait gengewicht des Gases) f 5 2 8 77—— 7 erpiuh Lug vom Sauerstoffgase= 1,1026, 25 e— Wasserstoffgase= 0, 0688, — Stickstoffgase= O, 976, — Chlorgase 2 254252. Basen in eit ieh Naas che Jerbind gol! Wasser besteht aus 1, 1026 Gewichtstheilen oder 1 Raumtheile Sauerstoff und zweimal 0, 0688 Gewichts- theilen oder 2 Raumtheilen Wasserstoff; Ammoniak aus dreimal 0, 0688 Gewichtstheilen oder 3 Raum- heilen Wasserstoff und 0, 976 Stickstoff u. s. W. eidigtl, n Kell f inden zich 5 das Vola 5 E PU br. ꝗ¶ eee. ᷣ.. 8 r —— 738. Aehnlich dem Sauerstoff verhalten sich nun auch fi der Schwefel, das Chlor und mehrere andere ein- l' fache Stoffe zu den Metallen; denn wenn sich z. B. 5 205 der Schwefel mit den Metallen vereinigt, so findet A von einer Verbindung zur anderen kein allmähliger 105 0 Uebergang Statt, sendern die Verbindung erfolgt je- 900 4 8 mit einem Sprung und zwar so, 3885 wenn(Hanga 2. B. der Schwefel mit dem Eisen in e 3 auch hältnissen Zusammentritt, die Antheile des ersteren 1 10 in den höheren Wer big gen Vielfache von denen Aae der kleinsten aufgenommenen Antheile sind. Besteht e also die niedrigste Verbindung aus A mit B, so be- Sure; stehen die folgenden Verbindungen aus 2 A mit B; zu Sch 3A mit B Uu. s. W. Nrerkwürdig ist hierbei, dass D4 die niederen Sulfuride eine sehr grosse Neigung ha- sich an ben, sich zu oxydiren, statt dass die höheren diese Jod, E gar nicht zeigen. In den ersteren muss das Bestre- liese K ben des Metalles, sich mit Sauerstoff zu verbinden, le guer vorherrschen, wogegen in den letzteren das Ueber- mit 20. gewicht des Schwe keks es nicht zulässt, da er für Ce sich keine Oxydation an der Luft erleidet. ten Ste Die Vereinigung der Stoffe geschieht jedoch nicht per, d immer so, 5 in den höheren Verbindungen des dass 2. nämlichen Elementes, die Sauerstoff- oder Schwefel stufe g. zunahme ein Vielfaches in ganzen Zahlen von der spreche geringsten Sauerstoff- oder Schwefelmenge ist, wo- entspre mit das Radical zusammentreten kann, sondern die 1265 1 Zusammensetzungen finden auch 80 Statt, dass das Theilen Radical sich mit 2, 12, 25, 22 oder 3 Sauerstoff, mit 445 Schwefel u. s. W. vereinigt. Bei der Bez ziehung der folglich Verbindungen hat man indess, um die Brüche zu stoft, umgehen, Doppelatome des Radicals einer Säure ein- Cewicl geschaltet. Jeder einfache Stoff verbindet sich aber bemerk len ilch an 1 brere tn 0 in penn zich; reiaigt, 9 9 u Fein aldi, bindon, bin h ba 0 in meln lbeile ds c ielkache n dh zeile Sa te 5 A mt. ah. en au 24 fl! ist lierde, roche Netz die Hobee n mus dss 5 stoff zu detdar teren ds lie ulässt, d f erleidet chielt ene Verbdug ds Hf. Odi dank. n alla un d elmenge ih f. ann, gonlen 0 Stält, da 0 oder 9 duet er Betelug“ 1 dhe dricde iber dite c bindet aan der — 1. ̃§— rl 7— N l 759 nicht in allen jenen Verhältnissen mit Sauerstoff. Das Mangan vereinigt sich Zz. B. in vier Verhältnis- sen mit Sauerstoff; das Eisen in 2; der Schwefel in 4 u. s. W. Die niedrigste Oxydationsstufe des Man- gans besteht, wie wir früher gesehen haben, aus 356 Theilen Mangan und 100 Theilen Sauerstoff (Manganoxydul); die 2te aus 356 und 450(Mangan- oxyd); die 3te aus 356 und 200(Manganhyperoxyd); die Ate aus 356 und 250(Mangansäure). 201 Theile Schwefel verbinden sich mit 100 Sauerstoff zu un- terschweflichter Säure; mit 200 zu schwefelichter Saure; mit 250 zu Unterschwefelsäure und mit 300 zu Schwefelsäure u. 8. W. Dasselbe Gesetz sindet nun auch Statt, wenn sich andere einfache Elemente mit Schwefel, Chlor, Jod, Fluor u. s. W. verbinden, oder auch wenn sich diese Körper untereinander vereinigen. 12,65 Thei- le Quecksilber verbinden sich z. B. mit 100, 5 und mit 201 Schwefel, oder auch mit 221 und 442 Chlor. Gewöhnlich sind die Verbindungen der genann- ten Stoffe mit dem nämlichen electro- positiven Kör- per, den Oxyden desselben Körpers proportional, 80 dass z. B. der Sauerstoff einer gewissen Oxydations- stufe gerade hinreicht, um den Schwefel der ent- sprechenden Schwefelungsstufe, oder das Chlor der entsprechenden Chlorverbindung u. s. W. Zu ersetzen. 1265 Theile Quecksilber treten desshalb mit 100 heilen Sauerstoff, mit 201 Theilen Schwefel und mit 442 Theilen Chlor zusammen. Hieraus erhellet folglich, dass die verschiedenen Mengen von Sauer- stoff, Schwefel und Chlor sich bei einem gewissen Gewichte Quecksilber einander ersetzen. Dasselbe bemerken wir aber auch bei anderen Körpern: 100 760 Sauerstoff vereinigen sich z. B. mit 12 Theilen Was- serstoff zu Wasser, 201 Schwefel treten mit dersel- ben Wasserstoffmenge derum mit 442 Theilen und 100 Sauerstoff) mit säure(aus 12 Wasserstoff zu Schwefel wasserstoff zu- sammen, und 12, 479 Theile Wasserstoff geben wie- Chlor, Salzsäure; und fer- ner, werden 590 Theile Aetzkali(aus 490 Kalium 213 Schwefel wasserstoff(aus 12, 479 Wasserstoff und 201 Schwefel) in Berührung gebracht, 30 liefert der Schwefel mit dem lin gerade 691 Schwefelkalium und de dem Wasserstoffe gerade 112, 479 Wasser; und mischt man die 691 Schwefelkalium mit 454 Salz- und 442 r Sauerstoff mit Chlor), so ent- Wickeln sich 213 Schwefel wasserstoff und die 442 Chlor sättigen gerade 490 Kalium. nach hervorgeht dass Sauerstoff Schwefel, Kalium N 9 7 7 Chlor und Wasserstoff Q Woraus dem- in ihren We bine en in einem genauen mathematischen Zusammenhange ste- hen. Das, was bei der Vereinigung der einfachen Stofle unter einander Statt findet, ist „Wie wir ge- sehen haben, auch bei der wechselseitigen Zerse- tzung der neutralen Salz e der Fall; und aus der EE eng dass Chlorkalium dare salpetersaures Sil- beroxyd zersetzt Wärd, und dadurch salpetersaures Kali entsteht, geht h sitiv-electrische Körper Oletalle) in ihren Verbin- dungen mit einerlei Menge Chlor in demselben Ver- hältnisse zu einander stehen, wie Chlorsilber und ervor, dass po- in den Salzen, welche sie mit einerlei Gewichte Säure liefern. Den Vervielfachungsgesetzen in den Verbindun- gen scheinen alle binären Verbindungen einfacher Körper unter einander zu gehorchen, und die elee- tro-heg poeitiße. dass, stehen. zich dag ziel Sau noch ei nimmt; Oxyde mehrent. bindung dasselbe Der zus mit der Statt 21 Kalkere man ab bindun sauren dungsst 2 Verhẽ Kalkes auch d setzen lassen 8 bindung Kö. ricllten trachtet sind ge 2 belle. Eten mit ent base N Stoff gehen 1 fiurez ful 0 aus 400 N 1 eHWassergtak el) in Neri mit den Fun der eintale wia wir 5 t, Pk elk. ellen Lest. B dhl I.. Cihonaber ui Nor, des. ihren Perl eme ben e n den dale e leer, n Perbinat gen eiu und die et. 761 tro- negativen Stoffe vereinigen sich mit den electro- positiven mehrentheils in einem solchen Verhältnisse, Sauerstoffsalze ent- dass, wenn sie sich oxydiren, stehen.— Die electro- positiven Metalle vereinigen dass sie entweder gleich dass das eine Metall sich dagegen in der Art. viel Sauerstoff aufnehmen, oder noch einmal so viel Sauerstoff als das andere auf- nimmt; kommen dann die hierdurch entstandenen Oxyde mit Säuren in Verbindung, s entstehen — mehrentheils Doppelsalze.— Aber auch die Ver- U bindungen der zusammengesetzten Körper befolgen dasselbe Gesetz, welches für die einfachen Stoffe gilt. i 1 7„ d 7 7 r f 2 mit dem zusammengesetzten Körper B zu A B; N E51 L 2 NR. I 3 A 12 B; A + 22 B; A 3B u. s. W. Nur bei der 1 1 7 3 7 Phosphor- und Arseniksäure scheint eine Ausnahme 8 4 Init der 100: 40; 100: D Statt zu Ades erstere verbindet sich z. B. Kalkerde in 535 —. vern nisse, WIe 100: 106 25 del 666 und 100: 120 35 33 0 5000 2 90. 80 100: 80 als eine Ver- man aber die zweite V 80 ungsstufe, bindung des neutralen mit 2 Verhäl tuts kei le t des sauren phosphorsauren Kalks, und die 4te Verbin- dungsstufe, als eine Verbindung des neutralen mit 2 Verhältnisstheilen des überbasisch- phosphorsauren dass Ge- Auf dieselbe Weise EKalkes ansehen kann, so geht hieraus hervor, auch die pirospherssure den stöchiometrischen setzen unterworfen SEN wird. lassen sich aber auch alle übrigen abnormen Ver- bindungen erklären. Körper, die mehrfach zusammengesetzt sind, riclhiten sich indess nicht nur nach den bisher be- trachteten allgemeinen Verbindungsgesetzen, sondern sind gewöhnlich noch weit bestimmter durch gewis- E 23 2———————— ———— 17 12 1 762 se, unter ihren einfachsten Bestandtheilen wahr- nehmbare Beziehungen charakterisirt; dies lässt sich am besten durch die Verbindungen der oxydir— ten Körper beweisen. Treten zwei Oxyde zusam- men, so erfolgt dieses mit Ausnahme sehr weniger Fälle so, dass entweder beide gleichviel Sauerstoff enthalten, oder dass die Sauerstoffmenge des einen ein Theiler für die des andern ist. Dieses einfache Verhältniss des Sauerstoffs der Säure zu dem der Base, haben wir schon bei den Neutralsalzen ken- nen gelernt; doch kommt es nicht allein diesen, son- dern allen ührigen Zusammensetzungen der oxydir— ten Körper zu. Nehmen die neutralen Salze noch mehr Säure auf, oder werden sie gleichsam mit Säure übersättigt, so findet die Säurezunahme in eben jenem einfachen Verhältnisse Statt, in wel- chem der Sauerstoff des electro- negativen Oxydes zu dem des electro- positiven steht. Es giebt saure Salze, in denen die Basen mit 12, 2, 3 und 4 mal so viel Säure verbunden sind, als in den neutralen Salzen, aber in allen diesen ist der Sauerstoff der Säure ein Vielfaches in ganzen Zahlen von dem der Base. Dasselbe Gesetz befolgen nun auch die basi- schen Salze, so dass, wenn ein Neutralsalz mehr Basis aufnimmt, der Sauerstoff der ganzen Basis- menge entweder eben so gross als der der Säure, oder ein Vielfaches in ganzen Zahlen ist. Ist in den neutralen Salzen der Sauerstoff der Säure ein Vielfaches von dem der Base mit 2 oder 4, so ent- hält auch das basische Salz die zwei- oder vierfache Menge Basis, und ist der Sauerstoff einer Säure in den neutralen Salzen dreimal so gross als der der Basis, so nehmen die entsprechenden basischen Sal- 10 1¹ neutraler N oder 4 einer Sa ihre bas menge 0 scheinen lich die aber vor Die (Hydrate als Salz die Stel doch eit jedem auch di neutrali draten der Bas verlier. ber von Hi In verhält wesshal! nimmt. rade 80 Säure 8. felsäure und de gerade beträgt. ter dies acheilen h rt; die g b. i Joyce Lud. 5 5 einer Säure; ihres Sauerstoffgehaltes, so nehmen de fehr pen 5 d bn 1 ihre basischen Salze 22, 5 und 10 mal die Basen- fat enge d ein Dieses kite 1 11, 3, 6 und 12 mal so viel Basis, als in den neutralen Salzen enthalten ist, auf, aber nicht leicht 2 Oder Amal so viel. Beträgt die Sättigungscapacität menge der neutralen Salze auf; einige dieser Salze scheinen nur von diesem Gesetze abzuweichen, näm- lich die basisch- phosphorsauren Salze, wir haben re in den b a. 3 aber vorhin gesehen, wie sich dieses erklären lässt. Alralalen lr.. b Die Verbindungen der Metalloxyde mit Wasser len dn; 5 50(Hydrate) sind, wie wir schon wissen, gleichfalls gen dr dk. 5 5 4 5 als Salze zu betrachten, indem das Wasser darin Talen Aue 0 2 2 3 7— 8 e die Stelle der Säure vertritt. Das Wasser ist je- d gleichen; 2 e doch eine so schwache Säure, dass es nicht nur von iran: jedem anderen Oxyde ausgetrieben wird, sondern deal, i auch die basischen Eigenschaften des Oxydes nicht egal If, neutralisirt. Der Sauerstoff des Wassers in den Hy- 15 gidlten draten beträgt entweder so viel als der Sauerstoff „ Jute der Base, oder er ist halb so gross. Einige Oxyde n den beitet verlieren, wie wir früher gesehen haben, das Wias- r dauert dr ser, womit sie verbunden sind, durch Anwendung en fun ben de von Hitze sehr leicht, andere dagegen gar nicht. zuck de l. In den Verbindungen der Säuren mit Wasser 8 gallelb nel verhält sich das Wasser als eine schwache Basis, gabel Bwl, wesshalb es ihnen auch die saure Eigenschaft nicht ger der dit nimmt. Das Wasser in diesen Säuren enthält ge- n öl. Kt rade so viel Sauerstoff, als die Basis, welche die der diure l Säure sättigt. Die gewöhnliche concentrirte Schwe- felsäure enthält in 122,45 Theilen 22,45 Wasser und der Sauerstoff desselben beträgt 19,96, mithin gerade so viel, als die Sättigungscapacität der Säure 1 4, 80 ger iert ziler Hüure l g abs 0 l. beträgt. Es giebt jedoch auch Säuren, welche aus- 0 8 5 labbchn öl ser diesem Wasser noch Krystallwasser enthalten; —.— Ü q———— BB rArYeY 2 ä 12 764 in diesem Falle ist ihre Sättigungscapacität jedesmal ein Theiler für den Sauerstoff des sämmtlichen Was- sers, und dieser ist wiederum ein Mult liplum oder ein Submultiplum vom Sauerstoff der Säure. Krystallisiren Salze mit Aufnahme von Wasser, 80 kommt der Sauerstoff desselben dem der Base gleich, oder er ist ein Multiplum oder Submulti— plum derselben. Wenn zwei Salze, welche dieselbe Säure ent- halten, mit einander krystallisiren(Doppelsalze), 80 ist der Sauerstoff beider Basen der Sättigungsca- pacität der Säure gleich. Hierbei finden nur selten Ausnahmen Statt. Der Sauerstoffgehalt der Basen selbst steht dabei in einem sehr einfachen Verhält- nisse, denn entweder ist er in beiden gleich gross, oder er ist in der einen Base ein Vielfaches mit einer ganzen Zahl von dem der anderen. Nehmen Doppelsalze auch noch Krystallwasser auf, 80 ist das Verhältniss desselben-den nämlichen N un- terworfen, als bei dem Wiassergehalte der einfachen Salze. Bap peksalse„ welche die Base gemein haben, aber verschiedene Säuren enthalten, sind noch nicht untersucht worden, es ist aber keinem Zweifel un- terworfen, dass ihre Verbindungen gleichfalls dem allgemeinen Gesetze der multiplen Proportionen un- terworfen sind. Das Gesetz, welches wir bei der Verbin- dung der Oxyde wahrnehmen, findet auch bei der Vereinigung der geschwefelten Körper oder der Sul- furide Statt. Wenn Sulfuride electro- negativer Körper, wel- che den Säuren derselben Radicale proportional sind, sich mit electro- positiven Sulfuriden vereinigen, die den bas hieraus! dass Sal oder Was gelärige haben. 448 Z. I tum de. um gleic der Schr Hauerstof chem de gleich i tro-neg flaches i positive. gel erle jedoch dungen 805 Säure oder a. dung) sischen 80 Zusa Sauerste stoffsalz. Wurde, ze; ma Aue gen(di Heyde, mmmt 0 765 pacitat; 0 fen den basischen Oxyden entsprechen, so entstehen Amtlichen p. 8 hieraus Schwefelsalze; sie sind ee eee u dass 5 N entstehen, e jene, 1e dn fle 88 was gleichviel ist, ihre Bestandtheile die dazu 0 5 gehörigen Atome Sauerstoff anzuziehen Gelegenheit 0 in le haben. Die Schwefelsalze sind so zusammengesetzt, Oder dun. 85 2 Sund dass Z. B. beim Wasserstoffschweflichten Schwefelba- 5 rium der Schwefel wasserstoff und das Schwefelbari- Selbe Jilre U buen der Macgugre. um gleiche Theile Schwefel enthalten; wird aber der Schwefel durch eine verhältnissmässige Menge Sauerstoff ersetzt, s0 entsteht Barythydrat, in wel- 4 0 Feng wlam dn chem der Sauerstoff des Baryts dem des Wassers ehalt der la gleich ist. Demnach ist also der Schwefel der elec- inachen Nel VV Schwefelungsstufe 11 Säure) ein Viel- len glich n. faches in ganzen Zahlen vom Schwefel der electro- . Milcke positiven Schwefelungsstufe(de 0 Diese Re- lerel. Nn gel erleidet nur wenige ee e sie lassen sich r auf, wit jedoch so erklären, wie die Ausnahmen der Verbin- u Ceset ie. dungen der oxydirten Körper. te der eint Sobald die Schwefelsalze einen Ueberschuss an e genen kae Säure(die electro- negative Schwefelverbindung) aud doch ui oder an Base(die electro- positive Schwefelverbin- gen eil u dung) aufnehmen, sind die e entstehenden ba- gbeicls den sischen oder sauren Schwefelsalze im Allgemeinen goht so zusammengesetzt, wie 15 basischen und sauren Sauerstoffsalze. Ueberhaupt, was bei den Sauer- i der Veh stoffsalzen in Beziehung auf den Sauerstoff gesagt auc be 0 wurde, gilt auch für den Schwefel der Schwefelsal- ler der d. ze; man darf nur statt Sauerstoff Schwefel setzen. Auch die electro- positiven Schwefelverbindun- iche, 0 gen(die Schwefelmetalle) gehen, wie die basischen 0 5 bottle Oxyde, mit einander in Verbindung; hierbei über- 1 nimmt dann die eine electro- positive Schwefelver reit l N— 1 73— 5 3 2 ̃—,: eee ̃᷑⁵ e 2 766 bindung die Stelle des electro- negativen Sulfurides. Eine solche Verbindung kommt, wie wir geschen haben, z. B. beim Schwefeleisen vor. Verbinden sich diese Sulfuride mit Sauerstoff, so entstehen dar- aus schwefelsaure Doppelsalze. Ju dieser Klasse von Körpern gehören endlich auch noch diejenigen Schwefelsalze, welche Kry- stallwasser enthalten. Verbindungen aus Metallen mit Chlor, Jod, Fluor, Ryan u. s. W. oder die sogenannten Haloid- salze sind in ihrer Zusammensetzung den Oxyden und Schwefelmetallen proportional; sie verhalten sich indess weder wie Salzbasen, noch wie Säuren, son- dern haben den eigenthümlichen Character der Salze. Sind sie in Wasser gelöst, so betrachtet man sie Wohl als aus Metalloxyden, Chlor-, Fluor- und Jodwas- serstoffsäure u. s. W. bestehend; diese Ansicht ist allerdings zulässig, da sie so zusammengesetzt sind, dass der Salzbilder, z. B. Chlor, gerade so viel Wasserstoff, und das Metall gerade so viel Sauer- stoff aufnehmen, als hinreicht, um Wasser zu bil- den. Bei ihrer Auflösung in Wasser, muss also dieses zerlegt werden, statt dass sich Wasser bildet, wenn ihre Lösung bis zur Trockne verdunstet wird. Kann aber wirklich Wasser in den trocknen Halo id- salzen nachgewiesen werden, so muss man sie immer als Verbindungen von Chlor- oder Fluor wasserstoff. säure u. s. w. mit Metalloxyden betrachten. Die Verbindungen der Haloidsalze unter einan- der(Haloid- Doppelsalze) gleichen den Sauerstoff- Doppelsalzen. Der Salzbilder ist in denselben ent- weder zwischen beiden Radicalen gleich vertheilt, oder das electro- negativere Metall enthält 13, 2, 3 nal u,. theil. den Was sammense würdigst. wasserste scher H. aalen 8a Jehnlich galiy- ele Ligensch mit den zusamm Schwefe Bei Neigun stufen Schwefe Oryden die den En Krysta! das Mi dass, w bilder v eine W kann si trachten mehr dann e ist im Wasser —. ˖—+ð——.. — 767 den dall mal u., s. W. den mit dem anderen verbundenen An- e r geh theil. Die Haloidsalze vereinigen sich auch mit b. Jellth den Wasserstoffsäuren, und sind dann in ihrer Zu— eabachen e sammensetzung den Doppelsalzen ähnlich. Die merk- würdigsten dieser Verbindungen sind die der Fluor- ehüren kal, wasserstoffsäure mit den Fluoriden negativ- electri- Mucbe y scher Radicale. Das Fluor hat überhaupt unter allen Salzbildern mit dem Sauerstoff die mehrste t dan, 10 Aehnlichkeit, denn seine Verbindungen mit den ne- dannen Habit. gativ-electrischen einfachen Stoffen kommen in ihren 16 in dn Eigenschaften den Säuren am nächsten, und treten ie verdad mit den electro- positiven Fluormetallen zu Körpern ie Hurd; l. zusammen, die wieder mit den Sauerstoff- und acer der d Schwefelsalzen zu vergleichen sind. 1 1 Bei vielen Haloidsalzen bemerkt man auch die r. uud Jad Neigung, sich mit den proportionalen Oxydations- ese Aubich! stufen ihrer Radicale zu verbinden, gleich wie die engeseul ü, Schwefelmetalle sich gern mit ihren entsprechenden perade dh fl Oxyden vereinigen. Daraus entstehen Verbindungen, 0 iel ot. die den basischen Sauerstoffsalzen sehr ähnlich sind. Waser In li. Endlich kommen auch noch die Haloidsalze mit er, Aus il Krystallwasser in Betracht; zuweilen ist in ihnen aur lle das Wasser gerade in dem Verhältnisse vorhanden, u url dass, Wenn man den Wasserstoff desselben den Salz- chen Mbit bilder und seinen Sauerstoff dem Metalle zurechnet, im eine Wasserstoffsäure und ein Oxyd entsteht. Man 1 85 10 kann sie daher als Wasserstoffsaure Oxydsalze be- Uorpaseröld... 5 5 8 trachten; zuweilen führen die Haloidsalze jedoch 5 10 mehr Wasser, als hierzu hinreicht, sie enthalten 2905 1 dann ein Vielfaches dieser Wassermenge; s0 z. B. n 1 ist im Krystallisirten Chlorcalcium 6Emal so viel 16 0 Wasser vorhanden, als dazu gehört, um das Chlor ich 0 0 alt 1,“ N ..— ̃— m rr rr ˙ 221 r 1 11 768 in Chlorwasserstoffsäure und das Calcium in Kalk- erde zu verwandeln. Da man nun gesehen hat, dass die Gewichte der Stoffe, welche sich zu zusammengesetzten Körpern vereinigen, in sehr genauer Bez ziehung, oder im mathematischen Zusammenhange stehen, so hat man, um den allgemeinen 5 der Mischungs- verhältnisse der Körper zu zeigen, oder um allge- meine Ausdrücke für ihre Sättigungscapacität zu be- kommen, irgend einem Stoff ein bestimmtes willkühr- liches Gewicht beigelegt, und hiernach, da dieses Gewicht nur 5 ist, die relativen Gewichte der übrigen Stoffe berechnet. Dies Würde leicht und mit vollkommener Sicherheit geschehen seyn, wenn sich alle Substanzen gasförmig darstellen und wägen liessen, indem man dann nur nöthig gehabt hätte, ihre specifischen Gewichte zu vergleichen; nun sind aber bei der gewöhnlichen Temperatur nur vier einfache Stoffe gasförmig, nämlich: Sauer-, Wasser-, Stickstoff und Chlor, und desshalb hat man sich bei den übrigen Stoffen auf andere Weise helfen müssen. Setzt man das specif. Gewicht der atmosphäri- schen Luft zu 1, 80 ist das vom Sauerstoffe 1„1026 vom Wasserstoffe 0,0688; vom Stic o kstoffe 0, 976, und das des Chlors 2,4252. Giebt man aber dem 7 Wasserstoffe die 9 15 so werden die Verhältniss zahlen der anderen Stoffe leicht gefunden, wenn man ihre specif. Gewichte durch das s specif. Gewicht des Wasserstoffe es dividirt; hiernach würde also der Sauerstoff 16, 026; der Stickstoff 14, 18 und das Chlor die Zahl 3525 bekommen. Setzt man dagegen die gleich 1, 80 erhält Verhältnisszahl des Sauerstoffs 9 man d Cewie diridi. die J. Chlor lativen Sauers U per 510 te leic ibren den, s bekan Sauer verbir theil Aequi: serstof das M lumen Zwei Aequi Cewic. es aus serstoff sich m ten Rö Bestan Es Doppe 80 bei niak. dauers 769 man die der übrigen Gase, wenn man ihre specif. Gewichte durch das specif. Gewicht des Sauerstoffs um in N. 6: dividirt; hiernach bekommt denn der Wasserstoff kalen Ving die Zahl 0, 0624; der Stickstoff 0, 885 und das dug, ole! Chlor 2, 20. Gewöhnlich bezieht man jetzt die re- 5 oö l lativen Gewichte der Körper auf die Einheit des der lic Sauerstoffs. oder im a Wie die Verhältnisszahlen der gasförmigen Kör- act n„ per sich aus der Vergleichung ihrer specif. Gewich- mn pi. te leicht ermässigen lassen, so können sie auch aus lac, dl dez ihren Verbindungen unter einander erforscht wer- athzen bete den, sobald nur ihre Vereinigungsverhältnisse genau 5 Firde ah bekannt sind. Man weiss z. B., dass sich 88,94 geschehen n Sauerstoff mit 11,06 Wasserstoff zu 100 Wasser darstellen verbinden, folglich vereinigt sich mit 1 Gewichts- r nlig g theil Sauerstoff(seiner Verhältnisszahl, oder dem 1 le Aequivalente desselben) 0, 1248 Gewichtsthl. Was- leuptnn serstoff, denn: 88,94: 11, 06 1:0, 1248; da aber nlial: Pu, das Wasser aus 1 Volumen Sauerstoffgas und 2 Vo- J eslab lumen Wasserstoffgas besteht, 80 entspricht 0, 1248 zwei Aequivalenten Wasserstoff; folglich ist ein Aequivalent Wasserstoff= 0, 0624. Das relative er elnasli Gewicht des Wassers selbst ist aber 1, 1248, indem ale lll es aus 1 Aequivalent Sauerstoff= 1 und 2 Ae. Was- 1 00 serstoff= 0, 1248 besteht. Auf diese Weise lässt e chtoke 0). ade Jet 0 0 sich nun das relative Gewicht aller zusammengesetz- man abe 1 Fahl ten Körper mit Bestimmtheit berechnen, sobald ihre 10 Verla 8 0 8* il 0 Bestandtheile nur gasförmig darstellbar sind. funden, Wel! g 8 5 7 2 85 Es giebt Fälle, in welchen man genöthigt wird, das Doppelte des gefundenen relativen Gewichts zu setzen, rde abo dl 5 5 5 g so bei der Salpetersäure, Salzsäure und dem Ammo— und das l— 8 2 1 1 1d 10 niak. 1 Volumen Stickstoff giebt mit 22 Volumen J bo bl 80 25: 2 ei Sauerstoff Salpetersäure, das relative Gewicht der- 1 60 0. 49 — p]... rr xx... 770 selben müsste daher= 3, 385 seyn, weil sie aus 1 Ae. Stickstoff und 22 Aeg. Sauerstoff besteht; allein man setzt für ihr Verhältnissgewicht 6,770, weil in den neutralen salpetersauren Salzen die Säure 5 mal den Sauerstoff der Basis enthält, woraus also folgt, dass diejenige Menge Salpetersäure, welche eigentlich für irgend eine andere Säure ein Aeg. ist, oder die mit ihr eine, gleiche Quantität Base neu- tralisirt, aus 5 Maasstheilen Sauerstoff(2 5) und 2 Maassthl. Stickstoff(= 1,770) bestehen muss. Aus demselben Grunde ist das Verhältnissgewicht der Salzsiure= 440, 1248 und das des Ammoniaks, ob- gleich es nur aus 1 Volumen Stickstoff und 3 Volu- men Wasserstoff besteht= 25, 1444. Kann man nur den einen Bestandtheil einer Ver- bindung gasförmig messen, 80 lässt sich auch nicht die Verhältnisszahl des anderen, nicht gasförmig darstellbaren Bestandtheiles mit völliger Gewissheit angeben, obwohl das Aequivalent der Verbindung selbst genau zu bestimmen ist. Die Kohlensäure ist Zz. B. aus 27,65 Kohlenstoff und 72,35 Sauerstoff zusammengesetzt. Der Sauerstoffgehalt der Kohlen- säure entspricht 2 Volumen, d. h. zwei Aeq.; nun lindet man leicht, dass 2 Aequivalent Sauerstoff= 2 Gewichtsthl. mit 0, 764 Kohle verbunden sind, und daraus ergiebt sich, dass das Ae. der Kohlensäure 25, 764 wiegt, so dass das relative Gewicht der Kohle, wenn man den Sauerstoff abzieht,= 0,764 .. 7GCTCCCTTCCTCTCCTCFCCCCCC . bleibt 1 85 r hierbei, ob die Zahl 0, 764 1 oder 2 Volumen gasförmiger Kohle ausdrückt; aus mehreren Gründen wird es indess Wahrscheinlich, dass Volur 4 Schw. fels fl 94,15 Wass felwas Wass. zahl. hier vo für de Denn U Weiss Theil. Alaun ist. der A folglie len A gefunc sind in ein Ac U man d Chlors ber kc in den ber 0, tion 1 sind 8 771 dass man sie als den Ausdruck für das Gewicht eines Volumens zu betrachten habe. Auf dieselbe Weise lässt sich auch aus dem Schwefel wasserstoff die Verhältnisszahl des Schwe- weil f A0 bestltz al b 6, Oy nl en die Häluz! * 6 Purete!“ 85 5 5 1 0 0 fels finden. Der Schwefel wasserstoff ist nämlich aus 94,15 Gewichtsth. Schwefel und 5,85 Gewichtsthl. ure ein de H säure, pee Wasserstoff zusammengesetzt, und 1 Aeg. Schwe- dtikt har n felwasserstoff enthält 2 Ae. oder relative Volumen as l Wasserstoff= 0, 1248, desshalb ist die Verhältniss- ben nn dn zahl des Schwefelwasserstoffs= 2, 1360, zieht man kuigrit der hiervon den Wasserstoff mit 0, 1248 ab, so bleibt An, d. für den Schwefel die Zahl 2, 011. ff und ch Denn 5(= 2,92): 94,15= 0,0624&( 2,011) Um das Aequivalent des Aluminiums zu finden, teil ee weiss man, dass 42,72 Theile Alaunerde, 22,73 zich abi Theilen Aluminium entsprechen und dass 1 Ae. nicht gaz Alaunerde= 2 Ae. Aluminium + 3 Ae. Sauerstoff lier Cane ist. Zieht man die Theile des Aluminiums von den 5 Wang der Alaunerde ab, so bleiben 19,99 Theile Sauerstoff, 1 folglich verbinden sich 3 Theile Sauerstoff mit x Thei- 72590 12 len Aluminium, wo x durch die Proportion bal er lle 19,993= 22,73* gefunden wird, und es ergiebt sich Xx= 3, 411. Dies sind indess 2 Ae. des Aluminiums, folglich würde den ad, w. ein Ae.—— 215,71 seyn. 11 1 Um das Aequivalent des Chlors zu finden, hat 10 Cemil! man die Erfahrung, dass 100 Theile Silber 132,75 Chlorsilber bilden und auf 2 Ae. Chlor 1 Aeg. Sil- ber kommt. Es befinden sich also 32,75 Theile Chlor in dem Chlorsilber, folglich sind in 1 Theile Chlorsil- wel 40 Hul t Sers 0 zielt, 2000 2 9000 10 0.0 ber 0,247 Theile Chlor, welches durch die Propor- 6 1 0“ 8 12—— wir 15 ion 132% 32% 102 gefunden wird; dies 8— 5 a sc sind aber 2 Aeg., also wäre das relative Gewicht Wabrsch 49* 1—. ̃———— rr e. p 5 0 5 0 5 Z e 772 des Chlors= 0,123, wenn man nämlich das des Chlorsilbers als Einheit annähme; da aber dasselbe, den Sauerstoff als Einheit genommen,= 17, 94 ist, so erhält man das relative Gewicht des Chlors= 0, 123: 17,94= 2,213. Sobald man einmal weiss, wie viele relative Aequivalente eines Stoffes in eine Verbindung ein- gehen, ist man gleichfalls im Stande, mittelst ge- nauer Analysen, das Gewicht eines Aequivalentes durch Rechnung zu finden; kann man daher den Körper nicht in Gasform bringen, um sein relatives Volumen zu bestimmen, so giebt die Analyse ein Mittel ab, um dennoch die relative Aequivalenten- zahl der Bestandtheile eines Körpers mit ziemlicher Gewisheit zu berechnen. Man kann hierbei mehre- re Methoden befolgen. Kennt man das Zusammen- setzungsverhältniss einer chemischen Verbindung ge- nau, so ist ihr Mischungsgewicht auf die einfachste Weise aufzufinden, sobald man die Verhältnisszahl von einem der Bestandtheile weiss, und eben so fin- det man die eines Bestandtheils, sobald die des an- deren oder auch die der Verbindung selbst bekannt ist. Doch immer wird hierbei vorausgesetzt, dass die relative Aequivalentenzahl der Bestandtheile schon bekannt ist. Die Schwefelsäure besteht z. B. aus 1 Aeg. Schwefel und 3 Ae. Sauerstoff und nach Ge- wichtstheilen aus 15,54 Schwefel und 23,175 Sauer- stoff. Also nehmen 3 Gewichtstheile Sauerstoff oder 3 Aeg. 2,011 Gewichtsthl.= 1 Ae. Schwefel auf. Ferner: die neutrale schwefelsaure Alaunerde ist eine Verbindung von 3 Ae. Schwefelsäure und 1 Ae. Alaunerde; 100 Theile Schwefelsäure sind darin mit 42,72 Alaunerde vereinigt; folglich besteht erstere 100 dagege kannt das B Metal re Ble Aeg. 8 gesetzt theile, um sic Summe säure angese Di direct 4044: —.—— r* 8 5 2 . A 773 1 150 150 die„„ Alaunerde aus 3 Aeg.= 15,033 189 10 353 1 1 Ae.= 65,418 Alaunerde. Das Aman Verhältnissgewicht der schwefelsauren Alaunerde fin- 5 det man aber, ohne das der Alaunerde zu kennen, ee aus der Proportion, denn 100: 142,72= 15,033: XK dad 95 9 als das Aeg. der schwefelsauren Alaun- e). 5 0 Eine gewöhnliche Art, die Verhältnisszahl einer 5 i Substanz zu bestimmen, ist, dass man diese mit einer . 10 andern zu vergleichen sucht, deren Verhältnisszahl 1 ür oder Verbindungsverhältniss auf das genauste be- 5 wen kannt ist, z. B. aus 100 Theilen Blei gewinnt man da 146,44 schwefelsaures Bleioxyd; um nun hieraus das nil f Ae. des Bleis berechnen zu können, muss entwe- bieden der das Aeg. des schwefelsauren Bleioxydes, oder das Len, das der Schwefelsäure gegeben seyn. Kennt man Verdblasg. ersteres= 18,95, so heisst es ganz einfach: 146,44: r di düttt 100= 18,95: Xð( 12,94 als das Ae. des Bleis). Ist Verbälusa dagegen nur das Ae. der Schwefelsäure= 5,01 be- 10 dub kannt, so hat man noch zu berücksichtigen, dass ald die de iu. das Bleioxyd, wie alle starke Salzbasen, aus 1 Ae. el Debut Metall und 1 Aeg. Sauerstoff, und das schwefelsau- el, c re Bleioxyd, wie die meisten Neutralsalze, aus 1 zulllele elan Ae. Schwefelsäure und 1 Aeg. Bleioxyd zusammen- elt z B 48 gesetzt ist; hieraus folgt nun, dass 46,44 Gewichts- ud lach be theile, d. h. die Zunahme von 100 Theilen Blei, 2310 deut um sich in schwefelsaures Blei zu verwandeln, der 407 N le Summa von 1 Ae. Sauerstoff + 1 Aeg. Schwefel- anke al sflure entspricht, und hiernach wird die Proportion m lun angesetzt: 46,44 100(5,01 T 1)* 12,000. gebäure Die Verhältnisszahl des Bleioxydes ergiebt sich 11 5 0 direct aus der Proportion: dich Melt 46,44: 146,44=(5,01 + 1): x( 18,96). 0 .. 6 5 15 ———————— 5 5——— 1— — P..,.„— 774 a Die Verhältnisszahl des Schwefels findet man auch aus der Analyse der unterschweflichten Säure, als diejenige Verbindung des Schwefels mit dem Sau- erstoff, worin sich der Schwefel in der geringsten Menge mit dem zur Einheit angenommenen Sauerstoff vereinigt hat, oder worin der Sauerstoff bis auf den- selben Grad mit Schwefel gesättigt ist, als bis zu welchem er in Wasser durch Wasserstoff gesättigt wird. Die unterschweflichte Säure besteht in 100 Gewichtsthl. aus 33,20 Sauerstoff und 66, 80 Schwe- fel, desshalb heisst es: 33,20: 66,80= 1: XK( 2,011 als die Verhältnisszahl des Schwefels, genauer 2,012). Ferner: 100 Theile wasserfreies chlorsaures Kali entbinden bei der trocknen Destillation 39,15 Sauer- stoff und es bleiben zurück 60,85 Chlorkalium; da nun das Kali 1 Ae. Sauerstoff auf 1 Ae. Kalium, die Chlorsäure aber 5 Aeg. Sauerstoff auf 2 Chlor enthält, so muss die entweichende Sauerstoffmenge 6 Ae. entsprechen. Die Verhältnisszahl des chlor- sauren Kalis ist hiernach 15,326 und die der Chlor- säure= 9,426; denn ein Ae. Kali= 5, 90 muss davon abgezogen werden. Aus der Verhältnisszahl der Chlorsäure lässt sich wiederum die des Chlors be- stimmen; denn 9,426— 5(5 Ae. Sauerstoff)= 4,426, welches aber, wie wir früher gesehen haben, ei- gentlich 2 Ae. sind. Hierdurch wird das oben p. 164 gegebene Beispiel erläutert; was dort Atom heisst, wird aber hier Aequivalent genannt. Lässt sich ein bestimmtes Gewicht eines Salzes so zersetzen, dass die ganze Ouantität seiner Säure eine andere Basis neutralisirt, und kann man das Gewicht dieser neuen Verbindung gleichfalls aus- mitteln, so ist man auch im Stande, den Basisgehalt beidel den ausge Basen 1 Ae tralen Kalke Kalke 2 450 2 bedien. stimme in wel und at Lannt! re Kal lative felsäur Aeg. e die V. 15 Aeg. 8 des Ca Ue wende chem tritt, men, einen eine v Aber; hältnis das rel 5 fue m lichten Haun 5 nit dem 95 der gerügt nenen Sauen. 99 15 ot, db ln erltk galt U act; 1 10 0 00 Klpe⸗ Sk gene dl cblonzurel ion dd de wobl 1 Ah Mal tof au ll Sauenldkege Sal ds dll d die der(ll. 500 nus en ältassvall de es Cllors be. 680) 40 hen laben, 0 ird des chen pas loft lun ena. t eines Hal tat Seiner diu aun man gleichfalls. den Nest — 2 775 beider Salze, ihre stöchiometrischen Zahlen, so wie den ihrer Säuren durch Rechnung zu finden; Vor- ausgesetzt nämlich, dass die Aequivalente beider Basen gegeben, 0 beide Salze aus 1 Ae. Base und 1 Ae. Säure 7 9 Z. B. mit 500 Theilen neu- tralem kleesauren Kali werden 388 Theile kleesaure Kalkerde erzeugt, das Ae. des Kalis ist= 5,90 der Kalkerde= 3,56, desshalb ist das Ae. der Kleesäure 4,54; denn G 10,44— 5,90— 4,54. Eines ganz ähnlichen Verfahrens kann man sich bedienen, um die Verhältnisszahl einer Base Zu be- stimmen, wenn die Gewichte zweier ihrer Salze, in welchen diese Base in gleicher Menge vorkommt, und ausserdem die Aequivalente beider Säuren be- Eannt sind; so entsprechen z. B. 8 Theile kohlensau- re Kalkerde 10,83 schwefelsaurer Kalkerde. Das re- lative Gewicht der Kohlensäure= 2,76 der Schwe- felsäure= 5,01, mithin 8 A9 85— 8 6,36 als das Aeg. des kohlensauren Kalkes. Daraus folgt, dass die Verhältnisszahl der Kalkerde= 6,36— 2,76= 3,60 ist; und da die Kalkerde aus 1 Ae. Calcium und 1 Aeg. Sauerstoff zusammengesetzt ist, 80 ist das Ae. des Calciums= 3,60— 1 2,60. Ueberhaupt lässt sich diese Methode jedesmal an- wenden, um das quantitative Verhältniss, in wel- chem ein Körper à mit einem anderen 5 zusammen- tritt, so wie die Verhältnisszahl von 4 zu bestim- men, sobald die Verbindung beider Stofle durch einen dritten c in der Art zersetzt werden kann, dass eine wägbare Verbindung zwischen 4 und ec entsteht. Aber wieder ist hierbei vorausgesetzt, dass die Ver- hältnisszahl von b und o gegeben sey, und dass man das relative Aequivalentenverhältniss von 4 und in 7ͤ;.k—— ⅛ D? 1 ˙—o³T!i—˙———— K w f ³˙¹ꝛmA ˙ —̃—. 2—ͤͤ T2. ²⅛˙—Ä— n 1 7 1 776 der einen, und von à unde in der anderen Verbin- dung kenne. Da also die stöchiometrischen Berechnungen nur möglich sind, wenn man zuvor das relative Verhält- niss der Aequivalente in zusammengesetzten Körpern bestimmt hat, so bleibt jetzt noch unsere Aufgabe, die Mittel kennen zu lernen, wodurch dieses ge- schehen kann. Wir haben vorhin gesehen, dass, wenn die Bestandtheile einer Verbindung in Gasform bekannt sind, man auch leicht die relative Anzahl der einfachen Aequivalente angeben könne. Man darf z. B. nicht daran zweifeln, dass das Wasser aus 1 Aeg. Sauerstoff und 2 Aeg. Wasserstoff zu- sammengesetzt ist, weil 1 Volumen Sauerstoff und 2 Volumen Wasserstoff Wasser bilden, ferner, dass das Ammoniak aus 1 Aeg. Stickstoff und 3 Ae. Was- ser besteht; denn zersetzt man das Ammoniak, so er- hält man 1 Volumen Stickstoff und 3 Volumen Was- serstoff; man weiss, dass sowohl salz-, als kohlen- saures Ammoniak, aus 1 Aeg. Ammoniak und 1 Aeq. der Säure besteht; denn wenn man 1 Volumen Am- moniak entweder mit 1 Volumen salzsaurem oder mit 1 Vol. kohlensaurem Gase zusammenbringt, so entsteht Kohlen- oder salzsaures Ammoniak. Können aber die Bestandtheile der Verbindung nicht gasförmig ge- messen werden, so hört auch die Zuverlässigkeit der Bestimmung auf, und wir müssen uns dann be- gnügen, diejenigen Angaben als die richtigen zu be- trachten, welche die mehrsten Gründe für sich ha- ben. Berücksichtigen wir indess, dass diejenigen Gewichte der Körper als Aequivalente zu becrach- ten sind, die auch Aequivalente für einander sind, d. h. diejenigen, welche in ihren Verbindungen ein- ander welch. tralisi einer!. metall tilät 8 gen; W.) W. einige sehr U neutre 1 Aeq der 8. re ist einer 80 mu aus 1 muss in all Salze relatiy der Ba wollen Salpete mal de guche lumen men 8 säure der fr nun 1 Aeg. 1 deren Vertt 1 de chungen elaliye Verte. delnten in untere lugt urch dig g gehen, d dung in lahr eli aal u Han, Mu J8 d Mun Wasen u. 1 Seb en, Kerner, und g def. f mmonüb, we. Volumen ssa. Iz., ab Hl. niak und f l 1 Volumen dar zurem oder lit ing 0 kbbtell Köanen aber di e geslornig* Zurerlisigle n Uns dänn 9 ichligen a. iche de für ich le a8 diese fe in bellt“ einander g ö l. Diodungel, 777 ander ersetzen können; z. B. die Mengen Säure, welche ein und dasselbe Gewicht einer Basis neu- tralisiren; die Mengen verschiedener Basen, die einerlei Gewicht Säure neutralisiren; die Mengen metallischer Radicale, welche eine nämliche Quan- tität Sauerstoff, Schwefel oder Chlor u. s. W. sätti- gen; die Mengen Sauerstoff, Schwefel, Chlor u. s. W., welche sich die mit einerlei Gewicht Metall ver- einigen, so werden unsere Untersuchungen dadurch sehr vereinfacht und erleichtert. Wir können aus Gründen annehmen, dass alle neutralen Salze Verbindungen von 1 Ae. Base mit 1 Aeg. Säure sind; da nun in den Sauerstoffsalzen der Sauerstoff der Base ein Theiler für den der Säu- re ist, und alle Basen, welche dieselbe Quantität einer Säure sättigen, gleichviel Sauerstoff enthalten, so muss, wenn dies richtig ist, das neutrale Salz aus 1 Ae. Säure auf 1 Ae. Base bestehen. Ferner muss die relative Aequivalentenzahl des Sauerstoffs in allen Basen, welche im Stande sind, neutrale Salze zu bilden, gleich seyn, auch müssen sich die relativen Sauerstoffäquivalente der Säuren aus denen der Basen durch eine Division finden lassen. Wir wollen dieses an einigen Beispielen prüfen:— Die Salpetersäure enthält in ihren neutralen Salzen fünf- mal den Sauerstoff der Base; nun haben aber Ver- suche gezeigt, dass 1 Volumen Stickstoff mit 22 Vo- lumen Sauerstoff, oder was gleichviel ist, 2 Volu- men Stickstoff mit 5 Volumen Sauerstoff Salpeter- säure liefern(diese Zusammensetzung widerspricht der früheren Annahme durchaus nicht); setzen Wir nun 1 Aeg. Salpetersäure= 2 Aeg. Stickstoff + 5 Ae. Sauerstoff, so folgt hieraus, dass diejenigen . ̃ ͤ.. ̃§F7äNñü1eñ] ͥ ¶ꝶͤAUZUQQnQůnů—:. 78 Dr ˙— 778 Basismengen, welche 1 Aeg. Salpetersäure oder 1 Ae. von jeder anderen Säure sättigen, nur 1 Ae. Sauerstoff enthalten können. Entspricht aber der Sauerstoff der salzfähigen Grundlagen nur einem Aequivalente, so muss der der Säure 1, 2, 3, 4 oder 5 Aequivalenten entsprechen, je nachdem er ihrer Sättigungscapacität gleich, oder ein Vielfaches davon in ganzen Zahlen ist; 3 Aequivalente Sauer- stoff gehen z. B. in die Grundmischung der Schwe- felsäure ein, weil ihre Sättigungscapacität; ihres Sauerstoffgehaltes ist. Dies setzt uns also in den Stand, die relativen Sauerstoffäquivalente des grös- seren Theils der oxydirten Körper anzugeben. Nur bleibt hierbei noch zu erörtern, ob die Annahmen, worauf sich diese Bestimmung stiitzt, auch mit den übrigen Verhältnissen nicht im Widerspruch stehen; indess haben wir für die Richtigkeit derselben noch mehr Beweise. Die Säuren, welche z. B. der Schwe- fel mit dem Sauerstoff liefert, bestehen aus 1 Schwe- fel und 1, 2, 22 und 3 Sauerstoff; die neutralen unterschweflichtsauren Salze enthalten in der Säure und Base gleichviel Sauerstoff; die neutralen unter- schwefelsauren Salze enthalten mal und die neu- tralen schwefelsauren Salze dagegen 3mal den Sauer- stoff der Base. Ein Aeg. Schwefelsäure enthält folg- lich 3 Aeg. und 1 Aeg. Unterschwefelsäure 5 Aeq. Sauerstoff. Diese Annahme des grösseren Gehaltes von Sauerstoff in der Unterschwefelsäure hat nichts Widersinniges, denn da sich die neutralen unter- schwefelsauren Salze durch Erhitzen in neutrale schwefelsaure Salze verwandeln, und dabei soviel schweflichte Säure frei wird, als gerade erforderlich ist, um die nämliche Base zu sättigen, so muss die Unter und 1 lich“ der 8 lenox) doppe Sauer. zuget! men 1 ihren durch men d stimm denn ihr 86 senox 1123 in offt und dritte Will! seno schon Da ab oxyd, tralisi! sen, Oxyd mehr in be. stehe. gern, Aeg. I. 779 ur; dit e Unterschwefelsäure auch aus 1 Ae. Schwefelsäure . 184. 1 Aeg. schweflichter Säure bestehen und 1 1 lich 5 Aeg. Sauerstoff enthalten. Ferner: wenn sich 105 11 der Sauerstoff mit Kohle so vereinigt, dass Koh- 8 0 0 lenoxydgas entsteht, so wird sein Volumen ver- e doppelt, es 5 3 dass zu F 8 1 Sauerstoffs noch ein gleiches Volumen Kohlengas hin- zugetreten sey. Zwei Volumen Kohlenoxydgas neh- men noch ein Volumen Sauerstoff auf, ohne jedoch ihren Umfang zu vergrössern, und es entsteht da- durch Kohlensäure; sie besteht folglich aus 2 Volu- men Sauerstoff und 1 Volumen Kohlenstoff; hiermit ang der Hape Apatit ung db in den ale ds gi nugtben J stimmt auch ihr Verhalten zu den Basen überein, di dude, denn ihre Sättigungscapacität ist halb so gross, als „ aid n ihr Sauerstoffgehalt. Ferner: der Sauerstoff des Ei- röpruth ff senoxyduls verhält sich zu dem des Eisenoxydes wie dente 1:12; denn wenn man schwefelsaures Eisenoxydul „ B, der pe in offnen Gefässen erhitzt, so zieht es Sauerstoff an on als He und verwandelt sich in Eisenoxydsalz, wobei der die kee dritte Theil des Eisenoxydes ausgeschieden wird; i in der dir will man desshalb das Ganze in schwefelsaures Ei- leubslen due. senoxyd verwandeln, so muss genau die Hälfte der ud die 7 schon vorhandenen Schwefelsäure zugesetzt werden. al den dautr. Da aber diejenigen Mengen Eisenoxydul und Eisen- re ella l oxyd, die ein gleiches Gewicht Schwefelsäure neu- ber 9 40 tralisiren, auch gleichviel Sauerstoff besitzen miis- een belcle sen, so folgt hieraus, dass das Oxy dul, um sich in ure lat n Oxyd zu verwandeln, die Hälfte seines Sauerstoffs len u. mehr aufgenommen habe, oder dass der Sauerstoff 0 1 Men, in beiden Oxyden in dem Verhältnisse von 112 übel gal stehe. Aus mehreren Erscheinungen lässt sich fol- 1 rc gern, dass das Aequivalent des Eisenoxydes aus 2 90 nns dt Aeg. Radical und 3 Ae. Sauerstoff besteht. 0 g . 7˙—......——— ü——— j— 780 Oxyde, die in ihren Eigenschaften am meisten übereinkommen, sind gewöhnlich auch gleichartig zusammengesetzt; dies lässt vermuthen, dass dassel- be auch bei anderen Verbindungen, welche einan- der ähnlich sind, der Fall sey. Wenn ein Metall mehrere Oxyde bildet, welche sich als Salzbasen verhalten, so nimmt man vorzugs- weise dasjenige als aus 1 Ae. Sauerstoff und 1 Ae. Radical bestehend an, welches zu den Säuren die stärkste Verwandtschaft zeigt. Immer ist dies frei- lich nicht der Fall, denn zuweilen hat dasjenige Oxyd die stärkste Verwandtschaft zur Säure, welches aus 1 Radical und 2 Sauerstoff besteht. Einige, zu den schwächern Salzbasen gehörige Oxyde, als Alaunerde, Eisen- und Manganoxyd, liefern mit Kali und Schwefelsäure Doppelsalze, die auf gleiche Weise zusammengesetzt sind, so dass, wenn man Eisen, Mangan und Aluminium nach Ge- fallen vertauschte, die Salze selbst keine Störung in der Neutralisation erleiden würden. Die Mengen der hierzu erforderlichen Metalle sind mithin nicht nur Ae. für einander, sondern auch in den er- wähnten Oxydationsstufen mit einer ganz gleichen Menge Sauerstoff verbunden; kennt man folglich nur von einem dieser Oxyde die relative Zahl der Aequivalente, so ist sie dadurch auch für die bei- den anderen gegeben. Da nun das Eisenoxyd aus 2 Aeg. Radical + 3 Aeg. Sauerstoff besteht, 80 müs- sen Alaunerde und Manganoxyd eben so zusammen- gesetzt seyn. Ueberhaupt, man kann bei dieser Art stöchiometrischer Berechnungen immer vom Bekann- ten auf das Unbekannte schliessen. Wie z. B. aus den gleichartigen Verbindungen zweier Oxyde auch auf ihre den k verhä siche beson ihrer der B. sie 3 schein det na den Te. dem d. man 8 entstel Ale war, selbe lässt v zahl menge ganox folglic selbe! Ar dass di sind d dirt d desshal man n spricht einem welche nur 1 781 en in nüt ihre proportionale Zusammensetzung geschlossen wer- ach eig den kann, und, wenn das relative Aequivalenten- 5 es ben verhältniss der Bestandtheile des einen gegeben ist, ecke di sich das des anderen daraus folgern lässt, Zeigt ins- besondere die Kieselerde. In dem grössten Theile bildet, ah ihrer Verbindungen enthält sie 3mal den Sauerstoff it nan ung der Basen, und dieses schon lässt vermuthen, dass off ut 1 sie 3 Aeg. Sauerstoff enthält; durch mehrere Er- den Siure d scheinungen wird dieses wirklich bestätigt, sie bil- ler it die fre. det nämlich mit Alaunerde und Kali ein Doppelsalz, it tnt den Feldspath, welcher in seiner Zusammensetzung re, e dem trocknen Alaune so ähnlich ist, dass, wenn man sich statt des Kiesels Schwefel denkt, Alaun Zbasen g entsteht. d Maga) Als von der Krystallisation der Salze die Rede oppelabe war, haben wir gesehen, dass mehrere Körper die- eind, v. selbe Krystallform besitzen(isomorph sind); dies iim u e. lässt vermuthen, dass, da sie aus einer gleichen An- eine ding zahl Aequivalente bestehen, auch gleichartig zusam- Die Mage. mengesetzt sind. Alaunerde ist mit Eisen- und Man- d ili nch ganoxyd isomorph, Eisenoxydul mit Manganoxydul, ch ü in t. folglich wird sich in den isomorphen Basen auch das- selbe Verhältniss wieder finden. Aus diesem allen ziehen wir nun den Schluss, dass die Sauerstoffäquivalente der Säuren immer gleich 5 gien a5 flgich uur ine Lal det i fir die lr F6nol l aus? sind dem Quotienten ihres Sauerstoffgehaltes, divi- dirt durch ihre Sättigungscapacität, und dass sie f desshalb leicht aufgefunden werden können, wenn t. so mu. 5 el, man nur die letztere angeben kann. Dagegen ent- Usammel⸗ 5 8. 7 spricht der Sauerstoff der Basen nicht jedesmal! „ eser At 5 5 5— N 15 einem Aequivalente, wenngleich die Menge Basis, call 5 ö 33 2 3 5 on! 4 welche mit einem Verhältnisse Säure vereinigt ist, alls l. 23 5 1 1 nur 1 Ae. Sauerstoff enthalten kann. Da übrigens auch! de —— 822 r K—. 782 die Salzbasen allmählig zu den Säuren übergehen, 80 müssen zwischen beiden auch Oxyde vorkommen, die saure und basische Eigenschaften zugleich haben. Die Oxyde mit 2 Aeg. Radical und 1 Ae. Sau- erstoff sind Suboxyde. Oxyde mit 2 Ae. Sauerstoff und 1 Aeg. Radical sind schwache Salzbasen, oder schwache Säuren(Kohlensäure). Verbindungen von 2 Radical + 3 Sauerstoff sind die mehrsten schwächeren Salzbasen(Eisenoxyd und Alaunerde) und viele der schwächern Säuren(salpeterichte Säure). Alle Oxy- de, in welchen sich 5 Ae. Sauerstoff mit 2 Ae. Radical vereinigt haben, sind Säuren. Das stöchiometrische Verhältniss der Schwefel- und Chlor verbindungen u. s. W. lässt sich leicht aus- mitteln, sobald man die Zusammensetzung der Oxy- de kennt, indem jene Verbindungen mehrentheils den Oxyden proportional sind. Von den einfachen Haloidsalzen ist kaum ein einziges vorhanden, von welchen es nicht auch eine entsprechende Oxy da- tionsstufe giebt; das Eisenoxydul entspricht z. B. dem Eisenchlorür, das Eisenoxyd dem Eisenchloride. Das Eisenchlorid(welches man in seiner wässrigen Lösung als salzsaures Eisenoxyd betrachten kann) muss daher aus 2 Ae. Eisen und 3 Aeg. Chlor be- stehen. Berechnet man indess hiernach das relative Gewicht des Salzbilders, so fällt es stets noch ein- mal so gross aus, als es sich aus dem specif. Ge- wichte des Gases ergiebt. Der Grund hiervon ist, dass die Salzsäure gleiche Volumina Chlor und Was- serstoff enthält. Daher nimmt man denn auch in allen Wasserstoffsäuren den Salzbilder auf 1 Aeg. Wasserstoff 1 Aeg. des Salzbilders an. Nun aber kommen beim Wasser auf 1 Ae. Sauerstoff 2 Aeg. Was Loösu nen; des und ders doppe bilder erstof 8 der 80 viele“ portio D Schwe 2 Vol ständi lig u te Sär gleich Schw. gases stollge verein betrug Wass L gen Vo sen y Wass furide felwa zeugt .———— 1— 2 3 1 1———— 1. ˙ÜW—m 5ůULa—ͤ— dVsU 15 de 1500 zugleich N N and! Jef de 0 5 5 Ae. Hubnz daha, 0 erbüdung 0 sten schpälln e) ul de dure Ale y stk nit a. n. 8s der dergl. t sich Kück. Setzung dach zen milla ö 1 Yu del en vorbancen 1 rechende bft entepricl J im Lbencllai, Seiner rüstet etrallten d e lar de zac ds ali ales noch ei. dem ect, 05 ind Hierro i Cube uud. dean auch er ak! n. Jun a ert 5 8— 1 —— 783 Wasserstoff; um desshalb die Haloidsalze in ihrer Lösung als Wasserstoffsaure Oxyde ansehen zu kön- nen, müssen nothwendig auf jedes Ae. Sauerstoff des Oxydes 2 Aeg. Wasserstoff der Wasserstoffsäure und folglich auch 2 Aeg.= 2 Volumen des Salzbil- ders gerechnet werden, so dass die Haloidsalze immer doppelt so viel Aequivalente oder Volumina des Salz- bilders enthalten, als die proportionalen Oxyde Sau- erstoff. 1 So ist nun auch das stöchiometrische Verhältniss der Schwefelverbindungen leicht zu finden, obschon viele Schwefelungsstufen bekannt sind, die keine pro- portionale Oxyde haben. Der Schwefeldampf und 2 Vol en digen Verbrennung 3 Volumen Sauerstoffgas nö— Schwefel wasserstoff besteht aus 1 Volumen 2 Volumen Wasserstoffgas denn men e e haben zu ihrer voll- thig und geben nebst Wasser 2 Volumen schweflich- te Säure. Letztere enthält aber ein ihrem Umfange gleiches Volumen Sauerstoffgas, eben 80 wie der Schwefel wasserstoff den Umfang seines Wasserstoff- gases beibehält. Der Schwefel des Schwefelwasser- stoffgases hat folglich 2 Volumen Sauerstoff mit sich oder er Ae. vereinigt, um schweflichte Säure zu bilden, betrug 1 Ae. Wasserstoff. Leitet man Schwefelwasserstoffgas in Auflösun- gebunden an 2 Volumen S 2 gen von Oxyden, so verbindet sich gewöhnlich des- sen Wasserstoff mit dem Sauerstoff der Oxyde zu Wasser und der Schwefel mit den Radicalen zu Sul- furiden. Das stöchiometrische Verhältniss des Schwe- felwasserstoffs lässt folgern, dass die hierdurch er- 40 5 8 5 zeugten Schwefelverbindungen eine den Sauerstoff- — — r 784 äquivalenten der Oxyde gleiche Anzahl Schwefeläqui- valente enthalten müssen, mithin ist von allen Schwe— felmetallen, welche auf diesem Wege gebildet wer— den, auch leicht das Verhältniss der Bestandtheile zu bestimmen. Wenn sich die Schwefelverbindungen zu Schwe- felsalzen vereinigen, so ist der Schwefel des einen Sulfurides(der Base) ein Theiler für den Schwefel des andern Sulfurides(der Säure, oder der electro In den Wasserstoff- schweflichten Salzen ist der Schwefel zwischen Schwe— fel wasserstoff und Schwefelbase gleich vertheilt; da nun der Schwefel des Schwefelwasserstoffs einem negativen Schwefelverbindung). Aequivalente entspricht, so enthalten alle Schwefel- basen, welche mit Schwefel wasserstoff oder einer proportionalen Menge jeder anderen electro- negati- ven Schwefelungsstufe zu einem neutralen Salze zu- sammentreten, 1 Aeg. Schwefel. Die Anzahl der Aequivalente des Schwefels in electro- negativen Schweselmetallen findet man, wie die des Sauerstoffs, in den Säuren aus ihrer Sättigungscapacität.— Sind von einem Stoffe mehrere Schwefelungsstufen be- kannt, so bieten die relativen Mengen des Schwefels, womit ein gegebenes Gewicht des Radicals verbun- den ist, gleichfalls ein gutes Hülfsmittel dar, um daraus auf die relative Anzahl der einfachen Aequi- valente zu schliessen; und kommen von demselben Radicale zugleich auch verschiedene Oxyde vor, 80 erhält man bei Berücksichtigung aller dieser Ne- benumstände um so Zzuverlässigere Aufschlüsse über die Zusammensetzung beider.— Auf diese Weise hat man nun für alle einfachen Stoffe, so wie für alle zusammengesetzten Körper das met stol der nen sie als nie nal aue den per Sto von 785 dchpeth 2 8 72 5„. algen das ect rale oder ihre Verhältniszahlen(stõchio- pate metrische. gefunden. g Nimmt man den Sauer- anilekn stoff als Einheit an, so sind es, mit Uebergehung der für uns kein Interesse habenden Stoffe, folgende: bau bir Sauerstoff— 19008 1 10 8— 0,0624 . Stenson. 3 irt 0 Kohlenstoff= 0,7640 e 11 2 2.52130 1 N od— 15 0 N b Schwefel— 2,0110 1 u Phosphor— 1,9610 Sersdols een Fluor— 1,1690 n dle dhe Silicium 2,7740 tofk oder fe Aluminium— 1,7100 electb. l Talcium 5830 alen Silke n. Calcium= 256000 )ie Auna der i Barium= 855680 ctro- Malen Eisen— 338920 des Suukrdafl Mangan 358570 acitib.— dul Natrium 259080 uungslen d.. Kalium 458790. dees Hebrek Alle diese Stoffe sind also in dem hier angegebe- dies serdur nen Verhältnisse einer gegenseitigen Sättigung fähig, tel dar, u. sie können sich desshalb sowohl mit dem Sauerstoff abel luft. als mit irgend einem anderen der aufgeführten Stoffe 10 Keel nicht nur in dem diesen Zahlen entsprechenden Ver— 8 28—— 5 f ck vor, hältnisse, sondern, wie wir vorhin gesehen haben, er dieter N. balls ile auch sehr oft in Multiplis und Submultiplis verbin- den. Obgleich also das Sättigungsvermögen der Kör- per sehr verschieden ist, oder obgleich, um einen ö 115 Stoff bis zu einem bestimmten Grade zu sättigen, alle 5 2 10 Ui von den verschiedenen Stoffen auch verschiedene Men- ezten“ 50 5.——— 5———— 1—— DDr ˙——— 1 7 * 5 ö 1 — 7 5 2 786 gen erforderlich sind, so bleibt nichts desto weniger doch das Verhältniss des Sättigungsvermögens gegen einen gemeinschaftlichen Körper stets dasselbe. Mö— gen also auch die Stoffe sehr verschiedene stöchio— metrische Zahlen haben, so verändert sich nichts desto Weniger ihr wechselseitiges Verhältniss; wor- aus aber folgt, dass mit dem Sättigungsver- mögen aller Stoffe gegen Einen, auch das aller übrigen Stoffe unter einander gege- ben ist. Die stöchiometrischen Zahlen der zusammenge- setzten Körper ergeben sich aus den stöchiometri- schen Zahlen ihrer Bestandtheile; so ist z. B. die stöchiometrische Zahl der Kohlensäure 2 Ae. Sauerstoff + 1 Ae. Koh- lenstoff= 2,764 der Schwefelsäure 3 Ae. Sauerstoff + 1 Aeg. Schwe- fel 5,011. der Phosphorsaure 3 Ae. Sauerstoff + 1 Aed. Phos- phor= 4,961. 5 der Alaunerde 3 Aeg. Sauerstoff + 2 Aeg. Alumini- 5 um= 6,420. des Ammoniaks 2 Ae. Stickstoff + 6 Aeg. Wasser- stoff= 2,144. des Kalis 1 Ae. Sauerstoff + 1 Ae. Kalium= 5,879. des Natrons 1 Aeg. Sauerstofk + 1 Ae. Natrium = 35,908. des Barytes 1 Aeg. Sauerstoff + 1 Aeg. Barium = 95,568. der Kalkerde 1 Ae. Sauerstoff + 1 Aeg. Calcium = 235,600. des Eisenoxydes 3 Ae. Sauerstoff + 2 Ae. Eisen 9,782. des dei des des del Reli. mp Hens egen falle, J. elene gc. rt zich nit M üalhisz bk kigungger , auch des ander ger ler etzt r anne l üchne. ) üöt 1 l. dk . 1401 l. 1 el. Sele 8 1 Ae ll. Ae, Aan. 40 Hasser- lum 1900 40 Miriun des Neri 40 Can ö J. Lö 1 ......——. m·!—.... ⁵—— — 2— 4 787 des Eisenoxyduls 1 Ae. Sauerstoff + 1 Aeg. Eisen i= 4,392. der Kieselerde 3 Ae. Sauerstoff + 1 Ae. Silicium = 55774. des Chlorbariums 2 Aeg. Chlor + 1 Ae. Barium 125,594. des schwefelsauren Kalis 1 Ae. Schwefelsäure + 1 Ae. Kali= 10,890. des schwefelsauren Barytes 1 Ae. Schwefelsäure 1 Ae. Baryt= 14,579. des kohlensauren Kalis 1 Aed. Kohlensäure + 1 Ae. Kali= 8,643. des kohlensauren Natrons 1 Ae. Kohlensäure + 1 Aeq. Natron= 6,672. des kohlensauren Ammoniaks 1 Ae. Kohlensäure 1 Aed. Ammoniak= 4,908. u. s. W. Die stöchiometrischen Zahlen der Körper dienen dem practischen Chemiker, um schnell und sicher alle Verbindungs verhältnisse zu berechnen; dies werden die folgenden Beispiele verdeutlichen. Woll- te man wissen, wie viel schwefelsaurer Baryt er- folgt, wenn 100 Theile Chlorbarium durch Schwe— felsaure zersetzt werden, so setzt man das Aeg. des Chlorbariums(= 12,504) und des schwefelsauren Baryts(= 14,579) 12,594: 14,579= 100 X( 115,761, als der Menge des schwefelsauren Baryts). Wünscht, man die Menge der Schwefelsäure zu erfahren, wel- che zur Zersetzung des Chlorbariums erforderlich ist, so setzt man: 12,594: 5,01(Aeq. der Schwefelsäure)= 100: X (239,77, als die Menge der gesuchten Schwefel- Säure). 1 2 0 4 788 Eben so leicht lässt sich ausmitteln, wie viel Baryt aus 100 Theilen Chlorcalcium gewonnen werden kann, denn man setzt 125,594: 9, 568:(Aeg. des Bariums)= 100: X. Wollte man aber statt der Schwefelsäure ein schwefelsaures Salz, z. B. das neutrale schwefelsau- re Kali anwenden, so lässt sich die dazu erforderli- che Menge mittelst folgender Proportion finden; 12,594: 10, 890(Ae. des schwefelsauren Kalis). S 100: X(= 86,31 schwefelsaures Kali). Ferner: Wie viel kohlensaures Kali, Natron oder Ammoniak ist erforderlich, um die Alaunerde aus 180 Theilen Alaun abzuscheiden?(Der Alaun ist eine Verbindung von 1 Aeg. schwefelsaurer Alaun- erde( 11,431) mit 1 Aeg. schwefelsaurem Kali (S 10,899) und 24 Aeg. Wasser(S 26,9952), folg- lich ist seine Verhältnisszahl 59,316); hierbei muss man nun berücksichtigen, dass, obgleich die neutra- len Salze der Alkalien aus 1 Ae. Basis und 1 Ae. Säure zusammengesetzt sind, es sich doch mit den Neutralsalzen der Alaunerde anders verhält. Die Alaunerde besteht nämlich aus 2 Aeg. Aluminium und 3 Ae. Sauerstoff, und muss daher, um ein neu- trales Salz liefern zu können, worin die Sättigungs- capacität der Säure mit der derselben Säure in an- deren Neutralsalzen übereinstimmt, 3 Aeg. Säure aufnehmen, folglich enthält die neutrale schwefel- saure Alaunerde 3 Aeg. Schwefelsäure auf 1 Ae. Alaunerde, und es sind 3 Aeg. eines Alkalis nöthig, um letztere aus einem Aequivalente Alaun auszu- scheiden; hiernach würden folgende Proportionen zu setzen seyn: 3——. c.. — 789 1. Für kohlensaures Kali 59,316: 3. 8,643(Aeq. des kohlens. Kalis)= 180: x. 2. Tür kohlensaures Natron 59,316: 3. 6,672(Aeg. des kohlens. Natrons)= 180: x. 3. Für kohlensaures Ammoniak 59,316: 3. 4,908(Aeg. des kohlens. Ammoniaks)= 180: x. Da nun diese Alkalien gewöhnlich mit Wasser kry- stallisirt vorkommen, so muss, wenn man z. B. U Vle il ii gene 951055 00 sekebeure en Schnecttl. n erbordent. tin fue urn Al, —— wissen wollte, wie viel vom krystallisirten kohlen- ö sauren Natron erforderlich ist, erst das relative Ge- Nil, Vun wicht dieses Salzes ausgemittelt werden; es ist die aue ö 17,92, denn es enthält 10 Aeg. Wasser auf 1 Ae. (ber A kohlensaures Natron, oder 6,672 + 10. 1,25= 17,92 boat Alm. hiernach würde also die Proportion seyn: eurem Ei 59,316: 3. 17,92= 180:(gesuchte Menge des Krystal- 05009, le. lisirten Salzes)= 163. liabe us Will man aber auch ausmitteln, wie viel kohlen- ch die nel. saures Natron eine gewisse Menge, z. B. die 163 is uud e, Theile des krystallisirten Salzes enthält, so setzt doch nit del man 17,92(Aeg. des krystallisirten Salzes): 6,672 erbil. Die(Ae. des wasserfreien Salzes)= 163: x(= 60, 6). U Auminiun Ferner: Wie viel concentrirte Schwefelsäure un ein nel hat man nöthig, um die Salpetersäure aus 100 Thei- ie digg. len Salpeter zu erhalten? Die concentrirte Schwe- Siure in a. felsäure ist eine Verbindung von 1 Aeg. wasserfrei- j Al din 0 er Schwefelsäure mit 1 Aeg. Wasser und ihre stö— ale Schpeke⸗ chiometrische Zahl ist 5,011 + 1,125= 6, 136; die ab 1 f des salpetersauren Kalis= 12,67. Man hat desshalb ö zu setzen: 12,67: 6,136= 100: X(= 48,3 Gewichts- Als vlg menge der concentrirten Schwefelsäure). Alaun ausl. 10 en Ferner: Wenn salpetersaures Ammoniak erhitzt port wird, so zersetzt es sich in Wasser und Stickstoff- oxydulgas, indem 6 Aeg. Wasserstoff sich mit 3 Ae.* 1 . ͤ—......]¶⅛ /ꝶvr. I 1 1 790 Sauerstoff verbinden und die noch übrigen 2 Aeg. Sauerstoff mit 4 Ae. Stickstoff zu 2 Aeg. Stickstoff- oxydul zusammentreten, denn das Salz besteht aus 1 Ae. Salpetersäure(= 2 Aeg. Stickstoff + 5 Aeg. Sauerstoff) und 1 Ae. Ammoniak(= 2 Aeg. Stick- stoff + 6 Aeg. Wasserstoff); um nun zu erfahren, Wie viel Maasstheile Stickstoffoxydul gewonnen wer- den, muss man erstlich das Gewicht des entbundenen Gases bestimmen. f 8,91(Ae. des salpetersauren Ammoniaks): 2,277 (Ae. des Stickstoffoxyduls)= 20:(gesuchtes Gewicht) 2.27720 5 8915 Da nun 1000 Cub.-Centimeter Salpeteroxydulgas 1,9594 Er. wiegen, so ist 1,9594: 1000 881 2.2.77. 20. 1000 8591. 1.9594 (gesuchtes Volumen in C.-C. ausgedrückt)= = 6350 Cubik- Centimeter Oxydulgas. Um hierbei auch der Rechnung überhoben zu seyn, hat man chemische Rechenstäbe oder Aequiva- lenten-Scalen angefertigt; den Gebrauch derselben findet man in den Werken über Stöchiometrie be- schrieben.— Die Sättigungscapacität einer Säure lässt sich ausmitteln, wenn man mit ihrem stöchiometrischen Werthe in 100 dividirt, so z. B. die Sättigungsca- pacität der Schwefelsäure 25011= 19,96 oder ge- nauer 19,955. Oder man mittelt, wie schon früher gezeigt wurde, das Zusammensetzungsverhältniss eines ihrer neutra- len Salze aus, berechnet dieses dann auf 100 Thei- le der Säure und bestimmt den Sauerstoffgehalt der Basis, Welche diese 100 Theile Säure neutralisiren. Die erste Methode ist einfacher; sie beruhet auf dem ges. mal den abe hat viat Wiũ — 5 gen 40 e dtickgag. 2 beet z fof T 89 ef ck. in elke, ehounen per 8 kllhuudleun under 2) Acbles Cen peter 1 Uberboben m oder Jesdhz. auch derseben chiowetrie be. ure Host 0 humetröchen dittigunge. 9,0 der ge geri wur, ilrer ell. auf 100 Thel. stosgebal fl neulrs ii rubet aul fell .]— F—. ZF]7——. 7———..— E ß/./, 791 Gesetze, dass der Sauerstoffgehalt einer Säure immer ein bestimmtes Vielfaches und zwar in ganzen Zah- len von dem der Basis ist, und dass diejenige Quan- tität einer Base, die ein Verhältnissgewicht Säure neutralisirt, nur 1 Aeg. Sauerstoff enthalten Kann. Nennet man daher a das Ae. der Säure, O ihre Sättigunscapacität, so ist: a: 1 100: 4 5 Hieraus lässt sich denn auch sogleich der Sauer- stoflgehalt einer zur Neutralisation jeder beliebigen Säure erforderlichen Base berechnen, indem man nur diese Menge durch das Aequivalent der Säure zu dividiren braucht, oder, was einerlei ist, man mul- tiplicirt es mit dem hundertsten Theile der Sätti- gungscapacität. Von den chemischen Formeln. Um die chemische Constitution eines zusammen- gesetzten Körpers leicht übersehen zu können, hat man in der neuern Zeit Formeln angewendet, die den in der Algebra gebräuchlichen ähnlich sind, aber ihre Bedeutung nicht haben. Ein jeder Stoff hat dabei ein Zeichen erhalten, welches als Abbre- viatur des Nahmens leicht im Gedächtnisse behalten wird, 80 z. B. lateinische Zeichen deutsche Zeichen Sauerstoff 2 O. Sa. Chlor 2 Chl. Chl. Jod= J. Jo. Schwefel= 8. Sf. Stickstoff= A. St. Fluor 2 F. Fl. Phosphor. Ph. Kohlenstofl= C. Ko. Silicium= S8. Si. Wasserstoff= H. Wa. Eisen pe.. Mangan= MMn. Mn. Aluminium= Al. Al. Magnium= Mg. Mg. Calcium 55 Ca. Barium 5 Ba. Natrium Na; Na. Kalium K. Ka. Wenn in einem Zusammengesetzten Körper ein- fache Aequivalente mit einander verbunden sind, 80 wird dieses durch das Nebeneinandersetzen der Buch- staben ohne Zwischenzeichen ausgedrückt, z. B. Fe.&. = Schwefeleisen; wogegen man, wenn in einem sol- chen zusammengesetzten Körper 1 Aeg. des positiven Körpers mit mehreren Aequivalenten des negativen Körpers verbunden sind, die Zahl der letzteren durch eine, wie ein Exponent zur Rechten angehängte Zahl bezeichnet, z. B. Fes:= Schwefelkies aus 1 Aeꝗ. Ei- sen mit 2 Ae. Schwefel verbunden. H bedeutet Kohlenwasserstoffgas und HC= ölbildendes Gas. Formeln für zusammengesetzte Körper wer- den dagegen folgendermassen geschrieben: KO + S0= schwefelsaures Kali; und ist hierbei ein zusammengesetztes Aequivalent in einem mehr- fachen Verhältnisse vorhanden, so wird solches durch das Vorsetzen einer Ziffer zur Linken bezeichnet; also in der Form eines Coefficienten; z. B. KO + 2 80= saures schwefelsaures Kali Die Zahl der Sauerstoff- Aequivalente deutet man auch durch Puncte statt des Exponenten an; man —— 793 0. 1 gebraucht sie bei den Abbreviaturen des positiven V5 Körpers, z. B. KTA Salpeter; oder: 1 Aeg. Ka- . liumoxyd mit 1 Ae. Salpetersäure(aus 1 Ae. Stick- U. stoff und 5 Aeg. Sauerstoff bestehend). 1. Beim Wasser gebraucht man das Zeichen Ag., lle jetzt aber mehr H; Na +— 8 + 10 Aq. heisst dess- 05 halb schwefelsaures Natron mit 10 Aeg. Krystall- 55 Wasser. N Bei mehr zusammengesetzten Körpern werden 95 die zusammengesetzten e durch das Nr. Zeichen verbunden, z. B. K 8 +3 Als= Wasser- ten lin ir freier Alaun und K S. Al S S + 24 Ad.— krystal- bunden zul, Setzen der Doc. lisirter wasserhaltender Alaun. Bei noch zusammen- gesetzteren Körper werden die mehr zusammenge- lt, 2 setzten Ae. eingeklammert und dann durch das Zei- un in zun ad. chen + verbunden. el, des poi n des Begin r letakren dirt angebigte Aal es aus 1. l. Ib betete bildendes bas te Vötper er. chrieben! U und it lierde in eilen„öl rd solches dur len ebeitha⸗ 1. B A0. lente dente „ 0 zenten au; .—— 9 ů ͤ—————— 7¹2§2828.———— — A— . ͤ ͤ K 5FFCCCCCCCCCTCTTTCCCCT0TCT0T0T0TCTCTbT— Gedruckt bei Friedrich Ernst Huth. —— 2.— S —— 78S Magenta 1' 11 V HMnnnmpn lbe 11hlnlhll