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PhEsliosobhr.
der
lebenden Natur
für
Naturforscher und Aerzte
Von
G öttfried Reinhold Treviranus.
Zweyter Band.
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Göttingen, bey Johann Friedrich Röwer, 1803.
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Inhaltsverzeichnifs.
Geschichte des physischen Lebens.
Zweytes Buch. Organisation der lebenden
Natur.-$.3.
Erster Abschnitt. Allgemeine Bemerkungen über die Verbreitung der lebenden Hhörper,
Lk S. 6.
Zweyter Abschnitt. Verbreitung der ver- schiedenen Reiche, Classen, Familien, Ge-
schlechter und Arten der lebenden Körper.
Erstes Kapitel. Vergleichung der Thiere, Zoo phyten und Pflanzen in Betreff ihrer Verbreitung. $. 26. Zweytes Kapitel. Pflanzen. $. 1. Physische Verbreitung der Pflanzen. S. gr.
$. 2. Geographische Verbreitung der Pflanzen. S, 44.
Drittes Kapitel. Zoophyten. 8. ı37. j WViertes Kapitel. Tliere, $. r. Physische Verbreitung der Thiere. S. 157.
$. 2. Geographische Verbreitung der Thiere, S, 171.
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Dritter Abschnitt, Verbreitung der leben- den, Körper nach der Verschiedenheit der äus-
sern Einflüsse.
Erstes Rapitel. Vorläufige Untersuchungen über die Entstehung und die Verwandlungen der leben-
den Körper. S. 264.
Öweytes Kapitel. Aeussere Bedingungen des Le-
bens. S$. 407.
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Zusätze und Verbesserungen. S$. 501.
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Zweytes Buch,
Organisation der lebenden Natur,
I: die ganze Sinnenwelt nur ein einziger Orga- nismus, ist das Kleinste in ihr das, was es ist, nur dadurch, dafs es mit dem grölsten in Wechselwir- kung steht, und hat auch das Gröfste sein Daseyn, nur durch das Rleinste, so ist es ein eitles Beginnen, auch nur über ein Atom etwas bestimmen zu wol- len, ohne auf das Universum Rücksicht zu nehmen, Ehe wir daher in unsern Betrachtungen weiter ge- hen, müssen wir zuvor ausmachen, welche Stelle die lebende Natur im Organismus des Welltalls be- hauptet,
Dieser Theil unserer Untersuchungen wird das» selbe für die ganze lebende Welt, als einen einzi- gen grolsen Organismus, seyn, was das vorige Buch für die einzelnen Arten der lebenden Körper war. Aber wie in der Organisation der leiztern,
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;’ ö den so ist auch in der gesammten lebenden Natur nichts ? khik s
Dauerndes. Wir müssen daher eine gewisse Epoche
festsetzen, worauf sich unsere Nachforschungen
beziehen sollen. Hier wird. die Gegenwart diese u Evoche seyn. Die Revolutionen, welche die le- sp bende Natur erlitten hat, werden den Gegenstand 8
werd
des folgenden Buchs ausmächen;
Auch dieser Bestimrhung müssen wir ındels noch eine Einschränkung beyfügen. Was die lebende Naiur jetzt ist, wurde sie zum Theil durch die Hand des Menschen,)Jiese säete, wo die Natur nıcht gepflanzt hatte, und bevölkerte, was leer und
öde gelassen war; diese brachie Grabesstille in Sam- x
melplätze des Lebendigen, und wandelie Paradiese
in Wüsteneyen um; diese veränderte die ganze Obertläche, ja, die Eingeweide der Erde, und liefs wenige Spuren von’ dem übrig, was diese Welt
war, als das Wort der Allmacht:‘ es werde Licht!
über sie ausgesprochen wurde, Alles aber, was
der Mensch der Natur aufdrang, kann hier kein — I
Gegenständ unserer Betrachturszen seyn.-Es kann
uns wenig daran liegen, in welchen Welttheilen seine verkrüppelten Hausthiere ihr armseliges Da- seyn kümmerlich fortschleppen.' Nur das ist für
uns von Wichtigkeit, welche Heimath diesen Thie-
ren von der Natur selber angewiesen würde. Nur Ki in jenen Wäldern des innern Asien’s und Amerika’s, die noch von keinem Beile entheiligt wurden, in den ” %
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den unbesthifften Ströhmen dieser Länder,"in den. Afvrikanischen Wüsten, in den Siberischen und Tartarischen Steppen, auf den Gipfeln hoher Ber- ge, nur da zeigt sich die Natur noch in ihrer ur- sprünglichen, unentweihten Gestalt, und dort. ist es, wo wir‘den Stoff zu unsern Betrachtungen
werden aufsuchen müssen.
A3 Erster
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e NESEHESTSTGETR de als 4 yamım : de W |) Erster Abschnitt.| 1. me | ve er los
a Allgemeine Bemerkungen über die ll Verbreitung der lebenden Körper.| E:| Leber N was: = W Er sarık Ei) Y ir sahen im zweyten Capitel der.Einleitung(a), Bi | dafs dem Leben jedes einzelnen Körpers im Betreff a ll seiner Intension Gränzen gesetzt seyn müssen, weil Me all) die Schrankenlosigkeit desselben unaufhörliche Re- oh || volutionen im allgemeinen Organismus verursachen 11 da ;| j würde. Wir liessen aber die Frage unberührt, ob Ach N auch das Leben der[gesammten Natur intensive ke Schranken habe? Es ist indefs leicht zu erachten, ih dafs die Beantwortung derselben, wenn auch nicht Aekt geradezu verneinend, doch auch nicht ganz beja- en hend ausfallen könne, oder, mit andern Worten, Sch ‘dafs wir das Leben des Ganzen zwar eben so we- i nig für absolut schrankenlos, als das des Einzel- N nen, aber doch für weit weniger begränzt, als das|| des letztern annehmen müssen. Die Natur nehm-|| lich ist in ewigen Verwandiungen begriffen. Der| des Strohm der Zeiten führt immer neue Einwirkungen ar der Aussenwelt herbey(b), Jeder Augenblick wür- GoR de| von (2) 3. 68. dem
(b) Biol, B.ı. 8,50,
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de also, wie dem Individuum, so auch der ge- sammten lebenden Natur den Untergang drohen, sie würde ein ephemerisches Meteor seyn, wenn
ihr nicht ein hoher Grad von intensiver Schranken-
losigkeit zu Theil geworden wäre,
Dieser hohe Grad von Unbeschränktheit des Lebens der ganzen Natur ist nun auch das Erste, was sich uns aufdringt, wenn wir unsere Anfmerk- samkeit auf die Verbreitung der lebenden Körper wenden. Wir sehen dann, dafs alle Theile der Erde Wohnplätze lebender Geschö- pfe sind, dafs es nirgends eine leblose ohne eine lebende Natur giebt, Wir fin den dann Leben in der Erde, wie auf ihrer Ober- fläche; in den Lüften, wie in den Gewässern; auf den ewigen Eisfeldern der kalten Zonen, wie auf den brennenden Sandwüsten zwischen den Wen- dekreisen; auf den Spitzen der höchsten Alpen, wie in den tiefsten Klüften der Erde, Selbst in Schwefelpfuhlen, Salzseen und siedenden Quellen
treffen wir Spuhren des Lebendigen an. Hier sind die Belege zu diesen Behauptungen!
Zu Spitzbergen, wo MaArrTın noch in der Mitte des Mai um Mitternacht das Thermometer auf — 20° R. und die grölste Sommerwärme nicht über 6° R. fand, wo das ganze Jahr hindurch blofs die Ufer von Eise frey werden, sahe jener Naturforscher dennoch unzählige Haufen der Anas mollissima,
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.\ die ihre Eyer ausbrüteten, auf Hügeln gelagert., iR] h Einige Erdschöllen enthielten die Saxifraga oppo-\ sale sitifolia, Saxılraga cespitosa, Cochlearia Groenlan-“om dica und einzelne Grasstengel. Zwischen den Ber- am) gen am Gestade wuchs Fucus vesicnlosus, und am| sein! Ufer war Ulya latissima häufig ausgeworfen(c).| quist Chon Im äufsersten Norden von Amerika fanden| sent
HEARNE und MaAckenzıs allenthalben noch Spuh-| ren von Menschen, allenthalben noch jagdbare l' Thiere, und bis zum 6gten Grade der Breite noch Kan Wälder von Birken und Weiden.| Di s;| che
Am entgegengesetzten Ende der Erde, ı9Gra-| ele weit vom Südpole, wo Coox auf seiner zweyten Aa / Reise durch ein unabsehbares Eisfeld vom weitern| u Vordringen abgehalten wurde, sahen die beyden Ms FORSTER doch noch Pinguine(d), und auf der In-| Tee sel Südgeorgien, deren schwarze, schroffe Felsen| die\
selbst mitten im Sommer nirgends, als etwa nur| auf Landspitzen, wo die Sonne noch einigerma-| fsen wirken kann, vom Schnee entblöfst werden, Ne : die 0 zwey Pflanzenarten, nehmlich das Hakenkraut\ (Ancistrum decumbens ForsT.) und eine Art des es Hnaulgrases(Dactylis cespitosa L.)(e).|# sicht
In
N (c) Abh. der Schwed. Akad. 1758. B.XX. S. 292. 9 (d) Forster’s. Reise um die Welt. B.ı. S. 410.(e) (e) Forsren's Bemerkungen auf einer Reise um die| s Welt. 8.146.| r
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In der heissen Zone ist der Boden unter andern nahe bey den Aegyptischen Pyramiden so dürre und verbrannt, dafs man es für ein Wunder hal- ten möchte, wenn hier ein-Thier oder Gewächs seine Nahrung fände,, Dennoch sahe Hasszr- Quıst(f) hier beydes.. Von Pflanzen traf er die Chondrilla iuncea; von T'hieren'eine kleine Eidech-
senart und Ameisenlöwen in unzählbasyer Menge an.
Kein Gipfel eines Berges ist erstiegen, auf dem man nicht Spuhren von Leben bemerkt hätte, DE Löc erblickte 1560 Toisen über der Meeresflä- che noch eine Tipula, und Saussüre auf dem Mont- blane 100 Fuls unter dem Gipfel, noch einen Schmetterling, ı780 Toisen über der Fläche des Meers die Silene acaulis, und bis zu den höchsten Felsen hinan kleine Warzenmoose, unter andern
die Verrucaria sulphurea(g).
Der Boden des’Meers ist nicht weniger, reich, ja vielleicht noch reicher an lebenden Körpern, als die Oberfläche der Erde. In den Westindischen Gewässern, wo das Wasser ausserordentlich klar, und: die Tiefe‘desselben. nicht beträchtlich ist, sieht der Seefahrer auf dem reinen weissen Sande
tau-
(E) Reise nach Palästina. 8.87. 120. (g) Voısrt’s Magazin f.d. Neueste aus der Physik, ete.
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tausenderley Gewürme, Seeigel, Seesterne, Schnek-| ken, Muscheln und bunte Fische; er schwebt über| hırlat ganzen Waldungen von herrlichen Seepflanzen, t N von Gorgonien, Corallen, Alcyonien und mancher- N ley buschichten Schwammgewächsen hinweg, die| ll durch mannichfaltige Farben das Auge nicht min-. h || der ergötzen, und von den Wellen so sanft hin Be S und her bewegt werden, als eines der blumenreich- n ol sten Gelilde über der Erde(h), I Fi|| htenw sg Steigen wir hinab in das Innere der Erde, so heran Ss finden wir auch da allenthalben, wo das Gestein| |) eine Aluft oder Höhle bildet, eine unterirdische Ten. ! Welt von lebenden Körpern. In einer von Par- I, E z.As(i) besuchten Höhle bey Barnukowa war der| m A| schlammichte Grund am Eingange mit einem fa- Host =| serichten Byssus überzogen, Aus den Spalten des Thier R Schlamms wuchs überall ein besonderer langer In ge ) Schimmel hervor, und ım Innersten der Höhle RR
El war auf dem Reisig, welches das Wasser dahin ge-| J schwemmt hatte, ein sehr grolses Gewächs dieser| N Art(Mucor decumahns Par.) zu bemerken. Die| Nenig Felsenwände der Höhle waren mit einem zarten, deckt wie Spinnengewebe aussehenden Byssus(B. eva-| Geh nida, floccosa, nivea DirLen,) behängt, und die( schauer-| tem
(h) Scmörr’s Reisen durch die vereinigten Nordamer.
Staaten. Th.2, S.450. ‚(1 (1) Reise durch verschiedene Provinzen des Russischen|" Reichs: Th.1.:8. 37: 0}
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schausrliche Stille des Orts wurde durch das Um-
herilattern einer Menge von Fledermäusen gestöhrt,
Selbst in verschlossenen Höhlen, die noch kei- ne Verbindung mit der Oberfläche der Erde hatten, ist die düstere Einöde durch Flechten und Schwäm- me belebt. Als die Rosenmüllershöhle bey Mug- gendorf aufgebrochen wurde, waren in dem ent- ferntesten Ende derselben die Spiegelglatten Stalak- titenwände mit dem Lichen Tophicola HumsoLor, berankt(k).
Auch mitten in Holz- und Steinmassen fand man lebendige Amphibien, Mollusken, Insekten und Würmer eingeschlossen. Meist waren es Krö- ten, woran diese Beobachtung gemacht wurde. HusErr(l) traf ein mittelmäfsig grofses, mageres Thier der Art mitten in einem mannsdicken, völ- lig gesunden und festen Ulmenbaume AFufs über der Wurzel an.
Ein ähnlicher Fall, wo eine Kröte in einem, wenigstens$0- bis ıoojährigen Eichbaume ent- deckt wurde, wird in der Hist. de!’Acad. des Sc,
de Paris vom Jahre 1731 erzählt.
GräÄßBERG fand eine lebendige Kröte in dich-
tem und festem Gesteine, als er in einer Grube zu
Goth-
(k) Von Humsoror über die unterirdischen Gasarten. Se a8
(1) Hist. de l’Acad. des sc, de Paris. 1719,
i2=:| Gothland Steine brechen liefs. Der Mund des| gl || Thiers hatte keine Oeffnung, sondern war mit ei-| Zoll\ 5| ner gelblichen Haut überzogen(:).& hörte &| B ||| T. Wusston sahe eine lebendige Kröte, die | von einem Steinhatfer in einem Marmorsiücke na- La; }| he bey Wishech auf der Insel Elp gefunden war. at “4 Die Höhlung war etwas gröfser, als die Kröte, I EI | und hatte fast die nehmliche Figur. Das Thier oa A| war von dunkelgelber Farbe, und der Marmor, zen 4 worin es sich befand, fest, klar, und an allen I a 4| Seiten einige Zoll dick(n), tenili || Zall | J. Manpas entdeckte ein lebendiges Thier der| Gig Art in einein Quadersieine zu Grois- Yarmouth, a: Die Höhle, worin das Thier lag,. war 6Zoll von| Ps der Ecke des Steins und inwendig ganz glatt, Im N Steine selber war keine Oeffuung zu bemerken(0).| hi a GERHARD traf eine lebendige Kröte in einem%,) Steine zu Padenborn in der Grafschaft Mannsfeld Klang an. Die Wohnung des Thiers war auch hier nicht| Sie b viel gröiser, als das letztere, und inwendig ganz| dassel glatt. Man bemühete sich vergeblich eine Oeff- darin nung ausfindig zu machen, wodurch die Rröte in N den Stein gekommen wäre,_ Endlich entdeckte En. man ein Loch auf der Oberfläche der Erde, das A sich| En ee m? (m) Abh. der Schwed. Akad, 1741. 5.285. (n) Hamburg. Mag. B.XVII. St. 5. S!552. En (0) Ebendas, 9.554. va >54 ni
des t di,
es I kl
2 sich ı2 Rlafter tief, herunter erstreckte, jedoch 13 Zell ber der Höhlung, worin die Kröte lag, auf-
hörte(|)
Als man auf‘dem braunen Kohlenwerke bey
Langedogen im Säalkreise es Herzogihums Mas-
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deburg abteuffen wallte, fand sich unter$ Lach- ter ganz dichter und fester Dammerde ein weisses, ganz reines,.geschmeidiges, mit Klüfften und Rit- zen keinesweges durchsetztes, sondern ganz.dich- tes und einige Lachter mächliges Thon- oler'Lei: tenflötz,-in welchem, bey fernerm Abteuifen, ı6 Zoll tief eine lebendige ÄKröte zum Vorschein kam. Sie sals ganz zusammengezogen im. einer. cirkelrum den Höhlung, woran die obere Hälfte fehlte enge Lager erlaubte ihr nicht die Fülse anszustre- cken, ader sich im geringsten zu bewegen. Als sie mit dem Steine an das Tageslicht gebracht wur-
de, öffnete sie ihre Augen, welche sehr hell und
’. klar glänzten, und sprang aus ihrem Lager heraus,
Sie bezeigte sich unruhig, nachdem man sie in
dasselbe wieder eingeschlossen haite, und lebte darin nur noch 8 bis 9 Tage(9).
Nach Arren’s Erzählung fand män än dem Flusse Onion, ohngefähr 3 Meilen von Barlington-
‘ Bay,
(p) Nouyeaux Mem. de l’Acad. des sc. de Prusse. 1782. p- 12
(9) Grstro in Voscr’s Ma
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für den neuesten Zustand
der Naturkunde, B.ı, S4 3,55,
al) “ir 14 er ei| Dder Pe I Bay, bey dem Graben eines Brunnens, Holz in der Auen Bi: 19 Tiefe von 24 Fuls, und neben diesem etwa 30 Frö- I I sche, die wie versteinert aussahen, so.dals es nn a|| schwer hielt, sie von andern dabey liegenden klei- Sr || nen Steinen zu unterscheiden. Sobald man sie aber 3 7 il aus dem Brunnen herausgebracht, von der ankle- Mi il a benden Erde befreyet und der Luft ausgesetzt hat- al te, empfanden sie nach und nach die belebende! I) Kraft der Sonnenstrahlen, und hüpften so munter bey " hinweg ‚ als hätten sie nie in ihrem unterirdischen Salso || Kerker gelegen(r). Thie || i’ Ber N| ANnTonIo DE ULroA sahe in Madrit zwey Wür- ll mer, welche von Spanischen Bildhauern mitten in on 4| einem Marmorblock gefunden waren, und Mısson En Ri| erwähnt in der Beschreibung seiner Reise nach Ita” ul e: j lien eines lebendigen Firebses, den man bey Tivoli. Ulsen 3| in einem Stücke Marmor angetroffen hatte(s).' ||| Dafs auch Schwefelseen lebenden Körpern zum» Aufenthalte dienen, beweisen Beobachtungen von ae ScHEUCHZER und Parras. Jener sahe in Gewäsı sea sern der Art lebende Larven einer Tipula. Dieser fand in dem Schwefelsee Sernoje- osero den ganzen() Bo- R ı(r) Natural et political history of the state of-Vermont,(W || London. 1798. m |(I) Mehrere andere Citate! von ältern Beobachtungen der(m) Art finden sich in Harzer’'s Elem. Phys. T.II. L. OB VII. S.4. 9.3. p-319. Voıer’s Mag. für das Neueste WIR aus der Physik etc.. B. XI. St.ı. S. 135.(JR Da!| nn TREE
ın der oFrö. [ls es n klei- € aber ankle- t hat- bende unter schen
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Boden des Pfuhls mit einer Haut bedeckt, welche eine gewisse Organisation hatte, und der er eine vegetirende Beschaffenheit zuschreiben zu dürfen glaubt(t), JIn einer andern Schwefelquelle am Surgut hatte sich eine ganz eigene Materie, die zu den Spongien zu gehören schien, um alles in dem
Wasser liegende Reisig erzeugt(u).
Eben dieser Naturforscher fand in den Salzseen bey Saimka von Pflanzen die gemeine Salicornia, Salsola altıssima und Aster tripolium, so wie von Thieren den Cancer pulex und Cancer salinus, welche grofsen Schaaren von Bergenten(Anas Ta- dorna) und einer Art weisser Möwen zur Nahrung dienten(v). Ein anderer See bey Risloi, welcher salzig und schwefelhaltig zugleich ist, enthält eine Ulvenart und Karauschen(w).
Forsrär(x) traf auf seiner Arabischen Reise in einer 49° R. warmen Quelle, THUNBERG(y) in ei- ner siedenden Quelle am Slangenkop, einem Ber- ge am Cap, Barrow(zZ) in einem siedend heis-
sen
(t) PArzas Reise durch verschiedene Provinzen des Russischen Reichs. Th.ı. S. 104.
(u) Ebendas.$. 100.
(v) Ebendas. Th.a. S, 298.
(w) Ebend. S.290.
(x) Flora Aegypt. Arab, p- 189.
(y) Neue Abh. der Schwed. Akad. 7781. B. 2, 5.81.
(z) Reisen in das Innere von Südafrika, S, 93.
‚16 ne % °} A sen Strohme bey Roode-Sand am Vorgebirge der sche | e guten Hoffnung Conferven, und'VAnDELLI(z*) in Ansbrel | ry». T..p. q 1 | einer Hitze von Ay°R. seine Ulva labyrinthiformis Insel I % Al S | Jahre | an. | SER£; nach | Auf der Insel Amsterdam giebt es heisse Quel- |;#: cheret | len, in deren Schlamm, welcher das Quecksilber . B° au We I zam Siedepunkte treibt, Marchantien und Lycopo- i£= 2% entdech f dien wachsen(a): N arbeitet hi)| Der Turbo thermalis, ein Bewohne: des Adria- üesıTe =| tischen Meers, findet sich auch in den warmen\ feuert | Quellen von Abano, worin das Reaumürsche Ther- dukte k 2| e. AO EaAr e+ || nometer auf 40° steigt(b): ur Bl; ||= 3;- 2 ÄR i| Nach Sonnerar’s Versicherung leben Fische 2 SR®&». 2=. Mıchen E:| in den warmen Bädern auf Manilla bey einer Tem- AusOrU | peratur von ı40° Fahrenh., ja, nach der Aussage lich ku eines dortigen Geistlichen, sogar bey einer Hitze ‚ denkt, | von ı84°(c) einem| canısch
Nur die Crater feuerspeyender Berge, tind ei- i Sa ER r Zeit s nige Inseln, die in neuern Zeiten durch vulcanı->
| und ve] | sche I. von eg I vw Kr einen (z*)„Them. 120.-.T:23 Rn 3: 24 1;\hz |(4) Staunton’s Beschreibung der Gesandschaftsreise) Ale | des Grafen Macartney nach China, ,— Vorsr’s Mag:; |;= | für den neuesten Zustand der Naturkunde; B. ı. St.2 N ,(d 0 STD. a; ten ı (b) Orıyı Zool. Adriat. P.a. p.172;>(0 A >‘) Or, (ec) M. s. auch Bruce’s Reisen zur Entdeckuns dei On >=\) Ebeı Quellen desNil’s. Uebers, von VoLkmann. B.ı. 5,52. I Bi j ’
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irge der ii(2*) in
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'haftsreise as Mag;
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sche Ausbrüche hervorgebracht sind, seizen der Ausbreitung des Lebens Schranken. Eine solche Insel ist Neu- Camene im Archipelagus, die vom Jahre 1707 bis ı7ı1 bey- verschiedenen Erdbeben nach und nach in die’ Höhe stie&, und deren fla- cherer Theil von ‚schwarzen Basälthlöcken starkt,; auf welchen fast keine Spuhr von Vegetation zu entdecken ist(d).. Doch auch in diesen Einöden arbeiiet die Nätur schon längst än der Erzeugung des Lebendigen, und selbst den ‚Schlünden.der
feuerspey enden Berge nähert sie ihre lebenden Pro:
2) jur) Di: > n
Besclh
&
dukte so sehr, als es dı nur immer Zulälst. ‚Die Insel Biera, oder Alt-Ca- mene, welche ebenfalls dutch einen vulcanischen Ausbruch, aber ungleich früher, als jene, nehm- lich kurz vör oder nach Christi Geburt ,„ Entstän- den ist, ernährt schon seit langer Zeit Pllanzen in einem Bette von verwittertem Bimsteine und vul- canischer Asche(e), und selbst auf Neu-Camene zeigt sich schon an einigen Stellen, die mit Asche und verwitterten Steinen bedeckt sind ‚ein Anfang von Vegetation(f). Die beyden Forster fanden auf einen Vulcan der Insel Tanna, wo der Boden eine ‘Hitze von 210° Fanrenm. hatte, mancherley blü-
hende
(d) Orivıer’s Reisen durch das Türkische Reich, Egyp= ten u. Persien, Webers. von$Srr£ncen, Th. ı, 9.4835 (e) Ozivırr a.2a. O0;$, 489. () Ebendas. S, 482.
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hende Gewächse(g), und der Graf pr Maırrı an dem Crater des Vesuvs zwischen glühender Lava
eine Salamanderart(h).
arbeitet die Natur, wie an den Schlünden der Vulcane, so auch allenthalben,- wo Menschenhände, oder physische Kräfte eine leblose Wüste hervorgebracht haben, gleich wieder an. der Hervorbringung lebender Körper, sobald jene nur aufhören, sich ihrem Wirken zu widersetzen. Nackte Felsen, auf welchen kein Staubkörnchen haftet, überziehen sich mit Flechten; unter den Blättern der letztern sammelt sich Erde, woraus Moose hervorsprossen; Vögel nisten auf diesen, und düngen und vermehren mit ihrem Auswurfe die angehäufte Erde; so wird aus dem nackten Steine ein reitzender, mit Kräutern, Stauden und
Bäumen bedeckter Hügel,
Auf ähnliche Art wurde Aegypten aus einem öden Meeresboden zu einem der fruchtbarsten Län- der, indem ein kleines, zwey bis drey Fuls langes
‘Rohr mit seinen vielen Schöfslingen, seinen schar- fen Blättern, und seinen weit umher kriechenden, unter einander verschlungenen Wurzeln der Schlamm der See aufhielt(i):
Nach
(g) Forsten’s Reise um die Welt. Th.2. S. 235. 250. (h) La trois doigts. LA Cereoe Hist. nat. des quadr. ovip. T.ı. p. 496.
(4) HAsserquist’s Reise nach Palästina, S. ı. pP. 117,
N: jle m die Dr dem I so be nicht. lien sc
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(k) Re (l) Tr
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ıden und
us einem rsten Län- ıls langes nen schar- echenden,
zeln der
Nach
235259 des quadr.
p. 117:
Nach Morıson’s Erzählung fand man acht Mo- nate nach dem grolsen Brande in Loudon von 1666 die Brandstelle in einer Weite von 200 Morgen mit dem Erysimum latifolium maius glabrum Bauhini so bedeckt, dals England, wo doch diese Pflanze nicht selten ist, Frankreich, Deutschland und Ita- lien schwerlich eine gleiche Menge würden haben
aufbringen können;
Ananson(k) und Bonner() beobachteten, dals ein ausgetrockneter Teich sich gleichsam von selbst wieder mit Fischen besetzt, ohne dals sich der Ursprung dieser Thiere entdecken läfst. Jener wurde bey einer Reise über die Holzinsel in den vom Regenwasser entstandenen Seen einige Rothfe: dern gewahr. Die Regenzeit war verflossen, die Teiche vertrockneten, üund die Fische kameri um, Nichts desto weniger zeigten sich im folgenden Jahre die nehmlichen Thiere wieder, obgleich jene Wasserbehälter mit dem, 300 Toisen ent fernten Niger keine Gemeinschaft hatten; und diese Art von Fischen in demselben auch gar nicht anzüutref:
fen wai.
o, Aber nicht'blofs jeder Theil der Er de, sondern auch jeder ihrer lebeuden Bewöhner ist ein Wohnplatz des Le
ben:
(k) Reise nach Senegal. Uebers, von Schärsen, S. 198:
(l) Traite des cofps organises. T.III. p. 545: B
oO 67
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| E| ; , ee
bendigen. Die Pflanze dienet andern Pflanzen, Phytozoen und Thieren, das Thier andern Thie-
ren, Polypen und Pflanzenthieren zur Wohnung,
Unter den Pflanzen giebt es verschiedene, die man nirgends, als auf andern ‚Pflanzen antrifft (Schmarotzerpilan’en), z.E. die Tillandsien, mit deren langen, herabhängenden Zweigen alle Bäume in den Wäldern des wärnrern Amerika bedeckt sind(m), die Cuscutä, das Epidendrum, Viscum, de meisten Arten des Loranthus, verschiedene Cac-
tus-Arten, Cytinus hypocystis us. w.,
Von den Pflanzenthieren wohnt ein grolser Theil der Schwämme, Flechten und Moose auf Pilanzen. Dagegen werden alternde Phytozoen aus der Familie der Tange wieder eben so von Sertula- rien, Milleporen und andern Thierpllanzen be- wohnt, wie alternde Baumstämme von Flechien
und Moosen(n).
s Unter den Thieren sind es vorzüglich die In: sekten., die sich auf Pflanzea aufhalten. DBlos auf
der
(m) UrroA physik, u. histor. Nachrichten'von Amerika. Uebers. von Dieze T.ı. 8.11%. BArrtRAMm’s Reisen in Nordamerika, im Mag. von Reisebeschreib. B.X. 5,
89. Scnörr’s Reisen durch Nordamer. Th. 2, S. 165,
(n) Mertens in SchaAper’s Journal, für die Bot, 1800, B.ı. 9.192.
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seiner Ober Flieg wün ein einen daselb und y Nah linusc füsa unda tura ı nA, Faden, heryg: Pia Art
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1e, die antrifft 1, mit Bäume jedeckt iscum,
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grolser se auf en aus Sertula- zen be
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die In- los auf der
Ameriks Reisen It 8X.% 165,
01, 2800,
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der Eiche kannte schon Röseı,(0) 200 Insektenar- ten, und LInn&(p).auf der Weide 55, auf dem Pllaumenbaume über$0, auf dem Grase 16, auf der Pappel 22„ auf.der Linde ı3, auf dem Birnbay- me tiber 40, auf der Birke ıg und auf der Diste] 8Arten,
Das Thier ernährt andere Thiere sowehl auf seiner Oberfläche, als in seinem Innern. Seine Oberfläche wird von Onisken, Lernäen, Milben, Fliegenlarven u. s.'w,, sein Inneres von Eingeweide- würmern bewohnt. Unter jenen Insekten giebt es einige, die, gleich den parasitischen. Pflanzen, an einem Flecke der Oberfläche des Thiers angeheftet, daselbst eine Art von vegetirendem: Leben führen, und wieder andern Insekien zur Befestigung und Nahrung dienen. De Gerr fand auf einem Staphy-
linus eine Art von Milben(Acarus eoleoptratorum ru-
fus, ano albicante. Linn. Faun, Suec. Ed.e. n. 1083); )
und auf einer Pflanze eine Art von Lepturen(Lep-, tura nigra, thorace elytrisque!rufis, Linn. ibid,
n.68ı1.£.), wovon einige vermittelst cines langen
‚kadens, der wie ein Stengel aus ihrem Hintertheile
hervorging, an dem Körper des Insekts und der Pflanze befestigt waren, und.andere auf eben die Art wieder mit ihnen zusammenhingen. Der Kör-
(0) Insekten-Belust. B.ı. S. 270 ..(p)! Pand. Ins. in Amoen. Acad. Vol.V, p. 250,
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Körper der äussersten Milbe oder Lepture war an den Banch der folgenden geheftet, dieser an den der dritten, und so die ganze Reihe hindurch bis an die letzte, die ihren Stengel in den Staphylin,
oder in das Gewächs gepflanzt hatte(q).
Eingeweidewürmer finden sich in Thieren von jeder Art, von jedem Alter und in jedem ihrer Or- gane, nur die Milz und einige Drüsen ausgenom- men. Rraumur(r) und Parras(s) entdeckten sie in Insekten, und Forskäu(t) in der Pterotrachea aculeata. SWAMMERDAMM(u) traf in den Uterus ei- ner Schnecke Eingeweidewürmer, und in diesen wieder kleinere von einer andern Art an. Brer- DEL, Hartmann nnd Roussens beobachteten schon bey Früchten im Mutterleibe, DorLäus, WePrrERr, VALLISNIERI, RAuvLım, BLUMENBACH, GoEZE und Broch in jungen Thieren gleich, oder, doch bald nach der Geburt, Eingeweiiewürmer(v). Sogar
ın
(g) Abhandl. der Schwed. Akad. B.XXX. S. ıgı.
(x) Mem, pour servir a l’Hist. des ins. T. VI. P.ı. mem,
«) 1
OV u D. EL, 5.84.
n vor in; in 1 ihre Voche I ihre Viele schon folgt ımer,
ohne
odeng haupt sind und )osen ‚ An Altai- ıl die- 1 auf v auf t den rucht- t(w) Vor- ‚16, ‚B4
Eide:
Vorzüglich aber gedeihen die meisten Gewächse auf Kalkgebirgen. Selbst den Mangel der Wärme ver- mag ein gewisser Grad von Halkgehalt des Bodens
einigermalsen zu ersetzen, wie die so hoch am kal-
‚ten Altaischen Gebirge gelegene Gegend.von Tige-,
räk beweiset, wo das Getreide, das auf den dorti- gen hohen Kalkbergen gesäet. wird, ungemein
schnell heranwächst, und alle wilde Pflanzen zu
‚einer Riesengröfse gelangen, z. B. Rittersporn,
Geisbart und Brennesseln zu einer Höhe von ı2Fulfs, und der Stamm der Angelica zu einer baumartigen Dicke(x).
Auch ein salziger Boden befördert das Wachs- thum aller für ihn passender Pflanzen. Dies zeigt sich vorzüglich in Egypten, wo nicht nur der Bo- den, sondern auch die Athmosphäre so mit Salz- theilen geschwängert ist, dafs die Steine allenthal- halben von Natrum angefressen, und alle feuchte Oerter voll langer, salpeterähnlicher Salzerystalle sind. Hier giebt diese Salzigkeit der Luft und des Erdbodens,, in Verbindung mit der Hitze, den Pflanzen ein Leben und ein Wachsthum, ‚wovon der Bewohner des kalten Nordens keinen Begriff hat. Allenthalben, wo die Gewächse nur Wasser haben, geschieht ihre Entwickelung mit einer be-
| wun-« (x) ParzAs Reise durch verschiedene Provinzen des Russischen Reichs. Th. 2. S.578. PArrın a..2,.0. B.2%
9. 370. | C 4
| Pr wunderungswürdigen Geschwindigkeit, Eine ge-| gall wisse Rürbisgattung, Kora in der dortigen Sprache| mi an genannt, treibt binnen 34Stunden beynahe 4 Zoll N ante lange Kürbisse(y).| gie Ferner äussert sich der Einfluls des Bodens| n auf die Vegetation an der Farbe der Pflanzen, und| ur besonders der Blumenblätter. Sumpfpflanzen ha- 1 gr ben gewöhnlich, dunkelgrüne und glatte Stengel- In ande blätter, wie die ganze Familie der Hydrochariden,| planzeı beweist. Zu Neu- Yersey in den vereinigten Staa- bemerk ten von Nordamerika, wo der Boden aus einem an| Näher der Oberfläche verwitterten rothen Thonschiefer| nisato besteht, zeichnen sich alle Pfianzen durch ein leb- N andern hafteres Grün aus(z), Auf die Farbe der Blumen- 1 Ama blätter scheint vorzüglich ein thonhaltiger Boden Blunen, einen merklichen Einflufs-zu haben, Bey Constan- 1 sd, alı tinowa, wo das Erdreich viel weissen’ Thon ent-| Aung vo hält, sahe Pırvas viele Pflanzen des Epilobium| hend anzustifolium und einige Stengel des Verbascum| schlecht Thapsus mit weissen Blumen blühen(a).:| Resumu schmale Fin nasser Boden bringt glatte und gefirnilste, Anibask ein dürrer rauhe Stengel und Blätter hervor, wie f Von die am Polygonum amphibium erhellet. Doch leidet| Boten y diese Regel Ausnahme. Auch bey den meisten,| Reise den Io za |
(y) Vorner’s Reisen nach Syrien u. Egypten.
(2) Senörr’s Reisen. Th.ı. S. aa, ÖL, (a) PAaızas 2.2.0, Th.ı, S$, 25
FT FEAREE
18 ge: Tache
4 Zoll
odens und EIER ngel- den Staa- man hiefer leb- men- den ;tan-
ent-
um"
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(ste, wie ‚eidet sten, den
den Winden ausgesetzten Pflanzen sind die Blätter mit einer zarten Wolle überzogen, welche da am dichtesten ist, wo sie am stärksten von den Wind-
stölsen getroffen werden(b),.
Noch gröfser,, als diese Veränderungen, sind aber die, welche der gan2e Habitus der Pflanzen durch die Einwirkung des Bodens erleidet,- Vor al- len andern zeichnen sich in diesem Stücke die Salz- pflanzen aus. Bey diesen sämmilichen Gewächsen bemerkt man in gewissen Theilen eine gröfsere Näherung zum Minimum der vegetabilischen Orga- nisation, als bey verwandten Arten, die in einem andern Boden wachsen. Die meisten derselben ge- hören zu den Dicotyledonen mit unvollständigen Blumen, deren Staubfäden um den Griffel befestigt sind, also zu einer Classe, die in geringer Entfer- nung von den Monocotyledonen steht. Dabey ha- ben die meisten. z.B. die Salzpflanzen aus den Ge- schlechtern Polycnemum, Camphorasma, Salsola, Reaumuria, zahlreiche, aber sehr kleine und schmale Blätter, manche auch, z. B. Salicornia, Anabasis, Calligonum, ganz blätterlose Stengel. Von diesem mächtigen Einflusse, den ein salziger Boden auf die Vegetation hat, rührt es her, dals der Reisende in den Tartarischen Steppen gleich eine ganz andere Vegetation erblickt, wenn er aus san-
digen
(b) La BırrArviene's Reise. Th. ı,$, 79%
65
|
42
digen Flächen in salzige kömmt(c), und eben daher rührt es auch, dafs in dem Boden von Egypten blos einheimische Gewächse unverändert bleiben,
alle fremde aber sehr schnell ausarten(d).
Doch nicht blos die Farbe und äussere Gestalt, auch die Textur und Mischung der Pflanzen wird durch den Einfluls des Bodens sehr verändert. Holz von Pilanzen, die auf Kalkboden gewachsen sind, ist immer fester, als Holz von Granitboden. Sehr fest und hart ist deswegen alles Holz auf den Baha- ma-Inseln, wo der Boden blos aus Muschelkalk besteht, nur das von Rhizophora Mangle, Cono- carpus erecia, und andern im Wasser und in Süm:» pfen wachsenden Bäumen ausgenommen(e). Und noch härter ist alles Holz auf Neuholland, wo Van- COUVER(f) an der südwestlichen Rüste die Koral- lenbänke und Muscheln, denen der Ralkboden die- ser Insel sein Entstehen‘verdankt, noch in ihrem natürlichen Zustande antraf; so hart und schwer,
dals
(ec) PArzas Bemerkungen auf einer Reise durch die südl. Statthalterschaften des Russischen Reichs, Th. ı. S.110.
(d) Vorner’s Reise.
(e) Märrer in den physik. Arbeiten der einträchtigen Freunde zu Wien. J.ı. Q.ı.$,61. 68. Scuörr’s Rei- se. Th.2. S. 417. 485.
(£) Entdeckungsreise in den nördl. Gewässern der Süd-
see, Uebers. von SPRENGEL. S. 14.
daher ypten
eiben,
estalt, wird Holz sind, Sehr Baha- kalk Cono- Sum: Und Van- ‚oral. ı die- hrem wer,
dals
ı die
Th. 1.
gen
| Rei-
Süd-
urn.| 9
dafs es im Wasser zu Boden sinkt(g).— Der jüngere Saussüre erhielt bey einer chemischen Zer- lezung von Pinus Abies,. Pinus Larix, Rihododen- dron ferrugineum, Vaccinium Myrtillus und Juni- perus communis, die von Gränitlande genommen waren, mehr Wasser, als von gleichen Pflanzen aus Ralklande. Auch zeigte eine Untersuchung der Asche in den Gewächsen aus Ralkboden einen grölsern Antheil Kalkerde, in denen aus Granitbo- den eine gröälsere Menge Rieselerde, Zugleich ent- hielten die letztern sehr viel mehr Halkerde, als der Granitboden ihnen gegeben haben konnte, die
erstern hingegen keine Rieselerde(h),
Abhängiger, als von den sämmtlichen, bisher erwähnten Einflüssen, ist die physische Verbrei- tung des ganzen Pflanzenreichs von der Einwir- kung der cosmischen Hräfte, Dieser Gegenstand ist indels zu genau mit der geographischen Verthei- lung der Gewächse verbunden, als dafs sich beyde von einander absondern liessen. Wir werden. da- her diese Materien jetzt ungetrennt untersuchen, Doch schränken wır uns hier blos auf die Thaätsa-
‚ chen und die sich daraus ergebenden nächsten Fol-
gerun-
(ge) Hunter’s Reise nach Nen-Süd- Wallis. S.59 im Magazin von Reisebeschreibungen. B.XL (h) Bulletin de. la Soc. philomathique. An YII. p.
of Ar
44/ RETTET? v2
gerungen ein, und versparen die allgemeinern Re- von Erd sultate bis zum folgenden Abschnitte,|„B.die joa den
a? ride
Geographische Verbreitung der Pflanzen(i).
Schon bey einem flüchtigen Blicke auf die geo-
graphische Verbreitung der Pflanzen finden wir, DRIN dafs in derselben von den Polarkreisen an bis zum bendent Aequator eine Gradation vom Einfachern zum Man- ı in der nichfaltigern statt findet. Spitzbergen enthält nur ben au 17(k), Grönland 24(l), Kamschatka ı50(m), Is- Stufen land 22ı(n), Lappland 374(0), Schweden 416(p) game wahre Pflanzen, und so nımmt die Zahl der Ge- in der wächse immer zu, bis zu den Ländern des heis- kant; sen entwede
gar kei
(1) Benutzte Hauptquellen sind: gie ı ’ Hovurruyn’s vollständiges Pflanzensystem des Ritters Deweise, C. von Linse, lichen|
€. aLınnd Species plantarum. Curante C.C. Wırrpve-| Monoco now, Da wo keine Quellen in diesem$ angegeben doppelte sind, wird der Leser das Nähere in jenen beiden dene W. Werken finden./ Fit:
(k) PessAnt’s ‚Thiergeschichte der nördl. Polarländer,' h 2 Th. SALE 1 She (l) Cranz Historie von Grönland,| reich; (m), PennAnt a.a.0. S.ı45. t ‚che ein (n) ZorcA Tl. Island. in OrArren’s u, Poversen's Reise|. Mrecker nach Island. Th. 2.| hälen
(0) Lınneı Fl. Lappon. (p) Lınngı Tl. Suecica. Ed. 2,
n Ra.
7 geo wir, zum
Man-
nur
itterg LLDE- ‚eben
eiden
inder,
Reise
em a5 sen Erdstrichs, unter welchen es mehrere giebt, z.B. die südlichste Spitze von Afrika, die blos erst an den Rüsten untersucht, sind, und doch schon
viele tausend Pflanzen gelicfert haben.
Es bestätigt sich also bey dem Pflanzenreiche unser obiger Satz, dals in der Verbreitung der le- benden Organismen eine ähnliche Gradation, wie in der Struktur derselben herrscht. Aber wir ha- ben auch schon erinnert, dals so Wie hier diese Stufenfolge nur die Menge der ungleichartigen Or- gane überhaupt betrifft, so dieselbe auch dort nur in der Menge der Geschlechter und Arten über- haupt statt findet, und dals einzelne Geschlechter entweder eine ganz entgegengesetzte, oder auch gar keine Stufenfolge beobachten. Auch hiervon giebt uns die Verbreitung der Pflanzen eine Menge Beweise. Schon gleich die beyden gröfsern natür- lichen Abtheilungen des Pflanzenreichs, die der Monocotyledonen und die der Gewächse mit einem doppelten Saamenblatte sind auf eine sehr verschie- dene Weise verbreitet. Die Heimath der erstern sind die heissen Zonen. Fast die Hälfte der Ge- schlechter, die zu dieser Abtheilung des Pflanzen- reichs gehören, sind blos auf die wärmern Brise: che eingeschränkt. Von denen, die sich weiter er- strecken, bewohnen doch nur wenige Arten die
kältern Gegenden.
Fri ıD.
\ da Es giebt ganze Familien der Monocotyledonen, a
die nicht über die heissen Erdstriche hinausgehen. ihunı I
Dahin gehören die Palmen, die Ananas-Familie,(0 U
die Musen und Cannen, Von den Palmen sind ei-| erreich
| nige Arten des Geschlechts Chamaerops die einzi- be die gen, die ausserhalb den Tropenländern ohngelühr I
bis zum 35ten Grade nördlicher Breite fortkommen, sl
Dagegen gedeihen die Dattelpalmen(Phoenix dac- a
iylifera) schon in dem warmen Creta, in. den übri« vr
gen Inseln des Archipelagus, und im nördlichen iehlech Theile von Marocko nicht mehr. ‚Selbst in Egyp- iin
ten reift die Dattel selten, wenn der Baum zu sehr she
den kühlen Seewinden ausgesetzt ist(g). Von den| Ar
Ananaspflanzen wächst zwar die Agave Americana
auch im südlichen Europa, aber erst seit 1561, um„ 7 welche Zeit sie durch Corrtusus dahin verpflanzt ist. nördhch Ihr eigentliches Vaterland ist das wärmere Amerika. dee die Alle übrige ‚Gewächse aus den angeführten Fami- IR lien sind blos in den heissen Ländern von Afrika, ai Asien, Amerika und der Südsee einheimisch, und Abtei)
selbst hier gedeihen sie in höher liegenden Gegen-| den langsam oder gar nicht. So istes z.B. auf Su-| matra mit der Cocospalme. Je weiter man auf je- Mono,
ner Insel, die mitten im heissen Erdstriche liegt,|
von der Küste nach dem höher liegenden Innern| des An thos (q) Orıvser’s Reise durch das Persische Reich, Egyp- ten u. Persien. WUebers. von Sprencer. Th.ı. S. et 39.— Scuovsgoe's Bemerkungen über das Gewächs- Ben
reich um Marocko. Th.ı. S. XUL
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|
4 |
onen, ‚ehen, nilie, ind ei- einzi- gefähr men,
dac-
übri«
1 den icana um ist, rika. 'ami- rika, und >gen- f Su- ıt je- iegt, nern des joyp- 1418:
ichs«
Be 47 des Landes kömmt, desto langsamer ist der Wachs*+ thum dieses Baums, wegen der abnehmenden Wär- me, under muls hier beynahe seine völlige Grölse erreichen, ehe er trägt, da in.den Ebenen ein Kna-
be die ersten Früchte brechen kann(1).
Doch, statt üns durch eine weitläuftige Auf- zählung des Wohnorts von jeder einzelnen Pflan- zenart den Raum zu beengen, lalst uns einen kür- zern Weg einschlagen! Für‘ jedes Pilanzenge- schlecht giebt es eine gewisse Gegend, gleichsam einen Mittelpunkt, wo die meisten Arten’ des. selben concentrirt sind. uns also die sämnt- lichen Geschlechter der Pflanzen unter zwey Ab- theilungen bringen; in die eine diejenigen setzen, deren Mittelpunkte zwischen dem 35ten Grade nördlicher und südlicher Breite liegen, in die an- dere diejenigen, wovon alle, oder wenigstens die meisten Arten ausserhalb diesen Gränzen, weiter nach den Polen hin, wachsen; und diese beyden
Abtheilungen dann mit einander vergleichen!
/
Monocotyledonen der wärmern Zonen(s).
I. Classe.
1, Aroideen, Arum. Calla, Dracontium, Po- thos,
(r) MARspen’s Beschreibung von Sumatra.$. 704, (s) Der Leser wird bemerken, dals in diesem und den
fol-
5. Binsengräser. Fuirena, Schoenus. Gahnia, Scirpus. Cyperus, KRyllingia. Mapania. Chrysi- trix.
4. Gräser. DBobartia. Aristida. Paspalum. Pani- cum. Milium. Perotis. Saccharum. Holcus. An- dropogon. Chloris. Spinifex. Ischaemum, Zeugi- tes. Tripsacum. Cenchrus._ Rottboellia, Melica, Dactylis. Cynosurus. Briza, Pappophorum. Bam- busa. Oryza. Ehrharta. Zizania. Luciola Juss. Nardus. Apluda. Zea. Pharus, Olyra. Coix,. Ma- nisuris. Pomereullia. Miegia. Parıana. Nastus
Juss.
II. Classe.
ı. Palmen. Calamus. Phoenix. Areca. Elate. Cocos. Bactris. Elais. Caryota. Nipa. Corypha, Thrinax. Licuala. Latania. ‚Borassus. Chamae- rops. Mauritia.
2. Spargelartige Pflanzen, Dracaena. Fla- gellaria. Asparagus. Medeola. Smilax. Dioscorea. Raianıa,
3. Graslilien. Erıiocaulon, Restio, Xyris. Mna- sium. Syena. Pollia. Callisia. Commelina. Tra- descantia. Sagittaria. Damasonium. Nectris. Me- lanthium. Wurmbea.
Au folgenden Verzeichnissen unter den generischen Na. men immer die Schregerschen(M. s. dessen Ausgabe der Linseıschen Gen. pl.), undunter den Benennun- gen der Arten die Lrunetschen zu verstehen sind,
wenn nicht das Gegentheil ausdrücklich erinnert ist.
3.0: dendr 4 Hyd,
ti,
Id
aha, hrysi-
‚ Pani- 18. An« Zeugi- Nelica, Bam- Juss, . Ma- Tastus
Elate,
ypha, amac-
‚ Fla- coreä,
Mna: Tra-
hi
en Na, sgabe nnune sind,
st Ist,
Page: 49
4. Lilien., Gloriosa. Eucomis. Yneca.
5: Ananas- Familie. Burmannia. Tillandsia: Pitcairnia. L;: WirLio; Xerophyta. L.W, Bromeliä, Agave.
6. Asphodelen, Aletris; Veltheimia. L. Wirrn: Sauseviera L. W. Aloe, Anthericum: Drimja L: W. Lachenalia, Phormium. Massonia: Cyanella; - Albuca. Ornithogalum. Eriospermum L. W.
7. Natreissen. Millea L. WiLtD, Cürculigo TE: W. Gethyllis. Crinum. Agapänthus; Cyrtbanthus L. W. Tulbagia. Haemanthus. Amaryllis, Pan: cratium,-Strumaria L; W. Hypoxis. Pontederia; ı Phrynium L.W. Polianthes. Alsiroemeria: Tacca;;
8. Iris- Familie,-. Galaxia: Sisyrinchium, Fer: raria. Aristea, Moraea, Ixia, Maärica. Gladiolus, Antholy 2a. Witsenia, Xiphidium: Wachendorhä Dilatis. Lanaria,
II. Classe.|
1: Müssen.‘ Musa. Heliconia, Strelitzia. Urania:
&: Canhen. KRenealmia. Canna..Globba. Myros: ma, Amomum; Hellenia L, Wirrp; Hornsiedtia L. W.; Alpinıa. Maranta, Thalia. Curcu: ma. haempferia. Hedychium L, W. Orchideen. Limodorum; Disa; Arethüsa. Epi dendrum.
4 Hydrochariden. Nelumbium. Trapa; Pie stia:
il. Bd. D Mönö-
so mn] Monocotyledonen der kältern Zonen. h L.. Classe Du . I#By 1. Aroideen. Ambrosinia. Houttuynia. Oron- rd tium. 2. Rohrkolben,. Typha. Sparganium. 5. Binsengräser. Carex, Eriophorum, anpel! 4 Gräser. Alopecurus. Crypsis. Phleum. Pha- Mr larıs. Leersia. Agrostis. Stipa. Lagurus. Müh- ae: lenbergia, Aegilops. Aira, Lolium. Elymus. Hor- bekan deum. Triticum. Secale. Bromus. Festuca. Poa. eriche ‘ Uniola. Avena. Arundo. Lygeum. Cornucopiae, verbr ihr| II, Classe. Bi 2. Spargelartige Pflanzen. Enargea. Phi- Un lesia, Trillium, Paris. Convallaria. Ruscus. Tam- al ıbo( nus. den 5. Graslilien, Aphyllanthes. Juncus. Butomus, ültern Alisma. Scheuchzeria. Triglochin. Helonias. Ve- jene er ratrum. Colchicum.,| Vonk 4. Lilien. Tüulipa. Erythronium. Uvularia. Fir+| dm, tillaria, Lilium, I bern, 6. Asphodelen. Asphodelus. Hyacinthus. Scil-|"u la. Allrum, 30 Art 7. Narcissen. Bulbocodium, Hemerocallis. Leu- dien coium. Galanthus.| ten,| 8. Iris-Familie. His. Tapeinia Juss, Crocus,| Machen | dus, 4 haben, IT.| |
N;
Oron-
- Müh- 5, Hor: 1, Poa, opiae,
Phi-
Tam-
mus, 5. Ve
‚ Fri- ‚Sul. „ Leit
JCu8,
II
IT. Classe,; 3: Orchideen, Cypripedium.
4 Hydrochariden. Vallisneria. Stratiotes, Hy: drocharis. Nymphaäea, Proserpinäca,
Von einigen, in diesen Verzeichnissen nicht angeführten Geschlechtern, wohin Acorus, Aritho: xanthum, Lappago, OÖrchis, Satyrium, Ophrys und Serapias gehören ‚ 1St fast eine gleiche Zahl der bekannten Arten in den kältern und wärmern Erd- strichen einheimisch,‘oder sie sind in allen Zonen verbreitet, wie bey der Zostera der Fall ist, oder ihr Vaterland ist unbekannt, wie bey der Anthri- stia.
Unter den Monocotyledonen sind also von mehr als 160 Geschlechtern die meisten oder alle Arten in den wärmern Climaten ‚ und kayan von 0 in den kältern Himmelsstrichen einheimisch; Dabey sind jene erstern Geschlechter meist sehr reich an Arten, Von Lachenalia und Ornithogalum wachsen mehı als 20; von Schoenns über 30, von ‚Anthericum über 40, von Gladiolus ünd Ixia über 45, von Scir= pus und Cyperus uber 50; und-von Panjicum an 70 Arten in den wärmern Climaten, Hingegen sind* die meisten der letztern Geschlechter arm an Ar: ten; Blos Carex, Juncus, Agrostis, und Festuca machen hiervon eine Ausnahme,‘ Paris, Galan- thus, Aphyllanthes, Butomus, und Scheuchzeria
haben nur eine einzige Art.
Da Um
{ j 2—— | R\ pi’ ste zn Um sehr vieles geringer wird aber noch. die ir Zahl der Monocotyledonen, welche die kalten und. i A| gemälsigten Zonen bewohnen, gegen diejenigen| iM | ausfallen, deren Heimath die wärmern Himmels- aha | striche sind, wenn diese Länder in botanischer Hin- un ll sicht eben so- bekannt, als jene, seyn werden, Fanl h| Nach der Versicherung von Ruız und PaAvon(t) hu J| wachsen blos in den Gegenden von Tarma, Hua- Ayio E|| nuco und Xauxa über 1000 Orchideen, und nach N el Forsrer’s Beobachtungen(u) sind eben diese Eymu | Il Pflanzen, und unter ihnen vorzüglich eine srolse Butn | Menge aus dem Geschlechte Epidendrum, auch in BR. allen unbebauten Wäldern der Inseln des stillen Meers sehr häufig.| l ne So wie die Mannichfaltigkeit der Pflanzen ah überhaupt, so wächst auch die der Monocotyledo- i nen stufenweise von den Polen nach dem Aegquator. ei Im äussersten Norden bis zum 6oten Grade der 1 Breite, wo äuf einen acht- bis zehnmonatlichen Fanili Winter, ın welchem das ganze Pflanzenreich unter eurıs, tiefem Schnee begraben liest, ohne Frühling plötz- E ‚lich ein kurzer, aber heisser Sommer folgt, worin Na das Fahrenheitsche Thermometer zuweilen auf Ä| 80°| Re), | sch (t) Syst. vegetab, florae Peruvianae, SYHRADER'S Jour-| b 4 nal für die Botanik. 1799. St. 4. 8.447.| ig a N(Mh (u) Bemerkungen auf einer Reise um die Welt. S. 159.| ' |
ch. die n und enigen mmels- r Hin- erden, on(t) Hua- nach diese srolse ich ın stillen
nzen ledo- 1ator, 2 ı der chen inter lötz« yorin
auf
»
80° steigt(v), und das Wachsthum der Pflanzen so äusserst schnell von statten geht, dafs die Fel- der schon in vollem Grün stehen, wenn der Schnee kaum geschmolzen ist(w), in diesem, Erdstriche finden sich nur erst wenige Geschlechter aus den Familien der Rohrkolben, Cyperoideen, Gräser, spargelartigen Pflanzen, Graslilien, Narcissen und Hydrochariden, Die einzigen sind: Typha, Spar- ganium, Eriophorum,, Phleum, Aira, Lolium, Elymus, Convallaria, Paris, Trilium, Juncus, Butomus, Alisma, Scheuchzeria, Triglochin, Helo-
nias, Galanthus, Nymphaea.
Vom 6oten bis zum 35ten Grade der Breite, wo es an Stellen, die nahe an die See gränzen, gewöhnlich schon thauet, wenn die Sonnenhöhe 40° beiträgt, und selten anfängt zu frieren, bis die Mittagshöhe der Sonne unter 40° ist(x), Zeigen sich immer mehr Geschlechter aus den angeführten Familien, besonders Phalaris, Milium, Supa, Bu- gurus, Hordeum, Triticum, Secale, Bromus, Fe stuca, Colchicum, ıBulbocodium, Hemerocallis, Narcissus, Leucoium. Zugleich breitet sich die Fa-
inilie
(v) Kırwan’s Angabe der Temperatur von den ver- schiedenen Breiten u.s. w. Uebers. von Creır.
(w) Ansurzy’s Reisen: im innern Amerika. S.75, Im Mag. von Reisebeschreibungen, B. VI.
(x) Kırwan 2.2.0,
D3
54 er|
’B l
| Fi wmilie der Lilien in dem südlichen Europa, den Bm nördlichen Küstenländern von Afrika, der Levante, begen der Tartarey, Japan und Virginien aus. Hier, wo| gen in verschiedenen Gegenden das Clima dem der I zwar wärmern Zonen. schon sehr nahe kömmt, ist die|" oder] wahre Heimath der Geschlechter Tulipa, Erythro- ann nium, Uvnlaria, Fritillaria, Lilium, und alle die- 1 se Pflanzen blühen hier in den milden und nassen mit W Wintermonaten vom October an bis zum März(y). milk Aus den Familien der Asphodelen, irisartigen Pflan- aut 4 zen, und Orchideen erscheinen ebenfalls mancher- I tk 2 ley Arten. Hingegen verliehren sich viele Mon«- Gen R' cotyledonen, die im äussersten Norden auf den| Re | A| Ebenen wachsen, entweder ganz, wie bey den Ge-| vol || schlechtern Galanthus, Triglochin und Scheuchze- auch: En ria der Fall ist, oder ziehen sich auf die Gebirge, lich ab wie Nardus stricta, Scirpus caespitosus, mehrere it ke Carex-Arten, Aira flexuosa, Anthericum ossifra- der$ gum, Lilium Martagon und Juncus squarrosus, die der d im nördlichen und mittlern Europa auf den Ebe- ste\ nen, im südlichen auf, den Gipfeln der Berge ge- und funden werden(z). Yeich ds M Zwischen dem 35ten und goten Grade der| nl Breite scheint eine neue Kraft alles zu beleben.| ii SUR Es Palı (y) ScHouszor's Beobachtungen über das Gewächsreich
um Marocko. Th.ı. S.1X. 139 ff.|(a) (2) Lınw’s geolog. u. mineralog. Bemerkungen auf einer|(1
Reise durch das südwest. Europa. S.208 FH.|
Fr Br ee en*
', den vante, et, WO m der ist die Tythro- Ile die- nassen tz(j). - uncher- Mono- ıF den n Ge chze- Inge, hrere ;sılra- ;, die Ebe-
eg
e der leben, Es
hsreich
f einer
Es friert hier selten, oder nie, ausser in hohen Gegenden. Der Unterschied zwischen den heisse- sten und kältesten Monaten ist unbeträchtlich, und zwar desto mehr, je näher man dem 2zoten Grade der Breite kömmt(a). Der Druck der Luft ver- ändert sich das ganze Jahr hindurch äusserst we- nig.“Alle meteorologische Veränderungen gehen mit weit grölserer Hegelmäfsigkeit,, als in den ge- mälsigten Climaten, von statten. Das Jahr hat nur zwey Witterungen ‚ die regnichte und die trockne. Jene fängt sich mit heftigen Stürmen und Gewittern an, und während derselben dauert der Regen ununterbrochen fort. In der Mitte derselben verliehren die Bäume ihr Laub, aber es brechen auch schon neueBlätter hervor, ehe diealten sämmt- lich abgefallen sind. In der trocknen Jahreszeit fällt oft kein Tropfen Regen. Die Mitte dieser Zeit ist der Sommer der heissen Zonen, aber ein Sommer, der dieselbe Wirkung hervorbringt, wie die sireng- ste Witternacht im Norden, Auf dem verbrannten und zerrissenen Boden liegt das ganze Gewächs-, reich dann öde, und nur ein häufiger Thau, der des Morgens und Abends fällt, verhindert das gänz- liche Absterben desselben(b). Dieser Erdstrich ist es, wo die Asphodelen, ananasartigen Pflanzen, Palmen, Musen, und Cannen, die meisten Nar-
‚eissen
(a) HınRwAn a.2a.0, (b) HaAss£rQuıst’s Reise nach Palästina. S. 260 fl.
DA
cissen und Iris- Geschlechter ‚- kurz die grölsten| ba und prachtvollstien Arten und die reichhaltigsten| schlecht Geschlechter der Monocotyledonen ihren Wohnort| schrnl haben. dals thün Eben diese Gradation findet auch bey einzelnen hält Geschlechtern statt. So wachsen Re von dem Geschlechte Scirpus 5 Arten in Island, Ein 7in Schweden, ı6 in Deutschland, 27 in Indien; iM - von Schoenus 4 Arten in Schweden, 5 in Deutsch- Bu land, ıı in Westindien, ı7 am Cap; f von Cyperus 3 Arten im nördlichen Europa, N 15 im südlichen Europa, der benachbarten Küste|- des nördlichen Afrika und der Levante, 52 in In.| Mi ‚ dien; l 1 von Dracaena ı Art in Canada und den benach- ef barten Ländern des äussersten Nordens von Ame- a rika, 3 in der gemäfsigten Zone, 9 in ÖOstindien, nr am Cap, auf Isle de France und Bourbon;!(; von Anthericum ı Art in Island ‚ 4in Schwe- cs den, 5in Deutschland, 4ı am Cap. sinn Welt. Bey einigen Geschlechtern aber. findet entweder bi eine ganz entgegengesetzte, oder auch gar keine St Stufenfolge statt. Beyspiele von einer entgegenge- ab,| setzten Gradation geben die. beyden Geschlechter Euro; Juncus und Allium. Von jenem sind 28 Arten im N nördlichen Europa und nur 4 am Cap, von diesem| Nyml über. 50 Arten in Europa, aber nur eine einzige am| ni Cap einheimisch. A|| - Be Gar || | | | |
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‚ Gar keine Stufenfolge findet bey denen: Ge- schlechtern statt, die nur auf einzelne Länder be- schränkt sind. In Betreff dieser gilt das Gesetz: dals jedes Land desto weniger eigen- thümliche Arten und Geschlechter ent hält, je näher es dem Nordpole liegt, und desto mehr, je mehr es sich von Norden aus dem 35ten Grade südlicher Breite nähert.
In der nördlichen Erde, vom Polarkreise'an bis zum 5oten und selbst bis zum 35ten Grade der Breite, giebt es wenige Geschlechter, die blos auf die alte oder neue Welt eingeschränkt sind, aber viele Arten, die sich in Europa, im nördlichen Asien und Amerika zugleich finden. Zu diesen gehören;
Carex panicea, Cynosurus erucaeformis, Jun- cus.hliformis, Erythronium dens canis, Allium ur- sinum und Orchis bifolia, die über alle jene drey Welttheile verbreitet sind;
Scirpus triqueter, Poa compressa, Avena spi- cata, Arundo arenaria und Juncus effusus, die in
Europa und zugleich in Nordamerika wachsen;
‚'‚Melica altissima, Lilium Camschatcense und Nymphaea odorata, die, in Nordamerika und im
nördlichen Asien gefunden werden;
D5 Poa
| Poa eragrostis, Avena pubescens, Arundo Do-| 6
nax, Convallaria bifolia, Juncus campestris, Alis- In Alt ma Plantago, Alisma natans, Alisma Damasonium,| N Sagittaria latifolia, Helonias borealıs, Lilium, Mar-| dien tagon, Anthericum serotinum, Iris ‚biflora, Tris Carol Xiphium, Iris spuria, Iris Sibirica und Orchis la- vers tifolia, die das nördliche Asien mit Europa gemein r hat, Mi nördlic Aehnliche, doch nicht mehr so häufige Bey- I gan spiele von Gleichheit der Geschlechter und selbst besch der Arten finden ‚sich noch bis zum Aequator.| Getre Hierher gehören; Grad Dracontium polyphyllum, das sich im heissen B Asien, auf den Societätsinseln, und in Surinam p findet; brade Fuirena umbellata, die in Indien und in Suri- grülser nam zu Hanse ıst; tern Cyperus minimus, der sich in Afrika und in jenäh Jamaika findet;( Cyperus artieulatus, der in Aegypten, Indien 12’ und Jamaika wächst;| un Oyperus polystachyos, aristatus, ligularis, und| e glomeratus, die in Afrika und Indien wachsen;| ve Scirpus echinatus,, Cyperus monastachyos,| 1 Hyllingia monocephala, Kyllingia triceps, Carex| 1 N lithosperma, Olyra latifolia, die in beyden Indien A
entdeckt sind;|
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Cynosurus aegyptius und Pistia Stratiotes, die in Afrika, Asien und Amerika einheimisch sind;
Nelumbium speciosum,, das in Persien, In- dien und China gefunden wird, und von dem in Carolina wachsenden Nelumbium Juteum wenig
verschieden ist,
‚Aber schon in den wärmern Gegenden der nördlichen Erdhälfte giebt es manche Arten und ganze Geschlechter, die nur auf einzelne Länder beschränkt sind, z.B. die Zizania aquatica, eine Getreideart, die blos in Nordamerika vom 5oten Grade N. Br. an bis Florida ohne Anbau fortkömmt, und das Türkische Korn(Zea Mays), das ur- sprünglich in eben diesem Welttheile vom Aoten Grade der Breite an bis zur Linie wächst(c). Noch grölser wird die Zahl solcher Arten und Geschlech- ter in der südlichen Erdhälfte, und desto grölser,
je näher man dem 35° S. Br. kömmt._ So wachsen
Curculigo, Curcuma;, Kaempferia, Hornsted- tia, Hellenia, Hedychium, Phrynium und die meisten Arten des Amömum nur im heissen Asien;
Yncea, Tillandsia, Bromelia, Pitcairnia, Aga- ve, Millea, Alstroemeria, Aiphidium, Heliconia, Renealmia, Myrosma, blos im wärmern und heis- sen Amerika;
Ehr-
(6) J. AcosTAr hist, nat. et mor. Indiae, L.IV. e.ı6,
60° nen,|
Tb ei ee ne. e
Ehrharta, Wurmbea, Veltheimia, Euconiis, Nat Drimia, Massonia, CGyanella, Albuca, Eriosper-| yloin k mum;, Gethyllis, Agapanthus, Cyrthanthus, Tul- tin Be bagia, Lanaria, Strumaria, Dilatris, Wachendor-| cotvled . fia, Witsenia, Antholyza, Strelitzia blos am Cap; der Th Y Xerophyta und Urania bios in Madagascar; Alnennf '| der Seecocosbaum, eine Art des Borassus, il >| blos in der kleinen Palmeninsel, einer der Sechel- die en(d); tern Lär der Neuseeländische Flachs(Phormium tenax)
blos in Neuseeland und der benachbarten Norfolk- Di insel, lie:de darum
Jenseits des 35ten Grades südlicher Breite fin- aus den sich wieder Monocotyledonen, welche de- ui nen der gemälsigten und kalten Zone des Nor- 4
dens ähnlich, oder selbst gleich sind. So giebt ns es von dem Geschlechte Aira, wovon alle übrige Bi: bekannte Arten blos in Europa, der Levante, dem Ki nördlichen Afrika und China wachsen, eine Art vn
(A. antarctica) in Neuseeland, von Poa ebenfalls a eine Art(P. anceps)in eben dieser Insel, von Juncus Coiı zwey Arten(J. grandiflorus und Magellanicus) im I Oldie Magellans- und Feuerlande. Die Typha latifolia| Pal wächst in Europa, in Siberien, und zugleich in Europ, Neuseeland(e). im Nach da(gu
(d) Rocnon’s Reise nach Madagascar,$.143, im Mag. von Reisebeschr. B. VIII.| U Tav (e) G. Forster flor. ins. austral. sp. 356,| je CH! | Maten
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Nach diesen Thatsachen zu urtheilen, fände also in kalten, obgleich weit von einander entfern- ten Ländern, eine gröfsere Aehnlichkeit der Mono- cotyledonen, als in warmen Erdstrichen statt, In der That bestätigt sich dieser Schlufs auch bey den Alpenpflanzen. Aufden Bergen der Tropenländer von Asien und Amerika wachsen ähnliche, oder gar die nehmlichen Monocotyledonen, die in käl-'
tern Ländern auf den Ebenen angetroffen werden.
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Doch sind auch nicht alle Monocotyledonen, die der Breite nach grofse Erdstriche einnehmen, darum Alpenpflanzen. Die meisten, die in Län- dern von verschiedener Temperatur wachsen, und nach der Mittagslinie hin sich nicht auf die Gebir- ge ziehen, sind aber Wasser- oder Sumpfpflanzen. Zu diesen gehören diejenigen unter den oben er- wähnten Pflanzen, welche nicht nur der Länge, sondern auch der Breite nach weit verbreitet sind,
und ausserdem noch folgende:
Coix lacryma, in Süd-Europa, Aegypten und Östindien;
Panicum sanguinale im mittlern und südlichen Europa, in Arabien, West- und Östindien;
Acorus Calamus, in Europa, Japan(f), Flori-
da(g) und Indien;
Alısma
(f) Tuusgeng fl. Japonica. (g) Scuörr’s Reisen durch die vereinigten Nordamer, Staaten, Th.2. S, 381.
| | 62_—| | |
2 \ Alisma cordifolia, sowohl im nördlichen, als In südlichen Amerika; zuder d Vallisnieria spiralis, vorzüglich ım südlichen' Europa, nach Lınn&E auch in Finmark und Hol-| land, nach Murray in Östindien; Trapa natans, erstreckt sich vom südlichen Europa über Asien bis Malabar. ®| Auf eine ganz andere Art, als die Monocotyle- Auf donen, sind die Dicotyledonen auf der Erde ver- dem W theilt. Die Anzahl der letztern mehrt sich von den a de Polen bis zum Aequaior bey weitem nicht in dem undd Verhältnisse, als die der erstern. Dies zeigt sich väter schon bey einer Vergleichung der Pflanzen von bringe, Spitzbergen, HKamschatka, Island, Lappland und verhält Schweden. Es giebt in drin Spitzbergen 2 Monocot. und ı4 Dicot.(h). Ka Kamschatka 24_— 15— 6) 1 Mi Island 63 u— 155.—.(k) h R Lappland 100—_— 2774— Es Schweden ı9ı= 0 225—(m) ER Breiten e ‚Das den Ir ü(h) Die beyden einzigen Monocotyledonen sind. hier Juncus campestris und Agrostis algida. Pennant’s l Thiergeschichte der nördl. Polarländer. Th.ı. S.ıır.| (1) PenwAnr ebendas. S. 145:( (k) ZoxcA fl. Island, in OrLArrEN’s u, PoyeLsen’s Reise|\ Arıs nach Island. (I) Lıinner A.Lappon. ME (m) Lınner fl. Suecica. Ed. 2.| u |'
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Das Verhältnifs der Zahl der Monocotyledonen zu der der Dicotyledonen ist also in
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Spitzbergen= 1:7. HKamschatka= 1:5. Island— 10 Lappland= ı:23, Schweden,==2: 1%,
Auf der Österinsel, die im 27°$, Br. folglich dem Wendekreise so nahe liegt, dals sie füglich zu den Tropenländern gerechnet werden kann, und deren unfruchtbarer,, überall mit Steinen über- säeter Boden nicht mehr als so Pflanzen hervor- bringt, wachsen 9 Monocotyledonen(n), und. hier verhält sich als die Zahl dieser Gewächse zu der
der Dicotyledonen beynahe wie ı zu ı.
Fast giebt es auch eben so viele Dicotyledonen in denen Ländern, die zwischen den Polen und dem 35ten Grade nördlicher und südlicher Breite enthalten sind, als in denen, die zwischen diesen Breiten im heissen Erdstriche liegen,_ die bey-
den folgenden Verzeichnisse beweisen werden:
Dicotyledonen der kältern Zonen. IV. Classe,
1. Aristolochien. Cytinus. Asarum.
v.
(n) Forster’s Bemerkungen auf einer Reise um die Welt,> ı51,
64 V,. Classe.
ı. Oleaster- Familie, Quinchamala L. WıLid:
“
Osyris. Hippophae. Elaeagnus.'Nyssa. Dirca. Daphne. Stellera, Polygonum: Rumex. Rheum.
2, Thymeläen,
5 Polygoneen. Calligonum. Königıa.
6. Ballblüthen. Polycnemum. Gamphorosma; Anabasis. Salsola. Spinacia. Acnida. Beta. Che- ıfopodium. Atriplex» Axyris. Blitum, Ceratocar:
pus. Salicornia, Coryspermum,
VI. Classe.
ı, Amaranthen. Herniaria. Iresine. 2. Wegarich- Familie. 5. Wunderblumen,. Abronia Juss.
Statice.
Plantago. Littorella;
4. Grasblumen.
VIlL-Classe;
i. Zapfenbäume. Ephedra. Taxus, Juniperus:
Cupressus. Thuya. Araucaria Juss. Pinus,
2, Kätzchenbäume. Fothergilla. Ulmus. Salıx.
Populus. Betula. Carpinus. Fagus. Quercus, Co- rylus. Liquidambar. Platanus;
3. Nesselartige Pflanzen. Hedycaria. Morus. Urtica. Parietaria. Humulus. Cannabis. Misan- dra Juss.
4: Kürbispflanzen, Cucurbita, Elaterium. Me:
lothrıa;
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eosurrriamannere unmsnemmen|
5 Euphorbien., Mercurialis, Euphorbia, An-
drachne. Agyneia, Buxus. Dryandra,
Wınip, ' VIIH, Classe. ; 1. Salatpflanzen, Lapsana. Prenanthes. Chon: Hheum, drilla. Lactuca, Sonchus; Hieracium. Urepis; Hyoseris. Leontodon. Picris. Scorzonera. Trago: oaula pogon, Geropogon, Hypochaeris.. Seriola.. An: . Che: dryala. Catananche. Cichorium, Seolymns. atocar: 8, Schirmpflanzen, Kuhnia. EKupatorium. Fi- lago. Shawia. Erigeron, Aster, Solidago: Inula. Tussilago. Senecio. Cineraria. Bellium, Doroni- SE eum; Madia Juss. Chrysantemum, Matricaria, Bellis. Carpesium, Tanacetum, Artemisia. Micra: elld, pus. Santolina, Anacyclus, Anthemis. Achillea,° Buphtalmum. Sigesbeckia. Polymnia. Baliimora, Bidens. Coreopsis. Silphium. ‚hrysogonum,; He-" lianthus, Helenium, Rudbeckia. Ambrosia. Xan: / thıum, ipenüs: 3: Distelpflanzern, Atractylis. Cnicus, Cartha= i mus, Carlina, Arctium. Cynara; Onopordon, ‚ Salıx. Carduus. Uentaurea. Zoegea, Serratula. Nassau: 15, 00- via Juss, Gundelia, Echinops. 4. Scabiosen, Morina. ‚Dipsacus, Seabiosa Morus. Rnautia, Opereularia, Valeriana, Misan IX. Glass& m. Me: i, Lysimachien, Centunculns. Anagallıs, Ly: "simachia. Coris, Aretia. Androsace, Primula: ; II, Ba; E Cor: M
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Su
66 m nn
Cortusa. Soldanella. Dodecatheon. Cyclamen, Glo- bularia. Tozzia, Samolus. Pinguicula.
2. Euphrasien. Veronica. Sibthorpia. Euphra- sia. Bartsia. Pedicularis. Ahhinanthus. Melampy- rum. Obolaria. Orobanche. Lathraea.
4 Jasmineen. Syringa. Maytenus Juss,. Pime- lea L.W. Phyllirea. Ligustrum, Fraxinus.|
6. Lippenpflanzen. Lycopus, Amethystea. Cu- nila. Ziziphora. Monarda, Rosmarinus. Salvia. Collinsonia. Aiuga. Teucrium. Satureia. Hysso- pus. Nepeta. Lavandula. Sideritis, Mentha. Gle- choma. Lamium, Galeopsis. Betonica, Stachys. Ballota. Marrubium. Leonurus, Phlomis. Moluc- cella. Clinopodium. Origanum, Thymus, Thym- bra. Melissa. Dracocephalum. Melittis. Tricho- stema,. Prunella. Scutellaria. Prasium,
7. Scrophularien. Scrophularia. Cymbaria. An- tirrhinum, Anarrhinum. Digitalis. Paederota, Wulfenia. Baea L. Wırıop. Mimulus, Polypre- mum. Schwalbea,
9. Solaneen. Celsia. Verbascum. Hyosciamus, Atropa,:
9, Borragineen,. Hydrophyllum, Ellisia. Di- chondra, Messerschmidia. Cerinthe. Lithosper- mum. Pulmonaria. Onosma. Symphytum. Ly- copsis. Myosotis. Anchusa. Borrago. Asperugo. Cynoglossum.
10. Windenartige Gewächse. Retzia. Cuscu- ta. Diapensia.
11.
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en, Glo-
Euphra- Ielampy-
. ea. Ou- Salvia. Hysso- 1a, Gle- Stachys, Moluc- Thym- [richo-
ja, An- .derota,
’olypre- camus, ja. Di thosper
ım. Ly
sperug0.
Cusch
it. Polemonien, Phlox. Polemorium. 12, Bisnonien. Chelone.| 15. Gentianen. Gentiana, Swertia. Chlora,
14. Apocineen, Gelseminum Juss,
X. Classe.
ı. Guajakanen. Diospyros.
2. Alpenrosen. Kalmia. Rhododendrum. Rho- dora. Azalea. Ledum, Itea.:
3. Heiden. Andromeda. Arbutus. Clethra, Pyro- la. Epigaea. Epacris. Gauliheria. Vaccinium, Hudsonia. Empetrum,
4. Glockenblumen. Michauxia. Campanula,
Phyteuma, Jasione.
XL. Blasse,| ı. Labkräuter. Sherardia. Asperula. Galium, Crucianella. Rubia, Valantia. Houstonia,. Mit- chella. Cephalanthus, Coprosma. 2, Geilsblattartige Pflanzen. Linnaea, Triosteum. Lonicera. Viscum. Viburnum, Hor-
tensia Juss. Sambucus. Gornus. Hedera.
AI: Classe.
1. Aralien, Panax.
2 Doldenpflanzen, Aegopodium. Pimpinella, CGarum. Apium. Anethum. Smyrnium,. Pastina- ca. Thapsia. Seseli, Imperatoria. Chaerophyl- lum. Scandix. Coriandrum. Aeihusa. Cicuta., Phellandrium. Oenanthe. Sison. Sium. Angelica.
E% Li.
Lieusticam,, Heracleum.. Peucedanum. Cachrys. Crithmum. Athamantha. Selinum. Bunium. Ammi. Daucus. Caucalıs. Tordylium, Bupleurum. Astrantia. Sanıcula, Echi- nophora. Eryngium. Azorella L. Wırın. La-
goecia.
xXIHT. Classe.
ı. Ranunkeln. Clematis. Thalictrum, Hydrastis. Anemone. Hamadryas Juss. Adoenis. Ranunculus, Myosurus. Trollius. Helleborus. Isopyrum, Ni- gella. Garidella. Aquilegia. Delphinium.- tum. Caltha, Paeonia. Zantorhiza, Cimifuga. Actaea. Podophyllum.|
2. Mohnartige Pflanzen. Sanguinaria. Arge- mone, Papaver, Chelidonium. Hypecoum. Fuma- ria.
3. Schootengewächse,. Raphanus, Cordylocar- pus L. Wırro. Sinapis. Brassica. Turritis,. Ara- bis. Hesperis. Cheiranthus. Erysimum. Sisym- brium. Cardamine. Dentaria. Lunaria. Biscutel- la. Peliaria. Clypeola. Alyssum. Subularia. Dra- ba. Cochlearia. Iberis. Thlaspi. Lepidium, Vel- la. Myagrum. Bunias, Pugionium L. W. Cakile. Crambe. Isatis,
4. Kapperpflanzen, NReseda. Parnassia,
6. Ahorne. Aesculus. Acer,
8. Johanniskräuter. Ascyrum. Hypericum:
10 Orangenartige Pflanzen. Thea.
en re- a Ze a ann Se
Ferula, antha, ucalis, 1, Echi- D. 1a
rastis, culus, 1 Ni-
Aconi-
nifuga,
Arge-
Fuma-
ylocar- ;, Ara Sisym- iscutel- a. Dra- n, Vek
Cakile,
um.
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12. Weinstöcke..
15. Geranien. Geranium.
14% Malven, Malope, ‚Malva. Althasa. Lavatera, Napaea. Plagianthus.
15. Magnorlien... Wintera,
ı8. Berberitzen. Berberis. Leontice. Epime- dium. Corynocarpus, Hamamelis. Othera.
19. Linden. Stuartia, Tilia.
20, Cisten. Cistus. Viola,
21, Rautenartige Gewächse. Ruta. Peganum, Dictamnus.
o2.,Nelkenartige Pflanzen. Ortegia. Poly- carpon. Donatia. Minuartia. Queria, Buffonia. Sagina. Alsine. Möhringia. Elatine. Spergula, Cerastium. Cherleria, Arenaria. Stellaria. Gypso- phila. Saponaria. Dianthus. Silene. Cueubalus, Lychnis. Agrostemma, Velezia. Drypis. Sabothra.
Frankenia,. Linum., Lechea.
XIV. CGlasse,
2
x. Saftpflanzen, Rhodiola. Sedum, Sempervi- vum, Penthorum.
2. Steinbrechartige Pflanzen., Saxifraga. Tiarella. Mitella, Adoxa. Chrysosple- nium. Hydrangea.
3. Caeten,'Ribes:
4. Portulakartige Pflanzen. Montia. Ta-
marix. Telephium. Scleranthus. Claytonia.
Te) TEL PErTEn
‘
5. Ficoideen, Reaumuria. Nitraria.
6, Nachtkerzen. Circaea, Epilobium. Oenothera, Gaura, Fuchsia.
7. Myrten. Philadelphus.
9. Salikarien, Lythrum, Isnardia.* Glaux. Pe-
plis,
ı0. Hosen. Pyrus. Mespilus. Crataegus. Sorbus. 10sa, Poterium. Sanguisorba. Ancistrum. Agri- monia, Alchemilla, Sibbaldia. Tormentilla. Poten-
tilla, Fragaria. Comarum. Geum. Dryas. Rubus,
& 2
|
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| hl | E| ! 1 f fi 1
Spiraea, Prunus. Amygdalus,
ı1. Hülsenpflanzen, Ceratonia, Cercis. Ana- gyris. Ulex.' Genista. Spartium. Cytisus. Lupinus,
Ononis. Anthyllis. Trifolium, Medicago. Trieo- 5& g
; T£ nella. Lotus. Doryenium L. WirLp. Amorpha.
hobinia, Astragalus. Biserrula. Phaca. Glyzirrhiza,
Lathyrus, Pisum. Orobus. Vicia. Ervum, Cicer.
; N N er I N BUTTON RNE N SB EEE TREE EEE BAER EEE SET
Scorpiurus, Ornithopus. Hippocrepis. Coronilla,
ı2. Terpentinpflanzen. Cneorum, Ptelea.,
Juglans. 15. Kreutzdornartige Gewächse. Staphy- lea. Evonymus. ARhamnus, Hovenia. Carpode-
r tus. Bumalda. Aucuba.
Dicotyledonen der wärmern Zonen. IV.’Glasse:
1, Arıstolochien. Arısiolochia. V
— TEEN SEE
TE a a a en ne*
\othera,
. Am- [pinus, Trigo- rpha. rhiza, Cicer,
nilla,
Pielea,
ırpode-
— 7 V. Classe,
1. Oleaster-Familie. Thesium. Fusanus. Oo- nocarpus. Bucida. Terminalia. Chuncoa Pavon. Pamea Aus. Tanibuca Avgr..
2. Thymeläen. Lagetta Juss. Cansiera Juss. Struthiola. Lachnea. Dais. Gnidia. Quisqualis.
5. Proteen. Protea. Banksia, Rupala, Brabeium. Embothrium.
4. Lorbeern, Laurus. Myristica. Virola Aust. Hernandia.
5. Polygoneen, Coccoloba. Atraphaxis. Tripla- ris,"
6. Ballblüthen. Phytolacca, Rivinia. Salvado-
ra. Bosea. Petiveria. Galenia. Basella, Crucita.
Vi: Glasse: ı. Amaranthen, Amaranthus. Celosia. Achyran- thes. Gomphrena. Illecebrum. 5. Wunderblumen. OxybaphusL. Wırrn.. Mi- rabilis, Boerhaavia. Pisonia. Bouginvillaea.
4. Grasblumen,. Plumbago.
VIL Classe. ı. Zapfenbäume. Casuarina(0). 2. Kätzchenbäume,. Celtis. Myrica. 3: Nesselartige Pflanzen. Ficus. Mithrida- tea L. Wırnn.“Dorstenia. Perebea Augı.. Cecro-
pia,
(0) Gehört wahrscheinlich nicht zu dieser Familie.
2 I
‘
pia, Artocarpus. Boehmeria. Forskolea. Theligo- nium. Gunnera, Piper. Lacistema. Gnetum. Thoa AUBE,;
4. Rurbispflanzen,: Gronovia, Sicyos, Bryo- nia. Anguria. Momordica. Cucumis. Trichosan- ihes. Ceratosanthes. Fevillea. Zanonia. Passitlora. Carica.
5. Euphorbien.. Argythamnia, Cicca. Phyllan- thus. Xylophylia, Rirganella Juss. Rigellaria, Clu- tia. Adelia. Mabea. KRicinus. Jatropha. Croton, Aleurites. Acalypha. Caturus. Exoecaria, Tragia. Stillingia. Sapıum, Hippomane. Aegopricon.' Se- chium. Hura, Omphalea. Plukenetia. Dalecham- pia,
VIN, Glasse.
£. Schirmpflanzen. Cacalia. Ageratum. Ele- phantopus. Chunquiraga Juss. Mutisia. Barnadesia. Xeranthemum. Gnaphalium, Leysera. Seriphium, Stoebe. Conyza. Baccharis. Chrysocoma. Perdi- cium. Othonna, Tagetes. Pectis. Arnica. Gorteria, Osteospermum. Calendula, Cotula. Adenostemma, Struchium Juss, Grangea Juss. Ethulia. Hippia, Tarchonanthus. Calea. Athanasia. Eriocephalus. Ösmites. Encelia Juss. Sclerocarpus. Unxia, Mil- leria. Eclipta, Spilanthus. Verbesina, Zinnia. Bal. hieria Avgr. Melampodium, Wedelia. Oedera, Agriphyllum Juss. Arctotis., Tridax, Amellus. Par- disium Juss. Ceruana Juss, Iva. Clibadium, Par- thenium.
ee a Es ee re*
Li
Theligo. Mm, Thoa
08, Biyo- richosan- assiflora, hıyllan- 1a, Olu- Croton, Tragia, con, Sex
lecham«
1. ‚Ele- adesia. phium, Perdi- orteria, 'emma, lippia, phalus. ‚a, Mil. a Dal. )edera, s. Par-
, Par-
73
53. Distelpflanzen. Pacourina Avsr, Pteronia. Staehelina. Jungia. Corymbium, Sphaeranthus,
4. Scabiosen,‘ Allionia,
IX. Glasse,
1. Lysimachien. Hottonia. Shefheldia. Conobea, Utricularia,|
2. Euphrasien. Polygala.‘ Disandra. Piripea. Erinus. Manulea, Castilleia. Buchnera. Hyoban- che.
5. Acanthen..Acanthus.: T’hhunbergia. Barleria, Ruellia. Justicia.
4. Jasmineen., Nyctanthes. Chionanthus, Olea. Jasminum,:
5. Müllenartige Pflanzen,_ Clerodendrum, Volkameria, Aegiphila. Vitex. Callicarpa. Mana- bea Aust. Premna. Petitia., Cornutia. Gmelina, Tectona, Avicennia. Petraea. Citharexylum. Du- ranta. Lippia, Lantana. Spielmannia. Taligalea Ausr. Verbena. Mattuschkea. Eranthemum.- lago. Hebenstreitia.
6. Lippenpflanzen. Bystropogon L. Wırrn, Plectrauthus. Ocimum, Hyptis. Perilla.
7. Serophularien,, Budleia. Scoparia. Russelia, Capraria. Stemodia.. Halleria. Galvezia. Juss, Achimenes. Matourea Aus. Gerardia. Hemime- ris. Oalceolaria. Columnea, Besleria. Cyrtandra.
Gra- E35
74
Gratiola. Torenia. Vandellia. Lindernia. Montira AuBL. Schwenkia. Browallia. 8. Solaneen. Nicotiana. Datura. Triguera. Ja- berosa. Physalis. Witheringia, Aquartia. Sola- num. Capsicum. Lycium. Cestrum. Bontia. Brunsfelsia. Crescentia. 9. Borragineen.. Cordia. Ehretia, Menais. Var-
ronia. Tournefortia. Coldenia. Heliotropium.
Echiun:i. Nolana. Sıphonanthus. Falkia.
10. Windenartige Gewächse. Maripa Augr, Monroucoa Aug. Retzia. Thouinia. Convolvu- lus. Ipomoea. Evolvulus. Nama. Hydrolea. Cres- sa. Neichelia. Loeselia.
ı1. Polemonien..Cantua. Hoitzia.
ı2. Bignonien, Sesamum. Incarvillea, Bigno- nia. Tourretia. Martynia. Gloxinia. Pedalium.
13. Gentianen. Lita. Exacum. Lisianthus. Myr-
mecia. Chironia. Ophiorrhiza. Nicandra.
14. Apocineen. Vinca, Hostea. Ochrosia_Juss. Tabernaemontana. Cameraria. Plumeria. Nerium. Echites. Ceropegia. Pergularia. Stapelia. Periplo- ca. Apocynum. Cynanchum, Asclepias. Willugh- beia. Allamanda. Melodinus. Gynopogon. Rau- volfia. Ophioxylon, Cerbera. Carissa, Strychnos.
Lasiostoma. Theophrasta. Anasser. Fagraea,
15. Sapoten. Jacquinia. Mangilla Juss. Sidero- xysıum. Siderodendrum., Bassia. Mimusops. Chry-
SO-
„lab mäcoe Hedy cocyp Bella LW Dente Rand Chon ding! Piyt
Nontira sophylium. Achras. Myrsine. Inocarpus. Olax. Leea. Nephelium(p). era, Ja- SR| IR lasse: Boni, ı. Guajakanen. KRoyena. Labatia. Styrax. Hale- sia. Alstonia. Symplocos. Ciponima Ausr. Para- a, lea Augr. Hopea. opium, 2. Alpenrosen.'Befaria. 3, Heiden. Cyrilla. Blaeria. Erica, Styphelia. Brossaea. Argophyllum. Baeobothrys. jan, 4 Glockenblumen. Ceratostema Juss. Forge- nvolvu-
siaJuss. Canarina. Trachelium. Roella. Gesneria,
AR r h
XT. Chasse.
Bieno ı. Labkräuter.:. Knoxia. Sper- E nacoce. Diodia. Galopina.: Richardia. Phyllis, R Hedyotis. Oldenlandia. Carphalea L. Wırrnv. Coc- ei: cocypsilum. Wallenia. Gomozia Juss. Manettia. Bellardia. Petesia. Catesbaea L. W. Scolosanthus
a Juss, L.W. Bellonia. Virecta. Macrocnemum, Bertiera,:
Verium, Dentella. Mussaenda. Cinchona. Ucriana. Solena.: Periplo- Rondeletia. Gardenia. Portlandia. Hillia, Duroia, /illugh- x Chomella. Pavetta. Ixora. Coussarea Augte..Cu- 1, Rau: ninghamia. Aegiphila. Chimarrhis. Chiococca, ychnos. Psychotria. Coffea. Paederia. Langeria, Erithalis, 1, Psa- Sidero-(p) Gehört zu dieser Familie, und nicht zu den Schirm- ‚ Chry- pflanzen, wohin es von Jussıeu gerechnet wird._M, 50- s, LA BırrArDıERe’s Reise nach dem Siüdmeere, Th. 1. 5. 280:
”6 Ne sungen
Psathura Juss. Myonima L,W. Pyrostria L. W. ‚Vangueria L. W. Matthiola. Gmettarda. Isertia. Hamelia. Schwenkfeldia, Canephora L.W, Ce- phaelis. Morinda, Nanclea, Serissa. Pagamea Aupr.. ‚Paramea Avgr. Hydrophylax. 2, Geifsblattartige Pflanzen. Ovieda. Lo:
', Rhizophora. Hortensia Juss.
XI. Glasse.
1: Aralien. Gastonia Juss. Aralia, Cussonia, 2..Doldenpflanzen. Cuminum, Bubon. Co- nivum. Hasselquistia. Artedia. Hermas, Arctopus.
Exoacantha L. Wırrnp, Hydrocotyle;
XHl,.dlasse,
»..Ranunkeln:'Atragene.
2° Mohnartige Pflanzen.,
3. Schootengewächse. Heliophila,. ‚Ricotia, Anastatica.
A Rapperpflanzen. Gleome.. Siroemia L. Wir, Stephania L. W. Capparis. Crataeva, Mo- risonia. Durio. Marcgravia,. Ascium. ‚Drosera, Al- drovanda.
5. Sapinden. Cardiospermum.‘ Paullinia. Sa- pindus. Koelreuteria L. W. Talisia Ausı.. Schmie- delia. Ornitrophe. Dimocarpus L. W. Melicocca. Ponaea. Molinaea L.W. Cossignea L. W. Ephie- lis. Enourea Aust. Cupanıa., Caryocar,
6. Ahorne. Hippocratea. Thıyallis,
steria, Limo 11, Me aila cm ten 1, N 15.68 Iron Mal Sıda, Serra chia, sonia, Bub W
al. W. a. Isertia, h W, 0e. meaAusL,
eda, lo
na, on,(0-
Arctopus,
Ricotia,
emia L. eva, Mo-
sera, Al,
nia. 5% Schmie- [elicocca.
h Ephie-
f KEENTREIMORER 7 7
7, Malpighien, Banisteria. Hiraea. Triopteris. Malpighia. Erythroxylon. Trigonia. Gaertnera., 9. Guttäpflanzen. Clusia. Garcinia. Tovomi- ta Auer. Quapoya Augr. Grias. Mammea. Ster- beckia. Mesua. Rheedia. Calophyllım. Elaeocar-
pus. Vatica. Alophyllus.
10. Orangenartige Pflanzen. Ximenia. Hei- steria. Fissilia. Murraya. Bergera. Cookia. Citrus. Limonia. Ternstroemia. Camellia.
ı1. Melien. Canella. Symphonia. Aitonia, Stri- gilia. Gilibertia. Turraea. Ozophyllum. Sandori- cum. Trichilia. Guarea. Ekebergia. Melia. Swie- tenia. Cedrela.
12. Weinstöcke. Cissus.
15. Geranien., Pelargonium L. W. Monsonia. Tropaeolum. Impatiens. Oxalis.
14. Malven. Palava. Malachra. Pavonia. Urena, Sida. Lagunaea. Hibiscus. Achania. Gossypium. Serraea L. W. Cienfuegia L. W. Myrodia. Melo- chia. Ruizia. Gordonia. Hugonia. Bombax. Adan- sonia. Pentapetes. Pierospermum. Theobroma. Bubroma. Abroma. Dombeya L. W. Assonia L, W. Buttneria. Ayenia. Kleinhofia. Helicteres. Sterculia. Carolinea.
15. Magnolien. Illicium. Michelia. Magnolia. Li- riodendron. Mayna Aust. Dillenia. Curateila, Ochna. Gomphia. Quassia.
16. Anonen. Anona. Unona, Uvaria, Xylopia.
17.
78—— 17. Mondsaamen- Gewächse. Cissampelos. jr Menispermum.| Non 18. Berberitzen, Rinorea Ausr. Conoria Juss.| bon Riana Auge,|.& 19. Linden. Waltheria. Hermannia. Mahernia,| Jon Antichorus. Corchorus.. Triumfet-| 2M ta. Sparmannia, Sloanea. Aubletia. Muntingia.| pif Flacurtia Juss. Grewia. Microcos. Bixa, Laetia.| bu Banara.| 0 is 20. Cisten. Salmasia.:| Foei cı. Rautenartige Pflanzen. Tribulus. Fago« Yin nia. Zygophyllum. Guaiacum. Melianthus. Dios- N ma. Aruba Ausg. u. 22. Nelkenartige Pflanzen. Loefllingia. Ho- L1 losteum. Mollugo. Pharnaceum. Bergia. Rotala.| usa DOT XIV. Classe& I; Sa 10, Ro ı. Saftpflanzen. Tillaea. Crassula. Cotyledon.| 0. Se Septas. 6 2..Steinbrechartige Pflanzen. Weinmannia.| Pere Cunonia.| An | an 3. Cacten. Cactus. Re 4. Portulakartige Pflanzen, Portulaca. Ta- Gui linum. Turnera. Bacopa Aust, Trianthema,. Li-“ meum. Giesekia.| Gi 5. Ficoideen. Sesuvium. Aizoon, Glinus. Me-| a sembryanthemum. Tetragonia,| | Mena I,
6.
m ne. ce, En nn mn au
sampelos, 10ria Juss,
Maheniy, Priumfer untingia,
Laetia, IS, Fago« us. Dios-
gia. Ho- totala.
tyledon, ımannla. aca, Ta ma, Li
US Me.
5. Nachtkerzen. Visnea.-Vahlia, Haloragis. Montinia. Serpicula. Ludwigia. Jussieua. Schous- boea L,W. Combretum, Guiera Juss. Petaloma. Ophira. Baeckaea. Memecylon, Jambolifera. Escal- lonia. Santalum, Mentzelia. Loasa,
7. Myrten.. Alangium. Dodecas. Melaleuca. Le- ptospermum. Fabricia L. W, Metrosideros L, W, Guapurium Juss. Psidium. Calyptranthes, Myre tus. Eugenia.. Decumaria. Punica, Sonneratia. Foetidia. Catinga Ausı. Eucalyptus L. W. Bar- ringtonia. Gustavia. Lecythis.
8. Melastomen. DBlakea, Melastoma. Tristem- ma. Topobea Ausr. Osbeckia, Rhexia. Meriania L.W.
9. Salikarien. Lagerstroemia. Munchhausia, Gi- noria. Grislea. Lausonia. Crenaea. Cuphea. Am- mania.
10. Rosen. Acaena. Neurada, Cliffortia. Suriana. Tetracera. Prockia Hirtella. Licania Avvr. Grangeria, Chrysobalanus, Moquilea Avugr. Acia. Pterocarya, Plinia. Calycanthus. Ludia L, W. Blackwellia L. W, Homalium. Napimoga Augr,
12. Hülsenpflanzen. Mimosa. Gleditschia, Guilandina. Hyperanthera. Outea Aupr. Tama- tindus. Parkinsonia. Schotia. Cassia. Prosopis, Cadia. Haematoxylum. Panzera. Cnbaea, Ade- nanthera. Caesalpinia. Dimorpha. Cynometra. Hy- menaea. Bauhinia. Swartzia. Sophora. Podaly- ria L.W. Pultenaea L. W. Müllera. Coublandia
AuBL.
80 a a Ta
Avgr. Aspalathus. Sarcophylius L.W. Borbonia, Achyronia L..W.-Oedmannia. L. W. Liparia. Le- an beckia L.W. Crotalaria. Rafnia L. W. Arachis.| srhlech
Dalea L. W. Psoralea. Dolichos, Teramnus. Bos-
viele A ‚siaea. Phaseolus. Erythrina. Butea. Rudolphia| u L. W., Wiborgia L.W.-GClitoria; Glycine. Gyli-| Phi sta L.;W. Abrus. Piscidia.. Platylobium L. W. N Colutea. Galepa. Indigofera. Stylosanthes. Hedy-| u sarum. Smithia. Aeschynomene. Diphisa. Dal-| Kin
bergia. Amerimnon. Galedupa Juss. Andira Juss;|\ N er- gl: Geoffrea. Degüelia Ausr. Nissolia. Dipterix. i
Acouroa Ausr. Piterocarpus. Crudia, Detarium| I S
Juss.'Copaifera. Myroxylon, Securidaca. Brow-| niehen nea. Aruna., N 12. Terpentinpflanzen. Anacardium, Seme-| kin carpus. Mangifera. Connarus. Rhus. Kobergia, u | a.(; 5 Arten in.
Rumphia. Comocladia. Canarium. Amyris. Scopo-
lia. Schinus. Spathelia. Pistacia. Bursera. Tolui-| Varern fera. Joncquetia. Poupartia Juss. Spondias. Zwin-| e best
gera. Aylanthus Desr. Brucea L’Hxxır, Cnestis.| in das Fagara. Zanthoxylum. Blackburnia...Dodonaea. Pe F:. Averırhoa. Wer zu ıl 15. Kreutzdornartige Pflanzen. Philocar- a! = pus L.'W. Policardia Juss. Celastrus. Myginda,|= |) Glossopetalum. Rubentia Juss., Elaeodendrum. gegen l| Cassine. Schrebera. Ilex. Prinos. Samara. Mayepea Unter i|" Aust. Ziziphus. Colletia. Ceanothus.. Phylica,| den sich || Brunia. Staavia L, W. Gouania. Plectronia, Glos-| Silechte ||| soma. j VON Aster Sl u dm]
| iu
a engen = a ne ur ei ee ne
orbönia, ara, Ba Arachis, nus, Bos- udolphia e& Cyli 5. W;
a. Dal: a Juss; ipterix, etarıum
‚ Brow:
Seme- bergia, Scopo- Tolui- , Zwin- Cnestis,
donaea,
hilocar- 'yginda, narum. \layepea Phylica: a, Glos
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“es
Wir haben auch aus diesen Verzeichnissen, wie aus denen der Monocotyledonen, einige Ge- schlechter ausgelassen, wovon entweder fast gleich viele Arten in den kältern und wärmern Climaten einheimisch sind, wie Limosella, Menyanthes, Phryma, Dodartia, Spigelia und Corrigiola, oder die noch einer nähern Untersuchung bedürfen, ehe sich ihnen ihre Stellen im natürlichen System an- weisen lassen. Die Anzahl dieser ist indels nicht so grols, dals sie eine bedeutende Aenderung in dem Resultate, das wir ans jenen Verzeichnissen
ziehen werden, hervorbringen könnte,
Nach diesen Verzeichnissen wachsen also von mehr als’ 540 Geschlechtern die meisten oder alle Arten in den kalten und gemälsigten Zonen. Die wärmern Climate aber: enthalten ohngefähr 820 sol. che Geschlechter. Bey den Dicotyledonen ist folg- lich das Verhältnils der erstern zu den letztern, wie ı zu ı$, da es bey den Monocotyledonen fast wie ı zu 23'war. Bey diesen wären auch die mei- sten von denen Geschlechtern, die vorzüglich in den wärmern Climaten einheimisch sind, sehr reich, hingegen die meisten der übrigen arm an Arten, Unter den Dicotyledonen der wärmern Länder fin den sich zwar auch mehrere sehr reichhaltige Ge schlechter. So giebt es in den wärmern Gegenden von Asien, Afrika, Amerika und den Südseelän- dern von Lobelia und Psychotria über 30, von Mi-
II. Ba, F imosa
%
82 en;
mosa mehr als 40, von Bignonfa, Stapelia und Hı- biscus etwa 50, von Cassia und Crassula 69, von Oxalis über 70, von$ölanum, Mesembryanihe- num und Melastoma über 8o, von Justicia, Con- volvulus und Siola mehr als 90, von Erica und Pelargonium mehr als 100 Arten. Aber es wach- sen in den wärmern Zonen auch sehr viele Ge- schlechter, die nicht mehr als eine einzige Art ent- halten, und wovon gewils ein grolser Theil bey näherer Untersuchung entweder als identisch mit andern bekannten Pflanzenarten wird befunden, oder wenigstens nicht mehr zu eigenen Geschlech-
teın wird gezählt werden. So ist es schon mit
© vielen der von AusLET, ForskAL und Andern auf- \ eo gestellten Geschlechter gegangen, und das nehm- liche Schicksal werden vermuthlich auch die mei-
sten der übrigen haben.
Unter den Dicotyledonen der gemäfsigten und kalten Zonen hingegen giebt es viele Geschlechter, welche nicht nur den eben erwähnten an Menge der Arten nichts nachgeben, sondern jene sogar dar- in übertreffen, und unter ibnen finden sich auch bey weitem nicht so viele Geschlechter, die nur eine einzige Art aufzuweisen haben, als unter je- nen. Beyspiele von reichhaltigen Geschlechtern der letztern geben z, B. Chenopodium, Salsola, Plantago, Aster, Senecio, Scabiosa, Valeriana, Pedicularis, Galium, Anemone, Cheiranthus, Alys-
sum,
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sur, L dum,| wovon phorbi ats,$ den ıbe Aannncı
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bis zum bey ihner otyledon etreicht| tors, di fast scho also auf Top, dı der Len China, Eng u
Sphäre
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a und Hi- 169, von Ibryanıhes Cia, Con- rica und es wach. viele Ge- Art ent- 'heil bey isch mit efunden, eschlech-
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gien und ‚hlechter, n Menge sogar dar ich auch die nur unter Je hlechtern Salsola, aleriana, s, Alys
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sum, Lepidium, Geranitim, Viola, Arenaria, Se.
dum, Rosa, Rubus, Prunus, Lotus, Medica 0; 80;
wovon 25 bis 40 Arten im Norden wachsen; Eu: phorbia, Veronica, Campanula, Sisymbrium, Ci- stus, Saxifraga, wovon sich in eben diesen Gegen« den über 50 Arten finden;
Teucrium, Antirrhinum, Ranunculus, S
alvia, Trifolium, deren Arten sich dort auf 60 bis 70 belaufen; und das Geschlecht
Astragalus, das sogar über 170 Arten enthält,
Obgleich also auch die Dicotyledonen keine Ausnahme von dem Gesetze machen, dafs die Man-
nichfaltigkeit der Pflanzen von den Polarländern
SO ist diese Zunahme bey ihnen doch weit geringer, als bey den Mono: cotyledonen. Die Mannichfaltigkeit der erreicht ihr Maximum etst in der N
bis zum Aequator zunimmt,
letztern ähe des Acquas tors, die der erstern hingegen gelanget zu dieser fast schon in der Nähe des 35ten Grades der Breite, also auf der nördlichen Erdhälfte im südlichen Eu- zopa, den nördlichen Küstenländern von Afrika, der Levante, der Tartarey, Tibet, dem nördlichen China, Japan, Virginien, Carolina, Florida, Loni- siana und Californien;‘ auf der südlichen Hemi: sphäre in Chili, Paraguay und Neuseeland,
Bey der Vertheilung der einzeinen Familien, Geschlechter und Arien der Ditotyledonen beobachs tet die Natur die nehmlichen Gesetze, die wir bey Fe den
854 m—
a| den Monocotyledonen gefunden haben. Auch von|| uch, IN\ jenen verbreitet sie, bey der graduellen Zunahme, en, | die in der Zahl der sämmtlichen: Geschlechter und his ıl Arten von den Polarkreisen an bis zum Aequator nahm ’| Ä statt findet, einige Geschlechter nach einer Grada- aul I ı tion, welche entweder mit jener in,gar keiner Ver- ul K 1 Il bindung steht, oder ihr grade entgegengesetzt ist, ua - i und mischt gleiche Arten unter die verschiedensten nd du “||| Floren. Auch von jenen giebt sie den verschiedenen Fule a | Ländern. desto eigenthümlichere Floren, und den Stufen! Gewächsen derselben ein desto fremdartigeres An- der Er sehn, je näher diese Länder dem 35ten Grade füdli- gen,|
cher Breite liegen; jenseits dieser Gränze, in den süd- lichen Polarländern, bringet sie aber wieder ähn-| Di liche, oder gar gleiche Pflanzen, wie in der kalten verschie Zone des Nordens, hervor. der Abıl
niher er In Ansehung der Verbreitung einzelner Arten treffen wir bey den Dicotyledonen eine grölsere le, Biegsamkeit der Organisation an, als bey den mei- Grunde sten Monocotyledonen. Bey den letztern besitzen geirisse fast blofs Wasser- oder Sumpfpfllanzen ein grolses desseh Verbreitungsvermögen. Bey jenen aber zeichnen j Ciejeni sich auch viele Wald- und Salzpflanzen und noch schaflı verschiedene andere Gewächse durch einen hohen ben si Grad dieses Vermögens aus. Doch gehen die Was- der Di ser-, Sumpf-, Wald- und Salzpilanzen den ‚übrigen genläng in der Stärke desselben vor.‘ Diese sind zum Theil indische sowohl der geographischen Länge, als der Breite tische, \ nach,
on an al De m an an nn un. nn mn nn en are— Fr BE PR
Auch von Zunahme, chter und Aequator r Grade iner Ver etzt ist, .densten iedenen ınd den ‚eres An de füdlı- den süd- ler ähn-
r kalten
er Arten grölsere den mel besitzen } grolses zeichnet ind noch ‚nn ‚hohen die Was ‚ übrigen ım Theil y Breite
nach,
sure 8
nach, hingegen diejenigen, die andere Standörter haben, meist nur der Länge nach weit. verbreitet. Indefs giebt es auch bey den letztern Pilanzen Aus- nahmen von dieser Hegel in den Polarländern und auf hohen Bergen. Die Polarländer der nördlichen und südlichen Erdhälfte nehmlich haben, wie schon vorkin bemerkt ist, eine sehr ähnliche Vegetation, und die Berge zeigen dem Beobachter von ihrem Fulse an bis zum Gipfel die nehmliche Reihe und Stufenfolge.von Pilanzen, welche die Oberfläche der Erde von dem Orte an, wo diese ‚Gebirge lie-
gen, bis zu den Polarkreisen darbietet.
4 Die folgende Schilderung des Charakters der verschiedenen Länder in Betreff ihrer Produkte aus der Abtheilung der Dicotyledonen wird diese Sätze
näher erläutern und beweisen.
Legen wir den schon oben erwähnten Satz zum Grunde, dafs es für jedes Pllanzengeschlecht einen gewissen Mittelpunkt giebt, wo die meisten Arten desselben ihren Wohnort haben, und setzen wir diejenigen in einerley Classe, welche einen gemein- schaftlichen Mittelpunkt der Art besitzen, so erge- ben sich acht solche Classen, oder Hauptfloren der Dicotyledonen, nehmlich die nördische, mor- genländische, Virginische, Westindische, Ost. indische, Afrikanische, Austrasische und Antark- tische.
7%: Die
86 ven
x alle Die nordische Flor erstreckt sich über alle Län- N der des Nordens der alten und neuen Welt bis zum i Soten Grade der Breite, Ihr gehören vorzüglich: die Geschlechter Stellera und Pinus; ı F die meisten KRätzchenbäume; gesch viele Salat- und Distelpflanzen;. Bar die Scabiosengeschlechter Scabiosa und Vale- ganzen riana; Soenth verschiedene Lysimachien, vorzüglich Andro- Veroni sace, Pıimula, Corthusa, Soldanella und Samolus; morgen unter den Euphrasien die Geschlechter Veronica, Virgin Bartsia und Pedicularis;| wach: verschiedene Borragineen;|. arten, das Geschlecht Gentiana;| lim
alle Alpenrosen, nur Befaria ausgenommen; viele Heidengeschlechter, namentlich Andro-|(JM wmeda, Arbutus, Clethra, Pyrola, Epigaea, Gaul-| Eins theria, Vaccinium, Empetrum und Hudsonia;| JE aus der Familie der Glockenblumen Campanula ud und Phyteuma; 6. das Geschlecht Galium; a von geilsblattartigen Pflanzen Linnaea, Vibur- ji ı, Sambucus und Cornus; n 2 der grölste Theil der Ranunkeln; 5 von Mohnpflanzen Papaver, Chelidonium und} Fumaria; N das Geschlecht Viola;| mehrere nelkenartige Pflanzen; j Ic die Geschlechter Rhodiola und Sedum; IR
alle
nn ae Te ae a ee ri
alle Lin. bis zum üglich
d Vale-
- amolus;
/eronica,
nen;
Andro» ‚ Gaul- 1a;
mpanula
Vibur-
um und
alle
Feen 87
’ alle wahre steinbrechartige Pflanzen; das Geschlecht Ribes; die meisten rosenartigen Gewächse(g).
Fast alle diese, dem Norden eigene Pflanzen- geschlechter geben in Ansehung ihrer Verbreitung Beyspiele von einer Gradation, welche der des ganzen Pflanzenreichs grade entgegengesetzt ist. So enthält die nordische Flor von den Geschlechtern Veronica und Gentiana an 50 Arten, hingegen die morgenländische von der Veronica nur 4, und die Virginische von der Gentiana nur 6 Gattungen. So wachsen in Lappland nicht weniger als 24 Weiden- arten, hingegen in Indien nur eine einzige, nehm« lich Salix tetrasperma.
In
(9) M. vergl. C. Lıwwarı flora Lapponica. Eiusd. fl. Suecica. Ed.2. J.E.Gunnseat fl. Norvegica. A. J. Rerzır florae Scandinaviae prodromus. Ed.2. G. C. Order fl. Danica. J. Licntroor A. Scotica. J.E.SmıtH fl. Anglıca. G.W. Rorn Tentamen fl. Germanicae. A.ab Harrer Historia stirpium indigenarum see R. ToWwnsow Travels in Hungary. Im Anhange. P. SS! PArrAs Al. Rossica. Ebendesselben Reise durch verschiedene Provinzen des Russischen Reichs. J. G. Gmerin|l. Sibirica.
J. R. Forster fl. Americae septemtrionalis.
F4
88
In allen Ländern des Nordens bis zum Soten 0x
Grade der Breite findet eine grolse Aehnlichkeit'der Ch
Vegetation ftatt, Es giebt in dieser Zone nur we-| Ci
nige Geschlechter, die blos auf Europa, Asien, k
oder Amerika eingeschränkt sind; es giebt aber sehr N
viele Arten, welche fast allenthalben im Norden P
‘der drey grolsen Continente wachsen. Dahin ge N
hören von Bäumen und Sträuchern: I
Täxus baccata,‘, Cor
Carpinus Betulus, Ostrya. Dr
#[| Arbutus uva ursi, pP} | i| ‚Cornus suecica, sanguinea, alba,
||| Crataegus, glandulosa, monogyna, A
' i Mespilus cotoneaster, 1 zei
|| Potentilla fruticosa. da, 0
“4 Rubus chamaemorus, arcticus, westlich
j Spiraea salicifolia, chamacdırifolia, ulmifolia,!0pa wa
= crenata, Da
ı von Rräutern: An
- Atriplex laciniata, Gn
Leontodon taraxacum, Fr
Heracleum Panaces,(h
Samolus Valerandi.|| Ar
Andromeda polifolia, calyculata.?,
Pyrola rotundifolia, umbellata, I
Galium triidum,} Ri
Draba verna, nemoralis,| y;
Drosera rotundifolia, En
Impatiens noli tangere,| hi
Oxa-
En ne ran
un nn Se ne
uzseusun 8 9
Im Boten
a Oxalis acetosella, corniculata, stricta. hkei; ER eg Chrysosplenium oppositifolium,(‘ NUR Wa.;{ un Circaea Jutetiana. „ Asien,
Isnardia palustris,
1 aber sehr Sanguisorba Canadensis,
Norden Potentilla rupestris, multifida, bifurca, su- hin 56 pina, verna, nivea, grandiiiora, subacau- lis, Norvegica, Pensylvanica,
Comarum palustre,
Dryas octopetala.
Pisum maritimum,’
Ausser diesen, im Liwweischen Pflanzenver- zeichnisse angeführten Gewächsen fand STELLER da, woer mit BEeHurıng an den Küsten des nord-’ westlichen Amerika landete, folgende, auch in Eu-
Imifolia, vopa wachsende Dicotyledonen:
Plantago maior,
Artemisia vulgaris, absynthium, Gnaphalium dioicum. Erigeron acre, Chrysanthemum leucanthemum, Achillea millefolium. Polemonium coeruleum, Lonicera xylosteum, Ribes alpinum, grossularia. Vaccinium myrtillus, vitis Idaea. Empetrum nigrum,
Rubus Idaeus.
Fra.
wu
m (xa- F.
Fragaria vesca. Adoxa moschatellina(r).
PorTLock fügt ihnen in einem der Beschrei- ‚bung seiner Reise angehängten Verzeichnisse noch folgende, um den Cooksfluls wachsende Arten bey:
Populus alba.
Myrica Gale.
Betula nana, alnus, alba.
Rumex Acetosa, acutus, aquaticus,
Polygonum Bistorta,
Ledum palustre,
Angelica sylvestris,'
Aconitum Napellus,
Sisymbrium monense,
Sedum verticillatum.
Saxifraga granulata, nivalis.
Lupinus luteus.
Astragalus alopecuroides.
Unter mehrern Dicotyledonen, die das nörd- liche Asien und Amerika gemeinschaftlich besitzen, die aber in Europa fehlen, sind die wichtigsten:
Populus balsamifera(s).
Plantago Asiatica.|
Chrysanthemum arclicum,
Arnica imaritima,
Sina- (rt) Pennant's Thiergesch. der nördl. Polarl. Th, ı. S. 194-
(3) PENNANT a.a.0. S.»25.
ne nn he nee
u a a en
manch gewäl sind, V bringen Panzer iyledon Iratur
sind,
Be sten Ge der nörc eigene( viele, In Sibe Jenisey ge, we Dirge I und si Viele] dere, Veri
UN Jen
Que
Beschrei« isse noch
ten bey:
as nörd- jesitzen,
sten:
Sina-
Th.3. 5.
Sinapis iuncea.
Panax quinquefolium.
Ein Blick auf diese Verzeichnisse lehrt, dafs manche von jenen Pflanzen Sumpf- oder Wasser- gewächse, einige auch Wald- und Salzpflanzen. sind, viele aber sieh unter keine dieser Rubriken bringen lassen. Es bestätigt sich also bey diesen Pilanzen unsere obige Bemerkung, dafs die Dico- tyledonen in Ansehung ihrer geographischen Ver- breitung nicht so abhängig von ihren Standörtern sind, als die Monocotyledonen.
Bey dieser grolsen Aehnlichkeit.in den mei- sten Geschlechtern und vielen Arten hat aber jedes der nördlichen Polarländer doch auch manche ihm eigene Gattungen, obgleich bey weitem nicht so viele, als die mehr südlich gelegenen Erdstriche, In Siberien erscheinet von dem östlichen Ufer des Jenisey an alles in einer neuen Gestalt. Die Ber- ge, weiche nach Westen bis zum Uralischen Ge- birge nur zerstreut liegen, hängen nun zusammen
und sind mit romanitischen Thälern durchschnitten.
Viele Europäische Pflanzen verschwinden, und an-
dere, nur Asien eigene zeigen stufenweise eine
Veränderung in der Vegetation an(t), Kirschen,
und
(t) Non ego Asiam ingredi mihi visus sum, antequam Jeniseam#uvium attingerem. Animalia in eam us- que regionem vix ulla vidi, quae non etiam aleret
Eus
A
92—
und überhaupt Früchte jeder Art, Johannisbeeren ausgenommen, gedeihen hier nicht mehr. Die Fichte(Pinus abies), die in Lappmark noch weit
über den nördlichen Polarkreis hinaus grofse Wäl-
der bildet, kömmt hier nicht höher als bis zum 58ten Grade der Breite fort. Eichen und Hasel- nufsstauden, diese, über ganz Rufsland bis zur östlichen Seite des Kama, und noch am westlichen Rande des Uralischen Gebirges allgemeine Gewäch- se, hören an dieser Bergkette ganz auf. Desto häufiger aber sind hier die in Europa unbekannten Pflanzen: Acer Tartaricum, Ulmus pumila, Pru- nus Sibirica, Pyrus baccata, Robinia Caragana, frulescens und pygmaea, und vorzüglich eine aus-
SET-
Europa, saltem quae in campis vastis Wolgae fluvii inferioris tractus non occurrerentx yix alia vegetabilias et. terrarum lapidumgque genus vix aliud. Facies tota terrae in eam usque regionem mihi Europaea visa est. Sed ab Jenisea fluvio tam orientem quam merıidiem et- septemtrionem versus alia plane terrae facies et nescio quis novus Vigor constitit, Juga montium aut colles passim tantum adparebant, hic vero tota quanta regio montosa erat, yallium et camporum interlacentium amoenitäte nulli facile secunda. Anıimalia nusquam “adhuc visa' in conspectum veniebant, ut moschife- tum anımal et Musimon veterum, plantae quaedam Europae admodum familiares hic deficiebant, et no- vae in Europa nusquam visae comparebant. GMELIN
Flor. Sibir, T.ı. Praef. p, AÄLIOI
erorde
ven(0)
V asien, Fuchs Inape yien UN hischen Pilanze findet. Haselı Pilanz den Sei ktıtem Europäi gen sich schlech zeichn liche] tun ger Iium)
ganze
üsbeeren N. Die och weit ofse Wil. bis zum 1 Hasel. bis zur stlichen jewäch- Desto kannten a, Pro- ragana, ne aus-
Ser-
e Auvii ‚erabilias cies tota visa est, diem et et nescho ıt colles ıta regio cen*ium yusquam oschife- uaedam
et 10°
7MELIN
93
serordentlich grolse Menge eigener Astragalus-Ar-
ten(u).
Weiter hin nach der östlichen Gränze von Nord- asien, in Kamschatka, auf den Andreanofschen und Fuchsinsehn, und auf der östlichen Seite desjenigen., Zweiges vom Ringanischen Gebirge, welcher Davu-
rien und das Nertschinskische Gebiet vom Selengins-
'kischen scheidet, finden sich wieder vieleEuropäische
Pflanzen, ‚die man in Siberien um den Jenisey nicht findet, z.B. in der letztern Gegend Eichen und Haselnulsstaudens, und die meisten von.diesen Pflanzen trifft man auch auf der gegznüberliegen- den Seite von Nordamerika an(v). Im Innern des letztern Erdstrichs verschwinden aber auch viele Europäische und Asiatische Gewächse, und es zei- gen sich dagegen, wenn auch nicht viele neue Ge-, schlechter, doch manche eigene Arten, Besonders zeichnet sich Canada durch viele ihm eigenthüm- liche Riefern-, Tannen-, Cedern- und Ahorngat- tungen und durch den Ginseng(Panax quinquefo- lium) aus, welcher zwar auch in Corea und im ganzen Nordamerika, aber nirgends in so uner-
schöpf-
(a) PennAnr'a.a.0. S.136. 137. Neue Nordische Bey- träge. B.2. 8.170. 171. 180.
(v) Pennant a.a.0. S.145. Neue Nordische Beyträge, B.ı. 9.305. B. 2. 9, 271.
schöpflicher Menge, als an den Ufern des Cooks- ‚flusses gefunden wird(w),
Auch mit den abnehmenden Graden zeigt sich . schon in diesen nördlichen Ländern einige Verschie- denheit in den Arten der Gewächse, ‚und auch bier schon findet man die nehmliche Verschiedenheit auf hohen Bergen wieder, so wie man sich den Gip- feln derselben nähert. Auf den höhern Absätzen der Kinnekulle, eines Berges in Westgothland, wo der Schnee bis in den Mai und Juny bleibt, fin. det man Kräuter, die in Schonen, Gothland und Oeland wachsen, und auf der Spitze solche, die
zum Theil dem kalten Norrland gehören(x).
"Vom Zoten bis zum 55ten Grade nördlicher Breite mehrt sich die Anzahl der Dicotyledonen, Viele von. denen, die jenseits dem 5oten Grade weiter nach Norden hin wohnen, sind auch hier einheimisch. So wachsen z.B. in Syrien um Alep- po(y):
Polygonum aviculare.
Plantago maior, media.
Eu-
(w) G. Forster’s kleine Schriften. Th. 3. S. 208. Th. 2. 5.220.
(x) Bierkanper°in den Ablı. der Schwed. Akad. 1976, B.28. S.83. 84-
(y) Nach Russer’s Verzeichnisse in dessen Beschreibung der Thiere u. Pflanzen um Aleppo. zte Ausgabe, Ue- bers. von GMELIN.
a nn ie Sau see
a re EEE
zeigt sich Verschie. uch hier heit auf en Gip- bsätzen thland, ibt, fin. and und ‘he, die
)
‚dlicher .donen,
Grade ch hier m Alep-
Eu-
1 ai, PM} ad, 1976,
reibung 6, Ve:
— 9% Euphorbia peplus, helioscopia. Urtica urens. Filago germanica. Centaurea cyanus. Bellis perennis. Cichoriura Intybus, Leontodon taraxacum. Sonchus oleraceus. Veronica triphyllos. Lycopus. Europaeus, Verbascum thapsus. Solanum dulcamara, Lithospermum arvense, Asperugo procumbens. Echium vulgare. Anagallis arvensis. Convolvulus arvensis. Chironia centaureum, Valeriana olitorıa, Galium verum, mollugo, aparine. Lonicera periclymenum.. Bupleurum rotundifolium, Ranunculus arvensis, bulbosus, ficaria, Papaver rhoeas. Draba verna. Thlaspi bursa pastoris, Sisymbrium Sophia. Geranium dissectum, robertianum, cicutarium,
Oxalis corniculata., x Viola
IE.|
| a Viola trıcolor, odorata,;| ge Alsine media.| ar
Ä®| Cerastinm vulgatum.| Re
I/ Lythrum.salicaria. Ten Rosa canina, Mall Potentilla reptans. 1 ru und noch verschiedene ändere Pflanzen, die auch| Ant im nördlichen Deutschland, in Dännenuark, charei;| in den und selbst in Lappland einheimisch sind. So| ug fand ScHörr(z) in. Rloridä um. St. Augustin an gi sumpäüchten Stellen und in Wäldern:
' Doron Utricularia subulata, gibba. j AN Hydrocotyle umbe Tata.|| Lam Drosera rotundifolia.|| Foman Rhexia Virginica. Pılyenn Viola lanceolata, palmata, primulifola. 0 Urta d und auf trocknem sandichtem Boden, unter. dem a Schutze der Palmen, Öxalis stricta und Veronica Sn serpyllifolia: lauter Pflanzen, die nicht nur insge- Al sammt auch in den kältern Gegenden ven Nord- eine m amerika, sondern zum Theil auch im nördlichen erschei Europa und in Siberien zu Hause sind. eine y als Io Statt mancher anderer Pflanzen der nordischen I haben
Flor, die sich nicht so weit nach Süden erstrecken,|
giebt
(a) N mın (z) Reise, durch die vereinigten nordamer, Staaten. Th. Eure 2. 5.580. 381. U,
EEE En u ee Zu
ie auch Schwe- nd. So \stin an
‚er. dem Veronica ar insge- n Nord. rdlichen
-dischen ‚trecken,
giebt
ten. Th.
mr
; 37
giebt es, näher nach dem 35ten° Breite hin, ihnen
sehr ähnliche Arten, So wachsen(a):
im nördlichen Europa,
Teucrium scordium, Mentha agnatica. Scutellaria gallericulata. Antirrhinum Elatine, Anchusa ofhicinalis. Cynoglossum ofhcinale. ——— omphalodes. Doronicum_ pardalian- ches. Lathyrus sylvestris. Fumaria ofhcinalis: Polygonum hydropiper, Urtica dioica. Mercurialis annua, Pinus sylvestris.
im südlichen Europa, /
T. scordioides Schreb. M. hirsuta. S. minor. A. spurium, A. Isalica. C. pictum. omphalodes Lusitani- cum Tourn.,
D. plantagineum Tourn.
L. latifolius.
F. capreolata,
P. angustifolium. U. caudata Vahl.
M. polygama,
P. maritima Gerard.
Aber neben diesen Gewächsen zeigen sich jetzt
eine grolse Menge neuer Geschlechter, und zugleich
erscheinet mit den verschiedenen Graden der Länge
eine weit grölsere Verschiedenheit der Vegetation,
als in den nördlichern Gegenden. Eine eigene Flor
haben die Morgenländer, nebst dem südlichen Eu-
ropa,
(a) Nach Liwr’s Verzeichnisse in dessen geolog. und
mineralog. Bemerk. auf einer Reise durch das güdwestl,
Europa, 5.200 f. It. Ba.|
98 Green
ropa, der nördlichen Küste von Afıika, der Tarta- mebr rey, dem südlichen Siberien, dem nördlichen Chi- schlechte na, und Japan; eine eigene Flor findet sich in Vir-| viel ginien, Pensylvanien, Maryland, dem nördlichen| der Carolina, und überhaupt in den mittlern Ländern| eine von Nordamerika.| enden | Alzglı Die erstere, die morgenländische Flor, Sich,| der 1 net sich besonders durch einen grolsen Reichthum| nd Ahan an Schirm-, Lippen-, Dolden- und Schootenptlan-| aus zen, an Cisten- und Geranienarten aus, Ausser-"Daphne. dem ist hier vorzüglich das Vaterland m; T der Polygoneen Calligonum, Rheum, Rumex, ui, Polygonum;| Mn der Ballblüthen Polycenemum, Camphorosma,| Pen Anabasis, Salsola, Spinacia, Acnida, Beta, Che- ei N \ s; Ri tische, die nopodium, Atriplex, Axyris, Ceratocarpus, Sali- cornia, CGoryspermum; Die I der Wegerich-Familie; streckt sic der ıneisten Zapfenbäume, Scabiosen, Lysi- Portugal machien und Borragineen; verschiedener Scrophularien; Van der Labkräuter Asperula, Crucianella, Rubia, AG Valantia; 6, der Kapperpflanzen Reseda, Parnassia, Aldro- B.Pon vanda; Gira der Malven Malope, Althaea, Lavatera; nal verschiedener Rautenpflanzen; CA der mieisten nelkenartigen Gewächse; ne Allden;
meh-
a nn en u nn Sn
er Tarta. 'hen Chi. hin Vir ördlichen
Ländern
‚ Zeich-
chthum enpilan-
Ausser Rumex, rosma,
,.Che- , Salı-
‚ Lyst-
meh-
mehrerer Saftpflanzen, vorzüglich aus dem Ge- schlechte Sempervivum;
vieler Portulaceen;
der Salikarien Lythrum, Glaux, Peplis;;
einer grolsen Menge Hülsenpflanzen, beson- ders Genisten, Spartien, Cytisus-, Lotus- und Altragalus- Arten;
der kreutzdornartigen Gewächse Evonymus und Rhamnus;
aus den übrigen Familien der Geschlechter Daphne, Statice, Morus, Urtica, Euphorbia, Bu- xus, Thea,’Lonicera, Berberis, Leontice, Rean-
muria, Nitraria, Punica, Philadelphus, Cneorum.
Die morgenländische Flor lälst sich noch in drey kleinere eintbeilen: in die eigentliche Levan-
tische, die Tartarische und Japanische.
Die Levantische Flor im engern Sinne er- streckt sich über das südliche Frankreich, Italien(b), Portugal, Spanien(c), die nördliche Küste von
Afrika
(b) Vırrars Histoire des plantes de Dauphing, A. Gouan fl. Monspeliaca. L.C.Gerarn fl. Galloprovinciae. P.Forskär f. Estaciensis, in eiusd. fl. Aegypt.-Arab. p. ı. Giraud-Soulavie Hist, nat. de la France meridio-
nale.-
C. Arrıosıt fl. Pedemontana,
(e) P. Lörzıno’s Reisebeschreibung nach den Spanischen Ländern in Europa u. Amerika, Uebers. v. A, B, Körrım.
Ga Sy-
| | | Afrika bis zum Atlas(d), wo grolse Waldstrecken| He des Argan- Oehlbaums(Elaeodendrum Argan), der| Lippen blos zwischen den beyden Flüssen Tansif und Suz, ganien also zwischen 32° und 29° N. Br, wächst, eine na-| na türliche Gränze derselben ausmachen(e), über die| ie Europäische Türkey, die Inseln des Archipela- 1 a gus(£), die Krimm(8); klein Asien, den nördli- Sc chen Theil von Syrien und Persien(h). Im sid Hier hem s Synopsis stirpium indigenarum Arragoniae. Marsiliaes| päisch 1779. welch Lınk a.a.0.| viele (d) Poıner’s Reise in die Barbarey.| a BR. Deserontaımes N, Atlantica, sive Hist. plantarum,| Big, quae in Atlante, agro Tunetano et Algeriensi crescunt. nn P. RK. A. Scnhousgor’s Beobachtungen über das Ge- din. wächsreich in Maxocko. Herausgegeben von C. G. Ninnar RArn.| Ararat (e) ScHouszoe a.a.O. Th.ı.$.97. Ihren (Der Forskaı#. Melitensis in eiusd. H. Aegypt. Arab. nn p. XI. noch Eiusd. fl. Constantinopolitana littoralis ad Dardanel- Absit Jos, et insularum Tenedos, Imros, Rhodi. L.« Gewäi p.XV.£ bieten (g) P. S. Parras physikalisch-topographisches Gemähl- zen d de von Taurien. hier: (h) Tableau des'provinces situdes sur la cöte occidentale Somm de la mer Caspienne. Petersbourg. 1798. Im Auhange, A. Russer’s Beschreibung der Thiere u. Gewächse um Aleppo. i La Bırrannıere Icones plantarum Syriae rariorum, un
a nn nn nn aan—— een BE a ni Del un en ee
Astrerken gan), der und Suz, , eine n- ‚ über die Irchipela-
n nördli-
Hier
Marsiliaee
lantarum, . crescunt,
das Ge- on C. G,
sypt. Anb,
Dardanel» odi, Lı%
5 Gemäll
occidentale 1 Anhang,
yichse um
T10LUD4
mw IOT
Hier ist vorzüglich die Heimath der Schirm-, Lippen-, Dolden- und Schootenpflanzen., der Ge- ranien-, Cisten-, Genisten-, Spartien-, Cytisus- und Lotus-Arten. Hier findet der Botaniker schon in kleinen Bezirken eine weit gröfsere Mannichfal- tigkeit von Gewächsen, als ihm weit grölsere Strecken des nördlichen Europa liefern können, Im südlichen. Spanien und Portugal sieht er in hö- hern. schattigen Gegenden eine Menge nordeuro-
päischer Pflanzen, auf Kalkhügeln eine Menge,
‘welche zur Flora von Nord-Afrika gehören, und
viele, welche durch das ganze südliche Europa gemein sind, auf Heiden mancherley grölsere Ci- ften- Arten; und auf Sand- und Gypsebenen die diesen Ländern eigenen Löflingien, Querien und Minuartien. In Armenien trifft er auf dem Berge Ararat die Levantische und Nordische Flor mit allen ihren Nüancen an. Auf: der Spitze findet er Lapp- ländische, etwas weiter herunter Schwedische, noch tiefer herab Französische, auf den unitern Absätzen Italiänische, und am Fufse Armenische Gewächse(i). Wenige Länder in der kevante. aber bieten ihm eine gröfsere Anzahl interessanter Pflan- zen dar, als Creta. Zu jeder Jahreszeit kann er hier eine reichliche Ausbeute erwarten. Mitten. im Sommer, wenn die Pflanzen auf den Ebenen und an
der
(1) Tounnerort Voyage au Levant; 65
; j02 ge der Küste von der Hitze ausgedörret sind, ist der n Ida, Dictäus und Spechia mit Blumen aller Art sörlie bedeckt. Verläfst der Botaniker diese hohen. Ge- en genden im Herbste, so findet er Narcissen, mehrere Gesch Scillen, einen Hemerocallis u, s. w. Bald darauf ten sieht er den Alraun und die staudenartige Luzerne. I Os Im Januar, Februar und März sind alle Hügel mit am; Ranunkeln, Anemonen und Lilien bedeckt, wel. Bumal che bald von den Orchideen, Lippenpflanzen, Dol- ı Bm dengewächsen und Cisten verdrängt werden. Mit- eigene | ten im Sommer zeigen sich einige länger blühende{ca, \| Pflanzen, und eine Menge Sträucher, Saturey,| num, I) Thymian, Stachys, Lorbeern, Myrten u. s. w.| Ogyn ||| und gegen das Ende des Sommers manche Schirm-| te Th | pilanzen, unter andern die Atractylis gummi« einer| nl) fera(k).| schen u | Die Tartarische Flor, welche über das süd- Iı 1| liche Siberien(1), die Tartarey(m) ünd Tibet der i If geht, ist sehr reich an Salzpflanzen. Hier wachsen, die si i| die meisten Polygoneen und Ballblüthen, und vie- schen el le Arten des Geschlechts Statice. streckt | i Gesch! II Die I damba |(k) Orıvıer’s Reisen durch das Türkische Reich ete. a 1 TR.1,.,8.571: os |) d) J. G. Gmermm Al. Sibirica. onarı ||(m) R. SAUNDERS Account of the vegetable and mine- N| yal productions of Bootan and Tibet.-( Phil. Trans.)c, 4| Y. 1789. P.79. Uebers. im Mag. von Reisebeschr. B. ı,) N
‚ Ist der aller Art ohen Ge- mehrere 1 darauf Luzerne, igel mit , wel. 1, Dol- \ Mit- lühende Saturey, 1 5. W, Schirm-
‚ummi-
las süd- | Tibet wachsen
ind vie-
Die eich ett, ] mine
‚ Trans.
LT, B. 1.)
em\ 103
Die Japanische Flor, die in Japan und dem nördlichen China einheimisch ist, enthält manche eigenthümliche Geschlechter, worünter sich das Geschlecht Thea auszeichnet, dessen kostbarste Ar- ten in der Halbinsel Corea wachsen; ferner Othera, Orixa, Skimmia, Aucuba, Chloranthus, Gonato- carpus, Doraena, Weigelia, Bladhia, Hovenia, Bumalda, Lindera, Nandina, Deutzia, Tomex h Eurya, Apactis, Cleyera, Dryandra, nebst mehrern eigenen Arten aus den Geschlechtern Elaeagnus, Ur- tica, Ilex, Campanula, Celastrus, Vitis, Vibur- num, Vaccinium, Acer, Laurus, Quercus, Prunus, Ocymum, Hedysarum und Prenanthes. Der gröfs- te Theil der übrigen Japanischen Flor befteht aus einer Mischung von Europäischen, Amıerikani-
schen und Ostindischen Pflanzen(n).
Zur zweyten Hauptflor des gemäfsigten Theils der nördlichen Erdhälfte, der Virginischen, die sich nach Norden bis zu den grofsen Canadi- schen Seen, und nach Süden bis Süd- Carolina er- streckt, gehören die meisten oder alle Arten der Geschlechter: Nyssa, Dirca, Fothergilla, Liqui- dambar, Quercus, Eupatorium, Solidago, Polym- nia, Baltimora, Silphium, Chrysogonum, Helian- thus, Helenium, Rudbeckia, Ambrosia, Obolaria, Monarda, Collinsonia, Schwalbea, Polypremum,
Hy-
(n) C. P, Tuungers fl. Japonica, N B G4
104 ER
Hydrophyllum, Ellisia, Phlox, Houstonia, Mit- chella, Gephalanthus, Hydrastis, Podophyllum, Sanguinaria, Vitis, Napaea, Stuartia, Sabothra, Penthorum, Heuchera, Hydrangea, Amorpha,
Ptelea, Rhus, Juglans, Dionaea(0),
Vorzüglich ist Virginien nebst den angränzenden Ländern das Vaterland der Eichen, deren es hier an zwanzig eigene Arten'giebt(o*). Aus ihnen, aus maäncherley eigenen Fichten-, Tannen-, Cypres- sen-, Buchen-, Ahorn- und Wallnufsarten, aus dem Liriodendron tulipifera, Rhus vernix, Liqui- dambar styraciflna, Platanus occidentalis, der Aesculus Pavia, Aesculus arborea, Nyssa sylvatica, Nyssa coceinea, und Myrica cerifera, womit sich in Süd-Carolina und Florida noch mancherley Mag- nolien, Annonen, Sapinden und Lorbeerarten ver- binden(p), bestehen jene undurchdringliche Wäl- der, die das ganze Nordamerika von Westen bis
‚Östen
(0) H. E. Müntengers Index. florae Lancastriensis (Trans. of the American Soc. Vol. 3. p. 157. Vol, 4. P- 255.)
I. F. Gronovri fl. Virginica.
Th. Warren fl. Caroliniana. (0°) A. Mıcnaux Hist. des chönes de l’Amerique,
(p) Barrram’s Reisen in Nordamerika, im Mag. von Reisebeschreibungen. B. X,
a Re ee Zah he
an
(sten U
Ocean V
In wir D (Pa zul de
ia y Mit. ’hylium, Sabothra,
Amorpha;
nzenden hier an en, aus Cypres. ten, aus , Liqui- is, der vatica, nit sich y Mag- ten Ver« he Wil. sten bis Osten
‚astriensis
Vol, 4.
&
ag: von
un 105
Östen und von Norden nach Süden, wie mit einem
N
Ocean von Bäumen, bedecken(q).
In Betreff des Geschlechts Penthorum müssen wir bemerken, dals dessen einzige bekannte Art (P. sedoides) das einzige Gewächs aus der Fa- milie der Saftpflanzen ist, welches in Nardamerika
wächst.
Die morgenländische und Virginische Flor sind ungleich reicher an Pilanzen, als die nordische; ja, sie gehören zu den reichhaltigsten unter allen. Dennoch aber ist die Anzahl solcher Pflanzen, die der Länge nach weit verbreitet sind, in ihnen weit kleiner, als in der letzteın. Doch gilt dieses nicht so sehr von der morgenländischen, als von der Vir- ginischen Flor. In Bootan traf Saunders(r) eine Menge der Gewächse von England an, Im südli-
/ chen Sıberien und in der Tartarey wachsen viele Pflanzen, die sich auch in Ungarn, Oesterreich,
der Schweitz und Italien finden, z.B,
/
Loranthus Europaeus. Lonicera Pyrenaica,
Laserpitium Daüricum, 1
S
Seli- (g) MeAres und DoucLas Reisen an die Nordwestküste von Nordamerika, in Forster’s Geschichte der Reisen. Th. 2..S. 200. Scuörr’s Reise in die vereinigten nord- amer. Staaten. Th. I.$. 297. (1) Ad oO. 65
|
x” N >\ TE TER
106———
1| Selinum carvifolia. Ci || Alyssum minimum, On | Lepidium procumbens, crassifolium. Un Crambe Tartarica. Sis Peganum Harmala. i Be Prunne chamaccerasus, ber hus cotinus. Sile : und eine Menge anderer. Dagegen haben die mor- Pur genländische und Virginische Flor verhältnifsmä- Ahu fsig wenige gemeinschaftliche Arten. Selten finden- llex sich an der Mittagsseite der grolsen Nordamerika- W nischen Seen und in den Wiesenflächen am Ohio u und Mississippi noch Pflanzen, die der alten Welt Ei nicht völlig fremd wären, als nur solche, welche k i jene Gegenden mit Canada und den übrigen nörd- Kir lichern Ländern, und diese mit Kamschatka, Si- ke 2 berien und Europa gemein haben(s). Die einzi- iR i IE; 2 Trennur gen, mir bekannten Arten, die sich im mittlern a Theile von Nordamerika und zugleich in den Mor- genländnrn finden, und welche nicht unter die in ie : letztere Rubrik gehören, sind: Hub Atriplex halimus. a Amaranthus graecizans, Pal Euphorbia chamaesyce. B Er Thuia occidentalis.| heissen Eupatorium coelestinum,; der do Xanthium Orientale.- Srehlen Verbena nodiflora. Unterhre Cli- 1 Seh
fs) G. Forster’s kl. Schriften. Th. 3. S. 102: f.
lie mor- tnilsmä- n finden amerika- am Ohio en Welt welche ı nörd- ka, Si- » eINZI- mittlern en Mor-
ıter die
gun\ I 07
Clinopodium vulgare. Origanıum vulgare. Lindernia pyxidaria. Sisymbrium nasturtium, Berberis vulgaris. Geranium maculatum, Silene nocturna. Prunus Lusitanica. Rhus Vernix.
llex aquifolium.
Weiterhin nach dem Aequator erhält die Vege- tation immer mehr Eigenthümliches, Ein Hauptcha- rakter, wodurch sich die tropischen Gewächse über- haupt, und besonders die Dicotyledonen der heissen Erdstriche von denen der gemälsigten und kalten Zonen unterscheiden, ist ihre Neigung zur Trennung der Geschlechter. Zwischen den Wen- dekreisen wachsen nicht nur die meisten Pflanzen aus den Familien der Nesseln, Kürbisse und Eu- phorbien, sondern auch fast alle übrige zu den Lıinneischen Classen der Monoecia, Dioecia und
Poiygamia gehörige Pflanzen,
Ein anderer allgemeiner Charakter der Flor des heissern Theils der Erde ist die geistigere Mischung der dortigen Pflanzensäfte,. Dort, wo die Sonnen- strahlen senkrecht fallen, wo ein höherer und un unterbrochener Grad der Wärme die vegetabilische Schöpfung durchdringt, prangen alle Pilanzen mit
. einem
108 nee
’; j Jichen Se einem brennenden Colorit; dort reifen unter Silber- ieh & i h; Ä. ie beit blüthen die Früchte der Hesperiden, dort die Man- h 2 verschv gos und Mangostanen, Durionen, Nankas, Jambo- hei 18 Ur
lans, Jambusen, Litschis, Rambuttans, Sapoten-, RN }= ts\ nd Sapotillen- und Mammeifrüchte, Papayen, Guaya-|
‚,ven, Grenadillen, Tschirimoyas, kurz die meisten ei
N und edelsten Früchte, wofür der Boden des kalten“ bi
Nordens, sich selber überlassen ‚ nur eine geringe ud
Anzahl herber Beeren und Waidobstarten hervor- mia
bringt; dort flielst Kampher und Benzoe‘statt ge- En
meinen Gummi und Harzes aus iden Spalten der By
Bäume, oder ätherische Oele füllen die Rinden, ae
ll ‚ Blüthen und Früchte, bilden die kräftigsten Ge- hier dl
|;| würze, und schwängern die Lüfte mit ballami- sul E schen Gerüchen; dort erzeugen sich in den euphor- Lachnen \||_bienartigen Pilanzen jene fürchterliche vegetabilische Gina | Gifte, wovon schon einzelne Tropfen in wenigen Seriphiu
Et Stunden dem Thiere Tod und Verwesung bringen. tena, | Athanaı
Aber auch die Vegetation jedes einzelnen Lan- tis, M
des erhält zwischen den Wendezirkeln, und beson- num,
ders in der heissen Zone der südlichen Erdhälfte, Falk
noch weit mehr Charakteristisches, als in den nörd- Roella
lichen gemäfsigten Climaten. Hier lassen sich vier Vrhil
Hauptiloren unterscheiden; die Afrikanische, Ost- son,
indische, Westindische und Austrasische, nia,|
Afrika, dessen nördliche Küsten ähnliche Pharn;
Pflanzen wie das südliche Europa erzeugen, zeigt na, L
eine neue, ganz eigenthümliche Flor auf der süd- Nagonia
lichen
Ta ie. — uw De—— en ne. ch - pen Bi ini na 0 ei A
In 109
er Silber. lichen Seite des Atlas. Die Gewächse des Nordens,
die Man- die bergige und wasserreiche Gegenden lieben,, , Jambo- verschwinden hier, und die wenigen, die sich in Sapoten-, die dürren Wüsten dieses Welttheils ver;rrt haben,
, Gum. sind kaum ihren Vorfahren noch ähnlich. Statt meisten ihrer erscheinen Pflanzen'von schwammiger Tex-., 5 kalten tur, deren Parenchyma mit Säften überladen ist, geringe und deren Blätter die Stelle der Wurzeln vertreten N und aus dem nächtlichen Thau die Nahrung ziehen satt ge.|; müssen, die ihnen der verbrannte Boden nicht zu ken dd geben vermag. Proteen, Schirmpflanzen, Gera-
Rinden, nien, Linden, Saftıpflanzen,, und Ficoideen sind
en Ce hier die zahlreichsten Familien. Reich an Arten Ballarnz sind hier die Geschlechter: Passerina, Struthiola, euphor- Lachnea, Gnidia, Protea, Brabeium, Galenia, bifische Gunnera, Xeranthemum, ‚Gnaphalium, Leysera, Wenige Seriphium, Stoebe, Chrysocoma, Ithonna, Gor- bringen, teria, Osteospermum, Hippia, Tarchonanthus, Athanasia, Eriocephalus, Osmites, Oedera, Arcto- nen Lan- tis, Manulea, Hyobanche, Spielmannia, Eranthe- .d beson- mum, Selago, Hebenstreitia, Buddleia, Halleria, ‚rdhälfte, Falkia, Retzia, Royena, Blaeria, Erica, Lobelia, 'en nörd- Roella, Anthospermum, Hermas, Arctopus, He- sich vier liophila, Aitonia, Ekebergia, Pelargonium, ‚Mon- he, Ost sonia, Oxalis, Adansonia, Cienfuegia, Herman- nia, Mahernia, Antichorus, Sparmannia, Diosma, Pharnaceum, Crassula, Cotyledon, Septas, Limo- u nia, Limeum, Aizoon, Mesembryanthemum, Te- e% ze tragonia, Vahlia, Gniera, Ophira, Neurada, Clif- en fortia, lichen
\ ”
| Ei| | a || ;| | ‘a |
m nur em ee
»
110 ,——
fortia,‘Schotia, Podalyria, Aspalathus, Sarcophyl. lus, Borbonia, Oedmannia, Liparia, Lebeckia, Rafnia, Psoralea, Wiborgia, Hallia, Detarium, Podalyria, Rhus, Brucea, Cassine, Phylica, ‚Bıiu-
nia, Staavia, Plectronia(t).
Diese vielen, blos auf Afrika beschränkten Pflanzen zeigen sich aber erst stufenweise, indem man von den nördlichen Theilen desselben zu den südlichen fortgeht. Aegypten bringt noch erst wenige Vegetabilien ohne Hülfe der Kunst hervor. Der gröfste Theil des Gewächsreichs besteht in die- sem Lande aus cuitivirten Pflanzen. Han findet hier eine oekonomische Flor, die zu den reichsten
Unter der Sonne gehört(u),
Noch ärmer an Gewächsen ist die grolse Wüste des nördlichen Afrika, Nur an einigen. Orten ist bier der Boden mit kurzem Gesträuche bewachsen; an andern erblickt der hoffnungslose Wanderer rund umher an dem weiten unbegränzten Horizont
nichts als Sand und Himmel, als eine heisse dürre
Leere, wo das Auge umsonst, einen Ruhepunkt
sucht, ‚(U J. BurmAnnı rariorum Africanarum plant. decas I-X.
o P. ForskAr fl. Aegyptiaco- Arabica. J. Beroır descript. plantar. ex Capite bonae spei. Prodromus plantarum Capensium, quas in promon- torio. bonae spei annis 1772-1775 collegit P. Tuunzero,
(u) HAssergquisr’s Reise nach Palästina,$.230.'Fors-
ER l.c. p XLVII.
En a er ea
sucht, Ur
Seele erg
Ers an den Afvikanı aus D derselben südlichen Sommer zwische: Grase d zeichne nirende
sind die Auge da sten, die heissen Ja werden, und dur geworfe, ker, w im Win lgsten| Zeit nj] und um den heft Itänkte]
NMp
:cophyl. !beckia, larium,
a, Biu-
ränkten
indem zu den hoerst hervor. tin die- . findet
ichsten
Wüste ten ist achsen; anderer Torızont .e dürre hepunkt
sucht,
cas I-X:
yel. promon“
UNBEROs
'FoRs“
IIE
sucht, und die bange Ahnung zu verschmachten die Seele ergreift(v).
Erst näher nach den Quellen des Nils hin und an den Ufern des Nigers und Senegals breitet die Afrikanische Flor einen Theil ihrer vielen Schätze aus. Doch auch hier zeigt sich nür erst ein Theil derselben. Ihr grölster Reichthum ist an ihrer südlichen Spitze angehäuft.- Man sieht dort im Sommer nicht jene lachende Wiesen des Nordens, zwischen deren jährlich von nenem aufschiessendem Grase die Farben der Blumen sich so reitzend aus- zeichnen. Dürre Heiden, sandige Ebenen, peren- nirende und bleiche Gräser und trockne Büsche sind die Gegenstände, die sich um diese Zeit dem Auge darbieten. Aber grade diese traurige Wü- sten, diese sogenannte Rarrofelder, die in der heissen Jahreszeit von keinem Regentropfen benetzt werden, auf welchen dann von den brennenden und durch die umliegenden nackten Felsen zurück- geworfenen Sonnenstrahlen alles versengt, alles so leer, wie auf einer Landstralse gemacht ist, sind im Winter mit den prachtvollsten und mannichfal- tigsten Afrikanischen Blumen bestreut, Um diese Zeit rollet täglich, ja fast stündlich der Donner, und unaufhörlich giessen schwarze Gewitterwolken den heftigsten Regen herab, Schnell belebt das ge-
tränkte Erdreich dann Saamen und Wurzeln, be- son-
(v) M. PaARx Reisen im Innern von Afrika,$. 138.
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Küche die
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112
sonders der Zaserblumen,(Mesembryanthemum), Dickblätter(Crassula), Cotyledonen, Stapelien und der vielen übrigen fleischichten Afrikanischen Gewächse, die selır bald grünen, blühen und im tiefsten Winter die Fluren mit der schönsten und
frischesten Sommertracht bekleiden(w).
Ohnweit der Küste des südöstlichen Afrika liegt die grolse Insel Madagascar, die noch.zu we-. nig bekannt ist, als dafs sich über die Flor dersel- ben etwas, ins Einzelne Gehendes bestimmen Jies- se, die aber gewiis zu den pflanzenreichsten Län- dern des Erdbodens gehört, dabey weit weniger mit Afrika gemiein hat, als sich bey der Nähe die- ses Landes erwarten liesse, und uns ohne Zweifel bey künftigen nähern Untersuchungen einen neuen Beweis für den Satz geben wird, dals die Fremd- artigkeit der Flor eines Landes desto grölser ist, je näher dieses dem 35ten Grade südlicher Breite liegt. Fast alle bekannte Gewächse jener Insel sind eigene’ Arten, oder gar eigene Geschlechter. Mi- thridatea, Thouinia, Omphalea, Canephora, und
Policardia Juss, haben blos hier ihren Wohnort.
Die Ostindische Flor erscheint auf der süd- lichen Seite des grofsen Asiatischen Bergrückens, und breitet sich von hier über das südliche China,
Tun-
(w) Sranmann’s Reise nach dem Vorgebirge der guten
Holfnung.$. 11.230.
Figur mandel, über de us, 1 sten A Gewäch zen, Al dischen- dus, Vat cinia;
Qtisqu Exoec Volkan Tectona gm, S Ium, Le Anoxia, Schmied yicum, gumaea, Fospern: tiodend Rotla, Janbılı Barriyg Mimos; Cassia, ia,(Oy Snithi, UM
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der sud- rücken, e China,
Tun-
Jer guten
Tüunguin, Cochinchina,‘Siam, Hindostan, Coro- mandel, Malabar, das südöstliche Arabien, und über den grolsen südlichen Archipelagus von Asien aus. In diesen Ländern ist die Heimath der mei- sten Amaranthen, Acanthen und orangenartigen Gewächse, vieler Nessel-, Rürbis- und Guttäpflan- zen. Aus der letztern Familie gehören zur Ostin- dischen Flor besonders die Geschlechter Allophyl- Jus, Vatica, Calophyllum, Rheedia, Mesua, Gar- cinia; aus den übrigen Ordnungen Terminalia, Quisqualis 5 Myristica, Phyllanthus, Caturus, Exoecaria, Nyctanthes, Jasminum, Clerodendrum, Volkameria, Vitex, Callicarpa, Premna, Gmelina, Tectona, Sesamum, Incarvillea, Pedalium, Fa- graea, Strychnos, Ophioxylon, Ceropegia, Nephe- lium, Leea, Olax, Inocarpıus, Mimusops, Bassia,
‚ Knoxia, Mussaenda, Cerissa, Hydrophylax,
Schmiedelia, Glabraria, Durio, Gaertnera, Sando- yicum, Melia, Swietenia, Cissus, Impatiens, La- gunaea, Hibiscus, Gossypium, Pentapetes, Pte.» rospermum, Abroma, Kleinhofia, Sterculia, Lies riodendron, Dillenia, Michelia, Ochna, Uvaria, Hotala, Giesekia, Sesuvium, Glinus, Santalum, Jambolifera, Memecylon, Alangium, Sonneratia, Barringtonia, Osbeckia, Lagerstroemia, Lausonia, Mimosa, Guilandina, Hyperanthera, Prosopis, Cassia, Adenanthera, Cynometra, Bauhinia, Bu: tea, Cylista, Galega, Indigofera, Hedysarum, Smithia, Aeschynomene, Dalbergia, Galedupa Juss;
11. Ba, H Seme-
114 me
Semecarpus, Mangifera, Connarus, Rumphia, Ca- narium, Scopolia, Pistacia, Averrhoa, Schrebera,
Ziziphus, Nepenthes(x).
Ostindien ist es vorzüglich, worauf jene Schil- derung palst, die wir oben von dem Reichthume der heissen Länder an edeln Früchten, Gewürz- und Gummipflanzen gemacht haben. Die Inseln des Indischen Meers sind am Strande mit. Cocos- und Areca-Palmen, und die Berge, die sich hinter den Ebenen der Küsten sanft erheben, mit un- durchdringlichen Haynen von Fächerpalmen be- deckt, in deren Schatten die Früchte der Garcinia Mangostana,. Eugenia Malaccensis, Eugenia Jam- bos, Durio zibethinus, Cynometra cauliflora, Ter- minalia Catappa, Averrhoa Bilimbi u. s. w. reifen,
Lau-
(x) G. E: Rumpuu Herbarium Amboinense.
C. LınnArı Sl. Zeylanıca.
J. Burmannı thesaurus Zeylanicus.
'H. v. Rurenpe hortus Malabaricus.
N.L. Burmasst fl. Indica.
‚ C. F. Rorrtgör Beskrivelse over nogle planten fra de Malabariske Kyster(Skr. det Kiobenhavenske Selsk. nye Saml. D.2. S.525.
Typ. Harpwıcksz Enimeration of plants noticed in his tour between Hurdwar and Sirinagur.(Asiatick Researches. Vol. VI. p. 348.)
Plants of the Coast of Coromandel by Tr. RoxBURcH and J. BAn«s.
J1.pz Loursıro fl. Cochinchinensis. Ed. WıLLpExow,
—
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Laurus Benoir ihre ät sphäre Meer| len,| sehr kle arsprün] Piefer, Kleinen und ös Linie Bandı den zw Lindern blos auf Iucken I Cassien keine 7
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Laurus Cinnamomum, Laurus Camphora, Styrax Benzoin, Myristica, Piper, Caryophyllus u. s. w. ihre ätherische Oele erzeugen, und die Athmo- sphäre, selbst in beträchtlichen Weiten über das Meer hinaus(y), mit ihren Wohlgerüchen anfül- len. Dabey sind alle diese Gewürzpflanzen auf sehr kleine Wohnplätze beschränkt. Java brachte ursprünglich keine andere Specereyen hervor, als Pfeffer. Der Nelkenbaum soll anfangs nur in einer kleinen Insel, welche Machian oder Bachian heifst, und östlich von Java, ı5 Meilen nordwärts von der Linie liegt, so wie der Muskatennulsbaum nur auf Banda gefunden seyn(z). Beyde Gewächse wer- den zwar auch auf Ceylon und in einigen andern Ländern von Östindien angetroffen; aber dieser soll blos auf Banda, und jener nirgends als auf den Mo- lucken Früchte tragen(z*). Sumatra enthält den Cassien-, Benzoe- und ächten Kampherbaum, aber keine Zimmtbäume. Die letztern wachsen auf Cey- lon und in den Bergen von Cochinchina>
Die
(y) Hawxeswortn’s Geschichte der Seereisen. B.3. 3. 260. MeAnes und DovorAs Reise. 8,77, in Forster’s
Geschichte der Reisen. Th. ı. (z) HAwxesworrH a.a.0. 5.3553. 554: (z*) GArcıAs AB Horro Hist.arom. Ed. IV.L.ı. p-80. 8ı. (2"*) Garcıas ABHorrTo l. c. p.61. Forster’s u, Spaen-
ceL’s Beyträge zur Länder- u. Völkerkunde, Th.ı, S.ı8 H a
116
nn
Die Ostindische Flor hat übrigens weit weniger
mit der nähern Afrikanischen, als mit der entfern-
tern der lich
Westindischen gemein, und: diese Gleichheit
erstern und der letztern erstreckt sich vorzüg-
auf Bäume und Sträucher, wie aus dem fol-
genden Verzeichnisse der gemeinschaftlichen Pflan-
zen
beyder Indien erhellen wird:
Amaranthus- polygonoides.
Acalypha Indica.
Tragia volubilis, mercurialis,
Plukenetia volubilis.
Elephantopus scaber.
Oldenlandia verticillata.
Psychotria herbacea,
Rihizophora Mangle.
Cleome heptaphylla, pentaphylla, triphylla, dodecandra,
Cardiospermum Haliaccabum,
Vitis Indica.
Sıda rhombifolia, periplocifolia.
Hibiscus Sabdariffa, Manihot, Abelmoschus.
Melochia concatenata.
Bombax pentandrum.
Calophyllum Calaba.
Psidium pyriferum, pomiferum,
Anacardıum occidentale,
Dodonaea viscosa.
Guilandina Bonduc, Bonduccella.
Caesalpinia Sappan, pulcherrima.
Bau-
der Os lichke
über
enthil die derblun Pighien di 00a, 1 v Passif einzie
Caled
Veniger entfern- leichheit
vorzüg.
len fol. n Pflan-
phylia,
schus,
Bau
—— 117
Bauhinia scandens. Dolichos pruriens, purpureus, Erythrina corallodendrum. Clitoria Ternatea. - Hedysarum viridiflorum, diphyllum, hama tum,,
Viele Mimosen- Arten,
Bey allem dem wird aber doch die Aehnlichkeit der Ost- und Westindischen Flor von ihrer Unähn- lichkeit weit übertroffen, Die letztere, die sich über das ganze wärmere Amerika bis ohngefähr zum 35° nördlicher und südlicher Breite erstreckt, enthält|
die meisten Planzen aus den Familien der Wun- derblumen, Solaneen, Bignonien, Sapinden, Mal- pighien, Linden und Melastomen;
die Oleasterpflanzen Conocarpus, Bucida, Chun« coa, Pamea, Tanıbuca;
viele Kürbispflanzen, besonders das Geschlecht
Passiflora, von dessen zahlreichen Arten nur die
einzige P. aurantia ausserhalb Amerika, in Neu-
Caledonien, wächst;
mehrere Euphorbien, vorzüglich Argythamnia, Adelia, Jatropha, Stillingia, Hippomane, Hura, Omphalea, Plukenetia;
viele müllenartige Pflanzen, Aegiphila, Peti- tia, Cornutia, Petrea, Citharexylum, Duranta, Lippia, Lantana ‚ Verbena;
Hz einige
118 em
einige Scrophularien, Borragineen und Polemo- nien, namentlich Browallia, Schwenkia, Vandel- lia, Besleria, Columnea, Calceolaria, Russelia, Cordia, Menais, Varronia, Nolana, Cantua, Hoitzia;
viele Apocineen, unter andern Plumeria, Echi« tes, Willughbeia, Allamanda, Rauwolfia, Theo- phrastea;
die Sapoten Jacquinia, Mangilla, Chrysophyl- lum, Achras;
der Guaiakanen Labatia, Halesia, Hopea, Symplocos;
sehr viele Labkräuter;
die Kapperpflanzen Morisonia, Marcgravia, Ascium, Stephania;
einige Guttäpflanzen, vorzüglich Sterbeckia, Mammea, Grias;
die Melien Cedrela, Guarea, Strigilia, Sym- phonia, Canella, viele Malven, besonders Malva, Malachra, Achania, Gordonia, Bombax, Theobro- ma, Bubroma, Dombeya, Büttneria, Corolinea, Ayenia;
die Magnoliengeschlechter Magnolia, Curatella und Quassia, mehrere Anonen und Nachtkerzen;
die Linden Lecythis, Gustavia,. Decumaria, Eugenia, Dodecas;
verschiedene Prockien- und Mandelbaumartige Geschlechter aus der Rosenfamilie;
unter
en: ne Fe
unt Parkins Ciesalp Müller Piscd! yımaoi Preroca ridac,. Nimosa die Amis ta, 2 d Myein som,| end schlech Cecrop stema,
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olemo- Vandel. usselia, Cantun,
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yravia, echia, y Sym- Malva, heobro- rolinea, uratella Izen, ımarldy
nartige
unter
—— 119
unter den Hülsenpflanzen die| Geschlechter Parkinsonia, Haematoxylum, Panzera, Cubaea, Caesalpinia, Dimorpha, Hymenaea, Swartzia, Müllera, Arachis, Dalea, Teramnus, Rudolphia,- Piscidia, Clitoria, Stylosanthes, Diphisa, Ame- rimnon, Andira, Geoffrea, Nissolia, Dipterix, Pterocarpus, Crudia, Copaifera, Myroxylon, Secu- ridaca, Brownea, Aruna, nebst mehrern Arten der Mimosa, Cassia und Bauhinia;
die Terpentinpflanzen Robergia, Comocladia, Amyrvis, Schinus, Spathelia, Toluifera, Joncque- tia, Zwingera, Zanthoxylum;
die kreutzdornartigen Gewächse Philocarpus, Myginda, Glossopetalum, Prinos, Colletia, Glos- soma, Gouania;'
endlich noch aus den übrigen Familien die Ge- schlechter Rupala, Coccoloba, Rivinia, Dorstenia, Cecropia, Boehmeria, Cyrilla, Gesneria, Cerato- stema, Michanxia, Loranthus, Rhizophora, Tro- paeolum, Cissampelos, Cactus(a).
Wir
(a) C. Prumier genera plant, Americ, Fiusd. species pl. Americ. Fiusd. plantae Americ. N. J. Jacovın selectarum strpium Americ. historia. M. Vanr eclogae Americanae. O. Swartz Tlora Indiae occidentalis. B. A. EupurAsen's Reise nach der Insel St. Barthele- mi. Uebers. von Brummor. H4 19:
EEE Er
A | A I! N) |
129 em
Wir dürfen die Westindische Flor nicht verlas- sen, ohne der Cordilleras des südlichen Amerika in botanischer Riicksicht erwähnt zu haben._ Auf diesen Gebirgen zeigt sich in dem Bezirke von we- nigen Meilen der Uebergang der Vegetation von dem heissen Clima zum gemäfsigten und kalten, Indefs fehlt es noch an einer Beschreibung dieses merk- würdigen Uebergangs von einem kundigen Botani- ker. Urroa’s Schilderung(b) ist die einzige, die wrir aufweisen können,
Dieser zufolge unterscheidet sich die niedrige Gegend in Peru, von der hoben, diese von denjeni- gen, die nahe an der Linie liegen, und die letztern wieder von denen, die sich unter dem Wendekrei- se belinden, so sehr, dafs die ganze Natur in ihnen verändert zu seyn scheint, Die niedrige Gegend von Peru bringt wegen des vielen Sandes und des
Man-
F. Ausrer histoire des plantes de la Gujane Fran- soise.;
L. Feuırrer Journal des observations physiques etc. faites sur les cötes occidentales de’Amerigue meri- dionale,
Florae Peruvianae et Chilensis prodromus. A.A. Hır- poryro Rvız et Joserno PAvon.
Systema vegetabilium#lorae Peruvianae et. Chilensis. A. A. H. Ruız et J. PaAvon.
(b) In dessen Physikal, und historischen Nachrichten von Amerika. Uebers. von Dirze. Th.ı. 5.94 ft.
angel hervor. Nass, eine A pyrile pind Fruchtb meranze und Oel Kork- einige Chili Ssigter
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Dir terschie vom A che da vom?
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! verlag. \merika n. Auf von we- on dem
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je menl« A. Hır«
hilensis.
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Ausmass ‚ I2I
Mangels an Wasser ohne Hülfe der Kunst wenig hervor. Da, wo der Boden feucht ist, wachsen Mais, Yucca’s, Musa sapientum und paradisiaca, eine Art von Bataten, Camotes genannt, Psidium pyriferum, Anona Cherimoia, Gleditschien, Sa- pinden u. s. w. Auch gedeihen hier verschiedene Fruchtbäume der morgenländischen Flor, als Po- meranzen, Limonien, Aepfel, Feigen, Pflaumen- und Oehlbäume. Aber nirgends sieht man Eichen, HRork- und Kastanienbäume, und wenn es deren einige giebt, so ist es nur in den südlichen, an Chili gränzenden Gegenden, wo das Clima gemä- fsigter ist, und wo alle vier Jahreszeiten von ein-
ander unterschieden sind,
Doch findet bey dem niedrigen Lande ein Un- terschied statt, nicht in Ansehung der Entfernung vom Aequator, sondern in Betreff der Winde, wel- che daselbst herrschen. In dem weiten Erdstriche vom 26 oder 27ten bis zum 31° südlicher Breite, wo die Winde beständig aus Süden wehen, und es, an Regen fehlt, bringt der Boden blos die eben er- wähnten Gewächse und ausserdem noch Weinftö. cke hervor. Hingegen in dem ganzen Raume vom 34° südlicher Breite bis zur Linie und von da bis zum Wendekreise des Krebses, wo kein Mangel an Regen ist, trifft man die üppigste Vegetation an, Hier wachsen mancherley Palmen, verschiedene
Arten von Cedern, Caobos, Ceibas(Bombax), Ha Ma-
122—
Marias, Evanos, Grenadillos, und viele andere grolse, starke, dickbelaubte und durch eine unend- liche Menge von Schlingstauden dicht unter einan-
der verflochtene Bäume.
Von dem niedrigen bis zum hohen Lande be- merkt man eine, sich stufenweise zeigende Ver- schiedenheit in den Produkten. In den tiefen Grün-
den, die durch häufigen Regen gewässert werden,
geht die Vegetation des Zuckerrohrs sehr wohl, obgleich weniger geschwind, als in dem flachen Lande, von statten. In den höher gelegenen Ge- genden kommen alle Pflanzen des mittlern Europa fort. Hier wachsen Weitzen, Gerste und andere Kornarten, Bäume aber sind hier selten. Man fin- det keine Fichten, Eichen, Kastanien- und Kork- bäume, Nur in Chili sollen Fichten wachsen. In allen übrigen Theilen der Cordilleras von der Linie bis zum 23 oder z4ten Grade südlicher Breite trifft man nirgends diese Bäume an. Doch sind die Wei- den in diesen gemälsigten Glimaten sehr gemein, und die Cedern kommen hier ebenfalls, obgleich
langsam, fort.
Die hohen kalten Gegenden bringen drey, ih- nen eigene Gattungen von Bäumen hervor: die Quinuales, Especias und Casis. Die Quinuales haben eine mittelmälsige Höhe und Stärke. Merk. wiirdig ist ihre Rinde, wegen der zahlreichen, Häu-
te v
TE
je, wor‘ Zoll die Häuten ben,| und 2 kleiner gen, m henscht
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N zördlich mälsigte Vegetat hält, a $puhr Zone ı Es gie sep Alpen pflanı artige Arten; und Z, Sthoote
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ey, it or; die inuales
Merk- n Häu-
te,
— 123
te, woraus sie besteht, Sie ist etwas über einen Zoll dick, und aus einer sehr grolsen Menge von Häuten zusammengesetzt, welche an einander kle- ben, dennoch aber sich leicht absondern lassen, und zarter als Papier sind. Die Casis, die noch kleiner als jene sind, wachsen auf den höhern Ber- gen, wo schen ein beträchtlicher Grad von Kälte herrscht,
Als die siebente unter den Hauptfloren der Di. cotyledonen haben wir die Austrasische ge- nannt. Diese geht über die sämmtlichen, zwischen den Wendekreisen gelegenen Südseeinseln, Neu. Holland mit inbegriffen.
Nirgends bestätigt sich der Satz, dafs von den nördlichen Polarländern an bis zur Gränze des ge- mälsigten Erdstrichs der südlichen Hemisphäre die Vegetation ein immer fremdartigeres Ansehen er- hält, als in diesen Ländern, Hier ist fast keine Spuhr mehr von denen der gemälsigten und kalten Zone des Nordens eigenen Pflanzengeschlechtern. Es ‚giebt hier keine Polygoneen, Wegeriche, Di- stelpflanzen, Scabiosen, Euphrasien, Polemonien, Alpenrosen, Doldengewächse, Ranunkeln, Mohn- pflanzen, Ahorne, Caryophylleen und steinbrech- artige Pflanzen. Es finden sich hier nur ein Paar Arten aus den Familien der Ballblüthen, Kätzchen- und Zapfenbäume, Salatpflanzen,, Lysimachien,
Schootengewächse und Rosen. Alles, was die Au-
stra-
124——
strasische Flor an Pflanzen aus diesen Ordnungen aufzuweisen hat, besteht in folgenden wenigen Arten:
Salsola Ralı.
Celtis Orientalis.
Cupressus columnaris,
Casuarina equisetifolia, nodiflora.
Sonchus oleraceus.
Lysimachia decurrens.
Lepidium piscidium.
Suriana maritima.
Reich sind dagegen die tropischen Südseeinseln an Proteen, Euphorbien, Nessel- und Schirmpflan- zen, Apocineen, Labkräutern, Malven, Myrten und Hülsenpflanzen. Am meisten zeichnet sich Neu-Holland durch viele ihm eigene Geschlechter und Arten aus. Hier ist das Vaterland der Ge- schlechter Banksia, Embothrium, Melaleuca, Lep- tospermum, Fabricia, Metrosideros, Eucalyptus, Pultenaca, Styphelia, Platylobium L. W., Achyro- niaL.W., Bossiaea L.W.(c). Auf den kleinern unter jenen Inseln sind vorzüglich die Geschlech- ter Ficus, Piper, Justicia, Convolvulus und Hi- biscus reich an Arten(d).
Ame-
(ce) J.E. Smirm Specimen of Botany of New- Holland.
(4) G. Forster Aorulae insularum australium prodro-
mus.
En nee Zinn m
Am awey S dem ei mehr densel manche Arida ı indische Gruppe sen.\ und a weites schlecl ne An Neuholl Iucken, und ein schen I sehung Gattur die zu gehör nisch:
dessen
‘dnungen
wenigen
seeinseln rmptlan- Myrten net sich hlechter der Ge- (ca, Lep- calyptus, ‚ Achyro- kleinern eschlech- und Hi-
‚Ame-
Tolland.
prodror
125
Amerika und Asien schliessen das Südmeer von zwey Seiten ein, Je näher die Inseln dieses Oceans dem einen oder andern jener Länder liegen, desto mehr gleiche oder ähnliche Pflanzen haben sie mit denselben gemein. Doch leidet diese Regel auch manche Ausnahmen._So findet man die Gardenia florida und Morus papyrifera, obgleich beydes Ost- indische Pflanzen sind, nur auf den östlicherr Gruppen der freundschaftlichen und Societätsin- seln. Dagegen sieht man auf den neuen Hebriden und auf Neu-Caledonien, die von Amerika am weitesten entfernt sind, einige Amerikanische Ge- schlechter, namentlich die Passiflora aurantia, ei- ne Ximenia und die Amerikanische Waltheria(e). Neuholland hat wenig mit den benachbarten Mo- lucken, aber manches mit dem südlichen Afrika, und einiges sogar mit Peru gemein. Der Afrikani- schen Flor ist die Neuholländische verwandt in An- sehung mehrerer Arten der Protea(f) und /einer Gattung des Pelargonium, zweyer Geschlechter, die zu den eigenthümlichen des südlichen Afrika gehören; so wie der Neuholländischen die Afrika- nische in einer Art des Geschlechts Metrosideros, dessen Mittelpunkt Neuholland ist. Mit dem süd- lichen
\
(e) J. R. Forster’s Bemerkungen auf einer Reise um
die Welt. S. 152.
(f) LA BirnArDıeReE’s Reise nach dem Südmeere, Th,», S.325.
lichen Amerika kömmt Neuholland in den Geschlech- tern Embothrium und Lobelia(g), so wie an-meh- rern Ärten des Leptospermum, der Eucalyptus re- sinifera, einer Myrten- und Proteenart in der son- derbaren blätterförmigen Struktur der Rinde über- ein, welche UrtLoA an den von ihm unter dem Na- men der Quinuales erwähnten Bäumen in den hö- hern Regionen der Cordilleras beobachtete(h).
Aus den angeführten Thatsachen erhellet, dafs sich das Pflanzenreich in Ansehung seiner Verbrei- tung mit einem Baume vergleichen läfst, dessen Stamm aus den nördlichen Polarländern entspringet, und dessen Zweige sich nach Süden hin über die Erde ausbreiten, indem sie sich bis zu den Grän- zen der südlichen wärmern Zone immer weiter von einander entfernen. Bey ihrem ersten Entstehen giebt es viele unter diesen Zweigen, wovon ein- zelne Nebenäste sich zu dem Stamme zurückbiegen und mit diesem anastomosiren. Wir fanden viele Arten in der morgenländischen und Virginischen Flor, die auch im äussersten Norden wachsen. In den wärmern Zonen werden solche Arten immer seltener. Doch fehlt es auch hier nicht ganz au ihnen. Das folgende Verzeichnils beweist, dafs es
man-
(g) LA BırrArviere 2.2.0. Th.ı. S.514.
(h) Mit Unrecht glaubt also La BırrArvırar[(a.a.0. Th.2. 8.4.5), dafs sich diese Struktur der Rinde nur in Neuholland finde.
manche Norden Asien'
seelan
An Ostindie Am: Sal pa, Vi Ei
ven
Son schaftlicl
Con am Cap
Ka Virgin! Ve den(a Insel 7
le ne und
So Guinea
(u
eschlech« an-meh- yptus res der son. de über: dem Na. den hü- h),
et, dafs Verbrei- , dessen springet, iber die n Grän- ter von ıtstehen von ein- ckbiegen en viele nischen sen, In 1 Immer ganz Al es
mall-
(1.2.0:
inde nur
um 127
‚manche Dicotyledonen giebt, die sich vom kalten
Norden bis zu den südlichen Theilen von Afrika, Asien’und Amerika, ja bis Neuholland und Neu-
seeland erstrecken,
Amaranthus tricolor wächst in Rufsland und Ostindien;
Amaranthus viridis in Europa und Brasilien;
Salicornia herbacea und Salsola Kali in Euro- pa, Virginien und Neuholland(i); Euphorbia Chamaesyce in Süd-Europa, Sibe-
sıen und Westindien;
Sonchus oleraceus in Europa, den freund- schaftlichen Inseln und Neuseeland;
Conyza saxatilis in Süd-Europa, Palästina und am Cap;
Xanthium orientale in China, Japan, Canada, Virginien und Östindien;
Verbena nodiflora in Sicilien, bey Neapel, in den Caraibischen Inseln, in Ostindien, und auf der Insel Tanna;
Leonurus marrubiastrum in Böhmen, der Ukrai- ne und Java;
Solanum nigrum in ganz Europa, Aegypten, Guinea, Indien, Virginien, dem wärmern Ameri- ka,
(i) LA BırrAnnıens 2.2.0. Th. ı. S, 117.|
128
ka, auf O-Taiti(k), der Osterinsel(1) und Neu- seeland(m);
Rubia cordifolia in. Majorca, Siberien, China, Japan, und am Cap;
Aralia'nudicaulis in Virginien; eine sehr ähn- liche, vielleicht dieselbe Pflanze in Java;
Eryngium foetidum in Virginien, Jamaika, Mexico, und Surinam;
Hydrocotyle Americana sowohl im nördlichen und südlichen Amerika, als Ostindien;
Cardanine Africana in Arabien und auf der Insel Bourbon;
Bunias Syriaca in Oesterreich, Ungarn, im Bannat, in Siberien, Syrien und Sumatra;
Cakile maritima in Europa, Asien, Afrika und Amerika;
Aldrovanda vesiculosa in Italien und Indien;
Pharnäceum Cerviana bey Rostock, in Rufs« land, Spanien, Guinea und Asien(m*);
Por-
(k) Forster’s Reise um die Welt. B.ı. S. 199.
() Forster’s Bemerk. auf einer Reise u.s. w. 5.150. G. Forster Älor. ins. austral. prodr. sp. 106.
(m) Banks u.SoLAnDeER inHawkesworru'sGesch. der Seereisen. B.3. S. 32.
(m*)“Ich besitze dieses Gewächs auch von Demerary. „Das sonst so kleine Pflänzchen ist in meinen Exem- „plaren über anderthalb Fufs hoch.” Anmerkung des
Herrn Professor MERTENS,
D
m nn a ne
Port dien;
Cor che Pila Te seeinseln Isar Virginien Tan: dien und Ip und Am Cis
Indien; Bauhı Proral
au Cap; Lathy desselben Hed, und Ost
Sehr unsere o| ledonen {ung eine in, als sen meist h Angegen
Im,
nd Neu« ‚ China, sehr ähn. amaika, tdlichen auf der irn, ım ika und
lien; in Ruls«
Por-
5,150. 6. »esch, der
Jemeraly-
a Exem*
kung des
129
Portulaca oleracea in Europa, Trinidad und In- dien;:
Corrigiola littoralis in Europa; eine sehr ähnli- che Pilanze(C. Capensis) am Cap;
Tetragonia expansa in Japan und auf den Süd- seeinseln bis Neuseeland; F
Isnardia palustris in Rulsland, Frankreich, Virginien und Jamaika;
Tamarindus Indica in Aegypten, Arabien, In- dien und Amerika;
Hyperanthera Moringa in Aegypten, Ceylon und Amerika;
Cassia procumbens in Virginien und beyden Indien;
Bauhinia variegata in Madera und Malabar;
Psoralea bituminosa im südlichen Europa und
am Cap;
Lathyrus odoratus in Sicilien; eine Varietät desselben in Ceylon. Hedysarum junceum in Siberien, der Tartarey
und Ostindien,
Sehr auffallend wird durch dieses Verzeichnifs unsere obige Bemerkung bestätigt, dafs die Dicoty- ledonen in Betracht ihrer geographischen Verbrei- tung eine grölsere Biegsamkeit der Organisation ha- ben, als die Monocotyledonen, und dafs von die- sen meist.nur in Bächen und Sümpfen, von jenen hingegen fast in jedem Boden, aber freylich in
11. Rd, I dem
130 mau
dem einen mehr, als in dern andern, gleiche Pflan- zen unter sehr verschiedenen und enifernten Him-
melsstrichen gedeihen. Zugleich ergiebt sich aus
diesem Verzeichnisse noch eine andere Folgerung.
Wir finden in demselben nur fünf strauchartige Ge- wächse, nehmlich Conyza saxatilis, Hyperanthera Moringa, Tamarindus Indica, Bauhinia variegata und Psoralea bituminosa. Von diesen erstreckt sich auch keines bis zu den kalten Zonen, drey. dersel- ben sind blos auf die wärmern Erdstriche einge- schränkt. Alle übrige Pflanzen jenes Verzeichnisses sind krautartige Gewächse, und unter diesen giebt es manche, die sich sowohl in den Tropenländern, als in den kalten Zonen beyder Erdhälften finden, Grade den entgegengesetzten Fall beobachten a aber bey denen Gewächsen, die blos der Länge nach weit verbreitetsind. Ein Blick auf die obigen Ver- zeichnisse von denjenigen Pflanzen, welche die alte Welt unter gleichen Graden der Breite mit der neuen gemein hat, lehrt, dafs mehr als die Hälfte von diesen aus Sträuchern und Däumen besteht. Strauch- und baumartige Pflanzen erstrecken sich also weiter der Länge, krautarlige weiter der Brei- te nach.
Ausserhalb der wärmern Zone giebt es in der südlichen Erdhälfte nur noch fünf gröfsere Länder, nehmlich das nördliche Chili, das nördliche Para- guay, Magellansland, Feuerland und Neuseeland.
Die
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Die Flo schen, schen| verdie auch. yon in schwun halten sich W Nyosot Laserp " pidiun Chili linde] sich hie andern| sehen s Kräuter pa anlı ten, tubero
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Sich aus
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der Brei-
es in der ‚e Linder, che Para useeland.
Die
—— Y31
Die Flor des letztern hat vieles mit der Austrasi- schen, die der erstern manches mit der Westindi- schen gemein. Zugleich aber, und dieser Umstand verdient die grölste Aufmerksamkeit, nähern sich auch diese Antarktische Floren wieder denen, wo- von in der Austrasischen' fast alle Spuhren ver- schwunden waren, den Floren der gemälsigten und kalten Zone des Nordens. In Neuseeland zeigen sich wieder die Geschlechter Plantago, Veronica, Myosotis, Gentiana,. Andromeda, Peucedanum, Laserpitium, Ligusticum,, Apium, Clematis, Le- pidium, Sisymbrium,. Linum(n), im nördlichen Chili Salix, Scandix und Heracleum(0), im Fener- lande Fagus, Betula und Ribes(pP). Ja, es finden sich hier wieder mehrere Arten, die noch in keinen andern Erdstrichen, als in der nördlichen Erde ge- sehen sind, So bringt der Boden in Chili viele Kräuter freywillig hervor, die man auch in Euro- pa antrifft, z.B. Malven, Rleearten, Wegerichsar- ien, Cichorien, Melisse, Münze(g), das Heracleum tuberosum Mor, welches sich nur in der Wurzel
von dem Heracleum sphendylium unterscheidet, und
(n) G. Forster flor. ins. austr. prodr, (0) MorınA’s Nat, Gesch. von Chili. S$. 105. 215. 144. 145. 157. (p) Banks u. Sorander beym Hawkesworri B. 2. S. 45. 60. (3) Mozına 2,8.0, S, 101, iz
EEE Fre een Tg
| 34
132
und die Chironia Chilensis WırrD., die der Chiro- nia Centaureum sehr ähnlich ist(r), So wachsen im Feuerlande Pinguicula alpina, Hanunculus Lap- ponicus, Galium Aparine, Statice Armeria, und eine Veilchenart, die der Viola palustris sehr ähn- lich ist; und in Neuseeland die Cotula coronopifo- lia. Dabei hat das Feuerland mit Neuseeland das Mniarum biflorum, welches jeder, der die Blume nicht untersucht hat, für eine Art des im südlichen Europa wachsenden Geschlechts Minuartia halten wird, die Calendula pumila und Wintera aromati- ca(s) gemein: Thatsachen, die um so merkwür- diger sind, da die ganze bekannte Flor des Feuer-
landes sich kaum auf vierzig Arten beläuft(t).
Aber freylich erstreckt sich diese Aehnlichkeit auch nicht so weit, dafs die Floren dieser Länder nicht Vieles besitzen sollten, wodurch sıe sich von denen der gemälsigten und kalten Länder des Nor- dens unterschieden. MorınA(u) versichert, in Chi- li bei seinen,. wie er selber hinzusetzt, sehr ein-
88-
(rt) MorınA a.a.©. 5.124.
(s) Vancouven’s: Entdeckungsreise. Uebers. von Spren- ser. 8.17.— Sollte aber auch-die Wintera axillaris mit der WV. aromatica von V, verwechselt seyn?
(1). J.--R« Forsren’s Bemerkungen auf. einer Reise etc. S. 154. G: Forster, fasciculus plant. Magellan, in
Commentat. soc. Reg. sc. Gotting.«Vol. 1X. p. 17.
(u) A.a.0. 5.102,
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Reise ei0» ellan. u
7:
ee 133
geschränkten botanischen Spatziergängen schon auf 3000 Sommergewächse entdeckt zu haben, die er in kein botanisches. Register eingetragen fand. Quinchamala, Araucaria, Panke Mor.(Gunnera Juss.), Madia, Maytenus, Fuchsia, Gevuina Mor, Sassia M., Hippomanica M., Crinodendrum M., Aristotelea L’Herır., Temus M., Plegorrhiza M., Quillaria M. und eine Menge anderer ausgezeich- neter und noch in keinen andern Gegenden beob-
achteter Pflanzen sind in diesem Lande einheimisch.
Im Magellans- und Feuerlande finden sich un- ter andern: Baea, Donatia, Misandra, das schon erwähnte Mniarum, und mehrere eigene Gattun- gen, die sich auf eine höchst merkwürdige Art da- durch auszeichnen, dals sie ganz das Ansehn von Moosen haben, auf nackten Felsen kleben, und durch ihren ganzen Wuchs darauf abzuzwecken scheinen, auf jenen kahlen Plätzen den Grund zur Vegetation zu legen. So wie nehmlich diese Pflan- zen aufwachsen, breiten sie sich sowohl oben in Zweige, als unten in Wurzelfasern aus, die sehr dicht an einander liegen. Die untersten Fasern, Wurzeln, Stengel und Blätter verwesen, und wer- den stets durch neue ersetzt, so dafs sich zuletzt daraus ein kleiner Hügel bildet, der den Fels ein Paar Fuls hoch bedeckt, und oft über drey Fufs im Durchmesser hat. Diese Klumpen von Pilan- zen sind inwendig immer etwas feucht, und be-
1:3 für-
fördern dadurch den Anwuchs der letztern nach
oben. Sienehmen auch Saamen von andern Pflan- zen auf, die darin wie in Moosen wachsen und forttreiben. Die Hügel aber breiten sich stets wei- ter aus, bis ganze Berge und Felsen mit dieser Pflanze bekleidet, und mit einer‘kleinen Lage von Erde bedeckt sind, wodurch ein Bett zur Aufnah- me von grölsern Gewächsen bereitet ist. Auf den Falklandsinseln fand Penrose solche Hügel, die von aussen ganz wie die Arbeit eines Maulwurfs oder eines sonstigen unterirdischen Thiers aussahen, deren innere, von einer sammtweichen, einen hal- ben Zoll dicken Rinde umgebene Höhlung aber mit einer unzähligen Menge von kleinen Stengeln ange- füllt war, welche kleine, denen der Tanne ähnli- ‚che Blätter hatten, und einen harzigen Saft aus- schwitzten(v).:
In Neuseeland trafen Banks und SoLANDER(v*) unter 400 verschiedenen Pflanzen nicht mehr als einige an, welche Europäischen Gewächsen gleich waren, nehmlich Saudisteln, Garten- Nachtschat- ien und ein oder zwey Gräser; ein Paar andere Arten gehörten zu den Gattungen, die man‘ fast in allen Welttheilen antrifft; die übrigen aber wa- ren ihnen nirgends vorgekommen, bis auf fünf
oder
(v). Forster’s u. SPRENGEL’s Beyträge zur Völker- und Länderkunde. Th.ı. S. ı6ı. 162.
(v*) HAwxEswoRrtH a.2.0. B.7. 8.32. 33.
se Akl dürfen theilu sind, liche
und] wona bilde ser} ven!
undı
m
| nach \ Pllan- en und eis wei.
dieser ge von ufnah- uf den |, die lwurfs ssahen, ren hal- ber mit n ange. -ähnlı-
t- aus-
DER(19) yehr als n gleich hischat« andere nan fast ber w4 uf fünf oder
or. und
135
oder sechs Arten, die sie im Feuerlände gesehen hatten. Von den beyden Forstern wurden hier die Geschlechter Corynacarpus, Carpodetus, Di- chondra, Coprosma, Schellera, Melicope, Plagi- anthus, Shawia, Hedycaria, Pennantia und Grise-
linta entdeckt(w).
Werfen wir jetzt noch einen Rückblick auf die bisherigen Beschreibungen der verschiedenen Flo- ren, so werden wir darin allenthalben, ausgenom- ınen an den südlichen Gränzen des wärmern Theils der Erde, Gründe für unsere obige Behauptung finden, dafs die Natur innerhalb gewisser Gränzen aller Orten ähnliche lebende Wesen hervorgebracht hat. Jene Ausnahme beweiset nun zwar, dafs die- se Aehnlichkeit allerdings beschränkt ist. Indels dürfen wir aueh nicht vergessen, dafs unsere Ein- theilungen der Naturkörper nicht Werke der Natur sind, dürfen nicht schliessen, dafs, wenn die süd- liche Hemisphäre wenige oder. gar keine Lippen- und Doldenpflanzen enthält, die Natur das Medell,
wonach sie diese Gewächse der nördlichen Erdhälfte
bildete, dort gänzlich verworfen hat.. Hätte un-
ser Plan verstattet, bey der Schilderung der Flo- ren mehr ins Einzelne zu gehen, so würde dieser und mancher andere Satz, den wir nur haben an-
deuten
(w) G. Forster fl. ins. austr. prodr. 1 4
Ne
136 ma
deuten können, weiter ausgeführt seyn.‘Aber wir haben blos den Umrifs eines Gemähldes voll scheinbarer Verwirrung und doch voll himmlischer Harmonie entwerfen können, und müssen künfti- gen Forschern die weitere Ausführung dieser Skiz-
zen überlassen,
Drit-
Wir
von( Famılı den ein salt,] Ist wei senwel schwä ben A nem Z len(x Thier Beohı
ber wir Ss voll
nlischer
| künfti-
er Skiz.
Drit-
mn 137
Drittes Kapitel.
f Zoophyten.
————
W. bemerkten im ersten Kapitel dieses Ab- schnitts, dafs die‘Zoophyten unter allen lebenden Körpern am weitesten auf der Erde verbreitet sind, sowohl in physischer, als geographischer Hinsicht. Wir müssen aber jetzt hinzusetzen, dafs dieses nur von der ganzen Olasse, nicht von den einzelnen Familien und Geschlechtern und noch weniger von den einzelnen Arten gilt. Die Gröfse, Farbe, Ge- stalt, kurz die ganze Organisation. dieser Rörper ist weit abhängiger von den Einwirkungen der Aus- senwelt, als die der Pflanzen und Thiere. Kugel- schwämme(Lycoperda), die zu einer und dersel- ben Art gehören, variiren in ihrer Grölse von ei- nem.Zoll, ja von einer Linie, bis zu mehrern EI- len(x). Wo findet sich ein ähnliches Beyspiel im Thier- und Pilanzenreiche® Nach GLeEvıTscH’s Beobachtungen gehen sogar Blätterschwämme(Aga-
rici)
(x) AmmAnn in den Comm. Acad. Petropol. T. XI. P-314. Bercıvs in den Abh. der Schwed, Akad. 1762,
B.24.$. 354. I5
138 Beau
rici) in Löcherschwämme(Boleti) ıınd diese in Sta- chelschwämme(Hydna) über. Eben so verschie. dene Bildungen einer und derselben Art finden sich bey den Tangen. Die unaufhörliche Bewegung des Elements, worin diese Körper leben, modil- zirt ihre Form auf die mannichfaltigste Art. Nur bey denen, die in den Tiefen des Meers wachsen, wohin die Stürme nicht reichen, sehen wir einen regelmälsigen Bau.- Alle an der Oberfläche befind- liche hingegen sind so unbeständig in ihrer Gestalt,
2,
dafs man selten mehrere Tange von Einer Art an- trifft, die ganz mit einander übereinstimmen(y)- Nichts kömmt.apver den Varietäten bey, die man unter den Infusionsthieren antrilft. Hier ist nichts Beständiges. Beynahe in jedem Aufgusse von ver- weslichen Substanzen zeigen sich Formen, die sich in andern nicht finden; ja, in einer und derselben Infusion verwandeln sich fast mit jedem Tage die
Gestalten.
Vorzüglich aber giebt es zweyerley äussere Ein- wirkungen, wofür alle Zoophyten einen hohen Grad von Empfänglichkeit besitzen, nehmlich Feuchtigkeit und Licht,
®®
Neigung zu feuchten Standörtern ist ein allge- meiner Charakter dieser Körper, Fast alle Thier- pflan-
(y) Mertens in ScHrADer’s Journal f. d. Botanik.
ı800. B. ı. 8.179.
ro
plane Bewoh Flecht ter Yı fehlt,
die Al
139
pflanzen, Wasserfäden, Tange und Najaden/sind Bewohner des Wassers(y*). Die Schwämme,
den Sich Flechten, Lebermoose, Laubmoose und Farrnkräu-
ter vertrocknen, ‚sobald es ihnen an Feuchtiskeit modih- fehlt, und vegetiren nur, wenn der Boden und
. Nur die Athmosphäre reich an Wasser sind. Am läno-
(y)“Doch leidet diesen Satz einige Einschränkung.
r „Die Conferva muralis Dıirrwxn wächst hier auf den
alt,„WVällen an Bäumen und Planken, etwa zwer Fufs Ärt an-„hoch von der Erde, aber immer genau nach der dem
ı einer andern.
oO I| c £ ( + [®) N mi - Q © DR p © — HM e od je) ( od r e & » o& 14 B » 1r7 »
u ı, C. arenarıa Rorn. und eine Abart ‚le man
n caespitosum(oder die Conferva am- er
4ilLiiid)
pluibia der meisten Autoren) wachsen nicht nur an ae, Erellen dern auch oft an sehr trocknen Stellen
7. rn:. rı 7.y
„ja Conferva ericetorum R. auf-den dürresten Heiden
„feuchten; son: Yselben„Byssus Jolithus, dem Rornu unter dem Namen Con- se die„ferva suaveolens eine and 5 esen hat, wächst nebst mehrern e
„sus-Arten auf Felsen. Der.Ho fapotheker Marrıus ere Ein-„hat, laut Espers Zeugnils one: fucorum. p.124); ı ın den Nordischen „Wäldern wohnen, so wiesich die Corallina oflicina- „ls terrestris Parr4s. in Pommern unter-dem Heide-
= r 11 ı* u E „gesträuch finden soll. Dafs dieses letztere Seeprodukt
n allge=:;, EN„aber nichts weiter beweist, als dafs hier ehemals [Dler- 0
„‚Nleeresboden war, brauche ich kaum zu erinnern, ptan-„obschon es. merkwürdig ist, dafs es sich so lange da-
= BR- ee are= „selbst(durch Fortpflanzung?) hat erhalten können.
‘Y zotzilh Anmerkunse des Herrn Prof. MERTENS.
1409 m-
sten können indels noch Flechten und Farrnktäuter
der Feuchtigkeit entbehren,
Ein allgemeiner Charakter der Zoophyten ist auch ihre Abneigung gegen ein zu heftiges Licht. Die Thierpflanzen und diejenigen Phytozoen, die im Meere oder im sü[sen Wasser wohnen, suchen sich durch Entfernung von der Oberfläche des Was- sers, oder durch Näherung zu derselben immer in einem gewissen mittlern Grade des Lichts zu erhal- ten. Sie erheben sich am Morgen, kehren um Mit- tag wieder zur Tiefe zurück, und erheben sich von neuem, so wie die Sonne ihrem Untergange zueilt. Manche Arten von Conferven, z.B. die Conferva amphibia Aucr. und Conferva frigida Rorn.(z) vegetiren blos im Herbste, Winter und Frühlinge, und verschwinden im Sommer, wenn der Wasser- behälter, worin sie sich aufhalten, nicht tief genug ist, um sie vor der Einwirkung der senkrechten Sonnenstrahlen zu schützen(z*)._ Die Moose und
Farrn- (z) Drrrwyn Synopsis of the British Confervae. Tab. 16. (z*)“Merkwürdig ist es auch, dafs die Farbe der Was-
„ser- Algen oft grade die entgegengesetzte Verände-
„rung, wie die der Pflanzen, erleidet. Bekanntlich „gerathen Pllanzen, denen man in Rellern oder dun- „keln Orten das Licht entzieht, in den Zustand, wel- „chen man die Bleichsucht(etiolement) derselben nen- „net. Bey den Algen ist oft die Beraubung des Lichts „die Veranlassung, dals ihre Farbe sich erhöht. Ich
&”’ finde
Amkı
Sonnen
Iktäuter
ıyten ist s Licht, en, die suchen 5 Was- mer in ı erhal- ım Mit- ich von 2 zueilt, onferva 'H»(2) hlinge, Vasser- rechten ose und
Farrn-
Tab,ı6. ler Was- Verände- ‚anntlich der dun- ıd, wel- hen nen ; Lichts id Ich
finde
Farrnkräuter entziehen sich dem Einflusse. der Sonnenstrahlen dadurch, dals sie meist die nördli- che, höchstens die nordwestliche Seite von Bäu- men, Felsen und Gebäuden zu Standörtern wählen. Da, wo man sie an der Mittags- oder Morgenseite findet, sind sie doch immer vor dem Sonnenscheine durch etwas geschützt. Moose lieben deswegen die subalpinischen Hegionen, wo sie weniger der
un-
„finde, dafs die Conferva distorta Tl. Dan.(Ceramium „vagumt- Rs), je länger sie im Herbario liegt, eine „desto glänzendere Grünspan-Tarbe erhält, so wie „auch die von mir an den Mühlenrädern in der WVe- „ser entdeckte Conferva castanea sich mit schönerm „Purpur färbt, je länger man sie in seiner Sammlung „verwahrt,. Andere See-Algen wechseln die Farbe, „so dals sie sich verschönern, je näher sie an die Ober- „fläche des Meers gebracht und den Sonnenstrahlen aus- „gesetzt werden. Vornehmlich ist das schöne. Rosen- „roth einiger Arten äusserst flüchtig. So lange Batra- „chospermum moniliforme vagum R. auf dem Meeres- „boden wächst, hat es eine schmutzig gelbe Farbe, „wenn esı gleich nur von etwa 8-10 Zoll Wasser be- „deckt ist. Kaum hat es sich ein Paar Stunden auf „die Oberfläche erhoben, so nimmt es eine‘schöne „blaugrüne Farbe an.” Anmerkung des Herrn Prof. Mertens.— Ich kann zu diesen Beobachtungen noch hinzusetzen, dafs ich ein Exemplar des Potamo- geton#luitans besitze, an dessen obern Blättern de
natürliche braungrüne Farbe nach dem Trocknen in
Roth übergegangen ist.
unmittelbaren Einwirkung des Lichts ausgesetzt sind, vorzüglich beschattete Felsen und quellen- reiche‘ ‚Hügel, weshalb der Harz eine so grolse Menge derselben aufzuweisen hat. Auf den höch- sten Bergen trifft man kaum ein halbes Dutzend der gemeinsten Arten an, die überdies noch ein ver- kümmertes Ansehn haben. Am längsten halten noch. Dicranum scoparium mit dem Hypnnm cu- pressiforme, und nächst diesen Encalypta vulgaris, Bryum lanceolatum, Grimmia apocarpa und Dicra- num fragile aus. Die übrigen bleiben auf den un- tern Absätzen zurück(a). Die Pilze und viele Flechten lieben die Dunkelheit, cder gar die völl- ge Finsternifs. Wälder und unterirdische Höh- len, die nie, oder doch nur durch ein schwaches, zurückgeworfenes Licht erhellet werden, sind ihre Heimath. Die erstern sieht man daher auf grolsen Höhen fast gar nicht(a*).
Weniger empfindlich, als gegen das Licht, sind die Zoophyten gegen Wärme, wie die im er- sten Abschnitte angeführten Thatsachen beweisen, Alle aber fliehen einen gewissen Grad der Kälte, und dies ist ohne Zweifel mit eine Ursache, warum so wenige von ihnen in der Alpenregion ausdauern können, Vorzüglich ist den Farrnkräutern Kälte
nach-
(a) Frönke in SchrAper’s Journal£, d, Botanik, 1800, B: 24.5.3261.
(a*) Frörnke 2.2.0,
u ne FE
thiere ter de eine Dann ferscht Sigkei Boder kat es da ten 6 Sandstt nit an, men, ı men m plıyso vor, herise sehun schle alle| Noch dens
Yı
sgesetzt Quellen- ) grolse en hüch- zend der ein ver ‚ halten nm cu- ulgaris, | Dicra- den un- ad viele lie völlı- e Höh- vaches, nd ihre grolsen
; Licht, e im er- eweisen, r Rälte, warum ısdauern n Kälte
nach-
ik, 3800,
u
143
nachtheilig. Teines dieser Gewächse vegelirt im Winter, hingegen die meisten nur bey einem ho-
hen und anhaltenden Grade von Wärme,
\
Ziemlich gleichgültig sind auch viele Pflanzen- thiere gegen die Beschaffenheit des Standorts. Un- ter den Farrnkräutern und Laubmoosen findet man eine und dieselbe Art. bald auf Bäumen, bald auf Dammerde, bald auf Felsen und Steinen von ganz verschiedener Mischung. Indels nimmt die Abhän- gigkeit der Phytozoen von der Beschaffenheit des Bodens zu, mit der abnehmenden Mannichfaltig- keit ihrer Organe. Unter den Lebermoosen giebt es daher schon manche, die ur gewissen Steinar- ten eigen sind. Marchantien traf Linz blos au® Sandsteinen, und viele Jungermannien nur auf Gra- nit an. Die meisten Lobarien wachsen auf Bin- men, viele aber auch auf Dammerde. Doch kom- men manche der erstern, z. B. Lobaria terebrata, physodes, saxatilis’ und caperata, auch auf Steinen vor. Unter den Flechten von einfacherer Struktur herrscht aber weit weniger Verschiedenheit in An- sehung des Standorts. Die meisten Arten des Ge- schlechts Peltigera lieben Sandsteingebirge, und alle Umbilikarien Sandstein und Granitfelsen(b). Noch abhängiger von der Beschaffenheit des Bo- dens sind alle Pilze, Es ist schon im ersten Ab-
schnit-
(b) Link in Usrerr’s Aunalen der Botanik, St, 14. 8. Ur ef,
144—
schnitte bemerkt, dafs es Arten giebt, die man nie anders als auf faulenden Insekten findet. Fast jede Pflanze und jeder Boden erzeugt auch eigene Pilze. Endlich sind, nach Turner’s Beobachtung(b*), verschiedene Fucus- Arten ebenfalls nicht ganz | gleichgültig gegen ihren Standort, vielmehr in An- sehung desselben auf gewisse, oft sehr nahe lie- gende Plätze so eingeschränkt, dafs man sie nur da in. grolser Menge antrilft. Die mineralogische Beschaffenheit des Standorts scheint ihm nicht ohne Einfluls auf das Wachsthum der Arten zu seyn, woraus denn, beyläufig gesagt, folgen würde, dafs die sogenannte Wurzel bey den Tangen etwas mehr
als blolses Befestigungsorgan wäre(c).
Der verschiedene Grad der bisher erwähnten Einflüsse, und vorzüglich des Lichts und der Feuchtigkeit, dessen die verschiedenen Familien, Geschlechter und Arten der Zoophyten bedürfen, bestimmt bey ihnen die geographische Verbreitung
mehr, als bey den Pflanzen und Thieren.
Alle Pflanzenthiere, die eines schwachen Lichts und einer beträchtlichen Menge Feuchtigkeit zu ih- rer Vegetation bedürfen, also vorzüglich die Pilze und Moose, wohnen fast blos an den Gränzen der kalten und gemälsigten Zonen,
Reich
(b*) Synopsis of the British Fuc. p. XXI. (ce) Nach einer, mir: von Herrn Prof. MERTENS mitge-
theilten Vermuthung.
— ne ni ern Zar en
fe jche E und Vi gende sen, über. Din: Piben u,| selben on, se sin ge un Est noston, rularıs lim, L pens,
formis
man nie 'ast jede ne Pilze, ng(b, ht ganz rin An ahe lie. sie nur ogische ht ohne U seyn, de, dals
as mehr
ähnten nd der milien, dürfen,
breitung
n Lichts it zu ih- lie Pilze
zen der
Reich
mitge*
euurumamn k I4s
Reich an mannichfaltigen Pilzen ist das nüörd- liche Europa, Siberien(c*), das nördliche-China(d) und Virginien(e). Sehrreich sind eben diese Ge- genden auch an Moosen, besonders an Laubmoo- sen. Schweden allein enthält von den letztern über 200 Arten(f), Selten sind dagegen diese Pflanzenthiere schon im südlichen Europa. Den Pilzen fehlen hier die beyden Hauptbedingun- gen, die eine so grolse Mannichfaltigkeit der- selben in den nördlichen Gegenden hervorbrin- gen, faulendes Holz und feuchte Wälder, Moo- se sind hier selten, weil hier feuchte, schatti- ge und kühle Gegenden ungemein selten sind(g). Es fehlen dort alle Arten des Phascum, so wie Gym- nostomum ovatum, Tetraphis pellucida, Encalypta vulgaris, Grimmia apocarpa, Ortotrichum anoma- lum, Leskia polyantha, Hypnum triquetrum, ser- pens, abietinum, crista castrensis, Webera pyri- formis, Marchantia polymorpha(h), Nur auf ho-
ben (e*) PArrAs Reisen durch versch, Prov. des Russischen Reichs. Th. ı.$.44. 60, (4) Neue Nordische Beyträge. B.V. S.10%.
(e) Scuörr's Reisen durch die vereinigt. nordam, Staa- ten. Th.ı. S.419.
(f) O. Swarrz disp. syst. muscorum frondosorum Sue- ciae.
(8) Linx’s geolog. u. mineralog. Bemerkungen auf einer Reise etc. S. ıgg.
(h) Ebendas,$,230,
Ba. IT. R
hien Bergen findet man in diesen Gegenden einige Lıubmoose, Jungermannien und Arten des Antlio- ceros(i).
In den Tropenländern fehlen die Pilze und Moo-
ge zwar nicht ganz. Das Lycoperdon pistillare L.
wurde von Rönis in Östindien, der Agaricus crini-
tus L. und Boletus$Sangnineus L. von RoLANDER in Surinam gefunden, VENTENAT hat eine Art des Phallus von ganz eigener Struktur beschrieben, die bey Surinam zur Regenzeit in erstaunlicher Menge hervorschiefst(k). LA BirLARDIERE(]) traf auf der Cocosinsel sehr zahlreiche Moose an, die in den dortigen feuchten Boden aufs üppigste vege- tirten. Das Gymnostomum truncatum wächst auch auf den Ruinen von Jerusalem, das Mnium caespi- tilium in Indien, und das Hypnum elegans in Pe- ru(m). Aber alle Pilanzenverzeichnisse der wär- mern Länder enthalten doch nur eine sehr geringe Zahl dieser Phytozoen. Forskar. fand in Aegypten nur zwey Lycoperda und ein einziges Mnium(n), in Arabien Eine Peziza, Ein Mnium und Ein Bryum(0). Mehr Moose entdeckte Swartz auf Jamaika und in G) Lınk a. 0. S.214. (k) Mem. de VInstitut nat. Sciences math, et physiques. 1,2: p: 505-
(1) Reise um die Welt. Th. ı. S. 192.
(m) Bripeı muscologia recentiorum, T.ı. p- 60. 64.
(i) Flora Aegypt. Arab. p. LXXVIU.
(0) Ibid. p:-CXXV Sq.
a ne en Dia er
inande men ih moose lichen auch den B serhalb Di: komme kat, als dı nicht
gem
nem h es kei halt Men
wir bj
(0°)
(PL
(JR Ib
en einige
€ Antlıoe
undMoo- tillare L, cuts crin. ANDER in > Art des eben, die ver Menge ) traf auf 1, die in ste vege chst auch n caespi- s ın Pe- der wär. r geringe Aegypten m(n), in ryum(0). aika und
{
ın
physiques
0, 61.
nes 147
in andern Gegenden von Westindien, und zwai ka: men ibm, neben mehrern eigenen Arten, 16 Laub: moose und ı2 Lebermoöse vor, die auch im nörd- lichen Europa zu Haüse sind.. Aber er bemerkt auch ausdrücklich, dafs diese Phytozoen dort an den Berggipfeln, in der Wolkenregion, also ausge
serhalb dem wärmern Climä, wachsen(0*):
Die meisten Flechten bedürfen-zu ihrem Fort= kommen einer geringern Quantität von Feuchtigs keit, und ertragen einen höhern Grad des Lichts, als die meisten Pilze und Moose. Jene sind daher nicht so sehr, als die letztern, auf die kalte und gemäfsigte Zone eingeschränkt, Es giebt eine Men- ge derselben mn südlichen Eüropa(pP) Im südli: chen Afrika scheint ihre Vegetation nicht weniger üppig, als die der Pflanzen, von stätten zu gehen, Der gröfste Theil der dortigen Wälder ist mit einer Flechtenart durchwachsen, die beynahe alles Laub bedeckt, und von den Aesten in Büscheln von eis nem bis drey Fuls herabhängt(4). Indefs leidet es; keinen Zweifel, dals auch diese_Familie reichs haltiger arı Arten in den kältern, als in den wär- mern Zonen ist, ‚Fast alle Flechtengattungen, die wir.bis jetzt kennen, sind in Dännemark, Schwe:
den, (0*) O:SwArrtz obs. bot. P- 407. 408. (p) Linz a.a.O. S. 109. (gq) BArrow’s Reisen in das Innere von Süd= Afrika,
S. 166.
ai [6
148
den, Deutschland und den übrigen nordischen Rei- chen gefunden, und die Schuld liegt gewils nicht an den Naturforschern allein, dals unsere Verzeich- nisse dieser Phytozoen nicht mehr Arten aus den wärnyern Ländern aufzuweisen haben. Ueber die geographische Vertheilung der Con- ferven und Tange läfst sich aus Mängel an hinrei-
chenden Untersuchungen nichts Gewisses bestim-
men. Ich habe ehemals die Vermuthung gehegt,
dafs sich die letztern Körper in Ansehung ihrer Verbreitung eben so, wie die Moose, verhielten,
und meine Gründe waren:
3) die grolse Menge von Arten, welche im nor- dischen Ocean um Island und in dem Meere um NHamschatka gefunden werden, und. die sehr geringe, blos aus dem Fucus natans und der Ulva pavonia bestehende Anzahl von Tan- gen, ‚welche Swarrz(g*) in den Westindi-
schen Meeren antraf;
2) die ausserordentliche Grölse verschiedener Ar-
ten aus den Polarmeeren.‘DaAanks und Soran-
per fanden eine Tangart(Fucus giganteus
Banksır) an den Küsten des Feuerlandes, de- zen Stengel, ohne die 4 Fuls langen Blätter, über ızo Fufs lang waren(r), In der Nähe
der
(g*) Obs. bot. p.408-
(x) Hawaesworrnu Gesch. der Seereisen. B.2. 5.42.
le Gründ TENS| die Gi „Zahl „nach
„eis
Chen Rei- der Frchsinseln wächst ein zähes Seegewöchs, wils nicht(vielleicht Fucus Filum) das oft:iber 30 Rlaf- Verzeich- ter lang ist, und von den dortigen Insulanern 1 aus den* beym Fischfange statt der Schnur gebraucht
wird(s). MaArcHAnD traf in der Bucht von
Tchinkitane(Dıxon’s Norfolk-Bay) einen Fu-
der Con- cus an, dessen Länge ohngefähr 370 Fuls be- n hinrei, trug, ohne die Blätter mit zu rechnen, die - den Gipfel desselben krönten, und von wel- ; gehegt, chen die meisten zo bis 30 Fuls lang waren(t). ing ihrer Lälst diese ausserordentliche Grölse, wozu, erhielten, meines Wissens, keine Tangart in den Gewäs-‘
sern der gemälsigten und wärmern Zonen ge-
» langt, nicht vermuthen, dafs die Polar z e im nor. angt, ‚„ dals die Polarmeere
das eigentliche Element: dieser Körper sind,
m Meer N und dals es also in diesen 3egenden auch mehr nl Arten derselben giebt, als in jenen Gewässern? von Ta Ich theilte diese Vermuthung, ohne meine{ Westinde Gründe beyzufügen, dem Herrn Professor MER- TENs mit, der mir Folgendes darüber zu schreiben edener Ar- die Güte hatte:“Sie wünschen zu wissen, ob die ad Sorar ‚„Zahl der Arten bey den Tangen von den Polen gigantens„nach dem Aequator zu abnehme? Soll dies so viel indes, de„heissen, als dals z.B. die Gattung Fucus mehr n Blätter,|„Ar- ıer Nihe(s) Neue Nordische Beyträge B..ı.. S. 307. der
(t) MArcnanD’s Reise um die Welt Leipzig. 1901,
B.ı. Kap.4. 8.250.
P5} 22|
50 gemeurmman „Arten unter mehr polarischen ‚Breiten zähle, so „erinnere ich mich nicht, je etwas darüber gelesen „zu haben, weils auch nicht, was zu dieser Be- „hauptung berechtigen könne. Soll die Meinung „aber seyn, dafs ein grölserer Vorrath von See- “„gewächsen in den TPolar- Meeren angetroflen „würde, als unter dem Aequator, so möchte „ich dies verneinen. Es. ist Ihnen bekannt, dafs „2. B. der Fucus natans L,( wahrscheinlich die- „jJenige Alge, die am zahlreichsten in der Welt „vorhanden ist) sich nicht eher findet, als bis „man in die westlichen Gegenden der Ganarischen „Inseln gekommen ist, wo er dann von 27 bis 30° „N. Br, eine mehrere hundert Meilen grolse Sirecke „einnimmt, OsBeck, Ram und andere Reisende „behaupten, er fände sich in ungeheurer Menge „bey Florida, und jene grofse Strecken im Atlanti- „schen Meere wären von dort hergetrieben,.Neh- „men Sie ferner den Fucus pyriferns L. der sich „in ungeheurer Menge im Aethiopischen Ocean, „der ganzen Südsee und auch bey Sumaira befindet, „Wo er in einer Länge von mehrern ı00 Fuls aus „dem Grunde des Meers heraufsteigt, und, wie „Reisende versichern, eine Art von schwimmenden „Iuseln bilde. Aus der Mannichfaltigkeit der mir „von THUNBERG aus den Indischen Meeren mitge- „theilien neuen Arten möchte ich eher auf eine grö- „[sere Menge der Arten unter dem Aeguator oder „in dessen Nähe, als bey den Polen schliessen,
„Wenn
umk Indı: hen, den I
ih
zähle, so ET gelesen dieser Ba. Meinung von See. getroffen d möchte nnt, dals nlich die- der Welt f als bis ınarischen 7 bis 50° e Strecke Reisende ı Menge n Atlantı n.„Del „ der sich 7, Ocean, 1 befindet, Fuls aus und, wie mmenden it der mit en milge- "eine grö- ‚tor oder hliessen,
A enil
IsfI
„Wenn sich die südlichen Europäer so eifrig mit „der Algologie abgegeben hätten, als die nördli- „chen, so würde wahrscheinlich die Disproportion „in der Zahl zum Nachtheile der Nordländer aus-
‚„‚fallen,”
Von diesen Einwürfen mifft nun zwar der, welcher von der grofsen Menge von Individuen hergenommen ist, die in den Gewässern der wär. mern Zonen gefunden werden, nicht meine Mei- nung... Die zahlreichen Arten, die von Tuauvn- BERG in den Indischen Meeren gesammelt wurden, stehen ihr aber freylich entgegen.. Es würde sich auch noch dies einwenden lassen, dafs es bekannt- lich Meeresströbme gebe, z.B. den Golfstrohm vgn Mexico, deren Wirkungen sich von deu Wende- zirkeln bis zu den Polarmeeren erstrecken, und dals es daher zweifelhaft bleibe, ob ein grofser Theil der Tangarten, die man in den nördlichen Meeren gefunden hat, angeschwemmte, oder ur- sprüngliche sind, wenn nicht die geringe Anzahl von Arten, welche Swarrtz in den Westindischen Meeren antraf, mit diesem Einwurfe unverembar wäre. Vielleicht aber könnte man dieses A rgument umkehren, und viele der von THungeEag in dem Indischen Ocean entdeckten Arten für solche anse- hen, die aus dem südlichen Polarmeere, oder ans den nördlichen Gegenden des süllen Meers dortlin geführt wären.
K4 Mit
152 ee
Mit mehr Gewifsheit können wir über die geographische Verbreitung der Farrnkräuter urthei- len. Das wahre Vaterland dieser Phytozoen sind die wärmern Zonen,: Alle Pflanzenverzeichnisse der kalten und gemäfsigten Länder des Nordens enthalten sehr wenige Farrnkräuter, und diese we- nigen sind lauter kleine, unansehnliche Arten. Nur die Lycopodien sind hier einigermaafsen zahlreich. Alle übrigen Geschlechter sind erst in den beyden Indien reich an Arten, und erst hier finden sich Gattungen aus jener Familie, die zu einer baumar- tigen Grölse gelangen, wie das Equisetum gigan- teum L., Pteris grandifolia L., Polypodium exalta- tum L. und Polypodium arboreum L. Zugleich ist es merkwürdig, dafs sich der Reichthum der südli- chen Erdhälfte an mannichfaltigen und grolsen Farrnkräuter weiter nach Süden erstreckt, als der der nördlichen nach Norden. In Deutschland, das schon allenthalben so sehr durchsucht ist, sınd noch nicht mehr als 50 Farrnkräuter entdeckt(u). Neuseeland hingegen, dessen Clima dem von Deutschland ziemlich ähnlich zu seyn scheint, lie- ferte den beyden Forstern während ihres dorüigen kurzen Aufenthalts und in den kleinen Bezirken, die sie zu durchwandern Gelegenheit hatten, an 20 Ar- ten(v) und unter diesen das Polypodium medulla-
re, (u) Nach HorrmAnmw’s botanischem Taschenbuche f£. d. J: 1705- (v) G. Forster fl. ins, austr, prodr. p.78 sq- 93.
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m p. 4 (&) H B.ı,
iber die Y urthei- ;0en sind ‚eichnisse Nordens liese we. n. Nur Ahlreich, \ beyden den sich baumar- m. gigan- n exalta- leich ist er sudli- grolsen als der ind, das st, sind eckt(u), em von int, lie dortigen ken, die n 20 Ar- medulla- 16,
che fd.
nn 153
lare, dessen Stamm eine Höhe von 80 Fuls cı-
reicht(w),
Uebrigens giebt es unter den Farrnkräutern man- che, die sich durch eine sehr weite geographische Verbreitung auszeichnen. Das Ophioglossum vul- gatum L., welches fast alienthalben in Europa ein- heimisch ist, findet sich nach CrAyron auch in Virginien, und nach Rumrn sogar in Östindien. Die Pteris pedata L. wächst sowohl in Siberien, als in Westindien. In beyden Ländern und zu- gleich in Canada ist auch das Asplenium rizophyl- lum L,, in Grofsbrittanien und Westindien das Asplenium marinumL., in Aegypten und Jamaika das Polypodium pectinatum L., und in Frankreich, Japan und Ostindien die Marsilea quadrifolia zu Hause(x).
Wir haben im vorigen Buche zu den Pflanzen- thieren auch die Najaden gezählt. Die meisten Ge- schlechter dieser Familie bedürfen indefs noch ei- ner nähern Untersuchung, ehe sich ihnen ihre Stelle im natürlichen System mit Sicherheit anwei- sen lälst, und die Arten derselben sind zu wenig zahlreich, um über ihre geographische Verbrei-
tung (w) G. Forster plant. esculentae insul. oceani ausır. pP- 48:
x) Hourrtuxw’s Linneisches Plianzensystem. Th. XII, Pl Ba::
154—
tung etwas Bedeutendes sagen zu können, Ehe wir aber die Glasse der Pflanzenthiere verlassen, müssen wir vorher noch der nahen Verwandschaft gedenken, welche zwischen den Pfianzen und den Phytozoen häufig in den wärmern Climaten, aber weit seltener in den gemälsigten und kalten Zonen statt findet, Dort wachsen die Zamien und Cycas- arten, die gleich viel mit den Farrnkräutern und den Palmen gemein haben, dort jene wunderbaren Gewächse, die Hydnora Africana(Aphyteia L.), das C,nomorium coccineum und die Balanophora fun- gosa, die zwischen den Schwämmen und den Pflan- zen in der Mitte stehen, und in keine Familie der letztern passen.‘Hier hingegen findet sich selten etwas Aehnliches; hier ist alles nach einen Model gebildet, womit die Natur keine so ungleichartige
Formen verbindet.
Die Thierpflanzen verhalten sich in Ansehung ihrer geographischen Verbreitung, wie die Farrn- kräuter. In den Gewässern des Nordens bis zum Goten Grade der Breite finden sich wenige oder gar keine Polypen des sülsen Wassers. Grönland ent- hält, nach. dem Verzeichnisse des FAsrıcıus, von diesen nicht eine einzige. Nur das Meer ist hier mit diesen Zoophyten versehen, dach, aller Wahr- scheinlichkeit nach, bey weitem nicht in dem Maa- [se, wie die Meere zwischen den Wendezirkeln. Von ohngefähr driitehalb hundert, von Par.Las(y)
be-
(y) Elenchus zoophytorum,
heschrie fedem, dritte ‚gonien Hilft Die sind vol dezirhel Arten U gend ei und R stehen zum] an ei Cocosin den der noch«nı Die mı Inseln und ıı chipel
iseln
R Wend
1% Ehe erlassen, randschaft. ı und den en, aber en Zonen ıd Cycas. tern und ıderbaren L.), hora fün- len Pilan-
milie der
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insehung ie Farrı- bis zum oder gar land ent: zus, von - ist hier er Wahr- lem Maa- ezirkeln. LAS(y)
be-
r Gmsaanamurmnn TS$
beschriebenen Zoophyten aus den Familien der See- federn, Corallen und Gorgonien wohnt fast der dritte Theil in dem Indischen Ocean, Von den Gor- ‚gonien- und Antipathes- Arten ist mehr als die
Hälfte in diesem Ocean einheimisch,
Die Zoophyten aus der Familie der Corallen sind vorzüglich in der Südsee zwischen den Wen- dezirkeln, den Individuen und vielleicht auch den Arten und Geschlechtern nach, häufiger, als in ir- gend einem andern Meere. Alles ist hier mit Inseln und Riffen, welche diesen Thierpflanzen ihr Ent- stehen verdanken, wie besäet, und jene Inseln sind zum Theil'noch so neu, dafs auf manchen, z.B, an einigen Orten auf Neuholland(z) und auf der Cocosinsel(a), die Gestalt der Corallen, selbst an den der Witterung am meisten ausgesetzten Felsen noch:nicht die mindeste Veränderung erlitten hat, Die meisten trifft man ostwärts von den Societäts- inseln in einer Strecke von ıo bis ı5 Graden an, und in dieser Gegend machen sie einen grolsen Ar- chipelagus aus, da sie westwärts von den Societäts-
inseln nur einzeln vorkommen(b),
Eben so reich sind die Meere zwischen den Wendezirkeln ohne Zweifel auch an Zoophyten aus den (z) M. s, oben, Abschn. 2. Kap.2.$.ı dieses Buchs. (2) LA BrrranDıene’s Reise nach dem Südmeere, Th.ı, 9. 189-
Ds
(b) Forsrter’s Reise um die VVelt, s
156 nn!
den Familien der Asterien und Actinien. Srarr- mann(c) sahe bey seiner Rückreise vom Cap nach einem Sturme in einem kleinen Winkel des Meers, nehmlich der Tafelbay, auf einmal mehr leuchten- de Medusen, als Thiere auf dem festen Lande viel- leicht überall vorhanden sind. Wie viel Neues würde hier nicht ein MürLter entdeckt haben, wenn er diese Gewässer mit eben der Mufse, wie die von
Dännemark, hätte untersuchen können!
Dies Wenige ist es, was wir über die Verthei-
lung der Zoophyten sagen können. Es giebt keine Classe von lebenden Körpern, deren Verbreitung unabhängiger von den Einwirkungen der Aussen- welt ist, und keine, welche in dieser Rücksicht mehr die Aufmerksamkeit der Naturforscher ver- dient, als diese. Vielleicht werden die Fragmente, die wir geliefert haben, wenn auch keinen weitern Werth, wenigstens den haben, die grofsen Lücken, die sich in diesem Fache unsers Wissens noch fin- den, bemerkbar gemacht zu haben, und eine Auf- forderung zur Ausfüllung derselben gewesen zu
seyn.
(ec) Reise nach dem Vorgebirge der guten Hoffnung 9.6.
Vier-
N).
schen auch| Charal schlech Dertrent des Au oder zu manch:
zeichn
$t wir in lesten Affen Hund Stinkt (Must die Fa, der und
Spann. Cap nach es Meers, lenchten- ande viel. el Neues 2, Wenn
© die von
e Verthei- 'ebt keine rbreitung
Ausseu- ücksicht her ver- gmente, ‚Lücken, noch fin- eine Auf-
resen ZU
nung 5.6,
Vier-
[
Viertes Kapitel. Tihievre,
em
Gr,
Physische Verbreitung der Thiere,
D. nehmliche Gesetz, welches bey der physi- schen Verbreitung der Pflanzen statt findet, gilt auch bey den Thieren. Auch bey diesen stehn die Charaktere der Classen, Familien, selbst der Ge-
schlechter, und oft sogar der Arten in keiner un-
zertrennlichen Verbindung mit der Beschaffenheit
des Aufenthalts. Eine grölsere Tendenz zu diesem, oder zu jenem Elemente ist das Einzige, worin sich manche Familien, Geschlechter und Arten aus- zeichnen.
Sehen wir zuerst auf die Säugthiere, so finden wir in dieser Classe einige, die beständig auf dem festen Lande leben, wohin die ganze Familie der Affen, der Rinder und Pferde, in der Familie der Hunde das Geschlecht der Beutelthiere(Didelphis), Stinkthiere(Viverra), Katzen, Hunde, Wiesel (Mustela), Dachse(Meles), Maulwürfe und Igel, die Familie der Nagethiere(mit Ausnahme der Bi- ber und einiger Mäusearten), der Fledermäuse, der
Faul.
{8 nn
Faulrhiere und Schweine,(ausgenommen das Schna- belthier, das Nilpferd und den Tapir) gehört. Fer- ner giebt es unter diesen Thieren einige, die nur Gebirge bewohnen, wie.der Steinbock(Capra Ibex) und die Gemse(Antilope rupieapra); einige, wel- che nie, oder nur auf kurze Zeit die Oberfläche der Erde betreten, von welcher Art das Geschlecht der Maulwürfe und der Erdmäuse(Spalax) ist; und einige, die einen grolsen Theil ilires Lebens in den
Lüften zubringen, wie die Flederinäuse,
Wir finden andere Säugthiere, die sich immer, oder weniostens die meiste Zeit im Wasser aufhal-
ten, und zwar entweder, in Flüssen, Seen und
=. n s PR Simpfen, wie die Flulsotter(Lutra vulgaris), ver-
schiedene Wasserspitzmäuse und das Schnabeltkier; oder im Meere, wie dıe ganze Familie der Wall- fische und das Geschlecht der Robben; oder auch im Meere und im süflsen Wasser zugleich, wie der Seehund(Phoca vitulina), wovon es eine silberfar- bene Varietät im sulsen Wasser der Siberischen Seen Baikal und Oron«giebt(d),;. die Meerotter(Lutra marina), die sich oft mehrere Tage hindurch in Teichen und kleinen-Flüssen aufhält(e), und der Hippopotamus, welcher zwar am häufigsten in
Flüs-
(d) Stzrren's Beschr. von Kamschatka, S. 108.
(e) Srerrer in den neuen nordischen Beyträgen. B.2.
S. 186.
Flüssen, wird(N
Ein; der Ann h
Die me stenz€ die sülsen dunkel könne: Steinh
keine
las Schna- ött, Fer- ,(ie nur apra Ibex) ige, wel. fläche der lecht der ist; und
15 ın den
h immer, 1 aufhal
een und
5), ver:
beltkier; er Wall- der auch ‚wie der silber hen Seen r(Luita durch ın und det gsten in
Flis:
en, Bi2i
eerramemın 159
Flüssen, aber zuweilen auch im Meere gesehen wird(f). x
Eben so mannichfaltig, ist auch der Aufenthalt der Vögel, Der Straufs lebt auf dem-festen Lande, ohne. sich über die Oberfläche desselben zu erhe- ben; der Pequen, eine Enlenart in Chili,(Strix cu- nicularia Mor.) bauet sehr tiefe unterirdische Gän- ge zur Auibewahrung seiner Eyer(8); die Familie der Habichte hält sich meist in der Region der Al- pen, die der Reiher in Sümpfen, und die der En‘ ten ini sülseun Wasser iind im Meere auf. Die Pin- guine(Aptenodyta) sind durch die Kürze ihrer Flü- gel und durch ihre ganze übrige Struktur fast aus. schliefslich an das Wasser gebunden.
Eingeschränkter ist die physische Verbreitung
Ra eo, SPEER: S T der Anıphibien, Fische, Crustäceen und Mollusken,
Die meisteu dieser Thiere bedürfen zu ihrer Exi- stenz eines gewissen Grades von Feuchtigkeit, und die,‘welche nicht ausschliefslich im Meere oder im Be EEE SE ERIER 3| N
sulsen Wasser wounen, halten'sıch wenigstens an dunkeln, feuchten Oertern auf,
können in jener Reeion ausdauern, wozu sich die
Nur sehr wenige
Steinböcke, Gemsen und Adler erheben, Es oiebt keine Fische in den Bächen auf dem höchsten Al-
taıschen
ee]” (D SPARRMARN’S Reise nach dem Vorgeb, der guten, 1loffv. S. 566.
(8) MoınA’s Nat. Gesch. von Chili, S$, 233:
ur 160—
taischen Gebirße(h), und keine in den Landseen der kalten Gegenden des tropischen Amerika, die über den bewohnten Landstrichen liegen(i), da
doch verschiedene Entenarten in Menge auf diesen Seen leben(k).
Indels finden sich auch hiervon Ausnahmen,
Unter den Amphibien giebt es manche, vor- züglich in der Familie der Eidechsen, welche an sonnigen Oertern, oder auf Bäumen wohnen. Die fliegende Eidechse(Draco) vermag sogar, vermit- telst ihrer häutigen Flügel, sich eine kurze Zeit in
der Luft schhwebend zu erhalten,
Eben so erheben sich die fliegenden Fische (Exocoetus voliitans, Gasterosteus volitans, Trigla volitans}, mit Hülfe ihrer langen Brustflossen, über die Oberfläche des Wassers, und fiiegen eine klei- ne Strecke weit fort. Der Aal geht zuweilen ans Land, auf Wiesen, in Kornfelder, und verkriecht sich bey strengen Wintern wohl gar auf Heubö- den(l). In Tranquebar giebt es eine Art von Barsch ‚(Perca scandens), die mit den ausgebreiteten Sta- cheln ihrer Hiemendeckel und Flossen Stunden lang auf Bäumen und auf dem trocknen Sande her-
um-
(h) Neue Nordische Beyträge. B. VI. 5.85.
G) UrroAa Nachrichten von Amerika, Th. x. S, 162. (k) UtroA a.a.0. S. 147.
(l) Brumenwachs Handbuch der Nat. Gesch,
BE Eee
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um-
5, 162:
no} ‚ I6EL
N
umtklettert(m). Ein ähnlicher, vielleieht eben der- selbe Fisch, der sich zu Zeiten auf dem Trocknen aufhält, und hurtig, wie ein Frosch, von einem Steine zum andern hüpft, wurde auch von Banks und SoLANDER auf Neuholland gesehen(n).
Von den Crustaceen und Mollusken besteht zwar der grölste Theil aus Wasserthieren. Allein die Geschlechter Cancer, Astacus, Limax und Helix enthalten doch auch Arten, die auf der Erde oder auf Bäumen leben, und unter den übrigen giebt es manche, die eine ziemliche Zeit ausser dem Was- ser zubringen können. Der Limulus gigas lebt zuweilen mehrere Tage auf dem Trocknen(0). Die Landkrabbe(Cancer ruricola L.) hält sich in tiefen Löchern auf, die oft einige hundert Schritte vom Wasser entfernt sind(p). Auf den Molucken giebt es eine Art von Landkrebsen, welche Bäume besteigen, und deren Früchte verzehren sollen(q). Die Austern legen sich oft so hoch. auf den Gesta-
den
(m) DArvorr in den Trans, of the Linnean Soc. T.IIT, p- 62. (n) Hawsesworrn’s Gesch. der Seereisen. B.z. 8. 122. (0) Scuörr’s Reise durch die vereinigten nordamer, Staaten. Th.ı. S.g. (p) Ebendas. Th.2. S. 463. (q) Forrest’s Reise nach Neu-Guinea.$. 08, in der
Neuen Sammlung von Reisebeschr. Th.3.
Ba. II, L
den an Steine, Baumwurzein u.'s. w.,‘dafs sie bey der Ebbe mehrere Stunden lang ganz trocken lie- gen(r).
Ferner ist die Organisation der vier letztern Thierclassen nicht so streng an die untern Regionen der Athmosphäre gebunden, dafs nicht einzelne Arten auf den Höhen der Alpen sellten leben kön- nen, In der Gegend von Santa-Fee de Bogota, der Hauptstadt von Neu-Granada, die wenigstens 1600 Toisen über der Meeresfläche liegt, findet sich doch noch eine Gadus-Art, obgleich freylich nur in sehr geringer Anzahl(s).
Auch wurden diese Thiere für manche Pünkte, worin ihr physisches Verbreitungs- Vermögen be- schränkter ist, als das der Säugthiere und Vögel, durch einen, in anderer Rücksicht höhern Grad je- nes Vermögens wieder entschädigt. Sie leben in verschlossenen Felsenklüften und in heissen Quel- len, also an Oerter, wo kein Säugthier und kein Vogel ausdauern kann(It).
Bey den Insekten und Würmern findet eine sehr grolse Mannichfaltigkeit in Ansehung der phy- sischen Verbreitung statt. Die Insekten bewohnen vorzüglich das feste Land, die auf diesen sich auf-
hal- (r) Scnörr a.a.O. Th.ı. S.6 (s) Le Bronp in Voıcr’s Mag. f. d, Neueste aus der Physik etc. B.5. St. 4. 8:33, 34. (t) M..s. oben. 5. 10 ff,
Jaltend Blos i ge N diese muss hält sı Gewäl Nadelh bergteı woran Fam ten ner Kim Ver beständ hey in der Er Tiefer noch wohn serkäf hohe
als sie bey öcken lie.
er letzten Regionen - einzelne ben kön. e Bogota, venigstens findet sich
eylıch nur
je Punkte, nögen be nd Vögel, n Grad je- e leben in ssen Quel
und kein
findet eine 1g der phy-
bewohne pn sich au
hal
este aus der
haltenden lebenden fiörper, und das sülse Wasser, Blos in dem Geschlechte der Onisken giebt es eini- ge Meerthiere. Indef[s ist es noch zweifelhaft, ob diese nicht zu den Crustaceen gerechnet werden müssen. Der grölste Theil der übrigen Insekten hält sich auf Pflanzen auf, Es giebt sehr wenige Gewächse, ausser dem Taxus und einigen andern Nadelhölzern, die nicht irgend ein Insekt beherr- bergten. Dagegen giebt es viele Pflanzenthiere, worauf keine Insekten wohnen: Nie trifft man Farrnkräuter, Laubmoose, Lebermoose und Flech- ten an, die von Insekten engefressen wären. Ei- ner kleinern Anzahl Insekten dient der thierische Körper zum Aufenthalte. Unter denen, die den vegetabilischen oder animalischen Körper nicht zum beständigen Wohnplatze haben, schwärmen einige frey in den Lüften umher; andere halten sich unter der Erde auf, und zwar manche in weit grölsern Tiefen, als die übrigen unterirdischen Thiere(u); noch andere sind Wasserthiere; und manche be- wohnen mehrere Elemente zugleich, wie die Was- serkäfer, diean warmen Sommerabenden weite und hohe Züge unternehmen(v).
So
(u) Die Cicada septemdecim soll.in Amerika bis anf 50 Fuls tief in der Erde gefunden seyn, Scmörr's Reise, Th.ı. S:!z2:.
(y) Senmio in Irzıcer’s Mag, für die Insektenkunde, B.1. 9,218. 2ıg,
Lo
164 nn.
$%0o wie die Insekten sich vorzüglich auf dem festen Lande aufhalten, so ist der grölste Theil .der Würmer im Meere einheimisch. Hier wohnen alle Röhrenwürmer und Aphroditen. Von den Naiden besteht ebenfalls’ein grolser Theil aus Meer- thieren. Mehrere von diesen aber halten sich im silsen Wasser,‘und einige auch unter der Erde auf. Keine Wurmart lebt auf Pflanzen. Hingegen ‚ist die zahlreichste Familie derselben, die der Ein- geweidewürmer, blos auf das Innere des thieri- schen Körpers eingeschränkt.— Wir müssen uns bey diesem letztern Satze etwas verweilen, da er
uns in der Folge sehr wichtig seyn wird,
Nie traf man einen Eingeweidewurm in oder auf der Erde an. Der Erdregenwurm(Lumbricus terrestris L.), den man ehedem mit dem Spuhlwur- me(Ascaris lumbricoides) für einerley hielt, unter-
- scheidet sich von diesem darin, dals er nur Eine „ınde Blase am Munde, einen nach unten flachern Bauch, stärkere Ringe, harte Borsten, einen soge- nannten Gürtel, und eine ganz andere Struktur seiner innern Organe hat(w). Das Wasser beherr- bergt ebenfalls keinen Wurm, der mit irgend einem
Einge-
(w) Wıcumannv’s kleine med. Schriften. Müırrer im Naturforscher. St.ı2. S.ı80. Brocn von der Erzeu- gung der Eingeweidewürmer. 5.29. GoEzE Versuch
scul. Vol.2. p.155sg. 405 sq.
einer N. G. der Eingeweidew. S.ıo0. MURRAX opu-
Eingen grülste der W weide DRS einer Nitse tung Ve Spuhl wollte Und\ Leser ke dre und in
Werne
auf dem
ste Theil
Y wohnen Von den aus Mecr- | sich im ler Erde lingegen der Ein. es thieri- ussen ung
n, da er
ı in oder umbricus puhlwur- \t, unter- nur Eine n flachen inen soge > Struktur er behert- end einem
Einge
Wurzer 2m der Erzeu* ) Versuch
aAX opll
———,'). 16%
Eingeweidewurme übereinkäme. Mürrer, der den gröfsten Theil seines Lebens mit Untersuchungen der Wasserthiere zubrachte, traf nie einen Einge- weidewurm im Wasser an. Linne’s(x) und Un- 2ER’S(y) Erzählungen von Bandwürmern, die in einer Okerquelle gelebt haben sollten, sind von MÜLLER(z) und Parras(a), so wie die Behaup- tung von Beıreis, der viele Jahre nach einander Spuhlwürmer in einem Brunnen gefunden haben wollte, durch Gorze(b) hinlänglich widerlegt. Und wo könnten auch die Blasenwürmer, welche Leske(c), Brock(d) und Gozze(e) im Hirnmar- ke drehender Schaafe, in der Substanz der Leber und im Darmnetze dieser und anderer Thiere, WERNER(f) und Isenrtanm(g) auch im Muskel-
flei-
(x) Amoen. acad. Vol... P- 93.
(y) Hamburg.- Mag. B. VII. St. 3. S. 313.
(z) Hist. vermium. Vol.2. p.62. Der Naturforscher. S ID 8,1914
ee »
(2) De infestis yiventibus intra viventia. p.57. Elench. zooph, p.407.
(b) Ava’O, S.ı5 ff
(ce) Vom Drehen der Schaafe.
(d) A.a.O. S.23 fl.
(e) A.a.0O. 8.194 ff.
(D) Vermium intestin, ete. brevis expositio.
4
(g) Isenr.Amm’s u. Rosenmürzen’s Beiträge für die Zergliederungskunst. B. 1.-81.5.79.373:
L35
166 mem
fleische menschlicher Leichen fanden, und in deren Aussenblase: man die Blutgefälse der Leber, oder des sonstigen Organs, worin jener Wurm seinen Sitz hat, fortlaufen sieht(h), ausserhalb dem thie- rischen Körper existiren.,
i\
Allein wird hierdurch unser obiger Satz, dafs die Charaktere der Ordnungen und Geschlechter in keiner nothwendigen Verbindung mit dem Medium stehen, worin sich das Thier aufhält, nicht umge- stolsen? Eine genauere Untersuchung wird diesen Einwurf bald heben. Es giebt nehmlich in der Or- ganisation der Eingeweidewürmer durchaus keinen, allen gemeinschaftlichen Charakter, wodurch sie sich von den übrigen Würmern unterscheiden, und blos ihre so ausgezeichnete Lebensweise hat uns bewogen, sie im ersten Buche(ji) in Einer Ord- nung zu vereinigen, und nicht manche von ihnen in die Familie der Naiden neben den Regenwürmern, Sprützwürmern, Blutigeln und Planarien zu setzen. Statt unsern obigen Satz zu widerlegen, dienen al- so jene Würmer vielmehr zur Bestätigung dessel- ben, und wir können also jetzt als allgemein gül- tig annehmen, dafs es, wie bey den Pflanzen, so auch bey den Thieren gewisse Charaktere in der Struktur giebt, worin die Einwirkung äusserer Po-
tenzen
dh) Gorze a.a.0. 5.50.
(1).S. 587.
tanzen| hervor!
Dis (ruanı be und es sich
D Versch vierfü nelsst
oder halter
It, gt
in deren er, oder m seinen
dem thie-
tz, dals echter in ı Medium cht umge- ird diesen n der Or- 5 keinen, urch sie cheiden, veise hat iner Ord- ron Ihnen würmern, zu selzen, dienen al- 1g dessel- mein gül nzen, 5 ve in der sserel Po-
tenzen
— 167,
tenzen keine, den Sinnen bemerkbare Veränderung
‘hervorbringt.
Aber wie bey den Pflanzen, so finden sich auch bey den Thieren andere Charaktere in der Organi- sation, die allerdings mit der physischen Verbrei- tung in, enger Verbindung stehen, Hierher ge- höret:£ 3) Die Farbe. Diese. ändert. sich mit dem
Wohnorte, und zwar hängt sie bey den niedern Thierclassen sehr von dem Boden, woranf sich das Thier aufhält, bey den höhern Thier- classen hingegen mehr von cosmischen Einflüs-
sen ab,
Das Weibchen der kurzköpfigen. Eidechse. (fguana helioscopa) hat. immer dieselbe Grundfar- be und das Ansehn, wie der Boden, auf welchem
es sich aufhält(k).
Die Farbe der Tische: variırt eben so nach der Verschiedenheit des Wassers, wie die. Farbe der vierfülsigen T'hiere nach dem verschiedenen Him- melsstriche. Alle Fische, welche. in stehenden, oder sumpfigen und morastigen Wassern sich auf- halten, nehmen cine bald, stärkere, bald schwäche- re, grüne odew schwarze Farbe an; hingegen erhal
ten
(k) PaArzAs Bemerknagen auf einer Reise in die südlı- chen Statthalterschaften des Russischen Reichs. Th.ı.
S. 134.
168 m——|
ten diejenigen, welche in fliefsenden Wassern le- ‘ben, oder in solchen, die einen sandichten, merge- lichten, oder kieselichten Grund haben, hellere
Farben und am Bauche einen Silberglanz(1).
Der Tschabitscha, eine Lachsart, die jährlich im Frühlinge aus dem Meere in den Flufs Kam- schatka aufsteiger, ist weils und ohne alle Flecken, so lange sie sich in der See befindet; aber in dem Flusse hat sie, schon 4 Werste von der Mündung desselben, Vieles von ihrem Silberglanze verloh-
ren, und fleckichte Schuppen bekommen(m),
2) Die äussern Bedeckungen. Alle Säug- thiere, die im Wasser, oder in kalten Gegen« genden leben, haben dichtere und dickere Haa- re, als die, welche sich auf dem Lande, oder
in wärmern Climaten aufhalten.
Die Vögel der wärmern Erdstriche sind eben- falls nur mälsig befiedert. Alle fast nackte Vögel, z.B. der Strauls und der Casuar, wohnen in den heissen Climaten. Hingegen alle Wasservögel, alle Vögel der Polarländer, und alle, die sich hoch in die Luft zu den kältern Regionen erheben, sind sehr federreich. Bey den meisten von diesen sind die Federn doppelt, oder es kommen aus Einer
Wur-
(l) Brocn in den Schriften der Berlinischen Gesellsch.
naturf. Freunde. B.ı. 8.256 ff.
(m) Sterzen’s Beschreibung von Kamschatka. S. 154.
Wurzel hervor, stindig sehr st gende|
Bes hait des in der F len, w gleich| die des andere sich im ten auf dischen wegen, At, al Doch n das W che de violace
so zarı
Vassern]e. EN, merge N, hellere
.(l),
ie jährlich lufs Kam. eF lecken, erin dem Mündung ze verloh.
(m), Alle Säng-
n Gegen. kere Haa-
de, oder
ind eben- ite Vögel, en in den ögel, alle } hoch in en, sind iesen sind us Einer
Wur«
Gesellsch.
5,154
mau 169
Wurzel immer zwey, in einander liegende Federn hervor. Die Pinguine(Aptenodyta), die fast be- ständig im Wasser sind, haben kurze, länglichte, sehr steife und schuppenartig über einander lie-
gende Federn(n).
Bey den Schaalthieren bewirkt die Verschieden- heit des Wohnorts eine sehr grolse Verschiedenheit in der Festigkeit der Gehäuse. Diejenigen Conchy- lien, welche in der Tiefe des Meers leben, sind un- gleich stärker, als die des sülsen Wassers, und die des stillen Meers, des Indischen Oceans und anderer grolser Meere weit fester, als solche, die sich im mittelländischen und andern kleinern Mee- ren aufhalten. Der Argonauta Argus des mittellän- dischen Meers scheinet, dieser geringern Festigkeit wegen, auf den ersten Anblick eine ganz andere Art, als der des Indischen Oceans zu seyn(0). Doch machen diejenigen Schaalthiere, welche zwar das Weltmeer bewohnen, aber nicht die Oberflä- che desselben verlassen, wie Helix Janthina und violaceaL., hiervon eine Ausnahme, und haben eben so zarte Gehäuse, wie die des sülsen Wassers(p).
s) (n) Burron Hist. nat. des oiseaux. T.ı. p.43.44. For-
STER'S Bemerkungen auf einer Reise um die VWVelt,
S. 175. 176. (0) Porı Test. utriusque Sieiliae. Vol.ı. Introd. p- 2.
(p) Hawxssworrtu’s Gesch. der Seereisen. B.2.$.13.
L5
170 sum| 5) Die Form der äussern Gliedmaafsen.| Thie Bey allen mit diesen Organen versehenen'Thie-| auf ven, deren Element das Wasser ist, und die| nd: sich schwimmend in demselben. fortbewegen, Ber sind jene Theile kürzer, als bey den Landithie- nn 4 ren, und die Zehen durch Schwimmhäute ver-" bunden. Indefs gilt dies, wie gesagt, mır von Hi den schwimmenden'"Thieren. Das Nilpferd y er das zwar auch den grölsten Theil seines Le- Hi bene im Wasser zubringt, hat keine Schwimm- Pe füfse, weil es selten oder gar nicht vom Schwimmen Gebrauch macht,“ che 4) Das Verhältnis der Theile, woraus hie E die äussern Sinnesorgane, vorzüg- sel ‚lich die des Gehörs nnd Gesichts, sich bestehen. Das äussere Ohr ist kürzer bey mag, denjenigen Säugthieren, die sich im Wasser ders oder unter der Erde aufhalten, als bey denen, vor welche die Oberfläche des festen Landes be- Bu wohnen. Sehr kurz ist es daher bey den sämmtlichen Thieren aus der Familie der Wall- fische, bey den Robben, den Öttern, den( 1 Maulwürfen und den Blindmäusen, Das Auge R hat eine convexere Hornhaut bey den Vägeln zeist aus der Familie der Habichte, als bey den Was- servögeln und den körnerfressenden Arten,| (9 Sr 5) Das Volumen der Leber. Wasserthiere haben immer eine grölsere Leber, als. andere a Thiere ii ,
Maafsen, ienen'Thie- t, md die rtbewegen, ı Landihie- häute ver. „ Ar von Nilpferd, seines Le- Schwimm-
nicht vom
woraus vorzüg sichts, irzer bey n Wasser pey denen, ‚andes be- r bey den , der Wall tern, den Das Auge en Vögeln - den Was:
Arten,
sserthiere Is. andere
Thiert
—— ı7ı
Thiere von einem ähnlichen Baue, die sich
auf dem Lande aufhalten.
6) Der ganze Habitus, Das merkwürdigste Beyspiel von dem grolsen Einflusse, den der Wohnort auf diesen hat, geben die Lachse, die zu gewissen Jahreszeiten aus dem Meere in die Flüsse und Landseen von Ramschatka aufstei- gen. Nach einen kurzen Aufenthalte im sülsen Wasser wird die Gestalt derselben, vorzüglich der Männchen, auf die sonderbarste Weise verändert. Die Zähne und Hinnladen errei- chen eine ausserordentliche Länge. Der Ober- kiefer, der anfänglich der kürzere war, wächst sehr bald über den untern hervor, und biegt sich hakenförmig herunter. ‚Der Leib wird mager und das Fleisch schlecht. Bey einem derselben, dem Gorbuscha, entsteht überdies
vor der ersten Mückentflosse ein ungeheurer Buckel(q).
6. x Geographische Verbreitung der Pflanzen(r). Bey der geographischen Verbreitung der Thiere zeigt sich eine Erscheinung, die bey den Pilanzen nicht
(g) Srterren’s Beschr. von Kamschatka, 8.143. 164,
(r) Benutzte Hauptquellen sind: E. A. W. ZimMmERMAnN®X’s geographische Geschichte des Nena
" M Bl | u | | |) 2 | | | =| 1
|
172 u——
nicht statt fand. Ein grolser Theil der Thiere verändert mit den Jahreszeiten seinen Aufenthalt, und lebt immer in einerley Temperatur, indem er
sich im Herbste aus kältern Gegenden nach wär-
mern begiebt, Dies thun viele Vögel und manche
Fische, Wir müssen die letztern von den übrigen absondern, und jede dieser Abtheilungen zum Ge-
genstande einer eigenen Untersuchung machen,
Aber auch unter den wandernden Thieren giebt es einen doppelten Unterschied. Einige stellen ihre Züge blos des Bedürfnisses der Nahrung wegen an, und wandern meist nur nach Osten oder Westen,
ohne
Menschen und der allgemein verbreiteten vierfülsi- gen Thiere.
Tu. Pennant’s Thiergeschichte der nördlichen Polar- länder. Uebers, von ZIMMERMANN.
Ebendesselben allgemeine Uebersicht der vierfülsigen Thiere. Uebers. von-BEcHsTeEIn.
Histoire naturelle generale et particuliere.
Larnam’s allgemeine Uebersicht der Vögel. Uebers. von BECHSTEIN.
Histoire naturelle des quadrupedes ovipares et des ser- pens, par DE LA CErEDE.
M.E. Brocn’s ökonomische Nat. Gesch. der Fische Deutschland’s.
Ebendesselben Nat. Gesch. der ausländischen Fische.
In den Thier- Verzeichnissen dieses$. sind unter den Benennungen der Arten die der Gmerisschen Aus- gabe des Linweischen Natur.- Systems zu verstehen,
wenn nicht ein anderer Schriftsteller angeführt ist.
oine sich Pedeuten seyn, VE demselbe von den! das Bedli tur getrie und von
für die H gen Län
den Win
Sor sen Thi bey den die Man in einer de zuwe
bis zum
Sc land ı Satzes
| A, en uhren
hleren Sieht
stellen ihre 7 Wwegenal, ler Westen
ohne
en Yıerilste
hen Polar-
173
chne sich dem Aequator oder den Polen um ein Bedeutendes zu nähern, Diese wird es unnöthig seyn, von denen zu trennen, welche immer auf demselben Boden verweilen.° Nur die werden wir von den letztern absondern müssen, welche, durch das Bedürfnils eines gleichen Grades der Tempera- tur getrieben, jährlich von Norden nach Süden, und von Mittag nach Mitternacht wandern, und für die Heimath dieser Thiere werden wir diejeni- gen Länder annehmen müssen, in welchen sie sich
den Winter hindurch aufhalten.
Soviel lälst sich mit Gewiflsheit von allen die sen Thieren behaupten, dafs bey ihnen, so wie bey den Pflanzen mit einem einfachen Saamenblatte, die Mannichfaltigkeit der Geschlechter und Arten in einer Stufenfolge, die nur durch locale Umstän- de zuweilen unterbrochen ist, von den Polarkreisen
bis zum Aequator zunimmt.
Schon eine Vergleichung der Faunen von Grön- land und Schweden liefert einen Beweis dieses Satzes. Es giebt
in‘Grönland(s). in Schweden(t).
Sangthiere--.:,..",51 une.- 52%
Vögel--- e a ee 1
Amphibien“- ı see-..15 Fi-
(3) Nach FAsrıcıvs(Fauna Groenl.). (ti) Nach Linse(Fauna Suec. Ed. 2).
174 mn
Fische=-- 45 5- 89 Crustaceen und Insekten 110°».==, 1691. Mollusken und Wür- mer, mit Ausschluls
der Eingeweidewür-
MEXX-- 1534- e- 120, 374 2188.
Unter diesen T'hieren sind alle wandernde Ar- ten mit eingeschlossen, und auch mit Inbegriff von diesen ist also Grönland weit ärmer, als das nur um wenige Grade südlicher gelegene Schweden. Blos bey den Moilusken und Würmern findet eine Ausnahme statt, aber aus leicht zu erachtenden lo- calen Ursachen. Schweden wird nehmlich von der Osisee begränzt, die ihres geringen Umfangs, ihrer isolirten Lage und des wenigen, in ihr enthal- tenen Salzes wegen nicht viele Meerthiere ernäh-
ren kann.
Noch deutlicher wird die Richtigkeit unsers obigen Satzes erhellen, wenn wir die verschiede- nen Zonen in Ansehung ihres Reichthums an Thie-
ren mit einander vergleichen.
Vori Säugthieren enthalten die Länder des äus- sersten Nordens bis zum Polarcirkel nur drey Ar- ten: den Isatis(Canis lagopus), den Eisbären(Ur- sus maritimus) und das Rennihier(Cervus ta- zandus),
Von
Von der Brei Erdhälf
Be
na
nn! 175
/ 9 Von den Polarcirkeln an bis zum 35ten Grade “16, der Breite leben in der nördlichen und südlichen> Erdhälfte:
ı Beutelthiei, nehmlich Didelphis Virginia-
na(u), das sich aber erst in neuern Zeiten dies-
120, scits des Delaware in Neu-Jersey eingefunden 008, hat, und auf der nördlichen Seite des Hudson- flusses nicht angetroffen wird(v), also kaum deinde Ar hierher gerechnet werden kann. ibegriff von$ Viverren: Viverra putorius, mephitis, ge- als das nur netta, Schweden, 7hatzen: Felis uncia, concolor, Manul, Chats, findet eine catus sylvestris, montana(w), lynx(und dessen ıtenden lo. Varietät der Rothluchs, F. Iynx rufa), h von der 7 Hunde: Canis lupus, vulpes, Iycaon, Cara- ngs, ihrer gan, Corsac, lagopus, Virginianus. hr enthal- ı1ı Wiesel: Mustela martes, foina, zibellina, era ‚, Sarmatica, Sibirica, erminea, vul-
garis, Canadensis, Pennanti Erxr., Vison, 5 Ottern: Lutra vulgaris Erxr., minor E., ma-
eit ungers X - ıina E.
verschiede:
4
(u) Pensann’s allgem. Uebersicht. B.2. n. 217, wo
aber dieses Thier mit der davon ganz verschiedenen
15 an Thi«
or. des ällf- Didelphis marsupialis zusammengeschmolzen ist.
. 1 Al®& N.» te x drey A(v) Scuörr's Reisen durch die vereinigten nordamer,
bären(Ur- Staaten. Th.ı.$. ı5.
\oryils{Re 5 eIvuS(w) Die Pardelkatze Pannant 28.0. Ban.
319, Von
176 en
4Dachse: Meles(x) taxus(y), gulo, luscus,| Mu lotor(2).|\ Bobat o Bären: Ursus arctor, maritimus.| ecayı 5 Maulwürfe: Talpa Europaea, longicaudata,„Mai cristata(a). nie 10 Spitzmäuse: Sorex araneus, leucodon Herm., tetragonurus Herm., constrictus HErM,, Han , moschatus, pusillus, minutus, minu- gen tissimus(b), aquaticus. ke 5.lgel: Erinaceus Europaeus, auritus, inauris. aun ı Stachelschwein: Hystrix dorsata.|.‚6,Har ‚3 Bieber: Castor fiber, zibethicus(c), Huido- cedh brius. culu ıSavie: Savia Patagonum(d). Min 7 splrat (x) Ursus L. Be rin (y) Meles L. (z) Beyläufßg bemerke ich,. dafs’mir dieses Thier, wo. un von ich mehrere lebendige Exemplare zu beobachten Gelegenheit gehabt habe, in seinem ‚Habitus und sei-(e) Arc nen Manieren eben so viel mit den Makis, besonders(Ö) Ma mit Lemur Catta, als mit den Dachsen, gemein'zu(gP: haben scheint, Vielleicht gehört es mit der Vıverra| yM caudivolvula,.dem Nenholländischen Tapoaru, Ta-(he) poatafa, und einigen andern Tlieren dieses Landes zu ey einem eigenen Geschlechte, das zwischen den Makis, h Dachsen und Viverren in der Mitte steht. un (a) Sorex eristatus L. MM (b) Sorex exilis Gmer. Mm)€ (ce) Mus zibethicus Gm.(n) Mı (d) PznnAant 2.2.0. B.2. n.291. UM,
0, luscus,
1gicaudaa,
lencodon us Herm,
15, minu: ‚, Inauris,
), Huido-
Thier, wo. beobachten us und ser „besonders gemein zu der Vırem poarl, Te s Landes zu
den Makss,
—— 177
7 Murmelthiere; Marmota(e): alpina(f), Bobac, citillus,; empetra,. monax, pruinosa,
ecaudata(g).
3 Maulwurfsmäuse: Spalax(h) typhlus,
myospalax(h*), talpinus.
13 Lemminge:° Lemmus(i) Hudsonius, mi- gratorius(k), torquatus, lagurus„ Socialis, ar- valis, glareoelus, oeconomus, gregalis, rutilus,
allilarıus, amphibius, saxatilis.
6 Hamster: ,Cricetus(l) Germanicus(m), ac- cedula, arenarius,‘phaeus, Songarus, furun-
culus.
8 Mäuse: Mus:Caraco, decumanus, rattus, sylvaticas, musculus, agrarius, minutus, so«
Tieinus,
7 Winterschläfer: Glis vagus, betulinus(n),
Quer»
(e) Arctgmys Gm.
(f) Marmota Gm.
g) PennAant a.a.0. B.2. n. 328. (h) MusL.
(h*) Aspalax Gm.
(G) MusL.
(k) Lemmus L.
(l) MusL.
(m) Cricetus L.
(n) Mus vagus, betulinus Gm.
II. Ba. M
178| quercinus‘(0), esculentus(p), avellanarius(9); Bet longipes(r), tamaricinus(s).| subg
2 Springer: Jaculus Canadensis(t), Sibiri«\ hl cus(t*). Pud 8Hasen: Lepus timidus, variabilis, America- Ir Can nus, cuniculus, Tolai, alpinus, Ogotana, pu- Ara sillus. ı Pfer 8 Eichhörner: Sciurus vulgaris, Hudso- I nius(u), cinereus, niger, striatus, Severnen- Ri sis(v), volans, voluccella. ui gFledermäuse: Vespertilio auritus, murinus, Die noctula, serotinus, pipistrellus, barbastellus, cher bis ferrum equinum, Noveboracensis, lasiopterus. dagegen: ı Scehweinart: Sus scrofa,| Dem ı Moschusthier: Moschus moschiferus. Dis pa 7 Hirsche: Cervus Alces, tarandus, dama, his - elaphus, Virginianus, capreolus, pygargus. y Vi 3 Ochsen: DBos taurus(nebst dessen Varietät| ig dem Bison), moschatus, grunniens.| a (0) Myoxus Nitela Gm,;| au |(p) Myoxus glis Gm| ler (g) Myoxus muscardinus Gm.| Ta {r) Dipus meridianus GM. (s) Dipus tamaricinus Gm.| mi (t) PensAnt a.a.0. B.2.n. 369:| Wi (1) Dipus Jaculus Gm. 1 (u) Das Labradorische Eichhorn. PennArt wi a.a.0. B.2. 2.341.(u) Pı (v) Das fliegende Eichhorn aus Hudsonsbay: a Ebendas. n, 350% us
———__ 179
Anariu ns() 4 Antilopen: Antilope zupicapra, gutturosa,
'subgutturosa,, Saiga.
1)» Si 4 Ziegen: Capra ibex, aegagrus, ammon, Puda. » Amer 7 Camele: Camelus Glama, Vicunna, Paco, ;otana, pi. Araucanus, Bactrianus, equinus(w). ı Pferdeart: Equus hemionus. ‚ Huds. Me einen Es giebt also ı58 bekannte Säugthiere in den A gemälsigten Zonen. $, murinus, Die wärmern Climate vom 35ten Grade nördli- barbastellus,_ cher bis zum 35ten Grade südlicher Breite enthalten lasiopterus, dagegen: Die ganze Familie der Affen, über 70 Arten. iferus, Das ganze Geschlecht der Beutelthiere ar us, dama,’ bis ı2 Arten. Iygargus, ı19 Viverren: Viverra nasua(nebst deren ssen Varietät Abart, dem braunen Coati, V. narica}, vulpe=- ns. cula, putorius(und dessen Varietät, der Cone- N patl des Hernandez), mephitis, Mapurito, Ga- lera(x), vittata, caudivolvula, Tapoarua(y), Tapoatafa(z), Zeylanica, tetradactyla, Cafra, Ichneu- (w) Equus bisulcus Gmer. i (X) Mustela Galera Gmer.., (y) Der Neuholländische Waschbär. Pex- x NANT a.a.0. B.2. n.214. Pennamt(z) PENNANT a.a.O. n.027ı— Der gelleckte Tafa(Prn- NANT ebend, n,272) scheirit hiervon eine blolse Abars dsonsbar zu seyn,
M a2
180
Ichneumon(und' deren Varietät, der Mungo), hermaphrodita, fossa, zibetha, civetta, Mla-
%
'laccensis.
a Katzen: ‚ Felis leo, tigris, pardus, uncia, leöpardus, en onca, pardalis, cinerea(a), concölor, discolor, Capensis, tigrina, moscha-
ta(b), Serval, Caracal, ocreata(cC).
8 Hunde: Canis hyaena, trocuta, Thous, Zer- da, vulpes; mesomelas, aureus, vulpes(und
dessen-Varietät, der Mexikanische Wolf).
6 Wiesel:"Mustela furo, Zorilla(d), Javanica Zımmerm,, barbara, longidigitata(e), tigri- na(f).
““Öttern: Lutra vulgaris Erxr., Brasiliensis ZIMMERM.; minima Z. Die gemeine Ötter setze ich auf SparrMANN’S Autorität hierher, nach dessen Berichte sich dieselbe, wiewohl
selten, im südlichen Afrika findet(g).
©
(a) PenxantiaaO. B.ı1..n.186: „‚‚(b) Vaverra tigrina GM. (c) Der Lybische Luchss- PennAast 2.2.0. B.1. n.207. 8. 316. 317-
»(d) Viverra. Zorilla AuT.
(e) Das dünnzehige Wieseh ıPennAnt.a..a. 0.
BELHn. ni. 286. b
«:(f). Das hermelinartige geflechte Wiesel.
PENNANT a.a. OD. n.280. C.
(g) SPARRMANN’S Reise.$.274-
;Dach vora
ı Bäre oMaı 6 Spit Surin rostral sb] datus 4Stac erom 10 av Paca, schata
oMurn
(h) Bur Gi) Vir diese
Reise
t Minen), 3 Dachsex,Meles;lotor, cancrivora(h), melli- veta, Ma vora(i).
ı Bärenart;: Ursus arctos. 1S, und, 2 Maulwürfe: Talpa. Europaea, giganten(k). ee inerea(d,‘.6,Spitzmäuse;, Sorex aureus.(l), murinus, u le Surinamensis;„.moschatus(m), ‚ Brasiliensis,
rostratus(n).
3 bis 4lgel: Erinaceus inauris, setosus, ecau- h0us, Zer datus, vielleicht auch Europaeus. ipes(nd 4 Stachelschweine: Hystrix cristata,. ma- Voll). croura, prehensilis, Mexicana(0). ), Javanic ı0o Savien: Savia Capybara, Cobaya, Aperea,/ (e), tigt Paca, Aguti, Acouchy, Surinamensis(p), mo-
schata(q), Capensis, Syriaca(r).
TEST 2Murmelthiere: Marmota monax, citillus. rasiliensis eine Otter:
it hierher, +(h) Burros Suppl..T.XI. p. 14. Pl.r:
, wiewohl>$ (i) Viverra mellivora Gm. ‚Viverra Capensis-scheint mit
.,
go), h TS i i- 8)... diesem Thiere einerley zu seyn. Vergl. SPARRMAnn’s
Den}
Reise.$. 481.
(k) Mus maritimus Gm.
x
(1) Talpa AsiaticaL. Vergl. SparrnmAnn’s Reise.$. 497.
RN(m) PEnnAnrT a.a.O. B.2.. n.424. e (v) Die Elephanten- Spitzmaus.. PEnnaAnt a. a.0. n.450. N(0) PEnnAnt B.2.n.318$. u ANT AAN h :(p) PennAnrt ebendas. n.296. Ebendas. n. 208. e Wieseh(9) ‚ca 98\
(r) Hyrax Syriacus Gm. M.5.
182—| :\Besde N ı Maulwurfsmaus: Spalax Capensis(8). VRR 6 Mäuse: Mus decumanus, rattüs, musculus,| zn striatus, barbarus, pumilio. Die ein ı Winterschläfer: Glis Chrysurus(t). Auen i 6 Springer: Jaculus giganteus(u), Bruinii(v),' De murinris(w), maculatus(w*), Jerboa(x), Ca 5 Mosch pensis(y). a, 4Hasen: Lepus timidus, cuniculus, Brasilien- ya sis, Capensis. an 18 Eichhörner: Sciurus vulgaris, macrourus, Die Gir maximus, Dschinschicus, Madegascariensis, 4Ochs bicolor, Indicus, Erythraeus, variegatus, fla- te(a) vus, aestuans, Mexicanus, palmarum, getu- 6 Ant lus, volans, sagitta, petaurista, Novae Holk. 19 0% landiae(2).| oreoira 13 Fledermäuse: Vespertilio vampyrus, spas- an ma, spectrum, perspicillatus, hastatus, sori- a, ‚ cinus, leporinus, hispidus, pictus, nigrita, dorea molossus, cephalotes, lepturus. Con Bey- 2 Lie ’ Car (s) Mus Capensis Gm. SPfe (t) Myoxus Chrysurus ZIMMERM. (u) Didelphis gigantea GmeL. (v) Didelphis Brunii Gm.@D: (w) Der kleine Känguruh. Pennant 2.2©.(b) Rt B.2. n.230.(OR (w*) Pennant ebendas. n. 231.(QL (x) Dipus Sagitta Gm.() Aı (y) Dipus Cafer Gm.: W; (z) Psnnant a.a,0. B,2. n.352.
(9),
Musculus,
d. rinii(Y),
a(x)’ Ca Brasilien.
nacrourus, scariensis, gatus, fr ım, geht
ovae Hol. mus,$pas- tus, SOri-
) N nord,
Bey:
ann un
gg: 183
Beyde Arten des Geschlechts Galeopithecus, nehmlich G. rufus Cuv. und GG. variegatus Cuv.
Die ganze Familie der Faulthiere, ı7 bis ı8 Arten,
Die ganze Familie der Schweine, 9 Arten.
3 Moschusthiere: Moschus Meminna, py&‘ maeus, Americanus,
7 Hirsche: Cervus elaphus, Axis, porcinus, Muntjak, capreolus, Mexicanus, Cariacou.
Die Giraffe.
4 Ochsen: Bos taurus, buffelus, Cafer, Dan« te(a).
26 Antilopen: Antilope Gnu, leucophaea, oryXx, leucoryx, oreas, gazella, Ourebi(b), oreotragus(c), scripta, Grimmia, pygmaea, tragocamelus, picta, Dama, redunca, sylvati= ca, arundinacea(d), strepsiceros, cervicapra, dorcas, Hevella, pygarga, marsupialis(e); Corinna, bubalis, Lerwia.
2 Ziegen: Capra ibex, aegagrus.
o Camele: Camelus Huanacus, dromedarius.
5Pferde: Equus onager, Zebra, Quagga.—
Der
() Der Zwergochs. Pennanta.a.0. Bı. n.ı2 (b) Ebendas. n.26. (c) Ebendas. n. 27. (d) Le Ritbock. Burron Suppl. T.V. p. 34. Pl.XTIE. (e) Antilope Euchore Forss. Burron Suppl. T. IV. p. 142. PLLX. M4
y J BE | 4 \ ; | N j | I) u 5
DT
E7
184| m
Der wilde Esel wird zwar auch in den nörd- lich vom Aralsee gelegenen Steppen bis zum Aödten Grade der Breite gefunden, aber nur während des Sommers, Im Herbste wandert er nach Süden, um in Persien und Indien ei- nen wärmern Aufenthalt zu suchen(f). Er gehört daher zu dieser, und nicht zur. vorher-
gehenden A btheilung.
Die wärmern Climate enthalten also ohngefähr 270 Säugthiere,- folglich beynahe noch einmal so viel als die gemälsigten Zonen, und unter diesen sind noch nicht die vielen unbestimmten Thiere be- griffen, die grölstentheils den Tropenländern ange- hören, und wodurch jene Zahl gewils noch. um den vierten Theil vergrölsert werden würde.- Zwar sind dagegen in dem obigen Verzeichnisse. den Thieren der kalten und gemälsigten Zonen die Rob- ben und Cetaceen nicht beygezählt. Allein man sieht leicht, dafs die geringe Anzahl dieser Thiere selbst dann, wenn auch alle den kalten Zonen an- gehörten, keine bedeutende Aenderung in dem er-
wähnten Resultat hervorbringen würde.
In der That sind aber auch nur wenige der letztern Thiere auf die kalten und gemälsigten Zonen eingeschränkt. Alle Delphine, Caschelotte(Physe- ter), Walltische und Narwale(Monodon) durch-
strei-
{f) Neue Nordische Beyträge. B. ı.$.25.
streifen all schlielslic Jahreszeit schen der unter Ihn nach den! wir also u dernden 1 destimmei den wir
sehen m
Von te Arten: sche Seel {us) und letztern v den, D ten sich au, ur de der}
Un
erst in nehmli
leporin
den nörl. \ bis zum aber nur e wander Indien ei
(f. Er Ir vorheı-
Ohngefähr einmal so ıter diesen Thiere be- lern ange- noch. um le. Zwar nisse den n die Rob- Allein man ser Tliere Zonen an-
in den er
venige der sten Zonen te(Physe: n) durch-
sirel
—— 185 streifen alle Meere, und sind also keiner Zone aus- schlielslich eigen, obgleich sie sich zu gewissen Jahreszeiten in den Polarmeeren häufiger, als zwi- schen den Wendezirkeln finden. Ja, von einigen unter ihnen ist es’gewils, dafs sie sich im Winter nach den tropischen Meeren zurückziehen. Wenn wir also unsere obige Regel, die Heimath der wahs dernden Thiere nach ihrem Winteraufenthalte zu bestimmen, bey ihnen anwenden wollten, so wür- den wir sie als Bewohner der wärmern Zonen an-.
gr\ sehen müssen,
Von Seekühen(Trichecus) giebt es vier bekann- te Arten: das Wallrols(T. Rosmarus), die.Nordi- sche Seekuh(T. borealis), den Manati(T. Mana- tus) und den Dugung(T. Dugung). Die beyden letziern werden zwischen den Wendezirkeln gefun- den. Das Wallrofs und die Nordische Seekuh hal- ten sich aber blos in den nördlichen Polarmeeren auf, und gehen höchstens nur bis zum 44ten Gra-
d& der Breite herunter,
Unter den Robben giebt es 5 Arten, die blos erst in den nördlichen Polarmeeren gefunden sind, nehmlich Phoca Groenlandica, hispida, barbata, leporina(g) und fasciata(h); 2, die sich im mit-
tel-
(g) Die hasenhaarige Robbe. PennAnt 220, B. 2. n.477. (h) Die bandirte Robbe. Ebendas. n. 476. M5
tellindischen Meere aufhalten, nehmlich P, mona- chus, und P.pusilla; 3, welche die südlichen Po- larmeere bewohnen, nehmlich P, australis(1), au- rita(k) und lupina Morın.; 4, die in der kalten Zone, sowohl der südlichen, als der nördlichen Hemisphäre einheimisch sind, nehmlich Phoca ur- sina, jubata, cristata(womit P. leonina nach Fa-
BrIcıus(l) einerley ist) und vitulina,
Höchstens um ı6 Arten wird also die Zahl der Säugthiere, die den kalten und gemälsigten Zonen angehören, durch die Seekühe und Robben ver- mehrt, ein Zuwachs, der in dem obigen Resultat
sehr wenig ändert.
Noch ungleich grölser fällt aber der Unterschied zwischen den kältern und wärmern Zonen aus, wenn wir sie in Betreff ihres Reichthums an Am-
phibien mit einander’vergleichen.
Der äusserste Norden enthält nur 5 Amphibien, nehmlich dieLacerta viridis, Vipera Scytha, Rana es- culenta, Rana temporaria und die gemeine Rröte, Die erste ist das einzige Amphibium in Kamscharka(m),
so
(i) Die Robbe von den Falklandsinseln. Ebend. n. 474.
(k) Die geöhrte Robbe. Ebend. n. 481.
(1) Schriften der nat. Ges. zu Kopenhagen. B.I. 2. S. 111.
(m) Coox’s dritte Entdeckungsreise, Uebers. von G-.
Forsten.
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wie die Labrador, im nördl det sich. Yon fehlt die, Jia), N triebe die Ströhme Cheloni: in dien Bs codile, 1 Angahen zu diese, das sich der Bre
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P, monge \lichen Po- lis(), au der kalten nördlichen Phoca ur
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Amphibien, ja, Mana 6% ‚Kröte, Die chatka(n))
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75, YOR 6.
gun| 187
so wie die vierte in Grönland(n) und die Kröte in Labrador(0). Die erwähnte Viper traf ParLas(p) im nördlichen Siberien an. Die Rana esculenta fin-
det sich in Lappland(q).
Von hier bis zum 35ten Grade nördlicher Breite fehlt die ganze Familie der Meerschiidkröten(Che- lonia). Nie verlassen diese Thiere aus eigenem An- triebe die wärmern Zonen. Nur durch Stürme und Ströhme werden zuweilen einzelne Individuen der Chelonia Midas, Caretta und imbricata weit hinauf in die nördlichen Gegenden verschlagen(r).
Es giebt ferner in jenen Erdstrichen keine Cro- codile, Drachen, Chamäleone, Amphisbänen, Boen, Angahen, Acrochorden und Cäcilien. Unter allen, zu diesen Familien gehörigen Thieren ist keines, das sich weiter nördlich, als bis zum 35ten Grade der Breite findet, ausser dem Alligator, der bis zum Cap Henry in Virginien geht(s).
Von Landschildkröten giebt es in den'gemä- [sigten Zonen 8 Arten, nehmlich Testudo lutaria, orbi-
En“
(n) Fasrıcı Fauna Groenl. p. 124.
Co) R. Currıs in Forster’s u, Sprenter’s Beyträgen für Länder- und Völkerkunde. Th.2. S. 95.
(p) Reisen durch versch. Prov. des Russischen Reichs, Th. 2. S.717.
(g) Hozeström’s Beschr. des Schwed. Lapplands.
(r) Scnörr's Reisen. Th.2. S. 440.
(s) Ebendas.$. 197.
188
orbicularis, serpentina, Graeca, denticulata, geo- metrica, clausa, Caspica. Alle.diese Thiere finden sich aber blos im südlichen Europa, in der Gegend des schwarzen Meers und des Gaspischen Sees, in China tınd den vereinigten Staaten von Nordameri- ka. Mehrere von ihnen halten sich zugleich ZWI- schen den Wendezirkeln auf. Hingegen trifft man eine in Schweden, keine im nördlichen Rufsland und Siberien, keine in Canada an. Am weitesten ge- gen Norden gehen noch Testudo lutaria, orbicularis und geometrica.' Die beyden erstern halten sich hin und wieder in Schlesien und Preussen auf. Die letztere wurde von dem jüngern Gurrın bey Pau-
lowsky am östlichen Ufer des Don gefunden(t). Es giebt ferner in den gem äfsigten Erdstrichen:
4 Leguane: Iguana bimaculata, calotes, mar- morata,.helioscopa.
2 Stellionen: Stellio cordylus, ofhcinalis(u).
ı Gecko: Gecko mauritanicus.
a Scincus- A rten: Scincus ofhcinalis(v), au-
ratus.,
Alle diese Eidechsen verhalten sich aber in Anse- hung ihres Aufenthalts ganz wie die Landschildkrö- ten. Keine geht weiter hinauf, als bis zum 4oten Grade der Breite, und die’meisten gehören in den
gemä- (t) S.G. GmeLin’s Reise durch Rufsl. Th. ı. 8. 125. (u) Lagerta stellio L.
(v) Lacerta scineus L.
(m)
lata, gen. iere finden ler Gegend N Sees, in Yordamer- eich zwi. trifft man Rufsland testen ge. jrbicularis alten sich auf. Die bey Pau- en(t).
strichen:
tes, mar- nalıs(u) (0)
r in Änst: schildkrö- um golen an in den
gemä-
135:
| i | a
189
‚gemälsigten Climaten zu den seltenen, in den wär-
mern Ländern aber'zu den gemeinen T'hieren,
Die übrigen Amphibien der gemäfsigten Zonen
sind:
4 Eidechsen: Lacerta agilis, viridis, velox, Tiliguerta.
2 Chalciden: Chalcides:seps, apoda PaArr.
ı Sirene: Siren anguina.
5 Arten des-Geschlechts Anguis: A. fragilis,
"Eryx, miliaris, ventralis, lumbricalis,
ı Klapperschlange: Crotalus horridus.
8 Vipern: Vipera Berus, Chersea, Aspis, Pre- ster, Melanis, Scytha, Ammeodites, Leberis. ı7 Arten des Geschlechts Coluber: C., Natrix,
Austriacus, Hydrus, scutatus, Dione, moni- lis, fasciatus, Sipedon, constrictor, Sirtalis, ovivorus; die beyden von Rasoumowskrv(w) entdeckten Arten La Chatoyante und La Cou- leuvre verte et jaune; und die von La Ce- PEDE beschriebenen Arten La Couleuvre verte et jaune, Le Quatre-Raies, Le Serpent d’Escu- lape, La tachetee.
6 Frösche: Rana temporaria, rubeta, bombi- na, esculenta, ocellata, Virginica. 2 Laubfrösche:;: Hyla viridis, ranaeformis
Laur.
(w) Hist. nat. du Jorat. Vol. ı,
190 wmsenamn
8 Kröten: Bufo cinereus, viridis, Schreberia-
nus, fuscus, calamita, igneus, sitibundus, ri«.
dibundus.| Er ı0 Salamander,‘worunter aber mehrere sind, die noch einer genauern Untersuchung bedür- fen, um für eigene Arten gelten zu können, nehmlich die ScHneEipErschen Gattungen: 9. terrestris, cristata, taeniata, palustris, pruina- ta, alpestris, carnifex, palmata; die Tuun- gerssche Salamandra Japonica, und die von LA CErEDE unter dem Namen La trois deigts beschriebene Art. Die ganze Classe der-Amphibien enthält also in den gemälsigten Climaten noch keine go Arten, mithin kaum so viel als das einzige Geschlecht Co.
luber in den Tropenländern.
In der Geschichte der übrigen Thierclassen sind noch zu viele Lücken, als dals sich bey diesen das Verhältnifs der verschiedenen Zonen, in Ansehung ihres Reichthums an Gattungen, auf eben die Art, wie bey den Säugtbieren und Vögeln schätzen lies- se. Doch können wir jenes Verhältnrifs bey den Vögeln und Fischen einigermaalsen aus der Menge derer ableiten, die jährlich im Herbste die kältern Zonen verlassen, und sich des Winters in wärmern Gegenden aufhalten. Wir haben nehmlich die Re- gel festgesetzt, die Heimath wandernder Thiere von ihrem Winteraufenthalte herzunehmen. Hier-
nach
yuch falle und die und Fise
aus,
Bsp sich mit gemälst Aufentha oder nur diesen Ii nelope, Bucoo, ga, Bı croma, Aynchop aus dies der Wil hält, is! den W. Meere
E schlec über oder heiss:
ter sjı
OR
hi
Schreberige bundus ir
hrere sing, ung bedir. u können,
ungen:|,
8, pruina.
die Taux-
d die von rois doigty
ıthält also 90 Arten,
llecht Co«
Jassen sind diesen das Ansehung n die Art, ätzen lies 's bey den ler Menge lie kältern , wärmern ch die Re- er Thierd n, Hier-
nach
—— o I9I
nach fallen die wärmern Zonen noch weit reicher, und die kältern Länder fast noch ärmer an Vögeln und Fischen, als an Säugthieren und Amphibien,
aus,
Es giebt kein ganzes Vögel-Geschlecht, wovon sich mit Gewilsheit behaupten liesse, dals es die gemäfsigten und kalten Climate zum beständigen Aufenthalte hätte; es giebt aber sehr viele, die nie, oder nur selten, die heissen Zonen verlalsen. Zu diesen letztern gehören: Struthio, Casuarius, Pe- nelope, Numida, Crax, Phasianus, Pipra, Todus, Bucco, Trogon, Paradisea, Crotophaga, Bupha- ga, Buceros, Ramphastos, Psophia, Parra, Can- croma, Mycteria, Palamedea, Phoenicopterus, Rynchops, Platalea, Plotus. Der einzige Vogel aus diesen Geschlechtern, der sich im Zustande der Wildheit ausserhalb den wärmern Zonen auf- hält, ist der Amerikanische Casuar(Casuarius Rhea), den WaArLıs in Patagonien und an der Magellanischen Meerenge antraf(x).
Es giebt'andere, sehr zahlreiche Vögel- Ge- schlechter, wovon nur wenige Arten im Frühlinge über den 35ten Grad der Breite hinauf nach Norden oder Süden wandern, alle übrige aber sich in den heissen Erdstrichen aufhalten. Solche. Geschlech- ter sind die der Colibri und Papageyen. Von den
E’-
(x) Hawxeswoatn's Gesch, der Seereisen, Tb.ı. S. 147, 154, 168.
%
Mi m EN
| 4 |
192
erstern: bewohnen: nur zwey Arten die gemälsigte und kalte Zone des Nordens, nehmlich: der Kragen- Colibri(y) und der gemeine Colibri(Trochilus Co- lubris L.). Jener findet sich des Sommers in Not- kasund, dieser in Canada. Von dem letztern aber ist es bekannt, dafs er gegen den Winter nicht nur aus Canada, sondern selbst aus dem warmen Oaro- lina nach dem mittlern Amerika zurückkehrt, Von den Papageyen halten sich höchstens sieben Arten
in. den gemälsigten Erdstrichen auf, nehmlich Psit-
tacııs pertinax, P. Carolinensis, zwey ren die,
von den Spaniern unter dem 4ı° der Breite beob- achtet wurden, und noch zwey, welche FORSTER an der Dusky-Bay in Neuseeland unter der Polhö- he von 46° antraf. DBlos die beyden ersten Arten sind aber näher bekannt, und von diesen weils man, dafs zwar der Illinesische Papagey(P. pertinax) das ganze Jahr hindurch am See Michigan wohnt, dals aber der Carolinische Papagey nur während des Sommers in Virginien ver weilt, und gegen den
Winter nach dem wärmern Carolina zieht(z).
Hieraus erhellet schon so ‚viel, dafs wenigstens die Hälfte der bekannten Vögel- Geschlechter Be- wohner der heissen Zonen sind. Untersuchen wir die übrigen, so finden wir unter diesen:zwar viele,
die (y) PEnnAntT's Thiergesch. der nördl. Polarländer. Th.
2, 9.272. (2) PENNANT a.a.0. 5.231 fie
die sich W den aufha hleibende Familie€ chen 68 Schweden Fanılien d Habichte\ ten, die i den wen! halten Zu bleibend ao) I)
Von) sche Zone
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vils geri ter heru weis gi Meers Schaare alle Iah ren ım
rück,
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(a) Lin (N) Ihid Mi
gemälsigte
ler Kragen:
'ochilus Co.
[ers in Not.
tztern aber r nicht nur men Caro. ehrt, Von eben Arten mlich Psit- Arten, die jreite beob. 1e Forsten der Polhö- sten Arten weils man, ) zan wohnt, x während | gegen den
(2)
wenigstets lechter Be suchen wit ‚war viele,
die
länder, Ti
1 1 193
die sich während des Sommers im äussersten Nor- den aufhalten, aber sehr wenige, welche dort einen bleibenden Wohnsitz haben. Alle Vögel aus der Familie der Reiher verlassen im Herbste die nördli» chen Gegenden. Man sieht keine derselben in Schweden vor Anfange des Frühlings(a), In den Familien der Hühner, Sperlinge, Spechte, Krähen, Habichte und Enten giebt es nur einige wenige Ar- ten, die in der arktischen Zone überwintern. Von den wenigen hühnerartigen Vögeln, welche in der kalten Zone gefunden werden, gehören zu diesen bleibenden Bewohnern blos einige Waldhühner(Te- trao)(b).
Von jenen Vögeln, welche im Herbste die arkti- sche Zone verlassen, bleiben zwar einige den Wine ter hindurch in den wärmern Ländern des gemälsig» ten Erdstrichs. Aber die Zahl dieser Arten ist ge« wils geringer, als die Menge derer, die noch wei- ter herunter zum Wendezirkel gehen. Einen Be- weis giebt die in der Nachbarschaft des Caspischer Meers gelegene Gegend von Astrachan, Ungeheure Schaaren von Land- und Wasservögeln kommen alle Jahre im Frühlinge hier angezogen, und keh- ren im Herbste durch diese Gegend nach Süden zu« xück. Nur in gelinden Wintern bleiben hier einige derselben, nehmlich die verschiedenen Arten von
Mei- (a) Lınnes amoen. acad, Vol IV. pP: 588: (b) Ibid, p. 580,$. VI. Bd. II. N
194 ee
Meisen, die gemeine Feldlerche, die schwarze Ler- che(Alauda nigra), der Schneeammer(Emberiza nivalis), der gemeine Aemmerling(Emberiza citri- nella), der Stieglitz, Zeisig und Ortolan(Emberi- za hortulana), die Kornkrähe(Corvus frugilegus), die Dohle(Corvus monedula), manche Raubvö+ gel, verschiedene Taucher- Arten(Mergus), und die wilde Ente(Anas Boschas). Weiter nach Sü- den aber ziehen im BHerbste: viele Waldhühner (Tetrao), die Turteltaube, der Steinquäker(Mota- cilla Oenanthe), die Rohrdrossel(Turdus arundi- naceus), der Rohrammer(Emberiza Schoeniclus), die Nachtigal, die Schwalbe, die Nachtschwalbe, der Bienenvogel(Merops apiaster), der Häher(Cor- vus glandarius), der Wiedehopf, der graue Neun- tödter(Lanius excubitor), verschiedene Reiherar- ten, namentlich Ardea ciconia, A. virgo, A. gigan- tea und A. grus, der Kiebitz, der kleine Strandläu- fer(Charadrius hiaticula), die grofse Schnepfe (Scolopax limosa), die Strandschnepfe(Scolopax totanus),{verschiedene Wasserhühner(Fulicae), die Avocette(Recurvirostra Avocetta), die Colym- bus-Arten, die HKropfgans(Pelecanus onocrotalus), der Seerabe(Pelecanus jcarbo), der Schwan, die
Gans und mehrere andere Entenarten(c).
Manche dieser letztern Vögel überwintern ver- muthlich in Persien an den südlichen Küsten des Caspi-
(£) Neue Nordische Beyträge. B.3. 5.8 fl.
Ganiscl weiter guisr andere unter Carolı Hassst der Nil ne Staat tel, de Kıebit wilde Von d ters d Nordan solma u weiter 7 im Frül fina anl dem\, Pensyl Dahin Carolir
(AR (d) Sc Nord Rx
Iwarze Ler. (Emberiza Iberiza citi. an(Emberi Frugilegw), 1e Raubrü: 'gus), un r nach Si: Valdhühne: äker(Mota rdus arundı ‚choeniclus) htschwalbe, Häher(Cor raue Neun e Reiherar- 0, A, gigan- 1e Strandläu 'se Schnepe fe.(Scolopat r(Fulice)) ‚ die Col: onocrotalus)
Schwan, di ().
yintern Vel „ Kisten de
Capischen Meers. Dals aber viele von ihnen noch weiter gegen Süden ziehen, wird durch Hasser- QuIST’s Beobachtungen, und durch die Analogie anderer Länder, die mit jenen Kisten ohngefähr unter einem gleichen Grade der Breite liegen, z.B. Carolina’s und Florida’s, wahrscheinlich. Nach Hasserquist(d) überwintern in Egypten, also in der Nähe des Wendekreises, die Dohle, der gemei- ne Staar(Sturnus vulgaris), der Ortolan, die Wach» tel, der Regenpfeifer(Charadrius pluvialis), der
. Riebitz, die Kropfgans(Pelecanus onocrotalus), die
wilde Ente(Anas Boschas) und Anas Penelope. Von den Zugvögeln, welche zu Anfange des Win- ters die nördlichen und mittlern Provinzen von Nordamerika verlassen, bleiben nur einige in Ca- rolina und Florida, andere aber begeben sich noch weiter nach Süden(e). Es giebt sogar einige, die im Frühjahre von Süden her in Florida und Caro- lina ankommen, hier brüten und bey herannahen: dem Winter wieder nach Süden ziehen, aber nie Pensylvanien oder die nördlichen Staaten erreichen, Dahin gehören z. B. Emberiza ciris, Caprimulgus Carolinensis, Ardea caerulea, Ardea violacea, Tan-
talus
(d) Reise nach Palästina,
(e) Scnörr’s Reise. Th.2. S.163. BArraam’s Reisen in Nordamerika. 8,279. im Magazin von Reisebeschr, B.X,
N 2
ET
a
196 rem talus loculator, Phaeton aethereus, Pelecanus aqtwi-
lus und Pelecanus Sula(f).
Von denjenigen Arten, die sich den Sommer hindurch als Zugvögel in den kalten und gemälsig- ten Zonen aufhalten, scheinen manche Individuen den Trieb des Auswanderns gar nicht zu empfin- den, sondern die wärmern Climate zum beständi- gen Aufenthalte zu haben. Der jüngere GmELIN traf um Enzelli in Persien die meisten kleinern Eu» ropäischen Vögel an. Aber sehr wenige darunter waren Zugvögel. Er bemerkte sie fast insgesammt zu allen Jahreszeiten in gleich grolser Menge. Nur
sahe er sie des Sommers in den Gebirgen häufiger,
als in den Ebenen(g). Ist diese Beobachtung nicht
ein überzeugender Beweis, dafs jene Vögel nicht Europa, sondern das wärmere Persien zur wahren Heimath haben?
Auf ähnliche Art, wie mit den Vögeln, ver: hält es sich ohne Zweifel auch mit den Fischen, besonders den Fhufsfischen. Die kalte Zone des Nordens ist noch’ärmer an solchen Fischen, welche die sülsen Gewässer derselben zum beständigen Wohnsitze haben, als an bleibenden Vögeln. In den Flüssen und Landseen von Hamschatka und dem nordwestlichen Amerika giebt es gar keine Fi-
sche,
(f) BArTRAM a.2.0.
(g) S.G.Gmerin’s Reise durch Rulsl. Th. 3.$. 97.
he,‘ Neere nur vi schen
auch(
B den Vö Art, di den Wi nigR, schaft Lands erster aus der dium, Stromat
na, Ri nemus Degası nerhall Nähe ı
sen U)
SCAMUS agtı-
den Sommer 1d gemilsi. Individuen zu emphn- m beständi- te GMELIN kleinern Eus ige darunter Insgesammt Tenge, Nur :n häufiger, htung nicht Vögel nicht
zur wahren
fögeln, ver len Fischen, te Zone des yen, welche beständigen Vögeln, Ih schatka und av keine Fr
sche,
sh 97.
sche, als diejenigen, die im Frühlinge aus dem Meere in dieselben aufsteigen(bh). Grönland hat nur vier Flufstische(1). Sehr arm, sowohl an Fi- schen des süfsen Wassers, als an Seefischen ist auch die Hudsonsbay(k).
Es giebt auch‘unter den Fischen, wie unter den Vögeln, manche Geschlechter, wovon keine Art, die das sülse Wasser bewohnt, ausserhalb den wärmern Zonen gefunden wird, und nur we- nige, den kältern und wärmern Climaten gemein- schaftliche Geschlechter, wovon die Flüsse und Landseen der letztern nicht mehr Arten, als die der erstern enthieiten. Alle Fische des süfsen Wassers aus den Geschlechtern Gymnotus, Trichiurus, Ophi- dium, Coryphaena, Gobius, Scorpaena, Zeus, Stromateus, Chaetodon, Amia, Teuthis, Lorica= ria, Fistularia, Elops, Argentina, Atherina, Poly- nemus, Mormyrus, Östracion, Tetrodon, Diodon, Pegasus, Centriscus, Balistes halten sich blos in- nerhalb der Wendezirkel, oder wenigstens in der Nähe derselben, keiner von ihnen aber in den Fhis- sen und Landseen des Nordens auf, Die letztern
wer- (h) Srerrer’s Beschr. von Yamschatka. S. 40.141. PorT- rock’s Reise an die Nordwestküste von Amerika, in
G. Fonsrer’s Gesch. der Reisen u,.s.w. B.3. S. 126.
(1) TAsrıcıı Fauna Groenl,
(k) Pennant’s Thiergesch. der nördl. Polarl. Th.ı. S.
Nz
198 Burwweaunen;
>
werden von Arten aus den Geschlechtern Muraena, Cottus, Perca, Gasterosteus, Cobitis, Silurus, Sal- mo, Esox, Cyprinus, Acipenser und Petromyzon bewohnt. Alle diese Geschlechter, nur die Lachse (Salm6) und Störe(Acipenser) ausgenommen, sind aber wahrscheinlich, wo nicht reicher, doch eben so reich an Arten innerhalb, als ausserhalb der Wendezirkel, und von den beyden eben erwähnten Geschlechtern bestehen entweder alle, oder doch die meisten Gattungen aus Zugfischen. Die sämmt- lichen Störarten verlassen im Herbste die Flüsse, und nehmen ihren Winteraufenthalt im Meere. Un- ter den Lachsarten giebt es zwar einige, die im süfsen Wasser überwintern. Aber diese Gattungen finden sich nur im mittlern und südlichen Europa, und in denen Gegenden von Asien und Nordame. rıka, wo der Winter gemälsigt ist, In Kamschat- ka und dem nordwestlichen Amerika, wo die mei- sten Lachsarten zu Hause sind, halten sie sich, wie schon bemerkt ist, nur während des Sommers in
den Flüssen und Landseen auf,
Bey den sämmtlichen vier höhern Thierclassen ist also das Uebergewicht in Ansehung des Reich- thums an Geschlechtern und Arten auf Seiten der wärmern Zonen, Wir würden ein sehr weitläufti- ges, und doch nur höchst unvöllständiges Werk liefern, wenn wir dieses Uebergewicht auch bey jeder der niedern Tbierclassen umständlich bewei-
ser
en w nur 50N ten 20 sekten Lände eis aus je0 wenig Es gieb pa, Im ken I ter Sc gora 7 sich ın so oft d Esist h weiten Styecke, Asiens, Weltih von Mk leben, lich sin turkörg Anzahl ten au: künftig
Vermehr
Miuraena, lurus, Sal ehromyzon die Lachxe men, sind doch eben rhalb der rwähnten oder doch )ie sämmt: ie Flüsse, leere, Un e, die ım Gattungen ı Europa, Nordame. Kamschat- '0 die mel- e sich, wit
ommers Ih
'hierclassen des Reich Seiten der iges Werk auch bef ich bewei
sen
sen wollten. Wir erinnern in Betreff der: letztern nur soviel, dafs die kalten und selbst die gemälsig- ten Zonen auch von Mollusken, Crustaceen, In- sekten und Würmern nichts enthalten, wovon die Länder und Gewässer der wärmern Erdgürtel nicht etwas Aehnliches besälsen, dals aber diese Vieles aus jenen Thierclassen haben, wozu die erstern wenig oder nichts Analoges aufweisen können. Es giebt im ganzen mittlern und nördlichen Euro- pa, im ganzen Siberien und nördlichen Amerika kein Insekt, worauf die Charaktere der Geschlech- ter Scorpio, Mantis, Pneumora Tnune. oder Ful- gora palsten, und es ist unwahrscheinlich, dafs sich in jenen Gegenden, wovon die meisten schon so oft durchsucht sind, ein solches finden wird. Es ist hingegen sehr zu vermuthen, dafs in den weiten, noch von keinem Naturforscher betretenen Strecken des Innern von Afrika, des südlichen Asiens, des» mittleren Amerika und des fünften Weltiheils nicht nur eine noch weit grölsere Menge von Mollusken, Crustaceen, Insekten und Würmer leben, welche denen der nördlichen Erdstriche ähn- lich sind, als unsere jetzige Verzeichnisse der Na- turkörper schon enthalten, sondern dafs auch die Anzahl derer Geschlechter, wovon sich keine Ar- ten ausserhalb den wärmern Zonen aufhalten, in künftigen Zeiten noch um ein Beträchtliches wird
vermehrt werden.
NA Es
Es wird dies um so wahrscheinlicher, wenn man die ungeheure Menge von Insekten erwägt, womit nach dem Zeugnisse aller Reisenden die heissen Gegenden bedeckt sind. An den Ufern des Senegal verdunkeln die Heerzüge der Heuschrecken und Micken oft die Sonne; die Marigoins und ', Stechiliegen‘liegen auf der nackten Haut der Neger oft in mehrern Schichten über einander; selbst der sonst unfruchtbare Sand wimmelt von einer Art kleiner Flöhe, und die Ameisen Vagvagnue verzeh- ren in wenigen'Tagen ein neues Haus(l). Bey Thirsty- Sound in Nenholland fanden Banks und SOLANDER eine so unglaubliche Menge von Schmet- terlingen, dafs in einem kleinen Bezirke von drey bis vier Morgen Landes auf allen Seiten wohl Mil-
lionen derselben in der Luft herumiflatterten, und
ausserdem fast alle Aeste und Zweige der Bäume|
davon voll waren(m).
Locale Umstände bringen aber freylich oft Ans- nahmen von diesem Gesetze der zunehmenden Men- ge der Arten mit zunehmender Entfernung von den Polen, und zwar.am häufigsten bey den Seepro- dukten hervor. Wir haben schon im Anfange die- ses Capitels ein Beyspiel der Art bey der Verglei- chung der Mollusken und Würmer von Grönland und Schweden gefunden. Ein anderes giebt der
Caspi- () Ananson’s Reise nach Senegal.
(m) Hawasswortn’s Gesch. der Seereisen, B.3. S.ı2r.
(spiel Nollusl selben lien eı sind al Lage] ben, ı
üb(0)
Au die TI der St Lände bey de rahtenıs cher, A Climate Fledem Geschl genom, Schnei geschn mäuseı als in in Anı der Ge
MS () Eh
Ir, wenn en erwägt, senden die ı Ufern des uschrecken 1goins und der Nege ‚ selbst der \ einer Art gue verzeh. s(). Ber Banks und on Schmet- > von dıey wohl Mil rten, und
der Bäume
ich oft Aus enden Maı- ng von den len Seept nfange die ler Vergler n. Grönlant 5 giebt der
Caspt
B;5: 5.321
« Caspische See. Dieser ist ebenfalls äusserst arm an Mollusken und Würmern. Gmerın konnte in dem- selben nicht mehr als acht der gemeinsten Conchy- Tien entdecken(n). Die Ursachen dieser Armuth sind aber ohne Zweifel keine andere, als die isolirte Lage jenes Meers, der geringe Salzgehalt dessel- ben, und die Menge des darin enthaltenen Berg- öls(0).
Ausser der grölsern Mannichfaltigkeit haben die Thiere der wärmern Zonen auch in Ansehung der Struktur und der Farbe vor denen der kältern Länder manches voraus. Erstens nehmlich sind bey den meisten Thieren der Tropenländer die cha- rakteristischen Kennzeichen der Arten weit deutli- cher, als bey den mehresten Thieren der kältern Climate, ausgedrückt. Einen Beweis geben die Fledermäuse. Alle Europäische Gattungen dieses: Geschlechts, nur Vespertilio ferrum equinum aus- genommen, haben vier obere und sechs untere Schneidezähne, und zugleich sind alle diese-Arten geschwänzt. Hingegen herrscht unter den Fleder- mäusen der heissen Zonen, sowohl in Amerika, als in der alten Welt, weit mehr Verschiedenheit in Ansehung der Zahl der Schneidezähne, und
der Gegenwart, oder des Mangels des Schwanzes. Fer-
(n) S.G. Gmerin’s Reise durch Rufsl. Th.3. 5.247. 248. (0) Ebendas.$,.257 f. Ns
202 mu
Ferner finden wir bey den Thieren eine Be- merkung bestätigt, die wir auch bey den Pflanzen und Phytozoen gemacht haben, dafs nehmlich sehr häufig in den wärmern Climaten, hingegen selten oder gar nicht in den kältern Zonen ungleichartige Formen mit einander verbunden sind. Das Gnu- thier(Antilope Gnu), welches eben so viele Aehn- lichkeit mit dem Pferde, dem Ochsen und dem Hirsche, als mit den Antilopen hat, die ganze Fa- milie der Faulthiere, deren sämmtliche Arten fast eben so viel mit Thieren aus andern Familien, ja sogar aus andern Classen, als mit einander gemein haben, das Känguru(Jaculus giganteus), Potoru (Jaculus. murinus) und mehrere andere Neuhollän- dische Säugthiere,. die zwischen den Springhasen, Beutelthieren und Makis in der Mitte stehen, und alle ähnliche bizarre Formen sind blos in den wär- mern Zonen einheimisch. Nirgends trifft man Bey- spiele der Artin den kältern Climaten, ausser bey
den Meerthieren, an,
”
Endlich nimmt auch die Mannichfaltigkeit und
Lebhaftigkeit der Farben bey den Thieren, wie bey den Pillanzen, zu, mit abnehmender Entfernung vom Aequator. Die Panther, Leoparde, Zebra, verschiedene Viverren und überhaupt alle buntfär- bige Thiere wohnen in den heissen Gegenden, und dort prangen auch die meisten Vögel mit den grell- sien und lebhaftesten Farben, statt dafs in den ge-
mälsig-
nilsite cher, un dreyhut Zonen
bula),
Jitz(Pr gen der kommen ebenfalls heln ei Bau, Ihnen,
päische
Dis genikt, breitung Saamenlı tern ein Geschle bis zun ging, ı bey den einzelne getroffe, tung ‚vo bis zur]
Aehnlich
(D) Sons
'en eine Be. den Pflanzen ehmlich sche gegen selten gleichartig:
Das Gm. viele Ach. 1 und. dem ie ganze Ph. (e Arten fast Familien, ja nder gemein 15), Poton Neuhollä. pringhasen, tehen, und in den wät- fft man Bey: ‚ ausser bey
tigkeit und 1, wie bey Entfernung je, Zebn, lle huntfär- nden, und in den g&
mälsig‘
| RETZEEE R 203
mälfsigten und kalten Ländern die Farben schwä- cher. und weniger abstechend sind. Von mehr als dreyhundert Vögeln, die sich in den temperirten Zonen finden, sind‘die Gold- Drossel(Oriolus gal- bula), der Eisvogel(Alcedo Ispida) und der Stieg- litz(Fringilla carduelis) fast die einzigen, die we- gen der Mannichfaltigkeit ihrer Farben in Betracht kommen können. Die prachtvollsten Fische sind ebenfalls den Gewässern zwischen den Wendezir- keln eigen. Das brennendste Roth, das reinste Blau, Grün und Gelb sind eben so gemein unter ihnen, als solche hohe Farben unter den Euro-
päischen Fischen selten sind(p).
Das Resultat unserer bisherigen Untersuchun- gen ist, dals sich die Thiere in Ansehung ihrer Ver- breitung ganz wie die Pflanzen mit einem einfachen Saamenblatte verhalten. Wir fanden bey den letz- tern eine Stufenfolge in der Mannichfaltigkeit der Geschlechter und Arten, die von den Polarzirkeln bis zum Aequator in zunehmender Richtung fort- ging, und eine gleiche Gradation haben wir auch bey den Thieren bemerkt. Wir haben aber auch einzelne Geschlechter bey den Monocotyledonen an- getroffen, deren Arten in entgegengesetzter Rich- tung vom Aequator bis zur gemäfsigten, oder gar bis zur kalten Zone an Mannichfaltigkeit zunahmen. Aehnliche Geschlechter giebt es nun auch unter den
Thie-
(p) Scnörr's Reise. Th.2. S. 155.
204 sem
Thieren. Merkwürdig aber ist es, dafs sie sich nur bey den Säugthieren, nicht bey den Amphibien finden. Das Geschlecht der Salamander ist das ein- zige aus der Qlasse der letztern, dessen Arten in der nördlichen gemälsigten Zone zahlreicher, als in den wärniern Ländern zu seyn scheinen. Allein dieser Schein rührt vielleicht nur von Mangel ah hinreichenden Untersuchungen her. Manche Ver- schielenheiten der Salamander, die für Charaktere eigener Arten gelten, sind vielleicht nur Versthie- denheiten des Alters, oder des männlichen und weiblichen Geschlechts. Hingegen wenn die Rob- ben(Phoca) in den Polarmeeren, und die Ge- schlechter der Wiesel, Dachse, Spitzmäuse, Bie- ber, Lemminge, Hamster und Winterschläfer in den nördlichen gemäfsigten Climaten mehr Gattun- gen, als näher nach dem Aequator hin enthalten, wie aus den obigen Verzeichnissen des Reichthums der kältern und wärmern Zonen an Säugthieren er- hellet, so lälst sich diese Art der Vertheilung nicht aus einer ähnlichen Ursache, wie bey den Salaman-
dern, ableiten.
Wir haben die Pflanzen in Ansehung ihrer Verbreitung mit einem Baume verglichen, der aus den nördlichen Polarländern entspringet, und des, sen Zweige sich von dort aus über die Erde ausbrei- ten, indem sie sich immer weiter von einander entfernen. Eben dieses Bild palst auch auf einen
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1}
Linsen. 205
grolsen Theil des Thierreichs. In den nördlichen Polarländern findet fast eine völlige Gleichheit zwi- schen den Thieren von Europa, Asien und Ame- rika statt. Allein diese Uebereinstimmung ver- schwindet sehr bald, und es bleibt nur noch eine blofse Aehnlichkeit übrig. Auch diese vermindert sich, je näher man dem Aequator kömmt, und jen- seits dieser Gränze, in der südlichen Erdhälfte,
sind nur noch geringe Spuhren derselben übrig.
Ueberhaupt herrscht’ eine bewunderungswürdi. ge Harmonie in der Verbreitung der Vegetabilien, und vieler Familien der Thiere. Alle Säugthiere des festen Landes, alle Landvögel, die meisten Am- phibien, Flufsfische und Insekten richten sich in ihrer Verbreitung fast ganz nach den Pflanzen, In geringerer Verbindung mit den letztern stehen aber die Meerthiere. Bey diesen zeigen sich daher auch viele Ausnahmen von dem Gesetze, nach welchem
jene obige Thierordnungen vertheilt sind.
Wir werden die Bestätigung dieser ‚Sätze in dem folgenden Gemählde der verschiedenen Fau-
nen finden.
Der ganze Reichthum, den der äusserste Nor- den bis zum Polarzirkel an Säugthieren des festen Landes aufzuweisen hat, besteht, wie schon oben erwähnt ist, aus dem Isatis, dem Eisbären und dem Rennthiere. Alle diese drey T'hiere halten sich sowohl in Europa und Asien, als in Amerika auf.
Es
206|———mnen
Es leben ferner noch unter dem Polarcirkel in I der alten und zugleich in der neuen Welt, von Le Säugthieren:; Sci Felis lynx,% Canis lupus, lagopus, vulpes ‚ vielleicht auch| a lycaon.|- martes, erminea, zibellina(gq), vul» garis(r).} Lutra vulgaris, minor. N Meles taxus, gulo.| j Ursus arctos. Diesen dürfen wirindefs nur als|| zweifelhaft hierher setzen. PaALLAs, wel-| sehr vi cher verschiedene Amerikanische Bären zu Üi beobachten Gelegenheit hatte, fand zwischen st ihnen und denen der alten Welt so beträcht: Cr liche Verschiedenheiten, dafs er sie für mehr i Shi als blolse Abarten der letztern halten zu müs te sen glaubt(s). Vul Sorex araneus, constrictus(t),| ra | Castor fiber.| Ra Ei Marmota eitillus.. Fü | Lemmus arvalis, migratorius, amphibius, viel:' H: || leicht auch lagurus(u), Ü ||| Mus] }|(g) PArrAs spiel. zool. f. XIV. p. 57.(Mr j| ‚KG ee u. SPRENGEL’S Beyträge zur Länder- u. k(mi | Völkerkunde. Th. 3. S. 187.@)$ ||(S) Parras 1. 0=p.4. 6,(6. ||(t) Forster a.a. OÖ.$. 195. Sy
(u) Forster ebendas.$. 194.
96
TE
I 207
Vlärcirkel in Mus sylyaticus(v), Caraco(?)(w).
Welt, von Lepus timidus. Sciurus vulgaris, niger, volans, striatus. % Cervus alces, tarandus, elaphus, capreolus.- elleicht auch Bos taurus. Capra Ammon, Das Daseyn dieses Thiers in a.(9), vıl Nordamerika, das schon STELLER, PAar- LAs(x) und ZIMMERMANN(y) aus ältern Nachrichten vermutheten, wird auch durch - das neuere Zeugnils von MeArss und Dov- tele une GLas(z) wahrscheinlich gemacht, LLAs, wel sehr viele Vögel, z.B.' en Certhia familiaris, A zasche Sitta Europaea. :o.herächt Corvus pica, corone, corax.
ne Strix bube, otus, crachyatos, nyctea, fune-
rea, flammmea.
ten zu muß Vultur aura. Falco fulvus, palumbarius, pygargus. Rallus Virginianus. en Fulica atra, chloropus. r Haematopus'ostralegus.: hibius, viel..-=. f o. Charadrius apricarius, pluvialis, hiaticula. Trin- Nut (v) Forster ebendas.$. 195. |(w) Pernwanrt's allg. Uebers. B. 2. n. 378. IF Länder‘ ji
(&) Spieil. zool. f. XI. p. ıo.
(y) Geogr. Gesch. des Menschen etc. B. ı. S.' 173. B. 2. S. 94.
(2) G. Forsten’s Gesch, der Reisen etc. Th. ı.$. 205.
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ers© 24
4 | N Il I)
208|
5
Tringa lobata, fulicaria, interpres, striata, ocrophus, alpina, Islandica, squatarola, Gam- betta.
Scolopax gallinula. U. s. w.
von Amphibien, Flulsfischen, Grustaceen und Insekten: ‘ Rkana temporaria, esculenta.
Gadus lota(a).
Perca fluviatilis.;
Gasterosteus aculeatus.\
Salmo salar, alpinus, lavaretus(b).
Acipenser stellatus(c)."
Astacus fluviatilis FAgr.(d).
Sphinx lineata FAsr.(e).
Neben diesen, im ganzen Norden der alten und neuen Welt verbreiteten Thieren zeigen sich aber
vom 6e2ten bis zum 35ten Grade der Breite so viele
andere, nur auf gewisse Bezirke eingeschränkte
Arten, dafs die Unähnlichkeit der Faunen von Eu- ropa, dem nördlichen Asien und Nordamerika schon auf der südlichen Seite des nördlicheu Polarzirkels
fast eben so grofs, als die Aehnlichkeit derselben
o ausfällt. Doch giebt es im ‚nördlichen und mittlern Eu-
(a) Fonster’s u, Sprencer’s Beyträge. Th..8.2:8,.264- (b) Ebendas. S. 266.
(ce) Ebendas. S. 259.
(d) Ebendas. 5. 272.
(e) Neue Nordische Beyträge. B. ı. S. 159
furopa ı auch in
ben jene
Mi Sor Enn Once Glis Spal Len Mu Lep Vesn Cerru
“Antilo
Aber als bis zu sey, Ar Siberisch die Kreb die Karp Diese TI Eichen\ Seite des Danrien ı Inginski Mi,
209
l 2
, Striata N 3 Europa nur erst wenige Säugthiere, die sich nicht
arola, Gams i: v en auch in Asien und Amerika finden, Mit Asien ha-
ben jene Theile von Europa folgende Arten gemein:
aceen un Mustela foina, putorius, vulgaris, Sarmatica, Sorex araneus, fodieiis, moschatus, Erinaceus Europaetıs, Cricetus Germanicus, Glis esculentus, r Spalax typhlus, \“* Lemmus glareolus. Mus decumanus. Lepus cuniculus, variabilig, “ Vespertilio pipistrellus. Cervus dama. Im A“Antilope Saiga, sich aber
ite so viele T f Aber manche dieser Thiere gehen nicht weiter,
seschränkte i s - De als bis zur westlichen Seite des Ural ünd des Jeni- Er sey. An dieser Gränze, wo die Europäische und erika ie Siberische Flor sich scheiden, verschwinden auch. olarzieh die Krebsottern(Lutra minor), die Hausratten, ı dersebet die Karpen, Brassen, Forellen ünd die Krebse, nd mildern Diese Thiere erscheinen aber wieder, gleich den Ai, Eichen und Haselnufsstauden, auf der östlichen a. Seite des Zweiges vom Gebirge Kingan, welcher
Daurien und das Nertschinskische Gebiet vom Se- lenginskischen scheidet, in den durch den Amur Bd. It, Ö gegen
earo|
a
gegen den östlichen. Ocean- Gewäs- sern(f).
Alle Europäische Fledermäuse, ausgenommen Vespertilio pipistrellus, also V, auritus, murinus, noctula, serotinus, barbastellus und ferrum equi- num, so wie verschiedene Europäische Spitzmäu- se, namentlich Sorex leucodon, constrictus und te- tragonurus, sind wahrscheinlich dem nördlichen
Asien fremd,
Das Haselhuhn(Tetrao Bonasia) und der ge- meine Staar(Sturnus vulgaris), die im ganzen nördlichen Europa so häufig sind, werden jenseits des Jenisey sehr selten. Vögelarten, die sich an
dieser Gränze ganz verliehren, sind unter andern:
Loxia Chloris. Emberiza miliarıa, citrinella, Motacilla curruca,
Falco aeruginosus.
Lanius excubitor, collurio. 'Coracias garrula,
Picus viridis.
Scolopax Lapponica.
Tringa Vanellus.
_ Der Grünfink(Loxia Chloris) zeigt sich aber wieder in Kamschatka, und der Neuntödter(La-
nius
($) Nene Nord. Beyträge. B. 2. S. ı71. Paıras, spicil. zool£. IX. p. 8ı.£. XIV.,p. 44
pins co selben zen, d
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man Jen Abart au
End schen, allen ve Flüssen anzute
nien(p),
Statt nen im n\ Mionus), zende()\ ülope n Pygargu rus), de Caragan) lis Unci (Mustel; Schwänz
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n Gewig:
sgenommen „ Murinus, trum ey: Spitzmät. us und te
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und der ge im ganzen rden jenseits die sich an
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ntödter(DA nius
1LA$ spieil
nius collurio) an der Behringsstrafse, also in der- selben Gegend, wo auch viele Europäische Pflan- zen, die sich nirgends in Siberien finden, wieder
zum Vorscheine kommen.
In Siberien sieht man auch keine Tauben, bis man jenseits des Baikals kömmt, wo eine. kleine Abart auf den Felsen nistet,
‘ Endlich ist, ausser den schon erwähnten Fr schen, auch der Aal weder in der Wolga, noch in allen von deren Ursprung an in dieselbe fallenden Flüssen und Bächen, oder benachbarten Landseen
anzutreffen, und fehlt weiterhin durch ganz Sibe- rien(8).
Statt jener sich verliehrenden Thiere erschei- nen im nördlichen Asien: der Dsiggetai(Equus he. mionus), der wilde Esel(Equus onager), der grun- zende Ochs(bos grunniens), die Kropfgazelle(An- tilope gutturosa), das ungeschwänzte Reh(Cervus pygargus), das Moschusthier( Moschus moschife. rus), der Baktrianische Camel, der Caragan(Canis caragan), der Gorsak(Canis corsac), die Unze(Fe- lis Uncia), der Manul(Felis Manul), der Koulon (Mustela Sibirica), die ungeschwänzte und die ge- schwänzte Siberische Spitzmaus($Sorex minutus,
minu-
(5) Partas Reise durch versch, Prov, des Russischen Reichs, Th. a. 8. 134. 0.2
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: Z Bo: minutissimus), der langöhrichte Igel(Erinacens au- ritus), vorzüglich aber eine grolse Menge Nage-
thiere, namentlich
Lepus alpinus, pusillus, Ogotona, Tolai.
Jaculus Sibiricus.
Glis tamaricinus.
Mus betulinus.
Lemmus saxatilis, alliarius, rutilus, gregalis, oeconomus, socialis, torquatus,
Cricetus accedula, arenaceus, phaeus, Songa- rus, furunculus.
Spalax typhlus, myospalax.
Alle diese Thiere haben Siberien, die Tarta- rey, die nördlichen Gegenden am Caspischen Mee- re; Tibet und das nordwestliche China, also die- selben Länder, worüber sich die Tartarische Flor erstreckt, zum Wohnplatze. Aber nicht alle gehen über alle Theile derselben. Besonders giebt es un- ter den angeführten Nagethieren manche, die nur auf kleine. Bezirke eingeschränkt sind, z.B. Crice- tus Songarus und furunceulus, die sich blos in der Baraba aufhalten, und zwar jener am Irtis, dieser
gegen den Ob zu,
Ferner erscheinen im ‚nördlichen Asien man- cherley neue Vögel, besonders aus der Familie der Enten und Reiher, z. B. Ardea gigantea, Ardea purpurea, Anas ruficollis, Anas formosa; weiter
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Inderske Naryn| Chalcie lioscop: Colube
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die Tartı. chen Mee- ‚ also die- rische Flor t alle gehen iebt es un e, die nut 2, B.(ne blos in der
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nach
a| 258
nach Osten in Kamschatka und auf der Beringsinsel Anas'violacea, Anas Urile, Anas Beringii; und weiter nach Süden in Tibet der Pavo Tibetanus,
und in Japan der Pavo muticus,
Die Classe der Amphibien enthält hier eben- falls manche Eidechsen, Schlangen und Frösche, die sich nirgends in Europa aufhalten. Am See Inderskoi findet sich Lacerta velox; in der Steppe Naryn und an den Flüssen Sarpa, Kuma, Terek Chalcides apoda; im südlichen Siberien Iguana he- lioscopa; am Caspischen Meere Anguis miliaris, Coluber Hydrus, Bufo sitibundus und Bufo vi- dibundus; am Caspischen Meere und am Ir. tisch Coluber Dione; am Jaik Coluber scutatus; an der Wolga und Samara Vipera- Melanis; und in den Wäldern der Siberischen Gebirge Vipera Scytha,'
Endlich von Flufsfischen giebt es in diesen Ge- genden sehr viele eigene Arten aus den Geschlech- tern Salmo, Cyprinus und Acipenser, Die Hei- math des letztern Geschlechts ist vorzüglich das Caspische Meer mit den sich darin ergielsenden klüssen. Nirgends giebt es so viele Störarten, als in diesen Gewässern, Sie ziehen in ungeheuren Schaaren mehrere Wachen hindurch aus jenem See in die Wolga, sobald diese gegen Ende des Fe- bruars, oder im Anfange des Märzes vom Eise frey
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zu werden anfängt, und kehren im Herbste wie- der zum Caspischen Meere zurück(h).
So wie die Flor des südlichen Europa, der Le- vante und der nördlichen Küste von Afrika sich in
vielen Stücken von der nordeuropäischen, der Tarta-
rischen und der eigentlichen Afrikanischen unter-
scheidet, so hat auch die Fauna dieser Länder manches Eigene. Hier findet sich der Steinbock (Capra ibex), die Bezoar-Ziege(Capra aegagrus), die Gemse(Antilope rupicapra), die Genette(Vi- verra Genetta), das Frett(Mustela Furo), das Eich-
horn mit vier Streifen(Sciurus Getulus), die grofse
Haselmaus(Glis quercinus), die kleine Haselmaus_
(Glis avellanarius), die gestrichelte Maus(Mus barbarus), die Rüsselmaus(Mus soricinus), und
das Stachelschwein(Hystrix cristata),
Aber noch weit mehr Eigenthümliches, als in den bisher erwähnten Ländern, zeigt sich in den gemäflsigten, ja schon in den kalten Gegenden von Nordamerika. Schon unter dem 6ıten Grade nörd- licher Breite, an der Hudsonsbay, zwischen dem Seekälber- und Churchill-Flusse, lebt ein grolses Thier, das der alten Welt: fremd ist, nehmlich der Muskus-Ochse(Bos moschatus). Theils in eben dieser Gegend, theils in den vereinigten Staaten, Louisiana und dem nordwestlichen Amerika woh- nen auch:
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(h)$S. G. Gmerin’s Reise durch Rufsl. Th. 2. S. 200,
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Hi erst sei Wete
tbste wie.
a, der Le- ka sich in der Tartı. en unten r Länder Steinbock 1egagrus), enette(Vi. ‚ das Eich- die großse Taselmaus aus(Mus
us), und
hes, als in ich in den senden von jrade nörde ischen dem ein grolis hmlich det Js in. eben m Staaten,
erika woh-
Di
1 5, 20%
ana Big
Didelphis Virginiana.
Viverra mephitis.
Felis concolor,
Canis Virginianus.
Mustela Canadensis, Pennanti, Vison, Lutra marina(i).
Meles luscus, lotor.
Talpa longicaudata, cristata,
Sorex aquaticus,
Hystrix dorsata,
Castor zibethicus.
Marmota empetra, monax, pruinosa, ecaudata. Lemmus Hudsonius.
Jaculus Ganadeasis.
Lepus Americanus.
Scinrus Hudsonius, cinereus, voluceella, Vespertilio Noveboracensis.
Cervus Virginianus,
Hier ist auch das Vaterland des Puters, der erst seit der Entdeckung von Amerika in der alten Welt einheimisch geworden ist. Hier G) Ist ursprünglich nieht in Asien zu Hause, wie in einigen Schriften, dem ausdrücklichen Zeugnisse von Sterrer(Beschreibung sonderbarer Meerthiere. 5. 191.) entgegen, gesagt wird, sondern wohnt an der Küste des nordwestlichen Amerika zwischen 30° und 60° N. Br. MeAres u. DouvorAs Reisen.$. 207; irk TForster’s Gesch. der Reisen. Th. 2.
04
1}
216 gern
Hier zeigen sich ferner viele, der alten Welt unbekannte Amphibien, z.B,
Testudo denticulata,
Anguis ventralis.
Crotalus horridus. Vipera Leberis,: Coluber fasciatus, Sipedon, constrictor,, Sirta-
lis, ovivorus,
Rana maxima, ocellata, Virginica.
Gehen wir in der alten und neuen Welt unter dem 35° N, Br. noch weiter zum Aecgnator, so ver- liehrt sich die Gleichheit, wie der Pilanzen, so auch der Thiere immer mehr, tınd es tritt endlich in der südlichen Erdhälfte fast eine völlige Ver. schiedenheit der ‚Arten ‚ und selbst der Geschlech- ter ein,
Amerika’s grolser Reichthum an eigenthümli- chen Thieren fängt sich schon mit Mexico an. Doch sind es diesseits des Aequators nur erst ei- gene Arten, welche die neue Welt aufzuweisen hat. Aher Brasilien, Gujana, Peru, Chili und Pa- raguay enthalten auch ganze Geschlechter, wo- von sich entweder gar keine, oder doch nur sehr wenige Gattungen in den übrigen Welttheilen auf- halten, und diese Geschlechter finden sich nicht blos unter den Säugthieren, sondern auch, und zwar in noch grölserer Menge, da,'wo man sie am-wenigsten erwarten sollte, unter den Vögeln.
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Geschlechter, wovon keine Art ausserhalb Amerika, vorzüglich dem südlichen, einheihisch ist, sind unter den Säugthieren: Cercopithecus, Da- sypus und Tapir; unter den Vögeln: Crax, Ram- phastos, Crotophaga, Cancroma, Palamedea, Pso- phia und Rynchops,
Geschlechter, wovon nur wenige Arten ausser- halb Amerika wohnen, sind unter den Säugthieren:
Savia, Myrmecophaga und Bradypus; untcr den
Vögeln: Penelope, Trochilus und Pipra. Von
manchen, in Afrika oder Asien einheimischen Thie- ren, die man in diese Geschlechter‘versetzt hat, ist es inde[s sehr zweifelhaft, ob sie wirklich da- hin gehören, und von den übrigen, nicht Ameri- kanischen Arten ist es ungewils, entweder ob ihr Geburtsort richtig angegeben ist, oder, wenn dies auch der Fall seyn sollte, ob sie nicht‘aus der neuen Welt in die alte versetzt sind, oder endlich ob sie wirklich die Thiere sind, wofür man sie aus- gegeben hat,
Aus dem Geschlechte der Savien giebt es drey Arten, die in Afrika einheimisch sind, oder seyn sollen, nehmlich Savia Aguti,$S. Syriaca und S$, Capensis. Die Agutis werden, nach der Versiche- tung von RoserrT Norris, nicht nur in Gujana, Brasilien und auf den Antillen, sondern auch häu-
O3- fig
218—
fig an der Goldküste in Afrika gefunden(k). Aber können nicht diese Thiere, gleich manchen andern, aus Amerika in die. alte Welt versetzt seyn? Die Syrische Savie und der Rlipdas finden eich freylich blos in Afrika, und nicht in Amerika. Allein bey« de haben so viele Eigenthümlichkeiten, dals wir sie nur der Aehnlichkeit wegen, die ihr ganzer Ha- bitus mit dem der Amerikanischen Savien hat, diesen beygesellt, und nicht mit HERRMANN zu ei- nem eigenen Geschlechte(Hyrax) gemacht haben, Sie besitzen in der untern Rinnlade vier Schneide- zähne, da sich bey den übrigen Savien deren nur zwey finden; die Bildung der Zehen überhaupt, und besonders des Nagels der dritten Zehe an den Hinterfülsen, ist bey ihnen, ganz ausgezeichnet; und die innere Struktur des Rlipdas hat viele Ei- genthümlichkeiten, wovon bey der Savia Cobaya, Capybara, Aguti und Paca nichts Achnliches vor- handen ist(l).
‚Von Ameisenfressern giebt es fünf bekannte’ Ar- ien: Myrmecophaga didactyla, jubata, Taman- dua(m), Capensis und aculeata(n). Die drey er-
stern
(k) R. Norris Reise nach Dahomey, im Mag. von Reisebeschr. B. V. S. 401.
[DM se-Biol: B, 1.78.0912,
(m) M. tetradaetyla L.— Burron’s Tamandua ist ein künstliches Thier gewesen. M. s. Bulletin de la Soe. philom. n. 42.
(n) PenwAnt’s allgem, Uebers. B. 2. n. 467. a.
gem in die fünlt den letzt den drey Sarıen,
daher au dern Ges
Din (Bradypn Pennan Namen siformis selber g zähne ger und seine
den ist,
Inc in Ostin diese ur gen die: hornarti grölserm geltennt
90| heit zwı Und nen
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(k). Aber hen andern, seyn? Die ich freylich Allein bey
dals wir ganzer Ha. avien hat, TANN ZU ei- ‚acht haben, er Schneide. n deren nur überhaupt, ehe an den yezeichnet, it viele Ei- via Cobaya, nliches vor
ekannteAr- a, Taman Die drey er
stern
Nas, yol ft Mag. a
andua st en
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u 219
stern sind in Südamerika, die vierte in Afrika, und die fünfte in Neuholland zu Hause. Aber die bey- den letztern unterscheiden sich eben 390 sehr von den drey erstern, wie der Rlipdas von den übrigen Savien, und der Afrikanische Ameisenfresser ist daher auch schon von GEOoFFRoY zu einem beson-
dern Geschlechte(Orycteropus) gemacht.
Den beyden Amerikanischen Faulthier- Arten (Bradypus didactylus und B. tridactylus) ist von Pennanr(0) ein Ostindisches Thier, unter dem Namen des bärenartigen Faulthiers(B. ur- siformis), beygesellt, das mit jenen, wie PEnnant selber gesteht, nichts als den Mangel der Vorder- zähne gemein hat, hingegen in seinem übrigen Bau und seiner Lebensweise von dieser ganz verschie-
den ist.
Zu den Penelopen rechnet man eine Art, die in Ostindien wohnt, die Penelope Satyra. Aber diese unterscheidet sich von den übrigen Gattun- gen dieses Geschlechts so auffallend durch zwey hornartige Auswüchse an der Stirne, dals sie mit grölserm Rechte, als der Puter, von jenen Vögeln
getrennt werden könnte,
So findet auch eine beträchtliche Verschieden- heit zwischen den Arten des Bucco in der alten und neuen Welt statt. Alle Amerikanische Gat- tungen zeichnen sich durch einen weit gröfsern
und (0) A. a. O. n. 452.
%
und mehr länglichten Schnabel vor den Asiatisrhen und Afrikanischen Vögeln dieses Geschlechts aus, und verdienen daher mit einem eigenen Namen be-
legt zu werden. Eine’ähnliche Bemerkung läfst
sich ferner bey mehrern Amerikanischen Arten des»
Oriolus und der Parra machen.
%
Dafs es Colibri- Arten ausserhalb Amerika giebt,
sucht man durch die Versicherung des Ten- Rur- NE(p), nach welcher sich diese Thiere auch am Cap finden, zu beweisen. Allein welches Gewicht kann das Zeugnifs eines Mannes haben, der kein Naturforscher war, und der vielleicht eine Certhia
für einen Colibri angesehen hat?
Doch wenn es auch zweifelhaft bleiben sollte, ob es ganze Geschlechter von Säugthieren und Vögeln giebt, die blos auf die neue Welt einge- schränkt sind, so läfst sich wenigstens soviel mit einem hohen Grade von Wahrscheinlichkeit be- haupten, dafs das südliche Amerika keine Art von Säugthieren mit der alten Welt gemein hat,
ausser der Savia Aguti und denjenigen Gattungen,
die sich vom nördlichen Amerika aus in die südli-
chen Länder dieses Welttheils verbreitet haben. Die einzigen Zweifel, die hierüber noch obwalteten, seitdem Burron diesen Satz zuerst aufstellte(q), betrafen die Didelphis marsupialis und Orientalis.
i ZIm-
(p) Schediasma de promontor. bonae spei.
(q) Hist..nat. T. XIV. p. Zıı.
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n die südl: itet haben. obwalteten, stellte(9) | Orientalis
Zur
nn 1 2X
ZIMMERMANN hat aber gezeigt, dafs die erstere nur in der neuen Welt, und die letztere blos in Ostin-
dien gefunden wird(r).
4
Wahrscheinlich ist es auch, dafs sich bey einer genauern Untersuchung weit weniger, der alten und neuen Welt zugleich angehörige Aınphibien finden werden, wie man bisher geglaubt hat. La CEPEDE und mehrere andere Amphibiologen geben eine sehr grofse Menge solcher Arten an. Allein nur bey denjenigen Gattungen, die im Meere le- ben, kann man sich einigermaalsen auf diese An- gaben verlassen. Bey den übrigen ist es immer zu vermuthen, dafs ähnliche Thiere von oberflä-
chigen Beobachtern für einerley ausgegeben sind,
Als einen Beweis unserer Behauptung können wir den Alligator, und den el[sbaren Leguan von
Amerika anführen.
Der Amerikanische Alligator wird von Ban- KROFT und LA CerEDe für eine blofse Varietät des Nilcrocodils angenommen. Aber bey einer genau- ern Vergleichung beyder Thiere zeigen sich sowohl in der äussern Form, als im innern Baue sehr gro- [se Verschiedenheiten. Der Amerikanische Alliga- tor hat eine stumpfe Schnauze, auf jeder Seite des Oberkiefers ein Loch, worin der vierte Zahn der untern Kinnlade verborgen liegt, und Hinterfülse,
deren
(r) Geogr. Gesch. des Menschen, Th, 1.$. 303 fb,
deren Zehen nur zur Hälfte durch Schwimmhänute verbunden(semipalmata) sind. Bey dem Nilcro- codil hingegen findet man eine länglichte Schnauze, einen Einschnitt an beyden Seiten des Oberkiefers zur Durchlassung des vierten. Zahns der untern
HKinnlade, und Hinterfülse, deren Zehen ganz mit
Schwimmhäuten versehen sind(s). Auch traf Pıv--
MIER bey dem Amerikanischen Alligator eine Luft- söhre, die mehrere Biegungen machte, ehe sie in die Lungen überging(t), und einen doppelten'Ma- gen an(u). Von dem Nilcrocodil hingegen erwäh-
nen
(s) Nach Cuvser’s Beobachtangen(in WıenEemAnn’s Archiv für Zonl. u. Zoot. B.2. St.2. 5.162), die ich bey mehrern, auf dem hiesigen Museum befindlichen Exemplaren des Aegyptischen und Amerikanischen
Crocodils völlig bestätigt gefunden habe.
(t) La trachee-artere, apres qu’elle est descendue un peu obliquement sur la tete du foie A cöte gauche, remonte ensuite vers le cöte droit et vers le milien du sternum, ensuite redescendant elle se divise en deux branches qui entrent chacune dans son lobe du poumon, Prv-
MIER in Schneipert Hist, amph. fasc. 2, p. 99.
(u) A l’endroit du pilore il y avait une valvule faite en facon d’un anneau capable de, recevoir facilement le doigt: apıes cette valvule on voyoit, comme un se- cond ventricule fort petit et apr&s cette cavite ıl y avait une autre valvule annulaire, semblable A un second pilore, un peu plus(etroit que le premier. PLumien
Lip. 289:
en
mis
Iihen|
Ni zikanist Der Mehrere Naturfor diesem| dien aul ser une zu trag Eıdech Namen wils,( cauda postice| Aeama| weis, d uils yo Thiere, Welche Leuten der N;
(r) Oi (m) R: (X) Raı (5) Phy I,
wimmhäut dem Nilen. e Schnauze, Oberkiefen der. unten n ganz ni h traf Pıi. eine Luft ‚ ehe sie in ppelten Ma gen erwäh
nel
TTEDEMARNNS p2), die ich befindlichen
nerikanıschen
endue un pl che, remont dur sternun, enx branches umon, Pit P- 99
rule faite et Facilement I \mme in st ine aly aralt Yın second
| PrumieR
Sem, 223
nen VEsLıine(v) und Hasserquist(w) keiner ähn-
lichen Struktur.
So unterscheidet sich vielleicht auch der Ame- rikanische elsbare Leguan von dem Östindischen. Der letztere ist die Lacerta Iguana des Lınne, Mehrere Reisende, und unter ihnen selbst gute Naturforscher, z. B. Schöpr(x) belegen mit eben diesem Namen einen Leguan, der sich in Westin- dien aufhält, und scheinen über die Identität die- ser und der Östindischen Art gar kein Bedenken zu tragen. MäRrTER aber, welcher die nehmliche Eidechse beobächtete,, deren ScHöpr unter-dem Namen der Lacerta Iguana L. erwähnt, ist unge- wils, ob es wirklich diese, oder nicht die Iguana cauda subulata, tereti, longa, crista nulla, capite postice aculeato Groxov. Zooph.‘n. 54.(Lacerta Agama L.) ist(y). Bier haben wir also einen Be- weis, dafs man sich nicht einmal auf das Zeug- nils von Naturforschern über die Gleichheit von Thieren der alten und neuen Welt verlassen darf, Welches Gewicht können daher die Aussagen van Leuten haben, die oft nicht die ersten Gründe der Naturgeschichte kannten? Und diese sind
doch
(v) Obs. anat. c. 5. (w) Reise nach Palästina.$. 344. (x) Reise durch die vereinigt, nordam. Staaten. Th. 2.
(y) Physikal. Arbeiten der, einträcht, Freunde in Wien, J. 2::.Q,.2.."88,
234° m
doch häufig die vornehmsten, oder gar die einzi.,
gen Beweise für eine solche Identität. I
Folgendes Verzeichnifs enthält die sämmtli- chen, näher bekannten Säugthiere und die meık- würdigsten Vögel, die im mittlern und südlichen Amerika einheimisch sind, und welche nie, oder doch nur selten weiter nach Norden, als höchstens
bis zum 35ten Grade der Breite gehen.
Von. Säugthieren gehören hierher:
Alle ‚Meerkatzen(Cercopithecus),
Didelphis marsupialis(und deren Värietät D, cancrivora,), Opossum(z), Philander, mu- wina, dorsigera(nebst deren Abart D, Cayo- pollin), brachyura, Meminna(z*),
l
Viverra nasua, narica, Conepatl, putorius, Mapurito, vittata, caudivolvula. Felis’discolor, Onca, pardalis, tigrina,
Canis mexicanus, Thous, Mustela barbara,
Lutra Brasiliensis, minima, Meles cancrivora,
Sorex Surinamensis, Brasiliensis, Erinaceus inauris.
Hystrix prehensilis, Mexicana. Castor Huidobrius.
Savia
(z) Le Sarıgue Burr,
(z2*) Lutra Memina Bopp,
Die lichen A Cas Bei
lie sämmil;.
—— Q2F
ir die ei Savia Capybara, Cobaya, Aperea, Paca, Agu- ti, Acouchi, Surinamensis, moschata, Pa- tägonum. Glis Chrysurus.
(d die mer.
1d südliche 1 nie, oda ls höchsten;
Lepus Brasiliensis,
Sciunrus Mexicanus, variegatus, aestuans, Vespertilio spectrum, perspicillatus, hastatus, soricinus, leporinus, lepturts, molossus. Bradypus tridactylus, didactylus,
Alle Armadille(Dasypus).
Myrmecophaga didac:yla, jubata, Tamandua.
, Varietät D Tapir suillus. lander, mı Sus' Tajassu. ırt D, Cayo: Moschus Americanus,
\
, putorius,
Ya,
Cervus Mexicanus, Cariaconu, Capra Puda, Camielus Glama, Pacos, Vicunna, Araucanus,
‚Huanucus, equinus.
Die merkwürdigsten, dem mittlern und süd-
lichen Amerika eigenen Vögel sind:
Casnatrius Rhea.
Penelope cristata, Pipile, Cumanensis, Ma- rail, vociferans,
Alle Arten des Geschlechts Crax.
Phasianus Motmot, Parraka, Mexicanus, cri-
Gar status.
Die meisten Manakin’s(Pipra) und eine gTOo-
[se Menge Arien aus den übrigen Geschlech- Ba. II. P tern
226 gemenzesı
tern der Sperlingfamilie, die sich zum Theil durch ihre melodische Stimme, durch ihre Farben, durch dena:sonderbaren Bau ihrer Nester, oder durch ihre Lebensweise aus- zeichnen, z.B. Turdus Orpheus, cirrhatus, tintinnabulatus, tinniens; Ampelis coccinea; Loxia, mimuta; Tanagra Jacapa; Fringilla tepida u. s. w.
Das ganze zahlreiche Geschlecht der Colibri, und unter den übrigen Spechten vorzüglich
viele Todus- Arten.
Aus der Familien der Arähen sehr viele Papa- geyen, die meisten Trogon- und Bucco-Ar- ten, alle, unter dem Namen Xanthornus von ParLas(a) vereinigte Gattungen des Linnei- schen Geschlechts Oriolus, alle Tukane
(Ramphastos) und Ani(Crotophaga).
Von den Vögeln aus der Ordnung der Habichte
© unter andern der Condor(Vultur Gryphus), der Geyerkönig(Vultur Papa) und die Har- pye(lalco Harpyia), aber sehr wenige Eulen. Die Geschlechter Palamedea, Cancroma, Pso- phia, und alle zu Bürron’s Geschlechte Ja- gehörige Arten der Parra(a*); aus den
übrigen Geschlechtern dieser Ordnung unter an-
(a) PArLAs spic. zool. f. VI. p- 2 sq.
(a*) Burron Hist, nat. des ois. T. VII. p. 185.
nische se Lin jedem Feucht dentlich Amphibi kenne in und nac Portobe Kröten (Crotal Colube
Länden
(b) Bı (BE () Bar
.) All
.——— 227 h zum Theil
andern: Mycteria recurvirostra(b), Mycte- „ Auch ihre
ria Nandapoa(b*), Platalea Aiaia, ‚Platalea pygmaea, Ardea Helias, Ardea Hoactili SAre dea Maguari, Ardea scolopacea, Tantalus
en Bau ihrer NSWeISe aus
5, cr „ elrrhahıs, loculator.,
)
lis coccing: us CoCcne; In der Familie der Enten’die beyden Geschlech-
ö RN 3 Fringil, ter Rinchops und Plotus, aber wenige Ar- ten aus den übrigen Geschlechtern.
der Colihi,\ en vorkfelih Vorzüglich ist es Terra Firma, Brasilien und ; Paraguay, wo die meisten dieser vielen Amerika-
nischen Vögel ihren Wohnort haben, tund eben die-
]#... o ır viele Pay se Länder sind es auch, in deren unermelslichen, nd Bucco-Ar jedem Sonnenstrahle urzugänglichen, und mit. ıthoraus Wi Feuchtigkeit überladenen Wäldern sich. ausseror- ı des Lrunet ‚dentlich viele, sowohl Arten, als Individuen von ale Tukanı Amphibien aufhalten. Baxkrorr versichert, er haga), kenne in Gujana über sechszig Schlangenarten(c), T> 2- H E x der Habicht und nach ULroA’s Erzählung sind die Gassen in | 2 Gyphu) Portobello nach einem Regen mit sechs Zoll langen [u pAlUE]) . Kröten wie gepflastert(c*). Alle Klapper und die Hat Sep(c*). pperschlangen og Eulen(Crotalus) und die meisten Arten der Geschlechter venlg) ö Coluber, Boa, Rana, Hyla und Bufo sind in jenen it ycroma, P Ländern zu Hause, und nirgends giebt es so gro- eschlechte It
fse Ei aus de- 14(b) Burrov ebendas, Le Jabiru. T. yII. p- 280. (b*) Ebend. Le Nandapoa. T. VI. p- 285.
(ce) BAnKRoFT’s Gujana.
(c*) Allg. Hist, der Reisen. B.IX, S. go. D-5
rdnung uk
&
Br Fehr ART 2 RER EP ET Br
a
228
fse Thiere und so eigene Formen in‘der Familie der Frösche, als hier, wie Rana paradoxa, Bufo Pipa und Bufo cornutus Laur. beweisen. Nimmt man den Nil- und Ganges-Crocodil aus, so sind auch die grölsten der übrigen Thiere aus der Ei- dechsenfamilie, nehmlich Crocodilus Alligator, Gecko Caudiverbera, Lacerta Dracaena und Lacer-
ta monitor in Süd- Amerika einheimisch.
Bey den‘ Flufsfischen zeigt sich in Amerika ein Phänomen, wovon wir oben etwas Aehnliches in Siberien bemerkt haben, und welches auf ein eigenes, bey der Verbreitung dieser Thiere statt fin- dendes Gesetz hindeutet. So wie nehmlich im nördlichen Asien die nach Norden fliessenden Ströh- me ganz andere Fische enthalten, als diejenigen, die sich durch den Amur in den östlichen Ocean ergiessen, so haben auch alle an der Westseite der Nordamerikanischen Gebirge entspringende und durch den Mississippi mit dem Meerbusen von Me- xico zusammenhängende Flüsse nur einige wenige Fischarten mit denjenigen Ströhmen gemein, wel- che von der ‚Ostseite jener Berge in den Ocean fliessen. Die streichenden Fische, besonders Clu- pea Alosa, die fast in allen Flüssen der östlichen Küste im April und Mai tief ins Land gehen, und mehrere andere Arten, werden im Alleghenny und Monanghala gänzlich vermilst(d). Es scheint al-
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“
(d) Scuörr’s Reisen, Th. ı. 5.381.
so, dal durch€ ge der brigen südlic und m ven, D zen, dal Vor alle und Si sich di Flüsse lich vı
Jamaika
Ms Crax, R eine Me Walt, (Lemur Blephaı (Hippo; Vögelge disen,
Aftika ı
et Familie loxa, Bufo n. Nimmt $, so sind us der Bi Allıgator,, ind Lacer:
n Amerika Aehnliches es auf ein re stalt Iin- hmlich m ıden Ströll diejenigen, chen Oceaı Testseite det gende und en von Mt nige wenige mein, wel
den Ocean sonders Ol
jer. östlicher
{
gehen, 1
‚ghenny U ;. scheint al so)
men 229
so, ‚dafs die Arten der. Fische in einem Flusse nicht durch die Lage der Quelle, sondern durch. die La- ge der Mündung desselben bestimmt werden, Ue- brigens ist das wärmere Amerika, besonders das südliche, nicht weniger reich an mannichfaltigen und merkwürdigen Fischen, als an andern Thie- ren. Der Amazonenfluls wimmelt!so sehr von ih- nen, dals man sie mit den Händen greifen kann(d*). Vor allen übrigen sind die Geschlechter Gymnotus und Silurus hier reich an Gattungen. ‚ Doch finden sich die vielen Amerikanischen Welse blos in den Flüssen des festen Landes von Amerika, vorzüg- lich von Brasilien. Es giebt keinen derselben in
Jamaika und auf den Antillischen Inseln(e).
Was die:Geschlechter Cercopithecns, Dasypus, Crax, Ramphastos u, s,. w. für Amerika sind, ist eine Menge anderer für die Tropenländer der alten Welt. Alle Affen(Simia), Paviane(Papio), Makis (Lemur), Gürtelthiere(Manis), Antilopen, Pferde, Elephanten- und Rhinozeros- Arten, das Nilpferd (Hippopotamus), die Giraffe, und alle Arten der Vögelgeschlechter Struthio, Pavo, Numida, Para- disea, Buceros und Buphaga finden sich blos in
Afrika und im wärmern Asien, Bey
(d*) AcucnA in Rosertson’s Gesch. von Amerika. B. ı. S. 549. (e) Brocn's ausl. Fische. Th.$ 8. ı7. P:3
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230 masermuzuen
Bey der gegenseitigen Lage von Afrika und Asien ist es fast unmöglich, dafs diese Welttheile nicht einige Thiere mit einander gemein haben soll- ten. Indefs ist die Zahl solcher Arten weit gerin- ger, als sich erwarten liesse, und dagegen die Menge derer Thiere, die sich blos in Afrika, oder blos in Asien finden, so grols, dafs unser Satz von der Zunahme in der Verschiedenheit der Faunen
mit zunehmender Entfernung von dem Nordpole
‘ durch diese Welttheile eben so sehr, als durch
Amerika, bestätigt wird.
Setzt man die Hausthiere bey Seite, so sind es folgende Thiere, die sich sowohl in Afrika, als in Asien finden:
Simia Sylvanus, Inuus, Maura.
Canis lupus, aureus, vulpes, hyaena. Felis leo, Uncia, jubata, Caracal, leopardus. Viverra Fossa.|
Ursus arctos.
Lepus cuniculus, Europaeus,
Sciurus palmarum.
Jaculus Jerbna.
Hystrix cristata,
Vespertilio Vampyrus.
Bos Buffelus.
Cervus elaphus.
Antilope Oryx, Gazella, cervicapra, Dorcas. Struthio camelus.
Aber
Abt mr nit Asien der M dern: Deu sen Sa meisten Beweis auf de
gen iR
diese
Es is die je nicht. 2 k, od von N dem€ haben dem] Strau barey Altık
I . Grad Blick
EV;
an 37 ie)
Ahika und Aber von mehrern dieser Thiere ist es noch : Welttheile gar nicht ausgemacht, ob sie auch in Afıika und ‚haben sol Asien zugleich einheimisch. sind. Dalfs sich z.B. weit gerin der Mohraffe(S. Maura) nicht nur in Guinea, son- agegen die dern auch in Ceylon aufhalte, beruhet blos auf dem frika, ode Zeugnisse des SesA(f), welches bekanntlich in die- er Satz von sen Sachen von geringem Gewichte ist. Von den \er Faunen meisten der übrigen hat man keine zuverlässige n Nordpol: Beweise, dafs sie sich in Afrika oder Asien auch ‚als durch auf der Südseite des Aequators befinden. Hinge-
gen ist es gewils, dals der grölste Theil von ihnen
y diesseits des 3oten Grades nördlicher Breite- lebt. te, so sn
Afrika, al
Es ist also sehr wohl möglich, dafs alle Thiere, die- jene Welttheile. mit einander gemein haben, nicht zu den ursprünglichen Bewohnern von Afri- ka, oder Asien gehören, sondern sich’ entweder nA, von Norden aus über beyde Welttheile, oder von ‚.leopardıs, dem einen über den andern durch Syrien verbreitet haben. ‚Das Letztere ist vermuthlich der Fall mit dem Löwen, der Eiyäne, dem Goldwolf und dem Straufs: gewesen, welche: ganz Afrika von der Bar= barey an bis zum Cap, aber von Asien blos die an
Afrika gränzenden Länder bewohnen,
Diese Vermuthung erhält einen noch höhern Grad von Wahrscheinlichkeit, wenn wir einen
_ Blick auf die grolse Menge von Arten werfen, die„, jedem
1, Dorcas» (f) Thesaur. T. 15 p. 77:
Abe u
/| 232——||
een\
jedem der beyden erwähnten Welttheile auschliefs.| H
lich zugehören.| Bi
' Rl
Säugthiere, die sich blos in Afrika und vor- H züglich im südlichen aufhalten, sind: N
Simia Troglodytes, Cynomolgus, Diana, Mo-| 6i
na, Sabaea, Patas, Cephus, nictitans, Pe-| bi
taurista, polykomos, aethiops, Roloway, An!
Papio Sphinx, Maimon, sylvaticus(g), cri-
status(h), aethivps ZımmErMm., Hamadryas.|
Lemur Galago, minutus Cvv.
|
|
Viverra Civetta, hermaphrodita, Ichneumon,| Cafra, tetradactyla. B
Felis pardus, Capensis, cinerea, Ocreata,| Canis crocuta,, mesomelas ‚„ Zerda.| Zi Mustela Zorilla(i).\ Meles Mellivora. Ne Talpa' aurea, gigantea. N Sorex rostratus. N Erinaceus setosus, ecaudatus.( Savia Capensis, Syriaca," Spalax Capensis.|}, Mus pumilio.| Y Jaculus Capensis,$ Lepus Capensis. n, Vespertilio hispidus, Nigrita. i 7. Myr- (g) PEnnAnT’s allgem. Uebers. B. ı. n, 05. (h) Ebendas. n. ı01.(K) Su,
(1) PArzas spic, zool,£.XIV, p: 79.
ur 233
ü auschliefs, Myrmecophaga Afra.
Hippopotamus amphibius,
a un Rhinoceros bicornis. und vor.;: Elephas maximus Capensis,
Moschus Guinensis.
Diana, N Giraffa Camelopardalis.
Ctıtans, Pe Bos Caffer, Dante.
\oloway, Antilope Gnu, leucophaea, Oreas, Ourebi, us(E), cr. Oreotragus, scripta, Grimmia, pygmaea, Hamadryas, Dama, redunca, sylvatica, arundinacea,
strepsiceros, HKevella, pygarga, marsupialis, Ichneumn, Corinna, Bubalis, Lerwia. Equus Zebra, Quagga.
creata, Zu den merkwürdigern Vögeln, die blos in Afrika einheimisch sind, gehören: Otis Afra. Numida Meleagris, mitrata. Pipra Capensis, _Cuculus indicator. Buphaga Africana.| Buceros Abyssinicus, Africanus, nasutus, Mycteria Senegalensis(k), Scopus Ummbretta Baiss. Bucco parvus. Todus cristatus. My: Ardea j-(k) Suaw, Trans. of the Linnean Society.
P5
Ardea pavonina, carunculata,
Parra Africana,
Fast alle diese T'hiere zeigen sich erst in Abys- sinien, Guinea, kurz in der Nähe des Aequators, und von hier nimmt die Anzahl-derselben immer mehr zu bis zum Lande der Caffern und Hotten- iotten, wo die'Elephanten in Heerden von mehrern Hunderten und die Antilopen in Haufen von vielen Tausenden wandern. Die Säugthiere und Vögel verhalten sich also auch in Afrika ganz wie die dor- tige Flor, die ebenfalls ihre sämmtlichen Reichthü- mer erst in der südlichen Hälfie dieses Welttheils ausbreitet.
Die Amphibien lieben einen dunkeln, feuchten und warmen Aufenthalt.- Afrika bietet ihnen blos Wärme, aber nur in wenigen Gegenden Feuchtig- keit und Schatten an. Es ist also nicht zu verwun- dern, dafs sich hier nicht so viele Thiere aus die- ser Classe, als in Amerika finden. Inzwischen sind selbst die dürresten Sandwüsten jenes Welttheils nicht leer an Eidechsen und Schlangen. Es finden sich hier:
Stellio cordylus, azureus, ofhcinalis. Gecko mauritanicus. Chamaeleo Africanus. Scincus Algirus, ofhcinalis(I). Anguis colubrina, jaculus, cerastes. 1; (l) Lacerta Scincus L.
und
schwa
6:
sind di me dei ten dir dieser 2,8,
bekan
Afrika
die dor nur ein tyuchu wöhn! Iı
des g
Tibet
rst in Ahrı.
Aequators, ]
ben imnkt:
nd Hotten on mehren von viele > und Vögel ‚ wie die dor en Reichthis es Welttheik In ,; feuchte et ihnen Di len Feucht; it zu verWul hiere aus üb
zwischen sl
es Weltkes nl. Es ande en IR7 68
Vi
————— 23
er
Vipera Cleopatrae(m), cerastes. Coluber Situla,'Tyria, Argus, Petola, dome- sticus, Haie, Maurus, Sibon, jugularis. In Aegypten wohnt der.bekannte Nilcrocodil, und'eine andere, noch wenig bekannte Art, der
schwarze Crocodil, hält sich am Senegal auf(n).
Ganz anders, als die Säugthiere und Vögel, sind die Flulsfische in Afrika verbreitet, Die Ströh- me der nördlichen Hälfte dieses Welttheils enthal- ten eine nicht geringe Anzahl derselben, und unter diesen manche eigene und merkwürdige Gattungen, 2.B. den Zitterwels(Silurus electricus), und alle bekannte Mormyrus- Arten. Aber im südlichen Afrika findet das räthselhafte Phänomen statt, dafs die dortigen Flüsse theils gar keine Fische, theils nur einige wenige Capsche RKarpen(Cyprinus gono- rynchus) enthalten, die kaum die Grölse eines ge-
wöhnlichen Herings erreichen(o).
In Asien finden sich auf der südlichen Seite des grolsen Bergrückens, welcher Hindostan von Tibet scheidet, folgende, diesem Welttheile eigene Säugthiere:
S$ymia Satyrus, Lar, Moloch(p), Goioch(g),
veter, Silenus, Cephalopterus ZımmErm.,
Fau- (m) Coluber Vipera L.
(n) Anpanson’s Reise nach Senegal, (0) SrarrnmAnn’s Meise. S. 565..
(p) Phil. Trans. Vol. LXVIL p.ı70. (g) Ibid, Vol, LIX. p. 72.
N
236 Swan|| |
Faunus, Talapoin, Aygula, Sinica, Ne-
maea, Mulatta, rostrata(r). Pa Papio Mormon, Nemestrina.® Lemur Lori, tardigradus, tarsius PALL.(s). N
Didelphis Orientalis.| Viverra Zibetha, Mungo, Zeylanita. Bi Felis tigris, Serval. H Mustela Javanica, longidigitata, tigrina. Di Sorex murinus, moschatus.' All Hystrix macroura,| Tı Mus striatus. Bi
Jaculus Bruinii.| Sciurus macrourus, maxımus, Dschinschicus,| T Indieus, ‚Erythraeus, bicolor, flavus, sagit- A p:
ta, petaurista.| Vespertilio spasma, pictus, cephalotes, Ter Galeopithecus rufus, variegatus. der Säu Alle Schuppenthiere(Manis). chen Al Bradypus ursiformis, dals a Elephas maximus Indicus, Ostind Sus Babirussa. kanisc Moschus Meminna. der Af Cervus Axis, porcinus, Muntjak, Altika Antilope leucoryx, tragocamelus, albipes.| lopen, Unter den Vögeln, die zur Östindischen Fauna x Alcı gehören, sind einige der merkwürdigsten: Deo Ca- Wärme (rt) Le Guenon A long nez. Hist, nat. Suppl. T. schen( VI. p. 53. Pl. X1.. XI:| au ey
(s) Didelphis macrotassus Gmer.
inica, Ne.
Pırı,().
tina,
chinschicus,
avus, sag
bipes, ‚chen Faun
N:
6 14 Suppl I
.da[ls auch
|.
237
Casnarius Asiaticus,
Pavo cristatus,- bicalcaratus, f
Penelope Satyra.
Phasianus gallus, Argus, pictus, nyctheme- rus, superbus.
Pipra minuta, Papuensis.
Eine grofse Menge Papageyen.
Die meisten Arten des Buceros,
Alle Paradiesvögel.
Trogon maculatus, fasciatus,
Bucco melanoleucos, Philippinensis, grandis, viridis, rubricapillus, Zeylanicus.‘
Todus varius.
Parra Sinensis, Luzoniensis.»
Vergleicht man dieses Verzeichnils mit denen der Säugthiere und Vögel des mittlern und südli- chen Afrika’s und Amerika’s, so wird man iinden, süudlichern;
die Fauna der
Theile von Ostindien, gleich der Flor derselben, der Ameri- kanischen eben so ähnlich, wo nicht ähnlicher, als der Afrikanischen, ist. Unter den eigenthümlichen Afrikanischen Thiergeschlechtern sind es die Anti- lopen, Rhinozeros und Elephanten, wovon sich auch Arten in Östindien finden, und von diesen bewohnen die Antilopen blos das feste ‚Land des wärmern Asiens, nicht aber die Inseln des’ IndiL schen Oceans. Wilde Elephanten Anden sich zwar auf Ceylon, den Sundischen und Philippinischen
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238 en
Inseln. Ohne Zweifel aber stammen sie von zahmen Thieren ab, die aus Indien herüberge- bracht sind(t). Auf den letztern findet man da- gegen viele Arten der dem südlichen Amerika vor- züglich eigenen Geschlechter Didelphis und Bucco, da doch Afrika von Beutelthieren gar keine und aus dem letztern Geschlechte nur eine einzige Art
enthält.
‚Die Fremdartigkeit der angeführten Thiere von ÖOstindien nimmt auch in diesem Welttheile, wie in Amerika und Afrika zu, je weiter man nach Süden kömmt. Lemur Lori, Lemur tarsius, die beyden angeführten Arten von Beutelthieren und Springern,‘ beyde Gattungen des Galeopithecus, alle Paradiesvögel und die meisten Ostindischen Pa- pageyen zeigen sich erst, auf Geylon, den Sundi- schen Inseln, den Philippinen, Molucken und Ca- rolinens- Hingegen verliehren sich auf diesen In- seln die Raubthiere. Man trifft keine derselben auf Mindanao, Gilolo, Mandiolo, Bachian, Neu- Guinea und auf allen Papus-Inseln an(u). Viele der erstern Thiere haben auch in diesen Gegenden, gleich dem Nelken- und Muskatenbaum, einen sehr beschränkten Wohnort._ Verschiedene Papa-
geyen finden sich blos auf der einen oder andern klei-
(t) Vergl. Forresr’s Reise nach Neu-Guinea. 5. 504» in. der Neuen Samml, von Reisebeschr. Th.3.
(u) Pensann's allgem, Uebers, B.ı. 9.115.
kleiner auf de Das g scheit und'
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]
hier
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puszarınen 239 kleinen Insel des Archipelagus um Lucon, und nie auf den übrigen, noch so nahe liegenden Inseln(v). Das ganze zahlreiche Geschlecht der Paradiesvögel scheint blos auf Neu-Guinea Zu Hause zu seyn, und von hier nach den Molucken und andern be-
nachbarten Inseln zu streifen(w).
Von den Ostindischen Vögeln verdient übrigens dies noch bemerkt zu werden,-dafs manche dersel- ben, z. B. die Paradiesvögel, der Ternatische Eis- vogel(Alcedo Dea), eine Art Papuischer Papageyen u. 8. w. zwey sehr lange und steife, am Hintern sitzende und an den Enden gefiederte Kiele mit
einander gemein haben(x).
In Ansehung der Amphibien steht Ostindien dem wärmern Amerika an Menge der Arten we- nig, oder gar nicht nach.-Man findet dort eine nicht geringere Mannichfaltigkeit unter den Schlan. gen, als in dem letztern Welttheile. Von'Legua- nen giebt es daselbst mehr Arten, alsin allen übri- gen Ländern, und. von den Crocndilen ist es zu vermuthen, dafs die wärmern Theile von Asien noch manche unbekannte Gattungen enthalten, Diese letztern Thiere finden sich nach Norden auf dem festen Lande dieses Welttheils bis zum 2oten Grade der Breite, nach Osten auf Mindanao(5
nach (v) SonnerAT’s Reise nach Neu- Guinea,$.28. -(w) Forrest a.a. 0. S. 149. (x) Forrest ebendas,$, 151. (y) lorrsst ebendas.$, 198.
2409 m—|
nach Süden auf Sumatra(z), Borneo(a) und der Cocosinsel(b), nach Westen auf den Seychellen(c), ‘und ohne Zweifel auf noch mehrern andern Inseln ‘des Indischen Oceans. Es ist unwahrscheinlich, dafs alle diese Länder nur von einer einzigen Cro- codilart bewohnt werden sollten; hingegen ist es
gewils, dafs sich in Siam eine Gattung, aufhält, die
von dem bekannten Ganges- Trocodil sehr verschie-..
den ist, wie die von den Missionarien. gelieferte
Beschreibung jener Art beweist(d).
In Betreff der Ostindischen Flufsfische ist es merkwürdig, dafs sich darunter sehr wenige Welse .(Silurus) befinden, da doch diese Fische im südli-
chen Amerika so sehr häufig sind(e).
Noch gröfser, als auf den südlichen Asiatischen Inseln, ist die Fremdartigkeit der Säugtihiere in
Neuholland und Madagascar. A
Neuholland’s Säugthiere zeichnen sich sehr anffallend darin aus, dafs alle, die wir näher ken-
nen, mit mehrern Thieren von ganz verschiedener Struk-
(z) MaAnspen’s Beschr. von Sumatra. 8.136,
(a)'Forkest ara. O. S. 550.
(b) La Bırrannıkre's Reise nach dem Südmeere. Fh,2, S. 100.
(ce) Rochon’s Reise nach Madagascar. S. 125. 165, im Ma
(d) Cf. Scuneıper Hist. amph. fasc. 2, p. 157.
(e) Brocz’s ausl. Fische. Th,g. S. ı7.
g. von Reisebeschr. B.8.
und Spr gemein Siugtln (Jaculıs gelechte artige Be ne(h), d use(k) schon 0 und Ta unter$ treft de an die I terftlse, maalsen, Nigel ab Einiderm deres N Ameisen thiere d fallendsı
(f) Pen (g) Eh (b) Ehe (i) Eher (k) Eben () Fonsr Mr
() und der ychellen(c), ndern Inseln ırscheinlich, nzigen En egen ist aufhält, die hr verschie.
u gelieferte
fische ist& 'enige Wels
he im südl.
Asiatischei
ingihiere 1
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Struktur, besonders mit den Maki’s, Beutelthieren und Springhasen der übrigen Länder, gleich viel gemein haben, und daher in keine der übrigen Säugtlier- Familien recht passen. Das Ränguru (Jaculus giganteus), Potoru(Jaculus murinus) und gelleckte Ränguru(Jaculus maculatus); das fuchs- artige Beutelthier(f), das Hepunaru(g), das klei- ne(h), das eichhornartige(i), und das langschwän- zige(k) fliegende Beutelthier; endlich die beyden schon oben erwähnten Wieselarten, das Tapoaru und Tapoa-Tafa, machen in Anscehung der Zähne unter sich ein neues Thiergeschlecht aus, in Be- treff des Beutels und der Fülse schliessen sie sich an die Beutelihiere an; durch die Länge der Hin terfülse, so wie durch die Kürze der vordern Glied- maalsen, sind sie den Springhasen ähnlich; die Nägel aber und der Bau der Zehen verbinden sie einigermaalsen mit den Makiv’s(l). Durch ein an- deres Neuholländisches Thier, den stachlichten Ameisenfresser, nähert sich die Familie der Faul: thiere den Stachelschweinen und Igeln. Die auf- fallendste Vereinigung ungleichartiger Formen aber zeigt (D) PennAnt's allgem. Uebers. B.2. n. 224, (g) Ebendas. n. 228. (b) Ebend. n. 228. b, (@) Ebend. n. 228. c. (k) Ebend. n. 228. d. (l) Forster im Mag. von Reisebeschr, B.Y. S, 127. Ba, IT. 0
as
242 en
zeigt sich an dem Schnabelthiere(Ornithorynchus\ paradoxus), in welchem nicht nur der Sclinabel der Enten, sondern sogar die innere Struktur der Am« phibien mit der äussern Gestalt der Säugthiere ver-
einigt ist(m).
Hier finden wir also einen neuen Beweis un- sers im ersten Abschnitte dieses Buchs(S. 24. 25) aufgestellten Satzes, dafs die Natur innerhalb gewis- ser Gränzen aller Orten ähnliche lebende Wesen her- vorgebracht hat, Wir sehen zugleich, dafs jene Bild-
nerin da, wo sie nicht ıın Stande ist, den- Charak-
ter jeder Familie, oder jedes Geschlechts in einer
eigenen Gattung auszudrücken ,„ die Charaktere mehrerer Familien oder Geschlechter in einer ein- zigen Art vereinigt, und so diesem Gesetze der
Aehnlichkeit dennoch treu zu bleiben sucht,
Einen nicht so fremdartigen Bau, als die Säug- thiere, haben die Vögel und Amphibien in Neu- holland. In Ausehung der Vögel zeichnet sich aber dieses Land auf eine andere merkwürdige Art aus. Es ist nicht das nahe Östindien, sondern das ent- fernte, aber mit Neuholland unter gleichen Graden der Breite liegende Chili, woniit diese Insel in Be- treff dieser T'hiere manches gemein hat, Man fin- det hier nicht den Asiatischen Casuar, wohl aber
eine
(m) BLrumessacH in Voıcr’s Mag. für den neuesten
Zustand der Naturkunde,
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“ Irchus eine andere Art(n), die entweder mit dem Amer.
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vel der kanischen Vogel dieses Geschlechts(CasuariusR hea)
ıktur der::; A= er Am einerley, oder doch nui' in minder wichtigen Punk:
äugthiere ver.:; Bee; NR gthiere ver ten von diesem verschieden ist. Man trifft hier s keine Art des|Buceros an, die doch in Östindien Bank so häufig sind; hingegen wohnt hier eine Art der, | reis un
. s 5; IRRE (4 Mycteria(0), deren übrige Gattüngen in Südame: hal‘ rika und am Senegal zu Häuse sind; Es Siebt hier erhalb gewis 2 . endlich eine schwarze Schwanenart(P); welche
da Wesen har,: no der Chilesischen, vön MoiinA(g) beschriebenen Anas melancoripha ähnlich zu seyn scheint,« ‚ den: Charak echts in ein In Madagascar war die Form der Maki’s das ie Charakter Model, wonach alle dortige Säugthiere gebildet in einer tk wurden. Unter den bekänntern, dieser Insel eige- \ Gesetze& nen Säugthieren ist die Viveirra Galera die einzige, sucht, woran jene Form vermilst wird, Das Eichhorn
von Madagascar(Sciurus Madegascariensis) hat
1 1a Gin, Ä SIE=.5& i 8= als die Si eben so viel mit dern Maki’s, als mit den Eichhör:
hi 1 Na Ä AR fi a PERR|, bien in N nern gemein, Alle übrige, näher bekännte und hnet sich I blos auf dieses Land eiügeschrärikte$ä ußthiere ıdige Art sind
dern das ent ef (n) Wnrte’s'Reise nach Net: Süd- Wallis; 5124; ımd
Mag. von Reisebeschr. B:£. o
eichen bradtt
e Insel in| 3| e Man fi(0) Mycteriä äüstralis, alba, capite collogüe vitıs
a a di-nigris; tectiicibus, pennis scapularibus caudigue
, wohl” nigris; Töstro nigro; pedibüs rubris.
”
=(p) LA BıriAnndıeRr’s Reise. Th.ı.$. iog,
(4) Nat: Gesch, von Chili. S, 209, eat
den neit 0a
244
sind wahre Maki’s. Hier wohnen Lemur’Macaco‘,
Mongoz, Catta, Indri, laniger und murinus.
Neuholland ist die einzige unter den Südsee- inseln, welche eigene Sängthiere besitzt, Die übri- gen haben nicht mehr als fünferley Arten, nehm- lich das Schwein, den Hund, die gemeine Ratte, den Vampyr, und eine andere sehr kleine Art von Fledermäusen. Aber auch diese wenige Arten fin- den sich nicht einmal auf allen jenen Inseln. Der Vampyr wird blos auf den westlichen Inseln des stillen Meers angetroffen. Auf Tanna giebt es aus- ser ihm noch die erwähnten kleinen Fledermäuse in unzählbarer Menge. Das Schwein und der Hund finden sich zugleich blos auf den Societätsinseln, Neuseeland, nebst den übrigen niedrigern Eilan- den, enthält blos Hunde. Die Marquesen ‚ freund- schaftlichen Inseln und neuen Hebriden haben nur Schweine. Die Osterinsel und Neucaledonien be- sitzen keine von beyden Thierarten(r).
Eben so arm sind diese Gegenden an Amphi- bien. Nur sechs Arten wurden auf Coon’s zwey- ter Reise in der Südsee zwischen den Wendezirkeln beobachtet; nehmlich Testudo imbricata, Testudo Midas, Gecko virosus, Lacerta agilis, Goluber la- ticaudatus und Anguis platura; und von diesen le- ben nur die beyden Eidechsenarten auf dem Lande,
die übrigen hingegen im Meere(s). x e-
(1) Fonsten’s Bemerkungen auf einer Reise etc. S, 166.
(s) Ebendas. 5 172.!
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Ganzer Wasser sie obn aus W jenen
schon und P nen 6 deres ı und die an die. guine| mehren auhäl
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Mac 5 n 2. z ne) Desto reichhaltiger aber ist hier die Classe der
n= Vögel. ‚Auf Neuseeland fanden die beyden For- len Südsee, steR 38, auf den Inseln. des stillen Meers 48, auf Die übri. dem Ocean, auf den südamerikanischen Felsen, en, nehm. und auf den noch südlichern Küsten sg, also im ine Ratte,« Ganzen rı4 neue Arten, von welchen die Hälfte ne Art von Wasservögel waren.< Von bekannten Arten trafen Arten fin. sie ohngefähr 30 an, von welchen auch über zo seln. Der aus Wasservögeln bestanden. Die meisten von> Inseln des jenen neuen Arten gehörten unter die ohnehin ebt es an. schon sehr reichen Geschlechter Anas, Pelecanus ledbrnans und Procellaria, mehrere aber auch zu einem eige- der Hurl nen Geschlechte, das sich mehr als irgend ein an- stärsinzelh, deres durch die flossenartige Struktur seiner Flügel cn und die schuppenartige Beschaffenheit seiner Federn nn. an die Fische anschlielst, nehmlich dem der Pin- nn) guine(Aptenodyta)(t), und eine, die sich auf As he mehrere Südseeinseln, vorzüglich auf Neuseeland
aufhält, zu einem eigenen Geschlechte der Reiher-
familie(Vaginalis). an Amphl
| j | = |
OR'S ZWE) Diese Armuth an Säugthieren und Amphibien, ndezirkeln und dieser Reichthum an Vögeln ist indels nicht 1, Testuto blos den Südseeinseln, sonjlern überhaupt allen Goluber la kleinern und von dem festen Lande entfernten Ei- diesen le landen eigen. So giebt es z. B. auch auf Madera 1 o& lem Lande, von Willpret weiter nichts, als das Kaninchen, und Dr
(t) Forsten Bemerkungen etc. S. 172,
03 107
246—
nd von Amphibien nur Eidechsen,, aber keine Schlangen; hingegen von Vögeln finden sich hier Falco Nisus, Corvus corone, Corvus pica, Alauda arvensis, Alauda arborea, Sturnus vulgaris, Em- beriza eitrinella, Motacilla flava, Motacilla rube- eula, Hirundo rustica, Hirundo apus, Tetrao ru- fus, Loxia Astrild, Fringilla domestica, Fringil- la montana, Fringilla coelebs, Fring. carduelis, Fring, butyracea, Fring, canaria, und ohne Zwei- fel noch mehrere andere Arten(u),
Wir haben oben bemerkt, dafs ein Charakter des Tbierreichs, und besonders der Säugthiere der wärmern Zonen in häufigen Verbindungen ungleich- artiger Formen besteht. Aus dem bisher Gesagten erhellet, dafs dieser Charakter vorzüglich von den Säugthieren der südlichen Länder des wärmern Theils der Erde gilt,
Ausser dieser Verschiedenheit der Thiere des Südens und Nordens giebt es noch eine zweyte, welche ihre Erstreckung der geographischen Breite nach betrifft. Viele Thiere des Nordens nehmlich, welche! grolse Erdstriche der Länge nach einneh- men, sind auch von Norden nach Süden weit ver- breitet, Hingegen die Thiere der südlichen Erd- hälfte sind immer der Breite nach nur auf enge Zonen eingeschränkt, wenn sie sich auch über sehr entfernte Länder der Länge nach erstrecken,
Gehen
(u) ForstTer's Reise um die Welt. B,ı. S.2ı. 22,
Geh durch, qmerik: erwähn nuraul nehnli Wieel, Kleinere Spitama strictus) (Lemm Eichho Schaaf Arten e Wendek
cien Do
Der Br. an,
Mexico
De zirkel; und vi
in Amı
D: Wegen, schatka Küste y und Aet
cilla rube Tetrao nı. , Fringil. carduelis,
hne Zwei-
ı ungleich. Gesagten ı von den
wärmer
u—— 247
Gehen wir das obige Verzeichnils dever Thiere durch, welche die nördliche alte Welt mit Norl- amerika gemein hat, so finden sich unter den dort erwähnten Säugthieren siebenzehn Arten, welche nur auf wenige Grade der Breite eingeschränkt sind, nehmlich der Isatis(Canis lagopus), das gemeine Wiesel, der Zobel, Eisbär, Dachs, Vieifrals, die kleinere Fischotter, die gemeine Spitzmaus, die Spitzmaus mit verkehrtem Schwanze,(Sorex con- strictus), der Bieber, der Lemming, die Feldmaus, (Lemmus arvalis), die‘ Waldmaus, das gestreifte Eichhorn, das Rennthier, Elendtlier, und wilde Schaaf(Capra Ammon), Die übrigen vierzehn Arten erstrecken sich bis zum Aequator, bis zum Wendekreise des Steinbocks, ja bis zu den südlı. cuen Polarländern.
Der Luchs fängt olngefähr mit dem 64° N, Br. an, und gelt in Amerika bis Carolina und
Mexico,
Der Wolf geht nach Norden bis zum Polar- zirkel; nach Süden in Asien bis China, Persien, und vielleicht noch weiter; in Afrika bis zum Cap;
in Amerika bis Mexico.
Der Fuchs findet sich häufiz in Island, Nor- € b wegen, Lappland, Jeniseisk, Tobalsk und Kam- schatka, geht in Asien bis Bengalen und bis zur Küste von Coromandel; in Afrika bis zur Goldküste und Aethiopien; in Amerika bis Peru, und, wenn
04 jenes
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jenes fuchsähnliche Thier, das BovcaArnviree(v) und Byron(w) auf den Falklandsinseln sahen, und welches Morına(x) unter dem Namen desCul- peu(Canis Culpaeus) beschreibt, eine.blolse Ab- art des Fuchses ist, wie es wirklich der Fall zu seyn scheint, bis zum Magellanslande.
Fast einerley Länder mit dem Fuchse bewohnt auch der Bär. Dieser ist nach Norden bis zum 66ten Grade der Breite, nach Süden bis Siam, Java und Ceylon, in Amerika wenigstens bis zum’ Ama-
zonenflusse, wo nicht bis zum Magellanslande, verbreitet.
Den Marder trifft man in Canada, Siberien, Norwegen, Schweden, und von da in Asien bis
Persien, Tibet, Tunquin, und selbst bis zu den Maldiven an.
Der Hermelin lebt in allen kalten Ländern des Nordens, und zugleich auf den Molucken.
Die gemeine Otter fängt in Europa mit Lapp- land, in Asien mit Beresof, in Amerika mit Cana. da an, geht in Asien bis Siam, und in Afrika,
nach Sparrmann’s oben erwähntem Zeugnisse, bis zum Cap,
Der (v) Voyage autour du Monde p- 64.
(w) HAwxesworrn#’s Gesch. der Seereisen. B.ı.
(x) Nat. Gesch. von Chili, S. 2509.
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T Breite Java ı
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Nrı\. ure(v) Der Aufenthalt des Hasen erstreckt sich von sch m’:” “en sahen, Lappland, Siberien, Grönland und der Hudsons- Men del a: erdesChl bay bis zum Senegal, Dengalen und Ceylon. e blolse Ah. der Ra Das gemeine Eichhorn wohnt sowohl unter T Kal au kr&- dem nördlichen Polarzirkel, als im heissen Asien und Amerika bis Siam, Guiana und Peru.
se bewohr: 5© Be Ohr Das fliegende Eichhorn hält sich in Lappland,
n bis Im ä= S 5 s 52 r Feen im nördlichen Asien bis zu den Gränzen der dorti-
Siam, Jar x 3 RR am, Jan gen Waldungen, in Canada, und nach Süden in
g ayr m, R r. e 5 2 s zum Am der neuen Welt bis Carolina und Mexico auf, ellansland: 4wi Mu,. Der Hirsch geht nach Norden bis zum 64° der
Breite, nach Süden in Asien bis Siam, Tungquin, ‚ Siberien, Java und Sumatra, in Afrika bis Abyssinien und Asien bis Guinea, in Amerika bis Peru und Brasilien.
bis zu den i e»; £ Das Reh ist nach Norden in Europa bis Nor-
wegen, in Siberien bis Kufsnez und Jekuz, nach
ed Süden in Asien bis Indien, Java und Ceylon ver- en. breitet, ln Der wilde Ochse findet sich in ganz Europa L Can und Siberien bis zum 64, in Nordamerika bis zum ‚ mit Lands
51 oder Seten Grade nördlicher Breite. Nach Süden
n. Alk Er\ erstreckt sich sein Aufenthalt in Afrika bis zum Cap EN und bis Madagascar, in Asien bis Indien, den Sun- daischen Inseln und den Philippinen. Indels ist eg Di unmöglich, zu bestimmen, welche von diesen Län- dern durch Hülfe des Menschen mit ihm besetzt
sind.
0:5 Noch
250 gu———
Noch weiter als diese Säugthiere sind manche Vögel, die das nördliche Amerika mit Nordasien und dem nördlichen Europa gemein hat, ver-
breitet,
Die Meerelster(Haematopus ostralegus) be- wohnt Schweden, Lappland, Rufsland, Siberien, Kamschatka, ganz Nordamerika von Neuyork bis zu den Bahamainseln, Curacao in Westindien, die
Faiklandsinseln(y), und die Westküste von Neu- holland.
Der Goldregenpfeifer(Charadrius pluvialis) fin- det sich in allen Gegenden des Nordens von Eu- ropa, Asien, und Amerika, und geht südlich bis
Carolina und bis zu den Sandwichinseln.
Der Aasgeyer(Vultur aura) hält sich allenthal- ben im südlichen sowohl, als nördlichen Amerika von Neuschottland bis zum Feuerlande auf. In Eu- ropa geht er bis zum 52°, in Asien bis zum 55°
N=Br.
Wenig Vögel sind aber in so vielen Ländern anzutreffen, als die Schnepfen. Man findet sie fast überall in Europa, Asien, Afrika und Ame- rika(z).
Die weite Verbreitung mancher Amphibien von Norden nach Süden erhellet vorzüglich bey der
Rana
(y) Forster’s u. Sprencer's Beyträge. Th.ı. S.178-
(2) HawxesworrH’s Gesch. der Seereisen. B.5. 9.354
Rana te geht n Schwec
Morıy
b breitun des No nach gl ohne ak ten, F in alle ist un hin ge Nacanl: fruchtba Forster theilten von Eu
Sel che die solche dewoh
MR, b)L () A, (d) Ri Yon R
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‚allenthal- 1 Amerika ı£, In Eu
5 zum 55°
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Ranı 5.178
5, 956
| Zst
Rana temporaria und Rana esculenta. Die erstere geht nördlich bis Grönland(a), die letztere bis Schweden(b). Zugleich finden sich beyde, nach
Morına’s Zeugnisse(c), in Chili,
Eben so auffallende Beyspiele von weiter Vers breitung findet man auch bey manchen Thieren des Nordens ,„ welche der geographischen Länge nach grolse Strecken in der alten Welt einnehmen, ohne aber der neuen Welt ursprünglich anzugehö- ren, Hierher gehören vorzüglich die Ratzen, Fast in allen Südseeinseln sind diese gefunden, und es ist unwahrscheinlich, dafs sie durch Menschen da- hin gebracht seyn sollten, Warr(d) traf sie auf Macauley’s Eilande, einer unbewehnten und un- fruchtbaren Insel im Südmeere an. Die beyden Forster(e) fanden sie auf Neuseeland, und ur- theilten aus der Menge derselben, dafs sie nicht
von Europäischen Schiffen herstammen könnten,
Sehr schmal sind dagegen die Zonen, wel- che die Thiere der südlichen Erdhälfte, und selbst solche von diesen, die fast alle Grade der Länge bewohnen, der Breite nach einnehmen. Am deut
lich- (a) FAsrıcır Fauna Groenl, (b) Lınner Fauna Suec, Ed.2. p.ıon, (c)-A,:®. O, 5,190, (d) Rückreise von Neu-Süd- Wallis,$.159, im Magı von Reisebeschr. B.ı. (e) Reise um die Welt, B.ı. S, 152,
Su re nn a er A EEE ER Ener"u men nn_
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2/2 men
lichsten zeigt sich dies bey dem Vampyr. Dieser findet sich am Senegal, auf Guinea, in Sofala, Mombosa, Monomotapa, auf den Inseln Mada- gascar, Bourbon, Frankreich und Rodriguez, in, Guzurate, auf der Küste Coromandel und Malabar, in Siam, auf Sumatra, Java, den Maldiven, Phi- lippinen, Molucken, Neu.-Guinea, Neuholland und auf’ den westlichern Inseln des stillen Meers. Der kälteste, nach Norden gelegene Erdstrich, worin er noch fortkömmt, ist die chinesische Pro- vinz Chensi. In der südlichen Erdhälfte trifft man ihn schon am Cap nicht mehr an. Sein Aufenthalt erstreckt sich also in der nördlichen Hemisphäre höchstens bis zum Wendekreise des Krebses, und in der südlichen kaum bis zum Wendekreise des Steinbocks.
Einen andern Beweis giebt der Amerikanische Casuar(Casuarius Rhea). Dieser hält sich, wie wir oben gesehen haben, sowohl in Neuholland, als im südlichen Amerika auf. Er ist also der geo- graphischen Länge nach über Länder von beträcht- licher Entfernung verbreitet, Ziemlich grols ist auch die Zone, die er der Breite nach einnimmt, Dennoch überschreitet er nicht den Aequator. In Amerika geht er südlich bis zur Magelianischen Meerenge, nördlich aber höchstens bis zum Amazo- nenflusse, also noch lange nicht bis zur nördlichen Erdhälfte.
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der ge0 sich al TEN ie muth- Naturg
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Sch benswei des Laı die Ve haben in eine strengu Dicht Si die Lan Ihnen i und we
als die mit de verbur Örter; Organ Pilinz: abhiye £
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————$ 253
\T 1>‘ e°
1. Dieser Es würde uns jetzt noch übrig seyn, auch von In Q,f.1 n N.. N Sofala, der geographischen Verbreitung derer Thiere, die
\ ala sein Mada
sich alleın oder doch vorzüglich im Meere aufhal-
ÄNIgNEZ, in ten, ein Gemählde zu entwerfen. Allein die Ar-
1d Malabır, muth an Erfahrungen, die in diesem Theile der
ven, Pl Naturgeschichte herrscht, erlaubt uns nur, einige=
Neuhollaut allgemeine Bemerkungen zu machen.
len Meer, 5
ee Schon aus der Verschiedenheit, die in der Le- rastrich,
Mn bensweise zwischen den Bewohnern des Meers und esische Pro.: 2 des Landes statt findet, lälst sich schliessen, dafs fe tritt man. E- / die Verbreitung der erstern ganz andere Gesctze Aufenthalt i Ba haben werde, als die der letztern. Jene halten sich Hemisphär ED n;.; s in einem Elemente auf, das ihnen mit geringer An- ass|> ebses, und; Pa N strengung sich zu bewegen erlaubt, ihren Zügen ‚kreise de BE re I U He; TlICcHT: SO-mıele alndernlsse entgegensetzt, wıe
die Landthiere auf ihren Wanderungen antreien,
ae. TAT> ssuch\ AR SOREN ihnen ihre Nahrung meist ungesucht darbietet,
vei’ r.n ay 53= sich ve und weit geringern Veränderungen der Temperatur,
‚als die Luft, unterworfen ist. Das Pflanzenreich,
Neuholland,
N rer mit dessen Verbreitung die der Landthiere sehr eng e dar verbunden ist, hat keinen Einfluls auf ihre Wohn-'
ie il örter; es sind die Zoophyten des Meers, mithin|
h En Organismen, die auf eine ganz andere Art als die|
| ne Pilanzen vertheilt sind, wovon ihr Aufenthalt I
1:'& abhängt.
vellanischen
im Ama Von jener Verschiedenheit des Elements rührt|
‚nördlichen es her, dafs die Mannichfaltigkeit der Faunen weit
geringer im Meere, als auf dem Lande ist. Hier
Ei ändert
254
ändert sich die Gestalt des Thierreichs oft schon in- nerhalb weniger Grade der Länge oder Breite; dort hingegen muls der Naturforscher die verschieden- sten Climate besuchen, oder ganze Continente a schiffen, ehe er eine beträchtliche Abwechselung
in den Faunen antriıfft.
In der kalten und gemälsigten Zone des Nor- dens, welche vier bis fünf verschiedene Faunen von Landthieren enthält, finden sich nur zwey Re- gionen, die eine bedeutende Verschiedenheit in Be- treff der Meerthiere zeigen. Die eine begreift den Theil des Weltmeers, der von Europa und der neuen Welt begränzt ist; die andere den, welcher zwischen dem nördöstlichen Asien und dem nord- westlichen Amerika liegt. In jener Region wohnt 2.B. die Grönländische Robbe(Phoca Groenlandi- ca), die rauhe Robbe(Phoca hispida), die Alca alce, die meisten Arten des Gadus und der Clupea; in dieser ist der Aufenthalt der Nordischen Seekuh (Trichecus borealis), des Seebären(Phoca ursina), der Alca cristatella, tetracula, psittacula, cirrhata, antigua, pygmaea, und während des Winters der vielen eigenen Lachsarten, die im Sommer die Flüs-
ee und Landseen von Aamschatka besuchen,
als die Verschiedenheit ist: aber die Gleichheit der Faunen dieser beyden Regionen in Betreff der Säugthiere und Vögel. Beyde werden von dem Walliols(Trichecus Yosmarus);.der ge-
mei:
meinen (Phoca hata)| ten 29 ander Procel Troile, mit ein die Anz Meeren Welt| Punkı
6 thiere in der. Erst in. Bewohn Geschle in den nördlic ter au ten, ı gelund kel des die m gänse( Aeglefi (Gadus Mehrere
gemmenrzmem 255
"schon in. meinen Robbe(Phoca vitulina), der Klappmütze te, dort(Phoca cristata) und der grolsen Robbe(Phoca bar- verschieden. bata) bewohnt; beyde haben die meisten, der kal; itinente um, ten Zone des Nordens zugehörigen Seevögel, unter wechseln andern Alca arctica, Alca impennis, Alca Torda,
Procellaria pelagica, Colymbus Grylle, Colymbus
RN Troile, Colymbus arcticus und Larus tridactylus 1e des Nor€
an mit einander gemein. Nicht so grofs ist vielleicht A die Anzahl der Fische, die sich in den nördlichen ve Meeren auf beyden Seiten der alten und neuen ar, Welt finden. Doch fehlt es in Ansehung dieses en Punkis noch an hinreichenden Beobachtungen. 11a det n, welche Gering ist auch die Verschiedenheit der See. Her nor thiere unter den verschiedenen Graden der Breite on! wohnt in der. kalten und gemäfsigten Zone des Nordens., ESRIEER Erst in der Nähe des Wendezirkels ändern sich die ie hlca alee, Bewohner des Oceans. Wir haben schon oben die One: Geschlechter der Seethiere genannt, die sich blos i Ha in den Meeren der heissen Zonen aufhalten, Die e Bi nördliche kalte Zone hat keine solche Geschlech- re ter aufzuweisen, wohl aber giebt es manche Ar- SEN ten, welche nur in den höhern nördlichen Breiten " En gefunden werden, und sich nach dem Wendezir- er ie kel des Krebses hin verliehren. Zu diesen gehören,-
hen, die meisten Robben, Mewen(Larus), Taucher- st aber di gänse(Mergus) und Alken, der Schellfisch(Gadus Regionen I Aeglefinus), Dorsch(Gadus Callarias), Stockfisch ie werdet(Gadus Morrhua), Hering(Clupea Harengus) und f' der ge mehrere andere Fische,
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256 wasser
Zwischen den Wendekreisen giebt es diey Re- gionen des Weltmeers, die sich in Ansehung ihrer Bewohner von einander unterscheiden. Die eine
begreift die Meere zwischen Afıika und Amerika;
die zweyte den Indischen Ocean und die übrigen‘
tleinern Meere, die zwischen Afrika, Asien und Neuholland liegen; ‚und die dritte den zwischen den
Wendezirkeln enthaltenen Theil des stillen Meers,
Die erste und dritte dieser Regionen, die auf der einen Seite durch die alte, auf der andern durch die neue Welt gänzlich'von einander geschie- den sind, enthalten-sehr. verschiedene Faunen, Dies beweiset, der Manati(TTrichecus Manatus), der den Atlantischen Ocean, nicht aber das stille Meer bewohnt. Dies erhellet ferner bey einer
Vergleichung der von Käurrer, Hovurruyn und
a 4.”..‘ Br.ocH beschriebenen Japanischen Fische mit denen
von MARrcGRAF, BROWNE, ROCHEFOAT, CATESBY und Andern gelieferten Beschreibungen der an der Ostküste des wärmern Amerika sich aufhaltenden Thiere dieser Classe, worunter fast gar keine ge- meinschaftliche Arten befindlich sind. Und dies beweisen auch die Beobachtungen der beyden For- STER, die unter 114 von ihnen im Südmeere zu- sammengebrachten Fischarten nur ohngefähr 40
Linneische Gattungen antrafen(f).
Dage-
(5 Fonsten’s Bemerkungen, 5.172. 175.
uns fa stillen aufzuı eigene Ihm il bis zu Eszieh arten,
mus,( trodon und aı tungen Atlani hat$ schen de Landthi neben an, di quator: pocamı Meers, maka
Japan
In der wi
($) Re von f Bu,
Dagegen scheint die Fauna des Indischen Oce- ing Ihrer ans fast eben so viel mit der des Atlantischen und stillen Meers gemein zu haben, als sie Eigenes ik ‚ aufzuweisen hat, Es giebt in dieser Region eine eigene Wallrolsart, nehmlich den Dugong. Mit Asien und ihm aber findet sich hier auch bis Neuholland und ischen den bis.zu den Philippinen der eben erwähnte Mänati. len Meers, Es giebt hier eine beträchtliche Menge eigener Fisch- arten, besonders aus den Geschlechtern Calliony-
n, die auf mus, Coryphaena, Zeus, Chaetodon, Sparus, Te der andern trodon und Östracion. Aber unter eben diesen er geschie und andern Geschlechtern giebt es auch viele Gat- e. Faunen, tungen, die der Indische Ocean theils mit dem Manatus), Atlantischen, theils mit dem stillen Meere gemein dag stille hat. So führt z. B. WHıTE(g) unter den Seef- Eine schen der Westküste von Neuholland, wo doch die nn und Landthiere fast insgesammt von eigener Art sind, in neben einigen wenigen neuen Arten drey Fische uni an, die sich auch auf der nördlichen Seite des Ae- quators aufhalten, nehmlich den Syngnathus Hip- pocampus, einen Bewohner des mittelländischen
Meers, die Atherina Brownü, die sich um Ja-
RB * F
Und re maika findet, und die Fistularia tabacaria, die um
Yan Fit Japan einheimisch ist. eyuen FUN
er
Imeere ZU In der südlichen Erdhälfte giebt es ausserhalb
‚oefähr 40 der wärmern Zone keine Länder mehr, die sich der j Brei- (g) Reise nach Neu- Süd- Wallis. 8. ı50 fl, im Mag.
von Reisebeschr, B.Y. Ba. II, R
Dis6
258 2 urn
Breite nach weit genug erstrecken, um der Ver- breitung der Seethiere Schranken zu setzen., Hier finden daher keine bedeutende Verschiedenheiten unter den verschiedenen Graden der Länge in An- sehung der Faunen des Meers weiter statt. Die Bewohner dieser antarktischen Region lassen sich unter drey Abtheilungen bringen. Sie bestehen theils aus solchen, welche alle Theile des Welt- meers bewohnen; theils aus solchen, welche die kalte Zone des Südens mit'der des Nordens gemein hat, die sich aber nicht zwischen den Wendekrei- sen aufhalten; und theils aus solchen, die blos den
südlichen ‚Polarmeeren angehören.
Zur ersten dieser Abtheilungen gehören vor- züglich die Wallfische. Es ist bekannt, däfs Ba- laena Mysiicetus, Boops und. Physalus, Delphinus Phocaena, Delphis und Orca vom Nordpole bis zum Südpole gehen..Die beyden letztern sieht man unter allen Graden der Breite in gleicher Men- ge(h). Morına aber versichert, hinlängliche Be- weise zu haben, dafs sich ausser jenen auch alle übrige Wallfischarten in der Südsee finden, die man in der Nordsee antrifft(i). Zu eben dieser Abthei- lung gehören.ferner: Phoca vitulina, ursina und jubata, so wie unter den Seevögeln: Procellaria pelagica,, giacialis, aequinoctialis und Puffinus,
Vor- (h) Forsten a. a. 0. S. 169. (1). Moxına a; a. 0. S, 202.
Joraüg] solchen tor bis
zu die
Von felhaft, Stäte h; sich in nicht
aut zy
Im der Ver. etzen, r Vorzüglich ist aber die Classe der Fische reich an hiedenhehn salchen Arten, die beyde Hemisphären vom Aequa- Yasha. tor bis zu den Polarkreisen bewohnen, Es gehören | Es M zu diesen unter andern:
statt,)ı Inne 2 Muraena conger. ie bestahn Sparus pagrus(k), aurata. ‚des Wal, Scomber Pelamys, Thynnus, scomber. Ne Gadus Morrhna. j dens gemein Salmo eperlano- marinus(). ; Clupea Alosa, Encrasicolus, sprattus.
. die bock Mullus barbatus. Pleuronectes solea, rıombus. Lophius piscatorius, hören vi: Squalus Carcharias, Pristis, canicula, Acan- t, dafs h thias(m). x ‚ Delphin:\
| Von manchen dieser Arten ist es indels zwei- \ordpole hi a R; felhaft, ob sie in der wärmern Zone eine bleibende etzterm sic!'. 0} ; Stäte haben, und nicht zu denjenigen Thieren, die ‚leicher Net£ 2: | sich in den Polarmeeren beyder Erdhälften, aber lnglich b a 6 nicht zwischen den Wendezirkeln aufhalten, z1so
n auch alk 2 Ä‘ 2 2 zur zweyten der obigen Abtheilungen gehören,
en, die man
Dafs ieser Ahther da(k) Forster’s Reise um die VVelt,-Th.0, 8.452. ursına Ul IM“(l) Narzorouca in Pennant’s Britt. Zool. T. 2. P- 314. Procesarı= 1 Pufinus(m) Die meisten dieser Fische werden von Farzırr ulmmus, V(Voy. T.ı. p.212), Anson(Voy. L.IT. c. ı) und Mo- 0l-;
1InNA(A.a.O, S.193) als Bewohner des Chilesischen Meers angegeben,
Ro
2650 ee)
Dafs es wirkbeh Thiere der Art giebt, beweiset der Albatros(Diomedea exulans). Es ist bekannt, dafs sich dieser Vogel in grolser Menge auf den Meeren der südlichen Eiszene findet, aber desto seltener wird, je näher man dem 35ten Grade süd- licher Breite kömmt, und sich diesseits des Vorge- birges der guten Hoffnung ganz verliehrttr. Nun aber kömmt derselbe Vogel, nach STELLER’S Beob- achtung, jährlich am Ende des Juny bey Kamschat- ka und den Kurilischen Inseln von Süden oder Siid-Westen ganz abgemagert an, und kehrt, ohne hier Nester zu bauen und zu brüten, am Ende des July oder vor der Mitte des August wieder nach Süden zurück. Es läfst sich, also nicht zweifeln, dafs, der Albatros jährlich von den südlichen Polar- meeren zu den nördlichen, und von diesen wieder nach jenen wandert(n»). Ist dies aber gewils, so ıst
X(n) Diomedea, quam Stellerus ıpse, et ex eo Krasche- ninikofius Laros maximos(Tschaiki) appellat, circa a Junii mensis adveniunt immensis et millenariis fere catervis, certigque nuntii sunt instantis adventus piscium. Circa finem Julii et ante medium Augusti (abeunt rursum. Numquam autem ad oram Kamschat- tae orientalem adscendunt, ubi vix rarissıme et V®-
Jut hospites visuntur; contra in Sinu Peschinensi, et universo mari HKamschatico interiore, inque archipe- lago Kurilico abundant. Ad insulam Beringii quoquo copıose venerunt, tempore, quo Stellerus abitum inde parabat, Quum in has regiones adyolanı, macilentis-
j simae
tesa mehrei im Ok sten\ s0 sr Neun: we(b wohl g fen wir
rg{
Sı 3) pm udh. tae sı mede proli sit, „Ver alter gien usqn suet: Ubi. austr iomot quae Teperı (t) Mor. (p) F ORS
Warner 26H , bewelset ist es auch nicht ganz unwährscheinlich, dafs noch st bekannt, mehrere andere Thiere, z. B. der Stockfisch, der' 1ge auf den ım October, November und December an’den hü- aber des sten von Juan Fernandez und Valparaiso in eben
Grade sül. so grofser Menge, wie an den Bänken von Terre
des Voree. Neuve erscheint(0), und die grofse nördliche Me
hr, Nun we(Earus catarractes), die in höhern Breiten 0- wohl gegen den Süd- als Nordpol häufig angetrof-
fen wird(p), ebenfalls jährlich eine solche Warde-
LER'S Beob- ; Ramschat-
Süden oder ring antreten.= Zur
1+ L° kehrt, ohne: simae deprehenduntur. Ab austro vero advolare inde
ar re m Ende des; apparet, guod ın extremo peninsulae promontorlo
sijeder nadı; En 3 viede primae conspicı soleant. Imo saepe e regione 5.\V. ı t zweilel, advolantes et abitus tempore eodem remieantes observa- chen Polu tae sunt catervae,-— Jure miratus est Stellerus, Dio-
esen.wiedk medeas circa Kamschatkam nequaguamı nidificare, aut
. vewils, s proli operam dare, quum tamen co Ipso tempore ad- gewls,»
w>.“.«
siut, quo omne ibi ayıum genus progignere solet.
Verum haec ipsa res argumento est,‘ avem hanc esse
x eo Knsct alterius hemisphaerii, quae hyemem poli australis fu- pellt, ur giens ad extremun huncce Oceani pacihici angulum er mit usque migrat, et diverso prolificationis termino ad:
antıs auteat" sueta est, in illud tempus verosimillime collocando,
dium Aug! ubı apud nos hyems et aestas, est, in hemisphaerio
australi. Neque. puto inczedibilis est, in quamvıs {gnota causa, talis et tanta migratio ın are marına,
quae ubique victum, ubique requieti locnm.ın Oceano
reperire poterit. PALLaAs misc. zool.£.V. p.29 sq.
EDER; eringa geog"(0) MorınA a.a. 0. S.105. g apıtum ind(p) Forster’s Reise um die Welt, Th. 85: L D%
| 79 j, maculent® R 5
sımae
262 Guumurmns
Zur dritten Abtheilung der Meerthiere des käl- tern südlichen Erdgürtels haben wir diejenigen ge- rechnet, welche dieser Region ausschlielslich zu- gehören. Unter diesen befindet sich nur ein einziges eigenes Geschlecht, nehmlich das der Pinguine “Aptenodyta), wofür aber die nördliche Polarzone en Analogon an den Alken besitzt, und welches atch nicht blos auf die südlichen Eismeere einge- sch:änkt ist, sondern’ alle Meere der südlichen Erd- hälfte vom Polarzirkel an bis zum Aeguator be- wohnt(9). Alle übrige Thiere dieser Abtheilung machen blos eigene Arten aus, und gehören vor- züglich zu den auch im nördlichen Ocean anzu- treffenden Geschlechtern Phoca, Procellaria, Dio- medea und Pelecanus. So wenig die Verbreitung der Meerthiere in anderer Rücksicht der des Pflan- zenreichs ähnlich ist, so kömmt also jene doch dar- in mit dieser überein, ‚da's die Fauna der Meere des kältern südlichen Erdgürtels, eben so wie die Flor der dortigen Länder, wenig Eigenes, aber sehr vieles mit der der nördlichen Polarzone ge- mein hat.
Alles bisher Gesagte gilt aber blos von den hö- hern, mit Wirbelbeinen versehenen Thierclassen. Bey der Verbreitung der Mollusken und Würmer des salzigen Wassers scheinen wieder neue Gesetze
ein-
(gq) Forsten in Commentat, soc. Reg. sc, Gotting. phys. 4, HI: 9. 3122,
\
1
anzutt Jiefert Theil eigene sind mann Ocean die me sich nu stems, Kinkh und} gen\ die Ge wagen,
ser Thi
(Fr
t des käl. |enieen ge. ielslich zır In einziges N Pinguin Polarzon d: welche ere einge ichen Erd. equator he. Abtheilung ehören vor: cean Anzl- laria, Dir 'erbreitung des Pflan ie doch dar. , der Meere so wie di
renes, All
u 263
einzutreten, Einen Grund für diese Vermuthung
“liefert der zwischen den Wendezirkeln enthaltene
Theil des stillen Meers. Hier, wo es so manche eigene Arten von Seevögeln und Seefischen giebt, sind die Muscheln und Schnecken lange nicht so mannichfaltig, als sich von einem so beträchtlichen Ocean erwarten liesse. Auf dem Rief, welches die meisten Inseln dieses Meers umschliefst, finden sich nur die gemeinsten Arten des Lınneischen Sy- stems, Porceilaneen, Bischofskronen, gewöhnliche Kinkhörner, Stachelschnecken, Mondschnecken und Neriten(r). Aber wer mag es bey dem gerin- gen Vorrathe von brauchbaren Materialien, welche die Geschichte der Mollusken und Würmer enthält, wagen, allgemeine Gesetze für die Verbreitung die-
ser Thiere aufzustellen?
(r) Forster’s Bemerkungen 5. 174.
| Rq4 Drit-
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BEE BEP
& F;»*, e au ei” E s x n P BE 0 ag” ee gi; Bi Pr= AR e RUE:> rt. ER IRT Br===. En- en ee a——-
264.>
Dritter Abschnitt.
Verbreitung der lebenden Körper nach der Verschiedenheit der aus-
sern Einflüsse,
Erstes Kapitel.
Vorläufige Untersuchungen über die Ent- stehung und die Verwandlungen der
lebenden Körper,
Gr
Teac Untersuchung über den Einflufs der gesamm-
ten Natur auf die-lebende Welt mufs von dem‘
Grundsatze ausgehen, dafs alle lebende Gestalten Produkte physischer, noch in jetzigen Zeiten statt- findender, und nur dem Grade, oder der Richtung nach veränderter Einflüsse sind. Ob eine solche Voraussetzung von sonstigen Gründen unterstützt wird? Diese Frage könnten wir allenfalls ganz un- beantwortet lassen. Es könnte uns hier genug seyn, zu wissen, dafs die entgegengesetzte Hypothese
allen
alın 1 schäftig den di
D für u für di zuglei aufselÖ schung sonder tracht fen, Örtern li Einleitu sobald Fragen bensfä von je einand Kunst lebens nismeı geM: schiehi Wege kraft u
&inande,
Körpe:
ler äus-
ar die Ent
zen der
der gesamn. [s von den de Gestalten Zeiten statt ler Richtung eine solch?
unterstützt ‚ls ganz un enug seyn, Hypothese allen
om og
mern. 265
allen Untersuchungen, womit wir uns jetzt be- schäftigen werden, das Thor versperren, ınd zu
den dürftigsten Resultaten führen würde,
Die obige Frage ist indels nicht nur wichtig für unsere jetzige Untersuchungen; sie ist es auch für die ganze Biologie. Mit ihrer Beantwortung ist zugleich das Grundproblem dieser Wissenschaft aufgelöset. Nicht blos zum Behufe der Nachfor- schungen, denen dieser Abschnitt gewidmet ist, sondern um uns überhaupt bey unsern fernern Be- trachtungen einen festen Standpunkt zu verschaf- fen, werden wir daher zuvörderst jene Frage er-
örtern.
Wir haben im dritten und vierten Kapitel der Einleitung gesehen, dals die Biologie begründet ist, sobald die Erfahrung für eine der drey folgenden Fragen entscheidet: Ist Lebenskraft nur da, wo le- bensfähige Materie ist? Oder ist diese ein Produkt von jener? Oder sind beyde wechselseitig durch einander? Findet das Erste statt, so vermag die Kunst, oder der Zufall'aus Stoffen der todten Natur lebensfähige Materie, und also auch lebende Orga- nismen hervorzubringen. Ist hingegen lebensfähi- ge Materie ein Produkt der Lebenskraft, so ge- schieht alle Bildung lebender Körper nur auf dem Wege der Fortpflanzung. Sind: endlich Lebens- kraft und lebensfähige Materie wechselseitig durch einander, so verdankt zwar jeder lebende Körper,
R5 wie
ü R | . |
Tr—
966, sm
wie bey der vorigen Hypothese, andern, die vor ihm waren, sein Entstehen. Allein bey jener Vor- aussetzung vermag derselbe nur Individuen von der:nehmlichen Art, wozu er selber gehört, zu er- zeugen, und diese Erzeugung geschieht immer nur in der Periode der vita maxima; der Tod ist hier wirklicher Uebergang von der vita minima zur leblosen Natur. Hingegen bey der letztern Voraus- setzung erzeugt zwar auch der lebende Organis- mus zur Zeit der vita maxima andere ihm ähnliche Individuen; aber der Tod ist hier Uebergang von der vita maxima nicht zur leblosen Natur, sondern
zu andern Formen des Lebens,
Die Fragen, die wir jetzt untersuchen werden, sind also diese: Vermag die Kunst, oder der Zu- fall aus Stoffen der todten Natur lebende Organis- men hervorzubringen? Oder, wenn dies nicht ist, geht jedes lebende Individuum nach dem Tode in andere Formen des Lebens über? Unser Gang bey dieser wichtigen Untersuchung kann nicht vor- sichtig genug seyn, und es ist daher nothwendig, alle bedeutende Erfahrungen, die hierbey in An- schlag kommen können, der strengsten Prüfung zu unterwerfen, ehe wir ein entscheidendes Urtheil
zu fällen wagen.
Was die erste jener Fragen betrifft, so giebt es keine Erfahrung, die für eine Entstehung leben- der Körper aus Stoffen der leblosen Natur spräche,
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hugegt wortur diesen
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N wechs bergan so mul pers n
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e.,1,1 ondes Urthel
&j siebt ft, 505
ehung Ieben- tur spräche,
hin:
man 267
hingegen viele, worauf sich eine affırmative Beant- wortung der zweyten Frage bauen lälst, und zu diesen gehört zuerst die Entstehung der Zoophy-
ten, und vorzüglich der Infusionsthiere,
Sind Lebenskraft und lebensfähige Materie wechselseitig durch einander, und ist der Tod Ue- bergang gewisser Formen des Lebens zu andern, so mulfs jedes Atom der Materie des lebenden Kör- pers nach der Trennung vom Ganzen noch Leben äussern, und jene Materie muls durch die Auflö- sung in ihre Grundtheile, welche bey der Fäulnifs
[7
nach dem Tode statt findet, in kleinere lebende Or- ganismen verwandelt werden. Da ferner nach dem dritten Kapitel des vorigen Abschnitts die Organisa- tion der Zoophyten weit abhängiger von den Ein- wirkungen der Aussenwelt ist, als die der Thiere und Pflanzen, so müssen auf dem Wege der Er- zeugung aus formloser lebender Materie, am leichtesten und am ‚häufigsten Zoophyten gebildet werden. Mit diesen Folgerungen nun stimmen NEEDHAM’Ss, WRrısBERG’s, Mürrter’s und Ingen- HOUSSs’s Beobachtungen über die Entstehung. der Infusionsthiere und der PriesrtrEevschen grünen
Materie völlig überein.
5.8, Neronam(s) beobachtete in Aufgüssen‘ von Mandeln und andern vegetabilischen Substanzen
erst (s) Nouvelles observations microscop, etc. p.ıg1. 2
N}
268 Were
erst eine Absonderung einzelner Theile der letz- tern, und eine Ausdünstung ihrer feinsten Parti- keln. Nach acht Tagen äusserte sich in einigen ‚jener Theile eine geringe Bewegung. Es sonderte sich ein Theilchen von andern Partikeln ab, und bewegte sich durch ei.en Raum von 8 bis ı0 seiner Durchmesser, oder in einem kleinen Kreise herum, indem die Theile, wovon Ss sich abgesondert hat- te, unbeweglich blieben. Nach einiger Zeit wurde diese Bewegung schwächer, und endlich hörte sie ganz auf. Zeichen von Willkühr waren an dersel-
ben nicht zu bemerken.
Thiere, deren Eyer in die Aufgüsse gekommen wären, konnten diese Theilchen nicht seyn, denn die Flaschen mit den Infusionen waren wohl ver- stopft worden(t). Zudem hatte Nerpuam, um sich zu versichern, dafs keine Insekten ihre Eyer in die Aufgüsse hatten legen können, kochende Schöpsenfleischbrühe in einer wohl verstopften Flasche aufbewahrt, und doch nach einiger Zeit lebende.Wesen von verschiedener Grölse darin wahrgenommen(u). NerpHam glaubte daher aus seinen Versuchen schliessen zu müssen, dafs diese Wesen von einem fruchtbaren, in den Aufgüssen befindlichen Princip herrührten. In der That wür- de es auch unbegreiflich seyn, dals unter einer sol- chen Menge von Beobachtern, die sich mit Unter-
Ssü- (t) Ebendas. p. 192.
(u) p- 299.
sten! haben, sen$ yorkor
wandl
In sich I Körner von 63 zeigte Diese Thier heryon ten, 1 use Th gung, aus W Aus de so daı dem' ließs,
F welch von d Wassı sie vo
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|| IR der letze einsten Part.
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ten ihre Eye a, kochen verstopfet einiger Jet Grölse dm ‚te daher au
b] f h > dals diese
op That wur ter einer sok h mit Unter-
su
%
|
269
; suchungen der microscopischen Tbiere abgegeben haben, nicht ein einziger SO glücklich gewesen seyn sollte, das Insekt zu sehen, woraus jene her- vorkommen sollen, oder diese Thiere in ihrer Ver-
wandlung zu überraschen.
In einer Infusion von Weitzenkörnern zeigten sich folgende Veränderungen. Erst wurden diese Körner weicher, sie verwandelten sich in eine Art von Gallerte, und unter dem Vergrölserungsglase zeigte sich darin eine unzählige Menge von Fasern. Diese Fasern verwandelten sich in wahre belsbte Thierpflanzen. Nachher gingen Theile aus ihnen hervor, die eine fortschreitende Bewegung äusser- ten, und deren Gestalt sehr verschieden war., Ei» nige Tage darauf verlohren diese Theile ihre Bewe- gung. Dann vereinigten sie sich in eine Masse, aus welcher, neue Thierpflanzen hervorkamen, Aus den letztern entstanden wieder Kügelchen, und so dauerte dieser Wechsel immer fort, bis sich mit dem Vergrölserungsglase nicht mehr entdecken
liels, was in dem Aufgusse vorging(w).
Ferner schnitt NerpuAam die feinen Fäden, welche aus keimenden Saamenkörnern entstehen, von diesen ab, und legte sie in ein Uhrglas mit Wasser. Hier vegetirten dieselben fort, obgleich sie von den Saamenkörnern getrennt waren. An ihrem einen Ende sahe NezpHaAm einen durchsich-
tigen (w) pı 219.
Ze En en
a u aan Er an m en
E e F
EBERLE
270———
tigen Kopf, und um diesen salsen Infusiorsthiere,, jedoch ohne Leben. Nach einiger Zeit aber wur- den die letztern lebendig, bewegten sich, und ver-
liessen ihren vorigen Platz(x).
Neepuam hält es hiernach für wahrscheinlich, dals die Infusionsthiere unter allen lebenden Wesen eine besondere Classe ausmachen, deren eigenthüm- licher Charakter dieser ist, dals sie weder auf eben dem Wege, wie die übrigen lebenden Körper, er- zeugt werden, ‚noch sich durch eben die Mittel er- halten und vermehren. Diese ihre Art sich zu ver- » mehren besteht seiner Meinung nach darin, dais sich. eine Gattung mit derjenigen, welche unmittel- bar ihr vorangeht, vereinigt, Er muthmalst so- gar, dafs unter gewissen günstigen Umständen, die vielleicht selten statt finden, eine grofse Menge dieser kleinen Thiere sich repreduciren könne, nachdem die ganze Art derselben durch einen aus- serordentlichen Zufali an irgend einem Orte gänz- lich untergegangen ist. Er schliefst dies aus der Erzeugung der Rleisterälchen, welche lebendige Junge gebähren, und also vollkommen im Stande sind, sich so lange auf die gewöhnliche Weise fortzupflanzen, als sie eine Materie finden, die zu ihrem Unterhalte geschickt ist. Nichts desto weni- ger glaubt er aus seinen Beobachtungen schliessen zu können, dals ilır Ursprung demjenigen anderer
mICrO-
(£) P>219.
nieros frelic wandl sen,
zeiger
N obachtı there: me, U bilise
L und e lich ke
Di Infusion sion vnı Trichu tiere, güssen gleich, s0 ents fusiong
hoch|
(np. @) W pP:&2 (2) Eben Yng
Isionsth; Ihiere, AA Aber Wr
ch, und ver:
ırscheinlich, nden Wesen
on+hr. A ı EIZENEDUM-
thmalst so
miord-
———— 271
microscopischen Thiere ähnlich sey, obgleich sie freylich durch eine weit grölsere Menge von Ver- wandlungen, als die letztern, hindurchgehen müs- sen, und, ehe sie sich als vollkommne Aelchen
zeigen, in einem ganz andeın Zustande leben(y).
So weit NEepuam. Nach WRrIsBERG’S(y) Be- obachtungen gehören zur Erzeugung der Infusions- thiere: Wasser, Luft, eine mälsige Wär- me, und eine dem Wasser beygemischte vegeta-
bilische oder animalische Substanz.
Liesse sich durchaus reines Wasser bereiten und eben so rein erhalten, so würden wahrschein-
lich keine Infusionsthiere darin entstehen(a).
Dals athmosphärische Luft zur Erzeugung der Infusionsthiere nothwendig ist, bewies eine Inf sion van Fliegenlarven, und eine andere von einer Trichuride. In beyden entstanden keine Infusions- thiere, so lange die Luft keinen Zutritt zu den Auf- güssen halte; hingegen zeigten sich dieselben so- gleich, als die Luft hinzugelassen wurde(b). Eben so entstanden selbst nach ı8 Tagen noch keine In- fusionsthiere in Regenwasser, welches eine Linie hoch mit Olivenöl bedeckt war. In ähnlichem
Was- (y) p- 290. (z) WrısBERg observ. de animalculis infusorüs satura.
p- 82.
(a) Ebend. p. 82. (b) p-83, Obs.XI. p.86, not. n, p- 91.
272 Gemumnrene
Wasser aber, worauf Mandelöl nur iropfenweise nit den
schwamm, fanden sich diese Thiere, wie gewölin- ron dies
lich, nach einigen Tagen ein(c). Bewegu
; der letz
Alle dem Wasser beygemischte vegetabilische dere
oder animalische Substanzen sind zur Erzeugung|= ü
der Infusionsthiere geschickt, wenn sie nur keine| a
Säure, keine Schärfe, und überhaupt nichts ent-= Au
halten, wodurch die Fäulnifs verhindert wird(d). Mae
sionsthiet
Die erste Veränderung in den Aufgüssen ist| Der
die Entwickelung von Luftblasen, die gewöhnlich dire.
nach ı6, 20 bis 24 Stunden erfolgt. Fehlen diese, hen
so kommen gar keine, oder doch nur sehr wenige Kant
l Thiere zum Vorscheine(e).
| aber eine
u Kurz nach der Entwickelung der Lufiblasen, setzt ist,
||) oder auch zugleich mit dieser, findet man in allen einem
Id Infusionen eine Menge sehr kleiner runder Rörper- ref), I
| ı chen, welche bald zerstreut liegen, bald eine Art| wegende
| IM von Membran ausmacher, und aus der Auflösung Ieküle
| der in dem Aufgusse befindlichen animalischen, ge von
I Il oder vegetabilischen Substanzen entstehen(f). Alle\ Berge || Theile der Thiere und Pflanzen sind aus diesen
1 1 Molekülen zusammengesetzt. Man findet sie unter|(hp.
dem Microscop selbst in den kleinsten Fibern des| pn;
Apium palustre(g). Sie haben einerley Struktur UP
nit pn
(ce) p- 90. ap
(d) p. 89.(1) p.7
Co) 2-85. 87. Din
00
(f) p- 88:() 1
(g) p- 89:(Sium Apium Rorin?) Kur
rOpfenweise
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]®antet ındet sie WIM an Fibern&
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1 or l Te) v
mit den Infusionsthieren, und unterscheiden sich von diesen durch nichts, als durch den Mangel an Bewegung(h). Sie gehen immer dem Entstehen der letztern vorher, und da, wo man sie nicht fin- det, fehlen auch diese(1). Einigemale sahe Wrrs- BERG sogar einen Haufen sölcher todter Molekülen in seinen kleinsten Theilen lebendig werden(k). Wahrscheinlich entstehen also aus ihnen die Infu- sionsthiere(1).
Der Uebergang jener Molekülen zu Infusions- thieren ist folgender, Zuerst bemerkt man an ih- nen eine so äusserst leise Bewegung, dals man sie kaum für eine Bewegung halten sollte(m). Sobald aber eine solche Moleküle einmal in Bewegung ge- setzt ist, verbindet sie sich mit einer andern zu einem grölsern und zusammengesetztern Thie- re(n). In Einem Falle schmolz ein sich schon be- wegendes Thier mit einer noch unbeweglichen Mo- leküle zusammen(0). Zuweilen machte eine Men- ge von Thieren lebende Häute und sich bewegende Derge aus(p). Oft trennten sich einzelne Molekü-
len (h) p. 45 (1) p- 39. (k) p. 25, not. q. Pı 74. (1) pP. 75. (m) p. 16, 75% (n) p. 755 5% (0) p- 74. (p) p.20, d.ıo. 9,24, 25, 4% BA. II, 5
27%
len von einem soichen Haufen, und bewegten sich
abgesondert von den übrigen(g%
'
henden Thieren fand WerıssErG in,den meisten Anfgüssen noch eine Menge gröfserer, polypenähn- licher Körper, welche mit jenen in ihrer Entste- hung eine auffallende Aehnlichkeit hatten(r). So beobachtete er in einer Infusion von einem Blutigel unter mehrern kleinern Thieren auch zwey grö- (sere, welche mit einem Stiel versehen waren, ver- mittelst dessen sie lange ohne eine merkliche Bewe- gung an dem Schimmel hingen, der sich in dem Aufgusse erzeugt hatte. Nach und nach aber entstand $n ihnen eine wellenförmige Bewegung; diese ging in eine oscillirende, pendelförmige über; der Stiel rils; die Thiere machten einige Minuten hindurch eine sehr schnelle drehende bewegung, und end- lich zersprangen beyde in kleinere Rörperchen, de- ren Bewegung allmählig schwächer, und zuletzt
ganz unmerklich wurde(s).
Merkwürdig, und eine wichtige Bestätigung der Schlüsse, die NEEDHAM aus seinen Beobachtun- gen 208, ist es, dafs die kleinern Thiere immer früher, als die grölsern, entstanden. In einem Aufgusse von frischem Fleische zeigten sich am ten
Tage (9) pP: 23 (r) p- 05.
(s) p- a.
Ausser diesen, aus einfachen Bläschen beste-'
Tıge un Oben erv demselb wegung den sıch. gröhere ge der gr die der kle sich meist
Thiere(x
Diese Fliegenhr men(z),: des Apium| ent die M kb), D tur(ed) 1 noch fisch;
Werten sich
äschen besıe. den meisten polypenähn ihrer Entst, tten(1),& nem Blutiel Ch zwey gr.
waren, Ver rkliche Bewe - sich in dem aber entstand
; diese gig
r: der Stel ‚ten hindurch ne, und ent
rperchen, dt
und zul
e Bestätigt: 1 Beobachtur Tiere im! 1. In einen ‚ sich anı 2tM
Tage
=
und die Dann erfolgte an
Tage um 24 Uhr Nachmittags Luftblasen, oben erwähnten Molekülen(t). demselben Tage um ıı Uhr Abends eine innere Be. wegung in dem Aufgusse(u), Am 5ten Tage fan- den sich Infusionsthiere ‚ worunter aber nur wenige Nach 3 Wochen war die Men- ge der gröfsern Thiere schon eben so grols,
grölsere waren(v).
als die der kleinern(w), und nach 4 Wochen fanden sich meist nur wieder die gewöhnlichen kleinern Thiere(x).
Dieselbe Stufenfolge fand in Anfgüssen von Fliegenlarven(y), und von verschiec denen Saa- men(z), am auffallendsten aber in einer Infusion
des Apium palustre(a) statt, In dieser erschienen
erst die gewöhnlichen Molekülen und Luftbla- sen(b).
tur(c).
Dann folgten Thiere von einfacher Struk Hierauf zeigten sich. ausser diesen auch
noch üischähnliche Thiere, andere ovale nit einem
Zan-
(2) p. 21, obs.VIT, d.14, hof, (u) Tbid. h.ıı vesp,
(v) di. 15, pı 2
(w) p. 235, di 9 Sept.
(x) p- 26, d. ı6.
(y) p-: 31, obs.X,
(2) P-54, obs. XV. p.87, obs. XYL, (a) p-61, obs. XVII.
(b) p- 61, d. 19 (ed. 23.
SH Lu En en Nein Bann mn
276 nn
zangenförmigen Organ, und glockenförmige Poly- pen(d). Die Zahl der fischähnlichen Thiere und Polypen verminderte sich wieder, und mit ihr die der kleinern Infusionsthiere(e). Nachdem aber die erstern ganz verschwunden waren, zeigten sich die letztern wieder in groflser Menge(f). So ging dieses abwechselnde Verschwinden und Erscheinen verschiedener Arten von Thieren bis zu Ende der Beobachtung fort,— Die nehmlichen Phänomene zeigten sich auch in einer andern Infusion des
Apium palustre(8).
Endlich beobachtete Wrisgerg auch bey den grölsern Thieren nicht nur ein ähnliches Zusam- menschmelzen zweyer zu einem einzigen, wie bey den kleinern, sondern in einer Infusion von einer Tyrichuride sahe er auch zwey Polypen, welche zu-
sanımengewachsen waren, während jener Wurm in fo
dem Aufgusse lag, sich wieder trennen, nachdem
der Wurm herausgenommen war(h).
Alle diese Phänomene sprachen so auffallend für das NespHamsche System, und lassen sich so schwer erklären, wenn man keine andere Erzeu- gung als auf dem Wege der Fortpflanzung an-
ö nimmt,
sq.
3 2 Sept.
():0.219.7..6 (e) p- 66, d. (£) p. 66, d.ıo.
(g) Obs. XYIII, p. 713q.
(ch) p. go.
men gät überen, ches Zus zu einem schreibt( bilische Häutcher Neon chen tren Punkte, ı diese geri eegung fen sie sic LER schli Naturfor: lische N Häutcher und aus Mit.den Beobacht Thieren,
fi) Ver ) Eben \) P: 20,
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igen, wie ion von ellt ‚ welche 2
jener Wurm
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isn] 2.07.
nimmt, dafs es unmöglich ist, jenem System sei- nen Beyfall zu versagen, sobald die angeführten
Erfahrungen richtig sind,
Aber auch Mürrer's(1) Beobachtungen stim- men ganz mit denen von NEEDHAM und WRISBERG überein,. ausgenommen, dafs er niemals ein sol- ches Zusammenschmelzen zweyer Infusionstniere zu einem einzigen bemerkte, wie der letztere be- schreibt(k)., Löste er aber thierische oder vegeta- bilische Substanzen durch Maceration zu einem Häutchen auf, so beobachtete er dasselbe, was NEEDHAMm und WrısBErG sahen,. Von dem Häut- chen trennten sich runde Blasen, oder sehr kleine Punkte, entweder nach einander, oder zugleich; diese geriethen in eine zitternde Bewegung; ihre
ewegung nahm immer mehr zu, und endlich zeig- ten sie sich als ordentliche Infusionsthiere(l). Mür- ıeR schliefst hieraus mit den, beyden erwähnten Naturforschern, dafs alle thierische und vegetabi- lische Substanzen durch ihre Decomposition zu Häutchen aufgelöset werden, die sich: in Bläschen, und aus diesen in Infusionsthiere verwandeln, Mit.den letztern, die man nicht, wie die meisten Beobachter thun, mit den übrigen microscopischen Thieren verwechseln darf, sind seiner Meinung nach (1) Vermium etc. hist. Vol.ı. P.i. p.ı sqgq. (k) Ebend,. p.ıı. not.**).
(l) p- 20. Ss3
2378 i sn
nach alle Flüssigkeiten angefüllt, und aus ihnen
enisiehen alle vegetabilische und animalische For- men(m).
Wir hätten hiermit also eine beträchtliche Rei- he von Erfahrungen für eine Meinung, mit deren Begründung die ganze Biologie begründet ist. In- dels ist es bey keinem Gegenstande in der Natur- lehre so leicht, zu sehen, was man sehen will, als bey den Infusionsthieren, und hier ist es daher doppelt nothwendig, alle Einwürfe und Gegener- fahrungen, die gegen die obigen Beobachtungen gemacht sind, oder gemacht werden können, auf. zusuchen, und gegen dieselben abzuwägen, ehe wir auf den Folgerungen, die sich aus jenen Beob-
achtungen ziehen lassen, weiter bauen,
Fast zu eben der Zeit, als Wrısgerg seine den NEEDHAMmschen Erfahrungen zur Bestätigung die- nenden Beobachtungen bekannt machte, erschie- nen SPALLANZANT’S scharfsinnige und zahlreiche Versuche, welche den Nespnamschen weniger gün- stig waren, oder doch als solche von ihrem Urhe.
ber und dessen Zeitgenossen angesehen wurden,
Zu-
(m) p. 2ısqq.— O. F. Mürıer’s Pile- Larven (Kopenhagen. 1772). S.73[E., oder die Uebersetzung: die Gab elschwanzraupe(Leipzig. 1775).
(n) Physikalische und mathematische Abhandlungen. gte Abhandl,
Inf tur der Verschi
Ve Kinıs die Thr dem dal nach we keimen,
sich vert diebt,$ Das Re; eine kle wieder e andere ur fort, bis achter da Um der Ver: Infusion Sp, Infu: digtem zeigten Unterse}
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(0) Ebs Mr
an 272
U aus ihnen Zuförderst fand Srarranzanı, dals die Struk- nalısche Far.- tur der Infusionsthiere verschieden ist nach der
Verschiedenheit der Infusionen(0).
ichtliche Ri; Versuche mit den Saamen von Wassermelonen, US HKürbissen, Han? und Hirsen bewiesen ferner, dals da die Thiere sich nicht zu allen Zeiten zeigen, son- der Natın dern dafs die Natur gewisse Gesetze beobachtet, eh nach welchen sie, wenn der Saame anfängt zu MEAN keimen, hervorkommen, so wie dieser wächst, a sich vermehren, und, wenn ex abnimmt oder ver- ei dirbt, sich gleichfalls vermindern und sterben(ps; Earer A Das Regiment der kleinen Thiere wechselt ab; auf et EN eine kleinere Gattung folgt eine grölsere, auf diese wägen, et
wieder eine kleinere; die eine entsteht, wenn die
jenen Bei; A g i ß andere untergeht; dieses währt eine gewisse Zeit | fort, bis sie sich ganz verliehren, und denı Beob»
neh achter das Vergnügen der Abwechselung rauben..,
tätigung die Um mit Gewifsheit’zu erfahren, ob zwischen 'hte, erschi der Vegetation des Saamens und der Erzeugung der ıd zahlreich Infusionsthiere eine Verbindung statt finde, machte weniger zit Sp. Infusionen von zerriebenem und von unbeschä- ihrem Urh# digtem Saamen, In beyden Arten von Aufgüssen , wurden, zeigten sich Infusionsthiere, jedoch mit folgendem h Unterschiede Die in den Aufgüssen von unbe- ; schädigtem Saamen waren grölser, als die in den le. Last! Infu-
(0) Ebendas. 8.128 MH.
; 9.151; i unge, 5(p) 5 anauur, S a
GETESTET TEE Ban a on PRSETEEREeSEIRNEN Tone" rer mennener ser pen Drag— Zur nEHEREEgESNERPPEBEBSEBe nern no or nu 222
280 Gem
. Infusionen von zerquetschtem Saamen, In dem letztern verlohren sie sich bald, hingegen in dem erstern blieben sie noch eine Zeitlang, wenn auch der Saame schon getrieben und Blätter bekommen hatte, Zuweilen geschahe es, dafs der Saame so lange er keimte eine Vienge Thierchen hervorbrach- te, dafs aber dieses aufhörte, sobald er zerdrückt
wurde(g)-
In Korn-Mehl erzengten sich eben so wohl Thiere, als in dem Saamen, der blos-zerdrückt war{r). Wurde aber die Stärke des Mehls(amy- lum) von dem Rleister(gluten) abgesondert, und von jedem dieser Theile besonders ein Aufguls ge- macht, so erschienen in der Infusion mit der Stärke wenige oder gar keine Thiere, hingegen in der kleisterartigen ein solches Heer, dafs die Flüssig- keit durchaus belebt schien(Ss).
Anders wie mit dem Kornmehle verhielt es sich mit Gersten, Türkischem Korne, Bohnen, Wolfsbohnen, Reils und Leinsaamenmehl, In Aufgüssen von diesen Substanzen zeigte sich nie ein lebendes Wesen(t).
Liels Sp. den Saamen, ehe er einen Aufgufs davon machte, erst in der Erde etwas keimen, so zeig- (g) S. 158. (1) Ebendas, (s) S. 157.
(t) Ebendas.
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gern 28ı
zeigten sich die Infusionsthiere weit geschwinder, als wenn er unvorbereiteten Saamen zu der Iafusion
/£ nahm(u).
Wurde die Vegetation des in dem Aufgusse befindlichen! Saamens durch Kälte zurückgehalten, so entstanden bey weitem nicht so viele Thiere, und diese erreichten nicht die Grölse, als wenn das
Keimen durch Wärme beschleunigt wurde(v),
So weit stimmen SPALLANZANIS Beobachtun- gen noch ganz mit den NernHuamschen überein. Inzwischen glaubt jener, diese Erfahrungen mit der Meinung vom Entstehen der Infusionsthiere aus Eyern doch vereinigen zu können.“Rann „nicht”, frägt er,*die gemälsigte Wärme ,- welche „die Körner in der Infusion zum Keimen bringt, „auch auf die darin befindlichen Eyer wirken und „dieselben ausbrüten, diese Eyer mögen uun durch „die Luft herbeygeführt seyn, oder sich zuvor im „Wasser, oder im Gefäfse befunden haben, oder „von den Weibchen auf die Saamen, ehe sie ins „Wasser geschüttet worden, gelegt seyn? Es hält „nicht schwer”, fährt er fort,“zu erklären, warum „sich gleich, oder wenigstens bald Würmer zeigen, „wenn man den Saft aus dem aufgequollenen Saa- „men drückt, oder den bereits aufgekeimten Saa-
„men (u) Ebendas.
(v) S. 159. S5
Are 2 EEE a er RT EEE EN EEE. mn
232—— „men in die Infusion bringt. Man nehme an, dafs „die Eyer mit dem Safte der kleinen Ganäle ver- „mischt sind, so sieht man leicht, dafs die Wür. „mer durch die Wärme geschwind zum Auskrie- „chen gebracht werden können; welches denn die „Ursache ist, warum man sie in dem ausgepref[sten „Safte oder in der Infusion so bald wahrnimmt. „Dafs aber der in Mehl verwandelte Saamen keine „Infusionsthiere giebt, rührt vermuthlich daher: „die Materie wird untüchtig, etwas zum Ausbrüten „‚der Eyer beyzutragen, entweder weil die nöthige „Wärme dadurch verhindert wird, oder weil die
„zur Ernährung der Eyer dienenden Säfte ver-
„derben”(w).
Man sicht, dafs dieser Versuch, die Erzeugung der Infusionsthiere aus Eyern mit den obigen That- sachen in Uebereinstimmung zu bringen, gröfs- tentheils auf der Voraussetzung beruht, dafs jene Eyer schon vor ihrer Entwickelung in den vegeta- bilischen Substanzen des Aufgusses enthalten sind, Aber SrarLanzanı vergifst, dals seine eigenen, weiter unten vorkommenden Versuche das Gegen- theil lehren, indem gekochte vegetabilische und ani- znalische Substanzen eben so tauglich, als unge- kochte, zur Erzeugung, der Infusionsthiere sind, Jene Eyer können folglich blos entweder in dem Wasser, oder in der Luft befiindlich seyn. Allein
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woher
— 283
woher nun die Erklärung des Umstandes, dafs die Struktur dieser Thiere verschieden nach der Ver- schiedenheit der Infusionen, und anders ist in ei- nem Aufgusse von Kürbissaamen, anders in einer Infusion von Chamillensaamen, anders in einer In- fusion von Saueramphersaamen, noch anders in einem Aufgusse von Kom, und wieder anders in einer Infusion von Spelz(x)? Woher die Erklä- ung des abwechselnden und regelmäfsigen Ver- schwindens und Erscheinens nicht nur verschiede- ner Individuen, sondern auch verschiedener Ar-
ten von Thieren in einerley Aufgusse?
SpanLLAnzanı geht hierauf zur Prüfung der Beobachtungen über, womit NEEDHAM seine Mei- nung zu beweisen sucht. Unter diesen kömmt, wie wir gesehen haben, folgender vor. Die feinen Fäden, welche aus keimenden Saamenkörnern ent- stehen, vegetirten im Wasser fort, obgleich sie von diesen ‚getrennt waren, und trieben an ihrem einen Ende einen durchsichtigen Kopf, um welchen In- fusionsthiere, wie kleine Saamenkörner salsen, die anfangs ohne Leben waren, nach einiger Zeit aber sich zu bewegen anfıngen, und ihren vorigen Platz verliessen. Sprautanzanı wiederhohlte diesen Ver- such, und fand ihn völlig bestätigt(y). Gegen die Schlüsse, welche Ne£pHuam daraus zieht,‘ wendet er aber ein, dafs ein grolser Unterschied zwischen
der (x) S. 128 E.
(y) S. 165 HR.
4
234 mn
der Organisation erwähnter kleiner Körper, die sich in Infusionstbiere verwandeln, und der Bestand- tkeile der Wurzeln sey, indem diese aus einem Ge- webe von Fasern bestehen, an jenen hingegen nichts Fasern Aehnliches zu bemerken ist. Ferner hält er den Schlufs für unrichtig: weil sich die In- fusionsthiere bey ihrer Geburt zwischen vegetabili- schen T'heilen befinden, so enistehen sie wirklich ans diesen. Dals man aber die Eyer jener Thiere nicht gleich von Anfange an gewahr wird, kann, seiner Meinung nach, daher rühren, weil sie zu
klein und zu durchsichtig sind(2).
Diese Einwürfe treffen nun allerdings die zu- letzt erwälinte Nerpnamsche Beobachtung, aber sie treffen nicht die Wriısgergschen und MürLEr- schen, nach welchen die vegetabilischen und ani- malischen Substanzen in runde Bläschen aufgelöst werden, aus denen die Infusionsthiere entstehen, Ja, WriısgeErt fand diese Bläschen in allen Theilen von Thieren und Pflanzen schon vor ihrer Auflö- sung. Und gesetzt, bey dieser Beobachtung hätte auch eine optische Täuschung statt gefunden, so liegt doch nichts Unwahrscheinliches in der Voraus- ‚setzung, dafs durch eben die Gährung, welche zur Erzeugung der Infusionsthiere nothwendig ist, zugleich die Fibern, die man in vegetabilischen und animalischen Theilen findet, in runde Molekülen
verwandelt werden. Eine (z) S. 170 ff.
Ein fir seit gene J Partike ten,& Jiegen h NpEpk4 weil die demisse Spahrer so wen oder|
ben, ı
also von ses Prir men in verwar letzten tung V über, so fanı lichen sich be herer| sen PB; thiere-
gung N
in"To sie wirklich ener Thiere kann,
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Mürzer n und anı- Ai! aufgelöst e entstehen, len Theilen ihrer Au hlung hätte »funden, 50
der Voraus
Molekulet
Y 4
Eine
Eine andere Beobachtung, welche NrenHam für seine Meinung anführt, ist die, dafs sich ein- zelne Atomen in den Aufgüssen von den übrigen Partikeln, welche unbeweglich blieben, absonder- ten, eine Strecke fortrückten, und. dann wieder liegen blieben. Diese Bewegung kann man, nach Nsepnam’s Meinung, nicht willkührlich nennen, weil die Atomen den ihnen im Wege liegenden Hin- dernissen nicht ausweichen, und man keine andere Spuhren von Spontaneität daran wahrnimmt. Eben so wenig, glaubt er, kann man sie der Gährung, oder der Ausdünstung des Aufgusses zuschreis ben, weil man zuweilen grölsere Atomen sich be- wegen, und von. kleinern, die unterdels ruhig bleiben, absondern sieht._ Jene Bewegung mufs also von einem innern Princip herrühren ‚ und die» ses Princip vermag folglich den vegetirenden Saa- men in Thiere zu verwandeln. Aber diese Thiere verwandeln sich auch wieder in Pflanzen; aus den letztern entsteht von neuem eine schlechtere Gat- tung, von Thieren; diese gehen wieder in Pflanzen über, u. s. w.— Was den ersten Punkt betrifft, so fand zwar auch SPALLANZANI ausser den eigent- lichen Infusionsthieren zuweilen noch andere kleine sich bewegende Körper in den Aufgüssen. Bey nä- herer Untersuchung zeigte sich indefls, dafs in die- sen Partikeln einige der gewöhnlichen Infusions- thiere verborgen waren, welche durch ihre Bewe- gung das Fortrücken jener Partikeln verursach-
ten
ne 2 re a a a en ee ae Een aan mern(un= BER 3
286 grwercem
ten(a). Von einer solchen Verwandlung der Infu- sionsthiere in Pflanzen, wie NerpHAam gesehen ha- ben wollte, fand aber SpaLLAnzAnı nie etwas auch nur Aehnliches, obgleich er eine Menge Versuche in dieser Absicht anstellte(b). Das einzige Merk- würdige in einigen Gläsern war, dafs sich nach dem Absterben der einen Gattung von Thieren eine andere unendlich kleinere zeigte, die ohngefähr 14
Tage lebte(c),
Wägt man auch diese Beobachtungen von NEEDHAM und SPALLANZANI gegen einander ab, und vergleicht sie mit den Wrissergschen und Mürterschen, so ergiebt sich Folgendes. Die er-
& mit SPALLANZANI aus Infusionsthieren erklären,
ste Beobachtung von NEEDHam lälst sich freylich »
welche in den fortrückenden Atomen enthalten wa- ren. Aber wenn WRISBERG und Mür.rer todte Par- tikeln von animalischen und vegetabilischen Sub- stanzen in eine zitternde Bewegung gerathen, sich von den letztern losreissen, willkührliche Bewegum ‚gen äussern, und sich mit andern ähnlichen, so- wohl lebenden, als todten Molekülen zu grölsern Thieren vereinigen sahen, so mulste hier auf diese Thiere eine kleinere, und nicht, wie würklich ge- schahe, eine grölsere Gattung gefolgt seyn, wenn
auch
(a) S. 177. (b) I 179 fE (ce) S. 182.
zuch hi ne in sacht\ Han b mehr a zwiscl Beobacl wat, nie BERGS, über da den ven nung, thiere 2 LANgAN BERG’ F der Erze sionsthie
den, au
Nr den Saf guls da Menge] Be nich den sy vorhand ben au Würde, Thiere e
mm 287
08 der Inf auch hier die Bewegung jener Partikein durch klei- geselen ha- ne in denselben enthaltene Infusionsthiere verur- etwarauch sacht wäre, Die zweyte Beobachtung von Nee»- se Versuche HAM beweist, wie jeder positive Versuch, immer zige Merl. mehr als SpaLLanzanı’s negative Erfahrungen, In- sich nach zwischen liesse sich allerdings auf diese einzelne ieren eine Beobachtung, wobey so leicht Täuschung möglich ngefähr 14 war, nicht viel bauen, wenn sie nicht sowohl Werıs- BERG’S, als SPALLANZANIS eigene Beobachtungen über das abwechselnde Entstehen und Verschwin- ıngen von den verschiedener Arten von Thieren, eine Erschei- nander ab, nung, welche mit der Entstehung der Infusions- schen und thiere aus Eyern weit unvereinbarer ist, wie Spar- 5, Die er- zanzanı geglaubt zu haben scheint, und Werıs- h freylich BERG’S Erfahrungen über die nahe Verwandschaft erklären, der Erzeugung des Schimmels mit der der Infu- halten wa- sionsthiere, worauf wir unten zurückkommen wer« r todte Par- den, auf ihrer Seite hätte, schen Sub» then, sich NeEDHAM kochie ein Stück Fleisch, prefste den Saft heraus, und fand, nachdem er einen Auf Eye. gufs davon gemacht hatte, am folgenden Tage eine u grölsen Menge Infusionsthiere darin. Er glaubt, man kön- anal ne nicht annehmen, dafs diese aus Eyern entstan- ürklich ge den seyen, welche schon vorher in der Infusion RE Rn vorhanden gewesen wären, weil das Feuer diesel- auch ben zum Auskriechen untüchtig gemacht haben
würde, Da nun gleichwohl bey diesem Versuche Thiere entstanden, so folgert er, dals dieselben
nicht
TEE PREIS SEEUEUERERENGP TEE pen ee SEEN min nn nn men nr ne
288 rn
nicht auf dem Wege der Fortpflanzung erzeugt worden. SPALLANZANI wiederhohlte diesen Ver- such mit einer Menge sowohl animalischer, als
vegetabilischer Substanzen, Das Resultat war, dafs
die Gewait des Feuers zwar sehr viele Infusionen.
untüchtig macht, Thiere hervorzubringen, aber auch eben so vielen dieses Vermögen nicht benimmt, und dafs dieses Vermögen bleibt, man mag die In- fusion wenige Stunden erwärmen, oder so heftig kochen lassen, dals alles darin zu einem Teige wird. Es ist ferner einerley, ob man die gekoch- ten Materien in demselben Wasser, worin sie ge- kocht sind, kalt werden läfst, oder in frisches Was ser legt; in beyden Fällen bringen sie Thiere her- vor, doch mit dem Unterschiede, dafs die Thiere der gekochten Aufgisse von denen der ungekochten
an Gestalt und Grölse verschieden sind(d).
Ohngeachtet also NEEDHAM’S Erfahrung ıhre Richti
zanı’s Meihung‘, mit der Hypothese von der Erzeu-
gkeit hat, so lälst sich diese, nach SPALLAN- gung.Jer Infusionsthiere aus Eyern doch vereinigen, wenn man annimmt, dafs die Eyer aus der Luft in die Aufgiisse kommen. Zwar machte auch hierüber schon NE£EpHAm eine Erfahrung, welche dieser Vor- aussetzung nicht günstig zu seyn scheint. Er ver- schlols ein Glas mit einem Aufgusse von Halbfleisch
durch
(d) S. 186 E.
circh elt Kohlen, fusionst stellte© Resulta
Im gef); hi zeigten| zen(f),
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nrekochter
SE 289 ' dürch einen Korkstöpsel, und erhitzte dasselbe über Kohlen; dennoch erzeugten sich in demselben In: fusionsthiere. Um diesen Punkt auszumachen; stellte SpaLrAnzanı viele Versuche an, wovon die Resultate folgende waren,
Im luftleeren Raume entstanden keine Thie: re(e); hingegen in einer blos verdünnten Luft er- zeugtien sie sich eben so wohl, als in der gemei:
nen(f).
Siegelte SpaLLAnzAnı die Gläser, worin sich die Infusionen befanden, hermetisch zu, so er: zeugten sich keine T'hiere, wein die Gläser nur klein waren; in grolsen aber, die mehr Luft falsten, stellten sich die Thiere in ziemlicher Menge
ein(g)
Wurden Flaschen, die vorher erhitzt wären, um die an den Wänden etwa klebenden Eyer zu tödten, mit gekochten Aufgüssen gefüllt, und, nachdem sie kalt geworden und frische Lüft her: eingedrungen war, hermetisch versiegelt, so waren in einigen Flaschen nach vier Tagen noch keine Thiere entstanden; hingegen in vielen fanden sich dieselben, obgleich nicht in grofser Anzahl(h),
End: (e) S. 200; (dd S. 202: (g) S. 201; dh) S. 203; Da. IT, Y
BEpRSe FEDER TEE Tr gpr onen egeereTpermee Teer DEU PrsENEEEEBIgSSEENREREEEEBTESEn ne en Zen
Endlich versiegelte SpaLLAnZanı ı9 verschiede- ne, mit Infusionen gefüllte Flaschen hermetisch, und liefs sie eine Stunde lang in einem Gefalse mit Wasser_kochen.. Als er nun zur gehörigen Zeit die Flaschen untersuchte, zeigte sich kein Merk- mal einer freywilligen Bewegung. Viele nachfol- gende Versuche liefen eben so ab. Bekamen aber die Flaschen nach dem Rochen Risse, wodurch die Luft eindringen konnte, so geschahe es zuweilen,
dafs sich noch Thiere in dem Aufgusse einfan- den(i).
Hier hätten wir also eine Beobachtung, die auf
den ersten Anblick mit der NexonAamschen Meinung vereinbar und von SPALLANZANI Se ber für ein experimentum crucis gehalten zu seyn scheint. Al- le übrige Versuche dieses Naturforschers beweisen, wie wir gesehen haben, theils nicht gegen jene Meinung, theils gereichen sie derselben sogar zur Bestätigung, Allein auch diese Beobachtung ver- liehrt bey genauerer Untersuchung alle Beweiskraft. SPALLANZANIS eigene Versuche zeigen, dafs eine nothwendige Bedingung zur Entstehung der Infu- sionsthiere eine gewisse Quantität athmosphärischer Luft ist. Nun aber ist bey dem letzten Versuche nicht angeführt, wie grols die gebrauchten Flaschen waren, und es bleibt also zweifelhaft, ob nicht vielmehr eine zu geringe Menge von Luft, als das
Hochen,
Kochen reSchu von SR setzun: Flasch ziehen Orpans zur Erze überhau ter Qua Tlasche Kochen denken zur Erz Luft reg von Spaı verschlos chen mit kommen Destillat zen,$ von die noch ein Beobach Thiere v Man su] fundirten %o bleibt Aber sie w
u nn 29
[ terirhr en.‘ 0 ) verschiede. Kochen, an der Nichterzeugung der Infusionsthie-:
ermatanl ne.. aermelisch, re Schuld’ war. Ein anderer, noch wichtigerer und
n Gelalse mit von SPALLANZANI übersehener Umstand ist die Zer-
en 7
‚hörigen Ze setzung der Luft in den hermetisch versiegelten ‚ kein Ne Flaschen ‚ welche das Rochen nothwendig nach sich ele nachlül ziehen mulste. Die Analogie der übrigen lebenden ‚kamen abe Organismen macht es wahrscheinlich, dals auch wodurch die zur Erzeugung der Infusionsthiere nicht nur Luft es zuweilen, überhaupt, sondern auch eine Luft von bestimm- zusse einfanı ter Qualität gehört. Verlohr nun die Luft in den Flaschen nicht vielleicht diese Qualität durch das
Kochen? Ich glaube, dafs sich die Frage ohne Be-
ung, die al denken mit ja! beantworten läfst. Denn dafs jene hen Mein zur Erzeugung der Infusionsthiere erforderliche elber für eu Luft respirable ist, beweisen die obigen Versuche heint, A von SPALLANZANI, und dals die in den Flaschen beweisen verschlossene athmosphärische Luft durch das Ko- gegen jet chen mit den Aufgüssen eine andere Mischung be- en sogar zu kommen mulste, lehren die Phänomene bey der yachtung vet Destillation thierischer und vegetabilischer Substan- , Beweisknl zen. So bleibt folglich NzeepHAm’s System auch ns dafs ee von dieser Seite unerschüttert; ja, es bekömmt ng der Inlt noch eine neue Stütze durch die SpaLLanzanısche En rische Beobachtung, dafs sich in ungekochten Aufgüssen sucht Thiere von anderer Art, als in gekochten erzeugen, hren Flasche Man suche die Eyer der Infusionsthiere in den in- oh, nicht fundirten Substanzen, im Wasser, oder in der Luft, ls da so bleibt diese Beobachtung gleich wnerklärbar, Kochen, Aber sie wird erklärbar, sobald man mit NEEspuAam T43 die
EEE EEE. nn nein
die Erzeugung jener Thiere von einem vegetativen ; 5-
Princip, oder was für einen Namen man der Sache sonst geben ‚will, ableitet, dessen Produkte ver- schieden sind, nach der Verschiedenheit der äus-
sern Einflüsse.
Nach Srarranzanı suchte endlich noch The- necHowsky(k) die Erzeugung der Infusionsthiere
aus Eyern durch Versuche darzuthun,
Dieser Beobachter erhielt aus den Aufgüssen einer Menge pflanzenartiger und thierischer Sub- stanzen einerley Gattung von Thieren, wenn er ei- nerley Wasser dazu gebrauchte, verschiedene, wenn
er sich verschiedenen Wassers bediente(1).
So oft er ein Gefäls mit einem Aufgusse von thierischen oder vegetabilischen Substanzen entwe- der hermetisch versiegelte, oder mit dem Halse umgekehrt über Quecksilber stürzte, konnte er nie
ein lebendes Wesen darin entdecken(m).
In reinem frischen Wasser, das in kupfernen Gefälsen aus einem steinernen Brunnen geschöpft war, fand er zwar anfangs keine Thiere,. Als er sich jedoch keine Mühe verdriefsen liels, und zu
wie-
(k) Diss. de Chao infusorio Linnaei. Uebersetzt in den (Leipziger). Sammlungen zur Physik u. Naturgeschich- te, B.2. 1.2.49, uff.
(l) Leipziger Sammlungen a.a.O. S. 167.
(m) Ebendas. S. 169.
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BEESETENERE, 293
wiederhohlten malen durch verschiedene Linsen und bey verschiedenem Lichte andere Tropfen be- obachtete, so wurde er endlich einige wenige Thie-
re gewahr(n).
In Wasser, welches mit keiner vegetabilischen oder thierischen Materie vermischt war, kamen nach einigen Tagen in einer mälsigen Wärme, so wie das Wasser ausdünstete, mehrere Thiere zum Vorscheine, obgleich noch keine Spuhr von Fäul-
nils in demselben zu entdecken war(0).
Eiswasser, gekochtes und frisches Wasser wur- den in verschiedenen reinen Gläsern offen hinge- stellt. Nach einigen Tagen zeigten sich blos in dem frischen Wasser Infusionsthiere, in den bey«
den andern Gläsern aber keine(p).
Wurde zu dem gekochten Wasser und dem Eis- wasser frisches ungekochtes Wasser'gegossen, sQ zeigten sich nach einigen Tagen in beyden einige wenige Thiere(9).
Von Aufgüssen sowohl vegetabilischer, als anı- malischer Substanzen mit Eiswasser, abgesottenem und frischem Wasser, brachten blos die mit fri- schem Wasser bereiteten Infusionsthiere hervor; in
den (n) S. 170. (0) S. 171. (p) Ebendas. (g) Ebendas,
294 u
den beyden übrigen erzeugte sich weiter nichts, als Häutchen und Fasern(r).
Wurde den letztern Aufgüssen frisches Was: ser beygemischt, so kamen auch in diesen Infu-
sionsthiere zum Vorscheine(s).
Wurden die Infusionsthiere in einem Aufousse durch Hitze oder Frost getödtet, so erzeugten sich
nachher keine neue Thiere in demselben, wenn die
Flüssigkeit auch noch so lange aufbewahrt wur-
de(t).
Gekochte Blätter oder gekochtes Fleisch gaben mit frischem Wasser Infusionsthiere, hingegen kei-
ne mit gekochtem(u).
Endlich füllte T#ErEcHhowsky zwey Gläser mit einem heifs bereiteten, aber wieder kalt gewor- denen Aufgusse, ur-l liefs in das eine einen Trop- fen von einer andern Infusion fallen, der mit Thie- ren angefüllt war. Je länger er dieses aufhob, de- sto mehr Thiere erschienen darin, welche‘auch denen ın dem zugemischten Tropfen befindlichen vollkommen ähnlich waren. In dem andern Auf gusse bemühete er sich umsonst, Infusionsthiere zu entdecken(v).
THE- (1).S. ı7ı. (s) S. 172. (t) S. 173, (u) Ebend, (v) Ebend.
T: tungel fundi eın e verle
\ einthe von Ni enizeg tern in Beob;
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ben,
indem
aussert denen Produ seyn tet, d Wassı vorbri eigene Gena wird,
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em Aufou zeugten sid en, wenn dit
\awahrt u Jewanrt wur
Fleisch gabe:
Jingegen ki
‚wey Gläs Y k alt gewol » einen Trop der mit Th , welche _ befindlit andern AU:
nfusionstit
Tuerecnowsky schlielst ans’ diesen Beobach- tungen, dals die Infusionsthiere nicht aus den in- fundirten Substanzen, sondern aus Eltern oder Ey- ern entstehen, die in dem aufgegossenen Wasser verborgen liegen(w).
Man’kann diese Erfahrungen in zwey Classen eintheilen: in solche, welche den Beobachtungen von NEEDHAM, WRISBERG und SPALLANZANI nicht entgegen sind, und in solche, welche mit den letz- tern in Widerspruche stehen. Zu jenen gehört die Beobachtung, dafs Infusionen, die mit verschiede- nem Wasser bereitet sind, verschiedene Thiere ge. ben, und diese läfst sich eben so gut mit der Neep- namschen, als der TuerecHowsxkvschen Meinung von der Entstehung der Infusionsthiere vereinigen, indem jener zufolge nach der Verschiedenheit der “ussern Einflüsse und also auch.nach der verschie- denen Mischung des aufgegossenen Wassers, die Produkte des erzeugenden Princips verschieden seyn müssen. Wenn aber THErEcHowsky behaup- tet, dafs verschiedene Substanzen, die mit einerley Wasser infundirt sind, einerley Infusionsthiere her- vorbringen, so sprechen dagegen so viele meiner eigenen Beobachtungen, dafs mir die Treue und Genauigkeit dieses Schriftstellers sehr verdächtig oggen-
körner mit einerley Wasser infundiren, um sich
wird. Man darf nur Kressensaamen und R
vom (w)$. 166. Ta
296—
vom Gegentheile zu überzeugen. Wenn ferner Tu. beobachtet haben will, dals sich in Aufgüssen mit gekochtem Wasser keine Infusionsthiere erzeugen, so verliehrt diese Behauptung schon durch den Wi- derspruch, worin sie mit den Versuchen von NeEep-
HAM, WRISBERG und SpALLANZANI steht, viel von
ihrem Gewichte. SPALLANZANTs Versuche enthal-
ten indels den Schlüssel zu diesem Widerspruche, Wir haben nehmlich gesehen, dafs sich bey diesen Versuchen in manchen Infusionen mjt gekochtem Wasser keine Infusionsthiere erzeugten, obgleich sie in eben so vielen andern zum Vorscheine kamen. Ohnstreitig müssen also ausser dem Kochen noch andere Umstände hinzukommen, wenn das aufge- g0ssene Wasser seine Tauglichkeit zur Hervorbrin- gung der Infusionsthiere verliehren soll, und diese Umstände fanden vielleicht bey den Tuerzcuowskr-
schen Versuchen statt. Gesetzt aber auch, es hätte
seine Richtigkeit, dafs in Aufgüssen mit gekochtem ı
Wasser niemals Infusionsthiere entstehen, so be- wiese dieser Satz doch wieder eben so viel für, als gegen Neronan. Denn dafs die durch das Ka- chen bewirkte Mischungsveränderung des Wassers nicht ohne Einflufs auf das erzeugende Princip blei- ben kann, läfst sich schon zum voraus vermuthen, und dafs sie wirklich einen Einflufs auf dieses Prin- eip hat, erhellet aus SPALLAnzAan!’s Beobachtung von der Verschiedenheit der Thiere in gekochten und ungekochten Infusionen.
9. 3.
N gegen ganze einen fen|i ehe ı jeder I und n: senu des P verda sich; zeige! wicht erfolge Setzt s schied des I entw oder:
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An ferner Ti, Lufgüssen mit ere erzeugen, lurch den; en von Nix. teht, viel yn suche enthil Viderspruchs, ch bey diem njt gekochten ten, obgleil cheine kamaı Kochen nü ın das aulz - Hervorbris \l, und dies ERECHOWSKI auch, es hätt nit gekochten ehen, so®
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I. 5
Alles spricht also bis jetzt noch für und nichts gegen eine Meinung, mit deren Begründung die ganze Biologie begründet ist. Es giebt aber noch einen andern Weg, worauf sich jene Meinung prü- fen läfst, und auch diesen lalst uns erst versuchen, ehe wir ihr beytretien. Ist‘ es ein gewisses, mit jeder lebenden Materie unzertrennlich verbundenes, und nach der Verschiedenheit der äussern Einflüs- se nur unter verschiedenen Gestalten sich äussern- des Princip, dein die Infusionsthiere ihr Entstehen verdanken, so wird ohne Zweifel das Licht, das sich auf die ganze übrige lebende Natur so wirksam zeiget, auch auf die Erzeugung dieser Thiere einen wichtigen Einfluls haben, Welche Erscheinungen erfolgen also in Aufgüssen, die dem Lichte ausge- setzt sind? Sind die Thiere in diesen ganz ver- schieden von denen, welche bey der Abwesenheit des Lichts entstehen, so bleibt nichts übrig, als entweder der Nernuanuschen Meinung beyzutreten, oder in den Lichtstrahlen Infusionsthiere und deren
Eyer zu suchen,
Jene Verschiedenheit zeigt uns nun wirklich die Erfahrung an den unter dem Namen der PrıerstLevschen grünen Materie bekann- ten Infusionsthieren, Organismen, die sich von al« len übrigen Thieren der Art durch ihre grüne Farbe, durch ihr Vermögen, unter allen Um-
T5 stän-
ständen, und selbst noch eine Zeitlang nach dem Tode, Sauerstoflgas auszuathmen, vorzüglich aber darin unterscheiden, dals sie blos in Aufgüssen, die der Einwirkung des Lichts ausgesetzt sind,
sich erzeugen.
‘ Priestrev entdeckte diese Materie und ihr Ver- mögen, Sauerstoffgas auszuathmen, bey seinen Versuchen über. die Respiration der Pflanzen(x). Er fand, dafs sie sich am leichtesten in Brunnen- wasser, und in Wasser, welches mit fixer Lnft im- prägnirt ist, erzeugt(y); dafs Licht zur Hervor- bringung derselben ein nothwendiges Erfordernifs ist(z), und dafs ihre erste grüne’ Farbe mit der Zeit in eine Pomeranzenfarbe übergeht(a). Weil sie aber auch in verschlossenen Gefäfsen entstand, und weil'sie ihm unter dem Vergröfserurgsglase gröfstentheils als ein dichtes erdartiges Wesen er- schien, so glaubte er, dafs sie weder animalischer, noch vegetabilischer Natur, sondern ein Wesen von eigener Art sey(b). Aus spätern Erfahrungen 208 er den Schlufs, dafs Wasser in den zur Erzeugung der grünen Materie tauglichen Zustand versetzt, durch denselben Procels auch das Vermögen erhal-
te,
(x) Priestter Versuche und Beobachtungen über ver-
schiedene Theile der Naturlehre, Th. ı. S, 259.
(y) Ebendas. S. 261.
(z) S. 262.
(a) S. 263.
(b) S. 262.
1, Sat dieses terie&t diese HOUS Wasst hat, b
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anımallsche
5,259:
ine
— 299
te, Sauerstoffgas hervorzubringen, und dafs daher dieses Gas jenem Procels und'nicht der grünen Ma- terie seinen Ursprung verdanke(c). ‚Er liels daher diese Substanz wieder ganz ausser Acht, his IngEn- HoUss(d) bewies, dals das Sauerstoffgas, welches Wasser giebt, worin sich grüne Materie abgesetzt
hat, blos durch die letztere erzeugt werde.
Priesrtevr nahm hierauf diese Substanz für eine Confervenart an, und setzte seine vorigen Ver-
suche mit derselben wieder fort(e).
Er fand seine ehemahlige Beobachtung, dafs,
jene Materie blos unter Mitwirkung des Sonnen-
lichts hervorgebracht wird, bestätigt(f).
Ferner bemerkte er, dafs Brunnenwasser der Erzeugung dieser Substanz günstiger, als destillir-
tes und Hegenwasser ist(8).
Sie entstand auch in Wasser, welches mit Rü- chensalz und Salpeter geschwängert war, und zwar hatte die in dem erstern erzeugte nicht nur eine re- gelmälsigere Bildung als die, welche in gemeinem
Was»
(c) S. 264.
(d) Versuche"mit Pflanzen. Uebersetzt von J. A. ScHE ren. Ih. 1.
(e) Priester a.a.0, Th.2. Sı15f. u S.28f,
(f) Ebendas. S. 16 ff,
(g) S. 31.
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300 ET NIE I
Wasser entstanden war, sondern hauchte auch mehr Sauerstoffgas, als diese, aus(h).
In Wasser, welches mit fixer Luft ge- schwängert war, bildete sie sich erst, nachdem die-
ses Gas wahrscheinlich schon entwichen war(i).
Unter den vegetabilischen Substanzen, welche Priesrtesy anwändie, nehmlich Kohl, Salat, Spring- kraut, Gurken, weisse Lilien, Erdbeeren, Rüben, und Zwiebeln, waren die Erdbeeren der Erzeugung der grünen Materie am günstigsten(k), die Zwie-
beln am ungünstigsten(l).
Eine ähnliche Verschiedenheit fand in dieser Hinsicht unter animalischen Substanzen statt(m). Am besten ging die Erzeugung der grünen Maäte- rie von.statten, als PRıESTLEY eine todte Mans in Wasser der Sonne aussetzte(n). Auch das Gehirn, die Lungen und die Leber von Schaafen wurden sehr bald mit grüner Materie bedeckt, welche ei- ne beträchtliche Menge Sauerstoffgas lieferte(0). Schaafgalle mit der Gallenblase nahm ebenfalls bin- zıen wenigen Tagen eine grüne Farbe an, und er-
Zeug-
(n) S. 40. (0) S. 31, s
nute da ve sentale \ nenlic eine di eine 10 Masse
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zeugte Sauerstoffgas, welches aber bald völlig wie» der verschluckt wurde(p). Schaafblut und Schöp-
sentalg hingegen gaben gar keine grüne Materie(g).
Von Fischen, welche unter Wasser dem Son- nenlichtie ausgesetzt wurden, trennte sich sehr bald eine dünne häutige Substanz, dann sonderte sich eine rothe Materie ab, welche sich in der ganzen Masse des Wassers ausbreitete, und diese verwans
delte sich endlich in grüne Materie(r).
Bey einem ähnlichen Versuche mit einer gebra- tenen Flechse aus dem Halse eines Ralbes zeigte sich, dafs überhaupt alles Wasser, ehe es grün wurde, eine röthliche Farbe bekam, wenn auch kein Blut oder andere rothe Theile sich innerhalb oder ausserhalb dem der Untersuchung ausgesetzten
Körper befanden(s).
So viel Merkwürdiges uns diese PrıEsTLEY-+ schen Beobachtungen von der grünen Materie auch schon lehren, so wenig ist dies doch mit dem zu vergleichen, was in der Folge IncenHouss(t) au derselben entdeckte. Nachdem dieser sich drey Jahre hindurch bemühet hatte, die Natur jener Sub-
stanz (p) S: 52. (9) S. 51: (2) 3.45 (5) S. 48. (t) Vermischte Schriften physisch-- medicinischen Tıhalıs, B.2., No.%
302/ ee
stanz zu bestimmen, wurde er überzeugt, dafs PriESTLEY sie erst untersucht habe, nachdem sie schon ein hohes Alter erreicht hatte, und dals sie, vom Anfange ihres Entstehens an beobachtet, das auffallendste Beyspiel eines allmähligen Uebergangs vom Thierreiche zum Pflanzenreiche, und von die- sem wieder zum Thierreiche gebe(u), Eine so höchst merkwürdige Entdeckung würde, wenn sie sich bestätigen sollte, keinen Zweifel an der Rich- tigkeit der NEerpHuAmschen Beobachtung"übrig las- sen, und sie verdient daher vor allen andern eine
umständliche Darstellung.
Setzt man Brunnenwasser in offenen, oder ver- schlossenen, aber durchsichtigen Gefälsen der Son- ne aus, so steigen einige Tage nach dieser Aus- setzung von dem Boden, oder den Wänden des Ge- fäfses Luftblasen aus, und zugleich bildet sich eine grünliche Kruste darin(v). Diese, unter dem Ver- grölserungsglase betrachtet, erscheint als ein Hau- fen grünlicher, grölstentheils runder, oder eyför- miger, sehr kleiner, mit einer durchsichtigen und schleimigen Kruste umgebener Partikeln, wovon einige sich frey bewegen, andere aber, die jedoch jenen vollkommen ähnlich sind, an den Wänden des Gefälses unbeweglich festsitzen(w). Zu eini- gen Zeiten ist jene Bewegung deutlicher, als zu
an« (u) Evendas.$. 131 ff. v) S. 149. (w) S. 146,
ande. nehmen? der an() Die] mit Ihnen bekommt ı sistenz, L so zeigt Si beschriebe schleimige an der So keine Org Zeit ihrer. jetzt so au rer Organs merksamsti Verwandiu schwer d
deckt(2),
Einig mehr Con wirrte Ma den zu se der, und
einem gut
gem 303
andern. Oft liegen die Thierchen wie betäubt, nehmen aber nachher ihre vorige Thätigkeit wie-
der an(x).
Die Körperchen vermehren sich beständig, und mit ihnen die Kruste(y). Nach etlichen Wochen bekömmt die letztere eine gewisse Dicke und Con- sistenz. Untersucht man sie in diesem Zustande, so zeigt sie sich grade so, wie sie von PRIESTLEY beschrieben ist. Sie scheint dann wirklich ein schleimiger Bodensatz des Wassers zu seyn, der an der Sonne grün geworden ist; man sieht an ihr keine Organisation. Die grünen Partikeln, die zur Zeit ihrer Entstehung deutlich sichtbar waren, sind jetzt so auf einander gehäuft, und vielleicht in ih- rer Organisation so verändert, dafs auch der auf- merksamste Beobachier, wenn er nicht ihre ganze Verwandlung Schritt vor Schritt verfolgte, sehr schwer die Spuhren ihrer ersten Gestalt ent- deckt(z).
Einige Wochen später, wenn die Kruste noch mehr Consistenz erlangt hat, scheint sie eine ver- wirrte Masse, ein erhärteter grüner Schleim gewor- den zu seyn. KReisset man diese Masse aus einan- der, und beobachtet man die Ränder derselben mit einem guten Microscop, so erblickt man noch ‚die
ur- (x) S. 157.
(y) S. 147- (z) S; 149-151.
eine u are me ee on EEE nn nn nenne nun
304 ursprünglichen grünen Körperchen, aber entstellt, von einer schleimigen Materie umhüllet, und durchflochten mit durchsichtigen Fäserchen, die kleinen farbenlosen Glasröhren ähnlich seben,, und unregelmälsige, jedoch augenscheinliche Bewegun- gen äussern. Sie nähern sich einander, kehren wieder in ihre vorige Lage zurück, verwickeln sich oft unter einander, und machen sich wieder los, Trifft man die Zeit, wo diese Bewegungen in ihrer gröfsten Stärke vor sich geben, so sollte man die Fasern für aalförmige Thiere halten(a). Wirklich sind sie auch den Essig- Aelchen einigermaalsen ähn- lich, Oft bemerkt man an ihnen sogar peristalti-
sche Bewegungen(b),
Die weisse Farbe und Bewegung dieser Fäden dauert nur eine gewisse Zeit. Nach etlichen Mo- naten wird die grüne Kruste fester, uneben, und erhebt sich hier und da in unregelmälsige Hügel- chen. Die Fasern nehmen sich jetzt deutlicher aus; sie sind grün, und ohne Ordnung zerstreut, be- sonders an den erhabensten Theilen der vorsprin- genden Kruste; sie übersteigen aber die Oberfläche der Kruste nicht, welche immer glatt, und dem Gefühle nach ziemlich hart bleibt, In dieser Kru- ste findet man kaum noch erkennbare Ueberbleibsel der ursprünglichen Thierchen(c).
VUe- (a) S. 182. (b) S. 153, 154:
(ec) S. 155.
Vebeı her, inde das Was: der grün sich in] bilden, ı unregelmi Kruste sch gan sich Körper, obern TI den ist lie Consi stens so| erhalten, (Pläuzent mellen(d
Häul nenwässt thierisch: mischt(e tem Was silber sta rie, Ohn|
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, Veberbleib®!
—— 305
Ueberläfst man noch ferner die Kruste sich sel. ber, indem man von Zeit zu Zeit, aber selten, das Wasser erneuert, so nehmen die Unebenheiten der grünen Rruste immer mehr zu, und erheben sich in Pyramiden. Sobald diese Pyramiden sich bilden, richten sich die grünen Fasern, die sich unregelmäfsig durch die Unebenheiten der grünen Kruste schlängelten, auf, entwickeln sich, und fü- gen sich nach der Länge der pyramidenförmigen Körper. Besonders kenntlich werden sie gegen den obern Theil der letztern, Das Uebrige der Pyrami- den ist eine durchsichtige, gallertartige Materie, die Consistenz genug hat, um ihre Gestalt, wenig- stens so lange sie unter Wasser steht,, aufrecht. zu erhalten. Wenn dieselben unter die Gewächse (Pflanzenthiere) gehören, so ist es unter die Tre-
mellen(d).
Häufiger und geschwinder als in blofsem Brun- nenwasser entsteht die grüne Materie, wenn man thierische oder vegetabilische Substanzen jenem bey- mischt(e). Hingegen in gekochtem und destillir- tem Wasser, welches in einem Gefälse über Queck- silber stand, erzeugte sich nichts von jener Mate- rie, ohngeachtet das Gefäls über anderthalb Jahre der Sonne ausgesetzt war(£).. Als aber Insen-
HOUs3 (d) S. 155, 156. (e) S. 161. (f) S. 162, 173: Ba. II, Ü
nn an a Eee en a ne nn nn ii RE:
306 ee
nouss frisches und noch zuckendes, oder gekoch- tes Fleisch mit einsperrte, so bildete sich grüne Materie, doch nur langsam und nicht sehr häu- fig(e). Nur sehr langsam und unvollkommen ging auch die Erzeugung dieser Materie in gekochtem und destillirrem Wasser vor /sich, welches in offe- nen Gefäfsen, aber ohne Beymischung einer ver- weslichen Substanz, der Sonne ausgesetzt war(h). Unter verschiedenen thierischen Substanz-n lieferte Ochsengalle, und unter vegetabilischen Indigo die
grölste Menge dieses Grüns(i).
Auß$ser dafs sich die grüne Materie in Wasser, welches mit thierischen oder vegetabilischen Sub- stanzen vermischt ist, viel schleuniger und häufi- ger, als in unvermischtem, erzeugt, gehen auch die Verwandlungen derselben in jenem weit rascher, als in diesem vor sich. Ferner sind die Thiere, woraus die grüne Materie besteht, verschieden nach der Verschiedenheit der angewandten verwes- lichen Substanz(k). Doch erhält man nicht immer vermittelst derselben verweslichen Substanz diesel- be Art von Thieren(l). Die gröfste Art fand Ix- GENHOUSS in einem mit Ruh- und Taubenmist ver.
misch-
(g) S. 173, 177: (h)'S. 162,
(1) Ebendas. (k) 8..163.
(1) Ebendas.
nischten hinke, d Thiere\ spitzt, U ter dem) re Fische, zu schwin nir wenig aber noch nehmliche lein bald: an einand Diese Ver Das Thier dem einen indem e5 und nach. gen, wob verkürzte einer Ru, verweslie wenn sie gesetzt h die, wel
Nur bild
(m)$, 1 Ss, 165,
a 1 307
oder nel
i I mischten Wasser, und in dem Abgusse der Fleisch- Mr Bi bänke, der im Sommer grün geworden war. Diese u* Thiere waren länglich, hinten und vorne zuge- Be spitzt, und von einem schönen dunkeln Grün. Un- Meet 3 ter dem Vergröfserungsglase erschienen sie als wah- ii KIrOE, re Fische, sowohl in ihrer Gestalt, als in ihrer Art 2 ERIEN.NEn zu schwimmen. In diesem Zustande blieben sie etzt war(h nur wenige Tage. Sie wurden alle rund, fuhren
inzen\iefert
aber noch einige Zeit fort, das Wasser mit der eu Indigo di nehmlichen Geschwindigkeit zu durchlaufen. Al. lein bald hörte ihre Bewegung auf; sie hängten sich ee an einander, und bildeten eine grüne Kruste(m). ER 2; Diese Verwandlung ging oft sehr schnell vor sich, N Das Thier setzte sich senkrecht auf, hielt sich mit ; nn" dem einen Ende seines Körpers unbeweglich an, Re% indem es sein oberes Ende zirkelförmig bewegte, Een und nach einigen solchen zirkelförmigen Bewegun- 1 die Thier gen, wobey sich das Thier bald verlängerte, bald verschieik verkürzte, machte es sich wieder unter der Gestalt dien ver einer Kugel los(n). Uebrigens erleiden diese durch ı nicht inmt
verwesliche Substanzen hervorgebrachten Thiere,
hstanz di!
wenn sie sich einmal in der schleimigen Kruste fest-
Art fand Ir gesetzt haben, die nehmlichen Verwandlungen wie abenmist die, welche in unvermischtem Wasser entstehen, nisch Nur bildet sich die Kruste bey jenen schneller, und
die
(m)$. 164. (n) S. 165%
u ur EEE nn nn nen no
\ 308 uam AR»- So Y die sich bewegenden Fasern lassen sich hier ver- Res RR De hältnifsmäfsig eher ‚bemerken(o). schen Beweisk Einige male beobachtete InsenHouss, dafs die fürdie) = ur die! orüne Materie, nachdem sie ein ganzes Jahr hin- 5 Io) welche 0 durch in einem offenen Becken gestanden, und die liche weil Gestalt einer Tremelle angenommen hatte, sich auf- a e zudem? lösete, verfaulte, und das Wasser, welches bis Di kaum eIr dahin klar geblieben war, trübe und grün machte, hei {} Ay NE. ey jenen Bey näherer Untersuchung zeigte sich, dals diese n RS sprung := em. Farbe von einer ausserordentlich grofsen Menge :. i© Te zeueung der nehmlichen kleinen Thiere herrührte, welche A gen jene | ke)
im verwichenen Jahre das ursprüngliche Grün ge- an y EC a A: thierischi bildet hatten. Die neuen Thiere verhielten sich|
2\: ER Ber Farbe de
auch ganz, wie die vorigen. Sie hielen allmählig zu Boden, und bildeten eine neue grüne und schlei-| u mige Kruste, genau wie die erstere(p). Die nehm- an liche Erscheinung brachte Ins£ennouss nach Wohl- hen geht, gefallen hervor, indem er die gekörnte grüne Mate-| RN Yie trocknete, zu einem feinen Pulver zerrieb, und|, nl in einer Glaskugel voil Wasser der Sonne aussctz- Nuronı te, ohne eine andere Substanz beyzufügen. Wenn lösung. übrigens die gekörnte grüne Materie nicht getrock- Noleki net wird, sondern beständig mit Wasser bedeckt in Infus Holss'z
bleibt, und’keiner zu anhaltenden Sonnenhitze lan-
...». ß ge ausgesetzt ist, so erhält sie sich mehrere Jahre anlangs
. 5 eine y
hindurch ganz unverändert(q).&
So- HaAnısche
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(58: 267. scher(
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(BJ ,S- 207.: Aeileln| (g) S 208.
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orıın marh all Kl
au
gamassurmun 309
So weit die Prieste.eyschen und InGEenHovss- schen Beobachtungen über die grüne Materie... Die Beweiskraft derselben, und besonders der letztern, für die Meinung, dals es eine gewisse Kraft giebt, welche ohne präexistirenden Saamen, blos aus ver- weslichen Substanzen lebende Organismen hervor- zubringen vermag, ist so einleuchtend, dafs sie kaum eines Commentars bedürfen. Denn wo ist bey jenen Thieren, denen die grüne Materie ihren Ursprung verdankt, auch nur ein Verdacht vön Er- zeugung aus Eyern? Wie auffallend deutet dage- gen jene Absanderung häntiger Substanzen von den thierischen Stoffen der Aufgüsse, und jene rothe Farbe des Wassers, die auch dann, wenn keime rothe Theile in der Infusion vorher beiindlich ge- wesen sind, dem Entstehen der grünen Thiere vor- her. geht, auf eine Erzeugung.der letztern durch gewisse chemische Processe hin? Und wıe über- einstimmend ist diese Beobachtung mit denen: von NEEDHAM, WriısseRrG und MürrLer über, die Auf lösung der thierischen und vegetabilischen Staffe in Molekülen,‘und den Uebergang. dieser Partikeln in Infusionsthiere? Lälst sich endlich nach InsEn» HoUss’s Erfahrungen über die Verwandlung:.dex anfangs animalischen Natur, der grünen Materie im eine vegetabilische an der Richtigkeit der NEED- panschen Beobachtungen ven dem Uebergange thie- rischer Organismen in Pilanzen mit Grunde noch zweifeln?
Uz3 Gi
51o°—
9. 4
Doch die Gründe für NEEnDHAm’s Meinung sind noch bey weitem nicht alle erschöpft. Auch die Saamenthiere geben einen neuen Beweis dafür. NEEDHAM und Burron(r) sahen in dem Zeugungs- stolfF verschiedener Thiere lange Fasern, die sich zu beyden Seiten in Zweige vertheilten. Diese Fa- sern öffneten sich, und zergingen in lebende Kü- gelchen, die einen Schwanz hinter sich herschlepp- ten. Der letztere löste sich nach einiger Zeit von ihnen ab; dann verlohren sie ihre Bewegung; sie fielen zu Boden, und lösten sich wieder in Fäser- chen auf, aus denen von neuem eine kleinere Art von Thieren entstand.
Wrisgere(s) fand, dafs die Thiere in fri- schem, unverdünntem Saamen mit ihren Schwän- zen an den von NezpHuam und Burron beschriebe- nen Fäserchen hingen; in verdünntem Saamen aber fand er sie von diesen getrennt. Uebrigens sahe er eben so, wie diese Beobachter, in einem Auf- gusse von männlichem Saamen nach dem Tode der eigentlichen Saamenthiere ein dünnes Häntchen entstehen, und die letztern sich in Thiere von einer
andern Gattung verwandeln(d). Die (r) Hist. nat. T.2. p.168 sq.
(8) Observ. de animalc. infus. p.95 sq. (t) Ibid. obs. IX. p. 30.
Die ren also fusionstl Princip, und an
in jener
Bey zeigte sic malische dem Sp gleichber wenn di fähig it, ihre. besti füüsse erh halten wi ung bısh muls sie getabilis
Ein schon it Versuch mels sti den Auf ten Beo! sähe er;
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Meinung Sind tu Auch die eweis dafür, m Zeuguns n, die sich \. Diese Fi lebende Ki: h herschlepp iger Zeit von WEgUng; St oder in Fäser
kleinere Art
'hiere in fr ren Schwäi n beschriet Saamen akt brigens&*
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— 311
Die Bewohner des männlichen Saamens gehö- ren also in dieselbe Classe, wohin alle übrige In- fusionsthiere zu rechnen sind, und das nehmliche Princip, das in Aufgüssen anderer vegetabilischer und animalischer Substanzen thätig ist, wirkt auch
in jener Flüssigkeit,
9. 5-
Bey den bisher angeführten Beobachtungen zeigte sich jenes Princip meist nur noch unter ani- malischen Formen,(das Wort animalisch nach dem Sprachgebrauche des gemeinen Lebens als gleichbedeutend mit beseelt genommen). Allein wenn die lebende Materie jeder Form des Lebens fähig ist, so muls sie an sich gestaltlos seyn, und ihre bestimmten Formen nur durch äussere Ein- flüsse erhalten, und auch nur durch diese darin er- halten werden. In eben den Aufgüssen, worin sie uns bisher unter der Gestalt von Thieren erschien, muls sie also bey veränderten Umständen auch ve-
getabilische Organismen hervorbringen können.
Eine Bestätigung dieses Schlusses finden wir schon in den NrrpHuAmschen und IngEenHoussschen Versuchen. Aber auch die Erzeugung des Schim- mels stimmet ganz damit überein. Fast in allen den Aufgüssen ‚„ woran WRrIsBERG seine angeführ- ten Beobachtungen über die Infusionsthiere machte, sahe er auch, nachdem die Fäulnils ihren Anfang genommen hatte, verschiedene Arten von Schim-
U4 mel
ee er em ERS nn. ann nn ne
312—
mel hervorkommen, die in eben dem Verhältnisse, wie die Infusionsthiere und Polypen, zunahmen, und mit diesen wieder verschwanden, und deren Stiele aus ähnlichen Molekülen, wie die Schwän- ze der Polypen, zusammengesetzt waren. WRıs- BERG schlielst hieraus: Jllum motum illamque agi- tationem, cni animalia infusoria obediunt, eundem in vegetandis mucoribus exserere elfectum, atqtıe in mucoribus et polyporum pedunculis moleculas iisdem legibus longitudinaliter congeri, quibus sub alia hgura in animalibus conglutinantur infuso-
riis(u).
Noch analoger aber erscheint die Erzeugung der Infusionsthiere und des Schimmels in Monrr’s
Beobachtungen(v).
Monrı fand auf animalischen und vegetabili- schen Substanzen, welche sich in verschlossenen Röhren befanden, einen sö häufigen und langen Schimmel, dafs die Röhren ganz damit angefüllt waren. Setzte er aber eben diese Substanzen der freyen Luft aus, so entstand zwar auch dann auf ihnen Schimmel, doch ein weit kürzerer und min- der dauerhafter(w).
Zur
(u) Wrisserc a.a.0. S.g2 fe.
(v) Commentar. Acad. sc. Bonon. T.IIT.‘p.145. Ueber- setzt im Hamburg. Mag. B.XX, J. 1757. 8.565 f&
(w) Comm. Bonon. 1. c. p.140.
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(x) Di GH) Pi () 2 1%
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en 313
Zur Sommerszeit kömmt der‘ Schimmel am reichlichsten und geschwindesten hervor; langsa- mer wächst er in den Herbstmonaten; am lang- samsten, oder gar nicht entsteht er in den Winter-
monaten und zu Anfange des Frühlings(x).
Auf faulenden Substanzen, die sich unter dem Recipienten der Luftpumpe befanden, erzeugte sich eben so wohl Schimmel, als auf solchen, welche ausserhalb dem Recipienten standen, wenn etwas Luft wieder in den Recipienten getreten war; hin- gegen war auf jenen kein Schimmel zu finden,
y)
wenn der Cylinder keine Luft eingelassen hatte(y).
In Gefäfsen, die mit Wachse, Rindsblasen, HKorkstöpseln, Pergament, Papier, leinenen, baum- wollenen und angern Zeugen verschlossen waren, erzeugte sich eben so wohl Schimmel, als in ofe- nen Gefälsen, wenn jene eine hinlängliche Menge Luft enthielten; es entstand aber keiner in kleinen
Gefälsen, welche nur wenig Luft falsten(z).
Um zu erfahren, ob das Feuer die Erzeugung des Schimmels auf solchen Körpern, worauf er sonst leicht entsteht, hindern könne, gofs Monrtr auf dergleichen Substanzen, ehe er die Gläser, wor- in sie sich befanden, zuband, sehr heisses Wasser,
Nach (x) Ibid. p. 151. (y) p- 1515 152. (z) p- 152. U5
314—
Nach einigen Tagen waren aber diese Gefäfse eben so voll von Schimmel, als diejenigen, worin kein
heisses Wasser gekommen war(a).
Monrtr änderte hierauf diesen Versuch auf fol- gende Art ab. Er schüttete in gläserne Gefälse Stücke von Früchten, liefs jene eine Viertelstunde in siedendem Wasser stehen, und verschlols sie in demselben Augenblicke, als er sie aus dem Was- ser zOg, mit einem heils gemachten Deckel. Alle diese Gefälse wurden nun gut verbunden, und an dem gewöhnlichen Orte acht Tage lang aufgehoben. Nach Verlauf dieser Zeit fand sich in denjenigen, welche mit Lappen von dünnem Zeuge zugebunden waren, Schimmel, hingegen keiner in denen, wel- che mit dickern Lappen, oder mit Pergament, Fell u. dgl. verschlossen waren. Die in den letztern Gläsern befindlichen Substanzen hatten eine weisse
und runzlichte Oberfläche bekommen(b).
Dieselben Resultate erhielt Montı bey der Wiederhohlung dieses Versuchs, wenn nur die da- bey gebrauchten Substanzen die Hitze des sieden- den Wassers ausgestanden hatten, und gleich beym Herausziehen aus dem Wasser mit einem heissen Deckel verschlossen wurden. Wenn aber dieses Verschliessen langsamer geschahe, ‚und in die Ge-
fälse vorher kalte Luft hereintrat, so fand sich in de-
(2) p- 153. (b) Ibid.
|
dmen, eben 60° gr mit
Ebe jenigen( gelegen I mens vers auch nut
wurden|
Mor aufkomı genau vi Hitze be Er glaubte dem, we telstunde lange daı Dies ges: ser heraı mit sch Deckeln an den g sich wir wie in de
denden\
() pP: 1%. (8) Ihid, (e) Ihid,
—— 315
Gefit,
“iaise ehe... i denen, die mit dicken Zeugen verbunden waren,
‚ Worin kei:. \ kein eben so wohl Schimmel als in denen, welche Mox-
Tı mit dünnen Lappen verschlossen hatte(c).
er
such auffl.: 2 x
ie Eben so erzeugte sich auch Schimmel in den-
erne Gelilk Rh g&;
belt jenigen Gefälsen, welche in dem siedenden Wasser
Viertelstunde:
erstund gelegen hatten, und im Moment des Herausneh-_ Bifie
schlols sien
mens verschlossen waren, wenn dieselben nachher:
ıs dem Wir auch nur auf einen Augenblick wieder geöffnet Deckel, Al wurden(d).|
den, unda
BR MonrTı zog hieraus den Schlufs, dals das Nicht- a aufkommen des Schimmels in den erhitzten und
IB: genau verschlossenen Gefäfsen von der durch die
Mare| Hitze bewirkten Verdünnung der Luft herrühre. Er glaubte, diese Verdünnung der Luft zu verhin- ah i dern, wenn er die Gefälse, nachdem sie eine Vier- e° di telstunde in siedenuem Wasser gelegen hatten, so esekuhre: lange darin liels, bis alles kalt geworden wäre. I). Dies geschahe, und, als die Gefälse aus dem Was- ıtı bey der ser herausgenommen waren, liels MonTı dieselben ı nur diede mit schon zubereiteten und am Feuer gedörrten des sieden Deckeln so genau wie möglich verschliessen, und oleich beyn an den gewöhnlichen Ort hinsetzen. Nun erzeugte Rec heissen sich wirklich auch in allen eben so gut Schimmel, aber diese wie in denjenigen, welche nie in die Hitze des sie- 4 in die denden Wassers waren gebracht worden(e).
fand sich i End-
r(e) P- 154.
(A) Ibid. (e) Ibid.
ea an 2 een. 2.0 hr ee. Re umene.: men Bo errmRRREEHENEIEREPEÄEBEEReEBEE en nn nn
316 en
Endlich setzte Monti verschlossene Gefifse mit leicht schimmelnden Substanzen in Sand-, Wasser- oder Aschenbäder, nnd erhielt sie eine halbe Stun- de in sehr starkem Feuer. Nach Verlauf der ge- wöhnlichen Zeit waren alle die, die er mit dichten Deckeln verschlossen hatie, Ber Schimmel, ein
einziges ausgenommen, das in dem Frauenbade mit
Sand oder Asche nicht ganz hatte bedeckt werden können, Hingegen hatte sich in allen den Gefälsen, die mit dünnen Zeuge zugebunden waren, Schim-
mel erzeugt(f).
Die Uebereinstimmung zwischen diesen Beob- achtungen und den Resultaten der SpaLLANzANI- schen Versuche über die Erzeugung der Infusions- thiiere leuchtet jedem ohne unser Erinnern ein, Zu- gleich aber geben diese Monrischen Erfahrungen, und vorzüglich die Beobaehtung, dals etwas kalte, bey einem langsamen Verschliessen der Gläser in dieselben eindringende Luft sogleich Schimmel her- vorbrachte, einen neuen Beweis, dals es nicht in der Luft schwimmende Eyer und Saamenkörner seyn können, woraus die in vegetabilischen und animalischen Aufgüssen befindlichen Organismen ihren Ursprung nehmen. In jedem Cubikzoll ath- mosphärischer Luft müfste man Schimmelsaamen annehmen, um diese Voraussetzung mit jener Beob- achtung in Uebereinstimmung zu bringen. Auch hierdurch wird also die Wahrheit dessen bestätigt,
was (Ü) p. 164. 158.
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Auss und Mor noch an bey der den Ers
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diesen Bech PALLANZAN el Infusions
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a 34:7:
was wir schon bey den Erfahrungen von SPALLAN- zanı bemerkt haben, dafs die Nichterzeugung von Zoophyten in verschlossenen und nach der Ver- schliessung erhitzten Gefälsen, blos von der durch die Hitze bewirkten Zersetzung der Lutt in den
Gläsern herrührt.
Ausser diesen Beobachtungen von WRISBERG und Monti giebt es bey der'Bildung des Schimmels noch andere Phänomene, welche, gleich mehrern bey der Entstehung der Infusionsthiere statt finden- den Erscheinungen, auf einen dabey vorgehenden
chemischen Procefls hindeuten.
So wie dem Entstehen der Infusionsthiere und der Prıestueyrschen grünen Materie eine Absonde- rung membranöser Substanzen von den animali- schen und vegetabilischen Substanzen der Aufgüsse vorhergeht, so verwandeln sich auch im Wasser aufgelöste Pflanzenschleime, ehe sie schimmeln, in eine Haut, und zwar in eine Haut, die nicht
mehr im Wasser auilösbar ist(g).
VAugquerin erhielt aus der Leber des Rochen, nachdem er sie mit einem zinnernen Löffel in einem irdenen Gefälse zerdrückt und erhitzt hatte, eia gelbes Oel, worauf er zwölf Stunden nach der Ex- traktion blies. Bey der Fortsetzung dieses Blasens entstand eine weisse undurchsichtige Haut, die sich
in
(g) Grens Grundrils der Chemie, Th.2. S. 112.$. 1095.
[4
3,8 mn
in kleine Blättchen theilte und mit dem Oel ver- mischte. Diese Haut und die weissen undutchsich- tigen Körperchen, die sich am Grunde des Oels sam- melten, waren, nach VAuQurLin’s Meinung, Was- ser, das sich durch die Exspiration erzeugt hatte. Jedes Wasserkügelchen wurde, obgleich es durch das darüber stehende Del vor der Luft geschützt war, mit der Byssus septica L. überzogen.“Wie kömmt „hier aber”, frägt VauqueLın,“der Saame dieser „Pflanze in die erwähnte Flüssigkeit? Kömmt er „aus der Brust, aus der ausgeathmeten Luft, oder „aus dem Oel? Aus der athmosphärischen Luft „kann er nicht herrühren, da diese erst nach der „Exspiration und zwar durch eine enge Glasröhre „zugesetzt wurde”(h). Ich dächte aber, aus dem
Oel könnte er noch viel weniger gekommen seyn,
Als im Jahre 1800 die Höhle bey Glücksbrunn oft erleuchtet wurde, wozu man Unschlitt- Lichter gebrauchte, die man blos durch Thon an die Seiten- wände der Höhle befestigte, fand Köcher vierzehn Tage nach einer solchen Erleuchtung alles abgeflos- sene Talg in einen weissen Schimmel verwandelt, der beym Angreifen äusserst locker war, und beym
Zerreiben nicht das mindeste Fettige zeigte(i).
$. 6.
(h) Annales de Chimie. T.X. p. 103.
(i) Von Horr’s Magazin für die gesammte Mineralogie,
B.ı. H,3. 5.434.
RER
Bis! sionsthi mels bl auch in
eine nel
Jaubt seyr zı berufe fisicht a die Erzeı forschen, sicht aus nem ander auf diejeni Eiistehun;
betreffen,
Erst te ich ei und and bis sechs Weissem 2€ der L und brac Pflanzen ter sehr] bindusch
'em Oel yar. Undnrchsich. des Oels sam. nung, War rzeugt hatt, ich es durch schützt wa, "Wie könnt Saame dieser ! Könnt e n Luft, oder rischen Lit rst nach der re Glasröhr r, aus den
men seyn,
| 319
6. 6.
Bisher habe ich über die Entstehung der Infu- sionsthiere, der grünen Materie und des Schim- Ich bin
auch immer der Meinung gewesen, dals jeder, der
mels blos die Versuche Anderer angeführt.
eine neue Idee vorirägt, diese Methode so viel wie möglich befolgen sollte. Jetzt wird es mir aber er- laubt seyn, mich auch auf meine eigenen Versuche zu berufen. Mehrere von diesen stellte ich in der Absicht an, um den Einflufs des Galvanismus auf die Erzeugung der erwähnten Organismen zu er- forschen, Die Folgerungen, die sich in dieser Hin- sicht aus denselben ziehen lassen, habe ich an ei- nem andern Orte entwickelt. Hier werde ich nur auf diejenigen aufmerksam machen, welche die Enistehung jener Körper aus formloser Materie
betreffen,
Erster Versuch. Am Ende des Aprils mach- te:ch einen Aufguls von zerschnittenen Wurzeln und andern vegetabilischen Substanzen mit fünf bis sechs Pfund Flufswasser in einem Gefäfse von weissem Glase, setzte in das Wasser mehrere Pflan- ze der Lemna trisulca und der Hottonia palustris, und brachte das Gefäfs auf ein helles Zimmer. Die Pilanzen vegetirten in dem Aufgusse bis zum Win- ter sehr lebhaft; das Wasser blieb diese ganze Zeit hindurch so klar und geruchlos, als wenn es erst eben aus dem Brunnen geschöpft gewesen wäre;
es
320 m—
es war voll von Wasserflöhen, Naiden und Wasser- schnecken; aber von Infusionsthieren, grüner Ma- terie und Schimmel zeigte sich nie eine Spuhr in
demselben.
Eben diese Beobachtung habe ich in der Folge auch noch an andern Aufgüssen gemacht, worin sich vegetirende Wasserpflanzen befanden. Erst dann kamen in denselben Infusionsthiere oder grüne Materie zum Vorscheine, wenn das Wachs- thum der Pllanzen abzunehmen anlıng.
ber wie#wird nun die Entstehung der Infu- sionsihiere durch lebende Pflanzen unterdrückt? Werden etwa die Eyer derselben von diesen einge- sogen? Aber warum geschieht dies denn nicht
auch mit den Eyern der Wasserilöhe?
Zweyter Versu ch. Im Anfange des Aprils bereitete ich mehrere Aufgüsse von den Blättern der Wasserlilie(Iris pseudacorus L.) mit Brunnen wasser in Gefälsen von dunkelgrünem Glase, be- deckte diese mit Papier, und setzte sie vor das Fen- ster meines Wohnzimmers, wo gewöhnlich eme Temperatur von 14 bis 16° R. herrschte, und wel- ches durch ein gegenüberstehendes"Haus vor der
r Sonne geschützt war. Am ısten Tage zeigten sich Infusionsthiere in den Aufgüssen, und an diesen machte ich folgende Beobachtungen, die mir, gleich den Phänomenen des vorigen Versuchs, mit der
Hypo-
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gern 321
und Wasser » Rrüner Ma«
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Hypothese von dem Entstehen dieser Thiere aus
“ Eyern unvereinbar zu seyn scheinen:
ı) Von den vegetabilischen Substanzen der Auf-
güsse lösten sich zarte Flocken ab, die unter
in der Fol dem Vergröfserungsglase als Aggregate sehr acht, wor kleiner Molekülen erschienen. Nur an diesen Kden, En Flocken fanden sich Infüsionsthiere, und zwar er oda- desto mehr,. je deutlicher jene Molekülen wa- n'das Wach ren. Brachte ich hingegen ein noch unaufge-
löstes Stück der Irisblätter, oder einen Tropfen, worin keine Flocken waren, unter das Micro- scop, so zeigten sich wenige Öder gar keine
unterdrückt Thiere.
2) Aber auch in Tropfen mit flockichter Materie war am ı2ten und ı5ten Tage anfangs keine, oder doch wenig Bewegung zu spühren. Nur
Durye allmählig kamen die Thiere zum Vorscheine, und so wie sich dieselben mehrten, sahe ich auch einen Theil jener Materie immer beweg- licher werden, und zuletzt sich in einen Hau- fen von Thieren verwandeln, der sich von der übrigen Materie trennte, und ahgesondert von derselben bewegte. Späterhin, als die Fäul- nils in den Aufgüssen schon weitere Fortschrit- te gemacht hatte, fand dieses allmählige Er- Bea: scheinen der Thiere zwar noch statt, doch mit aa dem Unterschiede, dafs jeder unter das Ver- & grölserungsglas gebrachte Tropfen mit ilockich- uch Ba. ıl. X 2:
322
ter Materie schon gleich im Anfange der Beob- achtung eine beträchtliche Menge Infusionsthie- re enthielt, und dafs diese Anzahl nur mit der Zeit zunahm.. Auch fanden sich jetzt selbst in manchen, die keine Flocken enthielten, ziem-
#
lich viele Infusionsthiere.
5) Am ı3ten Tage sahe ich in mehrern Tropfen
einzelne Molekülen der flockichten Mater'e im eine langsame Bewegung gerathen, welche all- mählig stärker wurde, und zuletzt in eine will. kührliche überging. Ob diese Molekülen aber sich schon vorher bewegt hatten, und nur ru- heten, während ich sie für todt hielt, hier- über kann ich nichts bestimmen. Inzwischen bin ich gewils, dafs sie nicht, wie SPALLAN- zanı gegen Nerpnam behauptete, Fett- oder Oelklümpchen waren, worin sich kleinere In- fusionsthiere befanden, indem die Struktur derselben mit der einer Art von Infusionsthie- ren, die einen ovalen Körper mit einem haken- förmig gekrümmten Vordertheile hatte(Kol- poda Müsrterı), und welche damals in den
Aufgüssen sehr häufig war, ganz übereinkam,
4) An eben diesem Tage beobachtete ich ein an«
deres ähnliches, aber noch auffallenderes Phä- nomen, wie NerpHAam beschreibt. In der Nä he eines Stücks der flockichten Materie lag ein kugelrunder undurchsichtiger Körper, dex kei-
ne
ne A Aufgı ge ol ei rückt er sic schuel, rührt Bene: die R den} eilte, kichte gung ung v
liegen,
ä) Am flocki ten y welch besta Körpe dort} Ruhe und| Die be
Standen
ander,
nn— 323
EM Beoh ne Aehnlichkeit mit irgend einem der in dem j Aufgusse befindlichen Infusionsthiere hatte, lan- a ge ohne alle Bewegung. Allmählig aber gerieth RAR er in eine fortschreitende Bewegung, und
thielten, zlen
rückte auf die flockichte Materie zu, So wie
er sich dieser näherte, wurde seine Bewegung
lırern Tropl schneller, und als er fast in unmittelbarer Be- ten Materie i rührnng mit ihr war, äusserte er auf einmal ien, welche; Bewegungen, die mit eben dem Rechte, wie stzt in eine wi f die Bewegungen der übrigen Infusionsthiere, Molekülen ih den Namen der willkührlichen verdienen, Bald Ds nndinnrr eilte er zu dieser, bald zu jener Stelle der flok- draht kichten Materie. Doch dauerte diese Bewe- Inzwisk gung nur eine kurze Zeit, In einiger Entfer- en nung von diesen Flocken blieb er auf einmal sie. Bett. ol liegen, und äusserte weiter keine Bewegungen, ich klewerel, Feng 1a Gm 5) Am ı6ten Tage fand ich in einem Tropfen mit wi L flockichter Materie ausser mehrern andern Ar- j 2.2 ten von Infusionsthieren auch verschiedene, it einem l welche aus zwey zusammenhängenden Kugeln I bestanden, gleich einer an einem elektrisirten er“ Körper tanzenden Flaumfeder bald hierhin, bald ine dort hin flogen, dann wieder eine Zeitlang in tete ich ein# Ruhe blieben, nun eine Strecke forttrieben,, rallenderes Pi und hierauf ihr Spiel von nenem anfıngen. ht, In der Die beyden Kugeln, woraus diese Körper be- RR get standen, entfernten sich bald so weit von ein- per, der ki ander, dals sie wie getrennt aussahen, bald or
1= X2 na-
324
BERDTSRASTECFTER
näherten sie’ sich so, dafs sie nur eine einzige Kugel auszumachen schienen. Nachdem diese Bewegung etwa eine Viertelstunde gedauert hatte,-sonderten sich beyde Kugeln ganz von einander ab, und jedes zeigte sich nun als ein
eigenes Infusionsthier.
6) Endlich fand auch in diesen Aufgüssen diesel-
be Succession in der Art der T'hiere statt, wel- che NeevsAm und WrisgerG in den ihrigen beobachteten, Vom ısten bis zum 2S5ten"Tage waren die Infusionen voll von durchsichtigen, ovalen, mit schwarzen Punkten besetzten Thie- ren, deren Vorder-Ende hakenförmig gekrümmt war(Kolpoda Mürr.). Ausserdem befanden sich um diese Zeit in den Aufgüssen fischähn- liche Thiere mit einem dicken runden Vordeı« theile und spitzen Schwanze(Paramaecia Mür- weri). Selten aber fand ich unter diesen letz- tern Thieren eines, das sich in der Flüssigkeit frey herumbewesgte. Fast alle hingen mit ih- rem spitzen Schwanze an der flockichten Ma- terie, und äusserten nur dann und wann eine langsame pendelähnliche Bewegung, Die übri- ge Zeit hindurch hätte man sie für völlig tod
halten sollen.
Ganz anders aber verhielt es sich mit diesen
beyden Arten von Thieren nach‘dem s3ten Tage.
Die kleinen: ovalen Thiere mit gekrümmtem Vor
der-
Imheile\ ingegen in so ger an der 1 pendelart in unzähl ausserorde ten Noche sich aber der Paran Zeit, St
einziges]
Noch Anfgüssen zeigte, ob:
August aul
Dritt vorigen\' Blättern u L.) und d Sionen ze) dener Art rigen Aufe
80 entstanc
Vi ert Wass er’ Wo
Versuchen g
—— 325 vn einzip dertheile verlohren sich jetzt ganz.: Die Paramäcien Nachdem die hingegen, die sich bis zum Ende der dritten Woche unde in so geringer Menge zeigten, und damals immer geln ganz yu an der flockichten Materie hingen, wo'sie blos eine ich nun alst pendelartige Bewegung äusserten, fanden sich jetzt
in unzählbarer Menge ein, und bewegten sich mit Kae sen di ausserordentlicher Geschwindigkeit. Nach der drit-
ten Woche erschienen auch einige Vorticellen, die
iere statt, wt dan ala sich aber bald ‚wieder verlohren, Das ‚Regiment umatı hi der Paramäcien dauerte übrigens nur eine kurze ım Syien ii je
Eee Zeit. Schon am 5Aten Tage konnte ich nicht ein durchsichlüft ort fo) Äh, einziges mehr entdecken. besetzten TI
Noch mufs ich bemerken, dafs sich in diesen
mig gekrumn
Aufgüssen nicht..die mindeste Spuhr. von Schimmel
dem befand: sen Fischäl zeigte, obgleich ich mehrere derselben bis in den runden Vord August aufbewahrte, EH
aramaecıa Ni | Dritter Versuch. Ich wiederhohlte den
ter diese " Au vorigen Versuch in der Mitte des Sommers mit den f% En Blättern und Wurzeln des Calmus(Acorus calamus AM L.) und des Butomus umbellatus. In diesen Infu- EN sionen zeigte sich eine ähnliche Succession verschie»| 4 rap vun
und hir: dener Arten von Infusionsthieren, wie in den vo| ung, Det rigen Aufgüssen, und, wie beym vorigen Versuche,| i
für!: 5|: r : so entstand auch hier nicht der mindeste Schimmel,
vich mit diem Vierter Versuch. Mit demselben Brunnen- x en Tat wasser, womit die Aufgüsse in den beyden vorigen Ta Ir Versuchen gemacht waren, infundirte ich im Au- r der x3 gust
326 I
gust in fayencenen Tellern zerschnittene Aepfel,, Carotten und rothe Rüben, und setzte diese In- fusionen an denselben Ort, wo sich die vorigen Aufgüsse befanden.
Nach einigen Tagen erzeugten sich auf diesen
Infusionen gallertartige Membranen, und gegen
den ı4ten Tag fand ich diese Häute mit graugrünem (Mucor glaucus L.) nnd gemeinem Schimmel(Mu- cor mucedo) bedeckt, der sich auf den Infusionen von Aepfeln bis in die sechste, auf denen von Ca- rotten und rothen Rüben aber nur bis in die vierte Woche hielt. In keinem der Aufgüsse waren wäh- rend dieser Zeit Infusionsihiere zu finden.
Aus den drey letztern Versuchen folgt,'dals unter gleichen Umständen einige Aufgüsse blos In- fusionsthiere, andere blos Schimmel hervorbringen, und dafs die Ursache dieser Verschiedenheit nicht an dem Wasser, sondern an den infundirten Sub- stanzen liegt. Es folgt zweytens daraus, dafs bey der Entstehung der Infusionsthiere andere chemi- sche Processe als bey der des Schimmels statt fin- den; bey der erstern nehmlich werden die infun- dirten Substanzen in eine flockenartige, bey der Jetztern in eine gelatinöse Materie aufgelöst. Sind nun jene Processe blos coexistirende Phänomene mit der Erzeugung der Infusionsthiere und des Schim- mels, oder sind sie Ursachen dieser Erzeugung? Dals sie von der Entstehung der Infusionsthiere
Ursa-
Inachen eym. er‘ Beohacht dem vol Bildung che sich zeigen, ü logie u hung des cesse Urs Richtigh folgende Fiı sich ein} suchunger muthlich se sich Agentien Sonst Mu ähnliche da noch stirender künstlic] wirklich
fayencen,
(?) Sem S:6n,
Nıftene Aepfel, etzte diese In.
ch die Vorige
sich auf diese 1, und gem alt graugrünen Schimmel(N: den Infusion denen von(; dis in die viert sse waren Wil inden, n folgt, ii \züsse blos! hervorbringe iedenheit nic nfundirten St araus, dal andere ci nmels sul rden die ur rtige, bes in ufgelöst N
Ihänomene 1! Phänomet
ınd des Schu er Erzeugt‘ Infusionsth*
Um
— 327
Ursachen und nicht Coeffekte sind, mächen die beym ersten und zweyten Versuche angeführten Beobachtungen sehr wahrscheinlich. Da nun nach dem vorigen Versuche die Phänomene, die der Bildung des Schimmels vorhergehen, denen, wel- che sich vor der Erscheinung der Infusionsthiere zeigen, ähnlich sind, so berechtigt uns diese Ana- logie zu dem Schlusse, dafs auch von der Eniste- hung des Schimmels die erwähnten chemischen Pro- cesse Ursachen und nicht Mitwirkungen sind, Die Richtigkeit dieses Schlusses wird, glaube ich, durch
folgende Beobachtung ausser Zweifel gesetzt.
Fünfter Versuch. Auf den Alpen findet sich ein rother Schnee, der nach Ramonp’s Unter- suchungen(i*) eine vegetabilische Substanz’, ver- muthlich eine Byssus- Art, ist. Gesetzt nun es lies- se sich durch Zumischung gewisser chemischer Agentien zu solchen Aufgüssen, auf welchen sich sonst nur gewöhnlicher Schimmel erzeugt, eine ähnliche- Byssus Art hervorbringen, würde auch da noch an eine Entstehung derselben aus präexi- stirendem Saamen zu denken seyn? Eine solche künstliche Erzeugung jener Substänz habe ich aber wirklich entdeckt. Ich hatte im August in drey fayencenen Tellern Aufgüsse von zerschnittenen
Car
(i*) Scneren’s allgem. Journal der Chemie. B.IV. I. 24. Ss. 670. X4A
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GE ET EEE N TRETEN
328 a—
Carotten mit frisch bereitetem Kalkwasser gemacht, die eine dieser Infusionen mit Zink und Silber, die zweyte mit Zink und Eisen, die dritte mit Zink und Rupfer armirt, und dieselben an einen mälsig hellen Ort hingestell. Den Zweck, den ich bey diesem Versuche eigentlich beabsichtigte, habe ich an einem andern Orte angezeigt. Hier bemerke ich nur Folgendes. Vier Tage nachher, nachdem ich die Armaturen aus den Gefälsen wieder herausge- nommen hatte, und schon im Begriffe war, die Aufgüsse wieder wegzugiessen, fand ich auf allen dreyen eine Menge blaugrünen Schimmels, zugleich aber auch runde, ı bis 53 Linien im Durchmesser haltende Flecken von der schönsten Carminfarbe. Ich brachte diese Substanz unter das Microscop, und fand in ihr eine fadenartige, dr der Byssus ähnliche Struktur. Ihr schönes Roth aber dauerte kaum zwey Tage, und verwandelte sich in ein schmutziges Braun. Sowohl von jenem Schimmel, als von dieser rothen Substanz zeigte sich übrigens mehr auf der ersten, als auf der zweyten, und-auf dieser mehr, als auf der dritten Infusion. Beyde aber entstanden auch auf der ersten später, als auf der zweyten und dritten. Infusionsthiere waren in
keinem der Aufgusse zu entdecken.'
Nach diesen Versuchen waren es also gewils nicht präexistirende Eyer oder Saamenkörner, wor- aus die Infusionsthiere und der Schimmel in‘den
Auf-
Julgüsse Jepfeln sondern Auflösu &, W und ını w, entst wie in d Schimme mische I halten ı aromatı Rüben Essigpil Vegetabi Princp eı there, Essigeäh hervorbı tung ı hung t aus fon Daly nı ser Ver
gende 6
ı) Ei: Suhs
fung
NET pemacht, i und Silber, Iritte mit Zink
I einen mise
‚ den ich be ste, habe ih id nachdem ich
der herausge:
ville war, die
{ ich auf alkı mels, zugleit n Durchmest ı Garminlarh las Microsn der der Byi h aber dauert |te sich int ‚em Schimnt e sich übrig eyten, undz usion, Di spater, als al
‚hiere ward!
es also gem® snkörner, WI | 1a den
Aul
jmme
ee 329
Aufgüssen von Wasserschwerdtel und Calmus, Aepfeln, Carotten und rothen Rüben hervorkamen, sondern die chemischen Processe, welche bey der Auflösung dieser Vegetabilien statt fanden; waren es, wodurch jene Organismen gebildet wurden, und in den Aufgüssen von Wasserschwerdtel u. s. w. entstanden deswegen blos Infusiensthiere, so wie in den Infusionen von‘ Aepfeln u. s. w. blos Schimmel und Byssus, weil’in jenen andere che- mische Processe, alsin diesen vorgingen. Nun ent- halten der Wasserschwerdtel und der Calmus ein aromatisches Princip, Aepfel, Carotten und rothe Rüben aber Destandtheile, welche der Wein- und Essiggährung fähig sind.. Sollten also vielleicht vegetabilische Substanzen, die‘ ein aromatisches Princip enthalten, vorzüglich oder allein Infusions- thiere, diejenigen aber, welche der Wein- und Essiggährung fähig sind, vorzüglich Schimmel hervorbringen? Die Bestätigung dieser Vermu- thung würde unserer Meinung von der Entste- hung des Schimmels und der Infusionsthiere aus formloser Materie ein neues Gewicht geben, Dals nun aber die Erfahrung wirklich mit die« ser Vermuthung übereinstimmet,, beweisen fol-
gende Gründe:
ı) Eine bekannte Erfahrung ist es, dals ‚alle Substanzen, welche in Wein- und Essiggäh.
rung übergehen, Schimmel hervorbringen, c
5\ 2)
PEEEEERENEE
—
TEE
330 wenn
0) Was geschieht bey der Weingährung? Die zuevon schleimicht-zuckerartige Materie des Pflanzen- aufquoll reichs, welche allein derselben fähig ist, ver- einem liehrt einen Theil ihres Sauer- und Rohlenstoffs wurden als kohlensaures Gas, und das Verhältniis des Schimn Wasserstoffs zu diesen beyden Bestandtheilen vor, W wird hierdurch vergröfsert. Läfst sich nun|| Wassers eben diese Veränderung dadurch hervorbringen, sondern. dafs man, statt den vegetabilischen Substanzen rell her: Oxygene und Kohlenstoff zu entziehen, diesel-| den ges ben mit Wasserstoff schwängert, indem man I een sie unter einer Glacke voll Wasserstoffgas ver-| Ih’ähr schliefst, und bildet sich auch hierbey Schim-| ash mel, so kann unmöglich diese Substanz aus| ine präexistirenden Saamenkörnern entstehen. In Yard
wie fern diese’ Vermuthung mit der Erfahrung übereinstimmet, erhellet aus folgendem Ver- Dies suche, suche yı | Wasser Sechster Versuch. Um den Einfluls des soll, A Wasserstoffgas auf das Keimen der Saamenkörner BIER be zu erforschen, füllte ich im October zwey cylin- des W: drische, einen halben Fuls im Durchmesser halten- bereite: de und einen Fufs hohe Gläser mit jener Luftart, erhälter welche durch die Zersetzung von Wasserdämpfen Weiset. beym Durchgange durch einen glühenden Flinten- der Se lauf bereitet war, und brachte unter dieselben auf und du
das Sperrwasser Stücke Flanell, die- mit Kressen-
{ körnern besüet waren. Der Erfolg war, dals kei- nes N Ur
fun? Die les Pflanzen. hig ist, ver. Rohlentof; rhältnils des estandtheilen st sich nun tvorbringen, n Substanzen jehen, diese.
indem ma
t Erfahrun
sendem Ver
Eimful 1) aamıen! zwey \esser halkı:
ner Luft
| 331
nes von diesen Körnern keimte, sondern dafs alle aufquollen, welk, schleimicht, und endlich mit einem sehr kurzhaarichten Schimmel überzogen wurden. Auch gingen diese Veränderungen, das Schimmeln ausgenommen, nicht nur mit denen vor, welche auf dem Flanell lagen, und mit dem
Wasserstoffgas in unmittelbarer Berührung standen,
sondern auch mit denjenigen, welche von dem Fla-:
nell herabgefallen und in dem Sperrwasser zu Bos den gesunken waren. Das Sperrwasser stieg wäh- rend der ı4 Tage, welche dieser Versuch dauerte, in der einen Glocke über 2 Zoll, in der andern et- was über ı Zoll, und in beyden Gefäfsen war also eine beträchtliche Menge Wasserstoffgas absorbirt worden,
Dieser Beobachtung widersprechen zwar Ver- suche von SENNEBIER(k), nach welchen in reinem Wasser- und Stickstoffgas kein Schimmel entstehen soll, Allein das Wasserstoffgas, dessen sich SEnnE- BIER bediente, war vielleicht durch die Zersetzung des Wassers vermittelst Eisenfeile und Vitriolsäure bereitet, und. dals auf diesem Wege eine Luftart erhalten wird, die nichts weniger als rein ist, be weiset der Geruch derselben. Da nun überdies sich der Schimmel vorzüglich an dumpfen, feuchten‘
und dunkeln, also solchen Orten erzeugt, wo ohne Zwei-
(k) Usterr’s neue Annalen der Botanik, St. 15. 17974
9. 50.
Zweifel eine häufige Zersetzung des Wassers und Entwickelung von Wasserstoffgas vorgeht, so glau- be ich berechtigt zu seyn, meine Beobachtung für
die richtigere zu halten,
Bis hieher harmonirt also unsere Theorie ganz mit der Erfahrung. Dals nun 3) auch Aufgüsse, welche ein aromatisches Princip enthalten, der Er- zeugung der Infusionsthiere günstig, der des Schimmels aber ungünstig sind, beweisen die bey-
den nachstehenden Versuche,
Siebenter Versuch. Im April machte ich zwey Aufgüsse in porcellanenen Tassen, die eine Nro. ı von Erbsen und Brunnenwasser, die zweyte Nro. 2 von einer eben so grolse Menge Erbsen und Brunnenwasser, wozu ich aber noch einen halben Scrupel Kirschlorbeerwasser mischtee Beyde Infu- sionen wurden mit Papier bedeckt, und an einen
’
mälsig warmen Ort hingestellt.
An den beyden folgenden Tagen waren beyde Aufgüsse mit Luftblasen bedeckt. Die meisten fan-
den sich auf Nro. ı, weniger auf Nro.2.
Am 5ten Tage hatte sich auf Nro. ı sowohl, als auf Nro. 2 eine durchsichtige gelatinöse Haut gebildet. Die Erbsen in Nro. ı waren sehr aufge-
schwollen, die in Nro. 2 waren noch unverändert.
Am ııten Tage hatte sich die gelatinöse Sub- stanz auf Nro. ı in eine aus runden Molekülen be- ste«
stehende dieser| sionsthi durchst von N lekulen: gusse m
de Blisc
Am Anfgüs Nro, 2 ken,| aufgegı geheimt geqwolle 1 zeigtet ten Hin! nur lan mr in ner un nomme Anzahl thieren Schiede dils Sie Breite, Wegung
gleichfg;
Wasser und
eht\ Sul, KV 1 Kay.
stehende Haut verwandelt, und jetzt zeigte sich in Ri dieser Infusion auch eine Menge sehr kleiner Infu- Dachtung fü sionsthiere, theils als schwarze Pünkte, theils als durchsichtige Bläschen. In der gelatinösen Substanz Theorie gang von Nro, 2 hingegen zeigten sich noch wenige Mo- ch Aufeüise lekülen, und zugleich fanden sich in diesem Auf- ten, der Er gusse nur erst wenige, sich willkührlich bewegen-
dr da de Bläschen,
eisen die ber Am ı7ten Tage entdeckte ich in den beyden
Aufgüssen Folgendes: Nro.ı roch sehr faulicht; in Mi Nro.2 hingegen war noch kein Geruch zu bemer- | ken, Diein Nro. ı befindlichen Erbsen waren stark aufgequoll: n, aber nur eine einzige von allen hatte ER gekeimt; die in Nro. 2 hingegen waren wenig auf- j gequollen, hatten aber meist alle gekeimt. In Nro. 1 zeigten sich ovale Infusionsthiere mit einem brei.- ten Hintertheile und schmalen Vordertheile, die sich nur langsam bewegten, und zwar zeigten sie sich nur in Tropfen, die aus der Nähe der Saamenkör-
waren bert ner und nicht von andern Stellen der Infusion&e-
I
meisten nommen waren, und auch dort nur in geringer
Anzahl. Eine weit gröfsere Menge von Infusions-
thieren fanden sich in Nro. 2, und zugleich unter-
schieden sich diese von denen in Nro, ı dadurch,
EB
dafs sie schmäler, vorne und hinten von gleicher Breite, durchsichtiger, weit schneller in ihren Be- wegzungen, und fast allenthalben in dem Aulgusse
‚tinöse Sul gleichförmig verbreitet waren,
hp De
oe Die
1.hslan plekuuen
Die schnellere Bewegung der Thiere in Nro. a beobachtete ich auch am 25ten Tage. Doch fand an verschiedenen Stellen von einerley Tropfen aus die- sem Aufgusse ein Unterschied in der Schnelligkeit dieser Bewegung statt. Einige Haufen von Thie- ren flogen mit einer solchen Geschwindigkeit unter ‚einander herum, dafs ich sie nicht mit den Augen verfolgen konnte; andere hingegen bewegten sich langsamer, obgleich immer noch geschwinder, als die Thiere in Nro. ı. Uebrigens hatte die Menge der Thiere in beyden Infusionen seit dem ıyten Ta-
ge beträchtlich zugenommen.
Am zgten Tage fand ich Nro, ı bis auf wenige Drachmen verdünstet. Von Nro.2 war nicht so viel verflogen, und auf dieser Iufusion hatte sich hin und wieder Schimmel erzeugt. Unter dem Ver- grölserungsglase zeigte sich in beyden Aufgüssen eine grolse Menge von Infusionsthieren, doch eine grölsere in Nro,2, als in Nro,ı. In dieser schwam- men sie zerstreut; in jener hatten sie sich grölsten- theils zu lebenden Massen vereinigt. Ferner war in Nro, 2 die Bewegung derselben, wie bey den vorigen Beobachtungen, schneller, als in Nro, ı. Endlich fand ich die Thiere in Nro. ı gröfser, als die in Nro. 2. Ich gols zu beyden Infusionen wie-
der frisches Brunnenwasser.
Am 43ten Tage war an Nro. ı wenig Geruch zu bemerken. Auf der Oberfläche dieses Aufgusses hat-
Jutte sic yere un! enthielt von In croscop selben verzröß ger,$ Thiere, im Inne Gegentl Der 6 trant,| erzeugt mels auf ich unter weit wen glich al auffallen nervunt denen ii tun$t tern hat sowohl, Seite eir Schr du Vebriger in Nro, h)
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335
hatte sich viel bläulichter Schimmel gebildet. Meh- rere unter das Vergrölserungsglas gebrachte Tropfen enthielten eine so ausserordentlich grolse Menge von Infusionsthieren, dafs das ganze Feld des Mi- croscops damit bedeckt war. Die Bewegung der. selben war aber sehr langsam. Unter einer stark vergrölsernden Linse zeigten sie sich als lange, gerade, schmale, hinten stumpfe, vorne etwas spitze Thiere, ohne jene dendritische Figuren ‚„ die man im Innern der meisten Infusionsthiere sieht. Das Gegentheil von diesem Allen fand in Nro.'2 statt. Der Geruch dieses Aufgusses war äusserst pene- trant, die.Menge des Schimmels, der sich darauf erzeugt hatte, aber geringer, als die des Schim- mels auf Nro, ı. In allen Tropfen aus Nro. 2, die ich unter das Vergrölserungsglas brachte, fand ich weit weniger Thiere, als in denen aus Nro. 1, zus gleich aber bewegten sich die in jenem auch ganz auffallend schneller, als die in dem letztern. Fer- ner»unterschieden sich die Thiere in Nro. 2 von denen in Nro. ı sehr deutlich durch ihre Struk- tur. Statt des langen und geraden Körpers der letz- tern hatten jene einen dicken, krummen, hint-n sowohl, als vorne rundlichten, vorne auf der einen Seite eingeschnittenen, und in. ihrem Innern mit sehr dunkeln Blumenfelderan gezeichneten Körper, Uebrigens waren die Thiere in Nro. ı sowohl, als in Nro. 2 fast noch von derselben Grölse, wie am ızten Tage. Nur in Nıo. 2 fand ich eines, wel-
ches
336|—
ches fast noch einmal so grols als die übrigen war, sich aber unter der in dem Tropfen schwimmenden gelatinösen Materie meiner Beobachtung gleich wie- der entzog. Ein merk würdiges Phänomen in Nro.2 war endlich noch dies‘, dafs sich mehrere Thiere zu einem Rlumpen verbunden hatten, der'sich be- ständig um seine Axe drehete, und ein eigenes grö-
fseres Thier auszumachen schien R welches einige
Aehnlichkeit mit, den von WRrısBerg(l) beschrie-
benen und abgebildeten blumenförmigen Thieren hatte.
Ich habe diesen Versuch, so wie den vorher- gehenden, ohne alle Erwartung des Erfolgs ange- stellt, den derselbe wirklich hatte, und dieser Um- stand sichert mich gegen den Verdacht einer dabey statt gefundenen Täuschung. Haben die Beobach- tungen, die er mir lieferte, aber ihre Richtigkeit, so ist es gewils mehr als wahrscheinlich, dafs in den narcotischen, und also auch in den von ihnen ohne Zweifel nur dem Grade nach verschiedenen aromatischen Substanzen eine Kraft liest, welche die Erzeugung thierischer Organismen aus formlo- ser Materie befördert, der Entstehung vegetabili- scher Organismen auf diesem Wege aber hinderlich ist. Diesen Schlufs rechtfertigt die spätere Erzeu- gung der gelatinösen Haut, welche, wie wir oben gesehen haben, ein Vorbote der Entstehung des
Schim-
(1) Obs. de animalc, inf. f. 5.
Schiame! «chnellen‘ Infusion ben; di sen, di geringe: stand,& Nio,.2 be yeretabil zicht ab das Kirs auch di Bildung Processe,
Noch tesich üb lorbeerw;
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337 Schimmels ist, auf Nro.e2, als auf Nro. ı; die schnellere Vermehrung der Thiere in der erstern Infusion; die ungleich lebhaftere Bewegung dersel- ben; die Vereinigung derselben zu lebenden Mas- sen, die ich nie in Nro.ı beobachtete; und die geringe Menge Schimmel, welche auf Nro.2 ent- stand. Die schnellere Vegetation der Erbsen in Nro.2 beweiset aber auch, dafs nur die Erzeugung vegetabilischer Organismen aus formloser Materie, nicht aber’die aus präexistirendem Saamen durch das Rirschlorbeerwasser zurückgehalten wird, und auch dieser Umstand giebt einen Beweis für die Bildung: des Schimmels durch gewisse chemische Processe.
Noch auffallender, als in diesem Versuche zeig- te sich übrigens der nachtheilige Einflufs des Rirsch- lorbeerwassers auf die Entstehung des Schimmels
in dem folgenden:
Achter Versuch. Zu derselben Zeit, als ich den vierten Versuch anstellte, infundirte ich in zwey fayencenen Tellern Nro. ı und 2 eine gleiche Menge roher Aepfelscheiben von einerley Apfel mit Brunnenwasser, tröpfelte in Nro. ı zwey Drachmen Kirschlorbeerwasser, und setzte beyde Gefälse an einerley Orte dem Tageslichte aus,
j}
Am ı5ten Tage waren beyde Gefälse fast ganz mit graugrünem(Mucor glaucus L.) und gemeinem Ba. II, Y Schim«
Br ee ne a a nn. ne ann non nu ne
338 Schimmel(Mucor mucedo L.) bedeckt. Auf Nro.3 aber hatte sich weit mehr erzeugt, als auf Nro, 2 Auf jener Infusion schwamm eine dicke ganz mit Schimmel bewachsene Haut. In dieser hingegen war blos die Oberfläche der Aepfelscheiben mit
Schimmel bezogen.
Am 4
lichen Pflanzenthiere angemessen, so mulste ihre
on bewachen- Fortdauer durch die Verschliessung jener Höhlen
ioen Ahteihn unmöglich gemacht werden, ‚Ist umgekehrt nur en von: di& Athmosphäre verschlossener Hlüfte für sie taug- ndern Art; lich, so können sie vorher nicht an Orten, ‚die mit Ungereinth: der auf der Oberfläche der Erde ruhenden Luft in £ m h Verbindung standen, existirt haben. Ueberdies fin-
det man jene Thierpflanzen nur in verschlos-
senen Höhlen. Begreiilich wird hingegen die Ent.
stehung dieser unterirdischen Gewächse, sobald
er tind yes TE man annimmt, dafs sie aus dem'Moder anderer var, dal B% x Thiere und Pflanzen, die in jenen Höhlen ihr Grah Be fanden, gebildet wurden. vert wen Eine noch, wichtigere Bestätigung unserer Mei- ER nung fand De Revnıer(0) in den Bleybergwerken Ei Y von Ste, Marie.’Alles alte zu Stützen gebrauchte RR Holz war hier mit dem Lichen radicıformis bedeckt, und jeder Uebergang von der ersten rohen Zusam» # menhäufung bis zur feinsten Organisation liels sich al: 3a genau daran bemerken. DE Rernıer verfolgte den fanden st Gang der Natur aufs sorgfält igste, Zuerst erzeugt R sich auf der Fläche des Holzes ein Tropfen etwas eine gut chleimichten Wassers; dieser wurde nach und dann nach merklich trüber; er verhärtete auf dem Grun- „3 My it Jande de Gattung 1 ige he(0) Voısz’s Mag.£ d. Neueste: ausıder Physik ete..E. ER g Vile Si1. S4g.
23
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358| mm em i
de und dehnte sich in die Länge aus; am obern Ende blieb er zwar noch immer durchsichtig, doch wurde er in eben dem Maalse dunkler, als er der Pilanzengestalt näher kam. Als die Fiechte etliche Zolie lang war, verschwand der Wassertropfen, und die Pilanze nährte sich nun durch ihre äus- sern Organe,“ Ausgemacht ist es”, fährt De Rrr- NIER nach dieser Erzählung fort,“dafs sich diese „Pianze in der ersten Zeit ihrer Entstehung nicht „durch Intussusception nähret. Sie hat gleich von „Anfinge die Stärke, die sie auch in der Folge bey- „behält, und ihre äussere Fläche, auf welcher die „von dem Wasser herbeygeführten Bestandthei- „le sich vereinigen, zeigt ihre Bildung deutlich „genug.” s Eine ganz ähnliche Beobachtung machte ich an der einen(Nro.ı) von den beyden Erbsen-Infu- sionen, welche zu dem oben erzählten siebeniten Versuche über den Einflufls des Kirschlorbeerwas- sers auf ee Erzeugung der Infusionsthiere und des Schimmels dienten. Nachdem dieser Aufguls 48 Tage gestanden hatte, fand ich auf dem Schimmel, woınit derselbe bedeckt war, eine Menge kugelrun- der Tropfen von der Gröfse eines Stecknadelknopfs bis zu der einer Erbse ‚ die so klar und durchsich- tig wie Crystall waren, Nach 4 Tagen wurden die- se Tropfen an den Rändern schmutzig weils. Ihr oberster Theil aber blieb noch klar und hell. Nach 14
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4
En 3159 4 Tagen gingen die kleinern unter ihnen in graue Körper über, welche das Ansehn von kleinen Ru- gelschwämmen hatten. Die gröfsern wurden, von den Rändern an nach dem Gipfel hin immer un- Aurchsichtiger, und ich würde vermuthlich auch bey diesen die nehmliche Verwandlung, wie bey den kleinern, beobachtet haben, wenn sie nicht durch eine zufällige Erschütterung des Gefälses wä-
ren zerstöhrt worden,
Nicht minder ‚unvereinbar mit der Hypothese von der Entstehung aller Gewächse aus Saamen ist die künstliche Erzeugung der Schwämme aus zusammengehäuftem Pferdemiste(p), Man sagt, der Saamen dieser Körper werde von den Pferden mit den Nahrungsmitteln verschlungen, gehe den- selben unverändert wieder ab, und veranlasse so die häufige Erzeugung der Schwämme in den Ex- krementen dieser Thiere, Hiergegen würde auch nichts einzuwenden seyn, wenn nur, wie jener Voraussetzung gemäls der Fall seyn müfste, zu- weilen, und nicht, wie die Erfahrung lehrt, in jedem gehörig eingerichteten Beete von solchem Miste sich Schwämme in zahlloser Menge erzeug- ten. Jeder Grashalm mülste mit dem Saamen die- ser Körper angefüllt oder bedeckt seyn, wenn jene
Erklä-
(p) Tounnrronr in den Mem. de l’Acad. des sc, A Pa
sis. 1707. P.5&
24
Keith En re Daher nr er ee een u ct nen ne nn rn
Erklärung richtig wäre. Allein man betrachte auch.
die bey der künstlichen Erzeugung der Schwämme statt iindenden Phänomene, und man wird schwer- lich den Muth haben, diese Entstehung noch fer- ner von Saamen abzuleiten, Zuerst erzeugt sich auf dem Pferdemiste eine weisse haarichte Substanz, die das Ansehn von Schimmel und den Geruch von
Schwämmen hat. Das obere Ende der Haare, wor-
aus jene Substanz besteht, ist rund; hieraus wird’
ein Kinöpfchen, und dieses verwandelt sich in einen Champignon(q). Hier ist also eine ganz ähnliche Erscheinung, wie in animalischen und vegetabili- schen Aufgüssen, wo Eine Art von Infusionsthieren in eine andere übergeht, aber nichts, was dem
Heimen der Saamenkörner auch nur analog wäre,
Eine ähnliche schimmelartige und nach Schwäm- men riechende Suhstanz, wie jene ist, die sich anf dem Pferdemiste erzeugt, sahe Monti(r) auch häufig an halbfaulen Wurzeln eingegangener Bäu- me, und in dem faulen Unrathe aufgerührter Mist» haufen,;
Eben dieser Naturforscher traf an einigen auf Bäumen wachsenden Schwämmen eben Jdie Verbins
dung und dasselbe Geflechte von faserichten Biün-
‘deln an, welches in den Bäumen selbst war, aus
# deren (9) Touaneronr ebendas.-
(f) Commentar. Acad. sc. Bonon. T., IH. 2 156. Altes Hamburg. Mag. B.XIX, 8.585.
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Die elsbare Grube tigen( nehm ser, Wo diese A Bäume denen men$
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361
deren schadhaften Theilen diese Schwämme her- vorkamen(s),
Die Chinesen verschaffen"sich nach Gefallen elsbare Schwämme, indem sie faules Holz in eine Grube an einem gegen Mittag gelegenen und schat- tigen Ort werfen, dasselbe mit Blättern von dem nehmlichen Baume bedecken, und es oft mit Was- ser, worin Salpeter aufgelöset ist, begielsen,. Auf
diese Art sollen nicht nur Hölzer von verschiedenen
Bäumen, sondern auch solche, die von verschie-
denen Theilen eines und desselben Baumes cenom- men sind, verschiedene Arten von Schwämmen
geben(t).
Nach Rurr’s Versicherung schiessen fast au- genblicklich Schwämme auf, wenn man den Stamm eines weissen Pappelbaums an der Wurzel entblöfst, und mit verdünntem Sauerteige anfeuchtet. Auch bringen, seiner Erzählung zufolge, die Hügel'al- lerley Schwämme hervor, wenn man bey regnich-
tem Wetter die Stoppeln abbrennet(u).
Die Erscheinung der Lohblumen, einer Art von Schwämmen, die sich auf der Gerberlohe er- zeugt, kündigt im Sommer anderes Wetter an(v).
Auf
(s) Ebendas.
(t) Cızor in den Act. Acad. sc. Petropol. 1777. P.ı. Hi« stoire,.'p. 82.
(u) TOURNEFORT a.2. 0.
(v) MArcuAnt ın den Mem de l’Ac. des sc. a Paris 1727.
5 25
E1
362 m
Auf den Larven einiger Cikaden- Gattungen.
findet man, wie schon pben(w) angeführt ist, fast
immer eine gewisse Art von Reulenschwämmen,
MerY und Lrmery fanden auf Schienen von Aepfelbaumholz nnd auf Binden, womit im Hotel- Dien zu Paris Beinbrüche verbunden waren, klei- ne platte und weilsliche Schwämme, am häuhgsten auf denen, die bey Kranken gebraucht waren, welche auf der Seite im Saale der chirurgischen Patienten, wo der Wasserbehälter ist, gelegen
hatten.
VoLzmar sahe nach einem Gewitterregen auf einer Wiese zwey,sogenannte Hexenringe(x), die vor dem Gewitter nicht da gewesen waren, nahe neben einander. Ganz regelmälsig in dem Mittel- punkte eines jeden stand ein Schwamm(in dem Centrum des einen ein Agaricus campestris, in dem des andern ein Lycoperdon Bovista), und eben so regelmäfsig fanden sich in der Peripherie eines je-
den Kreises mehrere Pilze von derselben Art, als
der im Mittelpunkte(y). / Ver- (w) S. 23.
(x) Kreise auf: Wiesen, die ein vorzüglich grünes und frisches Ansehn haben, und wahrscheinlich durch
das Einschlagen eines Blitzes verursacht werden.
(y) Roose Grundzüge der Lehre von der Lebenskraft. 2te Aufl. S. 60.
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.. Morıso
ungehe glabrur grolsen
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We den dir denselbeı Schwarze
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Ein trocken lang m sähe Tı gen, di Platz v
(2) J, 1 (a) Tor
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tterregen at nge(x), di varen, nal! ‚ dem Mitte mm(in den stris, In den und eben« ‚erie eines
ben Art,&
r dr, Wi
363
“. t.. r Vereinige diese Beobachtungen mit der Fypo- these von der Erzeugung aller Schwämme aus Saa-
men, wer.da kann! Ich sehe keine Möglichkeit
dazu,
6. 8 Auch bey den eigentlichen Pflanzen fehlt es nicht an ähnlichen Beobachtungen. Hierher gehört Morıson’s oben(z) erwähnte Erzählung von einer ungeheuren Menge des Erysimum latifolium majus glabrum Bauhini, welches acht Monate nach dem grofsen Brande in London von 1666 auf der Brand-
stelle hervorwuchs,
Wenn man in der Provence nnd in Languedoe den dürren,Boden ausgebrannt hat, so wächst auf demselben das Jahr nachher eine Menge schwarzen Mohns hervor, der in den folgenden
Jahren nicht wieder erscheint(a).
Einen Boden, der viele hundert Jahre hindurch trocken gelegen hatte, der aber nachher eine Zeit- lang mit faulendem Wasser bedeckt gewesen war, sahe TOURNEFORT(b) viele Pflanzen hervorbrin- gen, die nur in Morästen wachsen, obgleich jener Platz von Sümpfen so weit entfernt war, dals der
Wind
(z) S. 19.
(a) Tounseronr in der Hist. de l’Ac. des sc. a Paris
avant 1699. T. X. p. 69. (b) A. a. O.
354 es.)
Wind den Saamen von diesen Pilanzen nicht könnte
hingeführt haben,
Man nehme den Wind cder Insekten für die Verbreiter der Pfianzensaamen an, man wird auf jeden Fall Schwürigkeiten über Schwürigkeiten fin- den, wehn man die Entstehung der Gewächse bey
diesen Beobachtungen aus Saamen erklären will.
Noch schwüriger in dieser Hinsicht ist eine Erfahrung, welche HEexnzerL, einer der scharfsin- nigsten unter den ältern Vertheidigern der gene- yatio aequivoca, machte. Dieser grub im Frühjah- re Erde aus einer Tiefe von 2 Fuls, setzte sie in einem Topfe an den höchsten Ort des Hauses un- ter freyem Himmel, und verwahrte den letztern so, dals niemand hinzu kommen konnte, Nach zwey bis drittehalb Monaten waren junge Pflanzen aufgegangen, die sich von. Ausläufern aus alten Wurzeln sehr deutlich unterschieden, und in der Folge als Gras und Eyternesseln(Urtica urens L.) zeigten. Diese Gewächse nun konnten nicht von einem aus der Luft herbeygeführten Saamen her- rühren, weil es nicht im Herbste, wo die Saamen- schooten reifen, bersten, ausfallen und sich zer sireuen, sondern im Frühlinge war. Eben so we- nig konnte der Saame in der Erde gelegen haben, denn diese war zuverlässig wenigstens seit 30 Jah- ren nicht umgegraben worden. Und wäre auch vor dieser Zeit Saamen mit der Erde vermengt und ver-
schüt-
zach& lieh; u jährige
ist(6)
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gem 355
schüttet worden, so hätten doch so alte Körner nicht treiben können, weil aller Gärtner Erfahrung nach ein sechsjähriger Saamen selten mehr taug-
» ein zehn-
lich, und nach Moxıson’s Be eovachtung 1
jähriger zum Heimen schlechterdings verdorben
ist(C).
Vielleicht gehört hierher auch noch folgende, in der Hist. de!’ Acad. Roy. des sc. de Paris(T. ı.
. 185) erzählte Beobachtung von Huysens: Ce fut
ge)
en cette m&me annee 1675 que Mr. Hughuens
’& Stein an Assemnlee une
(Huygens) rompit en presence del °.17 E. N t\. wi RR% bonuteille de verre double, ot il avait mis de la terre en 1672, et qu’il avait ensuite bien bouchee, Il se trouva que cette terre avait produit quantite d’herbe qui remplissait presque toute la bouteille, a E ei er Oman A|- Se! 1 a et cela sans avoir recu de nouvel air de dehors, Tndefs ist‘ diese’ Beobachtung,"wie man sieht, zu unvollständig erzählt, als dafs sich mit Sicherheit
Resultate daraus ziehen liessen.
N: 9,
N Wir wenden uns jetzt zum Thierreiche, und zwar, zuerst zur Entstehung der Eir ıgeweidew ür- mer. Lassen die bisher angeführten Grü nde noch einen Zweifel an der Erzeugung lebender Organis- nen ohne Zuthun ähnlicher Körper übrig, so wird
die»
(6) Hunxer’s Flora saturnizans, Leipzig. 1722. 5.6: ff.
f
|
366
dieser durch die folgenden Erfahrungen gewils weg-
geräumt werden,
Erzeugen sich die Eingeweidewürmer in den Thieren unmittelbar aus den thierischen Säften? Öder gelangen sie in den animalischen Körper von aussen? Wenn irgend eine Frage in der Biologie als ausgemacht betrachtet werden kann, so sind es gewils diese. Die Beobachtungen eines Parras, MÜLLER, WERNER, BrocH, GoEzE und AupoLpuı liefern so viele Gründe für die negalive Beantwortung der letztern Frage, und für die affirmative der er- stern, wie wenig andere biologische Meinungen
aufzuweisen haben.
Falsch ist es diesen Beobachtungen zufolge, dafs die eigentlichen Eingeweidewürmer von aussen in den thierischen Körper kommen. Ja, sie können auch nicht auf diesem Wege dahin gelangen. Kä- men sie in ihn von aussen, so mülsten sie auch ausserhalb demselben in der Luft, in’ der Erde, im Wasser, oder in andern Thieren leben. Dafs aber an keinem der drey erstern Orte Eingeweidewürmer weder jemals gefunden sind, noch gefunden wer- den können, ist schon im letzten Kapitel des vori-
gen Abschnitts gezeigt.
Nur von andern T'hieren könnte also ein Thier seine Eingeweidewürmer bekommen, wenn es die- selben von aussen erhielte, und dies wäre auf einem doppelten Wege möglich: entweder durch Speise und
dewirn zwar Di Dieser\ linge ve Bandwi fortgekt beweis gehört, hen,
fressen: lichen\ liche T: und in
von Fi: verzeh) Ueberh dewürt her käı von Ve erhlärer
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| 4a) N Wer, [o]
ren. zufolm von alıssäl
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v an Ar tel Ute run
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re auf einem | urch$ D else und
gummmamnnı 367
und Trank, oder im Mutterleibe durch den Stoff, den die Frucht von der Mutter, oder vom Vater
empfängt.
Die Möglichkeit der Mittheilung von Eingewei- dewürmern durch Speise und Trank läfst sich vnn zwar nach ÄBILGAARD’S Versuchen nicht lengnen. Dieser warf nehmlich zwey zahmen Enten Stich- linge vor, und fand nach einiger Zeit, dafs die
Bandwürmer dieser Fische bey den Enten sehr
gu forıgekommen waren(d). Allein mehrere Gründe beweisen, dafs dieser Fall urter die sehr seltenen gehört. Brock(e) und Gorze(f) fanden in Rei- hern, wilden Enten, Störchen und andern fisch- fressenden Vögeln keine andere, als die gewöhn- lichen Vogelbandwürmer, in Fischottern blos ähn- liche Tänien, wie sie andere Siugthiere haben, und in den Raubihieren, welche doch alle Arten von Fischen, deren sie sich bemächtigen können, verzehren, nur die denselben eigenen Wurmarten, Ueberhaupt, wenn die Mittheilung der Eingewei- dewürmer durch Speise und Trank geschähe, wo- her kämen dann Würmer in Thieren, die sich blos von Vegetabilien nähren? Wie liesse es sich dann erklären, dafs solche Thiere einerley Würmer ha- ben, die nicht von einander, oder gar nicht von anl- (d) Schriften der naturf. Gesellsch, zu Kopenhagen. B: ı. Abth.ı. S.49.; (e) Von der Erzeugung der Eingeweidew. S. 47.
(£) Vers. einer N. G. der Eingeweidew. th, Körper, 5,25.
x
358——
animalischen Substanzen leben? Warum hätten Thierarten, die»sich in einerley Gegend aufhalten und. einerley Nahrung genielsen, verschiedene Würmer(8)? Warum fänden sich beym Menschen nu Acslarıddr+5 Bee ä ns 1
nur Askarıden, Haarköpfe, etwa dreyerley Arten von Bandwürmern, und höchstens Blasenwürmer, hingegen bey den Thieren weit mehr Geschlechter und Arten von Eingeweidewürmern, da diese doch in Vergleichung mit dem Menschen so einfach le- ben(b)? Endlich, wie ist Mittheilung der Bla- senbandwürmer, die mitten im Hirnmarke drehen- ET[& ar noch non I EN| I
der Schaafe, und sonst nirgends, ihren Sitz haben,
durch Speise möglich?
1
Det einzige Weg, worauf Eingeweidlewürmer
in den. gewöhnlichern Fällen durch Mittheilung in den tierischen Körper gelangen, kahn also, wenn
es eine solchen giebt, nur der seyn, dafs sie aus
dem Körper des Vaters, oder der Mütter in’den der
Frucht übergehen, Ein solcher UVebergang wäre
‚aber nur mit den Eyern jener Würmer möglich,
und diese mülsten sich schon vor der Wmpfängnils im männlichen‘ oder weiblichen Zeugungsstoff be-
finden, indem nach der Bildung dcs Embryo keine
x
Gemeinschaft zwischen‘den Gefälsen der- Mutter.
und der Erncht weiter statt findet. Aber durch den
männlichen Saamen können die Eyer nicht in den
g). Vergl. Bracp. a..2..0-8.48.
(h) ‚Vergl. Goeze a.a,.0. 3.52.}.
Pirtus k ze sehen dem w weiblich ern sty sondern welche( sich beh Art dar dern au
immer v
Hie die 0big entsteht, Eyer zur fällen si stöcken Iymphat [sen ein in die$ und nun sie weit die Saar äussern, hirme ung Ovarien I Fe Mlisger davon bes,
kl
— 369
..;. e.. Foetus kommen, indem jener, wıe wir in der Fol-
zu dem weiblichen Zeugungsstoff gelauget. Dieser
ge sehen werden, bey der Befruchtung nicht
weibliche Saame mülste also ein Magazin von Ey- ern seyn, und zwar nicht blos von Eyern Einer, sondern aller der Arten von Eingeweidewürmern, welche die Thierart, wozu die Mutter gehört, in sich beherrbergt. Denn fehlte nur eine einzige
Art darunter, so würde nicht nur der Foetus, son-
dern auch dessen ganze Nachkommenschaft auf
immer von dieser Art befreyet seyn.
Hier ist also schon Eine Ungereimtheit, woranf
die obige Voraussetzung führt. Eine noch grölsere entsteht, wenn man überlegt, velchen Weg jene Eyer zurückzulegen haben, und wie vielen Zu- fällen sie ausgesetzt sind, ehe sie zu den Eyer- stöcken gelangen können. Sie müssen erst von den Iymphatischen Gefälsen, oder von den Milchgefä-
| 1= in. Fe 2 [sen eingesogen, von hier in den Brustgang, dann
in die Schlüsselbeinvene, in den Hohlvenensack, und nun zum Herzen geführt werden. Dieses mtıfs
sie weiter in die Aorta treiben, und dann müssen
die Saamenarterien eine eigene Anziehung auf sie
äussern, weil sie sonst eben so gut den Weg zum Ge-
hirne und zu jedem andern Eiugeweilde, als zu'den
Ovarien nehmen könnten, Auf Jiesem langen We- ae
ge müssen sie die helügste Friktion erleiden ‚ ohne davon beschädigt zu werden. Sie müssen endlich,
Ba. II, Aa wenn
370 u
wenn sie zach so vielen Zufällen den Ott ihrer Be- siimmung erreicht haben, entweder Jahre lang in den ‚ weiblichen Zeugungsorganen liegen können, oline die Fähigkeit zur Entwickelung zu verlieh- ren, oder sie müssen, so wie sie in den Eyer- stöcken abgesetzt sind, gleich wieder eingesogen werden, und neuen Platz machen. Doch schon genug der Absurditäten!-Und gesetzt diese Unge- reimtheiten liessen sich reimen, wie kämen die Fa- denrundwürmer, die Pfriemenschwänze und so viele andere Würmer, die sich nicht durch Eyer, sondern durch lebendige Junge foripflanzen, in den
Körper des Embryo?
Es vereinigt sich also Alles, um uns zu fiber- zeugen, dafs die sersten Eingeweidewürmer, die sich im thierischen Körper erzeugen, nicht von ähnlichen Organismen herstammen ,: sondern aus den Säften’ jenes Körpers ohne Voreitern gebildet werden. Und hiermit sehen wir einen Weg zur Erklärung von hundert Thatsachen bey der Ent- stehung jener Würmer, die bey den übrigen Hypo- thesen immer unerklärt bleiben müssen._* Wie,” frägt z.B. GoEze(i),“mag die Entstehungsart des „kugelförmigen Bandwurnis mit der Decke beschaf- „fen seyn? Spuhren von Eyern habe ich in kei- „nem einzigen entdecken können.-Gewils ist es, „dals die Entstehungsart des Wurms vom Rleinen,
„und
‚ind zw „gerun „sprung „versch „rischer „stand „halb der „De dem „pen unı che Fra, eine An
Menke
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gemmmmuouen 39%
„und zwar mit der Blase anfängt, und sich mit dem „»gerunzelten Köpfchen endigt, Ist sein erster Ur. „sprung aus einem Ey, wie könmt dieses an die „verschiedensten Oerter der innersten Theile thie- „rischer Körper, als an das Darmfell, in die Snb» „stanz der Leber 18. w. und zwar allemal inners „halb der Häute dieser Theile, damit sich die Hant „bey dem allmähligen Wachsthume des Wurms he» „ben und seine Wohnung werden kann.” Aehnli« che Fragen, worauf nur bey unserer Hypothese eine Antwort möglich ist, lassen sich hier noch in
Menge aufwerten.
Endlich noch Eine Frage, Wir sehen in Auf. glissen von animalischen und vegetabilischen Sub» stanzen die Molekulen, worin jene Substänzen auf- gelöset werden, sich ın lebende Körper verwana deln, und diese sich zu grölsern Organismen verei- nigen. Sollte nicht auch die Bildung der Eingewei-
oO
dewürmer anf eine ähnliche Art geschehen? Diese Vermuthnng würde schon durch die Verwandschaft mancher Eingeweidewürner mit den grölsern. In- fusionsthieren einige Wahrscheinlichkeit erhalten. Die Ovarien der elliptischen Kettenbandwürmer schen wie Kugelthiere(Volvox globator) aus(k), Wer Infusionsthiere beobachtet hat, wird gewils mit uns eine auffallende Achnlichkeit zwischen den
dune
(k) Gorze a. a. 0, 5. 301: Aa9
ua Sn ne ER Linn marine mine lien men
372 mu
dunkeln Feldern, die man im Innern dieser Thiere sieht, und den blumiehten Eyerschläuchen vieler Eingeweidewürmer, z. B. der fasciola hepatica(1) finden." Fischer(m) sahe eine ähnliche Verwand- lung mit seiner Cystidicola farionis vorgehen, wie bey den Infusionsihieren statt findet, woraus die
PriestLevsche grüne Materie entsteht.
Noch mehr aber würde unsere Vermuthung: an
Wahrscheinlichkeit gewinnen, wenn die Theile,, worin sich vorzüglich Eingeweidewürmer erzeu- gen, auch vorzüglich reich an Infusionsthieren ei- gener Art wären. Und so verhält es sich wirklich. ‚Es giebt wenig Thiere, die in ihren Gedärmen so viele Arten von Eingeweidewürmern beherrber- gen, als die Frösche, Bey eben diesen Amphibien fanden aber Brocn(n) und GoeEze(0) auch den Darmschleim nicht nur voll von Infusionsthieren überhaupt, sondern auch von Infusionsthieren ei- gener Att. ‚Es ist freylich wahr, GoEze(p) fand dagegen nie dergleichen T’'hiere'in dem Darmschlei- me irgend eines andern Thiers. Allein bey günsti- gern Umständen würde er sie ohne Zweifel auch hier (l) Broch a. a, O,-T. 12.84. (m) In Reır’s Archiv f. d. Physiol... B. 3.‘H, ı.. 5.08, und in dessen Zusätzen zu Insenmovss über die Er- der Pilanzen. S.171. (n).A. a. O. 8. 56. (OH ARE: 9229,
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(p) A.a. 0. S. 453.
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Ab dern au weise fi ganz SC senen] BOLDT selbe: Famil tigkei Enist woller
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— 373
hier angetroffen haben. LEUWENHOER beobachtete in seinen eigenen Exkrementen'Infusionsthiere, aber nur wenn er mit dem Durchfalle behaftet war; eben dieser Beobachter und Horrmann(q) sahen, was man auch nicht zu allen Zeiten ‚sieht, micro- scopische Thiere im Blute; und‘ Burron(r) traf im männlichen Zeugungsstoff nicht immer Saamen- thiere an.. So ist auch die Entstehung der Einge- weidewürmer an gewisse günstige Umstände gebun- den,‘ und so stimmet hier auch von dieser Seite
alles vollkommen’ überein.
Aber nicht nur die Eingeweidewürmer, son- dern auch die höhern Thierclassen liefern uns Be-
weise für unsere Meinung, jedoch freylich nicht
'ganz so bündige, wie jene. Eben die verschlos-
senen Klüfte im Innern der Erde, worin von Hum- BOLDT eigene Flechtenarten beol eher: e, fand der- selbe auch von verschiedenen Wurm- und Insekten- Familien bewohnt(s). Die nehmlichen Schwü- rigkeiten, die uns aufstofsen, wenn wir die ers®® Entstehung jener Phytozoen von Saamen ableiten wollen, zeigen\sich auch bey diesen Thieren, und so wie dort, so verschafft uns auch hier unsere Theorie eine leichtere Erklärung. Und (g) Introd. in y (x) Hist. nat. T. II. p. 190. (s) M.s. oben. S. ıı,
nn ne En a nn a en in en ne une EEE nn— ann nenn nn
374 Er,
Und sollten sich‘nicht auf eben die Art auch samt die Erfahrungen el, lären lassen, wo man Amphi- nieder bien, besonders Kröten, in Bäumen, Marmor- Be susta blöcken u. s. w. eingeschlossen fand(1)? Dafs die- deren se Thiere mit den Bäumen oder Steinen, worin sie\gefunden den, ein gleiches Alter sollten ge- mann habı haben, ist unmöglich. Unter vielen hundert te, al
, Prisschen s. die ich zu Galvanischen Versuchen auf- oder Bü bewahrt habe, lebte keiner in blofsem Wasser län- so win ger als einige Monate. Rlapperschlangen hat man den sey sechs bis sieben Monate ohne Nahrung erhalten(u). rung 3 Aber diese Thiere hatten doch Wasser und respi- Wege vable Luft Und was sind einige Monate gegen gen| die Zeit, die zur Bildung dicker. Holz- und Stein-. EN massen erforderlich ist? Dafs ein fruchtbares Ey Mi in eine Oeffnung des Bodens oder Steins gefallen, nit der und nach der Verschliessung dieser Oeffnung ausge- Im brütet seyn sollte, wie Le Car(v) und Ger- hen, HARD(w) annehmen, ist eben so unmöglich, da eiwäh kein. Wachsthum ohne Nahrung statt findet. Ans AuSpL ser diesen beyden Erklärungsarten sehe ich aber wiede
\ keine andere Möglichkeit, von den obigen Erfah-„nei, zungen einen Grund anzugeben, als dals man an- m nimmt,„kan
(d M. 3. oben. S. ı1 ff. akt
(u) MiıcHaerLıs im Götting. Mag. von Licutengere u.! nen „FORSTER, J, IV. St. ı: S. 94„Gen
(v) Melanges d’Hist. nat. Vol, IY. p: 615. Bremisches Mag. B. ı. 8.506. N
(w) Memoires de l’ Acad. des sc. de Berlin, 1782. p.1ı5.\
IE Art auch
man 3
SER wor er sollten gt len hundert rsuchen auf Wasser lin. zen hat man
u ernaiten(u),
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EL} (ms 3785
nimmt,. bey der Bildung’ der Steine oder Bäume wurden fanlende animalische oder vegetabilische
Substanzen im Innern derselben mit verschlossen, deren Bestandtheile sich wieder zu animalischen oder vegetabilischen Formen vereinigten, und nachı mannichfaltigen Verwandiungen endlich eine Krö- te, oder einen Frosch bildeten. Wären die Steine oder Bäume zu einer andern Zeit gespalten svorden, so würde vielleicht ein anderes Ü'bier darin gefun- den seyn. Ich sehe freylich auch bey dieser ‚Erklä- rung Schwürigkeiten; aber ich finde auf diesem Wege doch wenigstens einen möglichen Grund, hin«
1
gegen gar keinen auf jedem andern Wege,
mit der Meinung von dem Ursprunge aller leben- den Körper aus präexistirenden Keimen vereinigen lassen, ist eine der merkwürdigsten die oben(x) erwähnte Anansonsche Beobachtung‘, dafs sıch ausgetrocknete Teiche in Afrika gleichsam von se wieder mit Fischen besetzten.‘' Diese Begeben- „heit,” setzt ADANSoN seiner Erzählung hinzu,“ist „um so merkwürdiger, weil man nieht beg reifen „kann, durch welchen Weg jene Fische dahin ge-
„kommen seyn können, Denn obgleich die B schäl-
"„ter ziemlich tief sind, so haben sie doch gar keine
„Gemeinschaft mit dem Wasser des Niger,- von
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(x) M. s. oben 5.19 x AaAh-
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376| re
„welchem sie ohngefähr 300 Toisen entfernt sind, „und tiberdies ist diese Gattung von Fischen in „dem Flusse nicht anzutreffen ‚ so dafs man auch „nicht vermuthen kann, es möchten etwa Wasser- „vögel die Eyer ans demselben dorthin gebracht ha- „ben. Wöllte man sagen, sie legten alle Jahre ihre „Eyer auf den Boden der Behälter, wo sich diesel- a während der neunmonatlichen Dürre frisch „erhielten, bis sich der Regen wieder einstellte, so „würde dennoch eben die Schwürigkeit wegen des „Ursprungs der ersten übrig bleiben. Eben sn un- „gereimt würde es seyn, sich vorzustellen, ihr „Saame wäre an andern Orten mit den Diinsten in „die Höhe gestiegen, und hätte sich nachher beym
„Herunterfallen in verschiedene Behälter zerstreut,” 1}
Für die Richtigkeit dieser Schlüsse, welche ADANSoN aus seiner Beobachtung zieht, sprechen auch noch SPALLANZANT’s Erfahrungen. Bonner nehmlich, welcher ebenfalls diese Reproduktion der Fische in ausgetrockneten und wieder angefull- ten Teichen bemerkt hatte, vermuthete, dals die- selben aus befruchteten Eyern gekommen wären, die sich in dem trocknen Schlamme unbeschädigt erhalten hätten, und forderte SPALLANZANI auf, diese Vermuthung durch Versuche zu prüfen, Der Italiänische Naturforscher gewährte ıhın diesen Wunsch, allein.ohne Erfolg. Aus drey Arten von Eyern, die er aus einem Flusse genommen, drey
Mo-
Ihnate
Wasser
scheine
It ten Et: für die Materie System ganisn den v den P| lassen erwarte Menge: bildun werde eine| ganis auf d dern
form Weis meist
gleicl
tfernt Sind, Fischen in s man auch wa Wasser. zebracht ha. € Jahre ihre sich diesel. Jürre frisch instellte, so t wegen des El en Ss un stellen, ihr Dünsten in Iıher beyn
zerstreut,
‚rüfen, Der ihn diesen y Arten voR eh, drey
Mo.
[em 377
Monate im Trocknen aufbewahrt, und darauf ins Wasser gelegt hatte, kam kein Fisch zum Vor- scheine(y).
Ne
Bey einem Rückblicke auf die bisher angeführ- ten Erfahrungen sieht man bald, dafs die Beweise für die Entstehung lebender Körper aus formloser Materie desto seltener werden, je höher wir im System der Natur zu den zusammengesetztern Or- ganismen heraufsteigen. Die meisten derselben fan- den wir bey den Zoophyten‘, weniger schon bey
den Pflanzen, und gar keine bey den höhern Thier-
classen, Dies liesse sich auch schon zum voraus z
erwarten. Es war zu vermuihen, dafs der zusam- mengesetztere Organismus zu dem Grade von Aus- bildung, den er besitzt, nur stufenweise veredelt werde, und dafs also jene Entstehungsart bey ihm eine weit längere Zeit, als bey dem einfachern Or- ganismus erfordere. Wir dürften daher, gestützt auf die Analogie der Zoophyten, Pflanzen und nie- dern Thierclassen ,ı annehmen, dals auch die Ur- formen der Säugthiere und Vögel einst auf dieselbe Weise erzeugt wurden, worauf in jetzigen Zeiten meist nur noch Zoophyten gebildet werden, wenn gleich ausser jener Analogie keine weitere Beweise für
(y) SrArzanzants Versuche über die Erzeugung der
Tiere, u. Pflanzen. Abth.ı. S.54.$.75.
Aaz5
378 same
für diese Meinung vorhanden wären. Indefs giebt es allerdings solche Gründe. Wir werden diese im folgenden Buche aufstellen. Wir werden dort se- hen, dafs der Weg, worauf die ganze lebende’‘Na- tur gebildet wurde, derselbe war, auf welchem
je:zt noch die plastischen Kräfte bey der Erzeugung
aus formloser Materie wirken. Wir werden finden,
dals so wie heut zu Tage aller ungebildete Stoff sich zuerst zu Zoophyten organisirt, so auch die ersten Fundimente der ganzen lebenden Natur aus Zoophy- ten bestanden. Hier bemerken wir nur noch, dafs man nicht einwenden kann, eine solche Erzeugung von Thieren der höhern Classen müsse jetzt noch beobachtet werden, wenn unsere Meinung gegrün- ‘det wäre, Denn was geschahe, als die lebende Natur noch im Werden begriffen war, kann nicht
mehr geschehen, seitdem sie völlig organisirt ist.
Wir dürfen also nicht mehr zweifeln, dafs eben jenes thätige Princip, welches in Aufgüssen von verweslichen Substanzen eine mieroscopische Thier- und Pflanzenwelt bildet, nicht auch grölsere und mehr zusammengesetzte Organismen sollte hervor- bringen können. Indefs würde an der Vollständig- keit unsers Beweises noch etwas fehlen, weun wir nicht auch von jener Umwandlung thierischer For- men in vegetabilische, und der letztern in anima- lische, die NEEDpHn Am in seinen Infusionen beobach- tete, und wavon wir schon oben eine Bestätigung
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bey den Phänomenen der Prriestrevschen grünen Materie gefunden"haben, etwas Aehnliches bey
grölsern Organismen aufzuweisen hätten,
Es läfst sich schon zum voraus erwarten, dafs sich wirklich solche analoge Erfahrungen finden werden. Im dritten Rapitel des vorigen Abschnitts führten uns nehmlich unsere Untersuchungen über die Verbreitung der Zoophyten auf deu Satz, dals diese abhängiger von den Einwirkungen der Aus- senwelt sind, als die Pllanzen und Thiere. Da wir nın schon bey den Amphibien so auffallende Verwandlungen einer Thierform in eine andere, und noch aufallendere bey den Insekten Antref fen(z), sollten denn nicht die Zoophyten noch weit
grölsere Metamorphosen erleiden?
Zu den Erfahrungen, wodurch diese Vermu- thung bestätigt wird, gehören zuvörderst LicHten- steın’s Beobachtungen über die Verwandlung der Federbuschpolypen in Alcyonien, und dieser in Spongien. Nach den Untersuchungen jenes Natur- forschers sind die bekannten Körper auf dem Boden der Spongien des. sülsen, Wassers die Eyer der Fe derbuschpolypen. Läfst man diese vorsichtig aus« kriechen, so kömmt die Tubularia Sultana heraus; diese wird zur Tubularia campannlata, reptans und repens, indem sie älter wird und sich rankenweise vervielfältigt, Eine üppige Fruchtbarkeit bildet
dar<
/
(z) Biol. B. 1278. 260. 572 X.
N
3809——
daraus ferner die gallertartigen Alumpen, welche snan Alcyonien des sülsen Wassers nennen könnte. Sterben die Thierpflanzen, welche sich zu derglei- chen Klumpen vereinigt haben, so entsteht nach Maaflsgabe der Umstände Spongia fluviatilis’ oder
alustrig daraus. ‚Sind die weichen Theile der Tu- bularien ganz verfault, so ‚bleibt Spongia friabilis 'zurtck, ‚auf deren'Grunde wieder Eyer gefunden werden. Derselbe Rreislauf bildet in der See aus der Tubularia ramosa das Alcyonium digitatum,
und daraus die Spongia offcinalis(a). H‘
Mit Recht nennet Lichtenstein diese Entdek- kung, reich an Folgerungen für alle Zoophyten überhaupt. Schon längst hätten uns auch mehrere Umstände auf dieselbe führen müssen, wenn nicht die uns am nächsten liegenden Wahrheiten gewöhn- lich die wären, die wir am spätesten finden. So bemerkten schon ARISTOTELES, Prıniıus und Ar- LIAN an den Spongien eine Art von willkührlicher Bewegung, und unter den Neuern bestätigten diese Beobachtung Rını(b), IMpERATO(c), GESNER(d), Marsıcrı(e) und Erriıs(f). Dagegen nahmen
Ron- (a) Voror’s Mag. f.d. Neueste aus der Physik. B. XI.
57..2.29. 17% (b) Opuscul. P. ı. ‚p. 168. (ec) Hlist. naturale. p. 625. (d) De aquatil. L.IV. Cap. de spongiis. (e) Hist. phys. de la mer. p.57. (f) Philos. Transact, Vol. LYV, 21.31;
Jonpel Brung jenen| tn Be Vermu
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n, welche nen könnte, zu derelei. tsteht nach latilis’ oder ile der Tı. ia friabilis t gefunden
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381
ROoNDELET',-PALLas(g), Spartanzanr(h) und BLUMENBACH(i) nie eine Spuhr von Bewegung an
jenen Körpern"wahr. Hätten diese entgegengesetz-
ten Beobachtungen uns nicht schon längst auf die , ‚N ö
Vermuthung bringen sollen, dals die Spongien eine
- doppelte Existenz haben? P}[3 os
Jetzt, da dieser Satz nicht mehr blolse Vermu- thung ist, wird es erlaubt seyn, auf ihm weiter zu bauen. Gesetzt also es gäbe Organismen, bey de- nen wir eben so, wie bey den Spongien, bald Aeus- serungen von Spontaneität bemerkten, bald nicht wahrnähmen, dürften wir jetzt nicht schliessen,
dals auch diese Körper von der vegetabilischen Form
zur animalischen,‘oder. von dieser zu jener über-,
gehen? Solche Organismen sind aber die Confer- ven und Tremellen. Die meisten der erstern äus- sern nach den Beobachtungen, von GIRoD-CHan- TRAN(k) willkührliche Bewegungen, Das Nehm- liche nahmen Apanson(l), Corrı(m) und FonTa- NA (g) Reise durch versch. Prov. des Russischen Reichs. 1.h.2.#8.-.1% (h) Vosror’s Mag. f. d. Neueste aus der Physik. B.V. St.'2.,,8,.60561. (i) Handbuch der Nat. Gesch. 3te Ausg.$. 509. 510. (k) Bulletin des sc, par la Soc. philomath. 1797. n. 6, p- 43 (l) Mem. de I’ Acad. des sc. de Paris. 1767. p. 568.
(m) Osservazioni microscopiche sulla tremella etc.
ee Mn EEE ee
a
wA(n) an der von Direen(0) unter dem Namen CTonferva gelatinosa, omnium tenerrima et minima, agqgudrum limo innascens, be- schriebenen Tremellenart, O. F. Mörrra(p) an einer ungeliederten Art von Conferven, und Sche- RER(q) an einer Tremeljenart wahr, die sich in den warmen Rar!sbader und Töplitzer Wassern findet. Dagegen erwähnt BLumensäich(r) in Be- treif der Conferva fontinalisL. und SprIinGsrEenD(s) in Ausehung der in den Harlsbader und Töplitzer Wassern befindlichen Tremellen nichts von thieri- schen Bewegungen. Ja auch Schrre£r(t) bemerkte solche Bewegungen an diesen T'remellen nie, so lange sie sich an ihrem Geburtsorte in der Rarlsba- der Onelle befanden, sondern immer erst am drit- ten Tage, nachdem er sie in ein Glas mit Wasser gebracht hatte, und Mürrter(u) beobachtete eine ‚Meuge Conferven vergeblich, ehe er die erwähnte Art, welche Bewegungen äusserte, entdeckte. Es (n) Saggio sopra il falso ergot e tremella. Tirenz, 1775.
Rozıer Journ. de phys. T. VII. Tevr. 1776. p: 47.
(0) Hist..musc. p. 15.$
(pP) Schtiften der Berlin. Gesellsch. naturf. Treunde. B, 4. SAL 7DEIE
(q} Ueber das pflanzenähnliche Wesen n. s. w. S.6H,
(r) Götting. Mag. von LICHTENBERG u. FORSTER, 1791 SE. 80 fh
(s) Hist. de l’Acad. des sc. de Berlin. 1752. pı 10%
Roy AAO, San: Ku) Aa. 0: S 191
Bi Jichts schlag Beobac erkläre gien U durch a wir docl Resultat dieser U stand I: SCHERE Töplitz achtete ı
sionsthieı Tremelle Verwesu statt Ihr thieren liche$: Ueberg und di Obachte der erı gen che lien un
gungen
Eee 383
em Namen Es ist freylich wahr, der verschiedene Grad des enerrimg Lichts und der Wärme mufs hier bey mit in An- ;cens, hr. schlag gebracht werden, und die'Schererschen £R(p)” Beobachtungen lassen sich blos hieraus hinreichend und Schr. erklären(v). Allein wenn die Analogie der Spon- die sich in gien und der zuletzt erwähnten Pilanzenthiere noch ke Wahsern durch andere Umstände vermehrt wird, so glauben (tin Be. wir doch Grund zu haben, die entgegengesetzten
NösrtuD() Resultate der angeführten Beobachtungen nicht von AUSELL(9=.
a Tonne dieser Ursache allein abzuleiten. Ein solcher Um- stand ist aber folgender. Zu eben der Zeit, als
b) bertierki SCHERER an den Tremellen der Karlsbader und t) bemerk! Töplitzer Quellen Bewegungen wahrnahm, beob- nie, 80 2 5
’ er Karl achtete er in dem Wasser auch verschiedene Infu- ler Karlsba
x
# sionsthiere, Diese dauerten fort, so lange sich die st am drit- 8 rm
ı Tremellen erhielten. So wie die letztern.aber in Verwesung übergingen, wurden sie seltener, und statt ihrer fanden sich andere Arten von Infusions- thieren ein(w). Es zeigt sich hier also eine ähn- liche Succession der Erscheinungen, wie bey dem Uebergange der Federbuschpolypen in Alcyonieı:, und dieser in$pongien statt findet. Ueberdies be- obachtete.aber ScHer£eR auch einerley Verhalten der erwähnten Tremellen und Infusionsthiere ge- gen chemische Mittel. Verschiedene Sänren, Aika-
6f lien und Mittelsalze brachten convulsivische Bewe-
ORSTER 179% gungen in jenen Tremellen hervor, und tödteten
die-
pı 204(v) SCHERER a.a. 0.
(w) Ebendas, S. ıg f.
rn se ea mai Suse nee: A. nn rennen nee Er u
dieselben, am schnellsten Scheidewasser,, langsa- mer eine Auflösung von Zucker. Mit Kohlensau: rem Gas geschwängertes Wasser bewirkte in ihnen einen Zustand von Erstarrung, ohne sie zu tödten, Den nehmlichen Einfluls äusserten diese Mittel auf
die Infusionsthiere(x).
Inzwischen diese unsere Meinung würde doch blos auf den Namen, einer Vermuthung Anspruch machen dürfen, wenn sie nicht noch andere Beob-
achtungen auf ihrer Seite hätte, Zu diesen gehö-
ren zuerst,GIROD- CHANTRAN’s Erfahrungen, nach
welchen die Tremellen‘, Conferven und Byssus- Arten wahre Polypengebäude sind, die aus der Vereinigung von Infusionsthieren entstehen, und nach ihrer Zerstöhrung auch wieder in Infusions-
thiere zerlegt werden,
An der Byssns velutina L, fand dieser Reob- achter.lrey verschiedene Arten von Existenz. Der eine Theil bestand aus Röhren, die unter einander verschlungen waren, und kleine, undurchsichtige, grüne, fast gleich grolse, zusammengehäufte Rör- per enthielten. An dem zweyten fanden sich ähn- liche Röhren, die aber aus dem einen ihrer Enden diese Körper ausfiessen liessen. An dem dritten Theile endlich waren die Röhren leer, niederge-
N senkt, und mehr ader weniger verunstaltet.- Die- se verschiedenen Theile lagen auf einander, und schie-
(x) Ebendas. S.8fL. u. S. 20
schienen zumachı benen I per all fügten strahlen Punkte{
Ind gliederte, Körper h zu seyn L. entstel tern, die se sich mn her bilden lillnisse Wachsen, Zyische mit eine Epoche aus den Composı achtung
(1) 6 (2) Ehe (4) Ebe (b) Eber Mn
tr, anos. Kohlensau- “Ihnen e zu tödier
dıe aus del
tehen, un
1 Infusions
enusernen 385
schienen eben so viele verschiedene Schichten aus- zumachen(y). Bey einer andern noch unbeschrie- benen Byssus- Art erkannte er nicht nur jene Höre per als wirkliche Thiere, sondern vor seinen Augen fügten sich dieselben auch zusammen, und bildeten strablenförmige Bündel, indem sie sich an einem Punkte festsetzien(z).
In der Conferva bullosa L. fand er theils ge- gliederte, theils einfache Röhren, woran kleine Körper hingen, welche aus ihnen hervorgekommen zu seyn schienen(a) Die Conferva canalicularis L. entsteht aus kleinen, ins Graue fallenden Kör pern, die eine geringe Bewegung äussern, wodurch sie sich mit einander verbinden. Einige Zeit nach- her bilden sie Röhren, welche in eben dem Vers hältnisse länger werden, wie jene Körper heran- wachsen. Man sieht sie dann sehr deutlich in den Zwischenräumen der Scheidewände jener Röhren mit einer schwarzgrünen Farbe, Endlich tritt eine Epoche ein, wo die Körper einer nach dem andern aus den Röhren ausfliessen, und worauf die De« composition der letztern folgt(b). Aehnliche Beob«
achtungen mächte GıroD-CHAanTRAN an der Con«
fer:
(y) GiRoD-CHANTRAN 2 a, OÖ. 1797. 2.6, P:43 (z) Ebendas, n. 9. p. 66.
(a) Ebend. n. 6. p. 43:
(b) Ebendas An. m 27. p. ı9%
BA. IL, bb
3865—
ferva rivularis L., Conf. fontana DırLen. und an-
dern Arten des Wasseriadens(c).
Die Tremella verrucosa L. im Wasser beobach- tet, zeigte nach einigen Tagen in der Membran, worin sie eingewickelt ist, einen Rifs, aus wel- chem eine gelatinöse Substanz hervordrang. An- fangs liels sich in dieser unter dem Microscop nichts, als krumme, unordentlich unter einander liegende Linien bemerken. Drey Tage nachher aber sahe man deutlich in ihr Rörperchen, die sich sehr schnell bewegten. Am folgenden Tage war diese Bewegung schwächer, und vielleicht würden jene Körper eine neue Tremelle gebildet haben, wenn die Quantität des Wassers, worin die ge- latinöse Substanz lag, nicht zu gering gewesen wäre(d).
Diese Beobachtungen sind die Früchte fünfjäh- riger Untersuchungen. Es würde also hart seyn, sie geradezu für Täuschung zu erklären. Aber mit ihnen harmoniren auch so auffallend die Erfahrun- gen eines ältern Beobachters, dafs sich die Richtig- keit derselben nicht bezweifeln lälst. Der letztere ist Insennouss, Schon die oben erzählten Erfah- rungen desselben über die Verwandiungen der Prisstievschen Materie gereichen den Beobachtun-
gen
(ec) Ebend. n. 27. p- a7. n. 6. pP. 4
(d) Ebend,. n. 6. p-43.
ja v0
noch I
h zirnl [serur nit el yunder grünen selben
Thiere enisiel kleine punkt geschni Körper, ausliels Von T: sich zu gen W genom
Substa
Fe dassell veisch
glocke,
(e) In
desse]
LEN, und an.
asser beohach. der Menhbran,
fl uls, aus wil
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Der leut T4fh rzählten EI an Juungell(dl ) 4arhfljfe
len Beobachtu ven
D
um 387
gen von GıRoD.- CHmAanTran zur Bestätigung. Aber
noch mehr stimmen mit diesen folgende überein.
In den Fäden des Flulswasserfadens(Conferva rıvnlaris BD. fand InGenHouss unter dem Vergrös [serungsglase sehr durchsichtige ‚ farbenlose Röhren mit einer ausserordentlich grolsen Menge kleiner, runder, in einer schleimigen, mehr oder weniger grünen Materie verwickelten Rörperchen, von der- selben Gestalt und Gröfse, welche die kleinern Thiere haben, woraus dıe PrıEestLeysche Materie enisteht.. Schnitt er die Fäden der Conferve in sehr kleine Stücke, und brachte sie unter den Bienn- punkt eines Microscops, so sahe er oft aus den ab- geschnittenen Enden dieser Röhren alle die kleinen Körper, von ihrem Schleime noch umhüllet, her- ausllielsen. Anfangs lagen sie ohne alle Bewegung; Von Tage zu Täge aber fingen immer mehrere an, sich zu bewegen, und nach sechs oder sieben Ta- gen waren sie gemeiniglich alle lebendig, aus- genommen diejenigen, welche in der schleimigen
Substanz salsen(e).
Ferner beobachtete IncenHovss, dals ein und dasselbe Wasser in drey verschiedenen Behältern drey verschiedene Wesen hervorbrachte, In einer Glas: glocke, worin das Wasser keine Bewegung hatte,
ers (e) Inormsouss verm,Schriften: B.2. 5.218. 219: Ebeiis
desselben Vers: mit Pflanzen. B.3. 5.38{RB Bb2
388 een;
erzeugte sich ein Schwarm grüner T'hierchen; hier- auf entstand eine grüne Äruste; in dieser wuchsen nach einer gewissen Zeit bewegliche Fasern, und endlich ging alles in eine Tremelle über(f). In grolsen steinernen Wasserbehältern, worin das Was- ser beständig mehr oder weniger in Bewegung war, kamen dieselben Thierchen hervor, Aber statt die Wände des Bassins mit einer gleichförmigen Kruste zu überziehen, bildeten sie hier auf dem Boden desselben gekörnte Massen, und neben diesen er- zeugten sich zugleich Couferven(g). In grofsen hölzernen Wasserbehältern, wo das Wasser zwar ruhiger war, als in grolsen ausgemauerten Behäl- tern, aber unruhiger, als in Glasglocken, entstan» den die nehmlichen Tierchen und dieselbe klebrige Materie; allein jene bildeten eine grüne schleimige Firuste, die heller war, als ın den Glocken, und kam darin keine Tremelle, und wenig oder gar keine gekörnte Materie hervor, sondern die grüne Materie verwandelte sich bald fast gänz-
lich in eine Conferve(h). PR,
Unter gewissen Umständen gingen zuweilen auch die Fasern gewisser Pilanzen, Früchte und Wurzeln unmittelbar in eine Art von Conferven über. In einem Aufgusse-von Kartoffeln bekam der Theil des Parenchyma dieser Früchte, der das
mei- (f) Verm. Schriften. B.2. 8.223, g) Ebendas.‘ S. 224, 183 ff. (h) Ebeud,, S. 224
peiste his auf apfels terie) größt war, stand, erschle andere Pırenc f Gläse: ausset sen Bo ähnliche ben ru Priesr reichte Sie sa naten
melle
E HOUSS er mit hatte,
() Ve (k) Ye
schen; hier. ser Wuchsen Fasern, und über(f}, In rin das Wis. wegung wat, ber statt die migen Kruste f dem Bode
Jen diesen er
Wasser awıt + n.| uerten Dehil. ken, entsta elbe klebrizt
ye schleimigt
PAIT aa
ven ZU Früchte und
on Gontervet
En Dunn 389
meiste Sonnenlicht erhielt, eine grüne Farbe, die bis auf eine gewisse Tiefe in die Substanz des Erd- apfels eindrang. Untersuchte IngenHovss diese Ma- terie unter ‚dem Microscop, so fand er, dafs sie grölstentheils eine Fortsetzung derjenigen Fasern war, woraus das Parenchyma der Kartoffeln be- stand, und sonderte er sie der Länge nach ab, so erschien das eine Ende derselben grün, indem das andere noch weisse, oder grauliche, sich in das Parenchyma verlohr(i),
Als IngenHouss auf einmal sechs und dreyfsig Gläser voll Brunnenwasser im Glasliause der Sonne aussetzte, so war eines unter den offenen, auf des- sen Boden kleine, höchst zarte, Corallenschnüren ähnliche Fäden hervorkamen, welche aus densel- ben runden Hörperchen bestanden, woraus die Prıiestueeysche Materie entsteht, Diese Fäden er- reichten indefs nicht die Gröfse eines halben Zolls, Sie sanken bald zusammen, und nach einigen Mo« naten fand sich der Boden des Glases mit einer Tre- melle bedeckt(k).
Eine ähnliche Erscheinung beobachtete Ingen» Houss in gläsernen Kugeln voll Brunnenwasser, die er mit der Tremelle Nostoch an die Sonne gesetzt hatte. Nach ohngefähr vierzehn Tagen zeigte sich in
eini« (i) Vers, mit Pflanzen, B,
5 (k) Verm. Schriften. B. 2. S. 226. 297.
390 Geammemen
einigen derselben hier und da ein grüner, an den Wänden sitzender Punkt, von welchem grüne Fä- den, in der Gestalt eines Pinsels, ausgingen, die mit den Fäden des jugendlichen Flufswassertadens völlig übereinkamen. Sie wurden aber nicht grols, sondern gingen nach fünf bis sechs Wochen in Häu- te über, die sich von den Membranen der Tremelle
Nostoch in keinem Stücke unterschieden(I).
Das Fleisch dieser Tremelle Nostoch fand In- GENHOouss aus einem zwischen zwey sehr dünnen Membranen, welche die beyden Oberflächen eines Blatts ausmachen, gedrängten Gewebe knotiger Fä- den zusammengesetzt, die aus kleinen, runden, sehr regelmälsig unter einander geordneten Körpern bestanden. Diese, wie Corallenschnüre aussehende Fäden glichen vollkommen den Fäden jener oben erwähnten Conferve, diein einen der sechs und dreyfsig Gläser hervorkam, KReinigte INGENHOUSS die Tremelle von allen fremdartigen Körpern, und legte sie dann in destillirtes Wasser, so fand er nach einigen Tagen das ganze Wasser mit kleinen runden Körperchen angefüllt, die mit denjenigen, welche der Flufswasserfaden giebt, ganz überein.
kamen(m), Hält
(1) Ebendas. S, 227. 228. Vers. mit Pflanzen. B. 3% 32,
(m) Verm. Schriften. B.2. S.252. Vers, mit pl. B.3 2.28
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Hält man’ anch diese Erfahrungen von InGEn- HOoUSs zur Bestätigung derer von GIROD- CHANTRAN noch nicht für hinreichend, so lassen sich noch frü- here Beobachtungen anführen, wobey nicht der mindeste Verdacht einer vorgefalsten Meinung statt findet. Diese machte J. C. Wırze an einer Confer- venart, die sich in Trinkgläsern erzeugt, und er- zählt sie in den Abhandlungen der Schwedischen Akademie für das Jahr 1764(n). Nachdem er hier die Gestalt jenes Wasseriadens beschrieben hat, fährt er fort:“Wie es mit der Befruchtung zuge- „he, habe ich zwar bey einem sa kleinen Gewächse „nicht entdecken können, aber doch ist es glaub- „lich, dals es sich auf irgend eine Artdurch Wur- „zeln oder Saamen fortpflanzt. Wenn es anfängt, „sich im Glage zu zeigen, so ereignet es sich meist, „dals ein gröfserer Busch erst an einer Steile.auf- „wächst, von dem sich nach und nach immer klei- „nere und kleinere ausbreiten, aber es läuft nicht um „den ganzen Rand herum gleich hinauf, Wenn das „Glas mit destillirtem Wasser wohl ausgespühlt wird, „das man nachgehends weggielst, und in anderem „destillirttem Wasser mit seinem Mobdse zertheilt, „so sieht man zwar darin viele kleine runde Kör- „per, an denen man weder Leben noch Bewegung „wahrnimmt; aber diese können vom Bodensatze „herrühren. Gleichwohl verdienet bemerkt zu wer-
„den, (u) B. 26.$.273 der Deutschen Vebers.
Bb[43
392 iin
„den, dals, wenn dieses Gewächs, nachdem es mit „‚destillirtem Wasser’ ist ausgespühlt worden, und „in diesem Wasser in einer kleinen Flasche zum „Verfaulen hingesetzt wird, sich innerhalb acht „Tagen darin eine Menge kleiner laufender Kugeln „zeigen, die Leben und eigene Bewegung haben, „Sie sind eben so grols, als die vorerwähnten Ru- „geln, und nicht gröfser, als dals sie wohlin den „Höhlungen des Gewächses Platz hätten, Sie ster. „ben auch weg, wenn das Gewächs zerfällt und „aufgelöset wird.”
Noch mehr! Die eigentlichen Tremellen(Tre- mella RöTH.) enthalten bekanntlich in einer haut- artigen Blase eine wälsrige Feuchtigkeit, die sich mit zunehmendeıin Alter in eine gallertartige Masse verwandelt, worin sich durch die durchsichtige Haut unter dem Vergrölserungsglase einzelne zer- streute Körner wahrnehmen lassen(0). Diese Hör- ner nun sind in der Tremella pruniformis R. nach Schrann’s(p) Beobachtungen, wahre Vorticellen, und vermehren sich auch als solche durch Thei- lung. Aber zugleich müssen sie als die Fruchtkör- ner der erwähnten Tremelle angesehen werden: denn sie erzeugen sich erst mit zunehmendem Al. ter der letztern in deren Substanz, und sobald sie
von (0) Rorn’s Bemerkungen über das Studium der eryptog,
Wassergewächse. S. 61.
(p) Briefe, naturh, physik, u. oekonom. Inhalts an Nau,
$. 03.
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— 393
von dieser getrennt sind, bringen sie wieder eine Tremelle hervor.“Deutlich,”'sagt Schranz(9) “entstand an den kleinen Stellen des Uhrglases. wo „sich solche Gruppen festgesetzt hatten, eine klei- „ne Ulva(Tremella) pruniformis von der Gröfse „‚eines Stecknadelknopfs, und gie Wände des gro- „(sen Glases, worin ich eine Anzahl.dieser angebli- „chen Pflanzen aufbewahrt hatte, waren am fol- „genden Morgen ganz mit solchen anfänglichen Ul-
„ven tapezirt.”
Alle Beobachtungen üher die Lebensweise der Conferven und Tremeilen deuten also darauf hin, dals bey diesen Pflanzenthieren eine ähnliche Ver- wandlung, wie bey den Thierptilanzen ‚.statt findet, und dafs die Tremelle eben das für den Wasserfa- den ist, was das Alcyoninm, nach LicHTENSTEIN’S Erfahrungen, für die Tuoularie, So wie die Tu- bularie ihre thierische Natur weit lebhafter äussert, als das Alcyonium, und dieses mit zunehmendem Alter sich immier mehr der vegetabilischen Existenz nähert, so ist es nach jeuen Beobachtungen wahr- scheinlich anch der Fall bey den Conferven und Tremellen. So lange die Fäden der erstern von einander abgesondert leben, äussern sie unter ge. wissen, durch künftige Untersuchungen näher zu bestimmenden Umständen thierische Bewegungen,
Mit (g) A. a.©. 5.100, Bb5
394 Se
Mit der Vereinigung dieser Fäden zu einem, unter der Gestalt einer Tremelle sich zeigenden Ganzen werden diese Bewegungen immer schwächer, und endlich hören sie ganz auf. Ferner pflanzen sich die Phytozoen aus der Familie der Wasserfäden, gleich den Thierpflanzen und Vegetabilien, sowohl durch Rnospen, als durch Fruchtkeime fort. ihre Fruchtkeime aber haben das Eigene, dals sie bis zu ihrer Entwickelung wahre Infusionsthiere sind, als solche locomotive Bewegungen äussern, und
sich äls solche durch Theilung vermehren.
Alle übrige Pflanzenthiere, und besonders die Pilze, sind auf der einen Seite mit den Conferven und Tremellen, auf der andern mit den Thierpflan- zen so nahe verwandt, dals sich jedem die Frage aufdrängen muls, ob unsere Meinung von der Ent- stehung und Verwandlung der Wasserfäden sich nicht auch auf die erstern sollte ausdehnen lassen 2
Bey manchen jener Organismen fehlt es uns noch
an Beobachtungen, um hierüber entscheiden zu
können. Bey einigen aber finden sich Erscheinun- gen ,, welche diese Vermuthung allerdings sehr wahrscheinlich machen. Wir erinnern hier an die Erfahrungen von MÜNncHHAUSEN(r) und G. Wiırt-
KE
(gq); Der-Hausrater. Th. ı... St. 2.$.32.:.Th. 2.181:.2.%. 757££. Th.3, Anh. No.ı. J. A. H. ReımArvs in H,S.
ReımAarus angefangenen Betrachtungen über die be=
ig oO
sondern Arten der th. Aunsttriebe. S. 179 fl.
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HAUSEN wenn$ me und aus. B rungsgl wendig der Subs Rügelch legt, ur schwell wandelt ähnliche herum,
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die Frage
‚fäden sich RE RE nen lassen: 5 uns noch cheiden zu
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hier an dit 46. Wit
,_——— 395
KE(s), die gewils mehr Aufmerksamkeit verdienen, als man ihnen bisher geschenkt hat. Nach Müncn- HAusen’s Beobachtungen streuen die Schwämme, wenn sie alt werden, besonders die Kugelschwäm- me und der Schimmel, einen schwärzlichen Staub aus.. Betrachtet man diesen unter guten Vergrölse- rungsgläsern, so findet man halbdurchsichtige, in- wendig mit schwarzen Pünktchen angefüllte und der Substanz eines Polypen nicht ganz unähnliche Kügelchen. Wenn man jenen Stauh in Wasser legt, und in einer mälsigen Wärme aufbewahrt, so schwellen die Kügelchen allmählıg an, und ver- wandeln sich in eyrunde, bewegliche, Thieren ähnliche Körper. Diese Thiere laufen im Wasser herum, und giebt man weiter auf sie Acht, so wird man am folgenden Tage wahrnehmen, dafs sich Klumpen von einem härtern Gespinnste zu« sammensetzen, aus welchem weiter Schimmel und
HKugelschwämme entstehen.
Die Beobachtungen von WıLxke stimmen hier- mit in der Hauptsache überein. Linne(t), Wer- se(u), und Scorouı traten den von MÜNCHHAUSEN und WırkE aus den obigen Beobachtungen gezo- genen Folgerungen bey, ohne jedoch die Richtig- keit jener Erfahrungen durch neue Versuche zu prü-
fen,
(s) Journal encyelop£dique. 1767. (t) De mundo invisibili, in Amoen. acad. Yol, vi,
(u) Plant. cıyptog.
396 were
fen, ScHrAnKk(v), welcher diese Prüfung unter- nahm, erhielt Resultate, die mit den MünchnHav- sischen nicht übereinkamen, und er glaubt daher die letztern für unrichtig erklären zu miissen, Wer sieht aber nicht das Voreilige dieser Behaup- tung? So wie die Saamen der Conferven und Tre- mellen nicht unter allen Umständen ihre thierische Natur äussern,‘ so kann dies ja auch mit. den Saa- men der Pilze der Fall seyn,_ Nur so viel lälst sich aus den Versuchen von ScHrRANnNk schliessen, dals die von MünchHAusen beobachteten Erschei- nungen nicht immer erfolgen, und dies liesse sich auch erwarten. Hätte Schranz seine Versuche mehr vervielfältigt,-so würde er ohne Zweifel nicht nur ähnliche, sondern vielleicht noch auffal- lendere Beobachtungen, wie MÜNcHHAUSEN, ge- macht. haben. Ich berufe mich wegen dieser Be-
hauptung auf O. F. MüLrter’s Erfahrungen,
Mürrer fand die Keule seines rothen KHeulen- schwamms mit Wärzchen besetzt, die eine kleine "Zelle mit einem kugelförmigen Körper enthielten, dessen spitzes Ende die auswendig sichtbare Warze bildete. Diese kleinen weissen hörperchen sahe er, sich aus den Zellen losmachen, indem sie sich hin und her krümmten, aus denselben herausfahren, ı bis ı£ Zoll:von der Keule entfernen, sich im
Frey-
(y) Römer’s u, Usteri’s Mag. f. d. Botanik. St.ı2. No. 3.6.1
Fugen ıf der schlang so erst nachle unter( unähnlı soliden, den, die kreutzte eine Me Punkte auszum gungspr sichtbar derlegte ı greitüch lange, i
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‚Ein an sein Reulen; Staubter vor, di aufgefan
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en) 397
Freyen schlangenweise bewegen, und zum Theil
no... ad..\ auf den Schwanım zurückfallen. Fing er diese
schlangenförmigen Fasern auf einer Glasscheibe auf,.
so erschienen sie anfangs als steife Stäbe, bald nachher aber bildeten.sie ein Gespinnst, welches unter dem Suchglase der feinsten Baumwolle nicht unähnlich sahe, und von langen, unterbrochenen, soliden, an einigen Stellen etwas gerunzelten Fä- den, die sich in allen möglichen Richtungen durch- kreutzten, gebildet wurde, MürrtEr glaubte, dafs eine Menge Fasern, wenn sie sich in verschiedenen Punkten beruhrten, vielleicht einen langen Faden auszumachen fähig wären, und aafs ihre Vereini- gungspunkte, wegen‘der Feinheit der Theile, un- sichtbar blieben. Aber das Vergröfserungsglas wi-
derlegte diese Vermuthung, und zeigte, so unbe-
greiflich es auch scheinet, dafs aus kurzen Fasern
lange, in einander verwickelte, und selten unter-
brochene Fäden entstanden wären(w).
_ Eine ähnliche Erscheinung beobachtete MÜLLER an seinem spatelförmigen und schlangenförmigen Keulensch wamme. Aus der Heule des erstern staubten kleine weilsliche Punkte schaarenweise her- vor, die unter dem Vergrölserungsglase‘wie die aufgefangenen Fasern des rothen Keulenschwamms aussahen(x). Aus der Öberfläche des schlangen-
för-
(w) Beschäftig. der Berl. Gesellsch. naturf. Freunde,
B.-ı. 5.150.
(x) Ebendas. S. 164. Flor. Dan, Tab. 658.
förmigen HKeulenschwamms stiegen eine Menge glänzender Funken auf, die sich in der Luft hin und her wälzten, sich schaarenweise zerstreuten, und endlich gröfstentheils auf den Schwamm zu- rückfielen. Bey ihrer Ausfahrt erschienen sie als unebene Punkte oder spielende Sonnenstäubchen. Wenn sie auf den Schwamm zurückgefallen waren, glichen sie den feinsten Schneetheilchen ,„ und wnr- den bald unmerklich, Auf einem Glase aufgefan- gen, und unter einem Suchglase betrachtet, er- schienen sie glänzend und länglicht, verwandelten sich aber nicht in ein Gespinst, sondern blieben un-
verändert(y).
ws. 1%
Die Theorie, die wir in den vorigen(phen dar- gethan zu haben glauben, war in dem Alterthume allgemein herrschend. Indefs stützte sie sich bey diesem auf se oberflächigen Beobachtungen, dals es einem Revı und VALLISNIERI nicht schwer fal- len konnte, die Unrichtigkeit der letztern zu be» weisen. Statt aber der sogenannten freywilli- gen Erzeugung(generatio aequivoca) engere Gränzen zu setzen, läugneten diese Naturforscher sie ganz, und zogen Schlüsse aus ihren Beobach- tungen, die nicht minder voreilig, als die der Alten, waren. Burron und NseopHuam haben das Ver- dienst, die Behauptungen des Kenı und VArrıs- NIERE
(y) Beschäftig. der Berlin, Gesell, a.©,
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wıert wieder eingeschränkt, und der Wahrheit den Sieg vorbereitet zu haben, Keiner von ihnen sahe aber den Reichthum ihrer Lehre an den wichtig- sten Folgerungen für die ganze Biologie gehörig ein. Beyde, doch Burron mehr als Nrepnan, baueten auf ihr neben manchen richtigen Sätzen auch viele andere, die mit ausgemachten Wahrheie ten in Widerspruch standen, und nicht dazu ge- eignet waren, ihren Systemen allgemeinen Beyfall
zu verschaffen.
Nach Burron(z) giebt es in der Natur eine dem Thier- und Pilanzenreiche gemeinschaftliche, stets wirksame, unveränderliche, und unzerstör- bare Materie, die allem, was lebt und wächst,
zur Nahrung und Entwickelung dienet.
Wie wir Formen machen können, wodurch das Aeussere der Körper eine beliebige Gestalt er- hält, so hat die Natur innerliche Formen, ver- mittelst welcher sie nicht nur die äusserliche Ge- stalt, sondern auch die innerliche Beschaffenheit
der Körper zu bilden vermögend ist.
.„Jedes Thier und jeder seiner Theile ist eine sol- che innerliche Form, in welcher jene Materie, die ihm zum Wachsthume dienet, verähnlicht wird, Die Gestalt dieser innerlichen Form ist unveränder» lich, die Masse und Grölse derselben aber nimmt
aA (z) Hist. nat, T. I,
Te En. nn nenn nem
w
[se zu, und diese Zunahme
in gehörigem Ebenmaa macht das Wachsihum aus, welches dadurch ge schieht, dafs die Form von der erwähnien Materie
innigst durchdrungen wird,
Findet kein Wachsthum weiter statt, so wird der Ueberfiufs der nährenden und hervorbringen- den, tiiberall verbreiteten Materie, nachdem sie durch die innerliche Form gegangen ist, in ein oder mehrere Behältnisse unter der Gestalt einer Flüssigkeit gesandt, die alle dem Thhiere ähnliche Theilchen, und folglich alles, was zur Hervorbrin-
gung seines Gleichen erforderlich ist, enthält.
Diese Flüssigkeit ist der Saamen, der also in beyden Geschlechtern eine Art von Exirakt aus al- len Theilen des Körpers ausmacht. Bey der Blatt. laus, der Zwiebel, und ändern lebenden Körpern, welche ohne Zuthun eines männlichen Individuum erzeugt werden, verbinden sich die organischen Theilchen, woraus diese Flüssigkeit besteht, in je- dem einzelnen Geschöpfe zu Körpern, die dem gro- [sen ähnlich sind. Bey denen aber, zu deren Er- zeugung die Vereinigung zweyer Geschlechter er- forderlich ist, müssen sich die Saamenfeuchtigkei- ten beyder Geschlechter vermischen, wenn die in ihnen enthaltenen organischen Theilchen ein neues
Individuum bilden sollen. So lange diese Vermischung nicht vor sich ge. gangen ist, bringen jene Flüssigkeiten Wesen her- vor,
vor, de den, U
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Di wird d in der e der Thei so dla anlhöret, bleibt,
Die Theilche besonders ten, Von samkeit wı von Pilan
schöpfe,
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; 401 KR /r= N *® Zunahme vor, die von den Thieren und Pflanzen verschies Cadurch pe den, und unter dem Namen der Saamenthiere be» uten Materie kannt sind,; Durch die Vermischnng beyder Flüssigkeiten
alt, so wird>=. ırksamkei 1
ie wird die Wirksamkeit der organischen Theilchen -TVOrDringen in: der einen durch die entgegengesetzte Wirkune PET Be;= 2> nachdem sit der Theilcheu in der andern gleichsam gehemmet, st, In ein so dals jedes dieser Theilchen sich zu bewegen Irpct t einer)
anfhöret, und An dem ihm zukommenden Orte hiere ähnliche bleibt,
enthält Die Bewegung und Wirkung der lebenden
Theilchen wird aber auch durch leblose Materien, der also ın besonders durch ölichte tnd salzichte, aufgehal- rakt aus a. ten. Von diesen befreyet, nehmen sıe ihre Wirk- ey der Blatt samkeit wieder an, und bilden verschiedene Arten n hörpern von Pflanzen und sich fostbewegende lebende Ge.
| Indivadul schöpie,
Bee NEEDHAM(a) nahm ebenfalls eine der ganzen ten; d j 2, rl lebenden Natur gemeinschaftliche Materie an, die WERL) zur Hervorbringung von Pflanzen und Thieren zu deren! h Kat gleich tauglich ist, GHlIELI de enfeuchtigft! ‚ Sie bildet Thiere, wenn sie sich im Zustande wenn die W der Exaltation befindet, Pflanzen, wenn ihre Thä= hen ein ned tigkeit herabgestimmet ist, In ne sich 2%® A i Be.(a) Nouvelles obsery. microscopigues, or hei jVesen he
Ba. ll, Cc
ee nn
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Tr—
In jedem Punkte derselben befindet sich eine expansive, absolut elastische Kraft, die aber durch
eine gegenwirkende beschränkt wird.
Aus dem verschiedenen Verhältnisse dieser bey- den Kräfte entstehen alle lebende Wesen. Wo jene erhöhet wird, bildet sich ein Thier; wo jene de-
primirt wird, entsteht eine Pflanze.
In jedem thierischen Körper wird mit zuneh- mendem Alter die expansive Hraflt vermindert, und
die gegen wirkende vermehrt,
Diese gegenwirkende Kraft liegt vorzüglich in den Salzen. Von ihnen werden daher die micro- scopischen Thiere getödtet, und erst nach ihrer Verdünstung äussert sich in vegetabilischen und ani-
malischen Aufgüssen Leben,
Die Verschiedenheit der Saamenfeuchtigkeit bey den verschiedenen Organismen rührt von dem verschiedenen Verhältnisse der ihnen beywohnen- den expansiven und gegzenwirkenden Tıraft her. Im Saamen der Thiere befindet sich die erstere im
höchsten Grade der Exaltation.
Man sieht, wiein diesen beyden Systemen hel- le und schöne Ideen mit dunkeln und verworrenen vermischt sind. Sondern wir die letztern und alles nıoch Unerwiesene von jenen ab, so bleiben zwey Sätze übrig, die wir nach so vielen, für dieselben sprechenden Thatsachen als ausgemacht anzuneh-
“men,
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Grunde:
dem bis besi verä ände
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Der zwerte Dals< und dals sere stali
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"7 MON men, und unsern künftigen Untersuchungen zum sauer durch
Grunde zu legen berechtigt sind.) Der erste ist:
Ne ‚Dals in der ganzen. Natur eine stets se d1eser dey.
wirksame, absolut indecomponible
en lan
} a und unzerstörbare Materie vorhan-
wo jene di den ist, wodurch alles Lebende von der: Byssus bis zur Palme, und von
Ai zur- dem Punktähnlichen Infusionsthiere
rmindert, un bis zu den Meerungeheuern Leben besitzt, und welche, obgleich un-
veränderlich ihrem Wesen, doch ver-
änderlich ihrer. Gestalt nach, unauf-
hörlich ihre Formen wechselt.
chen unda Der zweyte Satz ist: Dals diese Materie an sich formlos enlenchtigk und jeder Form des Lebens fähig ist, rt vond dafs sie nur durch den Einfluls äus- ı beywohn serer Ursachen eine bestimmte Ge- en Kraft in stalt erhält, nur bey der fortdauern- die erster den Einwirkung jener Ursachen in dieser verharret, und eine andere f Form annimmt, so bald andere Kräf- Sr, te auf sie wirken. uorrenel d Ds Nec perir in tanto, mihi credite, mundo, e= Sed varlat faciemque novat, nascique vocatur, aa Incipere esse aliud, quam quod fuit ante, morique ‚jur Kar Desinere ıllud idem., nr znzunel®
men, Cca Mit
air er En un namens. wen me=
404 mn
Mit ‚diesen-.Sätzen- ist uns jetzt. das Ziel gege- ben, worauf. umsere künftigen Untersuchungen ge-
richtet seyn müssen. Das Wesen jener Materie
wird uns ewig unbekannt bleiben, und kann kein,
Gegenstand unserer Nachforschungen seyn. Nur anf die Formen, deren dieselbe fähig ist, und auf die Ursachen, wodurch ihr diese Formen ertheilt werden, können unsere Untersuchungen abzwek- ken, Wir werden hierbey jene Materie mit dem Namen des’ Lebensprincips, Lebensstoffs oder der Lebensmaterie, und diese Ursachen mit dem der formenden, oder plastischen
Potenzen bezeichnen,
Könnten wir jenen Lebensstoff in seinem form- losen Zustande darstellen, und nach Gefallen mit ılım experimentiren ‚so dürften wir die Natur nur "geradezu befragen, um die Data, die uns zux Be- gründung unserer Wissenschaft nöthig sind, zu erhalten. Allein die chemische Analyse der leben- den Organismen liefert uns vier Stoffe, die ein gemeinschaftliches Eigenthum der Thiere, Zoophy- ten und Pflanzen sind, den Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Kohlenstoff. Von diesen sind die beyden letztern wahrscheinlich noch einer weitern Zerlegung fähig. Ist also der Sauerstoff oder Was- serstolF unser Lebensstoff, oder entzieht sich dieser ganz unserer Wahrnehmung? Man sieht leicht,
dals sich hierüber noch nichts entscheiden lälst.
Aber
=
Aber we den 0 doch ke mit and würde: veinen J geradkzu wir dahe zı belaus einen Ve nisse ZU vermiltel gen Absı Potenzen zu entder] chungen ü Erinnerun Vermuthi mıt dem
Man glauben, lich halt Begriffen unser Le genthum
lieser 9c
den, we,
uchungen 28 jener Materie nd kann kein seyn, Nur ist, undal rmen ertheil
neen abzwtl
u seinem iM
ch Gefallen?
—— 405
Aber wenn auch unser Lebensprincip einerley mit dem Oxygene oder Hydrogene wäre, so existirt doch keines von‘diesen anders,.als in Verbindung mit andern Stolfen, und auch':bey. jener Identität würde sich also die Lebensmaterie in keinem’ ganz reinen Zustande darstellen lassen." Die Hoffnung, geradezu die Natur befragen zu können, müssen wir‘daher aufgeben, und uns begnügen; sie nur zu belauschen. Wir werden im folgenden Rapitel einen Versuch machen, auf diese Art ihre Geheim- nisse zu erforschen. Wir werden"uns bemühen, vermittelst der Thatsachen, die in den beyden vori- gen Abschnitten enthalten sind, die formenden Potenzen des Lebensstoffs und deren Wirkungsart zu entdecken. Ehe wir aber zu diesen Untersu- chungen übergehen, müssen wir vorher noch eine Erinnerung, in Betreff unserer eben geäusserten Vermuthung von der Identität des Lebensstoffs
mit dem Oxygene oder Hydrogene beyfügen,
Man wird eine Inconsequenz darin zu finden glauben, dals wir diese Identität auch nur für mög- lich halten, da jene Materien, den gewöhnlichen Begriffen gemäls, Stoffe der leblosen Natur sind, unser Lebensprincip aber ein ausschlielsliches Ei-
Allein
dieser Schein von Inconsequenz wird verschwin-
genthum der lebenden Körper seyn soll,
den, wenn man sich unserer Bemerkungen über die cz
TE
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|| d 4 |
406—
die Gränzen der:lebenden Natur(b) erinnert.- An- genommen der Sauerstoff oder Wasserstoff wäre ei- nerley mit unserm. Lebensprincip, so finden wir jene Stoffe.zwar.als Wasser in einem Zustande, den wir für leblos halten. Aber wer hat diese Leb-
losigkeit bewiesen? Und gesetzt, man bewiese
sie, nehmen wir denn nicht eine Latenz der Wär- me an, und könnte es nicht auch für unsern Le- bensstoff einen solchen Zustand geben? Dies sey inzwischen nur beyläußg gesagt, um Mifsverständ«
nisse zu verhindern,
(b)- Biol. Bd. x.$.106. 155 f.
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—| 497
Zweytes Kapitel.
Aeussere Bedingungen des Lebens.
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ss die Verhreitung der lebenden Körper nach der Verschiedenheit der äussern Einflüsse philoso- phiren, heilst, die äussern Bedingungen des Lebens aufsuchen. Diese Bedingungen lassen sich in for- melle und materielle eintheilen, Die erstern sind dieselben, die wir im vorigen lapitel fo:- mende Potenzen: ‚des. Lebensstoffs. ge- nannt haben, und unter ihnen ist die erste und vor- nehmste Wärme... Die Mannichfaluügkeit, Zahl und Gröfse der lebenden Individuen steht, bey übri- geus gleichen Umständen, iu geradem Verhältnisse mit dem Grade der Wärme.
Die zunehmende Mannichfalti,
ff ie)
den Individuen bey der Zunahme der Wärme folgt
keit der leben-
aus dem im, vorigen Abschnitte bewiesenen Satze, dafs jene im Allgemeinen mit der Entfernung von den Polen in geradem Verhältnisse steht. Sie bestä- tigt sich auch bey der Vegetation der Alpen. Aus Gebirgen wird die Zahl der Gewächse mit zuneh- mender Höhe immer geringer; sie verliebit sich
Cc4| fast
408—
fast ganz auf den Gipfeln derselben, wo man nur hin und wieder noch eine einsame Zwergbirke oder Saxifraga erblickt,
Aber nicht blos die Mannichfaltigkeit, sondern auch die Menge der Individuen wächst mit zuneh- mender Wärme. Wir wollen nnr einige, von Con- DAMINE im heissen Amerika, und von SparRMmANN und Barrow im südlichen Afrika gemachte Beob- achtungen zum Beweise dieses Satzes anfuhren, Der mittlere Theil der neuen Welt ist reicher an Pilanzen, als irgend eine andere Gegend des Erdbo- dens,"Wenn man von den Anden herabkömmt,” sagt ConDamıne(c),“hat man eine weite und ein- „förmige Aussicht auf Wasser tınd Grün, und „sonst nichts. Man iritt auf die Erde, ohne sie „zu berühren, weil sie von üppig wachsenden „Pflanzen, Unkraut, Standen und Gesträuchen so „ganz bedeckt ist, dafs es viel Miihe und Arbeit „kosten würde, sie auch nur einen Fuls breit da- „von zu säubern.” Im südlichen Afrika weidet der Springbock,, eine Antilopenart, immer in£TO- fsen Heerden, die sich nach der Aussage der Land- leute zuweilen auf 10000 Stück belaufen sollen(d). SPARRMANNEN begegnete ein Haufen von ohngefähr tausend Büffeln(e), Ein Colonist versicherte, dafs
er (c) Relation abregde d’un Voyage etc. p. 48. (d) BArrow’s Reise im südlichen Afrikas S. 100, (e) Spaxrmann’s Reise nach dem Vorgeb, der guten
"“* Hofln, S. 590,
een hätte\ Heerde ROW$ Gänse, hatte,€ bedecht Kunze( Seite di Länge, dratmei die jede im Fluss ven schn an das$ Woisti solchen zuweis Di lebt, Y an lebe colossal
de; hie
(D Bi (8) Sr. (h) Bu Ü) Bun
0 Man nur
SiThe oder
mit zunel. ‚von Cor: SPARRMAN achte Beih, $ anfıh el, st reicher u d des Erik arabkönnt!
site md eilt
|—__ 479
er Heerden von vier- bis fünfhundert Elephanten hätte laufen sehen(E). SPARRMANN nennet sogar Heerden von Tausenden dieser Thiere(g). Bar+ row sahe ein Feld in der Nähe eines Sumpfes, worauf sich eine so ungeheure Menge ägyptischer Gänse, Berggänse, Schnepfen und Enten gelagert hatte, dals es im buchstäblichen Sinne ganz damit bedeckt war(h). Bey dem Seekuhflusse war die ganze Gegend, ı0 englische Meilen weit auf jeder Seite dieses Flusses und 80 bis go Meilen iin der Länge, also in einer Strecke von ı6 bis 1ı800‘Qna- dratmeilen, durchaus von Heuschrecken bedeckt, die jeden Grashalm verzehrt: hatten. Das Wasser ım Flusse war kaum zu sehen, so viel todte Lar- ven schwammen darin, welche bey dem Versuche, an das Schilf zu gelangen, ertrunken waren(i). Wo ist in der gemälsigten Zone ein Land, das einen solchen Reichthum an Pflanzen und Thieren auf«
zuweisen hat?{
Die heisse Zone endlich ist es auch, wo alles lebt, was das feste Land Grofses und Gigantisches an lebenden Körpern enthält, Hier wohnen die colossalischen Elephanten, Nashörner und Nilpfer- de; hier der Riese unter den Vögeln, der Sirauls;
hier (f) BArrow a.a.0. 8.17% (g) SPARRMANN 2.2. O. S. 305. (h) BArrow a.a. O. S. 13% &) BArrow. S. 251.
GC
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410
hier ungeheure Schlangen und Eidechsen; hier das Bambusrohr, das eine Länge von mehr als 30 Fufs erreicht(k),‘die Aloe dichotoma, wovon PATTER-
son(l) Individuen sahe, die im äussersten Umfan-
ge der Zweige 400 Fuls hielten, die Säuleucypresse
(Cupressus columnaris Forsr.), die bis ı40 Fufs in der Länge und bis 50.Fuls im Durchmesser heranwächst(m), und. der Baobab(Adansonia di- gitata);. der oft eine Krone von ı60 und einem
Stamm von 25 Fuls im Durchmesser hat(n).
Alles wird dagegen zwergartiger und krüpplich- ter mit abnehmender Wärme. Dies zeigt-sich schon bey einer Vergleichung der Tiere: Asiens und Afrika’s mit ähnlichen, die unter gleichen Gra- den der Breite in dem kältern Amerika wohnen, z.B. des Löwen, Tiegers, Bären und Wolfes der alten und neuen Welt(0),‘des Elephanten und Nil- pferdes mit dem Tapir, des Llama und Gwanuco
mit
(k) Rrieene Hort. Malab. T. ı. p. 26.
(1) Reisen in das Land der Hottentotten. Uebers. von
Forster. S. 55.
(m) Kınc’s Nachrichten von der Norfolkinsel. 8. 286, im Mag. von Reisebeschr. B. XI. Hunter’s Reise uach Neu-Süd- Wallis, ebend.$! 123.
(n) Ananson’s Reise nach Senegal. Forster’s u.Spren- ser’s Beyträge zur Länder- u. Völkerkunde. Th. ı. S. 64.
(0) Carvenr’s Reisen durch Nord- Amerika. Hamburg. 1780. S. 560-362. Dosrızuorrer's Gesch, der Ahipo-
ner... Lhiiz 5,350,
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dieser thiere Riesen erstern und Nir Altika ı Eb phalin temisi; den h sind al
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mit dem Dromedar und Camel, des Straufses mit dem Amerikanischen, Casuar, des Alligator der neuen Welt mit dem Nilcrocodil.
Noch auffallender ist dieser Unterschied in der Gröfse, wenn man Thiere der kalten und gemä- fsigten Zonen gegen ähnliche Geschöpfe der Tro- penländer hält. Welch ein Abstand zwischen dem von ArLamann beschriebenen Maulwurfe(Talpa gigantea), der sich am Cap aufhält,,; und dem Eu- ropäischen! Ja,, auch bey ganzen Familien findet dieser Unterschied statt. Die Familie der Nage- thiere enthält die Zwerge, die der Schweine die Riesen unter den Säugthieren.: Die.Heimath der erstern ist daher Siberien, die Tartarey, Canada und Virginien, die, der letztern das heisse Asien, Afrika und Amerika.
Eben so ist es bey den Pflanzen.' Von Gna- phalium, Chrysocoma, Aster, Inula, Senecio, Ar- temisia und mehrern andern Geschlechtern, die in den heissen Zonen strauchartige Gattungen haben, sind alle Arten, die in den kältern Climaten wach- sen, blos Kräuter. Auf den Shettländischen In- seln sind die Haselstaude, die Buschweide, die netzförmige, kriechende und gemeine Weide die einzigen Sträucher, und auch diese stehen nur sehr sparsam(p). In Grönland fand Cranz(q) von
baum«s (p) Pensart’s Thiergesch, der nördl. Polarländer. Tl, 1, 5. 59.
(g) Historie von Grönland,
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412=—
baumartigen Pflanzen nur den Wacholder,” die Birke und einige Weiden, wovon jedoch keine über ı0 Fufs hoch war. Im nördlichen Asien giebt es, über den. ‚6gten Grad der Breite: hinaus keine Wälder mehr, und unter dem 70ten wächst kaum noch ein Gesträuch(r).; Auf Spitzbergen ist die Zwergweide(Salix herbacea) das einzige baumar- tige Gewächs, und diese wird selten über zwey Zoll hoch(s).
Am auffallendsten aber ist bey den Vegetabi. lien das Verhältnils, worin die Grölse mit der Wär- me steht, auf Gebirgen. Hier mindert sich mit zunehmender Höhe nicht nur die Zahl und Man- nichfaltigkeit, sondern auch die Gröfse der Indivi- «duen. Um Santa-Fee de Bogota, der Hauptstadt von Neu-Granada, welche wenigstens ı600 Fufs über der Meeresfläche unter 4° nördlicher Breite
liegt, befindet sich das ganze Pflanzenreich in einer
Art von Erstarrung. Auf den über der Stadt her-
vorragenden steilen Bergen wächst nichts, als Hei-
dekraut, Farrnkraut und einige andere wilde Pflan-
| zen. Man triffi keinen Baum an, der nur mit un- :sern Büschen könnte verglichen werden; blos in
Schlünden, die vor der kalten Luit geschützt sind,
giebt es einige, wovon aber doch die grölsten un-
sern Pflaumenbäumen noch nicht gleich kommen,
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(r) PEnnNANT a. a.0.°$. 125.
(s) Martens Spitzbergen..S. 65, Piuırs Reise nach dem Nordpol.
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Diese Vegetation wird immer schwächer, je näher man den Gipfeln der Berge kömmt, und verschwin« det. am Ende fast gänzlich(t).
Auf den Pyrenäen zeigt sich folgende Grada- tion in dem Wachsthume der Rräuter, Stauden und Bäume. Gleich unter der Region des ewigen Eises machen die Daphne Cneorum, die Gentiana nivalis und jene übrigen krautartigen Gewächse, die keine Behandlung zähmen, keine Wartung anderswo ein- heimisch machen kann, den Vortrab der Vegetation aus. Nach diesen Kräutern zeigen sich die Gesträu- che.. An ihrer Spitze stelıt der Rhododendron, drey- bis viertehalb huudert Toisen unter. der Schneeregion, und neun hundert Toisen über der Meeresfläche. Ihnen folgen bald die Bäume, und zwar zuerst der Taxus und die Cembro- Fichte,
Dann zeigt sich das ganze Geschlecht der harzigen
Bäume. Die wilde Fichte verbindet sich mit der
Tanne. DBeyde von erstaunlicher Höhe, in Reihen geschlossen, die sich gegenseitig befestigen, beyde fast ganz, von Aesten entblöflst, und mit einer dün- nen Erdschichte zufrieden, klammern sich an die nackten Felsen an und kleben an deren Oberfläche. Diese beschliessen die Vegetation der Pyrenäen, und verliehren sich, indem sie immer seltener wer- den, unter den Pflanzen der Ebenen(u). Von (t) Le Bronp im Journal de phys. Mai. 1786. Voıcr's Mag. f. d. Neueste aus der Physik. B.5. St.4. 8.37.
(u) Ramonp’s Reisernach den Pyrenäen, B,2. 5.55&.
Von den bisherigen Sätzen giebt es nun frey- lich Ausnahmen. Aber alle diese sind nur schein- bar. Immer finden Unistände dabey statt, wodurch däs obige Gesetz nicht einmal eingeschränkt, ge-
schweige denn widerlegt wird.
Eine solche scheinbare Ausnahme macht das Meer. Die Gewässer der Eiszane sind eben so reich, wo nicht reicher an Thiereny als das feste Land zwischen den Wendezirkeln. In Kamschatka ziehen zu gewissen Jahreszeiten so grofse Heere von Fischen aus dem Meere in die Flüsse, dafs diese oft dadurch zugedämmt, und aus ihren Ufern getrieben werden, Die grolse Menge, welche nach dem Fallen des Wassers auf dem Lande zurück«- bleibt, verursacht einen Gestank, der.eine Pest nach sich ziehen könnte, wenn nicht Bären und Füchse die Menge der faulenden Körper verminder- ten, und heftige Winde die Luft wieder reinig- ten(v). In dem Eismeere finden sich animalische Formen, wogegen die gröfsten Landthiere nur als Zwerge erscheinen, wie die Walllische beweisen, und vegetabilische Gebilde, wogegen die höchsten Bäume nur Sträucher sind, wie an dem Fucus gi-
ganteus erhellet(w).
Aber ı) der grolse Reichthum, den die Eiszone in gewissen Jahreszeiten an Thieren aufzuweisen
hat,
(v) Sterren’s Beschr. von Kamschatka. 8. 40. 141.
(w) M. s. das Zte Kap. des 2ten Absch. dieses Buchs,
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hat, besteht gröfstentheils in wandernden Thieren, welche dort nnr den kurzen Sommer hindurch ver« weilen, im Winter aber wärmere Gegenden auf-
suchen. In Kamschatka, und vermuthlich auch im
nordwestlichen Amerika haben weder die Landseen,'
noch die Flüsse andere Fische, als diejenigen, die aus dem Meere in dieseiben aufsteigen, und von diesen kommen alle ıim Winter um, welche nicht bey Zeiten ins Meer zurückkehren(x).- Das Meer- ungeheuer der Eiszone, der Wallfisch, zieht sich ebenfalls gegen die Ankunft des Winters in wärmere Gegenden zurück. VILLEFORT fand diese Thiere im Juny bey der Insel Mascarin unter ı° 12° süd« licher Breite(y), und, nach Barrow’s Berichte, sind sie in allen Bayen von Afrika den Winter hin- durch sehr zahlreich(z). Zwar setzt der Letztere hinzu, dafs sie kleiner sind und nicht den Werth haben, als die der kältern Meere. Aber dies rührt vielleichtnur daher, weil sie im Sommer durch die Begattung ausgemergelt sind, und an den Afrikani» schen Küsten nicht die ihnen angemessene Nah-
rung finden, 2)
(x) Sreızer a.a.O. S. ı42. Ponriock's Reise an die Nordwest- Küste von Amerika. S.126, in Forster’s Geschichte der Reisen etc. B. 3.
(y) De Bross£’s Gesch. der Schiffarthen nach den Süd
lindern. Uebers, von Aperung, S. 360.
(z) Barrow a.a:©: 5.45
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416
2) Im Meere, so wie im Innern der Erde, fin den weit weniger Veränderungen der Temperatur, als. auf der Oberiläche der Erde, und ın einer ge-
wissen Tiefe wahrscheinlich gar keine Abwechse-
"lungen der Wärme statt. Aus Karm’s(a), Wır-
xe’s(b) und Forster’s(c) Versuchen über diesen Gegenstand ergiebt sich, dals das obere Wasser an niedrigen Ufern, sowohl in Flüssen, als, im Weltineere, mehr Wärme, als,.die Luft, und tiefe-
res beynahe eben so viel erlangen kann, dals aber
‘diese Wärme nicht tiefer als 5 Faden, dringt, und
mit zunehmender Tiefe immer mehr abnimmt, bis
man eine beständige Temperatur antrıift,.dıe von
. den Jahreszeiten nicht geändert wird. Nach Hun-
TER’S, in tiefen Brunnen auf Jamaika angestellten, Versuchen ist diese beständige Wärme des Innern der. Erde, oder des Wassers an jedem Orte einerley mit der an der Oberfläche desselben statt iindenden mittlern Temperatur(d). Uud hiermit stimmen auch sowohl Wırke’s Versuche, als die in den Rel- lern der. National- Sternwarte zu Paris gemachten Beobachtungen überein. Jener nehnilich fand die beständige Temperatur im Landscroner Hafen 8 bis 9° nach Crsıus, also 6,4 bis 7,2° nach Rear-
MUR
(2) Abh. der Schwed. Akad. 1771. B. 55. 5. 57.
(b) Ebendas. 8. 64.
(c) Bemerkungen auf eiter Reise um die Welt. S. 50.
(d) Phil. Transact. Vol.T. P.I: Vorsr’s Mag. für das Neueste aus der Plıysik, B. VIe5,St. 2 5.34%
zn(£) uch fü bedeute Lund a te von: obachtı Stermnat zatır g,6' die mittl (ststus
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ereraneen 41 7
mur(e), und fast die nehmliche Zahl erhält man auch für die mittlere Temperatur des, um. keine bedeutende Entfernung von Landskrona entlegenen Lund aus ein und zwanzigjährigen, an diesem Or- te von SCHENMaRk und NEXZELIUS angestellten Be-
obachtungen(f). In den Gewölben der National-
Sternwarte zu Paris beträgt die beständige Tempe- & B pe
ratur 9,6° R.(g), und auf der Oberfläche von Paris die mittlere Wärme, nach Warcentin(h), 10,79 CHt.stus— 85° Reaum. also auch fast dieselbe Zahl.
‚Hat dies nun seine Richtigkeit, so folgt, dafs wir nur Thiere und Pilanzen des Landes mit ähn- lichen Geschöpfen des Landes, Wasserthiere und Wasserpflanzen’ nur mit Wasserthieren und. Was- serpflanzen, und verschiedene Länder nıır nach de- nen Thieren, die darin überwintern, vergleichen dürfen, wenn wir über die Wirkungen der Wärme
richtig urtheilen wollen.
3) Die Bewöhner. des Meers sind aber noch einem andern Einfiusse ausgesetzt, den die Thiere
und Gewächse-des Landes entweder gar nicht, oder
doch|
(e) Wirke a.a.O. (£) Abhandl. der Schwed. Akad, 1975. B. 37. 8. 161.
(g) Vos Humsorpr über die uiitetirdischen, Gasarten,
5. 8%; (h) Ablı. der Schwed, Akad. 1758. B. 20, 5 Ef. Da. IL, Dd4d
air urn une aan ae rer memnnsseenne uernnee Enns nn num
doch nicht in dem Maafse empfinden, und der ge= wils von der grölsten Wichtigkeit in der Oekono- mie der erstern ist. Wir wissen aus dem zweyten Kapitel des vorigen Abschnitts, wie sehr ein salzi- ger Boden und ein Salzgehalt der Athmosphäre die Wirkungen der Wärme bey dem Wachsthume ge- wisser Pflanzen unterstützt, und wie üppig die Ve getation in mehrern Gegenden von Afrika, dieser beyden verbundenen Ursachen wegen, vor sich geht. Wir dürfen uns also nieht darüber wundern, dals das Meer, worin der eine dieser Einflüsse in einem weit höhern, der andere in einem zwar nicht so hohen, aber auch nicht so veränderlichen Gra- de, als auf den Afrikanischen Ebenen statt findet, Pflanzenthiere aufzuweisen hat, wogegen die höch- sten Bäume dieser Gegenden nur Sträucher sind. Die Analogie läfst uns vermuthen, dafs eine Ursache, die sich auf die Vegetation so wirksam zeigt, auch auf den thierischen Organismus einen wichtigen Einflufs haben'muls, und diese Vermu. thung wird dadurch unterstützt, dals es Thatsa- chen giebt, die sich aus keiner andern Voraus- setzung, als aus dieser, erklären lassen. Wir ha- ben schon im vierten Kapitel des vorigen Abschnitts bemerkt, dafs alle Schaalthiere, die sich in Flüs- sen, Landseen und kleinern Meeren, z. B. im Adriatischen Meere, aufhalten, weit zartere Ge- häuse haben, als diejenigen, die den Ocenn bewoh-
nen.
De auch a in Jen chen, wollen Gewal ihrem alsanf lin fär Landseı halten: den he fe weit meer be weit grö Züng jen gegangeı Wassers Wacht Aber wı des Ma auf der haben d ler()
(i) Orn (k) Ms 1900,
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nen. Wir können jetzt noch hinzufügen, dafs auch alle Thierpllanzen(i) und Pianzenthiere(k) in. jenen nie die Gröfse, als in den letztern,, errei- chen,. Man hat diese Thatsachen daraus erklären wollen, dafs in der Tiefe des Oceans, wohin die Gewalt der Stürme nicht reicht, jene Körper in ihrem Wachsthume nicht so oft gestöhrt würden, als auf dein seichtern Grunde kleirierer Meere," Al- lein fände diese Ursache statt,:so würden Flüsse, Landseen und Buchten die grölsten Zoophyten ent= halten müssen, weil in‘diesen das: Wasser auch bey den heftigsten Stürmen schon in einer geringen Ties fe weit weniger in Bewegung ist, als das Welt- meer bey geringern Bewegungen der Luft in einer weit grölsern Tiefe.' Andere sind bey der Erkläs rung jener Thatsachen den entgegengesetzien Weg gegangen, und haben die heftigere Bewegung des Wassers im Ocean für die Ursache des üppigern Wachsthums der Bewohner desselben angenommen, Aber welche Körper leiden mehr von der Bewegung des Meers, als diejenigen Conchylien, die sich blos auf der Oberfläche desselben aufhalten, und doch haben diese äusserst dünne und zerbrechliche Schaa:- len(l); Eine weit befriedigernde Erklärung giebt uns G) Otıvi Zool. Adriatica, p- 218. (k) Mertens in ScurAper’s Joürnal f, d, Botinik, 1800. B: i. S: i08. (l) M: s: oben Abschn, 2: Kap: 4 is D4das
420—
uns die'Vöraussetzung,, dafs der Salzgehalt des Wassers das Wachsthum der Bewöhner dieses Ele- ments befördert. Hieraus begreift man die ‚grofse: Verschiedenheit zwischen den Thieren und Zoophy- ten des sülsen und salzigen Wassers. Hieraus lälst sich'abnehmen, warum sich’ an der@berilläche des Meers so zarte, hingegen in den Tiefen desselben so feste Couchylien erzeugen: denn allen Erfahrun- gen zufolge ist das,Seewasser in der Tiefe weit sal« ziger, als an der Oberfläche(m). Hieraus endlich ergiebt sich, warum kleinere Meere keine so grolse Zoophyten und keine Schaalthiere mit so festen Ge- häusen, als sich im Weltmeere finden, enthalten, Es läfst' sich nehmlich schon zum voraus vermu- then, und die Ostsee giebt einen Beweis dafür, dafs die Flüsse, die sich in den engen Bezirk der erstern ergielsen, den Salzgehalt derselben vermin- dern müssen, dafs aber diese Ursache auf die gro- [se Wassermasse des Oceans keinen Einilufs haben
kann.
Wird also das Wachsthum des thierischen Or«_
ganismus. von der Einwirkung der Salze modifizirt, so folgt, dals. wir auch Meerthiere mit Meerthieren in Betreff der Abhängigkeit ihrer Grölse von der Wärme nicht anders vergleichen dürfen, als wenn vorher dargethan ist, dals der Salzgehalt der Ge-
wäsr
(m) Beromann’s physikalische Erdbesehreibung. Ste
Aufl. B. 1. 8. 362. \
wisse schiet sern allen Geg nich! nung hligk Rapit steige That keln \ und Ostin ner so rissene bis 50 Suma des] Kıbm Pfune genor
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ırchalt des
dieses Re.
ind Zoophy- Tieraus lält jerlläche des n desselben n Erfahrun iefe weit sah eraus endlich ine so große so festen 6: 1, enthalte, raus vernl weis dafür, n Bezirk de ‚Iben vermit e auf die gr
influls habt
wässer, worin sie sich befinden, nicht zu sehr ver- schieden ist. Dieser'Gehalt nun scheint in den grö- fsern Meeren der wärmern und gemäfsigten Zonen allenthalben derselbe zu seyn(n), und in diesen Gegenden. sehen wir auch die Meerthiere an Man- nichfaltigkeit und Gröfse mit abnehmender Entfer- nung vom Aegquätor zunehmen. Von der Mannich- faltigkeit derselben ist dieser Satz schon im vierten
Kapitel des vorigen. Abschnitts dargethan. Die
steigende Grölse derselben erhellet aus folgenden
Thätsachen. Die Meere zwischen den Wendezir- keln enthalten die gröfsten Schildkröten, Mollusken und Crustaceen. Der gemeine Octopus wächst in Östindien und im Mexicanischen Meerbusen zu ei- ner so ungeheuren Gröfse heran, dafs man abge- rissene einzelne Ärnie von ihm angetroffen hat, die bis 30 Fufs lang waren(o). An den Hüsten von Sumatra, Neu-Guinea und mehrern andern Insein des Indischen Oceans giebt es eine Muschel(die Rıbhmo-Muscheh), wovon oft der Fiogen allein sechs Pfund, das ganze Thier, wenn’es aus der Schaale genommen ist, zwanzig bis drey/sig Pfund,. und
die Schaale über drittehalb hundert Pfund wiegt(p).
Die (un) La BırıARrDıEeneE’s Reise nach dem Südmeere. Th. ı. S. 54.
(0) Brumengacn’s Handb. der Nat. Gesch. SteAusg.$. 474.
(p) MaAnrspen’s Beschr. von Sumatra. S, 24. FoRREST’a Reise nach Neu-Guinea. S.62, in der Neuen Samamal, von Reisebeschr. Th. g.
1 B aggen
‘
Die Meere der heissen Zonen sind auch der Auf
enthalt des gröfsten unter den Crustaceen und In- 4
sekten, des Limulus gigas. in den Sommermo-
naten findet man diesen auch in andern‘, ausserhalb
den Wendezirkeln gelegenen Meeren(g).
Allein diese Gradation erstreckt sich nicht wei- ter, als vom Aequator bis zu den Polarzirkeln, Hier erscheinen zwey Geschlechter, die in einer ganz entgegengesetzten Richtung an Mannichfaltig« keit und Gröfse zunehmen, nehmlich die der Rob- ben und Seekühe, Das Wallrofs( Trichecns ros$- marus), die nordische Seekuh(Trichecus borealis), der Seebär(Phoca ursina), der,glatte und der zot- tige Seelöwe(Phoca leonma ei jubata), und mit ihnen noch mehrere andere Robbenarten sind be- ständige Bewohner der nördlichen und südlichen Polarmeere, und zugleich sind diese Arten zahlrei- eher und gröfser als diejenigen, die man in den Meeren der gemäfsigten und wärmern Zonen an- trifft. Wäre es nun ausgemacht, dafs die Salzig- keit des!Meers innerhalb der Polarzirkel zunähme, so würde auch hier die Erfahrung mit unserer Theorie übereinstimmen, Zu vermuthen ist es, dafs diese Zunahme wirklich statt findet, indem die in den Polarmeeren unaufhörlich vorgehenrle Bil- dung ungeheurer Eismassen, wobey das gefrieren-
de
(g) Scnuörr's Reise durch die vereinigten Nordamer, Staaten. Th.ı.$.8.
„Was gehalt mehre men Pıst unds Ocean:
Jehute
1 We FR
= 423
4
Ch den An de Wässer seine Salzigkeit verliehrt(r), den Salz- een und In, gehalt des ungefrornen Residuum nothwendig ver- Sommerne mehren mufs, Und mit(dieser Vermuthung stim- „ Ausserhalh men auch ganz die Versuche überein, welche Y. Packs(r*) auf seinen Reisen nach den nördlichen
i und südlichen Polarmeeren über den Salzgehalt des nicht wo.;;. fi Oceans anstellte, wie die folgende von ihm ent« Polarzirkeh: a lehnte Tabelle beweist:
due ın euer
annichhliz Hundert Pfund Seewasser enthielten:
die derii Unter 49% 50° südlicher Breite 45 Pfund Salz,
richecus 1 46 12. 8 z 4:
cus boreal RE
und der 2 BE Au or A 5 A
), und ni 230.24. E- 513
en sind bs 1,18»-» 35
od südliche 4 22 nördlicher Breite 53
Arten zal 10, Shiny: rn
man in fa 23 e; s“ 32
rn Zonen i 39 f®‘ A
(5 die& 45«= 5 A
kel zunaunt, 59= x N 3%
mit U 64 5) E 3 Az
ull a 74’ y R ar;
ande 8ı zwisch, d. Eisfeldern 4
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das gefrieren() Fonster’s Bemerkungen auf einer Reise um die de Welt 8.59.
(+*) Reisen um die Welt. S. 711.
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Eine andere Ausnahme von dem Gesetze der zunehmenden Gröfse der. Individuen mit ich: mender Wärme macht die V egelation mancher Kü- sten des heissen Erdstrichs, z. B. des Vorgebirges der guten Hoffnung, Bier erscheinen die Pflanzen in Ansehung ihrer Gröfse fast wie Alpenpflanzen, Sie wachsen höchstens nur zu Sträuchern, nicht zu Bäumen heran(s}. Unter-den Gewächsen, die hier Sparrmann(t) um die falsche Bay antraf, war die Capsche Cunonie(Cunonia Capensis) der gröls- te Baum, obgleich ihre Höhe nicht mehr als zwey
höchstens drey Mannslängen betrug.
Auch diese Ausnahme ist indels nur scheinbar.
Die Kiisten am Cap werden beständig von heftigen
und kalten Südost- Winden hei: mgesucht(u) Un
ter allen Ursachen, welche Ausnahmen von dem Gesetze der steigenden Wärme mit abnehmender Eıtfernung vom Aequator hervorbringen, sind aber, nächst der Höhe über der Meerestläche, keine wirksamer, als herrschende Winde. So ist der Winter an den Küstenländern des nördlichen Äme- rika, die verschiedene Monate hindnrch sehr von Nordwest. Winden leiden, ungleich streı nger als im Teneh des Landes, wo diese Winde weit gelinder wehen vv) So bringen die regelmälsigen Winde, die (s) HAwresworrm’s Gesch, der Seereisen. RB. 3. 5.509 (t) Reise nach dem Vorgeb. der guten Hoffa. 8. 27. (u) SPARRMANNn 2.2.0. S. 20.21.
(v) CArver’s Reisen duch Nordamerika, 8.57.
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auf( ber n das il ger des 6 Eben lichen hing Somn rind:
V nicht k Umwar nigsten ken v erwäh de Fr: wenn
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Gerommennmz 425
ii de die, in den hohen Gegenden von Südamerika herr- A Me zn R ü I: ar inneh- schen, in diesen Winter hervor, wenn in.den'T'hä«
man An e. Che Ki lern Sommer ist, und umgekehrt(w). So ist. es 3 Vorsehhon 3. Ten auf Coromandel. Sommer vom März bis zum. Octo-
1 Cie Planze ber mit einem beständigen Südwest- Winde, und Alpenpfanm, das übrige Jahr, hindurch Winter mit Südostwinde; ıchern, nic gerade umgekehrt aber ist es’ an der andern Seite ewächsen, di des. Gatischen Gebirges ,..oder in Malabar(w*). ay antral, mr Eben so verhält es sich;endlich auch auf. der öst« sis) derzil« lichen und. westlichen Seite des Gebirges Cauraga- ehr als ıy hing in Ceylon;.auf jener, ist es Winter, auf dieser
Sommer mit Östwinde, und umgekehrt mit West-
winde(x).
ur scheinhz, von heitia Was Wunder also, dafs da,'wo die Winde atfu) 1 nicht kalt genng sind, um eine solche gänzliche nen von dei Umwandlung des Clima hervorzubringen, sie ver abnehmende. nigstens das Wachsthum der Pflanzen zu beschrän- en, Sind af, ken vermögen? Dals blos hierin die Ursache der fläche, eu erwähnten Erscheinungen liegt, sieht man auf Isle
go it«de France, wo die Bäume nie wieder ausschlagen, dlichen Aut wenn sie nicht, entweder durch andere Bäume, rch sehr rm oder vermittelst steinerner Einfassungen, gegen die i trenger als in'See« weit Be(w) UrroA Nachrichten von Amerika. Th.ı. 5.78.} gen nun(w*) SONnERAT'S Beisen nach Indien u. China B. u
“ S. 29. Le Grnrir’s Reisen in den Indischen Meeren,
m. B3 5 S. 190. fa, 8497:(x) R. Knox Voyage de!’Isle de Ceylan, T.ı. p.{
Ddz5
426= Gen
Seewinde geschützt werden(y). Man sieht dies ferner auf der Osterinsel an dem Papiermanlbeer- baume(Morus papyrifera), der dort ebenfalls durch Mauern vor den Winden gesichert werden muls, wenn er gedeihen soll, und niemals höher wird, als die Mauer, die ihm zur Schutzwehr dienet(z). Es erhellet dies endlich daraus, weil am Cap die- jenigen Gewächse,, oder diejenigen Theile dersel- ben, worauf die Winde nicht wirken können, die- selbe Grölse wie in den übrigen Tropenländern er- reichen. Stämme, die nicht über einen Zoll dick sind, haben hier armsdicke, ja oft noch stärkere Wurzeln(a); und tiefer im Innern des Landes, wohin die Stürme, die am Tafelberge wiüthen, nicht gelangen, wächst der Taxus elongatus(Ilex crocata Tauuns.) zu einer Höhe von 30 bis 40 Fuls bis zum ersten Äste, bey einem Durchmesser von
ı0 Fuls, empor(b).
Eben diese Ursache bringt übrigens nicht blos in den heissen, sondern auch in den gemälsigten und kalten Zonen die nehmliche Wirkung hervor,
An den Ufern des Sees Superior in Canada, dessen
Wasser in der Mitte des Sommers eine Rlafter tief_
unter der Oberfläche einen dem Gelfrierpunkte na- | hen (y) LA Penouse'ns Entdeckungsreise. B,ı.$.198, im Magazin von Reisebeschr. B.XVT. (z) Ebendas.$. 207. (a) HAwxeswonrn’s Gesch, der Seereisen. B.3. 5.399.
(b) Barrow’s Reisen in südl. Afrika.$. 108.
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ten Grad der Kälte hat, kühlen die Stürme, die vorzüglich von Nordwesten her die furchibarsten Wellen erregen, die Luft, zumal an der Südseite des Sees, nachdem sie über seine ungeheure Was- seriläche hingestrichen sind, ın dem Grade, dafs daselbst gewisse Pflanzenarten nicht forikommen, und besonders der sogenannte wilde Reis(Zizania aquatica) keinen Saamen trägt, da doch eben diese Pilanze oberhalb des Winnipeg, beynahe 5 Grad weiter, gegen Norden, häufig wächst und reifen Saamen bringt(c). An der Küste des Norton-Sund im nordwestlichen Amerika zwischen 63° 33° uud 64° 2ı“ Br. sind die Bäume,'als Birken, Erlen, Weiden und Fichten, sehr klein, und von den letz» tern hat keine über sechs big acht Zoll im Durch- messer, Aber so wohl die Höhe, als die Dicke derselben nimmt zu, je weiter man vom Meere ins
Innere des Landes geht(d).,
Endlich zeigen sich scheinbare Ausnahmen von. dem obigen Gesetze, wo es an den materiellen Be- dingungen des Lebens und besonders an Wasser fehlt. Dieser Mangel aber findet schr häufig in den heissen Erdstrichen, und sehr selten in den käl- tern Zonen statt, Hein Wunder also, wenn die "wasser- und grasreichen Ebenen des Nordens grö«
(sere (c) G. Forster’s kleine Schriften. Th.3. 8.64. 86, (d) Pennant’s Thiergesch. der nördl. Polarl, Th, 1
8.105.
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428 ezmmrunme
fsere Rinder und Pferde ernähren, als die dürren Afrikanischen Sandebenen, wo sich die Ochsen an den Salzpflanzen, die Pferde an den stachlichten Aesten der Mimosen zu sättigen, und beyde als Ge- genmittel gegen die sauern und scharfen Säfte die» ser Pilanzen Lumpen, Felle, trocknes Leder, Kno- chen, Rieselsteine, Sand und ihren eigenen Mist zu verschlingen gezwungen sind(e), Kein Wun- der, wenn der Reisende bey seinen Wanderungen @urch jene brennenden, jedes"Wassertropfens be- zaubten Wüsten oft in mehrern Tagen nicht ein £inziges ‚baumartiges ‚Gewächs sieht, hingegen in dem kalten, aber.wasserreichen Canada, in Nerwe- gen, und an den. Ufern des Jenisey und Ob in Sibe- yien Fichten und‘Tannen von einer Höhe erblickt; welche der, wozu manche Bäume der Tropenlän-
der gelangen, wenig nachgiebt(f).
Dafs indels auch in den kalten Zonen nicht weniger, als in den heissen. Climaten, das Empor- streben der Vegetation durch Mangel an Wasser gehemmt wird, beweiset die Insel Long- Island bey Neu-York, die sich 130 Englische Meilen weit in die Länge und ı5 Meilen weit in die Breite er-
streckt,
(e) BArrow aa. 0.$. 08.
(£) Die'Schottische ‚Kiefer(Pinus rubra) erreicht in Norwegen eine Höhe von.ı60 Fuls(PennaAnr a.a. O. $S.87). Tu Notka- Sund giebt es Fichten, die 120 Fufs hoch sind, und 7 Tufls im Durchmesser haben.
(Pennant ebendas. S. 179).
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streckt. In dem südlichen Theile dieses Eilands, der eine ganz flache Ebene ausmacht, bringt der
Boden weder Bäume noch Sträucher hervor, ans-
gerommen ein grobes Gras und ein Gesträuch, das,
selten über vier bis fünf Fuls hoch wird; und auch das wächst nur in einer besondern Gegend der Ebe- ne. Der Erdboden ist schwarz, mit einer Art Moos bedeckt, und unter der lockern Erde liegt eine Sandschichte. Der Sand saugt natürlich den stirk- sten Regen ein, und verhindert, dafs kein Wasser auf dem Lande stehen bleibt, Ausserdem giebt es auf der ganzen Fläche keine Quelle und kein flie-
[sendes Wasser(g).
Von diesem Mangel an den materiellen Bedin- gungen des Lebens rührt es auch her, dals alle vulcanische Inseln eine scheinbare Ausnahme von dem Gesetze der Zunahme. in der Mannichfaltig- keit der Geschlechter und Arten mit abnehmender Entfernung vom Aequator machen ‚und zwar eine desto gröfsere, je spitern Ursprungs dieselben sind, Sp besteht die ganze Flor-der Insel Ascension, die blos dürch eine vulcanische Eruption hervorge- bracht ist, nur aus 7 Arten(h), da doch das kalte Spitzbergen deren ı7 enthält. So fand man bey
der (g) Anzurer’s Reisen im innern Amerika. 8,367, im Mag. von Reisebeschreibungen. B. VI,
(h) Ossecxk’s Reise nach China. Th. 2. Ss. 08... FoR-
sten’s Reise um die Welt. B.2. S. 575.576.
429
4390—
der Entdeckung von Isle de France und Botrhon, zweyer Inseln, deren ganzer Boden ebenfalls durch das Feuer ging, daselbst weder Säugthiere noch Amphibien, und ‚sogar keine andere Vögel, als
Seevögel(i).
6.2.
Ausser diesen theils nur scheinbaren, theils von dem Mangel an den formellen Bedingungen des Lebens herrührenden Auoniälien giebt es aber noch ardene Thatsachen, die sich nicht ohne Hülfe einer zweyten, der Wärme entgegengesetzten for- nellen Bedingung des Lebens erklären fassen, ee haben gesehen, dals die Mouocotyledanen erst in den heissen, die Dicotyledonen aber schon in den gemäfsigten Zonen das Maximum in der Mannich- faltigkeit ihrer Geschlechter und Arten erreichen, Wir wissen ferner, dals ein gemeinschaftlicher Charakter aller Dicotyledonen der heissen Climate ihre Neigung zur Trennung der Geschlechter ist(k). Nun stehen im Gewächsreiche überhaupt die Mo- nocotyledonen, und unter diesen diejenigen, deren Geschlechter getrennt sind, dem Minimum der ve- getabilischen Organisation, und also der animali-
schen
(i) Burron Hist. nat. Suppl. T.VI. p: 147.148. Nach SonnerAT(Meise nach Indien u. China. B.2. 5.60) erhielt Isle de France auch die meisten Pflanzen aus
Indien, China, vom Cap und aus Europa;
(k) M, s. oben Abschn.z, Kap. 2.{. 2
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|—__ 431
schen Bildung näher, als die übrigen(l).‘Hieraus folgt, dafs zwischen den Wendezirkeln eine Ursa- che statt findet, welche die Erzeugung animalischer Formen befördert, in den gemälsigten Zonen aber eine gegenwirkende, die Entstehung vegetabilischer Gebilde begünstigende Kraft das Uebergewicht hat, und dieser Schluls wird auch dadurch bestätigt, dafs die Mannichfaltigkeit der Landthiere, gleich der der Monocotyledonen, ebenfalls erst in den heissen Zonen ihr Maximum erreicht. Welches
sind nun jene entgegengesetzte Kräfte?
Diese Frage würde beantwortet seyn, wenn
‚sich darthun liesse, dals Wärme ohne Licht
die Entstehung animalischer, hingegen Licht die Bildung vegetabilischer For- nen befördert, Der weniger erleuchtete, ob- gleich wärmere Ort müfste dann reicher an Monocotyledonen, aber verhäitnilsmäfsig ärmer an Dicotyledonen seyn, als der. mehr erleuchtete, obgleich kältere, Diese Bedingungen nun finden in den heissen und gemälsigten Zonen wirklich statt. In den erstern erhalten die Vegetabilien bey ihrer Entwickelung im Ganzen weniger Licht, als in den letztern, weil in jenen die Luft überhaupt
weniger rein(m), und während der Regenzeit,
also
(I) Vergl. Biolog. B. ı. S. 426 ff, (m)“Gleich den ersten Tag nach unserer Abreise von „Teneriffa verlohr der Himmel jenes herrliche Ausehn,
Ä
„vwels
432 a
also in denen Monaten, wo die Vegetation dort vor züglich, oder gar allein vor sich geht,'bey einer schwülen Hitze fast beständig mit schwarzen Wol- ken bedeckt ist, und die Sonne täglıch nur zwölf Stunden über denı Horizont verweilt, in diesen aber zur Zeit des Wachsthums der Pilanizen der Him- mel selten umwölkt, der Tag weit länger und die Wärme gemäfsigter ist, als in den heissen
Glimaten.
Aber die obige Voraussetzung hat auch noch so viele sonstige Gründe auf ihrer Seite, dals sıch ihre Wahrheit nicht bezweifeln läfst, Wir sehen die Pilanze von ihrer Geburt bis zum Tode ilıre Ar- me der Sonne entgegenstrecken ‚ und vom Morgen bis zum Abend niit ihren Blättern und Blüthen dem
Lau-
5
„welches nian nur ın einem gemäfsigten Clima wahr- „zunehmen pllegt. Start dessen war.:er immer mit „einer matten Blässe überzogen, die weder ganz Ne- bel noch Gewölk zu‘ seyn schien, und den Hori-
» „zont so sehr verengte, dals er keine drey Stunden im „sUmkreise hatte” La Prrovse’ns: Entdeckungsreise, B.i. S.ı25, im Mag. von Reisebeschr. B.AVI.“Vom „2sten October an hatten‘ wir(auf. der Farth von Tri- ‚nidad nach Süden) immer schlechtes VVetter, bis wir „endlich die Insel St. Catherine erreichten. Tag für „Tag sahen wir uns in dicke Nebel gebüllt, derglei- „chen man» nicht einmal mitten im Winter auf der „Küste von Bretagne wahrnunmt”"LA PzroVsk eben-
das.$, 156.
Jufe den Gla der Tie der W ben,\ die Da aber si Grade€ scher F Erde ol entweil und El anımalı Zoophy per, die sehr weı und tet und allı ter. den zerschn be das Organii über d und deı
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Laufe dieses Gestirns folgen, hingegen: das Thier den Glanz der Sonne fliehen, und sich vor ihm in der Tiefe der Gewässer, in Höhlen und im Dickicht der Wälder verbergen. Wir beobachten allenthal- ben, wo die Stärke des Lichts geschwächt, oder die Dauer desselben vermindert ist, die Wärme aber sich uiverändert auf einem gewissen mittlern Grade erhält, eine Tendenz zur Bildung animali- scher Formen, Alles, was sich im Schoofse der Erde ohne Mitwirkung des Lichts erzeugt, besteht entweder aus wirklichen Thieren, oder aus Pilzen und Flechten, also aus Mittelkörpern zwischen der animalischen und vegetabilischen Organisation. Zoophyten und Thiere sind fast die einzigen Rör- per, die den Boden der Gewässer beleben. Nur sehr wenige wahre Pflanzen wachsen in Flüssen und itiefern Landseen und fast keine im Meere, und alle diese Gewächse tragen, so lange sie un- ter dem Wasser vegetiren,, an ihren schmalen, zerschnittenen Blättern und an ihrer bleichen Far- be das Gepräge des Minimtm der vegetabilischen Organisation, und verliehren dieses erst, wenn sie über die Fläche des Wassers sich erhoben haben und den ungeschwächten Einfluls der Sonnenstrah-
len genielsen können.
Auch die geographische Vertheilung der Zoo-
phyten beweiset unsern Satz. bey diesen findet
von den Polarkreisen an bis zum Aequator eine stu- Ba. II. Ee fen->
434—
fenweise zunehmende Näherung im Wasser von der vegetabilischen zur animalischen Organisation, hingegen auf dem Lande von der letiztern zur etstern statt, In Norden erzeugen sich auf dem dunkeln Boden des Meers nnd in der mälsi- gen, aber gleichförnigen Wärme desselben man- nichfaltige Arten von Wasserfäden und Tangen, und auf dem Lande, erwärmt durch den Schnee und geschützt durch ihn vor dem Lichte,, Flech- ten, Lebermoose und Laubmoose. Daher in die- sen Gegenden die, grofse Zahl und Mannichfaltig- keit dieser Pflanzenthiere bey einer geringen Men- ge und Verschiedenheit der Thierpflanzen. Aber näher nach der Linie hin, wo im Wasser bey glei- chen Tiefen der Grad der Wärme in einem weit gröfsern Verhältnisse, als der des Lichts zunimmt, organisirt sich das, was im Norden zu Tangen und Conferven wurde, zu Corallen, Gorgonien, Seefe- dern und Actinien. Auf dem Lande hingegen, wo kein Schnee die Pflanzenthiere dem Einflusse der Sonnenstrahlen entzieht, gedeihen Moose und Flechten nur noch im tiefsten Dunkel der Wälder und während der Regenzeit. Die Familie der larrn- kräuter, also, eine Ordnung, die eines höhern Grads der Wärme bedarf, und dabey weniger emplind. lich gegen den Einfluls des Lichts ist, als alle übri- ge Ptlanzenthiere, ist die einzige aus dieser Classe, die in den heissen Climaten einen grolsen Reich- thum an mannichfaluigen Geschlechtern und Arten
auf-
zuizwel ubilischi
Familie
Wir des Lebe faltizsten setzt sind Verhältn ein eigei weiter n um alle den Nat liche: d
den Rörp gen des sation d
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Ver chen Bre den der] chen den dem, so für diese und Pe}; kelben Sei
I“ Östlich
Li ul
Er 435
aufzuweisen hat, Aber diese steht atich der veges tabilischen Bildung näher, als irgend eine andere
Familie der Phytozoen,
$. 5.
Wir haben also zwey formelle Bedingungen des Lebens gefunden, die einäuder in den männichs faltigsten Verhältnissen auf der Erde enlgegenge- setzt sind. Entspricht jedem dieser verschiedenen Verhältnisse bey gleichen materiellen Bedingungen ein eigenes lebendes. Gebilde, was bedarf es denn weiter noch, als blos dieser materiellen Bedingungen, um alle ursprüngliche Mannichfaltigkeit der lebeiis den Natur zu erklären? Wir sagen, ursprüng liche: denn nit dem Entstehen der ersten leben:
den Körper mulsten auch neue formelle Bedingun-
= c
gen des Lebens eintreten, wodurch die Organı: sation der folgenden Generationen abgeändert
wurde
Vergleichen wir Länder, die sich ünter gleia chen Breiten, obgleich noch so verschiedenen Grä: den der Länge befinden, und wo keine locale Ursa- chen den Grad der Wärme und des Lichts abän- dern, so finden wir in der That auch viele Gründe für diese Vermuthung. So liegen z.B. Philadelphia und Peking unter einer gleichen Breite und an den= selben Seiten von Amerika und Asien, nehmlich den östlichen. An beyden Orten sind die Winter
Eea kalt,
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kalt, die Sommer aber sehr warm. In beyden bringen die nehmlichen Winde dieselben Wirkun- gen hervor; in beyden sind die Nordwestwinde kalt und durchdringend, die Südweste warm und trocken, die Nordoste kalt und feucht, die Süd- oste feucht und warm. In beyden Gegenden herr- schen die Südweste im Sommer und die Nordweste im Winter, Diese Aehnlichkeit des Clima bringt auch in beyden ähnliche Pilanzen hervor.‘ Taback, Phytollacca, der Persimon, der Maulbeerbaum und verschiedene andere Gewächse sind einheimisch sowohl um Peking ‚ als um Philadelphia. Gin- seng wird westlich von Peking gesammelt, und diese Pflanze wächst sonst nirgends, als unter
ähnlichen Graden der Breite in Amerika(n).
Aehnliche Resultate liefert eine Vergleichung der nordwestlichen Küste von Europa und Ame-
rıka,
Ein gleiches Clima erzeugt also gleiche Pflan- zen.— Aber wie lälst es sich erklären, dafs die Theestaude und mit ihr manche andere, in China einheimische Gewächse sich nicht auch unter den- selben Graden der Breite im nordöstlichen Ame-
rika finden?
Schon allein dieses Factum beweist, dafs Wär- me und Licht nicht die einzigen formellen Bedin-
gUn»
(n) Transaet, of tie American philos. Society. Vol. ı.
augen sachen vornel Thier‘ zum lands,
e Grade€ Verschi bracht auf Ne seln d Theils und Cor er auch Produkt
wenig.
u 437
gungen des Lebens seyn können. Aehnlicher That- sachen aber giebt es noch eine Menge. Eines der vornehmsten ist die gänzliehe Verschiedenheit der Thiere und Päanzen der südlichen Erdhälfte bis zum 35ten Grade der Breite, vorzüglich Neuhol-
lands, von denen der nördlichen Hemisphäre.
Welche Kraft ist es, die hier bey einem gleichen Grade der Wärme und des Lichts eine so gänzliche Verschiedenheit der lebenden Gestalten hervorge- bracht hat? Istes der Boden? Aber dieser besteht auf Neu-Holland(o) und den übrigen flachen In- seln des zwischen den Wendezirkeln. gelegenen Theils der Südsee(p) aus verwitterten Muscheln und Corallen, und aus denselben Materien besteht er auch auf den Westindischen Inseln(g), deren Produkte doch mit denen der Südsee-Inseln sehr
wenig Aehnlichkeit haben.
(0) M.s. oben S.42.
(p) Forster’s Reise um die Welt. Th.2. S.34.: LA BiırrArvıevre’g Reise nach dem Südmeere, ‚Th, ı. S. 188.
(g) Von den Bahamischen Inseln s. m. Scnörr's Rei- sen durch die vereinigten nordamer. Staaten. Th. 2. S. 417; von Curagao, Voyage d’un Suisse dans. diffe-
a renites Colonies de’Amerique; von den Bergen an der Küste auf St. Christoph, Iserr’s Reise nach, Gui« nea und den Caraibischen Inseln.
Be 3
ser ne Te Te ee ee
438—
Ist es die Mischung der Athmosphäre? Aber die gröfsten Veränderungen, die man in dieser be- obachtet hat, betragen nach vow Humsorpr(r) 0,290 bis 0,236, und nach BERTHOLLET(s) noch weniger an Sauerstoffgas, und dem erstern zufol- ge(t) 0,005 bis 0,015 an kohlensaurem Gas, ein Unterschied, der viel zu gering ist, als dals sich von ihm bedeutende und bleibende Wirkungen auf die lebende ‚Natur erwarten liessen, Zudem be- rechtigt uns weder Theorie, noch Erfahrung zu der Voraussetzung, dafs die Mischung der Athmo- sphäre in der südlichen Erdhälfte anders ist, als in der nördlichen,
Anch bemerken wir da, wo locale Ursachen eine veränderte Mischung der Athmosphäre vermu- then lassen, keinen formellen ‚ sondern blos einen materiellen Einfluls auf die lebende Natur. Wir finden, dafs in solchen Gegenden entweder die Ve- getalion üppig von statten geht, indem die Thiere kein Gedeihen haben, oder dafs umgekehrt die letztern sich dort in ihrem Elemente fühlen, indem die Pflanzen keine Nahrung finden. Jenes ist z, B. der Fall in Sennaar, wo vielleicht der fette Boden dem Luftkreise sehr vielen Sauerstoff entzieht, und
| dage- (r) Von ne Vers. über die chem, Zerlegung
des Lufikreises. 5. 167.
(s) Scuerer’s allg, Journal der Chemie. B. IV. S, 596 FF,
(i) Von Humeoror a.a 0. 9. 104.
aeg, sol. als di liche hat, man Sande Malen dem N fruchtl ten vo naar d doch e mitteln Bruce‘, {m ind diese| an Pf „mich „Auye „genn „preti Dafın Grün und h
in de
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in Aieser he, Tonarpr. LET(8) nach
erstern zul) rem Gas, dı als dals sit \ itkungen ul Zudem h. Erfahrung u ız der Athm
ders ist, alı
cale Ursache sphäre vern lern blos eı Nät U,
tweder die! em die Tum umgekehrt!
uhlen, LA
Jenes ist hl
gmsaßl
dagegen eine ungewöhnlich grofse Menge Kohlen- stolf entbindet. Nichts ist gewisser, sagt Bruck, als dafs nie ein Weibchen je in der Stadt, oder et- liche Meilen in der Runde umher Junge gebracht hat. Dieser nachtheilige Einfluls höret auf, sobald man das Vieh aus der Gegend von Sennaar in eine Sandgegend bringet, Aira, welches drey bis vier Meilen von dieser Stadt liegt, kein Wasser ausser dem Nil in der Nähe hat, und mit weissem un- fruchtbarem Sande umgeben ist, bekömmt allen Ar- ten von Vieh vortrefllich. So ungünstig aber Sen- naar den Thieren ıst, so liefert der dortige Boden doch einen Ueberfluls an vegetabilischen Nahrungs- mitteln für Menschen und Vieh, Man versicherte Bruce’n, dafs er Zo00fältig tragen sollte, welches iım indefs übertrieben zu seyn schien(u). Eben diese Armuth an Tihieren und dieser Reichthum an Pflanzen zeigt sich in Bootan."Ich erinnere „mich,” sagt Turner,“auf meiner ganzen Reise „durch dieses Land kein wildes Thier, Makis ans- „genommen, gefunden zu haben, und von Wild- „prett sahe ich blos bey Chuka einige Phasanen.’* Dafür ist aber Bootan allenthalben mit ewigem Grün bedeckt, und reich an Wäldern der grölsten und höchsten Bäume. Ganz das Gegentheil findet in dem benachbarten Tibet statt, Die Mannichfal- tig-
(u) Bruce*s Reisen zur Entdeckung der Quellen des
Nils, Uebers. von VoLxmann. B.4 9.474
Ee 4
440
tigkeit von Vögeln, Wildprett, Raubthieren und Vieh ist hier ausserordentlich grois. Aber schon gleich beym ersten Anblicke fällt es dem Reisenden als ein Land auf, dafs in Ansehung des Pflanzen- reichs unter die von der Natur. am wenigsten be- günstigten gehört, und keiner Cultur fähig zu seyn scheint. Es zeigt nur niedrige felsige Anhöhen oh- ne irgend eine sichtliche Vegetation, oder ausge- dehnte dürre Ebenen, die den traurigsten und widrigsten Anblick gewähren(v),
Es giebt nur noch ein einziges Agens, das-sich mit Wahrscheinlichkeit für den Grund der erwähn- ten Verschiedenheit zwischen den lebenden Produk- ten beyder Erdhälften annehmen läfst, Wir müs- sen indels, ehe wir uns deutlicher erklären können,
einige physikalische Sätze vorausschicken,
3) Alle oxydationsfähige Körper'stehen in einer Wechselwirkung, die sich durch Abänderun- gen in den physischen und chemischen Qua- litäten derselben, vorzüglich durch Modifica- tionen ihrer chemischen Affinitäten,, Freywer- den von negativer und positiver Elektricität, und Entstehung von Polarität zu erkennen giebt. Am auffallendsten äussert sich diese Wechselwirkung, die wir der Kürze halber
mit
(v) Turner’s Gesandschaftsreise an den Hof des Teshoo Lama. Hamburg. ıg01, S. 96.
— 441
hier und Aber: schon
mit dem Namen der Galvanıschen Aktion
oder des Galvanısmus bezeichnen wollen, m Reisende, z i R senden in der Voltaischen Säule. des Pilanzer.... J T.. 2) Eine Bedingung dieser Wechselwirkung ist veniesten ha ä R E. ae a a RR Ungleichartigkeit der oxydationsfähigen Hör- anle zu sen
Anhöhen oh.
oder ause,
per in Betreff ihrer physischen und chemischen Qualitäten, NT 3) Diese Vene at am grölsten bey_. ai den Metallen, und bey diesen desto grölser, je verschiedener die Metalle in ihren physischen und chemischen Qualitäten sind, daher über-
rens, dass i haupt am grölsten zwischen edlen und unedlen
| der erwähr ten Prod Metallen, nden Froduk Wi 4) Sie wird erhöhet durch Erhöhung und ver- Ir Ms
ren kö mindert durch Verminderung der Temperatur. lären könnz, 5) Alles Flüssige, also Gestaltlose, aber der Ge-
en staltung Fähige, was in die Sphäre dieser 'ehen in ein! Wechselwirkung kömmt, wird durch dieselbe 1 Abänderu- bey seiner Gestaltung modificirt, wie die Den- nischen ir driten ir Metallanflösungen, welche dem rch Modi Einflusse der Voltaischen Säule ausgesetzt sind, n, Freymi beweisen.
Elektra, 6) Alle lebende Körper besitzen einen hohen zu erkennt Grad von Empfänglichkeit für die Einwirkung rt sich diese des, bey jener Wechselwirkung thätigen Agens. Kürze halbe Von dem thierischen Körper bedarf dieser Satz
piit keines Beweises. Dals er auch von den Vege- tabilien und Zoophyten gilt, habe ich in
14, Tesli0o i Hof de I Eez5 Prarr’s
nn EEE EEE a
Prarr’s und Scurer’s Nordischem Archiv für Natur- und Arzneywissenschaft. B.ı. St. a, S. 240 und GirserT’s Annalen der Physik. B.VU.$S.28ı durch zahlreiche Versuche er- wiesen, denen ich noch den folgenden bey-
füge.
Im August 1801 setzte ich eine ohngefähr g Zoll hohe Pflanze des Lamium album, die in ei- nem Topfe zufällig aufgewachsen war und noch nicht geblühet hatie, dem Eintlusse einer Voltai- schen Säule von 50 Paaren Rupfer- und Zinkplat- ten auf die Art aus, dafs der Zinkpol mit dem untern und der Kupferpol mit dem mittlern Thei- le des Stammes durch Stanniolstreifen in Verbin- dung stand. Die Scheiben von Leinewand, wo- durch die Plattenpaare getrennt waren, hatten in einer Salmiakauflösung gelegen, und wurden um den dritten Tag von neuem angefeuchtet, Die Wirkungen der Säule auf das Gefühl waren von geringer Stärke.- Die Pflanze blieb in der Kette neun Tage hindurch, Während der ersten drey Tage zeigten sich keine Veränderungen. Am vier- ten Tage aber bekamen die Spitzen der ältern Blätter durikelschwarze Flecken. Diese breiteten sich in der Folge immer weiter aus, nahmen zu- letzt das ganze Blatt ein, und zogen das Abfal- len desselben: nach sich. Eben ‚diese Veränderung zeigte sich auch an den Zweigen und am Stam-
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——! 443
me, besonders an dem Theile des letztern, wel- cher zwischen den beyden Stanniolstreifen enthal- ten war,
Nach den obigen Voraussetzungen würde es keinen Zweifel leiden, dals eine ähnliche Wech- selwirkung, wie in der Voltaischen Säule vor- geht, auch zwischen den Himmelskörpern- und namentlich zwischen der Erde, dem Mönde und der Sonne statt fände, wenn sich darihun liesse, ı) dals diese Körper zu den oxydationsfähigen gehören, 2) dafs sie in ihren physischen und chemischen Qualitäten verschieden sind, und 3) dafs die erwähnte Wechselwirkung nicht blos auf die unmittelbare Berührung der Körper einge-
schränkt ist, sondern schon in der Ferne entsteht,
Was den ersten dieser Sätze betrifft, so be- darf derselbe von der Erde keines Beweises. Dafs er aber auch von dem Monde gilt, erhellet aus den Vulcanen desselben, die ohne Feuer, und also auch ohne Oxydationen und Desoxydationen gar nicht vorhanden seyn könnten, Die Sonne ist vermöge ihres Lichtes ein sehr wirksames Agens bey der Galvanischen Wechselwirkung. Legt man zwey verschiedene, an dem einen Ende mit ein- ander verbundene Metallstangen, z. B, Zink und Silber, mit ihren freyen Enden in einen Aufgufs von vegetabilischen Substanzen, so erzeugen sich an diesen auf der Oberfläche des Wassers strah«
len:
A ee ee En. cn nn nn nn
—n ee
444—
lenförmige Figuren, und zwar die gröfsten und
meisten Strahlen an demjenigen Metalle,' welches dem Sauerstoff am nächsten verwandt ist, kleinere und weniger zahlreiche, oder auch gar keine an dem andern. DBeyde Metalle haben die längsten und meisten Strahlen auf der dem andern zuge- kehrten Seite, doch nur wenn das Licht keinen Einflufs auf sie hat, Wirkt aber dieses auf sie ein, so ziehen sich die Strahlen eben so nach demselben hin, wie von dem Zink nach dem Silber, und von dem letztern nach dem erstern; und wenn in einer Hette von zwey Metallen das eine derselben nach der dunkeln Seite des Zimmers hin gekehrt ist, so drehen sich diejenigen Strahlen, welche auf dieser Seite entstehen, in einer krummen Linie nach dem Lichte hin, da sie sonst immer gerade Linien bil-
den'(w).
Von dieser Seite ist also eine Galvanische Ak- tion zwischen der Erde, dem Monde und der Son- ne gewils möglich. Ob nun zweytens auch in den physischen und chemischen Qualitäten dieser Him- melskörper die zu einer solchen Wechselwirkung erforderliche Verschiedenheit statt findet? Diese Frage wird sich beantworten lassen, wenn man er- wägt, dafs jene Qualitäten mit der Dichtigkeit in enger Verbindung stehen, und dals diese bey den erwähnten Körpern sehr verschieden ist. Setzt man
die
(w) Gırsert's Annalen der Physik. B. VII, S.281£.
cihscl dals| bran (=6 sehu, oder tät de und( pern zu b spec Rın
|
445
TON nnd die Dichtigkeit der Erde= ı, so ist die des Mon-
u waleı,. I. &, welches des=:0,74, und die der Sonne—0525°(x)."Die
Dichtigkeit der Erde verhält sich aber nach CAven-
pDısn’s Versuchen zur Dichtigkeit des Wassers, wie
die längsten 5,48 zu ı(y). Wird also die Dichtigkeit des Was- indern zug sers zur Einheit angenommen, so ist die des Mon- Licht keinen des— 4,05 und die der Sonne= 1,37. Vergleicht es Auf sie ein man hiermit MuscHEngrornr’s Tafeln über das spe- ch demselten cifische Gewicht der Körper(z), so ergiebt sich,» ‚ ber, und vn dafs die Dichtigkeit der Erde zwischen der des ge- wenn im einr brannten Kupfers(= 5,45) und der der Goldglätte erselben nach(= 6,00) in der Mitte steht, der Mond sich in An- ekehrt ist, u sehung seiner Dichtigkeit dem Spielsglanze(= 4,00 he auf dies oder 4,70) nähert, und die Sonne in dieser Quali- nie nach der tät der Salpetersäure(= 1,31) unter den flüssigen, 6 Tinen I und dem Salmiak(= 1,45) unter den festen Kör-. pern am nächsten kömmt. Hierbey ist nun zwar zu bemerken, dafs in Cavenvısu’s Versuchen das Iranische Ah specifische Gewicht des destillirten Wassers nach und der Son Kırwan’s Abwägung, wonach ı Rubikzoll= 25,35 uch in da Gran ist, hingegen in MuscHengroerr’s Tafeln das dieser Hi specilische Gewicht des Regenwassers zur Einheit chselwirkuns angenommen ist. Inzwischen geht doch so viel nder? Die» aus diesen Untersuchungen hervor, dals die Dich» N. tigkeiten der Erde, des Mondes und der Sonne de- Dichtigkeit in nen dreyer Körper ohngefähr gleich sind, woraus\ Jiese er den sich,
(x) LA Lane Astron. T.II. p. 120.
(y) Gırsernt’s Annalen. B. VI.$, 396.
mal t, Setzt
die
%
(2) Inırod. ad Philos. nat,
446 man
sich eine sehr wirksame Galvanische Kette con.
/
struiren läfst,
Es ıst also drittens noch auszumächen, ob eine
Galvanische Aktion auch zwischen Körpern mög-
lich ist, die nicht in unmittelbarer Berührung mit
einander stehen. Aber was könnte uns hindern, jene Wirkung in die Ferne, die jeder Körper, und also auch jedes Metall, vermöge seiner attraktiven oder repulsiven Grundkraft äussern muls, beym Galvanismus für unwirksam zu halten? Zwar glaubt von Humsoı.or(a) auf diese Unwirksam- keit aus seinen Versuchen schliessen zu müssen. *Deberaus merk vürdig und charakteristisch ‚” sagt er,“für die Natur der belebten Nerv- und Mus- „‚kelfaser ist es, dafs alle Wirkungen aus der Ent- „fernung beym Galvanischen Versuche nur unter „den thierischen Organen selbst, und nie, nie un- „ter zwey Metallen oder andern unbelebten Ket- „tengliedern eintreten.” Allein die Versuche, wor- auf sich von HumsoLpr wegen dieser Behauptung beruft, zeigen blos, dafs jeder Zwischenraum zwi- schen den unbelebten Rettengliedern die Entste- hung sichtbarer Bewegungen der Muskelfasern ver- hindert, nicht aber, dafs in unterbrochenen Ret- ten gar keine Aktion statt findet, Die letztere kann
zu schwach seyn, um wirkliche Zusammenziehun- gen
(2) Vers. über die gereizte Muskel- und Nervenfaser. Th.ı.$. 231. 247. Th. 2. 5.447:
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chenen het
nn— 447-
gen hervörzubringen, aber hinreichend, um bey fortdauernder Einwirkung anf thierische Organe deren Empfänglichkeit für Reitze zu verändern. Ich habe indels im April 1799 eine Beobachtung gemacht, wodurch es wahrscheinlich wird, dafs bey einem hohen Grade. dieser Empfänglichkeit auch eine zur Erregung von Muskelbewegungen hinreichende Wirkung aus der Ferne zwischen den metallischen Armaturen statt finden kann. Ich brachte m dem einen Hinterschenkel eines sehr reitzbaren Frosches, dessen Extremitäten fast noch zchn Minuten nach der Trennung vom Körper sich von selber zu bewegen fortfuhren, heftige Contraktionen hervor, indem ich den ischiadi- schen Nerven blos an einem einzigen Punkte mit einer Silberstange beruhrte. Diese Zuckungen würden noch, ungleich heftiger, als ich in dem Zeitpunkte, wo das Silber den Nerven berührte, zugleich eine Ziukstange, die mit dem Silber in gar keiner leitenden Verbindung stand, mit den Schenkelmuskeln in Berührung brachte. So be- merkte auch Rosınson(b) schon, Blitze vor den Augen, ehe noch die Zink- und Silberdräthe, wo- mit er die innern Flächen der Wangen armirt hat-
te, mit einander in Berührung kamen. Aus-
(b) Experim. and observat. relative to the Influence la- tely discovered by Mr. Galvani etc, by R. Fowısn, p- 18%
448—
Ausser diesen Gründen sprechen endlich noch alle meteorologische Veränderungen für einen cos- mischen Galvanismus. Wo ist ein Princip, aus- ser diesem, das alle, zur Erklärung jener Phäno- mene erforderliche Eigenschaften in sich vereinigte? Weder die Anziehung der Himmelskörper, noch das Sonnenlicht kann dieses Princip seyn. Es ist eine von MuscHENngBrRoEn(c) zu Leiden, Kosen- ruaL(d) zu Nordhausen, PrLaner(e) in Erfurt, Toauoo(f) in Venedig, Duc-LACHAPELLE(g) zu Montauban in Frankreich, Barrour und Farga- noor(h) in Bengalen, Don ALzATE Y Ranınez(1)
in Mexico, Gopın(k) in Peru, von HumsoLpT()
‘in Cumana, Cassan(m) zu St. Lucie unter 149.
N.Br,
(e) Introd. ad Phil. nat.$. 2070.
(d) Versuch, wie meteorolog. Beobacht. zur schickli- chen Zeit zu machen u.$. w. S.14, in den Act. Acad» Moguntin. ad annos 1790 et 1781.
(e) Beobacht, der Witterung u. s. w. in Erfurt vom J. 1781. 8.8 in den Act. Ac. Mogunt. ad. ann. 1780 et 1781. Ejusd. observ. oscillat. mercurik in: Tubo Torı- celliano. Erford. 1783. p- 40.
(f) Saggio meteorologico. Padova. 1781.
(g) Gıizert's Annalen der Physik. B. II. 5.361.
(I) Asiatic Researches. Vol.IV.
(i) Traitd de Meteorologie par M. Corte. p.550.
(k) Bovcven figure de la Terre. p. 49:
(l) Gizzerr’s Annalen. B. VI.$.188.
(m) Gren’s Journal der Physik. B.III. 5.109
N und 1° Druck abnim um N änder wähnt es am Plth; Beobac gens dl [se Ar letzter: erwärn klärung nicht, ı vereinig wenn Conjur Veränd terstan der atl Lina nach ı diese l
Ursach
(n) 6: (0) Mk Kur
endlich noch N Einen pe Prindp, au r jener Phän.
ch vereinigte?
— 449
N. Br. und De Lamanon(n) zwischen 119 2’N.Br, und ı° 17° S. Br. gemachte Beobachtung, dafs der Druck der Luft des Morgens steigt, um Mittag abnimmt, des Abends von neuem wächst, und um Mitternacht wieder fällt. Liesse sich eine Ver- änderung der Athmosphäre aus den zuletzt er- wähnten Kräften befriedigend erklären, so wurde es am ersten diese athmosphärische Ebbe und Fluth seyn, deren Perioden sogar, nach Cassan’s Beobachtungen, mit denen des Fallens und Stei- gens des Meers harmoniren. Aber weder die blo- fse Anziehung der Himmelskörper, worin die letztere Erscheinung ihren Grund hat, noch die erwärmende Kraft der Sonnenstrahlen ist zur Er- klärung des erstern Phänomens hinreichend: jene nicht, weil nach La Prace’s Berechnung(0) die vereinigte Wirkung der Sonne und des Mondes, wenn sie in ihrer mittern Entfernung und in Conjunction oder in Opposition sind, nur eine Veränderung von 0,25 Pariser Linien im Barome- terstande bewirken kann, da dieselbe doch bey der athımosphärischen Ebbe und Fluth nach De Lamanon im Mittel ı,2 Englische Linien, und nach von HumsoLpr ı,7 Pariser Linien beträgt; diese nicht, weil ihre Wirkungen durch zu viele Ursachen abgeändert werden, als dals, dieselben
einen
(n) Gırzerr’s Annalen. B. VI. S. 195. (0) Mechanique celeste.
Ba. II. F£
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450—____-
einen regelmäfsigen Gang beobachten könnten, Hierzu kömmt noch, dals mit jenem, periodischen Steigen und Fallen des Barometers auch eine Ebbe und Fluth der athmosphärischen Elektricität, also
eine Beschaffenheit des Lufikreises verbunden
ist, die sich schwerlich aus den beyden letztern
Ursachen erklären lälst. Gleich jener steigt diese, nach Saussure’s Beobachtungen, bey heiterm und stillem Wetter des Morgens, und erreicht ihr Ma- ximum einige Stunden nach Sonnenaufgange, fällt hierauf wieder, wächst aber von neuem des Abends, und ist am stärksten einige Stunden nach Sonnenuntergange, fällt dann von neuem, bis sie gegen Morgen zu ihrem Maximum zurückkehrt(p). In dem Galvanismus aber finden sich alle zum Grundprincip der meteorologischen Veränderungen erforderliche Eigenschaften, Die Wirkungen eines solchen Princips müssen Oxydationen und Desoxy-
dationen ohne vorhergegangene Erhöhung der
Temperatur,. Verwandlung von Luft in Wasser
und von Wasser in Luft, Veränderung der Mi- schung des Luftkreises, Vermehrung oder Vermin- derung der Elasticität desselben, Bindung oder Ent-
bindung von Wärme, und Erregung von Elektrici-
tät seyn, und eben diese Wälkungen sind die des
Galvanismus.,
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N
(p) Lientenzero’s Mag. f. d. Neueste aus der Physik. Br 7788 2.
en Kinnten, Petipdishen ch eine Ehhe trichtät, ala 3 verbunden yden letzten T steigt die, ] heiterm un reicht ihr Ah ufgange, il 1 neuem 4 : Stunden nu jeuem, ti ırückkehrt ich alle m Veränderum irkungen ei n und Des Erhöhung# ft in Var erung der 7 oder Vemt dung oder Ei ' von Elektrit
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Hat aber dies seine Richtigkeit, so ist es anch wahrscheinlich, dals jener cosmische Galvanismus anders seyn wird in der südlichen Hemisphäre und anders in der nördlichen ‚ wenn der Bau der ersiern von der Struktur der letztern verschieden ist. Die- se Verschiedenheit nun fällt in die Augen, Die Oberfläche der: nördlichen Erdhälfte besteht gröfs- tentheils aus festem Lande, die der südlichen aus Meerwasser. Zugleich zeigt sich in der wärmern Zone der südlichen Hemisphäre ein weit gröfserer Reichthum an edlen Metallen, als.in allen übrigen Erdstrichen. Gold und Silber finden sich nirgends in der Menge, als in den heissen ‚Gegenden des Südens von Amerika, Asien und Afrika. Hinge- gen in der nördlichen Erdhälfte sind Eisen und
Kupfer die häyligern Metalle.
Sollte nun eine Kraft, die sich im Kleinen auf den lebenden Körper so wirksam zeigt, nicht auch auf die ganze lebende Natur den mächtigsten Ein« flufs haben? Und sollte die verschiedene Modifi- kation dieses Agens in den beyden Erdhälften nicht die Ursache der Verschiedenheit seyn, die in den lebenden Produkten beyder Hemisphären statt
findet?
Diese Hypothese würde noch mehr gewinnen, wenn sie uns auch die Frage beantwortete: War- um diese Verschiedenheit varzüglich zwischen den Thieren und Pflanzen der wärmern Zonen beyder
Fis Krd-
452—
Erdhälften,, weniger aber zwischen denen der käl- tern Climate des Südens und Nordens vorhanden ist? Lafst uns sehen, ob sich diese Thatsache aus unserer Hypothese erklären lälst!
Da eine Bedingung der Galvanischen Aktion ein gewisser Grad von Wärme ist, so muls dieje: nige Wechselwirkung, welche zwischen der Erde und den Him:melskörpern vorgeht, auf jener ab- nehmen mit zunehmender Entfernung vom Aequa- tor. Sie kann daher in den Polarländern keinen so grolsen Einflufs auf die lebenden Körper haben, und bey'einem gleichen Grade des Lichts und der Wärme muls also in diesen Gegenden eine gröfsere Aehnlichkeit der Thiere und Pflanzen statt finden, als in den wärmern Zonen. Hierzu kömmt noch, dals die Verschiedenheit, welche in der Vertheilung der Metalle auf beyden Erdhälften statt findet, sich‘ aller Wahrscheinlichkeit nach nicht bis zur kältern Zone des Südens erstreckt. Im Magellans- lande, Feuerlande und in Neuseeland ist noch kei- ne Spuhr von edlen Metallen entdeckt, wohl aber fanden Banks und SoLAanDer in der Mercurius-Bay auf Neuseeland eine grolse Menge Eisensand, der von den Bächen aus dem Lande herabgeschv emmt war, und einen sichern Beweis giebt, dals hier
Kisenerze vorhanden seyn müssen(q).
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{g) Hawresworu’s Gesch. der Seereisen. B. 9.$. 344-
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Aus den bisherigen” Voraussetzungen ist nun die ursprüngliche Verschiedenheit in den le- benden Produkten der Erde® Mit dem Ent- stehen dieser Produkte aber wurden neue Kräfte geweckt, welche auf die Bildung der folgenden Generationen Einfluls hatten. Zu diesen gehört vorzüglich die dynamische Einwirkung, welche jeder lebende Organismus auf die übrige Natur äussert.
Es würde inconsequent seyn, alle übrige Rör- per, welche die im vorigen() angezeigten Eigen. schaften haben, für vermögend,. den lebenden Or- ganismus aber für unfähig zu einer solchen dyna- mischen Einwirkung zu halten, Wir haben um desto mehr Grund, bey ihm ebenfalls dieses Ver- mögen anzunehmen, da seine Organe nicht min- der tauglich zur Construktion Galvanischer Ret- ten tınd Voltaischer Säulen, als alle andere oxy- dable Körper sind. Auch treffen wir eine Menge Erscheinungen an, die nur in einer solchen Ein-
wirkung lebender Körper auf andere einen be-
'friedigenden Grund finden, Wer erklärt ohne
sie die Phänomene von Geselligkeit und Ungesel- ligkeit, Sympathie und Antipathie, deren es bey den Pflanzen wie bey den T'hieren giebt? Wer sagt uns, ohne Hülfe jener Voraussetzung, war- um z. B. Erica vulgaris, Polygonum, aviculare,
Ff3 Poa
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454—
Poa anna und Fucus vesiculosns immer in gro- fsen Haufen, hingegen Gentianä ciliata, Daphne mezereum, Colchicum autumnale und Fucus sac- charinus nie anders, als einzeln, leben(r); war- um Agrostemma Githago, Ervum hirsutum, Ra- nunculus arvensis, Lithospermum arvense und viele ‚andere Pflanzen nur zwischen dem ‚Korn gedeihen; warım der Hafer von Serratula arven- sis, der Lein von Euphorbia peplus und Scabiosa arvensis, der Weitzen von Erigeron acre, und der Buchweitzen von Spergula arvensis leidet(s); warum, einem allgemeinen Glauben der Landleute zufolge, die Nachbarschaft der Berberis vulgaris Mifswachs des Getreides hervorbringt; warum alle Arten von Eichen dem Aufkommen des Grases und anderer Pflanzen um sich her hinderlich sind(t); warum die Dattelpalme und der Cocosnuflsbaum nie in einerley Boden wachsen, und auf der ganzen Insel Sumatra sich keine Dattelpalmen finden, obgleich der Gocosnulsbaum und'andere Palmenarten daselbst in Menge angetroffen wer- den(u)?
Zwar
* (r) Vom Humsoror’s Aphorismen aus der chem, Phy- 1
= siol ms. wi 417: (s) Ebendas. S$. 116. (t) Scnörr’s Reise Th.2. S. 297.
(u) MAnspen’s Beschreibung von Sumatra. 5. 105
men Fall Auc lich äuss noch ren, Feld dara der ränr klär gen sich, Näh Zeit
von
(r) 27
IMEr In pro» aa, Darkne d Fucus gar. en(T); war rsutum, Ra arvense und ı dem Kun rratula arsen, und Scabin m acre, ul sis leidet|) der Landkıh beris vulzaı 's warum as os Grases ınl rlich sind()) ocosnulsbau und auf de Dattelpalm n und ander
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— 455
Zwar hat Brucmanns(v) diese Erscheinungen aus einer andern Ursache herzuleiten versucht. Seiner Voraussetzung nach leeren die Pflanzen aus den äussersten Enden ihrer Wurzeln Säfte aus, welche den benachbarten Gewächsen und ihnen selbst theils schädlich, theils nützlich sind. Allein wäre diese Erklärung allgemein gültig, so könnte die Antipathie zweyer Pflanzen nur da statt finden, wo ihre Wurzeln mit einander in Berührung kö- men, und könnte nicht, wie doch wirklich der Fall ist, sich auf weitere Entfernungen erstrecken. Auch niülste bey. jener Voraussetzung der schäd- liche Einflufs, den manche Pflanzen auf andere äussern, dem Boden mitgetheilt werden, und also noch fortdauern, wenn jene schon ausgerottet wä- ren, welches: doch keinesweges der Fall ist. Ein Feld trägt keine andere Pflanzen, so lange Hanf darauf wächst; es bedeckt sich aber gleich wie. der mit andern Kräutern, sovald dieser wegge- räumt ist. Endlich wird die Brucmannsche Er- Klärung von keinen Beweisen unterstützt; hinge- gen hat die unsrige eine wichtige Analogie für sich. Man setze ein Gefäls mit Quecksilber in die Nähe einer Pflanze, und diese wird in kurzer Zeit gänzlich absterben, selbst wenn das Metall von ihr einen halben Fuls und noch weiter ent-
fernt
(v) Diss, de lolio eiusdemque varia specie, noxa et us
2789:
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456 mn
fernt ist(w). Hier ist ein Phänomen, das mit jener Antipathie der Pflanzen völlig übereinkömmt, und sich aus keiner andern Ursache, als aus ei. ner dynamischen Einwirkung des Quecksilbers auf den. vegetabilischen Organismus begreiflich machen lälst(x),
|$ 6
Dies sind die allgemeinern unter den formel- len Bedingungen des Lebens._ Die materiellen Be- dingungen desselben lassen sich, gleich jenen, in ursprüngliche und secundäre unterscheiden,
Die Pilanzen und Thiere nehmlich geben der Er-
de, dem Wasser und der Luft nicht blos Zurück,|
was sie von diesen empfangen haben, sondern bilden neue Mischungen, und beleben den Schools, der sie erzeugte, gebahr und ernährte, mit neuen Kräften bey ihrer Verwesung.‘ So wurden mit dem Entstehen der Urformen des Thier- und Pflan- zenreichs nicht nur die ursprünglichen formellen, sondern auch die primären materiellen Bedingun- gen des Lebens abgeändert. Hier müssen wir es aber dahin gestellt seyn lassen, welche dieser ma- teriellen Bedingungen zu den ursprünglichen, und welche zu den secundären gehören, und uns be- gnüs
(w) Scherer’s Journal der Chemie. B.ı.$. 667 ff. Prarr’s und Scnerr’s Nordisches Archiv. B. ı. St. 2.
5. 268 E. (x) PrAre's u, Scheer’s Archiv. B. ı. St.2. 5.285 ff.
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My dis mit bereinkfnn, ‚als aus el, Queckülben 18 besreilic
r den fol nateriellen} :ich jenen, unterscheide, geben der los zurik, en, sonden 1 den Scholl je, mit nein wurden nl er- und Pit ‚en formel en Bedingu yüssen wir 4 he dieser m jglichen, und und uns Dt gnik
or birf
My B. Jı Sud
gnügen, den Grad ihrer Wichtigkeit für die le-
bende Natur zu schätzen, und ihre Wirkungsart zu entdecken.
In Beziehung auf den erstern Punkt bemer- ken wir, dafs Wasser und athmosphäri- sche Luft die wichtigsten und allge. meinsten. unter den materiellen Bedin- gungen des Lebens sind, dals aber die Nothwendigkeit des erstern desto mehr abnimmt, und die der letztern desto mehr steigt, je mehr Mannichfaltigkeit in der Organisation eines lebenden Kör- pers herrscht.
Die Wichtigkeit des Wassers als materieller Bedingung der lebenden Welt erhellet schon aus mehrern, im Vorhergehenden angeführten That- sachen. Im Allgemeinen besitzt von zwey gleich warmen Ländern das wasserreichere auch die mei- sten Individuen von lebenden Körpern. Welches Land hat einen gröfsern Ueberfluls an Wasser, als das mittlere Amerika, wo der Maragnon, der Oro- noko, der Plata, der Mississippi und der Lorenz« flufs in Canälen, die schon lange vorher, ehe sie sich mit dem Meere vermischen, mehr Armen der See, als Ströhmen sülsen Wassers gleichen, dem Ocean zueilen, ihr Bett, das noch von keinen Dämmen beschränkt ist, unaufhörlich verändern, und bey jedem Anwachse die umliegenden Ebenen
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48———
überschwemmen® Aber wo ist auch die Vegeta- tion tippiger, wo wimmelt der Boden von einer solchen Menge Würmer, Insekten, Schlangen, Frösche und Eidechsen, als an den Ufern dieser Flüsse? Hingegen welche Gegenden sind ärmer an Wasser, als die Lybische Wüste? Und wo fehlt es der Natur so Sehr an Kraft, um die Indi- vidren ihrer lebenden Produkte zu vervielfältigen,
als in dieser Einöde?
Wir müssen indels bey dieser Vergleichung die Menge der Individuen von der der Arten und Ge- schlechter wohl unterscheiden, Nur die erstere
hängt von den materiellen, die letztere aber auch
von den formellen. Bedingungen des Lebens ab.
Jene kann sehr beträchtlich seyn, indem diese nur gering ist, und umgekehrt. So enthält die südli- che Spitze von Afrika nicht viele Individuen von Pflanzen. Wie grofs aber die Zahl der Gattungen und Geschlechter hier ist, weils man aus dem vo-
rigen Abschnitte.
Aber nicht alle Classen und Familien der leben- den Körper bedürfen des Wassers in gleichem Grade, Die feuchten Gegenden des heissen Ame- rika, die so voll von Thieren der niedern Classen sind, enthalten weit weniger einzelne Säugthiere, als diejenigen Theile von Afrika und Asien, die mit ihnen unter gleichen Graden der Breite liegen.
Hingegen giebt es nirgends so viele Individuen von
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—— 459
von Säugthieren, als in dem dürren Afrika. Es folgt also, dafs die Säugthiere weniger, als die niedern Thierclassen des Wassers bedürfen. Die physische Verbreitung der lebenden Organismen lehrt aber auch, dafs überhaupt dieses Bedürfnils mit, abnehmender Mannichfaltigkeit der Organe zunimmt, Keine unter allen lebenden Körpern sind mehr an feuchte Standörter gebunden, als die einfachsten unter allen, die Zoophyten. Und auch unter diesen steigt jenes Bedürfnils mit der. Ein- fachheit ihrer Organisation. Von den Pflanzen- thieren sind die Farrnkräuter am wenigsten, mehr die Moose, am meisten die Schwämme und Tan- ge abhängig ivom Wasser. Die Classe der Thier- pflanzen enthält lauter Bewohner dieses Elements, Gehen wir von den Phytozoen zu den Pflanzen tiber, so treffen wir auf der Gränze beyder Reiche eine ganze Familie an, die blos in Seen und Mo- yästen lebt, nehmlich die der Najaden. Ihnen£ol- gen in Ansehung der Mannichfaltigkeit der Organe die Monocotyledonen, und diese können auch schon mehr der Feuchtigkeit entbehren, als die Najaden, aber doch weniger als diejenigen, die auf der höchsten Stufe der vegetabilischen Organisation stehen, als die Dicotyledonen. Eben diese Grada- tion zeigt sich, wenn wir uns von den Thierpfian- zen zu den Thieren wenden, Unter den Wür- mern halten sich die meisten entweder im Wasser, oder in den thierischen Säften auf. Ein kleinerer
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460——
Theil bewohnt das Inzere der Erde, also doch auch ein fenchtes Medium. Weniger abhängig vom Wasser sind die Insekten. Aber: von den Mollus- ken und Crustaceen zu den Fischen, von diesen zu den Amphibien, und von den letztern zu den Vögeln und Säugthieren mindert sich diese Abhän- gigkeit in einer Stufenfolge, die nur bey einzelnen
Arten unterbrochen ist,
Bey keiner Art von lebenden Körpern geht aber die Unabhäugigkeit vom Wasser bis zur völ- Jigen Entbehrlichkeit desselben. Wenn die Agave, Aloe, Cacalie, der Cactus, und ein gewisser Baum auf der Insel Bourbon(Bois de Nattes) in den trockensten Felsenritzen leben, ohne oft mehrere Monate hindurch von einem Tropfen Regen be- feuchtet zu werden, wenn das Epidendrum flos aeris, eine in Indien jenseits des Ganges einhei- mische Schmarotzerpflanze, in Zimmer an der Decke aufgehangen, vegetirt und viele Jahre hin- durch blüht, so sind diese Ausnahmen von dem Gesetze der Nothwendigkeit des Wassers, als ma- terieller Bedingung alles Lebens, nur scheinbar, und es ist zu weit gegangen, mit InGEenHouss(y) hieraus auf die völlige Entbehrlichkeit des Was- sers zur Erhaltung jener Pflanzen zu schliessen.
“Der Nachtthau,” sagt dieser Schriftsteller,“kann „50l-
(y) Ueber Ernährung der Pflanzen und Fruchtbarkeit des Bodens, Uebers. von Fischer. 5.49 fl.
„glihe ‚rang „auch Schlul bemer aus de der da keit al mehr( der Arlı „gewil „diese „dürfe „dieser „Töpfer „Theile nicht ha herstehe erde er: kehr m Hunger
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Alt doch Dhängip vom den Mollu. ‚von diesen ztern zu den diese Abkin,
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Körpern pt r bis zur sl an die Ag ewisser Baur attes) in e oft mehr en Regen idendrun I Ganges et immer au it iele Jahre Ir men von di sgers, Abt nur scheint
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keit des II zu schliesst" steller,"hu „sch
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mn 3 461
„solchen Gewächsen nicht die hinlängliche Nah- „rung verschaffen, da alle übrige Pilanzen sonst „auch damit erhalten werden mülsten.” Dieser Schluls aber ist, wie schon von Hunmtorpr(z) bemerkt hat, unrichtig. Nur so viel läfst sich aus den angeführten Erfahrungen folgern, entwe- der dals die erstern Gewächse weniger Feuchtig- keit als die letztern bedürfen, oder dafs jene mehr Organe haben, um das nöthige Wasser aus der Athmosphäre schöpfen zu können.“Um aber „gewils zu seyn,” fährt Incknmouss fort,*dals „diese Gewächse nicht vom Thau genähret werden, „dürfen wir nur bedenken, dafs einige Pflanzen „dieser Gattung in Gewächshäusern entweder in „Jöpfen leben, oder so, dals man sie am obern „Theile aufhängt.” Aber auch dieser Grund ist nicht haltbar. Die wälsrige Ausdünstung der um- herstehenden Pflanzen und: die dampfende Garten- erde ersetzen in Treibhäusern das mangelnde Ver- kehr mit der Wolkenregion, wie auch schon vow HumsoLpr erinnert hat.
Entscheidende Beweise für die Nothwendig- keit des Wassers, als materieller Bedingung des vegetabilischen Lebens, sind folgende:
3) Mauerpfeffer(Sedum acre) und Hauslauch
(Sempervivum tectorum), zwey Pflanzenarten,
die
(2) In seinen Zusätzen zu der angeführten Schrift von Inganuouss, 5.17 ff,
462 sum
die mit den Agaven und ähnlichen fleischigen hi Gewächsen der Tropenländer in ihrer Lebens- hi) weise übereinkommen, in gereinigte Riesel- N erde unter Glasglocken gepflanzt, sterben sehr Hz bald ab,‘wenn man der Luft dieser Glok- Yaite ken durch ätzende Halkerde alle Feuchtigkeit gm entzieht; hingegen vegetiren sie fort, wenn ei ihre Wurzeln während dieses Versuchs mit Ihe Wasser benetzt werden(a). a 0) Drey Pflanzen von Sedum acre, die 695 Gran mit 3 wogen, ins Fenster gestellt, waren nach ı9 sie sl Tagen um 273 Gran, und eine Sprosse von Sempervivum tectorum, deren Gewicht 251 a Gran betrug, und welche ebenfalls am Fenster E stand, nach fünf Wochen um 116 Gran leich- fung: ter geworden, obgleich die erstern während athmos dieser Zeit Wurzelfasern getrieben hatten(b). letzter denen | Aus diesen Versuchen erhellet, dals die er- 2 Verhi IM wähnten Saftpflanzen zwar weniger Wasser zu ılıs des rer Erhaltung als alle andere Pflanzen"bedürfen, Se und dals hierzu die:blolse Feuchtigkeit der Ath- a mosphäre hinlänglich ist, dafs aber dieses Wasser Was zur Vergrölserung ihres Volumens nicht zureicht, Ki und gänzliche Entziehung desselben eben so wohl ii bey Phyter (a) Vow HUMBOLDT Aa... 0.:.8:,98% (b) Goven in Scuensn’s Journal der Chemie. B.3. 3 lol
525 ff. Wa
Ri Ikichigen Ihrer Leheng« inigte Kit. » Sterben sehr dieser Glk & Feuchtigiet ie fort, wen
Versuchs nl
, die O9; Gr waren nach 1) je Sprosse 1 1 Gewicht alls am Fest 116 Gran kit stern will
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nicht zurelil, IN]
eben so WO if
Jhemie. B5;
I 463
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bey ihnen, als bey allen andern Gewächsen, den Tod nach sich zieht.
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Nicht ganz unwahrscheinlich ist übrigens vom HumsoLnr’s Vermuthung CE), dals zu gewissen Zeiten, wo auch der Nachtihau fehlt, den tleischi- gen Blättern der Aloe, des Mesembryanthemum oder Sedum der Nahrungssaft, der in die Höhlen ihres Zellgewebes deponirt ist, zur Erhaltung die- ne, BeymSedum acre enthalten nach GoucH(d) die mit Saft angefullten Kapseln den Vorrath, womit
sie sich in trocknen Jahreszeiten erhalten.
6. 6.
Eine eben so nothwendige materielle Bedin- gung alles Lebens, als das Wasser, ist auch die athmosphärische Luft. Aber‘das Bedürfnils dieses letztern Elements steigt und fällt bey den verschie-
denen ÜClassen von lebenden Körpern in einem
Verhältnisse, welches dem, worin das Bedürfnifs des Wassers bey ihnen zu- und abnimmt, gerade entgegengesetzt ist, Die höhern Classen von Thie- ren und Pflanzen, die am unabhängigsten"vom Wasser sind, können am wenigsten der athmosphä- rischen Luft entbehren. Umgekehrt aber verhält es sich bey den niedern Olassen und bey den Zoo- phyten. Die (c) A.a. 0. S. 26, (d):A. 2 0, 8.258.
————
EEE TEN SEE TOTEN
46} Br
Die Unentbehrlichkeit der athmosphärischen
Luft zur Erhaltung der Säugthiere und Vögel ist’
od so bekannt, dals es kaum nöthig seyn wird, Er-
fahrungen zum Deweise derselben anzuführen. Wir wollen indefs kurz die Resultate der Versuche mittheilen, welche von mehrern Französischen Naturforschern über den Einfluls der verschiede- nen Gasarten auf Kaninchen und Meerschweine (Savia Cobaya) angestellt sind. Unter einer Glocke mit Sauerstoffgas, welches aus oxygenirt- salzsau- rem Kali gezogen war, erstickte eines dieser Thie- re nach ı Stunde 40 bis 45 Minuten; unter einem Cylinder voll athmosphärischer Luft nach 24 Minu- ten; in'Wasserstoffgas, welches aus Eisenfeile mit “ Schwefelsäure entbunden war, nach ı0 Minuten; in Stickstoffgas binnen 5% Minuten; in dem durch Destillation aus Eichenholz entwickelten kohlenhal- tigen Wasserstoffgas in 2 Minuten; in geschwefel-
tem Wasserstoffgas binnen einer halben Minute;
in dem aus Kreide durch Schwefelsäure gezogenen
kohlensauren Gas nach 2 Minuten; in Ammoniak- gas in weniger als einer Minute; in oxygenirt- salzsaurem Gas nach 2$ Minuten; in schwellicht- saurem Gas nach ı$ Minuten; endlich unter Was-
ser nach 3 Minuten(e).
‚ Diese Thatsachen enthalten den Grund der Armuth des heissen Amerika und des Reichihums der
(e) Rırrer’s Beyträge zur nähern Kenntnils des Galva-
nismus. B. 2. Sta, S.73
gr Siugt Dann Athn saure sich entwi dung von st
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thiere in ein neuen dukte, besitzt einer a der ve strahle und|: dringe sphäre der Fo
serst]
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depkärischen
Mn der Afrikanischen Sandwüsten an Individuen von nd Vorl F! ae 2 u 1 Säugthieren. Es ist nehmlich bekannt, dafs alle n wird, Er Er
Dammerde, und vorzüglich fette Dammerde, der
anzufihr“ 1 i a Athmosphäre den Sauerstoff entzieht, und kohlen- er Versuch ie 1
suche saures Gas aushaucht. Bekannt ist es auch, dafs Französischen
sich aus Sümpfen kohlenhaltiges Wasserstoffgas
ü MN: R; RR verschiel entwickelt. Man weils endlich, dals die Entbin-
Meerschwein dung dieser Gasarten desto schneller und stärker
einer bci von statten geht, je höher die Temperatur und je
enirt- sat niedriger der Grad des Lichts ist. Diese Bedingun- es dieser Tik. gen der Erzeugung zweyer, dem Leben der Säug- ; Unter einen thiere äusserst nachtheiligen Gasarten finden nun nach 24 Mir in einem hohen Grade in den heissen Ländern der Eisenfeilul neuen Welt statt. Der dortige Boden, dessen Pro- y 10 Minute, dukte seit Jahrtausenden unbenutzt vermoderten, en: in dem dir besitzt eine grölsere Fettigkeit, als man in irgend|. Iten kohlatt einer andern Gegend antrifft(f); die dichten Wäl-| in geschi“ der verwehren der leuchtenden Kraft der Sonnen-| alben Mint strahlen den Zugang zu dem sumpfigen Erdreich, j ure geniget und lassen nur die wärmende Kraft derselben zu-: 5 Ama dringen. Bier muls also die Reinheit der Athmo-; m ausge sphäre in einem Grade getrübt werden, welcher E 1 schwefit der Fortdauer und Vermehrung der Säugihiere äus- R ch unter Is serst hinderlich ist. £ Wegen der Schwere der beyden erwähnten Gas-|
.n Grund de arten, welche denselben nicht erlaubt; sich mit den g5 Reichihunt ai
Mr(f) Rozertson’s Gesch. von. Amerika. Uebers. von
? mr Ba ini SCHILLER. B.ı. S.502.& 853- Ba. II, u8
ee neun ne
466 Mn—
höhern Regionen der Athmosphäre zu vermischen, kann aber dieses Hindernils nur an der Oberfläche der Erde statt finden, und weder diejenigen Säug- thiere, ‚die sich vermittelst flügelartiger Organe zu den obern: Luftschichten erheben, noch die Vögel treffen. Diese Thiere sind daher im heissen Ame- yika nichts weniger als arm an Individuen. Nach der Versicherung von ULroA und HERRERA(g) ma- chen die grofsen Schaaren von Fledermäusen, die sich um Carthagena aufhalten, eiiie dortige Land- plage aus, und einer Stelle in der Geschichte von Paraguay zufolge(h), wurden die Mopsikaer, eine ansehnliche, ohnweit dieser Provinz wohnende Nation blos von einer ungeheuren Menge den Sperlingen ähnlicher Vögel aus ihrem Lande ver- trieben.
Afrika enthält nur wenig Gegenden, wo jene Bedingungen, die im heissen Amerika der Entbin- dung irrespirabler Gasarten günstig sind, statt fin- den. Auf den weiten, nur sparsam mit Bäumen bedeckten Sandebenen jenes Welttheils hat die Circu- lation der Luft keine Hindernisse, und das Wenige, was sich von schädlichen Gasarten sammeln kann, wird bald wieder von dem Harmattan, einem bren-
nenden Winde, der zu bestimmten Zeiten aus dem
innern Afıika gegen das Atlantische Meer we-
het
(g) Beym Rosentson a.a.©. S. 299.
(h) Hist, de Paraguay. T.I. pP. 277.
des ı nen] Zonen bar si diesen thiere des I der, dorthi zahl ve Sie in| und d gejage Aber nicht. in der
lich 5
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vertischen, er Oberfäche jenigen Sion, er Organe au och die Vögel heissen An. idwen, Nah RRERA(F) m. rmäusen, die dortige Lit Jeschicht ın opsikaer, ei nz wohn 1 Menge ia
m Lande ıt
ıden, ‚wo tt ka der Enttı sind, stattlt n mit Bun s hat die Gin d das Werl ‚ammeln hat n, einem bren eiten aus de he Meer we
hi
a FR u- RER ee
467
het(i), zerstreuet. Daher das Gedeihen und die ausserordentliche Vermehrung der Afrikanischen
Säugthiere.
Man darf übrigens nicht ausser Acht lassen, dafs unsere obigen Bemerkungen über die Armuth des mittlern Amerika an Säugthieren blos von de- nen Teilen desselben gelten, die in den heissen Zonen liegen, nicht aber auf diejenigen anwend- bar sind, die ein gemäfsigteres Clima haben. In
diesen herrscht ein ähnlicher Reichthum an Säug-
thieren, wie in Afrika. Auf der südlichen Seite
des Plataflusses und in Chili haben sich die Rin- der, Pferde und Hunde, die von den Spaniern dorthin versetzt sind, zu einer so ungeheuren An- zahl vermehrt, und sich so weit ausgebreitet, dals sie in Heerden von Tausenden wild herumstreifen, und dals die Ochsen jährlich blos der Felle wegen gejaget und in grofser Menge getödtet werden(k). Aber in diesen Gegenden finden anch jene Umstände nicht statt, welche der Vermehrung der Säugthiere in den heissen Ländern der neuen Welt so hinder- lich sind. Es giebt hier keine grolse Waldungen und (i) Dozson, Phil. Trans. Vol. LXXI. Licuntengeno’s Mag. für das Neueste aus der Physik etc. B.ı. St.4. SEAT. (k) Anson’s Reise in De Brosse’s Gesch. der Schiffar-
then nach den Südländern. S. 480 f MoxınA’s Nat,
x
Gesch. von Chili. S. 284.
Gg2
46 rn gerne
und Moräste.- Die Wälder, womit das mittlere Amerika bedeckt ist, erstrecken sich nur bis zur nördlichen Seite des Plataflusses. Hingegen auf der Südseite desselben, an der ganzen östlichen Küste von Patagonien bis zur Mageilanischen Meerenge, wächst kein anderes Holz, als etwas schlechtes Gesträuch(l),. Dabey hat dieses Land einen leichten, trocknen und sandichten Boden, grolsen Mangel an Wasser, aber einen Ueberflufs an langem und dickem Grase, welches in Rasen wächst, die zwischen grolsen unfruchtbaren Strek- ken Sandes zerstreut liegen(m). Alle Umstände
RER STOLISE
sind hier also von der Art, dals sich die g
Fruchtbarkeit der. dortigen Säugthiere leicht erklä-
ren läfst,
Eben jene dunkeln und feuchten Wälder, und jene stinkenden Sümpfe, deren Athmosphäre ein Gift für die Säugthiere und Vögel ist, sind das Element der Amphibien, Diese Thiere leben fer- ner in verschlossenen, unterirdischen Rlüften, wo eine höchst unreine Luft herrschen muls, und kei- ne Erneuerung derselben möglich ist(u). Wir können schon hieraus schliessen, dafs bey ihnen das Bedürfnils der reinen athmosphärischen Luft weit geringer, als bey den höheru Thierclassen,
/ seyn () Anson 2.2.0.5. 480.% 5,
(m) Anson ebendas.$.483. 9.6. 8.48ı.$.5-
(a) IMs, oben. Ss 12, fk
“m F olge linge diese daue ser! rend Tier schon Eıneı man und durel gielse noch| der Te suche durch
das Ullere NUR is ar Üingesen aut zen Östlichen agellanischen lz, als et . dieses Ind ichten Boden, en Vehelhls ches in Ian ‚htbaren Si Alle Unstint
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ist(b).
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härischen Jul Thierelasseh
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R wu——| 469
seyn ‚mufs, und Versuche bestätigen auch diese Folgerung. Frösche leben acht Stunden und noch länger unter Wasser, da Säugthiere und Vögel in diesem Elemente kaum eben so viele Minuten aus- dauern können, Die geringe Menge der dem Was. ser beygemischten athmosphärischen Luft ist wäh- rend jener Zeit zur Erhaltung des Lebens solcher Thiere hinreichend,. wie daraus erhellet, dafs sie schon binnen einer Stunde umkommen‘, wenn die Erneuerung dieser Luft verhindert wird, indem man sie in einem Gefäfse unter Wasser bringt, und der Athmosphäre den Zugang zu dem letztern durch Verschliessung des Gefälses, oder durch Be- gielsen des Wassers mit Oel benimmt, und dafs noch früher, nehmlich binnen einer Viertelstunde der Tod eintritt, wenn man bey dem letzte?n:. Ver- suche vorher die Luft durch Auskochen, oder da- durch, dafs man erst andere Frösche darin ersticken
lälst, absondert(0).
Dafls auch für die Fische eine bestimmte Men- ge, dem Wasser beygemischter atlımosphärischer Luft ein nothwendiges Bedürfnifs- ist, beweisen
Duverney’s(p), Priestrev’s(4), und Corrano-
R1’E.
(0) Hist. nat. de Burron. Suppl. CorkAporı in ScHE- rER’s Journal der Chemie. B.2. S.676Ak.
(p) Mem. de l’Acad. des sc. de Paris. 1701. p« 224.
(g) Versuche u. Beobachr. über verschiedene Gattungen, der Luft. Th, 5.
GB 3
Be an nenn mn nen a nn en urn anne nn a ee Zst un nn un
ng die a Anh
479—
rı’s(r) Versuche. DuverrneyY fand, dafs Fische in 80 fern, im luftleeren Raume sterben, in wie fern dem Wasser die Luft entzogen wird; dafs fer- ner diese Thiere in Wasser umkommen, welches durch Kochen seiner Luft beraubt ist; endlich dafs sie auch dann zü leben aufhören, wenn das Was- ser, worin sie sich befinden, nicht erneuert, oder das Gefäls, welches zu ihrer Aufbewahrung dienet, verschlossen wird. PRrıEstLEerY beobachtete, dafs Fische, die in abgesoitenes Regenwasser gesetzt worden waren, binnen vier Stunden umkamen, und dafs andere Thiere dieser Art, die er in Was- ser gebracht hatte, welches mit Stickgas, Wasser- stoffgas, kohlensanrem oder nitrösem Gas ge- schwängert war, ebenfalls ihr Leben einbülsten, Nach CorraAporı’s Versuchen sterben Fische in einem mit Wasser angefüllten und mit Oel ge- sperrten Gefälse binnen einem Tage, andere aber, die nach dem Tode von jenen in dasselbe Wasser
gesetzt werden, in noch weit. kürzerer Zeit. Es
ist also gewils, dals die Fische eben so wenig,
als die höhern Thierclassen der athmosphärischen Luft ganz entbehren könnense Da aber jene Thiere nicht eher, als nach vier Stunden in ausgekochtem, und erst binnen einem Tage in ungesottenem Was- ser, Frösche hingegen im erstern Falle schon bin- nen höchstens 2o Minuten, und im letzern binnen einer Stunde umkommen, so erhellet zugleich,
dals
(5) A. a. O. S.606g ff.
aß d dingü Grad Folge man pfuh an il figem
angelt
P ten hi würd nisse: ren 2ı einer; ken le Tage wohl Luft: Insek luftle die] Schi
ten
als Fische DE, in wie ir; dal fer nen, welches ; endlich dal, enn das Wax. TnEUert, oleı ahrung dient bachtete, dl wasser get [en umkanı, die er nm In kgas, Wait sem Gas ft en einbilstn yen Fische ü } mit Oel} , andere alt jsselbe Wat ‚erer Zeit, D ben so Wh mosphärieit er jene Th ausgekochteh sottenem N alle schon bite Jetzenn bivnel
jet. zugleich dals
u— 471
dals die Abhängigkeit von dieser materiellen Be- dingung des Lebens bey den erstern noch um einen Grad‘geringer, als bey den Amphibien ist: eine Folgerung, die auch dadurch bestätigt wird, dals man Fische in warmen Quellen und in Schwefel. pfuhlen(s), also in Wassern, die theils sehr arm an athmosphärischer Luft, theils mit schwefelhal- tigem Wasserstoffgas geschwängert seyn müssen,
angetroffen hat,
Bey den niedern Thierclassen und den Zoophy- ten finden wir Erscheinungen ‚ die uns berechtigen würden, auf eine völlige Abwesenheit des Bedürf- nisses der athmosphärischen Luft bey diesen Thie- ren zu schliessen, wenn nicht andere Erfahrungen einer solchen Folgerung entgegenstämden. Mollus- ken leben mehrere Stunden, ja. vielleicht ganze Tage unter dem Recipienten der Luftpumpe, sO- wohl in, als ausser dem Wasser, wenn auch die Luft noch so sehr ist(t), Unter den Insekten werden ebenfalls nur wenige durch den luftleeren Raum getödtet(u). Spanische Fliegen, die Lvonner unter ein Glas, setzte, worunter Schwefel auf rothglühendem Kupfer brannte, hiel- ten es länger als eine halbe Stunde in dieser
Ath- (s) M. s, oben ‚S. ı5. 16.' () Porı Test. utriusque Siciliae. Vol.I. Introd. p. 55. (u) J. FT. MArtıner de respiratione insectorum. L. B«
1753*
MT ee Tr Tepe DDERESERBOERSSNE SEHEEEUEFGHEHER
np=
i * | | j 1 |
472—
Athmosphäre aus, ohne irgend ein Zeichen von Uebelbefinden zu äussern, obgleich der Schwefel- dampf so dick war, dafs er das Glas fast undurch- sichtig machte(v). Alle Eingeweidewürmer, und vorzüglich diejenigen, die in Parenchyma verschie- dener Organe, und in Blasen, welche mit Lymphe angefüllt sind, leben, befinden sich in einem Me- dium, wovon es schwer zu begreifen ist, wie in demselben auch eine noch so geringe Quantität athmosphärischer Luft enthalten seyn kann, Eben dies gilt von den Saamenthieren, Von dem Schim- mel haben wir schon im Gten( des vorigen Rapi- tels gesehen ‚ dals er sich in reinem Wasserstoffgas erzeugt.
Aber dieser Erfahrungen ohngeachtet ist es dach gewils, dafs die niedern Thierclassen und Zoophy- ten der athmosphärischen Luft nicht ganz entbeh- ren können, obgleich sie nur einer sehr geringen Quantität derselben zu ihrer Fortdauer bedürfen, Es ist eine, zuerst von MarrısHı(w) am Seiden- wurme gemachte, und nachher von MARTINET(x) an andern Insekten bestätigte Beobachtung, dafs Verschliessung der Luftlöcher(stigmata) dieser Thiere mit Oel binnen kurzer Zeit den Tod der- selben nach sich zieht. Ferner ist es eine bekannte
That- (v) Lesser Theol. des Ins. P.T. p. 124. (w) Diss. epist. de bombyte. (z) A. a.©.
gen sie| sers durel und| classe geri atım sind. aus ı hung im vo bemeı genk Jicher Zug gleid wird den pin dem der<
> oz, ER EEE R—— wa a ELTERN TTE
Zeichen von A der Schwefel.
fast undurch.
Thatsache, dafs diejenigen Wasserinsekten,, bey welchen die Oeffnungen der Tracheen am Hinter-
theile liegen, von Zeit zu Zeit an die Oberfläche fen) 3
wü;: Urmer, tnd des Wassers kommen, um durch diese Oeffnun-
ıyına verschie gen Luft zu schöpfen, und dals sie sterben, wenn
© mit Lyaphe sie gezwungen werden, avf dem Boden des Was- in einen Ip sers zu bleiben. Endlich hat VaAuguerın(y) en ist, Wein durch Versuche dargethan,.dafs die Mollusken nge unit und Insekten eben ‚so wohl, als die höhern Thier- N kan, In classen, aber freylich weit langsamer und in weit on dem Schi geringerm Maalse, das Volumen einer Quantität vorigen Ray, athmosphärischer Luft, worin sie eingeschlossen Wasserstohgt| sind, vermindern. Aehnliche Erfahrungen, wor-
us die Nothwendigkeit dieser Luft zur Entste-
hung der Zoophyten erhellet, haben wir schon
htet ist edhl im vorigen Kapitel angeführt. Wir haben dort n und, Zoot} bemerkt, dafs sich nach Wrısgerg’s Beobachtun- ' ganz entheb gen keine Infusionsthiere in Aufgüssen von verWwes« sehr gerinpn lichen Substanzen zeigen, so lange die Luft keinen er. bedirk ‚ Zugang zu, den Infusionen hat, dals jene aber so w) an Seid gleich entstehen, wenn die Luft hinzugelassen Marrssr() wird, und dafs bey Moxrı’s Versuchen auf faulen« ychtung,{ih den Substanzen unter dem Recipienten der Luft- omata) die pumpe sich nur dann Schimmel bildete, wenn nach Si Tod der dem Auspumpen etwas Luft in den Cylinder wie- ‚ eine bekannt der eingedrungen war, nicht aber, wenn dieser
u Sr kei-
(y) Annales de Ckimie, T. XII. p. 275. Gren’s Journal der Physik. B. VII. S. 453.
685
rn
474——
keine Luft eingelassen hatte. Hiermit lälst sich auch das Resultat meines vorhin erwähnten Ver- suchs, wo sich die letztere Substanz auf Saamen- körnern erzeugte, die sich unter einer mit Was- serstoffgas gefüllten Glocke befanden, selır wohl vereinigen, indem der Cylinder mit ungekochtem Brunnenwasser, also mit einer Flüssigkeit, welche immer eine beträchtliche Menge athmosphärischer
Luft enthält, gesperrt war.
Von den Säugthieren an bis zu den einfachsten Zoophyten spricht also alles für die Nothwendig- keit der athmosphärischen Luft als materieller Be- dingung des Lebens; aber alles beweist auch, dafs die Abhängigkeit von ihr mit zunelimender Ein- fachheit in der Organisation immer geringer wird, Es ist uns jetzt noch übrig, dieses Gesetz auch bey den Pflanzen zu prüfen. Gilt dasselbe auch von diesen Organismen,'so läflst sich vermuthen, dafs jene Abhängigkeit bey ihnen wieder zunehmen, jedoch nicht zu der Höhe, worauf sie bey den
obern Thierclassen steht, gelangen werde.
Dies ist wirklich auch das Resultat, das sich aus den vielen Versuchen ergiebt, welche über den Einflufs der athmosphärischen Luft und der übri- gen Gasarten auf das vegetabilische Leben ange- stellt sind. Es ist erstens gewils, dafs manche Pflanzen eine beträchtliche Menge athmosphärischer Luft zu ihrem Unterhalte verbraucheh. Haues
s kuüt-
Auttet Ende dere Stun Röh | getal sphär ander in h helle welc lange beträi auf Ge und d 1100" wo ll
gen,
( beträ der| Gas thum
nit lt sich Wähnten Yer, au Samen.
ner mit Wa;
1, sehr wohl
ungekochten igkeit, welche
mosphürische
den einfachttu e Nothwentir materieller Ds eist auch, dl elimender Ei: geringer in, esetz auch!ef ‚elbe auch m rmuthen,& er zunehm ıf sie bey&
werde.
ultat, das sh selche über und der übte e Leben af ‚ dals znanclt ‚mosphärieh Have küt
cheh.
ms 475 küttete einen Ast eines Apfelbaums in das eine
Ende einer gläsernen Röhre, und setzte das an-
dere Ende in ein Gefäls mit Wasser; nach drey
Stunden war das Wasser viele Zolle hoch in die-
Röhre hinaufgestiegen(z).
Es ist aber zweytens auch gewils, dafs die Ve- getation bey einer sehr geringen Quantität atımo- sphärischer Luft fortdauern kann, wenn nur die andere materielle Bedingung des Lebens, Wasser, in hinreichendem Maalse vorhanden ist. Dies er- hellet sowohl aus PrıestLev’s Versuchen, nach welchen Gewächse im luftverdünnten Raume eine lange Zeit sehr wohl fortkommen(a), als aus der beträchtlichen Höhe, zu welcher sich die Pflanzen auf Gebirgen erheben. Aufden Alpen der Schweitz und den Pyrenäen endigt sich die Vegetation mit 1100 Toisen über der Meerestläche, auf den Andes, wo die Schneelinie höher liegt, erst mit 2300 Toi-
sen, einer Höhe, wo es noch Heidekraut giebt(b).
Gewifs ist es endlich, dafs die Pflanzen eine beträchtliche Zeit und weit länger, als die Thiere der höhern Classen, in Stickgas, kohlensaurem Gas und Wasserstoffgas ausdauern, ja, ihr Wachs- thum fortsetzen können, wenn diese Gasarten nur
mit (z) Harzs Statik der Gewächse. S.90. Vergl. S. 57. 184.
(a) Priestıer's Vers. u. Beob. über versch. Theile der Naturl.‘Th. ı.$.292.
(b) Ramonxn’s Reise nach den Pyrenäen, Th.2. 5.56,-
Be tn ne erriest
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BET ie ann ne
476 ee
mit einer geringen Quantität athmosphärischer Luft
vermischt sind.
Am wenigsten nachtheilig ist dem vegetabili- schen Organismus das Stickgas. Auf Flaneil ge- säeter Airessensaamen keimet, nach Acuarp’s Ver- suchen, in diesem Gas bey einer Temperatur von
‘16 bis 20° R. eben so gut, als in atlımosphärischer
Luft(ce). Ein ähnliches Resultat gaben Inscen-
Houss’s Versuche(d).
Nachtheiliger wirkt das reine. Von zwey Münzpflanzen, wovon die eine in ath- mosphärischer Luft, die andere in Sauerstollgas stand, war die letztere nach einem Monat ganz eingegangen und schwarz geworden, die erstere aber nur an ihrem untern Theile abgestorben(e). Von drey andern Münzpflanzen, wovon die eine in gemeiner Luft, die zweyte in Stickgas und die dritte in Sauerstoffgas stand, kam die zweyte bes- ser als die erste fort; die dritte aber wurde kränk- lich und verdarb das Sauerstoffgas(f). Von sechs
Stük-
(©) Lientenzene’s Mag. f. d. Neueste aus der Physik. B=2,256 1.08.52,
(d) Journal de plıys. Fevr. 1786. Voıst’s Mas: f. d. Neueste aus der Physik. B.5. St.2. 8.34.
(e) Priestrey’s Vers. u. Beob. über versch. Gattungen der’ Luft.‘Th,z. S.312,
(f) Priestrey’s Vers. u. Beob, über versch. Theile’ der
Naturl. Th.ı. S.251.
Gege mun! koll: Dew derhe den w Tulpe Tuba zen| in kt mit sphär Dies: Hay
traub
z Le mn. ui a- 2 re ne LT ran DR mE> Ui an
on 477 anscher Luft Stöcken der Münzpflanze, wovon drey in athmo- sphärischer Luft, und\ drey in Sauerstoffgas stan- Em vegetahil, den,.waren die erstern Asch einigen Tagen weit ae Flmel besser, als die letztern, fortgekommen(g). acHann's Ve. In den Resultaten der Versuche, die bisher Mperatur yon über den Einfluls des kohlensauren Gas auf das mosphärisch: vegetabilische Leben angestellt sind, herrscht.eine gaben Incar. sehr grolse Verschiedenheit. Bey dem ersten Ver- suche, den PkrıEsTLexr in Beziehung auf dissen et Gegenstand machte, starb ein Stengel der Wasser- ı vn münze in dem aus gährendem Biere gezogenen He eine nl:
s kohlensauren Gas völlig ab(h), Percıvar und | Sanersul Bew aber, welche diesen ‚Versuch mit Luft wie Ki 2 derhohlten, die aus Kreide und Vitriolöhl entbun- n, die erst den war, erhielten ganz entgegengesetzte Resultate, N bgestorben[i Tulpen, Safranblüthen, Jongunillen, Leberblumen, vovon die it Tuberosen, Levcojen und mehrere andere Pilan- 'ickgas uw it
in kohlensaurem Gas, und in Wasser, welcheg
zen kamen theils eben so gut, theils noch besser lie zweyte le
wurde kränk N), Von seh Stk
mit diesem geschwängert war, als in der athmo- sphärischen Luft und in reinem Wasser fort(ER Diese letztern Beobachtungen wurden auch durch
f N it Hienry bestätigt, nach dessen Versuchen sich Wein- aus der il
trauben, Erdbeeren und Kirschen länger in koh-
len- 107'5 Nas: id i (g) Priester 2.2.0. S. 252. x mh. Fu(h) Prıestıex's Vers. u. Beob, über verschiedene Gat- tungel orsch. Gattung
tungen der Luft. Th.ı. 8:34.
(i) Sammlungen zur Physik u. Nat, Gesch, B.ı. Leipzig.
‚] le'der sch, Theit 1779. 8.105,
rien Dean na un nn Teer. ersten. mu nen EEE num
1
478 men
lensaurem Gas, als in der athmosphärischen Luft halten, und Erdbeeren- und Münzpflanzen in der
erstern besser, als in der letztern fortkommen(k).
Priksteer wiederhohlte hierauf seine Versuche im Jahre 1776, und dann wieder im Jahre 1777. Die erstern gaben folgende Resultate: Münzpilan- zen wurden sehr bald schwarz, wenn sie in koh- lensaurem Gas gestanden hatten, und selbst dann, wenn dieses mit Luft vermischt war(l). Doch erfolgte das Absterben desto schnel- ler, je reiner jenes Gas war(m). In Wasser, wel- ches mit fixer Luft geschwängert war, kamen Münzpflanzen ohne Wurzeln besser fort, als in reinem Wasser, hingegen dieselben Pilanzen mit Wurzeln schlechter, als in dem letztern(n).— Bey den folgenden Versuchen vom Jahre 1777 be- kam eine Münzpflanze in einer Mischung aus$ fixer und 3 athmosphärischer Luft schwarze Flecken(0). Münzpflanzen, welche mit ihren Wurzeln in Was- ser standen, das mit köhlensaurem Gas imprägnirt war, gediehen anfangs in diesem besser, als in rei- nem Wasser, starben aber bald darauf völlig ab(p). Bey (k) Priestier a.a.O. Th.5. Anh. S.6, (l) Ebendas. S. 289 fl. (m) Ebendas. S. 294. (n) Ebendas. S. 299 ff. (0) Priesteex’s Vers. u. Beob. über versch, Theile der Naturl, Th. ı. 8.253. (p) Ebend. S. 254.
1B$| Jena Pixc ding: diese dürft ständ fälsen sich 0] Verhäl
tärischen Luft Nanzen in ler
tkommen(N)
seine Versuche m Jahre ım. e: Münzplar enn sie in kıl: nd selbstdm, Luft vernisht ar desto schnl n Wasser, nt: t war, kant ser fort, al n Pflanzen nı letztern(1)- | Jahre alt ‚hung aus zit ırze Flecken() Vurzeln in II Gas impräge! jesser, als ın 1 auf völlig a N}
IB]
$, 6,
sh det versch, Tb
r
—| 479
Bey einer Wiederhohlung dieses Versuchs war der Erfolg derselbe, ausser dafs die Pflanzen in dem imprägnirten Wasser diesmal im Anfange nicht bes-
ser, als in reinem Wasser fortkamen(g).
Mit diesen Beobachtungen von PrIEsTLEY stim- men nun zwar die Resultate der Versuche von Ha- Les(r), IngenHouss(s), von HumsoLor(t) und AcHARD(u) überein. Auch hat PeiıeEstLer gegen
’
Percıvar’s Versuche Einwürfe gemacht, die aller- dings von einigem Gewichte sind. Er erinnert, dals dieser zwey Umstände übersehen hätte, welche nicht dürften ausser Acht gelassen werden: der eine be- stände darin, dafs Pflanzen in verschlossenen Ge- fälsen, in denen sie nicht viel ausdünsten können, sich ohne Wasser länger, als bey gleichen äufsern Verhältnissen in der freyen Luft erhielten. Percı- vaL hätte also, um reine Resultate zu bekommen, die Pflanzen, die er zur Vergleichung mit denen gebrauchte, welche in verschlossenen Gefälsen voll fixer Luft standen, nicht, wie er,gethan hatte, an der freyen Luft liegen lassen, sondern ebenfalls verschliessen müssen. Ein zweyier Umstand wäre der, dals bey der Bereitungsart des kohlensauren Gas, (q) Ebend, S. 255. (r) Statik der Gewächse. S$. 18%. (s) Vers. mit Pflanzen. Uebers. von Scuerer. B. 2. S. LAW: 31..1038177,. (t) Aphorismen aus der chem. Phys. der Pflanzen. S.93 f.
(u) Licnrensgenc's Magazin. B.2. St.ı.$. 53,
a En un nn nen. nn nennen nn manner
430—
Gas, dessen sich’ Percıvat, bediente, das. letztere mit einer beträchtlichen Menge gemeiner Luft hät- te vermischt seyn müssen(v).. Inzwischen, wenn auch dieser letztere Umstand wirklich statt gefun- den hat, so weichen doch die'Resultate der PER-
cıvarschen Versuche von den Prirstreyschen Be-
‚obachtungen zu sehr ab, als dafs diese Abweichun- gen nicht einen wichtigern Grund haben sollten.
Olıne Zweifel ist dieser die, von keinem jener Na- turforscher beachtete Verschiedenheit in der Stär- ke des Lichts, dem die Pflanzen bey den erwähn-
‚ten Versuchen ausgesetzt waren. Ueberhaupt aber geht aus diesen entgegengesetzten Erfahrungen der Schlufs hervor, dafs das kohlensaure Gas, welches für jeden Körper, der auf den höhern Stufen der animalischen Organisation steht,‘ schon in gerin- gem Maalse ein absolutes Gi ft ist, anf den’ vegeta- bilischen Organismus nur unter gewissen Uimstän- den als tödlich wirkt, und dafs also auch hierdurch die geringere Abhängigkeit des letztern von der Be- schaffenheit der ihn umg ebenden Athmosphäre be- stätigt wird.
Dafs reines Wasserstoffgas zur Unterhaltung des vegetabilischen Lebens ganz untanglich ist, be- weisen sowohl AcHarp’s(w) und Ingennouss’s(%)
DBeob- (v) Prizszrer's Vers. u. Beob. über versch. Gattungen der Luft.‘Th.32'S.291. (w) Licurenveno’s Magazin. B.2. St. 1. 5.53. (x) Jouen. de phys. Fevr. 2786. Vorur’s Magazin. B.5. Su 2. 8. 54.
Juba in We jener 2088 gese chen serst scher in sei se eb gas, Höhe keim. berg; serstol Licht a 17 Ta; Gesch! verse] letzter sehr 8 und$ 1 Bilanz
, Qas letter einer Luft hät. Vischen, Wen, ch statt pehun. ultate der Pin. STLEYSCHen De. ese Abweichun. haben sollten, einem jenz Na- eit am der für ey den erh Jeberhanptatt Erfahnnngenit :e(as, welt hern Stule kr
schon in fit
mh Ion In
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‚thmosphätt
r Unterhalt tanglich ist, De \GEnHots"()
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versch. 67
1,8. in. B5 15 Magrz! ‚
— ö 481
Beobachtungen, als mein oben erwähnter Versuch, in welchem HKressensaamen unter einer Glocke mit
jener Gasart, statt zu keimen, mit Schimmel über-
zogen wurde. Indels giebt es auch. hier entgegen-'
gesetzte Erfahrungen, die es wahrscheinlich ma- chen, dafs die nachtheiligen Wirkungen des Was- serstoffgas durch einen. Zusatz von athmosphäri- scher Luft gemindert werden. IngenHovss sahe in ern frühern Versuchen den Saamen der Ares- se eben so gut in einer Bonteille mit Wasserstoff- gas, als an der freyen Luft his zu einer gewissen Höhe wachsen(y), und von HumsorpTt, welcher keimende Zwiebeln des Crocus sativus in eine Frei. bergsche Grube brachte, wo die Luft durch Was- serstoffgas so schr verunreinigt war, dafs sie das Licht auslöschte und die Lungen angriff, fand nach ı7 Tagen die Blätter dieser Pilanzen grün, ihre Geschlechtstheile gelb, mit Pistill und Staubfäden versehen(z). Bey einem andern Versuche des letztern kamen Sprossen von Phaseolus vulgaris sehr gut in einer Luftart fort, die aus£ Lebensluft
und# Wasserstoffgas bestand(a).
‚Eine der nachtheiligsten Gasarten für den
Pfllanzenkörper ist aber die Salpeterluft, Kressen-
saa-
(y) Vers. mit Pflanzen. B.ı. S,03.
(z) Von Humsorp'r’s Aphorismen.$.125,
(a), Von Humsoıp'r über die gereizte Muskel. und Nervenfaser. B.2. S. 358.
Ba. It. HObh
Van EEE EEE EEE u nr nennen men
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TEE EEE RETTEN TEE
482——
saamen, den AcHarnp dem Einflusse des kohlen- sauren Gas und des Wasserstoffgas aussetzte, keim- te zwar nicht, so lange er sich in diesen Luftarten befand. Als er aber nach acht Tagen herausge- nommen und der athmosphärischen Luft ausgesetzt wurde, kam er sehr gut fort, Hingegen in der ni- trösen Luft wurde der Saamen sehr bald braun, darauf schwarz, und verlohr gänzlich das Vermö-
gen zu keimen(b).
N:5.47. Dies sind die Verhältnisse, in welchen die le-
bende Natur gegen Wasser und Luft, als mate-
rielle Bedingungen des Lebens, steht. Es frägt.
sich jetzt: ob diese Bedingungen die einzigen jener Art, oder ausser ihnen noch andere vorhanden sind? Die Beantwortung dieser Frage ist nicht so leicht, wie es auf den ersten Blick scheinet. Wir sehen zwar, dals alle Thiere noch anderer Stoffe zu ihrer Erhaltung bedürfen, und dals zum Gedei- hen der meisten Pflanzen eine bestimmte Mischung ddes Bodens erforderlich ist. Allein jene Stoffe und diese Mischung könnten blos einen formellen Ein- flufs auf das animalische und vegetabilische Leben äussern, und als solche zu den nothwendigen Be- dingungen des letztern gehören, ohne aber in ma- terieller Hinsicht den Thieren und Pflanzen unent- behrlich zu seyn, Diese Vermuthung würde auch
ei-
(b) Acnarn a.a.0. S. 52.
ein he yenn$ mosphü haupt in der reichen jene ib Substan ben auc formell be
seyn k
Sel Sätze, dals der Wasser und da bey der ihm erı tha cris wohl ih darin z Asche y das Eis liels&,
Asche d
N) Gar
mm 483
> des Yahlen.
einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit erhalten, SELZIE, Keim.{
wenn sich beweisen liesse, dafs Wasser und ath- mosphärische Luft zur Erhaltung des Lebens über- haupt und zur Bildung derer Grundstoffe, die sich
in der Materie der lebenden Körper finden, hin- pe’
sen Luktarte gen henug Akt ausaes gen in derni
ir bald bran,
reichen; dals& lebende Organismen giebt, die
jene übrigen materiellen Stoffe gar nicht in ihre
ch das Ve; Substanz aufnehnien, so nothwendig ihnen diesel- ben auch zu ihrer Fortdauer sind; endlich dafs der formelle Einfluls jener Stoffe ungleich wichtiger ist, als ihr materieller Beytrag zur Vegetation welchen dilk
seyn kann. uft, als nt
teht,- Bst Sehr wichtige Erfahrungen sprechen für diese s einzigen Sätze. Es ist erstens keinen Zweifeln unterworfen, lere vorkulı dafs der vegetabilische Organismus sich blos mit rage ist ni Wasser und athmosphärischer Luft ernähren kann, d aa z 2: 5 3 cheinaäk und dafs sich blos hieraus alle die Stoffe, die man 8 N
MN bey der chemischen Analyse desselben erhält, in ı anderer Si;
Aal zu Ci ihm erzeugen. Hormann setzte Zweige der Men-
te Mind> tha crispa in destillirtes Wasser, und fand, dafs so- mmte Mist
sone Stofeut wohl ihr Gewicht, als die Menge ihres Kohlenstoffs dla darin zunahm(c). Dr LA METHERIE zog aus der hilische Lk Asche verbrannter Saamen vermittelst eines Magnets Ah das Eisen heraus. Einen andern Theil derselben LI WULF
ii liels er in Wasser aufkeimen, und erhielt aus der hne aber m Dt
Pflanzen und! 108 würde zul el(e) Gren’s Journal der Physik. B.3, 1791,$, 10.
Hh a
Asche dieser Pflanzen mehr metallische Theile und Er»
434 gruss
Erden, als vorher aus den Saamenkörnern(d). SchrAäner'säete Roggen, Gerste und Hafer in subli- inirten Schwefel auf Glis- und Porcellangefälsen, verwahrte diese in Gläskasten vor Staube, und be- gols den Schwefel mit destillirtem Wasser. Die Körner brachten 40 Halme hervor, welche zum Theil Aehren angesetzt hatten, getrocknet fünf mal mehr als die ausgesäeten Körner wogen, und nicht nur eben so. viel, sondern auch dieselben Er- den, als Rornhalme, die in der Erde gewachsen waren, nehmlich Kieselerde, Kalkerde, Bittererde
und Braunstein, enthielten(e).
Auf ähnliche Resultate führen VAauauELın’s Versuche über die Bildung der KHalkerde und des Hohlenstoffs in den Exkrementen und Ey» erschaalen der Hühner, Dieser sperrte eine legende Henne an einem Orte ein, wo sie nichts als Hafer fressen konnte, dessen Gewicht VAUQUELIN genau kannte. Sie frals in ı0 Tagen 483835 Grammen, und legte 4 Eyer. Ihr Mist wurde sorgfältig, so wie sie denselben von sich gab, gesammelt. Jene Quantität Hafer enthielt 5944 Grammen phosphor- saurer Kalkerde, und 95341 Grammen Rieselerde. In dem Hülinermiste hingegen fanden sich bey der
Zer-
(4) Journal de physique. Nov. 1785. (e) ScurAaner’s u. Neumann’s Preisschriften über die eigentliche Beschaffenheit u. Erzeugung der erdigen
Bestandtheile in’ den verschiedenen’ inländischen ‚Ge-
> E12 1 2 a N n treidearten, ‚S. 26 fF
' Irlkomı en 4 E oder 5 Die LE, phosp) reiner als ın(
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Riesele
Es Pilinzeı men, I in einer liels da der her gem An lust an nen fün Gefifs neter 6 lichte mit dest
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'körnen(A) Hafer in sli Gellangefilser, aube, undh: Wasser, Dh , Welche um etrocknet fit er wogen, und
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erde, Dilterst:
n Varqusun Kalkerde v enten und) rrte eine ler! nichts als
AUQUELIN Z#
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In: zülindsehe N
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Zerlegung 2547, ünd in den Schaalen der erwähn- ten 4 Eyer. 19743, also überhaupt 22290 Grauimen, oder 5 Drachmen 6 Gran kohlensaurer KRalkerde, Die Exkremente gaben überdies 11944 Grammen phosphorsaurer Ralkerde, aber nur 8067 Grammen reiner Hieselerde, folglich 1274 Grammen weniger, als in den genossenen Haferkörnern enthalten war. Es muls also eine beträchtliche Menge Kalkerde, in dem Zustande eines kohlensauren sowohl, als phosphorsauren Salzes in den Organen der Henne sich gebildet haben, und eine gewisse Quantität
Rieselerde verschwunden seyn ff),
Es ist zweytens sehr wahrscheinlich, dafs die Pflanzen gar keine Erde in ihre Substanz aufneh- men. DBoyre pflanzte im Mai einen Melonenkern in einem Topfe mit wohl ausgetrockneter Erde, liels das Kraut nebst der Frucht im October wie- der herausnehmen, und die Erde nach zweymali- gem Austrocknen abwägen, wobey sich kein Ver- lust an Gewichte fand(g). Heımonrt pflanzte ei- nen fünf Pfund schweren Weidenast in ein irdenes Gefäfs mit 2co Pfund in einem Backofen getrock- neter Gartenerde, bedeckte den, Topf mit durch- löchertem Eisenbleche, und begofs die Erde bald mit destillirtem, bald mit Regenwasser. Nach fünf
Jah:
(f) Scuerer’s Journal der Chemie. B. 3. 8. 100.
(g) Borıe Chym. scept. p. 95.
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4865—
Jahren hatte der Baum, ohne die vielen während der Zeit abgefallenen Blätter zu rechnen, 164 Pfund und 3 Unzen an Gewichte zugenommen, und die Erde, welche vor dem Abwägen im Backofen wie. der getrocknet wurde, nur 2 Unzen verlohren(h). Auf den Versuch von Bovr.e läfst sich zwar nicht viel bauen, da er ihn nicht selber machte, sondern durch seinen Gärtner anstellen liels, Die Beobach- tung des Her.moxrt bleibt aber immer ein wichtiger Beweis gegen die Aufnahme der Erde in die Sub. stanz der Pflanzen.
So wenig aber alle übrige ponderable Stoffe, ausser dem Wasser und der athmosphärischen Luft, als nothwendige materielle Bedingungen des Lebens betrachtet werden können, so wichtig ist drittens ihr formeller Eintlufs auf die ganze lebende Natur, Jene Stoffe wirken insgesammt analog entweder dem Lichte, oder der Wärme, und ausserdem äussert jeder derselben noch eine specifique Nebenwirkung, vermöge welcher einzelne Theile des le- benden Organismus bey ihrer Bildung
eine eigene Richtung erhalten.
Dafs es ponderable Stoffe giebt, die eine ähn- liche Wirkung auf den Lebensstoff äussern, wie die Wärme, beweisen vorzüglich die Salze. Sehet die Myriaden von Thieren und Zoophyten, mit
denen
(h) Heımoxrıı complex. et mist. elem. P. 36. p-4$-
den( fedeih ist in( es am Potenz aber ı Salze diese I hut fü womit Näher die,\ nen ül wachs nisatio deutet Wirku
reichs
D auch ı Verän nismu der th Tungsr fahrun
Intens;
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len Wihren! nen, 1b Pkund men, und dl 1 Backofen wi | verlohren(I) ich zwar ui nachte, Soden . Die Beobarh, er ein Wiliper
Erde in diehh,
onderable Sc phärischen Li nzen des Lei
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ler derselt benwirkuf Theile des hrer. Bilit ten.
jr, die oje Abt off äussern, vi die Salze Sehe
Zoophyte zit denen
m: 2 PAR
on
gun 487
denen das Meer bevölkert ist, und deren üppiges Gedeihen, ein Gedeihen, das gerade am stärksten ist in den Gewässern der Polarzone, also da, wo es am meisten an dem vornehmsten der formenden Potenzen des Lebensstoffs,‘an Wärme fehlt, wo aber vielleicht deren Mangel durch den gröfsern Salzgehalt der dortigen Meere ersetzt wird! Spricht diese Fruchtbarkeit und dieses Wachsthum nicht laut für jene Aehnlichkeit? Scehet die Pflanzen, womit der Meerestrand und Salzfielder bedeckt sind! Nähern sich nicht alle diese Gewächse mehr als die, welche in den Geschlechtscharakteren mit ih- nen übereinkommen, aber in einem andern Boden wachsen, dem Minimum der vegetabilischen Orga- nisation, also der animalischen Bildung(i), und deutet nicht auch diese Näherung auf eine ähnliche Wirkungsart der Wärme und eines salzigen Erd«
reichs hin?
Dafs es ferner ponderable Stoffe giebt, die auch dem Lichte analog wirken, erhellet aus den Veränderungen, welche der vegetabilische Orga- nismus von der Einwirkung des Wasserstoffs, und der thierische Körper von dem Einflusse der Nah- rungsmittel erleidet. Es ist ein ausgemachter Kr- fahrungssatz, dals bey allen lebenden hörpern die Intensität der Farben durch den Einfluls des Lichts
‚ erhö-
(1) M. s. oben S. 41. Hh 4
EEE EEE TEEN TTLEHEEN STE EEE anne nu ee ran... on
erhöhet wird. Wir haben im vorigen Abschnitte ‚gesehen, dals diese zunimmt mit zunehmender und abnimmt mit abnehmender Entfernung vom Ae- quator, also mit der Stärke des Lichts in geradem Verhältnisse steht. Wir können jetzt noch hinzu- setzen, dals oft schon mit einem geringen Unter- schiede in der geographischen Breite zweyer Oerter ein Unterschied in dem Colorit der dortigen Tiere und Pflanzen verbunden ist. So zeichnen sich zwar in Neuseelaud verschiedene Vögel durch ihre schönen Farben aus, allein auf der etwas nördlicher gelegenen Norfolkinsel, wo die nehmlichen Arten von Thieren und Pflanzen vorkommen, haben die- selben Vögel noch ein weit lebhafteres und brennen- deres Golorit(k). Dies ist schon Ein Grund für den obigen Satz. Ein zweyter ist die Verminde- rung der Stärke des Colorits, welche die meisten Thiere der kalten Zonen im Winter, also bey ver- minderter Einwirkung des Sonnenlichts, erleiden, und zwar in einem desio höhern Grade erleiden, je näher ihr Wohnort den Polen ist. So verwech- selt der Corsak im Winter an den meisten Theilen seines Leibes die gelbe Farbe der Haare mit der grauen, und diese Verändernng geschieht desto stärker, je weiter er sich nach Norden aufhält; hingegen ist sie sehr gering in den südlichern Ge-
gen-
(k) Forsrter’s Bemerkungen auf einer Reise um die Welr. 8.1735,
nismei Pilanı Ihrer jenige fuls] zügli welch:
fläche:
r den, wärm das I einfic im Dı lorit ı Sie qu
Setzt]
UN
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—— 889| N Achte mender und Ing vom Ar sin geraden
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genden(l). Ein dritter Beweis jenes Satzes ist die von Dortazs bemerkte Thatsache, dafs die Rau- pen, die sich in der Erde und im Holze aufhal- ten, so wie diejenigen Vögel und Schmetterlinge,
die nur zur Nachtzeit ausfliegen, lange nicht die
ringen Une lebhaften Farben haben, womit die Tagvögel ge- aweyer Üprir ziert sind. Endlich spricht auch dies für den Ein+ ortigen There flufs des Lichts auf das Colorit der lebenden Orga- zeichnen sch nismen, dals gewöhnlich bey den T'hieren und
gel Arch ihr Pflanzen die dem Lichte mehr ausgesetzten Theile
was nördlicher ihrer Oberfläche auch die dunkler gefärbten, die- mlichen Art jenigen aber, worauf die Lichtstrahlen, weniger Ein-/ n, haben die flufs haben, von blasserer Farbe sind, wie man vor- N und bremm züglich bey den Schoilen(Pleuronectes) sieht, bey
in Grund fi welchen die zur obern Fläche gewordene Seiten-
die Verminh fläche auch ein weit dunkleres Colorit zeigt(m).
ıe die meit
Iso bey it Es läfst sich gegen diese Gründe nicht einwen- I En den, dafs es nicht die leuchtende, sondern die ade erleilt, wärmende Kraft der Sonnenstrahlen sey,, welche
ve das Dunklerwerden der Farben verursacht. Eine ki a einfache Erfahrung beweiset das Gegentheil, Jede, a DE im Dunkeln aufwachsende Pflanze verliehrt ihr Bo: Taare mil
‚schieht desto
rden aufbält;
lorit und bekömmt eine bleichgelbe Farbe, wenn
STETTEN UT EEE NT BETTER EEE REEL HET ERTTTIEE,
sie auch einer noch so hohen Temperatur ausge- h setzt ist; sie erhält aber ihr Grün schon bey dem lichen LE:
;üdlich Lich.
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(1) Neue Nordische Beyträge. B.ı. 5.33.
ie(m) Salzburger med. chir, Ztg. 1801. B.4. 5.7. ı
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VuHEEEREREEETITe zn= & ac eRUmeEN DIE DELETE BEE ER TENEEE TET TEN uEEr-- 2 DE EEEE TEEEEE—|
4909 mn
Lichte einer Lampe wieder(n). Wohl aber lassen sich Thatsachen anführen, welche beweisen, dals es nicht das Licht allein ist, welches die Farben der lebenden. Körper erhöhet, sondern dals es auch ponderable Stoffe giebt, welche dieselbe Wirkung hervorbringen. Von HumsoLpr(0) und Ingen- Houss(p} entdeckten, dals Pflanzen eine dunkel- grüne Farbe selbst in der tiefsten Finsternis an- nehnnen, wenn die Athmosphäre, worin sie sich befinden, mit einer mäfsigen Quantität Wasserstoff vermischt ist. Eben diese Gasart ist es vielleicht auch, welche macht, dafs Bäume, die an schatti- gen, feuchten‘und dumphigen Orten stehen, oft das dunkelste Laub haben. Ausserdem läfst die Analogie der Amphibien und Fische, deren Grund- farbe oft von der Farbe des Bodens abhängt, wie im vierten Rapitel des vorigen Abschnitts bemerkt ist, vermuthen, dals auch der Boden auf das Co- lorit der Ptlanzen Einfluls hat.
In
(n) Sennesıer über den Einfluls des Sonnenlichts auf alle drey Reiche der Natur. Th.2. Abth.3. ‚Tessıer, Mem. de l’Acad. des sc. de Paris. 1783. p. 133. Von Humsoror’s Aphorismen.$.120. VAssAaLLı inCrEr's chem. Annalen. 1795. St. 11. 8.517.
(0) Aphorismen.$. 125ff. Usterr’s Annalen der Bota- nik. St. 3. 8..237. Journal. de phys. T. 40.-p. 154. Crerı’s chem, Annalen 1792. B.ı. 8.72.254. Gren’s Journal der Physik. B.5. S. ı96.
(p) Journal de phys. Fevr. 1786. Voısrt's Mag. B. 5. St. 2. 9.54
Rau wen gen. nien
Thi
ı aber assen Weisen, dal; lie Farben der dals es auch elbe Wirkung ) und Ihooy N eine dunkel Finsternils au, worin se sich tät Waseranf st eg, vielleicht die an schat: on stehen, Il ordem lilst ih deren Grut abhängt, hnitts ben!
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una 491
In Betreff der Säugthiere und Vögel ist es sehr
wabrscheinlich, dafs die Veränderung der Farbe,
welche viele von denen, die den Norden bewohnen,
im Winter.erleiden, nicht bey allen von dem ver-
minderten Einflusse des Lichts, sondern bey man- chen auch von Mangel an Nahrung herrührt.. Man weils sicher,. sagt der jüngere Gmerın(g), dafs T'hiere, welche hungern müssen,'das beste Pelz- werk geben. Die Siberischen Tartaren nehmen die Füchse aus ihren Gruben, entziehen ihnen die Nahrung, und ihr Fell verbessert sich. So lange der Wolf genug zu fressen hat, werden seine Haa- re weder schön, noch weils.‘ Einige gefräfsige Raubvögel bekommen dichte und weisse Federn, wenn ihnen im Winter kleine Vögel fehlen; hinge- gen der Adler und der Uhu verändern ihre Farbe niemals, weil sie sich vom Raube. vierfülsiger Thiere nähren, deren sie im Winter so gut, als im Sommer, habhaft werden können. Oeffnet man im Winter diejenigen Tbiere, deren Haare oder Federn in dieser Jahreszeit vollkommner werden, so findet man, dals sie mager und mit vieler Feuch- tigkeit angefüllt sind. Säugthiere und Vögel, die immer zu fressen haben, verändern ihre Farbe nie- mals. Deswegen hat man unter einem gemälsigten oder warmen Himmelsstriche keine Beyspiele von solchen Wintertrachten, wie man im Norden sieht: denn dort kann es niemäls an Nahrung fehlen.
Des-
(q) Reise durch Rufsland. Th.ı.$. 78 fe.
6: | E \
| h 492 wur Deswegen ist die Veränderung der Haafe in den j nördlichen Gegenden nicht beständig, und einige Bel, Vögel, die sich sonst nicht umzukleiden pflegen, zeln ihun es doch zuweilen, wenn es ihnen an Fut- aus ter gebricht.' 651 ler : Der erste Theil unsers obigen Satzes von der ki Wirkungsart der erwähnten ponderablen Stoffe ist an also dargeihan, und hiermit ist zugleich eine That-| I sache erklärt, wovon sich ohne diesen Satz kein Grund würde angeben lassen, nehmlich dafs die hi | lebende Natur in den verschiedensten Climaten von 2 gewissen Seiten eine unverkennbare Aehnlichkeit n behauptet. Erinnert man sich jetzt dessen, was a wir im vorigen Abschnitte über den Einflufs gesagt n haben, welchen der Boden und das Medium, worin ei sich Thiere und Pflanzen aufhalten, auf die ganze Ei % sehi Organisation haben, so wird man dort auch die 2 Belege zu dem zweyten Theile jenes Satzes antref. ag fen, worin behauptet ist, dafs jede dieser Poten- en zen nicht nur der Wärme oder dem Lichte analog| ve wirkt, sondern zugleich noch eine eigene Nehen- gro wirkung auf die Bildung einzelner Organe äussert. den Vorzüglich merkwürdig ist in dieser Hinsicht die a im vierten Rapitel des zweyten Abschnitts erwähn- Lin te Veränderung, welche die Gestalt der Lachse, sind ee Asden Meere in die Flüsse und Any Landseen. von Ramschatka aufsteigen, von dem Bote aufgehobenen Einflusse des Salzwassers erleidet. KR
In-| h,
masmeumun 493 hate| b: ö N den Indels können auch jene eigenen Nebenwirkun- under i S 2 eig gen, welche ponderable Stoffe auf die Bildung ein-
(den Dilesen,
zelner Theile des lebenden Organismus äussern, inen an Fu
aus sehr verschiedenen Ursachen entstehen.© So ist es z.B. gewils, dafs die Stacheln und Dornen vie- ler Pflanzen oft Produkte des Erdreichs sind. Du-
tzes von der
len Stofe FAy pflanzte zwey Rosenstöcke, den einen in einen
vortreflichen, mit Nahrungssäften reichlich verse- ch eine That. O
| henen Boden, den andern in Sand. Beyde wuch- sen Satz kein ‚lich dals die Glimaten von Aehnlichket
dessen, wu
sen ganz gleichförmig; aber der erstere war dicht mit starken und spitzen Dornen besetzt, indem
man den andern, dessen Stacheln ganz biegsam und.
in geringer Anzahl vorhanden waren, angreifen
er konnte, ohne sich im geringsten zu verletzen(r), Hi 5x Nach dieser Erfahrung würde es blos ein fruchtba- Au N rer Boden seyn, wodurch die Stacheln der Pilanzen auf die Bi gebildet werden. Allein wenn man dıe Genista lort auch& anglica, die Ononis spinosa und andere dornichte
Satzes antre 2; 2= r. Salze Gewächse auch in den dürresten Sandfeldern sieht,
..] no.[}. D dieser Pott wenn man erwägt, dals in Persien, also in einem
EEE EEE N STETTEN ERSTER RETTET TEEN TER
Lichte any grolsen Erdstriche, wo doch beträchtliche Verschie- jgene Neber denheiten des Bodens statt finden müssen, die mei- ‚gane äussel sten Stauden, und sogar solche, die in andern h Hinsicht di Ländern keine Dornen haben‘,'mit diesen besetzt| nitts erwähnt sind, so wird es wahrscheinlich, dafs jene Erschei- i der Lachst, nung noch durch andere Ursachen, als durch den , Flüsse und Boden, hervorgebracht werden kann. Zu vermu-
yon de then s erleidet(1) Lichtengene’s Mag. f. d. Neueste. aus der Physik,
In- B. 4 St. 2 5,62.
e| | 494—— 1 / then ist es, dafs in Persien gewisse Winde diese un Ursache sind, indem auch der wollichte Ueberzug Stoffe mancher Pilanzen sowohl von einem nassen Boden, verm als von dem Einflusse der Winde entsteht(s), und tung in jenem Lande alle Kränter eben so mit Haaren selbe oder Wolle, wie die Bäume und Sträucher mit Sta- in dı cheln besetzt sind(t). Stof 0: wärtl Jetzt aber stolsen wir auf eine ähnliche Schwü- len rigkeit, wie im ııten() des vorigen Kapitels. Man wink wird gesel (s) M. s. oben. 40. 4ı. ten, ) Nichts ist hier(in Persien) häufiger, sagt der jün« dals . gere GMeLIN(Reise durch Rufsl, Th.z. S. 348), als einen die Ceratonia, welche in den Apotheken unter dem chen, Namen der Siligua dulcis bekannt ist. Hier sind die Orzan Mespeln, die Birnart Asgıll, der stachlichte Pflau- Y menbaum, die Calaffa, und der Granatbaum mit ih- Orgi ren Stacheln beschwerlich. Hier sieht man Bäume| a mit diesen Wailen versehen, die sonst keine haben, liche z. B. Cornus sanguinea, vieler anderer Beyspiele nicht| treten zu erwähnen. Diese Bäume werden von einem stach-| Es fo lichten Stauden-Rubus,© der China-\Vurzel und an- tion dern Pflanzen der Art umschlungen. Auf der Erde die ı kriechen wollichte Kleearten mit haarichten Kelchen.: en An andern Stellen sieht man viele Kräuter aus der Fa- milie der rauchblättrigen und sternförmigen des Tour- a. NEFORT. Dort erscheinen Lychnisarten mit ihrem gen r Pelz, da eine grolse Anzahl vom Hahnenfufs- Ge- Solche schlechte, und da eine eben so beträchtliche von Wik-;| gering ken- und Schootenpflanzen; ‚fast alles hat einen haa-\ gerir
richten oder wollichten Ueberzug,
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Winde Riese te Vebernng assen Boden, eht(s), und mut Haaren
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Hier sind& tachlichte Pr atbaum mit! ht man Bau: st keine habt Beyspielenil on. einem stal! Vurzel und# Auf’der Ent ichten Relchen uter aus der Jr nigen des Touk® rien mit ihren Iahnenfuls Gr 1%
117 1.1 a yıl ‚ehe VOR jeh
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| 495
wird fragen: Ob der Boden, ob andere ponderable
Stoffe mehr als blofse Abarten hervorzubringen vermögen? Ob die specifiquen Charaktere der Kat- tungen nicht mit der physischen Verbreitung der- selben in engerer Verbindung stehen mülsten, als in der That der Fall ist, wenn sie Produkte jener
Stoffe wären? Durch den im Aten( des gegen-
wärtigen Kapitels bewiesenen Satz, dafs zwischen.
allen lebenden Körpern eine dynamische Wechsel- wirkung statt findet, sind wir indels in den Stand gesetzt, diesen Einwurf befriedigend zu beantwor- ten. Hat jener Satz seine Richtigkeit, so folgt, dafs jene Körper vermöge dieser Wechselwirkung einen einzigen dynamischen Organismus ausma- chen; es folgt zweytens, dafs mit der vollendeten Organisation der ganzen lebenden Natur auch die Organisation jedes lebenden Individuum’s bestimmt ist; es folgt ferner, dafs in derletztern keine wesent- liche Abweichung von der ursprünglichen Norm ein- treten kann, so lange die erstere unverändert bleibt, Es folgt aber auch, dafs damals, als die Organisa- tion des Ganzen noch im Werden begriffen war, die des Einzelnen ganz abhängig von Einflüssen gewesen seyn kann, welche jetzt nur noch blolse Varietäten, nicht mehr Gattungen, hervorzubrin- gen vermögen. Es folgt endlich, dals die Gewalt
solcher Einflüsse über einen lebenden Körper desto geringer seyn muls, je grölser, und desto grölser,
‘je geringer die Zahl seiner Berührungspunkte mit
der
\
496 mn
der Aussenwelt ist, Diese Zahl steigt aber mit der Mannichfaltigkeit der Organe, und nimmt ab mit zunehmender Einfachheit und Gleichartigkeit der letztern. Jene Gewalt mufs also geringer seyn bey den höhern Thierclassen ,. als bey den niedern; gröfser bey den Pilanzen; und am. grölsten bey
den Zoophyiten.
Vergleichen wir mit dieser letztern Folgerung die Erfahrung, so stimmet sie auch ganz damit überein. Einen Beweis, wie schwer die Ausartung bey dem Menschen von statten geht, geben die Ju- den. ‚Schon seit so vielen Jahrhiunderten aus Palä- siina verbannt, und in alle Weltgegenden zerstreut, behanptet dieses Volk, selbst unter den verschie-
densten Zonen, noch immer seine eigenthümliche Bildung.
Ein höherer Grad von Degeneration findet bey manchen der übrigen Säugıibiere statt. Auf der In- sel St. Barthelemi bekamen die Schaafe nach drey oder vier Fortpflanzungen statt der Wolle gerade steife Haare(u). Das zahme Hausschwein, das ohne Zweifel von dem wilden Eber abstammet, ar- tet hin und wieder in Racen aus, die an Sonder= barkeit alles weit übertreffen, was man an körper- licher Verschiedenheit unter den Menschen bemerkt.
Schweine mit ungespaltenen Klauen kannten schon die
(u) FAuzzeng in den’ Neuen Abh, der Schwed. Akad. B. VII. J. 1786. S.225.
ft aber nit der nimmt ab nit Chartigkeit der tinger seyn bey y den niedem;
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ztern Filtrang uch. garı{it er die Ansatu IE ıt, geben üeh derten aus Bl: renden zerstel, er den verschlt
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Hausschwein ber abstanınt,! 5, die an Spndt sg man Al hünt®
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497 die Alten, und in Hungarn, Schweden und andern Die Europäischen Schweine, die im Jahre 1509 von den
Ländern finden sich ganze Heerden davon.
Spaniern nach der Westindischen Insel Cubagna gebracht wurden ‚ degenerirten dort in eine Varie- tät mit Tlauen, die auf eine halbe Elle lang waren(v).
Einen noch grölsern und schnellern Einfluls haben die Ursachen der Degeneration auf die Far- ben der Vögel. Das Männchen der Loxia Oryx zeichnet sich in Südafrika während der Frühlings. und Sommermonate durch sein glänzendes, am Halse, an der Brust, dem Rücken, dem obern und untern Theile des Steilses hochrothes, an der Keh- le und dem Unterleive schwarzes Gefieder aus. Im Herbste und Winter verliehrt es diesen Schmuck, und nimmt die granlich- braune Farbe des Weib.
chens an(w).. Es giebt bey den Säugthieren der
'wärmern Climate kein ähnliches Beyspiel von einer
so schnellen und so totalen Umwandlung der Far-
be; und auch in den kalten Zonen sind die Farben.
veränderungen der meisten Säugthiere. geringer, als die der Vögel.
Aber
(v) BrumengAcH in Vorcr’s Mag. f. d, Neueste aus
der Physik. B.VI. St.ı. S.7. Hacgver ebend. B, VI.
St... S.28E.
(w) Barrow’s Reisen in das Innere von Südafrika, S. 50%
Ba. 1], Ii
} j ı Bi 3 4 Fi | 2
Se En a sen
498—
Aber bey diesen Thierclassen sind es doch blös die Klauen,‘Haare, Federn und andere min- der wichtige Organe, worin äussere Einflüsse schnelle und grolse Veränderungen hervorbringen, Hingegen’ bey den Fischen erleidet fast die ganze Organisation binnen sehr kurzer Zeit eine Umwand- lung, wenn die Beschaffenheit des Elements, wor- in sie sich aufhalten, verändert wird, wie aus dem schon oft erwähnten Beyspiele der Zugfische in
Kamschatka erhellet.
Sehr leicht und sehr schnell degeneriren auch die Pilanzen. Sträucher arten in Bäume, und Bäu- me in Sträucher aus. Fremde,.und sogar einhei- mische Gewächse verwandeln sich in unsern. Gär- ten oft so,'dals auch ein’ geübten, Botaniker kaum mehr im Stande ist, ihren ursprünglichen ‚Charak-
ter zu erkennen.
Wie wenig Selbstständigkeit endlich die Orga- 'nisation der Zoophyten hat, ist schon aus dem dritten Kapitel des vorigen Abschnitts bekannt. Hier aber ist auch die Zahl der Berührungspunk. te mit. der Aussenwelt und die Verkettung mit dem Organismus, den die lebende Natur vermöge jener dynamischen Wechselwirkung bil- det, welche unter ihren Individuen statt findet, weit, geringer, als bey den übrigen lebenden Rör- pern. Nur bey den Zoophyten sehen wir daher
noch beständig. das Phänomen der Erzeugung aus form-
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4939
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Organisation von einfacherer Art ist, nur in ver-
schlossenen Höhlen und an andern isolirten Orten,
‘noch statt findet.
6:8:
Jede Form des Lebens kann durch physische Kräfte auf eine doppelte Art hervorgebracht seyn: entweder durch Entstehung aus formloser Mate- rie, oder durch Abänderung der Form bey fort-
dauernder Gestaltung, Im letztern Falle kann die
Ursache dieser Abänderung entweder in der Ein-
wirkung eines ungleichartigen männlichen Zeu- glungsstoffs auf ‚den weiblichen Keim, oder in dem erst nach der Erzeugung statt findenden Einflusse anderer Potenzen liegen, Durch jene Ursache werden Bastarde, durch diese Abar- ten gebildet. Ohne Zweifel werden sich dem Leser bey unsern bisherigen Betrachtungen schon längst die Fragen aufgedrängt haben: auf wel- chem dieser Wege die lebende Natur ihre jetzige Gestalt erhalten hat? Ob alle verschiedene Gat- tungen der lebenden Körper aus formloser Ma- terie hervorgingen, oder ob nur gewisse Urfor- men(protoplasta) auf diese Art hervorgebracht, und die übrigen durch Ausartung oder durch Bastarderzeugung von jenen entsprungen sind?
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Diese Fragen lassen sich theils gar nicht, theils hier noch nicht beantworten. Man sieht aber leicht ein, dals es keine Aenderung in den Re- sultaten unserer bisherigen Untersuchungen macht, ob alle, oder nur gewisse Gattungen aus Urformen, und im letztern Falle die übrigen durch Ansar- tung von diesen entstanden sind. Nur dann wür- den jene Resultate einige Einschränkung erleiden, wenn die Bastarderzeugung einen wichtigen An- theil an der Bildung der jetzigen lebenden Natur gehabt hätte, Allein dals dieser Antheil, wenn er wirklich statt gefunden hat, nur sehr gering gewesen seyn kann, werden wir im vierten Bu- che beweisen.
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durch Ausır. SQ Z Sr 95- ı. 11*- 15.
Nur dann wi | AN Wit 2£ 2.- In Win Von der Achnlichkeit, die zwischen den nordwestli-
'kung erkiden, chen Küstenländern der alten und neuen Welt in Anse- wichtigen An hung des Pflanzenreichs statt findet, geben auch die Beob-
\: ä ge achtungen, die LA Prnousz und dessen Begleiter beym Port des Francais unter ‚589 39° N. Br. und 159° 50° west- licher Länge, von Paris machten, einen Beweis. Man
ebenden Natır Antheil, wen
ur sehr gering fand hier, sagt LA Prrovuse, beynahe alle die Pflanzen, im vierten Jı. welche in Frankreich auf Wiesen und Bergen wachsen. Än einer andern Stelle bemerkt er, dafs alle dortige Er- zeugnisse des Pflanzenreichs auch in Europa einheimisch. sind, und dafs De LA MARTINIERE auf seinen dasigen Streifereien nicht mehr als drey Pflanzen gefunden habe, die er für neu gehalten hätte.(LA Perovse's Entdek- kungsreise.'B. ı. 8. 322, im Mag. von Reisebeschr, BD.
XV.)
S. 101. 2. 16-22.
Fine ähnliche Stufenfolge in der Vegetation. wie Tounneroar auf dem Berge Ararat beobachtete, traf der jüngere GmEtIN auch auf den Gilanischeir Schneegebirgen
an.“(S..G. Gmerin’s Reise durch Rufsland. Th. 3. 5 362.'429:)&
Saar Zar Mehrere Flechten und Pilze, namentlich Lichen ver- tieillatus," L. aidelus, L. radiciformis, L. pimwatus, die meisten Byssi, Verrucaria rubra, Agaricas acheruntius, A: acephalus, Boletus botryoides, Octospora eryptophila, vergehen binnen wenigen Sekunden, wenn sie aus ihren 11,5 uhtere
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unterirdischen Wohnörtern beym Somnenscheine an die athmosphärische Luft gebracht werden.(Von Humsoıp’s Aphorismen aus der chem. Physiol. der Pflanzen. 8.80.)
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Auch in Hudsonsmeerbusen zu Cap Fry unter 649 320 N. Br. giebt es sehr grolse Tangarten.“Das Meergras,” Sagt Errıs,(Reise nach Hudsonsmeerbusen.$. 266.) “wächst hier ungemein stark, und einiges wird 30 Fuls „lang, welches ich deswegen anführe, weil es mir zum „wenigsten was Ausserordentliches zu seyn scheinet, in- „dem hier wegen‘ der rauhen Witterung nur wenige „Gewächse auf dem Lande sind.”— Nirgends aber findet sich so viel Tang als in der Bay Castries an der Tartari- schen Küste unter 519 29° N. Br. und 1399 4° östlicher Länge von Paris.“Es ist kein Meer ‚” sagt LA PErousz, (Entdeckungsreise. B. 2.$.73)“fruchtbarer an Seetang „verschiedener Art als dieses, und der Pflanzenwuchs un- „serer schönsten Wiesen ist weder so grün, noch so dicht „bewachsen, Eine grolse Vertiefung, auf deren Ufer ein „Jartarisches Dorf lag, und die wir zuerst für tief genug „hielten, unsere Schiffe aufzunehmen, weil die See hoch „genug ging, als wir in der Bay ankerten, wär zwey „Stunden nichts mehr für uns als eine grolse Wiese von „Seegras.”
S, 213. Z.5 von unten.
Nach den Worten: Nirgends giebt es so viele Störarten„. als in diesen Gewässern,_ setze man hinzu: undin.den grolsen Nordamerikani- schen Landseen.
$..221 ff.
Was ich hier über die Verschiedenheit des Amerikai nischen Alligator von dem Nilcrocodil gesagt habe, lei- det, neuerh Untersuchungen von GEoFFRoYr zufolge(An- nales du Museum d’Hist. nat. T.II. p. 37. 53), einige Abän-
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So fand man auch bey der Fntdeckung von Amerika auf den Westindischen Inseln nur vier Arten von Säug- thieren,‘ wovon das grölste(vermuthlich'die"Marmota monax) nicht gröfser als ein Kaninchen war, nebst einer Art kleiner stummer Hunde.(Roberrson’s Gesch. von Amerika. B. ı. 8. 38.) i
$. 255. Z. 2 von unten.
Der Hering gehöret nicht zu diesen Thieren. Nach Iserr(Reise nach Guinea. 8.206) ist er der häufigste Tisch an der Küste von Guinea. Er gehöret dagegen zu denen Thieren, die sich auf beyden Seiten der alte und neuen Welt finden, indem er, dem YsgrAann(Reise nach China. 8.31) und Krascuenntnıkow zufolge, in ver-
schiedenen. Gegenden von Hamschaika häufig vorhan-
den ist. J
S. 261. Dafs manche Tische so weite Züge, wie hier voraus-
gesetzt ist, auszuführen im Stande ist, beweisen Perouse’s
4
Beobachtungen. Bey seiner Abreise von den Sand wichin- seln sagt dieser:“Die Fische, welche uns von der Öster- „usel bis in die Nähe unsers Ankerplatzes nachgeschwom- „men waren, verlohren sich nun. Sonderbar genug war „es, dals immer derselbe Zug Fisehe unsere beyden Fre- „gatten wenigstens funfzehnhundert Meilen weit beglei- „tete. Mchrere Boniten, auf@deren Rücken wir noch die
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en Sos „Wunden, welche ihnen unsere dreyzackichten Wırf- „spiesse verursacht hatten, sehr deutlich wahrnahmen, „waren so kennbar, dals wir sie von andern ihrer Art sehr „genau unterscheiden konnten. Täglich sahen wir die „nehmlichen Fische rings um uns her, die wir bereits am „vorhergehenden Tage bemerkt hatten. Ich glanbe ganz
„gewils, wenn wir uns nicht bey den Sandwichinseln
„aufgehalten hätten, würden sie uns noch zwey- bis drey-
„hundert Meilen weit nachgezogen seyn, bis sie endlich „in solche Gewässer gekommen wären, worin sie, ıhrer „Natur nach, nicht länger Nahrung gefunden hätten.” (LA Perouse’s Entdeckungsreise. B.ı. 8.254.)— Von manchen Vögeln, und besonders allen Seevögeln, ist es übrigens bekannt, dafs sie sieh oft ausserordentlich weit von den Küsten entfernen. Wenn man nach den Westindischen Inseln segelt, sieht man oft Vögel 200 Seemeilen weit vom Lande(SroAne Hist. of Jamaika. Vol. ı. p. 50.). CATespr sahe eine Eule zur See, als das Schiff 600 Seemeilen weit vom Lande entfernt war(Nat. Hist. of Carolina. praef. p. 7. Hist. nat, de Bursos. T.XVI. p. 32.)
S. 531. 383
Im Jeny und July 1803 habe ich selber Gelegenheit gehabt: die hier erwähnte, sich willkührlich bewegende Conferve(Eonferva limosa RorH.) häufig zu beobachten. Ich fand sie in einem doppelten Zustande: in dem einen bestand sie aus sehr zarten, farbenlosen, divergirenden grüner Materie salsen; in dem andern Zustande waren die Täden
Fiden, die mit dem einen Ende in Schlamm oder
weit länger, stärker und gedrängter, hatten eine schöne blaugrüne Farbe, und bildeten eine Art von Rasen. Jener Zustand ist der, worin ich diese Conferve in den Gräben antraf. Aus ihm ging sie in den letztern über, wenn ich sie in reinem WVasser dem Tageslichte aussetzte.
In dem erstern Zustande war die häufigste Bewegung jener Conferve die ‚pendelfürmige. Ihre einzelnen Fäden
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beugten sich mit den freyen Enden stofsweise von derRech-.
ten zur Linken und von der Linken zur Rechten. Doch krümmten sie sich auch nach jeder andern Richtung. drehten sie sich so, dafs ihr freyes Ende einen Cirkel; und ihr Ganzes einen Kegel beschrieb; oft erschienen sie 1 schlangenförmiger Gestalt; oft, näherte sich‘ ihr bewegli- ches Ende dem unbeweglichen so, dafs sıe das Ansehn von
biegsamen Stäben erhielten, deren Enden gegen einander
gebogen sind. Bey der pendelförmigen Bewegung machte.
gewöhnlich das freye Ende eine hakenförmige Krümmung. Zugleich fand hierbey eine fortschreitende Bewegung statt, vermöge welcher das eine Ende, womit der T'aden am Schlamme sals, entweder in diesen tiefer eindrang, oder sich aus demselben herausbegab, und die man bey einer flüch- tigen Beobachtung leicht für eine Verkürzune, oder für ein Wachsthum der Conferve ansieht. Zuweilen sahe ich einen Faden, der bisher unbeweglich gelegen hatte, seine Bewegungen auf einmal stofsweise anfangen,»Die Tempe- ratur und’ das- Verdünsten des Wassers schien auf die Schnelligkeit und Stärke der Bewegungen Einfluls zu ha- ben. Ich beobachtete nehmlich, dals ein Haufen von Fä- den, den ich lange vor einem offenen Fenster betrachtet hatte, ohne heftige Bewegungen darin wahrzunehmen, sich stärker zu krümmen anfıng, als die Thüre des Zim- mers geöffnet wurde, und davon ein Luftzug entstand, der das Vergrölserungsglas traf.
In dem letztern Zustande, worin die Fäden der Con-
ferve eine blaugrüne Farbe haben, gingen ihre Bewegun-
gen nicht so lebhaft, wie in dem erstern, vor sich. Als ich in einem Wassertropfen, der einen Haufen jener Fä- den enthielt, etwas weissen Zucker auflöste, rollten sich ‚diese auf, wurden steif und unbeweglich, und bekamen ein gegliedertes Ansehn. S. 384- Umständlicher sind Grrop- Cuantran’s Beobaclhtun- gen
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dem Abdrucke.des gegenwärtigen Bandes herausgeköimmen
ı Richtung, Of:-: 8, ist, und daher hier. noch nicht benutzt werden konnte: Re-
nen Cirkel; nn Een 5; eh i and cherches' chimiques et microscopiques., sur: les Conferves,
tsollenen sie|’ 3 1
in em Bysses, Tremelles etc. par GrROD-CHANTRAN. Paris. AnX.4
ch ılır bewecli,
.n/ 9 /ı das Ansehn von 5.394. 2.4 ff. L..“ 1°. as gegenwärtige FR] über Antstehung einander Das gegenwärtige Kapitel über die Entst{ ung und die . Verwandiungen der lebenden Körner wurde schon vor ewerung machte== Kia viertehalb Jahren ausgearbeitet. Seit dieser Zeit verhin- nge Krümmung, Ä“&- AR i 2 Beet i derten mich andere Beschäftigungen üner jene Gegenstände ERUNg satt, i&= ei
weitere eirene Beobachtungen anzustellen.° Nur die Resul- t der Taden an Er 7 Le 3. Ar ea tate neuerer Lektüre und fernern Nachdenkens habe ich drang, oder sic R 2 Se: H späterhin nachtragen können. Erst ım Frühlinge und
bey einer Nic: Sommer des jetzigen Jahrs 1803 nachdem das Manuseript
zung, oder fir; ee 1. N jenes Kapitels schon zum Drucke abgesandt war, ist es weilen sahe ich: at RR. 1: mir möglich"gewesen, den Faden meiner ehemahligen ren hatte, seine! e.
| Untersuchungen über die Entstehung der Conferven und
ande I Tremellen wieder anzuknüpfen. Die Resultate dieser neu- Een ens®
ns 2 ern Beobachtungen gehören indels mehr für den folgenden, Binfluls an In als für den gegenwärtigen Band. Nur dies muls ich hier Haufen von Fi erinnern ‚. dals mir jetzt die Benennung von Truchtkei-
an aclıtet 4... r. Ra ed 2. enter betrcl die ich in der 7 und''g Zeile der 304 Seite füx.die
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wahrzauchnen, sich willkührlich bewegenden’ Körner gewählt habe, die Thüre des in man im Innern einer jeden Conferve und Tremelle vom us entstand, da Anfange ihres Entstebens an wahrnimmt, unpassend zu
seyn scheinet. Die eigentlichen Fruchtkeime zeigen sich , Fäden der Cor bey den Cohferven nur in einer gewissen Periode ilıres Le- 1 ihre Bewegur bens, und zwar bey vielen Arten(z. B. der Conferva seti- 1, vorsich Ah formis, spiralis, scalaris RorH. u. a. m.) erst daun, wenn
n jenet I sich mehrere Individuen durch Röhren, die an den Seiten aufen)
ist, rollen sch h, und bekamen Nach dieser Verbindung en a oruperwilen ‚u
kleinern Körner, welche an den innern Wänden eigener
derselben hervorwachsen, unter einander verbunden haben,
Schläuche in Spirallinten, sternförmigen oder andern regel- mälsigen Figuren befestigt sind, aus der einen Conierve in
| , sutude un’s Bart e: gm die
EEE TE EFT TO EEE En egerSEUneE 0 TEE EEE TE
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die andere übergehen, und in der letztern sich'zu sphärt- schen oder ovalen Beeren vereinigen, die mit der Conferve fast von gieichem Durchmesser sind, und nach deren Bil- dung bios die äussere, farbenlose Hülle der letztern übrig bleibt, Diese Beeren, mit deren Entstehung das Wachs- thum der Conferven beendigt ist, müssen ohne Zweifel für die wahren Truchtkeime der Wasserfäden angesehen wer- den. Aber nicht von ihnen, sondern von den ursprüngli-
chen grünen Körnern, die schon bey dem Entstehen der
‚Conferven ın denselben vorkanden sind, gelten die Sätze
dieses Kapitels. Nur die letztern verhalten sich unter ge- wissen Umständen als Infusionsthiere. und sind dabey im Stande, die Conferve, in deren Innerm sie sich befanden, auf eine, mir noch unbekannte Art zu reproduciren.
‚Druckfehler.
S.ar. Z.19. St. Camphorasma|, m. Camphorosma.
S.82.12.,5.: St. Siola-lL em sid
s.94. Z.3. Nach abnehmenden Graden setze man hinzu:‘der Breite.
DI Z. Nach 35ten® setze man hinzu: der.
118. 2.11. St. der Guaiakanen|. m. die Guaiakanen.
119- 2.19. St. Michanxia|. m, Michauxia.
.123. Z.18. Nach erhält setze man hinzu: so sehr.
. 156. Z.13.. St. unabhängiger|, m. abhängiger.
.171. In der Ueberschrift des zten$ lese man Thiere statt P£lan-
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176. 2.3. St..arctor|. m. arctos. SAT. 2.12. St. Vous ie me. Vor.
.382. Z.5. St, ungefiederten|, m. ungegliedertem
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sich zn mhär.. t der Coubee nach deren Bl. letatern übri ng das Wacll. ne Zweifel ſir ngeseheen wir. gen ursprüngl- Eutstehen der Helten dit Gätes sich unter ge⸗ sind dabey im sich bekanden,
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