1 1 — 90 0 0 . ö 8 ö — 5 — 0 * Ee N * 2 r Se cle ese, 9953 2. . 80 Helen! Magde der i hans in Nunme Abhandlung 7 von dem Hckerbaue, 5 n, Nach den Grundsätzen 5 des Herrn Tull, f eines Engelländers, Franzosisch herausgegeben von Herrn du Hamel du Monceau, Mitgliede der königlichen Akademien der Wissenschaften 0 zu Paris und London, und Inspector des Seewesens in allen französischen Häfen. Verlegts Georg Conrad Walt 0 5 Königl. Hofbuchhändler. . nalen Erfal 6 Lehrgebc fem Jin fit, ud ff Da der unktech bar Much r' gf, u Verscand aden olle, Alen es en sten de uber if 9 I N 2 DN N N d 8 9— N 1. e V 00.* Ne 8 4 4 N 5 NN 4 nnen— ä 8 Vorrede. e) achdem sich Herr Tull auf das Land I egeben hatte: so widmete er sieh ;gänzlich dem Feldbaue, und verfer⸗ 5 tigte, nachdem er zu wiedenholten malen Erfahrungen angestellet hatte, ein neu⸗ es Lehrgebäude davon. Er machte dasselbe in einem ziemlichen weitläuftigen Werke be⸗ kannt, und fand in Engelland viele Anhänger. Da der Ruf von diesem Werke sich auch in Frankreich ausgebreitet hatte: so trug der Herr Marschall von Noailles dem Herrn Otter“ auf, es zu übersetzen. Wenn aber der Verstand dieses Werkes richtig getroffen werden sollte, welches schon in der Sprache, worinnen es geschrieben ist, schwer zu verste⸗ hen ist: so war es nicht genug, englisch zu f* ver⸗ Einem Mitgliede der Akademie der schönen Wissen⸗ schaften, der im Weinmonate des Jahres 1748 gestorben ist. Vorrede. verstehen: sondern es war auch ganz noth⸗ wendig, eine Kenntniß von dem Feldbaue zu haben. Nachdem also das ganze Werk über⸗ setzet war: so gestund Herr Otter selbst, es wäre sehr nöthig, daß seine Handschrift von einem Manne untersuchet würde, der in denen⸗ jenigen Sachen, die darinnen vorkämen, be⸗ wandert wäre. Der Herr von Buffon nahm dieses über sich, und beschäfftigte sich über ein Vierthel Jahr lang damit. Von diesem allem, was ich jetzo erzählet habe, wußte ich eher nichts, als im Brach⸗ monate 1748. Ich erhielt eine Uebersetzung von eben diesem Werke, welche Herr Gott⸗ fort versertiget hatte, nebst einem Briefe von dem Herrn Kanzler, worinnen er zu wissen verlangete, was ich davon gedächte. Diese zweyte Uebersetzung hatte eben die Fehler, die ich bey der Uebersetzung des Herrn Otter angetroffen hatte. Herr Gott⸗ fort gestund auch, daß sie nicht so gedruckt werden könnte, wie er sie überreichet hatte. Da ich mir alles angelegen seyn lasse, was den Ackerbau befördern kann; da ich begierig war, die Absichten des Herrn Kanzlers zu er⸗ fülen; da die Gedanken des Herrn Tull neu waren; und da ich wünschete, dem Ueberse⸗ tzer einen Gefallen zu erzeigen, der sonsten 8 Gefahr 1 1 Ant geh u Hast ac nuch Lchersczül Da ie kr: so! ch an den d meldet Harn Ott ß er sch setg. Er dienlich g die neuen Warke de fungen gl Tall ein daß ein dal ben wilde sch e ge t halte Feldbaues Ghanken hitte, uch. dei wi fu fügte goth⸗ aue zu k uber⸗ bf es ift von n denen⸗ nen, be⸗ n nahm über ein erzählet u Brach⸗ bersetzung err Gott⸗ ;riefe bon zu wissen e eben die etzung dez herr Gott so gedruck et hatte. n lasse, we ich begserg lers zu k rn Tull fl em Uebel der sosst Gf Vorrede. Gefahr gelaufen seyn würde, eine vergebene Arbeit gethan zu haben: so bewogen mich alle diese verschiedenen Bewegungsgründe, die Uebersetzung des Herrn Gottfort fast eben so durchzusehen, wie der Herr Buffon mit der Uebersetzung des Herrn Otter gethan hatte. Da ich mit dem Werke beynahe zu Ende war: so erfuhr der Herr von Buffon, daß ich an dem Werke des Herrn Tull arbeitete, und meldete mir, daß ihm die Uebersetzung des Herrn Otter in die Hände gerathen wäre, und daß er sich bemühet hätte, dieselbe zu verbes⸗ sern. Er fügete hinzu, er hätte es nicht für dienlich gehalten, sie drucken zu lassen, weil die neuen und nützlichen Gedanken in dem Werke des Herrn Tull in vielen Ausschwei⸗ fungen gleichsam vergraben wären, und weil uberall eine solche Weitläuftigkeit herrschete, daß ein solches Werk gewißlich schwer abge⸗ hen würde. Ich bekannte gegen ihn, daß ich ein gleiches Urtheil von dem Werke gefäl⸗ let hätte, und daß ich, um die Liebhaber des Feldbaues in den Stand zu setzen, die guten Gedanken des Herrn Tull zu nutzen, angefan⸗ gen hätte, einen Auszug aus dem Werke zu machen. Der Herr von Buffon urtheilete, dieses wäre der einzige Weg, den man ergrei⸗ fen müßte, und war so gütig, daß er mir seine 3 Ueber⸗ Vorrede. Uebersetzung zuschickte, damit ich sie zu Rathe ziehen könnte, wenn etwan die Uebersetzung des Herrn Gottfort dunkel befunden werden möchte. Ich setzete die angefangene Arbeit fort; ich erfüllete meinen Verstand mit den Gedan⸗ ken und Absichten des Herrn Tull; ich brach⸗ te alles in eine solche Ordnung, welche mir die bequemste zu seyn schien; ich ließ alles weg, was nicht eigentlich zu der Sache gehörete; ich zog dasjenige kürzer zusammen, was mir zu weitläuftig schien; ich erläuterte die gemei⸗ nen Arten das Feld zu bauen, wenn ich sol— ches für nöthig hielt, damit die Vorzüge der neuen Art recht deutlich werden möchten; ich fügte endlich Erfahrungen hinzu/ um die Mey⸗ nung des Verfassers zu bestätigen, oder die Leser zu warnen, wenn die Grundsätze des Herrn Tull noch nicht zuverläßig genug wa⸗ ren. Endlich band ich mich nicht knechtisch an die Worte meines Verfassers; sondern ich suchete seine Gedanken unter verschiedener Ge⸗ stalt vorzustellen, und ganz anders einzukleiden. Ich muß dem Leser hierbey melden, daß er die Sache hier nicht völlig erschöpfet fin⸗ den wird; auch nicht in denenjenigen Haupt⸗ stücken, wo ich von einer Sache ins besondere handele; als von den Wurzeln, den Blättern, der des fel auf die Pian an 11 5 pelche seuen 3 holte geben zu Nahe bersehung n Werden heit fott; n Gedgn⸗ sch hrach⸗ veche mt ales weg gehorete; was mt die gemei in ich sek otpuge de chtenz ch im die My „ oder de ide des geg wo t fachlich soudern ih sedentt Ge inukkedel. alben, ß chöpft ff hen Hall d besondat Blallen dar Vorrede. der Nahrung der Pflanzen u. s. f. Denn ich abe mich bemühet, nur dasjenige beyzubrin⸗ gen, was unmittelbar meinen Gegenstand be⸗ trifft, oder zu besserem Verstande des neuen Lehrgebäudes don dem Ackerbaue nothwen⸗ dig ist. 6 Ungeachtet der Zusätze, welche ganz von mir herrühren, und einen ansehnlichen Theil von dem Werke ausmachen, das ich itzo ans Licht stelle, glaube ich doch nicht, etwas weg⸗ gelassen zu haben, das in dem Buche des Herrn Tull von Wichtigkeit ist; welches gleich⸗ wohl im Englischen einen kleinen Band in Folio ausmachet. Abriß des Werkes. Doe bestehet aus zween Theilen. Ii dem erstern zeiget man die Grundsätze des neuen Feldbaues, und wendet dieselben auf die Besorgung verschiedener nützlicher Pflanzen an. Dieser Theil enthält ein und zwanzig Hauptstücke. Der andere Theil ist zu Beschreibung der Werkzeuge bestimmel, welche zu Anbauung der Felder, nach den neuen Grundsätzen, nothwendig sind. Ich will einen kurzen Abriß von dem In⸗ halte eines jeglichen von diesen Hauptstüͤcken geben; und dabey werde ich Gelegenheit fin⸗ 1 den, Vorrede. den, gewisse wichtige Dinge mit beyzubringen, die mir bey Ausarbeitung des Werkes nicht beygefallen sind. Im ersten Hauptstücke handelt man kürz⸗ lich von den Wurzeln. Es ist hier nicht die Rede von allen Eintheilungen, welche die Kräuterverständigen gemacht haben; auch nicht von einer sorgfältigen und fleißigen Un⸗ tersuchung, welche ein Naturkündiger in An⸗ sehung der Theile der Pflanzen anstellen könn⸗ te. Zum Verstande des neuen Feldbaues ist es schon genug, wenn man die Wurzeln in senkrechte eintheilet, welche gerade hinunter wachsen, und in kriechende die an der Ober⸗ fläche der Erde„% e senkrechten Wurzeln dienen vornehm⸗ lich, große Pflanzen feste zu erhalten. Also sind die Eichen, und die Nußbäume, welche solche Wurzeln haben, der Gefahr, von dem Winde umgeworfen zu werden, nicht so sehr ausgesetzet, als diejenigen, welche solche Wur⸗ zeln nicht haben. a Es ist nicht zu läugnen, daß nicht die senkrechten Wurzeln einen für die Pflanzen sehr vortheilhaften Nahrungssaft einsaugen follten. Denn warum würden die Weinstö⸗ cke, das spanische Heu, die Luserne, und so biel andere biegsame Vflanzen, welche nicht Gefahr 22 9 1 1 fe, 1 i U dung! h die fil Gefetgul sehtragen, uch zu Man schu 1 1 se der Ob. suß der E feßen kön wiede bahlie. der Erfg flichter e in glich uch. D Hauptsüc nan hätte besen fol I das J I sihen, hy dbegte Ha huscheden gen ihre fan de S Hübler, ales nig nan kl icht de pelche di n auch igen Un ger in An; len könn⸗ dhaues ist urzeln in hinunter der Ober⸗ bornehm. . Asso „welche don dem ht so sch che Wh nicht die Pflanzen einsaugah Weilsck md so Hl ht Geh fa Vorrede. laufen, von dem Winde umgerissen zu werden, so tiefe Wurzeln schlagen, wenn sie nicht ihre eahrung daraus zögen? Es ist aber gewiß, daß die kriechenden Wurzeln, die ebenfalls zur Befestigung der Pflanzen in der Erde vieles beytragen, viel geschickter sind, Nahrungssaft an sich zu ziehen, als die senkrechten. Man bemerket, daß die kriechenden Wur⸗ zeln sich um so viel mehr verlängern, je näher sie der Oberfläche sind, und je mehr sie den Ein⸗ fluß der Sonne, des Thaues, und der Luft ge⸗ nießen können; sonderlich, wenn man durch wiederholtes Pslügen den Wurzeln einen Weg bahnet. Diese verlängern sich, wie wir aus der Erfahrung wissen, um so viel mehr, je leichter es ihnen wird, sich auszubreiten; und in gleichem Verhältnisse vermehren sie sich auch. Dieses hat man sich in dem erstern Hauptstücke feste zu setzen vorgenommen, und man hätte solches durch viele Erfahrungen er⸗ weisen können, die man aber unterdrücket hat, um das Werk nicht allzu groß zu machen. Ich wollte dasjenige nicht zu ergründen suchen, was die Blätter anbetrifft. Das zweyte Hauptstück ist also nur bestimmt, die verschiedenen Meynungen der Schriftsteller wegen ihres Nutzens anzuführen. Einige ha⸗ ben die Blätter gleichsam als die Lunge be⸗ 5 trachtet. Vorrede. trachtet. Sie haben vorgegeben, daß diese Blätter gewisse Gefäße in sich enthielten, die mit einer elastischen Luft angefüllet wären, wel⸗ che sich von hier in alle Theile der Pflanzen ausbreitete. Andere haben geglaubet, der Saft würde deswegen den Blättern zugefüh⸗ ret, damit er daselbst auf gewisse Maße zuberei⸗ tet würde, und hernach zur Nahrung der gan⸗ zen Pflanze dienen konnte. Dadurch wurde ein Umlauf des Saftes voraus gesetzet, wie der Umlauf des Geblütes bey den Menschen ist; welchen man aber bey den Pflanzen noch nicht vollig hat erweisen können. Man hat sich durch sorgfältig angestellete Erfahrungen versichert, daß die Blätter die Feuchtigkeit vonn Regen und Thaue einsau⸗ gen. Folglich kann man sie als solche Werk⸗ zeuge ansehen, die zur Nahrung der Pflanzen dienen. Endlich ist es eben so richtig erwie⸗ sen, daß die Pflanzen durch ihre Blätter sehr viel ausdünsten. Daraus machet man den Schluß, daß dieses die Werkzeuge sind, wo eine für das Wachsthum der Pflanzen sehr wichtige Abscheidung geschiehet. Man hat es nicht für dienlich gehalten, ei⸗ ner von diesen Meynungen den Vorzug zu ge⸗ ben. Es mögen nun aber auch alle, oder nur einige, von diesen Meynungen statt finden: so ist ch uch file N Hie Fage daungenk Gangefih doc eig sdesen hab. Agens ein de uns bey lt entwisch J. Mer der digeng findlich it, den Bläl nach zen Bau an ter dieer koßen lie Vorrede. 5 dite ist es doch allemal gewiß, daß die Blätter sehr n, die nütliche Werkzeuge für die Pflanzen sind. e Diese Folgerung wird durch verschiedene An⸗ 5 merkungen bestätiget, die in dem II. Hauptstüͤ⸗ 0 1 cke angeführet worden sind. Wir könnten ugefüh⸗ paoch eine große Anzahl andere hinzu fügen: übere indessen haben wir es für billig gehalten, we⸗ gn nigstens einige sehr wichtige mit beyzubringen, dure die uns bey der Ausarbeitung unseres Wer⸗ , wie fes entwischet waren. enschen n noch I. Wenn man von einem Baume, indem der hinein getretene Saft noch vollkommen be⸗ eselete findlich ist, die Hälfte oder zwey Drittel, von ster die den Blättern abschneidet: so bemerket man, einau⸗ nach zween oder dreyen Tagen, daß dieser Werk. Daum seinen Saft verliehret; die Rinde, die dungen vor dieser Zeit sich leichtlich von diesem Holze erwie oblößen ließ, bleibet hernach daran kleben. r sehe Vor der Abschneidung der Blätter hätte man n den dem jungen Baume mit Baumwachse zu Hül⸗ dd. wo fe kommen können: einen Tag hernach aber, 1 ic nachdem man die Blätter abgenommen hat, ist es nicht möglich, das Baumwachs anzu⸗ ten ek bringen. Der Baum ist also durch die Be⸗ f raubung seiner Blätter geschwächet worden. 10 Dieses ist die Folge, die man aus der jetzt an⸗ den: gefuhrten Wahrnehmung ziehen kann. f II. Eine Vorrede. II. Eine Weyde, ein Pappelbaum, eine Ulme, die man wachsen lässet, ohne sie abzustu— tzen, dauert 100 Jahr lang fort, ohne daß der Stamm krum wachsen sollte. Hingegen ver⸗ faulet der Stamm gar bald, wenn man sie abstutzet. Die mehrmals wiederholte Ab⸗ schneidung der Aeste und Zweige verursachet daher einen sehr merklichen Schaden. Die vorhergehende Erfahrung beweiset dieses fehr deutlich.. 5 III. Das einzige Hundsgraß mit den zar⸗ ten und feinen Blättern, welches auf den schöͤ⸗ nen Wiesen in Engelland wächset, kann es vertragen, daß es entweder durch die Sichel, oder durch die Sense, sehr knaß abgehauen, oder von dem Viehe abgefressen wird: alle andere Pflanzen hingegen gehen ein, wenn ih⸗ nen solches wiederfähret. Aus den jetzt angefuhrten Erfahrungen, wie auch aus denenjenigen, die man in dem II. Hauptstüͤcke findet, kann man den Schluß ma⸗ chen, daß man dem spanischen Heue, und der Luserne sehr großen Schaden zufüget, wenn man diese Pflanzen allzu oft don dem Viehe abweiden lässet; und daß es nicht so vortheil⸗ haft seyn kann, als man sich einbildet, wenn allzu starkes Getraide don dem Viehe abge⸗ fressen wird. Wel⸗ Peche gange ehen! fach sh i ellen E gakeid wel dahin Din ß der Nn , Olen, ce Hun di Nun! ee N gicht fiche chem wir einem N bewessa as man f Eiste re fett de crab h Hen eh ne in Shut i duch f N ech, bf un, eie e abzustl ie daß der gegen bek: 1 man sie holte M erursache en. De ieses fc t dent za den schö kann cz e Sichel gehauen, d: alle wenn ih⸗ rungen, dem ll. luß ma⸗ und det „ wenn Viehe vortheil „ wenn e abge⸗ Wel Vorrede. Welches ist nun die Beschaffenheit des Nahrungssaftes, den die Pflanzen aus der Er⸗ de ziehen? Dieser ist eine Frage, worauf ziemlich schwer zu antworten ist. Denn auf der einen Seite scheinet es, wegen der Frucht⸗ barkeit, welche das Erdreich von dem verschie⸗ denen Dünger erhält, wahrscheinlich zu seyn, daß der Nahrungssaft der Pflanzen aus Sal⸗ zen, Oelen, und andern Dingen, bestehe, wel— che man durch die Auflösungskunst aus den Pflanzen ziehet. Die Fruchtbarkeit eines sandigen Bodens aber, wenn ihm das Wasser nicht fehlet, und der gute Fortgang, mit wel⸗ chem wir verschiedene Arten der Pflanzen aus reinem Wasser aufgezogen haben, scheinen zu beweisen, daß der Nahrungssaft einfacher ist, als man sich sonsten einbildet; und daß die Säfte ihre Einrichtung und gehörige Beschaf⸗ fenheit den Werkzeugen der Pflanze zuzu—⸗ schreiben haben. Herr Tull glaubet, die Nahrung der Pflan⸗ zen sey nichts anders, als eine in einen sehr zar⸗ ten Staub verwandelte Erde. Wir haben uns auch in dem III. Hauptstücke bemühet, diese Meynung so wahrscheinlich zu machen, als es möglich ist. Gleichwohl ist es wahr⸗ scheinlich, daß die wesentlichen Theile des Nah⸗ rungssaftes in dem Wasser müssen aufgelöset wer⸗ Vorrede. werden konnen; die Erdklosergen scheinen aber diese Eigenschaft nicht zu haben. Dem sey nun wie ihm wolle; wenn wir nur die Fruchtbarkeit des Erdreichs vermehren kön⸗ nen: so werden wir schon Ursache haben, uns wegen der Ungewißheit in Ansehung der Be⸗ schaffenheit des Nahrungssaftes zu trösten. Im IV. Hauptstücke wird eine noch schwe⸗ rere Frage abgehandelt, die auch eine Folge derjenigen ist, wovon in dem vorigen Haupt⸗ stücke geredet wird. Nähren sich alle Pflan⸗ zen von einerley Safte, den sie aus der Erde ziehen? Herr Tull ist dieser Meynung. Vie⸗ le Schriftsteller glauben aber, daß jegliche Pflanze nur den ihr eigenen Saft aus der Erde ziehe. Daraus würde nun folgen, daß ein Erdreich für die eine, aber nicht für andere Arten der Pflanzen erschöpft seyn könnte. Be⸗ merken die Landwirthe, daß die Gerste ein Feld für den Waizen, der hernach darauf ge⸗ säet werden soll, mehr erschdͤpfet, als der Ha⸗ ber: so wird man sagen, dieses rühre daher, weil zwischen denen Säften, womit der Rog⸗ L ken und die Gerste genähret werden, eine grö⸗ ßere Aehnlichkeit ist, als zwischen den Nah—⸗ rungssäften des Habers und des Waizens. Gleichergestalt bemerket man, daß auf einem Platze, worauf lange Zeit eine gewisse Art von Bäu⸗ . e 0. gc e dh fte as en an! hte Sie l blele g ft nut be hung! Magen g l D. open id do Ilkersuche geilen, Die. baden M nd L In Giger an. So ee f Oorthele Id, nac 1 daß afk; ent a im, 0 ae 1 cheinen Dem ur die en kön⸗ en, uns der Be⸗ sten. schwe⸗ e Folge Haupt⸗ Pflan⸗ er Erde 9. Vle⸗ jegliche aus der gen, daß andere e. Be⸗ pste ein auf ge⸗ der Ha⸗ 7 daher. er Rog⸗ ine gro n Nah⸗ Jatzens. f einen Art bol Bil; Vorrede. Bäumen geheget worden ist, Bäume von eben der Art schlecht fortkommen würden, wenn man sie dahin pflanzen wollte; alsdenn aber konnte man sich bessern Fortgang versprechen, wenn man Bäume von ganz verschiedener Art an ihre Stelle setzete. Diese Anmerkungen, und viele andere, welche wir in dem Werke selbst mit beygebracht haben, scheinen mit der Meynung nicht überein zu stimmen, daß alle Pflanzen ganz einerley Nahrungssaft haben sollen. Da man aber doch auch vieles wahr⸗ genommen hat, wodurch dieselbe begünstiget wird: so haben wir nur beyde Meynungen untersuchet, ohne eine gewisse Parthey zu er⸗ greifen. a Die Sache ist noch immer streitig; und sie verdienet gar wohl, daß die Naturkundi⸗ gen, und Liebhaber des Ackerbaues, dieselbe zu dem Gegenstande ihrer Untersuchungen ma⸗ chen. So viel glauben wir aber genugsam erwiesen zu seyn, daß einer von den größten Vortheilen, die man erhält, wenn man ein Feld, nach der Ernde, nicht besäet, darinne be⸗ stehet, daß man dadurch Zeit bekömmt, dassel⸗ be so ofte zu pflügen, als nöthig ist, um das Unkraut auszurotten; das Erdreich aufzulo⸗ ckern; und, mit einem Worte, dasselbe für den Waizen recht zuzurichten, welcher das kost⸗ 5 barste Vorrede. barste und schmackhafteste unter allen Arten des B Getraides ist. Eine Zeit von einem Jahre ist hiezu nicht zu viel. Denn wenn man saget, daß man ein Feld, worauf Waizen gesäet werden soll, drey bis viermal pflügen müsse: so ist es offenbar, daß man ihm fast gar keinen Vortheil verschaffen würde, wenn man es zu hurtig hinter einander so vielmal pflügete. Denn hat man durch das erstemal Pflügen das Erdreich umgestürzet, und das Unkraut vergraben, und man pflüget zum zweytenmale, ehe das Unkraut verfaulet, und das Erdreich durch die Sonne und Witterung fruchtbar gemachet ist so versetzet man das Erdreich 1 durch dieses zweyte Pflügen fast wiederum in eben den Zustand, worinnen es bor dem ersten 1 Pflügen gewesen war; also würde solches schädlich seyn, oder wenigstens schlechten Nu tzen schaffen. Wir haben angefangen, die Nothwendig⸗ keit des Pflügens zu zeigen. In dem V. Hauptstücke wollen wir diesen Satz weiter aus⸗ führen. Denn so gut auch ein Feld seyn mag: so würden doch die Pflanzen keinen großen Vortheil daraus ziehen, wenn ihre Wurzeln sich nicht ungehindert genug ausbreiten, und den Saft aus dem Erdreiche an sich ziehen könnten. Ein allzu hartes und festes Erd⸗ reich ä— Vorrede. endes reich wurde ein unüberwindliches Hinderniß hre ist fur sie sehn. Man muß daher die Erde durch saget, den Pflug zermalmen; und nichts beweiset gesäet diese Wahrheit besser, als die große Frucht⸗ nüsse: barkeit der Küchengärten, welche man umge⸗ keinen graben hat. es zu Man glaubet daher, man könne dieses als lügete. einen Grundsatz annehmen: je mehr man die lügen Erdkloser zertheilet, um so viel mehr Löcher nkraut und Gänge entstehen in der Erde, und um so male, viel mehr setzet man dieselben in den Stand, den ldreich Pflanzen Nahrung zu verschaffen. ichtdar Im sechsten Hauptstücke wird von den Adreich Mitteln gehandelt, die man anwenden kann, rum in um eine solche Theilung zuwege zu bringen. w ersten Der Pflug wirket auf eine mechanische Wei⸗ solches se; das Feuer durch eine Art der Calcinirung, f Nu⸗ und der Mist vermittelst der Gährung. Al⸗ lein der Mist vermindert allemal ein wenig die vendig⸗ guten Eigenschaften der Gewächse; und man em V. ist auch nicht allemal im Stande, so viel da⸗ teraus⸗ von zu bekommen, als man nöthig hat. Hin⸗ mag: gegen kann man so viel mal pflügen, als man großen will, ohne zu besorgen, daß man die guten urzeln Eigenschaften der Früchte verschlimmern wer⸗ und de. Der Mist kann dem Erdreiche zwar ei⸗ ziehen nige Nahrung verschaffen: allein durch wie⸗ Erd- derholetes Pflügen machet man die verschiede⸗ teich 1 nen ure . Vorrede. N nen Theile des Bodens nach und nach ge⸗ schickt, den Einfluß der Luft, der Sonne, und des Regens, anzunehmen; und dadurch wer⸗ den sie zum Wachsthume der Pflanzen zube reitet. Ein solches Feld, welches lange Zeit bra⸗ che gelegen hat, muß mit einer besondern Be⸗ hutsamkeit gepflüget werden; die man bey ei⸗ nem andern Felde nicht nöthig hat, welches in einer ununterbrochenen Folge gepflüget wor⸗ den ist. Dieses hat uns bewogen, in dem siebenten Hauptstucke von der Brachung der Felder etwas ausführlicher zu handeln. Bey dieser Gelegenheit haben wir die Art, ein Feld abzubrennen, umständlich beschrieben, wie wir sie in Bretagne, und in andern Gegenden des Königreichs, gesehen haben. Herr Tull mis⸗ billiget diese Gewohnheit. Gleichwohl weis man aus der Erfahrung, daß der Boden da⸗ durch eine Fruchtbarkeit erlanget, welche ver⸗ schiedene Jahre lang fortdauert. Die Pach⸗ ter müssen auch genugsam davon überzeuget seyn, weil sie sich zu einem ansehnlichen Tage⸗ lohne für die Arbeiter verstehen, und eine be⸗ trächtliche Menge Reisigholz verbrennen las⸗ sen, welches in gewissen Gegenden doch 150 seinen guten Werth hat. Nebri⸗ N Vorrede. Uebrigens ist es gewiß, daß man in der Normandie Kalch auf die Brachfelder streuet, um die Fruchtbarkeit derselben zu vermehren. Mich däucht ich finde einige Gleichheit zwi⸗ schen diesen beyden Arten, ein Feld fruchtbar zu machen. Gehölze, Heiden, und Wiesen müssen mit besonderer Sorgfalt gebrachet werden. Wir handeln davon in dem angefuhrten Hauptstu⸗ cke. Es wird aber dienlich seyn, daß wir noch etwas zu demjenigen hinzufügen, was wir von den Mitteln gesagt haben, wie man den Abfluß des überflüßigen Wassers zuwege bringen könne. Unsere Landwirthe ziehen auf ihren Feldern tiefe Furchen, welche man mit kleinen Gräbchen vergleichen konnte. Sie be⸗ dienen sich hiezu eines starken Pfluges mit zwey großen und weit abstehenden Stürzeisen, und einer langen, spitzigen, und oben erhabe⸗ nen Schaar. Solche Pflüge haben kein Sech. Denn es soll hierdurch nicht ein har⸗ ter Boden aufgerissen: sondern nur eine tiefe und weite Furche, welche die Stelle eines Grabens vertritt, in einem schon gepflügten Erdreiche gezogen werden. Die Verschiedenheit der Gattungen des Erdreichs erfordert, daß man sie auch auf verschiedene Weise, und mit verschiedenen 3 Pflü. ———-—̃—— Vorrede. Pflügen, bearbeite. Wir haben es für dien⸗ lich gehalten, in dem achten Hauptstücke einen Begriff davon zu geben. Doch haben wir uns nicht unterfangen, alle Arten zu pflügen zu beschreiben. Diejenigen, die nur in unse⸗ rer Provinz gebräuchlich sind, würden schon Stoff zu einem viel längern Hauptstücke gege⸗ ben haben, als dieses ist. Indessen halten wir es doch für unsere Schuldigkeit, zu demje⸗ nigen, was daselbst gesagt worden ist, noch dieses hinzu zu setzen. Wenn man auf einem sandigen Boden rund erhabene Beete, 1 oder 1 Schuh breit, zwischen zwo großen Fur⸗ chen machen will: so pflüget man das Feld zuweilen plat; man besäet es, und egget den Saamen unter; alsdenn ziehet man tiefe Fur⸗ chen, 2 Schuh weit von einander. Dieses geschiehet mit einem ausdrücklich dazu verfer⸗ tigten Pfluge, der kein Sech: sondern eine lange und schmale Schaar mit zwey großen Seitenbretern hat, welche gegen den Sterz zu an den Seiten weit hervor gehen, und unten rund ausgebogen sind. Solchergestalt offnet dieser Pflug mit seiner Spitze das Erdreich; die Breter stoßen dieselbe auf die Seiten hin⸗ aus; das Ende der Breter, wo diese am wei⸗ testen hervor gehen, und unten ausgebogen sind, machet solches Erdreich glat; und sol⸗ cher⸗ Vorrede. Beet eine ganz ordentli⸗ che schief erhabene Gestalk. Allein diese Art in sandigen Gegenden thu⸗ zu pflügen ist nur in i Thonichtes Erdreich würde durch einen solchen Pflug du sehr zusammen gequetschet werden, und die Schaar würde sich auch hier kaum einen Weg offnen konnen. u allen denen verschiedenen Arten zu pflü⸗ gen, wovon in diesem Haupt kann man ohne Unterschied oder Rinder brauchen. Ein jeglicher kann sich hierinne nach der Gewohnheit seines Lan. des richten. Doch wär b man sich häusiger der Ochsen bed man solchergestalt viel Pferde ersparen, und solches Vieh vermehren konnte, t mit seinem Alter zunimmt. Es war nthig, daß wir uns bey den ver⸗ schiedenen Arten ein Feld zu pflügen, etwas aufhielten, damit man die Vorzüge des neuen Ackerbaues um so viel besser begreifen mochte, dessen Gründe in dem neunten Hauptstücke er⸗ zählet werden. Diese bestehen darinne da welches man besäen will, gut urichte; daß man guten Saamen aussuche; daß man ihn nicht so häufig gusstreue, wie gemeiniglich geschiehet: sondern nur so diel, als erforderlich ist. Endlich, wenn die Pflan⸗ . zen 22 e Vorrede. zen aus der Erde hervor gekeimet sind: so muß man sie nicht sich selbst überlassen; sondern man muß sie von Zeit zu Zeit pflügen, wie die Gartengewächse. Da diese schlecht fortkom⸗ men, wenn man sie nicht gräbet: warum soll⸗ te nicht auch ein gleiches von dem Getraide gelten, welches einen beträchtlichen Theil un⸗ serer Einkünfte ausmachet? Die Einwohner in einigen Provinzen Frankreichs und in En⸗ gelland lassen ihr Getraide im Wachsen von Menschen graben, und zur Zeit der Ernde wird ihnen eine so beschwerliche Arbeit genugsam er⸗ setzet. Wie viel großer würde nicht der Vor⸗ theil seyn, wenn solche Arbeit mit wenigern Kosten geschehen wäre? Dahin wird man es durch die Art des Herrn Tull bringen können, welche man ausführlich in dem zehenten Haupt⸗ stücke Auf den Feldern in Zautgatinois bleibet das Was⸗ ser stehen. Die Ackersleute pflügen dieselben bee⸗ tenweise, und besaen nur den erhabensten Theil der Beete; so, daß mehr als die Halfte des Feldes, bis gegen die Mitte des Frühlings, vom Getraide leer bleibet. Wenn nun das Wasser abgelaufen, und das Erdreich ausgetrocknet ist: so gräbet man das noch nicht besäete Erdreich um, und saet Rüben, Bohnen, Erbsen u. d. g. darauf. In der That heget man dabey die Absicht, das ganze Feld zu nutzen. Es ist aber gewiß, daß auch das mitten auf die Beete gesaete Getraide aus solcher Bearbeitung des Feldes einen merklichen Vortheil ziehet. ö 2 ficke flbe! 0 ff gan 48e hen. Muß! nene nan fe ind di ldd ir ders fit welc Yfn en gc det. klich e de Orte klein gen! 5 Ode solc 16 n die n l ide un⸗ ler n on ird er⸗ or⸗ een es ien, ot cke as⸗ ee⸗ der bis leer das soch el, 1 Es ete des Vorrede. stücke beschrieben findet. Jetzo wollen wir die⸗ selbe nur überhaupt vorstellen. Erstlich muß man das Feld 8 bis 10 Zoll tief pflügen. Herr Tull thut den Vorschlag, man solle sich dazu eines starken Pfluges mit 4 Sechen und einer sehr breiten Schaar bedie⸗ nen. Wenn das Feld gut zugerichtet ist, muß man es besäen. An statt aber viel Saa⸗ men oben hin mit der Hand auszustreuen, muß man solches reihenweise thun. Die Reihen müssen in gehöriger Weite von einander seyn; und die Körner müssen in erforderlicher Tiefe, und in gebührenden Entfernungen von einan— der, zu liegen kommen. Dieses kann man hur⸗ tig, und auf einmal, mit einer Sämaschine thun, welche Herr Tull erfunden hat. Indem die Pflanzen wachsen, muß man das Erdreich zwi— schen den Reihen immer bearbeiten. Dieses geschiehet mit einem leichten Pfluge ohne Rä— der. Vermittelst desselben kann man das Erd⸗ reich ganz nahe an den Reihen hin pflügen, oh⸗ ne das Getraide zu verletzen. Ich meines Ortes glaube, ich könne mich gar wohl eines kleinen Pfluges bedienen, den ich habe verferti⸗ gen lassen, um einen Platz zu pflügen, worauf Holz gesäet werden sollte. Man wird zu Ende dieses Bandes die Beschreibung eines solchen Pfluges antreffen. 0 Muß Vorrede. Muß man mehr Saamen in fettes, als in mageres Erdreich bringen? oder soll das Ge⸗ gentheil geschehen? Dieses ist eine Frage, wor⸗ uber sich die Schriftsteller von dem Ackerbaue schon seit langer Zeit getheilet haben. Dieje⸗ nigen, welche die erstere Meynung behaupten, sagen, fettes Erdreich sey im Stande, eine großere Anzahl von Pflanzen zu nähren. An⸗ dere stüͤtzen sich aber auf zween ziemlich starke Gründe, nämlich: das Getraide könne in gei⸗ lem Boden besser, als in magerem, die Winter⸗ fröste vertragen; uber dieses schosse und wachse das Getraide besser in fettem und schweren, als in leichtem und mageren Erdreiche. Da man nach der neuen Art das Feld zu bauen, auf die Stärke und Munterkeit der Pflanzen sehen, und nach Beschaffenheit derselben die Körner in einer größern oder gerüsgern Entfernung von einander säen muß: so folget daraus, daß der wenigste Saamen in solchen Boden kom⸗ men müsse, der die stärksten und muntersten Pflanzen hervor bringet. Auf allen Arten von Boden aber brauchet man weniger Saamen, als sonst, wenn man der Art des Herrn Tull folget. i Wenn ein Landmann solchergestalt weni⸗ ger aussäen wollte, ohne sein übriges Verfah⸗ ren zu ändern: so würde er Gefahr laufen, gar nichts int Ge⸗ or⸗ que leje⸗ ten, eine An⸗ arke gei⸗ ker⸗ chse sals cn f die chen, orner mung daß kom⸗ esten don amen, Tull weni⸗ erfah⸗ gal nichts * Vorrede. nichts einzuernden. Denn das Unkraut wür⸗ de, wie wir in dem folgenden Hauptstücke zei⸗ gen wollen, das Getraide ersticken. Das Pflügen aber, welches Herr Tull anräth, in⸗ dem der Saame noch in der Erde ist, hilft die⸗ ser Unbequemlichkeit ab, indem es den größten Theil solcher schädlichen Pflanzen ausrottet. Die Wahl des Saamens, welche den In⸗ halt des zwölften Hauptstückes ausmachet, ver⸗ dienet Aufmerksamkeit. Erstlich, in Ansehung des Waizens, ist neuer Saamen dem alten vor⸗ zuziehen, weil von jenem fast alle Körner auf⸗ gehen. Man kann dazu den Saamen vom vorigen Jahre nehmen, ob schon alsdenn viele Köörner ohne Frucht bleiben. Dreyjähriger Waizen aber tauget ordentlich nichts, weil ent⸗ weder die Keime verdorben sind, oder weil die Wuüͤrmer einen Theil davon angefressen haben. Zweytens, in verschiedenen Büchern von dem Alckerbaue findet man gewisse Vorschriften, die deswegen sehr gerühmet werden, weil sie die Auswickelung der Keime hervor bringen sol⸗ len, wenn man nämlich den Saamen in einer gewissen Feuchtigkeit einweichet. Unsere Land⸗ wirthe legen ihren Saamen in Kalchwasser, und geben vor, der Kalch verhindere, daß ihr Getraide nicht schwarz und brandig werde. Ich bin nicht im Stande, diese Sache vollig zu 5 1 9 Vorrede. ö zu entscheiden, oder von der Güte der Feuch⸗ d tigkeit, wovon ich oben geredet habe, ein siche⸗ flglch res Urtheil zu fällen, ob ich schon seit einigen; de Jahren Erfahrungen angestellet habe, die mir fl.! geschickt zu seyn schienen, dasjenige zu zeigen, Hirn! was man vernünftiger Weise von einem sol- gg chen Verfahren erwarten könne. Eben jetzo Getrai stelle ich neue Erfahrungen an; und wenn ich Wie durch dieselben etwas Zuverläßiges erfinde: das e so werde ich nicht ermangeln, solches öffentlich 8 gar, bekannt zu machen. helf Drittens, man hält dafur, es sey vortheiln fein haft, mit dem Saamen von Zeit zu Zeit um⸗ c zuwechseln. Die Erfahrung hat mir auch die— korn se Gewohnheit zu rechtfertigen geschienen. Al⸗ che k lein die meisten Schriftsteller glauben, man den thue am besten, wenn man ein Feld mit sol⸗ Ach n chem Saamen besäe, der auf einem magerern duk Boden eingeerndet worden ist, als derjenige De ist, den man itzo bearbeitet. Herr Tull glau-. aaf de bet hingegen, man müsse Saamen von dem schy besten Boden nehmen. In dem Werke selbst des! ist diese Frage untersuchet: aber noch nicht bug entschieden worden. Unsere Landwirthe sind dt fast beständig gewohnet, ihren Saamen von Tue dem besten Boden zu nehmen. Sie kaufen elde auch wohl den Saamen am liebsten von Wei⸗ lde bern, die auf der Stoppel nachlesen. Diese a lesen Jeuch⸗ u sche⸗ einigen die mir eigen em sol⸗ en jeh enn ich finde: entlich rtheil— t um ich dee fl. A. man it sol⸗ rern enige glau⸗ dem selbst nicht sind bon fen Wei⸗ Diet sesen Vorrede. sesen die Aehren einzeln auf; der Saame ist folglich von dem Unkrautssaamen ganz frey; und die Korner sind ordentlich recht gut beschaf⸗ fen. Dieses stimmet mit der Meynung des Herrn Tull uberein. Endlich finden sich auch ganz gute Schriftsteller, welche glauben, das Getraide schlage zuweilen aus der Art; der Waizen werde zu Rogken, oder Trespe, und das Sommerkorn zu Gerste. Sie versichern so gar, man finde zuweilen Rogken oder Tres⸗ penkörner in Watzenähren, und Gerstenkdör⸗ ner in Aehren von Sommerkorne. Ich habe mich umsonst bemühet, Rogken⸗ oder Trespen⸗ körner in Waizenähren zu finden. Denn sol⸗ che kleine verschrumpfte Körner, die sich in den Spitzen der Aehren befinden, und ordent⸗ lich nicht groß wachsen, muß man nicht für Rogken⸗oder Trespenkörner halten. Der Herr Ritter von Launoi, mein Nachbar auf dem Lande, und mein Anverwandter, hat sich mit der größten Sorgfalt bemühet, wegen des Sommerkornes zu einer Gewißheit zu ge⸗ langen. Die Sache verdienete auch in der That eine solche Untersuchung. Denn man kaufet kein solches Getraide, welches nicht mit etwas Gerste vermischet seyn sollte. Man findet auch selten Waizen, der von Rogken ganz frey ist. Er Vorrede. Er ließ eine genugsame Menge Sommer⸗ korn rein lesen, und besäete damit einen Ar⸗ pent Feld. Er ließ einen andern Arpent mit nicht gelesenem Saamen besäen, so, wie man ihn gekaufet hatte. Zur Zeit der Ernde wunderte er sich nicht, da er auf dem letztern Arpent Gerste fand: denn er hatte Gerste mit ausgesäet. Auf dem andern Arpent aber, wo er versichert war, daß er keine Gerste ausge⸗ säet hatte, fand er nicht eine einzige Aehre da⸗ von. Er mochte auch die Aehren noch so ge⸗ nau untersuchen, so fand er doch nicht ein ein⸗ ziges Körngen Gerste enn man also et⸗ was Rogken in dem Waizen, und etwas Ger⸗ ste in dem Sommerkorne findet: so ist die Ur⸗ sache diese, weil solche Arten des Saamens in einer Jahreszeit zugleich ausgesäet, und zu⸗ gleich in eine Scheuer gebracht werden. Die⸗ ses ist mehr, als zu der angemerkten Vermi⸗ schung nöthig ist. Das Wunderbare ver⸗ schwindet fast allemal, wenn man die Sache aufmerksam genug untersuchet, Da wir nun die allgemeinen Sätze genug⸗ sam erläutert hatten, welche dem neuen Acker⸗ baue zum Grunde dienen: so war es dienlich, dieselben auf die besondere Besorgung einiger Pflanzen anzuwenden. Wir haben hierzu die Vorrede. ter- die großen Rüben, den Waizen, das spani⸗ n Ar se he Heu, und die Luserne, erwählet. it mit Im XIII Hauptstücke findet man die gemei⸗ e man ne Besorgung der Rüben; und im XIV zeiget Ernde man die Besorgung dieser Pflanzen nach den cztern Grundsätzen des Herrn Tull. So haben wir e mit auch das XV und XVI Hauptstück dazu be⸗ „wo stimmet, daß wir zeigen, wie der Waizen nach usge⸗ der alten Art, und nach den neuen Grundsä⸗ e da⸗ tzen, bearbeitet werden müsse. o ge⸗ Weil aber der Waizen die schätzbarste un⸗ ein⸗ ter allen Arten des Getraides ist: so haben o et⸗ wir uns bey der Besorgung desselben etwas Ger⸗ mehr aufgehalten. Wir haben das XVII und Ur⸗ XVIII Hauptstück dazu angewendet, daß wir s in die Krankheiten des Waizens umständlich ab⸗ zu⸗ handeln, welche man, nach den Grundsätzen Die⸗ des Herrn Tull, zum Theile verhüten kann. rmi⸗ Ehe wir aufhören, von dem Waizen zu re⸗ ber⸗ den, wird es dienlich seyn, eine Erfahrung an⸗ ache zuführen, die ich im Kleinen angestellet habe, um beyde Arten, denselben zu bauen, mit ein⸗ ander zu vergleichen. lug Ich ließ ein Stück Feld, in der Gestalt ei⸗ ker⸗ nes länglichten Vierecks, AB C D, Pl. 3, lch, mit dem Grabscheide umarbeiten, und die eine ger Hälfte davon, AEF D, auf die gemeine Art ez besäen: die andere Hälfte aber in Reihen, wie die 0H a Vorrede. 6H, welche ungefähr 4 Schuh weit von einander entfernet waren. Die Körner in den Reihen waren 6 Zoll weit von einander entfernet. Dieses kleine Stück Feld wurde gegen das Ende des Christmonats besäet. Im folgenden Maymonate ließ ich das Erd⸗ reich zwischen den Reihen mit dem Grabschei— de umarbeiten. Da das Korn in den Rei⸗ hen zu schossen ansteng: so ließ ich zum zwey⸗ ten male graben, und endlich zum dritten ma⸗ le, ehe es zu blühen ansieng. Da dieses Getraide reif war: so hatten alle Körner mitten auf dem viereckigten Platze AE F D nur 1, 2, 3, 4, zuweilen 5, und nur selten 6 Halme hervor gebracht, da hingegen die Korner in den Reihen 18 bis 40 Halme hervor gebracht hatten. Die Aehren auf den Reihen waren auch viel länger und kornerrei- f cher, als die übrigen. Weil aber die Vogel n in dem Getraide herum fraßen, ehe es reif wurde: so konnten wir keine genugsame Ver⸗ gleichung zwischen dem Zuwachse beyder Plä⸗ tze anstellen. 0 Wir bemerken ausdrücklich, daß man die Frucht des mitten auf den Platz gesäeten Ge⸗ traides mit demjenigen, was in den Reihen wächset, vergleichen müsse, weil nämlich der Rand um das Feld herum mit den 1 0 fa Vorrede. addon fast gleiches Verhältniß hat. Deswegen nem wächset das Getraide an den Straßen und ande Weinbergen hin gemeiniglich schöͤner, als mit⸗ wurde ten auf dem Felde. besset. Das XIX und XX Hauptstück sind bestim⸗ f Erd⸗ met, den Bau und die Besorgung des spani⸗ che schen Heues, und der Luserne, vorzustellen n Rei⸗ Wir haben in diesen Hauptstücken sonderlich zwech. darauf gedrungen, daß man den Saamen des ung. spanischen Heues zu erhalten suchen müsse, weil Herr Tull solches für nothwendig hält. Gleich⸗ aten! wohl erhalten unsere Landwirthe diesen Saa⸗ blaze men recht gut, indem sie ihn ganz dünne auf nur einer Tenne ausbreiten, und von Zeit zu Zeit gegen umrühren. alme In dem XXI Hauptstücke, womit wir den fden erstern Theil unsers Werkes beschließen, stel⸗ errei- len wir eine Vergleichung zwischen der alten zogel und neuen Art an, ein Feld zu pflügen. Man reif wird daraus die Vortheile sehr deutlich sehen, Ver⸗ die man von der Art zu hoffen hat, welche Pla- wirr vorschlagen. Wir haben den Zuwachs auf unsern Fel⸗ n die dern, die noch für ganz gute gehalten werden, Ge⸗ auf 4, 5, und höchstens 6 für 1geschätzet. Das ehen ist, wenn ein Landwirth 100 Scheffel Getrai⸗ h der de aussäet: so kann er nicht mehr, als 5 bis lahen 600 Scheffel einzuernden hoffen. Auch Co— fist 155 lumella Vorrede. lumella mey nete, daß seine Felder in Italien nichts mehr hervor brachten. Es ist wahr, daß manche Felder 10 für 1 liefern. Allein wenn wir von den Einkünften der Felder re⸗ den: so nehmen wir das mittlere Maas von allen denenjenigen Feldern an, woraus ein großes Landgut bestehet. Plinius redet aber doch von der großen Fruchtbarkeit gewisser Felder, welche 100 bis 150 für 1 liefern. Es würde nicht schwer fal⸗ len, Beyspiele von einer noch grdßern Frucht⸗ barkeit anzuführen. Denn wenn man einige Waizenkörner in einen Küchengarten säet: so ist es etwas ganz gemeines daß eines davon 40 bis 50 Aehren hervor bringet, und daß jegliche Aehre 40 bis 50 Korner in sich ent⸗ hält; welches 1600 bis 2000 oder 2500 ge⸗ gen 1 beträget. Ist es nun möglich, auch im Großen eine solche Fruchtbarkeit zu erreichen: so muß es ohne Zweifel nach den Grundsätzen des Herrn Tull geschehen. Denn seine Art, das Feld zu bauen, ist derjenigen ziemlich gleich, auf welche man die Küchengewächse besorget. Uebrigens will ich, indem ich ande⸗ re zu einem Versuche damit zu bewegen suche, mich nicht selbst davon ausschließen. Ich ha⸗ be auch schon Zubereitungen machen lassen, um einen solchen Versuch im Großen anzustellen. Was alien wahr, Allein er re⸗ 8 von 6 ein roßen 0 bis r fal⸗ rucht⸗ nige t: so avon daß enk⸗ o ge⸗ ch im ichen: sätzen e Art, emlich vächse ande⸗ suche; ch ha⸗ sen, Un ellen. Was Vorrede. Was wir von der neuen Art, ein Feld zu bearbeiten, gesagt haben, scheinet zureichend zu seyn, um die Liebhaber des Ackerbaues zu be⸗ wegen, einen Versuch damit anzustellen. Nachdem nun der erste Versuch ausschlägt, können sie mit erforderlicher Einsicht in die Sache, einen größern oder kleinern Theil ihrer Güter auf solche Art besser nutzen. Denn wä⸗ re man genugsam versichert, daß man solcherge⸗ stalt den Zuwachs des Waizens vermehren würde: so könnten sich gegründete Ursachen finden, weswegen man den neuen Ackerbau nur auf einem gewissen Theile eines Gutes beobachtete. Ich will hier nicht alle solche Gründe umständlich beschreiben: sondern mich damit begnügen, daß ich einige davon anführe, und sie in der Gestalt einiger Einwürfe vorstelle. I. Einwurf. Wenn nach der neuen Art, alle Felder beständig mit Waizen besäet wer⸗ den: so wird der Landwirth keinen Hafer für seine Pferde, und keine Gerste für sein Feder⸗ vieh einernden. Antwort. Dieser Einwurf ist ziemlich stark. Ich bitte aber, dieses zu merken, daß das beste Feld zum Waizen selten recht gut zum Hafer ist; und dasjenige Feld hingegen, welches am besten solches geringes Getraide hervor bringet, liefert ordentlich wenig Wai⸗ 2 zen. ö r Vorrede. zen. Also bringen die Felder in Beausse or⸗ dentlich mehr Waizen, und weniger Hafer, hervor, als die Felder im Hautgatinois. Wenn dieser Grundsatz einmal feste gesetzet ist, so glaube ich, es würde dem gemeinen Be⸗ sten zuträglich seyn, wenn man alle Felder in Beausse mit Waizen, und alle Felder in Ga⸗ tinois mit Hafer besäete; die Ackersleute in beyden Provinzen würden ihre Rechnung da⸗ bey finden, und die größte Nutzung der Felder würde zum Vortheile des gemeinen Wesens ausschlagen. Wir dürfen aber auch nicht ein⸗ mal aus einer Provinz in die andere gehen. Ich habe oftmals angemerket, daß ein Theil von den Feldern eines großen Landgutes sich sehr gut zum Waizen schickete, ein anderes aber nur zu geringerem Getraide taugete. In diesem Falle würde der Eigenthumsherr sei⸗ nem Pachter einen großen Vortheil verschaf⸗ fen, wenn er ihm gestattete, die Plätze, die sonst Brache liegen, zu Erbauung solches Ge⸗ traides anzuwenden, wovon er aus der Erfah⸗ rung weis, daß es daselbst am besten fort⸗ kömmt. Auf die übrigen geringern Arten des Ge⸗ traides kann man dasjenige anwenden, was ich jetzo von dem Hafer gesagt habe. Also glaube ich, den ersten Einwurf beantwortet zu haben. II. Ein⸗ — 3 4 ä—— ———— A e 2 — P— 2 22 Vorrede. Il. Einwurf. Das Vieh ist eine einträg⸗ liche Sache für den Landwirth, und dem ge⸗ meinen Wesen nothwendig. Ueber dieses ist es wegen seines Mistes, auch nach den Grund⸗ sätzen des Herrn Tull, für die Felder sehr vor⸗ theilhaft, indem derselbe das Erdreich fruchtbar machet. Nach der neuen Art wür⸗ den alle Felder beständig angebauet, und mit Getraide bewachsen seyn. Also würde man weder Stoppeln, noch sonst einige Viehweide, haben; folglich auch kein Vieh, kein Futter, 1 7 Mist, keinen Dünger für das Feld u. s. f. Antwort. Ich glaube, dieser Einwurf sey dem Herrn Tull nicht unbekannt geblieben. Er will vielleicht einen Theil seiner Felder zu Rüben, zu Steckrüben, und zu solchen Ge⸗ wächsen anwenden, welche die Engelländer künstliche Viehweide nennen, und welche, nach seiner Meynung, dem Viehe gut zu statten kommen. So viel ist gewiß, daß Herr Tull, in verschiedenen Stellen seines Werkes, behau⸗ ptet, daß er von den gemeinen Viehweiden, und von den natürlichen Wiesen, wenig halte; und daß er, vermittelst eines kleinen Stückgen Landes, welches er sorgfältig, als eine künst⸗ liche Viehweide, anbauet, sein Vieh in einem bessern Zustande erhalte, als seine e * K* 3 Man Vorrede. Man wird sich solches nicht befremden las⸗ ch sen, wenn man anmerket, daß ein Morgen e von einer guten Wiese mehr Gras hervor brin⸗ dee get, als 6 Morgen Brach⸗ oder Stoppelfeld; D. und daß ein einziger Morgen, worauf Luserne fob gewesen ist, mehr Viehfutter hervor bringet, mh als sechs Morgen von einer guten Wiese. Ae Daraus siehet man, daß der Zuwachs von ei⸗ deb l nem guten Morgen Feld, worauf Luserne ge⸗ Di wesen ist, 30 bis 36 Morgen Brach ⸗ oder dall Stoppelfeld übertrifft. Muß man also dem deen Herrn Tull nicht zugestehen, daß es vortheil⸗ f hafter ist, etwas weniges von seinen Feldern a zum Unterhalte des Viehes auszusetzen, als Fe alle dieselben, zum Nachtheile der Ernde, wel⸗ ln 5 che ein ganz wichtiger und wesentlicher Gegen⸗ ac stand ist, übel zu bauen und zu bearbeiten? fim Wie viel finden sich nicht über dieses Per-.: z sonen in dem Königreiche, deren Vermögen feen auf 8, 10, bis 12 Morgen Landes eingeschränket Cn ist, welche sie durch benachbarte Pachter, für ua Geld, bearbeiten lassen? Da diese weder Pfer⸗ den de, noch anderes Vieh, haben: so ist ihnen St ungemein viel daran gelegen, daß sie ihre Wai⸗ 0 zenernde vermehren. Sie werden sich auch r! für glücklich schätzen können, wenn sie durch 0 die neue Art, das Feld zu bauen, von 12 Mor⸗ Ei gen eine eben so ansehnliche Ernde erhalten, ih os Vorrede. als sie von 18 bis 20 Morgen erhalten haben würden, wenn sie dieselben nach der alten Art bearbeitet hätten. Die fünf Hauptstücke des andern Theiles sind blos zur Beschreibung der Pflüge, Sä⸗ maschinen, und anderer Werkzeuge, bestim⸗ met, welche Herr Tull zu Anbauung seiner Fel⸗ der ausgesonnen hat. Wir bekennen, daß die Beschreibung der Sämaschinen langweilig und dem ungeachtet zuweilen etwas dunkel ist. In⸗ dessen hat man sich alle mögliche Mühe gege⸗ ben, um das Englische getreulich und gut zu übersetzen. Man ist auch besorgt gewesen, ein jegliches Hauptstück von verschiedenen Perso⸗ nen durchsehen zu lassen, welche das Englische recht gut verstehen. Wir haben eine Walzen⸗ förmige Egge hinzu gefüget, wovon wir be⸗ reits im ersten Theile geredet haben; wie auch einen leichten, und ganz ungekünstelten Pflug, Cap. VI, dessen wir uns zu Bearbeitung un⸗ serer Holzplätze bedienen, und der vielleicht dem leichten Pfluge des Herrn Tull an die Seite gesetzet werden könnte. Das VII Hauptstück ist die Uebersetzung ei⸗ ner Stelle aus Baddams Auszuge der phi⸗ losophischen Transactionen, B. I. S. 248. Es enthält die Beschreibung und den Gebrauch einer spanischen Sämaschine, welche Don 9 5 7 Joseph Vorrede. Joseph Lucatello erfunden hat, und wovon in den philosophischen Transactionen N. 60. S. 1056. geredet worden ist. Es war billig, 1 55 solchen Art des Feldbaues zu ge⸗ denken, welche Beyfall verdienet, und, in An⸗ sehung verschiedener wesentlicher Stücke, eine Aehnlichkeit mit der Art des Herrn Tull hat. Ein glaubwürdiger Spanier hat mich auch versichert, diese Art, die fast vor 100 Jahren erfunden worden ist, sey noch in einigen spani⸗ schen Provinzen üblich In einem von den letzten Bänden von den Merkwürdigkeiten der Akademie haben wir gemeldet, daß wir Erfahrungen wegen der Erhaltung des Getraides anstellen woll⸗ ten. Wir konnen billig anmerken, daß sie mit aller möglichen Sorgfalt angestellet worden sind. Wir hoffen auch, in kurzer Zeit im Stande zu seyn, dem gemeinen Wesen hier⸗ von Nachricht zu ertheilen. Dieses wird, in gewisser Maaße, der zwey⸗ te Theil des gegenwärtigen Werkes seyn. Wir haben auch weder Mühe, noch Kosten, gesparet, damit, in Ansehung einer für das gemeine Wesen so vortheilhaften Sache, nichts vermisset werden möchte. Vor⸗ 1 9 sen E fd d lr g , ed Naken; fact fe 2 hung u w * N allen! ils Vorrede des deutschen Herausgebers. lle menschliche Handlungen, wenn sie die Vernunft zur Führerinn haben, müssen nothwendig auf einen gewis—⸗ sen Endzweck gerichtet seyn. Vielmals zwar sind die Absichten derselben so versteckt, daß sie nur denenjenigen bewußt bleiben, die sie aus⸗ üben, oder sie lassen sich nur mit großer Mü⸗ he, und nach Verlauf einer gewissen Zeit ent⸗ decken; gemeiniglich aber lassen sie sich gar leicht, und ohne vieles Nachsinnen, ganz deut⸗ lich beurtheilen. Wir hoffen in unsern bisherigen Beschäff⸗ tigungen sattsam zu Tage geleget zu haben, daß wir nach möglichen Kräften, das gemei⸗ ne Beste, das ist, die Landwirthschaft, in allen ihren Theilen bestmöglichst zu befördern, uns bestreben. Man wird daher auch gar leicht Vorrede. leicht ermessen konnen, was für eine Triebfe⸗ der die Uebersetzung gegenwärtiger dconomi⸗ schen Schrift veranstaltet habe. Es wäre unndthig, die Historie sowohl, als den Inhalt derselben allhier anzuführen, weilen solches der jetzige Herr Verfasser, in seiner eignen Vorrede„bereits selbst verrichtet hat. Am allerwenigsten aber wird erforder⸗ lich seyn, die Nutzbarkeit eines Werkes anzu⸗ preisen, welches seinem Verfasser, in seinem Vaterlande so viel Ehre macht, und auch von allen auswärtigen Kennern deonomischer Wis— senschaften so günstig aufgenommen ist. So viel wollen wir dem geneigten Leser nur noch hinterbringen, daß wohlgedachter Herr Du Hatmel uns freundschaftlich ver— sorochen, auch von seinen fernern Erfahrun— gen in dieser Ackermethode, uns zuverläßigen Bericht zukommen zu lassen, welche denn mit Gottes Hülfe, nebst der sichern Nachricht, wie diese Tullische Feldbearbeitung, auch in Säch⸗ sischer Landesart befunden worden, zu seiner Zeit, als ein Zusatz, ebenfalls durch den Druck bekannt gemacht werden soll. S. den 16. Decembr. 1751. 5 1 Haupt⸗ 4 J Venen . Vun de 1 Un de , Node wache J. Woo ent VI. Vo. Il. Vn gend 1 0 0 in den ede W. Nun Cue N. V. 0 fe, ds J. II. III. IV. V. VI. VIII. Sunn des Werkes, nach den Hauptstücken. Erster Theil. Von den Wurzeln, S. 1 Von den Blättern, 8 Von der Nahrung der Pflanzen, 12 Ob die verschiedensten Gattungen der Pflan⸗ zen einerley Nahrung aus der Erde ziehen? 15 Von der Vertheilung der Nahrung der Pflan⸗ zen in das Innere des Erdreichs, 27 Von der Ackerbestellunng 30 Von dem Brachen der Felder, oder von den gewöhnlichen Zubereitungen solcher Felder, die noch nicht angebauet worden sind, um sie in den Stand zu setzen, daß sie Getraide hervor bringen können, 37 Von den verschiedenen Arten, die Felder zu bestellen, und zu pflügen 49 Ven den Vortheilen, die man daraus ziehet, wenn man jährliche Pflanzen, indem sie wach⸗ sen, pflüget, wie man fortdauernde Gewächse, als den Weinstock, u. s. f. bearbeitete, 66 Allgemeine Vorstellung der neuen Art, ein Feld zu säen und zu bearbeiten, nebst einer von denen Ursachen, welche man zu Anneh— mung dieser Art hat, 7¹ Hauptinhalt des Werkes. XI. Von dem Unkraute, XII. Von dem Saamenwechsel, Besorgung der Rüben nach der neuen Art, 92 Art 102 XXI. Von den Vorzügen der neuen Art, 165 Anderer Theil. I. Beschreibung eines Pfluges mit vier Se⸗ chen, 1 179 II. Von dem leichten Pfluge, 1905 III. Von der Sämaschine, 210 IV. Von der Sämaschine zum Waizen, 252 V. Von der Sämaschine zu den Rüben, 291 VI. Von einem leichten Pfluge zu Holzungen, den man auch bey Getraidefeldern brauchen kann, 313 VII. Beschreibung und Gebrauch der Sämaschi⸗ ne des Herrn Joseph Lucatello, eines Spa⸗ niers, aus Baddams Auszuge der philo⸗ sophischen Transactionen übersetzet, 317 Erfahrungen und Betrachtungen über das vorher- gehende 323 Abhandlung nach der gemeinen Art, 90* XV. Besorgung des Waizens nach der gemeinen XVI. Besorgung des Waizens nach der neuen 4 Art i 112 XVII. Von verschiedenen Krankheiten des Getrai⸗ 835 d 5 129 XVIII. Vom brandigen Korne, 437 XIX. Vom spanischen Heue, 143 XX. Von der Luserne, 159 in uuf dh, a ae S. 81 86 en Rüben, 9⁰ len Art, 9 r gemeinen älhandlung der neuen 12 von der es Getral⸗ Besorgung der Felder 0 und Ländereyen. 0 1065 vier Se⸗ 59 Das J. Hauptstück. % Von den Wurzeln. „ 252 en, 29¹ dolzungen, brauchen „ Niie Mühe, die man auf die Erdfrüchte wendet, wirket vornehmlich auf die Wurzeln. Das Pflügen, das Wässern 475 und Begleßen, das Düngen, und der— Sämachi, gleichen alles dieses beziehet sich unmittelbarer auf nes Spo⸗ diesen Theil der Pflanzen, als auf irgend einen an⸗ er philo/ dern. Dieses ist der Bewe egungsgrund, weswegen setze, 35 wir in unserem ersten Hauptstücke von den Wurzeln as vorher handeln. Wir wollen uns nicht weitläuftig in alle 33 die besondern Umstände einlassen, die die Kräuter⸗ handlung A N 8 Das J. Hauptstück. verständigen angemerket haben, und welche sie als eigene Kennzeichen gewisser Gattungen der Pflanzen angeben. Weil unser Vorsatz nur ist, ein Werk von dem Ackerbaue zu schreiben: so können wir al⸗ les dasjenige weglassen, was nicht zum Nutzen und besserem Wachsthume der Pflanzen etwas beyträgt; mit einem Wolte, welches sie nicht in den Stand setzet, uns überflüßig dasjenige zu liefern, was uns den meisten Vortheil schaffen kann. 5 Nachdem wir dieses voraus gesetzet haben: so begnügen wir uns damit, daß wir die Wurzeln der Pflanzen unter zwo Classen bringen, und zwar nach der Richtung, die sie in der Erde haben. Diejenigen Wurzeln, die zur erstern Gattung gehören, und welche wir sinkende(Pivotantes) nen- nen, dringen beynahe senkrecht in die Erde hinein. Die übrigen, welche man zur andern Gattung rech⸗ net, und die wir kriechende(Rampantes) zu nen⸗ nen pflegen, haben eine beynahe wagerechte Richtung. 5 8 Diejenigen Wurzeln, die unmittelbar aus dem Saamen hervor wachsen, gehören allemal zu der er⸗ stern Gattung, oder zu den sinkenden. Sie drin⸗ gen senkrecht in den Erdboden hinein, bis sie einen für sie allzu harten Boden antreffen. Gehet nun das Erdreich, welches sie leichtlich durchdringen kön⸗ nen, weit hinunter: so deingen diese sinkenden Wurzeln zuweilen verschiedene Klaftern tief hinein; wenn sie nicht entweder vorsätzlich, oder durch einen ungefähren Zufall, abgeschnitten, oder abgerissen werden: denn hernach ändern sie ihre Richtung. Ich habe Gelegenheit gehabt, dieses zu vielen malen zu ö N 1 1 ce be ful cha wach un 1 ge id.! fc Gb Diss ende gen puch bene aber do ß ken Enit sa 1 J ase rl fu die Han cht dt zart,! ud, sc ger sistvon F! ase 1 0 che se als Pflaten ein Wen en wir g, Tutzen un beyträgt den Stand „ was ung haben: 5 urzeln der zwar nach Gattung ntes) nen. de bine, tung rech ) zu nen wogerecht r aus der zu der l. Sie de is sie eln Geher nu ringen ko sinkende lief hinsh duech ei * abgeis e Nachul hiesen me 10 Von den Wurzeln. 3 zu beobachten: sonderlich aber, wenn ich Pflanzen in ganz reinem Wasser gezogen habe.“ c Die sinkenden Wurzeln treiben hernach Zäser⸗ chen hervor, die sich auf der Seite in einer gleichsam wagerechten Richtung ausbreiten. Diese Zäsern sind nun um so viel stärker, und sie wachsen um so viel geschwinder, je näher sie der Oberflache der Er— de sind. Daher sind diejenigen die stärkesten, die sich ganz oben befinden, nämlich in dem Raume des Erdreichs, der durch den Pflug aufgerühret worden ist. Dieses sind nun die Wurzeln, welche wir krie⸗ chende genennet haben. Sie entsernen sich zuwei⸗ len ziemlich weit von der Pflanze, von welcher sie hervorgebracht worden sind. Hernach werden sie aber so zarte, daß man sie kaum mit den Augen er— kennen kann; sonderlich, wenn sie die Farbe des Erdreichs angenommen haben, womit sie umgeben sind; und dieses geschiehet ordentlich. Also scheinet eine Möhre zwar nur eine einzige große rübenförmige Wurzel zu seyn, die mit eini⸗ gen Fäsergen versehen ist: nach dem Vorgeben des Herrn Tull aber breitet sie doch ihre Wurzeln in einer ziemlichen Weite aus. Dieselben sind aber so zarte, daß man sie von der Erde, womit sie bedecket sind, nicht anders unterscheiden kann, als wenn man sehr genau darauf Achtung giebt. Ein gleiches gilt fast von allen Pflanzen. Wenn man sich davon über⸗ zeugen will: so darf man nur folgende Erfahrung anstellen, die unser Verfasser vorschlägt. A 2 Man * Man lese die Mem. de' Acad. Royale des Sciences de l' annce 1749. 1 Das J. Hauptstück. Man muß ein Feld erwählen, das seit langer Zeit nicht gepflüget worden ist. Auf demselben muß man einen dreyeckigten Platz graben, wie Eg, 1. A. B. D. C. der von A. bis D. 20 Brassen oder Ellen lang, und von B. bis C. 12 Schuh breit ist. Bey A. gehet dieser Platz spitzig zu. Hernach muß man in der Lange A. D. 20 Saamenkörner von denen gro⸗ ßen Rüben säen, welche man Rabes nennet. Als⸗ denn muß man diesen Platz öfters umarbeiten, und locker machen. Wenn nun die Rüben groß gewach⸗ sen sind, und man bemerket, daß diejenige, die bey A. befindlich ist, als die kleineste befunden wird; und daß die übrigen gegen E. zu, wo der gegrabene Platz 4 Schuh breit ist, immer dicker und größer werden, je naher sie an E. kommen: so kann man daraus den Schluß machen, daß die Wurzeln dieser Rü— ben sich 2 Schuh weit ausgebreitet haben. Und sind die Rüben von E. bis D. fast von gleicher Große und Dicke: so wird man glauben konnen, daß ihre Wur⸗ zeln sich nicht über 2 Schuh weit ausgebreitet haben. Man hat eine sehr bequeme Art, zu erkennen, wie weit eine Gactung von Pflanzen ihre Wurzeln, in einem umgearbeiteten Erdreiche, welches zu ihrer Ausbreitung am bequemsten ist, forttreiben könne. Davon hat man sich folgendergestalt versichert. Wenn man Pflanzen, welche reihenweise in Gräb— chen stunden, untersuchete: so befand man, daß sie, wenn sie unter dem Gräbchen hindurch gegangen wa⸗ ren, hernach wiederum heraufstiegen, und sich in der umgearbeiteten Oberflache vertheileten. Ein gleiches habe ich bey einem Spaziergange von Ulmen wahrgenommen, der beynahe eingegan⸗ gen bal, ö ach fill 0 b 90 l che. ik Ede h ok. — il des h i das u dee 0 e It, int dec w in den Wuume chat gehen d Dice d N ste 1 ade U Jenst din au soerde nagt eit ger ben naß F 18, J. l der Elle st. Bey nuß man ellen gro⸗ k. Ak ken, und gewach. die bey rd; und le Mlatz werden, daraus ser Rü Ind sud roße und re Wur⸗ t haben. kennen, Bur zeln, zu ihrer n könne, bersichal. in Gläb⸗ laß se, gen wa⸗ h sich in ziergange filgegan⸗ 000 Von den Wurzeln. 5 gen war, weil man in einer geringen Entfernung davon einen großen Graben gemachet hatte, wobey man die Absicht hegete, zu verhindern, daß die Wurzeln einem Stucke Feld nicht nachtheilig seyn möchten. Allein die Ulmen breiteten ihre Wurzeln in die Erde aus, die in den Graben herunter gefal⸗ len war. Diese Wurzeln kamen auf der andern Seite des Grabens in die Höhe, und vertheileten sich in das gepflügte Feld. In kurzem erholeten sich die Ulmen, wie zuvor. Ich habe ferner folgendes angemerket. Wenn man in einer kleinen Entfernung von einer jungen Ulme, einen Graben machet, und denselben mit gu⸗ ter Erde anfüllet: so laufen die Wurzeln dieser Ul⸗ me in dem gedachten Graben fort, und erreichen in demselben eine große Länge. Ferner, wenn man Bäume zu tief in die Erde gepflanzet hat: so schmachten sie so lange, bis ihre Wurzeln wiederum gegen die Oberflache heraufgestiegen sind, und die Dicke desjenigen Platzes erreichet haben, der durch das Pflügen umgearbeitet worden ist. Oftmals aber ist es besser, daß man sie ausziehet, und weiter ge⸗ gen die Oberflache zu setzet. Alle diese Anmerkungen beweisen, daß die Wur⸗ zeln sich sehr weit ausbreiten; sonderlich, wenn sie ein aufgelockertes Erdreich antreffen. Dieses ist auch ganz natürlich. Die Blätter sind die Werk⸗ zeuge der Ausdünstung, und die Wurzeln dienen zur Einsaugung des Nahrungssaftes. Nun muß aber nothwendig mehr Nahrungssaft eingesogen werden, als durch die Ausdünstung verflieget. Er⸗ wäget man nun die ungeheure Oberflache der Blät⸗ 3 ter, 6 Das J. Hauptstück. ter, und die große Weite der Werkzeuge der Aus⸗ dünstung: so wird man sich leichtlich bewegen lassen, zu glauben, daß die Wurzeln, oder die Werkzeuge der Einsaugung, sich, durch ihre große Ausdehnung in die Lange, wenigstens eine eben so ansehnliche Oberflache verschaffen, als die Blätter haben. 2 Es ist nöthig, dieses Urtheil einigermaßen ein⸗ zuschränken. Die Blatter, die in der Wärme aus⸗ dünsten, saugen in der Nacht die Feuchtigkeit von dem Regen und von dem Thaue ein; und es ist ge⸗ nugsam bewiesen, daß diese Einsaugung vieles zur man durch keine Erfahrung beweisen„ daß die Aus⸗ dünstung und die Einsaugung in eben dem Verhält⸗ nisse geschehen, in welchem sich die Oberflächen be⸗ finden. Es könnte ja wohl seyn, daß ein Zoll von der Oberflache der Wurzeln mehr Nahrungssaft ein⸗ saugete, als durch einen Zoll von der Oberfläche der Blätter ausdünstete. 8 „Indessen ist es doch wahr, daß die Wurzeln weit und geschwinde fortlaufen. Denn wie die Milchadern der Thiere ihre Oeffnung in die Einge⸗ weide haben, um den Chilus daraus zu saugen: so haben auch die Milchgefäße, oder vielmehr die Saft⸗ gefäße der Pflanzen ihre Oeffnung gegen die Ober⸗ fläche ihrer Wurzeln zu. Allein die Thiere gehen, und suchen ihre Nahrung, und füllen damit ihren Magen und ihre Eingeweide an: die Wurzeln hingegen sind genöthiget, die Nahrung der Pflan⸗ zen aus dem Innern des Erdreichs zu holen. Die Wurzeln müssen sich daher sehr verlängern: denn sonsten würden sie die Erde, womit sie umgeben sind, gar bald erschöpfen. . bee e n 5 f chung de e n ach lad de 0 ch ö sr Nahrung der Pflanzen beyträgt. Ueber dieses kann 1 8 1 aten f n N dad w nd h faben ber! da! füge G ae N be Wu ird fl Um der W. 0 90 de dus gen lasen Werk 5 dehnung hnliche geh. aßen ein⸗ me qus⸗ gkeit von r it ge. les zur s kann ie Aus⸗ erhält⸗ hen be⸗ oll von aft ein⸗ che der urzeln ie die Einge⸗ n: so e Saft e Ober. e gehen, t ihren zurzeln Man. Die denn eben . Von den Wurzeln. 7 Ich will in der Vergleichung fortfahren, und folgendes anmerken. Dieses, daß die verdaueten Nahrungsmittel gegen das Innere der Eingeweide zu gedrücket werden, tragt, nebst der peristaltischen Bewegung der Gedäͤͤrme, vieles dazu bey, daß der Chilus in die Milchgefäße kommen kann. Die Be⸗ strebung der Wurzeln, sich zwischen den kleinen Erd⸗ klosern auszubreiten; der Druck des umgeackerten Erdreichs, welches sich an die Wurzeln ansetzet; und der Gegendruck der Wurzeln gegen die Erde, je mehr sie an Dicke zunehmen; alles dieses thut, in gewisser Maße, eben das, was die Ausdehnung der Gedärme, und ihre peristaltische Bewegung, auszu⸗— richten pflegen. Aus dieser Vergleichung siehet mau, daß es vortheilhaft ist, wenn man das Erd⸗ reich umackert, damit sich die Wurzeln ausbreiten, und hernach von der Erde, je mehr sie sich an die⸗ selben ansetzet, gedrücket werden mögen. Ich will aber noch einen andern Vortheil anführen, der aus dem Umackern entstehet, und noch weniger in Zwei⸗ fel gezogen werden kann. Es ist genugsam erwiesen, daß eine abgeschnit⸗ tene oder abgerissene Wurzel sich nicht weiter ver- längert; dafür aber, in kurzem, anstatt einer, viele Wurzeln hervorbringet. Alle diese neuen Wurzeln sind geschickt, den Pflanzen vielen Nahrungesaft zu- zuführen. Nun ist es aber gewiß, daß man bey Umackerung eines Platzes viele Wurzeln zerschneidet oder zerreisset. Daraus folget also, daß allemal, wenn ein Feld umgeackert wird, diejenigen Gefäße, welche den Mahrungssaft an sich ziehen, vervielfälti⸗ get werden. A 4 Das 8 * VVV Das II. Hauptstück. Von den Blättern. ie Blatter sind Werkzeuge, ohne welche die 8 meisten Pflanzen nicht bestehen könnten. enn man weis es aus der Erfahrung, daß ein Baum, dem man alle Blätter abschneidet, fast allemal eingehet. Ich sage, fast allemal. Denn man siehet, daß oftmals Bäume durch Ungeziefer vollig von ihren Blättern entblößet werden, und deswegen doch nicht ersterben. Da ich aber von einigen Bäumen alle Blatter abriß: so giengen sie ein. Sollte dieser Unkerschied wohl daher rühren, daß das Ungeziefer die Blätter nur nach und nach verzehret, da ich sie hingegen auf einmal abgeschnitten habe? oder sollte man wohl Umstände, oder einen gewissen Zustand der Pflanze finden wo eine solche Beraubung ihr schlechterdings schädlich wäre? Herr Grew hat angemerket, daß die Blätter, die im Frühlinge zum Vorscheine kommen sollen, schon im Herbste in den Knospen gebildet werden. Sie sind zwar alsdenn sehr klein: aber doch für den kleinen Stiel, der e trägt, zureichend. Außer diesen Blättern„welche man Herbstblät⸗ ter nennen kann, entwickeln sich auch einige im Som⸗ mer. Denn die Bäume, die man mit Fleiß ihrer Blätter beraubet hat, als die Maulbeerbäume, oder diejenigen, welche von den Würmern abgefressen 5 worden at fd e 1 A eb 9 106 fu lie in Sch Manger duch Pure Johlun eil teur 00 u or. an di Lasch 18 0 Mn er ab zeuge 0 lr. hg Talio 1 wesche de könnten. kung, daß lber, sast bet, daß n ihren ch nicht nen alle e dieser geziefer ich sie r sollte ustand ng ihr latter, sollen, erden. ür den ehläte Som⸗ ihrer „oder ressen roy Von den Blattern. 9 worden sind, bekommen wiederum neue Blätter, und sind grüner, als die übrigen im Herbste. Der Doctor Grew sagt, außer denen Fasern, die nach der Lange gehen, und gleichsam den Eintrag zum Gewebe des Blattes ausmachen, so, daß sie ein Netz vorstellen, habe er auch viele mit Luft angefülle⸗ te Bläschen wahrgenommen. Daraus habe man den Schluß gemacht, daß die Blätter die Lunge der Pflanzen sind; daß sie die Luft aus dem buftkreise einziehen; daß diese Luft in der Pflanze bis auf die Wurzeln fortgehet; und daß sie daselbst auf den Nahrungssaft fast eben so wirket, wie die Luft, wel⸗ che von den Thieren eingezogen wird, auf das Ge⸗ blüte zu wirken pfleget. Herr Papin meldet einige Erfahrungen, wel⸗ che diese Meynung zu unterstützen scheinen. Er spricht: wenn man eine ganze Pflanze unter die Luft⸗ pumpe bringet, und die Luft auspumpet: so verwel⸗ ket sie in kurzem. Pumpet man aber die Luft nur von den Wurzeln weg; so, daß die Blätter hausen in der Luft bleiben; welches geschehen kann, wenn man die Blätter über den Recipienten herausragen lässet, und die Oeffnung, durch welche die Stiele her⸗ aus gehen, mit Wachse verklebet: so wird sich die Pflanze lange Zeit erhalten können. Dieses siehet er als einen Beweis an, daß die Blätter die Werk⸗ zeuge der Respiration bey den Pflanzen sind. Die Erfahrungen, welche Herr Mariotte, Do⸗ etor Woodward und Doctor Hales, angestellet haben, beweisen, daß die Blätter die zur Transspi⸗ ration bestimmeten Werkzeuge sind, und daß der größ⸗ te Theil des Saftes durch diesen Weg ausbünslet. A 5 Ver⸗ 10 Das II. Hauptstück. Vergleichet man die Menge des Saftes, welche durch die Wurzeln, oder durch andere Werkzeuge, eingeso⸗ gen wird, mit derjenigen welche durch die Transspi⸗ ration hinweggehet: so wird man sehen, daß der Ueber⸗ rest in der Substanz der Pflanze bleibet, und in die⸗ selbe verwandelt wird; und daß, wenn auch sonst noch etwas von dem Safte abgeschieden wird, sol⸗ ches doch etwas sehr weniges beträget. Endlich ist auch bekannt, daß die Blätter die Feuchtigkeit von dem Regen und Thaue einsaugen, und daß diese Erfrischung für die Pflanzen sehr vor⸗ theilhaft ist.. Man will aber den Nutzen der Blätter noch wei⸗ ter ausdehnen. Man spricht: der Nahrungssaft, der in den Blättern zubereitet worden ist, werde her⸗ nach durch die ganze Pflanze hindurch geführet, und diene derselben zur Nahrung. Dadurch wird ein Umlauf des Saftes vorausgesetzet, der noch nicht ge⸗ nugsam erwiesen ist, und worüber gestritten wird. Denn viele geschickte Naturkündiger glauben, daß die Pflanzen nicht alle beyde Arten von Gefäßen ha⸗ ben, welche man in den Thieren antrifft; nämlich Arterien, oder Pulsadern, welche den Saft von den Wurzeln den Blättern zuführen; und Venen, oder Blutadern, wodurch der Saft aus den Blät⸗ tern, und aus allen Theilen der Pflanze, bis auf die kleinesten Würzelchen wieder zurück gehet. Sie hal⸗ ten aber dafür, daß der Saft eine schwankende Be⸗ wegung habe, die von dem verschiedenen Zustande der Luft herrühret. Diejenigen, die es mit der Cir⸗ culation, oder mit dem Umlaufe halten, sagen, nach der gegenseitigen Meynung müsse man annehmen, f daß N 06 duk 4 fee 00 l f 6 0 buche suusel e Wut hilde, Shun en h f fon fut f. an anf wan yr edurch ngeso⸗ ansspi- Ueber⸗ in die⸗ h sonst d, sol. ter die augen, por Von den Blättern. 1 daß der Saft immer mehr zubereitet werde, je höher er steiget: man könne aber keine Erfahrung anfüh⸗ ren, wodurch bewiesen werden könne, daß der Saft in den obern Theilen der Pflanzen vollkommener sey, als nahe bey den Wurzeln; gleichwohl wäre es eine erstaunenswürdige Sache, wenn der Saft, der durch die Wurzeln eintritt, auf einmal dermaßen zubereitet würde, daß er den verschiedenen Substanzen zur Nahrung dienen konnte, welche man in den Pflan⸗ zen wahrnimmt; folglich müsse der Saft in die Blät⸗ ter kommen, von hier in den Stengel der Pflanze zurück kehren, und sich endlich wiederum in den Blät⸗ tern einfinden, wie das Blut bey den Thieren wie⸗ derum in die Lunge zurück kömmt, wenn es durch den ganzen Körper des Thieres herumgelaufen ist. Dieses Urtheil ist blendend. Ich habe aber doch einmal eine schon völlig gebildete junge Citrone auf einen Ast eines Pomeranzenbaums eingepfropfet. Diese Citrone ist daselbst vollends großund reifgewor⸗ den: man hat aber nicht das geringste von der Na⸗ tur des Pomeranzenbaumes an ihr gespüret. Der Saft, der sonst eine Pomeranze hätte bilden sollen, muß also demjenigen gleich worden seyn, woraus die Citrone gebildet worden ist; und zwar ohne allen Umlauf: denn die ganze Verwandelung muß noth⸗ wendig in der Citrone selbst geschehen seyn. Aus allem bisher gesagten erhellet, daß die Blät ter, wie man sie auch nur betrachten mag, den Pflan⸗ zen sehr vortheilhaft sind, und daß es daher dem spa⸗ nischen Klee, der Lucerne und dem Honigklee u. s. f. sehr schädlich seyn müsse, wenn man diese Pflanzen von dem Viehe sehr nahe an der Erde abfressen läs— set; 12 Das III. Hauptstück. set; sonderlich, wenn dieselben noch jung sind. Man kann daher das Verfahren derer Pachter nicht billi⸗ gen, welche ihr Vieh auf das Getraide treiben, wenn ihnen dasselbe zu stark und dicke vorkömmt. Wir werden nachgehends Gelegenheit haben, davon zu reden. f „ Das III. Hauptstück. Von der Nahrung der Pflanzen. Ses Luft, Feuer, Wasser, Erde, machen viel⸗ leicht die Nahrung der Pflanzen aus. Wir können aber, ohne uns in eine weitläuftige Untersuchung deswegen einzulassen, mit dem Herrn Tull annehmen, daß die Erde, wenn sie in sehr zar⸗ te Theilchen getheilet ist, den vornehmsten Theil die⸗ ser Nahrung ausmachet. Denn die Pflanzen wer⸗ den durch die Fäulung in Erde verwandelt; und die ubrigen Grundwesen dienen vielleicht nur, diese Erde, so viel nöthig ist, zuzubereiten, und sie zur Nahrung der Pflanzen geschickt zu machen. Also kann das Salz diese Erde verdünnen; das Wasser kann die Theile derselben ausdehnen; die Luft aber, und das Feuer, können ihr die erforderli⸗ che Bewegung und Wirksamkeit geben: die Erde selbst aber scheinet der wesentlichste Theil zu seyn. Es ist wahr, die Pflanze wurde ersterben, wenn man ihr die übrigen Grundwesen raubete. Allein wenn man die Erde hinweg thun wollte: so würde auch nicht einmal das Skelet übrig bleiben. * Die d. Men icht bili⸗ reiben, kömmt. davon ** *. viel⸗ Wir uftige Herrn r zar⸗ il die⸗ wer⸗ und diese e zur z das die derli⸗ Erde Es man wenn auch Die Von der Nahrung der Pflanzen. 13 Die Erde, wovon wir reden, ist nicht eine einfa. che elementarische Erde, oder ein caput mortuum: denn von den erstorbenen Pflanzen kann man alle bisher erzählten Grundwesen abscheiden. Wenn man dieses recht verstehet: so kann man annehmen, daß die Erde den vornehmsten Theil von der Nah⸗ rung der Pflanzen ausmachet. Ueber dieses weis man, daß eine allzugroße Menge Salz den Boden unfruchtbar machet; daß durch allzuviel Wasser die Pflanzen ersäufet werden, und verfaulen; und daß sie von allzuvieler Luft und Hitze austrocknen. Aber eine zu große Menge Erde schadet den Pflanzen nicht. Denn wird eine Pflanze alsdann welk, wenn man sie zu tief in die Erde setzet: so muß man sol⸗ ches nicht der Menge der Erde zuschreiben, womit die Wurzeln bedecket sind; sondern die Ursache ist diese, weil die Pflanze die Feu tigkeit des Thaues, die Warme der Sonne, den Einfluß der Luft u. s. f. nicht genießen kann. 8 In der That scheinet es, daß einerley Art von Erde allerhand Gattungen von Pflanzen, ohne Un⸗ terschied, hervorbringen könne. Ein Stück Thi⸗ mian, das eigentlich auf trockenem Boden wächset, kömmt fort, wenn man es in ein Erdreich pflanzet, das aus einem Moraste genommen ist, und welches man auf den Gipfel eines Berges gebracht hat. Ein Busch Binsen kömmt fort, wenn man ihn in Erdreich setzet, das von einem Berge genommen, und in einen Morast getragen worden ist. Die ameri⸗ canischen Pflanzen kommen auch in unsern Gegen⸗ den, und in unserm Erdreiche fort, wenn man sie nur in Gewächshäuser setzet, wo sie denjenigen Grad der 1 ö 4 b N 14 Das III. Hauptstück. der Wärme haben, der sich fur sie schicket. Also scheinet einerley Erde tüchtig zu seyn, alle Gattun⸗ gen von Pflanzen zu nähren; wofern sie nur so viel Wasser und Wärme haben, als für sie nothig ist. Ich weis daß einige Naturkündiger vorgegeben haben, daß so wohl Wasser, als Luft, zu einer Dich⸗ tigkeit und Festigkeit gelangen, und einen Theil von demjenigen ausmachen können, was wir als Erde an⸗ sehen. Es ist auch nichts geschickter, diese Gedan⸗ ken zu bestätigen, als der Erfolg derer Erfahrungen, die ich angestellet habe, um Pflanzen in ganz reinem Wasser aufzuziehen*. Aber in einer Abhandlung von dem Feldbaue muß man nicht die Entscheidung so schwerer Fragen unternehmen. Wir wollen uns also damit begnügen, daß wir mit dem Herrn Tull die rechte feine und verdünnete Erde, als die unmit⸗ telbare Nahrung der Pflanzen ansehen; ohne zu behaupten, daß diese Erde einfach, elementarisch, und von allen Substanzen entblößet sey. Von was für Beschaffenheit auch die Substanz seyn mag, wel⸗ che die Pflanzen nähret: so glauben wir doch, daß sie für alle die verschiedenen Gattungen der Pflanzen ei— nerley ist. Dieses wollen wir in dem folgenden Haupt⸗ stücke ausführen. * Man lese die Mem. de! Acad. Royale des Seiences, de l' année 1749. Das . Asso 1 105 so viel ist. gegeben r Dich⸗ eil von rde an⸗ Hedan⸗ ungen, einem Aung dung uns Tull mit. e zu isch, was wel⸗ sie pei⸗ pt⸗ ceß, dus 5 1***** K N N N N N N** K N K** Das IV. Hauptstück. Ob die verschiedensten Gattungen der Pflanzen von einerley Substanz ernähret werden, die sie aus der Erde ziehen? dene Gattung der Pflanzen sich von einem besondern Saste nähre. Wir wollen die Gründe, die man deswegen anführet, hersetzen, und zugleich zeigen, was uns beweget, dieselben nicht an⸗ zunehmen. Erste Anführung: Es ist nicht wahrschein⸗ lich, daß eine gleichartige Materie Pflanzen hervor⸗ bringen könne, welche in ihrer äußerlichen Gestalt, in ihrer Beschaffenheit, in ihrem Geruche und Ge— schmacke, und auch in den übrigen Eigenschaften, so sehr von einander unterschieden sind. Antwort: Es ist kein Zweifel, daß nicht die irdischen Theilchen, welche die Pflanzen sich zueignen, in jeder Pflanze eine verschiedene Gestalt annehmen sollten: allein daraus folget keinesweges, daß diese nährenden Säfte in der Erde einerley sind. Dasjenige, was mich beweget zu glauben, daß die nährenden Säfte einerley sind, ist folgendes. Dis Pflanzen rauben einander gleichsam die Nahrung, die sich in der Erde befindet. Ich will ein Beyspiel geben. Wenn der Sa⸗ lat eine andere Substanz aus der Erde zöge, als die Wegwurz: so würde der Salat eben so gut un⸗ ter M' glaubet gemeiniglich, daß jegliche verschie⸗ 16 IV. Ob die Pflanzen von einerley ter einer Menge von Wegwurz fortkommen, als wenn er allein stünde. Hingegen würde er welken, und schlecht werden, wenn er sich unter anderem Sa⸗ late befände. Nämlich, weil sich der Salat von einerley Safte nährete: so würden die Pflanzen ein- ander die Nahrung rauben; die Wegwurz hinge⸗ gen, die einen ganz andern Saft, als der Salat, aus der Erde zöge, würde diesem durch ihre Nach⸗ barschaft nicht den geringsten Schaden zufügen. Al⸗ lein man weis aus der Erfahrung, daß Pflanzen von verschiedenen Gattungen einander schaden. Um zu beweisen, daß einerley Saft in den Röh— ren der Pflanzen verschiedene Eigenschaften an⸗ nimmt, wird es genug seyn, sich hier einer Erfahrung zu erinnern, die ich schon vor langer Zeit in den Schriften der Gesellschaft der Wissenschaften beyge⸗ bracht habe, und wovon bereits in dem II. Haupt⸗ stůcke geredet worden ist. Wenn man namlich eine Citrone, die nur so groß ist, als eine Erbse, mit dem Stiele auf den Ast eines Pomeranzenbaumes pfro⸗ pfet: so wächset sie daselbst groß, wird reif, und be⸗ hält die Eigenschaft einer Citrone, ohne das gering⸗ ste von den Pomeranzen anzunehmen. Der Saft des Pomeranzenbaumes mußte daher auf einmal sei⸗ ne Eigenschaft verändern, indem er durch die Citro⸗ ne gieng. zweyte Anführung: Man behauptet nicht nur, daß zu der Nahrung einer jeglichen Pflanze be⸗ sondere Säfte vorhanden sind: sondern man erfordert auch einen eigenen Saft für einen jeglichen Theil der Pflanze; und man behauptet dieses so gar von den verschiedenen Theilen der Frucht. Was ist 155 ür 0 Nan deen 600 Fah U 1 e in fa 11 fen Hi A farem ahn K be und n h d cen; W ley meg, als welken, em Sa⸗ Alat von nzen ein z hinge. Salat, e Nach⸗ en. Al⸗ zen von Röh⸗ en an⸗ hrung in den beyge⸗ aupt⸗ ch eine it dem ö pfro⸗ nd be⸗ ering⸗ Sast nal seii Cirs⸗ nicht fie ber fordert geil der on dent pohl für Substanz ernähbet werden. 17 für ein Unterschied zwischen dem Marke einer Pfir⸗ siche, der äußßern harten Schale des Kerns, und dem innern Kerne selbst? Man glaubt daher, daß zu diesen dreyen Theilen drey verschiedene Arten von Säften erfordert werden. Antwort: Wir sind überzeugt, daß die Röh⸗ ren der Pflanzen dem Safte seine verschiedenen Ei⸗ genschaften mittheilen. In der Erde findet man, so sehr man auch nachforschen mag, nicht die geringste Spur davon. Es ist wahr, daß man in den Früch⸗ ten einen verschiedenen Geschmack findet, der von dem Erdboden herrühret, und welchen man den Erdge⸗ schmack nennet. Allein dieser Geschmack, der ge⸗ wissen Theilen des Erdhodens eigen ist, wird gleich stark bey sehr verschiedenen Gattungen von Früchten bemerket. Diejenigen Säfte, deren Geschmack un⸗ veränderlich ist, müssen daher von ganz verschiedenen Pflanzen eingesogen werden. Der Doctor Grew stellet uns die Oberfläche der Wurzel nur als einen schwammichten Körper vor, der geschickt ist, alle Säfte, die er antrifft, ohne Un⸗ terschied anzunehmen. Der Saft muß daher in den Röhren der Pflanzen verändert werden, und seine erforderliche Eigenschaft bekommen. Hiezu kömmt noch folgendes. In ganz reinem und klarem Wasser habe ich Bohnen, Balsam⸗ stauden, Eichen, Maronenpflanzen, Mandel⸗ bäume, und Pflanzen mit schmalen Blättern, gezogen. Alle diese verschiedenen Pflanzen haben nun in eben diesem reinen Wasser dasjenige gefunden, was ihnen zu ihrer Nahrung nöthig war. Eine jegliche behielt ihre Farbe, ihre äußerliche Gestalt, B und 18 I. Ob die Pflanzen von einerle ng und den Geschmack, den sie von Natur zu haben pflegte. 8d 44 0 Dritte Anführung. Da zur Nahrung eines jeglichen Theiles einer einigen Pflanze ein besonderer ö Sast nöthig ist: so müssen die Wurzeln nur diejeni⸗ gen Säste annehmen, die einer Pflanze eigen sind; und ein jeglicher Theil der Pflanze muß sich auch noch diejenige Art des Saftes zueignen, die ihr zu⸗ kömmt. N Antwort: Unser Verfasser führet hier eine Er⸗ fahrung an, die entscheidend seyn würde, wenn sie ge⸗ nugsam gegründet wäre. N Er spricht also: man muß einen Stengel Krau⸗ semünze, der einen Schuh lang ist, in ein Gefäß voll Wasser setzen. Er wird alsdenn darinne Wurzeln treiben, und recht gut fortkommen. Nimmt man nun aus diesem Gefäße einige Wurzeln, und leget sie in Salzwasser: so verwelket die ganze Krause⸗ münze, und die Blätter bekommen einen salzigten Geschmack. Man kann nicht sagen, daß die Krausemünze deswegen verwelke, weil das Salz den Wurzeln scha. det, die in das Salzwasser geleget worden sind. Denn hätte man diese Wurzeln abgeschnitten: so würde die Pflanze nichts gelitten haben. Ohne Zweifel müssen die Wurzeln das der Pflanze schädliche Salz eingesogen haben, wenn man an den verwelkten Blättern einen salzigten Geschmack spüret. Dieses ist ein sicherer Beweis, daß die Wurzeln, ohne Un⸗ terschied, alle Säfte einsaugen, und auch so gar die⸗ jenigen, welche der Pflanze schädlich sind. Vierte 9 5 60 bin e Apt 1 0 fe ien hc h der e Aol aden Ke In Sa a ich bel i rte wl Tce det n Wage ca 17 N b 2.1 igen i eh. Ame ah Je n fer af ekley ur zu hi ahrung ez in besond⸗ n fur dien e eigen sen uß sich at die ihr r hier eine wenn sie n gel Ku Gefäß yl ne Wureh simmt un n, und len nze Klau ien sabsi erausem fn Gurzeln h; sind. Dal nr so wid Ohle Zul sablche Se 1 berwelkll tet. Disf n, ohne c ch so gar d. Val Substanz ernähret werden. 19 Vierte Anführung: Säet man nicht deswe⸗ gen Gerste, oder Hafer, nach dem Korne, weil das Korn nur diejenigen Säfte aus der Erde gesogen hat, die ihnen eigen sind, und weil die Säfte, welche zur Nahrung der Gerste eigentlich erfordert werden, noch in der Erde zurück geblieben sind? Antwort: 1. Wenn die Gerste nur deswegen nach dem Korne gut wächset, weil die Erde denjeni⸗ gen Saft, der zu ihrer Nahrung erfordert wird, noch in sich behalten hat: so folget daraus, daß man eine gute Erndte von Waizen haben wird, wenn man denselben auf eine Gerstenstoppel säet, indem die Ger⸗ ste nicht diejenigen Säfte verzehret haben wird, die dem Waizen eigen sind; gleichwohl kann man versi— chert seyn, daß ein solcher Waizen sehr schlecht gera⸗ then wird. Und warum dieses? Deswegen, weil der Waizen nicht fortkömmt, wenn das Feld nicht viermal bearbeitet worden ist. Wollte man Gerste in eben so fleißig gepflügtes Feld säen: so könnte man noch mehr versichert seyn, daß man eine vor— treffliche Ernde haben würde. Weil aber dieses Ge⸗ traide nicht so theuer, und so schmackhaft ist, als das Korn: so säet man es nur auf ein Feld, das zwey— mal gepflüget worden ist. 2. Wenn die Pflanzen aus einem Felde nur die⸗ jenigen Säfte zögen, die ihrer Art eigen sind: war— um ließ man denn die Felder, nach dreyen Jahren, allemal ein Jahr ruhen? Man dürfte ja nur im er⸗ sten Jahre Waizen, im zweyten Gerste, im dritten Hafer, im vierten Erbsen, und im fünften Steckrü⸗ ben säen. Wenn man hernach wiederum Waizen darauf säete: so würde derselbe auf ein Feld kom 2 men, 20 IV. Ob die Pflanzen von einerlen men, welches für diese Gattung von Getraide fünf Jahre lang geruhet hätte. So wenig man auch von dem Ackerbaue unterrichtet seyn mag, so wird man doch zugestehen müssen, daß man durch ein solches Verfahren nur eine sehr mittelmäßige Ernde erhal, ten würde. Denn alle Arten von Pflanzen saugen das Erdreich aus. Ueber dieses ist man auch, so lange das Erdreich ruhet, sehr besorget, dasselbe flei⸗ ßig zu pflügen. Also theilet und vervielfältiget man die Zwischenräume zwischen den Erdklösern; und folglich macht man das Erdreich geschickt, die schmack⸗ haftesten Pflanzen, worunter der Waizen gehöret, hervor zu bringen. f. Endlich, wenn jegliche Pflanze nur denjenigen Saft aus der Erde zöge, der ihr eigen ist: so wür. den die rothen vierblätterichten Raten, die rothen Kornblumen, die Disteln, die blauen Kornbs umen u. s. f. dem Korne nicht so viel Schaden thun, als doch geschiehet: denn sie zögen einen ganz andern Saft an sich, und beraubten also dem Getraide nicht seine Nahrung. Denn jegliche Pflanze ziehet nicht den Saft aus der Erde an sich, der dem Waizen ei⸗ gen ist; dieser sollte daher auf einem Graßfelde eben so gut wachsen, als auf einem recht gut gepftügten Acker. Man sage nicht, daß nur die Stengel der Pflanzen dem Waizen schaden, und nicht die Wur⸗ zeln, durch den Saft, den sie an sich ziehen. Denn wenn man auf ein Getraidefeld auch noch so viel dürre Holzäste stecket, um den Pflanzen mehr Schat⸗ ten zu machen: so werden diese deswegen dennoch recht gut fortkommen. 8 Die⸗ 1 Du eu en wit e zt del 0 fe, In kun. bölhuse daeisiig Haben. Aer blk facht. Jun gas cas ce eh Nang cr Ange pidel 4 rleh raide fin n auch vn wird ma ein solch de erhal gen saugen in auch, asselbe fit stiget man sern; un eschmack. gehöre, enjenigen so wͤͤr⸗ ie rohen eb umen hun, als andern aide nicht het nicht aizen ei lde ebe zepfügen engel det die Mur⸗ „ Denn o viel r Schal dennoch Die, Substanz ernähret werden. 21 Diejenigen, welche glauben, daß eine jegliche Pflanze ihren eigenen Saft aus der Erde ziehe, stim⸗ men darinnen überein, daß die Substanz, die zur Nahrung einer jeglichen Pflanze geschickt ist, erstlich in einer genugsamen Menge Wasser aufgeloset wer⸗ den müsse, ehe sie durch die Pflanze hindurch kom⸗ men kann. Wenn nun aber das Unkraut alles die⸗ ses Wasser für sich einsauget: so wird zur Nahrung dererjenigen Pflanzen die man bauet, nichts übrig bleiben. Allein dadurch werden die Gründe, die wir zuvor angeführet haben, nicht unkräftig ge⸗ macht. Fünfte Anführung: Einige haben geglaubet, alles, was in dem Wasser aufgelöset werden kann, könne auch ohne Unterschied, einen Weg durch die Pflanzen finden: eine jegliche Pflanze eigene sich aber nur diejenigen Safttheile zu, die zu ihrer Nah⸗ rung eigentlich geschickt sind, dahingegen die übrigen wiederum ausdünsten. 6 Antwort: 1. Wenn man dasjenige, was aus den Pflanzen ausdünstet, auffänget, und sammelt: so bekömmt man ein bloßes Wasser. 2. Wenn man auch zugeben wollte, daß sich die Pflanzen nur dasjenige zueignen, was sich eigentlich für sie schickt: so würde doch noch immer daraus fol⸗ gen, daß die Erde erschöpfet werden müsse. Denn man weis, daß dasjenige, was aus den Pflanzen aus— dünstet, in der Luft herumflieget, und also von den Winden hin und wieder getrieben wird. Folglich kann man nicht annehmen, daß das Ausgedünstete wiederum auf den Platz zurück falle, woher es gekom⸗ men ist. B 3 Sechste 22 IV. Ob die Pflanzen von einerley Sechste Anführung: Folgendes ist eine An⸗ merkung, die mir noch geschickter, als alle die bishe⸗ rigen, zu seyn scheinet, um zu beweisen, daß die Pflan⸗ zen nicht alle einerley Saft aus der Erde ziehen. Wenn man nämlich ein ausgesaugtes, oder mageres Feld brache liegen lässet: so bringet es von sich selbst eine große Menge Pflanzen hervor. Pflüget man nun nach einigen Jahren das Feld wiederum: so kann man eine schöne Ernde haben. Dieses ge⸗ schiehet, wie man sagt, deswegen, weil die Pflanzen, die auf dem Felde von sich selbst hervor gewachsen sind, demselben nicht denjenigen Saft entzogen haben, der zur Nahrung des Waizens erfordert wird. Man bemerkt auch, daß solche Felder, welche lange Zeit burgundisches Heu oder Lucerne, hervor gebracht ha— ben, hernach sehr schönen Waizen hervor bringen. Antwort: 1. Diese Anmerkung ist derjenigen Meynung zuwider, welche wir für die wahrschein⸗ lichste halten. Man muß aber merken: Erstlich, daß diejenigen Felder, die man brache liegen lässet, nicht eben so gut werden, und sich nicht so geschwinde wieder erholen, als wenn man sie sorgfältig gepflüget hätte. 2. Die meisten Pflanzen, die auf Brachfeldern wachsen, breiten ihre Wurzeln nur auf der Oberfläͤ⸗ che der Erde herum. Wenn man also pflüget: so ist die untere Erde, die alsdenn zur Oberfläche ge⸗ macht wird, eine ausgeruhete Erde. Vielleicht ge— schieht das Gegentheil, wenn man burgundisches Heu, oder Lucerne, auf ein Feld sät. Diese Pflanzen schlagen tiefe Wurzeln, und saugen also die Oberflä⸗ che vielleicht nicht sehr aus. In der That bemerket 8 8 man, 6 fl a me schl ch 1 b dh be 1 6 1 Ache he iu kum Diese nchsseg ige Aae Nahrung; be deem aafsache, 1 lan ehe Wicken gene anden ö seh eine Al. ie bishe ie Pflan, ziehen Mageres sichfelbf get man rum: 0 leses ge: sanzen, wachsen haben, Man ze Zeit icht ha⸗ ingen. jenigen schein. rstlich, lässet hwinde pflüget feldern Oberflä⸗ üget: 0 lache ge⸗ eicht ge⸗ es Heu, langen berfl⸗ hemret nan, Sübstanz ernähret werden. 23 man, daß solche Pflanzen, deren Wurzeln gerade unter sich wachsen, als Klee, oder Lucerne, auf einem solchen Felde nicht sortkommen, wo zuvor andere Pflanzen mit gleichen Wurzeln gewesen sind, wie soanisches Heu. Diejenigen Pflanzen hingegen, welche ihre Wurzeln auf der Oberflache herum brei⸗ ten, kommen daselbst überaus gut fort. Dieses heißet ein wenig gemuthmaßet. Nun⸗ mehro folget noch eine Anmerkung, welche mit dem⸗ jenigen, was wir bisher angenommen haben, nicht übereinstimmet, daß nämlich alle Pflanzen einerley Nahrung aus der Erde ziehen. Mangkorn, welches eine Vermischung von Rocken und Waizen ist, kömmt auf solchen Feldern recht gut fort, die für den Wai⸗ zen allein zu leichte sind. Gleichergestalt kommt Som⸗ mergetraide, das eine Vermischung von Hafer und Wicken ist, in einem solchen Erdreiche gut fort, wo der Hafer allein nicht fortgekommen seyn würde. In⸗ dessen glaube ich doch, aus dem oben gesagten könne man folgende Schlüsse machen. 1. Alle Pflanzen von verschiedenen Gattungen nähren sich beynahe von einerley Substanz. 2. Eine iegliche Pflanze raubet derjenigen die Nahrung, die sie mit ihren Wurzeln erreichen kann. 3. Ein Erdreich, das einmal für eine Gattung Pflanzen gut ist, wird allemal im Stande seyn, eben derselben Nahrung zu verschaffen. Wenn diese Sötze wahr sind: so solget daraus, daß es nicht schlechterdings nöthig ist, die Gattul gender Pflanzen ein Jahr um das andere zu ver⸗ ändern: denn man nimmt fälschlich an, daß die Er⸗ B 4 de 24 IV. Ob die Pflanzen von einerley de ihnen auch verschiedene Gattungen von Mahrung liefere. Nichts destoweniger kann man nicht läugnen, daß es nicht, nach den gemeinen Regeln des Acker baues, vortheilhaft sey, verschiedene Pflanzen auf ei⸗ nen Acker, hinter einander zu bringen. Allein diese Wirkung hanget von drey Ursachen ab, und diese sind von denenjenigen, welche wir bestritten haben, weit unterschieden. Die erste Ursache ist die Menge der Nahrung, die dieser oder jener Pflanze nöthig ist. Die zweyte ist die besondere Einrichtung einer jeglichen Pflanze. Die dritte Ursache ist die mehrere oder geringere Sorgfalt, die man bey dem Pflügen und Bearbeiten des Feldes, in Ansehung einer jeglichen Pflanze, zu beobachten hat. Nicht alle Pflanzen ziehen gleich viel Nahrung aus der Erde. Ein Beweis davon ist dieses. Man findet magere und leichte Ländereyen, die Rocken, Hierse und Heydekorn hervorbringen; und dennoch kann kein Waizen, auch nicht einmal Hafer, dar⸗ auf wachsen. Auf einer andern Seite findet man Pflanzen, die mit ihren Wurzeln auch in sehr hartes Erdreich hineindringen können, welches andere nicht zu thun vermögend sind. Ich glaube also, daß die Wurzeln des Hafers leichter in hartes Erdreich eindringen, als die Wurzeln der Gerste. Denn ich habe Hafer in hartem Felde gesehen, welches nur ein einzigesmal gepflüget worden war, und doch ziemlich gut fortge⸗ kommen ist. Hingegen muß man einen nicht so harten Boden wenigstens zweymal pflügen. Dar⸗ Ke Substanz ernähret werden. 25 Mohrunz Daraus kann man den Schluß machen, daß es, 5 nach der gemeinen Art das Feld zu bauen, gut ist, lauguer, wenn man Hafer nach dem Korne säet. Denn da des Acket man das Korn nicht lange nach der Ernde säet: so gen auf e. würde man kaum so viel Zeit übrig behalten, daß lein diet man das Feld ein einzigesmal pflügen könnte. Und und dies gleichwohl muß man dasselbe wenigstens dreymal len habe, pflügen, wenn man sich eine gute Ernde versprechen will. In Ansehung des Hafers und der Gerste be⸗ Nahrung, hölt man, weil dieses Getraide erstlich im Frühlinge g gesäet wird, Zeit genug übrig, das Feld zweymal ung einer zu pflügen, so vielmal es nämlich nöthig ist. Her⸗ nach lässet man das Feld ein Jahr lang ruhen, da⸗ geringere mit alsdenn Waizen darauf gesäet werden könne; earbeiten und solchergestalt hat man Zeit genug das Febd vier⸗ anze, zu mal zu pflügen, so vielmal nämlich zu dieser Art von Getraide erfordert wird. f Nahrung Wollte man nun auf ein Feld beständig lauter 8. Man Korn bringen: so dürfte man es nur alle zwey Jah⸗ Rocken, re besäen, und man müßte den Acker ein ganzes dennoch Jahr lang ruhen lassen, um Zeit zu gewinnen, daß er, dar. man ihn viermal pflügen könnte. Solchergestalt würde man beständig eine gute Ernde haben. Pflanzen, Unser Verfasser bringet eine Erfahrung an, die Erdreich sehr geschickt ist, dasjenige, was wir gesagt haben, t zu thun zu beweisen. Er spricht: wenn man, nach der ge— Wurselt wöhnlichen Art, einen vortreflichen Ooden mit Kor— dringen, ne besäet habe: so sey dieses so stark aufgegangen, le Hafer daß es die Körner verschüttet, und man sehr wenig nigesmal Saamen daraus bekommen habe. Der Besitzer ut fortge⸗ des Feldes verließ sich auf die vortreffliche Güte richt b des Bodens, ließ sein Feld einmal pflügen, und Det 5 säete 1 26 IV. Ob die Pflanzen von einerley säete noch einmal Korn hinein,»in der Hoffnung, weil dieses Korn nicht so stark wäre, als das vorher- gehende; so würde er eine um so viel reichlichere Ernde bekommen. Allein es geschahe gerade das Gegentheil. Sein Korn wurde so klein, daß er nicht einmal so viel einerndete, als er ausgesäet hat. Dieses war ein deutlicher Beweis, daß das Korn auf einem Felde, welches nicht genugsam gepflüget worden ist, nicht sortkommen kann. Das Korn kömmt gut auf solchen Feldern fort, wo man Steckrüben erbauet hat. Dieses ist aber auch nichts wunderbares. Man säet Rüben in ein e recht gut gepflügtes Feld: man pflüget sie auch, in⸗ dem sie noch wachsen; und also befindet sich das Korn, welches hernach hinein gesäet wird, alsdenn in einen Boden, der noch öfterer geackert worden ist, als bey dem Korne sonst ordentlich zu geschehen pfleget. Ueber dieses saugen auch die Steckrüben das Feld nicht sehr aus, wenn man sie nicht zum Saa⸗ men treiben lässet: denn sie bestehen fast aus lauter Wasser. Dieses kann man folgender Gestalt bewei⸗ sen. Wenn man einen Scheffel Rüben, und eine gewisse Menge Mehl unter einander mischet, und Brod daraus bäcket: so findet man, wenn das Brod gebacken ist, nur einige wenige Unzen Brod mehr, als wenn man eben das Maas Mehl ohne Rüben genommen hätte. Ordentlich pfleget man das Vieh damit zu füttern, und auf den Steckrüben⸗ Acker zu treiben; und dieser wird alsdenn vortrefflich davon gedünget. 8 Man hütet sich, daß man keinen Waizen auf ein solches Feld säe, auf welchem spanisches Heu ge⸗ standen 20 6 ande 0 * wat 0 5 fut werd in ad. nuchsc, Pi machen, Ende haf de Erd Ne fe eden Aden Wi nung Feld Naß v0 fle! N 0 . cb uin Substanz ernähret werden. 27 standen hat. Ein solches Feld, das in 9 bis 10 Jahren, so lange nämlich das spanische Heu darauf gewesen ist, nicht gepflüget worden ist, würde durch ein ein-oder zweymaliges Pflügen nicht so aufgelo— kert werden, daß es vermögend seyn könnte, Wai⸗ zen hervor zu bringen. Hafer kann indessen darauf wachsen, und dieser wird auch ordentlich darauf gesäͤet. Wir wollen also aus allem diesem den Schluß machen, daß es möglich ist, sich alle Jahre eine gute Ernde Waizen, auf einem einzigen Felde zu ver— schaffen. Man darf nur fein vielmal pflügen, und die Erdklöser genugsam zerstossen; man darf nur die Pflanzen in den Stand setzen, daß sie in der Er⸗ de die ihnen nöthige Nahrung finden und sammlen können; man darf nur verhindern, daß das Unkraut denenjenigen Pflanzen, welche man bauet, die Nah⸗ rung nicht raube; man darf endlich nur auf ein Feld nicht mehr Pflanzen bringen, als daselbst ihre Mahrung finden können. Allen diesen Bedingungen wird man Genüge leisten können, wenn man die neue Art, das Feld zu bauen, erwählet. ***** K X**** K T N X* A** Das V. Hauptstück. Wie der Nahrungssaft der Pflanzen in der Erde eingetheilet wird. ie Nahrung der Pflanzen, von was für Be⸗ 8 schaffenheit sie auch seyn mag, ist in! alle Theile der Erde vertheilet. Dieses würde aber vergebens seyn, wenn die Pflanzen diese Nah- rung nicht an sich ziehen konnten. Sie müssen ein Mittel 3 28 V. Hauptst. Wie der Nahrungssaft Mittel haben, wie sie ihre Wurzeln zwischen die Erdklöser ausbreiten können. Ein Erdreich, das allzuderb ist, und dessen Klöser so harte an einander liegen, verhindert die Wurzeln an ihrer Ausbreitung. Es müssen also nothwendig Zwischenräume zwischen den Klösern seyn, damit die Wurzeln hindurch kom⸗ men können. Das meiste Erdreich hat gemeiniglich Locher und Hölungen inwendig: sehr oft aber sind sie entweder in zu geringer Anzahl vorhanden, oder sie haben nicht die gehörige Größe für die Wurzel. Wenn die Zwischenräume in zu kleiner Anzahl vorhanden sind: so geschiehet es oft, daß von einer Hölung kein Weg in die andere gehet. Die Wur⸗ zeln werden aufgehalten, und können nicht so viel Nahrung an sich ziehen, als die Pflanze erfordert. Diefer Mangel findet sich bey allzu festem und der⸗ bem Erdreiche. Wenn die Zwischenräume zu groß sind: so strei⸗ chen die Wurzeln hindurch, ohne fast das Erdreich zu berühren, und ziehen folglich keine Nahrung aus demselben. Dieser Mangel findet sich bey all⸗ zulockerm und leichtem Erdreiche. Man kann durch eine gute Bearbeitung des Feldes diesen beyden Mängeln abhelfen: denn die Erde hält eine solche Menge von nährenden Säften in sich, daß man nicht besorgen darf, man werde sie erschöpfen. Man muß nur die Wurzeln in den Stand setzen, daß sie davon Vortheil ziehen können. Noch weniger hat man zu besorgen, daß diese Nah⸗ rung von sich selbst verfliegen werde. Die Erfah⸗ rung lehret das Gegentheil. Man trockne die Erde so sehr aus, als man wolle. Man brenne sie zu Pulver; l it u lr 8 dien m nmel 5 0 ein Sah Me ee sihthft wal I 80 5 u N76 n feli. Oi fach wah n gl, dige de g siche ba t n die das inder ung. schen kom⸗ glich sind oder zel, 4 ner Ur⸗ iel rt. er⸗ ei ich ng l des die aten de sie den nen. Nah lfah⸗ Erde sse zu ulbetz der Pflanzen eingetheilet wird. 29 Pulver; man lege sie an die Sonnenstralen, oder in den Regen; man lasse sie gefrieren; sie wird da⸗ durch nur noch fruchtbarer werden. Es ist gewiß, daß das Wasser die Theile auf⸗ lösen muß, welche zur Nahrung der Pflanzen be⸗ stimmet sind. Eben dieses Wasser verflieget fast ganzlich durch die Ausdünstung, nachdem es dasje⸗ nige in den Pflanzen zurück gelassen hat, was in ihre Substanz verkehret werden soll. Wenn aber das Wasser aus der Erde ausdünstet, ohne durch die Pflanzen hindurch zu gehen: so nimmt es nicht die nahrhaften Theile mit sich hinweg. Denn die Er⸗ de, welche man in Ruhe lässet, wird, wie wir schon gesagt haben, dadurch vielmehr noch F als daß sie sich erschöpfen sollte. Wenn man die Fruchtbarkeit der Erde ah; ren will: so hat man nicht so wohl nöthig, sie mit der Substanz zu versehen, durch welche die Pflan⸗ zen genähret werden sollen; als vielmehr die Pflan- zen in eine solche Lage zu bringen, daß sie mit ihren Wurzeln die Säste einsaugen können, welche fast jegliches Erdreich überflüßig in sich enthät. Man muß daher die Erdklöser dergestalt eintheilen, daß unzählige kleine Zwischenräume vorhanden seyn mö⸗ gen, worein die Wurzeln kommen können; so, daß dieselben unmittelbar die Erdklöser berühren, und die Nahrungssäfte daraus saugen. Man kann eine solche Eintheilung durch das Düngen und Pflügen bewerkstelligen, wie wir in den folgenden Haupt— stücken zeigen werden. Das 30 „„„ Das VI. Hauptstück. Von Ackerarbeiten. s ist schon zuvor erwiesen worden, daß die in⸗ E nern Locher und Hölungen der Erde um so viel mehr gehäufet werden, je mehr man die Erd⸗ klöser zertheilet. Um wie viel nun die Obesläche der Erdklöser vergrößert wird, um so vielmehr setzet man das Erdreich in den Stand, den Pflanzen die nöthige Nahrung zu zuführen; und folglich werden sie da⸗ durch um so viel fruchtbarer gemacht. Man kann diese Zertheilung der Erdklöser auf zweyerley Art vornehmen; entweder durch die Gäh⸗ rung, indem man Mist mit der Erde vermischet, oder indem man die Erdklöser auf eine mechanische Art zerbricht. Dieses ist die Wirkung aller Ackerwerk⸗ zeuge, des Grabscheits, der Harke, der Hacke, und aller übrigen, die man erfunden hat, um die Erde aufzurühren, und locker zu machen. Es ist viel vortheilhafter, die Erde durch das Pflügen fruchtbarer zu machen, als durch den Mist. Erstlich kann man nur eine gewisse Menge Mist haben: denn die Ernde von 20 Arpens(Morgen) reichet kaum zu, einen einzigen Arpent zu düngen. Hingegen kann man die Erdklöser fast bis in das Unendliche hinaus immer kleiner und kleiner theilen. Der Nutzen, den man von dem Miste ziehen kann, ist daher eingeschränkt. Hingegen siehet man keine Gränzen dererjenigen Vortheile, die uns das Pflü⸗ gen und Harken versprechen. II. ——— ä H— Städte, i ds hen M Ahnen Gi en Fügen un da u 19 Ken um se ehm Kae Nünger nan nn ud, dh in ei bin 0 Nan en El g *** die il⸗ so viel Erd⸗ he der t man hige e da⸗ auf Gäh⸗ „oder e Art werk, und Erde das ust. Nist gen) gel. das len. un, eine i l. Von Ackerarbeiten. 31 II. Die Pflanzen, die man auf solchem Boden erzeuget, der mit Miste gedünget ist, haben niemals einen so angenehmen Geschmack wie diejenigen, die in einem guten und nicht gedüngeten Erdreiche wachsen. In unsern Lust⸗ und Küchengärten bemerket man taglich diesen Unterschied. Die Hülsenfrüchte, und andere, sind selten so gut in der Gegend großer Städte, wo der Mist in großer Menge zu haben ist, als in den Gärten auf dem Lande, wo man den Mist nicht verschwenden kann. Allein nichts überzeuget uns davon mehr, als der Unterschied der Güte eines solchen Weines, der auf einem nicht ge⸗ düngeten Weinberge wächst, und eines andern, den man stark mit Miste gedünget hat. Unser Verfasser gehet so weit, daß er den Pflan⸗ zen giftige, oder wenigstens ungesunde Eigenschaf⸗ ten beyleget. Allein die Gründe, die er anführet, um seine Meynung zu beweisen, scheinen nicht an, nehmlich zu seyn. Also, wenn er sagt, daß die giftigen Thiere sich häufiger in den mit Miste ge⸗ düngeten Gegenden auf halten, als anderswo, und wenn er die Kröten zum Beyspiele anführet: so kann man behaupten, daß die Kröten nicht giftig sind; und wenn sie es auch wären: so weis man ja, daß eine Pflanze Aconit, oder Wolfswurzel, in einem Garten neben einer sehr heilsamen Pflanze oftmals stehet. Noch mehr. Man kann Ursache zu glauben haben, daß eine Pflanze, welche ihrer Natur nach giftig ist, nicht so giftig seyn würde, wenn man sie in einem mit Miste sehr gedüngeten Erdreiche zöge, als wenn sie in einem trockenen und magern Boden wächset. So ist auch der Selleri schmack⸗ 1 ö 1 1 5 5 4 0 85 . 1 0 5 32 Das VI. Hauptstück. schmackhafter und kräftiger, wenn er in einem ma⸗ gern Erdreiche wächset, als wenn man ihn in einem stark gedüngeten Beete erbauet. 5 III. Der Mist, der durch seine Gährung wir⸗ ket, zertheilet in der That die Erdklöser inwendig: allein der Pflug zertheilet nicht nur die Erdklöser: sondern er verändert auch ihren Ort, und kehret das Erdreich ganz um. Dasjenige, was dem Einflus⸗ se der Luft und des Thaues ausgesetzet war, nimmt die Stelle anderer Theile ein; und diese kommen hingegen auf die Oberflache zu liegen. Aus diesem allen folget, daß ein gut gepflügtes Erdreich durch Unkraut nicht erschöpfet wird, und daß das aufgeworfene Erdreich durch das Regen-und Thauwasser, und durch die Son nenstralen durchdrungen werden kann, welches alles über die Maßen geschickt ist, es fruchtbar zu machen. IV. Der Mist locket das Ungeziefer herbey, welches nachgehends die Pflanzen benaget. Man weis aus der Erfahrung, daß die Wurzeln der Bäu⸗ me, wenn man das Erdreich um sie herum dünget, durch das Ungeziefer leichtlich beschädiget werden. Dieses ist auch eine von den vornehmsten Ursachen, weswegen die Blumenliebhaber den Mist aus ihren Gärten verbannen. V. Der Mist ist zwar dem lockern und festen Erdreiche gleich vortheilhaft: man kann aber eben dieses auch von dem Pflügen sagen. Wir werden gleich sehen, wie unser Verfasser will, daß das Pflü— gen in beyderley Gattung von Erdreiche wirke. Ein allzu festes Erdreich ist dasjenige, dessen Theile so nahe an einander liegen, daß die Wurzeln sehr schwerlich hindurch dringen können. Wenn sich — 8 3 cher in 9 f Fit f „ 14 f ft ö N 1 fe aan ch it het; e ot Jabeten, ed aun in Er Jung ch dat 5 M c g an gcgen Feher, da lern zug shentaume zeln sch an der sesste Jah eg,. sch lo acht duch das! md zern Mbiesdalch Nutzen g , Sie ö aten bien d Juhtungg fh m ma. einem j wir⸗ dig: loser: kehret influs⸗ unt die igegen fo get, nicht reich Soy, alles lachen. herbe, an Bäu⸗ unge, rden, chen, ihren sesten t eben berden u dessen urge, Waun sch Von Ackerarbeiten. 33 sich aber nun die Wurzeln in der Erde nicht unge⸗ hindert ausbreiten können: so können sie auch die Nahrung für die Pflanzen nicht heraus ziehen; die— se werden folglich erschöpfet werden, und welken. Wenn man aber solches Erdreich durch das Pflügen zertheilet hat; wenn die Erdklöser so von einander getrieben worden sind, daß die Wurzeln sich frey ausbreiten, und durch alle diese kleinen Zwischen— räume hindurch kommen können: so können sie als— denn im Stande seyn, den Pflanzen die nöthige Nahrung zu verschaffen; und diese werden hernach recht schön wachsen. Das Pflügen ist auch für lockeres Erdreich nicht weniger vortheilhaft: aber aus einem entge— gen gesetzten Grunde. Ein solches Erdreich hat den Fehler, daß die Zwischenräume zwischen den Erd— klösern zu groß sind. Die meisten von diesen Zwi⸗ schenräumen laufen auch nicht in einander. Die Wurzeln gehen durch die großen Hölungen, ohne sich an die Erdklöser anzuhängen. Folglich ziehen sie keine Nahrung daraus. Oftmals finden sie kei— nen Weg, weiter fort zu kommen, und sie können sich also nicht weiter ausbreiten. Wenn man aber durch das Pflügen die kleinen Erdklöser zerbricht und zerreibt: so werden die kleinen Zwischenräume vervielfältiget, die großen aber vermindert. Die Wurzeln haben alsdenn die Freyheit, sich auszubrei⸗ ten. Sie schleichen sich gleichsam durch die kleinen Erdklöser hindurch, und zugleich finden sie einen ge— wissen Widerstand, der nöthig ist, wenn sie den Nahrungssaft in sich ziehen sollen, den die Erde in sich enthält. 5 C Wir 34 Das VI. Hauptstück. Wir können hier das Zeugniß des Herrn Eve⸗ lyn anführen. Dieser spricht:„wenn man eine ge⸗ „Jahr lang an die Luft legete; dabey aber dieselbe ysehr oft umrührete: so würde diese Erde geschickt yseyn, allerley Pflanzen, auch indianische, zu näh⸗ ren, wofern man nur dieselben sorgfältig befeuchtete, vund sie in eine recht gemäßigte Luft brächte.„„ Wo⸗ her rühret nun diese große Fruchtbarkeit? Man hat Ursache zu glauben, daß sie vornehmlich der großen Zertheilung der Erdklöser, und der Vervielfältigung ihrer Oberflächen zuzuschreiben ist. Was Herrr Bvelpn sagt, möchte aber doch nicht von allen Gattungen des Erdreichs gelten. Denn ich habe Thon gepulvert, und ihn durch ein sehr zartes Sieb laufen lassen. Allein dem ohnge⸗ achtet ist diese Erde, nachdem sie von dem Wasser recht durchzogen war, wiederum eben so schlaff und und gesiebet hatte. Man kann also dieses als eine allgemeine Regel feste setzen, daß es sehr vortheilhaft ist, ein Feld oft zu pflügen. Deswegen pflüget man ein Feld drey bis viermal, worauf Waizen gesäet werden soll. Einige Pachter haben es auch versucht, ihren Acker doppelt so vielmal zu pflügen; und er ist hernach fruchtbarer gewesen, als wenn man ihn stark mit Miste gedünget hätte. Wollte man einen Arpent Land dreymal mehr pflügen lassen: so würde solches nur achtzehn französische Pfund kosten. Sollte man hingegen Mist dazu kaufen: so müßte man ungefähr sechzig Pfund darauf wenden. So kann eine un- verstän⸗ * ohne 5 . g bein git „wisse Menge Erde recht zu Pulver riebe, und sie ein n 15 chef bhlach fie chen a ge put und gur fi 0 ß fh chen beige ud y ut nich wid fd cz Paszen! klebricht worden, als zuvor, ehe ich sie klar gemacht, ether; en fal uicht n 1 U h wen u de bel dle uehne ts, dan tgekese ce U hehe a feng n Ey, n eine g⸗ nd sie eh er diesehe e geschsck „zu nh. efeuchtete, . Wo⸗ Man het er großen sangung er doch gelten. durch eln m ohng⸗ m Woser chaf ud gema, ge Regel Feld ost eld drey dden sol, ten Ack f bana surk mit N Atpent e solcht ollte mn Jungeiih ine ul perfil, Von Ackerarbeiten. 35 verständige Haushaltung dem Wirthe zum Ver⸗ derben gereichen. Man müßte daher eine Aenderung in dem Feld⸗ baue treffen. Durch die Art, wie man bey uns das Waizenfeld pflüget, wird ein festes und derbes Erdreich nicht verbessert. Unsere Ackerwerkzeuge machen große Erdklöser, welche zugleich große Hö⸗ lungen zwischen sich lassen. Solches ist aber ganz und gar nicht geschickt zur Nahrung der Pflanzen. Man muß dieses zugestehen, wenn man erwägt, was ich oben gesagt habe. Es ist daher schlechter⸗ dings nothwendig, daß man die Erdklöser recht zer⸗ breche und zerreibe, und durch die Ackerwerkzeuge recht kleine Erdklösergen daraus mache. Das Erd⸗ reich wird alsdenn lockerer und leichter; und also wird es in einen Zustand gesetzet, der sich für die Pflanzen schicket. Man darf nur die Erde so locker erhalten; sie zu rechter Zeit, wie wir nachgehends zeigen wollen, pflügen, und dadurch verhindern, daß sie nicht wieder in ihren ersten Zustand gerathe. Wle vortheilhaft es aber einem festen Erdreiche sey, wenn man dem Wasser, den Sonnenstralen und den Wurzeln einen Weg offnet, erhellet daraus, weil die Fruchtbarkeit solches Erdreichs zuweilen vermehret wird, wenn man Sand an statt des Mi⸗ stes, darunter mischet. Der Sand verschaffet der Erde keine wesentliche Nahrung für die Pflanzen: allein er verhindert doch, daß sich die Erdklösergen nicht so nahe und dichte zusammen begeben: und al⸗ so bringet er eben die guten Wirkungen hervor, die wir verlangen, C 2 Man ——— 36 Das VI. Hauptstück. Man sollte glauben, daß leichtes und lockeres Erdreich nicht so vieles Pflügen und Ackern erforderte; man sollte vielmehr befürchten, die Erdtheilgen wür⸗ den erschöpfet werden, wenn man sie so oft um⸗ rührete, und der Sonnenbitze aussetzete. Allein wir haben schon gesagt, daß die Sonne nur die Feuch⸗ tigkeit aus der Erde ziehet, nicht aber die zur Nah⸗ rung der Pflanzen dienlichen Säfte. Man weis auch aus der Erfahrung, daß leichtes Erdreich durch das Pflügen gewinnet, indem entweder die Theile desselben mehr zerrieben und aufgerühret werden, und dadurch in den Stand kommen, die Feuch⸗ tigkeit des Regens und des Thaues besser anzuneh⸗ men, den Einfluß der Luft zu nutzen, und sich von den Sonnenstralen durchdringen zu lassen; oder in⸗ dem, wie unser Verfasser glaubt, die innerlichen Hölungen zu Ausbreitung der Wurzeln geschickter gemacht werden. Soll dasjenige, was wir itzo von dem leichten 9 Erdreiche gesagt haben, durch eine Erfahrung be⸗ stätiget werden: so wollen wir annehmen, daß die eine Hälfte eines Feldes nur mittelmäßig, die andere aber vollkommen gepflüget und bearbeitet werde. Wenn nun, einige Zeit hernach, bey trockenem Wetter, das ganze Feld von neuem gepflüget wird, so, daß die Furchen, die man itzo machet, über den alten Brachacker quer hinüber gehen: so wird man anmerken konnen, daß die Erde auf demjenigen Felde, das gut gepflüget worden ist, bräuner ist, als die andere Hälfte, die nur oben hin gepflüget worden war. Daraus erkennet man den Vortheil, der dem Erdreiche durch das viele Pflügen zuge⸗ wachsen End 5 Waffel uuf i, 1 1 bail ct: He ds Mige A, fuß Aan de d 0 Ihr dees ede 5 der fibre he frütegs sse M. ding lockettz fordeltt; en wür oft um. lein wir e Feuch⸗ ur Nah⸗ dan weis ich durch 1 Theile werden, Feuch⸗ inzuneh⸗ dich von oder in ingersiche gecheckt in leichten tung be. daß die die andere et werde trockenem get wid, ber den ned man menigen zuner i, gepfcht Vol ö 00 e gage ache Von Ackerarbeiten. 37 wachsen ist. Einige zerbrechen die Erdklöser mit einer Rolle oder Walze. Dieses darf man nun nicht als eine Art von ackern oder pflügen ansehen; indessen ist es doch sehr gut, wenn der Boden nicht zu naß ist, und man denselben dadurch zu dem Pflü— gen zubereiten will. Wenn aber der Boden sehr naß ist: so thut ihm die Rolle mehr Schaden, als Nutzen. Andere Feldarbeiter glauben den Mangel des Pflügens dadurch zu ersetzen, wenn sie den Acker, nachdem er besäet worden ist, fein fleißig eggen. Allein diese Art, in dem Erdreiche herum zu schar— ren und zu kratzen, schaffet keinen großen Nutzen. Ueber dieses verursachet das Herumtrampeln der Pferde nicht geringen Schaden. * N** X X K K** N* N K X X X W K* Das VII. Hauptstück. Von der Brachung des Ackers, oder von der Zubereitung desselben, um ihn in den Stand zu setzen, daß er Getraide hervor brin⸗ gen könne. Vn diesem Hauptstücke wird von solchen Feldern geredet, die seit langer Zeit nicht besäet wor— den sind. Solche Felder können in vier ver— schiedene Classen eingetheilet werden: erstlich in Holzungen; zweytens in dürre sandigte Gegenden; drittens in ordentliches Brachfeld; viertens in allzu nasse Plätze. Ich will von diesen verschiedenen Gattungen in vier besondern Abtheilungen reden. C 3 Erste 1 0 0 1 4 1 0 16 14 ö 1 1 1 0 1 1 4 1 38 Das VII. Hauptstück. Erste Abtheilung, von Holzungen. ehemals war das Holz so gemein, daß man sich nicht erst die Mühe gab, es zu fälen. Wenn man einen Busch, oder ein Stück Wald in Acker⸗ feld verwandeln wollte: so zündete man das ganze Stück an; und man glaubte, daß die Asche von dem Holze das Erdreich merklich fruchtbar machte. Allein dabey mußte man doch die Stöcke hernach aus⸗ rotten, und die dadurch entstandenen Locher wieder⸗ um ausfüllen. Man mußte, mit einem Worte, den Platz ganz umbauen, und ihn gleich und und eben machen. Itzo ist das Holz so selten, daß man es sorgfältig zu erhalten sucht. Man fället nicht nur die Stamme: sondern man rottet auch die Wurzeln sorgfältig aus; ja man hält es für dien⸗ lich, die in der Erde zurück gebliebenen Wurzeln hernach noch auszugraben. Durch das Graben, welches nöthig ist, um die Stöcke und Wurzeln her⸗ aus zu bekommen, wird das Erdreich vortrefflich umgerühret, und locker gemacht. Ist nun das Erd⸗ reich alsdenn nur erstlich in eine ordentliche Gestalt gebracht worden: so darf man nur in dem Herbste noch einmal mit dem Pfluge darüber herfahren, und das Feld noch einmal stürzen. Durch die Winter⸗ fröste wird das Unkraut vertilget, und die Erdklöser werden dadurch aus einander getrieben. Hat man endlich im Frühlinge noch einmal gepflüget: so kann man das Feld besäen, und sich auf eine sehr reichliche Ernde Rechnung machen. 5 die äu⸗ Ache ung uch In ö e N 0 fn fia Harenkt Bron iu abere nn sich Wenn in Acker. das ganze Ische von r machte. ach aus wieder⸗ Worte, eich und ten, daß Nan fällt t auch die für dien Wurz Graben, geln her⸗ trefflich as Erd⸗ Gestat Hub hren u Mnter⸗ dkloser dat man t: 8 auf eie Den de Bau Von der Brachung des Ackers. 39 Bäume haben die Oberflache des Erdreichs nicht ausgesauget. Diese ist vielmehr durch das Laub der Bäume noch gedünget worden; man kann also viele Jahre hinter einander einen ansehnlichen Nutzen dar⸗ aus erwarten. Wir haben ein Stück Feld gehabt, worauf zu⸗ vor Holz gestanden hatte. Wir haben auf demselben zwanzig Jahre hinter einander, schönes Korn, und vortrefflichen Hafer erbauet, ohne den Acker ruhen zu lassen. Iweyte Abtheilung, von den dürren sandigten Feldern oder Heyden. So nennet man diejenigen Felder, worauf nur stachlichter Genst, oder Ginster, Schilf, Farenkraut, Seydegras, Dornsträucher, Bromberstauden, einige Wacholdei stauden, und andere solche Gestrippe wachsen. Man thut wohl, wenn man alle diese schäblichen Pflanzen ver⸗ brennet; weil nicht nur das Erbreich durch ihre Asche gebünget wird: sondern weil auch das Feuer verhindert, daß die Wurzeln nicht von neuem her⸗ vor treiben, und weil der meiste Saamen dadurch vertilget wird, der sonsten ohne Zweifel aufgewach⸗ sen seyn würde. Die bequemste Zeit, eine Heyde abzubrennen, ist gegen das Ende des Sommers, wenn die Pflanzen verwelket und ausgetrocknet sind. Man muß aber dabey große Vorsicht gebrauchen, da⸗ mit das Feuer sich nicht weiter ausbreite, als man C 4 es 40 Das VII. Hauptstück. es für dienlich erachtet. Denn man weis aus der Erfahrung, daß solchergestalt zwey tausend Arpents Holz völlig verbrannt und verloren gegangen sind; weil das Feuer, wo dürres Kraut und Gestrippe ist, immer weiter um sich greifet. Diese Vorsicht bestehet darinne, daß man alles Gras und Kräutig, um den Ort herum, wo das Feuer nicht hinkommen soll, sorgfältig ausrotte, und wegschaffe, und also einen Rand, oder leeren Platz mache, der bald größer, bald kleiner seyn kann, da⸗ mit das Feuer nicht über denselben hinüber kommen könne. Das abgehauene Gras und Kraut streuet man hernach auf den Platz, der abgebrannt werden soll. Ites nun daselbst einige Tage lang vollends ausgetrocknet: so kann man es hernach anzünden. Außer dieser Vorsicht muß man auch darauf se— hen, daß man heiteres Wetter dazu erwähle, und daß der Wind die Flamme nicht nach dem Gehölze zu treibe. Man zündet hernach das Feuer an der Seite desjenigen Ortes an, den man erhalten will. Das Feuer entfernet sich alsdenn immer weiter von diesem Orte, und breitet sich in der Heyde herum aus, die man abbrennen will. Indessen muß man doch, so lange das Feuer brennet, die Unbequemlichkeiten, die daraus entstehen könnten, sorgfältig zu verhüten suchen. Bereitet sich, aller dieser Vorsicht ungeachtet, das Feuer auch an solche Orte aus, die man erhalten will: so könnte man ihm durch Wasser Einhalt thun, wenn solches bey der Hand wäre. Das sicherste Mittel aber ist, daß man einen Graben oder Ab— cht 1 af e 5 0 Ca schdl, a Chat, U aun dem 8 Aan holen haun fi nd en n schnitt eis gg di ud Arpt ingen sad, Gestriß man allz , wo dat rotte, und keten Paz kann, da e tommen jut streug int werden J vollend anpünden ch darauf wähle un hem Geheh cer an d. hallen wid weiler ve herum auß man doch lichkeit zu berhitn ungeachtet an ethalte iuhalttha, 005 schee n der I. schsl Von der Brachung des Ackers. 41 schnitt mache. Denn wenn man die Erde daraus auf die Seite wirft, wo das Feuer ist; so wird das Gras dadurch bedeckt, und das Feuer kann sich nicht bis dahin ausbreiten. Ich muß, bey dieser Gele⸗ genheit, die Anmerkung machen, daß die Erde eben so gut, und oftmals noch besser ist, als das Wasser, um dem Feuer Einhalt zu thun. Wenn die ganze Heyde oben abgebrannt ist, so reißet man mit einer Hacke die Wurzeln der Wach⸗ holderstauden, der Stechpalmen, der Buchs⸗ bäume, der Dornsträucher, und des übrigen Ge⸗ strippes, aus. Denn diese Wurzeln sind zu stark, und können den Pflug leicht hindern. Hierauf war⸗ tet man, bis die Erde in dem Herbste, durch den Regen angefeuchtet wird; und alsdenn pflüget man sie in große Furchen, mit einem großen Stürzpflu⸗ ge. Im Frühlinge pflüget man den Acker noch einmal, und alsdenn kann man Hafer darauf säen. Im zweyten Jahre pflüget man ihn dreymal recht gut, und nach dem drittenmale kann man eine gute Ernde Rocken davon erwarten. Man kann aber die Heyde, das Schilf und einige andere Pflanzen, durch nichts anders, als durch öfteres und starkes Pflügen verhindern, daß sie nicht von neuem wieder⸗ um hervor wachsen. Denn es ist sehr schwer, aber doch nicht ganz unmöglich, sie völlig auszurotten. Im Winter pflüget man den Acker, damit die Wur⸗ zeln dem Froste ausgesetzet werden, und also verder⸗ ben mögen. Im Sommer pflüget man ihn deswe⸗ gen, damit die übrigen Wurzeln der Sonnenhitze ausgesetzet werden, und also umkommen. C 5 Die 2 42 Das VII. Hauptstück. Die dritte Abtheilung, von Brachäckern. 4 . gehören das spanische Heu, die Luserne⸗ der Klee, und überhaupt alle Wiesen, die man pflügen und besäen will. Es müssen darunter auch gewisse Felder begriffen werden, die man nur alle acht oder zehn Jahre pflüget; weil sie entweder zu mager sind, als daß sie alle Jahre Früchte tra⸗ gen könnten, oder, weil das Land nicht bewohnt ge⸗ nung ist, und die Einwohner folglich nicht im Stan⸗ de sind, alle Felder zu pflügen. Was die Wiesen anbetrifft, sie mogen seyn von welcher Gattung sie wollen, so lässet man es dabey bewenden, daß man sie fleißig pflüget. Weil aber solche Felder, die lange Zeit geruhet haben, sehr derb und harte sind: so kann man sie nicht eher pflügen, als bis sie von dem Herbstregen durchdrungen wor⸗ den sind. f Weil nun hier mit einem großen und starken Skürzpfluge gepslüget werden muß: so entstehen daher nothwendig große und dicke Erdklöser, welche hernach im Winter vom Froste und von dem Regen durchdrungen werden. Wenn also der folgende Frühling nicht allzu feuchte ist, und man pflüget das Feld zu bequemer Zeit noch einmal: so kann man hernach Hafer darauf sänn. Man muß aber keinen Rocken darauf bringen, außer wenn das Erdreich durch wiederholtes Pflügen geschickt genug darzu gemacht wird: denn der Rocken ist zärter, als der Hafer. ö Was fr li, in 0 v. 1 ß u. brach! on 0 Hau bg! A uh W fest se m berfer den fol 1 wach auf, N. Lusene, sen, die darunter han nur weder e kra⸗ 11 9e⸗ Hlan⸗ n von dabey il aber brderb lagen, por. fen chen ache egen ende tba nan len iich eh der 36 Von der Brachung des Ackers. 43 Was diejenigen Felder anbetrifft, die man nur alle acht oder zehn Jahre pflüget, diese pfleget man abzubrennen, damit die Theile des Erdreichs durch das Feuer durchdrungen und zertrennet werden mö⸗ gen, und damit der Boden durch die Asche der Blätter und der Wurzeln einiger maßen befruchtet werde. Hiermit verfähret man folgender Gestalt. Einige starke Arbeiter stechen mit einem Grabscheite, oder mit einer krummen Hacke, die ein langes und dünnes Eisen hat, den Rasen von der ganzen Ober⸗ fläche des Feldes aus; diese Rasen müssen eine so regelmäßige Figur behalten, als möglich ist, wie aaa, Pl. I. Fig. 2. Sie müssen ohngefähr acht bis zehn Zoll im Gevierten haben, und zwey bis drey Zoll dicke seyn. So bald die Rasen abgeschälet sind: so werden sie von den Weibern in Ordnung ge⸗ bracht, und an einander geleget, so daß sie eine Art von einem Schuppen, oder Dache vorstellen, wel⸗ ches inwendig hol ist. bb b. Pl. 1. Fig. 3. In die Hölung hinein wird Graß gethan. Wenn das Wet⸗ ter gut ist: so werden diese Rasen durch die Luft, in ein paar Tagen, genugsam ausgetrocknet; so daß sie hernach in die Oefen gebracht, und verbrannt wer⸗ den können. Regnet es aber: so muß man die Ra⸗ sen sorgfältig von neuem legen und umwenden; denn sie müssen trocken seyn, ehe man die Oefen daraus verfertigen kann, wovon nunmehr geredet wer⸗ den soll. Wenn man die Oefen bauen will: so führet man erstlich eine Art von einem langrunden Thurme a b. auf, der einen Schuh im Durchschnitte hat e d. Pl. 1. Fig. 4. Da dieser kleine Thurm in seinem Um⸗ ä—ů—ů . ver 5 c 44 Das VII. Hauptstück. Umfange aus Rasen bestehet: so richtet sich die Di⸗ cke desselben nach der Länge der Rasen. Indem man aber bauet, so leget man immer Graß darun⸗ ter; und auf der Seite wo der Wind wehet, bauet man eine Thüre l. die einen Schuh breit ist. Ueber diese Thüre leget man ein groß Stück Holz, welches an statt der Oberschwelle dienet. Den . e erfüllet man mit dürrem Holze, und ischet dasselbe mit etwas Strohe. Damit end⸗ lich der Ofen seine völlige Gestalt erhalte: so bauet man von Rasen ein Gewölbe, wie bey den Backofen. Ehe das Gewölbe a e ist: so zün⸗ det man das in dem innern Raume befindliche Holz an. Hierauf verbauet man in aller Eile die Thüre d. mit Rasen, und man schließet auch vollends die Oeffnung e. Pl. 1. Fig. 5. die man zuvor oben an dem Gewölbe gelassen hatte. Man leget sogleich sorgfältig Rasen dahin, wo der Rauch allzu häufig herausdringet; eben so, wie die Kohlbrenner bey ih⸗ ren Oefen zu thun pflegen. Denn ohne diese Vor— sicht würde das Holz sich allzu geschwinde verzehren, und der Rasen würde nicht genugsam durchgebren⸗ net werden. 8 Wenn man die Oefen mit Erde bedecken woll⸗ te, und solchergestalt alles sehr genau verschlossen wäre: so würde das Feuer ersticken. Weil man aber hier nur Rasen darzu brauchet, und unten be ständig Graß lieget: so bleibet noch immer genug Luft zur Unterhaltung des Feuers übrig. Wenn alle Oefen fertig sind: so scheinet das Feld mit kleinen Heuschobern von einer halb kugel⸗ n runden N nb c. b 9 fete f 90 gͤlseh bedfen eber n Vun di iht nh Mac Nit Al 0 sict eee in dn 1 Stunt Erdil oda sce he fete Dann Und Ai ile nan Wat lie dene nit wil dso 9 die Di Inden aß darlhe het, baue t. 5 Slck fel. Den ze, und mit end⸗ so baue acko fen. so zün⸗ e Holz Thüte ads die oben ay sogleich U hälsg beyihr e Wor⸗ zehren, sebren⸗ n wol chose man in be⸗ genug et das igel fd Von der Brachung des Ackers. 45 runden Gestalt bedecket zu seyn, die gerade und un⸗ gerade gesetzet sind Pl.. Fig. 6. Man muß aber bey den Oefen bleiben, bis die Erde entzündet zu seyn scheinet; man muß das Feuer, wenn Oeffnun⸗ gen entstehen, mit Rasen ersticken; man muß, wenn die Oefen durch die Gewalt des Feuers einfallen, dieselben wieder aufbauen; und endlich muß man das Feuer, wenn es verlöschet, wiederum anzünden. Wenn die Erde zu brennen scheint: so hat man nicht mehr nöthig auf die Oefen sorgfaltig zu sehen. Ob auch schon ein Regen entstünde, und derselbe zu dieser Zeit sehr zu besorgen wäre: so würde derselbe doch nicht verhindern können, daß die Erde nicht ausbrennen sollte. Alsdenn darf man die Oefen nur von sich selbst auslöschen lassen. Nach vier und zwanzig, oder acht und zwanzig Stunden, wenn das Feuer verlöschet ist, sind alle Erdklöser zu Pulver verbrannt, die obersten ausge. nommen, als welche zuweilen ganz roh bleiben, weil sie der Wirkung des Feuers nicht genugsam ausge⸗ setzet gewesen sind. Eben deswegen rathen wir, die Oefen nicht so groß zu machen, weil die Wände als⸗ denn dicker seyn müssen, und das äußere Erdreich nicht genug ausbrennen kann, da hingegen das in⸗ nere zu sehr ausgebrennet seyn würde; denn wollte man es brennen, wie Ziegeln: so würde es zum Wachsthume der Pflanzen nicht mehr tüchtig seyn. ußerdem müßte man auch, wenn man große Oefen bauen wollte, die Erde zu weit herholen. Man müßte die Erdklöser kleiner machen; alsdenn aber würde um so viel mehr Holz darauf gehen. Es ist also am besten, daß man bey demjenigen Verhält⸗ nisse ————————— 46 Das VII. Hauptstück. nisse bleibe, welches wir angezeiget haben. Wenn die Oefen kalt geworden sind: so wartet man auf einen Regen, alsdenn breitet man das gebrannte Erdreich so weit aus, als möglich ist. Man lässet aber nichts davon an denen Orten, wo die Oefen gestanden ha⸗ ben. Denn an solchen Orten wird das Getraide oh⸗ nedem besser wachsen, als an den übrigen. An de⸗ nenjenigen Orten, wo die Oefen gestanden haben, lässet man also nur die Rasen, welche noch nicht aus⸗ gebrannt sind. Man pflüget hierauf das Feld so gleich nur oben hin, damit die gebrannte Erde mit der Erde der Oberflache sich zu vermischen anfange. So oft man aber nachgehends pflüget, muß man weiter ein⸗ schneiden. Kann man im Brachmonate zum erstenmale pflügen, und fället hierauf ein Regen ein: so ist es moglich, daß man so gleich einen Nutzen aus solchem Felde ziehen kann; man kann namlich Hirsen, Steck rüben, oder andere Rüben hinein säen. Dieses hin⸗ dert aber dennoch nicht, daß man nicht im folgenden Herbste Rocken oder Spelt hinein säen sollte. Gleich- wohl ist es besser, diese erste Ernde einzubüßen, da⸗ mit man Zeit genug gewinne, das Feld zum Wal ⸗ zen recht zuzubereiten. Einige wollen lieber Roggen, als Waizen, säͤen, weil das erste, welches daselbst wächset, gemeinig⸗ lich sehr stark und geil treibet, und der Waizen die Körner leichter fallen lässet, als der Roggen. Einige warten, bis das Feld, worauf Waizen gesäet werden soll, zum letzten male gepflüget wird, und 1 Jun Ohe fem b ih dige 1 da d fut hin geach au 1 Nene! uh wc 9 9 10 hal N ub braut ae dann le 4 Wem auf eine Eibreih er nichts den ha⸗ aldeoh. An de⸗ haben, ht aus oben de der 0 ost et ein zenmase so ist i solchem Sreck⸗ hin, anden leich⸗ „ da⸗ Wal sie, ing⸗ n die digen ich 0 Von der Brachung des Ackers. 47 und breiten alsdenn die gebrannte Erde darauf herum. Diese begnügen sich damit, daß sie den Raum zwischen den Oefen fleißig pflügen. Deswegen machen sie den Raum zwischen den Oe⸗ fen schnur gerade, damit man mit dem Pfluge um so viel bequemer hindurch kommen könne. Al⸗ lein dieses ist ein schlimmes Verfahren. Denn da das Getraide ordentlich im ersten Jahre, da das Feld abgebrannt ist, die Körner verschüttet: so thut man besser, daß man die gebrannte Erde so⸗ gleich ausbreite, weil sie solcher Gestalt einen Theil ihrer Hitze verlieret, und man das Feld um so viel bequemer ganz pflügen kann. Denn es ist ein gro⸗ ßer Vortheil, wenn man die gebrannte Erde mit der ungebrannten vermischet. Man muß zugestehen, daß diese Art, ein Feld zu bauen, viel kostet, weil lauter Menschen dabey ge⸗ braucht werden müssen, und weil dabey viel Holz aufgehet. Hingegen ist sie ungemein vortheilhaft: denn nach dieser einzigen Arbeit ist die Erde besser zugerichtet; als nach vielmaligem Pflügen. Die vierte Abtheilung, von allzu nassen Feldern. Es ist hier nicht die Frage, wie man Maräste aus⸗ trocknen soll. Es ist nur von solchen Feldern die Rede, die in Thälern liegen, und worauf das Wasser von den benachtbarten Feldern fließet; oder von solchen, worauf das Wasser stehen bleibet, und welche daher beständig so feuchte sind, daß sie nicht gepflüget werden können. 8 n * 48 Das VII. Hauptstück. In einem solchen Falle wird es genug seyn, den Acker mit einem guten Graben zu umgeben, damit das Wasser, welches von den benachbarten Feldern ches der Graben gezogen ist, selbst darein ablaufen und sich darinne sammeln könne. In Ansehung des Ackers, den man ietzo pflügen will, kann dieses auch leicht geschehen, wenn er nur etwas weniges abhängig ist; sonderlich wenn man die Beete mit Furchen pflüget, wie wir in dem folgenden Haupt⸗ stücke zeigen werden. Wäre aber mitten auf dem Acker ein niedriger Platz: so müßte man hier noch einen andern guten Graben versertigen, wodurch das Wasser in den Hauptgraben völlig herum gelei⸗ tet werden könnte. Die ganze Kunst bestehet also 1 bloß darinne, daß man einem solchen Graben die 5 vortheilhafteste Richtung gebe, in welcher das Was⸗ ser am besten ablaufen könne, nachdem das Feld ab⸗ hängig ist. Wenn man den Acker trocken gemacht hat: so muß man ihn auf eine solche Art aufreißen und bearbei⸗ ten, wovon wir in den vorigen Abtheilungen geredet haben; und diese verschiedenen Gattungen von Erd— 5 reiche werden geschickt seyn, nach ihrer verschiedenen 5 Beschaffenheit, auf eine von den folgenden Arten gepflüget und zugerichtet zu werden. hierher fließet, wie auch von dem Felde, um wel⸗ 1 0 * N d Fo fe e J cche Aan egen hade Nufi 8 Wg heit diet de 0 0 un mar Hlchts d enn se cod arch paid 0 Nas wa a d Hacke, 0 ein! fue, ischen n r ug r ff Ache seyn, di n, dam Feldern um wel ablaufen Auschung in deses weniges eete mit Haupk⸗ uf dem r noch odurch n gelei⸗ get ao ben die as Wi Feldah hat: so carbei⸗ geredet Erd⸗ edenen Arten 49 ****** N* X* X N XN X N N K** Das VIII. Hauptstück. Von den verschiedenen Arten ein Feld zuzurichten und zu pflügen. lle Felder dürfen nicht auf einerley Art zuge⸗ NI richtet werden. Dieses hat vermuthlich zu den verschiedenen Arten von Pflügen Gele⸗ genheit gegeben, deren man sich in verschiedenen Län⸗ dern zu bedienen pfleget. Man findet magere und leichte Felder, die kei⸗ nen rechten Grund haben; das ist, wo man nicht weit unter der Oberflache weißen Torf, oder Klayer. de, oder auch Felsen findet. Von solchen Feldern kann man niemals eine reichliche Ernde erwarten. Nichts destoweniger bauet man solche Felder an, wenn sie sich in einem bewohnten Lande befinden; und durch starkes Düngen ziehet man noch einigen Vortheil heraus, zumal, da das Pflügen eines sol⸗ chen Feldes wenig kostet. Denn man lässet es da⸗ bey bewenden, daß man die Oberfläche, worinne die ganze Fruchtbarkeit bestehet, mit einem hölzernen Hacken, woran etwas Eisen befindlich ist, aufkratzet; und ein kleines Pferd, oder auch ein Esel, ist im Stande, solche Pflüge, die keine Räder haben, fort⸗ zuziehen. Man findet vortreffliche Kornfelder, die aber nur ungefahr 4 Zoll tief gute Erde haben; und dar⸗ unter findet man ein rothes, unfruchtbares Erdreich. Da solche Felder das Regenwasser, so bald es ge⸗ D regnet 8 50 VIII. Von den verschiedenen Arten regnet hat, in sich hinein ziehen: so pflüget man sie plat, und man siehet sonderlich darauf, daß der Pflug nicht bis auf das rothe Erdreich hinunter dringe, in⸗ dem dadurch die künftige Ernde verringert werden würde; es wäre denn, daß man durch starkes Dün⸗ gen die Erde wiederum fruchtbar machte. Es scheinet mir wahrscheinlich zu seyn, daß mit der Zeit, und durch starkes Pflüc gen d die rothe Erde, nachdem sie mit der obern vermischet worden ist, endlich auch gut werden könne. Ein Pachter will sich aber immer nicht gerne der Gefahr aussetzen, viele Ernden zu verlieren. Ueber dieses kostet es ihm auch nicht so viel, wenn er nur die Oberfläche pflüget, als wenn er mit dem Pfluge sehr tief hin. ein dringet. Man pflüget diese Felder mit kleinen Pflügen, welche man Ohrpflüge nennet, weil sich unten an der Schaar, die ziemlich schmal it, eine krum gebogene Platte Eisen befindet, welche die Erde, auf der Sei⸗ te, wo sie befindlich ist, umstürzet. Da nun diese Platte von einer Seite auf die andere gebracht wer— den kann: so kann der Ackersmann die Erde, auf jeglicher Seite, wo es ihm gefällig ist, umstürzen. Damit dieses um so viel deutlicher werden mö— ge: so wollen wir annehmen, daß ein Ackersmann seine Furche in A. Pl. 1. Eig. 7. zu ziehen anfange, und bis nach B. komme. Wenn er nun das Ohr seines Pfluges auf die rechte Seite gestellet, und auch das Sech dahin gerichtet hat: so stürzet er die Erde auf der Seite e cc. um. Wenn er nach B. ge⸗ kommen ist: so kehret er seinen Pflug um. Weil er aber das Erdreich, in eben der Furche, die er itz Hgezo⸗ (0 a f 1 fl 0 N 15 N. f ms N seach 1 Sehe ae wan nig ig. Wu 9 1 5 (i Ce Du ea Nhe J. gehe ih ad. Quer Juen e das fg ge Ae Inde Ma Faber ach e Euch Aishak n Si dosslle iche! bes Are iget na f. aß der di üg gert wade starkes Di te ydaß nt tothe Eid worden is, Dachter wl r aussetze, s kostet ez Oberfläche hr tief hir Jen Pflg, h untenann um geben auf der Si N un dis bracht wer Erde, au unstürzen. werden m Ackerman hen anfalg, in das 0 let, un irzet er de r nach h. Um. No e, r 00 ein Feld zuzurichten und zu pflügen. 51 gezogen hat, noch einmal auf der Seite c. c. c. um⸗ stürzen will, ehe er die Furche D. anfange: so nimmt er das Ohr von der rechten Seite, wo es bisher ge— wesen ist, herunter, und setzet es an die linke Seite. Auf gleiche Weise verändert er auch die Richtung des Seches. Sol chergestalt wird das Erdreich, das man pflüget, allemal in der gezogenen Furche, umgestürzet; und das ganze Feld wied plat ge⸗ pflüget. Wenn man von A. bis B. völlig gepflüget hat, Pl. 1. Fig. 8: so ziehet man die andere Furche von C. bis B. und die Furchen kommen so zu liegen, wie d e. Durch dieses kreuzweises Pflügen scheinen die Erdklöser mehr zerbrochen, und die Erde besser auf— gerühret zu werden, als wenn man beständig nur von A. gegen B. zu pflügte. Ist der Acker sehr abhän⸗ gig, oder lang und schmal: so ist es nicht möglich, Querfurchen zu ziehen. Indessen machet man die Furchen so schräg, als möglich ist; und hat die Fur⸗ che das erstemal die Richtung fg. gehabt, Pl. 1. Fig. 9: so giebt man der folgenden die Richtung lh i. Wenn der Acker sehr feste ist, und etwan in ei— nem dicken Sande bestehet: so bedienet man sich hier⸗ zu stärkerer Pflüge, als zu den bisher gemeldeten Feldern. Die Pflugschaar muß hier wenigstens noch einmal so breit seyn, als bey den. Solche große Pflüge haben kein so genanntes Ohr: an statt dessen aber ein Stück Holz, das auf der rech— ten Seite des Pflugs befestiget ist. Man nennet dasselbe den Stürzer; und deswegen werden auch solche Pflüge Stürzpflüge genennet. Da der Stür— zer beständig nur auf einer Seite des Pflugs 15 2 li 52 VIII. Von den verschiedenen Arten lich ist: so erhellet daraus, daß man auch nur auf einer Seiks, nämlich auf der rechten, das Feld da⸗ mit umstürzen kann. Daher pflüget man auch mit solchen Pflügen nicht auf eben die Art, wie mit den Ohrpflügen. 1 Damit man diese andere Art zu pflügen recht begreiffe: so wollen wir annehmen, es solle der Acker A. B. C. D. Pl. 1. Fig. 10. gepflüget werden. Der Ackersmann gehet von A. nach B. und stürzet das Erdreich zur Rechten gegen E. um. In C. fänget er hernach eine andere Furche an; gehet nach D. zu; und das Erdreich wird ebenfalls zu seiner Rechten nach F. zu umgestürzet. Alsdenn gehet er mit seinem Pfluge fort, um eine neue Furche bey G. zu ziehen. Er gehet nach H. zu, und stürzet das Erdreich zu seiner Rechten gegen E. zu um, in die Furche, die er gemacht hatte, da er von A. nach B. zu gieng. Wenn diese Furche fertig ist: so fänget er eine andere in I. an. Er gehet nach K. zu, und stüFrzet das Erdreich zu seiner Rechten in die Furche, die er gemacht hatte, da er von C. nach D. gegan⸗ gen war. Wenn das ganze Feld also gepflüget worden ist: so bleibt in der Mitte bey L. M. noch eine große Furche übrig, die durch eine punctirte Linie bemerket worden ist. ö Solche Pflüge schneiden nicht tief ein. Da die Schaar sehr breit ist: so reißen sie einen breiten Strich Erde auf, und werfen ihn fast in einem einzigen Stücke auf die andere Seite. Es ist wahr, daß man, wenn man sich solcher Pflüge be⸗ dienet, mit einer Hufe eher fertig wird, als wenn man Ohrpflüge dazu brauchet. Allein man muß ä auch 1 fach! den S 10 0 f du uni dan tt fiigt Edu ech U 8 ff leten ch nut q s Feld dy man auch t, nie mit igen acht s sole der et werden, nd stürgt n 0. het nach ju seiner gehet er urche bey stümet daz m, in d A. nach! so fühh zu, und e Furche, 9 gegan⸗ gepflüget M. noch punctirke l, Da en breiten in einem Es i flags be als wen un muß such ein Feld zuzurichten und zu pflügen. 53 auch zu einem Stürzpfluge vier starke Pferde ha⸗ ben, da man hingegen zu einem Ohrpfluge nur zwey Pferde nöthig hat. Wenn man zum andern male pflüget: so ziehet man anfangs die erste Furche von n. nach 0. Pl. 1. Fig. 11; und man stürzet die Erde in die große Furche L. M. in der vorigen Figur. Alsdenn zie⸗ het man eine andere Furche von p. nach g. und stürzet die Erde gleichfalls in die schon ausgefüllete Furche L. M. Die zweyte Furche wird nunmehr von r. nach s. gezogen, und die dritte vom t. nach u. Den Schluß machen die beyden Furchen von x. nach y. und von 2. nach&. Hier bleiben zwo kleine Furchen, die man hernach ausfüllet, wenn zum drittevmale gepflüget wird. Alsdenn bleibet, in der Mitte des Ackers eine große Furche, wie bey dem ersten Pflügen. Da man durch diese Art zu pflügen einen Streif Erde, oder breite Rasen auf der Seite des Pflugs umstürzet: so glaube ich nicht, daß die Erde als⸗ denn recht durch gerühret seyn werde, wie mit dem Ohrpfluge geschiehet. Die breiten Rasen, welche der Pflug aufreißet, geben faulen Knechten Anlaß zu einem schlimmen Verfahren, welches wir itzo anzeigen wollen. Ich will setzen, man wolle einen Acker, wie A. B. C. D. Pl. 1. Fig. 12. pflügen. Der Ackersmann fänget mit einer Furche in A. an, und stürzet das Erdreich gegen E. zu um. Hierauf fänget er, wie wir oben gesagt haben, eine andere Furche in O. an, und sturzet das Erdreich gegen F. zu um. Wenn er an D. gekommen ist: so macht er eine dritte Fur⸗ D 3 che, 54 VIII. Von den verschiedenen Arten che, auf der Seite gegen A. zu. An statt aber, daß er in G. anfangen sollte, das Erdreich in die Furche um zu stürzen: so fängt er in H. an, und stürzet die Erde auf den noch nicht gepflügten Raum G. der sich zur Seite in J. befindet; und so bleibet eine Furche H. L. übrig. Hierauf fänget er eine andere Furche M. N. an, und stürzet das Erdreich wieder⸗ um auf einen ungepflügten Streif Landes. Wenn man also bis zu Ende sortfähret: so scheinet das ganze Feld in tiefen Furchen gepflüget zu seyn, ob schon in der That nur die Hälfte davon gepflüget ist. Diejenigen, welche diese Weise beobachten, und keine andere Absicht haben, als das Gras und Un⸗ kraut zu vertilgen, glauben damit Wunder zu thun, weil das Gras auf den nicht gepflügten Plätzen, durch das darüber gestürzte Erdreich ganz erstickt wird. Allein es kömmt nicht nur darauf an, daß man das Gras und Unkraut vertilge; sondern man muß auch die Erde auflockern und klarer machen. Durch eine solche Art von Pflügen kann dieses nicht geschehen. Bey dem zweyten Pflügen machet man zwar da Furchen, wo zuvor ungepflügte Streifen gewesen waren, und man stürzet dieselben in die alten Furchen: allein, was kömmt da heraus? man glaubet zweymal gepflüget zu haben; und in der That ist es nur einmal geschehen, weil der Acker nur ein einziges mal umgerissen worden ist. Wenn das Erdreich sehr feste und thonicht ist: so pflüget man es mit Stürzpflügen, wie zuvor. Allein die Schaar ist alsdenn nicht so breit: hinge⸗ gen dringen sie tiefer ein. Daher muß man auch hier ff 0 1 l iu. Wh 1 uud Ech 60 a fe pick en U ach Ba. W p U 1 une a an fn un 1 Mach 5 fad ig Arten t aber„dt die Futte stürze d aum 6 ber bleibt eine kine andere ich peer sortshtt: gepffige e habon ten, und und Un⸗ qu thun, Platze, nz ersiich an, f dern man nachen. s nicht het man reifen in die heraus? und in eil her ff. ht itt: zuvot. hing in auch f ein Feld zuzurichten und zu pflügen. 5 hier vier Pferde haben, um sie zu ziehen, ob schon nur allemal ein ganz schmaler Streif Erde umge⸗ rissen wird. Uebrigens ist diese Art zu pflügen mit derjenigen vollig einerley, die wir an dem Orte be⸗ schrieben haben, wo von fettem sandigem Boden ge⸗ redet wurde. s Schwammigtes, oder solches Erdreich, wo das Wasser sich hineinsickert, wird, angezeigter maßen, plat gepflüget. Wenn aber das Wasser auf dem Acker stehen bleibet: so muß man es von demselben hinweg leiten. Deswegen pfleget man in thonigten Feldern Furchen zu machen, worinnen das Wasser sich sammeln und ablausen kann, wie in kleinen Bächen. Wenn der Acker der Gefahr, überschwemmet zu werden, nicht allzu sehr unterworfen ist: so zie⸗ het man die Furchen in einer größern Entfernung von einander. Die Entfernung beträgt zuweilen 5. zuweilen 4. zuweilen auch nur 2. Toisen. Ein also gepflügtes Feld, nennet man einen platten weise gepflügten Acker. K B Pl. 1. B Wenn das Feld einer Ueberschwemmung mehr ausgesetzet ist: so machet man die Furchen viel nä⸗ her an einander; und ihre Entfernung betragt nur etwa 3 oder 2 Schuh. Felder die so gepflüget sind, nennet man Stangenäcker, wie C. D. Pl. 2. Fig. 14. Wir müssen anzeigen, wie man verfähret, wenn man den Brachäckern eine solche Gestalt geben will. Wir wollen annehmen, es soll ein Acker plat⸗ tenweise gepflüget werden, wie N. B. C. D. Pl. 2. Fig. 15. und die Furchen sollen in E. E. E. E. kommen. 4 Der 56 VIII. Von den verschiedenen Arten 1 5 Der Ackersmann ziehet erstlich eine Furche von l 0 F. in G. Pl. 2. Fig. 16. und hernach eine andere von 10 0 L. in I. wodurch die Furche ausgefüllet wird. ö Wa ö 0 Von II. gehet er nach K. zurück, und stürzet W f das Erdreich wiederum gegen die Furche F. um. ft Dieses ist nun die Mitte der Platte oder des großen en, Beetes. Hernach pflüget er von M. nach N. von uh ee O. nach P. von nach R. von S. nach T. alsdenn f l ist eine Platte fertig, die auf beyden Seiten zwo wd Furchen hat; und dieses war es, was geschehen sollte. fim Oftmals pflüͤget man das ganze Feld mit einem l Stürzpfluge platt. Ist nun der ganze Acker besaet und. ssige geegget: so ziehet man in gewissen Entfernungen die thek, 1 Furchen E. E. E. E. wodurch die Platten abgethei. Nust let werden. Allein diese Art ist nicht so gut wie die e vorhergehende. Denn da die Platten gerade aus Wee gehen, und an dem Rande eine kleine Erhöhung ele g von Erde haben: so kann das Wasser nicht so gut ablaufen, E. F. Pl. 2. Fig. 17. 3 ihn de Wenn man Stangenweise pflügen will: so zie⸗ Haug het man eine Furche von A. nach B. Pl. 2. Fig. 18. n Hernach gehet man von C. nach D. und von E. nach n fi F. Man füllet nicht nur die Furche aus: sondern Wahl es entstehet auch an dem Orte eine Erhöhung, die 0 1 ö man die Stange nennet, und welche zu beyden Sei⸗. 1 ten zwo Furchen hat. Ein gleiches thut man bey Ju 5 G. H. I. K. und so wird der ganze Acker Stangen⸗ 6 surch! 0 weise gepflüget. f 1 4 Man findet faule Ackersleute„die eine Furche n Ne von a. nach b. ziehen und die Erde auf den Raum an . c. c. stürzen, der nicht gepflüget worden ist. 9 Alsdenn ziehen sie eine andere Furche von d. in e. cl 6 und Auen urch. andege un vird. und fag che F. um, der grßen ach N bon I. dbdenn Selen ud ehen solt mit einem hesalt und ungen die abgethei⸗ t wie die rade aus Erhöhung icht so gl l: so zi Fig. 8. E. nach sondern ig, die en Sei man bey Stangen utche Raum den ist. d. ine. 110 ein Feld zuzurichten und zu pflügen. 57 und stürzen das Erdreich gleichsalls auf den Raum c. c. c. Solchergestalt scheinet der ganze Acker gepflüget zu seyn, und in der That ist er doch nur halb gepflüget. Es scheinet nicht einmal nöthig zu seyn, anzu⸗ merken, daß diese Furchen, da nur das Wasser durch sie abgeleitet werden soll, sich nach dem Han⸗ ge des Feldes richten müssen, welches man pflüget, damit das Wasser um so viel geschwinder ablaufen könne. Unser Verfasser behauptet, durch eine solche Art zu pflügen werde der Zuwachs von den Feldern vermehret, weil die Oberfläche vergrößert werde. Da er sich bey diesem Puncte sehr lange auf hält: so können wir nicht umhin, so wohl seine, als auch diejenigen Gründe anzuführen, die uns bewegen, eine gegenseitige Meynung zu hegen. Unser Verfasser siehet wohl vorher, man werde ihm den Einwurf machen: daß man von einem ab⸗ hängigen Felde nicht viel mehr erbauet, als auf ei⸗ nem horizontalen oder wagerecht liegenden Acker, der keine größere Weite hat, als die Grundlinie des abhängigen. Denn die Pflanzen wachsen senk⸗ recht auf einem wagerechten Grunde, der durch A. B. oder D. C. Pl. 2 Fig. 19. vorgestellet wird. Folglich wird auf dem abhängigen Felde, welches durch die schräge Linie B. C. vorgestellet wird, kein Punet gefunden werden, der nicht in einer senkrech⸗ ten Richtung in einen Punct der wagerechten Linie, oder der Linie D. C. fallen sollte. Unser Verfasser behauptet aber, dasjenige, was ein solches Feld hervor bringet, richte sich nach der D 5 abhän⸗ 0 3 58 VIII. Von den verschiedenen Arten abhängigen Oberflache, weil die Wurzeln mehr Erd⸗ reich fanden, woraus sie ihre Nahrung ziehen kön⸗ nen; und weil die Aehren, wenn sie, wie auf einem Amphitheater, über einander stünden, den Einfluß der Luft besser nutzen könnten, als welche den Ge— wächsen in der That nicht unnützlich ist. Ich will nicht darauf bestehen, daß die Sten⸗ gel der Pflanzen eine senkrechte Richtung haben; ob ich schon glaube, daß es sich in der That also befin⸗ det. Damit aber unser Verfasser sehen möge, wie weit sich der Vortheil erstrecken könne, worauf er dringet: so will ich einmal annehmen, daß die Fur⸗ chen eines in Platten oder Beeten gepflügten Ackers b. Schuh tief, die Beete aber 6 Schuh breit sind. Der Hang des Grundes der Furche in der Mitte der Beete mag so groß seyn, daß auf eine Toise ein Schuh kömmt; welches schon etwas beträchtli⸗ ches ist. Indessen wird doch die Oberfläche der Beete zu ihrer wagerechten Grundfläche sich nur wie 75. zu 76. verhalten. Dieses ist nun ein sehr geringer Vortheil, wenn man erwägt, daß der sech⸗ ste Theil von dem Erdreiche durch die Furchen ein⸗ genommen wird, worauf kein Getraide wächset. Da wir aber in diesem allen das Land nur in dem Verhältnisse zu der ordentlichen und gemeinen 2 e bewache so müssen wir gestehen, daß unser Verfasser diese Frage gar nicht hätte abhan⸗ deln sollen, indem sich dieselbe gar nicht auf den Fall schicket, wovon hier die Rede ist. Denn nach sei⸗ nen Grundsätzen ist es vortheilhaft, wenn man nur ein Drittheil von der Oberfläche eines Feldes 2 Ein % N 0 Ch ab 1. bah 51 Fd 4100 0 bet 155 mile er die dr. i 5 1 Ia de del, dad de de glb Sam Own fü ö U dit de fan Nach der; 1 . 2 fachen bud 0 ch Nen mehr Etz ziehen k, e auf enn en Einf he den 05 die Sun⸗ haben; ob t also befn möge, wie srorauf er die Fur⸗ en Ackers breit sund. der Mitte eine Toss s betrachli flache de he sich nur ein sche öder sech⸗ chen ein⸗ ichset. and nur in d gemeinel sehen, daß tte abhan⸗ f den Fall mach sei u man far Ades bit Ein ein Feld zuzurichten und zu pflügen. 50 Ein lockeres oder weiches Erdreich, das plat, oder in große breite Beeten gepflüget ist, wird mit der Hand besäet. Die meisten Körner fallen in den Grund der Furchen des Beetes oder derer Streife, welche der Pflug gezogen hat. Durch die Egge werden hernach die Höhen zwischen den klei⸗ nen Furchen eben gemacht, und diese werden damit ausgefüllet. Solchergestalt kömmt das Getraide unter die Erde;! und es scheinet in kleine Reihen, oder Furchen, gesäet zu seyn. Es scheinet unmöglich zu seyn, daß man sehr festes und thonigtes Erdreich auf gleiche Weise soll⸗ te besäen können. Denn da die Klöser hier harte sind: so kann die Egge dieselben nicht zerbrechen; sondern sie streichet darüber hin, und das Getraide wird solchergestalt allemal sehr schlecht unter die Er⸗ de gebracht. Hier bringt man es deswegen mit dem Pfluge unter die Erde; das ist, man streuet den Saamen aus, ehe man zum letzten male pflüget. Dadurch wird folglich die Erde wiederum umge⸗ stürzet, so, daß sie das Getraide bedecket. Wir haben schon weiter oben gesagt, daß es nicht dienlich sey, alle Felder auf gleiche Art zu pflügen. Ein Pflug, der zu einer Art von Feldern geschickt ist, taugt daher nicht, wenn man eine an⸗ dere Art damit pflügen will. Wenn man die Felder in Beauce mit Pflügen ohne Sech und ohne Räder bearbeiten wollte, der— gleichen man in sehr lockerem Erdreiche brauchet: so würde man das Erdreich dadurch kaum ein we— nig auf kratzen. Wollte man hingegen sehr harte und thonigte Felder mit solchen kleinen Pflügen be⸗ stellen, 1 1 N 9 1 * 60 VIII. Von den verschiedenen Arten stellen, deren man sich in Beauce bedienet: so würde das Feld nur oben hin bestellet werden, und die Arbeit würde nichts taugen. Die Ackersleute in Beauce haben auch Stürzpflüge, womit sie solche Felder umackern, worauf spanisches Heu und Luserne wächset, und womit sie die Straßen pflü⸗ gen, wo der Boden zuweilen so harte ist, daß die Ohrpflüge eher zerbrechen, als das Erdreich auf⸗ reißen würden. In Ansehung fester Felder, wo das gute Erd⸗ reich tief hinein gehet, thut man wohl, wenn man sie so tief pflüget, als möglich ist. Man muß dazu starke und breite Pflüge haben. Denn da man das Erdreich ganz nahe an den gemachten Furchen aufreißen muß, und solches starken Widerstand thut: so würde ein schmaler Pflug in die Furche zurück fallen. Wenn hingegen der Pflug breit ist: so fas⸗ set er auf einmal mehr Erde, in einer größern Ent⸗ fernung von der Furche, und reißet das Erdreich auf, ohne in die gleich zuvor gemachte Furche zu fallen. 5 Die Absicht bey dem Pflügen ist, daß man das Unkraut vertilge, und die Erde so breche und klar mache, daß sie in kleine Klösergen verwandelt wer⸗ de. Die Hacke ist ganz gut zu Erfüllung dieser Absicht; denn indem man die Erde damit aufrüh⸗ ret: so wird das Unkraut zugleich mit vieler Erde bedecket, und es verfaulet unter derselben. Ueber dieses dringet die Hacke 8. bis 10. Zoll tief in das Erdreich hinein. Allein diese Arbeit ist langwierig, beschwerlich, und kostbar. Man kann sich daher der⸗ selben nirgends bedienen, als in den Gärten. 5 it 0 e 0 Aan 10 e 0 d Ache az d ads; mühen! sise hu Wlan n gl 06 f cen f, Sl fn de lurch i geo gene g ien fich! Ce N g 0 U gb l fen U h fee fe pi ch, Arien bedient 0 werden, ug Ackers mit se cc 8 e ud Straßen pt it, daß U rdreich ai s gute Ei wenn mn muß dau n da man n Furchen stand thut urche zur t ist: 0 fe rößern En ae Erdriih Furche zu man das und klar delt wer⸗ ung dier mit aufrih. vieler Erde un, lleber gef in das sangpierg, daher de⸗ ten. Mt ein Feld zuzurichten und zu pflügen. 6 Mit dem Pfluge wird man viel geschwinder fer⸗ tig. Allein ordentlich reißet er das Erdreich nicht in einer so großen Tiefe auf; oftmals stürzet er es ganz, und in einem Stücke um, ohne die Eedkloser zu zerbrechen. Denn das Sech durchschneidet den Rasen; die darauf folgende Schaar offnet den Boden vollends; und der Stürz- oder Ohrpflug stürzet ihn in einem Stücke herum auf die Seite. Unser Ver⸗ fasser hat sich bemühet, diese Sache zu einer größern Vollkommenheit zu bringen. Er hat deswegen ei⸗ nen Pflug erdacht, der vorne vier Seche, an statt eines einzigen hat. Diese Seche sind so gestellet, daß sie das Erdreich, welches die Schaar umstürzen soll, Streifen weise zerschneiden, und diese Streifen sind ungefähr 2. Zoll breit. Wenn nun die Schaar eine 7. bis 8. Zoll breite Furche macht: so wird da⸗ durch ein Erdreich umgestürzet, welches nicht mehr in großen platten Erdstücken bestehet, wie bey den gemeinen Pflügen zu geschehen pfleget. Daher rüh⸗ ret es, daß der Pflug, wenn man zum zweyten male pflügen will, nur eine lockere und bewegliche Erde findet, die er bloß aufrühren darf; nicht aber große Erdklumpen, oder auch Rasen, die seit dem letztern Pflügen schon eingewurzelt sind, und daher itzo eben so schwerlich getheilet werden können, als wenn das Feld noch gar nicht gepflüget worden wäre. Ueber dieses behauptet unser Verfasser, mit sei⸗ nem neuen Pfluge könne er 10. 12. bis 13. Zoll tief eindringen. Da man nun durch einen solchen Pflug tiefe Furchen macht, und die Erde hoch aufwirft: so wird das Feld um so vielmehr in den Stand ge⸗ setzt, den Einfluß der Luft zu nutzen. Wenn „ 62 VIII. Von den verschiedenen Arten Wenn man ein Brachfeld, oder einen Acker be⸗ stellen will, der seit langer Zeit nicht gepflüget wor⸗ den ist: so muß der Boden sehr feuchte seyn: son⸗ derlich, wenn er seste ist. Denn sonsten würde er so harte seyn, daß das Sech das Erdreich nicht zer⸗ schneiden, und die Schaar es nicht umstürzen könnte. Wenn aber ein Feld in diesem Zustande ist: so muß 0 man sich doch auch hüten, daß man es nicht alsdenn pflüge, wenn es gar zu feuchte ist. Denn in diesem Falle wird das zähe und feste Erdreich durch das Getrample der Pferde, und auch durch die Schaar selbst, zusammen gedrückt, und gleichsam geknetet, wie bey den Töpfern der Thon, wenn sie Gefäße dar⸗ aus verfertigen wollen; und solchergestalt verderbt man das Erdreich, an statt daß man es verbessern sollte. Indessen presset der Pflug mit 4 Sechen das Erdreich nicht so sehr zusammen, als die ordent. lichen Pflüge. Denn bey diesen löset die Schaar das Erdreich durch ein Pressen ab: bey jenen aber wird es durch die Seche erstlich in verschiedene sehr kleine Stücke zerschnitten; und die Schaar stürzet es alsdenn um, fast ohne es im geringsten zusammen zu kneten. Ueber dieses dringet der Pflug mit 4 . Sechen 12 bis 14 Zoll tief in das Erdreich hinein; 5 er findet daselbst die Erde ziemlich trocken, auch als⸗ denn, wenn die Oberflache, durch den Regen, sehr feuchte gemacht worden ist. Unser Verfasser giebt den Rath, man solle die Pferde alle hinter einander spannen, wenn man ein 5 weiches Erdreich pflügen will, damit sie alle in der 1 Furche gehen, und das Erdreich nicht zusammen⸗ b kneten. 1 JN Aa Ed i„ erh ö flint de gie 10 5 d uch fig woch in en dene Alz Ache 0 U ten Acker be⸗ lͤget wot⸗ eyn: son⸗ würde er licht zer. en könnte. td muß ht alsden in diem durch das e Schaar geknetet, aße dar⸗ Verdeck verbessern 4 Sechen die ordente ie Schalt enen aber dene seht 1 stärzet sammen ig mit 4 h hinein; auch als⸗ gen, sehr le de man ein le in dee amm, N ein Feld zuzurichten und zu pflügen. 63 Ist das Erdreich von guter Beschaffenheit: so kann man es pflügen, auch wenn es trocken ist. Am besten aber geschiehet solches alsdenn, wenn das Feld einiger maßen von dem Regen durchdrungen worden ist; sonderlich wenn man sich des neuen Pfluges be⸗ dienet, der schwerlich weit einschneiden könnte, wenn das Erdreich sehr trocken wäre. Da dieser Pflug ziemlich weit einschneidet, und viel Erde aufrühret: so erfordert es allerdings mehr Kraft, denselben zu ziehen; man muß daher 3 Pferde, an statt 2 vorspannen, und 4 Pferde an statk 3: allein aller dazu erforderliche Aufwand wird durch die größere Vollkommenheit ersetzet, welche das ge⸗ pflügte Feld dadurch erhält. Der Pflug mit 4 Sechen dienet nur zu den vor⸗ nehmsten Feldarbeiten, um das Brachfeld aufzu— pflügen, oder noch ungepflügtes Feld, oder solches, welches seit langer Zeit schlecht gepflüget worden ist, in einen guten Stand zu setzen. Er ist auch sehr dienlich, wenn man im Winter das Feld bestellen will; und ich glaube, unser Verfasser bediene sich desselben von Zeit zu Zeit, um große Furchen mit— ten auf den Beeten, zwischen den Kornreihen zu ziehen. Unser Verfasser verlanget aber nicht, daß man alle Feldarbeiten mit diesem Pfluge verrichten soll. Er verwirft den ordentlichen Pflug nicht gänzlich. Er billiget so gar den Gebrauch desselben, so viel ich einsehen kann, zu den Feldarbeiten im Sommer. Allein, er bedienet sich eines andern Pfluges mit ei⸗ nem Seche, ohne Räder, der leichter ist, als der ge— meine Pflug. Er nennet ihn: die Baßharke, weil 64 VIII. Von den verschiedenen Arten weil dieses Werkzeug eben solche Dienste thut, als eine Hacke, oder Harke, womit ein Mensch mit sei⸗ nen Händen arbeitet. Wir wollen dieses Werk⸗ zeug den leichten Pflug nennen. Mit dieser Har⸗ ke pflüget unser Verfasser vornehmlich die platten Beete, oder er pflüget damit die Pflanzen, indem dieselben auf dem Felde stehen. Zu solchen Feldarbeiten ist es nöthig, wenn sie gut gerathen sollen, daß der Pflug leicht sey, und be⸗ quemlich geführet und gelenket werden könne. Man muß den Pflanzen damit so nahe kommen können, als man will; und man muß dem Schaare eine an⸗ dere Richtung geben können, als diejenige ist, in wel⸗ cher die Pferde ihn ziehen. Um diese Absicht zu erreichen, hat unser Verfasser die Räder weggelassen. In der That weis man auch, daß die Ackersleute in Provence ihre Pflüge, die ebenfalls keine Räder haben, unter den Oelbäumen hinziehen, ob dieselben schon so niedrig sind, daß die Pferde nicht darunter hinweg gehen können. Allein diese Pflüge in der Provence kratzen das Erdreich nur auf: die Ab⸗ sicht unsers Verfassers aber ist, daß es durch seinen Pflug recht durchgeackert werden soll. Deswegen hat er ihn, auf eine künstliche Weise, so eingerichtet, daß, wenn das Pferd in der Linie A. B. Pl. 2. Fig. 20. fortgehet, das Sech eine gleichlaufende Linie ziehet, die bald mehr, bald weniger, von der Linie A. B. ent⸗ fernet ist, wie C. D, E. F. oder G. H, I. K. In der Beschreibung, die man zu Ende dieses Werkes findet, wird man solches deutlicher sehen. Man findet daselbst auch die Beschreibung und Gestalt einer Walze, die manchmal sehr gute Dienste lei⸗ a Ee, N disch ani cha dt ele Nag 0 l. lun De cee U Aung al Aüceg ing ee gn een Nd scpgewge gef Au bon a Same okein der r besech J d asphele lch de einem rhea Id unser kten chu, als h mit sel s Werk eser Har⸗ platten „ indem wenn sie und he⸗ ne. Man konnen, eine an⸗ „in wel⸗ bsccht zu ggelassen, ersleule n ne Rühr dieselln darunter ein bet die Ab⸗ h seinen estwegen gerichtet, Fig. 20 lie ziehef A. B. ent. 1. Verkes ung und Dune f ein Feld zuzurichten und zu pflügen. 65 leisten kann, um die Erdklöser zu zerbrechen. Man darf sich aber derselben nur alsdenn bedienen, wenn das Erdreich dürre und trocken ist. Denn wenn es weich ist, so würde es durch die Walze nur noch mehr zusammen geknetet werden, und der Nu— tzen des Pflügens würde dadurch zum Theil verloh⸗ ren gehen. Unser Verfasser begnügete sich nicht damit, daß er bequeme Werkzeuge erfunden hatte, um ein Feld gut zuzurichten. Er begnügete sich nicht mit der Erfindung anderer Werkzeuge, wodurch ein Acker beständig in gutem Stande erhalten werden kann. Er glaubte gewiß, daß man, durch die gewöhnliche Art, ein Feld zu besäen, den Saamen nicht ordent— lich genug herumtheilete, und daß man denselben nicht so tief unter die Erde brächte, wie zu einer jeglichen Art von Saamen erfordert wird. Daher hat er eine Sämaschine erfunden, die erstlich die Furchen, worein der Saame ausgestreuet werden soll, in ei— ner beliebigen Tiefe und Entfernung von einander ziehet, und hernach, in eben die Furche, so viel Saa— men vertheilet, als man für dienlich erachtet; end— lich auch die Furche so gleich wieder zufüllet, und al— so den Saamen unter die Erde bringet. Dieses Werkzeug ist aus vielen Stücken zusammen gesetzet, und unser Verfasser hat eine weitläuftige Beschrei— bung davon geliefert, die man zu Ende dieses Werkes finden wird. E Das 66 N. Hauptstück von dem Vortheile 0 ** K K K N* K* N N* N N N K* N X K* e 8. N 0 a 8 8 4. i.„ 0 falt! Von dem Vortheile, den es bringet, an wenn man solche Pflanzen, die alle Jahre von n neuem wachsen, pflüget, indem sie noch in ih g rem Wachsthume sind; so, wie man fortdauernde 3 Pflanzen pflüget, worunter die Wein⸗ 10. stöcke gehoren. 0 e an pfleget das Feld, welches mit jährlichen 805 9 Pflanzen besäet werden soll, ordentlich zu cen da en . ee„„ ich d bestellen. Die übrigen, einige Hülsenfrüch⸗ ach! te ausgenommen, überlässet man sich selbst, bis die ac Absicht, weswegen man sie bauet, erreichet wor⸗ sin den ist. 1800 Man will aber, daß das Land zu der Zeit ge- er nn; pflüget werden soll, in welcher die jährlichen Pflan⸗ 50 zen in völligem Wachsthume begriffen sind, so wie ul man Weinstöcke, und andere dauerhafte Pflanzen, Ich n in verschiedenen Jahreszeiten zu bearbeiten und I dn di behacken pfleget. Munde Dieser Vorschlag ist eine naturliche Folge von st es demjenigen, was wir weiter oben gesagt haben. Wir haben feste gesetzet, daß das Pflügen den Pflanzen 1 sehr vortheilhaft ist: daher muß man einen 70 a f — alsdenn pflügen, wenn den Pflanzen die Nahrung 106 am nöthigsten ist. So gut auch ein Feld im Herb⸗ Gachn ste gepflüget worden ist: so wird es doch im Winter fen le wiederum derb und harte. Die Erdklöserchen fal— face len artheil K K* k. ed hein lle hren sie soch in: an fortdaub⸗ die Weil. mit jahrs „ erdentlit ige Hülsen 9 selbst, kes „ erteichs w zu der Zu ihelscen N an cd, so! haste Pflan arbeiten un che Jug ö 00 igt haben, n den Mal inn enen N. n die Nahe Feld in 6 doch im Wii Face dec ö die Pflanzen zu pflügen. 67 len zusammen; und es wächset Unkraut hervor, wel⸗ ches den nutzbaren Pflanzen die Nahrung raubet. Wenn der Winter also zu Ende ist: so befindet sich das Feld fast in eben dem Zustande, als ob es gar nicht gepflüget worden wäre. Und gleichwohl müs— sen die Pflanzen in dieser Jahreszeit am meisten wachsen und hervor treiben. Folglich ist ihnen das Pflügen alsdenn am nöthigsten, damit das Unkraut ausgerottet werde; damit man an die Wurzeln neue Erde, an statt derjenigen bringe, welche bereits von den Pflanzen ausgesogen worden ist; damit die Erd— klöserchen von neuem zerrieben und zertheilet, und die Wurzeln in den Stand gesetzet werden, daß sie sich leichtlich ausbreiten konnen; damit endlich den Pflanzen ein genugsamer Vorrath von Nahrung verschaffet werde, dessen sie am meisten benöthiget ind. 0 Wenn man der gemeinen Weise solget: so rich⸗ tet man alle Sorge darauf, daß das Erdreich in den Stand gesetzt werden möge, dem Getraide zu der Zeit viel Nahrung zu verschaffen, da dieses fast gar nichts verzehret, indem es nur einige Blätterchen hervor bringet. Wenn aber, nach einem häufigen Winterregen, das Erdreich fast eben so derb geworden ist, als wenn es gar niemals gepflüget worden wä— re, und wenn es sich solcher Gestalt nicht im Stan⸗ de befindet, dem Getraide viel Nahrung zu verschaf— fen: so ist man unbesorgt, das Feld durch ein dien— liches Pflügen in einem guten Zustande zu erhalten. Gleichwohl sind die Pflanzen dessen alsdenn am mei— sten benöthiget, weil sie in dieser Jahreszeit stark treiben und viel hervor bringen müssen. E 2 Da 68 IX. Hauptst. von dem Vortheile, Das Verfahren unserer Ackersleute ist daher eben so wenig vernünftig, als wenn man einem klei— nen Kinde viel Nahrung geben, und ihm hernach immer etwas von den Speisen abbrechen wollte, je größer es würde. In dem vorigen Hauptstücke haben wir erwie⸗ sen: daß es großen Vortheil schaffe, wenn man ein Feld gut bestellet und pflüget, ehe man es besäet. Man siehet aber wohl, daß diese erstere Bestellung nicht zureichet. Man muß fortfahren, die Pflan— zen zu bauen und zu bearbeiten, je mehr sie wachsen; und man muß sie nicht so lange verabsäumen, bis stie zu ihrer völligen Reife gelanget sind. Durch Versetzung der Pflanzen kann man sie zwar in ein Erdreich bringen, welches von Unkraute völlig rein, durch fleißiges Pflügen in einen guten Stand gesetzet, und nicht erschopfet ist. Allein, würde es 80 möglich seyn, alle Getraide Stengel zu versetzen, die auf einem Felde wachsen? außerdem erholen sich diejenigen Pflanzen, deren Wurzeln un⸗ terwärts gehen, schwerlich. Unter einer großen Menge von Pflanzen, die man versetzet, gehen viel ein; und überhaupt werden sie alle an ihrem Wachs⸗ thume verhindert: denn nachdem eine Pflanze ihren Ort verandert hat: so muß sie sich selbst erhalten, bis sie neue Wurzeln getrieben hat; und dieses ge— schiehet bey trockener Witterung sehr schwerlich. Ei⸗ ne ganz andere Sache ist es, wenn man die Pflan⸗ zen pflüget. Werden dadurch einige Würzelchen aus ihrer Stelle verrücket: so kommen! sie in ein neues und frisches Erdreich; werden einige Würzelchen zerbrochen oder abgerissen: so treibet die Pflanze, 1 ohne 5 Aan ti b 1 K 0 1 dat, urktabb N Che an fte Gt Apescd, Dei Cebu! lac al duct tpoache cache de acht ga 0 10 U aid nd ch felt pe Jauche 1 2.1 ö ge d u Eil fes heil, ite it daht m einem kee ihm hernt hen wolle hen wir erg penn man zan es hisch re Besteln , die Nn x sie wach lumen, biss ang man f. von Unktah n einen gu ist. A trade San en? außtug Muszelx in einer große , gehen vi rem Wacht Pflanze ihn bst erhalt und diescz chwerlich. an die Pin e Wurst tenen e Wielt die Mate oh die Pflanzen zu pflügen. 59 ohne dadurch zu leiden, an statt einer, viele Wurzeln hervor. Denn viele Wurzeln, die nicht verrücket oder verletzet worden sind, führen den Pflanzen noch immer Nahrung zu, bis sich die verrückten oder zer— rissenen Wurzeln in der Erde feste gesetzet haben. Alsdenn wird die Pflanze immer stärker, und ihre Kraft nimmt immer zu. Ich habe durch die Er⸗ fahrung gelernet, daß eine Wurzel, wenn man sie abschneidet, allemal mehrere neue Würzelchen her— vor treibt, die noch geschickter sind, den Saft aus der Erde an sich zu ziehen. Dieses ist also ein Mit⸗ tel, die Saströhren, welche gleichsam die Mäuler der Pflanze sind, zu vervielfältigen. Diejenigen, welche sich solchen Arbeiten entgegen setzen, und das Feld zur gedachten Zeit nicht pflügen lassen wollen, befürchten, ihr Feld dadurch allzu sehr auszutrocknen. Denn sie sagen: die Feuchtigkeit entweiche leichter aus einem harten und derben Erd— reiche, als aus einem solchen, welches durch den Pflug recht aufgerühret worden ist. Man kann zugeben, daß die Feuchtigkeit, die einmal in die Erde hinein gebracht ist, aus einem se⸗ sten und derben Boden nicht so leicht verfliegt oder sich verlauft, als aus einem Felde, das gut be⸗ stellet worden ist. Allein J. es ist gewiß, daß diese Feuchtigkeit den Pflanzen mehr schädlich als nützlich seyn werde. 2. Unsere Widersacher müssen zugestehen, daß ein gut gepflügtes Feld die Feuchtigkeit des Regens und Thaues leichter und williger annehmen werde, E 3 als 3 Siebe die Memoir. der königl. Akademie der Wis⸗ senschaften aufs Jahr 1749. 70 N. Hauptst. von dem Vortheile als ein Feld, welches nicht gepflüget worden ist. Wir wollen, um dieses zu erweisen, einige Erfahrungen anführen. Wenn man in ein mageres, aber vollkommen ge⸗ pflügtes Erdreich, verschiedene Reihen Getraide säet: so wird es oftmals geschehen, daß das Kon im Früh⸗ linge gelb wird, sonderlich bey trockenem Wetter. Wenn man nun das Erdreich an diesen Reihen von Getraide tief pflüget, so, daß die gepflügten Furchen dem Korne bald nahe, bald weiter davon entsernet sind: so wird man bemerken, daß das Getraide erst⸗ lich an denen Orten, wo die gepflügten Furchen am nähesten sind, und so immer weiter fort, bis auf die entferntesten, wiederum grün werden wird, wie zu⸗ vor. Daraus erhellet, daß das Getraide nur als⸗ denn seine grüne Farbe verlieret, wenn die Wurzeln das aufgeackerte Erdreich nicht erreichen. Diese An— merkung findet, auf gleiche Weise, bey allen Pflan- zen statt. Unser Verfasser versichert, er habe nie— mals gesehen, daß eine Pflanze zu welken angefangen habe, wenn das Erdreich, womit sie umgeben war, gut gepflüget gewesen ist; und hingegen habe er Pflanzen, die man also besorget und gebauet hatte, gesehen, und wahrgenommen, daß sie dadurch zu ei⸗ ner außerordentlichen Größe gelangten. Unter an⸗ dern führet er einen Senfstengel an, der so hoch war, daß ein Mensch von mittelmäßiger Größe die Spi⸗ tze nicht mit der Hand erreichen konnte. Ueberhaupt ist das Pflügen für die Pflanzen, zu der Zeit da sie wachsen, so nützlich, daß man an eini⸗ gen Orten in der Provinz Berkshire, und in eini⸗ gen Gegenden der Landschaft Gastinois, das. 105 4 traide f N 10 0 fl Abe 0 G l gen cen! fu de Tune f ö 0 0 0 7 7 0 0 455555 9 6 e dl 1 che er In t uche! Fi saoh od Feu age! Jed deen en 0 f n; chile denist. W. Ersahrunge lkommeng Geadesel ch im Fri nen Mun n Reihen e igten Fut won enten aide af Furchen an bis auf d dard, wie zy adde pur a die Wu . Dic h 5 alla! Pfau er hohe ii angefangen ingeben wa, gen habe er bauet hatte adurch zue Untet an e so hochtß ße die S ö Pflanzeh, man an ell „und iel dis, W. 05 N ga 1 die Pflanzen zu pflügen. 71 traide von einem Manne behacken lässet. Dieses kostet zwar viel: indessen versichert man doch, daß den Einwohnern ihre Unkosten reichlich ersetzet wor⸗ den. Wie viel vortheilhafter würden nun solche Feldarbeiten nicht alsdenn seyn, wenn sie mit weni⸗ gern Kosten verrichtet würden? Dahin kann man es durch dasjenige Verfahren bringen, welches wir in dem folgenden Hauptstücke vortragen wollen. %% Das X. Hauptstͤck. Allgemeine Abhandlung von der neuen Art, solche Felder zu besäen und zu bauen, worauf jährliche Pflanzen wachsen ollen, nebst einer kurzen Vorsteslung derer Gründe, weswe⸗ gen man diese Akt erwählet. mit man das Getraide aussäen soll. Er nen⸗ net dasselbe Dril. Man kann es eine Sä⸗ maschine nennen, die einige Scharen hat, welche von denenjenigen nicht viel unterschieden sind, deren man sich ordentlich zu bedienen pfleget. Wir wollen nach⸗ gehends eine umständliche Beschreibung dieser Werk⸗ zeuge beyfügen. Jetzo ist es genug, damit man das folgende um so viel besser verstehen moge, daß wir dieses anmerken. Die Sämaschine, die von einem Pferde gezogen wird, machet kleine Furchen, so tie und so weit von einander, als man verlanget. Aus eben dieser Maschine fället in jegliche Furche so viel 8 E 4 Saa⸗ H* Versfasser schläget ein Werkzeug vor, wo— 8. 72 X. Hauptst. Wie solche Felder zu besäen Saamen, als man für dienlich erachtet; und hierauf 1 f wird der Saamen so gleich unter die Erde gebracht. Von den Schaaren ist folgendes zu merken. Man findet hier eine große, die verschiedene Seche hat, wodurch das Erdreich besser durcharbeitet, und auf⸗ 0 gerühret werden kann, als durch eine gemeine Schaar. N Die andere Schaar ist leichte. Man brauchet dazu 1 nicht so viel Kräfte, und gleichwohl ist sie zu einem 0 leichten Pflügen zureichend. Der Verfasser nennet, um seine Schaaren von den gemeinen Schaaren zu unterscheiden, die größere die Schaar mit 4 Sechen: die kleinere aber die Roß⸗ nennen. Jetzo wollen wir drey Fragen abhandeln, und zwar in eben so vielen besondern Abtheilungen: erst⸗ 1 lich, wie tief man den Saamen in die Erde bringen n müsse; Zweytens, wie viel Saamen man ausstreuen soll; Drittens, wie weit die besäeten Streifen oder Furchen von einander seyn müssen. Erste Abtheilung, Wie tief man den Saamen in die Erde bringen soll. Es dürfen nicht alle Pflanzen gleich tief gesäet wer⸗ den. Damit ich hiervon recht versichert seyn möchte: so ließ ich einen 12 Schuh langen Abschnitt auf dem Felde machen. Derselbe war an dem einen Ende 2 Schuh tief: an dem andern aber war er der Oberflache gleich, und hatte gar keine Tiefe. Ich säete verschiedene Arten von Getraide in diesen Ab⸗ 5 schnitt. * a . file 7 fend f: ae ist Nat bisch in i harke. Wir werden diese letztere den leichten Pflug 1 t! 150 6 1 ic. kubie um fi un, Le e, ! 1 bee 1 esch lter 0 WMDen 6 00 Funn Die eil um d Dal schh sache daher N. 2 G5 n May il lin und hierai de gehiacht erken. Mn Seche ho, „ und auf die Sch gat, wucetda sie qu einem Scharen hay „de großen 2 5 1 ö 10 die Roh⸗ cen Pflig deln, und ungen; erf, Eide bir an ausstreuet Steffen che die Erde gesäet wer⸗ schert seyn m Abschnitt n dem einen x war er dee Lefe. J n dit l fl. worauf jährl. Pflanzen wachsen sollen. 73 schnitt. Nachdem ich nun die Erde wiederum au ihren Ort hatte bringen lassen: so bemerkte ich fol⸗ gendes: J. Fast kein einziges Korn gehet auf, wenn es über 9. Zoll tief unter der Erde stecket. II. Ge⸗ wisse Arten von Getraide gehen sehr gut auf, wenn sie sich in einer Tiefe von 6. Zoll befinden. III. An⸗ dere Körner gehen nicht auf, wenn sie über 1. oder 2. Zoll tief liegen. Aus diesen Erfahrungen sahe ich, daß einerley Saamen in einem leichten und lo⸗ kern Erdreiche tiefer gesäet werden kann, als in ei— nem schweren und harten. Ferner, derjenige Saa⸗ men, der in einem trockenen Jahre nicht aufgehet, weil er zu tief unter der Erde lieget, kann in einem warmen und feuchten Jahre aufgehen. Ueber die— ses habe ich Erfahrungen angestellet, woraus erwie— sen werden kann, daß der Saame, wenn er zu tief unter der Erde lieget, sich daselbst zehn bis zwan— zig Jahr lang erhalten kann, ohne sich zu verandern. Wenn man nun hernach das Erdreich aufrühret, so, daß der Saame auf die Oberflache zu liegen kömmt: so wächset er auf eine bewundernswürdige Weise hervor, und träget Frucht, wie ordentlich. Aus allen diesen Betrachtungen siehet man, daß man eine jegliche Art von Getraide in einer solchen Tiefe säen müsse, als sie eigentlich ersordert. Das sicherste Mittel ist, daß man diese Tiefe durch Ver— suche zu bestimmen suche. Unser Verfasser schläget daher vor, man solle einen Pflanzer, A. B, Fig. 21. Pl. 2. nehmen, und einen halben Zoll weit von der Spitze einen Nagel C. D. durchschlagen. Wenn man mit diesem Pflanzer Löcher macht: so kann man versichert seyn, daß sie nicht über einen halben E 5 Zoll 74 N. Hau b ptst. Wie solche Felder zu besaen Zoll tief s 5 5 f eyn w 5 Eindringen ver erden, weil der N andere solche e dan agel das weiter oder 4. Zoll 1 0 haben, wo 910 5 ernach 00 Solchergestalt bal r Spitze hindurch agel 1. 2. 3. einen Versuch an e den mum geschlagen ist saen. Wenn 8 will, in isch womit man kann man e agel Tiefe einer jeglichen G ssen, wie tief der Se ist: 5 K 5 Ee 9 90 0 müsse. Die 1 80 105 Planten r Saame 5 so einrichten, daß si ämaschine kann ae werden die Erde bringet i den Saamen ger 55 alsdenn den hat.„als man es für dien 1 tief in 1 0 0 1 Abtheilung, n Saamen nehmen solle Wem man den Saa 5 Saamen mit der i ch ee es oftmal 5 ee kleiner der eee als die 11 55 e von in die Hand d en dane e holkricht, 705 des Sämannes 1 0 mit vielen Erdklösern Deepun 0 gefüllet: so * sa Löchern un„ d T bleibet se Tiesen; auf den er men Ace e davon. c Plätzen aber 1 mae e der Saa et. n der gemeinen Weg verbunden, 1115 5 men. Denn da 0 säet, allzu viel Saam man nach 5 Erde gebracht! 1 in Perschebener e neh⸗ er gar zu tief liege: so gehet derseni 9 800 get. Ein anderer Thel 5 1 8 f es Saa⸗ mens 11 a l n Alt gf n dun N dung Voh ö e fi woöden M! dle e blen tie t u, de N eh Erde 1 um c 0 Aut lesien weitere 0 noch 72753. n it. st man Lese st. so me vog werden alsdenn tief in hefun⸗ dle. lsstrel⸗ Hand enn /e et da⸗ Feld t: so n den n abtt = Oga⸗ lach uleh⸗ fe in t auf ö Sal. fans worauf jährl. Pflanzen wachsen sollen. 75 mens kömmt gar nicht unter die Erde, und wird von den Vögeln gefressen. d Durch die neue Sämaschine wird diesen Unbe⸗ quemlichkeiten abgeholfen. Denn erstlich machet man damit kleine Furchen in einer beliebigen Entfer⸗ nung von einander, und in einer solchen Tiefe, als man für den Saamen, der unter die Erde gebracht werden soll, für dienlich befunden hat. Zweytens, da die Sämaschine alle gemachten Furchen wie⸗ derum mit Erde ausgefüllet: so bleibet kein Saa⸗ menkorn übrig, welches nicht unter die Erde ge⸗ bracht würde. Drittens streuet endlich die Säma⸗ schine gerade in jegliche Furche nur so viel Saamen aus, als man fur dienlich befunden hat. Vermittelst der Sämaschine werden daher alle Arten des Saamens so ordentlich und richtig in die Erde vertheilet, daß man sich die gewisse Rechnung machen kann, daß alle Körner aufwachsen und fort- kommen werden, es wäre denn, daß sie durch Un⸗ geziefer beschädiget würden. Weil aber die Sämaschine nur so viel Saamen ausstreuet, als schlechterdings nöthig ist: so muß man erstlich versichert seyn, daß alle Körner keimen und aufwachsen können: denn oftmals geschiehet es, daß ein Theil des Saamens gar nichts tauget. Da man nun die Beschaffenheit des Saamens nicht mit den Augen erkennen kann: so muß man sich bes⸗ sen durch die Erfahrung versichern. Man muß nämlich funfzig oder hundert Körner, wie man sie von ungefähr ergreift, ausstreuen; zuvor aber sie genau zählen. Wenn diese Korner aufgegangen sind: so siehet man an der Anzahl der Stengel, ob der 76 X. Hauptst. Wie solche Felder zu besaen der zehnte, der sechste, oder der dritte Theil derselben mangelhaft ist; und in solchen Verhältnissen ver— 1 mehret man die Menge desjenigen Saamens„den man in die Erde bringen will. Man schlägt ferner vor: man solle die Saamen— körner Reihenweise ausstreuen. Diese Reihen müssen zuweilen einfach seyn, wie A. B. Pl. 2. Fig. 22. wenn die Pflanzen stark und dauerhaft sind. Hingegen machet man sie doppelt„ wie C. D; drey⸗ fach wie E. F; oder vierfach wie G. H. nachdem es die verschiedenen Arten der Pflanzen erfordern, die man in die Erde bringen will, und wovon wir nachge⸗ hends reden werden. Zwischen diesen Reihen lässet man einen Raum von 7. bis 8. Zollen; und diesen werden wir die Scheidung nennen. Den Raum zwischen den einfachen, doppelten oder dreyfachen Reihen, nebst den Scheidungen, die zwischen den Reihen sind, nennen wir mit den Gärtnern Beete: die großen Zwischenräume zwischen denselben aber, O. P. nennen wir Anwände. Man siehet, daß zwischen zwo Reihen eine Scheidung ist; zwischen drey Reihen sind zwo, und zwischen vier Reihen drey Scheidungen u. s. f. Nunmehr kann man einsehen, daß unsere Sä⸗ maschine bald mehr, bald weniger Saamen in die Reihen fallen lassen muß, nachdem es die Eigen- schaft einer jeglichen Pflanze erfordert. Wenn man wissen will, wie groß der Raum seyn müsse, den man zwischen den Saamenkörnern in den Reihen zu lassen hat: so muß man Achtung geben, wie groß der Raum sey, den eine starke und muntere Pflanze von jeglicher Gattung einnimmt, damit man die c Säma⸗ ven. lz 0 ö N me 1 n lt Aus Helin erstben en ver⸗ 8, den damen. Ruhen 2 fig. tt sid. h dieh⸗ nes die je man achge. lässet diesen Naum sochen en den Beete: n aber, Life und Si in die eigen. man din nu ß fange 5 dit an worauf jährl. Pflanzen wachsen sollen. 77 Sämaschine dergestalt richten könne, daß sie zwi⸗ schen den Saamenkörnern allemal so viel Platz las⸗ se, als eine starke und muntere Pflanze von dieser oder jener Gattung erfordert. Denn man muß vermuthen, daß durch die neue Besorgung des Fel⸗ des die Pflanzen sehr stark und munter wachsen werden. Einer von den Puncten, bey welchen sich, in Ansehung des Ackerbaues, die meiste Schwierigkeit zeigen möchte, betrifft die Breite, welche die An⸗ wände, oder die Raume zwischen den Beeten haben müssen. Denn vieleicht mochte man dieses als et ⸗ was seltsames betrachten, wenn man so viel Erdreich siehet, das nicht genutzet wird, und welches man gleichsam als verlohren ansiehet. Man wird sich aber aus diesem Zweifel gar bald helsen konnen, so bald man die neue Art des Feldbaues versuchet ha— ben wird. 5 Bey der Ernde wird man bemerken, daß die meisten Waizenkörner zwanzig bis dreyßig Stengel hervor bringen, da man hingegen, nach der gemei⸗ nen Art nur zween oder drey von ihnen erhält. Wä⸗ re es möglich, diese dreyßig Stengel in die Anwän⸗ de zu vertheilen: so würde man das ganze Feld eben so bedeckt sehen, als wenn man es überall, nach der gemeinen Art, besäet hätte. Indem aber die Aeh⸗ ren größer, und mit schönern Körnern mehr ange füllet sind: so folget daraus, daß man eine um so viel reichlichere Ernde daher zu gewarten habe. Wenn man auf die ordentliche Weise säet: so schei⸗ net das Erdreich anfangs mit Pflanzen ganz bede⸗ cket zu seyn. Weil aber alle diese Pflanzen 905 dem elde 78 K. Hauptst. Wie solche Felder zu besäen Felde nicht genug Nahrung finden, wo es unmög⸗ lich ist, ihnen durch eine gute Besorgung zu Hülfe zu kommen: so gehen viele davon ein„ehe sie zur Reife gelangen; die meisten schmachten, sehen arm⸗ selig aus, und der Saamen gehet fast gänzlich ver⸗ loren. Nach der neuen Art aber finden alle Pflan⸗ zen überflüßige Nahrung; und weil ihnen von Zeit zu Zeit, durch das Pflügen zu Hülse gekommen wird: so werden sie so stark, daß sie die große An⸗ zahl der übrigen, die sonst klein bleiben, genugsam ersetzen. Also hat man gesehen, daß Felder, die auf die gewohnliche Art gebauet worden sind, nur den fünften Theil von demjenigen her vor gebracht haben, was man auf solchen Feldern erbauet hat, die nach der neuen Art besaet und gepflüget waren. Ein lebendiger Zaun zwischen zwey gepflügten Feldern, der unten nur 1 Schuh dicke, und 18 Schuh lang ist, wird nach vierzehn Jahren eben so viel Holz liefern, als ein Schlagholz von gleicher Art, welches 18 Schuh im Gevierten hat. Wenn man nun jährlich die Bäume in dem Zaune, und in dem Schlagholze fällete: so würde man von dem letztern vielleicht zehenmal so viel Holz bekommen, als von dem erstern. Und warum sollte nicht auch ein Platz, der achtzehn mal so groß ist, und ein Schlagholz ausmachet, weniger hervor bringen, als der kleine Raum, den der Zaun einnimmt? Es ist offenbar, daß der Unterschied daher rühret, daß das Schlagholz alle Jahre, aus Mangel der Luft, Nah⸗ rung oder Wartung, eine große Anzahl von Aesten verlieret. Aus dieser Vergleichung siehet man, was für große Vortheile man von der neuen Art zu er⸗ warten habe. Wenn ! 19 e Ae ick. ie u da e der 0h iu dien , I fr och tel i des K. iche eue Vale bah da Mah fine 4 4 Fus usch de , de fe Ea 5g fn ft fh. l N hesien unmög⸗ zu Hülfe sie zue en rm. lich ver. 1 Man. bon Zeit kamen che An⸗ enugsam die auf ur den haben, ie nach cpflägten und 13 n eben se gleicher Venn „ und n dem men, t auch und ein gen, aß Est daß dab gah⸗ Vesten ah, Was t z e. Ban worauf jährl. Pflanzen wachsen sollen. 79 Wenn man sagt, daß durch das Pflügen die Wurzeln zerrissen werden: so antworte ich, daß nur ein Theil von den Wurzeln seinen Ort verändert, und in ein neues Erdreich gebracht wird. Werden ja einige Wurzeln zerrissen: so geschieht solches doch nur ganz am Ende; alsdenn bringen sie, wie wir in der Abtheilung von den Wurzeln gesagt haben, eine viel größere Menge von neuen Würzelgen her⸗ vor, die viel geschickter sind, als die alten, Nahrung für die Pflanzen aus der Erde zu ziehen. Es ist unstreitig, daß einer von den vornehmsten Vorthei⸗ len des Harkens, Grabens oder Pflügens darinne bestehet, daß die Wurzeln dadurch eine solche Ge⸗ stalt und Einrichtung bekommen. Der Pflug hat vielleicht den Vorzug vor dem Grabscheite, daß die⸗ ses Werkzeug alle Wurzeln die es autrifft, zerschnei⸗ det und abreißt; da hingegen der Pflug, die Wur⸗ zeln oftmals nur aus einer Stelle in die andere, aus einem ausgesogenen Erdreiche in ein frisches bringet. Ueber dieses, wenn man nach unserer Art säet: so wird das Feld dadurch weniger erschöpfet, als nach der gemeinen Art: denn alle Pflanzen, die ein— gehen, ehe sie zu ihrer Reife gelangen, saugen das Erdreich aus. Wenn man also der neuen Art fol— get: so wird das Erdreich im Stande seyn, viele Ernden hinter einander Fürchte zu bringen; und zwar so, daß die Pflanzen immer besser und besser seyn werden, weil man die Beete hernach mitten auf die Anwände bringen kann, wo das Erdreich sehr gut und tief gepflüget worden ist. In dem fol⸗ genden wird dieses weitläuftiger erwiesen werden. Ibo wollen wir nur noch eine Erfahrung des Herrn Tull 80 X. Hauptst. Wie solche Felder re. Tull beyfügen, wodurch dasjenige bestätiget wird, was wir gesaget haben. Man hatte Erdäpfel unter einander, nach der gemeinen Art, auf die Halfte eines magern, aber wohlgedüngten Erdreichs gebracht. Die andere Halfte eben dieses Feldes wurde in solche Beeten nach der neuen Art gepflanzet, und vier mal gepflü— get, so lange die Erdäpfel in der Erde waren. Auf der nach der gemeinen Weise bepflanzten Hälfte schienen die Erdäpfel anfangs besser fort zu kommen, als die übrigen, bey denen man die neue Art beob— achtet hatte. Nachgehends aber nahmen diejenigen, die man nach der neuen Weise gebauet hatte, sehr stark zu, und lieferten eine sehr gute Ernde; da hingegen die übrigen nicht der Mühe werth waren, daß man sie auszog. Da man vorschlägt, die Beeten zu pflügen, in⸗ dem die Pflanzen wachsen, so folget daraus, daß die Anwände bey größern Pflanzen breiter seyn müs— sen, als bey den kleinern; breiter auch für diejeni— gen, die lange in der Erde liegen bleiben, worun⸗ ter der Waizen gehöret, als für andere, welche sich, wie die Gerste, nicht lange in der Erde aufhalten. Endlich thut man auch wohl, wenn man die Breite der Anwände verändert, nachdem das Erdreich fe— ste und harte, oder leichte und locker ist. Ueber⸗ haupt aber, wenn das Erdreich mit Waizen besäet ist, machet man die Anwände 6. Schuh breit. Man wird nachgehends die verschiedenen Arten finden, wie man ein Feld durch den Pflug bearbei⸗ ten solle. Das dies a Deen chin nan J. Ein err pat i ahl ale sugen, E iber da N fich fin Faapenunt ll. De Mug de Sum! III D id ber bai N. be k bun dyn Iz behe 0 berg K. et wic, ach der , aber andere Beelen A gepflä⸗ eh. Aas n Hälste fommes, t beob senigen, e, schr dez da Y wgken, igen, in⸗ us, daß eynmüͤß⸗ dien/ worun ech, halten. n Akten heaubei D 81 „**** N** XK*** N* N** K** Das XI. Hauptstück. Vom Unkraute. D ie Ackersleute nennen alles dasjenige Unkraut, 8 was auf ihren Feldern von sich selbst wächst, und welches zu bauen nicht ihre Absicht ge— wesen ist. Das Unkraut raubet den übrigen Pflanzen ei⸗ nen großen Theil Nahrung, indem es dieselbe eben so wohl aus der Erde ziehet, als die nützlichsten Pflanzen. Endlich gewinnet es zuweilen die Ober— hand über das Getraide, und vermehret sich derge— stalt, daß es scheinet, als ob ein solches Feld gar nie— mals mit Korne besäet worden wäre. Diejenigen Gattungen von Unkraute, vor wel⸗ chen man sich am meisten fürchtet, sind folgende: J. Eine Art von Lychnis, weche man Kaden, oder römischen Kümmel nennet. Da der Saamen schwarz ist, und in der Größe dem Waizen beynahe gleich kömmt: so läßt er sich leichtlich von dem guten Saamen unterscheiden, und machet das Brod schwarz. II. Der Fuchsschwanz, wovon der Saamen einige Aehnlichkeit mit dem Waizen hat. Dieser Saamen machet das Brod bitter. III. Der wilde Wohn hat sehr feine Körner, und vermehret sich zuweilen so übermäßig, daß er den Waizen ersticket. IV. Vogelwicken, womit das Getraide, wenn es von dem Regen, oder sonst, umgeschlagen ist, ganz bedecket wird, sich nicht wiederum erholen kann und verfaulen muß. a Ee 7 3 p r *—— 248 82 Das XI. Hauptstük. V. Die OQvecken. Diese vervielfältigen sich durch ihren Saamen, durch ihre Wurzeln, die sich immer fortschlingen, und auch durch, die Stücken von ihren Wurzeln, die man unter dem Pflügen ab⸗ schneidet. VI. Der Steinklee, der dem Brode einen übeln Geruch giebt: Endlich die Disteln, und der gattich„ nebst vielen andern Pflanzen, wodurch das Erdreich un⸗ gemein erschöpfet wird. Damit die häufige Vermehrung des Unkrautes verhindert werde: so muß man es ausrotten, ehe der Saame reif geworden ist. Allein dieses ist auf 5 solchen Feldern nicht möglich, die auf die gemeine Weise besäet worden sind: denn sie wachsen mit dem guten Saamen zugleich fort; und der größte Theil davon wird noch eher reif, als das Getraide; der Saame fället von sich selbst auf das Erdreich, und säet sich gleichsam; und die schädlichen Pflanzen werden solchergestalt vervielfältiget. Eben so wenig darf man hoffen, daß man es vertilgen werde, wenn man das Feld brache liegen lässet: denn der Saa⸗ me dauret viele Jahre lang in der Erde fort, ohne sich zu verändern, oder zu verderben. Wenn man spanisches Heu auf ein solches Feld säet, worauf viel wilder Mohn gefunden wird: so wird man gleich im andern Jahre, nachdem man das spani⸗ sche Heu ausgesäet hat, fast nicht einen Stengel mehr von dieser Pflanze sehen. Wenn man aber nach neun Jahren dieses. Feld, worauf man spanisches Heu gesäet hat, aufpflüget: so wird man oft⸗ mals finden, daß der wilde Moh on wieder zum Vor⸗ scheine 05 fat 1 n 112 wah Ge ad me ae flat 1 1 be u. Mf en, deal in wurde, 95 frohe bung i f Doe an deen drache e Saanen das Fil 1 h, J aner chanzg ha, gl de ede auch int de doch 6 C5 f ff dean de r um Nase allige sch 0, diet de Stückn Mägen ab. ehen ͤbeln ttich, vobst Erdreich un 5 Unkraut roten, ehe ies ist auf die geigeine hen wilden größte Tha hekraide; dy rdreich, ul hen Pang ben so wenig perde, wenn in der Saa⸗ fort, ohne Wenn wan süet, woaf so wird man an dis soani⸗ Snngalnthe un aber nah U spanscht died maß gl der zun du heile Vom Unkraute. 83 scheine kommt. Dieses kann keiner andern Ursache zugeschrieben werden, als, weil sich der Saamen in der Erde erhalten hat. Eine andere Erfahrung. Ich ließ einen Gra⸗ ben erneuern, der vor funfzehn oder zwanzig Jahren ausgefüllet worden war. Die Erde die man dar⸗ aus bekam, ließ ich auf ein gepflügtes Feld ausbrei⸗ ten. Auf demselben wuchsen hernach viele Pflan⸗ zen, dergleichen auf dem übrigen Felde nicht gefun⸗ den wurden. Folglich wurden sie durch den Saa⸗ men hervor gebracht, der sich, seit fuufzehn oder zwanzig Jahren, so lange nämlich der Graben aus— gefüllet gewesen war, in der Erde erhalten hatte. Dieses ist eines Theils die Ursache, weswegen man diejenigen Felder so sorgfältig pflüget, die man brache liegen lässet. Es ist wahr, daß zwar viele Saamenkörner in dem Jahre aufgehen, in welchem das Feld ruhet: daß aber auch durch das öftere Pflügen viel solcher Saame zu Grunde gerichtet wird. Allein, man findet viele Gattungen von Pflanzen, worunter der Taubhafer und der Fuchs⸗ schwanz gehören, deren Saame nicht eher auf— gehet, als bis er zwey bis drey Jahre lang in der Erde gelegen hat. Solche Felder möchte man auch mit aller möglichen Sorgfalt pflügen: so wür⸗ de doch solcher Saame nicht eher aufgehen. Es ist offenbar, daß das Pflügen der Brachäcker solche Pflanzen im geringsten nicht vertilget: son⸗ dern den Saamen vielmehr in den Stand setzet, daß er um so viel gewisser aufgehen kann, wenn die dar— zu erforderliche Zeit herbey gekommen ist. 80 F 2 le 2—ͤ 5 84 Das XI. Hauptstück. Die Pachter hatten nichts bessers ersinnen kön⸗ nen, um solche Pflanzen zu vertilgen, als daß sie mit dem Saamen, womit ihre Felder besäet werden sollen, umwechseln, und in dem Jahre Hafer darauf säen, wo man hätte Rocken darauf säen sollen. Die Er⸗ fahrung lehret auch, daß gewisse Pflanzen durch die— ses Mittel vertilget werden, die nur alle drey Jahre zum Vorscheine kommen, und sich nur unter dem Rocken zeigen. Aber der Ackersmann verliehret sol⸗ chergestalt eine Ernde, und es bleibet doch noch viel Unkraut zu vertilgen übrig. Dadurch wird man bewogen, das Feld zu jäten. Es geschiehet solches auf zweyerley Weise. 1 Einige Weiber stellen sich neben einander hin, und haben in der Hand ein Werkzeug, welches man ein Jädeisen, oder eine Jädhaue nennen kann. Es ist solches ein kleiner Haken mit einer Schneide, Pl. 2. Fig. 23. woran ein drey bis vier Schuh lan⸗ ger hölzerner Stiel ist. Damit werden diejenigen Kräuter und Gewächse zerschnitten und ausgerottet, welche sich am deutlichsten zeigen; nämlich Disteln, und rothe und blaue Kornblumen. Wenn diese Pflanzen noch jung sind, so werden die Jädweiber dieselben nicht gewahr; und in diesem Falle muß man, wenn sie größer gewachsen sind, solche Arbeit wiederholen. Die kleinen Gewächse und Pflanzen aber, die wenigstens eben so schädlich sind, worunter die wilden Wicken, der Taubhafer, das Stal⸗ kraut, der römische schwarze Kümmel, das Schlangenkraut, das Lülch, der Fuchs⸗ schwanz, und alle kleine rothe Kornblumen ge⸗ hören, bleiben auf dem Felde. Ueber dd fe e un pile pocht en fit ße el De ad faba e 1 fen fr c con müßte Wehe a U dt Pacher in debe guügen! fler; b ffn a fad c sad I dan Oil, sahng D t dee . C00 de lingen kön⸗ daß sie mi erden solgh darauf sin, f. Die be zen duch dee e daey Jute Ur unter dem versichtet t. och noch il ) wird mu schet solche nander hin, welches man kann. Ez er Schrede, Schuh l en dichenign ausgerollt ich Nuteln, Venn diese Jweiber Falle muß olche Abel d Pagen ad, wonunter de Sal el, das Sucht dumen ge Vom Unkraute. 85 Ueber dieses, wenn man das Unkraut und die schädlichen Pflanzen abhauet: so ist es nicht mög⸗ lich, daß das Korn nicht zugleich mit abgehauen werden sollte. Endlich treiben die Disteln, und an⸗ dere zweyjährige Pflanzen zwey, drey bis vier Wur⸗ zeln, an statt einer; und alsdenn wird das Uebel nur um so viel größer. Die andere Art, ein Kornfeld von Unkraute zu saubern, bestehet darinne, daß man solches Unkraut ganz ausreißen lässet. Die Pachter pflegen solches gar nicht zu thun, weil sie den Arbeitern zu viel Lohn geben müßten. Wo aber viel Weinberge sind, und die Weiber gern Futter für ihre Kühe haben wol. len, da sehen es dieselben gerne, wenn man sie das Unkraut aus dem Getraide ausreißen lässet. Den Pachtern mangelt es daher an solchen Orten niemals an Arbeiterinnen, die ihnen solche Dienste mit Ver⸗ gnügen leisten. Indem sie aber das Unkraut aus⸗ reißen: so ziehen sie auch zugleich viel Korn mit aus, und thun also dem Pachter hierdurch großen Scha⸗ den, sonderlich, wenn das Feld feuchte ist. Her⸗ nach schaden sie auch dem Getraide dadurch, daß sie das Korn mit ihren Füßen niedertreten, und die Säcke, worein sie das Unkraut sammeln, auf dem⸗ selben hinschleppen. Das sicherste Mittel, das Unkraut auszurotten, ist dieses: daß man zu pflügen fortfähret, wenn der Saame noch in der Erde liegt. Dieses kann aber nur nach der neuen Art, das Feld zu bauen, geschehen. F 3 Das 86 Das XII. Hauptstück. ***** R K* N X X* N* K N N X** Das XII. Hauptstück. Von der Umwechselung des Saamens. n Engelland, und auch in Frankreich, hat man die Gewohnheit, daß man den Leinsaa⸗ men aus Flandern holet; und man bemer⸗ ket, daß man von solchen Saamen schönern Flachs erhält, als wenn man inländischen Lein säet. Fast in allen Provinzen des Königreichs holet man den Saamen zu den spanischen Artischocken von Tours; zu den Melonen aus Italien; zu der Lu⸗ serne aus Langvedoc; und die Pachter sind alle⸗ mal besorgt, jahrlich mit einem Theile ihres Saa⸗ mens umzuwechseln. Wir glauben, verschiedene Ursachen gefunden zu haben, weswegen man also verfahren müsse. Man findet Pflanzen, die sich viel besser zu der einen Himmelsgegend schicken, als zu einer andern. Einige kommen besser in derjenigen Gegend fort, die ihnen, so zu sagen, natürlich ist, und gleichsam ihr Vaterland ausmachet, als auf einem Boden, der ihnen fremde ist. Eine matte und schmachtende Pflanze bringet auch schlechten Saamen hervor; und daher rühret es ohne Zweifel, daß derjenige Saamen, den man in einer solchen Gegend einsam— melt, welche einer Art von Pflanze nicht gleichsam eigen, oder ihr zuträglich ist, nicht so vollkommene Pflanzen hervor bringet, als ein anderer, der aus einer l 1 ft m 0 Nen nut m bag fi in die 0 fil. d Sin mühe shlche kf eat ii t Wich, Leah dene been 0 ht Cum Dun tech ett sesch pech San qm se Uurke 95 „ ung krich, hat den Leinsag⸗ man beme⸗ nern lach saet. ichs holt hocken von Inu der du⸗ er ssad ale⸗ ihres Sal en gefunden muse. er zu ber er andern. d fort, die ichsam ihr hoden, der hmachtende en hirut; 5 dchenge uud nam. gleichsam oakommele r, drag at on Umwechselung des Saamens. 87 einer solchen Gegend kömmt, die diesen Pflanzen natürlich ist. So viel wir auch Kunst anwenden, um schöne Melonen zu bekommen; so können wir sie doch nur zu einer mittelmäßigen Große bringen, in Verglei⸗ chung mit den italiänischen: denn in Italien kom⸗ men die Melonen fast ohne Wartung und Besor— gung fort. Wenn wir nicht besorgt wären, allemal den Saamen von unsern besten Melonen einzusam— meln: so wurden wir in kurzem lauter ungemein schlechte Melonen haben. Weil aber auch unsere vortrefflichsten Melonen den italiänischen nachstehen müssen: so können wir auch unsern besten Saamen nicht mit dem mittelmäßigen Saamen des andern Landes verglechen. Dieses ist schon genug, um zu beweisen, daß es vortheilhaft seh, den Saamen aus denenjenigen Ländern zu holen, wo die Pflanzen am besten fort kommen. Es ist offenbar, daß in einerley Lande die Be⸗ schaffenheit des Bodens eben die Wirkung bey dem Saamen haben könne, als die Himmele gegend. Denn wenn die Pflanzen in einem magern Erdrei— che schlecht, unansehnlich, und schmachtend werden: so ist es ganz natürlich, daß der Saamen an der schlechten Beschaffenheit der Pflanzen Theil nimmt, welche denselben hervor gebracht haben; und daß der Saame nicht im Stande seyn wird, so schöne Pflan⸗ zen hervor zu bringen, als wenn er von muntern und vortrefflichen Pflanzen herkäme. Deswegen will Herr Tull, man solle den Saamen aus einem sol⸗ chen Boden nehmen, welcher besser ist, als derjeni⸗ ge, den man ietzo besäen will, und lieber aus einem F 4 guten 88 Das XII. Hauptstück. guten angebaueten Boden, als aus einem andern, worauf man keine solche Wartung gewendet hat. Ich bin nicht ungeneigt, dieses zu glauben, ob gleich die gegenseitige Meynung fast überall angenommen wird. Denn wenn die ersten Pflanzen, die von ei⸗ nem schönen Samen hervor gebracht werden, groß, und von guter Beschaffenheit sind: so ist die Hoff⸗ nung, die man auf einen solchen Saamen setzet, ge— gründeter, als bey einer schlechten und armseligen Pflanze. Wir finden noch einen andern Vortheil, der uns bewegen muß, mit dem Saamen zu wechseln. Es findet sich allerhand Unkraut, das vornehmlich in gewissen Gegenden wächset, auf andern aber nicht so gut fort kommt. Wenn ein Pachter den Wai⸗ zen säet, den er selbst eingeerndet hat: so pflanzet er zugleich das Unkraut mit fort, das auf solchem Boden zu wachsen pfleget. Wenn er hingegen mit dem Waizen wechselt: so findet der Saame des Un⸗ krautes, den er mit ausstreuet, nicht einen für ihn dienlichen Boden; und er kann also dem Getraide nur mittelmäßigen Schaden thun. Wegen dieser Gründe glaubet der Herr Tull, man könne, vermittelst der neuen Art, das Feld zu bauen, des Saamenwechsels überhoben seyn. Denn durch diese neue Art wird fast alles Unkraut gänz⸗ lich vertilget; und da die Pflanzen über die maßen munter sind: so muß ihr Saamen, zu Besäung ei⸗ nes Feldes, allem andern vorgezogen werden; und zwar um so viel mehr, da hier nicht von fremden Pflanzen die Rede ist, die ihre Güte von der Him⸗ mels⸗ fenen Wien. dh Ka un le 6 fl fit . ö Manz lk se n g l ier. facit A lde m albern, endet ha „ob gleich genommen die von ei dae, groß, ˖ de Hoff. f schtt ge⸗ armnseliger theil, der wechseln, hmloch in aber nicht den Wai. so pflanze suf solchem gegen ni ne des In. n fir in Galalde err Tull, 8 Fed zu n. Dum rauk gan de aßen ung e den; vnd m stenden der Hl 1 Von Umwechselung des Saamens. 89 melsgegend hernehmen, wo sie hervor gebracht wor— den sind. Was unser Verfasser hier behauptet, könnte ei⸗ niger Schwierigkeit unterworfen seyn. Denn es ist bekannt, und Herr Tull ist es auch eingeständig, daß kleiner Saamen eben so schöne und muntere Pflanzen hervor bringet, als der größte und fetteste Waizen. Wenn man dieses voraus setzet: so wird das Korn von einem schlechten Erdreiche eben so gut zum Aussäen seyn, als der schönste Saame, wenn es nur seinem Wesen nach von guter Beschaffen⸗ heit ist. Ich will dieses Hauptstück mit folgender An⸗ merkung schließen. Wenn wir zugestehen, daß die Pflanzen in solchen Gegenden ausarten, welche sich für sie nicht eigentlich schicken: so sind wir deswegen gar nicht der Meynung, daß sie, weil sie ausarten, gar zu einer andern Gattung gerechnet werden müß— ten; daß aus dem Rocken Spelt, aus dem Hafer wilder Hafer, u. s. w. werde. Diese Meynung findet ietzo so wenig Anhänger, daß sie nicht verdie⸗ net widerleget zu werden. Nachdem die Hauptgründe angeführet worden sind, auf welchen der neue Ackerbau beruhet: so wird es nunmehr dienlich seyn, dieselben zur beson⸗ dern Besorgung dieser, oder jener Art von Pflan- zen anzuwenden. Wir wollen darzu die großen Rüben, den Waizen, das spanische Heu, und die Luserne erwählen. F 5 Das 90 XIII. Hauptst. Besorgung der großen K N* K„F„ Das XIII. Hauptstück. Besorgung der grossen Steckrüben, nach der gemeinen Art. „Tiese Wurzeln werden ziemlich häufig in Limo⸗ ge, Auvergne u. s. w. gebauet, nicht so wohl zur Nahrung der Menschen, als zur Mä⸗ stung des Viehes. 5 Man säet sie zu verschiedenen Jahreszeiten, son⸗ derlich aber zu Ende des Brachmonats, den ganzen Heumonat hindurch, und zu Anfange des August⸗ monats. In diesen beyden Monaten genießen sie zugleich etwas Regen: denn dieser Umstand ist noth⸗ wendig, wenn solche Pflanzen gut fort kommen sollen. Man säet sie auf ein wohl gedüngetes Feld, wel⸗ ches zu verschiedenen malen gepflüget worden ist. Man streuet den Saamen mit der Hand aus, und zwar so gleichförmig, als möglich ist. Hierauf wird er eingeegget. Dabey ist man besorgt, daß der Saame nicht über einen Zoll dicke mit Erde be⸗ decket werde: denn sonsten würde man Gefahr lau⸗ fen, daß der Saame gar nicht aufgehen könnte. Wenn die Rüben aufgegangen sind: so siehet man, wo etwa ledige Plätze befindlich sind, und säet daselbst etwas weniges neuen Saamen dahin, den man mit dem Rechen unter die Erde bringet. Wenn die Wurzeln ohngefehr so groß sind, als ein kleiner Finger: so jätet man sie sorgfältig, damit das Un⸗ kraut ak fit 1 lle mh umu niht m, de ec 5 4 ihr; ö As ec If gtoßen * 6 krͤben, iy in ing. cht so wohl b jut Mi. eiten, son. en ganzen s Mgust⸗ eeßen sie ad ist noh. men solen, 5 Feld, wl worden i. aus, und Herauf oegt, daß Erde be⸗ esche lau bunte, di b sche a9, ub sit dahin, den l. Ben ein klick it dr l falt Steckrüben, nach der gemeinen Art. 91 kraut hinweg komme, welches ihnen hinderlich seyn könnte; und einen Theil der Rüben ziehet man an denenjenigen Orten aus, wo sie zu dichte stehen. Einige ziehen das Unkraut nicht aus: sondern be⸗ hacken das Feld ein wenig. Dieses kann nicht ge⸗ schehen, ohne zugleich viel Rüben mit aus zureißen. Allein, sie werden dafür um so viel größer; und es ist allemal vortheilhafter, wenig große Rüben zu ha⸗ ben, als eine große Menge von kleinen. Nach dieser Arbeit haben solche Pflanzen keine Wartung weiter nöthig. Man muß sie nur vor al⸗ lem Viehe verwahren, sonderlich vor den Schwei— nen, die gar bald auf das Feld laufen würden, um die ihnen so angenehmen Wurzeln heraus zu wülen. Gegen die Mitte des Wintermonats ziehet man die großen Rüben aus, weil dieselben den Frost we⸗ niger vertragen können, als die Steckrüben. Man legt sie Schichtweise, und allemal Sand dazwischen, in ein Gewölbe, oder in einen Keller, der nicht all⸗ zu feuchte ist. Da die Steckrüben dem Froste besser widerste⸗ hen: so kann man sie in der Erde lassen, bis sie her⸗ nach von dem Viehe gefressen werden, wie ich in dem folgenden Hauptstücke zei⸗ gen will. Das * 92 XIV. Besorgung der Steckrüben ****** Das XIV. Hauptstück. Besorgung der Steckrüben nach der neuen Art. Es ist in diesem Hauptstücke nicht von solchen kleinen Steckrüben die Rede, deren man sich zur Speise bedienet. Diejenigen, wovon wir hier handeln wollen, sind fast einzig und allein zur Nahrung des Viehes gewidmet. Das beste Erdreich für alle Gattungen von Steckrüben ist, wie ich schon gesagt habe, ein ge⸗ lindes, sandiges, und etwas feuchtes. Durch eine gute Besorgung kann man aber, fast in allerley Bo— den, Steckrüben erbauen, ausgenommen, wenn der Boden kalchicht ist: denn hier kommen sie selten gut fort. Ehe wir von der neuen Art, die Steckrüben zu bauen, reden; so wird es dienlich seyn, im Vor— aus mit anzumerken, daß alle Wurzeln, Möhren, Rüben, u. d. g. sonderlich in einem solchen Boden gut fort kommen, der einen tiefen Grund hat. Wir haben einen ganzen großen Küchengarten, drey Schuhe tief, umgraben lassen; alle Küchengewächse kamen daselbst vortrefflich gut fort: sonderlich aber hatten die Wurzeln eine erstaunenswürdige Länge und Dicke. Daraus folget, daß man sehr sorgfällig, und so tief, als möglich ist, solche Felder pflügen müsse, worauf Steckrüben kommen sollen. Da diese Pflan⸗ zen gern in lockerm Erdreiche wachsen: so maß man bemühet 0 5 fallt Dude 15 bi 0 ele 10 zun den mel Ab fig ume Saal monctz, Ol Gt I. Bec 0 g 0 be Pam. D. i hill. dhe don solchen n man sich wovon wir allen zue ngen von ein ge⸗ Durch eine llerley Bo⸗ „ wenn der sieselen gůt Seackküben „In Vor Mulan, Boden l. Wir n, dey ngewächs erlich abet dige dae 1 ud st eh müss, de Pf muß fal hani nach der neuen Art. 93 bemühet seyn, festes und hartes Erdreich in den Stand des lockern zu setzen. Dazu kann man die beyden Mittel brauchen, wovon wir gesagt haben, daß sie eine solche gute Wirkung hervor bringen kön⸗ nen; nämlich, das Düngen und das Pflügen. Wenn man nun keinen Dünger hat: so muß man um so viel mehr und öfterer pflügen; und zwar um so viel mehr, ie fester das Erdreich ist. Steckrüben kann man von der Mitte des May⸗ monats an bis zu Anfange des Augustmonats säen. Der Erfolg hanget in beyden Fällen gar sehr von der Beschaffenheit des Bodens, und von der Wit⸗ terung, ab. Ordentlich aber säet man die Steck⸗ rüben, wie wir schon gesagt haben, um Johannis herum. Wenn man sich der neuen Sämaschine bedie— nen, und der neuen Art, das Feld zu bauen, folgen will: so besäet man mit einer Unze Saamen fast eben so viel Feld, als nach der gemeinen Art mit ei⸗ nem Pfunde. Denn, wenn man besorgt gewesen ist, nur so viel Saamen, als nothwendig erfordert wird, auszusäen: so wird man sich nicht genöthiget finden, eine große Menge Steckrüben auszurotten, wenn man sie hernach in Ordnung bringen will, da— mit sie groß wachsen mögen. Das vortheilhafteste wird dieses seyn, wenn man den Saamen in einfache Reihen ausstreuet, welche 6 Schuh von einander entfernet sind. Herr Tull hat solchen Saamen in doppelte Reihen gesäet, ist aber damit nicht wohl gefahren. Er hat auch einfache Reihen gesäet, die aber nur drey Schuh von einander waren. Diese haben mehr Steckrüben her. 94 XIV. Besorgung der Steckrüben hervor gebracht, als ein benachbartes Feld, welches nach der gemeinen Art besäet, und mit der Harke bearbeitet worden war. f Gleichwohl findet man dabey noch mehr Vortheil, wenn man zwischen den Reihen einen Raum von sechs Schuhen lässet. Wenn man die Anwände gut pflüget, und zwar fünf bis sechs Zoll tief: alsdenn werden die Steckrüben bewundernswürdlg fort kom⸗ men; und zwar bloß durch den Thau, der durch die Erde bis in die Wurzeln hindurch dringet. Wenn man versichert wäre, daß man so gleich Regen bekäme, wenn man die Steckrüben gesäet hat: so würde man wohl thun, wenn man den Saa⸗ men nur in einer kleinen Tiefe aussäete. Fället aber nachgehendes nicht bald ein Regen ein, nach— dem derselbe ausgesäet worden ist: so ist es besser, wenn der Saame tiefer liegt, weil er daselbst schon so viel Feuchtigkeit findet, daß er keimen und aus der Erde hervor dringen kann. Da unser Verfasser mit seiner Sämaschine den Saamen wechselsweise, in verschiedener Tiefe in das Erdreich bringen kann: so hat er sich diese Bequem⸗ lichkeit zu Nutze gemacht, und beständig Saamen gehabt, der fort gekommen ist, es mochte nun tro— ckenes oder nasses Wetter seyn. In dem letzten Falle gehet der Saamen auf der Oberfläche zuerst auf. Wenn aber trockenes Wetter einfällt: so bricht derjenige Saamen zuerst hervor, der am tief⸗ sten unter der Erde lieget. Dieses ist also ein ganz ungekünsteltes Mittel, auf einem einzigen Felde zweymal Steckrüben einzu⸗ ernden. Man hat noch ein anderes, welches dar⸗ inne g iu bah b 0 Ha ak. aa n, pe a del dee in dl muß me eki f FGuttlb⸗ i bat ch 1 due d li egen Huben , welches der Hake Vorheif, wum von winde gut alsdenn g fut kom. der durch get, n so gleich en gestet den Saa⸗ Fillet un, nach stes bessr, selost schon en und aus chin den e in das Bequem⸗ Saamen e dun te. eim lezten ache zuert falt: p er am lf. 6 Mitt Iben einn ches de ile nach der neuen Art. 95 inne bestehet, daß man den Saamen von der letz ten Ernde, oder solchen, der zwey Jahr alt ist, aus- säe. Denn dieser gehet später auf, als ganz frischer Saamen. Es kann aber auch sehr vortheilhaft seyn, wenn man es dahin bringet, daß nicht alle Steckrü⸗ ben zugleich aufgehen: denn solchergestalt kann man sie vor den Mücken, oder Erdflöhen bewahren, wel che sie oftmals ganz durchfressen, und zu Grunde rich— ten. Damit man dieses recht verstehen möge; so muß man wissen, daß oftmals sich eine große Men⸗ ge von solchem Ungeziefer sehen lässet, welches die Steckrüben, indem sie aufgehen, verzehret. Manch mal verschwindet aber dieses Ungeziefer so plötz— lich, daß diejenigen Steckrüben, die auf den ansto— senden Feldern einige Tage hernach aufgehen, da⸗ durch nicht im geringsten beschädiget werden. Dar⸗ aus folget, daß, wenn die Steckrüben auf einem Fel⸗ de zu verschiedenen Zeiten aufgehen, man hoffen kann, daß entweder diese, oder jene, von der Wuth des Ungeziefers befreyet bleiben werden. Denn die gefährlichste Zeit ist diese, wenn die Steckrüben nur die ersten Saamenblättchen haben. Wenn schon die großen Blätter hervor gekommen sind: so sind die Steckrüben beynahe außer Gefahr. Eines von den besten Mitteln, die Steckrüben vor solchem Un⸗ geziefer zu sichern, ist dieses: daß man eine große und schwere Walze, A. Pl. 2. Fig. 24. über das gan⸗ ze Feld hinweg ziehe, so, daß die Walze die Beete B. und die Furchen C. senkrecht treffe. Diese Walze presset das Erdreich dergestalt, daß das Ungeziefer weder hinein noch heraus kommen kann, und also umkommen muß. Allein dieses Pressen würde für die 96 XIV. Besorgung der Steckrüben die Steckrüben sehr schädlich syn, wenn das Erd— reich nicht tief gepflüget wäre; wenn es feuchte und zähe wäre, und leichte zusammen gepresset werden könnte. Man kann aber diesen Unbeqquemlichkeiten zum Theil doch dadurch abhelfen, wenn man die Beete so gleich pflüget, wenn die Rüben die großen Blätter hervor getrieben haben. Denn hernach hat man nichts mehr von dem Ungeziefer zu befürchten, und es wird durch dieses Pflügen vollends zu Grun— de gerichtet werden. Uebrigens kann dieses Pflü⸗ gen nur mit dem neuen Pfluge geschehen: denn das Erdreich ist oftmals so feste, daß die Harke es nur ein wenig aufkratzen würde. Wenn die Jahres- zeit und Witterung gut gewesen ist; wenn aller Saamen aufgegangen ist; und wenn die Pflanzen durch das Ungeziefer nicht beschädiget worden sind: so muß man einen Theil davon ausziehen, und zwar bey guter Zeit, damit das Erdreich durch solche Pflanzen nicht so sehr ausgesogen werde. Durch solches Verfahren richtet man es so ein, daß die Steckrüben ungefähr 1 Schuh weit von einander zu stehen kommen, oder auch etwas näher beysammen, und daß auf einem Platze von 1 Ruthe im gevierten 50 Rüben gefunden werden. Wenn das Erdreich recht gut ist; so kann man auch 60 Rüben auf ei⸗ nem solchen Platze lassen. Wenn die Rüben gut fort kommen: so kann man sich damit begnügen, daß man die Seiten des Fel⸗ des, wo die Steckrüben stehen, wechselsweise pflü⸗ get, und also erstlich die Seitenwände A. C. E. Pl. 2. Fig. 25. und einige Zeit hernach die Seitenwände B. D. F. Denn es ist besser, wenn man ihnen von Zeit 6 1 J n n sealsef 00 15 14 ghd ö . 0 t 1 usch an fe Di e 5 das. 0 0. 90 fige!. u, D h durch de Hnke de die ld O. er A vnn cc d. er eat Mn! nun en a bean ma am c in e Ei an geg len das Eid. keuchte und et werden lichkeiten n man die die großen henach hut befürchten, s zu Grun. leses Pfl. : denn das ke es nur Jahres dean aller Mladen orden sind: 1 und zwar durch sosche „ Dulh iu daß die nander zu chsammen, 1 gedierten z Eldteich ben auf el so kann mn ten der gel pee pfl (E. P. datenwälke ihnen bn 1 nach der neuen Art. 97 Zeit zu Zeit eine mäßige Nahrung giebt, als wenn men ihnen auf einmal so großen Ueberfluß verschaf— fet, und sie hernach noch einmal so lange ohne Be— sorgung und Pflügen liegen lässet. Ob man aber schon sich den Rüben mit dem Pfiuge so weit nä— hert: so thut man doch wohl, wenn man das Erd⸗ reich zwischen den Rüben noch mit einer Gabelför— migen Harke, oder mit einem Haken bearbeitet. Diese Arbeit geschiehet mit wenigen Kosten, denn fast bas ganze Feld wird mit dem Pfluge bearbeitet; und ein geschickter Mensch kann sich mit dem neu⸗ en Pfluge den Rüben bis auf zwey oder drey Zoll nähern. 5 Wenn die Rüben groß sind: so ist es nicht nö⸗ thig, daß man sich ihnen so weit nähert, weil sie da⸗ durch leichtlich beschädiget werden können. Die Harke darf man dazu nicht eher brauchen, als bis die Rüben Fingers dicke sind. So oft man nur einzelne Reihen zu irgend ei⸗ ner Art von Pflanzen erwählet: so thut man wohl, wenn man die Seiten wechselsweise pflüget. Denn erstlich ist ein viermaliges Pflügen, welches nicht mehr kostet, als ein zweymaliges, für die Pflanzen fast eben so vortheilhaft, als wenn man völlig vier mal pflüget. Zweytens, eine Pflanze die von der ei⸗ nen Seite viel Nahrung erhält, hat nicht nöthig, von der andern Seite eben zu viel zu holen. Drittens, wenn man durch das nahe Pflügen an die Pflanze viele von ihren Wurzeln zerrissen hat: so ersetzen den Verlust diejenigen, die sich auf der gegen über stehen⸗ den Seite befinden, bis die abgerissenen Wurzeln von neuem wiederum wachsen. Viertens, man f G kann 98 XIV. Besorgung der Steckrüben kann sich den Rüben alsdenn um so viel mehr nä⸗ hern, ohne zu befürchten, daß man sie ermüden, oder umreißen werde. Fünftens, wenn man viel Rü⸗ ben zu pflügen hat: so kann man sie solchergestalt um so viel leichter besorgen. Wolte man hingegen alle Platze und Seiten pflügen: so würde man sich oft⸗ mals genothiget ehen, einen Theil davon schmachten zu lassen. N N Wenn die Rüben noch klein sind: so darf man keine offene Furche nahe bey ihnen lassen: denn sol⸗ chergestalt würde das Erdreich um sie herum zu tro⸗ cken werden. Im Herbste ist. man dieser Gefahr nicht mehr ausgesetzet, weil die Rüben alsdenn schon stark sind, und das Erdreich feuchte ist. Ich glau⸗ be, daß es eben so wenig dienlich seyn wird, im Win⸗ ter eine offene Furche nahe bey ihnen zu lassen, weil sie alsdenn noch einer größern Gefahr, wegen des Frostes, ausgesetzet waren. Ein abgewechseltes Pflügen, oder, welches ei⸗ nerley ist, ein zweymaliges halbes Pflügen, ist ge⸗ nug, wenn die Rüben späte gesäet worden sind. Wenn man sie aber früh ausgesäet hat, und viel Gras auf dem Felde wächset: so ist dieses einzige Pflügen nicht zureichend. Durch solches Pflügen hat man es dahin ge. bracht, daß man Rüben bekommen hat, welche 16 bis 19 B. wogen; und man kann annehmen, daß sie, wenn der Boden gut ist, eine in die andere ge: rechnet, 12 f6. wiegen werden. Auf 1 Ruthe im Gevierten kommen solchergestalt 600 bB. Steckrü⸗ ben, und auf einen Arpent im Gevierten 60000 bb. Wenn 1 Ken 0 10 Ane 4 5 ait Ake ß Ich 1 Mh Nbg in se fünf n nd N 05 c u* Seh ann mag; vun e Huben aut 6200 NA d 1 Nupe Jeg cd 1 daun. 0 shte Jad auf) a cher; gehe ag An lie, ed lüben mehr nz, müden, odet an viel Al, heryestalt um singegen ale man sich off u schmachth so darf mn : denn gal um zu leo. eser Gefahr Nenn schon Id gaal⸗ dd, in Mi. ju lasen, nal , wegen de „ balches ei Hen, ist ge⸗ ind. Wenn al Gras auf agen nach es dahin ⸗ at, 1a 1 6 N aadere ge⸗ 1 Noche 1 66. Stift 10 00000 f. Dang nach der neuen Art. 99 Wenn man auf einen viereckigten Platz von 24 Schuhen, welches die größte Ruthe ist, Steckrüben, allemal einen Schuh weit von einander steckte: so würden 72 auf einen solchen Platz kommen; und ihr Gewichte würde 864 Kb. betragen. Ich habe schon zu Anfange dieses Hauptstücks gesagt, daß man im Winter und im Frühlinge das Vieh mit den Steckrüben füttert, bis genug Gras zur Weide vorhanden ist. Da man nur allemal so viel Rüben ausziehet, als man nöthig hat: so neh⸗ men sie das Feld zu der Zeit ein, da man es mit Ge⸗ traide besäen sollte; ja manchmal bis in den März. Wenn man der neuen Art folget: so hindern die Rü— ben gar nicht an der Besäung des Feldes. Denn da die Seitenwände in gutem Zustande sind: so kann man ungehindert drey Reihen Korn, 7 Zoll von einander, zwischen die Rüben säen. Wenn die Rüben ausgezogen sind: so pflüget man das Feld da, wo sie gestanden haben; und alsdenn bildet die⸗ ser Acker die Seitenwände, zwischen den Getraide—⸗ beeten, oder Reihen. Man weis, daß die Ochsen und Kühe sehr be— gierig nach diesem Futter sind, und daß sie davon fett werden. Die Kühe bekommen auch mehr Milch davon. Die Schöpse fressen sie ebenfalls sehr gern, und nähren sich davon vortrefflich, wenn sie von Ju⸗ gend auf dazu gewöhnet worden sind. Giebt man ihnen aber später zum ersten male Rüben zu fressen: so gewöhnen sie sich schwerlich darzu. Jedoch, wenn man sie zwey bis drey Tage fa⸗ sten lässet, so fressen sie die Rüben meistens. Ha⸗ ben sie dieselben nun einmal gekostet: so lassen sie G 2 sich 100 XIV. Besorgung der Steckrüben sich hernach dieses Futter recht wohl gefallen. In einigen Landern füttert man daher auch die Lammer mit Rüben, zuweilen bis in die Mitte des Aprils; ob schon die Rüben sich alsdenn zu besaamen anfan⸗ gen. Die Pachter füttern ihre dämmer auch lieber mit Rüben, als daß sie ihr spanisches Heu, ihre Lu— serne, ihren Klee, u. d. gl. von ihnen zu Grunde rich⸗ ten lassen sollten. Wenn man die Schöpse mit Rüben futtern will: so nimmt man sich in acht, daß man sie nicht frey auf dem Felde herum kaufen lasse: denn sie würden solchergestalt in vierzehn Tagen mehr Rüben zu Grunde richten, als den ganzen Winter hindurch zu ihrem Futter nöthig waren. Man giebt ihnen aber die Rüben auf drey verschiedene Arten. I. Sper⸗ ret man die Schöpse in ein Gehäge, oder in einen umzäunten Platz, ein, der so viel Rüben in sich be— greift, als die Schöpse in einem Tage verzehren kön⸗ nen. Alle Morgen bringet man sie auf einen an⸗ dern solchen Platz. Die Schöpse fressen aber nur die Blätter, und das Mark der Rüben; und es bleibt daher ein gro⸗ ßer Theil von ihnen in der Erde. Man lässet zwar nachgehends diese Ueberbleibsel von den Rüben mit eisernen Haken ausgraben: allein, erstlich bringet man sie doch nicht alle heraus; und hernach machen sich die Schöpse auch nichts aus solchen Schalen, die schon anfangen zu faulen, und nach ihrem Kothe und ne schmecken u. s. f. Die II. Art ist von der ae nur darinnen unterschieden, daß man die Rü⸗ ben in dem umzäunten 1 erstlich ausziehet, ehe man die Schöpse hinein treibet. Diese fressen her⸗ nach 150 105 A 5 „ E mund, 1 f gun, 1 0. ag n 0 d fad fen T e, 900 0 0 S0 J wich . b fs nn ene fa Alls min f Alt ze u Rübe Gd. ben geh t naß ruhen gefallen. 0 h die dam te des Au csaamen gf er auch ler Ha, ihn zu Gunderiß en füttern gl see nicht fn m sse würd pr Rüben r hindurch at ihnen aber an. I. Spur der in elt ben in sch ge berzehreff sie auf en r Blatt, un baßer ein gro san lässet zwa den Müden m erstich bum Herpath nuch hen S de ihn fache ud 1st un di ß men de gl S ausscht, Dice fiene 100 nach der neuen Art. 101 nach dieselben viel besser auf, weil solches Futter frisch, für sie geschickt, und in gutem Stande ist. Ueber dieses kann man die Rüben viel leichter aus⸗ ziehen, wenn sie ganz sind, als wenn nur noch Stü⸗ cken in der Erde übrig geblieben sind. Die III. Art bestehet darinne, daß man die Rüben ausziehet, und sie hernach, auf einem Karren, auf ein anderes Feld, oder auf einen Rasen führet, wo sie hernach von den Schöpsen ganz verzehret werden. Der Aufwand, den man auf die Fortschaffung verwen⸗ den muß, wird dadurch ersetzet, daß man die Zäune ersparet, und dieselben nicht täglich weiter fort schaf⸗ fen darf. Alsdenn ist man genöthiget, dieser Art zu solgen, wenn das Feld, worauf man Steckrüben gezogen hat, feuchte ist. Denn erstlich würden die Schöpse einen Theil von den Rüben in die Erde hinein treten, oder beschmutzen, so, daß dieselben solcher⸗ gefüllt verlohren gehen würden. Zweytens, wenn die Schöpse solches feuchtes Erdreich betrampelten: so würden sie es zusammen kneten, und zu Hervor⸗ bringung des Getraides ungeschickt machen. Drik⸗ tens kann man durch dieses Mittel ein anderes Feld dungen, welches dessen mehr benöthiget ist, als das. jenige, worauf die Rüben gewachsen sind. Vier⸗ tens wurde man unumgänglich genöthiget seyn, die⸗ ser Art zu folgen, wenn man, wie schon gesagt wor⸗ den ist, auf die Seitenwände, zwischen den Reihen der Rüben, Getraide gesäet hätte. Endlich bringet man die Rüben allemal von dem Felde hinweg, wenn man Ochsen und Kühe da⸗ mit mästen will. G 3 Das ————* 102 XV. Von Erbauung des Waizens, r k„*„ M„„„„„ Das XV. Hauptstück. Von Erbauung des Waizens, nach der gemeinen Art. an findet Pachter, welche ihre Getraidestop⸗ pel gleich nach der Ernde pflügen und um— stürzen. Einige brennen die Stoppel ab, ehe zum ersten male gepflüget wird. Die meisten verschieben aber diese Arbeit bis nach der Saat, ja bis zu Anfange des Frühlinges, damit sie nicht al— lein Zeit gewinnen, die Stoppel einzusammeln, wo⸗ mit sie ihre Häuser bedecken, oder ihrem Viehe Streu machen, oder einheitzen; sondern auch, weil sie so schon mit der Zurichtung der Felder beschäfftiget sind, welche sie besäen wollen. Die Pachter verrichten diese erste Arbeit, wel⸗ che man das Brachen nennet, ordentlich nur bey solchen Feldern, die sie aufzustürzen gewohnet sind, und auf einem Theile dererjenigen Aecker ,„Ddie sie zwey mal pflügen, und worauf sie Gerste, oder Erb—⸗ sen, sän wollen. Sie schieben die Bearbeitung de⸗ rerjenigen Felder, wohin sie Hafer säen wollen, bis in den Hornung, oder bis in die Mitte des März⸗ monats, auf, damit der Acker um so viel frischer sey, wenn sie im Märzmonate, oder zu Anfange des Aprils, denselben besäen wollen. Diejenigen, die ihre Stoppel gleich nach der Ernde umgestürzet haben, sind genöthiget, den Acker noch einmal zu pflügen„ehe sie Hafer darauf 81 Sol⸗ 1 l f h . 0 % Woh, rb 9 sw e ö elde Mun bbb l dk nm fil i dag de W b Geh Dial W! F 0 lch 1 Man du n u. ele ih d N 2 , Da Baze KN ö ö * 5 fal gebadet de und un Stoppes ch Die mea Sach j ie nicht al meln, wo⸗ che Streu wel sie f bechiffthe Arbei, ui ich ur bg vt sanh, er, de ie oder Erb. deitung de⸗ vollen, bs des Mit, srsche sh ung des nach der den Ack auf fen. Gal nach der gemeinen Art. 103 Solchergestalt wird ihr ganzes Feld gebrachet; und zur Zeit der Ernde werden ihnen ordentlich die Ko— sten ersetzet, die sie auf solche Arbeit verwendet haben, und welche andere ersparen. Denn das Pflügen vor dem Winter machet das Feld allemal bewun⸗ en geschickt. deruswürdig gut, und zum besa Den ganzen Märzmonat hindurch, und einen Theil des Aprils, saet man Hafer, und egget ihn ein. Wenn der Hafer aufgegangen, und ungefahr drey bis vier Zoll hoch gewachsen ist: so erwartet man einen kleinen Regen, der die Erdklöser erweiche. Als⸗ denn fähret man mit einer hölzernen Walze darüber hin, wodurch die Erdklöser zermalmet werden. Der Hafer ird dadurch zugleich einiger maßen noch einmal beackert; und die Oberfläche des Erdreichs wird eben gemacht, damit hernach die Mähter das Getraide ganz nahe an der Erde abhauen können. Dieses ist auch sehr nothwendig, weil der Hafer ge⸗ meiniglich nicht gar zu hoch wächset. Man erndet den Hafer nicht lange nach dem Waizen, und alsdenn fänget sich das Jahr der Ru- e, oder die Brachzeit an, in welcher man das Feld zurichtet, damit man es in dem folgenden Jahre wieder besäen könne. Man darf indessen nicht glau⸗ ben, daß ein oder mehr maliges Pflügen, welches bey dem Hafer gewöhnlich ist, dem Waizen ganz unnütze sey. Ich glaube vielmehr, daß ein Feld, welches für den Hafer zweymal gepflüget worden ist, dadurch mehr in den Stand gesetzet werden wird, die Bearbeitung in dem Jahre der Ruhe anzuneh— men, welche den Waizen unmittelbarer angehek. Djeses hat mich bewogen, etwas von dem Haser G 4 zu eher an zu brachen, als im Märzmonate, wenn sie — 104 XV. Von Erbauung des Waizens zu sagen: ob schon dieses Hauptstück für den Wai⸗ zen gewidmet ist. Die erste Bearbeitung der Brachfelder bestehet darinne, daß man die Haserstoppel stürzet, und sie zu einer Art von Brachacker machet; weswegen auch unsere Pachter solches Brachen nennen. Man kann solches auch alsdenn thun, so bald der Hafer abgeerndet worden ist: besser aber ist es, wenn man es bis zur Saat aufschiebet: I. Weil die Pachter schon sonst mit dem Ernden und Dreschen beschäffti⸗ get sind. II. Weil durch ein wenig Verzug noch viel Getraide weggebracht und eben so viel Unkraut vertilget werden kann. III. Well das Vieh auf den Stoppeln weiden kann. IV. Weil zu guter Be⸗ sorgung dieser Feldarbeit nöthig ist, daß das Erd⸗ reich von dem Regen genugsam durchdrungen wer⸗ de, damit der Pflug so tief eindringe, als es die Beschaffenheit des Erdreichs zulässet. Es ist daher dienlich, daß man so gleich mit dem Pflügen anfange, so bald das Getraide ausge⸗ säet worden ist. Man muß alsdenn ziemlich weit in die Erde hinein pflügen, damit das aufgelockerte Erdreich, den Winter hindurch, recht gut werden möge. Es können zwar viel Erdklöser vorhanden seyn; das Erdreich kann auch in einander fallen und gleichsam zu einem Teige werden: allein dieses scha⸗ det alles nichts. Die Winterfröste werden alles dieses wieder gut machen. Denn wir sehen es als etwas vortheilhaftes an, wenn man mit dem Pflügen fertig ist, ehe die strengen Winterfröste ein⸗ fallen. Ordentlich aber fangen unsere Pachter nicht gesäet haben. Fast. 1 dh 8 5 0* 1 fe g 8 0 Nas we b peu ch des l id lan Male l fit bun la tn. fg dt Techn Van h bh 0 g den g N l Im du Du dit Ade an N n et Nil 90 hen 1! ug bu 1 ö Mien den Wai. r besehe und sie bes pegen „ Man der Hafer wenn man e Pachte hehe, dzug noch Unkraut auf den iter Be⸗ d Eid⸗ agen wet⸗ as ez die glach mt ide ausge ch weit galockerte t werden orhanden allen vnd leses scha. dden ales en coal t dem ite e iger ich ben se 1 nach der gemeinen Art. 105 Fast unmittelbar hernach, wenn die Brachung geschehen ist, bringet man den Pflug wlederum auf diejenigen Aecker, die zu erst gepflüget worden sind. Dleses zweyte Pflügen, welches gegen Johannis ge⸗ schiehet, wird die andere Brachung genennet. Hier⸗ zu ist es vortheilhaft, wenn das Erdreich weder zu trocken, noch zu feuchte ist: denn es ist gut, wenn sich das Erdreich nicht gleichsam zusammen knetet, und wenn keine Erdklöser entstehen; denn wenn der Winter vorbey ist: so können die Fröste diese Män⸗ gel nicht mehr ersetzen. Man thut nicht übel, wenn man so tief pflüget, als das Erdreich es ge⸗ stattet. In denen Ländern aber, wo man plat pflüget, siehet man darauf, daß die andern Furchen die erstern kreuzweise und senkrecht durch schneiden. Wenn man in Beeten, oder solchen rundlichen Er— höhungen, wie zuvor gedacht worden ist, pflüget: so wird man sich desjenigen erinnern, was wir in dem Hauptstücke davon gesagt haben, wo von der Art, ein Feld zu pflügen, geredet worden ist. Endlich, gleich nach der Ernde, pflüget man, zum dritten und letzten male; und hernach säet man. Die Beschaffenheit des Erdreichs, und die Umstän⸗ de der Witterung, nöthigen zuweilen, sich von der itzt angezeigten Ordnung zu entfernen. I. Wenn das Etdreich zu leichte ist: so pflüget man es nicht tief: allein wohl fünf mal; das erste mal vor der Saat, das andere mal gegen Wey⸗ nachten, das dritte mal im Frühlinge, das vierte mal gegen die Ernde, und das fünfte mal unmittel⸗ bar vor der Aussaat. G 5 II. I—— 2— 5 3 70 106 XV. Von Erbauung des Waizens II. In sehr festem Erdreiche pflüget man nur dreymal: erstlich im Märze, hernach im Sommer, und endlich zur Saat. Wäre es möglich, vor den starken Winterfrösten zu brachen: so würde das Feld dadurch um so viel besser zugerichtet werden. III. Man würde die Fruchtbarkeit gewisser Fel— der dadurch vermindern, wenn man sie zu tief pflü. gen wollte. Andere verbessert man durch tiefes pflü— gen. Bey dieser Gelegenheit erinnere ich mich, ir. gend wo gelesen zu haben, daß Leute, die auf den Anbau ihrer Felder sehr aufmerksam sind, zween Pflüge hinter einander in einer Furche hergehen lies— sen, um das Erdrec um so viel tiefer aufzupflü⸗ gen. Dieses Verfahren könnte einigermaßen den Pflug des Herrn Tull mit vier Sechen ersetzen. Man findet Landschaften, wo man so tiefe Furchen pflüget, daß man sich genöthiget siehet, bis auf sechs Ochsen vor einen Pflug zu spannen. IV. Diejenigen Pachter, welche gut mit Pferden versehen sind, pflügen in denen Jahren, wo das Gras stark wächset, ihre Felder noch einmal. V. Das Pflügen wird manchmal durch große Dürre unterbrochen, und noch mehr durch allzu haufigen Regen. Alsdenn wird die Zeit zum Pflüͤ. gen geändert und verrücket. Nichts destoweniger vermeiden verständige Pachter diese Unordnung zum Theile; indem sie auf ihren Feldern dasjenige Erd⸗ reich aussuchen, welches bey solchen Umständen der Witterung am bequemsten gepflüget werden kann, und dadurch am wenigsten leidet. Also, wenn es regnet: so würde zwar der Pflug festes und tho⸗ nichtes Erdreich zusammen drücken, und gleichsam kneten: 10 . 5 9 118 n ereg 1 5 st 59 ret 1 d 0 0 li k N Aan, A. Wen ü 0 dee mige ur ficht h Ma 1 b f ae than nur Sommer, , vor den würde daz erden. wwiser Fel ute pfl tiefes pfli ch mich, die auf de ind, zen tgehen lie. aufupffl, aßen den u eichen. ie Jucchen ds Auf schz mit Pferder V, syo das ng uch große urch allzu um Pflu⸗ stoweniget nung zun jenige be, standen der en kann, „enn es und shs⸗ gleichsn fi nach der gemeinen Art. 107 kneten: allein bey sandigtem, oder steinigtem Boden ist der Erfolg nicht von gleicher Beschaffenheit. Bey trockenem Wetter würde man auf gewissen Feldern nur Klumpen und Erdklöser aufwerfen. Andere hingegen lassen sich sehr gut pflügen. VI. Wenn das Erdreich viel Grund hat; das ist, wenn das fruchtbare Erdreich sich tief hinein er— strecket; so könnte man es alle zehen Jahre eine Elle tief aufackern. Weil aber solche Arbeit viel kostet: so kann man seine Absicht auch einiger maßen dadurch erreichen, wenn man in einer Furche zwey Pflüge hinter einander hergehen lässet. Noch besser thut man, wenn man sich des Pfluges mit vier Sechen bedienet, wie wir in dem folgenden Hauptstücke zei⸗ gen werden. VII. Die Alten wollten, man solle das Erdreich nicht pflügen, wenn es sehr trocken ist, oder wenn es zu feuchte, oder gefroren ist. Ich habe die Unbequemlichkeit schon gezeiget, die daher entstehet, wenn man ein Feld zu der Zeit pflüget, wenn es zu sehr von dem Wasser durch— zogen ist. In Ansehung der Trockenheit ist folgendes zu merken. Das Erdreich wird dadurch manchmal so harte und feste, ehe man in dasselbe hinein dringen kann, daß man eher den Pflug zerbricht. Könnte man es auch endlich pflügen: so würde man doch nur große Erdklöser aufwerfen. Indessen hat man nicht zu befürchten, daß man das Feld durch dieses Pflügen erschöpfen werde. Was den Frost anbetrifft: so würde es, wenn er strenge ist, nicht möglich seyn, mit dem Pfluge ein⸗ ..— 1 ——* 0 108 XV. Von Erbauung des Waizens, einzudringen. Man hat aber nicht zu besorgen, daß das Erdreich, nach der Meynung der Alten, davon schmachten, und ungeschickt zum säen werde. Der Frost verdünnet vielmehr das Erdreich auf eine bewundernswürdige Weise. Ueberhaupt unterscheidet man dreyerley Dünger: nämlich den Hofdünger, der allen Mist von Pfer— den, Mauleseln, Eseln, Kühen, Ochsen und Schwei— nen unter sich begreifet; hernach den Schaasmist, der das ganze Jahr hindurch in den Skällen bleibt; und endlich den Mist von Tauben und anderm Geflügel. Man dünget ein solches Feld nicht mit Miste, welches schon mit Märgel gedünget worden ist; auch nicht solches, worauf man Schöpse getrie— ben hat. Die eigentliche Zeit, den Mist aus den Ställen auf das Feld zu breiten, ist aber vor dem letzten Pflügen, oder vor dem letzten ohn eines. Um diese Zeit streuet men auch lebendigen Kalch auf die Felder, wie ich in der Niedernormandie gese— hen habe. In denenjenigen Landschaften, die an der See liegen, bringet man Austerschalen, Seemuscheln, Seeschlamm und andere solche Dinge, vor dem letz- ten Pflügen ohne eines, auf den Acker, damit solcher Dünger sich um so viel genauer mit der Erde vereinigen möge. Man findet Pachter, die den Mist von Tauben, und anderem Geflügel, wenn die großen Winterfröste vorüber sind, wie den Saa⸗ men auf das Feld aussäen. Sie ziehen großen Vortheil aus ihrem Miste, wenn das Jahr feuchte ist: in trockenen Jahren aber schadet dieser Mist mehr, 5 dle le ie ale A W G0 b f 1 Nei wal Heng, gen, daß dabon Der if eine dinger: Un Pfet⸗ Schwel⸗ hani, n lebt; anderm cht mit worden dete. dus den vor dem n elles. Kalch auf die ge er Ste uscheln, em eh damit der Erde die den I, bann 15 San. großen feuchte g M fl, nach der gemeinen Art. 109 mehr, als er nützet. Wir lassen ihn daher vor dem letzten Pflügen so ausbreiten, wie den Schaafmist. Wenn unter dem Getraide viel Gras wächset: so lässet man die Garben nur halb dreschen, ohne sie aufzubinden. Solchergestalt bekömmt man den reifsten und schönsten Saamen, ohne viele schlechte Körner. Denn das Gras ist kürzer, als das Korn, und befindet sich daher ordentlich unten in den Gar⸗ ben. Recht sorgfältige Pachter kaufen, wenn sie säen wollen, ihren Saamen von denen Weibern, die auf den Stoppeln nachlesen. Denn da dieselben eine Aehre nach der andern auflesen: so ist der Saa⸗ men alle mal recht ausgesucht, und ordentlich gut. Wenn man vermuthet, daß ein Thell der Kör⸗— ner in übelem Zustande ist: so untersuchet man den Saamen dadurch, daß man einige Körner davon in die Erde bringet, wie ich schon anderswo gesaget habe. Endlich kalchet man das Getraide, wie ich in dem folgenden Hauptstücke zeigen will. Nach der gemeinen Art säet man das Getrai⸗ de mit der Hand aus; und die Säleute sind gemei⸗ niglich durch die Uebung so geschickt worden, daß sie den Saamen ziemlich gleichförmig ausstreuen. In weichem Erdreiche bringet man ihn ordentlich mit der Egge unter die Erde. Weil aber dieses Werk⸗ zeug den Saamen alsdenn nicht gut unter die Erde bringen kann, wenn Erdklöser und Steine vorhan— den sind: so bedienet man sich hierzu zuweilen rollen— der Eggen. Diese sind nichts anders, als zwo große Walzen, die mit großen eisernen Nägeln beschlagen sind, Pl. 2. Fig. 26. Man no XV. Von Erbauung des Waizens, Man siehet leichtlich, daß die Nägel dieses Werk⸗ zeuges, wenn man es über einen besäeten Brachacker ziehet, die Erdklöser zerreiben, die Oberflache des Erdreichs auflockern, und den Saamen damit bede⸗ cken. Auf festem Boden ist diese Egge nicht zuläng⸗ lich; und hier ist man genöthigt, den Saamen mit dem Pfluge unter die Erde zu bringen. Man ist besorgt, daß damit nur oben hin, recht fein, und gelin⸗ de verfahren werde, damit der Saame nicht zu tief unter die Erde komme, weil er sonst nicht aufgehen würde. Wenn aber das Erdreich nur ein wenig feuchte ist: so presset man es dadurch zusammen, ver⸗ härtet es, und thut ihm also großen Schaden. Wenn die Saat geschehen ist; so ist der Pach⸗ ter aller Vorsorge für das Getraide, bis auf die Ern⸗ de, entlediget. Alsdenn mähet man es ab, und brin⸗ get es in die Scheuer; oder man machet kleine Hüt⸗ ten, oder, wie man sie sonst nennet, Mandeln, dar⸗ aus; oder man drischet es auf dem Felde aus, nach⸗ dem es in diesem oder jenem Lande gebräuchlich ist. Ich will nur noch dieses anmerken, daß man das Ge⸗ traide alsdenn abmähen kann, wenn es nicht mehr in der Milch: aber doch auch noch nicht harte ist; denn in den Mandeln wird es vollends harte. Wenn man die Aehren allzu reif werden lassen wollte: so würde bey dem Mähen vieles von dem Saamen aus⸗ fallen; wie auch bey Bindung der Garben, und bey Abführung in die Scheuer. Dadurch vermeidet man, zum Theile, diese Unbequemlichkeiten, wenn man das Getraide abends bindet, und sehr früh weg⸗ führet. Einige 1 K ang be sttte; W 0. 10 855 uc l 10 uch wir, l ade u N Toe an dees Nr b, Aan ö Ar rdes .. due! Pahtenh Her e een de Nur „ , 6 Welk. chacker he des t bede⸗ sulang⸗ Jen mit n ist 9 geline zu tief usgehen wenig ber, Dach. le Ern. bin fe Hl⸗ i bal⸗ „ fach. Ich il. 1 chin denn Venn lte; o en aus unde 1 penn 0 weg G00 nach der gemeinen Art. 111 Einige Schriftsteller melden, daß man in Pie⸗ mont ehemals das Getraide gepflüget habe, wenn es schossete; man habe nämlich den Pflug ganz leich⸗ te von einer Entfernung nach der andern fort ziehen lassen. Sie versichern, ob schon vieles Getraide da— durch zu Grunde gerichtet worden sey: so habe man doch dafür eine bessere Ernde gehabt. Man findet auch Pachter, welche, um ihr Ge⸗ traide zu verdünnen, wenn es zu dichte stehet, einen Theil davon durch ihre Schweine verderben lassen. Dieses Verfahren, welches man schwerlich billigen kann, könnte vielleicht dasjenige unterstützen, wovon wir geredet haben. Ich will nichts von der Vorsicht sagen, die man brauchet, um besäetes Feld vor dem Viehe zu be⸗ wahren; um das Wasser durch Gräben abzuleiten, oder das Unkraut hinweg zu schaffen: denn ich habe an einem andern Orte genugsam davon geredet. Ich hege nur die Absicht, die ordentliche Weise, den Waizen zu bauen, zu erklären, damit man sehen möge, wie vortheilhaft die neue Art sey, wovon ich in dem folgenden Hauptstücke handeln werde. Das 2 XVI. Erbauung des Waizens ***** K X* N* K X X I K X K* K* Das XVI. Haupfstück. Erbauung des Waizens oder Korns, nach der neuen Art. b schon das Pflügen der Pflanzen, so lange O sie in der Erde liegen, allen Gattungen der⸗ selben sehr vortheilhaft ist: so ist es doch bey denenjenigen noch nothwendiger, welche länger in einem Erdreiche bleiben, als andere. Deswegen erfordert das Korn, das neun Monate in der Er⸗ de lieget, mehr Pflügen, als die Gerste, der Hafer, und das Heidekorn, die nur drey, vier bis fünf Monate lang in der Erde bleiben. In der That wird das Getraide im Herbste ausgesäet, nachdem das Erdreich durch das Pflü⸗ gen gut zugerichtet worden ist. Es wächset daselbst auf, und treibet einige Blätter und Wurzeln. Wenn der Winter nicht allzu strenge ist: so breitet es sich auch aus, und treibet neue Stengel. Allein der Regen im Winter, und der zusammen geschmol⸗ zene Schnee treiben die Erdklöserchen so feste an ein⸗ ander, daß das Erdreich im Frühlinge fast ganz zu⸗ sammen gefallen ist, als ob es gar nicht gepflüger worden wäre. Dieses ist aber doch die Jahreszeit, da der Waizen am muntersten wachsen muß. Als⸗ denn siehet man auch oftmals die Blätter gelb, und den Stengel mager werden, bis endlich die ganze Pflanze schmachtet. Das Getraide ist auch zuwei⸗ len im Frühlinge, in mittelmäßigem Erdreiche, schöner, l an b i EN ade dat veces ni dingt por fr ce pfl un gar ft, dun t Finch ca M. de wic nh el ben ac De Unt file um Ache, sen 00 a ** * Hürns, el, so lag ungen dn es doch h he Hanger in Deswegen in der En der Ha weer dis f e in Hal uch dat M Acht boch i Nel sleiet l. Alen n geschmol feste an eil sast gan z; icht defgt e Jh, ß A an b, ud c de güne ach pubte in Edt fc, oder Kornes, nach der neuen Art. uz schöner, als auf weißem Boden, der sich sonsten für das Getraide am besten schickt: denn hier wird das Erdreich viel härter, als anderswo. Das Pflügen mit dem neuen Pfluge kann zu bequemer Jahreszeit für die Pflanzen vortheilhaft seyn, und sie grün, und in gutem Zustande, erhal— ten. Durch das Pflügen wird das Unkraut auf den Seitenwänden vertilget. Allein, eben dieses Pflügen würde dasjenige Unkraut nicht vertilgen, das zwischen den Reihen des Getraides, oder auf den Beeten, wächset. Deswegen muß man suchen, so viel davon zu vertilgen, als möglich ist, ehe das Feld besäet wird. Der Verfasser erzählet verschiedene Erfahrun⸗ gen, wodurch erwiesen wird, erstlich, daß das Ge⸗ traide besser in einem solchen Erdreiche fortkömmt, welches nicht nach der neuen Art gepflüget und ge⸗ dünget worden ist, als in einem andern, welches man zwar eben so gedünget, aber auf die gemeine Weise gepflüget hat. II. Ein Feld, das im vorigen Jahre Walzen hervor gebracht hat, hat mehr davon gelie⸗ fert, wenn es nach seiner Art gepflüget worden ist, als ein eben solches Feld, das man hat brache liegen lassen. III. Ein Feld, das so gepflüget worden ist, wie er lehret, hat keine Ruhe nöthig. Es wird vielmehr alle Jahre immer geschickter, Getraide her⸗ vor zu bringen, wofern man es nur beständig auf gleiche Weise pflüget. Wenn man das Erdreich zur Saat zurichten will: so muß man es Beetenweise pflügen; und die Furchen, welche die Beeten von einander scheiden, müssen 6. oder wenigstens 5. Schuh von einander H ent⸗ 14 XVI. Erbauung des Waizens entfernet seyn. Dabey muß man die Mitte der Beeten um so viel mehr erhöhen, ie tiefer der Grund ist. Je mehr man die Beeten erhöhet, um so viel breiter und tiefer werden die Furchen, wodurch sie von einander geschieden werden. Dieses ist allemal vortheilhaft. Man darf indessen die Beete, worauf Waizen gesäet werden soll, nicht eben so hoch machen, als diejenigen, worauf Rüben kommen sollen. Denn man säet drey Reihen Waizen auf jegliches Beet: hingegen nur eine Reihe Ruben. Solchergestalt sind die Seitenwände zwischen den Reihen des Wai⸗ zens nicht so groß, als zwischen den Reihen der Rü— ben. Da auch die Furchen um so viel breiter sind, ie höher man die Beete machet: so würden sie den ganzen Raum einnehmen, den man sonsten zwischen den Reihen des Waizens haben könnte. Es ist bey nahe unnützlich, hier mit anzumer⸗ ken, daß es gut ist, die Beete und Furchen nach der größten Lange des Feldes einzurichten. Man muß sie auch in gleichen Entfernungen von einander ma⸗ chen, die Furchen mögen nun gerade oder krumm laufen, wenn die Gestalt des Feldes diese letztere Figur erfordert. Es wird aber dienlich seyn, hierbey noch zu er— innern, I. daß es allemal vortheil t ist, zu vermei⸗ den, daß nicht ein Theil von der Lange der Seiten⸗ wände feuchte sey, ein anderer Theil hingegen tro— cken. Denn, da man nicht pflügen darf, wenn das Erdreich zu feuchte ist: so müßte alsdenn der trockne Theil eines Beetes leiden, und so lange war⸗ ten, ehe man ihn pflügete, bis der andere genug aus⸗ g ee gal el 3 0 gen 5 1 m 10 ch che ue . Mocha dees! ae aut b den Nan üg dae an den gen v in auf U mae nahe mn fdenn chern 15 die Mite de ser der Glu et, um so h „ wodurch eses ist aach darauf Mie ) machen, sollen. Du gliches B Solchergs hen des Wi Ihen der R beter siub, faden de den ten poche le. mit aum urchen nah de . Mn ß ander ma⸗ ober krumm diese letztere eh noch zu e st, zu verne⸗ ge der Cin, ige l darf, Well V deedenn der v lange f andere gag e oder Kornes, nach der neuen Art. 1 ausgetrocknet wäre. Wenn man hingegen die Beete anders einrichtet: so kann man diejenigen pflügen, die genugsam trocken sind; und indessen kann das übrige Erdreich austrocknen. II. Wenn man ein Feld pflüget, worauf Ge⸗ traide gestanden hat, in der Absicht, das nächst fol⸗ gende Jahr wiederum Getraide darauf zu säen: so muß man in der Mitte der Zwischenräume aaa, Pl. 3. Fig. 27. Beete machen, und sie genugsam ere höhen, ohne die Reihen zu berühren, worauf Wai⸗ zen gestanden hat. Denn wenn man die Stoppel bbbb mit der Erde vermengen wollte: so könnte man nicht mehr mit der neuen Sämaschine säen, oder nahe an den Reihen Korn pflügen, ohne Gefahr zu laufen, viele Getraidestengel mit auszureißen. Wenn man aber einen guten Grund hätte, die Richtung der Beete zu verändern: so könnte man dieses thun, wofern man nur besorgt wäre, das Ge⸗ traide nahe an der Erde abmähen zu lassen. Als— denn ist die Stoppel sehr kurz, und folglich fället sie bey dem Pflügen nicht sehr beschwerlich. i Wenn man also Waizen auf ein solches Feld bringen will, worauf nur kürzlich Waizen geerndet worden ist: so muß man erstlich die neuen Reihen von dem Waizen dahin bringen, wo zuvor die Fur— chen zwischen den Beeten gewesen waren, oder mit— ten auf die Seitenwände. Hernach muß man die Furchen tiefer machen, indem man den Pflug mit 4. Sechen einmal darüber ziehet, damit das Ge⸗ traide um so viel mehr guten Boden unter sich habe. Alsdenn füllet man nicht nur diese tiefe Furche aus: sondern man machet auch über derselben den erha⸗ 8 bensten 6 XVI. Erbauung des Waizens bensten Theil des Beetes. Man verschonet dabey diejenigen Orte, wo sich noch Stoppel findet. Diese vertilget man nur bey dem ersten Pflügen der Sei⸗ tenwände. Solchergestalt vermeidet man die Un⸗ bequemlichkeiten, welche die Vermischung der Stop⸗ pel mit dem Erdreiche verursachen könnte, und man ersparet eine Mühe, die schlechterdings vergebens ist: denn den Winter hindurch breitet das Getraide seine Wurzeln nicht so weit aus, daß sie das Erd⸗ reich in der Mitte der Seitenwände erreichen könnten. Nach dieser Art bleiben zwo kleine Furchen dd d, zwischen der Stoppel, und dem Getraide, das man in die Erde gebracht hat. Dieses dienet dazu, daß das Wasser im Winter ablaufen kann. Diese Fur⸗ chen müssen sich aber in einer gewissen Entfernung von den Reihen des Beetes befinden, damit das Erdreich auf den Beeten nicht in die Furchen hin⸗ unter rutsche. Wenn man keine Stoppel hat: so machet man, an statt der beyden kleinen Furchen eee eine große, Pl. 3. Fig. 28. mitten zwischen den kleinen Seitenwänden. Man muß sich hüten, so viel als möglich ist, daß man sonderlich festes Erdreich nicht alsdenn pflüge, wenn es zu seuchte ist. An statt daß es lockerer und mürber werden sollte, würde man es nur noch mehr verhärten. In der That siehet man ja, daß, wenn man einen Graben aus trockenem Erdreiche verferti⸗ get, die Seiten desselben in kurzer Zeit einfallen. Wenn hingegen derselbe aus feuchter Erde, die gleichsam zu einer harten Mauer geworden ist, verfer⸗ tiget wird: so dauert er viele Jahre lang fort. Pflü⸗ N i get 11 fon i hr, a5 f df f , J! n Hi an win Ak bk uud ede en gu Nn. il ah l if, weden ge menbäd * man es Joa im in fc m. e ger dach! fü d f sehe d kt a f zelt one dabey det. Diet en der Sl nan die lin ng der Sti te, und man 8 begebers das Gera sie das Eid de erreich chen dach das man dag, daß Dice u u Enfer , damit de Furchen sy pel har en Furchen uschen ben ich it, daß denn pflagz, slockerer d ur noch fehr 0 df bel che bert 51 anfallen i Erde, d deni wl got M. . oder Kornes, nach der neuen Art. 17 get man nun also ein allzu feuchtes Feld: so ist es offenbar, daß man dasselbe dergestalt zusammen kne⸗ tet, daß man zuweilen ein vielmaliges Pflügen nöͤ⸗ thig hat, um es wieder in einen guten Stand zu se⸗ zen. Ich sage, zuweilen. Denn wenn, nach großer Hitze, wodurch die Erdklöser gleichsam ge⸗ backen werden, ein Regen einfället: so zerfließen diese Erdkloser in gewisser maße, wie der Kalch, und werden zu Staube. Auch der Frost bringet eine so gute Wirkung hervor. Man kann daher überhaupt sagen, daß ein Erd⸗ reich, welches an sich selbst schon von guter Beschaf⸗ fenheit ist, bey allzu trockenem Wetter nicht gepflü⸗ get werden darf. Sonsten wird das Pflügen alle— mal gut seyn, wenn nur das Erdreich nicht zusam⸗ men bäcket. Wenn das Erdreich gut zugerichtet ist: so muß man es eggen. Hierzu ist genug, daß man die Egge zweymal darüber hinweg ziehet. Die Pferde muß man in den Furchen hingehen lassen, damit das Erd⸗ reich, wo der Waizen hinkommen soll, nicht zusam⸗ men getreten und harte gemachet werde. Leichtes Erdreich kann man fast gleich nach der Ernde besäen: festes und derbes Erdreich aber muß später, ohnge⸗ fehr gegen das Ende des Weinmonats besäet wer⸗ den. Denn wollte man es zeitig besaen: so würde es so harte werden, daß die Wurzeln schwerlich hin. durch dringen könnten. Wäre es aber bey trocke⸗ nem Wetter gepflüget worden: so könnte die Ober⸗ flache durch die Egge leichtlich genugsam zugerich⸗ tet werden. Indessen muß man sich hüten, daß man nicht zu späte säz. Denn das Getraide muß H3 noth⸗ ng XVI. Erbauung des Waizens nothwendig vor dem Froste eine gewisse Stärke und Festigkeit erlanget haben, damit es die strenge Kälte um so viel besser vertragen könne. Gemeiniglich glaubet man, auf einen festen und derben Boden müsse man mehr Saamen bringen, als auf ein leichtes und lockeres Erdreich„ weil das Feld alsdenn im Stande ist, eine großere Menge Pflanzen zu nähren. Wir glauben aber vielmehr das Gegentheil, und halten dafür, auf lockeres und leichtes Erdreich müsse mehr Saamen gebracht wer⸗ den; denn auf festem und derbem Erdreiche wächset das Korn stärker in die Stengel, und kann die stren⸗ gen Winterfröste besser vertragen. Hernach ist es nicht nur gefährlich, das Getraide zu dicke zu säen, weil es in diesem Falle nur wenig Aehren hervor bringet, und die Körner auch leichter ausgeschlagen werden, oder ausfallen: sondern man muß auch be— sorgt seyn, nicht so viel kleinen, als großen Saamen auszusäen; denn man weis aus der Erfahrung, daß kleiner Saamen eben so schöne Aehren und eben so muntere Pflanzen hervor bringet, als der große. Man muß sich auch hüten, daß man den Saa— men nicht zu dünne säe: denn solchergestalt könnte das Getraide leichtlich durch das Gras und Unkraut ersticket werden; es würde zu sehr in die Blatter treiben; es würde auch zu späte schossen, und endlich würde es Gefahr laufen, von dem Mehlthaue be⸗ schädiget zu werden. Indessen kommt es nicht dar⸗ auf an, ob auf ein Feld etwas mehr oder weniger aamen ausgestreuet werde. Man kann aber hier⸗ inne leichtlich zu einer binläͤnglichen Richtigkeit ge⸗ langen, 0 l fl 00 ffn 8 3 fut N f ce 1 ct, J Cunneg fen db g be lig: 4 90 f* sea ce Sum dann 0 Na Fin fung Nu e Sftke und lrenge Hife n festen und den hlingen, „ weil das e Menge der vielmehe lockeres uu gebracht wi liche wäst in die stren⸗ rnach ist es e zu saen, deen herdot weqpchaget muß auch he ohen Same r Erfahrung Nehren und ger, aß er den Sa- stalt konte id Unkraut die Blake Vd edc Juhu l cdu gar werigt m ber hi Acgtgke 1 oder Kornes, nach der neuen Art. ug langen, wenn man sich der neuen Sämaschine bedie⸗ net. Eben dadurch wird man auch vielen Saamen ersbaren, weil man nur ungefähr 16 bis 24 Pinten* pariser Maaß, zu Besäung eines Ackers nöthig hat. In Ansehung der Tiefe ist folgendes zu merken. Sie muß sich nach der Beschaffenheit des Bodens richten. Auf einem leichten Felde muß man den Saamen tiefer unter die Erde bringen, als auf ei⸗ nem derben Erdreiche. Auf dem letztern ist es ge⸗ nug, wenn der Saame? Zoll tief unter der Erde lieget: auf dem erstern aber kann man ihn bis 3 Zoll tief hinunter bringen. Hierbey wird es dien⸗ lich seyn, noch dieses anzumerken. Auf derben und thonigten Feldern hat man die Gewohnheit, den Saamen mit dem Pfluge unter die Erde zu bringen; und dadurch wird er mehr mit Erde bedecket, als f H 4 durch * Das ist ein Scheffel und ,oder 2 Scheffel pariser Maaß. Denn die pariser Pinte enthält, nach den Memoires de I' acad. T. VI. p. 54. so viel als 47 und 3 cubische Zoll. Um bequemerer Rech⸗ nung willen, kann man dafür 472 Zoll annehmen. Die 16 pinten Saamen auf einen Acker würden also 760: die 24 pinten aber 1140 cubische Zolb betragen. In Brie säet man auf einen Arpent 6 bis 8 pariser Scheffel: in le Vexin aber bit 12 solche Scheffel. Die 6 Scheffel, wovon jeglicher 644 cubische Zoll beträgt, machen zusammen 3864 cubische Zoll. Durch die neue Art würde man also ungefähr 4 von dem Saamen ersparen, wenn von einem Arpent die Rede ist. Hier ist aber die Rede von einem Acker, der gemeiniglich 160 Ru⸗ then im Gevierten in sich enthalt; dahingegen ein Arpent nur 100 solche Ruthen begreift. 120 XVI. Erbauung des Waizens N durch die Egge: allein die Ursache davon ist diese, nh . ˖ 5 a0 5 0 weil es oftmals, wegen der großen Erdklöser, unmög— 5 N lich ist, den Saamen mit der Egge unter die Erde 10 zu bringen. Nach der neuen Art hingegen kann aa 0 man nicht nur festes Erdreich in einen guten Stand 1 setzen, und locker machen: sondern man kann auch, de vermittelst der neuen Sämaschine, den Saamen so ach; tief unter die Erde bringen, als man es für dienlich bad a erachtet. me 11 Man konnte zwar ziemlich viel Eintheilungen i 1 bey dem Waizen machen: wir wollen es aber bey 9 dreyen bewenden lassen. Diese sind der weise, der 10 0 graue und der smyrnische Waizen. ee Der smyrnische Walzen träget viele große Aeh⸗ 5 ren, die oben an dem Stengel beysammen stehen. Er N ö braucht viel Nahrung; und deswegen kömmt er in den 14 Küchengärten sehr gut fort. Säet man ihn aher l nach der gemeinen Art: so träget er nicht mehr Saa⸗ men, als eine andere Gattung von Waizen. Es ist lch wahrscheinlich, daß man durch die neue Art davon e mehrern Vortheil ziehen könne. U Der weise Watzen ist der beste. Diesen er— un ö bauet man gemeiniglich in Frankreich auf gutem 9 Boden. Er giebt viel Mehl und man bekömmt un 1 vortreffliches Brod davon. Man hat solchen bärti⸗ f ä gen und auch andern der ohne Bart ist: der letztere de 19 giebt aber mehr Mehl, als der erste. Vermuthlich Di 9 ist beydes nur eine einzige Art Walzen. Denn 1 ö wenn wir um Petiviers herum den Bartwaizen 1 säen: so hat er bey der dritten Ernde keinen Bart 5 mehr. Der unbärtige Waizen hingegen wird zu Bartwaizen, wenn man ihn in festes und derbes Erd⸗ 1 reich ö ens Won ist die föser, umi iter die Ei singegen kn guten Stan in kann aug eu Saaten 6 fi dien Einheilung es aber l r welse, y e geoße Aeh⸗ henstchen. E N kömmt er! t man ihn ch sich mnchen Buße, Ei lle Ar dong Diesen er. ch auf guter man bekomm t salchen bac ist: der lein Vumußs en Dunn i Bunpai e knen Vn egen f 1 ddahelt 0 oder Kornes, nach der neuen Art. 121 reich säet, dergleichen man an dem Walde von Or⸗ leans findet. Jetzo bin ich begriffen Erfahrungen anzustellen, um noch besser ausfündig zu machen, wo⸗ her diese Verschiedenheit rühre. Der graue Waizen wird in der Normandie an der See hin gebauet. Die Aehren sind sehr Kör— nerreich; und er ist wenigstens eben so wohlschme⸗ ckend, als der vorige. Allein, er giebt mehr Kleyen, und das Brod, das man aus dem Mehle bekömmt, ist sehr grob. Nunmehr ist die Frage, wie man das Feld be⸗ säen soll? Man kann 2, 3 bis 4 Reihen Waizen ne⸗ ben einander säen, und einen Raum von 8 Zollen zwischen den Reihen lassen. Wenn man 3 Reihen, 7 Zoll von einander auf ein Beet bringet: so wer⸗ den die Seitenwände, oder der Raum zwischen den Reihen, 4 Schuh und 3 Zoll betragen. Wenn man ein Feld besäet, worauf gemeini⸗ glich viel Gras wächset; so muß man nur zwo Rei⸗ hen, 1 Schuh weit von einander, auf einmal darauf bringen. Denn solchergestalt kann man ganz nahe an den Reihen hin pflügen, und das Unkraut um so viel besser vertilgen. Wenn aber das Unkraut dem ungeachtet sehr häufig hervor wächset: so findet man sich zuweilen genöthiget, es auszureißen, oder auch die Zwischenräume zwischen den Reihen zu hacken. Dieses kostet in der That wenig, weil nicht viel Feld zu bearbeiten übrig ist. Wenn das Feld nicht leichtlich viel Unkraut her— vor bringet: so kann man auf jegliches Beet 3 Rei⸗ hen 7 bis 8 Zoll von einander säen. Die Erfah⸗ rung hat gezeiget, daß, wenn man die Reihen weiter H 5 von 122 XVI. Erbauung des Waizens von einander bringet, die mittelste in langer Zeit ihre Wurzeln nicht in das gepflügte Erdreich der Seiten— wände ausbreiten kann. Sind aber die Reihen nä— her an einander: so hindern die Wurzeln einander. Man darf auf ein Beet nicht 4 Reihen säen, wenn der Boden nicht sehr gut ist, oder wenn leicht— lich viel Unkraut darauf wächset, und wenn er nicht tiefen Grund hat. Alsdenn ist es nothwendig, daß man die Beete sehr hoch mache, damit die Wurzel um so viel tiefer in das Erdreich eindringen, und sich um so viel leichter in den Seitenwänden ausbreiten können, ohne einander zu hindern. Damit sie auch die Seitenwände um so viel besser nutzen können: so muß man nur 6 Zoll breit Platz zwischen den Rei⸗ hen lassen. Hat man nun nicht allzu viel Saamen in die Reihen ausgestreuet; und sind die Körner 9 Zoll oder 1 Schuh weit von einander entfernet: so wird man mit 4 Reihen recht wohl fahren. Hat man aber zu viel Saamen in die Reihen gebracht: so verhindern die Wurzeln der äußern Reihen die übrigen, daß sie sich nicht in den Seitenwänden aus⸗ breiten können. Es ist gut, wenn das Feld ein wenig feuchte ist, wenn man das Getraide in die Erde bringet. Die Oberfläche muß auch vor dem Froste etwas feste ge⸗ worden seyn, damit die strenge Kälte nicht so gleich hinein dringen könne. Der Regen der auf die Er— de fället, machet dieselbe ordentlich feste genug; und man ist daher nicht genöthiget, seine Zuflucht zu an⸗ dern Mitteln zu nehmen. Wenn der Saame 4 bis 5 Blötter her vor getrie⸗ ben hat: so pflüget man ihn zum ersten male. Die⸗ ses fun Fe ae mee s aal vue en fan des faut fl fete sch Gade min, „ Del Age bn dag fu ee d b uch m. Aan d bu Furchen uud ih i wärde hlt he fan der fat dalle wie 0 a ö 10 gat ihte der Seiten⸗ huihen nä einander. chen sen, den leicht⸗ am er nicht ig daß ie Wurf eh, und sich ausbreiten t se auch nen: so den Rei Sumen Könner fernt: ft ren, Hit i cgebtacht: Nhe die inden aus⸗ chte itt, kt. Die fete ge so geic zuf dich eng u a zu dl. wor gelle fle. D 0 oder Kornes, nach der neuen Art. 123 ses bestehet darinne, daß man die großen Furchen aaaa Pl. 3. Fig. 29. ausfüllet. Zugleich machet man kleine Furchen bbbbbbbb worinne das Was⸗ ser ablaufen kann. Die Furchen aber dürfen nicht zu nahe an den Reihen des Getraides seyn; nicht allein deswegen, weil das Erdreich in die Furchen hinunter fallen und das Getraide entblößet werden könnte; sondern auch, damit die Wurzeln in leichtem Erdreiche dem Froste nicht so sehr ausgesetzet seyn 7 95 Erdreich, welches die Furchen bb b b bbbb. umgiebt, kömmt den Winter hindurch in einen sol⸗ chen Zustand, daß es die Pflanzen im Frühlinge bes⸗— 8„ T* ser nähren kann. Denn der Frost, der den ganzen Umfang des Wassers, womit die Erde dieren ist, zu Eise machet, und ausdehnet, theilet das Erd⸗ reich mit Gewalt, und richtet es bewunderns würdig zu. Deswegen thut man nicht übel, wenn man die se Arbeit zu der Zeit vornimmt, da das Erdreich te ist. 5 50 15 male pflüget man, wenn der große Frost vorbey ist. Man füllet namlich die kleine Furchen b. Pl. 3. Fig. 30. aus, und stürzet das Erd⸗ reich an den Seiten der Reihen um. Dadurch ent⸗ stehet eine neue Furche a mitten auf den Seiten— wänden. Gleichwohl, wenn die kleinen Furchen zu weit von den Reihen entfernet wären: so könnte man den Anfang damit machen, daß man ein oder ein paar mal ganz nahe an den Reihen den Pflug darüber hinzöge; hernach könnte i fertahpe; wie itzo gesagt worden ist. Solchergestalt bringet man die Erde, die den Winter hindurch in einen bessern 124 XVI. Erbauung des Waizens bessern Zustand gebracht worden ist, nahe an die Wurzeln. Wenn man aber so nahe an den Rei⸗ hen pflügen wollte; so würde man das Erdreich über die jungen Pflanzen herschütten; man müßte daher eine Frau hinter dem Pfluge hergehen lassen; und diese mußte die Erde mit der Hand wieder von dem Getraide herunter streichen. Man hält dafür, daß es vortheilhaft sey, den Mist nahe an die Oberflä⸗ che der Erde zu bringen, weil der Nahrungssaft, der in dem Miste vorhanden ist, mit dem Wasser, wo⸗ durch er aufgelöͤset wird, leichtlich weiter in die Erde hinein dringen kann. Dieses kann in Ansehung des Mistes geschehen. Weil aber ein gutes Erdreich dem Regenwasser den Nahrungssaft, den es in sich enthält, nicht lässet: so kann das Wasser mit den Säften an keinen bessern Ort kommen, als bis es so tief eingedrungen ist, wo die Wurzeln in der Erde sich ausbreiten. Dieses bewerkstelliget man durch das zweyte Pflügen. Man kann nicht genau die Anzahl bestimmen, wie viel mal man den Waizen vom Frühlinge an bis zur Ernde pflügen müsse. Dieses hanget von verschiedenen Umständen ab. I. Wenn das Erdreich nicht vor der Saat ge— pflüget worden ist: so muß man es mehr mal pflüͤ⸗ gen, als wenn es schon gut bearbeitet worden ist. II. Wenn das Erdreich viel Gras hervor brin⸗ get: so muß man es pflügen. III. Mageres Erdreich muß öfterer gepflüget werden, als geiles und fruchtbares. IV. Endlich muß man das Pflügen häufiger vor⸗ nehmen, wenn man bemerket, daß die Erde an den Siiten⸗ 1 1 iim 1 f f ö fte al 1 cen, n de 1 Jun tun rut ige ße, n ag! duc ü* wid dle hee ler den fn be Meng nahe an di an den Nez kdreich be ißte dahe lasen; und eder von den Idar, daß die Deer cungssaf, d Wasser, ue in die Eid asehung ds es Erdreich en ez in sich det dat den ds bis es i in der Eid get man dug Metin ruhige al angel von et Sdct gh cht mal pi wurden it 8 habt. 1 hüufgre G oder Kornes, nach der neuen Art. 15 Seitenwänden verhärtet ist. Hierbey muß man alle mal sich hüten, daß man das Feld, sonderlich festes Erdreich, nicht alsdenn pflüge, wenn es zu feuchte ist. Dadurch würde man es zusammen drücken, und verhärten; welches aber den Absich⸗ ten, die man heget, gerade entgegen gesetzet ist. Nun folget noch eine andere Hauptregel. Man kann nämlich nicht zu tief an denenjenigen Pflanzen pflügen, die noch klein sind, nur daß man sie nicht aus⸗ reiße: denn man läuft nur Gefahr, die äußersten Enden ihrer Wurzeln abzureißen. Wenn die Pflan⸗ zen großer sind: so darf der Pflug nicht tief, nahe bey denselben eindringen, damit die großen Wurzeln nicht zerrissen werden. Mitten auf den Seiten⸗ wänden aber kann man nicht zu tief eindringen, nicht allein wegen derer Pflanzen, die in dem Wachsthu⸗ me begriffen sind: sondern auch um das Erdreich in einen guten Stand zu setzen, und es dahin zu brin⸗ gen, daß es im folgenden Jahre neuen Waizen her⸗ vor bringen könne. Ob man schon nicht eigentlich bestimmen kann, wie viel mal den Sommer hindurch gepflüget werden müsse: so kann man doch ungefähr rechnen, daß ein zwey oder drey maliges Pflügen genug seyn könne; einmal pflüget man, wenn das Getraide schosset, und hernach, wenn sich die Körner bilden. Nach die— sen beyden Arbeiten muß man das Erdreich an den Reihen des Waizens umstürzen, und die Furche in der Mitte vergrößern. Das erste Pflügen dienet, die jungen Pflanzen munter zu machen, und sie dahin zu bringen, daß sie stark aufschossen. Durch dieses Mittel siehet man 126 XVI. Erbauung des Waizens man oftmals, wie ein einziges Saamenkorn dreyßig bis vierzig Stengel hervor bringet; da man hingegen von denenjenigen, die man nach der gemeinen Art ausgesäet hat, nur zwey bis drey Stengel bekömmt. Nach dem zweyten Pflügen im Frühlinge be— kommen die Pflanzen mehr Stärke und Munterkeit. Dieses ist eine Jahreszeit, wo die Pflanzen ordent⸗ lich gelb sind und schmachten, da sie doch am mun⸗ tersten seyn sollten: denn dieses ist eben die Zeit, da sie eigentlich am stärksten wachsen müssen, und da die jungen Schößlinge, die aus dem Saamen her— vor gewachsen sind, recht stark werden sollten, damit sie in so viel stärkere Hälme aufschossen könnten. Das dritte Pflügen verursachet, daß ein jegli⸗ cher Stengel eine Aehre hervor bringet; und dieses ist eine Sache von sehr großer Wichtigkeit. Denn, nach der gemeinen Art, wird er nur ungefähr die Halfte Aehren hervor treiben. Wenn man auch sorgfältig den auf die gemeine Weise erbaueten Wai⸗ zen untersuchet: so wird man bemerken, daß s von den Stengeln ohne Aehren seyn, oder doch sehr klei⸗ ne Aehren haben werden. Durch die neue Art aber bringet man es dahin, daß nicht allein alle Stengel Aehren tragen: sondern daß auch alle diese Aehren lang, dicke und sehr körnerreich sind. Diejenigen, die solche Sache neugierig untersu⸗ chet haben, haben in ihren Gärten, aus einem ein⸗ zigen Waizenkorne achtzig bis hundert Aehren gezo⸗ gen. Wenn nun eine jegliche von diesen Aehren, eine in die andere gerechnet, funfzig Körner in sich enthält: so ist erwiesen, daß ein einziges Saamen⸗ korn fünf kausend Saamenkörner hervor lane onne. fn, N in 1 Ats us 60 kan aft 0 kechs * dich. dee deine an fd f. I dh, dez e ac s! fach en 0 5 Gr un 1 0 ö fun da. Ver e g cpi 0 Ken ens kun dreyßig an hingegen emeinen Art bekommt. Fühinge be. Mulgfkeit, ngen ordent⸗ och am muß, die Züi, hu fen, und di duamen bet. len, damit önnen. c en feli und dice füt. Dan, unefahr de in man auß Haucke Wai daß 5 bol f sh fei fue Art. allen alle 0 ale dige sud. eig uftgsl us einen/ t N ge daa Ache, m in sh 5 Suan. aun Ka fl oder Kornes, nach der neuen Art. 127 könne. Warum vermehren sich nun nicht alle Wai⸗ zenkörner, die man in die Erde bringet, auf gleich be— waundernswürdige Weise? Ohne Zweifel geschiehet sosches aus Mangel eines guten Ackerbaues. In der That kann man nich hoffen, daß man ein jegliches Feld auf einem Gute se vollkommen zurichten könnte, wie ein sorgfältiger Wirth einige Pflanzen in seinem Garten. Vermitelst der neuen Art aber, hat man aus dreyßig, vierzig oder höchstens funfzig Körnern, die in eine Reihe, oder in ein Gräbchen gesäet wor⸗ den send, zwey hundert und funfzig Aehren bekom— men. Unter diesen Aehren haben sich einige gesun⸗ den, die 3 Zoll lang waren, und hundert und neun Körner in sich begriffen. Wären alle Aehren gleich groß gewesen: so würde man über sechs tausend für eines bekommen haben. Da aber nicht alle Aehren gleich groß sind, so kann men rechnen, daß, wenn ein Saamenkorn, nach der gmeinen Art„ nur un⸗ gefähr zehen hervor bringet, daüür ein Saamenkorn, nach der neuen Art, hundert he'vor bringen werde. Einerley Platz wird also noch einmal so viel hervor beingen, nicht in Ansehung der Anzahl der Pflan⸗ zen, indem man viel weniger Saamen aussäet: sondern in Betrachtung der Anzahl der Halme, und der Lange der Aehren, welche voller Korner seyn werden; da sie hingegen nach der gemeinen Art, an der Spitze fast ganzlich leer sind; ferner in Betrach⸗ tung der Große der Korner, womst ein Maas ge⸗ schwinder angefüllet werden kann, so, daß man keine so große Anzahl dazu nöthig hat. Diese großen Körner geben auch viel mehr Mehl. Damit 128 XVI. Erbauung des Waizens Damit man den ganzen Vortheil der neuen Art erkennen möge: so muß man sich diese Vortheile zu verschaffen suchen, ohne Mist zu brauchen, ohne das Erdreich ruhen zu lassen, und ohne geringere Körner, die nicht so viel hervor ringen, darauf zu säen; endlich auch ohne mehr Unkosten aufzuwen⸗ den: denn das oftmals wiederkolte Pflügen wird dadurch reichlich ersetzet, daß man viel Mist und Ar⸗ beit ersparet. Denn man muß anmerken: erstlich, daß man bey jedesmaligem Pflügen nur 4 Erdreich aufwirft; zweytens, daß das Pflügen der Zwi⸗ schenräume nicht allein dienet, dem itzo wachsen⸗ den Waizen mehr Stärke zu geben: sondern daß auch das Erdreich dadurch zur nächsten Saat zube⸗ reitet wird. Also wird dadurch der Aufnand ersetzet, den man auf das vielmasllge Pflügen der Felder in ihrem Jahre der Ruhe venden muß: es ist solches aber auch sonst sehr vortheilhaft. Denn man hat angemerket, daß, wenn man füuf Jahr hinter ein- ander Waizen auf ein einiges Feb gesäͤet hat, die Ernde im dritten Jahre um= reichlicher gewesen ist als die vorigen; und daß di⸗ fünfte besser gewe⸗ sen ist, als alle ubrigen. Man darf also das Erdreich auf den Seiten⸗ wänden, welches ohne Rutzen zu bleiben scheinet, sich nicht dauren lassen. Denn da solchergestalk ein Pachter alle seine Felder nutzen kann, ohne eln ein⸗ ziges brache liegen zu lassen: so ersetzet dieser dritte Theil seiner Felder, worauf sonst nichts wachsen wurde, den ubrigen Platz der Seitenwände; und dieser wird nur denenjenigen unnützlich zu seyn schei⸗ nen, die nicht Aufmerksamkeit genug darauf wenden, und 0 b kf ü ain fc f 0 0 ie ad 1 sülände g W N * U andes, in de Kamge 001 U f . d se! css un Ein, Baäkanhe un burg n Mal gn, daß Ilge de pen 10 euen Art nuhele n hen, ohe e feringete dauf zu auzuwen⸗ fügen wird it ud U⸗ n: efslich Erdreich der Zui⸗ wpachsen⸗ ern daß dat jube⸗ dechetet, Feder in 3st saches u man hat, iter ein bal, di fr gewesen ser gebe n Setoge o schenze, actalt en hg e der dite 5 bogen wüde; 0 f schn c f vad a0 oder Kornes, nach der neuen Art. 129 und ihre besäeten Felder nur im Winter und Frühlinge untersuchen. Zu der Zeit der Ernde werden sie ihres Irrthums überführet, wenn sie sehen, daß das Getraide auf den Beeten so stark stehet, und so schön geschosset ist, daß es die Seitenwände bey nahe ganz bedecket. ***** K N K** N* K K N N N I N* Das XVII. Hauptstück. Von verschiedenen Krankheiten des Getraides; von dem Mehlthaue; von halb tauben Aehren; von kleinen und unbrauchbaren Körnern; und von dem Ausfallen der Körner aus den Aehren u. s. f. Von dem Mehlthaue. Wan nennet den Mehlthau oder Rost eine Krankheit des Getraides, welche die Aeh— ren und die Halme des Getraides beschädi⸗ get, und sie mit einem röthlichen Wesen bedecket, welches fast eben die Farbe hat, wie der Rost bey dem Eisen. Dieses Wesen fället leichtlich von den Blättern herunter. Ein weiser und zodlichter Hund kann durch ein Getraide Feld, wo das Getraide von dem Mehlthaue getroffen worden ist, nicht hindurch gehen, daß nicht seine Haare durch den röthlichen pomeranzenfarbigen Staub gefärbet werden sollten. Die Theile der Pflanzen, welche mit dieser Krankheit befallen werden, wachsen fast gar nicht 1 mehr. 130 XVII. Hauptst. Von verschiedenen mehr. Ist das Getraide von dem Mehlthaue ge— troffen, wenn es noch jung ist, und ehe es schos— set: so ist das Uebel noch mittelmäßig, weil die Pflanzen wiederum neue Blätter hervor treiben. Wenn aber der Rost junge Halme angreift: so lei⸗ det die Ernde dadurch sehr viel. Gemeiniglich stehet man in den Gedanken, diese Krankheit werde durch einen trockenen Nebel hervor gebracht; und in der That habe ich auch oftmals angemerket, daß nach solchem Nebel, wenn er bey warmem Sonnenscheine gefallen ist, die Blätter des Getraides davon beschädiget worden sind. Wenn das Getraide von einem Mehlthaue getroffen wor⸗ den ist, und es fället gleich hernach ein starker Re⸗ gen, der die Blätter gleichsam abwäschet: so ist das Uebel bey nahe gehoben. Dieses ist nun der Be⸗ grif, den man pon solcher so verdrießlichen Krankheit des Getraides zu haben pfleget. Von den halb tauben Aehren. ur Zeit der Ernde siehet man wohl, wenn die Aehren halb taub sind. Denn an statt daß die Aehren nach ihrer ganzen Länge mit guten Körnern angefüllet seyn sollten: so sind die Spitzen entweder ganz leer, oder sie enthalten nur kleine Körner, die durch das Sieb hindurch fallen, und worinne kein Mehl ist. Es ist sehr wahrscheinlich, daß diese Krankheit von einem Mangel der Befruchtung, zur Zeit der Blüthe herrühre. Dieses geschiehet, wenn zu der Zeit viel kalte Regen fallen. Denn der Staub in den Sagen kann alsdenn die Körnen 0 bin e 1 In M Mole 1 a 1 0 17 0 a 4 2 cht 1 a; 17 f, 1150 n te. n dung 5 1 1 al hade aun dc cs N chien Nachthuue! d ehe es t ig, wel hervor bil angteist: f Gedanken h en Rebe yy ich auch oss el, wenn g) die Baal snd, An getroffen p n deacker Ne er VNN it hun dir celche Kum hen, wohl, wen Jan stakk daß t gut Kür Sytzen aun beine Kir, und wax senncch Bang, ehe . Din fn dee 9 10 Krankheiten des Getraides. 131 Körner nicht befruchten: sie bleiben daher klein, und von Mehle entblößet, wie die Weinbeere klein, und ohne Saft bleiben, wenn sie von einer gleichen Krankheit betroffen worden sind. Man giebt auch vor, daß das Getraide durch Blitze und Wetterleuchten in einen solchen Zustand versetzet werde. Ich habe gesehen, wie Bäume, nach großen Stürmen alle ihre Blätter verlohren ha⸗ ben, andere aber ganz eingegangen sind, ohne daß man eine Spur an ihnen gesehen hätte, daß sie von dem Donner getroffen worden wären. Man konnte solches daher keiner andern Ursache zuschreiben, als dem heftigen Blitzen. Weil aber die in der Nahe stehenden Bäume nicht beschädiget waren: so kann, wenn sich dergleichen bey dem Getraide izuträget, solches nicht von großen Folgen seyn. Die Aehren werden zuweilen von dem Froste beschädiget, wenn sie aus dem Halme hervor kom⸗ men. In diesem Falle findet man in denenjenigen, die völlig erfroren sind, gar keine Körner: und die⸗ jenigen, die nur an der Spitze erfroren sind, sind in diesem Theile der Aehre leer. Von magern und kleinen Körnern. Endlich geschiehet es oft, daß solches Getralde, wel⸗ ches nach dem Verblühen in sehr gutem Zustan— de gewesen ist, hernach zwar reif werden wird: aber ohne mit Mehl angefüllet zu werden. Die Körner sind alsdenn sehr klein, oder, wie die Pachter sie zu nennen pflegen, verschrumpen. Solches Getraide keimet und wächset aber sehr gut, und daher dienet J 2 es * ——————— 32 XVII. Hauptst. Von verschiedenen es sehr wohl zu Besäung der Felder. Es giebt schönes Mehl und gutes Brod: aber fast lauter Kleyen. Also liefern zwey Säcke solches Getraide nicht mehr, als ein Sack guter Saamen. Dieser Mangel kann verschiedene Ursachen haben. J. Wenn das Getraide umgeschlagen ist, oder sich geleget hat. Alsdenn wird der Aehre durch den Halm, der zerbrochen, oder auch nur gebogen ist, nicht so viel Nahrung mehr zugeführet. Der Saame wird alsdenn reif, aber nicht voll Mehl, sondern bleibet leer und verschrumpen. II. Wenn das Getraide viel Regen und Feuch⸗ tigkeit gehabt hat, und hernach plotzlich große Hitze einfället, wodurch die Halmen und die Körner aus⸗ getrocknet, und diese letztern reif, aber nicht voll Mehl werden. Es ist nicht möglich, die Wirkungen des Wet⸗ terleuchtens, oder die schlimmen Folgen des Frostes zu verhindern. Eben so wenig kann man die Ur⸗ sachen hinweg schaffen, welche die Befruchtung des Getraides verhindern. Es ist gleichergestalt nicht möglich, die Wirkung der Sonne zu schwächen, wo⸗ durch die Reifung des Saamens zu sehr beschleuni⸗ get wird. Aber man kann, nach der Meynung un⸗ sers Verfassers, durch die neue Art, das Feld zu bauen, einen Theil von denen Ursachen verhindern, wodurch das Getraide zusammen schrumpet. Nach eben diesem Verfasser ist die Schwere der Aehren nicht die Ursache, daß das Getraide sich le⸗ get. Wenn die Halme dicke und stark sind: so kön nen sie die Aehren doch halten, so vollkörnig diesel; ben auch seyn mögen. Damit aber die Halme eine solche K be ö ind Wg , gg ume J 0 e d u ve pfad dee chen d e n chr äh, fu den 1 fuer. Mun b a für 5 ek r H In, N fan, i eden ichen, abe hefe r hurchd n es zu a uh Sit nah dn fur sid, scscheneg der. Ez N cher sast la ches Git Saunen, 9 u haben. schlagen is, r Achte du fur geb ugeführet, nicht vol spen. Regen ur aglch g nd die Ka l if, abe itt kungen de c. og de fi a inn dy Anu bes aa nich ch wächeh we cht becher K Mezpußhe tt, dis nchen piu schunm ft Ege eke sch su scd: 10 walten n de he fc 90 Krankheiten des Getraides. 133 solche Stärke gewinnen: so müssen sie von der Lust, und von der Sonne, recht getroffen werden; und die Pflanzen müssen beständig, so lange sie in der Erde sind, genug Nahrung haben. Nunmehr siehet man, daß nach der gemeinen Art, das Feld zu bauen, eine iegliche Pflanze wenig Nahrung hat, und die Halme folglich klein bleiben. Da auch die Halme sehr nahe an einander stehen: so sind dieselben unten, wo sie niemals von der Sonne beschienen werden können, vielmals schwach, und sehr zerbrechlich. Durch die neue Art aber erhalten alle Halme, auch unten, so lange sie wachsen, viel Nahrung. Sie sind auch der Luft, und der Sonne, beständig frey ausgesetzet. Daher werden die Hal⸗ me dicke und stark genug, daß sie die Aehren tragen können. Man muß zugeben, daß solches Getraide, wel— ches auf einem stark gedüngeten Felde stehet, und sehr hoch gewachsen ist, sich leichter leget, als niedri⸗ ges Getraide. Allein, dieses rühret von der Schwä⸗ che der Halme her, und nicht von der Schwere der Aehren. Denn man siehet täglich auf den Wein— bergen, und anderswo, ganze Büschel Getralde, die allein stehen, und sich nicht so leicht legen, als diejenigen, die mitten auf einem großen Getraide⸗ felde befindlich sind. Gleichwohl werden viel Pach— ter durch diese Anmerkung bewogen, ihr Getraide, wenn es zu stark stehet, entweder von dem Viehe abfressen zu lassen, oder die Spitzen der Blätter mit großen Sicheln abzuschneiden, damit diese Pflanzen hernach denenjenigen gleich seyn mögen, die nicht so stark sind, und man also hoffen konne, daß diesel⸗ J 3 ben, 34 XVII. Hauptst. Von verschiedenen ben, zur Zeit der Ernde, sich nicht so leicht legen werden. Unser Verfasser tadelt dieses Verfahren sehr, indem man sich dadurch recht mit Fleiß der wahren Ernde beraubet, nur damit man eine andere Ernde gewinnen möge, wobey die Körner allemal klein und leer sind. Und warum will man sich auch davor fürchten, wenn sich das Getraide leget? Die Ursache ist, weil solches Getraide, welches sich gele— get hat, ordentlich nur leichte Körner giebt. Durch das Mittel aber, welches man anwendet, um zu verhindern, daß das Getraide sich nicht legen möge, machet man die Aehren noch kleiner, und noch we⸗ niger körnerreich. Also ist das Mittel selbst geschickt, das Uebel zu verursachen, welches man vermei⸗ den will. Außer dem ist der Saame ordentlich von ganz guter Beschaffenheit, wenn die Ernde zu rechter Zeit geschiehet. Wenn man das Getraide abweiden lässet: so verzögert man den Wachsthum, und die Reifung desselben gar sehr. Dadurch wird es al— len Zufällen ausgesetzet, welche sich bey einer späten Ernde einzufinden pflegen. Wir haben schon gesagt, daß die Halme zu⸗ weilen durch die große Hitze austrocknen, ehe die Körner recht gebildet sind, und daß die Körner als— denn leichte befunden werden. Durch die neue Art bringet man es aber dahin, daß das Getraide eher blühet, als sonst geschehen seyn würde; und indessen bleibt das Getraide über acht Tage länger grün. Dieses ist sehr vortheilhaft; weil die Körner solcher⸗ gestalt genugsam Zeit haben, sich recht zu bilden, und Mehlreich zu werden. Aus dieser Anmerkung erhellet N 5 alt 0 A W 05 l 1 8 . 1 6 facile 0 Aueh cl gagsilet Oe l E ute; N fue, 1 Den Ihe ih fen ug Nö fer ng Seken e de fin, Um: ü 0 dau: trade, daher un ut p lage. kf auge dab ieh sey, nun Achichenn leicht le des Verfeh mit Faß wan eine ane Körner ale Iman schal aide segek J vesches sch gebt. de bendet, un; g egen nh und noch h sclbstgescht Man vermen lich von g unde zu lake rade abpen sthum, und e ach mird es l 0 eier faken e Halme ze knen, che l. de Hörger ch 0 die nell 5 Genu ge de Wiese f dl, ne sache fuht zu bin ger A ccd Krankheiten des Getraides. 1; erhellet unstreitig, wie vortheilhaft es sey, wenn man das Getraide pflüget, nachdem es seine Blü— then hervor gebracht hat. Von dem Ungeziefer. E⸗ geschiehet oftmals in kalten Ländern, daß die Halme des Waizens, ehe noch die Körner mit dem milchigten Wesen, woraus das Mehl entstehet, angefüllet sind, vom Ungeziefer zerfressen werden. Dieses Ungeziefer leget seine Eyer in die äußere Schale der Halme. Wenn das junge Ungeziefer ausgekrochen ist: so nähret es sich von den Saft⸗ häutgen, und verderbet einen Theil der Saftgefäße. Die Aehre, und folglich auch die Körner, erhalten daher ihre völlige Nahrung nicht mehr, und bleiben klein und verschrumpen. Man siehet, daß das Getraide von dem Unge⸗ ziefer angefressen worden ist, an gewissen schwarzen Flecken auf den Halmen. Denn man glaubet, daß diese Flecken von dem Unflate des Ungeziefers her⸗ rühren. Wenn dieses Ungezieser die Halme nicht eher beschädiget, als wenn die Körner schon groß sind: so verursachet es keinen Schaden. Dasjenige Ge⸗ traide, welches am geschwindesten reif wird, leidet daher von dem Ungeziefer am wenigsten: wenigstens nicht so viel, als anderes, welches später zur Reife gelanget. Da nun dasjenige Getraide, welches zu erst ausgesäet wird, ordentlich eher reif wird, als das übrige: so folget daraus, daß es vorthellhaft sey, wenn man frühzeitig säet. 3 4 Man 36 XVII. Hauptst. Von verschiedenen Man hat angemerket, daß das Ungeziefer vor⸗ nehmlich das stärkeste und munterste Getraide an— greifet; vermuthlich deswegen, weil die Halme des— selben saftreicher sind. Daraus machet man den Schluß: weil das Getraide, welches man nach der neuen Art erbauet, stärker ist, als anderes: so müsse es auch mehr, als alles andere, von dem Ungeziefer angefressen werden. Herr Tull bemerket, man könne gegen den Brachmonat eine große Furche an dem Getraide hinziehen, damit ein Theil der Wur— zeln zerrissen, und also die Stärke des Getraides vermindert werde. Unser Verfasser scheinet dieses Mittel nicht selbst angewendet zu haben, als welches sehr gefährlich zu seyn scheinet. Weil aber durch die neue Art die Halme dem Winde und der Sonne ausgesetzet sind: so müssen sie dadurch so harte wer— den, daß das Ungeziefer keinen Geschmack daran findet: denn in trockenen Jahren wird dergleichen Ungeziefer nicht gespüret. Unser Versasser giebt aber den Rath, man solle sich eines bessern Mittels bedienen, damit man von solchen kleinen Thieren nichts zu befürchten habe. Dieses Mittel bestehet darinne, daß man eine solche Gattung Getraide aussäe, welche das Ungeziefer ordentlich nicht antastet. Hieher gehöret das weiße und bärtige Korn, dessen Halme nur unten hol: übrigens aber mit Marke ausgefüllet sind. Zuwei⸗ len spüret man, daß das Ungeziefer auch diese Gat⸗ tung von Getraide angefressen hat; und man siehet solches aus den schwarzen Flecken auf den Halmen. Man weis aber aus der Erfahrung, daß die Kör⸗ ner davon keinen Schaden leiden. Sie sind allemal voll, harte, und schwer. 5 Aus 131 1 00 U n a 1 dn teu en. 0 i n En U dh Dei acc ken Epe ligtg abo N schledeng Ungezifer 000 Gerade g die Halme d cet man* 8 man nah deres: o dem Ungeg emaket, y rohe Furche Hell der No des Getrade scheinet diz als welche aber duch der Son 9c harte pi schmack dare id derglach 0, mn fil mt muß bun cchen habe. m eine solche s Ungesehe et das wißt r unten f snd, Juen, uc be. a nm sehtt n Hümel, ub die K. asd al 1 Krankheiten des Getraides. 137 Aus demjenigen, was in diesem Hauptstücke ge— sagt worden ist, muß man den Schluß machen: daß, wenn man durch die neue Art nicht alle Ursachen aus dem Wege räumen kann, wodurch die Korner verschrumpfen; doch wenigstens ein Theil davon vermieden werden könne. 5 ** X***** N***** Das XVIII. Hauptstück. Vom Brande im Korne. De Körner, in welchen der Brand ist, sind weich, und mit einem schwarzen Staube an⸗ gefüllet, der einen übeln Geruch hat, und den Platz des weißen Mehles einnimmt, womit die guten Körner angefüllet sind. Da solche schwarze Körner sich leichtlich zerrei— ben: so breitet sich ihr schwarzer Staub sehr leicht— lich über die guten Körner aus, und sonderlich an dem Ende derselben, wo sie rauch, oder harigt sind, und daher solchen Staub um so viel eher auffangen. Die also mit schwarzem Staube beladenen Körner werden von den Pachtern mit einem besondern Na— men beleget, indem sie von ihnen sagen, daß sie eine Spitze haben. Die Bäcker brauchen solche Körner nicht gerne, weil das Brodt eine Veilgenblaue Farbe davon bekömmt. Körner, in denen der Brand ist, können in der Erde nicht zum keimen gebracht werden. Wenn daher solche Körner unter dem Saamen gefunden werden: so hat man deswegen gar nicht zu besorgen, 5 daß 138 Das XVII. Hauptstück. daß die mangelhaften Körner sich vermehren, oder fortpflanzen werden. Die schwarzgespitzten Körner gehen vortrefflich gut auf: allein, sie sind gar nicht geschickt, brandi⸗ ges, oder schwarze Körner, hervor zu bringen. Denn der schwarze Flecken befindet sich nur auswen⸗ dig und auf der Oberfläche: inwendig ber sind sol⸗ che Körner ohne Mangel. Wir können indessen nicht 1% daß unser Verfasser glaubet, wenn schwarze Körner ausgesäet werden: so sey man der Gefahr ausgesetzt, viel Brandkorn einzuernden; es wäre denn, daß keine allzu warme und trockene Witterung einstele. Denn in diesem Falle, spricht er, daß sich der Mangel des Saamens zertheile, und daß er verschwinde. Sollte man aber nicht auch sagen können, daß im Som⸗ mer, wenn die Witterung kalt und feuchte ist, die guten Körner ausarten, und schwarze oder Brand⸗ körner hervor bringen, da sie hingegen gute Körner hervor gebracht haben würden, wenn die Witterung darzu günstig gewesen wäre? Man weis noch nicht die Ursache dieser Krank— heit. Einige schreiben sie dem Nebel, und der dar⸗ auf folgenden kühlen Witterung, zu, wenn das Ge⸗ traide in der Blüthe ist. Sie geben daher den Rath, man solle den Thau oder das Wasser, ver— mittelst eines Seiles, welches man über das Ge⸗ traide wegziehet, von demselben herunter streichen. So viel ist gewiß, daß man den Brand zu besürch⸗ ten hat, wenn viel kalte Regen einfallen, indem die Aehren gebildet werden. Daher ist man auf die Muthmaßung gerathen, daß diese Krankheit daher rühret, 0 e ile fa. d nice eden. l Aung e det he en le Hal bal, ö A dm ge Fu Au hae, der vortreffüch t, brand. zu bring, ur auswer ber sidd ss daß ulsa r gusgesat cht, vil daß keine . Denn angel des de. Sollte deim Som ce ist, de der Blasd⸗ gufe Körner Vierusg 1 Krank. d der dat⸗ das Ge⸗ daher den aser, vr. r dab 0e kr ach. I ich cem die a auf de 1 Dohle f Vom Brande im Korne. 39 rühret, weil die Saamenröhrgen durch den allzu haufigen Regen gehindert werden, und deswegen die nicht befruchteten Körner hernach in diese Krank heit verfallen. Allein es ist genugsam erwiesen, daß alle nicht befruchtete Körner auch nicht brandig werden. Unser Verfasser heget eine verschiedene Mey⸗ nung, und gründet sich dabey auf eine Erfahrung, die entscheidend seyn würde, wenn sie mehrmals wie⸗ derholet worden wäre. Er glaubet, die Körner wer— den nicht von dem Wasser beschädiget, das auf die Halme, Blätter und Aehren fället: sondern von der allzu großen Feuchtigkeit des Erdreichs. Dieses ist seine Meynung: nunmehr wollen wir seine Erfah— rung sehen. Er zog einige Getraidehalme auf einem Felde aus, und pflanzte sie an die beyden Fenster seines Zimmers in ein Gefäße voll Wasser, oder worinne wenigstens die Erde stark mit Wasser angefeuchtet war. Dieses Getraide brachte Aehren hervor. Al— lein die Körner waren alle brandigt; ob schon auf dem Felde, von welchem er seine Halme genommen hatte, kein Brandkorn gefunden wurde. Unser Verfasser spricht, dieses sey ein offenbarer Beweis, daß diese Krankheit von der großen Feuchtigkeit in der Erde, und nicht von dem Regen, der die Halme benetzet, verursachet werde. Denn es war kein Wasser auf das Getraide gekommen, das an seinem Fenster stund. Diese Erfahrung scheinet die Sache zu entschei— den. Gleichwohl müßte man, wenn es wahr wäre, daß diese Krankheit durch die Feuchtigkeit der Erde ver⸗ 2 1 9 e beladenes Schiff untergegangen seyn. 140 Das XVIII. Hauptstück. verursachet würde, auf niedrigen thaligten Gegenden mehr Brandkorn finden, als auf mehr erhabenen Feldern. Ich gestehe, daß ich die Sache nicht mit besonderem Fleiße, in der Absicht, untersuchet habe, die eigentliche Ursache dieser Krankheit auszumachen. Ich habe aber zuweilen viel Brandkorn auf hohen Feldern gefunden; und ich habe nicht bemerket, daß auf den niedrigen Theilen eben dieser Felder etwas mehr davon befindlich gewesen sey. Nachdem ich von der Krankheit, und von den Ursachen derselben, geredet habe: so muß ich auch etwas von den Mitteln sagen, deren man sich bedie⸗ net hat, um dieser Krankheit vorzubeugen. Im Herbste, da die Pachter in den umliegenden Gegenden von Bristol sich mit Besäung ihrer Fel— der beschäfftigten, soll an der Küste ein mit Getraide Das Ge⸗ traide, welches in dem Seewasser gelegen hatte, tau⸗ gete nun nicht mehr zum Brodbacken. Allein die Pachter in den umliegenden Gegenden kauften es wohlfeil ein, um ihre Felder damit zu besäen. Zur Zeit der Ernde bemerkte man, daß unter dem Ge— ö traide, welches im Seewasser gelegen hatte, gar kein Brandkorn war; da indessen auf den übrigen Fel— dern sehr vieles davon gefunden wurde. Seit der Zeit befeuchten die meisten Pachter in dieser Gegend von Engelland ihr Saamenkorn mit 2 einem starken Salzwasser von Seesalze, um ihr Ge⸗ traide vor dieser unangenehmen Krankheit zu ver⸗ f ute, Hier folget noch eine andere Erfahrung, wodurch die erstere bestätiget wird. Zween A f a en 90 f bar bet! der ih ert WI Peu eh une bf ft ez Wc Jute mal 0 f Gegenden eehabenen e icht nit sͤcht hob Ezumachn, auf hohen merkef daß alder etwas id von den f ich auch sich bedier füsgerden het File it Gettade Das Ge⸗ n halte, tu, Aan de Fut es fen, Zur dem Ge. „gur ken dagen Fe Pacher elk t insehee b l bel chr, Ja Vom Brande im Korne. 141 Zween Pachter in eben dieser Gegend kauften ihr Saamenkorn gemeinschaftlich. Der eine weich⸗ te zuvor sein Korn in starkes Salzwasser: der ande⸗ re aber säete es ohne die geringste Zubereitung aus. Der letztere hatte bey der Ernde viel Brandkorn; der erstere hingegen gar keines. a Wenn man das Getraide recht zubereiten will: so benetzet man es ein wenig, nach dem Herrn Tull, mit einem starken Salzwasser. Hernach benetzet man es noch einmal, und rühret es immer um. Hier— auf nimmt man ein Sieb, und siebet darüber leben— digen klaren Kalch; alsdenn benetzet man es wieder mit Salzwasser, und siebet wieder neuen Kalch zu verschiedenen malen darüber, und rühret es dabey immer um. Solchergestalt wird das Korn auf ein— mal trocken genug, daß es auch mit der neuen Sä—⸗ maschine ausgesäet werden kann. In den meisten französischen Landschaften bedie⸗ net man sich keines Salzes, ohne Zweifel deswegen, weil es daselbst zu theuer ist. Man leget das Korn dafür in Kalchwasser; man schüttet also das Korn in Wannen, und schäumet die oben schwimmenden Körner sorgfältig ab. Denn die meisten von diesen würden gar nicht keimen, und sie taugen daher zu nichts, als daß man sie dem Federviehe zu fressen gie— bet. Andere schütten das Korn auf Haufen, und begießen es mit solchem Wasser, oder sie streuen ge— löschten Kalch auf dasselbe, und rühren es fleißig um. Ungeachtet aller dieser Zubereitung aber findet man doch zuweilen unter dem Getraide einiges Brand— korn. Indessen ist es doch wahrscheinlich, daß sol⸗ che Behutsamkeit nicht ganz unnütze ist. Denn un— sere 142 XVIII. Vom Brande im Korne. sere Pachter merken an, wenn sie solchen Saamen gesäet haben, der nicht gekalchet ist, dergleichen sie alle Jahre auf 2 oder 3 Arpents thun, daß sie alsdenn leichter, und mehr Brandkorn erbauen, als sonst. Man findet andere Pachter, welche vorgeben, das beste Mittel, sich vor dem Brandkorne zu sichern, sey dieses, daß man alle Jahre mit dem Saamen umwechselt; und der beste Saame sey derjenige, der aus einem festen Boden kömmt. Ein Pachter, auf den unser Verfasser ein gro⸗ ßes Vertrauen zu setzen scheinet, hat ihn versichert, daß er, seit verschiedenen Jahren, seinen Saamen von einem gewissen Orte her bekäme, wo der Pach⸗ ter ebenfalls die Gewohnheit gehabt hatte, alle Jah⸗ re mit dem Saamen umzuwechseln; und er habe kein Brandkorn mehr unter seinem Getraide gefun⸗ den, ungeachtet die Felder seiner Nachbarn fast alle⸗ mal mit dieser Krankheit wären angesteckt gewesen. Dieser Pachter gab vor, das Korn aus dem bristoli⸗ schen Schiffe wäre deswegen nicht brandig worden, weil es so weit hergeschafft worden wäre: nicht aber wegen einer gewissen Eigenschaft, die es durch das Secwasser erlanget haben sollte. Dem sey wie ihm wolle; unser Verfasser versi⸗ chert, seit dem er seine Felder nach der neuen Art besorget habe: so habe er kein Brandkorn unter sei⸗ nem Getraide gehabt. Dieses folget auch aus sei⸗ nen Grundsätzen. Denn in den Furchen, die man an den Reihen hin machet, kann das Wasser ablau⸗ fen; und durch wiederholtes Pflügen wird die Erde mehr locker gemacht; daher kann sich auch das Wasser nicht so lange an den Wurzeln h as e Feen f 0 10 aßen anses 9 ö a eh an ur 11 5 ble Sqamen gechen se se alsdeng s sonst. e vorgchg, e zuschen, Saanen eijenige der ser ein gf, bersicher, Samen der Pach⸗ ale Jh de hir aide gesan⸗ n fast ale: kt geen. dan busttli J mrben, ic aber urch das ser vetsie seuen Mt 1 witer se⸗ uch dus u, de an dassr ae bödeEde uc das 143 1 K* K K„* N N XR N N N N K N N X N NK Das XIX. Hauptstück. Von dem spanischen Heue. ie Engelländer nennen diese Pflanzen franzö⸗ 8 sisches Kraut, weil sie dieselben aus Frank⸗ reich bekommen haben. Andere nennen sie das ewige Kraut, weil es auf einem Felde lange fortdauert. Die Franzosen nennen sie gesimdes Heu, weil sie sehr gesund, und allem Viehe über die maßen dienlich sind. In einigen Landschaften nennet man sie Esparcette. Wenn man diese Pflanzen nach der neuen Art besorget: so werden die Stengel bis auf 5 Schuh hoch wachsen. Nach der Meynung unsers Verfas— sers bringet ein Arpent spanisches Heu eben so viel Futter hervor, als 30 bis 40 Arpents gemeine Graswiesen. Diese große Fruchtbarkeit des spansschen Heues rühret von der erstaunenswürdigen Menge Wur— zeln her, die es hervor treibet. Die Hauptwur zel gehet manchmal 15 bis 20 Schuh tief in die Erde hinunter; über dieses ist sie mit vielen Seitenwur— zeln versehen, die sich, gegen die Oberfläche zu, in gu— tem Erdreiche ausbreiten. Es ist ein Irrthum, wenn man glaubet: daß in einer gewissen Tiefe eine Lage von Torfe, Stei⸗ nen, oder Kreide seyn müsse, wenn das spanische Heu gut fortkommen soll, damit nämlich die Wurzeln ge⸗ hindert werden, sich weiter auszubreiten. Es 5 viel⸗ ——ů——— r 144 Das XIX. Hauptstück. vielmehr dieses gewiß, daß die Wurzeln sich um so viel weiter ausbreiten, und die Pflanze um so viel munterer wird, je tiefer das gute Erdreich hinun— ter gehet. Da es oftmals geschiehet, daß ein Theil des Saa⸗ mens nicht tüchtig zum keimen ist: so muß man alle⸗ mal etwas weniges davon besonders säen, und einen Versuch damit machen, wie wir in der Abhandlung vom Waizen gesagt haben. Man muß diesen Saamen nur Zoll tief säen, sonderlich wenn der Boden feste ist. Also, wenn die Mandeln, a, Pl. 3. Fig. 31. welche groß und dicke sind, aus der Erde hervor brechen, und die Saamen⸗ blätchen bilden sollen: so geschiehet es oft, daß es ih⸗ nen zu schwer wird, das Erdreich zu durchdringen. Alsdenn zeiget sich nur der Stiel in Gestalt eines Ringes b: und die Pflanze gehet ein. Da das spanische Heu erstlich nach einigen Jah⸗ ren auf eine beträchtliche Weise genutzet werden kann: so pfleget man, damit man um so viel mehr Vortheil aus dem Erdreiche ziehen könne, mit dem spanischen Heusaamen, auch Kleesaamen, Gerste, Hafer, u. d. g. auszusäen. Da die Gerste und der Hafer nicht lange in der Erde bleiben: so schadet solcher Saa⸗ men dem spanischen Heue wenig, oder gar nichts. Allein solche dauerhafte Pflanzen, wie der Klee ist, schaden ihm vielmehr. In trockenen Jahren geschiehet es oftmals, wenn man die Gerste und den Hafer abgemähet hat, daß man kein spanisches Heu wahrnimmt. Indessen siehet man doch, wenn man genau Achtung giebt, ge⸗ meiniglich weise Zäsergen, welche anzeigen, 1 das pani⸗ fue 1 bh wel b Dun bre gta ide sch n „ — — * — — 8 ölen fab der une „ ep n Sic woa dc wn d Verf Ju abaue das ft e fan fa de fan en Ke on en wahr wu fun aher g Gage n Nis an gen ge 1 0 sch insd um so vic dich hinun helldes Su, nuß man alk in, und einn Abhandluz zoll tif sie, % wenn de und dicke e Samen. daß es 1h chenden. Gehalt eines einigen J tpetden kann: cht Withes an scansschen aer,.d. g. Hase nicht iche Sa : dur nich, der Klee is ostmaz wen uahe a . d gung ed N daß d 0 5 0 Von dem spanischen Heuer. 143 spanische Heu aufgegangen ist: daß aber die noch sehr kleinen Blätter, mit der Gerste, oder mit dem Hafer, zugleich abgehauen worden sind. Wenn der Saame, den mau mit dem spanischen Heue ausgesäet hat, etwas dicke ausgestreuet worden, und gut aufgegangen ist; sonderlich, wenn das Ge⸗— traide sich geleget hat: so geschiehet es ordentlich, daß das spanische Heu ersticket wird. Allein dieser Zufall wird sich nur sehr selten eräugen, wenn man nach der neuen Art aussäet. Denn da man das spanische Heu in besondere Reihen, und nicht mit in die Reihen der Gerste, des Hafers u. s. f. ausstreuet: so hat man um so viel weniger zu besorgen, daß es ersticket werden könne. Indessen muß man zugeste⸗ hen, daß das spanische Heu allemal besser fortgekom⸗ men ist, wenn man es allein gesäet hat. Da unser Verfasser anfieng, das spanische Heu nach seiner Art zu erbauen: so nahm er zween Gallonen Saamen, das ist, etwas über 5 pariser Scheffel auf einen Acker. Da es aber von ungefähr zutraf, daß fast aller Saamen, den er ausgesäet hatte, in einem oder zween Aeckern, die zu späte besäet worden waren, verlohren gieng: so erstaunete er auf eine angenehme Art, da er nach 3 Jahren einige Stengel spanisches Heu, von einer außerordentlichen Größe, auf denselben ge— wahr wurde, die hier und da, in einer solchen Ent— fernung von einander, übrig geblieben waren, daß auf einer Ruthe Feld im Gevierten nur ungefähr 4 Stengel gefunden wurden; so, daß dieser Theil sei⸗ nes Feldes ihm noch einmal so viel Futter lieferte, als sein übriges Feld, wo der Saame nicht einge— gangen war, und wo das spanische Heu viel besser K stund, — v 2—— . 146 Das XIX. Hauptstück. stund, als auf denenjenigen Feldern, die auf die ge⸗ meine Art besäet worden waren. Unser Verfasser machet daraus den Schluß, daß es ungemein vortheilhaft sey, das spanische Heu sehr dünne zu sänn, damit die Wurzeln des einen Stengels den Wurzeln des andern nicht schaden, oder hinderlich seyn mögen. Er glaubt, daß dieje⸗ nigen sich betrügen, die ihr spanisches Heu sehr dich⸗ te säen, in der Hoffnung, sich eine reichliche Ernde dadurch zu verschaffen. Denn sie bringen ihr spa⸗ nisches Heu in eben den Zustand, worinnen es sich auf den Höhen von Calabrien, bey Croto, befin⸗ det. Daselbst wächset diese Pflanze von sich selbst, ohne die geringste Wartung, oder Besorgung. Al. lein sie ist so niedrig, und so schlecht, daß man sich kaum einbilden kann, wie man auf die Gedanken ha⸗ be kommen können, dieselbe ordentlich zu bauen. Herr Tull unterstützet seine Meynung mit einer Wahrnehmung. Und es wird dienlich seyn, diesel⸗ be hier mit anzuführen. Er spricht: ein Stück Feld, worauf spanisches Heu stund, und welches an ein anderes Feld stieß, welches man pflügete, weil man Getraide darauf säen wollte, war von dem Pfluge sehr beschädiget worden, weil derselbe hier und da in das spanische Heu eingedrungen war, und vieles davon ausgerissen hatte: der Schade war aber nur scheinbar, denn dieser Theil des Feldes brachte hernach mehre Futter hervor, als das übrige Feld. ö ö Unser Verfasser scheinet zu glauben, daß ein Gallon, welcher nicht viel über 4 pariser Scheffel ausmachet, von gutem Saamen, zu einem Acker ge⸗ f nug — 2 a M 9 ach f n 5 gacsid. ö ab 1 Nun an aeg ande ee Fh ig dm i ö eg cant ge, d g Heudpel che Eu ung un malt scheint! 1 gane, 5 0 Wb ce in zo be deg 1 haue abel, le fan feet l 0 fich, l. de au die de Schluß! 5 pm Jurgen des h n nicht sch Mubt, daß ges Heu seht! e keichlchebe bangen i IN sworinnen a Ceoto,(. e bon sech seh Doegung. . did ad dec anke lich zu bun Mupmngnse denich sn, gt: ein E 9, d welches an pfligte, w. „wol bon d wal decsche dungen wal, der Sgglr Tul 15 o, l flag Von dem spanischen Heue. 147 nug sey. Dieser Saame muß aber überall recht gleich vertheilet seyn, so, daß zwischen jeglichem Sten⸗ gel von spanischem Heue die Zwischenräume ziemlich gleich sind. Dieses kann man durch die neue Sä— maschine bewerkstelligen: aber auf keine andere Wei— se. Man hat nicht zu befürchten, daß man dadurch etwan eine schlechtere Ernde bekommen werde, wenn man die Anzahl der Pflanzen vermindert: denn ei⸗ ne einzige recht gut gewarkete Pflanze bringet, an Heue, über 2 8. hervor. Wenn man also auf einem viereckigten Platze, der eine Ruthe groß ist, 112 Pflanzen hat, und gegliche Pflanze, eine in die andere gerechnet, nur* kb. Heu hervor bringet: so wird man auf einem solchen Platze wenigstens 29 b6. Heu haben. Alsdenn würde man keine so ansehnli— che Ernde hoffen können, wenn die Pflanzen noch jung und klein sind; sie bedecken zu solcher Zeit nicht einmal die Erde; und der größte Theil des Feldes scheinet ohne Nutzen zu seyn. Wenn aber die Pflan⸗ zen zu ihrer Größe gelanget sind: so bedecken sie das ganze Feld. Man erhält von der neuen Art das Feld zu bauen noch einen andern Vortheil. Wenn namlich das recht gebauete spanische Heu zu rechter Zeit ausgesäet worden ist: so wird man schon im zweyten Jahre eine kleine Ernde davon erhalten, die derjenigen gleich ist, welche man bey ordentlich gebauetem spanischen Heue erstlich im dritten Jah⸗ re erhält. Ueber dieses versichert unser Verfasser, daß das spanische Heu, wenn es nach seinen Grundsätzen be— sorget wird, auch dem Viehe angenehmer ist. Er spricht: das Vieh frässe 4 Futter, welches 10 un E 148 Das XIX. Hauptstück. und munter gewachsen ist, lieber, als anderes. In⸗ dessen ist es doch gewiß, und es stimmet mit der Er ⸗ fahrung überein, daß das Vieh solches Futter lieber frisset, welches fein und zarte ist, als anderes gröbe⸗ res. Das nach der neuen Art erbauete spanische Heu muß aber sehr grob seyn. N Dem sey nun wie ihm wolle; unser Verfasser machet aus seinen Erfahrungen folgende Schlüsse. J. Wenn man spanisches Heu in der Absicht säet, daß man dasselbe mit dem neuen Pfluge bearbeiten will: so ist die bequemste Art diese, daß man es in zwo einander gleich laufenden Reihen aussäe, die 8 Zoll von einander entfernet sind, und daß man die Seitenwände 30 bis 32 Zoll breit lasse. Von ei⸗ ner Furche zur andern müssen also ungefähr 4 Schuh Platz bleiben. II. Wenn man spanisches Heu in der Absicht säet, daß man es mit der Hand behacken will: so ist es dienlich, daß man einen Raum von 16 Zollen zwi⸗ schen den Reihen, und in den Reihen wenigstens einen Raum von 8 Zollen, von einem Stengel zum andern, lasse. III. Wenn man spanisches Heu in der Absicht aussäet, daß man es gar nicht pflügen will: so muß man die Reihen 8 Zoll von einander machen; und man muß nicht mehr Saamen darzu nehmen, als wenn man 16 Zoll zwischen den Reihen ließe. Denn jeglicher Stengel von dem spanischen Heue muß um sich herum Raum genug haben, damit er seine Wur⸗ zeln ausbreiten, und die nöthige Nahrung aus der Erde ziehen könne, ohne durch die benachbarten Stengel daran verhindert zu werden. Das . duch ne, A ei Tuche in Af d we Mher d kim v. belnuh e Mn „ la ehen Nn wit al chat. Frost Bumm uch fe fich i 5 anderes. 9 iet mit der es Futter l 8 deres gi kihauete suns z unser Paß olgende Sl n der Abschs Pfuge beach „ daß mange en aussäe, ind daß mant asse. Von a wgpcht eder Woch en wil: von 1h Zola feen wen m Singel in der pft en wit: m der Machen; l chu nehm, q hen fe 00 hen Hwa it aue fie Dur Wang ad U 1 uach dh, Da 0 Von dem spanischen Heue. 149 Das spanische Heu schicket sich fast auf alle Gattungen des Erdreichs, ausgenommen wenn es morastig ist. Besser aber kömmt es auf gutem, als auf magerem Boden fort; und es wächset am liebsten in solchem Erdreiche, welches tiefen Grund hat. Ob schon diese Pflanze nicht eben sehr zarte ist: so darf man sich doch nicht einbilden, daß man der Mühe, das Erdreich zu pflügen, überhoben seyn könne, wo sie hin gesäet werden soll. Sie treibt vielmehr fast so gleich, da der Saame auskeimet, eine Menge Wurzeln hervor. Und daher ist es gut, wenn dieselben ein fleißig gepflügtes Erdreich finden, und zwar so tief, als möglich ist. Man kann das spanische Heu zu allen Jahres⸗ zeiten aussäen. Wenn man aber solches im Herbste thut: so hat man zu besorgen, daß es von dem Froste Schaden leiden werde. Säet man es im Sommer: so geschiehet es ofte, daß der Saame nach langer Zeit erstlich zum keimen kömmt. Wenn er auch aufgehet: so schmachten doch die jungen Pflanzen, weil in dieser Jahreszeit ordentlich dürres Wetter einfället. Das beste ist also, daß man das spanische Heu im Frühlinge aussäet, wenn man sich nicht mehr vor den großen Frösten zu fürchten hat. Wir haben schon gesagt, daß es dienlich ist, wenn man das spanische Heu in doppelten Reihen säet, die ungefahr 8. Zoll von einander entfernet sind, da hingegen der Raum zwischen den dop⸗ pelten Reihen 30. bis 32. Zoll betragen muß; daß man endlich wohl thut, wenn man die spanischen Heupflanzen längst auf den Reihen hin 8. Zoll von K 3 ein⸗ 50 Das XIX. Hauptstuck. einander setzet. Ohne die neue Sämaschine kann man unmoglich alle diese Absichten erreichen. Man kann auch vermittelst dieses Werkzeuges die Korner in den Grund kleiner Furchen legen, welche man mit dem Pfluge gezogen hat; und her⸗ nach bedecket man den Saamen nur mit so viel Er⸗ de, als man weis, daß es dienlich seyn wird. Durch dieses Mittel kömmt die junge Pflanze in ei⸗ nen kleinen Canal zu stehen; und dieses betrachtet unser Verfasser als etwas sehr vortheilhaftes, nicht allein wegen des Wassers, welches sich daselbst sammelt, sondern auch deswegen, weil diese Furche nachgehends wieder ausgefüllet, und die Pflanze solchergestalt mit frischer Erde versehen wird. Es wird eben nicht nöthig seyn, alle Zwischen⸗ räume zu pflügen, oder sie so aufzupflügen, als wir in der Abhandlung vom Waizen angerathen haben. Es wird genug seyn, wenn man die Zwi⸗ schenräume a a 4 Pl. 3. Fig. 32. einige mal pflü⸗ get, ohne die Zwischenräume b b b zu pflügen, welche darzu dienen, daß man das Heu darauf aus⸗ breiten und schobern könne. In einem andern Jah⸗ re pflüget man die Zwischenräume bub b und läßt die andern a a a ungepflüget. Auf solche Weise wird man allemal nur den fünften Theil des Fel⸗ des zu pflügen haben. Durch ein solches Verfah⸗ ren, welches wenig kostet, bringet man es so weit, daß das spanische Heu auf einem Platze dreyßig Jahre lang fortdauret. Well auch solches Feld von Zeit zu Zeit gepflüget wird: so wird es um so viel geschickter seyn, auch anderes Getraide hervor zu ä f bringen, che bal Jam kal ichen, 1 fate 0 fach l n, l (6 c Ds t Meade b.. M. el de Sh und aue den, Meg 1 ien karg: che d. June N Bea Nr, 1. 9 wl 15 f wü fit. macht k kkelchen, e Valfsz Furchen de hat; ud r mit so yz enlich sem l 9 Pfarze dieses bert cheilhaftes, ges scch dul el diese Fi ind die Offen en witd. u dle Jois fupfligen,“ dan argttee nn mn di z gauhe nal gi 0. ggg, u anal andern Jah⸗ b b und bit f soche Wi Wel dee h Joch Jr t um l, n Ha da c ace gad n ig g un dil Fade hene Von dem spanischen Heue. 51 bringen, wenn man es darauf säen will, nachdem man das spanische Heu ausgerottet hat. Das spanische Heu verdienet wohl, daß man sich einige Mühe deswegen gebe: denn es ist gewiß⸗ lich eine von den nutzbarsten Pflanzen, die man nur erbauen kann. Die Luserne kömmt nur auf frischen, feuchten, und recht geilen Feldern fort. Der Klee wächset ebenfalls nur in gutem Erdreiche. Das spanische Heu hingegen schicket sich auf allerley Bo⸗ den. Ungeachtet es an einem Orte besser wächset, als an dem andern: so kömmt es doch auch in den schlechtesten Gegenden fort. Das spanische Heu hat vor dem ordentlichen Wiesewachse den Vorzug, daß es mehr Futter lie⸗ fert. Ueber dieses aber kann man es auch öfterer mit gutem Vortheile abmähen und einernden. Denn die Schoten, die Wiken, die Luserne, der Klee, und auch das gemeine Heu, müssen abgehauen wer⸗ den, wenn diese verschiedenen Pflanzen zu ihrer Reife gelanget sind. Wollte man diese Arbeit auf⸗ schieben: so würde man Gefahr laufen, alles ein⸗ zubüßen. Man muß sie abmähen, es mag regnen oder nicht: denn sonsten müßte man befürchten, daß solches Futter, bey anhaltendem Regen, auf dem Felde versaulete. Mit dem spanischen Heue hat es nicht gleiche Bewandniß: denn man kann es zu verschiedenen Zeiten, mit fast gleichem Vortheile, abmähen. 1. Man kann das spanische Heu abmähen, wenn es vollig verblühet hat. Alsdenn hat man ein fei⸗ nes Futter, welches dem Hornviehe bewunderns⸗ würdig wohl bekömmt. Wenn man das spanische K 4 Heu 32 Das XIX. Hauptstück. Heu so früh zeitig abmähet: so bekömmt man her⸗ nach wieder eine schöne Ernde davon; und dadurch wird dasjenige reichlich ersetzet, was man dadurch verlieret, wenn man die Pflanzen nicht ihre völlige Größe erreichen lässet. Unser Verfasser giebt so gar vor, dieses Futter sey so gut, daß man den Hafer für die Pferde er⸗ sparen könne, wenn man sie damit füttert. Er versichert, daß er ein ganzes Jahr lang einen Zug Pferde in gutem Stande erhalten habe, indem er ihnen nur solches Heu gegeben hätte: ob sie schon sehr schwere Arbeit hätten thun müssen. Er setzet hinzu, daß er eben damit Schöpse noch geschwinder gemästet habe, als sonst mit Getraide zu geschehen pfleget. Wenn man aber solches Heu nicht nach der neuen Art pflüget: so wird es nimmermehr so gut werden; und es fänget alsdenn an zu blühen, fast so bald es aus der Erde hervor gekeimet ist. II. Wenn Regenwetter einfället: so kann man mit dem spanischen Heue, wenn es blühet, warten, ehe man es mähet. Dieses Futter sist auch sehr gut für die Kühe. Wenn man es aber einsammelt: so muß man zu verhüten suchen, daß die Blüthen nicht abfallen: denn das Vieh frisset dieselben un⸗ gemein gern; und dieser Theil der Pflanze, der so leicht abfället, bringet es dahin, daß es auch das übrige frisset. III. Wenn der Regen fortdauert: so kann man das spanische Heu stehen lassen, bis es verblühet, und sich zu besaamen anfänget. Alsdenn ist die Ernde reichlicher, nicht allein deswegen, weil die Pflanze zu ihrer volligen Größe gelanget ist: denn a ern N de den lan Fe . 0 Jules. 5 n ts eng fache amm l Nu 15 ga Suh se f dn in 0 ann dat daf wäcen * fel 20 fit. mt man he i und dad ö man dabyz night ihre ui .„ ditses 1 ir die Par nit fte, t lang einn z habe, indene 1: 0b sie fn sen. Er ft och geschnine e zu geschehe Nen wach vag d Aunmauncht! aun an hu bh t gekemtt let: so kun nt t hehe, vn ftr ita at rt e Bache fig lech m. u W. „ a wr d h , 06 6 el, Nan kal ee von dem spanischen Heue. 183 dern auch deswegen, weil sie sich alsdenn in einem vollkommenern Zustande befindet, und nicht so sehr zusammen fället, wenn sie trocken wird. Das Futter ist zwar alsdenn nicht so wohlschmeckend für das Vieh: allein die Pferde fressen es doch, wegen der Saamenkörner, ganz gerne, die sich nunmehr zu bilden anfangen, wenn sie dieselben zwischen ihre Zähne bekommen. Wenn es immer noch zu regnen fortfähret: so muß man das spanische Heu lieber ste— hen lassen, als es der Gefahr aussetzen, auf dem Felde zu verfaulen. Denn der Saame wird indes⸗ sen reif, und ersetzet großen Theils die Einbuße des. Futters. Denn man kann nicht nur solchen Saa— men an diejenigen verkaufen, welche ihn besitzen; sondern zween Scheffel von diesem Saamen sind auch eben so gut, Pferde damit zu füttern, als drey Schef⸗ fel Hafer; und überhaupt frisset alles Vieh, und auch das Federvieh, solchen Saamen sehr gerne. Wenn das Stroh von dem spanischen Heue, nachdem es Saamen hervor gebracht hat, recht ein⸗ gesammelt wird: so kann es auch dem großen Viehe zum Futter dienen. Es frisset solches lieber, als das große Heu von niedrigen Wiesen, und als das Stroh vom Getraide. Man muß es aber, wenn sie es fressen sollen, ein wenig klein schneiden„wie man in Spanien mit dem Strohe zu thun pfleget. Wir müssen noch etwas von der Art sagen, wie man das spanische Heu einsammeln solle. Die Sense leget dasselbe in gewisse Streifen aa a Pl. 3. Fig. 33. welche man Schwaden nennet. Die Franzosen nen⸗ nen sie Wellen, weil sie einige Aehnlichkeit mit den Wellen auf dem Wasser haben. ö K 5 Wenn 54 Das XIX. Hauptstück. Wenn die Sonne warm scheinet: so ist die Ober⸗ flache der Schwaden, in einem, oder ein paar Tagen nach dem Abmähen, trocken. In diesem Zustande wendet man die Schwaden des morgens um, wenn der Thau hinweg ist; und zwar gegen einander zu, wie man in bbb siehet. Dieses geschiehet ziemlich geschwinde, indem man nur einen Stock unter die Schwaden stecken, und sie also umwenden darf. Man wendet sie gegen einander um, damit alle⸗ mal zwo Schwaden auf dasjenige Theil des Feldes zu liegen kommen, welches nicht gepflüget worden ist, und damit um so viel weniger Heu verlohren gehe. Denn wenn man es zusammen rechen will: so darf man nur den Rechen über die Plätze bb b hinziehen. So bald die umgewendeten Schwaden trocken sind: so rechet man sie vor dem Abendthaue in kleine Häufgen oder Schöbergen zusammen. Die Fran⸗ zosen nennen dieselben Gänsgen cas, weil solche Häufgen, zusammen einer Heerde Gänse auf dem Felde gleich sehen. Da auch das spanische Heu als⸗ denn in größern Haufen beysammen liegt: so hat man sich deswegen um so viel weniger vor dem Thaue, ja auch nicht einmal vor dem Regen, zu fürchten, wenn derselbe nicht häufig einfället. Wenn man das spanische Heu, auf dem ganzen Felde, acht Tage lang, sehr dünne ausgebreitet lie⸗ gen lassen wollte: so würde dasselbe, wenn auch kein Regen einsiele, doch nicht wenig von seinen guten Eigenschaften 17 5 So bald es also genug⸗ sam trocken ist: so muß man es in große Schober zusammen, oder in die Scheuer bringen. Bey 255 8 er 10 1 000 5 d d glke fei enen 1 ß g uu dee Eg eum Hes ug 10 bt, luce A fans Au, dis Made gauge 6 . dar g 6 005 fa len de 1e d Aueh ihn, J det h. bicgeng f dz Jun pute 00 00 10 f 0 st die her. N paar Tagen sdem Zustand cus um, wen en einander schehkt jiensg Sock unter e anden darf. im, damit al hel des gebs get wottr Heu berlohtn kechen wil. 1e Mathe bob eden ton thurn kei en. Die Fr ccc, wei fl Gin auf he uche Heuab: lg: fe hat lar den Thau, 1 1 sirdse, auf den gu Kue 1 Von dem spanischen Heue. 1; ser Gelegenheit wird es dienlich seyn, daß wir fol— gendes mit anmerken. Wenn das spanische und das gemeine Heu gleich trocken sind: so kann man die spanischen Heuschober viel größer machen, als die gemeinen Heuschober, ohne daß man befürchten dürf⸗ te, daß jene sich gar zu sehr erhitzen würden. Denn da die Stengel nicht so genau auf einander drücken: so kann Luft hindurch streichen, und die Gärung ver— hindern. Es wird hierbey auch folgende Anmer— kung dienlich seyn. Das spanische Heu ist niemals besser, als wenn es durch Wind und Sonne ausge⸗ trocknet ist. Ueber dieses schadet auch ein Regen dem spanischen Heue nicht; ob er schon das gemeine Heu, den Klee und auch die Luserne ganz schwarz machet und verderbet. Das spanische Heu wird so gar niemals wahrhaftig in einen verderbten Zustand gesetzet, außer wenn es auf dem Felde verfaulet. Wenn die Witterung regnerisch ist, und wenn das spanische Heu noch nicht trocken ist: so kann man es in kleine Schöbergen zusammen rechen. Man darf auch alsdenn nicht besorgen, daß es sich zu sehr erhitzen werde, wenn man nur in die Mitte eines ieglichen Schöbergens einen Korb d, Pl. z. Fig. 34. oder ein Reiß bund e setzet, damit die Luft durchstrei⸗ chen, und die Ausdünstung der Feuchtigkeit beför⸗ dert werden konne. So bald aber das spanische Heu trocken genug ist, so muß man es in die Scheuer bringen, oder es in große Schober zusammen häu⸗ fen, und mit Stroh bedecken. Nunmehr wollen wir von der Einerndung des spanischen Heues reden, welches man zum Saamen reif werden lässet. Da 56 Das XIX. Hauptstück. Da alle Blüten des spanischen Heues sich nur nach und nach öffnen: so kann auch der Saame nicht auf einmal reif werden. Wollte man das spanische Heu abmähen, wenn die untern Korner reif sind: so würde man denjenigen Saamen einbüßen, der sich an der Spitze befindet. Wollte man aber mit dem Abmähen desselben so lange warten, bis der Saame an der Spitze reif würde: so würde indessen der un⸗ tere Saame ausfallen und verlohren gehen. Also muß man das Mittel erwählen. Derjenige Saa⸗ me, der noch grün ist, wird hernach vollends reif; nach einiger Zeit ist solcher Saame eben so gut, als der übrige. N Man muß sich wohl hüten, daß man solches spanische Heu nicht abmähe, oder zusammen reche, wenn die Sonnenhitze den Tag über am größten ist: denn der größte Theil des Saamens würde alsdenn verlohren gehen. Die rechte Zeit zu dieser Arbeit ist früh, oder abends, wenn es thauet, oder heiter Wetter ist, und die Pflanze dadurch um so viel bieg⸗ samer gemachet wird. Wenn es schöͤn und trocknes Wetter ist, so wird das spanische Heu auch in den Schwaden trocken, ohne daß man genöthiget wird, es umzuwenden. Wenn es aber regnet, und man sich gezwungen sie⸗ het, die Schwaden umzuwenden: so muß man sol⸗ ches fein sachte und behutsam thun, damit der Saa⸗ me nicht ausfalle. Am besten verfähret man, wenn man einen Stock unter die Saamenähren stecket, und die Schwade so umwendet, daß die Heustengel nur gleichsam um ihre Axe herum gedrehet werden. ff stellen die nicht gewendeten Schwaden vor, 1 35 9 ig eau gulli . he fh n Feoge be int mung che lch n on * Daub, fu f den 90 mt al 10 S4 Ch dach de dthie susiy . käts sich nur Ouamenricht dus spanische tt raf sind: Ihen, der t Faber mit der ois der Sa dessen der m. gehen. I. erjenige Su vollends reiß i so gut, 4h n sosches unden vedde/ m guten is: würde cledem u der Ae et, aber halt u G H bi 1% P bitd oben Hocker, menden. rwimte se muß wol f dam derb herman val wil lt, Fe gaht w chen dor,. 10 Von dem spanischen Heue. 157 Fig. 35: gg aber die gewendeten. Man muß aber nicht so lange warten, bis das spanische Heu vollkom- men trocken sey, wenn man es in die Scheuer brin⸗ gen, oder in Schober zusammen häufen will; denn wenn es sehr trocken wäre: so würde man Gefahr laufen, viel Saamen zu verliehren. Wenn man es aber zu feuchte einsammelte, oder zusammen häufte: so würde man manchmal so wohl das Futter, als auch den Saamen einbüßen. Damit man nun die⸗ ser Gefahr nicht ausgesetzt seyn möge: so rathen ei— nige an, daß man das spanische Heu in Tücher fas— sen solle. Alsdenn kann man es so trocken einsam⸗ meln, als man will, weil der Saame nun nicht ver⸗ lohren gehen kann. Wenn man aber das spanische Heu auf dem Felde ausdreschen will: so darf man es nicht in Scho— ber zusammen häufen. Es ist alsdenn genug, daß man es in kleine Häufgen zusammen rechet; und zu solcher Zeit kann es nicht zu trocken seyn. Man richtet auf einer Ecke des Feldes eine Tenne zu, oder man breitet ein großes Tuch darauf aus. Zween Schnitter dreschen das spanische Heu mit Flegeln, und zwo Personen bringen denselben immer neues Heu in Tüchern zu. Zween andere reinigen den ausgedroschenen Saamen aus dem gröbsten, mit einem Siebe. Der also gesiebte Saame wird in Säcke geschüttet, und nach Hause gebracht. Das Stroh schöbert man zusammen, und giebt es her— nach dem Vieh zum Futter. Man muß aber zu verhüten suchen, daß es nicht naß werde: denn sonst würde es zu nichts mehr taugen. Dieses 58 Das XIX. Hauptstück. Dieses ist noch ein sehr wichtiger, und gleich— wohl auch sehr schwerer Punct, daß man den Saa⸗ men, der auf dem Felde ausgedroschen ist, wohl zu verwahren suche- Bey solchem Saamen, den man mit dem Strohe in die Scheuer bringet, hat man keine so große Gefahr zu befürchten: denn er hält sich vortrefflich. Derjenige Saame, der nicht mehr im Strohe ist, geräth sehr leichtlich in eine Gährung, sonderlich, wenn er nicht befeuchtet worden ist, nach⸗ dem man das spanische Heu abgemähet hat. Eine kleine Menge davon, die nicht viel mehr beträgt, als ein Scheffel, ist schon groß genug, daß der Saa⸗ me in der Mitte sich erhitzen kann. Es würde ver⸗ gebens seyn, wenn man ihn auf einem Boden 5 bis 6 Zoll dicke ausbreiten wollte; denn wenn man ihn nicht taglich umrührete: so würde er sich doch erhi⸗ tzen. Das beste Mittel ist dieses, daß man in ei⸗ ner Scheuer erstlich eine Lage Stroh leget, hernach eine Lage Saamen, alsdenn wieder eine Lage Stroh, und ferner eine Lage Saamen. Im Winter kann man diesen Saamen hinweg schaffen, und auf einem Kornboden aufbehalten. Denn wenn der Saame seine Wärme verlohren hat: so ist er nicht mehr der Gefahr zu verderben ausgesetzet. Endlich müssen wir noch von dem spanischen Heue dieses anmerken. Unser Verfasser giebt vor, das spanische Heu würde alsdenn noch besser seyn, als es gemeiniglich zu seyn pfleget, wenn man es nicht von dem Viehe abweiden ließe. Vornehmlich verbiethet er, das Vieh im ersten und andern Jahre, und hernach jährlich im Frühlinge, darauf zu lassen. Endlich E al, a fen N Mee il 1 „und eich. jun den Sag i, wohl n ien, den man get, hat man : denn er hit der nicht nich tine Göhun, orden ist, nack get hat. Ei mehr beträz, daß der Su 5 würde belt Von z bis wann wan ihn r sch doch ahh daß mn ine! gt, Hen ein groß Mar kan ad auf einen her Saume ic mehr de em poi aer gelt e och bose/ wen an ö ö . Mech n J 1 Muß 100 U Von dem spanischen Heue. 180 Endlich giebt er vor, daß er solche Felder, wor— auf das spanische Heu ganz schmachtete, dadurch wieder ermuntert und erfrischet habe, daß er die Seitenwände 3. Schuh breit pflügen ließ, so, daß wechselsweise Beete vom spanischen Heue von gleicher Breite übrig blieben. Er versichert, dieses spani⸗ sche Heu habe seine Wurzeln in die Seitenwände ausgebreitet; es sey solchergestalt munterer wor— den, und habe vortreffliches Futter hervor gebracht. ****** K* T* N X K X X X N*** Das XX. Hauptstück. Von der Luserne. Di Luserne ist überall so bekannt, daß ich keine Ursache finde, eine umständliche Beschrei⸗ bung davon zu geben. Sie hat Blüthen, wie die Hülsenfrüchte zu haben pflegen; und diesel⸗ ben sind von einer veilgenblauen Farbe. Der Saame hat die Gestalt einer Niere, und steckt in geschlängelten Schoten. Wenn man die Stengel der Luserne abgemähet hat: so trocknen die Sturzeln nicht so aus, wie bey dem spanischen Heue: sondern sie treiben so gleich un— ter dem Orte, wo sie von der Sense abgehauen wor— den sind, neue Stengel hervor. Dadurch wird diese Pflanze um so viel eher mit neuem Futter wie⸗ derum versehen, als das spanische Heu, welches nur unten aus den Wurzeln wieder neue Stengel her⸗ vor treibet. Die 160 Das XX. Hauptstück. Die Luserne ist eine sehr muntere Pflanze. Wenn man einen Stengel Luserne, der allein stehet, und wohl gewartet wird, nicht abschnitte: so würde er endlich eine Art von einer Staude, oder von ei⸗ nem Busche bilden. Gleichwohl schicket sich die Luserne nicht, wie das spanische Heu, zu allerley Erdreiche. Es muß einen gelinden, fruchtbaren, und tiefen Boden ha— ben, der auch etwas feuchte ist. Diese Pflanze kann keinen kalten Regen vertragen, und deswegen kömmt sie auch in der Schweiz nicht fort, ob schon die Ein⸗ wohner alles mögliche thun, um dieselbe zu erbauen, indem sie vorgeben, daß dieselbe ein allgemeines und sicheres Mittel für kranke Pferde sey. In Engelland, und in den westlichen Gegenden von Frankreich, kömmt sie sehr mittelmäßig fort. In dem südlichen Theile dieses Königreiches wächset sie so gut, daß ein einziges Feld wohl in einem Jahre fünf bis sechs mal abgemähet werden kann. Da⸗ durch erhält man eine erstaunenswürdige Ernde von einem solchem Futter, welches von dem Viehe unge⸗ mein gern gefressen wird. Die Luserne ist, wie wir schon gesagt haben, eine sehr muntere Pflanze, die sehr lange Zeit auf einerley Felde fortdauren würde, wenn sie nicht durch das Gras ersticket würde. So bald dieses aber sich vermehret: so fänget die Luserne an, nach und nach einzugehen; und in zwey oder drey Jah⸗ ren spüret man kaum noch etliche Stengel davon. Die Luserne leidet nicht leichtlich von starken Winterfrösten Schaden. Denn der Winter im Jahre 1709. da in Langvedoc alle Oel- und Nuß⸗ bäume baue da Hake che a kun an Thel f gt A rer, a gcc ch die raf pn alf Lumma f me Acer e eee mit an firme it ade E be enn se an fragen fan get Cn d Gan p lacht mz bespeng 0 fach Al. L g t 1 lasen Nd 0 fa 0 1 1 kete Nane alein sichn, fate so wurde „An bon ei ge nüch, wi iche. Es mi fen Boden se Pflany km cswegen künm schon die b be zu erbaut i algemeine de do. J. Gehegen uin üg sut. J aches wächsk f in enen Jh den kal. Di dige Ernde un i Nahe u ag haben ange dit au wenn se nich 80 bold da erm a 0 N Sten ah. ich k. fate de Wet un Send N uu Von der Luserne. 161 bäume eingiengen, beschädigte nur einen Theil von der Luserne. Ob schon die Luserne die Kälte ziemlich wohl ver⸗ tragen kann: so würde man doch Gefahr laufen, einen Theil davon einzubüßen, wenn man sie im Herbste aussäete: denn die jungen Pflanzen sind viel zärter, als diejenigen, welche schon tiese Wur— zeln geschlagen haben. Also ist es weit sicherer, daß man die Luserne im Frühlinge aussäe, wenn der Frost vorbey ist, aber zeitig, damit dle jungen Pflan⸗ zen etwas stark werden mögen, ehe sich die Hitze des Sommers einstellet. Man säͤet die Luserne entweder allein aus, oder mit anderem Saamen. Wenn man sie allein aus- säet: so vermischet man den Saamen mit Asche, da⸗ mit man denselben mit der Hand um so viel gleich⸗ föremiger ausstreuen könne. Säet man ihn aber mit anderem Saamen aus: so vertritt dieser die Stelle der Asche. Man giebt vor, daß die Luserne, wenn sie aus der Erde hervor wächset, es nicht wohl vertragen könne, daß sie so gleich von den Sonnen stralen getroffen werde; und daß hingegen der Schatten, den ihr die Blätter des Hafers und der Gerste gewähren, sie davor sichere. Deswegen be⸗ trachtet man diese Vermischung der Gesäme als nothwendig für die mittäglichen Landschaften. Man ziehet auch den Hafer dem Rocken, ja auch der Ger⸗ ste vor. Denn dieses Getraide giebt, wenn es zu groß ist, zu viel Schatten, und erstickt dadurch die Luserne. Nachdem unser Verfasser ausfuhrlich beschrie— ben hat, wie schon in den vorhergehenden Abthei L lungen 162 Das XX. Hauptstück. lungen geschehen ist, aus was für Ursache man die Luserne nicht so dichte säen dürfe, als gemeiniglich zu geschehen pfleget: so giebt er den Rath, man solle alles so einrichten, daß auf einem Platze von einer Ruthe im Gevierten nicht mehr Luserne stehe, als er auf einem gleich großen Platze von spanischem Heue angerathen hat. Er will, daß man die Luserne so aussäen solle, wie das spanische Heu, nämlich in ei⸗ ner Tiefe von 2 Zoll. Er giebt auch den Rath, man solle die Seiten. wände 30. bis 33. Zoll breit machen, wie bey dem spanischen Heue; wenn man dem ungeachtet bemer⸗ kete, daß das Gras, welches unmittelbar nach der Luserne aufwächset, dieselbe matt machte: so thut er den Vorschlag, um die Luserne von solchem Grase zu befreyen, daß man, längst den Reihen, auf bey⸗ den Seiten, zwo Furchen machen solle. Solcher⸗ gestalt wird die Luserne auf die kleinen Höhen a a a a a a Pl. 3. Fig. 36. kommen. Hernach will er, daß man die Egge darüber hin⸗ weg ziehen solle, wie von b. nach e. hernach von c. nach b. Solchergestalt wird das Unkraut zwischen den Stengeln der Luserne ausgerissen, und die Spi⸗ zen a a a 4 a a werden fast ganz eben gemacht. Die Luserne würde solchergestalt gar zu sehr entbloöͤßet bleiben, wenn man nicht besorgt wäre, noch einmal zu pflügen. Dadurch wird das Erdreich gegen die Reihen zu gestützet, und die Wurzeln werden also wiederum bedecket. Vermuthlich widerstehen die starken und dicken Wurzeln der Luserne der Egge, da hingegen die Wurzeln der übrigen Pflanzen da⸗ durch ausgerissen werden. Man Nu 0 0 Kk Mu de che Mh neden dals der lige ade, ö Die, 0 er Saum ace I. dehg de fan na, 1 U. N. chnäbet, nen Zu III. D une Nac a ch, hebe gu N. da. fle, 100 G bad g 2 n, be de be ͤstschg stct wide 0 . kcemu daenglich! Jh, um sch ag von en bunt ch, U: spanischem 05 an die due u, nägglich h solle die Si „ wie bey 1 geachtet be, telbar nach k Wade N c ven segchen G00 n When, auf. fill. Sit e kenn hi eh. Che dane c hauch bah: iukaut Jvisch 1, ud de El an t. d u schr uli böte, lh Eau n Jub 0 fh wh d gan de ö uin Ne en Von der Luserne. 1 Man muß die Luserne vor allem Viehe sorgfäl. tig zu verwahren suchen. Man würde dadurch nicht nur die Blätter und das Futter einbüßen, wel⸗ che die Nutzung dieses Krautes ausmachen: sondern es würden auch die Stengel und Wurzeln dadurch vieles leiden. Uebrigens kann die Luserne eben so eingeerndet werden, wie das spanische Heu, entweder vor der Blüthe, oder wenn sie verblühet hat, oder wenn der Saame reif ist. Alles, was man hierbey zu beobachten hat, ist folgendes: J. Die beste Luserne zum Viehfutter ist diejenige, die man abhauet, ehe sie die Seitenästgen bekom⸗ men hat, und folglich lange zuvor, ehe sie blühet. II. Wenn man solchergestalt die Luserne zeitig abmähet; so erhält man dadurch um so viel eher neuen Zuwachs. III. Die Luserne wird nicht so geschwinde einge⸗ sammelt und getrocknet, als das spanische Heu. Gleichwohl darf man sie auch nicht lange auf dem Felde lassen, weil sie sich sonst erhitzen und den nach⸗ folgenden Zuwachs verderben wurde. IV. Der Regen der auf die abgemähete Luserne fället, schadet ihr vielmehr, als dem spanischen Heue. So bald also das Kraut trocken ist: so muß man es unter das Dach bringen. Denn dieses Kraut kann nicht, wle das spanische Heu, in Schobern dauern: es lässet sich nicht so zusammen pressen, und solcherge⸗ stalt würde es der Regen leichtlicher durchdringen, so daß es verfaulen müßte. V. Wenn die Luserne gelb würde„ ehe sie blü⸗ bete: so würde solches ein fast untrügliches Merk⸗ 1 mal 164 Das XX. Hauptstück. mal seyn, daß sie von gewissen schwarzen Raupen, die sich in der Erde befinden, angesressen wäre. Als⸗ denn müßte man die Luserne abhauen, um wenigstens das Kraut noch zu nutzen, und die Raupen zu ver⸗ tilgen suchen, welche sie sonst völlig verzehren würden. VI. Wenn man den Saamen von der Luserne einsammeln will: so muß man ihn zu seiner Reife gelangen lassen; man büßet aber dabey eine Ernde Kraut ein. Wenn der Saame reif genug ist: so schneidet man mit scharfen Sicheln die Pflanzen oben ab, wo die Schötgen befindlich sind, und hütet sich, daß man sie nicht sehr schüttele. Man legt das Abge⸗ schnittene hernach in Tücher, oder lässet es, an einem schattigten Orte, einige Zeit lang trocken werden, hernach drischet man den Saamen aus, und rei⸗ niget ihn. i Indessen hauet man auch das übrige Kraut ab: aber vielmehr nur, um es von dem Felde hinweg zu schaffen, als in der Hoffnung einigen Nutzen davon zu erlangen: denn solches Kraut ist sehr grob und nicht viel werth. Wie glücklich sind aber nicht die⸗ jenigen, die solches Feld haben, welches sich für die zuserne recht schickt, wenn sie in einem Jahre vier bis fünf Ernden von einem vortrefflichen Futter ha⸗ ben können, welches das Vieh allem andern vorzie⸗ het, es mag grün oder trocken seyn. Man muß nur zu verhüten suchen, daß es nicht zu viel davon fresse; denn man sagt, wenn man es ihn zu häufig vorschüt⸗ tete: so bekäme das Vieh Reissen im Leibe, und schwölle manchmal davon auf. Das Hud Kun mn uh fan gie ie p. Mu das n did i 10 boches diem Vun O. ö 1 1. Nn Suma I 1 0 wand we Mun Naeh ik. swartzen Rant sesen wäre. ich un wenig Ie Nupen zu t völlg vent f bon der dit ihn zu sentt dabey eine de sst: so san gen oben abe d hug sich, an len d M r lͤstt ts, th Jung bocen ai pen aus, in o Ilcheblt ri 10 Men d 1 it cht ruh 1 sud che wit d wachs sh f 0 eigesh Ih N fiche r, alm gen. Aug Abe 1 5 fahl ie„“, Nassa dd 0 — 165 E k*********k******** Das XXI. Hauptstück. Von den Vorzügen der neuen Art das Feld zu bauen. enn man die Vorzüge derjenigen Art einsehen will, welche Herr Tull vorschlägt: so darf man nicht untersuchen, ob das ausgesäete Korn mehr Früchte hervor bringe, wenn man es nach seinen Grundsätzen aussäet, als wenn man bey der gemeinen Art bleibet. Eine solche Vergleichung würde zu vortheilhaft für den Herrn Tull seyn. Man darf auch nicht bloß untersuchen, ob ein Ar- pent Feld, der nach den neuen Grundsätzen bear⸗ beitet wird, vielmehr trage, als eben so viel Feld, welches man auf die gemeine Weise pflüget. In diesem Stücke würde die neue Art keinen großen Vorzug vor der alten haben. Die rechte Art, hierinnen eine Vergleichung an— zustellen, ist folgende: I. Man muß untersuchen, ob nach den neuen Grundsätzen alle Felder auf einem Landguthe mehr Saamen hervor bringen, als eben so viel Felder, wenn man sie nach der gemeinen Art pflüget. II. Man muß erwägen, ob die neue Art nicht so viel Kosten erfordere, daß sie denjenigen Auf⸗ wand weit übertreffen, den man bey der gemeinen Art zu machen hat; und ob nicht also der nöthige Aufwand den scheinbaren Nutzen übersteiget. 93 III. 166 XXI. Hauptst. Von den Vorzügen III. Man muß sich zu versichern suchen, bey welcher von beyden Arten das Getraide den gewöhn— lichen Zufällen am meisten, oder am wenigsten aus⸗ gesetzt sey. Ich will diese verschiedenen Punete kürzlich ab⸗ handeln, damit man alsdenn eine genaue Vergleichung wachen denselben anstellen könne. Erste Abtheilung. Her Tull versichert, ein Stück Feld, als etwa ein Arpent, bringe viel mehr Saamen hervor, wenn er nach seinen Grundsätzen besorgt würde; als wenn man der gemeinen Art folgete. Er spricht: man vertheile die Halme des Getraides, die auf den Beeten stehen, auf den ganzen Raum der Seiten⸗ wände: so wird die ganze Oberfläche des Feldes eben so stark besetzt seyn, als sie gemeiniglich zu seyn pfleget. Allein die Aehren werden viel größer und länger, und mit mehrern Körnern angefüllet seyn. und dieses machet die Ernde weit vortheilhaftiger. Ohne Zweifel wird man sich schwerlich einbil— den können, daß 3 Reihen Getraide, die mitten auf einem 6 Schuh breiten Beete stehen„ durch ihre Fruchtbarkeit den ganzen Platz, so weit er nicht besäet ist, sollten anfüllen können. Also möchte man auf die Vermuthung gerathen, Herr Tull vergrößere die Art allzu sehr, die er sich eingebildet habe. Ich will solches, wenn man es verlanget, selbst zugeste— hen, ungeachtet die Gründe unsers Verfassers eine so große Wahrscheinlichkeit haben. Man wird aber doch bekennen müssen, daß nach der gemeinen Art das 1 1 ace e Diel. 00 el e 10 sc Gade. bim! e und I 10 ö ße uit n 100 Pans Du che, den be bingen 1 1 5 H n a Die id 12 ties N wan Dith Auzien i suchen, h ide den gew i woenigsten az ancke kirich! aue Berge 9. b dad, abe Saamen hen, besorgt diz eke. Er sortz des, die auf! Vun der Sl isaache des meinigich uf den veel größe m angefüllt f, wonach scurrsch afl hee müre al ea, durch le lter nctocht pochte mn a Tull vag det hilt 50 get, cheat ers Met die Mild abe du en 1 5 0 0 der neuen Art das Feld zu bauen. 167 das dritte Theil der Felder in dem Jahre, da sie brache liegen, nichts hervor bringet; daß ein anderes Drittheil mit kleinen Gesämen bedeckt ist, die nicht so viel werth sind, als das Korn; und daß also von allen Feldern auf einem Landguthe nur 3 zu Hervor⸗ bringung des Getraides bestimmet ist. Nach der neuen Art besäet man alle Felder mit Getraide. Weil man aber allemal von einer Brei⸗ te von 6 Schuhen nur 2 Schuh dazu brauchet: so ist hier ebenfalls nur das Drittheil der Felder mit Getraide besetet. Nunmehr ist noch übrig, daß man wisse, ob die Getraidereihen munter genug wachsen, und genug Saamen hervor bringen, damit nicht nur die Haferernde ersetzet werde, welche von den Landleuten als das Drittheil der Waizenernde gerechnet wird: sondern auch zu Vermehrung des Vortheils für den Ackersmann. Dieses kann man sehen, wenn man eine solche Vergleichung zwischen den beyden Arten anstellet, wie ich nachgehends bey⸗ bringen will. Iweyte Abtheilung. Hern Tull versichert, daß es nicht so viel kostet, wenn man das Feld nach seiner Art pflüget, als wenn man es nach der gemeinen Weise bearbeitet. Dieses ist wahr, wenn man einerley Stück Feld, nach beyden Arten zu pflügen und zu besäen, verglei⸗ chet. Da man aber nach der neuen Art alle Felder eines Guthes pflügen muß; nach der alten Art aber ein Drittheil von den Feldern gar nicht gepflüget wird, worauf namlich Getraide gesäet ist; und ein anderes Drittheil, welches für den Hafer bestimmet ist, nur L 4 ein⸗ 168 XXI. Hauptst. Von den Vorzügen einmal gepflüget wird: so bleibet hier nur das letzte Drittheil übrig, welches für das Korn zubereitet wird, und ein sorgfältiges, wenigstens dreymaliges Pflü⸗ gen erfordert. Wenn man die Sache in diesem Lichte betrachtet: so fället es nicht schwer zu bewei⸗ sen, daß es mehr kostet, die Felder auf die Art des Herrn Tull zu pflügen, als auf die gemeine Weise. Nunmehr ist nur noch dieses übrig, daß wir untersu⸗ chen, ob dieser größere Aufwand durch einen größern Vortheil ersetzt werde; und dieses wird die Verglei⸗ chung, die ich nunmehr geben werde, auf eine unstrei⸗ tige Art lehren.. Dritte Abtheilung. So lange der Saame in der Erden ist: so ist er verschiedenen Zufällen ausgesetzet; manche da⸗ von kann man nicht vermeiden; als den Hagel, der alles entzwey schlägt; die heftigen Winde, welche die Aehren der Körner berauben, wenn die Ernde nicht mehr weit ist; langwierigen Regen, wodurch der Saame auskeimet; außerordentliche Winterfröste, wodurch so gar die Wurzeln beschädiget werden; gewisse zufällige Fröste, welche die Aehren verletzen, wenn sie aus dem Halme hervor brechen; Mehl⸗ thau, wodurch Blätter und Halm Schaden leiden, u. d. g. Es ist gar keine Wahrscheinlichkeit vor⸗ handen, daß man solche Zufälle durch einigen Fleiß sollte verhüten können. Man hat aber in denenje⸗ nigen Abtheilungen, worinne von dem Unkraute, von dem Brandkorne, und der Art wie die Körner klein werden, gehandelt worden ist, gesehen, daß man sol⸗ che Zufälle, die uns oftmals 3 von der Ernde 155 en, 1 u tf Jeseds. ihn le Hag Fun: 9 1 ding Jh pole dea clk Dn lien G 3 ach n wü U beim Gut, bal D rügen putz del git pet Aan er nur das letz m ubereltt wit hulges Pf. Sache in deh schper zu laß auf die Ar je gemeine , daß wir unnd lech einen gi wird die B „ auf eine un J. den it: Pit cht; manche ais den Hag 0 1 Minde, veh enn die Ende en, vedut Ihe Munter fc went Ann rente hithen/ M Schdden de cherche w. cc eng 5 abet in dem ua a fe der neuen Art das Feld zu bauen. 169 ben, nicht so sehr zu besorgen habe, wenn wir der Weise des Herrn Tull folgen, als wenn wir die ge⸗ meine Art beybehalten. Vergleichung der beyden Arten, das Feld zu bauen. 5 man die Vorzüge der neuen Art um so viel besser einsehen möge: so will ich eine Verglei⸗ chung zwischen 2 Gütern von 300 Arpents anstel⸗ len, wovon das eine auf die gemeine Weise, das an⸗ dere aber nach den Grundsätzen des Herrn Tull zu⸗ gerichtet worden ist. Der Pachter, der ein solches Guth nach der ge⸗ meinen Gewohnheit besorgen will, wird sein Feld in 3 gleiche Theile theilen, die man bey uns Hufen nen⸗ nen würde. Eine Hufe von 100 Arpents wird zu Waizen bestimmet; eine andere von eben so viel Arpents zu Gerste, Hafer, Erbsen und dergleichen. Die dritte bleibt in Ruhe, oder sie lieget brache. Die 100 Arpents welche kleines Gesäme hervor bringen sollen, pflüget er ein oder zwey mal; die 100 Arpents die brache liegen sollen, drey bis vier mal, und die letzten 100 Arpents können gar nicht gepflü⸗ get werden, weil Getraide darauf stehet. Also muß dieser Pachter 200 Arpents von seinem Guthe vier bis sechs mal pflügen; oder, welches einerley ist: er muß jährlich 400 bis 600 Arpents einmal pflügen. Bey uns bezahlet man ordentlich 6 Französische Pfund für das Pflügen eines Arpent. Nachdem nun der Pachter seine Felder mehr, oder weniger pflüͤ⸗ 2 5 gen 70 XXI. Hauptst. Von den Vorzügen gen lässet: so muß er dafür 2400 oder 3600 franz sische Pfund ausgeben. Wenigstens muß man 22 Mine Korn nach dem Maaße von Petiviers, haben, um einen Arpent zu besäen. 1 Mine beträgt 80 Pfund. Wenn das Korn aufgeschüttet ist: so machet es 3 Minen voll. Daher saget man, daß auf einen Arpent 3 Minen kominen. Wir werden diese Rech⸗ nung beybehalten. Denn da das Saamenkorn schöner und theurer ist: so wird man dadurch einen Ersatz erhalten, und nicht genöthiget seyn einen Un⸗ terschied unter dem eingeerndeten und ausgesäeten Korne zu machen. Wrr schätzen von beyden die Mine 4 französische Pfund. Zu Besäung eines Ar⸗ pents wird man also 12 Pfund aufwenden müssen, und zu 100 Arpents 12000 Pfund. Für das Säen und Eggen der Felder wird nichts aufgewendet: denn wenn der Ackersmann wegen seines Pflügens bezahlet worden ist: so muß er den Saamen um sonst säen. ö c Mähter⸗ und Fuhrlohn, bis das Getraide in die Scheuer ist, kostet auf einen Arpent 6 Pfund. Die⸗ ses macht auf 100 Arpents 600 Pfund. Die Ausjätung und Ausrottung des Unkrautes ist, nach Beschaffenheit der Jahre, nicht einerley. Wir wollen auf einen Arpent 1 Pfund und 10 Sous rechnen. Dieses machet 150 Pfund. Man hat eben so viel Gerste, als Korn nöthig, um diejenigen Felder zu besäen, welche solches klei⸗ ne Gesäme hervor bringen sollen. Weil sie aber wohlfeiler sind: so schätzen die Pachter dieselbe nur um che mend nahr; mand auf n . Male chen a dee Ade 0 ö mah u 6²⁰0 hr dg w üb er zöoh fun be Hrn nach de nehm Apel . t it: p path man, daß af werden er dus Suma nan daduth dhe ger senn ene und ausgestn bun beyden d desung eines ihweden mä, „ Fir de Sie ichs dufzeben n fabes Mig n Sun un d aebi de h i de Maute e, lich ena dun m Ei d. „ale An 1 welche ct g. Alseche pu fler der neuen Art das Feld zu bauen. 171 um das dritte Theil so hoch, als den Waizen, näm⸗ lich 400 Pfund. Die Unkosten, die bey dem Säen auflaufen, sind bloß auf das Rollen eingeschränkt. Man bezahlet für einen Arpent 10 Sous; und dieses macht 50 Pfund. Die Unkosten bey der Ernde schätzen wir 200 Pfund, nämlich 3 so viel als bey dem Waizen. Den Dünger rechnen wir nicht. Erstlich weil die Pachter keinen kaufen, und es bey demjenigen be⸗ wenden lassen, den sie auf ihren Güthern selbst ha⸗ ben. II. Da der Mist, so wohl nach den Grundsä⸗ tzen des Herrn Tull, als auch nach der gemeinen Art, nutzbar ist: so ist das Fuhrlohn in beyden Fäl⸗ len einerley. Der einzige Unterschied bestehet dar⸗ innen, daß man ein Feld nach der neuen Art einmal mehr pflüget, als nach der gemeinen Weise; indem man den Mist nur an diejenigen Orte bringet, wor⸗ auf man Getraide säen will. Die Pachtgebühren und die landesherrlichen Abgaben sind in beyden Fällen einerley; und wir haben also nicht nöthig ihrer zu gedenken. Die Unkosten, die ein Pachter für 300 Arpents nach der gemeinen Art aufwenden muß, belaufen sich also auf 500 Pfund, wenn er sein Korn nur drey— mal, und seinen Hafer nur einmal pflüget; oder auf 6200 Pfund, wenn er sein Korn viermal, und den Hafer zweymal pflüget. Jetzo wollen wir untersu— chen, was ihm die Ernde einbringen könne. Da gutes Feld ungefähr fünffältige Frucht trä⸗ get; so wird er 1500 Minen Korn einernden. Die— ses 72 XXI. Hauptst. Von den Vorzügen * ses betragt, die Mine zu 4 Pfund gerechnet, 6000 Pfund. Der Zuwachs an Hafer, den man ein Drittheil so hoch rechnet, als den Waizen, beträgt 2000 Pfund. Die ganze Ernde macht also 8000 Pfund aus. Rechnet man davon die 5000 Pfund Unkosten ab: so ist der Vortheil 3000 Pfund. Davon müßte man noch 200 Pfund abrechnen, wenn die Felder mehr als viermal gepflüget worden wären. ä Nunmehr wollen wir untersuchen, was ein Pacht- guth nach den Grundsätzen des Herrn Tull einbrin⸗ gen könne. Wir nehmen an, daß ein solches Pachtguth ver⸗ schiedene Jahre lang nach den Grundsätzen des Herrn Tull besorgt worden sey. Denn wenn man die Felder hätte brache liegen lassen, oder auch nur nach der gemeinen Weise gepflüget hätte: so würde das Pflügen, wovon wir itzo reden wollen, auf das erste Jahr nicht zulangen; und man müßte etwas ansehn⸗ licheres aufwenden, um die Felder in einen guten Zu⸗ stand zu setzen. Weil aber dieses einmal für alle mal geschiehet: so hat man darauf nicht zu sehen. 0 5 Setzet man dieses voraus: so muß man die Seiten- wände nach der Ernde einmal gut pflügen; vor der Saat einmal ganz leichte, im Winter einmal, im Frühlinge einmal, einmal wenn der Waizen schosset, und endlich einmal wenn er Aehren gewinnet. Das ist zusammen sechs mal für 300 Arpents. Denn nach der neuen Art theilet man die Felder nicht in Hufen ein: sondern alle 300 Arpents müssen gepflüget, und mit Getraide besäet werden. Es ist daher so viel, als N Nu Sum vu hn fsc 5 Jab. W Wag Nie At, d Dir; d ö ie l Feulen bine, 1 od. ah 90 gut ö 9 Asiche gel dec aft boo! Ai chu, 605, an ein Dritt igt za s o Mud aus 0 Nn ligt nd. Mein aheehn gepsiaget wi u was tin de n Cull ante euch döctedazent an wenn wan d a auc dur fe dale: s) wüde welln, ah niftrccbns ch ine gn g m fir d acht yu she fn de Sen gen; wrd Iwwer eum n Wai f in deut 1 Apen. Jeder n fe iso i 1 Coche! der neuen Art das Feld zu bauen. 173 als wenn man jahrlich 1800 Arpents einmal pflügen müßte. Weil man aber bey ieglichem Pflügen ein drittes Theil von den Feldern nicht umreißt: so muß man an statt 1800 Arpents 1200 oder 1000 rechnen. Rechnet man nun auf einen Arpent 6 Pfund: so betragt es 6000 Pfund, oder 7200 Pfund für 1000, oder 1200, Arpents. Man braucht nicht den dritten Theil von dem Saamen, als man sonst nöthig hat. Dieser Auf⸗ wand beträgt also für 300 Arpents eben so viel, als für 400 Arpents nach der vorigen Art, nämlich 1200 Pfund. Wir wollen annehmen, daß die Unkosten bey der Aussaat, und bey der Ernde, bey ieglichem Ar⸗ pent sich eben so hoch belaufen, als nach der vorigen Art, welches das meiste ist, das man annehmen kann. Für 300 Arpents beträgt solches also 1800 Pfund. Das Jäten wird bey ieglichem Arpent nicht 1 so diel ausmachen, als nach der vorigen Art. Wir werden also für 300 Arpents 150 Pfund annehmen können. Alle diese Summen zusammen machen 10350 Pfund. Diese muß der Pachter aufwenden, und also 5350 Pfund mehr, als nach der vorigen Art. Nun wollen wir untersuchen, was dieses Pacht— gut hervor bringet. Ich nehme an, ob schon Herr Tull das Gegentheil versichert, daß ein ieglicher Arpent nicht mehr Wai⸗ zen hervor bringet, als ein nach der gemeinen Art besorgter Arpent. Nach der erstern Art habe ich auf einen Arpent 15 Minen gerechnet. Dieses macht 4500 Minen auf 300 Arpent. Rechnet man nun 4 Pfund 74 XXI. Hauptst. Von den Vorzügen 4 Pfund auf eine Mine: so ist der Zuwachs 18000 Pfund. Davon muß man die Unkosten abziehen, und diese belaufen sich auf 10350 Pfund. Es bleibet also Vortheil übrig 7650 Pfund. Der Vorzug der neuen Art vor der alten beträgt also 4650 Pfund. Aus dieser kleinen Rechnung wird man sehen, daß 2 Arpents, die man nach den Grundsätzen des Herrn Tull bearbeitet, wenn sie auch nicht mehr hervor brächten, als ein nach der gemeinen Weise gepflügter Arpent; doch noch durch die neue Art 1650 Pfund mehr einbringen würden, als nach der gemeinen Weise. i Dieses ist aber noch nicht genug. Denn wenn man einen rechten Begriff von den Vorzügen der neuen Art haben will: so muß man anmerken, daß die Ernde nicht so ungewiß ist; und dieses ist ein beträchtiger Vortheil. Vergleichung eines Pachtgutes von 300 Arpents, wenn es nach der neuen und nach der alten Art gepflüget wird. Alte Art. Ebamal pflügen im Märze, 100 Arpents. Dreymal pflügen zur Zeit, da das Getraide auf dem Felde befindlich ist, 300 Arpents. Die ganze Summe des Pflügens 400 Arpents. Das Pflügen für 400 Arpents, auf einen Ar⸗ pent 6 Pfund gerechnet, 2400 Pfund. Zehen Scheffel Saamenkorn bringen 3 Minen Korn auf den Boden. Weil aber das Saamen⸗ korn schöner ist: so rechne ich auf einen Arpent 3 Mi⸗ nen, ö t n üb dati Une Dos ll d gh ö Mf gu get dae Jah l und. 750 Pfd. r der abe bee feen Rahim die nun nach e bee, pen z als ein nach h doch roc duß baigen wirke Dun pen Wag der N dmetken, dag ud deats it Nutte pz len u 8 M. cell. du das G Lentz, b 50 Uu, „ n. und. bungen Win er de Sul n z . 0 Unkosten ah, 0 sten che der neuen Art das Feld zu bauen. 175 nen und die Mine zu 4 Pfunden. Die 300 Ar⸗ pents betragen also 1200 Pfund. Summe 3600 Pfund. Das Lohn für das Säen und Eggen, ist mit un⸗ ter dem Pflügen begriffen, den Arpent zu 6 Pfund erechnet. 90 Arbeiterlohn. Mähterlohn und Fuhrlohn wird wie einmal pflü⸗ gen gerechnet, nehmlich 6 Pfund, und dieses beträe get 600 Pfund. Jäterlohn 30 Sous für den Arpent. 150 Pfund. Aussäung des Hafers, welcher, wie gewöhnlich ist, 4 so hoch gerechnet wird, als die Aussaat des Korns, 400 Pfund. Zu Rollen 50 Pfund. Mähterlohn, welches J so hoch gerechnet wird, als die Abmähung des Korns, 200 Pf. Unkosten nach der alten Art, 5000 Pf. Einnahme nach der alten Art. Wenn man die Ernde smal so hoch rechnet, als die Aussaat: so betragen 1500 Minen, die Mine zu 4 Pfund gerechnet, 6000 Pf. Die Haferernde, die 3 so hoch gerechnet wird, als die Kornernde, beträget 2000 Pf. Einnahme 8000 Pf. Abzug der Unkosten 5000 Pf. Ueberschuß, zur Bezahlung der Arheiter und der Abgaben, wie auch für die Mistfuhren, u. s. f. 3000 Pf. Ohne Beyhülfe des Viehes würde solches nicht zulangen. N 5 Neue * — 176 XXI. Hauptst. Von den Vorzügen ꝛc. Neue Art. Die 300 Arpents erfordern 6maliges Pflügen. Weil man aber nur 3 Feld pflüget: so bleiben 1200 Arpents zu pflügen übrig. Einmal pflügen für einen Arpent, beträgt 6 Pf. Zusammen also 7200 Pf. Zur Besäung der 300 Arpents, da auf einen Ar⸗ pent nur 3 so viel Saamen kömmt, als nach der ge⸗ meinen Art, kömmt hier für 300 Minen 1200 Pf. Das Erndelohn, da die Ernde auf einen Arpent eben so hoch gerechnet wird, als nach der alten Art, nehmlich 6 Pfund für den Arpent, beträgt für 300 Arpents, 1800 Pf. Das Jäterlohn für 300 Arpents, wovon nur 2 gejätet wird, 30 Sous auf einen Arpent gerechnet, beträgt 150 Pf. Ausgaben 10350 Pf. Einnahme nach der neuen Art. Man nimmt an, daß ein Arpent nach der neuen Art eben so viel hervor bringet, als nach der alten Art, nämlich 15 Minen auf einen Arpent. Zusammen 4500 Minen. Wenn man nun die Mine auf 4 Pf. rechnet: so beträgt es 18000 Pf. Abzug der Unkosten 10350 Pf. Bleibt 7650 Pf. Einnahme nach der neuen Art 7650 Pf. Einnahme nach der alten Art 3000 Pf. Ueberschuß bey der neuen Art über die alte 4650 Pf. Dieses scheinet mir etwas ganz beträchtliches zu seyn. * Anderer wn wg Dig e piece 10 pet, herig 7200 ic, da auf chen k, als nach dn o Minen n de auf einen dn nach der alen! „ hrägt fir co) te, wodon nr. un We dec 5 Le tr stutn Au Jyat nuch det; a uch dert in Al. 65 Min Nn Nebel W 5 1 ail 0 10 1 1 Anderer Theil. Beschreibung Neuen Pflüge, und der Sämaschine. duo und se! dtehen sostt an n dr fie ch brüten; ff ha gerne gange Det Ich des du id ihn Nu A 8 8 Seel 00 82 2 N 2 2 52 f 2 0 8 KN 8 8 n e 3 ö 2 1 2 5 U S N N 8 5„ f—. es e e 6 2 77 5— 2 * 51 2 58 S 8* S, 1 1 2,.— W— 5 5 5 2* 8 Das J. Hauptstück. Beschreibung eines Pfluges mit vier Sechen. A NI. 1. Fig. 1. wird ein gemeiner Pflug mit b weyen Rädern vorgestellet„den man als 82 den besten für allerley Boden betrachtet, leimichtes und schlammichtes Erdreich aus⸗ genommen, als welches sich an die Räder anhänget, und sie dermaßen hemmet, daß sie sich nicht herum drehen lassen. 5 An einigen Orten bedienet man sich einer Erfin⸗ dung, um dieser Unbequemlichkeit abzuhelfen. Man fasset nämlich die eisernen Schienen, und die Spei⸗ chen der Räder mit Strohseilen ein, die einen Zoll dicke sind. Wenn nun die Räder auf die Erde drücken: so werden die Seile plat, und geben sich auf beyden Seiten hervor. Dadurch wird der Koth abgetrieben, und er kann sich nicht so an die Räder anhängen, wie sonst geschehen würde. Dieser Pflug hat ordentlich zwey Theile, näm⸗ lich das Vordertheil, und das Hintertheil. Das Vordertheil enthalt die beyden Räder A B, und ihre eiserne Achse„ die durch den unbeweglichen Juerbalken C gehet, worinne sie sich eben so wohl M 2 umdre⸗ 180 Das J. Hauptst. Beschreibung umdrehet, als in den Rädern. Die beyden Stell⸗ holzer D sind senkrecht in den gedachten Querbal⸗ ken eingelassen. Ein jegliches hat zwo Reihen Lö⸗ cher, vermittelst deren der Grengel höher, oder nie. driger, gestellet werden kann, indem man den be⸗ weglichen Querbalken E höher, oder niedriger, stel⸗ let, nachdem man die Furche mehr, oder weniger, tief machen will. Oben ist ein anderer Querbalken, der zur Verbindung der Stellhölzer dienet. Diese sind daselbst eingefüget, und vernagelt. Hiezu kom⸗ men noch der Rahmen G, mit seinen eisernen Rin⸗ ken und Haken, wodurch der ganze Pflug gezogen wird; die Kette E, wodurch das Hinterthell des Pfluges mit dem Vordertheile, an dem einen Ende, vermittelst des Rinkens J verbunden wird, und wel⸗ che an dem andern Ende, durch ein Loch, mitten durch den unbeweglichen Querbalken gehet, und an der Stange K befestiget wird; die Kette L, wovon das eine Ende an den Grengel durch einen Nagel befestiget ist: das andere aber oben an der Stange K, wo diese mit dem linken Stellholze durch ein Band von Weiden M verbunden wird, welches so wohl die Stange, als auch das Stellholz, umfasset, und auf der linken Seite unter den Querbalken, der zur Verbindung beyder Stellhölzer dienet, hinunter gehet. An stat dieses Bandes von Weiden kann man auch einen Strick nehmen, oder man kann sich hiezu des Endes von der Kette L bedienen, wenn dieselbe lang genug ist. Das Hintertheil des Pfluges begreifet den Gren⸗ gel N, das Sech O; die Schaar P; das Bret Q die Stütze K, welche durch das Ende des Grengels gehet den; aden pft 15 5 Ele bi 1 der Ou 1 et d der fich flu Debedin, nen Dun üb e Nahe e aher, de indem man d der niedrige fehr, oder ung anderer Ourrlaß baher dienet, d daget. Hiezuft ellen eiernen me Mug gay a5 Hirche uvm enn ice eh d, Aid w W node ghet,. die Kalt L, f 0 duch en N ohen af der E Gulhole due ch, nach Silla, un In Wuetadtch, cher dien, bu 8 dun Bin , ir nn 110 u U bein fn 1 bal a 1 ar 0 du Cab eines Pfluges mit vier Sechen. 181 gehet; den kurzen Sterz S, der mit einem Nagel oben an die Stütze, und mit einen andern oben an das Bret Qbefestigt ist; den aufgerichteten Balken T,. zur rechten Seite des Hintertheils des Pfluges, woran die Sohle V befestiget ist, wie auch das Streich- bret, dessen vordern Theil W man Fig. 3. vor dem Brete siehet: der lange Sterz X, dessen vorderer Theil V sich vor dem Brete zeiget, und mit einem Nagel an dem aufgerichteten Balken befestiget ist, dessen anderes Ende in dem Grengel hinein gehet; endlich die beyden Zapfen L, welche das Bret in die Höhe halten, durch den Grengel gehen, und daselbst, bey be, durch ihre Schrauben und Schraubenmüt⸗ ter, befestiget werden. Die Grengel in der 1 und 2 Figur sind in der Känge verschieden. In der letztern Figur beträgt die Länge des Grengels 10 Schuh 4 Zoll: in der erstern aber nur 8 Schuh. Ihre Gestalt ist auch verschie⸗ den; der erstere ist gerade von einem Ende bis zum andern: der andere aber nur von a bis b. Hier wendet er sich auf einmal in die Höhe, wie man Fig. 2. siehet. Wenn man nun ein Bley von der Ecke, a, auf den ebenen Boden, worauf der Pflug stehet, herunter senket: so wird die Höhe daselbst 115 Zoll betragen. Lässet man von da an, wo sich der Grengel in b krümmet, ein Bley auf eben die Oberflache herunter: so findet man, daß der Gren— gel hier 1 Schuh 82 Zoll von der Erde erhaben ist. Lässet man ein drittes Bley von dem andern Ende des Grengels herunter: so wird man finden, daß der Grengel daselbst 2 Schuh 10 Zoll über der Ober- flache des Bodens in die Höhe gehet. Von dem M'ᷣ 3 Ende 182 Das I. Hauptst. Beschreibung Ende a bis an die andere Seite des ersten Seches sind 3 Schuh 2 Zoll; von hier bis an den Rücken des andern Seches 13 Zoll; von hier bis an das dritte Sech ebenfalls 13 Zoll; von hier bis an das vierte Sech eben so viel; und von a bis b sieben Schuhe. g Durch diese Krümme des Grengels suchet man die allzu große Länge der vordern Seche zu vermei⸗ den, als welche nothwendig seyn würde, wenn der Grengel gerade wäre. Wenn sie nun alsdenn nicht außerordentlich dicke und schwer wären: so würden sie leichtlich krumm werden. Die Spitze des vier⸗ ten Seches würde auch so weit von dem Orte, wo es eingezapfet ist, entfernet seyn, daß es eine fast un⸗ überwindliche Gewalt haben würde, die Keile, wo⸗ mit es befestiget ist, locker zu machen; das Sech würde sich alsdenn in die Höhe begeben, und nicht mehr in die Erde einschneiden. Wenn der Grengel krumm ist: so hat man solches nicht zu besorgen. Dieser Grengel wird entweder aus Eschenholze ver⸗ fertiget, welches das leichteste ist; oder aus Eichen⸗ holze, welches am längsten dauert. Die Dicke und Breite kann verschieden seyn, nachdem das Erdreich, welches gepflüget werden soll, schwer, oder leichte ist. Derjenige, den wir jetzo beschrieben haben, ist, bey dem Loche des ersten Seches, 5 Zoll dicke, und 4 Zoll breit. Die vierte Figur stellet das Bret Q;von der er⸗ sten Figur vor, welches 7 Zoll breit ist. Mit die⸗ sem Brete sind die eisernen Zapfen verbunden. Der linke davon muß weiter hervor gehen, damit der Rand seines Vordertheils, welcher plat ist, sich recht an ö 0 1 a V ü! 0 elt n ban g 15 bf Fes Wie 9. mb lik ehe „ lle. „ N uuns 0 die M. N der ie d l n! lle S0 ö i; 1 q. fährt we facht Ehe zu her würde, wem un asdem it wren: so pin Entze des y dem Orte, es che fast in t de hale, uo⸗ ann il degchen, und ng Vun der O b ct zu Karg l Ech 0 I O a 20 e Och nd en des Erdtech, cher kächke i. Then, ii W ttt C deal. bahn d t gehe. Auth pal U 0 der untere Theil des Bretes kömmt. eines Pfluges mit vier Sechen. 183 an das Bret anschließen möge. Dadurch wird das Bret, vermittelst der Schrauben und Schrauben⸗ müütter, mit dem Grengel verbunden. Dazu kömmt noch ein Nagel in dem Loche a. Ein Theil von diesem Loche befindet sich in dem Grengel. Der da hinein getriebene Nagel hält das Bret in die Hohe, und befestiget es an dem Grengel. Das vornehm⸗ ste, welches man hiebey zu bemerken hat, ist der Winkel bod, der die Erhöhung des Bretes anzei⸗ get. Von der Linie od wird angenommen daß sie mit der untern Linie der Schaar, oder vielmehr mit der ebenen Fläche, worauf der Pflug stehet, gleich laufe. Wenn der gemeldete Winkel bey c größer ist, als 45 Grade: so wird man mit einem gemei⸗ nen Pfluge niemals gut fort kommen. Bey mei⸗ nem Pfluge mit 4 Sechen mache ich ihn 42, oder höchstens 4 Grade groß. Die fünfte Figur stellet die Schaar vor. a ist die äußerste Spitze, und b das Hintertheil der Schaar. Von a bis b ist sie 3 Schuhe, 9 Jolle lang. e ist der Flügel der Schaar. di ist die Krinne, worein ist eine klei⸗ ne eiserne Platte, die an dem Hintertheile der Schaar befestiget ist. Durch diese Platte wird das Hinter⸗ theil der Schaar an die Stütze in d Pig. 1 durch ei⸗ nen kleinen eisernen Nagel befestiget, der am Ende eine Schraube, und an der innern, oder rechten Seite der Stütze eine Schraubenmutter hat. Von a bis k ist die Spitze, die ungefähr 32 Zell lang ist, unten plat, und oben rund. Sie muß un⸗ ten von hartem Stahle seyn. Von k bis e gehet der Rand des Flügels, der gut gestählet seyn muß. Die M 4 Länge 184 Das J. Hauptst. Beschreibung Lange kann willkührlich genommen werden: doch darf sie bey f niemals einen kleinern Winkel machen, als derjenige ist, den man in der Figur findet. Die Krinne ist oben ungefehr 1 Schuh lang, und 2 Zoll tief. Das vordere Ende muß nicht senkrecht ,son⸗ dern schief, seyn, wie das Bret, welches hinein kömmt.. Der obere Rand dieses vordern Theiles muß alle mal an das Bret in e, Fig. 4, anschließen. Sollte aber dieses Ende der Krinne nicht völlig so schief seyn, als das Bret: so kann man diesem Uebel abhelfen, wenn man ein wenig Holz an der Spitze des Bretes abnimmt. Die sechste Figur zeiget die Schaar mit der rechten Seite oben, in eben der Stellung, wie sie sich befindet, wenn man pflüget. Die Seite a b muß vollkommen gerade seyn. Die untere aber muß bey o, welches der Hals ist, gegen die Erde zu etwas krumm seyn; niemals aber über 2 Zoll bey ordentlichen Pflügen, und über 2 Zoll bey Pflüͤ⸗ gen mit vier Sechen. Wenn also die Schaar fer⸗ tig ist, und auf den Boden geleget wird: so darf sie nur an drey Orten die Oberflache des Bodens berühren: nämlich an der Spitze, a; an dem Hin⸗ tertheile, b; und an der Ecke des Flügels, d. Die siebente Figur stellet die Schaar umgekehrt vor, und zeiget die Hölung des Flügels bey a, wel⸗ che bey einem steinigen und holkerichten Erdreiche größer seyn muß, als sonst. Die achte Figur zeiget die Schaar mit der rech⸗ ten Seite oben, aber auf die linke Seite zu hängend. In der dritten Figur siehet man die rechte und obere Seite des Pfluges mit vier Sechen. Das eiserne 1 fired fader fa F Aa fc be Chan an 4 De eis vn Bud, u de Kin vid, pe sch abba Nude c ba nd ud 15 Hehe diese D bretestn disse K chtern fünf De 10 2 dee „0s Mh Es it f dem az 0 W.! Ait th it nd du j 1 en wardeh; 00 ö Mukamahe cu spdet De dug d 2300 c. ful, fn, , waches hinch sda en det g 4 anchlehz ne nich vlg man diesem eh ß an der Sh Acheur int xy felung, wiese De Seile z ö de wu cher „ Je dee ech I ibn! 1 l fe p 0 dye Schuur fn nb, Ja 17 U Alen un n I 6 un Ungecht d bey 2, bl. len Edt aut h alt fd. an Wett ud — 0 Sen d fi eines Pfluges mit vier Sechen. 185 eiserne Band V, welches auf der Erde auflieget, wird in der neunten Figur vorgestellet. Es ist 2 Schuh, 5. Zoll lang, bey b 4 Zoll breit, und 3 Zoll dicke, ausgenommen bey a, wo es so dünne ist, daß es sich leichtlich biegen lässet, damit es genugsam an der Schaar anliegen könne, wie man bey e siehet, Fig. 6. Dieser Theil hat vier kleine Locher bey a. In eines von denselben gehet ein Nagel, womit das Band, vermittelst des langen Loches an der Seite der Krinne der Schaar, an das Bret befestiget wird, wie man bey a Fig. 10, siehet. Es befindet sich alsdenn in der Stellung ef, Fig. 6. Von dem hintersten Ende dieses Bandes, bey f, bis an das hinterste Ende der Schaar, bey b, sind 11 Zoll. Dieses ist die untere Breite des Hintertheils von dem Pfluge an der Erde. Eben dieses Band hat verschiedene Locher oben, an dem breitesten Ende, wie bey b, Fig. 9. Vermittelst dieser döcher wird es an den untern Theil des aufge⸗ richteten Balkens, T, Fig. 3, welcher Fig. 11, mit seinen Lochern vorgestellet wird, befestiget. Die zwölfte Figur ist das Bret unten, mit der innern Seite gegen oben zu. Die Kerbe à b zeiget die Erhöhung des Holzes, welches an dem Rande des Bretes anlieget, um dasselbe fester zu halten. Es ist daran vermittelst der Löcher e d befestiget. An dem andern Ende ist es, bey dem Loche e, an den aufgerichteten Balken befestiget. Alles bieses ist bey W,. Fig. 3. vorgestellet. Der Nagel aber, wo⸗ mit es an den aufgerichteten Balken befestiget wird, ist in der Mitte dicker, als an den Enden. Da⸗ durch wird das Bret verhindert, dem aufgerichteten M 5 Balken 186 Das J. Hauptst. Beschreibung Balken zu nahe zu kommen. Vermittelst dieses Nagels entfernet man auch das Bret mehr, oder weniger, von dem aufgerichteten Balken, nachdem es nöthig ist, die Furche des Pfluges zuweilen mehr, zuweilen weniger, breit zu machen. Diese Theile des Pfluges sind um ein merkliches mehr gegen die linke Seite des Pfluges zu gekehret, als die eiserne Platte unten. Dieses ist die Ursache, weswegen der aufgerichtete Balken hier nach außen zu ge⸗ krümmet ist. Die dreyzehnte Figur ist der lange Sterz, X. der 5 Schuh 4 Zoll lang ist, und dessen größte Breite 4 Zoll beträget. Er ist, vermittelst der Löͤ⸗ cher a b, an das Bret, und vermittelst des Loches c an den aufgerichteken Balken, angenagell. Die vierzehnte Figur ist der kurze Sterz,§. Dieser ist 3 Schuh, 9 Zoll, lang. Er wird an die Stütze, Fig. 13, durch das Loch a befestigt, und an das Ende des vordern Bretes, über den Grengel, durch das Loch b. Das vornehmste, und was man hiebey am nothwendigsten zu beobachten hat, ist dieses, daß man die vier Seche so stelle, daß die vier eingebil⸗ deten Flächen, welche sie mit ihrer Schneide be⸗ schreiben, wenn der Pflug vorwärts gezogen wird, einander alle gleich laufen, oder daß doch nicht viel daran fehle. Denn wenn eines von ihnen sich zu sehr zu den drey übrigen neigete, oder sich zu weit davon entfernete: so konnten sie nicht zugleich in das Erbreich eindringen. Damit man sie nun also stellen könne: so müssen ihre Locher so durch den Grengel hindurch gehen, wie man solches 15 3. siehet; 5 N 0 11 0 f bos ben! tun aer Ott ben de Euerm dai Hh ll, d 9%, ub Near H soo dee uf dam 48 lich en weiter gende, def hr gn de 1 G00 Cn 0 den ei 8 don die Dr i Sehen stinme seuluug Bunte diz Butt mehr, ken, nach gs zuweilen pe hen. Dice dy cc nehr ger! kt, ass de ih ksahe, wen, ach außen zu lange Sie ind bessen giß rmittelst der ite des Loch iageragnt. due Setz, 5 End alt a begesigt, un. iber den Gen ae eb 0 i, d N Mer eigebl A Schnede k 8 epo cb dech ni 1 von ihne fc ö det sch bt e 0 1 fast 1 40 f fh r n bs. 006 der Mitte des andern gerechnet werden. eines Pfluges mit vier Sechen. 187 siehet; das ist, das Loch des zweyten Seches muß 22 Zoll weiter zur Rechten befindlich seyn, als das Loch des ersten; und so auch das dritte und vierte, nach den vier Einschnitten, welche sie in eine Fur⸗ che von 10. Zollen machen sollen. Da auch ein ein⸗ ziger Grengel nicht breit genug ist, daß man in den⸗ selben die vier Locher für die Seche in einer solchen Entfernung machen könnte: so sind wir genöthiget, das Holz daran zu fügen, welches man Fig. 16. sie⸗ het. Das zweyte Loch gehet theils durch den Gren⸗ gel, und theils durch dieses Holz. Das dritte und vierte Loch gehen ganz durch dieses Holz, und a bo sind die Enden der drey Schrauben, wodurch das Holz auf der rechten Seite, vermittelst der Schrau⸗ benmütter, an den Grengel befestiget wird. Die Entfernung von 22 Jollen, so weit nam lich ein jegliches von den drey hinzugefügten Sechen weiter zur Rechten stehet, als das unmittelbar sol⸗ gende, muß von der Mitte eines Loches an bis zu Der vor⸗ dere Theil eines jeglichen Loches muß sich ein wenig gegen die linke Seite zu neigen, so, daß die Rücken der Seche nicht an die linke Seite der durch, die Schneide gemachten Einschnitte komme. Ein jegliches Loch ist 15 Zoll breit, und die bey⸗ den einander gegen über befindlichen Seiten lausen einander gleich von oben bis unten. Ein jegliches von diesen Löchern ist oben 31 und unten 3 Zoll lang. Der hinterste Theil eines jeglichen Loches von den Sechen ist nicht senkrecht: sondern schief. Er be⸗ stimmet die krumme Lage des Seches, welches da— selbst, 188 Das J. Hauptst. Beschreibung selbst, wie alle übrigen, mit dem Keile, i, Fig. 1. befestiget ist. Die siebenzehnte Figur ist ein Sech. Dieikänge, a b, betragt 2 Schuh 8 Zoll, wenn das Sech noch nicht abgenutzet ist. Die Schneide e dd, ist 16 Zoll lang. de ist die Länge des Heftes, und beträgt 16 Zoll. Man machet es gleich Anfangs so lang, da⸗ mit ein Theil davon über dem Pfluge hervor gehe, und man das Sech weiter hinunter stecken könne, nachdem die Spitze sich abnutzet. Dieser Heft ist 12 Zoll breit, und, so lang er ist, 5 Zoll dicke. Seine Breite und Dicke könnten durch ein recht winklichtes länglichtes Viereck vorgestellet werden. In allen Pflügen soll das Sech auf folgende Weise in den Grengel eingefüget seyn. Der Rü⸗ cken muß an den Rücken des Loches kommen; die rechte Seite oben an den obern Rand, und die linke Seite an den untern Rand. Also sind allemal drey Keile nöthig, um es feste zu halten: einer vorne, bey i, Fig. 1; ein anderer zur linken, oben; und der dritte zur rechten, unten. Das Loch muß so ver⸗ fertiget seyn, daß das daselbst hindurch gesteckte Sech sich mit seiner Spitze gegen die linke Seite zu neige, so, daß es ungefahr 22 Zoll weiter gegen diese Sei⸗ te zu stehe, als die Schaar stehen würde, wenn bey⸗ de gleich niedrig gestellet wären. Das Sech darf aber bey keinem Pfluge so niedrig stehen, als die Schaar. In Ansehung seiner Stellung nach vorne zu darf die Spitze des Seches niemals gerade vor der Spitze der Schaar stehen. Eig. I. siehet man die Stellung, worinnen es sich befinden muß, und was für einen Winkel es mit der Grundlinie der Schaar e 7 ö Ehen lf 90 f De I Mal che di 1 elf uch il: tal de, ben Ahe. nem pace de un A0! kechte schen b l g Kull dn a d ch migen oder d znisch hel nu Ke, 151 eth Dichun in de Sach ne brech sig 5 un bi fangs p lug, age ro ker stacen fin Deer H „ gal l duch ein ah stelet werden, dc auf fog fan. Der Al, 08 dum; d und, uud dei o snd alem . eine nn „ e, ub x c muß f ff gef E E gegn dige Se. tze, wan by dan Sig u ch, dk e felge ub et Fir, fc beftd⸗ h 10 pu bud l 65 eines Pfluges mit vier Sechen. 189 Schaar machen soll. Wollte man es schiefer stel⸗ len: so könnte der Keil vornen aus dem Hoche her⸗ aus springen. Die drey übrigen Seche müssen, in Ansehung der Neigung ihrer Spitzen gegen die linke Seite, eben die Stellung haben, wie dasjenige, wovon wir itzo geredet haben. Dieses ist auch ein großer Vor⸗ theil für sie. Denn wenn man nunmehr die Schaar aufhebet, und die Hefte gegen die linke Seite zu kehret: so gehen die Spitzen auf der rechten Seite nicht aus der Erde heraus, wie sonst geschehen wür— de, wenn sie sich nicht so gegen die linke Seite zu neigeten. In Ansehung ihrer Stellung aber nach vorne zu finde ich, daß es besser seyn wird, wenn ein jegliches von den drey Sechen ein wenig mehr gera⸗ de und senkrecht herunter gehet, als das folgende. Also hat das vierte Sech, Fig. 3, eine mehr senk⸗ rechte Richtung, als die übrigen; es ist oben zwi— schen ihnen mehr Raum, als unten; man kann auch leichter den Rasen herab thun, wenn dieser mit ei⸗ ner großen Menge von Hundsgras, oder andern Kräutern, bedecket ist, welche sich zwischen den Se⸗ chen anlegen. Dieses trägt sich zwar selten zu: es muß aber doch alsdenn jemand, mit einem gabelför— migen Stocke, dabey hergehen, und den Rasen, oder das Gras, abstoßen, welches sonst den Raum zwischen den Sechen ausfüllen, den Pflug in die Höhe heben, und also die Arbeit verhindern würde. Man muß anmerken, daß keines von den Se⸗ chen bis auf die Grundlinie der Schaar herunter gehen darf, ausgenommen, wenn man nur ganz oben hin pflüget. Es ist genug, wenn sie den Ra⸗ sen 2———— —— 100 Das J. Hauptst. Beschreibung sen so tief durchschneiden, als der Pflug in das Erd⸗ reich eindringet. 1 Es ist auch nothwendig, wenn man ganz oben hin pflüget, daß der Flügel der Schaar breit ge⸗ nug sey, damit er das vierte Stück, oder die vierte Furche durchschneiden könne: denn sonst würde das Erdreich feste bleiben, den Pflug in die Höhe heben, und ihn ablenken. Wenn man aber tief pflüget: so wird diese vierte Furche mit aufgerissen, ob schon der Flügel nicht so breit ist, daß er sie erreichen kann. Die achtzehnte Figur ist die Gestalt der Schrau⸗ benmütter, worein die Schrauben kommen, die das Holz Fig: 16. feste halten, welches an dem Grengel angefüget ist. Man wird wohl thun, wenn man zwischen die⸗ se Schraubenmütter, und das Holz, eiserne Plat. ten, oder Leder, bringet, um zu verhindern, daß die Schraubenmutter keine Hölung in das Holz mache. 8 Die Locher, worein die Seche kommen, müssen ebenfalls, so wohl oben, als unten, mit eisernen Blechen versehen seyn. Die neunzehnte Figur ist der eiserne Rinken, der on den Grengel durch die beyden Haken, A B. befestiget wird. Diese greifen in zween kurze Nägel ein, welche zu beyden Seiten des Grengels, gerade hinter dem Loche des zweyten Seches, eingeschlagen sind. Den Haken A siehet man auf der linken Seite des Grengels, bey e, Fig. 2. Der Haken B befindet sich auf der andern Seite des Grengels, bey a, Fig. 3. C ist der Haken, wodurch die eine Kette au den Rinken durch den Ring) befestiget wird, welcher nahen 10 bel Kinn he f 0 u dan age ud tüm, ge Nl geek butt fag Er ien un den 10 des Reihe nh, de um den dies g De Ai n O füge du g Eimgn sicht in Schur lhigen; 5 da da, pe bed S Il eg ferbung sigh di ez en gn ohen Ihen dat g ik da dN Ver n sonst wücde in die Hehe 005 aber tef ff sgerisen, ch siekkreiheafe Hestalt der Sg kommen, di cb an den g inn pft Hoh, kr d iu rpücg, dung in da nm mie , nt aim tte Nuker, Hen, Al n kur M enges, gd , tunen der felt Han t grelle, dn. c i 00 D fig 1611 eines Pfluges mit vier Sechen. 191 welcher einen Theil der Kette ausmachet. Das an⸗ dere Ende des Hakens greifet in eine von den fünf Krinnen des Rinkens ein. Die beyden Theile des Hakens sind nach oben zu gekehret, damit sie nichts von demjenigen ergreifen mögen, was unter dem Pfluge in die Hohe kommt. Die Einschnitte, oder Krinnen, dienen, die Spitze der Schaar zu richten; welche Richtung durch die punctirten Linien, Fig. 1, angezeiget wird. Wenn sich die Spitze der Schaar abnutzet: so neiget sie sich ein wenig mehr gegen die rechte Seite zu. Dieser Unbequemlichkeit hilft man ab, indem man den Haken in eine Krinne weiter gegen die linke Seite zu bringet. Denn dadurch wird die Spitze etwas weiter gegen diese Seite zu gerichtet. Dieses geschiehet auch leichter bey unse⸗ ren, als bey den gemeinen, Pflügen, deren Rinken um den Grengel herum gehen. Eine jegliche Seite dieses Rinkens ist 1 Schuh lang. Die erste Kette zeiget sich am besten Fig. 3, wo der Ring I. derjenige ist, der durch den unbeweg⸗ lichen Querbalken, worinne die Achse ist, gehet, und darinne durch die Stange befestiget wird, wie man Fig. 1. gesehen hat. Ordentlich nagelt man diese Stange an den Querbalken der Achse, damit sie sich nicht in die Höhe geben möge. Will man die Schaar etwas näher an die aufgerichteten Hölzer bringen: so bringet man den Haken in das zweyte, oder dritte Glied der Kette. Man bemerket als— denn, wenn man die Kette verkürzet, daß die Spi⸗ tze der Schaar sich ein wenig gegen die linke Seile zu neiget. 2 Die U 102 Das J. Hauptst. Beschreibung Die zwanzigste Figur ist der eiserne Rahmen. Der Schenkel A, und derjenige Theil, worinnen sich die Krinnen befinden, sind aus einem einzigen Stücke. Dieser letztere Theil gehet durch das Loch bey a in den Schenkel b. Beyde Schenkel gehen durch den Querbalken, worinne die Achse stecket und sind daselbst hinten mit krummen Nägeln D be⸗ festiget, wie man Fig. 1 und 2 siehet. Man bemerke, daß die Locher in dem Querbal⸗ ken, wodurch die Schenkel gehen, mit dem Quer⸗ balken nicht einen rechten Winkel ausmachen müssen. Sie müssen aufwärts schief gehen, so, daß das Vordertheil des Rahmens höher sey, als das Hin⸗ tertheil. Sonst würden die aufgerichteten Holzer sich gleich hinterwärts neigen, wenn der Pflug fort⸗ gezogen wird. i Die Krinnen in der Platke des Rahmens die— nen dazu, daß die Schaar bald eine weitere, bald eine engere, Furche machen kann. Bringet man die Ringe von der Kette auf die rechte Seite: so ge⸗ hen die Räder gegen die linke Seite zu, und es ent⸗ stehet eine größere Furche. Bringet man sie auf die linke Seite: so entstehet eine kleinere Furche, indem sich die Räder auf die rechte Seite zu wenden. Der Raum zwischen den beyden Schenkeln der Platte betragt 8 Zoll. Sie müssen ziemlich stark seyn. Wenn man die Ringe der Kette in die Krinnen bringet, die von einander entfernet sind: so kann ein Rad nicht weiter vorwärts rücken, als das andere. Dieses würde aber geschehen, wenn beyde Ringe in einer einzigen Krinne, oder in zwo⸗ en Krinnen neben einander, wären: es müßte denn . die l Watt Inf Ie V, ander ber indtehen Die hi 15 re elle che knander,! „ bea der dende den bed seste geh ud, dan srbunz r esserge Rahy, Vhil, won dus due ein het durch das de Scntl e die Ache dt smen Nigel sechtt. er in dem un , mit dem de ausmachen al N, so„ daß h als das) sdeüchtten He dan du Mog de Nds ahnen ld eie wat, am Briten tat Seit; =/ Aber igt nn se do elde durch, Sete u wüde en Schenken ien ziemich 0 det Kit kel dder en: rwüb en! ber Recha, afl drum, d b. m bn a eines Pfluges mit vier Sechen. 193 die mittelste Krinne seyn. Ein jeglicher von diesen Ringen ist 62 Zoll lang. E ist der Ring, wodurch die beyden Glieder der Kette, und die beyden Haken, F und G, mit einander verbunden werden, und worinne sie sich umdrehen. Die Höhe der Räder wird Eig. 2. vorgestellet. Das linke Rad hat 20 Zoll im Durchschnitte: das rechte aber 2 Schuh, 3 Zoll. Ihre Entfernung von einander, wenn sie auf der Erde stehen, beträgt 2 Schuh 52 Zoll. Die Stellhölzer sind, von dem untern Querbal⸗ ken, bis an das obere Querholz, 1 Schuh, 1 Zoll hoch. In Ansehung des Querbalkens gehen sie senkrecht herunter; und ihre Entfernung von einan⸗ der betragt 102 Zoll. Der Querbalken E. wird an den beyden Enden durch die beyden eisernen Nägel feste gehalten, welche daselbst mit Ketten befestiget sind, damit sie nicht herunter fallen, und verlohren gehen. Man siehet sie Fig. 1 und 2. Die Höhe von der Oberfläche der Erde, bis an das Loch des Querbalkens, wodurch die erste Kette gehet, beträgt 13 Zoll. 2 Zoll davon gehen unter die Locher der ei⸗ sernen Platte hinter dem Querbalken. Die Höhe des andern Theiles, wo der Haken des Rinkens den Nagel in dem Grengel bey e, Fig. 2. fasset, beträgt⸗ 20 Zoll über der ebenen Grundfläche. Daraus sie⸗ het man, wie die Kette vorwärts herunter gehet, und die Schaar niederwärts ziehet. Wenn man einen Pflug mit 4 Sechen verfertigt: so wollte ich, daß man anfangs nur mit dem ersten Seche einen Versuch anstellete, ehe man die; übri— N gen 104 Das J. Hauptst. Beschreibung ꝛc. gen hinzu füget. Denn kann man mit dem Pfluge nicht gut fortkommen, wenn er nur ein einziges Sech hat: so ist es nicht wahrscheinlich, daß solches mit 4 Sechen angehen werde. Ich habe auch niemals gehöret, daß, wenn man einen Pflug mit einem ein⸗ zigen Seche gut hat sortbringen können, solches nicht auch mit 4 Sechen eben so gut geschehen sey, wenn sie so gestellet worden sind, wie hier gezeiget worden ist. 5 Die Merkmale, woran man erkennet, daß ein Pflug gut verfertigt sey, sind: wenn er eine Furche machet, die auf der rechten und linken Seite gleich tief ist; wenn, im Fortziehen, der Hintertheil der Schaar, oder die Sohle, und der untere Theil des aufgerichteten Holzes auf dem Grunde der Furche auftreffen; endlich, wenn man ihn leichte fortführen und regieren kann, und er den einen Arm nicht mehr drücket, als den andern. Ein Ackersmann, der an einen Pflug mit zwey Rädern gewöhnet ist, lässet ihn niemals umfallen, wenn er ihn, am Ende einer Furche, gegen eine an⸗ dere zu lenket. Wenn er nämlich den Pflug aufge⸗ hoben hat: so wendet er ihn ein wenig; und er be⸗ dienet sich des Vortheils, daß er die aufgerichteten Hölzer mit dem Grengel in die Höhe hebet, und sich mit der Hand stark an den Sterz anstämmet, indem der Pflug auf einer Seite lieget, bis die Pferde, die Räder, und die Schaar, bey Anfange der Furche, fast in einer gleichen Linie stehen. Alsdenn hebet er den Pflug auf, und vollführet seine neue Furche. ö wü bc gefellt! Uf khachble Het Scan d ed Zul n Disses Butt, 9 Au Si 102 en ie a der fl Ma et Muller bübhche Henict Damen de uc nan sche woas dich sebung 0 dun mit den zz 0 f darein eng 0 daß socht z habe auch in Pag mit en gen können, o gut geschehe nd, wie hang an erkennt, l wenn er eiue d Haken Saut der Hinter ar uber The Gude der chu ihn äche fach N chen Au nice un fig i I nt fung geen l A n N an und et! er de dufcgticen che hebe u austämnte , bis de M * Auen. cn. Mn ale scühech f 195 F** ⏑,τ⏑ Das II. Hauptstück. Von dem leichten Pfluge, u. s. f. er leichte Pflug wird Pl. 6. Fig. 1. auf der S Seite vorgestellet. Der Grengel, und der Humtertheil, A, sind fast eben so beschaffen, wie bey dem gemeinen Pfluge, der Pl. 1. Fig. 1. vor⸗ gestellet worden ist. Wenn man den Grengel des— selben kürzer machen, und durch Schrauben mit dem Streichbrete verbinden wollte: so könnte man sol— chergestalt einen leichten Pflug daraus machen. Die Schaar dieses letztern ist, von ihrem Hintertheile an, bis an das Vordertheil der Krinne, 2 Schuh und Zoll lang; von hier aber, bis an die Spitze 103 Zoll. Dieses ist von der Grundlinie zu verstehen. Das Bret, B, ist 2 Schuh 72 Zoll lang, 22 Zoll dicke, und 9 Zoll breit. O sind die Mütter für die bey⸗ den Schrauben, wodurch der Grengel an das Bret befestiget wird. E ist die Mutter für den Nagel, der unten einen Haken hat, woran eines von den Glie⸗ dern der kurzen Kette der Wage hänget, womit der Pflug fortgezogen wird. Der einzige Nutzen dieser Mutter ist, daß sie verhindert, daß der Nagel nicht entweder durch sein eigenes Gewicht, oder durch das Gewicht der Kette, oder der Wage, herunter falle. Damit man aber der Mühe, immer auf und wie⸗ der zuzuschrauben überhoben seyn moge: so bedienet man sich oftmals eines viereckichten Nagels, der et⸗ was dicker ist, als das Loch. Man treibet denselben N 2 mit 196 Das II. Hauptstück. mit einem Hammer so gut hinein, daß er nicht von sich selbst heraus gehen kann. Indessen kann man ihn mit einigen Hammerschlägen gar bald wieder her⸗ aus bringen, so oft es nöthig ist, ihn in ein anderes Loch zu stecken. F G sind die beyden Deich seln, die⸗ selben sind mit 4 Schrauben und ihren Muttern an das Bret befestiget. Ihre untern Flächen sind, in ihrer ganzen Enz dem Brete, und der Oberflache des vordern Ende von dem Grengel, gleichlaufend. Wäre dieses nicht: so würden die obere und untere Fläche dieses Bretes nicht mit der Sohle gleich laufen. Sie würden mit ihm einen eben solchen Winkel machen, wie die Deichseln, und der Grengel. Diese Deichseln müssen sich auswärts krümmen, bis ungefähr 1 Schuh weit von der Kette, weil der mitlere Theil des Bretes an dem leichten Pfluge nur sehr selten der Richtung des Pferdes folget. Des⸗ wegen muß ein großer Raum zwischen den beyden Deichseln seyn. Sie müssen auch an den Enden weiter aus einander gehen, weil die rechte Deichsel oftmals in die Höhe gehoben, und die linke nieder ge⸗ lassen werden muß, indem der Pflug gegen die linke Seite zu gehoben wird. Denn wollte man ihn ge⸗ gen die rechte Seite zu heben: so würde die Schaar unten über den Flügel kommen, und ihre Spitze wür⸗ de aus der Erde heraus gehen; es wäre denn, daß die Oberflache des Bodens gegen die rechte Seite zu abhängig wäre. Der Raum zwischen den vordern Enden der Deichsel beträgt 2 Schuh, s Zoll. Sie müssen so stark und spröde seyn, daß sie sich zwischen ihren vordern Enden, und dem Hintertheile 8 ö des 0 0 9e Hg hub dur 7e Ede e ud bingen d fade it. Mn Num gu Ui bal fen Cut Ebner lung, Baan N dee Sr des ande ge der Zoiche g 9 ilch 6 Gch Nun sekets f beder n. die Ge 5 iel lk. daß er nit ndessen kan y or bald wiede ihn in ein aß, den Deich ihten Müasd ihter gangen des vordern l Were diz lache diesen „ Sidi machen, ui dswöts krünm er Helke, wel rlachten Pfr Ades sog.! wischen den cn uc an ben lin de tiate Oit la ecer d g gyn die l lte mag ihn sude die Son ihre Soße wilte da, die uche Ee gcc en baden Huh, l. de fu, daß lt 0 5 en H 0 Von dem leichten Pfluge. 197 des Grengels, nicht biegen. Denn wenn sie so schwach sind, daß sie sich durch die Festigkeit der Furche biegen sassen; so dringet die Spitze der Schaar in die Erde; das Hintertheil hingegen tritt in die Höhe; und alsdenn lässet sich der Pflug nicht gut fortbringen. Je kürzer sie sind, um so viel stärker und spröder werden sie seyn, wenn ihre Dicke gleich ist. Man kann sie so lang machen, daß gerade nur Raum genug für ein Pferd vor dem Querstücke, K, übrig bleibet, welches die Deichseln in der erforderli⸗ chen Entfernung von einander hält. Von ihren Enden an bis an das Querstück sind sie 4 Schuh 10 Zoll lang, und von hier bis an das Bret 10 Zoll. Bey dem Querstüücke haben sie 35 Zoll im Gevierten. J ist die Wage. K L. sind die Krinnen, worein die Strange so wohl des Deichselpferdes, als auch des andern Pferdes vor diesem kommen. Die Län⸗ ge der Wage ist nicht bestimmet. Wenn man aber Zwischenreihen von Getraide pflüget, und dieses schon groß gewachsen ist: so machet man sie so kurz, als möglich ist, jedoch so, daß die Stränge den Pferden die Schenkel nicht aufreiben. 5 Vermittelst des Deichselriemens, oder der Deich. selkette, können wir diesen Pflug so stellen, daß er ente weder mehr, oder weniger, eingreifet. Wenn man die Glieder der Kette in dem Haken M verändert: so richtet man dadurch eben so viel aus, als wenn die Nägel in den verschiedenen Löchern des Grengels bey den gemeinen Pflügen verändert werden. Die ate Figur ist der Grengel mit seinen Fugen und Höchern. Seine ganze Länge betrgt 4 Schuh, 10 Zoll. In Ansehung der Breite und Dicke machet N 3 3 man J 1 —— . 8 108 Das II. Hauptstück. man ihn so leichte, als möglich ist, wenn er sich nicht biegen soll. A ist die Fuge, worein der Stützbalken kömmt. In B kömmt der aufgerichtete Balken, der dem Stützbalken gleichlaufend ist, und woran der Grengel angenagelt wird. C ist ein Loch in dem Gren⸗ gel, worein das Ende des linken Sterzes kömmt, welcher es also verhindert, daß der Grengel sich nicht biegen kann. Dieses ist die beste Art, den Sterz an einen Pflug zu setzen. D E sind die Löcher, wor⸗ ein die Schenkel der beyden Zapfen gehen, die da— selbst durch Schrauben befestiget werden. F ist das Loch für das Sech. G ist das hintere doch, wodurch der Pflug an das Bret befestiget wird. H und! sind die beyden vordersten Löcher des Grengels. Durch beyde gehet ein Nagel, wodurch man den Grengel an den vordern Theil des Bretes befestiget. Diese Locher müssen so nahe an einander seyn, als geschehen kann, wenn sich das Holz dazwischen nicht spalten soll. Man hat verschiedene Arten, dies's zu verhindern. Erstlich treibet man viereckichte Nägel in den Gren⸗ gel, unter der punktirten Linie a b, ehe man die Lö⸗ cher machet. Hernach kann man auch diese Locher oben und unten mit Eisenbleche verwahren, welches gleiche Wirkung thun wird. Alsdenn müssen sie 110 nicht weiter, als einen Zoll weit, von einander eyn. In der gten Figur wird das Bret besonders vor⸗ gestellet. Die Locher, und die punktirten Linien zei⸗ gen die verschiedene Art, den Grengel zu stellen. aa aa sind die 4 Öcher, wodurch man die Deichseln, ver— mittelst der Schrauben, an das Bret befestiget. Wenn man nun annimmt, daß der 17 5 er⸗ Pie 0 bee f 0 10 f daf uu f fachen; fein iin daz affe! gabe 0 lb. 6. fl fl age Kd n wor Deich fen fl glich! fach 6 fin De unde e 0 gedacht Guund ds fl dc ab Eil Schi woe r N l. ven er schst der Stütz erachtete Balz st, und worn boch in demchy Shrgts fim Grengel schr tte Art, den e; d die dacht en gehen, Uh verden. re doch, laat rd. H undi rengels. De wan den Gre bäfcsügg. d. sehn, als get en nicht spagle ess u dahin Meli dene e man ble auch des⸗ Lach vahten, welt denn most se it, von eiae ret beats kt le d Von dem leichten Pfluge. 199 Pferdes eine gerade einie ist; und daß die punktir⸗ te Linie, hi i, die mit dem Brete rechte Winkel ma⸗ chet, und sich in einer gleichen Entfernung von jegli⸗ cher Deichsel befindet, gerade darüber hingehet, ohne einen Winkel auf der einen, oder auf der andern Seite zu machen: so wird der Grengel mit dem Brete rechte Winkel machen müssen, damit die Schaar, bey dem Fortziehen, eine dem Schritte des Pferdes gleich laufende Linie machen moge, den kleinen Hang aus⸗ genommen, den ihre Spitze gegen die linke Seite zu hat, und welcher durch die punktirten Linien, Pl. 1. Fig. 1. angezeiget wird. Allein dieser Pflug schicket sich auf solche Weise gar selten für das Pferd. Die gedachte punktirte Linie, h i, machet ordentliche Win⸗ kel mit dem Schritte des Pferdes. Wenn der Gren⸗ gel an die linke Deichsel gestellet, und der Nagel, woran er an der Kette befestiget wird, an der rechten Deichsel, in dem Loche I. befindlich ist, wo er auch seyn soll, damit das Eisen dem Schritte des Pferdes gleich laufe: so würde außer dem das Gewicht der rechten Seite des Bretes, und der daselbst befindli⸗ chen Deichsel, zu schwer seyn, als daß die rechte Hand desjenigen, der hinter dem Pfluge hergehet, dieses alles regieren könnte. Wenn man also den gedachten Nagel in das Loch 7 stecket: so wird die Grundlinie der Schaar mit dem Schritte des Pfer⸗ des nicht mehr gleich laufen; und die Spitze kann sich alsdenn zu weit gegen die linke Hand zu neigen. Soll man eine Furche auf der rechten Seite von dem Schritte des Pferdes machen: so muß der Grengel weiter gegen die Mitte des Bretes zu kommen, und der Nagel, woran die Kette befestiget ist, muß gegen N 4 die 1 1 29 200 Das II. Hauptstück. die linke Seite des Grengels zu, etwan in das Loch 2 kommen. Solchergestalt wird der größte Theil des Bretes gegen die rechte Seite von dem Schritte des Pferdes zu gelenket werden. Wenn also die Schaar rechte Winkel mit dem Brete machet: so wird sie einen sehr großen Winkel mit dem Schritte des Pferdes machen; und der Pflug wird gar nicht gut fortgebracht werden können. Da es nun nothwen⸗ dig ist, daß die Schaar allemal eine gleichlaufende Linie mit dem Schritte des Pferdes mache; da es auch oftmals eben so nothwendig ist, daß das Bret schiefe Winkel mit demselben mache: so folget dar⸗ aus, daß der Grengel schiefe Winkel mit dem Bre⸗ te machen muß, damit er eine gleich laufende Linie mit dem Schritte des Pferdes machen möge. Die⸗ ses kann nicht anders geschehen, als durch die Locher, die man unter den punktirten Linien siehet, welche über das Bret quer hinüber gezogen sind. f Durch eines von den Hochern AB C wird der Grengel, durch sein Loch, G, Fig. 2. an das Bret an⸗ geschraubet. Man machet diese Löcher so nahe an dem hintern Rande des Bretes, als man mit Si— cherheit, ohne Gefahr zu laufen, das Holz zu spalten, thun kann. Ordentlich geschiehet solches ungefahr einen Zoll weit von dem Rande. An dem vordern Rande des Wiltes sind für ein jegliches von diesen 3 Löchern drey andere gegen über. Also sind gegen dem Loche B über die Locher D E F. DE gehoren zu dem Loche I in dem Grengel, Fig. 2. Diese beyden Löcher sind so nahe an einander, als möglich ist, ohne Gefahr zu laufen, daß man das Holz aufspalten werde. F gehörer zu dem Loche II Fig. sh 5 schelt ö 1 nt l band f let n e Wu dn b öl tn flache. beds bad Vo! gen J chen Eli M gel e e 900 Des ga daß lauf b 00 5 fi dan in das ge gäste Thal dem Schrül in ao die Stz icht: so uh, em Schritt wird gar nic es ln nah ane gleichlasz des mache; h st, daß dug e, so fog el mit dend 9 laufende l en moge. J durch die g fun sehet, 1 n sind. m ABC nr. 2 an das Bd Acer so jah mn int e Ho u falt saches ungefih ketes sud fire dere genie, i Ach ll. Gun lg au der, de n, Mh mon ds u m 1 Von dem leichten Pfluge. 201 Fig. 2. Es befindet sich zwischen D und E, und so nahe bey ihnen, als es mit Sicherheit geschehen kann. Wenn der Grengel an B und I befestiget ist, und mit dem Brete eben den Winkel machet, den die punktirte Linie B C vorstellet: so lenket der Nagel, woran die Kette befestiget ist, und welchen man in das ste oder gte Loch gestecket hat, den Pflug so weit ge— gen die linke Hand zu, als die Schaar zu weit gegen die rechte Hand zu gekehret ist. Alsdenn bringek man das vordere Ende des Grengels in das Loch D; und der Grengel wird solchergestalt eben den Winkel mit dem Brete machen, den die punktirte Linte e machet. Solchergestalt wird die Sohle dem Schrik— te des Pferdes beynahe gleich laufen. Wenn man aber den Nagel, woran die Kette befestiget ist, in das Loch! stecken wollte: so würde das Bret so weit ge⸗ gen die rechte Seite von dem Schritte des Pferdes zu stehen kommen, daß sich die Schaar, in einer jegli⸗ chen von diesen Stellungen, allzu viel gegen die linke Seite zu kehren würde. Daher muß der vordere Nagel in das Loch E gestecket werden. Der Gren⸗ gel machet alsdenn mit dem Brete eben die Winkel, die von der punktirten Linie fg gemachet werden. Die Sohle kann also mit dem Schritte des Pferdes gleich laufen, oder so wenig davon unterschieden seyn, daß sie dem Schritte des Pferdes vollkommen gleich laufen würde, wenn man den Nagel, woran die Ket⸗ te befestiget ist, nur um ein einziges Loch fortrückete. Man bemerke hiebey folgendes. Ob man schon hier nur neun Locher für den Nagel findet, woran die Kette befestiget wird: so machen wir doch in un⸗ sern Bretern viel mehrere Locher. Und wenn man N 5 den 202 Das II. Hauptstück. den Nagel zuweilen in ein anderes Loch bringt, auf was für einer Seite dasselbe auch befindlich seyn mag: so wird, ob es schon nur einen Zoll weit von dem vo⸗ rigen Loche entfernet ist, die Schaar dennoch, ohne die geringste Unbequemlichkeit, ordentlich gerichtet werden können. Ein jegliches von den beyden Löchern, A und C, hat ein anderes Loch gegen über. Wenn der Gren— gel in eines von diesen beyden Löchern gestellet wird: so halten dieselben die Schaar eben so gleich laufend mit dem Schritte des Pferdes, als das Loch B, und die 3 ihm gegen über stehenden döcher. Kann nun durch eines von den Löchern, A, B, oder C, der Gren⸗ gel nicht schief genug für das Bret gemachet wer— den, damit die Schaar dem Schritte des Pferdes gleich laufe: so kann mon alsdenn, wenn der Nagel der Kette in einem besondern Loche ist, ein anderes Loch weiter vorwärts, gegen die rechte, oder linke, Seite zu, machen, und den vordern Nagel durch das Loch H in dem Grengel, Fig. 2. stecken. Solcher⸗ gestalt würde sich der Grengel, nachdem es erfor⸗ dert würde, etwas mehr gegen die rechte, oder gegen die linke, Seite zu lenken. Ist dieses alles nicht zu⸗ länglich: so kann man die andere Seite des Bretes in die Höhe richten, und den Grengel daselbst durch die hintere Schraube eines von denen Löchern befe— stigen, welche nahe an dem vordern Rande des Bre⸗ tes waren, ehe dasselbe herum gedrehet wurde. Man kann daselbst eine andere Reihe von Lchern machen, welche sich nach dem vordern Nagel richten; und da⸗ zu kann man eines von denen Löchern nehmen, wel— che hinten waren, ehe das Bret umgekehret 1 5 er⸗ Henit adh! el n En dhe Volen bela d sche l le, n d kinn nne dehl Ent Wi ae cs dh uche 0 der el baqu mitte 164 Gi. um! 60 ö a 0 bling, 10 t von dem h denoch, f allch geh herr, Aud Jenn der 010 gestelet y, gleich lu 5 loch 100 „ Kamu 0 ber Ona ewachet ohh e dl Med Wenn det N. 1 st ö ein 050 echte, Ball gel dude cn. Gi dem cg f e, ober gege ales nicht ite des Buif Ldcseabst dug n Hchen he Runde dee et wurd Hachen, en und d n hel, f ach 5 ö 90 0 Von dem leichten Pfluge. 203 Vermittelst dieser Löcher kann man den Grengel in andere und verschiedene Winkel bringen, als bey den vorigen Oöchern geschahe. Also können an ei— nem Ende des Bretes sechs Löcher zusammen seyn, dreye auf der einen, und dreye auf der andern Seite. Wollen wir den Pflug in noch mehr verschiedene Stellungen bringen: so dürfen wir nur die Enden des Bretes nach einander umkehren, und daselbst sechs andere Locher zusammen machen. An statt aber das Bret umzudrehen, würde es besser seyn, daß man ein viertes Loch in den Gren⸗ gel machte, welches dem hintersten so nahe wäre, als U dem vordersten nahe ist. In dem Brete können zwey andere Löcher für dieses vierte Loch seyn, nämlich eines auf jeglicher Seite des hintersten von den daselbst schon befindlichen Löchern, in gehöriger Entfernung, damit der Pflug immer verschiedene Winkel mit dem Brete machen könne. Man kann auch die Stellung des Grengels ver— ändern, wenn man das Holz an der Seite eines Lo⸗ ches behauet, und dem Nagel gegen uber einen Keil anbringet. Derjenige, der den Pflug regieret, kann auch vermittelst der Sterze seine Richtung ändern. Wenn bey dem Ziehen des Deichselpferdes, oder der vordern Pferde, der Pflug das Deichsel— pferd zu sehr drücken sollte: so kann man dieser Un⸗ bequemlichkeit abhelfen, wenn man, an statt der mittelsten Reihe, an den hintersten Rand des Bre⸗ tes eine Reihe Löcher für den Nagel der Kette ma— chet. Denn je weiter dieser Nagel zurück kommt, um so viel weniger fallen die Deichseln dem Deich⸗ selpferde beschwerlich, sonderlich, wenn mehr, als ein 204 Das II. Hauptstück. ein Pferd ziehet. Denn die vordern Pferde ziehen die Deichsel niedriger, als das Deichselpferd; wie man Fig. 4. siehet. Diese Figur zeiget, wie der leichte Pflug gezo— gen wird, und wie die Stränge daran befestiget wer⸗ den. Hinten sind die Stränge der beyden Pferde in den Krinnen an den Enden der Wage, bey a und b, befestiget. Der vordere Theil von den Strängen des Deichselpferdes hänget an einem Haken oder Ring, in dem Kummete. Der vordere Theil von den Strängen des vordern Pferdes ist auf gleiche Weise mit dem Kummete verbunden. Weil aber diese letztern Stränge zwey mal so lang sind, als die Stränge des Deichselpferdes: so müs⸗ sen sie in der Mitte, wie bey e, durch einen Strick, oder eine Kette, unterstützet werden. Indessen darf dieser Strick, oder diese Kette, nicht so kurz seyn, daß die Stränge dadurch zu hoch gehalten werden, und nicht in einer geraden Linie fort gehen. Das zu sehr gedrückte Kummet würde solchergestalt das Deichselpferd aufreiben; und außerdem würde der Pflug dadurch zu hoch gezogen werden. Denn wenn das vordere Pferd nicht in gleicher Linie mit dem Deichselpferde ziehet: so ist solches ein großer Vertheil, um den Pflug in der Erde feste zu er— hallen. Hat man noch ein anderes Pferd: so befestiget man seine Stränge an das Kummet des zweyten Pserdes. Wenn man zwischen Reihen von sehr hohen Pflanzen pflüget, als zwischen Korne, oder Rüben, welche höher sind, als die Pferde; und man will weiter ede dcn lie er. nf ct del i Kt falt k Vile Na d hlt ssekan 9 W ein! dul ben, um 5 due Ole che bild rde 0 b fa muß Pe N Nase ch fefa ge Pfug abgehen N benden Pd g Vage, ben Dil don get an ite Der uur n Pferd f ele ver but, a mal so l eades; so m c ene Srl 1 Jen U ict 0 fut f gehalten wal, gh d. soschergesab dem würde! erden. Da eicher Ane r ches ein gick de feste 1 4 d: so bell get des vun of feht fal ie, dir Nn, u il e Von dem leichten Pfluge. 205 weiter hineinwärts eine neue Furche anfangen, die der vorigen gleich laufen soll; so thut man, wenn mitten in dem Raume, wo die Pferde gehen sollen, ein Graben ist, am besten, wenn man den Grengel in die Locher Bund C, Fig. 3, stellet; den Nagel der Kette aber an die linke Deichsel. Solcherge⸗ stalt kömmt der Hintertheil des Pfluges auf die rechte Seite; die vordern Enden der Deichsel sind gegen die linke Seite zu gekehret; wenn man also die Sterze ein wenig dahin lenket: so kömmt die rechte Deichsel, bey d, an den hölzernen Sattel; sie kann also nicht an die Pflanzen stoßen, oder die⸗ selben zerreißen. Mein Rübenfeld, worauf ich nachgehends Ge⸗ traide säen wollte, ist auf solche Weise gepflüget worden, ob man es schon für unmoglich hielt, daß ein Pflug mit Pferden zwischen den Reihen hin⸗ durch kommen könnte, ohne die Pflanzen zu verder⸗ ben. Den Waizen kann man fast auf gleiche Weise zum letzten male pflügen. x Wenn mau eine Furche an der äußern Seite der Reihe ziehen will, welches allemal auf der linken Seite des Pfluges geschiehet: so muß der Pflug in eine verschiedene und entgegen gesetzte Stellung ge— bracht werden. Weil aber die Pflanzen alsdenn ordentlich noch ganz niedrig sind: so hat man nicht zu besorgen, daß die Wage, oder die Deichseln, sie fassen werden. Derjenige, der die Pferde regieret, muß nur Achtung geben, daß weder er, noch die Pferde, darauf herum trampeln. Bey dieser letzten Art zu pflügen, wenn man bey dem ersten, oder zweyten, male, den jungen Pflanze* ———— 206 Das II. Hauptstüͤck. Pflanzen sehr nahe kommt, muß man sich hüten, daß man sie nicht mit Erde verschütte, welche son⸗ sten leichtlich auf der linken Seite des Pfluges her— über fället, sonderlich, wenn sie trocken und klar ist. Ist das Erdreich nicht steinig: so kann man solches großentheils verhindern, wenn man ein viereckich⸗ tes und dünnes Stück Holz mit drey oder vier Nä⸗ geln an das Streichbret befestiget. Die eine Ecke davon kömmt an a, Fig. 1, oder etwas weiter her⸗ unter. Die andere und untere Ecke kömmt hinter das Sech, auf die linke Seite desselben, bey b. Der obere Theil reichet bis an e, oder etwas höher. Das vordere Ende ist an das Sech mit einem leder⸗ nen Riemen befestiget, welcher, ganz nahe an dem Ende des Bretes, durch ein doch gehet. Der un⸗ tere Theil des Bretes darf nicht weiter herunter ge⸗ en, als bis an die punctirte Linie a b. welche bey b gerade auf die Oberflache der Erde auftrifft, ehe die Schaar das Erdreich aufreißet. Außer diesem Falle bedienen wir uns niemals eines Bretes: denn es ist oftmals bey dem Pflügen gut, daß die Erde auf die linke Seite hinüber fället. Solchergestalt wird die Oberflache der Erde mehr geändert, als wenn sie ganz auf die rechte Seite zu fiele; und wenn man im Sommer an den Reihen des Getrai⸗ des hin pflüget, ohne den Pflanzen zu nahe zu kom— men: so hilft die Erde, die über die Schaar gehet, und auf die linke Seite fället, zu Ausfüllung derer Orte, wo die Furche, bey dem vorigen Pflügen, nicht nahe genug an die Reihe gebracht worden war. Bey dem ersten male stürzet man die Furche ge⸗ gen die Reihe zu um. Die Pferde gehen in dem dabey e des Ol Paar gaapf 10 b fd N u bog bee n niche Verl Diese fal, geh 3 4 Ve, In d mach mn ibe . aan sih hitz „, welche 85 Mfugez 0 ken und klei aun man sitz i ein viereth h oder vier Die eie l twas wein ke kömmt fe selben, hi der etwas nit einem z nahe ank Hit. Der dier erwog; ab, Wache e gusttift, 4 Außen di c Brel dn „ d dee Soscerge galbert, ju fee; 10 en des Gele u nchen fi. Schaar g Ausflug ae uin Nin, ach le dan l. ce de Ahn 1 U. f Von dem leichten Pfluge. 207 dabey befindlichen Graben, und die Schaar wird dem Schritte des Pferdes zur linken Seite gestellet. Wir bedienen uns aber oftmals eines gemeinen Pflu⸗ ges, um den Streif, oder die Furche, umzustürzen, die den Winter hindurch mitten auf dem Platze ge⸗ wesen war. Die Räder, die an den beyden Seiten des Streifes hin gehen, erhalten den Pflug in einer großen Richtigkeit. Die Schaar zerschneidet sol— chergestalt den Streif in zwo Hälften; und das da— zu bestimmte Bret wirft die Erde an die Reihen auf den beyden Seiten des Raumes. Oftmals bedienen wir uns auch des Pfluges mit zwey Rädern, um die Furchen aufzureißen, worauf wir den Saamen mit der Sämaschine rei⸗ henweise aussäen. Mit dem leichten Pfluge kön— nen wir zwar ebenfalls alle unsere Ackerarbeit ver— richten: allein die Schwere der gemeinen Pflüge verursachet, daß dieselben gewisser fortgehen. Ueber dieses ist auch der Ackersmann mehr daran gewöh⸗ net; und er ziehet sie daher an solchen Orten, wo die Räder keinen Schaden thun, allen übrigen vor. Ich habe aber doch keine bessern Reihen und Beete, und keinen bessern Acker, gesehen, als wo⸗ zu man sich des leichten Pfluges bedienet hat. Ich glaube auch, wenn man ihn stärker und schwerer machen wollte, daß man ihn in thonkgten und schlam⸗ migten Feldern brauchen könnte, wo die Pflüge mit Räbern nicht fortkommen. Ein Ackersmann muß sich, in Ansehung der Art, den Pflug zu stellen, durch seine Augen, durch sein Gefühle, und durch seine Vernunft, leiten lassen. Es ist aber nicht moglich, den Pflug ohne eine genugsame An⸗ zahl 1 1 208 Das II. Hauptstück. zahl von Löchern alle mal recht zu stellen. Ich ha⸗ be gehöret, daß einige von denenjenigen, welche leichte Pflüge verfertigen wollten, den Grengel so an das Bret gefüget haben, daß er an demselben nicht beweget werden konnte. Dadurch wird der Pflug untauglich, wenn nian zwischen den Reihen pflügen will. Die fünfte Figur stellet das Joch vor, dessen man sich für jeglichen Ochsen bedienet, der in der Reihe mit ziehet: wie bey dem leichten Pfluge al⸗ lemal geschehen muß. Wenn sie gewohnt sind, Paarweise zu ziehen, das ist, allemal zween neben einander: so muß man sie acht Tage lang darinnen üben, daß sie allein ziehen, ehe man sich ihrer zum Pflügen bedienet: sonst würden sie vielleicht die Ge⸗ traidereihen verderben; der eine würde sich auf die rechte Seite stellen, und darauf warten, daß sich der andere zur linken zu ihm gesellete; der andere wür— de auf die linke Seite treten, um dem erstern auf der rechten Seite neben ihm Platz zu machen; sie würden also Paar weise zu gehen suchen, wie sie bisher gewohnt gewesen sind. Es wird unnöthig seyn, mich dabey aufzuhal⸗ ten, daß man den Ochsen einen Maulkorb anlegen muß, wenn sie pflügen. Man begreifet die Noth⸗ wendigkeit eines solchen Verfahrens deutlich genug: denn sonst fressen sie die Pflanzen, so bald dieselben einen Zoll hoch gewachsen sind. Bey den Pferden ist es aber nicht nothwendig, ihnen einen Maul⸗ korb anzuhäͤngen, außer wenn die Pflanzen zu hoch 'sind, daß sie ihnen bis an die Nase reichen, wenn sie gezäumet sind, wie Fig. 4. 80 n ie D. er bil fun El Hage fn be fh ö a wet unt Aan W d ll Cui! geg at en fa sese Di daß mit se Willie Dee fs ce alt F, K ch u locken , dit shuer i 9 A let, e De haft . kelen. J) herigen, ez ö den Oreng g et an densth Dadurch wic, oischen den q 5 Joch bet, edienet, da leichten f sie gebn Memal zwe Tage lug n e mush ihn 1 se hehe! * these f porter, dczst l; der en um dem kran a6 Ju matt, 1 sachm, abe au aulkorb arleg feel die M s deullich gn qe bid doeh Beh dn men 4, l e Pfann f 0 sehe Un 0 1 Von dem leichten Pfluge. 209 Die sechste Figur ist eine Walze zu Zerbrechung der Erdklöser. Es würde genug seyn, sie nach ih⸗ rem Stoffe, nach ihrer Schwere, und nach ihrem Umfange, zu beschreiben, ohne eine Abbildung da— von beyzufügen, wenn man nicht zugleich die Ab⸗ sicht geheget hätte, die besondere Art zu zeigen, wie sie gezogen werden muß. Diese ist von derjenigen weit unterschieden, deren man sich bey einer gemei⸗ nen Walze bedienet, welche schwer zu verfertigen ist, und viel kostet. Die hier beschriebene ist nur 3 Schuh lang, und wird blos vermittelst zwoer Deich— seln gezogen, die durch die beyden Querhölzer A und B mit einander verbunden sind, welche an den En— den feste angenagelt werden müssen. Die Enden ihrer Achse dürfen nicht über die äußere Oberflache der Deichseln hervor gehen, da⸗ mit sie nicht die Pflanzen fassen, wenn man die Walze an den Seiten des Getraides hin ziehet. Die hintersten Enden der Deichseln müssen auch, aus eben dem Grunde, hinter der Achse ein wenig aufwärts gebogen seyn. Die Walze selbst ist von Stein, hat 23 Schuh im Durchschnitte, und wie⸗ get, ohne die Deichsel, eilf Centner. Man darf sich derselben niemals bedienen, außer wenn es recht trocken ist, und wenn weder der Pflug, noch die Eg⸗ ge, die Erdklöser zerbrechen können. Da sie sehr schwer und kurz ist: so zermalmet sie dieselben zu Staub, oder in so kleine Stückgen, daß ein wenig Regen, oder auch der Thau, wenn dieser häufig fäl— let, sie vollends auflöset. Diese Walze ist mir zu Zurichtung meiner Nü— benfelder sehr dienlich gewesen. Mitten im Som— O mer, 2¹⁰ Das II. Hauptstück. mer, welches die beste Zeit ist, Rüben zu pflanzen, war es sehr trocken, und das Erdreich bestund aus großen Klösern, so, daß keine Hoffnung vorhanden war, daß man es würde zur Rübensaat geschickt machen konnen. Die Erdklöser waren so groß, daß eine lange Abwechselung von nasser und trockener Wit⸗ terung erfordert wurde, um sie durch zu weichen. Die Walze aber zermalmete sie, der Pflug folgete unmittelbar darauf; und die Relhen wurden, ver⸗ mittelst der Sämaschine, mit recht gutem Fortgange geegget und besäet. ö Ich habe mich derselben um einer gleichen Ur⸗ sache willen mitten auf einem mit Erdklösern ange⸗ fülleten Felde bedienet. Sie hat die Klöser daselbst so gut zermalmet, daß man ihren Nutzen aus den beyden folgenden schönen und reichlichen Ernden deutlich gesehen hat, indem auf den übrigen Theilen des Feldes zu beyden Seiten, wo die Walze nicht hin gekommen war, die Ernde ganz anders ausfiel. Wie aber die Walze durch das Zermalmen eine ganz andere Wirkung hervor bringet, als wenn sie die Erde bloß quetschet: so würde es schädlich seyn, wenn man sich ihrer bey nassem Wetter bedienen, und also die Zermalmung verhindern wolte. Da⸗ her bediene ich mich der Walze zuweilen ein ganzes Jahr lang nicht. Man hat auch eine lange und dreyeckigte Egge, deren man sich zuweilen mit Nutzen auf den Sei⸗ tenwänden bedienen kann, wenn das Erdreich nicht zu naß, und nicht zu trocken, ist Es ist nicht nö⸗ thig 100 pflanzen, und aus handen geschick oh daß ir Vit. weschen. 9 cage en, vet. tagt hen Ur- rn ange⸗ daselost g aus den u Ernden n Thel zulhe niht as dussel. nen ne wenn sie lich sehn, bedienen, te. Die en guns 00 Egge F den Oel drich nal st nich 0 Von dem leichten Pfluge. 21 thig, sie zu beschreiben; und ich bediene mich der⸗ selben in zwey oder drey Jahren kaum einmal. Der Durchschnitt der hölzernen und eisernen Rägel und Schrauben, nebst ihren Löchern, wie auch die Größe, welche diese letzten bey allen bisher be⸗ schriebenen Werkzeugen haben müssen, dieses alles überlasse ich denen, die solche Dinge verfertigen, und welche dergleichen wohl verstehen müssen, wenn sie in ihrer Kunst nicht unerfahren sind. )%%„Cͤͤ— KK Das III. Hauptstück. Von der Sämaschine. De Sämaschine ssd, wie schon ihr Name an⸗ ) zeiget, ein Werkzeug, womit man Korn und anderes Getraide, reihenweise aussäet. Sie machet zugleich Furchen, streuet den Saamen aus, und bedecket denselben sehr genau und hurtig. Die vornehmsten Theile der Sämaschine sind: der Saamenkasten, der Trichter, oder Rump, und der Pflug, nebst der Egge. e Der Saamenkasten ist unter diesen Theilen der vornehmste. Er misset, oder zählgt vielmehr, den Saamen, den er aus dem Trichter bekommt, und verhält sich zu diesem wie eine künstliche Hand, die den Saamen mit mehr Gleichförmigkeit ausstreuet, als eine natürliche Hand zu thun im Stande wäre. Er wird, mit einigen dazu gehörigen Theilen, Pl. 2 und; vorgestellet. O 2 Wie 212 Das III. Hauptstück. Wie der Saamenkasten der vornehmste Theil der Sämaschine ist; so ist das Falloch der vornehm⸗ ste Theil des Saamenkastens. Aus der folgenden Beschreibung wird man se⸗ hen, worinne dieses Falloch von den gemeinen Fall⸗ und Zapfenlöchern unterschieden ist. 8 Pl. 2. Fig. I. siehet man die obern und untern Ränder eines Rübensaamenkastens, und die Art, wie sie auf einander gesetzet sind. a bee edi ist ein recht winklichtes länglichtes Viereck, welches die obern Ränder, oder den obern Theil des Falloches vorstellet. e fig h, welches eine eben solche Figur ist, wie die vorhergehende, stellet die untern Ränder, oder den Grund des Loches, vor. Der untere e h, und a d der obere Rand, ist en dem hintersten Ende. Der Raum zwischen der Linie a b, und der Linie e f zeiget die Halfte des hervor springenden Theiles, so weit nämlich das Falloch unten breiter ist, als oben. So zeiget der gegen über besindliche Raum zwischen den Linien od und g h die andere Hälfte dieses hervor springenden Theiles. Diese bey⸗ den Hälften zusammen genommen stellen den ganzen Einfallswinkel vor, der Pig. 2. abgebildet wird. Der Theil der Linie ab von dem Winkel b an bis an die Lie fg. wodurch die Linie a b durchschnitten wird, zeiget den hervor springenden Theil, so weit nämlich der obere Theil des Falloches über den untern hin⸗ aus gehet. 8 Fig. 2. siehet man das an den vier Ecken durch⸗ schnittene und offene Falloch. a be d ist ein un⸗ glichseitiges Viereck mit zwey einander gleich laufen⸗ den Seiten. Der te il doeh, o aß fe fan gal. uad uten 0 de M, a i eh veces die Hulle che Fur Nude, du wee en Abu der 1 mn belt * 0 hüte Aa Nb dun gangen lcd. Der A0 nde dünn wid, wel län — g unn b bend t en. a 0 fu Von der Sämaschine. 2173 Der Ort A ist die rechte Seite des Falloches. Die Seite gegen über, e lig h, wo; stehet, ist die linke Seite. Die Grundlinien beyder machen wahre Flächen. di k h ist das vordere Ende des Falloches, welches durch c angedeutet wird. al me ist das hintere Ende des bey D befindlichen Falloches. a d h e ist der Grund des Falloches, der schon Fig. 1. angezeiget worden ist. Wollte man nun alle diese Seiten, und alle diese einander entgegen gesetzten Enden, so zusammen setzen, daß sich der Winkel b an den Winkel! anschlösse, m an f, g an K, und 1 an e: so würde solchergestalt der obere Theil des Falloches gebildet werden; es würde mit dem läng⸗ lichten Vierecke a be d, Fig. 1, einerley seyn; und das ganze Falloch des Rübensaamenkastens würde in seiner wahren Gestalt, und auf seinem eigentli⸗ chen Grunde, erscheinen. Dieses Falloch ist von einem gemeinen Hoche, oder Zapfenloche, darinnen unterschieden, daß man es nicht mit einem Zapfen verstopfen kann: denn oben ist es enge, und unten kurz, wie man Fig. I. siehet. Die eingebildeten obern und untern Fab des Falloches laufen einander gleich: sie sind aber nicht von gleicher Größe. Die beyden einander gegen über stehenden Seiten sind von gleicher Große: sie laufen aber einander nicht gleich: denn sie neigen sich gegen einander von unten nach oben zu; und da⸗ her entstehet die schiefe Richtung, wovon wir nun— mehr reden wollen. 8 3 Die 214 Das III. Hauptstüͤck. Die beyden Enden laufen einander nicht gleich; sie sind auch nicht von gleicher Größe. Das hinterste, D, ist senkrecht in Ansehung des obern und untern Theiles: das vorderste aber schräg, und folglich länger. Wenn die beyden Seiten, die, in Ansehung ih- rer beyden Oberflächen, einander entgegen stehen, sich von unten nach oben zu gegen einander neigen: so nenne ich eine solche Neigung eine schräge Rich. tung: eine umgekehrte schräge Richtung aber, wenn sie sich von oben nach unten zu gegen einander neigen. Aus der Linie a e, als der Grundlinie des hin— tersten Endes, D, siehet man, daß das Falloch schrä⸗ ge ist, weil sie länger ist, als die Linie I m. Die beyden punktirten Linien, min und J o, machen mit Im, und einem Theile von a e, ein recht winklichtes länglichtes Viereck, welches die ei⸗ gentliche Tiefe des Falloches anzeiget, und mit einer jeglichen von seinen Seiten ein recht winklichtes Dreyeck bildet; nämlich men, und 1 0 3. Diese Dreyecke sind einander ähnlich, und gleich. Ihre spitzigen Winkel! und m, wovon jeglicher vier Grade groß ist, machen, daß der ganze Winkel des Einfalls, oder der Schräge, an den Seiten des Falloches, acht Grade beträgt. Ihre längsten Sei⸗ ten sind einerley mit den Seiten des Falloches. Wenn das eine Ende, D, an seinen Ort kömmt: so wird es mit den obern und untern Flächen des Falloches einen rechten Winkel machen. Da diese beyden Flächen recht winklichte länglichte Vierecke vorstellen: so erhellet daraus, daß die Schräge von dem einen Ende der Seiten bis an das andere gleich ist. — — — b glich; interste, untern saglch ng ih. stehen, eigen: e Rach. , wenn silgen, s bin. cchrä⸗ d bo, ve, ein es die ei mit elner inklichtes Dbse Ife er vier kel des sten des den Sei hes. t komt: lache des Da dige Veekkecke rage do rege 0 Von der Sämaschine. 215˖ ist. Diese beyden Seiten sind die längsten Seiten der beyden Dreyecke. Durch die Dreyecke des ent- gegen gesetzten Endes C könnte dieses aber nicht er⸗ wiesen werden. Denn da die Grundlinien mit dem andern Ende einerley, die Schenkel aber länger, sind: so sind die Scheitelwinkel bey k und ü spitziger, und die Seiten sind länger, weil das äußerste Ende C, wenn es an seiner eigentlichen Stelle ist, nicht, wie das andere äußerste Ende D. einen rechten Win⸗ kel mit dem obern und untern Theile des Falloches ausmachet. Was hernach bey dem Falloche beschrieben wer⸗ den muß, ist das große doch. Man siehet dieses am besten an der Seite des Falloches einer Waizen⸗ samaschine, indem es hier am größten ist, wie Fig. 3, wo cebd das große Loch vorstellet. Es ist der Durchschnitt eines holen Cylinders, der durch das Falloch gehet, und dessen Achse mit den Rändern der äußersten Enden des Falloches gleich läufet. Wenn man diesen Cylinder schräg, an der Seite des Falloches hin, und nicht senkrecht mit seiner Grundlinie, durchschneidet: so entstehet daher eine Ellypse. Die punktirte krumme Linie ist ein Zirkel, der mit der Grundlinie des Cylinders gleich läufet. Die krumme Linie bdce ist die Ellypse. Sie ist mehr, oder weniger, ellyptisch, oder eyrund, nach Beschaf⸗ fenheit des Winkels des Einfalles, oder der Schräge, an den Seiten des Falloches. ö Der längste Durchschnit dieser Ellypse be, ma⸗ chet mit den obern und untern Rändern von den Seiten des Falloches einen rechten Winkel. — 4 Der —— — — —— 216 Das III. Hauptstück. Der kürzeste Durchschnit de, ist der Durch⸗ schnit des Cylinders, der den größten Durchschnit, bey dem Mittelpunkte a, in rechten Winkeln durch⸗ schneidet. Seine Größe ist in dieser Figur 1 Zoll. Der Mittelpunkt dieser Ellypse ist einerley mit a, dem Mittelpunkte des Zirkels. Die halbe Ellypse ceb ist der nützlichste Theil. Der Rand muß daher hier recht gleich, und ohne Ritze, seyn; welches auch von den Oberflächen der Seiten des Falloches zwischen der Ellypse, und dem vordersten Ende, zu verstehen ist. Die Zunge, oder Röhre, des Saamenkastens, die Pl. 3. Fig. 1. vorgestellet wird, ist von einer Or— gelröhre, welche ich zum Muster genommen habe, in Ansehung ihrer Gestalt, ihrer Lage, und der Art, sie an das Falloch zu befestigen, unterschieden. Die Orgelröhre stellet in ihrer Oberfläche ein recht winklichtes langes Viereck vor, und ist etwas breiter und länger, als das Fallöch, oder die Oeff— nung, welche dasselbe machet. Diese Zunge aber, die hier unterwärts gekehret ist, und oben eine Flä— che vorstellet, ist ein ungleichseitiges Viereck von eben der Gestalt, wie das vordere Ende des jetztbeschrie— benen Falloches„ ausgenommen, daß die Zunge nicht so schräg gehet. Die Orgelröhre stehet auf dem äußern Theile der Pfeife. Sie schließet dieselbe durch die hinten befindliche Feder. Sie öffnet sich aber so gleich durch den Finger des Organisten, wenn derselbe den Clavis nieder drücket; und alsdenn gehet die zusam⸗ men gedruckte Luft in die Röhre. Diese Zunge hier aber befindet sich innerhalb des Luftloches des Saa⸗ men⸗ Durch⸗ chschnit, durch i Zoll. mit, Wel. dchre hen det d dem tn, r Obe hobe, er Mt, . sche ein t etwas e Of he aber, fe Fl neben schrie⸗ Dune Tele ie hinten o glach selbe den s zusam⸗ inge he des San, ch Von der Sämaschine. 217 menkastens, und zwar bey nahe schrägrecht. Denn wenn sie wie die Orgelröhre gestellet wäre: so würde sich der Saame zwischen sie, und die Ränder des Falloches, setzen; er würde dieses nicht verschließen lassen, wie die Luft bey der Orgelröhre gestattet; das Loch würde beständig offen bleiben, und also un⸗ geschickt seyn, den Saamen auszustreuen. „Die Art, eine Zunge bey der Orgel an das Luft⸗ loch zu fügen, ist, daß man Pergament, oder Leder, an die Oberflache, oder an das Ende des Stockes, oder der Luftröhre klebet, die der andern entgegen stehet, welche der Clavis, indem er gedrückt wird, offnet, da sich hingegen jene, vermittelst der Feder, schließet. Unsere Zunge aber ist innwendig in dem Falloche, oder in der Röhre, befestiget. Sie bewe⸗ get sich um eine Achse, die durch ihr oberstes Ende gehet, wo sie am engesten ist. Diese Achse ist der Nagel A. Derselbe muß mit dem Rande von dem Ende des Falloches vollkommen gleich laufen. Er gehet auch durch das Loch f, Pl. 2. Fig. 3. welches man Pl. 3. Fig. 3. bey A, an seinem Orte siehet; ferner durch die beyden Seiten des Falloches an ih— ren obern Rändern, wie auch so nahe an dem vor— dern Ende desselben hin, als geschehen kann, ohne daß sich die Zunge an das gedachte Ende reibet. Die Breite der Zunge muß sich nach der Breite und schrägen Richtung des Falloches richten. Wenn sie bis an die punktirte Linie Im- Pl. 2. Fig. 3, wel⸗ che den achten Theil des großen Loches anzeiget, auf ihrer Achse gut gestellet ist, und man siehet, daß ihre obern Ränder die beyden Seiten des Falloches in ihrer Zanzen Lange berühren; so ist sie recht ge⸗ O 5 machet. 28 Das II. Hauptstüͤck. machet. Wenn sie nun so weit fertig ist, und die gedachten beyden Seiten recht genau berühret: so scheinen die beyden obern Ränder ihrer Seiten sich in einem solchen Winkel gegen einander zu neigen, der ungefähr um das dritte Theil spitziger ist, als der Einfallswinkel von den Seiten des Falloches. Daher kömmt es, daß, wenn man die Zunge herunter an ihren Ort lässet, auf beyden Seiten, zwischen ihr, und dem Falloche, ein leerer Raum entstehet, welcher ein sehr spitziges Dreyeck vorstel— let, dessen Verticalwinkel mehr, oder weniger, spi— tzig ist, nachdem er sich mehr, oder weniger, dem Kerne nähert, oder sich von demselben entfernet. Pl. 3. Fig. 1. ist die küpferne Zunge, deren hinterer Theil oben befindlich ist. Die beyden äu⸗ ßern Linien ab und od, sind die Ränder der obern Fläche, die hier unterwärts gekehret ist. Sie nei⸗ gen sich gegen einander, wie schon gesaget worden ist. Die beyden innern Linien aber, ef und gh sind ein— ander näher; und daher ist diese untere Fläche schmä⸗ ler, als die obere. Beyde müssen gleich und eben seyn. Die obere Fläche aber, und ihre beyden Rän⸗ der, dürsen vorne keinen Riß haben: sondern sie müssen vielmehr ganz glat seyn. Die innere Fläche muß deswegen schmäler seyn, als die obere, um die Seiten des leeren Dreyecks in ihrer Richtigkeit zu erhalten. Die Ecken von den Seiten des Falloches könnten zwar hiezu genug seyn, wenn es gewiß wäre, daß die beyden Seiten der Zun⸗ ge in einer gleich großen Entfernung von dem Kerne blieben. Weil aber doch die Zunge niemals so feste an ihrer Achse anlieget, daß nicht zuweilen einer von 15 ihren bit und die bret: so ten sich heigen, st, als ches. Zunge Stiten, Raum borstkl⸗ , fai „dem t. deten den au⸗ er obern Sie nei, den ist sind ein⸗ chm b chen Rän⸗ een sie er seyn, checks in von det ug ey, der Zun⸗ am Kerne 5 so sste (iner vol Ice Von der Sämaschine. 219 ihren Winkeln dem Kerne näher seyn sollte, als der andere: so würde in diesem Falle diejenige Seite, die dem Kerne am nähesten ist, den Raum des lee⸗ ren Dreyecks dergestalt verkehren, daß eben dieser Raum zwischen dem Falloche, und der Zunge, oben größer würde, als unten. CC sind die beyden kleinen Knöpfe, welche es verhindern, daß die Feder nicht von der einen auf die andere Seite ausweichen kann. Sie sind eben so weit von einander entfernet, als die Feder breit ist. Die zweyte Figur stellet eine Seite von der Zun— ge, und ihre Dicke, vor: denn mit der andern Seite hat es gleiche Bewandniß. ab ist die obere glatte Seite, die eine völlig ebene Fläche ist, und worauf der Saamen herunter an den Kern läuft. ad ist die andere Seite, die Fig. 1. aufwärts gekehret ist. be d ist ein Ende des holen Cylinders der Zunge, wodurch die Achse gehet. Die Zunge muß so lang seyn, daß sie weiter her⸗ unter gehet, als auf den Grund des großen Hohes, und dasselbe nicht bloß berühret, wie eine Tangente. Denn wenn sie nicht länger wäre: so könnte es ge⸗ schehen, wenn kein Saamen in dem Falloche ist, und die Zunge feste anlieget, daß ein Rad, bey dem Umkehren, oder sonst, etwas zurück gienge, und da— durch verursachete, daß eine Kerbe von dem Kerne das Ende der Zunge fassete, und sie aus dem Fal— loche heraus zöge. Deswegen ist es gut, wenn sie etwas unter den Kern herunter gehet, wie die punk— tirte Linie g h, Pl. 2. Fig. 3. Die Lage, welche die Zunge in dem Falloche ha⸗ ben soll, wird durch die drey punktirten Linien, 55 4 ' g · 220 Das III. Hauptstück. Fig. 3. vorgestellet. Die punktirte Linie g h machet einen Winkel von 45 Graden, und befindet sich so nahe an dem Kerne, als möglich ist. Die punktirte Linie ih machet einen andern etwas größern Winkel, und befindet sich in einer mitlern Entfernung von dem Kerne. Die punktirte Linie kh machet, wie man annimmt, die größte Entfernung aus, näm⸗ lich da, wo die Zunge ihren größten Winkel mit dem obern und untern Theile des Falloches machet. Wäre die Zunge so schräg gestellet, daß sie einen viel kleinern Winkel, als 45 Grade, machete: so würde sie sich zu weit gegen die Ecken des Falloches erhe⸗ ben, und die Feder würde mehr Schwierigkeiten finden, sie wieder an ihren Ort zu bringen, wenn sie durch die Gewalt der Kerben zurück getrieben wor— den wäre. Außerdem, wenn die Zunge zu weit von dem Kerne entfernet wäre: so könnte zwischen ihr, und den Seiten des Falloches, so viel Raum übrig blei— ben, daß einige Saamenkörner hindurch fallen könn— ten.] ist die stählerne Feder, die eigentlich über die andere Seite der Zunge gestellet ist, Pl. 3. Fig. f. B ist das Ende der Schraube, wodurch die Fe— der, durch ein Loch, welches bey dem obern Loche der Zunge ist, an die Zunge befestiget wird. D ist die Mitte, gegen welche das Ende der Schraube zu gehet. Die Schraube ist fast eben so lang, als die Zunge. Das Ende E reichet beynahe bis an das untere, und das Ende B so nahe an das obere Ende der Honze„ als möglich ist, ohne den Cylinder zu berühren. Sbre Jug! 90 dar el lich Dude dh! knn den Da it; hd don 68 der ih N 5 dab h machet t sich so punktirte Winke, ung bon e, wie , nam. kel mit machet. inen biel wtde s elhe⸗ gleiten enn sie en wor. von dem iht, und rig bel en könn ich über 1 die Fe⸗ n che 0 it chraube als die an das e Ende inder zu Von der Sämaschine. 221 Ihre ordentliche Breite beträgt ungefahr 2 Zoll. Ihre Dicke muß sich nach ihren übrigen Maaßen, und nach der erforderlichen Stärke, richten. Or— dentlich ist sie ungefahr so dicke, wie ein Thaler. Man misset die Stufen ihrer Kraft folgenderge⸗ stalt. Man befestiget zwey Breter an einander, und lässet, irgend an einem Orte, eine Oeffnung zwischen ihnen, deren Länge einen Zoll betragt. Hierauf le⸗ get man die Feder, wenn sie gehärtet ist, quer über dieses Loch, so, daß ihre Mitte gerade über die Oeff⸗ nung kömmt. Alsdenn bringet man über die Fe⸗ der einen Strick; stecket die beyden Enden desselben durch die Oeffnung, und bindet daran, unter den Bretern, ein. ba welches schwer genug ist, daß es die Mitte der Feder so weit hinunter ziehen kann, bis sie die Oeffnung berühret, und sich mit den beyden Enden in einer geraden Linie befindet. Daraus erkennet man das. Maaß ihrer Kraft. Es ist zu merken, daß sie krumm seyn, und nur an den beyden Enden aufliegen muß: die hole Seite hin⸗ gegen muß in die Höhe stehen. Die Feder muß also mit den beyden Enden an der andern Seite der Zunge aufliegen, und in der Mitte hol seyn. Es ist unumgänglich nothwendig, daß man das Maaß ihrer Hölung recht treffe: denn davon hänget die Entfernung der Bewegung ab, welche die Zunge, durch den Saamen, der durch die Gewalt der Zähne, wenn diese durch die Räder in Bewegung gesetzet werden, an die Zunge ange⸗ drücket wird, gegen den Kern zu machet. Je krüm⸗ mer die Feder ist, um so viel weiter wird sie die Zun⸗ ge von ihrem Mittelpunkte abstoßen, wenn ihre Kraft größer 222 Das III. Hauptstück. größer ist, als diejenige, die ihr widerstehet; wel⸗ ches auch seyn soll. Man nennet diese Bewegung der Zunge das Spiel derselben. Wenn man die Entfernung, oder Größe, die— ser Bewegung messen will: so muß man erwägen, daß die Zunge, indem sie sich über ihrer Achse in die Hohe beweget, mit ihrem untersten Ende einen Zir— kelbogen beschreibet, dessen Sehne das verlangte Maaß ist. Wollte man diese Entfernung nach dem Winkel messen, den die Zunge an ihrem Mittelpunkte ma⸗ chet: so würde doch solches keine gewisse Regel seyn, nach welcher die Saamenkästen zu verfertigen wä. ren. Denn manche ae länger, manche aber kürzer, nach Beschaffenß Durchschnitte der Kerne, gegen welche sie sich zu be— wegen. Die kürzesten müssen aber doch ein eben so großes Spiel haben, als die längsten; das ist, sie müssen bey dem Orte des Druckes einen eben so gro⸗ ßen Bogen machen, Pl. 2. Fig. 3; und die kürzesten würden folglich die größten Winkel machen. Eine kurze und leichte Art, die gedachte Entfer⸗ nung zu messen, ist daher folgende. Man drehe die Schraube innwendig so lange herum, bis die Zunge nur noch 1 Zoll weit von dem Kerne entfernet ist. Alsdenn nimmt man den Kern hinweg, und ziehet von dem Mittelpunkte des Loches, an der Seite des Falloches hin, eine senkrechte Linie auf die Zunge. Auf dem Rande der Zunge machet man ein Zeichen mit einem Zirkel, oder mit einer Feder. Alsdenn treibet man die Zunge so weit gegen die Schraube zurück, als sie kommen kann; das ist, bis die Fe⸗ der t der verschiedenen 1 f Ar Se Tage egg a fee „ set iche eam! 5 zwey uche ines En In f be des en dan 0 danch eh huntte des Di Ran eh len z Un d . 0 cha aaf nic rohe. Ieh; et 5 wel⸗ wuchung ge, die. wigen, e in die en Zr⸗ langte Winkel na sechl, wä⸗ anche ehen zu be⸗ eben so it, se og tn fer. e die unge iet ist. sehet ite dis dug nchen gsdenn taube d de 5 Von der Sämaschine. 223 der die ganze andere Seite der Zunge berühret. An eben dem Rande der Zunge verlängert man die ge⸗ dachte enie, oder man leget daselbst ein Linial an, und ziehet damit eine andere Linie von den gemach⸗ ten Zeichen an bis an den Rand der Zunge, wenn diese am weitesten hinten ist. Daselbst machet man ein zweytes Zeichen. Das Linial wird solchergestalt so wohl die senkrechte Linie, als auch das Maaß, anweisen. Ein noch geschwinderer Weg ist folgender. Man stellet die Zunge mit der Schraube über das Ende des Loches. Wenn diese mit Gewalt hinein getrieben ist: so misset man von der Zunge an, bis an den nähesten Theil des Loches. Dieses wird al. lemal eine senkrechte Linie seyn, die von dem Mittel. punkte des Loches gegen den oben gemeldeten Ort des Druckes zu gezogen wird, und daselbst machet man ein Zeichen. Nun ist aber die Entfernung des einen Zeichens von dem andern bey nahe das Maaß von dem Spiele der Zunge an dem Orte des Dru⸗ ckes. Ob schon die an der Seite des Falloches ge⸗ zogene Linie nicht vollkommen senkrecht in Ansehung der Oberfläche der Zunge ist, sondern nur in Anse⸗ hung des Randes derselben: so hat doch der Unter⸗ schied fast gar nichts zu bedeuten; und man hat dar⸗ auf nicht zu achten. Wenn das Maas 3 Zoll aus⸗ machet: so lehret die Erfahrung, daß solches für allerley Arten von Getraide, und auch für die Erb⸗ sen, groß genug ist. Ist es ein wenig kleiner: so hat solches nichts zu bedeuten. Wenn es aber grö⸗ her ist: so ist dieses ein sehr nachtheiliger Fehler. Wenn 224 Das III. Hauptstück. Wenn die Zunge ein zu großes Spiel hat: so ist der Saame der Gefahr ausgesetzet, entweder allzu geschwinde, oder allzu langsam, heraus geschüttet zu werden, so viel Sorgfalt auch der Sämann an⸗ wenden mag. Denn wenn die Zunge in ihre erfor⸗ derliche Entfernung von dem Kerne gestellet ist, und sie wird auf einmal durch den Saamen plotzlich zu⸗ rück getrieben, den die Einschnitte des Kernes, bey dem Herumdrehen, gegen sie andrücken: so ist die Feder nicht vermögend, sie, von einer solchen Ent⸗ fernung, in der Zeit, da sie durch die Zwischenräume zwischen den Einschnitten gehet, wieder an ihren vo⸗ rigen Ort zu bringen. Der Raum zwischen dem Kerne, und der Zunge, ist folglich zu weit offen; und also gehet der Saame zu geschwinde heraus. Um dieser Unbequemlichkeit abzuhelfen, drücket der Sämann die Zunge an den Kern an. So oft es nun alsdenn geschiehet, daß die Feder die Gewalt von dem Drucke des Saamens übersteiget, wie auch zuweilen geschiehet: so gehet der Saame zu lang⸗ sam heraus. Wenn der Saamen ungleich heraus kömmt: so taugen solche Saamenkästen nichts. Pl. 3. Fig. 4. siehet man die Lange und Dicke der stählernen Feder eines Rübensaamenkastens. Sie dienet zugleich an statt einer Zunge, und an statt einer Feder. Anfangs machet man sie gerade, und hernach bieget man sie an dem Ende, wo sie am schmälesten ist, herum, bis sie an den Ort a kommt, und den Cylinder A bildet, wodurch ihre Achse gehet. Die Achse lieget aber nicht an dem an⸗ dern Theile der Feder, in a, an. Man 5 die b seder ö 0 Fog dag dau der ah Ace d geg g Tag 5 der dn bern J Stcchde fen Cylinder der Seihr s chedchee dern s File Se du zulghen,“ Wei dherd benscamen; das ch so Machen, nen fol der cc abe höher e man 5 a eben ag die kügferge zen könn, diess fen mehe Mahut 9. brauch loches. 0 here f Von der Sämaschine. 225 hit: Feder dergestalt in den Saamenkasten, daß der Cy⸗ der alhu linder unten komme. Der vordere Theil dieser Fe⸗ eschüͤlktt der zeiget sich, mit ihrer Achse, bey k, Fig. 5. Die sann an. Achse muß durch das Loch E in das Loch F hinein fe erfor⸗ gehen, Fig. 2. Man siehet dieses deutlicher bey a, t und Fig. 9. ö 0 u Da der obere Theil einer jeglichen Zunge mit fes, deh den obern Rändern des Falloches in wagerechtem soisdie Stande seyn muß: so verursachet die Dicke von dem hen Ek. Cylinder der küpfernen Zunge„daß das Loch in den enume Seiten des Falloches, worinne der Cylinder durch been bo. seine Achse erhalten wird, weit genug von den Rän⸗ enden dern des Falloches entfernet ist, daß es mit einer Kaen; Schraube durchbohret werden kann, ohne Gefahr fenus. zu laufen, daß man die Ränder aufspalten werde. „dun. Weil aber die Feder in der Sämaschine für den Rü⸗ Sosst bensaamen ungemein dünne ist: so ist es etwas schwer, decheblk das doch so hoch, und so nahe an den Rändern, zu „ neu) machen. Die ꝛte Figur stellet das Ende eines klei. u n, nen holen eisernen, oder küpfernen, Cylinders vor, der eben so dicke ist, als das Falloch. Wenn der⸗ bim: selbe in den Cylinder A, Fig. 3. gestecket wird: so er⸗ a höhet er die Feder über das Loch, dergestalt, daß ud Dar man das Loch zu einem Falloche sür Rübensaamen vekastene 1 so niedrig machen kann, als dasjenige, worein „ udo die küpferne Zunge in der Sämaschine für den Wai⸗ *. al, zen kommt. Man bedienet sich aber nicht allemal useg% dieses innern Cylinders; und alsdenn muß man metz 10 du hr Behutsamkeit bey Verfertigung des Loches a 19 hr brauchen: denn sonst spalten sich die Ränder des Fal⸗ ann u loches. Er muß eben die Gestalt haben, wie die an dene bereits beschriebene küpferne Zunge. keletde uf 1 P Man 226 Das III. Hauptstück. Man findet den Grad der Kraft dieser Feder durch ein solches Gewichte, wie bey Gelegenheit den andern Feder beschrieben worden ist. Wenn sie mit ihrer untern Flache auf eine Oeffnung geleget wird, an jeglichem Ende ein Stüͤckgen Holz, so groß als ein Gerstenkorn, und in der Mitten ein Seil hat, welches durch die Oeffnung hindurch gehet: so wird ein Gewichte von 5 Pfunden, welches an dieses Seil befestiget ist, sie dergestalt biegen, daß sie die Rän⸗ der der Oeffnung berühren wird. Die öte Figur ist die eiseene Schraube, die durch das vordere Loch des Falloches Fig. 2. gehet, und noch weiter bis an die Mitte der Feder, bey der punktirten Linie pq, in eben der Figur. Der Nu⸗ tzen dieser Schraube ist, daß sie die Menge des Saa⸗ mens entweder vermehret, oder vermindert, der durch die Einschnitte heraus gelassen werden soll. Indem sie auch die Feder, oder die Zunge, wenn eine vorhanden ist, zwinget, sich dem Kerne zu nä⸗ hern, oder sich davon zu entfernen: so wird dadurch der Weg für den Saamen um so viel weiter, oder um so viel enger, wie man aus den drey punktirten Linien Fig. 2. und 3. siehet. Es ist zu bemerken, daß die punktirte Anie pq in der ꝛten Figur, welche das Falloch für den Ka⸗ sten des Rübensaamens vorstellet, höher stehet, als Fig. 3, wo der Saamenkasten für den Waizen vor⸗ gestellet wird. Die Ursache dieser Verschiedenhest ist, weil die Feder des Saamenkastens für den Wai zen mit seinem untern Ende gegen die Zunge zu, un ter dem Wege des Saamens, gehet: mit seinem obern Ende aber unter die Achse der Zunge. Folglich ist der — — U Miller 06 ö. 140 Ne che ge dear diesen schnet Würde 2 fh fu 0 15 eh en geha nadie scht i I guoß r Kafftu Mie f stalh eg aug; . dier Fe lgerhelt Benn sient geleget wit n groß a in Seil hat, bl do wird i dices Sel e die d chraube, de 18.2. gehe, eder, bey der 5 Der Nu. age des Sar ermüdet, dy n weiden f e Zunge, kan m Kerne u o wird bedut welter, ode drey punkt sürte die ach für den x. hoher sicht, den Waßee l. tt Paschen fas füt den N die Junge l 2 mt sennehe bat 90 n Von der Sämaschine. der mittelste Theil von dieser Feder hier niedriger als der mittelste Theil von der Feder des Rübensag⸗ menkastens. Viese letztere Feder ist zugleich eine Feder, und eine Zunge; sie stößet daher oben an ihre Achse, und unten an den Weg des Saamens; und daher ist sie in der Mitte um so vlel hoher. 5 Diese Schraube sollte eine senkrechte Richtung in Ansehung der Zunge, haben, wenn diese in ihrer mitlern Entfernung von dem Kerne ist, welche man als die mitlere Entfernung von den drey punktirten Linien annehmen kann, wovon geredet worden ist. 22 — Sie muß ebenfalls glat und rund an dem Ende seyn, welches gegen die Feder zu gehet. Denn wenn sie spitzige Winkel, oder Ränder, hätte: so könnte sie dadurch beschädiget werden, und, mit der Zeit, an diesem Orte zerbrechen„wenn sie durch jegliche Ein⸗ schneidung, die gegen sie gekehret ist, gedrücket würde. 8 Diese Schraube muß gerade nur so lang seyn, als nöthig ist, wenn sie die Zunge gegen ben Kern zu treiben soll. In der Sämaschine für den Rü⸗ bensaamen, die, an stat einer Zunge, nur eine Feder hat, kann diese Schraube vielleicht um etwas weni⸗ ges länger seyn, weil die Feder hier bald nachgiebet, nachdem sie den Kern berühret hat. In dieser Ab⸗ sicht ist sie zuweilen nützich, wenn die Einschnitte zu groß sind. Sie muß so dicke seyn„daß man nicht besorgen darf, daß sie sich biegen werde. Ihr Kopf kann gekerbet sehn, damit man sie mit einem Messer herum drehen könne; oder er kann die Ge— stalt eines T haben, damit man sie mit den Fingern berum zu drehen im Stande sey. Ich halte auch P 2 dieses 228 Das III. Hauptstück. dieses für die beste Gestalt, sonderlich bey einer Sä⸗ maschine für den Walzen. Denn jemehr das Salz⸗ wasser, und der Kalch, die an dem Saamen hängen, trocken werden, um so viel geschwinder läuft der Saa⸗ me fort. Deswegen muß man die Schraube sehr ofte zudrehen, damit der Saame keinen so weiten Durchgang finde. Dieser Weg, oder der Ort des Druckes, ist da, wo der Saamen unten zwischen dem Kerne und der Zunge hindurch gehet. An diesem Orte sind die bey⸗ den Theile, der Kern, und die Zunge, einander am nähesten: denn daselbst wird der Saame durch die Gewalt der Einschnitte, wodurch er herunter getrie⸗ ben wird, am meisten gedrücket. Der Ort ist bald höher, bald niedriger, nachdem die Zunge in einer kleinern, oder größern Entfernung von dem Kerne befindlich ist. Denn je weiter sie entfernet ist, um so viel senkrechter stehet sie gegen den obern Theil des Falloches; und alsdenn kömmt der Weg des Saamens höher. Ist die Zunge dem Kerne naher: so ist der Weg des Saamens niedriger, wie man Fig. 3. aus den drey punktirten Linien, a n, ao, und a p, siehet. i Der Kern zeiget sich am besten mit seinen Ein⸗ schnitten, wenn er groß, und von Holze, ist, wie bey dem Saamenkasten für den Waizen. Er ist ein dichter Cylinder, der durch das große Loch, oder den holen Cylinder des Saamenkastens gehet, und den⸗ selben ausfület. Er ist von verschiedener Länge, nachdem die Räder weit, oder nicht weit, von einan⸗ der entfernet sind. In den großen Saamenkästen ist er allemal die Achse der beyden Räder; b er i drehet ner Sz 18 Salz hängen, er Saa⸗ be sehr h weiten 0st, e und der diebe ⸗ nder am urch die er getele⸗ Moa N in einen den Kerpe itt ist, un cbern Thal 1 Weg des anne naher: „wie man 1 20, und denen El. , st, bie 9 Er ist en coc, oder ben cht, und de. khr du pat, von kü Samak Ade; 0 eech Von der Sämaschine. 229 drehet sich mit ihnen herum, wie die Achse des Ra⸗ des auf einer Seite allein sich mit demselben herum drehet. Diese Räder messen, mit ihrem Umfange, den Platz aus, worauf der Saamenkasten kömmt. Vermittelst der Einschnitte ihrer Achse streuen sie den Saamen gleichförmig aus, sie mögen sich nun lang⸗ sam, oder geschwinde, bewegen: denn so oft sich die Rader herum drehen, treibet eine gleiche Anzahl von Einschnitten den Saamen durch den Saamenweg hinunter. Die Einschnitte gleichen hier den Einschnitten des hintersten Cylinders einer Mühle, oder Presse, für den Aepfelmost, welche die Aepfel zerdrücken, in⸗ dem sie sich gegen die Einschnitte des vordersten Cy⸗ linders zu bewegen. Wie nun diese die Aepfel zer⸗ drucken, die sich zwischen ihnen befinden: so konnten unsere Einschnitte zuweilen den weichen Saamen zerdrücken, wenn die Zunge ihnen sehe nahe wäre, und hinten keine Feder hätte, um dem Drucke nach⸗ zugeben, und die Zunge, bey jeglichem Zwischenrau⸗ me zwischen den Einschnitten, allemal wieder an ih⸗ ren Ort zu bringen. Das beste Mittel, das ich erfinden kann, um die Art solcher Einschnitte zu zeigen, ist dieses, daß ich den Kern, in der Mitten, in rechten Winkeln zer⸗ schneide, wie Pl. 3. Fig. 4. Diese Figur stellet ei⸗ nen Zirkel vor, dessen Umkreis durch sechs Einschnit⸗ te durchschnitten ist. Daraus kann man die ver⸗ schiedenen Arten sehen, wodurch die Menge des Saa⸗ mens, welchen sie durch den Saamenweg treiben sollen, entweder vermehret, oder vermindert wird. Wir andern niemals ihre Länge: wir lassen sie alle p 3 mal 230 Das III. Haupkstück. mal mit der Achse des Kernes gleich laufen, und ma⸗ chen sie so lang, als die Entfernung der untern En— den von den Durchschnitten der Ellypsen, die ihnen entgegen stehen, oder der großen Wendungen des Falloches, von einander beträget. Denn wenn ein Theil von der Oberfläche des Kernes zwischen dem Ende eines Einschnittes, und des Loches, wäre: so würden eines, oder mehrere, Saamenkörner, wenn sie zwischen diese Oberflache, und die Zunge kämen, diesen Ort offen halten, und die Zunge verhindern, daß sie nicht an den Einschnit andrücken, und den Saamen daselbst befestigen könnte, damit er nicht ohne Herumdrehung der Räder herunter fiele. Die⸗ ses Maaß des Saamens wird durch die Anzahl der Einschnitte, und durch ihre Tiefe oder Breite, oder durch beydes, verändert. beo ist die Tiefe eines Ein⸗ schnittes, welche wir die Seite desselben nennen. Sie hält den Saamen auf, und lässet ihn durch den Saa⸗ menweg herunter fallen. Die Art, sie zu schneiden, erhellet daraus, weil sie einen Theil des halben Durch⸗ messers a e ausmachet. Der Boden eines Ein⸗ schnittes kann auf verschiedene Art gestaltet seyn. Erstlich kann er erhaben rund seyn, wie man aus der krummen Linie bd siehet. Man kann auch ih⸗ ren Raum erweitern, wenn man die Ecke des erha⸗ benen Bodens noch mehr erhöhet, wie durch die Li⸗— nie e H vorgestellet wird. Will man den Raum noch mehr vergrößern: so machet man ihn hol, wie bey g l.. i Von was für einer Art und Größe aber auch ein Einschnit seyn mag: so ist doch dieses gewiß, daß alle übrigen Einschnitte demselben vollkommen 12 0 seyn und ma⸗ tern En. die ihnen gen des benn ein hen dem wär: do er, wenn e käme, hindern, und den er nicht le. Die wohl der reite, dee eines Ein ennen. Sie h den Sal. schneiden, hen Durch⸗ ies Ein. altet seyn. man aus u doch ih⸗ e des ehi⸗ durch die l den Raum nhl, lie . cher dh 5 gewiß de wanme b — Von der Sämaschine. 23¹ eyn müssen. Folglich müssen auch die Zwischenräu⸗ me einander vollkommen gleich seyn, deren Breite die Linie fe anzeiget, welche ein Zirkelbogen ist. Die⸗ ses ist auch nicht anders möglich, wenn die Ein⸗ chnitte einander i ben stehenden sten Figur zu seyn schei vorigen ähnlich ist, und die sechs Zwischenräume mit ihren sechs Einschnitten in derjenigen Größe vorstel⸗ let, in welcher sie sich bey der Sömaschine mit hohen Rädern befinden, womit ich spanischen Heusaamen aussde. Wenn man aber sehr dünne säen will: so ist es besser, wenn man nur vier, als wenn man sechs Einschnitte hat. Die öte Figur stellet einen Einschnit des Kernes vor. ab ist der obere Rand von der Seite des Ein⸗ schnittes, der beständig einen dichten spitzigen Winkel ausmachet. o d ist der untere Rand, und allemal ein stumpfer Winkel. e k ist der Winkel, den die Seite, und der untere Theil, bilden. Er ist, wegen der Schrage der beyden Enden, allemal kürzer, als die beyden gedachten Ränder. Dieser Winkel ist niemals stumpf, ausgenommen wenn der untere Theil des Einschnittes hol ist. Diese drey LAnien müͤssen mit der Achse des Kernes gleich laufen. Die ite Figur ist ein Ende des vorher beschrie⸗ benen Einschnittes. Wenn die Linie a b mit der Li⸗ nie kd, Fig. 6. und die Linie a e mit der Linie b k, Fig. 6. verbunden würde: so würde dadurch das äußerste Ende dieses Einschnittes in seiner wahren La⸗ ge vorgestellet werden. Die Linie bo, die ein Bo⸗ gen von dem Cylinderförmigen Kerne ist, würde als⸗ denn der Rand von dem obern Ende des Einschnittes N 4 seyn. 232 Das III. Hauptstück. seyn. a bee, als die Grundlage dieses Endes, ist eine Fläche, b. Wenn sie an ihrem Orte ist: so machet sie mit der Achse des Kernes einen Winkel von 45 Graden. a Mit dem andern Ende hat es überall eine glei⸗ che Bewandniß, ausgenommen, daß es, weil es dem erstern entgegen stehet, sich um 90 Grade gegen das⸗ selbe neiget, nämlich an dem untern Winkel des Ein⸗ schnittes, hey der Linie e f, Fig. 6. Die gte Figur ist ein liegender Einschnit, mit seinen Enden daneben. Seine Maaße sind mit de⸗ nenjenigen einerley, welche man in dem Saamenka⸗ sten, Fig. 3, siehet. Der Deckel, B, zeiget sich, mit seiner obern Flä⸗ che, auf der rechten Seite des Falloches, Pl. 3, Fig. 3. Man siehet hier, daß seine Breite der Breite des Falloches völlig gleich ist. Seine Gestalt, und die Größe seiner übrigen Theile, zeigen sich aber am be⸗ sten Pl. 2. Fig. 3. Hier ist st seine Länge, welche sich von dem hintersten Ende des Falloches bis* Zoll weit nen obern Ende der Achse erstrecket, welche quer dürch die Ellypse hindurch gehet. Sei— ne größte Tiefe ist von v bis w; und er ist deswe⸗ gen so tief, damit sein Arm bey W, der gegen das En⸗ de des Falloches zu gehet, die Spitze bey t verhindern könne, daß sie nicht zu weit herunter gehe, und den Kern berühre; als welches nicht geschehen darf. Sie darf aber auch nicht so weit darüber stehen, daß ein Saamenkorn zwischen ihr, und dem Kerne, hindurch kommen könne; ob schon der Saame nicht Gefahr läuft, da hindurch zu fallen, weil die Einschnitte ihn vorwärts treiben, und von dem Deckel entfernen. 2 t —— * dez if ent M so macht f von z lege gli. ales dem fe gcgen dos. l des Ein. ischnit, nit sn int be⸗ Jaamenkg⸗ Wern Fla N. Fig. Bteite des stalt, und die 9 aber am be⸗ köänge, wache boches bis 70 ce erstrecke, ghet. Sei⸗ er ist deswe⸗ egen das En⸗ yt verhindern gehe, und den hen darf. Si then, daß en Nerne, hüduch e nicht Hecht Einschrtkeihn kel entsanth. f Von der Sämaschine. 233 ist das Loch, wodurch eine eiserne Schraube gehet, welche in die gegen über befindlichen Seiten des Fal⸗ loches eingreifet, um den Deckel daselbst feste zu hal⸗ ten. Zwischen* und y machet man ihn dünne, da— mit er so wohl leichte sey, als auch, damit der Saa⸗ men um so viel ungehinderter an die Einschnitte kom⸗ men könne, ohne Gefahr zu laufen, daß er hier ei— nen Bogen machen werde. Der Deckel dienet da— zu, daß er verhindert, daß kein Saamen hinter dem Kerne herunter fallen möge. Die lote Figur, Pl. 2. ist das vorderste Ende des Falloches bey einer Sämaschine für den Waizen, mit dem Loche A, wodurch man eine Schraube ste— cket, welche in der Linie s r, Fig. 3, hinter die Zun⸗ ge gehet. Die gte Figur, Pl. 3, ist das hinterste Ende ei— nes solchen Falloches. Aus den punktirten Linien, und den beyden recht winklichten Dreyecken, die sie machen, siehet man die schräge Richtung des Fallo⸗ ches, und seine Tiefe; wie auch den Unterschied zwi⸗ schen den schrägen Richtungen des Falloches, und der gegen über befindlichen Zunge, Fig. I. Die zte Figur, Pl. 3, ist ein Saamenkasten mit allem seinem Zubehöre, wie er auf seinem Grunde stehet. B ist der küpferne Deckel. C ist die Zunge, die an ihrer Achse hänget, e ist das Ende der eiser— nen Schraube. Sie gehet an die Feder, welche durch die Zunge gehet, und der Zunge gleich gefeilet ist. a a a sind drey Einschnitte des Kernes mit ihren schrägen Enden. bob sind die beyden Zwischenräu— me zwischen ihnen. P 3 Bis N 234 Das III. Hauptstück. Bis hieher haben wir von denenjenigen Theilen gehandelt, die in dem Saamenkasten für den Wai⸗ zen enthalten sind. Es ist nunmehr Zeit, daß wir auch etwas von den äußern und enthaltenden Theilen sagen. Erstlich ist del g die Oberflache des küpfer⸗ nen Theils von außen. Sie stellet die Höhe des Falloches vor, und was darinnen enthalten ist. hk h und he h h sind die Enden des holen Cylinders, und seine Grundlinien, die auf jeglicher Seite weiter her⸗ vor gehen, als der Saamenkasten selbst. Denn wenn sie nicht haußen an den Seiten dieses letztern hervor⸗ giengen: so würde die Oberflache so schmal seyn, daß sie den hölzernen Kern, durch das viele Reiben an denselben, zerschneiden würde. Wenn sie aber die gemeldete Breite hat: so thut sie ihm niemals einigen Schaden. Sie machet ihn vielmehr glat und glänzend. iii und iii stellen einen Theil dieses hölzernen Kernes, 15 Zoll im Durchschnitte vor, der aus dem holen Cylinder an beyden Seiten des kü⸗ pfernen Saamenkastens hervor gehet. K ist das Loch, wodurch das vordere Ende des Saamenkastens, vermittelst einer Schraube, und ih⸗ rer Mutter, an den untern Theil des Trichters befe⸗ stiget wird.! ist das Loch, wodurch man den hintern Theil des Saamenkastens auf gleiche Weise mit dem vordern verbindet. mnop ist der Ort, wo die bey⸗ den Hälften des Saamenkastens mit einander ver⸗ bunden sind. 8 Die rꝛcte Figur stellet die äußere küpferne Seite von einer Hälfte des Saamenkastens vor. AA zeiget die Dicke der hervor springenden Grundfläche des holen Cylinders. Man machet dieselbe deswegen dicker, . heilen Wal ß wir heilen üpfer⸗ he des „hh , und r her⸗ wenn erbor⸗ seyn, eiben aber ne t gat il dieses bot, der des kü⸗ nde des undih⸗ ars bee. hintern mit dem die bey⸗ nder ver ene Ste . Apße dffache des be deswegen dicker, Von der Sämaschine. 235 dicker, damit man daselbst ein Loch von 13 Zoll im Durchschnitte machen könne, wenn der Kern, der da hinein kommen soll, eine solche Dicke haben muß, und außerordentlich groß ist, wie vornen in dem Trichter der Sämaschine für den Waizen. B C ist die Dicke von den Enden des Saamenkastens, durch welche derselbe an den Arm des Trichters befestiget wird. Wenn sie auch schon nicht ganz 2 Zoll dicke wären: so sind sie dem ungeachtet stark genug: son⸗ derlich das hinterste, C, welches durch die Herum⸗ drehung des Kernes niemals heraus getrieben: son⸗ dern vielmehr noch mehr erhoben wird. D ist der Kopf der Gegenschraube. Er dienet dazu, daß man sie mit den Fingern herum drehen, und gegen die andere Schraube andrücken kann, damit sie sich nicht von sich selbst herum drehe, wenn sie schlaff worden ist. E ist das Loch für die Achse der Zunge. F ist das Loch für eine eiserne Schraube, welche den De— kel an ihrem Orte, und die beyden Hälften des Saa⸗ menkastens zusammen, hält. G ist das Loch für ei⸗ ne andere Schraube, wodurch die beyden Seiten des Saamenkastens mit einander verbunden wer— den. H und! sind Locher für zwo andere Schrau— ben, welche ebenfalls die gedachten beyden Hälften mit einander verbinden, eines unter der vorigen Schraube und eines über derselben. Sonsten könnten diese Schraube, und ihre Gegenschraube, die Fuge des Saamenkastens öffnen; und alsdenn könnte die gro— ße Schraube locker, der schiefe Rand des Saamen— kastens aber verändert werden. Diese Schrauben aber, wovon auf jeglicher Seite eine ist, verhindern diese Unbequemlichkeit. Die 236 Das III. Hauptstück. Die achte Figur, Pl. 2, ist eine Hälfte eines küpfernen Saamenkastens für die Rüben. Die in⸗ nere Seite davon ist oben. Man siehet hier die linke Seite des Falloches; die Hälfte seines vordern Enbes; die Häfste des hintern Endes eben dieses Falloches; und die Hälfte eines jeglichen Loches für die Schrauben, wodurch der Saamenkasten 15 den untern Theil des Trichters befestiget wird. A ist die Hälfte von dem Loche der Schraube, und in der Mitte siehet man das Ende der Gegenschraube. B ist die Hälfte des Loches, worinne der Deckel der stählernen Feder durch eine Schraube seste gehalten wird. Alle die übrigen Köcher dienen zu eben dem Gebrauche, wie wir bey dem Saamenkasten für den Waizen angezeiget haben. Die neunte Fiqur ist der Rübensaamenkasten. Dieser ist ganz, und stehet auf seinem Grunde. Ein Theil von der Zunge für' seine stählerne Feder er— scheinet daselbst an dem gehörigen Orte. Auf glei⸗ che Weise siehet man einige von den Einschnitten des Kernes; sonderlich aber den Deckel, A, der von dem Deckel des Falloches für den Walzen unter⸗ schieden ist. Dieser Deckel bestehet bloß aus einer sehr dünnen Feder, deren unterstes Ende nur so weit an den Kern reichet, daß es ihn berühret: aber nicht darüber hinaus gehet, bis an das obere Ende von den Durchschnitten der Ellypsen. Das Falloch ist am Ende glatt gefeilet, damit das obere Ende dieser Feder, und die Schraube, womit sie befestiget wird, nicht auf der obern Fläche des Saamenkastens auftreffen. Man machet diese Feder ganz schwach und dünne, damit, wenn ungefähr noch ein weiches Saamen⸗ te eines Die in. er die ordern dieses hes für an den N ist d in der he, B el der ehalten en dem sur den enkasten, nde. Ein Feder er, Auf glei nitten des der bon unter aus einer ur do weit et: abet, Were Ende dos Foloch obere Ende se hefesiget amenkastens uz schwuß 0 lin wache Sonn Von der Sämaschine. 237 Saamenkorn in einem Einschnitte übrig seyn sollte, die Feder, bey dem Herumdrehen, dasselbe hindurch lassen möge, ohne es zu zermalmen. B C sind die beyden Seiten, die nothwendig so breit seyn müssen, damit sie an das Holz unten im Trichter reichen, und verhindern, daß der Saame nicht zwischen dem Holze und dem Kupfer heraus fallen möge; wie auch, damit das Loch des Trichters weiter sey, als dieses enge Loch des Saamenkastens. Die linke Seite, B, die sich an der breiten Seite des Trich⸗ ters befindet, ist ganz offen, ausgenommen außer⸗ halb der punktirten Linie, wo sie durch das Hoßz von dem Ende des Trichters bedecket wird, wenn man diesen an seinen Ort bringet. Die Seite C aber, die auf der rechten Seite gefunden wird, ist durch das Ende des Saamenkastens völlig bedecket. Die⸗ ses Ende lieget darüber, und gehet bis an die pun⸗ ktirte Linie, welche den Rand des Falloches berühret. D ist das Ende der Schraube, die sich an ihrem Orte mit einem Einschnitte zeiget, worein man ein Messer bringet, um sie damit umzudrehen. Ich glaube aber, es sey besser, wenn ihr Ende so gestal— tet ist, wie ein T, damit man sie mit den Fingern herum drehen könne. E ist ein Ende des holen Cylinders, der an der Seite heraus gehet, damit er mehr Raum habe, sich umzudrehen, ohne an das Ende des Trichters, oder an die Seite außerhalb des Saamenkastens, oder des Trichters, zu stossen: wie auch deswegen, weil der küpferne Kern sich um so viel besser in diesem Cylinder herum drehen kann, je länger derselbe ist. Die 238 Das III. Hauptstück. Die eilfte Figur ist der Deckel mit seiner Fe⸗ der, und dem Loche, wodurch man die Feder an ih⸗ ren Ort bringet, wie man bey A, Pig. q, siehet. Die zwölfte Figur ist die Schraube, deren Spitze gegen ihr Loch zu gekehret ist. Ihr Kopf ist plat, damit man sie mit einem Finger und dem Daumen herum drehen könne. Die dreyzehnte Figur ist die Gegenschraube, welche auf gleiche Weise herum gedrehet werden muß. — Die fünfte Figur ist der küpferne Kern des Saamenkastens für die Rüben. Man siehet dabey die Art, diesen Kern an seiner Zunge, oder an sei— ner stählernen Feder, herum zu drehen. A ist der Kern, der sehr genau nach dem Rau⸗ me des holen Cylinders eingerichtet ist. Wenn er mit dem linken Ende, Fig. 9, in diesen Cylinder hin⸗ ein gestecket wird: so kömmt er an den Ring, B. Da dieser rund ist: so leget er sich über den Kern, und machet einen Theil desselben aus. Das andere Ende des Kernes zeiget sich alsdenn hausen an dem rech⸗ ten Ende des gedachten holen Cylenders, bey E, Fig. 9. Hier kömmt der Kern an den Ring, oder Zirkel, Pig. 14. Diesen muß man an dem Ende des Kernes anste⸗ cken, bis er an den Theil bey akömmt. Dieser Theil, oder die Schulter, ist dem Ende des holen Cylin⸗ ders vollkommen gleich, so, daß dieser Zirkel die ganze Oberflache von dem Ende des gedachten Cy⸗ linders berühret. Damit man diesen Ring, oder Zirkel, so zurück halten möge, daß er nicht abwei⸗ che: so bedienet man sich hiezu der Haspe, Pig. 15. Ihre beyden Theile, K B, werden durch die beyden Einschnitte des Kernes bey b und see so weit nieder⸗ wärts hit ann 1 sc de 0 die und El auf in f ah dub des 5 Von der Sämaschine. 230 iner de wöͤrts getrieben, bis der dritte Theil, C, auf wel⸗ r an ih chem A und B senkrecht aufstehen, an die untere het. Flache des Kernes kömmt, die Hälste des Loches deren umgiebet, und den Theil von der Fläche bedecket, Kopf ist der sich in einer dunklern Farbe zeigek. Der obere Id dem Theil von C, Fig. 15, machet eine ebene Fläche, die sich an den platten Theil des Kernes, D, voll⸗ chraube, kommen anleget. Hernach stecket man in das Loch den muß. FP die Gabel E. Diese drücket an die Haspe an, ern des hält sie unterwärts, und verhindert, daß sie sich nicht T dabey herauf begeben kann. Da der Kern sich alsdenn an an sel⸗ seinem Orte befindet: so drehet er sich herum, ohne sich gegen die Enden zu zu bewegen, weil er durch U N. die gemeldeten Dinge eingeschränket wird. Nenn er E ist das Ende eines hölzernen Kernes, wodurch nder hn. die Spindel, II, gehet, die durch ihre Schraube Ng, und Mutter bey d an den Kern besestiget wird. 0 Ein Theil von dieser Spindel gehet in das Holz e en Kern ö b Holz g aas auf der rechten Seite, und hindert es, daß es sich 11 in dem Kerne nicht herum drehen kann. dem tech⸗ 6 15 Das andere Ende der Spindel, welches zwi⸗ a 1 85 schen den beyden Schenkeln der Gabel, E, in einer f eh i. gleichen Entfernung von ihren beyden Enden, hin tete durch gehet, drehet den Kern durch die Bewegung er Tel, des Rades herum, welches an das andere Ende des a Oln, hölzernen Kernes befestiget ist. Juke dee Die Linie kg ist ein Theil von der Oberfläche am l eines Bretes, wodurch der hölzerne Kern gehet, ug, deer und welches diesen an seinem Orte erhält, wie wie icht che nachgehends zeigen werden. , Lig F. Die Figur, oder Gestalt, von allerley Arten die bessa des Saamens machet diesen mehr, oder weniger, Veit niede⸗ ge⸗ iz ———— 240 Das III. Hauptstück. geschickt, einen Bogen zu bilden, wenn er aufwärts gedrücket, und auf allen Seiten gepresset wird. Die beste Art, solches zu verhindern, ist diese. Man sey besorgt, wenn viel Saame zugleich, durch seine eigene Schwere, durch ein enges och hindurch fallen soll, daß dieser Weg niemals unten enger sey, als oben. Er muß vielmehr an einer, oder meh⸗ rern, von seinen Seiten unten weiter seyn, als oben. In diesem Falle ist es unmöglich, wenn die Ober— flächen dieses Weges auf allen Seiten glat sind, daß der Saame hier von sich selbst stocken sollte. Von diesem Grundsatze hänget die untrügliche Wirkung der Sämaschine ab; und davon muß der verschiedene Nutzen der schrägen Richtung des Fal— loches hergeleitet werden. Die schräge Richtung von der Höle des Saa⸗ menkastens, oder dem Falloche, bestehet darinne, daß sich die Seiten gegen elnander neigen. Das Falloch ist also unten weiter, und oben enger. Da⸗ durch wird verhindert, daß der Saame sich nicht in die Höhe begeben kann, ehe er an die Einschnitte des Kernes herunter kömmt. Dieses ist der erste Nutzen unserer schrägen Richtung. Denn die Un⸗ bequemlichkeit, wovon ich geredet habe, könnte als⸗ denn in dem Falloche entstehen, wenn Ge seiner Seiten einander gleich liefen. e würde auch unvermeidlich seyn, wenn die Seiten sich eben so von oben gegen unten zu neigeten, wie sie sich von unten gegen oben zu neigen. Weil aber diese Sei⸗ ten von oben nach unten zu immer weiter werden: so erhält der Saamen immer mehr Raum sich aus⸗ zubreiten, je weiter er herunter kömmt. Seine Schwere Shut den Wg g. e b abden Iten. eder e esch geh selhst en sch i in ö kane Alehernt schecheh niche d sie 0 tem eat schrageg als ole, aufwältz ird. itt diese ch, Ruch Hauch mager sc, der nich. als chen. e Obere sind, daß krügliche muß der des Jil des Sog. et darinne, An. Di fer. Di, sch sicht in Eschnite ber erste in die Uu. töte als⸗ d Fache E würde ten sch in ze sie sch a bir die el wett werde dum sch l aun. Ci e Von der Sämaschine. 241 Schwere selbst, die sonst verursachen würde daß er den Weg verstopfete, und nicht weiter fort gienge zwinget ihn also nunmehr, vermittelst dieser schra⸗ gen Richtung, auf die Einschnitte herunter zu fallen; und alsdenn ist er außer Gefahr, aufgehalten 30 werden. Die Enden des Falloches sind so weit von einander entfernet, und der Deckel ist so dünne daß er sich mit dem obern Theile des Kernes beynahe in wagerechtem Stande befindet. Der Saame kann also auf dieser Seite nicht gehemmet werden; oder wenn es auch geschähe: so würde doch die beständi⸗ ge Bewegung der Zunge verursachen, daß er so gleich herunter an das vordere Ende des Falloches fallen müßte. Der zweyte Nutzen dieser schrägen Richtung ist daß die Zunge dadurch Raum genug erhalte und selbst eine schräge Richtung bekomme, ob dieselbe schon in der That kleiner ist. Solchergestalt kann der Saame durch keine Verhinderung in seinem schrägen Herunterfallen von dem vordern Ende ge⸗ gen die Einschnitte zu aufgehalten werden, weder in dem ganzen übrigen Theile von der Lange des Fal⸗ loches, noch auf der Oberfläche der Zunge. Wenn aber das Falloch keine so schräge Richtung hätte: so könnte solches auch nicht bey der Zunge statt finden Als denn würde entweder ihre obere Fläche gar nichts schräges haben zund so würden die beyden Dreyecke ver⸗ nichtet, die an ihren beyden Seiten seyn sollten; oder sie wurde eine schräge Richtung in entgegen geset⸗ tem Verstande haben; das ist, eine umgekehrte schräge Richtung; und sie würde unten enger seyn, als oben. Der Saame würde sich also daselbst setzen, Q und 242 Das III. Hauptstück. und sein freyes Herunterfallen gegen die Elinschnitte würde verhindert werden. Ein dritter Nutzen die⸗ ser schrägen Richtung ist, daß sie, außer dem schrä⸗ gen Raume, der 9 7 für die Zunge entstehet, n auch noch einen ande den leeren Dreyecke machet, auf jeglicher Seite der Zunge einen. Ein jeglicher davon hat, bey der Achse der Zunge, einen über die maaßen spitzigen Scheitelwinkel; und die Grundlinie befindet sich an dem Grunde des Falloches und der Zunge. Diese Dreyecke haben gleichfalls ihre schrägen Richtungen, die aus dem Unterschiede, oder Ergänzungstheile, der schrägen Richtungen der Zunge, und des Fallo⸗ ches zusammen gesetzet sind. Der schräge Raum des Falloches ist ungefahr um ein drittes Theil grö⸗ ßer, als der schräge Raum der Zunge. Das ist, ein drittes Theil von dem schrägen Raume des Fal⸗ loches wird dergestalt unter die beyden Dreyecke ge⸗ theilet, daß ein jeglicher einen sechsten Theil bekömmt. Wenn also der Einfallswinkel der Seiten des Fal⸗ loches neun Grade betrüge: so würde der Scheitel⸗ winkel eines jeglichen von diesen leeren Dreyecken 1 Grad 30 Minuten betragen, und 7 Grad 30 Mi⸗ nuten würden für die Zunge übrig bleiben. Diese dreyeckigten Räume sichern die freye Bewegung der Zunge, und das ungehinderte Herunterfallen des Saamens längst an der Oberfläche hin. Sie ver⸗ ursachen, daß sich hiebey keine Hinderung eräuget, indem diese Räume, vermittelst des schrägen Rau⸗ mes des Falloches, unten breiter sind, in Ansehung so wohl ihrer schrägen, als auch ihrer senkrechten Richtung. Also kann weder Staub, noch sonst etwas, solchen Raum für die bey⸗ e des 0 fee, N i Kah un Ahle 1 Euch che dl Gaal Dur de Ech ce felpache A um nicht w gc eine sche M der bat schsic bag, aaf een gesehen irgens e linde f kommen cher sch Eunschsth Nuten di dem schli e ensstehe, ür die bey. Seite der „ bey der n stzign indet scch n nge. Dit üchtunge zungstheil, des Fal tage aan 5 Del gie N. Da, gume dis Ji u Dteyeck Thel bekäme eiten des gl der Scheit en Orezecke! Grad 30 N. ben. Dee Bewegung! unterfalen! Von der Sämaschine. 243 etwas, welches zwischen die Zunge, und die Seite des Falloches, hinein dringen möchte, sich daselbst aufhalten. Denn die Bewegung der Zunge, und die Schwere dieser Dinge, entfernen dieselben so gleich von hier, und treiben sie, entweder in einer senkrechten, oder in einer schrägen, Richtung gegen die Einschuitte zu. Der erste Einschnit nun, der solche Dinge ergreifet, treibet sie durch die Wege des Saamens heraus. Der vierte Nutzen des schrägen Raumes ist, daß die Schnitte des vorhin beschriebenen holen Cylin⸗ ders solchergestalt Ellypsen machen, an statt der Zir⸗ kel, welche sonst entstanden seyn würden, wenn sie mit dem Grunde dieses Cylinders gleichlaufend ge⸗ macht worden wären. Die Schnitte würden auch gleichlaufend geworden seyn, wenn das Falloch nicht eine schräge Richtung gehabt hätte. Nun sind aber die beyden halben Ellypsen, an der vordern Seite ihrer längsten Achsen, oder Durch⸗ schnitte, und am nähesten bey der Zunge, einander entgegen gesetzet. Sie entfernen sich auch allemal auf einerley Art von einander, selbst von dem ober⸗ sten Ende ihrer längsten Achse an, bis sie an das un⸗ tere Ende eben dieser Achse gelangen, welches unter dem Wege des Saamens ist, wie hingegen das obere Ende sich ganz nahe an dem Deckel befindet. Diese Oeffnung der beyden einander entgegen gesetzten Ellypsen machet es ganz unmöglich, daß irgend etwas in die übrigen Theile dieses holen Cy⸗ linders, zwischen dieselben, und den dichten Cylinder kommen kann, den wir den Kern nennen, und wel— cher sich beständig herum drehet, wenn die Räder Q 2 sort⸗ 244 Das III. Hauptstück. fortgehen. Denn wenn man ein Zeichen an dem Kerne, gleich an der Seite des Falloches, an dem obern Ende der längsten Achse der Ellypse machet; wenn man ferner den Kern herum drehet, bis eben dieses Zeichen an das untere Ende der gemeldeten Achse kömmt; wenn man noch ein anderes Zeichen, gleich an der Seite des Falloches machet, und von dem einen Zeichen an das andere eine Linie ziehet, die mit der Achse des Kernes gleichlaufend ist, und welche das Maaß des Einfallswinkels von dem Durchschnitte des Loches seyn wird: so wird man sehen, daß ein jeglicher Punkt dieser Linie, durch eine vollige Herumdrehung des Kernes, einen Zirkel be— schreiben wird, der die Ellypse an zween Orten durch— schneidet, namlich einmal an der vordern Seite ih⸗ rer längsten Achse, und hernach an ihrer hintern Seite, oder an ihrer hintern Halfte. Alle Punkte auf der Oberflache des Kernes, die durch diese Zir⸗ kel beschrüeben worden sind, werden, durch die hinter⸗ ste halbe Ellypse, in das Loch fallen, wenn sich der Kern daselbst aufwärts drehet, wie allemal geschie⸗ het. An der vordern halben Ellypse, die gegen das untere Ende der gedachten Achse der Ellypse hinunter gehet, werden sie alle hervor kommen. Wenn diese Punkte solchergestalt aus dem Loche hervor kommen: so widersetzen sie sich allein demje⸗ nigen, was daselbst hinein dringen möchte. Sie treiben alles dasjenige heraus, was durch die halbe Ellypse hinein gekommen seyn könnte, welche bestän⸗ dig durch den Saamen gedruckt wird, wenn die Sä⸗ maschine in Bewegung ist. Well sie aber durch die andere halbe Ellypse herein kommen, die hinter dem hene ds 0 b bn ch the 0 f geg der dat suicd! ral nm Di 0 wl a0 ut kom nicht be 0 öl 0 d % gtah We 0 0 fil, 0 dah l en an da 8, an den e macht bis ebes gemeldeten s Zeichen, „ und von dne zehet, nd ist, und 5 von den wird mar durch eine u Ake die Deten durch An Seite il ihrer hüte Ale Pull uch diese l urch die hüte wenn ssch dt semal geschte die gegen dc dopfe hinunt aus dem d 9 allem da möchk. E durch de heb , wache bf 5, wean dies A Id che de 7 men, de fel 0 Von der Sämaschine. 245 dem Kerne ist: so können sie sonst nichts mit sich in das Loch bringen, als Lust, weil der Deckel nicht zu— läset, daß etwas anders von oben hinein kommen kann. Der Saame fället an den Einschnitten durch sein eigenes Gewichte herunter, und zwar gleich zu⸗ vor, ehe er an das untere Ende der querliegenden Achse kömmt, welches der Ort ist, wo die einander entgegen gesetzten Ellppsen am weitesten von einan⸗ der entfernet sind. Nicht ein einziges Saamenkorn wird von hier bis an die hintern halben Ellypsen ge; bracht; und folglich kann nichts herunter in das Loch kommen. i Dieser Thell der Oberflache des Kernes erhält das Loch leer und frey, ehe noch die Einschnitte ge⸗ macht worden sind. Wenn sie aber fertig sind: so haben sie noch mehr Krast, alles dasjenige heraus zu treiben und fort zu stossen, was in das doch hinein kommen könnte. Ihre Gestalt ist so beschaffen, daß nichts gegen ihre Enden, welche schräge Seiten ha⸗ ben, hinein kommen kann, und daß alles, was sich an diesen Enden befindet, so gleich in das Falloch ge⸗ trieben wird. Wenn also ein Kern um 4 Zoll für das Loch zu klein ist; das ist, um 5 von dem Durch⸗ schnitte des Loches: so dienet er sehr gut dazu, daß große Saamenkörner ausgestreuet werden können. Wenn nun das Falloch leer ist: so findet man nichts in dem Loche, indem die Einschnitte leer und rein sind. Es wird dienlich seyn, hiebey mit anzumerken, daß dasjenige, was hier, und anderswo, von der El⸗ lypse der einen Seite des Falloches gesagt worden ist, 2 3 auch 246 Das III. Hauptstück. auch von der gegen über befindlichen Seite verstan⸗ den werden muß. Es muß auch nothwendig inwendig in dem Fal⸗ loche eine andere Schräge seyn, welche gleichsam das Gegentheil der erstern ist, und doch auch ihren Nu⸗ zen hat. Diese Schräge ist der Einfallswinkel, den ein Theil von der krumlinichten Oberflache des Ker⸗ nes machet, welcher sich ein wenig uber dem vorder⸗ sten Ende des kürzesten Durchschnits der Ellypsen anhänget, und bis auf den Weg des Saamens, und den untern Theil der Oberfläche der Zunge herunter gehet, die sich gegen über befindet. Wenn diese bey⸗ den Oberflächen unten an einander kommen, indem die Zunge oben an den Kern angedrückt wird: so machen sie einen vermischten Winkel, der den Weg des Saamens sperret, ausgenommen, wenn ein Ein⸗ schnit daran kömmt. 5 Wenn die Zunge weit von dem Kerne abstehet, nämlich in der Entfernung von verschiedenen Durch⸗ schnitten eines solchen Saamenkorns, dergleichen mit der Sämaschine ausgestreuet werden sollen: so ver⸗ ursachet diese umgekehrte Schräge, daß der Saa⸗ men in seinem Wege stocket, und daselbst zurück ge⸗ halten wird, bis die Einschnitte ihn zwingen, heraus zu fallen. Wenn er keinen solchen Bogen machet: so würde er durch seine eigene Schwere heraus fal⸗ len, ohne daß sich erstlich die Räder herum drehen dürften. Je mehr dieser Saamen durch den oben befind⸗ lichen Saamen gedrückt wird; um so viel stärker wird er hier stocken und gepresset werden. Die er⸗ ste. Schrage, die ich hier die Schräge des Falloches nenne, fal, Wal e 4 fen le 005 0 0 9 19 ent 9 t wah con hen u 9 cl. suu ber 00 e 1 Sete veisthz Bin dem gl, geichamm daß c chen Nu⸗ Awinkeh del fache des Kern ir dem volde b der Elhpse aaens, ud inge felunte ann disse bey⸗ men, indem it wird: go det den Wez wenn ein El Kerne absteht, denen Dutt, bergleschen nt alen: so ber. ab der Saa⸗ öst zurück ge⸗ ingen, heraus dogen wache: ere herdus fl, herum duch den gen beftd⸗ n fe nl stäke erden. Diek 9 ds Hülle u Von der Sämaschine. 247 nenne, gestattet der obern Last, den Saamen um so viel stärker zu drücken, der sich bey dem Ausgange befindet. Man kann dieses als den fünften Nutzen der ersten Schrage ansehen. Denn da sie den Saa⸗ men verhindert, in den ubrigen Theilen des Fallo⸗ ches zu stocken: so wird dadurch eine um so viel stär⸗ kere Pressung desselben bey seinem Durchgange an der Oeffnung verursachet. Dieses ist zuweilen, als wenn etwan die Zunge in einer weiten Entfernung gestellet werden soll, eben so nothwendig, als noth⸗ wendig es ist, daß der Saame nicht stocke, ehe er dahin gelanget ist. Je mehr dieser stockende Saame gegen die Zunge zu drücket, um so viel mehr drücket die Zunge, vermittelst ihrer Feder, an den Saamen an. Da dieser Druck auf beyden Seiten, und gleich stark, ist: so kann der Saame nicht von sich selbst heraus fallen. Denn wenn der Weg für den Durch⸗ gang des Saamens so weit ist, und man einige Saa⸗ menkörner, als etwan 3 oder 6 auf einmal, in das Falloch wirft: so fallen sie alle so gleich heraus, oh⸗ ne daß sich die Räder im geringsten bewegen dürfen. Wirft man aber eine große Menge Saamen zugleich hinein: so fallen nur einige wenige von den unter- sten heraus, es wäre denn, daß sich die Näder herum dreheten, und die Körner, durch die Einschnitte, mit Gewalt heraus trieben. Wir bemühen uns nicht, die Zunge sehr weit von dem Kerne zu stellen, es wäre denn, daß wir uns genöthiget befanden, eine viel größere Menge Saa⸗ men auszustreuen, als diejenige ist, fü welche die Einschnitte bestimmet sind; oder daß wir nicht Ge legenheit hatten, die Räder mit andern niedrigern, Q. 4 oder 248 Das III. Hauptstück. oder den Kern mit einem andern zu verwechseln, der größere, oder mehrere, Einschnitte hat. f Vier und zwanzig Gallonen große Erbsen ist ein eben so bequemes Maaß für einen Acker„wenn er mit der Sämaschine besäet werden soll, als sechs Gallonen Waizen. Man hat verschiedene Arten abzuwechseln, das ist, das Maaß des Saamens zu vermehren, oder zu vermindern. Erstlich geschiehet solches vermittelst der Schrau⸗ e. Durch diese kann man, ohne Unbequemlichkeit, die Zunge so weit von dem Kerne hinweg bringen, daß die Einschnitte, wenn sie einmal herum gedrehet werden, viermal so viel heraus treiben können, als sonst, wenn die Zunge dem Kerne sehr nahe ist. Also kann man das Maaß nach unzähligen mitlern Stuf⸗ fen verändern. Zweytens, wenn man dieses Maaß noch mehr vergrößern will: so darf man nur die Einschnitte größer machen. Allein man kann ihre Anzahl nicht vermehren, es wäre denn, daß Raum genug vor⸗ handen wäre, sie zu verdoppeln, und zwischen zween Einschnitten einen neuen zu machen. Man kann das Maaß des Saamens durch die schon vorhande⸗ nen Einschnitte nicht vermindern, weil sie nicht klei⸗ ner gemachet werden können, und weil man auch ih⸗ re Anzahl nicht verringern kann. Will man einige andere Veranderung in dem Maaße des Saamens vermittelst der Einschnitte vornehmen: so muß man noch eine andere Reihe von Elnschnitten machen; welches auch geschehen kann, weil bey dem hölzernen Kerne drey solche Reihen angebracht werden n an „ „ 2 1— bechsln, de Erbsen t Iker„wenn , ab schs vachsch„das ehren 5 Oder stoer Schr, tguemlichkal, doch bringen, rum gedtehet, kennen, als ah p. M0 gern Stu, aß roch nch c die Einsante ihre Augch g saum genug he ad zwichen p n. Man ia schon vorhal dell sie nicht eil man auch Will man ange ge des Suns en: so ff chnitte sußen; ey den höhealen t webenkdne Ml Von der Sämaschine. 249 Man kann nehmen, was für eine von den drey Rei⸗ hen man will. Man darf nur die Räder gegen das eine, oder das andere Ende des hölzernen Kernes be— wegen, wie in der Beschreibung der Trichter gezei⸗ get werden wird. An dem küpfernen Kerne der Sämaschine für die Rüben kann nur eine Reihe von Einschnitten seyn. Folglich, ob man schon das Maaß des Saa⸗ mens vermehren kann, indem man die Einschnitte vergrößert, oder ihre Anzahl verdoppelt: so kann man doch nicht solches Maaß durch eben diese Ein⸗ schnitte vermindern, es wäre denn, daß man noch eine neue Reihe von Einschnitten hätte. Alsdenn ist es aber nothwendig, daß man noch einen andern Kern habe. Die Schraube der Sämaschine für die Rüben vermehret das Maaß des Saamens, mit einerley Einschnitten, weit mehr, als die Schraube bey der Sämaschine für den Waizen. Eine andere Art, das Maaß des Saamens in einerley Saamenkästen zu verandern, ist dieses, daß man den Durchschnit der Räder andert, wenn sol⸗ ches geschehen kann. Denn so groß auch der Durch⸗ schnit derselben seyn mag: so müssen sie doch allemal, wenn sie sich einmal herum drehen, zugleich auch alle Einschnitte einmal herum wenden. Rader von 20 Zollen im Durchschnitte treiben also in einerley Lange der Röhren um das dritte Theil mehr Saamen her⸗ aus, als solche Räder, die 30 Zoll im Durchschnitte haben. Man ist aber selten genöthiget, sie zu än⸗ dern, es wäre denn, daß man Arten von Saamen ausstreuen wollte, die von verschiedener Größe sind, wie die großen Erbsen, kleinkörnerichtes Getraide, und spanischer Heusaamen. O Man . 250 Das III. Hauptstück. Man hat keine andern Arten, als diese, um das Maaß des Saamens zu verandern, den man aus einerley Saamenkasten ausstreuen pill. Die heyden vorhin beschriebenen Größen sind zureichend für allerley Arten von Saamen, die man gemeinig⸗ lich auszusäen pfleget; von den großen Erbsen an, bis auf den Rübensaamen. Allein die Saamen⸗ kästen müssen großer seyn, wenn man Bohnen säen will. Man verfertiget sie alsdenn gemeiniglich von Holze, und machet den Kern um 2 Zoll im Durch⸗ schnitte, den Saamenkasten aber um 2 Zoll in der Breite, größer. Es wird dienlich seyn, hiebey mit anzumerken, daß diese Vergrößerung der Zunge bey dem Falloche um 12 bis 2 Zoll, auch das Maaß des Saamens fast noch einmal so groß machet, weil der halbe Zoll ganz an die Mitte der Einschnitte kömmt, wo dieselben tiefer sind, als ihre Enden, deren Schrä⸗ ge einen beträchtlichen Theil von der Länge der er⸗ stern einnimmt. Wenn man Bohnen säen will: so suchet man die Räder so niedrig zu machen, als es möglich ist. Solche hölzerne Sämaschinen sind jetzo an vielen Orten sehr gemein. Die hölzernen Saamenkästen sind von den küpfernen in keinem von den wesentlichen Theilen unterschieden. Nur müs⸗ sen die erstern dicker seyn, als die letztern. Die Fe⸗ der muß auch bey den erstern gerade seyn, da sie hingegen bey den letztern krumm ist. Da. sich die erstere Feder hinten an der hölzernen Zunge befindet: so gehet sie gegen die beyden Enden derselben zu. Der Canal, worinne sich die Feder befindet, ist in der Mitte Hol. Die Feder kann sich also daselbst frey bewegen. Sie muß auch in der Sämaschine für die W steifer seyn, und mehr 0 zu ihrer ft . ee, um den man ll. Die lleichend geameinig⸗ ben ar, Saamen⸗ blen ssen iglich von m Durch; oll in ber sehey mit unge bey Maaß des , wal dee die komt, en Schr. nge der et i sien wil: uuchen, als schinen sid Hoeren elnem von Nut wil. Die de⸗ enn, da sie Da sich die ige befübet: derselben zu. find, ist in ald dasabst Simashine hr Raum zu e 2 N F e e San 3 MN ihrer Bewegung haben, l Ae Saame: ikästen, welche Anfangs verfertigke ich alle meine Saamenkä⸗ 101 ze. S ie wurden recht schön; und sch habe mich derselben be⸗ V 6 8 Jahren rieth mir aber jemand, daß ich eine fernen verfertigel sollte. Dieses hat iel Mühe und Unkosten verursachet, weil Indessen dauert mich sol e t, weil küpferne 1 8 oe 8 06 tücken besser sind, als hölzeene, sonderlich für diejenigen, welche mit den 5 2 2 9 3 e Gal 9 den kleinen nicht helsen können, wenn das Holz ent⸗ Man hat mir gesagt, daß man zu London; menkästen von dem besten Kupfer verserttges das Pfund einen Schilling kostet; und daß sie so glat sind, daß man sie nur sehr wenig poliren lassen darf. Da sie langer dauern, als die hölzernen, und nicht viel mehr kosten, wenn die Verfertiger der⸗ selben recht damit umzugehen wissen: so glaube ich, es sey unnöthig, einen besondern Unterricht davon zu geben, wie man sie von Holze verfertigen solle. Die Kerne zu den Saamenkösten für die Rüͤ⸗ ben habe ich oftmals aus einem vermischten Metalle verfertiget, welches theils aus Zinn, theils aus Zink, bestund. Sie werden recht gut, und sind sehr leicht zu verfertigen, weil solches Metall sich eben so leicht⸗ lich schmelzen lässet, als Bley, da man hingegen das Kupfer nur in einen Schmelztiegel, und bey großem Feuer, schmelzen kann. Das n 2— cc c c 8 —..————. 252 Das IV. Hauptst. Von der ****** N NN NK N K T 4 Das IV. Hauptstück. Von der Sämaschine für den Waizen. Nie erste Figur, Pl. IV. ist der Pflug der Sä⸗ 8 maschine. Dadurch werden Furchen für eine dreyfache Reihe von Getraide, 7 Zoll weit von einander, gezogen; und der Saame wird ver— mittelst der Egge, die sich an den Pflugbalken be⸗ weget, mit Erde bedecket. Das Bret A Ist 32 Schuh lang, 82 Schuh breit, und 12 Zoll dicke. Die obere und untere Seite sind ganz ebene Flä. chen. BB sind die beyden Pflugbalken, wovon jeg⸗ licher 2 Schuh 4 Zoll lang, 24 Zoll breit, und 24 Zoll dicke ist. Sie machen mit dem Brete rechte Winkel, und sind unten an dasselbe durch die 4 Schrauben und Mütter aaaa, befestiget. Der eine ist eben so weit von dem rechten Ende des Bre— tes entfernet, als der andere von dem linken Ende desselben. Dieser Pflug machet seine Furchen mit drey kleinen Bretern, nebst ihren Schaaren und Stöcken. Das erste, oder vorderste von diesen Bretergen befindet sich mitten unter dem Brete, und machet bey b einen Theil davon aus, wie es scheinet. Es wird in der zweyten Figur deutlich vorgestellet. A ist die Zunge. Diese ist von erforderlicher Größe, namlich 2 Zoll breit von einer Seite zur andern, und 2 Zoll dicke. Sie wird durch ein Loch in das Bret gestecket, und durch einen Nagel in der Fuge befe⸗ stiget. 2 3. e 5 Sämaschine für den Waizen. 253 *** 8 stiget. Sie ist deswegen so schief und vorwärts zu gestellet, damit sie um so viel weiter von dem Trich⸗ 5 ter abstehen möge. Die rechte Schulter, oder Seite aheh. des Bretgens bey a beträgt 2 Zoll: die hintere aber, von der Zunge, bis an den Winkel, bey b 4 der S, Zoll. Die Höhe deß hintersten Theiles von dem für eine Bretgen, und die Dicke der Schaar, wenn dieselbe Jul weit daran besestiget wird, betragt von b bis e 94 Zoll. wird ver⸗ Der Winkel e muß ein rechter Winkel seyn, ob sich ken he⸗ schon andere einbilden, daß er spitzig seyn müsse. 1 00 55 In der zten Figur wird die Schaar von unten dl dite hinaafwärts vorgestellet. a ist ihre Spige, und b ne Jö das lange Loch, welches 3 Zoll lang, und* Zoll dog eg breit ist. eeist das Loch, wodurch die Schaar an „und er das Bretgen befestiget wird. J ist ein anderes Loch, ele uche dessen man sich nur alsdenn bedienet, wenn die uch die 4 Schaar, indem sie an das vorige Loch befestiget ist, t. Der auf eine von den beyden Seiten ausweichen will. e des Bre Alsdenn bringet man sie, vermittelst eines Nagels, ken Ende den man in dieses letzte Loch stecket, wiederum in chen mi ihre erforderliche aage. ee sind zween kleine Ein⸗ Nen und schnitte, worein die Seiten des Stockes gefüget wer⸗ den, damit sie nicht durch die Erde, oder durch die Bretergen Steine, welche daran stoßen konnten, los gerissen und wachet werden mögen. k ist der hintere Theil der Schaar. (inet. Es Dieser machet, wenn er sich an seinem Orte befin⸗ icke. A det, den vorhin Fig. 2. beschriebenen rechten Winkel. ö Von diesem hintern Theile an, bis an den vordern cher Grüße, f f. i 1 ander ud Theil des langen Loches, betragt die Länge do viel, 5 ind But als die Länge des untern Theils von dem Bretgen, a f bee nämlich 63 Zoll. Die Breite der Schaar ist 3 Zoll. stg. Die 254 Das W. Hau u 5 der Die ate Figur steliet eine Seste von der Schaar Dor. Di Re ite 25 nie 2 268 3 gel die schräge Seite von dem bor dern Ende des lan gen Loches, dessen 9 58 obere eb Rand n Iden Oops Vet bn 2 eil 90 bes 1 e e L PI 12 2 25 EN 1 12 7 Fee AN gef ber A 0 IN Ole 8 — 5 S 8 — F C e a 0 bee Schaar er Nagel, der an dem it 5 welches wenig⸗ stens 1 Zoll im Durchschnitte haben muß, befestiget die Schaar an i dar Bretgen. Wenn man nun den Nagel heraus e so kann man, wenn es die Noth fe mit leichter Mühe auch die Schaar hinweg nehmen, ohne das Bretgen zu verletzen. Man muß bier bey anmerken, daß dieses Loch in der Schaar unten größer seyn iu, als oben. Der Kopf des Nagels muß von gleicher Gestalt seyn. Sonst könnte die Schaar f o sehr abgenutzet, und so dünne werden, daß sie gar 409101 Die punktirte Linie an dem vordern Theile des Bretgens zeiger den Ort, wo man auf iegl scher Seite eine Schulter, oder einen Einschnitt, machen muß. Denn sonst wäre das Bretgen dicker, als das lange Loch in der Schaar breit ist, und jenes würde nicht in dieses hinein ge⸗ hen. Man muß sich aber hüten, daß die Schaar nicht an diese Schultern anereffe. Die ste Figut stellet eine Seite von dem Stocke vor. Dieses ist eine dünne eiserne Platte, welche man oftmals aus der Klinge einer alten Sense ver⸗ fertiget. Sie muß auf der einen Seite durch drey Locher an das Brergen befestiget werden. Auf der andern S 5 ar 0 Nl. 0 90 10 f 1 1 1 Fachs eil Dea K 3 so lebe Nollen Egan, der Ech bug Gef Schur, Alf og ib bef Schaar bey a el anstoße Di de lan Machen geile y bessde h des Du Scha, boherst macht. Vue der 9 fan kann fh 935 Scha ige Seile dessen Hrelgens Hell her dans von dgkten ach der agel, dee 8 wenig. hefe siget Tun den es die Schage 01e den. och in der en. Der tt seyn, , und so punktirte eig ben ster, ober ust wäte Schaae nein ge⸗ e Schaat em Stocke te, weche Sunse vet durch drey „ Auf der andern Sämaschine für den Walzen. 25 andern Seite des Bretgens findet sich noch eine Platte, ebenfalls mie drey chern. Die dre Na⸗ gel müͤssen durch beyde Platten gehen„ so, daß bas Bretgen in der Mitte ist. Ihre Locher zeigen sich so wohl auf der Platte, als auf dem Bretgen; und daraus entstehet der Stock hinter dem Bretgen. Die ganze Lange dieser Platte betragt 14 Zoll. Weil aber 3 Zoll davon an das Bretgen angenagelt sind: so bleibet für den Stock nur 1s Zoll Uörig. Die Platte ist eben so lang, als das Breigen, und die Schaar, hoch sind; nur muß sie der Grundlinie der Schaaren nicht näher kommen, als die Dicke eines Gerstenkorns beträgt, damit sie nicht, wie die Schaar, an das Erdreich anstoße. Der Einschnitt unten an der Platte ist demjenigen Einschnitte gegen über befindlich, den man an dem Hintertheile der Schaar siehet. Man machet die Spitze der Platte bey a ein wenig rund, damit sie nicht auf der Erde anstoße. Diese beyden Platten nun, die solchergestalt auf den beyden Seiten des Bretgens angenagelt sind, machen den Stock aus, der in der öten Figur vor⸗ gestellet wird. ad ist der Rand der Platte, Pig. 5. be ist der ähnliche Rand auf der gegen über befind⸗ lichen Seite des Stockes. A ist die hintere Seite des Bretgens, welche mit dem Hintertheile der Schaar, wenn dieselbe an ihren Ort gestellet ist, den vordersten Theil, oder die Länge, des Stockes aus⸗ machet. Die Dicke dieses hintersten Theils des Bretgens ist der Breite des Stockes gleich; und der Raum von hier bis an die Rander der Platten kann seine Tiefe oder Höhe genennet werden. Wir machen 256 Das IV. Hauptst. Von der machen die obern Enden der beyden Platten a und b, um 2 Zoll, und unten um 3 Zoll weiter von ein⸗ ander, als der übrige Theil des Stockes ist, damit der Saame um so viel ungehinderter aus dem Loche des Trichters aufgefangen werden könne. Wir hü⸗ ten uns auch, daß die beyden untern Winkel an dem hintersten Theile des Stockes sich nicht gegen einan⸗ der zu neigen, so, daß der Stock schmäler wäre, als das hinterste Theil des Bretgens: denn sonst könnte sich die Erde daselbst setzen, und die Hölung aus⸗ füllen. 2 Die siebente Figur ist eines von den hintern Bretgen, wovon man einen Theil bey e, Fig. 1. siehet. Es ist an einen von den Pflugbalken, ver⸗ mittelst seiner Zunge befestiget. Diese ist in ein Loch gefasset, und wird durch einen Nagel befestiget, der durch den Pflugbalken gehet. Diese Zunge ist so zugehauen, daß sie sich mit der obern Flache des Pflugbalkens in wagerechtem Stande befindet. Ihre Richtung ist mehr schräg, als bey der Zunge des vordersten Bretgens. Solches geschiehet, damit zwischen dem Falloche, und dem Trichter, mehr Holz vorhanden seyn möge. Da die hintere Schul⸗ ter des Bretgens krumm ist: so muß seine vorderste Schulter, bey a, sehr kurz seyn, und nicht über Zoll betragen: die Schulter b aber muß 4 Zoll groß seyn. Also hat die Zunge auf beyden Seiten, und so wohl vornen, als hinten, ihre Schultern. Die⸗ ses Bretgen muß dicker seyn, als das vorderste, weil es viel schmäler ist. Die Höhe desselben beträgt, wegen der Höhe des Pflugbalkens, viel weniger, als die Höhe des andern. Ueberhaupt ist es in allen ö Stücken Gil Sin en 15 f Dan 5 0, wann ei t an ei ede aa dis Eid Jagen groß an.! duch e E ah Or Nn Beg Sites D nls de um 1 Nl schmäler! muß sie a Dat gen, und, cha E ite daß gehen, Dee vier Sie Stück t ist 0 0 90 800 Stück af dem lang Die beyg I latten a und iter von ein s ist, dam is dem loche „ Wr hie ke an dem egen enan. ir wäre, as sunst könnte Helung aus en hintern e, Pig. i. alen, ver men Vo sfestigtt, du Zunge ist h in Fache de findet. J r Zunge de fee, dam ier, meht tere Schul ine vordess picht Uber! c 4 Jil g Selur, Hollen Ok wude vil geben beräg 1 wage, f 1 ö 1 O0 Sämaschine für den Waizen. 257 Stücken dem vordersten Bretgen ähnlich, außer daß es kürzer ist; welches auch von der Schaar gilt. Das große Loch dieser Schaar beträgt, in der Lange, nur 15 Zoll, und in der Breite 2 Zoll. Von dem vordersten Ende des Bodens, von dem großen Hoche an bis an sein hinterstes Ende sind nur 3 Zoll. Die Spitze der Schaar, von dem großen boche an, bis an das Ende der Spitze, beträgt nur 4 Zoll, da hingegen die Spitze der vordersten Schaar 14 Zoll groß war. Man findet hier nur ein einziges Loch, wo⸗ durch die Schaar an das Bretgen befestiget werden kann. Der Stock ist nicht größer, als bey dem an⸗ dern Bretgen. Denn wir machen auf jeglicher Seite des Bretgens eine Fuge, damit die Platten, woraus die Seiten des Stockes bestehen, einander um 2 Zoll näher kommen mögen. Da die Zunge schmäler ist, als bey dem vordersten Bretgen: so muß sie auch um so viel dicker seyn. Das andere von den beyden hintersten Bret⸗ gen, und alles, was dazu gehöret, muß eben so be— schaffen seyn, wie Fig. 7. Bey Verfertigung der Zungen muß man sich hüten, daß die Holzfasern nicht nach der Quere gehen. Die achte Figur zeiget, wie die Schaar aus vier Stücken zusammen gesetzet wird. 3 ist ein Stück Stahl für die Spitze. Sein größtes Ende ist so eingerichtet, daß es sich, in Ansehung der Schräge, nach dem langen Hoche richtet. b ist ein Stück Eisen für das andere Ende der Schaar, von dem langen Loche an, bis an das hinterste Ende. Die beyden übrigen Stücken, e und d, sind die eisernen R Seiten. 258 Das IV. Hauptstück. Von der Seiten. Diese werden nach den beyden vorigen Stu cken eingerichtet, und nach der Lange zu bearbeitet, Solchergestalt verfertiget man die Schaar mit ih⸗ rem langen Loche besser, als mit einem einzigen Stücke Eisen geschehen könnte. Wir wollen nunmehr zu der ersten Figur zuruck gehen. Das vorderste Bretgen wird hier in einer gleichen Entfernung von jeglichem Ende des Bretes befestiget, und zwar so nahe an dem hintersten Ran⸗ de desselben, als möglich ist, damit Raum für den Trichter, C, übrig bleibe, der mit der vordersten Seite seines Loches so gestellet werden muß, daß er einerley Oberflache mit dem hintersten Theile des Bretgens ausmache; wie auch für den hintersten Theil des Stockes, damit derselbe nicht aa den Rand des Bretes komme. Es muß auch Platz vorhau⸗ den seyn, damit der vorderste aufgerichtete Balken, D, senkrecht auf das Bret, quer vor der Zunge des Bretgens, gestellet werden könne. Da dieser aufgerichtete Balken harte an der vordern Seite des vordersten Trichters stehet: f. muß daselbst zwischen ihm, und dem doche des Trichters, Platz genug vorhanden seyn, damit der Saamen aus dem Kasten mitten in dieses Loch fal len könne. Die hintersten Bretgen müssen in einer gleich großen Entfernung von der Seite der Pflugbalken, und so nahe an dem hintersten Ende derselben, be⸗ findlich seyn, daß Raum für die Trichter übrig ble be, und daß ihre Zungen zwischen ihren Trichterk, G und H, hervor gehen können, welche senkrecht auf den Pflugbalken aufstehen müssen. — verhild dem dee l l 0 wn ng, dan, Cafe nern E te der Hen 1 ihte 6 det 1 0 N. ken, in de Hine In her e borgnez e zu bia Schaar nt it dem e rte Jr ird hir khr Edde des Biz n hinkerstengde Raum fil) der bordes muß, daß en Theile is den Note t an den ch Mach dach richtete Bf der der Zh ken harte n schless stehn 9 dem boche seyn, g dor in dieses vi ssen in eilt! te der Ph Cide dert e Tucchter il ber Ilten die ien, elch k 00 hen. 0 * Sämaschine für den Waizen. 250 Die Entfernung dieser Bretgen von dem Bre⸗ te muß so groß seyn, daß die Räder des hintersten Trichters weder das Bret, noch den Kern des vor— dersten Trichters berühren. Da die beyden Durch⸗ schnitte dieser Räder 12. Zoll betragen; so sollte zwi⸗ schen dem Mittelpunkte jedes Rades, und dem Bre— te, ein Raum von einem Schuhe seyn. Wir ma⸗ chen aber zuweilen Einschnitte in das Bret, um zu verhindern, daß die eisernen Schienen der Räder demselben nicht zu nahe kommen. Denn je näher die hintersten Bretgen dem großen Brete sind, um so viel besser ist es. Die Pflugbalken können aber, vermittelst ihrer Schrauben und Schraubenmütter, so nahe, und so weit, von dem Brete gestellet wer— den, als man will. Sie müssen in einer solchen Entfernung von einander stehen, daß von der in⸗ nern Seite der einen Schaar bis an die äußere Sei⸗ te der andern, ein Raum von 15. Zollen übrig bleibe. Wenn man wissen will, ob alle Bretgen, und diese Schaaren, recht gestellet sind: so bringet man den Pflug auf eine ebene Fläche. Sind sie recht gestellet: so werden die vordere Schaar mit ihrer Spitze und ihrem Hintertheile, wie auch die hinter— sten Bretgen, die Fläche berühren. Indessen fin⸗ den sich doch Leute, welche vorgeben, der Pflug ge— he besser, wenn der hintere Theil der hintersten Bret⸗ gen um die Dicke eines Gerstenkorns höher ist, als ihre Spitze; und alsdenn fehlet so viel dazu, wenn der Hintertheil die Oberflache berühren sollte. Die Schaaren müssen alle mit dem Pflugbal⸗ ken, und folglich auch unter einander, gleich laufen— de Linien machen. i R 2 Die 260 Das IV. Hauptst. Von der Die Furche, welche die vorderste Schaar mit dem daselbst befindlichen Bretgen in der Mitte ma⸗ chet, ist in einer gleich großen Entfernung von den beyden hintersten Bretgen entsernet, und wird also von ihnen bedecket, indem sie das Erdreich auf jeg⸗ licher Seite der Furche über den Saamen werfen. Die Egge I, wird vermittelst der Pflugbalken fortgezogen. Sie ist inwendig an ihre Seiten, d und e, befestiget. Auf jeglicher Seite befindet sich ein kleiner eiserner Nagel, der durch das Ende eines von den beyden Schenkeln der Egge, und durch die Pflugbalken gehet. Ein jeglicher Nagel hat haußen an dem Pflugbalken eine Schraubenmutter. Diese Nägel sind in dem Pflugbalken viereckicht, damit sie sich daselbst nicht herum drehen, und damit die Schraubenmütter nicht heraus gehen mögen. An den Köpfen aber sind sie rund; damit die Egge sich um so viel leichter bewegen könne. Die runden Enden von den Schenkeln der Eg— ge gehen an dem vordern Theile J. in die runden 5. cher, fund g, und werden daselbst hinten befestiget, damit, wenn ein Zahn von der Egge niederwärts gehet, ein anderer da, wo der Boden ungleich ist, in die Höhe gehen könne. Die beyden hölzernen Zähne, K und L, werden über dem Vordertheile befestiget; und ein jeglicher hat unten einen Einschnitt. Sie sind schief gestelle, damit sie, wenn sie einige Erdklöser antreffen, diesel ben nicht vorwärts stoßen: sondern darüber hinweg gehen. 5 f f Dilese Zähne sind 22 Zoll weit von einander ent. fernet. Ein jeglicher befindet sich also um 32 Zoll weiter 0 welt f ö fh banal 0 en 0 Acer al vun en d. 0 He schhrrt iu M f h Ke Ade hat der gegen e chen, d neigen, Na Auf. Nee le ab, ged. chen de drey pu che fig mögsch Loch g oben 0 Fläche lch ggg 1 ste Schaar z der Mille zy ernung von de und wird al etdrech af * amen serfen. dir fagdolke Ihe Selten,! ate beftdet s das Ende „und durch Agel hat hauß utter. Dl icht, dach undd dan! hen mögen. ammit die Ef Schenkeln dul in die runde I hen befts Egge nieder en ungleich Nund J, 0 und fin 0 edc gt der ft, ian delber pelt bol cha sch aso u 0 Sa maschine für den Waizen. 261 weiter hinauswärts, als die ihm näheste Furche; und solchergestalt erfüllet er diese mit Erde, welche von außen über den Saamen hinüber fället. Auf diese Weise sind die Reihen den innern Seiten der Furchen etwas näher, als den äußern. Die beyden äußersten Reihen befinden sich folglich um 14 Zoll weit von einander, ob schon die Furchen 15 Zoll weit von einander entfernet sind. Wenn man findet, daß die Egge zu leichte ist: so befestiget man über derselben einen Stein, um sie schwerer zu machen. Zuweilen hänget man an sie, in der Mitten, einen kleinen Kasten, und leget Erd— klöser hinein. Die Ränder des vordersten Trichters e, sind 2 Zoll über der Oberfläche des Bretes erhaben. Oben hält der Trichter 5 Zoll im Gevierten. Seine vier gegen einander über befindlichen Seiten sind Flä— chen, die sich unterwärts gleich viel gegen einander neigen, bis sie sich an dem Hohe endigen, welches ganz unten ist. Dieses Loch gehet durch das ganze Bret, und endiget sich im Stocke. Die Gestalt dieses Loches wird Fig, 9. vorgestellet. Die à Li⸗ nien, ab, be, cd, und da, wovon jegliche 2 Zoll groß ist, bilden ein vollkommenes Viereck, und ma⸗ chen die obersten Ränder des Loches aus. Die drey punktirten Linien, ef. fg, und gh, wovon jegll⸗ che langer ist, als die vorigen, ob schon so wenig, als möglich ist, machen die drey untersten Ränder des Loches aus. Da dieses also unten weiter ist, als oben; da auch alle seine Seiten vollkommen ebene Flachen sind: so kann der Saame daselbst unmög⸗ lich gedrückt werden. Die vorderste Seite ist senk. R 3 recht 3 262 Das IV. Hauptst. Von der recht in Ansehung der obern und untern Flächen des Bretes, und machet mit dem hintersten Theile des Bretgens eine einzige ebene Fläche aus. Wenn man mit der Sämaschine großen Saa⸗ men, als elwan Erbsen und Hafer ausstreuet: so kann man dieses Loch, im Gevierten, oben einen gan⸗ zen Zoll weit, und unten, in eben der Gestalt, noch weiter machen. Ob auch schon das Loch, ausgenom⸗ men oben, weiter ist, als der Stock: so wird doch der Saame dadurch nicht gehemmet werden, indem hinten noch Raum übrig ist, weil die Platten breiter sind als die Seiten des Loches. Denn der Saa— me kann in dem Loche nicht gehemmet werden, es wäre denn, daß er eben so wohl von hinten zu, als auf den Seiten, gedrücket würde. a Die beyden Trichter dieses Pfluges, E und F, Fig 1, sind von dem vordersten Trichter unterschie⸗ den, der vorhin beschrieben worden ist. Sie sind nicht so tief, weil sie in den Pflugbalken stecken. Ih⸗ re obern Ränder befinden sich in der obern Fläche der Pflugbalken; und die Tiefe ihrer Locher, die un⸗ ten sind, beträgt ungefahr 3 Zoll. Die Trichter müssen um l Zoll weniger tief seyn, als die Pflug⸗ balken dicke sind. Wir machen aber einen jeglichen Trichter oben um 12 Zoll weiter, als der Pflugbal⸗ ken breit ist, indem wir auf jeglicher Seite dieses letz⸗ tern ein Stuck Holz anfügen, welches ungefahr um die Hälfte seiner Dicke herunter gehet. Da diese Holzer an die innern Seiten der Pflugbalken gut befestiget sind: so langen sie bis an die Schenkel, oder Seiten, der Egge. Wenn man den Pflug auf⸗ bebet, um ihn herum zu drehen: so ergreifet derje⸗ nige, — 6 nig 0 det f 110 c a g ace n 0 ed fen 9 6 in dichen 0d t g Net nd 0 Lich ges, en 0 len M 7 100 ben,! baue hegde m Jh her kern Flächen sten Thee! aus. e großen ey er ausstreut u, oben einn der Gestals soch, ausge ck: so witd h et werden, il i Pgatten hy Denn der E met werden, d Haken /, ugs, E. Tiichter unit den ist. Sli balken stet. der obern er cher, di Die Lo n, als die N. abet einen fete als der Pf her Seite dit vches nge gehe. Di! der Pagbalk s ol de St ann den M . b heit * 10 0 0 Sämaschine für den Waizen. 263 nige, der solches thut, den obern Theil der Egge mit der einen Hand, und leget die andere auf den Trich- ter, oder Kern, um ihn in wagerechtem Stande zu er⸗ halten, und zu verhindern, daß nicht eines von den vordern Rädern an das Erbreich stoße, indem sich der Pflug herum drehet.. Es findet sich noch ein anderer Unterschied zwi⸗ schen der Gestalt dieser hintern Trichter, und des er⸗ stern. Nämlich eine jegliche Seite von den hinter⸗ sten Löchern muß nicht eben vollig so schief seyn, wie die übrigen. Denn wenn dieses wäre: so konnten die obern Ränder dieser vordersten Seiten zu nahe an die Zungen der Bretgen kommen, und es würde nicht Holz genug zwischen ihnen befindlich seyn, um zu verhindern, daß die Täfelchen nicht abgerissen wiyden; welches aber doch, so viel ich weis, niemals geschehen ist. Zuweilen machen wir diese hintern Trichter rund, in der Gestalt eines umgekehrten Ke⸗ gels, ausgenommen, daß der Theil, der dem Bret⸗ gen am nähesten ist, um der angeführten Ursachen willen, nicht so schief seyn darf, als die übrigen. MN sind zwey Holzer, wovon jegliches 11 Zoll lang, 2 Zoll breit, und 2 Zoll dicke ist. Ein jegli⸗ ches ist an beyde Seiten des Bretes mit zwo Schrau⸗ ben, und zwo Schraubenmüttern, befestiget. Sie laufen mit dem Pflugbalken in gleichen Linien; und beyde haben ihre aufgerichteten Holzer, oder Gabeln, O und P, welche senkrecht auf dem Brete aufstehen. Der vorderste Trichter wird vermittelst dieser aufge— richteten Holzer gezogen, und geleitet, wie man Pig. 21. siehet. R 4 Diese 264 Das IV. Hauptst. Von der Diese aufgerichteten Holzer müssen fornen, hin. ten, und an ihren äußersten Seiten, besestiget, oder gestützet, werden. Auf der innern Seite aber, wo sie niemals gedrücket werden, haben sie dergleichen nicht nöthig. Sie müssen so gestellet seyn, daß der Kern, wenn er in ihren Gabeln ist, gerade über das Loch des Trichters komme, so, daß der Saamen in die Mitte fallen könne, wenn der Pflug auf eine wa⸗ gerechte Flache gestellet ist, und der Kern mit dem vordern Theile des Bretes eine gleich laufende Linie machet. ö Die 1ote Figur ist das Stück D bey dem Pflu⸗ ge Fig. 1. Es ist 2 Schuhe lang; 2 Zoll breit, da, wo es am schmälesten ist, und Zoll dicke, da, wo es am dünnesten ist. An den Schultern, oder Ein⸗ schnitten, gehet es um 2 Zoll hoch über das Bret. Es wird in das Bret vor dem Trichter eingefühet, und ein jeglicher von den beyden Schenkeln befindet sich an einer Seite der Zunge des Bretgens. Es stehet senkrecht auf dem Brete auf, und dienet nur dazu, daß es den Trichter verhindert, daß er sich nicht um den Kern herum drehe. Es gehet durch eine Art von einer Klammer, Fig. 22, deren Gestalt dem Eisen gleich ist, wovon ein mit Nägeln versehe⸗ ner Riegel an den obern Theil der vordern Seite des vordersten Trichters gehet, und worinne das auf⸗ gerichtete Holz Raum hat, sich zu wenden, oder sich gegen die Seiten zu bewegen, damit beyde Räder um so viel ungehinderter sich herum drehen können. Die ute Figur ist eines von den hintersten auf⸗ gerichteten Hölzern. Dieses befindet sich in dem Pflugbalken, wie G, oder H; es stehet senkrecht auf ö dem A in fine, daesigst Selle abe, sie dagshe et sqn, aß d Rerabe Ihr bag dr Sunn in fag f die we Kern mt den c lufende lu bey dem Pf Zoll breit, de dicke, da, w tern, oder be über das W. chter eingefh chenkeln beet Bretgens. b. „und diene w ert, daß er f Es geher but „ deren Gosta. süͤgeln versche vordern S dorinne das henden, I sit beyde Nil drehen kinn. n hüllt st h n hn fat 09 1 Sqͤmaschine für den Waizen. 263 demselben; es wird in seine Fuge eingefüget, und an dem Pflugbalken angenagelt. Es hat hinten und vornen Einschnitte, oder Schultern, welche zur Be⸗ festigung dienen, um zu verhindern, daß es sich nicht tückwärts, oder vorwärts, oder auf die Selten, be⸗ wegen möge. Es ist 2 Schuh und 4 Zoll lang, 2 Schuh breit, und! Zoll dicke. Die Breiten, oder platten Seiten sind gegen die Seiten der Pflugbal— ken zu gekehret. Es ist dünne, damit der Trichter sich hier um so viel freyer bewegen könne; und des⸗ wegen muß es seine gröͤßte Stärke in der Breite ha. ben. Der Theil a muß am weitesten vorwärts gehen. Die aufgerichteten Hölzer, G und, sind einan⸗ der ahnlich, und stehen gegen einander über. Sie dienen dazu, daß sie den hintersten Trichter ziehen, leiten, und aufrichten. Sie müssen senkrecht auf den Pflugbalken stehen, und in einer gleich großen Entfernung von den Seiten derselben entfernet seyn. Sie müssen sich auch in einer solchen Entfernung vor den Trichtern befinden, daß, wenn die vorderste Seite des Trichters, in ihrer ganzen Länge, an die hinterste Flache der aufgerichteten Holzer gehet, der Saamen in der Mitte der beyden Trichter herun— ter fallen könne, wenn der Pflug auf einer wagerech— ten Flache stehet. Man muß besorget seyn, daß das Bretgen, die Trichter, und die aufgerichteten Höl— zer, so gestellet seyn mogen, daß der Kern des Trich⸗ ters gerade Winkel mit den Pflugbalken mache. Qund K sind die Theile der Deichsel, von wel— chen das Pferd, das zwischen ihnen gehet, den Na⸗ men des Deichselpferdes bekommt. Ein jeglicher 5 von 266 Das IV. Hauptstück. Von der von diesen Theilen wird durch 2 Schrauben und 2 Schraubenmütter, an das Bret befestiget. Ver⸗ mittelst des Querbalkens, 8, werden beyde Theile in gehöriger Entfernung von einander gehalten. Die⸗ ser Querbalken hat an jeglichem Ende einen Haken mit seineim Loche, unter jeglicher Deichsel, woran ein eiserner Ring, von beliebiger Größe, gehenket wird, in welchen der Strang kömmt, vermittelst dessen der Pflug fort gezogen wird. Dieser Querbalken ist dem Brete gleich laufend, und 75 Zoll weit von dem vordersten Rande desselben entfernet. a Die zwölfte Figur ist ein Ende von dem hinter⸗ sten Trichter, welcher offen vorgestellet wird. Ich nenne solches, ob es schon ein ganzer Saamenkasten ist, doch nur ein Ende, weil hier angenommen wird, daß dieser Trichter in der Mitten durchschnitten ist, damit man den Pflug, und den vordersten Trichter, um so viel besser sehen könne, wie Fig. 15, welches ein ganzer Trichter in zween Theilen ist. In dieser zwölften Figur ist A die innere Seite von dem einen Ende des Trichters, welches aus verschiedenen Stü⸗ cken eines Bretes von Ulmenholze bestehet. Es ist 2 Zoll dicke, und wird an der vordern Seite der Leiste ca angenagelt, welche nicht viel über Zoll im Gevierten hat, und 173 Zoll lang ist, so hoch nämlich der Theil des Trichters ist, der den Saamen enthält. B ist die vorderste Seite, welche an die gemeldete Leiste angenagelt werden muß. Sie ist von gleicher Lange, 4 Zoll breit, und 2 Zoll dicke. Dieses ist der Theil, dessen äußere Seite gegen das zur Rechten aufgerichtete Holz des Pfluges gekehret ist, wenn mit demselben gearbeitet wird. Die an⸗ dere 10 ben und get. Ver. e Heile in lten, Dee ien Haken woran ein henket witz, t desen de lerbalken it beit von den dem hinter brd. Jch amenkosten en wird, schnitten if, sten Tiichte , welch l. J disse on dem einn ebenen Stl⸗ fe, Es dern Seite viel über z lang ist, ist, der dil Seite, nech en muß Ee d doll, ek gegen de fag gekthte h. Dee i 12 Sälmnaschine für den Waizen 267 dere Leiste, bead, welche mit der erstern von gleicher Dicke ist, wird Zoll weit von dem gegen über be⸗ findlichen Rande dieses Endes angenagelt. C ma⸗ chet, wenn es solchergestalt an diese Leiste angena⸗ gelt ist, die hinterste Seite dieses Theiles von dem Trichter aus. C ist 4 Zoll breit, und 2 Zoll dicke. So wohl dieser Theil, als auch die Leiste, woran er genagelt seyn muß, sind um etwas weniges länger, als auf der Seite gegen über, weil die Seite Brechte Winkel mit dem obern und untern Theile des Trich⸗ ters machet: die hinterste Seite, O, hingegen ma⸗ chet schiefe Winkel mit dem obern und untern Theile des Trichters. Die Ursache hievon ist, weil der Trichter, wenn er mit Saamen erfüllet ist, im Gleich- gewichte über dem Kerne stehen muß. Ohne eine so schräge Richtung könnte dieses nicht geschehen, es ware denn, daß der Grund davon eben so weit hin⸗ ter den Kern kame, als er vor denselben ist. Da⸗ durch würde aber derjenige, der hinter der Sääma⸗ schine hergehet, verhindert werden, daß er es nicht sehen könnte, wie der Saamen aus dem Saamen⸗ kasten des Trichters heraus fiele. Ueber dieses kann auch der Theil des Grundes, der vor dem Kerne ist, nicht kürzer seyn, weil der Theil des Saamenkastens, der sich vor dem Kerne befindet, in Ansehung seiner Zunge, weit länger ist, als der hintere Theil. Es ist wahr, wenn kein Saamen in dem Trichter ist: so kann er alsdenn nicht so im Gleichgewichte erhal⸗ ten werden. Weil er aber alsdenn leichte ist: so hat er solches Gleichgewichte auch nicht nöthig. e f gh ist ein Stück von einem Brete, das an den Theil des Endes A angenagelt ist, welcher sich über ö dem NN — 1 r — 268 Das IV. Hauptstück. Von der dem Grunde der Höle befindet, worinne der Saa⸗ men enthalten ist. Man stellet es gemeiniglich etwas quer über die Holzfasern des Bretes, woran es genagelt ist. Es dienet, dieses Bret zu verstärken, und zu verhindern, daß sich das Loch i nicht aufspalte. Der obere Rand, e f, von diesem Stücke des hinzu gefügten Bretes, ist gerade die Länge von dem Grunde des Trichters, woran der küpferne Saamenkasten befe⸗ stiget ist- Wenn dieser Grund mit dem darüber befindlichen Saamenkasten an seinen Ort gestellet ist: so gehet er über dieses Bret von e bis k. Die⸗ ses unterstützet die rechte Seite des Grundes, und verhindert, daß sie sich nicht herunter begeben kann. Die untern Enden der beyden gemeldeten Leisten aber, und die vordere und hintere Seite, B C, die daran angenagelt sind, verhindern, daß sie nicht in die Höhe weichen kann. Man verfertiget das Loch 1 folgendergestalt. Das vordere Ende des Saamenkastens kömmt bey e zu stehen, und das hintere Ende bey f, so, daß der Grund des Cylinders, oder großen Loches, an dieses hinzu gefügte Bret Hehe und der obere Rand gerade so hoch sey, als der Rand, e f. Alsdenn machet man mit einem Zirkel, den man durch den Cylinder des Saamenkastens stecket, ein Zeichen auf dem hinzu gefügten Brete, um den innern Rand der Grundfläche herum. Hierauf nimmt man den Saamenkasten hinweg. Wenn man nun den Mit. telpunkt des gemachten Zirkels gefunden hat: so machet man, mit einem Werkzeuge, welches man einen Kneif nennet, und welches stark genug seyn muß, SS———— ä— 1A e der Sag; geneinigüch 5 Breles bt, dieses re Rand, len Bretz srunde du fasten bese em darüber ut gestelee f De des, und chen kong. ten Ven „Be, di ö see nicht n endergestal, kommt bey f, 0, daß Hoches, ar here Rand Aedenn durch den Jüchen af mern Rath nt man den un de Mi, den hat: woche wan 1 5 Sämaschine für den Waizen. 269 muß, das Loch durch das doppelte Bret gerade hin⸗ durch. Solchergestalt kömmt es an seinen rechten Ort, und hat einerley Durchschnitt mit dem Kerne. Wenn aber ein küpfernes Rad an den Theil des Kernes kommen soll, der sich in diesem Ldoche herum drehen muß: so muß das Loch einerley Durchschnitt mit dem Theile des Rades haben, welches hinein kommen soll. Dieser Durchschnitt kann ungefähr 2 Zoll langer seyn, als der Durchschnitt des Ker⸗ nes, woran das Rad befestiget ist. Wenn nun das Ende, A, solchergestalt durch- bohret und gebildet ist: so kann man nach diesem Muster das gegen über befindliche, und die beyden einander entgegen stehenden Locher der andern Ho; lung, machen, worinnen der Saamen an dem an⸗ dern Ende des Trichters befindlich ist. Das gegen A über befindliche Ende hat eben⸗ falls zwo solche Leisten. Die vorderste Seite, B, und die hinterste, E, sind daran angenagelt. An dem untern Theile werden ein gleiches Stück Bret, und auch ein gleiches Loch, hinzu gefüget. Der Grund, der 4 Zoll breit ist, wird mit seinem Saa⸗ menkasten unten in das Loch f, bey den punktirten Linien, gestecket, bis er an den Ort e kömmt. Auf der einen Seite gehet er an das Stück Bret ef ghz und der andere Rand des Grundes gehet auf gleiche Weise an das gegen über befindliche Bret. Wenn alles dieses geschehen ist: so ist die Höle des Rum⸗ pes fertig, worein ungefähr zwey Gallonen Saa⸗ men gehen. Man muß hiebey mlt anmerken, daß der Grund rechte Winkel mit den beyden vordersten Leisten ma⸗ chen * — 3 —— r . 5 . 5 270 Das IV. Hauptstück. Von der chen muß, und daß die Seite B senkrecht auf dem⸗ selben aufstehet. 5 P.éist ein Theil des Bretes, der weiter hervor gehet, als der Rump. An diesen Theil kömmt ein Querholz bey K. Dasselbe wird hier auf eben die Art befestiget, wie auf der gegen über befindlichen Seite des Bretes. Es gehet an das vorderste En⸗ de des aufgerichteten Holzes. Dadurch werden der Rump, und die Räder, zum Theile gezogen. In dem Einschnitte L wird das Ende eines lan⸗ gen Querholzes befestiget, welches durch die ganze Länge des Rumpes gehet, und den obern Theil die⸗ ser beyden Hölen an ihrem Orte erhält, wie man bey D, Fig 13, siehet. i ͤ ist ein Theil von dem Brete, welches sich vor dem Rumpe befindet. Daran wird das Ende von einem Stücke Holz mit Nägeln, oder Schrauben, befestiget, welche gegen den auswendigen Theil des aufgerichteten Holzes, und gegen seine innere Seite zu, gehen. Der Rump wird dadurch zum Theile gezogen, und geführet, wie man Fig. 15. sehen kann. Die dreyzehnte Figur stellet die auswendige Seite der Figur vor, die jetzo zuletzt beschrieben worden ist. A ist das aufgerichtete Holz, wodurch dieses Ende des Rumpes so gehalten wird, wie es hier gestellet ist. B ist ein Ende von dem Kerne, welches durch den Rump, und den Saamenkasten, gehet. C ist der Grund, woran der Saamenka⸗ sten vornen und hinten mit Schrauben befestiget wird. Die Schraubenmütter sind unten; die Köpfe von den Schrauben sind sehr klein; und die Nägel sind oben viereckicht, damit sie sich in dem Holze nicht ö 0 c 15 0 Niclas 60 0 ge an Gl ft, f hn Et fte den bel hem Junge 15 Kwan dae dee de den S gleich idese fene ne 80 ae dn Ve En eh 0 Haken Nh! tet w Rage Sean Ha c auf dim ler hervor kimmt ein uf eben die befindliche olderste En, werden der gen, e eines lan. die gagze Thal dye⸗ wie man des sich vor Ende don Schraube, en Thel d innere Set zum Theile schen kann. uswendige beschrieben „wodurch d, wie es dem Keen, amenkostr, Saanen, en hegt i de ie de Magl n Hage i Sämaschine für den Waizen. 271 nicht herum drehen. Die Köpfe der Nägel müssen in das Holz hinein gehen, und mit der Oberfläche desselben eben gemachet; oder die Seiten des Rum⸗ pes, B C, müssen ausgeschnitten seyn, damit man die Nägel hinunter schlagen könne. Das Bret in dem Grunde, welches den küpfernen Saamenkasten hält, ist 4 Zoll breit, 5 Zoll dicke, und, an jegli⸗ chem Ende um 4 Zoll länger, als der Saamenka⸗ sten. Erstlich treibet man dieses Bret hinein, an den beyden hinzu gefügten Bretern hin, bis es mit seinem vordersten Ende die vorderste Seite des Rumpes erreichet, und sein hinterstes Ende an die hinterste Seite des Rumpes kömmt. Alsdenn stel⸗ let man den Rump so, daß das untere oben komme, und der Kern durch den Saamenkasten, und durch die Ocher des Rumpes gehe. Man hält nunmehr den Saamenkasten auf dem Grunde feste, in einer gleich großen Entfernung von jeglichem Ende; und indessen machet man die Locher im Boden durch die— jenigen, welche sich an den beyden Enden des Saa⸗ menkastens befinden. Dadurch stecket man hernach die Schrauben, und befestiget also mit denselben den Saamenkasten. Wenn dieses geschehen ist: so ma⸗ chet man, mit dem Zirkel, zwey Merkmale auf dem Brete im Boden, an den beyden Seiten des küpfernen Saamenkastens. Man fänget diese Merkmale bey den Enden von der Achse der Zunge an, und ziehet hinterwärts Linien, so lang, als das Falloch ist. Nach diesen beyben Linien, oder Merkmalen, rich⸗ tet man sich, wenn man das Loch im Boden des Rumpes machen will, wodurch der Saamen in den Saamenkasten fallen soll. Hernach thut 8 den Kern 272 Das NW. Hautstück. Von der Kern heraus; man ziehet den Boden heraus; man nimmt den Saamenkasten weg, und schneidet das Loch in den Boden, so, wie Fig. 14. gezeiget werden wird, wo die beyden punktirten Linien, ab od, die untern Ränder des Loches, und eben diejenigen, sind, welche, wie schon gesagt worden ist an den Seiten des Saamen⸗ kastens gezogen werden müssen. Die punktirte Linie a d, welche mit den beyden vorhergehenden rechte Winkel machet, ist der unterste Rand von dem vordersten Ende des Loches, welches gerade auf die Achse der Zunge kömmt, und in einer gleichen Linie mit der⸗ selben fortgehet. Die punktirte Linie beo ist der un⸗ teboste Rand von dem hintersten Ende des Loches, belches gerade über das hinterste Ende des Falloches kömmt; mit der punktirten Linie, wovon zuletzt ge⸗ redet worden ist, gleich fort läufet, und eine gleiche Lange mit derselben hat. Diese vier punktirten Li⸗ nien sind die untersten Ränder des Loches, welche an den Saamenkasten antreffen. Die beyden Lini⸗ en e f, und g h, sind die obern Ränder von den Seiten des Loches. Da dieselben weiter von einan⸗ der entfernet sind, als die untern: so machen sie die umgekehrte Schräge dieses Loches aus, welche man folgendergestalt erklären kaun. Da der Raum zwi⸗ schen dem obern und untern Rande eine ebene Flä⸗ che ist: so neigen sich beyde Ränder von oben herunter⸗ wärts gegen einander zu, und zwar in einem Winkel von ungefahr 130 Graden. Die beyden Linien, e hund fg, welche mit den beyden übrigen, wovon jetzo ge⸗ redet worden ist, rechte Winkel machen, bilden die obern Ränder von den Enden dieses Loches. Da sie auch einander näher sind, als diejenigen, die sich f unter 4 gin woche an Tea dt hte Diek 10 d E c di Uehrde Erden de e Eulen ae un deni det ben ghede. Dun bermstel und wied gehet der und galt ist een der aha, uchthis dem B. N dere di längliche 8 ie izt Hüte alla gu den Edg gleich. Same, —— 1 Sãͤmaschine für den. 273 daes mn unter ihnen befinden: so zeigen die eben n Flächen redet du zwischen diesen beyden, d 8 den BN pun tirten n den Linien die schräge Richtun g ihrer Enden, die sich, i c Neuen einen Winkel von ungefahr 6; Graden, 7 von 5 rd nuch nach oben zu neigen. deln, Diese doppelte Schrage verhindert es recht gut, keln, daß der Saamen in dem Loche nicht stocken kann, ud Dude ehe er durch das Loch des Saamenkastens fället: rn del Ueber di ieses, da die beyde bern Ränder von den die Jasede Enden des e ches einander naher st d, als die un⸗ n n tern: so ist auch mehr Holz zwischen ihnen, und den ei de mm Schrauben, welche den 5 im Boden b vi de lache, halten; und solchergestalt da e weniger der Ge fahr unterworfen, das 08 sich 5 n en ken werde. 0 tut fr Wenn nun selchergestalt der Saamenkasten rn! vermittelst der Schrauben, an n den Boden befestiget, ba, u und wieder an seine Stelle gebracht worden ist: so de boden l 5 Kern durch ihn, und durch den Rump, aer 205 l d hält also den Boden an seinem Orte. D Fig. Iz. 6 ite die eingebildete obere Täche, oder die Flache von —— — mute jr n der obern Oeffnung des Rumpe s. Sie Aue uu recht winklichtes läng glichtes Viereck vor, we un u dem Boden gleichlaufend ist, an welchem das vor⸗ arne f 3 1 dere Ende seukrecht steßet, und ein recht winklichtes 1 b ere ide länglichtes? Viereck von gleich er Breite vorstelle. Gen Herunte 3 Die ste Figur zeiget die vordere Seite des ganzen e hintersten Rumpes, mit seinen benden Hölen, und e allem Zubehörigen, außer den Rad ern. Die bey⸗ 1 0 8 den Enden, 2 und B, sind einander 3 * d gleich. Ein jegliches davon hat im. sein ab Seemlke nach der Beschreibung, die von ei⸗ , S nem 274 Das V. Hauptst. Von der nem davon gegeben worden ist. Der Querbalken PD verbindet die obern Theile dieses doppelten Rum⸗ pes, in einer bequemen Entfernung, mit einander; namlich so, daß der Raum zwischen den beyden ein⸗ fachen Rumpen ungefehr 10 Zoll betragt. Der Kern E, gehet unten hindurch, und halt hier die beyden einfachen Rumpe, durch vier hole Rundhöl⸗ zer, in einer gleichen Entfernung von einander, wie das Querholz bach en N Man befestiget diese vier Rundhölzer durch Schrauben an den Kern, um zu verhindern, daß sie sich nicht gegen die Enden zu bewegen, wie auch, um die Rumpe in ihren Stellen zu erhalten. Man siehet zwey von solchen Rundhölzern bey a und b. Diese sind an den innern Seiten angebracht: die beyden übrigen aber an den äußern. Eines von diesen holen Rundstücken wird in der 16ten Figur vorgestellet. A ist die Hölung, welche zirkelrund ist. Sie muß einerley Durchschnitt mit dem Kerne haben. Man stecket dieses Rundstück an den Kern, so weit, bis es das Bret berühret, Man bringet an demselben eine kleine Schraube an, welche durch die einander entgegen gesetzten Löcher gehet. ab ist die Breite dieses Rundstückes, es mag nun von Kupfer, oder von Holz, seyn. Sie betragt nicht viel über 2 Zoll. bod ist derjenige Theil von dem Rundstücke, der gegen das Bret zu gekehret ist. Die Dicke der Oberflache dieses Ran⸗ des, der an das Bret gehet, beträgt 4 Zoll, wenn das Rundstück von Kupfer ist. Wenn es aber von Holze versertiget wird: so muß es 2 Joll dicke seyn. Die Dicke des andern Randes aek, ist nicht so groß, als a5 bling 0 Au wf dag bsh 8, 0 sestch sst, bi wahl Muh sie den! dos boch ff fei aber kid ufd her. 5 ih e Muh schin d dists it Rumpe der Ker o being fiche liger fol un unten ihn r der Qurtbalt doppelten Run u lit einandg, eden heyden ei brägk. De ind halt hier die fa hg Ruhe oon ehander, u fundhöͤhze da verhindern, 9 wegen, wie al eihalten. 9 erg Leh 2 W. cngebrach cl. pstäcken vidi die Hölunz day Durchchtt t diess J das Bret l eine Schal Ceon J en geschten!“ Maugdstüͤkt Sch, den dec in Rumpe gegen die Enden zu bewegen. r gegen di 9 buli Jar 1 N 1 Hekkagl 2 0 Wenn 6 d 47 66 7 0 el, f 0 3 170 ein Zeichen, um die Einschnitte so zu machen, wie S Sämaschine für den Waizen. 275 als die Dicke des Randes bod, und solchergestalt bringet man die Schraube um so viel leichter hinein. Die 17ꝛte Figur stellet eine andere Art von holen Rundstücken vor, dergleichen allemal von Kupfer verfertiget werden. Ihre Hölung ist allemal ein holer Cylinder, der dem erstern ähnlich ist. Wenn ein solches Rundstück an dem Kerne stecket: so wird es, an seinem Rande abo, in das Loch des Bretes gestecket, welches eben deswegen um so viel weiter ist, bis de fan das Bret anschließen, und das Bret verhindern, daß es nicht weiter eindringen kann. Man befestiget es alsdenn an dem Kerne durch Lö⸗ cher, wie in der Beschreibung der übrigen Rund⸗ stücke gesagt worden ist. 8 Diese Art von Rundstücken ist die beste, weil sie den Kern verhindert, daß er nicht an die Ränder des Loches antreffen kann; und alsdenn reibet er sich auf keine Weise an das Holz. Die andere Art ist aber leichter zu verfertigen, sonderlich von Holze; und der Kern dauert hier sehr lange. Ich komme wieder auf die ißte Figur. Hier ist der Kern E mit seinen vier Rundstücken versehen. Man drehet ihn mit der Hand herum, damit man sehen möge, ob die Rundstücken gut anliegen. Wenn dieses ist: so können sich weder der Kern, noch die Ob schon der Kern schwerlich herum gedrehet werden kann: so bringet man es doch durch die Räder dahin, daß solches sehr leichte geschiehet. Indem der Kern in einer solchen Stellung ist: so drehet man den Rump von unten nach oben zu, und machet an dem Kerne 2 zuvor 276 Das IV. Hauptst. Von der zuvor gemeldet worden ist. Alsdenn nimmt man den Kern hinweg, machet die Einschnitte, behauet die beyden viereckichten Enden, und machet daselbst eine Artz von Schultern, so, daß die Räder leicht⸗ lich hinan kommen können, ohne anzustoßen, oder gedränge anzuliegen. Hierauf bringet man den Kern wieder an seinen Ort, und stecket die Räder hinan. Man hält dieselben durch zween lange Nä⸗ gel zurücke. Diese werden an ihren Enden breit ge⸗ schlagen, und können also nicht von sich selbst heraus gehen: aber doch leichtlich mit dem Hammer heraus getrieben werden. Man muß sich hüten, daß we⸗ der die viereckichten Enden des Kernes, noch die viereckichten Locher in den Rädern, worein diese En⸗ den kommen, kegelförmig seyn mögen. Denn wenn dieses ist: so gehen die Räder leichtlich herab. Das Stück Holz Fig. 18. gehet über das auf gerichtete Holz; es wird, wie bey F Fig. 15, in den Rump gesetzet; es ziehet diesen Theil des Trichters hineinwärts, bey ab, und gehet vornen an das auf⸗ gerichtete Holz. Dieser Theil ist, von a bis e, so breit, als der aufgerichtete Balken, und gehet also an die innere Seite desselben, um zu verhindern, daß der Rump nicht gegen dieses Ende hervor rücke. Dieses Stück Holz wird, entweder durch Schran⸗ ben, oder durch Nägel, an die Breter des Rumpes befestiget. Es muß von d bis s so dicke seyn, daß das Holz, welches an seiner innern Seite be, in die Höhe stehet, sich in einer gleichen Entfernung von einem jeglichen von denen Bretern befinde, worn es befestiget ist. Der vorderste Theil, oder die vor⸗ derste Seite, dieses Holzes kg, muß eben so lang 5 seyn, der enn nimmt n. schnitte, hehe id macher dach die Rahe la auzusahen, 0 hlt nun de fekt die Nag een nge en Enden bel, sich selbst h Hummer ha hͤten, daß dernes, voc „ Woten d u mdgen. der leichtiche gehet ber d bey F big 00 n Theil de d t vornen all ist, von al ken, und ge um zu erh Ende here geder durchs Breter dez ze so dick e gern Sell, schen Eisf ten befst, edel, l. g, Muß Sämaschine für den Waizen. 277 seyn, als die beyden Breter, woran es befestiget ist, von einander entfernet sind. Seine Dicke und Höhe müssen so beschaffen seyn, daß es stark genug zu denjenigen sey, wozu es gebrauchet werden soll. Das Holz, welches Fig. 19. vorgestellet ist, wird dem vorigen entgegen gesetzet, und muß auf gleiche Weise gestellet werden, wie man bey G Fig. 15. siehet. Das Stück Holz, Fig. 20, welches von erfor⸗ derlicher Breite und Dicke, und 4 Zoll lang ist, wird durch Nägel, oder Schrauben, zwischen die Breter eingefüget. In der 15ten Figur befindet sich solches bey K. Das aufgerichtete Holz gehet zwischen ihm, und der vordersten Seite des Rumpes, in die Höhe. Die vordere Fläche dieses Stückes gehet an das Quer⸗ holz: die hintere aber an den Rump, so, daß der Rump sich leichtlich an dem aufgerichteten Holze, welches sich mitten an der vordersten Seite des Rum⸗ pes befindet, hinauf und herunter begeben kann. Auf beyden Seiten findet sich ein gleich großer Raum, damit eines von den Rädern in die Höhe gehen könne, und das aufgerichtete Holz dasselbe nicht dar⸗ an verhindere, wenn es an die Seiten des Rumpes stoßen sollte. Es findet sich noch ein anderes Quer— holz, welches diesem gleich ist, und an dem andern Ende des Rumpes gleiche Wirkung thut. Man siehet es bey 1 Fig. 15. J dienet zu eben dem Ge— brauche, zu welchem die kurzen Querhölzer dienen, wovon geredet worden ist; und sie helfen einander verstärken. Wenn man die Räder nahe genug an die holen Rundstücken gebracht hat: so sind sie, mit ihren r a 9 1 1 278 Das IV. Hauptst. Von der Umkreisen, 2 Schuh 3 Zoll weit von einander entfernet. Man stellet sie so nahe an einander, als bequem⸗ lich geschehen kann. Denn wenn sie zu weit 10 einander entfernet sind: so geschiehet es leichtlich, daß sie den Pflug auf eine Seite ziehen. Ist der⸗ selbe hoch: so kann es geschehen, daß der Rump auf die Trichter stößet. Die Räder kommen alsdenn über die Erde, und drehen sich nicht herum, um den Saamen heraus zu treiben, damit sie sich als⸗ denn einander mehr nähern könnten. Die Spei⸗ chen sind bey nahe senkrecht gestellet, und nicht hol, wie andere. Man siehet Fig. 21. diesen Rump an seinem Orte, an den aufgerichteten Hölzern. Eks zeiget sich hier das Querholz D, welches auch den Rump oben unterstützet, wie auch die vier Rund⸗ stücken, und die hintersten Enden der Saamenkä. sten, welche sich an den Trichtern befinden, und un⸗ ten ihre Löcher haben. Man siehet hier ferner den hintersten Theil des vordersten Rumpes, mit seinem. Saamenkasten, an dem vordersten Trichter. Die obere Oeffnung desselben zeiget sich bey A, wie auch die Höhe der vordersten Seite, die durch eine Klam⸗ mer Fig. 22. befestiget wird, nebst den Nägeln, wo⸗ durch diese oben an die vorderste Seite des Rumpes befestiget wird, und wodurch die Räder Raum er⸗ halten, daß sich bald das eine, bald das andere, in die Höhe bewegen kann. i Man kann sich einen Rump gar wohl als einen Saamenkasten vorstellen, der, in Ansehung seiner Enden, demjenigen gleich ist, welchen wir schon be— schrieben haben. Diese Enden haben eben 15 1 a f alt, fil Ala, ba Deg Gan el ff den b sun) Naß! ol Ille 6 1 P55 Okte lich Vun ar beit von eing. zander as han n ie zu daf shiche te chen, I he „ be dump ay der knen dc 9 sütn herum, „ damn se sch unten. Die e let, und itz 21. diesen Ry. teten Höher „ welches% auch die ka nden der eam n befnder u sehe hier fun Jumper, mt e ssen Trichtr. 0 be 4, ie a duch line K tt den Mage Seite det R= le Rader Nur bald das alle p gur wohl. in Hchug! waschen wi t n che Sämaschine für den Waizen. 279 stalt, wie der Saamenkasten innewendig Pig. 12. Allein, der Rump ist viel niedriger. Seine Tiefe beträgt 75 Zoll, und hingegen die Länge 16 Zoll. Die Breite des Bodens wird durch die Länge des Saamenkastens bestimmet. Der Rump ist auch oben ein wenig weiter, als unten, weil er eben durch seine schräge Gestalt im Gleichgewichte erhalten wer⸗ den muß. Es ist nicht mehr Saamen darinnen, als in einem Ende, oder Theile, von dem hinter⸗ sten Rumpe. Er kann zwar mehr fassen: allein, man machet ihn nicht ganz voll, damit nicht ein Theil von dem Saamen durch das Schütteln und Anstoßen heraus falle. Die obere Oeffnung ist hier viel län⸗ ger, als bey dem andern. Dieser Rump wird durch einen Ring an seinem Orte befestiget, und dadurch verhindert, daß er sich nicht gegen die Enden zu bewegen kann. Der Ring ist auf eben die Art an den Kern an jeglichem Ende des Saamenkastens befestiget, wie der andere Rump, gemeldeter Maaßen, befestiget wird. Die besten Ringe, oder Räder, hiezu sind diejenigen, welche in der 1yten Figur beschrieben worden sind. Die an⸗ dere Art, die in der 16ten Figur beschriehen worden ist, und auch solche, die von Holze sind, können zu⸗ länglich seyn. In diesem Falle muß man aber be⸗ sorgt seyn, daß man das Loch am Ende des Rum⸗ pes groß genug mache, damit sich der Kern dadurch nicht abnutze, welcher sich, wegen seiner großen Länge, leichtlich bieget, oder durch die Ränder des Loches abgerieben wird. Dieses kann nicht anders vermieden werden, als durch die Dicke der Ränder, S 4 oder 25 280 Das W. Hauptst. Von der oder durch solche Ringe, wie in der Iꝛten Figur vor⸗ gestellet werden. Man machet zuweilen diesen Rump völlig einem gemeinen Kasten gleich, so, daß kein Theil von sei⸗ nen äußersten Enden unter den Grund desselben komme. Ia diesem Falle füget man an jegliches von seinen Enden ein schmales Bret, wie Pig. 23. Das Loch A in demselben kommt über den Kern; und das schmale Bret wird vermittelst einer Schrau⸗ be, und einer Schraubenmutter, dadurch an das obere Ende des Rumpes befestiget: vermittelst ei⸗ ner andern Schraube und Schraubenmutter aber durch das doch Can den Boden. Ein anderes schmales Bret von eben der Art wird auf gleiche Weise an das entgegen gesetzte Ende des Rumpes befestiget. Es halt diesen langen Rump gleichlau⸗ fend mit seinem Kerne, der durch die Löcher dieser beyden Breter, und durch den kupfernen Saamen⸗ kasten, gehet, welcher in der Mitten an den Boden befestiget ist. Man hat zwo Arten, den Saamen aus einem langen Rumpe in den Saamenkasten lau⸗ fen zu lassen. Die erstere ist, daß man ein Loch durch den Boden auf solche Weise schneidet, wie Fig. 14. gezeiget worden ist. Der andern kann man sich bey einem solchen Rumpe nicht bedienen, der so kurz ist, wie die Saamenkästen bey den hintersten Trichtern sind. In dem vordersten Rumpe aber, oder in solchen, die lang sind, kann man den küpfer⸗ nen Saamenkasten in einen dazu verfertigten Bo— den bringen, wie Fig. 24, wo ein Stück Bret, wie ab, an den vordern Theil des Rumpes, von einem Ende bis an das andere, befestiget ist: ein e 3 aber, 6 a0 f Rull 1 Wil 0 fate Bode 0 ig gn de ge Ode inden sib, Guan lach de tags der Me. di begde del, br B. f bffest suterse 0 n Nan u fl! Naeh Hel selgude trforder cet hn gen her macher. des C m 0 Mn Bay hy Len igur u. umvölig en in Theil von Gund desec man an jeg tet, wie big z lber den Ku elst iner Schrp dadurch an de : bermlkelst Ibenmutker abe Ein andes wird auß Gel Ade des Nun n Rump gehe ech die Löcher de kupfernen Sum itten an den Beh fen, den Ein Saumenkastr daß man ei sse schneidet, andern kann! t bedlenen, bey den hüt sten Rum! in man denfi u verfinigte n Stick Bh! Rump, bel 4 i ft. ene 1 Sämaschine für den Waizen. 281 aber, wie od, an den hintern Theil des gedachten Rumpes. Wenn der vorderste Theil des Saamen⸗ kastens unter das Bret ab kömmet: so wird er an dasselbe, bey e, durch eine Schraube befestiget. Der hinterste Theil od, wird bey k daran befestiget. Der Boden des Rumpes, der in der Mitten offen ist, wird mit dünnen Bretern g! befestiget, welche an die gemeldeten Bretstücken angefüget werden. Da die obern Flächen dieser Breter mit den obern Rändern des küpfernen Saamenkastens gleich hoch sind, und mit denselben gleich fort gehen: so kann der Saamen auf keine Art stocken, wenn er in das Falloch des Saamenkastens hinein kommt. Man mag sich nun bey langen Rumpen bedienen, was für einer Art man wolle: so muß doch der Boden an die beyden Seiten durch kleine Querhölzer befestiget werden, die ungefähr 4 Zoll im Gevierten haben. Der Boden, und die Seiten, sind mit Nägeln dar⸗ an befestiget, so, wie der Boden und die Seiten des hintersten Rumpes an die Hölzer befestiget sind, die sich an ihren Ecken befinden. Wenn man die Einschnitte in diesen Kern ma— chen will: so folget man der Art, die bey dem an⸗ dern Kerne gezeiget worden ist. Man muß aber folgendes bemerken. Die große Länge des Kernes erfordert, daß er um so viel dicker sey. Man ma— chet ihn daher 14 Zoll im Durchschnitte, da hinge⸗ gen der andere nur 15 Zoll beträgt. Deswegen machet man den Durchschnitt des großen Loches, oder des Cylinders von dem küpfernen Saamenkasten, um 3 Zoll größer, als bey den Saamenkasten eines hintern Rumpes. Ordentlich machet man noch ei— S3 nen 282 Das IV. Hauptst. Von der nen Einschnitt mehr in dem Umfange dieses Kernes, weil die halben Durchschnitte seiner Räder größer seyn müssen, als bey den hintersten Rädern, näm⸗ lich nach dem Verhältnisse der Dicke des Bretes, und der Enden von den Deichseln, welche sich zwi⸗ schen diesem Kerne, und der obern Fläche der bey⸗ den Pflugbalken, befinden. f Wir verfertigen alle unsere Kerne aus Eschen⸗ holze, ohne Knoten, und recht gerade. Wir ver⸗ langen nur in der Mitte dieses Kernes eine genaue Richtigkeit: denn wir fügen zu einem jeglichen Ende ein Stück Holz, welches gar keine solche Richtigkeit erfordert. Man siehet eines von diesen Hölzern an einem von den Enden bey aa, und das andere bey abb, Eig. 21. Sie sind daselbst durch vier platte eiserne Ringe befestiget, welche man über die hinzu gefügten Theile bringet, so, daß man sie unter die⸗ sen Buchstaben in der Mitten erblicket. Zwischen jegliches Paar dieser Ringe treibet man einen kleinen eisernen Nagel durch die Fugen bey od, um zu ver⸗ hindern, daß sich nicht die zusammen gefügten Hol“ zer an den Enden von einander begeben. Sind sie noch nicht feste genug: so befestiget man sie noch mehr durch Pflöcke, welche man zwischen ihnen, und dem Kerne, hinein treibet. 8 528 Dieser vorderste Rump wird durch den Kern gezogen: der Kern aber durch die beyden doppelten aufgerichteten Hölzer, B und C, zwischen deren Ga⸗ beln er gestellet ist, wie man in dieser Figur siehet. Der Raum zwischen den doppelt aufgerichteten Hol⸗ zern bey jeglicher Gabel ist gerade so groß, als der Durchschnitt des Kernes. Also ist gerade so viel 2 2 0 * 1 8 8 1 Raum 66 N 0 Ne Ede sahdies Hei ae w be. Ae Mdber U ag de ba, cd cet fg chen 253⁰ 3 un hauen Mer des ge e dy sedises Kerr Rider gie Adern, nah see des Bret wicht sch z ach der dz ae aus Esch ade. Wir do nes eine genan ieglchen End che Richglet sen Höͤern ar das andere d durch diet ple an über die h man sie ung h blickt. Zusch man einen fh ey ed, um p nen gefagee geben. Sid get man ste! chen ihnen,! dulch den K benden dong wichen dra dieset hure aufgehen de so doß, 9 it ade 5 Sämaschine für den Waizen. 283 Raum vorhanden, daß der Kern auf und nieder ge⸗ hen: nicht aber auf die Seite weichen kann. Der Rump, und der Kern, werden durch zween Ringe geleitet, oder in ihren Stellen erhalten, und also ver— hindert, daß sie sich nicht gegen die Enden zu bewe⸗ gen können. Einer von diesen Ringen ist bey e, und der andere bey k, In den Kern angeschraubet. Ein jeglicher von diesen Ringen gehet an die Ober— flächen der beyden Schenkel eines jeglichen zwiefa⸗ chen aufgerichteten Balkens auf denen Seiten, die dem Rumpe nahe sind. Diese Ringe verhindern es, daß der Kern, und der Rump, sich nicht gagen die Enden zu bewegen können. Indessen können doch die Räder, oder eines von ihnen, sich in die Höhe, oder herunterwärts, begeben, ohne daß sich eine von den Seiten des Pfluges in die Höhe begä⸗ be. Das Gegentheil würde geschehen, wenn die Ringe außerhalb der aufgerichteten Hölzer, an den Rädern, angebracht wären. Wir verfertigen diese Ringe ein wenig anders, als die übrigen, die sich an den Löchern herum dre⸗ hen. Sie müssen auch einen größern Durchschnitt haben, damit sie nicht zwischen die doppelten aufge⸗ richteten Holzer kommen, wenn etwan diese letztern schlaff, oder gekrümmet seyn sollten. Deswegen ma⸗ chen wir den Durchschnitt eines jeglichen wenigstens 24 Zoll groß. Wir verfertigen sie allemal von Hol- ze, und auf eine ganz besondere Weise. Wir be⸗ hauen nämlich ihre Ränder an den aufgerichteten Hölzern, weil diese Ränder eines von den Enden des Kernes verhindern könnten, sich ohne das ande⸗ re, in die Höhe zu begeben. Damit man sie 110 also 284 Das IV. Hauptst. Von der also verfertigen möge: so kann man einem Stücke Holz die Gestalt einer plat gemachten Sphäroide geben, die mehr breit, als lang; in der Mitte mit einem Loche von 13 Zollen versehen; und im Durch— schnitte, der ungefahr 3 Zoll beträgt, in zwo Hälften getheilet ist, wovon ee de von diesen Ringen hat. Diese Ringe müssen so an den Kern gebracht werden, daß ihre erhabenen Seiten an die daselbst aufgerichteten Hölzer kommen. Der Durchschnitt der vordersten Räder beträgt ungefähr 30 Zoll; und ungefähr 22 Zoll wird der Durchschnitt der hintersten Räder seyn. Der vorderste Kern muß so lang seyn, daß seine viereckichten Enden, E und F, weiter hervor gehen als die Achsen der Räder, damit Raum genug vor⸗ handen sey, die Räder an beyde Enden zu bringen, und verschiedene Reihen von Einschnitten für den Saamenkasten zu machen. n Man muß hierbey folgendes anmerken. Der vorderste Rump wird zwar von dem Kerne gezogen: der hinterste Kern aber von seinem Rumpe. Die Ursache der großen Entfernung zwischen den beyden vordersten Rädern ist nicht eben diese, daß sie die gegenwärtige Sämaschine besonders lei⸗ ten und bestimmen sollen. Die Sämaschine gehet nur auf den Saamenreihen; und es ist also hiebey nur eine gewisse Höhe der Räder nöthig, wornach sich derjenige richten könne, der die Pferde lenket, so, daß die Sämaschine einander gleich laufende Saa⸗ menreihen mache, wenn die Räder einander gleich laufen. Wenn aber diese Räder einander viel nä— her wären, als sie wirklich einander sind: so würden sie, 4 ehem Stüc n Syhärode der Mitte mi d in Durch⸗ ns Hüften digen Ringen Ken gebracht an die daselos. Räder betrag Zoll wurd der ey, daß seine Hervot gehe um genug ven den zu bringe, hhitten für der merken. De f Kerne gezogen Jump mung deischer iht eben diefe besondets l maschine geh s ist also hie nothig, wan ie Pferde dal ich loufende en er einander gie einander 10 U r sird o bi Sämaschine für den Waizen. 285 sie, ob schon die Entfernung über 6 Schuh betrüge, doch auf die nähesten Reihen ausweichen; sie könn⸗ ten die Sämaschine von dem Schritte des Pferdes ab und gegen eine Seite zu ziehen, so, daß dieselbe dem Pferde nicht gerade folgen könnte. Wären sie 6 oder 7 Schuh weit von einander entfernet: so müßten sie in den Furchen gehen, die sich an den bey⸗ den Seiten eines Bretes von 6 Schuhen befinden. Solchergestalt würde der Rump über das Bret kom⸗ men; dieses würde verursachen, daß die Räder über der Erde giengen; und also würde kein Saamen aus dem Grunde heraus gehen; es wäre denn, daß die Räder eine außerordentliche Höhe hätten. Wir verfertigen die Deichseln, G H, von Aspen⸗ Pappeln⸗oder Weidenholze, damit sie um so viel leich⸗ ter, und so dünne seyn mögen, als thulich ist. Je kürzer dieselben sind, um so viel genauer folget die Sämaschine dem Pferde, ohne daß derjenige, der da— bey hergehet, seine Hand dazu brauchen dürfte. Die vornehmste Beschäfftigung dieses Mannes bestehet darinne, daß er, mit einer Schaufel, zu verhindern suchen muß, daß die Schaaren, und die Zähne der Egge, nicht durch den Koch gehemmet werden mo⸗ gen, der sich an dieselben anleget; und daß er dar⸗ auf sehe, ob der Saame gleichförmig und richtig in die Furchen fället. Die vordersten Theile dieser Deichseln bey der Kette müssen einander so nahe seyn, daß zwischen ih— nen, und dem Pferde, sehr wenig, oder gar kein Raum vorhanden sey. Sie müssen folglich einander um so viel näher seyn, wenn das Pferd klein, als wenn es groß ist. Ich habe mich seit vielen Jahren, bey al⸗ len schinen für allerley Arten von Getraide zu oe 286 Das IV. Hauptst. Von der len meinen Sämaschinen, eines kleinen Pferdes be⸗ dienet, welches nur 13 flache Hände hoch war; und die vordersten Theile der Deichseln sind, bey der Ket⸗ te, 20 Zoll weit von einander. Bey g, an der äußern Seite der Deichsel G, befindet sich eine kleine Haspe, die daselbst hinein ge het, und woran ein eiserner Ring befestiget ist. An diesem hänget ein kleiner Haken, der in verschiedene Glieder der kleinen Ketten I, eingreifen, und den Vordertheil des Pfluges, auf verschiedene Weise, ent⸗ weder höher, oder niedriger, stellen kann. Man muß aber denselben so zu stellen suchen, daß die vor⸗ dern und hintern Schaare gleich tief in die Erde ein⸗ greifen. Wenn dieses geschiehet: so muß der vor⸗ dere Theil der Deichseln höher seyn, als die Bänder, woran sie befestiget sind. Bey h, in der Deichsel H, ist noch eine andere Haspe, woran das andere Ende der Kette befestiget ist. Man kann sich auch an statt der Kette eines Strickes bedienen, wovon das eine Ende durch diese Haspe gehet, und an die Deichsel befestiget wird. Hiezu kömmt ein Stück Kette von etwan 6 Glie⸗ dern, welches an das andere Ende eines solchen Stri⸗ ckes befestiget wird. Solches kann eben so wohl, als eine ganze Kette dienen, die Deichseln aufzuheben, und niederzulassen. Derjenige, welcher diesen Nachrichten zu Folge, eine Sämaschine für den Waizen verfertigen kann, wird auch leichtlich im Stande seyn, andere Säma⸗ gen. Er kann sie mit einer einzigen Reihe von Bre⸗ tergen versehen, und von den vordersten so viel, als er E at c batte ch tech dann bid ahn dcm! Shure E A n i b , de el disabst bach! Di Sinuf Body 9e C ber n eig Sue nach griffen fen nie g p. achet! la l, fin De 1 . 9 war; und bey der Ket⸗ Dichtl, ot hin ge dt. An berschiedene en, und den e Wese, ent n. Mun aß die vor⸗ le Erde elle ga det vot⸗ dee Dade, ch eine ander Kette befesigt er Kette enn nde durch diet sastiger wir. pan 6 Glie⸗ solchen Stri⸗ so wohl, at F aufppheber, ten zu Fach fertige e ander Ein ide 9 at Nahe af Bite fen pr b Sämaschine für den Waizen. 287 er will, in das Bret bringen. Dieses kann mehr, oder weniger, lang seyn, nachdem man es für dien⸗ lich erachtet. Zwischen jegliches Paar kann man auch noch einen Pflugbalken hinzu fügen, wie auch ein Bretgen, welches dem hintersten ähnlich ist. Als⸗ denn wird die Sämaschine zwiefach seyn, und zwo Reihen Schaaren haben. Mein Rath ist aber, daß man keine Sämaschine verfertige, welche mehr Schaaren hat, als in einer Breite von 4 Schuhen Raum haben; nämlich von dem äußersten Ende der rechten Seite an bis an das äußerste Ende der linken Seite. Denn wenn die Sämaschine breiter wäre: so könnten einige von den Schaaren auf die tiefen, oder holen Plätze des Erdreichs kommen, oh⸗ ne daselbst aufzutreffen, und der Saame, der alsdenn daselbst heraus fiele, würde solchergestalt auf allen solchen niedrigen Plätzen unbedeckt bleiben. Die Haupträder sind nothwendig für eine solche Sämaschine, womit man den Saamen auf ebenen Boden ausstreuet, damit jegliche Reihe ihre gehöri⸗ ge Entfernung behalte. Also können bey einer Sä⸗ maschine mit fünf Schaaren, womit man 8 Zoll weit von einander entfernete Reihen ausstreuet, vier Schaaren von den fünfen nicht fehlen, weil vier gleich große Räume zwischen den fünf Schaaren be⸗ griffen sind. Der fünfte Raum aber, der von au⸗ ßen nicht bestimmet ist, würde fast niemals gleich seyn, wenn er nicht durch die Haupträder gleich ge⸗ machet würde. Die Regel, wie man sie recht stel⸗ len soll, ist folgende. Wir berechnen zusammen die fünf Räume, die zu den fünf Reihen gehören. Dieselben betragen in allem 40 Zoll. Nun stellen wir EE 288 Das IV. Hauptst. Von der wir die Haupträder 80 Zoll, das ist, noch einmal so weit von einander, als die Räume groß sind. Ein jegliches Rad ist also gleich weit von der Mitte der Sämaschine entfernet. Da diese Mitte sich genau nach dem Schritte des Pferdes richtet, wenn man die Sämaschine umkehret: so wendet sich das Pferd auf die Spur eines von diesen Rädern, und machet sei⸗ nen Schrit gerade 40 Zoll weit von dem letztern Schritte. a Wenn man aber zwo verschiedene Gattungen von Saamen aussäet, nämlich eine Reihe spanisches Heu allemal zwischen zwo Reihen Gerste, welche letz⸗ tern Reihen 8 Zoll weit von einander entfernet sind; wenn man ferner die Gerste, durch den vordersten Rump, in die Furchen laufen lässet, die durch die fünf Schaare gezogen worden sind, den spanischen Heusaamen aber durch den hintersten Rump in die durch sechs Schaare gezogenen Furchen: so dür⸗ fen die Haupträder keine größere Entfernung ha— ben, als diejenigen, deren oben gedacht worden ist, wenn nur fünf Schaare vorhanden sind. Denn ei⸗ ne von den sechs Schaaren für das spanische Heu muß allemal in der zuletzt gezogenen Furche wieder umkehren, und also zweymal in derselben fortgehen. Sonst würde eine Reihe Gerste fehlen, wenn man die Scheidung mit der sechsten Schaar machete, und es würde keine Gerste dahin kommen. Dieses ist also eine beständige Regel, so oft man mit der Sä⸗ maschine zweyerley Saamen ausstreuet, nämlich die Reihen der einen Gattung zwischen die Reihen der andern, daß alsdenn an der Sämaschine eine un⸗ gleiche Anzahl von Schaaren seyn, und daß die eine Schaar 00 Cech Debt ue n ch wah de fag fl er bande Aan de aft one bie, Ann 5 000 Gan dbu a N Wade de Haß, peel nebst hn Lahes he oben, pid 20 f hu tere E d Na geg danse, inet Nam bine gad wie bie Pag nicht hein de Kifn s. Dies ga won dme die schäge 5 10 der „ach eiu ff sid. G ber Mitke dy lite sch gen enn man di Wa pferd und machet si⸗ u dem letztes ne Gattungen Jeshe spaniche e welche lh ferner satz den aide de I durch! det spanssh en Rump n urchen: o d Entfernung dacht worde sad, Den b seanisce Furche wied saben soktgehe gen, wem m gat machetz l hen. Dis van int de e elt, uch en di Nahen 0 water all! „ ö 80 Sämaschine für den Waizen. 289 Schaar zweymal in einerley Furche fortgehen muß. Die Entfernung der Haupträder muß alsdenn von der Reihe dererjenigen Schaare an gerechnet werden, deren Anzahl die kleineste ist. In diesem Falle muß man auch dahin sehen, daß jeglicher äußerer Saa⸗ menkasten nur halb so viel Saamen ausstreue, als einer von den innern. Denn sonst würden die Fur— chen der erstern, da diese zweymal auf einerley Ort kommen, zweymal so viel Saamen erhalten, als die übrigen. Wenn nur drey Schaare vorhanden sind, und dieselben so tief in das Erdreich eingreifen, daß der Saame dadurch Gefahr läuft, gar vergraben zu werden: so ist das beste Mittel, solches Uebel zu ver⸗ hindern, dieses. Man nehme ein dreyeckichtes Stück Holz, wie Fig. 25 und 26. Die eine Seite davon, nebst dem Nagel, womit es an den untern Theil des Loches befestiget wird, und dem spitzigsten Winkel oben, wird in der 25sten Figur vorgestellet. Die 26ste Figur stellet eben dieses Holz vor, und die hin. tere Seite desselben, a b, welche hinten an das Bret— gen angekagelt werden muß, und einerley Breite mit demselben hat. Der Boden, b e, ist die Breite des innern Raumes der Platten. Da der Winkel, C, hinten gerade in eben der Entfernung hervor gehet, wie die Platten: so kann die Höhe dieses Stückes nicht bestimmet werden, nämlich von a bis e: denn die Kästen sind manchmal großer, manchmal kleiner. Dieses Holz dlenet zu Ausfüllung des untern Theils von dem Kasten, so, daß der Saame, wenn er auf die schräge Seite dieses Holzes fället, an demselben hinunter in die Furche laufen könne, nachdem Erde 2 genug 2900 Das IV. Hauptst. Von der genug dahin gefallen ist, und die Tiese der Furche genugsam vermindert hat. Hierdurch vermeidet man die Gefahr, den Saamen zu vergraben. Wenn man sich der Sämaschine auf einem sol⸗ chen Felde bedienet, welches erhabene Plätze hat, und wo man bald aufwärts, bald niederwärts, ge⸗ hen muß: so bedecket man alle Kästen hinten, von ihrem obersten Theile an, bis 2 oder 3 Zoll weit von der Erde, um zu verhindern, daß der Saame nicht weit hinter sie falle, wenn man aufwärts gehet. Man nimmt hiezu ein Stück Leder, und nagelt es an die beyden Seiten eines Bretgens, so, daß die Mitte des Leders an den hintern Theil der Platten, oder des Kastens, gehe. Manchmal nimmt man hiezu auch Blech an statt des Leders. Wenn nun also ein jeglicher Kasten hinten ver⸗ schlossen ist: so kann man sich der Sämaschine auf solchen Hohen bedienen, die nicht sehr steil auf und nieder gehen. Wenn sie aber sehr steil sind: so saen wir dahin niemals etwas anders, als spanisches Heu, und zwar mit einer ausdrücklich dazu vobfertigten Sämaschine, die so leichte ist, daß man sie auf dem Rücken hinauf tragen, und hernach wieder herunter ziehen kann. Diese Sämaschine hat fünf bis sechs Bretgen in einer Reihe, und hinten die Egge. Die Schaaren sind sehr kurz. Die aufgerichteten Hol- zer an dem Rumpe müssen mehr gegen den Gesichts⸗ kreis, als gegen die Oberflache der Seite von der Höhe, senkrecht gestellet seyn, wenn die Sämaschine herunter gezogen wird. 0 be Wenn 0 ne Schung See Nan, u ere Num behal eue fn fert gpg * 1 0 Wi L cher de Since il. ad n bon 0 fl ter ssp ud! Auch zogen, pe 7 Soll pat. Haben isch eic, nen gl he belber de d ö Deche„ 0 Mun ale 1 Sämaschine für den Waizen. 291 fee der Fut ch bermeidet mw Wenn eine Sämaschine nur eine Reihe von abe Schaaren hat: so befestiget man die Egge mit den an tren!“ Schenkeln an die innere Seite der beyden äußersten 8 3 0 Bretgen, und zwar so nahe an ihre vordersten ler che 5e. Schultern, als moglich ist. Die Egge muß so viel Raum behalten, daß sie sich eben so auf und nieder bewegen kann, als wenn sie durch die Pflugbalken fort gezogen wird. fichawärts, 9 aten hinken, er 3 dal wer der Stam ft aufpättz ge JJ , und nage. 10 P Das V. Hauptstück. el det Wo 4 7 n Von der Sämaschine für die a. Steckrüben. r Kisen bite n der fünften Platte findet man alles„was zu % einer Sämaschine für Steckrüben gehöret. 10 fc fi Die erste Figur ist ein Pflug, der von der ech stil sabn Sämaschine für das Getraide wenig unterschieden ab panic ist. AA sind die beyden Deichseln. Diese sind 0 dezu ba von andern nur darinnen unterschieden, daß sie leich⸗ aß man se ou ter sind, und nur 2 Zoll im Durchschnitte hinter dem der Sima * sach wiede Querholze haben. Sie werden auf eben die Art ge⸗ ge hat fünf b zogen, wie die übrigen. Ihr Querbalken B, ist uten die E. 3 Zoll weit von dem Brete entfernet. Die Enden ie auge haben Einschnitte, sind dünne, und gehen durch die . gegn Deichseln. Außen an denselben werden sie durch ei⸗ che de S! nen Nagel befestiget, wie man bey aa siehet. Man wende Eil kreibet die Nägel dieses Querbalkens nicht durch die Deschseln, weil diese sehr klein sind, und man sonst besorgen mußte, die Locher mochten sie an diesen Org 4 T 2 ten 11 7 8 5 4 1 5 Git 202 Das V. Hauptst. Von der 11 1 5 ch, ten zu sehr schwächen. C ist das Bret. Dieses 110 11 ist 2 Schuh und 1 Zoll lang, 5 Zoll breit, und 18 1 9 0 Zoll dicke. D sind die beyden doppelten aufge⸗ Du — richteten Holzer, oder die beyden Paare von aufge: gh 14 richteten Hölzern. Sie stecken in dem Brete, und br N haben oben ihre Schultern. Ihre Füße sind auf n dn dem Brete angenagelt. Sie gehen z Zell hoch 81 über das Bret in die Höhe. Sie sind für ein Paar dee Haupträͤder erforderlich, wenn man Steckrüben auf ff einen ebenen Platz säet, um die Reihen gleichlau⸗ fi fend, und in einer solchen Entfernung von einander r zu machen, als man will. N s 90 ö Wir stellen zuweilen die doppelten aufgerichteen ens 64 Holzer eben so in die Sämaschine für den Waizen, 35 . wie diese hier gestellet sind. Wir machen den obern stähng 04. Winkel der aufgerichteten Holzer niedriger, wie man ddt bey bb und bb siehet, damit der Kern der Haupt⸗ Tuche 11 räder um so viel leichter in die Gabeln gebracht wer kähpfant 11 den könne. Dieser Kern wird durch zween Ringe haar 0 eben so an seinem Orte erhalten, und diese Ringe ane f sind eben so gestellet, wie bey dem vordern Rude du! der Sämaschine für den Waizen gezeiget worden ist. a ö Die Haupträder sind nothwendig, wenn man dum! einen ganz ebenen Platz besäen will: nicht aber bey 95 J A einem solchen Platze, der erhaben ist. 10 0 1 E ist der Pflugbalken. Er ist 2 Schuh= ll pe N lang, 4 Zoll breit, und 2 Zoll dicke. Er ist desde ⸗ r g gen so breit, damit die Schrauben, welche das Quer- ji holz F, daran befestigen, um so viel weiter von ein. 0 ander entfernet seyn konnen. Die Schrauben mu. 0 sen so nahe an die äußern Seiten des Pflugbalkens kommen, als möglich ist, und zwar in einer gleich großen bn dee 5 Brel. Die l btett, un doppelten ah Paare von al, dem Biete, re Füße side hen 1z Jill sind für enge n Steckrühnt Reihen glette ung von einas been dafgerte e ddr den N ir machen due r biedtige der Kern der Hebeln glhuß durch zurn 1 und del n borbern egit word; endig, wel wil: nächte n ist. ri z6 lf act. Erft ben, bit de o laat Descru ain de de Wi 9 el 60 5 0 Sämaschine für die Steckrüben. 293 großen Entfernung von jeglicher Seite des Quer⸗ bolzes. Durch dieses Mittel werden die aufgerich⸗ teten Holzer um so viel mehr befestiget, und sie kön⸗ nen sich um so viel weniger herum drehen. Der Raum zwischen dem Brete, und dem Querholze, betragt u Zoll; die Breite des letztern aber 27 Joll. Dasselbe wird Eig. 2. vorgestellet. Von den beyden aufgerichteten Hölzern K ist ein jegliches 12 Zoll lang, oder hoch; an den vordern und hintern Seiten 13 Zoll breit, und ungefahr Zoll dicke. Sie sind bey ab in das Quer holz ein⸗ gefüget, und an dasselbe angenagelt. Dieses Quer⸗ holz ist 105 Zoll lang, und in der Mitte, von o bis diz Zoll dicke. Ungefähr 1 Zoll weit aber an der innern Seite eines jeglichen aufgerichteten Holzes ist es 22 Zoll dicke, damit mehr Holz zu ihrer Unter⸗ stüzung vorhanden sey, und der Rump, wenn er an die dickesten Theile des Querholzes kommt, über den Trichter erhoben werden könne, damit die Gabel des küpfernen Kernes nicht daran stoße, wenn man die Schaar aus der Erde ziehet, und den Pflug um⸗ wenden will, indem hinter dem aufgerichteten Holze, worauf der Rump ruhet, etwas über 4 Zoll von der Breite des Duerholzes übrig ist. Der ganze Raum zwischen den aufgerichteten Hölzern beträgt 92 Zoll. Sie müssen auf dem Querholze vollkom⸗ men senkrecht aufstehen. Oben gehen sie spitzig zu, wie man bey e und k siehet; und solchergestalt kaun der Rump daselbst um so viel leichter angebracht werden. Der Trichter, das Bretgen, die Schaar, und der Kasten, sind völlig eben so beschaffen, wie bey 8.5 3 der 294 Das V. Hauptst. Von der der Sämaschine für den Waizen, oder doch nur we⸗ nig davon unterschieden. G in der ersten Figur ist eben so gestaltet„wie das vorderste Bretgen bey der Sämaschine für den Waizen, und so auch das übri⸗ ge, welches dazu gehöret. Es ist nur ein wenig niedriger, indem seine Höhe von dem Boden der Schaar an bis an den Pflugbalken nur 8 Zoll be⸗ trägt; und hernach sind auch die Platten des Ka⸗ stens etwas schmäler. Die Zunge gehet durch den Pflugbalken, und oben heraus, zwischen bem Trich⸗ ter, und dem Querholze. Sie ist daselbst mit ei⸗ nem Nagel befestiget, der durch sein Loch über den Pflugbalken gehet. Es ist nicht nöthig, daß Holz hinter dem Bretgen sey: denn der Trichter stecket nicht in dem Pflugbalken: sondern er stehet auf demselben. c Der Trichter wird besonders in der ten Figur vorgestellet. Er ist 2 Zoll tief, und hat oben 4 Zoll im Gevierten. Seine 4 Seiten gehen unten in ein Loch aus, welches, von a bis b 2 Zoll breit, und von o bis d fast i Zoll lang ist. Diese Lange wird in der Mitte durch den obern Rand einer küpfernen Röhre getheilet„wodurch das Loch in zween gleiche Theile gerheilet wird wovon jeglicher ungefähr Zoll im Gevierten beträget. Dieser Trichter wird an den Pflugbalken durch zwo hölzerne Schrauben befestiget, welche in zween von den gegen einander über befindlichen Winkeln desselben gehen, wie od Fig. 1. Also kann der Saamen aus dem Saamen⸗ kasten auf die rechte Seite des Trichters beg e fallen. Da dieser Ort e, von der Abtheilung ungefähr 2 Zoll weit entfernet ist, und sich in einer gleich gro⸗ ßen 9 nde a ch fur z ersten Figur i Vetgen bey d uc das in t nur ein ung dem Boden hy ur 8 Zoll Halten des f gehe durch dn hen bem Tith. daselbst mt e Joch üer he ig, daß Holz Uchte Net e Jeet er der Jen Ji W hat chen chen unte net 1 Jul bret, u Dae karge ui o eller flůpfan i wenn glg er ungefahr! t Vichter wi ere Schraube 1 gegen einm gehen, be s dem Saufsh ters bee fle lung gh; eint geh e 1 Sämaschine für die Steckrüben. 295 4* ßen Entsernung von den beyden Köchern befindet: so wird der heraus fallende Saame durch jegliches Loch in gleich großer Menge ausgestreuet. Der vordere Theil des vordersten Loches ist dem hintern Theile des Brekgens gleich. Der Pflug⸗ balken ist von einem Orte zum andern durchschnit⸗ ten, so, daß der hintere Theil des Bretgens, und der vordere Theil des Loches, welches durch den Pflugbalken gehet, nebst dem vordern Theile des Pflugbalkens, eine ebene Fläche bilden, wodurch der Saame, der dahin kömmt, bey dem hintern Theile des Bretqgens, durch den Kasten, auf die Erde fället. Derjenige Saame, der in das hinter⸗ ste doch kömmt, wird schief, und rückwärts, getrie⸗ ben. Dieses geschiehet durch einen Theil des Pflug⸗ balkens, und durch eine küpferne Rohre, die kurz und dünne ist, und deren Durchschnitt innewendig etwas über 2 Zoll betragt. Der Saame wendet sich hierauf rückwärts, und hier fänget die Röhre an, rund zu werden. Ihre Fuge befindet sich an dem hintersten Theile, damit der Saame, weil er seinen Weg nicht dahin nimmt, dadurch nicht auf⸗ gehalten werden moge. Das untere Ende dieser Röhre gehet auf der untern Fläche des Pflugbalkens aus, ein wenig hinter den Platten des Kastens. Man siehet diesen Kasten bey a, Fig. 4, wo er den Saamen in die Röhre A herunter fallen lässet, wenn dieselbe oben an dem gehorigen Orte mit dem Fa⸗ den, oder Stricke B, gezogen wird, der durch das Loch a bey b, in das Ende des Pflugbalkens gehet, und so daran befestiget wird, daß er sich in der Stel. lung befindet, wie man ihn bey f Fig. i. siehet. 1 4 an —... 8 296 Das V. Hauptst. Von der Man siehet die Gestalt dieser Röhre noch besser Zoll lang, und einen ganzen Zoll. Ihr unterstes Ende ist rund: das oberste aber, bey B, hat schräge Winkel. Wenn sie also hinaufwärts an ihren Ort gezogen wird; so berüh⸗ ren ihre Ränder die innere Flache des Pflugbalkens, und sperren das untere Ende der andern Rohre. e, aus dünnem in der sten Figur, bey A. Sie ist ihr Durchschnitt beträgt innewendig Sie ist eben so, wie die andere Röhr und geschlagenem Kupfer verfertiget. Die Ränder des Kupfers, woraus sie bestehet, sind hinten aus eben dem Grunde an einander gefüget, wie bey der andern Röhre. Bey b ist eine Kerbe„die in einen von ihren Rändern eingeschnitten, und aufwärts ge⸗ keßret ist. Dadurch wird der Strick, der gleich darunter befestiget ist, verhindert, daß er nicht hin. aufwärts schlupfen kann. Der Wirbel desselben C, der in seiner Hölung ungefähr 2 Zoll lang ist, wird ganz oben daran gefüget. Er bestehet aus einem Theile eben desjenigen Kupfers, welches an dem Ende der Röhre herum gebogen ist. D ist ein dünnes Stück Eisen, welches 2 Zoll reit, und etwas länger ist, als der obere Theil des retgens, woran sich die Röhre befindet. Dieses Stück ist mit einem Nagel befestiget, der durch ein Loch, bey E, durch das Bretgen gehet, gleich vor dem Kasten; wie auch durch ein anderes Stück Ei. sen auf der gegen über befindlichen Seite. Wenn die beyden Stücken also an das Bretgen angenagelt sind: so berühren sie den Pflugbalken mit ihren obern Rändern. Die Sin e l, 15 u i lch! bie Arete Aut Watt Ken e Dl Guumegs! me pk de bee e a tte Win wache ef tebung ke geht det Feuchte ferghe Hil gehe alen aaceͤche nig Sun cher sch Ungeziefe Die Egge an, bey bet er de eit zu treiben, lang, eher ng hese Jol lang 1 Benn sie 10 ö: so hen ö Mgbafth ndern Mohhe ds dünnem Di Rönder 9 hinten aug nie hey der dee in einen uswitts ge. n geich er nicht hn e desseben lang ist, ui het aus einem ches an din hes 3 Hol ur Thel bes et. Dieses der durch ein t, gleich dor es Stück bl ite. Num en angenget en m ge de Sämaschine für die Steckrüben. 297 Die Röhre wird mit der Schraube E befesti⸗ get, welche, wie die punktirte Linie F, durch das Loch G, wie auch durch den Wirbel C, und hernach in das Loch des Eisens gehet, welches gegen dem Hche Cüber ist. Alsdenn befindet sich die Röhre in der Stellung, wie man sie in der aten Figur siehet. An statt dieser Eisen nehmen wir zuweilen Höl⸗ zer, welche etwas breiter und dicker, und an das Bret⸗ gen angenagelt sind. Diese Röhre dienet dazu, daß sie die Hälfte des Saamens rückwärts leitet, damit er in die Furche komme, nachdem Erde darauf gefallen ist. Da sol⸗ chergestalt die Furche nicht sehr tief, und nur mit et⸗ was Erde bedecket ist, welche die Egge aufgerühret hat: so gehet diese Hälfte des Saamens, bey feuch⸗ ter Witterung, noch eher auf, als die andere Hälfte, welche tiefer in der Erde lieget. Ist aber die Wit⸗ terung trocken, wenn man den Saamen aussäet: so gehet die tlesste Hälfte zuerst auf, weil die Erde die Feuchtigkeit von dem Thaue an sich ziehet. Die⸗ jenige Hälfte des Saamens, die nicht so tief lieget, gehet alsdenn nicht eher auf, als bis der Regen sie angefeuchtet hat. Also entkömmt entweder derje⸗ nige Saame, der tief lieget, oder der andere„ wel⸗ cher sich an der Oberflache befindet, der Wuth des Ungeziefers. Die te Figur stellet einen hölzernen Zahn einer Egge an der Sämaschine vor. Sein Rand ab ist bey b etwas rund gemacht. Solchergestalt rührt er die Erde an den Seiten auf, ohne sie vorwärts zu treiben. Dieser Rand ist, von a bis b, 6 Zoll lang. Der Raum von b bis e, welches das 5 T 5 i 208 Das V. Hauptst. Von der ist, betragt 14 Zoll. Der hinterste Rand gehet von c bis d. Der Zahn ist oben 12 Zoll dicke. Die Dicke nimmt aber nach und nach ab, bis an e, wo er nur a Zoll dicke ist. Es sind um und um Seiten daran eingeschnitten. Der Zahn hat eine platte Zunge A, die durch ein Loch gehet, welches sich oben an der Egge befindet, und dessen Lange der Dicke der Egge gleich ist. Sie wird daselbst durch einen Nagel befestiget, der durch das Loch der Zunge über der Egge gehet, wie man in der 7ten Figur, bey a und b, siehet. Diese beyden Zähne befinden sich, mit ihren Spitzen, 8 Zoll weit von einander, und oben, gerade unter dem Obertheile der Egge, sind sie 63 Zoll weit von einander entfernet. Der vorderste Rand des Zahnes A, neiget sich ein wenig auf die linke Seite, wie sich hingegen der vorderste Rand des Zahnes B auf die rechte Seite neiget. In der 8ten Figur wird einer von den Schen⸗ keln der Egge vorgestellet. Bey a siehet man die runde Zunge, die durch den vordern Theil bis an die Schulter, oder den Einschnitt, gehet. Sie wird durch einen Nagel befestiget; und dieser gehet durch eines von den Löchern, gerade hinter dem Vor⸗ dertheile, welches daran herum gedrehet werden kann. Das andere Ende hat ein Loch bey b, wo⸗ durch es, mit einem Nagel, an den Pflugbalken be⸗ festiget wird. Die Lange des Schenkels, von dem Einschnitte a, bis an das Loch b, betragt 20 Zoll: seine Dicke aber 14 Zoll, und seine Breite 1 Zoll. Die beyden Schenkel zeigen sich in der 7ten Figur, bey COD. Sie sind unten, in der Mitte, gekrüm⸗ met, damit die Egge um so viel mehr Raum haben möge, 1 fh Gel bon ale fecit e fön , eg ar f f de be b N Ac dn Lauch n 10 dr c be, vo 9 at e Daß dM Velen d Stefi gehen, gen Sche befesthrt des Nag desc, 1 wat de lek, du gehen, den seh, ke, id Mun fe bey g hem Kan Tiles, oh her tat Rand gg n 12, Zoll di fach ah, bis g siud um urdg er Jahn hir ch gehet, wich o desen Langer ird daelöst dat as loch der Zan der en gt ahne beffthe t von eAnandet chele der Egge Aabernet. D. Ihe dich en we gegen det vordg e Seite neige. ger von den Ei u sschtk nn dern Thel 1 t, gehe. und deset e hinter dem 5 eedrehet w' i doch bey h. an Pfucheln enkel, dal b, bai, eine ate U e de Mt, J 1 — —— Sämaschine für die Steckrüben. 290 möge, sich aufwärts und niederwärts zu bewegen. Sie laufen einander gleich, und sind etwas weiter von einander entfernet, als die Breite des Pflugbal⸗ kens beträget, damit sie sich frey und ungehindert bewegen können, wenn eines von den Enden der Egge, wegen der ungleichen Lage des Feldes, nie⸗ driger zu stehen kommt, als das andere. f Die Egge wird an den Pflugbalken durch den eisernen Nagel, F g. 9, besestiget, welcher durch das Hoch in den Schenkel, bey 9 Fig. 1. gehet, wie auch durch den Pflugbalken, und durch den andern Schen⸗ kel, der sich auf der andern Seite des Pflugbalkens befindet, wo die Schraube an dem Ende des Na⸗ gels mit einer Schraubenmutter versehen wird. Dieser Nagel ist von dem Kopfe an„und in denen Theilen desselben, rund, welche durch den erstern Schenkel der Egge, und durch den Pflugbalken, gehen. Der ganze Theil aber, der sich in demjeni⸗ gen Schenkel befindet, woran die Schraubenmutter befestiget ist, muß viereckicht seyn. Da dieser Theil des Nagels folglich dicker ist, als der runde Theil desselben, und als das Loch des letztern Schenkels: so kann er sich daselbst nicht herum drehen. Denn wenn dieses geschähe: so würde die Schraubenmut⸗ ter, durch die Bewegung der Egge, gar bald los gehen. Indessen muß doch Raum genug vorhan⸗ den seyn, daß sich der Nagel in dem andern Schen⸗ kel, und in dem Pflugbalken, herum drehen könne. Man siehet diesen viereckichten Theil des Nagels bey a Fig. 9. Die Länge dieses Nagels, von sei⸗ nem Kopfe an, bis an das Ende des viereckichten Theiles, bey a, wo die Schraube sich anfänget, beträgt 300 Das V. Hauptstück. Von der betragt eben so viel, als die ganze Dicke der beyden Schenkel, und die Breite des Pflugbalkens. Wir stellen zuweilen die Schenkel der Egge um 2 Zoll weiter von einander, und machen jeglichen um 1 Zell dicker, namlich an ihren vordersten Enden gegen die innern Seiten zu, und indem wir sie um 5 oder 6 Zoll hinter ihrem eisernen Nagel länger machen. Diese Theile, welche dicker sind, und an den Pflugbalken gehen, halten den hintern Theil ei⸗ nes jeglichen Schenkels der Egge um Zoll weit von den Seiten des Pflugbalkens entfernet. We⸗ gen dieser hinzu gefügten Dicke betragt ihre Entser⸗ nung von einander nicht mehr 4: sondern 6 Zoll. Wenn man die Sämaschine von der Erde auf⸗ hebet, und sie herum drehen will: so ergreifet derje- nige, der solches thut, den Vordertheil der Egge, und hebet sie also in die Höhe. Die Schenkel der Egge gehen alsdenn an das Querholz, und unterstü tzen also zusammen die Last der Sämaschine. Wenn die Egge nicht tief genug eingreifet: so hänget man mitten an ihr Ende einen Stein, mit einem Stricke, der durch die Locher bey h gehet. Der ganze Pflug, und die Egge; ausgenommen die Deichseln, werden von Eschenholze verfertiget. Der Rump der Sämaschine für den Steckrü⸗ bensaamen ist von denenjenigen Rümpen gar sehr unterschieden, welche bereits beschrieben worden sind. Er bestehet in einem Kasten, der mitten auf den Pflug gesetzet wird, und dessen Theile insgesammt in der zehnten Figur beschrieben worden sind, wo er offen, und mit dem iunwendigen Theile oben, vorge⸗ stellet wird. F ist seine vordere Seite, die 57 Zoll tief, nt n 1 aol, e; bang, Wadi 0 fire f le ue b. de 4 Ge 1 D ung, hin n 6 f ande 1 130 uf fi ahr Gel Vu le Dek der be lugboalkens. felder Eggen machen Jegsch bundersten Eßer inden wir sen ien Nagel liz scker sind, unde hintern Thel e um 1 Zall entfernek. W. rag ihre Eile oudern 6 Zl. au der Ode ah vegehe de derthel derbe Die Scheit erholz, und uin Samaschnne genug enge, e inen Siet Locher bey K asgenomme gg versertggt. e sir den Sh »Nimmpen gu, crieben woc der mitm a u Thel le U woda ud, en Thul ch 0 re Oil, E Samaschine für die Steckrüben. 301 tief, und 62 Zoll lang ist. B ist seine hintere Seite, die der vorigen entgegen gesetzet ist, und gleiche Größe mit derselben hat. Ein jegliches von seinen Enden bestehet aus drey Bretstücken. Das eine davon, e, als das oberste, ist 3 Zoll tief, und 3 Zoll lang, so breit nämlich der Saamenkasten inne⸗ wendig ist. Wenn sich das Ende des Stückes C an seinem Orte befindet: so stoßet es an die punktir⸗ te Knie a b, an der vordern Seite von A: das an⸗ dere Ende aber an die punktirte Linie bey B, der an⸗ dern, a b, gegen über. Die vordere und hintere Seite werden mit vier Schrauben an dieses Bret befestiget. Das Stück D ist 24 Zoll breit, und eben so lang, als das Stuck O. Es wird unten an demsel⸗ ben mit zwey Schrauben befestiget. Alsdenn gehet es mit seinem Ende an die punktirte Linie da, und an das andere Bret gegen über, auf der Seite B. E ist das untere Stück dieses Endes. Es ist 12 Zoll breit. Eines von seinen Enden muß an die punktirte Linie o d kommen, und das andere an die punktirte Linie gegen über bey B. Das Stück D muß mit Schrauben an den obern Rand des Stü— ckes E befestiget werden, und der Boden, F, an den untern Rand bey der punktirten Linie e f. Die drey Stücken G HI, welche sich gegen D E über befin- den, gleiche Große haben, und auf gleiche Art ge⸗ stellet sind, bilden den andern Theil dieses Kastens bey g. In dem Boden, E, zeiget sich das Loch an der Oeffnung des küpfernen Saamenkastens. Die Gestalt und Größe dieses Loches erhellet aus den punktirten einen an den Seiten B C, kig. 9, 1555 a8 2 e 302 Das V. Hauptst Von der Das vordere Ende dieses Loches gehet fast eben so weit hervor, als das Ende der Achse der Zunge an dem kupfernen Saamenkasten. Das hinterste En⸗ de gehet so weit, als das hinterste Ende des Deckels. Der Grund, F, ist eben so lang, als D E, und die diesen Stücken gegen über befindlichen Theile. Er gehet an die punktirte Linie dh, an der vordern Seite A, und an die punktirte Linie B, die der vori⸗ gen gegen über befindlich ist. Die Länge dieses Grundes, F, ist die Breite der vordern Seite des Kastens; und seine Breite erstrecket sich von den äußern Rändern der Stücken E und! bis auf 32 Zoll. Alle Fugen dieser Stücken müssen gerade Winkel machen, und so verwahret seyn, daß kein Saame hindurch kommen könne. Sie bestehen alle aus Bretgen, die 2 Zoll dicke sind, den Grund aus⸗ genommen, welcher dünner ist. In der eilften Figur siehet man den Grund des Kastens, mit seiner untern Seite aufwärts gekehret. Der lichte Theil, A, ist das Bret im Grunde, wel⸗ ches die heyden Breter der Enden C und J. Fig. 10, bedecket. Die dunkeln Theile, E und C, sind die Wände, oder Seiten, D und I, Fig. 10. Bey a ist das vorderste Ende des küpfernen Saamenkastens, der mit Schrauben an dieses Bret im Boden bese⸗ stiget ist. Bey b ist sein hinterstes Ende, welches auf gleiche Weise befestiget wird. Da der äußere Rand der Seite des Saamenkastens mit dem Ran⸗ de des Bretes im Grunde gleich fort gehet: so zei⸗ gen sich das Ende des küpfernen Kernes, und seine Gabeln, bey C. 69 80 Gin! a 0 f 1 t ec r u S0 a dere 0 duch 0 e feniter da le rl, 0 W Weh st, vun fers sch welces! Ege dez Andtkes! Die G buch den Scher g . Due fen Hen bene L wurde. obern eden e den. J dis Sha gti: y cht sast chen bedr Zunge 1 du hne E. dne de Deckels ab 0 U, un zie Thült. dn ber vorders , de de pn Ie länge ditt dern Seite dt f scch bon den I uf 7 mͤͤsen gerode em, daß kes de dehnen il den rund ag f den Grunde ufwärts gefkhg im Grunde, und J Fg 10 C, find die 10. Beh a f Saamenkastent m Boden beh Ende, wach Da der au s mit dem q tt ght 6 erltz, ud ee Sämaschine für die Steckrüben. 303 In der zwölften Figur wird dieser Kasten auf seinem Grunde, an der hintersten Seite offen, vor⸗ gestellet. Bey a ist das Loch des Grundes, unter welchem der küpferne Saamenkasten mit kleinen ei⸗ sernen Schrauben befestiget ist. Diese sind an dem Kopfe viereckicht. Sie gehen durch den Grund, und durch die Locher, die an den beyden Enden des küpfernen Saamenkastens sind, und ihre Schrau⸗ benmütter sind unten. Die Nägel müssen alle Sei— ten der Locher in dem Kupfer berühren, um zu ver⸗ hindern, daß der Saamenkasten sich nicht auf die eine oder die andere Seite bewegen möge. A ist die vordere Seite des Saamenkastens. B ist die hintere Seite, welche hier herunter gesetzet ist, damit man das Innewendige des Saamenka⸗ stens sehen könne. C ist das Stück II, Fig 10, welches eine Art von einem Bretgen an dem linken Ende des Saamenkastens vorstellet. D stellet ein anderes ähnliches Bretgen an dem rechten Ende vor. Die Gabel des küpfernen Kernes wird unter ihm durch den Haken gebogen, der sich an dem Ende des falschen hölzernen Kernes befindet. Vermittelst dieser Bretgen bekommen die beyden falschen hölzer— nen Kerne Raum, weiter fortzugehen, ohne daß der obere Theil des Saamenkastens dadurch vermindert würde. E und F sind die beyden Enden von dem obern Theile des Saamenkastens, welche durch die beyden Stücken, G und C, Fig. 10, gebildet wer⸗ den. Wenn die hintere Seite, B, an die Enden des Saamenkastens gebracht, und daselbst befesti⸗ get ist: so ist dieser fertig. Wir 304 Das V. Hautstück. Von der Wir versehen diesen Kasten mit einem Deckel, welcher an der rechten oder linken Seste in Angeln ge⸗ het. Da dieser Kasten den küpfernen Saamenka⸗ sten auf seinem Boden in sich enthält: so muß er in die Mitte des Pfluggestelles kommen. i In der dreyzehnten Figur siehet man alle Stü⸗ cken, woraus der ganze Umfang des Saamenkastens bestehet. Sie sind so gestellet, daß man die innere Seite sehen kann. A ist die hintere Seite. Sie ist 18 Zoll lang, wenn man die hervor ragenden Theile, und alles übrige, mit dazu rechnet. Die Breite beträgt 6 Zoll. B ist die vordere Seite. Sie ist eben so lang, als die hintere, und 11 Zoll breit. Die 5 Zoll, um so viel sie breiter ist, als die hintere Seite, sind deswegen hinzu gefüget, weil die Trichter durch diese Seite, und durch die Stücken, welche daselbst angefüget werden müssen, gezogen werden, und eben dadurch auch der Pflug unterstü. tzet wird. Um dieser Ursachen willen muß diese Seite höher seyn, als die andere. C und D sind die beyden Enden, welche, ohne ihre hervor ragenden Theile zu rechnen, 6 Zoll lang, und auch 6 Zoll breit sind. E und F ösind die beyden Stücken, wo. von jegliches 6 Zoll lang ist, und deren Enden an der vordersten Seite an die punktirten Linien gestel⸗ let werden müssen, welche den vorigen gegen über befindlich sind. Die Breite eines jeglichen von die⸗ sen Stücken beträgt 4 Zoll. Wenn dieselben an ih⸗ ren Stellen sind: so sind ihre untern Ränder gleich hoch mit dem Boden des Kastens. Sie dienen da⸗ zu, daß sie die Enden der Kerne unterstützen, welche durch ihre Locher gehen, nachdem ein jegliches durch das Si tut Dugee din d mi bp ö win, die Di Belt, Di ume Hoden e iber d A W duch nur 5 ban, lle. ig nn garden sud, Dee B. fer gangen der Eider, sind: su fte beölhrnn C it, e zu af i get. Dae yu Gestele hen punkte der sernung wn 3 J0l bernd für ar hi geln mist, fol. Dee e iber der vun Wu Sämaschine fur die Steckrüben. 305 ii einen Da das dazu bestimmte Loch des Kernes gegangen ist. ate n Anden Das ganze Gestelle bestehet aus Bretern, die Zoll buen Saane, dicke sind. Die Enden, C und D, sind noch ein— a nu erh mal so dicke, weil an jegliches Ende ein anderes Bret fen hinzu gefüget wird, wodurch sie innewendig bedeckt mal Ei werden, die hervorragenden Theile ausgenommen. s Samenkaste Diese Breter, welche eine solche Verdoppelung der aß man die nm Dicke ausmachen, werden so angenagelt, daß die re Seit. 8. Holzadern eine gegenseitige Richtung haben, und hervor ren uber das Bret am Ende quer hinüber gehen, ent⸗ 1 techn, I weder in rechten, oder in schiefen Winkeln. Da⸗ bare Sin durch werden die Löcher verhindert, daß sie sich nicht ue, und u J spalten können, und sie erhalten dadurch eine dop⸗ Wöte N. as pelte Dicke. Daher wird der Kern um so viel we⸗ agg, wel niger abgenutzet, wenn keine kupfernen Ringe vor⸗ durch die Sith handen sind, welche da hinein gehen. müssn, g Die Breter in der Mitte E und P, sind in ih⸗ en Pflug um rer ganzen Fläche doppelt, eben so, wie das innere ollen nuf!“ der Enden. Wenn beyde an ihren Ort gestellet „ Cudbz sind: so stecket man durch alle vier Breter einen 1 hewor ta bölzernen Cylinder, dessen Durchschnitt eben so groß and auch 6 ist, als der Durchschnitt der Löcher, um sie gerade en Sticken, zu erhalten, indem man sie an ihrem Orte befesti⸗ 2 6 dea ger. Die punktirten Linien werden ganz um das n Gestelle herum gezogen, nämlich durch die Mittel. punkte der Locher, und in einer gleich großen Ent⸗ fernung von dem Grunde des Gestelles, welcher und 2 Zoll betragt. Sie dienen, anzuzeigen, in was für einer Höhe man die Ränder, C und I, anna— geln müsse, an welche der Saamenkasten kommen Die Entfernung, in welcher die Oberfläche über der punktirten Linie seyn muß, ist der halbe U Durch⸗ ten nien geh rigen gegen k jeglichen un 5 in dieselben ern Räte gi Eb dene tersihen nt eh he de 6 jj. ͤ 6 ß 8„ * 306 Das V. Hauptst. Von der Ei — 4 Durchschnitt des küpfernen Kernes. Die Dicke des Eb ö küpfernen Kastens über dem Kerne, oder, damit Webel 1 wir einerley Sache nur mit andern Worten wieder⸗ 1 9 ö N holen, die Entfernung zwischen dem Mittelpunkte fin du 0 des großen Loches in dem küpfernen Saamenkasten, Fiege 1 und zwischen der obern Flache des Falloches, be⸗ au bft 14 6 trägt 2 und Zoll. Nun ziehet man über die pun⸗ Fund e ö ktirte Linie eine andere Linie, die ihr gleich läuft, und tobi einerley Entfernung mit derselben behält. Alsdenn dite nagelt man, an dieser Linie, den Rand mit dem dm ihn ö obern Ende zusammen. Wenn nun dieser und der; w, a U gegen über befindliche Rand auf solche Weise gestel““ chr let sind: so halten sie den Kasten, und die Achse des ö 00 d 1 ö Kernes von dem Saamenkasten, in eben der Höhe, ede 5 ö in welcher sich die Mittelpunkte der Köcher des Ge. N 1 stelles befinden. Wenn also diese Locher mit der“ Jg n 8 vordern und hintern Seite des Gestelles gleich lau⸗ fu ge fen, und gleich weit von diesen Seiten entfernet sind: an e wenn ferner die Achse des küpfernen Kernes eben. e eg 09 falls mit den gedachten Seiten gleich läufet, und ved 10 überall gleich weit davon entfernet ist: so werden Hine, alsdenn, wenn der Saamenkasten an dem Orte sei. 0 N ner Ränder herunter getrieben wird, und die fal. deaf de schen hölzernen Kerne in ihre Locher eingefüget wer, A df den, ihre Achsen, wie auch seyn soll, sich mit dem falt uud 5 küpfernen Kerne in einer geraden Linie befinden. sch bt U Die vierzehnte Figur stellet das offene Gestele der gung . vor. W ist die hintere Seite, welche hier liegend ez nd vorgestellet wird. B ist die vordere Seite in ihrer Dahek gerade aufgerichteten Stellung. C ist das vier. unde eckichte Ende des linken falschen Kernes. 0 auben, muß daran ein Rad fügen, welches bis an fene algen f f Schultern 1 Vn her 8. Die Dick eule, oder, dy m Worten y dem Mitteln nen Sama des Falbche, man über di iht glich kuf behalt. Je en Rand nun dieser xl sosche Weißen und die Ach chen der der Ocher d ese Löchtt n Gestelle Seiten eki pfernen Katz n gläch lf net ist. fe en an dem wüd, und er eingesig n soll, schz n Ani bed t das affe! 5 welche 1 9 idee E00 9 0 C it 1 Wen cs be, 1 Sämaschine für die Steckrüben. 307 Schultern gehet, und sich ganz nahe an den Enden des Gestelles befindet. Dieser Kern, der 12 Zoll im Durchschnitte hat, wird durch zween Ringe an seinem Orte erhalten, und also verhindert, daß er sich nicht gegen die Enden zu bewegen kann. Einer da⸗ von befindet sich bey a, und gehet an die innere Selte von dem Ende des Gestelles. Der andere ist bey b, und gehet an die linke Seite des mittel sten Bretes. D ist das viereckichte Ende des an—⸗ dern hölzernen Kernes. Daran muß ein Rad kom⸗ men, auf gleiche Weise, wie an das andere Ende. Weil aber der Kern auf der rechten Seite den küpfer⸗ nen Kern durch seinen Haken herum drehet, der in die Gabel hinein gehet: so sollte er auch küpferne Ringe haben, wie diejenigen sind, welche man Pl. 4. Eig. 17, beschrieben siehet. Ein Theil von die— sen Ringen gehet ungefahr 2 Zoll weit in das Loch am Ende, und in der Mitte des Gestelles, wenn sie feste genug an den Kern angeschraubet sind. Er verhindert also das Reiben zwischen dem Holze des Kernes, und dem Holze der Löcher, welches sonst zu besorgen wäre. Durch dieses Reiben würden sich beyde Theile abnutzen, und mit der Zeit würde der Kern in seinen Köchern locker werden. Solcherge⸗ stalt würde es geschehen, daß die Achse des Kernes sich von der geraden Linie entfernete„ welche sie mit der geraden Linie des küpfernen Kernes machen soll— te; und sie würde mit ihr einen Winkel machen. Der Haken würde alsdenn„bey jedesmaligem Her— umdrehen der Räder, seinen Ort in der Gabel ver— ändern. Und wenn das boch zu sehr abgerieben und abgenutzet wäre: so konnte der Haken an der Gabel 1 locker r 308 Das V. Hauptstück. Von der locker werden. Wenn hingegen das Loch die gehöͤe tige Dicke hat, und die Holzfasern bey jeglichem Lo⸗ che einander durchschneiden: so verlaufen viele Jah⸗ re, ehe die Löcher so groß werden, daß solches ge— schehen konnte, wenn man sich auch nur hölzerner Ringe bedienet. Die Ringe an dem linken Kerne können gar wohl von Holze seyn. Denn es ist kein großer Schade, wenn er auch locker wird, indem er nur zu Unterstützung dieses Endes von dem Gestelle dienet. Wenn man aber solche küpferne Ringe an dem hintersten Rumpe der Sämaschine für den Waizen hat: so kaun man dieselben von hier weg⸗ nehmen, sie an diese Kerne fügen, und sie hernach wieder an die Sämaschine bringen, wenn solches nö⸗ thig ist. Denn man bedienet sich sehr selten, oder wohl gar niemals, zu gleicher Zeit der Sämaschine für den Waizen, und auch der Sämaschine für die Steckrüben. E ist der eiserne Haken, der in den falschen Kern gestecket wird, so, wie man bey H, Pl. 3. Fig. 5. siehet, um den küpfernen Kern, vermittelst der Ga⸗ bel, herum zu drehen. Man muß sich aber hüten, daß das Ende dieses hölzernen Kernes dem Ende des küpfernen Kernes nicht weiter, als etwan 2 Zoll, nahe komme. Denn wenn der innere Ring locker wird: so könnte der hölzerne Kern an den küpfernen Kern so sehr andrücken, daß er den Saamenkasten von dem Holze herunter stoßen würde. Der Saa⸗ me könnte alsdenn zwischen dem Kasten, und dem 1 8 herausgehen, woran der Kasten befesti— get ist. Wenn Gi nd d N e 1 Wi ah kane fe We Aba Kaen ta, uit ud buch! Cie 6 0 og ume Dr Hordan Auun büigen, che den g zun Dee ase den Nn ale. J Höher wird er warden 05 den und!, ö M der fu Vn üer is Lac die gh bey segichen; fn vice dh , daß sulchz 0 uch nun fh dem ih Ke Dum wssich er wic, siden von den Gesch spferne Nag naschine süt n von Her m. und se den „Wenn sache 9 dchr seken, eit der Sun Sämaschne fl in den faschg h H,. bonmitelt! 6 scc aber dernes dem as dtwan z innere Rin an den ki den Sum bürde. Du, m Kast, 1 de Keen Sämaschine für die Steckrüben. 309 Wenn die hinterste Seite, A, an die mittelsten Enden und Breter angeschraubet wird; wenn sol chergestalt der Kasten herunter auf das Gestelle ge⸗ trieben wird; an den Rändern, wovon geredeteer⸗ den ist, aufstehet; und sich in einer solchen Entfer⸗ nung von jeglichem Ende des Gestelles befindet, daß der Saame, gemeldeter maaßen, an der Seite des Trichters herunter fallen kann: so wird alsdenn der Kasten an seinem Orte durch eine Schraube erhal⸗ ten, welche durch den hintersten Theil des Kastens, und durch den hintersten Theil des Gestelles gehet. Der Einschnitt, P, ist in den Boden der hintersten Seite des Gestelles, an den Boden des Randes, gemachet, damit man es sehen könne, wenn der Saamen in den Trichter fället. Der runde Einschnitt, G, ist in den Boden der vordern Seite des Gestelles gemacht, damit so viel Raum vorhanden sey, daß man die Hand hinein bringen, und die Schraube herum drehen könne, ohne den Rump von den aufgerichteten Hölzern hin⸗ weg zu nehmen. Dieser Kasten, und das Gestelle, machen, wenn sie solchergestalt mit einander verbunden sind, den Rump bey der Sämaschine für die Steckrüden aus. Dieser Rump wird durch zwey ausgehölete Hölzer gezogen und geleitet. Durch eben dieselben wird er auch an den Pflug befestiget. Diese Hölzer werden an der äußern Seite des vordern Theiles von dem Gestelle angeschraubet. Ihre Enden, 11 und I, zeigen sich ein wenig uber dem Gestelle. Man siehet eines von diesen holen Hölzern in der funfzehnten Figur. Die Weite ihrer Hölung U 3 muß 4 — 8 5 310 Das V. Hauptstück Von der muß sich nach der Breite der aufgerichteten Holzer richten, welche 14 Zoll beträgt. Man muß aber die Hölung ungefähr um 1 Zoll weiter machen, weil das Holz aufschwillet. Die Tiefe der Hölung muß eben so groß seyn, als das aufgerichtete Holz dicke ist, welches hinein kommen soll. Ungefähr 2 Zoll wird hinzu gethan, wenn ewan das Holz aufschwel⸗ len sollte. 55 Die Hölung muß in der Mitte tiefer seyn, als an den Enden. Denn das aufgerichtete Holz muß an nichts anliegen, außer etwan an die obern und untern Ränder des Gestelles. Ob schon die Enden dieser Hölzer etwas höher sind, als das Gestelle die— ses Rumpes: so glaube ich doch, es sey besser, wenn diese holen Stücken nicht höher sind, als der oberste Theil des Rumpes, und auch nicht weiter herunter gehen, als bis an den untersten Theil des Gestelles. Folglich ist es nicht nöchig, daß die Länge eines jeg⸗ lichen von diesen Hölzern uber 12 Zoll betrage; denn dieses ist gleich die ganze Tiefe des Gestelles. Da⸗ mit das Holz an den Seiten der Hölung zu den B chern a a a a zureiche: so muß es ungefahr 2 Zoll breit seyn. Die beste Art, solche hole Hölzer zu befestigen, ist diese, daß man solches zu der Zeit thue, wenn die aufgerichteten Hölzer innewendig sind. Man bringet alsdenn ein kleines Stück Holz an jegliche Ecke der Hölung, zwischen das aufgerich⸗ tete Holz, und die Seite der Hölung, damit kein Raum mehr von einer Seite des aufgerichteten Hol⸗ zes bis an die andere sey. Man befestiget sie als⸗ denn so, daß sie mit den Enden derselben gleich lau— fen, und überall gleich weit davon entfernet seyn n mögen. el . 51 ka h cen 0 0 Sin E. nid e 1 Sb Udet f fit 00 1 ht hie cht! e fete ut, rd E U N der het ie Beal gut n der le tat 1 90 lden wache aan Nur ahtern c Nun muß 1 welt macher gz ed Hal c richter g ge gig us Hasche e liestt sah, 0 iche eh n an die obern y schon die E dos Gefell! 8 se dee) „dds der ch icht weile zn Weil des Ge die zänge eit, Zl ena es Gestelce,! Hölung zu xy i ulgefaht ge hole Hal sches zu det; dolhet innere deines Stig chen das aufe lung, Haut“ ausgericher) n befishrs derscben gel, goon ent 1 0ů— Sämaschine für die Steckrüben. 31 mögen. Ein jegliches hole Holz hat dazu vier klei⸗ ne Schrauben, namlich bey coc e, hernach bey dd, und endlich zwo solche Schrauben unten. Die Kö⸗ pfe dieser Schrauben stecken in dem Gestelle, und ih⸗ re Schraubenmütter befinden sich haußen an den holen Hölzern. Hierauf nimmt man die kleinen Stü⸗ cken Holz weg, welche dazu dieneten, daß sie die aufgerichteten Holzer in der Mitte der Hölungen se⸗ ste hielten, indem man die Hocher für die Schrauben machte. Alsdenn ist der Rumpf der Sämaschine für die Steckrüben fertig. Man kann ihn nun⸗ mehr brauchen, so, wie er auf die aufgerichteten Höl⸗ zer, A B, Fig. 10. gestellet ist. Aus dieser Figur kann man sich die ganze Sämaschine für die Steck⸗ rüben vorstellen, so, wie sie sich demjenigen vorstellet, der hinter ihr hergehet, wenn ein Feld damit besäet wird. Nur hat diese Figur nicht die doppelt aufge⸗ richteten Hölzer, auch nicht die Haupt oder Fur⸗ chenräder, weil man sich derselben niemals zu Aus⸗ säung des Steckrübensaamens bedienet, außer auf solchen Feldern, die ganz eben, und schnur gerade, sind; welches aber selten zutrifft. 5 Die Räder an diesem Rumpe sind, in Ansehung ihres Umfanges, 25 Zoll weit von einander entfernet. Betrüge ihre Entfernung mehr: so würden sie nicht gut in den Furchen gehen. Wären sie aber einan⸗ der naher: so würden sie den Pflug nicht so gut un⸗ terstützen, daß sich nicht ein Rad von der Erde in die Höhe heben sollte, wenn die Deichsel gegen über niederwärts gienge. Wäre es nun dasjenige Rad, welches den Haken herum treibet: so würde kein Saamen heraus fallen, indem das Rad über der 1 4 Erde 5 * 32 Das V. Hauptst. Von der Erde erhoben wäre. Wir bedienen uns zu dieser Sämaschine zuweilen solcher Räder„die 26, zuwei⸗ len auch solcher, die 30 Zoll im Durchschnitte haben; oder wir nehmen dazu eine mittlere Anzah.Zolle zwi⸗ schen 26 und 30. Das beste Holz für einen Rump, er sey von was für einer Art er wolle, ist Holz von Nußbäumen, oder Ulmen. Die Pflugbalken, und die aufgerich⸗ teten Hölzer, werden von büchenem Holze ver⸗ fertiget. Durch Schrauben im Holze verstehet man eine kegelförmige Art von Schrauben, die von Eisen ver⸗ fertiget, und unten, wo man sie in das Holz hinein schraubet, sehr lang sind. Ihre Spitzen gehen in weiches Holz von sich selbst hinein, ohne daß man nöͤ⸗ thig hätte, erstlich Löcher da hinein zu bohren, wo sie hin kommen sollen. An den Köpfen sind sie rund, und nicht schraubenförmig. Dieser Theil muß alle⸗ mal in einem Loche stecken, welches man mit einem Zwickbohrer in den Theil des Bretes machet, wohin die Schraube kommen soll. g Wenn die aufgerichteten Holzer, durch die Feuch⸗ tigkeit, sehr aufschwellen: so thut man wohl, wenn man sie mit Seife 1 Säet man mit der& ämaschine zu einer solchen Zeit, wenn es sehr windig, und der Rump über dem Trichter erhaben ist: so kann der Wind leichtlich den Saamen darüber hinweg blasen, wenn man nicht besorgt ist, ihn dagegen zu sichern. Man be⸗ festiget ein Stück Leinerhand um die Enden, und an die vordere Seite des Rumpes; oder man hänget ein Stück von einem alten Hute, oder Schuhe, um de ö N 0 Sie 10 Etuß 10 fing 10 80 1 chice ß I at in e han Aubert, fen R. 116. ö An ier en ung zu ier„de 2h, un dünne bal 00 uch ole Ac ton pg dan Rusdzume d eat benen ih berstehet mn die bon Esen das Holz h Sytzen geht ohne daß mm in zu bohtey öpfen sind sen ice Thel wic hes man man reles mache ch, durch died man oh, ge zu einer seh Rump übe r Wind lach lasen, zen mn schern, Abe die Em ud che kun hi ohe bu b 1 Sämaschine für die Steckrüben. 313 die Ränder des Trichters, damit dieser dadurch eine größere Höhe bekomme; oder, wenn der Rump sehr weit über den Kasten stehet: so nagelt man einen Schlauch, oder eine Röhre von Leder an den Boden des Holzes von dem Saamenkasten. Diese Röhre ist im Grunde ungefähr! Zoll weit, und sichert also den Saamen vor dem Winde, bis er in den Trich⸗ ter gekommen ist. Will man einen langen Rump haben, um ver⸗ schiedene Reihen Kleesaamen auf einmal auszusäen: so muß man so verfahren, daß jeglicher von diesen falschen hölzernen Kernen zween oder drey küpferne, oder eiserne Kerne herum drehe. Alsdenn muß nun, wenn ein Rump für mehr als eine Furche Saa⸗ men liefern soll, ein jegliches Rad sich frey, ohne das andere, bewegen können, wie man bey dem hinter⸗ sten Rumpe der Sämaschine fur den Waizen siehet. **„***„ K* K* Kk******** Das VI. Hauptstück. Beschreibung eines leichten Pfluges, dessen wir uns zu Pflügung der Holzplätze be⸗ dienen, und den man auch alsdenn brauchen kann, wenn man zwischen den Getraidereihen pflügen will. er hintere Theil dieses Pfluges ist vollig dem 8 hintersten Gestelle der Stürzpflüge gleich, deren man sich in der Landschaft Gatinois bedienet; ausgenommen„ daß alle Theile desselben leichter sind. U 5 A B, 314 VI. Hauptst. Beschreibung AB, Pl. 7, ist der Grengel, oder Pflugbalken. A ist dasjenige, was man die Sohle nennet. Der Theil des Grengels von dem Seche, bis an B, ist rund; das übrige, bis an A, hat acht Seiten. C ist das Sech, welches durch Keile in dem Grengel befestiget wird. Bey dem Seche wird der Grengel durch zwey eiserne Bänder verstärket. D ist der Sterz, durch den unten der Grengel gehet, und dessen unterste Enden an einem Stücke Holz, A E, zusammen gefüget sind, welches man das Scept nennet. Ueber E, bey F, gehet dasselbe spi⸗ tzig zu, um der eisernen Schaar Raum zu machen, welche bey F an die Spitze des Sceptes hinan kömmt. i G sind die Seitenhölzer, die aus einem Stücke Ulmenholze, in Gestalt einer Gabel, verfertiget wer den. Ihre beyden Seiten, oder Aerme, werden durch einen hölzernen, oder eisernen, Nagel zusam⸗ men gefüget, wie man bey E auf der linken Seite siehet. Der Theil, wo die beyden Aerme wieder zusammen kommen, bedecket die Schaar bey G. Also gehet die Mitte der Schaar gerade zwischen das Scept, und die Seitenhölzer. 6 U ist ein Stück Holz, welches vorne wie ein Messer ausgehet. Oben gehet es in den Grengel, und unten in das Scept. Man nennet es Scie, oder die Säge. H ist ein Bret, welches wie der Flügel an einer Mühle krumm gebogen, und an die rechte Seite des Pfluges gestellet ist. Man nennet es den Schild, oder Stürzer, oder das Streichbret. Es dienet dazu, daß es die Erde, die durch das Sech 1 zer⸗ Abe 90 fc o c af Db 0 An Sat h nich uf .d, Olle 0 im e wache man hut ug iim 1 dien de di BL Luhe bia fen d g Dfugbalt net, D. 5 an l. f den. dale in den che widder fk. dr Greng/ inen Stift hes man de daselbe fit u mage tes Haan en Sfcz fert rg Ame, heün Nut ad faken Sie erm fh r heyG. J zischen une wie! den Grass let es G e Figl jetechte bl met es U schbrel, ch daß 2 b eines leichten Pfluges. 31 zerschnitten, und durch die Schaar aufgeworsen ist, auf die rechte Seite hinüber stürzet. Unter H siehet man ein Stück Holz, welches da⸗ zu dienet, daß es das Streichbret in der Mitten un⸗ terstütze, und verhindert, daß der Druck der Erde es nicht auf die Seite der Schaar umstürze. Von E bis A siehet man ein eisernes Band, wel⸗ ches man das Sohlblech nennet. Es ist an das Scept befestiget, und verhindert, daß dieses sich nicht zu sehr abnutzen kann, wenn es beständig auf der Erde hingezogen wird. Diese allgemeine Beschreibung scheinet zuläng— lich zu seyn. Denn ich glaube, daß man sich, ohne Unterschied, aller Stürzpflüge bedienen könne, die in verschiedenen Landschaften gebräuchlich sind, wenn man nur das vordere Gestelle, und die Räder hin⸗ weg nimmt, und sich dafür zwoer Deichseln bedie⸗ net, die ungefähr so eingerichtet sind, wie diejenigen, die wir jetzo beschreiben wollen. K L sind zwo kleine Deichseln, die durch das Querholz, MN, in einer bequemen Entfernung von einander gehalten werden, damit man daselbst füg⸗ lich ein Deichselpferd anspannen könne. i OP ist ein Querholz, oder eine Art von einem Hepar. Es lieget auf den Deichseln auf, und ist auf denselben durch zween eiserne Nagel befestiget. Auf diesem Querholze ruhet auch das Ende des Grengels. Es ist klar, daß der Pflug weiter in das Erd⸗ reich eindringet, wenn man dieses Hepar dem Quer⸗ holze, MN, näher stellet; und daß hingegen die Schaar nicht so tief eindringen kann, wenn man es von . 8 1 1 1 4 1 1 316 VI. Hauptst. Beschreibung von dem Querholze mehr entsernet. Man kann daher, nach Belieben, die Schaar bald mehr, bald weniger, eindringen lassen, wenn man nur die Stel. lung des Hepars verändert. Und dieses kann gar leichte geschehen, wenn man Nägel in andere Locher bringet, die sich in den Deichseln befinden. f KRist der Hals dieses Pfluges. Der Gren, gel gehet in denselben durch eine runde Oeffnung hin— ein, und kann sich also bald auf die rechte, bald auf die linke Seite wenden. Allein der Grengel kann nicht aus dem Halse heraus gehen, weil er durch ei⸗ nen eisernen Nagel zurück gehalten wird, der an der 1 85 auf einem beweglichen Holze, oder Eisen, ruhet. Dieser Hals bestehet aus zwey Hölzern, welche halbe Cylinder vorstellen, und durch zween Schrau⸗ benwirbel an einander befestiget werden. Durch zween andere Schraubenwirbel, QR, wird dieser Cylinder an das Ende der Deichseln befestiget. Man siehet, daß der Cylinder, da er sich an sei— nen Enden, vermittelst der Schraubenwirbel, herum drehen kann, dem Grengel die Freyheit lässet, ver⸗ schiedene Wendungen zu machen, damit die Schaar entweder mehr, oder weniger, in das Erdreich ein⸗ dringe. Und da der Grengel sich in seinem Halse herum drehen kann: so kann man den Pflug bald mehr, bald weniger, auf die rechte, oder linke, Seite lenken. Dieses ist auch nothwendig, wenn man gut pflügen will. Mit diesem Pfluge, der sehr einfach und leichte ist, haben wir das Feld ganz nahe an den Reihen der Eicheln gepflüget, die wir bearbeiten wollten. Die⸗ ses la W Mn, eln 0 0 se N * 6 d 0 fl ede Maude N at m Hand, Daher Malde Ei 90 Ge 1 suberer g Mm kf q mehr, 100 sut die S, fs kann g altere doch el. Der Gin Sofungh de, bad a Hengel ku 1 durch l der an her der Cc, erg, ite wen Sil Aden. Du N, wc dah hefesig, er sch a wirbed ken t lasset x it die Sti Erdreich einem hf n Pfig 0 er lat, Eh wenn ang ac und face in Reihe ollen. N eines leichten Pfluges. 317 ses hat uns auf die Gedanken gebracht, daß man sich desselben auch sehr wohl bedienen könnte, wenn man die Beete zwischen den Getraidereihen pflügen wollte. 5 ***** N N**** N* X K N XK XR*** Das VII. Hauptstück. Uebersetzung eines Artikels aus Bad⸗ dams Auszuge aus den philosophischen Trans⸗ actionen, B. 1, S. 248, worinnen man die Beschreibung, und den Gebrauch, einer Sämaschi— ne findet, welche Don Joseph Lucatello, ein Spa⸗ nier, erfunden hat. Dieses Stück findet sich ganz in den philosophischen Trausactionen, N. 60, S. 1056. an ist ordentlich darüber einig, daß es sehr M vortheilhaft sey, wenn man die Pflanzen in bequeme Entfernungen von einander brin— get, die sich nach der Größe richten, welche die Pflan⸗ zen erreichen können; und daß man sie tief genug in die Erde bringen müsse, damit sie genug Nahrung daraus erhalten, und ihre Früchte solchergestalt zu ihrer Vollkommenheit gelangen mögen. Gleichwohl hat man die Gewohnheit, den Saamen mit der Hand, und ohne genugsame Vorsicht, auszustreuen. Daher geschiehet es, daß an manchen Orten zu viel, an ändern aber zu wenig, Getraide gefunden wird. Ein Theil von dem Saamen kömmt zu tlef in die Erde, und verweset, ohne hervor zu wachsen. Ein anderer hingegen kömmt zu weit oben zu liegen, und ist 5. 318 Das VII. Hauptstück. ist daher der Gefahr ausgesetzet, von den Vögeln aufgefressen, von der Sonne ausgetrocknet, oder von starckem Froste beschädiget zu werden. Don Jo⸗ seph Lucatello hatte den Vorsatz gefasset, diesen Uebeln abzuhelfen. Er erfand daher eine Maschine, wel⸗ che an einen gemeinen Pflug befestiget ist. Sie öffnet die Furche, säet, und egget zu gleicher Zeit. Man brauchet also nicht besonders zu säen. Die Saamenkörner werden in eine solche Entfernung von einander, und in eine solche Tiefe, gebracht, wie man es am dienlichsten zu seyn glaubet. Also kann man 4 von dem Saamen ersparen, der bey der ge— meinen Art darauf gehet. Entfernet man sich nun von diesem Verhältnisse: so geschiehet solches entwe⸗ der aus Nachläßigkeit des Sämannes, oder aus Mangel an tüchtigen Ackerwerkzeugen. Die gedachte Maschine war folgendergestalt ein⸗ gerichtet. Die erste Figur stellet einen hölzernen Kasten vor. abed ist der Deckel desjenigen Theiles, wor⸗ ein der Saame kömmt. In der zweyten Figur wird der Kasten offen vorgestellet. e gh! wer⸗ den, bey, die beyden Seiten seyn, welche den Theil des Kastens, oder den Cylinder, bedecken. Dieser hat drey Reihen von kleinen Löffeln, oder Schäufelgen, welche gerade nur so groß sind, daß sie ein einziges Saamenkorn fassen können. Diese Schäufelgen werden hernach herum gedrehet, und schütten ihren Saamen aus. In der zten Flgur sind die Seiten davon weggenommen, damit man den Cylinder RS, und die Schäufelgen xxx, se⸗ hen könne. Die Gade l Af 1 ü ee e Fur ine S Edeb gen der E ec 1 MW n fü wol . den Wit fut, oder Dung „dice dh dach, d. get ift ee geichg J fen, de Enanug gebracht pe Aan bh ber ge⸗ an sich nun ces Wh „ Kt as adetgesilte gernen dit Thiltz u. ehten Jr bK. welchen e, bedeckt öfen, ge ö 05 sind 10 men. Di edkehet, r aun qt damit un n AIV . Beschreibung einer Sämaschine. 31g Die äußere Gestalt der Seiten wird in der zten Figur vorgestellet. Man bemerket hier die vier dreyeckichten Stücken pppp, nebst den ebenfalls dreyeckichten Zwischenräumen, wodurch der Saame gehet, den die Schäufelgen dahin ausschütten, da⸗ mit er durch die Oöcher heraus fallen könne, die sich unter dem Kasten besinden. J stellet eines von de⸗ nen Rädern vor, worein eines von den Enden des Cylinders eingefüget wird. V zeiget das andere Ende eben dieses Cylinders, welches in das andere Rad hinein gehet. Es wird dienlich seyn, hierbey mit anzumerken, daß dieses ganze Werkzeug stark und genau an den Pflug befestiget werden muß, wie man in der aten Figur siehet, so, daß der Saame in die Furche fal— len könne, welche die Schaar geöffnet hat, und daß, je weiter der Pflug fort gehet, um so viel mehr auch seine Seitentheile, oder Ohren, den Saamen mit Erde bedecken können, der in die letzte Furche aus⸗ gestreuet worden ist. Denn auf solche Art wird der Saame nicht auf die Oberfläche der Erde aus⸗ gestreuet, wo er oftmals unbedeckt bleiben würde: sondern er wird auf den Boden der Furche gebracht; und dieses ist die Ursache, weswegen er ein wenig späte aus der Erde hervor wächset. Wenn man sich also dieses Werkzeuges bedienen will: so muß man 8 oder 10 Tage eher säen, als nach der gemei⸗ nen Art zu geschehen pfleget. Unser Verfasser spricht, in hartem und festem Erdreiche könne man die Furche 5 bis 6 Zoll tief machen; in leichtem und sandigem Boden 7 bis 8 Zoll tief, und in andern mitlern Gattungen, wie er sie 320 Das VII. Hauptstück. sie nennet, 6 bis 7 Zoll tief. Die Erfahrungen, die ich angestellet habe, bringen mich auf die Gedan. ken, daß eine solche Tiefe für unsere Gegenden zu groß seyn würde. Man kann bey dieser Gelegen⸗ heit dasjenige nachlesen, was wir in dem Werke selbst davon gesagt haben. Man muß sehr besorgt seyn, daß die Räder. nicht über das Erdreich hin schlupfen: sondern daß sie sich herum drehen, und den Cylinder, der durch sie hindurch gehet, zugleich mit herum drehen. Des⸗ wegen machet man den Kopf der Nägel, wodurch die Bänder befestiget werden, sehr stark und dicke. Die Ohren des Pfluges müssen auch ein wenig offener und weiter seyn, als man bey gemeinen Pflügen findet. Es wird beynahe unnöthig seyn, auch dieses mit anzumerken, daß der Saame sorgfältig gereinigt und gesäubert seyn muß, und daß nichts von dem Barte der Gerstenähren übrig seyn darf, damit die Schäufelgen allemal nur ein einziges Saamenkorn fassen können, und damit dieser Saame bequemlich zu den Oeffnungen heraus laufen könne, welche sich auf dem Boden der Sämaschine befinden. Die Bearbeitung des Feldes, um es zuzurich⸗ ten, daß es besäet werden könne, ist einerley mit derjenigen, die in jeglicher Landschaft gebräuchlich ist. Wenn man aber säen will: so machet der Ackersmann den Anfang damit, daß er eine 3 bis 4 Schuh lange Furche ziehet, bis der Pflug weit ge⸗ nug in das Erdreich hinein gedrungen ist. Alsdenn wird die Sämaschine an den Pflug befestiget. Man hat den Rath gegeben, man solle die Oh⸗ ren des Pfluges weiter machen, als sie gemeiniglich zu fin, dd Nane gh en dug ader böher pan, schgrnß Ob le vu di Ei füge. das Mig hinger, ind sse seraus muß dle A dush dere Fed bit machen, übräcl Lach en derum dd abtauen geben, de ander mac unbrauchh welle nich des Mae bey vide Nach 10 . chung, die Geh Gegenden er Gelege dem Wa b die Rin sondem dh r, de but ehen, Dis , wou und bickk. snizoffener Age dds aud Ves A did gere 918 von dag f, damit de „Saamafkn r bequensh „ peschest fen. ges zuzußh j unerley ge 59 cbräuchs mochtt ke eine 364 ug wet 4. Ae fie. 1 de r 19 derlich im Sommer, und in warmen Landern. * Beschreibung einer Sämaschine. 321 zu seyn pflegen, damit der Saamen um so viel bes. ser unter die Erde gebracht werden möge. Man erhalt aber dadurch auch noch diese gute Wirkung, daß sie die Steine und Erdklöser abtreiben, und verhindern, daß dieselben nicht an die Sämaschine anstoßen, oder sie in Unordnung bringen mögen. Wenn sie aber auch schon diese Wirkung nicht zu⸗ länglich hervor brächten: so könnte man dennoch zwey andere Ohren hinzu fügen, die um 4 oder 5 Zoll hoher wären, als die erstern. Alsdenn wirddie Säma⸗ schine gar nicht Gefahr laufen, beschädigt zu werden. Die beste Zeit, Getraide auszusäen, ist diese, wenn das Erdreich trocken, oder nur mittelmäßig feuchte ist. In diesem Falle thut die Sämaschine das Ihrige, ohne daß die Erde sich an die Räder hänget, und ohne daß die Löcher, wodurch der Saa⸗ me heraus fallen soll, verstopfet werden. Man muß die Reihen nahe genug an einander machen, damit der Saame gut vertheilet werde. Wenn das Feld besäet ist: so egget man es, um es eben zu machen, und so, daß keine Spur von einer Furche übrig bleibet. Wenn aber das Feld flach ist, und leichtlich Wasser hält: so durchschneidet man es wie⸗ derum durch Furchen, damit das Wasser darinnen ablaufen könne. Man muß dabey darauf Achtung geben, daß man dle Furchen nicht zu nahe an ein⸗ ander mache, damit man nicht umsonst das Erdreich unbrauchbar mache; und hernach auch deswegen, weil es nicht vortheilhaft ist, wenn man den Abfluß des Wassers allzusehr erleichtert„indem der Saame bey vielen Gelegenheiten durch die Dürre leidet, son⸗ Der Beyseyn des Königs in Spanien, zu Buen Retiro schen, in Beyseyn des Kaisers, noch einen anden 322 IV. Hauptstück. Beschreibung ꝛr. Der Versuch mit diesem Ackerwerkzeuge, ud dieser Art, Felder zu besäen, wurde, mit einem sy glücklichen Erfolge, der alle Hoffnung überstjeg, i angestellet. Ein Landmann besäͤete nach der gemel nen Art ein gewisses Stuck Feld; und man erndet davon 5125 Maaß ein. Ein gleich großes Stüc Feld wurde nach der jetzt beschriebenen Art besä und man bekam davon, bey der Ernde, 8175 gleich große Maaße. Dieses war ein beträchtlicher Uebn⸗ schuß, ohne noch dasjenige zu rechnen, was wn an dem Saamen ersparet hatte. Einige Zeit hernach stellete man im Luxenburg Versuch mit dieser Art zu säen an. Ordentlich bin, get die Ernde in diesem Lande nur 4 bis p sür eins ein. Durch diese Art zu säen aber bekam man bo für eines. Dieses wurde durch einen ordentlichn Beglaubigungsbrief bestätiget, der den ersten Augist 1663 zu Wien, durch einen Beamten, ausgefertigt wurde, dem der Kaiser ausdrücklich aufgetragen hatte, daß er dieser Erfahrung von der Aussaab aß, bis auf die Ernde, folgen, und sie beobachten sollt, Aus diesen Erfahrungen siehet man, daß mu schon vor beynahe 100 Jahren das Wesentliche du Säart des Herrn Tull in Spanien versuchet ha. Ein sehr verständiger Spanier hat uns auch verse chert, daß man diese Säart in einigen spanischen Landschaften noch jetzo beobachtet, E N D E. Erfah gl S9 5 jetz a 5 d Hauk werk fa de, mit 0 bert a Erfahrungen und nn 90 8 c gaßcz d und Henn At unde, 70 85 etrachtungen wach n, s 5 1 die sich auf die vorhergehende in well, aus, Abhandlung vom Feldbaue 0 Ban beziehen, Abb6 5 r bekamm gesammelt g en gc 5 von den n an aug Du Hamel du Monceau, c auen 6 5 5 und von ihm im vorigen Jahre 1751 1155 0 besonders heraus gegeben; 19 jetzo aber ins Deutsche über setzet, ö 1 und der Abhandlung vom Feldbaue als ein * 1 0 Anhang beygefüget. nnch f lacht, a ö 10 4 2 8 8 W 8 ud unf nei o nee ten Joch wurde scon ob ich nic nicht dy a G beinggzde Pachten al und di Sick gag die Kah Izustellenz;! Sämascht ner Achau hben kargen ten, aufg len; ditt versichersf 5 ö „„ c N— 2 2 ie gute Aufnahme meiner im vorigen Jah⸗ ) re heraus gegebenen Abhandlung vom N. Ackerbaue, und die Unterstützung dersel⸗ ben durch den Herrn General Controlleur, sind zween starke Gründe, welche mich bewegen kön⸗ nen, von meinen über den neuen Ackerbau angestelle⸗ ten Versuchungen Rechenschaft zu thun; und ich würde schon dadurch dazu verbunden worden seyn, ob ich mich schon in der Vorrede meines Werkes nicht dazu anheischig gemacht hätte. Ein Theil von unsern Feldern ist zu Hervor⸗ bringung des Getraides bestimmet, und wird von Pachtern oder Ackersleuten bearbeitet und besorget, und diese bearbeiten und besäen zuweilen ein ganzes Stück von 90 his 100 Arpents. Mir erlaubte es die Klugheit nicht, meine Versuche so im Großen an⸗ zustellen; es würde solches auch unmöglich ohne die Sämaschine, und übrigen Werkzeuge, wovon in mei⸗ ner Abhandlung geredet worden ist, haben gesche⸗ hen können. Ich habe es daher für dienlich gehal⸗ ten, anfangs nur im kleinen einen Versuch anzustel⸗ len; damit ich mich der Vortheile dieser neuen Art versichern könnte, und zwar ehe ich noch auf die An⸗ schaffung der Ackerwerkzeuge bedacht war, als wel⸗ 4 3 che 5 326 Du Hamels Erfahrungen che ziemlich theuer sind, und nichts nutzen würden, wenn die neue Art, das Feld zu bauen, nicht so sehr vortheilhaft wäre, als man nach den voraus gesetzten Gründen urtheilen mochte. Ueber dieses wurden meine Absichten, durch die eigentliche Beschaffenhelt unserer Landschaft unterstützet. Die Felder sind hier nicht in Pachtgüter, oder unter gewisse Personen ah. getheilet: sondern sie machen zusammen große Ge⸗ genden aus, auf welchen meistens Wein erbauet wird, und wo man verschiedene kleine Stückgen Feld findet, die von verschiedenen Personen angebauet und genutzet werden. Eine jegliche von diesen Personen hat von den Herrn oder Besitzer 8 bis 10 Arpents Feld, um verzinset dieselben entweder, oder sitzet auf Rechnung, oder hat sie gepachtet. Drey bis vier Arpents da⸗ von bestehen aus Weinbergen; und das übrige aus Getraidefelde, welches dem Hausgesinde einen Thal des Jahres hindurch zu ihrem Unterhalte dienet. Da die Winzer keine Pferde haben: so lassn einige von ihnen ihre Getraidefelder von Pachten pflügen, die allemal 6 französische Pfund für einen Arpent nehmen. Die übrigen, welche die stäͤrkste Anzahl ausmachen, pflügen ihre Felder selbst nut eä nem Handpfluge. Man ist so gar gezwungen die ses zu thun, wenn die Felder mit lauter Weinstöcku“ umgeben sind, so, daß die Pferde mit dem Pfluge nicht hindurch kommen können. Die Winzer beg, beiten ihre Getraidefelder mit der Hacke, oder mit dem Grabscheite. So lange das Getraide in der Erde ist, haben sie keine Art vom Pfluge nöthig, um ihre Seitenwände zu pflügen; und auch zuvor nicht, um 5 5 unn des dr Di Erh Ae de teh. d fee, Ei Kad, d dc pfl G15 tuäst venlttked, sic te Men U 8 1. deßpehd de. En! Untnhel Einnte adds fe bet Pfetde so losttt ihm das gen kan. und pid Dutt de Einkür Jahn kungen ts suhen ui den voraus 90 cher dieses y — did Baht egg suise Papa amen gu s Win ac ine Stücken f en angchaul N fat hon d das ad duden (hir Mya 0 dus ibi ppude een 9 Atahülk de 5 hahn: so Cr uin da J Jad fir. h de fü der sabst l b dune mute Wat it ben N „Dee Diner Hat, Hol de ll genäht uch lor 0 und Betrachtungen vom Feldbaue. 327 um das Erdreich zu der Saat geschickt zu machen. Die Sämaschine, die einem Pachter, der 90 bis 100 Arpents zu besäen hat, schlechterdings nöthig ist, wür⸗ de von einem Winzer nicht einmal gebraucht wer⸗ den konnen, der nur 1. 2 bis 3 Arpents besäen kann. Ein Kind, das hinter demjenigen, welcher zum letz⸗ tenmale pflüget, hergehet, und einige Körner mit der Hand ausstreuet, kann hier die Sämaschine gar wohl vertreten; zumal, wenn man nur einen kleinen Ver⸗ such anstellen will. Wir wollen nunmehr zeigen, wie vortheilhaft die neue Art für kleine Stücken ist. Wären nun noch einige Unbequemlichkeiten übrig: so würden solche doch nur die großen Pachtgüter betreffen. Ich will annehmen, daß ein Winzer 3 Arpents mit Getraide besäen wolle. Davon kann jahrlich nur ein Arpent genutzet werden. Denn nach der gemeinen Art muß man die 3 Arpents so eintheilen, daß nach den Jahreszeiten damit umgewechselt wer⸗ de. Ein Arpent trägt ihm so viel Getraide, als zu Unterhaltung seines Hausgesindes erforderlich ist. Ein anderer Arpent träget indessen nur Hafer, oder anderes kleines Gesäme, das dem Winzer wenig Ru⸗ ten schaffen kann, weil er nicht, wie der Pachter, Pferde zu füttern hat. Verkauft er seinen Hafer: so lößset er kaum den dritten Theil so viel davon, als ihm das Getraide von seinem andern Arpent einbrin⸗ gen kann. Der dritte Arpent liegt endlich brache, und wird in diesem Jahre ganz umsonst gepflüget. Durch den neuen Ackerbau wird man dreymal so viel Einkünfte erlangen können: denn man Jahre von drey Arpents Getraide einernden. Die⸗ + 4 ser kann alle 328 Du Hamels Erfahrungen ser vortheilhafte Bewegungsgrund bewog unsere Winzer, meinem Rathe zu folgen. Da ich auf der andern Seite es sehr leichte befand, meine Erfahrun- gen von ihnen in das Werk richten zu lassen: so räumete ich endlich alle Schwierigkeiten dadurch aus dem Wege, daß ich ihnen versprach, sie schadlos zu halten, wenn der Erfolg mit meiner Erwartungnicht überein stimmte. Ich will von den beyden Erfah— rungen Nachricht ertheilen, die ich mit vieler Sorg⸗ falt angestellet habe; die eine nämlich wurde vor meinen Augen zu Denainvilliers vorgenommen, welches meinem Bruder zugehöret, und die andere zu Acou vor den Augen des Herrn de Saint Hi⸗ laire, welcher der Besitzer dieses Ortes, und unser Nachbar ist. Damit ich die Vergleichung in Ansehung der Ernde erleichtern möge: so will ich jetzo von 2 Ar⸗ pents reden, wovon jeglicher Arpent 100 Ruthen, und jegliche Ruthe 20 Schuh groß ist. Dieses Stück Feld ABCD Fig. 1. wurde nach der gemei⸗ nen Art gepflüget, als ob man Getraide darauf säen wollte. Man theilte es in zwey gleiche Theile durch eine Furche E F. Das Erdreich auf den beyden Arpents war von einer ganz gleichen Beschaffenheit. Denn es geschiehet sehr ofte, daß ein Stück Feld, ob es schon sehr klein ist, doch an dem einen Ende eine viel bessere Beschaffenheit hat, als an dem andern. Ein Arpent A E GF Fig. 2. wurde nach der gemeinen Art mit 10 Scheffel Getraide besäet, wel⸗ che 210 Pfund wogen, und man bekam davon 1 f Schef⸗ 100, f fim 10 Ei 1 00 De n . d 5 w ö du ne 1 I. dat gen ö e 10 Daichaff 5 Erich n laseg 1 aeg echo Terntunt hit vier En wich wurde n Wothenomm yd dhe 0 Gant d c Ach N I one l. 100 Nutz . st. de Och der g e daruf sa We Theke I de bod W echafenhe Sic N Im einen Ei , as an lde ruh k ebesit, 0 A a dun. C00 0 J benden 00 und Betrachtungen vom Feldbaue. 320 Scheffel Saamen, der 252 Pfund wog, nachdem er in Kalchwasser eingeweichet worden war. Der andere Arpent EB FD wurde nach der neuen Art besäet. Das ist, man ließ an dem Ran⸗ de des Feldes zween Schuh Erdreich unbesäet. Hierauf besäete man 3 Reihen C die einen Raum von zween Schuhen in der Breite einnahmen; her⸗ nach ließ man wiederum 4 Schuh unbesäet. Als⸗ dann säete man wieder 3 Reihen J K, und so kae man auf dem ganzen Arpent fort. Da man den Saamen in den Reihen nur 4,5 bis 6 Zoll von einander gesäet hatte: so waren 4 Scheffel, oder 84 Pfund gekalchter Waizen zu Be⸗ säung dieses Arpents überflüßig genug; und so hatte der Besitzer schon 8 Scheffel, oder 168 Pfund von dem Saamen ersparet. Den ganzen Winter und den Frühling hindurch war dieser besäete Arpent so leer, daß er vielmehr ei⸗ nem Brachfelde, als einem besäeten Acker, gleichete: der andere Arpent hingegen war so grün, wie eine Wiese. Im Frühlinge besahen wir die Reihen, und lies⸗ sen ohne Barmherzigkeit alle Halme ausreißen, die näher als 4, 5, bis 6 Zoll an einander stunden. Man kann sich leicht einbilden, daß der Winzer dieses Verfahren sehr ungerne mit angesehen haben wird. Indessen gab er sich doch darein, und pflügte die Seitenwände zum erstenmale, nachdem der Waizen in die Erde gebracht worden war. Dieses Pflügen that rechte Wunder; das Ge⸗ traide bekam eine recht schöne dunkelgrüne Farbe; es trieb große Blätter hervor, und behalmete sich 33 unver⸗ 330 Du Hamels Erfahrungen unvergleichlich, so, daß man gegen die Mitte des Maymonats keine Erde mehr zwischen den Reihen sehen konnte, und das Getraide war höher gewach⸗ sen, als auf dem andern Felde, wo es, in Verglei⸗ chung mit diesem, ganz gelbgrün zu seyn schiene. Da das Getraide in den Reihen zu schossen anfing: so war es fast noch einmal so hoch, als auf dem andern Felde. Hierauf pflügte man die Seitenwände zum zweyten male.* Wenn wir um diese Zeit einige von den schön⸗ sten Halmen ausrissen: so bemerkten wir, daß ein jegliches Korn nur 2. 3 oder höchstens 4 Halme her⸗ vor gebracht hatte, die fähig waren, Aehren zu ge⸗ winnen. Veel Körner hatten auch nur einen einzi⸗ gen Halm hervor getrieben; und viele unter ihnen waren sehr schwach, und schienen durch die ubrigen ganz erstickt zu seyn. In den Reihen hingegen hat⸗ te ein jegliches Korn 12, 15, 18 bis 20 Halme hervor gebracht, die fast alle stark, und geschickt waren, große Aehren hervor zu treiben. Das Feld war mit Aehren ganz bedeckt; in den Reihen aber sahe man nicht eine einzige Aehre: doch war das Getraide daselbst sehr hoch geschosset, und noch immer dunkelgrün. 6 Endlich bekam auch das Getraide in den Reihen Aehren, und man pflügte es alsdenn zum dritten male. Es wurde dabey noch um ein großes Theil höher; es blühete, und verblühete vortrefflich. In⸗ dem es aber noch sehr grün war: so siel eine so hefti⸗ ge Hitze ein, daß es plotzlich gelb und reif wurde, ob es schon noch viel zu wachsen hatte. Wäre diese große Hitze nicht eingefallen: so würde die 9 ohne Zwei⸗ 10 Mie ds den Riß er gewach⸗ n Vagt⸗ schene du 1 em amen d vinde zm den schon. 8 öh Alge her ung ne bun U e ibn gen hat. i heroer Dmg nen Uh, bach 0 sie d In Rehe um dite hte Thel elt. A. ß hee bllde, Pie del Grdechh Ja und Betrachtungen vom Feldbaue. 331 Zweifel viel besser gewesen seyn. Indessen hat doch der Saamen, wider alles Vermuthen, durch die Hi⸗ be keinen Schaden gelitten; er war vielmehr größer und schöner, als der Saamen auf dem Felde. Alles, was ich jetzo gesagt habe, stimmet mit bey⸗ den Erfahrungen überein. Zu Acou wurde der Saame eben so ausgesäet, wie zu Denainvilliers; man hatte auf eben die Art gepflüget; das Wachs⸗ thum des ausgesäeten Saamens war nach der neuen, und nach der alten Art gleich; endlich hat die hefti⸗ ge Hitze die Reife des Getraides in den Reihen zu Acou eben so sehr beschleuniget, als zu Denainvil⸗ liers. Es fand sich nur einiger Unterschied in der Art des Verfahrens an beyden Orten. Ich will daher von beyden besonders handeln. Verfolg der angestellten Erfahrung zu Denainvilliers. Der Theil des Feldes, der auf die gemeine Weise gepflüget und besäet worden war, wurde sehr stark gedünget: der andere aber, den man nach der neuen Art gepflüget und besäet hatte, wurde gar nicht gedünget. Diese Verschiedenheit mußte nun auch einen Unterschied in der Ernde verursachen. Wir wollen sie mit einander vergleichen. Der Arpent, der nach der neuen Art gepflüget worden war, brachte 284 Garben hervor: der ande⸗ re aber, den man nach der gemeinen Art bearbeitet hatte, 476 Garben. Hierbey wird es dienlich seyn mit anzumerken, daß der Unterschied zwischen dem Strohe nicht nach der Anzahl der Garben abgemessen wer⸗ 754 2 5 8 5 1 75 . 1 15 e — er 3 von der Ernde Waizen angesehen. Alsdenn be⸗ 332 Du Hamels Erfahrungen werden darf: denn das Stroh auf den Reihen war viel langer, als auf dem Felde. Der nach der neuen Art gepflügte Arpent lie⸗ ferte 70 Scheffel großkörnigtes Getraide, oder 1470 Pfund. ö Der nach der gemeinen Art gepflügete Arpent lieferte 98 Scheffel kleinkörnigtes Getraide, oder 2058 Pfund. Das nach der gemeinen Art gepflügte Feld lie⸗ ferte also 28 Scheffel, oder 588 Pfund mehr, als die Reihen. Man muß sich aber erinnern, daß man nur 4 Scheffel, oder 84 Pfund Saamen zu Besä⸗ ung der Reihen gebraucht hat: zu Besäung des Feldes hingegen 12 Scheffel, oder 252 Pfund. Es ist daher billig, daß man von dem Zuwachse des Feldes 8 Scheffel, oder 168 Pfund abziehe; und als⸗ denn wird das Feld nur 20 Scheffel, oder 420 Pfund mehr hervor gebracht haben, als die Reihen. Nun war aber das Feld mit acht Fuder Mist gedünget worden; und das Fuder Mist kostet, wenn er wohlfeil ist, 2 Pfund 10 Schill. Also kostet das Düngen 20 Pfund. Der Preis des Mistes be⸗ trägt also so viel, als 20 Scheffel Saamen in einem Jahre von gemeiner Fruchtbarkeit. Solchergestalt be⸗ tragt die Ernde von den Reihen wenigstens eben so viel, als auf dem Felde. Nunmehr wollen wir diese Ver⸗ gleichung auf eine andere Art anstellen, und einen wirklichen und noch weit ansehnlichern Vortheil zeigen. Der nach der gemeinen Art gepflügte Arpent kann in drey Jahren nur eine Ernde Waizen und davon liefern: denn die Ernde Hafer wird nur als trägt 1 ehen har sepent le de, rr e ut de, e 1800 f , aß de aß mn Bi ih des . rs d das- Keen, Jer Mt ben or las les bee u enen statbe⸗ so vieh, eee Bur id alen gen. J. at Jad denn be facht Sund 4 fr dds und Betrachtungen vom Feldbaue. 333 trägt der ganze Zuwachs von drey Jahren nicht mehr, als 1305 Scheffel. Der nach der neuen Art gepflügte Arpent hingegen lieferte drey Ernden Wai⸗ zen. Wenn man nun voraus setzet, daß dieselben diesem ersten Jahre gleich sind: so wird der Zu⸗ wachs in den drey Jahren 210 Scheffel betragen. Da⸗ durch wird die Ernde um mehr, als ein Drittheil, vermehret, ohne noch die Ersparung des Düngers zu rechnen. Ueber dieses ersparet man auch Saa⸗ men zum Aussäen, und die 12 Scheffel, die man zu Besäung eines Arpent nach der gemeinen Weise hätte haben müssen, sind mehr, als zureichend, zu Besäung der drey Arpents nach der neuen Weise. Ich will noch nicht einmal von dem nach der gemei⸗ nen Art gepflügten Arpent den Hafer abziehen, den man hätte haben müssen, um einen Arpent zu besä⸗ en, welcher doch 4 Scheffel Waizen betragen ha⸗ ben würde. N Verfolg der zu Acou angestellten Erfahrung. Bey dieser Erfahrung wurde das ganze Feld ge⸗ dünget, so wohl die Reihen, als auch der übri⸗ ge Platz. ü Der nach der neuen Art gepflügte Arpent trug 150 Scheffel, oder 3150 Pfund. Der nach der gemeinen Art gepflügte Arpent trug 1333 Scheffel, oder 2800 Pfund. Der Zu— wachs von den Reihen übertraf also den Zuwachs von dem Felde um 163 Scheffel, oder 350 Pfund. Der Vortheil beträgt also 3. Dazu kommen noch die 8 Scheffel, die man am Saamen ersparet hat. Also 2 Dr nenen...— 5— e PPCCCCCPCPCPPPTPGPTPFPPTPTPTPTPTTPTPTTTTTTTrTTTTTrTrTrTTTrTTrrTTrTrTrrTrTTTTPTTrTrTrrrrrrTrrTrTTrrcT 9 334 Du Hamels Erfahrungen Also wird der Ueberschuß 243 Scheffel, oder 518 Pfund betragen. Erwäget man nun den Zuwachs von drey Jahren: so wird man befinden, daß ein nach der gemeinen Art gepflügter Arpent uur 1772 Scheffel hervor bringen wird: ein nach der neuen Art bearbeiteter Arpent aber 450 Scheffel in drey Jahren. Wenn man also auch nicht einmal auf die Ersparung der Aussaat des Hafers siehet: so wird man in drey Jahren einen Ueberschuß von 2725 Scheffel haben, welches fast zwey mal so viel betragt, als der ganze Zuwachs von dem nach der gemeinen Art gepflügten Arpent. Unsere Winzer haben den Vortheil wohl einge⸗ sehen, den sie davon erhalten würden. Sie haben nicht nur eben das Feld, auf dem sie Waizen einge⸗ erndet hatten, nach der neuen Art gepflüget: son⸗ dern sie haben auch andere Stücken Feld, reihen⸗ weise besäet, worauf Waizen kommen sollte. Sie hoffen auch im Jahre 1751 eine bessere Ernde, als im Jahre 1750, weil ihr Feld nunmehr besser zube⸗ reitet ist. Denn außer dem dreymaligen Pflügen ihrer Seitenwände, mit Handwerkzeugen, haben sie ihr Feld auch noch zweymal mit dem Pfluge pflü⸗ gen lassen: einmal unmittelbar nach der Ernde, und das anderemal bey dem Säen. Wenn das gemeine Wesen sich solche Erfahrungen ferner angele⸗ gen seyn lässet: so werde ich besorgt seyn, ihm von dem Erfolge der nächsten Ernde Nachricht zu ertheilen. Da es ein großer Mangel bey dem Getraide ist, wenn es sich leget, ehe die Körner reif sind: so habe ich in meinem Werke mich bey den Ursachen dieses Zu⸗ falles etwas aufgehalten, und S. 132 u. f. gesagt/ y daß z die in ö a 0 fe 0 5 500 1 m . g 0 100 vf 5 p 1 6 00 0 50 10 90 900 1 ben 10 0% oder 5g Jupoacht „ daß ü ur m der en n maß a Zehe:) dbiß in pal so nil uc ber einge. n Wein 3 lt: n. then, ee de, ate air jah Ken Wen se e pfl. 30 Ede, N on das 15 ch ee Oelth. de ff be 0% 31 d de und Betrachtungen vom Feldbaue. 333 „die Schwere der Aehren nicht die Ursache davon ist, „daß sich das Getraide leget. Wenn die Halme ystark und dicke sind: so halten sie die Aehren genug⸗ „sam, so sehr sie auch mit Körnern angefüllet seyn „mogen. Damit aber die Halme diese Stärke er⸗ „langen: so müssen sie der Luft und Sonne frey ystehen, und die Pflanze muß beständig genug Nah⸗ „rung haben, so lange sie in der Erde ist. „Man siehet, daß, nach der gemeinen Art, jeg⸗ „liche Pflanze wenig Nahrung hat; die Halme sind „dünne; sie stehen hart an einander an; und das „untere Theil derselben ist beständig gleichsam ersti⸗ „cket, und vor der Sonne bedecket; folglich ist es „zarte und sehr gebrechlich. Nach der neuen Art „aber erhalten alle Waizenhalme, so lange sie „wachsen, viel Nahrung; sie sind beständig der „Luft und der Sonne ausgesetzet. Die Halme „werden daher dicke, und stark genug, ihre Aehren zu tragen. „Man muß gestehen, daß das Getraide, wel⸗ „ches auf einem stark gedüngeten Felde stehet, wenn ves sehr hoch gewachsen ist, sich leichter leget, als „niedrigeres Getraide. Allein dieser Zufall rüh— „ret von der Schwäche der Halme her, und nicht vvon der Schwere der Aehren. Denn man siehet ytäglich auf den Weinbergen, und an andern Orten, „ganze Büschel Getraide, die allein stehen, und sich ydoch nicht so leichtlich legen, als andere mitten auf „einem großen Stücke Felde.“ ö Ungeachtet dieser Wahrnehmungen war es doch dienlich, daß man sich zu versichern suchte, ob das nach der neuen Art besorgte Getraide sich leichter legte, 336 Du Hamels Erfahrungen legte, als anderes. Ich bin daher besonders auf⸗ merksam darauf gewesen, und habe zu Acou mit Vergnügen gesehen, daß zwar um den Platz herum, wo die Erfahrung angestellet wurde, viel Getraide, das sich geleget hatte, zu sehen war: auf den Rei⸗ hen aber keines, ungeachtet die Halme so stark, und die Aehren sehr körnerreich waren. Die Erfahrung hat also die Muthmaßung ge⸗ rechtfertiget, die ich in meinem Werke vorgetragen habe; und man kann hoffen, daß man, nach der neuen Art, diesem Zufalle nicht so sehr ausgesetzt seyn werde, der uns zuweilen eines Theils unserer besten Ernden beraubet. Ich wollte, daß ich in Ansehung des Brand⸗ korns ein gleiches versprechen könnte. Allein man fand davon auf den Reihen, und auf dem Felde, eine fast gleich große Menge. Doch blieb auf den Reihen wenig solches Korn übrig: weil die Win⸗ zer, vermittelst der Seitenwände, dasselbe ausreis⸗ sen konnten, ohne das gute zu beschädigen. Der Winzer zu Acou sahe, daß wir fast un⸗ sere ganze Hoffnung darauf gründeten, daß das Ge⸗ traide gepflüget wurde, indem es noch auf dem Fel⸗ de stund, und daß man einem jeglichen Korne ge⸗ nug Platz ließ, um seine Wurzeln auszubreiten, und genug Nahrung an sich zu ziehen. Er fiel da⸗ her darauf, daß er eine Erfahrung anstellen wollte, wodurch er sich von der Richtigkeit unsers Urtheils vollig zu versichern glaubte. f Er nahm ein Gerstenkorn, das von ungefähr auf seinem Weinberge aufgegangen war; an statt daß er es hätte so ausreissen sollen, wie andere Kräuter: * Kull. baun dd! meim ö au al 6 1 a cha 1 n erb 1 At ff Aurel besäcge huhn fen af e de 5) ud oe bh fur a mr at Di in der nünsch 9 Ein 0 Rewick von de gerrühg 90. d man din so Ach Jauche! — ccc 0 und Betrachtungen vom Feldbaue. 337 laben 10 Kräuter: so suchte er es auf das sorgfältigste zu Aon bauen und zu bearbeiten. Er sagte: dieses Saa⸗ 00 u menkorn stehet allein: es kann daher seine Wurzeln 5 ban auf allen Seiten ausbreiten; es befindet sich in ei⸗ 0 ea nem guten Boden; es wird der Pflanze daher nicht 15 den d an Nahrung mangeln. Zu diesen Vortheilen fügte mn so sas der noch ein oftmaliges Pflügen; und also mußte die⸗ 5 ser Gerstenhalm, nach den Grundsätzen der neuen aßung ge Art, erstaunenswürdig gut forkommen. Dieses urg Urtheil war richtig, und wurde durch die Erfahrung , uch dr. bestätiget: denn ein einziges Gerstenkorn brachte zwey⸗ aht hundert Aehren, und ohngefähr dreyßig Halme, die kei⸗ ufer ne Aehren hatten, hervor. Einige von den schönsten 5 waren 4, und die meisten 3 Schuh lang. Ich zäh⸗ 9 Mud. lete die Körner einer Aehre von mittelmäßiger Gröͤ⸗ „ie en ße, und fand ihrer vier und zwanzig darinne. Al⸗ cum dt, so hat ein einziges Korn in einem guten Boden, und Tüaszn bey guter Wartung, 4800 Körner hervor gebracht; „ d Bl. und diese einzige Gerstenpflanze, die ich noch bey bene, mir auf behalten habe, bildet eine kleine Garbe. 5 Diese Erfahrung bestätiget einen Sat, den ich 0st in der Vorrede meines Werkes angeführet habe, daß at Ge namlich die großen Vervielfältigungen, die man in aden dl. Landhäusern so sehr rühmet, und die man gewissen ane Einweichungen zuschreibet, wodurch die Keime aus⸗ „ bbb, gewickelt werden, vielmehr von der guten Pflügung, Aer fil von der Beschaffenheit des Bodens, und davon ile tale, herrühren, daß die Körner allein in der Erde lie⸗ 12 lihis gen. Da es aber doch gleichwohl allemal gut ist, wenn man eine Erfahrung der andern entgegen setzen kann: — geh so ließ ich im letzten Winter guten Waizen in Mist⸗ fi jauche weichen, worein ich Seifensalz, e Sa 8 n D K Ne ee r N .. 1 5 1 . 8 25 2 — 2 3 ie abet l Saamen, der aber nicht eingeweichet, oder zu⸗ seinen Bauern solches so sehr hatte rühmen hören. 338 Du Hamels Erfahrungen Salarmoniac geworfen hatte. Mit diesem Saa⸗ men besaete ich zween Beete in einem Küchen⸗ garten A B Fig 3. die man mit einem Grabscheie bearbeitet hatte. Auf einem von diesen Beeten, A, 0 wurde der Waizen sehr dichte gesäet, auf dem an⸗ dern B laber sehr dünne. Zu gleicher Zeit besäete ich zwey ganz gleiche Beete, C D, mit eben solchem bereitet worden war. Auch hier war das eine Beek, C, sehr dichte, und das andere, P, sehr dünne be, säet. Zur Zeit der Erde schien das Beet, worauf man den zubereiteten Saamen gesäet hatte, dem an⸗ dern vollkommen ahnlich zu seyn; so, daß es nicht möglich war, sie zu unterscheiden, wenn man ce durch die Erfahrung des ausgesäeten Saamens ver sichert war. 5 9 Ein Junker in unserer Nachbarschaft wollte in diesem Jahre ebenfalls einen Versuch machen, und seinen Saamen mit Mistjauche tränken, weil er bey Weil man nun vorgab, daß es genug wäre, ein solches Feld nur einmal zu pflügen, worauf man letzlich Waizen eingeerndet hatte, und daß man en Drittheil Saamen ersparen könnte: so folgte der gedachte Junker diesem Vorgeben, und ließ eln Stück Feld pflügen, worauf Walzen gestanden hat, te. Er besäete dasselbe so gleich nur mit 8 Schef, feln Waizen, da man sonst 12 Scheffel auf jeglichen Arpent zu säen pfleget. Ungeachtet der herrlichen Versprechungen vieler Schriftsteller aber war diess Getraide so schlecht, daß man sich nicht ein mal die Mühe nahm, es einzuernden. 105 4 icli angie zucfthe hen. 0 der W Olea hege N ge fir deem e dihem Kich gen Gre Len Bail, et, U den 1 0 Jh bee Am bench 0 cr r dab eine d sch düngeh . Be, wut Halle, dan . daß es nig uu man nich nnen ven iht wulf A uche, 1 ke, pal e rühne he dug wire, g „ worauf n b oy man f u so felge d. ud dach! 4 unden 0 chr nt 5 S8 efla, f t de bench . dl bir di it en nah 5 0 besten sind. — 2*—:. und Betrachtungen born Feldbaue. 330 Da ich mir vorgesetzet habe, alle Erfahrungen anzuführen, von denen ich Nachricht erhalten habe: so will ich auch dieses nicht vorbey gehen, daß der Herr Doixan, Befehlshaber bey dem Seewesen, der in der Provinz Cornouaille in Bretagne Gü⸗ ther besitzet, die Hälfte von einem Stücke Feld, das auf die gemeine Weise zugerichtet war, mit Waizen besäet hat, den man zuvor in Mistjauche geleget hatte. Außer dem also, daß er den dritten Theil Saamen weniger gesäet hatte, war auf den beyden Feldern, wovon man das eine mit unzubereitetem Waizen besäet hatte, alles einerley. Herr Doixan hat mich versichert, daß der zubereitete Waizen um ein merkliches schöner war, als der andere. Allein, ungeachtet dieser Erfahrung, die von glaubwürdigen und sehr sorgfältigen Personen angestellet worden ist, möchte ich es doch nicht wagen, und etwas vortheil⸗ haftes für die Einweichung des Saamens daraus schließen. Denn ich weis, daß in denen Jahren, wo der Waizen sehr starke Halme treibet, die dünne besäeten Felder mehr hervor bringen, als andere; da hingegen in andern Jahren, wo das Getraide nicht so stark aufschosset, die dicke besäeten Felder die Aus einer einzigen Erfahrung kann man also noch keinen sichern Schluß machen. Herr Doixan hat mir aber versprochen, seinen Versuch zu wiederholen, und mir auch von dem Erfolge Nach⸗ richt zu ertheilen. Solche Erfahrungen können nicht zu oft wiederholet werden; und dieses wird auch gesche⸗ hen. Denn Herr Guettard, Mitglied der Akademie der Wissenschaften, hat vondem Herrn Herzoge von Orleans Befehl erhalten, solche Versuche in dem Ge⸗ heege Bagnolet anzustellen: denn dieser Fürst machet Y 2 i 50 5 5 25 1 700 2 5 „ 85 5 1 1 8 5 1 8 9 E f 8 5 8 * 8 1 1 * 1 5 7777 T 340 Du Hamels Erfahrungen a sich ein Vergnügen daraus, dasselbe solchen Versuche zu widmen, welche dem gemeinen Wesen nützlich sind, 1 Zum Schlusse dieser Abhandlung ermahne 1 1 diejenigen, welche einen Versuch mit diesem neue Feldbaue anstellen wollen, daß sie den Anfang mt einem kleinen Stücke Feld b machen. Sind sie hier. inne glücklich: so werden sie dadurch bewogen wer. den, solche Arbeit weiter fortzusetzen. Ist aber der Erfolg ihrer Erwartung nicht gemäß: so dürfen se sich dadurch nicht abschrecken lassen; sondern sie müssen standhaft die Unbequemlichkeiten zu überstei, gen suchen: denn diese fehlen niemals bey allen neu⸗ en Einrichtungen, und man überwindet sie nur durc eine gewisse Art von Hartnäckigkeit. Da ich am Ende meines Werkes solche Pfiäge und Sämaschinen beschrieben habe, die in den Pro⸗ vinzen nicht gebräuchlich sund: so könnte man sich vielleicht einbilden, daß man sich vor allen Dingen mit solchen Werkzeugen versehen müßte. Mun könnte dieses zugeben, wenn die Rede davon ware, daß ein ganzes großes Guth auf einmal eine andere Gestalt bekommen sollte; wenn aber diese Rede nur von einigen Stücken Feld ist: so ist es genug, wenn man nur die in jeder Provinz gewohnlichen Pflüge reh brauchet. Die Absicht, die man dabey hegen muß, it, daß die Erde bis auf eine große Tiefe recht aufgelockel werde. Wenn man diese Absicht erreicht: so liegt nichts daran, was für ein Mittel dazu gebrauche wer⸗ de; und alle Schwierigkeiten sind alsdenn gehoben, wenn man das Feld, wie bey uns, mit Handwerk zeugen bearbeitet. Indessen habe ich doch auch Stürzpflüge ge⸗ braucht. Wenn ich aber alsdenn verlangete, daß die Erde tief unter den Reihen des Getraides auft en ert fung 0 f fan gra, eh dhe en gi 9 Si el sirde fachen Vller nige b 0 1—:.— G 1 n und Betrachtungen vom Feldbaue. 341 e j 3 en nühuchh, ckert werden sollte: so wollte ich lieber den Pflug gwey⸗ g emal mal über eine Furche hinziehen. ede Es sind zwar nicht alle Pflüge auf gleiche Wei⸗ en Aua se geschickt, ein Feld recht zuzurichten. Diejeni⸗ Sudsett, gen, welche das Erdreich nur auf eine keilartige bung. Weise öffnen, sind denenjenigen weit nachzusezen, „ Nalaß welche schneidende Seche und Schaaren haben. b h dürfe Indessen, wenn man einmal weis, was geschehen i daden] boll: so muß ein jeder durch die bequemsten Mittel n u le dazu zu gelangen suchen. Das beschwerlichste da⸗ palgi bey ist, den Saamen recht ein zutheilen. Man t sse fur unf kann zwar, wenn man die gehörige Vorsicht brau⸗ cher, ein kleines Feld mit der Hand besaen; wenn 10 rc aber dieses einen glücklichen Erfolg hatte„und man ( wendahl ein gleiches im Großen thun wollte: so würde man bene nn eine Sämaschine unmöglich entbehren können; und a n d wurde schwer genug werden, wenn man sie ver 5 1 nie, 9 fertigen lassen wollte, ungeachtet in dem andern 1 0 Um Theile meines Werkes eine lange Beschreibung da⸗ 1 in dead Lon gegeben worden ist. Ich ermahne aber die 5 bee Lebhaber des Ackerbaues sich von den Vortheilen der neuen Art, durch Erfahrungen im Kleinen, zu ver⸗ 8 N ö 11 sichern. Da auch der Herr Herzog von Orleans, 1 der sich alles angelegen seyn lässet, was den Bürgern Acdtafßeh nützlich seyn kann, eine Sämaschine aus Engelland 5 Jah l hat bringen lassen: so können wir nunmehr besser 5 50 buten im Stande seyn, sie zu beschreiben, und auch alle 8 0 Theile derselben für jedermann deutlich zu machen. 3 Achengh Ich kann auch verspreche 95 Aöndwecke J f 0 prechen, wenn man von d 10 1 Vortheilen der neuen Art recht versichert seyn wird, 4 0 daß ich alsdenn bequeme Werkzeuge verschaffen ae werde, damit man diese neue Art auch im Großen Abe anwenden könne. Y 3 Es 3 5 34 Du Hamels Erfahrung vom Feldb Es wird dienlich seyn, noch folgendes A0 100 I. Den Scheffel Waizen rechne ich r Pfund, ob sich schon das Gewichte des Getraides alle Jahre ändert, in. dem eine Mine, die 4 Scheffel in sich enthalt manchmal nicht go, in andern aber bis auf 8b Pfund hinauf läuft. II. Wenn man sich dessen erinnert, was ich in meinem Werke gesagt habe, daß gutes Feld in ei⸗ nem Jahre höchstens 5. für 1. hervor bringet: so wird man sich wundern, wenn man siehet, daß bey der zu Denainvilliers angestellten Erfahrung 10 Scheffel ungekalchter Saamen 90 Scheffel hervor gebracht haben, welches 9 für 1 beträgt, und daß bey der zu Accu angestellten Erfahrung ebenfalls 10 Scheffel, 133 Scheffel hervorgebracht haben, welches 13 für 1 betragt. Allein, erstlich war die⸗ ses Jahr überhaupt sehr gut für den Waizen; und hernach darf man den gemeinen Zuwachs der Felder niemals nach einem kleinen Platzgen abmessen, wel⸗ ches ein Winzer anbauet, indem dieses ordentlich sehr fleißig gepflüget und überaus stark gedünget wird: dadurch erndet man drey bis vier mal so viel ein, als auf ordentlich gebaueten Feldern. III. Ich habe gehöret, daß man in der Gegend von d Aunis das in der Erde stehende Getraids zweymal mit einer Hacke bearbeitet. Da diese Pro. vinz sehr volkreich ist: so kostet es wenig, wenn man diese Arbeit durch Weiber verrichten lässet. Die Ernde ist auch viel besser„ ob man schon auch dadurch viel Getraldehalme zu Grunde richtet. Diese Art kommt mit der unsrigen mehr überein, als dieje⸗ nige, deren man sich in Beausse, Brie, und in der Picardie bedienet. Register 2 N 8 n 25 . 1 2 h f N 1 2 5 5 8 N* 6. J, 9 1 n i WM ö un U 8 A Hinz 0 e, 1750. frändeg 0 10 9 8 9 gamen 0 e e hinauf ä 00 0 2 r veg hf e el les Fed * irg 6 g 192 0 Register aht 0 1 2 7 h der vor nehmsten Sachen, die in diesen 0 0 Abhandlungen vorkommen. g ce ad b, N 2 tach up a f a 5 0 bbrennen, die Heiden, oder dürre Sandfelder, batten 0 9 wenn solches am besten 39. Vorsicht hierbey 40. aha de was nach dem zu beobachten 41¹ ihne, Abweiden, das Getraide, ist schadlich 134 iets dent Acker, sehr fester, oder der aus dicken Sande bestehet, mit was für Pflügen er zu bearbeiten 51.54.55 d cf gebln 110 1 Aehren, halbtaube, woher sie rühren 130. 131. rühren 5 zuweilen vom Froste her 137 . Anwönde, was man so nennet 76. Nutzen derselben 77 in der Hehn Unterschied der Größe derselben, nach der Mannig⸗ nde Get faltigkeit der Pflanzen 8⁰0 Du diese Arpent, ein nach der neuen Art bestelleter, was er her⸗ win, fen vor gebracht 331. wie viel ein nach der gemei⸗ 1 nen Art, Erfahrungen ebend. Vergleichung des machen b Vortheils von beyden 331333 aun shon 10 Art, neue, das Feld zu bauen, deren Vorzüge vor der genie. Da alten Art 165. J. bringet ein solches Feld mehr tal, dle Saamen hervor, als nach der gemeinen Art 166. 167 10 90 II. erfordert nicht so viel Kosten als die alte Art n 167. 168. III. ist den gewohnlichen Zufällen nicht N Y 4 so ö Jae Register. so ausgesetzt als die alte Art 168. Nähere Verglei⸗ chung der beyden Arten, um deren Vorzüge besser zu bestimmen 160„176. deren Vortheil in kleinen Stücken 5 a 327 Artischockensaamen, spanischer, woher die meisten Pro⸗ vinzen Frankreichs solchen holen i f Ausartung der pflanzen macht keine andere Gattung derselben 89 Austerschalen, wo und wenn solche auf die Felder ge⸗ bracht werden ö 108 B. aum, wenn man ihm alle Blatter abschneidet, ob er allezeit eingehet, wird bejahet 8. stirbet nicht, wenn die Blätter vom Ungeziefer abgefressen werden ebend. woher dieser Unterschied wohl rühren könne 5 ebend. Beauce, in Frankreich, was für Pflüge man daselbst sich bedienet 59. 60 Beete, was man so nennet 76. ob man die worauf Waizen gesaet werden soll, so hoch machen müsse, als die, worauf man Rüben saet N 114 Beetenweise pflͤgen, nach der neuen Art, wie 113.114 worauf hierbey besonders zu sehen 114. 115 Berkishire, Art, wie daselbst die im Wachsthume be⸗ griffenen Pflanzen bearbeitet werden 70. 71 Binsen, ein Versuch damit, zum Beweise, daß einerley Art von Erde allerhand Gattungen von Pflanzen her⸗ vor bringen könne 13 latter, im Frühlinge zum Vorschein kommende, wenn sie gebildet werden, eine Anmerkung 8. Entwicke⸗ lung einiger ⸗⸗im Sommer, ebend. sind die Lun⸗ ge der Pflanzen 9. einige Erfahrungen, die diese Meynung unterstützen ebend. sind die zur Trans⸗ spiration bestimmten Werkzeuge ebend. ⸗⸗saugen die Feuchtigkeit vom Regen und Thaue ein, wozu es dien⸗ lich 10. weitere Ausdehnung des Nutzens der 10 0 Brach⸗ 1 . ö schre eh, ige bft darm Vong 0 g J 0 eien f. hte ca I dhe 100 3 bene 00 stetet nicht, Acc den a we eben Ie mn dacht 90 eur hen fit d ö 1 , Ur 15 li 14. I ham le⸗ . 77 daß anecke Matze 5 Amesde well 2 Guttick⸗ de du d, d dee ben Tank geh g c 5 der: 0 1 6 Register. Brachacker, was darunter für Felder begriffen werden 42. worauf bey deren Bearbeitung zu sehen 62 Brachen, auf welchen been und wenn solches nach der gemeinen Art verrichtet wird 102 Brachfelder, worinnen deren Bearbeitung bestehet 104 Ursachen, warum es besser, deren Bearbeitung bis zur Saat aufzuschieben ebend. Brand im Getraide, was das ist 137. Körner in de⸗ nen der ⸗== ist, sind zum Keimen in der Erde unge⸗ schickt. ebend. kann durch den Saamen nicht fort⸗ gepflanzet werden 138. Ursachen dieser Krankheit des Getraides, und wodurch man solcher abzuhelfen meynet ebend und 139142 Brod, welches eine veilgenblaue Farbe bekömmt 137 C. Ccolation des Saftes in den Pflanzen, s. Umlauf. D. Dececl an der rechten Seite des Falloches an der Sä⸗ maschine, wird beschrieben 222 Deichsel am leichten pfluge, wird beschrieben 190. 197 am ꝓfluge der Samaschine für den Waizen, wie und woraus sie zu fertigen 285. 286 Deichselkette, deren Nutzen am leichten Pfluge 197 Deichselriemen, s. Deichselkette. 5 Disteln, erschöpfen das Erdreich 8² Drill, ein Ackerwerkzeug, was man so nennet 71. def⸗ sen Nutzen a ebend. Düngen, was für Feld nicht zu ⸗⸗⸗ 108 Dünger, Eintheilung desselben in drey Klassen 108 E. Gage, deren Einrichtung 260. 261. wie solche an ei⸗ ne Sämaschine, die nur eine Reihe von Schaaren hat, zu befestigen 291. wie solche an die Sämaschi⸗ ne zum Steckrüben befestiget wird 299300 95 Egge, Register. SEgge, rollende, wo sie zu gebrauchen 109. wird be⸗ schrieben ebend. Nutzen derselben 110 Eggen, wenn nach der neuen Art zu 117 Einschnitte an der Sämaschine, deren Beschaffenheit a 229 232 Erdäpfel, ein Versuch mit denselben nach der 1 9 Art und nach der neuen Bestellungsart 80 Erde, machet den vornehmsten Theil von der Nahrung der Pflanzen aus 12. 13. ob einerley ⸗⸗ allerhand Gattungen von Pflanzen hervor bringen könne 13.14 Fruchtbarkeit der⸗ wie solche zu vermehren 20 2 ist vortheilhafter durch Pflügen, als durch Mist 30 rothe, ob sie mit der Zeit durch Vermischung der obern guten ⸗⸗auch gut werden kann 0 Erdklöser, Jevtheilung ist zur Fruchtbarkeit des Fel⸗ des nöͤthig 27. auf wie vielerley Art die zu zerthei⸗ len 30. die vortheilhafteste ist durch den Pflug 32 Schädlichkeit aus der mit Mist ebend. große Erdklöser sind zur Nahrung der Pflanzen un⸗ geschickt 35. Zertheilung der ⸗ durch eine Rolle oder Walze, ist bey trocknen Boden gut 37. 65. ist mit der Egge nicht rathsam 8 37 Erdreich, allzufestes, was man so nennet 32. muß durch das Pflügen zertheilet werden 33. soll man nicht pflügen, wenn es zu feuchte ist 116. 112 Erdreich, das viel Grund hat, wie es zu bearbeiten 107 Erdreich, eines, das einmal für eine Gattung Pflanzen gut ist, kann allemal eben derselben Nahrung ver⸗ schaffen 23 gerdreich, leichtes und festes, wenn jedes zu besaen 117 Erdreich, leimigtes und schlämmigtes machet den gemeinen Pflug unbrauchbar 179. wie dieser Un⸗ bequemlichkeit abzuhelfen ebend. Erdreich, lockeres, hindert das Wachsthum der Pflan⸗ zen 33. muß durch Pflügen verbessert werden ebend und 36. ein angestellter Versuch hiervon 36 Erdreich, plat oder in große breite Beeten gepflügtes wird mit der Hand besäet 50 Erdreich, *. 2—— ————— Register. wid h Erdreich, schwammigtes, wi 5 Erdreich, zmmigtes, wie es zu pflügen 5 SCTErdreich, thonigtes sehr festes, mit 995 für Pfägen Wei es zu bearbeiten 54. 55. wie es zu besaen 59 5 Erdreich zu trocknes zu feuchtes oder gefrorenes, ob d minen es nach der Mepnung der Alten zu pflügen 107.108 ö 5 Erfahrung von gutem Waizen, so vor der Saat in mancherley Materien eingeweichet worden 33). eine dr Nn übel ausgefallene ⸗ d l das Feld u 1. fh e ee avon, weil das Feld nur 1900 0 al gepflüget worden 338. eine ⸗⸗ in der 1590 9 5 Provinz Cornouaille mit eingeweichtem Saamen 339 110 15 eee von der neuen Art das Feld zu bauen zu f 125 1 e und Acou 328331. Verfolg der an⸗ 5 %% u ten Erfahrungen zu Denainvilliers 331333 8 155 1 1 10 der angestellten ⸗ zu Acou 333. 334 1 8 5 Evelyne Zeugniß von der Fruchtbarkeit der recht klar 1 JJ ̃ e 5 1 der Erde, eine Anmerkung wieder denselben ebend. 5 10 15 1 Ewiges Kraut, was man so nennet 143 8 Fee 2 ch an Rel F. 9 5 0 5 Falz am Saamenkasten 212. 213. wodurch es von 1 It 5. m einem gemeinen, oder Zapfensoche unterschieden 0 00 60 380 schräge Richtung desselben, nebst dessen . 11 05 Nutzen 240.246. 3 Aae 0 Feld, ein nach der Art des Herrn Tull gepflügtes, das N e im vorhergehenden Jahre Waizen hervor gebracht, 0 hrung de ob es mehr liefere, als ein eben solches== das ö 1 man hat Brache liegen lassen 113. ob es der Ru⸗ 7 zu besden 10 he nöthig hat ebend. worauf Getraide ge⸗ , naht n standen wie es zu pflugen um das nächstfolgende e bee. Jahr wieder Getraide darauf zu säen 115 5 10 Felder, alle dürfen nicht auf einerley Art zugerichtet a rat werden 49. 50. magere und leichte, die keinen rech⸗ ce 10 ten Grund haben, was man so nennet 49. wie diese M anzubauen, ebend. die nur vier Zoll tief gute Erde e hafte haben, wie solche zu pflügen 50. die man nur alle f acht oder zehn Jahre pflüget, fruchtbar zu machen Erden. wie? Register. wie? 4347. wenn und womit solche zu besäen 46 dürre, sandigte, was man so nennet, und wie solche zu Ackerfeld zu nutzen, s. Heiden. feste, wo das gute Erdreich tief hinein, wie tief zu pflü⸗ gen, und was für Pflüge dazu nöthig 60. nasse „„die in Thälern liegen, oder, worauf das Was⸗ ser stehen bleibet, wie sie trocken und zum Pflügen ge⸗ schickt zu machen 83. zu besaen und zu hauen nach der neuen Art 71. Nachtheil aus der gemei⸗ nen Art 5 ebend. Slägel der Schaar, wie er beschaffen seyn müsse, wenn man oben hin pflüget 8 194 Französisches Kraut, was die Engellander so nennen 143 Fuchsschwanz, dessen Beschaffenheit und Eigenschaft 81. wie lange dessen Saame, ehe er aufgehet, in der Erde liegt J a 83 Furchen nach der neuen Art, wie weit sie von einander seyn müssen 113. zum Ablaufe des Wassers 116 Furche, wie eine ⸗⸗ an der dußern Seite der Rei⸗ hen zuziehen 205. wie zu verhüten, daß bey dieser Art die Pflanzen nicht verschüttet werden 206 G. f ansgen, was die Franzosen so nennen 154 Y Gastinois, wie man daselbst die wachsenden Pflan⸗ zen bearbeitet 70. 71 Gerste, wie viel mal sie zu pflügen 1 25 Gerstenkorn, ein ⸗ das von ungefahr auf einem Weinberge aufgegangen, und hernachmals auf das sorgfältigste gebauet und bearbeitet worden, eine Er⸗ fahrung 336. 337. ein einziges ⸗ bildet eine kleine Garbe 337 Gesundes Seu, was die Franzosen so nennen 1433 Getraide, allzudichtes, durch Verderbung der Schweine zu verdünnen, wird nicht gebilliget 111. Ob das in einem solchen Erdreiche besser fort komme, welches nach der neuen Art gepflüget und nicht gedünget wor⸗ den, als in einem andern, welches zwar gedünge aber ben 4 wie solche 60 das u pf ñnasse i Pais Mig ge 0 ben de eme chend, Fut, wen A öne fins 15 ait da Re ihn den 1 0 5 5 nn Nan. 70* 8 Huf deen e ai das , hg Er; enger M n e, Register. aber auf die gemeine Weise gepflüget worden rz wenn es gut in die Erde zu bringen 12. welches sich leichtlich niederleget 133. wodurch; man solches nach der gemeinen Art zu verhindern suchet ebend. das sich niedergelegt giebt leichte Körner 134. ein Mittel solches zu verhindern verursachet das Uebel noch mehr ebend. wodurch es in der That vermieden wird ebend. und 3343365. welches in Salzwasser gelegen und ausgesäet worden, ein angestellter Versuch in den Gegenden von Bristol 140. wie das in der Erde stehende zu d Aunis bear⸗ beitet wird 8 342 Getraidestoppel, deren verschiedene Bearbeitung nach der gemeinen Art 102 Grängel, am leichten Pfluge, dessen Lange, Breite und Dicke 107 Grew, Meynung von der Bildung der Blätter 8. dessen Schluß aus den an den Blattern wahrgenommenen mit Luft angefülleten Blasgen 9. dessen Meynung vom Nahrungssaft der Pflanzen 17 Grune Saat, wenn sie ihre Farbe verliert und gelb wird, was die Ursache davon 70. wodurch dersel⸗ ben zu helfen stehet Ebend. H. acke, ob sie zu Vertilgung des Unkrauts und Ver⸗ theilung des Erdreichs besser als der Pflug 60. 61 wo solche zu gebrauchen ebend. Halme, Austrocknung der== durch die Hitze, wo⸗ durch sie verhindert wird 134 Hafer, dessen Wurzeln dringen leichter in hartes Erd⸗ reich, als die Wurzeln der Gerste 24. wie viel der nach der gemeinen Art zu pflügen nöthig 25 „kann auf Feld gesäet werden, wo spanisches Heu gestanden 27. wie der ⸗⸗nach der gemeinen Art überhaupt zu bestellen 103 Hamel du, du Monceau, Erfahrungen vom Feldbaue zu Denainvilliers und Acou 325331 Band ———— Register. Handpflug wer sich desselben bedienet, und wenn 326 Beiden, was man so nennet 39. wie solche als Acker⸗ feld zu nutzen und fruchtbar zu machen 30 41 Separ, was man so nennet, wird beschrieben, nebst des⸗ sen Nutzen 5 3¹5 Zeu, spanisches, wie es die Engellander nennen 143 warum es von andern ewiges Kraut genennet wird ebend. wie es die Franzosen nennen ebend. wird von einigen Esparcette genennet ebend. Nutzen des⸗ selben, nach der neuen Art das Feld zu bauen ebend. woher dessen große Fruchtbarkeit rühre ebend. Irrthum den man von der Beschaffenheit des Feldes hheget, worauf ⸗⸗ gut fortkommen soll ebend. welcher Saame davon tüchtig, ein Versuch davon 144. wie tief es zu saen ebend. Gerste, Hafer u. d. g. mit ⸗ auszusäen, ob es gut 144. Auf was Weise anderer Saame nach der gemeinen Art das ⸗⸗ zu ersticken pfleget 145. solches wird durch die neue Art vermieden ebend. kömmt besser fort, wenn es alleine gesätt wird ebend. muß dünne ge⸗ säet werden 146. in was fur Zustande sich das ⸗⸗ auf den Höhen von Calabrien befindet ebend. eine Wahrnehmung zu Unterstützung dieser Meynung ebend. wie viel man Saamen auf einen Acker da⸗ von nöthig hat ebend. wird durch die neue Sä⸗ maschine am besten in das Feld vertheilet 147. Nu⸗ tzen aus dieser Art ebend. kann nach dieser Art schon im zweyten Jahre geerndet werden. ebend. ist nach dieser Art dem Viehe angenehmer ebend. wie es zu säen, daß es mit dem Pfluge bearbeitet werden kann 148. wie es zu säen, wenn man es mit der Hand behacken will ebend. was für Erdreich das ⸗⸗ liebet 149151. das Feld zur Aussaat des muß gepflüget seyn ebend. wenn es auszusä⸗ en ebend. wie es zu säen ebend. und 150. wie die Pflanzen zu pflügen 1j0. was das= für Vorzug vor dem Wiesewachse 151. Wenn es abzu⸗ a mahen enn 355 als Mker⸗ 30 4 , 15 de b 35 5 Jane 1 Aanet with ind. wir) Mden def dun ebend. le ebend. . d Fade fell ebend. dich davon Hhfer l 4 Auf ane Mt durch ate jon, i dune: ch das% Gebend. en Ser Mau en Adee de i gar S % Nu A 5 0 * ebend. 1 Wend. Register. mahen 150 152, 4 ist gutes Futter fur die Pfer⸗ de 152.„ dienet zu Fettmachung der Schöpse ebend. ist ein gutes Futter für die Kühe ebend. Nutzung des Saamens vom ⸗ 153 Nutzung des Strohes hiervon ebend. wie das einzusammlen ebend. und 154197). wenn man es auf dem Felde dreschen wild was dabey zu beobachten 157. wie der Saame, wenn er auf dem Felde ausgedroschen, wohl zu verwahren 158. darf im ersten und andern Jahre nicht vom Viehe abge⸗ wekdet werden ebend wie die Felder, worauf das c schmachtet, wieder zu ermuntern und zu erfri⸗ chen —— 2 — 2 2 159 Hofdünger, was man darzu rechnet 108 Solzungen in Ackerfeld zu verwandeln, wie 38. 39 J. Mädeisen oder Jädhaue wird beschrieben 84. was 0 fur Unkraut damit auszurotten ebend. Jäden, ein Feld, auf wie vielerley Weise es zu gesche⸗ 80 pfleget, und welche solche 84. 85. Schädlichkeit de — r 2 4 857 i K. Kai lebendiger, wenn er in der Niedernormandie auf die Felder gestreuet wird 108 Kalchwasser, Benetzung des Getraides mit„141 Kerne zu den Saamenkasten, welche gut 251. Größe der vordersten 2 84 Körner, magere und kleine, deren Eigenschaft 131. 132 woher solche entstehen ebend. wie solche zu vermei⸗ den ebend. können durch die neue Art das Feld zu bauen vermieden werden ö 133 Körner, schwarz gespitzte, gehen auf und bringen kein Brandgetraide 138 Korn, wie vielmal es zu pflügen 25. auf ein Feld be⸗ ständig lauter== zu bringen, was dabey zu beob⸗ achten 29. ⸗ kömmt auf einem nicht genug ge⸗ pflugten Felde nicht fort 23. 26. ob⸗⸗= auf Steck⸗ rüben⸗ BBB 2 Register. rübenfelde gut fort kommt 126.„ 5 wie es nach der neuen Art zu bauen 112. wenn es auszusaen, und in was fur einem Zustande es sich bis zum Frühlinge befindet g f ebend. Krankheiten des Getraides 8 129 Krausemünze, ein Stengel in einem Gefäße reinem Was⸗ ser, und hernach im Salzwasser, ein angestellter Versuch 0 a 18 Arinnen, in der Platte des Rahmens an der Säma⸗ schine, wozu sie dienen. E. zattich, erschöpfet das Erdreich 8² Leinsaamen, woher Frankreich und Engelland sol⸗ chen bringen lässet 86 Lucatelli, Don Joseph, Beschreibung und Gebrauch seiner neuerfundenen Sämasehine 317322 Luft, gelanget zu einer Dichtigkeit und Festigkeit, daß 5 sie einen Theil von demjenigen ausmachen kann, was man als Erde zum Wachsthume der Pflanzen ansie⸗ 14 het Luserne, wird beschrieben 159. schlaget unter dem ab⸗ gemäheten Stengel wieder aus, ein Vorzug vor dem spanischen Heue ebend. was sie für Erdreich liebe 160. ist ein sicheres Mittel für die Pferde 160. kann keinen kalten Regen vertragen ebendaselbst. Winterfröste thun derselben keinen Schaden ebend. wenn sie auszusden 161. ob sie mit anderm Saamen auszusäen ebend. wie solche auszusäen 162. muß vor dem Viehe sorgfältig verwahret werden 163. was bey Einerndung derselben zu beobachten 163. welche zu Viehsutter die beste ebend. wie der Saame ein⸗ zusammeln 164. ist schadlich, wenn man sie dem Viehe überhäuft vorlegt 164. woher der 05 1 a Saamen darzu gekauft werde Lychnis, Kaden oder römischer Kümmel, dessen Far⸗ be, Größe und Eigenschaft wird beschrieben 8 m. Wäben, 192 die eh gh 8 auszußßen sic bis un ebend 0 einen Wa u achetelter 15 ber Süm⸗ 1 5 1 ue 0 ö 80 0 Gchuch N.. 10 5 en kan, un J Mag anf . 1 Tante den d e fc f Ife 100 Gekegd gab 5 — 1 ebend. en Suan u r ug en B59 wp 10 wich Seume. penn man! g 08 der bee 100 . Fur 4 deen d 5 1 Register. m. M', das Getraide, wenn solches 410 t⸗ TWangkorn, auf was für Felde es gut for kommt 23 Mehlthau, wird beschrieben 129. dessen Schädlich⸗ keit ebend. und 130. woher er entstehet 130 Melonenkern, woher Frankreich solche kommen lässet „ 2 86 Wilchgefäße der Pflanzen, Vergleichung derselben mit den Milchadern der Thiere 6. 7 Mine, wie viel eine am Gemäße 342 Wist, aus den Ställen, wenn er aufs Feld zu breiten f 108 Möhre, ob sie eine einzige Wurzel, die mit einigen Fa⸗ sergen versehen ist 3. Meynung des Herrn Tull hiervon ebend. Erfahrung, zu Bestätigung dieser Meynung 4 Mohn, wilder, dessen Beschaffenheit und Eigenschaft 81 ob er vertilget werden könne, wenn man spanisch Heu auf ein solch Feld saet 82 Nobreng der Pflanzen 12 Nahrungssaft der Pflanzen, wie er in der Erde vertheilet ist 27. ũ„ Owird durch die Wurzeln ein⸗ gesogen ebend. ⸗== verflieget nicht von sich selbst 28. 29 G. 0 O bepliegr was man so nennet 50. wo und wie sie zu gebrauchen 50. 51. wie viel Pferde man vor ei⸗ nen nöthig a ö 8. 3 p. Perg Erfahrungen zu Unterstützung der Meynung daß die Blatter die Lunge der Pflanzen seyn 9 Pinte, wie viel eine am Gemäße hält 19 Platten- 7 Register. plattenweise gepflügtes Feld, was man so nennet 55 I wie man auf diese Art pflüget 55. 50 ö N pflanzen, ob solche beyde Arten von Gefäßen, als Arte⸗ rien oder Pulsadern und Venen oder Blutadern mit ö ö den Thieren gemein haben 10. Nahrung der ⸗⸗12. Ur⸗ sache ihrer Verwelkung, wenn sie zu tief in die Erde 0 gesetzet sind 13. verschiedene in gauz reinem klaren 14 ö Wasser gezogene ⸗»ein angestellter Versuch 17. ob sie 4 nur diejenigen Safte aus der Erde ziehen, die ihrer Art eigen sind 1023. Alle ⸗=von verschiedenen Gat⸗ 4 tungen nähren sich beynahe von einerley Substanz 23. ob jegliche derjenigen die Nahrung raubet, die sie mit 5 ihren Wurzele erreichen kann. ebend. die Gattun⸗ gen der⸗ ein Jahr um das andere zu verandern, ob es schlechterdings nöthig ebend verschiedene ⸗⸗auf einen Acker hinter einander zu bringen, warum es nicht vor⸗ „ theilhaft 24. nicht alle ⸗⸗ziehen gleich viel Nahrung 1 aus der Erde. ebend. ob die in einem gedüngten 4 oder ungedungten Erdreiche von besserm Geschmacke zl. . a daß man den ⸗⸗wenn sie im gedüngten Boden gezogen N werden, ungesunde oder giftige Eigenschaften beblezt, wird widerlegt. ebend. 1 Pflug, breiter, dessen Nutzen 3 0 5 5 Pflug/ leichter, dessen Beschreibung und Richtung 105 9 203. wie er aus einem gemeinen verfertiget werden 0 kann 105. wie er gezogen wird, und wie die Strange daran zu befestigen 204. Beschreibung des zu Pflü⸗ gung der Holzplätze und der Getraidereihen 313 316 kann aus allen Stürzpflügen gemachet werden 315 pflug/ neu erfundener mit vier Sechen, wird beschrie⸗ ben 61. 64. 179186. 188. 100192, was man vor⸗ nehmlich dabey zu beobachten hat 186.187. soll erst mit einem Seche versuchet werden 193. 194. Kenn⸗ N zeichen daß er gut verfertiget sey 194. wie er ge⸗ schickt zu führen, daß er beym Herumlenken nicht um⸗ falle. ebend. wie tief man mit demselben pflügen könne 61. Vortheile desselben in einem Felde, das lan⸗ 1 0 ge nicht gepflüget worden 62. wie die Pferde vor 5 solchen telnet 5 98 0 0 alk faden mt 4 12 ll nd Erde en klaren un ob se e hg fare Gal Esengez ct, de see n ddie Gattül, dun, cht alf cen Jacht vir A echrung mne e Aken 10 gaffen dehleh, ebesd. 00 c tung l . erde che 1 1 77 10 0. 1 84; weden 3 wid boch a8 fan bol 4 8 555 0 900 ig Len b er ge e niht an ie Mice Ache doll 4 abt. * och Register. solchen zu spannen. ebend. wenn damit zu pflügen 63. wie viel Pferde vor solchen zu spannen. ebend. wozu er besonders dienet ebend. pflüge, Keilartige, sind denjenigen weit nachzusetzen, welche schneidende Seche und Schaaren haben 341 Pflügen, ein Feld ofte ist vortheilhaft 34. Absicht des⸗ selben 60. die im völligen Wachsthume begriffenen jahrlichen Pflanzen bringet Vortheil 65. wenn es am nöthigsten 67. Einwendung wider das der im Wachsthum begriffenen Pflanzen 60. Widerle⸗ gung dieses Einwurfs, ebend. und 70. durch solches „ geschiehet den Wurzeln kein Schade 79. schos⸗ sendes Getraide ⸗⸗⸗wo und wie solches zu gesche⸗ hen pfleget 111. welches nöthiger und öfter 112. das „ mit dem neuen Pfluge ist für die Pflanzen vor⸗ theilhaft 113. wenn zum ersten male 122. Nutzen desselben 123. 125. wenn zum zweyten male. ebend. Nützen desselben. ebend. und 124. 127. Hauptregel hierbey 125. Nutzen des dritten Pflügen der Pflan⸗ zen 127. Berechnung des Vortheils hieraus 127. s 128. 129 Pflügen, ein zu bestellendes Feld, wie und wenn solches zum ersten male geschehen soll 104. wie und wenn zum zweyten male, ebend.„ zum dritten male wenn? ebend. leichtes Erdreich, wie ofte, und wenn jedes mal 103. festes Erdreich, wie oft und wenn 106. tiefes- mit zwey Pflügen hinter einander 106. 107. solches ist dureh den Pflug mit vier Sechen auch zu bewerkstelligen 106.„ wird durch die Witterung unterbrochen, und die Zeit verändert 106. wie solches zu vermeiden. ebend. und 107 pflügen, Beetenweise, nach der neuen Art, wie 113.114 worauf hierbey besonders zu sehen 114. 115 Pflügen, zwischen den Reihen von sehr hohen Pflanzen, wie 204.205 provencer pfläge, wie sie beschaffen 64 3 2 G. Guecken, Register. G. S wodurch sie vervielfältiget werden 8² R. Röder, Höhe der ⸗⸗am pPfluge, und ihre Entfer⸗ nung von einander 103. an dem Pfluge der Sämaschine für den Waizen 277. 278. Ursache der großen Entfernung der beyden vordersten 284. 285 Haupt ⸗⸗ deren Stellung 287.288 Rasen, breite, welche der Pflug aufreißet, geben faulen Knechten zu einem schlimmen Verfahren Anlaß 53. 54 U Kasenöfen, wie solche zu bauen 4346 Raupen, eine Art schwarze ⸗⸗schaden der Luserne, und wodurch solchem Uebel abzuhelfen 164 Reihen, in welche der Saame zu säen, werden beschrie⸗ ben 76. wie groß der Raum seyn muß, den man in den ⸗⸗⸗zwischen den Saamenkörnern lassen muß 76. wie viel== auf ein Beet zu säen 121. 122 Roßharke, was man so nennet 63. 72. was für Felder man damit pflüget 64 Kump, an der Sämaschine für den Waizen 278. 284 fur die Steckrüben 300302 Rundhölzer, vier ⸗⸗⸗ an der Sämaschine für den Waizen, deren Beschaffenheit und Eigenschaft 274.275 S. game, der zu tief in der Erde liegt, kann sich zehen bis zwanzig Jahr ohne Veränderung erhalten 73. was der mit der Hand gesäete ⸗⸗= für Vortheil bringet 74. was der nach der neuen Art gesäete--⸗ für Vortheil schaffe 75. 77. 78. 70. wie viel man nach dieser Art zu saen nöthig, muß aus der Prüͤ⸗ fung des Saamens erkannt werden 75. wie der ⸗ reihenweise auszustreuen 76. Ursachen, warum es vortheilhaft, wenn man mit den ⸗⸗umwechselt 90 en 5 — —— P r Register. den⸗⸗ aus denfenigen Landern zu holen, wo die 1 Pflanzen am besten fortkommen ist sehr dienlich 87. e Wechselung des ⸗⸗ ist zur Verminderung des Un⸗ krauts gut 88. kleiner ob er eben so schöne und muntere Pflanzen hervor bringe, als der größte und fetteste Waizen 89. ob man auf einen festen und der⸗ hubie ben Boden mehr ⸗⸗ bringen müsse als auf einen lige dee leichten und trockenen 118. kleinen oder großen ⸗ Jae der auszusaen, welches gut, ebend. den== dicke oder dünne aussäen, wie ferne es gut. ebend. wie M288 tief der ⸗⸗⸗ unter die Erde zu bringen 119. wie der che um„auf thonichten Feldern unter die Erde zu brin⸗ Ag 5. gen gewohnlich, ebend. kann durch die neue Art am 40 besten geschehen 120. Weg des= in der Säma⸗ ine ud schine, wie er beschaffen 228. das Maaß des 1 4 zu vermehren oder zu vermindern, verschiedene Arten An dae. der Abwechselung 248. 249. wie der reine und gute un m„ aus solchem Getraide zu erhalten, in welchem Issu muß b viel Gras wächset 109. der ⸗⸗=von den nachgelese⸗ U. 127 nen Aehren ist der beste ebend. ie Saamenkasten, an der Sämaschine, dessen Nutzen 21. 1 0 dessen Abbildung wird erkläret 233239. wie der „ zur Aussaat der Bohnen zu versertigen 250. Unter⸗ VJ0.305 schied des hölzernen und küpfernen 250. 251 ie n Saamenwechsel, ob man des= durch die neue Acker⸗ 2 bestellung überhoben seyn könne 88. 89.„ ist zur Vermeidung des Brandes im Getraide dienlich 142 Säge am leichten Pfluge, was man so nennet 314 Sd maschine, was man so nennet 211. welches die vor⸗ ech gchen nehmsten Theile derselben ebend. worzu die ⸗ chaben; bequem 6575. verschiedene Vortheile derselben beym r Vel Säen 75. durch die ⸗⸗ wird das allzu dicke und late, zu dünne Säen vermieden 119. wie viel man Saa⸗ N men vermittelst der ⸗ zur Besaung eines Ackers göbe hie nöthig hat ebend. besondere ⸗⸗=für den Waizen K nebst deren Abbildung 252. für allerley Gat⸗ run tung von Getraide, wie solche zu verfertigen 286.287 huchsckgh wie man sich der=„ auf solchem Felde bedienten u 23 soll, Register. soll, welches erhabene Platze hat 290. leichte ⸗⸗ wo man solche gebrauchen musse, nebst deren Rich⸗ 050 ebend. was zu einer== für die Steckrüben gehöret 291304. 30531 Säen, Gerste oder Hafer nach dem 5 5 10 dee weil die Säfte, die zur Nahrung der Gerste eigentlich erfordert werden, noch in der Erde zurück geblieben 19. wie ferne es gut 24. 25. nach der neuen Art, wie tief, ein angestellter Versuch 7274. das ⸗⸗ nach der neuen Art erschöpfet das Feld weniger als das nach der gemeinen Art 79. dünne oder dicke zu ⸗⸗ welche Felder, und was es für Vortheil, oder Nachtheil bringe 118. wie tief zu ⸗ nach der neuen Art 119. 120 Säfte, nährende, so die verschiedenen Gattungen der Pflanzen aus der Erde ziehen, ob sie einerley 15. wird durch ein Beyspiel erlautert 15. 16 Saft, der größte Theil desselben in den Pflanzen dünstet durch die Blatter aus 9. Schluß aus der Verglei⸗ chung des durch die Wurzeln und andere Werkzeuge eingesogenen, und durch die Transspiration weggehen⸗ den ⸗⸗⸗ 10.-= hat eine schwankende Bewegung ebend. einerley ⸗ in den Röhren der Pflanzen nimmt verschiedene Eigenschaften an I. 15. 16. 17 Saftröhren, an den Pflanzen zu vervielfältigen ein Mittel 6 9 Sallat, unter Wegwurz gepflanzet, ein Beyspiel daß die Pflanzen nicht eine andere jeder eigene Substanz aus der Erde ziehen 5 15. 16 Salzwasser, dienet zur rechten Zubereitung des G⸗ traides. 141 Sand, statt des Mistes ⸗⸗ unter das Erdreich zu mischen, dienet zur Fruchtbarkeit, weil es locker bleibt 3 Scept, am leichten Pfluge, was man so nennet 3¹⁴ Schaar, Unterschied derselben 72. wenn sich die Spitze der ⸗⸗ abnutzet, wie solcher zu helfen 191. an dem Pfluge der Sämaschine für den Waizen 253. ö f 254. 8 34 der 27 00 bee achte leichte 0 deten 190 * Steckh 4. 30 0 b 10 t Gu Gd zur 0 g 0 0 T n 1 gennen J. 8. her, u ge 18. N II9. 2 tuungch de Nach h wn S lane düffe 5 der Veh e Paten Fein keggehü⸗ ade ewe der 1100 1 I, 10 N pnan 5 0 el dat e Sub 56 ee l 0 15 5 4 15 l l. 8—— 5 —————* Register. 254 deren Zusammensetzung 257259. wenn nur drey vorhanden, und dieselben so tief in das Erdreich eingreifen, daß der Saame dadurch Gefahr lauft gar vergraben zu werden, welches das beste Mittel dafür 2 Scheidung, was man so nennet 90 Schild, am leichten Pfluge, was man so nennet 314 Schöpse, wie solche auf dem Felde mit Rüben zu füt⸗ tern 99101 Schrauben, an der Sämaschine, welche durch das vor⸗ dere Loch des Fallochs gehet, deren Richtung 226. 227. deren Lange 227 Scie am leichten Pauge was man so nennet 14 Sech, wodurch man die allzu große Länge der vordern zu vermelden suchet 182. Beschreibung eines ⸗ 188. Wie das ⸗⸗ in den Grengel eingefüget 95 müsse ebend. was die übrigen ⸗⸗⸗für eine Stel⸗ lung haben müssen 89. am leichten Pfluge 314 Seemuscheln, wo und wenn solche auf die Felder 195 bracht werden Seeschlamm, wo und wenn solcher auf die Felder 85 bracht wird Seitenwände, Trockne und Feuchtigkeit derselben, 55 dabey zu beobachten Selleri, in welchem Erdreiche er am bonebesese 31. Soblblech, am leichten Pfluge, was man so nennet/ nebst dessen Nutzen 4 Sohle, am leichten Pfluge Sommergetraide, in welchem Erdreiche es gut wächsct 23 Spanisches Seu, siehe Seu. Stangenacker, was man so nennet 35. wie man solchen pflüget 90 unrechte Zurichtung desselben 56. 57. Vorthei aus dieser Art 57. Einwendungen dagegen 57. 58 Steckrüben, bestehen fast aus lauter Wasser 26. ein angestellter Versuch Brod daraus zu backen ebendas. große Register. große wo sie in Frankreich häufig gebauet wer⸗ den 90. Besorgung der ⸗ nach der gemeinen Art 90. 91. das beste Erdreich für alle Gattungen dersel⸗ ben, welches? 92. Besorgung derselben nach der neuen Art 9294. 96.99. ein Mittel auf einem einzigen Fel⸗ de zweymal ⸗⸗⸗einzuernden 94. 95. ein Mittel die „„ für dem Ungeziefer zu sichern 95. 96. wie Ge⸗ traide zwischen die ⸗⸗ zu saen 99. find ein gutes Viehfutter 99. wenn die= zur Fütterung des Schaafviehes auszuziehen, und dessen Vortheil 101 Steinklee, giebt dem Brode einen übeln Geruch 82 Stellhölzer, Abbildung derselben 193 Sterz, die beste Art den ⸗ an einen Pflug zu setzen a 8 b 5 g N Stock, am Pfluge der Sämaschine für den Waizen wird beschrieben 5 254. 256 Streichbret, was man so nennet, am leichten Pfluge 314 Stürzen, das Erdreich, auf einem ungepflügten Streife Landes, ob, und wie ferne es zu billigen 54 Stürzer, am leichten Pfluge, was man so nennet 314 Stürzpflüge, was man so nennet, und wo sie zu gebrau⸗ chen 51. wie damit zu pflügen 52. Nutzen der= ebend. wie viel Pferde man zu einen nöthig 33. wie zum andern male damit zu pflügen ebend. 1 T. Taubhafer, wie lange dessen Saame, ehe er aufgehet, in der Erde lieget b 83 Taubenmist, wenn er auf die Felder zu bringen 108. ist schadlich in trocknen Jahren ebend. und 109 Thimian, ein Versuch mit== daß einerley Art von Erde allerhand Gattungen von Pflanzen hervor brin⸗ gen könne 13 Trichter, vorderster an dem Pfluge der Sämaschine für den Waizen 261. wodurch er von dem hintern unter⸗ schieden 262. ein anderer Unterschied von der Gestalt desselben 263. hinterster ⸗⸗ 266. 267 Toll, Register. wusz 1 0 der genen Tull, Vorgeben dessen von Ausbreitung der Wurzeln ei⸗ Gattungen da. ner Möhre 3. ein von ihm davon angestellter Versuch cha sach dee 4. dessen Meynung: was den vornehmsten Theil der chen enzgen Eiben ausmachet 12. 14. Erfahrung desselben von ch en Miele Erdapfeln 80 ch e. U. ) fi ein 5 U u mlauf des Safts in den Pflanzen, was davon zu hal⸗ e Vathal“ ten 10. 11. Beweis des Gegentheils aus einer völ⸗ Geh lig gebildeten Zitrone; so auf den Ast eines Pomeran⸗ ö zenbaums gepfropfet worden 11 e Ungeziefer, wie es in kalten Landern dem Waizen schad⸗ 101 lich 135. Kennzeichen daß das Getraide von dem r e, angefressen, ebend⸗ thut großen Körnern keinen 5% Schaden, ebend. frühzeitiges Säen ist für das Unge⸗ chene ziefer gut, ebend. die neue Art das Feld zu bauen, ist dien Str ein Mittel dafür 136. noch ein anderes besseres Mit⸗ I e ebend. el] Unkraut, was die Ackersleute so nennen 81. Schäd⸗ , lichkeit desselben, und deren mancherley Gattung, Nun de⸗ ebend. wie solches auszurotten 82. kann auf den nach öh der gemeinen Weise bestellten 1 5 85 nicht so gut be⸗ e werkstelliget werden, ebend. dessen Saame dauret viele Ji½ahre in der Erde fort, ebend. wird durch einen Ver⸗ such mit wilden Mohn bestätiget, ebend eine andere 2 0 Erfahrung 83. das pflügen der Brachäcker vertilget e er aufe. es nicht, ebend. wohl aber einiger maßen die Umwech⸗ selung der Getraidesorten 84. eine andere Art das bene, Feld von dem= zu reinigen dy. welches das sicher⸗ bend, uber ste Mittel, das ⸗⸗auszurotten ebend. ele M . berg B. * 0 1 ame ersetzung der Pflanzen ist dem Pflügen derselben in ere V der Nutzbarkeit weit nach zu setzen N 68 U der 6 Ver suche im Kleinen, 25 ist nicht nöthig/ daß man sich Ae, auch sogleich die neuen erden anschaffen müsse 55 — 1 a er⸗ . 3 Waizen, Eintheilung desselben in dreyerley Gattung 120 Register. Verwelkung/ der zu tief in die Erde gesetzten Pflanzen, was die Ursache 1 5 N 13 Vogelwicken, deren Schädlichkeit im Getraide 81 Vortheile bey der Ackerbestellung nach der neuen Art 128 8 w. Wen, wie viel mal der== gepflüget werden muß 25. 34.„darf nicht auf Feld gesäet werden, wo spanisches Heu gestanden 25. 27. wie der= nach der neuen Art zu erbauen 112. wenn der⸗ auszusäen, und in was für Zustande er sich bis zun Frühlinge befindet, ebend. auf ein solch Feld zu bringen, worauf nur kürzlich Waizen eingeerndet wor⸗ den, was dabey zu thun 115. dessen Erbauung nach der gemeinen Art 8 102 Waizenernde, sich alle Jahr eine gute auf einem einzigen 9 Felde zu verschaffen, wie es möglich 27 Waizenfeld, wie es nach der neuen Art zu besäen 121. 122. wie viel mal ein ⸗ vom Frühlinge bis zur Ernde zu pflügen, worauf es ankömmt 7 2 WMaizen/ grauer, wo er gebauet wird 121. dessen Be⸗ schaffenheit und Eigenschaft wird beschrieben ebend. Waizen, Schmyrnischer, dessen Beschaffenheit und Be⸗ arbeitung 120 Waizen, weiser, ist der beste 120. wo er in Frankreich gebauet wird, ebend. Eigenschaft desselben, ebend. ist einerley mit dem Bartwaizen ebend. Walze zu Zerbrechung der Erdklöser wird beschrieben 209. ist zur Zurichtung der Rübenselder sehr dienlich ebend. und 210. ist bey nassen Wetter schädlich ebend. Wasser, gelanget zu einer Dichtigkeit und Festigkeit, daß es einen Theil von denjenigen ausmachen kann, was manals Erde zum Wachsthume der Pflanzen ansiehel 14. ob alles was im aufgelöset werden kann, ohne Unterschied einen Weg durch die Pflanzen finden konne 21.= loset die Theile auf die zur Nahrung a der u Mane 1 N e len Arts 9 enden gt wer, der Wenn der ⸗⸗ 2 sch s zn soch Feaz enen aur in Erbumm 10⁵% ung m. f Ahen aer tu fiene. fring bis 1 zul dds ,. Iich cbt t u 9 120 1 1% Fel scbed, ebe T cbesh wild a che sit ne ch le ö Feige ache kun, dae 0 1 Waden fe en f. 5 iu N g 1 Register. der Pflanzen bestimmet sind 29. ob das⸗⸗bey der Aus⸗ dünstung aus der Erde, ohne durch die Pflanzen zu gehen, die nahrhaften Theile mit sich nehme 29 Wellen, was die Franzosen so nennen 153 Winzer, in Frankreich, die keine Pferde haben, wie ste ihre Felder bestellen f 326. 327 Wiesen, in Ackerfeld zu verwandeln, wie und wenn 42 Wurzeln, ob alle Bemühung die man auf die Erdfrüch⸗ te wendet, vornehmlich auf die ⸗⸗wirkell. Ein⸗ theilung der⸗ ⸗⸗in zwo Klassen 2. sinkende was man so nennet, und deren Stellung in der Erde 2. 35 Erdreichs etliche Klaftern tief hinein, ebend. wodurch ihre Richtung verandert wird, ebend. welche die stärk⸗ sten von dieser Gattung 3. kriechende⸗ ⸗⸗ deren Richtung in der Erde 2. 3. die unmittelbar aus den Saamen hervorwachsenden⸗ ⸗⸗zu welcher Gattung sie gehören 2. wie weit eine Gattung von Pflanzen ihre in einem umgearbeiteten Erdreiche forttrei⸗ ben könne, eine bequeme Art solches zu erkennen 4. eine andere Erfahrung, die man dießfalls von den Ulmen wahrgenommen J. 5. Schluß hieraus 5. 6. Einschränkung dieser Folgerung 6. ob es zu Aus⸗ breitung der=- vortheilhaft, das Erdreich umzu⸗ ackern 7. noch ein anderer Vortheil aus dem Um⸗ ackern für dieselben, ebend. ob die Pflanzen nur die⸗ jenigen Säfte einsaugen, die einer ⸗ eigen sind 18. müssen sich zwischen die Erdklöser ausbreiten können 28. was die Ausbreitung der hindert. ebend. Zerreißung oder Verrückung der Pflügen der Pflanzen ist nicht schädlich FJ. Z an den sinkenden Wurzeln, welche die stärk⸗ en 3 Fab, hölzerner, einer Egge an der Sämaschine zu den Steckrüben 207. 208 Igun, — 2 2 — 2 2 7 — 2 2 2 2 68.69. 79. Aa 2 sinkende ⸗⸗⸗ dringen nach Beschaffenheit des beym Register. Jaun, lebendiger, zwischen zwey gepflügten Feldern, eine Vergleichung zwischen denselben und einem Schlag⸗ olze 8 78 Junge oder Röhre des Saamenkastens an der Suma 1 schine 216. deren Beschaffenheit und Richtung 217: 221. wie die Stufen ihrer Kraft abnehmen 221. Be⸗ wegung der== wird das Spiel genennet 222. wie die Entfernung und Größe der Bewegung der⸗⸗ abzumessen 222. 223. ein allzu großes Spiel der 7 wie es zu verhüten 224. die ⸗= darf nicht zu weit vom Kerne abstehen 246248. die Richtung der K an der Saämaschine für den Waizen 256.25 Zwischenräume der Erdkloser in allzu kleiner Anzahl, sind der Einsaugung des Nahrungssafts hinderlich 28. allzugroße ⸗⸗= ebenfalls, ebend. wodurch die⸗ sen Mängeln abzuhelfen ebend. Eingeschlichene Druckfehler. Seite 63 Zeile ult. für Raßharke, lies Roßharke „ 13 17 muß heißen: welches nach der neuen Art gepflüget und nicht gedünget e. „und 19 müssen die zwey Worte: eben so, ausgestrichen werden. E 8 232 g. e 1 8 8 1 tee eee 2 A — — S 2 ett pc v p pyyymppyyypyyyy xy Wett 2 1 2 1 —— 85 S —ůů— ZS —— 8 8 Fee 5, 2 2.2 ö e en e d e N e e e. M7“ A 2 73. 0 8 V 1 7. 8 5 Zi, 2 C 2. 55 5 5 77ꝓFFFFFCTTTVTT 2 8 5—— 2 E 1 ä K IIe e B Za, 33 . 5 2 49. 2. ö 2. 2 B B B 2 8 E 1 S a 2 . 2 0 8*.*—** 1 o A — 2 Z I eee eee ee eee e- 8 E I 9 S 3 55 7 Fac., 2. 2 8* X 4***. 7 2 8 Ze, 2******* 0 2E g—**—*** FF 2 8 5 3**** 8 X** , C K 5 2 5 3 2. 7727. ͤ VVVVTTTTuTTTTT F 2—— 3 S 5——— G———————————— A — * 9 — 5 IIIb 5. 4 I 7 f 3 I — ä— „ — ä— „ ——̃ 2— ————2—ê de rr —— 2 Aeg 005 8 e ee e * eee 0 ö N eee . g MN N M I 1 cer rr frf-fum r U e 140 2 U eee e, N A eee, i n * 8 A etage 8 * SCN e CE. . 5 S örc mee 1 1 0 8 2*— 2 Tee, E. 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