—— 5 3— X X d k 7 — 9, ,u 6) 2— 2, Meoe, — OVU, V, ——— V Wenutmie +V. Bůlgischn Landwirthschaft von . N. Sich weer z. 3Zweyter Band. Mit fünf Kupfertafeln. a e, 2 bey Hemmerde und Schwetschke. 180 8. — — 6 Eine vollkommnere Wirthschaft und Verrichtung meh— rerer Arbeit ist gewissermaßen einerley. A. Thaer. Einleitung zur Kenntniß der englischen Landwirthschaft, Seite 26. N ————... öS h⸗ MONSIEVUR LEZAVYMARNESIA, aft/ PREFET DU DEPAnRTEMENT DU RHIN ET DE LA MOSELLE, COMNHANDANT DE LA LEGION D'HONNEUR. V ] 974 . R N. I. 1 I x ——⁰⁴ * V . RN x ö 7 — ½ 1 Né dans le Département dont Vous ne cesseꝝ de procurer et d'augmenter le bien- etre par Vos soins infatigables, passionné pour un art que Vous appréciez, affection- nez et protégen, je ne puis me dispenser Toffrir cet ouvragée qui en traite, à un homme, qui a fait voeu que Lagricul- ture du département, dont Padministra- kion lui a été confiée, puisse rivaliser un jour avece celle de la ci-devant Belgique. Certes, si des voeux aussi dignes d'un bon Administrateur ne se réalisent peut-etre pas, ce ne sera pas que Vous n'y ay e2 portè tout le zéle, et employé tous les moyens qui etaient à Votre disposition.. Les sémis et plantations d'arbres de toute espèëce, la création de pëpinieres nombreu- ses, lée perfectionnement des chemins vici- naux, Tintroduction des bétes à laine de race espagnole, la culture des plantes four- 8—*696ꝙ—9————— ö ; rageuses, que Vous avez fait connastre, constateront à jamais le mérite que Vous avez acquis de lagriculture, et par consé- quent de Létat. Veuillez, Monsieur le Préféët, recon- naltre en ceci, non pas quelque vain com- pliment d'un homme qui flatte, chose peu conforme à mon goùt et à mon état, mais les expressions d'un agriculteur, qui parle au nom de ses confrèëres, et qui n'est en cela que Porganeé de leur reconnaissance et de celle de sa patrie. Je suis aveéc respect, Monsieur, Coblence le 15. Janvier 1808. Votre trés- humble et très- obéissant serviteur. J. N. SchρʃMöerz. —23—3—9————————3————————— . 2 ö 6 66 SIccRæE éE U. SOGOOOOTOO⁰HOOCOO OOOOE In halt. Sechste Abtheilung. Anbau der Futtergewächse. Erster Abschnitt. Futterkräuter. 6. I. Rother Klee. Die Basis der niederländischen Wirthschaft. S. X Wird mit den meisten Fruchtarten gesäet.— 3— In welchem Zeitraume er auf sich selbst folgen darf.— 4— Bereitung des Feldes zu seiner Aufnahme.— 4 Quantität der Aussaat.— 5 Wird nur im Frühjahre über Winter⸗ und Sommer-Getreide gesäet.—5 Art, ihn zu säen, in des Verfassers Gegend.— 6 Geräth nirgend besser, als unter Flachs.— 27 Geht, auch ohne eingeeggt zu werden, auf.— 8 — 8 Ueberdüngung des Klees. a 4 Mit ———— 1.—*.— 2—.————————— 2—— .-------...—.9———— *3.— —9——9——— ö I 4 ö 4* I. 0 + II V 1 V. N0 N X + II. 7 — 10— VIII 249.— Mit Asche, dem vorzüglichsten Düngmittel dazu. S. 9 Mit Kalk und Asche.— II Mit Mistjauche.— II Mit Mergel, im Clevischen.— 12 Mit Gyps, nicht bekannt bey den Belgen.— 12 Mit Stallmist, in der Verfässers Gegend.— 12 Hat keine Ueberdüngung des Frostes wegen nöthig.— 12 Rützlicher ist es, für die Halmfrucht düngen, mit welcher der Klee ausgesäet wird. 13 Ertrag und Werth des Klees.— 14 Seine Benutzung dauert nur ein Jahr. 15 Gewährt zwey volle Schnitte; der dritte un— terzupflügen.— 15 Erzielung und Aufnehmen des Saamens.— 16 §. I. Luzerne. Vorzüge derselben vor dem Klee.— Wann und wie oft sie kann geschnitten werden.— 19 Gebrauch bey den Pferden.— Warum sie in den Niederlanden nicht in Rui⸗ nahme kömmt.— Versuche ihrer Cultur vom Verfasser.— 22 Breitwürfige Aussaat.— Das Gras, der nicht zu besiegende deind der breitwürfigen Luzerne des Verfassers, warum in einer Gegend und nicht über⸗ all?— Gedrillte Aussaat.— Verpflanzte Luzerne.— Vortheile des Behackens bey ihr.— 25 Hinderniß, das sich dabey vorfindet.—.— Wo das Verpflanzen anwendbar.— Wie man sich dabey zu verhalten habe.— 323—9——„˖‚C———————9——————.—— — 0 43 —..————2—..—.———...— —.. ——————...... S.— SW——— —. * 7———— Aussaat mit Klee. S. Nicht zu empfehlen.— Worinn die Luzerne dem Klee nachstehe.— In wie weit ihre Cultur jeder Wirthschaft an— zurathen.—— Wird in einigen Distrikten Flanderns gebaut.— III. Spörgel, weißer Klee, andere Futter⸗ kräuter. Vorzüglichkeit des Spörgels für die Sandlän⸗ der. Kann vom Frühjahre an bis zum Herbste ge— säet werden. Der weiße Klee in den Niederlanden nicht be⸗ kannt. ö Nutzen seiner Cultur im Clevischen. Die schwedische Luzerne. Der Meliloten-⸗Klee. Weißer Senf. Einige Gräser. Wiesen Schwingel. Knaul-Gras. Weiche Trespe. Hafer⸗Gras. FFE. Z3weyter Abschnitt. W n r z e 1 w e r Kk. I. Rüben. Sind nebst dem Klee das Hauptfutter des Vie⸗ hes in den Niederlanden. Rüben-Gattungen. Cultur der Stoppel-Rüben zu Contigh. Der Rüben, die im Felde überwintern sollen. Zu Voorde. 1444 a 5 42 43 43 44 45 In x 3 + 1 DN 1 1 44 N. + 1 ů N ö I ů * „ ů I ö V 1 * ö 6 + . 4 4 4 *—— DE.- ** „ In der Campine. S. 45 Sie magern das Land aus.— 45 Eggen der Rüben.— 46 Ertrag eines Bunders Stoppel-Rüben.— 46 Aufbewahren der Rüben im Winter.— 48 Braach- Rüben.— 49 Behacken der Rüben.— 45 Rüben⸗-Cultur in des Verfassers Gegend.— 49 Handgriffe, um das Aufgehen des Saamens zu befördern. + 50 II. Möhren. Nutzen ihrer Cultur.— 51 Womit sie ausgesäet werden.— 51 Ihre Behandlung auf dem Felde.— 52 Weise, sie im Winter aufzubewahren, in den Riederlanden und in des Verf. Gegend.— 53 Erfahrungen für und gegen das Kron-Abschnei— den der aufzubewahrenden Möhren.— 54 Roch eine besondere Art, sie aufzubewahren.— 55 Art, die Möhren zu bauen, in des Verfassers Gegend. 560 Art, sie einzuärndten. ö— 37 Ob die Möhren einem Lande nachtheilig sind.— 58 Drillen der Möhren, vom Verfasser.— 39 Vergleichende Versuche über ihre Cultur.— 60 Kosten und Ertrag.— 62 Was beym Reihensäen der Möhren zu beobach— ten.— 63 III. Runkel⸗Rüben.— 67 Werth der Wurzeln und Blätter.— 68 Versuche über das Abblatten.—65 Ertrag.— 20 Drillsäen der Runkeln.— 71 Ihre Cultur auf feuchtem Boden.— 72 Nutzen —.—.———ß7——. ———— N Nutzen der Kürze des Stiels bey der Hacke. S. Das Verpflanzen der Runkeln verdient dem an Ort und Stelle Säen vorgezogen zu werden.— Methode der Cultur beym Verpflanzen. Sind ein schlechtes Milchfuter. Werden in den Riederlanden nicht gebaut. 6. IV. Kartoffeln. Verschiedene Arten, sie zu bauen. Zu Contigh. In der Campine. Zu Tirlemont. Zu Melle. Im Waeslande. Zu Grimbergen. Zu Alost. Zu Voorde. Nach des Verfassers Meinung. Aufbewahren der Kartoffeln. Vergleich der Einsaat und des Ertrages in obigen Gegenden. Eine besondere Beobachtung über die Kartoffeln. Siebente Abtheilung. Anbau der Handelsgewächse. Ob die Beschreibung ihrer Cultur zu übergehen. Erster Abschnitt. Fhachs. Quantität des in den Niederlanden erbauten. Die Waesländer gehen, ihn auf holländischen Boden auszusäen. Handel mit Zwirn und Linnen. Küiiii ——— ½⁴ 101 ——.— I —„.:.... vnan ili rulmr——.— ————.— dn 2 ö ö 22———.“——— ——ꝓ.l-,s-———— ö ö ——59696—59—5————.‚C.EEtC‚‚‚.‚‚‚‚...— 2 ö* — 2— ö XII Der Haupt-Cultur-Zweig in Flandern. S. 107 1t 8 Das wirksamste Mittel der hohen Cultur dieser Deb Gegend.— 10 ⸗ 7 Ceile L + Werth eines Flachslandes.— 108 I Lelt Seine Cultur an verschiedenen Orten in Flandern.— 109 1— 0 Wird in Brabant nicht so stark betrieben.— 110 hafn Was für einen Boden der Flachs erheische.— 110 fhe 5⁵ Flachs⸗Cultur zu Antwerpen.— III Aun Zu Warloos.— III huu n — Im wallonischen Brabant.— 112 10 In des Verfassers Gegend.— 112 dum Uebersicht der Einsaat und des Ertrages.— 113 thei Flachsärndten des Verfassers.— 113 Kosten und Ertrag des Flachses zu Melle.— 114 Magert das Land bey weitem nicht so aus, als man gewöhnlich dafür hält.— 115 Flachs nach Hanf, eine sichere Aerndte.— 116 QOd Der beste Dünger für den Flachs.— 117 Bef Geländerter Flachs, Iin ramé, nach Balsamo.— 117 Wit Versuch des Verfassers mit solchem Flachse.— 119 Geme Zweyter Abschnitt. 0 5 a n f. Mht Sein wohlverdientes Lob.— 123* Boden, den er fodert.— 123 llsach Seine Cultur in den Riederlanden.— 124 Vide Hanf-Cultur des Verfassers.— 125 Vepf a. In abgewässerten Fischteichen.— 126 Qale Hanf das Vortheilhafteste, was man dar— Mese ein säen kann.— 126 Wubsh b. Auf freyem Felde.— I128 IJiuhaei Die letzte Pflugart so tief als möglich zu geben.— 129 7 Hanlgr Der schicklichste Dünger zum Hanfbaue.— 129 Sufil Versuch des Verfassers hierinn.— 1 55 de ⸗ — „. Ss, 2 E —— e · XIII Kosten und Ertrag der Cultur des Verfassers. S. 132 Der Hanfbau kann keine gute Wirthschaft zu Grunde richten. ö— 134 Seine Bestellung fällt in keine Zeit, wo sie der übrigen Feldbestellung nachtheilig wäre.— ¶35 Hanf muß gehütet werden. ö— 136 Auf die Wahl des Saamens ist wohl zu achten.— 136 Ertrag eines Scheffels Hanf.— 137 Hat nicht immer eine unmittelbare Düngung nöthig.— 138 Wann der Hanfbau großen Wirthschaften vor⸗ theilhaft.— 139 Dritter Abschnitt. Raps⸗ oder Kohl⸗Saamen. Wird stärker in Brabant als in Flandern gebaut.— 141 Verpflänzter und nicht-verpflanzter Rapssð.— 142 Varietäͤten beym Rapse.— 42 Seine Saamenreife magert den Boden nicht aus.— 146 Ein Rapsland giebt einer reinen Braache wenig nach.— 146 Nicht-verpflanzter Raps(Rapspflanzen) hun⸗ gert ein Land ab.— 147 Ursachen, die zum Verpflanzen bewegen.— 447 Wird auf mehrere Art verpflanzt.— 4 Verpflanzen mit dem Pfluge.— 148 Welche Pflanzen dazu gehören.— 1468 Wie sie gewonnen werden.— 149 Ausziehen der Pflanzen.— 150 Zubereitung des Landes, das sie aufnehmen soll.— 150 Handgriffe beym Verpflanzen.— 151 Sorgfalt, die auf den verpflanzten Raps zu ver⸗ wenden.— 154 Ver⸗ ö xiv * Verpflanzen mit dem Spaten und dem 0 Pflanzstocke. S. 155 0. ö Vorzüge dieser Methode.— 156 husht Auf welchem Felde die Pflanzen dazu gezogen 4 b 559 werden. ö— 156 Soni 19 Vollständige Beschreibung gedachter Verpflan⸗ uil zungsmethode. 1560 Heräh — Beschreibung des Pflanzstockes.— 160 Rübs⸗ Wartung des verpflanzten Rapses.— 16 Enn Unkosten, die darauf fallen.—262 RN Gedrillter Raps.— 163 Chin 55⁰ Versuche des Verfassers.— 164 Wii Sein Verfahren dabey.— 165 Eugl 0 Ertrag desselben. 9 Hh Vollständige Berechnung.— 168 W Vergleich des gedrillten mit den berpflanzten Rapse.— 170 Ven ö Föllt zu Gunsten des gedrillten aus.— 172 Mo, Vorsicht bey der Rapsärndte.— 172 Gelie ö Schneiden.— 173 ö Frühe ö Dreschen auf dem Felde.— 173 11 Werth der Hülsen(Schooten).— 175 Naoch Dreschen in der Scheune.— 176 Mhn Ertrag des Rapses bey dem Verfasser.— 178 Fn Ein Gedanke über eine andere Behandlungsart Sein ö der Raps⸗Aerndte.— 178 MW 2 Vierter Abschnitt. 65 Verschiedene Oelgewächse. ö ö Rutabaga. ö Hohft Versuche des Verfassers auf einem Braachfelde.— 181 Hh Nach Wintergerste und Roggen.— 183 Enn 6 Nach Roggen gedrillt.— 4— 1 Vorzüge der Rutabaga vor dem Raps.— 183 ö 0 Kömmt sehr gut auf einer Grasnarbe. 87 0 Nach — XV Nach einem Wickenschnitte. S. 187 Auf Sandboden.— 187 Vorsicht bey dem ausgedroschenen Saamen zu gebrauchen.— 188 Sommer⸗Raps. Zufälligkeit seines Anbaues.— 188 Geräth in abgewässerten Teichen.— 188 Rübsen. Sommer⸗Rübsen, ein Surrogat, wenn die Winter-Oelgewächse fehl schlagen.— 189 Chinesischer Oelrettich. Nicht zu empfehlen.— 190 Englischer oder weißer Senf. Einige gute Eigenschaften desselben.— 190 Leindotter. Verdient keine Aufmerksamkeit.— 191 Mohn.— Seine Cultur im Lande von Waes.— 9 Frühes Säen vortheilhaft.— 192 Aerndtegeschäft.— 193 Trocknen des Saamens.— 193 Mohn-⸗Oel.—25 Ertrag des Mohns.— 196 Seine Vorzüge. ö— 196 Mäuse, seine einzigen Feinde.— 197 Fünfter Abschnitt. Verschiedene Handels gewächse. Hopfen. ͤ Ansehnliche Cultur desselben in den Niederlanden.— 198 Sein Ertrag.— 199 Krapp.— 9 Bey was für Umständen der Landwirth sich da⸗ mit abgeben kann.— 200 Wird 222—22 — 4. 4. 4 XVI Wird wenig in den Niederlanden gebaut. S. Bauarten um Hasselt und Mastricht.— Beobachtungen über diese Culturarten. ali Versuche des Verfassers, seine Cultur zu verbes⸗ sern und zu erleichtern. Auspflügen des Krapps. Ersparniß der Kosten durch das Auspflügen. Höhere Güte des Krapps auf einzelnen Reihen.— Pflanzenschule.— Achte Abtheilung. Viehzucht und Dünger. Viehwirthschaft. Ackerwirthschaft. Erster Abschnitt. Verhältniß der Viehzucht zum Ackerbaue. Kein reiner Vortheil vom Viehe.** Entgegengesetzte Meinung.— Ein glücklicher Wahn.— Predigen einer überspannten Viehzucht, das Ge⸗ schäft agronomischer Sozietäten.— Unzweckmäßigkeit der meisten ihrer Prämien.— Das Vieh ist des Ackers, und der Acker nicht des Viehes wegen da. em Die Vermehrung und Veredlung des Viehstan— des steht mit der Höhe der übrigen Cultur nicht immer auf gleichem Grade..— Ist oft die Frucht der sorgfältigsten Agricultur.— Oft die Folge der allernachlässigsten.— Ob der Körnerbau dem Viehe zu Gefallen ein— zuschränken.— Strenge Wechselwirthschaft dringt auf einen überspannten Viehstand.* 200 201 202 203 205 206 207 207 209 210 211 211 21I 212 214 216 216 216 217 218 219 Strenge Ane Pachl i . I. Gb Mqt. geft Vose Iu Du Obet E Uastönde uden Eulütt Mutte duntee III SA Strenge Wechsel- und strenge Dreyfel⸗ der-Wirthschaft sind beydes Extreme. Große Opfer, welche Stallfütterung und stren— ge Wechsel-Wirthschaft fodern. Fallen bey dem belgischen Wirthschaftssysteme weg. Weder der starke Körnerbau, noch die Grö— ße der Population in den Niederlanden sind dem Viehstände hinderlich. Der möglich stärkste Viehstand findet sich da⸗ selbst bey dem höchstmöglichen Körnerer— trage. Die größte Menge Dünger wird mit dem ge— ringsten Kostenaufwande erzeugt. Ackerwirthschaften ohne Graswuchs. Zweyter Abschnitt. vornviehzuch t. Raee des Hornviehes. Plötzlicher Uebergang zur strengen Stallfüt— terung mit an beständiges Weiden gewöhn— tem Viehe, demselben nicht schädlich. I. Stallfütterung. Gebührendes Lob. Richt allenthalben in den Niederlanden ein⸗ geführt. Wo sie statt und nicht statt hat. Im Durchschnitte hat die Stallfütterung die Oberhand. Eine Folge der Rothwendigkeit nach Hr. Man. Umstände, unter welchen man Stallfütterung in den Niederlanden findet, und nicht findet. Stallfütterung, Freundinn der Industrie, Mutter einer guten Cultur. Zweyter Band. h S. . 222 222 222 223 423 224 224 225 226 227 228 229 231 232 Ab⸗ I ö V V x 1* * ů 0 II V 1 I 1 V H . ů * V r 1— 20 XVIII——— Abneigung gegen die Stallfütterung, eine Fol⸗ ge der Indolenz. G. 233 Beweis, daß der Pflug der Erde einen grö— ßern Ertrag abzwinge, als sie von selbst durch Graswuchs gewährt.— 234 Der Dünger, der Zweck und die Belohnung der Stallfütterung.— 235 §. II. Privat⸗Stallfütterungsarten der Belgen. Abweichungen, das Vieh auf dem Stalle zu halten.— 236 Stallfütterungsart in der Campine.— 237 ö Bey Alost.— 240 Im Waeslande.— 241 Um Contigh.— 242 Kochen der Rüben.— 244 Fütterungs⸗Tabelle.— 244 Viehzucht ohne Stallfütterung bey Tirlemont.— 246 Zu Voorde.— 246 F. III. Besondere Behandlungen des Milchviehes. 247 Kalte und warme Fütterung. 248 Eiskaltes Tränken den Kühen nicht schädlich.— 248 Fütterungsart des Hrn. Goyens.— 248 Fütterungsart in der Gegend von Breda.— 249 Nachtheile sehr schlechter und sehr guter Win— terwartung des Milchviehes.— 250 Fragment aus der Geschichte eines Neulings im Agricultur-Wesen.— 251 Weise, bey kärglichem Winterfutter die Kühe in vortheilhaftem Stande zu erhalten.— 254 Ein langes Verseichen(Trockenstehen) der ‚ Kühe, da, wo man die Wintermilch nicht verkauft, in jeder Rücksicht vortheilhaft.— 255 §. IV. 16 V. T R 6 §. IV. Benutzung des Milchviehes— Nothwendigkeit desselben. S. 257 Wie der Ertrag des Viehstapels zu berechnen.— 258 Ertrag der Kühe an Milch und Butter von künstlichen Wiesen. 260 Von natürlichem Graswuchse.— 262 Butter-Ertrag im Durchschnitte.— 262 Wie viel zu einer im Stalle gefütterten Kuh erfodert wird. 264 Berechnung der Kosten und des Ertrages. 265 Güte und Vorzüge des belgischen Feldsystems. 266 Paßt nicht überall hin. 267 Käsen von den Belgen wenig getrieben. Ueber das Melken. Buttern aus dünnem und verdicktem Rahme. Die Qualität der Butter hängt von Reinlich⸗ keit, Pünktlichkeit und Futter ab.— 271 §. V. Behandlung des Molkenwerkes.— 268 Winke für angehende Oekonomen. 272 Wahrscheinlich setzt die verdickte Milch mehr Buttertheile ab.— 273 Butter aus verdicktem Rahm zu schlagen, die gemeinüblichste Art in den Niederlanden.— 27 Wie man dabey verfährt.— 274 Behandlung der Butter.— 276 Trocken-Korb für die Käse.— 278 Methode, einen guten Schabkäse zu verfertigen.— 278 §. VI. Butterfässer.— 280 Das holländische Butterfaß.— 280 Das brabantische Butterfaß.— 281 Roll⸗Fͤͤsser, gewöhnliche Butterfässer.— 283 Das elevische Butterfaß.— 284 F§. VII. Zuzucht und Mastung. Frühes Begehen d. Rinder in den Riederland.— 286 b 2 Recht⸗ 23—9.—..—————.———— ——— — * . V. ö 7 1 * ö A 0 * 2 — I.EEE /. E ———... I ä 5—8.—.—....... S xx— Rechtfertigung desselben. S. 286 Behandlung der Kühe beym Kalben.— 288 Behandlung der Kölber.— 288 Stallfütterung und trocknes Futter für Kölber ge— ů eignet.— 290 Die belgischen Ackerwirthe treiben keine Mastung.— 290 Das westliche Fländern liefert das Fettvieh.— 291 Mastung ausgemerzten Viehes.— 291 Mästen der Kölber.— 292 Warmes Futter zum Mästen tauglicher als kaltes.— 293 Dritter Abschnitt. Ställe und Dün ger. Beschreibung eines guten brabanter KuhstallesS.— 294 Ställe in der Campine.— 299 Zu Contigh.— 300 Weise, den Kessel mit der Siede nach dem Stalle zu bringen.— 300 Das Düngermagazin befindet sich im Stalle selbst.— 302 Etwas über Theorieen.— 302 Compost steht dem belgischen Stalldünger nach.— 304 Antipoden-Wirthschaft.— 305 Vorzüge der belgischen Art, den Mist zu behandeln.— 305 Hülfsmittel bey Unbequemlichkeit der Miststätten.— 306 Art, einzustreuen.— 307 Misthaufen bey den Belgen. 309 Erdhaufen.— 311 ö Mistbehandlung in Flandern.— 312 ö Einstreuungsmaterial.— 314— Weise, die Mistjauche aufs Feld zu bringen, ö nach Hrn. Cropp.— 35 ů. Eine andere bey Contigh.— 320 Larren mit geschlossenen Boden und Wänden, zum Transporte des Düngers.— 321 Frem⸗ ö dund Mel Hi Sonsl Fitte Fitter Hespan Zug Mesee, Inmtl Gaie Mel Madden Riscid Hittam Hittnng Mhup Fremde Düngemittel. Aschenschoppen. Kalk Künstlicher Mergel. Düngen mit Oelkuchen. Gruüͤne Pflanzen als Dünger. Mengen leichter mit schwerer Erde. Vierter Abschnitt. Pferde und Zugochsen. Man legt sich nicht, als blos zur Nothdurft, auf die Vermehrung der Pferde. Inconvenienzen, auf solche Vermehrungen zu dringen. Besonders für gut cultivirte Distrikte. Vermehrungen und Veredlungen der Art bedür— fen keiner Ermunterung von Regierungs wegen. Pferderacen in Flandern. Fütterungsart der Pferde. Fütterung mit Möhren. Gespannarbeit. ö Zug ⸗Ochsen. Weise, sie anzuschirren. Unnatürlichkeit des Zusammenjochens. Fünfter Abschnitt. Schaafe und Schweine. Geringe Schaafzucht in den Niederlanden. Nachtheile übertriebener Schaafzucht. Füäiti Wird dennoch von den Belgennicht vernachlässiget.— Verschiedene Racen. Fütterungs- und Behandlungsart. Fütterung der Schaafe mit Wurzelwerk ohne Korn Möhren verdienen dabey den Vorzug. b 3 *..— —— XXI 321 3 2 323 323 323 324 324 326 326 327 328 329 332 332 333 333 333 335 ö II x ů ; V. IN MWN. . V I. N 14 + N. V. +* V N ö — 0 * V V * +. ‚ x 4 4 1 17 * 1 4 4*4 174 2 x 1 I 1 ů I IR * —94 11 7 I + I ö G . XXIr— Behandlung der Lämmer. S. 345 In der Hesbaye übliche Behändlung der Schaafe.— 345 Gih 2 Behüten der Getreidefelder durchgehends nach— 2 theilig.— 347 lhe Manchmal unschädlich, äußerst selten nützlich.— 348 Lachth Rachwuchs auf dem Haferfelde den Schaafen RNanie 2 schädlich.— 349 600 Ungelöschter Kalk, erprobtes Mittel gegen das den —— Aufschwellen der Schaafe.— 349 — Veredlung durch spanische Böcke.— 33 Hu ö Bekehrung ihrer Widersacher.— 35 m eicht-eingebildeter Vortheil dieser Veredlung.— 351 Ob, u. welcher Unterschied zwischen der spanischen Gaun tational-, und der französisch⸗spanischenWolle.— 352 Schweine, ihre Zucht nicht stark in den Nie— ‚oD derlanden.— 353 Hh Eine empfehlungswürdige Methode bey ihrer 2 Mastung.— 354 ie WMob⸗ Neunte Abtheilung. Fbe Innere und äußere Verfassung der Pachthöfe in den geldet Miederlanden. RdDuchf Erster Abschnitt. ö är Vor⸗ und Nachtheile großer und kleiner Wirthschaften. Luggch Welcher der Vorzug gebühre, keiner allgemei⸗— nen Entscheidung fähig.— 355.e= Balsamo's Meinung für die großen Pachthöfe.— 357. De Beunier für die kleinen.— 363— Abbé Man für die kleinen.— 365— Von Ponderle für die kleinen.— 366.. Dierersen für die kleinen.— 368 Gubann Gedanken des Verfassers.— 369 Annyr Beleuchtung einer Stelle in der Einleitung zur Iuld aar Kenntniß der englischen Landwirthschaft.— 374 Zwey⸗ —5——i— XXIII Zweyter Abschnitt. Größe, Zins und Betriebs ⸗Capital der Pachthöfe in den Miederlanden. Größe. S. 378 Pachtzins.—38 Betriebs-Capital.— 384 5für einen Pachthof von 1 Bun⸗ dern in der Gegend von Contigh. 386 Dritter Abschnitt. Haushaltung, Feldeintheilung, Ausgabe und Ertrag eines Pachthofes von eilf Bundern zu Edeghem. Genaues Detail einer Wirthschaft beschwerlich anzugeben. ö— 390 Haushaltung. 394 Lohn der Dienstbothen.— 391 Speisung derselben.— 392 Haushaltungs-Kosten.—93 Ausbesserungs-Kosten.— 393 Feldbestellungs-Kosten.— 394 Feldeintheilung.— 395 Fruchtfolge. ů— 395 Ertrag und Bilanze.— 396— Eine andere Art, die Bilanze aufzustellen.— 397 Ausgaben im Verdinge. — für den Roggen.— 398 — für die Rüben.— 399 — für den Hafer.— 399 — für den Klee.— 400 — für den Waizen. ö— 401 für die Kartoffeln.— 402 Geldertrag obiger Aerndten und Bilänze.— 403 Dünger, der zu einer solchen Wirthschaft erfodert und darinn erzeugt wird.— 404 Aus⸗ ———— E——— V A .... DE DEEE Auszug aus einem Bonitirungsgeschäfte in der Gemeinde zu Melle in Flandern. S. 405 Fruchtfolge und Feldeintheilung. Roher Ertrag. Ausgaben. Bilanze. Ertrag der Wiesen. Abschätzung der Gebüsche. Brabantische Wirthschaftsart nach H. v. Ponderle. Vierter Abschnitt. Landwirthschaftliche Gebäulichkeiten. Nutzen der Lage abgesonderter Höfe. Gebäulichkeiten im Waeslande. Contrast mit denen in der Gegend des Verfassers. Vortheile der Geräumigkeit des Hofes. 5 A Gebäulichkeiten in den Niederlanden, weder hoch noch massiv. Nutzen langer Scheuntennen. Getreide-Schober. Scheunen. Bedachung. Große Scheunen in dem südlichen Brabant. Fuhrwesen der Brabanter. Beschreibung der Mist⸗Karren. Vortheile des kleinen Fuhrwesens vor dem großen. Beschreibung gewöhnlicher Karren in der Campine. Karren in der Gegend von Contigh. Abgeschmacktes Fuhrwesen in der Hesbaye. Anhang. Der doppelte Streichbrettspflug des Verfassers. Maulwurfs Falle. Bewährtes Mittel gegen die Feld-Mäuse. i . den M berpe wiltht shen! Deher den Ver bekagn, ahen 2 Hamh Ruhem Dongter V —ñDSS Sechste Abtheilung. Anbau der Futtergewächse. Erster Abschnitt. IFutter⸗-Kräauter. §. I. Rother Klee, Von der Nothwendigkeit des Kleebaues ist man in den Niederlanden(die Campine ausgenommen) so fest überzeugt, daß man sich keinen Begriff von einer land⸗ wirthschaft machen kann, welche ohne denselben be— stehen könnte. In den Jahren, wo die Mäuse viele Verheerungen auf dem Felde anrichteten, hörte ich stets den Verlust des Klees weit mehr als den des Getreides beklagen, ein Beweis, daß der Klee als die Basis des ganzen niederländischen Ackerbaues angesehen wird. Diese edle Pflanze scheint durchaus hier in ihrer Heimath oder in ihrem Vaterlande zu seyn. Ihr Nutzen als Futterkraut für die kLandwirthschaft und Zweyter Band. A ihr ö V — . . 60 . . XI W1 1 ö 16 x I 13 1 11 7 An * ihr Werth muß schon in den frühesten Zeiten hier aner⸗ kannt gewesen seyn: denn niemand erinnert sich, daß er von seinen Vor⸗ und Groß⸗Aeltern über den Zeit— punkt ihrer Einführung habe sprechen hören. Die al— lerältesten Bücher selbst schreiben davon, wie von ei— ner Sache, die eben so bekannt und allgemein ist, als Heu und Hafer. Es ist also wahrscheinlich, daß nicht allein Teutschland, sondern auch England den Gebrauch des Klees von den Belgen erlernt haben: denn, außer daß der Klee, nach dem Zeugnisse A. Voungs, noch in mehreren Theilen Englands durchaus unbekannt ist, und eine Menge Farmers sich seinem Anbaue mit Hart⸗ näckigkeit widersetzen; so führt auch eben gedachter Ver⸗ sasser in seinem Experimental⸗Ackerbaue eine Tradition an, nach welcher sich seine Einführung in England nicht viel über hundert Jahre hinaus erstreckt. Sie schreibt nämlich solche dem Sir Richard We— ston zu, der den Klee aus Flandern mitgebracht, und seinen Landsleuten in seinem discourse on Flanders hus- bandry empfohlen hat. Zwar findet A. Voung diese späte Einführung, in Vergleich mit der plötlichen und großen Ausdehnung des Kleebaues in seinem Vaterlande, etwas räthselhaft. „Oder, sagt er, die englischen Farmers müssen damals „viel folgsamere Thiere gewesen seyn, als in unsern Ta⸗ „gen: denn— ich versichere— stünden heute auch „vierzig Sir Richards auf, und zögen sie ihre Federn „aus dem Flügel eines Erzengels; sie brächten es nicht „dahin, auch nur Einen neuen Gebrauch durchs Bü— cher⸗ nun zn memer W Hut all Wider uft soudan iht u Akuf uuch un πr 3 „cherschreiben bey uns einzuführen... Da aber üb⸗ rigens Arthur Voungs Zweifel an einer so verspäteten Einführung des Kleebaues sich bloß auf den Umstand gründet, daß ungeachtet dieser überwiegenden Ausdeh— nung ein großer Theil Englands noch bis jetzt für diesen elektrischen Funken nicht empfänglich ist: so läßt sich das Räthsel durch die Geschichte der Kartoffeln leicht erklä— ren. Wer sollte z. B. denken, daß ein Theil Frank— reichs diese gesegnete Frucht wirklich noch nicht kenne? Der Klee wird in den Niederlanden ohne Unter⸗ schied mit allen Getreide Arten(Wintergerste und Buchwaizen ausgenommen) gesäet. Man hat zu Voorde in Flandern die Bemerkung gemacht, daß er nicht in einem Lande gedeihe, welches im Jahre vorher Pferdebohnen getragen hat. Vorzüglich schön aber ge⸗ deiht er im Flachse. Der Klee kömmt in den niederländischen Rotatio⸗ nen zwischen vier und sieben Jahren wieder vor. In meiner Gegend, wo nicht gleiche Industrie und gleiche Düngekraft angewendet werden, darf er der Regel nach nur aller zwölf, oder höchstens nur aller neun Jahre wieder kommen. Daß dieser ausgedehnte Kleeü⸗Um⸗ lauf bey mir nicht eine Folge der Natur des Bodens, sondern des Mangels an Dünger und eines dem Klee nicht angemessenen Fruchtwechsels sey, bezeugen die Aecker kleiner leute, die ihre wenigen Ruthen Land durch und durch düngen, und öfters mit Kartofseln be— A 2 pflan⸗ 4. —.—. pflanzen, die sehr rein gehalten und so rgfältig bearbeitet werden. Auf solchen Aeckern sehen wir den Klee ohne Anstand alle sechs Jahre mit 5% besten Erfolge wieder kommen. Auch fand ich in Brabant den Klee im vierten Jahre, doch nur auf fetten, nahe gelegenen, um⸗ pflanzten Koppeln mit Einschaltung einer Kartoffelärndte, zu welcher der Boden ungewöhnlich tief gepflügt wird, oder auf Marschboden, der keine Ilonment Regel macht, wieder kommen. Wie sorgfältig übrigens das Feld den ganzen Fruchtumlauf hindurch geharkt, gejätet, gepflügt und gehandhabt w ird, weiß der Leser aus dem ersten Bande dieses Buchs. Man findet den Klee theils auf Beeten, theils auf ebenem Felde, je nachdem er in Winter⸗ oder Sommer ⸗Getreide gesäet wird. Doch sucht man auch bey diesem letztern den Anschein der Beete zu er⸗ halten, welches die künftige Feldarbeit erleichtert, in⸗ dem sich der Pflüger bey Anschießung neuer Beete nach den alten richten kann. Daher auch zum Hafer eben so wohl, als zum Wintergetreide, das Land in Beete ge— legt wird; nur mit dem Unterschiede, daß man zu er⸗ sterm die Egge über die Breite der Beete hinlaufen läßt, wodurch sich die Rigolen, die für dießmal weder aufge⸗ räumt noch ausgeschossen werden, zum Theil wieder füllen. Einige pflügen auch einen flachen Schnitt von den Kanten der schon angefertigten Beete weg, und ebenen so den Boden. Ueberhaupt sucht man den Klee um so mehr auf Beete zu bringen, als der Grund wasseranhaltend oder den Ueberströmungen ausgesetzt ist; SSIr ——— ASIOI „ 29 09292e. schn M shwver tn X a ken hestan Nuhm Rhn sit; Eype u Gist huschn πρìπ⁰⁰ιππ⁰⁰πϰ⁰μι ist; auf trockenem Boden beobachtet man das Gegen⸗ theil. Im Ganzen aber findet man weit mehr Klee auf Beeten, als auf flachem Acker. Man säet aufs Bunder: Zu Edeghem 30 Pfund Kleesamen auf leichtem, und 40 Pfund auf schwerem Boden. In der Campine 3 6 bis 40 Pfund. In dem Lande von Waes 40 Pfund. Zu Voorde an der Dender 28 Pfund. Zu Melle bey Gent 60 Pfund. In meiner Gegend 30 Pfund, in dem Verhältnisse zu einem brabantischen Bunder. Das Maximum der Einsaat auf den rheinländi⸗ schen Morgen wäre also 1 Pfund, das Minimum 6 Pfund, das Medium auf leichtem Boden 9, und auf schwerem 64 Pfund. Die Ursache, warum auf leich⸗ ten Boden mehr Einsaat genommen wird, ist, weil er sich auf selbigem nicht so stark bestaudet, als auf schwe⸗ rem Boden. Dagegen trägt er auf jenem mehr und bessern Samen, und besitzt wahrscheinlich auch mehr Nahrungstheile. Der Kleesamen wird allemal im Frühjahre, gewöhnlich im Februar, über das Wintergetreide her ge— säet; und im Falle der Boden trocken ist, wird die Egge rückwärts darüber hingezogen, außerdem nicht. Es ist ohne Zweifel ein Versehen, es sey nun des Ue— bersetzers oder des Verfassers, wenn in dem dritten A 3 Stücke 1 I. V V 70 N WMWN I II . IW 4— V . — . * ö N 0 V. V ö ö 4 1 ‚ — 2—2————— 2——.————9——jß;7—— —— * * . 4 6— ... f5 Stücke des 6. Jahrganges der N. S. Annalen Sei⸗ oi te 10 1 gesagt wird, daß der Klee in Brabant um die Saatzeit des Waizens und Roggens ausgesäet werde. 0 Es soll vermuthlich heißen: über die Waizen⸗und Rog— gen⸗Saat, denn nirgends ist mir das Kleesäen vor sit E Winters vorgekommen, und es wäre bey einer solchen. 19.—— Aussaat, allem Anscheine nach, viel gewagt. Uebri— fin 55 gens findet sich auch an einer andern Stelle des gedach— 8t 62 ten Annalenstückes, Seite 70, gerade das Gegen⸗ 10 theil: denn da heist es:„Die Niederländer, sagt Hr. 0 5„Man, säen den Klee allgemein im Frühjahre auf 90 00»den jungen Roggen; und wenn dieser letztere abge— Wl 2„ärndtet ist, kommen die jungen Kleepflanzen zwischen »den Stoppeln zum Vorschein. Diese Pflanzen schie⸗ „ßen mit solcher Kraft auf, daß sie gegen Ende des „Herbstes gemähet, und dem Viehe zum Futter gege— M „ben werden können. Aber dieser erste Schnitt kömmt ö ö »„mit dem Ertrage dieser Pflanze in den beyden folgen— „Jahren in gar keine Vergleichung.“ Wenn Hr. Man hier oben sagt: allgemein, so hat dieses Wort bloß einen Bezug auf das Frühjahr, ö sj und keineswegs auf den Roggen: denn wir haben schon 1 gesagt, und in verschiedenen Rotationen gesehen, daß 0 i er auf Waizen, Sommergerste, Hafer und Flachs ün ausgesäet wird.*. Die Aussaat des Klees über das Sommergetrei⸗ Juch de verhält sich in meiner Gegend, wie folgt. Sobald sihdn die Hafer-oder Gersten⸗Einsaat mit der Egge unterge⸗ shen s bracht worden ist, so wird gewalzt und der Kleesamen Wog dar⸗ ——* 0 darüber hingeworfen. Der Samen wird vorwärts oder scharf eingeeggt; das Walzen aber wird verscho⸗ ben, bis das Getreide ein paar Zoll über der Erde ist. Unter allen Saaten, mit welchen der Klee ausge⸗ säet werden kann, behauptet der Flachs ohne Zweifel den ersten Platz. Ein Land, das so wohl gedüngt, so fein bereitet, so reinlich gejätet wird, wie es der Flachs erfordert; eine Pflanze, die nicht übermäßig hoch wächst, keine Sträuche bildet, früh ausgezogen und von dem Felde gebracht wird: das sind lauter Umstände, deren Zusammentreffen den Wachsthum des Klees nothwendig begünstigen muß. Auch kann ich sagen, daß ich nie schönern Klee gehabt, und ihn in meiner Gegend nie von schönerer Blüthe gesehen habe, als den, wel⸗ cher unter Flachs gesätt worden. Er liefert schon vor Winters einen herrlichen Schnitt, und zwey vollkomm⸗ ne im darauf folgenden Jahre, wovon der erste um 8 oder 14 Tage früher da ist, als der gewöhnliche Rog⸗ gen⸗ oder Hafer⸗Klee. Das Einzige, was man dabey befürchten könnte, ist, daß er dem Flachse durch seinen üppigen Wuchs nachtheilig werde; und dieses kann vielleicht in den Jah⸗ ren, wo der Flachs nicht fort will, eintreffen, wiewohl ich daran zweifle, indem sich nicht vermuthen läßt, daß man in einem Lande, wie dem von Waes, wo der Flachs den Hauptgegenstand der Cultur ausmacht, die⸗ sen durch die Einsäung des Klees dem Verderben aus⸗ setzen sollte. Doch, zugegeben, daß einige Gefahr dabey zu laufen wäre; so hat man ein unfehlbares Mit⸗ A 4 tel, 3 — tel, ihr vorzubeugen, welches darinn besteht, den Klee nicht sogleich mit dem Flachse auszusäen, sondern so lange damit zu warten, bis der Flachs gejätet werden soll. Man wirft dann den Kleesamen darüber her, und dieser wird von den darauf hinrutschenden Jäterinnen sattsam in den Boden gedrückt. Im Jahre 1304 ließ ich den Klee auf solche Weise über den einen Finger langen Flachs hersäen. Unglücklicher Weise war das Wetter überaus trocken, die Erde dürre, und überdem mein Flachs so rein, daß er durchaus keines Jätens bedurfte. Ich wollte mir also keine unnöthigen Kosten machen, und gab die Klee— Aussaat verloren. Dieser keimte ungeachtet der au⸗ ßerordentlichen Trockenheit, wuchs etwas, hatte aber nach dem Wegbringen des Flachses ein sehr kümmerli⸗ ches Ansehen, und wurde dennoch in dem darauf fol— genden Jahre die Bewunderung meiner Nachbaren. Ich bemerke noch, daß dieser Klee nicht überdüngt wor⸗ den war. Der Klee wird in den Niederlanden im Früh— jahre oder zu Ende des Winters überdüngt. Diese Ueberdüngung geschieht entweder mit kurzem Stallmiste/ oder mit Jauche, Kalk, Steinkohlen⸗ und Torfasche und Taubenmist. Der Gyps wird seines hohen Prei- ses wegen nicht dazu angewendet. Unter allen diesen Düngemitteln stehen der Taubenmist und die holländi— sche Asche oben an; da man aber den ersten nur selten in bedeutender Menge hat, so koömmt er nur als Bey⸗ hülfe in Betracht. Die holländische Asche hingegen ist V das hille 9 das allgemeinste Düngemittel für den Klee, und steht allenthalben in der großten Verehrung. Sie wird auf den Kanälen bis Brüssel und Löwen gebracht, und allda von den mehr südlich wohnenden Pächtern übernom⸗ men. Auf der Schelde kömmi sie bis in das Innere von Flandern. Man streut die Asche bey trübem feuchtem Wetter über den Klee, sobald dieser anfängt, sich über der Erde auszubreiten, auch wohl noch früher. Der geaschte Klee ist gewöhnlich um einen ganzen Fuß höher, als der nicht geaschte; daher das niederländische Sprüch⸗ wort: Wer Asche für seinen Klee kauft, dem kostet sienichts; wer es aber unterlaßt, der bezahlt sie doppelt. Die Wirkung dieser Asche ist so groß, daß auf einem Lande, wo vorher kein Klee zu finden war, einige Wochen nach der Ueberstreuung der herrlichste zu sehen ist. Auch werden keine Kosten zu ihrer Herbeyschafsung gescheuet. Bey Contigh rechnet man 50 bis 60 Säcke aufs Bunder. Der Sack steht daselbst zu einem brab. Gulden. Zu Melle streut man 120 Böttiche Asche aus, der Böttich zu 9 Sols, also für 5 4 brab. Gulden. Nach Hrn. Man wird in dem mittlern Brabant die Torfasche gewöhnlich im März über den Klee ge— streuet. Man rechnet 5— 6000 Pfund aufs Bunder, wovon aber ein Drittel für den zweyten Kleeschnitt ver⸗ spart wird.„Viele flamändische Landwirthe, sagt er, „brauchen diese Asche sehr stark; sie macht wegen der „vielen darinn enthaltenen Salze das Land so fruchtbar, A 5„daß — 10— 02„daß es ohne allen fernern Dünger, außer daß der 0 140„Klee vom vorigen Jahre untergepflügt wird, vortrefs⸗ sh „lichen Waizen trägt.“ Unter dem Klee vom vorigen V Jahre ist ohne Zweifel der dritte Wuchs zu verstehen, ö welchen manche thörichte Pächter in andern Gegenden— 12. sehr sorgfältig abhüten. Zwischen Menin, Cortryk 68 55 und Gent streut man, nach Hrn. Man, 60 Säcke Asche in 3 aufs Bunder.„Hier, sagt er, ist der schönste üp⸗ 9„pigste Klee, den ich je gesehen habe.— In dem 05 5 Hennegau geht man schon etwas sparsamer mit der Asche um, und begnügt sich, nach Hrn. von Ponderle, mit Dn 24 Zentner aufs Bunder, welches dem beschwerlichern fuc Transporte zuzuschreiben ist. 30 „Die Erfahrung hat uns gelehrt, sagt Hr. Man, ö n „daß es durchaus nothwendig ist, alle Frühsahre Asche ö Hüber den Klee zu streuen. Die Asche aus Holland hh in „wird dazu für die beste gehalten; ist diese nicht zu ha⸗ sut, »ben, so nimmt man Asche von Steinkohlen, Torf, dl »oder ausgelaugte Holzasche. Die Asche wird, wie baner „das Korn, breitwürfig ausgestreut. Man wählt da⸗ mith „zu einen stillen neblichten Morgen, damit der Wind i er „»die Asche nicht wegführe, und diese sich auf das Erd⸗ ö Icht vreich und die Pflanzen festsetzen könne. Durch dieses Hss: „Mittel werden nicht nur die Insekten getödtet, die Hheenh „sich um diese Jahreszeit auf dem Klee aufhalten, son⸗ gutes „dern es wird zugleich das Land dadurch gedüngt. In gllde »der That ist auch die Wirkung, welche diese Asche gghlin »„auf den Klee hervorbringt, schon nach acht Tagen sehr Nafdn „merklich; und man weiß aus wiederholten Versuchen, u vdaß — .ec eeeee.e:..::‚:‚.ee‚.etetestes————.—. ————— ———— II „daß ohne diese Vorsicht der Wachsthum des Klees so „sehr gelitten hat, daß eine Korn⸗Aerndte dadurch ver⸗ „loren gieng, und die andern schlechter ausfielen. Um Antwerpen wird der Klee auch ost mit Kalk, oder mit Kalk und Asche zugleich überdüngt. Zu dem Ende wird der Kalk früher auf dem Felde in Hau⸗ sen aufgeschüttet, schichtweise mit Asche vermengt, und der Haufen mit Erde zugeschlagen. An manchen Or⸗ ten Brabants begnügt man sich noch nicht mit diesen Düngemitteln, sondern fährt schon im Winter Mist⸗ jauche auf, und begießt damit die Kleefelder. Kein Wunder also, wenn Hr. Balsamo eingesteht, daß er nie und nirgend schönern Klee gesehen habe, als in Flandern. Die Düngung mit Kalk und Asche zugleich, die ich um Antwerpen sah, findet auch in dem Clevischen statt, wie Hr. Lobbes solches in seiner schätbaren Ab⸗ handlung über den Landbau auf der Höhe im Clevischen bemerkt hat. Der Kalk wird ein wenig angefeuchtet, mit trockener Asche so lange durch einander gearbeitet, bis er sich gänzlich in Staub auflöset und mit der Asche verbindet. Wenn die Asche auch nicht von der besten Art wäre, sondern von Torf oder andern ver⸗ brennbaren Dingen herrührte, so ist sie doch ein sehr gutes Düngungs⸗Mittel, und befördert wie der Mer⸗ gel den Wachsthum des Klees. Nach Hrn. Lobbes gehören ohngefähr 9 Zentner Kalk und 10 Zentner Asche auf den berl. Morgen.„So theuer, sagt er ferner, uns auch der Mergel zu siehen kömmt, so können wir sei 12— 0„seiner boch zum Kleebaue nicht entbehren. Er kömmt 1 30„von Mastricht die Maas herunter, kostet an der Stelle 20 „der Ausschifsung 10 Stüber der Scheffel, und es 1 »„werden zur Verbesserung eines berl. Morgens 42 10 „Scheffel, oder für etwa 10 rheinische Gulden Mer⸗—** 2„gel erfordert.“ Das Seltsamste ist, daß man den Gebrauch des slh 2 Mergels zur Kleedüngung in der Gegend nicht kennt, ͤ 4285 aus welcher die fleißigen Clevländer ihn beziehen. Es e heißt also recht: O sua si bona norint!.. Herr ft Schiervelt, ein ansehnlicher dvandwirth in dem Limbur⸗ dal gischen, hat seit einigen Jahren den gemahlnen Gyps O mit so großem Vortheile zum Ueberdüngen des Klees* erwendet, daß er sich entschlossen hat, nie wieder ei—** nen andern Dünger dazu zu gebrauchen, ob er gleich lch den Gyps von dem Rheine her, einige 20 Stunden W weit und zwar auf der Axe holen muß. Seine Gegend 0 ist gebirgig, schwer, feucht, voll grober Kiesel, und Dün zum Theil mergelartig. odli ö n he In meiner Gegend wird der Klee mit Stallmist n. überdüngt, oder vielmehr zugedeckt. Man fährt 6 vier⸗ spännige Fuder auf den berl. Morgen. Das Stroh des ausgelaugten Düngers wird im Frühjahre nicht ab⸗ Buhht geharkt... Einsichtsvolle Wirthe haben mich versichert, s daß es vortheilhafter sey, den Mist zu Ende des Winters Häte oder im März aufzubringen, als zu Anfange des Win— bite h ters, weil mit dem Dünger viel Unkrautsamen auf ukth. das Feld gebracht werde, der dann mit demjenigen, der He l ohnehin schon in der Oberfläche des Bodens steckt, unter heste! der —33—————————————— ά—— —.——— E::s:.,ͤ,ßs aua 23 der warmen Decke des Düngers keime, und noch vor dem Klee aufwachse, anstatt daß bey späterer Ueber— düngung das Unkräut nicht Zeit habe, den Klee in sei⸗ nem Wachsthume zu erreichen, und daher von diesem unterdrückt werde. Diejenigen welche glauben, daß der Klee einer solchen Mistdecke nöthig habe, um sich gegen die Kälte zu schützen, werden obiger Meinung nicht beypflichten. Allein ihre Furcht ist unnöthig: denn man wird finden, daß die Winter, die dem Klee nachtheilig sind, den ge— deckten eben so wenig als den nicht gedeckten verschonen. Seitdem meine Aecker durch einen starken Aufwand von Dünger und Arbeit zu einem halben Garten gewor⸗ den sind, bin ich von dem Ueberdüngen des Klees gänz⸗ lich abgegangen: theils, weil ich finde, daß durch das Regen⸗und Schnee⸗Wasser eine Menge kostbarer Thei⸗ le von dem Felde abgespühlt werden; theils weil ich den Dünger für andere Gewächse nöthiger gebrauche; theils weil ich nach überdüngtem Klee unfehlbar Lager⸗Wai⸗ zen haben würde: und doch habe ich von dem Erfrieren des Klees noch kein Beyspiel gehabt. Ein fetter wohlbereiteter Boden, in welchem die Wurzeln vor Winters recht um sich greifen und sich verstärken, ist der beste Schutz gegen die Strenge der Kälte. An Schönheit kömmt übrigens meinem(in die erste Halmfrucht gesäcten) Klee kein mit Schafmist ge— deckter Dreyfelder⸗Klee meiner Nachbaren gleich. Der Klee läßt sich allerdings auch vortheilhäft unter die zweyte Halmfrucht sän: dann nämlich, wenn zu die⸗ ser P.— X 14——— ser etwas gedüngt worden ist; eine Vorsicht, die mehrere mir bekannte ausgezeichnete Dreyfelder-Wirthe gebrau⸗ chen, um dadurch ihrem Fruchtumlaufe die gehörige Halt⸗ barkeit zu geben. heb ————————— . SSSSE 3 1 . ö Der Ertrag und eigentliche Werth des Klees ist 938 äußerst schwer nach den Antworten zu bestimmen, die 1—4 man von gewöhnlichen Landwirthen erhält. Es fällt 459 Niemandem ein, die Fuder des grünen Klees zu zählen, 6 noch weniger, sie zu wägen; und selten werde beyde Klee— 0 ö 73³ schnitte zu Heu gemacht. Nach Hrn. Dierersen i 1275 hält man eine Kleeärndte in seiner Gegend für befriedi⸗ 1* gend, wenn sie in ihren zwey oder drey Schnitten 400 i einspännige Karren grünes Futter vom Bunder, oder 7 8 vom Morgen liefert. Dr. Vandenbergh ver— ‚ sicherte, daß er mehrmalen ein einspänniges Fuder Klee ö 1 172 von jeder Ruthe seiner Polderlande, oder 175 vom 0 berl. Morgen gewonnen habe... Hr. Dierexsen 124 ö schlägt den Werth eines wohlgerathenen Bunders Klee 7 4 zu 300 brab. Gulden, oder den Morgen etwas uh — über 44 rhein. Gulden an; in meiner Gegend aber Vuc schätzt man ihn nur zu 11 Fl., welcher vierfach größere n ö oder geringere Unterschied sichtbar das Uebergewicht des uigeg brabantischen Ackerbaues beweist: denn würde man den Klee so hoch schätzen, wenn man ihn nicht verhältniß— sonmn mäßig zu nutzen verstände? I Richtiger, als hier oben geschehen, wird sich Hn wohl der Ertrag eines Kleestückes bey der Stallfütte⸗ 5 rung bestimmen lassen, wie wir es bey diesem Artikel ö i auch versuchen werden. 10 So lehttte ebrau— eHalt⸗ ees ist „F die falt ählen, Kles— ersen sriedi⸗ 4⁰⁰ der 78 9ver⸗ +Klee vom ersen Klee etwas daber hrößere ht des in den ltniß⸗ d sich fütte⸗ Artikel So So wohl Hr. Man als Hr. von Ponderle sa⸗ gen, eine künstliche Klee-Wiese bleibe à bis 3 Jahre gut. Dieses kann nur von den Gegenden gelten, wel⸗ che beyde Herren vor Augen hatten. In allen denen aber, die ich bereiset habe, so wie auch in meiner eigenen Gegend, dauert die Benutzung des Klees nur ein Jahr; wer ihn länger stehen läßt, erhält mehr Gras und Kraut als Klee. Es wäre übrigens zu wünschen gewesen, daß gedachte Herren auch den Fruchtumlauf angegeben hät— ten, in welchem eine zweyjährige Benutzung des Klees vorkömmt. Unter allen denen, die ich gefunden, so wie in denen, welche beyde Herren uns mitgetheilt ha— ben, findet sich nicht einer dieser Art. Der Klee giebt zwar in den Niederlanden, so wie anderswo, nur zwey volle Schnitte; dennoch wird er bey der Stallfütterung oft drey⸗ja viermal benutzt, je nachdem man früher oder später damit anfängt. Wer nicht angstlich des Futters bedarf, der pflügt den dritten Wuchs gerne unter. Denkende Wirthe schonen selbst des zweyten Schnittes nicht, in den Jahren, wo der Klee nicht gerathen ist, pflügen ihn in die Erde, und besäen das Land mit Rüben, oder mit Raps, der zum Ver— pflanzen bestimmt ist. Ist der Klee etwas zu lang zum unterackern, so wird er vorher gemäht, und in die ge⸗ öffneten Furchen eingestoßen. Wo man aber weder Rü⸗ ben noch Raps säen will, da bietet dieser untergepflügte Klee die herrlichste Erwartung, nicht sowohl für den Waizen, als für die auf den Waizen folgende Frucht an, besonders wenn es Raps oder Kartoffeln sind. Daß er * 16 gezeichnetste Weise nütze, bedarf keines Zweifels, da dieser ohnehin in dem Dreyfelder⸗Systeme nie besser geräth, als auf einem Lande, wo zwey Jahre vorher N Klee gestanden, wie dieß meine Nachbaren wissen. er dem Hafer, auf diese Art angewendet, auf die aus⸗ 90 ö = *— SꝗSꝗSꝗSPSꝓSSSPPSPPP gen dygyir „Aber Klee mähen und unterpflügen, welche Ver⸗ 80 schwendung!ꝰ— Freylich; aber nicht sellen scheint dem i Maulwurfsauge eines Volkes Barbarey, was bey dem andern die Folge einer weisen Ueberlegung und einer n richtigen Spekulation ist.* En H Der Klee zum grünen Futter wird gemäht; der Hscche aber zum Heu bestimmt ist, wird gehauen oder gepickt. 00l Die Gelege bleiben, so wie sie die Picker niedergelegt def haben, liegen, werden weder gebreitet noch gewendet, 1. sondern, wenn sie etwas trocken sind, auf kleine Hau⸗ senn fen zusammengetragen. vlil 0 Da auf die Reinheit des Samens viel ankömmt, 1* so zieht man aus dem zum Samentragen bestimmten* Theile alle Wegbreitpflanzen(Plantago lanceolata) Wh aus, weil diese Pflanze das Kleeheu sehr verschlechtert, Gden und der gemeinen Meinung nach das Land so ausma⸗ kulh gert, daß man an dem schlechtern Waizen die Stellen Lhgn erkennen kann, wo viel Wegbreit gestanden. Um„ndn diese gefräßige Pflanze leichter auszujäten, bedient man 300 sich des Tafel 7 Fig. 7 abgebildeten Häckleins. Es wig hat das doppelte der daselbst angegebenen Größe. a zeigt 10 die Hacke von der Seite, b die Zinken, von vorne angesehen. Man versieht es mit einem drey Fuß lan⸗ e Ver nt dem y dem Reiner der gepickt. ergelegt vendel/ Hau⸗ ömmt, mmten rolata) echlert, Usma⸗ tellen Um t man Cs 2 zligt vorne iß lau⸗ gen ́— 17 gen Stocke. Kinder von 10— 12 Jahren sind zur Füͤhrung dieses kleinen aber sehr zweckmäßigen Werk⸗ zeuges hinl ängch geschickt. Die Kosten sind geringe, der Nutzen ist erheblich. „Will man den Samen vom Klee aufnehmen, sagt Hr. v. Ponderle„der in diesen Provinzen einen „beträchtlichen Handels⸗Artikel ausmacht, so mutz es „der Same vom zweyten Schnitte seyn, und der er— „ste Schnitt muß deshalb schon vor Johannis geschehen „seyn: denn die ersten Blumen liefern keinen guten „Samen. Um sich der Aerndte desto mehr zu ver— „sichern, werden die Samenköpfe, so wie sie reif ge⸗ „worden sind, mit den Händen abgepflückt, und nach⸗ »dem sie völlig trocken geworden, ausgedroschen. Un⸗ vter allen verschiedenen Methoden, den Kleesamen einzu⸗ „sammeln, wird diese von allen Sachverständigen bey „weitem für die beste und sicherste gehalten.“ In meiner Gegend wird der samentragende reife Klee abgehauen, bleibt ein paar Tage liegen, und wird dann gewendet; bald darauf werden die Gelege je vier und vier gegen einander aufgerichtet, und an den obersten Enden mit etwas Stroh zusammen gebunden. Sobald er vollkommen trocken ist, wird er einge efahren, und so⸗ gleich gedroschen, wobey sich aber nur die Samenköpfs von dem Strohe trennen. Diese Kopfe werden auf den Boden gebracht, und beym Froste gedroschen; das Ge⸗ droschene wird durch die Staubmühle getrieben, die Spreu von neuem gedroschen, und beyde Operationen so lange wiederholt, bis man Aaubt, im Besitze alles reifen Samens zu seyn. Zweyter Band. B 5. I. * ö 4 N WN . II N. MN 4 V. . 40½ + 14 * — f N ‚ V x 7 V ů i 1 BR . —4 ö * 14 40 x V . I 447 * ‚ 1 ⁴¹ν 18——.— 16550 VUll. 9. II.* 35 Luzerne. h 18 Ungeachtet der hohen Achtung, die dem Klee ge— f bührt, gehört doch der vuzerne, da, wo sie gedeihen 2* will, der Vorzug. An Quantität des Futters steht ö sie ihm zwar in manchen Jahren um etwas nach: shn 55 dafür übertrifft sie ihn aber auch an Qualität. Ob sie l! gleich blähend ist, und daher unter gewissen Umständen ge⸗ m ö fährlich für die wiederkäuenden Thiere werden kann, so sh ö ist sie es doch ungleich weniger, als der Klee, der vor Runt seiner Blüte abgeschnitten und verfuttert wird. Die uun Ursach davon liegt vielleicht in den wenigen großen Blät⸗ E tern und der festeren Consistenz der Stängel der Lu— zerne, worinne zugleich auch ihre größere Nahrhaftigkeit 96 begründet ist. mye Für die Pferde ist diese edle Pflanze recht das, r was man vorzugsweise Pferde⸗Futter nennen kann. Wann die Pferde von dem trockenen auf das grüne—* ů ö bbs Futter, welches hier zu Lande der Klee ist, versetzt wer—* den: so fallen ihre Flanken ein; das Thier fängt an zu uhl purgiren, und verliert so an Kräften, daß es ohne Bey— Jdsht hülfe von Hafer zu keiner starken und anhaltenden Ar— h beit zu gebrauchen ist: dahingegen beym Füttern mit aahn zuzerne sich kaum eine Veränderung spüren läßt. 0 In trockenen Jahren, wo es mit dem Klee nicht af fort will, schlägt die Luzerne nicht fehl. Den letzten Mh n auffallenden Beweis gab hiervon der Sommer 1807, nit du wo diejenigen, die keine luzerne besaßen, in der Gegend He von ———22—2—————— ——....‚i‚‚‚tet..et.‚—.————————————.—————7..———— 2*———— ̃lee ge eihen seht nach; Ob si den ge⸗ m, so er vor Die Wäl⸗ der d⸗ fligleit t das, kann. grüne ht wer⸗ tan zu je Bey⸗ en Ar— rn mit le nicht lehten 18⁰077/ Gegend von 4.9 von Koblenz nichts mehr zu füttern hatten... In je⸗ dem Frühjahre kann sie zwey, oft drey Wochen früher geschnitten werden, als der Klee, welches in der Wirth⸗ schaft oft ein unschätzbarer Vortheil ist.. Wenn der Klee in der Regel zweymal geschnitten wird, so bietet die uzerne gewiß drey Schnitte dar, weil ihr Wuchs schneller ist, und man nicht mit ihrem Einschnitte bis zur vollen Blüte warten darf.. Im September, wann die Kleestoppel gestürzt ist, und der kandwirth sich oft in Verlegenheit wegen der erforderlichen Menge grünen Futters findet, zieht ihn der dritte Wuchs der luzerne aus der Noth, und liefert ihm Futter bis zum Eintreten des Frostes. Damit man nicht geneigt sey, zu glauben, ich bete diese Lobsprüche andern Personen nach, so erlaube ich mir, einige Thatsachen anzuführen, die diesen lobsprüchen zur Bestätigung dienen können. Im Jahre 1802, wo wir von dem 1Aten April bis zum 3osten May keinen Regen, und mehrere sehr starke Nachtfröste hatten, wurde bey mir die erste an⸗ derthalb Fuß lange Luzerne am ten May, und der erste Klee am 2ten Juny gemähet. Den 23 sten Juny, also fünf Wochen nach dem ersten Schnitte, kam die Reihe wieder an die luzerne: sie hatte dieselbe Höhe, wie das erste Mal. Der schönste Klee, den ich zu gleicher Zeit auf dem Felde maß, hatte keine größere Länge. Man bemerke, daß es der erste Kleewuchs war, den ich mit dem zweyten Wuchse der Luzerne verglich: diese hatte also in demselben Zeitraume zwey Mal die Höhe B 2 des 5 2⁰ 1299 des Klees erreicht.. In diesem Frühjahre war das U 23 grüne Futterungs⸗Material so kärglich ausgefallen, 11 daß ich den berl. Morgen Luzerne nicht um 4 Karolin 10. hätte verkaufen wollen.. Den aten August, also un 6 Wochen nach dem zweyten Schnitte, wurde die luzer⸗ aen ne zum dritten Male gemähet: sie hatte nun eine Höhe lulge — von dritthalb Fuß... Fünf Wochen nachher, das ist 35 den 7ten September, wurde gedachte Luzerne zum vier⸗ vim ten Male geschnitten. Es geschah in meiner Abwesen— vold heit, daher kann ich die Höhe nicht bestimmen... Hicd Nach dem bot das Feld noch eine Viehweide dar, die Isch aber nicht benutzt wurde.. Nach der Berechnung, die ich über das Verfütterte gemacht habe, reichte ein ö Bunder(87 ares) dieser Luzerne zum Unterhalte von 47 fünf ziemlich großen auf dem Stalle gefütterten Kühen nit auf 150 Tage, oder der Morgen für zwey Kühe auf 15 117 Tage zu. 800 Als meine Pferde am 3ten Julius 1803 von Veth der Luzerne auf den Klee versetzt wurden, fingen ihre Exeremente sogleich an, sich zu verdünnen. Drey Bü⸗ fh schel luzerne hatten zur Tags⸗Razion bisher zugereicht;* an Klee mußte man jedem einen Büschel zusetzen... In gemeldetem Jahre bot das Luzernfeld drey Schnitte e dar, wovon der dritte sich mit dem 4ten September en—⸗ n digte. Von einem Schnitte zum andern waren 6Wo— 33 chen hingelaufen... Ein halbes Bunder reichte zu, 40 um 4 Pferde 120 Tage zu ernähren... Ich bemer— ke, daß sie in dieser Zeit weder Hafer noch Rauchgut noch* Stroh bekamen, bey der Arbeit nicht geschont wurden, Rgchch und Har das efallen, Rarolin also e luher⸗ e Höhe das ist n vier⸗ owesen⸗ nen.. r, die hnung, hte ein ste von Kühen he auf 3 von n ihte Bu⸗ Reicht; 3en... chnitte ber en⸗ b Wo⸗ hte zu, bemer— ut noch hurden, und und dabey in vortrefflichem Stande blieben. Meine Pferde liebten dieses Futter ungemein, und ließen, so⸗ bald man damit absetzte, und ihnen Klee vorwarf, die— sen den ersten Tag unberührt. Unter andern hatte ich einen Gaul, den man nicht ohne Mühe und Vorberei⸗ tung an den Klee bringen konnte, wenn er vorher eine geraume Zeit Luzerne gefressen hatte. Luzern⸗Heu oder vieimehr Stroh, von dem der Same abgenommen worden war, wurde von den Schafen mit einer Be⸗ gierde verschlungen, die fürchten ließ, sie davon erstickt zu sehen. Die Augen einiger meiner Nachbaren thaten sich in gemeldetem Jahre auf. Auf vieles Bitten ließ ich mich bewegen, den einjährigen Genuß von einem Theile meines Luzernfeldes gegen einen eben so großen Theil rei⸗ fen Roggen oder Waizen zu vertäuschen. Der Roggen, den ich wählte, gab mir an Korn und Stroh den Werth von 42 rheinl. Gulden vom Morgen. Im Jahre 1804 war die Luzerne nur um§ Ta⸗ ge früher, als der Klee: sie wurde den Aten, dieser den 19ten May gemähet. Nicht die Strenge des Win⸗ ters, sondern seine Gelindigkeit waren an dieser Ver⸗ spätung Schuld. Schon im Februar hatte die Luzerne fingerslange Schösse getrieben; sie wurden aber durch die nachfolgenden Fröste zerstött. Dadurch ward das neue Ausschlagen nothwendig zurück gehalten. Viel⸗ leicht hätte ich besser gethan, die erfrornen Sprossen so⸗ gleich abhüten zu lassen. B 3 Im I HN . N . N 0 N. 0 WII N . 0 * * * IN IN V 4 II— ö V. i 0 „ * ö I II X ——— —. 859*9.9.9.9..„P....T..F‚‚.C‚P‚.J....— — — 4 3 2 28 Im Jahre 1805 war der zweyte Schnitt, der ö gegen das Ende des Junius Statt hatte, drey Fuß hoch. 10 ö 2 ö b. 0 Jetzt die Frage, warum aller obigen unverkenn— 60 28 baren Vortheile ungeachtet, der Luzernbau in den Nie— 0 derlanden nicht in Aufnahme kömmt. Ein einziges un⸗ bedeutendes Stück ausgenommen, habe ich kein Luzern⸗ fel d auf meinen Reisen gesehen. Hiervon weiß ich nur on eine, aber leider! eine vollwichtige Ursache anzugeben,—0 nämlich diese: daß sich unser Clima, oder vielmehr unser 0 Boden nicht dazu schickt, wie ich mich durch eigene mehr⸗ 0 jährige Erfahrung davon überzeugt habe, ungeachtet ich alles angewendet hatte, was man von der Industrie** eines nicht leicht zu ermüdenden Landwirthes fodern 00 kann.— Sdit Ich weihte der Luzerne kein anderes, als gutes fet⸗—— tes, wiewohl nicht frisch gedüngtes dand. Bald war Shs es Marsch⸗, bald milder tiefer lehm⸗Boden; bald war* es ein beständig in Cultur stehendes kand, bald eine De umgebrochene Weide, die Hafer und darauf Kartoffeln Ati getragen hatte. Ich säete die Luzerne unter Flachs, un⸗** ter grun abzumähende Wicken, unter Gerste, und auch, ohne alle Beymischung, nach behackten Br aachfrüchten, Nan die sich zwey Jahre nach einander gefolgt waren. Ich vhr ließ die junge luzerne jͤten, und noch einmal jäten, ließ i d die Grasklöde aus der ältern mit Hacken ausziehen, ließ lam sie eggen, mit einem Pfluge ohne Streichbrett aufwüh⸗ dun ui len... Und— alles war vergebens! Zwey Jahre aigehn (das tt„det 5 hoch. verkenn⸗ en Me⸗ ges h luzern. ich nur ugeben, unser emehr— geachtet ndusttie fodern s fet⸗ d war Id war ld eine rtoffeln 5„ Un dauch üchten, . Ic en, ließ en, ließ uswůh⸗ Johte (das 23 (das ihrer Aussaat nicht mit einbegriffen) dauerte die kurze Zeit ihrer Benutzung; im dritten wandelte die nicht zu besiegende Natur das land in einen Gras-An⸗ ger um, aus dem hie und da noch einzelne schöͤne luzern⸗ Stauden hervorragten. Woher doch immer die Unverträglichkeit unseres Bodens(ich verstehe darunter den der Hesbaye, und alle Bodenarten, die ihm gleichen) mit der Luzerne?— Findet sich nur bey uns der Graswust auf den Feldern ein, der dieser edlen Pflanze so nachtheilig ist? Oder vielmehr, und warum, kann sie hier einen Feind nicht bezwingen, den sie gewiß auch anderswo zu bekämpfen hat?... Als der Abt Ro zier eine Besitzung in dem mittägigen Frankreich in der Gegend von Bezieres an⸗ trat, und ein luzernfeld anlegte, war seine größte Sor⸗ ge, die junge luzerne auf das schärfste jäten zu lassen. Seine Nachbaren, die mit dem Baue dieser bey ihnen einheimischen Pflanze bekannt waren, verlachten seine Fürsorge mit der Versicherung, daß sie überflüssig sey, und die Luzerne schon von selbst den Meister auf dem Felde spielen würde; und so war es auch, wie sich der Abt in der Folge überzeugte.. In Schwaben und in den Rheingegenden, wo ich, namentlich um Ko— blenz, einige prachtvolle Luzernstücke sah, hat diese Pflanze ein vollkommenes Gedeihen, und eine auf viele Jahre perennirende Existenz, daher ihr auch der Zuna⸗ me des ewigen Klees geworden ist. Dabey wird die iuzerne nicht einmal in den Feldern erster Güte, son⸗ dern vielmehr in denen der zweyten und dritten Klasse angebauet. B 4 Ich 4* ö 44 1 x 3*9— DD‚D‚D‚.DDEDDRRCEDeeeee.‚.——— 2 V E E SDNRNDRDDDND S 24 3*:nñ, Ich weiß von dieser Verschiedenheit, außer der größeren Hitze der mittäglichern Gegenden, keine andere Ursache anzugeben, als die man auch bey der Espar— sette anführt, nämlich, daß es hauptsächlich auf den Un⸗ tergrund ankomme. Ohne zu bestimmen, von was für einer Art und Zusammensetzung dieser zum bessern Fort⸗ kommen der luzerne seyn muß, so weiß ich, daß, wenn er von einer kälten, feuchten, compacten Beschaffenheit ist, es fruchtlos seyn würde„auf ein perennirendes Lu⸗ zernfeld zu rechnen. Einheimisch in einem Clima, wo die Sonne den Boden bis zu einer großen Tiefe erhitzt; begabt mit ei— ner Pfahlwurzel, die(da sie dieser Pflanze nicht gegeben seyn kann, um gleich einem Baume den Stürmen zu rrotzen) deutlich anzeigt, daß die Luzerne ihre Haupt⸗ wnahrung aus den Eingeweiden der Erde ziehen solle: bey diesen Umständen, sage ich, kann eine solche Pflanze wohl in den beyden ersten Jahren in einem gut bearbei— teten Boden gedeihen, so lange nämlich ihre Wurzel sich hauptsächlich in der durch Sonne und düngende Substanzen erwärmten Oberfläche nährt. Dringt sie aber, ihrer Nätur gemäß, in der Folge tiefer, und sucht umsonst nach der ihr angewiesenen Nahrung, so kann und wird sie nur kümmern. Schmal und mager aufschie— ßend, und nicht wie der Klee um sich wuchernd, ge— währt sie dem unter ihr keimenden Grase Spielraum und Brist, sie in Kurzem zu ersticken. Dieses wird um so geschwinder eintressen, als die obere Krume„die zum Aufkommen des Grases allein hinreicht, fetter und wohl zubereitet war. Um — H baalb lehn sanen Die) fir( ive gorse Wulde: in dn ohhe 0d hitt dr Min et de andere spar/ n Un⸗ 15 fle Fort— wenn nheit 5 lu⸗ denn t ei⸗ Rben en zu Auplẽ olle: anze rbei⸗ urzel gende gt sie sucht und schies Hes und m so zum und Um Um nichts unversucht zu lassen, fing ich an, sie in Reihen zu säen, und endlich, sie zu verpflanzen.. Da bey der ersten Art sich mehrere Stellen zeigten, wo der Same nicht aufgegangen war, so ließ ich dem übrigen die Zeit nicht, zu gehͤriger Größe zu gelangen, sondern zerstörte alles wieder mit dem Pfluge. Das Verpflanzen schien mir mehr Vorzüge zu ha⸗ ben; und es ist möglich, daß solches die einzige wahre Art ist, die Luzerne in unserer Gegend mit Sicherheit und Vortheil zu bauen... Das Land war bestmög⸗ lichst zubereitet und geebnet. Die Löcher wurden mit ei⸗ nem besonders dazu eingerichteten Instrumente so genau gezeichnet, daß alle ◻Fuß eine Pflanze zu stehen kam, und man in der Folge ohne Anstand mit einem vielschaa⸗ rigen Schäufelpfluge das Stück in die Länge und Breite bearbeiten konnte, ohne auch nur eine Pflanze zu ver— letzen. Die Löͤcher wurden mit langen, unten mit ei⸗ sernen Spitzen versehenen, Pflanzhölzern gestochen. Die Pflanzen waren ein Jahr alt. Wurzeln und Blät⸗ ter(denn es war im May) wurden etwas abgestutzt, je zwey Pflanzen in jedes loch gesteckt, und die Erde an⸗ gedrückt. Sie schlugen beynah alle an; wo es fehlte, wurde nachgepflanzt... Die euzerne wurde zweymal in demselben Jahre geschnitten; doch war der Ertrag ohne Bedeutung. Nach dem ersten Schnitte wurde das Feld mit der Handhacke, und nach dem zweyten mit der Pferdehacke bearbeitet. Ich bemerkte bey dieser luzerne ein besonderes Phänomen. Am aten November fiel plötzlich eine so B 5 strenge * 26 E strenge Kälte ein, daß alle Fischteiche mit dickem Eise überzogen wurden. Ein paar Tage darauf hatten wir wieder Mayenwetter. Nun zeigte sich eine große Ver—⸗ änderung an der kuzerne. Alle, sowohl auf diesem SSS HEUNE R Felde, als anderswo stehende, breitwürfige duzerne, war weiß geworden, und die Blätter waren abgefallen; nur die verpflanzte und behackte stand noch in ihrem vollen 20 Schmucke da... Den ꝛ7ten Dezember besuchte ich 0 mein Luzernfeld von neuem, und fand, indem ich den Schnee mit den Füßen wegscharrte, die Luzerne noch bu eben so grün als im Sommer.. Im Februar hatte sin sie, des gelinden Winters wegen, handlange Schöͤsse ge⸗ M trieben, welche aber durch den darauf folgenden Frost 0 zerstört wurden. Dadurch wurde dann auch der nach⸗* herige erste Wuchs dieser Reihen ⸗Luzerne gegen den ihrer 0 breitwürigen Nachbarin um vieles zurückgesetzt...* Obige Erfährung beweist, wie ich glaube, unwider⸗ dem sprechlich, wie sehr das Behacken überhaupt den Wur⸗ beg zeln und dem Wachsthume einer Pflanze dienlich sey. 1. rothy Die in Reihen gepflanzte Luzerne sollte nunmehr, der Absicht gemäß, nach jedem Schnitte mit dem iher Schaufelpfluge behackt werden; kaum aber war der er—⸗ ste Schnitt geschehen, so fiel Regenwetter ein, welches in 2— 3 Wochen den Zugang zum Felde nicht gestat⸗ 460 tete. Indeß war die Luzerne so schön und freudig her— 1ün angewachsen, daß an kein Pferdschaufeln mehr zu den⸗ 40 ken war, wenn man nicht den ganzen zweyten Schnitt ö Ein verloren geben wollte. Die Operation wurde also bis 1) nach dem zweyten Schnitte verschoben. Dieser kam, n⸗ 0 und ———m————UUUUDDUJJJIJJ——————————..——..————— ——— m Ese en wit e Ver⸗ diesem e, war ; nur vollen hte ich ch den noch hatte sse ge⸗ Ftost nach⸗ nihter vider⸗ Wur⸗ 2y. meht tdem er er⸗ elches gestat⸗ 9 her⸗ uU den⸗ chnitt sso bis fam/ und und mit ihm stellte sich das Regenwetter auch wieder ein. Nun wurde guter Rath theuer. Das Feld wur⸗ de zum Anger, und mußte in dem folgenden Jahre um⸗ gebrochen werden. Freylich war dieser Umstand nur ein Zeitübel; allein die nicht geringen Unkosten waren gemacht, und — verloren... Da ich als Landwirth mehr den wesentlichen Nutzen als eitlen Ruhm vor Augen habe, so untersagte ich mir von dem Augenblicke an das Ver— pflanzen; ob ich gleich der Meinung bleibe, daß diese Methode demjenigen, der ein lange dauerndes Luzern⸗ feld zu haben wünscht, vor allen andern anzuempfehlen ist. Besonders scheint sie mir auf einem Boden, des— sen Oberfläche die Nässe nicht anhält, und wo folglich mehrgedachtes, dem Pferdehacken entgegenstehendes Hin⸗ derniß wegfällt, das Pflanzen auch mit geringerer Mü⸗ he geschieht, sehr anwendbar. Auf Boden, dessen Unterlage viele Feuchtigkeit enthält, ist das Verpflanzen nothwendig, weil dabey die Pfahlwurzel abgestutzt, und dadurch ihr Vordringen in eine tiefere Grundlage, die ihrer Natur so sehr zuwider ist, gehemmt wird. Denen, die denselben Versuch machen wollen, rathe ich, in jedes Loch 3— 4 Pflanzen zu stecken, weil man alsdann sicher ist, daß die Luzerne auf keiner Stelle ausbleibt, daß die Pflanzen in dem ersten Jahre das Land geschwinder einnehmen und bedecken, und die Stängel bey der dicht auf einander stehenden Luzerne nicht so holzigt, sondern zarter und dem Viehe ange⸗ nehmer werden, als wenn man nur eine oder zwey Pflan⸗ 4 — 63 2 8 ö 30 Pflanzen in ein loch steckt. Stehen übrigens die drey 6 10 Pflanzen, im Falle sie alle fortkämen, zu dichte, so wird die stärkere die schwächere von selbst verdrängen... I Noch rathe ich, die Pflanzen, die versetzt werden sollen, V behutsam auszuziehen. Sie stehen, ihrer Pfahlwurzel 10 430 wegen, gewöhnlich so feste, daß sie nicht ohne Beyhülfe* 9.—4 des Spatens aus der Erde gebracht werden können. Hal Das schräge Einstechen in einem scharfen Winkel, wo⸗ 25 durch die Pfahlwurzel in der Erde übergestochen wird, ist vielleicht das beste; wo dieses aber nicht geht, da Rge muß die Pflanze nach dem Stiche mit der Hand ausge⸗ 60 zogen, und nicht mit dem Spaten gelichtet werden, weil die Wurzeln bey dem Auflichten mit dem Spaten ge⸗ I schunden werden. Wo der Boden nicht allzu fest ist, ul halte ich diese Methode für die sicherste. Weiter rathe* ich, daß derjenige, der den Auftrag hat, die ausgezo—⸗ 1n genen Pflanzen abzustutzen, wohl darauf merke, daß Im sich nicht die geringste Graswurzel mit einschleiche, wie 11 es gewöhnlich der Fall ist; denn dieses sich zwischen den 100 zuzernstauden einfäselnde Gras ist nachher auf keine 10 Weise wieder heraus zu bringen... Daß die ausge⸗ zogenen Pflanzen gegen die Sonne und austrocknende zuft geschützt, und so viel möglich feucht gehalten wer⸗ sud, den müssen, versteht sich wohl von selbst.... Zuletzt b./ ist bey den ersten Schnitten der verpflanzten Luzerne dar⸗ dpee auf zu sehen, daß man die Pflanzen nicht unter der bullch Krone fasse, welches immer tödtlich für sie ist. Aus sgr übertriebener Vorsicht ließ ich sie das erste Mal mit cpt scharfen Gartenmessern so kurz als möglich bey der Erde Dr l abschneiden. Mein Befehl wurde so treulich erfüllt, W. daß —— die dog ̃te, 0 gen.., soller, wurzel eyhüͤfe önnen. „ wo⸗ witd, , da ausge⸗ weil ten get fot is, rathe gezo⸗ dab wie on den keine ausge⸗ inende wer⸗ Zuleht ie dar⸗ er der Aus al mit Erde efüll, daß daß ein guter Theil davon starb. Ein guter Mäher mit einer guten Grassense ist wohl am geschicktesten da⸗ zu... Man muß die Pflanze etwas tief pflanzen... Noch waöre zu versuchen, ob es nicht vortheilhafter sey, die Berpflanzung Anfangs Septembers vorzunehmen; das Land könnte dann in demselben Jahre noch eine Frucht tragen, oder durch eine bearbeitete Braache auf das vollkommenste dazu vorbereitet werden. Nach so vielen fruchtlosen Versuchen zur Verlän⸗ gerung der Existenz eines Luzernfeldes, dachte ich: Ist es wohl klug, so hartnäckig auf einer Sache zu bestehen, die sich auf keine Weise mit unserm feuchten Clima, und mit unserm zum Grastragen geneigten Boden ver⸗ trägt? Wenn ein breitwürfig gesäetes Luzernfeld auch nur zwey Jahre(das Jahr der Aussaat nicht mit ein— begriffen) in seiner Kraft besteht, so sind die darauf ge— wendeten Kosten eben so sicher gedeckt, als bey dem ge⸗ wöhnlichen Klee. Eine solche umgebrochene zweyhähri— ge luzernstoppel kann nicht anders als eine vortreffliche Vorbereitung zu allen möglichen Feldfrüchten seyn. Allein hier findet sich der äußerst erhebliche Um⸗ stand, daß die kuzerne im ersten Jahre ihres Nutzens, d. i., im zweyten ihres lebens, eine nicht ganz befrie⸗ digende Aerndte abwirft, die mit der des Klees nicht verglichen werden kann. Wir können daher den zwey⸗ jährigen Nutzen der luzerne nur dem entgegen stellen, den wir in anderthalb Jahren von dem Klee nehmen. Wer also das Mehrere, und zwar mit weniger Umstän⸗ den, Zeit und Aufwand haben kann, warum soll der nach 30— 30 nach dem Geringern trachten?.. Es käme nun bey 1 der euzerne darauf an, das Minus des ersten Mutzjah⸗ res zu decken; und dazu schien mir die Beyhülfe des l 15 Klees am schicklichsten. Besser, dachte ich, daß Klee, unde dessen leben nur kurz ist, unter der Luzerne grüne, als Hig ihr Hauptfeind, das unvergängliche Gras. 1ud: 33 U 0 Dem zu Folge säete ich im Jahre 1804 Klee und I . luzerne zugleich aus, und zwar von ersterm den vierten üId. ——4 Theil dessen, was man gewöhnlich säet, an Luzerne Ihh aber dreymal so viel. Das heißt: ich nahm 9 Theile 70 zuzerne und einen Theil Klee; auf den Morgen 2 Pfund von diesem, und achtzehn von jenem. Das Land war u in dem vollkommensten Zustande, der sich denken läßt: i milder, durchaus fetter dehmboden, der zwey Jahre 4 nach einander behackte Möhren und Runkeln getragen 60 035 hatte. Darauf ließ ich Flachs ohne Dünger säen, und liat 0 in diesen die gedachte Klee⸗Luzerne. Das land war so die ni rein, daß ich den Flachs nicht durfte jäten lassen. We Im folgenden Jahre, 1805, bot das Feld die 36 Pracht einer Vegetation an, der nichts in der Gegend dem bey kam. Sie gab drey volle Aerndten. Die erste Hufen war nichts als Klee, die zweyte gab etwas mehr Luzer— sun ne, und in der dritten stach diese sichtbar hervor. ö win Im Jahre 1806 war der Klee beynahe ganz ahnn verschwunden; die Luzernpflanzen hingegen gewannen N. eine Höhe von 3 Fuß. Nun fand sich aber der fatale 0 Umstand, daß nicht der zwanzigste Theil von den Pflan⸗ W zen auf dem Felde stand, die darauf hätten stehen sol— ö len: nun bey Nußjch Ulfe dez aß Kle, ne, als lee und vierken luzerne ) Theile Pfund nd war en laßt: Nhre getragen en, und war so . did die Gegend die erste r luzer⸗ ö 0 he ganz wannen fatale Pflan⸗ hen sol⸗ len: 3 1 len: das Ulebrige war nichts als Gras. Der Klee hat— te nämlich Jahres vorher durch seinen üppigen Wuchs die Luzerne meistens verdrängt und erstickt. Da nun in dem folgenden Jahre der Klee seiner Seits auch aus⸗ gieng, so kam an allen leeren Stellen nur Gras hervor; und der Ertrag der Luzerne lohnte so schlecht, daß das Feld im Herbste zu andern Früchten umgepflügt werden mußte. Ich zweifle also, daß der Versuch, Luzerne und Klee unter einander zu säen, jemals gelingen und lohnen werde. Die allgemeine Beobachtung, die ich über die breitwürfige Luzerne gemacht habe, ist: daß sie im er⸗ sten Jahre ihrer Benutzung eine halbe, im zweyten eine ganze, im dritten wieder eine halbe Aerndte liefert, und endlich im vierten Jahre nichts als einen Grasanger dar⸗ bietet; daß sich daher ihr Anbau im Großen nicht für die niederländische Gegend schicke, und dem Klee im Nutzen nicht gleich geachtet werden könne; daß sie dennoch neben diesem in jeder Wirthschaft einen kleinen Platz verdiene, und ihr Betrieb im Großen vielleicht dem nützlich seyn könne, der beym Abgange gesunder trockener Wiesen eine starke Schafzucht treibt. Die— sem würde ich rathen, die duzerne mit Klee auszusäen, um im folgenden Jahre eine doppelte Heuärndte davon nehmen, und das Feld darauf ein oder zwey Jahre als Weide benutzen zu können. Im Kleinen aber wird die luzerne auch jeder an⸗ dern Wirthschaft nützlich seyn, sowohl des vorzüglichen Pferdefutters wegen, das sie abgiebt, als wegen der nicht * 32—— nicht genug zu schätzenden Eigenschaft ihres frühen und .— schnellen Wachsthums. Dieses erfodert für Einige ei⸗ 55 ner kleinen Auseinandersetzung... Ich nehme an, daß der Klee nach wie vor die Basis der Wirthschaft ö bleibe, und der Pachter daneben, nach Verhältniß sei— nes Viehstapels, einen oder mehrere Morgen Luzerne + 12— habe. Da diese einen Vorsprung von 14 Tagen vor das 3 dem Klee hat, so macht sie in der Fütterung den An— fih fang. Der Klee folgt, wird aber auf die Länge zu Dur ö hartstänglicht, und das Vieh verschmäht ihn. Indeß hat bp der zuerst abgemähte Klee Zeit, wieder nachzuwachsen. 114 Zuletzt, wann die Kleestoppel im September gestürzt, und Hith man oft in Verlegenheit wegen des grünen Stallfutters ist, dann bietet sich der dritte Schnitt der Luzerne dar, E und hält bis zu der Benutzung des Möhrenkrauts, der 10 Runkelblätter, Stoppelrüben u. s. w. vor. 90 deb n „Man bauet, sagt Hr. Balsamo, in einigen saht „Districten Flanderns, in der Gegend von Dornick, d „in dem französischen Hennegau, besonders aber um Cuh „Valenciennes, viel duzerne. Sie wird breitwürfig un⸗ u „ter den Hafer gesäet, und mit etwas Kleesamen ver⸗ „mischt, um im ersten Jahre einen Schnitt davon neh⸗ „men zu können. Gemeiniglich wird sie drey Mal des hesct, „Jahrs gemähet. Nach dem dritten Schnitte behütet nlr „man sie mit dem Hornviehe, aber niemals mit Scha⸗ e „fen. Die Pächter betrachten die Luzerne als ein kost⸗ sch ab „bares einträgliches Futter.“ hlg kih bhist, §. III. Dopof ———————————23——ł—— 232————————— 2 hen uud Sinige ej me an, rthschaft ltniß sei Azerne igen vor den An⸗ änge zu ndeß hat wachsen. rzt, und allfutters Ene dak, IHs/ der einigen Dornick, aber um uüͤrfig un⸗ men ver⸗ von neh⸗ Mal des behütt it Scha⸗ ein kost IIl. —— 33 §. III. Spörgel, weißer Klee und andere Futterkräuter. Der Spörgel ist für die Campine, oder die Sand⸗ länder Brabants, dasjenige, was der Klee für die mehr fruchtbaren belgischen Provinzen,— die Luzerne für das mittägige Frankreich,— die Esparsette für die un⸗ fruchtbaren Kalkberge— und die Sulla für Sizilien ist.. Der Urheber der Natur vertheilte seine Geschenke mit so weiser Hand, daß es nicht eine einzige Gegend giebt, die nicht ihr Wohl und Wehe, ihren Fluch und Segen hätte Ich bin weit entfernt, eine Parallele zwischen dem Klee und dem Spörgel zu ziehen: aber irrig ist es, daß der besser begabte das kargere Geschenk eines andern verachtet; irrig, einem Boden fetten Klee abzufordern, der nur magern Spörgel aufbringen kann; irrig, alles über einen und eben denselben Leisten schlagen zu wollen. Ohne Klee wäre das mittlere Brabant in keinem bessern Culturzustande, als manche Gegend Deutschlands; und ohne Spörgel wäre die Campine noch eine Wüste. Eine Pflanze, die für sich keinen Dünger er⸗ heischt, und der Erde durch ihren Rückstand vielleicht mehr wieder giebt, als sie daraus gezogen hat; die kei— ne Hauptstelle in dem Fruchtumlaufe fodert, sondern sich als Nachfrucht mit dem zweyten sonst leeren Platze begnügt; die, den Samen ausgenommen, beynahe gar keiner Vorlage bedarf; die sich mit einem Boden behilft, wo außer dem Roggen nichts anderes fortkom— Zweyter Band. C men ** 1 2 60 1 * 7 4 * W. 1 ö N. + N N. WAN. WNN 14 Nin I VN III N * A. 144 NoN) 08 I. + 0 6 NN 4 I. * 18 I VN 9 +* . I. 7 * . 9 . 0 4 6* 40 + 4 * V. + 8 4 48 ö 11 H V ö 8 . 2— *.— —————.. 34— men will; die dabey Milch und Butter vermehrt, und* ihre Güte erhöht, ist gewiß aller Achtung in der Land— I wirthschaft werth; und ich bin überzeugt, daß sie selbst auf dem besten Boden, in sofern er nur etwas leicht ist, mit Ehren und Nutzen auftreten kann. Ein Be— Int weis davon ist das Land von Waes, der Garten Euro—⸗ fint pa's. Ich sage, auf leichtem Boden: denn da diese Di Pflanze ihrer Bestimmung nach auf dem Felde abgehü⸗ bale tet seyn will, und selten eine mähbare Höhe erreicht, so 1 3 würde der Fuß der darauf weidenden Thiere den schwe⸗ In 2 ren Boden bey regnigtem Herbstwetter zu einem Teige gunt .— kneten und ihm dadurch sehr nachtheilig werden, statt fuch — daß eben dieses Abweiden, samt dem Urine und den frischen Erkrementen, auf leichtem oder sandigem Bo⸗* den eine wahre Verbesserung seyn sollte. + 11 ö Außerdem hat der Spörgel noch den Vorzug, stbi daß er nicht ausgezogen und verfahren werden darf: da⸗ uuhe her man auch auf enclegenen Feldern Spörgel, und kei⸗ Rug ne Rüben sät... Spörgel⸗Heu, und vorzüglich der ½j Same, sind ein köstliches Küh⸗Futter auf den Winter. sfsirp ö Rnaien »Der Anbau des Spörgels, sagt Hr. Man, In, »ist mehr dem nördlichen Brabant eigen; doch wird „auch in den daran stoßenden Distrikten viel Spörgel ö „gebaut. Man säet ihn sogleich, wann das Winterge— ö ö ö „kreide ist abgeärndtet worden. Das Land wird dazu 501 „leicht umgepflügt... In leichtem Boden dient der 1—00 »„Spörgel auch zum Dünger, da er saftig und gewisser⸗ m „maßen von fetter Natur ist. Er wird auch grun un⸗ afen ter⸗ ö V—33——.——‚‚tr‚‚‚‚eDeeeeeeeeeeeeeeeeDE--———— **——— hrt, u der Hand, sie selbs das liich Ein Be⸗ en Eno⸗ da dies abgehh⸗ eicht, 0 n schwe⸗ m Teige u, stalt und den gem Bos Vorzug, uf: da⸗ und kei⸗ iglich der Winter. Man, ch wird Sporgel Zinterge— ird dazu dient der gewisse⸗ grůn un⸗ teb⸗ „tergepflügt, und verbessert zum Theil den Boden/ so „daß man ihn nachher mit Waizen bestellen kann. Da man in dem ganzen nördlichen Distrikte Bra⸗ bants Stallfütterung treibt, so müssen diejenigen, die keinen, oder doch wenig Klee sänn, die Kühe großen Theils auch im Sommer mit grünem Spörgel unter⸗ halten. Dazu gehört also, daß der Spörgel von Zeit zu Zeit ausgesäet wird, und daß man mit dem März den Anfang macht. In diesem Falle behauptet er den ganzen Sommer über das Feld, und ist als eine Braäch⸗ frucht zu betrachten... Dieses gilt auch von demjeni— gen, der zu Samen bestimmt ist: denn der Herbstspör⸗ gel giebt keinen reifen Samen. Von dem März⸗ spörgel ist der Same schon vor Johannis reif.. Man kömmt darin überein, daß ein solcher Braachspörgel, selbst wenn er zur Samenreife gelassen und zu Heu gemacht worden ist, die beste Vorbereitung zum Roggen sey. Der Fruchtumlauf dabey ist folgender: 1, 2, 3 Roggen, und jedesmal nach dem Roggen Herbst⸗ spörgel, auf dem Felde abgeweidet; 4 Hafer oder Buch⸗ waizen; 5 Braachspörgel zum grünen und dürren Butte-ü Der weiße oder holländische Klee ist in den belgi⸗ schen Provinzen, die ich bereisete, nicht bekannt. In meiner Gegend, wo man ihn zur kämmerweide aussäet, nimmt man 12 Pfund Samen aufs Bunder(32 Pfund auf den Morgen). Er dient statt der Bräache, muß E 2 aber % * * V 4* 0 . ö E WINI * —23—3—3—3—9———— 9————————— 2 —— 36—.—. aber gleich nach Johannis umgebrochen werden, wenn 0 er diese Stelle ohne Schaden vertreten soll. Er wird 0 nicht, wie der rothe Klee, überdüngt. ö „Der weiße, im Clevischen bekannte wilde Klee, Luh „sagt Hr. Lo bbes, gehört mit vollem Rechte unter die vih „Hauptfutterkräuter: denn ob er schon nicht gemähet halen „und im Stalle verfüttert werden kann, sondern abge—. .——„hütet wird, so fodert seine Cultur auch nicht so viele dilel „Kosten und so gutes Land, als die des rothen Klees. Hhlt, „Gesetzt, ich säe im zweyten Jahre des Düngers, also Mohe „in das magere Land, Hafer und wilden Klee-Samen. „Geräth der Klee, so ernährt ein holländischer Morgen „den Sommer über drey milchende Kühe. Diese Hü— „tung breche ich im Herbste, wie die Stoppeln des ro—⸗(a9⁰h „then Klees, einfährig um), säe darein(aber vor Ralhal „Michaelis, sonst verliert sich die Saat gegen das Früh— Ralen „jahr vom Felde, wenn sie vor dem Winter nicht stärk de ot „bewurzelt gewesen ist) Roggen ohne Dünger; und doch lajztne „wird er gemeiniglich den gemisteten weit an Güte über⸗ men g „treffen. Als Nachfrucht des Roggens kommen Rü— eine M „ben oder Spörgel, und im folgenden Jahre Hafer urde. „ohne Düngung. Dadurch gewinne ich eine Dün⸗ 965, abe „gung, und habe bessern Roggen. Wenn dieser Klee Vasce „unter den gedüngten Roggen gesäet wird, dann folgt st, sch „darnach noch einmal Roggen, welcher ohne Ausnahme Wy „allemal am besten gekörnt ist; nach ihm Rüben oder—4„* 57 Spör⸗ 0 ahe gut *) Die Gegend, die Hr. Lobbes vor Augen hat, ist sicher he lin sehr sandigt. Auf schwerem Boden erfodert diese Klee— stoppel drey Fähren. „ wenn Er wiß ide Kle, unter di gemäht rn abgs t so vitt n Klees, re, ass Samen. Morgen Diese Hu des lo⸗ aber vor 8 Früͤh⸗ cht stark und doch te üͤber⸗ men Rͤͤ⸗ Ve Hafer e Dün⸗ ser Hle nn folgt usnahme ben oder „Sobr⸗ ist sicher iese Klee— 37 „Sporgel, im folgenden Jahre Hafer, und im letzten „Buchwaizen, alles ohne Dünger.“ Diese wenig bekannten Bemerkungen über den Vortheil und die Cultur des weißen Klees, scheinen mir so wichtig, daß ich hoffe, der Leser werde es mir zu gut halten, daß ich sie aus den N. S. Annalen entlehnt ha⸗ be. Die Höhe des elevischen kandes hat übrigens so viele Aehnlichkeit mit den guten Sandländern Bra⸗ bants, daß ich hofsen kann, auch den Belgen durch die Mittheilung jener Bemerkungen einen Dienst zu leisten. lüß,.vMꝰiss,nsGgT:: Die schwedische Luzerne mit gelber Blume, Medi- cago faleata, fand ich sowohl auf trockenen, Mergel enthaltenden Höhen, und festem Boden, als in torf⸗ artigen morastigen Niederungen, auch auf einer Wiese, die oft im Winter mit einem Eisspiegel bedeckt ist. Die duzerne hatte sich an diesem letzten Orte so dicht zusam— men gefaselt, daß sie das Gras verdrängte. Es war eine Mähwiese, wovon die Nachmaht stets abgehütet wurde. Das eigentliche Gras derselben gab ein häufi⸗ ges, aber rauhes Futter. Es würde der Mühe lohnen, Versuche mit dieser Luzerne zu machen, da sie einheimisch ist, sich selbst fortpflanzt, und mit mancherley Art von Boden vorlieb nimmt. Der Hopfenklee, Medicago lupulina, erfodert einen guten lockern Boden, wo er Ranken von ansehn⸗ licher känge wirft, und von dem Viehe sehr geliebt wird. C 3 Von ö 33—— Von Esparsette habe ich in den Niederlanden i 1—— durchaus nichts gesehen, noch gehört. ll ficbe 2 Der Meliloten⸗Klee mit gelber Blume ist an lihti ö manchen Bächen in meiner Gegend einheimisch, wo er Keef die Höhe von 4 bis 5 Fuß erreicht: ich weiß aber unen nicht, daß Gebrauch davon gemacht wird. Ich fand nit Y die Melilote mit weißer Blume, welche ich im Som—⸗ ammh, 2— mer 1801 gesärt hatte, den 4ten Juny des folgenden hilh/ Jahres im Durchschnitte von einer Höhe von drey Fuß. Hornvieh und Schweine fraßen dieses Futter; die Pfer⸗ de aber verwarfen es seines Geruches wegen. Bey der Samenreife hatte dieser Klee eine Höhe von ð bis 6 Fuß. ö 3.. ö 1111 Er trägt vielen und leicht zu sammelnden Samen; al— lein in diesem Zustande taugt er zu keiner Art von Füt⸗ terung, und die Pflanze stirbt ab. Selbst zur Blume afg darf man ihn nicht kommen lassen, weil seine Stängel fue dabey zu dick und holzigt werden. Im Jahre 1803 10 wurde er schon zu Anfang des Mayes bey mir geschnit⸗ Gc ten. Die Quantität Futter, die er abwirft, übertrifst dame alle unsere bekannten Futterkräuter. Die Blume schien mir eine rechte Leckerspeise für die Bienen zu seyn. H% b0 war nitden. Man hatte im Jahre 1803 um die Mitte des aaf ei Aprils englischen oder weißen Senf in den Garten gesäet. 150 Den ꝛten May war er zwey Fuß hoch. Die Kühe, l bn die eben aus der Weide kamen, wo es ihnen nicht an„ Il gutem Futter gefehlt hatte, verzehrten den ihnen vorge— Im7. worfenen Senf mit vielem Appetit. Diese Pflanze 460. wächst eklandin e ist en 5do er eiß aber Ich fand Som, olgenden ey Fuß. die Pfer⸗ Bey det 56 Fuß. en; al⸗ on Fut⸗ Blume Stangel 1803 eschnit/ bertrifst ne schien itte des u gesät, e Kühe, nicht an n volges Pfante wächt 8 39 wächst sehe schnell, kann zwey Mal gemähet werden, leidet wenig von Insekten, und giebt ein so wohlschmek⸗ kendes Futter, welches selbst dem menschlichen Gaumen nicht unangenehm ist, daß sie in den Jahren, wo der Klee nicht viel verspricht, als Beyhülfe mit Nutzen an⸗ gewendet werden kann... Sie verträgt sich sehr wohl mit Möhren, die darun ter gesäet werden können, selbst dann, wenn man den Senf zur Reife kommen lassen will, wie ich selbst erprobet habe. Die Gräser, die zur grünen Fütterung im Stalle dienen können, verdienen billig auch einer Erwähnung. Im Jahre 1802 hatte ich mehrere Grassorten auf gutem lehmigten Boden in Reihen ausgesäet. Die⸗ jenigen, die sich mir durch ihren kraftvollen und schnel⸗ len Wuchs am meisten empfohlen, waren der Wiesen⸗ Schwingel, Festuca elatior, das Knaulgras, Dactylis er und das Hafergras, Avena elatior. Den 27 sten April 1803 war der Wiesen⸗Schwin⸗ gel so hoch, daß ich ihn mähen und verfuttern! ieß. Da⸗ bey war er so ergiebig, daß ich nach meiner Berechnung mit dem Quantum des Grases, das dieser einzige Schnitt auf einem Morgen gegeben haben würde, eine Kuh 150 Tage auf dem Stalle hätte füttern können. Hier⸗ bey bemerke ich, daß die luzerne in eben demselben Jah⸗ re erst den 25sten May geschnitten werden konnte... Vom 27sten April bis zum ten May war ebengedach⸗ tes Gras wieder um einen Finger lang nachgewachsen; E 4 den I ; NX ö ö V — V 1 den Laten hatte es die Länge einer Hand. Ich fand ä 175 aber bey diesem Grase die Unannehmlichkeit, daß es enn ö sich bey etwas Regen lagerte und nicht wieder aufstand; 4 ferner, daß der zweyte Schnitt dem ersten auf keine Wei⸗ lant se gleich kam. sher 2 Das Knaulgras stand dem Schwingel in seinem Hutt ersten Wuchse etwas nach, übertraf ihn aber im zwey— 1n 28 ten um die Hälfte in der Quantität. Im folgenden Jahre war das Knaulgras noch früher da, als der 1 Schwingel, und dieser stand sichtbar in allem zurücke, Uiht daher ich ersterem ohne Anstand den Vorzug gebe... Man wirft diesem Grase gewöhnlich vor, daß es nur nn ein rauhes holziges Heu liefere; allein daran sind seine i Stängel bey dem späten Mähen, und nicht seine Gras⸗ 1 bänder Schuld. Da nun jene später, als bey jedem an— 6 dern Frühgrase treiben, so hat man sie bey dem Grün— Im füttern nicht zu fürchten. Uebrigens lagert dieses Gras sich nicht, wie der Schwingel, dessen Wuchs aus läuter Gih Halmen und sehr wenig Grasbändern besteht, statt daß der das Knaulgras viel Blätter und wenig Stängel wirft; 040 daher es dann auch zu erklären ist, wie dieses nach dem 157 ersten Schnitte weit geschwinder und üppiger wieder her⸗ vortreiben kann, als der Schwingel, der sich durch das de Aufschießen in Halme erschöpft... Unter allen Grä⸗ V sern sehe ich die Dactylis als das Hauptfuttergras au, de das auf gutem Boden von einem Stallfütterungswirthe des angesäet zu werden verdient. Sie wird immer um 1 4. Tage früher mähbar seyn, als der Klee. Die h fud daß es fstand; e Wi— seinem zwey⸗ genden ls der urücke, Le. es nur d seine Glas⸗ man⸗ Hrün⸗ Gras lauter itt daß wirst; h dem er her⸗ ch das Grä as all, swikthe um 14 Die 41 Die weiche Trespe, Bromus mollis, verdient keiner Erwähnung unter den Futtergräsern. Allein ge— säet, ist sie nicht im Stande, sich aufrecht zu halten, bringt auch nicht viel Ertrag; auf Wiesen aber ist sie ihrer schönen Samen⸗Köpfe wegen ein sehr gutes Gras. Das Hafergras steht, meiner Meinung nach, als Futtergras ebenfalls unter der Dactylis. Es wirft weit mehr Stängel als Laub; und obgleich diese nicht beson⸗ ders hart sind, so sind sie doch dem Viehe nicht an— genehm, und es frißt dieses Gras nur dann, wenn es nichts besseres haben kann. Uebrigens ist es ein vor— zügliches Gras auf Heuwiesen. Es legt sich zwar auch beym Regen, steht aber eben so leicht wieder auf. Ich fand es häufig auf bruchigten Wiesen in der Nähe von Erlensträuchen, wo es nicht selten die Höhe von 5 6 Fuß hatte. Den Schwingel fand ich auf noch schlech⸗ tern Bruchwiesen. Der Same der Avena ist schwe⸗ rer zu sammeln, als der von den drey übrigen benamten Gräsern; doch braucht er nicht enthülset zu werden. Die Mäuse stellen ihm auf dem Speicher fleißig nach, worauf man also acht zu geben hat. Im Jahre 1803 reifte bey mir der Same der weichen Trespe den 20sten Juny, des Wiesen⸗Schwingels den 8ten July, des Hafer⸗-Grases den 15ten July, des Knaul⸗Grases den 18ten July, des Raygrases den 13ten August. C 5 Zweyter —— —n—eèͤu;——9‚.——.———.9——9—————————————————— ——— * 2—9—*9————9—9———.—9———— — Zweyter Abschnitt. bar 3 w er. k, 8. 2 R ù b eun. Unter allem Wurzelwerk spielen die Rüben in der belgi⸗ schen Landwirthschaft die erste Rolle; und der belgische Landwirth glaubt eben so wenig, als der englische Farmer, daß es möglich sey, ohne sie sein Vieh zu erhalten. Nur denkt der erstere dabey bloß auf seine Kühe: denn Scha⸗ fe und Mastvieh erhalten bey ihm keine.. Der Eng⸗ länder baut sie als eine Hauptfrucht; der Belge als zweyte oder Neben⸗-Frucht, als Zugabe seines Ackers. Hat der erste eine reichere Aerndte davon, so kostet sie ihm auch vier Mal so viel, als dem belgischen Pachter die seinige kostet. Bey diesem sind sie beynahe ganz rei— ner Gewinn; bey jenem decken sie kaum, oder doch sel⸗ ten, die Kosten... Uebrigens schicken sich die Braach⸗ rüben, welche, in Menge gefüttert, der Butter einen sehr unangenehmen Geschmack geben, weniger, als die süßen Stoppel⸗Rüben, zu der Absicht der Belgen. Der An⸗ bau dieser Rüben wird so stark bey ihnen betrieben, daß man sicher annehmen kann, der sechste Theil aller un⸗ ter dem Pfluge stehenden Aecker in den Niederlanden, sey im Spätsahre mit Rüben bedeckt. Man hat vier Gattungen Rüben in Brabant: 1) die —— + rocht Hst dekt. dese dunn de sin auf Doh sumi H hihn licht Bore de H beult sch d llade pir er belgi⸗ belgische Jarmer, Nur uScha⸗ er Eng⸗ Ve als Ackers. stet sie hachtet z rei⸗ och sel⸗ Fraach⸗ ien sehr e sußen er An⸗ u, daß ler un⸗ landen, ant: 1) die 1) die brüsseler weiße, 2) die brüsseler gelbe, 3) die große weiße, 4) die weiße lange. Die beyden ersten sind rund, und erreichen die Schwere der beyden letzten Gattungen. Nr. 2. ist noch kleiner als 4,‚ aber auch fester, schmack⸗ und nahr— hafter, und giebt bessere Milch und Butter als die an⸗ dere. Beyde Gattungen tragen nicht viel Kraut, und dieses hat nur dünne Stiele. Sie unterscheiden sich darinn von einander, daß das Laub der weißen nach un— ten zu grüner, das der gelben daselbst weißer ist. Da die gelben von sehr gutem Geschmacke sind, und sich länger aufbewahren lassen, so werden sie vorzugsweise auf den Hochlanden gerogen, verkauft oder verspeist. Doch bauen auch viele Pächter sie für ihr Vieh, indem sie mit Recht dafür halten, daß Wenig und Gut dem Vie⸗ len aber Schlechtern vorzuziehen sey... Die vierte obengedachter Gattungen ist lang und schwer, leidet aber leichter vom Froste als die übrigen, daher sie außer Borsbeeck nur an wenig Orten gebauet wird. Da bey den Belgen der Herbst⸗ und zum Theil der Winter⸗Unterhalt des Viehstapels auf den Rüben beruht, so lassen sie sich keine Mühe verdrießen, um sich dieser Aerndte zu versichern.. Sobald das Ge⸗ treide in der Gegend von Contigh das Feld verlassen hat, so wird das land nstens mit dem Pfluge umgeschuffelt, ztens scharf geeggt, ztens gewalzt, 4kens —29*9——9‚ ˖ð.——9——3— + —— —8*9.——— N 6 3 70 5 44 Sl Atens von neuem geeggt, stens Wurzeln und Unkraut mit dem Rechen ab⸗ geharkt und weggeschafft, tens gepflügt, ohne zu misten, ⁊tens flach geeggt oder vorgeschlichtet, gtens gesäet, gtens die Saat flach eingeegt, oder eingeschlichtet, lotens gewalzt(aber nicht immer). Manche bringen auch vor dem Säen Jauche und Asche auf den Acker. Ich habe die Rüben nie anders als auf schmalen Ackerbeeten gefunden, und nirgend gehört, daß man sie anders säe, als in Wintergetreidestoppeln. Für Rüben, die den Winter über bis zum Früh— jahre im Felde stehen bleiben sollen, wird das Land fol— gendermaßen zubereitet. Man pflügt die alten Beete ab, so daß da, wo bey dem Korne die Rücken standen, nun die Riolen fallen. Dieses Pflügen geschieht ganz flach. Nach einigen Tagen wird geeggt, dann abge— harkt. Darauf wird das dand wieder in die alten Bee⸗ te zusammengepflügt, worin es bey dem Korne lag. Bey dieser Arbeit wird der Pflug sehr tief angesetzt. Darauf wird geeggt, geharkt, gesäet und untergeeggt. Man braucht 2 Pott Rübensamen aufs Bunder, oder den hundertsten Theil eines Scheffels auf den Mor⸗ gen. Jeder zieht seinen eigenen Samen, und verwech— selt ihn nicht mit dem aus einer andern Gegend. lif! 0 Rf gat Wld seh Belt aö lber due mit me Ma erA unte hirdet ten ei chen ah⸗ * — 45 Zu Voorde wird die Roggenstoppel einfährig und tief umgebrochen, flach geeggt, besäet und scharf ge⸗ eggt. Sobald die Rüben 4— 6 Blätter haben, wer⸗ den sie mit Jauche begossen.. Wenn zwey Winter⸗ getreide⸗Aerndten unmittelbar nach einander folgen, so werden nie Rüben zwischen beyden eingesärt. In der Campine, wo nichts ohne Dünger wach⸗ sen will, werden die sechs ersten Schnitte von jedem Beete angeschossen, darauf wird Mist gefahren, über das Gepflügte gebreitet, und der Rübensamen unmittelbar über den Mist geworfen; dann werden die stehengeblie— benen Zwischenstreifen oder ehemaligen Rücken der Beete mit dem Spaten ausgestochen, und die Erde, oder viel⸗ mehr der Sand, über das Gesäͤete hingeschleudert... Man säet hier die Rüben nicht vor Laurentii.. Da der Roggen in der Campine den ganzen Herbst und Vor⸗ winter über gesäet werden kann, so ist man nicht ge⸗ hindert, Stoppel⸗Rüben zwischen zwey Roggen⸗Aernd⸗ ten einzuschalten, wie auch häufig geschieht. Die Belgen sind überzeugt, daß Rüben das Land ausmagern, doch nicht in dem Grade, wie das Getrei— de. Man zieht zum Flachsbaue ein Land, daß diese zweyte Frucht nicht getragen, demjenigen vor, auf dem Rüben gestanden, wenn gleich zu diesen gedüngt worden wäre. Auch hält man dafür, daß Möhren in dieser Rücksicht weniger Schaden bringen als Rüben. Sobald die Rüben zu Voorde 6 Blätter haben, und zu Contigh, wann das Kraut derselben eine Hand lang lang ist, werden sie geeggt, und zwar scharf. Der Anblick dieser Vorrichtung, deren Wirkung und Nutzen ö 25 ich noch nicht kannte, mißfiel mir äußerst; auch glaub⸗ 0 te ich, es geschehe nur, um die allzu dicht stehenden Rü⸗ ben zu verdünnen. Aber nein! Gerade diesem unbarm⸗ uö herzigen Eggen schreiben die Landwirthe dieser Gegen— den das Gedeihen ihrer Rüben zu, daher auch unter ih⸗ ml/ nen das Sprüchwort: Wer Rüben eggt, muß lu, nicht hinter sich sehen. Zu Voorde werden sie c sogar drey Mal von 8 zu 8 Tagen scharf geeggt, und 114 dieser mörderischen Operation schrieb Hr. Vanderlin⸗(lddi den es zu, daß er selbst nach Wintergerste Rüben ge⸗ whl winnen könne: eine Fruchtsolge, die in meiner Gegend WM durchaus fehl schlägt. M Die Rüben haben ihre großen Feinde an den Erd⸗. O— I bal flöhen, den Schnecken, und hauptsächlich an den Spin⸗ 1 nen, die ihre Blätter wegfressen. Des Morgens früh ufh wird man diese letztern, die auch der jungen luzerne und dem Klee nachtheilig sind, am besten gewahr.. Wenn die Erdflöhe die keimende Saat zerstören, so ist kein an⸗ sh derer Rath, als das Land sogleich umzupflügen und von neuem zu besän. Die Schnecken thun nur an 916 dem Rande umpflänzter Koppeln erheblichen Schaden. 10 l Der Ertrag eines Bunders Stoppelrüben ist sehr e groß. Man erzielt oft Rüben von 8 und 9 Pfund, d, und rechnet von der Ruthe einen einspännigen Karren. und dj Nehmen wir diesen zu 500 Pfund an, so hätten wir vosel 2000⁰00 Pfund auf einem Bunder oder 39000 Pfund elden auf dem Morgen. Man rechnet, daß man zum Un—⸗ ler⸗ —m——miiieeeeeeeee-————— ——— * . De ONuga ch glaub— nden Rü⸗ unbarm⸗ Gegen/ unter ih⸗ /muß den sie gt, und derlin— lben ge⸗ Gegend ⁰n Eld⸗ Spin⸗ früh ne und Venn kein an⸗ en und nur an haden. sh Pfund, Karren. ten wir Pfund um in⸗ ler⸗ 47 terhalte von 10 Kühen, für den Herbst und Winter, ihre Suppe mit eingeschlossen 4 Bunder Rüben nöthig habe. Wenn dieses letztere wahr ist, wie ich nicht Ur⸗ sache habe zu zweifeln, so gestehe ich aufrichtig, daß das erstere nicht seyn kann: denn wenn die 4 Bunder eine Masse von 800000 Pfund Rüben geben, so kom⸗ men, wenn wir den Vorrath auf 160 Tage einthei⸗ len, auf jedes Stück täglich 5 Zentner Rüben, wel⸗ ches ein ungeheures Quantum wäre. Nehmen wir aber die Ration einer Kuh zu 100 Pfund an, welches alles ist, was sie nebst Stroh und Suppe fodern kann, so haben wir für 10 Stücke auf 160 Tage nur 160οοσ Pfund Rüben nöthig. Es kämen alsdann 400⁰00 Pfund auf das Bunder, oder 77 Zentner auf den Mor⸗ gen. Mit dieser Berechnung stimmt auch der Preis überein, für welchen die Rüben auf dem Felde stehend verkauft werden: nämlich 70— 100 brab. Gulden auf das Bunder. Nehmen wir nun darauf 800 Kör— be, jeden zu 50 Pfunden an, so steht der Korb ohnge⸗ fähr zu 5 Kreuzer. In den Sandländern zieht man die Rüben nach und nach aus, je nachdem man ihrer bedarf. Fällt strenge Kälte im Winter ein, welche dieses verhindert, so ersetzt man sie bey der Fütterung mit Kartosseln... In der Campine säet man die Rüben auch wohl in ein Land, das im folgenden Jahre Kartoffeln tragen soll; und diese Rüben bleiben dann bis ins Frühjahr stehen, wo sie noch mit Blatt, Stängel und Blume verfüttert werden. An X —.—2——.— 23—9 9———————9—————— 7 ————2 4 0 0 An der Dender, wo der Boden zum Theil schwe⸗ rer ist, werden die Rüben vor Winters ausgezogen, die Jaft Blätter abgeschnitten, und diese sammt den kleinern Rü— 1gl ö 8 ben sogleich verfüttert: die übrigen werden aufbewahrt, I und zwar zu Alost in trockenen Gruben, die mit Baum⸗ Hutte blättern, Stroh und Brettern bedeckt werden; zu bi 8 Voorde aber schüttet man sie geradezu in freyer Luft I ohne alle Decke auf Haufen. Man versicherte mir da—„l selbst einstimmig, daß sie den Winter über ohne Nach⸗ Dy theil so liegen bleiben können, statt daß die gedeckten oder„e eingegrabenen oft faulen. D„nt „Rüben und Möhren, sagt Hr. Man, werden 00 „unter alle Arten von Korn ohne Unterschied ausgesaäͤet, 16 „so daß im Herbste, wenn das Korn abgemähet ist, 30 »die Aecker ganz damit bedeckt sind. Man hat bemerkt, 2aul „daß die auf solche Weise gebauten Rüben und Möhren 125 „besser sind, als die, welche in Gärten gepflanzt wer— oschü „den, und daß sie ein vortreffliches Nahrungs⸗Mittel „für Menschen und Vieh liefern.“ ihen bing Hr. Man verwechselt sehr unrichtig die Rüben 0 mit den Möhren. Diese werden wirklich nicht anders 46 Br0 als auf gedachte Weise gesäet; aber von den Rüben ha— nlihe be ich nur ein einziges Beyspiel dieser Art gesehen. Es sultn war am 18ten May, als ich in der Gegend von Beve⸗ inm ren im Waeslande, etwas über den einen starken Fuß ihiih hohen Rocken hinsäen sah; und man versicherte mich, es seyen Rüben. Von In vaghn —————————— eeeeeeeeeeeEFEee ——— 5 Hei schyt jogen, Re inern Rů⸗ sbewaht, it Baum⸗ den; zu reyer At e mir da⸗ ne Nach⸗ ckten oder werden ausgesäe, nähet is, bemerkt, Mhren zt wer— „Miltel e Rüben anders uben ha⸗ n. Es yn Bebe⸗ ken Fuß mich, es Von — 49 Von Braachrüben fand ich auch nur ein Beyspiel auf meinen Reisen. Es war zu Voorde, wo ein Pach⸗ ter gewohnt war, alle Jahre ein Bunder zu besäen, um, sobald der Klee zu Ende wäre, ein beträchtliches Futter für sein Hornvieh zu haben...„Die Braach⸗ „rüben werden, wie Hr. Man bemerkt,„ohngefähr „um die Mitte des Julius auf gut gedüngtes Land „ausgesäet, und können, wenn die Witterung günstig „ist, schon vor Ende Septembers dem Viehe gegeben „werden, welches, so lange sie gut bleiben, zum Theil „damit gefüttert wird.“ „An einigen Orten, sagt Balsamo, werden „die Rüben von den Belgen gehackt, aber bloß zur „Vertilgung des Unkrauts, und nicht, um die Pflanzen „zu verdünnen; an andern Orten geschieht eins und „das andere. In dem französischen Flandern geben „sich die Weiber und Kinder mit dieser Arbeit ab. Man „läßt die Rüben nie auf dem Felde von dem Viehe ver⸗ „zehren, sondern zieht sie aus, um sie nach Hause zu „bringen.“ In meiner Gegend werden auch mehr Stoppel⸗ als Braach⸗Rüben gesäet. Die Landwirthe haben ein⸗ müthig einen großen Widerwillen gegen den Anbau die⸗ ser letztern, und behaupten, daß sie ein schlechtes, nach ihrem Ausdrucke saures Land hinterlassen.) Wirk⸗ lich zeigt sich die darauf folgende Frucht allemal zu ihrem Tach⸗ *) Vermuthlich, weil das Behacken dabey unterlassen wird. D Zweyter Band. ö ö ö ö‚ ö ö 3—p 24 +** 479——4 V 50 EEIEEν Nachtheile... Die Stoppel⸗Rüben, die stets ohne Dünger gesäet werden, sind bey ihnen beliebter. Man wartet aber hier nicht mit ihrer Aussaat bis zur Mitte des Augusts; sondern sobald der Roggen das Feld räumt, oft selbst wenn er noch in Zelten darauf stehet, wird das Land geschält, un ngeschuffe lt, geegt, dann gepflügt und besäet. Eine späte Aussaat der Rüben gerälh auf un⸗ serm schwereren, kälteren Boden selten. 40• — käl al 4 Jeder Landwirth e ich 20 daß die Er⸗ 7 glaul 75 etreides, so trocken und de bey dem Bele. des heiß auch immer die Jahre Szeit ser nag, einen gewis⸗ sen Grad von Feuchtigkeit enthält aber nach weg⸗ geräumter Namdee i ene eare en Es kömmt also bey den Rüben sehr viel darauf an, jene ersten Au⸗ genblicke zu benutzen, weil sor ist der Samen nicht leicht aufgehen, oder doch sein erster Keim kränkeln und wel— ken würde... Man säet daher auch stückweise, und so wie ein Theil des Feldes umgepflügt ist, um dadurch das Aufgehen des Samens und den Wuchs der Pflanze (von dessen Schnelligkeit, der Erdflöhe wegen, oft die ganze Existenz der Rüben abhängt) bestmöglich zu beför⸗ dern. Bey trockenem Wetter ilt es am sichersten, nur Nachmittags zu pflügen, bey dem Eintritte der Nacht zu sänn, und am folgenden Tage nach dem Aufgange der Sonne zu walzen... Das Eggen der aufgegan⸗ genen Rüben ist in meiner Gegend nicht bekannt, woher es vielleicht kömmt, daß die Aerndte derselben meistens so schlecht ausfällt. VN— — . 2 — §. II. —— ITTT... TTTTTC—‚i‚i‚i‚ieeeeeeeeee------f-ff— S==== Hadeh Ider N soudet aufd 1n V 0 andwi Ins R ben& Dasd und f siner fahtu Ql bel ficht vo suzn, werden wie di „ le g N M in Ulsache H. il Mhrn le ohllur ets ahr ö Man Nitke des raumt, vild das lügt und — auf un⸗ die Er⸗ en und gewis⸗ ch weg⸗ Skömmt en Au kleicht d wel⸗ „ und dadurch Pfanze Ubeför⸗ n, nur Maht ufgange ufgegah⸗ „wohůt meistens 5• 56. I. MN h r e werden in den Niederländen nie anders, denn als zweyte oder Nach⸗Frucht betrachtet. Da man keinen Pflug be⸗ sonders für sie anzusetzen hat, keine Gabel voll Mist mehr auf das Feld zu bringen bräucht; da sie eine, Menschen und Vieh gleich angenehme und nahrhafte Speise sind: so verdienen sie mit Recht einen Platz in der belgischen Landwirthschaft, ob sie gleich an Quantität dem Ertrage eines Rübenfeldes nicht beykommen. Schafe, Schwei— ne, Kühe, Pferde, Federvieh fressen sie mit großer Begierde. Für Pferde giebt es keine angenehmere, und für Zuchtschafe, vorzüglich für Lämmer keine ge⸗ sündere und bessere Nahrung, wie ich selbst aus der Er⸗ fahrung mehrerer Jahre weiß, und an einem andern Orte berühren werde. Hierin sowohl, als weil sie gar nicht von Insekten leiden, und den Boden weniger aus⸗ saugen, gehen sie den Rüben bey weitem vor. Doch werden sie in den Niederlanden nicht so stark angebaut wie diese; und ich erinnere mich, immer fünf Rüben⸗ äcker gegen einen Möhrenacker gesehen zu haben. Man säet die Möhren über Roggen, Waizen, Raps und Flachs, aber nie über Sommergetreide. Die Ursache leuchtet ein, und ist, weil jene Früchte das Feld früher als letztere verlassen, dem Wachsthume der Möhren also mehr Zeit gönnen. Ueber das Wintergetreide werden die Möhren so⸗ wohl vor als nach dem Winter gesäet. Ersteres hat 2 nur ———...— 22——...——222——— 1 W ö 10 NU᷑V ö ö 43 * ö V „ ö ö 9 0 2—9—9—9———‚————‚9....———— —— 58 6 52—— nur auf trockenem, leichtem Boden statt, und ist auf feuchtem und schwerem wenig oder gar nicht anwendbar; auf jenem aber ist die Aussaat vor Winters vorzuziehen.. Die Frühjahrs⸗Aussaat geschieht im Februar oder im März, wenn das Land von dem vorhergegangenen Fro⸗ ste noch locker und feucht ist. Zu Voorde werden die Möhren über den verpflanz⸗ ten Raps gesäet, nachdem dieser im Frühjahre behackt worden ist. Man kratzt den Möhrensäamen mit drey— .d Haken leicht unter. Einige nehmen 4, Andere 6 Pfund Samen aufs Bunder, im Durchschnitte also ein Pfund auf den Morgen. Sobald der Roggen in der Campine das Feld ge⸗ räumt hat, so wird das Land in die Kreuz und Quer vereggt, Stoppeln und Unkraut mit dem Rechen abge⸗ harkt und weggeschasst, und darauf noch ein Mal scharf geeggt. In der Gegend von Contigh werden die Getreide⸗ Stoppe n ebenfalls scharf geeggt; und ist das Land sehr unrein, so wird das Scharfeggen wohl 5— 6 Mal wiederholt. Darauf wird mit der Hand gejätet, und die Stoppeln nach dem Stalle gebracht. Aus dem Rapslande werden in der Campine, so bald die Frucht weg ist, die Strünke ausgezogen, das Land gejätet, und darauf scharf geeggt.. Zu Voorde wird nach dem Ausziehen der Strunken ebenfalls gejä⸗ tet, das Land behackt, scharf geeggt, und einige Zeit darauf noch ein Mal behackt. Bey diesem letztern Be⸗ hacken ——DD‚tIDDII———FJJJ————F———————F————— — — „de; „M 290 d: leh, „Wen bdel s v das ber si helden, cN machn niit ew Mhrn iin pen ist au ndbar; iehen., der im n Fro⸗ pflanz behackt drey⸗ Undere e also deld ge Quer abge⸗ hf heeide⸗ d scht 6 Mal und ne, so „ das Voorde gest⸗ e geit In Be⸗ hacken hacken haut man zugleich die allzu dicht stehenden Möh⸗ ren weg.. Man gewinnt bey dieser Cultur oft Moöh⸗ ren von der Dicke eines Armes. „Da die Wurzelgewächse bey den Niederländern „den Abgang des Heues ersetzen, so wenden 19. sagt Hr. v. Ponderle,„desto mehr Sorgfalt an, sie gegen „das Verderben zu sichern, um an dem nöthigen Win⸗ vter⸗ Futter keinen Mangel zu leiden. Sie werden da⸗ „her in kegelförmige Hausen aufgeschüttet, deren Ba⸗ „sis etwa 8 oder 10 Fuß im Durchmesser hält, und „die 5— 6 Fuß hoch sind.. Wann die erste „Schicht(nach Hrn. Man) gelegt ist, so wird diese „mit langem Strohe bedeckt, und so wechselsweise fort⸗ „gefahren, bis oben auf. Diese Haufen werden dann „auch von außen mit langem Strohe und Erde bedeckt, „und rund herum wird eine kleine Abzugsrinne gegra⸗ „ben, damit das Wasser desto leichter abfließen kann. „Wenn man ihrer nun zur Fütterung für die Pferde „oder Kühe, und im Frühj jahre für die Lämmer bedarf, „so wird eine Oeffnung in die Haufen gemacht, und „das Nöthige herausgenommen.— Dieses gilt aber nicht für die Kartoffeln, wie wir weiterhin sehen werden. Einige Wirthe in meiner Gegend haben eine ähn⸗ liche Methode mit dem besten Erfolge angewendet. Sie machen eine Grube in die Erde, bedecken den Boden mit etwas Stroh, legen darüber eine einzelne Schicht Möhren, darauf wieder etwas Stroh, auf das Stroh ein wenig Erde, auf diese wieder eine einzelne Schicht 3 Moh⸗ I 34——— 0 Möhren, und so weiter bis oben hin. Nichts hindert ä 25 übrigens, mit den Schichten auch über der Erde fort— el V. ö zufahren, und das Ganze in einen Hügel zu bilden... Ernn . Die Möhren, die um Ostern aus solchen Gruben gezo⸗. gen werden, sind eben so frisch, und gut von Geschmack, lihtt als sie im Herbste waren. Die Kenntniß einer solchen baßen 239 sichern Aufbewahrungs-Methode ist bey der Landwirth— Rapel 8 schaft von großem Werthe; sie nicht früher gekannt zu huct 24 haben, kostete mich schon viele hundert Scheffel Wur— fulel zeln. Has — ö ö— waden In der Campine wird den Möhren das Kraut Hr nur abgerissen, oder abgewunden, und nicht mit einer Scheibe unter der Krone abgeschnitten. Sie werden heibt weder eingegraben noch bedeckt, sondern in kalten Kam⸗ li mern aufbewahrt... Daß dieses Abreißen des Krauts 10 é dem Köpfen bey den Möhren vorzuziehen sey, davon Rohl habe ich mehrere Beyspiele. Warum halten sich die gtht Setz⸗oder Pflanz⸗Möhren, denen man, weil sie zum W90 Samentragen im folgenden Jahre bestimmt sind, bloß 11 die Krone abstutzt, besser wie die andern? Die Fäule, wodurch diese letztern zu Grunde gehen, nimmt immer bey der Wunde den Anfang, die man der Wurzel bey dem Wegschneiden der Krone versetzt hat.)— odl l ö Hr. RHle e t * 6*) Als ich obiges geschrieben hatte, theilte mir Hr. G. ö‚ 0 Cl emens noch soigende Erfahrung über diesen Umstand ö hen mit, der allen meinen Vermuthungen widerspricht... und Er ließ nämlich im vergangenen Herbste 1g9os einem n Theile Möhren die Krone sammt einer Scheibe der Wur— 1 del last hindit de ftt den.. n geio⸗ hmak, solchen dwitth⸗ nnt zu Wur⸗ Kraut einer werden Kam⸗ Trauts davon ch die ezum bloß Fäule, inmer Hbey Ht. Hr. G. mstand icht.. einem Vur⸗ ANl Hr. Johann Berden, ein mir bekannter gu⸗ ter Praktiker, behandelt seine Möhren nach Art der Campiner Landwirthe. Er gab mir mehr als ein Mal die Versicherung, daß der Frost den Möhren durchaus nicht schade, wenn man sie nur gegen den Anfall der äußeren allzustrengen Luft, und vor dem Abwechseln des Regens und Sonnenscheins, des Einfrierens und Auf— thauens zu schützen suche... Er hat zu dem Ende eine kalte aber geschlossene Kammer, in welcher stets ein Haufen Sand oder trockene Erde liegt. Die Möhren werden in einem langen viereckigen Haufen in dieser Kam⸗ mer aufgethürmt, und zwar so, daß der Haufen nir⸗ gendwo die Wände berührt, und ringsum ein Gang bleibt, der zugleich das Wegnehmen des Wurzelwerks 7 ug 8 ů 0 erleichtert... Ist eine starke Schicht Möhren gelegt, o wird ein oder ein paar Zoll hoch von der trocknen Er— — 7 de darüber her gestreut, und bis zur Höhe damit fort⸗ öur gefahren. Der Haufen wird ringsum weder mit Stroh noch Erde noch sonst etwas bekleidet... Ich bemerke, daß auch er den Möhren die Krone nicht abschneiden 2 D 4 son⸗ zel abschneiden; einem andern ließ er bloß das Kraut, aber kurz an der Wurzel wegnehmen; dem dritten Theile endlich wurde das Kraut 5— 6 Zoll hoch über der Wur— zel abgekürzt. Sie wurden alle an denselben Ort ge— legt, der ihnen aber seiner feuchten Wärme wegen durch⸗ aus nicht angemessen war. Es ergab sich nach einem Verlaufe von 10 Wochen, daß die letztern alle, die zwey⸗ ten großen Theils, die erstern wenig angefault waren, und daß die Fäule stets bey den Blättern den Ursprung genommen hatte Hr. Clemens räth aber, die Wunde der abgescheibten V.hren erst an der Luft abtrocknen zu lassen, bevor man sie zusammenhäuft. ö ö 4 ö‚ ——— 5 6 0 sondern bloß das Kraut mit der Hand abdrehen laßt.. Auf diese Weise kann er seine Möhren bis zu Anfang ů des folgenden Sommers aufbewahren... Er hat die sesh 8 besondere Methode, die Möhren und Kartoffeln roh, die Mt ö Rüben aber gekocht dem Viehe zu verfüttern, weil er sel 3 beobachtet hat, daß nichts bessere Milch und schmack⸗ Huch haftere Butter gebe, als gekochte Rüben, und ca, leichter dem Mastviehe den Durchfall verursache, als ge⸗ Dabe —— kochte Kartoffeln in Menge gefüttert. ahfl In meiner Gegend werden die Möhren selten über uche das Getreide gesäet: geschieht es aber, so ist es über 105 den Roggen, nach dessen Suärndtinz ogleich scharf 1 geeggt wird; darauf werden die Stoppeln ausgezogen, 9a und zuletzt wird gejätet. Bey feuchtem und warmem Huuh Spätjahre e nehmen diese Möhren ganz besonders zu, er— m reichen zuweilen die für sich allein gesäten, und über⸗ treffen sie immer an Geschmack. h brauch Obgleich der Möhrenbau in meiner Gegend nicht im fh Großen betrieben wird, so ist doch kein dandwirth der nicht 12M etwas Möhren für sein Vieh, besonders die Schweine, ů—ů aussäete. Es scheint selbst, daß der Möhrenbau vor.0 der rung der Kartoffeln weit ausgedehnter gewe⸗ n, sen sey, als jetzt; und die guten Alten(wenn ihnen, als Lobrednern verflossener Zeiten, unbedingter Glauben 96 beyzumessen) versichern, daß das Fett und Fleisch der anh Schweine zu ihrer Zeit weit fester war, als siden man den Kr die Kartoffel⸗Mast eingeführt hat. Rhehn st/ Man läßt., Anfarg hat die roh, die weil er chmack Bnichtz als ge⸗ en über 5 über shauf hezogen, amem , er, Ubel⸗ ichtim er nicht weine, uu vor gewe— en, alz lauben ch der mman Man Man baut bey mir die Möhren im zweyten Fel⸗ de, das ist, statt des Hafers und ohne Dünger; auf sie folgt dann gedüngter Flachs. Da die Möhren zwey Mal gejätet werden, und das Land dazu tiefer als zu jeder andern Frucht gerühret wird, so scheint diese Fruchtfolge empfehlungswerth. Doch wäre zu versu⸗ chen, ob gut gedüngte Kartoffeln nicht eine noch bessere Vorbereitung zu ungedüngtem Flachs abgäben. Der Boden wird hier zu Möhren entweder gedop⸗ pelpflügt, oder gepflügt und gegraben. Dieses Letztere, welches eine Art von Ruschottiren ist, geschieht auf fol— gende Weise. Die Arbeiter, wozu auch Frauen ge— nommen werden, vertheilen sich längst der Furche, die der Pflug geöffnet hat, graben mit dem Spaten diese Furche noch tiefer aus, und legen die Erde auf den mit dem Pfluge umgeworfenen Schnitt. Da jede Furche auf gedachte Art ausgegraben wird, so müssen Arbeiter genug da seyn, damit der Pflug nicht auf sie zu warten brauche, und die Arbeit nicht mit Uebereilung, folglich schlecht geschehe. Das Auge des Herrn über sei— ne Arbeiter leistet hier, wie beyso manchen andern landwirthschaftlichen Vorrichtun— gen, gute Dienste. Die Möhren werden meistens mit dem Spaten ausgehoben, und selten ausgepflügt. Gewöhnlich zieht man ihrer nicht mehr aus, als man des davon kommen⸗ den Krautes zum Vieh⸗Futter für einen oder zwey Ta— ge bedarf. Wenig überdacht scheint mir dabey die Art, sie, so wie sie aus der Erde kommen, auf den Karren D 5 zu I * 600 zu werfen und heim zu fahren, indem die an den Wur⸗ da zeln hängende Erde das Kraut derselben verunreinigt, schot; und als Futter verschlechtert. Ich lasse meiner Seits iml ö das Kraut auf dem Felde von den Wurzeln trennen, ulda und jeden Theil besonders nach Hause fahren, welches Rhlné die Arbeit auf keine W deise vermehrt, sondern vielmehr uden abkürzt, da nun jedes so c gleich an seinen bestimmten Ort, Ce V— 4 2 die Wurzeln zum Magazine und das Kraut zum Stalle der sol gebracht werden kann. Rac 4 2“** 2 8 luf, Ich 0. te die hier übliche Methode, die Möhren W 2—„57x 7 0 auf dem Felde in schmalen hohen Haufen, in Obelisken⸗ I U Gestalt aubnem en, für sehr nützlich, besonders bey Kaun feuchtem Wetter. Man legt dabey die belaubte Krone hn nach innen, und die Spitzen nach außen. Regen,. He Luft und Sonnenschein tra agen wechselsweise dazu bey, die—8 6 l, Möhren zu reinigen und a abzutro ocknen.. Jede Frucht, 1.—— ö— deb es sey welche es wolle, wird, wenn sie frisch vom Felde r ‚ A¹ unter Obdach gebracht wird, daselbst eine Zeitlang schwit⸗ 0 18* 0 Re ö zen. Entsteht diese Ausdünstung in einer großen zu⸗ ö — tunder! sammengepackten Masse, die nicht umgestochen werden 10 har kann, so muß nothwendig eine Entzündung und Fäul⸗ 206 her niß nach sich ziehende Gährung entstehen, wovon man 0 so oft!. am Getreide, Rübsamen, Bohnen u. 22— s. w. erlebt. Ich bin also überzeugt, daß eine solche Aussetzung der»Möhren in freyer Lust zu ihrer Winter⸗ erhalt 9910 udenen viel beyträgt und daher sehr zu em⸗ f pfehlen ist. uhbat ö ö Odghake Auch den Möhren(ich rede von denen, die für sich Müikf • 85 +— 7.* allein gesäet werden) schreiben die hiesigen Bauern eine, Rüng das — DSSDSDSSSe........ FTTTTTTTTTTTT n Wu mreinigt, „Seits lrennen, welches dielmehr ken dit, Stale Mren elisken⸗ erð bey e Krone Regen, 0, die srucht, Felde chwit⸗ en zu⸗ werden Faul nman nen u. solche Vinter- zu em⸗ fir sch meine, das — 39 das Land(nach ihrem Ausdrucke) versäuernde Eigen⸗ schaft zu. Ich bin aber geneigt, zu glauben, daß, wenn ihre Cultur einem Lande nicht vortheilhaft ist, solches von der hier üblichen Cultur, und nicht von dem culti⸗ virten Gegenstände selbst herrühre. Der Boden wird zu den Möhren tiefer als gewöhnlich aufgebrochen, eine Ehre die ihm in 20 Jahren kaum ein Mal wiederfährt; der spröde magere Grund wird erst im Frühjahre herauf⸗ gebracht, wo er keine Zeit mehr hat, durch Sonne, luft, Frost und Regen milder gemacht zu werden. Ihn durch kurzen Dünger, Asche u. s. w. etwas zu beleben und lockerer zu machen, daran wird nicht gedacht. Kaum sind die Möhren aufgegängen, so kömmt ein Re⸗ giment Weiber, das darüber hinrutscht, um das Feld zu jäten, daß aber zugleich, besonders in feuchten Jah⸗ ren, die Oberfläche zu einem festen Teige knetet. Drey oder vier Wochen nachher wird das Jäten und Kneten wiederholt; dann ist kein Thau der Nacht, kein sanf— ter Regen, kein wärmender Sonnenstral, kein befruch— tender Einfluß der Atmosphäre im Stande, diese Fel— senharte Tenne zu durchdringen. Ob ein solches Land zu einer solchen Cultur nicht ein saures Gesicht machen muß? Da ich viele Möhren und Runkeln zu bauen hat⸗ te, so suchte ich ihre Cultur durch Düngen und Hacken zu verbessern; und um letzteres besonders für die Pfer⸗ dehacke zu erleichtern, säete ich sie auf Reihen.. Der Anblick so schwächlicher Pflanzen, wie es die Möhren in den ersten Monaten ihres Lebens sind, in zwey Fuß ö von ö ö 60— ö von einander abstehenden Reihen, und in einer Entfer⸗ nung von einem halben Fuße in den Reihen selbst, er⸗ weckte den satyrischen Geist meiner Nachbaren. Der Gegenstand wurde noch reizender für sie, als diese Rei⸗) hen mit der Hand⸗ und Pferdehacke bearbeitet wurden. Unterdessen freute ich mich von Herzen, ihnen so vielen 0 Stoff zur Ergießung ihrer guten Laune gegeben zu ha— haben... Ein paar Monate später kam die Reihe, zu lachen, auch an mich. Eine länge trockene Witterung, die im Sommer 180 1 einsiel, und welche die Oberflä⸗ che unseres Lehmbodens zu einem Ziegelsteine ausbrann⸗ te, setzte dem Wachsthume der Möhren meiner Nach⸗ baren auf ein Mal ein Ziel, während die meinigen un⸗ gestört fortgrünten, und auf eine unglaubliche Weise 4 70 3 zunahmen. Ungeachtet der großen Entfernung verei— sun nigte sich das Kraut so, daß man den Boden in den 13 Zwischenräumen nicht mehr bemerken konnte. 1455 15 Körbe, ohngefähr 722700 Pfund, 100 Körbe wenig— stens, die mir die Feldmäuse aufgefressen hatten, un⸗ Hutn é gerechnet, kamen auf der Hectare zum Vorschein. llach Unter den Möhren waren viele von 5— 6, ja einige Hlse von 8 Pfund Schwere. Man bat mich von allen Seiten um Samen, weil man sie für eine besondere Art hielt. Doch glaubten die Aristarchen, jede Wur— DeM zel käme mir ein halbes Kopfstück zu stehn. hale, Huahhn Im Jahre 1801 hatte ich Gelegenheit, folgende Vergleiche auf mehrern Stücken von gleicher Größe an⸗ ö zustellen: am 4 — V..—.....‚t..te.‚..eeeeeeDDeEeeEE-- 0—.———— Enfey st, en Der ese Reit wurden. velen zu ha⸗ eihe, zu eterung, berfla⸗ sbrann⸗ Nach⸗ gen un⸗ e Weise 9 bekeln— in den 1455 wenig⸗ „un⸗ yschn. meinige allen sondere Wur⸗ — 6 1 A) Nicht gedüngte noch behackte, sondern bloß ge— jätete und nach der gewöhnlichen Weise behandelte Möhren gaben auf die Hectare 477 40 Pfund. B) Mit ziemlich langem Miste gedüngte, auf Rei⸗ hen gesäete, behackte Möhren 5 8080 Pfund. C) Breitwürfig gesäete, nicht behackte, aber stark und mit vortrefflichem Miste gedüngte Möhren 63390 Pfund. D) Auf Reihen gesäete, behackte, und so wie Cge⸗ düngte Möhren 75730 Pfund. Hieraus ließen sich folgende Schlüsse ziehen: 1) Daß eine Moöhren⸗Aerndte, zu welcher sehr stark gedüngt worden, eine andere, die gar keinen Dün⸗ ger erhalten, um einen dritten Theil im Ertrage über⸗ treffe. Vergleiche A und C. 2) Daß eine überaus reiche Düngung ohne Be⸗ hacken einer gewöhnlichen Düngung vorgehe, wenn gleich bey dieser letztern die Hand⸗ und Pferdehacke zu Hülfe genommen wird. Vergleiche B mit C. 3) Daß die in meiner Gegend übliche Methode, die Möhren ohne allen Dünger zu saen und nicht zu be⸗ hacken, sich zu den andern Methoden, im Durchschnitte genommen, verhalte wie 2 zu 3. 4) Daß das Behacken für sich allein den Ertrag um den sechsten Theil vermehre. Vergleiche Cund D. 5) Daß 1 AIII N06 I 11 WN * . RIAIRN I 6 I . * I I 0 ö 4 1670 V N 8 3% ö ö 7*0 4 ö ö 0 61 I x 4 — 62——.— 5) Daß ein vor Winters durch und durch ge— düngtes und vollkommen zubereitetes Land, auf welchem Gebl die Möhren mit Sorgfalt behackt worden, ein frisch, Herit auch weniger und schlechter gedüngtes, wiewohl sonf HVI auf gleiche Weise behandeltes Land um den vierten Theil 3i im Ertrage übertreffe. Vergleiche Bund D. 6) Daß die Methode D sich zu der hier landes⸗ üblichen verhälte wie 38 zu 21. Luthe Duste Ziehen also meine Nachbaren 834 Körbe Möh— h ren von der Hectare, so ziehe ich bey meiner letzten Me— I thode 1514, oder 680 Körbe mehr als sie. Schla— gen wir nun den Korb von 50 Pfunden zu 12 Er. an, Bab so habe ich ein Plus von 13 6 rhei inischen Gulden, oder von ohngefähr 35 Fl. vom Morgen, womit sich viele Arbeit und Dünger vergüten läßt, der Verbesserung des Hofii Bodens für die kommenden Saaten nicht zu gedenken. Im Durchschnitte von drey nach einander folgen⸗ uula, den Jahren, 1801, 2 und z kostete mir der Morgen bom: Möhren für sooh, Pflügen, Eggen, Walzen. 45l. 25&r. ih as Dünger, dessen Auffahren und Breiten 14— 40— Auf Reihen säen Jäten und Behacken. 8— 15— ubn Ausziehen, Kraut abschneiden, nach Hau⸗ se fahren. PP 9˙d Total⸗Summe der Unkosten 35 O. 37 Kr. 30 ae I d Der 3 RN————.—.—————————iieeeeee-------f SSS Alch g, welchen n ftisch öhl sons en Tal landes⸗ Möh⸗ ten Me⸗ Schla⸗ Xr. ah, u, oder ch veele ing des nken. folgen⸗ Morgen 25 It. 40— 17— 15— 20— — 57r. Der .ßM 6. 3 Der Ertrag war: Gewicht an Blättern 6000 Pf., werth 6 Fl.— Xr. Gewicht der Wurzeln 17127 Pfund, der Ctnr. oder die 2 Körbe zu 24 Xr., thut 68— 26— Fällt den künftigen Saaten die Hälfte der Auslage für Dünger und Behaclen zur Last, also hier den Möhren zu gut r— 27— Total⸗Summe des Ertrags. 383 5ʃ. 33. Vorstehende Unkosten, worin aber Land⸗ pacht und andere Abgaben nicht mit inbegriffen, abgezogen 35 Jl. r. Bleibt der Ertrag 51 Fl. 50 Kk. Ich bin berechtiget, zu glauben, daß wenig andere Feldfrüchte einen gleichen Ertrag geben. Denjenigen, die ihre Möhren in Reihen säen wollen, eine Methode, die in Rücksicht der Erleichterung beym Jäten und der Anwendbarkeit der Pferdeschaufel sowohl, als der Pferdehacke 5) ihre Vorzüge hat, würde ich aus eigener Erfahrung rathen: 1) Den Samen, nachdem er von den Stielen und der Spreu gesäubert ist, der Sonne auszusetzen, und *) Die Pferdeschaufel oder der Scarißeator dient dazu, die Zwischenräume oberflächlich zu reinigen; die Pferdehacke aber oder der Cultivator bricht die Oberfläche der Erde in den Zwischenräumen auf, und diese letztere Operation betrachte ich als den Hauptvortheil beym Möhrenbau. 6 1 und wenn er durch und durch trocken ist, ihn auf das hack 1238 nachdrücklichste zwischen den Händen zu reiben„ damit Riniz 72 sich die Samenkörner mit ihren krummen Häkchen nicht IN N 1 in einander klammern, welches bey dem Reihensäen, Hlhe wo der Arm nicht, wie bey dem breiten Wurfe, einen Raden F. Schwung nehmen, und den Samen umher verbreiten kann, gewöhnlich zu befürchten ist. 10 ö 2) Den Samen nicht zu sparen, und wenigstens zwenti eben so viel zu nehmen, als bey der breitwürfigen Aus— penit saat. Es ist viel leichter, Pflanzen, die zu dichte ste⸗ He al hen, auszuhacken, als andere in die Lücken einzupflanzen. Reße 3) Eine kleine Pflanzschule von Runkelrüben so früh als möglich an einem guten warmen Orte anzusäen, oder um daraus die Pflanzen zur Ausfüllung leerer Stellen Sch zu nehmen: denn Möhren lassen sich nicht verpflanzen. osti ö 4) Die Mohren nicht allzu früh zu säen, und 0 +— 0 nicht allzu stark mit Erde zu decken: denn sie gehen, auch srumen ohne gedeckt zu werden, auf. nicht a . ů ů ö nicht e 5) Die Möhren in den Reihen selbst das erste Mal mit der Hand jäten zu lassen, und nur die Zwi⸗ schenräume mit der Handhacke zu bearbeiten.. Ich Dur * ziehe für das erste Mal die in den Gärten üblichen Hand⸗ ng —.——.87 ö stoßeisen, deren man sich zu Reinigung der Wege be— Myn N. dient, vor, weil sie die Arbeit mehr fördern, und der 10 fu Boden jetzt noch keine Auflockerung erheischt. 6) Sobald das Unkraut von neuem um sich Gen greift, so werden die Reihen der Möhren mit der Hand⸗ Inad hacke, Rugt 2 ———— F—F—f—————————..——————————————⏑—ͤ———— I—TI———.—.—.—T auf diz „ damt hen nicht ibessie, fe, einen herbteiten enigstenz gen Aud, ichte ste pflanzen. üben si anzusder, Stellen anzen. „ und u/ auch das elste ie Zvis I nHand⸗ ege be und der um sch Hand— hack 65 hacke, wozu ich die, Taf. VII. Fig. 1. anempfehle, ge⸗ reiniget, und zugleich alle zu dicht beysammen stehen— den Möhren weggehauen, oder ausgezogen, wo mit der Hacke nicht beyzukommen ist. Die Zwischenräume werden mit der Pferdehacke bearbeitet. 7) Nach einiger Zeit, wann die Möhren an⸗ fangen, Kraft zu gewinnen, werden die Reihen zum zweyten Male behackt, und alle Pflanzen, die nicht wenigstens einen halben Fuß von einander stehen, oh— ne alle Gnade weggehauen. Die Pferdehacke muß dießmal stark auflockern. 8) Man nehme sich ja in Acht, auf lehmigtem oder gar noch schwererem Boden die Pferdehacke oder Schaufel anzusetzen, so lange die Erde nicht trocken ist; sonst ist der Schaden größer, als der Nutzen. 9) Man verlasse sich nicht einzig auf jene In⸗ strumente: sie sind in den Reihen selbst und dicht daran nicht anwendbar, und können folglich die Handhacke nicht entbehrlich machen. 10) Man kann nach dem letzten Behacken noch mit Vortheil Rüben Samen(und hierzu habe ich die langen Rüben am zweckmäßigsten gefunden) über das Möhrenfeld hersäen, die man, wenn das Wetter et— was feucht und trübe ist, nicht einzukratzen nöthig hat. 11) Der freudige Wuchs der Möhren, und der Genuß des Anblickes eines so schönen Feldes, wird den Landwirth oft einladen, seine Zöglinge zu besuchen. Zweyter Band. E Dann 66 Llili Dann lasse er sich die Mühe nicht verdrießen, das Feld die Kreuz und Quer zu durchwandeln, und die hohen V Unkraut⸗Sträucher, deren sich noch immer hier und D da zeigen werden, so wie auch die in Samen aufschie— e ßenden Möhren, die das Feld nur umsonst aussaugen, Ihtba auszuziehen... Wer an so etwas kein Vergnügen fin⸗ sich a det und seine Kinder nicht dazu anführt, ist noch kein dil u rechter Landwirth. in 12) Man schreite nicht zu früh zur Möhren⸗ Mhi Aerndte, aus Furcht, späterhin durch übles Wetter dar⸗ de in gestört zu werden.. Wir hatten im ganzen Som-⸗ Il mer des Jahres 1802 keinen Regen; zu Anfang Sep⸗ b. tembers fieng es zwar an, etwas zu regnen, aber es di war ohne alle Wirkung. Als ich gegen Ende dieses vidd Monats anfieng, die Möhren auszuziehen, war der Boden so fest, daß er sich nur mit der größten Gewalt eines guten brabanter Pfluges erbrechen ließ. Das Kraut der Möhren und die Blätter der Runkeln neig⸗ ten sich welkend zur Erde. Da ich über 10 Morgen dieses Wurzelwerkes hatte, so wurde mit dem Aushe— ö ben derselben fortgefahren... Inzwischen trat am 5, Etn 7, 10, uiund raten Oktober Regenwetter ein. ser a Die noch stehenden Möhren fiengen von neuem an, zu N leben; und die man jetzt auszog, hatten eine Menge auused schneeweißer Haärwurzeln angesetzt. Die noch stehen— Mhn den Möhren gewannen zusehends an Dicke; und die llaoch 9 am spätsten ausgezogen wurden, mochten die frühesten aach in etwa um den dritten Theil im Umfänge übertreffen. Slb Man sollte also in trockenen Jahren die Möhren Vuasul nicht leicht vor Allerheiligen ziehen. Re 139 das Hch ie hohn hier ind aufschis saugeh ͤgen fij ioch kin Morer kter dak⸗ n Som⸗ g Sep aber es de diese war der Gewalt Das n neig Norgen WMehe⸗ t am 5/ ktter ein, an/ Mehge stehel und die srühssen hettrefsen Mꝛhnag N 137 67 13) landwirthe, die mit einem guten Schwing⸗ oder Stelzenpfluge versehen sind, thun bey trockenem Wetter und festen geschlossenem Boden besser, die Möh⸗ ren auszupflügen. Sie werden dabey weniger beschä— diget als mit dem Spaten, und brechen in der Erde nicht ab; außerdem wird durch das Auspflügen auch viel am Tagelohn erspart. Zwey Pflüge und zehn ziemlich erwachsene Kinder sammeln in einem Tage die Möhren von 4 Morgen, und schneiden auch noch, da der Pflug nicht so lange geht, als das Tagewerk der Arbeiter dauert, noch einen großen Theil Kraut davon ab. Dabey erhält das Feld zugleich noch eine vollstän⸗ dige Pflugart, und kann, wenn man will, sogleich wieder mit Roggen besäet werden. 9. III. Runkelrüben. Runkeln oder Rangschen sind wegen ihres großen Ertrags, wegen der Eigenschaft, daß sie das Verpflanzen sehr gut vertragen, in großer Trockenheit nicht so viel als die Möhren leiden, und sich noch länger als diese aufbewahren lassen, vorzüglich wichtig, ob sie den Mohen gleich weder an Annehmlichkeit des Geschmacks, noch an Nahrungsstoff gleich kommen. Was man auch immer in Rücksicht dieses letztern zu ihrem Vor— theile sagen mag, so kann die Erfahrung vergleichender Versuche bey Schafen und Kühen Jeden bald von dem wesentlichen Unterschiede beyder Vegetabilien überzeugen. E 2 Die 4 0 —— — ———.——.— —2—8—9—9—99——9.—9.‚.—99.——9 — ————— — 68 ö 3 Die Blätter der Runkeln, von deren mehrmali⸗ — ger Benutzung man so viel Wesens gemacht hat, sind, l außer bey den Schweinen und allenfalls bey dem Feder⸗ n 143 viehe, bey jedem andern Viehe von so geringem Werthe, h daß sie die Kosten des Blattens nicht bezahlen. Ich 1 U 14 nehme hiervon die Blätter aus, welche die nicht abgeblat⸗ Hehht teten Runkeln bey der Wurzelärndte selbst geben, wel⸗.l ches in eine Zeit fällt, wo es an anderm grünen Fut⸗ auc 20 ter für das Milchvieh fehlt, und wo diese Blätter rei⸗ Ertn fer, folglich auch nahrhafter sind, als im Sommer. fm, Und eben da trifft es sich, daß die nicht geblatteten ge⸗ sil! 28— rade noch einmal so viel Futter abwerfen, als diejeni⸗ gen, denen man während ihres Wachsthumes zwey— mal die Blätter genommen hat. Böte mir also je⸗ bb mand auch seine dreyfache Blätterärndte für die einzige, Du die mir meine ungeblatteten Runkeln im Oktober liefern, 0 * so würde ich den Tausch auf keine Weise eingehen. 11 „Es wäre lächerlich, sagt M. W. Pitt in den ö„Annalen des Ackerbaues, wenn ein englischer Farmer 1 „sich damit abgeben wollte, die Blätter eins um das 10 „andere abzubrechen, um sein Vieh damit im Sommer 18 „zu erhalten, da mit weniger Kosten und Umständen Rl. „Klee und Wicken seiner Sense zu Gebot stehen.“ Wer die Untauglichkeit solcher Blätter im Som— ö mer bezweifelt, der entschließe sich, seine milchgebenden WMee Kühe, oder nur eine davon, vierzehn Tage lang mit Illalet nichts als solchen Blättern zu füttern; und er wird uilg nicht lange warten dürfen, um sich von ihren widrigen Dasz Wirkungen zu überzeugen. 6 pigt Unter latten ehtmash t, sind N Feden Verths 9 bgeblat 1, weh en Fub ter rei⸗ ommer. eten ge⸗ dieseni⸗ zey/ aosso js einige, siefern, in den Farmer um das dommer ständen V . Som⸗ ebenden ng nit er wild vidtigen Unter 69 Unter allen landwirthschaftlichen Operationen ist dieses Abblatten die armseligste und zweckwidrigste, und kaum in Hungersnoth verzeihlich. Ich sage auch die zweckwidrigste: denn außerdem, daß dieses frühe Abblat⸗ ten unbedeutender Blätter ihren Ertrag zu einer Zeit beträchtlich vermindert, wo sie wirklich nahrhafter, und wegen Abgang des Klees erwünschter sind; so hat es auch einen so auffallend nachtheiligen Einfluß auf den Ertrag der Wurzeln selbst, daß nur der es läugnen kann, der keine vergleichenden Versuche darüber ange⸗ stellt hat. Drey Morgen zweymal abgeblattete Runkeln gaben mir im Jahre 1801 gerade nur so viel Körbe Wurzeln und noch nicht so viel Blätter, als zwey Mor— gen, die nicht waren geblattet worden. Es war auf einem und demselben Felde; alle waren in Reihen gesäet, und auf gleiche Weise behandelt worden. Ich bräuche dabey wohl nicht zu erinnern, daß ein Korb dicker Runkeln mehr werth ist, als ein Korb kleiner, woran Scha⸗ le und kleines Gewürzel einen verhältnißmäßig größern Theil ausmachen. Man sieht dieses am besten, wenn man sie zu Syrup kocht. Ich setzte den Versuch mit dem Abblatten im Jahre 1802 fort, und erhielt von den zweymal ge— blatteten vom Morgen 263 Körbe Wurzeln, von ein⸗ mal geblatteten 38 1 und von nicht geblatteten 4 10. Dieses Resultat bestätigte meine Erfahrung von 1801: es zeigte aber auch, daß es vorzüglich das zweyte Ab— blatten ist, welches den Wurzeln am meisten schadet. E 3 Wirk⸗ 7 O—.——— Wirklich beobachtete ich schon Sor, daß meine Run⸗ keln, welche bis dahin die Verwunderung aller Vor— übergehenden erregt hatten, nach dem zweyten Abblat— ten auf ein Mal in ihrem Wachsthume einhielten und seitdem um nichts mehr zunahmen. Denfenigen also, denen durchaus an dieser zweyten Blatt-Aerndte gele— gen ist, wozu allenfalls außerordentliche Zufälle zwin— gen können, wäre zu rathen, die Wurzeln sammt den Blattern lieber auszuziehen, das Feld umzupflügen und mit Rüben zu besäen; schlagen diese ein, so kann man noch eine Quantität Futter gewinnen, die den abge— blatteten Runkeln gleich kömmt, und man hätte sonach eine doppelte Aerndte. .. Die Runkeln(versteht sich die ungeblatteten) ga— ben mir eine größere Masse Wurzeln als die Möhren, doch nicht ganz so groß, als man es ihrer Dicke nach hätte erwarten sollen, weil sie nicht so dicht als die Möhren beysammen stehen können. 1803 gab ich mir die Mühe, auf dem Felde eigenhändig den Ertrag von 38 Ruthen Runkeln und 35 Ruthen Möhren zu wä⸗ gen. Erstere gaben 6306, letztere 86 Pfund; Runkeln auf den Morgen.. 19456 Worenn 117372 5 Die Runkeln also mehchr. 2084 Pfund oder vhngefähr 42 Körbe. Möhren und Runkeln dieses Versuches waren auf demselben Lande gewachsen, und hatten durchaus einer gleichen Behandlung genossen. Ich bemerke aber noch Hocht + Hate 0ll Bodel WI Hlatte ii ö 0 d en W hack Dull Verr hesch, gbbtau Zsth lasen Eele hant bitked hlline Nuh allr Vob⸗ un Wͤlat Hihlhen u nigen h, ndte gatz sile zuin ammt da fägen und fann man den abge⸗ ite suach llls gu Mhen, ie nuch ie de wichmie ag von i di⸗ Mid⸗ hfund S es woleg huchts onaecbe doch 22 noch einmal, daß dieses von nicht abgeblatteten Runkeln zu verstehen ist: denn im Jahre o, wo ich 1266 Körbe Möhren von einem Bunder aufnahm, zählte ich nur 704 Körbe auf dem daneben liegenden, dessen Boden beynahe noch besser war, als der worauf die Mohren standen; so daß ich zu sagen wage, das Ab⸗ blatten habe mir um 700 Körbe Runkeln auf diesem einzigen Bunder geschadet. Der Leser vergebe mir, wenn ich mich so lange bey dem Abblatten aufhalte. Mir scheint, daß es eben so nützlich sey, vor Schaden zu warnen/ als das Vortheilhafte einer Sache zu zeigen. Da die Runkelrüben zu ihrem Gedeihen das Be— hacken nothwendig erfodern, so ist das Reihensäen oder Drillen die einzige Methode, sie gehörig zu bauen. Wer mit keinem Drillwerkzeuge versehen ist, thut am besten, sie zu pflanzen oder in Gruben zu drillen. Dazu gebrauche ich eine vier Fuß lange starke katte, in welche 8 spitz zulaufende Zapfen, 52 Zoll von einander, einge⸗ lassen sind; jeder ragt 12 Zoll aus der untern flachen Seite der latte hervor. Auf der obern Seite sind ein paar Stäbe in die Latte eingezapft, an welchen der Ar⸗ beiter das Werkzeug anfaßt. Eine Schnur wird nun über das Feld ausgespannt, und der Arbeiter drückt mit seinem Instrumente, auf das er sich mit dem Fuße stellt, jedesmal 8 Locher der Schnur entlang in die Er— de. Ein Mädchen folgt, und legt in jedes Loch ein oder zwey Samenkorner, welche ein anderes Kind mit ei⸗ nem Stückchen Holz oder einem stumpfen Besen zu⸗ 2 E 4 scharrt. I 72 0 scharrt. Die Reihen fallen zwey Fuß von einander. Da sule 25 die Schnur bey jeder neuen Reihe verlegt werden muß, 1u. ö und das Zuscharren nur ein halbes Kind erfodert, so ist u ö 8 es gut, zwey Grubenstecher und drey Kinder zu haben, um das Hin- und Herlaufen bey dem Verlegen der 141 3 Schnur zu ersparen. Zwey Männer und drey Kinder ad/ 2 fertigen auf diese Weise einen berliner Morgen in 8 Ent Stunden. Hehl . Mpoh Die Reihen werden späterhin ein paar Mal mit l der Handhacke bearbeitet. Oft wird auch bey dem er-⸗ schf sten Male das Jäten nöthig seyn. Man lasse nur Wh nicht mehr als eine Pflanze an jeder Stelle stehen; und Ei ist der Boden in gutem Stande, so hacke man selbst 100 von zwey Stellen eine weg, so daß die Pflanzen auf ei—. nen Fuß oder eilf Zoll weit in der Reihe von einander 900 stehen. Die Blätter werden doch das Feld bedecken, ö Im und die Wurzeln desto dicker werden. Außerdem halte u man eine kleine Pflänzschule bereit, die im Februar oder N Anfang des Märzes angesäet worden ist, um die Lük⸗ ö—2 ken auf dem Felde auszubessern. Diejenigen, die man in von den dichteren Stellen des Feldes aus ziehet, koönnen* zwar auch verpflanzt werden; sie erreichen aber nie den 11 gehöͤrigen Wachsthum, da hingegen die aus der Pflanz⸗ Gul schule gezogenen einen guten Theil größer werden. 10 Auf feuchtem Boden ist es nothwendig, den Run⸗ n n kelrüben-Samen nicht so tief zu legen, als der Pflug gegriffen hat, oder als die Oberfläche des Bodens ist. •N Um solches zu bewerkstelligen, setzt man das land auf 0. l. Hohlfurchen, die gewöhnlich zwey Fuß von einander w fallen. nandet. Di derden muß odert, syiß er zu habn Derlegen de drey Kinder Rorgen in ar Mal mi bey dem er in lasse nu stehen; utd man selhs nʒen auf eů n einandet d bedecken, rdem halte bruar oder m die Lul⸗ u, die man et, können ber nie den der Pflan/ rden. den Run⸗ der Pflig Bodens is. 5nd auf n einander falle ———.— 73 fallen. Ich verstehe unter Hohlfurchen einen fußbrei— ten tiefen Schnitt, den der Pflug auf einem schon vorher wohl gepflügten und geeggten Lande aushebt, und über den neben ihm stehen bleibenden Erdstreifen hinlegt. Zu dieser Pflugart gehört ein geschickter Pflü— ger, wenn man die einien gern gerade und in gleicher Entfernung haben will. Der Pflug wirft bey den Hohlfurchen den Schnitt nicht, wie bey allen andern Pflugarten, nach der geackerten, sondern nach der ent— gegen gesetzten Seite. Nachdem die Hohlfurchen aufge— stellt sind, läßt man eine lange, nicht allzu schwere Walze der Länge nach darüber hinrollen, damit die Spitzen der aufgeworfenen Furchen etwas geebnet wer— den. Nothwendig aber müssen die Pferde beym Wal— zen in den Furchen gehen. Die Grubenstecher haben nunmehr keine Schnur nöthig, sondern drücken ihr Instrument auf die Rücken der Hügel ein. Dabey ist der kleine Samendecker oder das dritte Kind auch nicht erforderlich: denn sobald gepflanzt ist, kömmt der Häufelpflug, das ist der Pflug mit doppeltem Streich⸗ brette, fährt die Furchen durch, und bringt, indem er sie reiniget und ebnet, Erde genug auf die Spitze der Hügel um den Samen daselbst zu decken. Sollte der Boden von leichter Natur und das Wetter trocken seyn, so kann die lange Walze, wie oben, noch einmal fol— gen und die Erde auf den Samen andrücken. Die Kürze des Stiels des von mir, Taf. VII. Fig. I. angegebenen Krappers, oder der Polder-Hak— ke, wird im Anfange einige Widersprüche von Seiten E 5 der 74—.—. der Arbeiter leiden: aber man lasse sich nicht dadurch beth! irre machen, sondern verwende einige gute Worte u. s. w., huuc und in wenigen Tagen werden sie daran gewöhnt seyn. 00 Daß man keine von Alter steifen Männer und keine Nld schwangern Frauen an solche Arbeit stellen müsse, ver⸗ sch li steht sich wohl von selbst. in de. Die Ursache der Kürze des Stiels ergiebt sich bey n der Anwendung. Ein Mann, der bey solcher Arbeit liht: aufrecht steht, wird mit der langen Hacke der kleinen m Pflänzchen nicht so leicht schonen können, wie jemand, kult der sich dazu hinbeugen muß. Um seine lange Hacke Keini mit Sicherheit zu führen, muß er den Stiel mit beyden Händen anfassen: also bleibt ihm keine übrig, um die blll Blätter der Pflanze nach einer oder der andern Seite wede zu lenken, um mit der Hacke rund um und nahe an die mie Wurzel kommen zu können. Wie oöft wird er sich obn nicht bedenken, den Hackenstiel mit der einen Hand Kanst fahren zu lassen, um sich zu bücken, und die zu dicht ste⸗ Dd ul henden Wurzeln und das dazwischen wuchernde Un⸗ i kraut mit der Hand auszuziehen, welches doch zu einer + gehörigen Cultur unentbehrlich ist.. Bey der kurzen Ind 3 Hacke hingegen arbeitet nur die eine Hand; die andere Rh bleibt frey, und ist immer mit Fühlen und Ausziehen be⸗ slheit schäftiget. Der Arbeiter sieht schärfer, weil sein Auge 10 näher an dem Boden ist; er ist pünktlicher in seiner Ar⸗ beit, weil er bey dem Gutmachen sich nicht mehr als bey dem Schlechtmachen anzustrengen braucht. Gettn So viel über die Vorzüge der kurzstieligen Hacke 6 bey Möhren, Rüben und Krapp; aber auch bey an⸗ uft dern dadutth .s. w, t seyn. d keine ö Rvet⸗ ich bo Arbeit kleinen mand, Hacke beyden um die Seite an die er sich Hand ht ste⸗ e Un⸗ u einer kurzen andere en be⸗ Auge er Ar⸗ r als Hack an⸗ dern 75 dern landwirthschaftlichen Verrichtungen hat ihr Ge— brauch einen unbezweifelten Werth. Leute, die sich bey der Arbeit bücken müssen, verderben weniger Zeit mit Plaudern, als die dabey stehen können. Gebückt läßt sich nicht anhaltend erzählen; man muß sich also vorher in die Höhe richten; und dabey befürchtet man, aus der Ferne beobachtet zu werden, statt daß man sich mit vieler Bequemlichkeit auf eine lange Handhabe stützen, und nach Gefallen mit seinen Nachbaren diskuriren kann. Praktische Landwirthe werden diese bedeutenden Kleinigkeiten nicht aus den Augen lassen. Meine Versuche über das Verpflanzen der Run⸗ kelrüben sind von keiner Bedeutung, entscheiden daher weder dafür noch dagegen; allein seitdem ich die, wie mir scheint, rechte Verpflanzungsart bey Koblenz sah, so bin ich entschieden für diese Methode, und gegen das Kernstecken. Ich zweifle zwar nicht, daß der Ertrag der nicht verpflanzten Runkeln den der verpflanzten et— was übertreffen könne; allein dafür fodern jene, wenn sie gehörig gebauet werden sollen, auch weit mehr Zeit und Arbeit, und ihre Bestellung fällt in eine Zeit, wo man ohnehin die Hände mit der anderweitigen Früh⸗ jahrsbestellung voller Arbeit hat... Hier die gedach⸗ te Verpflanzungsmethode. Der Samen wird gegen Ende des Märzes in den Garten, oder auf ein gartenähnliches Feld gesäet. Zu Ende des Mayes oder im Junius werden die Pflan⸗ zen gezogen und verpflanzt. Man hat beobachtet, daß die früher verpflanzten besser als die spätern gerathen. Ich glaube, glaube, daß bey trockenem Wetter das Anschlämmen— der Wurzeln mit einem Breye aus Wasser und feiner 17 2 Erde sehr wohlgethan sey. Wo möglich, wartet 10 man einen Regen, oder doch trübes feuchtes Wetter n ab. Die Pflanzen werden weder an der Wurzel noch hr 14 an den Blättern abgestutzt, und man zieht ihrer nicht scs 5— mehr auf einmal aus, als man auf einen Vor⸗ oder H Nachmittag in die Erde bringen kann. b6 Das Einlegen geschieht mit der Hand und dem aß u 65 Pfluge, auf einem(versteht sich) vorher wohl gepflüg⸗ 23 ten Lande. Einige behaupteten gegen mich, daß das ö — Land nicht tief gepflügt seyn dürfe, weil die Wurzel lie⸗ aeg 3 ber auf⸗ als abwärts wachse. Wirklich fand ich im Rieg Herbste alle die Runkeln so hoch über der Erde hervor— dist ragend, daß sie kaum aufrecht stehen konnten, und Q nur von einigen unbedeutenden Wurzeln angehalten Haste wurden. Daß beweiset, wie sehr diese Pflanze der ud zl 4. Trockenheit widerstehen konne, und gleich dem Mais, Un. vermittelst ihrer großen mastigen Blätter die Feuchtig⸗ keit der Atmosphäre an sich ziehe, daher es doppelt thoö⸗ richt ist, sie derselben zu berauben. sflulr Um das Behacken nachher zu erleichtern, verfah⸗ Mach ren Viele bey dem Einlegen auf folgende Art, welche mir In auch die beste scheint. Der Pflug schießt zuerst eine fla⸗ 4 Wu che Furche an, und zwar ohne Streichbrett. Auf die Eud Höhe dieser Furche streuen die Arbeiter die Pflanzen hin, Muse um sie bey dem Einlegen sogleich zur Hand zu haben. Indeß kömmt der Pflug, und wirft einen zweyten tiefern Schnitt mit dem Streichbrette gegen den ersten an. n Die lämme seinet wartet Vel l noch r niht „odet d dem pflüg 5 das ehel lie ich in hervor/ und halten e der Mis, uchtig; Kth erfah⸗ e mit ne fla⸗ uf die hin, aben. iefern an. Die — 77 Die Arbeiter legen nun gegen diesen Schnitt eine Pflan⸗ ze mit der linken Hand an, und scharren und drücken mit der rechten etwas Erde auf die Wurzel. Der Pflug kömmt wieder, und deckt mit seinem dritten Schnitte die Pflanzen vollends. Diese drey Schnitte sind so schmal, daß sie zusammen einen nur anderthalb Fuß breiten Streifen bilden, welche Breite dann auch der Zwischenraum von einer Pflanzen⸗ Reihe zur andern ist. Auf der Reihe selbst kommen die Runkeln einen Fuß von einander zu stehen. Wenn die Pflanzen gehörig angewurzelt sind, und eine gewisse Stärke haben, so werden sie behackt. Man pflegt dabey die Erde nicht, so wie bey dem Kohl an dieselben, sondern vielmehr davon ab, und nach den Furchen zu ziehen. Dieses Behacken geschieht mit dem Karste: ein Instrument, das zum Auflockern der Erde und zur Beschleunigung der Arbeit seines gleichen nicht hat. Die Bauern in der Gegend von Koblenz behaup⸗ ten allgemein, daß die Runkel nur ein schlechtes Milch— futter sey; und da es lauter Leute sind, welche die Milch zur Stadt tragen, so kann man kühn anneh— men, daß es so ist. Der Zweck, zu welchem sie diese Wurzeln bauen, ist, um ihr Vieh im Frühjahre bey Stande und Fleische zu erhalten, als wozu sie ihrer Aussage nach besonders geschickt sind. Daß man den Samen an einem Orte aufbewah— ren müsse, wo ihm die Mäuse nicht nachstellen, wird jeder⸗ 78 3 jedermann wissen. Diese Gäste leeren die Schalen so Reenl niedlich aus, daß man den Raub gar nicht gewahr 1urdi wird. aumt Hilliht hioh 1 hih In den Niederlanden werden keine Runkelrüben gebauet; und so länge nicht erwiesen wird, daß sie den ö 9299 5 *4 Kartoffeln vorzuziehen seyen, oder daß sie als zweyte Frucht genutzt werden können, werden sie schwerlich in Wiie tl einem dande, wo man so sehr mit dem Braachfelde sarder geizt, ihr Glück machen... Sie sind dennoch da— Mben selbst nicht unbekannt. Hr. Dr. Vandenbergh liht hat sie einige Jahre nach einander angebaut, und da⸗ W bey die Entdeckung gemacht, daß der Samen, den er selbst gezogen, sich von Jahr zu Jahr verschlechtert hat, 0 so daß schon im vierten Jahre seine Aerndte nichts mehr bssf bedeutete, da er doch im ersten Jahre Wurzeln gewon⸗ nen hatte, die ein Gewicht von 20 Pfunden hätten. ö lin pfläz §. W. Mi Kartoffeln. x ben das Erdäpfel haben in Deutschland eben so wenig als In N bey den Belgen einer Anempfehlung nöthig. Wir wer⸗ a vil den uns also blos auf die Beschreibung ihres in den Nie⸗ F derlanden üblichen Anbaues einschränken. Da meine D5 Oe zweyte Reise gerade in die Zeit fiel, wo die Kartosseln nade, gelegt wurden, so hatte ich Gelegenheit, die man— siize eis nichfaltigen Methoden und Händgriffe zu beobachten, Ns des deren halen gewah eltüben sie den zweyte klich in achfede och da bergh ind da⸗ den et elt hal, smehr ewon⸗ ten. ig als r wer⸗ Me⸗ meine kosseln man/ jchten, deren 79 deren man sich dabey bedient. Es heißt bey der Cul⸗ tur dieser edeln Frucht mehr als bey jeder andern: quot capita tot sensus. Ich werde daher die jeder Gegend, vielleicht oft nur jedem Dorfe eigene, mir bekannte Cul— tur hieher setzen und zu unterscheiden suchen. Contigh. So wohl hier als in der Campine wird vorzugs⸗ weise ein Land dazu gewählt, worauf Stoppelrüben ge⸗ standen haben, doch nicht der Kartoffeln, sondern der Rüben wegen, weil jene bey ihrer späten Bestellung nicht hindern, daß diese im Nothfalle das Feld bis zum Frühjahre behaupten können. Das zu Kartoffeln bestimmte Land wird dreymal, zuweilen auch viermal umgepflügt, welches letztere sonst für keine andere Frucht, den einzigen Buchwaizen ausgenommen, geschieht. Die erste dieser Pflugarten heißt Schwarzlegen, die zweyte Voneinander— pflügen, die dritte Verstoßen, die vierte den Mist unterreiten. Das Schwarzlegen geschieht, sobald die Rü⸗ ben das Feld geräumt haben, und besteht in einer tie— fen Pflugart, wobey die Beete gewechselt werden; dar⸗ auf wird geeggt. Wenn viermal gepflügt werden soll, so wird das Voneinanderreiten als zweyte Pflugart ange— wendet. Dadurch wird das Land beynahe wieder in seine erste Form zurück gebracht, und bleibt dann den Rest des Winters über so liegen. Im DDDIIIIIIIIIIJI‚I‚I‚I‚I‚IIIDED‚ID‚‚‚‚‚‚‚e‚e ‚————— 6 * 80— Im Frühjahre geht's auf das Verstoßen los, 6N wodurch das Beet durchaus geebnet wird, indem die fia Kartoffeln nie auf Beete gelegt werden. mmen —— ö iddeine 2 Endlich kömmt's an das Mistunterpflügen. halhse Der Dünger wird vorher reihenweis in kleine Haufen aum. abgezogen, aber nicht gebreitet, sondern mit der Gabel Im A in jede Furche gelegt, so wie sie der Pflug öffnet. Das sch in — Land wird bey diesem Pflügen wieder flach und eben ge⸗ Manet: halten. Panit w. Ueberhaupt wird zu Kartoffeln tiefer als gewöhn⸗ D lich gepflügt. Einige spannen zu dem Ende vier Pferde In Du an den Pflug, ob es gleich nur Sandland ist, und base pflügen 15— 16 Zoll tief. Doch geschieht dieses tie⸗ ii se Pflügen keinesweges bey dem Mistunterreiten, son⸗ uitt dern vorher. Da es aber Fälle giebt, wo bey der vor— O. letzten Pflugart nicht so tief gefahren werden kann, so h muß es wohl bey der letzten geschehen. Dann aber wird AUnter and gedoppelpflügt; und so wie der erste Pflug seinen Schnitt man uhn umgeworfen hat, wird der Mist darauf gelegt, und Gund dieser mit der Erde, welche der zweyte Pflug aus der⸗ Dahe u selben Furche hebt, bedeckt. Dadurch kömmt der Mist in die Mitte zwischen zwey über einander geworfenen Die Erdstreifen. Die Tiefe der Furche, die ich auf der ö wihnschen Land⸗Seite maß, hatte 30 Centimeters. nte v shlitothu o ste afgele fur Er l6hey, y dunterd Man hat hier zweyerley Methoden, die Kartoffeln einzulegen, mit dem Spaten und mit dem Pflanzstocke. Erstere hat in schwerem, letztere in leichtem Boden Statt. Die Arbeit mit dem Stocke geht geschwinder als en lo dem di lügen, Haufen Gabel Daz ben ge ewöhn Pferde und hses tis son, vot⸗ , so wild chnitt und 16 der⸗ Mist fenen uf der tosseln stocke Boden vinder als — 81 als die andere. Ein solcher fünf Fuß langer Stock findet sich Tafel 11. Fig. I. abgebildet. Die Löcher kommen 15 Zoll ins U zu stehen. In jedes loch wird eine ganze Kartoffel von der Größe eines Hüh— nereyes eingelegt, oder zwey, wenn sie kleiner sind.. Zum Bepflanzen eines Bunders mit dem Spaten in einem Tage sind 16 Männer und 4 Frauen erforder— lich, zum Bepflanzen mit dem Stocke aber nur 8 Männer und 4 Frauen... Ist mit dem Stocke ge⸗ pflanzt worden, so werden die köcher nachher zugeeggt. Die Pflanzzeit der Kartoffeln ist der May. Auf ein Bunder werden 5 6 bis 58 Viertel erfodert. So— bald sie ausgelaufen sind, werden sie geeggt, und ein paarmal behackt, aber nicht angehäufelt. Das Kartoffelkraut wird vor der Aerndte einen Fuß hoch über der Erde abgeschnitten, und meistens unter anderm Futter an die Kühe verfüttert; doch ist man überzeugt, daß dieses Futter nicht viel werth sey. Sogar die Saamenäpfel sah ich sammeln, um sie dem Viehe in der Siede zu geben. Die Kartoffeln werden mit der Forke oder ge— wöhnlichen Mistgabel ausgehoben. Der Arbeiter, der dieses verrichtet, hat keinen Gehülfen bey sich, sondern schüttelt und breitet die Kartoffeln über das Feld hin, wo sie ein päar Stunden an der kuft liegen, ehe sie aufgelesen werden. Diese Methode trägt ohne Zwei— fel zur Erhaltung der Frucht beym Aufbewahren vie— les bey, und hat auch den Vortheil, daß die Stecher Zweyter Band. 8 und 82* ind leserinnen sich nicht nahe genug sind, um mit ein⸗ Gbder schäkern zu konnen, oder auf einander in der Arbeit warten zu müssen.. Zum Ausstechen, Sam— Ohch. F7 18 5 24 meln un 0 Aufladen eines Bunders Kartoffeln gehören nli 24 Männer⸗ und 10 Frauen⸗Tagwerke. Da er— vidde stere hier zu 12, diese zu 8 Sols bezahlt werden, so Run de betragen die Aerndtekosten 50 Flor. 8 Sols. Mu Die ganz kleinen Kartoffeln werden gleich auf I,/ v dem Felde abgesondert, und sind für das Vieh be—⸗ VJubbe: stimmt. Sie machen den achtzehnten Theil des Gänzen aus. Man schätzt sie an Werthe um 3 geringer als die übrigen Kartoffell. Man 135 rechnet den Ertrag eines Bunders im Durchschnitte 900 zu 300 Säcken oder 600 Vierteln. Der Mittel⸗ 200 preis eines Sackes ist zwey brab. Gulden. din Berechnung für den Morgen: Pflanzungskosten mit dem Stocke 1 Fl. 3 Krzr. —— mit dem Spaten 1— 50— 9 Aerndtekosten 8— 13— Das J Einsaat 16,13 Scheffel, werth 9— 15— daher! Ertrag 170 Scheffel, werth 97— 38— sch, de Ein Beyspiel von einem merkwürdigen Kartoffel⸗Er— bm N trage hatte man im Jahre 1787 zu Merxem. Er shn, betrug 400 Säcke auf einem Bunder, die kleinen ů1. Kartoffeln nicht mit inbegriffen. Der Sack zu 240 ö 1 Pfund wurde zu 2 Fl. 16 Sols verkauft: mithin gab ö 0 das ganze Bunder einen Geldertrag von 1120 brab. ö Gulden, thut 1822 rheinische Gulden vom Morgen. 5 l Cam⸗ d, ni mit ein in di Sam⸗ gehören Da l. den, 0 dich auf Zieh be zehnten M Werthe fel⸗Ei N. Er kleinen 1 240 thin gb blab, Norgen. Camp- — 83 Campine. Zu den Kartoffeln wird hier gedoppelpflügt. Dabey wird der erste Pflug mit einem, der folgende mit zwey bis drey Pferden bespannt. Diesem letztern wird der Streichhacken angehängt, vermittelst dessen man den Boden 40 Centimétres tief aushebt. Der Mist wird nicht untergepflügt, sondern beym Pflan— zen, welches hier mit dem Spaten geschieht, in jede Grube auf die Kärtoffeln geworfen. Die Kartoffeln werden zum Ueberwintern auf dem freyen Felde in Haufen aufgesetzt, mit Stroh von allen Seiten gedeckt, und mit einer Lage Sand oder Erde von anderthalb Fuß Dicke zugeschlagen. Bey dieser Methode hat man kein Beyspiel vom Er— frieren erlebt. Tir tem ont. Man pflanzt die Kartoffeln mit dem Spaten. Das Feld wird nach der letzten Pflugart nicht geeggt, daher die Schnitte noch sichtbar sind, nach welchen sich, da keine Schnur gezogen wird, die Arbeiter beym Pflanzen richten. Indem sie eine Furche über⸗ schlagen, kommen die Reihen zwey Fuß von einander zu stehen. Auf der Reihe selbst aber steht jeder Busch einen Fuß von dem andern entfernt. Man wirft in jedes Loch zwey unbedeutende Kartoffeln. Zwölf Männer und eben so viele Kinder machen ein Bun⸗ der in einem Tage fertig. Man pflänzt auf flachen Bo⸗ den, nicht auf Beete. Die Pflanzer gehen beym F 2 Locher⸗ 14 4 „.. ᷣꝗYcꝗꝗꝗꝗꝗ22222222222— 84 Löcherstechen nicht der Länge der Furchen nach, son— Gll dern treten rückwärts quer über dieselben her. Die 14 vordere Reihe wird mit der Erde aus der folgenden s bedeckt. Nach dem Pflanzen wird geeggt. ö Hhusud ö HoR Mo Melle in Flandern. Oerl Man pflänzt auf ein Bunder 45, und ärndtet s auf Mittelboden 435, auf gutem Boden 480 Säcke Kartoffeln. Man pflügt dreymal, und führt 96 Fu— der Mist auf. Nebst dem wird noch für 33 Flor. 0 ö V Kalk und Abtritt⸗Dünger dazu verbraucht. Das„It Pflanzen kostet 12 Flor., das Behacken 30, das Mit Aerndten 60. Der Mittelpreis eines Sackes Kar— toffeln ist»Flor. 12 Sols. Der Geldertrag eines O Bunders wäre also 696 Flor. brab. Man rechnet alle Kosten, die auf ein Bunder fallen, mit Ausschluß Cuhe des Saamens, des Pachtes, der Grundlasten und des Stallmistes, auf 161 brab. Gulden. in Berechnung vom Morgen: mehr kl Pflanzungskosten.; 1 Fl. 5 5 Krz. debe ve Behacken 4— 48— d M Aerndtekosten 9— 38— ni dem Einsaat 17 Scheffel 11— 36— Nt, Ertrag 1633— 111— 40— Ousch Alle Hand-und Pferdearbeiten, die Panzen auf einem Morgen Kartoffeln fallen, kosten mit Inbegriff des Saamens und des zugekauften DM Düngers 38— 19— ahet Es dir⸗ eetet:.ee:eeeeee pee... ———————————.————— , sos, 5 „V lgenden I arndtet Säcke 48 50 Fu⸗ * D* ; Hor. V Das 5„ das Kar⸗ 9 elhes 9 C 85 Es blieben also zum Vortheile der Kartoffel-Aerndte 73 Fl. 21 Krz. rheinisch, wovon aber noch die Grund— lasten, Pacht, und Werth des Stalldüngers abzuzie— hen sind, welche zusammengenommen in der Gegend von Melle 28 Fl. 37 Krz. zu stehen kommen werden. Der reine Gewinn von einem Morgen Kartoffeln war also ohngefähr 45 Fl. rheinisch. Waesland. Die Kartoffeln werden mit dem Spaten ge— pflanzt. Der Arbeiter thut zwey senkrechte Stiche für jede Grube, und hebt dann mit dem dritten den d Grund tief heraus, nämlich: v. Jeder C Stecher hat eine Gehülfin, die den frischen strohig— ten Mist mit der Hand einlegt. Ein Knabe ist er— forderlich auf zwey Stecher, und wirft zwey ganze, mehr kleine als große Kartoffeln auf den Mist; An—⸗ dere werfen die Kartoffeln auch zuerst ein, und legen den Mist oben drauf. Die vorhergehende Reihe wird mit dem ausgehobenen Lande aus der folgenden ge— deckt. Die Pflanzen kommen auf 4 Décimétres ins U zu stehn. Zwey Männer und gedachte drey Gehülfen pflanzen 136 Ruthen Genter Maaß im Tage*). F 3 Außer *) Meine Noten sagen zwar nur 36 Ruthen; dann kämen aber 50 Männer⸗, eben so viel Frauen⸗und 25 Kin— der-Tagwerke aufs Bunder, welches weder meiner Anga⸗ *—9——˖mDDPDDDDD˖˖ꝗYe..e.e.Y-... * X. 14 * 5 36 S Außer dem Miste bringen die Meisten bey reg⸗ nigtem Wetter noch Jauche aufs Feld, aber nicht eher, bis die Kartoffeln ausgelaufen sind. Um aber mit dieser kostbaren Substanz so räthlich als möglich umzugehen, sticht Einer mit einem dicken zugespitzten Stocke ein Loch in schiefer Richtung von der Seite nach der Mitte des Sträuches zu, und der Andere gießt die Jauche in die Oeffnung. Der Ertrag ist anderthalb bis zwey Faß auf die Ruthe, oder 338 bis 450 Säcke vom Bunder. Macht 129 bis 172 Scheffel vom Morgen. Grimbergen, in der Burgvogtey von Terremonde. Ich fand hier eine Strecke eines so unfruchtba— ren leichten Sandbodens, daß die fländrische Indu— strie selbst ihn nicht hat besiegen können. Ein Theil dieser Sändstrecke ist regelmäßig mit Eichen-Strun⸗ ken bepflanzt, deren Krone aller 6 Jahre abgeworfen, und das Holz zum Vortheile der Armen des Dorfes verkauft, oder unter sie vertheilt wird. Darauf wird jedem ein gewisser Streifen zwischen den Bäumen an⸗ gewiesen, um ihn zwey Jahre nach einander, jeder zu Angabe von Tirlemont noch von Contigh gleicht. Zu 136 Ruthen aber fallen etwas mehr als 13 Männer⸗, 13 Frauen⸗ und 64 Kinder Tagwerke aufs Bunder, welches mir aber zu wenig scheint, weil die Pflanzungs— art mit drey Stichen nicht so geschwind von Statten geht, als die, weiche ich bey Tirlemont sah. scakdet ldd.. Hl heh, väh Mhe; 0 ahnwe den We dahn hen, Shat und de bedeck. rehe z dundte und 4 en ve Auts daseht Mu ih ber Rosse heng eh keg nicht maber ͤglich vitztn Seite Undere uf die Under. Itbaä Indu— Theil trun⸗ rfen, Horfes ddird man⸗ seder . Zu nner⸗/ under, ungs— katten 82 zu seinem Vortheile, zu cultiviten. Jeder gräbt sei⸗ nen Theil um, und bepflanzt ihn zwey Jahre.— einander mit Kartoffein, wozu jedesmal gedüngt wird... Nach dem Verlaufe der zwey Jahre, wo die Köpfe der Eichen anfangen sich stärker zu belau⸗ ben, läßt man dem Boden eine vierjährige Ruhe, während welcher er sich ein wenig begraset, und dem Viehe zur Weide dient. ie Art, den Mist bey gedachtem Kartoffelbaue ausnemder, ist Ween n denn man düngt den Bo⸗ den weder vor noch bey dem Pflanzen, sondern erst dann, wann die Kartoff fen gelaufen sind. Zwischen zwey Hörsten, oder r H aber nicht in den Rei⸗ hen, sondern in ihrem Zwischenraume, wird mit dem Spaten ein Loch ausgest oche 45 Mist hineingeworfen, und derselbe mit dem Sande aus dem folgenden Loche bedeckt, gerade als wenn man eine neue Kartoffel⸗ reihe zwischen den zwey alten pflanzen wollte... Man ärndtet auf einem Flecke, der 8 Schritte in die Lange, und 4 in die Breite hat(denn so weit stehen die Ei⸗ chen von einander), zwey und einen halben Scheffel. Selbst in den Gärten wird der Mist hier nicht anders zu den Kartoffeln angewendet. Nur seht man daselbst noch Jauche zu, welche auch nicht auf die Pflanzen, sondern in die Zwischenräume, und, ich vermuthe, auf den früher eingelegten Mist selbst gegossen wird... Man häufelt die Erde nur sehr wenig um die Stocke an. Zu 4 ö ö ö ———— * 0 ——— 35 88—— Zu Ahlo st wird das zu Kartoffeln bestimmte Land allemal mit dem Spaten royolt, doch wohl auch in einigen grö— ßern Wirthschaften gedoppelpflügt. Das Pflan⸗ zen geschieht mit der Tafel VII. Fig. 6. abgebildeten Haue oder Braake. Man hat dabey zwey verschie— dene Verfahrungsarten. Die er ste wird auf feuchtem schweren Boden angewendet. Nachdem nämlich das Land abgeeggt ist, wird der Mist aufgefahren. Man rechnet 16 ein— spännige Fuder per journal. Der Mist wird unter— gepflügt, das Land nicht abgeeggt, damit die rauhe Fähre dem Pflanzer ohne Schnur zur Richtung die— ne.. Zuerst öffnet der Arbeiter mit der Haue eine Reihe Locher, in deren jedes der Beyhelfer ein Paar kleine Kartoffeln wirft. Die erste Reihe wird dem— nächst mit dem Erdboden aus den kochern der folgen⸗ den Reihe bedeckt. Der Arbeiter geht dabey nicht, wie bey dem Pflanzen mit dem Spaten, rückwärts, sondern vorwärts. Die zweyte Art findet auf leichtem Boden ihre Anwendung. Das mit dem Spaten oder dem Pfluge royolte Land wird abgeeggt, und dann mit dem Pfluge in Hohlfuhren gelegt. Der Arbeiter tritt in die zwischen den Hohlfuhren sich findende offene Fur⸗ chen, und nimmt mit der schon gedachten Haue eine dünne Scheibe Erdreich aus dem Boden der Furche, wodurch eine sehr flache, nicht über anderthalb Zolle ö tiefe 83—— SꝗSꝗSꝗꝗꝗDf...... — —. 2..2.2.....................222 .:.———— Hifl Hf el Eid Reß ed vild de und ver de del! de G 0 0 Haue den M. Fuß. Shei odet hatma thoden besimt fach u adere liffere vird n beyden Rft dlitte, flle, Iuit Wors Dflan, ldeten rschis zoden t ist, ein⸗ inter⸗ rauhe 9 die⸗ eine Haar em⸗ gen⸗ arto, den dem mit kritt Fur— eile che, olle ife tiefe Grube entsteht. Der Gehülfe legt ein Paar Kartoffeln in jede, und der Hauer deckt sie sogleich mit der Erde aus der nächsten Grube zu. Es geschieht dieß jedesmal mit einem einzigen Hiebe. Demnächst wird der Mist aufgefahren, in die Furchen vertheilt, und vermittelst der Haue mit dem aufgeworfenen Lan— de der Hohlfuhren gedeckt. Zuletzt wird das Feld mit der Schleife völlig geebnet. Zum Reinigen und Häufeln wird ebenfalls die Haue gebraucht.. Die Entfernung der Pflanzen in den Reihen beträgt anderthalb, die der Reihen zwey Fuß... Man berechnet den Ertrag eines Journals Speise⸗Kartoffeln im Durchschnitte auf 50 Säcke, oder 150 Scheffel vom Morgen. 3 u Voor d e hat man zwey, denen von Alost beynahe gleiche Me— thoden, die Kartoffeln zu pflanzen. Bey der ersten wird die Hälfte des dazu bestimmten Düngers vor Winters aufgebracht, und flach untergepflügt. Im Frühjahre wird geeggt, die andere Hälfte des Mistes aufgebracht, und dazu eine tiefere Pflugart gegeben, als vor Winters. Endlich wird zum dritten Male, und zwar noch tiefer wie die beyden vorigen Male, wiewohl in schmalen Fähren, gepflügt, damit die Kartoffel-Reihen, die nur in die dritte, und nicht, wie anderswo, in die zweyte Fähre fallen, doch nicht weiter als zwey kleine rheinländische F5 Fuß 0 ‚ 29— Fuß von einander zu stehen kommen. Das Land wird nun aber nicht geeggt. Das Pflanzen geschieht mit der Haue. Fuß für Fuß fällt ein Loch, in welches eine Kartoffel mittlerer Größe eingeworfen wird. Das Loch wird sogleich mit der Erde aus dem folgen— den gefüllt. Ein Mann und sein Gehülfe fertigen ein halbes Journal, oder einen halben Berliner Morgen, im Tage... Wann die Kartoffeln gelaufen sind, so wird das Feld in die Kreuz und Queer geeggt. Bey der zweyten Art wird das Feld auf eben dieselbe Weise vor Winters behandelt. Nach dem Winter werden Hohlfuhren angeschossen, und die Kartoffeln mit der Haue, eben so wie bey der zwey— ten Methode von Alost, in die Furchen gepflanzt. Die Pflanzen fallen einen, und die Reihen zwey Fuß von einander. Diese Methode hat den Vortheil, daß man 14 Tage Zeit gewinnt, um den Mist auffahren zu können. Ehe man die Kartoffeln häufelt, führen Viele noch Jauche auf das Feld. Das Häufeln bey dieser letzten Pflanzungsart geschieht mit einem Pfluge mit zwey Streichbrettern, bey der ersten aber mit der Haue. Die Kartoffeln werden mit dem Spaten ausgegraben. Man pflanzet 5 Säcke auf ein Journal. Unter den verschiedenen Methoden, die Kartof⸗ feln zu pflanzen, die ich in den Niederlanden oder anderswo gesehen, oder selbst versucht habe, scheint mir obgedachte zweyte an der Dender übliche Metho⸗ de auf trockenem, nicht schwerem Boden die vorzüg— lichste, 5 I uuftlf Hl N Mfsch dient, sige/ Maceh, Hal, s Eungt 0us w Mhhrh N bet! nach 100 Heten But: on tt Moht Raht und n Jhih 6 terh,! + habe, bey ih fennen dishr ud Witd eht mit welches wird. folgen⸗ gen ein lorgen, nd, 0 auf Nach and die zwey⸗ flanzt. Juß daß hren ihren n bey einem sten dem auf rtof⸗ oder heint etho⸗ lzügs ste lichste, und zwar aus folgenden Gründen. Die Kar⸗ toffel findet in der Tiefe der Furche etwas Feuchtig⸗ keit, die ihr zur Entwickelung des Keimes und zum Ansaugen der ersten Wurzeln in dem frischen Erdreiche dient, welches, wenn sie in dem Miste verwickelt laäͤge, vielleicht nicht so gut von Statten gienge. Der Regen, wenn er die oberste Erddecke durchdrungen hat, schwemmt aus dem Miste die feinsten Nah— rungstheile aus, und schwängert damit den Grund, aus welchem die Pflanze ihren ersten auswärtigen Nahrungsstoff zu ziehen hat. Da es ferner der Na— tur dieser Pflanze eigen ist, nicht unter sich, sondern über sich zu wachsen, so findet sie in ihrem Fortgange nach der Höhe das Mistbeet, wo sie sich eine gröbere und solidere Nahrung zueignen, und in diesem wär— meren, lockeren Beete nach Gefallen wuchern, und Brut ansetzen kann... Ich spreche indeß hier nur von trockenem Boden: denn auf feuchtem könnte diese Methode, besonders in nassen Jahren, ihre großen Nachtheile haben, und die Art, die Kartoffeln auf und nicht unter den Mist zu legen, würde ihr da vor— zuziehen seyn. Die gemeinste Art, die Kartoffeln zu überwin⸗ tern, die ich in den Niederlanden gefunden, ist außer der, welche ich weiter oben bey der Campine berührt habe, diejenige, deren ich mich selbst bediene, und wo— bey ich mich wohl befinde. Landwirthe, die sie nicht kennen, wünschen vielleicht eine etwas umständlichere Beschreibung davon, und ich theile sie hier mit. 5 in SSSSISSISISISII‚I‚....‚.‚.. —7 1 7 ö PP——— 2 407 0 ———— — — —— — — — ——— ———— 92—*———.. Ein verhältnißmäßig langes Parallelogramm, oder, wenn man will, mehrere runde Plätze von 8— 10 Fuß im Durchmesser, werden auf freyem Fel— de, oder, besser noch, nahe bey der Wohnung abge⸗ stochen: an einem Orte, versteht sich, wo keine Feuch— tigkeit sich anhäufen kann. Der abgestochene Platz wird einen Fuß tief ausgegraben, das Erdreich nach allen Seiten hingelegt, und der Boden dieser flachen Grube etwas geebnet. In Brabant werfen sie auch wohl ausgeeggte trockene Roggenstoppeln auf den Bo⸗ den der Grube. Dann werden die Kartoffeln herbey— gebracht, und in die Grube geschüttet, bis das Gänze einen spitzzulaufenden Grabhügel, oder, bey runden Haufen, einen stumpfen Kegel bildet. Die Höhe dieser Haufen wird von selbst durch ihre Breite be— stimmt.. Darauf werden sie rundum mit langem Roggenstroh bedeckt. Es ist gut, wenn das Stroh einen halben Fuß dick auf einander zu liegen kommt. Zuletzt schlägt man den ganzen Haufen mit der ausge— worfenen Erde zu, und klopft diese fest und glatt an. Man kann, im Falle man einen strengen Winter be— fürchten sollte, noch etwas Erde anfahren, um die Decke zu verstärken. Leichter aber wird es seyn, die Strenge des Frostes abzuwarten, dann strohigten Mist anzufahren, und damit den schon Wen Haufen zu überdecken. Es bedarf rund umher der Abzugrinnen oder Gräben nicht, die man empfohlen hat: denn werden sie nicht gut angelegt und fleißig unterhalten, so dienen sie sie m HatM 0⁰6 h 10— glich! shihen den H 9 moh lasen. ligen b uit Ha aurete medh feln ö Witer getggt. Juder gebtach mitd ge Revals, ded Nr Phant Entfern lgen st ben zwe denen, Im Ei Hranm, aße von hem Feh ng abges e Fuch⸗ ne Paß ch nac flaachen sie auch en Bo⸗ herbey⸗ Ganze runden e Höhe lite be⸗ angem Stroh mmt. auege⸗ tt an. ler be⸗ m die „die igten ornen oder en sie jenen ͤ — 93 sie mehr, das Wasser zurückzuhalten als abzuführen. Hat man einen guten Platz gewählt, so sind sie durch⸗ aus überflüssig... Eine Hauptvorsicht, die man da— bey zu beobachten hat, ist: die Kartoffeln nicht so— gleich, wie sie aus der Erde kommen(es sey denn bey schönem warmen Wetter und trockenem Boden), auf den Haufen zu bringen, und einzuschlagen, sondern, wo möglich, sie einen halben Tag an der Luft liegen zu lassen. Sollten sie die Nacht über uneingeschlagen liegen bleiben, so ist es gut, die Haufen am Abend mit Kartoffelkraut zu bedecken, weil ein Nachtfrost eintreten könnte. Gefrorne Kartoffeln würden unver⸗ meidlich den ganzen Vorrath verderben. Die in meiner Gegend übliche Methode, die Kar⸗ toffeln zu bauen, ist folgende: Das Land wird vor Winters gebälkt, wo möglich zweymal, und dann ab— geeggt. Im Winter werden dreyßig dreyspännige Fuder Dünger auf ein Bunder(9 auf den Morgen) gebracht, und flach untergepflügt. Nach dem Winter wird geeggt und sehr tief gepflügt, darauf geeggt, gewalzt, wieder geeggt und gewalzt. Gegen Ende des Aprils werden die Kartoffeln mit dem Pfluge ge⸗ pflanzt. Man legt sie ganz in die Furche, in der Entfernung eines Fußes; und da man bey dem Ein— legen stets eine Furche überschlägt, so fallen die Rei— hen zwey Fuß von einander. Um einen Pflug zu be— dienen, ohne ihn aufzuhalten, werden 6 Personen zum Einlegen erfordert. Der 83 Der Stelzenpflug ist bey dieser Arbeit vortreff— sen lich, weil die Pferde daran so weit nach der Landseite 1. eingehängt werden können, daß keines davon in die Furche zu treten braucht, die Kartoffeln also ungestört x 10 an Ort und Stelle liegen bleiben. lach, dem 2 Ein Paar Tage, nachdem die Kartoffeln gepflanzt uds worden sind, wird das Land mit der Egge geebnet. rc Sind sie aufgegangen, so wird in die Kreuz und Quer, frden und zwar vorwärts oder scharf geeggt.. Man häu⸗ Aade felt sie mit dem Spaten, oder auch mit der Forke. Zum Ausgraben der Aerndte bedient man sich mei— n stens des Spatens, obgleich die Forke dazu bequemer Hedt zu seyn scheint); doch pflügen die größeren Päch— rii ter meistens ihre Kartoffeln aus. 6. Die Operation des Auspflügens geht sehr gut und geschwind, wenn man 6 große Personen und dern 12 Kinder dazu annimmt. Die sechs ersten heben hn die Kartoffelsträuche mit der Forke aus dem umgewor⸗ vubez fenen hochf 27 6 ö hlst. ) In den Rheingegenden bedient man sich sowohl zum 42 Pflanzen, als zum Häufeln und Ausheben der Kartoffeln f des Karstes; und ich muß gestehen, daß kein Instru— Gow ment zweckmäßiger zum Ausheben der Kartoffeln ist, als VUuock der längst bekannt Karst. Man hebt sie damit über die Rech Breite und nicht nach der Länge der Reihen aus. Jeder Arbeiter nimmt 4 Büsche nach einander vor, wirft sie zu seiner Linken, und rückt dann um eine Reihe weiter ö tetj vor. Der zweyte kömmt ein wenig von der Seite hin— de, ter dem ersten drein; dann folat der dritte, wie beym sata Mähen. Kinder oder Weiber sammeln die ausgewor— fenen Kartoffeln. vorttes, andseite n die Ugestört epflantt heebnet, dQuer, n häu— Forke. ch mei— quemer Pach ᷑ gut nund heben gewor⸗ — senen l zum rtoffeln Jnstru— ist, als ber die Ydet birft sie weilet ite hin— behln Hewor— — 9⁵ fenen Schnitte, und die Kinder sammeln sie. Nach— her wird das Land scharf aufgeeggt, und die noch zum Vorschein kommenden Kartoffeln sogleich aufgelesen, noch ehe sie abtrocknen, weil sie sonst nicht mehr so leicht, wegen der daran klebenden Erdtheile, von dem Boden zu unterscheiden sind. Pflügt man das Land von neuem und in die Quer, so zeigen sich die zurückgebliebenen Kartoffeln noch besser. Nachher finden auch die Schweine noch einige Nahrung auf dem Acker. Ob es nicht vortheilhaft seyn sollte, einen sol— chen zweymal tief gepflügten Acker bis zum Frühjahre liegen zu lassen, ihn dann durch und durch zu eggen, und mit Hafer oder Gerste zu bestellen?ꝰ. Ich weiß gewiß, ein solches Sommerfeld würde den Wust von Hederich nicht aufzeigen, den ich jährlich auf den Fel— dern meiner Nachbaren erblicke. Außerdem sind auf Lehmboden, wenigstens bey mir, die Kartoffeln eine unbezweifelte Vorbereitung zu einer schlechten oder höchst mittelmäßigen Roggen⸗-Aerndte. Aber das hilft nichts. Nach Brache und Brachfrucht muß en officio bey meinen Landsleuten Wintergetreide folgen. So will's die Sitte; und Recht(sagt der Bauern⸗ Advokat beym guten Gellert), muß ja doch Recht bleiben! Man pflanzt in meiner Gegend 60, und ärnd—⸗ tet 500 bis 5 80 Körbe Speisekartoffeln vom Bun⸗ der, und 700 bis 750 Körbe Viehkartoffeln. Ein— saat auf den Morgen 10, Ertrag 88 bis 104 Scheffel. Wir ꝗDSISERECEteete‚. S——7—7——77——————— *—.8— 96 Wir wollen obige Data der Einsaat und des Ertrages der Kartoffeln in den Niederlanden unter einen Gesichtspunkt bringen. Auf den Morgen Einsaat. Ertrag. Scheffel. Scheffel. Contigh 16/%13 170 Melle 0 16, 9 163/½5 Waesland. 150/,5 Voorde 16/,23 Alost 150 Hesbaye. 10 90 9 Einsaat sowohl als Ertrag wären also bey den Belgen sehr groß; und wer weiß, ob die Größe der ersteren nicht zum Theil die Ursache der Größe des letzteren ist! Dieses bestätigte meine anderswo geäußerte Meynung, daß der Kartoffeln-Ertrag in einem ge— wissen Verhältnisse mit dem Quantum der Einsaat stehe, und daß derjenige, der viel pflanzet, mehr ärnd⸗ te, als der, welcher mit der Einsaat geizt. Einige Landwirthe, die den Gewinn nur nach der pythagori— schen Tabelle berechnen wollen, werden den belgischen Kartoffel⸗Ertrag, der sich nur zehnmal für eins ge⸗ gen die Einsaat vermehrt, sehr mittelmäßig finden. Die Niederländer begnügen sich ihrer Seits mit der Subtraktion, und fodern vor der Hand nicht mehr zurück, als sie Saamen vorgestreckt haben. Bleiben ihnen *) Hr. G. Rath Thaer rechnete zu Celle 140,8 Scheffel auf den Berliner Morgen von seinen gedüngten Kärtof— feln. S. Bergens Anleilung S. 199. —— ihneh l f Rums 91 E dens h ie din einen den B dil St.s der! Vost lefe VDore in E Vich imme den z dem ui che w und de delten in Hel iMdem D —— 97 * u ihnen alsdann noch 14 5 Scheffel vom Berliner Mor⸗ gen übrig, so glauben sie, sich nicht schämen zu dür— fen; die Saat mag sich nun zehn oder zwanzig Mal ag. vermehrt haben, das gilt ihnen gleichviel. 50 Uebrigens kann man nicht sagen, daß die Größe ö 33 des Ertrags von der Güte des niederlandischen Bo⸗ 975 dens herrühre: denn sonst müßte man annehmen, daß 5 ö die vier Gegenden, deren Ertrag ich angeführt habe, V einen durchaus ähnlichen, zur ersten Klasse gehören⸗ den Boden haben müßten. Das ist aber nicht der Fall: denn der Mittelboden von Melle kömmt dem von Belgen St. Nikolas im Waeslande eben so wenig bey, als x Isteten der Boden von Contigh dem kostbaren Boden von teren Voorde. Das beständige Rühren und Säubern, das 4 Usette tiefe Pflügen, das unaufhörliche Düngen, mit einem m ge⸗ Worte, die Vortrefflichkeit der Cultur bringt alles nsaat ins Gleichgewicht, und befördert namentlich den Irnd⸗ Wachsthum einer Pflänze, die so gerne mit einem enige immer gequälten, aber auch immer gesättigten Bo⸗ agor den zu schaffen haben will. schen Der Kartoffel⸗Ertrag meiner Gegend steht mit 16 R⸗ dem niederländischen in demselben Verhältnisse, wel⸗ nden. ches wir auch bey den Halmfrüchten gefunden haben; der und das auf unserm von der Natur so günstig behan— 10 delten Boden! Quando sapient?— leiben ihnen Ob ich mich gleich bisher mit dem Kartoffelbaue 11 im Felde im Großen selbst nicht abgegeben habe, indem ich immer einen guten Theil Neubrüche zu artof⸗ Zweyter Band. G ihrem 1 15 DIDERE IEEEEEEEE PIII W—I— )—.. ihrem Anbaue vor mir hatte; so scheint es mir doch nach meinen Versuchen auf dem Felde eben sowohl, als nach dem, was ich bey den Belgen gesehen habe, daß folgende Methode eine dieser Pflanze durchaus angemessene Cultur seyn muß. Das Land wird im Herbste ins Kreuz gebälkt, und die Balken oder Felgen jedesmal vereggt. Dar⸗ auf wird das Land auf Hohlfuhren gesetzt, und diese ihrer Seits im November geebnet und gewech selt: das heist, neue statt der alten angeschossen, so näm⸗ lich, daß jetzt die Furchen dahin fallen, wo sonst die Hügel waren.. Das Feld bleibt nun so bis ins Früh— jahr, und zwar ungeeggt liegen.. Im März wird geebnet, strenge geeggt, und das Land zum dritten Male auf Hohlfuhren gesetzt. Haben die ersten beyden dieser Pflugarten in die Breite des Beetes ge⸗ geben werden können, und diese letzte folglich in die Lange, so wird das Erdreich dadurch bestmöglichst zer⸗ krümelt.. Kurz zuvor, ehe man zum Pflanzen schrei— tet, durchzieht man die Tiefen der Hohlfuhren mit einem Pfluge ohne Streichbrett und ohne Räder. Der Pflug wird so tief eingesetzt, als das Schaar nur drin— gen will, und die Kraft eines Pferdes es erlaubt. Das solche Erlaubniß sich auch von der Matur des Untergrundes verstehe, darf ich leuten vom Handwer— ke wohl nicht sagen.. Die Kartoffeln werden in zwey Theile geschnit⸗ ten(im Falle sie von ansehnlicher Größe sind; und andere sollte man nie pflanzen), und einzeln, das ist, ein ein Dae E Cbel grobe Ef nit d Etde engel aal Wid acht dem D· hemf 05 Breit werder shonne das Kl Hiͤfet Sut ten M Mugt Rrauc hoher! sihn, nir dog sowoh, n habe, urchaus gebälk, Dar/ ud diese echselt: o näm⸗ nst die Früh⸗ j witd dritten esten les ge⸗ in die si der⸗ schreis en mit Der drin⸗ laubt. ur des ndwer⸗ schnib 5 und 0s ist ein 99 ein Stück neben das andere, in die Furchen eingelegt. Die Entfernung der Pflanzkartoffeln hängt von der ihnen eigenthümlichen Fruchtbarkeit ab. Für feine Speise⸗Kartoffeln sind ein Paar Zoll hinreichend; groben oder Viehkartoffeln giebt man eine doppelte Entfernung. Indeß beschäftigen sich andere Arbeiter, mit der Haue oder dem Spaten ein Paar Finger hoch Erde von dem Rücken der Hohlfuhren über die schon eingelegten Kartoffelreihen herzuziehen. Nach diesem wird der Mist aufgebracht, und sogleich in die Furchen gebreitet; auf den Rücken aber wird keiner gelassen. Nunmehr kann der Dünger acht Tage so liegen bleiben, ehe er seiner Seits mit dem übrigen Erdreiche der Rücken überdeckt wird. Dieses Ueberdecken geschieht auch mit der Haue oder dem Karste. Nach diesem kömmt die Egge, und ebnet das Feld. Sind die Kartoffeln gelaufen, so wird über die Breite der Reihen, oder zwergüber geeggt. Später werden die Reihen mit der Handhacke, und die Zwi⸗ schenräume mit der Pferdeschaufel gereiniget. Ist das Kraut eine starke Hand hoch über dem Boden, so häufelt man sie zum ersten Male mit dem doppelten Streichbrette an, und einige Zeit darauf zum zwey— ten Male. Bey diesem letzten Behäufeln geht der Pflug um ein weniges tiefer, als bey dem ersten: da— her auch bey dieser letzten Operation überaus räthlich ist, vorher die Zwischenräume ohne Streichbrett zu durch— ziehen, um durch dieses Vorbohren(wenn ich es so 2 nen⸗ 75 . — Ori a 8 WII ů * „ „ 2 N 7—F Ni n N NI — N * + IIIN Pen W IMN ½ I 44 43 4 * II +4 N VI 100 nennen darf) den Grund aufzulockern, und dem nach⸗ folgenden doppelten Streichörette den Gang zu er⸗ leichtern, welches dabey sehr reine und gute Arbeit machen wird. Alle diese Verrichtungen geschehen mit einem Pferde, und einem Pfluge ohne Räder. Eine besondere Bemerkung, die ich den natur⸗ forschenden Freunden des Ackerbaues hier vortragen will, machte Herr Mettepenningen im Jahre 1792 zu Eeckeren. Er hatte eine Allee umgraben, und mit Kartoffeln bepflanzen lassen. Der Boden war leicht und sandig... Bekanntlich kommen die Kartoffeln etwa drey Wochen, nachdem sie gepflanzt worden, zum Vorscheine. Die von Herrn Mette- penningen lägen sechs Wochen, ohne sich zu zeigen. In Verlegenheit über dieses lange Ausbleiben unter— suchte er einige Stellen, und fand, daß die Kartof⸗ feln eben sowohl Junge angesetzt hatten, als andere auf dem Felde, die zu gehöriger Zeit ausgelaufen waren. Endlich fingen sie auch an, Kraut zu trei— ben, und wuchsen freudig. 1 ulets durib Hande Met! hassen vel se lur in m nach zu er⸗ Aubeit hen mit natut/ xtragen Jahre graben, Boden men die epflanzt Pette— zelgen. unter/ dartof⸗ andere elaufen zu ttei Sie— ———————OCCCCCOOOOOOCOCOCGOOOC Siebente Abtheilung. Anbau der Handels-Gewächse. E haben einige, und zwar unserer besten Agrono⸗ men diesen Artikel absichtlich in ihren Schriften über— gangen. Die Ursachen, die sie haben bewegen können, dem Publikum die Mittheilung der Cultur dieser Gewächse vorzuenthalten, sind mir nicht ein—⸗ leuchtend. Ist es: weil ihr Anbau ohnehin bekannt genug ist?— Aber der des Getreides, der Kartoffeln u. s. w. ist es nicht weniger; und doch schreiben, doch untersuchen, doch theilen wir unsere Entdeckungen darüber Andern mit... Ist es vielleicht: weil jene Handelsgewächse nicht in jede Wirthschaft passen?— Aber Mais, Sporgel, Luzerne, Esparsette u. s. w., passen ja auch nicht überall hin!... Oder ist es: weil sie als blos zu verkaufende Waare nicht unmittel— bar in das Hauptrad der Maschine eingreifen, das G 3 heißt: 4 ö v heißt, sich außer dem Kreislaufe der aus dem Acker hervorgehenden, und großen Theils wieder dahin zu— rückkehrenden Produkte befinden; mit einem Worte: weil sie kein Stroh, keinen Dünger abwerfen?— Allein, wenn die Endabsicht jedes Landwirthes dahin zielt, anhaltend den höchstmöglichen Geldertrag von seinem Acker zu ziehen: was verschlägt es ihm, ob dieses vermittelst des Waizens, oder des Flachses ge⸗ schehe?— Ich sagte anhaltend: denn, wer sein Feld auf einmal erschöpfen will, um Geld zu ma⸗ chen, der giebt die Kuh für das Kalb hin. Uebri— gens aber: kein Geld, kein Schweizer! und eben so: kein Mist, kein Hanf!... Noch eins! sollte es vielleicht seyn: weil die Handelsgewächse ein Land zu sehr ausmagern, folglich als die Geißel des Getreide— baues zu betrachten sind?... Ungeachtet der vie— len Anhänger dieser Meynung, sey es mir erlaubt, mich vor dem Beweise, der bis itzt noch fehlt, ihr nicht zu unterwerfen. Weiter: Sind Stricke, Seile, Leinwand, Del, welche Hanf, Flachs und Raps abliefern, nicht Gegenstände von der ersten Nothwendigkeit? Und würde es unserm wissenschaftlichen Bestreben um den Ackerbau zur Ehre, oder dem Menschen-⸗-Geschlechte zum Vortheile gereichen, wenn die eehre ihrer Cultur vernachlässiget würde?.. Wozu treiben wir Stall— fütterung, wenn diese uns nicht in den Stand setzt, uns mit Dingen abzugeben, deren Anbau den Ver— mögekreis der meisten Weidewirthe übersteiget?... ö Ich ———.q—ß7t;t..——.—...— n Aker hin zu⸗ Vorte: 1?— dahin ag von m, ob ses ge⸗ „ wer zu ma⸗ Uebri⸗ ben so: Hate es land zu elreide⸗ er vie⸗ laubt, , ihr wand, nicht Und m den hlechte Lultut Stall⸗ schl, Ver— 2. 4 I0 8 103 Ich habe schon anderswo gesagt, daß ich nicht selten die trockenen Nord-Ostwinde im Frühjahre anrief, um meine üppigen Saaten ein wenig zu dämpfen. Eben so säete ich Hanf, pflanzte Krapp, und würde eine noch mehr erschöpfende Frucht gewählt haben, wenn ich eine gekannt hätte, die mir meinen über⸗ flüssigen Dünger noch reichlicher bezahlt haben würde. Ich, für meinen Theil, sehe die Handelsge⸗ wächse als die wahre und eigentliche Belohnung einer höhern Industrie an, als welche durch nichts anders so vollkommen belohnt werden kann. G 4 Erster öͤᷓꝑCꝗJꝗCꝗCꝗIIDID‚CD‚CI‚D‚D‚I‚‚IrrDD-‚....—.———‚—.—— 4 4 Erster Abschnitt. Flaches. Ich mache mit dem Flachse, als dem ernährenden Va⸗ ter der Provinz Flandern, den Anfang. Wenn an jedem Sonnabende eines ganzen Jah⸗ res auf dem Wochenmarkte der Stadt Alost 600 Stücke kinnen verkauft werden, der großen Quanti— tät von Zwirn nicht zu gedenken; und wenn in einem kleinen Bezirke von drey andern Städten, Gramont, Renair und Ath, jede im Durchschnitte noch eben so viel verkauft: so kann man sich eine Vorstellung von der ungeheuren Quantität des Flachses machen, der in dieser Provinz gebauet wird; der Gegend von Cor— tryk und Menin, wo der beste Flachs gezogen wird, nicht zu erwähnen. In dem Lande von Waes zumal, macht der Flachs den Hauptgegenstand der ganzen Cultur aus. Alle andern Feldfrüchte sind ihm untergeordnet. Man muß sich vorstellen, als sähe man alle sechs Jahre das ganze Land mit Flachs besäet... Zu St. Nikolas rechnet man, daß von vier Personen sich ihrer drey in jedem Hause vom Flachse nähren. Die rastlose Ar⸗ beitsamkeit, die ansehnliche Bevölkerung, das Bey— spiel und der Wetteifer fodern stets Beschäftigung, um die langen Wintertage auszufüllen, und die vie— len Freystunden des Sommers, die durch Frühauf— stehen und Spatschlafengehen erübrigt werden, zu be⸗ beht d fich Hftl Eaht d flen meh Mor du suat SIl btac + zm: die ul ruf f Rse und om Aheit Saun bot u Fach kt, w wil, 2 J en Va⸗ n Jah⸗ t 600 Manti, einem amont, eben so ng von u, der Cor⸗ wird/ t der aus. Man re das kolas rey in 2 Ar⸗ Bey⸗ gung, e bles haufé „ zu he⸗ benutzen. So groß also auch immer die im Lande producirte Quantität von Lein ist, so reicht sie doch nicht zu, um die Arbeitsucht des Waesländers zu befriedigen. Die meisten gehen also noch 5 6 Stunden weit von ihrer Heimath in das ehemals hol⸗ ländische Flandern, um da Flachs auszusäen. Die Bedingnisse dieses sonderbaren Handels sind folgende. Der Holländer vermiethet ihnen ein Ge— meth Land zu 60— 20 Fl.(31 Fl. rheinisch vom Morgen), düngt und breitet es gehͤͤrig; dann läßt er den Miethsmann den Tag wissen, wo alles zur Ein— saat fertig ist. Der Flamänder läuft nun 5 6 Stunden weit, und säet den Saamen, den er mitge— bracht hat. Einige Wochen darnach läuft er wieder so weit, um ihn zu jäten. Endlich macht er den Weg zum dritten Male, um ihn auszuraufen, und läßt die nicht geringe last von gezogenem frischen Flachse auf seine Kosten nach Hause bringen. Da gehts ans Riffeln, Röden, Spröden, Schwingen, Kämmen und Spinnen... Wenn seine Sache gut stehen soll, so muß er die Vergütung des Transports und aller Arbeit bey dem grünen Flachse in dem gewonnenen Saamen finden; alsdann wird ihm seine übrige Ar⸗ beit mit Einschluß des Pachtgeldes sattsam durch den Flachs bezählt... Steht der auf dem Felde ge— wachsene Flachs dem Miethsmanne nicht an, so kann er, wenn ihm der Verpächter keinen Erlaß gewähren will, von seinem Kaufe abstehen; dabey aber verfällt der Flachs ohne Vergütung des Saamens und Jätens G 5 an 106 an dem Verpächter. Zuweilen wird der Handel auch th —0 unbedingt geschlossen, und der Pächter bleibt auf alle c 55 Fälle an den Contrakt gebunden.. So wie der c ö Flachs gezogen wird, muß das Geld an den Hollän⸗ 1N.⁰ der erlegt werden.. Es ist unglaublich, wie viel I 4 Flachs jährlich auf solche Art in den holländischen Pol⸗ ld 59 dern erbaut, und von den thätigen Flamändern ver— It 15 arbeitet wird. Doch ist zu bemerken, daß dieser auf fettem Boden gewonnene Lein die Güte des in— 0 ländischen nicht hat.... Auch diesseits der Schelde, 5 in die Gegend zwischen Antwerpen und Mecheln, kom— 10 men die Waesländer, um Flachs auszusäen. Flandern versieht einen guten Theil Europa's„8 mit Zwirn und linnen. Die Haupt⸗Niederlage da⸗ da von ist in Antwerpen, aus welcher Stadt jährlich 1 30 bis 40 Schiffe voll verführt werden.. Das 5bl Pfund Zwirn, woraus die schönen Brüsseler Spitzen, oder Kanten gemacht werden, verkauft sich allda zu ln. . 60— 120 brabanter Gulden. Der feinste kömmt M⁰0 gar auf einige hundert Gulden zu stehen.„M V„Ein bedeutender Zweig der Cultur, sagt Abbe 5 „Man, in dem bande längst der leye und Schelde, 1„und vornämlich in den Distrieten von Courtrai und „Menin, ist der Flachsbau. Dieser wird hier in un⸗ „geheurer Quantität und von der feinsten Art gezo— Indn „gen. Die zur Cultur des Flachses erfoderlichen Un⸗ unh⸗ „kosten sind freylich beträchtlich; die Arbeit, die we— lmp „gen des beständigen Jätens darauf verwendet wer— 6f »den muß, nimmt fast kein Ende, und der Nach—⸗ sudg „theil del auc auf all wie der Hollän⸗ wie viel hen Pol⸗ ern ver— 6 dieser des in⸗ Schelde, n, kom⸗ uropas age da⸗ siht ch Das ĩpitzen Ida zu kömmt Wbe chelde, ai und in un⸗ t gezo⸗ en Un⸗ ie we⸗ wer⸗ Noch⸗/ thel „theil für das Land, dessen Vegetationskräfte er er⸗ „schöpft, ist unermeßlich(1): aber dagegen macht „sich durch eine einzige gute Aerndte der Grund und „Boden beynahe bezahlt. Damit sich das Land „nach einer Flachsärndte wieder erhole, werden Klee »und Spörgel darauf ausgesäet und zur Düngung „Untergepflügt.“ „Der Reichthum des Waeslandes rührt, nach „Hrn. Man eben sowohl als nach Hrn. von Pon— »derle, von dem Ertrage des Hanfes und Flachses »her: denn die andern Früchte sind hauptsächlich zu „eigenem Gebrauche, und für die Consumtion der „Fabriken bestimmt. Die Einkünfte von diesen bey— „den Pflanzen sind sehr beträchtlich, da sie hier außer— »ordentlich gut gerathen, und dem kandwirthe den »„vollen Werth seines Grundes und Bodens einbrin— »„gen, ja in guten Jahren ihn fast übertreffen sol— „len... Dagegen, setzt Hr. Thaer hinzu, hat „man in den hannöverischen Gegenden häufig die Be— »merkung zu machen die Gelegenheit, daß Dörfer, „die viel Flachs bauen, ärmer als andere sind: ohne „Zweifel, weil sie ihren wenigen Dünger ganz zum „Flachsbaue verwenden. Also wäre es auch hier wieder die Art und Weise, und nicht der Gegenstand selbst, worin die Quelle des Unheils liegt. Wenn das schöne Rad nicht in die Lumpen⸗Maschine eingreift, so geschietzt's nicht, weil es nicht taugt, wohl aber umgekehrt.. Der Waes⸗ länder seiner Seits sucht nicht den Anbau dieser edeln Pflan⸗ —4 3 12* 1 4* ‚‚n ö 2—2— ͤCW—— 7—— ———————— —8 S „—————— Pflanze in eine elende Wirthschaft herabzuwürdigen, sondern vielmehr diese bis zu jenem zu erheben. Ich sage unbezweifelt, daß eben die Aufnahme des Flachs—⸗ baues in seine Wirthschaft das Hauptmittel war, sei— nen Boden zu veredeln: denn, welches andere Pro⸗ dukt hätte ihm die auf seinen leichten Boden verwen⸗ dete Mühe so gut vergelten können? Welches Pro-⸗ dukt hätte seiner Industrie die Nebenzweige verschafft, wodurch er sich in den Stand gesetzt sah, einen höhe⸗ ren Aufwand auf diese Veredlung zu machen? Wenn der Flachs, als rohes Produkt betrachtet, nicht schon lohnte, wie könnte der Pacht des Bodens in diesem lande, wo man weder Städte noch Schlösser findet, so hoch gestiegen seyn? Nach Hrn. de Beunier stand der Pacht vor der Vereinigung mit Frankreich, außer dem Zehnten, doch die Grundlasten mit in— begriffen, zu urheinischen Gulden für den Morgen, also dreymal so hoch als auf dreymal besserm Boden in meiner Gegend. Daß aber der Flachs⸗Ertrag im Waeslande dem Werthe des Grund und Bodens gleich kommen solle, wie angeführte Herren versichern, das ist über⸗ trieben. Wer wird mit 600 brab. Gulden(und das ist wohl der höchst mögliche Werth eines Bunders Flachs im Waeslande) daselbst auch nur ein einziges Gemeth dieses kostbaren und gesuchten Bodens kau— fen?— Nach demjenigen, was ich zu St. Nikolas erfuhr, wird daselbst ein Faß lein auf 100 Ruthen, also 9 Faß aufs Bunder, gesäet, und auf dem Felde stehend — * urdiges verwen⸗ es Pro/ schaff, n höhe⸗ Wenn ̃t schon diesem findet, zuniet Hteich, sit in⸗ orgen, Boden lande mmen über⸗ dd das iders nziges ˖ kau⸗ likolas uthen/ Felde ehend *— 109 stehend zu 36— 54 Gulden auf das Faß Aussaat verkauft: das giebt im Durchschnitte 405 Gulden vom Bunder. Zu Alost schlägt man den Werth zu 400, und zu Voorde zu 450 Gulden an.— Unter diesem Leine ist aber kein lin ramé, geländerter Flachs, zu verstehen: denn diese Methode ist in obgedachten Gegenden nicht im Gebrauche. Man führt zu St. Nikolas 10— 12 zwey— spännige Fuder kurzen Mist auf jedes Gemeth, oder 6 Fuder auf einen Morgen. Der Flachs giebt die Einsaat doppelt zurück, und dabey 230 Steine Flachs. Der Stein von 6 Pfunden verkauft sich zu 1 Fl. 54 Krzr. rheinisch. Zu Alost wird zu Flachs vor Winters gedüngt und der Dünger untergepflügt. Im Frühjahre erhält das land noch zwey Pflugarten. Nach der Einsaat wird zuerst scharf, dann flach geeggt, und zuletzt ge— schleift. Man zieht das Schleifen dem Walzen vor, weil jenes die Fußstapfen der Pferde besser füllt als dieses. Zu Melle werden 24 Fuder Dünger auf ein Bunder gebracht, und dreymal gepflügt. Zu Voorde sätt man den Flachs vorzugs⸗ weise nach dem Klee. Zu dem Ende wird die Klee— stoppel vor Winters drey Zoll tief umgepflügt. Im Frühjahre wird das Land vor der Aussaat wohl acht, ja zehnmal nach allen Seiten vereggt, darauf gesaäͤet, der Saamen flach eingeeggt, und zuletzt geschleift, oder auch 110 auch wohl gewalzt. Um den jungen Flachs gegen die Erdflöhe zu schützen, zerschneiden Einige Knoblauch, 0 ö mischen ihn unter den Saamen, und lassen die Mi— 0 8 schung 24 Stunden lang liegen. Der Geruch soll, wie man sagt, sich den Pflanzen und dem ganzen 3 Felde mittheilen, und die Erdflöhe verscheuchen... n 4 Wenn dieser Erfolg gegründet ist, so wäre das 0 Mittel auch sehr leicht bey Raps und Rüben anzu⸗ 161 wenden. sh —3*4 In Brabant wird der Flachsbau bey weitem here nicht mit gleichem Eifer getrieben als in Flandern; 9 und je größer die Pachthöfe in jenem Lande werden, dn 9 desto weniger Flachs wird gesäet. Von der andern un Seite: da die Größe der Pachthöfe in dem Verhält— nisse zunimmt, als der Boden schwerer wird, und eben das 8 dieser Boden dem Flachse weniger, und der kalte stör⸗ agae rige ihm gar nicht günstig ist, so sieht man leicht mice ö ¶ ein, warum die Brabanter nicht den zwanzigsten taht 5 Theil des Flachses erzielen, der von den Flamän⸗ w ö dern erzielt wird. ge X. Der Flachs erheischt einen guten, reinen, nicht ausgesogenen Boden. Würde ein abgemagertes Feld iu, auf einmal auch noch so stark zum Flachse gedüngt, so eti käme es doch einem, sich von jeher in gutem Zustande Fu befindenden, wenn schon für dießmal ungedüngten stret Acker, in Erzeugung dieser Pflanze nicht bey. Die siet. Waesländer, die in der Gegend zwischen Mecheln Aste und Autwerpen ihren Flachs auszusäen gehen, ziehen n n ein ungedüngtes Land, das den Herbst und Winter ͤͤber gegen die loblauch, die Mi uch sol, ganzen schen.., äre das n anzu⸗ b weitem andern; werden, andern Derhalt nd eben se stöt⸗ leicht Higsten lomän⸗ „ nicht 5 Feld ngt, so istande ungten Die Necheln ziehen Winter iber 1II über gebraacht hat, einem andern vor, das im Früh⸗ jahre wohl gedüngt worden ist, aber im vorhergehen—⸗ den Spätjahre noch Rüben getragen hat. Man bauet um Antwerpen selbst nicht viel Flachs. Der Handel und die Manufakturen beschäf— tigen zu viele Hände. Wem aber daselbst an gutem Flachse gelegen ist, der säet ihn nach Klee. Die Art, ihn nach dem Klee zu bestellen, ist dieselbe, die wir schon bey Voorde gesehen haben. Der Flachs folgt hier auch nach dem Hafer. Hierzu werden die Stop— peln umgebälkt, und das Land noch vor Winters ge— doppelpflügt. Beym Froste oder bey trockener Witte—⸗ rung wird kurzer Mist aufgefahren, und über den rauhen Acker gebreitet. Im Frühjahre harkt man das Stroh ab, im Falle der Dünger nicht kurz genug gewesen ist, und vereinigt den Mist durch die Egge mit dem Boden. Der Pflug wird nicht mehr ge— braucht, die Egge aber nicht gespart. Darauf wird leicht gewälzt, gesäet, eingeeggt, und wieder gewalzt. Zu Warloos wird das Land nach dem Win— ter, aber so früh als möglich, umgepflügt. Man giebt ihm zwey Pflugarten, doch keine tiefer als vier Finger. Das umgeackerte Land wird mit Asche über⸗ streut, und nach dem Säen wird gewalzt. Man säet 34 Viertel aufs Bunder, und verändert alle Jahre, oder längstens alle zwey Jahre, den Saamen, den man über Meer bezieht, vermuchlich von Riga. „Das DCDII‚‚I‚‚‚‚‚‚‚“‚“te.‚.———— 3*—3—9.—95 .— ö 50 +..ꝗꝑ— 594 43 SI — FFIIIFIIIFIFIFIIIII——————— 112 „Das Land, sagt Hr. Man, auf welchem „man im wallonischen Brabant oder dem nördlichen „Hennegau Flachs bauen will, muß sorgfältig vom „Unkraute gereinigt, und gut gedüngt werden. Eini— „ge säen ihn auf Kleegrund, um bessere Flachs⸗Aernd⸗ „ten zu erhalten. Sie düngen diesen zu Ende des „Septembers, und pflügen ihn nachher. Der Flachs „aus diesem Bezirke steht dem in der Gegend von Cor— „tryk und Menin weit nach.. Man säet 180 Pfund „leinsaamen auf ein Bunder, und gewinnt, wenn „die Aerndte gut ausfällt, 400 Pfund Flachs.“ Das Irrige dieser Angabe von Aussaat und Flachsge⸗ winn wird sich weiter unten ergeben. Die Art, den Flachs in meiner Gegend zu säen, ist folgende. Man läßt ihn im Nothfalle nach Allem folgen, doch am besten und liebsten nach Möhren und Kartoffeln. Man führt vor Winters 40 dreyspän⸗ nige Karren Mist auf jedes Bunder(87 ares), und pflügt ihn flach unter. Im Frühjahre wird das Land abgeeggt, wieder flach gepflügt, gewazt, und noch einmal geeggt und gewalzt. Gegen Ende Aprils giebt man dem Felde eine tiefe Pflugart, man eggt rück— wärts und walzt; dann wird noch zweymal vorwärts geeggt, und nach jedem Eggen wird wieder gewalzt. Man säet dann 10 tongersche Faß(28 deécalitres) aufs Bunder. Die Saat wird vorwärts, das ist, scharf eingeeggt, gewalzt, wieder scharf geeggt, und am folgenden Tage erst gewalzt. Der Flachs wird hier, wie überall, gejätet, wenn er einige Zoll lang ist. 956 00 hlicht 9 S..N N Mel Vot Contt Moil ringe; Hun. ft.Ein fller, fel, 12. e 66 vie gro Uinnt. augter ö welchen dördlichen tig vom n. Eini⸗ 8· Arnd⸗ Ende des er Flochs von Cor⸗ 0 Pfund „ wenn Fachs.“ Fachsge⸗ zu sien, ch Alem ren und teyspän⸗ 5)/ und das dand Ind noch llls giebt gt rück⸗ orwätts gewalft. ealitres das sss gt, Ind s witd oll lang st. — 113 ist. Man schätzt ein Bunder zu ro rhein. Gulden, die Rückgabe der Einsaat nicht mit inbegriffen. Um die Uebersicht der Einsaat und des Ertrags des Flachses in den Niederlanden dem deutschen Leser zu erleichtern, will ich beyde hier nach dem Berliner Mor⸗ gen und Schefsel reduziren. Verar⸗ Man Flachs, auf beiteter Geldwerth säet dem Felde Flachs, dieses zu Schfl. geschätt. Pfund. Flachses. St. Nikolas o,85 65 fl. 4&r. 260 82 fl. 4 KEr. Alost 69 fl. 35 Kr. Melle 1,36 2932 82 fl. 29 Kr. Voorde 78 fl. 17 Kr. Contigh 150⁰ Medium 1,507 20 fl. 78 Kr. 2764 82 fl. 16 Er. Die Einsaat zu St. Nikolas scheint mir sehr ge— ringe; vielleicht ist da ein Irrthum. Die Angabe des Hrn. Man aber, nach welcher gar nur 9,45 Schef— fel Einsaat, und 7264 Pfund Flachs auf den Morgen fallen, ist offenbar irrig. In meiner Gegend thut die Einsaat 1,50 Schef⸗ fel, der Werth des Flachses auf dem Felde 32 fl. 12 EXr. Man hat gewöhnlich 235 Pfund Flachs, die 64 fl. 24 KXr. werth sind. Dieses beweiset wieder, wie groß der Abstand ist, der uns von den Belgen trennt. Daß aber davon die Schuld nicht an unserm Zweyter Band. H Bo⸗ 0 f 8* a WW 44 *** — . — Boden liege, beweisen meine eigenen Flachs⸗-Aerndten. Ich habe den Morgen nie unter 44, aber auch nie über 5 9 fl. verkauft, das einzige Jahr 1806 ausge— nommen, wo 17 große Ruthen Flachs für die Sum⸗ me von 498 hiesiger Gulden zugeschlagen wurden, der Berl. Morgen also auf 96 rhein. Gulden kam. Eine Sache ohne Beyspiel für hiesige Gegend! Zur Ent— zisserung derselben verweise ich den Leser auf das, was ich im zweyten Abschnitte der Aten Abtheilung gesagt ken. Das erste trug: 1803 und 4. Krapp, vollkommen gedüngt. 1805. Runkeln und Möhren. 1806. kein. Das zweyte trug: 1804. Hanf, reichlich gedüngt— 1805. Runkeln. 1806. Lein. Das dritte trug: 1804. Kartofseln, gedüngk. 1805. Hafer. 1806. Lein. Das erste gab den schönsten, und das dritte den geringsten Flachs; aber überall war er schön, obgleich überall ohne Dünger. Nach einem Bonitirungs⸗Geschäfte zu Melle, wo alle Hand⸗ und Gespann⸗Arbeit zu Gelde ange— schlagen habe.. Gedachte 17 Ruthen bestunden aus 3 Stük⸗ Eisiu Ren Maft Aad de Biden Mache Randpa Duy; de 0 Zohl. 2566 Sid Game Dir E Oielln Mher! lcheg shriche sung ein Aerndenn auch ni 6 allsge die Sum, den, der h. Eine Zur Enh as/ was ug gesagt 3 Stll⸗ Löngt, ritte den obglich iu Mill, He ange— schagen — 115 schlagen ist, fallen auf ein Bunder Flachs, ganz verar⸗ beitet, an Unkosten und Ertrag, wie folgt: Einsaat 34 Sack à 14 fl. 49 brab. Guld. Jäten 1 4 Ausziehen, Riffeln, Röden. 48 Aus dem Wasser nehmen, Trocknen 13 Binden, Einbringen. 9 Brechen, Kämmen u. s. w. 180 Landpacht und Grundlasten 55 Drey Pflugarten. 235 Der Dünger und das Auffahren des⸗ selben wird nicht in Anschlag ge— bracht. Total⸗Unkosten. 394 256 Steine Flachs zu ꝛ Gulden 512— 7 Säcke leinsaammen 99— iii Ganzer Ertrag 6 0 brab. Guld. Der Geldertrag vom Morgen wäre also 98 fl. 20 Er. Die Unkosten. 6313 ⸗ Reiner Gewinn vom Morgen 35 fl. 7 Kr. Was man auch immer von der, das Land in einem hohen Grade aussaugenden Kraft des Flachses ge— schrieben hat, so sind doch nicht Alle mit dieser Mei— nung einverstanden. In meiner Gegend zum Beyspiel H be⸗ 1 —. EEEEEEENEEEEE —————k————ᷣm———— NDINT * S SSPPPIIDPPPRPPPPP‚PPPPPPTRRRRTR behaupten die kLandwirthe, daß unter allen Braach⸗ früchten der Flachs die allerwenigst aussaugende Frucht sey, und daß man auf ihn jede Wintergetreide/ Art un⸗ gedüngt mit dem besten Erfolge könne folgen lassen. So widersprechend sind also die Volksmeinungen, und so unsicher ist folglich die daraus zu ziehende Lehre! Der Flachs erfodert freylich Dünger, aber doch nur mäßig. Düngt man zu stark, so hat man lager, und wenig oder gar nichts davon zu erwarten. Es köommt bey demselben weit mehr auf die vernünftige Aus⸗ wahl des Bodens, als auf die Quantität des Düngers an. In einem guten, milden, von langer Zeit her vä⸗ terlich behandelten Lande kömmt er, besonders wenn es noch keinen Flachs getragen hat, auch ohne Dünger fort. Die Unverträglichkeit mit sich selbst, da er vor dem sechsten Jahre sich auf demselben Felde nicht fol⸗ gen darf, hat er mit mehrern Früchten gemein; desto verträglicher aber ist er mit allen andern Feldfrüchten, vorzüglich mit dem Hanfe. Wer Flachs nach Hänf säet, sagen meine Nachbaren, der hat ihn in der Hand. Zu diesem Flachse wird nicht ge⸗ düngt; aber freylich versteht es sich, daß solches vorher gehörig zu dem Hanfe geschehen sey. Diese Erfahrung hat sich bey mir vollkommen be⸗ stätiget, und gereicht eben so wohl dem Flachse als dem Hanfe zur Ehre. Die Rede ist hier von gutem Lehm⸗ oder Mittel-Boden, nicht von Garten⸗Lande. Wir werden beym Hanfe Gelegenheit finden, auf diese Er⸗ fahrung zurück zu kommen. Einstweilen erinnere man sich Hs „Moũ vhay Mich lt I hehlt il. yleks vlhet, Doepft ö Braach) de Frucht Art un⸗ n lassen. gen, und hre! aber doch an lager, n. Ei stige Aus/ Düngers it her vi⸗ ers wenn e Dünger a er bor nicht fol ; desto früchten, s nach hat ihn nicht ge⸗ bolher nmen be⸗ als dem m ehm⸗ Wir dise Er⸗ e mann sch — 117 sich an den Frucht⸗Umlauf, den die Herren Man und v. Ponderle für einen Theil des Landes von Terre⸗ monde angegeben haben. Der vorzüglichste Dünger zum Flachse ist ohne Zweifel das, was ich zu Antwerpen in einige Schiffe auf der Schelde gießen sah, und was nicht allzu wohl roch. Es ist in den Niederlanden unter dem Namen der vlaemschen Genoeffel bey Groß und Klein bekannt. Die Art, diesen Dünger anzuwenden, habe ich nicht ge⸗ sehen, glaube aber so viel verstanden zu haben, daß er über den Flachs gesprengt wird, wenn dieser eine ge⸗ wisse Höhe hat. Geländerter Flachs. Lin ramé. „Flandern, sagt Hr. Balsamo, ist wegen sei⸗ „nes Flachsbaues, und zwar mit Recht berühmt. „Man säet ihn in großer Menge, und er macht den „Hauptgewinn der Landwirthe, und zum Theil den „Reichthum des landes aus. Man hat eine besonde⸗ „re Art, ihn zu cultiviren, die man das Ländern „nennt, wovon ich hier eine Beschreibung beyfügen „will... Das dazu bestimmte Land wird vor Win⸗ „ters gepflügt und gedüngt. Im Merz, auch wohl „eher, wenn's die Witterung gestattet, wird sehr tief „ gepflügt. Einige Tage vor der Einsaat streut man H 3„Tau⸗ EE VI 2 4— 1— 1 + WOM 4 N 18 ö .— ö 4* V* MWN NMu 6 WIIN I 40 W — +1 . „ * 1 W W 1., W —2 + f ö ——.—ß7ß—ß7——ß;——[————————— . 2 „Taubenmist über den Acker hin. Die Leinsaat wird „eingeeggt und gewalzt.“ „Sobald der Flachs 4— 5 Zoll ist, wird er „mit vieler Sorgfalt gejätet, worauf die Geländer auf „folgende Art darüber her errichtet werden. Man „steckt längst dem Rande der Beete ziemlich starke und „»dicke Holzgabeln in die Erde, und läßt sie einen hal⸗ „ben Fuß darüber hervorragen. In diese Gabeln wer— „den, zwerg über die Beete, Stangen gelegt, und diese Hihrer Seits ins Kreuz mit kleinen Stecken bedeckt, »„wodurch das Ganze das Ansehen eines Geländers „oder Gitters erhält. Nach Maaßgabe, daß der Flachs „wächst, sticht er zwischen dem Gehölze hervor, und „wird dadurch gegen Winde und Regen, die ihn umle⸗ „gen würden, geschützt. Dabey werden die Wurzeln »eben so wohl gegen ausdorrende Hitze als verderbende „Feuchtigkeit gesichert.“ „Der Ertrag eines solchen Flachsstückes ist aus— „nehmend groß, und übersteigt den Werth des Bodens. „Bey meiner Anwesenheit verkaufte ein Pachter zu „Tournay ein Journal geländerten Flachs zu 40 Louis⸗ „d'or(366 rheinische Gulden pro Morgen), statt daß »„der nach gewöhnlicher Art gesäete zwischen 8 und 11 „Louisd'or(88 Gulden pro Morgen) im Durchschnitte „verkauft wird.. Die Cultur des geländerten Leins »ist aber auch sehr kostspielig. Ein Pachter versicherte „mir, daß es ihn zwölf Karoline blos an Holz koste, „ein Journal zu geländern, und daß das Holz nachher den vierten Theil von seinem Werthe verliere. ö„Alle —* W 1 II Bod. hum 100 viht. lchin Hunmt aano NN Dis het! wuß, Hohe list v r eihgen mit! Mfy lder het C Dast ficht! einsant ij , wird er eländer auf n. Mun starke und einen hal zabeln wet t, und diiß den bedeck, Geländatz 5 der Fach ervor, und ie ihn unlo die Burzeg verderbende kes ist aus es Bodens. Hachter zu 60 bulis⸗ statt daß 3und 11 cchschnitte rten Kinsd versicherte 505j lost, das Hohh helliere. „e Alle Landwirthe in Flandern stimmen aber darin über⸗ „ein, daß es die beste aller Methoden sey, den Flachs „auf gutem Boden zu bauen. Hr. Balsamo sagt sehr richtig: auf gutem Boden. Denn es wäre lächerlich, dem Flachse auf ei⸗ nem Lände eine so kostspielige Stütze bereiten zu wollen, wo er keine Gefahr läuft, vor Fett umzufallen. Man wählt zu dem Ende den russischen Flachs, der bekannt⸗ lich ungleich länger wird als der gewöhnliche, und man nimmt jedesmal neuen Saamen. Schade, daß Bal— sam o uns weder den ganzen Umfang der Kosten, noch die Quantität und Qualität des Düngers, noch die Beschaffenheit des Bodens und der Cultur mitgetheilt hat! Mit etwas Taubenmist ist, wie ich sicher weiß, die Sache nicht abgethan.. Den Verlust am Holze finde ich sehr geringe: denn was bedeutet der Ver⸗ lust von 3 Karolinen, wenn ich durch ihn viermal so piel von einem Journale einnehme, als ich ohne ihn eingenommen haben würde? Doch wird Mancher, der mit seiner Braache nicht zu geizen pflegt, auch diesen Aufwand sehr unnöthig finden. Ich habe die Gegend nicht besucht, wo der lein ge— ländert wird, kann aber etwas weniges davon aus eige⸗ ner Erfahrung sagen, welches denjenigen, die diesen Versuch machen wollen, und mit den Handgriffen gar nicht bekannt sind, von einigem Nutzen seyn wird. In einem seit einigen Jahren ausgetrockenten Fischteiche, von moorigtem nassen Boden, wo die ve⸗ H 4 geta⸗ 0 3 ö ö ö ö 7 ————[—[ß‚4ì¶•4— eennr 120* getabilische Erde durch fünf nach einander folgende Hanf⸗ Aerndten nicht erschöpft werden konnte, wurden im Jahre 1804 einige Beete mit Flachs besäet. Ich war überzeugt, daß er sich lagern werde; und Lagern und Faulen in einem so tief gelegenen feuchten Grunde ist ei— nerley. Auch säete ich blos, um den Versuch mit dem Geländern zu machen. Zu dem Ende hatte ich im Winter eine Partie sechsjähriges Erd⸗ oder Schlag⸗ Holz gekauft, und die Stangen aushauen und in Bü⸗ schel binden lassen. Vorzüglich ließ ich alle Gabeln sorgfältig aussuchen. Man gab ihnen die länge von 2 Fuß. Für festen Boden müssen sie einen halben Fuß kürzer gemacht werden, weil sie da nicht tiefer, als die gewohnliche Ackerkrume ist, eindringen können. Das kleinere Gehölze oder Reisig wurde auch in Bü— schel gebunden. Man ließ ihm die Länge von 4— 5 Fuß. Das dicke und krumme Gehölze kann zu der Arbeit nicht dienen. Nachdem der Lein gejätet war, wurden die Ga⸗ beln in geraden und parallelen Linien über die Länge des Beetes hingesteckt, und bis auf einen halben Fuß in den Boden eingedrückt. Die Entfernung der Gabeln wurde durch die Länge und Stärke der Stangen be— stimmt. Zu diesen Parallel-Linien wurden die gerade— sten und stärksten Stangen genommen, weil sie die Zwergstangen tragen sollten, die über die Breite des Feldes gelegt werden mußten. Die Entfernung der Parallel-Linien unter sich hängt also wieder von der Länge und Stärke der Zwergstangen ab. Diese wer⸗ den den ull und ihe gel gaalll. Gtte h. aaf Len nle Ibet das Rubläk de Ed Vheg zveckd jhale shnt gulend sch wege l sch U ein, s disesf 65 sil, Histe vonn er durch, Ettery de ibe Etinge D.s H6 Wurh ende Harß hUrden im Ich wor agern und inde ist ei⸗ ersuch mit halte ich r Schlag d in Bu⸗ e Gabeln ange von en halben tiefer, als konnen. in Bl⸗ 97—5 zu der 4 die Ga⸗ änge des Fuß in Gabeln ngen be⸗ gerade⸗ sie die reite des uung der von der ise wer— den den unter sich, etwa drey Fuß von einander, angelegt; und über sie wird das Reisig, welches ein wenig gleich gehauen worden, damit es sich nicht zu sehr erhebe, gebreitet. Der bein wuchs bald so freudig durch, daß kein Gitter mehr zu sehen war. Die Samenknoten wur⸗ den auf dem feuchten fetten Lande so schwer, daß der Lein zuletzt nicht mehr stehen konnte, sondern er sich über das Gitter hin lagerte. Ich bereuete einen Au⸗ genblick, daß ich dieses nicht einen ganzen Fuß hoch über der Erde angelegt hatte, wodurch ich hoffen konnte dem Lager ganz vorzubeugen; allein ich irrete. Der End— zweck des Geländers ist nicht so wohl, den Flachs ab⸗ zuhalten, daß er sich nicht lege, sondern nur, daß er sich nicht auf die Erde lege. Auf fettem Boden, in guten Jahren, ist es nicht zu vermeiden, daß der Flachs sich wegen seiner känge oder aus Geilheit lagere. Legt er sich dabey auf die Erde, und es tritt Regen⸗Wetter ein, so fault natürlich die untere Rinde. Geschieht dieses frühe, so ist der Flachs ganz verloren; geschieht es spät, so verliert er einen Theil seiner känge und die Hälfte seines Werthes. Dieses geschieht aber nicht, wenn er sich über dem Gitter lagert. Der Regen fällt durch, und der Kreislauf der Luft, der zwischen dem Gitter und dem Boden statt hat, dient eben so wohl, die überflüssige Feuchtigkeit wegzunehmen, als dem Stängel der Pflanze die nöthige Festigkeit zu geben.. Das Höhersetzen des Gitters würde auch schaden: denn dadurch würde die bis zu einer ansehnlichen Höhe auf⸗ H 5 recht⸗ *———— 2 * 4 8 8. V. 2 4 4 recht gehaltene Pflanze durch ihr Gewicht auf sich selbst zurück drücken, und nach der Erde zu einen Vrunk (eine Knie oder Ellenbogen) bekommen.. Ich fürch— tete, daß der Flachs bey dem Ausziehen nicht aus dem Reisig zu bringen seyn werde; aber auch diese Sorge war, wie ich nachher sah, überflüssig. Die Aussaat dieses geländerten Flachses betrug anderthalb töngersche Faß. Sie gab 8 Faß Saa⸗ men, die zu 8 Schillingen verkauft wurden, und 144 Pfund Flachs, den Stein von 4 Pfund zu 2 lütticher Gulden. Dieser Ertrag giebt für den Morgen an Saamen 8,07 Scheffel, an Flachs 282 Pfund, an Geldwerth 111 Gulden 3 4 Kr. rheinisch. Zum Unglück hatte ich keinen rigaischen Leinsaa⸗ men, sondern von unserm gewöhnlichen Landflachse gesäet; sonst würde ich freylich nur die Hälfte des Saamens, dagegen aber auch das Doppelte des Flächses erhalten haben. Z3wey⸗ Eigs Hannch Mhe sit 100 Reicham Neich 5 Fahftie für sin weit en num es sch sh vie twas de hihe lif gb hen nicht Bom. n ez Turem fir In Bas her Sundbos uphgn —7———76. 123 sch sihf 1— Zweyter Abschnitt. Ich füͤrch alls 0 H a n f. se Sorg⸗ 9 Eine Pflanze, die ich nicht ohne dankbare Erinnerung— es bettuh nennen kann! denn immer lohnte sie mir reichlich die 14 aß Saas Mühe, die ich darauf wendete, ob ob ich sie gleich schon und 144 seit 10 Jahren im Großen baue. Der Hanf war lttiche gleichsam der Mann, durch den ich alle Handarbeit, ö u die ich jährlich aufs Jäten und Hacken meiner andern Feldfrüchte verwenden mußte, bezahlte, ohne daß er für seinen Theil etwas davon zurück foderte. Denn 4 sh. weit entfernt, daß er solcher Reinigungs-Mittel zu sei— 14 nem eigenen Gedeihen bedürfte, ist er vielmehr an ö Kinsaa⸗ sich selbst eine das Feld reinigende Frucht; und ich sahe egsuet; nie etwas dazwischen aufkommen, als Nesseln, die dann aamens, die Höhe des Hanfes selbst erreichten. erhallen Der Hanf bedarf vielen und guten Mist, einen tief gebrochenen, höchst mürbe gemachten Acker, und ei⸗ nen nicht zu festen, nicht zu leichten, nicht zu trockenen Boden. Ein milder körniger Kley, wie bey Tirlemont, ein etwas feuchter fetter Sandboden, wie im lande von Terremonde und in der Gegend der Stadt Hasselt, sind für ihn am meisten geeignet, und bringen den besten Bast hervor.. Kömmt er gleich in etwas trockenem Sandboden nicht fort, wie der Flachs, so wächst er dagegen in tiefen Gründen und ausgetrockenten Mo⸗ 5*2 rasten rästen, wo Flachs und Getreide nur Mist werden wür⸗ den. Er ist nicht so unverträglich mit sich selbst, wie der Flachs, der(wie ich schon S. 116. gesagt habe) nur aller 6 Jahre wieder erscheinen darf, und zwar ver— muthlich nur auf rigoltem Boden; statt daß ich den Hanf 6 Jahre nach einander auf eben demselben Stücke gebauet habe.. Doch nahm, wie ich dabey beobach— tete, der Ertrag an Saamen von Jahr zu Jahr merk⸗ lich ab; der Bast aber verbesserte sich in demselben Ver⸗ höltnisse. Diese ununterbrochene Folge hatte aber nicht auf dem Felde, sondern in entwässerten Teichen statt, wo ich keinen Dünger hinbringen durfte. Ueberdem hat der Hanf keine Feinde; kein Unge⸗ ziefer befällt ihn; er wird nie lager. Das einzige, was man für ihn zu befürchten hat, sind die Stürme die seine Stängel zerknicken, oder doch krümmen, wodurch er viel von seinem Werthe verliert. Er magert ohne Zweifel das Land mehr ab, als Flachs, aber doch nicht so viel als Kartoffeln; und von dem Roggen, den man nach beyden Pflanzen säet, ziehe ich ohne Anstand den Hanfroggen vor: seine Aehren sind zwar nicht lang, aber schwer und vollkörnigt. Im Lande von Terremonde wird viel Hanf ge— bauet; ich hatte aber keine Gelegenheit, mich näher dar⸗ nach zu erkundigen. Um die Stadt Tirlemont baut man ebenfalls viel und sehr guten Hanf. Die Cultur da⸗ 22—.— us 10 sche id A IIb die uird nun disen d Staßen aut dlls unte ed zur d hul fahlung luben, eem g Lilmehr ein Tor das Waf der ethob dulkehra vamische inme fu Mgen 9.J0 Iowä K kden Wlt/ bst, wie agt habe zwar ver⸗ f ich den en Stücke beobach⸗ ahr merk⸗ lben Ver⸗ aber nicht chen siatt feim Unge⸗ zige, was urme die wodurch gert ohne doch nicht den man stand den icht lang, Hanf ge⸗ jͤher dar⸗ sot baut je Cultur da⸗ 125 daselbst ist folgende. Man düngt das Feld vor Win⸗ ters, und pflügt den Mist sogleich unter. Im Früh—⸗ jahre wird noch 3— 4 mal gepflügt. Vor dem Säen wird Asche und allerhand kurzer Dünger aufgestreuet, und dieser ganz flach untergeackert. Auf diese Fahre wird nun gesätt. Man trägt kein Bedenken, mit diesem Dünger Tauben⸗und Hühner⸗Mist, wie auch Straßen-⸗Kehrigt zu vermischen, so reich diese Dinge auch gewöhnlich an Unkräutsamen sind, weil der Hanf alles unter sich erstickt.. Er wird auf dem Felde ste⸗ hend zu 2 bis 400 brab. Gulden pro Bunder verkauft; das thut auf den Morgen im Durchschnitte 49 rheini⸗ sche Gulden. Das ist das Wenige, was ich von dem niederlän⸗ dischen Hanfbaue weiß. Da ich aber selbst einige Er⸗ fahrung über diesen Artikel habe, so wird man mir er— lauben, ihn daraus zu ergänzen. Ich cultivirte den Hanf theils auf dem Felde in einem guten Lehmboden, theils in ausgetrockneten, oder vielmehr abgewässerten Fischteichen, die in der Vorzeit ein Torfmoor gewesen sind, worüber sich aber durch das Wasser seit einigen Jahrhunderten ein reicher Mod⸗ der erhoben hat. Dieser Modder besteht aus einer dunkelgrauen mit vielen weißen Punkten und Muscheln vermischten Erde, deren Oberfläche, ungeachtet der immer feucht bleibenden Unterlage, nach jedem kleinen Regen an der Luft wie Asche zerfällt.) Daß der Hanf *) Ich werde den Zustand dieser seuchten Gründe und ihre Abwässerung vielleicht in diesem oder einem andern Wer⸗ ke beschreiben. Hanf in einem solchen reichen Boden sich 5— 6 mal, und bey guter Cultur noch mehrmal, folgen könne, ist nicht schwer zu begreifen. Allein daß er schon im ersten Jahre in einem solchen Moraste gedeihen kann, das ist vielleicht weniger bekannt; und es wird demjenigen, der sich mit Entwässerungen dieser Art abgeben will, ange⸗ nehm seyn, zu wissen, was er schon im ersten Jahre auf einen so feuchten Modder, der zwar vom Wasser be⸗ freyet ist, aber doch kaum den Zutritt der Menschen er⸗ laubt, sänn kann. Gewöhnlich ist ein solches Teich— land zu nichts als zu Senf oder allenfalls zu Sommer— Raps zu gebrauchen. Man hatte das Abwässerungsgeschäft im Nach⸗ sommer unternommen, und zu Ende des darauf folgenden Aprils wurde gesäet. Die Saat wurde mit einer klei⸗ nen, durch Menschen gezogenen Egge untergebracht. Der Hanf ward 7— 8 Fuß hoch. Er wurde auf dem Plat⸗ ze versteigert, aber zu keinem hohen Preise getrieben, weil die Käufer noch nicht in dem Falle gewesen waren, Hanf auf einem solchen Boden zu sehen. Der Bast versprach wirklich nicht viel; aber der Saamen⸗Ertrag war außerordentlich. Sieben Faß Aussaat gaben 140 Faß Saamen, der Morgen also 15,13 Scheffel. In dem genannten Teiche war der Hanf wenig⸗ stens auf reinen Boden gesäet worden; aber ein anderer Teich, der zehn Jahre über vernachlässiget, und ohne Fische und Wasser gelassen worden war, bot weiter nichts als ein Schilfmeer dar, und zwar dergestalt, daß man nach abgemahtem Schilfe, ohne alle Gefähr, im Schlam⸗ me geheh 0 schi, Wh orfeh den enne durlbe GSanmel R dl lan untet vucho de Grlnd Toff 0 u s. uo die ⸗ gen der! nicht geh ker⸗und Hachs, Bahnen, RWachten sundih o den t. sichm d Hoer doch Lile Ath si fir z —0 mih köme, im ersten n/ das ist uugen, der ill, angs Juhre auf Basser bes enschen er⸗ es eich⸗ Sommer⸗ im Nach⸗ einer klei cht. Det em Mat⸗ gettieben, u waren, Der Bast n⸗Ertrag aben 140 sc. f werig n anderer und ohne tter nichts daß man Schlam⸗ me Ffolgendn ͤ—...!' bͤ——w:è ͤsͤv;F tt-. —— 122 me zu versinken, über die Stoppeln oder Stümpfe hin⸗ gehen konnte. Die Rigolen waren vor Winters ausge— schnitten, und der daraus kommende Wust von Schilf⸗ Wurzeln und Morast über die bezeichneten Beete herge—⸗ worfen worden. Der Winterfrost benahm diesem Bo⸗ den einen Theil seiner Spröde. Im Frühjahre wurde darüber hergesätt. Es war keine Möglichkeit, den Saamen durch die Egge oder den Rechen unterzubrin— gen: daher wurde er nur mit der Forke und dem Spa⸗ ten untergerührt. Auch in diesem furchtbaren Boden wuchs der Hanf! Die einzigen Stellen, wo er in den abgewässerten Gründen nicht fort wollte, waren die, wo der schwarze Torf ganz oben auf lag, oder wo sich unterirdische Quel— len, sogenannte Sandpisser, befanden, und überhaupt wo die Feuchtigkeit von der Oberfläche, es sey nun we⸗ gen der kage oder ihrer wasseranhaltenden Eigenschaft, nicht gehörig abgeleitet werden konnte. Ich habe zu verschiedenen Zeiten Waizen, Win⸗ ter⸗ und Sommer⸗Gerste, Hafer, Colsat, Krapp, Flachs, Mohn, Runkeln, Mais, Erbsen, Pferde— Bohnen, Taback, Oelrettig, Sommer⸗Rübsen, in gedachten Teichen anzubauen versucht; aber bey keinem stand ich mich besser, als beym Hanf, und etwas später an den trockensten Orten bey Kartoffeln. Doch verur— sachen diese letztern in einer vage, wo man gar nicht, oder doch nicht immer mit dem Karrn hinkommen kann, viele Arbeit und Beschwerniß, sind auch zum Verspei— sen für die Menschen nicht die schmackhaftesten. Ich rathe 454 * 40 128 rathe also in solchem Boden unbedingt zu Hanf, da nämlich, wo man ihn auf dem Stiele stehend verkau⸗ fen kann. Ist das aber auch nicht, so bleibt es doch, wie wir gesehen haben, am vortheilhaftesten, im ersten Jahre Hanf zu säen, wenn man auch nichts als den Saamen davon zu benutzen wüßte, und die Hanfstängel zum Einheizen verwenden sollte. Das aus dem Hanf⸗ saamen gezogene Oel ist zum Brennen und selbst zum Verspeisen für Arme sehr brauchbar, und dem keindle in dieser Rücksicht bey weitem vorzuziehen. Ich komme zu dem Hanfbaue auf freyem Felde oder gewöhnlichem Acker. Die hieländische Metho⸗ de, deren ich mich größtentheils bedient, und wobey ich mich sehr wohl befunden habe, ist folgende. Vor Win⸗ ters wird gebälkt; gegen Ende des Merzes wird abgeeggt, und das Feld zu gleicher Zeit flach umgepflügt. In der Mitte des Mayes wird bey schönem trockenen Wet— ter geeggt, und dann der Dünger darauf gebracht. Man rechnet 40 drey⸗ oder vierspännige Fuder auf das Bunder(12 pro Morgen). Der Dünger wird sogleich gebreitet, und flach untergepflügt. Zehn Tage nach— her wird zum dritten male, aber tief gepflügt. In der ersten Woche des Juni wird die Saatfuhre, die tiefste von allen, gegeben. Man eggt rückwärts, und säet dann 5 Faß Saamen auf das Bunder(0,76 Schefsel pro Morgen): doch muß der Saame gut seyn, und kei— nen tauben enthalten; sonst muß verhältnißmäßig mehr genommen werden. Nach der Saat wird, im Falle das land etwas zähe ist, einmal scharf geeggt; ist es aber obtt fach! Raole 9 uumet wöͤhusch rung gl hafitt Rwöhl gebt, e mͤkung U• arten durch d sclifen auch, dal dern kutze U Wunttt man die oder im; in sbem, immer lan eulwedet Pftgan I habe: ih den L Es m Hanf Vyopterd Hanf, nd verkau bt es doch, im ersten s dds dW Hanfftänge dem Hanf selbst zum dem Leinöt hem Felde he Metho⸗ wobey ic Vor Win⸗ dabgerggt, igt. In nen Vet⸗ gebracht. er auf das ird soglich dLage nach In der die tiefste und sät Schefsh und kei shiß met im Fale abel 129 aber milde, so eggt man zweymal rückwärts, d. h. flach. Nie wird die Walze bey der Hanf-Cultur an— gewendet, indem das dand nie zu locker seyn kann. In Rücksicht der Tiefe der vierten Pflugart ist zu bemerken, daß sie die für jede andere Fruchtärt ge— wöhnliche übertreffen muß. Man hat die Erfah— rung gemacht, und diese Erfahrung hat sich bey mir bestätigt, daß der Hanf für jeden Zoll einer mehr als gewöhnlichen Tiefe, den man dieser letzten Pflugart giebt, einen halben Fuß höher wächst. Diese Be— merkung ist für die Liebhaber des Hanfbaues sehr wich⸗ tig... Es ist auch sehr gut, die zwey letzten Pflug⸗ arten bald auf einander folgen zu lassen, wo⸗ durch dem Boden keine Zeit gelassen wird, sich zu schließen, und er also mürber bleibt. Daraus folgt auch, daß der aufgebrachte Dünger kein Stroh⸗/ son⸗ dern kurzer verrotteter Mist seyn müsse. Unterdessen hat man nicht immer eine so große Quantität von solchem Miste vorräthig: daher bringt man die eine Hälfte des Düngers am besten schon vor oder im Winter auf den Acker; eine Methode, die ich in jedem Falle vorziehe. Dieser Dünger wag dann immer lang, frisch und strohigt seyn. Man kann ihn entweder sogleich unterpflügen, oder auf dem schon ge⸗ pflügten Acker den Winter über oben aufliegen lassen. Ich habe Beydes versucht, und weiß nicht/ welchem ich den Vorzug geben soll. Es fraat sich endlich, welche Gattung Dünger dem Hanfe am angemessensten sey. Ich antworte: Zweyter Band. J der 0 SSSSS. — ů CCCDCIDCICC‚‚‚‚““““.‚...——— —3—9—9—9—9—99˖.— * 40 U 130 .— der hitzigste, also Tauben⸗, Schaaf⸗ und Pferde⸗ mist, oder der kräftigste, also ein guter Compost... Ich machte im Jahre 1804 über diese Mistarten fol— gende Erfahrung. Ein Streifen von 120 hiesigen Ruthen, etwas mehr als ein Berliner Morgen, war zu dem Versuche bestimmt, um zu sehen, welcher Dünger, und wie weit eine übergroße Quantität desselben auf den Er— trag des Krapps Einfluß habe. Zu dem Ende theilte ich mein Feld in vier Streifen, die ich zu leichterem Verständnisse auf nachstehender Figur mit A, a, b, B, angegeben habe. ö V 2 A A 1 4—.— —* » 88 8* a wurde mit 8 Fuder Schaafmist, und A mit 13 be— fahren. Auf b kamen 8 und auf B 13 Fuder Pfer⸗ demist. Nachdem dieser Dünger im Frühjahre unter— gepflügt war, welches auf A und B nicht ohne Mühe geschehen konnte, so ließ ich über die eine Hälfte der ganzen Breite des Feldes y noch 50 Sturzkarren ei— nes vortrefflichen verjährten Compostes streuen, so ö daß daß d dekt u Flhy 0 j W gaungte Hame Hanffan O. disem h ad nit ohne vo Rusen, Aschin der Unt wat ek. wenig ne und um a ase ents auf gute 5 e bel eln y. nd Z, u gleich vol poses hu geglihen. groß, da der ander t; o 5 Pfetdo mpost.,, tarten fls en, ettwaß Versuch und wi f den EY nde theite leichteren V. 5 by D nit 13 b6. uder Pfa ihre untes hne Muhe Halfte da gkatten Huen/ 5 daß* daß die ganze Oberfläche davon, wiewohl dünner, über⸗ deckt wurde... Unterdessen hatte ich meinen Plan, Krapp darauf zu pflanzen, verändert, und nicht wis⸗ send, was ich sonst auf ein zum Theil so übermäßig gedüngtes Land säen sollte, entschloß ich mich zum Hanfe. Das Feld wurde also mit ,76 Scheffel Hanfsaamen besäet. Der große Unterschied, den ich im Sommer an diesem Hanfe fänd, bewog mich, ihn bald mit diesem, bald mit einem andern Pachter zu besuchen. Alle, ohne von der Düngungsart der Stücke unterrichter zu seyn, gaben den Stücken A und B den Vorzug. A schien ihnen etwas stärker, Beetwas höher.. War der Unterschied zwischen A und Bnur unbedeutend, so war er zwischen a und b desto größer: b gab dem B wenig nach; a im Gegentheile war äußerst schlecht, und um anderthalb Fuß niedriger als b. Es schien uns also entschieden, daß der Pferdemist bey dem Hanfe auf gutem Lehmboden den Schaafmist übertreffe. Bisher hatten wir das Feld in seiner Breithälf— te 22 betrachtet: wir giengen nun auch nach der an— dern yy. Hier verschwänd alle Verschiedenheit: 4 und B, und b und a, waren gleich groß, gleich schön, gleich vollkommen. Die mächtige Wirkung des Com— postes hatte unter den Streitenden alle Rivalität aus⸗ geglichen. Ist aber die Macht dieses Düngers so groß, daß er allen Vorzug, den eine Sorte Mist vor der andern hat, durch sein Dazwischenkommen auf— hebt: so scheint es mir, daß er entweder für sich allein 2* die ᷑ 132 2— die beyden andern an Wirksamkeit übertreffe, oder daß bey dem Hanfe alles auf ein zweytes Düngen mit Compost ankomme. Vielleicht hat Beydes seine Rich— tigkeit.. Ich machte bey diesem Compost noch eine besondere Bemerkung. In einem Winkel jenes Hänf— feldes, wo er seit anderthalb Jahren auf einem Hau⸗ fen gelegen hatte, kam im Anfange gar kein Hanf zum Vorschein. Später zeigten sich zwar Pflanzen dar⸗ auf, allein sie wurden nicht zwey Fuß hoch, und blie— ben gelb und elend. Um dem Leser, der mit dem Hanfe nicht bekannt ist, von meiner Art, denselben zu bauen, von der Ar⸗ beit, die darauf verwendet werden muß, von der Zeit, wo diese Arbeit erforderlich ist, und von den Kosten, die der Hanfbau verursacht, eine kurze Uebersicht zu geben: so wähle ich ein Stück von 3,8 Morgen, welches im Jahre 1803 Roggen getragen hatte, und 1804 mit Hanf besäet wurde. Es ist eins meiner schlechtesten Felder, indem es eine Vertiefung und zum Theil sehr leichten Boden hat, wo die Früchte selten ihre natüͤrliche Höhe erreichen, und oft vor der Zeit reif werden. Hier seine Cultur. Tagwerk Arbeitslohn. der Pferde. Fl. Krzr. In der Mitte Oktobers das Land gefelgt 34 Zu Ende Oktobers die Balken oder Felgen abgeeggt. I Den noten November gehohlfuhrt In der Mitte des Märzes die Hohl- fuhren abgeegt + 6 Afge O M Oun M Moo gaeh hosth UU e Dhsen! Mu Den 2 Dan 2 Dun 30 Ensant suame Die Sa Handpad Toal d — bes Schagen Metd halben g Lor,nk 9 Die ist lihe fe, ahr ingen mt eine Nih noch eine nes Haff, nem Hau/ Hanf zun nzen dat⸗ und blie t bekannt on der Au⸗ u der Zei, en Kosten bersicht zu Mongen, lte, und 5 meiner fung und ie Ftüchts ft vor da Aubeitsloht. GI. Krnt. 3⁰ ‚⸗C:C:C:—:—————————..—— — 133 Tagwerk. Arbeitslohn. Zu Ende des Märzes 85 einspän⸗ nige Sturzkarren Stalldünger) aufgebracht 6 Den Mist zu laden und zu breiten 2 Fl. 13 Kzr. Den Mist sogleich flach untergepflügt 22 Medio May das Feld geeggt 1 Zugleich 148 Sturzkarren Com⸗ post von Flachsgruben-Auswur⸗ fe mit untermischtem Taubenmi— ste aufgefahren. 1 44 Diesem Compost zu laden. 2— 6— Ihn zu streuen 1— 49— Den 25. May in die Queer epflägt 5 Den 29. May in die Länge gepflügt 5 Den 30. May gesäet, geeggt 1 0— 10— Einsaat von 2,7 Hanf⸗ saamen 5— 50— Die Saat gehütet. 0— 35— Landpacht und Grundlasten. 19— 15— Total der Pferdearbeit 304 Tage. — des Arbeitlohns 31 Fl. 58 Kzr. Schlagen wir das Tagwerk eines Pferdes, mit Inbegriff eines halben Knechtes, zu 50 Kzr. an, so geben die 304 Tage 25— 20— Tot. Unkosten mit Ausschl.des Düngers 57— 18— 3 5 Der *) Dieser Dünger bestand aus Kuh⸗ und etwas Pferde⸗ mist, der auf dem Misthofe, meiner Gewohnheit nach, eine kleine Zeit in einem Haufen gestanden hatte. ...—.— SꝗSIS‚SISISIICJDJCI‚‚I‚‚TCEE‚‚eee.‚..——*** 2 + *++ 40 134 Der Hanf wurde auf dem Felde stehend versteigert, für die Sum⸗ me von— 225 Fl. o Kzr. Drey Scheffel Saamen wurden für die Einsaat zurückgegeben 6— 36— Total⸗Ertrag 231— 36— Unkosten abgezogen. 57— 18— Bleibt reiner Gewinn„ 174—- 18— Hr. G. Clemens säete auf diesen Acker nach abermaliger Düngung im folgenden Jahre noch ein— mal Hanf, welcher dem vorhergehenden aber, beson— ders im Saamenertrage, nicht beykam. Er wurde zu 187 Gulden rheinisch verkauft. Hätte aber mein Freund nach dem ersten Hanfe Flachs, nach dem Flachse Roggen gesäet, so hätte er den Dünger er⸗ spart, und es wäre aus dem Stücke weit mehr rei— ner Vortheil gekommen. Der Flachs wäre wenig— stens zu 180 Gulden verkauft worden, und der dar— auf folgende nüchterne Roggen ihrer 120 werth ge— wesen. Ich führe dieses nur an, um zu beweisen, wie unrichtig es ist, zu glauben, daß der Hanfbau eine gute Wirthschaft zu Grunde richten könne. Wenn wir annehmen, daß die Bestellung des Flachses ohn⸗ gefähr so viel gekostet haben würde, als die des Han— fes, und den Werth eines Sturzkarrns Dünger zu 30 Kzr. anschlagen(ein Preis, wozu ich ihn oft ha— ben kann), und zuletzt für die Bestellung des Roggens die ganze Wicken⸗Aerndte zugeben, die nach dem Rog⸗ gen gh E dunl Ciuchh shite suf sbes din fird N Medeta andersw er Din Wodden, at el underk stelucg fil nimmt d hitt.! nichts wo et! und w che G ih ihni N. oH —36— Acker nag e noch eiy ber, besoh Er wurd aber mein nach dem Unger er⸗ mehr vei⸗ are wenig⸗ d der dat⸗ werth ge peisen, vie nfbau ein „ Wen ichses ohl⸗ des Hal⸗ Dünger y hn oft ho 5 Roggell dem Roh —— 135 gen noch ungedüngt folgen kann: so haben wir eine Total-Ausgabe von 229 Gulden, welche, aus der Einnahme von 53 1 Gulden gezogen, uns im Durch⸗ schnitte einen ganz reinen Gewinn von 752 Gulden auf jedes der vier angeführten Jahre, oder 22 Gul⸗ den für den Morgen anbietet. Man wird bemerkt haben, daß von den 302 Pferdetagen nur 8à in eine Zeit fallen, wo die Pferde anderswo dringende Beschäftigung haben. Wäre aber der Dünger, statt im März, im Winter aufgebracht worden, so würden kaum 3 Tage zu einer unbequemen Zeit eingefallen seyn. Hierinn hat der Hanfbau einen unverkennbaren Vortheil vor dem Flachse, dessen Be— stellung stets zu einer mit Arbeit überladenen Zeit fält. Die Arbeit bey dem Hanfe im Gegentheil nimmt dann erst ihren Anfang, wenn alle andere auf⸗ hört. Vor Anfang des Junius muß man den Hanf nicht säenn, es sey denn in feuchten fetten Gründen, wo er bey späterer Aussaat allzuschnell aufschießen und wegen seiner Ueppigkeit allzuweiche und gebrech— liche Stängel liefern würde. An solchen Orten säete ich ihn um vierzehn Tage früher. Bey allem Vorhergehenden habe ich nicht von dem Hanfe sprechen wollen, dessen männliche und weibliche Pflanzen auf einmal gezogen werden, noch ehe sich der Saamen ansetzt. Dieser Hanf, als blos zum Spinnen bestimmt, wird einen Monat früher gesätt, und daher Frühhanf genennt. 4 Von 136— Von der Zeit an, wo der Hanfsaamen anfängt zu keimen, bis dahin, wo er 4— 6 Blätter hat, ist es nothwendig, ihn durch ein oder mehrere Kinder ge⸗ gen den Anfall der Sperlinge hüten zu lassen. Um den armen Kindern das Schreyen, wovon sie in eini⸗ gen Tagen heiser werden, zu ersparen, ließ ich ihnen hölzerne Klappern machen. Man muß diese jungen Gäste so stellen, daß sie nicht zusammenkommen; sonst werden die Sperlinge über dem Spielen vergessen. Sie müssen dabey längst des Feldes auf · und abgehen; und ist das Stück breit, so muß einer sich durch die Mitte desselben einen Pfad treten. Wer noch keinen Hanf gebauet hat, der weiß nicht, mit welcher Wuth die Sperlinge über das damit besätte Feld herfallen. Obgleich der Hanfsaamen dem Ausarten nicht unterworfen ist, so ist doch nothwendig, dahin zu se⸗ hen, daß män immer guten Saamen erhalte; und diesen bekömmt man immer bey dem Vorschlage oder ersten Ueberdreschen. Nachdem der Hanf einmal überdroschen ist, so wird er wieder aufgerichtet und hingestellt, damit der weniger vollkommene Saame, der die Hülsen noch nicht verlassen hat, darinn nach⸗ reife, und sich dann bey dem zweyten Drusche davon trenne. Die Käufer oder Theilhaber an dem Hänfe mischen natürlich nach der Hand diesen schlechten Saamen unter den ersten bessern, besonders, wenn sie das Saatgut zurückzugeben haben. Es ist also nothwendig, sich mit ihnen darüber zu vergleichen, um gegen ein kleines Opfer von dem vorgeschlagenen Saa⸗ men zu erhalten. Es Bh hafts Hule An her Heg MEI —filt — Hun Han Ver O Total⸗ Unter monnli Spinne hennt m abgeg det wel det Oe der boss den klei 4Mrund den git man si owirde mit 22 Vla, di Huochen Manfüng et hat, Kinder 90 ssen. Un sie in eit, f ich ihun ese jungen men; sons osen. See chen; und die Mitte nen Hanf Wuth di Hen. len nicht in zu se⸗ ste; und age oder feinmal chtet und Saame, nn nach— he davon m Hanfe schlechten 8, wenn ist als chen, um en Saa⸗ Ei Es ist hier der Ort nicht, wo ich mich mit der Beschreibung der Manipulation der Verarbeitung des Hänfes abgeben kann. Ich theile aber hier eine ge— naue Angabe mit, was ein Scheffel Einsaat in mei— ner Gegend im Durchschnitte abwirft. An Saamen 10 Scheffel, werth 22 Fl. Kzr. — feinem Hanfe 24 Steine. 14— 16— — Hanfe zweyter Sorte 20 Steine 1—— — Hanfe dritter Sorte 36 Steine 18—¾— 0— — Werg 10 Steine 1— 24— — Holzbüschel 68 722*5— 1— Total⸗Ertrag eines Scheffels Hanf 72— 20 Unter dem Hanfe erster Sorte versteht man die männliche zuerst gezogene Pflanze, die allein zum Spinnen bestimmt ist. Die zweyte und dritte Sorte nennt man Schälhanf, weil der Bast von dem Stocke abgezogen oder abgeschält wird. Dieser kömmt von der weiblichen Pflanze, und dient zur Verfertigung der Seile u. s. w. Dieser Schälhanf wird sortirt: der bessere kömmt von den starken, der geringere von den kleinen schwachen Pflanzen. Der Stein hat 4 Pfund... Aus den abgeschälten Stängeln wer⸗ den hier zu lande die Schwefelstöcke gemacht; sollte man sie aber zum Heizen des Backofens bestimmen, so würde man mit jedem Büschel so weit reichen, als mit 2 Büschel Stroh. Ueberdem geben die Wur⸗ zeln, die auf einen Fuß lang von den Stängeln abge— brochen werden, noch einen guten Theil Brennstoff. 33 Be⸗ 4 138— Betrachten wir nun den Hanf in dieser Rücksicht, so giebt ein Morgen desselben uns mehr Brennmaterial als zwey Morgen Roggen. Ich bedaure, daß ich bey dieser Stelle nicht fragen kann: Wo in aller Welt sieht man das Stroh als Brennmaterial an? Freylich wohl nur in der Barbarey; aber leider giebts der Barbaren so viele! Diese wenigstens würden ihrem Lande keinen Schaden thun, wenn sie das Stroh von zwey Mor—⸗ gen mehr einstreuten, und damit einen zum Hänfe düngten. Ungeachtet der Hanf, der Regel nach, einen doppelten Aufwand von Dünger fodert(eine Regel, die sich wohl nur daher leitet, weil er mehr Dünger vertragen kann, als das Getreide, und bey einem doppelten Aufwande auch doppelt lohnt; ein Vortheil, den das Getreide nicht hat, weil es bey überflüssigem Miste selbst nur Mist wird), ungeachtet, sage ich, des vielen Düngers, den der Hanf gewöhnlich ver— langt, so kann er dessen auch unmittelbar entbehren, dann nämlich, wenn zur vorhergehenden Frucht un— gemein gut gedüngt worden ist. 2 Morgen 40 Ru⸗ then trugen bey mir in den Jahren 1802 und 1803 Krapp, zu dem außerordentlich stark gedüngt worden war. Auf diesen ließ ich 1804 Hanf folgen. Im Jahre 1805 kam Flachs darauf. Hanf und Flachs waren ohne allen Dünger bestellt worden. Auf den Flachs folgte 1806 Klee, über den man für 13 Fl. 30 Kreuzer Taubenmist streute. Es war der schönste Klee, der je gesehen worden war... Für 1807 deckt Dewpa elnon 35² d4 ll werden, fen an u dirf dem A nicht e fen, ke line an wub., elwe nach de s r geshie Jeh.. on hat lsch, 0 nnmateri Stille nigt man das wohl nut arbaren so nde keinen wey Mor⸗ um Hanfe ich, Enen ene Regel hr Dünge bey einem Vorthei, tflͤssgem sage ich, nlich vet⸗ entbehren, rucht un⸗ 40 M und 1803 i9t worden gen. Y nd Fachs Auf deg 13. shinst I 18⁰⁷ deckt deckt dieses Feld ungedüngter Roggen, der wenigstens 25 Scheffel verspricht. Der Krapp wurde verkauft für 365 Gulden rhein. Der Hanf versteigert für 170—— Der Flachs—— 137—— Der Klee war werth zum wenigsten 55—— 25 Scheffel Roggen, nach hiesi— gem Mittelpreise werth 55—— 782 Gulden rhein. Demnach gab der Morgen in sechs Jahren, und in einem einzigen Dünger, einen rohen Ertrag von 352 Gulden. Der Anbau des Hanfes im Großen kann nur da in großen Wirthschaften mit Vortheil betrieben werden, wo man ihn auf dem Felde stehend verkau⸗ fen kann, ohne sich mit seiner Manipulation abgeben zu dürfen. Ein Produkt, um das der Landwirth von dem Augenblicke an, da es über der Erde ist, sich nicht mehr zu bekümmern braucht, wobey kein Häk— ken, kein Jäten, kein Aerndten u. s. w. vorfällt, ist eine angenehme Sache und ein gemächlicher Er⸗ werb... Wer in dem Falle ist, daß er den Hanf theilweise versteigern kann, der thut wohl, das Feld nach der Einsaat in eben so viele Theile zu theilen, als er halbe Scheffel gesäet hat. Diese Vertheilung geschieht mit einem leichten Zuge des Pfluges über das Feld... Ich fand oft, daß ich mehr Vortheil da— von hatte, ihn nach Vierteln als nach halben Schef— feln 140— feln zu verkaufen.. Die Bearbeitung des Hanfes ist eine Sache kleiner Handwerker und Taglöhner, die oft an einem halben Scheffel zu viel haben, und sich doch nicht gerne mit einem Andern zum Ankaufe ver⸗ binden mögen... Der Verkauf geschieht, nachdem der männliche Hanf seinen Staub über das Feld hat fliegen lassen. Man garantirt dem Käufer eine Ent⸗ schädigung, im Falle eines erheblichen Wetterscha⸗ dens, worunter aber nur die Stürme verstanden wer⸗ den. Der Zahlungstermin wird bis zum Verkaufe des Saamens ausgesetzt. Der Verkäufer wird in den meisten Fällen den ausgezogenen weiblichen Hanf bis zur Rödgrube führen müssen, wenn diese abgele— gen, oder der Käufer gar von einem andern Dorfe ist. Der Hanf hat noch für große mit Industrie be⸗ triebene Wirthschaften den Vortheil, daß, indem er dem Taglöhner(für welchen im Winter oft keine Ar⸗ beit auf dem Hofe vorfällt, und der dann, besonders bey rauher Witterung, an seinem vergangenen Ver⸗ dienste nagen, oder gar auf Rechnung des zukünfti⸗ gen sich verschulden muß) zu Hause Nahrung ver— schafft, daß, sage ich, es dadurch solchen Wirth⸗ schaften in der Zeit der Noth nicht an Arbeitern ge— bricht. Die Klage über Menschen⸗Mangel auf dem lande, wo rührt sie anders her, als weil die gewöhn— lichen Bauerwirthschaften dem Taglöhner höchstens nur 6 Monate Brod zu verschaffen im Stande sind, und der Arme doch das ganze Jahr leben muß? Drit⸗ deR gchitt— Mhse Vultet⸗ uibse mit dem filherde wisser der D 5 di ORof Dder gat dad M Masd wesche gen un witden Rd u de nih ches uun Heben pirde ben /wt schieben Henfez s hner, die und sich kaufe el/ nachdem Feld hat eine Ent/ detterscho nden wet⸗ Verkaufe wird in hen Hanf ese abgele Dorfe is. hAustrie be⸗ indem er keine Ar⸗ esonders nen Vet⸗ zukünfti tung ver⸗ Wirth⸗ itern ge⸗ auf dem gewöhl höchsters nde sind/ 5² drit— Dritter Abschnitt. Raps oder Kohlsaamen. Der Raps, flamändisch Slooren, französisch Cobra, gehört eben so sicher zum Kohl⸗-Geschlechte, als der Rübsen zum Geschlechte der Rüben gehört. Es giebt Winter⸗ und Sommerraps, Winter⸗ und Sommer⸗ rübsen. Wir werden uns in diesem Abschnitte blos mit dem Winterrapse beschäftigen, und in einem der folgenden etwas von den übrigen sagen. Was der Flachs für Flandern ist, das ist in ge⸗ wisser Hinsicht der Raps für Brabant und für die Ufer der Dender. Es scheint sonderbar, daß diese Pflan⸗ ze, die in der Gegend von Alost, Ninove u. s. w., in so großer Verehrung steht, in dem Waeslande wenig oder gar nicht gebauet wird; allein da der Flachsbau das Material liefert, womit sich eine große Anzahl Menschenhände das ganze Jahr hindurch beschäftiget, welche sonst zum Theil, besonders in den rauhen Ta— gen und langen Abenden des Winters müßig liegen würden, so sucht man in einer so stark bevölkerten Ge— gend, wie das Waesland, mit Recht den Flachs in der möglichst kurzen Zeit folgen zu lassen. Da sol— ches nun alle 6 bis 7 Jahre geschehen kann; da man neben ihm noch Klee und Kartoffeln nöthig hat: so würde für den Getreidebau nicht viel mehr übrig blei⸗ ben, wenn man noch den Raps in jenen Umlauf ein⸗ schieben wollte. Der 40 142 imiuuüi Der Raps bleibt entweder an Ort und Stelle stehen, wo er hingesäet worden, oder er wird ver⸗ pflanzt. Ersteres ist, so viel ich weiß, die Methode, nach der man ihn in Deutschland behandelt; die bel— gische Merhode, und die in meiner Gegend, ist, den Raps zu verpflanzen. Dennoch trifft man in den Pol⸗ dern unterhalb Antwerpen Bezirke an, wo er stehen bleibt. Einige behaupten, dieser Polder⸗ Sloor sey von dem Colxzaa verschieden; Andere versicherten mir, der ganze Unterschied bestehe blos in der Verschieden⸗ heit der Cultur... Es ist möglich, daß nicht⸗ver⸗ pflanzter Raps seiner Seits eben so gut ausarte, wie Rüben, und durch eine gröbere Erziehung auch nach und nach härter, und gegen den Frost unempfindlicher werde. Die Belgen behaupten sonst durchgehends, daß der nicht-verpflanzte Raps gegen das Erfrieren weit weniger gesichert sey als der verpflanzte, und we— niger, auch schlechtern Saamen gebe als dieser. Er— stere Meynung herrscht auch in meiner Gegend, und hat sich unter meinen Augen mehr als einmal bestäti⸗ get: die andere aber hat ceteris paribus nicht ihre Richtigkeit, wie die Folge darthun wird. Es giebt in den Niederlanden zwey verschiedene Gattungen oder Varietäten von Raps. Der eine, von jeher bekannte, dessen Schoten sich an den Blu— menstängeln von unten nach oben, also übereinander ansetzen; der andere, dessen Blumenstängel nach der Höhe zu eine Unförmlichkeit bekömmt, daselbst platt und breit wird, sich krummt, und die Schoten zusam⸗ men⸗ Mengeh nuamt N Halha saf den Eebst! Etͤce, dtt d die f ansehen lehlete g shin vit Samer Wätau de dah und zu zn von B Mis;E Relng rͤhtht D schnt ihnfürni⸗ VDahsch te. M Masch lastof Ede ieh — Kaft der und Gel wird ve⸗ Method, t; die bah „ st, den n den Pob er stehen Sloor st erten mit, rschieden nicht ⸗vel⸗ arte, wie auch nach epfindlichtt Cgehends, Erfrieren und we⸗ set. Ex⸗ nd, und al bestätz nicht ihe kschiedene Der elle, den Blu⸗ reinandet nach det Ibst plat en zusa men⸗ mengedrängt in einem Kreise herabhängen läßt. Man nennt diesen daher Kronen⸗Raps. Er wurde eine Zeitlang gesucht und gepriesen; man ist aber davon auf den ersten, als ergiebiger, zurückgekommen... Selbst unter dem gewöhnlichen Rapse findet man Stöcke, die von blaurother Farbe sind, und etwas später als der übrige reifen; dann wieder ganz grüne, die beständig blühen, und nur verkrüppelte Schoten ansetzen. Beyde sind Ausarten; erstere taugt wenig, letztere gar nicht. Da aber alles untereinander gedro— schen wird, so ist es nicht gleichgültig, woher man den Saamen zur zukünftigen Einsaat nehme. Wer Unkraut säet, wird Unkraut einärndten. Ich schnei— de daher die schönsten Stängel zum Saatgut aus, und zeichne oft, noch ehe der Saame reift, die Pflan⸗ zen von stolzem üppigen Wuchse aus. Bevor ich zur Beschreibung der niederländischen Raps⸗Cultur schreite, erlaube man mir die Ehren⸗ Rettung dieser von Einigen verschrieenen und übelbe— rüchtigten Pflanze zu übernehmen. Die meisten ökonomischen Schriftsteller erheben sich mit solcher Gewalt gegen den Rapsbau, daß man ihn für nicht weniger, als für den Verderber einer ganzen Wirtchschaft, und den Vampir des Ackers halten soll⸗ te. Man behauptet, daß unter allem, was der Mensch säen kann, die Oelpflanzen den meisten Koh⸗ lenstoff zur Zeitigung ihrer Saamenkörner aus der Erde ziehen. Nun aber soll in diesem Kohlenstoffe die Kraft des Ackers bestehen: daher u. s. w... Ich bin kein 144 kein Gelehrter, kann mich also auf ein Argument a priori nicht wohl einlassen, denke aber, daß, wenn dermaleinst das kohlensaure System von einem jün⸗ gern lavoisier umgestoßen, und zu dem horror vacui des Vaters Aristoteles in den Winkel einer Bibliothek verwiesen werden sollte, welches bey dem beständigen Revolutioniren unserer Wissenschaften und dem va— cuo unserer Kenntnisse nothwendig zu erwarten steht, — ich dann des ganzen Arguments überhoben seyn werde. Bis zu ausgemachter Sache ist es daher für uns Praktiker sicherer, bey der sinnlichen Erfahrung stehen zu bleiben. Diese Erfahrung aber hat mich und meine Nachbaren in Hinsicht des Rapses eines andern überzeugt. Es ist bey uns als gewiß ange— nommen, daß ein Land, worauf gepflänzter Raps ge⸗ standen, einer reinen Brache wenig oder gar nichts nachgebe. Und damit man sich nicht einfallen lasse, dieses einem Ueberflusse von Dünger zuzuschrei— ben, so erinnere ich vorläufig: daß in meiner ganzen Gegend zu dem verpflänzten Rapse nicht gedüngt wird; daß dieses Land unmittelbar vor dem Rapse nüchternen Hafer, und vor demselben gedüngten Rog⸗ gen getragen hat, wie es in der gewöhnlichen Drey⸗ felderwirthschaft der Fall zu seyn pflegt. Außer dem, daß auf einem Rapsfelde der Rog⸗ gen nie umschlägt, so finden sogar manche Landwir— the, deren Aecker in einem guten Stande sind, die Rapsstoppeln noch zu gut für Roggen, und lassen die⸗ dieseh“ ruc M g l 0 wale! Ahllit wenh el! deh Däthers 0 Mder g darinn g anh statkb ergerst Wihen gen ull uyrd uu doppel Vinter Mhen. helt dung den ae gulen Er dm W 1e Mint der oder sume de dygt Argument; diesem erst noch Wintergerste vorher gehen, und zuletzt da, wenn noch Wicken darauf folgen. Es scheint sich also daraus enem i zu ergeben, daß der Raps noch einige Kraft im Acker musse orror w zurückgelassen haben. Wenn ich reine Braache hielte, Bublacht so wäre ich erbbtig, das dazu bestimmte land Jedem un⸗ bestandon entgeltlich zum Einpflanzen seines Rapses zu überlassen, d dem m. wenn er dazu auf jeden Morgen nur 3 Fuder Mist, al— arten steh, so die Hälfte des zum künftigen Getreide bendthigten ͤberhobn Düngers, auffahren wollte; sollte mir aber Jemand 6 oder gar 8 Fuder auffahren wollen, um Kartoffeln ö daher flt darinn zu pflanzen, so würde ich sein Anerbieten nicht ‚ Eifahrun annehmen. r hat mic An der Dender, wo der Bau des Rapses sehr apses eintz stark betrieben wird, säet man nach dem Rapse Win— 4 ewiß ange tergerste, nach dieser Meng⸗Korn(ein Gemisch von Raps ge⸗ Waizen und Roggen), nach dem Meng⸗Korne Rog⸗* oder gar gen; und in diesem gewaltsamen vierjährigen Umlaufe t einfallen wird nur einmal, und zwar zum Rapse gedüngt: wuzuschrei doppelt, versteht sich wohl von selbst; aber um drey ö net ganzeh Wintergetreide Aerndten und eine Raps Aerndte in vier t gedüng Jahren zu haben, kann man, glaube ich, auch dop— m Rals pelt düngen, ohne der Wirthschaft zu schaden. 144 igten Ry Ich glaube, daß vorstehende, in den Miederlan— en Duß den allgemein bekannte Erfahrungen und durch einen guten Erfolg gekrönte Gebräuche hinreichen werden, um der R den Widersachern der Oelgewächse zu erweisen, daß ih⸗ ondoi re Meinung auf einem Argumente beruhe, dessen Vor— sd, 0 der⸗ oder Hinter⸗ Sat falsch ist. Denn zieht der Oel— und lisn saame den meisten Kohlenstoff aus dem Acker, so be⸗ Zweyter Band. K steht 146 ³ e steht die große yroduktive Kraft des Ackers nicht in der Kohle; oder macht die Kohle wirklich seine größte Kraft aus, so eignet sich der Oelsaame diesen Stoff in keiner ungebührenden Menge zu... Mit einem Worte: die Lehre von der Ausmagerung des Ackers durch reifen Saa⸗ men tragende Gewächse ist noch sehr dunkel, und die Pri— vat⸗Meinung der noch größern Schädlichkeit der Oel— gewächse in jener Rücksicht ein bloßes Vorurtheil. Doch ich gebe zu, daß der nicht⸗verpflanzte Raps stark und sehr stark magere, wie die Erfahrung in Deutschländ gelehrt haben soll. Ich frage aber: Ist es die Bildung des Saamens an sich selbst, oder die Struktur und Bildung der Pflanze, die diesen Nach⸗ theil bewirkt?— und antworte unbedingt: es ist diese letztere. Niemand kann diese Wahrheit so beurtheilen, als der sich mit dem Verpflanzen des Rapses abgiebt; weil bey dieser Verrichtung die Gegenstände getrennt werden, der Vergleich also statt hat.. Wenn bey uns nach einer Kohlsaat⸗Pflanzschule erträglicher Roggen wachsen soll, so müssen für die Erziehung der Raps⸗ pflanzen 12 dreyspännige Fuder Mist auf den Morgen gebracht worden seyn; wenn aber diese Pflanzen auf ein anderes Land, worunter ich Haferstoppeln verstehe, ver⸗ setzt werden, und daselbst reifen Saamen tragen sollen, so darf man nur 6 Fuder, das ist, den gewöhnlich zum Roggen erfoderlichen Mist, für den zu pflanzenden Raps darauf bringen, und man wird nach ihm bessern Roggen haben, als auf dem doppelt gedüngten Pflanzenlande. Daher man auch bey uns nach den Rapspflanzen lieber Spelz(Dinkel) als Roggen säet. Ich 00 Cll paolder scll/ Ruan gele sehen hsttn hfaggt? Id schl sch is., Eichn Wacher dobon fl feinen Handwir ihn inih de, Wel guden wohl de roch ei Boden nd, st e dl aushle mit dem sock. Gcend; nicht in y eRößte duf Stffin kin m Volrte: N ch rifen S .und dieu hkeit der h urtheil Rlanzte Rz afahrung in eaber: N st, Oder die diesen Noch t: es ist dis beurtheile, ses abgiebt de getkennt un bey uns her Roggen der Rabo⸗ den Morgen nzen auf in erstehe, vil agen sollg, hnlichzn enden Rah ern Roggen anzenlande. mʒen siebet Ich eile nun zur Beschreibung der Handgriffe bey der Cultur des Rapses, der, wie gesagt, in den Nie⸗ derlanden allemal verpflanzt wird.. Aber, wird man sagen, wozu so viele Umstände mit einer Pflanze, die man gerade zu an Ort und Stelle säen, und daselbst stehen lassen kann?... Antwort: weil, außer der größeren Gefahr, im Winter zu erfrieren, der nicht ⸗ver⸗ pflanzte Raps eine vorhergehende reine Braache erfodert, und schon der Name Braache dem Belgen unaussteh— lich ist.. Ich gestehe für meinen Theil, daß mir der Entschluß schwer fallen sollte, ein Land ein ganzes Jahr braachen zu lassen, um im zweyten eine Braachfrucht davon zu nehmen, deren Aerndte ohnehin noch sehr zufällig ist, und die mir in jedem Falle wenig oder gar keinen Dünger giebt. Wenn daher erleuchtete deutsche landwirthe den Rapsbau dieser Art nicht würdig achten, ihn in ihren Fruchtumlauf aufzunehmen, aus dem Grun⸗ de, weil der Acker dabey in zwey hinter einander fol⸗ genden Jahren kein Düngmaterial abwirft, sind sie wohl deshalb zu tadeln?— Wenn der Belge, der noch einmal so viel Pacht und Grundlasten von seinem Boden zu zahlen hat, als der Landwirth meiner Ge— gend, sich nicht zu einem solchem Baue, wo er zwey Jahre aus dem Ertrage eines einzigen zu vergüten hat, entschließt, so finde ich sein Verfahren sehr vernünftig. Das Verpflänzen des Rapses geschieht entweder mit dem Pfluge, oder dem Spaten, oder dem Pflanz⸗ stocke. Ersteres ist in dem wallonischen Brabant, der Gegend von Tirlemont, Hwen, und der meinigen im K. 2 Ge⸗ V 148*— Gebrauche; bey Mecheln, Antwerpen, Alost pflanzt man ihn mit dem Spaten, und zu Voorde mit dem Pflänzstocke.. Da ich allen diesen Operationen per⸗ sonlich behgewohnt, und die mit dem Pfluge seit meh⸗ reren Jahren selbst betrieben habe, so kann ich sie ge— nau beschreiben. Verpflanzen mit dem Pfluge. Hierzu gehört vor allem eine gute Pflanzschule: denn kleine elende Pflanzen sind dabey nicht anwendbar, indem sie von dem Pfluge nicht gehörig bedeckt und fest gelegt werden können. Ueberdem(ich spreche hier na— mentlich von meiner Gegend) ist das land, das sie auf⸗ zunehmen hat, selten gehörig zubereitet: die Zeit der Verpflanzung fällt spät(nach geendigter Wintergetreide⸗ bestellung); der Boden(es sind Haferstoppeln) ist ma⸗ ger und ausgemergelt, und Dünger selbst wird dem verpflanzten Rapse nicht gegͤnnt. Es ist also unmög⸗ lich, daß schwächliche Pflanzen, die man überdem noch auf dem Felde hat abwelken lassen, an ihrem neuen Standorte dicker und vollkommener werden, als sie vorher waren. Sie treiben, wenn sie den Winter überleben, im Frühjahre nur einzelne magere Schůüsse; und wie köͤnnten an Brombeerranken sich palästiner Trauben ansetzen? Zur Schande des Rapses sieht man bey mir manchmal solche Felder.. Hat man das Un⸗ glück, keine andern als solche Pflanzen zu besitzen, so mussen sie entweder auf eine andere Art verpflanzt, oder bey guter Zeit dem Viehe Preis gegeben werden, damit man Mah 0 I Halien d n Ie d Fil Glck.! shli vassen, lchreb geh,! beh, k WI n g niht u tut gu müthe machte Moner kann und aen Mante ost am! sol, funm ez Lost Plan rde mit dn erationen luge seit U nn ich sie 96 Uge. Pflanzschlk anwendbaf eckt und ff che hier my das sie auf die Heit de Htetgetreids smj ist ma— wird dem so unmdg⸗ erdem noch rem neunn u„, als si n Winter Schüsse; palastinet sieht man das ln⸗ sthen, s nzt/ oder „ damit man man das Feld noch zu gehdriger Zeit mit Winterfrüch⸗ ten bestellen kann. Unter gute Pflanzen darf man auch nicht die hoch⸗ beinigten rechnen, wenn sie gleich noch so stark sind, und nach der Krone eine Menge Zweige angesetzt haben. Alle diese Zweige gehen in starken Wintern verloren; die Fäule setzt sich ins Herz, und es ist ein besonderes Glück, wenn der Stamm an der Erde von neuem aus— schlägt. Unterdessen sind diese Pflanzen nicht wegzu— werfen, müssen aber mit besonderer, weiter unten zu beschreibenden, Sorgfalt eingelegt werden. Die wirklich guten Pflanzen sind die kurzstämmi⸗ gen, welche die Nebensprossen, im Falle sie welche ha— ben, kurz bey der Erde ansetzen. Diese Sprossen so wohl, als der kurze Stamm, sind, wenn sie bey dem Ein⸗ legen gehörig mit Erde bedeckt werden, dem Erfrieren nicht ausgesetzt. Um solche Pflanzen zu gewinnen, ist ein von Na— tur gutes Land, kurzer reicher Dünger, ein möglichst mürbe gemachter Acker, und eine nicht zu dicht ge— machte Aussaat erforderlich. Das dichte Säen der Pflanzen ist der größte Fehler, den man dabey begehen kann: denn, ist das land mager, so bleiben sie klein und elend; und ist es fett, so giebt es lauter hochbeinige Pflanzen. Um zu viel haben zu wollen, bekommt man oft am Ende nichts. Wie viel Saamen man nehmen soll, ist nicht wohl zu bestimmen. Die Erfahrung kann es jeden vernünftigen Säer in einem Jahre lehren. K 3 Et⸗ 150*— Etwas dünner als Winterrübsen, und etwas dichter als Braachrüben, wird ohngefähr der Maaßstab seyn. Man säet um Kiliani, das ist, vor der Mitte des Julius.. Jeder gute Landwirth jätet seine Pflanzen, wenn die Blätter ohngefähr einen halben Fuß lang sind; der schlechte kann thun, was er will. Dieses Jäten ist nicht beschwerlich, weil nur das größere Unkraut ausge⸗ zogen wird. Gegen die Zeit, wo die Bestellung des Winterge— treides zu Ende geht, also im Oktober, werden die Pflan⸗ zen gezogen. Bey dem Ausziehen auf festem Boden ist wohl Acht zu haben, daß die Arbeiter die Pflanzen kurz bey der Erde anfassen, weil sonst manche von ih⸗ nen abgebrochen werden würde. Man schlägt die aus— gezogenen Pflanzen mit der Wurzel gegen den Schuh, damit alle Erde abfalle, und legt sie dann in kleine Haufen, oder besser reihenweis auf den Boden nieder. kiegen sie zu dick auf einander, und bleiben nun eine oder ein paar Wochen zum Welken liegen, so entsteht eine faulende Entzündung in den Haufen. Indessen wird das land, wo die Pflanzen einge⸗ legt werden sollen, zubereitet. Dieses Zubereiten be— steht in nichts, als in dem Felgen, oder vielmehr Schä— len und Vereggen der Stoppeln. Wenn man zu dem Rapse düngen will, so wird der Mist nach gedachtem Vereggen autgebracht und sogleich über das Land ge⸗ breitet, aber nicht untergepflügt. Nach⸗ Rrdel HN aan Hl Mh Hschen Kurkel Iut her M N Wad Rahe wenn 00 den M. Hafele Wüssr cEbas Iel beh Wf nit nit e eastn den di 5 0„ f lwas Vüt Kaßstab seh des Julut, „ wenn r sind; dr es Jalenj raut auex Wintetg/ die Pfan⸗ em Boden ie Pfanzen che von ijß g die alls Schuh, in kleine n nieder. nun eine o entsteht en einge⸗ keiten bes r Schäs zu dem edachtim Iand ge⸗ Nach⸗ Rachdem die Pflanzen hinreichend abgowelkt sind/ werden sie an dem Tage, der dem Verpflanzen vorher geht, mit Stroh in Büschel gebunden, und nach dem Felde hingefahren. Hier wirft man sie im Vorbeyfah⸗ ren nach und nach ab, damit man. sie nachher überall zur Hand habe. Man rechnet, daß ein Morgen Pflanzschule zureicht, um zwey Morgen Land damit zu besetzen. Es werden ohngefähr 18 einspännige Sturz⸗ Karren Pflanzen auf einen Morgen fallen.. Der interschied, der zwischen meiner Cultur und der mei⸗ ner Nachbaren obwaltet, besteht darinn, daß ich den Raps in Wintergetreide⸗Stoppeln einlege, und allemal dazu dünge. Davon habe ich, außer einer ungleich bessern Raps⸗Aerndte, über sie noch den Vortheil, daß ich, wenn der Raps im Winter oder Frühjahre zu Grunde geht, oder keine befriedigende Aussicht gewährt, sogleich den Pflug ansetzen, und das Feld mit Sommergetreide bestellen kann, statt daß sie das ihrige auf Gerathewohl müssen liegen lassen. Ich nehme zum Einlegen 14 junge Leute oder erwachsene Kinder, welche ich bey solchen Arbeiten den Alten vorziehe; doch muß man ihnen einen Wächter geben, der stets auf und abgehet, um zu sehen, ob und wie sie ihr Werk vollbringen. Dieser Aufseher, der mit einem Spaten versehen ist, hilft auch hier und da mit etwas Erde nach. Sobald der Pflug die zwey ersten Schnitte gegen einander angeworfen hat, wer⸗ den die Pflanzen von beyden Seiten angelegt, und zwar so, daß der Stamm auf dem Hange des aufgeworfe⸗ & 4 nen j———— — —— πν nen Hügels ruhe, und die Wurzel sich in der Furche befinde. 7 Kinder stehen auf einer, 7 auf der andern Seite. Damit aber die Arbeit für alle gleich sey, so mißt man die känge der Furche mit Schritten ab, und bezeichnet jedem die Strecke, die er besetzen muß. Man deutet ihnen an, daß sie die Pflanzen eher etwas zu tief, als zu hoch legen, weil nachher der aufgeworfene Bo⸗ den noch zusammen sinkt, und die zu hoch liegenden Pflanzen dadurch entblöst werden. Bey langen Pflan⸗ zen besonders ist die nothwendige Vorsicht zu gebrauchen, sie etwas schief einzulegen, d. h. in einem Winkel, des⸗ sen Spitze nicht gegen den Pflug hin, sondern von ihm abgekehrt ist. Die Pflanzen oder ihre Wurzeln sind oft so lang, daß, wenn man sie senkrecht legen wollte, sie nicht tief genug in den Boden kommen würden; und hatten sie auch bey dem Anlegen die Tiefe einer gehöri⸗ gen dage, so würde sie der Pflug beym Decken doch im— mer etwas in die Höhe stoßen. Eben dasselbe würde geschehen, wenn man sie zwar schief, aber mit der Wur⸗ zel nach dem Pflugschaar legen wollte; statt daß, wenn sie von ihm abgekehrt sind, sie ungestört liegen bleiben, indem das Streichbrett schon einen Theil Erde auf ih⸗ ren Stamm geworfen hat, noch ehe des Schaares Spitze das Ende der Wurzel erreicht. Der Boden muß der Regel nach den Stamm bis an seine Krone decken. Die Enfernung der Pflanzen wird durch ihre Stärke bestimmt, und kann von 6 bis 1 8 Zoll seyn. Da die Furchen alle besetzt werden, so kommen die Rei⸗ hen einen Futz von einander zu stehen. Der Iit Wöl sucde singn N Mf dem A Imtehn Fonng, bacht mini Haben sch Fad! mit de 0 0 fultgt 0 Hass asteg logs h Hb I Ved Du aber z u, st kann selle 153 0 1 ö Der belgische oder Stelzenpflug ist ganz füͤr diese ach Arbeit gemacht„ weil er das Land nicht, wie die ge⸗ 40 9„96 wohnlichen Röderpflüge mit flachem Streichbrette, blos 0/ M nach der Seite schiebt, sondern es in der Wölbung des u6. MNn seinigen bis zu einer gewissen Höhe erhebt, und über 120 H die Pflanzen hinlegt; dann auch, weil die Pferde an bufene do dem Pflug⸗Kamme, den man bey dieser Gelegenheit legenden umkehrt, so weit nach der Landseite eingehängt werden gen Pfan⸗ können, daß keines von ihnen in die Furche zu treten cbtauchen braucht, wodurch sonst unausbleiblich die großen Pflan⸗ inkel, des⸗ zen in ihrer lage gestort werden würden. Die Pferde u von ihm haben dabey keinen Handführer nöthig, und gewöhnen urzeln sind sich leicht, längst der Furche hinzugehen... Ist das hen woltt, Feld überdüngt worden, so folgt dem Pfluge ein Mann dden; und mit der Forke, um den Mist ein wenig in der Furche r gehötis zu ordnen. doch im⸗ ö be wüde Da die Pferde nicht so lange in einem Athem der Wur⸗ fortgehen können, als die Arbeit der Taglöhner dauert, iß/ wenn so lasse ich zwey Gespann mit einander abwechseln. Das bliben, erste geht von Morgens 6 bis halb 9, und Nachmit⸗ auf ih⸗ tags von halb 2 bis halb 4; das andere Morgens von Ichaares halb 10 bis 12, und Nachmittags von halb 4 bis zum Boden Abend. Mit obigen Personen und Pferden lege ich e Krone 3 Bunder oder drittehalb Morgen ein. Will man ich ihe aber zwanzig Anleger und zwey Pflüge zugleich anstel⸗ ollsem len, so sind die Kosten noch etwas geringer: denn man die Re⸗ kann alsdann sieben Morgen in 15 Stunden Zeit be⸗ stellen. Dir K 5 Eine 154——. Eine sehr gute Vorrichtung bey dem verpflanzten Rapse, die aber nur auf schmalen Ackerbeeten statt fin⸗ den kann, ist die, den Raps, so bald er angeschlagen und seine Blätter erhoben hat, mit dem Erdreiche der Rigolen vermittelst des Spatens durchzuschießen, wo— durch alle Pflanzen, die zu sehr entblöst waren, wieder bedeckt werden. Dadurch gewinnt auch das Winter— wasser seinen Ablauf. Denn nichts ist dieser Pflanze schädlicher, als das darauf stehende Wasser, sollte es auch nur eine kurze Zeit darauf stehen. Wenn schmale Ackerbeete irgendwo recht nützlich sind, so sind sie es bey dem Rapse. Einige meiner Nachbaren lassen auch wohl die Walze über den verpflanzten Raps laufen, unter dem Vorwande, den Boden an die Wurzel anzudrücken; andere aben verwerfen, und wie mir scheint, mit Recht, diese Vorrichtung. Das Austrocknen der Pflanzen ist in dieser Jahrszeit nicht zu befürchten, und in einigen Wochen schließt sich der Boden von selbst. Das Wal— zen hat seiner Seits den Nachtheil, daß es alle kleine Unebenheiten des Bodens wegnimmt„in welchem sich im Winter stets etwas Schnee erhält, der den Stamm nicht selten gegen den Frost schütt. Ueberdem wird manche Pflanze beym Walzen von dem Hufe der Pfer⸗ de beschädiget oder vernichtet. Auf äußerst sprödem Boden konnte dennoch gedachtes Walzen von Nutzen seyn... Um den Vortheil des Andrückens bey den Pflänzen nicht zu verlieren habe ich meine Einleger gewöhnt, mit dem Fuße jedesmal einen Druck auf den Um⸗ ö ondett du l! eine daß! fihe Vint hu, geh e Refil ein! unber Bund deu g ud e gen a Mor 110 5 ...˖.......J....... —8 155 vehsan umgeworfenen Schnitt zu thun, ehe sie eine neue Pflan⸗ min sitkß ze anlegen. Es kostete im Anfange etwas Mühe, sie anheschay an eine solche nicht allzugemächliche Arbeit zu gewöh— Erdrih nen; aber gelinde und scharfe Worte brachten sie end⸗ hießen, w lich doch dahin. Men wichg 0 nn Derpflanzen mit dem Spaten und „ solt Pflanzstocke. ean schmal Da zu dem Verpflanzen mit dem Pfluge keine sse es bey andern als starke Pflanzen mit Vortheil gebraucht wer— den können, und da, um dergleichen zu gewinnen, au⸗ ßer vielem Miste, auch ein wohlzubereitetes Land und wohl d eine frühe Aussaat erforderlich ist: so sieht man leicht, unter den daß die Pflanzschule nicht anders als auf einem Braach⸗ srudrücken felde angelegt werden kann.. Allein, das Land vom nit Recht, Winter an bis zur Mitte des Juli unbestellt liegen zu se⸗ Hanzen ist hen, ist für das landwirthschaftlich karge Auge des Bel⸗ in eiligeh gen ein unausstehlicher Anblick. Noch weniger aber Das Wah gefällt es ihm, obgleich zum Besetzen eines Bunders nur all Kline ein halbes Bunder Pflanzen gehört, dieses ein Jahr schem sh unbenutzt dafür herzugeben, und also den Ertrag eines Stamm Bunders auf anderthalb vertheilen zu müssen: ihm, dem wird der gewohnt ist, vermittelst seiner Rüben und Möhren der Pfal aus einem Bunder anderthalb zu machen! spräden ö n Mußen Das Verpflanzen mit dem Pfluge schien dem Bel⸗ bey den gen also noch zu kostbar; und um der Braache für die Einleger Pflanzschule ganz überhoben zu seyn/ und zugleich reinere auf den und bessere Arbeit zu machen, griff er zum—0 ui ulmn⸗ 156— und erfand sich einen Pflanzstock: eine Methode, die in jeder Rücksicht bey dem Rapse den Vorzug verdient, und, was man nicht glauben sollte, noch weniger Ar⸗ beit, als die mit dem Pfluge kostet, und daher mit Recht immer mehr und mehr Aufnahme findet. Bey dieser Methode ist keine Braache zum Erzie⸗ hen der Pflanzen nöthig, weil man keiner großen Pflan⸗ zen bedarf, und die Mittelsorte allen andern vorzieht. Ein Land, das in demselben Sommer Flachs oder ver⸗ pflanzten Raps getragen hat, giebt hier die Pflanzschule ab. Da beyde Gewächsarten das Feld sehr früh räu— men, so scheinen sie sehr geschickt, die Vorgänger der Pflanzen zu seyn, die als zweyte Frucht statt der Rü⸗ ben und Möhren auf ein solches Feld gesäet werden. Sie schlagen aber auch manchmal darauf fehl: nament— lich auf dem Flachslande, bey sehr trockener Witterung; und nach dem Rapse selbst, wenn irgend ein Zufall ei⸗ nen Theil der Körner ausgeschlagen hat, wodurch sie so dichte wie Gras in einander wachsen. Man zieht daher in den Jahren, wo die Getreide-Aerndte frühe einfällt, eine gute Roggenstoppel, besonders wenn dem Roggen Klee vorhergegangen war, obigen Feldern vor. Solche Pflänzen mißrathen nicht leicht. Das Land aber, das sich unter allen am besten zu einer Pflanz⸗ schule schickt, ist ein Kleeland. Man verwendet es aber nur dann dazu, wenn man reich genug an Futter ist, und des zweyten Kleeschnittes, der dabey aufge— opfert werden muß, nicht nothwendig bedarf. Die⸗ jenigen, die nur so viel Raps pflanzen, als sie zu ihrem häus⸗ u auch ö faht 906 N vid dl Winte hh en lig ge fmn Rerat Weh Vun wet hobe, an l0 klenes bszu N fn egeseeeeee.eeeeeee.——„ —x.——ę— 157 hode, Ri häuslichen Gebrauche nöthig haben, säen die Pflanzen 10 vedin auch wohl mit den Stoppelrüben aus, welches, da jene RN 98 2 früher ausgezogen werden,/ diesen nicht sonderlich schadet. daher ni et. Da hier Alles gejätet wird, so kann man denken, daß dieses auch bey den Rapspflanzen nicht vergessen jum Eriiz wird. 2 sen Pfaf ö Ende Septemb jeh Das Verpflanzen geschieht zu Ende Septem ers, 4. 5 oder zu Anfang Oktobers/ also vor und zwischen der Wintergetreidebestellung, weil es dann um so leichter sanhle geschehen kann, da zu dem Verpflanzen keine Pferde er⸗ ih vi fordert werden. Dieses frühe Versetzen trägt nicht we⸗ Wre nig zur Erhaltung des Rapses im Winter bey. ö tt der Rh ö it perdn Die Pflanzen werden an eben dem Tage, wo sie mnme gezogen werden, oder doch so bald als möglich, ver— Hiterung; pflanzt, und nicht, wie in meiner Gegend, 8 oder 14 Ta⸗ Zuftl es ge nach dem Ausziehen. Man behauptet bey mir, daß, Mucch se wenn die Pflanzen sogleich eingelegt werden, sie im Mujicht Winter aufschießen und verloren gehen. In wie Idte fthe weit das bey starken üppigen Pflanzen seine Richtigkeit venn dem habe, will ich nicht entscheiden; ich glaube aber mei⸗ dern bor. nen Landesleuten anrathen zu dürfen, im Falle sie nur as land kleine Pflanzen haben, oder die Zeit der Verpflanzung Pflanz bis zur letzten Hälfte des Oktobers verschoben worden ist, endet es die Pflanzen sogleich nach dem Ausziehen zu stecken. n gutter auffe⸗ Die Zubereitung des Feldes, worauf der Raps Oie gepflanzt werden soll, verhält sich folgender Maßen. lu ihtem Zu us/ Zu Contigh, also auf sandigem Boden, werden gegen die Zeit, wo das Verpflanzen vor sich gehen soll, die Getreide Stoppeln aufgeeggt, und dann mit der Schleife wieder glatt gezogen, die aus der Erde gerisse— nen Stoppeln⸗und Unkraut⸗Wurzeln mit Handrechen in Höuschen zusammengeharkt, dann auf den Karrn geladen und nach dem Stalle gefahren. Das Land wird von neuem aufgeeggt, geschleift und überharkt; doch da dießmal des Unkrauts nicht mehr so viel ist, so be⸗ gnügt man sich, es mit dem Rechen in die Rigolen der alten Beete zu ziehen. Nun wird kurzer Mist aufge⸗ bracht, derselbe in kleine Haufen geschlagen, das Land 6 Zoll tief gepfluägt, und der Mist mit der Forke in die Furchen oder Fähren gebreitet. Mit dieser Pflugart wird das Land zugleich in neue Beete gelegt, die mit den alten, worauf das Wintergetreide stand, abwech— seln, das heißt, ihre Höhen da erhalten, wo diese ihre Vertiefungen hatten. Denn nie wird bey den Belgen der Raps auf ein flaches oder ungedüngtes Land ge⸗ pflanzt. Das umgeackerte wird nicht geeggt. Zu Alost hat eine durchaus ähnliche Vorbereitung statt. Zu Voorde, wo man den Raps auf Hafer fol— gen läßt, und der Boden etwas schwerer ist, wird das Stoppelland zuerst mit dem Pfluge geschält, geeggt, abgeharkt, und der Mist aufgefahren. Um den Mist unterzubringen, pflügt man nicht über die zänge, son⸗ dern über die Breite des Stückes her. Das dand wird wird geeggt und von neuem gepflügt. Der Pflug be⸗ fährt shttd heh ON Rulrft 11 E Bet vl Himan alander enach W U d² Ei auf ti- mal fomme zer vert aaf den. in j zbenste! en mi Momze dakaus, shen, K Ihnn zvey G lt, wetdn fährt dießmal die Beete der Länge nach, und giebt ih⸗ gehen V nen die gehörige Gestalt. Nach dem wird nicht geeggt. nn nit d Die Pflanzen werden aufgefahren und in die Rigolen Erde geisz geworfen. 90. ö Wird mit dem Spaten gepflanzt, so nimmt Das aan jeder Stecher, wozu ein Mann erfordert wird/ ein arkt; dut Beet vor, und stößt den Spaten, den mit beyden „ o I Händen an der Krücke faßt, vier⸗ oder fünfmal neben einander über die Breite des Beetes. Bey jedem Sti⸗ che macht er mit dem Spaten eine Bewegung von sich weg, und eine auf sich zu, wodurch sich die Oeffnung des Stiches erweitert und offen stehen bleibt. Dar⸗ auf tritt er rückwärts, und stößt wieder vier⸗ oder fünf⸗ ö Migan mal ein; und so fort, bis er zu dem Ende des Beetes ge⸗ 3238 kommen ist, und ein neues vornimmt. Drey Pflan⸗ Iabwoch zer werden erfordert, um ihm zu folgen. Sie rutschen h e auf den Knieen vor ihm hin, und legen zwey Pflan— igolen der iist aufge⸗ dad Land zorke in dis Bihgen zen in jedes Loch, das ist, eine in den einen und die aund ge⸗ zweyte in den andern Winkel des Stiches. Sie drük— ö ken mit der Hand oder dem Kniee zwischen die beyden —*—„ rof dberdlug Pflanzen ein, und befestigen sie dadurch. Man sieht daraus, daß sie beständig über das Gepflanzte hinrut, schen, welches ihm aber nicht schadet. 1 Von den drey Pflanzern, wozu Kinder von 12 gecgh Jahren gebraucht werden können„haben zwey jedes den Mit zwey Stiche zu bedienen, also vier Pflanzen einzulegen. , son Das and wild pfug be⸗*) Ich sah nirgends einen besondern Spaten, sondern fiht den in jeder Gegend gebräuchlichen dazu anzuwenden. 160 ν⁷π½⁰ι⁰νιππ⁰⁰φ0n²s Das dritte hat nur einen Stich; dafür muß es aber die Pflanzen aus der Rigole herbeyholen, und vor den Pflanzern über das Beet hinstreuen, damit es keinen Aufenthalt bey der Arbeit giebt. Die Pflanzen fallen ohngefähr 6, die Reihen 12 Zoll von einander. Jene 4 Menschen beendigen ein Journal oder 2 31 berl. Ru— then in einem Tage. Zu Alost ist ebenfalls ein Jour— nal, 216 Ruthen, das gewöhnliche Tagwerk. Zu Voorde pflanzen 4 Kinder, und ein Mann, der den Pflanzstock führt, anderthalb Journal oder 324 Ru— then in einem Tage. Doch fallen die Reihen hier et⸗ was weiter(14 Zoll) von einander. Der Taf. 7. Fig. 5. abgebildete Pflanzstock ist ein zu dieser Absicht durchaus passendes, und leichter als der Spaten zu führendes Instrument, weil dabey außer dem Einstoßen keine weitere Bewegung zu ma— chen ist. Das viermalige Einstoßen des Pflanzstocks in den durch ein zweymaliges Pflügen mürbe gemachten Boden erfodert nur einen Athemzug. a zeigt den doppelten Pflanzstock von vorne, h einen einzelnen aus— gezogenen Stiel von der Seite. Die Keile sind mit Eisen bedeckt. Die vordere und hintere Platte sind in einem spitzen Winkel zusammengeschmiedet, machen also nur ein Stück aus. Wenn das keilförmige Holz in diesen eisernen Schuh eingeschoben ist, so wird es mit ein paar Schrauben oder Nägeln darinn befestiget, und auf jeder der zwey andern Seiten ein eisernes Plättchen angenagelt, welches alles auf der Figur untrüglich zu erkennen ist. Die flache Spitze oder Schneide der Keile Hale dull 000 1 lll/ V in der unkte GCube dach ganze 9 Mfami dan E ften stehn oem dis dad Ma shyen hicht a ser At ihren lend der ichie d me hchr lleg,, d. dugt 161 muß nd bot hy mnit es fin Fanzen fih ander. au 31 bekl. y alls ein Iun agwerk. 0 ann, der dn Keile ist 3 eentimétres breit, der obere oder dickere Theil des hölzernen Keils, wiewohl das Eisen nicht ganz so hoch hinauf reicht, ist vierkantig, und hat 6 centimé- tres Breite nach allen Seiten. Die zwey Hauptplat— ten, welche die Schneide formiren, haben 25 centim. in der zänge. Die Keile selbst sind, von ihren Mittel⸗ punkten aus, 16 centim. unter sich entfernt. Die Stäbe haben 3 centim im Durchschnitte. Das obere Zwergholz, oder der Griff, ist 45 centim lang, das der 324 ganze 9 3 cemtim. hoch. Die gedachte Figur zeigt den eihen hier Pflanzstock zehumal verjüngt. Da die köcher sich bey dem Gebrauche desselben weiter als mit dem Spaten öffnen, so können die kleinen Pflanzer bey der Arbeit ö 4 ö Ranssat stehen, und die Pflanzen mit dem Fuße antreten. 2 und liichtn 44 „wal dabg Sobald der verpflanzte Raps sich erholt hat, wer⸗ ung zll mas den die Zwischenräume der Reihen mit dem Erdreiche, Pfanzstocks das man mit dem Spaten aus den Rigolen hebt, durch⸗ gemachten schossen; daher auch diese Rigolen bey dem Pflügen 2 figt de nicht aufgerͤumt worden. Ein Mann fertigt bey die⸗ sylnen aut ser Arbeit ein Journal im Tage ab.. Diejenigen, die—4 ö sie sind nit ihrem Rapse etwas zu gute thun wollen, fahren wäh⸗ Matle sind rend des Frostes noch Jauche darauf, welches die herr— ö „ machen lichste Wirkung hervorbringt. Alle ohne Ausnah⸗ mige Hoh me behacken im Frühhahre die Zwischenräume der Raps⸗ vird es mit linien.. Selbst da, wo man in Brabant den Raps N uget, und mit ö Mattcht ö lrüͤglch*) Ich halte diesen Pflanzstock bey dem Runkeln⸗ und Kohl— Rde de Verpflänzen ebenfalls fur sehr brauchbar. Keis Zweyter Band. 4 ——..— —— 06 162 mit dem Pfluge einlegt, wird das Durchschießen der Pflanzen mit dem Erdreiche der Rigolen beobachtet; ob aber auch das Behacken im Frühjahre, das weiß ich nicht. Ich sagte oben, daß die Unkosten, die auf das Verpflanzen mit dem Spaten fallen, geringer sind, als mit dem Pfluge: wenigstens ist es so, wenn ich erste⸗ res mit dem zusammen halte, was mich selbst letzteres kostet. Wenn ein Mann zu 25 Xr., und 4 junge leute, jeder zu 15 Xr., ein Journal im Tage bepflan⸗ zen, so kömmt der berl. Morgen Fl. 6 Kr.; und wenn ich in demselben Taglohne 2 eines hiesigen Bun⸗ ders mit 2 großen und 14 kleinen Leuten vermittelst des Pfluges einlege, so kͤmmt der Morgen 1 Fl. 42 Kr. Die Pferdearbeit hebt sich gegen einander auf, weil bey der einen Methode der Acker während des Einlegens, bey der andern vor demselben umgepflügt wird.. Ich gestehe aber, daß 5 Personen nicht überall 2 30 berl. Ruthen in einem Tage pflanzen werden. Die Arbeiter sind nicht alle Belgen; und man muß diese dabey be⸗ schäftiget gesehen haben, um sich eine Vorstellung von ihrer Aemsigkeit zu machen. Hr. Man sagt zwar, das Verpflanzen mit dem Pfluge gehe geschwinder von statten, als das mit dem Spaten; allein das versteht sich nur davon, daß zur Bedienung eines Pfluges mehr Menschen auf einmal an die Arbeit gestellt werden, als sonst. Der Pflug kann nicht mehr als zwey Journale auf einen Tag um⸗ pflügen, und dabey werden nach Hrn. Dierexsen 8 gro⸗ afs sih fben i K i Mpag sump Aumglih hct l und m Vor ey Muo jder: egyf N Herpfh und ei Lefhit ihen. der Sa Bagen se vet Runtz cc‚ec˖e?r?rxTTTTTTTcTTTTTTTTTTTTTT N shießn große Menschen erfodert: denn wenn Kinder darunter* bebahth sind, so zwingen sie es nicht. Diese 8 großen Menschen RA wdas ni fördern also nicht mehr Arbeit, als zwey Mann und 6 junge Leute mit dem Spaten.. Setzen wir aber auch die Kosten von beyden Seiten gleich, ja verdoppelten —5 wir sie selbst zum Nachtheile des Spatens oder des mich esß Pflanzstockes, so erhalten diese doch durch die Erspa⸗ bst kezen rung einer Braache zur Pflanzen Zucht„ und durch die W ungleich bessere Arbeit, ein so entscheidendes Ueber⸗Ge⸗ a9e bufn wicht über den Pflug, daß dieser mit Recht immer mehr 71.„ ll und mehr von denkenden Wirthen verworfen wird.. — 6 30 Auch muß man nicht glauben, daß eine solche Pflänze⸗ ö 605 rey blos die Cultur kleiner Bauern sey. Es giebt zu ö an Ninove, zwey Stunden von Alost, Pachthofe, deren 65 jeder oft über 1o Bunder Raps hat, die mit dem Stok⸗ ai⸗ ke gepflanzt worden sind. ö 20 Gedrillter Raps. 2 Mbeit Als ich im Jahre 1803 sechzehn Morgen meist dabey de verpflanzten Raps umpflügen mußte, weil die Erdflohe felung dn und ein übler Witterungs Zufall ihn in der Blüthe zerstört hatten, und dieses mir einen Verlust von 300 n mit den rhein. Gulden an baarem Verlage zuzog, so lernte ich as mit den der Sache etwas reifer nachdenken. „ daß il ö ö ö auf inm. Der Zufall hatte mich, und vermuthlich auch die Der Pig Belgen belehrt, daß der nicht⸗verpflänzte Raps dem Fro—⸗ E ste weit mehr ausgesetzt sey, als der, den man ver⸗ kersen! pflanzt; und da der Verlust des nicht⸗verpflanzten Rap⸗ 9l 1 2 ses ses nothwendig den Verlust eines ganzen Jahres nach sich zieht, in welchem zu seiner Ansäung gebraacht wer⸗ den mußte, so suchte der Belge diesen Verlust durch Einschränkung eines Theiles der müßigen Braache zu vermindern, und kam auf den Einfall, die Pflanzen gleich dem Kohle auf einem kleinern Stücke zu erziehen, und von da auf ein größeres in gehöriger Entfernung zu verpflanzen. Dieses Verpflanzen geschah vermuthlich zuerst mit dem Pfluge. Um aber zuletzt der Braache gänzlich überhoben zu seyn, so fieng er an, die Raps⸗ pflanzen statt der Rüben nach dem Roggen zu säen. Da aber diese Pflanzen die Stärke der Braachpflanzen nicht erlangen, dem Winter also weniger als jene widerstehen konnten, so suchte er durch eine bessere Verpflanzungs⸗ methode dasjenige zu ersetzen, was seinen Pflanzen an Vollkommenheit gebrach. Um des Verpflanzens aber ganz überhoben zu seyn, und durch Ersparung dieser Unkosten das Risico noch mehr zu verringern, und den reinen Ertrag des Bodens zu erhöhen, machte ich im Herbste 1803 den Versuch, den Raps als zweyte Frucht zu säen, und an Ort und Stelle stehen zu lassen, ihm aber zugleich den nämlichen Vortheil des Schutzes gegen den Winter zu verschaffen, den der Raps durch das Verpflanzen er⸗ hält. Wenn mein erster Versuch hiermit gleich nicht durchaus befriedigend war, so war er doch mehr als zu⸗ reichend, mich sogleich zu einem zweyten zu bewegen, bey dem ich die Erfahrung nutzte, die mir mein erstes lehrjahr gegeben hatte. Die⸗ ö 06 1904»˙ Ht Rabohtt Junn m B. Nochel af wet feh, d Don de v Fidis in mi Mit! 3. lnd Raaheget voh de sieln. Der S enstti Wpschn datt fit shen d Morge wäil d lonnte Jhres ng Dieser neue Versuch geschah auf einem Stücke braacht uy von 64 Morgen, welches Roggen trug, dessen Aerndte erlust dut 1804 zu guter Zeit einfiel.. So wie der Roggen ge— Brache hauen wurde, ließ ich ihn aufrichten, und die Zelten die Pfamn davon reihenweis aufsetzen, um dem Pfluge sogleich den zu cehehe Zugang zu bahnen. Den 25. Julius war man mit entsermmn dem Bälken fertig geworden. Den 26sten wurde der muh Roggen eingebracht, und sogleich wurden die Streifen, der Buach auf welchen die Zelten⸗Reihen bis dahin gestanden hat⸗ „ N Rahd ten, auch gebälkt, und das ganze Stück abgeeggt. zusten. Di Von da bis zum 2. August wurde Dünger aufgefah⸗ ren, von welchem schon ein Theil an dem Rande des Ranzer nich n ö wdersehn Feldes in einem Haufen in Bereitschaft lag, den man aufn in müßigen Stunden früher dahin gebracht hatte. Der Nmen u Mist wurde sogleich gebreitet und untergepflügt. Den ö 3. und 4. August wurde das Land gewalzt, geeggt und geebenet. Am letzten dieser Tage wurde auch gesäet. choben zu das Miiel Zum Saen stellte ich sieben Männer ins Feld, Ertrag ds von denen zwey den Reihen⸗Zieher schoben, und fünf 18⁰3 del säeten. Die Reihen waren 224 Zoll von einander. hen, und al Der Saame wurde mit der Hand in die flachen Fur⸗ zugleich d chenstriche eingeworfen, und mit Hülfe einiger Dornen Winter i zugescharret. Die Bestellung dieser 6 Morgen erfo⸗ pflanzen derte fünf und eine halbe Stunde, und kostete nach hie⸗ glich nit sigem Taglohne 1 Fl. 20 Kr., also kaum 12 Kr. vom nehr abs N Morgen. Bey dem allen wurden keine Pferde gebraucht, u bevehlh weil das Werk ohne sie reinlicher abgethan werden mein asts konnte. Oo L3 3 166— Den 6. September wurden die Zwischentäume mit dem Schaufelpfluge bearbeitet. Den 1zten fieng man an, das Unkraut, worunter beynah nichts als Acker⸗Senf und Acker ⸗Rettig zu verstehen ist, mit der Hand aus den Reihen zu ziehn. Zugleich wurden die zu dicht stehenden Pflanzen ausgerissen, und an andern Orten die leeren Stellen mit Rapspflanzen, die ich an⸗ derswoher nahm, ergänzt. Dieses Ausdünnen und Er⸗ gänzen hielt zweymal so lange auf als das Jäten, und ist, wenn man keine Säemaschine hat, beynah nicht zu vermeiden: denn immer säet ein Arbeiter zu dünne, der andere zu dichte, der dritte zu nachlässig.. Auf je⸗ den Fall habe ich es lieber, daß man etwas zu dichte als zu dünne säet. Das Einpflanzen ist ungleich kost⸗ spieliger, als das Ausziehen. Uebrigens muß man nicht denken, daß die Pflanzen nur einzeln auf den Reihen stehen sollen; bey dem breiten Zwischenraume der Rei— hen können ihrer mehrere recht gut bey einander stehen. Wenn auch gleich die Sträuche nicht so buschigt werden, so hat man doch desto mehr Herzstängel. Den 28. September wurden die Pflanzen zum ersten Male, und 14 Tage darauf zum zweyten Male mit dem Doppel ⸗„Streichbrettspfluge angehäufelt. Das dritte Behäufeln hatte im Frühjahre statt. Bey der ersten dieser Verrichtungen gieng der Pflug etwas flach: denn sonst wären die noch kleinen Pflanzen ganz überschüttet worden. Sie nahmen nach dieser Opera⸗ tion ungemein zu. Bey dem zweyten Behäufeln setzte man den Pflug so tief, als es zwey Pferde in dem ziem⸗ lich schf deHN ud sl MWo h, k heh, K 0h hl er V d r 0 flachte VWicht Heh If Eine“ auwfah biues ded R moht gieng der! gnd ih baten vohl rechne hatte! ——. rts.s. F—..—(—ᷣ—————— 1 .—. 167 ischentäun lich festen Boden zwingen konnten. Nun befanden sich zten fin die Pflanzen bis an die Krone in die Erde vergraben; nichts g⸗ und sicher konnte selbst der mit dem Spaten gepflanzte 2 ist, nitz Raps nicht besser bedeckt seyn. Ohne Ackerbeete zu ha⸗ wurden d ben, konnte kein Wasser an den Pflanzen stehen blei⸗ an anden ben, weil jede Reihe für sich einen Hügel bildete. Da⸗ die ich m bey hlieb der Schnee in den Rigolen liegen, und sicherte ien und E der Wurzel und dem Stamme allen möglichen Schutz bäten, im und Gedeihen. Mein Raps hatte also eben so wenig ynah nich von einem strengen als von einem nassen Winter zu be⸗ zu dunnt fürchten. Das Behäufeln im Frühjahre hatte zur Uuf e Absicht, den Pflanzen wieder frischen Erdboden zu ge— u dicht ben, und die Stämme späterhin gegen die Windstöße ngleich kosz zu befestigen. nannich Das Unternehmen lohnte über alle Erwartung. en Reihe Eine Thräne der Wonne glänzte in meinen Augen; ich der Rei empfand eine Freude, die mir jeder Freund des Acker⸗ der stehen. baues nachempfinden wird. Ungeachtet die Aerndtezeit t werden, des Rapses 1805 äußerst regnigt war, und dadurch mehr als 10 Scheffel Saamen auf dem Felde verloren giengen, so gab das Stück doch noch 107 Scheffel, lanzen zu oder 15,3 vom Morgen. mnen Einen ganz genauen Vergleich dieses Ertrags ge— It. Ba— den verpflanzten Raps kann ich nicht angeben: denn ug en ich hatte in diesem Jahre keinen, und der meiner Nach⸗ anzen gut baren war in Haferstoppeln ohne Dünger gelegt, also ser D von der Seite zu schlecht ausgestattet. Doch man Ueh te rechne ab, was abzurechnen ist. Auf gleichem Boden dem zi hatte der herrschaftliche 29540 Thewisen von 245 an 4 sig 0 I I 168 siger Ruthen 337 tongersche Faß oder 8,24 Schessel vom Morgen gearndtet. Noch muß ich bemerken, daß bey der Aerndte zwey Personen mehr von diesem gedrillten Rapse ab— schneiden können, als ihrer drey bey dem verpflänzten zu leisten vermögend sind. Da der Versuch des gedrillten Rapses, so viel ich weiß, neu ist, so wird man den ganzen Kosten⸗Be— trag zu wissen begierig seyn. Die Tägwerke der Arbei— ter sind zu Gelde angeschlagen. Der Mann hat bey mir zu dieser Jahreszeit 25, die Frau 164/ das Kind 134 KXr. Taglohn. Hier also die Kosten von jenen 64 berliner Morgen. Pferde. Fl. Xr. Das Land abzuschälen und zu eggen 92 231 Sturz Karren Mist aufzufahren 144 Werth dieses Düngers à 36 Kr. pro Karrn, wovon jedoch nur die Hälfte hier zu 5 weil die andere den künftigen Saaten zu gut kömmt,— 57 45 Den Mist zu laden und zu Ieen an Handarbeit, ganz— II 47 Zu Pflügen, Walzen, Eggen, Schl 5 122—— Den Mist bey dem Pflügen in die Fur⸗ che zu stoßen.—— 33 Linien zu ziehen, zu säen, zu bedecken— x» 20 Seite: 364 71 30 23———9—7.t.it7'ññ— Sum 7—½4 Ehf der Runds en Rapse c belpflanth ste, so u K osten By e der Arbei nn hat bey das Kind au senen . FI. i. Transport: Die Zwischenräume zu schaufeln Der Leiter des Pferdes bey dieser Pferde. Fl. Xr. 364 21 30 2—— Arbeit—— 26 Die Reihen zu jäten, zu verdünnen, nachzupflanzen.— 10 53 Das erste Mal zu häufeln 2— Der Reiter—— 26— Das zweyte Mal zu häufeln 6—— Die Leiter—— 40 Das dritte Mal zu hansehn 4—— Der Leiter—— 26 Den reifen Raps zu schneiden— 6— zu binden, auf⸗ und abzuladen— 3 33 nach Hause zu fahren. 4—— zu dreschen und zu reinigen— I. 3 4 zandpacht und Grundlasten von 6⸗ Morgen„ 38 30 Total des Pferdetagewerks 544—— Der Unkosten an Handarbeit und Dünger— 143 376 Die Tagearbeit jedes Pferdes,— Inbegriff eines Knechtes auf zwey Pferde, angeschlagen zu 50 Kr., thun auf§44 Tage— 43 12 Summa aller und jeder Unkosten 189 8 * Der Der Ertrag von 107 Scheffel wurde verkauft für 553 rheinische Gulden. Stängel und Hülsen wa⸗ ren mir zum wenigsten 22 Gulden werth. Der reine Ertrag that also 56 Fl. 45 Kr. auf jeden Morgen. Um zu sehen ob, und welchen Vorzug diese Art der Cultur vor dem gewöhnlichen Verpflanzen mit dem Pfluge hat, wollen wir zum besten dieses letztern den⸗ selben Ertrag annehmen, den uns die andern gaben. Zur Erreichung dieses Ertrages aber wird, außer einer sehr guten Pflanzschule, noch nothwendig erfodert, daß zum Verpflanzen wenigstens eben so viel Dünger aufge⸗ fahren werde, als ein mageres, zum Roggen bestimmtes Land erfodern würde. Die Handarbeit des Jätens, Reihenziehens und Pflanzens, wird in folgendem Con⸗ to nach demjenigen berechnet werden, was mich diese Gegenstände in den Jahren 1801 und 1802 gekostet haben. Auf die Pflanzschule von 33 Morgen fallende Kosten. Pferde. Fl. Fr. Landpacht und Grundlasten„— 19 25 Bälken 4—— 160 Sturz⸗Karren Dünger, wo⸗ von nur die Hälfte zu berechnen ist ‚— 40— Den Dünger aufzufahren 94—— Seite: 132 59 15 Oas Snn Dey UU ide vafnn Huleen uy Der rin Motgen. ug dite xK en mit dan lehtern daj dern gabaz außer eine odert, daß ager aufge besimmte 23 Nientz ndem Coz/ nich dies 2 gelbste deKosten, 1 19 J5 —— Pferde. Transport: 134 Denselben zu laden, zu—9 ein⸗ zustoßen.—— Zweymal zu pflügen und u eggen 18 Die Pflanzen zu jäten— auszuziehen, zu laden.** wegzufahren.* Auf das Rapsland von 64 Mor⸗ gen fallende Kosten. Landpacht und Grundlasten—— Bölken oder Felgen 8—— 144 Sturz⸗Karren Dünger, zur Hölfte berechnet— 36— Den Dünger aufzufahren 9—— zu laden und zu streuen—— 5— Die Pflanzen mit dem Pfluge einzu⸗ legen an Pferdearbeit. 104—— an Handarbeit.— 11 52 Den reifen Saamen zu schneiden** zu binden, aufzuladen.— 3 33 nach Hause zu führen. 4— zu dreschen und zu reinigen.— II 22 Total der Pferdetage 67 anderer Unkosten. 199 33 Die Gespannarbeit thut in Gelde„ 55 50 Summa aller Unkosten 255 23 Dio⸗ R 7 N. 7 .. 3 * IiN 48 H WDIN * + NN . Nu * 1 NM 4 Wii 4* 05 WMal W Re 1 B WUN x in + — 4 ö 5 Wa . ö MIR + * 4 N * 99 NI. . I 5 40 5 x 1. ö I 0 * IR I RU * 14 I 440⁷ l. 46 ‚ I. Wa 4 NI .— 199— 148 172 Diese Summe mit den Unkosten des gedrillten Rapses verglichen, findet sich, daß der verpflanzte 66 rhein. Gulden mehr kostet, als der gedrillte; ein Um— stand der die Aufmerksamkeit aller Rapspflanzer ver⸗ dient. Nehmen wir ferner an, daß der Raps aller acht Jahre einmal total umschlägt(ich wünschte zur Ehre dieser Pflanze, daß es nicht öfter geschähe), so wächst der größere Verlust des verpflanzten Rapses jähr⸗ lich um 9 Fl. 25 Xr., und die Unkosten des gedrillten sind jährlich um eilf Gulden vom Morgen geringer, als die des andern. Reichte also eine verpflanzte Raps⸗— Aerndte gerade zu, um die Kosten zu decken, und gäbe also durchaus keinen reinen Gewinn, so stünde die Sa⸗ che mit dem gedrillten Rapse noch auf einem sehr guten Fuße, weil sie durch den geringeren Aufwand von Ko⸗ sten, den sie fodert, einen ganz reinen Ertrag von 11 Gulden vom Morgen gäbe, ein Ertrag, den nicht leicht ein Pachter von jedem Morgen ziehen wird. Raps⸗Aerndte. Man läßt den Raps, besonders bey heißem Wet⸗ ter, nicht gerne zu reif werden, weil ein starker Wind leicht die halbe Aerndte ausschlagen kann. Wenn der größte Theil der Körner in den Hülsen braun ist, so ist es Zeit, ihn zu schneiden.. Man wird daher wohlthun, gegen die Zeit der Reife das Feld alle Tage zu untersu⸗ chen, nicht blos an dem Rande desselben, sondern auch im Inneren: denn da verhält es sich oft anders als an dem Rande. Ich läugne nicht, daß der Saame beym frühern fiiß chl d all 0 Tuch gehe derh, diser R⸗ dMM Vor bedi⸗ Mi hinte igen saukte dros de, ichst sehz elu fen. r shen 0 au en 173 oaih frühern Abschneiden etwas zusammenschrumpfe: aber Rant eben so gewiß ist es auch, daß beym späten Abschnei⸗ den der beste Saame durch einen einzigen Windstoß samte 10 ausfallen wird; und ist die Aerndte allzu sehr ver spätet, Nups dl so wird, auch ohne Windstoß, beym Abschneiden und insche Trocknen eine bedeutende Menge Saämen verloren chähe)/ 6 gehen. apses i ö gedrilln Um das Ausfallen so viel als möglich zu verhin⸗ inger, ab dern, wird der Raps bey Mondenschein/ oder wenn Ite Rape⸗ dieser gerade nicht da ist, mit dem Anbruche der Mor⸗ und gib gen⸗Dämmerung geschnitten, und gegen 9— 10 Uhr e die S damit innegehalten. Es versteht sich/ daß man dieser shr gun Vorsicht bey regnigtem Wetter nicht bedarf. Man von Ko bedient sich zum Einschnitte der Sicheln und krummen bt Messer. Die Schnitter legen ihn in kleinen Hausen icht lich hinter Ach. Nachdem diese Haufen oder Gelege in ei⸗ nigen Tagen abgetrocknet sind, werden sie mit Behut— samkeit umgewendet, und 8 oder 12 Tage darauf ge⸗ droschen. Dieses Dreschen geschieht entweder auf dem Fel⸗ zen Vi de, oder in der Scheune. Ersteres ist das gemeinüb⸗ ker Wind lichste, und hat wegen der geschwinderen Abfertigung Benn ue seine Vorzüge; allein die Unbeständigkeit des Wetters st, soif verursacht dabey nicht selten vielen Aufenthalt, oft gro⸗ vohlthuh, ßen Schaden, und wenigstens stete Unruhe und Be⸗ u sorgniß, daher ich jetzt das Einfähren und das Abdre⸗ dern auch schen in der Scheune für das zuträglichste halte, so wie es auch das weniger kostspielige ist, und weniger Men⸗ me beym schen erfodert. fthhery Wenn 174 I Wenn auf dem Felde gedroschen werden soll, so bereitet man einige Tage vorher eine oder mehrere Ten— nen, die mit dem Spaten geebnet und dann fest ge— schlagen werden. Ein großes Tuch von 20— 30 Fuß ins U wird darüber hingelegt, damit der Saame, be— sonders beym Anfange, nicht in den Boden geschlagen werde. Weiber und Kinder tragen die Rapsbündel in groben Betttüchern zu, und zwey Anleger ordnen ihn in einen Kreis. Vier Mann dreschen vor; hinter ihnen folgt dann einer mit einer hölzernen Gabel, und wendet den überdroschenen Raps um. Dann kommen drey Nachdrescher, denen der Abwerfer nachgeht, welcher mir einer Gabel die ausgedroschenen Stiele auf die Seite bringt. Die Arbeit geht ununterbrochen in der Runde, indem sich Anleger, Vordrescher, 1 Nachdrescher und Abwerfer immer auf dem Fuße fol⸗ gen, so lange es die Drescher abhalten können. Es ist ein Fest für Groß und Klein, indem Drescher und Zu⸗ träger mit einänder wetteifern, wobey aber der Eigen⸗ thümer durch das Schäkern oft mehr an Körnern ver⸗ liert, als an Taglohn erspart wird. Wenn sich die Hülsen in dem Kreise zuletzt allzu sehr angehäuft haben, so werden sie mit Rechen abge— harkt, und nach der Seite, der Saame aber nach der Mitte gebracht. Um zu verhindern, daß mit den Hül⸗ sen nicht allzuviel Saame verschleppt werde, werden sie, nachdem sie eine Zeitlang hin und her geharkt worden sind, gegen ein Brett angeworfen, das man der Breite nach auf einer Seite der Tenne vermittelst einiger Stek⸗ Sta schl u ll m B hse d wuird de schn sutk E Asanm alerhe sche hänger men di fllln, sche zn Das r der WI von sch das da ten Y Hits huln W nehmen mens, Duschs Mys⸗ nisse 175 den sl, Stecken aufgerichtet hat. Indem man die Hülsen nehtere de schnell dagegen anharkt, fährt die Spreu darüber; und ann ssst was noch von Saamen dazwischen stak, bleibt vor 3086 dem Brette liegen.. Diese und noch mehrere vortheil— daame, h, hafte Handgriffe, die zu weitläufig zu beschreiben sind, geschagn wird der Gebrauch jeden aufmerksamen Landwirth selbst obündel lehren. onen ihn i inter ihne Wenn das Geschäft vollbracht ist, so werden drey ind wende starke Stangen mit einer Kette an ihrem obern Theile imen drey zusammen gebunden, und auf der Tenne durch Ausein⸗ 4% welche anderziehen der Sturz-Enden aufrecht gestellt, um le auf di zwischen ihnen das Scheuer⸗oder Schaukel-Sieb auf⸗ chen in de hängen zu können. Während die Männer den Saa⸗ Imwemer men durch dieses Sieb treiben, und ihn darauf in Säcke Huße sol füllen, beschäftigen sich die Frauen, das Stroh in Bü⸗ 65 schel zu binden, und die Hülsen in Säcke zu stopfen. und zu: Diese Hülsen, wenn sie trocken einkommen, sind bey Ege der Winter⸗Fütterung der Kühe, Schafe und Pferde mern ver von sehr bedeutendem Werthe: denn außer dem Strohe, das dadurch erspart wird, gewinnt man noch einen gu⸗ ten Theil an Zeit und Arbeit, die auf das gewöhnliche Leht alhn Häckselschneiden verwendet werden müssen. Die Hülsen hen abgz halten sich volkommen gut auf dem Boden. Die zäii Quantität derselben ist sehr beträchtlich: man kann an⸗ den Hil nehmen, daß sie fünfmal so groß ist, als die des Saa⸗ verden se mens, den sie enthalten. Ein Morgen lieferte also im n Durchschnitte 40 Scheffel Hülsen.. Um von dem t wott Raps⸗Stroh oder den Stängeln Nutzen zu ziehen, Brall—.— 1; iinn müssen sie unter Obdach gebracht werden, wo sie in kur⸗ zer Steh⸗ 176— zer Zeit trocknen und ein gutes Material zum Heizen des Backofens liefern. Ich habe sie auch eingestreuet, wenn sie nicht allzu stark waren. Um den Raps in der Scheune zu dreschen, ist nöthig, wenn man ihn im Großen bauen will, daß die ganze Scheune, oder doch ein guter Theil derselben, eben so zubereitet werde, wie die Tenne selbst, nur mit dem Unterschiede, daß der Lehm daselbst nicht so dick aufgetragen zu werden braucht, weil dieses Pflaster nicht dazu dienen soll, um darauf zu dreschen, sondern nur um zu verhindern, daß sich kein Saame verliere. Es ist dies eine Ausgabe, die nur einmal gemacht werden darf, und die bey jeder Getreideart von Nutzen seyn wird, weil ein solches Pflaster dem Ungeziefer nicht so viele verborgene Schlupfwinkel gewährt. Um den ungedroschenen Raps von dem Felde ein— zufahr 4, werden die deiter⸗-Karren oder Wagen mit großen Tüchern belegt, damit der ausfallende Saame nich“ unterwegs verloren gehe. Außer diesem großen Tuche hat man noch zur Bedienung jedes Karrns ein paar kleinere von§— 6 Fuß im O nöthig. Die zum La— den bestimmten Personen breiten sie auf der Erde aus, packen eine angemessene Anzahl von Rapsgelegen hinein, und überreichen sie dem Fuhr⸗Knechte, der, auf dem Wagen stehend, das Tuch aufknüpft, ausleert und dem Lader wieder zuwirft. Andere Wirthe lassen auch die Gelege mit Stroh in Garben oder Büschel binden. Dies geschieht ebenfalls auf einem Tuche, und man reicht dann die Garben mit der Gabel auf den Karren. Hat mehih 0 lt sssch; 0 dll sch. dir Gl gen. roch al ah Ms ih u d M ren w Hlsse lasen gen ni⸗ J behand Pond in dies 10.— duf gto 1e gut ( sollhie lch nid un 14737 Jundte uue 77 hun Hin Hat man nicht sehr vielen Raps, oder giebt es eangesnu mehrere Tennen in der Scheune, so kann man ihn, so wie er vom Karrn geworfen wird, gleich abdreschen dreshen, lassen; allein bey dem Rapsbaue im Großen/ oder wil, daßh bey drohendem Regenwetter, ist solches nicht thu— l dasth lich. Man wirft ihn also in den gepflasterten Theil st, nue y der Scheune, und läßt ihn, so lange man will, lie— ncht so x gen. Diese Methode hat den großen Vorzug, daß Hfaster ut noch alle Körner nachreifen, und der Raps sowohl sonden m an Masse als schöner Farbe gewinnt. Man übereile Altte. 6 sich daher nicht mit dem Dreschen. Selbst, wenn der Raps beregnet, oder nicht ganz trocken eingefäh— ren worden wäre, so schadet ihm dieses nicht; die Hülsen faulen zwar zum Theil, aber eben dadurch lassen sie den Saamen da los, wo er oft mit Schla⸗ gen nicht herauszubringen gewesen seyn würde. uacht werd. Nutzen s iefer nicht Febe ei Wagen mü Ich kenne die belgische Art, die Rapsärndte zu de Saan behandeln, nicht. Sowohl Hr. Man, als Hr. von Ponderle sagen, der Raps werde gemähet(ob wohl esem großt 1— 11 ů ö in diesem Ausdrucke kein Irrthum liegt?), bleibe dann 111 Vn 35 Tage auf dem Felde, und werde daselbst Erde aubz auf großen Tüchern ausgedroschen. Wenn die Aernd— cgen hineh te gut sey, so erhalte man 4 rasidres vom Bunder „ auf di(11,32 Scheffel vom Morgen). Das Wort gut et und dn sol hier befisdigend heiben denn sonst wäre es wirk⸗ en auch N lich nicht viel für die sorgfältige Cultur der Belgen. nden. Oih Im Jahre 1801 hatte ich ro, 0 im Jahre 1802 man riih 14/37 Scheffel vonmt Morgen. Von dieser letztern 10 ö Aerndte stand aber ein Theil auf einem umgebrochenen rnan. Zweyter Band— M Gras⸗ 178 Grasanger, der Jahrs vorher Hafer getragen hatte. 1803 hatte ich gar nichts, weil die Erdflöhe die Blü— the durchaus zerstört hatten. 1804 hatte ich 5,3 Scheffel, daher der Saame im folgenden Jahre so theuer verkauft wurde. 1805 gab der gedrillte Raps 15/,73 Scheffel vom Morgen. Der reine Gewinn, den mir der Raps in ge— dachten Jahren gab, war vom Morgen 1801 35 Gulden rheinisch. 1802 38 Jl. 20 Kzr. 1803 Schaden 17— 40— 1804 2— 00— 1805 36— 45— Das schadhafte Jahr abgezogen, bleibt auf die übri— gen vier Jahre im Durchschnitte ein jährlicher reiner Gewinn von 29 Fl. 51 Kzr. vom Morgen. * Ehe ich den Artikel vom Rapse beschließe, wage ich noch dem Leser einen bloßen Gedanken über die Art, ihn bey der Aerndte zu behandeln, vorzulegen; ein Gedanke, den ich zwar bisher noch nicht Gelegenheit hatte auszuführen, der aber auf mehreren von mir bey der Rapsärndte gemachten Beobachtungen beru— het, und dessen Ausführung(im Falle sie meiner Erwartung entsprechen sollte) von großem Nutzen seyn würde. Es ist ungläublich, wie viel Raps in manchen Jahren bey dem Nachreifen auf dem Felde und beym Zusam— Zusc niht mitöl t da mit das be Gelcge Vorsch in Jen danseb shuilte de S zusam richtu ls b volkom Reh no ten. lieben schwin Unmit dem 5 be, der Zw lier ge He pir — 179 krogen hn Een Zusammentragen verloren geht. Wie oft sah ich rohe die nicht Stellen, wo man den ausgefallenen Saamen atte ich 3 ö ö ö 0 mit den Händen zusammenscharren konnte! Wie oft den Ja war das Feld in wenig Tagen nach der Aerndte wie— edrillte Y der mit einem grünen Teppiche überzogen! Ein Uebel, das bey der gewöhnlichen Methode, den Saamen in ö Gelegen nachreifen zu lassen, unvermeidlich ist. Mein Raps in Vorschlag ist daher, den geschnittenen Raps sogleich in Fiemen zu bringen. Zu dem Ende ebnet man an omish. demselben Tage, und auf demselben Felde, wo er ge— schnitten wird, einen oder zwey Plätze mit der Schau⸗ fel, trägt am folgenden Morgen die Gelege, noch ehe die Sonne sie ganz abgetrocknet hat, auf diese Plätze 1 zusammen, und ordnet sie in Fiemen, zu deren Er— 2 richtung keine große Kunst gehört, da sie mehr lang uf die i als hoch seyn müssen. In dieser lage hat der Raps scher teimt vollkommen Zeit, nachzureifen, und hat weder von Re— an. gen noch Sonnenschein und Winden etwas zu fürch— ten. Man kann sich die Zeit zum Dreschen nach Be— ließe, wiß lieben wählen; und alle Sorge, Unruhe und Verlust iber die x schwinden. Der Saame gewinnt, statt zu verlieren. ulegen; Gelegenhe Köommt es zum Dreschen, so fertigt man die n von ni Tenne am Fuße des Fiemens an, damit man den Raps ingen bah unmittelbar darauf werfen kann. Ist man daher in sie malt dem Falle, zwey Fiemen auf dem Felde nöthig zu ha— em Muh ben, so errichtet man sie einander gegenüber, so daß der Zwischenraum gerade so groß ist, als man ihn zu mante einer gemächlichen Dreschtenne bedarf... Der Saa⸗ und ben me wird nun mit einer ungemeinen Leichtigkeit aus M 2 den 30 sah den Hülsen fallen; und drey Männer mit einigen Bey⸗ helfern werden eben so viel davon ausklopfen, als sie⸗ ben bey der andern Methode mit einer Armee von Gehülfen. Das, was ich hier von dem Aufeinandersetzen des noch frischen Napses in Fiemen gesagt habe, ver— stehe ich auch von dem Einfahren desselben in die Scheune, und bin überzeugt, daß, wenn er auch beregnet eingebracht wird, kein Nachtheil davon zu befürchten stehe.. Wer meinen Vorschlag verdam— men will, der beliebe wenigstens, ihn vorher zu prüfen. Dritͤ— Du meihe! michl tabaga Saad die vo den 9 5 auf Hotbeke Mhs füͤnfm delt. ttocke Wend hgee Sumn Gtlck ö Winte lich. 2 H. ——————— eiigen, ů int Dritter Abschnitt. Mee 6 Verschiedene Oelgewächse. nandersh 15 0 Rutabaga. Ilben]! Das Mißgeschick, das im Jahre 180 mich, so wie enn er aut meine ganze Gegend, bey dem Rapse betroffen, bewog il davon mich, unter andern Versuchen auch einen mit der Ru⸗ lag verden tabaga oder schwedischen Rübe zu machen, von deren r u prüfg Saamen-Ergiebigkeit ich in gedachtem Unglücksjahre die vollkommenste Erfahrung gemacht habe. Ich bestimmte ihr ein Bunder, auf welchem ich den Raps im Frühjahre umgepflügt hatte, und ließ es auf die vollkommenste Weise zu ihrem Empfange vorbereiten. Dreyßig dreyspännige Karren guten Mistes wurden aufgefahren, und das Feld durch ein fünfmaliges Pflügen in einen Aschenboden verwan— delt. Um das Aufgehen der Rutabaga bey damaliger trockenen Witterung zu befördern, wurde sie an zwey Abenden(den 25. und 26. Julius 1803) gesäet, eingeeggt, und an dem darauf folgenden Morgen nach Sonnenaufgange gewalzt. Man verwendete auf das Stück zwey Metzen Saamen. Die schwelgerische Pracht dieses Stückes vor Winters ist nicht zu beschreiben. Nichts kam ihr gleich. Die Pflanzen erhielten sich vollkommen bey der Kälte, statt daß ein kleines Stück mit unver⸗ Drith M 3 pflanz⸗ —— .. —— —— — ——.— ——.— 182 3—— pflanztem Rapse, das der Zufall mitten in das Ruta— baga-Feld gebracht hatte, durchaus erfror... Der Anschein des Frühjahrs gab dem Zustände der Pflan— zen im Herbste nichts nach. Um aber meine Freude um vieles zu mäßigen, führte der Unstern die ägypti— sche Pläge, den zerstörenden Erdfloh, und was sonst noch für andere ungünstige Zufälle, über mein Feld her... Ich gab alles verloren; und schon war das Urtheil gesprochen und die Sense gezückt, als die Sache eine andere Wendung nahm, und die Blumen an dem obern Ende der längen nackten Stängel Saa— menspindeln anzusetzen anfingen. Mir ward also die Hoffnung, den dritten Theil des Versprochenen noch zu erhalten. Der Saamen⸗Ertrag des ganzen Stückes war 27/,87 Scheffel, die für 225 Gulden verkauft wur— den. Dieser ungeheure Preis beweist sattsam, wie viel die andern Oelgewächse überhaupt in diesem Jahre gelitten haben mußten. Ohne den Zufall der Erd— flöhe wären 70, wo nicht 80 Scheffel von diesem ein— zigen Bunder gewonnen worden. Die Unkosten be— liefen sich auf 120 rhein. Gulden, der reine Ertrag auf eben so viel. Der an dieses Feld unmittelbar anstoßende gedüngte und verpflanzte Raps gab 182 Scheffel. Sein reiner Ertrag war 24 Gulden. Der Unterschied zwischen ihm und seiner Nachbarinn ist also außer allem Vergleiche. Obgedachter Versuch befriedigte mich nicht ganz. Eine Braachfrucht durch eine vorhergehende reine Braa— che ce 0 Ch astn sh Mhsten lundwit geheiten welchern wideke stralige Degis chehden W bey wat de Flde! des N⸗ etogs Munbag WI der kei lich ent den Y lung. Ein B. Mh sie. delt, t holden; Scafe 183 B che zu erzwingen, stimmt nicht zu meinem Systeme. ö 11 Es ist wahr, daß Pacht, Lasten, und alle Ardeit des 40 ersten sowohl als des zweyten Jahres in angeführten mi Unkosten mit begriffen, also gedeckt sind. Allein der 8 d Landwirth lebt von seinem Gewinne, und nicht vom nd wab su geheilten Schaden: denn sonst wäre der Umlauf, in er mein d welchem die reine Braache ein Jahr über das andere hon wat x wiederkehrt, unstreitig der beste, weil das Getreide un— ikt, als 6 streitig nach einer reinen Braache am besten schockt. die Blum Die güsten Kühe müssen aber nothwendig in die mil⸗ tängel Si chenden eingerechnet werden, wenn man sehen will, vard alsor was bey der Wirthschaft herauskommt. Dem zufolge ochenen ni⸗ war der jährliche Gewinn, den die Rutabaga aus dem Felde hervorbrachte, nicht mehr als 60 Gulden, der Eiscked uu des Rapses 16. Der verpflanzte Raps gewinnt also etwas bey dieser Berechnung. Er steht hier gegen die 0 2 2 rkauft wuh 1 ö ö Rutabaga wie 1 gegen 34, statt daß er oben nur ttsam, wi ö lannd Wfnh wie 1 gegen 5 stand. 0 10 Der Versuch blieb also noch zu machen, ob man 4 der reinen Braache bey der Cultur der Rutabaga gänz— Int lich entbehren könne. Ich hatte diesen Versuch in eben 15 10 dem Jahre unternommen, und er war durchaus miß— unmittefn lungen. Ich wiederholte ihn für das Jahr 1805. Rors Ein Bunder, das Wintergerste, und ein anderes, das 24 Gulen Roggen getragen hatte, wurden mit Rutabaga be⸗ achbang säet. Das erste war mit dem größten Fleiße behan— delt, reichlich mit Compost gedüngt, und früh besäet nicht an worden; das andere, als blos 3 Srihunweide dur reine Brus Schafe bestimmt, wurde nächlässig bearbeitet, nicht M 4 ge⸗ 184 ö——— gedüngt, und um 18 Tage später bestellt. Noch ehe der Winter sich fühlen ließ, waren die Pflanzen auf dem Gerstenlande schon alle verschwunden; die auf dem Roggenlande im Gegentheil grünten, wurden nicht abgeweidet, und brachten, ungeachtet alles Unkrauts, mit dem sie überwachsen waren, noch 2034 Scheffel Saamen. Dieses war freylich keine be— friedigende, aber doch in Hinsicht auf die schlechte Be— handlung eine mehr als lohnende Aerndte. Meine Nachbaren warfen die Schuld des Miß— lingens auf dem ersten der gedachten Felder auf die vor— hergegangene, mit allen Rübenarten unverträgliche Gerste; und ich bin geneigt, ihnen beyzustimmen. Doch hatte ich im vorhergehenden Jahre auch nach dem Roggen ein gleiches Schicksal an der Rutabaga er— lebt: diese war so elend gewesen, daß ich sie im Früh⸗ jahre wegmähen ließ. Es war mit Taubenmist und Asche zu derselben gedüngt worden, und es ist zu ver— muthen, daß die damals so lange anhaltende große Dürre, in Verbindung mit diesem trockenen Dünger, einen nachtheiligen Einfluß auf die Rutabaga gehabt habe. Die Pflanzen schwanden nicht von dem Felde weg; aber die Stängel erhärteten vor der Zeit, das Laub wurde blau und roth, und das Geschäft der Vegeta— tion war zu Ende, als die feuchte Witterung eintrat. Die Sense machte im folgenden Frühjahre diesem Bil⸗ de des Elendes ein Ende. Zum Glücke hatte ich mich mit jenen zwey Ver— suchen nicht begnügt, und der Rutabaga auch einen Pah PMoh el Kigall hen his ufih V D maltt A der En ruch hn ttus Di wästz e Hila tabaga fel bett helte d 92 Gc le 100 Phibondd für di . der einz ME deh, it aber s. Mq harsht lbagat D niht nth —— 185 ö minn Platz auf dem Roggenfelde gestactet, worauf der Raps i ü0 eingedrillt war, dessen Beschreibung der leser im vor⸗ hergehenden Abschnitte gefunden hat. Da die Ruta—⸗ — ̃„ ten, wung baga hier einerley Cultur mit dem Rapse genoß, so achtet az darf ich selbige hier nicht wiederholen. „i. Der Vergleich die er beyden Gewächse ist bey shlchte meiner Abwesenheit nicht ganz genau gemacht, und der Saame untereinander gemengt worden; aber nach Hrn. Clemens, eines gläubwürdigen Beobach— odes M— ters Versicherung, n die Rutabaga verhältniß⸗ auf die vi mäßig einen dritten Theil mehr geladen als der Raps. wertröglit Hieraus folgt, daß, wenn das ganze Stück mit Ru⸗ umen. Dah 5 nach da Itabaga eh tabaga besäet gewesen wäre, die Aerndte 138 Schef— fel betragen haben würde; und wäre es im Gegen— theile durchaus Raps gewesen, so hätte das Feld nur 92 Scheffel gegeben. Die. tünde also hier e im Früh ö eumist und wie 100 gegen 67... Dieser VBersuch beweist trium⸗ st iu ven phirend die Entbehrlichkeit der reinen Braache, sowohl ö ür diese Pflanze en Rap tende große fü s⸗ Pf e/ als für den Raps. en Düngez Der Vortheil eines großern Ertrages ist nicht Haga gehakt der einzige, den die Rutabaga über den Raps hat. dem Fch Ihre Eigenschaft, nichts von dem Winterfroste zu lei⸗ Zeit, d den, ist zwar bey uns noch nicht hinreichend erprobet; der Veheth aber so viel ist doch gewiß, daß sie ihm besser als der Raps widerstehe. Da also, wo die Gewohnheit nicht herrscht, diesen zu verpflanzen, scheint mir die Ru⸗ tabaga entscheidend den Vorzug zu verdienen. ing eintett diesen S Der Saame giebt, wenn mich meine Proben nicht trügen, etwas mehr, und, nach der Aussage M 5 mei⸗ wey V auch eie W 186 meiner Nachbaren, besseres Oel, als der Raps... Der Stamm und die Zweige sind von einer zäheren Struktur, daher sie nicht brechen, noch sich auf die Erde legen, wie dieß beym verpflanzten Rapse oft der Fall ist. Sie wölben sich blos übereinander, wann die Extremitäten anfangen von Saamen schwer zu werden, welches aber die gleichzeitige Reife nicht hin⸗ dert, indem die Stämme stehen bleiben, und die Luft unter ihnen herspielt. Herr Clemens will zwar in dem letzten Jahre bemerkt haben, daß der Wind die Stämme umwirft, welches dann geschieht, wenn die Rüben in der Erde anfangen zu verwesen; da ich aber solches vorher nicht erfahren habe, so halte ich es für zufälig. Doch kann die in Reihen gesäete Rutabaga wegen der Breite der Zwischenräume diesem Zufalle stärker unterworfen seyn. Unter die guten Haupteigenschaften der Ruta⸗ baga zähle ich noch die, daß sie sich des Saamens auf dem Felde nicht so wie der Raps entlediget. Man kann sie also ohne Gefahr auf dem Felde stehen und zu ihrer vollen Reife kommen lassen, ohne daß ihr die Abwechselung von Sonnenschein und Regen schaden wird. Daraus folgt auch, daß sie eben so, wie der Rübsen, mit der Hausense gepickt werden kann; sollte sie aber stark von Kopf, und folglich ineinander ge⸗ wachsen seyn, so müßte der Picker sie blos anhauen, und ein Andrer das Angehauene sammeln und in Ge— lege bringen. Ein sthn od all henke dem alt ltten et jthtedu Uhrigene Dists! fisch un Jhle e menet! dessns dulch! Erfahr u nuße 3n Mest vusprec men in gensto auf el 6 deh N. halef mesen die M sch st du V 187 der— Nus Ein mageres Land und eine verspätete Aussaat ö en hen stehen ihr nicht an. Eine sehr frühe Aussaat ist je— 90 ö 510 cuf doch auch nicht anzurathen. Im Jahre 1804 säete Rapse oftx ich ein kleines Stück am 7. Junius. Die Pflanzen wur⸗ inder, um den ausnehmend stark, aber allzu hoch von Stamm, 0 shwe litten etwas vom Winter, trieben aber im Früh— ise nicht ho jahre von neuem mit solcher Macht aus, daß sie die und die hf übrigen auf allen meinen andern Feldern übertrafen... will zwar! Dieses Oelgewächs kömmt auch sehr gut auf einer er Wind d frisch umgepflügten Grasnarbe, wie ich in demselben ht, wenn d Jahre erfahren habe... Auch säete sie ein Pachter da ich al⸗ meiner Gegend mit vielem Glücke auf ein Wickenfeld, lte ich es fl dessen ersten Schnitt er grün abgefüttert hatte. Da— ete Rutabay durch kann also auch die Braache erspart werden; eine esem Jufth Erfahrung, die mancher Stallfütterungswirth wird zu nutzen wissen.. 1805 sah ich mit Vergnügen zu Westmael in der brabantischen Campine ein viel— der Ruti versprechendes Feld mit Rutabaga von meinem Saa— aamens au men in der schönsten Blüthe. Sie war in die Rog⸗ get. M genstoppel gleich den Rüben gesäet worden, und stand stehen un auf einem etwas feuchten Sändboden. edaß ihr x Der Versuch wäre noch zu machen, ob das, bey dem Rübenbaue der Brabanter beschriebene, wieder— holte scharfe Eggen nicht auch der Rutabaga ange— hen schadn so, wie d nmnz s messen seyn dürfte. inander g 5 ahhauch Durch die Behandlung als Oelgewächs wurden und in H die Rüben bey mir von Jahr zu Jahr kleiner, so daß sich jetzt wenig Unterschied mehr zwischen ihren und den Wurzeln des Rapses zeiget. Sobald aber der 6 Stamm 188—— Stamm zum Blumentragen aufschießt, zeigt sich in seiner Struktur, den Schoten und dem Saamen selbst ein merklicher Unterschied. Blüthezeit und Saamenreife fallen um zehn Tage später, als bey dem Rapse. Der Saame will eben so, wie der von allen andern Oelgewächsen, nach dem Ausdrusche eine Zeit— lang auf dem Boden auseinander gebreitet, und täg⸗ lich getreten, oder mit den Füßen gescharret seyn, damit er nicht schimmlicht werde. 5 S t m trrgp wird in den Jahren, wo der Winterraps zu Grunde gegangen, ziemlich häufig in Brabant gesäet, doch nur in kleinen Quantitäten. Er ist noch mehr Zu— fällen unterworfen, als der Winterraps, und fodert ein gutes fettes Land, das nicht Jedermann ihm gerne einräumen wird. Mir selbst ist er nur ein einziges Mal recht geglückt, und zwar in einem der abgewäs⸗ serten Teiche, wovon ich bey dem Hanfe gesprochen habe. Er war im Jahre 1796 in meiner Abwesen⸗ heit gesäet worden. Bey meiner Rückkunft im Sep⸗ tember war mein erster Gäng nach den Entwässerun⸗ gen. Ich lief unbedachtsam zwischen den Raps hin⸗ ein, und versank in dem Moraste bis an die Kniee. Kein Winterraps gab je so schönen und häufigen Saa⸗ men, als dieser Sommerraps.— Er scheint also mit dem Hanfe in gleichem Falle und für ähnlichen Boden geeignet zu seyn. Rüb⸗ 9 Hhimmt geltl le, 0 ö Lultheih Mo schaget: then is, men vott kulatio, voh sie 9 mextayj Hed n Vitag den De— er von d witd di er sahn meier Be de dhet, Vendte der Doa uum G =.— 189 98 N üb sen. em Saamn luthezet Ich glaube nicht, daß er bey den Belgen viel ler, at bekannt ist, und ich selbst habe ihn blos des Versuchs wegen cultivirt... Steht der Winterrübsen zu dich— te, so ist ihm das scharfe Eggen im Frühjähre sehr or von ah vortheilhaft... Der Sommerrübsen dient nur dann he eine d. als Nothhülfe, wenn alle andere Oelgewächse fehl , und ti schlagen: daher allen großen Wirchschaften anzura— harret sen then ist, stets etwas Sommerraps und Rübsensaa⸗ men vorräthig zu haben, um im Nothfalle auf Spe⸗ kulation, oder doch zum häuslichen Bedarf, etwas da— von säen zu können. „ H—————— zu Grund H, u. Ich ziehe beynahe den Sommerrübsen dem Som— merrapse vor, weil er viel geschwinder reift, und das 0 ö mehr 0 Feld viel früher als jener verläßt, der gehörigen ö ofrbert ei Wintergetreide-Bestellung daher kein Hinderniß in ihm gem den Weg legt. 12— 14 Wochen sind alles, was an* er von der Einsaat an bis zu seiner Reife bedarf. Er r abgewi wird dichter als alle andere Oelgewächse gesäet. Wenn gesrochn er lohnen soll, so muß er fett stehen. ö Abweseh ö N ft im Ey Der Saame aller jener Oelgewächse hält sich, ö stpässeruh meiner Erfahrung nach, viele Jahre lang recht gut. 4 Naps hih Bey dem Rapsverpflanzen ist es sogar eine Nothwen— N ö die Huie digkeit, immer so viel Saamen von der vorjährigen NR sen En Aerndte vorräthig zu halten, als man zum Besäen thelt as der Pflanzschule bedarf, weil die heurige oft zu spät. hnuhn zum Säen der Pflanzen eintrifft. IX güb⸗ Der N 190— Der Chinesische Oelrettich scheint mir, nach dreyjährigen Versuchen, wenigstens in meiner Gegend keine Empfehlung zu verdienen. Er blühet ohne Ende, verspricht Berge, und gebiert Mäuse. Um seines Saamens habhaft zu werden, muß noch erst eine besondere Dreschmaschine erfunden werden. Selbst bey dem stärksten Froste sind die Körner kaum aus den Schoten zu bringen. Unterdessen freuen sich die Schaafe bey dem Ströhe, und fressen die nicht entledigten Schoten mit vieler Begierde... Ich säete ihn auch zum Viehfutter, also mitten im Sommer. Die Rüben oder Rettiche waren ansehnlich genug; aber leider schoß der größte Theil in Stängel, und die Rüben verloren dabey ihren ganzen Werth. Etwas besser schiene mir der weiße oder Englische Senf, wenn sein Oel nicht sogar abschmeckend wäre, und die Pflanze sich nicht so gern lagerte, wiewohl ich nicht finde, daß dieses letztere ihr, auf einem von Unkraut freyen Felde, schade. 15— 16 Wochen reichen zu seiner Reife hin; der Chinesische Oelrettich im Gegentheil erfodert eine Ewigkeit dazu... Die beste Eigenschaft des weißen Senfes ist seine Unempfindlichkeit gegen den Anfall der Insekten, die sich nicht leicht bey ihm zu Gaste laden; dabey ist sein Wuchs schnell genug, um ihn ihrer Gefräßigkeit zu entziehen... So leicht der Saame bey dem Dreschen aus den Hülsen geht, so o vn von dl st nlte Saapel Struh durceue N Nld il Da ich siine v * wenig ge Wutelh hat.. usges Sanm Dalen Uuzen? walt ser vet dicht f. Eiffer V Mei —ꝛ—— 191 'tti ö ‚ h so vermag ihn doch kein Wind herauszureiben; und , werhsn von dieser Seite ist kein Verlust dabey zu befürchten. zu verdienn 2 „ ud gl Der Leindorter st iu n, ist nur eine Spekulation armer Bauern, die etwas chine efurh Saamen davon unter ihre Möhren werfen. Das sind die Hn Stroh giebt schöne feine Besen. Die Pflänze verdient erdesen ftn durchaus keine Aufmerksamkeit. lessn die nt . J sin Mohn oder Magsaamen. än ö Nach dem Berichte des Hrn. de Beunier —2 i wird in dem lande von Waes auch Mohn gebauet. 0 Da ich keinen daselbst angetroffen habe, so will ich Wath seine Bauart, so wie er sie beschreibt, hier angeben. oder„Man bestimmt dem Mohn ein leichtes nur wenig gedüngtes Länd, das im vorhergehenden Jahre Wintergetreide und darauf Stoppelrüben getragen hat... Er wird im März oder April sehr dünne R ausgesätt. Um ihn gehörig zu säen, wird ein Theil Hnichtfmn Saamen mit einem Theile feiner Erde und zwey kraut 20 Theilen Holzasche vermischt. Man rechnet, daß drey en zu 5. Unzen Mohnsaamen auf ein Gemeth zureichen: denn Gagenth je weiter die Pflanzen von einander stehen, desto bes⸗ Eigenschs ser werden sie. Daher werden bey dem Jäten alle zu hleit gehn dicht stehenden ausgezogen. Zwey Zoll ist die geringste cht b Entfernung, die man ihnen gestattet. 2 0„Der Mohn kömmt gegen die Mitte Augusts Nsagh zur Reife. Einige schütteln die Köpfe in einen Sack aus; * aus; darauf werden die Stämme ausgezogen, der Sonne ausgesetzt, und später noch einmal ausgeschüt— telt. Andere schneiden die Köpfe sogleich ab, und fül— len sie in Säcke, um sie darinn an Luft und Sonne nachreifen zu lassen; dann leeren sie die Säcke auf ein ausgebreitetes Tuch aus, und rütteln den Saa⸗ men vollends aus den Köpfen. „Man bauet dreyerley Gattungen von Mohn: eine mit grauem, die andere mit schwarzem Saa— men. Beyde haben offene Köpfe. Die dritte Gat— tung ist geschlossen, und dient blos für die Apotheker, an die er, in Büschel gebunden, unausgedroschen ver— kauft wird. Der Saame wird zum Theil im Lande geschlagen. Sein Oel ist süß und angenehm. Die gemeinen Leute und die Bäcker bedienen sich desselben statt der Butter, und die Maler zum Auftragen heller Farben. Der größte Theil des Saamens aber wird den Holländern zugeschickt, die damit das gemeine Oli— venöl versüßen, und solches nachher für Provencerol verkaufen.“ So weit Hr. de Beunier... In der Ge⸗— gend von kille, wo bekanntlich eine große Menge Mohn gebauet wird, ist, so viel ich weiß, die Gat⸗ tung mit offenen Köpfen gewöhnlich. Die geschlos⸗ sene bringt, ungeachtet der Dicke ihrer Köpfe, nicht so viel Saamen.— Geht's doch oft bey Menschen— köpfen eben so! Ich halte die früheste Aussaat bey dem Mohne für die vortheilhafteste, selbst, wenn sie schon im Fe⸗ Fehtia Gaume asll hind sin m findeh i dßr Ibafist sch ibe schhͤnde Se vot der aaf sud, ten. sele. den sten llude ge auf, vr wohl i ken, de harkn er Stl icht, y gedacht gebracht Ausjeh senen M h hen Dg 193 ö Vezogh, Februar geschehen kann. Ich bemerkte stets, daß der 8 bal ausgeshl Saame, der von dem gefüllten Mohn im Garten aus— N ab, undf gefallen war, weit schönere Pflanzen gab, als der, den 8 st und Eym ich im Frühjahre selbst säte.. Ich habe das Reihen⸗ ie Sacke an säen und Anhäufeln dieser Pflanze sehr vortheilhaft ge— ein den Ei funden. Das Aerndtegeschäft bey dem geschlossenen Mohne von Mi ist außerst einfach. Sicheln und Messer sind dabey werjen 6. überflüsis, und die holzigten sprden Stängel brechen dulte Er sich ͤber der Erde mit der Hand weit leichter und ge⸗ ö schwinder ab, als mit einem Werkzeuge geschehen kann. anrmen Sie werden sogleich in Haufen oder Zelten gegen einan⸗ Hunt der aufgestellt. Je größer diese Haufen im Umfange Whelim dud 6 sind, je weniger haben sie von dem Winde zu befürch⸗ H len. Man umzieht jeden Haufen mit einem Stroh⸗ sch dessehn seile. Wenn die Köͤpfe sämmtlich trocken sind, wer— Itagen bel den sie nach der Scheune' gefahren, und gleich dem Ge⸗ lis chet wis treide gedroschen; nur schlagt man dabey nicht zu hart Hemeine auf, welches auch überflüssig seyn würde. Man thut Mueel wohl, im Anfange etwas Stroh über die Tenne zu brei⸗ ten, damit der Saame nicht durch den Flegel auf der 9u der b harten Tenne gequetscht werde. Es wird zuletzt auf oße Meap der Staubmühle vollkommen rein gemacht. „ die G. Bey dem ofsenen Moßne ist die Sache beschwer⸗ 7 geschof licher, und er kann ohne Verlust nicht anders als auf ob⸗ pfe/ nict gedachte, von Hrn. de Beu nier angeführte Weise ab⸗ Mansc gebracht werden. Ich bin aber keineswegs für das Ausziehen der Stämme weder dieses noch des geschlos⸗ Mohe senen Mohnes: denn die Erde, die zwischen den Wur⸗ 0 zeln hängen bleibt, und bey dem Trocknen oder Dre— scho 0 Zweyter Band. N schen BSsss 194 schen zu feinem Staube wird, vermischt sich so mit dem Saamen, daß sie nicht anders als durch ein feines Haarsieb wieder davon abzusondern ist. Läßt man den Staub aber unter dem Saamen, so kann man sicher seyn, daß man einen guten Theil Oel weniger erhalten werde. Dieses verbindet sich nämlich mit dem erdigen Staube, so viel dieser nur annehmen will, und ist nicht wieder herauszubringen. Um die Arbeit des Saamensammelns bey dem ofsenen Mohne zu erleichtern, ließ ich mir einige 6 Zoll hohe Reifen oder Ringe von Weiden flechten, und ei⸗ nen zwey Fuß langen Sack um jeden befestigen. Da der Sack durch den Reifen offen gehalten wird, und der Sammler ihn vermittelst einer Schnur wie eine Trom⸗ mel anhängen kann, so befördert dieses die Arbeit unge⸗ mein. Ist eine hinlängliche Quantität in dem Sacke, so wird er in einen andern gewöhnlichen Sack ausge— leert. Darauf werden die Stängel ohne Zeitverlust und behutsam abgeschnitten, und auf dem Felde so, wie der geschlossene Mohn, in Haufen aufgerichtet. Sind die Köpfe endlich alle nachgereift, so breitet man ein Tuch ganz nahe am Haufen aus, senkt ihn theilweise und schnell auf das Tuch hinab, und schüttelt die Köpfe vollends aus, oder zerschlägt sie mit einem Stocke. Der weiße geschlossene Mohn giebt noch etwas weniger Saamen, als der blaurothe; auch giebt er kein schöneres Oel. Der Weaante fodert im Anfange viele Achtsamkeit, und will sehr dünne auseinander lie⸗ gen, welches, wenn man nicht mit hinreichend großen und n el Iuf Zachenn lich — Mrodilt shlagl seanhun dahu bet eo den dosbe! 9e dit auf we nimmt hime filig shlagn. immee aber eh Mu gebt da wünt, dad Oel beudes fliert u Brenng disem geme ———————— schsonth und guten Böden versehen ist, sehr beschwerlich fällt. ein fihz Auf einem schlechten Boden muß er nothwendig auf aht ma v Tüchern ausgebreitet werden, wenn man nicht außeror⸗ in mansdentlich dabey verlieren will. eniger erhchz ö„— 2 2 dem ech Der Mohn ist ohne Zweifel ein sehr schätzbares Produkt, besonders da, wo man das Oel gehörig ge⸗ schlagen und als Speise-Oel zu einem anständigen Prei— se anbringen kann. Allein dazu gehört eine besonders elns bey d dazu bestimmte Mühle oder Presse: denn sonst nimmt will, und! einige 691 es den wilden Geschmack anderer Oele an, die durch ten, und! dieselbe Presse gegangen sind. Da man aber an weni—⸗ estigen. I gen Orten in dem Falle ist, eine eigne Mühle zu finden, wird, und d auf welcher nichts als feine Oele zubereitet werden, so hie eine Tiun nimmt man die Zeit wahr, wo der Oelschläger neue „Arbeit uy härne Säcke nimmt, läßt die Steine und Pressen sorg⸗ dem Such fältig reinigen, und die ganze Provision nach einander Gack aley schlagen. Das erste Oel, was durchgeht, wird noch 2 Reerhf immer einen unangenehmen Beygeschmack haben, giebt dedes.aber ein sehr gutes Oel süͤr den Tisch des Gesindes. cht, e Man läßt den Saamen zuerst kalt schlagen, und dieses giebt das Speise-Oel; dann wird das Geschlagene er⸗ n wärmt, und noch einmal auf die Presse gebracht, um Hel die H das Oel e auszunrüchen. Dieses letztere wird Stock besonders gefüllt, und für das Gesinde bestimmt. noch ehn Obgleich das Mohn⸗ Oel bey der Kälte weder ge⸗ gebte 60 friert noch gerinnt, und eine schöne helle Flamme beym im Mitt Brennen giebt, so halte ich doch seine Anwendung zu eander diesem Entzwecke für schädlich, weil es die Consistenz 00 gufn des gemeinen Rüb⸗Oels nicht hat, und sich daher bey „ N 2 dem Vαππν⁰⁰π⁰¾;n trua 196 dem Brennen geschwinder verzehrt als dieses. Sein Verdienst besteht also vorzüglich in seinem Geschmacke, und darinn steht es dem Oel⸗Rettich eben so weit vor, als dieser dem Rüb⸗Oele. Im Ertrage ist überdem gar keine Vergleichung zwischen beyden Pflanzen zu ma⸗ chen, so daß ich denken muß, daß diejenigen, die den Rettich empfahlen, den Mohn gar nicht gekannt haben müssen. Hr. Clemens zu S'Heeren⸗Elderen erhielt im Jahre 1805 dieselben Resultate, die sich bey mir schon vorher ergeben hatten.. Er hatte ein Stück von ge— nau zwey berl. Morgen düngen, und die eine Hölfte mit Mohn, die andre aber mit chinesischem Rettich be— säen lassen. Dieser wurde den 2 4sten September, je⸗ ner den üsten Oktober eingefahren. Der Mohn wurde sogleich gedroschen, und gab 6, 8 Scheffel; der Ret— tich gab bey dem Ausdrusche im Winter nur 3, 5 Schef— fel Saamen. Da der Mohn keinem Insekte, weder in seiner Jugend, noch während seiner Blüthe, noch in den Saa⸗ men⸗Köpfen unterworfen, sein Ertrag also beynahe sicher und gleichförmig ist; da er keiner vorhergehenden Braache, keines Verpflanzens bedarf; da er als ein Sommergewächse das land nicht zu lange einnimmt; da sein Saame, wo nicht einen dritten, doch gewiß einen vierten Theil Oel mehr giebt, als der Rapssaame; und da sein Oel an Güte alle andere Oele des nördlichen Eu— ropa übertrifft: so bin ich überzeugt, daß, ungeachtet der Mohn zum Rapse im Saamen⸗Ertrage nur wie 3 zu f 0 V auell h IMil Mieil 6 e Me Musß, rucsele Stamm wöchid er in h shen i Kopfe a sehtde Rl Hlt din M 192 veses. Ei zu 5 steht, daß, sage ich, wenn man eine gewisse An⸗ N Geshmah zahl von Jahren zusammenrechnete, der Mohn allen 0 wiity andern Oelgewächsen den Rang streitig machen, und e ist iban sie besonders da bey weitem übertreffen würde, wo man sanzen u ihn zu einem angemessenen Preise, obgleich noch etwas igen, dun unter seinem wahren Werthe, verkaufen kann. gekannt heh Schlüßlich muß ich doch noch erinnern, daß auch der Mohn seine Feinde hat, und diese sind die Feld⸗ —— 15. Mäuse, die ihm, so lange er noch nicht ganʒ zeitig ist, tück von! nachstellen. Diese Gaudiebe beißen nicht selten den ene Hi. Stamm an, wodurch er sich senkt und ihnen einen ge⸗ 106 mächlichen Zutritt zu den Köpfen gewährt. Ja wenn Wur er in Haufen steht, so schleichen sich die Mäuse dazwi⸗ 60 schen in die Höhe und fressen die noch nicht trockenen W Köpfe an. Da dieses von unten geschieht, so fällt 43* 5 selbst der Saame, den sie nicht verzehren, aus, und 37/5S geht verloren. Bey völliger Reife ist nichts mehr für den Mohn zu fürchten. der in salt in den S aso bennh chagchenn a er als nnimmt l gewiß ant saame; i0 dlichen l umgaucht uur v 5. N 3 Fünf⸗ I ö Mt IE 4 . 5 1 1 . II 0 0 1 1 Fünfter Abschnitt. Verschiedene Handelsgewächse. Man baut in den Riederlanden sehr viel Hopfen, et⸗ was Toback, und sehr wenig Wau und Krapp. Ich übergehe den Wau und Toback, deren Cultur ich nicht hinreichend kenne, und den Hopfen, weil er nicht zu der Ackerwirthschaft, sondern zur Gärtnerey gehört. Man kann sich einen Begriff von der Quantität des Hop⸗ fens machen, der in den Niederlanden gebauet wird, wenn ich sage, daß aus einem Bezirke von 2 deutschen Meilen im H, der zwischen Alost und Brüssel liegt, im Durchschnitte jährlich drey Milionen Pfund Hopfen nach den holländischen Provinzen verfahren werden. Da nun der Mittelpreis des Hopfens zu 2 34 deutschen Gulden für den Zentner steht, so bringt dieser Handels⸗ zweig jährlich über 700οοσ vhein. Gulden ein. Doch wird das Aestchen bald auf seinem Stamme dorren, wenn die Ausfuhr nach Holland einigen Bierbrauern zu Gefallen untersagt bleibt. Hoffentlich aber werden diese Herren den Hopfen mit der Zeit darum nicht wohlfeiler einkaufen. Denn natülich: was wenig gesucht wird, dessen wird wenig gebaut. Die Haupt⸗Niederlage jenes Handels ist in Alost, wo der Hopfen untersucht, der schlechte verworfen, und der gute mit dem Stempel der Stadt versehen wird. Dieses Approbationszeichen vermehrt seinen Werth im Auslande immer um einige Gulden. Hr. von Boe⸗ der⸗ detde ham Il 50 ö f I fammet dem uo Hion der Rant 1— O u enthit Dulc den. die H Guden licht x besord mißra Hufe den e tiel 199 derdael, Maire von Alost, versicherte mir, nach ei⸗ nem aus den Registern dieser Stadt genommenen Aus⸗ icht, zuge, daß im Durchschnitte daselbst 2, 200οο Pfund 71 auf diese Weise verifizirt, und jährlich verschickt wür⸗ il Hoßfer, den, und daß man noch eine Million Pfund nicht⸗ge⸗ Reapp. stempelten Hopfen annehmen könne, welcher außer⸗ uur ichsth dem noch ausgeführt würde, der ungeheuren Consum⸗ al er nicht tion der benachbarten Städte nicht zu gedenken. N tnerey gehth litat des hy Der Hopfen wird 4 Fuß im V von einander ge⸗ gebauet wü pflanzt; jede Pflanze erhält nur eine Stange, und wenn Re deulsh⸗ jede Stange ein Pfund Hopfen trägt, so ist man mit Brussel i der Aerndte zufrieden. Das Antwerpische Journal Pfund Hun enthielte also hiernach 2500 Stangen, und gäbe im Durchschnitt einen rohen Ertrag von 700 brab. Gul⸗ den.. Man erzählte mir in Alost ein Beyspiel, wo die Hopfenärndte von anderthalb Journal für 2 800 Oren wednn 3½ deulschn ser Hande 40 Doc Gulden verkauft worden war. Jede Stange trug zwar Ine urlt nicht mehr als anderthalb Pfund Hopfen; aber zum tabrauem besondern Glücke für den Besitzer war er allenthalben rweden dil mißrathen... Nichts ist so unsicher als der Preis des 0 möstt Hopfens, und oft steigt er von 20 zu 120 Gulden fur ig gesuth den Zentner: Der Hopfen von Poperingen geht allem niederländischen an Güte vor. zistin doß Krapp. worfeh, d ö 11 ö schn un Man wird keine vollständige Beschreibung des Ba Krapphaues von mir erwarten. Der zweyjährige Be⸗ 00 0 sitz des landes, den er fodert, macht, daß er in wenige N 4 Land⸗ deh Landwirthschaften paßt. Ueberdem ist er nicht, wie das Oel, ein allgemeines Bedürfniß, kann also nicht überall abgesetzt werden. Wer keine Krapp⸗ Mühle in der Nähe hat, oder die Wurzeln nicht frisch von dem Felde weg verkaufen kann, darf sich damit nicht abge— ben. Selbst ohne Zufluß von auswärtigem Dünger, und ohne gehörige Anzahl von Arbeitern, ist dieser Ban im Großen durchaus nicht zu betreiben. Da dennoch ein oder der andere leser in der Lage seyn kann, sich da— mit abzugeben; da dieser Bau in meiner Gegend mit Erfolg betrieben wird, und ich selbst einige Erfahrun— gen darüber gemacht habe: so will ich die Cultur des Krapps nicht ganz übergehen. Seeland ist bekanntlich die Gegend, wo man sich am meisten auf den Krapp⸗Bau legt. Desto weniger geben sich die Belgen damit ab, und auf meinen Rei— sen kam mir nur ein einziges Stück(es war in den Pol⸗ dern) davon zu Gesichte. In meiner Gegend, na⸗ mentlich bey Mastricht und Hasselt, wird viel Krapp gezogen. Seine Cultur an beyden Orten ist etwas ver— schieden. Zu Hasselt, wo ein fetter, etwas feuchter Sand⸗ boden ist, werden die Pflänzen auf ganz geebnetem Lan⸗ de nach der Schnur gepflanzt, und je zwischen vier und vier Reihen ein kleiner Pfad oder Zwischenraum gelas⸗ sen. Nachdem die Pflanzen völlig angewachsen sind, werden die Zwischenräume mit einem schmalen Spaten ausgegraben, und die ausgegrabene Erde zwischen die Pflanzen eingeschosen.q Dadurch entstehen erhöhete ö kleine Hlilk“ degu Redb Mili Wschm und die af elg ir ben slt, v hur 4 velden durche das er lichter Hand imn lelt; och sih Hauhte die H Usach wirde unde 1lr dbt he is, hiln hhoden, e den er ficht, 6 fann 0 0 rabp⸗Mihtz fisch unn y mit nicht dy igem Dim st dise d Da demnt ann, sich Gegend n ge Erfahmn 1 Cultur d wo man sh Desto wenge meinen M in den Poh jzegend, na viel Kray setwas yen schtet Sash bnetem hn hen vier uh raum gass achsen sh Hen Spatg hwische on ethöht flals 201 kleine Beete. Vor oder nach dem Winter gräbt man die Zwischenräume von neuem aus, und deckt mit der Er⸗ de das vergehende Laub des Krapps vollends zu. Zu Mastricht, wo ein sehr guter zehm⸗Boden ist, werden die schmalen Beete vorher mit dem Pfluge angeschossen, und die Pflanzen ohne den Gebrauch einer Schnur dar⸗ auf eingesetzt. Zu dem Ende pflanzt man nicht in die ränge, sondern in die Breite der Beete. Man gebraucht hier beynahe noch einmal so viel Pflanzen, als zu Has⸗ selt, weil ihrer 6— 7, an letztgenanntem Orte aber nur 4 in die Breite eines Beetes fallen. Dagegen werden bey dieser Methode die abgehenden Pflanzen durch andere ersetzt, bey jener aber nicht. Auch hat das erste Ausgraben der Zwischenräume bey der Mast⸗ richter Methode nicht statt. Zu Mastricht wird das and mit dem Pfluge zur Aufnahme des Krapps vorbe⸗ reitet: zu Hasselt geschieht dieses oft mit dem Spaten; doch sind viele Pflanzer für den Pflug, weil sie be— haupten, daß eben die Leichtigkeit, einzudringen, welche die Krappwurzeln auf einem rigolten Boden finden, die Ursache sey, daß sie zwar länger, aber weniger dick würden, als die, welche durch die Härte des Unter⸗ grundes zurückgestoßen werden. Je dicker und holzig⸗ ter aber die Wurzel, und vorzüglich der Hals der Kro⸗ ne ist, um desto mehr und besseres Krapp⸗Mehl er⸗ hält man. Ich übergehe alle andern Handgriffe gedachter Me⸗ thoden, die bekannt genug sind, um mich etwas langer bey den Verbesserungen aufhalten zu können, die ich N 5 bey —ꝑx77xx'x'x—— 4—⏑+6[k ́P— RRRRTRTRTRT*TTTTT V 4— ..— 2 02 ιπέ⁷⁰⁰⁰mπ9Mʒ9haπν⁷νιι bey der Cultur des Krapps angebracht zu haben glaube. Ich fand bey den hier zu lande gewöhnlichen Methoden, 1) daß die Wurzeln der Pflanzen, die auf die Mitte der Beete sallen, denen, die sich zu beyden Seiten auf den Kanten befinden, an Schönheit nicht gleich kommen. Ich fand 2) die Unannehmlichkeit des Nachpflanzens bey der Cultur in 4 Reihen. Diese wird zwar bey der mehrzeiligten vermieden; dafür aber werden die Wur⸗ zeln auch um so viel dünner, wenn die Pflanzen alle an— schlagen. Es mißfiel mir 3) die langwierige Arbeit des Jätens und Krappens, welches letztere, wegen der vielen in einander laufenden Pflanzen, mit großer Vorsicht, knieend, und mit Hacken, die nicht breiter als drittehalb Zoll seyn dürfen, geschehen muß. 4) Das Ausstechen der Zwischenräume im Sommer, 5) das zweyte Ausstechen und Ueberdecken der Beete im Winter, und 6) das überaus kostbare und alle Geduld ermüdende Ausgraben der Wurzeln bey der Aerndte, konnten mir eben so wenig gefallen. Hr. Gadiot in Mastricht, der alle Jahre 20 Bunder jungen Krapp einlegt, folg⸗ lich auch alle Jahre so viel alten einärndtet, sagte mir, daß die Unkosten des Ausgrabens und Sammelns von jedem Bunder ihm auf 80 Laubthaler zu stehen komme. Nach allen diesen Betrachtungen schien es mir, daß der Krappbau noch mancher Verbesserung fähig sey, und daß schon viel gewonnen seyn würde, wenn die Anbringung solcher Verbesserungen auch weiter nichts als die Verminderung jener beträchtlichen Kosten bewirkte.. Ich machte daher in dem Jahre 1802 auf ö einem tinn EnA ahdale uudei un de Pfant tisen l aufhate gli Ve H 20 3 weder ser uo aber ei akallel beyind Haff sicht: ein A bM/ Iden it de list,! der, mit za mitteh einer fl ben 0 Lada⸗ einem Feldstücke von zwey Morgen folgende Versuche. ufMM Ein Theil wurde nach der Methode von Hasselt, der E andere nach der von Mastricht behandelt; der dritte Hach r wurde in einzelnen/ auch doppelten Reihen, auf wel⸗ M hn chen die Setzlinge sehr dicht neben einander kamen, ge— 0 pflanzt. Da aber diese dritte Methode mir am schlech⸗ war bay testen lohnte, so will ich mich bey derselben nicht weiter erden di V. aufhalten, und zur Beschreibung der bessern übergehen. Fanzen ale gwierge M Nachdem das Feld seine letzte Pflugart erhalten, le, wen und gleichgeeggt war, ließ ich es auf Hohlfuhren setzen. mit gash Jede Hohlfuhre hatte mit ihrer Vertiefung oder Rigole iicht huin 20 Zoll in der Breite. Diese Hohlfuhren werden ent— uß. D weder mit dem Doppelstreichbretts⸗Pfluge, oder bes⸗ ner, 5) N ser noch mit dem Stelzenpfluge angefertiget; es gehört im Wi aber ein geschickter Pflüger dazu, um lauter gerade und Iemüdas parallellaufende kinien zu ziehen, indem kein Pferd da⸗ konnten mi bey in der Furche gehen darf... Auf die Hügel der u Masuich Hohlfuhren wurde gepflanzt. Ein erwachsener Knabe inlegt, foh sticht mit einem kleinen Spaten eine Grube aus, und „sagte mñ ein Arbeiter pflanzt knieend in jede einen Strauß von Immelns uu 6 Pflanzen, die er mit der einen Hand zusammenfaßt, chen komm indem er mit der andern die Erde, die ihen der Knabe mit dem Spaten aus der folgenden Grube zukommen hien es mñ läßt, um die Wurzeln ordnet und etwas andrückt. Je— serung fis der, der sich ein wenig auf das Pflanzen der Gewächse urde, val mit zartem Gewürzel versteht, weiß, daß man nicht un⸗ auch wil mittelbar um den Stamm der Pflanze her, sondern in chen H einer kleinen Entfernung davon, die Erde andrücken darf; 18⁰²N eben so fodern es auch die zarten, so eben erst ausgetrie⸗ I benen N l 204 benen Wurzeln der Krappsetzlinge. Ich lernte den Gebrauch des Pflanzstockes zum Rapse zu spät kennen, um ihn anzuwenden, glaube aber zuversichtlich, daß er mit dem besten Erfolge bey jetzt beschriebener Methode statt des Spatens auch bey dem Krappe anzuwenden seyn, und dadurch ein starkes Drittel der A kosten wegfallen würde. Ich bemerke noch, daß die Krapp⸗Pflanzen tief in der Erde stehen wollen, und daß die Büsche 7 bis 8 Zoll in den Reihen von einander kommen. Die Wur⸗ zeln der Setzlinge werden in einem Breye von feiner Erde und Wasser angeschlemmt, und die Köpfe der Pflanzen, wenn sie lang sind, etwas abgekürzt. Es muß überhaupt bey dem Krapp⸗Pflanzen an Ausziehern, Anschlemmern, Zuträgern, kleinen Körben und einem wackern Aufseher nicht fehlen. Es wurde weder nachgepflanzt noch gejätet, son⸗ dern mit den im ersten Bande dieses Werkes beschriebe⸗ nen Krappern behackt, wobey ein Mann mehr Arbeikt vollbrachte, als zwey bey den andern Methoden, den Krapp zu pflanzen. Die Zwischenräume der linien wurden mit dem Schaufelpfluge gereiniget.. Später wurden die Pflanzen mit dem doppelten Streichbretts⸗ pfluge angehäufelt, und vor Winters mit eben diesem Werkzeuge bedeckt. Im folgenden Frühjahre wurden die Zwischenräume zu dritten Male mit dem Pfluge aus⸗ gefahren.. Das Häufeln und Decken geschah auf eine so vollkommene Weise, daß es ihr kein Spaten gleich kthun kann... Die Kraft dieser also behandelten Pflan— zen Aial Inh O H Vathe Vunzl nicht a Inee Nbe un st Minf stche auch u e N cher wise berput tn, zutwen Vuz Rehnt 6, scheif gespant als das line 10 latky zen war gegen die der daneben stehenden, nach gewöhnlicher sit km Art cultivirten so ausgezeichnet, daß sie auch von dem ihlih, dht ungeübtesten Auge anerkannt und bewundert wurde... bener Mih Das Ausgraben dieses Theiles geschah mit dem Pfluge, ve anzuwah das der Uebrigen mit dem Spaten. ö a Wenn das einzelne Reihenpflanzen keinen andern Vortheil hätte, als den, daß es das Auspflügen der Pfanen i Wurzeln zuläßt, welches bey den andern Methoden ische rl nicht anwendbar ist, so wäre es schon völlig hinreichend, Die Mu jener Pflanzungsart den Vorzug vor den beyden andern he von fiij zu geben, wie wir sogleich bey Berechnung der Unko— die Kopfe v sten sehen werden. Hier fragt sich nur, ob bey diesem Rekürzt. G Auspflügen kein Verlust an der Wurzel⸗Aerndte ent— m Auszichen stehe. Denn es scheint unmöglich, und so schien es n Und ei auch mir, daß der Pflug es dem Spaten bey einer sol— chen Arbeit an Güte gleich thun könne.. Er that es aber. Ja noch mehr: ich bezeuge auf Ehre und Ge— sät, sen wissen, daß er es, nach meiner und aller Zuschauer Ue⸗ beschrich⸗ berzeugung und nach genauer Untersuchung, dem Spa⸗ mehr Mb ten, so wie man diesen bey den übrigen Methoden an⸗ choden, dn zuwenden pflegt, noch darinn zuvor that, daß er die ie der hnin Wurzeln weniger zerstückelte und sie in ihrer ganzen kän⸗ Spal ge hervorbrachte. Allen Enthusiasmus bey Seite ge— reichbtett setzt, konnte ich dießmal eine wohlverdiente Blumen⸗ eben disch schleife um die Stürze meines Pfluges winden. hre wulde; Das Auspflügen geschah mit drey neben einander Paugeads ö ö 2 gespannten Pferden. Der Pflug wird so tief angesetzt, nii⸗ als das Gespann ihn zu ziehen vermag. Es dürfen eee 0 206 zu dieser Arbeit gebraucht werden. Ist der Boden von Natur nicht allzu schwer, so kann jede Reihe in zwey Schnitten ausgepflügt werden, wovon der erstere, et was breitere die Rigole oder den Zwischenraum weg⸗ schafft, und der andere die Pflanzen selbst aushebt und umlegt. Zwölf Mann stehen längst der Furche, und heben mit der Forke die umgelegten Wurzeln aus der Erde, und 12 Frauen oder junge Leute sammeln die Wurzeln auf. Die Pferde-Arbeit währt drey Stun— den des Morgens und 3 des Nachmittags; und in dieser Zeit pflügen sie 20 hiesige Ruthen, etwas über einen Morgen, aus. Da aber das Tagewerk der Men— schen in dieser Jahreszeit von 8 Stunden ist, so blei⸗ ben zwey Stunden daran übrig, die gerade zur Abräu⸗ mung des Laubes auf gedachtem Felde erfodert werden. Das Tagelohn der Männer zu 20 Xr., das der jungen Leute zu 15 gerechnet, kömmt die Handarbeit bey dem Auspflügen auf 7 Gulden; die Gespannar⸗ beit zu 50 Xr. fürs Pferd, den Knecht inbegriffen, beträgt 2 Fl. 30 Kr.: also alle auf einen Morgen fal— lende Unkosten 9 Fl. 50 Kr., statt daß das Ausgraben nach Hrn. Gadiot 60 Fl. kostet, und bey mir noch elwas mehr gekostet hat. Wenn ich also auch weder die Ersparung des Jätens, noch das schnellere Behak⸗ ken, noch die Unterlassung des Bedeckens mit dem Spa⸗ ten(welche Vortheile durch die größere Quantität von Setzlingen und die vergrößerte Arbeit bey dem Pflan⸗ zen zum Theil wieder aufgehoben werden), nicht in An⸗ schlag bringe: so ist der Vortheil von 50 Gulden, die durch nachem Etnd des Hun der lin dern hon deb f daß kin augefh d W gibb. mahler wonger 9 den der! ten w aber n nit im fang d Roße Krapp- 40 uld einen A falfen! Di Y keh, gut De stä 207 der! 8 ö——.—— 9 das Auspflügen erspart werden, doch so beträchtlich, ir daß er für sich allein schon aller Achtung werth ist. eistre, e rt⸗ henraum Allein es ist nicht der einzige Gesichtspunkt, unter staushet 1 welchem die Methode, den Krapp in einzelnen, isolirten Furche Sträuchern zu pflanzen, sich empfiehlt. Die Güte 7 e des Krapps hängt, wie ich schon gesagt habe, weder von Utzen aus y n der länge, noch von der Vielheit der Wurzeln ab, son⸗ tt de En dern von ihrer Dicke, und hauptsächlich von der Stär⸗ —85 Wt ke des Halses und in diesem Betrachte darf ich sagen, 4.—— daß—250 auf die gewöhnliche Art gepflanzter Krapp dem vede N. angeführten beykommt„so wie er auch an Quantität Wü, s der Wurzeln keinem auf andere Art erzeugten nach⸗ n al giebt. Auch im trocknen Zustande und zu Pulver ge⸗ . mahlen, übertrifft er jeden auf eine andere Weise ge⸗ wonnenen Krapp sowohl an Menge als an Güte. r., das N Ob, und wie weit, und unter welchen Umstän⸗ Handarbel den der Krappbau vortheilhaft sey: dieß zu beantwor⸗ Gespannm ten, würde eine eigene Abhandlung nothwendig seyn, die t übexiife aber nicht hieher gehört. Landwirthe, die sich da⸗ Morgen s mit im Großen abgeben wollen, thun wohl, den An⸗ SM fang dazu mit einer Pflänzschule zu machen, weil eine 20 mir große Quantität von Setzlingen zu einer bedeutenden auch wos Krapp⸗Pflanzung erfodert wird. Es werden zwischen lere Bi 40 und 80 tausend, je nachdem man sie pflanzt, auf t dem v einen Morgen fallen; und diese werden, wenn man sie Il kaufen muß⸗ auf 2 bis 3 Karoline zu stehen kommen. en M Die Pflänzschule muß auf einem lockern, etwas feuch— rihtuw ten, guten, aber nicht zu fetten Boden angelegt werden. Die stärksten Sprossen haben die wenigsten Wurzeln, 0 julden, und du 208 und oft gar keine; und auf festem spröden Boden bre⸗ chen sie beym Ausziehen leicht oberhalb der Wurzel ab. Die bestbewurzelten Pflanzen, die ich jemals zog, hat⸗ te ich in einem abgewässerten Fischteiche gewonnen. Die von mir angeführte Methode, den Krapp in Büschen zu pflanzen, taugt durchaus nicht für eine Pflanzschule, weil die zusammengedrängten Pflanzen sich so mit ihren Wurzeln in einander verschlingen, daß sie nicht auszu— ziehen sind, sondern oberhalb der Wurzel abbrechen.. Ob, und in wie weit das Pflanzenausziehen einem Krappfelde nachtheilig sey, kann ich nicht entscheiden. Achte Ehi ügich d iebsch nuube, Vthal Rede ce/ vo die Hrn che au man ir Prodin ist, u Dain Gaade Zu be dern: ohne Ri nicht all n größ lung in re Jter den Bodah der Vuhl mals zy Rewonne. ohp in Bihz 16 PRrusch sch sy nit i se nicht az labbchn. moziehen ein entschedn W —ñ— OOOOOOCOOOOCOO Achte Abtheilung. Viehzucht und Düngetr. Ehe ich zur Auseinandersetzung dieses, in jeder, vor⸗ züglich aber in der belgischen Wirchschaft wichtigen Ar⸗ tikels schreite, und mir einige Bemerkungen darüber er⸗ laube, ist es nöthig, zu erinnern, daß in dieser ganzen Abtheilung von keiner eigentlichen die Rede seyn wird. Unter Viehwirthschaft verstehe ich eine sol⸗ che, wo die Viehzucht oder Mastung das Hauptwerk, die Körner⸗oder Frucht-Erzeugung aber die Nebensa⸗ che ausmacht. Dergleichen Viehwirthschaften findet man in dem westlichen Theile von Flandern und der Provinz Limburg. Erstere Gegend habe ich nicht be— reist, und in letzterer keine der Wirthschaften untersucht. Da in solchen, zum Weidegange vorzüglich geeigneten Gegenden die Pächter einen ansehnlich höheren Pacht— Zins bezahlen, als in den daran stoßenden Getreidelän⸗ dern: so folgt daraus, daß die Viehzucht daselbst, auch ohne Rücksicht auf den davon hervorgehenden Dünger, nicht allein einen reinen, sondern vielleicht auch ei— nen größeren Vortheil abwirft, als es die Körnererzie⸗ lung in reinen Ackerwirthschaften thut. Zweyter Band. O Ich pppfPfff 461 3 14 144 WNN I 7 1 . * WT MAN * Nir NI WE WI V0 1 N f a 0 00 6 IWMN V ö + N. An 0 17•30 x ö‚ EN MI W 0 W * — D‚‚‚eeee‚e‚.‚t.‚..———— —7—— Ich sagte vielleicht: denn ein Viehzüchter oder Viehmäster hat weit mehr Muße und Gelegenheit, sich mit Nebensachen, mit Handel und Gewerbe abzu⸗ geben, als ein Ackerwirth; daher auch die Provinz lim⸗ burg ihren Wohlstand eben so sehr den unzähligen Woll⸗ Spinnern und Webern, womit alle Dörfer angefüllt sind, als ihrer Viehzucht zu verdanken hat. Unter einer reinen Ackerwirthschaft, wel— che ich in diesem ganzen Werke ausschließlich vor Augen habe, verstehe ich eine solche, wo Vieh und Korn in Bezug auf die Viehwirthschaft gerade im umgekehr⸗ ten Verhältnisse stehen; wo also die Fruchterzeugung den Haupt⸗, die Viehzucht aber den Neben⸗Gegen⸗ stand ausmacht. Bey einer Ackerwirthschaft würde man kein Nutzvieh unterhalten, wenn es nicht theils die unbedingte Nothwendigkeit, sich düngende Mittel zu verschaffen, theils der Bedarf der Haushaltung, theils die Benutzung verschiedener, ohne das verlorner Hülfs⸗ quellen(wie Gemein-Triften, nicht wohl zu bearbei— tende grüne Plätze, Abfall von Feld, Garten und Küche), oder besondere Localitäten und Umstände es er⸗ heischten. Daß endlich bey der Viehzucht in den uns vor Au⸗ gen schwebenden Ackerwirthschaften von keinem Zuflusse von Brantwein- oder Stärke⸗Spühlicht und derglei— chen die Rede sey, versteht sich, da wir von der Regel und nicht von den Ausnahmen zu handeln haben, wohl von selbst. Erster W De n Handvict memne v tlesen, hen M Gewinn komwe osenba viel bos tan dil pite, o duch Ul nige ei nicht 0 0 be umsof Suupde XII hau hen: De Me ————————— nn Mihlh d Gcgah 6 ö 2 t„ Gewate ch rster Abschnitt ie Mrnrin Verhältniß der Viehzucht zum Ackerbaue. mihigndd vrfer abhf hat. Die meisten, und vielleicht alle gehöͤrig rechnenden, hschaft, y landwirthschaftlichen Schriftsteller“), mit denen auch lich vor My meine wenigen und geringen Erfahrungen zusammen⸗ zich und treffen, behaupten, daß die Viehzucht in den eigentli⸗ im umgth chen Acker⸗Wirthschaften wenig oder gar keinen reinen tuchterzun Gewinn abwerfe, sondern vielmehr, wenn der davon Moen⸗Ouy kommende Dünger nicht in Anschlag gebracht würde, thshaft uin offenbaren Schäden bringe; daß sich also ein Wirth licht thilbx viel besser dabey stehen würde, wenn er kein Vieh hal⸗ de Mill ten dürste, in so ferne er keines Düngers benöthiges wäre, oder wenn er diesen mit geringen Kosten, z. B. lung, thil ame Hül durch Umtausch gegen Stroh und Spreu, haben könnte. Ich für meinen Theil bin überzeugt, daß derje⸗ Gatten nige ein ganzer Landwirth sey, der nach gemachter(aber nstande eõ⸗ nicht ohne Wirth gemachter) Rechnung sagen kann: Ich habe den Dünger von meinem Viehe un vol umsonst.. So glücklich bin ich leider bis auf diese inem afl Stunde mit meiner Rechnung noch nicht gewesen. t und dah on der O 2 Obige habeh, 0 *) Unter solchen verstehe ich nur diejenigen, die den Acker⸗ bau praktisch treiben„‚oder lange genug getrieben ha— ben: denn die Stuben-Arendatoren, die sich bios mit Theorieen und Chimären abgeben, kommen bey dem Eustl Ackerbaue in keinen Betracht. ANVN 9/79/ WI We RA 401 212 Obige Aeußerung steht mit der Aussage aller ge⸗ wöhnlichen Landwirthe oder Bauern in einem seltenen Contraste. Denn hören wir auf sie, so heißt es nicht anders, als:„Ey! Wenn wir's aus unserm Viehstan⸗ de nicht machten, woher sollten wir die Pacht zahlen? Denn außer etwas Waizen und Gerste haben wir selten was zu verkaufen. Der Roggen wird meist von den leuten und der Hafer von den Pferden in der Wirth⸗ schaft aufgezehrt. Woher sollten wir's also nehmen, wenn nicht die blanken Thaler für ein junges Pferd, eine Kuh, ein fettes Rind, ein Zucht⸗Kalb, ein Ru— tel Schweine, ein Dutzend ausgemerzte Schafe oder ihre Wolle herbeykämen?“— Gut, Freunde! aber was kosten sie euch?—„Sehr wenig, ist die Antwort:„denn das läuft nur so mit, wächst einem zu, und füttert sich unter der Hand.“ Das ist nun einer der Irrthümer, in welche alle diejenigen nothwendig verfallen, die nicht an jedem Ta— ge aufzeichnen, und nicht genau und strenge rechnen. Wenn ich mir daher zuweilen die Mühe nahm, eine oder die andere gute Wirthin meiner Gegend über die Einnahme und Ausgabe ihrer Molkerey und Viehzucht abzuhören, und ihre Aussagen zu protokoliren, so fand sich immer noch vor dem Schlusse, daß man mich bat, einzuhalten.„Denn, sagten sie,„wenn wir alles so ge⸗ nau nehmen wollten, so müßte uns angst und bange werden; wir wollen also lieber nicht zählen.“ O glücklicher Irrthum, den ich nicht gerne einem Bauer benehmen möchte! Denn wie leicht könnte ein Mann Mosh 63 Rihl 0 Mo ft deht sile gn dulchal hesey R Dherh deh der maken! shife: nihren des V dulte, dihem heen rämich Düns zu th 0ab/E beh,e Rialte sichen) einand bouns ke ho Mallr! 0 0 Mann, der das nöthige und gerechte Verhältniß zwi⸗ soht. schen Viehstand und Acker nicht abzuwägen weiß, und wse Viz dabey nicht gern einen Groschen zum Ankaufe düngen⸗ i der Mittel ausgiebt„wis leicht, sage ich, könnte die⸗ an 1—— ser den gehörigen Düngerbedarf verfehlen„ und damit Fin seine ganze Wirthschaft zu Grunde richten! Muß aber int 01 durchaus in diesem Stücke gesündiget werden, so ist es in der M besser, daß es durch ein zu viel als ein zu wenig geschehe. fehn Daher man auch, ungeachtet des direkten Nachtheils, uunges N. den der Viehstand nach sich zieht, doch immer be— Kab, en! merken wird, daß diejenigen Pächter die besten Ge⸗ e Schafe! schäfte treiben, die verhältnißmäßig das meiste Vieh er⸗ ut, drut nähren; welcher Fortgang darum nicht aus dem Absatze wenig/ des Viehes, und der davon fallenden verkäuflichen Pro— Ichst enan dukte, sondern von der, durch die Menge des von eben diesem zahlreichen Viehstand gewonnenen Düngers, er⸗ höheten Kraft des Ackers herrührt.. So groß abn nämlich, so unschätzbar ist der animalische venge vicht Dünger, daß er beynahe zu keinem Preise euh theuer angeschafft werden kann. cgend ube d Dieses ö Vihot ieses mag denn auch wohl so viele gelehrte Acker⸗ 1 103 bau⸗Sozietäten und Sozietäts ⸗Mitglieder bewogen ha⸗ II ben, eine überspannte Viehzucht zu predigen. Der 0 1 vierte Theil aller Acker muß in ihrem Systeme zu künst— e lichen Wiesen, Weiden und Aengern niedergelegt, und und hah ein anderes Viertheil mit Möhren, Kartoffeln, Topinam⸗ bours(Erdäpfeln, Helianthus tuberosus L.), Run⸗ ht gerne h keln, vorzuglich aber mit Turneps besäet werden: denn wie ö in aller Welt kann der ein kandwirth seyn, der keinen könnte Mo 3 be⸗ behackten Turneps hat? Zwey Jahre nach einandes Halmfrüchte, ist ein unverzeihliches Verbrechen!— So lange aber diese Herren nicht den unmittelbaren Nutzen erwiesen haben, der aus dem Viehe herfließt; so länge der Pachter von diesen Braachfruchtfeldern denselben Zins und dieselben Abgaben zu entrichten hat, als von seinen Getreidefeldern: so lange werden sie wohl tauben Ohren predigen. Wenn z. B. eine übrigens patriotisch gesinnte, für den Fortgang der Künste und des Ackerbaues sehr thätige Gesellschaft vor einigen Jahren einen Preis von 600 Franken für densenigen aussetzte, der in einer Ge— gend, wo bis dahin der Möhrenbau auf freyem Felde im Grotzen nicht üblich war, die meisten Möhren(eben so mit der Rutabaga), doch nicht weniger als auf eini⸗ gen Hektaren, gebauet hätte: so war ohne Zweifel da⸗ bey ihre Absicht, den Bau dieser Gewächse in jenen Ge— genden in Aufnahme zu bringen, und dadurch die Vieh⸗ zucht zu befordern.— Aber wurde dieser Zweck er⸗ reicht? Konnte er es werden? War es zu wünschen, daß er's ohne Einschränkung werden mochte?— Die kockspeise von 600 Franken konnte leicht ei— nige einzelne Landwirthe verleiten, einen halben Zentner Möhrensaamen über ihr Getreide⸗ und Braach ⸗Feld für einmal herzusänn; und paßte auch ihre Anwen⸗ dung nicht in ihre Wirthschaft, so paßten doch die 600 Fränken dahin. Uebrigens waren die Wurzeln noch immer des Aufnehmens, und mit Einschluß der Prämie aller Ehren werth. Aber ich frage: Wel⸗ chen chll! Calb sh ldl Haalf, b90 05 il Hichtk ner pu Mabb aun auf v all d die M die de damitt! aamir: Basi Dint d dis L mittl des E uig, 05 G nach entnh erbbechen unmittahg Deche hefsh achfruchtshj in entlith olange wat oblsch gesit lckerbaues f en Preis u er in einet l freyem g Mͤhren soh als auf en gweifel x in jenen ho ich die Vieh ser Zwock e zu wünschh te?— nnte lecht/ aben Zenle Braach J9 ihte Au ten doch die Vuhch dinschlaß K tahe: W I V — 215 chen nütlichen und wirksamen Eindruck konnte dieses Culturbeyspiel wohl auf die Nachbaren machen? Denn späterhin waren keine 600 Franken mehr extra dabey zu verdienen; und mehr Wurzelwerk zu ziehen, als man bedarf, mehr als man Vieh halten kann, und haupt⸗ sächlich mehr, als dieses letztere wieder baar vergütet: das ist nun so eine Sache, die sich mit der Praktik nicht leicht verträgt, und höchstens für einen gentlemans far- mer paßt. Solche Prämien sind also für den Fortgang des Ackerbaues verloren, und zwar darum, weil sie nur einzelne Bruchstücke ohne Rücksicht und Beziehung auf die ganze Wirthschaft beabsichtigen. Was helfen alle diese schönen glänzenden Räder, wenn sie nicht in die Maschine passen? Es sind höchstens Schaustücke, die der Bewunderung der Layen ausgesetzt werden, damit man doch etwas gethan zu haben scheine. Res admirandae magis quam imitandae! Man wird einwenden: Ob das Vieh nicht die Basis von der ganzen Wirthschaft sey? Ob man zu viel Dünger haben könne? Ob es also nicht an dem Wohl des Ganzen arbeiten heiße, wenn man die Vermehrung des Viehstandes durch die Vermehrung der Nahrungs⸗ mittel zu befördern sucht?— Nicht ganz, meine Herren! Man kann auch des Guten zu viel thun. Man wirft sein Geld nur weg, wenn man die Fundamente größer anlegt, als es das Gebäude erfodert, oder mehr Materialien sammelt, O 4 als 216 ππιι⁰⁰ì als man zu seiner Ausführung bedarf. Man erinnere sich nur, daß das Vieh des Ackers wegen, und nicht der Acker des Viehes wegen da ist; und die ganze Sache ist entschieden! Die Vermehrung und Veredlung des Viehes ist ohne Zweifel ein äußerst wichtiger, nützlicher und noth⸗ wendiger Zweig der Landwirthschaft: man muß aber, wie Hr. Vernimmen, Serretair der Société d'emu- lation des Departements der beyden Nethen, sagt, nicht in die Illusion gerathen, zu glauben, daß diese Ver— mehrung und Veredlung mit dem eigentlichen Ackerbaue einer Gegend stets auf derselben Höhe stehen müsse; noch weniger, daß jene Vermehrung und Veredlung der Maaßstab sey, an welchem man den Grad der Ver— vollkommnung der Cultur selbst abmessen müsse. Be⸗ sondere Umstände und Localitäten bestimmen die Sache oft anders; und so, wie sich zwey Extreme gemeiniglich berühren, und ohngefähr gleiche, es sey gute oder böse, Wirkung hervorbringen: so kann eine sehr große Ver— mehrung des Viehstandes, und selbst die allzu scharf ge— suchte Veredlung und Vorliebe bey gewissen Racen eben so gut die Frucht der vernachlässigtsten, als der sorgfäl— tigsten Agricultur seyn. In jenem Falle reichen sich die größere Aus⸗ dehnung der Arbeit, der Bevölkerung, des Absatzes, der Hülfsmittel, ganz natürlich einander die Hände; und indem sie die Erforderniß des Zug⸗ und die Mützlichkeit des andern Viehes vergrößern, nöthigen, reizen und begünstigen fie den landwirth, auf die Bermehrung, und mit⸗ mit N dull Hylhe! he Mas h nahr E ufbi ate R Wel er woder de Hraet Schtan Umir lie da darum shung: chen unt dien wa H rendes balen. manch Muaim wegen, des Vicht. thicher und n man muß dh Hociété en ihen, sog, u daß diese d lichen Akatz e stehen mñ und Vekedhz Grad det d musse. Y nen die Sit ne gemeinigs gute oder bof Hr große d alhu scharf sen Racen eh le der san größete N. des Msche ie Hande in „ 661.. le Mliht „ Hijen M nehrunh M h — 217 mit⸗unter auch auf die Veredlung seines Viehstandes zu denken. Da nun ein solcher, ohne Zwang, ohne nach⸗ theilige Aufopferung vermehrte Viehstand zugleich eine größere Menge düngender Substanzen zum Dienste des Ackers hervorbringt, oder zu seiner besseren Bestellung mehr Arbeitshülfe leistet, so befördert er unverkennbar auf diesem doppelten Wege seines mittel⸗ und unmittel— baren Nutzens die allgemeine Wohlfahrt.. Warum? Weil er alsdann nicht aus dem gerechten Verhältnisse, weder des Getreidebaues, noch der ganzen Wirthschaft, heraustritt. Tritt er aber auch hier je aus diesen Schränken, so kann er wohl, bey günstiger Zeit und Umständen, das Privatwohl einiger Viehzüchter, aber nie das allgemeine Wohl befördern; und zwar darum, weil es nicht anders, als durch die Hintan⸗ setzung oder Ausschließung anderer, nicht weniger nützli⸗ chen und zum ersten Bedürfniß der Menschen nothwen⸗ digen Zweige des Ackerbaues geschehen kann. So was heißt dann recht von einer Seite das schon existi— rende Gute zerstören, um von der andern wieder aufzu— bauen: eine Sottise, von welcher unser Zeitalter in mancher Rücksicht lLehrgeld gegeben hat! In dem andern Falle, das ist, wo die Ver⸗ mehrung des Viehstandes bey der allernachlässigsten Cul— tur Statt findet, geschieht es entweder, weil die Aus⸗ dehnung des Ackergeschäftes allzu groß für den ist, der es betreiben soll, oder aus Mangel an Fleiß, Industrie und gutem Willen, oder wegen passiver und aktiver Servitute, lächerlicher Pachtbedingnisse, und schänd⸗ 295 lichen ————————————————— 218 lichen Nomaden⸗Wesens, welche einen großen Theil der Landwirthe zwingen, eine große Zahl ihrer Aecker wechselsweise unangebaut liegen zu lassen. Bey solchen Umständen greift dann die träge oder unglückliche Hand nach einer Stütze, die sie auch nicht selten zur Aufrecht⸗ haltung darinn findet, jene arabischen Wüsteneyen mit so viel Vieh zu besetzen, als sie im Stande sind zu näh⸗ ren.. Wer sieht aber nicht ein, daß, bey solchen Föl⸗ len auf eine noch größere Vermehrung dringen zu wol— len, eben so viel heißt, als den glimmenden Tocht der guten Ceres gänzlich auslöschen! Nach alle diesem überlasse ich es denen, welche die Sache angeht, zur Beherzigung, ob es nicht zweck⸗ mäßiger sey(wenn durchaus Prämien für Möhren, Turneps und dergleichen ausgesetzt werden sollen), die verbesserte, erleichterte, mit weniger Kosten verbundene Cultur solcher Gewächse, ihre bestmöglichste Anwen⸗ dung bey dem Viehe, und die genauesten Berechnungen ihres direkten und indirekten Nutzens bekannt zu ma⸗ chen, als ihre unbedingte und überspannte Ansäung, und zwar ohne Rücksicht auf das Ganze einer Wirthschaft, durch Prämien zu empfehlen. Ich frage, ob dieses letztere nicht eher dazu geeignet sey, davon abzuschrecken, als dazu zu ermuntern. Doch sollten wir dem Viehe zu gefallen nicht un⸗ sern Körnerbau einschränken können? Weihen nicht die Engländer z. B. die Hälfte ihrer Aecker dem Viehe? Thun es nicht alle Wechselwirthe im strengen Verstande dieses Wortesꝰ Er⸗ rich ll hsadat H2Dö ohhe dekt, d Rohhan ² gel dulten/ lihhtt i he ichnm ud ile manche den A Dabey denkende Deh au dih⸗ uud daß hit se Suoh Buller ght fi des M heute dieses b gen meit vohl UA gtoßen R ahl ihrer . B V wltichth en zur Msth Vistengyny nde sind zu t sochnn dringen zu u nden Toch/ denen, ht es nicht it fir Mh on sollj/ en berbundn chste Auwox Berechnunge Kannt zu my Mpaunp un + Withschj ge, ab diß abzushtath llen nicht x ahen niht dem Vohl nWasd ——.c—p....—..———...———T—— DDD.‚..‚.‚.‚...— Erstere thun es wohl, aber bey weitem nicht alle und nicht überall. Sie thun es dann und da, wann und wo besondere Umstände mit Recht dazu einladen. Ein steri⸗ ler Boden, der eine außerordentliche Düngermasse, wel⸗ che ohne Stallfütterung nicht herbeyzuschafsen ist, erso⸗ dert, der Abgang an natürlichem Graswuchse, die Nachbarschaft großer Gewerb⸗Städte, der hohe Preis der Fett⸗ Waaren, die durch das Vieh erleichterte Pro⸗ dukten⸗Versilberung in entfernten Gegenden, da man leichter eine Heerde, die selbst geht, fortbringt, als ei— ne zehnmal so schwere Frucht, die gefahren werden muß, und viele dergleichen Localitäten können den Britten in manchen Provinzen bewegen, dem Viehe mehr Rechte auf den Acker zu gönnen, als ihm eigentlich zukommen. Dabey aber sind doch eben jene Wirthe(wenigstens der denkende Theil unter denselben) überzeugt, daß das Vieh auch bey ihnen, ungeachtet der höhern Fett⸗ und Fleisch ⸗Preise, keinen direkten reinen Nutzen abwerfe, und daß es, wie z. B. Arthur Young sagt, eine Thor⸗ heit sey, eine Kuh im Winter mit etwas anderm als Stroh und Spreu auszufüttern, so lange das Pfund Butter nicht zwey Schillinge gelte. Das System der strengen Wechselwirthschaft geht freylich, seiner Natur gemäß, auf die Vermehrung des Viehstandes: denn zu etwas muß doch die unge— heure Quantität Futter verwendet werden. Aber eben dieses beweist weit mehr gegen gedachtes System, als ge⸗ gen mein Argument, es sey denn(und damit wird es wohl noch gute Weile haben), daß der direkte aus der Vieh⸗ Viehzucht hervorgehende befriedigende Nutzen erprobt und außer Zweifel gesetzt werde. Von zwey Jahren immer eins einbüßen, das ist ein herbes Opfer; und die Fruchtfolge einer solchen Wirthschaft muß sichtbare Wun⸗ der wirken, wenn sie jemanden dazu bewegen soll. Ich sage die Fruchtfolge: denn das plus des Düngers, worauf man sich dabey steift, zerfällt, weil wir es auch bey einer andern Wirthschaftsart zureichend auf einem andern Wege durch ein weit geringeres Opfer erhalten können, wie z. B. bey einer vernünftigen mit Stallfütterung verbundenen Dreyfelderwirthschaft. Eine strenge Wechselwirthschaft, worunter ich 1) Wurzelwerk, 2) Sommerkorn, 3) Futterkraut, 4) Winterkorn verstehe, und eine strenge Dreyfelder⸗ wirthschaft, die 1) Braache oder Braächfrucht, 2) Winterkorn, 3) Sommerkorn hat, schienen mir von jeher die zwey Extreme; und ob ich gleich für meinen Theil für ersteres incliniren könnte, wenn zum Unglücke durchaus ein Extrem müßte ergriffen werden, so bleibe ich doch überzeugt, daß, wenn eins von beyden Syste⸗ men allgemein müßte eingeführt werden(eine Supposi⸗ tion, die zum Glücke etwas absurd ist), der Dreyfelder⸗ wirthschaft in einem gehörig bevölkerten Lande durchaus der Vorzug gebühre. „Die Stallfütterungswirthschaft, sagt Hr. Thaer, „fordert im Durchschnitte, so wie die Wechselwirth⸗ „schaft, daß die Hälfte des Ackers für das Vieh be⸗ „stimmt sey, wenn die andere Hälfte Früchte zum Ver⸗ „kaufe und für die Menschen liefert. Wenigstens geht „man „ Aum un V — in den He. shen⸗ es in! Ibe laideha n Ba Vadt Rewach baren ken st hhobe! ibam te, Ei seldew schen d hulatio sigken 6 on zug Jin Ift; Wi ißsihtbued wegen sol. as ded Dinn weil wir e8 hend auf eit Mfer afch ünftigen v witthschf. t, woxunte 3) Juttaus nge Drensoo aachfrucht, hienen mit va ich für meinn um Unglät den, so bli⸗ beyden Sst Heine Sun er Drenfed ande duchtu tHr. Tha Vechshrith das Vith d. chte zun— Ruhen gl II „man auf Mittelboden ohne diese Verhältnisse im An⸗ „fange nicht sicher. Auf reichem Marschboden, wo „man weniger Dünger braucht, kann 4, auf tiefem „mergelartigem Boden oder hinreichend seyn. So— „bald aber der Boden nicht von diesen vorzüglichen Ar— „ten ist, und nur durch Düngung zu reichen Aerndten „getrieben werden kann, so bestimme man die Hälfte „zum Futterbaue, um erst das Land mittelst des größe— „ren Viehstapels in volle Kraft zu setzen.“ Diese letzte Bodenart ist unstreitig die herrschende in den niederländischen Distrikten, die ich untersucht habe. Wenn sich also irgendwo die Güte des belgi⸗ schen Ackersystems vor allen andern auszeichnet, so ist es in diesem Stücke, da es nicht allein zureicht, einen überzähligen Viehstapel ohne alle Schmälerung des Ge⸗ treidebaues zu unterhalten, und dadurch einer sehr star— ken Bevölkerung den hinreichenden Unterhält an Fleisch, Brodt, Kleidungsmaterial und verschiedenen Handels— gewächsen zu verschaffen, sondern auch noch seine Nach⸗ baren zum Theil damit zu versehen: eine Sache, de— ren sich keine Gegend, wo eine andere Wirthschaftsme⸗ thode Statt hat, wird rühmen können. Der Fall also, den Bergen besorgt, daß eine übermäßige Population den Viehstand verdrängen möch⸗ te, kann wohl, und muß bey der gewohnlichen Drey⸗ selderwirthschaft eintreffen; aber er findet bey der belgi⸗ schen durchaus nicht Statt, vielmehr ist die große Po— pulation der Niederlande gerade die Quelle ihrer sehr starken Viehzucht. dan Man rechnet, wie ich schon im ersten Bande ge— sagt habe, in den guteultivirten Distrikten Brabants ein Stück Hornvieh auf jedes Bunder Ackerland. Ein Farmer also von 12 Bunder hat auch 12 Kühe, zu de— ren Unterhalt er nicht, wie der strenge Wechselwirth, 6, sondern nur zwey Bunder zum Futterbaue aussetzt. Rüben und Möhren, woran es bey der belgischen Wirth⸗ schaft eben so wenig als bey der englischen fehlt, finden sich bey jener als eine wahre Zugabe, für die kein Pacht— Zins entrichtet, keine Landessteuer bezahlt wird, indem sie auf einem Acker erzielt werden, der schon in demsel ben Jahre seine Aerndte zum Behufe der Menschen ab⸗ geliefert hat. Wenn daher irgendwo in der Welt das Vieh im Stande ist, einen reinen Ertrag zu gewähren, so ist es sicher bey den Belgen. Vielleicht sind wir im Stan⸗ de, solches im folgenden Abschnitte auszumitteln. Soll— te es aber auch da nicht gelingen, so bleibt doch mathe— matisch richtig, daß der Belge durch sein Ackersystem derjenige Landwirth ist, der sich die höchstmöͤgliche Men⸗ ge Dünger mit dem wenigstmöglichen Kosten⸗Aufwan— de zu verschaffen weiß. Und dieses ist der wahre Stein der Weisen in der Landwirthschaft: für den Klugen eine Quelle, sich zu bereichern; und selbst für den Nachlassi⸗ gen eine hinreichende Stüt, um nicht über den Hau⸗ fen zu fallen. Noch könnten einige unter den Dreyfelderwirthen verleitet werden, die Niederlegung des sechsten Theils aller Aecker zu Klee sehr stark zu finden, und sich des⸗ halb bobrä gahßnt. ur II nn si vn Md finm d Vuhhe Weden; Donde! duum ve Wesch;! Dahn ‚deiff „dallan ven Fl gend Welkketet f —.————2————üp— R 223 iste Bamh halb nicht zu wundern, wenn der Belge dabey eine weit n Brabastz, größere Zahl von Hornvieh ernährt als sie, die dem Klee ikerlard. nur den zwölften oder höchstens den neunten Theil ihrer 2 Kihe zy Aecker einräumen. Diese Bedenklichkeit schwindet aber, Vechsihhn wenn sie erwägen wollen, daß die, jedem Pachthofe in Hhaue augt den Niederlanden angehörigen Wiesen uud Weiden in bhischen n keinem Verhältnisse mit denjenigen stehen, deren sich die en feht, fw. Wirthschaften in andern Gegenden zu erfreuen haben.. die kinn Weiden fand ich in den von mir bereisten Distrikten, hl wimd, iz Voorde ausgenommen, gar nicht, und der mit jedem chon in un Farm verbundenen Wiesen nur so viel, als sie küm⸗ Menschn! merlich zur Erhaltung der Pferde im Winter bedürfen. Daher sagt Hr. Man mit Recht:„Es ist eine unbe⸗ „zweifelte Thatsache, daß eine große Anzahl von nie— das Bih„derländischen Landwirthen ihren Acker bauet, ohne ei— huhrn,„nen Fußbreit Wiesen zu besitzen.“)„In der Ge— pir in SBn.„gend von Brügge,' sagt eben gedachter Verfasser, len. Sotl„vertreten Klee, Rüben, Möhren, Pastinaken und doch mathe„Kartoffeln die Stellen der Wiesen.“ u Acerspste nögiche N) Ich möchte wissen, wie ein Engländer bey seiner Rota⸗ 1140 tion, und seiner Art, das Vieh zu behandeln, sich da ten,Auftan herausziehen würde. wahte Sti n Klugen ale en Nachisß her den fibamiths sten Il ind sch ds bh 3wey Zweyter Abschnitt. Hornvieh zucht. Das Hornvieh, was ich durchgehends in den Nieder— landen fand, ist ein Mittelschlag zwischen der größeren friesischen und der mehr kleineren, dem südlichen Theile Brabants eigenen Race, also durch die Mischung bey— der entstanden; und noch immer suchen die etwas be— mittelten, der holländischen Gränze näher wohnenden Campiner Landwirthe sich von daher mit trächtigen Kü— hen und Kälbern zu versorgen. Der Unterschied der Nahrungskraft, der Vegetabilien, der verschiedenen Bodenarten(der des Clima's zwischen Holland und Brabant kann hier nicht in Betracht kommen), reduzirt dann in einigen Generationen die Größe des eingeführ⸗ ten Viehes wieder um etwas, ohne sie jedoch, bey ge— höriger Vorsicht, ganz zu der der einheimischen Race herab zu erniedrigen. ö Das holländische an freye Luft und Weidegang bey Tag und Nacht gewöhnte Vieh bequemt sich, ohne Anstand und Nachtheil, zu dem eingekerkerten Leben der Stallfütterung der Campiner Landwirthe. Dieses beweist, daß jeder ungestraft mit seinem Viehe ploötzlich von dem Weidesysteme zu der Stallfütterung übergehen kann. Die Hauptansicht, unter welcher das Hornvieh in diesem Abschnitte vorkommen wird, ist die als milch— gebend. abeh 8 u bi u ald u de! thllcg 0 Y4 Asten L schnk „Tliln vihlen euten de ohtogor stueiti en h gens m Gen Enlah Iböll d lin G diest lls vöf Dhepte ö gebend. Die Fettweiden und Wiesen der Polder und 0 des westlichen Fländerns habe ich theils nicht gesehen, 2 ö theils nicht untersucht: mithin kömmt das Mästen hier M nur als Ausmerzung in Betracht. Als Zugvieh wer— den die Ochsen bey dem vierten Abschnitte dieser Ab— W theilung vorkommen. en der ehhy 9l N. I. Mschunph die ennt Stallfütterung. her wohnh„Ich komme nunmehr', sagt Hr. Thaer im lrächtnEVersten Theile seiner Einleitung zur Kenntniß der engli— lntasheo schen landwirthschaft,„auf die Stallfütterung, diesen et beschn„Triumph der Deutschen!— In der That gehört Holland i„ihnen die Ehre der Erfindung und Ausführung allein, men)/ nauß»„wenn ich die Brabanter mit zu dieser Nation rech⸗ des einges.„ne... Man fürchte nicht, daß ich meinen kands⸗ och, bey; leuten den Theil von Ehre, den ihnen der vorzüglichste mischen R agronomische Schriftsteller unserer Nation beylegt, streitig machen wolle; um so weniger, da er den Bel— gen ihren gebührenden Antheil daran läßt, die übri⸗ i gens mehr, als jedes andere Volk, an Sprache, Wort, i 0 Sitte und Herkommen den Deutschen verwandt sind. h. Di„Wenigstens drey Stück Vieh', fährt gedachte Biche ptzñ Einleitung fort,„eben so stark und eben so kräftig ing ibageh„von derselben Ackerfläche zu füttern, worauf nur „ein Stück hinreichende Weide hat, und von jedem Hordihi„dieser Stücke ungleich mehreren Dünger zu erhalten, nih„als von einem Stücke Weidevieh,— ist das große V* gebeld Zweyter Band. P Pro⸗ „Problem, welches diese Wirthschaft völlig befriedi⸗ „gend auflöst. Welche große, welche unermessene „Folgen dieses auf die Landes⸗-Cultur haben müsse, »kann Jeder überdenken,“ und, darf ich hinzusetzen, bey den Belgen mit Evidenz gewahr werden. Zwar ist die Stallfütterung bey ihnen nicht all— gemein, wie wir bald sehen werden. Dieses ist aber nicht so zu verstehen, als wenn in derselben Gegend der eine Wirth Stallfütterung, der andere keine trei— be, sondern, daß sie in einigen Gegenden üblich, in andern es nicht ist. Dagegen muß ich zur Ehre der Stallfütterung sagen, daß ich nur da jenen beynahe unglaublich hohen Grad der guten Cultur gefunden 93870 wo diese Wirthschaftsart eingeführt ist. „Wenn ich, sagte mir einst ein solcher Landwirth, oder wenn meine Nachbaren sich's einfällen ließen, ihr Vieh im Sommer auszutreiben, so gälten wir sicher für schlechte Wirthe, oder für Bettler, die zu Hause nichts hätten, um ihrem Viehe den Hunger zu stillen. Auch kann ich bezeugen, daß mir in allen Distrikten, die ich durchreiset bin, die Polder ausge— nommen, im Sommer nie eine weidende Kuh, als allenfalls die eines armen Mannes, der sie an der Heerstraße grasen ließ, vorgekommen ist. In den dürren Sandländern der Campine, von Diest aus bis an die Gränzen des holländischen Bra— bänts,— in der etwas milderen und besseren, zu einer sehr hohen Cultur gebrächten Gegend zwischen Ant⸗ Mittt dan G Galf Rrunge nncht io meheil daß 6 Iteichen the beh! Gagend! gach f Duder nen Il der D gären de Gel dieß /un Stalhit die nid des Fl fel G * „n f ilen Alz —,,— ‚.. 8E...emee:eee‚‚:‚eeeeee::.e.·.··................s..— 227 70˙ I„nnn Antwerpen und Mecheln/— in dem kande von Waes, hebn ij dem Garten der großen Ceres ö fand ich nichts als 4. Stallfütterung, obgleich mit einigen geringen Abän— ö üs derungen... Zwischen Mecheln und Löowen, und 625 mehr noch von Lowen bis Tirlemont, nimmt die Allge— chnen nih meinheit dieser Methode ab; und man kann sagen, Distsf daß es weniger ein festes Prinzip, als der Mangel an ö zureichendem Weidegange sey, der einige einzelne Wir— B the bey der Stallfütterung zu bleiben zwingt. Die 90 1h Gegend von Alost treibt ebenfalls Stallfütterung, ob⸗ n.n. gleich sich hier ein schöner Wiesengrund längst der aut Hn Dender öffnet, der sich bis zum Ausflusse dieses klei— Won nen Flusses in die Schelde immer erweitert.. An ½%½ der Dender aufwärts, bey Voorde, zeigen die Baum⸗ het st gärten sattsam, daß sie zur Weide bestimmt sind, und die Stallfütterung hier aufhört... Um Termonde, lLanddwit—2 0 ö ö 0 dieß⸗ und jenseits der Schelde, fand ich ebenfalls keine allen Ließt 4. ů achen u Stallfütterung, woran die häufigen Wiesen, die durch 1 13 die niedere Lage des Bodens und durch das Austreten ö Ole i des Flusses nothwendig gemacht werden, ohne Zwei— n un fel Schuld sind. mir in al Hobder als„Die Seltenheit der Wiesen in den Niederlan— de Kuh/„den, sagt Hr. Balsamo, ist außerordentlich. Auf sie a N„einem Farm von 100 Aeres finden sich kaum 4 5 „Aeres Wiese). Es ist schwer zu begreifen, wie ö P 2„man ampite/W dische.*) Dieses äußerst schwache Verhältniß fand ich, außer um hesserek, ö St. Nicolas im Waeslande, nirgends, weder in Bra— zushl brant, noch in Flandern, noch selbst in der zum Gras⸗ V0 wuchse so wenig geeigneten Campine. „man eine so ansehnliche Meuge von Kühen, die man +„in dasigen Wirthschaften zu halten gewohnt ist, fast „mit nichts, als den Kräutern künstlicher Wiesen un⸗ „kerhalten kann). Aber man muß bemerken, daß „man sie nur sehr wenig auf die Weide gehen läßt“*). u„Möhren. Die belgischen Landwirthe sind von den „Suffolker Farmers merklich darinn unterschieden, ö»„daß diese ihr Milchvieh in einem schmutzigen Hofe W„bey Stroh und höchstens bey etwas Heu Hunger „wächse aufzußemedren, die der Flamänder an seine * ö„Kühe verfüttert. „Es giebt zwar, sagt der Abbe Man, einige „Landwirthe, die ihr Vieh beständig auf dem Stalle „füttern; aber ihre Anzahl ist sehr unbedeutend ge— „gen diejenigen, welche solches auf die Weide gehen „lassen, wenn sie nur irgend Weidegrund besitzen. — Dieses ist, wie Hr. Thaer mit Grund bey die⸗ ser Stelle bemerkt, im Allgemeinen nicht richtig; und die Hauptfütterung erhält das Vieh in den Niederlan⸗ ö den *) Das beweist mehr, als alle Raisonnements die Güte des belgischen Fruchtwechsels, und die Vortrefflichkeit der dortigen Wirthschaft. **) Hr. Balsamo hätte sagen müssen, gar nicht: denn ö wie sollten, bey dem von ihm angeführten Mißverhältnisse der Wiesen zum Ackerlande und dem Viehstande, jene noch anderes Futter als Heu für die Arbeitspferde her— geben können? „Man nährt sie größtentheils mit Kohl, Rüben und „leiden lassen, um für ihr Mastvieh alle Wurzelge⸗ enei Ws, 0 Fander Ihugen ausgen zll Hau bel 10 bsth wolteg D85 V den& auch d chen so trüng Gasche Drne dad o n „die I debl 5den d „viss „Werde Dese 229 Kihat,d ö den im Durchschnitte auf dem Stalle... Es be⸗ n Win. weist, wie manche andere Stellen seines Memoirs, 0 daß Herr Man die öst⸗ und nordöstlichen Theile HFon, aun Duamenne und Brabants nicht gekannt hat. Er sagt Rünt übrigens selbst an einer andern Stelle/ daß es eine s0 Hn. ausgemachte Thatsache sey, dah ene große An⸗ Wumashs zahl von niederlandischen Si ihren Acker⸗ Iun bau berreiben/ ohne einen Fuß breit Wiese * 0 0 zu besitzen. ö all Wu Auch Hr. von Ponderle in einer seiner Ant⸗ zänder au 6 worten an den Board of Agrieulture sagt, daß das Vieh in der Provinz Flandern fast überall auf. dem Stalle gefüttert werde. Damit stimmen endlich Man, ahh auch die Bemerkungen Hrn. Cropps überein. Ramn tit etwas mehr Grund schreibt Herr Man, 9.73— eben sowohl als Hr. von Ponderle, die Stallfüt⸗ Veide geh ö 20 W hesten terung der Wierkär der mehr dem nrn n 0 Gesetze der Nothwendigkeit, als der Willkühr fester 15%½0 Principien zu.„Wenn, sagt letzter, in Flandern ö rihnd„das Vieh fast überall auf dem Stalle gefüttert wird, n 9 5„so geschieht es wahrscheinlich mehr aus Mangel „an Wiesen und Weiden, als aus andern Gründen. „Die Höfe sind so klein, und das Eigenthum eines 1 00 ö ö ö H„jeden einzelnen ist auf so wenige Gemethe oder Bun⸗ Wuraifth„der Landes eingeschränkt, daß unter solchen Umstän⸗ „den das Vieh wenig umherziehen kann, und also ge⸗ richt u„wisser Maßen aus Noth im Stalle gehalten Nißoahü„werden muß, wo es von dem Ertrage künstlicher sehsande, Wiesen sein Tutter erhäl Dadurch kan nde üepfod„Wiesen sein Futter ae Dadurch kann nun der 3 ů kleine 230 Da »kleine landwirth den hinlänglichen Vorrath von gu— „tem Dünger erhalten. Ich bin daher der Mei— W„nung, daß dieser Gebrauch blos aus dem oben an— »geführten Grunde als ein wesentlicher Punkt des hie⸗ ö»sigen Wirthschaftssystems betrachtet werden kann, »indem bey solchen kleinen Höfen“) der Hauswirth »nur dadurch im Stande ist, allen Dünger zusam— »menzuhalten und keinen Mist verloren gehen zu las— »sen. Daß in andern Provinzen das Gegentheil üblich »ist, spricht für meine Meinung*). In diesen sind »die Höfe größer, und das Vieh wird auf die Wie— WAN»sen oder in die Baumgärten getrieben. Doch wird »auch selbst in diesen Provinzen das Vieh hie und da »im Stalle gehalten: da nämlich, wo man die ganze »Vormahd zum Heubedarf nöthig hat. Man darf „»daher schließen, daß es bey diesen verschiedenen Me— »thoden, die auf unzählige Weise von einander ab— „weichen, mehr oder weniger auf das Locale ankomme, »und daß sie an einem Orte gut und anwendbar sind, »und an andern nicht.“ AW Ich *) Aber, warum nicht eben so bey großen? Haben diese vielleicht weniger Dünger nöthig? Oder haben sie mehr Mittel, ihn auf eine andere Art zu produziren? Ich glaube das Gegentheil: denn gerade auf großen Höfen wird verhältnißmäßig ungleich weniger Vieh gehalten, N als auf kleinen. Jene haben also eine doppelte Ursache, das Vieh auf dem Stalle zu füttern. *½) Das weiß ich nicht. Es beweist nur, daß auf großen Pachthöfen weniger Eiser für die Vermehrung des Dün— gers, so wie überhäupt weniger Industrie herrsche, als auf kleinen. — ah hat ——̃———*—p TTT —— 231 ö urtat nin Ich fand die Stallfütterung bey folgenden Um⸗ I hi Nfständen eingeführt: 8 Obeh—5— 8 Dund. 1) auf magerm, dürrem Sandboden, wie in der N Ino waden fn Campine; de Hauhpn 2) in einer volkreichen, thätigen, lebhaften Ge⸗ Dunger zun gend, wie zwischen Antwerpen und Mecheln; n gehen zu 3) in dem Lande der höchsten Industrie, wie in Wentheil dem von Waes; Ndisuß 4) in einer gewerbreichen, dem Hopfen⸗,„ Flachs⸗ auf de d und Rapsbaue angemessenen Gegend, wie die Dochm um Alost.— Dabey bemerke ich, daß in ich hie u allen diesen Distrikten nur kleine Pachthöfe sind. man die gam ö Man du Ich fand keine, oder doch wenig Stallfütterung: Hiedenen M 1) in den weidenreichen Gegenden, und wo die einander Ackerlande äußerst wenig Dünger erheischen, se ankomm. wie in den Poldern und dem Bezirke von Ter⸗ endbar sind monde; 2) da, wo der Boden etwas schwerer und die Pachthöfe größer werden, wie zu Voorde, und fhnM in der Gegend zwischen Lͤwen und Tirlemont; haben sent 3) da, wo der Boden äußerst schwer ist, die duliten?& Höfe sehr groß sind, und allgemein die eigent⸗ en 0 liche mit Braache verbundene Dreyfelderwirth⸗ Bi 00 schaft eingeführt ist, wie in dem wallonischen 6 237 Brabant. 5 auf gnj Darans scheint denn zu folgen, daß der Abgang ung di Oy an natürlichem Graswuchse, der höchste Grad von hetsch 0 P 4 In⸗ Industrie, eine starke Bevolkerung, eine große Pro⸗ duzirung von Handelsgewächsen, und überhaupt die Vertheilung in kleine Pachthöfe die Stallfütterung befördern; daß im Gegentheil ein Ueberfluß an Graswuchs sie überflüfig, ein sehr fetter Boden sie entbehrlich mache; und endlich, daß man in großen Wirthschaften ihr weniger hold ist, so wie der Drey⸗ felderwirth bey seiner Braache ihrer nicht zu bedür⸗ fen glaubt. Mit einem Worte: Die Stallfütterung ist die Freundinn der Industrie, und wo diese nicht ist, wird man jene nicht finden; und wo jene nicht ist, wird diese nur kränkeln. Daß große Wirthschaften sich nicht mit der Stallfütterung abgeben, beweist also mehr gegen jene selbst, als gegen diese letztere. Es be— weist, daß Fleiß, Industrie und Cultur in solchen Pachthöfen nicht zu der Höhe getrieben werden, auf welcher wir sie bey den kleinern erblicken. Sollte diese Regel auch nicht in allen Ländern gültig seyn, so gilt sie doch gewiß in den Niederlanden: denn nirgend habe ich daselbst jene gepriesene hohe Cultur angetrof⸗ fen, als nur da, wo das Land in kleine Güter ver— üheilt, und Stallfütterung eingeführt war. Nur da schwamm alles in Fett; nur da blieb kein Fleck unbe⸗ nutzt; nur da wurde die größte Menge Dünger mit dem geringsten Kostenaufwande gewonnen), wel⸗ ches *) Wir werden in dem Verfolge dieser Abtheilung sehen, ob der Dünger in der belgischen Wirthschaft nicht ganz frey werde, d. h. gar nichts koste. 04. l aats Gehehd fhtt f die mar Huste wanchen gchee um das lhe H. shen! wohl daẽ de het /) Subse dehsch Voh dem e icht! lihen Ie D bah, sehst! Wede Uehemz — 233 ein 06 7 2. Ii ches letztere ich immer für den Schlüssel des großten ahmn agronomischen Räthsels halte. Stalfatte, uheh. Wenn ich so den Flor des Ackerbaues in den eller Bun! Gegenden betrachtete, wo die Stallfütterung einge— an i g führt ist, und die unschätzbaren Vortheile berechnete, owie dad.die man aus dieser reichen Quelle aller Vegetations⸗ niht nn Kräfte schöpfte: so wurde ich nicht ohne Schmerz bey 0. 7. e · manchem dieser belgischen Stallfütterungswirthe den geheimen Wunsch gewahr, Weide genug zu besitzen, lcteruny.um das Vieh darauf schicken zu können.— O glück⸗ nicht ist, liche Hand der Noth, dachte ich dann, die den Men⸗ nicht ist, x schen zwingt, wider seinen Willen vernünftig und uhhshaftn wohl zu handeln! , bewest: Die natürliche Tendenz des Menschen, beson⸗ hlete. Es ders des weniger gebildeten, geht auf Ruhe und Träg⸗ in solh heit). Nur das Bedürfniß, es sey nun das der werden, Selbsterhaltung, oder das der Befriedigung einer Lei⸗ ien. Sol denschaft, vermag ihn aus jenem Schlafe zu wecken. ültig seyn, Auch da wünscht er nätürlich jene Befriedigung bey denn uith⸗ dem ersten Schritte zu finden, damit er den zweyten Atur anget nicht thun darf. Diesem Hange des Menschen zu e Güter einem bequemen Leben müssen wir allein jenen übereil⸗ ar. Mur9 ten Wii einiger brabantischen Landwirthe zuschrei⸗ N Hleck uh ben. Dabey bin ich geneigt, zu glauben, daß, wenn Dünger x selbst Vater Zevs ihnen diesen Wunsch gewährte, die uen)/ N Weiden nicht lange Weiden bleiben würden. Die 0 Ueberzeugung von einer höhern Benutzung durch den P5 Pflug, Hlilung shl *) Einen offenbaren Beweis geben hiervon alle wilden hast nicht xf é 0 Nationen. 234 Pflug würde die nun einmal an den höchsten Ertrag gewöhnten Einwohner jener Gegenden gar bald durch das Aufbrechen der verliehenen Aenger mit der guten Ceres aus söhnen. Ich traf davon einen auffallenden Beweis zu Alost. Die niederen Ufer der Dender bilden hier ein flaches, weites, fruchtbares, den Ueberschwemmun— gen dieses Flusses bey großem Gewässer ausgesetztes Thal. Da das Wasser der Dender die Eigenschaft hat, die Fruchtbarkeit der Erde noch zu erhöhen, so hat man Wege gefunden, willkührliche Ueberstauun— gen zu bewirken. Von was für Mutzen diese Bewässe⸗ rungen seyn müssen, erhellt daraus, daß alle diejeni— gen Gründe, die in der Lage sind, davon zu profitiren, von jeher einen dritten Theil mehr in den öffentlichen Abgaben und Lasten tragen mußten, als andere, die diesen Vortheil nicht hatten. Wer sollte nun glauben, daß auf diesem, zum Graswuchse von der Natur so sehr begünstigten Bo— den dennoch ein Theil unter dem Pfluge stehe? Es befremdete mich noch mehr, als man mir sagte, daß diese Aecker den unwillkührlichen Ueberschwemmungen des Flusses eben so gut ausgesetzt seyen, als die Wie⸗ sen. Ich sah darauf Roggen, Mengkorn, Waizen, etwas verpflanzten Raps, und Sommerfrüchte. Meh— rere Personen versicherten mir, daß diese Aecker im Winter öfters Tage, ja Wochen lang unter Wasser stünden, ohne daß es dem Roggen, wohl aber manch⸗ mal dem Waizen schade. Diese Aecker haben wenig oder odet li wie mal soshen V Ige sth 97 Bawohie geche hlibenen N gie de Thaet gegend, lisch da bawef⸗ beveisen cher re nen sie he„ od mathe thoded Ins d gleich! unwide simmt! fittert Vutten —— D STTTT T„ — 235 höchtngz ů n oder keinen Dünger nöthig. Ihre Cultur ist nicht ul dü. wie man glauben sollte, mit dem Grase abwechselnd, un sondern wird immerfort betrieben. abn Pan Was würde Hr. Balsamo, der überall Gras— hn ü änger sehen will, zu dieser Anti-Wiesenwirthschaft sa— 7 2„ 0—28— ‚i llastuam gen? Ich denke für meinen Theil, daß, wenn die Bewohner dieser Gegend mehr Nutzen aus dem Grase zu ziehen wüßten, sie mit dem Pfluge davon weg⸗ bleiben würden. Issr auenst die Eyesth zu ethihn, che Uebentnu Man erwarte weiter keine ausführliche Apolo— n diese ul gie der Stallfütterung von mir. Bergen und daß ale uin. Thaer haben sie schriftlich niedergelegt; die Rhein⸗ n zu ptafn. gegend, die Pfalz und das Niederland thun sie prak— den öͤfent:tisch dar. Diejenigen, die ihren entscheidenden Werth andere!“ bezweifeln und angreifen wollen, bitte ich, vorher zu beweisen, daß außer dem Dünger noch ein er hebli— cher reiner Vortheil von dem Viehe falle... Kön⸗ fdsen,nen sie das nicht, und steckt in dem Dünger der gan— günstihtn!! ze, oder doch der beträchtlichste Vortheil: so bleibt ge stehe? mathematisch richtig, daß wir nur von derjenigen Me⸗ nir sagte) thode den meisten Vortheil zu erwarten haben, welche chwemmul uns den meisten, und, man merke wohl, zu— als die gleich den besten Dünger giebt. Beydes leistet tn, Vi unwidersprechlich die Stallfütterung. rüchte. N 7 Lr Jene vergrößerte Quantität des Düngers be— unter Vust stimmt sich nicht allein dadurch, daß jede im Stalle laber mt gefütterte Kuh einen dritten, oder doch sicher einen Hben vun vierten Theil Dünger mehr hergiebt, als eine Weide— 0 kuh, 236————— kuh, sondern hauptsächlich dadurch, daß ich von einem gleichen Stücke Feld drey Kühe statt einer un— terhalten kann... Wenn mir also ein Fleck, der eine Weidekuh ernährt, in den fünf Sommermonaten drey Karren Dünger giebt, so giebt mir derselbe Fleck, wenn mit seinem Produkte drey Kühe auf dem Stalle unterhalten werden, in jenen fünf Monaten über 12 Karren Dünger, das ist, noch viermal so viel. Frey⸗ lich sind mehrere Kosten auf die Fütterung dreyer, und zwar auf dem Stalle gefütterter Kühe zu rechnen, als auf eine weidende; aber man rechne auch, daß die Milch von zwey mehr gehaltenen Kühen(gäben sie auch verhältnißmäßig wenigere und schlechtere Milch, welches sich höchstens nur im Frühjahre davon sagen läßt), mehr als hinreichend ist, alle mehr erforderli⸗ che Kosten zu decken. 6. II. Privat⸗Stallfütterungsarten der Belgen. Die Art und Weise, das Vieh auf dem Stalle zu halten, hat in den Niederlanden eben sowohl ihre Abweichungen, als die Methode, es daselbst zu füt⸗ tern... In einigen Gegenden läßt man das Vieh nach der Heuärndte, in andern nach der Grummet, ärndte, und noch in andern gar nicht ausgehen... An einigen Orten füttert man warm, an andern kalt... Dieses bewegt mich, die Varietäten eines so interessanten Artikels der Landwirthschaft auch in mei— ner Erzählung gehörig auseinander zu setzen. In 0 reh Hi ast 0 Heun wieder a Veseh del gelt sibt n ten, mit Wd d Itdese den, ten ode Gtunde fottröck sen son Merge Miig wirth cufhor meni 0 6 510 In der Campine, she sntt eh ü oder den Sandländern Brabants, wird das Vieh ge— Wunnnt gen die Mitte Augusts, sobald die Nachmahd des Ir de in Grases in etwas herangewachsen ist, nach einer mehr Ese 0 ö i n als neun Monat langen Einsperrung zum ersten Male deme I wieder auf die Weide gelassen. Zu dem Ende sind alle Rohaten„ n eu Wieiesen(denn eigentliche mit Obstbäumen besetzte Wei⸗ 0 0 ul den giebt es nicht in einer Gegend, wo sahe Bäume er 0* 2*— 7*—„ 150 1551 selbst in den Gärten nicht gedeihen), durch einen brei⸗ n 90 ten, mit Buschwerk bepflanzten Aufwurf befriediget. e auch, du Uhen(in Ist der Graswuchs dieser Wiesen abgehütet, so schechtnrN wird das Vieh auf die Spörgelfelder gebracht, und e daun jedes Stück daselbst besonders an einen Pfahl gebun⸗ mehe efn den, um das ganze Feld nicht auf einmal niederzutre⸗ ten oder zu verdämmern, und erst den Platz seines Standes kahl abzufressen, ehe man weiter mit ihm fortrückt. Neben dieser grünen Weide, auf den Wie⸗ sen sowohl als auf dem Spörgel, erhält das Vieh et Belgah Morgens und Abends im Stalle seine gewöhnliche Ration warmer Suppe, auf die der Campiner Land⸗ 4 ů ö ö‚— 70 wirth alles hält, daher auch sein Schornstein nie uth aufhört zu rauchen. aselbst x ö n 06 Nachdem der Spörgel zu Ende ist, welches ge— der Emmn meinlich mit dem Ende Oktobers eintritt“), bezieht t ausgehn das 0 2 2*——„ 1 21 15) Hierinn sind die guten Brabanter merklich von meinen Ränn int ehemaligen Nachbaren verschieden, die ihr hungerndes, auch von Frost und Nässe starrendes Vieh so lange zum Stal⸗ heh. le hinausjagen, bis Schnee und Eis den längst kahl ge⸗ 0 fressenen Boden bedecken. 238— das Vieh wieder seinen bleibenden Stand, und er— hält dann eine Ration Suppe mehr, nämlich am Mittage. Diese Suppe bereitet man auf verschiedene Art, je nachdem die Jahreszeit die Ingredienzien dazu her⸗ giebt. So länge der Winter dauert, besteht sie aus Spreu, über welche das wenige Grüne, das man ha⸗ ben kann, geworfen, mit Wasser übergossen, und alles zusammen gekocht wird. Ist der Kessel vom Feuer, so werden für jede Kuh ein Paar Hände voll Kleye, und der sechste Theil von einem geweichten Oel— kuchen(der von Leinsäamen wird durchaus für den besten gehalten) hinzugesetzt, und zuletzt eine Dosis Buttermilch, so wie sie in der Folge beschrieben wer— den wird. Bey jeder Mahlzeit erhält die Kuh 2—3 kleine Eimer von dieser Suppe. Zu der Zeit, wo gar kein Grünes mehr zu haben ist, wird ihm Spörgelheu, das ist solches, von welchem der Saame abgedroschen worden, substituirt. Mit dem steigenden Grade der Kälte nimmt auch die Sorgfalt für das Vieh zu. Statt der Kleye setzen dann die Wohlhabendern Buch— waizen⸗oder Roggenmehl hinzu, aus welchem jedoch die Blume(das feine Fehl) vorher ausgesiebt wor— den, oder Spörgelsaamen, dem sie zu diesem Behufe vor allem andern den Vorzug geben... Hauptsäch— lich aber ist es in den Monaten März und April, wo sie ihrer Kühe am sorgfältigsten warten, in der Ueber⸗ zeugung, daß von dieser Behandlung der Vortheil des gan⸗ uhne versiul! N Hl gech kn kehtendem Rig, ds ales wit die Mose Uuttr ale l biy ih shun mi —* Spotge nunmeh rur ang de Gied I Gaede& Somme ollerhan Küheim liht mat sie mit! fen petd Di genwatt Wirterin dus dem usd sehe Lin ganzen Vorsommers abhange. Selbst arme Bauern Tunsth versagen ihrem Viehe alsdann das Mehl nicht, dem die Oelkuchen ihrer Meinung nach auf keine Weise bershihn gleich kommen. Das erste Grüne, was sich bey rück⸗ dienjien kehrendem Lenze am Rande der Felder und Gräben , bitehtñ zeigt, das Unkraut, das aus dem Getreide gejätet wird, h, desnun alles wird auf das sorgfältigste zusammengesucht, um lbaposm. die Masse der Supp-Ingredienzien zu vermehren. der Hesh Unter allem Kraut und Grünem aber steht der Spör— Daar Hin gel bey ihnen oben an. Zu dem Ende wird dessen ö schon mit Anfang des Märzes ausgesäet, und dient aburß 6 Wochen darauf zu ihrer Absicht. Sobald sie eneih Spörgel haben, wird die Spreu weggelassen, und die 1 nunmehro grüne Suppe nicht mehr gekocht, sondern beschtiebehe nur angeheizt oder überbrühet. Klee wird nicht in die Siede gethan. 902—³ Auf die Suppe folgt im Winter jedesmal ein ½ wo get. Gelege Stroh, wovon zugleich eingestreuet wird. Im Hörghen, Sommer folgt ein Arm voll Klee, oder Spörgel, oder e abgedtgß allerhand Gras und Unkraut. Rüben erhalten die nden Grade! Kühe im Spätherbste, wiewohl nicht allzureichlich. Oft das Vih; läßt man sie im Felde stehen bis zum Frühjahre, wo bendern sie mit Blume und Stängel dem Viehe vorgewor— welchemn fen werden. usgesibt ů ö 900 SM Die Suppe wurde eines Tages in meiner Ge— Hanst genwart folgender Maßen servirt. Zuerst hub die l ö Wärterinn mit einer hölzernen Gabel den Spörgel i iin aus dem Kessel, vertheilte ihn in die platten Böttiche, Z und setzte jeder Kuh einen vor. Dieses Zugemüse schien ö ö 0 mir 240 mir sehr heiß; dennoch wurde es von dem Viehe mit großer Begierlichkeit aufgezehrt. Indessen warf die Wärterinn drey Hände voll Kleye für jede Kuh in den Kessel, that für jede einen kleinen Kübel voll Butter— milch hinzu, und servirte die Suppe ihren Zuchtun⸗ tergebenen, die bis dahin ihr Gemüse aufgezehrt hat, ten. Mit⸗ unter goß sie auch einer Kuh, die frisch ge⸗ kalbt hatte, etwas mehr Buttermilch zu.. Wäh⸗ rend die Kühe sich daran ergötzten, zog die Magd die Streue unter dem Pferde weg, das in dieser Gegend denselben Stall mit dem Hornviehe theilet, und warf sie unter die Kühe. Darauf fing sie an, zu melken. Da das Melken und die Hauptmahlzeit vorbey waren, wurde abgetragen, und jedem Stücke ein Arm voll Klee zum Desert vorgeworfen). Solche Mahlzeiten halten die Kühe, so länge sie nicht ausgehen, alle Tage dreymal. u m Al o st wird das Vieh meistens bis zum Nachsommer oder Herbste auf dem Stalle gehalten, und mit Klee ge⸗ füttert. Ehe dieser da ist, erhält es grünen, mit kurz⸗ ge⸗ ) Ich muß hier um Vergebung bitten, wie ich schon einst bey eben dieser Stelle an einem andern Orte gethan ha— be, wenn ich durch die Erzählung solcher mikrologischen Umstände manchen Leser ermüde. Ich schreibe mehr für Neulinge als für Erfahrne; jene aber werden mir nicht selten Dank wissen, wenn ich sie gelegentlich mit blos empirischen Handgriffen bekannt mache, die sie nicht in allen Büchern finden, und deren Kenntniß oft nützli⸗ cher ist, als die mancher Theorieen. geshnit dekes /⸗ get N lh und man langer des Dl nach dbg sesim 1d Hit luchen, die Mpilu Weidel Stalks das hiiß destcben abet vo Nmal schen Grund nimmt dere ⸗ es Zeit einem halse, hlet w drehte 241 den Wh geschnittenem Strohe untermengten Roggen, und an⸗ Irdise W deres, aus dem Felde gejätetes Unkraut.. Man ieshe Kahn giebt den Kühen im Winter keine warme Fütte— tübel vol Jun rung.. Da die Stoppelrüben hier so wohl gedeihen, 0 ihten dutz und manchmal eine Schwere von 6— 10 Pfund er⸗ secaufßzezhht langen, so werden sie als die Hauptwinternahrung Kuh, die fish des Viehes betrachtet, und zu dem Ende sorgfältig ch u.. A nach abgeschnittenem Kraute aufbewahrt. Man stößt Ig die M sie zum Gebräuche in Stücke, und reicht sie, mit Spreu in dest. und Häcksel vermischt, den Kühen... Die deinsaat⸗ theilet, udy kuchen, oder vielmehr das Leinsaatmehl(denn sie las⸗ 3, zu melkn sen die Kuchen mahlen), werden für besser als die weywann Rapskuchen gehalten... Man glaubt hier, daß die Iem vol Hlit Weidekühe mehr und bessere Milch geben, als die Mahhheiten si Stallkühe. chen, ale L Im Lande von Waes, das heißt: in dem füdlichen Theile, und in der Mitte desselben, ist die Stallfütterung allgemein, welches aber von dem ganzen Lande nicht kann gesagt werden. achsommer! 5 rlie 3 Kollandt d mi H Je mehr man sich der nördlichen, ehemals holländi⸗ d schen Gränze nähert, desto mehr nehmen die tiefen rune, m. Gründe, solglich die Wiesen, zu, und mit ihnen nimmt die Stallfütterung ab. wie ich shont Einige Stallwirthe lassen ihr Vieh früher, an⸗ Otegisn dere später, andere gar nicht ausgehen, je nachdem cer milnlü! es Zeit und Umstände erheischen. Da hier, außer schnit Wat einem ganz unbedeutenden Baumgärtchen bey dem Hnrn 0 Hause, keine Weideänger sind, und wenig Spörgel 10 ö aihhin gesäͤet wird, so bleibt im Herbste nichts, als der dritte ammiß oft nübli Zweyter Band.— Aus⸗ 242 L * 0 Auswuchs de N linge——— am Sbadei eorn“ Amrr Gras, das an den 8— D 1 ö zwischen den Erlensträ Läben und Rainen der K 20 ö Unkraut, das aus n. ꝛc. ausgeschnitten 310 W lich aber mit Klee 25 Feldern gejätet wird 0 1— Haferstroh, Ro i Wunter er 2 ben, Keroteün un und Hafer⸗Schroot S n sie ihnen kein Waenes Mell. Man h kaltem Wasser auf We 5905 weicht die Sn hen Kartoffeln. Roder vermischt sie mit KWattebe In der Gegend von Contigb Da ich totale Stallfütterun Werniht ein e 22 Wübt— im engsten Augenbiick ader Es die Thüre, es sey ban Jahr hen sie oft so enge e Dad o Dehws in daß jedes S rune ste⸗ liegen können, und neni sie selten alle Kach und von dreyen immer eine Shnunt⸗ u M Ohne dieser Methodei IIA me e in Rücks 3432 95 w Unzureichlichkeit n Gnden 9 daß das ewige Ent 5 beweist sie doch durch Beddn, rung vorwerfen, u 6—— welches Viele der Saulitz⸗ unwerträglich Iawbe mit der Gesundheit des 5808 weil es böst in en/ durchaus nicht schädli 7— engen, mit Vieh Kersorn, an m1 i einem ein nict s D I d9 han, de! mun dis⸗ sohtde Hen ehjt chem bor ekachter auf den Ren N auls den we sis“ Guben. Rrößten toher S Iunenne 243 Kihe i— einem ungeheuren Mistbehälter versehenen Ställen es Runm h nicht ist. Hgchiite, Das erste Futter im Frühjahre liefern, außer dem + id, z an den Rainen der Koppeln gewonnenen Grase, Rü— 0 ben, die im Felde überwintert haben, zu welchem Ende mi man diese im Winter auf alle Weise schont. Darauf Mil. MW. folgt der Klee. Doch glaube ich nicht, daß man ei⸗ doicteeh nen einzigen Pachthof in dieser Gegend findet, auf wel— semstth chem blos Klee gefüttert wird, weil man es als sündlich betrachten würde, andere Kräuter und Gräser, die sich auf dem Felde und in den Winkeln vorfinden, verloren gehen zu lassen. Em Die Fͤͤlle sind selten, wo das Vieh auf den drit— ten Klee⸗ oder Graswuchs gelassen wird. Auch sah ich ind W im September und Oktober, wo ich mich in jener Ge⸗ ihe d un gend befand, nicht eine Kuh außerhalb des Stalles. s 0 10 Spörgel sah ich ebenfalls nicht. Wird, O e Eitl Die Winterfütterung besteht käglich, nebst dem Strohe, aus zweymaliger warmer Suppe und einem stin W ö Iger. Tranke. Die Ingredienzien der Suppe sind Butter— In 900 milch, Rüben, Kartoffeln, Möhren, Spreu und Bier— schtHatl dresche. Diese letztere wird auf 2— 6 Stunden weit der Göi aus den Stadten her geholt. Man zahlt die rast, so 90 dud wie sie ein Pferd fortbringt, zu 17— 20 brabanter s Gulden. Außerdem aber bekommen die Kühe den ndheit K großten Theil 5 Winters hindurch auch eine Portion l 1 roher Stoppelrüben, oder Raepgroen, wie sie's hier He l. zu nennen pflegen. Da man bey großer Kälte und Eis — H 2 nicht 1 11 244 nicht immer zu den auf dem Felde stehenden Rüben ge⸗ langen kann, so legt jedermann auf diesen Fall einen Vorrath von Kartoffeln zurück, um sie den Rüben bey der Suppe zu substituiren. Man rechnet auf drey Kü⸗ he ein Bunder Rüben und 24 Säcke Bierdresche, wo⸗ von jeder Sack 17 bis 40 brabantische Stüber kostet. Das Kochen der Rüben zur Fütterung der Kühe rühmte mir vorzüglich ein guter Praktiker, Hr. Jo⸗ hannes Barden. Er giebt sie den seinigen nie an— ders als gekocht und hält sie in diesem Zustande für ein Futter, das unter allem die meiste und beste Butter gebe, welches sonst von rohen Rüben, besonders Braäch⸗ rüben, nicht kann gesagt werden. Die Kartoffeln gegen⸗ theils füttert er roh, und behauptet, daß sie so gesünder seyen, als die gekochten, da diese, häufig gefüttert, dem Hornviehe nicht selten den Durchfall verursachen. Folgende Tabelle wird die Fütterungsart in dieser Gegend Brabants in ein helleres licht stellen. Sie ist von Hrn. Dierexsen. Fütterungs-Tabelle für 10 Kühe. Im Sommer. Morgens s Uhr zwey kleine Karren voll Gras und Klee. Mittags dasselbe. Abends 8 Uhr wieder dasselbe. Das Saufen besteht aus kaltem Wasser, mit etwas Buttermilch oder Bierdresche vermischt. Im ö Vads Moageh Rengih shel Mhall sud ed foch in OEEy Hasseß asdi WS 08 E Wuhz men be she ind wild d davon. widd f se Miih Lekhnte 9e Eth Hoftost flttat ‚ het fan ——... ‚‚....—...:i 245 255 Im Winter gen Falen Rhnl Von Allerheiligen bis zum ersten May wird baufdogt Abends der Kessel über das Feuer gehängt, und am iadiesh, Morgen noch etwas untergefeuert, damit die Ingre⸗ Stbe 1 dienzien der Suppe gegen 7 Uhr weich sind. Diese be⸗ stehen außer dem Wasser in Kartoffeln, Rüben, oder rung derK Möhren. Sind es Kartoffeln, so wird ein halber Sack, , 9.9 sind es die andern, 3 Sack genommen. Dazu wird igen nie r noch ein Korb Bierdresche und ein Korb Spreu gefügt. istande ftn Die Spreu wird oben über die übrigen Ingredienzien des beste Bu Kessels hergeschüttet, und nicht untergemengt, weil nders Blut sonst die Masse anbrennen würde. Uebrigens beföͤrdert artofehnggn die Spreu, indem sie den ganzen Kessel genau überdeckt, sie so gft das Garwerden der ganzen Masse. Wann das füttitt, d Wurzelwerk, wie oft geschieht, im Frühjahre abzuneh— sichen men beginnt, so kömmt nichts als Spreu und Bierdre⸗ 40 sche in die Suppe. art in di 45 „ Gef Nachdem diese Sachen hinreichend gesotten sind, wird der Kessel nach dem Stalle gebracht, die Spreu davon abgenommen und in die Böttiche vertheilt. Dann Kühe wird kaltes Wasser in den Kessel gegossen, um die Masse etwas abzukühlen, die sodann ausgeschöpft und in die Bottiche vertheilt wird, worinne sie mit den Händen verknetet, und jedem Stücke Vieh vorgesetzt wird. 6—8 10 Auf die Suppe folgen 4 Bolster oder 16 Gele⸗ ge Stroh.. Man ist hier der Meinung, daß das Haferstroh, zu jeder andern Zeit als beym Froste ge— imt ao füttert, den Kühen Ungeziefer gebe; zum Einstreuen . aber kann es stets ohne Nachtheil gebraucht werden. 90 2 3 Mit⸗ 246—— Mittags erhalten die Kühe zwey kleine Karren voll Raepgroen, und darauf 4 Bolster Waizenstroh. Bey großer Kälte, wo man nicht zu den Rüben auf dem Felde kommen kann, substituirt man ihnen bey der Fütterung dieselbe Suppe, wie die des Morgens. Abends um 5 Uhr werden dieselben Trakta⸗ mente wie am Morgen gereicht. Zwischen lövben und Tirlemont herrscht, wie ich schon gesagt habe, kein festes Stall— fütterungssystem. Die wenigsten Wirthe halten ihre Kühe im Sommer auf dem Stalle; die es aber thun, geben ihnen daselbst alle Tage 5— 6 mal Klee, ohne ihnen noch ein anderes Nebenfutter zu reichen. Im Winter giebt's keine warme Suppe, sondern die Spreu, so wie auch der Oelkuchen, wird in kaltem Wasser aufgeweicht. Möhren, Kartoffeln und Rüben werden roh verfüttert. Zu Voorde an der Dender, wo keine Sommerstallfütterung ist, treibt man bey star⸗ ker Sonnenhitze die Kühe des Morgens um 9 Uhr wie— der nach Hause, und läßt sie vor 4 Uhr Nachmittags nicht wieder auf die Weide. Wenn sie auf den Kleefeldern weiden sollen, so wird ihnen, vor dem Austreiben, auf dem Stalle gutes Haferstroh gereicht, um zu verhindern, daß sie von dem Klee nicht auflaufen. Wenn Ganih winni Ralse, 61² M 4 Ol H, u M * Mupe der Hl aahl um 10 bon RIEi Vrru liigen Fitten miiteln ———————————— ————.··¶ KRRI?I?I??—¶ĩ˖......; 242 n Wenn das Grüne im Winter aufgefüttert ist, so Wint erhalten die Kühe außer dem Strohe zweymal des Ta⸗ Min: ges kalte Suppe, die aus Spreu, Mehl und Wasser be⸗ mihnen bgß steht, und nie aufs Feuer kömmt.. Das Mehl ist ein Wounn Gemisch von geschrotenen Pferdebohnen, Lein⸗ und Iseben Tub Raps⸗Kuchen, zu gleichen Theilen. Die Spreu wird dabey nicht eingeweicht, sondern trocken in die Krippe geworfen, und das Mehlwasser darüber hergegossen. lemont Gute Wirthe nehmen 6 Pfund von diesem Mehle auf jedes Stück. Am Mittage bekommen die Kühe etwas fiteel. Heu, und darauf kaltes Wasser. iche halln es aber hu nal Kle, ichen Verschiedene besondere Behandlungen des ern die Oun Milch⸗Vi Milch-Viehes. Mten Wi ö‚ Nben wetz Wir haben im vorhergehenden Paragraphen eine Menge Varietäten gesehen, die bey der Fütterungsart der Kühe in den Niederlanden Statt haben; und ihre det, Zahl würde bey weitem größer seyn, wenn wir alle da⸗ rinn befindlichen Privatwirthschaften untersuchen wollten man beyst e heiß hier, wie äberall; Viel Köpfe n und könnten. Es heist hier, wie überall: Viel Köpfe, 50 viel Sinne! und: Jeder streckt sich nach seiner Decke!.. Nohnm Wir wollen uns dafur im gegenwärtigen Paragraphen mit einigen Bemerkungen und Erzählungen über die kalte solln, ö Fütterung, und die Folgen einer schlechten gulen und Stabegl mittelmäßigen Behandlung des Viehes beschäftigen. doß s6 2 4 Kalte V + Kalte und warme Fütterung. W N esllele Im kande von Waes, an der Dender bey Tirle—⸗ nher mont und um Breda, füttert man kalt,— in der siht s. Campine und zwischen Mecheln und Antwerpen, so wie Sil auch in meiner Gegend, warm. Dieß beweist, daß *0 beydes für das Milchvieh paßt.. Man könnte wün⸗. schen, den Milchertrag in jenen Gegenden mit beyden Nlt ö Fütterungsarten zu vergleichen; allein da zwischen Vieh hlabe, ö und Vieh, Nahrung und Nahrung, Wirth und Wirth kuash ein merklicher Unterschied ist, so lassen sich auf kei— ahtke, nen Fall sichere Resultate daraus ziehen. Wenn man Rhi W weiß, daß man von keiner Seite etwas zu fürchten hat, D V so kann Jeder ohne Anstoß selbst Ver suche darüber ma⸗ ö chen, und prüfen, was sich am besten zu seinen Ver⸗ M hältnissen passe. 44 Diaß das kalte Futter, und vorzüglich das kalte Mlben: Tränken im Winter nicht schädlich sey, beweisen, außer soru den schon angeführten Gegenden der Niederlande, auch uinden die von Breda, und das Beyspiel des Hrn. Abbé Go⸗ duß e yens, in der Gegend von Tirlemont, das ich einige Zeit dunt lang mit eignen Augen beobachtet habe. Zum 63 ö Hr. Goyens treibt keine Sommerstallfütterung; W und selbst im Winter läßt er die Kühe alle Tage gegen Mittag ein wenig auf den Hof, wo sie aus einem stei— nernen Troge getränket werden, in welchem nicht selten litt, Y die Eisschollen umher schbimmen. Er findet nicht, daß . dieser Eistrank seinen Kühen schade. Ueberhaupt ist er HAsts! gegen alle warme Fütterung des Zucht⸗ und Milch⸗ in ah Vie⸗ rnr̃g..hah;hmg Hπ——.———.. erung, H Viehes, und glaubt, daß es dadurch nur weichlich und uder d. d entkräftet werde. Sein Vieh erhält daher zwar ge⸗ Iin brühete Suppe, aber erst dann, wann sie ganz abge⸗ mwapen f kühlt ist.. Ich gestehe, daß ich sein Vieh in sehr gu⸗ hwis, tem Stande fand. n könnte Die Ursache, die ihn bewegt, die Kühe auch im uden nit b Winter täglich auf eine kurze Zeit aus dem Stalle zu d zrischnd treiben, ist(außer der Erleichterung, die es beym Trän— Dirth udgh ken verschafft) diese: sein Vieh in der Gewohnheit zu n sich aft erhalten, auszugehen, weil es sonst bey dem ersten Vems Frühlingsausgange sich unter einander stoßen, und auf zu fürcent der Weide umher toben würde. che darlbar ö ö Iu sun Um Breda, und vermuthlich auch in der ganzen Meyerey von Herzogenbusch, wo die Sommerstallfüt⸗ terung nicht eingeführt ist, werden die Kühe, wenn glich bas Rüben und anderes grünes Futter im Winter aufgezehrt ewisen, a sind, mit Wiesenheu unterhalten, welches ungebunden vulande/ in dem Magazine des Stalles, und so zur Hand liegt, mn. Mbe h daß es mit einem Haken beygezogen werden kann. Der 10 ine Trank besteht aus klarem Wasser, so wie es aus dem Brunnen kömmt. Den hochträchtigen Kühen wird et— was zerstampfter und in Wasser erweichter Raps⸗ oder stalfüͤttenh Lein⸗Kuchen zugegeben. 0 55 43 Das güste Vieh wird blos mit Stroh ausgefüt⸗ 0 tert, und erhält kein Heu: daher manche Pächter, die mit j verhältnißmäßig mehr Gras als Ackerland haben, ihr ian güstes Vieh im Winter bey andern aufstellen, die sich 3090 im entgegengesetzten Falle befinden. Diese letzteren 2 nähren dann das Vieh des Mistes wegen.) Vom Frühjahre an bis zu Allerheiligen verlassen die Kühe we— der Tag noch Nacht die Weide, wo sie auch gemolken werden. Die Kühe präsentiren sich zu der bestimmten und gewöhnlichen Melke⸗Zeit von selbst am Eingange der Weide, ohne daß die Melkerinn nöthig hat, sie herbeyzuholen. Unterläßt es etwa eine, so bekümmert sich die Magd nicht darum, und läßt sie für dießmal ungemolken; und ganz gewiß versäumt die Kuh nicht zweymal die Stunde. Nachtheile sehr schlechter und sehr guter Winter— wartung. Wenn es auch nicht wahr ist, daß die Kühe überhaupt keinen reinen Ertrag abwerfen, so ist solches doch unwidersprechlich im Winter wahr. Der Verlust in dieser Jahreszeit ist offenbar, und kann in jeder Wirth⸗ schäft blos durch das plus des Sommers gedeckt werden. Je mehr man also unverhältnißmäßig im Winter auf die Kühe *) Wenn wir die vernachlässigte, und gegen das angrän⸗ zende Brahant so sehr herabsinkende Cultur des Bezir— kes von Breda irgend einer Ursache zuschreiben können, so ist es diese unverzeihliche, nur auf Marschländer, aber nicht auf die trostlose Campine passende Methode. Hier wird also der Graswuchs, mit welchem die Hand der Natur den holländischen Antheil Brabants reichli— cher, als den vormals österreichischen gesegnet, und zur Stütze des Ackerbaues dieser wüsten Lande geschaffen hat, zur Geißel dieses letztern. Wie Manchem wird nicht auf dieser lieben Erde Reichthum zu Theil, aber nicht das Herz oder der Verstand, ihn anzuwenden! Kihes fh dmer schelt lug/ sak sn 0 Raschtge aunchind dalbe Manet hhn un Mrane hun Iu den Norhn shsc Huht. sihnd Hidn hoe⸗ Ei u 9 R he 6 *:)..—ieeeeee::.———.. —— 251 Eaen) g V Kühe verwendet, desto größer ist das delicit, das dar⸗ aus hervorgeht... Dagegen befindet sich auf der an⸗ le auch nt dern Seite eine nicht minder gefährliche Klippe, nam⸗ de Hi lich eine allzu sparsame und zu schlechte Winterbehand—⸗ R am Eisz lung, weil bekannt ist, daß Kühe, die im Winter uithg hu. stark zurückgesetzt worden sind, im folgenden Sommer e, so bimd auch bey dem reichlichsten Futter nicht lohnen. t sie fit x lt die Hahn Zur Bekräftigung der Unvermeidlichkeit dieser bey⸗ ö derseitigen Nachtheile, so wie zur Warnung für meine angehenden Geschäftsbrüder und Agricultur⸗Freunde, I1— erlaube man mir, ein kleines Fragment aus der Geschichte aa Uh meiner Thorheiten, oder vielmehr meiner Unerfahrenheit, hieher zu setzen: denn oft sind unsere Fehler belehrender, f W als unsere guten Benspiele. Dieß Geständniß wird , Pi meine Aussage unverdächtig machen. Da A. Als ich im Jahre 1801 den Viehstand eines klei⸗ in sber M nen Farms übernahm, so befanden sich die Kühe in in dem elendesten Zustände, der sich denken läßt. Eine inter auj ö vorhergehende vernachlässigte Behandlung), eine 0 schlechte, größtentheils aus Haferstroh, das feucht einge⸗ bracht und in der Scheune schwarz geworden war, be— 1U stehende Nahrung, und ein bis zum Augenblicke der Ent⸗ ubn hin bindung fortgesetztes Melken, hatten wahrhafte Pha⸗ Mashin rao's⸗Kühe aus den von mir übernommenen gemacht. 8. ů 0— Es waren blos mit einer Kuhhaut überzogene, und mit m d- G rabants ich Un⸗ eonet, Ind Hchofn Liebeshäͤndel ů„und der Abgang einet bnich) Liebeshändel der Milchmagd,‚ und der Abgang ns 0 höheren Aufsicht, lagen hier, wie gewöhnlich, zum Grunde. Ungeziefer bedeckte Gerippe. Von 15 Stücken, welche hätten kalben sollen, waren nur q trächtig. Dem ersten Kalbe, das ankam, fielen die Haare vom Leibe. Es war nicht ohne Ekel anzusehen. Die fol— genden Kälber waren nicht viel besser. Eine reiche nahrhafte Grasweide, die damit ver⸗ bundene frische luft, und angenehme Frühlingswärme hätten dieses Vieh vielleicht etwas früher wieder herstel⸗ len können. Aber unglücklicherweise hatte ich mir die Stallfütterung in den Kopf gesetzt; und ganz natürlich bestand ich unbedingt darauf, wie es Neulingen, die an ein weises Ab⸗ und Zugeben nicht gewöhnt sind, ge⸗ meiniglich zu gehen pflegt. Gras und Klee wurden wagenweise herzugefah⸗ ren, und sogleich aufgezehrt. Man fütterte den gan⸗ zen Tag, und den ganzen Tag brüllten die Kühe. Nichts schien diese ausgehungerten Thiere sättigen zu köͤnnen. Das Schreyen dauerte zur Freude meiner Nachbaren drey volle Monate. Da ich der Erste und Einzige war, der hier Stallfütterung trieb und anfieng, da solche Neuerungen mehr als alle Ketzereyen mit Fluch und Bann belegt werden, so hatte man ganz natürlich die Güte, es der neuen Methode zur Last zu legen. Die Klaglieder der Kühe(wirklich habe ich in meinem leben keinem unangenehmern Concerte beygewohnt) rührten nach der Meinung der Kritiker lediglich von der Inhu⸗ manität her, womit ich sie eingekerkert hatte. Man stellte Wetten an, daß die Kühe im Stalle nicht fressen würden; aber man verlor, denn sie fraßen sich fast zu Tode. Tode. ball, l9 Wnhi h/ db e dn J W Vorlbaz u 13r Hut d W.nih dodof Raleltte m W Galsit macheh slafn. Hrbs und %Msse wad se W ih/ sx dm Kih 12 65 00 Ethe, Achunt II bacht hu Bullr Das von km ih y 15 C sur fiß en die Hamn Ischen. y de, die dati Fräͤhingg hr wiche hatte ih 0 Nd gaßz uut Neulg, gewöhn s wese Hruxt fütterte den Hlten die K. hire sithge HFeude ma h de Ester rieb und arfh Krehen mih gahz nut zu yn A meinon l ohsh) tkeh on det M hatt. Lelicht H0 sh fis 6 5 0 V 253 Tode. Ich kannte damals weder Bergen noch Bra⸗ bant, noch sonst was von der Stallfütterung, womit ich mich hätte rechtfertigen können: mir blieb also nichts übrig, als mich in meinen Mantel zu hüllen, und die Leute den Mond anbellen zu lassen. Die gute Milchzeit war mit den drey Monaten vorüber; und da meine Kühe zur Wiederanfüllung ih⸗ rer Haut alle Nahrung nöthig gehabt hatten, so war wenig davon in die Milch geschossen. Dieser Unstern verleitete mich zu einem wirklichen Fehler. Als angehender, zumal als bitter verhöhntet Stallfütterungswirth mußte ich meinem Systeme Ehre machen, oder doch wenigstens meine Widersacher Lügen strafen. Ich sammelte also alle meine Kräfte auf den Herbst und Winter; und weil einmal die größtmöglich⸗ ste Masse Butter geschäfst werden mußte, sie koste auch was sie wolle(wie das die Kunst mancher Generale ist), so warf ich meine Runkeln, Möhren, Oelkuchen den Kühen schockweise in den Rachen. Ich brach— te es auch wirklich zu 150 Pfund Butter auf das Stück, hätte aber nicht mögen darüber mit dem großen Arthur rechnen, und kann auch, weil ich damals die Futtermasse alles Viehes in eine einzige Berechnung ge⸗ bracht hatte, nicht sagen, wie viel mich das Pfund Butter kostete.. Zum Glücke gewann ich damals et— was von Schafen und ausgemerztem Vieh: dadurch kam ich noch mit blauem Auge davon, und das drey⸗ spän⸗ ——..*.*————— B drꝛpM V 254 spännige Fuder Mist kam mich nicht über drey Franken zu stehen.) Dieses doppelte Beyspiel zeigt, daß man zwar durch eine allzu üppige Fütterung zu Schaden kommen kann, daß dieser Schaden aber mit dem, der aus ei— ner vernachlässigten Wartung entspringt, in keinem Vergleiche stehe. Es giebt aber auch eine Weise, bey sehr mittelmäßigem Winterfutter die Kühe in gutem und vortheilhaftem Stande zu erhälten. Diese Methode fand ich zuerst bey obgedachtem Abbe Goyens. Er hat zwölf schöne Kühe, die den Sommer über auf eine sparsame Weide gehen, und im Stalle nach der Landesart meiner Gegend Mittags und Abends eine Ration Klee erhalten. Da sein Boden sehr schwer ist, so hat er nur sehr wenig, oft gar keine Rüben im Herbste. Ist das Grüne bey Eintritt des Winters aufgezehrt, so erhält jede Kuh täglich viermal Haferstroh, und einmal Suppe. Das Stroh berrägt 5— 6 Gelege, und die Suppe besteht für die zwölf Stücke aus einem Sacke oder 4 Körben Spreu und 2 Raps⸗Kuchen. Man läßt die Kuchen mit Wasser auf⸗ „) Da ich aber in meiner Bilance dem Viehe das Stroh zur Last zu schreiben pflege, so folgt, daß, wenn wir seinen Werth aus dem Dünger weglassen, dieser mich im Grunde nichts gekostet hat. uffihen walche I d Klhen WSilt Wamde! dmm Kel umd auh ind Remalhgen in Etlle UU geketen, el dara O. nmal sti schu, ud dußeue Du The doch ber beh eing Hsfde. M lamatt ban best Olatges Mledes A, sig ——?*— —— 2—— D— 228 V be„* ey aufkochen, und schüttet die heiße Brühe über die Spreu, welche dann 12 Stunden lang stehen bleibt, ehe sie „ daß mun den Kühen gereicht wird.. Gegen die Zeik des Kal— Schaden kin bens erhalten die Kühe zweymal Suppe, wozu also dem, de cl zwey Säcke Spreu und 4 Oelkuchen verbraucht werden.. unnt, in s Wenn die Hälfte der Kühe gekalbt hat, so werden je⸗ dem Kessel Suppe zwey Eimer Bierdresche zugesetzt. Um die Bierdresche das Jahr über für den Ge— brauch in dieser Zeit aufzubewahren, wird sie nach je— desmaligem Brauen in einen ausgemauerten Behälter Dint ersihttt im Stalle selbst geschüttet. Der Behälter hat 4 Fuß tem Stnnd im QO, und 6 Fuß in der Tiefe. Jede Lage wird fest getreten, mit ein wenig Salz überstreut, und ein Dek⸗ bey ohgant kel darauf hinabgelassen. · dah Kühe, di Dabey läßt Hr. Goyens sein Vieh alle Woche gehen, un einmal striegeln, ihm die Fahne des Schweifes auswa⸗ 1d Millags schen, und es wie Pferde putzen. Er glaubt, daß diese Da sein B äußere Reinlichkeit nicht wenig zu der Gesundheit beytrage. 3/ oft gat k Der Theorie nach hat Hr. Goyens hierinn sicher recht; bey Ennhit! doch beweist die Praxis, daß sich das Hornvieh auch tglch un bey einer ganz L e een eben so wohl 3G Wotn befindet. fir Wi Wie Kühe bey einem so sparsamen Winter-Trak— Epuu— tamente so gut aussehen, so schöne Kälber bringen, und in mi. von befriedigender Benutzung seyn können, das war mir so lange ein Räthsel, bis ich hörte, daß man sie von der Mitte des Dezembers an, der Zeit, wo das Grüne zu Ende 95 n geht, nicht mehr melke. Dieser drey Monate langen / hist n Un⸗ 256— Unterbrechung schreibt Hr. Goyens nicht ohne Grund den guten Zustand seines Viehes zu, indeß das Vieh der benachbarten Pächter, bey einem weit bessern Fut⸗ ter, im Frühjahre oft nicht stehen kann. Er findet übrigens, daß der Verlust der wenigen schlechten Win⸗ terbutter ihm reichlich, nicht allein durch die Ersparung an Futter, und den guten Zustand seines Viehstapels, sondern auch durch einen größeren Buttergewinn in der guten Jahrszeit ersetzt wird. Ein ähnliches Verfahren, in Rücksicht des Nicht⸗ melkens im Winter, wird in der Gegend von Breda be⸗ obachtet. Von dem Augenblicke an, daß die Kühe da⸗ selbst auf das trockene Futter gesetzt werden, hört man auf, sie zu melken: daher die Springzeit so eingerichtet wird, daß die Kühe um diese Zeit im siebenten Monat ihrer Trächtigkeit sind, und die Kälber gegen die Zeit des jungen Grüns im Frühjahre fallen. Die Wirthe behaupten, daß solche, einige Monate trocken gestan⸗ dene Kühe nach dem Kalben reichlicher Milch geben, als andere, bey denen man das Gegentheil befolgt hat. Auch in der Gegend von Contigh ist man über diesen letzten Punkt einverstanden, obgleich Viele, ande— rer Ursachen wegen, das Vieh so lange melken, als es Milch geben will, und es auch wohl des guten Futters wegen thun können. Gute Wirthe dieser Gegend lassen aber gewöhnlich ihr Vieh 6— 8 Wochen trocken ste⸗ hen. ö 6. W. Die lichtol Huchen. nicht ean d Higaihr! nd delen u fuun hel. lchn Mie in Detnd Schacsch InH/ s euthehtic stind di fiche Gahesud V Zuhucht! ket: von serin ge Cande stenz des Mulhsa, V gew Wah nich Rheund 6 Zuchers —p!.TV..1. U„ nih gneh. Vüddth doz. W. Benutzung des Milchbiehes. ahn. Er ö 22—55 ö 3 shhhmt Die Kühe sind in jedem Betrachte als die Basis, u de Esn wo nicht aller, doch der meisten Wirthschaften zu be⸗ sins s trachten. Durch sie rhäe man den meisten„wiewohl Rutagint nicht eben den besten Dünger/ und eine Menge andrer häuslicher Vortheile, die man nicht entbehren kann, und deren man sich von keinem andern Hausthiere zu er— lückichtdag freuen hat.. Gewähren sie also gleich nicht in gewöhn⸗ nd von Frh lichen Ackerwirthschaften, wo sie nur als Nebensache daß denly. in Betracht kommen, einen erheblichen Ertrag(ein Weden, giut Schicksal das sie leider mit jedem andern Viehe thei⸗ eit so engit len!), so sind sie doch ihrer Gemeinnützlichkeit und Un— sebenten N entbehrlichkeit wegen einer der merkwürdigsten Gegen⸗ n N. stände, die wir als Landwirthe zu berücksichtigen haben.. Die 9 Ich fürchte daher nicht, allzu weitläufig über diesen Gegenstand zu werden. 3 e ttocken gu er Mich gl Wir benutzen das Hornvieh sowohl durch seine egenthel H. Zuzucht und Mastung, als durch seine Milchergiebig— keit: von jenen wird im folgenden Paragraphen, von die— 1 ser im gegenwärtigen die Rede seyn. Ob wir dabey im 3 Stande sind, das Problem der Eristenz oder Nicht⸗Exi⸗ ich Dih n stenz des reinen Nutzens des Milchviehes befriedigend malen u zu lösen, daran zweifle ich. 3Vgulen gt „ ‚„„„ Ä er Hehed l Was eine Kuh einbringe, das weiß so ohngefähr chen wn jede gewöhnliche Wirthinn; aber was sie koste, das weiß nicht eine. Die genaue Berechnung dieser Aus⸗ gabe und Einnahme ist so leicht nicht.. Wer z. B. Zweyter Band. R bringt EI 258. bringt Stroh, Mist, Wartung, Abfall zum Vor— theile der Schweine, Abnutzung der Gerächschaften, Unterhaltung der Hecken und Zäune um die Weide⸗ plätze, Acht, Feurung, Zinsen des Capitals und Ri— sico in Berechnung? Nach meiner Meinung und Art muß vor allem der ganze Viehständ bey dem Anfange jedes Wirth— schaftsjahrs nach dem laufenden Preise abgeschätzt, und mit den Interessen des geschätzten Capitals dem Viehstande zur Last geschrieben, dann zu Ende ge— dachten Jahres das Vieh von neuem nach den als— dann laufenden Preisen wieder zurückgeschätzt, und dieses geschätzte Capital dem Viehe wieder abgeschrie— ben werden. Da dieses die Basis der Berechnung für den Viehstand ist(auf die vielleicht manche Wir— the nicht denken), so wollen wir uns einige Untersu⸗ chung darüber erläuben. Warum, wird man fragen, sollte es nicht hin⸗ reichend seyn, bey der Berechnung des ursprünglich angelegten Capitals zu verbleiben, statt bey jedem Jahrschlusse von neuem zu schätzen?.. Darum, ant— worte ich, weil der Viehstand nicht immer derselbe bleibt, seine Vermehrung oder Verminderung dem Jahrgange also zu Gute oder zur Last angeschrieben werden muß: denn Geld oder Geldeswerth ist dasselbe. Aber warum soll man sich nicht wenigstens an die Berechnung der Zinsen des ursprünglichen Capi— tals halten, da man im Grunde doch nichts als dieses ange⸗ aght! beh Dohi hnm aWum Vi fingen, die Dami 12 der O hachl, wei sltn, d Mo. beimal; uicht an biym A suchen: ben Zust Vetth h. Fulen der abnnnt. ches chr eihigen! bfenlli ähten Der si meines vice ver kleffen k ale Jah shn, 0 Lebech Oeuim —püp—,ü;;· — 259 Witl nn angelegt hat?... Weil die Zinsen in einem gerech⸗ r Gaähshn ten Verhältnisse mit dem im Viehe steckenden Werthe um d stehen müssen. Gesetzt, ich hätte im Jahre 1806 mit Copicte up einem Viehstande von 2000 Fl. im Werthe ange— fangen, und diese Summe fände sich 1807 durch die Verminderung der Hälfte des Viehes auf die Hälf— te des Capitals redueirt, so wäre es doch wohl un— recht, wenn 20 Stück eben so viel Interessen zahlen sollten, als 40. m zu Ei, Noch kann man fragen, warum ich das Vieh h Kah u jedesmal zu den laufenden Preisen abschätze, und mich lcheshiß; nicht an den Durchschnittpreis halte, in dem es beym Ankaufe gestanden hat.— Aus zwey Ur— sachen: theils weil das Vieh nicht immer in demsel— ben Zustande bleibt, also nicht stets denselben inneren ltt nuß vꝛ! ange sdes I. Riise abg len Capi wieder abgih der Berehn Werth hat; theils weil es durch das Steigen und aue ln Fallen der Marktpreise an relativem Werthe zu⸗ oder abnimmt. Es kann ja seyn, daß ich das Vieh, wel— Hlees niht ches ich mir um einen hohen Preis zugelegt habe, nach N umum einigen Jahren zu einer Zeit verkaufen muß, Rie sut H offentlichen Preise niedrig stehen/ oder daß das Vieh Dm während meiner Wirthschaft deteriorirt worden ist. . Wer sieht nicht ein, daß dieses eine Verminderung 0 meines angelegten Capitals nach sich ziehen muß, und uit vice versa? Da aber so etwas mit jedem Jahre ein— st anpe treffen kann, so ist es der Ordnung gemäß, daß es oerth st d alle Jahre von neuem berechnet werde, um sicher zu seyn, daß der aus der Berechnung hervorgehende anigeh: ů ö 75 ünn 66 Ueberschuß auch reiner, und nicht etwä imaginärer lckGewinnst sey. 17 R 2 Ich 260 Ich will hier die Ursachen nicht angeben, die mich bewegen, den Kühen Stroh und Spreu in Rech- nung zu bringen: es würde mich zu weit von meinem eigentlichen Gegenstande entfernen, weil solches mehr in die Bewirthschaftung der Aecker als des Viehes eingreift. Ein zweyjähriges Nachdenken hat mich überzeugt, daß ohne Stroh-und Düngerberechnung keine richtige Bilance zwischen Halmfrüchten und Händels-oder Futtergewächsen aufzustellen ist. Ertrag der Kühe. Man findet in dem nördlichen Theile der Cam— pine Kühe, die in Holland gekauft worden sind, und hier, im Stalle gefüttert, in ihrer vollen Milchzeit täg⸗ lich zwey Pfund Butter geben. Ich selbst sah bey den Mönchen de la Trappe zu Westmael zwey friesische Kühe, die bey dem Ankaufe 320 holländische Gul— den gekostet hatten: sie gaben nach dem Kalben einige Zeit lang jede 23 Pfund Butter täglich.. Man stieß in meiner Gegenwart bey Madame Aerts zu Westmael die Milch, welche eine Kuh in 4 Tagen ge— geben hatte, und gewann davon 6 Pfund Butter. Gedachte Wirthinn hält nur 2 Kühe, und ihr Haushalt besteht in 4 Personen, wo weder Milch noch Butter gespart wird, zumal da das Gemüse mit Butter bey ihr zubereitet wird; dennoch erübrigte sie im Jahre 1801 hundert, und 1800 zweyhundert Pfund But⸗ ter. Sie rechnet täglich 2 Pfund Butter von ihren beyden Kühen, die im Hause consumirte Milch nicht mit einbegriffen. Ueberhaupt fodert man in der Cam⸗ pine Im 0ij Mid. Imm gben. A Rathib! Mo/ M 5 0 11. Ma fir d A r Le fir de dad Jiht Das N. H de ht sow. stenge E wache gl onhe, ennen d scht h. vblesen, degelah vlen de: 261 ar pine von jeder guten und dr Kuh S wit unmj ein Afo 5. 4 beiten an West⸗ n mael geben jede 20— 27 Potten Milch. weil soshesz s des N In der Gegend von Contigh milkt man drey bis denken hat viertehalb Monate über, täglich 12— 14 Potten Dunguberch Milch, und 8 Potten die übrige Zeit. Davon ge⸗ limfrüchten hen 13 auf die Verfertigung eines Pfundes But⸗ ustlenis. ter. Nehmen wir aus den Winter-Monaten zwey für das Trockenstehen der Kühe vor dem Kalben ab, so haben wir: Hele wd für die 3 besten Monate 1200 Potten Milch; porden sihd/ für die übrige Zeit 1000—— En Mohpt das Jahr über 2800 Potten, oder 200 Pf. Butter. selbst i! Das Pf. Butter zu 17 Kzr. thut 56 Fl. 40 Kör. el zwey flifs Hierzu das Kalb 4 2— 10— He G arn. Totaler Ertrag— 58 Fl. 50 Kzr. sch... Ich stelle diese Berechnung blos zur Bekehrung der ame Aertz Stallfütterungs⸗ Antipoden auf: denn in der Cam⸗ in 4 Tahh pine sowohl, als in der Gegend von Contigh, herrscht Pfund Bun strenge Sommer⸗Stallfütterung. Auch diejenigen, ud iht Huß welche glauben, daß ohne Gras keine Butter werden noch du könne, m sich daraus belehren: denn zu Contigh nit Bute kennen die Kühe kaum das Gras.„Die Erfahrung, sie in„sagt Man, hat in Flandern die Wahrheit be⸗ t Mud d„wiesen daß es gleichviel sey, ob das Vieh von den tter von l„vegetabilischen Produkten der Wiesen, oder von de— 1e Mich il„nen des Ackerlandes erhalten werde. n I 3.— In 262— In den Poldern zu Eckeren giebt eine gute Weide— kuh 280 Pfund Butter im Jahre; doch bemerke man, daß hier Marschweiden sind. Auch Herr Vander— linden zu Voorde zeigte mir eine Kuh, die in der guten Milchzeit in 6 Tagen 132 Pfund Butter gege— ben hatte. Nach Hrn. Balsamo gaben 8 Kühe in der Gegend von dLille 1400 Pfund Butter, also jedes Stück 175 Pfund. Im Jahre 1804 bezog Hr. Goyens von 10 milchenden Kühen bey kümmerlicher Weide, und bey seinem obgedachten etwas kargen Winterfutterungs— systeme, wie folgt: Im Januar 172 Pfund Butter. Februar. 15 März 53 April„ 153 May 458 Juny 242—. July 2335— ue — August. 205—— — Seyptember 156—— — Oltoder 1* 4h—— — November rn—— — December 7—— Im ganzen Jahre Von jedem Stücke 15542 Pfund Butter. 1554 Pfund Butter. Wir könnten also ohngefähr für die Niederlande an⸗ nehmen, daß eine Kuh bey reichlichem Winter⸗ und Som⸗ Euum poslfll Ous uhastte 1I5 MWM gle süth teh Hhhn Ime Eetg au My du Uunhöatte R Hl dutt ich ee pei Di tedesen i Ochan NM „Diete „HKlei vlhlex! ydern u det sit i0 „Stl „ ih ten Kt „osche Wolle Humgutd doch hahn .herr Dun Kuh, fund Bulte 10 gaben g and Buller, Goyens n Weide, I Dinterfültin Pfund Bul fund Bulh fund Bull Mederlatde“ u Winter/ + 263 Sommerfutter 200, und bey kärglichem Futter, wie— wohl guter Behandlung, 150 Pfund Butter gebe. Dazu das Kalb und der Abfall des Molkenwerks, wo⸗ von ersteres einen rohen Ertrag von eirca 60, letzte⸗ res von 47 deutschen Gulden einbringt. Beydes gilt sowohl von weidenden als im Stalle gefütter⸗ ten Kühen. Um aus diesem rohen Ertrage nun den reinen Ertrag auszumitteln, bedarf es freylich nichts als des Abzugs der Kosten. Da aber die angeführten Fütte⸗ rungsarten so verschieden sind, da hier warm, dort kalt, hier reichlich, dort sdarsam, hier im Stalle, dort nicht gefüttert wird: so sind jene Kosten ohne eine weitläufige Untersuchung nicht zu bestimmen. Die Noten des Hrn. Dierersen können un⸗ terdessen uns behülflich seyn, etwas mehr sicheres von Edeghem und Contigh zu bestimmen.„Es giebt kei⸗ „nen Pachter in meiner Gegend, sagt gedachter Hr. „Dierersen, der in dem Falle ist, sein Vieh vom „Klee allein zu unterhalten. Alle bedienen sich mit „unter des Grases und Krautes, das sich auf den Fel⸗ „dern und Rainen vorfindet. In diesem Falle befin⸗ „det sich auch der Pachthof, der zu meinem Landhause „in Edeghem gehört. Man unterhält daselbst 18 „Stück Hornvieh auf dem Stalle, und 4 Pferde. „Zu ihrer Nahrung bedarf der Pachter, außer gedach⸗ „ten Krautschnitten, den Ertrag von 3 Bunder Klee, „welche dann ohngefähr für 130 Tage zureichen. „Wollte man aber das Kraut weglassen, so halte R 2»ich 264——— v ich dafür, daß noch 4 Bunder mehr dazu gehören wür⸗ »den. Dieses stimmt auch mit dem überein, was „mir meine sämmtlichen Taglöhner, die nur eine oder „zwey Kühe halten, und dabey sehr wenig Kraut und „Gras haben*), sagten: nämlich, daß es ihnen un— „möglich sey, eine Kuh fünf Monate über mit einem »„halben Journal zu unterhälten, und daß ohne allen „Graswuchs durchaus 4 Journal dazu gehörten“ (25¾00rheinländische UFuß oder ,965 berliner Morgen). Ferner rechnet Herr Dierersen anderthalb Journal Rüben, 8 Säcke Bierdresche und 434 Bü⸗ schel Stroh zu 1o Pfund auf jedes Stück... Da⸗ gegen macht eine nach seiner Art auf dem Stalle ge— fütterte Kuh jährlich 65 einspännige Fuder Mist, wo⸗ von das Fuder bey ihm jedesmal zu 15 Sols verkauft werden kann. Nach diesem allen läßt sich folgende Berechnung aufstellen. Auf eine im Stalle gefütterte Kuh fallende Kosten. Pachtzins und andere lasten von 4 Jour⸗ Fl. Sols. nal Kleeland ö 8— 10 72 Pfund Kleesaamen 1— 17 Asche zur Ueberdungung des Klees 2— 00 An⸗ Es geht in Brabant nicht, wie anderswo, wo das um die Felder herwachsende Gras juris communis ist; son— dern jeder Besitzer des Stücks ist auch ausschließlicher Herr von dem, was an dessen Kanten wächst. ———————————— Anl hh r 0 ulf 9 ni. ude flt dutet y I0 Eic Fur d MxII 9 43 Cut Nletese bon fir de Ahhnnd: ViceA Rech z dunngehim, em ibmen, die nur i wenig Krah, Ddaß es ihz lte lbet nit und daß h dahu ghhe er o9bỹ H ersen auhn che und Stück f dem Stth Juder Mj 15 Sols vl nde Beraht dut, F o,- aH—9 Dmunis is. auesc väct. ——.——— Anderthalb Journal Stoppelrüben a) einmal flach, und einmal zu gehöb? Fl. Sols. riger Tiefe zu pflügen 2— 07 b) viermal zu eggen„ 1— 02 e) einmal zu wellen · 0— 06 d) mit dem Rechen abzuharken) 0— 18 e) anderthalb Pott Rübensaamen o— 08 ) für 15 Fuder Dünger“) 11— o5 Futter beyfahren p. p. ö 2— 00 Acht Säcke Bierdresche. 12— 60 Feuer und licht 4.— 42 Abgang an Geräthe p. pP.*— 00 43 Centner Stroh 34— 14 Interessen, mit Inbegriff des Risico, von 80 brab. Gulden zu 8 Procent für den Ankauf der Kuh 6— 08 john und Beköstigung der Milchmagd 7— 02 Totale Ausgabe In 1* 95— 9 gleich 80 Fl. 10 Kzr. Conventionsmünze. R Er⸗ *) Das Stoppelabrechen oder Abharken von einem Bun— der erfodert 4 Tage Arbeit, der Taglohn zu 12 Sols. **) Obgleich zu den Rüben in Edeghem nicht gedüngt wird, so muß doch billiger Weise dem Felde etwas für den Theil der Kraft, den die Rüben sich zueignen, ver— gütet werden. ————ꝗbd.g85.— 266 Ertrag eben derselden Kuh. Fl. Sols. 200 Pfund Butter à16 Sols. 60— 00 Abfall von der Molkerey p. p. 6— 00 Das Kalb ů 56— 3 65 einspännige Fuder Danger 4— 13 Summe des Ertrags 119— 18 gleich 100 Fl. 55 Kzr. Conventionsmünze. Jene Kuh böte uns also einen reinen Ertrag von 20 Fl. 45 Kzr. dar. Diejenigen, denen mit Stroh⸗ und Düngerberechnung nicht gedient ist, mögen beyde ausstreichen; und es wird sich alsdann ergeben, daß der reine Gewinnst 17 Fl. 43 Kzr. beträgt, der Un⸗ terschied also nicht sehr bedeutend ist. Wenn 4 Journale(etwas weniger als ein ber⸗ liner Morgen) hinreichen, um eine Kuh den ganzen Sommer hindurch zu unterhalten, so beweist dieses unwidersprechlich für die Stallfütterung. Es beweist aber auch nicht weniger für die Güte—— Feldsy⸗ stems, wenn ich mit der Aufopferung der des Fel— des seine ganze Oberfläche alle Jahre Eirrünzen, und die übrigen 45 alle Jahre mit Produkten bedecken kann, die unmittelbar zu dem Genusse des Menschen dienen. Eine Sache, deren sich weder die gewöhn⸗ liche Dreyfelderwirthschaft, noch die strenge, ja selbst nicht die verbesserte Wechselwirthschaft rüh— men kann. Es 65 tastid; Hift Nfe fie Pahen ul um Ehse ᷓ. gugeselt 16 gehch nht ft Rrenge am ven behm M daraufa sdem Rhthen Ohich e ꝗe Rahtd shnf, bey u fiagen: de hoh auch ei biy daf den 30e N 119— nmünze einen Ermny enen mit En ist, man un ergeben, beträgt, N iger als in iuh den g o bewest N6 ng. Ei ba te eines F der 27 te hetdine dukten öl des Mnt r die gah stimne, tthshuft x ——————————..‚‚...‚....——— DI—— am wenigsten in kleine Wirthschaften. 267 Es ist ein bedeutender, ein unermeßlicher Un— terschied zwischen zwey Systemen, wovon das eine die Hälfte, oder doch zwey Fünftel des Feldes zum Opfer fodert, um die andere in den Stand zu setzen, Waizen und Gerste zu tragen, statt daß bey dem an⸗ dern Systeme weniger als ein Fünftel dazu hinreicht. Ich gestehe gerne das ein, was man mir entge— gengestellt hat, und was zu bestreiten ich nie im Sin— ne gehabt habe, daß nämlich das belgische System nicht für jede Gegend passe. Dagegen aber paßt die strenge Wechselwirthschaft auch nicht überall hin, und Es kömmt beym Abschätzen des innern Werths einer Sache nicht darauf an, was sie mir, was sie Jenem werth sey; sondern was sie an sich selbst, und unter den dazu gehörigen Verhältnissen werth ist. So wenigstens bin ich gewohnt, jede Sache anzusehen, und sie mit einer andern zu vergleichen. Der Herr Geheime-Rath Thaer nennt mit Recht die brabanter Wirthschaft eine Queckenwirth— schaft, wenn das Jäten und Reinigen da⸗ bey unterlassen würde; aber er erlaube mir, zu fragen: ob die Drillwirthschaft, die ich mit ihin als die höchste Stufe einer guten Cultur betrachte, nicht auch eine Queckenwirthschaft seyn würde, wenn man bey derselben das Behacken unterlassen wollte. Wer den Zweck einer Sache will, der muß auch nothwen— dig die Mittel wollen und ergreifen, die ihn allein da⸗ hin PfPfPfPfPfff PRPRPRPPPTPRRRRRr 268 hin bringen können; sonst handelt er freylich unbe— sonnen. Die brabanter Wirthschaft würde vielleicht im Brandenburgischen übel angebracht, und die wirthschaft bey den Belgen eine Thorheit seyn. Das beweist aber weder gegen die eine, noch gegen die an— dere. Es fragt sich hier blos, welche Wirthschafts⸗ art in der für sie geeigneten lage den höch— sten reinen Ertrag hervorbringe. Sind wir im Stan⸗ de, dieses auszumitteln, so können wir ein Auge auf unsere lage werfen, und sehen, ob jene höchstnützliche Wirthschaftsart sich auch zu unsern Verhältnissen pas⸗ se, und, im Falle sie nicht, oder nur zum Theile da⸗ hin paßt, suchen, uns ihr, so viel als möglich, zu nähern, und uns bey Dn Gedanken beruhigen, daß alle Vollkommenheit auf Erden nur unvollkom⸗ men seyn kann. §. V. Behandlung des Molkenwerks. Ochsen und Kühe sind unstreitig die nothwendig⸗ sten Thiere, sowohl für die menschliche Gesellschaft überhaupt, als für den Ackerbau insbesondere. Sie leisten uns Hülfe und Arbeit, geben uns Milch, But⸗ ter, Käse, Fleisch, Leder, Horn, Leim und das gemeinnüt⸗ zigste aller Düngemittel. Ohne Kühe kann kein land⸗ wirthschaftlicher Haushalt bestehen, zwar nicht immer wegen zu verkaufender Produkte, doch immer wegen des häuslichen Bedarfs. Brod, Gemüse und Mol⸗ ken⸗ flulf Oh I Hei Asn de an n er Ruas DR ise Waddiah Iso niht! De beh. Er tuun Ot Häsemg Ihatlasen uihtt dis 1d Ma 1, W0 od so u Butter! seache Waake Meland E thodend Vort virthe n Aukomme ash, W 269 sithsch n kenwerk sind unentbehrlich, sind das ne qua non. Die Nothwendigleit der Kühe ist so entschieden, daß, de villagt; wenn gleich ihr Ertrag nicht alle darauf verwendete nd de D Kosten decken sollte, man ihrer doch nicht würde ent⸗ oit syn. behren können. gegen de Vitthshth Lage dust Ihre Hauptbenutzung besteht in der Milch, und der daraus verfertigten Produkte, Butter und Käse. Das Käsemachen findet im Großen wohl in keiner wst imEn Ackerwirthschaft der Niederländer Statt. Es gehört ein M also nicht hieher. Desto stärker wird dieser Zweig in ehichnht den Weidewirthschaften der Provinz Limburg betrie— erhatnisn ben. Es gehört unter die Sonderbarkeiten dieser letz— zum Tyill tern Gegend, daß die Pächter sich nicht selbst mit dem als möglt Käsemachen abgeben, sondern die Milch den Juden fen beruht⸗ überlassen, die sich damit beschäftigen. Vermuthlich ur unpollie rührt dieses daher, weil sich die Wirthe mit Handel und Manufakturen abgeben... In den Wirthschaf— ten, wo Käse gemacht werden, wird nicht gebuttert, und so umgekehrt... Vor einigen Jahren, wo die Lettz Buttor in sehr hohem Preise war, legten sich die Kä⸗ semacher auch aufs Buttern; und nun verlor erstere rothrh Waare ein merkliches an Güte, und an Credit im 2 Geshstt Auslande. ndcte. E. Ehe wir zur Beschreibung der verschiedenen Me⸗ Mich d. thoden des Butterns schreiten, wird es gut seyn, ein sem Wort über das Melken zu sagen. Angehende Land— nn keln Eus wirthe wissen nicht, wie viel auf eine gute Melkerinn nicht im ankomme, und daß, zum Beyspiele, nichts nachtheili— mmer it ger sey, als wenn man das Euter nicht jedesmal rein in M aus⸗ 0 270 c‚3ᷓ ausmilkt. Durch die Vernachlässigung dieser Regel lassen die Kühe beträchtlich in ihrer Milchergiebigkeit nach; und dann sind auch die letzten Tropfen, welche abgemolken werden, gerade diejenigen, welche die mei— sten Ferttheile enthalten. Wenn man schon außerhalb dem Stalle die Milch ununterbrochen, wie einen Strom, in den Kü— bel rauschen hört, so ist dieß das Zeichen einer guten Melkerinn. Auch kann man sicher seyn, daß die Magd gehörig anzieht, wenn die Kuh während des Melkens den Schweif in einer zitternden Bewegung hängen läßt... Es ist besser, daß sie zum Anziehen der Zitzen die ganze Hand, und nicht nur einige Fin⸗ ger gebrauche, und daß sie die Zitzen übers Kreuz mel⸗ ke, d. h. den linken vordern und den rechten hintern zugleich, und umgekehrt. Eine gute Gewohnheit ist es, die Kühe wäh⸗ rend des Tränkens zu melken, und das Euter vorher mit der Hand ein wenig zu streicheln, wodurch sie be— wogen werden, die Milch leichter fließen zu lassen. Herr Goyens hat zu dem Ende, so wie auch der Reinlichkeit wegen, eine Vorrichtung an dem Schemel oder Melkstuhl angebracht, die Nachahmung verdient. Sie besteht in einem kleinen mit einem Deckel versehe— nen Becken, worinn sich etwas lauliges Wasser nebst einem groben linnenen lappen befindet. Mit diesem lappen wäscht die Magd das Euter der Kuh ab, be— vor sie zu melken anfängt. Das fsht goße Di du Bullt nansch i oet don! niht u d dm Ruhm chjeht do 0 85 enate daß aso iimburg secht bey Orrauf: Wegeh des wodden. Hecheft W geich a RN Wulttä af manche nach ho Ibnimm he, wo lltde., ———————— —pp———————— 271 disehj Das Buttern. Machegehh ropfen, So wie in allen Theilen des Ackerbaues, so wesche der herrscht auch in der Behandlung des Molkenwerks eine große Verschiedenheit. In Rücksicht der Anfertigung der Butter zerfällt diese Behandlung in zwey Theile, em Still nämlich in so fern man den Rahm von der dünnen, om, in den oder von der verdickten Milch abnimmt. Ich will hen einn y nicht in Abrede stellen, daß die Butter, welche aus seyn, y dem Rahme verfertigt wird, den man von der Milch 0 wäähud abzieht, noch ehe diese sich darunter verdickt hat, besser den Bevar sey, als die, welche auf eine entgegengesetzte, in die— zum Mch sem Paragrayph zu beschreibende Weise gewonnen wird: ur einie daß also die holsteinische Butter der holländischen, die ets Ktelzn limburgische der jülichschen, die Butter von Ander— chten sin lecht bey Brüssel der Butter der Campine voranstehe. Darauf muß auch bey eigentlichen Viehwirthschaften wegen des Absatzes ins Ausland Rücksicht genommen e Kuhe w werden. Allein bey der Ackerwirthschaft, wo dieses Cuter von Geschäft nur nebenher getrieben wird, kömmt die vodurchse!. Qualität weniger als die Quantität in Betracht, ob— en zu losn gleich auch jene durchaus nicht zu vernachlässigen ist. un Nach meinem Dafürhalten kömmt es bey der unz vaden Qualität weniger auf die Art des Buttermachens, als Nac sh auf Pünktlichkeit und Reinlichkeit an. Ich aß bey Rsn manchem Pachter meiner Gegend, wo man den Rahm M M. nach holsteinischer Art von der nicht verdickten Milch abnimmt, eine Butter, die kein Bauer um Antwer— pen, wo man die Milch verdicken läßt, anrühren würde... In demselben Dorfe, wo ich die köstliche 0 But— Huh ab, 6 Butter bey Madame Aerts genoß, fand ich welche bey einem ihrer Nachbaren, die zu nichts taugte, als die Räder am Wagen zu schmieren. Dieses rührt offenbar von Unordnung und Unreinlichkeit her... Wer die Milch in dumpfigen, stinkenden Kammern aufbewahrt, bey dem Buttern die Zeit nicht in Acht nimmt, den Rahm zu lange aufspart, die Gefäße nicht rein hält, sie nicht auswittert, die Butter nicht gehörig wäscht: der buttere, wie er wolle; er wird Wagenschmiere, aber keine Butter hervorbringen. Außer dieser Quelle der Verschiedenheit an Gü⸗ te, giebt es auch noch eine andere: nämlich die des Futters, welches kein Landwirth verkennen kann. But—⸗ ter vom Julius ist keine Maybutter; Kohlblätter kommen den Stoppelrüben nicht bey, und aus sum— pfigen Weiden lassen sich sicher die angenehmen Theile nicht herholen, die der Butter den süßen Mandelge— schmack geben, u. s. w. Mit einem Worte: ich bin auf meinen Reisen überzeugt worden, daß hier alles, oder beynahe alles, auf Futter, Reinlichkeit und Pünkt— lichkeit ankomme. Ich verstehe unter Pünktlichkeit die Benutzung des richtigen Augenblickes, wo der Rahm abgenom— men werden muß, noch ehe die darunter befind— liche verdickte Milch sauer wird. Die Versäurung dieser Milch greift nothwendig den Rahm an, und vermindert sowohl seine Quantität als Qualität... Angehenden Oekonomen sage ich noch einmal, daß viel, äußerst viel bey einer Wirthschaft auf die Mol⸗ ken⸗ Hinschu M Mih, Wl sibl, e IR hushe, W 0 Urr dußt ot tun Libe! sen. VY daß e hne z nach der V E 0 Rlian g der dümne men de streichen durch, d beke T den Ral Machr sah ith bon N ruct bli in gale Immt auate 273 fandihyz kenfrau ankomme, und bitte sie, dfters nach dem ichts tunh, Milchkeller zu gehen, sich nach Spinngeweben an den Daseit Wänden, Schmutz auf der Erde, Unreinlichkeit in den mlichket 6. Winkeln und verschütteter Milch umzusehen; die Melk⸗ enden Kam: kübel, Seihe tücher, Terrinen, Buttertonnen und lit nicht uu alle zur Molkerey gehörige Geräthschaften genau zu un⸗ ut, die tersuchen, und zu beriechen; die Auslüftung der gan⸗ die Butn zen Milch⸗Kammer zu besorgen, und selbst die Rein— wolez a oder Unreinlichkeit des Anzuges der Molkenfrau nicht Rporbrhig außer Acht zu lassen. Aeußerst selten wird ein auf ih⸗ rem keibe unreinliches Weib reinlich bey ihrer Arbeit edenheit n seyn. nämich In Rücksicht auf Quantität ist es wahrscheinlich, nnen kann. V. daß eine Milch, welcher man bis zum Verdicken die ge⸗ ; Kohhlit hörige Zeit läßt, alle ihre Ferttheise abzusondern und und aus f nach der Höhe zu treiben, mehr Butter liefern wer— nehmen I. de, als solche, wo man dem Ende dieser natürlichen Ope⸗ hen Mande ration zuvorkommt. Auch wird man nicht leicht bey Herte: ich! der dünnen Milch verhindern, daß bey dem Wegneh⸗ daß giet al men des Rahmes(es sey nun, daß solches durch Ab⸗ Kelt und Ph streichen mit einem hölzernen Messer geschieht, oder da— durch, daß man mit Vorlegen des Fingers, wodurch der obere Theil der Oessnung der Terrine geschlossen wird, die Berußn den Rahm in derselben zurück hält, und die abgesahnte ahm atgem Milch unter dem Finger herausfließen läßt), man wird, arunter Ad sage ich, nicht leicht verhindern, daß nicht ein Strahl ie Versaun von Rahm mit der Milch durchbreche, oder darinn zu— ahm al/ x rück bleibe. Dieser Rahm ist nun wohl nicht verloren, Quulli, im Falle Käse aus der Milch gemacht wird; aber er einmal N kömmt doch nicht ins Butterfaß. auf 205 Zweyter Band. S Ver⸗ 0 27˙4 Vergleichende, genaue, an demselben Orte, zu glei⸗ cher Zeit, bey gleichem Futter und unter derselben Auf⸗ sicht angestellte Versuche, ausgeführt von Personen, die jene zwey Arten, zu buttern, vollkommen kennen, müs⸗ sen allein hier entscheiden. Ich habe bisher für meinen Theil noch keine darüber anstellen können, so sehr ich es auch gewünscht hätte. Da die Methode, die Milch erst verdicken zu las— sen, ehe man zur Anfertigung der Butter schreitet, die einzige ist, die ich in den von mir bereisten niederländi⸗ schen Distrikten gefunden habe, so wird sich meine Be⸗ schreibung auch blos darauf einschränken. Hier also dasjenige, was ich in guten, wohleingerichteten Wirth⸗ schaften über Behandlung der Milch und Butter gese— hen habe. Die frische Milch wird durch ein härnes Sieb, welches mir der Reinlichkeit wegen den Vorzug vor den Seihetüchern zu verdienen scheint, in eine reine, gut aus⸗ gelüftete und so eben mit frischem Wasser wieder ausge spühite Kumpe gegossen, das kupferne Melkgefäß mist ein wenig Wasser ausgeschwenkt, um keine Mil chtheile darinn zurück zu lassen, und solches auch durch das Sieb in die Kumpe gegossen. Die Milch wird in einen klei— nen, für sie bestimmten Keller getragen, und bleibt 12 bis 24 Stunden zum Erkalten in der Kumpe stehen; dann wird sie zu der übrigen in eine aufrecht stehende, oben offene Tonne gegossen. Im Winter bedarf es die⸗ hast Fil Rue I ruß/ d it wadnd VBIR 8/ löse vom man d Wultmn icht Ig Ug Fat R W —3.— noch M⸗ manchmal. sch didikt Igeof Fdlen Dor Oaah so if de! imit siden Rwoffen, vadietter! Mer Hendel Juch Lun th un MH 6 lbn Orth, lir dessche U tt von Hash nmi häherfltm inen, so st tst vrikeng Utter schreit, isten nidet rd sich meng nken. h. Herichtetn V. und Butn in hirnes E Derzug un ne reine, Rt ser wicder dlt eMaxsin Hine Mhhhl durch dus 1d in ein und blaht Kumpe sihn frecht st henh Hler bedun! 27³ dieses Erkaltens nicht, sondern man geht mit der Milch geräde zu der Tonne. In dieser Tonne(wobey man natürlich beobach⸗ ten muß, daß die Milch von heute nicht zu der geschüt⸗ tet werden darf, die sogleich, oder am folgenden Tage, zu Butter geschlagen werden soll) bleibt die Milch so lan⸗ ge, bis sie sich verdickt?), welches man gewahr wird, wenn man den Rahm mit dem Finger zurückstößt, und den untern Theil zusammenhängend findet. Von dem richtigen Zeitpunkte, den die Erfahrung dem beobach— tenden Fleiße am besten lehren wird, hangt, wie schon gesagt, sehr vieles ab. Da man hier zu Lande keine geheizten Stuben noch Milch⸗Kammern hat), so läufen im Winter manchmal ein paar Wochen hin, ohne daß die Mich sich verdicken will. Alsdann senkt man den Finger nach zurückgestoßenem Rahme in die untere Milch, und läßt einen Tropfen davon in die Höhlung der Hand fallen. Verdickt sie sich nach nach einer kleinen Weile darinne en so ist die Milch zum Buttern fähig, und wird in die, mit siedend heißem Wasser ausgebähete Butterstanne geworfen, welches heiße Ausbähen übrigens bey schon verdickter Milch wegbleibt. Man hält im Winter auch S 2 wohl *) Aber nicht, bis sie sauer wird, wie ich in meiner Ju— gend wohl in den Rheingegenden g esehen habe. ** Auch darinn hat diese Methode des Butterns einen Vorzug, daß sie kaum den sechsten Theil des Milchgerä— thes und Stubenraumes erfodert, als die, wo man die Milch nicht verdicken läßt. 0 N ö wohl die Milchtonne in der Küche, und in der Nähe 0 W des Feuers. Will die Milch sich dennoch nicht verdik⸗ duuin i ken, so hängen Einige einen Krug mit kochendem Was⸗ uhhe ie ser in der Milchmasse af. V. Man schöpft den Rahm nicht ab(ausgenom 9— men im Lande von Waes, oder wenn man etwas er⸗— i träglichen Käse machen will, welches nicht oft geschieht); 1 ri K sondern die ganze Masse, sowohl Butter⸗ als Käsetheile, L wird in die Butterstanne geworfen, und zusammen ge— 293. stoßen oder geschwungen.) Es ist nicht nöthig, daß das ahih Stoßen, welches eine ziemlich lästige Arbeit ist, unun⸗ gichm terbrochen fortgesetzt werde: daher die Magd sich von wuced Zeit zu Zeit bey einer andern kleinen Beschäftigung er⸗ holen kann. Es laufen über dieser Arbeit gewöhnlich* ein paar Stunden hin, ehe die Butter fertig wird. t G Bey dem Schwingen, wie ich es zu Voorde sah, geht Gis ihe die Sache geschwinder, und in einer Stunde war die Val A Butter gemacht. An diesem letztern Orte wird das nR Butterschwingen nicht zu den gewöhnlichen Tagesbe⸗ hen N schäftigungen der Mägde gerechnet, sondern als eine 10 Zugabe angesehen, die vor oder nach Vollbringung je— bty der andern Arbeit geschehen muß. Um das Buttern Ibno zu befördern, gießt man dann und wann etwas warmes cue uu ö Wasser hinzu, doch ohne es zu übertreiben. b Die Butter wird, nachdem sie aus der Stanne gekommen, in vollem Wasser geknetet, und von Zeit zuů 0 Wnt *) Der Unterschied des Stampfens und Schwingens wird ahg e sich bey Beschreibung der Butterfässer ergeben. fPfPfffff —— 277 und in du ů noch nit zu Zeit mit einer schmalen Sichel in die Kreuz und Quer ttchen durchkämmt, wodurch alle feine Kuhhaare und Zasern, 6 welche die Butter ekelhaft machen, herausgezogen wer⸗ den. Wann das östers erneuerte Wasser zuletzt brun⸗ iab(ulhn nenklar von der Butter abläuft, so wird sie gesalzen, in man etvyn das Salz eingearbeitet, und die Butter in einen oder icht ost gsth ein paar Klumpen zusammengedrückt und auf einige ln as HiTage bey Seite gesetzt. Nachdem wird sie wieder vor⸗ nd zisemmd genommen, und von neuem, wiewohl ohne Wasser, ht nothiʒ xñ geknetet, wodurch sich die indessen aufgelösten Salstheile Abeit is, a gleichförmiger in der Butter vertheilen, und die kücken, E Mosd sth welche die Salzkörner hinterlassen, ausfüllen. Sin Die Butter wird endlich in ein steinernes oder ir⸗ tir fulh! denes 1 gedrückt, und, wenn es— ist, mit oorde sch. Salz überstreut und mit einem irdenen Teller zuge⸗ Zunde 100 deckt. Auf diese Weise läßt sie sich⸗ 2—— sie im Juny dur wih oder Oktober gemacht worden, ein paar Jahre an gehö⸗ 2n. rigem Orte aufbewahren... Ganz vorzüglich ist Okto⸗ lichen Lu⸗ ber-oder Spörgel⸗Butter: sie ist fetter und hält sich sondern ab!.. R besser, als die Butter vom Frühjahre. Die Campine, Athahht——„„ Volbamux. als wo der Sporgel recht zu Hause ist, liefert davon 33 5 + 125* im du R eine starke Quantität an die großen Städte Brabants n etdas wild ab iben, s deE Das Käsen. id x Der Rückstand oder die Buttermilch dient zwar größtentheils zur Nahrung des Gesindes, und zur Füt⸗ terung des Viehes; es werden aber daraus auch wohl W 4— S 3 Käse argehen. 228. Käse gemacht. Zum Trocknen dieser Käse findet man bey vielen Pachthöfen mitten auf dem Hofe einen frey— stehenden Pfeiler, auf welchem ein durchsichtiges Latten⸗ häuschen in Gestalt eines Taubenhauses ruhet. Das Thürchen davon ist geschlossen, und man kann ohne Leiter nicht hinzu. Hier werden die Käse nicht nur ge— schwinder trocken, sondern sie belästigen auch die Woh⸗ nung nicht durch ihren Geruch. Da ich über das Käsen der Belgen nicht viel zu sagen habe, so füge ich statt dessen hier die Methode bey/ einen angenehmen magern Käse zu machen, der sich Jahre lang hält, beynahe ohne Geruch ist, und sich, da er fest ist, äußerst fein schneiden oder schaben läßt. Für meinen Gaumen ist er, auf dem Butterbrode genossen, angenehmer als der grüne Schabkäse; und überdem kostet er nicht viel. Die verdickte abgerahmte Milch wird in einen Kessel gegossen, und über dem Feuer erwärmt, doch nicht stärker, als daß man noch ohne Anstand die Hand darinn halten kann. Die Milch, die sich dadurch in Klumpen zusammenzieht, wird nun in ein nicht allzu lockeres Tuch gegossen, damit die Wassertheile ablau⸗ fen. Zu dem Ende bleibt die Masse die Nacht über aufgehangen, und ist nun am folgenden Tage trocken und fest. Jetzt zerreibt man sie so fein, als nur immer möglich, zwischen den Händen, thut das Zerriebene in einen irdenen Topf, und rührt es mehrere Tage hinter⸗ einander täglich zweymal fleißig auf und um.. Die Masse wird nach und nach die weiße Farbe und den But⸗ Hulhm saume ö sich she fel, V 0, den z fft summel R in b- shchn htt Eshgch 4uN debole darübe Wd uut hulchgen Hih seh Wüsich Ngit nchr Mad dee ma Aache Ohne den na auf ve piid s (hesche Muen. ———————————————— ¶ü———[—[———— Kise fi Kt Hafe em Buttermilch⸗Geruch verlieren, und anfangen, sich zu⸗ ichschtre sammen zu ziehen; man muß aber beym Umrühren ir⸗ nicht suchen, die sich zusammenhängenden Theile zu tren⸗ nchm nen, sondern sie so in dem noch feinen Mehle umwen— . den, damit sich dieses auch nach und nach an die Klum⸗ Rase nicht uu—— mach MI pen festklebt. Sobald die Masse größtentheils zu—⸗ sammenhängend befunden wird, welches im Som— mer in 6— 8, im Winter in 10— 14 Tagen zu ge— gen nicht. schehen pflegt(wobey ich beyläufig bemerke, daß von hier die M der richtigen Beobachtung dieses Zeitpunktes der ganze zu madn, Erfolg abhängt), wird ein Kessel mit etwas frischer But⸗ Geruch isi ter ausgestrichen, der Teig hinein gethan, und 2 Hän⸗ ben Hde st de voll Salz, so wie auch 3 Eßloffel voll saurer Rahm dem Bulth darüber hergebreitet.. Ueber einem gelinden Feuer Schablisz. wird nun die Masse sehr fleißig gerührt, und so lange ö durchgearbeitet, bis sie einem wohlgekneteten Brodteige gleich sieht. Auch dieses fleißige Durcharbeiten ist von wird in⸗ Wichtigkeit, daher es rathsam ist, den Kessel von Zeit erwärmt,! zu Zeit von dem Feuer abzunehmen, um die Masse mit nstand dieh mehr Freyheit und Nachdruck bearbeiten zu können... sich dadut Man drückt zuletzt die Masse in ein paar kleine Formen, ein nicht! die man vorher mit einem angefeuchteten feinen leinenen sserthele dl Tuche von innen belegt hat, damit der Käse nachher die Nohh K ohne Anstand aus den Formen herausgehe. 24 Stun⸗ N Dahe l den nachher ist der Käse fertig, und kann 8 Tage dar⸗ als nubn auf verspeist werden. Je älter er wird, desto brauner 5 J wird seine Farbe.. 50— 60 Pfund dicker Milch (welche Quantität ich in dem mitgetheilten Rezepte vor Augen gehabt habe) geben 2 Käse, jeden zu 3 Pfund. re Luhe h dum.“ Hurbe un 0 S 4§. VI. §. VI. Butterfässer. Da, wo man sowohl Rahm als Milch unter einander schlägt, sind die gewöhnlichen Butterfässer nicht anwendbar; auch sah ich in den Miederlanden nichts anders als Stannen, stehende Fässer oder vielmehr Böttiche, in welchen die Masse entweder gestoßen oder geschwungen wurde. Da nicht wenig bey dem Buttern auf dieses Hauptwerkzeug ankommt, so wollen wir es hier näher untersuchen. Das bekannteste in Deutsch— land ist wohl — das hollandische Butterfaß. Ich gebe ihm diesen Namen, weil es, so viel ich weiß, in Holland allgemein üblich ist). Ich fand es in dem ganzen Departement der beyden Nethen, wo es mit besonderer Genauigkeit verfertiget wird. Da⸗ hin zähle ich vorzüglich, daß die Dauben oder Bohlen in ihrer ganzen känge von innen auf das schärfste an ein— ander passen, und keine mit der Kante über die ihrer Nachbarinn vorsteht, ohne welches sonst Winkel ent⸗ stehen würden, welche nicht ohne große Mühe zu reini⸗ gen sind.. Gute Wirthinnen beobachten dabey die größte Reinlichkeit, so daß manche die Butterstanne mit einer eigenen Schürze umgeben, damit die Magd beym Sto⸗ *) Auf Tafel 9., Fig. 3., habe ich eins auf gerathewohl abgezeichnet. Gofil 6 sch gh Um di zn Wich e P vutz)/ Hudin Br RihusSln u, Um Ritanet ol Mohnev d fin ih in R. Di: vumtteste —————————— RE— 2——————————— 281 Stoßen nicht etwa einigen Schmutz von außen an die— selbe bringen möge. ae Mih Um die lästige Arbeit des Stoßens in etwas grö— Bulershsen ßeren Wirthschaften zu erleichtern, und die Hände da— Herarden ft bey zu ersparen, bedient man sich auch wohl eines Trieb⸗ 4 du uüh werks 2„das durch einen, in einem Rade gehenden, der aschn. Hund in Bewegung gesetzt wird. Es hat zwey oder bhdendeh mehrere Stampfen, die sich wechselsweise heben und sen⸗ o wlnn ken. Um Antwerpen sind wenig Pachthöfe, die nicht usse ude mit einer solchen einfachen, wenig Platz einnehmenden Maschine versehen sind. ersh Das brabantische Butterfaß Ah· fand ich um löwen, Brüssel und an den Ufern der Den— Ies, Pa der. Die Milch wird darinn nicht gestoßen, sondern Viu vermittelst eines Wedels hin und her geschwungen. Es Nahn findet sich Tafel 8. Fig. 5. in gehöriger Dimension ab⸗ et wud, I gebildet. Die Figur zeigt es im vertikalen Durch— n adn d schnitte. ö schrsst ah ube Win Der Deckel a, welcher in aa Fig 8. ganz vorge— Ist Mült stellt ist, sitzt unbewegloch: daher wird, sowohl zur Ein— Nühe um schiebung des Wedels b, als zum Eingießen der Milch, hten dihnN eine Oeffnung darinn gelassen, in welche das Brertchen Mlnsunn c paßt. Der Stiel des Wedels hat von unten eine Höhlung, vermittelst welcher er in den punktirten, am 00 S 5 Fuß⸗ A*) In der Landwirthschaftlichen findet sich ein ziem⸗ uf Raaihne lich ähnliches abgebildet. Fußboden der Stanne festsitzenden Stift d eingelassen wird, und frey darauf herum gedrehet werden kann. Bey e ist er mit Eisenblech umzogen, damit er beym heftigen Umdrehen nicht verschleiße. Bey einer an— sehnlichen Quantität Milch, wie das immer da der Fall ist, wo Butter und Kösetheile zusammen gestoßen wer⸗ den, gehören zwey Mägde dazu, den Wedel gehörig zu schwingen. Sie fassen jede ein Ende der Handhabe an, und stoßen ihn unaufhörlich, itzt von sich, dann nach sich; also in einer halbkreisfoörmigen Bewegung. In einer Stunde ist die Butter durchgehends gemacht. Da obige Stanne leicht nachzumachen ist, und mir vor den gewöhnlichen Butterfässern den Vorzug zu verdienen scheint, so füge ich hier ihre genauen Dimen— sionen bey. Das Innere der Stanne hat von g bis h 5 4 centimétres von i bis kK 71 von g bis i 36 Der Fächer oder Wedel hat von Ubis m 23 von n bis o 28 von mᷓbis o 23 Das kleinere Stück des Fächers hat in der Länge 13 in der Höhe Ir ——————.— S5—eeeDͤbDm ese ö Dabhl Alchene Dhur Tonn dute und Glln di aimene Wahene Habe undt inihhen siut des⸗ ghen die den Re maht. 3 daß ssen linde, H., fstde 5 lit à0 iunt t Werden shn en gstoßen en Vodel al de der Om von scch, xv igen Bun ehends aunt machen is, den Vuht genauen Dir „damit ert Bey einnn mmer da dal ————— z— tRRtR RTRTDTDTDTRTtTEZ iöi 2— 283 Der Stock des Wedels hat von d bis p28 centimétres von p bis q 56 von zu t 72 Die 7. des Stockes von d bis p beträgt im Durchmesser 7, Gewöhnliche Butterfässer. Darunter verstehe ich wirkliche, oben und unten geschlossene, in horizontaler Richtung liegende Fässer oder Tonnen, so wie ich sie in den Departements der Ourte und der Niedermaas fand. Sie sind von zweyer⸗ ley Gattung. Die eine liegt fest auf einem Schragen, und hat von innen einen Kreuzfächer, der sich vermittelst einer von außen an einer der Bodenseiten angebrachten Hand⸗ habe umdrehen lät.. Die andere hängt beweglich in ihren Angeln, hat von innen keinen Fächer, sondern statt desselben befinden sich einige Leisten(schmale Latten) gegen die Dauben der känge nach aufgenagelt, durch deren Reiben beym Umrollen des Fasses die Butter sich macht. Beyde Fässer haben den unverzeihlichen Fehler, daß sie nur eine kleine, etwa 6 oder 8 Zoll im U hal⸗ tende, Oeffnung haben, und auch wohl nur haben kön— nen.. Nun kann freylich durch dieses loch eine Magd mit der Hand zur Noth nach allen Seiten hin, um das Faß 284— Faß gehörig in allen Winkeln zu reinigen. Ich frage aber, ob sie das thun wird; und ich bin um so weniger geneigt, ihr das zuzutrauen, da die Augen ihrer Wirthinn nicht nach allen Seiten in dem dunkeln Fasse herum⸗ spazieren können... Einen zweyten Nachtheil finde ich darinn, daß die Enge gedachter Oeffnung hindert, daß die Tonne je recht austrockene und auswittere, und daß der darinn befindliche säuerliche unangenehme Geruch nie ganz ausziehen kann. Es ist aber unmöglich, daß diese doppelte Unreinigkeit nicht auf die Butter einwirke. Da das clevische Butterfaß diesen überwiegenden Nachtheil nicht hat, so mache ich mir ein Vergnügen daraus, seine Struktur bekannt zu machen, und seinen Gebrauch jeder guten Wirthinn auf das dringendste zu empfehlen, um so mehr, da es nicht viel mehr kostet, als ein gewöhnliches Rollfaß, und nach beygefügter Abbildung und Beschreibung überall nachge⸗ macht werden kann. ö Figur 6. auf Tafel 8. zeigt das clevische Faß im Durchschnitte. Es ist nicht rund, sondern oval, und steht aufrecht, statt daß die andern Fässer liegen. Von oben ist es offen, schließt sich aber vermittelst eines Ab⸗ hebedeckels. Der Fächer ist doppelt, das heißt: zwey Blindrahmen sind übers Kreuz in einander gelassen, so wie es, glaube ich, bey allen andern Butterfässern ist. Auf der Figur kann man aber nur den einen Rahmen sehen, dah den Meehgke IR bey e shen mauht. h Dae D Rhe dhl de! Mhusen vosho Hif bsbeingn Mnidi Wuüneg e sih Npfar in mdal Vite, lir gih de Bich Undiche Hamdhob ⁰ H Aurch⸗ 0 buige R—— 285 „ 0 5 IL. 26 2 i Vs sehen, daher der andere b nur seine Schneide zeigt, 0 x 7 27 4 7 nn um sonn und nicht für eine Stange oder Axe genommen werden MNI* enihter Wiz muß. Der Fächer bedarf keiner Are. In den beyden fen Fase fy Rahmen befinden sich einige Lͤcher. Der Fächer ist „ 0 E Mothelff nach der Länge des Ovals, und zwar etwas unter dem g ö ů‚ E—„ 1i⸗ Hinder, Mittelpunkte der Höhe des Fasses aufgehängt, damit Swillere, m der Rahm bey dem Umdrehen nicht aussprüte. Er hat enehme Gaut bey e einen Stift, der sich in der eisernen Höhlung d unmöhsch, umdreht. Bey e ist eine eiserne Mutter, in welche Bütter eunt sich der Schwengel einschrauben läßt. Dieser Schwengel findet sich in der Figur 7. et⸗ was größer abgebildet. Daselbst zeigt f den dünneren erfaß Theil der runden Stange, welcher im Holze der Daube zu laufen hat, und sich bey g in eine Schraube endiget, ot, so nit welche bestimmt ist, in die Mutter e der sechsten Figur Altur befn einzudringen. Bey h ist die Stange dicker. Dieser n ithhn Theil wird in die Röhre i eingeschoben, und bewegt sich ehr/ da es! darinnen. Die Röhre selbst wird von außen auf die olfaß, undz Tonne festgenagelt, oder angeschraubt. 1 Ist eine kur⸗ wuberallat ze kupferne Büchse, welche um die Stange hgeht, und in m daran festsitzt. Diese Büchse hat die nöthige Weite, daß die Röhre i, indem die Stange durch sel⸗ Kebischꝛ git bige geschoben wird, ihrerseits etwa einen Zoll tief in ern Oodl, die Büchse eindringen kann, wodurch der Fächer beym Hegen. V Umdrehen mehr Festigkeit erhält. mzeigt die bewegliche test al Handhabe. 5 hest ö Sobald gebuttert worden ist, wird der Schwen⸗ er giose gel durch ein verkehrtes Umdrehen abgeschraubt, der Fä— utuisanf cher ausgehoben, er und die Tonne gereiniget und der inen Rn iuft 0 286— luft ausgesetzt. Ich überlasse dem leser, die Vorzüg⸗ lichkeit dieser Vorrichtung in Rücksicht auf die Reinlich⸗ keit zu überdenken. 9. VII. Zuzucht und Mastung. Zuzucht. Die Rinder werden in den Niederlanden und in der Gegend um Breda durchgehends im zweyten Jahre begangen. Was auch immer die Theoretiker und Stu— benlandwirthe gegen diese Methode deklamiren, so ver⸗ lasse ich mich lieber auf die sinnliche Erfahrung, und glaube, daß eine so alte, so allgemeine Praktik nicht Stand gehalten haben würde, wenn der Bauer nicht den Nutzen davon mit Händen gegriffen, und bey der entgegengesetzten Schaden gefunden hätte. Man argumentire hiervon nicht zu weit, und folgere, daß man nach dieser Regel aller Bauern⸗Cul⸗ tur, als der höchstnützlichsten, das Wort sprechen, und Vorurtheil für Vernunft gelten lassen müsse... Boden, Klima, Wirthschaft, Werkzeuge, Wetter, kokalitäten, Ungleichheit der Temperatur der Jahre, Pachtbedingnisse, Servituten, und hundert solche Dinge mehr, haben auf die Bestellung des Feldes ihren Ein⸗ fluß. Sie alle zu übersehen, zu vergleichen, ab⸗ und zuzugeben, zu prüfen, und sich an das Beste zu hal— ten, kann und wird nur selten die Sache eines Bauern seyn. sam, 1 Rbe 10 Ms RDm M Hnden, Abf sha, 1000 Rden in Maler! ( Ms uf de Khne Gie das Nud) Schnhet solliche ni laf dus Ialhnee R W d scheht gu gehin lüßt Hehssenit M'igt inse vile Die! der 90 Ackrrhe keit, Herren: hen,, licher. 287 le, RRM seyn. Und(im Vorbeygehen gesagt) wie viele unter tauf deit gebildeten Wirthen, die, außer mancherley Kenntniß und Wissenschäft, auch einen vorurtheilsfreyen Sinn mit dem Ackerbaue vereinen, giebt es, die das so recht können, ob sie es gleich alle glaubben?*“)— Aber zu sehen, ob das Begehen nach dem zwölften Monate den ing. Rindern nachtheilig sey, das kann jede Kuhmagd; und ihr Meister wird wohl im Stande seyn, zu berechnen (eine Wissenschaft, wovon die Bauern das Empirische mit auf die Welt bringen), ob ihm nicht eine trächtige ederlandenh 2 ö 7 Kuh mehr Vortheil bringe, als ein leeres Rind. m zwentn oretiker ne lamixen, sr Erfahtump. ine Pralkkr A x der Bauit Es sey, daß bey einer entgegengesetzten Methode das Rind etwas großer und schöner wird; aber die Schönheit macht in der Bauerwirthschaft wohl das We— sentliche nicht aus. Uebrigens kömmt hier noch sehr viel auf das Futter und die Individualität an. Ein gut „ undee gehaltenes Rind, das mit 21— 30 Monaten Mutter wird, kann noch eine schönere Kuh werden, als ein schlecht genährtes, das man erst mit 30 Monaten be— Iu wel, gehen lät. Und nicht selten geschieht es, daß eine er Bauem Fehrse nicht mehr empfangen kann, weil man sie als Wott stch Rind nicht hat wollen empfangen lassen. Hier, wie lassen ma in so vielen andern Fällen, zeigt die sinnliche Natur dem jeuge, Y Men⸗ tur der Y rt soch*) Die beschwerlichsten und langwierigsten Experimente n. Irnt der Physit sind die, welche auf freyem Felde über den es ihl Ackerbau angestellt werden; und eben diese Schwierig— schen, 407 keit, diese Langwierigkeit ist es vermuthlich, warum die Beste zu Herren Physiker und Gelehrten sich nicht damit abge— ben.. In Blumentöpfen allenfalls: denn da geht es elsieb 0 leichter. 0 H0 288 Menschen am besten, welchen Weg er einzuschlagen habe, während der abstrakte Denker diesen Fingerzeig verschmähend übersieht, und lieber auf dem Irrwege seine Spekulationen hintrabet. Die Stallfütterungswirthe, besonders diejenigen, die nur einige Kühe haben, lassen den Stier in jeder Jahreszeit zu; doch geschieht es größten Theils gegen den August. Wenn die Kühe zu einer Zeit kalben sollen, wo es noch kein Grünes giebt, so reicht man ihnen ein paar Wochen vorher täglich einige Hände voll Hafer... Gleich aufs Kalben bekommen sie etwas Salz und Brod, damit sie um so williger von ihrer eigenen Vormilch sau⸗ fen, die man ihnen reicht. Indessen wird ihnen ein anderer Trank von Buttermilch, warmem Wasser, ein paar Hände voll Roggen⸗Mehl, etwas Oel und Salz bereitet.. In dem Falle, daß die Kuh sich der Nach— geburt nicht entledigen kann, kocht man deinsaamen, mischt ihn nach und nach löffelweis unter das Getränke, und läßt alles Mehl und Korn weg. Man giebt ihr auch gekochte Vizbohnenschalen(Phaseolen, weiße türkische Bohnen), die man zu eben dem Gebrauche auf⸗ zubewahren pflegt.. Wenn das Euter der Kuh ver⸗ härtet, so schlägt man Rüböl mit Wasser, und reibt es damit jedesmal ehe gemolken wird. Den Kälbern wird einige Stunden nach der Ge⸗ burt einigemal von der Vormilch, oder dem sogenann— ten faulen Beeste gegeben, von da aber weiter keine süße Milch Mnn Haneah e M Wut sh Auth vasch, L H lle. Hbe Rür Wst Rauchhte, MI mich zue d se mid nir bbs m Iussahe, wilchet se sud, mh mit den nen.. bem best shager, M Ws Rog Mober z Hrüne v sutz siot Wisen ottte ——————— ź—pp——V P 289 3 et enhß er dissn Iu auf den Iy Milch mehr, wenigsteus nicht in dem Departement der beyden Nethen und im Waeslande. An der Dender erhalten die Koälber nur in den ersten acht Ta— gen süße Milch; dann werden sie gleich denen im De⸗ Hnderz n. bartement der beyden Nethen auf die Buttermilch ver⸗ dn Einh. setzt. Irrthum zu vermeiden, bitte ich den Leser, nicht zu ußen dus, vergessen, daß hier von Buttermilch die Rede ist, wel⸗ ce noch alle Kͤsetheile enthält. kalben slln Kälber nicht an der Mutter saugen zu sehen, war man ihnm. mir, da solches auch in der Gegend, die ich ehemals de voll hI. bewohnte, gebräuchlich ist, nicht auffallend; aber über 35 Silm die Art, Kälber von der Geburt an blos mit Butter⸗ mnen Vornih milch zu erziehen, staunte ich die guten keute eben so an, sa wird it als sie mich, da sie hörten, daß man die Kalber bey mem Vm. mir blos mit süßer Milch erzöge.. Es bleibt also eine 3OuThatsache, daß Kälber mit Buttermilch, aus h sh de! welcher jedoch die Käsetheile nicht gezogen sind, nicht allein ohne Nachtheil, sondern su 9868 mit dem besten Erfolge erzogen werden kön⸗ Man gih nen.. In dem Lande von Waes wird die den Käl— hsole/ beꝛrn bestimmte dicke Milch nicht mit dem Rahme ge⸗ mGe schlagen, sondern dieser davon abgenommen. „oob Kub 6 ö ir di d Nach einigen Monaten wird der Buttermilch et⸗ asse, Wi was Roggenbrod zugesetzt, so lange bis die Kälber im Oktober zu der allgemeinen Suppe übergehen. Das n nach x Grüne wird ihnen indessen den Sommer über nicht ver⸗ De s sagt; sie werden auch mit den Kühen auf die Nachmaht n der Wiesen und den Spörgel geliieben, und bier eben I Zweyter Band⸗ + ⸗0 290 so wie jene an Pfähle gebunden.. In der Gegend von Breda füttert man die Kälber im Winter mit schlechtem Heue. Hr. Abbé Goyens giebt den Kölbern die ersten 10— 12 Tage die Milch, so wie sie gemolken wird, also täglich dreymal zu saufen. Nach dieser Zeit erhal— ten sie abgesahnte süße Milch, und täglich ein halb Vie⸗ tel⸗Pfund Roggenbrod, welches in der Milch erweicht worden ist. Nach dem Verhältnisse, wie sie an Alter zunehmen, wird ihnen auch an Brod zugesetzt, bis zu einem Viertel⸗ Pfunde. Obgleich seine Kühe im Som⸗ mer nicht auf dem Stalle gefüttert werden, so kommen die Kölber doch in ihrem ersten Lebensjahre nicht heraus. Er versicherte mir(und dieses zeugt nicht wenig für die Stallfütterung), daß, seit er diese Methode einge⸗ führt habe, seine Kälber schöner und stärker werden, als vorher, wo er sie zur Weide schickte.. Sobald sie Stroh fressen wollen, füttert er sie mit Haferstroh, und giebt ihnen dabey nichts Grünes. Er wünscht nur, jedes Jahr so viel Haferstroh zu diesem Gebrauche erübrigen zu können, daß er den Kälbern durchaus kei⸗ ne grüne Futterung zu geben gezwungen sey, weil er sich überzeugt hat, daß sich die Kälber bey dem trocke⸗ nen Futter besser befinden. Die seinigen sind wirklich sehr schoön. Im Winter erhalten sie dieselbe Nahrung, wie die Kühe. Weder die einen noch die andern er⸗ halten je einige Art von Mehl. Hel sihnit vm. W Aseme Itwapnf aujmndi nitt. umhal lum, Ind! IEt aw in de Mad. Da Hun. Ma sh, s0 5 Hn ahuch, „Destt mid „Mhr il sen eido sh fit Di in den Mnbe mit Spr ohgemeng Ild rechne 6 humih —tttt? T TTT“T.ITTITT.......... 1 291 Hep Wrnfh Mastung. Die Ackerwirthschaften in Brabant geben sich wa⸗ nig mit dem Mästen ab, es sey denn mit dem Viehe, Hibane? das ausgemerzt werden soll.. Die Polder unterhalb se Rmoln! Antwerpen sind dazu bestimmt und geeignet, doch so, h dsn 36 daß man die Wiesen ein Jahr abhütet, und das andere Hischenheh abmähet. Man rechnet, daß man vom Frühjahre an de Mo bis zum Herbste 3 Ochsen auf einem Bunder fett weiden kann, und daß der Gewinn 15— 30 brab. Gulden „ wie sie qpl ‚— pro Stück ist.. Auch wird auf den vielen Wiesen bey dzugeseht, ö ö Wien ineKühend Leaw in der Gegend von Tirlemont viel Vieh fett ge⸗ erden, vln macht. 25 sahte niheh Der westliche Theil von Flandern liefert, nach nich um. Hrn. Man, ungleich mehr Fett-Vieh„Dieé Och⸗ Mahont„sen, sagt er, die gemästet werden sollen, kommen stkrn»aus Frankreich, werden hier auf der Mastweide fett 1.. 6 vgemacht/ und gehen dann nach Frankreich zurück. mit Haft„Dieses ist ein sehr vortheilhafter. für die „Cri»flamändischen Landwirthe, die auf solche Weise, ein „Jahr ins andere gerechnet, wenigstens 14000 Och-⸗ 00„sen erportiren, die alle auf den niederländischen Wie⸗ 16„sen fett gemacht worden sind. eh dem K. Die Mastung auszumerzender Kühe und Ochsen Ien sh in den Ackerwirthschäften geschieht auf dem Stalle. iselbe Men Man bedient sich hierzu des Leinkuchen⸗Mehls, das die aodl mit Spreu, Buchwaizen und etwas warmem Wasser angemengt wird. Man füttert dreymal des Tages, und rechnet, daß 8 rasières oder Viertel gedachten Meh⸗ les hinreichen, ein Stück in 1 Wochen fett zu machen. T 2 Nach =— 292 Nach Hrn. Balsamo wird das zu mästende Vieh in den Gegenden, die er bereisete, Morgens und Abends mit Rapskuchen und einem aus Bohnen⸗ und Roggen⸗Mehle zubereiteten Getränke genährt. Am Mittage erhält es abgekochte mit Häcksel vermischte Boh⸗ nen, und auf die Nacht etwas Heu und Stroh. Er fand in den Niederlanden das Ochsenfleisch sehr gut und wohlschmeckend. In der Gegend von Contigh, so wie im Waes— lande, verkaufen die wenigsten Wirthe ihre Kälber ma— ger, sondern mästen sie zum Verkaufe mit Milch, so wie diese von der Kuh kömmt. Ein Kalb säuft 7— 8 Potten des Tags. Das Mästen dauert 6— 12 Wo⸗ chen, je nachdem man es vortheilhaft findet. Man rechnet, daß das Kalb mit jeder Woche für anderthalb bis drey Gulden zunehme. Nach dieser Berechnung wäre der Pott Milch zu einem brab. Stüber angebracht. Da nun 13 solcher Potten ein Pfund Butter geben, und wir dieses zu 6 Stüber angeschlagen haben, so folgt, daß bey der Anwendung der Milch zum Mästen der Kälber ein weit größerer Vortheil entspringe. Dieses stimmt auch einigermaßen mit einer an⸗ dern Berechnung in meinen Noten überein. Nach die— ser reicht die jährliche Milch von einer Kuh zu, um 22 Kͤͤlber, jedes in 3 Monat Zeit, fett zu machen, welche alsdann à Stück 30— 40 Gulden verkauft werden können. Dieses gäbe eine Summe von 874 Gulden. Davon für den Ankauf von 24 Kölbern 124 Gulden abgerechnet, bleibt zum Vortheile des Mästens 75 Gul— den. h. M. C 00/ Hmsen⸗ Ba sl i em Idihntnd ammtsei N iHiche gnacht h tlͤgiche llihschet st Men ld ssch ah RatnGn nahn sy Wohan ?...——I—— z—p' PPPTTPTPTPPPTPTPTTR ——— 293 d h 55 We den. Nun betrug aber die Butter nebst dem Abfall, us Behn S. 266, nur 66 Gulden: so brächte denn das Käl— Ma gniht bermästen 9 Gulden mehr ein, als das Buttern. kel vermishdd 3 ö Bey dem Mästen der Kälber beobachtet man, daß ish f. sie in einem dunkeln Raume gehalten werden müssen, uund ihnen das Maul mit einem Korbe geschlossen wird, damit sie kein Stroh fressen. o wie im d e ihre Kahn nit Miti In Rücksicht der Mastung des Hornviehes, ob alb säust;. ich gleich einige Stücke blos mit rohem Wurzelwerke fett ltbnn gemacht habe, habe ich doch die warme Fütterung zu⸗ st sndet.! träglicher als die kalte, und die siedend heiße noch zu⸗ eflraun. träglicher als die warme befunden. Das Vieh scheint iser Buu) mit Vergnügen den Kopf in das Dampfbad zu halten, Uber amc und sich an dem Geruche zu laben, bis ein mehr tem⸗ utttrben. perirter Grad von Wärme ihm erlaubt, anzubeißen. Es aben, soy nahm sichtbar bey dieser Methode zu, die auch meinen um Mist Nachbaren bekannt ist, und von ihnen ausgeübt wird. — AENV——.——— —— + 2.** SSSISS———3—3———*— inge. mit einhe rein. Mil uh zu, M- machen erkaut ᷑ 7⁴ H+ 12100 H V 7 0 Drit⸗ 294 Eνπ⁰⁰˙9EuF Dritter Abschnitt. Ställe und Dünger. Da diese beyden Gegenstände in den Miederlanden so enge mit einander verbunden sind, daß man Mühe hat, die Quantität und Qualität des letztern zu beurtheilen, wenn man erstere nicht kennt, so ist es nöthig, hier die Beschreibung der Ställe einzurücken. ö Von den Ställen. Der eser wird mir gerne verzeihen, wenn ich ihn nicht lange mit der Beschreibung unbedeutender Stallungen und ihrer Varietäten aufhalte, und dafür ein vollständiges Detail eines nach der belgischen Wirth⸗ schafts⸗ und Fütterungs⸗Art gehörig eingerichteten Stal⸗ les liefere, welchem alle übrigen zwar nicht an Geräu⸗ migkeit und Gemächlichkeit, doch in den wesentlichsten Stücken gleichen. Dieser Stall befindet sich zwey Meilen von Ant— werpen in der Campine bey Westmäel, wo er erst vor ein paar Jahren von einer Congregation religiöser Ein⸗ siedler, deren ich schon einigemal erwähnt habe, er— bauet worden ist. Ich habe den Grundriß des Gebäudes selbst auf⸗ genommen, und die Struktur des Dachwerks ist mir von dem Verfertiger desselben mitgetheilt worden. Ta⸗ fel fl 10⸗ 6 Duh 0 hhen Side f Mift, MI. Hatg j de fl ut *2 Hleil fu. D stneng He Voit Vachen Möfaß: Mischen Hu Rx sach der Rmuer imétrer cbeh de auf we kesthe Renwekk Kistde — 295 t. fel 10. Fig. 1. zeigt den Grundriß, Tafel 11. Fig. 3. den Durchschnitt des Gebäudes in seiner Breite. Bey⸗ mget, de Figuren sind hundertmal verjüngt, das heißt: das Gebäude ist in allen Theilen hundertmal so groß, als es hier abgebildet ist. Auch findet sich auf Tafel 11. der u Malhh Maaßstab. iß man M Auf dem Grundrisse der 10. Tafel zeigt a den rn zu haut Futtergang; b das doppelte Thor, welches so breit ist/ es rothz daß der kleine Futter⸗Karrn dadurch eingeschoben, und in den Futtergang gebracht werden kann. Hier wird der Klee in kleinen Haufen gegen die Wandec angewor— en. fen. Der Futtergang ist mit aufrecht liegenden Ziegel⸗ ö steinen gepflastert. Die punktirte Linie deutet eine klei⸗ Huihen, v ne Vertiefung an, nach welcher sich das Wasser beym ung urten Waschen*) und Füttern hinzieht, und darinn seinen sfhalte, w Ausfluß nach dem Hofe hat.. d ist ein Ausgang für behishn Menschen; e eine Pumpe; fein eingemauerter Kes⸗ ngerihher sel zur Brühfüterung, welcher von außen in der Kam⸗ nicht u mer g geheizt wird. h zeigt die Staffeln, die abwärts den westt nach dem Feuerheerde des Kessels führen. i sind aus⸗ gemauerte Bierdreschbehälter; j eine kleine, um 60 cen— imétres uber den Stand der Kühe erhabene, und von Man oben dem Fußboden des Futterganges gleiche Mauer, Iu—5 auf welcher die drey Pfeiler ruhen, die sowohl zum Un⸗ n ni terstüzen der Hauptbalken, als zum Anhalten des Stan⸗ väͤhnt hů, genwerks dienen, an welchem die Kühe befestiget sind. k ist der Fußstand des Viehes. iuder shs T 4 Die ichwerts A woldal ö*) Der Gang wird wöchentlich ein paarmal gewaschen. Die Länge dieses Standes hat 17/1 meétres, die Breite beträgt 2,65. Da er für 19 Kühe eingerich⸗ tet ist, so hat jede einen Breiteraum von kaum zrhein⸗ ländischen Fußen, und einen Längeraum von 84. Der Raum für eine ziemlich große Kuh, besonders zur Zeit der Trächtigkeit, scheint sehr geringe, und ist wirklich beym Melken und Reinigen etwas unbequem. Dennoch fand ich keinen Stall in der ganzen Gegend, wo die Kühe mehr Raum hatten; in einigen hatten sie gar noch etwas we— niger.. Der Boden, worauf die Kühe stehen, ist eben⸗ falls mit auf der Kante liegenden Ziegelsteinen gepflastert, und hängt etwas nach der Miststätte zu, damit der Urin abfließen kann. Der Urin wird in einer Rinne aufge⸗ fangen, die am Rande des Fußstandes angebracht ist, und ihn nach einer Cisterne leitet. Diese Ableitung wird aber nur dann gestattet, wann das Mistmagazin schon hinreichend damit getränkt ist, ohne welches der Mist sich brennen und schimmeln würde. Ein wenig Strohmist, den man hier und dort in die Rinne zieht, hält die Flüssigkeit auf, und macht, daß sie über⸗ und in die Miststätte laufe. ist die Miststätte, oder der im Stalle selbst be⸗ findliche Platz, wohin Mist und Streue von dem Vieh⸗ stande abgezogen werden. Sie hat, um mehr Mist fassen zu können, eine Höhlung, die man Taf. 1I. Fig. 1. bey e sehen kann. Bey o und p ist die Aus⸗ und Ein⸗ fahrt. ist ein Stall für s Pferde. Es führt dar⸗ aus eine Thüre nach dem Kuhstalle, um den Pferdemist dadurch zu bringen, und über den Kuhmist herzubrei- len. 1u. gif abblun ł glihe 0606 sihn muß Hasenft! Wufdné dm Klf Ou! 9%D3 Wid shistex WMili du des Lurchaud Di gasfinn, Gults so I Mouat us folgt, Dueish iuftden, sticklt, gel, wie Bakliege D alss Hehol lline M. en Fußf hnuht 29⁷ IUER. E ten. g ist, wie schon gesagt, eine Kammer oder ein labo⸗ „ratorium, welches mit dem Fußboden des Futterganges gleiche Höhe hat, daher man auch einige Tritte hinab⸗ steigen muß, um zum Pferdestalle zu gelangen. r sind Kasten für Häcksel und Spreu; daneben eine Treppe, 4.9 10 auf 0 Speicher, und unter ihr eine andere, die nach em Keller führt. ooh kaum zh m von. aders IuIi Dist wirkicht wwo die Küher noch ennz Der Durchschnitt des Gebäudes auf Tafel 11. siehen I. Fig. 3. wird das Ganze noch deutlicher machen. Da— stinengf: selbst ist a der Futtergang, b der Stand der Kühe, 0 „date. die Miststätte, e der Keller zum Wurzelwerk, der die hger Rimn Länge des ganzen Gebäudes hat, k der Speicher, der alhebnt! durchaus mit Brettern gebödnet ist. 5 Die Mauern haben die Dicke von anderthalb Zie— 0 Mpn. gelsteinen, eirca 15 Zoll rheinl. Das Gebühne des ö hue al! Stalles hat nur 3 Balken, welche auf den beyderseiti⸗ an gen Mauern ruhen, und darinn eingeankert sind. Dar⸗ ie Rinne aus folgt, daß die Balken 13 Fuß von einander liegen. se Iber n Da es schwer fällt, Balken von der Länge von 3 6 Fuß zu finden, so hat man sie bey dem Futtergange ange⸗ stückelt, und jeden daselbst mit einem Pfeiler unterfan⸗ Sullse gen, wie man bey g sehen kann. Das Dach ist mit on ond Backziegeln gedeckt. E M 1 Die Ansicht des Futterganges, von dem Stalle Ius undẽ aus genommen, präsentirt sich Tafel 10. Fig. 2. Die 6 flht v kleine Mauer ragt um einen starken halben Meter über Mpan den Fußstand der Kühe hervor. Auf diesem Mäuer— chen ruhet eine Schwelle, in welche das Stangenwerk 0 22140— ein⸗ 298— eingelassen ist. Die Einrichtung des Stangenwerks zeigt sich deutlich auf der 3. Fig. Die Art, wie die Stangen im Erfoderungsfalle aus⸗und eingesetzt werden können, zeigt sich in der daselbst aufgeschobenen Stan⸗ ge a. Man läßt sie in die an der Schwelle angebrachte Vertiefung sinken, treibt dann unterhalb des oberen Zwergholzes einen kleinen Zapfen durch das in der Stan⸗ ge befindliche voch, wodurch diese, von oben und unten angehalten, nicht mehr weichen kann. Die Zwischenräume der Stangen sind sich nicht gleich: denn immer folgt auf einen engen ein weiter Zwi⸗ schenräum; dieser hat 5 5, jener 3 5 centimétres, bey— des mit Inbegriff der Stangen. An diesen Stangen ist das Vieh folgendermaßen befestiget. Jede Kuh hat ein eisernes oder hölzernes Halsband. Die Abbildung des letztern befindet sich Tafel 11. Fig. 2.: der umge⸗ worfene Strick zeigt deutlich genug, wie das Band ge⸗ öffnet und geschlossen wird. An dieses Band werden zwey Seile befestiget, deren jedes an seinem andern Ende einen eisernen Ring hat. Die Ringe sind hinrei⸗ chend weit, um ohne Anstand in die aufgehobenen Stangen eingeschoben werden zu können, wie solches Tafel 10. Fig. 2. bey a zu sehen. Dadurch befindet sich die Kuh von zwey Seiten angehalten, und kann ihre Nachbaren nicht beunruhigen. Der Boden des Futterganges dient den Kühen zur Tafel, auf welcher ihnen Klee und Stroh servirt wer⸗ den.— Raufen sah ich nirgends in den Niederlan⸗ den.— Suppe und Trank erhält das Vieh in plat⸗ ten M Wvl O Den gach ut Hsscist Cl th nihtbe De lfi sl Wwda dug ufft nam Ei an dem s w. Pam al Iu Sil sch di Dah h malett vascher wez⸗U dem E Rhöhl, distr im Gl udder. — u a————3—.** I——* ——— IIIIIEEEeeeEEEEEEEEE---—— 292 8 Ann ten Böͤttichen, welche, nachdem sie ausgeleert sind, 9— weggenommen und gegen die Wand angelehnt werden. inü⸗ Die Wand des Futterganges hat 4 Fenster„ob ihrer t 11 gleich nur 3 abgezeichnet sind. Zwischen den zwey mit⸗ helle augch telsten ist eine daterne(réyverbere) angebracht, um den rb Stall bey Nacht zu erleuchten. Schade, daß ns indaß nicht alle Ställe in Brabant diesem schönen Stalle glei⸗ Nohen unr chen! en sud sh Die Staölle der Campine sind durchgehends groß, nenih luftig, selten mit einem Boden(Söller) versehen, da— her weder die große Hitze, noch der erstickende Geruch 1 darinn herrscht, welche meine ehemaligen Nachbaren so 9 sorgfältig in den ihrigen zurückzuhalten suchen. An ei⸗ D 16 nem Ende des Stalles befindet sich das Thor, und oft +. an dem entgegengesetzten Ende ein zweytes, welche bey⸗ „n nn de so weit sind, daß sie den Mist⸗Karrn zulassen. K Wenn auch dieses zweyte Thor nicht da ist, so ist doch and w der Stall so geräumig, daß der kleine Karrn darinn sanem dl sich drehen kann, ohne daß man benöthiget ist, das e sih Vieh heraus zu lassen. Die Kühe haben keinen ausge— e cufthů mauerten Stand, sondern stehen auf dem Miste selbst, en, me welcher, wenn er sich zu stark anhäuft, unter ihnen hJadlich 0 weg⸗ und nach dem Mistbehälter gezogen wird. Zu ten, dem Ende ist der Stall wie das Bett eines Flusses aus⸗ gehohlt, und die Feuchtigkeit zieht sich größten Theils nach dieser Höhlung hin... Ich fand dieselbe Methode auch deh Hun— 2— 2 nt⸗ im Geldrischen, und auf den Gränzen des Clevischen n M. Landes. Vech + In In der Gegend von Contigh, wo die Ställe nicht so geräumig sind, hat das Vieh einen festen trockenen Stand, und das Mist⸗Magazin ist tiefer angelegt. Ich sah ein solches, welches die Tiefe von 5— 6 Fuß hatte. Der Karrn konnte nicht in den Stall hinein, sondern wurde rückwärts gegen die Thüre angeschoben, und der Mist darauf geworfen. Alle diese Ställe ha⸗ ben keine Abzugsrinne für den Urin; sondern man läßt eine Oeffnung inn Miste, wohin sich die Feuchtigkeit zieht, und darqus wie aus einem Brunnen geschöpft werden kann.. Selten findet man einen Futtergang, der breit genug wäre, um einen Karrn zuzulassen; statt dessen bedient man sich alsdann des Schubkarrns. Da keirie, oder doch nur sehr wenige Ställe die Gemächlichkeit eines eingemauerten Kessels haben, noch haben sollen, weil es in kleinen Wirthschaften vortheil⸗ hafter ist, bey Einem Feuer für Menschen und Vieh zu kochen, so ist es nothwendig, daß der Kuhstall, in den Gegenden, wo die Brühfütterung eingeführt ist, unmit— telbar an die Küche, welche auch zugleich das Wohn—⸗ zimmer der Familie ist, anstoße, und diese durch eine Thüre mit dem Futtergange Gemeinschaft habe, da— mit man mit der Suppe sogleich an Ort und Stelle seyn kann. Leute, die nur ein paar Kühe halten, tragen den Kessel ohne Umstände auf einem Stocke nach dem Stalle; bey mehreren Kühen aber geht dieses nicht an, und man hat zu dessen Erleichterung verschiedene Mittel ersonnen. 1 sh t stj b wenn etge auHKst. as nic 0 Ksch agach E Re Atein Nchn ale an fipe ib HNE Ms R6uer „ daß gelag i de Me Hakens stet. sh endige, 95 4 6 H·el ————————————— ———ñ—————ę——————— 301 ore Eilh In der Campine, wo man sich in den Pachtho—⸗ fisten iitz sen der Reinlichkeit nicht befleißigt, thut es ein bewegli— st tiefer a cher horizontal ruhender Tragebaum oder Kranich. Er on 56 reicht mit seinem Ende, woran der Kessel aufgehangen an Stal g. ist, bis über das Feuer, und hat die länge, daß er, HUte anges wenn er gedrehet wird, bis an die Stallthüre reicht, und dese Sttl den Kessel hinbringt. Bey Contigh bedienen sich Viele sondern mun eines niedrigen kleinen Rollwagens zur Fortschaffung de duch des Kessels; Andere aber haben dazu eine Vorrichtung rumnen gft angebracht, die eine Beschreibung verdient. inen Jutan Etwa einen halben Fuß unter dem Gebühne der uzulasfn; Küche, befinden sich zwey eiserne, einen starken Zoll hubkarmn. dicke viereckigte eiserne Stangen, die in parallellaufender Richtung ein paar Zoll breit von einander an dem Ge— enige Stil bälke angebracht sind. Sie nehmen unter dem Rauch— lls haben/ fange über dem Heerde ihren Anfäng, und reichen bis haften vott in den Stall hinein. Auf diesen Stangen laufen zwey n und Vin messingene Rollen, oder schmale Walzen, die durch ei⸗ uhstal, in ne unbewegliche Are zusammen verbunden sind, jedoch hht ist in so, daß zwischen beyden ein Raum bleibt, welcher breit ih di M genug ist, um einen starken Haken zuzulassen, der auf diese duh e die Axe eingehängt wird. An dem untern Ende des ast hel Hakens ist ein Büge, und an diesem eine Röhre befe⸗ IEttu stiget. Die Röhre hat von innen eine Mutter, in wel— cher sich eine Schräube dreht, die sich in einen Haken en, tragn ö ö ö endiget, in welchen der Kessel gehängt wird. Tafel 11. cke nut ö ö rd. Ieses nitte Fig. 4. macht die ganze Vorrichtung anschaulich. eoe xN. Eine alte Frau schob in meinem Beyseyn den vol— len Kessel ohne viele Anstrengung bis über das Feuer, und 302„———— und von da nach dem Stalle. In dem Stalle nahmen die bis dahin gerade laufenden Stangen eine gekrümmte Richtung nach der Seite der Thüre, damit der Kessel nicht daran hangen bleiben und den Eingang versperren möge. Die eiserne mit einer Schraube versehene Röh— re dient dazu, dem Kessel über dem Feuer die beliebige und gehörige Höhe zu geben, wobey man den Kessel nur umzudrehen braucht, welches die Arbeit eines Kin⸗ des seyn kann. Von dem Dünger. Die beschriebene Einrichtung der Ställe zeigt, daß in den belgischen Distrikten, deren Ackerbau und Wirth⸗ schaft wir unternommen haben zu untersuchen, der Mist des Viehes im Stalle selbst, und zwar so lange gelassen wird, bis er darinn aufgeladen und unmittelbar auf das Feld gefahren wird. Diese bey dem Anschauen ekel— hafte, und, einer eingebildeten Theorie*) nach, dem Viehe *) Es geht mit den Theorieen, wie mit den Philosophieen: Jeder schafft sich die seinige nach seinem Geschmacke, und modulirt sie nach seinen Begriffen. Setzt gleich die Er— fahrung einer Lieblingstheorie unleugbare Thatsachen entgegen, so schüttelt der Theoretiker doch ungläubig den Kopf, oder demonstrirt, daß, wenn die Thatsache auch so sey, wie man sie vorgiebt, sie doch so nicht seyn müsse, eben darum, weil sie seiner Theorie entgegen steht. Denn es wäre ja unerhört, wenn das prius ei— nem bloßen posterius nachstehen müßte.. Als Bauer denke Vahe uhihin Mpel Hh IMisch Gfchunge Mogzu. Kahe chn beih E ldpith, ufKpen x W sih, shen de NV Mi W e ohen ter! ihm en von da Last fahr e B die 90 Mpt 303 Viehe nachtheilige Methode muß manchen, selbst vor⸗ urtheilsfreyen Lesern auffallen. Doch verschwindet diese doppelte Bedenklichkeit, die eine vor dem reellen ö Nutzen, die andere vor der unleugbaren Wahrheit. hshen In Rücksicht dieser letztern hat eine lange und allgemeine suet dens Erfahrung den brabanter Landwirth gelehrt, daß in dem wan dny. Modder zu stehen, und auf dem Miste zu liegen, den Aibetteing! Kühen eben so wenig schade, als das ewige Einsperren bey ihrer Stallfütterung. Das Ekelhafte wird der Landwirth, der in der That einer ist, und es nicht etwa auf Krippen von Marmor, und Raufen von Mahago⸗ Sall Iy meine Ahld damit dz g. npang verhr nyholz angelegt hat, dem Bessern und Mützlichern Stält zir! leicht rbau und i sichen, dad denke ich mir die Sache wie eine Leiter. Der Prius Olange steht, oder wähnt vielmehr bey den obern Sprossen zu itelbar auf stehen. Der Freund des posterius fängt gegentheils bey den untersten an; und wird er gleich von dem Man— ö ne da droben verhöhnt, so unterläßt er doch nicht, durch nach, Fleiß, Nachdenken und Vergleichung von Erfahrung zu Erfahrung höher zu steigen, und der unbekann—-⸗ ten Wahrheit näher zu rücken. Indeß steht jener da oben, wenn ihm nicht der allvermögende Plutus un⸗ lnschauen 29 ter die Arme greist, so fest nicht. Nicht selten wackelt nü ihm vor Entzücken, so weit über die Andern herabzuse⸗ cht Rcn⸗ hen, der Kopf, und er wischt in einem Luftballon da⸗ hare 241— von; oder ein gewisser horror vacui ergreift ihn, und doch 760 da er sich in dem gerechten Schrecken an der Rosen— n die 110 Luft nicht halten kann, so erniedrigt er sich bis zur Er— se doch fahrung. Weil er aber diese nicht anders als durch sei— Thrurte ne Brille ansehen will, so greift er daneben hin, hält an das pnos die ganze Kunst für eine Narrensposse, und überläßt „ F Meister Görgen das Handwerk. 0 304 leicht zu gut halten, zumal wenn dieses so überwiegend besser und nützlicher ist. Wer die Unschätzbarkeit des Mistes kennt, dem wird nicht leicht vor einer Methode ekeln, die seine Quantität und Qualität so vorzüglich erhöhet. Uebri⸗— gens zeigt die Einrichtung des Stalles der Einsiedler zu Westmael, daß man auch jener Unannehmlichkeit aus⸗ weichen könne. So sehr man auch den Compost erhebt, so viel wirksamer ich selbst ihn bey mehreren Gelegenheiten als den gewöhnlichen Stallmist gefunden habe, so sehr steht er doch diesem brabantischen Stalldünger nach. Auch die Belgen kennen den Compost, und sind meistens ge— nöthiget, welchen zu machen, wie wir in der Folge sehen werden; aber sie gestehen einmüthig, daß er ihrem Mi— ste, wenn er unmittelbar aus dem Stalle aufs Feld ge— bracht wird, nicht gleich komme.. Die Parallele zwi— schen diesem belgischen Stallmiste, und dem meiner ehe⸗ maligen Nachbaren, die leider auch überall so viele Zunftbrüder haben, ist noch auffallender. Wenn*) in meiner Gegend, oder wo es sonst seyn mag, der Mist aus allen Ställen in den Hofraum ge— bracht wird; wenn außer dem Regen auch noch das Wasser von allen Dächern der Gebäude, die den Hof von *) Der Leser erlaube mir, hier wörtlich abzuschreiben, was ich selbst schon anderswo darüber geschrieben habe, und noch eben so lebhaft als vor einigen Jahren fühle— 900 37 uff uhen Gcuhe Hat⸗E ufth, Ne Hfehe Rd ch il Ent se Wd bubfe Si Iuld.. e wie ich, ahseht, Im N O Me sid unv schenn fiin Ku der an d volen d und unn auf dos an wo im schr⸗ 10 hen Vofhr 2 305 * I4 Sü 2 von 3— 4 Seiten umgeben, zusammenfließt, und darinn einen Sumpf bildet, der, wenn er bey star⸗ Histes kemn. ken Regenschauern nicht abgelassen wird, Haus und cken, z Scheune zu überschwemmen droht; wenn dann die hht, Haupt⸗Essenz von dem Dünger, in jenem Gewässer u Esth aufgelöst, und mit dem Urine des Viehes vereint, auf mahnlchl: die offene Straße wie ein schwarzer Strohm hinläuft, und ich zum Unglücke vorübergehe, so regt sich meine ganze Empfindung. Ich fluche dem barbarischen Un— stethet, sinne, und rufe mir, wiewohl mit Schwermuth, die Geleguht. goldne Sitte unserer guten Brabanter ins Andenken habe, zurück.. Der Mann, der den Werth des Dün⸗ tger nach gers in seinem ganzen Umfange kennt, und den Pflug, sind maitn wie ich, mit heißer, mit leidenschaftlicher Verehrung in der geß ansieht, der wird meine Klage fühlen, und mich in j er ihn ihrem Ausdrucke keiner Schwärmerey beschuldigen. Me aufs F ahi Die Vorzüge der belgischen Behandlungen des dem man Mistes, da, wo er in den Ställen aufbehalten wird, lbaal!sind unverkennbar. Hier, wo kein Regen etwas weg⸗ —W7 schwemmt, wo kein Strohhalm ist, der nicht fault, kein Kuhfladen, der verloren geht, kein Pferdeapfel, wo es der an der Sonne dorret, wo der Dünger in seinem n Hofuun vollen Fette reift, bis er im Stalle selbst aufgeladen auch ul und unmittelbar, und ohne Verlust eines Tropfens „ den auf das Feld übergeht... So was, glaube ich, kann ö man wohl einen wahren Dünger nennen; und ihm schreibe ich hauptsachlich die Wunder zu, die ich gusheule bey den Belgen gesehen habe. neben hůl 6 Zweyter Band. u Nun sahten 1 306—.—9.— Run fragt sich's, wie's denn ein Pächter mit seinem Stallmiste in einer Gegend machen soll, wo die einmal hergebrachte Struktur der Wirthschaftsge— bäude ihn zu obiger verderblichen Methode zwingt. Da ich zum Theil in dem Falle war, so kann ich mit Sachkenntniß darauf antworten. Zuerst lasse man den Dünger, besonders im Winter, so lange unter dem Viehe, als es nur immer der Raum und die Möglichkeit gestattet. Man höre dabey auf die Klagen der Milchmägde nicht, welche unter dem Vorwande der Reinlichkeit den Mist durch⸗ aus alle Tage aus dem Stalle schaffen wollen. Ich kenne vernünftige Wirthe in meiner Gegend, die nicht erlauben, daß der Mist wöchentlich mehr als zweymal unter den Kühen weggezogen wird. Um aber den Zorn der Mägde dabey zu stillen, so versprechen und geben sie diesen eine Haube, ein Halstuch oder derglei⸗ chen, wovon die Hausfrau nichts wissen soll. Wird der Mist auf den Hof gebracht, so darf er durchaus nicht auf gerathewohl hingeworfen wer— den, sondern muß sogleich oder in einigen Tagen, wenn eine hinlängliche Menge da liegt, um einen Mann auf einen hälben Tag zu beschäftigen, zu einem Haufen angesetzt werden. Der Mist muß dabey nicht wulst⸗ weise, so wie er aus dem Stalle gezogen worden, zu dem Häufen gebracht, sondern über der Oberfläche desselben entwickelt, und gehörig gebreitet werden... Hat die Schicht die Höhe von etwa einem Fuße, so muß, wo möglich(einem rechtschaffenen Pächter ist vieles Ri u Gel f Hafaot Heh is 0 vind nd und 6 U ꝑm n Itnf Hlt ander hcht Wber RWN dabey v die Hal vatt h y, Her Ohe da ur sid. duf wen hiuet d umzoge daschst nun, u wiß ve wenigst Dunger missen W SSS!!FFTTTTFTFTFTTFTFTITTFTFTFTFTFTFFFFTTFTFTFTFTFTFTf]!]!]!];'.'. ITFTFTFTCTCTCTCTCTCTCTCRCC ——. 307 en Ja Weon. vieles möglich, wo Schlendrian und barbarische Wihth Gleichgültigkeit einen Berg von Unmöglichkeiten vor sich Mehod u. finden), einen, oder ein Paar Zoll dick Erde, Rasen, 14.— Gassenkoth, Teichschlamm, oder was sonst zu ha— ben ist, über die Mistschicht hergeworfen werden; dann wird wieder mit dem Mistäufbringen fortgefahren, tt, bsoros und so weiter, bis daß der Häufen so hoch wird, daß ls es gurn“) man den Mist nicht mehr ohne große Unbequemlich— tet. Nu: keit darauf bringen kann. Hierzu gehört ein Knecht zde nicht,. oder anderer Arbeiter: denn den Mägden darf so was den N nicht überlassen werden... Ein Pächter wird sich en wolln dabey nicht schämen, selbst Hand anzulegen, oder doch Hegend, V. dabey zu inspieiren. Die Mistberẽitung gehört unter die Hauptoperationen der Landwirthschaft, und ist von nehr als Ipn ů ö ö weit höherer Importanz, als die Erziehung einiger Foh— Um abn ö bersbteche len, oder gar das Mäkeln mit Pferden, welche beyde Wchehn Dinge das gewöhnliche Steckenpferd mancher Päͤch⸗ l ter sind. Ich, für meinen Theil, stand nicht selten auf meinem Misthaufen, wenn viele meiner Collegen bracht, Pl hinter dem Bierkruge saßen, auf den Kirmessen her— ngebosn! umzogen, oder nach allen Wochenmärkten liefen, um en Tan daselbst vielleicht etwas mit Viehhandel zu gewin⸗ Iuen Mu! nen, was sie zu Hause durch ihre Abwesenheit ge— einem Hu wiß verloren. hey nicht x n wod Es ist nothwendig, mehrere Haufen, oder doch der Maft wenigstens zwey nach einander anzusetzen, damit man let venn Dünger von verschiedener Reife habe. Die Haufen nen i müssen im Sommer einigemal begossen werden. Die n MI Ahljauche, wo man sie hat, ist natürlich dazu am * U 2 besten; rνπιπν besten; sonst geschiehts mit Wasser. Da, wo die Moglichkeit es zuläßt, wird wohl jeder gute Wirth eine Zisterne, oder eine eingegrabene Tonne in oder bey dem Stalle haben, wohin der Urin des Viehes seinen Abzug nimmt. Wer diesen auf die Straße laufen läßt, der ist ein Antipode und kein landwirth. Je größer die Hitze der Atmosphäre ist, desto geschwinder wird das Reifen des Mistes in dem Hau⸗ fen vor sich gehen; und manchmal lud ich solchen auf, der nur drey Wochen auf einander gelegen, und schon vollkommen war. Ich bin überzeugt, daß der, wel— cher schon einmal solchen Dünger gemacht hat, keinen andern mehr verlangen wird. In einer großen Wirth⸗ schaft wird erfodert, einen Mann das ganze Jahr über allein auf dieses Geschäfte zu halten; und dieser wird unter allen Arbeitern seinen kohn am reichlich⸗ sten wieder einbringen. Eine große Beschwerlichkeit, um guten Mist auf Höfen mit vielen Gebäuden zu machen, ist das Wasser, was bey Regenschauern von den Dächern ab⸗ fließt; man muß daher, wo immer möglich, es von dem Miste abzuhalten suchen. Da dieses aber in einer solchen Lage selten möͤglich ist, so kann das Wasser im Vorbeyströmen nur an dem Fuße des Haufens eini⸗ gen Schaden thun, den man durch Steine, Bretter oder andere kleine Hülfsmittel leicht vermindern kann. Da aber, wo die Miststätte so unglücklich angelegt ist, daß sie dem Wasser keinen Ablauf gestattet, auch keine ausgemauerte unterirdische Rinne anzubringen ist, da ist V2 dubo! sittech Mogene Hlagt scsth sitit d Mfihe Rbe Iogehr Daher Mite! ft ds ust, s debst ucht cl vun e Hade, Mie wichen entwedt vot che wird ft Weggeht S siuche 309 . Da, y scher guz ist guter Rath theuer, und die unbezwingliche Noth leidet die Anwendbarkeit keines Gesetzes. e Donne! uin de d Wir kehren nach den belgischen Ställen zurück. auf de er Da, wo die Kühe einen trockenen, also über die Mist— Ian Hdyt stätte erhabenen Stand haben, wird der Mist alle Morgen abgezogen, und ein paarmal des Tages frisch untergestreut. Da aber, wo das Vieh auf dem Miste selbst steht, wie in der Campine, gehört mehr Acht⸗ samkeit dazu, um es in der Höhe zu halten.. Im Anfange, wenn der Stall leer ist, wird eine, einen oshire st. sstes in den idith shn klegen, unpt *— n 0 halben Fuß hohe lage Sand angelegt; darüber wird nacht hat,K eingestreut, und der Mist nach und nach unter dem et gioßnt Viehe weggebracht. Wann sich aber der Mist in der das gahl! Mitte des Stalles zu häufen anfängt, die Feuchtig⸗ llen; ud keit desselben also nach dem Stande der Kühe zurück⸗— nam u tritt, so muß dieser, damit die Kühe nicht im Mod⸗ der versinken, erhöhet werden. Das Stroh allein Ilen MI reicht alsdann nicht mehr dazu hin, sondern es müssen von Zeit zu Zeit härtere Substanzen, wie Plaggen, ——1 i Haide, Ginst ꝛc. untergeworfen werden. nöglich, e Ueberdem hält man in dem Miste eine Art von 16 ar Pfütze an dem tiefsten Theil des Stalles offen, in das Vast welchem sich die Flüssigkeit sammelt. Diese wird Haufn. entweder über den Mist hergegossen, unmittelbar zu⸗ teine, B vor ehe er zum Verfahren aufgeladen wird, oder sie miden wird für sich allein zu verschiedenen Bestimmungen ch angel weggebracht. tet, uh l So geräumig die Ställe auch sind, so reichen ugen R sie doch oft nicht zu, um allen Dünger in einer Zeit U 3 au 310 zu fassen, wo man seiner zu dem Feldbaue nicht be⸗ darf. Alsdann bleibt kein anderes Mittel übrig, als ihn auszufahren und in Haufen zu bringen. Diese Häufen werden, wo möglich, bey dem Felde selbst er⸗ richtet, wo man ihrer in der Folge nöthig hat. Das Anlegen solcher Haufen wird nicht dem Zufalle über⸗ lassen, sondern mit Genauigkeit vollfuhrt.. Man giebt ihnen zwey perpendikuläre Seitenwände, und vorne eine Auf⸗, hinten aber eine Abfahrt. Diese ist kürzer, also steiler als jene... Um die Seiten senk⸗ recht aufzuthürmen, zieht der Arbeiter, der den Hau— fen nicht verläßt, den Mist mit einem Häken oder Karste gegen sein Bein an, und indem er den gegen den Mist angestemmten Fuß aufhebt, beugt und fal— tet er zugleich den Mist über ihn selbst hin. Dädurch entsteht ein Wulst, den er mit seinem runden oder dickeren Theile nach der Außenseite des Häufens zu— kehrt und anlegt. Dadurch entstehen dann nach und nach die zwey festen Wände. Sollen solche Misthaufen lange liegen bleiben, so werden sie schichtweise mit einer dage Erde, Ra⸗ sen u. s. w, oder Haidehäcksel, das ist, an der Erde abgeschornen Haidekräuts, durchschossen, ohne welche Vorsicht der Mist auf einander brennen würde. Ein oder zwey Wochen vorher, ehe man diese Haufen weg⸗ fährt, werden sie umgestochen; da sie aber des Mistes wegen nicht wohl mit dem Spaten zu durchstechen sind, so bedient man sich zu dem Ende des im ersten Bande Tafel VI. Fig. 10. abgebildeten Spitzspatens, oder der tsEsIEssIFfffFfFfFf?TFFT];];]P TTFTFTFTTTTtt T Nelh —— der Tafel IV. Fig. 8. abgebildeten Art. Sie hat einen litlüig rheinländischen Fuß in der Breite, und bis zum Stiele brnngen. eben so viel in der Höhe. Mit diesem Werkzeuge Re sah ich den Haufen in perpendikulärer Richtung in ein 1 hur! Paar Zoll dicke Scheiben hauen, welche dann mit dem mn Zufalh gewöhnlichen Spaten etwas zerschlagen, und auf die fihn Seite geworfen wurden. Aus diesem Gemenge ent⸗ ülemirz steht dann wieder ein neuer Haufen, welcher 10 bis lhfahtt. A 14 Tage liegen bleibt, in dieser Zeit mit Jauche ge⸗ die Sen tränkt, und dann aufs Feld gebracht wird). nn ö So gut und wirksam dieser Compost dann auch an e immer ist, so geht doch die einstimmige Meinung aller Wirthe dahin, daß er ihrem Stallmiste nicht 39—8 gleichkomme. 10 runda Man hat auch wohl noch eine andere Gattung 6 Haufn von Compost. Wenn man einen Graben ausgräbt, dann nal und viel todte Erde aus demselben erhält, so wird sie in einen Haufen zusammen gefahren. Nachdem die— ser sich ein wenig gesetzt hat, wird obenauf eine flache je Hegen d u 4 Grube ge En*) Bey Gelegenheit des Compostes bemerke ich, daß ich st, an de einst einen Haufen auf dem Felde zusammensetzen, und en, ohln nach anderthalb Jahren auseinander fahren ließ. Da en ptd, alles rein weggefahren war, ließ ich die leere Stelle mit etwas von eben diesem Composte überwerfen, um sie se Haufnt ũů7. dem übrigen Felde gleich zu halten. Das Stück wurde abet dee——— ů 401— mit Hanf besäet, der überall vortrefflich, auf dieser urchtehe Stelle aber gleich Anfangs gar nicht kam. Später n ansen& zeigten sich einige einzelne, gelbe, kleine, kümmernde aleb, Hanfstängel, die zu den übrigen wie Zwerge zu Rie⸗ sen standen. 4 4 * 4 4 5 322 νν Grube angefertigt, und die Jauche, deren man ent behren kann, nach und nach en Durch⸗ drungen von dem wirksamsten aller Dünger, und dem Einflusse der Atmosphäre ausgesetzt, wird dieser rohe Grund zu einer fruchtbaren Erde. Die Ahljauche wird überhaupt sehr aufgesucht, und da, wo sie zu kau— fen ist, mit 50 Kreuzer die Last, so wie sie ein Pferd zieht, bezahlt. Die Mistbehandlung in Flandern ist von obiger, die ich in Brabant gesehen, etwas verschieden. Da die Ställe in jener Gegend nicht die Geräumigkeit haben, wie in dieser, so kann der Mist nicht so lange darinn liegen bleiben. Er wird daher in weite flache Gruben gebracht, und darinn zu einem Haufen angesetzt. Der Ausfluß des Urins der Ställe ist nach gedachter Gru⸗ be gerichtet... Oft fand ich ausgemauerte bedeckte Behälter, die den Urin auffingen; man vermehrte ihn durch Zugießen mit Wasser. Solche Zisternen wer—⸗ den mit Backsteinen und gewohnlichem Mortel ange⸗ fertiget, und nicht verkittet. „Ein guter Landwirth, set Herr Weu, wen⸗ »det große Sorgfalt darauf, daß sein Dünger nie⸗ »„mals dürre und trocken werde, weil alle flüchtigen „Salze dadurch in die! uft gejagt werden würden. Er »legt seine Miststätte, so viel als möglich, immer dicht »an den Pferde⸗ und Kuhställen an, und giebt ihr Schutz gegen die Sonne. Ist dieses nicht möglich, 35 sucht er sie doch unter einem großen Baume anzu⸗ »legen, dessen Schäten sie gegen die Sonne schützt. „Zum h u b Wtichern Hace cht se wit ImEtdh Ahen ee Alen Urin „urh die olseht wi Es Mfe: IWegeta Muchtend Anach ir Yth ist y RMOnzg D ht urh v igt Dünge u hal Hrs Hisch 313 dereh Hh g B ilt 2 8 d Mi 1d 10„ l Ä Aisnn 5„Zum Behältniß für den Mist werden überall fünf »bis sechs Fuß tiefe Gruben von der erforderlichen mhn„Größe gegraben, in denen der Mist, vom Monat d. 0 an, bis nach der Aerndte esmnelt wird. aupstg„Die 35..— Landwirthe sind mit einer solchen bloßen west 5„Grube nicht zufrieden, sondern pflastern sie noch und ii„/legen sie mit Ziegelsteinen aus, damit nichts davon „in den Erdboden ziehen keme, sondern der dickere mn sstun»Theil beständig in eine Masse von Urin eingetaucht schieden.»bleibe, die dann durch den Regen noch vermehrt zumigktin.»wird*). Die Ställe sind deswegen gepflastert, und so lanem.»gegen eine Abzugsrinne hin abhängig gemacht, die lte doc.»allen Urin des Viehes in die Mistgrube leitet, wo⸗ *, VII Wash!„durch die verdunstete? Feuchtigkeit beständig wieder awahl»ersetzt wird. mauerte hr„Es ist wahrf scheinlich, daß in einem solchen Mhemehm„Mistmagazine die Zerstörung der in der Streu und nn»dem Miste des Viehes enthaltenen faserigen Theile Mita.„der Daerad en leichter von Statten gehen, und die »befruchtenden Salze weniger e werden, „wie nach ingend einer andern Method de. Der gute NeH„Wirth ist von der Wa hrheit dieser Beband tung und „ N 17 96 0 Due“»der Vorzüglichkeit dieser Methode so sehr überzeug ale fihe U 5„daß nwutde „Ie*) Da aber das Maaß der Vermehrung der Feuchtigkeit ö 4* durch den Regen nicht von unserer Willkühr abhä ngt, Ind R so zeigt das, wie viel die brabantische Methode, den Icht Wogl · nicht n Dünger im Stalle zu machen, vor der fländrischen vor⸗ Baume d aus habe. Zu viel und zu wenis euchen hindern omhe shh beyderseits den gehörigen aller vegeta⸗ bilischen und animalischen Substanzen W. 24 54 H + „daß er nur vier Theile eines solchen Düngers wirk⸗ „lich braucht, wo er von anderm, mit weniger Sorg— „falt und Vorsicht, und nicht nach dieser Methode ge⸗ »sammeltem Dünger, fünf Theile anwenden würde. 2 Das allgemeine Einstreuungsmaterial ist das Stroh, und die von dem Felde ausgeeggten Getreide— stoppeln. Damit jenes sich vortheilhafter streue, und besser zu dem Miste schicke, hauen Viele es mit der beschriebenen Mistaxt durch. In der Campine bedient man sich häufig der Haide zum Einstreuen. Ich bin überzeugt, daß bey dasiger Unfruchtbarkeit des Bo⸗ dens, und dem außerordentlichen Mist aufwande, den er erheischt, das Stroh auf keine Weise zureichen würde, um die daselbst üblichen Rotationen im Gange zu erhalten, wenn nicht noch zu einem andern Ein⸗ streumittel, d. i. dem Haidekraute, gegriffen würde... Uebrigens sehen denkende Wirthe diese Streu für ein schlechtes Surrogat an, und ich fand wohlhabende unter ihnen, die die Haideplaggen nicht anders in den Stall zuließen, als wenn es das Trockenstellen des Viehes, von dem wir schon gesprochen haben, erfoderte. „Da das Stroh ziemlich selten und theuer ist, „und man ohne dieses keinen langen Mist haben kann, „so wird, sagt Hr. von Ponderle, dieser Mangel „durch Haideplaggen oder Soden ersetzt. Diese wer⸗ „den zur Streu für die Pferde und Kühe in den Stall „gebracht; und da der Grund des Stalles zu dem „Ende eine gewisse Tiefe hat, so nimmt die Masse „läg⸗ Ndid ve seine Wlagene wan ched UU yine gh hin, sc „W ohn Iaten Bo Des lhlanden! , berdi Hhsehen! sah senne M- Auen ee dun 0llh Hitd. Uwa saf — IssssFfFI“F—TTTTTTR 315 hen Ol Wuan⸗„täglich zu, und bildet eben so viele Schichten, die ganz Mse D.0„von dem Miste und Urin des Viehes durchdrungen 1„0„sind. Dadurch entsteht eine vortreffliche Art von auwenden pij— „Erde, die sehr viel dazu beyträgt, den Acker frucht— WMnatail!»bar zu machen. Deshalb werden auch diese Behäl⸗ Waene vter von Zeit zu Zeit sehr sorgfältig aus geleert, der Ihnt sun„Mist herausgebracht, und auf einen Haufen geschla⸗ ö Vee„gen, bis die Zeit kömmt, da er auf das zu düngen⸗ Emuh„de Feld verfahren werden kann.„Auf solche Art, „sagt seiner Seits Hr. Man, erhält man von den „Plaggen eine bey weitem größere Menge Dünger, „als man durch das Abbrennen erhalten würde, wel— „ches in einigen Gegenden üblich ist. In der Cam— „pine geht die Hauptabsicht der landwirthe allezeit da— alonenni„hin, sich eine große Menge Dünger zu verschaffen, nstreuen. J chtbatket Mitufpan Vese p im auhn„weil ohne diesen alle Bemühungen, einen so unfrucht⸗ 601 an„baren Boden zu cultiviren, vergeblich sind).“ se Streu 4— and wohh Die vorzügliche, von Hrn. Cropp in den Nie— hicht m derlanden bemerkte Art, die Ahljauche zu Felde zu brin⸗ gen, verdient hier eine Stelle. Da ich sie nicht selbst das Tuthn angesehen habe, so bediene ich mich zu ihrer Beschrei⸗ esptochn; ö asen bung seiner Worte. Rundthe„Man hat es ehemals versucht, die Jauche in ö Mhahl„Tonnen auf das Land zu fahren, und vermittelst „ dis„eines durchlöcherten Brettes, welches unter dem 2 4 ht. D„Zapfen⸗ uhe h0e*) Ueber die Quantitäät des durch die Stallfütterung nach Sults N niederländischer Art hervorgebrachten Düngers wird mmt I etwas bey der Zusammensetzung der belgischen Wirth⸗ schaft vorkommen. M. EEEEEEE 316——— „Zapfenloche der Tonne angebracht worden, dieselbe „dem Acker zu überliefern; indeß scheint diese Me— „»thode nicht so zweckmäßig als folgende erfunden zu „seyn. „Es wird ein Tuch von Leinwand(ohngefähr 2 „bis 3 Stück aus dem Pfunde, nach hannövrischem „Gewicht und Ellenmaaß zu rechnen) aus zwey oder »„drey Bahnen, vermöge der Breite der Leinwand, „nach der Länge des Wagens und nach der Höhe der „Leitern zu rechnen, fest an einander genähet, und „also geformt, daß diese Figur die Gestalt zweyer zu⸗ „sammengeschobenen Wagenkörbe, oder eines langen „Kastens, und, von oben betrachtet, ein Ansehen „als folgende Figur erhält. „An jeder Seite von a bis b ist eine gerade Stange „oder ein zäher Baum von 2 bis 24 Zoll im Durch— „messer, * Ii Woi Imn dn asl Entfets Ihlihtte Aulden, tas⸗ mgstekt! nace die! W aud befest Eben Ctucke du ee m che 14 f „Wagens! dergestalt! Hund her geme vein andet in der Ho coalife), fst usam „Ed Wuches oh 10 3002 I siher, a Iu Mhai wodeh„messer, und zwar an der äußersten langen Seite des chent R„leinenen Tuches, vermittelst angebrachter, und in ode erfuzy,„einer Entfernung von 8 zu 8 Zoll an dem Unnen „festgenäheter starker Seile oder hanfener Stricke an⸗ chntt»gebunden, und es werden die Kanten der Leinwand fmdt„um⸗und taschenförmig genähet, wodurch die Stan⸗ * 2„gen gesteckt werden, und auf diese Weise der Baum, u bn„welcher die Lange des Leiterbaums hat, an der Lein⸗ ach da„wand befestiget. er genißeh. zestalt r„Ebenfalls werden die beyden keilförmigen oder Elntzl„Stücke unnen an jedem Ende dieses Behälters von at, en V„ee und von d— d an ähnlichen Stangen, wel— „che 12 Fuß länger sind, als die oberste Breite des „Wagens von einem leiterbaume zum andern beträgt, »dergestalt befestiget, daß der leinene Beutel darauf „hin und her geschoben werden kann; und es wird da⸗ »„zu gemeiniglich in der Breite von 6— e und d— d „ein anderes Stück innen, etwa n1bis 12 Zoll breit, »in der Form einer an beyden Enden offenen Tasche „(coulisse), worein diese Stängen gesteckt werden, „fest zusammengenähet.“ „Endlich gehört dazu ein Querbolz oder Brett, „welches ohngefähr 18 Zoll Breite in der Mitte, und „10 Zoll Breite an jedem Ende haben mag. Es „hat 14 bis 2 Zoll in der Dicke, und ist 12 Fuß „länger, als die oberste Breite des zum Abfahren Iade Eh»der Ahllauche bestimmten Wagens von einem Leiter⸗ IIin Duh ö»baume Is EE „baume zum andern beträgt. Es hat die Form fol⸗ „gender Figur, . La —.——. ——.— 1.—— „und wird vermittelst 2 durchgebohrter oder durchge— „stämmter Löcher Fauf die obersten keiterbäume ge— „schoben, und durch eine eiserne Splinte, welche „man durch die Leiterbäume hinter diesem eingesteckt, „darinn fest gehalten. Solcher Bretter gehören zwey „dazu, von welchen eines zum Vorder«, das andere „zum Hintertheile des Wagens gebraucht wird.“ „Wenn nun der leinene Beutel, der Länge und „Breite nach, in einem mit Schindelleitern besetzten „Wagen ausgebreitet, und beyde, der känge nach, an „der obern und äußern Seite dieses leinenen Jauchen⸗ „behälters mit Seilen oder hanfenen Stricken ange⸗ „bundenen Bäume a— b, auf die Querbretter, und „zwar in den Höhlungen, nach vorn und hinten auf „dem Wagen ausgestreckt worden sind, und ebenfalls „die an beyden Enden des Jauchenbehälters vermit— „telst einer offenen Tasche angebrachten kurzen Stan—⸗ „gen ec und dd, über die Breite des Wagens also „hingestreckt sind, daß dieselben auf den beyden ober⸗ „sten Leiterbäumen die eine vorne, die andere hinten „auf II. 0 maubhe al aueg Rulte Ne AHS h hst ke Iumnih ver n die ur Mhfruc f den nd vor Aichen de kuf dem Daume ar vlung y de damit bey Hhse, „De aufhbren hellet st, Alͤberen! sherdieß t Hach der Achthege vR! Wnde Hame 2 Hhlnger Bh Im 1——————————————— ————π———..2....——————— atg„auẽf dem Wagen ruhen, und soschergestalt dieser lei⸗ »„nene Jauchenbehälter im Wagen als ein geöffneter „Beutel ausgebreitet worden: so wird aus den ge— „mauerten Reservoirs, worinn man die Jauche mit 5.„vieler Sorgfalt aufsammelt, vermittelst mehrerer Ei— „mer, dieser leinene Beutel, ohngefähr so viel das Ge⸗ 0„spann zu verfahren vermag, doch niemals höher, als —.—»bis an die untersten Seiten der obersten Leiterbäume, „mit Ahljauche angefüllt; nachher wird dieser Behäl— el odtyn„ter auf den beyden kurzen Stängen ee und dd hin⸗ keitet.„ten und vorn auf dem Wagen vermoge der offenen Splinte,„Taschen dergestalt zusammengeschoben, daß die in jesem a„auf dem Querbrette bisher geruheten beyden langen ler ghim.„Bäume aa und bb nunmehr in die Mitte in die Höh⸗ det„ duln„lung y der beyden Querbretter niedergelegt werden, cht id„damit bey dem Verfahren der Jauche dieser Beutel ö»„geschlossen, und das Ausschütten verhütet werde. dit! Die Leinewand des Jauchenbehälters wird bald ⁊Ovu„aufhören durchzulecken, wenn das Linnen fest gear— lanht in»beitet ist, da sich die in der Ahljauche vorhändenen b„gröberen Theile in die kleinen Oeffnungen setzen; Sulteh„überdieß wird die Leinewand durch die Nässe selbst, lebtüln.»gleich der Leinewand eines Zeltes, zusammen⸗ und und ahe l„dichtgezogen. 7² ö und c ö Hinan»An Ort und Stelle, wo diese Ahljauche auf Hi0 E»„das Land gefahren wird, werden die beyden langen furie e Wu„Bäume a und b, welche in y geruhet, wieder in die si ö„Höhlungen»r eingelegt, wodurch alsdann der lei— um»nene Behälter geöffnet, und der Fuhrmann im alde „Stan⸗ Y ꝑS.eeeee . ö ö 2 —— „Stande ist, vermittelst einer Gießschaufel, welche bey „den holländischen Garn-und leinwandsbleichen ge— „braucht wird, die Ahljauche durch einen ausgedehn⸗ „ten Guß gleich einem Tropfregen über das Land zu „verbreiten. „Diese Düngung geschieht sowohl auf unbesäe⸗ „ter als besäeter Länderey; indessen darf die letztere, „wenn sie grünt, nicht anders als bey nassem oder „kühlem Wetter damit befruchtet werden, weil bey „starker Hitze dieselbe zu ätzend seyn würde. In der Gegend von Contigh hat man eigene da⸗ zu eingerichtete Karren, auf denen ein wasserdichter Kasten angebracht ist, der von oben eine Oeffnung zum Einschütten, und von hinten eine kleinere zum Ergießen hat. Unter dieser hängt ein beweglicher eiserner Bügel von dem Karren herab. Durch diesen Bügel wird ein Brett gestoßen, so daß es mit einem Ende unter dem Kasten steckt, und mit dem andern von hinten über den Karrn hervorragt. Wenn nun die Gosse geöffnet wird, so stürzt die Brühe auf das hangende und schwänkende Brett, sprützt und schießt nach allen Seiten her, weit besser als es durch einen durchlöͤcherten hangenden Trog, dessen Löcher sich leicht stopfen, geschehen würde. Dieselbe Vorrichtung läßt sich ohne die geringste Ausgabe an einem gewöhnlichen Karrn anbringen. Man legt eine Tonne darauf, schiebt ein Brett von hinten zwischen die Axe und den Karrn ein, läßt es auf efel bl shrh bet de Ihe scge Luh bt 15, von tz Ralt Iir schwor der Mssk Derust i heladen i besan shvete eh sochen N d Hpien V Wusenige shft by h auch hachneft 0 Haht Hecherg 11d Kalk nucht ma chhtich Dutgte — 321 schauft, 0 wwandehn. auf einer an dem hintern Theile des Karrns eingehan— Heinen a genen schwebenden Kette ruhen, und ein Paar Fuß 10 weit über den Karrn hervorragen, um die aus der Tonne stürzende Jauche in ihrem Falle aufzufangen. Die Karren mit dichtem wasserhaltenden Bo— owohl aufh 10 den und festen ganzen Seitenwänden, die bey Con-⸗ U en darf Me ů ö ä ainli tigh, in der Campine und dem Lande von Waes all— I beh nassey„ I gemein im Gebräuche sind, haben einen besondern Rebell, W Werth bey dem Transporte des reichen saftigen Dün— gers, von dem kein Tropfen unter Wegs verloren geht; statt daß, leider! bey mir ein ununterbroche⸗ würde. H1— ner schwarzer Streifen die Bahn bezeichnet, welche hen elk l der Mistkarrn bey jeder Reise gehalten hat. Dieser Vih Verlust ist um so größer, als der Karrn dabey schwer at eit bn beladen ist; und nicht selten ist er mit 4— 6 Pfer⸗ 5*„ den bespannt, wodurch bey feuchtem Wetter der „ Wii schwere Lehmboden durch den ungeheuren Druck einer Wn solchen Masse noch obendrein verdorben wird. Quan- mit. do sapient?. t. Vn 18 Obgleich der Stallmist von Kühen und Pferden orͤßt und. derjenige Dünger ist, worauf die ganze Ackerwirth— 6 6 dutt schaft bey den Belgen beruhet, so vernachlässigen sie doch auch sonst keine Gattung von Dünger, und schaf— fen ihn oft mit schweren Kosten herbey... Tauben— und Hühnermist, Holz⸗, Steinkohlen⸗, Torf⸗ und Locher shl hne dehmn Bleicherasche, Straßenkoth, menschliche Exkremente uun alh und Kälk werden zu Hülfe genommen. In Fländern Ian M macht man dennoch mehr Gebrauch von solchen außer— / H. ordentlichen Düngemitteln als in Brabant, theils 6 Zweyter Band. X weil EEEEEEEE 4 12400 ö 3223 weil die vielen Kanäle nebst der Schelde die Zufuhr derselben aus der Ferne von allen Seiten erleichtern, theils auch, weil man sich in Flandern stärker auf den Anbau der Handelsgewächse legt, die, den Raps aus⸗ genommen, bekanntlich mehr Dünger verzehren, als sie wiedergeben. Die Asche, vorzüglich die holländische, steht in den sämmtlichen Niederlanden in der größten Vereh⸗ rung, und man trägt Sorge, daß sie dem Regen nicht ausgesetzt seyß. Zu dem Ende errichtet sich jeder kleine Bauer eine längliche Hütte oder Zelt, in einer gewissen Entfernung von seiner Wohnung, um aller Feuersgefahr vorzubeugen. Dieses Zelt besteht aus einem Dutzend schräg gegen einander über in die Erde gesteckter kleinen Stangen, wovon die zwey gegen ein⸗ ander über stehenden sich immer mit den obersten En⸗ den berühren, und daselbst zusammengebunden sind, also ein spitzzulaufendes Dach bilden, das mit einigen horizontallaufenden Ruthen befestiget, mit Stroh be— kleidet, und in der Höhe mit aufgelegtem Rasen ge⸗ deckt ist. Der Grund oder Boden in dem Zelte ist auf einen oder mehrere Fuß tief ausgegraben. Bey der Oeffnung hält ein Brett die Asche zurück, und jene ist so angelegt, daß sie dem Regen und Winde nicht ausgesetzt sey. Von den andern drey Seiten ist das Zelt geschlossen. Bey den Pachthöfen hat man gemauerte Aschen⸗ schoppen, ebenfalls in einer gehörigen Entfernung von dem Hause, auf freyem Felde. Die Ansicht der Fi⸗ gur Det re Imishter fugsh I Msen b det E ung, und: Daser noc fesede/ Vom ut. Het Naß et d Wlaggen, e Hak, nac Ait gelge u waren, I nd s lch scht sdigrig Inde. Nn iuze Sy A st — 323 e N—— 0 gur 4. Tafel 9. wird die Struktur von selbst begreif— Sei Hich elten erkahh lich machen. Dieses ist eine sehr nützliche Vorrich— een starker yů ö ö ů HGr tung, weil das hervorstehende Dach nicht allein zum Vriar. Schutze der Asche, sondern auch zum Unterstellen Ricen. der Pflüge, Eggen, und anderer Feldgerächschaften dient. Eine Vorsorge, die jeder Wirthschaft zu em⸗ lächithenpfehlen ist. er größtud Der rohe Kalk wird auf freyem Felde mit un⸗ sse unv. tergemischter Asche, oder auch ohne solche, in Hau— errichttt fen gesetzt, und bis zu seinem Gebrauche mit Erde er Zal, und Rasen bedeckt. Er thut auf dem sandigen Bo⸗ hrudnden der Campine auf Hafer und Klee kräftige Wir⸗ Zlt beih kung, und wird auch zum Kartoffelbau verwendet.— llrhn Besser noch als Kalk für Kartoffeln und Klee ist Sei⸗ fensieder⸗Asche. zvey gyn den ahersn. Vom Gebrauche des Mergels habe ich nichts ge— Rupebunden hört. Herr Joseph Beeck in Ostmael sagte mir, dad mit h daß er aus drey Karren(einspännige Fuder) Haide— „nit En plaggen, einem Karrn schwerer Erde und einem Sacke ligtem Kalk, nachdem sie, schichtweis gemengt, eine geraume in dem 30½ Zeit gelegen hatten, und einigemal umgestochen wor— grabn den waren, einen sehr guten künstlichen Mergel erhal⸗ Urdck, En ten, und seine Anwendung auf dasigem losen Sand⸗ b Pii boden sehr nütich gefunden habe. Er fährt ein Seilm einspänniges Fuder auf die Ruthe, oder 400 aufs Bunder. Hunt l 36. Von dem Düngen mit Delkuchen fand ich auch ün einige Spuren. Zu Ehrembodeghem, einem Dorfe bey 7fj009 Alost, sagte mir der Maire, daß die Rapskuchen zu⸗ 24 We EEEE— 04 f³ ö 324—— ö weilen dazu verwendet würden. Man wirft sie in eine feste Grube oder eingegrabene Tonne, läßt sie in Was⸗ ser oder Jauche aufweichen, und bringt die Brühe zu Felde. Ein Kuchen auf die Ruthe soll hinreichen; aber auch nur für ein Jahr dienen... Zu Tirlemont werden die Hanfkuchen, welche man überhaupt nicht für das Vieh schätzt, zum Düngen leichter und sandi⸗ ger Lande verbräucht. „In leichtem Boden, sagt Herr Man, dient »der Spörgel auch zum Dünger, da er sehr saftig und „gewisser Maßen von fetter Natur ist. Er wird noch „grün untergepflügt, und verbessert zum Theil den „Boden, so daß man ihn nachher mit Waizen bestel⸗ „len kann.— Pfriemenkraut oder Ginster wird zu⸗ »weilen als ein Verbesserungsmittel für einen schlech— »ten Boden gebaut, und am Ende des zweyten Jah— »res wieder aufgezogen. Das Land wird alsdann ge⸗ „düngt, gepflügt, und mit spätern, im Frühjahre „auszusäenden Früchten bestellt.“ Ueber das Vermischen leichter und schwerer Bo— denarten sammelte ich folgende Erfahrungen, welche beweisen, daß diese Operation zwar gut, aber nicht so leicht sey, als man sich vorstellt... Der Vater von Hrn. Dierersen hatte in Antwerpen einen Garten, dessen Boden von so schwerer, störriger Beschaffenheit war, daß er darauf keine Blumen gewinnen konnte. Er ließ daher eine Quantität leichten sandartigen Bo⸗ den darauf bringen, und mit dem nätürlichen Boden auf das sorgfältigste vereinigen. Nach wenigen Jah- ren c 06 steuon Cben 0 Male atund ͤö Wgehartt u zu et te Er Honmen! Mander Y m den V cogleich d Sotgfalt immer in. Jahte hin, uaht unter V Bamerku yhel,, 0 gels, u Akeen. 3s weg „Tllentz oballegt. in Hyn ju „larme ————— 325 an wirft sÿj „ wö ren ergab sich, daß der Kley sich dicht unter der Ober⸗ t W, fläche wieder in seine gewöhnliche Klumpen zusammen⸗ sl N gezogen hatte. 3 RUlh Eben so hatte Hr. van Geelhand einen Gar⸗ Ubahaut; ten zu Merxem, der so tief lag, und dessen Grund so klcchte un feucht und schwer war, daß es unmöglich wurde, ihn in regenartigen Jahren zu bearbeiten, und Gemüse darinn zu erzielen. Er ließ ihn daher mit leichter, err Ma, 1 My. magerer Erde, die er von dem Rande eines Busches I shrsit genommen hatte, erhöhen, und alles sorgfältig unter st. Ermiht einander graben und mengen. Er gewann wirklich Aum von dem Augenblicke an weit besseres Gemüse; allein, nit Dasn obgleich der Garten alle Jahre ein- und mehrmal mit Oustren Sorgfalt gegraben wurde, so zog sich doch der Kley für einens immer in Klumpen zusammen, und es liefen wohl zehn 6D zweyti Jahre hin, ehe man diese zwey verschiedenen Erdarten vird alsde recht unter einander brachte. Im dr Ich schließe diesen langen Abschnitt mit einer Bemerkung des Professors Balsamo.„Die Bel⸗ „gen, sagt er, sind sehr große Anhänger des Dün⸗ ud schven! 6in.— nin„„gers, und lassen sich keine Arbeit und Kosten dafür Nungen, N—* 7 .„gereuen. Sie verdienen in dieser Rücksicht sowohl, 7 urt n „als wegen ihrer Industrie und landwirthschaftlichen V NVV 7. + er Vl 0„ 2 6 7— 8 0 Talente alles lob, was man ihnen in diesem Bezuge enen H 23 ö—— „beylegt. Ihre reichen Aerndten lassen keinen Wunsch 2 Wi 2 7•*— 4* 2* 30„in Hinsicht der Reinlichkeit übrig. Auch wage ich hinnen kur in Diei e di isck „es zu sagen, daß sie in diesem Stücke die englischen el Y/ 4 5 Inn„Farmers übertreffen. lschen H „ 6 wohsgenN 10 X 3 Vier⸗ EEE V * Vierter' Abschnitt. Pferde und Zugochsen. Pfer de. Man hält sehr weislich in den Gegenden, wovon ich immer spreche, so wenig Pferde als möglich, und er⸗ zieht ihrer nicht mehr, als man zur Nothdurft haben muß. Am allerwenigsten legt man sich auf ihre Ver⸗ edlung als Prachtpferde. Cameralisten und politische Oekonomen mögen dabey leicht in Versuchung gera— rhen, aus dieser Vernachlässigung einen Staatsfehler zu machen. Warum, heist es, sollen wir den Aus— ländern den Tribut für eine Waare entrichten, die wir bey uns selbst erzielen können? Daher denn so manche Ermunterung, so mancher Aufruf, ohne Rück⸗ sicht auf die Eigenheiten einer Gegend, und auf das Ganze ihrer Landwirthschaft. Man will von Allem etwas haben, und hat am Ende im Ganzen nichts. Oder sollen wir vielleicht, um kein Geld an die Aus⸗ länder für Zucker auszugeben, den vierten Theil unse— rer Ackerlande mit Runkelrüben bepflanzen? „Es ist, sagt Herr N. C. Vernimmen, „Sekretair der Aemulations-Socletät zu Antwerpen, „eine der größten Inconvenienzen, welche die Pri⸗ »„vatermunterung einzelner Industriezweige mit Aus— „schluß anderer nach sich ziehet, und einer der ge⸗ »wöhnlichsten und gefährlichsten Irrthümern der poli— „ll⸗ ö ae guhe Hachur Wauug Iumast ubind „M Rlafftn, u bedde „Delkom asen e l „hämich „Wolle uher di ists u bf „Ment s olcheri 91 ahnun Agle urdes ahle „Bede — ovoaß, „onanf ben ——————————— —3.——.— IIS ————..... „tischen Oekonomie, immer andern Völkern die ihnen „eigene Industrie beneiden wollen, statt diejenigen hochsetz„Zweige zu benutzen, deren Bearbeitung die weise „Vorsehung uns übertragen hat. Eine Vertheilung, „wodurch sie absichtlich die gesellschaftliche Kette zu— „sammensetzen wollte, um alle Völker mit einander * nitt. gerden, u;„zu verbinden. migich,x„Man kann, so wie es mir scheint, nicht be— Nothdurtt„zweifeln, daß der Ackerbau in dem Departement sich aufhyr„der beyden Nethen zu einem sehr hohen Grade der ssten undzn„Vollkommenheit gebracht worden sey; und unter Dersuchun.„diesem Gesichtspunkte hat die Vermehrung der Kühe inen Stah„und Pferde auch gewiß denselben Gang genommen, len wir dun„nämlich den der landwirthschaftlichen Bedürfnisse. e entrichth„Wollte man sich aber vornehmen, jene Vermehrung Daher Hüber diese Bedürfnisse hinauszutreiben, so könnte tuf, ohn.„dieses nicht anders als auf Kosten des Ackerbaues „ und a„selbst geschehen, dessen Flor für hiesiges Departe⸗ „ment seiner Lage wegen weit wichtiger und weit nütz⸗ will von! ——„licher ist, als jede andere Gattung von Industrie.“ ld I„Unser Departement hat eine viel zu kleine Aus⸗ atten Yn„dehnung, und kaum so viele Wiesen, als unum⸗ ljen„gänglich zum Unterhalte unseres gegenwärtigen Vieh— 4rhun„standes nothwendig sind. Diese Wiesen sird dabey Z„allzukostbar, als daß sie den Pferden dürften zur 0— 80„Weide überlassen werden, die, wie jeder Agronom veshe 163„weiß, die besten Wiesen verderben. Und wie könnte 67.„man selbst etwas von diesen an die Pferdezucht ab⸗ einet N„geben, da sie schon jetzt für das Departement nicht ν½ de HN i* 4 zU⸗ M 938 34 ö 3— »zureichen würden, wenn man nicht daselbst die Metho— „»de, künstliche Wiesen anzulegen, zu einer Vollkommen— »heit gebracht hätte, von der ich zweifle, daß man »anderswo Beyspiele aufzeigen kann. Wenigstens »darf ich glauben, daß es nicht diese ist, worauf »man bey dem Plane einer zu vergrößernden Pferde— vaucht rechnen wollte; noch daß wir in dumpfigen ver⸗ „schlossenen Ställen und auf dem Misthofe eine Stu— »terey anlegen sollen; noch daß in einem Lande, wo die »„Bevölkerung mit jedem Tage wächst, und kein Fuß breit überflüssiges Land ist, die Pferde die Menschen »aufzehren sollen.“ »Freylich haben wir auch uncultivirte Distrikte; »aber dürre Sandwüsten sind zur Pferdezucht wohl »nicht geschickt; und wären sie's, so würde ich auch »alsdann die Stutereyen noch als ein Uebel betrach⸗ »ten. Ein ganz neues Beyspiel in Flandern hat ge— »zeigt, wie lästig solche Etablissements dem Staate »fallen, und nur dazu dienen, eine Menge einträglicher „Aemter und Aufsehereyen zu erschaffen, und durch »eine Reihe von Vexationen dem Guten selbst, das »„man dabey beabsichtigte, entgegen zu wirken, und „»es verhaßt zu machen. Uebrigens hat die Regierung einen viel sichrern und ganz unkostspieligen Weg, Absichten der Art zu befördern.„Sie braucht, wie Hr. Thaer sagt, nur „die etwanigen Hindernisse zu heben; und es wird kei— »ner Ermunterung mehr bedürfen, die auch schwer— »lich zweckmäßig zu geben seyn würde. Handelsge— „winn VMW asheh en un sch ihh! duhil Hamhhro hs wi 10l.“ + an von Pprüͤngie landish d Rtoßes 3 Ledetth anen ku diken 2 bey futz Oo it In. O Rülch g r sin shuft e in den aultvi Iihh un silfh eher Dalkenn hweift, Nn . Vnii di st, V 3 in dunmfge lsthefe ine nem landz vj st, und kn dde die Muh llibitte Dist Hferdeuugtx würde ihe llebel hen landern hu 5 dem Ei e eintrögt sen, und x ten selht,x wirkeg, viel shhn en det. aet sh l desui auch shro Handite 329 „winn kann in den jetzigen allgemeinsten(zumal den „belgischen) Verhältnissen zur Viehzucht nicht so sehr „ermuntern, als die Ueberzeugung von der Rückwir— „kung derselben auf den Ackerbau.. Man kann „sich kühn darauf verlassen, daß die Menschen ihren „Vortheil verstehen; und die Regenten haben zur „Vermehrung der Betriebsamkeit ihrer Untergebenen „nichts weiter zu thun, als ihr keine Schranken zu „setzen, und sie nicht hinzuzwingen, wohin sie nicht 5will. Es giebt, nach Herrn Abbe' Man zwey Ra⸗ cen von Pferden in Flandern: die eine ist die ur⸗ sprüngliche Race des Landes, die andere ist aus— ländisch. Das ursprüngliche flamändische Pferd ist ein großes Thier, von starkem Bau und mit breitem Vordertheile. Es hat einen großen dicken Kopf, einen kurzen dicken Hals, eine volle Brust, einen dicken Bauch, und ein rundes Kreuz. Es hat da— bey kurze und dicke Beine, und einen ungeheuren Huf. So ist das ursprüngliche flamändische Pferd beschaf⸗ fen. Ob nun gleich sein äußeres Ansehen nicht son— derlich gefallen kann, so ist es doch völlig ausgemacht, daß sein Körperbau für die flamändische Landwirth— schaft am besten paßt. Es ist schon bemerkt worden, daß der Boden in den Niederländen sandig und leicht ist, und tief cultivirt werden muß. Ein elegantes Pferd mit lan— gen und zarten Gliedmaßen, einem feinen Huf, und 4. 5 von EEE E 5 10 ö 5 5 330 von schlanker Bauart, würde folglich dort gar nicht brauchbar seyn. Die Erfahrung hat den Landwirth gelehrt, daß Pferde ohne einen solchen vierschrötigen Körperbau, ohne starke und dicke Beine, und ohne einen breiten starken Huf, bald unbräuchbar werden. Ein kleiner runder Huf würde in den Sand einsinken, und die bloße Anstrengung, die Füße aus dem Sande zu ziehen, würde das Thier schon nach wenigen Schrit⸗ ten in Schweiß bringen, da hingegen das flamändi⸗ sche Pferd mit seinem breiten Hufe eine größere Fläche einnimmt, nicht so leicht einsinkt, und alle seine Kräf— te auf die Arbeit wenden kann. Außer diesem ursprünglichen Pferde, welches für den belgischen Ackerbau am brauchbarsten ist, hat man noch mancherley gemischte Racen von verschiede⸗ ner Bauart und Beschaffenheit, die einem andern Boden, wie der dasige ist, sehr angemessen seyn mö— gen. Die ausländische Pferderace ist ebenfalls von zweyerley Art. Diese fallen von friesischen, däni— schen und neapolitanischen Beschälern, die entweder in die niederländischen Stutereyen eingeführt worden sind, oder einzelnen Privatpersonen zugehören. Dadurch sind zweyerley Arten von Pferden ent— standen: Kutschpferde, und gemeine Zugpferde. Bey⸗ de sind gut, und brauchbar in ihrer Art. Man sieht sie häufig vor den Wagen in den Städten. Die fla⸗ mändischen Stuten werden vorzüglich geschätzt. Sie haben viel Athem, und sind dauerhaft. Die De! i mysch hhit Rah um wde Inde au in Wide um widde j E M rech 1Rfede 2— 3 l „Mew cbel fi vlel, U oe“ vhahth „Unter vydie B ihren —— 331 sch bat grz ů 001 Die zweyte Art ist von schmalerer Bauart, so wie diejenige, welche hauptsächlich zu Dragonerpfer— den gesucht wird. Weil es hier an Weiden fehlt, so Wöbnpan behält man die Füllen selten länger als das erste Jahr; * Mäl dann werden sie von den Roßhändlern aus der Nor⸗ 18 mandie aufgekäuft, die sie zu Hause auf ihren gro— ßen Weiden zwey oder drey Jahre grasen lassen, und dann wieder zurückbringen. Von da werden sie nun 4 in ganz Europa für normännische Pferde verkäuft. ine rißet Man rechnet, daß jährlich 9 bis 10,000 Stück die— d alle sK ser Pferde aus Flandern ausgeführt werden. hat den bddr chen verrh Beine, ay 6 dem Suh h wengn Et gen das ant „Die besten Pferde in den Niederlanden, sagt Oferde 10—— 7 Mere, v„Balsamo, findet man in den Distrikten von ö x 7•„„„ 2 Hbarsan„Newport und Luys. Ihre Struktur ist nicht die beste; We„aber sie sind sehr stark. Man füttert sie mit Möh⸗ ie einam „ren, und dieser Gebrauch ist daselbst ziemlich ge— emesen sen:„mein*): denn man ist überzeugt, daß sie eben so ist oonfth,„nahrhaft als gesund sind. Es ist kein erheblicher nissshen. à„Unterschied zwischen der Quantität Korn, welche „ de o„die Belgen, und der, welche die englischen Farmers efühtt an vihren Pferden geben. gehöter Ueber *) Ich habe ebenfalls das Füttern mit Möhren bey den Pferden einige Male ohne Zusatz von Korn versucht, Mos und mich stets wohl dabey befunden. Ich ließ sie in en. W grobe Stücken hacken, und mit Häcksel oder Rapshülsen Wht. E. mischen. Möhren, die nach Art der Niederländer unter 7* dem Roggen erzogen worden, bedürfen, da sie so dicke nicht werden, des Zerhäckens nicht. Die Pferde blie— 06 ben dabey gesund, und bekamen ein glänzendes Haar. 332— Ueber die Futterungsart der Pferde habe ich wenige Nachricht eingezogen. In der Campine ist es gewöhnlich, daß die Pferde einen Antheil an der allgemeinen Suppe erhalten. Ueberall aber werden sie im Sommer blos mit Klee, so lange dieser nur immer dauert, gefüttert... Auch in meiner Gegend wird es so gehalten, und den Pferden nur bey der Aerndte, wo man ihnen oft nicht Zeit zum Fressen läßt, Hafer gegeben. Wann die Saatzeit des Wintergetreides herannahet, wo ohnehin der Klee zu Ende geht, so werden sie wieder auf das trockene Futter gesetzt. Gespannarbeit und Zugochsen. Man rechnet i in den Niederlanden zum Betriebe von 5 Bundern(26 Morgen) leichten Bodens ein Pferd. Obgleich dieser Boden mit einem Pferde ge— pflügt werden kann, so ist es doch selten, nur eins am Pfluge zu sehen, sowohl weil mit einem einzel— nen ihre Ackerarbeit nicht so genau gefertigt werden kann, als weil die meisten Pflugarten tief eingreifen. In der Gegend von Contigh arbeitet das Ge— spann im Sommer Morgens von 3 bis 6 Uhr, dann von 8 bis 11, Nachmittags von halb 3 bis halb 5, dann von halb 6 bis 8.. Bey großer Hitze ruhen die Pferde länger unter Mittage, und arbeiten bis in die Nacht, oft bis 10 Uhr... In der Aerndtezeit ist die erste Pause der Pferde von früh 4 bis 7, die zweyte von 8 bis 11, die dritte NRachmitags von 4 bis 8. Zu * MWi u Dfel der in 0 Hunh susg. 99 511 Ot N der Ear Merbese Man, hrem A ket nich hine, di damn ein Ruomme den der kt fommen Ild die she de e, u sih Hder hin Hn ö se il Whe Im 333 Yfade Ht der Cmn Authqh H erall aber y Zu Voorde arbeiten die Pferde z Stunden des Morgens, und eben so lange des Nachmittags. Ein Paar Pferde pflugen hier in einem Tage ein halbes Bunder in tiefen Furchen auf Beete; doch muß das j V ham un Feld lang seyn, damit sie nicht zu oft umwenden in mener, müssen. den nur hyj 6 Zu Edeghem pflügt man ein Bunder Geestland H1„ in 12 Stunden um. ie Sachyt ö Reinn In der Gegend von Contigh, und mehr noch N*„—— 8 af ül in der Campine, bedient man sich auch der Ochsen zur t Ackerbestellung, daher die Behauptung des Herrn Man, daß die Miederländer keine Zugochsen bey Ugochset, ihrem Ackerbaue gebrauchen, ihre allgemeine Richtig⸗ keit nicht hat... Die kleinen Bauern in der Cam⸗ * pine, die nur 3 bis 4 Bunder zu bauen haben, halten 2 dazu einen Ochsen; auf mehr Land wird ein Pferd nem Mre genommen. Um Contigh macht man zwischen bey⸗ llen, m den in Hinsicht auf die Ausdehnung des Ackers wenig . e oder keinen Unterschied. Dieses mag wohl daher feraht un kommen, daß in dieser Gegend die Wege besser,‚ iif ingin und die Communicationen mit den Städten zum Ab— beitet x satze der Produkte leichter sind, als in der Cam—⸗ 6hr, K pine, und vorzüglich, weil man sich um Contigh we— 3 f nig oder gar nicht mit Haideplaggen-Fahren abzuge— Hihe M ben braucht. arbelent Die Weise, die Ochsen anzuschirren, so wie ich r Am sie zu Contigh gesehen, verdient eine Erwähnung. 4067½6 Ich habe einen ziehenden Ochsen Tafel 12. Figur 1. msahs l zum Theile abgebildet. Er trägt quer über dem ö Nacken E N 334— Nacken ein etwa zwey Fuß langes, und zwey Zoll dickes Holz, oder Nackenjoch, dessen Gestalt man, etwas vergrößert, auf Tafel 9. Figur 5. besser er— kennen wird. Ueber den Bogen des Holzes läuft ein aufgenageltes starkes eisernes Band, dessen beyde Enden umgebogen sind, und zwey Haken halten, in wel— chen die Pflugstränge oder die Karrnketten einge— hängt werden. Von unten ist das Holz in der Mitte seiner Länge etwas ausgerundet, damit es auf den Nacken passe... Der Ochse hat in der Gegend, wo der Hals an dem keibe ansitzt, ohngefähr einen Fuß von den Hörnern ab, eine Erhöhung, oder einen Knochen, dessen Namen ich nicht weiß: gegen diesen stemmt sich das kleine Joch beym Zuge an. Man versicherte mich, daß diese Stelle niemals etwas von dem Drucke des Holzes leide. Damit das Joch aber nicht abrutsche, so gehen zwey dünne eiserne Stäbe schräg abwärts durch das Joch, welche die Länge und Krümmung haben, daß sie unter dem Halse mit ei⸗ nem Riemen können zusammengebunden werden, je— doch ohne fest gegen den Hals anzuliegen. Der Zaum, mit welchem man den Ochsen re— giert, wird ihm über das Nasenbein angelegt. Die— ses Gebiß, wenn wir es so nennen dürfen, besteht aus zwey eisernen fingerlangen und daumenbreiten Plättchen, die vermittelst eines Gewerbes zusammen— hangen. Sie sind der Länge nach etwas hohl gebo— gen, und die Kanten daran wie eine Säge gezähnelt oder gekerbt. Diese nicht allzuscharfen Zähne liegen dem 0 Hcheheu Hsches al; cl. M. n hitche l Herden 0 au * sln, Deseee Mt, de umdte de i Hpfen schen wil, Cumerad d hilt der an muß sch d ür gudlen ohle at wan v Im jtde tht Musch ge wie hier Hlsebkraf hushtitt Hülgudt arme Wuihch e fl „, und RH dessen Gen gn Nour 5. 1 des Höhez lf Nud, ssh! V mhian 1 Kurenkern 6 Hohzing damit ée au in der Gum, ngefäht einj Hhung, chu weiß: gehn Zuge an.) niemals etaa mit das Iu nne eisemei sche die un dem Hash inden wetoh legen, n den Hsa 1* angelgt. dürfen, A Rdaumehal rbes zusmm was hohlbl Sage ggiht Hihne 10 U ;:iuwvs 2—;..————— 335 dem Ochsen auf beyden Seiten gegen die Haut des Gesichtes an; das Gewerbe ruhet daher auf dem Na— senbeine. An beyden Enden ist ein Kettchen mit ei— nem Häkchen angebracht, in welche die Leitseile einge— hängt werden. Ziehet man diese nun an, so drückt das Gebiß auf die Haut an, und der Ochse läßt sich lenken). Diese eben so einfache als bequeme und natür⸗ liche Art, den Ochsen einzuspannen, macht das Abge⸗ schmackte des Zusammenjochens zweyer Ochsen mit den Köpfen noch auffallender. Wenn der eine nicht ziehen will, oder zurückbleibt, so verrenkt sich sein Camerad den Hals; thut einer einen Fehltritt, so er⸗ hält der andere eine Erschütterung; liegt der eine, so muß sich der andere auch legen, oder seinen Hals in einer quälenden Richtung halten, u. s. w. Wer kann so was ohne Mitleid ansehen?ꝰ. Wohl mit Recht hat man von diesem Joche die Benennung entlehnt, um jede tyrannische, unnätürliche Unterdrückung, die Mensch gegen Mensch ausübt, anzudeuten! Denn so wie hier der Druck einer überspannten Gewalt die Geisteskräfte des Unterdrückten niederbeugt, und seine Fortschritte zum Guten lähmt: eben so langsam, un⸗ thätig und trostlos schleppt sich mit gesenktem Haupte das arme Zugvieh unter dem unsinnig gewöhnlichen hölzernen Joche. *) Es sindet sich auf der zwölften Tafel Fig. 2. abgebildet. Fünfter Abschnitt. Schaafe und Schweine. Schaafe. Wir konnen über diesen Gegenstand nicht viel bey den Belgen lernen.. Eine Gegend, wie die ihrige, wo kei— ne Berge, keine Gemeinweiden, noch wüste Plätze sind; eine Cultur, die keine Hand breit unbenutzt läßt, und kei⸗ ne Braache duldet, ist nicht für die Zucht solcher Thie— re geeignet, die durchaus ihr Futter selbst suchen wollen, und die, wie mir scheint, der freyen Luft zur Erzeu⸗ gung und Vervollkommnung des Häuptproduktes, weß⸗ halb sie gehalten werden, der Wolle, durchaus nöthig haben... Da man nun überdem in diesem Lande schon durch den Pflug dem Boden den höchstmöglichen Er⸗ trag abzuzwingen weiß, so ist zu glauben, daß die Auf⸗ opferung eines Theiles der Aecker zu Gunsten der Schaafe nicht gleichen Vortheil gewähren würde, daher ihre Zucht im Großen bey den Belgen wenig Eingang finden wird. Ich zweifle selbst, ob eine veredelte Heerde in den best— cultivirten niederländischen Distrikten dem aus dem Ackerbaue hervorgehenden Gewinne die Waage halten würde. Ich brauche hier nicht zu wiederholen, was ich schon bey Gelegenheit des Hornviehes und der Pferde von dem Nachtheile einer überspannten Viehzucht gesagt habe. bl Diet Whelenn 6 runche Richmen, chl dle e Cr I Aneln d 0 uß, 6 Hanche e u Richgan Wun begete 0 Hilen Dis den wede tiosthose daß der In Grälze behn H. benußten der Heger Duddelnn d sit den Muldett vdaboney „Dekboy ostule à Mreis d uf das Iyrhte 0 hitt habe. Die wandernden Schaafheerden in Spanien sind ein unverkennbarer Beweis des Nachtheils der Vorliebe hweih für manche Racen; und nicht ohne Grund kann man annehmen, daß die übertriebene Vermehrung dieser, wiewohl edlen Thiere, indem sie zwar von einer Seite einige Corporationen und große Besitzer bereicherte, von der andern aber dem Ackerbaue einen tödtlichen Stoß niht ull gab, daß, sage ich, diese privilegirte Spekulation mehr e Weihni als manche andere Operationen, denen man gewöhnlich den Rückgang dieses schönen Reiches beyzumessen pflegt, dazu beygetragen habe. Denn, wie schon gesagt: auch des Guten kann man zu viel thun! ch wüfte M. benußt läßh! 2 Zucht sitht sehbt un Die Schaafzucht wird dennoch in den Miederlan⸗ eyen lust yrl den weder verachtet noch vernachlassiget. In der Nuptptobult; trostlosen Campine legt man sich stark genug darauf; nur Hle, uhus!daß der letztere Krieg einen großen Theil derselben an n dissmt den Gränzen gegen die vereinigten Miederlande aufgerie⸗ böchtntgt ben hat. An der Dender, und selbst in dem so hoch benutzten Lande von Waes findet man Schaafe; und in der Gegend von Antwerpen fängt man an, auf ihre Veredelung durch spanische Böcke zu denken. auben, daßd Gunste 615 e, dahnsth ingang füt„Die Schaafe, sagt Hr. v. Ponderle,„sind Hrerde iux„seit den letzten dreyßig Jahren sehr beträchtlich ver⸗ an dem 6„mindert worden, so daß jetzt nicht über ein Zehntel die Vun„davon mehr übrig ist. Man giebt die zahlreichen „Verkoppelungen, die wenigen Braachfelder und die „starke Bevölkerung als Ursachen davon an. Der eehol,„Preis der Wolle selbst, wie auch der e e‚ ist vN„auf das Doppelte gestiegen.“ Vohn ö Dahut; Zweyter Band. Y„Die WI. 338 ö „Die beste Wolle liefern die Schaafheerden in der „Gegend von Brüssel, Tournay und kille, in einem „Bezirke von etwa fünf Meilen auf diesem Wege. Man „schreibt dieß dem Clima und der Qualität der Weide „zu. Diese Wolle wird die feinste(oder die Blume) „aller belgischen Wolle genennt. Die Wolle aus der „Gegend von Mons, Nivelle, Lowen, Jodogne, Tir⸗ „lemont u. s. w. ist schlecht und kurz, und der Preis „um ein Drittel geringer. Wir haben auch Heerden „von allerley Mittelracen, die in den Provinzen zer⸗ „streut, und oft schon von einem Dorfe zum andern „verschieden sind. „Die Wolle von den Ardenne⸗Schaafen ist fein „und kurz, bringt aber wenig ein, da die Wolle von „drey Stück dieser Schaafe nicht mehr wiegt, als die „von einem Stücke der oben erwähnten Race um Brüs⸗ „sel, lille u. s. w. Das luxemburgische Schaaf ist „ebenfalls von der kleinsten Art. Es hat eine feine „Wolle, die in Frankreich stark gesucht wird. Es ver— „dient bemerkt zu werden, daß die eigentliche Species, „von welcher dieses letztere herstammt, das flamändi⸗ „sche Schaaf ist, welches Plandrin genannt wird, an „den Ufern der Leye sehr groß ist, und eine außeror— „dentlich feine Wolle hat. Es ist dieses die größte Art „in Europa, und wurde im 7ten Jahrhundert aus „Ostindien nach Holland gebracht.“ „Der Haidestrich, sagt Hr. Man, welcher un⸗ „ter dem Namen der Campine bekannt ist, dient auch „einer Menge von Schaafen zur Weide. Diese sind von „einer slche Wu. dem De E Iutte Su Wis en Hlhen kan u. dih Scee w fuden bey len an de ftasen, Mand au Der Durt u sir v Di shmer L Schaafe! Wugaszen au Etld dihte L Shrafei de S d-fld Jondet Wle Sharstehn 0 lle, N disem Vyy. Muität dr (Het de du De Mulkan den, Pyou, ltj„ und yy Nben auh hy den Prounn; Dorfe zun r „Schaafais da die Vil hr wiegt, en Race und gische Schn Es hat einh t wird. Er gentiche Et , dos funt nannt vid, und eine alhe s die Rßtl Jahrhunde in, welhtt xv st, dicht Disesicn lll 339 „einer großen Art; aber ihre Wolle ist nicht sonderlich.“ Es thut mir leid, daß ich diesem geradezu widersprechen muß: denn ich fand in der ganzen Campine die Schaafe klein, und ihre Wolle feiner als bey denen um Tirlemont, wie solches auch die Strumpffabriken von Diest, Aren⸗ donk u. d. m. beweisen. Die Schaafe erhalten in dieser letzten Gegend im Winter Suppe, eben so wie Kühe und Pferde(denn wo ist ein Geschöpf in der Campine, das ohne Suppe bestehen kann?), daneben Stroh und etwas Sporgel— heu. Zugleich gehen sie den ganzen Winter aus, der Schnee mag auch noch so hoch liegen. Die Schaafe finden bey solchen Umständen auf etwas erhabenen Stel—⸗ len an dem höhern Haidekraute noch immer etwas zu fressen. Die Schur giebt nicht mehr als anderthalb Pfund auf dem Schaafe selbst gewaschene Wolle. Der Durchschnittspreis dieser Wolle ist ein brab. Gul— den für das Pfund. Die Schaafe um Alost geben 12 Pfund ungewa⸗ schener Wolle(oder en suint). Hammel und Fett⸗ Schaafe rechnet man zu 16 Pfund. Die Schur von ei— ner ganzen Heerde wurde 1805 zu 6 brab. Gulden auf das Stück verkauft. Die Schaafe sind hier größer, und ihre Wolle ist feiner, als um Tirlemont, wo die Schaafe im Durchschnitte nur Pfund Wolle geben. Die Schaafrace, welche ich bey Alost fand, ist ohne Zweifel diejenige, welche die Herren Man und von Ponderle race flandrine nennen. Obgleich ihre Wolle lang ist, so hat sie doch eine gewisse Kreppe V 2(Kraus⸗ — A——— ee* W— 8— 1 5 7490 4 4 1 1204 4 34⁰ + (Krausheit) nach der Art der spanischen, welche man an der Wolle von Tirlemont nicht bemerkt, daher ich auch jene für tauglicher zur Kreuzung mit spanischen Böcken halte. Die auszumerzenden Schaafe werden zu Alost im Winter mit Heu, Leinsaatmehl, und hauptsächlich mit Bohnen gemästet. Diese werden ihnen im Strohe vor⸗ geworfen. Man kauft die Hammel gleich nach der Wollschur für 14— 15 brab. Gulden, und verkauft sie hernach fett zu 20 Gulden.. Dieselbe Mastungs⸗ art findet auch zu Voorde statt. Da es an letzterem Orte ebenfalls weder Braache noch liegende Schaaftriften giebt, so muß die Heerde ihre Hauptnahrung auf den Wiesen finden. Da diese aber selten zureichen, so werden die Schaafe zum Nach— tische auf die Kleefelder geführt, um sich vollends da— selbst zu sättigen. Die kämmer gehen mit der übrigen Heerde aus, und theilen mit ihr dieselbe Nahrung. Nie wird etwas für die Heerde besonders gesäet, und der wilde weiße Klee ist hier unbekannt. Den Lämmern wirft man auch wohl etwas Klee in die Raufen. In dem Lande von Waes hat man ebenfalls eine große Race von Schaafen. Sie tragen zwey Stein (12 Pfund) ungewaschener Wolle, die im Jahre 1805 zu 47 brab. Sols der Stein verkauft wurde. Ihr ganzer Weidegang besteht in einer langen Promenade durch alle Wege und Straßen, wo sie das Grüne aus den Gräben und auf den Känten der Wege abfressen. Auch Iüvin Waglichn . S se dun Ehnesf zut Chlt Hun Scht ue Ihes fün, wen Ihuhf Idtoschen tosch den Wuset n gur ein Helge In him, in d Hist de He Hhe wolb Vimmer u Ehift; tragen. nulen ihte Iu Multe 5 ue S fict, sitt Daů Hün Fede, ij mon, und l in mo —. 341 Heh wische yy, V* ů0 alt, dahtrih Parische Auch werden sie auf den späteren Klee und ein kleines Weideplätzchen, das an den Pachthof anstößt, gelas⸗ sen.. So lange der Schnee nicht allzu hoch liegt, ge⸗ hen sie den ganzen Winter aus; ein paar Zoll hoch 93 RIN Schnee hält sie indessen nicht davon ab. Sie wissen durch Scharren mit den Füßen sich einige Nahrung un⸗ Huuptsägsc; I1 mnenth ter dem Schnee hervorzusuchen; und je nachdem sie in mi gech ut dieser Jahreszeit weniger oder mehr davon in freyer Luft den, un n finden, werden sie mehr oder weniger zu Hause genährt. Die Hauptfütterung im Stalle ist Stroh, Heu, und ungedroschener Roggen, Bohnen im Strohe, oder auch ausgedroschene in Trögen, und ersteres besonders in Dieselbe Mr Alls wede dr den Raufen.. Können die Schaafe des Schnees we— muß N gen gar nicht vor die Thüre, so wird auf jedes Paar Inden. Oul ein Gelege von nicht⸗gedroschenem Roggen gegeben. V Im Winter kehrt der Schäfer erst gegen Abend Schaafe ung heim, in der guten Jahreszeit aber gegen Mittag; er sich vollerd ün. 100 läßt die Heerde so lange unter Obdach, bis die größte beNahnur! Hitze vorüber ist... Es geschieht nicht selten, daß die Rie, w. Sthre über dem Schnee zur Welt kommen, und der In Schäfer gezwungen is, sie in—11 Küttel nach Hause e Muse zu tragen.. Da die lämmer in den drey ersten Mo⸗ * naten ihres lebens nicht ausgehen, so erhalten sie nebst an ebenstlke der Muttermilch auch etwas Hafer.. Ich bemerkte als eine Seltenheit, daß der Schäfer hier seiner Heerde folgt, statt daß er in meiner Gegend vor ihr hergeht... Das Hürden, oder Pferchen der Schaafe auf freyem agen zvn im Jhhle ll t wud. en Wn Felde, ist mir in den Niederlanden nirgend vorgekom⸗ 915 h men, und wahrscheinlich daselbst eben so wenig bekannt, d.„ Voge hfft als in meiner Gegend. 1 V 3 5 Im * I— R . 1* ö ‚ 342 »Im Winter, sagt Balsamo,„geben die „Belgen ihren Schaafen weder Rüben, noch Kohl, noch „dergleichen, sondern Stroh, Heu und Bohnen, auch „Wicken(oder sogenanntes Rauhzeug)ꝰ.. Man kennt »beynahe keine andere Art, sie zu mästen, als mit Boh⸗ »nen. Die Belgen verwunderten sich immer, wenn vich ihnen sagte, daß man in England die Schaafe mit „Rüben, Kohl und Kartoffeln fett mache... Eine „Unterredung zwischen einem englischen und flamändi— »schen Pachter würde eine interessante Sache seyn, weil »der eine sich eben so wundern würde, daß Schaafe »ohne Bohnen fett werden können, als der andere, daß »zu der Mastung etwas anders als Turneps tauge.. „Ein Pachter versicherte mir, daß 4 Bushels Boh⸗ »nen zureichen, um ein Schaaf drey Monate über zu „füttern. Die Bohnen werden jedoch im Strohe, al— „so unausgedroschen, verfüttert.. Die Wolle der »flandrischen Schaafe ist lang, aber grob. Man ver— »„wendet sie hauptsächlich zur Strumpffabrizirung. Die „Fabriken davon befinden sich in Ath, lense, Tournay „u. s. w.. Das Vließ wiegt 4— 5 Pfund, und be— vzahlt sich mit 6— 7 englischen Schillingen.“ Ich glaube der Erste gewesen zu seyn, der die Füt⸗ terung der Schaafe mit Möhren, Runkeln und Kar⸗ toffeln, ohne alles Korn, in dem Departement der Niedermaas ausgeübt hat. Die daselbst gewöhnliche Fütterung besteht, außer dem Stroh, in halb ausge— droschenen Roggengarben, und zur Reife gekommenen, nicht⸗ ihh ihn nd usca, el U u Hbasthagen 1 vah der dud uschaft sotterung wer zu su ten Beue uch den ih dien hi shießen, Rwerk er in der Zu Unt huck die Hsen, u Mhyenin bousO Vunieb Wwoh fl Rn, vi — samo, I a. Mat uste, als mtz sich immer, and di Schußr t nuch, 5 chen und funt e Sache sn rde, daß Et als der andez Turneps lh Buss v Monatt ih ch im Stthh Die Wol ob. Mant fabtizitung. hense, Zun Pfund, lingen.“ mn, de H. Heln ud L partemet shst Raahnge in hab ale Rlunnan ½0 UU4 n,nuch Kohln N In Bahrn PpP P **— 343 nichtgedroschenen Wicken. Der Verlust bey diesen letz⸗ tern, indem durch das Hin⸗ und Herwerfen, das Aus⸗ einanderreißen, und Vertheilen der Gebünde in die Raufen, eine Menge Körner ausfällt, und verloren geht; die unzähligen Betrügereyen der Schäfer bey dem Ueberschlagen(halb ausdreschen) der Garben, worüber jene sich so leicht mit den Dreschern verstehen; die Un⸗ gewißheit, die diese nicht ganz geleerten Garben in Rück⸗ sicht der Kenntniß des Körnerertrages der Aerndte ge⸗ ben, und eine richtige Bilanz erschweren; die vergrö⸗ ßerte Quantität von Futtergewächsen, die mir meine, von der landesüblichen Rotation abweichende Fruchtfolge verschafste, bewogen mich, das Korn bey der Schaaf⸗ fütterung ganz auszuschließen, und ihm das Wurzel— werk zu substituiren.. Hätte ich aber auch keinen wei⸗ tern Beweggrund dazu gehabt, als dem Schäfer da— durch den Eingang zur Scheune zu verbieten, so würde ich diesen hinreichend gefunden haben, mich dazu zu ent⸗ schließen, so wie der gute, aus der Fütterung mit Wur⸗ zelwerk entspringende Erfolg mich bewegen wird, auch in der Zukunft dabey zu beharren. Unter allem Wurzelwerk ziehe ich zu diesem Ent⸗ zwecke die Möhren vor; nach ihnen kommen die Kar⸗ tofseln, und zuletzt die Runkeln. Die seit ein paar Jahren in Frankreich so dienlich gefundenen Topinam⸗ bours(Erdäpfel) habe ich nicht versucht.. Wann mein Wurzelvorrath nicht groß war, so sparte ich das meiste davon für die Zeit, daß die Schaafe anfingen zu lam— men, wodurch ich ihre Milch ungemein vermehrte und 4 die — F..... r— 344 die schönsten Lömmer anzog. Diese erhielten ihrerseits, so bald sie nur beißen wollten, in kleine Stücke geschnit⸗ tene Möhren. Ich mästete mehrmalen eine Partie Schaafe blos mit rohen Möhren und etwas Grum— met oder schlechtem Heu. Das Fett der so gemästeten Schaafe war zwar etwas gelblich, doch von vollkom— men gutem Geschmacke, so daß es nie an Käufern dazu fehlte. Ich mischte das zerhackte Wurzelwerk mit Strohhäcksel oder Rapshülsen, und ließ das Gemen— ge einige Stunden liegen, so daß dasjenige, was des Morgens gemengt worden war, am Nachmittage ver⸗ füttert wurde, das vom Nachmittage am Abende, und das vom Abende am Morgen. Mein Freund, Hr. Clemens, der die kleine Schäferey nach mir betreibt, hat aber die, übrigens gesunde, Mischung aufgegeben, weil er gefunden, daß der unter den gehackten Wurzeln befindliche Häcksel sich allzu sehr in die Wolle des Halses ansetze. Er hat ebenfalls beobachtet, daß die Schaafe das mit der, jetzt saltsam bekannten Schneidemaschine zerschnittene Wur⸗ zelwerk lieber, als das mit einem Stoßeisen zerstampfte fraßen. Hr. Goyens, den ich schon bey der Hornvieh⸗ zucht angeführt habe, folgte zuerst meinem Beyspiele mit der Wurzelfütterung. Auch er findet die Runkel— rüben den Schaafen nicht so zuträglich als die Möhren; sie fressen auch jene bey weitem nicht so gern als diese. Die Methode des Hrn. Goyens, die zämmer zu be⸗ handeln, verdient einer Erwähnung. Die Hülih MWan gele MA sulg nub, Hey, Ien wer Vuhithund u hleden mrith bew Huwede fi Hae kömm — 3 Sur Ranes der derHdeeric gewoffen,. auf dem om de Sch unahhesh siktcht, 20— 25 istine Kr um das L Moe Hidden den auh Uiber schr Po ihhen mna Rhan beyd k, daß siche, d sechigtr inn * Iumalen ez Dind ere h du so gn, Dduc vun u nie an Klufenn Fte Vurchu ind licß due H. daßhenige, uu u Machnity e am Wamh; ns, det dek aber die, i ler gefunden ndliche Hät Usete.. 6 e das mit dy Aerschnittne oßeisn rsn hey det homt neinem Bp indet die Mil als Mhh er amma l — —*——————————— 345 Die lämmer werden mit 3— 4 Wochen von den Müttern getrennt; doch läßt man sie dreymal des Ta⸗ ges daran saugen. Zugleich reicht man ihnen Wurzel— werk, Kleye, Hafer und trocknes Futter. Mit drey Monaten werden sie gänzlich entwöhnt, welches den Wachsthum der Wolle bey den Müttern ansehnlich beför⸗ dert, ohne den Lämmern, wie es die Schönheit der seinigen unstreitig beweiset, nachtheilig zu seyn.. Er hält die Gräsweide für zämmer durchaus schädlich().. Die Heerde kömmt alle Tage am Mittag zu Hause, bleibt 2— 3 Stunden auf dem Stalle, und erhält daselbst grünes oder trockenes Futter.. Den Lämmern wird der Klee nicht anders, als etwas abgewelkt, in die Raufen geworfen.. Alles Unkräut, was aus dem Garten, oder auf dem Felde aus den Möhren gejätet worden, wird an die Schaafe verfüttert, nachdem die Erde vorher da— von abgeschüttelt worden.. Seine Raufen stehen nicht senkrecht, sondern neigen sich in einem Winkel von 20— 25 Grad nach dem Stalle zu. Von vorne ist eine Krippe in Gestalt einer weiten Rinne angebracht, um das Wurzelwerk einschütten zu können. Nach der Landessitte meiner ehemaligen Gegend werden den Schaafen im Winter, nebst dem Strohe, auch Ueberschläge von Roggen(nicht völlig ausgedro⸗ schene Roggengarben) gereicht. Ueberdem giebt man ihnen unausgedroschene Wicken und Pferdebohnen, die man beyde zur Reife kommen läßt, weil man behaup⸗ tet, daß sie in diesem Zustande nahrhafter sind, als solche, die früher geschnitten und zu Heu gemacht wor⸗ V 5 den öxS‚SDSDSDSDSDSDEEE‚.‚.—————— W— W— 500 54 ö 346— den sind(?). Ueberhaupt geben meine Landesleute ih⸗ ren Schaafen keine ausgedroschenen Körner, weil sie glau⸗ ben, das Schaaf müsse seine Nahrung stets suchen, und stehe sich besser dabey, als bey einer vollen gedeckten Ta— fel. Zu dem Ende sind die Raufensprossen so weit von einander entfernt, daß die Schaafe mit den Köpfen durch, und in dem Strohe wühlen können. Hat man nun Grummet zu füttern, so wird es unter das Stroh gemischt. Die Heerde kehrt selbst in der grönten Sommer⸗ hitze Mittags nicht nach Hause. Im Winter schutzt man sie mit gewissenhafter Aengstlichkeit, als wären es nackte Menschen⸗Kinder, gegen die Költe. Der Ge⸗ ruch in solchen niedern, verschlossenen, mit Vieh über⸗ häuften Ställen ist erstickend. Ich habe dennoch mei⸗ nen Nachbaren gezeigt, daß die Schaafe sich wenigstens eben so wohl in großen luftigen und kalten Ställen be⸗ finden. Man säet für die lämmer etwas Spelz(Dinkel) zur Frühjahrweide, weil diese Fruchtart nach mehrma⸗ ligem Abhüten wieder nachwächst, und ihr Laub zarter ist, als das vom Roggen. Zur späteren kämmerweide hat man die weißen Kleefelder. Sie saugen so lange an den Müttern, als diese es zulassen, werden jedoch be⸗ sonders gehütet. Die Heerde liegt einen Theil des Jahres auf der Braache: denn alle die Pächter, welche Schaafzucht treiben, lassen einen Theil ihrer Aecker diesen Thieren zu Ge⸗ Isil I H. rn gic 0 WH o Infilt v hust, dusch Iub Ruhhem De Wuh stöt Mhithume. Rube um War dui No, dof penn dabeh Fruchtarte behupten, (itero pro: lst dber Schaet be/ sine l Scaafsi silter den! N udod in stonchra hen Jupr lin, dis ö Humetz hüft, hb S RFEIEEEEFEFEeEeseseIEFEFFIF————————.—.—.— 347 E Gefallen braachen, um doch etwas für selbige zu ha⸗ Ent mi ben. Freylich muß ihnen, vor dem nach Hause gehen, Meine ludehh 2010 der Bauch noch auf einer Wiese oder einem Gras- uln bat anger gefüllt werden. So bald die Aerndte das Feld Wpioseße. räumt, verschasst die Stoppelweide mehr Nahrung. lufe mit dug Hnn f. Man behütet die Roggenfelder bey Froste und manu krockenem Wetter bis zum ersten Merze mit der Heer⸗ de; doch stört man den Roggen nicht in seinem zweyten Wachsthume. Die kämmer aber liegen auf dem Wai— gtößtn en. zen bis zum ersten April. Die Schaafzüchter behaup⸗ In Vin ten zwar durchgängig bey mir, und vielleicht auch an⸗ Reit, ab derswo, daß das Abweiden des Roggens und Waizens, Kale. Y6 wenn dabey zur gedachten Zeit eingehalten wird, diesen e, mit Mit Fruchtarten nicht schade, und sind sogar dreist genug, zu habe dmm behaupten, daß es denselben nütze. Aber es heißt hier: e— Cicero pro domo. Denn wenn ich sie fragte, warum ln& dieser oder jener gute Wirth, ihr Nachbar, der keine Schaafe hatte, sie nicht des großen Nutzens wegen bä⸗ te, seine Kornfelder abzuhüten: so kratzten sich meine 5 EH Schaafzüchter, in Verlegenheit wegen einer Antwort, urt nuhn hinter den Ohren. ihrhuß Pächter, die ihren Hof zur halben Garbe haben, 4* 110. wie das in einigen Gegenden bey mir gebräuchlich ist, suuga sind mehr als andere geneigt, die Fruchtfelder bis zum da fu letzten Augenblicke abzuweiden, und mitunter auf Stük⸗ ken, die hinter dem Berge liegen, wo des Eigen⸗ M thumers oder seines Rentmeisters Auge nicht immer hin⸗ che Siuist dringt, Ie stipulirten Augenblick um ein paar Wo⸗ W chen zu überschreiten.. Thäten wir das, werden sie diesen A 1r ².0 ö E * 4 ö 348 sagen, wenn wir wüßten, daß das Behüten der Saa⸗ ten den Früchten, also auch uns für unsern Theil, nach⸗ theilig sey?— Dagegen frage ich: Thätet ihr das, wenn die Benutzung der Früchte euch ganz, und der der Heerde euch nur halb angehörte?— Ich wette, nein! Der Ertrag der Früchte verliert also, und diesen Ver⸗ lust tragt ihr nur zur Hälfte; der Ertrag der Heerde aber gewinnt dabey, und diesen Gewinn habt ihr ganz. Er entschädiget euch für den Verlust; aber was ent— schädiget den Verpächter? Ich gestehe, daß es Fälle giebt, wo selbst ein übertriebenes Abhüten nicht schädlich ist. So hatte ich im Jahre 1802 auf einem fetten, moorigten, frisch urbar gemachten, gegen rauhe Winde geschützten Bo— den, nach einer davon genommenen Kartofsel⸗Aerndte, ein Gemenge von Waizen und Roggen zur Frühlings⸗ weide für die Lammer aussäen lassen. Dem zu Folge wurde sie ihnen auch Preis gegeben, und im Frühjahre gewiß sechsmal völlig abgeweidet. Dessen ungeachtet wuchs die Frucht mit solcher Stärke fort, daß ich ihr von da an das Leben schenkte. Stroh und Aehren über⸗ trafen alle Erwartung; und hätten die Sperlinge die Waizenähren unter dem Roggen nicht völlig ausgeleert, so würde der Körnerertrag dieses Stückes den aller an⸗ dern meiner Gegend übertroffen haben. Noch giebt es Jahre, wo, meiner Erfahrung nach, bey allzu dünne stehender Saat auf reichem Boden ein geziemendes Abweiden Nutzen haben kann; dann näm— lich, wann gutes warmes Frühlingswetter darauf folgt. Da ö dan ss I dl nd E Muhu WIN Sche ur del ne d der huuß deses Heäulek rue Dasach Den owit ich d än unfeht shhödichs ab sin li unö pberi Kle vesch vasstopst u der Hittes lidenden a Gehe pucmals Uschligv Rahe hn prühee dee lut! —5 Bhltntz unsem dylzn : Thiit 2 unz u II „ ud din Eihag W winn hüt 6 Ist: chg uu iebt, wis ist. Erst mootiutn, dde geshutu! Kartofel⸗du gen zur rie Dem zui und im Fil Dissen ue furt, dy Hund Ahal de E 4Rvöliga dles du ul E ichm og⸗ am: duntz r Mufs 349 Da aber dieses nicht vorher zu sehen, und jenes ein ziem⸗ lich seltner Fall ist, so halte ich in der Regel das Nicht⸗ abhüten der Saaten für besser und sicherer. Man hat mir durch Beyspiele zu erweisen gesucht, daß den Schaafen nichts schädlicher sey, als der junge Hafer, der nach der Aerndte in manchen Jahren sehr häufig auf dem Felde ausschlägt, und daß ein starker Genuß dieses herbstlichen Grüns den Schaafen unfehl— bar die Fäule bringe. Diese Aussage verdient durch ge— naue Versuche erprobet zu werden. Den ungelöschten Kalk hat Hr. Clemens, eben so wie ich, bey dem Aufblähen der Schaafe jedesmal als ein unfehlbares und der Gesundheit der Thiere un— schädliches Mittel gefunden. Sein Schäfer sowohl, als sein Lämmerhirte, ist zu dem Ende stets mit et— was pulverisirtem, doch nicht an der Luft verfallenem Kalke versehen. Die Flasche, die ihn enthält, ist wohl verstopft und mit einer Blase verbunden. Dabey trägk der Hirte etwas Wasser und einen Löffel, um den Noth⸗ leidenden auf der Stelle Hülfe leisten zu können. Gegen die fallende Sucht, womit die Jährlinge manchmal behaftet werden, bedient sich Hr. Clemens Aufschläge vom kaltem Wasser auf den Kopf, und Zug⸗ pflaster hinter den Ohren. Im Paroxismus selbst sprützte er ihnen starken Weinessig in die Nase. Auf diese Art heilte er Thiere vollkommen, die vorher alle 3— 5 Tage mit jener Krankheit befallen wurden. Die z——————fpfp—pff*HH*TR— — N————..——.— 4*—— * 8 ½5*—— ö* ö V*—* 433.————.— S4.4...S........—‚2‚‚** 2— ——..—+ 350—— Die Veredlung der Schaafzucht durch Kreuzen mit spanischen Böcken fängt auch an in den Niederlanden rege zu werden; doch habe ich selbst keine solche Heerde daselbst getroffen. In dem Departement der Nieder⸗ maas ist diese löbliche Verbesserungssucht sehr lebhaft, und man hat den ersten Eindruck derselben dem Hrn. Sürlet Chockier zu danken, der jetzt selbst einer der stärksten Schaafzüchter dasiger Gegend ist. Diese edle Verbesserung(welche ich, im Vor— beygehen gesagt, als die sicherste und einträglichste aller landwirthschaftlichen Speculationen ansehe) bedarf we— der meiner Rechtfertigung, noch meiner Lobsprüche. Vorurtheile, Starrsinn und Widerspruchsgeist können den Fortgang des Guten wohl eine Zeit lang bekämpfen; doch bricht nur erst ein Lichtstral durch die Wolken, so verschwinden die schwarzen Träume, und selbst die Antipoden fangen an, sich des neuen dichts zu freuen. So geht's denn auch heuer meinen ehemaligen Nachbaren. Ihre Bekehrung verdient hier eine kleine Erzählung. Im Jahre 1804 lachten diese Herren noch über die Hörner meiner Böcke, und würden keinen zu ihren Schaafen zugelassen haben, wenn er selbst diese Ehre mit Geld hätte erzwingen wollen. Ein Pachter unter andern, der es mir nicht versagen durfte, seine Heerde von einem meiner Böcke bedienen zu lassen, unter der Bedingung, daß er die Hölfte der davon fallenden Läm⸗ mer für sich behalten, und mir die andern gegen einen gebührenden stipulirten Preis überlassen sollte, bot bald dar⸗ Wsine n Rsl sde ö h + Pefil M, sie Nihte 4 Flalhet. · 0 vifel,x UHacze in , Wo sehe Wole von eds Eler E da nn disß Wolle tragen nisch. diksten 0 ale akade Vars Nule, de z Ppud unge Im halben Auleich erb. Rtt Gener un du V. 220 f. M Neer Mriis ech baddor ft. 2 tduchhrapz den Moahh kine sihehz kement da h dsucht shr tz dersabn wů Feht sahsar od is. che ich, in einttäͤlht nsehe) ba: meine dstt pruchsgis it ung bin uUrch di L me, un) neuen lit einen ehan it hier rren il Hum ph sib W Pochll 1, sinrhen ssen, N 1filadn Irn gehn 0 solle ht I it —————2rreeee —. 351 darauf seinen Antheil Andern zum Tausche gegen eben so viele landes⸗Lämmer an. Da sich nun zum Glücke kein Mensch fand, der einen so üblen Tausch treffen wollte, so erfüllte ich seinen Wunsch. Nun, siehe da! Im Jahre 1807 bezahlen eben jene Pächter ihrerseits jeden einzelnen Sprung mit 42 Kreuzer.. Woher dieser plötzliche Uebergang?— Ohne Zweifel, weil sie in diesem Jahre gerade 2 Gulden 14 Kreuzer im Durchschnitte für jedes Vließ einnah⸗ men, und sehen mußten, daß das Pfund ungewasche— ner Wolle von den aus ihrer eigenen Race gewonnenen métis erster Generation zu 48 Kreuzer bezahlt wurde. Da nun diese Metis im Durchschnitte 10 Pfund dieser Wolle trugen, so that das ganze Vließ 8 Gulden rhei⸗ nisch... Ein solcher kichtfunken vermag auch wohl in der dicksten Finsterniß zu leuchten, und ist elektrischer als alle akademischen Preise. Vier Widder und eine Zibbe, ächt spanischer Race, die zu obgedachter Heerde gehörten, gaben 58 Pfund ungewaschener Wolle, wovon das Pfund zu ei— nem halben französischen Laubthaler verkauft wurde. Zugleich erbot sich der Käufer, die Wolle der Metis dritter Generation zu eben dem Preise zu übernehmen. Zwey der Widder wurden gleich nach der Schur für 2 20 fl. rheinisch verkauft.. So hoch auch immer dieser Preis scheint, und es auch wirklich für einen Schafs⸗Kopf ist, so zeigt der Verkauf der Wolle, daß sich das darauf verwendete Capital zu 124 Prozent ren⸗ tirt.. Der Caleul aber wird ungleich bedeutender, wenn PfPfPfPfPff T RTRRRRRTTT — ..—— F... 1 ů ö 352—— wenn wir auf das Kreuzen Rücksicht nehmen, und steigt in zwey Jahren über 130 Prozent, welches dem Leser leicht seyn wird zu berechnen, wenn ich ihn versichere, daß ein gesunder, gehörig gefütterter spanischer Bock zur Bedienung von 60— 80 starken Schaafen zureicht. Die beyden Böcke, die ich 1804 von Paris erhielt, mußten sogleich nach der Ankunft von einem so weiten Wege an die Begattungsarbeit. Sie deckten 140 Schaafe, und nahmen dabey an Fleische zu. Seitdem haben sie kein Jahr weniger Arbeit gehabt, leben noch, und befinden sich wohl. Man lasse sich daher durch die überspannten Cautelen mehr wissenschaftlicher als prak⸗ tischer Agronomen nicht abschrecken, des Guten, wenn man kann, recht viel mit wenig Mitteln zu vollbrin⸗ gen. Noch fragt sich's, ob die Wolle der ächt spani⸗ schen, aber in unserm Clima erzogenen Schaafe diesel⸗ be Güte habe, als die, welche unmittelbar aus Spa— nien kömmt.. Hierauf kann ich nach der Erklärung eines mit der Tuchfabrikation im Großen ganz genau be⸗ kannten Mannes bestimmt antworten: daß die franzö— sisch-spanische Wolle(und eben so soll es sich auch mit der sächsischen verhalten) der spanischen an Feinheit nichts, wohl aber an Krimpekraft(Elasticität) nachge— be.— Daher, obgleich die aus erster Wolle fabri⸗ zirten Tücher für das Gefühl dieselbe Feinheit und den sanften Griff haben, wie die der Wolle, welche man unmittelbar aus Spanien gezogen hat; so haben sie, oder behalten sie doch nicht dieselbe Feinheit fürs Auge, indem a ut d uhil R unOh nhidettd 6 hll⸗ Doh 4 Ishle ö thn sushe 11 huchdrun 2 inst de r vedate Ingevasche Reühnlih Mu WMederland machende! ds Dages Rutofshn, Muge er Fumä 0 ghe „»Ei gül „Octung vaber ie Zuagter 353 achen indem diese Tücher, wenn sie eine Zeit lang in dem sih in 0 Magazine gelegen haben 50 aufschwellen„und da⸗ füüi durch an Glanz und scheinbarer Feinheit a Da⸗ hus. gegen hindert die stärkere Krimpekraft der spanischen Na⸗ H tional⸗Wolle durch ein festeres Zusammenziehen dieses v0 Iu 0 Aufschwellen bey den davon fabrizirten Tüchern. Man „ schreibt jene stärkere Kraft dem Oele(suint) zu, womit 6 uttnn die spanische Wolle reichlicher als die französisch⸗spani— sche u. ei sche durchdrungen ist, welches sie ohne Zweifel dem hei⸗ chaht, Kun ßeren spanischen Clima zu verdanken hat. sch dahnwz haftlicht K Die spanische hier gewonnene, so wie auch die des Gullh z veredelte Wolle, wird von den Tuchfabrikanten lieber Ntren ub ungewaschen gekauft, weil sie durch das Waschen auf gewöhnliche Art verdorben wird. le der ahtl S ch weine. N Schagfl ttibar alse Man legt sich in den mir bekannten Distriklen der ch der Er Niederlande wenig auf die Schweinezucht. Fett zu machende Schweine werden in der Gegend von Voorde des Tages vier Mal mit einem Breye aus zermalmten Kartosseln, Bohnen⸗ und Hafer-Mehl gefüttert. Am Mittage erhalten sie Buttermilch. Uebrigens sind „die Flamänder, wie Hr. Balsamo bemerkt, eben 36n ganz gdl daß di h es sch U chen a fiih ..„so große tiebhaber von Speck, als die Engländer. uhtw„Sie gebrauchen zu dem Mästen der Schweine alle U. uhen„Gattungen von Getreide, Möhren und Kartoffeln, E, 1„aber niemals Klee.“ so sobn 0½ ihattfle 4 0⁰0 3 Das Zweyter Band. 4. 0 3534———— Das Mästen mit Kartoffeln, ohne allen Zusatz von Korn, habe ich versucht, und gefunden, daß es am Ende mehr kostet, als mit einer Beymischung von Ge⸗ treide.. Das Mästen brachte mir stets wenigen Vor⸗ theil, und ich konnte die fetten Schweine wohlfeiler auf den Märkten einkaufen, als sie mir zu Hause zu stehen kamen. Eine sehr gute empfehlungswürdige Methode, die Schweine bey guter Freßlust zu erhalten, worauf, wie bekannt, beym Mästen alles ankömmt, ist, jedem Stücke alle Tage einmal beyde Hände voll gesalzenen Hafers zu geben. Zu dem Ende hat man einen Topf in Bereitschaft, welcher die Provision für einige Tage faßt. Man bestreut den Hafer schichtenweis mit Salz, und übergießt das Ganze mit etwas Wasser. Da der Hafer durch die Nässe aufschwillt, so darf der Topf nicht voll gemacht werden. Es giebt Jahre, wo die Zuchtschweine einen er⸗ heblichen Gewinn abwerfen. So weiß ich Pächter in meiner Gegend, die vor einigen Jahren den Ertrag ei— nes Mutterschweines auf 5— 6 Karoline für das jährliche Ferkeln anschlugen. Neun⸗ he Nht Dot⸗ Or ihe Widt r Vohl. srin den Im Geger le darl Fhhseh udöbtte unsiade fin alge ooden 0 Dus ö ————CCCOCCCCOOCOOCCCCCCC— Rahne alag unden Wt 4 mishumun sets waiggt eie wohfa 12 uhasepf ö Neunte Abtheilung. . Innere und äußere Verfassung der nah derlan umtg.Pachthöfe in den Riederlanden. nde vol gitz t man angl fur eii! un Vor⸗ und Nachtheile großer und kleiner Vaser. Y. Wirthschaften. o dors dl Erster Abschnitt. chweine ein Bende, sowohl große als kleine Wirthschaften, haben iß ich M ihre Widersacher und ihre Vertheidiger: denn beyde haben en den Enmh. ihr Wohl und ihͤr Wehe. Man hat in England, man Hurolne st hat in den Niederlanden, und vermuthlich auch in an— dern Gegenden viel darüber gestritten, und wird noch lange darüber streiten, ehe der Rechtshandel zum Schlusse kommen wird. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird über eine Sache, worauf Localitäten und Neben⸗ umstände mehr Einfluß haben, als feste Prinzipien, kein allgemeines, kein endliches Urtheil abgeschlossen werden können. Es wird wohl damit seyn, wie mit der Braache, die an mänchen Orten, unter manchen Um⸗ 00 3 2 stän⸗ I1 ständen nütlich, ja nöthig, unter andern aber widersin⸗ nig und schädlich ist. Der ganze Gegenstand scheint mir in drey Haupt— sragen zu zerfallen, nämlich: 1) ob die großen Pacht⸗ höfe vortheilhaster für den Pächter sind, als die kleinen; 2) ob sie es für den Ackerbau an sich selbst, also für die ganze Gesellschaft, 3) ob sie es für die Bevölkerung überhaupt sind. Die erste Frage wird unter gewissen Restriktionen und Voraussetzungen eben so wenig verneint werden können, als die letztere bejahet werden kann; und viel— leicht wird das Folgende etwas licht über diesen letzten Punkt verbreiten. Die lösung der zweyten Frage zeigt erhebliche Schwierigkeiten, und übersteigt meine Kräfte. Um dennoch etwas zu dem Aktenstücke dieses für den Staat und die menschliche Gesellschaft so wichtigen Rechtshandels beyzutragen, unternehme ich es, einige Betrachtungen darüber in diesem Abschnitte anzustellen, wovon manche(gerade darum, weil die Frage keiner all⸗ gemeinen Entscheidung fähig ist) nicht allenthalben, aber doch sicher auf die Niederlande und einige mir bekannte Gegenden anwendbar ist. Ich werde dasjenige, was ich in einigen Schrift— stellern hierüber in Bezug auf die Niederlande gefunden habe, wörtlich hieher setzen, und durch Citationszeichen von meinen eigenen Bemerkungen unterscheiden. Bal⸗ sn Da 0 vomn 0 ust nitde Ich, fitt 9 winlt Kahnacht 1 siht Milhf ucht Sch den Mod le Daan vih aihem Hel,— „d „. b... e Nhen velfahreh Da gegen uu blos, sih, und vasyn? oschf sl rtrag tii uan nt witin dn 0 0 gpßy sind,as eft sch shr, g. Sfit RRact gewisen Athe enig vumij den kanm, m ht ube Was peyen d ersteigt mixs stück uite Hchaft uh iehme ih 6. Oschnite uni Die Sgf nicht lcht de und aiyr in anm E coerlande do I Cih rschedg, Balsamo. „Ich habe manchmal in England sagen hören, „daß der Boden nie gehͤrig gebauet werden könne, es „sey denn daß die Farms auf 50 oder 100 Aeres re— „duzirt würden.. Diese Meinung ist dennoch ziemlich „selten, statt daß eine andere dieser Art fast allgemein „ist, nämlich: daß die großen Pachthöfe dem Acker⸗ „baue nachtheilig seyen. Zum Beweise dieser Meinun⸗ „gen führt man den vortrefflichen Ackerbau der kleinen „Pachthöfe in Flandern an. Dieser Beweis aber hat „mehr Schein als Grund. Es giebt, heißt es, in „den Niederlanden keinen ungebauten Boden,— kei⸗ „ne Braache,— man zieht meistens zwey Aerndten „in einem Jahre,— man bewirbt sich stark um Dün⸗ „ger,— die Feldbestellung ist vortrefflich ausgeführt, „— die Getreidefelder sind rein von Unkraut,— u. „s. w... Sehr wahr! Aber sind es die kleinen oder „die großen Pächter, die in England auf diese Weise „verfahren?— Es sind, entschieden, die großen.“ Das Argument beweiset also eben so wenig für oder gegen die großen, als die kleinen Pachthöfe; son⸗ dern blos, daß die einen in einem Lande anwendbarer sind, und die andern in einem ändern. „Weiter! Ist diese flandrische Culturmethode den „dasigen Pächtern auch wohl so einträglich, als sie es „seyn sollte?— Sicher nicht.. Diese kleinen Päch⸗ „ter tragen vielleicht mehr zu Markte; aber sind sie da— vbey reicher?.. Die Cultur kleiner Wirchschaften ist 3 3 ↄseht 358— sehr kostspielig, der reine Ertrag also wenig bedeutend, „obgleich der rohe Ertrag daselbst höher gebracht wer⸗ „den kann, als in großen Wirthschaften. Das ganze „Niederland bietet hiervon Beweise genug dar. Wie „oft stieß ich bey solchen Wirthschaften auf einen Mann, „dessen ganze Beschäftigung darinn bestand, zwey Kühe „zu hüten, die den ganzen Viehstapel des Pachthofes „ausmachten, statt daß auf einem größeren Hofe der⸗ „selbe Mann ihrer 30— 40 regieren würde. Auf »solchen kleinen Höfen wird wegen Abgang des Gespan⸗ „nes alles mit dem Spaten gegraben.“ Aber, wie mag man das einen Pachthof nennen, wo nur zwey Kühe gehalten werden, und alles mit dem Spaten gegraben wird? Bey Contigh hält jeder Hand⸗ werker, der nur ein Bunder Landes besitzt, zwey Kühe darauf, und zwar ohne Weide und Wiese dabey zu ha⸗ ben. Man kann, glaube ich, einen solchen Taglöhner nur im Spaße einen Pachter nennen, so wie ein Pro⸗ fessor der seine agronomischen Versuche in einem Blu—⸗ mengärtchen treibt, auch wohl nur im Scherz ein Land⸗ wirth genännt werden kann. Bey allen Untersuchun— gen und Vergleichen sollte man billig die Extremitäten weglassen. „Da es an Viehe fehlt, so fehlt es auch an Dün⸗ „ger. Um welchen zu haben, ist man gezwungen, ihn „zu kaufen und herbey zn fahren, 4—87 keine ge⸗ „ringen Kosten verursacht.“ Hier Hi U ueh ue Wn höfh. Mfloßeh. 1 filt usin als N eh N lhem m Culftern „Um ies sol dots wan dhen vlichted D⁰ Wolbrinpen sihe kaum e wahlt lehterm h E es so Mlin hů Rh sine „un d vid in Hhaft su Hobahsch Auhch weipbß hihn ghun Isten. Dul aug dur. ienauftngh bisard,pgf des Iach grbßern 0 ren wütd., Lganp . n Pachhhinn d allznth i00 hit ir besht, zyg Mise dobgy wihadz „ so wi en sche in emn Schen ehts alen lsts e Em 6uh ul un weschee st ⸗ 359 Hier mag nun wohl geradezu das Gegentheil an⸗ genommen werden: denn ungezweifelt findet sich auf den kleinen Höfen verhältnißmäßig weit mehr Vieh, als auf den großen. Der Unterschied in Rücksicht des Dün⸗ gers fällt noch mehr zu Gunsten der kleinen Wirth⸗ schaften aus, wenn wir bedenken, daß alle kleine Päch⸗ ter in den Miederlanden im Stalle futtern, statt daß in keinem mir daselbst bekannten großen Pachthofe die Stallfütterung eingeführt ist. „Um sich eine Vorstellung von den Culturkosten „eines solchen kleinen Pachthofes machen zu können, „darf man nur bedenken, daß die ganze Familie des „Pachters zu seinem Betriebe nothwendig ist; und sicher „reichte diese zu einem zweymal größeren zu.“ Da sie aber auf dem größeren nicht mehr Arbeit vollbringen wird, als auf dem kleinen(denn der Flei⸗ ßige kann ja doch nicht mehr als arbeiten), so bringt sie verhäͤltnißmäßig weit weniger auf ersterm als auf letzterm hervor. „Es ist also kein Wunder, wenn der rohe Ertrag „eines solchen kleinen Hofes den eines großen übersteigt. „Allein hier fragt sich: wie hoch belaufen sich die Ko⸗ „sten seiner Cultur? wie hoch der reine Ertrag?.. „Wenn die kleinen Pachthöfe dem Ackerbaue günstig, „und für die menschliche Gesellschaft überhaupt vortheil⸗ „haft sind: woher kömmt es denn, daß die kleinen „belgischen Pächter nicht so reich sind, als die großen genglischen Farmers?“ 3 4 Das ———— —.— 360— Das ist nun sicher die seltsamste Frage, die man von einem Professor erwarten kann. Sie heißt ohnge— fähr so viel, als: Warum ist der Kleine nicht so groß als der Große?.. Hr. Balsa mo hätte hier erwei— sen müssen, daß fünf Pächter unter gleichen Umständen nicht mehr auf 500 Acres hervorbringen, und weniger dabey erübrigen, als ein einziger dabey hervorgebracht und erübriget hätte; alsdann, daß die Versorgung und das Glück von fünf Familien dem Staate nicht nützli⸗ cher und für die Menschheit nicht mehr werth sey, als die von einer einzigen. „Ich behaupte, daß ein System nützlich ist, „wenn es den Wohlstand desjenigen befordert, der es „befolgt, nicht aber, wenn es der Gesellschaft eine große „Quantität Produkte abliefert, die nicht anders als mit „großen Kosten haben können erworben werden.“ Nun gestehe ich gerne, daß die schweren Halfen (Pächter) des Jülichschen Landes(jetzt Departement der Roer), welche den schönsten Boden auf Gottes Erde ein Jahr um das andere braachen lassen, daß, sage ich, diese Herren die ersten Arendatoren, und ihr Feldsystem das vollkommenste unter der Sonne ist: denn sie sind meistens dabey wohlhabende, zum Theil reiche Leute geworden. „Ich speiste mehrere Male in großen belgischen „Pachthöfen, und fand überall Wohlstand, und ihre „Arbeiter gut, ja besser genährt als in England; statt »„daß in kleinen Wirthschaften alles die Armuth ver⸗ „rieth. fiiden, u slül W oM Hten 0 ff Garal schunterä si/ di sßaßie den Ziiht un. X Iu San daß er u oudigen v Rhelegegen Her sie u ven Wi Milehu glich bey Mbe, v „ysle Hal Rt vahle odon di Wltn —3.— se dup, Sahiß 0 Kin nit ir o hitte su Jiche lnste uungen, indy dabey hrurgh die Dasnmn Suacte nih nehr vechssy Sostem nht n bñotder.v selshatting kicht ardetth xben weden d schveren g iht Departmn aus Gotte E , daß/ sul und ihr R ist: demn s Thi uhe großen Hland, W u Emlold/ de Mmah 0 — 361 rieth... Wenn ich vorhin sagte, daß der rohe Er⸗ „trag in kleinen Wirthschaften größer seyn könne als in „großen, so verstehe ich dieses nur unter gewissen Um⸗ „ständen, und nicht unbedingt. Selten können solche „kleine Pächter ihrem Lande die Cultur geben, die dazu „am besten geeignet, und für sie selbst die vortheilhaf⸗ „keste ist. Gerade das können und thun die kleinen Pächter (worunter ich aber freylich keine Tagloöͤhner verstehe) bes⸗ ser, als die großen, und zwar darum, weil sie verhält⸗ nißmäßig mehr Hände zu ihrem Dienste haben, und den Zeitpunkt der Bestellung besser in Acht nehmen kön⸗ nen. Der Pachter eines sehr ausgedehnten Hofes hat zur Saat ⸗und Aerndte⸗Zeit oft so viele Arbeit vor sich, daß er nicht weiß, wo er anfangen soll, noch wann er endigen wird. Seine Knechte pflügen nach allen Him⸗ melsgegenden, und pflügen wie sie wollen, weil der Herr sie nicht alle zugleich übersehen kann. Bey klei— nen Wirthschaften sitzt die aufmerksame Spinne im Mittelpunkte ihres Gewebes, übersieht alles und ist gleich bey der Hand. „Ich könnte zum Beweise die Beobachtungen an⸗ führen, die ich in dieser Rücksicht in Flandern gemacht „habe, und sagen, daß nichts gewöhnlicher daselbst ist, „als Kämpe von einigen Aeres zu tressen, auf welchen „zu gleicher Zeit verschiedene Vegetabilien stehen. Ich „zählte einst fün Gattungen derselben auf einem Stücke „von vier Acres. Ist das der Beweis einer guten „Cultur 7* 3 5 Das ———— ——————..— * ö 362 Das findet sich wohl in der ganzen Welt so, wenn man, wie Hr. Balsamo, die Taglöhner unter die Pächter zählt. „Bey Mons im Hennegau liegt eine große Strecke „uncultivirten dandes, welches durchaus einer Verbes⸗ „serung fähig wäre, wenn man die Kosten darauf ver⸗ „wenden wollte; und dennoch bleibt dieses, obgleich in „der Nachbarschaft einer großen Stadt und eines „schiffbaren Flusses gelegene Stück Land öde liegen.. „Warum? Weil es keine Pächter giebt, die reich ge⸗ „nug sind, seine Urbarmachung unternehmen zu kön⸗ „nen. Ist das nicht eine auffallende Thatsache? Die „Verfechter der kleinen Wirthschaften müssen wissen, „daß alle große Meliorationen in England nur von „Pächtern ausgeführt worden sind, die beträchtliche „Capitalien in Händen hatten.“ W/o aber diese einmal in einem Lande allgemein den Pächtern fehlen, da frage ich, ob ein Mann mit einem mittelmäßigen Capitale nicht besser thue, einen ge— ringeren Hof zu pachten, als sich mit einem großen zu befassen, für den seine Kräfte nicht zureichen?.. Wer einen kleinen Hof zu verpachten hat, der findet so⸗ gleich funfzig capable Leute dazu, statt daß er zu einem großen wohl eine Menge liebhaber, aber unter funfzig kaum einen soliden Pächter treffen wird... Uebrigens sind Meliorationen von der Art, wie Urbarmachung ganzer Strecken Landes, nicht die Sache eines Päch— ters, sondern eines Eigenthümers. Dabey beweist die, nach Hrn. Balsamo, auffallende Thatsache ge⸗ —— ö rade el f I Hhechan 150 Bude Iten un m sald delladic fh lit. O „Momut „l in d „ins un ftd, 0 ogenl „Wass. „aher, „Henneg AHsche A. ie zu. Dorlage Inehn vile ulhen( Dh E aohnernn Rhegroßegy ichaus eihg R Hosten dunsz tusto, du Stadt und fand de sn giebt, deth ternehmen j de Balach sten müssn ni Enpland my „die hauhe Hande chye b ein Mat ser thüe, Ah it emem ghth t zurat hat, derfuh. doß e Min Her Mnmt fis . lin Ubamnh ihe ing Dabqy ba e Taschiß 9 0 ————ꝓ— I. 2—————‚—-ä——— 363 rade gegen seine Meinung. In dem Hennegau findet man überhaupt lauter ansehnliche Pachthöfe von 50 bis 150 Bunders; und eben da findet man auch wüste Strecken und große Braachfelder auf köstlichem Bo⸗ den: statt das in andern, von Natur unfruchtbaren niederländischen Distrikten, wo nur kleinere Wirthschaf⸗ ten eingeführt sind, keine Hand breit Land unbenutzt bleibt. Diese Thatsache ist wohl etwas auffallender! P. B. de Beunier. „In den Provinzen von Brabant, Hennegau, „Namur u. s. w. ist der Boden überhaupt fruchtbarer, „als in der von Wäes; und obgleich in jenen der Pacht⸗ „zins und andere Grundlasten um die Hälfte niedriger „sind, so sind doch die Landleute, einige große Pächter „ausgenommen, daselbst ärmer, als im Lande von „Waes... Die Ursache dieser Verschiedenheit rührt „daher, weil die Höfe in Brabant 100 bis 150, im „Hennegau und dem Namurischen 200, ja 680 eng— „lische Aeres haben. Wie viele Pächter giebt es wohl, „die zu einem solchen Unternehmen mit der nöthigen „Vorlage versehen sind, oder ein gebührendes Capital „in Gespann, Geräthschaft und einen zureichenden Vieh⸗ „stapel stecken können? „In den Provinzen Hennegau und Namur giebt „es viele Dörfer, deren ganzer Boden in 3— 4 freye „Lehen(franes fiefs) vertheilet ist, so daß allen übri— „gen Einwohnern kein Daumbreit Land übrig bleibt, „Und F Ff + 4 1 +4 64 364——— „und diese nichts anders als die gehorsamen Diener, oder vielmehr die Sklaven jener Pächter sind. Der „Mangel an Händen ist die Ursache, daß der dritte „Theil, ja die Hälste des Ackers ungebaut liegen bleibt: „denn die Dörfer sind wenig bevölkert, und entvölkern „sich noch alle Tage mehr, weil die jungen Leute in den „Städten Herren- oder Kriegsdienste suchen.“ Warum thun sie das aber? Um zu Hause der Noth zu entfliehen, weil sich daselbst keine Arbeit findet: denn es geschieht oft, daß diejenigen, die am meisten könnten arbeiten lassen, es am wenigsten thun. Man sehe gefälligst, was ich schon hierüber im zweyten Ab— schnitte der vierten Abtheilung des ersten Bandes gesagt habe. „Im WaesLande trifft gerade das Gegentheil „ein. Es giebt hier tausend reinliche Hütten, deren je⸗ „de drey bis zwanzig Acres betreibt, wenige, die an „fünf und zwanzig kommen.. So bald ein junger Bur— „sche im Stande ist, sich eine Kuh und einige Ackerin⸗ „strumente anzuschaffen, so nimmt er eine Frau, miethet „eine Hütte mit 2— 3 Aceres Land, und baut es, da „er mit keinem Gespanne versehen ist, mit dem Spa⸗ „ten. Nachdem er sein Feld bestellt hat, arbeitet er „bey seinen Nachbaren für Taglohn, oder trägt seinen „Flachs zu Markte. Die Frau arbeitet und spinnt, „der Mann webt oder schustert. Es giebt keine glück⸗ „lichern Leute auf der Erde, wenigstens ihrer Meinung „nach.. Nach einigen Jahren findet sich der Mann »im Stande, einen Hof von 10— 12 Acres zu pach⸗ vten, V I N ö arht! Moul sueh, N 40 l V . Die Aen, m Das⸗d Im, d De Dir ander e „Det B „m in! isc „Wuths kcn, si „Hovin ntt scht „den Bel sther d. abgch osche, „genden fn dhsma de höchtersi.) V 0„ daß u Wychaut lehnth fatt, und angj ngenkt st suchnd Um zu guh st keine Nbikt en, die um. sten thin, r im zunp! Isten Bardat ade dus Or Hülten. t, wenihe, aldeinun und einz r Veine Fraynth und blth „, nit dnr hat, mul. oder tiͤtn Hetet uwin giebt kit ihter Mun sch de M 0 365 „ten, und setzt seine Cultur fort. Er säet dabey im⸗ „mer mehr Flachs, und wird nach und nach ein rei⸗ „cher Mann. Es giebt Bauern, die auf diese Art an— „fiengen, und ihren Kindern ein Vermogen von 30 „bis 40 tausend Gulden hinterließen. „Die Leichtigkeit, sich auf eine solche Art zu eta⸗ „bliren, macht es begreiflich, wie die Bevölkerung des „Waes⸗Landes um ein Drittel oder Viertel stärker seyn „kann, als sie in den oben gedachten Provinzen ist.. „Die Dorfer sind nicht weiter als eine Stunde von ein— „ander entlegen, und zählen 6— 7000 Seelen. „Der Bauer verläßt hier nie seine ländlichen Penaten, „um in dem städtischen Dienste Schutz gegen die Noth „au suchen.“ Abbé Man. „Die Gesetze, um die zu große Ausdehnung der „Wirthschafts höfe oder die dand⸗Monopolien einzuschrän⸗ „ken, sind in den Niederlanden nicht allgemein. Die „Provinz Hennegau hat darum nachgesucht, und sie „mit sehr gutem Erfolge angenommen, wie man aus „den Bemerkungen sehen kann, die mir von dem ver— „storbenen Herzoge von Aremberg mitgetheilt worden „sind. Da ich diese Materie anderswo ausführlich „abgehandelt habe, so will ich hier nur noch hinzu⸗ „setzen, daß, da in Flandern und andern reichen Ge⸗ „genden in den Niederlanden die Höfe selten einen gro⸗ „ßen Umfang haben, sondern mehrentheils nur klein v sind, * ö 366 1—.— „sind, daß, sage ich, kein Land daselbst unangebaut „bleibt, und jeder Fleck auf das sorgfältigste benutzt „wird. „Die landwirthe befinden sich wohl; aber sie sind „nicht reich, können daher ihre Produkte nicht zu— „rück halten: folglich sind die Märkte beständig nicht „nur mit Korn, sondern auch mit andern Gewächsen, „mit Milch, Butter, Eyern, Federvieh, Schweinen „u. s. w. hinlänglich versehen, welche letztern Gegen— „stände bey ihnen weit mehr in Betrachtung kommen, „als es bey größeren Wirthschaften der Fall ist.. Da „diese Vertheilung der ländereyen in kleine Höfe ein „großes Mittel ist, die Bevölkerung zu vermehren, in— „dem sie die Ehen befördert, und die Industrie hebt: „so wird sie von der Regierung auch allezeit begünstiget. „Diese hat däher ausdrücklich verboten, die Gebäude „auf den Höfen verfallen zu lassen, ohne sie wieder „aufzubauen, wie manche Eigenthümer sehr zu thun „geneigt sind, um die Unkosten des Wideraufbauens „und der Reparaturen zu ersparen.“ Herr von Ponderle. „In Brabant(das wallonische Brabant ausge— „nommen) kann man die Größe der Höfe im Ganzen „zu zehn bis funfzig Bunder annehmen. Durch die „Zunahme der Bevölkerung seit dem Frieden von 1749 »ist sowohl im Hennegau als anderswo die Größe der „Höfe sehr beträchtlich vermindert worden.“ Ein En x Rung m „ie Heilun Herselbe Dige Dadachle Iiß nicht Iye velth hird dem anschnich Drittel m nes größe ein andere fogt ve Wihshhf 2 vbant, e 5W hobe vlachs a vannit g ½end zur lschen oso bate derain, uschen Raleg 362 I ö ö ö 4— Ein sicherer Beweis, daß die großen Pachthöfe Mlst u in einem wohlbevölkerten Lande, oder eine starke Be⸗ völkerung mit jenen nicht bestehen kann. ohl; baz ö ö Wch„Die Eigenthümer haben durch die Wön„Theilung—— Besitzungen den Werth Wam»derselben beynahe verdoppelt. ů Lwieh, Ehnn Dieses wird fast in allen Gegenden der Fall seyn. che Lehum y Der Pachter eines ausgedehnten Farms wird den Pacht— krachtun ix zins nicht zahlen können, den ein kleiner Pachter giebt. der Falst.! Man vertheile einen solchen Hof in zwey Theile, und er in line f wird dem Eigenthümer ein Viertel, und, wenn er sehr 3 vamchn ansehnlich ist, in drey Theile, und er wird ihm ein die Musthi Drittel mehr einbringen. Wenn aber der Pachter ei— alegit alß nes größeren Hofes den Zins nicht aufbringen kann, den dlen, Löl ein anderer verhältnißmäßig von einem kleinen entrichtet, so folgt wohl daraus, daß jener nicht so viel bey seiner V „F ohhe seh ö —4—0 6 Wirthschaft zu erübrigen weiß, als dieser. 5Waußa„Die Theilung der Besitzungen geschah in Bra⸗ „bant, ohne eine landesherrliche Verordnung darüber „zu haben. Allein, ob gleich im Hennegau der Zu⸗ tle.„wachs an Bevölkerung und an Wohngebäuden, und Brabm u„damit zugleich die Einziehung der Höfe, von einer Ge⸗ Hfe in m»gend zur andern, nach der flandrischen und braban⸗ N. Duht»tischen Gränze zu, immer mehr Fortgang gewann; unr 0„so baten doch die Stände dieser Provinz ihren Sou⸗ „verain, die Größe der Höfe zu siebenzig Bunder fest⸗ bes„zusetzen. Zu Folge dieser Festsetzung sind denn auch n.„alle Höfe von mehr als siebenzig Bunder getheilt wor⸗ 6 v den. F 7 3997— 670„den. Dieß hat sich aber nicht auf das wallonische 90 ö„Brabant erstreckt, wo es noch viele große Höfe giebt.“ n ö aan rö ö Herr Dierersen.) aur ö Man wird sich erinnern, daß vor mehreren Jah⸗ ů—0 „ren die Frage bey uns rege wurde, welcher Gattung oschnal „von Pachthöfen, großen oder kleinen, der Vorzug ge— udas „bühre? Unter großen verstehen wir solche, die 80 bis n „200 Bunder enthalten. Die Frage scheint aller Un— ln gur „tersuchung ungeachtet nicht entschieden worden zu seyn. n rohe „Ich will nicht unternehmen, die Gründe der „Anhänger großer Pachthöfe hier anzugeben, wovon nuht „folgender z. B. einer der wichtigsten war: nämlich, Hse „daß ein großer Pachter weit mehr Mittel habe, seine U „Cultur zu verbessern, Versuche anzustellen, Melio⸗ „rationen zu unternehmen, als ein Kleiner,— daß er* „nicht gezwungen sey, seine Produkte zur Unzeit zu ver— wlochen „kaufen, u. s. w.. Ich will sogar einräumen, daß N „die Vertheilung in kleine Pächthöfe nicht überall nütz— hesth „lich noch anwendbar sey. Nur bitte ich, daß die osine s „Vertheidiger großer Wirthschaften nicht zugleich von wuchs „uns fodern, zu glauben, daß der Ackerbau, für sich allein ripend „betrachtet, nothwendig und allenthalben besser in gro— sshast! „ßen, als kleinen Höfen geführt werde, oder werden 200 6 „könne: sonst müßten wir nothwendig an die allge—„ydeh in „meine Erfahrung unseres Departements(der beyden»dd, „Nethen) appelliren. halni 2² Ich 0 l oonev *) In einem nicht gedruckten Memoire, D. 369 uf dos v„Ich meines Theils bekenne, daß mir nie ein gro⸗ Rroße hiftt„ßer Pachthof auf meinen Reisen vorgekommen ist, „wo nicht ein guter Theil des Ackerlandes um den an— „dern braachte. Fragte ich warum, so hieß es: weil „wir nicht Mist, nicht Hände genug haben, das Gan⸗ rr nchtand„ze alljährlich zu bestellen.. Das Gegentheil findet Dwuchr du„sich in allen unsern kleinen Pachthöfen von 10— 20 1—0 der Dup„Bunders, wo man sich nicht einmal mit einer einzi⸗ soche, Nh.„gen Aerndte begnügt, sondern von den meisten Fel— age schent dl.„dern gar noch eine zweyte fodert. Wir würden also en wotdnf„den rohen Erträg kleiner Pachthöfe gegen den der gro— „die Gild„ßen gar leicht wie 3 zu 2 annehmen dürfen, wenn „nicht bekannt wäre, daß die Früchte nach Braache mzugeben, v. ö—— 83 ö „besser scheffeln, als andere; aber gewiß konnen wir Len wat: t Mitel habs,„das Verhältniß wie 4 zu 3 ansetzen. ustelen, I. ö ö leiner,=A»Der Vergleich in Rücksicht des Viehstapels fällt zur Unzety.»noch entscheidender für unsere kleinen Höfe aus. In eintaumg»der Regel wird daselbst auf jedes, unter dem Pflu— nicht iba„g9e stehende, Bunder kand eine Kuh gehalten, und auf Ato iih, M!„seine Kosten, ohne Zufluß von anderwärtigem Gras⸗ rrn„wuchse, genähret. Ich glaube aber nicht, daß sich t iglo „irgendwo in einem Lande der Welt eine Ackerwirth⸗ sal dbau, fitsel„schaft befinde, wo auf 200 Bunder Ackerland auch bben sür„200 Stück Hornvieh gehalten werden. Wir wer—⸗ de, d„den im Durchschnitte noch nicht die Hälfte darauf fin⸗ dig dl—1„den. Verzehren unsere kleinen Wirthschaften ver— ents O„hältnißmäßig gleich mehr Korn, als die großen, »so produziren sie dessen auch mehr; und kömmt da— 4„von vielleicht weniger auf den Markt, so liefern Zweyter Band. Aa y sie IIIIEEe 370 sie sicher ungleich mehr Milch, Butter und Fleisch „dahin. „Ich glaube zuletzt, daß die durch die Verthei⸗ „lung in kleine Höfe erreichte Bevölkerung in einen eh⸗ „renvollen Betracht zu kommen verdient: und zwar „eine Bevölkerung, die sich nicht selbst, da— „her auch dem Staate nicht zur kast fällt. „Eine Sache, deren sich offenbar keine Gegend rühmen „darf, wo die großen Pachthöfe eingeführt sind. Man „durchlaufe die Gemeinden solcher Gegenden, und „was wird man antreffen? Das, was ich durchgehends „darinn angetroffen habe: ein paar reiche Despoten, „und eine Heerde von Sklaven, die jenen zu Gebote ste⸗ vben. Hr. Balsamo, obgleich ein Vertheidiger großer Wirthschaften, giebt dasselbe mit folgenden Worten zu erkennen:„Es giebt wenige Abteyen, die ihre Besitzun⸗ „gen selbst bauen, oder bauen lassen, welches den „landleuten, die durch die großen Pächter dieser Klö⸗ ster unterdrückt sind, äußerst mißfällt.“ Unter allen Arten von Despotismus ist der Bauerndespotismus wohl der schlimmste. Die Ent⸗ volkerung ist die Folge des Elendes. Man entflieht, um der Noth oder dem Zwange zu entgehen. Wenn man doch einmal bestimmt ist, Knecht zu seyn, so zieht man die galonirte Knechtschaft vor, und steht lieber hin⸗ ter der glänzenden Equipage eines Stadtbürgers, als unter der Forke eines feisten übermüthigen Pächt Da⸗ Hhell ehl 1U Mle sicher Ma hd/ h ha ih Ihihteß t fal paden, g Hn?— ptem I. Der unde Hlei Yahhfer Hszannes, Iuttauunge din sogdel Fotgen. lasen. Nlons, 3 Unag err M Dl Uum figen zu Der Ind: Hutt un R urh d Hrt keung in⸗ an ddint. ud n nicht selh,z zur aas fij ne Godrh fühtt sih, Y. Gegenden, Wwich duchre keiche Dat nen zuHe Vathebheg Hgenden Duut; „Neihe Bi sscg, weche hächtr Rsch l oottmus nste 8— Manasst lhehen. 0 3u seyh, f stehtlen 6 Dtbüe/& 225 371 Daher denn immer mehr und mehr Abgang an Händen fur den Ackerbau, und folglich immer schlechtere und schlechtere Cultur.)— Hr. Dierersen fährt fort: „Man durchwandere im Gegentheil eine Ge— „gend, wo die kleinen Pachthöfe zu Hause sind, und „sehe, ob ihre Besitzer bey 10— 20 Bundern sich nicht „in einem ihrer Lage angemessenen Wohlstande befinden, „nicht ihre Fämilie gebührend erziehen, ob sie jemandem »zur Last fallen, und, um dem Elende nicht Preis zu „werden, gezwungen sind, von einem Andern abzuhan— „gen?— Alles arbeitet hier, und arbeitet mit dop⸗ „peltem Fleiße, mit Freude, weil es für sich arbeitet.“ Der Ueberdruß, der Unwille, der Ekel, die töd⸗ kende Gleichgültigkeit, womit der kLohnknecht in großen Pachthöfen zum Pfluge greift, die Mißhandlung des Gespannes, die Vernachlässigung des Viehes, die Ver⸗ untreuungen des Gesindes sind hier verbannt, oder wer⸗ den sogleich bemerkt, abgeändert, und sind daher ohne Folgen. Nichts wird verloren, nichts außer Acht ge— lassen. Der ganze Acker wird in den höchsten Melio⸗ rations⸗Zustand gesetzt, dessen er fähig ist, der höchste Ertrag errungen. Man wirft dem Systeme kleiner Wirthschaften die Unmöglichkeit vor, große außerordentliche Meliora⸗ tionen zu unternehmen. Allein, sind Meliorationen Aa 2 der 4) Der Leser beliebe nachzusehen, was ich schon Seite 44 und folgende im ersten Bände darüber gesagt habe. ———'x 0 a 3 ö der Art wohl die Pflicht eines Pächters? Wo ist der Mann, der für den Genuß von 6 oder 12 Jahren ein Capital für einen andern anlegen möchte, das er nie zu⸗ rück erhätt?— Solche große Meliorationen werden aber in England von großen Pächtern unternommen!— Freylich; aber wohl nur da, wo die Termine auf 25 bis 50 Jahre sind; wo ein wackerer Pächter sicher ist, nach Ablaufe des Termins nicht entlassen zu werden, so daß er seinen Hof als erb⸗ und eigenthümlich ansieht, wie solches auch bey den Pachthöfen der Abteyen und Klo— ster in den Niederlanden der Fall war, daher kein Wun⸗ der, wenn Hr. Balsamo hier manche bedeutende Me⸗ lioration getroffen hat.. Ist aber die Rede von Urbar⸗ machung ganzer Strecken, Austrocknung großer Süm⸗ pfe, Eindämmungen gegen Meer und Flüsse u. d. gl., und man sagt uns, daß nur die großen englischen Far⸗ mers solche Dinge allein vermögen und ausführen, so erinnere man sich, daß die Engländer jeden Landwirth a farmer nennen, wenn er auch erblicher Eigenthümer von großen Besitungen ist, wovon er einen Theil selbst administrirt). Man wird einwenden, daß große Pächter, auch ohne Eigenthümer zu seyn, nothwendig größere Dinge auszuführen im Stande sind, als kleine. Geben wir das auch für einen Augenblick zu, so fragt sich, ob sie dieses auch thun. Leider haben hundert Thatsachen mir ö das *) S. Einleitung zur Kenntniß der englischen Landwirth⸗ schaft, I. B. Seite 21. WSRlt unfnmndo sh uuf di Henen Wuhehen 20 Gut gthan n. 1l/ Pude Hönnenn Istkung, Welen, befndenf nen. O scvetenn tragen ber Dachwern Medt hu mers/ M seschil len bey! cher Ma sur ein E D sochen e Daind Valhrs fiediget Mir a 67 Myjj r 12 hnt Re, dad er loratunen unz Uuternomme. mim af ꝛf hlersihersñn ju wetden, V nlich apsch Wteyen up g „daher fnde he bedeutrch 2Rede wulke ung goßtret d Hsse uid Menglichn 1d ausfihtej seden handr er Eigenthh amen Tish 52 W 1 Re 1.. Oan bagt sch. ͤ6 EIA V ischn andvi R 373 das Gegentheil erwiesen; und ohne eine abscheuliche küge darf man das et lacere et pati fortia faeta Romanorum nicht auf die großen Pächter der Hesbaye und des jüͤ⸗ lichschen landes anwenden. Sie hätten in den vergan⸗ gangenen Zeiten Könige werden müssen, wenn sie das Gute gethan hätten, was sie zum Theil hätten thun können. Stärke und Reichthum machens hier nicht aus, sondern eine judizidse Anwendung beyder. Ich sagte zum Theil, und gab daher das Können nur für einen Augenblick zu: denn, wie man oft kann, was man nicht will, so will man auch zu⸗ weilen, was man nicht kann. In dem letztern Falle befinden sich die großen Pächter noch öfter, als die klei⸗ nen. Der Reiz der Größe lockt manchen, sich einer schwereren Last zu unterziehen, als seine Schultern zu tragen vermögen. Man verblendet sich leicht über die Beschwernisse, wenn man sich ein glänzendes Ziel vor⸗ gesteckt hat. Wenn solche Leute vorher Poungs Far⸗ mers⸗Anleiter lesen und beherzigen wollten, so würden sie sich überzeugen, daß man mit ein paar tausend Tha⸗ lern bey der Pachtung eines mittelmäßigen Hofes ein rei⸗ cher Mann werden kann, und bey der eines größern nur ein Schuft bleibt. Doch gesetzt, der Vater sey dem großen Geschäfte so eben gewachsen: werden es auch seine Kinder seynꝰ Da in der Regel nur einer von ihnen den Hof nach des Paters Tode betreiben kann, so müssen die übrigen be— friediget werden; und womit, besonders wenn der Vater außer dem Mobiliarvermöͤgen wenig oder nichts Aa 3 hin⸗ 374 hinterlassen hat, wie das meistens der Fall ist?—. Die 4— 5Kinder theilen sich also in die Möbeln: thei— len Kuh, Kalb, Geräthschaft und Gespann; theilen geärndtete und noch wachsende Feldfrüchte, ja den Ge— nuß der düngenden Kraft, die noch von des Vaters Zeit in dem Boden steckt. Der letzte Blutstropfen wird aus gesogen.. Ueberläßt der junge Pächter seinen Geschwistern ihren Antheil in natura, so zerfallt sein Hof auf immer; käuft er ihnen denselben ab, so nimmt er, wo ihm nicht etwa Fortuna eine reiche Braut zu⸗ führt, Capitalien auf, und steckt sich in Schulden... Was für Meliorationen kann und wird ein so kränkeln⸗ der Mann nun machen?.. Freylich tritt ein gleicher Umstand auch wohl in kleinen Pachthofen ein; allein hier schlagt er nur eine unbedeutende Wunde, die in ein paar Jahren durch Sparsamkeit und angestrengten Fleiß zugetheilt werden kann. Eine Stelle in der Einleitung zur Kenntniß der englischen Landwirthschaft steht, wiewohl sie hauptfaäͤch— lich nur gedachte Wirthschaft angeht, wegen der Aus⸗ dehnung, die man ihr zu geben scheint, in so enger Verwandtschaft mit dem Inhalte dieses Abschnittes, daß ich nicht umhin kann, sie wörtlich hier anzuführen, und mit einigen Worten zu begleiten. „Man hat viel darüber gestritten, sagt Herr A. Thaer nach A. Poung, „ob es für den Staat in Rücksicht der Bevölkerung „Und möglichst höchsten Produktion nicht nachtheilig ysey/ da wisen wi annehmet dellande, 0 Imwide 227 H9ehll Iunu lliben. ussern Ustht! K. R b6 Ail iy. idie Mieh g. Gesam uihte, Rut von des I lehte Blutca unge Pochte in 13, so Rsthn aben ab, sir ie teiche Rrutt h in Echn. ird ein softz ich tritt engh hthöfen ei;& Vunde, N angestengenß h Humt wohl si hust „pehen u hist, inden Whnitt u aufthn l „ saht Hounh/ er Baufang niht lugh V KWau 345 „sey, wenn viele einzelne Höfe in einen großen zusam⸗ „mengezogen würden; ja man hat oft Gesetze dagegen „in Vorschlag gebracht. A. Young machte dieses zu „einem Hauptgegenstande seiner Nachforschungen, zog „aber aus einer großen Menge von Nachrichten, die „er über Bevölkerung, Cultur und Größe der Farms „im Durchschnitte gesammelt, das Resultat, daß „Farms von 500 und 1000 Acres der Produktion „und Bevolkerung am vortheilhaftesten seyen, und er— „wies dieß auf eine unwiderlegliche Art. Da wir seine Beweise nicht vor Augen haben/ so müssen wir solche zwar als unwiderleglich für England annehmen; aber ich glaube, in Rücksicht auf die Nie⸗ derlande, daß das Gegentheil in diesem Abschnitte eben so unwiderleglich dargethan worden it. „Große Pächter sind, wenigstens in England, „gewöhnlich reiche Pächter. Wer aber den meisten „Vorschuß hat, wird die vollkommenere Wirthschaft „treiben. Es möchte wohl heißen kann: denn sicher ge— schieht es nicht überall, nicht immer. Auch soll es wohl heißen: Wer verhältnißmäßig den größten Vorschuß hat.„Eine vollkommnere Wirth⸗ „schaft und Verrichtung mehrerer Arbeit ist ge⸗ „wissermaßen einerley. Ein sehr richtiger Grundsatz, den ich nicht ohne Absicht diesem zweyten Bande zum Motto gegeben ha⸗ de. Nun aber ist triumphirend erwiesen, daß bey kei⸗ Aa 4 ner 1* * ö ö rrerr--— 376 Wa—— ner Wirthschaft auf der Welt verhältnißmäßig mehr Ar⸗ beit gethan wird, als in den kleinern belgischen Wirth⸗ schaften. So folgt denn offenbar, daß ihnen der Vor⸗ zug vor den größeren gebühre. ö »Nun aber ist die Arbeit, worinn eine hochge— „triebene Cultur besteht, von der Art, daß man nicht »Knechte und Mägde darauf hält; sondern sie geschieht »durch Taglöhner.“ Ich bekenne, daß ich das nicht recht verstehe. Soll es heißen, daß man zum Bestreben nach Ver⸗ vollkommnung nur ungewöhnliche Arbeit in An— schlag bringen darf, und die gewöhnliche von diesem Ehrentitel ausgeschlossen ist, so kann ich das nicht zu— geben. Denn sicher vervollkommnet derjenige, der al— les, was er zu machen hat, auf das allerbeste macht; und nicht selten verschlechtert derjenige, der, durch gehäufte außerordentliche Speculationen allzu viel beschäftiget, das alltägliche übersieht oder nachläs⸗ si behaudelt, wie dieses Letztere so ziemlich die Art man— cher großen Pächter ist. ö „»Da die Taglohner gewöhnlich verheyrathet sind, »und dazu durch die Aussicht, daß ihre Kinder sich „frühe ihren Unterhalt zu verdienen Gelegenheit haben, »aufgemuntert werden: so muß nothwendig die Popula⸗ »tion weit mehr dabey zunehmen. Wo es hingegen nur »kleinere und ärmere Pächter giebt, da werden fast »gar keine Taglöhner gebraucht.“ Ja! I1 Halffn dal Iu/ in den yann h RIuhhe ue alhe Innt K. ushst w IWihten M urgl Beoök hen He. d aung bey H.. Die les det ghben, —.— habt habe Nd fen engl man die aund vol nit ener schet, hisen b simii Wh behschn aür chihnneh 10 lie be „ dönn onden segsth t racht ush streben ud he Abat n Rliche vn dn ich das nih detsenige, uf das alth dehenige. ationen alh⸗ eht odet nni lich die Ann verhepahlih re Kanst cegenhet pn ndij NR es hingl da waben —— 377 Ja! Aber was für eine Population zeigt uns ein Haufen Taglöhner? Aus einer Erfahrung von 20 Jah⸗ ren, in denen ich gerade in dem Falle war, kann ich ihn einen Haufen armer leute nennen, die in brodtheu⸗ ren Jahren, oder in harten langen Wintertagen, wo ihnen außer dem Hause keine Arbeit von der Art, die man mit Knechten und Mägden nicht zu treiben pflegt, verschafft werden kann, ein Raub des Elendes werden, und ihren Nachbaren und dem Staate zur Last fallen.. Man vergleiche mit einer solchen kränkelnden, epheme⸗ ren Bevölkerung den blühenden Zustand derjenigen, wo⸗ von Hr. de Beunier uns die Quellen und den Fort— gang bey den Bewohnern des Landes von Waes, und Hr. Dierersen bey den Bewohnern des Departemen— tes der beyden Nethen gezeigt hat... Es ist zu glauben, daß die Vorliebe des großen Arthurs für gro⸗ ße Pachthöfe auch großen Einfluß auf das Resultat ge— habt habe, das er aus den an ihn eingegangenen Noti— zen zog; oder wahrscheinlicher, daß diese nur von gro— ßen englischen Pächtern eingezogen wurden, ohne daß man die kleinern gewürdiget hatte, sie abzuhören. Ein Land voll Fabriken zählt auch ein Land voll Bettler, und mit jenen haben die großen Pachthöfe eine starke Aehn— lichkeit. Die drückenden Armentäxen in 4——— be⸗ weisen beydes zur Genüge. Aa 5 Zwey⸗ * 378*— Zweyter Abschnitt. Größe, Zins und Betriebs⸗-Capital der Pacht⸗ höfe in den Niederlanden. r. o 65 e. Die großen Pachthöfe in den Niederlanden haben, nach Hrn. Balsamo, 50— 60 Bunder, die mittelmä⸗ ßigen 30, und die kleinen, welche am häufigsten, be— sonders in der Nachbarschaft großer Städte getroffen werden, zwischen 5 und 10. „Im Waeslande, sagt Hr. von Ponderle, welches einen ansehnlichen Theil von Flandern in sich begreift, bestehen die meisten Höfe nur aus 6 oder 7 Bunder, und manche haben deren nur drey bis vier. In dem übrigen Flandern hat der größte Hof wenig mehr als 40 Bunder Ackerland. In Brabant(das wallonische Brabant ausgenommen) kann man die Groöße der Höfe im Ganzen zu zehn bis funfzig Bunder annehmen. Im Hennegau sind die Höfe von 70 Bun⸗ der und drüber.“ Abbé Man giebt die Größe der Höfe für das mittlere Brabant im Durchschnitte zu vierzig Bunder an.„Es giebt, sagt er auch, in den an die Campine „angränzenden Gegenden von Brabant keine großen „Pachthofe, und schwerlich irgend einige Päch— „ler. Dieses Letztere beweist, wie ich schon mehr⸗ malen Fchhgesch RRlde N N Hafisse, wuchhe Ir Eihel ssdfest: oscenn eig Ochede „Roßtent uanhe u yorden „lahhh aßtn „das la De Roßel annen, 2 030 B chle jed. Ledefen, de 2) bon 10 Nodern 20, au J 10, 20 . Handen hien t der, die tthe m häufpin, r Stidte gaf von Porda Fanden i Ur aus 6 ur drey bit rößte Hoftr n Brabalt Rkann muu! 5 funsiñ But fe vn r Hieefts virzz 00 an die Cunt nt kiül b einige N. ih sh H0 I 379 malen gesagt habe, daß Hr. Man den nordwestlichen Theil der Miederlande nicht kannte. „In der Gegend von Brügge' schreibt derselbe Verfasser,„giebt es mehrere große Höfe, die aber „durchgehends reichen Abteyen zugehören. Die Hööfe „der Eigenthümer von ursprünglichen Kirchengütern „sind fast alle kleiner, und diejenigen, die ihren Be⸗ „sithern eigenthümlich gehören, sind es noch mehr. „Der Boden an den flachen Ufern der Leye und „Schelde gehört zu dem besten in Flandern. Er ist „großtentheils ein reicher, sandiger, feuchter, durch „lange und ununterbrochene Cultur beynahe schwarz ge— „wordener Lehm. Es giebt hier kaum einige große „Pachthöfe; die von 30— 37 Bunder gehören zu den „größten, und werden immer kleiner, so wie „das Land besser ist. Ein sicherer Beweis, daß die großen Pächter den Boden nicht so hoch benutzen können, als die kleinen. In der Gegend von Contigh sind die Höfe von 3 zu 30 Bunder Ackerland; in der Campine von 4 zu ro, ohne jedoch den Gras⸗ und Holzwuchs mit darinn zu begreifen. Um Tirlemont findet man Wirthschaften, die 2, und andere, die 20 ja 30 Pferde halten, also von 10, 100 und 150 Bunder Landes. In den Poldern, unterhalb Antwerpen, enthalten die Höͤfe 20, auch 50 Bunder. In Flandern haben die Höfe um die Stadt Alost 10, 20 bis 40 Bunder. Zu Ninove, einer kleinen, zwey —fpfpf—p' TTTTTFTT.. ö 40 X V 9——...⸗:⸗s..I zwey Stunden oberhalb Alost, an der Dender gelegenen Stadt, findet man Pachthöfe von 12 Pferden, oder 60 Bundern. Ich bemerke im Vorbeygehen, daß die Aecker dieser großen Wirthschaften(zu Ninove) eben so sorgfältig eultivirt sind, als die der allerkleinsten; da⸗ bey sind die Pächter derselben sehr wohlhabende Leute.. Die Pachtung des Herrn van Lille bey Voorde, zwey Meilen oberhalb Alost, hat 8 Pferde oder 40 Bunder. Zu Melle, einem unterhalb Gent an der Schelde gele⸗ genen Dorfe, enthälten die Pachthöfe im Durchschnitte 20 Bunder Ackerland. Zu St. Nikolas im Waes⸗ lande, haben die größten Pachthöfe nicht mehr als 50 Gemethe oder 16— 17 Bunder. Man zeigte mir daselbst einen kleinen Hof von 17 Gemethe, wo gar kein Zugvieh gehalten, Mist und Aerndte mit dem Schubkarrn verfahren, und die übrige Arbeit großen Theils mit dem Spaten vollbracht wird. Die Pfer⸗ dearbeit, die zum Pflügen und Eggen unentbehrlich ist, geschieht im Verdinge. Doch muß ich bemerken, daß die ländereyen dieses Pachthofes beysammen, und rings um die Wohnung liegen. Pachtzin s. Der Pachtzins eines Bunders beträgt im Durch—⸗ schnitte auf schlechtem Boden, wie in der Campine 16 Gulden brab. auf Mittelboden, wie in der Gegend von Contigh. 45— zu Ehrembodeghem bey Alost 60— zu Mle in lude! flent 5 m die Musch Iouder WEkte Cdase „Gul Zalsamo, Dusts N „Dross, sligt der IG sehsz d „nn S d Mach Meyn „dibt es! viht. DMn dii lar. lder, henn ss un. Henden vund es siger ab Deudu Hln 12 Redg,. Durbgghg ö N alekenst dohhabede lu iHu d de R u der Soide fe in Duthr Nikolas in H nicht mhy Mun si Gemetht, x. Ierndte nt! ize Nbat uid. Di, Auentbeht bemern mmen, ann 57 5 381 on Melllkle 50 Gulden brab. im Lande von Waes 50— auf gutem Boden, wie um die Stadt Alost 90— auf Marschboden, wie zu Oorderen. 100 zu Eckeren. 735— Ebendaselbst Wiesen 53897120 „Gute und wohlgelegene Ackerlande, sagt Hr. Balsamo,»verpachten sich zu 50 fl. pro Bunder. „Dieses ist der gewöhnliche Preis derselben um Alost, „Brüssel, Cortryk, St. Amand u. s. w. Bey Alle „steigt der Pachtzins auf 75 fl. Die Lage hat Ein— „fluß auf die Verschiedenheit der Preise der guten Lande „selbst; denn diejenigen, die in der Entfernung von ei— „nigen Stunden von großen Städten, oder nicht in „der Nachbarschaft der Canäle und schiffbaren Flüsse „liegen, geben nur 40 fl. Pacht. Nahe bey Brüssel „giebt es Ländereyen, wovon das Bunder jährlich 118fl. „zahlt.. Zu Cortryk zeigte man mir ein Stück Land „von drittehalb Bunder, das zu 270 fl. verpachtet „war. Obgedachte, wiewohl an sich fruchtbare „Felder, würden dennoch weit weniger Zins abwerfen, „wenn sie nicht eine vortheilhafte Nachbarschaft hät— „ten.. Die ländereyen mittelmäßiger Güte in den Ge⸗ „genden von Gent und Brügge stehen zu à0— 30fl., „und es giebt ihrer in den Niederlanden, die noch we— „niger abwerfen.“ 9 Wie— 3* X ö‚ ö ..— FF 382* „Wiesen und Weiden stehen in einem weit höhe⸗ „ren Preise in den Niederlanden, als die Aecker.“(Die⸗ ses folgt denn doch selbst aus den Angaben des Herrn Balsamo nicht.)„Die unendlichen Wiesen zwischen „Mons und Conde thun 50 fl. pro Bunder; die um „Newport, Dixmüden und Damme gelten nicht weni⸗ „ger als 60 Gulden, und es ist keine Seltenheit, wenn „gute Wiesen zu 100, 120, ja 140 fl. verpachtet „werden. An mehreren Orten würde der Wiesenpacht „noch höher seyn, wenn nicht ganze Dorfschaften ein „gemein Hütungsrecht darauf hätten, das gewöhnlich „mit Ende Juny seinen Anfang nimmt, und mit Kühen, „Schweinen, Gänsen, und anderm Viehe ausgeübt „wird. Von Melle, ö einem unterhalb Gent an der Schelde gelegenem Dorfe, zog ich die Motiz über die Größe und den Zins folgen⸗ der Pachtungen ein. I. Pacht⸗Termin von 9 Jahren. Jährlicher Zins mit Inbegriff aller Lasten 1347 fl. Ackerland M 2 erster Classe 21 Bund. 146 R.„235. 146R. zweyter Classe 2 B. R. Gebüsch zweyter Classe 2 B. 1R.A oien C B 37 8i2B. 8R. dritter Classe 9 B. 37 R.) Total⸗Größe der Verpachtung 35 Bunder 154 Ruthen. 1. hagt⸗. Aihlche reste Zultöe Vt⸗L Jihliche aster C veyter zweytet dllet E zweyter Logl⸗Ge Hacht⸗ ö Mhlich lstet beyter Duiter! 383 alen düßz II. 2Lea' 8 Mben d 5 Pacht⸗Termin von 9 Jahren. Viese i Jährlicher Pachtzins und Lasten 747 fl. 10 Sols.—39 Burder; n Ackerland Relen nihez zweyter Classe 12 B. 90 R.* Selahm. Total⸗Größe der Verpachtung 12 Bunder 90 Ruthen. 140 f. Wut 3 e der Wine—— 3* e Dorsshoine Pacht⸗Termin von 6 Jahren. „ das with Jährlicher Pachtzins und Lasten 5 5 4 fl. , undntohe Ackerland. u Dich un erster Classe 1 B. 196 1. B. 155 R ö zweyter Classe 7 B. 359 R.“ 2.——* Gebüsch ö weyter Classe 1B. 60 R.- tgenen Ir a birn 6 dritter Classe 1 B. 266 R. 2 B. 326 R Oel 0 H Weide zweyter Classe 1 B. 10 R.) 1 B. 10 R. Total⸗Größe der Verpachtung 13 Bunder 91 Ruthen. Hstn W. Pacht⸗Termin nicht angegeben. Jährlicher Pachtzins nebst Lasten 1022 fl. 7 5 Ackerland erster Classe B. 389 R. ö ů zweyter Classe 19 B. 237 R. 22 B. 360 R. 12½ 0 dritter Classe 2 B. 134 R.] ö 15——1 Ge, —————— 384 Gebüsch erster Classe B. 100 R. zweyter Classe 1 B. 281 R. 4 B. 2R. dritter Classe 2 B. 21 R. Total⸗Größe der Verpachtung 26 Bunder 362 Ruthen. Zur Erläuterung voriger Angaben finde ich nthig, zu erinnern, daß die reine Benutzung eines Bunder Ackerlandes sich zu der der Gebusche in jener Gegend ohn⸗ gefähr verhält, wie 3 zu 2, und zu der der Wiesen zweyter Classe wie à zu 5. Man wird im Vorbeygehen über obige Pachtge— genstände beobachtet haben, was ich schon anderswo gesagt habe: daß nämlich sehr viele Wirthschaften in den Miederlanden durchaus ohne Wiesen und Weiden ge— führt werden. Betriebs-Capital. „Um das zur Einrichtung eines Pachthofes in „den Niederlanden erforderliche Capital der Anlage ken⸗ Hnen zu lernen,“ sagt Hr. Balsamo,„ist es noth⸗ „wendig, die Größe des dazu gehörigen Viehstapels „und Gespannes zu untersuchen. Diese Gegenstande „variiren von einer Gegend zur andern. Hier daszeni⸗ „ge, was ich darüber gesammelt habe.“ „Bey Brügge findet man auf einem Farm von v vier und dreyßig Bundern, und bey einem Pachtzinse „von vier und zwänzig brab. Gulden pro Bunder, zehn „Kühe, Ae/ + sdde nd Da sch 06 sos 6s Bund oa auf el Doy Rln, zu e uaij Kü Hlepferde yschast von zehn Kih yhebst Sch Diss⸗ In Vehis Grange der shin Aatu Ium ähnl kͤthalten. dem davon siht dos d „ Wöchterz er mir,, 94⁰—5 Whhegel Ibepter —————— .————————— 2—— 2—————pñp.... — ö 385 x„Kühe, hundert und achtzig Schaafe, zwölf Mast⸗ 48.253 chweine und fünf Arbeitspferde. Das setzt voraus, daß etel davon in Wiesen beste— bannzid hen; sonst würden die Pferde nicht zureichen. Mehr als fünf Bunder Ackerland darf man selbst in leichtem 99 WünfüBoden auf ein Pferd nicht kommen lassen. ubung ent. e insnery, hzu den M „Bey Tournay hat ein Hof von funfzig Bun⸗ „dern, zu einem Zinse von 50 fl. brab. pro Bunder, y dreyßig Kühe, hundert achtzig Schaafe, zehn Ar⸗ „beitspferde, einen Haufen Schweine und Federvieh. * V über obi x „In der Gegend von Ath unterhält eine Wirth⸗ ich schn dn ů ů ö . y schaft von sechzig Bundern, zu dreyßig fl. brab. Zins, 0 0„zehn Kühe, hundert sechzig Schaafe, zwölf Pferde, nebst Schweinen und Federvieh.“ Diese schwache Proportion des Dünger⸗erzeugen⸗ den Viehes zeigt sattsam, daß wir zu Ath schon aus der Gränze der guten belgischen Cultur heraustreten. Zwi⸗ auns Nh schen Antwerpen und Mecheln würde man auf einem Farm ähnlicher Größe gerade fünfmal so viel Vieh un⸗ mo, tn terhalten. Ich überlasse es zu bedenken, ob man mit Ruid dem davon abfallenden vergrößerten Düngervorrathe ital pital de M hbtigen ö ö ö D. H nicht das Doppelte an Früchten aller Art gewinnen würde. Diese O In. MMV 40 F n.„Ich füge hier die Meinung eines vortrefflichen * 2 be.„Pächters in Flandern bey:„Auf einem Hofe“, sagte Rinem hnt er mir,„von dreyßig Bunder Ackerland, deren jedes hen hj„40— 50 fl. Pacht thut, können fünf und zwanzig ö 10 2%0% yKühe gehalten werden; dann dürfen aber keine Schaafe Zweyter Band. Bb dabey ———.—.— 55 „dabey seyn. Sechs Pferde reichen zu seinem Be⸗ y triebe hin.“ Ein anderer Pächter versicherte Hrn. Balsamo, daß er ein Capital von zehn tausend brab. Gulden in dem Betriebe seines Hofes von funfzig Bundern stecken habe. In der Nachbarschaft von Gent, wo nach Hrn. Man die Höfe etwa zwanzig Bunder enthalten, hat man selten mehr als 3— 4 Pferde und 10 oder 12 Kühe. Der Mist von diesem Viehe würde aber keines⸗ weges zureichen, wenn man die holländische Asche und den Straßen⸗Koth aus Gent nicht zu Hülfe nähme. Die Pachtung vom Hrn. van kille zu Smere— ben bey Voorde in Flandern hat 40 Bunder, 8 Pfer⸗ de, 17 Stück Rindvieh und 150 Schaafe. Die Zusammensetzung eines Pachthofes zu Ost— mael in der Campine, der unter die ansehnlichen dasi— ger Gegend gehört, besteht aus 10 Bunder Ackerland, 5 Bunder magern Wiesen, einem Bunder Gehölze, 8— 10 Bunder abgelegener dürren Haide, 2 Pfer⸗ den, 7 Kühen und 2 Schweinen. Zu seinem Be⸗ triebe gehören Mann, Frau, zwey Knechte, ein Jun⸗ ge und zwey Mägde. Er trägt 240 Gulden brab. Pacht. In der Gegend von Contigh fand ich auf einem Pachthofe 3 Pferde, 14 Stück Rindvieh und 15 Bunder Ackerland.. Ein Bauer daselbst hatte 54 Bun⸗ der und ein Pferd; ein anderer einen Ochsen, 4 Kühe und 903) V 10Hel iu . 3u dm n Neerland HLuhshrite guche, eine scl Persone Ma dem A In in Bu 20) Scharh chen, hb Nurnal zu ke ein Vurr lelte, schla braucht ale h um Bo u bey arke nchnet wan hn Tage. Ahr. Di 20 Säcke! uuch wenige . Mr Uforderch nes, nebst Bamekun N snj hm, Biss hub, Gude 0 Zundan sent let, vo ah der eathokg, de und 10 würde chh ländisc; I. Hiffeie in lillensn o Bunder, Ij Schaft Pachhofe. ie anschichn Bunder Aalh Bomde oit n Hade/ M 3 sims Knuchte/ a 240 Oub 1d ich sindvich n SshH R W 10 und 5 Bunder Ackerland. Letzterer rechnete Landpacht und vasten zu 60, ein anderer zu 50 Gulden das Bun⸗ der. ů Zu dem Betriebe eines Pachthofes von 10 Bun⸗ dern Ackerland rechnet man in ebengedachter Gegend im Durchschnitte für nöthig, außer Mann und Frau: zwen Knechte, einen Jungen, zwey Mägde, also in allem sieben Personen; dann 2 güte Pferde und 10 Kühe Nebst dem Ackerlande müssen dem Hofe noch anhängig seyn ein Bunder Wiese und fünf Journale(E Bun⸗ der) Scharholz(Schlagholz, Erdholz) von halb Ei⸗ chen, halb Erlen, wovon der Pächter alle Jahre ein Journal zu seinem Nutzen hat. Er bestellt alle Jah⸗ re ein Journal mit Kartofseln zum Genusse seiner Haus⸗ leute, schlachtet eine Kuh, ein Schwein, und ver⸗ braucht alle dreyz Wochen einen Sack Roggen(2 Vier⸗ tel) zum Brodbacken. Da man aber auch den Pfer⸗ den bey starker Arbeit etwas Brod zu geben pflegt, so rechnet man in dieser Zeit einen Sack Roggen auf vier⸗ zehn Tage. In allem 88 Viertel oder Rasidres aufs Jahr. Die beyden Pferde erhalten in 12 Monaten 20 Säcke Hafer(40 Rasières, 36580 Pfund), doch auch weniger, wenn der Bauer vollauf Klee zu füttern hat. Hier die Berechnung der zu obgedachtem Hofe erforderlichen Geräthschaft, des Viehstandes und Gespan⸗ nes, nebst ihrem Ankaufspreise, so wie ich sie aus den Bemerkungen des Hrn. Diereysen gezogen habe. Bb 2 Zwey —ä———4 388 brab. Guld. Sols. Zwey kleine Mist⸗ oder Erd⸗ Karren 72 0 Ein großer Karrn. 100 0 Ein Wagen für 2 Pferde—29— 170 0 Ein Pflug. 30 0 Zwey Eggen—— 9 16 Zwey Hamen(Halsgeschirre) 7 0 Zwey Zäume——— 6 0 Zwey Sättel—.—.—. 14 0 Eine Schleife 1 10 Eine steinerne Walze 0 Drey Spaten 3 8 Drey Mistforken*)„ 2 8 Ein Misthaken 0 16 Zwey Aerndtegabeln 0 16 Vier Dreschflegel. 1 8 Eine Feg⸗ oder Staubmühle 20 Eine Wanne 1 15 Ein Fruchtmaaß von 2 Rasière 1 10 Drey Feld⸗Rechen 1 1 Ein Kuh ⸗Kessel von dem Iuhalte von 150 Potten 80 0 Eine 4) Ist bey der Cultur selbst nicht zu gebrauchen, sondern dient nur, nach den Städten zu fahren. Er ist zur Noth für die Wirthschaft entbehrlich. **) Eine Forke, die zum Aufladen des kurzen Mistes oder Compostes dient, habe ich im I. Bande Tafel 7. Fig. 8. abgebildet. x) Sechs und funszig Potten machen ein Viertel oder eine Ralière. rBtt Hüno B 6 Mitige i Wpfen En kpferner Ahridene: 1 Schiobe On Hastel o n Bil Eige Sic Enige Höl gohn Kühe due Pfe + Dis WMishuß! Batung den pto M Vir Mi gedr nden A 20 ö brab. Guld. Sols. 15 ö Eine Butterstanne. 14 0 Ein Rahmbottich. 7 0 1 Ein Buttermilch⸗Bottich 3 0 290% Zehn Bottiche für die Kühe 4 0 91 Zwey kupferne Milcheimer 12 0 60 Ein kupferner Milchkessel 12 0 9 Zehn irdene Milchkumpen„ I 15 14 Ein Schiebe⸗Karrn ö‚ 4 0 Ein Hastel oder Hand⸗ Kappmeser 1 10 Ein Beil 5 1 7 0 Einige Säcke 10 0 2** Einige Körbe 10 0 0 1 Zehn Kühe, das Stück zu 3⁰ fl. 80⁰0 0 9 71 Zwey Pferde 40⁰0 0 ö Totalsumme der Anlagge 823 0⁰0 Die Einrichtungs⸗Kosten belaufen sich also mit Ausschluß des übrigen Hausgeräths, wie Leinwand, Bettung, Holzwerk u. d. gl., an dreyßig rheinische Gul⸗ 1 2. den pro Morgen. ö Wir wollen die Auseinandersezung der übrigen Theile gedachten Pachthofes unmittelbar in dem jetzt rndhw, folgenden Abschnitte fortsetzen. In. Erist kurzen nde Lofl/ dM m ein W Bb 3 Drit⸗ —..w:w:e— 306 Dritter Abschnitt. Haushaltung, Feldeintheilung, Ausgabe und Ertrag eines Pachthofes von eilf Bundern zu Edeghem. Es ist äußerst schwer, das ganze Detail einer Wirth⸗ schaft, wäre es auch unsere eigene, mit Genauigkeit und bestimmter Wahrheit anzugeben. Diese Angabe wird also beynahe unmöglich, wenn von einer fremden, und zwar im Auslande, die Rede ist. Die Noten von dem Hrn. Diererxsen, die ich hier allein zum Grunde legen kann, verbreiten zwar vieles licht über diesen Ge— genstand; doch hätte manche einer Erklärung und Be⸗ richtigung nöthig, die aber wegen Entfernung des Orts unterbleiben muß.. Sollte also Folgendes gleich nicht zureichen, um eine untrügliche Durchschnitts ⸗Bilänze über den reinen Ertrag eines Pachthofes zu Edeghem aufzustellen, so bleiben doch die Noten noch äußerst in— teressant, des ausführlichen Details wegen, das sie von einer belgischen Wirthschaft geben. Wir haben angenommen, daß der Hof aus zwölf Bundern, worunter zehn Bunder Ackerland sind, be— stehe. Der Boden derselben ist lehmigter Sand, der nur durch die känge der Cultur zu einer mittleren Güte erhoben worden ist. Ein Bunder davon ist Wiese, und einer Schlag⸗ oder Erdholz, wovon der Bauer sein Rei⸗ / J Int 05 2 hlde/ sch Hubeh. Wef geoße v Hlüsigung Dis Han Dis Zuh Enes Iu Der Mal danebe so vill Ened M nebstl 0 30L bis 200 paa Id das ein hohe itt, „ Wih Sf Budgn Detail ait u e, mit hnmit n. Dis lt von elnafend 1. Dirhuny allein vmdtn icht Ibet dun Euflarung un flfernung x Hendes gleih r hchnitts Bn thofts zu E n noch außett egen, du seh der Hos 0 kerland s, Y Rer Sad, K 1 müittilel 5i on is Mist u B ————— 391 Reisig, Zünd⸗und Back⸗Holz bezieht. Das Anlege— Capital, das zu Ende des vorigen Abschnittes angege— ben wurde, beträgt achtzehnhundert drey und zwanzig brab. Gulden. Haushaltung. Wir finden darinn, außer Mann und Frau, drey große und zwey kleine Dienstboten, deren lLohn und Beköstigung hier vorkommt. Lohn. brab. Guld. Sols. 5 7² 0 Des Hand⸗Knechtes Des Fuhr⸗Knechtes 22 0 Eines Jungens von 14 Jahren 36 0 Der Magd 36 0 daneben sechs Ellen Flächsen⸗ und eben so viel Werg ⸗Leinwand. Eines Mädchens 18 nebst leinwand, wie die Magd.) 234 0 Bb 4 Kost. *) Zu Voorde in Flandern erhält der Haupt⸗Knecht 72 bis 0 Gulden Lohn; eine Magd 25 Gulden, und 20 Ellen gebleichter Leinwand, ein paar Schuhe, ein paar Strümpfe und eine graue linnene Schürze.. Jeder Pachthof in dieser Gegend hat einige Arbeiter das Jahr über in Kost und Lohn. Hr. van Lille, ein Pächter von 40 Bunder, hält ihrer drey. Sie haben jeder 30 bis 60 Gulden Lohn⸗ 0 43** 2 392 Ko st. Im Sommer. Morgens 3 Uhr ein Pott süßer Milch für die Person, mit eingebrocktem schwarzen Brode; darauf Brod und weicher Käse. Während der Aerndte wird Butter und harter Käse zum Brode gegeben. Mittags Kartoffeln, mit Essig und Butter zube⸗ bereitet, oder statt dieser letztern mit Fett und Fleisch⸗ brühe; darauf kömmt noch ein Zugemüse, wie Erb— sen, Bohnen u. d. gl., wozu ein Stück gesalzenes kaltes Fleisch gereicht wird. Nachmittags Brod und Wochen Käse; in der Aerndte aber giebt man, statt des Käses, Butter oder kaltes Fleisch. Abends Buttermilchsuppe, Gemüse und wei— cher Käse. Im Winter. Morgens um 5 Uhr: Brey von süßer Milch und feinem Buchwaizenmehl; daneben Brod und wei— cher Käse. Man rechnet auf jede Person täglich so viel platten oder weichen Käse, als aus einem Pott abge⸗ sahnter Milch gemacht wird. Mittags und Abends, wie im Sommer. Zum Tranke erhalten sie Klein-Weißbier. In der Aerndtezeit wird dieses schlechte Bier zur Hälfte mit gutem gemischt. Haus⸗ 90 3ne L un Tunhen Aund afnd 30 0ind E 110& Vah duffut de P Gubd die E NHörb M Satt N Wag Dazu kon fe in l Miiel st Mi fl in dadt de Lenmez e gegebeg, ss udun ut Zet un dů Ugemüse, wit ück geschg vicher Haß Kises, Bun Ganise ub: ton sße R Buod i erson fig 15 HA1 einem Yut in Sommi * Weißbi.) zur hil 0106 393 Haushaltungs-Kosten, ö brab. Guld. Sols. Sechs Tonnen gutes Bier 30 0 Neun Tonnen Klein-Bier 13 10 Vier und zwanzig Potten Bel. 20 8 Zwolf Pfund Talglichte für den Stall 6 0 Salz und Essig 3 0 Achtzig Säcke Bierdresche fur das Vieh 120 Torf für den Kuh⸗ Kessl 10 0 207 18 Ausbesserungs-⸗-Kosten. brab. Guld. Sols. An Geräthschaft für die und die Stölle 25 0 An Körben. 2 10 An Sattler⸗Arbeit. 4 0 An Wagner⸗ und Schmiede. Arbeit 60 0 Dazu kommen noch Barriergelder, Hül⸗ fe in der Aerndte und andere kleine Artikel— b 0 · 109 10 Bb 5 Feld⸗ 15 7 35 8 4 394 Feldbestellungs-Kosten. 34 brab. Guld. Sols. Pachtzins von 1 Bundern à 35fl. 385 0 Contribution und kasten à 7 fl. 10 ß. 82 10 Ein Wagen Asche auf die Wiese 21 0 An Saatguth. 29 Säcke Tisch⸗Kartoffeln à 2 fl. 58 0 28 Säcke Vieh⸗Kartoffeln à 12 fl. 42 0 5 Viertel Waizen à 6 fl. 30 0 0 Viertel Hafer à 22 fsRN 15 0 44 Viertel Roggen à 4 fl. 18 0 80 Pfund Kleesamen à 5 Sols 20 0 671 10 Wiederholung sämmtlicher Kosten. ö brab. Guld. Sols. Interessen des Anlege ⸗Capitals von 1823 Gulden, wegen Risieo und Abgang genommen zu 8 pro Cent, 146 0 Lohn der Dienstleute. 234 0 Haushältungs⸗Kosten 2892 8 Ausbesserungs⸗Kosten 109 10 Feldbestellungs⸗Kosten 6721 10 Total⸗Summe aller Ausgaben 2 1368 18 Was an Früchten in der Wirthschaft verzehrt wird, ist in den Haushaltungs⸗Kosten nicht mit begriffen worden, weil wir das Quantum bey dem Ertrage jedes Ar⸗ Gi; sn uunh hn Bur Rihen daynd sufthige d ⸗afer/ Lahh Asder ind etwas“ aso in alle der Roggen fer/ zh lben. Kee: Sttoh und lekt werden on dem B Zbstigun ur Rrey J sihen Vort Hüchten o NRede se hun, lich V —————.——.———————— ———— 395 0 ů + Artikels angeben, und davon in natura abziehen wer⸗ hudne den. 3u ö ö ö u Ehe wir zur Angabe des rohen Ertrages schreiten, müssen wir nothwendig die ö ö Feldeintheilung 0 der zehn Bunder Ackerland vorangehen lassen. Wir 915 wählen dazu die, in dasiger Gegend am meisten übliche, fünfhährige Fruchtfolge. 1) Kartoffeln, 2 Roggen, 3) Hafer, 4) Klee, 5) Waizen. Nach diesem so— wohl, als dem Roggen, folgen in demselben Jahre Rüben und etwas Möhren. Die Feldbestellung erstreckt sich —4 also in allem auf zwey Bunder Kartoffeln, zwey Bun⸗ ö ö der Roggen, zwey Bunder Waizen, zwey Bunder Ha— zer Kofn fer, zwey Bunder Klee, und vier Bunder Stoppel⸗ rüben. brab. Guli ö Klee, Rüben, ein Bunder Kartoffeln, so wie Stroh und Spreu, kommen, da sie dem Viehe verfüt⸗ 146 tert werden, nicht in den Anschlag des Ertrages. Selbst 244 von dem Bunder Speise⸗Kartoffeln ist ein Journal zur Beköstigung der Hausleute abzuziehen: es bleiben also 20⁰ 0 0 nur drey Journale davon zum Verkauf.. Von den ün kleinen Vortheilen, die der Bauer aus Federvieh, Eyern, — Früchten oder Frachtfuhren zieht, wird hier nicht 1309H die Rede seyn, weil er damit noch einen Haufen an⸗ derer, nicht wohl zu specificirender Ausgaben zu decken hshnf. hbat. ihtmtherf Emm Er 5 396 Ertrag. Dah brab. Guld. Sols. Laleel Drey Viertel Bunder(3 Journale) WM Speise⸗ ee 225 Säcke, ua zu 2 fl. 45⁰ Ahud iles Zwey Bunder Waizen trahen 88 Vier⸗ üln tel, zu 6 fl. 528 0 900 0 Zwey Bunder Roggen, 88 Viertet, Wsls hiervon 38 Viertel für die Haushal— Hion geh tung ab, bleiben 30 zum E Rist: sok à 4 fl. 225 0 hn und v Zwey Bunder Haser, 110 Viertel, chnen, u hiervon 40 für die Pferde ab, blei⸗ 0Qwide fl ben zum Verkaufe 70 Viertel, à 2 fl. echebicher 15 Sols. 192 10 Zehn Kühe, wovon jedoch wegen jungen oder auszumerzenden Viehes nur acht Es in den Anschlag der Benutzung kom⸗ shn Mg men, geben 22400 Potten Milch. sehen, de Hiervon für den Gebrauch der Haus⸗ heit im V haltung 2555 Potten abgezogen, soch Dieh bleiben 19845 Potten. 13 Potten Püchte au auf 1 Pfund Butter gerechnet, ge⸗ lih des⸗ ben diese 1526 Pfund Butter, zu InGag 7 Sols · 834 0 Detail Vier Kͤͤlber zum Verkauf à 22 fl. 10 sih fien Total des rohen Ertrags. 1939 10 wimn die Davon ab die Summe der Ausgaben 1368 18 Sclutkön Bleibt reiner Ertrag. 570 12 Hensum Hicgte sh 397 Doch, da namentlich einige Hauptartikel in der Ausgabe vergessen worden sind, wie z. B. Verspeisung der Butter und des feinen Mehles zu Brey und Kuchen in der Haushaltung, und das Korn zum Ausmerzen einer Kuh und eines Schweines; da die Grundlasten für un⸗ sere Zeiten zu geringe angegeben sind, dagegen der Ma— turalzehend(weil er nicht mehr gehoben wird) zum Er— trage geschlagen worden, welches jedoch, wenn die Con⸗ tribution gehörig angerechnet wird, ganz richtig gesche⸗ hen ist: so können wir nicht weniger als noch hundert sieben und vierzig Gulden von dem reinen Ertrage ab⸗ rechnen, und es blieben nur noch 423 Gulden. Die— ses wäre(im Falle alles seine Richtigkeit hat) ein sehr erheblicher Gewinn. Es giebt noch eine andere Art, die Bilanze zwi⸗ schen Ausgabe und Einnahme über den Ackerbau aufzu⸗ stellen, die nämlich, wo man voraussetzt, daß alle Ar⸗ beit im Verdinge geschehe, kein Knecht, noch Gespann, noch Vieh gehalten, der Dünger angekauft, und die Früchte auf dem Felde stehend verkauft werden.. Ob— gleich diese Weise keine Anwendung auf den gewöhnli⸗ chen Gang der Landwirthschaft leidet; so wird dennoch das Detail desselben, so wie es Hr. Dierersen auf⸗ stellt, für manchen Leser ein hohes Interesse haben, weil darinn die ganze belgische Bestellungsart über jeden Ar⸗ tikel vorkömmt, und ihr Durchlesen dasjenige ergänzt, oder resummirt, was ich darüber bey der Cultur jener Früchte schon geschrieben habe. Der⸗ ιπιι⁰—ν⁰—π⁷ππνα 398 Derselbe fünfjahrige Fruchtwechsel, den wir so eben vor Augen gehabt haben, wird auch in dieser Bi— lanze zum Grunde gelegt. Die Berechnung ist auf ein Bunder gemacht. Erstes Jahr. e e Guld. Sols, Eggen mit einem Pferde, eine Pause 0 15 Mit dem Rechen abharken, vier Tägwerke zu 12 Sols. 2 8 Pflügen, oder Anschießen in Beete nnt 2Pferden, in 4 Pausen, zu 24 Sols 4 16 Ankauf und Fracht von 60 einspännigen Fudern Düngers, zu 30 Sols 90 0 Breiten dieses Düngers, oder vielmehr ihn in die Furchen einzulegen, 6 Tagwerke 3. 12 Gedachten Dünger unterzupflüͤgen mit zwey Pferden, in 4 Pausen, zu 24 Sols 4 16 Eggen mit einem Pferde, eine Pause 9 15 24 Roggen zum Säen, zu 44 fl. 303 40 3 2½2 Säer⸗Lohn ů 993 Eineggen mit einem Pferde, eine Pause 0 15 Walzen eben so 0 15 Rigolen mit dem Spaten ausschießen 2 8 Das Unkraut ausjäten, 12 Frauen⸗Tag⸗ werke zu 8 Sols„ 4 16 Landpacht—8 ö 40 0 Contribution ö In Summe aller Unkosten für den Roggen 180 1 Ii Nd o Pdt un Maleg wit I Begfal hid nicht ehmann tragen Dad Vond! Pausen Eiden Mauf vo Süͤer⸗ doh Eineggen Valpyn Su Im elsten hleht da 399 wachslh, v ö Wauch! ü Auf diesen Roggen folgen im selben Jahre ah Rüben. 11 Guld. Sols. Das dand umschufseln oder flachpflügen, mit Iht. zwey Pferden in 4 Pausen, zu 24 Sols 4 16 Eggen 20 15 105 Abharken mit dem Rechen 2 8 use„ 5 Das Wegfahren der abgeharkten Stöppein agwelt wird nicht berechnet, weil diese von je— t dermann zur Einstreuung gern wegge— kete mit tragen werden. 4SDas 3— umzupflügen, zwey Pferde, 4 vämige Pausen 4 16 Eggen 0 15 1106 Ankauf von 2 Potten Rubensaamen 2„ 0 14 inr Säer ⸗ Lohn 0 3 Hgwerke 3! ö . Eineggen 16 nit jwey 4 5 Es Walzen 0 15 a Summe aller Unkosten für die Ruben 15 17 . ö 3 Zweytes Jahr. hse 35 Hafer. brab. 0 ö Guld. Sols. Zum ersten Male pflügen, flach; darauf bleibt das dand 14 Tage unberührt liegen 4 16 „Tag⸗ 10 Zweyte Pflugart,— sac ů 4 16 0 Eggen 13 Ankauf und Fracht von 160 Karren Mist 240 0 Latus 2560 7 V. Brei⸗ ———w!— rrerrr 40⁰— brab. Guld. Sols Transport: 250 7 Breiten des Düngers, 16 Tagwerke 9 1 Dritte Pflugartt. 2 4 16 Eggen in 0 15 3 Viertel Hafer— 24 fl., und 40 Pfund Kleesaamen zu 6 Sols, zum Sänn. 19 10 Eineggen 0 15 Säer 7 Lohn** 0 0O 6 Mit Dornen zu überziehen 0 15 Ausjäͤten des Unkrauts, 24 Tagwerke 9 12 Landpacht„— 40 0 Contribution 14 Summe aller Unkosten für den Hafer 350 8 Drittes Jahr. Klee. brab. Guld. Sols Dreyßig Tonnen Ahljauche zu 7 Sols 10 18 Landpacht. 40 0 Contribution. 14. Summe aller Unkosten für den Klee 64 10 Vier⸗ Wn Rucen Hlafunde In Miit Maken e Reen aus Paase Schlehens Drey Die Süer⸗ l Eineggen Walzen Die Rpo Die gelau Tugwe Hndpacht Contribut CLumma Auf die deter Wo MPepter! — 4⁰ ö Maunt 5 Viertes Jahr. — Waizen. brab. Guld. Sols. Pflügen der Kleestoppel mit stehenbleibenden 0 Psun Rücken. 4 16* an n Ankauf und Fracht von 80 Karten Mist 120 0 90 Den Mist in die Furchen der zu 0 N Rücken einzulegen 3 12* Rücken ausstechen mit zwey vraa eine veke 1 e* ö Schleifen mit zwey Pferden, eine e Pause 1 4 ä Drey Viertel Waizen zum Säen, zu 6 fl. 8 0 — Säer⸗ Lohn 8 3* ö * Eineggen 15 0 1hst I Wihm ö 595 8 Die Rigolen mit dem Spaten ausschiesen 2. 43 4 ů Die gelaufene Frucht jäten, 24 Frauen⸗ 49½ Tagwerke zu 8 Sols 3„ 9 12 0 Landpacht 40 o 3 Contribution 14 un ö 90 Suune aller unteßen für den Waen 216 9 10 — Auf diesen Waizen folgen im selben Jahre Rüben, Kle H deren Bestellungs⸗Kosten gleich denen nach dem Roggen. Zweyter Band. Ce Fünf⸗ 90 Fünftes Jahr. Kartoffeln. brab. Guld. Sols. Flach umpflügen. 4 16 0 N Eggen—— 0 15 1 Mit dem Rechen abharken 2 8 IenKe Sehr tief umpflügen))y; 4 16 70nW. Im Frühjahre wieder pflügen. 4 16 rde Kat Vierte Pflugart. 4 16 rde Nil Eggen 0o 15 N R Mit dem Rechen abharken 2. 8 V• Ankauf und Fracht von 160 Karren Mist 240 0 Breiten des Düngers 9 12 Obi Fünfte Pflugartt 4 16 bekkauft Mit dem Spaten Locher stechen, 8 Togwerke 4 16 Hartoffeln einwerfen, 4 Tagwerke zu 8 Sols à 12 Da Für 29 Säcke Kartofseln zum Pflanzen 89 Die Locher füllen 4.—8 Schleifen***—5* 0 15 5 Eggen* 0 15 Hain Die Kartoffeln zweymal zn behacken 15 De zwe Tagwerke zu 12 Sols ö 9— Cumme d Landpacht 2* 40 0 Mwondie Contribution 14 0 Summe aller Unkosten für die Kartoffeln 410 8 Wie⸗ V gromm *„) Warum Hr. Diereysen die tiefen Pflugarten nicht ihem Het höher berechnet, als die slachen, und umgekehrt, weiß ich nicht zu sagen; es sey denn, daß bey dem Verdinge hauft,d eine Pflugart in die andere für die gänzliche Bestellung palg eines Bunders gerechnet werde. 0 44 790⁰ . en Mis 10 9* ahwoke 1 18SU5 I — affin 15 . sen Pfupmun mo umnih j bey den Di Hi 4⁰³ Wiederholung aller Unkosten. brab. Guld. Sols. Für den Roggen 180 12 Für den Hafer 5 358 8 Für den Klee 54 10 Für den Waizen 276 9 Für die Kartoffeln 4 8 Für die Rüben nach Roggen 15 17 Für die Rüben nach Waizen 15 17 ü Total⸗Summe aller Ausgaben 1253 102 Obige Früchte würden auf dem Felde jedesmal verkauft werden können zu folgenden Preisen: Das Bunder Roggen zu 300 Gulden. —— Hafer 180 .—.— Klee 300— — Walzen 300— — Fartoffenn 50 Die zwey Bunder Rüben 100— Summe des rohen Ertrags 1730— Davon die Unkosten abgezogen 253 Guld. 10 Sols. Bleibt reiner Ertrag 476 Guld. 10 Sols. Aus dem Vorhergehenden ergäbe sich asso von den angenommenen zehn Bundern Ackerland, wenn alles zu ihrem Betriebe im Verdinge gethan, und der Mist an⸗ gekauft, dagegen die ganze Aerndte auf dem Felde ste⸗ hend verkauft würde, folgendes Resultat: Ce 2 Die —————.——— 277 . 2.2.——* I 28 ————————— —*9.———9—— Eee 4⁰4 Die Unkosten davon kämen an 2504 Guld. brab. Der rohe Ertrag an.. 3460—— Der reine Ertrag wäre alsso 956—— Nach dieser Berechnung böte die Feldbestellung im Verdinge oder ohne Wirthschaft zu treiben, das Doppelte an reinem Ertrage dar. Die große Quantität des Düngers, die zu einer belgischen Wirthschaft erfodert wird, muß billig befrem⸗ den, und es scheint beynahe unglaublich, wie solche darinn hervorgebracht werden kann. Das beweist wohl triumphirend, was Stallfütterung, verbunden mit der belgischen Art, den Dünger im Stalle selbst zu sam⸗ meln, vermag.. Wir haben so eben in dem fünfjäh⸗ rigen Fruchtwechsel einen jahrlichen Aufwand von 920 einspännigen Fudern Stallmist auf zehn Bunder Acker⸗ land gesehen. Dieses kömmt auf dasjenige heraus, was ich schon anderswo glaube gesagt zu haben: näm⸗ lich, daß man in der Gegend von Contigh im Durch⸗ schnitte 10 solcher Fuder alllährlich auf das Bunder rechnet, das Kleejahr, im Fall Asche zu haben ist, ausgenommen. Herr Dierexsen rechnet, daß eine reichlich ein⸗ gestreute Kuh alle Woche anderthalb Fuder Mist macht. Wir finden also auf einem Pachthofe von zehn Bun⸗ dern, also auch zehn Kühen, 780 Fuder: setzen wir nun den Mist von zwey Pferden, einem Schweine, und von den neun Hausleuten noch hinzu, so mögen 2 wir it 950 Laddngl Hulen z 9*4 Hosi Hit meun —⁰⁰ Mtensp N Don Mer lbnten. „on ist qIsche i „IO auf Rhrich! ain „Hhe un luf dier ies Nell. Vo sulgenea 405 10 wir 950 Fuder heraus bringen„wovon dann nach 660 Ueberdüngung der Felder ihrer noch dreyßig für den 8 Garten zurückbleiben. e de Fihist ast n Heln, Hr. Dierexsen beweist dieses durch ein anderes Beyspiel.„Mein Pächter, Delaet, sagt er, „hält neunzehn Kühe und fünf Pferde. Er findet, „daß bey gehöriger Einstreuung seine Stallpfütze in Hnas, Nt 38.— Wochen voll ist. Diese Pfütze enthält hun⸗ „ wuß iht„dert einspännige Karren, giebt folglich in Zeit von ei⸗ dublch„nem Jahre 1515 Karren Mist, wesche wir mit dem Ohair„von Menschen und anderm Viehe auf 1600 ansetzen „können.. Dieser Pächter hat zwanzig Bunder; da⸗ „von ist eins Wiese, drey tragen Klee, welcher mit „Asche überdüngt wird: obige 1600 Karren Mist sind „ Hburdget Stale shht yl hen in deh sh; D„also auf 16 Bunder zu vertheilen. Man bringt 905*5„jährlich im Februar zwey Wagen Holzasche(es sind 4 oh„zweyspännige Fuder) auf ein Bunder Wiese. Die 118.„Asche wird in den Städten aufgekauft, und kömmt —„auf vierzig Gulden.“ EHi Iche Auszu g Wuht eines Bonitirunggeschäftes der Gemeinde von mrimi Melle, einem ansehnlichen unterhalb Gent Ri⸗ an der Schelde gelegenen Dorfe. fe vo. 60 2 Hidg ar Vorher wird es nöthig seyn, einige drtliche Bestim⸗ auem Ei mungen anzugeben. I hiu/ 0 Ce 3 Die ———————————————————— 406— Die Ackerlande daselbst sind überhaupt san⸗ dig. Einige bestehen aus bloßem Sande, andere aus Sand, Kies und ockerfarbnen Steinen, andere aus Sand mit beygemischter Schlammerde. Es befinden sich nur wenige gute Heuwiesen in der Gemeindeflur. Sie liegen längst der Schelde. Die schlechten Wiesen werden nicht geheuet, sondern abgeweidet, und sind zugleich mit Waldbäumen be— pflanzt. Eigentliche Weiden oder Obstbaumgärten giebt es nicht; woraus man schließen sollte, daß die Stallfütterung daselbst üblich sey, und daß die schlech⸗ ten Wiesen entweder gemeine Hut seyen, oder manchem Pachthofe als ein Supplement zugelegt werden. Der dritte Theil der Gemeindeflur ist mit Holz/ sowohl hochstämmigem, als niedrigem Föllholze bepflanzt. Dieses wird alle Jahre gehauen; jenes besteht aus Ei— chen, Buchen, Erlen, Birken und Silberpappeln. Manpflügt mit einem, auch mit zwey Pfer⸗ den. Der Stallmist reicht allein nicht zu, daher der Straßenkoth und der aus heimlichen Gemächern aus Gent, auch die holländische Torfasche und der Kalk zu Hülfe genommen werden. Die Fuder Dünger, wo⸗ von die Rede seyn wird, sind zweyspännig. Die Gegenstände der Cultur sind Waizen, Roggen, Gerste, Hafer, Buchwaizen, Erbsen, Kar⸗ toffeln, Pferdebohnen, Klee, Flachs, Raps und Rü⸗ ben, , V uf Rebal she Dit hihem e oade: 5 He. MWhaen. waniz cbas L Vdchaln — ————— sid deht an Sumd, iu Steng, zy ammade. dute Heuvigh Hinpt du Et t Rchuch se nit Dadtüne oder Hhspuntt cßen solt, d und duß Wst styen, dant Rleht vednn defur is rith mpilhusete Ines besteh DSübapopk uc mi xx richt y/ W en Gihm“ e Ider Duuphv nniz Itut sobij Eifn N 5„ 2 —— 40² ben, wovon beyde letztere blos nur zum häuslichen Be⸗ darf gebauet werden. Der Flachs darf vor dem sech⸗ sten Jahre nicht auf demselben Stücke wiederkommen. Die Fruchtfolgen(wiewohl keine vollständig in ihrem Zusammenhange angegeben wird), sind fol⸗ gende: 11. I. III. W. ů v. Flachs. Flachs. Hafer. Kartoffeln. Buchwaizen. Klee. Waizen. Klee. Waizen.[Roggen. Roggen.] Roggen. Waizen.] Roggen. Roggen. Die Pachthöfe enthalten im Durchschnitte zwanzig Bunder Ackerland, einige Bunder Gehöͤlze, und etwas Wiesen, wie wir im zweyten Abschnitte dieser Abtheilung gesehen haben. Die Feldeintheilung eines solchen Hofes hat auf gutem und Mittelboden 24 Bunder in Hafer. s des Ganzen. 14 Bunder in Kartoffeln s 24 Bunder in Klee 4⁰ 8 Bunder in Roggen 48 4 Bunder in Flachs 45 1 Bunder in Bohnen 25 3Bunder in Waizen 45 1 Bunder in Gerste 4⁰0 Auf schlechtem Boden hat sie 1Bunder in Hafer—— C J4 12 14 Bunder in Kartoffeln s des Ganzen. 1 Bunder in Klee. SEFEEEE 4⁵ e 12 Bunder in Roggen 46 2 Bunder in Erbsen 45 5hastüde 22 Bunder in Buchwaizen n Man sieht aus diesen Feldeintheilungen, daß nur W ein sehr geringer Viehstapel davon erhalten werden aubfth kann. Da nun aber eine solche Wirthschaft, wie wir 105 sehen werden 448 zweyspännige Fuder Dünger ge⸗ braucht, wovon sie etwa 45 Fuder ankauft, so scheint Hahneg nothwendig zu folgen, daß keine Stallfütterung damit He verbunden seyn kͤnne. Waien ö ö Roggen Gerste Hafet Rartofel Facs Bahnen ö Hle Mizen Noggen Hase Ro⸗ ; 0 Oen Roher Ertrag. 4 ö ö Acker lan d erster Cla sse. 5 Gegenständess Ertrag Geldwerth 4ostel von der pro Bunder. pro Bunder. 1 Bunder thun ö Cultur. thelorgn, K.‚‚‚.— von ethulen pe Hafer 36 S. 491/04 6 61 38 ehschuf, w Kartoffeln 160 S. 83680 sl 62076 2— 8 6 Stein 28800 en 3 28 Seameh 477 787 5s ahkaust. 6½ 7 Aist 4 Bohnen 32 S.(213 76 E 1068 Rallfäteamz w Klee 217/ as 27 20 Waizen 32 S. 66176 45 99 26 Roggen 34.. 39² 12 15884 Gerste ö 46 S.[557 76 l 2880 Ertrag von einem Bunder— 476 67 Ackerland zweyter Classe. Hafer 32 S. 43680 25 54 60 Kartoffeln 145 S. 761[25 asl 57o9 Flachs 240 Stein 870— 4 5—. 6 S. Saamens 15238 W4— 54 58 Bohnen 28 S. 1874 H4— 9 35 Klee 217 6% ½s27 20 Waizen 28&. 579O%4 Hel 86 85 Roggen 30 S. 35040 14016 Gerste 40 S. 50240 HA5I 2512 Ertrag von einem Bunder— 425 50 Ce 5 Acker⸗ —4 4 + Ackerland dritter Classe. Gegenstände Ertrag Geldwerth 4ostel von der pro Bunder. pro Bunder. Bunder thun Cultur. Säcke. Fres. Ctm. Fres. Ctm. Hafer 29 S. 39585 As 19 79 Kartoffeln 135 S. 728075 sl 53J I5 Klee 181141 H6 9o Roggen 27&. 31536 1892I Erbsen 24 S. 37008 45 37 ⁰01 Buchwaizen 24. 30504 46 3814 Ertrag von einem Bunder„ 346ʃ37 Die nachher folgende Tabelle der Auslagen ist zu unvollständig und unbestimmt, als daß sie die geringste Aussicht zu einer Bilanze darbiete; auch führe ich sie als ein bloßes Bruchstück an. Einsaat, Pachtgeld, gasten fehlen darinn. Ob, und wie hoch der Stallmist darinn berechnet ist, weiß ich nicht. Jede Pflugart ist zu 15 Franken 24 Centimen angeschlagen. Die Total⸗ Unkosten der Cultur sind mit Aus⸗ schluß von Landpacht und Contribution folgender Ma⸗ ßen aufgestellt worden. Ackerland erster Classe: Ertrag.. 476 Franken 67 Centimen. Kosten 349— 88— Gewinn. 126— 29— Acker⸗ Hasse 1Dunth —— — — 1 SS 1— edet Mdani daß sie de nj auch fihre Ensaat u ie hoch de Sih . Ide Maul shhagn. Ulur su n hion fohax ö 411 Ackerland zweyter Classe: Ertrag. 425 Franken 95 Centimen. Kosten. 321— 44— Gewinn* 0 1 04 5 I—— Ackerland dritter Classe: Ertrag 346 Franken 32 Centimen. Kosten 281 48 Gewinn. 64— 839— :·.— 7 ö * . 1 Arbeit, . S S *.——— 2 Arbeit, Dünger und Unkosten. 8 Cultur⸗ZahlZahl ande Jäten, Aerndte⸗ Total⸗Kosten Gegenstän⸗der d. Fud. Dn 5i Hacken. Kosten. pro Bunder. 20 de. Pflug Dün⸗ mittel—————4——.— er thun An r Francs. Centm. Franes.Centm. Francs.Centm. Franes. Centm. 2 Hafer 342464 Tonnen 36 28fo] 89 21I 38 l 26 42 Unrath a 75Ct. Kartoffeln[332 Unrathod.Kalks n. Aen. 36 28[9(13 21 3 für 60 Franes 25 40 Flachs 3 2 Pßan, Piht, 5s 3 633 5 s15 33 Bohnen 3 l24 zen.[ten. 10[88 7674 140 884 32 65 ö Klee—— 120 Bottiche——..—= s57/ n 2 Asche füry 8 Fr. Waizen 2 4.2 272112 70 66% 45l 25 oz Roggen 2 4 32——42 70 r4I 36 4 56 54 Gerste 2 412———— 27 211089 55 o f0 15 51 Erbsen 212———7 26 os 58 10 56 Buchwaizen 3Ä——— I726 7i 56 i 897 A4uα —3 EH e 11 —.— v —— 41924 — xů udouuot 79 1927Hvau 1αν ———0. ——ꝛjßꝛ— Ara ————— III1 S1 H9——— — SnII ens 68 1 2 24— —— 112 ———— ussdubas — * 1 8 —————— SSAEAS Haa SHS 2 — — — 1 —— uvaN 2 AnE a AuN — — Uuss N̊dn8 Der Wiesen⸗Ertrag ist in ebengedachter Boni⸗ tirung auf folgende Weise angegeben. Wiesen erster Classe. Ertrag: 1520 Büschel Heuju Frk. Ctm. werth 266 30 Die Nachmahd dient zur Weide ge⸗ schätzt zu der Vormahd 53 26 Ausgabe: Mahen und Heuen 23 58 Laden, Verfahren. 12 20 Unterhalt der Wiese 32 65 Einnahme ‚ 319 56 Ausgabe. 68 93 Reiner Ertrag 250 36 Der reine Ertrag der Wiesen zweyter Classe wird zur Hälfte des der ersten Classe, und der Ertrag der Wie⸗ sen dritter Classe zur Hälfte des der zweyten angesetzt. Abschätzung der Gebüsche. Erste Classe. Achtjähriger Ertrag: 4000 Bündel Frk. Ctm. Holz, das Hundert zu 3 Franken 27 Centimen 770 80 Hochstämmiges Holz 77 0⁸ Ausgabe: Hauen und Binden 72 56 Dem Buschwächter 24— Unterhalt des Gehölzes und der Gräben. 24— Einnahme 847 88 Ausgabe„10 56 Reiner Ertrag von 8 Jahren 727 32 Thut jährlich 99 5 Zwey⸗ 8 4 2* —— .rss;?III 414 Zweyte Classe. Ertrag: 2700 Holzbüschel 520 29 Hochstämmiges Fällholz 52 03 Ausgabe: Hauen, Binden 48 98 Buschwächter, Unterhal⸗ tung des Gehdlzes und der Gräben 0 0 0 48— Einnahme 572 32 Ausgabe 96 98 Reiner Ertrag von 8 Jahren 475 34 Thut jährlich 659942 Dritte Classe. Frk. Ctm. Ertrag: 2200 Holzbüschel 423 94 Hochstämmiges Fällholz 42 30 Ausgabe: Hauen, Binden 39 9 Buschwächter„ Unterhal⸗ ö tung des Geholzes und der Gräben 48— Einnahme. 466 33 Ausgabe 237 91 Reiner Ertrag von 8 Jahren 328 42 Thut jährlich„ 42 Zur Frk. Ctiit. 3 sanas l wusche e Iu Mioott Tagrieblu „Hog Buhint/ ahe 2 n diset VNWkinstie „Mellad' Den ale 3 onit sehh „Mit au vnommen „den, we Man bun Auf en B r de viber aue D Hof ist amit Rap 9 Dar Klef der à in dit 0 Nert 48— n 95 98 hren 475 öWVyyy ,Ws 30 ½ „Ackerland„). Zur Completirung dessen, was wir über die Zu⸗ sammensetzung und Feldeintheilung der niederländischen Pachthöfe gesagt haben, fügen wir noch Folgendes aus den Antworten des Hrn. von Ponderle an den Board of Agriculture bey. „Folgendes ist die in mehreren Gegenden von „Brabant jetzt allgemein übliche Wirthschaftsart. Ich „nehme z. B. einen Hof von zwey und vierzig Bunder „an; dieser hat sechs Bunder natürliche, und vier Bun⸗ „der künstliche Wiesen, und zwey und dreyßig Bunder Diese zwey und dreyßig Bunder wer⸗ „den alle Jahre(denn Braache wird gar nicht gehalten) „mit sechzehn, oder zuweilen auch nur mit zwölf Fuder „Mist auf das Bunder gedüngt, die Kleefelder ausge⸗ »„nommen, die im März mit Torfasche bestreuet wer⸗ „den, welche auf den Kanälen aus Holland kömmt. „Man braucht davon oft achtzig bis hundert Fässer) „auf ein Bunder, wovon die Hälfte oder ein Drittel „zurück behalten, und nach dem ersten Schnitte dar⸗ „über ausgestreuet wird. „Die Eintheilung der Felder für einen solchen „Hof ist folgende. Sechs bis sieben Bunder werden „mit Rapssaat bestellt; sechs bis sieben mit Waizen; vier Da unter den künstlichen Wiesen hier nichts anders als Kleefelder zu verstehen sind, so hätte richtiger 36 Bun⸗ der Ackerland gesagt werden können. Der Klee kömmt in dieser Eintheilung alle 9 Jahre wieder. *ν) Vermuthlich Rasiers oder Viertel. ——————55, x 7 mn SSSIRRRRNN 2— ***P...— 22—2. ————— *3* 8 V⁷ —————— 7 416 PPI „vier bis fünf mit Roggen, und drey bis vier mit „Meng⸗Korn oder vierzeiliger Gerste. Was die „Sommerfrüchte betrifft, so braucht man vier Bunder „zu Hafer), zwey zu Pferdebohnen, Erbsen und „Wicken, und vier zu Rüben. Die zu Rapssaat oder „zu Waizen bestimmten Bunder müssen gedüngt wer⸗ »den; dann kömmt darauf im ersten Jahre Rapssaat, „im zweyten Waizen), im dritten— ohne Dün⸗ „ger— Roggen. „»Die Einrichtung eines Hofes von siebenzig „Bunder im Hennegau hat folgende Feldeintheilung. „Zehn Bunder sind natürliche Wiesen; zehn tragen „Waizen; zwölfe Roggen; dreye vierzeilige, und „einer zweyzeilige Gerste; achte Hafer; viere Bohnen, „Erbsen, Wicken und Kartofseln; achte Klee, und „vierzehn liegen in der Braache. Der Besiter ei⸗ »„nes solchen Hofes düngt zwölf bis dreyzehn Bunder „alle Jahre, und das so gedüngte Land wird auch im „zweyten Jahre wieder mit Korn bestellt. Solcherge⸗ „stalt, daß er jedes Jahr sechs⸗ bis sieben und zwanzig „Bunder mit Getreide oder— in der Sprache unse⸗ vrer kandwirthe— mit Hartkorn*) bestellt, und „wenn *) Dieses äußerst schwache Verhältniß des Sommer- zum Winter⸗Korne habe ich in den Niederlanden nirgend als auf ganz schlechtem Boden angetoffen. *) Dieser Waizen auch ganz gewiß ohne Dünger, wenn er nicht Lager werden soll. Kν) Unter Hartkorn versteht man gewöhnlich nur das Wintergeireide. Hat der Verfasser es so genommen, so Sommet um, se .Mht so sondern Heunege woy di dali. Dit ganyd nicht det B. hyird d duchter 417 Weey big 1 12„wenn vier Bunder mit Rapssaat bepflanzt werden sol⸗ WI canmird, l so thut man dieß am liebsten in die Haferstop⸗ „bel ½. ohim, Ettg 22 DepRui so muß die angegebene Gerste lauter Wintergerste seyn, misse galh um die 26 Bunder heraus zu bringen; versteht er aber 2 ste Vur unn Sommergerste darunter und nennt alles Getreide Hart⸗ itten— 0 korn, so haben wir 34 Bunder. *) Nicht sowohl, weil der Raps die Haferstoppel liebt, 6 2 Hofes vin sin sondern weil in dem Dreyfeldersysteme, wie das im aude Fchithn Hennegau eingeführt ist, die Braachfrucht erst nach Wiesen 13 zwey hinter einander gewonnenen Kornärndten folgen n darf. deye Uatgltg e Die ganze Angabe jener Feldeintheilung ist nicht vfer; vin r ganz deutlich, und ich weiß mir die Fruchtfolge davon ů 1 achte Ke nicht zu abstrahiren. Man hat vierzehn Bunder in Da Iuh der Braache, und düngt ihrer nur zwölfe?? Der Klee his drehgeh n wird doch wohl auch überdüngt, u. s. w. Aand winah estelt, Eitz siben Wpn der Sptathe hsch b1 ij des GSonnt/ Mderndn gaoffn. he Dinp wlhihh un 6% 705 Zweyter Band Dod Vier⸗ —— RSDSU V ᷣjIccFcFcFcFcFcFcFcFtFtFtFtFtFCFCTCqĩͤę—ꝛp ö Vierter Abschnitt. Landwirthschaftliche Gebäulichkeiten. Da diese mit dem Ackerbaue so innig verbunden sind, daß, wenn gleich ihre Geräumigkeit und Zweckmäßig⸗ keit nicht zu den Hauptsachen einer guten Wirthschaft gehören, ihre unüberlegte Anlegung oder ihre Unzu⸗ länglichkeit doch als Haupthindernisse derselben zu be⸗ trachten sind: so glaube ich, daß es hier nicht am un— rechten Orte ist, mir einige Worte darüber zu erlau⸗ ben. Ich habe schon irgendwo gesagt, daß in den best⸗ cultivirten Distrikten Brabants und Flanderns die Kauf⸗ leute, Handwerker, Künstler und Taglöhner das ei— gentliche Dorf bilden, die Pächter dagegen zerstreut in der Gegend umher wohnen. Diese weise Vertheilung muß man ohne Zweisel als eine der Mitursachen anse⸗ hen, die den Ackerbau in jenen Gegenden so sehr beför⸗ dert haben. ö Ein Pächter, der mitten in seinen Besitzungen wie eine achtsame Spinne in dem Mittelpunkte ihres Gewebes sitzt, jede Verrückung fühlt, das Ganze mit einem Blicke übersieht, und mit einem Sprunge über⸗ all zugegen ist, hat gegen den, der mit andern in dem immer etwas entlegenen Dorfe zusammen wohnt, Vor⸗ theile, die leicht zu begreifen sind. Wenn Bem! en Doff Bien I Hofe fI Diͤlls⸗ MSfh n den B Zuten z sihtlicht zu IN Hornä hutet digt wohl fohhen von der Huü So! einen Pöcht Wogen voll Ihlingen. dem Fied siche von d Ween ein hbenꝰ Die bon V Mderland In zu sen Hen, Sta Hah, und slin ist vo haheh, leg Hnitt, hilschkcth innig vahuchnt Hit und Zutt er guten Wst ung oder it nise unthn V es hier nit at Ite darlhe g agt/ daß indeh dardeme d Dahbhne dagegen sünt d west ahl M- ui genden sos sinen 0 Mechute „ ahe m Gu it andenl men nohh D0 419 Wenn dieser sein Gespann und Geschirre in den elenden Dorfstraßen zu Grunde richtet; wenn er in nas⸗ sen Wintern und Frühjahren mit seinem Miste nicht vom Hofe kann; wenn er zu jeder Zeit eine Achtel⸗ oder Viertel⸗Meile weit Aerndte, Klee und Mist ein— oder auszufahren hat; wenn seine Knechte und Arbei⸗ ter in dem Bezirke einer halben Meile nach verschiede⸗ nen Seiten zerstreut sind, und also das Auge des Herrn nicht leicht zu fürchten haben; wenn bey unsicherm Wet— ter die Kornärndte oder das gedörrte Klee und Wicken⸗ Futter eiligst nach Hause soll: dann muß der Mann wohl fühlen, wie ungemächlich es ist, den Heerd so weit von der Küche zu haben. So kenne ich zum Beyspiel in dem Jülichschen einen Pächter, der achtzehn Pferde bedarf, um einen Wagen voll Mist auf einen großen Theil seiner Felder zu bringen. Sechs Pferde führen den Wagen bis zu dem Fuße des Berges, sechse bis zu seiner Höhe, und sechse von da bis zum Acker. Wo kann bey solchem Wesen eine hohe, ja nur eine mittelmäßige Cultur Statt haben? Die landwirthschaftlichen Gebäulichkeiten im Lan— de von Waes schienen mir unter allen, die ich in den Niederlanden gesehen, die niedlichsten und gemächlich⸗ sten zu seyn. Dabey sind sie wenig kostspielig. Scheu— nen, Ställe, Wagenschöppen sind durchgehends von Holz, und mit Brettern zugeschlagen. Die Wohnung allein ist von Backsteinen, reinlich und gemächlich, mit großen, regelmäßig vertheilten Fenstern versehen. Sie 2 steht ———ꝛß7—— 420— steht mehrentheils im Hinter runde eines grasigten ge— räumigen Hofes. Die zwey oder drey andern Wirth⸗ schafts ⸗Gebäude liegen unregelmäßig, doch in gehöri⸗ ger Entfernung umher; keins ist dem andern anhängig, sondern durch Zwischenräume getrennt, die durch eine geschorne Hecke von Weisdorn und Stechpalmen ge— schlossen sind. Ein leichtes Gatterthor zeigt den Ein— gang. Der Anblick eines solchen Pachthofes ist eben so angenehm ländlich, als der Aufenthalt darinn für seine Bewohner heiter und gesund ist. Wie oft dachte ich bey jenem Anblicke an unsere stinkenden dumpfigen Bauerhöfe, wo zwischen zusam⸗ mengepreßten Scheunen und Stallungen sich der Tag mit Mühe durch ein Fuß langes Loch, dem man Eh⸗ renhalber den Namen eines Fensters giebt, schleicht, um eine verrauchte Kammer zu erhellen, in welcher ein halb Dutzend Menschen vergeblich nach frischer luft schnappen!— Freylich macht Gewohnheit den Feh⸗ ler schöͤn; aber wer fühlt nicht, daß unter einem heitern schönen Himmel ihm das Herz freudiger in der Brust schlägt, als in der Hülle eines stinkenden Nebels? Man wird dieses vielleicht nur als Nebensache ansehen; allein ich denke immer: ein frischer fröhlicher Mensch geht mu⸗ thiger an seine Arbeit, als ein trübsinniger verschmutz⸗ ter. Uebrigens könnte dieses vielleicht einen Eigenthü⸗ mer bewegen, an seinen Pächter zu denken, und ihm aus Menschlichkeit ein paar größere Glasfenster einsetzen zu lassen, demjenigen aber, der einen neuen Pachthof zu errichten hat, Gelegenheit geben, einen hellen offenen Plan dafür zu wählen. 0 Die DrG slhungeh, mnauser d d V schkeit, v ii uln S hl. Es! dn Mit Cal kann In Mum h uuc den A e daß döͤlgker I de Hofe Stalfutt der doch! Himnihet wi Ver werden x Hfe entw Rmäßigl Alkömmt In en im A nit dem Vitͤs⸗ dieStäll Vohnhä dle Zimt —————————————— —.—*———————ß—ß7;ꝛ— ⅛———— anes gisin, 0 üt mn 5h dh niz em euden inth eunt, de wte Ethun erthot sit wh Nahthz n lußenthut umn it. u Midk wo zushn Wunger sch v loch, dun un ste gibt, Ft helen, ithe 0 nuch fiit Hewohuhen unter aune Wiger in dm MIb/ lche ansch 9er Ms smin Aüi t einen Ee nken, Wsys fenstereun ————————————π—— 8— 5 2**;,,jß——— Die Geräumigkeit des Hofes ist eine der Haupt⸗ bedingungen, die zu einer guten Wirthschaft gehören: denn außer der Beförderung der Gesundheit für Men⸗ schen und Vieh, ist es eine überaus gr oße Bequem⸗ lichkeit, wenn man mit Karren und Wagen beliebig nach allen Seiten wenden, durch ⸗F„ zu⸗ und anfahren kann. Es ist ein bedeutender Nutzen für den, der den Mist nicht bis zum Wegbringen aufs Feld in dem Stalle kann liegen lassen, wenn er im Hofe hinreichen⸗ den Raum hat, ihn in Haufen zu schlagen, und diese nach dem Alter oder der Bestimmung darinn zu ordnen, ohne daß sie dabey dem Wasserstrome zusammenge⸗ drängter Dächer ausgesetzt sind. Die Geräumigkeit des Hofes ist beynah eine Nothwendigkeit für den Stallfütterungswirth, damit er sein Vieh zur Tränke, oder doch aus dem Stalle lassen kann, wenn dieser ge⸗ reiniget wird. Aber, leider! Architekten, Herren und Räthe werden nicht leicht einen Plan zu einem guten Bauer— hofe entwerfen, bey dem es nicht auf Glanz und Re— gelmäßigkeit, sondern auf Güte und Zweckmäßigkeit ankömmt. In den niederländischen Gegenden, wo den Kü⸗ hen im Winter warm gefüttert wird, hängen die Stalle mit dem Hause zusammen, Scheune aber und andere Wirthschafts⸗Gebäude sind davon getrennt. Ueber die Ställe habe ich schon alles mir Bewußte gesagt. Die Wohnhäuser der Pächter sind nur einstöckigt, das heißt: alle Zimmer sind auf der Erde; darüber ist der Spei⸗ Dd 3 cher 422 cher(Söller). Das Aufthürmen landwirthschaftlicher Gebäude, da wo es nicht an Platz fehlt, ist eine Un⸗ besonnenheit. Freylich erfodern die einstöckigten, der größeren Ausdehnung wegen, die man ihnen zu geben ge— zwungen ist, mehr Dachung; dafür aber haben sie auch mehr Speicher, woran es auf Pachthöfen ge— wöhnlich fehlt; sie brauchen weniger Störke; sind ge— mächlicher, weil man keine Treppe zu steigen hat, wär⸗ mer und geschützter gegen Wind und Stürme, als die mehrstöckigten Häuser. Ich sah bey Antwerpen Ge— bäude von einer keichtigkeit, die mir unglaublich schien. Die Scheunen sind ebenfalls nicht hoch, aber lang, wodurch beym Tassen der Früchte viele Arbeit erspart wird. Die Tenne läuft nicht in die Breite, sondern in die känge der Scheune, längst der Mauer an der Hofseite. Sie hat zwey entgegengesetzte Thore, welches das Einfahren erleichtert, indem der volle Wa— gen zu einem Thore hinein, und zum andern wieder leer hinaus geht: eine Bequemlichkeit, die sich selten da fin— det, wo die Tenne über die Breite der Scheune gezo—⸗ gen ist. Wenn hier der Wagen bey dem Eingange an⸗ gelangt ist, müssen die beyden vordern Pferde abge— spannt, und der beladene Wagen, nicht ohne starke An⸗ strengung, von den hintersten allein eingezogen werden. Ist abgeladen, so wird der Wagen wieder rücklings hinausgeschoben. Kömmt nun während des Abladens ein Regenschauer, und der zweyte Wagen kömmt über Hals und Kopf in den Hof gesprengt, so weiß man ihn nirgends unterzubringen, und die dadung wird naß. Ge⸗ gen M die lhe Wn Juf mh Dab iley h Wl gehoti she chne A uache ben foet, wod schläten ent Lichen Eng ihen Thä Hder diese hen lassen volwirsh In iken behz chud I (Jemen, siht höͤh bon dem Her anzul jchen mi di hoher sud, st rohen; dersebben Wird. hsebe, hutbinthnt chl, Ih de enstötgn, NXN n daflt abet ghh WMill a huchhig, NIIIN t ger Giise s, stchn W und Stiime bey Nthemg lir ualshsß 1 5 nicht V Früchte u nicht in de ri Hangst vh begengicht A Ndem deruk mandern n die sich siag der Schllx dem Eipys ern M cht ohnesttl eingeogn u wicder Aiz and de Mo ggen fimttit o veß l Ruidnß 0 ———————— gen diese Unannehmlichkeit bietet eine lange Tenne einen ruhigen Zufluchtsort an, welcher auch nicht selten bey dem Heu⸗Einfahren von großem Nutzen it. Den bedeutendsten Vortheil finde ich jedoch dar⸗ inne, daß man die einzuscheurenden Früchte auf dem kager gehörig classistziren, und dadurch beym Ausdre— schen ohne Anstand zu jeder Getreideart gelangen kann, welches bey einer andern Richtung der Tenne nicht Statt findet, wodurch nicht selten Aufenthalt und Unannehm⸗ lichkeiten entstehen.. Uebrigens kann man auf einer solchen langen Tenne mit zwey Parteyen dreschen, oder einen Theil derselben zum Strohablegen gebrauchen, oder diesen für einige große Wagen zum Schoppen die— nen lassen: daher kein verlorner Raum(wie man wohl vorwirft) dabey entsteht. Im Ganzen sind die Scheunen in den gut culti⸗ virten belgischen Distrikten nicht groß, und selten zurei⸗ chend: daher es gewöhnlich ist, Getreide Schober (Fiemen, Hausten) anzusetzen. Diese Schober werden nicht höher errichtet, als man mit der Aerndte⸗Gabel von dem Wagen die Garben zureichen kann. Sie hö⸗ her anzulegen, ist widersinnig: theils weil bey dem Auf⸗ ziehen mit der Rolle viel Zeit verloren wird; theils weil die hohen Fiemen, wenn sie nicht sehr wohl angelegt sind, sich nach einer Seite sacken, und den Einsturz drohen; theils weil bey dem Abbrechen und Einscheuren derselben durch das Abwerfen mehr Getreide verloren wird.. Die Form der niederländischen Fiemen ist dieselbe, wie der Herr Geh. Rath Thaer sie uns im Dd 4 zwey⸗ 124 zweyten Bande seiner Einleitung von England darge— stellt, ihre Anlage zureichend beschrieben, und ihren Nutzen sattsam gerechtfertiget hat. Mäuse und Ratten thun bekanntlich an dem ge— bansten Getreide in manchen Jahren vielen Schaden; dieses trifft dann auch das Korn, das in Fiemen auf⸗ gesetzt ist. Zur Abwendung dieses Uebels treffen die Engländer bey den ihrigen eine Vorrichtung, die an den niederländischen Fiemen fehlt: die nämlich, daß jene ihnen einen ausgemauerten Stand mit einem stark her— vortretendem Rände geben, wodurch dem Feinde der Eingang verwehret wird; eine Vorrichtung, die ge⸗ wiß überall zu empfehlen ist. Hierüber hat mich ein Engländer belehrt, daß man sich sehr hüten müsse, kei⸗ ne Stange oder sonst was gegen die Fiemen anzulehnen, welches dem Ungeziefer zur Leiter oder Brücke dienen könne. Er habe, sagte er mir, schon solcher Fiemen gesehen, die nach ein paar Jahren gegen ihre Mitte zu gänzlich zusammengesunken waren, indem die Mäuse alles Stroh und Getreide darinn aufgezehrt hatten. Die Errichtung großer Scheunen ist ungleich kost⸗ barer, als die aller andern landwirthschaftlichen Gebäude: daher ich jedem Eigenthümer den Rath gebe, sie so klein und leicht, aber auch so bequem als möglich zu ma⸗ chen. Unter die Bequemlichkeiten rechne ich außer ei— ner schönen großen Tenne und doppeltem Zugange, daß sie so gesetzt sey, daß die Fiemen von zwey Seiten mög— lichst nahe angebracht, und die Garben derselben durch be⸗ Hhadetz d aorfel Vö Puuntt aaf Ruett uoch Duschtenne Hlatt. umz auch ist Stroh W Water, Stroh, kiiten für von Ste Mähter den Eger Dichvel sthrichs Cumm. — sud, f als des schkeit, Spielka von inn schlen e einmald Engang un E Hah hj h siben IMi famic an v. Ren viln G dus in Jin: 5 Uchts ayn 3—— mit diem it Il urch den 30l Borrichunz. ieruber hat t ht hutn nhj Fiemen anpih oder Brich chon silce s gegen ihte A, idem x d sgezchtt hit. ren ist u 4 at 0 gebe, ˖ E iaten. chne ic 10 em Zuune wey Sr. n dasch 0 06 4²25 besonders dazu bestimmte, mit lͤͤden geschlossene Löcher eingeworfen werden können. Ich habe eine kleine brabantische Scheune neuer Bauart auf Tafel IX. Fig. 6. im Durchschnitte ihrer Breite nach abgebildet. Sie ist sehr solide. a zeigt die Dreschtenne. Die Fig. 7. zeigt eine andere von alter Bauart. Es ist schwer zu begreifen, wie sie stehen kann; auch empfehle ich sie nicht als Modell. mit Stroh gedeckt, jene mit gebackenen Ziegeln. Sie ist Obgleich keine Bedachung leichter, wärmer im Winter, und kühler im Sommer ist, als die von Stroh, so verursachet sie doch bey großen Gebäulich⸗ keiten für Anlage und Reparatur einen starken Aufwand von Stroh zum Nachtheile der Aecker. Ich kenne Pächter in meiner ehemaligen Gegend, die sich gegen den Eigenthümer erboten haben, daß, im Fall er das Dachwerk mit Ziegelsteinen decken wolle, sie gerne die jährlichen Reparaturen davon übernehmen, und die Summe, die es gekostet, verzinsen wollten. Die Dächer, die mit gebackenen Ziegeln gedeckt sind, fodern eine solide Struktur der Wände sowohl, als des Dachstuhles, haben überdem die Unannehm— lichkeit, daß bey einem Sturme die Ziegeln wie Spielkarten davon wegblättern. Das Uebel kömmt von innen, und stets an der dem Winde entgegenge— setzten Seite des Daches. Denn hat der Wind nur einmal durch ein ossenes Fenster, eine Thüre oder ein Loch Eingang gefunden, so stößt er von unten gegen die Zie⸗ — d 5 geln —————T....... e MeM2..e2S2ꝑ”ꝓ. SS=. RR 42 6. geln an; und dann geht's ans Reißaus. Man kömmt dieser großen Unannehmlichkeit auf folgende Weise in den Niederlanden zuvor. Noch ehe die Ziegeln aufgelegt werden, nagelt man unten gegen die Sparren gespaltene Stecken(Reifenholz) an, gerade so als wenn man ein Strohdach zu machen hätte, nur mit dem Unter⸗ schiede, daß bey diesem, wie bekannt, die Stecken von oben auf die Sparren genagelt werden. MNun wer⸗ den alle Zwischenräume von Sparre zu Sparre mit Stroh(Wamen) gefüllt, und solches auf die Stecken angebunden. Man bemerke dabey, daß das Stroh nicht dicker aufgetragen werde, als es die Sparren selbst sind. Das Dach sieht nun beynahe einem gewöhnli⸗ chen leichten Strohdache gleich. Darauf werden die katten, zum Aufhängen der Ziegel, über das Stroh her gelegt, und auf die Sparren festgenagelt. Das Dach bildet auf solche Art ein doppeltes Dach, wovon das untere von Stroh, das obere von Ziegeln ist. Ein solches hat auch von dem größten Sturme nichts zu fürchten, und in einem Menschenälter keine Repara⸗ tur nöthig. In dem Namurischen, und dem wallonischen Brabant findet man bey den dasigen großen Pachthö⸗ fen auch ungeheure Scheunen; und man kann sagen, daß ihre Errichtung eine ganze Erbschaft kostet. Ich habe mich überzeugt, daß die meisten dieser Höfe ihren Eigenthümern, wenn man den Kaufschilling der län⸗ dereyen nebst den Kosten der Errichtung der Gebäulich⸗ keiten rechnet, nicht ein Prozent abwerfen. Da zu dem Dahst Bilen und u, o sich dem Ei Udethot, Wchbroche umte sche Iu. Die shite vr. nl auf ber Num d d unz wez SOcheume! man brar belhaben die sange haben die Die Wie Daken v Dochstu HH zu E man ber 2 auch ein sben L Hiebes ten jdet E vas üb. ihan, N 1 flgere d che de 90U Wreummg esoc wemy. nur mit d dmb innt, di Ette derden. Mur Harte h Ear ts die xrv nahe einen ai⸗ Daraus ne nalter ame 7 HDe bden win N oHel dman im Haft kt diese fschilin V 5 ng der Hul weffen. V wiederholt, 4²27 dem Dachstuhle dieser Scheunen ganz ungewöhnliche Balken und anderes kostbares Geholze erfodert wer— den, so sucht man solches durch Mauerwerk zu ersetzen. Zu dem Ende werden die Giebel alle 20— 24 Fuß doch so, daß diese innern Wiederholungen durchbrochen sind, und gothische Bögen bilden. Man könnte solche Scheunen mit Recht Kirch⸗Scheunen nen⸗ nen. Die Fig. 3. auf Tafel XII. stellt eine im Durch⸗ schnitte vor. Manchmal befindet sich auf einer, mänch— mal auf beyden Seiten die Dreschtenne a, b, oder der Raum b dient zum Schaafstalle, oder man laßt ihn ganz weg. Will man die Tenne über die Breite der Scheune anlegen, so fallen beyde Nebenbogen weg, und man braucht nur die Haupt⸗Arkade. Alle diese Gie⸗ bel haben die Dicke von zwey Backsteinen(p. p. 20 Zoll)); die langen Außen⸗ oder Seiten⸗Wände der Scheune haben die Dicke von anderthalb Backsteinen oder 15 Zoll. Die Wiederholung der Giebel macht, daß man weder Balken noch Ständer zu ihrem Unterfangen, noch Dachstuhl gebraucht. Die Wermen werden von Gie⸗ bel zu Giebel in das Mauerwerk selbst eingelegt, wie man bey 1, 2, 3, 4, 5, 6 sehen kann. Auf gleiche Art ließ sich in holzarmen Gegenden auch ein Schaafstall errichten, wie ich auf Fig. 4. der⸗ selben Tafel entworfen habe. Jede Wiederholung des Giebels dient, einen besondern Stall zu formiren, de— ren jeder 90 bis 100 Schaafe fassen würde. Ehe ich diesen Abschnitt schließe, glaube ich e was über das Fuhr⸗ — SXD 0 — 4 x x SSSEE— * ö ö 4 V 428— Fuhrwerk der Brabanter sagen zu müssen. Man weiß, daß die Wagnerarbeit in den Nie⸗ derlanden besser, leichter und stärker ist, als in allen benachbarten Ländern, daher jährlich mehr als hundert Chaisen und Kutschen allein aus Brüssel nach dem Aus⸗ lande, namentlich nach Paris gehen. Die Vervoll— kommnung dieses Handwerkes erstreckt sich denn auch auf das Ackergeräthe, vorzüglich auf Karren und Wa— gen. In der Campine bedient man sich blos der Kar⸗ ren. Diejenigen, die zum Transporte des Düngers bestimmt sind, sind kleine Sturz⸗Karren. Der Ka⸗ sten dieser überaus leichten Kärrchen ist so fest zusam— mengefügt, daß das Regenwasser sich darinn wie in einem Topfe sammelt. Der Kasten ist auf die Axe be⸗ festiget, und ruhet vorne auf der Scheere, in welcher er vermittelst einer durchgeschobenen eisernen Stange be⸗ weglich ist. Die Scheere selbst ist möglichst kurz. Die Räder haben 4 Fuß 7 Zoll rheinl. im Durch⸗ messer. Der Kasten hat 4 Fuß 4 Zoll in der Länge, 1 Fuß 64 Zoll in der Höhe, 1 Fuß 11 Zoll in der vordern, und 2 Fuß 1 Zoll in der hintern Weite. Er ist oben um 12 Zoll weiter, als unten am Boden. Von hinten ist er offen; es kann jedoch ein Brett zwerg eingeschoben werden. Nach dem Pferde zu ist der Ka⸗ sten geschlossen. Er kostet 44 deutsche Gulden. Wer mit stuntt + ustbe beyf Herde 6 bediehe Aumen zunn Zun 0 densebe wligfahten dhlsche 5 prd bieb duten ddo Harrn ab ind so br Fede. Harren, Huhterfu uen b. Mwon Nachten as sich men laß det, un dso drer harichte Juhrwe — fir Pü Wakzer Heratheit in vrz Her it, dtz lch nehrdh yr rͤschmhw Hhen. Diedun akt sch wun uf Karrad sich bos v pokte des A Karren. Dun ist so fsthr dsch dorimnl ist auf xM cheere, i tisenen Su shglicht fut thein nde dol in K en stun Vin Rten am R en S 1dẽ iu ist 90 2Gben U0 42²9 mit einer besondern Geschwindigkeit ein Land düngen, dasselbe bey feuchtem Boden nicht dabey verderben, sei⸗ ner Pferde schonen, und auf viere eins ersparen will, der bediene sich dieser, oder ähnlicher kleiner Sturz— Karren zum Mistfahren. Zum Versuche wurde bey mir zu gleicher Zeit, von demselben Misthofe und auf denselben Acker Mist ausgefahren. Man nahm hierzu einer Seits zwey ge— wöhnliche Karren und fünf Pferde. Das hinterste Pferd blieb jedesmal in jedem Karrn fest, die drey vor⸗ dersten aber wurden immer von dem leer ankommenden Karrn ab, und an den vollen abgehenden vorgespannt; und so brachten die 5 Pferde in einem Tage eilf Fuder zu Felde. Von der andern Seite hatte man 4 Sturz⸗ Karren, 4 Pferde und 2 Führer genommen. Jeder Führer fuhr also zwey Karren zugleich aus. Die Sturz⸗ Karren brachten an demselben Tage 60 Fuder auf. Nehmen wir nun, daß 4 dieser Fuder einem der obge⸗ dachten Fuder gleich sind, welches alles mögliche ist, was sich zum Vortheile der vierspännigen Fuder anneh⸗ men läßt, so folgt, daß jedes der 5 Pferde 8, 8 Fu⸗ der, und jedes der 4 Pferde 15 Fuder weggefahren, also drey Pferde mit einspännigem Karrn so viel Arbeit verrichtet haben, als fünfe mit einem mehrspännigen Fuhrwerke. Die größeren Karren der Campine sind mit äußer⸗ ster Pünktlichkeit gearbeitet, und so, wie alle andern Werkzeuge, sauber mit Oelfarbe angestrichen; eine Zier⸗ 8 ͤ——————— 430 Zierlichkeit, die sich durch die längere Dauer solchet Justrumente recht wohl bezahlt macht, und Jedem zu empfehlen ist. Der Boden davon ist so breit, daß er möglichst nahe gegen die Räder anrückt, daher die Sei— tenwände auch senkrecht stehen. Diese sowohl, als der Boden, sind mit Brett von Tannenholz zugeschlagen. Die Seitenwände lassen sich abnehmen, passen aber und schließen so genau auf den Boden, daß sich nicht ein Körnchen Rübsaamen hindurch verlaufen kann. Von vorne sind diese Karren⸗Kasten offen, von hinten aber mit einer beweglichen Rückwand geschlossen. Die Sei— tenwände sind mit eisernen Krampen versehen, in die im Erfoderungsfalle vier Plattreifen oder breite Sprie⸗ gel von Eschenholz gesteckt, und mit einem weißen Tu⸗ che überzogen werden können. In diesem Zustande dient der Karrn der Familie des Pächters zugleich als Kutsche und als Provisionswagen. Zur Aerndtezeit wird die Rückwand herausgenommen, und Einige erhö⸗ hen die Seiten⸗Wände durch einen Auffatz, der sie zu⸗ gleich in der Höhe von vorne und hinten etwas verlän⸗ gert. Man ladet 150 Gelege Roggen und 200 Ge⸗ lege Gerste darauf. Der Karrn ruht etwas stark auf des Pferdes Rücken; dafür hat der Boden eine gewisse Schweifung oder Concavität, wodurch sich die dast nach der Are zu concentrirt. Nie wird mehr als ein Pferd angespannt. Der Fuhrmann geht entweder ne— ben dem Pferde her, und führt es an einer Leine, oder er sitzt(auf Reisen, oder wenn er keine Fracht hat) vorn auf dem Karrn oder zwischen dem Pferde und Kasten; seine Beine hängen auf der linken Seite des Karrns herab. Zuishe Glz⸗Kall guren, die! Iu hen gan E dienene shint ul Gumuch 6 Ium sehrend scheppen, Yhund He hübe. IN Ner 17. — 4oot Fuct fi In 180 blab. 3ut l det B. 0 f Die shichin! iahre Dun 6 0 W iss bt u kück 1. Dise sr puchl z naschsftz chmen, nfgt den, Aßhn derlaufenfan I n, von hung chlossen. en verschn, Woder brateeh einem wefhd I desem I hächters uuh Zur I „ und N E 0 Aussab,A Inten ets x 0 H0en Ind 206 0 t Huf Boden iu Ulch sch Y ditd meh Kl geht ei A Fracht Hüi i d Rul ——————————————————85 431 herab.. Ein solcher Karrn kostet 77 deutsche 60 den. Zwischen Antweryen und Mecheln hat man keine Sturz Karren zum Mistfahren, sondern leichte kurze Karren, die von vorne und hinten offen sind. Sie ha⸗ ben einen ganzen Boden, und geschlossene Seitenwände. Sie dienen auch zum Heu⸗ und Getreide⸗Einfahren. Es scheint unglaublich, welche Last ein einziges Pferd, (denn auch hier wird nicht mehr eingespannt) bey ebe⸗ nem festen Wege auf einem solchen kleinen Karrn fort⸗ schleppen, und noch unglaublicher, daß man 3000 Pfund Heu darauf laden kann, wie ich selbst gesehen habe. Zu Antwerpen fand ich Fracht⸗Karren, deren Räder 175 Centimeter in der Höhe hatten. Man lud 4000 Pfund Waare auf, und das war die Fracht für ein Pferd, jedoch auf gepflastertem Wege. In den Poldern kostet ein zweyspänniger Wagen 180 brab. Gulden. Zu Voorde bedient man sich sowohl der Karren als der Wagen. Diese kosten 200 brabant. Gulden. Zwey Pferde fahren damit 600 Gelege Roggen. Die schönsten und wahrhaft eleganten Wagen sah ich in dem Lande von Waes. Ueberhaupt zeichnet Stär⸗ —— IIIFEFEIEFTFTFTFTCTFTFTCT ö ö ö* Stärke und leichtigkeit das ganze brabantische Fuhr⸗ wesen aus. Schwere plumpe Karren, wie die mei⸗ ner Herren Collegen in der Hesbaye, wo ein Pferd erfodert wird, um die leere Maschine vom Platze zu bewegen, sind überall abgeschmackt, und würden in Brabant noch abgeschmackter scheinen.. Alles, was man auch zur Rechtfertigung dieses plumpen Fudwe⸗ sens sagen kann, fällt weg, wenn man, so wie ich in derselben Gegend, ein leichteres aufgestellt, und es an⸗ wendbarer und besser als das andere gefunden hat. D Hso) ymn Ste MHVI Fondetr Uhir! Wi an ,/ Ruz, sunnes, wagghed Wil de Wheg, ö sch ein hah Amach un sit Laldes 6 Eig ORK oser dee und duf kein ske Pvepte uhniß 0 Runm, Wühn bay, po schne vun 0 akt, un mnen. Mi; sts plumpn it; uman, s oestelt, 6 gefundast * Anhang. Der doppelte Streichbretts⸗Pflug. Dieses Instrument, von dessen Gebrauche ich an meh⸗ reren Stellen dieses Werkes gesprochen, findet sich auf Tafel VIII. Fig. 1. abgebildet. Der Bau des Ganzen ist von dem brabantischen Pfluge entlehnt. Ich habe also hier blos die Veränderungen anzugeben, die ich dabey angebracht habe. a, der Kamm, steht hier senkrecht, damit der Pflug, durch höheres oder tieferes Einhängen des Ge⸗ spannes, zu jeder Tiefe gesetzt werden kann. Eine waagrechte dage des Kammes wäre hier überflüssig, weil die Pferde dabey nie zur Seite gespannt werden dürfen. b, das Schaar, ist gewölbt. Man denke sich einen spitzigen hohlen Kegel, den man seiner dänge nach spalten würde, um aus jeder Hälfte ein Schaar zu machen.. Die Spitze des Schaars besteht in ei⸗ nem soliden, etwas gesenkten Schnabel. Der hintere Theil desselben ist von beyden Seiten eingeschnitten, und das Eingeschnittene umgekrümmt, wodurch ein Höft x oder offsene Scheide entsteht, worein die etwas gerun— dete und gedünnte Sohle eingeschoben wird. Es be— darf keines Nagels, um das Schaar darinn fest zu halten. ö Zweyter Band. Ee 6/ ——————————4— .—.—.—*EE———— * ö * 8 .Imͤ—nl⁊ v 434 e, die Sohle, die aus einem geraden viereckigé langen Stücke Holz besteht. d, eine eiserne Nase, die gegen die scharfe Säule oder Schiene befestiget ist, und zum Anhalten der Streichbretter dient. e, eines der beyden flachen Streichbretter. An dem Vordertheile befindet sich ein Haken, womit es um die Nase eingehangen wird. Gegen den hinteren Theil bemerkt man den Punkt y, welches den Kopf der an dem Streichbrette festsitzenden platten Stange an⸗ zeigt, welche durch die Stürze des Pfluges geht. Fig. 2. zeigt gedachte Stange, die wir den Spanner nennen können, weil durch sie das Streich⸗ brett in einen stumpferen oder spitzigern Winkel gespannt werden kann. Zu dem Ende sind, wie kzeigt, in eine der Kanten Zähne eingehauen, in welche ein Splint eingestoßen werden kann. 8 zeigt, daß der Spanner ein wenig gekrümmt ist, damit das Loch durch die Stürze, durch welches der Spanner sich hin und her schieben lassen muß, nicht allzu weit gemacht werden darf. Fig. 3. ist einer der eisernen Splinte, der, da— mit er nicht verloren gehe, vermittelst seines Kettchens an die Stürze fest gemacht wird. Fig. 4. zeigt den Pflug von hinten. Die erste Figur ist zehnmal verjüngt vorgestellt, die übrigen sind auf geradewohl gezeichnet.. Ich habe mir Fir uach RMam hr 0 0 fann I Im O Ette Mboch⸗ 4H Ub lale U E ele Ja ben Etf waicht n De B psh H 96 Euid chn ein Höche af dese dunn gudgtg dandeshund 1 im U; en Stkücbitz ch ein Henn „ Gannst welches duy platten Stz des Pflchs g. tange, de u. dutch ssdutkt bien Vut d/ wie fi b in weshe nE „ dah WEn it das Hl mmer sch su v weit gaut un Eplitth lest sit 1 —.—.—;— —* 435 mir nach der Hand noch einen mehr vervollkommnetern Pflug mit gehöͤhltem Schaare und gewölbten, oder viel⸗ mehr gehöhlten Streichbrettern anfertigen lassen; aber ich kann ihn nicht so anschaulich als jenen darstellen. Ist der Boden fest, so reißt man ihn erst mit dem Schaare ohne Streichbrett auf, darauf hängt man die Streichbretter an, und durchfährt die Zwischenräu— me noch einmal. Es scheint zwar, daß solches dop— pelte Arbeit ist; allein man erhält dadurch eine erleich⸗ terte, und ungleich bessere Arbeit in einem solchen Bo— den. Maulwurfs-⸗Falle. Ich weiß nicht, ob die Tafel 9. Fig. 2. abgebil⸗ dete Falle überall bekannt ist. Ich habe sie mit so gu— tem Erfolge anwenden sehen, sie kostet so wenig, und ist so leicht zu verfertigen, daß ihre Bekanntmachung man⸗ chem Flachsbauer und Gärtner willkommen seyn wird. Die Beschreibung wird zeigen, daß kein Bauer ist, der sie sich nicht selbst machen könne. a ist ein plattes, schmales, etwa einen Fuß lan⸗ ges Holz, in welchem einige Löcher eingebrannt sind. Es wird an seinem untern Theile in ein kleines Klötz⸗ chen eingelassen. Bey dem Gebrauche wird um dieses Klötzchen ein kleiner Ballen von Erde angedrückt. b ist ein viereckigter, nach unten zugespitzter Stock, auf dessen einen Seite ein plattes leichtes Zwergholz, des⸗ Ee 2 sen ———————— 436—— sen Gestalt sich sattsam erklärt, mit einem Nagel befe⸗ stiget ist; doch so, daß es sich ohne Widerstand um den Nagel drehen läßt. cist ein dünner Drath(ein messingner ist, da er nicht rostet, am dauerhaftesten). Dieser Drath, der etwa einen Fuß lang ist, wird an beyden Enden mit einem starken Bindfaden zusammen gebunden. d ist ein kleiner Stecken, der beynahe seiner gan⸗ zen Läͤnge nach gespalten ist. e ist ein Stecken von elastischem Holze, wie Ei⸗ chen, Haselnuß u. s. w. An dem Ende dieses Stockes ist vermittelst eines Bindfadens ein Kläppchen befestiget. Wenn man die Fallen aufstellen will(denn es gehören deren zwey dazu), so sucht man den Hauptgang des Maulwurfs auf, und öffnet ihn mit der Hand. Man sticht den gespaltenen Stecken d mit dem ofsenen Ende in einer schiefen Richtung in den Boden, und hef⸗ tet das andere vermittelst eines hölzernen Hakens an die Erde fest. Dieser Stecken, oder vielmehr diese Gabel muß nicht in die Länge, sondern über die Breite des Ganges eingestochen werden. Man läßt den Drath durch die Spalte der Gabel bis zum Boden des Gan— ges herab. Die ganze Stellung läßt sich aus der Fig. 2. leicht erklären. Nun nimmt man das Holz a und setzt es hinter den Ring, so daß der daran befestigte Erd⸗ ballen die Oeffnung des Ganzen schließt; doch muß er dem Drathe nicht zu nahe kommen.. Darauf wird das Holz b in den Grund gestochen, in einer Entfernung, wel⸗ 4Z.—————28 hef fobiche chl des d Bo Kippc auf ein ligtist Schulsn Oud di m 30 dücchd men, Gyihe durch! auffh da abe Hg loo er sickt. bur:“ icht! in M n d ist fr iit einen W 0 16 Ddasann misunrr n D. Vusr Duhly an beden Ethj en gehurdn, der bendhesin sschem Hu mEnde distzet nn Klapchn ffelen uil s mon de Hu t ihn nit df den Boch Hhernen Hin 1nmcht MII Nun lizt vd um Bonnen htsich uur: un das HHil doran Hffthen Hleßt; A Dumuei ehg C welche so eben das Eingreifen der Spitze des daran be⸗ findlichen und beweglichen Zwergholzes in eines der do— Man sticht den Stock e in den Boden, und beugt ihn über die Falle her, bis das Kläppchen die Einschnitte des Holzes b erreicht, und auf eine leichte Weise darinn aufgestellt wird. ergreift man die Schnur des Drathes, und heftet sie behutsam und ohne Anstrengung um den Stock e.. Sind die zwey Fallen aufgestellt, so wird der Gang in dem Zwischenraume derselben zugetreten. cher des Holzes a zuläßt. Kömmt nun der Maulwurf und findet seinen Gang durch den Erdballen verstopft, so sucht er ihn wegzuräu— men, giebt dadurch dem Holze a eine Erschütterung: die Spitze des Zwergholzes b springt aus dem koche, wo— durch das Kläppchen frey wird, der elastische Stock e auffährt, und den Drath mit sich nach der Höhe reißt; da aber der Maulwurf bey seiner Arbeit in dem Ringe lag, so zieht dieser ihn mit sich gegen die Gabel auf, wo er zwischen ihr und dem Dräthe stecken bleibt und er⸗ Ich ziehe diese Fallen den eisernen Zangen weit vor: sie kosten ungleich weniger, werden auf dem Felde nicht nicht gestohlen, und man sieht sogleich, wann sich ein Maulwurf gefangen hat; statt daß man bey den Zan— gen die Erde beym Nachsehen aufdecken muß, welches stickt. oft fruchtlos geschieht. 437 Dann Mit⸗ ————— *ά 438 zittel gegen die Feld-Mäuse.* Seit der Herausgabe des ersten Bandes dieses Werkes traf ich irgendwo eine Vorrichtung zur Til— gung der Feld-Mäuse durch Räucherwerk, welche durch— aus eine Bekanntmachung verdient, und gewiß unter allen bisher bekannten Mitteln das wirksamste ist. Wenn ein neues Werkzeug, dessen Anfertigung mit einiger Ausgabe verbunden ist, sogleich allgemeinen Eingang bey den Bauern einer Gegend findet, so kann man sicher schließen, daß die Nutzbarkeit seiner An⸗ wendung auffallend, und außer allem Widerspruche sey.. In diesem Falle ist das Instrument, das ich zu Weisweiler in dem Jülichschen auf dem Wege von Dü⸗ ren nach Achen fand, und dessen Anwendung ich auf dem Felde beywohnte. Da diese Gegend öfters von den Mäusen heimgesucht wird, so sind jetzt wenige Päch⸗ ter daselbst, die nicht damit versehen sind. Das Instrument besteht nebst einem Handblas⸗ balge aus einem eisernen Cylinder, der etwa anderthalb Fuß in der länge, und sechs Zoll im Durchmesser hält. Sein unterstes Ende ist mit einer sesten Platte geschlos— sen, in deren Mitte sich eine Oeffnung befindet; über dieser ist von außen eine 8— 10 Zoll lange, etwas krumm gebogene Röhre angebracht. Einen Zoll hoch über dieser Platte oder diesem Boden befindet sich in dem Cylinder ein Rost(Gitter), damit das hineinzu— wer⸗ *) Kann als Supplement zu Seite 304 des ersten Ban⸗ des dienen. — rim Durchun pe erwerk, uhn ,— 1 wikfanse j Ddesen Mir „soglich elm gend fude, ün Ubbarket sn x am Mut strument, wh dem ge dN Auwendun 00 Gehend otun stht pmpgt f siid. enem gubs der Eun achh — In Puttgei 06 i befnde i 0l la h Einen zl n befndt mit das suhp 0 0 o1 d asih ——— ̊ͤ—ñ—————— 439 werfende Räucherwerk nicht die Oeffnung der Rohte, als den einzigen Ausgang des Rauches, verstopfe. Der obere Theil des Cylinders schließt sich mit einem gut pas⸗ senden Deckel, in welchem ebenfalls ein Loch ist, in wel— ches die Pfeife des Blasbalges eingestochen werden kann. Von aussen ist an dem Cylinder eine eiserne zweybeinige bewegliche Stätze angebracht. Die Figur 5. auf Ta⸗ fel XI. wird die Sache noch deutlicher machen. Uebri— gens kömmt es nicht so genau dabey auf die Proportion an. Mit Inbegriff des Blasbalges wird das Instru⸗ ment 8— 9 Gulden kosten. Nun seine Anwendung. Den Tag zuvor, als man das Räuchern unter⸗ nehmen will, tritt man auf dem Felde so viel möglich alle zͤcher der Mäuse zu. Da diese nun des Nachts die— jenigen wieder öffnen, welche zu ihrer Wohnung füh⸗ ren, so weiß man bestimmt, wo man zu räuchern hat, statt daß man sonst fruchtlos an mänchem nicht mehr bewohnten koche ansetzen würde.. Der Cylinder wird mit zumpen gefüllt, zwischen welche etwas Schwefel⸗ blume oder gestoßener Schwefel eingestreut worden. Man bringt Feuer an die lumpen, schließt den Cylinder mit seinem Deckel, und schiebt die Röhre davon in ein Mauseloch. Die Stütze dient, um den Cylinder in ei⸗ ner festen und schiefen Richtung zu erhalten. Nun wird der Blasbalg vermittelst seiner Pfeife in das Loch des Deckels eingelassen, und eine kleine Zeit darauf los gefachet; dann setzt man in einiger Entfernung wieder bey einem andern roche an. Es ist nicht nöthig, e eh —— ß7;ͤ—— ͤ————— 44⁰ bey jedem Loche, wenn ihrer viele sind, zu thun: denn der Rauch circulirt durch die unterirdischen Gänge in der Nähe herum und erstickt unfehlbar alle Mäuse. Man hat aus Neugierde mehrmalen nachgegra⸗ ben, und sie schockweise über einander liegend ohne die geringste Spur des Lebens gefunden. Will man durch⸗ aus keine auf dem Felde zurücklassen, so tritt man gleich nach dem Räuchern die Locher wieder zu, und beräu— chert am folgenden Tage von neuem alle Löcher, die sich in der Nacht wieder geöffnet haben.. Als Augen⸗ zeuge darf ich diese Rauchoperation Jedem kühn empfeh— len, der in dem Falle ist, eines Mittels zur Abtreibung der Feld⸗Mäuse benöthiget zu seyn. N. B ö SW I 2. ö X HHE LililixeäIIl 1II2 . M, Rbl. 2 72. l i— UEI ff II * 2 — EEDEEEEEEt:—— —77:.——......... —.— 1 I IIH HILI sssWssss¶ — IHIU II 20 IE Il LUUUn 7 ... e— ,—— 2..... — MpMM,, MMMMMW WMcM, I,, — L... I W 72.. 2 2. 2 PWh, MMMH, — DEDERSESCCCCCCCC SIEDiiieEEeeeeeeeeeeeee — ν— ꝗπνπ⁷⁷⁰π⁷⁷π⁷—.——.———* — 2 Nin———————————.————.————————.—;‚ ———.—vñ J un* +. v.—— —**——— P——.——————.————— I— 7— **— 1— I, IEV. 70 220 IIILIIUIIIIIIIII + 4 ö‚ —— S. ——— 2 — ——— V ———— —— e, 4 8 ——— — — G Soiour& Grey Cortror