, haer Univ.-Badi. 5 4 Siessen —,———————yy— u“*“ ——————————— 1 ——————ͤö——ͤö—ͤ—ͤſͤſͤſͤöͤöͤſͤſͤöoöoöſͤſſſͤſdſſſſſ— 4— —,,— 2 1——————+ 222 2 5 eohachtungen + 5 über den Ackerbau der Pfälzer. B9 1 . N. S ch w er z. Berlin, 1816. ei G. N e i m e X. ED Hoc erat in votis: Modus agri non ita magnus, hortus ubi, et tecto vicinus jugis aquae fons, et paulum silvae super his foret! x MonαT. SArik. Vr. ZIIB. II. —3‚.‚‚....‚.....—f———.—— An meine Leser. Der Hanf, den ich mir im Elsaß gewor⸗ ben hatte, war aufgesponnen. Da ich nun wußte, daß sich in einem mir nahe gelegenen Lande, der rheinischen Pfalz„ noch ein an⸗ deres gar kostbares Material vorfände: wie sollte ich da die Hände in den Schooß legen, und nicht hineilen, um auch diese Hede für meinen Rocken einzusammeln? Ich that es, und der Leser mag aus dem Zeuge, zu dem ich sie verwirkt, urtheilen, ob das Darnach— gusgehen sich der Mühe lohnte? So viele Schätze zu unsern Füßen, und so Wenige die darnach graben! Sie liegen daher versteckt in dem Dunkel, das sie um— 1V giebt, und dienen bloß ihrem ahln sich Besitzer, statt, daß sie ans Lichishebracht, noch so viele andere bereichern könnten, ohne daß jener dadurch verarmte. ö ö llt Man erperimentirt wohl hier und da. V Dadurch kommt denn von Zeit zu Zeit eine unt einzelne nützliche Beobachtung zum Vorschein. f Dieser Weg aber ist sehr lang, weil, wie jedermann weiß, ein erhaltenes Resultat meh⸗ rere Jahre hinter einander an den Probestein E der Erfahrung angestrichen werden muß, um I seinen wahren Gehalt zu bewähren. Und* dann findet sich nicht selten am Ende, daß dasjenige, was man mit vieler Müͤhe suchte 60 und fand, doch nichts Neues, sondern an—⸗ moge derswo, wiewohl nicht bei uns, längst be⸗ kannt seye. Nicht, daß ich dadurch dem ü Experimentiren, zumal den vergleichenden Hn Versuchen, seinen großen Nutzen abspreche. K Heil vielmehr und Dank jedem edlen Manne,, der sich damit befaßt; denn solches geschie ht 0 f. V nicht ohne Mühe, Zeit, Aufwand und In⸗ telligenz. Ich wollte nur sagen, daß es noch eine reichhaltigere Miene zur schnellen Er— weiterung unserer Kenntnisse gebe; die näm⸗ lich der gemeinen Erfahrung, oder des Schlen⸗ drians, wenn ich ihr diesen verdächtigen Na⸗ men geben darf. Der Ackerbau ist das gemeinste, das älteste, das nothwendigste aller Gewerbe. Es wäre also zu verwundern, wenn die un— zähligen Menschenköpfe, die sich unter allen Völkern, in allen Ländern und zu allen Zei⸗ ten damit getrieben haben, nicht schon alle Entdeckungen gemacht hätten, die darüber zu machen sind. Nur, wie gesagt, brennt das Licht allzuoft unter dem Scherffel, und selbst die nächsten Nachbaren werden seine Strah— len nicht gewahr. Wie manches stille nütz⸗ liche Lämpchen erlosch nicht schon auf diese Art, ohne daß man sein Daseyn ahnete, und sich Jemand bei seinem Lichte gefreuet ᷣ̃‚q‚DCũqũqCqCqSqSSSSSSSSASS————s———“————F———.— vu ö hätte! Niemand kann das besser beurthei— len, als der, welcher den Ackerbau elbst ge— trieben, darüber gelesen, das Gelesene durch—⸗ dacht hat, und sich dann aufmacht, das Handwerk bei den gewöhnlichen Bauern in verschiedenen Gegenden anzusehen. Staunen wird er da nicht selten, dasjenige hier und dort in alltäglichem Umlaufe zu finden, was er bisher für eine wunderneue Schaumünze gehalten hatte, bloß, weil sie eine neue Präge trug. „So übt längst im Stillen ein einfach Gemüth „Das, was der Verstand des Weisen erst sieht.“ Wir rüsten Fregatten und Corvetten aus, reisen nach den Südinseln, machen einen Spaziergang um die Welt, um die Namen und Sitten von ein paar wilden Völkern mehr kennen zu lernen, unsere Kräu⸗ terbücher und Treibhäuser mit einigen Pflan⸗ zen zu bereichern, und unser Naturalien-⸗ ——— E 2——.————U‚‚‚EIItItIt“I‚t‚ttF‚‚‚““..... VII kabinet mit ein paar ausgestopften Vögeln zu zieren; oder gar um ein kleines wüstes Eiland an den Grenzen des Eismeers zu entdecken. Da der Mensch nicht von dem Brote allein lebt: so können wir ihm auch diesen Geschmack gönnen; nur wird man eingeste— hen, daß es Dinge giebt, die etwas mehr zu der Summe des allgemeinen Menschen⸗ glückes, zum Wohl und der Stärke des Staats und dem Lebensgenusse seiner Be— wohner beitragen, als jene glänzende und angenehme Entdeckungen, und diese Dinge brauchen wir nicht weit übers Meer her⸗ zuholen. Wir finden sie in unsrer Heimath, oder den Ländern die sie umgeben. Ihr Aufsuchen ist nicht schwer, und würde nicht den tausendsten Theil von dem kosten, was die Reise einer Flottille zur Umsegelung der Erde erfodert. Woher kommt es denn, daß man bis niviv'ẽęsng ä5I II?ITICI“II“C“CECI?F᷑t t:t:tTtTCCCJ———— VIII jetzt auf die Entdeckung solcher soliden und wahren Güter nichts verwendet? Daß man es einem Privatmanne überläßt, sich für das öffentliche Wohl hinzugeben, dessen guter Wille sich oft weiter als seine finanziellen Kräfte erstreckt, und als es seine Musse zu⸗ läßtꝰ Der gütige Leser nehme also einstweilen mit dem Wenigen vorlieb, was diese Kräfte vermögen, und was freilich unter demjenigen bleibt, wozu ihn seine Wünsche berechtigen. Vielleicht, daß mein unvollkommenes Bei⸗ spiel zureicht, Männer von höheren Kräften zu bewegen, sich selbst zu entsagen und die Aehrenlese fortzusetzen, die ich in den Nie—⸗ derlanden, dem Elsaß und der Pfalz nur eben begonnen habe, und dann würde ich mir schmeicheln können, nicht umsonst auf Erden gelebt zu haben.— Doch genug hier— von, und vielleicht schon zu viel! Ich hatte anfänglich die Absicht, ge— — eee... Db e · ····· ꝗꝗꝗISSSSSDSDSIII KLilen räfte nigen Higen. Bei⸗ iften die Nie⸗ IX genwärtige Schrift nach Art meiner vorher—⸗ gehenden in einen systematischen Zusammen⸗ hang zu bringen; allein nicht wissend: ob mir zu einer solchen Einkleidung, wegen da⸗ mals wahrscheinlicher, und nachher wirklich erfolgter Veränderung meines Standortes, Zeit und Musse bleiben würde, schlug ich einen kürzern Weg ein, den nämlich: den Leser mit mir zu nehmen, und ihn gelegent⸗ lich auf dasjenige aufmerksam zu machen, was vor und nach meine eigene Aufmerk— samkeit erregen würde; ihm meine Ansichten und Urtheile mitzutheilen, und es ihm zu überlassen: ob er sie mit mir theilen will und kann. Sollte dieser Weg nicht gerade der un⸗— terrichtendste seyn: so ist er doch für den Leser der angenehmste, indem die trocknen Gegenstände, die in einem Werke über den Ackerbau nothwendig vorkommen, sich nicht ununterbrochen darauf anreihen, ihm also gz-—mzm—,'ln.:· Zeit lassen, ein wenig Luft zu schöpfen. Auch wird die Gemüthlichkeit und Herzlichkeit dabei manchmal ein Plätzchen finden, um durchzu— lächeln. Dieses mag ihr dann auch in einem Werke gegönnt seyn, das nur das Wohl der Menschheit zum Zwecke hat, und diesem schönen Zwecke zu Ehren ein Blümchen hier und dort mit unterstreuen, wird man selbst einem Landwirthe nicht verwehren. Endlich wird der vorgesetzte Weg mir noch das Vergnügen verschaffen, meine Leser mit manchem der vortreff lichen Landwirthe Uftt Merle 0 bekannt zu machen, die ich in der Pfalz auf⸗ zufinden das Glück gehabt habe. Sful ft Edenko Musad Hafllc öt Ufer der Queich. Merlenheim Fruchtfolge auf gutem Boden. —— auf Mittelboden Offenbach. Fruchtfolge auf gutem Boden —— auf Mittelboden —— auf schlechtem Boden Edenkoben Neustadt an der Hardt Haploortttr Fruchtfolge auf Sandboden —— auf sandigem Lehmboden XII Seite Fruchtfolge mit Esparsette. 28 Run — mit zuzerrnnee 29 Ehorsetiet 29 Lüene 30 Rier 32 Raps nach Luzerie 33 anse Runkelrüben 34 Had Stenneüden 35 Ecerh Mindvieh 30. Seehe 37 Gewöhnliche Fruchtfolge. 38 Wiblin Erstes Jahr: Runkenn 39 HDdiidel Zweites Sahr Gerstre 40 GKaosenß Drittes Jahr: Kle 40⁰ 56 Viertes Jahr: Spetz 41 LAadenbu Funftes Jahr: Gerste 41 Hedenh Sechstes Jahr Hafer 42 dpheröh Fruchtfolge auf schlechtem sandigem Boden 44 Vams —mit Luerneee 45 Las Mutttrftnddtt 8 Halton; Fruchtfolge auf Sandboden 30 ö Vit —— auf Mittelboden 50 Eats —— auf schwerem Boden 53 Bode F la chs 9— 53 Bah 2.r.....—. IMIh0hr. öhhhh,„„„Hͤ ñ,;ʒ II—;— e —— SSSSISI 11 Seite Seite 28 Mundenhemde d 655 29 Fruchtfolge auf leichtem Boden 56 29—— auf Lehmdoden 38 30 Fruchtwechsel PPPPPPR 59 32 Fruchtfolge mit Espern 60 33 Manheimnmiemmemm 3 65 34 Gegend zwischen Manheim und Heidelberg. 65 35 Sectenheinmdee 67 36 ruchtsogge„ 68 37 wmit Luszeene 70 38 Wiblingen 72 59 Heidelbergzg 74 40 Rcfenho 77 40 Bemerkungen für angehende Landwirthe. 81 41 Ladenduragg ñ. 85 41 Heidenhtim„90 42 SSersheeinnnn 94 44 Wommss w100 45 Tassen des Heues in nassem Zustande 1053 46 Canton Pfeddersyheinumm 104 60 Wirthschaft des Herrn Möllinger.. 14 30 Entstehen und Größe der Wirthschaff. 113 55 Bodenn III 55 Buchf ührung 2 ö 118 XIV Seite Fruchtumlaufstabelee 119 Hlhe Viehstandd 120 Dunger 124 Gespann 126 Pferd eunterhallt 8127 slche Wertzeuge 139 50 Beköstigung des Gesinddddeend1353ʃ— Feldeintheilung und Fruchtfolges 132 Hriegif Behandlung der in der Fruchtfolge vorkom PVinter menden Gegenständedeg. 0135 Anbau einzelner Gegenstände: Von 4. Lüzerne. 141 2. Esparsetttee 145 Gihecb 3. Runkelnubeenn 148 rine Erntegeschatt 1932 I Resultate der Wirthschaftserfahrungen. 153 Lsi Monsheinu˖unummdeeeeldm 108 u Wirthschaft der Familie Möllinger 170 Yfeddersyeimm 80 Icholz Früchtfsolll„181 u Oststein 185 Hudat Dürmsteiiin 188 u Klein Bockenheienm 190 Kendenheimnmn„193 XV Seite Golheii 96 Fruchtsolge auf gutem körnigen Boden 199 —— auf Lehmboden* 200 Beschreibung und Abbildung des Wendepfluges 202 Kirchheim Bolanden 204 Fruchtfolge auf Lehmboden 207 —— auf schwerem Lehmboden ͥ208 Kriegoselss 210 WinterboremꝓiVünn 1217/ Bruchtsole ũ„220 Wonsheiimm 223 Cruchtfolge 725 Erbesbudeshein 332335 reimersheiuinúnmmmee 933537 ize 235 Aibig 24 Fruchtfolge auf gewöhnlichem Boden.. 241 —— mit Luzerree 241 Bechtolsbemmdem 4244 Fruchtfolge und Feldzubereitung 247 Gundersbluunumnmnmiinemeemm 25ʃ Fruchtfolge mit Luzerne in der Ebene 252 —— mit Esper auf der Höhe 255 —— auf Sandfeldeen 254 xXVI Seite intersheiim 235 Fruchtumtauff 200 Sandho L„4202 Fruchtfolge auf schwarzem fetten Boden 264 Behandlungsart derselben 2065 271 ö ersheim 2775 Gewöhnliche Fruchtfolge 278 *—88 — ö 1 ö 4 *——.— D IIun“ 2.—.——.—.‚———— IDDEEEDEDDSSe.——...—.—————————— 3253.* 22 Pfälzische Landwirthschaft. ————.— 1————*. —— 8—. eeeeffffffTTfffTf᷑᷑!᷑!᷑!!P!P!hP;)* Ih lleinen Hfih us Un litunge! — Hist Fuc Ufer der Queich. Ich langte den ersten August 1814 bei diesem kleinen Flusse an, der die Scheidelinie zwischen der Pfalz und dem Elsaß, und auch gewissermaßen zwischen dem Ackerbau beider Länder bildet. Die Zweifelderwirthschaft, die wir in dem Weissen⸗ burger Bezirke, als dem nördlichsten Theile des Elsasses, wahrgenommen haben*), geht in unmerk⸗ lichen Abstufungen in eine andere über, die wir hier noch nicht bestimmen können, und deren Voll⸗ endung wir später vor uns haben werden. Der allmächtige Boden, der sich von Landau aus längs der Queich bis bald zu dem Rheine erstreckt, macht Alles möglich, Alles erlaubt, und was noch fehlt, das ersetzt der schöne, fette, und sorgfältig ge— wässerte Wiesengrund, den ihm Ufer bilden. Die Queich, oder ein Arm derselben, giebt das Wasser zu den schönen Wiesen her. Die Zu⸗ leitung und richtige Vertheilung desselben macht *) Beschreibung der Elsasser Landwirthschaft. Artikel: Fruchtfolge. 4 Risser der vormals Pfälzischen Regierung die größte Ehre. Biche Zu oft, und bei großen Wässerungsanlagen immer, sebl hängt die Sache nicht von dem guten Willen ein— 10 zelner Eigenthümer ab. Die erste Anlage einer aml Wasserleitung ist zu kostbar, zu zusammengesetzt, zu vielen Streitigkeiten unterworfen. Es sind heab⸗ Wehre und Dämme anzulegen; Hauptschleusen zu Mtest errichten; der Hauptgraben nicht selten durch die Ichig Besitzer einzelner Grundeigenthümer zu ziehen; hitdet diese also zu entschädigen oder zu befriedigen; dem litun Wasser eine gehörige Richtung zu geben, damit Viese es einer großen Ausdehnung zu gut komme; Re⸗ wuögt geln für die Bewässerung festzusetzen; Verfügun⸗ Din gen und Anordnungen mit den dabei interessirten zur: Mühlen zu treffen, und viele Köpfe unter einen h, Huth zu bringen. Alles dieses that und bewerk— hotger stelligte die väterliche Regierung der Pfalzz. Man hedes darf dieses Land nur durchreisen, um sich von Meihe dem Einflusse einer Regierung auf den Ackerbau· n zu überzeugen. aa vot Die Bewässerung findet nur zweimal im Jahre ch f Statt, und dauert einige Tage. Das Wasser ist nichen häufig genug, um eine sehr ausgedehnte Fläche zu 0 überströmen, und der sanfte Hang des Bodens amn sh und seine Ebene befördern den Abzug und die ge— 10 Ul hörige Vertheilung des Gewässers. Dieses ist für sich selbst von vorzüglicher Güte. Es führt einen—— rothen lettigen Sand in großer Menge mit sich, wodurch sich der Wiesengrund vor und nach er— höhet. Diese Erhöhung wurde zuletzt der Ueber— öͤßte öhre en immer, Billen ein— age einer nengesetzt, Es sind leusen zu durch die ziehen; en; dem „damit le; Re⸗ erfügun⸗ eressirten er einen bewerk⸗ Man ich von (ckerbau u Jahre asser ist äche zu Bodens die ge⸗ ist für t einen it sich, ach er⸗ Ueber— 5 wässerung entgegenstehen, wenn die Besitzer der Wiesen dieselbe nicht vor und nach abtrügen. Die⸗ ses Abtragen geschieht stufenweise und allmählich, so daß man damit in Streifen von Jahr zu Jahr vorrückt. Die Rasen werden ein paar Zoll tief ausgestochen, und die abgeplaggte Stelle mit etwas Gras⸗ und Kleesamen bestreuet. Nach einem Jahre unterscheidet man die Narbe nicht mehr von dem Uebrigen, und vor und nach höht sich der Boden wieder an 5). Der Sand, womit sich die Wasser⸗ leitung anfüllt, wird von jedem daran stoßenden Wiesenbesitzer, nach der Breite seines Stückes, ausgestochen. Dieser Sand dient den Feldern zur Düngung und hauptsächlich dem schweren Boden zur Verbesserung. Man hüte sich aber ja zu glau⸗ ben, daß das Abplaggen der Wiesen allenthalben vorgenommen, oder bei gewässerten Wiesen nützlich werden könnte. Nicht alle Gewässer führen die Menge eines fruchtbaren rothen Lettens mit, wo⸗ mit die Queich die Wunde heilt. Was hier gut, ja nothwendig wird, würde anderswo nur schäd⸗ lich seyn und zum Untergange der Wiesen ge⸗ reichen. Die Bewässerungen an der Queich sind mehr eine sanfte Ueberströmung als Ueberrieselung. Da, wo man Wasser genug hat, ist jenes ganz sicher *) Den Verbrauch dieser Rasen werde ich sogleich an— geben. 6 die wohlfeilste und schnellste Art; allein da, wo man mit wenig Wasser viel ausrichten muß, da 6 verhält sich die Sache anders, und eine nach den uhbe Regeln der Kunst angelegte Ueberrieselung ist das 19 einzige Mittel, zum Zwecke zu gelangen. 90 Wir wollen uns nunmehr nach dem Feldbau fi dieser Gegend umsehen. Der Leser würde, so wie ö ich, mit Schaudern die Verheerungen erblickt ha⸗ ben, welche die Mäuse in diesem Jahre in der* Gegend zwischen Landau und Offenbach angerichtet haben. Die Spelzäcker waren nichts als Gras f und Unkraut, und wo hundert Halme stehen soll⸗ 50 ten, standen ihrer kaum zehn. Der Klee war ganz 48 und gar zerstört, so daß ich im Anfange glaubte,. es würbe keiner in der ganzen Gegend gebaut. Der Der Mäusethurm bei Bingen würde nicht alle Gult Mäuse fassen, die hier auf einer einzigen Flur hauseten, und unglücklicherweise kömmt diese schöne 1 4 Haushaltung in der Regel alle drei Jahre wieder. 6 Der Verlust bei dem Klee ist der nachtheiligste. Es fehlt an Futter, und das Kleefeld ist zu wei— 36 ter nichts nütze, als umgepflügt zu werden. Bei der Luzerne thun die Mäuse, der beinahe nicht zu H. vertilgenden Wurzeln wegen, nicht so vielen Scha— 2. ber den. In dieser Gegend wäre, mehr als anderswo, 3. Sy der Versuch mit dem Blasebalge, den ich in der Laßt na Belgischen Landwirthschaft angegeben habe, zu solhen: wiederholen. chaltet vitd! Licht d, o⁰ nuß, da nach di ist daz Feldbau so wie ickt ha⸗ in der erichtet Gras en soll⸗ r ganz laubte, gebaut. t alle Flur schöne hieder. ligste. wei⸗ Bei ht zu Icha⸗ öwo, der 3u 30 Merlenheim. Ein glucklicher Zufall führte mich zu Hrn. Uhl, einem sehr gescheuten, und, was noch seltener ist, sehr gefälligen Landwirthe und Gutsbesitzer. Was ich bei ihm sah, oder was er mir mittheilte, soll hier folgen. Fruchtfolge auf gutem Boden. 1. Klee, wovon der zweite Schnitt untergepflügt wird; 2. Raps; 5. Spelz; 4. Rocken; Gerste. Der Ertrag des Spelzes ist 12 Malter, der der Gerste 5 Malter vom Morgen. Fruchtfolge auf Mittelboden. 1. Klee; 2. Spelz, nicht leicht Weizen, weil er zu 25— lagert; 3. Gerste oder Hafer, und darauf wieder Klee. Bruch stück hiesiger Fruchtfolge. 1. Hanf, gedüngt; 2. verpflanzter Raps; 3. Spelz. Läßt man diesen hier unmittelbar nach dem Hanfe folgen: so bekömmt man nur schlechten Spelz; schaltet man aber ungedüngten Raps dazwischen, so wird der Spelz gut. Ein großer Beweis für die Wichtigkeit der Fruchtfolge! Man sage übri⸗ —— ——— MHf 8 gens nicht, daß dieses bloß von dem spätern Säen nach Hanf als nach Raps herrühre; denn der tuf de Spelz verträgt ein spätes Säen sehr gut.— Hin— von 9 terläßt der Hanf vielleicht in der Erde einen ohr Ueberfluß von solchen Stoffen, die dem Spelze lhen nachtheilig sind, und die der Raps erst ausziehen in oder vermindern muß, ehe der Boden zur Spelz⸗ fig erzeugung recht tauglich wird? Dieses bleibt der 31 zn Chemie vorbehalten, oder vielleicht stets ein Räth⸗ iln sel. Uns genügt einstweilen die bloße empirische sule d Erfahrung. Steht sie gleich nur wie eine leblose Eenn Meilensäule da, und ist nicht zureichend, uns hötineo jedesmal den nächsten Weg zu zeigen, so warnt schöma sie uns doch vor Abwegen und schützt uns vor Mi. Schaden. Rasen In der Regel wird nicht vor sechs Jahren 6 gedüngt, und oft erst alle neun oder zwölf Jahre. slintr ö Ich fand Felder, von denen man mir sagte, daß Hen chen man mit etwas Bescheidenheit, und der darauf Chge v. üblichen Kultur mit Raps in Kleestoppel, oder 3 n nach reiner Brache, in zwanzig und mehr Jahren sic demn keinen Dung aufzuführen brauche. Dieses wider— um Bod legt also den Glauben derer, die den Raps für Vugen eine ausmagernde Frucht halten. Uebrigens ge⸗ Unte stehe ich gern, daß ich mich nicht erinnere, einen Hier chin so guten Boden, selbst nicht im Elsaß angetroffen Kaatn y zu haben. Aus allem dem erhellt, daß die Vieh⸗ nit 10 ½ zucht zur Misterzeugung nicht stark zu seyn braucht. ilefahrn Ueberdem nimmt man noch zur Rasen⸗ und Klee⸗ astn düngung seine Zuflucht. Wn tan Sih denn der — Hin⸗ de einn uSpelzꝛ lusziehen Spelz⸗ eibt der n Räth⸗ npirische e leblose d, uns warnt uns vor Jahren Jahre. „ daß darauf oder Jahren wider⸗ für 6ge⸗ einen offen Bieh⸗ ucht. Flee⸗ 9 Die Rasen werden, wie schon gesagt worden; auf den Wiesen ausgestochen. Sie haben die Dicke von 2 bis 5 Zoll, und werden in trocknen Haufen ohne Beimischung von Kalk oder. Dung aufgesetzt, bleiben den Sommer über darin liegen, und wer⸗ den im Winter ausgestreut, zerstückelt und unter⸗ gepflügt. Man erspart dadurch allen andern Dün⸗ ger zum Hanfe. Dabei wird dieser, wie ich mich überzeugt habe, schöner als der Misthanf. Eine solche Rasendüngung wirkt auch auf die folgenden Ernten noch stärker fort, als jede andere. Es ge⸗ hören aber auch zur Ausdüngung eines Feldes sechsmal so viele Fuder Rasen, als gewöhnlicher Mist. Auch auf den Raps thut das Düngen mit Rasen eine vortreffliche Wirkung. H. Uhl säet vielen Klee, bloß zur Düngung seiner Grundstücke. Wann der erste Wuchs dessel— ben eben in die Blume tritt, so wird er mit der Egge verschleift und eingepflügt. Auf ein solches Feld kommt alsdann Raps. Auf diese Weise läßt sich denn auch wohl erklären, wie man auf siche⸗ rem Boden zwanzig Jahre bei einem einmaligen Düngen mit Miste fortwirthschaften kann. Unter den Gewerbspflanzen steht der Raps hier oben an. Das Land, worauf die Pflanzen erzogen werden sollen, erhält eine Brache und wird mit 10 vierspännigen Fudern Dung pr. Morgen überfahren. Man pflügt sie einmal und säet in den er sten Tagen des Augusts. Man erzielt die Pflanzen auch wohl in einem Kleelande, nachdem 10 der erste Schnitt davon benutzt worden. Sollen aingt die Rapspflanzen nachher in ein Getreidefeld ein⸗ 1 Sy gelegt werden: so werden die Stoppeln überdüngt, dichen aber nicht umgepflügt. Soll der Raps aber in R ein Hanf- oder Kleefeld verpflanzt werden: so be⸗ h darf es keines Düngers. Doch bleibt das Düngen Vumetl bei dem Rapse immer wohl angebracht. Man ahalten versetzt die Pflanzen frisch, wie sie aus der Erde ghse u kommen und läßt sie nicht abwelken. Sie werden Iin V hinter dem Pfluge und zwar in jede Furche ein⸗ zuf Ril gelegt, und in der Furche selbst bringt man sie hilt so 8 Zoll auseinander. Es werden 16 bis 20 Ein⸗ uf den leger dazu erfordert. Leute, die einen starken 5bis“ Rapsbau treiben, dreschen ihn auf dem Felde aus. ha de Der Ertrag ist 5 Malter vom Morgen. Wenn Minte ö der Raps recht gut geräth, so kann er 8 Malter ¹ Hle geben. Die Stengel werden zum Brotbacken ver⸗ nit ge wendet. davon f H. Uhl, wie seine ganze Gegend, machen nugte n einen starken Gebrauch vom Gipse. Er ist das Di Palladium des Kleebaues, der Luzerne, des Espers, M sie des Wickenfutters, der Stallfütterung, der Vieh⸗ Eumen zucht, der ganzen Landwirthschaft. Ohne Gips hat Mmane v man zu Merlenheim keinen oder nur schlechten Ksen Vo Klee. Selbst dann, wenn dieser überdüngt wird, iin erimne bleibt er nur mittelmäßig, und kömmt dem ge⸗ ruß, un gipsten auf keine Weise bei. Der Gips wirkt sieht aber nicht allein auf den Klee, sondern auch noch shlchtsf auf die folgenden Saaten fort, und zwar so, daß su du der Spelz, der nach gegipstem und in ein nicht M, de ————It‚‚rtt‚‚tItcttttctc‚‚‚‚““tt..... Sollen feld ein⸗ erdüngt, aber in so be⸗ Düngen Man er Erde werden he ein⸗ nan sie 0 Ein⸗ starken de aus. Wenn Malter n ver⸗ nachen t das öpers, Vieh⸗ à hat echten wird, ge⸗ virkt noch daß nicht —. 11 gedüngtes Land gesäetem Klee folgt, besser geräth, als Spelz nach ungegipstem Klee, wenn gleich zu diesem noch so stark gedüngt worden wäre. Wicken und Linsen werden hier allemal ge⸗ gipst. H. Uhl zeigte mir auf einem Stücke den kümmerlichen Stand der Wicken, die keinen Gips erhalten hatten. Der Unterschied gegen andere ge— gipste war groß, sehr groß. Auf Hanf hat man keine Wirkung vom Gipse verspürt; wohl aber auf Rüben. Man nimmt dem Maaße nach dop⸗ pelt so viel Gips, als man Spelz zum Einsäen auf den Acker nehmen würde, und streuet daher 5 bis 4 Sömer Gips auf den Morgen, und zwar, bei dem Klee, die Hälfte vor, die Hälfte nach Winter. H. Uhl ließ einmal, zu seinem Unglücke, den Klee im Frühjahre gipsen, während er noch mit Reif bedeckt war. Das ganze Feld wurde davon schwarz, und selbst der zweite Kleeschnitt taugte nichts. Die Luzerne dauert hier 10 ybis 12 Jahre. Man säet sie unter die Gerste und nimmt 6 Pfund Samen auf den Morgen. Diese wohlthätige Pflanze verbessert in vier Jahren auch den schlech— testen Boden. Nur wollte ich meine Reisegefähr⸗ ten erinnern, daß dieser Boden von einer Art seyn muß, auf welchem die Luzerne gut gedeiht. Es giebt Bodenarten, die für andere Gegenstände schlecht sind, der Luzerne aber zusprechen, und die sich so durch das Vorbringen dieser letzten ver⸗ bessern, daß sie auch zu andern Dingen geeigneter 12 werden, als sie waren. Man hüte sich aber zu denken, daß diese edle Pflanze, wie die Goldtinktur oder das Lebenselixir, ein Universalmittel für ieden schlechten Boden sey; denn zuerst muß sie W selbst wachsen können, ehe sie den Wachsthum an⸗ n derer befördern kann. Man nimmt 5 Pfund Kleesamen auf den Hain Morgen. H. Uhl hält dafür, daß die Kleesamen⸗ visen erzielung den Boden verbessere*). 9. Man bedient sich sowohl der Pferde als der 0 00 Ochsen zur Arbeit; jedoch kommen jene häusiger 10 vor. Man findet auf 100 Morgen 4 Pferde, D 6 Kühe, 4 bis 6 Stück Jungvieh. Die Pferde 1910 werden im Winter mit Rüben und Stroh unter⸗ r halten, und bekommen wenig Heu. Man hält die. Rüben für ein sehr gesundes Pferdefutter. Die 6 Kühe bleiben im Sommer auf dem Stalle und 50 nur das Jungvieh wird ausgetrieben. Im Win— 90 ter wird nur zweimal des Tages gefüttert. Das 25 Fressen besteht in zerstoßenen Rüben und Runkeln, 9—— welche mit Kaf gemengt werden. Zum Tranke usth, läßt man etwas Oelkuchen im Wasser auflösen. 3 Die ganze Fütterung geschieht kalt. Die Kar— wusche toffeln werden bloß auf die Mastung verwendet, 06 E und ebenfalls roh verfüttert. sschn K Vot un Methlin Es werden hierüber in der Folge Erfahrungen von uigt gl dem Gegentheile vorkommen. labehtt! Ruc aber oldtinktin ittel für muß üi hum an⸗ auf der eesamen. als det häusige Pferde, Pferde unter⸗ ält die Die le und Win⸗ Das unkeln, Tranke flösen. Kar⸗ Hendet, nbon 13 Offenbach. Ein schönes, eine kleine Viertelmeile von Merlenheim gelegenes Dorf, oder vielmehr ein Flecken, wo sich Ordnung, Reinlichkeit und Wohl⸗ stand verrathen. Dieselbe wohlthätige Hand der Regierung, welche die Vorkehrung zu der Wiesen⸗ wässerung machte, von welcher wir schon gespro⸗ chen, leitete auch einen starken Wasserfaden durch die Gassen von Offenbach. Es ist unglaublich, von welchem Vortheile eine solche Einrichtung für die Bewohner auf dem Lande ist, wie viele Zeit ihnen dadurch erspart wird, und wie sehr sie die Reinlichkeit des innern Haushalts befördert. Man wäscht nicht mehr, als es die Noth erfodert, wenn man das Wasser aus einem Brunnen heraufziehen muß; fließt es aber an der Stuben- und Stall⸗ thüre vorbei: so muß die Hausfrau wohl ein Kothkäfer seyn, wenn sie nicht immer pudelt und wascht, oder dem Vieh unreines Futter vorwirft. Zu Offenbach war ich nun wieder auf ächtem deutschen Boden, sah deutsche Tracht, hörte deut— sche Sprache und deutschen Gesang in dem katho⸗ lischen Gottesdienste. Für einen Mann, der sein Volk und Vaterland liebt und kein verkaufter Miethling und Fröhner von Fremden ist, ist dies nicht gleichgültig, und macht, wenn er es lange entbehrt hat, auf sein Herz keinen geringen Ein⸗ druck. Fruchtfolge auf gutem Boden. inic 1Jahr Hanf, gedüngt; ö H 2— Raps, verpflanzt;. 5— ESpelz; Bon ( 4— Rocken; K 5— Klee; 6— Spelz; ih de * 7— Hafer; Wan! 8— Klee, der zweite Schnitt eingepflügt; 9— Raps, nicht verpflanzt; a S 10— Spelz; echsel I1I— Erbsen. in der Der Leser wird sich wundern, wenn ich ihm sage, sende daß in diesen 11 Jahren nur einmal, das ist zum ihm f Hanf, gedüngt wird. In Edens schönem, glück⸗ aut lichen Garten hatte man ja auch keinen Dung nö⸗ Hisen thig. Doch mag zu Offenbach die richtige Frucht— lmunde 4 folge etwas dazu beitragen. ahselt Fruchtfolge auf Mittelboden. von gen 1 Jahr Hanf, stark gedüngt; Zukunft 2— verpflanzter Raps; gahrocht 5— Spelz;„Err 4— Hafer; Ih — KElee; 2— 6— Sßpelz oder Rocken; 3— 7— Kartoffeln; ö 4— 8— Gerste oder Hafer. In dem ersten Augenblicke scheint es, wie es auch 9— mir schien, daß sich dieser Fruchtwechsel durch fol⸗ inche gende umänderung noch wesentlich verbessern ließe, sh do —.— 8.———3—..——.2 SPSISITTTTTTT TTTTTDTDTPTCTPTCTCTCTCTCTCTCös ööP;TTTT T TU WTCTCTCTC pflügt; n sage, ist zum glüc⸗ ng nö⸗ Frucht⸗ 15 nämlich: 1. Hanf, 2. Raps, 5. Spelz, 4. Hafer, 5. Kartoffeln, 6. Gerste, 7. Klee, 8. Spelz. Wahr ist es, daß der Klee in diesem Falle einen reinen Boden finden würde, welches ich noch immer bei dem Kleebau als eine Hauptbedingniß ansehe; da⸗ gegen aber würde er auch erst im siebenten Jahre nach der Düngung, also in einen mehr erschöpften Boden kommen, als bei der Weise von Offenb ach, wo er im fünften Jahre auftritt. Ferner ist noch eine Hauptursache, die für den Offenbacher Frucht⸗ wechsel spricht: die nämlich, daß der Klee daselbst in der Mitte der Jahre steht, und seine verbes⸗ sernde Eigenschaft folglich auf die Reihe der nach ihm folgenden Früchte fortwirkt, welches bei einer nur achtjährigen Düngung kein unbedeutendes Hülfsmittel ist, statt daß bei der vorgeschlagenen Umänderung der Klee bei dem Schlusse des Frucht⸗ wechsels auftritt, wo sein längeres Fortwirken von geringeren Folgen ist. Wir wollen also in Zukunft vorher wohl überlegen, ehe wir das Her⸗ gebrachte tadeln, oder gar verwerfen! Fruchtfolge auf schlechtem Boden: 1 Jahr Mais gedüngt; 2— Spelz 5— Hafer; 4.— Kartoffeln gedüngt; 5— Gerste; 6— Rocken. Förmliche Dreifelderwirthschaft, mit dem Unter⸗— schiede, daß die Gerste in das Winter⸗, der Rocken 16 in das Sommerfeld kömmt, und das ist, was bei e diesem Systeme nach Hakfrüchten immer geschehen Rihft sollte. 0 Einzelne Zweige hiesiges Fruchtwechsels sind: tint 1. Kartoffeln, 2. Gerste, 5. Klee. Diese gute vor— ul treffliche Fruchtfolge ist also nicht unbekannt, undd mih warum findet man zugleich eine andere, in welcher. han 1. Hanf, 2. Spelz, 5. Gerste, 4 Klee vorkömmt? sch Wo der Raps gestanden, den man zum Ver⸗ wunnen pflanzen auszog, wird auch wieder Raps eingelegt, Eunn oder im folgenden Jahre Hanf gesäet, und diese In Folge ist unstreitig besser als die, wo man Rocken hen n oder Spelz auf die Rapspflanzen folgen läßt, wie i solches an der Maas geschieht, und welches ich d d selbst zu seiner Zeit, fehlerhaft, meinen damaligen aufta Landsleuten nachmachte. Aber wie Vieles habe ich Meuber. nicht gelernt, seit ich den Pflug niedergelegt habe! liich d Zu spät, leider! st. O Aus den angeführten Fruchtfolgen geht her⸗ Hit de vor, daß man im Ganzen keine Dreifelderwirth— der Ibe schaft treibt. Legen wir dem ersten Umlaufe im andets v zwölften Jahre auch noch einmal Getreide zu, so Ohhn haben wir nur 6 Getreideernten. In dem Um M laufe auf Mittelbodem finden wir in acht Jahren so dem ihrer vier. Nur auf dem schlechten hat, durch Mthau welchen Zufall weiß ich nicht, Dreifelderwirth— unmn sch. schaft Statt. uun ihn Man hält hier fur besser den Mais zu ent⸗ Oge fahnen, indem solches die Zeitigung der Kolben AUlsende in siste 9 Ws bei Hescohn Is sind: ute vor⸗ it, und welcher kömmt? n Ver⸗ ngelegt, d diese Rocken ßt, wie hes ich maligen abe ich t habe! ht her⸗ rwirth⸗ ufe im zu, so nUm⸗ Jahren durch rwirth⸗ u ent⸗ Kolben —. befördert, und der Abfall bei der Benutzung als Viehfutter von größerem Belange ist. Ich zweifle bald, daß der Hanf hier von einer guten Qualität seyn könne, indem man den Femel stehen läßt, bis dahin der Samen an den weiblichen Stämmen reif ist. Auch ist der Samen keineswegs mit dem zu vergleichen, der, wie im Elsaß, zwischen dem Mais und den Kartoffeln ge⸗ wonnen wird. Daher ist man hier genöthigt, den Samen alljährlich anderswo her zu beziehen, und ihn zu dem doppelten Preise zu bezahlen, zu wel⸗ chem man den eigenen absetzt. Doch ist es selt⸗ sam, daß man wieder aus andern Gegenden nach der Queich kömmt, und diesen schlechten Samen aufkauft. Dies beweist, daß schon die bloße Sa⸗ menveränderung eine Verbesserung bewirke, wenn gleich der neue Samen nicht von guter Eigenschaft ist. Die hiesigen Einwohner glauben bei ihrer Art den Hanf zu behandeln, durch die Ersparung der Arbeit mehr Vortheil zu haben, als wenn sie anders verführen. Doch macht vielleicht auch hier Gewohnheit schön! Man hält den Mohn für sehr aussaugend, also dem Boden nachtheilig. Auch ist er dem Mehlthau stark unterworfen. Zu Merxrheim, wo man sich sonst viel mit seinem Anbau abgab, soll man ihn jetzt verwünschen. Im Elsaß hatte ich das Gegentheil gehört.— Der Leser so wie der Reisende muß sich auf mehr als einen Widerspruch in dieser Welt gefaßt machen. 2 18 ö Die Runkelrüben werden alle verpflanzt, ent⸗ e e weder mit der Hacke oder mit dem Pfluge. Man viche behackt sie zweimal flach, das ist: ohne sie zu be— läg häufeln oder den Grund davon abzuziehen. Auch hier hat die üble Gewohnheit des Abblattens m Statt. Da die Runkeln das Hauptwurzelwerk der j Pfalz sind, so werden wir sie noch mehr als ein⸗ ft mal auf unserm Wege treffen. ö sch ij Das Behacken der weißen Rüben ist hier 6n nicht üblich, wohl aber das Eggen. Darin gehen, also die Elsasser den Pfälzern vor. Man durch⸗ lurge geht die Felder und zieht die kleinern Rüben vor und nach aus, wodurch die übrigen mehr Raum Oi bekommen. Achen Vor Offenbach fand ich einen kleinen Platz, Esas auf den die Einwohner den Koth aus den Straßen Etteig und ihrem Hofe führen, und jeder seinen kleinen lutz, Haufen anlegt. Als Landwirth schien mir dieser D dfé Platz ein Englischer Garten, und sicher mag er flägen mehr Vortheile gewähren, als die das Gähnen Nihe erregende krummen Wege der Gärten so vieler a do Landjunker.— Jener Koth dient zum Ueberdüngen soher ij der Wiesen. I0 Kihe, s⸗ Jdtauht Edenkoben. uit in x J sih; Ich schlug den Weg wieder nach Landau und um Kar von da nach Neustadt ein, wohin ich einige schrift⸗ W.( liche Weisungen hatte. Hinter Landau erhebt sich gut — TTTTTTTPTTDTDTDTDTFTDTLEꝙꝓFʒ w injt, ent⸗ e. Ma e zu he Auch hlattens erk der 6 ein⸗ hier gehen durch⸗ en vor Raum Plah/ traßen leinen dieser ag er ähnen vikler ungen 19 eine gebirgige, wiewohl stark bevölkerte Gegend, welche die schöne Ebene der Queich von der großen Fläche der Pfalz trennt. Ich überging das freund—⸗ liche Thal von Edenkoben, auf welches ich nicht vorbereitet war, und fand zu spät, daß ich Unrecht hatte, mich allda nicht zu verweilen; denn gewiß ließ sich noch etwas daselbst lernen. Wenigstens sah ich an einem Orte nahe bei gedachtem Städt— chen mit einer Pünktlich- und Reinlichkeit pflü— gen, die selbst die Bewunderung meines Kutschers erregte. Der Pflug dieser Gegend, den ich auch an der Oueich traf, und welcher in der ganzen süd⸗ lichen Pfalz üblich ist, weicht schon stark von dem Elsasser Pflug ab. Er hat kein so langes flaches Streichbrett als dieser, sondern das seinige ist kurz, vorn etwas gewölbt und hinten geschweift. Der Pfälzer Pflug scheint mir tauglicher zum Tief— pflügen als der Elsasser. Uebrigens sind beide Pflüge mit unbeweglichem Streichbrette und haben ein Vordergestelle mit Rädern, wovon eins etwas höher ist als das andere. In dieser gebirgigen Gegend werden viele Kühe, sowohl zum Ziehen als bei der Pflugarbeit gebraucht. Mancher Elsasser pflügte vielleicht hier mit vier Rossen und wenigstens einem Vorre ter. Ich sah ein Paar solcher frommen Thiere an ei— nem Karrn, und ihr Schritt glich einem kleinen Trabe. So viel vermag Erziehung! In dem Verhältnisse, als ich vorrückte, kam 20 mir der Klee seltener und die Luzerne häufiger vor. Ich fand einige Anlagen von Wiesenwässe⸗ Rapä, rung, und viele Kartoffelnfelder. An mehrern Or— filn, ten schnitt man den Klee mit der Sichel so kärg; Ie n lich am Boden ab, daß ich dachte, man würde die JIst Wurzel mitnehmen. v 0 g d Neustadt an der Hardt. 1—0 wrht Das Ausgehen auf Kundschaft ist bei dem 3958 Ackerbau oft etwas so Ekelhaftes, daß nur die u fih überwiegende Liebe für das Gute der Sache es kann verschlucken machen. 24 Stunden, ich sage We vier und zwanzig Stunden, lief ich einem Manne 0 g nach, der mir Auskunft über den Ackerbau geben sl konnte, der sie mir zu geben versprochen hatte, hulafn und sie mir am Ende doch nicht gab. Es giebt i Pe Leute, die immer- wollen und niemals bereit sind. hed i Zu diesen zähle ich die Gastwirthe. Könnte man 1*0 ihnen den Unterricht wie die Speisen abkaufen, N so würde man die Tafel immer besetzt finden. Auf diese Herren darf ein reisender Oekonom durchaus nicht zählen. Glücklich, wenn sie ihm nur einen andern Mann angeben wollen! Ich erfuhr also in 24 Stunden zu Neustadt bei dem meinigen, der Gine doch für den bedeutendsten Landwirth in Neustadt 6 bunt gilt, daß die Brache zum Naps viermal gepflügt, surke B dieser nicht verpflanzt, und für Stroh und Hülsen Ran! auf dem Felde ausgedroschen wird. Noch neben⸗ goß hinftger senwise ern Ore so karg⸗ irde die ei dem ur die iche es 9 sage Manne geben hatte, giebt t sind. e man aufen, Auf chaus einen also „ der ustadt ligt, ulsen eben⸗ 21 her hörte ich, daß man 1. gedüngte Brache, 2. Raps, 3. Spelz, 4. Rocken, 5. Klee, 6. Kartof⸗ feln, zum Theil auch 6. Rocken habe, und dann die Reihe wieder von vorn anfange. Mit dieser Wissenschaft zog ich, wie der Leser denken kann, etwas verdrießlich von Neustadt ab. Ich hatte mir anfänglich vorgesetzt, den Weg längs dem Gebirge einzuhalten, und dann auf der Rheinstraße durch die Mitte der Pfalz wieder zurückzukehren; allein ich überzeugte mich bald, daß der erste Weg mich bloß durch solche Gegen— den führen würde, wo der Weinbau den Haupt⸗ gegenstand der Kultur macht; da dieser aber kei⸗ neswegs den Gegenstand meines Gesuchs machte, so gab ich meinen Vorsatz auf und schlug mich sogleich nach der Fläche, die einen langen, spitz zulaufenden Winkel zwischen Neustadt, Speyer und Worms birdet. Diese“ Gegend hat durchge⸗ hends einen sandigen Lehm, oft einen bloßen Sand⸗ boden. Durch seine niederè Lage aber ist dieser Sand nicht schlecht, und öfters sehr gut. * ————.—— H a ßlo. Eins der größten Dörfer in der Pfalz, indem es beinahe tausend Bürger zählt. Eben diese starke Bevölkerung mag auch die Ursache seyn, daß man darin eine vortreffliche Kultur, keine ein⸗ zige große Wirthschaft und nur wenig mittel⸗ 22 mäßige findet. Die stärksten darunter haben nur vier Pferde, und deren giebt es nur äußerst we⸗ nige. Eine solche, die zwei Pferde hat, wird schon für eine ansehnliche Wirthschaft gehalten. Viele pflügen mit Ochsen, und die meisten mit Kühen. Der Gebrauch dieser letztern zur Arbeit ist eine nicht genug zu empfehlende Einrichtung für eine Gegend, wo die Vertheilung des Grund— eigenthums keine beträchtliche Wirthschaft zuläßt. Freilich sieht der stolze Pferdebauer mit Verach⸗ tung darauf herab; allein der Vogel, der nur kleine Reisen zu machen hat, braucht keinen großen Fittig, er lebt doch und nährt sich so gut wie ein anderer, wenn er gleich etwas langsamer fliegt. Herr H. Freytag, nunmehr ein ansehnlicher Guts— besitzer in Speyer, den wir sogleich besuchen wer— den, baute einst zu Haßloch 40 Morgen mit vier Kühen und verdankte' ihnen den Anfang seines Wohlstandes. Die Wirthschaften, welche zwei Pferde halten, bauen 60 Morgen, und füttern da— bei 8 Stück Rindvieh auf dem Stalle. Das Lauborechen kommt hier dem Abgange an Streumaterial zu Hülfe. Die Forstverwaltun⸗— gen sollten dieses unter dem Hochschlage nicht ver— bieten; es bringt hier keinen Schaden, dem Acker⸗ bau aber Nutzen, und Wald und Feld sind doch wohl beide dem Staate unentbehrlich. Man sollte sie also auch billig neben einander aufkommen lassen und beiden erlauben, sich einander die Hände zu bieten. Eine höher gestiegene Kultur des Feldes hemerkt srach n dN Mu H-id, N. habn nut Ihers ve⸗ at, witd gehalten sten mit Arbeit richtung Grund⸗ zuläßt. Verach⸗ er nur großen zut wie fliegt. Gutso⸗ n wer⸗ it vier seines zwei rn da⸗ hgange valtun⸗ t ver⸗ Acker⸗ d doch jsollte ommen Häͤnde Feldes — 25 —— erhöhet nothwendig den Werth der Forsten. Dieser steigt in dem Verhältnisse als die Bevölkerung zunimmt, und die Bevölkerung nimmt zu nach dem Maaße, daß Ackerbau und Gewerbe steigen. Ich hatte zu Haßloch Weisung an einen Ge— lehrten, der den Pflug der Griechen besser zu be⸗ schreiben, als die modernen Pflüge seiner Lands— leute zu beurtheilen wußte. Wir waren also bald geschiedene Leute. Ueberhaupt habe ich von allen Empfehlungen, die ich von vornehmen, reichen, oder gelehrten Leuten mitgenommen habe, von jeher nur wenig Nutzen gezogen. Solche Empfehlungen sind gewöhnlich an Personen eben solcher Stände gerichtet, und die konnten mir mit all' ihrem Reichthum, ihrer Gelehrsamkeit, und selbst mit ihren schönen und pyachtvollen ökonomischen Ein⸗ richtungen nichts nützen. Was helfen uns Krip⸗ pen von Marmor und Raufen von Mahagoniholz, wenn die Kühe, die daraus speisen, mehr kosten als sie eintragen? Geld ausgeben ist ein Leichtes, wenn man welches hat; Geld gewinnen ist schon etwas schwerer, und Vieles mit Wenigem ausrich⸗ ten, ist das Allerschwerste. Gewöhnlich kennt die⸗ ses letztere kein Mensch besser als ein gescheuter, fleißiger und rechtschaffener gemeiner Landwirth. Beim Zuhausekommen von meinem Gelehrten bemerkte der Gastwirth meinen Verdruß, und ver⸗ sprach mir den Mann zu stellen, den ich suchte. Der Mann kam; ein kleiner, lieber, freundlicher Greis, Namens Wendelin Bostel, Herrnhuter. Als 24 Vater hat er seine vier Kinder wohl erzogen, versorgt, und ihnen Alles übertragen. Er lebt nun in einer stillen, aber thätigen Ruhe. Als Bürger war er unter der Französischen Regierung Maire von seiner Gemeinde, fleißig, unverdrossen, rechtschaffen und von jedermann geschätzt. Er schaffte nicht selten für das Wohl seiner Mithbür— ger Tag und Nacht, ruhete ein paar Stunden auf einer Bank aus, um sogleich wieder bei der Ar— beit zu seyn. Als Freund des Ackerbaues zeigte er sich auch gegen mich gefällig und gab mir, als denkender und lange erfahrner Landwirth, alle Aufschlüsse, die ich nur wünschen konnte, und die ihm der Leser hier mit mir verdankt. Fruchtfolge auf Sandboden. Kartoffeln; Ger ste oder Hafer; Klee; Spelz; Rocken, oder, wenn der Acker nicht in gu⸗ tem Zustande ist, Gerste. Zu den Kartoffeln wird gedüngt; das Land einmal vor Winter gepflügt; im Frühjahre wird nicht mehr gepflügt. Die Kartoffeln werden hinter dem Pfluge eingelegt und mit dem Karste ausgegraben. Zur Gerste wird vor Winter gepflügt, nach Winter aber nicht mehr. Der Samen wird hier, wie alles Getreide, untergepflügt. Der Klee wird nach Winter mit sechs Söm— mer Gips bestreut. X V„ 7—— —.—7 STTTTT““ ———— 3 eime durch wie g 6i uider agoger, Er lht he. Vz legiernn erdrossen 1. Er Mitbüͤr⸗ den auf der Ar⸗ zeigtt nir, al „ ale und die in gu⸗ einmal 25 Zum Spelz wird die Kleestoppel am besten zweimal umgefahren. Die Stoppeln kommen da⸗ durch zwar wieder in die Höhe; da aber hier, wie gesagt, der Same von allem Getreide unter— gepflügt wird, so kommen die Kleestoppeln auch wieder in den Boden. Man übergeht auch manchmal, zumal wenn der Boden nicht in gutem Stande ist, das fünfte Jahr, und fängt wieder mit den Kartoffeln an. Wir fänden also auch in diesem Theile der Pfalz jenen berühmten reinen Fruchtwechsel, den man beinahe nur in England zu Hause glauhte, weil Arthur Voung ihn anderswo übersehen hat. Den kleinen Bauern scheint jedoch dieser Umlauf nicht lohnend genug, und da sie mehr Zeit und mehr Dünger auf ihren Acker zu verwenden ha⸗ ben, als die größern Landwirthe, so geben sie fol— gendem Zweifelderumlauf mit Recht den Vorzug: Kartoffeln, gedüngt; Rocken, darauf Rüben; Hanf; Rocken; Taback Rocken. Auf sandigem Lehmboden hat man zu Haßloch: Taback, mit 6 bis 7 Fuder gedüngt; Spelz, oder, ist der Acker nicht fett, Rocken; Gerste; ö Klee; ——— 26 5. Kartoffeln. Darauf fängt die Reihe wieder mit dem Taback an. Dieser interessante Umlauf verdient einige Auf— merksamkeit Nach Klee gerathen die Kartoffeln über alle Erwartung; diese bereiten den Boden zum Taback bestmöglichst vor; die behackten Früchte, die sich zwei Jahre unmittelbar hinter einander folgen, schaffen dem Wintergetreide ein reines Land; auch die Gerste kann da noch rein bleiben, und der Klee vollkommen darunter gedeihen. Ich halte also die⸗ sen Fruchtwechsel für vortrefflich, ob er sich gleich von der Regel, den Klee in das erste Getreide zu säen, entfernt. I. Taback, 2. Spelz, 3. Kartof⸗ feln, 4. Gerste, 5. Klee, scheint zwar im ersten Augenblicke besser, und dem mag auch wohl so seyn; allein ob dann die Kartoffeln, zu denen nicht gedüngt wird, so gut gerathen würden: das ist eine andere Frage. Selbst die Gerste würde es vielleicht nicht; denn da nur bloß zum Taback, also zum ersten der fünf Jahre gedüngt wird, so müßten die andern viere leer ausscheiden. Nun aber würden die Kartoffeln hier der Gerste weni— ger Kraft zurücklassen, als der Spelz es in dem Haßlocher Fruchtwechsel thut. Dann stände der Klee am Ende des Umlaufs, und die durch ihn bewirkte Verbesserung käme bloß dem Taback zum Nutzen, dem man ohnehin schon allen Dung auf⸗ opfert, statt daß in dem angeführten, zu Haßloch üblichen Umlaufe, der Klee den Kartoffeln frommt; 96 di nde Offen 50 U hif Der l 5n ar filt i Harhatt Jhr: ihn ke den u WR und at. toch e run ein ihun man si Kustur 36 so Iu auf nit die Nf siin die eing doch di Nhren . tit he wvieder ige Jufe über alle Caback die sich folgen, d; auch der Klee lso die— gleich reide zu Kartof⸗ m ersten vohl so n nicht das ist rde es Taback, ird, so Nun weni⸗ in dem ide der ch ihn k zum gauf⸗ aßloch ymmt; 27 die düngende Kraft also besser unter die Gegen⸗ stände vertheilt ist, wie ich solches auch schon bei Offenbach bemerkt habe. Es ist hauptsächlich in den sandigen Gegen⸗ den, wo man dem Abgange an Futter am meisten ausgesetzt ist, und am meisten darunter leidet. Der Abgang an Futter führt aber unausbleiblich den an Miste nach sich. Durch diesen Abgang fällt man dann nicht selten in den Zustand jener barbarischen Zeiten zurück, wo man das Land ein Jahr über das andere brach liegen ließ, weil man ihm keinen Dung zu geben hatte; ein Zustand, den nur der Kleebau in wiesenarmen Gegenden wegtilgen konnte, und zur Ehre des Ackerbaues, und dem Vortheile der Menschheit, auch weggetilgt hat. Und warum findet man in unsern Tagen noch einige, wiewohl wenige, beweinenswerthe Spu⸗ ren eines solchen Unfugs, nachdem uns die Mittel ihnen zu steuern geworden sind? Warum trifft man sie sogar in der Pfalz an, diesem durch seine Kultur so berühmten Lande? Warum in Haßloch, das so viele Muster der auserlesensten Fruchtfol⸗ gen auf andern Feldern aufzuzeigen hat? Ich rieb mir die Augen, als der gute Bostel mir sagte: daß seine Nachbaren auf etwas entfernten Feldern, die einen Lehmboden haben, aus Mangel an Dung noch die Art befolgten, die schon vor 40 bis 50 Jahren hier allgemein war. Nämlich: 1. reine Brache, gedüngt; 2. Spelz; 28 Brache; litd. 3 4. Rocken; Baer 5. Brache; bben! 6. Weizen; n 7. Brache; uih 8. Gerste oder Hafer. + Darauf fängt die Reihe wieder mit der gedüngten 0 Brache an. Diejenigen, die es vermögen, lassen ssit es bei den vier ersten Jahren bewenden, düngen von neuem, und fangen wieder mit 1. an. Wir kommen nunmehr zu zwei andern Gat⸗ 1 tungen von Fruchtwechsel, wovon der erste auf die 9 K Esparsette, der zweite auf die Luzerne berechnet 10.6 ist. Ueberhaupt habe ich als Grundregel ange— u. nommen, daß das Wiederkommen der Futterkräuter, wie Klee, Gras, Luzerne und Esper, oder eine Anms reine gedüngte Brache auf demselben Felde den dun 6 vollen Umlauf seines Fruchtwechsels bestimme. e Luz E Fruchtfolge mit Esparsette 39 1. 2. 5. 4. Esparsette; ohne O 5. Kartoffeln; ö dsoo not 6. Gerste oder Hafer; 7. Brache; ö 8. Weizen. O Dann fängt die Reihe wieder von vorn an. Das Mh, Brachjahr, so schnell nach der Esparsette, scheint sit sien sonderbar; allein man wisse, daß zu Haßloch nur s in d die schlechtesten Felder zu diesem Umlaufe be— hlide stimmt werden, und nie Dung darauf verwendet ym f 0 EE V — TT᷑!T;T!T!TPTPTPTFPFHFHSHT.T᷑E!ôͤC: T. T WFHPC C düngten „lassen düngen n Gat⸗ auf die erechnet Hange⸗ kräutet, er eine de den . Das scheint h nur e be⸗ vendet 29 wird. Die Brache wird also nothwendig, um Weizen darauf erzielen zu können. Uebrigens ist eben diese Brache auch eine gute Vorbereitung zu dem Esper, der von neuem in den Weizen gesäet wird. Manchmal, und ich vermuthe auf gar, schlechtem Acker, wird nach dem Weizen noch ein— mal gebracht, und die Esparsette in diese Brache gesäet. Fruchtfolge mit Luzerne: 1 bis 8. Luzerne; 9. Runkeln, oder: 9. Raps; 10. Spelz,— 10. Spelz; 11. Gerste,— 11. Rocken; 12. Gerste. Damit ist aber der Umlauf nicht beschlossen, son— dern hält bis ins 14te oder 16te Jahr an, weil die Luzerne erst nach einer Unterbrechung von 6 bis 8 Jahren mit Vortheil wiederkehren kann. Ich wollte oben nur andeuten, daß man so weit ohne Dung reichen kann. Nach der Gerste muß also nothwendig wieder gedüngt werden. Esparserte. Dieses vortreffliche Gewächs, der Segen der Pfalz, wird hier Türkischer Klee genannt. Man säet sie um Johannis oder Jakobi für sich allein, also in die Brache, oder später mit dem Winter—⸗ getreide. In dem ersten Falle gewährt sie schon in dem folgenden Jahre eine vollkommene Ernte, 470 K — —.*.* nr— K*— eeeeeeeeeee.e‚eDe‚eeEeEEEEDEeee......—.... 30 welches sie in dem letzten Falle nicht thut. Die schlechtesten Aecker, wenn sie über einer Kiesschichte nur einige Zoll Grund haben, sind für die Espar— sette schon gut genug. Unerfahrne wollte ich hier nur erinnern, daß auf die Natur dieser steinigen Unterlage Alles ankömmt, und daß sie diese zuerst auf Kalk untersuchen, oder zuvor mit der Espar⸗ sette auf ihrem Felde einen Versuch anstellen sollen, ehe sie sich in Großem damit befassen. Bei der letzten Pflugart wird der Pflug so tief eingesetzt, daß man eine Schicht von dem rohen, bisher noch nicht erbrochenen Grunde in die Höhe bringt, indem die junge Esparsette in solcher wilden Erde am besten aufkommmt. Dasselbe gilt auch von der Luzerne. Man nimmt ein Fünftel Esparsettsamen mehr, als man Spelz zum Einsäen genommen haben würde. Die Pflanze dauert hier vier, höchstens fünfß Jahre. Man gipst sie all⸗ jährlich. Sie leidet nicht selten von den Früh— lingsfrösten. Man hält sie für das beste Futter zum Dörren, das man kennt; aus eben dieser Ur— sache wird sie da nicht leicht grün verfüttert, wo man Klee oder Luzerne hat, die sich besser zu Grünfutter als zu Heu schicken. Luzerne. Sie wird in der Pfalz Spanischer Klee ge— nannt. Man hält für besser, sie mit Getreide, als für sich allein auszusäen, weil in jenem Falle nicht so viel Gras darunter aufkommt. Man nimmt h Hasan —5 dich weil f Sie N I shhet, zuch ih salsen V Iung/ Idiiher Ixni ucht gleich Dat ⸗ 0 babb an ssh sühen. ein alte Indessen Vutzeln kinp tre in 6 sih ngebtoc iß in sn. Musth, Wam hut. Dit iesshichte ie Cosm: ich hin steinigen se zuerst Eopar: n sollen, Dflug so bon dem e in die 3 solcher elbe gilt Fünftel Einsden ert hier sie all⸗ Früh⸗ Futtet eser Ur⸗ ert, wo ͤsser zu ——— — 31 noch einmal so viel Samen, als man gewöhnlichen Kleesamen auszusäen pflegt, und hält dafür, daß, je dichter sie im Anfange stehe, je besser es sey, weil sie alsdann um so eher das Unkraut erstickt. Sie wird alle Jahre gegipst und dauert 8, ꝛo, 15 Jahre. Uebrigens wird sie weder gejätet, noch geegget, und doch erblickte ich hier Luzerne, die durch ihre Höhe und gedrängten Stand mein Er⸗ staunen erregte. Die Luzerne ist die namentlichste Verbesse— rung, die man einem entkräfteten Acker kann an⸗ gedeihen lassen, und wohl dem Boden, der diese Arzenei annimmt! Ich kann einen solchen Acker nicht anders als mit einem Convalescenten ver⸗ gleichen, der durch eine lange Ruhe und weise Diät wieder zu vollen Kräften gekommen ist, und so bald kein stärkendes Mittel mehr nöthig hat, um sich auch der schwersten Aufgabe zu unter⸗ ziehen. Wenigstens drei schwelgerische Ernten mag ein alter Luzernacker ohne Dung hervorbringen. Indessen hat man doch im Anfänge etwas mit den Wurzeln der Luzerne und anderm Kraut und Grase zu kämpfen, das sich während des Alters der Lu— zerne in den Acker eingeschlichen hat; daher man es sich zur unausweichbaren Regel macht, das umgebrochene Luzernfeld, wo nicht im ersten, doch gewiß im zweiten Jahre mit Hackfrüchten zu be— setzen. Man giebt dabei den Runkelrüben den Vorzug, und diese finden sich hier in ihrem Ele— mente. Die Luzerne muß aber dazu schon vor 32 Winter gestürzt worden seyn. Die Runkeln wer⸗ den hineingepflanzt und nicht in Körnern gesteckt. Will man im ersten Jahre Spelz säen, so kann die Luzerne nicht mehr als zweimal in dem letzten Jahre geschnitten werden. Man pflügt zwei bis dreimal, und zwar das erstemal sehr tief. Die Egge muß Vieles auf einem solchen Acker leisten. Der Spelz wird nur dünne gesäet. Dabei muß es noch ein von Natur schlechter Acker seyn, denn sonst würde diese Frucht nicht hinpassen und nur Lager werden. Will man endlich unverpflanzten Raps auf die Luzerne folgen lassen, so darf nur ein Schnitt von dieser genommen und das Land muß wie Brache behandelt werden. Wird aber der Raps hinverpflanzt, so kann die Luzerne in dem letzten Jahre dreimal geschoren werden. Klee. Er wird in der Pfalz deutscher Klee genannt. Seit der Einführung dieser köstlichen Pflanze hat sich der Ackerbau hier, wie überall, über alle Be— griffe gehoben, und der Ertrag des Getreides sich über die Hälfte vermehrt. Seine Einführung ging hier der des Espers und der Luzerne vor, und datirt von ungefähr 50 Jahren her. Wir werden hoffentlich in der Folge noch darauf zurückkommen. Man streuet im Frühjahre 6 Sömmer Gips auf den Morgen. Der Klee bleibt nur ein Jahr stehen. Leidet der erste Wuchs— dasselbe gilt auch bei der Luzerne— vom Frost, oder wird er acde 10 36 He Dann Rasen vokher N man aush⸗ Ctück lih ai duch säte! het n Rß ich lgenhe le nei 0 sid Ntaus uc iu I rich 35 nlin wer durch ungünstiges Wetter im Frühjahr zurück n gsect gesetzt: so ist nichts nützlicher, als ihn sogleich säen, 0 wegzumähen, wodurch der zweite Wuchs um so al in din schöner wird. lügt wi tief. Dit Raps nach Luzerne. leiten Die beste Art ihn zu verpflanzen ist folgende: bei muß Nachdem man das Luzernfeld in dem letzten Jahre yn, dem noch zwei oder dreimal benutzt hat, wird mit der und nur Haue eine Furche gehörig tief darauf ausgehauen. pflantn Dann schreitet man zu der zweiten, plaggt den darf nur Rasen davon ab, und legt ihn auf den Boden der s Land vorhergehenden Furche. Auf diesen Rasen werden zird aber die Pflanzen angesetzt, und mit dem Grunde, den herne in man aus der abgeplaggten Furche mit der Haue . aushackt, gedeckt, und so bis zur Beendigung des Stückes fortgefahren. Dieses Verfahren hält frei⸗ lich auf; allein auf der Welt giebt es auch keines, genannt nach welchem der Raps so einschlägt. Der ge⸗ inze hat säete Raps erfriert manchmal in dieser Gegend; alle Be⸗ aber nicht der verpflanzte. des sich Ich mag so gern meine Unwissenheit bekennen, ng ging daß ich mich nicht enthalten kann, bei jeder Ge— r, ind legenheit darauf zurückzukommen. Sollte ich gleich werden alle meine mehr erfahrnen Leser dadurch ermüden, ommen. so sind vielleicht andere, weniger erfahrne, die + Gips daraus sehen werden, wie Manches sie, mit mir, Jahr noch zu lernen haben. Hätte ich z. B. jenes he gilt schöne Verfahren mit dem Rapse früher gekannt: dud ir so würde ich meine Kleeäcker, die meistens so 3 34 üppig waren, daß ich voraus wußte, der darauf folgende Weizen würde Lager werden, ganz anders benutzt haben. Ich würde jetzt mit meinem Klee, wie die Haßlocher mit ihrem Luzernfelde verfah— ren. Nur würde ich den Pflug dabei gebrauchen, die Kleestoppel mit einem Schnitte in die vorher⸗ gehende offene Furche fallen lassen, die Rapspflan⸗ zen auf den eingestürzten Kleerasen anlegen, und ihre Wurzeln mit dem reinen Grunde, den ein zweiter Pflugschnitt aus der abgeschälten Furche brächte, decken. Dann würde ich bessern Raps, und nach dem Rapse bessern Weizen, Spelz oder Rocken haben, als ich oft gehabt habe. Runkelrüben oder Dickrüben. Ich fand noch Niemand, der nicht der Meinung gewesen wäre, daß sie den Bo⸗ den stark angreifen. Sie wirken wenig auf die Milch, und kommen darin den weißen Rüben nicht bei. Sie werden am besten mit diesen oder mit Kartoffeln unter einander gestoßen, verfüttert. Man hält sie in Gruben auf, nachdem man ihnen das Laub mit einer kleinen Scheibe der Krone genommen hat. Man häuft sie nicht hoch über einander, weil sie sich sonst leicht erhitzen. Auch läßt man die Haufen nicht über die Ober⸗ fläche hervorstehen, um sie keinem Froste auszu⸗ setzen. Im Frühjahre werden die Gruben, die nicht verbraucht worden sind, geöffnet, die Run— keln herausgenommen, die anbrüchigen ausgelesen, 1o die shicht sten 6 Haln M har salbin. aub/ In sbe B saß ud Rellie ganze des V Doch an Oer hr futung line& licht.! Aen Lan nit Bei Rihen b r ausf agen h. Oa6 imm sist:„ sinem dun get det Wruf anz auder nem Klu, verfah⸗ brauchen, vorher⸗ bopflan⸗ en, und den ein Furche Raps, lz oder d, der en Bo⸗ uf die nicht er mit . m man be der hoch hitzen. Ober⸗ auszu⸗ „ die Run⸗ elesen, 33 und die gesunden in frische Gruben gebracht und schichtweise mit Grund unterschossen. Die schmal— sten Gruben sind die besten. Auf diese Weise halten sich die Runkeln bis weit in den Sommer. Stoppel rüben. Man läßt sie auf das Wintergetreide folgen, und bauet sie mehr aus Noth als des Vortheils halben. Sie ziehen dem Boden die Kraft vollends aus, und schaden daher der folgenden Gerste. Die— selbe Bemerkung hat man auch schon in dem El— saß und in den Niederlanden, zwei Gegenden, die vielleicht so viele Stoppelrüben bauen, als das ganze übrige Europa, gemacht. Die Erschöpfung des Bodens soll so groß seyn, daß sie sich auch noch an den Ernten, nach der Gerste spüren läßt. Der brave Bostel machte darüber folgende Er— fahrung: Er besäete die Hälfte der Stoppeln eines Spelzackers mit Rüben, die andere Hälfte nicht. In dem folgenden Jahre gab er dem gan⸗ zen Lande eine reine Brache, besäete es darauf mit Weizen, und fand daß die Hälfte, welche mit Rüben benutzt worden war, um 30 Procent schlech— ter ausfiel als jene, die keine Stoppelrüben ge⸗ tragen hatte. Das Sprichwort der alten Pfälzer bleibt da⸗ her immer noch im Andenken der jungen. Es heißt:„Wer auch nur mit Rübesamen im Sacke an seinem Felde vorübergeht, der wird es schon daran gewahr.“ Je dichter die Rüben stehen, für 36 desto schädlicher hält man sie, und setzt sie daher mit der Hacke so weit als möglich von einander. ‚ Man wird sich also auf sandigem Boden weit besser bei dem Spörgel als den Rüben zur fihel Nachfrucht stehen. Was diese verschlechtern, ver 4 bessert jener. An Milchergiebigkeit werden sie sich 0 wohl gleich kommen. Geben die Rüben vielleicht Ultde! etwas mehr Milch, so giebt der Spörgel unstrei— I5 n tig fetter. Da ich mit dem guten Herrnhuter ah von diesem wohlthätigen Kraute, dem Segen der Sandländer sprach, äußerte er mir seine dringenden ntg Wünsche, einen Versuch damit machen zu können, flad und mit Vergnügen werde ich ihm Samen zu Hsie verschaffen suchen. un Rindvieh. 05 Das Vieh bleibt zu Haßloch, das der armen shwir Leute ausgenommen, das ganze Jahr auf dem Iudige Stalle. Es wird bei den meisten kalt getränkt unlho und gefüttert. Das Futter wird nicht geschnitten. uht g Die Kälber werden nicht getränkt, sondern saugen Hkthe an der Mutter. Man läßt die Milch, so wie uihr au überhaupt in allen Gegenden der Pfalz und des affee Elsasses, dick werden, ehe man den Rahm zum 111 Buttern davon nimmt. Rdneh ö zuf 160 —.—— i Rul Whtt 9 Mund — 7——— ——————— I‚““ꝗeeeee---ieeeeee.—4258— ————.—— sie dahet einandet m Bode üben zu ern, ver⸗ sie si vielleicht unsttei⸗ errnhutet egen der ingenden können, men zu armen f dem zetränkt hnitten. saugen so wie ind des m zum S peher. Der Weg von Haßloch nach dieser Stadt führt durch eine sandige Gegend, die durchaus mit Holz bepflanzt ist. Es ist also in dieser Richtung für den Landwirth nichts zu beobachten, und ich würde diesen Weg um so weniger gewählt haben, als in den Städten keine Aehren für meine Gar⸗ ben zu sammeln sind, wenn man mir nicht einen ganzen und zwar praktischen Landwirth daselb st angegeben hätte. Dieser Landwirth ist Herr Ni⸗ klas Freytag. Aus dem Unterrichte, den der Leser hier findet, wird er schließen können, ob ich in meiner Erwartung getäuscht worden bin. Möchte ich es nirgend weniger als hier werden! Der Boden um Speyer ist mehr leicht als schwer. Man findet daselbst Sand, lehmigen Sand, sandigen Lehm, und selbst strengen Letten, oder starkthonigen Boden. Die Esparsette will hier nicht gut gedeihen, ein Zeichen, daß er wenig Kalktheile mit sich führt. Man legt sich also mehr auf den Kleebau. Das Vieh geht zum Theil auf die Weide, zum Theil wird es im Sommer im Stalle gehalten. Man rechnet 3 bis 4 Stück Rindvieh auf ein Ackerpferd, und hält vier Pferde auf 140 Morgen, der Morgen zu 120 Ruthen, die Ruthe zu 16 U Fuß, so viel ich weiß, Nürn⸗ berger Maß. Das Malter Gerste hält 8 Söm⸗ mer und wiegt 175 Pfund. Bei dem Spelz und 58 ö dem Hafer gehen 9 Sömmer auf das Malter: dieses wiegt bei dem Hafer 140 Pfund. d Die gewöhnliche Fruchtfolge ist: hrfe 1. Runkeln, gedüngt; 1 M 2. Gerste;** 5. Klee;* 4. Spelz; 5. Ger ste; ö 6. Hafer. hihe Diese Fruchtfolge hat eben so viel mit der Drei⸗ felder⸗ als Wechselwirthschaft gemein. Sie legt mit letzterer die wahre Basis zu einem guten Klee⸗ bau; denn eine bessere als. behackte Früchte, Hidan 2. Gerste, 3. Klee, wird man wohl nicht auf— Uae finden. Der Spelz, der auf den Klee folgt, steht verd ganz an seinem Orte, und die im fünften Jahre auf den Spelz folgende Gerste ist einer guten husch Wechselwirthschaft nicht zuwider. Nur der Hafer Kunkel im sechsten Jahre bringt die Sache ein wenig Reöhn stark aus dem Gleise. Wenn aber der Boden diese scht he Ordnung verträgt, wenn der Hafer in dem sechs— 111 jährigen Dunge zureichend lohnt, was geht uns gll die Störung an? Die Resultate der Erfahrung Batter sind älter als die Regeln; denn sie selbst haben Ohhehin ja den Grund zur Festsetzung dieser letztern herge— I Er geben. Du aber, mein Freund, wirf darum die Mligts Regel nicht blindlings weg, sondern streiche sie don sch mehrmalen an den Prüfstein deiner eigenen Er⸗ sheiden fahrung und sieh, ob sie auch zu deinen Verhält⸗ Runkelt nissen passe? Hält sie bei dir nicht Stich, so suche Mh ——————ITIIFIF—F—F——————— Mlket; r Drei⸗ Sie legt en Klee⸗ Frucht, ht auf⸗ t, steht Jahre guten Hafer wenig diese sechs⸗ t uns ihrung haben herge⸗ m die he sie Er⸗ rhalt⸗ suche 39 du selbst dir eine andere Regel für deinen Boden und deine Gegend zu erschaffen. Erschöpft der Hafer z. B. in sechster Tracht, oder gar die Gerste in der fünften deinen Boden zu sehr, so laß sie weg und begnüge dich mit einem fünfjährigen oder gar vierjährigen Genusse! Wir wollen nunmehr die Behandlung der Gegenstände in jener sechsfeldrigen Fruchtfolge der Reihe nach vornehmen. Erstes Jahr: Runkeln. Es wird im Frühjahre mit 6 vierspännigen Fudern gedüngt, und zwei bis dreimal zu einer Tiefe von 5 bis 6 Zoll gepflügt. Die Pflanzen werden im Garten gezogen und mit der Haue auf das Feld, in einer Entfernung von zwei U Fuß versetzt. Herr Freytag hat eine runde Art von Runkeln, die er den langen vorzieht, indem diese gewöhnlich auch einen langen Hals treiben, welcher sehr holzig ist. Man behackt sie zweimal. Bei dem zweiten Behacken wird der Grund davon ab⸗ gezogen. Hr. F. nimmt ihnen nur die unter sten Blätter, welche sich nach der Erde senken und ohnehin verloren seyn würden. So schädlich, mei⸗ ner Erfahrung nach, ein zwei- oder gar drei— maliges Abblatten ist, so ist das erste doch nur von sehr geringem Nachtheile, wenn man mit Be— scheidenheit dabei verfährt. Hr. F. rechnet seine Runkelrübenernte zu 15 dreispännigen Fudern vom Morgen. 4⁰ Zweites Jahr: Gerste. Das gewesene Runkelrübenfeld wird vor Win— ter umgepflügt und bleibt dann bis zum Früh⸗ jahre liegen. Die Gerste wird über diesen alten Acker gesäet und untergepflügt. Wann sie etwas über der Erde ist, wird gewalzt. Man säet ein halbes Malter und erntet ihrer zwölfe. Drittes Jahr: Klee— Nach dem Unterpflügen der Gerstensaat wird das Land geegget, der Klee ausgesäet und einge⸗ schleift. Man nimmt 10 bis 12 Pfund auf den Morgen. Diese Aussaat ist sehr stark, und das Maximum, was ich irgendwo gefunden habe. Man säet hier so dicht, weil man glaubt dadurch das Aufkommen des Grases und Unkrauts zu verhin⸗ dern. Uebrigens ist ein dichteres Kleesäen auf leichtem Boden, wo sich die Pflanze nicht so stark bestockt, nöthiger, als auf schwerem. Sobald der Klee unter der Gerste hervorsticht, wird gegipst. Dadurch giebt er nach der Ger stenernte schon einen Wagen Futter. Ist das Spätjahr gut, so setzt der Klee sogar noch reichlichen und sehr schönen Samen an, ohne daß diese Samenerzielung, nach Hrn. Freytags Versicherung, dem Klee im fol⸗ genden Jahre auch nur den geringsten Schäden bringe. Er streuet 8 Sömmer Gips auf den Mor⸗ gen und zählt auf 50 Zentner Kleeheu.(J) ————— die El N Hlv Hi det litgeeg sen E Vůttet Syeh Saneh Lado din gensti uT ein Ertrag Hhor Vin⸗ Im. Fuh⸗ osen alin sie etwas särt ein at witd d einge⸗ auf den und das e. Man rch das ver hin⸗ en auf stark d der egipst einen setzt chönen nach u fol⸗ chaden Nor⸗ —41 Viertes Jahr: Spelz. Der Spelz wird bei trocknem Wetter über die Kleestoppeln hergesäet und flach mit diesen un⸗ tergepflügt. Alles bleibt so liegen bis zum Früh⸗ jahr, wo das Feld überwalzt wird; eine Vorrich— tung, die hier unentbehrlich ist. Ist das Wetter bei der Saatzeit aber feucht, so wird die Klee— stoppel zuerst umgefahren, der Spelz gesäet und eingeegget Bei diesem Verfahren erhält man bes⸗ sern Spelz als bei dem ersten. Je nasser das Wetter dabei ist, je besser.— Hr. F. läßt den Spelz einkalken und wechselt sorgfältig mit dem Samen jeder Getreideart, sogar mit dem der Run⸗ kelrüben). Man säet 12 Sömmer Spelz auf den Morgen; läßt man ihn aber nach andern Ge⸗ genständen, also nicht nach Klee folgen, so wird nur ein Malter(9 Sömmer) dazu erfordert. Der Ertrag ist 15 Malter. Fünftes Jahr: Gerste. Sobald der Spelz vom Felde ist, wird ge⸗ pflügt und dieses vor und im Winter noch zwei— mal wiederholt. Im Frühjahre wird nicht weiter gepflügt, mit Ausnahme jedoch des Saatunter⸗ ) Zu dem Ende hat er in der Entfernung einen Freund, dem er zum Ersatze von seinem Runkelrübensamen zuschickt. Dadurch bleibt er bei seiner eigenen runden Art. 4² pflügens. Das schnelle Umstürzen der Spelzstop⸗ pel und das mehrmalige Pflügen vor Winter sieht Hr. F. als die erste und nothwendigste aller Be⸗ dingnisse an, um gute Gerste zu haben. Er stellte darüber vergleichende Versuche an, und, unter übrigens ganz gleichen Umständen, gab ihm das vor Winter dreimal gepflügte Land 210 Garben, und das nur einmal gepflügte nicht mehr als 9o. Man kann bei diesem letzten Verfahren den Ertrag der Gerste bestimmt nur zur Hälfte dessen anneh⸗ men, den ein vor oder im Winter dreimal gepflüg⸗ tes Land abwirft. Bei Gerste nach Kartoffeln jedoch ist ein einmaliges Pflügen vor Winter zu— reichend. Der Ertrag der Gerste nach Spelz ist dem nach Runkeln gleich. Sechstes Jahr: Hafer. Auch bei dieser Frucht hält Hr. F. das mehr⸗ malige Pflügen vor Winter zu einer guten Ernte für unbedingt nothwendig. Ist der Boden leicht, so wird zu jener Zeit dreimal, ist er aber schwer, nur zweimal gepflügt. Dann aber wird der Pflug das zweitemal tief angesetzt. Man nimmt sowohl zur Gerste als zum Hafer die letzte Furche vor Winter gern breit, damit der Acker sich recht rauh lege und ausfrieren könne. Der Samen wird im Frühjahre untergepflügt. Das Quantum der Aus-⸗ saat ist 6 Sömmer, der Ertrag 12 Malter, also sechzehn für eins. Obige Verfahrungsart giebt noch einmal so viel Hafer, als wenn der Boden ——.————‚‚ert't‚I˖‚CJ‚II —.—— u V 80 ha Wintet fiele! der dl Das inma Im be Maga linem gutsche um leo ten ges Rer aus Mn s Ral. V 0 Hgi nit etw ugen! Mlen hun ds ö Suhsop⸗ Dinte scht aller d⸗ Er sthe d, untu ihm das Gatben, als go. Ertrag u anneh⸗ gepflüg⸗ artoffehn inter zu⸗ pelj ist mehr⸗ Ernte leicht, schwer, Pflag sowohl he vor t rauh ird im Vus⸗ also giebt Boden 45 vor Winter nur einmal gepflügt worden wäre. So hatte 1814 der Hafer, auf einem dreimal vor Winter gepflügten Acker, Halme so dick wie Feder⸗ kiele und eine Höhe von sechstehalb Fuß, statt daß der daneben stehende, nur einmal vor Winter ge— pflügte, nur zwei Fuß über der Erde maß. Auf gutem Boden hat folgender vortreffliche, vielleicht jeden andern übertreffende, Fruchtwechsel Statt: 1. Taback, mit 9 zweispännigen Fudern gedüngt; 2. Spelz; 5. Kartoffeln oder Runkeln; 4. Gerste; 5. Klee oder Hafer. Das zu Taback bestimmte Feld wird vor Winter einmal und im Frühjahre noch dreimal gepflügt. Am besten wird der Dung schon mit der ersten Pflugart untergebracht. Die Pflanzen werden auf einem Gartenbeete erzogen, und keine besondere Kutsche dafür angelegt. Man spatet das Beet um, legt den Dung in die Furche, die der Spa⸗ ten geöffnet hat, und deckt ihn mit dem Grunde der aus der folgenden Furche ausgestochen wird. Man säet ziemlich dicht, und begießt täglich zwei— mal. Will man die Pflanzen recht wachsen machen, so begießt man sie einmal mit Ochsenblut, das mit etwas Wasser gemischt worden ist. Wenn die jungen Pflanzen auf dem Saamenbeete von kleinen grauen Schnecken angegriffen werden, so überdeckt man das Beet mit Rinden von Weidenzweigen, an — —*——.D‚-eeeeeeeee—————————3——.———— —IHIIIIIIF——— SDDeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee‚eeeeeeeEeEEeeeEeee............— 7—7..————— PꝑꝑPꝑIFIFIFIFF VIN.—.——————— 7 7 7. N 7 D3 ˖=⁸.⁹ᷓ;—— NS/ NY SIIIAAMNRN Y V*. J 7 NINNX 88—„** —3 x— NVN V— 97. — V RNV— 2.* 3 6 ——————* N 4 V IL +**. XI.. 44 welche sich die Schnecken anhängen. Mit jedm Morgen nimmt man die Rinden weg und reinigt 0 sie. Bei dem Verpflanzen giebt man jedem Stocke 90 einen Raum von 2 Fuß. Durch die Verordnung 30 der Französischen Tabacksverwaltung, welche in den Ron letzten Jahren befolgt werden mußte, den Taback auf 1025 Millimeter zu entfernen, haben die Pflan⸗ ̃ s zer Verlust gehabt. Iu Hr. F. hat vor seiner Wohnung ein ansehn⸗ Eub. liches und sehr gutes Feld liegen. Es ist in zwei elt Theile getheilt, und diese wechseln ununterbrochen mit Spelz und Taback. Er rechnet von diesem„a 0 letztern im Durchschnitte 10 Zentner vom Morgen. Lin Die Fruchtfolge auf diesem privilegirten Felde heißt schon sein zehn Jahren: 1. Taback; gan 2. Spelz. figt 4600. Fruchtfolge auf schlechtem sandigem Ihn Bo den: Sthl 1. Wickhafer, grün abgefüttert. Man läßt das uchetf Land darauf wieder grün ausschlagen, und a boch pflügt dann unter; hutch 2. Rocken; Ingaz 5. Klee; Hel 4. Rocken; lchen k 5. Gerste. il ue Ob die Theorie wohl einen bessern Fruchtwechsel für solchen Boden angeben kann? 111 hihhn M shen und uingt dem Se erordun che in den Taback die Pflan⸗ ansehn⸗ in zwei erbrochen diesem Norgen. n Zelde digem ßt das u„ und wechsel 45 Fruchtfolge mit Luzerne: 1 bis 8. Luzerne; 9. Raps; 10. Spelz. Die weitere Fortsetzung kenne ich nicht. Die Luzerne wird unter die Gerste gesäet und gegipst, wenn sie über der Erde ist. Sie gewährt dann schon im folgenden Jahre eine vollständige Ernte. Das Gipsen wird alle Jahre wiederholt, weiter aber wird nichts daran gethan. Die Luzerne wird in ihrem letzten Lebensjahre nur einmal geschnitten, sogleich gestürzt und der Acker dreimal gepflügt. Man säet den Raps in der ersten Hälfte des Augusts. Schlägt er fehl, so säet man im fol⸗ genden Frühjahre Hafer, worauf der Spelz gut folgt. Würde man statt des Hafers Gerste neh⸗ men, so würde der Spelz zurückschlagen. Die Lehre von der Fruchtfolge ist also kein leerer Schall, und obgleich derjenige, der Dünger in Ueberfluß hat, sich Vieles erlauben kann, so darf er doch nicht Alles wagen. Wer die Natur bloß durch Dung zwingen will, und auf keinen ihrer Fingerzeige achtet, der wirft, ohne es zu ahnen, viel Geld umsonst weg, und sucht auf einem künst⸗ lichen kostbaren Wege, was er auf dem natürlichen mit weniger Mühe und Kosten finden könnte. Hr. F. hält 4 Pferde; er würde aber mit diesem Gespann besonders im Spätjahre nicht zu⸗ reichen, da er sein künftiges Sommerfeld zu dieser 46 Zeit zwei, ja dreimal pflügt, wenn er nicht zwei Rusaad bis drei Paar Ochsen zu Hülfe nähme. Er kauft unke die Ochsen im April oder zu Anfang May's, aber haten nur solche, die in gutem Fleischzustande sind. Er Llaft bestellt damit sein Brachfruchtfeld, bis er mit dem sojn Tabackpflänzen fertig ist; füttert sie gut und ver⸗ I kauft sie fett gegen Anfang Augusts. Um Mi⸗ n chaelis kauft er wieder andere; diese mögen auch usht mager seyn. Sie helfen ihm sein Winterfeld be— buhn stellen und auf das Sommerfeld vorarbeiten. Er sm mästet sie den Winter über und verkauft sie gegen das Frühjahr. Hierbei kommt ihm freilich eine u ů Branntweinbrennerei, die mit Spelz, Rocken, Gerste, Ruu Mais und Kartoffeln betrieben wird, zu Hülfe. SDa Er zieht wenig Kälber auf, sondern kauft vor ö Winter trächtige Kühe, bei denen er nur auf die cchalt Größe sieht; später benutzt er ihre Kälber und an die beste Milchzeit der Kühe, füttert sie tüchtig Elnnn, und verkauft sie zu einer Zeit, wo sie am theuer⸗ se nit sten sind. Iu; do Der Leser wird ohne meine Erklärung den⸗ peniz! ken, daß dieses ganze Verfahren einen sehr prakti— Es schen und seinen Nutzen verstehenden Landwirth achnn verräth, und das ist Hr. F. in der ganzen Aus⸗ Ih ro dehnung des Wortes. ih uh Hr. F. hält außerordentlich viel auf die Run⸗ lhhmne keln, und verwendet sie zur Mastung des Horn⸗ she ga viehes. Doch lobt er ihre Milchergiebigkeit nicht. sihhen Dieses Letztere ist einer von den wenigen Punkten un un der Landwirthschaft, worüber man allenthalben ein— 1 *—— eeeTTTTTTT..TFAWT T.. ¶.¶.¶„ ————————.————— Hen auch feld he⸗ iten. Er sie gegen ich eine „Gestte, Hilff. auft vot auf die er und tüchtiz theuer⸗ 9 den⸗ rakti⸗ bwitth Aus⸗ Run⸗ Horn⸗ nicht. unkten u ein⸗ 4 verstanden ist. Hauptsächlich verwendet er die Runkeln zur Pferdefütterung. Seine Pferde er⸗ halten von Anfang Oktobers bis zu Anfang der Kleefütterung, also bis zum Juni, nichts als ge— stoßene, mit Häcksel gemischte Runkeln und Heu. Sie befinden sich nicht allein wohl dabei, sondern werden auch unter der Arbeit fett. Von Anfang mischt er die Runkeln mit etwas Rüben. Diese werden, wie man weiß, im Elsaß für ein sehr ge⸗ sundes Pferdefutter gehalten. So sehr aber Hr. F. für die Runkeln eingenommen ist, so giebt er doch beim Gebrauche den Möhren den Vorzug. Nur wollen diese letztern nicht wohl auf seinem Boden gedeihen. Um die Runkeln, so lange möglich, frisch zu erhalten, bewahrt er sie in langen schmalen Gru⸗ ben auf. Ihre obere Breite hat zwei, ihre untere einen, und ihre Tiefe dritthalb Fuß. Man deckt sie mit etwas Stroh und schlägt sie mit Grund zu; doch läßt man den Gruben im Anfange ein wenig Luft, damit die Dünste auszichen können. Es ist nun Zeit, von Hrn. F. Abschied zu nehmen, so viel Nützliches sich vielleicht auch bei ihm noch erlernen ließe. Zu seinem Ruhme muß ich noch sagen, daß er der erste war, der mit der Luzerne auf dem sandigen Boden zu Haßloch Ver⸗ suche gemacht hat. Eben da, wo wir im Vor⸗ beigehen so prächtige Luzerne erblickt haben, baute man vormals nichts als 1. Spelz, 2. Kartoffeln, oder 1. Taback, 2. Spelz, 3. Kartoffeln. Dieser 48 Sandboden nahm also der Wirthschaft weit mehr W Dünger weg, als er wiederzugeben im Stande wirl wat, statt daß er heute der ganzen übrigen Wirth⸗ wan schaft zur Stütze dient. le ssn —— Hh hiß. Mutterstadt. g Der Weg ging durch eine sehr sandige Ge⸗ m gend über Schifferstadt nach Danstadt. Ich nahm vie d diesen Umweg, weil man mir an letzterm Orte verde einen sachkundigen Mann angegeben hatte, den ich ö aber, wie dies reisenden Oekonomen nur zu oft ergeht, nicht zu Hause fand. Herr Keck war bi ga seinen Schnittern; die Entfernung war zu groß, gen, die Hitze zu stark, als daß ich mich entschließßen dnn konnte, ihn aufzusuchen. Was ich übrigens in e der Richtung von Schifferstadt nach Danstadt ges u sehen hatte, war nicht gemacht mich zu reizen. Duh Der Hafer war zwei, die Gerste anderthalb Fuß ga hoch; die Luzerne stand sehr mittelmäßig, und der Eie Eöper erlag unter dem Unkraute. Ich setzte also iapfel meinen Weg nach Mutterstadt, einem durch seinen Flachs- oder Leinsamen so sehr berühmtem Orte Haft, fort Inn Man unterscheidet hier den Boden in leichten, Ertrag schweren und Mittelboden. Da aber auch der i de schwache Boden, die Kleeäcker ausgenommen, mit 0 de einem Pferde gepflügt wird: so sieht man wohl, Weit nohr in Lad ndige Ge⸗ Ich nahn erm Ortt „ den ich r zu oft war bei ju groß, schließen gens in stadt ge⸗ reizen. alb Fuß und der zte also seinen n Orte leichten, ich der u, mit wohl, 49 daß der Unterschied nur relativ und von keinem wirklich strengen Boden die Rede ist. Der soge— nannte schwere Boden findet sich nur auf solchen Aeckern, die vormals Wiesen waren, also in einer sichern Vertiefung liegen, und die nunmehr dem Pfluge überlassen sind, der sie höher zu benutzen weiß. Der leichte Boden besteht aus Sand, der aber keineswegs schlecht ist. Ueberhaupt hat sich der ganze Bann von Mutterstadt eines guten, und zum Theil eines köstlichen Bodens zu erfreuen, wie die darauf eingeführten Fruchtfolgen beweisen werden. Die größten Wirthschaften haben 80 Mor— gen, und halten 5 Pferde und 6 bis 8 Kühe. Die gewöhnlichsten bauen aber nur 40 bis 50 Mor— gen, die sie mit 2 Pferden bestellen und 3 Kühe darauf halten. Daß das Hornvieh Jahr aus Jahr ein auf dem Stalle gehalten werde, versteht sich von selbst; denn wie sollte man sonst mit dem Dung zureichen? Leute, die nur 15 bis 20 Mor⸗ gen haben, bestreiten die Arbeit mit ihren Kühen. Eine für alle kleine Wirthschaften nicht genug zu empfehlende Einrichtung! Man bauet zu Mutterstadt Spelz/ Gerste, Hafer, Rocken, Flachs, Taback, Hanf, Runkeln, Kartoffeln, Klee, Luzerne und Esparsette. Der Ertrag vom Morgen ist bei dem Spelz 8 Malter, bei dem Rocken 4 bis 5 Malter, bei der Gerste und dem Hafer 6 bis 6½ Malter. 4 50 Die Fruchtfolge auf Sandboden ist: Spelz, gedüngt; ö Rocken; Hafer; Flachs. oder: Spelz, gedüngt; Gerste; Rocken— Hafer— Kartoffeln; Flachs. ö Der Flachs in diesem und dem vorhergehenden Umlauf in einen abgetragenen, durch drei Getreide⸗ ernten nothwendig verunreinigten Acker. Da man hier bei dem Flachse hauptsächlich die Erzielung des Samens bezweckt, so mag es seyn, daß ein etwas erschöpfter Acker diesen Zweck besser erfuülle. Auch der Bast oder das Lint muß stärker seyn, als das von Flachse, der auf fettem Boden auf⸗ gewachsen ist. Wie man sich aber aus dem Un— kraute zieht, das werden die Jäterinnen dieser Flachsfelder wissen. Man hält daher auch zu Mutterstadt die Kartoffeln für eine unübertreffliche Vorbereitung zum Weizen. — 0 Die Fruchtfolge auf Mittelboden i st: 1. Gerste, gedüngt; 2. Rocken; 35. Flachs; 4. Hafer oder Ger ste; 5. Kartoffeln. enist: gehenden Getreide⸗ Da man tzielung daß ein erfülle. seyn, u auf⸗ m Un⸗ dieser ich zu efliche 51 Die Folge des Rockens nach Gerste ist merk⸗ würdig; aber gewiß nicht so unsinnig, als man sie in sichern Ländern, wo das Sommergetreide von Amt⸗ und Rechtswegen nicht aus dem Som— merfelde kommen darf, findet; und viel schlechter ist es ohne Zweifel, auf Mittelboden Rocken nach Kartoffeln folgen zu lassen, der nur mittelmäßig, statt daß die Gerste herrlich darauf geräth. Der Flachs kommt in dem angeführten Umlaufe in die dritte, die Kartoffeln kommen in die vierte Gaile. Es muß also schon ein Boden seyn, der diesem letztern besonders zuspricht. Daß man den Dung einzig auf die Gerste verwendet, und alle andere Gegenstände leer ausscheiden läßt, ist wirklich auf— fallend in jenem Fruchtumlaufe, um so mehr, da man anderswo die Erfahrung hat, daß das Dün—⸗ gen zu Gerste ihr wenig fruchte, vielmehr oft schade. Der Flachs kommt alle vier Jahre auf leich— tem und Mittelboden vor; ja die kleinen Bauern haben über das andere Jahr Flachs auf demselben Felde. Es heißt dann: 1 Jahr Spelz, mit 6 bis 7 zweispännigen Fu⸗ dern gedüngt; 2 Jahr Flachs; 5— Spelz; 4— Flachs u. s. w. Man zeigte mir eine Flur, die von einem Wege durchschnitten war. Darauf trägt der ganze diesseitige Theil in einem Jahre Flachs, und der 52 ö jenseitige Spelz, und in dem andern der jenseitige hru Flachs, und der diesseitige Spelz, und so ununter⸗ brochen fort. Dieses ist freilich allen Erfahrungen zuwider, die ich auf meinen Reisen, bei meinem Ackerbau und dem meiner vormaligen Nachbaren zu sammeln Gelegenheit gehabt habe. Im Lande von Waes z. B. will der Flachs, selbst auf riol⸗ ů tem Boden, nicht vor dem sechsten Jahre wieder— 6 kommen; an andern Orten nicht vor dem zwölften. Is Je seltner er an der Maas vorkommt, je besser aut er einschlägt. Aus der Verschiedenheit dieser Er— fahrungen mit der von Mutterstadt folgt aber nicht, daß die eine ohne Grund sey, weil sie der andern entgegenläuft: es zeigt uns, daß es keine na Regel ohne Ausnahme giebt, und daß die Natur uun sich nicht überall an einem Leisten hält. V Man hat auch noch auf Mittelboden: i 1. Spelz, gedüngt; vird, 2. Ger ste; nicht 3. Klee; Ind 4. Spelz; Muug 3. Rocken; duau, 6. Flachs. h Ein förmliches Dreifeldersystem, und der Flachs N, v in der sechsten Gaile! Datirt diese Fruchtfolge sch n noch aus dem eisernen Zeitalter des Ackerbaues, nie eh oder sündigt sie auf Rechnung eines goldnen st ml Grund und Bodens? Je jette ma langue aux sum 9 chiens! würde hier die Frau von Sevigué sagen. Oihen *— jassitige ö Ununtere ahrungn meinem achbaren n Lande uf riol⸗ wieder⸗ wölften. e besser ser Er⸗ t aber sie der zs keine Natur lachs folge auts, lonen aUI en. 53 Fruchtfolge auf schwerem Boden, vormals Weide⸗ oder Wiesengrund. Runkeln, gedüngt; Ger ste; Hafer; Taback, gedüngt; Spelz; 6. Gerste. Auf diesem Boden ist bis jetzt noch kein Klee ge⸗ baut worden. + Der Flach s macht, wie gesagt, den Hauptgegenstand der Kultur von Mutterstadt aus. Man baut ihn größten⸗ theils des Samens wegen, womit hier ein beson⸗ derer Handel getrieben wird. Mancher Samen, der unter dem Namen des Rigaer Leins verkauft wird, kam zu Mutterstadt zur Welt. Er wird nicht selten hier aufgekauft, macht eine kleine Reise, und kehrt nach einem Jahre in einem russischen Anzuge wieder dahin zurück. Die Geschichte der Frau, die einst ihren Ring verlor, und ihn nach ein paar Jahren in dem Leinsamen wiederfand, der, vorgeblich, von Riga gekommen war, trägt sich noch in dieser Gegend. Geräth der Samen, wie eben in dem Jahre 1814, so ist der Flachs oft mehr werth, als der Boden. Der Ertrag von einem Morgen beläuft sich dann auf 250 rheinische Gulden, 34 Das zu Flachs bestimmte Land muß einmal Rathn vor, und zweimal nach Winter gepflügt werden. e Die Saatzeit ist gegen den roten bis 2ten Mai. ö Man säet zwei Sömmer auf den Morgen von ae 104 Ruthen, erntet ihrer im Durchschnitte 18 bis h 20, und erhält 45 bis 50 Steine Flachs. Der st d Preis des letztern ist 54 Kreuzer per Stein. 6 ucht DR L Die Kartoffeln werden zu Mutter stadt bloß Hii dem im Sande gebaut, die Runkeln aber in schwererem geassen Boden. Man legt sich mehr auf den Anbau die— vr 0 ser letzten, als auf den der Kartoffeln. Die Run⸗ keln werden verpflanzt und zweimal behackt. Auch hier werden sie zum Füttern der Pferde verwen⸗ det.— Wie ist es doch möglich, daß meine vor— maligen Landsleute an der Maas nichts von Run⸗ keln, Rüben und Möhren behacken wissen wollen? I Sie verdammten mich als ein Ketzer, wenn ich nur schoft! davon sprach, und als einen unsinnigen Verschwen⸗ die dl der, wenn ich zur Haue greifen ließ. Eine Haue Sale d und eine Guillotine sind bei ihnen gleichbedeutende 0 Worte. Wenn diese Ungläubigen doch nur einmal gh mi die Pfalz und das Elsaß sähen! sne G. Man baut seit einigen Jahren wenig Klee Mhi mehr zu Mutterstadt, und giebt der Luzerne den r hrau Vorzug. Esparsette wird auch nicht viel gebaut. un sier Alle drei Gegenstände werden im Frühjahre ge⸗ u pst gipst. Man nimmt ein Malter Gips auf den R innal Morgen, weil er so oft verfälscht wird; sonst turdg. würde man mit der Hälfte genug haben. ten Mi. Nach der Luzerne folgt Rocken, und darauf gen vnn Runkeln; oder erst Runkeln, und dann Gerste. 10 bis Auch Taback läßt man nach Luzerne folgen. Man 5 Der findet durchaus nothwendig, daß in dem ersten . oder zweiten Jahre nach der Luzerne eine Hack— frucht folge, weil der Acker zu stark vergraset ist. Die Luzerne dauert 6 bis 7 Jahre. Ich verdanke obige Notizen dem Hrn. Haine, dt bloß bei dem ich logirte, und der durch seinen sanften, vererem gelassenen Charakter eine Ausnahme von der Regel au die⸗ der Gastwirthe macht. e Run⸗ Auch herwen⸗ 23—.—9 Mundenheim. Run⸗ ö vollen? Ich hatte mir vorgesetzt, die berühmte Wirth⸗ ch nur schaft der Frau von Zedwitz zu besuchen; allein schwen⸗ die edle Frau war todt, und mit ihr auch die Haue Seele dieser Wirthschaft entwichen. utende Herr Metzner, ein wohlhabender Landwirth, inmal gab mir mehrere Aufschlüsse über den Ackerbau seiner Gegend. Er selbst baut 250 Morgen, der Klee Morgen zu 100 Ruthen, à 12 Fuß rheinländisch. den Er braucht dazu 6 Pferde. Gewöhnlich rechnet baut. man hier 2 Pferde und 6 Kühe auf 100 Morgen. ge⸗ Man pflügt mit einem Pferde, und hat den achten din Theil des Ganzen in Klee. Da die Viehseuche äIIFEFECECEcEcEcEcccee.*—— 56 in der Pfalz so stark um sich griff, so begehrte fhften und bekam ich sein Vieh, von dem er mir viel U Preiswürdiges sagte, nicht zu sehen. Er füttert sie das ganze Jahr über im Stalle. Doch läßt Hi sich ein Gleiches nicht von allen seinen Nachbaren ilef sagen. l un9 Die Fruchtfolge auf leichtem Boden ist: 10 ö 8 1. Taback, gedüngt mit 8 zweispännigen Fudern; Asad 2. Gerste; Himn 5. Klee, wovon, wenn der Acker nicht in gutem lnsti Stande ist, nur ein Schnitt genommen wird. m n 4. Rocken, darauf Rüben; Ritat 5. Hafer oder Kartoffeln. Geb Nach den Rüben wird die Gerste äußerst denke schlecht, selbst der Hafer nicht der beste; daher die w N man die Rüben gewöhnlich nur dann in die Stop⸗ nier N peln des Wintergetreides bringt, wenn Kartoffeln hurch! 4 darauf folgen sollen. Eine schönere und bessere mattn Fruchtfolge wie die angeführte, giebt es wohl für ur It solchen Boden nicht. Hat man Dung genug, so nissen fällt das fünfte Jahr weg und man fängt wieder r ij mit dem Taback an. Fehlt es aber an zureichendem linen Dung, und man will doch den vierjährigen Um— fn. lauf, des Tabacks wegen, durchsetzen, so nimmt wubfih man von dem Klee nur einen Schnitt, und pflügt Roße: den zweiten unter. Leute, denen es noch mehr an Ium de Dung gebricht, sind gezwungen, den Umlauf noch Ibs um ein Jahr zu verlängern. Sie halten dann im shun SS]]s“s;s;s;s;s;s;s s;s; s s' TDTDTDTDPTTPTFTFPDPTPTFTFTFTDTDTGDTCCT o hchtt mit viel Er fitteit HDoch lißt Lachbaren en ist: Fudern; gutem uwird. dußerst daher Stop⸗ rtoffeln bessere hl für g/ so wieder endem Um⸗ nimm: psũgt hr an noch im im 57 fünften Jahre reine, wiewohl ungedüngte Brache, und lassen im sechsten Rocken folgen. Manche meiner landwirthschaftlichen Leser, besonders angehende Oekonomen, die keine Prak⸗- tiker sind, bitte ich zu bemerken, daß, bei der Be⸗ urtheilung einer Fruchtfolge, es nicht immer auf ihren Reichthum, noch auf die darin herrschende schöne Zusammenreihung der Gegenstände ankomme. Selbst die zu den Eigenschaften des Bodens passendste Auswahl der kultivirten Gegenstände bestimmt sie noch nicht. Wir dürfen keinen dieser Umstände vernachlässigen, keinen übersehen; aber nie müssen wir vergessen, daß die Hauptbasis der Rotation sich auf dem Misthofe befinde. Das Gebäude, das wir auf dem Felde aufzuführen ge— denken, muß sich nach den Fundamenten richten, die wir zu Hause gelegt haben; oder es stürzt unter seiner Last zusammen. Können wir daher, durch Zeit und Umstände gehindert, jenen Funda⸗ menten nicht die Ausdehnung verschaffen, die sie zur Ausführung unseres Planes haben sollten, so müssen wir entweder einen andern Plan wählen, oder ihm auf dem Felde durch reine Brache, oder einen untergepflügten Klee- oder Wickenschnitt nach— helfen. Etwas Befriedigendes mit wenig Mitteln ausführen, verräth oft einen weiseren Sinn, als große Dinge mit großen Mitteln vollbringen. Es kann daher oft ein Fruchtwechsel, bei welchem alle 5 bis 6 Jahre eine Brache eingeschoben wird, sicherer und an reinem Gewinne reicher seyn, als 58 ein anderer, der ohne Brache alle zwei bis drei 1* i Jahre Dünger erheischt. 2 b ft hgcber Fruchtfolge auf Lehmboden: 1* 1. Reine Brache, mit 9 bis 10 Fuder gedüngt; Wl 2. Raps, um Laurentius gesäet, nicht verpflanzt; HoDbbio 35. Spelz; 4. Gerste;. 5. Hafer; Kartoffeln; Klee. 4 Das Spelz, Gerste, Hafer, ist dem Umläufe, den wir zu Speyer angetroffen haben, ganz ähnlich. Man denkt übrigens, daß, wenn im fünften Jahre 1 Klee oder Kortoffeln vorkommen, keine Brache, 2. wohl aber Spelz und Ger ste darauf folgen.. Eine andere Fruchtfolge auf Lehmboden— 1. Brache, gedüngt; 2. Raps;* 3. Spelz; ö 4. Runkeln, gedüngt; 662.0 5. Gerste; 4.8 6. Klee oder 3 ohne Dung; 3 den 7. Spelz. stuitt Würde der Raps verpflanzt: so könnte die reine Don R Brache im ersten Jahre gewiß mit Nutzen weg— unnm n bleiben. Wenn doch die gewaltigen Vertheidiger mum de des Dreifeldersystems nur einmal eine Reise durch aso g die Pfalz und den nördlichen Theil des Nieder— iu R elsasses mit mir machen wollten, um sich von der Iltz Moglichkeit eines bessern Systems, als das ihrige, Kiht —; ü——————— *——————————————————————„..— *———..——————————————————.—— li bre * gedüngt epflanzt; ufe, den ähnhch. u Jahte Brache, ů odey: 59 + zu überzeugen! Und man sage nicht, daß solches bloß für Theoretiker oder einzelne vermögende Lieb— haber passe, denn ich würde sie bloß mit Empi⸗ rikern bekannt machen, wie ich überall in diesem Werke thue. Bruchstücke hiesigen Fruchtwechsels: 1. Kartoffeln; 2. Hirse; 3. Klee. 1. Taback; 2. Gerste; 3. Hirse. Man hat noch ferner: 1. Taback, gedüngt; 2. Gerste; 5. Wicken, grün verfüttert, der zweite Schnitt untergepflügt. 4. Spelz. Auch: Kartoffeln, gedüngt; Gerste; Klee, der zweite Schnitt untergepflügt; Spelz; Weizen; Rocken; Raps. Zu dem Rapse wird die Stoppel des ersten Klee— schnitts überdüngt und untergepflügt. Ehe man den Raps säet, pflügt man noch einmal. Hat man dem Raps keinen Dung zu geben, so pflügt man den ersten Kleeschnitt unter, benutzt den Klee also gar nicht. Man verpflanzt auch manchmal den Raps. Dieser wird dann im Frühjahr be— hackt; der an Ort und Stelle gesäete aber wird es nicht. E 60 ö x 4— Die Hirse wird gejätet, und liefert ein gar sche. vortreffliches Stroh. Ihr Ertrag ist im Durch— in dem schnitte 4 Malter vom Morgen. Es ist, wie ich hrat glaube, die Klumphirse; Kolbenhirse erinnere ich nehr! mich nicht in der Pfalz gesehen zu haben. Die u Hirse greift den Boden stark an, und läßt vieles in Unkraut aufkommen, daher das Getreide schlecht et darauf folgen würde. Säet man aber Klee unter 1118 die Hirse, so wird die Kraft im Acker wieder er— V setzt, und man kann ver sichert seyn, daß kein an⸗ gekoftt derer solchem Klee gleichkomme. ö großen ö shast; Fruchtfolge mit Eßper: in ᷑ 1. 2. 3. Eõper; indem 4. Rocken, darauf Rüben; gcal 5. Brache; y 6. Rocken; N 7. Brache; s auf 8. Fängt die Reihe wieder mit der Esparsette ulls, an. ö SJᷣuller sun 0 Oder auch: Ee 1. 2. 3. Esper; ö Vid 4. Hackfrüchte, vorzugsweise Kartoffeln; 5. Gerste oder Hafer; 6. Brache; 7. Rocken; D 8. wieder Esparsette. 3 Ich vermuthe, daß der erste dieser beiden Frucht— wechsel nur auf dem schlechtesten Boden Statt un gar u Durch⸗ wir ich nnere ich en. Dit ßt vielez shhlht lee unter ieder er⸗ kein an⸗ arsett ucht⸗ Statt 61 habe. Man muß beobachten, daß außer dem Gipse in dem ganzen Umlaufe kein Dung auf den Acker gebracht wird. Jene Fruchtfolgen können 30 und mehr Jahre so fortgetrieben werden, ohne Dung zu erheischen. Rechnen wir nun das Futter, das in den drei Jahren von dem Esparsettfelde kommt, das Stroh, das die Getreideernten geben, und daß dieses Stroh und jenes Futter den übrigen Feldern der Wirthschaft zu gut kommen, ohne dieser etwas gekostet zu haben: so wird man finden, welchen großen Nutzen ein solcher Außenschlag einer Wirth— schaft gewähre. Ueberdem ist dieser Außenschlag kein köstliches Opfer, das man dem Ganzen bringt, indem nur magere und abgetragene Aecker dazu gewählt und dadurch wieder in Kraft gebracht werden. Man säet 7 Sömmer(einen Hektoliter) Es⸗ per auf den Morgen. Er wird unter Sommer— rübsen, Getreide, oder in reine Brache gebracht. Soll er unter Getreide kommen, so wird zu die⸗ sem vorher immer gebracht. Der darin gesäete Eöper giebt im folgenden Jahre eine halbe Ernte. Wird er Anfangs Juli unter Sommerrübsen 5) ) Ich sage Sommerrübsen, und nicht Sommerraps. Dieser würde, so spät gesäet, durchaus nicht zur Zeiti— gung gelangen; statt daß jener nur drei Monate aus und in den Sack braucht, das ist: von der Aussaat an bis zu der Reife. Herr Staatsrath Thaer hat zwar in den Grundsätzen der rationellen Landwirth— 62 gesäet, so hat man im folgenden Jahre eine bessere Ernte zu erwarten; säet man ihn aber zu derselben Zeit in reine Brache und für sich allein, so ist im folgenden Jahre sein Stand vollkommen. Die Esparsettfelder haben weder des Jätens, noch des Durcheggens nöthig, um über das Unkraut Mei⸗ ster zu werden. Diese Pflanze dauert 3 bis 4 Jahre. Soll Rocken oder Weizen darauf folgen, so wird das Feld nach dem ersten Schnitte in ihrem letzten Jahre gestürzt und dreimal gepflügt; folgt aber eine Hackfrucht, sie sey Taback, Kartoffeln oder Runkel, so kann die Esparsette im letzten Jahre zweimal benutzt werden. Bevor Esper und Klee in dieser Gegend be— kannt waren, hielt man ein Jahr über das andere reine Brache. Ehre dem Klee! Ehre der Espar— sette! Ehre der Luzerne! Heil den Wohlthätern der Menschen, die ihren Anbau unter ihnen ver⸗ breiteten! ä Es werden zu Mundenheim mehr Runkeln als Kartoffeln gepflanzt. Man hält jene zwar für kein gutes Milchfutter, desto besser aber zum Fleisch— schaft Sommerraps und Sommerrübsen für gleichbe— deutende Namen gehalten; allein es ist ein eben so wesentlicher und unverkennbarer Unterschied zwischen beiden, als zwischen Winterraps und Winterrübsen, zwischen Kohl und Rüben. Da ich selbst jene Ge— genstände gebaut habe, so darf ich hier kühn jenen kleinen Irrthum in dem angeführten Werke berichtigen ——————meeeeEEDf—..——— nsehet hr sortge huttir v0n Mstite lihe S Ee ge Hindan stend n scneins hud te siht H int hesser ansetzen; daher auch die Mastung damit angefan⸗ dilsehen gen, und nachher mit Gerstenschroot und Kartoffeln n, so ist fortgesetzt wird. Sie sind dabei ein gutes Pferde— en. Die futter; anderthalb Sömmer macht die Tagesration noch dei von zwei Pferden. zut Mei⸗ 4Jahre. so wird n lehtn Manheim. Igt abetr In odet Unser Weg geht jetzt nach dem Rheine, und n Jahn wir erblicken auf dem jenseitigen Ufer diese schöne Stadt, den hohen Dom, der sich zwischen vier zend he Thürmen majestätisch in die Luft erhebt, den pracht⸗ 3 andere vollen Pallast, der dem guten Pfälzer seine ehe— Cepar⸗ maligen Fürsten, und dem Landmann die alten thätern Väter des Vaterlandes in die Seele zuruckruft. en ver⸗ Dieser segnet unter andern die Asche Theodors, der durch so manche nützliche Anstalten so vieles Runkeh für den Ackerbau und das allgemeine Beste that. vur fir Der Rhein ist hier nicht mehr jener rasche, Jlisch unstäte Fluß, der, wie im Elsaß, eine unfreund⸗ liche Scheidewand zwischen beiden Ufern bildet, dem gemeinschaftlichen Berkehr ihrer Bewohner Hindernisse in den Weg legt, und sie sich einander 3. fremd macht; er ist vielmehr der Beförderer ihres zuishen gemeinschaftlichen Wohls, der beiden Ufern die mrübsen, Hand reicht, beide vereint und beiden Segen zu— ne Ge führt. u jenen 0005 Das schöne Manheim machte mir mit seinen ichti mh — e 6⁴ — 97 ,uh,ʒy schénurgraden Straßen um so mehr Langeweile,. als diese jetzt von einem Ende zum andern offt Vae ü menschenleer sind; und dann was hat ein Landz: Heis wirth in dem Staube der Städte zu lernen? Ełs ihnl zog hier nichts meine Aufmerksamkeit an sich, als eine Trockenscheuer für den Taback in dem Garten + des Hrn. Schuhmacher. Sie hat von außen sle das Ansehen eines alten gothischen Gebäudes, ist ich ganz von Holz, und statt der Wände sind alle vier anm Seiten mit Brettern bekleidet. Diese sind in 50. Rhel rizontaler Richtung und so angeschlagen, daß zwis shon schen jedem eine, einen Zoll breite, Spalte bleibt, sult, wodurch in dem Innern eine starke Zugluft und uten zureichende Helle entsteht. Da man den Brettern 65 N von außen den Anstrich von gehauenen Steinen ö Buan gegeben hat: so bilden die Spalten dazwischen für sie mj das Auge die Absätze der Steinschichten, und ver⸗ haftht ursachen eine artige Täuschung. Ich erinnere die— Auntuf ser bloß zierlichen Vorrichtung zu Gunsten vermö Ohalln gender Landwirthe, die ohne viele Kosten das An⸗ Mhe genehme mit dem Nützlichen verbinden möchten. nahren Uebrigens sind die meisten Tabacksscheuern, die ich nhten in diesem Theile der Pfalz sah, im Wesentlichen nicht von der des Hrn. Schuhmachers verschieden. Ich ziehe diese Art unbedingt den neu errichteten Trockenräumen im Elsaß vor, die von vorn ganz Gce offen und nicht viel tiefer sind, als ein Bienenstand für Magazinkörbe. Man hängt den Taback in der Pfalz so dicht an einander gereiht auf, daß ein Malt Blatt das andere auf der Schnur berührtt. Im ha Lnpeweil, andern bst ein Ind⸗ nen? E sich, ah m Garth on außey iudes, if alle vier ud in hh⸗ daß zvi⸗ ste hleibt, glaft und Brettern Cteinen shen fir und ver⸗ here die⸗ verm⸗ das M⸗ möchten die ich ntlichen heden. ichteten nganz enstand in der aß ein In 65⁵5 3 Elsaß würde man, und bei den dasigen größern Blättern mit Recht, fürchten, daß sie, auf diese Weise eingefädelt, beschimmeln würden; daher man ihnen einen Fingerbreit Zwischenraum läßt. Herr Christian Schuhmacher, ein bekannter Fabrikant des sogenannten Manheimer Wassers, theilte mir folgende Erfahrung mit. Da er einst nicht Vieh genug hatte, um die Brantweinwäsche daran zu verfüttern, so ließ er mit dem dünnern Theile derselben einen Acker von 67 Ruthen, der schon zweimal hintereinander Kartoffeln getragen hatte, im Winter stark überfahren, pflanzte von neuem Kartoffeln, und erhielt von den 67 Ruthen 65 Malter. Er versuchte auch einmal, die dickere Brantweinwäsche aufführen zu lassen, allein da er sie nicht gleich einpflügen konnte, indem das Ue— berfahren im Winter geschehen war, so zogen die Kartoffelrückstände der Wäsche alle Krähen und Sperlinge der ganzen Gegend an, die so lange Mahlzeit auf dem Felde hielten, bis daß nichts mehr darauf zu verzehren, folglich auch nichts mehr unterzupflügen war. Gegend zwischen Manheim und Heidelberg. Diese Gegend ist eine der schönsten und der bestkultivirtesten, die das Auge sehen mag. Das Herz erweitert sich bei einem solchen Anblicke, und — 66 der Freund des Ackerbaues, der, fern von dem hest Genusse des Lebens auf solchen himmlischen Ge⸗ Dndat filden, verdammt ist, gleich mir, seine Tage in Seht dem Kerker einer Stadt zu beschließen, der kann Meint sich einer wehmüthigen Empfindung, dieses Ge—.r nusses beraubt zu seyn, nicht erwehren. Die Fläche nl! ist unabsehbar und möglichst eben. Alle Wege und Straßen sind mit Nuß⸗, Aepfel-⸗ und Birnbäumen besetzt; Luzerne, Runkeln, Kartoffeln, Taback, Mais, Hanf, wechseln unaufhörlich mit dem Getreide ab, und geben der Gegend das abwechselnde Ansehen eines Gartens, reicher, größer und majiestätischer 6 als der Garten von Schwetzingen, von dem ich Helht nichts sagen will, weil ich ihn, wiewohl so nahe N dabei, nicht gesehen habe. Mir gelten nur Feld, unt Wald und Wiese, und das blaue Zelt, das sich 905 über ihnen wölbt.* Die Dörser sind sehr ansehnlich, liegen aber u, 5 in einer sichern Entfernung; daher ihre Fluren 9 0 ziemlich ausgedehnt sind. Diese Fluren sind zwar einmn in drei Arten oder Felder vertheilt; man muß sich Rin aber dadurch nicht irre machen lassen, und glauben, uumgt daß hier eine Dreifelderwirthschaft geführt werde. O Alsdann verdiente diese Gegend wohl den Namen beger einer der bestkultivirten nicht.„ Man hat hier Winterfeld, Sommerfeld, Brach— Ilen seld. Letzteres ist an manchen Orten ausschließlich tih U dem Taback und Klee, ersteres dem Spelz, und da 10 f. wo der Boden leichter ist, dem Rocken bestimmt. 40 Das Sommerfeld theilt sich zur Hälfte unter sh In dem ishin He Nag in der kam ieses G ie Flache Zege und nbäumen E, Maitz reide ah, Ansehn stätische dem ich so nahe ur Feld, as scch n abet Fluren d zwat uß sih lauben, werde. Namen Brach⸗ ließlich und da limmt. untit Gerste oder Hafer, und Runkeln, Kartoffeln, Mais Daraus entsteht dann eine reiche, untadelhafte Sechsfelderwirthschaft, die mit der, welche ich in meiner Schrift über das Elsaß unter dem Namen der Kochersberger Wirthschaft bekannt gemacht habe, viele Aehnlichkeit hat. Seckenheim. Ein in der ganzen Pfalz wegen seiner Kultur berühmter Ort. Der Fleiß seiner Bewohner, die Nachbarschaft von Manheim, die Gelegenheit sich von daher Dung zu verschaffen, die natürliche Güte des Bodens, mit einem Worte, Alles trägt dazu bei, aus dem ganzen Banne einen Garten zu bil— den, von welchem das Auge des Philosophen und des Landwirthes sich schwerer losreißt, als von einem Parterre, das mit erkünstelten Oranienbäu⸗ men und viel kostenden, aber sauern Früchten prangt. Der Morgen hat hier 100 Ruthen Nürn⸗ berger Maaß. Die Wirthschaften sind nicht groß; sie halten 2 bis 3 Pferde. Eine Wirthschaft von 2 Pferden baut 40 Morgen, und füttert 3 bis 4 Kühe das ganze Jahr über auf dem Stalle; dabei stellt sie im Winter noch einige Ochsen zur Mast auf, oder bezieht Dung von Manheim. Man pflügt mit zwei Pferden. 2 68 Das Malter enthülseter Spelz wiegt 160 Pfund. l 0 Das Malter Rocken 156 Pfund. Das Malter Gerste 140 Pfund. 3 na Die Fruchtfolge ist: 1. Taback, gedüngt. Der Ertrag ist 6 Zentner. an 2. Spelz oder Rocken. Der Ertrag von Spelz ist 12 Malter. Als Nachfrucht werden Wicken sn gesäet; aber nicht zum Abfüttern, sondern sn zum Unterpflügen. SDc u 3. Gerste; darauf Rüben. Der Ertrag der 1 n Gerste ist 6 Malter. Hite c 4. Taback, gedüngt; tumal 5. Spelz oder Rocken; in de 6. Runkeln; Kartoffeln; Mais. ö nuthen Es kommt hier also alle drei Jahre Taback vor. Ui Man glaubt nicht, daß dieses öftere Wiederkommen wuf demselben nachtheilig sey; sondern behauptet viel— 1 u mehr, daß der Acker zu der Hervorbringung dieser u st Pflanze nur um so geschickter werde, und die Qua⸗ lität des Tabacks sich verbessere(2). Man düngt dueh mit 6 vierspännigen Fudern, und pflügt dreimal uhn nach Winter. Man will sich bei dem Pflügen vor 6 Winter für den Taback nicht wohl befinden. Holz⸗ Lack späne, Malzkeime sollen große Wirkung darauf Het Du hervorbringen; auch wird die Jauche dazu ver— lestn wendet. Die Tabacksstöcke werden nach dem Blat— is Hat ten untergepflügt. Der Mittelertrag des Tabacks ist 7 Zentner vom Morgen. Das Säen der Rüben nach Gerste, das ist 00 Hfund Zentner on Spel u Wicken sondern trag dit ack vor. kömmen et viel⸗ diestt ie Qua⸗ n düngt dreimal gen vot Holz⸗ darauf zu her⸗ Blat⸗ Abacks das ist 69 als Nachfrucht in demselben Jahre, ist auffallend⸗ und ich weiß nicht, ob ich es bis jetzt noch ir— gendwo gefunden habe. In den Niederlanden würde man durchaus nicht darauf zählen, und ich glaube, mit Recht und aus Erfahrung. Liegt die Schuld an dem Boden, dem Klima, oder an der Behand— lung? Das ist eine andere Frage! Man über⸗ fährt zu Seckenheim das Rübeland nach der Aus— saat mit Jauche, und behackt die Rüben zweimal. Das mag nun wohl einen wesentlichen Unterschied in den Resultaten hervorbringen. Ein Vortheil wäre es, wenn die Stoppelrüben da, wo man ihrer einmal nicht wohl entbehren kann, wie dieses in dem Elsaß der Fall ist, nach der Gerste ge⸗ rathen wollten, und daher nicht mehr auf das Wintergetreide zu folgen brauchten, welches dem darauf folgenden Sommergetreide, der allgemeinen, und auch zu Seckenheim bestätigten Erfahrung nach, so nachtheilig ist. Taback, Spelz, Gerste mit Rüben; Taback, Spelz, Kartoffeln oder Runkeln, ist der reichste Fruchtwechsel, der sich denken läßt, und ich wage es zu sagen, für Boden und Gegend, wohin der Taback paßt und wo man sich anderswoher Futter oder Dung verschaffen kann, auch wohl einer der besten. Dreimal wird der Boden in sechs Jahren mit Hackfrüchten) bestellt, und dreimal gedüngt. ) Die behackten Rüben nicht mit einbegriffen. 70 Ich sage dreimal gedüngt; dennldie Jauche, welche auf die Rüben gesahren, und die Wicken, die zur Gerste untergepflügt werden, sind wohl einer Dün⸗ gung gleich. Dieses Unterpflügen der als Nach— frucht gesäeten Wicken macht einen so wesentlichen Unterschied zwischen einer solchen und der gewöhn— lichen Dreifelderwirthschaft, daß ich diese auf der Stelle von aller Sündenschuld lossprechen würde, wenn sie ein gleiches Verbesserungsmittel in ihren Umlauf einschieben wollte. Ein Dreifelderwirth sollte funfzig Meilen weit reisen, um so etwas selbst anzusehen.— Groß und erhaben, ich ge— stehe es, steht die Pfälzer Wirthschaft vor meinem Gemüthe, und würdig den Katheder zu behaupten! Ich fühle mich beehrt, auf einer seiner Stufen zu sitzen, und berufen zu seyn, die Worte zu sammeln, die dieser vortrefflichen Lehrerin entfallen! Fruchtfolge mit Luzerne: 31. 2. 3. 4. 5. 6. Luzerne. Diese kostbare Pflanze dauert hier sechs bis sieben Jahre, und verbessert den Boden dergestalt, daß er in eben so viel Jahren nachher keinen Dung braucht. Die Luzerne wird alle Jahre gegipst, und darf erst nach 6 bis 8 Jahren auf demselben Felde wieder zurückkommen. Man säet sie unter die Gerste. 7. Runkelrüben. ö Dazu wird der alte Luzernacker vor Winter ge⸗ stürazt, und nach Winter noch zwei⸗, dreimal ge⸗ r Dss;!s!;!;F;PSP;P!P;P;F;F;FfEZy]ꝓ!c!?!?cꝙ;cccccc f dun sll rih Malt Hei v luch ͤllen duhack ber u legenen shnitte auc fi Ocsen Rais Hun he wilht „ R zut iner din⸗ s Nah⸗ sentliche gewöhn: auf der würde, in ihren lderwirth so etwaz ͤ‚ ich 9⸗ meinen haupten! tufen zu ammeln, sitba t, daß Dung gegipst mselben eunter 71 pflügt. Die Runkeln werden verpflanzt und zwei⸗ mal behackt. Je weniger man sie blattet, desto besser ist es. Sie sind nur ein schlechtes Milch-, aber ein gutes Fleischfutter; man hält ihren Gebrauch dei den Pferden vortheilhafter, als bei den Kühen. 8. Taback. Dieser erfodert dennoch Dünger, wiewohl nur die Hälfte vom gewöhnlichen. 9. Spelz; 10. Gerste. Der Samen von allem Getreide wird untergepflügt. Klee wird nicht viel gebaut; der Boden ist dazu nicht so gut geeignet, als zur Luzerne. Man säet ihn ebenfalls unter die Gerste, und gipst im Frühjahre mit einem Malter per Morgen. Das Malter kostet 40 Kreuzer. Dieser Gips ist aber bei weitem nicht so gut, als der in dem Elsaß. Auch auf Wicken thut er gute Wirkung; einige wollen sogar eine solche Wirkung auf Gerste und Taback gefunden haben. Zu Rohrbach, wo ich aber nicht gewesen bin, soll der Gips auf tief ge— legenen Feldern ohne allen Nutzen seyn. Das Futter für das Vieh wird nicht ge— schnitten; man hält es zwar für vortheilhaft, aber auch für sehr umständlich. Es werden hier viele Ochsen mit Rüben und Runkeln gemästet. Der Mais wird zur Schweinemast verwendet. Wir verdanken obigen Unterricht dem Hrn. Georg Seitz, Vogt zu Seckenheim. 72 ö Wiblingen. 0. Ich fand hier einen kostbaren körnigen Bo⸗ en den, der eine Menge sichtbarer Kalktheile enthält. nch Die Fruchtfolge ist: ö 1. Taback, gedüngt; 2. Spelz; h 3. Gerste; 4. Klee; Etoy 5. Spelz; ö gele 6. Runkeln; Kartoffeln. nie! Zu Taback wird dreimal gepflügt, und mit sechs 1 Fudern per Morgen gedüngt. Bei dem ersten dß Pflügen greift der Pflug 5 Zoll tief ein. Ihh n fand auf einigen Feldern, daß die Pflanzen nur E einen Fuß Entfernung unter sich hatten. Manch— Mit mal wird der Taback auch ins Kleeland gebracht, i nachdem man den ersten Schnitt von diesem abs genommen. Eben so pflanzt man auch Taback gert nach dem Etzfutter, sobald dieses zur grünen Füt⸗ ich terung abgeschnitten worden ist. Sth Sobald die Tabacksstöcke mit der Hacke aus⸗ Freil gehauen worden sind, wird Spelz über den nicht st R gepflügten Acker gesäet und der Samen sammt lihi den Strunken untergepflügt; darauf wird geegget, Ind a und obgleich die Egge wieder mehrere Strunke in ö die Höhe bringt, so wird darauf nicht geachtet, Hueste und man läßt sie auf dem Felde liegen. m m Sogleich nach der Spelzernte werden in dem— fick nigen ⸗ eSenthält it sechs ersten u. Ich zen nur Nanch⸗ ebracht, sem ab⸗ Taback en Züͤt⸗ ke aus⸗ nicht sammt hegget, nke in lachtet, n dem⸗ 0 selben Jahre Wicken ausgesäet. Man nimmt auf einen Morgen von 120 Ruthen Nürnberger Maß vierthalb Sömmer Wicken. Man könnte auch mehr nehmen, denn das dichte Säen kann hier nicht schäden. Die Wicken werden vor dem Froste un— tergepflügt; sind aber Keime gesäet worden: so muß das Feld zweimal vor Winter gepflügt wer⸗ den, wenn man gute Gerste haben will. Da ich in dem Elsaß die Schädlichkeit der Stoppelrüben, als Vorgänger der Gerste, kennen gelernt hatte; da man mir in der Pfalz bewies, wie nothwendig das mehrmalige Pflügen vor Win— ter zu einer guten Gerstenernte sey; da ich sah, daß die einsichtsvollen Pfälzer statt den Boden durch die der Gerste so nachtheiligen Stoppelrü⸗ ben auszusaugen, ihn vielmehr durch das Unter— pflügen eines andern wohlthätigen Gewächses zu bereichern suchen: so schlug ich mir an den Kopf und bekannte meine vorige Unwissenheit, und är⸗ gerte mich über jene blinde Gefälligkeit, mit der ich oft sogar meinen Nachbaren erlaubt hatte, Stoppelrüben graris auf meine Felder zu säen. Freilich hatten sie sich für die Unschädlichkeit die— ser Vorrichtung, und ich glaube gar für ihre Nütz— lichkeit verbürgt. Es waren meine ersten Lehrer, und als solchen mußte ich ihnen ja glauben! Der Gips soll zu Wiblingen auch auf die Gerste und den Spelz vortreffliche Wirkung thun, wie mich dessen Hr. Vogt Helmreich, der die Ge— fälligkeit gehabt hat, sich mit mir über den Acker— 74 bau seiner Gegend zu unterhalten, versichert hat. Da ich auf meinen Reisen auch an andern Orten dasselbe gehört habe und wieder an andern dasselbe widersprochen wurde: so wird bei dem Gipse wohl Alles auf die Natur des Bodens ankommen, auf welchem er angewendet wird, und so könnte es seyn: daß der Gips an einigen Orten auf Alles, an andern nur auf die Kleearten und Pflanzen mit Schmetterlingsblumen, an andern auf nichts Wir— kung hervorbringe. So können oft alle Parteien bei einem Streite Recht haben! Man schätzt den Ertrag des Spelzes zu 12 Malter, den der Gerste und des Hafers zu 4½ Malter. Auf 40 Morgen werden zwei Pferde, vier Kühe, zwei Rinder gehalten. Das Vieh wird auf dem Stalle gefüttert. Hr. Helmreich machte die richtige Bemerkung, daß das Futterschneiden bei schlechtem Futter seinen besondern Nutzen habe, weil es in diesem Zustande sich mit besserm Futter vermischen läßt, und dann von dem Vieh nicht verschmähet wird. Heidelberg. Ich wurde hier mit einem sehr würdigen Landwirthe, Hrn. Forstrath Rettig, bekannt. Ich muß bedauern, daß mir die ausführlicheren No⸗ tizen über seine Wirthschaftserfahrungen, und die Hat hat ern Hulen n dassche pse wohh en, auf nnte es fAlles, zen mit Wir⸗ arteien zu 12 3u 4½ Pferde, 9 witd machte neiden habe‚ Futter nicht 2 seiner Gezend, die er mir nachzusenden versprochen hatte, nicht zugekommen sind. Ganz gewiß haben andere Geschäfte diesem lieben Manne die Er⸗ füllung seines Versprechens unmöglich gemacht. Was hier folgt, habe ich seiner mündlichen Unter⸗ redung zu verdanken. Die Fruchtfolge um Heidelberg ist ebendie⸗ selbe, die wir auch schon zu Seckenheim 1— Wib⸗ lingen gefunden haben. Hr. Rettig bestellt einen Theil Rer Klee⸗ felder mit Taback. Sobald der Klee einmal be⸗ nutzt ist, wird zweimal gepflügt. Hat er kurzen Dünger: so wird er auf die Kleestoppel gebracht und mit derselben umgestürzt; wo nicht, so wird zu dem zweiten Pflügen gedüngt. Um den dadurch entstehenden Kleeabgang zu decken, und auch von den übrigen Kleefeldern einen Theil des ersten Schnittes zu Heu machen zu können, säet Hr. R. eine Menge Etzfutter, das ist ein Gemisch von fünf Sömmer Wicken, einem Sömmer Gerste, ei⸗ nem Sömmer Hafer und etwas Mais auf den Morgen von 160 Ruthen Nürnberger Maß. So⸗ bald dieses abgefüttert ist, welches um Johannis Statt hat, wird gepflügt, das Land mit Jauche überfahren und Taback hineingepflanzt. Wenn das Feld zu dem Etzfutter gedüngt worden ist, so zweifle ich nicht, daß auf diese Weise noch sehr guter Taback darauf wachsen kann, und das Feld wäre höchstmöglich benutzt. Hr. Rettig, der die Kleesamenerzielung ins 76 Große treibt, hat funfzehn Jahre über die auf⸗ fallenoste Erfahrung gemacht, daß sie den Boden sehr stark angreife. Er kann nur dadurch das Gleichgewicht wieder herstellen, daß er den Spelz auf den Kleeäckern, welche Samen getragen haben, im Winter mit Jauche überführen läßt. Wo dies nicht geschehen war, band er in einem Jahre von fünf Morgen 680 Garben auf, statt daß die fünf daran stoßenden, welche keinen Kleesamen getragen hatten, 980 Garben Spelz gaben. Hr. Rettig ist der Meinung, daß kein Ge— wächs den Boden weniger angreife, als der Mohn. Er glaubt auch nicht, daß die Runkeln, deren er seit einiger Zeit sehr viel gebauet hat, durch das Anhäufeln weniger zunehmen. Zur Schweinemast zieht er den Mais vor. Die Felder dieses letzten dienen auch zugleich zum Kohl- und Bohnengar— ten. Durch diese mannichfaltigen Gegenstände wer— den sie natürlicher Weise sehr stark erschöpft; allein auch hier hilft der Pfuhl der nachfolgenden Gerste aus. Unter diese Gerste säet er vorzugs— weise Klee. H. Rettig ist durchaus der Meinung, daß der Klee unter keine andere Gerste gesäet wer— den dürfe, als unter solche, die auf behackte Brach— früchte gefolgt ist. ö — * 42 . LE. VI —.— RN SSSSSSISIIIIII‚‚‚‚‚—— : T TT TTTTT TTT TTFTDTPTDssTCTFTDTDTFTTTFTRTPP“TTTTT— die auf⸗ en Boden urch d n Spah haben, Vo dies hre von die fünf zetragen in Ge⸗ Mohn. eren er rch das inemast lehten engar⸗ wer⸗ öpft; genden rzugs⸗ inung/ wer⸗ hrach⸗ 77 Ro senhof. Da ich von Manheim aus den Weg längs dem linken Ufer des Neckers nach Heidelberg ge— nommen hatte, so wollte ich längs dem rechten Ufer dieses Flusses wieder dahin zurückkehren. Mitten in der schönen Fläche, in einer kleinen Entfernung von Lädenburg, liegt ein angenehmer Hof, welcher durch die Höflichkeit und Güte seiner Besitzerin, der Madame Ehrmann, und dem thäti— gen Betriebe des Herrn Ferkels, eines wissenschaft⸗ lichen Landwirths, noch mehr erhöhet wird. Es würde nur Ein Vergnügen seyn, auf ökonomische Reisen auszugehen, wenn man allenthalben auf eine solche Weise empfangen würde, als es der Verfasser dieser Schrift auf dem Rosenhofe ward. Es ist doch tröstlich, wenn man unter so vielen Dornen auch einmal eine Rose auf seinen Reisen findet. Der hiesige Hof hat eine Ausdehnung von 220 Morgen Ackerland, zureichende, schöne und be⸗ queme Wirthschaftsgebäude. Insonderheit zeichnet sich der Stall durch alle Vortheile aus, die man sich dabei wünschen kann. Er ist äußerst geräumig, lüftig, und ob er gleich nothwendig durch einige Durchschläge in verschiedene Ställe untervertheilt ist, so hindert das nicht, den ganzen innern Raum, worin sich Pferde und Kühe befinden, mit einem Blick übersehen zu können. Ich bemerkte auf dem ganzen Hofe viele Thätigkeit, Eifer und Ordnung, — die dem Herrn Wirthschaftsdirektor alle Ehre machen. Man unterhält 6 Pferde, 4 Zugochsen, 6 Kühe, 6 Rinder, 6 Kälber, 1 Bullen, und eine sehr schöne Race von Schweinen, die ich, außer in Westphalen, nicht so getroffen habe. Die Pferde werden im Winter mit Kleeheu, oder mit Hafer und Stroh, oder mit Runkeln und Stroh unter⸗ 0 halten. Die Zugochsen werden im Winter ge— mästet, welches um so leichter fällt, als die Wirth⸗ 5 schaft mit einer kleinen Branntweinbrennerei ver—⸗ Hülr bunden ist. Das Rindvieh bleibt, so viel ich weiß, Rulk das ganze Jahr über auf dem Stalle. Die Zu⸗ fir zucht scheint äußerst stark; allein H. Ferkel findet, Die da er nur schönes Vieh hält, Vortheil bei dem Absatze. ů 2. Der Boden ist zum Theil schwarzer, zum 20 Theil sandiger Lehm, also überhaupt fruchtbar un und zu Allem geeignet. Ich sah mit einigem Wi— 20 derwillen, daß man ein äußerst schönes, großes, 0 an den Hof stoßendes Feld mit jungen Obstbäu— 0 men angepflanzt hat, wodurch es in der Folge 20 nothwendig dem Pfluge entrissen wird. Die süße 0 Pomona sollte billig nicht so weit in die besten 11 90 Besitzungen der heiligen Ceres eingreifen, und sich mit einer kleinen Nebendomaine begnügen! Die Fruchtfolge, welche ich auf dem Gute der Madame Ehrmann gefunden habe, weicht von der zu Ladenburg um Vieles ab. Sie heißt: 1 h alle Ehre „ 6ih, eine scht außer in e Pferde it Hafer Yh unter: nter ge ie Birth⸗ erei vet⸗ ich weiß Die Zu⸗ el findet, bei dem zum uchtbar em Wi großes, bstbä⸗ Folge e süße besten nd sich Ghute t von 2 E Oder 79 LJaback, mit zwölf zweispännigen Fudern ge⸗ düngt; Wicken, welche entweder grün abgefüttert oder untergepflügt werden; Raps; Gerste— Rocken; Runkeln— Kartoffeln; Hafer; Klee; Spelz, darauf Rüben. auch 5. 6. 7. 8. 9. 10. Luzerne, darauf Runkeln und Kartoffeln. Die Luzerne ist mehr für den hiesigen Boden geeignet, als der Klee. Die ganze Feldeintheilung besteht in 60⁰0 20 20 20 20 20 20 20 20 Morgen Luzerne, — Klee, — Wicken, — Wurzelwerk, — Raps, — Taback, — Gerste, — Hafer, — Spelz. Sie hat also an Futterkräutern.. 100 Morgen, Wurzelwerrt 20— Handelsgewächsen. 40— Getreide 60— Dieses letztere verhält sich also gegen die Masse der übrigen Gegenstände wie 3 zu 8. Auf einem 80 ö solchen Boden scheint dieses mir zu wenig. Auch scheint mir der Viehstand zur Benutzung der Rhat großen Menge Futters nicht zuzureichen, also auch e für das Opfer von 100 Morgen so schönen Lan— vef des nicht zureichend zu lohnen. Es müßte denn der Fall seyn, daß Futter verkauft, oder sonst noch N Vieh, als Schafe oder Mastvieh, davon unterhal— sat ten würde. ich Hr. Ferkel hat einige Versuche gemacht, den f Raps ohne Zwischenkunft der Wicken unter den W Taback selbst anzusäen, wenn dieser zum letzten⸗ Illso male behackt wird, und guten Trieb hat. Isfst t aber der Taback schwach, so wird kein Raps dar⸗ unter gesäet, indem dieser den Taback überwachsen ded würde. Ich erwarte, daß Hr. Ferkel diese Ver— Iddsse suche fortsetzen und mir die Resultate davon in M der Folge gütigst mittheilen wird. Bis dahin Ihm läßt sich über den Werth oder Unwerth jenes Ver— die i⸗ fahrens nichts entscheiden. Hr. Ferkel läßt die nm Tabacksstämme nicht mit der Wurzel aushauen, U welches auch unter dem Rapse unmöglich seyn ihm würde. Sie werden nur über der Erde weggehauen. Auch da, wo kein Raps steht, scheint mir diese uen Weise Vorzüge zu haben, indem alsdann Alles Rhef leichter und mit mehr Ordnung untergepflügt wer— Disst den kann, als wenn Wurzeln und Stiele noch an Hauc einander hängen. suin, Ich erinnere mich nicht, in der ganzen Ge— untn gend zwischen Heidelberg und Manheim Esparsette Waft gesehen zu haben. Vielleicht, daß man den Boden nih y 81 Mg. Iug allzu kostbar dazu findet; sonst würde ich Hrn. thung ver Ferkel gerathen haben, den Versuch zu machen, sie 465 luch unter den Taback zu säen, wie er mit dem Rapse onen dur verfährt. Er legt sich stark auf die Erzielung des le dm Kleesamens. Der Gips thut hier die vortrefflichste onst noch Wirkung. Hr. Ferkel findet, daß ein gepfuhlter unterhal⸗(mit Jauche befahrner) Kleeacker, einem gegipsten nicht gleich komme. Dagegen wird die auf den acht, du gepfuhlten Klee folgende Frucht besser, als die auf nter den den gegipsten. Pfuhl und Gips vereint würde leten also Alles leisten, was sich nur von dem Klee er⸗ t. Ii warten läßt. aps dar⸗ Ehe ich den Rosenhof verlasse, muß ich noch rwachsen des Inhaltes eines Gesprächs gedenken, das ich ose Vet— daselbst mit einem angehenden Landwirthe aus der won in Nachbarschaft gehabt habe. Vielleicht wird es dahin ihm Vergnügen machen, die wohlwollenden Winke, es Ver⸗ die ich ihm gab, hier in gedrängter Kürze zusam⸗ ist di menzufinden. Vielleicht können sie auch noch ohauen, manchem andern jungen Manne frommen, oder doch 0 sem ihn vor Schaden hüten. chauen Kein Mensch kann mehr Feind eines unsin⸗ dese nigen Schlendrians, noch mehr Freund von jeder Alles verbesserten Veränderung seyn, als der Verfasser t war⸗ dieser Schrift; allein nicht jeder hergebrachte Ge— n brauch, oder, wenn man will, nicht jeder Schlen— drian, der unsrer Lektüre, unsern theoretischen Kenntnissen, und selbst praktischen Erfahrungen ent— n Ge⸗ ö Rät⸗— gegenstimmt, ist darum unsinnig; folglich ist auch nicht jede Abänderung eine Verbesserung. Es war 6 arsette Boden 4 ö( eine Zeitlang Mode, und ist es bei Manchen, lei— 0 4 der! noch: die hergebrachten Gebräuche sowohl in ö + politischer als religiöser Hinsicht zu tadeln, und Nen 4 eine Meinung schon darum zu verwerfen, weil sie 0 ö ö von den Urältern auf uns überkommen, und von 6 — den Kindeskindern, ohne fernere Untersuchung, auf* Treu und Glauben angenommen worden ist. Man n nannte dieses Vorurtheil, und nicht mit Unrecht. li Allein zwischen Vorurtheil und Irrthum, eben so V wie zwischen Urtheil und Wahrheit, liegt noch ein wesentlicher Unterschied. Unser Urtheil trügt nicht n selten, und unsre Vorurtheile stimmen oft mit der 0 Wahrheit zusammen. Es kommt also bei der Un⸗ lt tersuchung nicht darauf an; ob sich unsre Meinung auf ein Vorurtheil, sondern auf Recht und Wahr— heit gründe? Nicht ob das, was wir thun, ein neuer oder veralteter, sondern ob es ein guter oder nih nützlicher Gebrauch sey? Nicht ob dieses oder ut jenes in unser vorgefaßtes System, sondern ob es Ei auf unserm Boden und zu unsern andern Verhält— nissen passe? Sollte selbst der alte Schlendrian ul unsrer Gegend einer anerkannten Wahrheit zuwider ö seyn: so müssen wir uns doch hüten, ihn vor ge— höriger Prüfung gänzlich zu verwerfen; denn auch eine Wahrheit leidet ihre Ausnahmen, und ihre iü Anwendung erfodert Behutsamkeit. Uebrigens müssen wir immer geneigt seyn zu glauben, daß das, was in einer Gegend allgemein üblich ist, nicht ganz ohne Grund seyn kann, und 90 liegt dieser Grund nicht in der Sache selbst: so W5 0 * .———— SSVVrrrr T T s(sTTDGTTDTPTPTT aughn ü. owoh i dels, w weil si und voy ung, auf I. Man Unrecht ehen se noch ein t nicht nit der er Un⸗ seinung Wahr⸗ u, ein r oder oder ob es erhalt⸗ ndrian Iwider r ge— auch ihte 85 liegt er in andern Nebenumständen, in dem Gan⸗ zen der Wirthschaft, in der Gegend, dem Boden, dem Klima, den Menschen u. s. w. Ein alter all— gemeiner Gebrauch hat immer etwas für sich. Gleicht er auch manchmal nur einem alten Rade: so paßt dieses alte Rad vielleicht besser in die einmal eingerichtete Maschine, als ein neues. Viel— leicht würde Alles in dieser stocken, wenn man vor der Hand etwas darin verrücken wollte. Selbst eine auffallende Verbesserung ist für einen angehenden Landwirth und auch für einen mehr erfahrnen, der in eine fremde Gegend ver— setzt wird, nicht ohne reife Ueberlegung zu unter⸗ nehmen. Oft fällt es im Anfange unmöglich, ei⸗ nem Mangel abzuhelfen und dem Unsinne eines eingewurzelten Gebrauchs zu steuern. So wie wir nicht übet Wind und Wetter, so können wir auch nicht allezeit über Umstände und Zufälle gebieten. Ein junges Pferd z. B. ist leichter zu bändigen, als der starre Sinn eines rohen ungebildeten Knechts, als der Widerspruchsgeist einer unholden Magd. Man muß sich oft die Menschen erschaffen, ehe man zur Ausführung seines Zwecks schreiten kann. Ich würde zu weitläufig werden, wenn ich die tausend und eine Beschwerde anführen wollte, die man im Anfange bei Verbesserung einer Wirth⸗ schaft zu bekämpfen hat. Man muß sich daher voraus zum Kampfe gerüstet haben, wenn man ihn mit Ehren bestehen will. Wer nur einmal die Hand an die Stürze eines neuen Pfluges 84 gelegt hat, der wird mich ohne Weiteres verstehen. Meinen angehenden Gefährten aber muß ich hier ein kleines Geständniß machen. Auch ich war einst von dem heiligen Feuer des Geistes der Verbesserung ergriffen, und ich bin es noch. Nur lodert nicht mehr so rasch, wie in frühern Jahren, die Flamme in mir auf, nachdem ich einigemal die Schwingen daran versengt habe. Klüger durch eigene, klüger durch fremde Erfahrungen, die ich zu sammeln Gelegenheit gehabt habe, würde ich bei dem Antritt einer Wirthschaft an einem frem⸗ den Orte nur sehr behutsam zu Umänderungen schreiten. Ich würde gleich Anfangs es gerade so, wie die Bessern meiner Nachbaren machen, und mich begnügen, im ersten Jahre mein ganzes Au⸗ genmerk auf alle natürliche, zufällige und örtliche Umstände zu richten, die mich umgeben. Darauf würde ich meinen Verbesserungsplan für die Zu⸗ kunft berechnen, und selbst seine Ausführung sollte nur einen allmähligen Schritt gehen. Wer nie einen Schritt zurückzuthun braucht, geht schnell genug voran: statt daß ein Läufer sich oft und in einem Kreise herumtreibt, und wieder zu der Stelle zurückkehrt, von welcher er ausgegangen ist. Das Fehlerhafte sollte nur vor und nach wegge— schafft, dem Mangelhaften unvermerkt nachgeholfen, das Gute dauerhaft beibehalten werden, und nur erst spät würde ich das Gute durch etwas Besse— res zu ersetzen suchen. Mit einem Worte: Wenn ein allmähliges eistes da ch. Nur Jahren, emal die er durch die ich ürde ich m frem⸗ erungen rade so, n, und zes Nu⸗ örtliche Darauf die Zu⸗ sollt zer nie schnel ft und zu der zen ist wegge⸗ holfen, i9 Mr Bese⸗ ihliges 85 Verbessern auch nicht immer der Weg des Weisern wäre: so bleibt es doch meistens der leichteste und sicherste Weg. 2a d enbuerg. e auf dem Boden rrst Classe: Taback, gedüngt; Spelz; Gerste; Klee; Spelz; 6. Gerste. Wenn dieser Umlauf so ununterbrochen Statt hat: so ist es ein Erzdreifelder, den ich bisher, zum Glücke der Pfalz! noch nicht in diesem Lande ge— troffen habe. Allein ganz gewiß läuft hier ein Irrthum unter, und ich bin überzeugt, daß das Sommergetreide hier eben so wenig als im Elsaß alle drei Jahre ungestraft wiederkommen darf. *** Behandlung. 1) Man düngt zum Taback mit zehn Fuder; pflügt drei⸗, noch besser viermal; hackt zweimal; häufelt nur wenig, an einigen Orten jede Zeile für sich, an andern je zwei und zwei Zeilen zu⸗ sammen. Die Löcher, worein die Pflanzen gesetzt werden sollen, werden bei trockner Witterung vor⸗ 4 * „ N V 4 714 2 H + 4 1 WNNN + 15 — 41 1* 86 her angegossen, die Pflanzen eingelegt, der Grund wird etwas an die Wurzel angedrückt, und das Loch mit trocknem Grunde zugescharrt. 2) Der Spelz wird, auf wohlgebautem Acker, untergepflügt, auf schlechtgebautem untergeegget. Soll Ger ste darauf folgen: so werden im Spät⸗ jahre keine Rüben nach dem Spelze gesäet, sondern Wicken, die vor Winter untergepflügt werden, um der künftigen Gerste zum Dung zu dienen. Es ist dieses eine löbliche, nicht genug zu empfehlende Gewohnheit. 5) Im Frühjahre wird ein solcher mit Wicken gedüngter Acker nicht gepflügt, sondern geegget, die Gerste gesäet und diese untergeackert. 4) Die Gerste, unter welche Klee kommen soll, wird nicht ganz so dicht gesäet als gewöhn— lich. Es giebt Jahre, wo bei trocknem kalten Frühjahre der Klee unter der früh gesäeten Gerste ausdorrt. 5) Der Spelz wird auf die Kleestoppel ge⸗ sätt und untergepflügt. Darauf wird geegget. Diese Bestellungsart hat nur bei günstigem Wet⸗ ter Statt; ist dieses aber sehr trocken oder sehr naß: so wird die Kleestoppel vorher umgepflügt und der Spelz eingeegget. Fruchtfolge auf schlechtem Boden, oder bei Mangel an Dung: 1. Wicken, mit. Malter Gips bestreut; 2. Kartoffeln; 3q:,;': T.TT!.!.!FH) C¶ det Heund und v em Acke, geegget, Spät⸗ sondern en, um n. Es fehlende Wicken legget, kommen cwöhn⸗ kalten Gerste el ge⸗ kegget. Wet⸗ sehr pflägt oder Ger ste; Klee, gegipst mit 1½ Malter; Spelz; 6. Hafer. Diese Fruchtfolge kann hier zwanzig, ja dreißig Jahre ohne Dung so durchgeführt werden. Ich vermuthe aber, daß man die Wicken grün ab⸗ füttert.— Ein richtiger Fruchtwechsel ist also wohl keine Narrensposse. Schwerlich wird man auf dem Wege der Dreifelderwirthschaft das schwere Räthsel lösen: wie ein geringer Boden ohne Dung und ohne Brache zwanzig bis dreißig befriedigende Ernten hinter einander geben kann. Wenn die Dreifelderwirthschaft es nicht durch eine tüchtige Zulage von Wiesen, und Beihülfe von reiner Brache erzwänge: wo sollte sie es her— holen?— Wenn die Bewohner von Ladenburg den reinen Ertrag ihrer guten Lande, nach der Frucht⸗ folge die wir höher angegeben haben, mit dem reinen Ertrage ihrer schlechten Lande, nach dem darauf üblichen Fruchtwechsel, zusammenhalten: so steht die Wette, daß die letzten die ersten um die Hälfte übertreffen. Ich verstehe das von einer rationellen, und keiner gewöhnlichen Bauernbe⸗ rechnung. Man hält hier auf 70 Morgen vier Pferde und zehn Stück Hornvieh, welches auf dem Stalle gefüttert wird. Es schien mir, daß man zu Ladenburg die besten Pflüge verfertige, die ich in der ganzen 88 Pfalz gesehen habe. Ueberhaupt ist der Pflug der Pfälzer besser geformt als der der Elsasser. Das der Landseite nicht ein. Das Streichbrett ist von Holz ohne alles Eisen, hat aber nach der Vorder⸗ seite eine zu breite Wölbung oder Brust, die sich dem Grunde entgegenstemmt und ihn vor sich her treibt. An einigen dieser Pflüge beträgt die Breite dieser Brust 3 bis 4 Zoll. Man denke sich, wie sehr solches ihren Gang erschweren muß! Die Ansicht der Feldwege, auf welche die Acker stücke mit ihren Enden auslaufen, zeigt sattsam durch ihre Erhöhung, wie viel Grund der Pflug vor und nach mitschleppt, und sich dessen erst beim Umdrehen auf dem Wege entledigt. Liefe das Streichbrett nach dem Schaar zu flach aus: so würde der Grund sogleich nach der Seite gleiten, und durch die hintere richtige Schweifung umge⸗ kehrt werden. Auch sieht man an dem Verschleißen jener gewölbten Vorderseite, wie sehr der Pflug von dem Widerstande leide. Richteten sich die Stellmacher nach dieser natürlichen Anzeige: so würden sie nothwendig alle diejenigen Theile bei ihrer Arbeit wegnehmen, die der Grund vor und nach abzureiben hat, und die Friktion würde sich nicht mehr auf einem einzigen Punkte konzentriren. maß bei Anfertigung der Streichbretter zu beobach⸗ ten. Da sie ihrer doppelten Schweifung wegen aus einem dicken Stücke Holz herausgearbeitet werden Schaar bildet ein halbes Dreieck, greift also nach Dann scheinen diese Arbeiter durchaus kein Eben⸗ 89 Nl de müssen: so werden sie nach dem Zufalle, oder nach iser, du Wohlgefallen mehr oder weniger gewölbt oder ge⸗ u schweift, und alle Pflüge können daher nicht eben—⸗ üt ist yn mäßig gut gehen. Eine standhafte Verbesserung Vorder des Pfälzer Pfluges würde nur durch ein ganz die sig eisernes Streichbrett erzweckt werden können. Wäre sich he zu seiner Anfertigung einmal die Anstalt auf einem ie Breit Eisenhammer getroffen, und eine gute Form dafür sich, wů festgesetzt: so würde ein Pflug dem andern bei der 51 Di Arbeit gleichen, und der Landwirth nicht von dem Gerstüch bloßen Eigensinne eines Stellmachers abhangen, u durch der das Streichbrett bis jetzt aufs Gerathewohl aus lug vot einem Blocke herauszimmert, und dem es oft mehr ost beim um eine Krümme als zweckmäßige Schweifung zu iefe das thun ist. Wesentlich bei einer einzuführenden Ver— aus: so besserung wäre: das Schaar nach seinem Hefte gleiten, und der Landseite zu um etwas zu erhöhen und umge⸗ das Streichbrett weiter darauf vorlaufen zu lassen, schleißen damit es den von dem Schaare ausgestochenen und r Pfug schon etwas gehobenen Grund unmittelbar fort— sich di heben und nach der Seite bringen könne. Das ige: so unmittelbare Aufliegen des Schaars auf dem eile hei Streichbrette und die fortlaufende gleichmäßige vor und Wölbung beider nach der Höhe und der Seite, die de sih ich noch an keinem einzigen als dem Brabäntischen ntriten. Pfluge bemerkt habe, giebt diesem, ungeachtet sei⸗ Cben⸗ ner anscheinenden Schwere, eine ungemeine Leich⸗ Hobach⸗ tigkeit bei der Arbeit. Ein ungestörtes, un⸗ n dus abgesetztes, ebenmäßiges Steigen, Rutschen werden und Wenden des Grundes auf einer glatten eiser⸗ 9⁰0 nen Oberfläche verhindert alles unnöͤthige Reiben, he und ist mithin eine der Haupteigenschaften eines ulior guten Pfluges. Kut oldent und N gasin Heidenheim. e seen Die Tabacksfelder, die man hier findet, sind Hak, unabsehbar, und man könnte diesen Ort mit Recht nut du Tabacksheim nennen. Es fiel mir, als einem gtbe Bewohner des linken Rheinufers auf, alle zehn R eh Reihen eine, oder alle zwanzig Reihen ihrer zwei silchar zu sehen, denen man die Blätter nicht genommen ö 8 hatte, da doch die übrigen schon alle geblattet bis 4 waren. Diese noch stehenden Reihen waren also uuich für den Zehntherrn bestimmt. Ich bin kein Feind hau, alter Gebräuche, am wenigsten derer, die einen Dug religiösen Ursprung haben. Ich finde es nicht so Damals bitter, wie manche Andere es finden, einer guten 2. Vit Sache, oder demjenigen einen Theil, in sofern f. er nicht zu stark ist, von dem Ertrage meiner uiddi Felder zukommen zu lassen, der es an mir, meinen 9 der Kindern, oder dem Staate auf einem andern Wege ů1 verdient; allein ich glaube, daß, wenn die Israeli⸗ Jalfuhn ten Taback und Krapp gebauet hätten, auf welche ur zum so außerordentliche Arbeit fällt, daß man wirklich Llr! davon sagen kann: materiam superat opus, daß,—3 Fel sage ich, vielleicht eine Ausnahme zu Gunsten sol— un a cher Gegenstände gemacht worden wäre. Es ist hn l ge Riben aften uiez det, sith nit Recht als einen alle zeh hrer zw genommen geblatte ren also n Feind e einen nicht so r guten sofern meiner meinen u Wege Jöraeli- welche wirklich „daß, en sol⸗ Es ist 91 hier nämlich weit mehr die Arbeit als die Pro— duktion der Erde, die verzehntet wird; und diese Arbeit ist keine gewöhnliche, es ist eine außer⸗ ordentliche Arbeit, die den Boden mit doppeltem und dreifachem Schweiße anfeuchtet, der solche Ge⸗ genstände hervorbringen soll. Das Feld also, das bei gewöhnlicher Kultur den zehnten Theil von seinem rohen Ertrage abgiebt, sollte bei dem Ta— back, dem Krapp und Gegenständen solcher Art nur den zwanzigsten oder dreißigsten Theil davon abgeben; und würde es ganz frei gelassen, so würde der Zehntberechtigte noch nichts durch den Anbau solcher Gegenstände verlieren. Ich setze den Fall, wir träten nur um 30 bis 40 Jahre in den Fortschritten des Ackerbaues zurück, in die traurigen Zeiten, wo noch kein Klee— bau, folglich kein Futter fürs Vieh, also kein Dung fürs Feld da war, und fänden, wie man damals an den meisten Orten fand: 1. Brache, 2. Wintergetreide, 5. Brache, 4. Sommergetreide u. s. f. zwölf bis achtzehn Jahre, ehe das Land wieder Dünger zu sehen bekam. Nun frage ich: ob der Zehntherr in diesem Falle mehr Getreide— garben in jenen 12 bis 18 Jahren von dem Lande aufnehmen würde, als er in eben dieser Zeit bei der nunmehr durch den Kleebau so sehr verbesserten Kultur von einem alle 2, 5 bis 4 Jahre gedüng— tem Felde aufnimmt? Dasselbe würde eintreffen, wenn an manchen Orten der Bauer keinen Krapp oder Taback pflanzte, wozu er den Mist in den 92 ——— Städten aufkauft, und ihn aus seinem Beutel 1I, und nicht aus dem des Zehntherrn bezahlt.— Etch Wie aber darf man solche Dinge, die, durch ihre Her! Einwirkung auf die künftigen Generationen der 2½1 Getreideernten, das Einkommen des Zehntberech⸗ sn tigten nicht allein nicht schmälern; sondern es um ein Drittel oder Viertel vermehren, wie sage ich: Halt darf man diese verbessernde Mittel selbst in An⸗ Rme spruch nehmen, um sich doppelt bezahlt zu machen? t r Das heißt wohl: die Gabe sammt der Schüssel err verschlucken wollen. ufen Ich sprach höher von dem Zehnten für den Die d. Fall, daß sein Antheil nicht zu stark ist; das ist ud d er aber an vielen Orten, und immer zum unaus⸗ cʒhal bleiblichen Nachtheile des Ackerbaues und seines Hliit Betreibers. Man macht sich gewöhnlich keinen ges sahen hörigen Begriff von dem Gehalte dieser Abgabe, 0 weil man nicht gehörig unter dem rohen und rei⸗ nen Ertrage unterscheidet. Theilte der Zehentbe— set ji Ind g rechtigte sich in diesem, so wäre die Abgabe nur Reinen eine Kleinigkeit; allein da er mit den Kosten der Guund Bestellang nichts zu thun hat, so geht er auf den d fl rohen Ertrag los, nimmt seinen Antheil davon fll, ab, und überläßt es den Bauern, die darauf ver⸗ Hksste wendeten Kosten und Arbeit auf den Rest des ihm Kse 6 übrig bleibenden rohen Ertrages zu vertheilen, sinmtl wodurch dann dieser um so tiefer herabsinkt. Bei— spielshalben nehmen wir einen Morgen Land von der ersten Classe an. Wir setzen die Betriebskosten davon im Durchschnitte der Jahre zu 10, 8 Flo-⸗ W di uni 93 men Reut bg rin, und seinen rohen Ertrag mit Inbegriff des H Strohes zu 21 Fl. an. Nun kömmt der Zehnt⸗ n herr und zieht von diesem seinen Theil, das ist Ionen y 2, mab. Es bleiben dem Bauer also noch 18, g. chl Hiervon für Arbeit und Auslagen ab... 10, 8. ern es uy——— sage ict Bleibt dem Bauer rein 8, 1. in M. Vergleichen wir den reinen Ertrag dieses letztern u macher mit dem ersten, so hat der Bauer 75, der Zehnt⸗— Schisl herr aber 3. Der Vortheil des Zehntberechtigten ö auf mittelmäßigem Boden ist noch auffallender. für n Die darauf fallenden Kosten mögen ungefähr 6 Fl. ddh f und der rohe Ertrag 10 Fl. gleichen. Der An⸗ m unaue⸗ theil des Zehntherrn ist 1 Fl., der des Bauern d seint bleibt also 9.; davon die Bestellungskosten abge⸗ linen 6“ zogen, bleiben dem Bauer noch 3. Hier zieht Abgabe, also dieser 7½, der Zehntherr ½½; das heißt, die— und rä⸗ ser zieht auf sehr gutem Boden in fünf Jahren, lehentbe und auf Mittelboden in vier Jahren den ganzen jabe mut reinen Ertrag des ganzen Ackers.— Da die osten de Grundsteuer in Frankreich gesetzmäßig nicht über auf de den fünften Theil des reinen Ertrages wegnehmen ilI davo soll, so ist kein Wunder, wenn der Bauer sich auf ver besser dabei steht, als da er noch die zehnte oder des ihn elfte Garbe abliefern mußte. Dabei kehrt das Rheilen, sämmtliche Stroh wieder zu dem Acker zurück, f. Bei⸗ und diese Wohlthat ist mehr werth als die Geld⸗ und von ersparniß. skosten 8 Fh⸗ — 94 ** ———3 ..I 17 * . 4 Oggersheim. 900 * Wir befinden uns nun wieder auf dem lin⸗ ken Rheinufer, Manheim gegenüber. 90 Auf mein Anfragen gab man mir Herrn 1 90 Ignatz als den Mann an, den ich suchte. EE hatte die Güte zu kommen, um den Abend mit mir zu verplaudern. Herr Ignatz ist kein geborner 99 Bauer, und hat nichts aus Büchern gelernt, wel⸗ 605 ches letztere ich so sehr in meinen Inquisiten liebe. 11. Gleich mir waren Erfahrung und Unterhaltung mit vernünftigen Landwirthen seine ersten Lehrer. Er vast brachte es so weit, daß er nun selbst von seinen che Nachbaren zu Rathe gezogen wird. Es machte mir ein unsägliches Vergnügen, wenn ich ihn mit so wohlb vieler Wahrheit und so treffend über verschiedene gel, Gegenstände des Ackerbaues sprechen und urtheilen sshen hörte, und er so manche Gedanken wie aus mei nem Herzen hervorzog, und zur Sprache brachte. bomte Er selbst bauet 60 Morgen; hält zwei Pferde und Roa 7— 8 Kühe. 2 Obgleich man zu Oggersheim mit Wiesen ver⸗ Hist: sehen ist, so wird das Vieh im Sommer doch umnen größtentheils im Stalle gehalten; im Winter wird warm gefüttert. Nicht alle Kühe können die rohen fhig. Kartoffeln vertragen. dllin Wenn die Luzerne auf dem rechten Rheinufer ihrett der Pfalz das Hauptfutterkraut ausmacht, so macht uhnen es die Esparsette auf dem linken Ufer. Es sind ah g daher auch alle Fruchtfolgen darauf berechnet. So 6 f em b nir Henn ichte. E dmit mi gebomna ernt, we⸗ iten lieh. ltung nit hrer. 6 von seingn Hachte ni n mit so schiedene urtheilen us mei⸗ bracht⸗ erde und esen der ner doh ter vid ie rohen seinufer macht 6 sid et. G. 95 hat man zu Oggersheim auf sandigem Boden 1. Brache gedüngt. 2. Rocken. . 4. 5. Esper gegipst. 6. Rocken. 7. Kartoffeln. 8. Taback gedüngt. 9. Rocken. 10. Gerste. 11. Hafer. Wir wollen einmal zum Versuche diesen Frucht⸗ wechsel an den Probierstein rationeller Grundsätze streichen um über seinen Gehalt zu urtheilen. ö 1. Reine, gedüngte, und wie vorauszusetzen, wohlbearbeitete Brache. Was uns dazu berechti— get, werden wir bei dem Schlusse des Umlaufes finden. 2. Eine bessere Zubereitung als reine Brache konnten wir, in Bezug auf Korn und Stroh, dem Rocken nicht geben. 3. 4. 5. Die Esparsette, die in jenen Rocken gesäet worden, findet einen kräftigen Boden und reinen Ständ. Mehr bedarf sie nicht. 6. Nach dem Esper ist der Boden zu allem fähig. Wir würden daher Spelz gewählt haben, allein da der Rocken sich eher mit etwas Unrein⸗ lichkeit verträgt, und der Boden sandig ist, so nehmen wir Rocken, der uns dann auch mehr Stroh giebt. ö 7. Eine einzige Getreideernte konnte den Bo⸗ 96 den nach einer dreijährigen Dreische nicht erschöp⸗ unn fen. Ein guter Theil des Rückstandes der Esper⸗ dbite wurzeln bereichert noch den Boden. Allein dieser Nio ist in obigen fünf Jahren verunkrautet. Der Hack⸗ fruchtbau steht also hier an seinem Platze, er ist M. nothwendig. Wir pflanzen Kartoffeln, und sie kommen mit Macht. ah 8. Der Boden ist nun mürbe, er ist rein, u der Taback findet also darin ein gemachtes Bett, Last so wie er es wünscht. Dabei kommt der Dünger 6 N dem Acker, der übrigens noch in gutem Stande ist, vics zur Hülfe. Die Hacke, welche der Taback erfo— dert, arbeitet zugleich den darauf folgenden Früch— ten vor, und nun mögen zum Beschlusse des gan⸗* zen Umlaufes ungestraft drei Getreideernten 2. 9. 10. 11. hintereinander folgen; um so mehr. 3 als in den acht vorhergehenden Jahren nur zwei N solcher Ernten den Boden gedeckt haben. Wäre 65 der Boden etwas schwerer, etwas feuchter, so wür⸗ 0. den wir Weizen auf den Taback haben folgen las⸗ Odet: sen; da das nicht ist, müssen wir uns mit Spelz kehy i begnügen. Der Gerste darauf wird nichts fehlen, a und der Hafer mag sich durchschlagen, was er auch Ahr. hier zu Lande ohne Mühe thut, wenn man die nnd Erde dazu so behandelt, wie wir bei Speyer und D35 0 auch anderswo in der Pfalz gesehen haben. Nun lügt aber ist es Zeit zum Einhalten, wenn der Gaul hm B nicht erliegen soll. Reinigung, Krafterneuerung, ksche Auflockerung, Durchlüftung des Bodens sind nö⸗ hude thig, und nichts gewährt das in einem so voll sn niht Ihy j der lher. Wlein hn Der H4 he, er und s ist rrij tes Beh, r Düͤngn Stande ij back erf en Früt⸗ des gan fen so meht, nur zwei Wänn so wůt lgen laß it Speh fehln, er auh man dis dyer und u. Nun + Gaul duerung, ind uö⸗ so vol⸗ 9²7 kommenen Grade, als gedüngte, reine, wohlbear— beitete Brache. Wir fängen daher bei ihr oder Nro. 1. wieder an. ö Ich glaube, daß so etwas eine rationelle Wirthschaft heißen kann. Setzt man hinzu, daß jener elfjährige umlauf nur mit zweimaligen Dün⸗ gen durchgesetzt worden ist: so ist diese Wirthschaft auch der strengsten Oeconomie nicht zuwider. Der Leser wird aber die Güte haben zu bemerken, daß es die Esparsette ist, die das Leben in jenen Frucht⸗ wechsel gießt. 6. *„ Fruchtfolge auf Lehmboden: gedüngte Brache. Raps. Spelz-Weizen. Gerste. Hafer. Klee oder Eßper. Oder: man verpflanzt in dem zweiten Jahre Run⸗ keln in das Land, sobald der Raps weg ist, also als Nachfrucht; dann nimmt man aber fürs dritte Jahr kein Wintergetreide, sondern Gerste. Will man darauf im Vierten Hafer nehmen, so muß das Land, wenn er gerathen soll, von neuem ge⸗ düngt werden. So viel Kraft follen die Runkeln dem Boden entziehen! Man ist in„Mutterstadt derselben Meinung, und findet, daß das Winter⸗ getreide nicht darnach wachsen will, selbst wenn zu diesem gedüngt wird. 98 Ob der für schweren Boden angeführte Frucht⸗ wechsel mir ganz angegeben worden, daran zweifle ich; indem nach dem Klee die Reihe nicht wieder mit Brache anfangen kann; es sey denn, daß man unter der Brache das zweite Kleejahr verstehe, wo das Feld mit einem Schnitte gestürzt, und mit Raps bestellt würde. Daß aber Klee und Esper bei jenem Umlaufe in einen Boden kommen, der drei Getreideernten hintereinander getragen hat, das wird wohl kein rationeller Landwirth billigen können. Man beobachtet, daß es seit zehn Jahren hier mit dem Klee nicht recht mehr fort will; indem der erste Schnitt immer von Honigthau überfal— len wird.— Vielleicht muß man den Mehlthau oder einen weißen Anflug darunter verstehen. Hr. J. gipst den Klee vor Winter und im Hornung, selbst auf den Schnee, und will sich wohl dabei befin— den(2). Er schreibt dem Pfuhl eine kräftigere Wir⸗ kung auf den Klee zu, als dem Gipse. Er säet alle Kleearten mit dem Wintergetreide aus, dieses wird untergepflügt; dann wird der Klee-Esper⸗ oder Luzernsamen ausgesäet und eingeegget. Die⸗ ses Feld wird dann noch vor oder im Winter ge— gipst. Ist aber frisch zum Wintergetreide gedüngt worden, so säet er den Kleesamen nicht sogleich mit dem Wintergetreide; sondern er wartet bis die⸗ ses eingeerntet ist. Dazu läßt er dann die Stop—⸗ pel gleich umpflügen und übereggen. Ist das Land wieder grün ausgeschlagen, so pflügt er von neuem —————. rte frucht an zwifle cht wiche daß mar stehe, wo und mit d Eöper Hen, der gen hat, billiga hren hin inden ubafnl⸗ Nehlthan Hr. J „selbst i befin⸗ re Wit⸗ Er süet „Pdieseh Ebper⸗ t. Die iter ge⸗ gedüngt sogleich his die⸗ Ctop⸗ Land neuem 99 und säet alsdann den Klee ohne andere Frucht. Er versichert, daß der Frost in seiner Gegend die— sem jungen Klee nicht schage.— Ich gestehe, daß ich den Gebrauch, den Klee auf solche Weise zu behandeln, noch nirgends auf meinen Reisen ange— troffen habe. Sollte diese Erfahrung auch an an— dern Orten Stich halten, welches durch kleine wie— derholte Versuche leicht zu erproben, so wäre die— ses eine höchst wichtige Entdeckung; indem man in den Jahren, wo der im Frühjähre gesäete Klee durch irgend einen Zufall zurückgeschlagen, ihn durch eine Herbstsaat ersetzen kann. Nur bemerke ich, daß solches nicht auf abgetragenen Boden, sondern, wie gesagt, auf einem solchen geschehen muß, wo zu der letzten Frucht gedüngt worden ist. Auch wird dabei vieles auf die Natur des Bodens ankommen. Hr. J. säet die Luzerne so dicht als möglich, indem durch den gedrängten Stand derselben die Stiele weicher werden und der Boden reiner bleibt. Er sieht das Dichtsäen für eine Hauptbedingung bei der Luzerne an. Er glaubt an keine Beize als Hülfsmittel ge— gen den Brand im Weizen und Spelze. Er schreibt dieses Uebel dem Einflusse der Luft zu und behaup— tet, daß man nie Brand habe, wenn vor der Wei— zenblüthe kein Mehl- oder Honigthau falle. Er zieht den überjährigen Weizen zur Saat dem neuen vor. So weit Hr. Ihnatz! Wir plauderten bis um 100 Mitternacht. Er ging. Ich wurde meiner Seits in eine Stube geschoben, und die Thüre sogleich hinter mir geschlossen. Müde und schläfrig eilte ich zu Bette; allein die Hexe von Endor konnte nicht mehr Insecten, Ratzen, Mäuse, Unreinlichkeiten, und Wohlgerüche herbeizaubern, als sich hier zu meiner Plage vereinigten. Die Kleider, in wel— chen ich mich niedergeworfen hatte, waren nur ein schlechtes Schutzmittel gegen so viele Uebel. Ver— scheuchten mich meine Feinde von dem verhaßten Lager, so trieb mich die Kälte wieder hinein. Ich bereuete nun freilich, daß ich nicht auf dem Rosen— hofe geblieben war; denn da hätte ich gewiß nicht wie hier auf Dornen übernachtet. Zum erstenmal in meinem Leben ward mir Pflug und Kunst ver— haßt. Ceres mag mirs verzeihen, und demjenigen Trost einsprechen, der auf landwirthschaftliche Rei— sen ausgeht, und in ein solches Bett geräth! r m 8. Der Boden zwischen Oggersheim und Fran⸗ kenthal ist zum Theil sehr sandig; daher auch viel Hirse daselbst gebauet wird. Es ist die Rispen— hirse. Wer auch keine Hirse auf ähnlichem Boden bauen wollte, der sollte es doch des Klees wegen thun, der so vorzüglich darunter geräth. Man weiß aber auch, daß die Hirse gejätet seyn will. inet Eitz re sogli eilte iz inte nich lichkeiten, hier zu in wel⸗ nur ein l. Ver⸗ erhaßten in. Ich Rosen⸗ viß nicht rstenmal inst ver⸗ jenigen e Rei⸗ I Fran⸗ ich viel Ripen⸗ Boden vegen Man wil, 101 Sie hat das Unangenehme, daß sie dem Brande unterworfen ist. Die Felder um Frankenthal sind durchgehens schmal, und auf jeder Seite mit zwei Reihen Reben eingefaßt, welches der Flur ein be— sonderes Ansehen giebt. Worms hat zwar auch vielen sandigen, da— neben aber einen schwarzen Kleiboden von der ersten Classe. Ich erinnere mich nicht, irgendwo solche prachtvolle und ausgedehnte Luzernfelder gesehen zu haben, als in dieser Gegend. Die Luzerne dauert 4.— 6 Jahre. Man egget sie zuweilen. Die Fruchtfolge bei der Luzerne ist folgende: 1. 2. 5. 4. 5. Luzerne. Sie wird im vierten, fünften oder sechsten Jahre nach dem ersten Schnitte um gebrochen. 6. Spelz; 7. Kartoffeln; 8. Gerste; 9. Rocken. Oder der Spelz bleibt weg, und man nimmt die Kartoffeln gleich nach der Luzerne, läßt dann Gerste, und zuletzt Rocken folgen. Die Folge der Gerste, nach Kartoffeln ist sehr passend. Die des Rockens nach Gerste war mir auffallend; noch auf⸗ fallender aber folgender Fruchtwechsel: 1. Runkeln, gedüngt oder gepflügt; 2. Hafer; 3. Gerste, gedüngt; 4. Spelz. Man sollte hier bald sagen: Umgekehrt, und es SS.....ee— — 2 1 —.————— ** 2— *„ 1 + ö 4— ————— 102 wird ein Schuh daraus! Allein ich denke, die Leute würden den Schuh schon längst umgekehrt haben, wenn er so nicht paßte. Paßt er aber, so mögen sie ihn auch forttragen. Ihr Fuß hat wahrscheinlich einen eigenen Leisten nöthig, und es wäre lächerlich, jeden Fuß nach einem allgemeinen Leisten behandeln zu wollen. Man legt hier die ganze Schuld auf die Runkeln, daß der Spelz darnach gänzlich zurückschlägt und die Gerste nur mittelmäßig geräth. Man schiebt also den mehr duldsamen Hafer dazwischen ein. Man hat zu Worms noch andere Gattungen von Fruchtwechsel, als: 1. Spelz, gedüngt; 2. Kartoffeln; 5. Gerste; 4. Klee; also den besten Schlüssel zu einer guten Cultur. Auch: I. Brache, gedüngt; 2. Rapsʒ 3. Spelz; 4. Gerste,— Rocken; 5. Klee,— Kartoffeln. Der Raps wird auch manchmal in das Kleeland gesäet; nachdem man den ersten Schnitt davon ge⸗ nommen hat. Man säet auch Wicken zum Grünabfüttern aus, und untermischt sie mit etwas Hafer. Man nimmt nämlich auf ein Malter Wicken ein Viertel⸗ malter Hafer, und das reicht zu, um 4 Morgen ed, Ig sunde Iuse dem e nung dad der! vurde Dheil sinem auf ei bid d6 gar h 10 ftn uurde, shrit schroten Teil d daß die N der khl 9. 0 103 derke, dit damit zu besäen. Das hiesige Malter Rocken umgehht wiegt 180 Pfund. t er abo, Fuß hu „ und ez Hhemeinen ö hier die Während meines Aufenthalts in hiesiger Ge⸗ er Spel gend, machte man in Worms eine traurige Erfah— erste nin rung über das Tassen des Heues in nassem Zu— den nehr stande, wovon ich Augenzeuge war. Auf einer Insel im Rheine, die nicht mehr als 3 Fuß über attunge dem Spiegel des Wassers liegt, der Ueberschwem— mung also sehr ausgesetzt ist, steigerte Hr. Euler das ausgewachsene, schon sehr reife Gras. Da der Rhein zu gleicher Zeit zu steigen anfing, so wurde in größter Eile gemähet; das Heu zum Theil feucht, zum Theil naß eingeführt, und in Tuh: einem kirchenmäßigen Gebäude, ohne alles Gebälke, auf einander gesetzt. Die ganze Heumasse mag 7 bis 8000 Zentner betragen haben. Sie gerieth gar bald in Hitze, und der Geruch davon ward so stark, daß die Nachbarschaft darüber unruhig wurde, und die Polizei um Hülfe ansprach. Man schritt sogleich zum Erbrechen, oder vielmehr Durch— 0˙ schroten des Haufens, und brachte den brandigsten 2 0 Theil davon weg. Die Hitze dabei war so groß, ö daß die Arbeitenden sich einander ablösen mußten. e In der Masse selbst zeigte sich zwar kein Feuer; an aber kaum wurde davon an die Luft gebracht, so 6. ging es in helle Flammen über. Ungefähr 1000 Norge 104 Zentner gingen dadurch verloren; das übrige war zum Theil auch wie gebrannt, und nahm, wie das erste, einen ganz eigenen brandigen Geruch an; das Vieh aber, und selbst die Pferde fraßen es gern, und es fand in den Magazinen einen guten Absatz. Hr. Möllinger, der mit mir zugegen war, glaubt, daß dem Uebel durch einige Luftzüge bei dem Tassen hätte können vorgebeugt werden. Auch bei seinem Esparsettheu spürt er manchmal eine sehr starke Erhitzung, die er aber nicht achtet, und in dem Falle deckt er den Haufen mit Stroh, da⸗ mit sich die Dünste hinziehen. Canton Peddersheim. Wir verlassen nunmehro die weite mehr san⸗ dige als thonige Ebene, die wir von Speier aus bis Worms durchreiset haben, und ziehen links oder westwärts, um einen der wichtigsten Cantone der Pfalz zu besuchen. Der Leser wird sich bald überzeugen, daß wir uns hier mit einigem Nutzen verweilen können. Ich darf mich also auch etwas weitläufiger darüber ausdehnen. Im Vorüber— fähren dürfen wir die große Ulme zu Piflichheim nicht übersehen. Sie hat 32 Fuß im Umfange, und stammt, der allgemeinen Sage nach, aus Martin Luthers Zeiten her. Als ein bleibendes 0 in seht Ind 6 und u shun g fit fch tif x seite f ict H HMal d sij zr Votsy den in den im arauf in 25 eurhilt Het No 10 Nürn FF??Ftttt!!'!''TTT——([——————[ß7—7„————————————— 233— 105 u n und immer lebendes Denkmal der Vergangenheit nn steht sie am Wege, überlebte alle Verheerungen Len 0; und Schicksale des unstäten Menschengeschlechtes, ö fraßen und trotzte dem Sturme der Zeit. Schon einige men guten hundertmal legte sie beim Eintritt des Winters Ian war, ihren grünen Schmuck ab, und zog ihn friedlich stjůge bei mit jedem kehrenden Frühlinge von neuem an, und den. Juc rief dadurch dem Landmanne wie dem Wanderer, mal eine seine freudigen und traurigen Tage in die Seele chtet, und zurück. troh, da⸗ Der Canton Peddersheim*) nimmt einen Theil der fruchtbaren hügeligen Strecke ein, die sich zwischen der Ebene des Rheinthals und einem Vorsprung der Vogesen bildet. Es hat drei Stun⸗ den in seiner größten Länge und drittehalb Stun⸗ den im Durchschnitte seiner Breite. Man zählt im. darauf eine Bevölkeruug von 13000 Seelen, die in 25 Gemeinden vertheilt leben. Der Canton nehr san. enthält 351589 Morgen Ackerland; peiet aus 667— Reben: hen lint 424— Wiesen; Cantone 61— Waldungen. sich balh Der Morgen zu 160 UsRuthen, die Ruthe zu m Nuhen 16 Nürnberger Fuß. ich etwas Vorüher⸗ ifighein) Vorläufig muß ich sagen, daß ich die in diesem Ar⸗ Umfange, tikel enthaltenen Notizen großen Theils dem Hrn Da— ch, aus vid Möllinger zu verdanken habe, mit welchem ich libendes meinen Leser sogleich weiter bekannt machen werde. —t——t9.— III* 9640 2———9 — IPIIIIIIFIIFIIIIIFIFIFIIIITIIIII CUU ———* 2——— — 1* 106 Der Canton wird von zwei Hauptbächen, der Primm und der Eis, durchströmt. Diese Bäche bilden für sich zwei schöne fruchtbare flache Thä⸗ ler, welche, besonders das der Eis, nichts für den Landwirth und nichts für das Auge des rei— senden Oekonomen zu wünschen übrig lassen. Eine mächtige Sandschicht dient dem ganzen Boden zur Unterlage. Auf dieser ruht eine bald schwächere, bald stärkere Schicht von reinem gro— ben Kies, die in dem Verhältnisse, als man sich von dem Rheine entfernt, abnimmt und nach We— sten, oder dem Gebirge sich unter einer Lage von Kalksteinen verliert, oder vor und nach in selbe übergeht. Thon ist endlich der oberste Ueberzug jener durchlassenden Schicht, und durch eine mehr oder weniger starke Mischung mit Sand, Kies und Kalk bildet er eine Menge Erdarten, die nicht alle zu bestimmen sind. Verschiedene Schwe— felquellen bei Monsheim und Oststein, zwei Orte von welchen wir nachher sprechen werden, beweisen das Daseyn von Schwefel, und demnach könnte sich auch Gips in dem Boden vorfinden. Dem äußern Ansehen nach sind jene verschiedenen Erd— schichten An- und Ueberschwemmungen vom Rheine und anderm Gewässer; denn allenthalben trifft man Spuren an den Hügeln, welche zeigen, daß solche vormals von dem Wasser bespühlet worden sind, und wie dieses vor und nach zurückgetreten ist. Bei jenen wasserverschlingenden Unterlagen kann der Boden nicht anders als trocken und quel—⸗ lalbs: uachthe ist ll wanhe l u O g Vhthu Moh Hhaitte, Limelhn nohner sichen, suchm, nit m ihtet l Aiger; so vlele mit Gri eiserne z Aunder litlihe Wihbar Nn vikkte z shaftsce süctlung WM dadl 9a ittů U siht 107 r lenlos seyn; daher ihm die trocknen Sommer sehr 10 nachtheilig werden. salhe N. Die wenigen Domanialgüter ausge niht in 0 n Rügh⸗ ist alles theilbares Grundeigenthum. Es giebt wenig einzelnliegende Höfe oder Meyereien; und ssen alles wird von den Bewohnern der Dörfer gebauet. ganzen Der gräuliche Mars, der nun schon seit vier iine ba): Jahrhunderten beinahe alle zehn Jahre die schöne inem gro⸗ Pfalz überfiel, darin sengte, brennte und ver⸗ nan sih heerte, hat die wahrscheinlich vormals bestehenden nach Ei einzelnen Bauerhöfe so oft zerstört, daß die Be— Lage voy wohner gezwungen waren, sich enger zusammenzu⸗ Hin seb ziehen, hinter Gräben und Mauern ihr Heil zu Ueberzuß suchen, und durch einen gemeinschaftlichen Verein eine mehn mit mehreren Unterdrückten wenigstens einen Theil d, Kies ihrer kleinen Habe gegen die Anfälle raubsüchtiger ten, die Tieger zu schützen. Daher findet man in der Pfalz e Schwe⸗ so viele Dörfer, die, wo nicht mit Mauern, doch wei Oit mit Gräben umgeben sind. Wann wird doch das beweise eiserne Zepter der Zwietracht aufhören über Adams ich könnt Kinder zu herrschen! sie, die auch ohne solche will— en. Dun kürliche Leiden, schon mit so vielen andern unaus⸗ enen Erd⸗ weichbar zu kämpfen haben! om Rhein Jene rastlosen Kriege, und das dadurch be— ben ti wirkte Zusammenziehen der Bewohner in gemein⸗ igen, da schaftliche Wohnorte, führten nothwendig die Zer— et Vorden stückelung des Grundeigenthums nach sich. Man lcgetteten war dadurch aus dem Mittelpunkte seiner Besitzun⸗ Interlagen gen entrückt; mußte sie aus weiter Ferne bauen; und que⸗ war nicht mehr im Stande sie gehörig zu überse⸗ 108 hen; es fehlte an Gebäulichkeiten zu einer sehr ausgedehnten Wirthschaft; die Arbeit ward durch die Verbesserung des Ackerbaues verdoppelt; der Werth der Grundstücke stieg, und es gebrach einem einzelnen Gliede der Familie an Kraft, die Masse zusammen zu halten, und die übrigen Kinder eines Vaters mit baarem Gelde zu befriedigen. Man theilte sich also lieber in Grund und Boden. Der zukünftige Stammhalter behielt das väterliche Haus, und vereinigte damit einige der besten Grundstücke. Das Uebrige ward der Antheil der andern Erben. Die Wirthschaften wurden aso immer kleiner. Die gewöhnlichsten(ich schließe die Handwerker⸗ und Taglöhner-Familien davon aus) sind nur von 50 — 80 Morgen, welche mit einem Pferde und zwei Ochsen, oder mit zwei Pferden ganz gemäch— lich betrieben werden können. Der Bauer arbeitet darin selbst mit, und vermag alles leicht zu über⸗ sehen. Es giebt außerdem noch eine große Menge Bauern, die nur 20 Morgen haben; sie mit ihren Kühen bauen, und sich und ihre Familie, ohne Nebengewerbe recht gut darauf fortbringen. Bei denen aber, die noch weniger besitzen, reicht der Feldbau nicht zu, und sie suchen durch Taglohn so viel nebenher zu erwerben, als ihnen an Unter⸗ halt bei ihrem Hauptgeschäfte gebricht ö In einer Gegend, wo man 32000 Morgen Ackerland, mit Inbegriff einiger Reben, gegen 424 Morgen Wiesen zählt, da sieht man von selbst, daß die Wirthschaft nur durch Sallfütterung beste⸗ n kan lastie also 7 Morgůd 75M müi disth De E nag da t; bl Vaddersh in Sti im Cd hiltriß in det! henachhe als in E Oung al bey lhte hestehen andern 5 lch in ei sen und dises de Stüce di uchsiht; Lallütte Multur sheh ng 0 iafeh ——— 109 zu ein s hen kann, und daß diese sich ausschließlich auf den t ward ug künstlichen Futterbau gründen müsse. Es kommen oppelt; dyn also 75 Morgen Ackerland gegen einen einzigen ebrach einn Morgen Graswachs; statt daß im Elsaß gegen die Mast 75 Morgen Feld 30 Morgen Wiesen fallen. Wohl⸗ inder in verstanden, daß die Almänden oder Gemeinweiden gen. Nan dieses letztern Landes nicht einmal einbegriffen sind. oden. D.. Der Elsasser könnte also seinen natürlichen Mitteln ihe Hu nach dreißigmal so viel Vieh halten als der Pfäl— rundstücke zer; aber thut er es? Man zählt in dem Canton ern Erben. Peddersheim 6000 Stück Rindvieh; es fällt also einer. Die ein Stück auf jede 5½¼ Morgen Ackerland, und erker und im Elsaß fällt eines auf 15 Morgen. Das Ver⸗ ur von 5 hältniß des Viehstandes zu dem Ackerbau ist also fetde uin der Pfalz, wenigstens in diesem und einigen der gemäch⸗ benachbarten Cantone, beinahe dreimal so stark, r arbeitet als im Elsaß. Der Pfälzer hat also dreimal so viel zu üben Dung als der Elsasser, und der Ackerbau würde ße Menge bey letzterm ohne eine starke Wiesenzulage nicht mit ihten bestehen können; er müßte denn zu einem ganz ie, ohn andern Feldsysteme greifen, wie solches auch wirk— en. Bi lich in einem großen Theile des Elsasses, wo Wie— tiicht de sen und Almänder weniger häufig sind, zum Ruhm Nglohn dieses Landes geschieht. Wenn irgend in einem Stücke die Elsasser Landwirthschaft der Pfälzischen nachsteht: so ist es in dem Viehstande und der Mozen Stallfütterung. Da nun diese die Hauptbasis aller x „ gegen Agricultur sind, so giebt das der letzten Wirth⸗ selbß schaft einen unglaublichen Ausschlag vor der ersten. ug hes⸗ Ich verstehe das jedoch nur von den Gegenden an Untet⸗ 110 im Elsaß, wo das Dreifeldersystem noch Stand hält. Eine große Beihülfe, die der Pfälzer sich zu dem Winterunterhalte seines Viehstandes zu ver— schaffen weiß, sind die zahllosen kleinen Brannte— weinbrennereien. Es giebt Bezirke, wo nicht ein etwas begüterter Bauer ist, der nicht seinen Brann— teweinkessel habe. Um sich einen Begriff von dem Abfalle zu machen, welchen diese Brennereien zum Vortheile des Viehes hergeben, darf man nur wissen, daß in den letzten Zeiten, wo der Brann— tewein, der Kriegsvölker wegen, stark gesucht ward, jährlich 8800 Ohm, 155555 Hektoliter in dem einzigen Canton Peddersheim verfertigt wurden. Da nun auf jede Ohm Branntewein 35 Centner Kartoffeln kommen, so solgt, daß 280,000 Cent— ner Kartoffeln, den Zusatz von Getreide nicht mit einbegriffen, darauf verwendet worden waren. Das Spühlicht oder die Brannteweinswäsche davon be— trug 587,000 Hektoliter, wovon einer nebst etwas Stroh und Heu zureicht, ein Stück Hornvieh für einen Tag, oder 1000 Stück für ein ganzes Jahr von der ganzen Masse zu erhalten. Vor der Re— volution gingen die Brennereien noch stärker, und der gewonnene Branntewein belief sich jährlich auf 20,000 Hektoliter, wovon also über 1500 Stück Hornvieh unterhalten werden konnten. Ein un⸗ glaublicher Vortheil für den Landwirth, wenn, wie solches in den Jahren geschieht, wo der Brann-⸗ tewein im Preise steht, er die Wäsche davon um⸗ syst h I6 5 Vinter henhe u 6 jiheh Eunntt Rnist Lonma hlen! 1 sanz v lihe M hefidet auögen Mol, hann,; tine höl dinen He in die der dolg ud auf sin gele litteben Or ther nitt h. E ai einen sisshen sih s n n n Auuh Mfiher shj Ades zu vn men Brannt o nicht en linen Branp riff von diz nnereien zun uf man un der Bramn gesucht path lliter in da ktiht wurdn 33 Centnee 9.000 Cent e nicht nit aten. Daz dabon h nebst etw Hornvich fh gunzes Iht or der Re stütkt, und htlih uf 500 Sti Ein ul⸗ 0 ö henn, der Brani⸗ davon uh 111 sonst hat. Mit einem Zusatze von Stroh und et— was Heu bringt der kleine Wirth sein Vieh im Winter durch, und der größere sieht sich noch ne— benher im Stande, einige Ochsen oder Schweine zu mästen. So zählt der Canton Peddersheim jährlich 500 Ochsen, die mager eingekauft, im Sommer zur Arbeit gebraucht, und im Winter gemästet werden. Fett ziehen sie weg, die Thaler kommen bei, und der Dung, die Kraft, das Leben bleiben in der Wirthschaft. Da das Füttern mit einer so flüssigen Sub— stanz, wie die der Brannteweinwäsche, eine unglaub⸗ liche Menge von Pfuhl oder Jauche erzeugt, so befindet sich neben, oder in jeder Miststätte ein ausgemauerter Brunnen oder Behälter, worin der Pfuhl, welchen das Streumaterial nicht einsaugen kann, zusammenfließt. Ueber diesem Brunnen ist eine hölzerne Pumpe, oder eine Vorrichtung mit einem Hebel und Eimer angebracht, um den Pfuhl in die Höhe zu bringen. Dieser ist, wie wir in der Folge sehen werden, von so großem Nutzen und auffallender Wirksamkeit, daß der Pfälzer ohne sein geliebtes Pfuhlen nicht glaubt seinen Ackerbau betreiben zu können. Die Stallungen für das Rindvieh sind warm, aber nicht bis zum Ersticken, und ziemlich geräu⸗ mig. Sie sind größtentheils aus Stein erbauet, mit einem starken ausgemauerten Gebälke und hin— länglichen Zugöffnungen versehen. Mehrentheils sind sie in der Scheuer selbst angebracht, und wer— .— 4 V ———— ——— 7 O 2—— —.———— ·..“.....—— — 7. 7 7 *— ‚‚‚——— — 2 2.— ... —.— 112 den daher mit Getreide, Heu oder Stroh überlegt. Der ganze Boden ist gepflastert. Hinter dem Viehstande befindet sich eine Rinne, die den Urin auffängt und nach dem Pfuhlbehälter abführt. Das Vieh steht mit dem Kopfe nach der Wand zu. Es hat keine Raufen, und alles Fressen wird ihm in die steinerne Krippe geworfen. Ich halte dieses bei dem geschnittenen Futter für besser; bei dem ungeschnittenen und langen Futter aber könn⸗ ten die Raufen, ungeachtet der kleinen Unannehm— lichkeit, die das Vieh dabei hat, und woran es sich leicht gewöhnt, doch vortheilhaft seyn. Zwi— schen zwei und zwei Stück Vieh befindet sich eine Scheidewand von Brettern, wodurch mehr Ruhe im Stalle herrscht. Der Mist wird alle Morgen ausgezogen, aus einander gebreitet, der Stall mit dem Besen ausgefegt, frisches Stroh eingestreuet und die Krippe gereiniget. Die Brannteweinbrenner geben dem Vieh am Morgen das Spühlicht oder die Wäsche zuerst auf, und darauf geschnittenes Heu, Rüben oder sonsti⸗ ges Futter. Mittags wird etwas Heu gereicht, und das nasse Lager mit ein wenig frischem Stroh bedeckt. Die Abendmahlzeit gleicht dem Frühstücke. Es wird eigentlich nur zweimal gefüttert. Das Mastvieh bekömmt dreimal im Tage, und jedes Mal so viel zu fressen und zu saufen, als es ver⸗ langt. Das andere Vieh muß sich nach dem Vor⸗ rathe richten, den das Haus gemacht hat. Sel— ten wird kalt getränkt, selbst bei denjenigen, die nit ke geshie nan e eo cle G O K hiesem dutt Wascen Etllsit licer al Iwucht man l gute A shast u heil se Die Mitelch das der Oe demjiz jenseitz! Hshrochn Me zu hste Bun 1 der Wluft d f f. um ie PI—————..tt.s.cc.. 113 tioh ung mit keiner Brennerei versehen sind. Bei diesen Hint en geschieht es mit erwärmtem Wasser, mit welchem die der Im man etwas Kleien oder Oelkuchen gemischt hat. ster absihn Man zieht das Milchvieh selbst nach; findet h der Gan es aber vortheilhafter, die Ochsen anzukaufen. drisen in. Ein Ochse der zum Fuhrwerke gebraucht werden „ Ic hah soll, muß drei Jahre alt seyn. Er frißt also in r beserz g diesem Zeitraume leicht so viel, daß man mit dem r aber konz Futter hätte drei Ochsen ausmästen können, an Unannehy welchen mehr zu verdienen ist. Man hält bei der nd woran Stallfütterung das Mästen überhaupt für einträg⸗ seyn. Iu licher als das Auferziehen. Unterdessen bleibt die det sich ey Zuzucht des Milchviehes doch nothwendig, indem meht Rs man leicht einen guten Ochsen, aber selten eine alle Morgn gute Milchkuh kaufen kann. Bei der Weidewirth— r Stall m schaft mag alle Zuzucht überhaupt von mehr Vor—⸗ eingestreut theil seyn, als Mastung. ů Die hiesige Gattung von Vieh ist ein guter u Vieh in Mittelschlag. Das Gewicht der Kühe ist 6— 8, zuerst af das der Ochsen 7— 10 Centner. oder sonft Der Pflug gleicht in diesem Theile der Pfalz eu gekkith demjenigen, den man höher hinauf diesseits und schem Etug jenseits des Rheins findet, und wovon wir schon Frühsiit⸗ gesprochen haben. Es wird aber hier nicht so gut ttert. A⸗ wie zu Ladenburg gestaltet. Die Walze ist das und jede beste Werkzeug, das ich hier sah. Sie hat 7 Fuß als 0 ber⸗ in der Länge und anderthalb im Durchschnitte. dben Vor⸗ Sie läuft auf eisernen Zapfen. Das Gehäuse, in gat. Sel dem sie sich dreht, sitzt an einer Gabeldeichsel fest, migen, N. um mit einem Pferde eggen zu—8— Statt 114 THunhu der Gabel kann es auch eine einstangige Deichsel seyn, um zwei Ochsen oder Kühe vorspannen zu können. Das Festansitzen der Deichsel gewährt den Vortheil, daß man auf ungleichem Boden, besonders auf Feldern, die sich langwürfig an einem Hügel hinabziehen, eggen kann, ohne daß die Walze auf die Hinterbeine des Gespannes anrollt. Die Eggen sind durchgehends sehr schwer, von 200 Pfund und noch drüber. Sie bilden ein lan⸗ ges Viereck. Die Zähne sind von Eisen, etwas schief eingelassen, und ragen 16 Centimeter aus dem Holze hervor. Die Egge selbst hat 160 Cent. in der Länge, 84 in ihrer obern und 102 in ihrer untern Breite. Jeder der vier Balken, aus wel— chen sie zusammengesetzt ist, hat 10 Zähne, die 17 Cent. von einander abstehen. Die Balken selbst sind 27 Cent. von einander entfernt. Das Fuhr⸗ werk ist überhaupt in der Pfalz schwerer als im Elsaß, und doch erstaunte ich über die Last, die ein einziges Pferd darauf fortschleppt. Nach diesen mehr allgemeinen Gegenständen gehe ich nunmehr zu der Wirthschaft des Herrn Möllinger zu Pfeddersheim über. Schon der Name wird zu— reichen, die Theilnahme meiner Leser zu erregen. Charakter des Mannes. Ich hatte mich mit einem Empfehlungsschrei⸗ ben versehen, um mich bei ihm und seiner Fami⸗ ei uhalt macht Bnef rach — ll N ᷑. hontb sht o nat gathii den Ind I f genaue sehte L ne S noch vo den Lan Folg Iin Vi u, iund ten hnn 115 gige d Wn lie einzufůͤhren, und von ihr die Aufschlüsse zu l galh erhalten, die einen Hauptzweck meiner Reise aus Hen Bde machten. Schon war ich im Begriffe nach meiner fig an a Brieftasche zu greifen, als Hr. Möllinger mich hne daß nach 4 Namen fragte.— Schnell sprach wes anl der liebe offene und biedere Mann: so lassen Sie hwer, 0 die Brieftasche stecken; Sie bedürfen keines Passe⸗ üimn ports. Mit einer Umarmung war die Bekäͤnnt⸗ 0 ůü schaft gemacht. Es giebt Augenblicke im Leben, Hs wo man sich freuet, nicht umsonst für sich selbst tiimeter at gearbeitet zu haben, und diese Freude genoß ich b 100 Ceth in den zwölf Tagen, die ich in der Nachbarschaft 109 in ihn und Gesellschaft dieses würdigen Mannes zubrachte. aus Ich fand hier einen rationellen Landwirth; eine ahne, di genaue, gewissenhafte und viele Jahre durchge— alken selbst setzte Buchhaltung; reine Wahrheit, Offenheit und Fahr keine Schminke, keine Pralerei. So etwas labt er als in noch wohl einen nach Unterricht dürstenden reisen⸗ Last, N den Landwirth, und läßt ihn manches verdrießliche Nachtlager und manchen unholden Empfang ver⸗ genstiün gessen. Entstehen und Größe der Wirthschaft. linget ö Hr. David Möllinger, Enkel jenes berühm⸗ witd sl⸗ ten Möllingers, den die Pfalz als den Vater ihres errege. Ackerbaues ansehen kann, und von dem wir in der Folge sprechen werden, fing im Jahre 1791 seine Wirthschaft zu Pfeddersheim mit 32 Morgen agöschtm. an, und baut ihrer wirklich 200. Die Weingär⸗ er dam⸗ ten kommen hier nicht in Betracht, und greifen, 116 da Hr. M den dazu nöthigen Dung ankauft, nicht in das Uebrige der Wirthschaft ein. Der Morgen gleicht einem Calenberger Morgen, enthält 26,058 Ares, er ist also um etwas weniges größer, als der Berliner. Da dieser Unterschied nicht erheb— lich ist, so kann der Leser sich diesen dabei denken. Da Pfeddersheim nicht der Geburtsort des Hrn. M. ist, und er sich vor und nach angekauft hat: so liegen seine Felder zerstreut in der Flur umher. Die meisten sind, nach hiesiger Landesart, sehr schmal und oft so lang, daß die Pferde eine halbe Stunde brauchen, um eine Furche auf und abzu⸗ ziehen. Da Hr. M. mitten in dem Flecken wohnt, so hat er eine starke Viertelmeile zu machen, ehe er einige seiner Grundstücke erreicht. M. besitzt zwar einige Wiesen; allein sie sind so weit entfernt, daß er das Heu an Ort und Stelle verkauft, und sein Vieh und Gespann mit Esperheu unterhält. Seine Pferde sind so sehr dadurch verwöhnt, daß sie kein Wiesenheu anrüh⸗ ren wollen. Man wird also in der Folge nicht außer Acht lassen, daß hier der Acker zugleich zu dem Unterhalte der Menschen und dem seiner Haus⸗ thiere bestimmt ist, und ohne fremde Beihülfe aus sich selbst die Kraft hernehmen muß, um die ab— gehende zu ersetzen. Boden. Der Boden seiner Felder ist zwar durchge⸗ hends gut, und zum Theil vielleicht kostbar; da ar, Raug ht vo ale Wantrg fül. I ein Rtebag Hnt, als 6, —..s. x. 117 Ausnc aber, wo die Kies- und Sandschichten nicht tief d Ran genug liegen, leidet die lehmige obere Krume sehr Halt 20,88 oft von der Trockenheit.*) Seine Gegend könnte hrößer, alle vierzehn Tage einen durchdringenden Regen lich erheh vertragen, der sich aber nicht so häufig hier ein⸗ bei denken stellt. Muthmaßlich zieht der, in der Entfernung Hin. M von einigen Meilen gegen Westen gelegene, Don⸗ ft hat!.nersberg die Wolken zu stark an sich. Hr. M. ur umher rechnet, daß bei ihm im Durchschnitt nicht mehr sart, sch als 16, 6 Zoll Wasser falle. Dieses bewirkt aber eine halh und abzy ken wahr ö uchen, 6 10 Seitdem ich jenes schrieb, erhielt ich von Hrn. M. noch folgende Notizen: „Die Untersuchung unsers Bodens, wozu Sie mich n siesind aufforderten, wird zu nichts führen, indem wir unsern Ort und größten Feind an den Kiesunterlagen haben, die un⸗ ö pann mis serer ohnehin nicht stark wasseranhaltenden Krume so so saht nachtheilig wwerden. Die Baumpflanzungen wollen u amis daher nie gedeihen, und wenn es trockne Jahre giebt so mißrathen besonders Spelz und Gerste sehr leicht olge nih So ging es in diesem Jahre 1815; denn so schön ugleich 0 Naals der Anschein im Frühjahr war: so erbärmlich war ner Hul⸗ die Ernte. Der Spelz gab nur 6, 47 die Aussaat hul us wieder. Der Rocken mißrieth ebenfalls aus Mangel an Regen; der Hafer allein erhielt sich. Dazu noch unzählige Mäuseschäaren, die unsere Kleefelder von Grund aus zerstöhrten, und endlich der Krieg, schlim⸗ mer als alle Mäuse u. s. w.“ die ab⸗ Es ist merkwürdig, daß ein Jahr, in welchem man durchgt⸗ vor Nässe in der Schweiz nicht voran konnte, in der bar; 8 Pfalz so trocken aussiel! 118 auch, daß das Unkraut allhier den Aeckern nicht so stark, als anderswo, zur Last wird. Buchführung. Schon im Jahre 1805 fing Hr. M. an, die Buchhaltung bei seinem landwirthschaftlichen Ge— werbe einzuführen. Er hält außer einigen kleinen Nebenregistern ein Tagebuch, in welches alle Ar— beit, Kosten und Ertrag gewissenhaft eingetragen werden. Aus diesem Tagebuch werden beim Schlusse des Jahres die Gegenstände summarisch unter Ru— briken gebracht, in das Hauptbuch eingetragen, und die Bilanze gezogen. Ich werde mich über die Einrichtung dieser Bücher nicht einlassen; jeder hat darin seine eigene Art zu verfahren, und ist er einmal an diese gewöhnt, so wird sie ihm durch den Gebrauch leicht und anschäulich, ob sie es gleich sür einen Andern nicht ist. Uebrigens bleiben die Bücher Hrn. Möllingers ein Schatz für die prak⸗ tische Lehre der Landwirthschaft seiner Gegend. In seinem Grund- oder Lagerbuche sind alle Feldstücke, die sein Sohn und seine Eleven aufgenommen ha— ben, recht sauber abgezeichnet. Hr. M. machte nicht allein nicht die geringste Schwierigkeit, mich alle seine Bücher einsehen und alles daraus ziehen zu lassen, was ich nur wün— schen konnte; sondern er selbst nahm sich nebst seinem Sohne die Mühe, eigenhändig alle Aus— züge zu machen, die mir nur dienen konnten, und für welche ihm der Leser mit mir Dank wissen wird. Laue! Riihe halt! basch sohn Wumn e Ihsch Kullng uichen hussnde 80 Kie Spehz Schne. burch thut il sch seh bibunge werden, Ohne N V In det h, ih man die cen 0 tht wor sllen h rihy, so du Vi Aeckern nih N. an, aftlichn Ge nigen klinn hes alle eingettagn Heim Schluf unter M ettagen, un ch über d j jedet Ind ist u ihm durch es gleich leiben die die prak egend. I Feldstüch ommen h ie geringt nsehen ul nur vi sich ub alle Nu⸗ inten, issen viro ———p.''—————————— 119 Fruchtumlaufstabelle. Hr. M. hat eine eigene, und so viel ich weiß, neue Art, den Fruchtumlauf, so wie er in einer Reihe von Jahren auf seinen Feldern Statt ge— habt hat, auf eine sehr anschauliche und schnell zu übersehende Weise vorzustellen. Es sind Hiero— glyphen, die der gemeinste Bauer entziffern kann, wenn er sich nur ein paar Minuten lang mit dem Alphabet derselben bekannt gemacht hat. Jeder Kulturgegenstand ist nämlich durch eine leicht zu zeichnende und auf das Produkt einigermaßen passende, wiewohl grobe Abbildung versinnlichet. So stellt er die Gerste durch ein Bierglas, den Spelz durch einen Bretzel, die Luzerne oder den Schneckenklee durch eine Schnecke, die Kartoffeln durch eine Retorte u. s. w. vor. Das Zeichen thut übrigens nichts zur Sache, und jeder kann sich selbst ein anderes wählen: nur muß die Ein— bildungskraft ein wenig dabei zu Rathe gezogen werden, damit das Zeichen den Gegenstand auch ohne Mühe herbeirufe. Die ganze Tabelle ist in Fächer abgetheilt. An der Seite abwärts laufen die Namen der Fel⸗ der, über die Höhe die Jahrzahlen. Durchgeht man die liegende Fachreihe, so zeigt sie, mit wel— chen Gegenständen das Feld Jahr vor Jahr be— setzt war, und die Jahre, in welchen es Dung er— halter hatte. Durchsieht man die stehende Fach— reihe, so trifft man alle Gegenstände, welche die ganze Wirthschaft in jedem Jahre gebaut hat, und 2.22 I———— 7 —— N8 ————————UU—tttttttt——————....—— — ‚—————— V 5 V +. ——— V 1 2— ——I.....————————— DDDDDIIEEff‚‚.————— 70 120 ihre Ausdehnung läßt sich durch die Spalte, welche die Größe jedes Feldstückes angiebt, sogleich be⸗ stimmen. * Viehstand. Hr. M. hält gewöhnlich 3 Pferde und einige 20 Stück Rindvieh und Schweine. Seine Ställe sind luftig und geräumig Seine Miststätte ist rund und ausgemauert, und der Boden davon mit Lehm ausgeschlagen. Die Jauche aus den Ställen läuft zuerst auf den Mist, und zieht sich von da nach dem Pfuhlbehälter, der 16 Fuder fassen kann. Das Hornvieh kommt bei Hrn. M. das ganze Jahr nicht aus dem Stalle. Im Sommer unter⸗ hält er es mit Luzerne und Etzfutter, das ist, einem grünen Gemisch von Wicken, Hafer und Mais. Klee und Esparsette werden bei ihm zu Heu ge— macht, und zur Winterfütterung oder für die Pferde bestimmt. Außer diesem Heu erhält das Horn⸗ vieh im Winter Brantweinwäsche und Runkelrü⸗ ben, die mit Spreu oder Häcksel vermengt werden. Hr. M. ist der Meinung, daß alles Futter, grün oder dürr, das Stroh ausgenommen, geschnitten werden müsse; d. h. bei dem Rindvieh, aber nicht bei den Pferden. Bei dem Mastvieh findet er den unenthülseten Spelz als Zusatz zu der Brantwein⸗ wäsche vortheilhafter, denn Ger stenschroot. Wenn, seiner Erfahrung nach, das Esperheu 1000 Maß Milch giebt: so geben die der Sonme ghe glatbe set R wirde, Meit n o, f Futter: guten Milch Minen meht R tiher ft Ii Rrr N lih Mfu V ultz, vilchz sogliih e⸗ und einige ne Ställ ttstätte is davon mit n Ställa ch von de er fassey das garz⸗ ner untet⸗ ist, einen 2d Maid. Heu ge⸗ ie Pferde 106 Hotn; Runkelti⸗ t werder. ter, grin geschrittn ber nict et er din rantwemn⸗ Coperhen 121 grune Luzerne 1110 Maß Klee:⸗Grummet 825— Klee-Grummet mit untermischtem Hasergras w879— Etzfutter P 172— Rüben 69505,— RunfelIllnnn 928— Runkelnblätter 968— Es ist hier von diesen Blättern im à Herbite die Rede, und nicht von jenen wässerigen Blättern, die der Geiz oder die Armuth den Pflanzen im Sommer raubt. Doch gesteht Hr. M. daß seine Kühe dabei sichtbar vom Fleische abfielen. Ich glaube auch, daß, wenn man die Fetthaltigkeit die⸗ ser Milch untersucht hätte, man gefunden haben würde, daß sie der Milch aus andern Gewächsen weit nachstehe. Jene Blätter sind und bleiben also, selbst zur Zeit ihrer Reife, nur ein schlechtes Futter: es sey denn, daß man sie zugleich mit gutem Heu verfüttere; alsdann mögen jene die Milch hergeben, wenn dieses das Vieh auf den Beinen erhält. Die Brantweinwäsche als Zusatz zu anderm Futter vermehrt die Milchergiebigkeit um 10 p. CEt. Bei grünem Futter giebt das Vieh etwas mehr Milch, als bei trocknem; weil es jenes gie— riger frißt. Es könnte aber seyn, daß die Milch bei dürrem Futter fetter als bei jenem wäre. Nach Hr. M. geben 28— 30 Pfund Milch ein Pfund Butter, nach der Güte des Futters. 12 2 — 2— Er rechnet, im Durchschnitt von 9 Jahren, jähr⸗ lich 466 Maß Milch von einer Kuh. Das Ge⸗ wicht von einem Maß Milch zu 5 Pfund 28 Loth angenommen, giebt die Kuh nach obigem Anschlage 61 Pfund Butter, welches wirklich sehr wenig ist. Die Brantweinbrennerei kommt Hrn. M. ohne Zweifel bei seinem Viehstande sehr gut zu Statten. Er verbrauchte dazu in zehn Jahren, von 1805 bis 1812 einschließlich, 22,424 Zentner Kartoffeln und 3047 Zentner Getreide. Daraus gingen hervor an Brantwein, zu 9, 1 Maß per 400 Pfund, 51,200 Maß, oder 640 Ohm, gleich 1066 Hektoliter. Da nun die Wäsche sich zu dem Wein verhält wie 29 zu 1, so folgt, daß die Brennerei in den zehn Jahren 30,914, oder jähr— lich 3091 Hektoliter Wäsche für das Vieh ab⸗ warf. Unter so vortheilhaften Umständen scheint es nun wohl, daß aus dem Viehstande ein bedeu— tender reiner Vortheil hervorgehen müste⸗ welches wir hier ausmitteln wollen. Es würde mich zu weit führen, die ganze Viehberechnung des Hrn. M. hier vorzulegen, ich werde mich daher bloß an die Resultate halten. Dem Leser darf ich nur sagen, daß in jener Be— rechnung dem Vieh nicht allein das Futter, son⸗ dern auch Streu, Wartung, Verzinsung des Ca⸗ pitals, Abnutzung und Risico zur Last gelegt, und der Dung nicht zu gut geschrieben worden ist. Der Ohm Brantweinwäsche ist zu 10 kr. angeschlagen, und das Stroh nach folgendem Tarif berechnet: In Oi Vetline . schrecli Lasen! der jih N. do nicht tt cbet, ie Halben; schring ————————2 123 h ih Der Zentner Rockenstroh zu.. 60 kr. Did d—— Spelzstroh zuu. 50— 0 20 M9— Gerstenstroh zuu46 uuschan—— Haferstroh zu 30— wenig ist Nach diesem fiel das Resultat der Bilanze durch⸗ Hrn, N aus zum Nachtheile des Viehstandes, das Mast⸗ gut zu vieh mit einbegriffen, aus, und gab einen Verlust Jahrer, 1805 von 1451 fl. 39 kr. 4 Zentner 1806— 1676— 57— Daraus 1807— 1577— 34— Naß per 1808— 13595— 22— m, gleich 1809— 2215— 11— e sich zu 1810— 11735— 8— , daß die 1811— 1852— 21— oder jͤhr⸗ 1812— 1830— 1— Vieh al⸗ Im Durchschnitt— 16435— 51—(958 Thlr. n scheint Berliner Courant.) ö in bedeu⸗ Ich muß bemerken, daß im Jahre 1809 eine welches schreckliche Lungenseuche unter dem Vieh herrschte. Lassen wir aber auch dieses Jahr weg, so bleibt ie ganze der jährliche Verlust auf den Viehstand des Hrn. egen, ich M. doch noch 1562 fl. Ich gestehe, daß dieses halten nicht tröstlich für den Landwirth ist. Es stimmt ener Be⸗ aber, leider, mehr oder weniger mit meinen allent⸗ er, sou⸗ halben gesammelten fremden*) und eigenen Er⸗ des Co⸗ fahrungen überein, und ich sehe es für ausgemacht egt Ind ist. Der schlagen,*) Man sehe unter andern meine Beschreibung der Fellen⸗ Hnet: bergischen Wirthschaft. —— * * 4 N 7 —— LXX— 2* 2— 3————————.—.———HHttetetee.eetetetee-“““““-“Y“... V— V— SSI———————F————— ....SSII‚.— ———— —— 2— —.———— 124 an, daß das Vieh nie und unter keinen Umstän⸗ den bei einer Ackerwirthschaft reinen Vortheil, vielmehr immer Schaden bringe. Dieser Schaden kann nur durch den Dung ausgeglichen oder ge⸗ deckt werden, indem nichts billiger ist, als daß das Feld dem Vieh denselben bezahle, indem dieses dem Felde alles, was es von ihm bezogen hat, bis auf das Stroh zahlen mußte. Der Dung kostet also dem Landwirthe so viel, als dieser jährlich auf seinen Viehstand verliert. Deün ger. Hr. M. fährt im Durchschnitte 455 zwei— spännige Fuder Dung, das Fuder zu 1500 Pfund, aus, die zur Düngung von vierzehn und einem halben Morgen reichen. Daneben hat er so vielen Pfuhl, um 14 andere Morgen damit zu düngen. Er schätzt den Werth eines gepfuhlten Morgens zu dem eines gedüngten, wie 14 zu 60; mithin kostet ihn sein Pfuhl 295 fl. 50 kr., und sein Dung 1266 fl. 50 kr. Das zweispännige Fuder also von diesem letzten, 2 fl. 55 kr., und zu die⸗ sem Preise würde er ihn schwerlich von gleicher Güte kaufen können, und dann hat er noch den Vortheil, daß er ihn nicht in der Ferne holen darf. So ansehnlich also auch der Verlust auf den Biehstand bei ihm zu seyn scheint, so ist er es dennoch nicht, um so weniger, da er nun auch das Stroh von seinem eigenen Vieh bezahlt be— kommen hat. Rechnet man morgenweis, so kommt im Rer 9 Unko Misth Datet XII uf R 50 fft tkern der, R. sahre Dad N bis se det wenn der Ei bei der trocner Kuaft, fahlt Kurz, Düngu haltend lißt f. din er Rfhle ti, y ——— 125 nen Uusshr ihm der gepfuhlte Morgen auf 20 fl. 24 kr., Vurhsl der gedüngte auf 87 fl. 21 kr. Diese letztern r Shen Unkosten sind sicher sehr groß; allein eine so starke noder g Mistdüngung dauert auch 10 bis 15 Jahre. als daf Hr. M. bringt den Pfuhl auf schon besäete bem dieses Wintergetreidefelder, zu denen nicht gedüngt wer⸗ ogen hat, den konnte, oder auf Rocken, den er manchmal er Dung auf Rocken folgen läßt. Hat er kein Getreide ls dieset zu pfuhlen: so läßt er es den Klee- und Luzern⸗ äckern zu gute kommen. Später werden die Fel⸗ der, die zu Runkeln bestimmt sind, mit Pfuhl be— fahren. Endlich kommt die Reihe an die Gerste. 455 ei⸗ Das Pfuhlen kann darauf so lange Statt haben, 0o Pfunh, bis solche in Aehren schießt. Nach Hr. M. ist und einen der Pfuhl von stärkerer Wirkung beim Getreide, r so vilt wenn dieses schon heranwächst, als wenn er vor zu dürger der Einsaat aufgefahren worden wäre. Auch kommt Murhan bei dem Pfuhlen vieles auf das Wetter an; bei o3 mihn trockner Witterung äußert der Pfuhl nicht so viel und seh Kraft, als bei feuchter. Ein magerer Acker ge⸗ ige dünt pfuhlt, giebt eine reichliche Kartoffelernte.— d zu di⸗ Kurz, eine Pfuhldüngung ist wirksamer, als eine glih Düngung mit Stallmist; allein sie ist nicht an⸗ voch di haltend wie diese, und schon nach einem Jahre ne höh läßt sich nichts mehr davon spüren. tlast af Als Hr. M. in Pfeddersheim ankam, war o i er nur ein einziges Pfuhlfaß im ganzen Orte; seit⸗ dem er aber durch sein Beispiel den Nutzen des Pfuhlens bewiesen, hat sich die Sache so verbrei— tet, daß heut zu Tage kein Mensch ohne Pfuhl⸗ uun auch ahlt be⸗ kommt ———...— ö ů + ———— — —— V ——————————— —————— 126 faß seyn kann. Selbst der Bauer, der mit seinen Kühen pflügt, ist damit versehen. Wie wichtig diese durch Hr. M. ausgebreitete Verbesserung sey, läßt sich daraus schließen, daß jeder Bauer, der Brantwein brennt, in seiner Gegend eben so viele Aecker pfuhlt, als er ihrer düngt. Hr. M. nimmt das einspännige Fuder Dün⸗ ger bei ihm zu 30 Kubikfuß an; der Kubikfuß, in dem Zustande wie er ihn ausführt, wiegt 48 Pfund. Der oben auf dem Haufen liegende Dung ist freilich leichter; dagegen ist der in der Tiefe liegende auch um so schwerer, und steigt auf 75 Pfund. Jene 30 Fuß geben also für ein ein⸗ spänniges Fuder 1440 Pfund, welche Hr. M. je— doch zu 15 Zentner annimmt. Nach seiner Art zu düngen fallen 31 Fuder, oder 465 Zentner, auf den Morgen. Gespann. Ich sagte vorher, daß Hr. M. gewöhnlich nur 3 Pferde halte, diese würden aber bei der Entfernung seiner Acker stücke, und da er sie noch nebenher zu seinem Wagen gebraucht, nicht zu— reichen, wenn er nicht zugleich seine zur Mast be— stimmte Ochsen mit arbeiten ließe. Er hält diese bei dem Ackerbau für vortheilhafter als jene. Er kauft die Ochsen gegen die Erntezeit, zu einem Gewichte von sieben Zentnern, bestellt die Winter⸗ einsaat damit, und vollführt die Vorwinterbereitung des Feldes zur künftigen Frühjahrsaussaat. Da Heschir Merden dl zur Litlet⸗ nit sinen Bie pihig serung h zauer, da n so viel der Dün⸗ Kubikfuß, wiegt 45 ide Dung der Tiefe t auf 75 ein ein r. M. er Nrt zu ner, auf wöhnlich bei det sie noch nicht zy Nast be⸗ ilt dies ne. Et V einem Vinter⸗ reitung t. De ———————————— ———————————— 127 sie während der Arbeit gut gefüttert werden, so legen sie unter der Hand schon Fleisch an. Im Winter werden sie dann vollends ausgemästet. Ich lege hier dem Leser eine Tabelle über den Unterhalt des Gespannes vor, welches Hr. M. im Jahre 1812 unterhielt. Pferdeunterhalt. Es wurden gehalten vier Pferde: afer 150 Malter, 45 .— 2 Malter* Ein Fütterungstag Krancht 10. 43 Pfund Körner, thut in Gelde 20. 94 kr., Heu 219. 60 Zentner, 3 1 fl. 219— 56— Ein Tag braucht 15 Pfo. Heu,— 9 kr. Grünes Futter erhalten die Pferde nicht. Rockenstroh 400 Bund, à 20 fl. 80—„— Lohn, erster Knechht.72— 24— — zweiter Knecht 655— 24— Beköstigung der Knechte. 381— 47— Ankauf der Pferde 897 fl. 51 kr., für Abnutzung à 15 pCt. 116— 43— GeschirrabnuzunÖng: 101— 24— Dferdearz.. 242.— Del zum Brennen.. 7— 30 Sattler⸗Rechnunzzgzgz 25—— Summa 1590 fl. 54 kr. 128 Ich beobachte, daß die Schmiedearbeit, na⸗ mentlich der Beschlag des Hufes, durch welchen Zufall weiß ich nicht, in obiger Berechnung ver— gessen worden. Da sich aus dem Resultate eines einzelnen Jahres keine sichere Regel ziehen läßt; so wollen wir eine Tabelle von dem Unterhalte eines Pferdes während acht Jahren aus den Tagebüchern des Hrn. M. ziehen, zugleich die Arbeit, die es in jedem Jahre vollführt hat, angeben, und den Preis derselben festsetzen. Ich bemerke, daß auf der Unterhalts⸗Tabelle der Dung den Pferden nicht zu gute geschrieben worden, wodurch die Auslagen um etwas gedeckt werden; da aber die Schmiedearbeit übersehen worden, so können die Kosten wohl so bleiben, wie ich sie ängeführt habe. Diese Kosten sind wirklich sehr groß, und ich könnte sagen schrecklich. Man sieht, welchen Scha— den ein einziges überflüßiges Pferd einer Wirth— schaft zuziehen kann, indem es derselben jeden Tag 1 fl. 7 kr. zu stehen kommt. Bleibt es einen Tag auf dem Stalle, wo es hätte arbeiten kön⸗ nen, und nicht gearbeitet hat, so müssen die Kosten davon auf die übrigen Arbeitstage übertragen wer— den. Der Arbeitspreis bleibt sich demnach in einer Wirthschaft nicht alle Jahre gleich, eben so wenig als der Preis des Dunges. Zu S. 128 Unterhalt und Arbeit von einem Pferde. ————————— vlhe Sahr Hafer. Heu.[Stroh. Sämmtliche Kosten.] Arbeit. Arbeitspreis. Helne Oolln Malter Pfund Gebund Gulden Kreuzer Tage Gulden Kreuzer een T ö 18⁰0⁵ 44 /400 608⁰0 144 4¹⁵ 35 275 1 30 28 in 1806 44.. 5400 120 4⁰ 59 246 I 39 Fibreis 1807 46 5400 120 410 52 263 1 34 2 1808 he Ol/ 5353 120 408 20 24.¹ 1 42 x 1809 50 5355⁵ 120 395 15 25⁰0— 59 det den, 1810 5115 14⁰ 412 23 24⁰ 1 4⁵5 ii 3 1 1811 ö 547⁵ 126 41⁰ 44 261 1 34 Inen htt 1812 51 5490 100 397 4³ 277 1 26 r nich cha⸗ Eih⸗ Summe 287 ½᷑õ 45626 99⁰ 5255 49 205⁵ 12 4⁵ Medium per Jahr 47 7100 545⁵5 124 406 V 257 3⁵ nen ö ö Il⸗ sten ö Ver⸗ ner Da in diesen Jahren viel Gerste und Rocken verfüttert worden, so Hat man es nicht wohl in Hafer angeben können. V nih———— SISDSSSSSeeeeeeeeee.—.—2——mm— Zu Seite 129 Arbeits LTabelle. 7.—————— ————————— Per Tag9 8 WWe=—..——.— 2*—8 Gepflüg t Geegget Gewalzt Pferde Ochsen Pferde Pferde ———-ñ...—7—— ů ꝛspännig Ispannig 2spännig 2spännig spännig Ispännig 1806 42 Ares 42 Ares 292 Ares 580 Ares 372 Ares 1807 41 42 37 Ares 525 256 355 1808 42 2 37 61 31 5 269 65 347 45 3135 1809 49 39 90 51 3 252 5 350 15 546 15 ö 1810 40* 36 32 30 235 266 60 3586 1811 4⁵ 15 58 0. 26 5 285 285 370 16 1812 57 11 380 25 296 81 344 15 229 296 Ares 272 Ares 182 Ares 1950 Ares[2255 Ares[2321 Ares ö Medium per Tag 42 39 4 30 4 278 22 318 331 5 — DDeeee=e.=.= 129 Wir wollen nun einen kleinen Ueberschlag an⸗ geben, um auszumitteln, wie viele Arbeit das Ge⸗ spann auf dem Felde in einem Tage bei Hrn. M. auszuführen pflegt. Wenn eine einspännige Egge in dieser Angabe mehr Arbeit auf den Tag vollbringt, als eine zweispännige: so geschieht es, weil diese viel schwe⸗ rer ist als jene, und daher tiefer eingreift. Nach nebenstehender Tabelle, verglichen mit den Unterhaltskosten der. kommt Hrn. M. der Morgen zweispännig zu pflügen.. 1 fl. 57 kr. einspännig zu pflügen.. 1— 3½¼,— zweispännig zu eggen ppß.„— 18— einspännig zu eggen PpPöF...— 8— —— zu walzen Vergleichen wir die Pflugarbeit eines Paar Och— sens mit der eines einspännigen Pferdes: so voll⸗ bringt dieses zwar mehr Arbeit; allein bei ihm kann der Pflug auch nicht so tief eingesetzt werden, als bei zwei Ochsen. Es ist also richtiger, die Pflugarbeit dieser letzten mit der von zwei Pferden zu vergleichen, und da verhalten sich die Pferde zu den Ochsen wie 42 zu 30, oder umgekehrt, 30 Pferde werden so viel in einem Tage um⸗ pflügen als 42 Ochsen. Dagegen kostet der täg⸗ liche Unterhalt von jenen 30 Pferden 47 fl. 50 kr., 9 130 der von den 42 Ochsen 28 fl. Kostet also der Morgen mit Pferden umzupflügen bei Hrn. M. 1 fl. 57 kr., so kostiet er ihn nur 1 fl. 9 kr., wenn er es mit Ochsen vollführt. Die Bilanze der Arbeitskosten beim Pflügen zwischen den Pfer— den und Ochsen steht also wie 117 zu 69, oder beinahe wie 6 zu 5, und dieser Unterschied ist sehr groß. Wertkzeuge. Hr. M. macht keinen Gebrauch von neuerfun⸗ denen oder verbesserten Ackerwerkzeugen; wenigstens erinnere ich mich nicht,‚ ein einziges bei ihm ge⸗ sehen zu haben. Pflug, Egge, Walze, Fuhrwerk sind die seiner Nachbaren. Seine Karrn- und Wa⸗ genkasten sind ausgemessen; daher er mit Genauig⸗ keit wissen kann, wie viel Wurzelwerk er einbringt, ohne das mühsame und unsichere Zählen mit Kör— ben nöthig zu haben. Er hat einen Wagen für zwei Pserde, der 14 Malter Kartoffeln faßt. Zu der Zerstückelung der Runkelrüben hat er eine Schneidemaschine mit einem, beweglichen Zi— linder, an welchem die Messer festsitzen. Die Scheiben fallen in den Zilinder, und würden, da er keine Fallthür hat, darin liegen bleiben, wenn sich nicht eine spindelförmige, d. h. in der Mitte dick und nach den Enden dünn zulaufende, Achse darin befände, welche das Geschnittene nach den Seitenöffnungen des Zilinders gleiten macht. Da sich keine Rih⸗ oder Zwergmesser zwischen den Afun: Niens 16 Sin SI Vaih I9 or⸗ fit Eüi sie „ Zu Seite 151 Speise Lont o. 18.——— PD* Im Ganzen Per Person[Per Person jährlich täglich täglich Gulden Kreuzer Pfund Loth Kreuzer ů Broot 810 58 1 20.2⁵5 660 Weißpmehrtt 195 23 10.27½— 250 Milch, Butter, Käse, Eier 528 7 4— 5. 2% Käse jährl. 4622 St., p. Person tägl., Butter jährl. 392 Pfd., p. Person täglich Loth 2,097 Fleisch 4217½ Pfund 686 58 5 21,45 6. 552/ Holsz, 30 Steres 179 0 5 1.7¹0 Salz, 382 Pfund 50 56 61 1„,90/ 2— 466/ Dei. sl. 25 kr. 32 Salatöl I** 11 12 56 56 Essig, 2 Ohm SSEE 6 20 Gewürz. und Salpeter. 45„ 49 Schlachterlohn.... 5 35„ 52 Thran, 20 Schoppen..„ 10„ 44 Erdengeschirr 1 ö Dierheee 4 10„ 42 Erbsen, 1 Malter11„ 15 ö Linsen, X Malter 43 ö Geschälte Gerste, 1 Malter O 7 ö 57 Pfund Reio 7 31 ö Zugekauftes Gemüse. 26„ 21 Krautschneideen E 0 36 ö Kartoffeln, 30 Malter„ 30 ö Eigenes Gemüse 12 Zusammen 255 2. 7¹% Wein, 8 Ohm ö 160 5 15 60 1 550/ Brannteweins Jährliche Beköstigung des sämmtlichen ö Gesindes 35010 14 Tägl. Beköstigung jeder einzelnen Person 5 0 20½ ... 131 Schneidemessern befinden; so zerfällt das Wurzel⸗ werk bloß in Scheiben und muß nachher mit einem Handstoßmesser noch einmal zerstückelt wer⸗ den, welches mir an dieser Maschine mißfällt. Sein Butterfaß hat die Gestalt einer Scheibe, oder eines großen Mühlsteins, ist daher platt. Es ist das der Schweizer. Ich glaube die Zeich— nung von einem ähnlichen in einem der landwirth⸗ schaftlichen Zeitungsblätter gesehen zu haben, kann aber über seine Vorzüge nichts entscheiden. Ausmittelung der Beköstigung des Ge⸗ sindes und der Arbeiter: Sie ist aus dem Tagebuche von 1812 aus⸗ gezogen und auf 6190½ Speisetage berechnet. Das Gesinde ist bei Hrn. M. sehr gut gehalten. Es speiset in seinem Vorzimmer, welches zu sei⸗ ner sittlichen Ordnung Vieles beiträgt. Ich be— obachte, daß in folgender Berechnung die Ausgabe für Seife, der Verschleiß an Leinwand, Bettzeug und anderer Geräthschaften fehlt. Auch ist für Unterhalt der Wohnung nichts berechnet. Hr. M. glaubt jedoch, daß der tägliche Un⸗ terhalt einer Person, nach einem fünfjährigen Durchschnitte, nur 25 kr. betrage. 132 Feldeintheilung und Fruchtfolge. Die Gegenstände davon sind Spelz, Rocken, Gerste, Hafer, Klee, Esparsette, Luzerne, Wicken, Kartoffeln, Runkelrüben, Rüben, und etwas Raps. Er hält nicht mit Unrecht dafür, daß es um so mehr für die Güte eines Fruchtwechsels oder einer Feldeintheilung beweise: je mehr, bei befriedigen⸗ den Ernten, das Düngen ohne Nachtheil des Ackers verschoben werden kann. Denn wenn der Land⸗ wirth sich nicht schmeicheln darf, den Dünger um— sonst zu haben, und, leider! hat er ihn gewöhnlich theurer als er glaubt: so sind seine Ausgaben um so geringer, je seltener er zum Dung seine Zu⸗ flucht zu nehmen braucht. Sein reiner Gewinn wird also durch diese Ersparung um so größer. Daher kommt es denn ohne Zweifel, daß die reine Brache, wenn von ihrem schnellen Wiederkommen kein Mißbrauch gemacht wird, nicht so verwerflich und unvortheilhaft ist, als sich Manche einbilden. Dem zufolge wird bei Hrn. M. das Land in elf Jahren nur einmal gedüngt, und einmal gepfuhlt. Klee und Esparsette werden gegipst. Wir haben aber auch vorher gesehen, daß er sehr stark auf einmal düngt, und doch würde dasselbe ohne die Zwischenkunft der Esparsette auf jenen langen Zeitraum nicht zureichen. Hr. M. bauet gewöhnlich jährlich 18 Morgen Rocken, tfolgs elz, Ruin ne, Widh kwas Raft es um oder einn befriedign des Acken der Land; üͤnger um⸗ gewöhnlich ogaben um seine Y⸗ er Gewinn so größer. die reine herkomma herwerflic einbilden and in eh gepfuht. Wir haben stark aif ohne die en langen 8 34 17 12 FFT Morgen Spelz,*) — Gerste, — Hafer, — Wicken, — uzerne, — Klee, — Eoparsette, — Kartoffeln, — Runkeln, — Raps, — reine Brache. Sie ordnen sich nach folgendem Fruchtwechsel: 11. 12. 1 2 3. 4. 5 6 7 * Jahr Wicken, grün gefüttert; — Rocken; — Kartoffeln; — Gerste; — Klee; — Spelz; — Gerste; 9. 10. Esparsette; — Kartoffeln; — Gerste— Hafer, und manchmal 13. nach der Gerste noch Hafer. Kommt Raps in den Umlauf, so heißt es: 1. Brache, 2. Raps, 5. Rocken, und dann ferner wie oben. ) Ehedem bauete er weit mehr Spelz. —.—— 4 * ——— ̃— ; 417 I ———————— N * 2 V ——— 2 134. Hr. M. säet nicht selten Rocken nach Rocken, und hat es auf mehrern Feldstücken 7 bis 8 Jahre hinter einänder gethan, ohne einen Rückschlag zu bemerken; allein, auch wurde beinahe jede Rocken⸗ saat gepfuhlt. So hat er ein Feld, darauf stand im Jahre 1805. Rocken, gepfuhlt; 1804. Rocken, nicht gepfuhlt; 1805. Rocken, gepfuhlt; 1806. Rocken, gepfuhlt, und mit etwas Grund aus dem Hofe befahren; 1807. Rocken, ohne Pfuhl; 1808, 180g9, 1810. Rocken, mit Pfuhl. Auf einem Acker, der seit undenklichen Zeiten keinen Dung erhalten hatte, säete Hr. M.: 1. Wicken, grün abgefüttert; 2. Spelz; 3. Hafer; setzte dieses ohne Dung neun Jahre fort, und ge— traut sich, solches hundert Jahre so durchzusetzen; nur muß der Abgang des Dungs durch fleißige Bearbeitung des Feldes ersetzt werden. Das Un⸗— kraut wird, wie man denken kann, dabei nicht überlästig. Das ganze Verfahren ist jedoch etwas stiesväterlich; auch führt es Hr. M. bei seinen grundeigenthümlichen Feldern nicht aus. Nach Runkeln läßt er Gerste folgen, doch bemerkt er, daß die Gerste nach Runkeln durch die Trocken⸗ heit leidet, und verbrennt. Hr. M. hält Alles darauf, sowohl das Som- mahr er L in gt wütde der z Dfalj Virkt Feucht Vinte dem det 5 schin Vehe 0 420 mer⸗ als das Brachfruchtfeld vor Winter zweimal, . ihe und wenn er kann, dreimal zu pflügen, es mögen iesclaz, für Gegenstände kommen, welche da wollen. Er Roch egget nicht sogleich hinter dem Pflügen, besonders 0 läßt er den Acker gern den Winter über rauh liegen. im J In diesen Dingen stimmt er durchaus der Mei— nung des Hrn. Freytags in Speyer bei. Diese Methode des öftern Pflügens vor Winter, welche auf einem zähen Thone der Frühjahrsbestellung a Grund mehr Nachtheil als Vortheil bringen würde, indem der Boden ganz dadurch zusammenschlemmen und ö im Frühjahre einem nassen Teige ähnlich werden . würde, muß auf einem so durstigen Boden, wie hen Zein der zu Pfeddersheim, und an vielen Orten in der Pfalz, nothwendig eine entgegengesetzte vortreffliche Wirkung thun, indem dieser Boden, ohne sich mit Feuchtigkeit zu überladen, derselben so viel im Winter durch das vorhergehende Auflockern mit — und ge dem Pfluge aufnimmt, als nöthig ist, den Abgang hzusce der Feuchtigkeit im folgenden Vorsommer zu er⸗ fleißiz setzen. Das Un⸗ bei niht Behandlung der in der Fruchtfolge vor⸗ ch ewos kommenden Gegenstände. 1500 Erstes ZJahr Wicken. Da diese Wicken bloß zum Grünfutter bestimmt sind: so werden sie mit einer Beimischung von Hafer und etwas Mais ausgesäet. Dieses Gemisch ist in der Pfalz unter dem Namen des Etzfutters Merkt e, Trocker⸗ as Soh ——¼81. 1356 bekannt. Das Vor- und Nachsäen hat dabei seine unbezweifelten Vortheile; indem es also auch vor und nach der Sense entgegenwächst, und nicht auf ein⸗ mal da ist. Dieses Etzfutter ist bei der Stallfüt⸗ terung von der äußersten Wichtigkeit, und dient so⸗ wohl den allenfalsigen Rückschlag des Klees zu decken, als die Esparsette und andere zum Heu dienliche Ge— wächse zu schonen. Für einen Acker, der von dem Flug⸗ hafer, avena fatua, leidet, bietet sein Anbau ein wirksahes Heilmittel dar. Nur wird in diesem Falle kein anderer Hafer mitgesäet, indem der Flughafer seine Stelle vertritt. Man pflügt das zu Wicken bestimmte Land zwei— bis dreimal vor Winter um, und giebt ihm eine vollständige Düngung. Man pflügt jedesmal 7 bis 8 Zoll tief, die letzte Furche im Frühjahre ausge— nommen, mit welcher der Samen untergebracht wird. Die Wicken werden gegipst. Nachwuchs ist davon nicht zu erwarten; daher wird die Stoppel sogleich gestürzt. Zweites Jahr. Rocken. Nachdem die Wickenstoppel zum zweitenmale umgefahren ist, wird gewalzt und das Land bleibt bis zum halben September liegen. Dann wird der Rocken gesäet und untergepflügt. Darauf wird geegget, aber nicht gewalzt, damit der Schnee bes— ser angehalten werde und die Winterfeuchtigkeit in den Boden dringe. Die Walze wird nachher im Frühjähre gebraucht. jolge wie Een Kom, O Ctund 1Di 9.n dl al un hen el slgt ———————————2— 137 118 fin Man läßt auch manchmal Rocken nach Gerste uch vor u folgen. Die Gerstenstoppel wird auf gleiche Weise t auf wie die Wickenstoppel behandelt. Dieser Gerstro— Stalfit cken wird im Winter gepfuhlt. Er giebt das r2te Ddient so Korn, wenn der Wickenrocken das zoste giebt. zu decken Der Boden aber, sagt Hr. M., muß in gutem nliche GE Stande seyn, und die Wirthschaft keinen Mangel dem Flag an Dünger haben, wenn sie sich an so etwas wa⸗ nbau ein gen darf. diesen Sobald der Rocken weg ist, wird die Stop— dem der pel umgepflügt und mit Rüben besäet. Diese wer— den einmal behackt. Wenn sie ausgezogen sind, nd zpei: pflügt man das Land vor Winter von neuem. ihm eine al 7 U6 Drittes Jahr. Kartoffeln. e ausge⸗ Die Kartoffeln werden größtentheils hinter gebtacht dem Pfluge eingelegt, indem man alle zwei Fuß vuchs ist ein Stück oder eine ganze Kartoffel einwirft, und Stoppel jedes Mal zwei Furchen leer ausgehen läßt. Da⸗ durch fallen die Pflanzen nach allen Seiten zwei Fuß auseinander. Man pflanzt 3½/, Malter Kar⸗ toffeln auf den Morgen. Sie werden nach den itenmale Umständen zweimal behackt, oder einmal geegget d bleibt und einmal behackt. Anfangs Juli kömmt es zum u witd Häufeln. Es geschieht gewöhnlich durch Kinder. uf wird Im October werden sie mit dem Karste ausge— hie bes⸗ hauen. Zu vier Hauer gehören vier Schüttler und glat i acht Raffer. Diese 16 Personen müssen täglich er in 120 bis 130 Malter(24 bis 260 Berliner Schef⸗ fel) abfertigen. Darauf wird geegget, nachgelesen; 1358 dann gepflügt, wobei einer dem Pfluge nachgeht, und die noch zum Vorschein kommenden Kartoffeln sammelt. Zuletzt wird noch einmal geegget und noch einmal nachgelesen. Soll zu Kartoffeln ge— düngt werden, so geschieht es mit kurzem Mist; weil sie sonst hier in trocknen Sommern, nach der Bauern Ausdruck, verbrennen. Auf einem kalten, feuchten, zähen Boden, verhält es sich freilich an⸗ ders, und der lange Mist verdient den Vorzug. Viertes Jahr. Gerste. Sie wird so früh als möglich, und, wenn man kann, schon im Hornung auf den vor Winter umgepflügten Acker gesäet, und flach untergepflügt. Man hat zwar Beispiele, daß ein so früh bestell⸗ ter Acker von dem Froste gelitten hat; abex die Gerste schlug wieder aus. Dasselbe soll auch beim Hafer auf trocknem Boden der Fall seyn. Sobald die Gerste, wie gesagt, untergepflügt ist, wird der Klee ausgesäet, und zugewalzt. Ist der Acker nach dem Gersteinpflügen etwas rauh, so wird vor dem Kleesamen geegget. Hr. M. läßt kein Getreide, folglich auch nicht die Gerste jäten; er erlaubt aber seinen Taglöhnern das Ausgrasen.— Die Gerste kömmt zu Pfeddersheim sehr häufig vor. Die Bauern haben gewöhnlich den fünften oder sechsten Theil ihrer Aecker mit Gerste, und den zehnten Theil mit Kartoffeln bestellt. lleine Morz nichts ist he ll s nen schnit Naß ml Iu Shr IPP.———— aer Fünftes Jahr. Klee. hge i Man nimmt acht Pfund Kleesamen auf den sch i Morgen. Die Gerste, unter welche Klee, Espar— 0 sette oder Luzerne kommen soll, wird nicht ganz zem Mist so dicht als gewöhnlich gesäet. Im Hornung wird, nach dr so früh man auf das Feld kommen kann, gegipset. m kaltn Man streuet 250 Pfund auf den Morgen. Er ilich an äußert hier die auffallendste Wirkung. Der gelb dotzug. aussehende Klee nimmt eine dunkelgrüne Farbe an, und wächst bei gutem Frühjahre zu einer Höhe von anderthalb bis zwei Fuß, und stellt sich so „ wenn dicht, daß seine Köpfe eine völlig ebene rothe Flä⸗ X Winter che bilden. Sobald die Blumen zur Hälfte aufge— dgepfläͤgt blühet sind, wird der Klee bei günstigem Wetter 0 bestle gemähet, nicht gebreitet und selbst ohne Noth nicht aber di gewendet, um den Abfall der Blätter zu verhü⸗ uch bein ten. Nach zwei heißen sonnigen Tagen sind die Sobalh Schwaden schon trocken, und werden am dritten „ witd oder vierten Tage des Morgens beim Thaue in er Ackt kleine Haufen gebracht, und der Acker abgerecht. so win Morgens nach 9 und Abends vor 4 Uhr sollte aßt ken nichts mit dem Kleeheu vorgenommen werden. Es iten; er ist besser, den Klee etwas länger stehen lassen, asen— als seine Ernte bei ungünstigem Wetter vorneh— hauftz men. Wird das Kleeheu bei der Futterung ge⸗ fünften schnitten, so hindert die Härte der Stengel nicht, „ und daß sie von dem Vieh verzehrt werden. Manch⸗ mal wird das Feld nach dem ersten Kleeschnitte umgebrochen; öfters aber wird noch ein zweiter Schnitt gewonnen, der im feuchten Sommer fast 140⁰ *. eben so reichlich ausfällt als der erste. Doch läßt man den Klee nie länger als ein Jahr stehen. Eine Hauptbenutzung des zweiten Schnittes besteht im Samen. Ein Morgen kann zwei bis drei Zent⸗ ner tragen. Sechstes Jahr. Spelz. Ist der Klee nur einmal benutzt worden: so wird das Land wie Brache zur Spelzeinsaat be— handelt; sonst aber wird die Stoppel nur einfäh— rig gestürzt, Spelz darauf gesäet, und eingeegget. Hr. M. ist nun von jener Verfahrungsweise ab— gegangen, weil er gefunden hat, daß das zwei⸗ malige Pflügen dem Spelz nicht so 30— zusagt, als das einmalige. Siebentes Jahr. Gerste. Die Spelzstoppel wird zweimal vor Winter umgepflügt. Nach Winter wird die Gerste ausge⸗ säet, und untergepflügt. In diese Gerste kömmt für das achte, neunte, zehnte Jahr Esparsette. Ihr Anbau wird sogleich vorkommen. Elftes Jahr. Kartoffeln. Die Esparsette wird im zehnten Jahre des Umlaufs, nach dem zweiten, oder noch viel besser nach dem ersten Schnitte umgebrochen, und so stark als möglich veregget. Man pflügt demnächst noch Iub Bode an ei wiise firferg Nan und s im dr bedaff geht Brach dähet Blätt Fuht Muhen M fide 141 Doch Rz üt. einmal; es sey nun, daß man Spelz einsäen, oder es 10 im folgenden Frühjahre Kartoffeln einpflanzen will, Ro welche in einem solchen Umbruche vorzüglich ge— drei Zint deihen. Zwölftes Jahr. Gerste. ö Es hat hier dieselbe Behandlung, wie im den: vierten Jahre, Statt. nsaat be⸗ Wir kommen nun noch zu dem einfͤh⸗ igeegget Anbau einiger einzelnen Gegenstände. heise ab⸗ a6 dvei⸗ 1. u z eren e. t zusagt, Diese Pflanze will einen ihr ganz eigenen Boden, und diesen findet sie zu Pfeddersheim nur an einigen Plätzen. Man säet sie hier vorzugs⸗ weise in ausgerodeten Weingärten, oder auf etwas Winter tiefergelegene, mehr Feuchtigkeit anhaltende Felder. aubge⸗ Man nimmt acht Pfund Samen auf den Morgen, komnt und säet sie unter Gerste, oder im Herbste, auch im Frühjahre, über den Rocken. In diesem Falle bedarf sie keines Eineggens noch Walzens. Sie rsette geht doch auf. Auch wird sie gleichzeitig mit Brachrüben, oder mit Raps ausgesäet, und ge— deihet darunter sehr vortrefflich. Die fallenden Blätter des Rapses düngen den Boden, und die des Frucht selbst verläßt das Feld früh genug, um der ö hesser Luzerne vor Winterszeit, und Raum zu ihrem o sark Wachsthume und Erstärkung zu gewähren. Man noc findet das Pfuhlen bei dieser Pflanze viel vortheil⸗ 142 hafter als das Gipsen; daher man zu diesem nur dann seine Zuflucht nimmt, wenn man keinen Pfuhl hat. Man führt diesen sowohl im Winter als Sommer auf den Acker; doch nur bei Frost, Schnee oder trockner Witterung. Fällt aber im Sommer nach dem Pfuhlen kein Regen, so nimmt das Futter einen Geschmack an, den das Vieh nicht liebt. Man läßt die Luzerne so lange stehen, als sie lohnt. Sie kann zwölf Jahre dauern. Dieses macht, daß sie in einer regelmäßigen Fruchtfolge keine Stelle finden kann. Man bricht sie vor Winter um, und bestellt das Feld im fol⸗ 05 Jahre mit Kartoffeln. Grün ist die Luzerne bei der Stallfütterung das vorzüglichste Futterkraut, das man bauen kann. Mit dem halben Mai ist sie mähbar. Gedörrt aber verhält es sich anders, und sie steht dem Klee, und mehr noch der Esparsette, nach. Ihre Stengel werden zu holzig; ihre Blätter bleichen bei dem Dörren durch einen kühlen Regen weiß, und verlieren ihre Kraft. Ein anhaltender Regen verdirbt sie gänzlich. Sie erfodert daher bei dem Heumachen eine außerordentliche Sorgfalt. Mit einem Worte: ihre eigentliche Bestimmung geht auf die grüne Verfütterung, und wenn sie dabei im Nutzen alle andere Kräuter übertrifft, so darf sie doch in grasarmen Gegenden den Klee oder die Eöparsette, des Winterfutters wegen, nicht verdrängen. Sie bleibt also die bestmöglichste Beihülfe, ist aber keineswegs die Hauptstütze einer feht! Wilf retn läßt sehn! auch Brach nuch; hauch , lehtte Guud diesey man i Eim Min bei di lt aber i so ninm das Vi ige stehen e dauerh, elmäßign Lan brich d im fol— lfltterunz luen kanm, Gedortt steht den h. NM ö bleichn en weiß er Rign bei den t. M. ing geht sie dabe so daff lee odet , nicht Iglichst 906 einer ———9———.—— Wirthschaft. Wohl aber immer derjenigen, die einen Boden hat, der den Anbau dieser edeln Pflanze zuläßt. Hr. M. nimmt keinen Samen davon auf, eben so wenig als von dem Klee und der Espar⸗ sette; er zieht vor, ihn zu kaufen. Der Klee— und Luzerne-Samen stehen zu 12— 20 kr. das Pfund. Der Samen der Esparsette hat, dem Maße nach, den Werth des unenthülsten Spelzes. 2. Esparsette. Ich werde noch so oft auf dieses beliebte Fut⸗ terkraut der Pfalz zurückkommen, daß ich mich enthalten muß, mich hier vollständig über sein Lob auszulassen. Sie ist die Hauptfutterpflanze dieser Gegend, nicht sowohl ihres Ertrages wegen(denn darin steht sie der Luzerne und dem Klee nach); sondern, weil sie sich nicht mit einem geringern und mage⸗ rern Boden begnügt, und diesen bereichert zurück— läßt. Daß dieser Boden aber reich an Walithei, en seyn muß, weiß jetzt wol jedermann. Man säet sie gewöhnlich in die Gerste, oder auch wol, gegen die Hälfte des Julius in die Brache mit etwas Rüben, welche letztere vor und nach zu dem Gebrauch ausgezogen werden— Man braucht 80 bis 90 Pfund Samen auf einen Mor⸗ gen, und säet 4 Pfund Klee darunter. Dieses letztere ist allgemein, und geschieht aus dem guten Grunde, weil der zweite immer kärgliche Schnitt 4 2 ——— —* HF V ö * * . 144 der Esparsette durch den darunter wuchernden Klee verstärket wird. Weniger empfehlungswürdig könnte allenfalls das Kleeuntersäen an solchen Orten seyn, wo die Esparsette länger als drei Jahre stehen zu bleiben pflegt, welches in der Pfalz nicht der Fall ist. Das Säen unter die Gerste geschieht, wenn diese untergepflügt ist. Die Esparsette wird über den rauhen Acker hergeworfen und eingeegget. In— dem die Esparsette mit Brachrüben ausgesäet wird, so wächst sie schon in demselben Jahre so schön heran, daß man sie noch vor Winter, wenn der Herbst etwas warm und feucht war, abschneiden kann. Im folgenden Jahre giebt sie dann eine gute, und das Jahr darauf eine vollständige Ernte. Ueberhaupt darf man sich diese nicht vor dem zwei— ten Jahre, das ihrer Aussaat nicht mit einbegrif— fen, versprechen; dann aber lohnt sie so reichlich, daß der erste Schnitt dem von zwei Luzerneschnit⸗ ten an Werth gleichkömmt. Man gipst sie alle Jahre. Hr. M. wartet nicht, bis dahin die Blät— ter den Boden belegt haben, und streuet den Gips manchmal noch während des Frostes aus. Dan beobachtet er auch bei dem Klee. In trocknen Jahren läßt sich nicht wol mehr als auf einen Schnitt bei der Esparsette rechnen. Dagegen übertrifft er an Menge und Güte den jedes andern Futterkrautes. In feuchten warmen Nachsommern, wird sie dennoch acht bis neun Zoll hoch, und giebt dann, besonders wenn sie mit ————.—.——— vaẽ Futt⸗ die! sind, ken, Riht Mad Rn, In! bile ula nimmt gerkd vot wird fighn einget Magen wende Jilt a Sollt linger nähet dad H5 6 abe suun dn Hihen 23—.—————p—————— 20 LLX*——*— 14⁵ ichendagj 44 10 etwas Klee ausgesäet worden, ein vortreffliches urdig flaft dnn Futter, hauptsächlich für das junge Vieh. Wenn Wi die Blumenähren der Esparsette halb aufgeblüht Nhre fts sind, so ist es Zeit zu ihrer Einerntung zu schrei— j nict y ten. Man verfährt dabei folgendermaßen: Man mähet am Morgen, und kehrt die Schwaden am ht, win Abend so um, daß je zwei und zwei neben einan— wird uhn der, aber nicht über einander zu liegen kommen. egget. Iy Am Abend des zweiten Tages wird mit der Ga— esiet wit bel untergegriffen und das Heu auf kleine spitz⸗ e so schi zulaufende, vier Fuß hohe Haufen gebracht. Man wenn de nimmt sich dabei so viel als möglich in Acht, nichts abschneiden zu rühren noch zu rütteln. Es wird sogleich nach— dann ein gerecht. Dieses geschieht in einem Striche dige Ernt vor dem Fuß weg. Das Zusammengerechte dem zwů⸗ wird zu oberst auf die Haufen gelegt. Bei gün— einbegrif stigcm Wetter kann am dritten Tage schon Alles reichlich eingefahren werden. Fällt aber nach dem Mähen rneschnit Regen ein: so bleiben die Schwaden so lange unge— t sie ale wendet liegen, bis sie wieder trocken sind. Dasselbe die Blih gilt auch, wenn am zweiten Tage Regen einfällt. den Giht Sollte das Regenwetter gleich acht Tage und noch Dasseh länger anhalten, so darf doch nichts an dem Ge— näheten gethan werden. Es schädet nicht, wenn wol miht das Heu etwas feucht eingebracht wird; dazu muß rechnun es aber nicht an einem luftigen, sondern geschlos— te den senen Orte liegen, und bei dem Tassen ebenmäßig parmer verbreitet werden, ohne jedoch es fest zu treten. an Zol Oben über legt man Stroh, damit die Dünste ste mů hinein ziehen und im Heu keinen Schimmel ver— 10 146 ursachen. Ist das Esperheu trocken eingebracht worden, so kann es unter Obdach und an einem trockenen Orte zehn und mehrere Jahre ohne den geringsten Nachtheil aufbewahrt werden. Die auf die Heuwerbung der Esparsette von 22 ½ Morgen bei Hrn. M. fallenden Kosten sind folgende: ä Mähen, zu 28 k... 10 fl. 50 kr. Den Mähern 4 Maß Wein 1—— Neun Tagarbeiten zum Wenden und Aufsetzen à 42 kl. 6— 18— Anderthalb Tagearbeit zum Nach— rechen 1— 5— 4½ Pferdetage zum Einfuhren 6— 18— 3 aderbeitzeni u. Abladen 6— 27— Kosten der 22 ½ Morgen. 31— 56— Thut auf den Morgen 1 fl. 24 kr. Kosten von 19 ½ Morgen Esparsettgrummet: Maähen r& 9 fl. 0 tr. 2 Maß Wein 0— 30— 12 ½ Tagarbeit zum Wenden 8— 45— 1 Tagarbeit zum Nachrechen. 0— 42— 2 ½ Pferdetage zum Einfahren 3 2 Personen zum Auf- u. Abladen 1 Kosten die 19½ Morgen 25— 57— Thut auf den Morgen 1 fl. 14 kr. Vollständigkeit halber wollen wir alle auf die Esparsette fallenden Kosten zusammennehmen, und dann die Bilanze ziehen. Halen hn 5 fll Über wie i zu ei Copa an t. Fuste niht dab hesttl Rinne hecken Heauf wit — 0 aba, Hen K 1engeu ind an um hre ohm u n. parsette un Kosten sih l. 30 fl 2—— — 18— — 5— — 18— — 27— e 0— ttgrummeh 6. 30— 6— 42— 30.— SS.... 147 Kosten von einem 4955085 6 Pfund Samen. 4— 5 kl. Gipsen*—*— 0** U 58 5——* Heuwerbung— 24— Grummetmachen. 1— 14— Sumtliche Kosten 7 30— Wir werden auf einer der bald folgenden Ta⸗ bellen sehen, daß ein Morgen Esparsette bei Hrn. M. im Durchschnitte 2078 Pfund abwirft; es steht ihm also der Zentner zu 22 kr., etwas über 5 Ggr. Nehmen wir den Zentner zu dem Preise an, wie ihn Hr. M. seinen Pferden anrechnet, d. i., zu einem rheinischen Gulden, so giebt ein Morgen Esparsette an rohem Geldertrage 20 fl. 47 kr. an reinem Geldertrage. 15 fl. 11— Die Esparsette leidet auch wol manchmal vom Froste, welches bei dem Klee und der Luzerne nicht zu befahren ist. Geschieht dieses, so wird das Land gleich und mit Etzfutter bestellt. Sobald die Esparsette anfängt sich zu ver⸗ dünnen, und der Boden sich mit Gras zu be— decken, welches allemal im dritten Jahre ihres Genusses, d. i., im vierten ihres Lebens, eintrifft: so wird sie nach dem ersten Schnitte gestürzt, und der Acker im Herbste mit Spelz besäet. Will man aber, was noch besser ist, Kartoffeln darauf fol— gen lassen, so kann man in jenem dritten Jahre 148 auch noch den zweiten Schnitt davon abnehmen. Die Stoppel aber muß auch zu Kartoffeln vor Winter gestürzt werden. Ein solches Feld giebt eine vorzügliche Kartoffelnernte. ö 3. Runkelruben. Hr. M. ist ein großer Verehrer dieser Wur⸗ zelgattung. Er hält sie gegen die allgemeine Mei⸗ nung nicht für besonders kraftaussaugend; allein, ich sdllte glauben, daß dasjenige, was nicht wohl ohne Dung, und zwar ohne vielen Dung, oder im Boden vorhandene Dungkraft fortkömmt, diese wohl an sich ziehen müsse, denn sonst könnte es ihrer ja zu seinem Gedeihen entbehren. Alles aber was die Pflanze sich zu ihrem Wachsthume aus dem Boden zueignet, geht unfehlbar für diesen verloren, und dieses ist bei Runkelrüben durchaus der Fall, wie mich hundert Erfährungen gewöhn— licher Landwirthe überzeugt haben. Spurt Hr. M. dieses bei ihrem Anbaue nicht, so kömmt es daher, weil seine Felder schon in übergutem Stande sind, oder weil er in der Lage ist, durch Dung und Pfuhl ihre wankenden Kräfte wieder herzustellen. Uebrigens ist er überzeugt, daß die Runkeln einen sehr fetten, gedüngten und gepfuhlten, dabei tüch— tig gepflügten Boden fodern. Er hat zweierlei Arten die Runkeln zu bauen, nämlich das Verpflanzen und das Körnerstecken. Er giebt diesem auf gepfuhltem und mürben, jenem auf frischgedüngtem Boden den Vorzug⸗ linem nicht u Same Votzy psans hort a det Be Dung ihste 0l Rch, witd, bon drh,— ——— In dem Falle, daß er zum Verpflanzen schreitet, 30 erzieht er die Setzlinge in einem Garten, oder auf * einem gartenmäßigen Lande. Indessen wird das Feld, das sie später aufnehmen soll, gedüngt, und der Dung durch ein oft wiederholtes Pflügen, so viel wie möglich, mit dem Boden gemischt. Ist Iün Lur der Dung alsdann hinreichend verweset, so werden ameint Ni die Pflanzen hinter dem Pfluge auf die Rücken 0) alar der Furchen gesetzt, so daß ihrer immer zwei da— 4 2 zwischen leer ausgehen; die Pflanzen also dritte⸗ Ah, 0 halb Fuß von einander fallen. Ist der Dung aber unt, dit nicht hinreichend genug verbaut, so pflügt man ünt zuerst den ganzen Acker und walzet ihn eben. Dem⸗ . Mis at nach wird eine Knotenschnur gespannt, und man Sthune eu bringt bei jedem Knoten, in der schon angegebe— fit diser nen Entfernung, eine Pflanze mit dem Pflanzstocke huthaui in die Erde. Es werden 7000 Pflänzlinge auf 1gwwoöhn einem Morgen erfodert. Das Angießen ist zwar in hr. nicht nothwendig, doch wenn man's kann, nützlich. t ed dihn In Ganzem giebt Hr. M. dem Stecken der mde sit Samenkörner an bleibendem Ort und Stelle den dunz u Vorzug; weil die Rüben alsdann durch kein Ver⸗ ezrtle pflanzen in ihrem Wuchse gestört werden. Dazu ge— I hört aber die unerläßliche doppelte Bedingung, daß dabei tit der Boden so mürbe als möglich gemacht, und der Dung vor Winter untergebracht, und auf das in⸗ , nigste mit der Erde vermischt sey. Dazu schickt Imhicken sich also auf der Welt kein Dung besser, als der nlehn Pfuhl,(Jauche), welcher im Winter aufgebracht Bemn wird. Wer also sein Feld vor Winter düngen, 150 und noch dabei im Winter pfuhlen, wer es durch wiederholtes Pflügen, und so früh wie möglich in einen durchaus mürben Zustand versetzen kann, der thut, meiner Meinung nach, auf einem Boden, der nicht stark zur Erzeugung des Unkrautes geneigt ist, besser, die Körner an Ort und Stelle zu ste⸗ cken; widrigenfalls aber ist es gerathener, zu dem Verpflanzen seine Zuflucht zu nehmen. Dieses letztere wird also wohl in der Regel die anwend— barste Methode bleiben, und ich bin der Erfahrung nach durchaus dafür. Diese Weise, wie Hr. M. bei dem Stecken der Körner verfährt, ist folgende. Anfangs April wird das Feld zum letzten Male gepflügt. Es folgen dabei zwei Personen dem Pfluge. Die erstere, in der einen Hand ein drittehalb Fuß langes Stöcklein haltend, macht nach diesem Maßstabe mit der an⸗ dern Hand auf dem Rücken der Furche eine kleine Grube, in welche die zweite Person ein oder zwei Samenkörner legt, und solche einen Zoll hoch mit Grund bedeckt. Es werden jedesmal ein oder zwei Furchen überschlagen, je nachdem diese schmal oder breit sind. Nach dem Pflanzen wird mit einer schweren Walze gewalzt. So bleibt das Feld lie— gen, bis das Unkraut hervorkömmt, und sich die Pflanzen zeigen. Alsdann wird die ganze Ober— fläche behackt, und wo mehr als eine Pflanze auf— gekommen, wie dieses durchgehends geschieht, das Uebrige ausgezogen.— Auf dieses erste Behacken folgt bald ein zweites. Im August endlich wird ufget tun d gebra eine steht uisc Iun e . witth Abbla h g hage Wat lich gen Ihren hets atter Nub zung einna müßt stütze Virth urch N R uiln Mht ——— ez uh aufgeräumt, d. h. der Grund wird mit der Hacke ie nigh von den Wurzeln weg, und in die Zwischenräume zen kamn gebracht; so, daß die Wurzel, die alsdann schon n Bodey eine beträchtliche Dicke erreicht hat, ganz frei es geneigt steht, welches nothwendig seyn soll. Wenigstens le zu ste versichert Hr. M., auf diese Art schon Wurzeln „zu den von 20 bis 25 Pfund auf freiem Felde gezogen Diesez zu haben. anwend⸗ Wie jeder denkende und aufmerksame Land⸗ rfahrung wirth, so ist auch Hr. M. überzeugt, daß das Abblatten der Runkeln nur auf Kosten der Wur⸗ Hecken der zeln geschieht, und solches die Kuh für das Kalb ril vin hingeben heißt. Er läßt also höchstens nur die gen dabt Blätter abnehmen, die bei dem Behacken hinder⸗ in du lich sind, oder zwecklos sich an den Boden schmie⸗ Stöcken gen und absterben. Hat aber die Rübe einmal ihren Wuchs vollendet, welches zu Anfang Okto⸗ der an he kleine bers geschieht: so läßt er sie vor und nach ent⸗ der zwe blättern, nach dem Verhältnisse, daß man das hoch ut Laub verfüttern kann, weil bei einer großen Pflan⸗ zung es desselben sonst bei der Ernte so viel auf 11 einmal geben würde, daß man einen Theil davon inh müßte umkommen lassen. Feld le⸗ Der Runkelrübenbau ist keine der Haupt⸗ sh u stützen, aber doch eine gute Beihülfe in einer Ober⸗ Wirthschaft. Schlagen die übrigen Wurzelgewächse u u, durch außerordentliche Fälle zurück: so gewähren w die Runkeln einigen Ersatz. Ob sie also gleich Whaln vielen Dünger erheischen„ vielen verzehren, viele Arbeit fodern, und doch keine vortheilhafte Vor⸗ ch uid 152 frucht für andere Gewächse in der Fruchtfolge sind, und endlich ob sie gleich weder den Rüben, noch den Kartoffeln an Milchergiebigkeit gleich— kommen: so sollte man doch den Anbau derselben auf keine Weise vernachlässigen. Man sitzt doch sicherer auf einem Schemel der vier Stollen hat, als auf einem zwei⸗ oder dreistolligen. Die Run⸗ keln wirken stark auf das Fleisch; werden sie da⸗ her mit einem mehr Milch erzeugenden Futter ge— mischt, so wird dadurch der Zweck der Milch⸗ nutzung mit dem des guten Zustandes des Viehes verbunden, welches sich von der Fütterung bloß mit Kartoffeln nicht sagen läßt. Das lange Auf⸗ behalten der Runkeln, bis selbst zum ersten Klee— schnitt, macht übrigens dieses Futtergewächs äußerst schätzbar. Erntegeschäft. Das Getreide reift hier sehr schnell. Die Rockenernte hat schon um Johannis Statt. Die Sichel ist das gewöhnlichste Werkzeug bei der Ge⸗ treideernte; es wird damit entweder geschnitten oder gehauen; bei letzterem geht es näher an der Erde weg. Wenn man doch einmal hauen will, so ist es unbegreiflich, warum man noch nicht zu der niederländischen Heusense gegriffen hat? Das Hauen mit einer Sichel heißt wohl die Hecken mit einer Papierscheere scheeren. Stehen Gerste und Hafer aufrecht: so werden sie mit der Sense abgebracht, und entweder in Schh Ns sobal den en ict undi hie if dm E Rit ei tklide mn mnd Gett⸗ —2—2——.— n Schwaden niedergelegt, oder angemäht und gegen i 10 das stehende Getreide angelehnt. Der Spelz wird, Hliz sobald er geschnitten ist, gebunden und eingefahren; basslh den Weizen aber läßt man gern einige Zeit auf stht du dem Felde liegen, weil er sich dann in der Folge len 00, leichter ausdreschen läßt. Alle Gattung von Frucht Die Run⸗ wird in Garben gebunden, und die Gerste nicht, N sie do⸗ wie im Elsaß, gleich dem Heu aufgeladen. Zu zutter ge dem Einfahren des Getreides wird der Leiterwagen r Nilc⸗ mit einem Tuche überdeckt. Viehiz Der Schnitterlohn von einem Morgen Ge⸗ ng bloß treide kostet 1 fl. und sieben Pfund Brot, welche ige Iu,, man zu 24 kr. anschlagen kann. Gedroschen wird len Kle um das achtzehnte Malter von jeder Gattung von außers Getreide. Wir eilen nunmehr zu den Resultaten der Die Wirthschaftserfahrungen des Hrn. M. Vorläufig . Die muß ich anzeigen, daß das Malter, von welchem der Ge⸗ die Rede ist, 106, 66 Liter enthält. Es machte chnitttn also ein Malter 1, 964 Berl. Scheffel, oder 3,432 an det Himten. wil, Dem Gewichte nach hat ein Malter zu det Rocken. 10 Pfund Haun Weizen 5180 einer Spel,— Gerne 1465— herden Hafer, gestricheen 112— er in Raps**** 0 0 160—.. .—— * AI ———— ————— ———————— —. —...—.—. 154 KartoffeulnnVnn 200— Runkell 180— Das Malter theilt sich in vier Frinzel. Der Morgen hat 26,058 Ares; der Berliner 25, 516. Dieser ist also um etwas kleiner als jener; ober— flächlich kann man beide Morgen für gleich, und ein Malter für zwei Berliner Scheffel annehmen. Beobacht ungen zu Tab. I. Rocken. Der höchste Ertrag war 1809, und gab 9½½ Malter vom Morgen. Der geringste Ertrag war 1811, und gab 4. Malter. Der Mittelertrag ist 7. 32 Malter. Spelz. Der höchste Ertrag war 1812, und gab 21 Malter. Der geringste Ertrag war 1811 und gab 4% Malter. Der Mittelertrag ist 11. 24 Malter. Gerste. Der höchste Ertrag war 1806; er gab 10½ Malter. IMIAI Zu Seite 154 ö Fab. I. Eertrag an Gerreide. αν—2—2—2.2——ñ——ðv—j— ——————* da Jahre. Rocken Spel z Gerste Hafer 6 Morgen Malter Morgen Malter Morgen Malter Morgen Malter 8053 8 58 8³ ö n 18053 10 98 12 21 1584 9 72 ö 1804 12 94 15 179 4⁰ 225½ 12 92½ 1805 13 97 18 197 25 178½ 14 108 1806 17 115 18 189 30 220 15 80 ö 1807 17 121 22 186 24 114 14 89½ cb ö 1808 14 105 20s180 34 276 14 108 6 1809 15 145³ 8 156 28 263½ 19 225½ 00 ö 1810 22 155 6 106 33 292 9 79 1811 19 76 8 37½ 35 118½ 15 118 1 1812 135 111½ 5 105 34 254 24 287½ II ö ö 0 Total-Summe 152 111½ 132 1493½ 304 2078½½ 145 1258 Im Durchschnitt 15. 2 111. 3/ 15. 2 149. 5 30. 4207. 8 14. 5 I25. 8 —— SPSPSISIISSSISSSeeeee....——— SDSDI‚I——————— ———. 155 Der geringste Ertlag war 1811; er gab 3½ Malter. 0 Der Mittelertrag ist 6. 85 Malter. Hafer. Der höchste Ertrag war 18og, und gab 113½3 Malter. Der geringste Ertrag war 1805, und gab 8 Malter. Der Mittelertrag ist 8. 68 Malter. Unter diesen vier Getreidearten ist der Hafer, dessen Ertrag sich in zehn Jahren am meisten gleich blieb, und der Spelz, der den stärksten Ver⸗ änderungen unterworfen war. Das fruchtreichste von jenen Jahren war 180g, und nach ihm 18123 das schlechteste von allen 1811, woran Trockenheit und außerordentlicher Mäusefraß Schuld hatten. Dieses Jahr, das dem Bachus so sehr hold war, war der Ceres so sehr nachtheilig! 156 Beobachtungen zu Tab. II. Alle vier Futterkräuter der gegenüberstehenden Tabelle sind in trocknem Zustande angegeben. Da Klee und Esparsette bei Hrn. M. zu Heu gemacht werden: so ergiebt sich ihr trockner Ertrag von selbst. Luzerne aber und Wicken werden grün ver⸗ füttert. Um diese nun auch auf Heu zu reduziren, berechnet Hr. M. ihren Ertrag nach den Futter— tagen, und nimmt das Equivalent des grünen Futters, das eine Kuh täglich nöthig hat, zu 15 Pfund Heu an, welches sie auch im Sommer, wo wenig oder kein Stroh verfüttert wird, zum aller⸗ wenigsten braucht. Der Durchschnittsertrag, den Hr. Staatsrath Thaer bei guter Kultur von jenen Futtergewäch⸗ sen annimmt, ist beträchtlich stärker, als der des Hrn. M. Jener rechnet auf den Morgen: bei der Luzerre 4000 Pfund bei dem Klem 2400 bei der Esparseti 2000— bei den Wicken 2000— Doch gehört zu jenem Luzernertrag ein Zusammen⸗ treffen von allen günstigen Umständen, die diese Pflanze wünschen kann, und in diesem Falle ist man nicht zu Pfeddersheim. Das Jahr 1811 scheint, seiner Trockenheit oder des Mäusefraßes wegen, den Wicken nicht günstig gewesen zu seyn. Den Klee hat es ver⸗ muthlich ganz zerstört; die Esparsette aber hat ——2— — —2.——— 71 —— Zu Seite 156 Tab. II. Srtrag an Fultter ktrauter n. Luzerne K Iee Esparsette Wicken I her e. Pfund Pfund Pfund Pfund per Morgen überhaupt per Morgen überhaupt per Morgen überhaupt per Morgen überhaupt 1805 752 5264 2240 33600 2369 56856 1104 13245 1804 1731 10386 263⁰ 28930 3003 96096 784 7055 1805 171¹⁵ 8575 2845 19919 2099 102851 1366 16568 1806 2015 16104 3508 28064 2681120645 1105 16578 1807 2242 4484 2569 21521 1797 79068 964 14466 1808 1876 5628 8 3 3252 431 16947 1225 17149 1899 860 258⁰0 2156 8624 170⁰08 65196 1293 90⁰0⁵⁰ 1810 1530 1550 3797 121504 117¹ 14150 1811 1801 79244 425 2125 1812 1103 24817 1418 21676 Total⸗Summe 12715 54551 16561 143706 20789 760224 10855 151860 4 Im Durchschnitt 1590 6819 2566 20529 2078 76022 1085 15186 Der stärkste Ertrag der Luzerne gbbte 2242 Pf. vom Morgen. Der starͤste Ertrag des Klees gadt 3508 6 5 Der stärkste Ertrag der Esparsette gallllt 3797„ 1 Der startste Ertrag der Wicken galtt 13566„ 3 Im Durchschnitt der Jahre verhält sich bei Hrn. M. der Ertrag der Esparsette zu dem des Klees wie 1000 zu 1122 der Luzerne zu dem des Klees wie 1900 zu 1488 des Wickenfutters zu dem des Klees wie 1000 zu 2190 ——— D DSDDSS.=:=-:==:==== — Zu Seite 157 Die Runkelrübenblätter geben in einem Durchschnitte von neun Jahren 7154 Pfund jährlich. Der Getreidezusatz bei dem Brantweinbrennen aus Kartoffeln macht im Durchschnitte, und dem Gewichte nach, ein Achtel der zur Maisch bestimmten Masse. Tab. III. ö Ertrag des Wurzelwerks Breunerei e, RREEE ö Runkelhn Kattoffeln Getreide Kartoffeln Pfund Pfund Pfund Pfund per Morgen überhaupt per Morgen überhaupt 1805 10154. 60804. 4686 11715⁰ 55400 24280⁰0 1804 16167 97⁰0⁰ 775⁰ 18600⁰0 5490⁰0 10400⁰0 1805 12559 87912 965⁰ 27000⁰0 18000 295000 1806 16588 995²28 91⁰⁰ 182000 2090⁰0 559200 1807 12688 101504. 8190 2457⁰0⁰ 26500 312000 1808 26105 208840 9116 510046 1840⁰0 116600 1809 16515 146817 1030⁰ 1957⁰⁰ 93⁰⁰ 170000⁰0 1810 145⁰² 146016 7150 17160⁰ 45200 208200 1811 12954 90538 580⁰0 15080⁰0 35200 27000⁰ 1812 13089 167801 8016 184568 2090⁰ 164600 Total⸗Summe 1510791,206762 79758 2,015564 3047⁰0⁰ 2,242400 Im Durchschnitt 15107 120676 7975⁵ 201536 30470 22424⁰ — — sich diese dig a Mals im d I805 von Wun telerz Jahr. 1809 Duri Dies zieml durch Ertre Kraf zu 2 Vour he komr ——————————5 157 sich noch ziemlich gehalten. Der geringe Ertrag dieses Futterkrauts im Jahre 1808 ist merkwür⸗ dig, woran ebenfalls der Mäusefraß, ein kalter Mai und ein trockner Nachsommer Schuld hatten. Beobachtungen zu Tab. III. Der geringste Ertrag der Runkeln hatte Statt im Jahre 1805, und gab 10134 Pfund; der höchste 1808, und gab 26105 Pfund. Der Durchschnitt von zehn Jahren giebt per Morgen 15107 Pfd. Wurzeln. Hr. Staatsrath Thaer nimmt den Mit⸗ telertrag zu 20000 Pfd. an. Der geringste Ertrag der Kartoffeln traf im Jahre 1805 ein, und gab 4686 Pfd.; der höchste 1809, und gab 10300 Pfd. Der zehnjährige Durchschnitt von einem Morgen giebt 7975 Pfd. Dieses Resultat würde mit dem des Hrn. Thaers ziemlich genau übereinstimmen: wenn, woran ich durchaus zweifle, Hr. M. die Einlage von dem Ertrage abgezogen hätte. Nehmen wir mit Hrn. Thaer die nährende Kraft der Runkeln zu 10, und die der Kartoffeln zu 25 pr. Cent an, so giebt bei Hrn. M. ein Morgen Runkeln 1510, ein Morgen Kartoffeln 1994 Pfd., dem Heu an Nahrungskraft gleich— kommende Theile. Es ständen also 25 Morgen 158 Kartoffeln an Werth 35 Morgen Runkeln gleich. Dieses würde also durchaus nicht zum Vortheile der letztern sprechen, wenn diesen nicht das Kraut und die geringeren Kosten für Samen und Ein⸗ ernten zu Hülfe kämen. Indessen muß man sich doch wundern, daß Hr. M., der jährlich zu seiner Brantweinbrennerei noch 200 Zentner Kartoffeln zukauft, seine Kartoffelpflanzungen nicht auf Kosten der Runkelrüben vergrößert, um so mehr, da diese so vielen Dünger erheischen, und bei ihm die Gerstenernte verschlechtern. 'ç.sTTTTTTTTTTTCTLQHœłFͤę»—:?.ͤ—— * Zu Seite 159 ab. IV. leich Ertrag au Stroh. theile—.——— PIIIIIIIttttttttttTT Kraut ö— ö Ein⸗ R oick en SD E G er sir e Ha fer sih Jahr e. ö Pfund Pfund Pfund Pfund Leintt ö offelh per Morgen überhaupt per Morgen uberhaupt per Morgen[ überhaupt per Morgen überhaupt osten ö 127 cbini 1805 3156551560 185922508 1074ä226541575 1257( 2 ö ö 1804 1855 22020 1114 16710⁰ 932 37280 668 8016 ö ö 18⁰0⁵ 258⁰0 35540 9⁵⁴ 16812 1109 277251095 155⁰0 1806 23511 39287 1541 24158 115⁵ 3465⁰ 825 12345 x 1807 2561 45⁵537 1149 25278 855 2052⁰ 834 11676 1808 1954 27556 1180 25600 1064 36176 87⁰ 12080 1809 2812 4218⁰ 2095 1676⁰0 1074 3007² 1497 2844³ 1810 2257 49654 1908 11448 1082 35706 869 7821 1811 1305 247²27 47² 3776 556 19460 792 11880⁰0 1812 1917 24921 1790⁰0 8950 795 26962 1484 55616 ö ö Total⸗Summe[22666 55858215842 169780 9694291105 f10505 155354 Im Durchschnitt 2666 35858 1584 16978 969 29110⁰ 1050⁰ 165 22........—.—‚ —————————————— 159 Beobachtungen zu Tab. IV. Hr. M. erntet im Durchschnitt 955 Zentner Stroh. Ob er damit bei seinem Viehstande zu⸗ reiche, müssen wir untersuchen. Seine drei Pferde erfodern jährlich zum Fressen und Einstreuen 150 Zentner. Diese abgezogen von dem Strohertrage, bleiben noch 805 Zentner für das übrige Vieh. Setzen wir, daß Hr. M. 22 Stück großes Vieh unterhalte, so fallen auf jedes jährlich 3659 Pfd., also zehn Pfund täglich. Dieses würde freilich etwas wenig seyn, wenn Kühe und Ochsen viel Stroh fressen sollten. Das ist aber bei Hrn. M. der Fall nicht, indem er, wie wir gleich sehen werden, einen Ueberfluß an Heu und anderm Fut⸗ ter hat. Der Strohvorrath ist daher vollkommen zureichend. Wenn Hr. M. indessen alle Jahre noch Stroh zukauft: so geschieht es, weil er von Jahr zu Jahr seine Wirthschaft vergrößert, also neue Feldstücke übernimmt, denen es gewöhnlich an Kraft gebricht, und die er schnell in Stand setzen will. —E——— s————————.—9.—9393———————383.. 160 Pab. V. Viehstan d. —— ———2 Pferde Rindvieh Schweine Maß Milch per Kuh 180³ I 804 1805 1806 1807 1808 1809 1810 1811 1812 21. 20 21.50 1055 1129 1093 642 Total-Summe Durchschnitt Vieh Inii 0 fl f LAahetn füttat dere tettage anen! fütter Stück glaub hat. werden Horn d U unter alle Zustan Hfund fir di ab, s⸗ llein unntul 6 al noch; 23.....‚t...F. ———————— 161 Beobachtungen zu Tab. V. Da es bei der Stallfütterung nicht genug ist Vieh aufzustellen, wenn man nicht zugleich für zureichendes Futter sorgt: so müssen wir sehen, ob solches bei Hrn. M. zureicht. Zuerst kommt der grüne oder Sommervorrath in Betracht. Nur Luzerne und Wicken werden grün bei ihm ver⸗ füttert. Er schlägt im Durchschnitt den Ertrag der ersten zu 454½, den der letzten zu 879 Fut⸗ tertagen an. Wir haben also zusammen 13355 und einen halben Futtertag. Nimmt man die Sommer— fütterung zu 120 Tage, so kann Hr. M. elf Stücke großes Vieh damit unterhalten, und mehr, glaube ich nicht, daß er im Sommer auf stehen hat. Seine Ochsen, die er nur im Herbst ankauft, werden mit Brantweinwäsche, Heu und etwas Korn durchgehalten, und im Winter gemästet. Um aber die Fütterung von dem Ganzen unter einen Gesichtspunkt zu bringen, wollen wir alles Futter nach der Tabelle in seinem trocknen Zustande berechnen. Demnach haben wir 116556 Pfund Heu. Ziehen wir von diesem Heuvorrathe für die 3 Pferde, die Hr. M. hält, 75 Zentner ab, so bleiben uns noch 1090 Zentner übrig; allein wir haben gesehen, daß Hr. M. das Heu⸗ quantum für die Pferde ungleich höher, nämlich zu 46½ Zentner per Stück berechnet, auf 3 Pferde also 165½ Zentner fallen: es bleiben folglich nur noch 1002 Zentner für das andre Vieh übrig. 11 ———83———— 4 I V ů%% 54 ů + ö 4060 0 0 ** I* ᷣ 14 I 4 1445 V N „ N M. 4 162 Hr. Thaer nimmt den jährlichen Bedarf einer mittelmäßigen Kuh zu 45 Zentner Heu an. Dem⸗ nach können genau 22 Stücke bei Hrn. M. ge⸗ halten werden. Setzen wir nun zu diesem Futter noch die Masse von Runkeln, Rüben*) und Brant⸗ weinwäsche, die in dieser Wirthschaft noch neben⸗ her vorkommen; so folgt, daß das Vieh dabei wirklich im Ueberflusse lebt. * Hr. M. gewann im Jahre 1810 auf 12 Morgen 101 Malter Stoppelrüben. edarf lin an. Im⸗ ru. M. osem Fush und Bran noch nebg Bieh dah 2 Motj Tab. VI Du n g. +..—— Fuder Morgen Mist DI ö zu 15 Zentner gedüngt gepfuhlt 1805 413 11.25 10.45 ö 1804 495 17.57 9.8⁰0 1805 504 15.50 10. 12 1806 393 14. 62 14. 5 ö 1807 45¹ 17.57 10. 30 ö ů 1808 352 9.25 11.20 1809 523 17.30 22.50 1810 44⁰ 14.75 19.20 1811 479 16.66 18.45 1812 304 10.50 18.45 Total⸗SBumme 43555 144.67[14452 im Durchschnitt 4³⁵ 14.46 14. 45 ö 164 Beobachtungen zu Tab. VI. Hr. Staatsrath Thaer behauptet mit Recht, daß es bei der Ausmittelung des Mistquantums einer Wirthschaft nicht darauf ankomme, wie viel Vieh sie aufstehen hat: sondern wie viel Futter sie daran verfüttert, und wie stark sie einstreut. Um den Mist, der aus den trocknen Futterkräu⸗ tern sowohl, als aus dem Stroh hervorgeht, aus— zumitteln, nimmt er einen Multiplikator von 2.3 an. Wird reichlich eingestreut, so gilt für das Stroh der Multiplikator von 2. Den Mist aus dem Wurzelwerk berechnet er zu 7, des Gewichts dieses letztern. Wir wollen nun den jährlichen Futtervorrath des Hrn. M. an diesen Maß stab halten, und sehen, wie viel Mist er daraus be⸗ ziehen kann. Nach Tab. II. beträgt die Masse der trocknen Futterkräuter 116556 Pfd.; multiplizirt durch 2.5 giebt Pfd. Dung 268078 Er hat in Runkeln und Kartoffeln nach Tab. III. 522012 Pfd.; angenommen zu ½ ihres Gewichtes, geben Pfd. Dung 195207 Er hat nach Tab. IV. 95500 Pfd. Stroh; multiplizirt durch 2, geben Pfd. Dung 191000 Pfund Dung in Ganzm. 6ʒ652285 Dieses merkwürdige Zusammentreffen der von Hrn. Thaer aufgestellten Regeln mit den zehnjäh⸗ rigen Wirthschaftserfahrungen des Hrn. M. be⸗ weist sowohl für die Güte der ersten, als die Henat lush Hrn. dab ihi Rl Iuch uc Mfad sind, gabet! thffen Bremn Jusa rechn Ertra o wi echalt daß J ihte v ———— 165 Genauigkeit der letzten. Man kann mit einem VI Anschein von Recht einwenden, daß dieses bei nit g Hrn. M. nicht zutreffen müsse, inden 1) durch Riuanmn das Brennen der Kartoffeln zu Geist, vieles von „* ihren nährenden Theilen, daher auch für den Mist bil gun verloren geht; 2) daß, da der Pfuhl oder die Wendn Jauche besonders ausgeführt wird, der Mist da⸗ 4 durch an Masse und Gewicht verliert; 5) daß die hutterhi Pferde und Zugochsen nicht immer auf dem Stalle 905 sind, mithin viel Mist verloren wird. Dagegen 20 3. aber bemerke ich 1) daß die 229 Zentner Kar⸗ it ir toffeln, die Hr. M. jährlich zum Betriebe seiner u Mi a Brennerei noch zukauft, eben so wenig als der s Gnül! Zusatz von 304. Zentner Getreide bei unserer Be⸗ jhilth rechnung in Anschlag gebracht worden; 2) ist der in Mash Ertrag der Stoppelrüben und Runkelrübenblätter, araus d so wie 5) das Getreide, das Pferde und Schweine erhalten, weggelassen worden. Ich glaube daher, daß Alles gegen einander verglichen, meine Angabe ihre volle Richtigkeit hat. fen det d o jchijij H. M. 0 ‚ lo 0 166 Beobachtungen zu Tab. VII. Die Einsaat dem Gewichte nach auf den Morgen ist bei dem Rocken 74. 8 Pfund dem. Spelz w9:0 25— der Gerste 66 357— dem Hafer 45 00— Vergleichen wir dieses mit dem Seite 155 angege⸗ benen Gewichte eines Malters, so wird gesäet auf den Morgen an Rocken 0. 44 Malter an Spelz 0. 82— an Ger ste 0. 46— an Hafer 0. 40— Demnach gäbe durch die Samenvermehrung ein Morgen im Durchschnitt an Rocken 7. 53 Malter an Spez 19 77— an Gerseie 45— an Hafer 8 66— Dieses stimmt aber nicht ganz mit Tab. I. über⸗ ein. Das Gewicht der Körner nach dem Malter ist also entweder hier oder Seite 155 nicht richtig angegeben worden. Bei dem Ertrage bemerke ich, daß er nicht allein die Getreidefelder; sondern im Durchschnitt Zu Seite 166 Tab. VII. f M Vermehrung der Aussaat Geldertrag vom Worge —————— Jahre. Rocken S p e l 3 Gser st e Hafer roher reiner ö s. er. I. st. ö . 3 1805 20. 57 15 25 15. 50 17. 00 29 15 5* 21 et au— 1804 14. 47 13. 14 13. 65 20. 19 28 29 5 12 1805 10 50 11. 06 18.79 24.. 98 25 28 8 29 1806 216 11. 09 20. 41 17· 32 36 28 19 ein ö 1807 20. 67 9 10 13.97 17. 95 28 16 1 52 ö 1808 17. 05 10 65 18. 20 22. 40 20 30 2 48 ö 1809 22. 00 19. 55 19 7 2 28. 60 34 35 3 30 1810 15. 97 16. 50 17.468 20. 358 39 48 13 22 1 1811 7. 5⁰ 4. 70 8. 11 20. 91 34 6 5 56 altit ichtih 1812 20. 27 22. 39 17. 45 25. 96 37 36 11 22 ö Total⸗Summe 172. 32 131. 41 162. 79 215. 67 314 29 6⁵ 1— ö ö 0 ö Im Durchschnitt 17. 15 13.14 16. 27 21. 56 31 27 6 51 ni ö 9—8———————————— Zu Seite 167 Tab. VIII. Verhältniß des Strohes zum Korne. — —— —— Rocken S hel 3 G err st e 6 r ahr e⸗ Pfund Pfund Pfund Pfund Körner Stroh Körner Stroh Körner Stroh Körner Stroh 1805 16660 31560 17380 2250⁰08 23019 22554. 8064. 12375 1804 15980 22020 19690 16710 352407 37280 10560 8016 1805 16490 33540 2167⁰ 16812 26882 27725 12096 15502 1806 19²21⁰0 59287 2079⁰ 24158 31900 354650 8960 12545 1807 2075⁰ 45537 20460 25278 16530 205²2⁰ 10024 11676 1808 17850 27556 19800 23600 40020 356176 12096 12080 1809 24310 42180 17160 16760 38207 50072 25132 28445 1810 26350 49654 11660 11448 42540 55706 8848 7821 1811 12920 24727 4125 3776 1718² 19460 15216 11880 1812 18955 24921 11550 8950 35930 26962 32100 35616 Total⸗Summe 189475 338582ö164285 169780[30141729T05(140896 155554. wie zu wie zu wie zu wie zu Verhältniß 100⁰ 179⁰ 100⁰0 103³ 100⁰0 966 1000⁰ 1104. ·——— —————————ͤj——————⅛⅛—ĩꝛ—¼——.— π—̈,'ꝗ.88 4 SSS— alle Aecker der ganzen Wirthschaft betrifft. Das heißt: jede hundert Morgen, die Hr. M. baut, gaben alljährlich einen rohen Ertrag von 3148 fl. rheinisch, oder einen reinen von 685 fl. Es scheint sonderbar, daß 1809, das frucht⸗ reichste jener zehn Jahre, nur 35½ fl. reinen Er⸗ trag, also nicht viel mehr als die Hälfte des Durchschnitts gab, welcher Minderertrag aber in dem ungewöhnlichen Verlust auf den Viehstoppel, der in dieses Jahr fiel, aufzusuchen ist. Beobachtungen zu Tab. VIII. Nach den Grundsätzen der rationellen Land⸗ wirthschaft verhält sich das Korn zum Stroh bei dem Rocken wie 1000 zu 2500 dem Spelz(nicht angegeben) der Gerste weie 1000 zu 1587 dem Hafer wie 1000 zu 1640 dem Weizen wie. 1000 zu 2000 Was zu einem so erheblichen Unterschied zwischen den Wirthschaftserfahrungen des Hrn. M. und den Resultaten des Hrn. Staatsrath Thaer Anlaß giebt, weiß ich durchaus nicht. Nur glaube ich, daß bei Hrn. M. das Kaff, Wirrstroh und die Ueberkehr nicht in Rechnung gebracht worden. 168 e en Har Moinger hatte die Güte, mich hieher zu begleiten, um mir die große und berühmte Wirthschaft seiner Familie zu zeigen. Die Vereinigung von 6 bis 700 Morgen, worunter mehr als 600 Morgen Ackerland, 24 Morgen Reben, und die übrigen Wiesen, Gärten und Gehölze sind, mit einer Essig⸗ und Brant⸗ weinfabrik, einer sehr starken Bierbrauerei, und der damit verbundenen Mastung zeigt, in einem Lande wie die Pfalz, eine nicht gewöhnliche Wirth—⸗ schaft an, und lohnt der Mühe, ein wenig dabei zu verweilen; wenn sie gleich zu unsern Tagen, wo eine Reihe von Sterbefällen die Häupter der Familie weggenommen hat, dem Beobachtungs⸗ geiste nicht mehr den merkwürdigen Anblick ge⸗ währt, den sie ihm vor mehrern Jahren darzu⸗ bieten vermochte. Ein schönes, großes, neuerbauetes Haus nahm uns auf, und eine prunklose, gute, gastfreie Fa⸗ milie kam uns entgegen. Ich fand hier keinen feisten Pächterstolz, keine städtische Ziererei, keine Ueppigkeit, keine kleinliche Knauserei; sondern Reinlichkeit, Ordnung, Wohlwollen und Gemüth⸗ lichkeit, die Ueberbleibsel jenes guten patriarchali— schen Zeitalters, das, ungeachtet unsrer sogenann⸗ ten Aufklärung, besser war, als das unsrige. Die Wirthschaftsgebäude sind weitläufig, wie⸗ 169 wohl ohne Ordnung und Regelmäßigkeit angelegt. Man sieht, wie sie vor und nach entstanden sind, in dem Verhältnisse, daß sich die Wirthschaft, und mit ihr die Kraft des Besitzers, vergrößerte. Merkwürdiger als das neue Wohnhaus war mir die ländliche Hütte auf dem Hofe, in welcher einst Nor der kräftige, thatvolle Mann lebte, der diese Wirth⸗ Ihlndschaft aus dem Nichts hervorrief und durch seinen U Hith Fleiß, seine Industrie, seinen Muth, sein tiefes sh⸗ W Vrnt und richtiges Denken den Grund zu dem Wohl— Vuunn h stande einer jetzt zahlreichen Familie legte; dem W in einn Vaterlande das Beispiel einer verbesserten Kultur eit; Vah⸗ gab, und sich selbst ein bleibendes Denkmal unter Vi W seinen Verwandten und Mitbürgern stiftete. Ihm nem sey auch hier ein Denkmal in folgender biographi⸗ hluptr schen Skizze geweiht, und gehe zu der Nachwelt „Mahlunz über, wenn spät seine Urenkel nicht mehr als den % Ml Namen von ihrem verdienstvollen Ahnen wissen Ahrn dathr werden. Allzusehr mit seinem gegenwärtigen Ge⸗ nusse beschäftigt, und zu beängstigt für die Zu⸗ Hu ui kunft, wirft der Mensch seine Blicke nur selten u Rfftit auf die Vergangenheit zurück. Er begnügt sich jnd ir Ei zu ernten, wo er nicht gesäet hat, und setzt ge⸗ , dankenlos die schimmernde Sense auf dem Hügel an, der die Gebeine des ungenannten Wohlthäters deckt, dem er die Gräser, die darauf blühen, verdankt. Es ist zu bedauern, daß ich, aller Mühe un⸗ geachtet, nicht viel von jenem seltnen Manne, und noch weniger von seiner Verfahrungsart, seinen . , nich sihz Vud rlhn n wufti fun dn m hei 1 u u us. I Rilush W 17⁰ allmähligen Fortschritten, und den besondern Er⸗ fahrungen, die er in einer langen Reihe von Jah— ren und bei seinem Unternehmungsgeiste nothwen⸗ dig gemacht hat, einziehen konnte. Ich begnüge mich also, folgende wenige Splitter aus dem Strome der Zeit zu retten. David Möllinger. Die Familie der Möllinger kam in der Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts aus der Schweiz, und setzte sich in der Pfalz fest. David Möllin⸗ ger, von dem hier die Rede ist, ward 1709 ge⸗ boren. Das Vermögen, womit er zu wirthschaften anfing, war nicht groß; denn er und seine Frau brachten nicht mehr als 500 fl. zusammen. Er wohnte zuerst in Mutterstadt, und zog im Jahre 1758 nach Cronau bei Frankenthal, wo er durch Handel und Gewerbe sein kleines Kapital ver⸗ mehrte, und sich nach einigen Jahren in den Stand setzte, etwas Größeres zu unternehmen. Zu dem Ende kaufte er sich im Jahre 1744 zu Monsheim in der Gegend von Pfeddersheim an, brennte Brantwein, braute Bier, verfertigte Essig, trieb etwas Mastung, und bestellte seine Aecker. Zu dieser Zeit lagen die Felder in dem größ— ten Theile der Pfalz noch in zwei Fluren, wovon wechselsweise die eine besäet war, und die andere brach liegen blieb. Klee und Esper gehörten noch unter die Schätze, die der Mensch so oft, selbst 2— ————————4—3————————— 17¹ Wnn an seiner Hausthüre, übersieht. Man bauete den⸗ aahn noch schon etwas Luzerne; allein diese paßte nur 50 0 an wenige Orte und war daher nicht zureichend, aus den Abgang an Graswuchs zu ersetzen, woran diese Gegend leidet. Es war schon viel, wenn man auf hundert Morgen drei magere Kühe und einige Rinder antraf, und selbst diese fanden kaum einen kärglichen Unterhalt. Kein Futter, kein Vieh; kein Vieh, kein Dung; kein Dung, kein Ertrag! de Halffe Der Vampir des Judenthums sog dem Landwirthe Schwej, die wenigen Blutstropfen, die ihm noch übrig blie⸗ Milln⸗ ben, vollends ab. So nistet sich an dem Fuße VoN ge⸗ einer kränkelnden Tabacksstaude eine Schmarotzer⸗ hichshrfta pflanze ein, die ihr die letzten Lebenssäfte entzieht. sin dun Die Staude trauert, welkt, und vergeht. mmen, Er Es fehlte zwar der Pfalz, Dank sey's der. in Jist Brache und der natürlichen Güte des Bodens! 1* o et dunh nicht an Getreide; allein dieses hatte nur dann wital vir einen gebührenden Werth, wenn es im Auslande en in„ fehl schlug, und von da aus gesucht ward. Hol⸗ nternehma land und die Schweiz nahmen der Pfalz gewöhn⸗* 7 lich ihren Ueberfluß ab. Erst nach dem sieben— rehein jährigen Kriege fing Frankreich an, auswärtiges tiigte sh Getreide zu bedürfen; es verbot das Brantwein⸗ Aeckt. brennen aus Frucht, und litt Mangel an fettem ö den gri⸗ Vieh. Nun öffnete sich auch eine bessere Aussicht ri, vohn für die Pfalz. Mit dem erhöheten Preis der Pro⸗ N andel dukte wuchs ganz natürlich die Industrie der Pro⸗ Hetn uot ducenten. Eine gehörige Ablohnung der Arbeit ist st, sihh im Stande, auch die Steine in Brot zu verwan⸗ 172 deln. Nimm den Hebel weg, hemme die Ausfuhr, untersage die Fabrikation aus Getreide und an⸗ dern Vegetabilien, und bald wird die Industrie zur Indolenz, und die jetzt immer grünen, immer fruchtenden Gefilde werden zu einer müßigen Brache werden! Möllinger trat auf, griff muthvoll in die Züͤgel der unbeständigen Glücksgöttin, wußte sie in einem so günstigen Augenblicke zu fesseln, und auch seinen Nachbaren die Mittel zu zeigen, sie anzuhalten. Die Zeiten konnten sich nachher wohl ändern, minder günstige Umstände eintreten; allein der Mensch war einmal aus dem Schlafe erwacht, seine Augen hatten sich einem bessern Lichte geöff⸗ net, seine Erfahrungen hatten sich gemehrt, sein Geist war an Thätigkeit, sein Arm an Arbeit ge⸗ wöhnt. Er stand auf einer zu hohen Stufe, als daß er sich durch das Dazwischenkommen von ei⸗ nigen trüben Stunden davon hätte verdrängen lassen sollen. David Möllinger verkaufte eines Tages einen fetten Ochsen an den Fürstlichen Hof von Heides⸗ heim. Dieser ward so gut befunden, daß er den Auftrag erhielt, alle Woche einen ähnlichen zu liefern. Hiezu fehlte es ihm an Vorlage. Aus Furcht, daß die Jsraeliten ihm mehr als die Hälfte des Bartes wegnehmen würden, wollte David sich nicht ihrer Scheere unterwerfen. Der Fürst kam ihm zu Hülfe, und befahl seinem Säckel⸗ meister, den Lieferanten zu unter stützen und ihm die h wald guch: I vainht Mli Dinse laat diese heut tige verse der 6 Rahe daher Dunke Wrtt Reinen fabti gane weinb ser le Bierh Afil R 9a ů allein ——————— 175 dit Wuih, ide und gz die lnöthige Summe vorzuschießen. Möllinger ie Indust ward nun ein völliger Viehmäster; er mußte also nen, inn auch auf ein Mittel denken, seinen Futtervorrath sizen Brut zu vermehren. Das Getreide stand zu hoch im Preise, als daß aus seinem Verbrauche zum Brant⸗ Hl in de weinbrennen etwas hätte herauskommen können. wußte se Möllinger fing daher an, Versuche mit andern seln, um Dingen, mit gelben und weißen Rüben, mit Run⸗ zigen, si keln und Kartoffeln zu machen, bis er endlich bei her wohl diesen letzten stehen blieb. ten; allein Allein Brantwein aus Kartoffeln, aus denen se erwaht, heut zu Tage das beliebte Manheimer⸗, das kräf⸗ uihte guf⸗ tige Kümmel⸗ und das angenehme Zimmetwasser nehtt, siin versertigt wird, ohne daß der verleckerte Gaum Ibbeit g⸗ der Städter es argwohnt, würde damals für Stufe, al Ratzengift angesehen worden seyn. Möllinger trieb en von(⸗ daher sein Wesen so lange unter dem schützenden virdtängt Dunkel der Verborgenheit, bis sein Kartoffel⸗ brantwein weit und breit Eingang gefunden und ds um keinen Geburtsschein mehr nöthig hatte. Die Essig⸗ hon Heide⸗ fabrik, welche noch jetzt die bedeutendste in diesem ganzen Theile der Pfalz ist, unterstützte die Brant⸗ uin weinbrennerei, indem sie die schlechtern Theile die⸗ lae. I. ser letztern zu benutzen weiß. Daneben wurde das 6 ie Bierbrauen immer stärker getrieben. Durch die 0 1 Abfälle dieser Fabrikate fehlte es nun nicht mehr an nassem Futter; aber um so fühlbarer wurde 0 l der Abgang an trocknem. ai Möllinger besaß einige Wiesen am Rheine; allein das Austreten dieses unruhigen Nachbars 7⁴ schwemmte nicht selten den ganzen Hausvorrath in dem Augenblicke weg, wo man ihn einführen wollte. Ein solcher Unfall vernichtete dann allen Vortheil, den man von der Mastung zu erwarten hatte. Man war gezwungen, alles trockne Futter, was man in einer an Graswuchs armen Gegend finden konnte, aufzukaufen und übertheuer, zu bezahlen. Wir machen aus der Noth eine Tugend, und die Alten hätten aus ihr eine Göttin machen können; denn sie ist die Haupterfinderin aller nützlichen Künste, die Mutter aller Industrie. Sie ist der Hauch, ohne welchen das Feuer ewig unter der Asche glimmen, und nie zur schönen, hellen Flamme auflodern würde. Möllinger hatte zwar schon frühe einen Versuch mit Esparsette gemacht, wo⸗ von er den Samen aus Schwaben bezogen hatte; allein er schlug fehl. Man kannte die rechte Ver⸗ fahrungsart nicht, und zum Ueberfluß zerstörte sie der Frost im ersten Winter. Der Eifer erkaltete für einige Zeit, bis ihn ein Zufall von neuem be⸗ lebte. Möllinger verlor im Jahre 1769 durch das Austreten des Rheins für hundert Louisd'or Heu. Nun ward er des Spiels müde und be⸗ schloß, seine Wiesen hinführo so hoch anzulegen, daß nur eine Sündfluth sie mehr erreichen sollte. Er kehrte den alten Lauf der Dinge um, und ver⸗ ordnete, daß die dürren Hügel sich künftig mit Futter, und die Tiefen mit Getreide decken sollten. Was bisher nichts trug, sollte sich in Fruchtbar⸗ keit kleiden und einen Theil seines Ueberflusses an 9e von saben. N 2000 9 Vath 90 V fufteA jber r Mag u slth. Mferrth kommen von He Stein und„ grünte Röthe gegen. hatten hitte heim und gr zu V Pas ft vie vii Stande nals ͤ W ichn ‚el V ——————— ——————————— 175 die von Natur mehr begünstigte Ebene abzugeben lvortachin haben. ihten vole Auf einem benachbarten Kalkhügel, der über u Vorthil 2000 Morgen faßte, und wo der Boden keinen dten halt Werth hatte, weil man keinen Dung hinauf brin⸗ ulter, wi gen konnte, und keinen hinauf zu bringen hatte, gend findg kaufte Möllinger sich 60 Morgen an, wovon ihm bezahlen jeder nicht über 5 fl. kostete. Hier setzte er den „und dit Pflug an, und besäete die kahle Höhe mit Espar⸗ u können; sette. Durch die Schriften des verdienstvollen nühlichen Pfarrers Meyer war der Gips zur Sprache ge⸗ ie ist der kommen. Möllinger verschrieb sich die rohen Steine uer der von Heidelberg, legte eine Roßmühle an, rieb den Iun Flawme Stein zu Staub, bestreuete seine Esparsettfelder, zwar schan und— siehe da!— wie auf einen Zauberschlag nacht, u⸗ grünte der öde Hügel, und lächelte mit sanfter en hatt, Röthe dem Auge des erstaunten Landmannes ent⸗ rechte V gegen. Und wo wäre ein Auge in allen benach⸗ erstörte f barten Dörfern geblieben, das sich nicht bekehrt R erkallt hätte? Monsheim, Florsheim, Kriegsheim, Dals-— neuem l. heim und Melsheim erwachten aus dem Schlafe, 700 b und griffen nach dem Heilmittel. Man sehe heut Louidde zu Tage den Wohlstand dieser Orte, man höre 2 und de was sie vor 50 bis 40 Jahren waren, und schließe, mhlg wie viel Gutes ein einziger Mensch zu stiften im ihen solt Stande ist! In einem solchen Dorfe, wo vor— „ und ve⸗ mals 50 bis 60 Kühe schmachteten, schwelgen jetzt Wufth mi ein paar Hundert im Ueberflusse, und in glück⸗ n sulhn lichen Jahren ist der Futtervorrath so groß, daß uhthn der Zentner Esparsettheu, das heißt: das beste tfusis 1 SSEꝗY—— 8———————...—— 5 7I??TT 176 Heu von der Welt, nicht mehr als 24 bis 30o kr. gilt. Man erntet oft 20 ja 25 Zentner Heu von dem ersten Schnitte auf einem Morgen. Die gewaltige Menge von Flüssigkeit, welche Möllinger durch die Mastung mit Biertrebern und Brantweinwäsche gewann, brachte ihn auf die Pfuhldüngung, die bis dahin in der Pfalz nicht im Gebrauche war. Bald floß allenthalben diese neue Quelle und befruchtete einen Theil des wüsten Arabiens. Die Aecker, die vorher mit Flöhkraut, erigeron canadense, mannshoch überwachsen wa⸗ ren und nur durch Brachen dahin gebracht werden konnten, um etwas elendes Korn zu tragen, krön⸗ ten sich mit Fruchtbarkeit. Obst- und andere Nutzbäume nahmen die Stelle der Brombeerranken und Schleestauden ein. Mit einem Worte: das ganze Angesicht der Erde veränderte sich. Aber nicht allein über die vorgenannten Dör⸗ fer verbreitete sich der Geist der Verbesserung. Der Strahl des Lichts war zu schimmernd, als daß man ihn nicht in der ganzen Pfalz wahr⸗ genommen hätte. Es sollte eine allgemeine Um⸗ wälzung des Feldsystems daraus hervorgehen. Die über jedes andere Jahr zurückkehrende Brache wurde verbannt, der Boden durch den Anbau der Esparsette verbessert, der Viehstand verdreifältigt, die Fruchtbarkeit der Erde erhoben, die Quellen des Genusses vermehrt. Und dieses alles verdankt die Pfalz einem einzigen Manne, einem Menno⸗ nisten! Leider ruht schon seit 1787 die Asche ö sises uhm seine e lbsch Basit 48 l ht. u u Tusit 0 ple Ind det M scht ge VButth Veste einmal Zu iht Jugoch stinmt alf dis Zuzuch im Co Ochsen hentlie den Di olgend 20• 0 6 65 N ———— 177. 1 dieses Edlen unter dem stillen Hügel! Keine Gruft er Ha un nahm seine Gebeine auf, kein Grabstein bezeichnet 0 seine Stätte, sein Name selbst wird dermaleinst keit, vul erlöschen; aber das Gute, das er gethan hat, das rebern un Beispiel der Verbesserung und der Nützlichkeit, 1 auf 9 das er aufgestellt hat, die vergehen, die erlöschen Hfalz nich nicht. Und wenn noch jetzt die Thränen der Ar⸗ uben dis men und Nothleidenden, denen er Wohlthäter, des wüstn Tröster und Vater war, seine Gräbstätte netzen: Flöhkrauß so zolle ihm auch spät jeder Freund des Pfluges ichsen wa⸗ und der Menschen den Dank seines Herzens! t werden Möllinger hinterließ ein sehr ansehnliches, Nu, krön⸗ sehr großes Vermögen. Die ganze Masse der und ander⸗ Wirthschaft ist noch beisammen, und der Geist des nbeettanka Verstorbenen scheint durch den Druck, den er ihr Vorte: de einmal gegeben, noch immer darin fortzuwirken. . Zu ihrem Betriebe gehören zehn bis zwölf Paar unten Dir Zugochsen, welche jedoch, da sie zur Mastung be— erbesseuy. stimmt sind, nur halbe Arbeit verrichten; weiter nernd, elf bis zwölf Pferde, zwänzig Kühe, ohne die falz pis⸗ Zuzucht, sechzig Mastochsen im Winter und dreißig meine un im Sommer. Man nimmt auch wohl noch einige gehen. V Ochsen zum Mästen in die Kost, für welche wö⸗ de Buh chentlich zwei Gulden bezahlt werden. Man kann Aubau N den Viehstand im Durchschnitt des ganzen Jahrs oteifͤlthh folgendermaßen annehmen: ie Ouilla 20 Kühe, danh 20 Rinder, u Menno⸗ 45 Mastochsen, de Mbh 1 Pferde. 12 178 Es würden also 96 Stück, ohne die Schweine, täglich auf dem Stalle zu ernähren seyn. Aus diesem Viehstande geht so viel Dünger hervor, daß neben den Reben, die ganze Ackerfläche in zehn Jahren einmal gedüngt und einmal gepfuhlt wird. Ein Pferd ist das ganze Jahr über mit nichts als Pfuhlausfahren beschäftigt. Die Wirthschaft hat gewöhnlich: 5 Morgen in Weizen, 82—— Rocken, 54—— Spelz, 112—— Gerste, 37 450 Hafer, 42—— Brache, 42—— Raps, 50—— Kartoffeln, 8— Runkeln, 12—— Brachrüben, 335—— Klee, 44—— Euzerne, 76—— Eoparsette. Sie hat also an Wintergetreide 141 Morgen, Sommergetreide 149— Getreide zusammn. 290 Morg. Reiner Brache 42— Raps nv?́s 4= Zusammen für Rappß 84— Latus. 574 Morg. Oer gun, der Mun fir zu Luhe der zu lunnt! uud da gancht sol.) wohl 0 —fP—.— 00 Schnin, seyn. nn jer hern, rfliche i gepfuhl uber mi Lotal597 Morg. Transp. 574 Morg. Wurzelwerk. 70 Morgen, Futterkräuter 155— Zusammen an Futter 225— Nach einem Durchschnitte von zehn Jahren (1798 bis 1807) erntete diese Wirthschaft all— jährlich: an Rappß 214/10 Malter, Mocken 595/10— Speizʒz r 688/½0— Gerste 855/%0— Hafeer 1345½ Weizen 19— Der Anbau der Luzerne hat in den Niederun⸗ gen, der des Klees auf gutem Mittelboden Statt. Man findet in solchen Niederungen nach der Breem zu Luzerne, die mehr als ein Menschenalter hat. Der Anbau der Esparsette hat hauptsächlich auf den Höhen Statt. Man läßt sie hier 4 bis 5 Jahre stehen. Darauf folgt Weizen, aber keine Kartoffeln, weil die, der Esparsette geweihten Fel— der zu weit abliegen. Auf das Wintergetreide kommt Gerste oder Hafer. Manchmal wird auch nach der Esparsette über Sommer gebaut, oder gebracht; dann nämlich, wenn Raps hinkommen soll. Auf diesen Raps läßt man Spelz, auch MNotz wohl Hafer oder Gerste folgen. Die Seifensieder— — SFDESRSRIFIITTTT 180 asche thut vortreffliche Wirkung auf jenes Futter⸗ kraut. Im Ganzen ist die Fruchtfolge von Monsheim von der von Pfeddersheim wenig verschieden. Man giebt den Mastochsen so viel Brannte— weinswäsche als sie saufen wollen. Gewöhnlich nimmt ein solcher dickleibiger Herr zwei Hektoliter täglich davon zu sich, und frißt 30 Pfund Espar— settheu. Man nimmt im Durchschnitte an, daß alljährlich hundert Stück in der Möllingerschen Wirthschaft fett gemacht werden. Aus dem klei⸗ nen Bezirke zwischen Worms, Bechtheim, Kirch— heim, Bolanden, Gölheim und Grünstadt wurden vor der Revolution wöchentlich 120 fette Ochsen nach dem Innern von Frankreich getrieben. Man rechnete, daß ein solcher Ochse auf seiner Reise nach Paris 100, und ein weißer Ochse 160 Pfund am Gewichte verlor. Wir kehren nunmehr von neuem nach Pfeddersheim zurück, um uns allda auch in den Wirthschaften der gewöhnlichen Landwirthe umzusehen, welches dann zeigen wird, ob, und in wie weit sie in ih⸗ rem Verfahren von dem schon beschriebenen des Hrn. M. abweichen. ö Die größten Landwirthe bauen 160 bis 200 Morgen; die mittlern 80 bis 9o. Diese letzten halten tarkrdt hestin chen den, Ur Ni Nhe Ic 181 Iente dt 2 Pferde und 16 Stück Rindvieh, groß und klein. Die Fruchtfolge ist: Ronthn 1. Brache mit 30 einspännigen Fudern Dünger chieden. befähren. il Brannt 2. Rocken, auch etwas Raps; Hewöhnst 5. Spelz; Hektolih 4. Weizen; und Eöhar 5. Kartoffeln; an, diz 6. Gerste; Ulingerschn 7. 8. 9. Esparsette: dem klii 10. Spelz; im, Kirch' 11. Gerste oder Hafer. sodt wurden In wie weit der Anfang dieses Fruchtwech— fitte Döhse sels einer Empfehlung verdiene, lasse ich dahin rieben. M gestellt seyn. Er scheint zum Prinzip zu haben, seinet R dem Lande nach der Düngung so viel Getreide se 10 abzunöthigen, als er tragen will. Wie sich die Kartoffeln dabei befinden, weiß ich nicht. Viel— nach leicht, daß man dazu pfuhlt. Dieser Fruchtwechsel gilt nicht unbedingt für alle Felder. Man pflanzet auf den nahegelegenen 0 mehr Wurzelwerk, auf den entfernten mehr Fut— terkräuter; besonders solche, die zum Heumachen Wiethset bestimmt sind. Weit entfernte Aecker sind bei man⸗ hn, wuh chen schon seit Menschengedenken nicht gedüngt wor— hiit si il den, und behalten noch den alten Fruchtwechsel, Hritbenet 1. Brache, 2. Spelz oder Rocken: Der Ertrag dabei ist 5 Garben von einem Morgen von 130 165 918 Ruthen, welche 14 Malter Spelz geben können. luh Ist es Rocken, so darf man nicht mehr als auf ———e · e·‚eeeeec —— — 182 7 Malter zählen. Zu Niederflorsheim wohnt ein Mann, der seine Felder ein Jahr über das andere brach liegen, und sie dann zu Rocken oder Spelz umgraben läßt. Er verkauft das Stroh, hält kein Zugvieh, und braucht keinen Dünger. Der Mor⸗ gen zu spaten, kostet ihn 5 fl. rheinisch. Auch die größeren Landwirthe zu Pfedders— heim haben alljährlich 10 bis 12 Morgen reine Brache, indem sie dadurch eine stärkere und stroh— reichere Rockenernte erhalten. Dieses Verfahren ist eben so lobenswerth, als das vor 30 bis 40 Jahren, wo man die halbe Flur brach liegen ließ, jetzt tadelnswerth seyn würde, wie solches zur Schande unserer Tage noch in einem mir bekann⸗ ten fruchtbaren Lande geschieht, dessen ich in mei— ner Beschreibung der Belgischen Landwirthschaft gedacht habe.— Der Mensch neigt gewöhnlich zu Extremen. Zuerst hatte man zuviel Brache, und jetzt will mancher Schriftsteller, besonders un⸗ ter den Franzosen, von keiner mehr wissen, und hält den für den besten Landwirth, der seinen Acker am meisten schindet. Die hiesigen Landwirthe bauen etwas, wie— wohl nicht viel Runkelrüben, indem sie überzeugt sind, daß sie den Boden stark angreifen, und übri⸗ gens nur ein schlechtes Milchfutter sind. Werden die Kühe auch nur einen Tag damit unterhalten, so nimmt die Milch schon ab, und so wie man jene durch weiße Rüben ersetzt, so nimmt die Milch wieder zu. Doch bleiben die Runkeln immer ein gutes R tedeinhe Gewöhn Gahe Oie ganz witd a guwöh Vube Dies Ind v Rüben witd; Ie Hche flr N ————— 185 n uahit n gutes Mastfutter. Dagegen pflanzt man der Bran⸗ das arhyz teweinbrennereien wegen um so mehr Kartoffeln. ober Eyß Gewöhnlich ist der neunte oder zehnte Theil des „hält kin Ganzen damit bestellt. Der Moz Die Luzerne kommt nirgends besser als unter der Hirse. Sie erreicht darunter schon in demsel— Yfeddert ben Jahre eine ansehnliche Höhe, und bietet im rgen reint folgenden eine ganz befriedigende Ernte dar. Es und stroh⸗ giebt daher Leute, die bloß der Luzerne zu Gefal⸗ Verfahren len Hirse säen. Klee, Luzerne und Esparsette 0 bis 40 werden auch nicht selten unter Brachrüben gesäet, ugen ließ, und man will sich wohl dabei befinden. Iches zur Die Esparsette wird mit etwas Klee, und nit htann⸗ manchmal noch dabei mit Luzerne ausgesäet. Da ich in mii diese schneller als die erste die Vollständigkeit ihres virthschaf Mähwuchses erreicht; so halte ich mit Hrn. M. gewöhnlch ihre Mischung für zweckwidrig. Der Klee aber ist Btach ganz passend zur Esparsette, und ihre Vereinigung nders u wird allgemein beobachtet. sen, un Man säet die Rüben selten allein, sondern der siimn gewöhnlich einige Kichern, cicer arietinum, und Taubenkropf, sapponaria vaccaria damit aus. ab, ui⸗ Diese Pflanzen werden vor den Rüben ausgezogen Ibrras und verfüttert. Es zeigt aber auch an, daß solche Ind ibi Rüben nicht behackt werden. Der Taubenkropf Wetde wird auch wol unter das Etzfutter gesäet. Es finden sich hier Felder, die alle Jahre chalten 000 ohne Ausnahme mit Hanf bestellt werden. Des— Ne Milt gleichen geschieht auch mit dem Rapse; doch nur mmer ei für den häuslichen Bedarf. 2* 4 SRDDTRHHZ‚Z‚HDI‚I‚eEET — —.——. ——— ————— 184 Bei dem hiesigen Fruchtwechsel, dem starken Eöparsettenbaue, der Güte des Bodens und den Branteweinbrennereien würde die Wirthschaft im Fette schwimmen, wenn sie keinen Dung an die Weingärten abzugeben hätte; allein, diese erfodern alle vier Jahre 72 Fuder Dünger pro Morgen. Der Pacht eines Morgens Ackerland zu Pfed— dersheim steht zwischen 8 und g9 fl. Jeder nur etwas bedeutende Landwirth hat seine Brennerei, sein Dampffaß zum Kartoffelko— chen, seinen Behälter für die Branteweinwäsche, seinen ausgemauerten Mistplatz, seinen Pfuhlbrun— nen und sein Pfuhlfaß; und in welchem Lande man solche Schwalben findet, da läßt sich schlie— ßen, daß der Sommer nicht ferne sey. Ich fand bei den Brennereien einiger Landwirthe eine Vor— richtung, die ich sonst noch nicht gesehen habe. Man giebt nämlich die zur Blase fertige Maische in einen besonders dazu eingerichteten Küben, der hart neben der Blase an und so hoch aufgestellt ist, daß der Boden desselben dem Halse diefer letz— ten gleich steht. Der Küben enthält eine Schlange oder vielmehr das Stück einer Schlange, in wel— che die Röhre des Helms eingelassen wird. Die Dämpfe die im Durchzuge jenes Schlangenstück er⸗ heizen, erwärmen die Maische, und zwar so stark, daß man sie zum kochen bringen könnte, welches aber vermieden werden muß. Zu dem Ende richtet man die Länge des Schlangenstückes nach dem Ver— hältnisse der Größe des Kübens. Es darf höchstens ——ꝛ——— ur eihm me doe da fiht Schlalge Kinen gu Hstdt ccfe 0 füit 11 thel, d cen kon Zeit so Gfahr gefült dad Ve Hfillig zu treff seine 2 dem sc Miile! D 100 Mi thag n Dyne PFPFfF c DDTTAADADD DDDRDRDRRRRRRRTTrTRTRDRDRG'C⁵TLTł᷑ũł—»ẽ—ìl..... I—I—3II— 185 ö ö ö 0 strkn nur einmal in demselben herumlaufen, und oft nur no und in die zwei Drittel seiner Runde einnehmen. Von ths⸗ aft hy ö da zieht sich dann der Dampf in die gewöhnliche ang an dz Schlange des Kühlfasses. Der Küben wird mit ise efodn einem guten Strohdeckel geschlossen. Am Boden Rorgen. befindet sich eine Oeffnung, die mit einem Zapfen Hzu Ye⸗ geschlossen ist. Zieht man diesen aus seiner Pfeife, so fließt die Maische in die Blase. Das vorläu⸗ wirth hat fige Erwärmen der Maische hat den doppelten Vor⸗ artoffelko⸗ theil, daß sie in der Blase augenblicklich ins Ko— linwasche, chen kömmt, wodurch sowohl an Feuerung als an uhlbrun— Zeit so viel erspart wird, und daß die Blase ohne den Unde Gefahr des Ueberschießens bis zu dem Halse an— sich schie⸗ gefüllt werden kann. Iq fud eine Vo ehen hah. ö 9e Maisch. st st e in. üben, de aufgesth Ich bin nicht in Oststein gewesen; hatte aber diefer le⸗ das Vergnügen, den Hrn. Christian Käge, einen e Schlange gefälligen und erfahrnen Landwirth, bei Hrn. M. e, in wie zu treffen, und von ihm folgende Aufschlüsse über vitd. M. seine Wirthschaft zu erhalten. Oststein liegt in hastüct e⸗ dem schönen, fruchtbaren Salzthale, eine kleine so suh Meile von Pfeddersheim— · „i Die Wirthschaft des Hrn. Käge besteht aus Ie tichtt 100 Morgen Ackerland,(der Morgen zu 110 Ru⸗ dem Ver⸗ then) und 5 Morgen Reben. Sie ist mit einer högsin Brennerei verbunden, hat aber keinen Wiesenwachs. 186 Sie hält zwei Pferde und zwei Ochsen; diese letz—⸗ tern jedoch nur für die Zeit der stärksten Arbeit, sechs Kühe, acht bis neun Rinder und Kälber, und sechs bis acht Mastochsen. Es wird meistens nur mit einem Pferde gepflügt. Die Tagesarbeit dabei sind anderthalb Morgen, oder zwei Morgen, wenn vom Saatunterpflügen die Rede ist. Außer Rüben und Klee wird aller Samen untergepflügt, selbst der des Rapses; doch geschieht es bei dem letztern mit so schmalen und seichten Furchen, als sie nur zu machen sind. Hr. Käge hat alljährlich ungefähr an reiner Brache. 6 Morgen Raps 6. Kartoffenn... 10— Gersie 15 Hafer 6— Spelz 10— Rocken 10— Esper und Klee. 25— Das Uebrige trägt Runkeln, Rüben und Etzfutter. Es hat also überhaupt 2½/ an Getreide und ¼/ an Brache und Brachfrüchten. Seine Fruchtfolge auf gutem Boden ist: 1. Brache, gedüngt; 2. Raps; 5. Rocken, darauf Rüben; 4. Kartoffeln; 5. Gerste; 6. 7• 9.H 10. 6 1. 00 Ns 10, Eh I. 12. O Maucn tin Icht Rüben tuffch Iweinal I nur einn nicht er Hrn. K. itthe y Reichen e Se aljhrl oder yft fridigen N. Norgen am Pf Runlit; tit rn —— ————————— 187 Mü 6. 7. 8. Esparsette mit Klee; —0 9. Spelz; und Kil, 10. Gerste; itd meistn 11. Hafer. Lagesarhi Ist das Feld in gutem Zustande, so kömmt bei Morgan 9. Raps: st. Auße 10. Spelz; rgepflügt, Gerste; bei den 12. Hasen ihen, al Manchmal wird auch die Eßbarsette schon im ach⸗ ten Jahre gestürzt, und in diesem Jahre werden on keinet Rüben eingesäet, nach welche im folgenden Kar⸗ toffeln gepflanzt werden. Manchmal folgt auch zweimal hintereinander Rocken nach dem Rapse. Im Ganzen wird in elf— zwölf Jahren nur einmal gedüngt, und einmal gepfuhlt. Ich darf nicht erinnern, um wie viel dieser Umlauf des Hrn. K., der Fruchtfolge der gewöhnlichen Land— wirthe vorgehe. Er trägt ganz sicher alle Kenn⸗ zeichen eines vernunftmäßigen Systems. Eßfüttn Seit zwanzig Jahren baut hier ein Mann alljährlich auf demselben Felde Rocken, und düngt oder pfuhlt von Zeit zu Zeit dazu, und hat be⸗ friedigende Ernten. Man pflanzt 4 Malter Kartoffeln auf den Morgen und erntet ihrer 40. Sie werden hinter dem Pfluge eingelegt. Nach dem Pflanzen wird gewalzt; wenn sie eben hervorstehen geegget, spä⸗ ter einmal behackt und behäufelt. Auch Hr. K. ist der Meinung, daß die Run⸗ ———————————————————————————‚‚e‚iemmmess—————t—— SSSIIIIIIFFF— 188 keln den Boden stark angreifen. Man verpflanzt sie größtentheils mit dem Pfluge; behackt sie zwei mal, und zieht bei dem letzten Behacken den Grund ein wenig davon ab. Der Boden ist hier zu trocken, als daß der Klee ganz gut darauf gedeihen könne. Man säet also nicht viel allein aus, mischt aber jedesmal etwas davon unter die Esparsette und Luzerne. Der Gips thut auf diesen Futterpflanzen die beste Wirkung; dagegen bringt hier die Seifensieder— asche keine darauf hervor. Das Esparsettheu übertrifft nach der Meinung des Hrn. K. alles an⸗ dere Heu bei den Pferden. Man behackt die Stoppel⸗, aber nicht die Brach⸗ rüben. Esparsette unter Rüben gesäet, will zu Oststein nicht gedeihen. Durm stein. Ich machte von Pfeddersheim eine kleine Aus— flucht nach Dürmstein, und sand hier den nämli⸗ chen Fruchtwechsel wie in den drei zuletzt ange— führten Orten. Es heißt: 1. gedüngte Brache, 2. Raps, 3. Rocken, 4. Gerste, 3. 6. 7. Eöper, 8. Spelz, 9. Hafer oder Gerste. Mehr als die⸗ ser empfiehlt sich folgender Fruchtwechsel: 1. Bra⸗ che, gedüngt, 2. Rocken, 3. Kartoffeln, 4. Gerste, 5. Esper u. s. w. Endlich hat man auch 1. un⸗ abagt fit, 4 einen l viel t M aust ib b sit 65 sid Dunh N Mothen 3 fin tük. Wig ziht det b sondeth veder gtoßen Dige Bissen 9 aber L kehn v säet 150 J Diesen 501 90 . 189 n isun gedüngte Brache, 2. Spelz oder Weizen, 3. Ha⸗ hact st fer, 4. Esper u. s. w. Es zeigt dieses gewiß n den Gu einen sehr vortrefflichen Boden an; aber auch wie viel reine Brache vermag. als daß d Man findet hier sogar noch einige Leute, die ein Ran sih Jahr über das andere Brache halten, und wo das 4 jedesmal Feld seit Menschenaltern keinen Dung erhalten hat. 1d Luzernt Es sind dieses gewöhnlich kleine Leute, die ihren n die best Dung durchaus zu den Reben nöthig haben. Zwei ifensiedet Morgen Weinberg erheischen eben so vielen Dung parsetthen als fünf Morgen Ackerland, und geben keinen zu⸗ . alles an⸗ rück. Man fängt aber auch überhaupt an, ein wenig stärker auf die Brache zurückzukommen, und ht die Bah⸗ zieht eine ungedüngte und wohlbearbeitete Brache kt, willz der besten Esparsettstoppel vor. Dieses scheint sonderbar. Indessen hat eine von Zeit zu Zeit weder kommende Brache auf gutem Boden ihre großen Vorzüge, deren Abgang auf einem andern Wege nicht immer zu ersetzen ist. Der Weg des Bessern liegt gewöhnlich in der Mitte. Nach Runkeln läßt man keinen Rocken, wohl e kleine M aber Weizen oder Spelz folgen. Wenn die Run⸗ den nanl⸗ keln weggebracht sind, wird geegget, das Getreide llcht aup gesäet und untergepflügt. 12 Au Die Wirthschaft des Herrn Janson enthält . 7. Gln 150 Morgen Ackerland und Reben; aber keine aht al di Wiesen. Sie hat L. Bu⸗ 50 Morgen Klee, Esparsette und Luzerne; . Gerst, 50— Getreide; 16— Brache; uch 1.. ———————————————————————777———— 190⁰0 20 Morgen Kartoffeln; s5— Runkeln; 2— Rüben; 8— Wieeinberge. Sie unterhält 3 Pferde und 18 Stück Großvieh. Da die Wirthschaft mit einer Brennerei verbunden ist; so würde sie Dung im Ueberflusse haben, wenn sie die Weinberge nicht auch damit versehen müßte. Diese nehmen so viel Dung weg, als 20 Morgen Ackerland. Man pflügt hier mit zwei Pferden, oder eben so viel Ochsen. Der Arme pflügt mit einer Kuh. Klein Bockenheim. Wir verlassen die Gegend von Pfeddersheim und den braven Möllinger, dem gewiß jeder Leser seinen Dank und seine Achtung, so gut wie ich, zollen wird. Wir nähern uns nunmehr dem Don⸗ nersberge, der wie ein großes Vorgebirge vor uns liegt. Auf dem Wege von Bockenheim erblicken wir von der Höhe das schöne üppige Thal, das von der Salz genetzt wird. Von allen Seiten ra— gen die Kirchthürme der Dörfer hervor, und ferne im Hintergrunde, an dem Fuße hoher Gebirge, zeigt sich Grünstadt. Bei einem solchen Anblicke von Fruchtbarkeit, Schönheit und Reichthume, die die Natur mit allmächtiger Fülle über diese glück— schen dl ine, Empfid so Mle manen in D uen hht, N. uf: E niht va N der nit dunkoor dem die sein Ei itgend ein solh dem bra einen so beinahe De dhasse; lin gv sahn. behigt ISIISIEEeeeeeee.e.ꝗ n— 191 lichen Fluren ergoß, bemächtigte sich meiner Seele eine, ich weiß nicht welche süße, ehrfurchtsvolle Empfindung, und wenn ich dann dieses Eden mit so vielen Gegenden verglich, die ich anderswo auf Großvil meinen Reisen angetroffen habe, wo der Mensch verbunde in dem Schweiße seines Angesichts mit der Erde uuse haben zu ringen, und tausend Hindernisse zu bekämpfen iit verscher hat, da mögte ich an die Brust schlagen und aus⸗ I9, als 20 rufen: Es ist hier des Guten zu viel! Man ist es nicht werth! „oder ehen Ja wohl ist es der Gefühllose nicht werth, Kuh, der mit geschlossenen Augen genießt; nicht der Un⸗ dankbare, dessen Herz sich der Liebe nicht öffnet, dem die Befriedigung seines individuellen Daseyns sein Eins und Alles ist; nicht der Träge, wenn irgend in einem Winkel dieses schönen Gartens 105 ein solches Faulthier hausen sollte. Doch Ehre sey sedderhüt dem braven Pfälzer, dem die Natur nicht fruchtlos Idet ul einen so großen Vorschuß gemacht hat!— Eine ut vie6 beinahe allgemeine Stallfütterung, der starke Lu⸗ 4. zern⸗ und Esperbau, die Kartoffelnbrennereien, u das Mastungswesen, der Gebrauch der Ochsen und ahen Kühe als Gespann geben der Pfälzer Landwirth⸗ 5 schaft einen bedeutenden Ausschlag vor der man— 0 cher andern Gegend, und selbst vor der des Elsasses. 455 Der Pfälzer pflügt besser und öfterer als der 5 10 Elsasser; er hält seine Felder ebener, und läßt irn keine zweckwidrigen Höhen und Tiefen darauf ent⸗ sii stehen. Die Größe seines Viehständes ist ungleich ninn beträchtlicher; das Volk im Ganzen aufgeklärter. jise glüg⸗ 192 In der Pfalz spannt man nur äußerst selten drei Pferde an den Pflug. Ich sah es nicht ein ein⸗ ziges Mal. Zu zwei Pferden braucht man keinen Vorreiter, wie ich solches zwischen Straßburg und Schletstadt so oft traf. Die Pfälzer verwerfen mit Recht den starcken Stoppelrübenbau und säen lieber etwas Brachrüben. Sie haben die gute Ge— wohnheit alle zwölf Jahre ungefähr dem Felde ein Brach- oder Ruhejahr zu gönnen. Zu Klein Bockenheim sah ich die schöne Be— sitzung, die jetzt dem Notar Weiß angehört. Ich fand bei ihm einen wie einen Garten gehaltenen Weinberg, und den Anfang zu einer schönen Bran⸗ teweinbrennerei. Sümpfe und Tiefen, die er aus⸗ füllen oder trocken legen ließ, sind jetzt schwelge⸗ risch fruchtbare Felder. In einer solchen Tiefe pflanzte er einen kleinen dichten Hain von Akazien, der aber nicht dem Vergnügen, sondern dem Nu⸗ tzen geheiliget seyn, und Pfähle zu den Reben hergeben soll. Der Wuchs dieser jungen Bäume ist unglaublich. Dicht daran hat er eine Korb— weidenpflanzung, die ebenfalls zum Dienste der Reben bestimmt ist; und gewiß wird ihm keines seiner Felder so vielen Vortheil abwerfen, als diese Weidenpflanzung. 1 tu nise tuniht i Erl hit dun dieh. S 2 hch M 1. Bre un Re 2. R 3. R 4. K. 5. Get 5 H0 7 S. 10. Gy 11. Ha 12. ⁰ 13. Br 4. Cy Der wug der Enmerg habg. lles unz ——— 193 Ist seln Ifht en. 1n Kendenheim. aasburg n Hier wohnen einige brave Mennonisten, un⸗ bewaf ter welchen ich dem Hrn. Detweiler folgenden Un⸗ uund: terricht zu verdanken habe. gute. Er bauet 200 Morgen zu 150 Ruthen, und dem Feh hält darauf 4 Pferde und 10 bis 14 Stück Groß⸗ vieh. Die Mittelbauern haben 40 bis 50 Morgen, shöne. Zugochsen, 3 Kuhe und einige Zuzucht. Hött. I. Die Fruchtfolge ist: gehnlenen 1. Brache. Soll Raps folgen, so wird mit huen Bun⸗ funfzehn dreispännigen Fudern gedüngt; zu u d Rocken sind zwölfe zureichend. jeht. shwah 2. Raps; llhen Af 3. Rocken; von Nanh 4. Kartoffeln; Iu dem P. 5. Gerste;— den Rie 6. Hafer; Ngen Dim 7. 8. g. Esparsette; eine A 10. Spelz— oder 10. Kartoffeln; Dienst N 11. Kartoffeln, 11. Gerste; Nihm t 12. Gerste, 12. Hafer; fu, 5N 15. Brache, ungedüngt; 14. Spelz. Der Leser wird mit mir die richtige Einschal⸗ tung der Kartoffeln zwischen dem Winter⸗ und Sommergetreide im 4ten und uiten Jahre bemerkt haben. Ein Dreifelderwirth würde hier geradezu alles verderben; indem er seinem Systeme gemäß 13 —————————————————————————————————7— 194 die Gerste dem Rocken und Spelz unmittelbar nachgeschickt hätte, wobei er seinen Boden gewiß nicht so lange ohne Dung würde benutzen können. Zwölf Ernten in vierzehn Jahren bei einmaligem Düngen und einmaligem Pfuhlen ist keine geringe Oeconomie. Sie beweiset oft mehr für die Güte einer Fruchtfolge, als der Reichthum der darin vorkom⸗ menden Gegenstände, der mit Dünger erkauft wird. Habe ich weniger Dung nothig, so ist meine Aus⸗ lage auch geringer; denn es sey Ankauf, es sey Selbsterzeugung: so kostet der Mist, und in dem letzten Falle mehr, als man gemeinlich zu glauben pflegt. Ginge auch aus dem Viehhalten unmittel⸗ bar kein Schaden hervor, so bleibt es doch sicher, daß die Verwendung des Ackers zu andern, nicht bloß Fleisch und Milch erzeugenden Gegenständen höher lohnen würde. Und dieses lucrum ces- sans kann durch nichts als den Mist ausgeglichen werden; und so geschieht es, daß dieser auch in dem Falle noch theuer zu stehen kommen kann. Auf nahe gelegenen Aeckern hat man 1. bis 6. Luzerne; 7. Raps, gepfuhlt; 8. Rocken; 9. Kartoffeln; 10. Rocken; 11. Spelz, gedüngt; 12. Kartoffeln; 15. Rocken. Darauf wird wieder mit Luzerne angefangen. M samen ulb N R Wl Ohlt al Echaben Mfargn scht dll thu, die ff M Ichtunz Nehr ᷑ trliben pafetth tofflnn Mstfut die Kar werden, Das K parsett Uömmt N hroßen ————.———————.—— 195 i Man nimmt ein Mainzer Malter Esparsett⸗ i an samen auf den Morgen, und säer zwei bis dritte⸗ amal ö halb Pfund Kleesamen mit aus. 3 Der Pfuhl thut auf dem Rapse die ausge⸗ in geng: zeichnetsten Dienste. Man fährt ihn im Winter Hite ein oder auch im Frühjahre auf, ohne sich um den vorkan⸗ Schaden zu bekümmern, den die Räder unter den auft wimi Pflanzen anrichten. Die Wirkung des Pfuhls er— neine Nut⸗ setzt alles. Da der Pfuhl nur auf kurze Zeit gut „ es seh thut, so wird er bloß auf die nahen, nicht auf d in den die entfernten Aecker gebracht. glauben Man hat hier für die Runkeln nicht viel umüttel Achtung; auch werden ihrer nur wenig gepflanzt. doch sihen Mehr als einmal blatten, schadet ihrem Ertrage. dem, nish Leute die keine Branteweinbrennerei haben, genstände treiben die Mastung mit rohen Kartoffeln und Es— rum cer parsettheu. Das Heu wird geschnitten, die Kar— 1geglichn toffeln werden gestoßen. Dieses soll ein herrliches auch i Mastfutter seyn. Nur wird dabei beobachtet, daß kamn. die Kartoffeln sogleich nach dem Stoßen verfüttert V werden, und nicht lange liegen bleiben dürfen. Das Kaff von dem Getreide kann dabei das Es⸗ ö parsettheu nicht ersetzen, und geschieht es, so be— kömmt das Vieh leicht den Durchfäll davon. Man drischt hier für das sechzehnte, und in großen Wirthschaften für das achtzehnte Korn. izen ——. 9———————. a 23— SESISI TTFFTFTTTTTTTTLTLTATT TTT —— 7 ALN—— —————.—— „ ———————————— I4 .= I + 4* R. + V 196 Von Kendenheim nach Gölheim ging der Weg stets über eine Anhöhe. Ich fand in dieser Rich⸗ tung nicht allenthalben jene gute Pfälzische Cul— tur, die mir bisher Auge und Herz gelabt hatte; aber auch die Früchte entsprachen der Arbeit; denn die Natur bescheert es den Menschen nicht allemal im Schlafe. Doch vielleicht, und wie es mir schien, sind diese Felder allzuweit von den Dör⸗ fern entlegen. ö .0ę Gölheim. Wir befinden uns nun in der Nähe des Don⸗ nersbergs. Große Catastrophen, wozu die Er⸗ schütterungen und Ergießungen dieses ehemaligen Vulkans Gelegenheit gegeben, haben auch eine große Verschiedenheit der Erdarten in seinen Um— gebungen hervorgebracht. So ist der Boden von Gölheim bald Sand, bald schwerer, bald leichter Lehm; bald sind es kalkichte Hügel, bald Niede—⸗ rungen, die eine rothe bröckliche Erdart enthalten. Diese Erdart ist schlecht vereint, und hält doch fest zusammen. Sie bekömmt Risse während der Trockenheit. Jene Niederungen sind zwar sehr zum Graswuchse tauglich; da sie aber auch äußerst gut zur Luzerne geeignet sind, so hält man sie größtentheils unter dem Pfluge. Als ich, meiner Gewohnheit nach, die Stra⸗ zu in! ln, L auömaß stinn u l MII u ist W prah so gtoß sch M dun M meinen Riht damit Miunt Dinge Dar M Irhäit, einen J Atznei 11 aber a schan a sagte el Ile W. nir. de die S TTTTTTTTTT —————.———————————— 197 ing dadg ßen in Gölheim durchkreuzte, mich nach den Stäl— dieser Rl len, Scheunen, Bauten und Werkzeugen umsah, ihiche di ausmaß, fragte und notirte, trat ein Mann aus llabt hatt seinem Hofe zu mir, und fragte mich: ob ich nicht rbeit; dem der Liebhaber wäre, der so alles über den Acker⸗ icht allenn bau ausforschte und aufschriebe.? Da ich ihm sagte, e ed mi daß ich es selbst glaube, so lud mich Fleischmann, den Dor⸗ das ist sein Name, ein, auch ein wenig zu ihm zu kommen.„Ich bin zwar nur ein kleiner Bauer, sprach er, und pflüge mit Kühen; aber ein eben so großer Freund von Ackerbau, als wenn ich mit sechs Pferden führe, und liebe alle die, welche den Pflug in Ehren halten. Sie müssen also auch meinen Pflug sehen.“ Nun wurde mir alles ge— e di Dor zeigt, das Schaar von einem Pfluge abgeschlagen, zu die Gr damit ich mit mehr Genauigkeit abmessen konnte. chemalhn Mitunter machte mich der gute Alte auf mehrere auch in Dinge aufmerksam, die ich sonst übersehen hätte. sinen Iu Der Mann hält vier Kühe zur Benutzung und Boden du Arbeit, hat keine Branteweinbrennerei, und doch einen Pfuhlbehälter.„Da,“ sagte er,„steckt die é 0 90 Arznei für meine kranken Felder drin.“ Er braucht athaln den Pfuhl hauptsächlich zu Runkeln und Raps; hi aber auch zu schlechtem Wintergetreide.„Wenn ohnd schon auf den Getreidefeldern vieles verfahren wird, wur s sagte er, so verschlägt das nichts. Der Pfuhl heilt ö el alle Wunden.“ Ich bat den Maun auf den Abend Lui zu mir. Was wir zusammen„wird W8 der Leser hier finden. Eiw Obgleich die Gemeinde von Gölheim einen —— — —..—————————— DE——— 198 schönen Weidegang hat, so ist man daselbst doch von den Vorzügen der Stallfütterung überzeugt, daß man das Vieh lieber mühsam zu Hause fut⸗ tert, als sorglos auf der Weide herumirren läßt. Daher unterhält die Gemeinde zur Benutzung ih⸗ rer Weide eine eigene Schafheerde. Auch treibt sie eine ansehnliche Schweinezucht. ö Man pflügt durchgehends mit Ochsen, und die kleinen Leute mit Kühen. Ein Paar Ochsen können 60 Morgen, und ein Paar Kühe 24 Mor⸗ gen bestreiten. Doch kann man mit diesen nicht wohl mehr als 16 Morgen ohne Nachtheil der Milch bauen. Der Morgen hat 140 Ruthen. Man spannt nicht mehr als zwei Kühe vor den Pflug; es sey denn, daß man einen Luzerneacker stürzt, oder die Brache zum erstenmale bricht, alsdann werden vier Kühe erfodert. Auf einem sehr scholligen spröden Acker taugen weder Kühe noch Ochsen an die Egge, sie verderben die Füße. Ein Mann, der 10 Morgen bauet, hält dar⸗ auf zwei Kühe als Nutz-⸗ und Arbeitsvieh, ein Rind und ein Kalb. Er hat 1½ Morgen in Runkelnz 1 in Spelz; 1—.— in Rocken; 2— in Gerste; ½5,,— in Hafer; 1—.— in Kartoffeln: 7„— in Hanf; 1722— in Klee; Nth ——‚..‚‚eeeeeeeee 199 dafcht v 1 Morgen in Brache. Er hat dabei uberzu 2— Wiesen. h Hause f Er fährt mit zwei Kühen ganz leicht hundert Gar⸗ mitren liß ben Spelz, die Garben in doppelte Rockenstroh— nuhung i längen gebunden, nach Hause, und bedient sich 0 eibt f dazu eines leichten vierräderigen Wagens. Es würde ö mir unglaublich scheinen, wenn ich nicht selbst einige sen, un solcher Massen mit Kühen hätte einführen sehen. ur Ocssh Der größte Landwirth in Gölheim hat 4 Pferde 224 Mor und 22 Stück großes und kleines Rindvieh. lisen nich Die Fruchtfolge auf gutem körnigen Boden ist: Whel de 1. Brache, gedüngt; o Whe 2. Spelz— Rocken— oder Raps; he vor da 5. Gerste; Auzerneachn 4• 4010100 anle buhj 5. Spelz; 6. Wicken; Zuf eina 7. Gerste; vedet Kiht 8. Hafer; die Füß, oderr ö 200 0 4. 5. 6. 7. 8. Luzerne; ddich, 9. Spelz, oder besser, g. Kartoffeln; 10. Gerste; 10. Spelz; 11. Hafer; 11. Gerste; 12. Hafer. Man gipst im Frühjahre, und zwar nur einmal. ö Die Luzerne giebt im Durchschnitte 35 Zentner Heu vom Morgen, und ist sie sehr gut, 50 Zentner. F ö ö 200 Fruchtfolge auf Lehmboden: 1. Brache, gedüngt; Rocken oder Raps; Kartoffeln; Gerste; 6. 7. Esper mit Klee; Spelz; 9. Gerste, oder 9. Brachrüben; 10. Hafer; 10. Gerste; 11. Hafer. Es scheint beinahe in der ganzen Pfalz her— gebracht, daß der Umlauf mit Hafer nach der Gerste beschlossen wird. Manchmal kömmt im sie⸗ benten oder achten Jahre Raps; dann wird die 9„ 9H Esparsette nach dem ersten Schnitte im sechsten oder siebenten Jahre ganz flach umgepflügt, dar⸗ auf etwas tiefer, und zum dritten Male bei der Einsaat. Der Samen wird eingeegget, und dar⸗ auf gewalzt. Hafer und Raps ausgenommen, wird aller andere Samen untergepflügt. Auch egget man den Spelz unter, der auf Klee folgt. Die Kleestoppel wird zu dem Ende nicht tief um⸗ gefahren, der Spelz auf die Narbe gesäet, und diese scharf mit einer schweren eisernen Egge zer— rissen, und der Spelz damit gemengt. Die Runkeln werden zu Gölheim verpflanzt. Man hält sie für ein fleischgebendes und gutes Futter bei der Arbeit; zum Milchgeben aber wer⸗ den die Rüben vorgezogen. ö Zu Driesen bei Gölheim wird der Hanf über Dis sach d u Gih Ein M Iuttchth figt hnhtte On 30 Eamn g Zund Iheil d hacht. upü gen u gleich witd n Kilian. behack. d0 depsug Uscht gend ei Stärke Vettach bespam Utheil Ahtigt ih Rli ...... 201 den Dünger, kurzen versteht sich, hergesäet, und flach damit untergepflügt. Man hat dasselbe auch zu Gölheim versucht und sich wohl dabei befunden. Ein Mann pflanzte hier seit funfzehn Jahren un⸗ unterbrochen Hanf auf demselben Felde. Dazu pflügte er einmal tief vor Winter; im Frühjahre ö düngte er und pflügte dreimal, das Unterpflügen iben; des Samens mit einbegriffen. Zu dem Rapse wird unmittelbar vor dem ö Säen gepflügt, der Samen über das gepfuhlte Ffalʒ her Land geworfen und untergepflügt. Der größte ir nuh r. Theil des Pfuhls wird auf Spelz und Rocken ge⸗ unt in sie⸗ bracht. Zu den Rüben wird das Land zweimal an witd di gepflügt, und der Samen mit dem dritten Pflü⸗ im sechötn gen untergebracht. Es soll nicht schaden, wenn pflugt, der gleich vier Zoll tief untergepflügt wird. Darauf Nale bei de wird nicht geegget. Die Zeit der Aussaat ist um , und d Kilian. Weder Raps noch Rüben werden hier genomman behackt. flgt. I Zu Gölheim fand ich nun wieder den Wen⸗ Kle fish depflug eingeführt, und zwar, wenn die bloße iht tiif in Ansicht nicht trügt, den besten den ich noch in ir— gestt, u gend einer Gegend gesehen habe. Wenn man die ghe Stärke und wirkliche Schwere dieses Pfluges in Betracht nimmt, und ihn dann mit zwei Kühen vtpslun bespannt sieht, so muß dieses ein günstiges Vor⸗ uud gult urtheil für ein Werkzeug erregen, das Stärke und cet her Leichtigkeit in einem hohen Grade vereint. Ob ich gleich die Beschreibung der meisten Pflüge für huf iin sehr unnütz halte, indem sich selbe doch nicht nach 202 Zeichnungen gehörig abfertigen lassen; so glaube ich doch den Gölheimer Pflug beschreiben und abzeich— nen zu müssen, indem er seiner geraden Richtun⸗ gen wegen ohne Mühe darnach angefertiget, und durch einige Versuche berichtiget werden kann. Der größte Vortheil dieses Pfluges scheint mir in seinem Haupte, oder vielmehr in der Sohle des Pflughauptes zu liegen. Man hat vielmehr bei den meisten Pflügen nicht genug bedacht, daß das Reiben auf dem Boden mit der Breite der Sohle in der engsten Verbindung stehe, und vielmehr ist die breite Sohle an dem Brabantischen Pfluge der einzige Fehler, den er hat. Ich stelle mir einen Laufer vor, der die Füße mit einem schma⸗ len stählernen Stabe unterfangen über das Eis mit Pfeilesschnelle dahin gleitet, weil sich keine Reibung dem blanken schmalen Stahle widersetzt. Eben so, denke ich, muß dann auch wohl ein Pflug, der auf einer schmalen gerundeten und mit einer glatten eisernen Bande versehenen Sohle ruhet, auch weniger Widerstand darbieten, als ein anderer, der eine breite Sohle hat. Und in jenem Falle ist der Gölheimer Pflug. Ich glaube diesen Pflug auf der Tafel so deutlich abgezeichnet zu haben, daß er beinahe keiner Erläuterung bedarf. Er ruht auf einem Vordergestelle mit Rädern, das hier nicht ange— geben ist. Fig. 1. a. zeigt die Zapfen an, hinter welche der Bügel der Kette, die den Pflug mit dem Vordergestelle verbindet, eingehangen wird. 30⁰ Wün Zu Seite 202 71 2 3 4 2 6 7 8 9 2— 11 12 13 14 15 16 7 8 49 3 Iaetter ——————————————————————— 203 Statt der Zapfen können auch Löcher seyn, in welche man dann einen eisernen Nagel steckt. b. ist ein Stock, vermittelst welchem man das Pflugmes⸗ ser rechts oder links spannen kann, welches bei allen Wendepflügen nothwendig ist. Die Gries⸗ säule c. ist ein wenig schmal, und könnte breiter gemacht werden. d. ist ein Stück Eisen, das an der Griessäule angebracht ist, und ihr, bei tiefem Pflügen in dem Grunde ein wenig vorarbeitet. Die e. endigt sich die Stürze nach der Höhe in zwei Arme. Das punktirte k. in dem Pflughaupte bedeutet eine Rinne, durch welche das Schaar auf und ab geschoben wird, und in welche es mit den gekrümmten Blättern des Höftes g. eingreift. hh. ein eisernes Band, welches die Sohle beklei⸗ det, die man auch bei h. in Fig. 2. sehen kann. Diese Fig. 2. zeigt das Pflughaupt von hinten. Fig. 3. ist das Schaar, welches ein klein wenig hohl gebogen und an der Spitze etwas dick von Eisen ist. Fig. 4. das Streichbrett. Es ist flach, hat nichts besonderes, als daß es rundum mit einem eisernen Bande belegt ist. Fig. 5. ein Eisen zum Einhängen des Gespannes, damit man auch mit einem Pferde oder Ochsen pflügen kann. Alle diese sind nach ihrer natürlichen Größe, aber zehnmal verjüngt angegeben. Jeder Centimeter, der auf dem beigefügten Maßstabe gezeichnet ist, bedeutet einen Decimeter, also jeder Decimeter einen Meter. Der Pflug, ohne das Vordergestelle, kömmt auf 15 bis 18 fl. Conventionsmünze. Das 3ee—-D————— 204 — Schaar wiegt 12 bis 13 Pfund. Es hat 14 bis 16 Zoll in der Länge, das Heft nicht mit einbe⸗ griffen, und 10 Zoll in der hintern Breite. Man sieht, daß ein solcher Pflug sehr tief eindringen kann. Zum oberflächlichen Pflügen ist er aber Anfangs nicht wohl zu gebrauchen. Man bedient sich dazu eines alten abgeschliffenen. Die Eggen sind sehr schwer, und bilden ein langes unregelmäßiges Viereck. Sie bestehen aus vier Latten, die mit eben so vielen Riegeln unter sich verbunden sind. Jede Latte ist an dem einen Ende 26, an dem andern 35 Centimeter von ein⸗ ander entfernt. Jede Latte hat 8 eiserne Zähne, wovon jeder 21 Centimeter von dem andern ab⸗ steht. Die Egge wird nicht der Länge nach, son⸗ dern über die Breite eingehangen. Es scheint mir ein schweres Werkzeug für ein Paar Kühe. Auch die Walzen sind hier schwer und kein i werk, wie im Elsaß. Kirchheim Bolanden. Der Weg von Gölheim nach Kirchheim zieht sich in einem Bogen um einen Theil des Don⸗ nersbergs, wiewohl noch in geraumer Entfernung, herum. Wenn die Gestalt nicht trügt, so glaube ich mich nicht geirrt zu haben, wenn ich dieses Vorgebirge für einen erloschenen Bulkan, und den Wzuf gehalte Natutle nicht u. 1i8 gun V Risen b usto ag ti Ehrali keit,d ihre eh er R der m wit Hegen „der9 Isue! „besie „dirf Isteten Isand thanen Hange „0n, unter eit Iuhet pungt Thh ———— i hueu iht nit unt, Vreitk. u lif eirbring Wist er ah Mn bedien d bilden ein hestehen a Riegeln untn an dem einey ter von ein⸗ esane Zihne, u andern al⸗ tge nach, soy 6 scheint m Hühe. Nuh Kinderspit den. cchhein i I1I D Dr ECntetrung, 6 gaabe ih det n und du —————⅛——ö———8—8—8——— 205 darauf befindlichen See für den Becher desselben gehalten habe. Mehr mit dem Ackerbau als der Naturlehre beschäftigt, wollte ich mir die Zeit nicht nehmen, den Berg zu ersteigen, ob man gleich bis zu seiner Höhe fahren kann. Es befindet sich ganz oben ein Meierhof, der von einem Menno⸗ nisten bewohnt, und von einem Fürsten von Nassau daselbst errichtet worden ist. Mehr als diese An⸗ lage rührte mich das ungeheuchelte Zeugniß der Ehrerbietung, Liebe, Dankbarkeit und Anhänglich⸗ keit, das mir die Einwohner dieser Gegend für ihre ehemalige Regenten gaben.„Nach Kirchheim“ (der Residenz der Fürsten) sagte mir der Bauer, der mich fuhr:„nach Kirchheim gingen wir, wenn „wir Geld nöthig hatten, und waren sicher, es „gegen billige Prozente zu finden. Reichte in Zeit „der Noth unser Fruchtvorrath nicht zu, um un⸗— „sere Familie zu ernähren, oder unsere Felder zu „besäen: so fuhren wir nach Kirchheim, und die „Fürstlichen Vorrathshäuser thaten sich auf, fri— „steten unser Leben und unterhielten unsern Wohl⸗ „stand.“— Mehr als einer dieser treuen Unter⸗ thanen sagte mir:„Wir wollten gern das Ver⸗ „gangene vergessen, und das Gegenwärtige ertra⸗ „gen, wenn wir nur unsern guten Fürsten wieder „unter uns hätten.“ Als Landwirth dachte ich— daß ein solches Olivenzweiglein wohl einem Haufen Lorbeern werth sey. In der Geschichte zwar prangt dieser unfruchtbare Baum, den so manche Thräne netzet; aber in den Herzen der Menschen ——— πκg———— 206 schlägt jenes Zweiglein Wurzel, und verbreitet Zu⸗ friedenheit auf seiner Stirne. Man hatte mir für Kirchheim Bolanden den Namen des Hrn. Notar Kurz aufgegeben; das Erste also, was ich that, war, mich nach ihm zu befragen.„Ha! hieß es: der Herr hat auch mit seinen Neuerungen kommen wollen; allein er hat sie aufgegeben und das Wesen nach unserm alten Stile fortgesetzt. Die Säekasten, die Pflüge mit hundert Schaaren, und all der neue Plunder passen nicht für uns und zu unserm Boden.“ An solche Redensarten seit langer Zeit gewöhnt, ließ ich mich nicht irre machen, sondern wurde um so viel neugieriger. Ich fand an Hrn. Kurz einen sehr sanften, denkenden, und für die gute Sache einge⸗ nommenen Mann. Er hatte sich wirklich einige Werkzeuge nach Fellenbergischer Art kommen lassen und gebraucht; allein bald machte er die leidige Erfahrung, daß es nicht das Werkzeug allein ist, sondern daß auch Sinn und guter Wille dessen, der es führt, dazu gehören, wenn es gute Arbeit machen und seinem Zwecke entsprechen soll. So lange Hr. Kurz selbst dahinter her war, ging Alles gut, und sobald er den Rücken wendete, Alles verkehrt. Man gebe dem Bauer eine Ofengabel in die Hand, mit der er gewohnt ist umzugehen, und er wird bessere Arbeit machen als mit dem besten Karste, wenn er ihn nicht kennt, und nicht lieb gewonnen hat. Ich selbst ließ einst einige Kärste vom Rheine herkommen, weil man sie bei Buufz r lih Pohlhe Ringen gewöhn Gachi aus, umgehe von lat nuß st r nuß Besere Resten —*—— derbeett Volanden u Hegeben; u ihm Hhet auch mi llin er hu unserm alte e Pfäge mi Nunder past In solh hut, ließ 6 de um so urz einen 6 Sache ey wirklich einz Lommen lal er die lehh Rug allin Wille Hfe à gute d in soll& ur, ginh l Audete, M. ine Hahnt muhhn ale mi den 1 Wnith l ant un sie N — 7 207 mir an der Maas nicht kannte. Aber Kartoffeln mit dem Karste ausheben, schien meinen Leuten so widersinnig und mühsam, daß ich sie ohne stren— gen Befehl nicht dazu bringen konnte. Sie mach⸗ ten aber so wenig und schlechte Arbeit damit, daß ich selbst ihnen rieth, wieder zum Spaten zu grei⸗ fen, so wenig er auch zu solcher Arbeit geschickt ist. Hr. Kurz konnte und wollte seine übrigen Berufsgeschäfte nicht hinter dem Pfluge versäumen, er ließ also sein neumodisches Ackergeräthe zum Wohlgefallen seiner Nachbaren auf den Speicher bringen und erlaubte seinen Knechten, auf ihrem gewöhnkichen Steckenpferde fort zu reiten. Das Geschütz allein macht im Kriege die Sache nicht aus, vor Allem gehören Leute dazu, die damit umgehen wollen und können. Ein Landwirth muß von langer Hand her seine Leute zuschneiden; er muß sie für Verbesserungen empfänglich machen, er muß ihnen vor und nach den Glauben an das Bessere einflößen, ehe er ihnen den landüblichen Leisten aus den Händen windet. Die Fruchtfolge für Lehmboden zu Kirch— heim ist: Brache, gedüngt; Raps; Rocken; Gerste; 6. 7. Esparsette, mit etwas Klee; Raps; ist aber das Land nicht in gutem Stande, so wird der Raps hier weggelassen; & ——————— 208 9. Weizen; 10. Gerste, oder wo man Pfuhl hat, Spelz. Fruchtfolge auf schwerem Lehmboden. 1. 2. 3. wie oben; 4. Gerste, oder 4. Spelz, gepfuhlt; 5. Klee,— 5. Gerste; 6. Spelz a.— 6. Klee; 7. Spelz. Darauf fängt der Umlauf wieder mit der gedüng. ten Brache an. Einige lassen auch nach dem Spelz a. im siebenten Jahre Kartoffeln oder Run⸗ keln ungedüngt folgen. Auf sehr gutem Felde hat man auch wohl 1. 2. 3. wie oben; 4. Rocken, 5. Rocken; also dreimal Rocken hinter einander. Man sieht, daß man hier einen guten Gaul nicht schont. Hr. Kurz weicht in Etwas von seinen Nach⸗ baren ab und hat: 1. gedüngte Brache; 2. Raps; 3. Rocken; 4. Kartoffeln; 5. Gerste; 6. 7. 8. Esßper; 9. Raps; 10. Weizen; 11. Kartoffeln; 12. Hafer. ö Es ist dieses eine förmliche, und, wenn sie, n ich Ral I wuifflh könnte sinin dir Si Er Im tih Haltafe Ihetden Gehund Runkel Kurz reihen den 3 dem Runke daraus Rit do Ri Rapö sehn, schen Rehend und, in den hllehe 5I I S 3u u —————————————— —..—.....—.T-Tr————— 1 1255*..— 22—..... 209 wie ich dafür halte, mit einmal Düngen und ein⸗ , Seh mal Pfuhlen durchgesetzt werden kann, ganz vor— treffliche Wechselwirthschaft. Nur, fürchte ich, könnte es an Stroh dabei mangeln, zumal bei dem starken Viehstande, den Hr. Kurz unterhält, und lj die Brantweinbrennerei, die er damit verknüpft. Er rechnet, daß funfzehn Stück Großvieh bei ihm täglich die Brantweinwäsche von 3/. Malter Kartoffeln und ½ Malter Getreide verzehren, und drr gedümz überdem 75 Pfund Esper- oder Kleeheu und 6 nach den Gebunde Stroh nöthig haben. Man hält hier die Het Rur⸗ Runkeln für die folgende Frucht nachtheilig. Hr. un didr hu Kurz drillte einst Raps zwischen Runkelrüben⸗ 4 Män reihen ein. Der Raps bezeichnete in dem folgen— nter einande den Jahre nichts; indessen gerieth der Rocken nach Gaul nih dem Rapse besser als der, der unmittelbar auf Runkeln gefolgt war. Dieses könnte sich zwar siun Au. daraus erklären lassen, daß das Rapsfeld mehr Zeit darbot, um es zur Rockensaat vorzubereiten; es zeigt aber auch ganz gewiß, wie wenig der Raps den Boden erschöpfe. Es könnte sogar seyn, daß die Zwischenkunft dieser Pflanze zwi— schen den Cerealien und einer demselben vorher— gehenden ungünstigen Pflanze, wie die Runkeln sind, den Nachtheil wieder ausgleiche, den diese in dem Boden hervorgebracht haben. Der Leser bellebe nachzusehen, was ich hierüber bei dem Ar— tikel Merlenheim über den Umlauf Hanf, Raps und Spelz gesagt habe. Nach diesen Erfahrungen zu urtheilen, sollte man bald schließen, daß der 14 ehmboden „ Wenl 6 210 Raps an und für sich selbst eine eigene verbes⸗ sernde Eigenschaft besitze. Die Runkelrüben schei⸗ nen weniger unverträglich mit sich selbst, als mit andern Gegenständen zu seyn. Zu Moersheim haben Mehrere ihre besondern Runkelrübenfelder, auf welchen alle Jahre ohne Ausnahme Runkel⸗ rüͤben vorkommen, wodurch ihrer widrigen Ein⸗ wirkung auf die folgende Frucht begegnet wird. Sie werden nicht gesteckt, sondern hinter dem Pfluge eingelegt, und alljährlich gepfuhlt. Man pflügt hier mit zwei Pferden, zwei Ochsen und zwei Kühen. Kr iegsfeld. Ich verließ nunmehr das schöne theils ebene, theils hügelige Land, das sich von dem Donners— berge an nach dem Rheine erstreckt, und schlug den Weg links ein. Eine mehr rauhe, mehr ber— gige, weniger fruchtbare, und allenthalben mit Holz besetzte Gegend kontrastirt auffallend mit der, welche ich verlassen hatte. Ich war in einem an⸗ dern Theile der Welt. Nachdem ich mich einige langweilige Stunden hatte schleppen lassen, erreichte ich Kriegsfeld, ein ziemlich ansehnliches und wohl— gebautes Dorf, dessen Geschichte in den Annalen des Ackerbaues aufbewahrt zu werden verdient, und den Widersachern jeder Verbesserung und einer Nan! schm elegen diesol schbaul muchn Iu. mmingt. uf de fidd sch gules dies's ser Vesen rechne btach Ind y Brot v Nan! peil e ann. Wide 8 V Anze Rhen sin le fe der R weiß! PFfFfFfFf PP PDPDT———————— 211 dih wat ä Klibers gesetzmäßigen Kultur auf ewig Stillschweigen auf— lbst, azy erlegen muß. Ein undankbarer Boden, die gebirgige Lage, Moerhi rün die schlechten Wege und die dadurch bewirkte Er— hne Runt schwerung des Verkehrs mit der übrigen Welt, vbeigen Ei machen diese Gegend wenig günstig für den Acker⸗ gegnet wit— Bon Waäun und sden Platzen vormats hinter da Anst, legten sich die ersten Bewohner derselben ihl auf die Urbarmachung dieser Stellen, und Kriegs⸗— feld scheint noch vor hundert Jahren ein ziemlich gutes Dorf gewesen zu seyn, wenigstens lassen dieses mehrere ansehnliche Wirthschaftsgebäude aus jener Zeit schließen. Unglücklicher Weise war das Wesen seiner Bewohner nicht auf die Zukunft be— rechnet, also nicht auf Vernunft gegründet. Man brach auf, so lange etwas aufzubrechen war, säete und pflanzte, so lange der Boden tragen wollte. e hls Man ließ Getreide auf Getreide folgen, gewann den Zumt Brot und Geld; aber kein Futter, keinen Dung. „ und st Man hielt kein Vieh, und konnte keins halten, he, mi x weil es von Stroh und Luft allein nicht leben anthalbn d kann. Wiesen waren nicht da, und höchstens einige lled ui Weide in den nahen Wäldern. feten, zu in enn Das war bisher so gegangen, und man schloß nic ih ganz natürlich daraus, daß es auch immer so isen, Arh gehen würde und müsse; denn der Vater hatte es 15 0 W ja seinem Sohne versichert, und anders zu gehen, Ien In als jener, ist diesem nicht erlaubt. Allein wenn dn hahil! der Mensch sich dem Schlendrian unterwirft, so e weiß die Natur von diesem Zwange nichts. Sie ——‚rrrr‚Re‚‚...------.—..— N 4 . 434 EER&R&R&f&REöD.——. 2 12 kennt keine andere Unterwerfung, als die ihrer unwandelbaren Gesetze, welche nun einmal einen Kreislauf zwischen dem Vergehen und Entstehen, zwischen Tod und Leben gewollt und festgestellt haben. Keine Schöpfung aus Nichts hat mehr darin Statt; sondern das zerfallene Gebäude des einen muß einen Theil des Stoffes zur Errichtung eines neuen hergeben. Die Natur webt auf diese Art, und wirkt immer fort. Sie ist nie müssig, so lange es ihr nicht an Stoffe zur Arbeit ge— bricht. Mäßig in ihren Foderungen verlangt sie nicht alles, nur einen Theil von demjenigen zurück, was sie hervorgebracht hat. Sie läßt dem Men⸗ schen den Hauptgenuß ihrer Erzeugnisse, und was dieser ihr davon wiedergiebt, das erstattet sie ihm mit überreichlichen Zinsen. Die Erde wird in dem Grade freigebiger, als man freigebig mit ihr verfährt. Da sie mehr giebt als sie empfangen hat, so folgt, daß auch sie sich von anderswoher einen Theil des Stoffes zur Arbeit zu verschaffen weiß. Hat aber der Mensch durch einen anhalten— den Geiz Alles an ihr verdorben; hat er ihr den letzten Tropfen aus ihren Brüsten gesogen: dann freilich erkrankt sie, und es gehört nicht selten ein Jahrhundert dazu, ehe sie durch sich selbst so viel Kraft bekommt, einen neuen Säugling nähren zu können. Die Unbesonnenheit der ehemaligen Kriegs⸗— felder bietet uns von diesen Wahrheiten ein un⸗ verkennbares Beispiel dar. Die Kraft einer tau— fe if sadaht Iltern Nun! Wat eing Rultf tirliche de Hli u iht⸗ oder v darin thüne shih sicht vollen 0 gtt nter Hause 200 9 in der Ind s Ricgẽ Tungs Wurde schrih Ene Eich e —————————————ꝛ7—4—.—.828——— als die sn sendjährigen Brache war in ein paar Menschen— einmal arn altern erschöpft; die Ernten standen von Jahr zu Entsehz Jahr dünner; das Stroh blieb kleiner; der Rocken fistgesth war so voller Trespe, daß er auf den Märkten 6 hat mi keinen Käufer fand, als nur zur Hälfte des Prei— Hibünde W. ses. Die Erde hatte alles hergegeben, was ihr Ir Errichtut Mutterschooß zu geben vermochte, und der unna— t auf dis türliche Sohn ließ sie schmachten! Noch stand nie müsst den Kriegsfeldern eine, wiewohl unlautere Quelle e Ubit g. zu ihrer Erhaltung offen. Es war der Wald, verlargt st oder vielmehr der Frevel, den sie sich erlaubten, wuign zulk. darin auszuüben; allein bald lernten die Eigen— ißt din N thümer der Holzungen den Werth derselben mehr isse, und w schätzen. Die Verbote wurden strenger, die Auf— suttt si l sicht verdoppelt, und nun brach über Kriegsfeld vollends der Stab des Lebens. Der Verfall war Aa an so groß, daß mehr als hundert Einwohner, und se emmm unter ihnen ein Mann, der in einem ansehnlichen anderönb Hause, das man mir noch zeigte, wohnte, und der zu vnsthr 29⁰ Morgen Grundeigenthum besaß, vor und nach inn uh in der Nacht, oder verstohlner Weise auswanderten t e ut nach Ungarn und Polen zogen. Es kam mit ni Kriegsfeld so weit, daß der Banquerot dieses Dor⸗ nich fl fes öffentlich erklärt und jedermann von Regie— 05 rungs wegen in den öffentlichen Blättern gewarnt 0 10 wurde, den Einwohnern kein Geld auf die Ver— uuten schreibung ihres Grundeigenthums vorzuschießen. 30 Ein Umstand, der den Kriegsfeldern noch jetzt die Rigel h Sticheleien ihrer Nachbaren zuzieht. Es kam zu wuen eñt unaufhörlichen Güterversteigerungen. Man mußte, t eintt 214 um einen schlechten Morgen los zu werden, einen guten hinzufügen, und da wurden beide zusammen gewöhnlich für zwei Gulden, oft für ein Maß Wein zugeschlagen, von welchen heut zu Tage ein jeder mit 150 y bis 200 Gulden bezahlt werden würde. Der Klee, dieser Wohlthäter der Mensch— heit, war indessen bekannt geworden. Auch die Kriegsfelder griffen nach diesem großen Rettungs— mittel; allein vergebens! Der Boden war so er— schöpft, daß er keinen Klee hervorbringen wollte. Bei einem ganz abgezehrten Körper schlägt auch die beste Arzenei nicht an. Endlich ging ein Strahl der Hoffnung über diesem Thale der Leiden auf. Man verfiel auf das Potaschbrennen. Die Ge— meinde erhielt dazu ein Privilegium. Man be⸗ diente sich der ausgelaugten Asche, und der Klee kam. Der Gips half nach. Die Wolke des Jammers zerriß. Futter, Vieh, Dung und Frucht— barkeit waren da. Der Leser glaube nicht, daß ich in dieser Geschichte den geringsten Umstand untergeschoben habe. Sie wurde mir so, wie sie da ist, in Kriegsfeld nicht allein von Hrn. Finkenauer, einem aufgeklärten Landwirthe im Beiseyn von mehrern Einwohnern erzählt; sondern, da er sah, wie sehr sie mich reizte, ließ er einen ehrlichen Alten kom— men, der den vorigen Zustand des Dorfes mit an— gesehen hatte, um mir das schon Gesagte zu wie— derholen.„Gott Dank! setzte der Alte hinzu: daß die Zeiten vorüber sind. Unser Dorf stand ——————————————————— 215 werden, Iing damals auf dem Kopfe, nunmehr steht es doch lide zusanyg wieder auf den Beinen.“ 0 0 Man findet zu Kriegsfeld eine förmliche Drei— inai he felderwirthschaft. ch wenn 1. reine Brache— Kartoffeln— Erbsen— Nensh Wicken; ö Nnah u 2. Rocken; in Rettung⸗ 3. Hafer; war so el⸗ 4. Klee; azen woll. 5. Rocken— Spelz— Weizen; shlit a 6. Hafer— Gerste. Hun Stahl Eine Wirthschaft von 60 Morgen hat Udan aff 5 Morgen Brache; „ Di G 4.— Kartoffeln; W 5— Erbsen; und der Kle 10— Alee; Vulkt d 14— Rocken; nd ztuß⸗ 4— Spelz; 2— Weizen; in dies 17—.— Hafer; ntergeschthe 5— Gerste. e da ist, Zu Brache und Kartoffeln wird gedüngt; auer, eng auch zu Wicken und Erbsen, wenn man Dung hat; von mahien sonst wird ausgelaugte Asche genommen. Die h, wiest Brache wird dreimal gepflügt. Die Rockenstop⸗ u Alen kor pel, auf welche Hafer folgen soll, wird vor Win— ifeb nit er ter nicht umgebrochen; soll aber Gerste folgen: so igte i W sucht man das Land sogleich nach der Rockenernte Ite hinpo zu stürzen. Der Same der Getreidearten wird Hauf sid untergepflügt. Die Kartoffeln werden hinter dem ———————U—U——UU—III—“————— I‚—I—IIDIIII‚I‚““‚‚.‚‚I—‚‚..t‚.‚.‚.‚‚‚..——————— 216 Pfluge eingelegt, und wenn sie über der Erde sind, geegget. Die Kleestoppel wird zum Weizen nur einmal umgefahren, zum Rocken aber dreimal, und stark veregget. Die ausgelaugte Asche, von welcher hier ein so starker Gebrauch gemacht wird, äußert ihre beste Wirkung auf kaltem Boden. Man nimmt vier einspännige Fuder Asche auf einen Morgen von 160 Ruthen. Ein Kerl, der auf dem Karrn steht, streut sie mit einer Schaufel aus. Die Asche wirkt noch auf den Klee fort, und geaschter Rocken bringt bessern Klee hervor, als gedüngter Rocken. Man legt sich hier stark auf die Erzielung des weißen Kleesamens, der unter Hafer ausgesäet wird. Im Jahre 1814 gewann Jemand auf 7. Morgen drei Zentner Samen, wovon der Zentner zu 30 fl. verkauft wurde. Man nimmt den Sa⸗ men von dem ersten Schnitte. Wird dann der Boden sogleich umgebrochen, so giebt das Land eben so guten und noch bessern Rocken, als reine Brache. Der Klee wird gegipst. Auch Erbsen und Wicken werden gegipst; jedoch muß man mit dem Gipsen bei diesen Ge— wächsen vorsichtig seyn, weil sie leicht zu stark wachsen. Der Gips bringt zu Kriegsfeld eine so außerordentliche Wirkung hervor, daß nicht allein der Klee, wo kein Gips hinfällt, gelb bleibt, son— dern daß auch das daräuf folgende Wintergetreide, und sogar das nach diesem folgende Sommer— ttei urü Gihe Mide Heln Raut nan d Ciite hier! tur kiit in se Rhen tetho dern iher er b dem aber h W dn IN der brn sh n Wiizen m dreimal, u uher hier itsat ihn Mar nimm inen Norgn fdem Karnn auo, Die Ind gaaschtt dls göngte die Crpielong Ifer ausgesie mand auf. der Zentin umt den Ez ird dann de bt dab dh u, als tui din gegils diesen G icht zu fun selb eine Richt ali Ulut, sar ntigetred, VComma⸗ 217 getreide auf einer solchen nicht gegipsten Stelle zurückbleibt. Auch auf trocknen Wiesen ist der Gips von Wirkung; aber nicht auf feuchten. Man pflügt hier mit Kühen, Ochsen und Pferden; doch sind die Ochsen das gewöhnlichste Gespann. Man baut 36 bis 40 Morgen mit ein paar Ochsen. In einer solchen Wirthschaft hält man außer zwei Zugochsen noch 2 Kühe, 2 junge Stiere, 2 Fersen und 2 Kälber. Man legt sich hier hauptsächlich auf die Zuzucht; obgleich man nur wenig Weidegang hat. Winterborn. Wem mehr um gute Wege und Gemächlich— keit, als um Unterricht zu thun ist, dem rathe ich in seinem Leben nicht zu O— heim zu Bette zu gehen, noch eine Reise von Kriegsheim nach Win— terborn zu machen. Nur die Wißbegierde, nur der Eifer für das Gute und Nützliche kann uns über Wege und Wetter hinaussetzen, und den Kör⸗ per bewegen, sich manches gefallen zu lassen, um dem Geiste Nahrung zu verschaffen. Da dieser aber bei so vielen nur da zu seyn scheint, um für die hinfällige Hülle zu sorgen, die ihn umschließt, und die er doch so bald verlassen muß; so mag es denn auch Andere geben, die, das allgemeine Wöhl und die Zukunft ins Auge fassend, sich selbst und IISSPIRFIPIPIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII‚IIRIIII‚ITF.FF.F.F...——4—4——— 218 die Gegenwart vergessen, und muthig zum Wan⸗ der stabe greifen, um die Wahrheit aufzusuchen. Mit Extrapost und in einer Berline läßt sich wohl nach Winterborn nicht fahren. Man kann zufrieden seyn, wenn man es demüthig auf einem Karrn und mit ganzen Gliedern erreicht. Der Anblick eines armseligen Dörfleins, welches ohne Hrn. Prunk keiner Erwähnung verdienen wurde, war nicht tröstlich für den Ankommenden. Dazu gesellte sich denn der unangenehme Umstand, daß ich aus einer Gegend herkam, wo die Seuche unter dem Hornviehe herrschte, man also Fuhrmann und Pferd wie den leidigen Aussatz floh. Konnten wir's den Leuten verdenken, daß sie uns verdamm⸗ ten, unser Zelt, und zum größten Unglück hatten wir keins, unter freiem Himmel aufzuschlagen? Doch hatte Hr. Prunk die Gefälligkeit mich aus der Noth zu retten, und für ein Nachtlager zu sorgen. Er mochte es auch wohl thun, da ich um ihn, als einen denkenden, wiewohl nicht lesenden, Landwirth zu sehen, mir's einen ganzen Tag hatte sauer werden lassen. Dieser nun wohl begüterte Eigenthümer war vormals bloßer Pächter eines der ehemaligen Abtei St. Maximin zu Trier angehörigen, zu Winter⸗ born gelegenen kleinen Guts. Er verdankt den Grund seines Wohlstandes dem Anbau einiger achtzig Morgen öden oder vernachlässigten Landes. „Ich wunderte mich oft in meiner Jugend,“ sagte er mir:„daß mein Vater diese Strecke nicht an⸗ eithe von auy mit mac bedei Seit Unte Illes vun ind Venr Alet vonn Iwar lager Net, Rn de 0 —mEEF..F——————— I DL sid zn Iu uffzusuchr hle lazt f . Man kan Hih auf einen kreicht. Det wasches ohne ienen würd, aden. Dazu Wsand, daß Seuche unttr Ihtnann und 9. Kanpten nnd verdamm⸗ dglüc hatte Iftuschagnn! eit nich at achtlager da ich in icht lesenden uTNag hatt ithümet vn nuligen Ilt zu Vinte, verdankt di hau einths 9en Nnddz ged; scht de sicht 0 219 kaufen wollte, ob er sie gleich, den Morgen zu 8 fl. hätte haben können. Da der Mann, der sie besaß, später zum Verfall kam: so steigerte ich das Land zu dem Preise von 15 fl. per Morgen, und es mag jetzt ungefähr zehnmal so viel werth seyn.“ Dieses kleine Gut, welches ich sah, liegt auf dem Abhange eines nicht gar steilen Berges; stößt oben an die Fläche, unten an einige Wiesen an. Es hatte den Fehler, mehrere unterirdische Quellen zu enthalten, die es zum Theile unbear⸗ beitbar machten. Das Wasser strömte außerdem von den auf der Höhe gelegenen Feldern darauf an, brach sich ein Beet und spühlte den Grund mit sich weg. Das Ableiten dieses Gewässers machte wenig Mühe, indem Prunk nur einen un⸗ bedeutenden Graben zog, und das Wasser nach der Seite leitete. Das OQuellwasser führte er durch Unterabzüge ab, die er mit Steinen ausfüllte. Alles das geschah mit wenigen Kosten. Er nahm nun ausgelaugte Asche zu Hülfe, säete Rocken, und warf auf Gerathewohl Kleesamen darunter. Wenn, dachte er, ich den Acker nur einmal zum Kleetragen bringe: so habe ich den Prozeß ge— wonnen.— Und, siehe da, der Klee kam, und zwar mit solcher Ueppigkeit, daß er über einander lagerte. In einem Jahre waren alle Kosten ge— deckt, und er besaß das Land unentgeltlich. Seit— dem bewirthschaftet er es nach der Fruchtfolge, die ich gleich angeben werde. Ich sah noch den Hafer darauf, und kann ihm das Zeugniß geben, ——.—— ——. VI 2 RS *— 1 — —— N—— +* .e—:,=⸗?⸗⸗— 220 daß ich in der ganzen Gegend keinen schönern ge— sehen habe. Die Fruchtfolge Herrn Prunks ist: Brache, gedüngt; Raps; Rocken; Klee; Spelz; Kartoffeln; Hafer. Die Herren Dreifelderwirthe dürfen diesen Frucht⸗ umlauf keiner Antipathie, noch sonstigen Systemsucht zuschreiben; denn ich kann sie versichern, daß der ehr⸗ liche und bescheidene Mann nichts von englischen Sy⸗ stemen und landwirthschaftlichen Schreibereien weiß. Er schöpfte sein System in der Erfahrung und der lieben Natur. Ich muß jedoch jenen Herren noch zum Troste sagen, daß Prunk auch manchmal 5. Ger ste; 6. Spelz; 7. Hafer hat, und sich mit ihnen dadurch aussöhnt. Er sieht nach, was sein Feld mit Vortheil tragen kann, und das läßt er es tragen, ohne zu beden⸗ ken, ob er dabei für oder gegen ein System han⸗ delt. Das beste System ist das des größten rei— nen Ertrages, wenn es auf die Dauer berechnet, und nicht etwa eine ephemere Erscheinung für ein paar Jahre ist. +& — Speh itgend nur al linch! u K 5 bn hekomn l ditse! scht Der gebte zum terge Feld KAleest die und Spel folget Uler Das der toffeh sag Ngg W —. 221 Die angeführte Folge: Klee— Gerste— Spelz— ist sonderbar; auch glaube ich nicht, sie inks ist: irgendwo angetroffen zu haben. Sie kann auch nur auf einem Boden Statt haben, der sich in einem zu üppigen Wohlstande befindet, um Spelz nach Klee zu tragen. Doch vielleicht irre ich, und es könnte der Gerste die Ueppigkeit eben so übel bekommen! Da übrigens in den sieben Jahren des Umläufes nur einmal gedüngt wird, so ist diese Ueppigkeit nicht zu vermuthen. Die Brache wird viermal gepflügt. Man icsen Ftucht setzt den Pflug so tief an, als er gehen kann. snfüt Der Mist wird mit der zweiten Pflugart unter— 554 gebracht.— Die Rapsstoppeln werden dreimal uglishin E zum Rocken umgefahren. Der Rocken wird un— iherein wij tergeegget. Der Klee wird ausgesäet, wenn das dfahtunz Feld noch mit etwas Schnee bedeckt ist.— Die Iinen Har Kleestoppel wird einfährig, aber tief umgebrochen, uch maihn die Gerste wird auf diese umgelegte Narbe gesäet und untergeegget.— Die Gerstenstoppel wird für Spelz zweimal umgepflügt; der auf den Spelz folgende Hafer aber wird nur einfährig bestellt.— ö ‚ —4 * DSDSDSDEEEEEE. DIDEDEIEE—— IEIEIEEFEFF .—— UUFUIFUIUI ‚ +.—— C V, —= 7 V XI 2 7 V* W ö— 27 j. NX V 4 77 NI.. **. WV„74 I. N + 0 2 W lbsöhn. k Aller Getreidesamen wird hier untergeegget.— theil teahe Das Feld, das Kartoffeln getragen hat, wird nach 1 ne zu bo der Ernte aufgepflügt, um die verlorenen Kar⸗ Sysim he toffeln nachzulesen; dann wird nicht weiter ge⸗ Hößtu 06 pflügt, der Hafer im Frühjahre gesäet und unter⸗ 3 Uet deuchnt geegget. 1j fir l Hr. Prunk hält die Aschdüngung auf schlech— tem Sande, der nach einem Regen zusammenfließt, —————.———————.—— πε—————.————————.—...—————— 222 und sest wie trockner Mörtel wird, für äußerst vortheilhaft. Er legt sich stark auf die Kleesamenerzielung, und hat schon bis 25 Zentner in einem Jahre verkauft; dennoch hält er dafür, daß diese Erzie⸗ lung den Boden angreife. Die Luzerne säet er mit Hafer aus, welcher grün abgefüttert wird. Er giebt dieser Methode vor jeder andern den Vorzug. Dieses stimmt mit der Erfahrung des alten Pfarrers Mayer, des Pa⸗ triarchen aller Praktiker, zusammen.„Ich ließ,“ sagte er,„einen Acker, der im vorigen Jahre Kar⸗ toffeln trug, in den ersten Tagen des Frühlings pflügen, mit Hafer besäen und diesen untereggen. Darauf wurde Kleesamen gestreut, und mit Dor⸗ nen untergebracht. Als der Hafer einen Fuß hoch war, ließ ich ihn mähen und verfüttern. So that ich noch einmal, und das drittemal; da er wieder wuchs, kam auch der Klee mit ihm zur Blüthe. Der Hafer zeitigte.) Ich ließ beides abmähen, dörren und heimbringen. So hatte ich Sommer⸗ und Winterfutter zugleich, und die Kühe gaben davon um ein Drittel mehr Milch, als wenn sie bloß mit Klee gefüttert worden wären. Nimmer⸗ mehr, setzt Mayer hinzu, werde ich künftighin den Klee anders säen, als so!“— ) Dieses Zeitigen des Hafers wird wohl nicht allemal und nicht überall gelingen; es benimmt aber dem übrigen Verfähren nichts von seinem Werthe. Es für jm Fbante s⸗ schft li v(h g sun. mond ge denseber munteth 1. K ————— 8 2.8 2+ 223 flt inn Es ist dieses ganz sicher ein nutzbarer Wink für jemand, der um Futter verlegen ist, und es snlg könnte solches für manchen Aufänger einer Wirth— n I schaft ein Rettungsmittel in den ersten Jahren, Ms Erst wo es gewöhnlich an Futter und gutem Klee fehlt, seyn. Ich erinnere mich, in dem Elsaß von Je— ub, whn. mand gehört zu haben, der eben jene Methode auf e Mihh demselben Felde schon seit einer Reihe von Jahren finnt ui ununterbrochen fortsetzt; also , I8 Nr 1. Kartoffeln; Vh“ 2. grünen Hafer mit Klee; n ahr Kat Wiee 6 ß hat, dann wieder zu den Kartoffeln zuruckkehrt, und sich so wohl dabei befindet, daß er nicht glaubt mülige ö ul du seinen Acker höher benutzen zu können. aum dih h Etan. Ei i n zur di bidth alnin Wonsheim. te ih An die Kihe Rl 3 ö Gin ch war hier nun wieder in der schönen frucht⸗ M ü baren Pfalz, und wenig Gegenden haben noch für n mich den Reiz gehabt, den die landwirthschaftlich fheE schöne Lage dieses Dorses hatte. Dem Pfluge wahrscheinlich auf immer entrissen, fiel mir bei seinem Anblicke der heiße Wunsch: o rus, quando 1 eso te aspiciam? ziemlich schwer auf's Herz. hu un So schön gepflügte Felder habe ich noch nicht Ih 224 gesehen, wie hier. Ich glaubte, die Egge habe sie vollendet; allein es war der Pflug, der so schmale Furchen zog. Dieser Pflug ist der näm⸗ liche, den ich bei dem Artikel Gölheim beschrieben habe; nur weicht er in der Gestalt des Schaars durchaus davon ab. Ich habe das Wonsheimer Schaar auf der Tafel Pig. 6. abgebildet. Er ist nur wenig gewölbt und beinahe flach. Zum Un⸗ terpflügen der Saat, zum Stürzen der Klee⸗, Lu⸗ zern⸗ und Esparsettäcker, so wie bei allem, was Widerstand darbietet, soll das Schaar vortrefflich seyn. Ist aber die Luzerne einmal gestürzt; oder steckt strohiger Mist im Boden: so ist es nicht gut zu gebrauchen, indem es, seiner abgeründeten und nicht spitz zulaufenden Schneide wegen, das lange Zeug in der Erde vor sich hinschleift. Zu dem Ende haben die etwas größern Landwirthe noch ein zweites spitzeres Schaar, welches sie bei Gelegenheit aufschieben. Auf diese Weise ist die— ser schöne Pflug zu jeder Arbeit zu gebrauchen, und ich halte ihn für das Muster eines guten Wendepflugs. Auf meine Erkundigung nach einem braven Landwirthe wurde mir Jakob Stillwagen angegeben. Ein Mann in seinen besten Jahren, mit einem hei— *) Der Leser denkt wohl, daß ich die Belgischen schmalen Ackerbeete davon ausnehme; aber wo pflügt man auch wie in den Niederlanden, und wo hat man einen solchen Pflug? ten, f id ihn Sttaße f zu ihm, derm Han N sunf Eiidte v. Ngehe Eenen de dragen v wagens dlso diee n————9———— ——— IIPP'EEEEFetTT 225 E tern, offenen Gesichte, der sein Handwerk kennt ö sah ueund ihm Ehre macht. Ich traf ihn auf der 0 der nin Straße sitzend; es war Sonntag; ich setzte mich ulscrin. zu ihm, und bald sammelte sich ein Häufen an⸗ Schan derer Landleute um uns her. Ich stelle mir vor, Ineheinn daß sonst die Alten sich so an den Thoren der bet Er. Städte versammelten, und öffentlich von ihren An⸗ Zum u gelegenheiten sprachen. Zu meiner Freude sah ich t Hlee⸗, Lu keinen der Zuhörer, der nicht Antheil an meinen alen, un Fragen nahm, und die Antworten des wackern Still⸗ vorttefflig wagens durch seinen Beifall bekräftigte. Ich konnte litst; oder also diesmal mit voller Zuversicht protokolliren. sst& ucht Iaan Die Fruchtfolge von Wonsheim ist: ischlift. 1. Brache, gedüngt; u Landwintz 2. Rocken; lsches sie 5. Brache; Heise ist 4. Weizen; gebraucn 5. Brache; eine gun 6. Weizen; 7. Wicken oder Erbsen, gegipst; einem bin 8. Gerste oder Hafer; an angegtl 9. 10. 11. Esparsette; it einn!. 12. Weizen; 15. Kartoffeln; 14. Gerste. sshhushu Nach diesem wird gewöhnlich gedüngt und wieder 0 45 von vorn angefangen. Ist man aber nicht mit an Elle— 00 Dung versehen: so nimmt man ————————.. PDFII FFFF TP!h]]]];s;s;s;];ps“ꝰ“!;;h]s]]P]PsTPT“DDPDPTDTDTDDTDTDDTDTDDPDPTFTDTFTFTFTFTFTTPTPTPTPTPTPTDTDTDTDTDœDTœDDPDPFPFDPDPTP P PDTD PTPFWFDC(T 226 15. 16. 17. Esparsette; 18. Weizen; ö und darauf kann man noch ohne Dünger mit Brache und Getreide abwechseln. Das Einschieben der Hüͤlsenfrüchte zwischen Winter⸗ und Sommergetreide ist sehr merkwürdig, und beweist: wie sehr die Landwirthe von Wons⸗ heim von dem Nachtheile überzeugt sind, bei ihrem Umlaufe zwei Getreideernten hintereinander anzu⸗ bringen. Ganz sicher lehrte sie die Erfahrung, daß wenn sie im siebenten Jahre nach dem Dün⸗ gen Gerste gebracht hätten, solche nur einen er⸗ schöpften Boden gefunden haben würde. Sie nah⸗ men daher zu den Hülsenfrüchten ihre Zuflucht, und obgleich diese bei ihnen nicht gedüngt werden: so reicht doch ihr bloßes Daseyn schon zu, um die Kraft des Bodens wieder in etwas zu heben, oder doch die nachtheiligen Folgen der vorhergehenden Cerealien auf die folgende zu vernichten. Es liegt hierin so etwas, das kein unparteiisches Gemüth verkennen wird. So sehr aber jener Umlauf von seinem fünf⸗ ten bis zum achtzehnten Jahre meine Leser befrie⸗ digen muß; so auffallend werden dem größten Theile unter ihnen die vier ersten Jahre scheinen. Werden sie nicht fürchten, daß man zu Wonsheim zu dem Umfuge jenes barbarischen Zeitalters, wo das Feld nur ein Jahr über das andere gebaut wird, zurückgekehrt sey? Allein, außer daß es unbillig ist, eine Sache nur stückweise und nicht in rem 9 6 bii d ammtun Nathel geuihtt, 0 Vohl: r Mih Ben üntr tei Vathäl diele Be eimiges wäͤhtt deb Vi Votlhe halten; aufzehre àu gewi Wwock, ⸗ Zwifeld Es ist d Areißlau roht Rinem Rann. E sichen Rucs anheffen masi Denn ——— ———— sFWSDIIIA I—————— — 2 227 ihrem ganzen Umfange zu beurtheilen: so kommt es bei dem Ackerbau nicht sowohl auf die Ge— sammtmasse der Produkte, als auf den reinen Vortheil an, den ihre Erzielung dem Produzenten ihe wit gewährt, und vielleicht ist dieser Umstand nirgends Düͤnzer ul nakwürdz so wohl verstanden und so hoch getrieben, als in un Vun, der Pfalz. , bei ihtn Wenn es wahr ist, daß der Viehstand bei undir a. einer reinen Ackerwirthschaft keinen unmittelbaren Lifahru Vortheil gewähre, wie ich mich dessen durch so 9 din di. viele Beispiele überzeugt habe, ohne daß mir ein eine et: einziges das Gegentheil bewiesen hätte: so ge— . währt auch nothwendig alles, was wir zu Gunsten ihre Zufuth des Viehes auf dem Felde erzielen, keinen reinen dingt werd Vortheil. Wir erzielen Futtergewächse, um Vieh 3u, vn halten zu können, und halten Vieh, um das Futter hhyV aufzehren zu lassen, und thun beides, um Dung orhergehe.. zu gewinnen. Der Dung bleibt also der Haupt⸗ en. Es zweck, auf den sich, zumal bei einer strengen sches Guh Zweifelderwirthschaft, das ganze System gründet. Es ist dieses also im Grunde nur ein fehlerhafter seinen i: Kreislauf, der nur durch den Fall gerechtfertigt, ase kü! ja nothwendig wird, wenn man jenen Zweck auf dem ge keinem andern und wohlfeilern Wege erreichen hte shin kann. Er läßt sich aber, meines Erachtens, unter 0 Banhn sichern Umständen wirklich wohlfeiler bei dem Linlerh v: Brachsysteme erreichen, und da, wo diese Umstände mderr gebe eintreffen, finde ich daher dieses System nicht so uhe d 6 verwerflich, als man es hat machen wollen. Und and! wenn gleich ein allgemeines Brachsystem in 228 Bezug auf das allgemeine Wohl nicht ohne Tadel, und in dieser Hinsicht selbst verdammungswürdig seyn würde: so verdient es in Bezug auf den Privatnutzen seines Betreibers unter sichern Um⸗ stän den und Modifikationen vor manchem andern den Vorzug. Es erfodert weniger Dung; giebt mehr Stroh; einen reicheren Ertrag an Korn, eine sicherere Ernte; erfodert eine geringere Vor⸗ lage, und kostet weniger Arbeit. Dieses letztere ist zwar von den Vertheidigern der Hackfrüchte bestritten worden; vergleichen wir aber die auf eine reine Brache fallende Arbeit mit der, welche auf das Pflanzen, Hacken, Einernten, Einführen, Aufbewahren, Verfüttern der Brachfrüchte fällt: so kann der Vergleich in Bezug auf die Arbeit nicht anders als zu Gunsten der reinen Brache ausfallen. ö Wenn ich aber hier der Brache das Lob spreche: so thue ich dieses doch nicht unbedingt, und bin weit entfernt, die barbarische Indolenz der Vorzeit, oder die traurige Unmöglichkeit, in welcher einst die Nichtkenntniß des Klees und Espers die Wirk⸗ samkeit des Menschen fesselten, zurückzuwünschen. Tritt aber die Brache mit dem Bau der Futter⸗ kräuter in eine gerechte Verbindung; so reichen sich beide die Hand, und sichern dem Landwirthe einen höhern reinen Ertrag, als eine überhäufte Erzie⸗ lung von Wurzel-⸗ und Handelsgewächsen hervor— bringen würde; ob ich gleich beide keineswegs von einem guten Brachsysteme ausschließe. Untet frtihung! Gende li tinnmder f. Audotben Ruact h⸗ Shft gel Zyijflderg weniger e die Vage Inht zu don notb ind ihte feld gl ung nae folgen. X ahne Nuh oder den tine Iwe nit bestel sie desek Rumal, u htethalt Ich se e Ihu au aupudbgt Hů iht —.— ꝑꝑeettrrreTTCGTGCRQłC——*—— 229 .ah V Unter die Umstände, welche ich zur Recht⸗ mmgbvu, fertigung des Brachsystems fordere, gehören: Muug af 1) Daß dabei keine Dreifelderwirthschaft zum siherun. Grunde liege, in welcher durch zwei, drei hinter nchen aun einander folgende Getreideernten dasjenige wieder dunig verdorben wird, was man durch die Brache gut ah an a gemacht hat. Zu einer solchen Dreifelderwirth— ningere V. schaft gehörte nicht weniger Dünger als zu der hirses lhmm Zweifelderwirthschaft; da jene aber dessen ungleich eHacfei: weniger erzeugt, als diese: so kann sie ihr auch cber ze E die Wage nicht halten; sie muß gegentheils von de, v) Jahr zu Jahr, ohne einen beträchtlichen Zuschuß 1, Eijbhn. von natürlichem Graswuchse, an Kraft abnehmen, srühht fi. und ihre Aecker müssen zuletzt denen von Kriegs⸗ uf die A feld gleich sehen. Es sollte also, meiner Mei⸗ keinen zunung nach, nur eine Getreideernte auf jede Brache folgen. ob surh 2) Kann und darf diese Wirthschaft nicht A., ud ohne Nutzvieh seyn; ob sie gleich nur die Hälfte der Vu oder den dritten Theil desjenigen braucht, was valhr. eine Zweifelderwirthschaft, oder eine dreifelderige ers W mit bestellter Brache gefodert. Zu dem Ende kann lhmün sie des künstlichen Futters nicht ganz entbehren: der hul zumal, wenn es ihr sogar an Graswuchs zu dem rucn Unterhalte des Gespannes gebricht, welches in der duithei Pfalz so häufig der Fall ist. un E 5) Ist dieses Brachsystem am vortheilhaf⸗ n un testen auf gutem, und zwar sehr gutem Boden im anwendbar, besonders wenn er etwas schwer ist. ö Es heißt zwar gewöhnlich: der Boden ist zu gut, 2— SISIStttItIIEt;!T;T;T;T᷑?;᷑!·! P PDPG—/P/Fÿ᷑ FEE!!..H:Hö:E:U(HFPpHßʒS-ͤʒj c ··..· ···· 230 um ihn müssig liegen zu lassen. Es ist dieses aber ein Irrthum; denn eben der beste Boden liegt am wenigsten müssig. Auch ohne das Zuthun der Menschen deckt er sich unaufhörlich mit Grün, und bereitet selbst den Stoff, der dazu dienen soll, ihn mit neuer Fruchtbarkeit zu schwängern; statt daß der schlechte Boden, das ausgesogene Land in dem Brachjahre wirklich müssig liegt, indem es ihm an Lebenskraft zur Thätigkeit gebricht. Dieser schlechte Boden gewinnt also nichts durch eine un⸗ thätige Ruhe; es sey denn, daß die Klöße des allzustrengen Bodens in dem Brachjahre besser zer⸗ stört werden können. Ist der magere oder schlechte Boden zugleich leicht, oder ein baarer Sand: so ist ihm die einjährige Brache nicht allein unnütz, sondern durchaus schädlich. Mit dieser unleugba⸗ ren Theorie stimmt denn auch die Praxis meistens uberein. So sehen wir z. B. in den Poldern unterhalb Antwerpen, die seit Menschenaltern ohne Dung gebaut werden, alle 6 oder 9 Jahre eine Brache: statt daß man in den daran stoßenden Sandländern der Campine, die nie etwas ohne Dung hervorbringen, das Land alle Jahre bestellt. Ich glaube also nicht, daß die Fruchtfolge von Wonsheim, wenn wir sie in ihrem ganzen Umfange betrachten, so tadelhaft sey, als sie es bei dem ersten Anblicke zu seyn scheint. Eine Fruchtfolge, die in 14, ja 15 Jahren nur einmal Dünger fodert, und doch vollkommene Ernten giebt, hat gewiß ihr Verdienst, und ihr könnte, auf ihr gtmest en der Man lichen 1n . Bra . Raf 3. Roc 4 Ve 5. b.7 5. Ba Oer sichenten oder zug ler rott die Bu kommen Veizen Mo 1 läbt Mit steht fo linem se 1. B 2. R 5. D 4. He 5. 6. 6. W Na MWligt, PFPFPf— SSSDRRRRRTDTDTDTDTDTDTDTDTDSCTCTCTATDTDTDTDDTDTHN»C᷑ò»Aꝛ‚˙iö 231 it ht angemessenem Boden, vielleicht vor mancher an⸗ ohe l dern der Vorzug gebühren. Julhun y Man hat hier auch noch folgenden vortreff⸗ Grün, u lichen und reichen Fruchtwechsel: ihen sol, F 1. Brache, gedüngt; fatt 2. Raps; Land in dy 35. Rocken; dem es inn 4. Weizen; ht. Dies 5. 6. 7. Esper; uuch eine m 8. Weizen. Kloße d Der Esper wird nach dem ersten Schnitte im se bisst zt siebenten Jahre gestürzt und das Land gewalzt Rait schlecht oder zugeschleift; damit die Pflanzen desto schnel— ket Sund: 6 ler rotten. Nach dem zweiten Pflügen, wodurch allin umt die Wurzeln des Espers wieder auf die Oberfläche ser uulugd kommen, wird alles strenge veregget, darauf der raris meise Weizen gesäet und untergepflügt. den Phn Man säet auch wol Raps nach dem Esper, Naltentn und läßt dann erst Weizen folgen. 9 Jahte i Mit den angeführten beiden Fruchtwechseln dan sufen steht folgender Umlauf, den Einige befolgen, in etyt einem sehr widrigen Contraste. Iun ft 1. Brache, gedüngt; Frihfth 2. Rocken; ihun nl 5. Weizen; „ f 4. Gerste; mt 1 5. 6. 7. Esparsette; u mi am 8. Weizen. ö ö Gn g Nach dem Rocken wird zum Weizen dreimal ul, Au gepflügt. Die Weizenstoppel, auf welche Gerste Mle, Vas n 232 folgen soll, wird sogleich nach der Ernte gestürzt; dann wird vor Winter noch einmal gepflügt. Im Frühjahre wird das Land geegget, die Gerste ge⸗ säet und untergepflügt. Darauf wird der Eöper⸗ samen ausgestreuet und untergeegget. Man säet die Gerste zu Ende des März oder Anfang Aprils. Zu Kartoffeln wird ein- auch zweimal vor Winter gepflügt, und im Frühjahre noch einmal. Alle diese Pflugarten werden tief gegriffen. Man legt sich hinter dem Pfluge ein, und läßt sie zwei bis drittehalb Fuß von einander fallen. Zu der Gerste, die auf Kartoffeln folgen soll, wird vor Winter gepflügt. Im Frühjahre wird die Gerste über den Acker gesäet, und mit dem Pfluge un— tergebracht. Kleeweizen und Mistrocken werden nach der Einsaat gewalzt; oder hat'die Witterung solches nicht zugelassen: so geschieht es im Frühjahre. Das Wintergetreide aber, das keinen Dung erhal⸗ ten hat, oder nicht in Kleestoppel gesäet worden ist, wird nicht gewalzt; weil der Boden sich hin⸗ reichend von selbst schließt. Man walzet Hafer und Gerste, wenn sie über der Erde sind. Das Brachfeld wird zuerst gebrochen, dann gefelgt, dann gerührt, dann besäet und der Sa⸗ men untergepflügt. Das Brechen geschieht am tiefsten. Man hält hier auf hundert Morgen nicht mehr als zwei Pferde, 8 Stück Kühe und Ochsenz und eben so viel an Zuzucht. Man spannt ge⸗ vͤhnlic Iet 0 il Kühe w hier, vie tet gehnl hust Ri senet Wit Nan am Weni Fidet. Leben, vitthe; Ve chemalig Hlaublic 0 klein nüsen Gißftl Räht zu ibeistht bultur Volkom Wur ei sin R ————— —..—.— al gfisz wöhnlich nur ein Pferd an den Pflug, und füt⸗ afün x tert es im Winter mit Runkeln und Rüben. Die Gaft Kühe werden im Stalle gefüttert; die Runkeln de ben⸗ hier, wie allenthalben, für ein schlechtes Milchfut⸗ Mm sih ter gehalten. Desto besser befindet man sich in hfing Wprt. dieser Rücksicht bei ein paar Hände voll geschro⸗ peinal in tener Wicken, die man unter das Getränke mischt. 100 bn Man hat zu Wonsheim auch etwas, wiewol ufen. Nu nur wenig Luzerne, und säet sie in die besten lůt si Felder. ö I. I de I, uind vrr 19 di Heite 460 Erbesbüdesheim. en nach l Ich hatte hier, zum erstenmale in meinem aung slte Leben, die Ehre, mich mit einem Hhrschen Land⸗ örühjeh wirthe zu unterhalten. Dung ehe Wenn wir die ungeheure Bevölkerung des säet worh ehemaligen Palestina betrachten: so scheint es un— hen sich s gläublich, wie eine solche Volksmenge auf einem alhet Ht so kleinen Raume habe leben können, und wir d. müssen annehmen, daß das ganze Land bis in die Hen, Ei Gipfel der Berge wie ein Garten angebauet war. nd dit Et Nicht zu veräußerndes Grundeigenthum, und eine shihtu übersetzte Bevölkerung brachten nothwendig die Cultur dieses Landes auf die höchste Stufe der m Vollkommenheit, und machten aus jedem Familien— 11 Sch vater einen Gärtner, der sich in dem Schatten sant g seiner Rebe, seines Nisen-oder Feigenbaums la— —... DSDSDSDS/SeeeeeeeeEFSSSSSS---efffff..... TTTT.T.TT JF+T————— 254 gerte, und mit den Seinigen die süßen Früchte seines Fleißes genoß. Noch hatte der leidige Wu⸗ cher, und die damit verbundene körperliche Träg⸗ heit, den Charakter der Nachkömmlinge Jakobs nicht entweiht, und ihre Thätigkeit gelähmt. Sie bildeten ein Volk von Ackerleuten, das wenig von Kunst und Handel wußte, unmittelbar aus den reinen Brüsten der milden und einfachen Natur seinen Lebensunterhalt sog, und That und Kraft hernahm, um sich unter dem Sturze aller benach⸗ barten Reiche allein, und so lange aufrecht zu halten. Und diese stolze Zeder, die meist so fest ge⸗ wurzelt auf dem Libanon stand, ist zu unsern Ta⸗ gen nichts mehr als eine Schmarotzerpflanze, die sich wie eine Epheuranke oder eine hungrige Flechte um jeden Baum schlingt, den sie erreichen kann, und sich auf seine Kosten nährt. Ob eine solche Pflanze, die nun einmal an eine fremde Stütze gewöhnt ist, davon losgerissen und selbstständig gemacht werden kann: das ist eine Aufgabe, die wol in dem ersten Jahrhunderte nicht wird gelöset werden. Die religiösen Gebräuche des jüdischen Volks, die so sehr von den Gebräuchen der Völ⸗ ker abweichen, unter welchen es wie eine zer— streuete Heerde lebt, namentlich die Verschiedenheit des Ruhetages, machen ihm den Betrieb der Landwirthschaft äußerst schwer. Am Sonnabend untersagt das Mosaische Gesetz alle knechtliche Ar⸗ beit, und am Sonntage verbietet sie das unsere. Sethen u die weit 0 ist u. fr de ö Ihltis ind Eht urbitten she Hůs⸗ mgehen 0N der nes an lachten Rüügen gufl shn hat gr ren He gen mi dihentht hauen, algeme N lder: —— 235 ijn duht leidige Ur aliche Luß nge Jloß Setzen wir dazu einige Festtage der Christen und die weit häufigern FestF- und Bußtage der Juden: so ist mehr als ein Drittel des ganzen Jahres für den Ackerbau verloren. Dieser wäre also durch Alhnt 6 Israelitische Knechte durchaus nicht zu betreiben, wen on und Christliche an dem Sonnabend auf dem Felde ar aus da arbeiten zu lassen, läuft ebenfalls wider das jüdi⸗ chen Ratu sche Gesetz. Man sucht dieses freilich dadurch zu und Kraj umgehen, daß der jüdische Landwirth keine Notiz ller benat⸗ von der Arbeit seiner Knechte und seines Gespan— auftecht z nes an solchem Tage nimmt, und er nach der rechten Seite hinsieht, wenn diese nach der Linken so sist ge⸗ pflügen und schaffen; wie aber da geschafft und unsen. gepflügt wird, das wird sich der erklären, welcher slanze, di schon seine Ziege unangebunden in dem Garten grige lech hat grasen lassen. Die Herren Israeliten, in de— lichen kn ren Händen nunmehro das meiste Geld steckt, mö⸗ eine solh gen mit Nutzen dasselbe zum Ankauf des Grund⸗ ande Etlh eigenthums verwenden, allein das Angekaufte selbst selösttünh bauen, das können sie nicht ohne ihren und den habe, allgemeinen Nachtheil. wird gllt Man hat zu Erbesbüdesheim auf dem besten 6 jidishn Acker: n det R 1. Brache, gedüngt; 12 eine l 2. Rocken; schedene 3. Weizen; Btieb R 4. Kartoffeln; Sunncbel 5. Gerste; ichlihe I2 6. 7. 8. Esparsette; n Mft 9. Raps; ———————rTrreeeeir‚e.--:-:-:e‚ee....*—* 10. Weizen; 11. Gerste. 8 Auch hier hätten wir also die gute Grund⸗ lage zu einem guten Fruchtwechsel: Hackfrüchte, Gerste, Futterkräuter. Ehe man noch mit den künstlichen Futterkräu⸗ tern bekannt war, welches man hier die Zeit nannte, wo die Zugochsen sich im Frühjahre vor dem Pfluge auf die Knie niederwarßen, und die Kühe, nach hiesigem Ausdrucke, ohne Hosen her— umgingen, das heißt: wo das Vieh vor Hunger und Elend verging; da war die Fruchtfolge auf ähnlichem Boden: 1. Brache, gedüngt, 2. Rocken, 3. Brache, 4. Rocken, 5. Rüben, 6. Gerste, 7. Brache, 8. Weizen. Es scheint also, daß man auch schon damals das Dreifeldersystem nicht an⸗ wendbar fand; denn bei ihm würde der Dung nicht auf acht Jahre zugereicht haben. Auf Feldern von minderer Güte hat man: 1. Brache, gedüngt; 2. Rocken; 3. Gerste; 4. 5. 6. Eßper; 7. Weizen; 8. Gerste oder 8. Brache; ö 9. Rocken. Diese Wirthschaft kömmt der, die wir für den guten Boden angeführt haben, gewiß auf keine Weise gleich. Woher mag es doch kommen, daß man von schlechtem Boden verhältnißmäßig neht, 66, wil an dist de hiit MI u, un den Mot uuust hi hh ägte K Miur in Vi unter, Stelle auf d den G 0 dung d dinige: Genaui Der J 1n he dieh 257 mehr, als von gutem Boden fodert? Geschieht es, weil an jenem weniger zu verderben ist, als zute Grunz an diesem? Gewöhnlich wird dem elendesten Rosse Hnlftügh, die härteste Arbeit aufgeladen. Man säet mit dem Esper immer etwas Klee dutterkrär aus, und nimmt von diesem 5 Pfund Samen auf 1 die J den Morgen. Vor 36 Jahren wurde der Gips ihahte un zuerst hierher gebracht. Der erste Versuch damit und di geschah auf einem zweijährigen Kleeacker. Es Hosen ha⸗ zeigte sich aber später, daß der Klee, mit dessen vor Hunge Natur man damals noch nicht recht bekannt war, ctfolge auf im Winter erfroren war. Man pflügte ihn also 2. Moetr, unter, und säete Etzfutter(Wickgerste) an die 6. Gerst Stelle. Dieses wuchs darauf mit solcher Kraft „ daß un auf dem gegipsten Boden, daß der Glaube an n niht n⸗ den Gips Eingang fand. det Duh Der Pflug hier hat im Ganzen zwar die Bil⸗ dung des Wons heimer Pfluges, doch leidet er schon hat mmn einige Abweichungen, und ist nicht mit derselben Genauigkeit und Vollkommenheit angefertiget.— Der Israelite, den ich sprach, bauet 70 Morgen, und hält darauf 2 Pferde und 10 Stück Rind⸗ vieh. Uirfl Ireimershei m. f f ö ö i Die Fruchtfolge ist wenig von der von Er— n besbüdesheim verschieden. Man hat: ö —.. S——ree‚eeeee.‚.‚..—........——..— ——....e . 2358 Brache, gedüngt; Weizen oder Spelz; Kärtoffeln; Gerste; 6. 7. Esper. Nach dem ersten Schnitte des siebenten Jahres wird zweimal gepflügt, das Land veregget, gewalzt, und mit Raps besäet. Der Rapssamen wird untergepflügt. 8. Raps; 9. Weizen; 10. Gerste, auch wohl 10. Gerste; 11. Hafer. K ASVS„ 2 r Ich fand in den hiesigen Niederungen einen schweren und unübertrefflichen Boden. Die kost⸗ bare Luzerne allein verdient als Futterkraut dar⸗ auf angebauet zu werden. Man weiset dem Klee die etwas trockenern lehmigen Hügel, und der Es⸗ parsette die steinigen Abhänge an. Die folgende Fruchtfolge mag für die Kraft und Stärke des ersten Bodens zeugen: 1. Brache, gedungt mit 25 einspännigen Fudern; 2. Raps; 3. Rocken; 4. Weizen; 5. Gerste; ij If stoß au den niht di Wihen e uf Rer Hd man hu Luzerne satt d treide! hänfelt aus. heben N. en Rü gen ha von ist 12 bis Rochen 7. die Ge Lorn. V. rach —— pP—fPff DSTRAESsTCTRTAHTEWSêc.RT&ss3s—— 6. Hafer; 7. Kärtoffeln; 8. Gerste; 9. Luzerne; ihre Dauer ist unbestimmt. Echitte d Oft stoßt man auch die Gerste und den Hafer pflͤgt, du aus dem fünften und sechsten Jahre aus, und Reps besit reiht die Kartoffeln mit ihrer Folge an den . Weizen an. Auf die Luzerne läßt man Raps, Runkeln oder Kartoffeln folgen. Man hat Beispiele, daß 5 man hundert Malter Kartorffeln nach siebenjähriger . Luzerne von einem Morgen aufgenommen hat; statt daß ihr gewöhnlicher Ertrag nach dem Ge— treide nur von 30 bis 40 Malter ist. Man pflanzt, häufelt und gräbt die Kartoffeln mit dem Pfluge, aus. Einige häufeln sie auch mit der Hacke, und heben sie mit dem Karste aus. tungn li Nach dem Esper läßt man Weizen, nach die⸗ Die ki sem Rüben, und darauf Gerste folgen. Der Mor⸗ gen hat zu Alzey 140 Ruthen; der Ertrag da⸗ Auirat il Hin von ist: bei dem Rapse 7 bis 8 Malter, und und de K 12 bis 15 wenn er recht gut geräth. Weizen und fihe Rocken geben 120 Garben, und 9 Malter Körner; Suth u die Gerste giebt 808 Garben, und 6 Malter an Korn. I S hen Von Alzey schlug ich mich wieder nordwärts nach ———.—.———eeee——..eer——‚..I‚‚‚‚.......——..— A l d i 38/ einem wegen seiner Cultur berühmten Orte. Man pflegt hier alle entfernten Felder, auf welche man nur selten Dung bringen kann, mit dem Spaten umzugraben. Eine Vorrichtung, de⸗ ren Ausübung ich außer dem Lande von Waes noch nirgend angetroffen habe. Vier Mann ferti⸗ gen einen Morgen in drei Tagen ab. In dieses gegrabene, aber nicht gedungte Land kommen im ersten Jahre, oder 1. Kartoffeln oder Möhren; 2. Gerste. Diese wird auf dem vor Winter um⸗ gepflügten Acker im Frühjähre ausgesäet und eingepflügt; dann wird Esparsette mit etwas Kleesamen darüber hergesäet und untergeegget. 3. 4. 5. Esper; 6. Weizen. Dazu wird die Esparsettstoppel ein, auch zweimal, wiewol nur flach umge⸗ pflugt. Der Weizen wird mit dem Pfluge untergebracht. 7. Hafer oder Gerste; 8. Brache. Nun muß aber gedüngt werden. 9. Rocken; 10. Raps; 11. Rocken; 12. Brache; 13. Weizen; 14. Gerste. Hat won Dünget dahte N 4 1. Hl Ranhmal ö Iuf 1 gedü 9. Bei 3. Ger 4.5. 7. H 8. Ge 9• H 10. V 15. V Hewöhgl sihterein henden! auf he Vo —p———** rrttetTee——. 24¹1 Hat man die Brache im achten Jahre mit kurzem Dünger gedüngt, so nimmt man im neunten Jahre Raps, im zehnten Rocken, im elften Bra⸗ Olte. che u. si w. Man hat auch, so viel ich weiß, Feber, manchmal: 1. Rüben, 2. Gerste, 3. Esper. kum, n Auf dem gewöhnlichen Boden hat man: nichung, 1. gedüngte Brache; ö bon Vu. 2. Weizen; ö Mann fuß 5. Gerste; Ir dist 4. 5. 6. Esper; fonmen in 7. Kartoffeln oder Runkeln; 8. Gerste— Hafer; 9. Brache; Vntt un 10. Weizen. wögesitt un te mit etot Fruchtfolge mit Luzerne: 1. bis 8. Luzerne, auch länger; untergerggt 60 9. Raps, oder 9. Kartoffeln, Runkeln; hursettüon. 10. Rocken, Weizen, 10. Gerste; flach ung 11. Gerste, 11. Brache; den P 12. Brache, 12. Weizen; 15. Weizen. Gewöhnlich bauet man ein Luzernfeld acht Jahre nde hintereinander, jedoch mit einigen dazwischen kom⸗ menden Brachjahren, ehe man wieder Dung dar⸗ auf bringt. Vor der Einführung des Futterkräuterbaues hatte man hier: 1. Brache, 2. Weizen, 3. Bra⸗ che, 4. Weizen, 5. Kartoffeln, 6. Gerste, 7. Bra⸗ che, 8. Weizen, und so bis sechzehn Jahre in 16 242 einem ohne Dung fort,„und“, sagte mir hier ein redlicher greiser Landwirth, Namens Neth,„ob „wir damals gleich mehr Getreide säeten als jetzt, „so führten wir dessen doch weniger nach Hause „als unsere Kinder; denn wir hatten nicht so viel „Vieh als sie haben. Ich sehe das wohl an mei⸗ „ner Scheuer, und kann sagen, daß sie jetzt von „achtzig Morgen voller wird, als damals von „hundert.“ Es kömmt also bei dem Ertrage des Getreides auf das Mehrsäen nicht an, und das mögen sich auch mänche Dreifelderwirthe merken. Weislich verfuhr die Vorsehung, welche die Erde nicht bloß zu dem Dienste des Menschen erschuf, sondern, damit alle Geschöpfe ihrer Hand darauf Nahrung finden möchten; da sie es so einrichtete, daß die Erde nur in dem Grade freigebig gegen den Menschen wird, als dieser den Thieren einen Antheil von ihrem Erzeugten überläßt! Wie leicht würde ohne diese Einrichtung jener Herr der Erde alle lebende Geschöpfe um sich her verdrängen, gerade, als wenn er nur allein zu leben brauchte! Man verwirft hier den Anbau der Stoppel⸗ rüben, weil sie zu nachtheilig auf die folgenden Ernten wirken. Die Brachrüben, die man bauet, werden nicht behackt, wie ich solches glaube in der ganzen Pfalz bemerkt zu haben; dagegen wer⸗ den Kichern und Erbsen mit untergesäet, die man vor den Rüben ausziehet und grün verfüttert. Die Runkeln werden mit dem Pfluge ver⸗ pflanzt. Auch hier fand ich so schmale Furchen uf enn ren Mit! MN Mheit, u dgsa, u Hi auem eir in dler Hühe fi 6 lid ehalten den St Gudö t Pfirde 3 und K Matvié Herttenf tlakkt N soll hie nit me daß na habe. Mrüch Pf— tT.T CT— 88—3— nn auf dem Felde, daß man glauben sollte, sie wä⸗ 30 0 ren mit der Egge abgefertiget worden. 910 Man bedient sich hauptsächlich der Ochsen zur e Arbeit, und pflügt bald mit einem, bald mit zwei uitht so u Ochsen, mit einem und zwei Pferden, bald mit vol nn zwei Kühen. Man ziehet diese bei der Arbeit se jitt u einem einzelnen Pferde vor. Zwei Ochsen reichen damals in in einer Wirthschaft von 40 Morgen, und zwei Ertrage x Kühe für 20 Morgen zu. Auf 2 Ochsen werden N, und x 6 bis 8 Kühe, und 5 bis 6 Stück Jungvieh jüthe neren gehalten. Das Vieh wird das ganze Jahr auf lche die End dem Stalle gefüttert, daher man alles, was sonst ischen eschn Gras trug, in Ackerland umgeschaffen hat. Die Hand Nnh Pferde werden im Sommer mit Luzerne unterhal— so einrichtel ten, die Kühe im Winter mit Stroh, Runkeln Feigebig gehe und Kaff gefüttert, dabei warm getränkt. Das Dieren ein Mastvieh wird mit rohen Kartoffeln, Runkeln und 1 Vie ih Gerstenschroot gemästet, und ebenfalls warm ge— err der E. tränkt. ö verdrisj Man macht keinen Gebrauch vom Gipse. Er hen braug soll hier keine Wirkung thun. Unterdessen konnte der Etohh mir mein Alter keine zureichende Beweise geben, die folgeh daß man vergleichende Versuche darüber ängestellt non hun habe. Wir werden sogleich auf diesen Gegenstand 5 glanle 6 zurück kommen. dagehen det, die mu hefuttat. Niche il huut Biech 1 u lieh ein m. Ich erhielt hier eine neue Warnung, wie vorsichtig ein reisender Agronom in dem Glauben⸗ beimessen seyn soll. Schon an mehreren Orten in der Pfalz hatte man mir gesagt, daß nördlich von Alzey aus wenig, und in einigen Gegenden gar kein Gebrauch von dem Gipse gemacht werde. Ich setzte mir also vor, alle mögliche Erkundigungen über diesen Punkt einzuziehen. „Ein Bewohner von Bechtolsheim, den ich in Albig traf, hatte mir mit einer solchen Menge Umstände erzählt, daß bei ihm der Gips durchaus ohne alle Wirkung wäre, daß ich die Sache nicht bezweifeln konnte. Unterdessen bewog mich eben das, den Weg über jenen Ort zu nehmen, um mich noch mehr in der Wahrheit zu begründen. Zu meiner Verwunderung aber bezeugte mir der erste Mann, den ich daselbst traf, gerade das Ge⸗ gentheil. Es war dieses Hr. Böhm, gewesener Maire, und ein ansehnlicher Landwirth. Er gipset alljährlich Klee, Erbsen und Wicken. Er gesteht indessen, daß der Gips bei trockenem Wetter ohne alle Wirkung bleibe; daß er sich aber dennoch auf die folgenden Früchte äußere. Er gipset daher alle Jahre. Wahrscheinlich, daß einige kurzsich⸗ tige oder kärgliche Bauern es bei einem ersten mißlungenen Versuche haben bewenden lassen, und ihtet sen sehst 0 mellt, 3ufil at d Klee daß man ung des Re Wson seine gr u Dei dnd viellie damit virke; Saate sahen: dett se st, de det Kl har au suß. Rur ge urct ung Inden fo u ai de ————— Nuung, u. den Gluuber kren Ortn i nötdlich yn Hegenden gy oerde. A Srkundigunge u, den ih in olchen Meng ips ducchat ie Sache nit og mich en nehmen, u u begründe ugte nir x rade das „ gevesn th. Er gii . Er gah Wetter dj democ sipst I iize kunf zinem us Hsen, u zu ihrer Rechtfertigung die Schuld auf das Gip— sen selbst werfen. Ich habe bei dem Art. Erbesbüdesheim be— merkt, daß der erste Versuch mit dem Gipse durch Zufall auf einem Acker gemacht wurde, worauf der Klee im Winter zu Grunde gegangen war; daß man aber dennoch die außerordentliche Wir⸗ kung des Gipses an der folgenden Frucht gespürt habe. Dieses mit dem, was ich über die Un⸗ wirksamkeit des Gipses auf die gegenwärtige, und seine gute Wirkung auf die folgende Frucht sowohl zu Bechtolsheim, als auch anderswo erfuhr, führt ganz natürlich auf den Schluß, daß der Gips vielleicht mehr noch auf den Boden, als auf die damit bestreueten Blätter und Stiele der Pflanze wirke; denn wie sollte er sonst noch den folgenden Saaten zu gute kommen? Freilich kann man hier sagen:„Der Gips wirkt auf den Klee und beför⸗ dert sein Gedeihen. Je stärker und dichter dieser ist, destomehr hinterläßt er der Erde; und so hat der Klee unmittelbar, der Gips aber nur mittel— bar auf die folgende Saat den mächtigsten Ein⸗ fluß.“ Dieses ist zwar richtig; allein wenn nun der gegipste Klee durch Frost oder andere Zufälle zurückschlägt, oder, wenn er bei trockener Witte⸗ rung durchaus keinen Nutzen von dem Gipsen zieht, und wenn da die gegipste Stelle sich dennoch bei der folgenden Frucht auffallend auszeichnet: so ist doch wohl nicht zu leugnen, daß der Gips hier auf den Boden, und mithin auf die Wurzeln ein⸗ 22* 5 — —— ——— DDIII— 0 2 — „ 4 9——— 246 wirke. Christian Dettweiler*), einer der gescheu— testen Landwirthe, die ich noch getroffen habe, ist durchaus dieser Meinung; daher sieht er nicht dar⸗ auf, ob die Kleeblätter im Frühjahre den Boden zu belegen anfangen, oder nicht. Er streuet den Gips so früh er kann, und stets im Hornung, weil alsdann noch Feuchtigkeit da ist, die oft im März fehlt. Er würde, wie er mir sagte, den Gips im Herbste oder Anfangs Winter ausstreuen, wenn er ihn um diese Zeit beifahren könnte. Daß die Wirkung des Gipses durch den gleich auf das Gipsen eintretenden Frost zernichtet werde, wurde mir weder hier noch irgendwo in der Pfalz, wo ich mich angelegentlich darnach er— kundigte, bestätiget. Dasjenige also, was ich bei Hrn. Uhl, Artikel Merlenheim, gehört habe, steht zu bezweifeln. Das Schwarzwerden seines Klees durch den Frost, mochte von andern Ursachen als dem Gipse herrühren. Daß der Gips aber bei trockenem Wetter auf den Klee nichts fruchte, sich aber doch noch hernach an den folgenden Saaten wohlthätig beweise; davon gab man mir überall die überzeugendsten Proben an, und es herrscht in der Pfalz nur eine Stimme darüber. So wie allenthalben, so fand ich in diesem Lande nicht einen Ort, nicht einen einzigen, wo ) Wir werden von ihm in einem der folgenden Artikel sprechen. P—pPf 247 de heshy man sich nicht in Lobeserhebungen über die Wohl— sen hrbe, g thaten ergoß, welche der Anbau der Futterkräuter it nicht dy(Klee, Esper und Luzerne) dem Ackerbaue gewährt. den Bogz„Was würde aus uns geworden seyn,“ sagte mir struet he Hr. Böhm,„wenn wir in diesen Kriegszeiten kei⸗ in Hornumz nen Esper und keinen Klee, also nicht mehr Fut⸗ die oft i ter als unsere Väter gehabt hätten? Entweder un⸗ sigte, h ser Vieh, oder die Pferde der Armeen hätten müs⸗ aussttenz sen darüber zu Grunde gehen! Alles Stroh und Onnte. alles Getreide wäre in dem Falle verfüttert, un⸗ bulch deh sere Saat auf dem Felde weggemähet worden, henichtt und wir selbst wären vergangen. So aber bleibt idvo uns, der unglaublichen Fourragirungen ungeachtet, danmc tz doch noch Futter übrig, und an manchen Orten paẽ 10 sieht man kaum, daß ein Heer durchgezogen ist.“ htbe, h Die Fruchtfolge zu Bechtolsheim und die da⸗ sins Klt bei übliche Feldzubereitung ist folgende: Uschen 1. Brache. Man pflügt dreimal, und bringt chir h. mit dem vierten Pflügen den Rapssamen in fuchte, die Erde. Der Mist wird vor der zweiten Pflugart aufgebracht. den Santg Rass 2. Raps; 10 105 3. Rocken. Dazu werden die Rapsstoppeln zwei mal gepflügt. Li4. Weizen. Die Rockenstoppel wird dafür zwei n 2—5 mal gepflügt; dann wird gesäet, und der fihen, v Samen mit dem Pfluge eingebracht. 5. Gerste. Wo möglich wird die Weizenstoppel 0 zweimal vor Winter umgefahren. Man fin⸗ n Mul det nicht gut den Acker zur Gerste im ———..——————— ñ— ————.—— re.————— 248 Frühjahre zu pflügen. Man säet Anfangs April. 6. 7. Esparsette. Man läßt sie nur zwei Jahre, manchmal auch nur ein einziges Jahr stehen. 8. Weizen. Däzu wird das Eoperfeld flach umgepflügt. Die Wurzeln werden mit einer eisernen Egge zerrissen. Darauf pflügt man tiefer. Endlich wird der Weizen gesäet und flach eingepflügt. 9. Kartoffeln; 10. Gerste; 11. Brache ohne Dung; 12. Weizen. Auf einigen Feldern nimmt man statt des Espers 6. Klee. Dieser bleibt auch manchmal zwei Jahre stehen, und dann wird im zweiten Samen davon genommnn. 7. Hafer. Der beste, den es geben kann. 8. Brache, ungedüngt; 9. Weizen; 10. Kartoffeln. Nimmt man aber im achten Jahre Kartoffeln statt der Brache, so hat man sich eine vortreffliche Ernte davon zu versprechen. Klee, Hafer, Kar— toffeln ist ganz sicher eine sehr konsequente Frucht⸗ folge. Doch soll keine Kartoffelnernte der nach Luzerne beikommen. Der Ertrag davon steigt manchmal auf 120 Malter, statt daß eine Kartof⸗— felernte ihrer nur 40 bis 50 nach dem Weizen darbietet. Man säet hier den Rocken auf den fischun auf den Icer. ganth Rt. 2 n bist Ale ten umge zuf fögg ud ne dauett I. then, und 26 nan z damit, liegen shwer, 30 Getteid und en Helege gestrect seine siem Hn ist e Frü RWhraue R hin, ———————2— ——————————— 249 siet Njtz frischumgebrochenen Acker, den Weizen aber gerne ö auf den gelegenen, wieder grünausgeschlagenen Acker. Dieser Gebrauch wäre also gerade das Ge— stchn gentheil von dem, was ich anderswo beobachtet Rurfld fin habe. Man hält den Weizen nach Esparsette für da nit en den besten. ͤ psügt nu Alle trockenen Wiesen werden mit dem Spa⸗ gesäet y ten umgegraben und mit Kartoffeln bepflanzt. Dar⸗ auf folgt Gerste mit Luzerne. Solche Luzernäcker sind nachher nicht zu erschöpfen.— Die Luzerne dauert hier gewöhnlich 8 bis 10 Jahre. Auf 170 Morgen, der Morgen zu 160 Ru⸗ then, hält man 5 bis 4 Pferde, 9 bis 10 Kühe, des Eöhtt und 20 Stück Jungvieh. Auf 20 Morgen braucht auchmal zui man zwei Kühe zur Arbeit, hält ihrer aber drei, in zpiitn damit, wenn eine trächtig wird, die Arbeit nicht liegen bleiben darf. Der Boden ist hier nicht kann. schwer, und man pflügt ihn mit einem Pferde. Zu Alzey und in dieser Gagend wird alles Getreide ohne Ausnahme mit der Sense abgebracht, und entweder angehauen und von einer Frau in rtoffel stt Gelege gebracht, oder geradezu in Schwaden hin— vottreftt gestreckt. Die Tagesarbeit für einen Mäher und 0fer, i seine Gehülfin ist von zwei Morgen, nur bei üp⸗ t dut pigem Weizen von anderthalb Morgen. Der Ro⸗ e der uu cken ist am leichtesten zu mähen. Auch selbst, wenn Rvon sih die Früchte gelagert sind, wird die Sense dabei ze Lun. gebraucht. ö den Beigt Man bedient sich hier wie zu Gölheim, Kirch— heim, Wonsheim, Alzey, Albig und von da aus auf de ———... SISISISIII..ss;ss:T':'?s'?'G'æłGVæ%łgßꝙPs;s;sTTSTSTPSTCTCTCTCł¼řžʒ⅛öp s. —.————— ——— — — 200 in der ganzen nördlichen Richtung nach der Nahe und dem Rhein zu der Wendepflüge. Allein sie sind hier nicht mehr was sie zu Gölheim und Wonsheim waren. Ihre Struktur wird in dem Verhältnisse schlechter, als man nach Norden vor⸗ rückt. Das schöne Gölheimer Schaar verschwindet,‚ und geht in einen umgekehrten runden Spaten über, dessen Gestalt nicht die geringste Berechnung hat. Ich sah zu Gundersblum, wo ich sogleich mit dem Leser ankommen werde, einen solchen Pflug arbeiten, der bei jeder Furche zwei Hüte voll Grund mit sich fortschleppte. Meine Reise ging nun nach Winteröheim. Zwischen diesem Orte und Dolgesheim sah ich einen steilen Abhang, den man in sechs regelmä⸗ ßige Terassen oder Absätze gelegt hatte, wodurch eben so viele wagrechtliegende, wiewol nur schmale Felder entstehen. In den Weinbergen ist solches ganz gewöhnlich; aber bei dem Ackerbau hatte ich so etwas noch nicht gesehen, und glaubte diese Art von Industrie bloß in China zu Hause. Ehre also den biedern Pfälzern! Eine der Unannehmlichkeiten, auf welche sich ein reisender Oeconom, der die Landstraße nicht immer einhalten kann noch darf, gefaßt machen muß, ist: auf die Nacht eine schlechte oder gar Himes, iber Ei nahn di den Fn Man; IH W Nocht fahten, ufßo hibthe für da gen ul Nene( bis in nahe; elstrec nehr von w. W Ihhay PPFIPIPIIIITTTTTRTRłT—ìüs..TSTS VIII7— ——— 2.— IIII———2—232 251 U keine Herberge zu finden. Es ist aber nicht mög⸗ In 0 lich, dieses in einer unbekannten Gegend voraus⸗ Whhän zusehen, um den Reiseplan darnach einrichten zu itd in du können. Zu noch größerem Unglücke für mich war Nurden vnz Kirmes, als ich in Wintersheim anlangte; dar— vushwindte uber Einquartierung, und die verdammte Musik nden Spatz nahm die einzige Kammer ein, die mir hätte wer⸗ e Berechnu den können. Zufälliger Weise war der wackere ih slit Mann, an den meine Addresse ging, über Feld. solchen Nn Ich mußte mich also entschließen, entweder die i Hitt u Nacht mit zu tanzen, oder eine Meile weiter zu fahren, um eine ruhige Nacht zu haben. Mit junfzig Jahren wählt man das Letztere. Vinterhhi Gundersblum. Him sch i ih regek. Indem ich von Wintersheim über die Höhe e, won hierher fuhr, entdeckte ich den Rhein, der sich in, Trur schnt für das Auge, unerklärbaren Krümmungen, Bo⸗ in ist soch gen und Umwegen durch die reiche und vollkom— Han hattk mene Ebene windet, die sich von Oppenheim aus, glaubte N bis in die Gegend von Frankenthal in einer bei— Haus⸗ I nahe geraden Richtung von Norden nach Süden erstreckt. Bei Frankenthal dehnt sie sich etwas Dalhe f. mehr aus, und läuft südwestlich auf Neustadt an, iotß fih von wo die Gebirgskette wieder nach dem Rheine n nachl zu vorspringt und die Ebene unterbricht. Der rasche dder Abhang der Höhen, die diese Fläche begränzen, 252 und seine Form zeigen sattsam, daß sie ehedem dem Rheine, oder vielmehr einem See zum Ufer gedient haben. Der Rhein, im Anfange ohne Zweifel durch das enge Thal der steilen Rheinge— birge bei Bingen und Rüdesheim gehindert, in Vollem wegzuströmen, stauete von da bis zu den Gränzen der Schweiz zurück, und bildete zwischen den Vogesen und dem Schwarzwalde einen der größten Seen des westlichen Continents; bis er sich vor und nach dem Schlund erweitert, vertieft, und dem Gewässer des Sees einen Abzug verschafft hatte. Daher dann diese vollkommene Ebene; da⸗ her der reiche Letten, der kalkartige Lehm, der mergelhaltende Thon, die Kiesschichten, die Sand— streifen, die Dünen, der krumme unregelmäßige Gang des Stroms, die häufigen Inseln, die ver⸗ sumpften Stellen u. s. w., die man in diesem großen Thale antrifft. Wir fuhren unmittelbar bei Gunderöblum nach diesem glücklichen Edenthal von der Höhe hinab, und wer je mit offenen Augen da hinab fuhr, der rief gewiß wie ich: Welche Gegend! Welcher Boden! Welches Land! Luzerne und Esparsette sind die Futterkräuter, welche hier gebauet werden; jene in der Ebene, diese auf der Höhe. Fruchtfolge mit Luzerne in der Ebenez 1. Brache, gedüngt; 2. Raps — 255 daß si chhez 35. Rocken; See jin u 4. Gerste; Iifange an 5. Haferz ilen Rhen 6. bis 14. Luzerne; gehndart, i 15. Raps; u bid zu de 16. Rocken; ilbete zvish 17. Gerste; de einen dy 18. Hafer. ntö; bio Und alles das nach einmaligem Düngen! Hatte lt, vurtief ich nicht Recht auszurufen: Welcher Boden! Wel— Hutg vershuf ches Land!? Hier ist wohl kein Ort für eine he Ehene; da⸗ Musterwirthschaft, und wehe dem, der anderswo ge Ahn, de die seinige nach einem soirzen weiten Leisten zu⸗ , die Sand schneiden wollte! luißtg ö 9. Ua Fruchtfolge mit Esper auf der Höhe: ll, ö an in dist 1. Brache, gedüngt; 2. Rocken; Gunderöhn 5. Gerste; on det H 4. 5. 6. Esparsette. Sie gewährt aber in jedem 11 hu Jahre nur einen Schnitt; vielleicht, daß che G man sie ohne Klee aussäet! 7. Weizen; „Futtuit 8. Kartoffeln oder Möhren. Zu beiden wird in der Ei das Land umgespaltet. Ein Mann fertiget täglich acht bis zehn Ruthen mit dem Spa— ten ab. dur Ehen 9. Hafer. Auf leichtem, nassem, moorigem Moden hat man ein Jahr um das andere Runkelrüben und Hafer, .... SISISISIIIIIE..fxT᷑T᷑!᷑!᷑PTP·PFPPFPF!ÿUÿFk!!Cn1—lIII!ESTSTETETETETETETETCTC··TETELEÿEÿñłw äñ—TF———— 8I.8 XI 77* ——— —.— — .—. .....— I —— — 254 und doch wird nur einmal in acht Jahren gedüngt. Auf Sandfeldern, wo Schwindstellen*) mit unterlaufen, hat man: ö 1. Brache, gedüngt; 2. Rocken; 3. Gerste; 4. Kartoffeln oder Mais. Zu beiden wird das Feld gegraben. 5. Hafer. Längs dem Rheine laufen einige Felder her, die sehr oft überschwemmt und mit köstlichem Letten bedeckt werden. Man besäet diese Felder alle Jahre mit Hafer, der über alle Maßen geräth, und 200 bis 250 Garben vom Morgen abwirft. Auch hier herrscht Stallfütterung. Die Kühe werden im Winter warm getränkt, und erhalten Wiesen⸗ heu und Runkeln. Man pflügt mit einem Pferde, einem Ochsen, auch zwei Kühen. Das Land ist zu gut, als daß wir uns lange da verweilen; nur den Bienenfreunden empfehle ich noch, in Gundersblum einen berühmten Maga⸗ zinbienenstand heimzusuchen, der sich daselbst bei einem Apotheker befindet. Auch der bei Hrn. Hof⸗ gerichtsrath Libelius in Mainz, ist sehr sehenswür⸗ dig, klein; aber vollkommen eingerichtet. Ich ) Schwind- oder Brandstellen sind solche, wo nahe un— ter der Oberfläche Kiesbänke herlaufen, wodurch bei trockenem Wetter die Pflanzen darauf verdorren. shu der H ————— 255 Wan kehre meiner Seits mit meinem Leser wieder nach fder Höhe und nach Wintersheim den wird d zurück, und er wird sich eben so wenig als ich, den doppelten Weg gereuen lassen, um einen wa⸗ ckern Landwirth kennen zu lernen, der als ein r hu, Muster in der Nachbarschaft angeführt wird, und lichem Lett dem das Dorf, das er seit funfzehn Jahren be⸗ ir ale Iahre wohnt, sein Glück und seinen verbesserten Wohl⸗ geuüth, ud stand verdankt. Da mir einige der Einwohner boitft. Luc selbst den elenden Zustand der Wirthschaft beschrie— zihe wedn ben haben, der hier herrschte, und sie ihre vorige Iten Bisen. Blindheit bekennen, so verdient das Zeugniß allen inem Mag Glauben. Noch vor 10 bis 12 Jahren, sagten sie mir, 1 in lang waren Unkraut, und hauptsächlich Disteln im in empf Sommer das einzige Futter, wobei sich die Pferde nten M. zu freuen hatten. Vorausgesetzt, daß es sich bei daselbst E einer solchen Kost freuen läßt. Das Rindvieh war Hn HH in einem noch erbärmlichern Zustande. Die Ochsen scheuir fielen im Frühjahre vor dem Pfluge nieder, die üchtt. Kühe waren behext und gaben keine Milch. Pha— rao's magere Kühe waren Mastvieh in Vergleich mit denen von Wintersheim. Auf 100 Morgen Ackerland wurden drei Kuhgerippe gehalten, und 1—— o im Sommer mit Unkraut, im Winter mit Hafer⸗ 01 nin stroh und etwas Runkeln beim Leben erhalten. bollen. S.. e—————Reeeie-e-ee.—T* 256 Kein Vieh waurde nachgezogen, weil man kein Futter dafür hatte. Die Israeliten spielten also ihre Rolle in dem Viehhandel; gaben das Vieh mitunter auf Borg, und der Bauer wußte zu was fur Prozenten. Zog auch Einer einmal ein Kalb auf, so war es mit anderthalb Jahren 7 bis 8 Gulden werth. Wie der Viehstand, so der Feld— bau! Seit Menschenaltern hatte das Feld keinen Dung erhalten; einige nahe bei dem Dorfe gele— gene Stücke ausgenommen, die man alle 8 bis 10 Jahre mit etwas Dung übersprengte. Funfzehn Garben, und wenn es hoch kam, fünf und zwan⸗ zig, war der Ertrag von 160 Nürnberger Qua⸗ dratruthen. Das Feld war in zwei Fluren ge— theilt, die der Weg von Gundersblum nach Win⸗ tersheim scheidete. Die eine davon lag brach, wenn die andere Frucht trug. Der Fruchtwechsel war: 1. Brache, 2. Spelz, 5. Brache, 4. Hafer, 5. Brache, 6. Rocken. Dadurch ersparte man das Dungausfahren, und wurde in der Feldbestel⸗ lung nicht irre. Nur auf wenigen Aeckern, die den Haushahn krähen hörten, und daher, wie ge⸗ sagt, manchmal ein wenig Dung zu sehen krigten, da säete man etwas Klee, Raps und Runkeln. Wenn man den damaligen Zustand von die⸗ sem Dorfe, mit dem nebenbeschriebenen zusammen⸗ hält, und dabei bedenkt, daß zehn Jahre hinreich— ten, um diese große Veränderung hervorzubrin⸗ gen; so kann man nicht anders als darüber erstau⸗ nen. Die Fesseln der Zweifluren sind gebrochen. Zedet Statt hen dl Kubhe uhtte von de hat heuge Hhe neht undel diesen Detti sich v brach hieß allein wachs⸗ wartet auch! wenn Er wi dek ei diese Man Nahr he E 6 5 eil um iin spilltn 0 Wen das V Mufte I vpn ana ein Kul ahta 7 bis 5 „so da dih⸗ 6 Feld kenn n Dorfe gi ale d bisn Ite. dunfzeh iuf ind zpan⸗ imnetzer du⸗ di Fluren ge um nach Vin an lag hagh, fruchtwehse r, 4 Hafel krshatte man de Fedbesek Vem, d Nher, vie g schmn kiigth Funke. stand von N. dun zusenm⸗ Iuhre himt 111 uibe ln su gohe 257 Jeder bauet, wo, was und wie es ihm beliebt. Statt 15 bis 25, werden jetzt 150 bis 200 Gar⸗ ben aufgebunden. Wo auf hundert Morgen drei Kuhgerippe standen, stehen jetzt 6 bis 7 wohlge— nährte Kühe, ohne die Zuzucht, und statt diese von der Judengenossenschafft auf Borg zu nehmen, hat man ihrer an sie zu verkaufen. Die Ochsen beugen nicht mehr die Knie vor dem Pfluge. Die Kühe geben Milch, und man schneidet ihnen nicht mehr die Schwänze auf. Die Luzerne, der Esper und der Gips haben den Zauber gelöset. Der Mann, welcher die Wintersheimer mit diesem Talisman bekannt machte, ist Christian Dettweiler, ein Mennonist von Kendenheim, der sich vor ungefähr dreizehn Jahre hier niederließ. Er brachte seinen Esper- und Luzernsamen mit.„Ja!“ hieß es,„der glaubt uns etwas zu lehren; allein, wenn ewiger und türkischer Klee bei uns wachsen wollten, so hätten wir auf ihn nicht ge— wartet. Unsere Väter verstanden das Handwerk auch! Und, wo soll er dann Getreide hinsäen, wenn er alles mit Klee und Kraut übersäen will? Er wird sich schon bekehren, sobald er seine Fel— der einmal wird zu Grunde gerichtet haben, und diese kaum Disteln mehr vorbringen werden.“ Man sollte nicht glauben, daß man noch vor zehn Jahren in irgend einem Theile der Pfalz eine sol— che Sprache führen konnte*) Allein, ich schreibe Sie paßt höchstens für eine Reisebeschreibung. Man 17 258 keinen Roman, und wage es nicht, selbst aus guter Absicht, eine Lüge zu sagen. Ich benenne den Ort und die Menschen.— Dettweiler schwieg und säete fort, und was er säete wuchs. Die Prophezeihung schlug fehl; die Felder verbesserten sich, statt schlechter zu werden. Futter, Stroh, Dünger, folglich auch Getreide kamen im Ueber⸗ flaß.— Nun öffneten sich die Augen der Blin⸗ den, und die Lahmen fingen an zu gehen.„Das hätten wir nicht gedacht!“ hieß es nun, und nun veränderte sich auch die Gestalt der Erde. Ich fand hier zweijährige Luzerne, wovon der dritte Schnitt*), ungeachtet der großen Trockenheit, über zwei Fuß hoch war, und rein und vortrefflich stand. Sie gehörte Dettweiler an. Es ist wahr, er hatte sie unter wohlgedüngten Raps gesäet; allein, um solche Luzerne zu haben, verdiente sie selbst in porzellanene Töpfe gesäet zu werden. Der Gips thut hier die vorzüglichste Wirkung. Seine Einführung in der Pfalz, ist das Werk von Dettweilers Vater, der ihn im Jahr 1772 in einem Sacke mit sich aus der Gegend von Weißenburg nach Kendenheim brachte. Er sehe den letzten Artikel meiner Beschreibung der Fel⸗ lenbergischen Landwirthschaft. *) den 2 usten August 1814. l, sebe unz „ Ich bnah⸗ weler sntz uche. di dbe läseete uuter, Eih, men im Uever⸗ Ugen der Iin gehen.„In nun, und an Erde. Hane, popen et der geͤßn war, und rin Dattweiler ar vohlhedingte uune zu habe, Npfe gasitt z 2 bofzüglhste Pfalz. ist da ihn in Iaht 8 der Gehtr Hrahte H. Nu* Laatuna Hrnhun Ni ——— 259 machte sogleich einen Versuch damit; säete ihn aber am Mittage selbst aus, während seine Nach— baren zu Tische saßen, um allem Gespötte vorzu⸗ kommen. Die Wirkung des Gipses war außer⸗ ordentlich, und fiel jedermann auf. Er konnte nun schon, ohne ausgelacht zu werden, sein Geheimniß verrathen, aber lange bekämpfte noch bei einigen der Geist des Widerspruchs den Fortgang des Gu⸗ ten.„Das Neue, das beste Neue,“ sagt Mayer, „will nicht ein. Das Nervenwerk der Bauern „ist eben gar zu hart. Alles geht schwer ein und „schwer aus. Sie nehmen so leicht und schnell „nichts an, und lassen so leicht und schnell keine „alte Gewohnheit wieder fahren.“ So sollte das Vieh von Dettweiler, ihrer Verheißung nach, von dem Gipse auflaufen und erkranken, das Feld sollte dadurch ausgemergelt werden;„allein,“ sagte mir der ehrwürdige Alte,„Feld und Vieh thaten's „doch nicht. Letzteres blieb gesund, und ersteres „wurde mit jedem Jahre besser.“ Die Wahrheit siegte zuletzt, die Hartnäckigkeit gab nach, und das Vorurtheil verschwand. Heil dem Manne, der sich mit solchen Lor⸗ beeren krönt, an denen kein Blut klebt, die keine Zähre des Unterdrückten netzt; sondern woran der Segen künftiger Generationen haftet!— Hätte mein Umherreisen keinen andern Nutzen als den, die Namen solcher Edlen aus der Verborgenheit hervorzuziehen, und sie der Nachwelt zu üͤberlie⸗ —*— SISI FTFTtTrTrs:? s?s:s:!:!ZTꝛ;᷑ł᷑'ĩĩrr??? TLꝛ:. fern: heim 1. 3. 260 so rechnete ich mir es zum Verdienste Der Fruchtumlauf, den man jetzt zu Winters⸗ angenommen hat, ist folgender: Brache, gedüngt. Man rechnet ein vierspän⸗ niges Fuder auf jede zehn Ruthen. Raps; Rocken; „Gerste. Dazu wird die Rockenstoppel vor Winter zweimal umgepflügt, und die Gerste im Frühjahre ohne weiteres Vorpflügen ge— säet. 5. Hafer. Manchmal auch weggelassen. 6. 7. 8. Esparsette. Wird sie ohne Beimischung mit Klee gesäet: so nimmt man drei Firnsel Samen auf 100 Ruthen. Fügt man aber anderthalb Pfund Kleesamen dazu, so braucht man ein halbes Firnsel Esparsette weniger. 9. Weizen; 10. Kartoffeln; 11. Gerste oder Hafer; 12. Brache; 13. Weizen. Aller Samen, selbst der Raps, wird unter⸗ gepflügt; nur Klee⸗, Esper⸗ und Luzernsamen nicht. den. Die schlechtesten Aecker sucht man durch den Anbau von Möhren und Esparsette zu verbessern. Zu dem Ende aber muß das Land gegraben wer— Man verfährt dabei folgendermaßen. Nach⸗ —————— ——————————————————— PP P PTDT*DD C.V 2——— 261 Vadienst ö dem der Pflug in der Mitte des Feldes zwei Winters Furchen gegen einander angeschossen hat: so zieht ö er von beiden Seiten noch einen Schnitt, und legt lspir⸗ ihn an den schon aufgeworfenen Kamm an. Zehn Menschen stehen vertheilt in der Furche, graben sie ihrer Breite nach mit dem Spaten aus,*) und legen den Grund auf die zuletzt umgepflügten on vot zwei Schnitte. Dann zieht der Pflug wieder zwei ie Gerste Furchen von jeder Seite, und das Ausgraben wird sugen g⸗ fortgesetzt: so daß am Ende sich jedesmal eine Furche über die andere von dem ganzen Felde aus⸗ . gegraben findet, und von dem untern rohen Grunde limischung über die ganze Oberfläche etwas vertheilt ist. Dar— tei Firnsel über wird der Möhrensamen ausgesäet, eingeegget man aber und das Land zugeschleift. Man säet gewöhnlich 0 braucht noch vor dem Merz, damit die Feuchtigkeit das weniger Aufkommen der Möhren befördere. Später wird gejätet, wiewohl nicht gehackt. Auf die Möhren folgt Hafer, unter welchen Esparsette gesäet wird. Alles ohne Dünger. Die Esparsette kommt in einem solchen gegrabenen Boden(sollte der Grund, den man herauf gebracht hat, auch noch so roh itd nek— Wnsamen ) Sie haben dabei eine besondere Art in den Grund zu duch n stechen; da sich aber darüber einige Ungeutlichkeit in hethesen meine Noten eingeschlichen hat, die ich mir nicht zu ulbn erklären weiß: so lasse ich die Beschreibung davon h weg. 9 SDSISISSSIIIIIIIFIAIAIIIAIIEE...tfTffTPT᷑·᷑·TPTPFP!T!TF:!᷑!E'˙k!::!?!?!??????T?TCFCF?F ¼— + ——— 4 1 ö 262 und steinig seyn) äußerst gut. Es scheint selbst, daß dieser aufgebrachte rohe Grund ihr gedeih⸗ licher sey, als die fetteste Erde. Dettweiler hält die Möhren für ein köstliches Pferdefutter. Der Pfuhl wird im Winter auf die Luzerne, auch auf die Brache verwendet. Man sieht nicht darauf, ob bei dem Aufführen der Boden gefroren sey. Mein Mund sagte diesem Wohlthäter seiner Ne⸗ benmenschen Dank, und mehr noch mein Herz. Sandhof. Wir eilen nun einer ganzen Republik von tüchtigen Ackersleuten entgegen, die den Beschluß meiner Reise und dieses Werkes machen sollen. Ich rede von dem berühmten Mennonistenhofe zu Ibersheim, der zwischen Rheintürkheim und Hamm nahe an dem Rheine liegt. Ich kam an, oder glaubte angekommen zu seyn, und da ich mich einige Tage an einem so merkwürdigen Orte aufzuhalten gedachte: so gab ich meinem Führer den Abschied. Zu meinem Aer⸗ ger hörte ich jetzt erst, daß ich auf dem Sandhofe, Ich nahm Abschied von Christian Dettweiler d nit u. Hathel Di rur sch Hümer lch jch m He shiflich ihm u Mahe deshteme Steche unütz; ud ist htingen, Er vit reimal Wuern Zeneünst Vesen! D sndiger und das zu biit dist E ligtt Heidelr lune h SSF———F———————————— F774——— —— A SS E ———..—..—***.— 265 int sebsz und nicht auf dem Ibersheimerhofe einquartirt gedeij war. Das Uebel war geschehen; ich suchte also eiler häl Vortheil daraus zu ziehen, und blieb. . Dieser vormals Pfälzische Domainenhof wird Azrne von sechs Bauern, die nunmehr wirkliche Eigen⸗ icht uh thümer davon sind, betrieben. Es sind also eigent⸗ geftorn lich jetzt sechs Höse, wovon die Gebäulichkeiten zum Theile getrennt, und nur durch eine gemein⸗ Letweiler schaftliche Ringmauer vereint sind. Jeder von sünet N ihnen mag ungefähr sechszig Morgen unter dem hen Pfluge haben. Da sie noch bei dem elenden Wei⸗ desysteme beharren: so bleibt noch eine ansehnliche Strecke sehr guten Bodens unnütz liegen. Ich sage unnütz; denn dieser Boden liegt zum Theil zu hoch, und ist zu trocken, um so viel Gras hervorzu— bringen, daß es nur einigermaßen lohnen könne. Er wäre bei Stallfütterung durch den Pflug noch dreimal so hoch zu benutzen. Indessen da die sechs Bauern die Weiden nicht getheilt haben; sondern ait 8. gemeinschaftlich betreiben: so kann dieses schlechte Sacnn Wesen noch lange so fort gehen. he soln Dasselbe gilt auch von einer ziemlich großen Iet sandigen Strecke, wovon das Eigenthum zum Hofe, hein u und das Recht, sie das ganze Jahr mit Schafen zu betreiben, einem Fremden gehört. Da nun üü diese Sandstrecke, die völlig das Ansehn ehema⸗ enen s liger Dünen hat, von selbst nichts als ein wenig . so 9 Heidekraut vorbringt: so haben beide Theile für Sabh keine hundert Franken Nutzen von einem Boden, Sandhoje J....eee‚‚.—..——— ——— ‚DDI‚‚‚...s—.—— 2 DDDDDYeDDeee————— ————— ———— .— U 2 LI EEESEIEEIEIEFETEIIAEAIETIEEE-.-— 3.——— ......————— — ——.—..‚.—.—.—.—‚—.re ———— XI 11 6 Ii Rig I V V + 2 264 der ohne jene widersinnige Anordnung einige tau⸗ send Franken an rohem Ertrage geben würde. Ein Sand wo Esparsette wachsen will und Weinreben gedeihen, ist keinesweges schlecht. Mit einem Worte, der Sandhof ist nicht gemacht um einem Reisenden einen besondern Begriff von der Pfäl⸗ zischen Landwirthschaft zu geben, und der allzu⸗ kostbare körnige, schwarze, fette Boden nicht ge⸗ eignet, Fleiß und Industrie um Hülfe anzusprechen. Die Fruchtfolge auf diesem Boden äst: Weizen oder Rocken; Gerste oder Hafer. Wie muß nicht hier das Herz eines Drei⸗ felderwirthes bei einem so ungeheuren Umlaufe lachen! In neun Jahren siebenmal Stroh!— Hier also bescheert's der Herr den Seinigen im Schlafe. Man hat auch:; 1bis 6 oder bis 8. Luzerne; 7. Weizen; 8. Spelz; 2. Brache, etwas gedüngt; 2. Rocken oder 2. Raps; 3. Weizen— 5. Spelz; 4. Spelz— 4. Gerste; 5. Hafer— 5. Runkeln; 6. Kartoffeln; 7. Gerste; 8. 9. ———— SSI.......ee.... —.8— 9 0 10. H5 Dam v Die dut iben jhte abg Vir lche de Ilgen Et 1. M m tttt!!tTsT!TTTTTFTTDTDTDDTPTPTRTTT7 V PF FTFF— N——s—s— SS...* 4 IIXI EE——— en 105 9. Gerste; n En 10. Hafer. Wame Dann wird reine Brache gehalten und gedüngt. 0 an Die Luzerne wird alle Jahre im Winter mit Dün⸗ einen ger überfahren, und das Stroh davon im Früh⸗ der Mäͤl⸗ jahre abgeharkt. un ahn Wir kommen hier auf die Behandlungsart, nicht g welche bei der ersten der angeführten beiden Frucht⸗ Busprechn folgen Statt hat. 1. Brache Viermal gepflügt; die des Saat⸗ Hern is⸗ unterpflügens nicht mit einbegriffen. Die erste Pflugart hat Statt im April; die zweite im Mai; die dritte vor der Ernte; die vierte 2 bis 5 Wochen vor der Rocken⸗ einsaat. 3. Zum Weizen wird die Rockenstoppel zweimal umgepflügt. Darauf wird gesäet, der Sa⸗ men eingepflügt, geegget, ber nicht gewalzt. 4. Spelz. Dasselbe Verfahren wie bei dem Weizen. 5. Hafer oder Gerste. Die Spelzstoppel wird ns Drti⸗ gleich nach der Ernte gestürzt, und vor Win— Mlaufe ter noch einmal gepflügt. Im Frühjahre Shohl— wird oyne zu pflügen gesäet, der Samen iigen in aber untergepflügt. Man säet beide Gegen⸗ stände so früh nur immer möglich ist. Soll⸗ ten die Pflanzen auch weiß vom Froste wer⸗ den: so schadet es ihnen nicht, und es er⸗ folgt oft die schönste Frucht darauf. — 7 ö ö 0 — 266 6. Kartoffeln. Zweimal im Frühjahre gepflügt, mit der Hacke gepflanzt, einen Schritt nach allen Seiten von einander; mit der Hacke behäufelt, mit dem Kar ste ausgegraben. Kom⸗ men Runkeln statt der Kartoffeln in dieses Feld: so muß gedüngt werden. Man pflügt dreimal dazu, verpflanzt sie mit dem Pfluge und behackt sie zweimal. 7. Gerste. Gleich nach der Kartoffelernte ge⸗ pflügt. Im Frühjahre gesäet und unterge— pflügt. 8. Weizen oder Rocken. Die Gerstenstoppel zweimal gepflügt, der Samen eingeackert. Man begehre nicht von mir zu wissen, was ich von dem Weizen nach Gerste halten soll; denn ich weiß es nicht: so viel aber glaube ich, daß es besser seynß mag, als wenn man Kartoffeln, Weizen, Gerste nähme. Man hält dafür, daß die Esparsette am be⸗ sten unter Hafer und die Luzerne unter Hirse ge⸗ rathe. Der Klee will hier nicht gut fort, daher wenig oder gar keiner gebaut wird. In dieser Gegend, wo ich mich mehrere Tage verweilte, gelangte ich endlich zu der unbezweifelten Ueberzeugung, daß es wirklich Bodenarten giebt: auf welchen der Gips keine Wirkung auf die Fut⸗ terkräuter hervorbringt. Man kann hier nicht sagen, daß es an Versuchen, Kenntniß oder gutem Willen gefehlt hätte. Die Ausgabe dafür ist hier 0 gihe Rhine 1 + d8 Hbste sih ir d Flden. Iugewadet 0 nagli Oden dan Gihs hinb geuiß E lsährlich nicht di rauchbark erkundigte rief Jag fihtin u. hniet ein Diese Va nahe gile lichste be dern Ort viewohl id ich jtht ale daß man un btock hthe und Ic uth 267 l. so geringe; das Beiführen wegen Nachbarschaft der Hadt des Rheins so leicht, daß sie selbst die ärmsten In ze und sorglosesten Bauern nicht von dem Gebrauche i diesh des Gipses abschrecken würde. Auch bedient man Nen asugt sich hier desselben für die Esparsette auf sandigen den Muge Feldern. Der Gips ist also bekannt, er wird angewendet, und man hat mehrmals Versuche, so⸗ blente ge gar vergleichende Versuche, auf dem hiesigen guten Boden damit gemacht, wiewohl umsonst. Der Gips hinterließ keine Spur von Wirkung. Ganz gewiß würde man die Luzerne lieber gipsen, als alasaul alljährlich vor Winter mit Dung überfahren, wenn Hakat nicht die überzeugendsten Beweise von seiner Un⸗ lssi u brauchbarkeit da wären. Mit einem Worte, ich sul; dun erkundigte mich so genau nach allen Umständen, ih/ dij rief Zeugen zu Hülfe, ließ mich auf das Feld kuteftß,. führen u. s. w., daß es nur mehr einem Erzpy⸗ ronier einfallen könnte die Wahrheit zu bezweifeln. lt an' Diese Wahrheit wurde mir noch überdem auf dem hiese: nahe gelegenen Ibersheimer Hofe auf das feier⸗ fort, dahe lichste bestätigt, und ich hatte schon früher an an⸗ dern Orten der Pfalz Spuren davon gefunden; Ichttre Zl wiewohl sie mir nicht ganz zureichend schienen, Wegwtfn. und ich sie daher überging. Vergleiche ich aber tten gieh⸗ jetzt alle diese Spuren mit einander: so finde ich, uuf di ril daß man allenthalben in den Niederungen, die ei⸗ hir uil nen bröcklichen und doch festen, schweren, bei der oit dun Hitze und Trockenheit berstenden rothen oder schwärz⸗ un Un lich rothen Boden haben, dem Gipse die Wirkung —9 unterge e---—*eeeeeeeeeeeeeee.etEeeeef... — —.....—..——.— DE— —SSiie— ———— ————— 268 absprach, die er doch nicht weit davon, und in der⸗ selben Feldflur, aber auf Boden von einer andern Art, so auffallend äußerte. *) Schon der alte Pfarrer Mayer von Kupserzell, der wahre Apostel des Gipses, spricht ihm in einigen Fäl— len die Wirkung ab:„Auf keinem Felde,“ sagt er, „ist der Gips wirksamer, als auf trocknem; vorzüg⸗ „lich auf sonnigen trocknen Bergwiesen: nur auf „schattigen und feuchten Stellen nicht.“ An einem andern Orte:„Gips thut keine oder gar eine nach— „theilige Wirkung auf Boden, der bei der Hitze den „Pflanzen das Wachsthum versagt. In dem Falle „ist zumal der schwärzliche Boden.“ Da ich einmal vom Gipse und von dem thätigen Pfarrer Mayer, der ungeachtet seines lästigen Stils noch immer einer unserer Patriarchen bleibt, rede: so sey es mir erlaubt, ihm hier noch einige Worte zum Lobe des Gipses nachzusprechen.„Zu Kupferzell,“ sagt er,„thut der Gips allen und jeden Gewächsen „gut. Auf Wiesen, Klee und Wintergetreide streut „man ihn im ersten Frühling, sobald der Schnee weg „ist; auf Sommergetreide, wenn es aufgeht. Nicht „bei starkem Winde, sonst Morgens, Mittags, „Abends, bei Regen und bei Sonnenschein... Um „dem Gerede gegen den Gips ein Ende zu machen, „ließ ich meine Wiesen nicht mehr düngen; aber seit „zwölf Jahren alle Jahre gipsen, und der Wuchs „des Grases nimmt von Jahr zu Jahr zu. Dasselbe „that ich mit meinem Krautgarten, und er bringt „unausgesetzt Köpfe von 5 bis 20 Pfund. Ich Gine Lutttsuchn uj sin 6 den kumn. Oips Hrin nitd ene! efctdetich sh hi , worne maschid nau untet ginum, hiter Auft Uotigens Eunden ab ..‚‚EFfF f. 269 udirp Eine mit diesem Boden angestellte genauere net aun Untersuchung auf Gips ist in so fern verunglückt, daß sein Gehalt davon nicht genau bestimmt wer⸗ den kann. Es zeigte sich aber ein Minimum von Gips därin, und um das Verhältniß auszumitteln, wird eine beträchtliche Masse zu der Untersuchung Lubseglo erforderlich seyn. Ob ein solches Minimum, wel⸗ in engen! ches sich hier ergab, nicht auch in andern Boden be,“ sast: ů ö anin sey, worauf die Gipsdüngung wirkt, bleibt noch an au. unentschieden; weil noch wenige Bodenarten so ge— „Neun nau untersucht worden, daß man ein solches Mi⸗ grre'. nimum, was sich nur bei besonders darauf gerich— M hin n teter Aufmerksamkeit entdecken läßt, beachtet hätte. Iu din Uebrigens enthielt der Boden 56 pr. Ct. nach dem Sanden abschwemmbare Theile, worunter 11,5 p. Ct. dem thtgg lisigen Eit bleibt, rde: nige Worte un u Kupfettͤ„habe in meiner Pfärre einen Weiler, wo nur einige eden Gewitst„Bauern wohnen. Alle ihre Güter, sogar die Wie— ugeteihe snn„sen, liegen etwas hoch. Sie waren allezeit arm; der Sinit un„arm an Gras, Getreide, Vieh und Geld. Seitdem uftest. N„sie Gips streuen, haben sie alles genug; wer sonst 15, Minnh„kaum zwei Ochsen hatte, hat ihrer jetzt vier. Die sn.„Fruchtbarkeit steigt mit jedem Jahre.... Wenn ich We zu math„ein Gut hätte: so wünschte ich mir nur lauter trock⸗ Rn ube„nes Land und Gips, und ich würde reicher dabei de Nh„als bei fettem Boden werden. Ein Jahr gipsen „und ein Jahr düngen, und so immer abwechseln, „wird den höchsten Ertrag geben, den die Erde „vorbringen kann.“ So weit Mayer! 7. t u. Oasehe und Hring Nan 5 —...—————————— UU—UUIUIUIDI‚‚“t“t‚————.....—— — 2 7 ——2—* ——————— 2.—— ‚———————— 270⁰ kohlensaurer Kalk. Von dem Sande waren, schon vor dem Sieden, ½, nach demselben durch Schwemmen zu sondern. Er zeigte aber bei der Abkochung mit Kalilauge einen sehr er Humusgehalt. 5 Bei dem Auspflügen eines Luzernseldes sah ich einige arme hergelaufene Leute beschäftigt, die ziemlich starken Wurzeln aufzulesen, um sie nach⸗ her zum Brennen zu verwenden. Wäre der Acker mein gewesen, ich hätte jedem dieser Armen einen Taglohn ausgezahlt, und sie gebeten, nichts mit⸗ zunehmen. Die Kühe, sagte man mir hier, sollen die Maisblätter und Stengel den Runkelrüben vor⸗ ziehen. Die aus Weiden geflochtenen Karrnkörbe sind in der Pfalz so gut wie im Elsaß im Gebrauche. Da sie an einem Ende offen sind, bis auf einen etwa einen Fuß hohen Streifen, der auf dem Boden ansitzt: so sind sie bei der Kartoffeln⸗, Rü⸗ ben⸗, Obsternte u. dergl. m. von großem Nutzen. Man setzt sie alsdann so auf den Karrn, daß die Oeffnung nach hinten kommt. Bei dem Abladen hebt man die Gabeldeichsel aus dem Sattel, und läßt, ohne das Pferd auszuspannen, den Karrn nach hinten zu aufschlagen; wo dann die Früchte von selbst herauskollern.— Die Wagen haben keine Rungen; sondern statt derer einen halben Fuß hohe Stützen, um die Leitern bloß von unten dawit Ctüten tuhen, Iem Et en Rit Ketbäun nn g genden Wiise v Last de und der stle a den Et d3s S hhern hil. 0 suct Im Hat hit 27¹ be vun damit anzuhalten. Pon oben werden diese mit nsibn d Stützen, die auf der Achse außerhalb der Räder aber bei ruhen, unterfangen, und vorn und hinten mit ei⸗ aufalla nem Stabe, der an beiden Enden mit einem eiser⸗ nen Ringe versehen ist, welche über die obern Lei⸗ Mnsehtz terbäume eingeschoben werden, noch fester zusam⸗ schiftigt,. men gehalten. Ich ziehe diese in manchen Ge⸗ im sie nut genden bekannte Vorrichtung der ungeschickten e der Ah Weise vor, die man anderswo hat, wo die ganze Aumen eing Last der beschwerten Leitern auf den Rungen liegt „nichts mit und den Schemel, in welchem diese sitzen, nicht selten aus einander sprengt. Von hinten wird an R, slin d den Erntewagen eine leichte Walze angebracht, um kltübn ur das Seil anzuspannen, welches den Baum, der die obern Garben schließt und zusammenpreßt, an⸗ rnköche sh hält. n Gebraug. Vom Sandhofe aus machte ich eine Aus⸗ 15 auf chu flucht nach V1 auf d tofftho, R oßem Nuhhn E i ch/ un, daß R. dem Ablnn einem ansehnlichen Dorfe oder Flecken. Man Gattel, u hat hier: i imn 1. Brache, gedüngt; Rich Ruhn hün 5. Rocken; cinen* Oeste 5. Kartoffeln oder Runkeln, gedüngt; of M I 272 6. Gerste; 7. Weizen; 8. Hafer. Die Folge: Kartoffeln, Gerste, Weizen ist gewiß vernunftmäßiger, als die, wo man ein Staatsver⸗ brechen zu begehen glaubt, wenn man nach den Brachgewächsen etwas anders als Wintergetreide folgen ließe. Klee und Luzerne wollen nicht mehr fort, da⸗ her fängt man an, sich auf die Esparsette zu ver⸗ legen. Ueberhaupt werden hier, der starken Zu⸗ lage von Wiesen wegen, wenig künstliche Futter⸗ kräuter gebaut. Es machte Jemand zu Eich folgenden Ver⸗ such über die Fruchtfolge, auf einem Stücke von fünf Morgen: 1. Brache; 2. Raps; 3. Weizen— Rocken; 4. Rocken— Weizen. Der Rocken nach Weizen war schlecht, der Weizen nach Rocken gut. Auch auf dem Sand⸗ hofe sagte man mir, daß der Rocken nicht nach Weizen, der Weizen aber wohl nach Rocken folgen könne. In den Niederländischen Gegenden beobach— tet man gerade das Gegentheil. Ob man auch daselbst Versuche über die Richtigkeit dieses Ver⸗ fahrens angestellt hat? ͤ— —— y——‧ d— 7 5 7. —— iſt gevi Staatsyi⸗ m nach d intergettele „ fort, de ſette zu vrr ſarken zu⸗ ihe dutte⸗ henden Ver⸗ Stücke von hlecht, de dem Ead— richt 11 odken folhn den bechat⸗ mun auf dieſes N ————————y——— ——— 2 7 * — ————— —— 2—— DTl; 2 1 Ae 2 Chart 8 8₰ OQ 5 — S/ 0 — 715“, ”/ 5 — 5 108 — † 8 S O0