4 V 4 5 1 3 E.5 3 4 5 1 1 .— 39 — „* 1* 4 3 —— ———————2 ——õ— 3— 9 8 8 N —8 S 8 8 —— 2———ÿ; * 2———— — *—————— 7 1 ——————— ————— FFFFPPTT — S——‚‚——.— 5 — e ö Belgischen Lundwüthschaft. 4 v oen . R. S ch wer z. MuLEN RI 8 N 4⁵8 N Erser Ban d. Mit sieben Kupfertafeln. os.......... H a l le, * bey Hemmerde und Schwetschke. 18 0 7. * I* agriculture, quand elle est bien entendue et di- rigée, produit seule la richesse, la puissance et la felicité des nations. A. VOuvNG, Voyage en France. 3——233—3.9Üp——————.——.....‚e‚..‚—‚J—3—3‚3—333—3..— ———— ————————————..‚cs-‚:...:. I ———— —————————.— C. DE RENESSE. A MADAME LA COMTESSE NEE DELIEDEKERCK SURLET ———— ————————— —————.—— ꝛ ꝑ——— 7˙ — —3—————————————.————— ——*— Mäadame! Ne pouvant douter que votre modestie ** se serait refusée à maccorder la permis- sion de vous dédier ce petit ouvrage, 5'ai cru devoir Pentreprendre sans Pavoir Consultée. Car si par hazard le Publie avait Pindulgence de me savoir quelque gré de ce que j'ai ëcrit dans Thonorable asile, que vous aviez eu la bonté de maccorder: ne serait-il pas juste, qu'il connaisse en méme tems la Personne distinguéëe, sans Tintervention de la- quelle cet ouvrage naurait peut-éëtre pas —77777 vu le jour?ꝰ. Pardonnez donc, Ma- 7 dame, si à votre insgu j'òse vous don-. ner ce témoignage public de ma recon- naissance, et particulièrement du re- spect affectueux, que je partage avec Wn Gan rous ceux qui ont I'honneur de vous ea an N 0 Denh W 6 Connaitre. IL AuT EUR. 0 — —ñ9SssosSSSS88395- Iu h a ut. Erste Abtheilung. Allgemeine Uebersicht der Niederlande, ihrer Be⸗ wohner und ihres Ackerbaues. Erster Abschnitt. Entstehung und Quellen dieses Buches. Absicht des Verfassers. Reisen des Verfassers. S. Seine Art, zu beobachten.** Schwierigkeiten, die ein reisender Agronom bey sei⸗ nem Beobachtungsgeschäfte findet. MW Noten eines brabäntischen Liebhabers des Ackerbaues..— Wenige Schriften über die belgische Ländwirthschaft.— In welchem Geiste dieses Buch geschrieben worden ist, und wie es gelesen werden muß.— 10 Zweyter Abschnitt. Geographische und örtliche Beschaffenheit der Niederlände. — Departement der beyden Nethen.— 13 a. Die Gegend von Contigh.— 14 b. Die Polder.— 14 c. Die Campine.*— 4 a 4 Das ——k33333— 2—— —— — I * + DEDEY*...— VIII— Das Land von Waes. S. 15 Wohlstand des Waeslandes.— 16 Die Ufer der Dender.— 18 Alost.— 18 Bevölkerung der Niederlande.— 19 Sie verdankt dem Ackerbaue ihre Existenz und ihre Wohlfahrt.— 20 Gewicht, Maaß, Größe.— 21 Dritter Abschnitt. Physische Beschaffenheit der Niederlande. Ihre wahrscheinliche Entstehung.— 25 Beschreibung der Bodenarten, die man daselbst an⸗ trifft; nach dem Abbe Man.— 26 Geologische Note über das Departement der bey— den Nethen vom Prof. Dekin.— 28 Untersuchung des Bodens der Gegend von Contigh durch den Doctor de Beunier.— 32 Der durch Kunst veredelte Sandboden des Landes von Waes.— 34 Bodenärt an der Dender.— 335 Vierter Abschnitt. Pphysshe und moralische Verhältnisse der Be⸗ wohner Belgiens. Kleidung.— 36 Nahrung.— 38 Charakter.— 39 Das Rationelle ihres Ackerbaues.— 41 Politur ihrer Sitten.— 43 Fünfter Abschnitt. Belgische Industrie und Vorzüglichkeit des dasigen Ackerbaues. Beleuchtung der Bemerkung des Prof. Balsamo über die Stagnation des Ackerbaues in den Nie⸗ derlanden.— 45 Para⸗ —————ͤ—————————4—4—— Hethn v N. Iuuit Mo u Aufil. Hahsm sch 0 Iuntt I Enfts iude Rcgin Haray Kah Hosta hit AUA A Echhe Dush de R Eill! Auig — 1 . Arthur Noung. S. 50 Herr Cropp.— 5 Landwirthschaftlicher Wetteifet der Belgen.— 53 Verehrung des Düngers.— 55 Ausnehmende Industrie.— 58 Ausfall auf Indolenz und Stupidität. 04 Höchstmögliche Benutzung und Ertrag der belgi⸗ schen Aecker.— 62 Sechster Abschnitt. Einfluß politischer und religiöser Grundsätze auf den belgischen Ackerbau. Fränkreich und das französische Flandern, oder gute und schlechte Cultur.— 63 Einfluß der öffentlichen Regierung, nach A. No Anngen und Balsamo.— 63 Belgien und seine Nachbaren.— 65 Paradoxes Vorgeben eines widrigen Einflusses des Katholicismus auf den Ackerbau.— 68 Klöster, Urheber des Flors der Niederlande und ihres Ackerbaues.— 68 Ihre übereilte Vernichtung.— Zweyte Abtheilung. Zubereitung des Ackers. Ein Wort über die Kunst.—— Schwierigkeit der Abfassung dieses Kapitels.— 77 Erster Abschnitt. Denr f u g. Verschiedene Structur der Stelzenpflüge.— 81 Der Ostmallsche Pflug, als das Urbild eines guten belgischen Pfluges.— Seine Beschreibung.— 84 Vorzüglichkeit dieses Pfluges.— a 3 Z3wey⸗ 28 8 2 *IE —— . I— 8 * .—. Zweyter Abschnitt. Ackergeräthe und Gespann. Egge. S. 91 Wahhe.— 92 Schleife.— 93 Rechen.— 94 Streichhaken.— 94 Sein Gebrauch.— 957 Magenschwengel.— 96 Gespann.— 97 Preis verschiedener Gespannarbeiten im Verdinge.— 78 Dritter Abschnitt. Das Pflusgen. Erklärung einiger Kunstwörter.— 10⁰0 Verschiedene Arten der Pflugarbeit.— 102 9. 1. Ein ebenes Land mit einem unbeweglichen Streichbretspfluge platt und eben umpflügen. Plattpflügen.— 104 Aopflügen.— 106 Anpflügen.— 107 An⸗ und Abpflügen.— 109 Rigolen füllen.— 110 §. 2. Ein ebenes Land in gewölbte Beete pflügen. Rechtfertigung der Ackerbeete.— 111 Beantwortung der Einwürfe.— 113 Breite, Höhe, Richtung der Ackerbeete.— 114 Anlegung derselben.— 118 g. 3. Beete abwechselnd in andere Beete pflügen, oder Beete umsetzen.— 122 Ruücken ablegen.— 125 Rücken ausstechen.— 127 §. 4. Beete düngen. Mist unterpflügen.— 28 ů Mist —.— —— ——.—————————k2 Ran O — 7 .. I Ee — XNXI Mist lange ungebreitet auf dem Felde liegen gen lassen, eine schimpfliche Gewohnheit. S. 130 Auf dem Felde gebreiteten Mist an der Luft liegen zu lassen, bey den Belgen nicht üblich. — 39 Kanten düngen, was? warum?— 131 Quantität des Düngers.— 132 Weise, die Kanten zu düngen.— 133 Mist überstreichen.— 134— Nist überstoßen.— 137 §. 5. Beete vollenden. Rigolen aufräumen.— 140 Rigolen ausschießen.— 141 §. 6. Ein Land reinigen. Bälken oder Felgen, nicht bekannt.— 143 Schuffeln oder Umschuffeln.— 143 Ein Land auf sich selbst reiten.— 144— Schleifen und Abharken.— 145 §. 7. Beete in flaches Land umschaffen.— 147 §. 8. Ein flaches Land in schmale und flache Ackerbeete, pflügen.— 148 §. 9. Royolen. Grabscheid dazu. 154 Nutzen der Royolarbeit. Weise, zu graben.— 157 Andere Art, zu royolen.— Fländrische Haue, Braak genannt.—— §. 10. Ruschottiren, nach Hn. Cropp.— 160 Schiefes Urtheil des Hn. Balsamo. 164 Schmale Ackerbeete im Lande von Waes nicht gebräuchlich.— 165 Drit⸗ — — DPDittt.... 9* 2 RII*— Dritte Abtheilung. Feldwirthschaft der Belgen. Erster Abschnitt. Ossene, geschlossene, umpflanzte Koppeln. Was unter Koppeln zu verstehen? S. 168 Geschlossene Koppeln. ö 169 Offene Koppeln.— 170 Umpflanzte Koppeln.— 171 Im Waeslande.— 172 In der Gegend von Contigh.— 174 In der Campine.— 175 Sind die Umpflanzungen einem Felde nützlich? und wozu?— 178 Offene Koppeln auf hohem trockenem, umpflanzte auf niederm feuchtem Boden.— 179 Allgemeine Meinung gegen die Umpflanzungen. 181 Wahrscheinliche Ursachen der Entstehung jener Um⸗ pflanzungen in niedern Gründen.— 182 Zweyter Abschnitt. Werth und Unwerth umpflanzter Koppeln. 94 Gründe gegen die Umpflanzungen.— 184 Privat⸗Ursache, die Hr. Man in Ansehung Flan⸗ derns dafür angiebt.— 188 Noch aufzulösende Zweifel zu ihrem Vortheile.— 189 Beurtheilung des Werthes der Umpflanzungen aus einem andern Gesichtspunkte.— 191 Vortheile derselben für den Eigenthümer.— 193 *— Für den Pachter.— 196 2 n Dritter Abschnitt. Direyfelder- und Wechselwirthschaft. Nutzen und Nothwendigkeit der Auswahl der Früch⸗ te in Ansehung ihrer Folge.— 199 Streit zun. Iu 6al h. l seh, Ihhne V. Stucdit f Wchshn Sr l Jldh g. i N ul Nochur 0 Mwang I 222..2.2.......TTTTT.TDTUDT·TUTÄCF S“-— ————— Streit über Wechsel⸗ und Dreyfelderwirthschaft. S. Nur große vergleichende Versuche können ihn ent⸗ scheiden. Die Fruchtfolge allein ist nicht der Stein der Weisen. Schwankende Distinctionen, um die Gränzen bey⸗ der Wirthschaften zu bestimmen.— Grundsatze des Verfassers in Ansehung des Frucht⸗ folge⸗Systems. d Wechselwirthschaft an sich vollkommener.— Freye Wirthschaft der Belgen.—.— Fleiß und Industrie von höherer Importanz bey dem Ackerbaue, als Fruchtfolge. Noch mehr als Fleiß gilt Dünger.—— Nothwendiger, als alle drey, ist die Wahl der für jeden Boden am meisten passenden Früchte.* Anwendung dieser letzten Regel bey den Belgen.— Vierter Abschnitt. Fruchtwechsel der Belgen. 9. I. Fruchtfolgen auf schlechtem und auf etwas verbessertem Sandboden. Auf schlechtem, entferntem, dürrem Boden.— Auf verbessertem. a. auf etwas besserm.— b. auf etwas geringerm. Auf nahe bey dem Dorfe gelegenen umpflanz⸗ ten Koppeln. Auf feuchtern umpflanzten Koppeln.—— §. II. Fruchtfolgen auf äußerst verbessertem Sand⸗ boden.— Einige Irrthümer des Abbe Man ͤͤber die Cultur und Fruchtfolge des Waeslandes. — 220 und 5. III. Fruchtfolgen auf trockenem, lehmigem Sandboden. Zu Edeghem. 220 222 W u 1 XIV.—— Zu Warloos. Zu Contigh. Zu Antwerpen. sandigem Lehmboden in umpflanzten Koppeln. Zu Contigh. Zu Edeghem. §. V. Fruchtfolgen auf leichtem, mildem Kley, oder gutem sandigen Lehmboden. Zu Alost. Zu Voorde. An den Ufern der Leye. §. VI. Fruchtfolgen auf schwerem, kaltem Lehm, oder festem Kley. Im wallonischen Brabant. Bey Brügge. Zu Tirlemont. §. VIII. Fruchtfolgen auf Marschboden. Polder bey Antwerpen. §. IX. Fruchtfolge bey Valenciennes, nach Arth. Noung. Grundsätze der Belgen bey ihrer Fruchtfolge. Der Belge hält die Mitte zwischen Dreyfelder⸗ und Wechselwirthschaft. Scheint über beyde einen Vortheil zu haben. Er kennt die reine Sommerbrache nicht. Die Brache ist nicht immer verwerflich. Wird nur durch unsere Schuld nothwendig. Sie ist oft nützlich. S. 227 6. IV. Fruchtfolgen auf tief gelegenem, feuchtem, — 232 — 235 — 238 — 240 9. VII. Fruchtfolgen auf kostbarem körnigen Kley. — 241 eEieenie Veis 0 — — —— —— XV Vierte Abtheilung. Einsaat. Aerndtegeschäfte. Ertrag. Erster Abschnitt. Zurichtung des Ackers zur Einsaat. In Ansehung des Pflügens. S. 257 des Düngens.— 258 des Säens.— 25 des Eggens.— 259 des Walzens.— 260 Lagern des Getreides.— 261 ö Zweyter Abschnitt. Wartung der Saaten. Contrast zwischen Belgien und des Verfassers Ge⸗ gend in Rücksicht auf Feld⸗Reinlichkeit.— 263 Jaten des Getreides.— 266 ö Beantwortung der Einwürfe gegen dieses Jäten.— 268 Warum man keine Menschen hat?— 269 Klage über Menschen⸗Mangel, der Deckmantel der Nachlässigkeit oder des Geizes.— 271 Die Einwohner von S'heeren-Elderen im Depar⸗ temente der Niedermaas.— 272 Kosten des Getreide⸗Jätens.— Eigene Erfahrung der Kosten des Jätens und sei⸗ nes Vortheils.— 272 Dritter Abschnitt. Drillen des Getreides. In den Niederländen nicht üblich.— 279 Ein einziges Beyspiel daselbst.— 279 Comparativer Drillversuch mit Hafer.— 284 Das Drillen dem orientalischen Hafer besonders angemessen.— 285 Drillen, Hacken und Jäten des Getreides bey den Arabern.— 288 XVI——— Vierter Abschnitt. Verpflanzen des Getreides. Vielen unbegreiflich. Millers Versuch hierüber. ö Verpflanzung des Reißes bey den Chinesern. Verpflanzung des Roggens bey den Belgen. Verpflänzungsprojekt. Nicht die Samenreife, sondern die Erzeugung des Pflanzenkörpers erschöpft den Boden am meisten.— Hrhles 291 292 293 294 297 301 Feinde des Getreides.— 302 Fünfter Abschnitt. Behandlung und Ertrag der Aerndte. Alles Getreide wird in den Niederlanden gehauen.— 305 Aerndtekosten.— 306 Drescherlohn und Arbeit.— 308 Ertrag beschwerlich in einer Gegend zu erforschen.— 309 Ertrags-⸗Angabe, von verschiedenen Oertern.— 310 Vermehrung des Saatkorns bey den Belgen.— 312 Bey den Engländern.— 312 Bey Asiaten und Aegyptern.— 314 Medium des Ertrags in England.— 316 In den Niederlanden.— 316 In der Gegend des Verfassers.— 316 Vergleichende Bilanz.— 317 Fällt ganz zum Vortheile der Niederlande aus.— 320 Strohgewinn.— 322 Fünfte Abtheilung. Privatbehändlung mehlartiger Gewächse. Erster Abschnitt. Cultur des Getreides. 6. 1. Roggen, Hauptgegenstand der belgischen Cultur.— 324 Brachroggen.— 23 Kleeroggen.— 330 Stop⸗ —pmmmm———————— x Stoppelroggen. S. 331 Roggen⸗Einsaat und Ertrag.*—* §. 2. Waizen.— Beste Vorbereitung dazu.— 336 Waizen nach Kartoffeln. 338 Waizen nach andern Feldfrüchten. 329 Brachwaizen. 340 Brand im Waizen.— 342 Keine Wunderbeize hilft.— 343 Waizen⸗Einsaat und Ertrag.— 345 Gewicht des Waizens und anderer Getreide⸗ arten. ö— 346 §. 3. Gerste. Vorzug der Winter⸗vor der Sommergerste.— 346 Werth der Wintergerste.— 347 Ihre Bestellung.— 348 Bestellung der Sommergerste.— 349 Versuche mit Sommer⸗ und Wintergerste.— 349 §. 4. Mengkorn, Spelz, Sommerkorn.— 351 §. 5. Hafer. Wächst nicht überall.— 353 Haferbestellung zu Contigh.— 354 In der Campine.— 355 Zu Voorde.— 355 Zu Alost.— 356 In den Poldern.— 356 In des Verfassers Gegend.— 356 Importanz des Haferbaues.— 358 Klee, die beste Vorbereitung zum Hafer.— 358 Orientalischer Hafer.— 359 Mittel, auch ohne Jäten ein reines Haferfeld zu erhalten.— 363 Zweyter Abschnitt. Mehlartige Futtergewächse. §. 1. Buchwaizen. Behandlung in des Verfassers Gegend.— 365 Zu Cöntigh.— 365 Erster Band. b 5. 2. —:pðl)1t;Hi—ꝰ»ßhbg...m⸗ — s‚iI.: —22 —.... —‚7 2—2——.2————.—.—————2........222 S 4 — ö‚ 2.**. XVIII 9. 2. ⁷άiνππ½⁰⁷πϰ⁰ππ⁷⁰ì—⁰ Rauhgut oder Hülsenfrüchte. Wird wenig in dem nördlichen Theile Vel⸗ giens gebaut, desto mehr im südlichen. Anbau der Erbsen. Anbau der Winterwicken. Anbau der Sommerwicken. g. 3. Bohnen. Werden häufig in den Niederlanden gebaut. Breitwürfige Aussaat. Zu Contigh. Zu Voorde. In den Poldern. In des Verfassers Gegend. Gedrillte Aussaat. Zu Voorde. Zu Contigh. Beym Drillen den Samen nicht zu sparen. Anmerk. Bey seiner weiten Entfernung vom Druckorte hat der Verfasser vor der Hand nur bemerkt, daß S. 28. 3. 6. statt genealogischen zu lesen ist geologischen. Soll⸗ ten ihm noch andere erheblichere Druckfehler vorkommen, so wird er solche im zweyten Bande anzeigen. Eh Hde my i gend, 10 x h. Wath Muhen sler — korte hat 38. 3. 6. n. Soll⸗ mmen/ so Erste ñ— 08000880800000808 Erste Abtheilung. Allgemeine Uebersicht der Niederlande, ihrer Bewohner und ihres Ackerbaues. Er ster Abschn ietet. Entstehung und Quellen dieses Buches. Absicht des Verfassers. Ja machte im Jahre 1802. in landwirthschaftlicher Hinsicht eine kleine Reise durch die brabantischen Heiden, oder die sogenannte Campine, und sammelte mir einige flüchtige Noten über den Ackerbau dieser Ge— gend, weil es mir schien, daß ich dadurch manches bey meiner eigenen Wirthschäft würde verbessern kön— nen... Ich lernte bey dieser Gelegenheit den hohen Werth der Stallfütterung, die Moglichkeit und den Nußen des Jätens auf offenem Felde, und den Ge— Erster Band. A brauch 8 d 2—— ———225—9.—.......I...E—— — 2 SS · ——. I——————— brauch einiger vortrefflichen Ackerwerkzeuge kennen... Aber mehr als das: meine Begriffe erweiterten sich. Ich sah die Allmacht der Industrie, des Fleißes, der Ordnung und der Beharrlichkeit, die den dürren Sand in blühende Gefilde umgeschaffen hatte; und mein Herz huldigte von diesem Augenblicke an dem Ackerbaue, das ist: dem vernünftigen... Ich ließ mir Pflüge, Eg⸗ gen und Karren aus Brabäͤt kommen, führte ihren Gebrauch, ungeachtet aller Fluchverheißungen meiner ungeach verh 9 Nachbaren, bey mir ein, und segne bis auf diese Stun⸗ de das Land, das sie mir gab. Der Wunsch, eine mir so nahe gelegene, so interes— sante, so hohe Wirthschaft noch näher kennen zu ler⸗ nen(ein Wunsch, den der Herr Geheime Rath Thaer durch seine Schriften in Teutschland ebenfalls rege ge⸗ macht zu haben scheint), und die Muße, die mir durch die Veränderung meiner ehemaligen Lage für einige Zeit ge— worden ist, und die ich nicht besser zu verwenden wuß— te, als zur Befriedigung jener heißen Begierde, die für die Vervollkommnung des Ackerbaues in mir glühet: diese beyden Ursachen bewogen mich, im Frühjahre 1805. eine zweyte Reise, und im Herbste desselben Jahres eine dritte durch einen Theil Brabants und Flanderns zu machen. —— Ich besuchte vorzugsweise diejenigen Cantons, die Herr Abbe Man als die besteultivirten der vormals österreichischen Niederlande angepriesen hatte, näm⸗ lich: die Gegend von Alost, das land längs der Den⸗ der von gedachter Stadt aus bis Gramont, das Waes⸗ land 82 land und die Ufer der Schelde unterhalb Antwerpen; dann die Campine, meine erste Lehrerinn; vorzüglich aber die Gegend zwischen Antwerpen und Mecheln, oder den zwischen der Schelde, der Rüpel und der Cam⸗ pine gelegenen Theil von Brabant, dessen Ackerbau mir die Blume dieses vormaligen Herzogthums zu seyn schien... Was ich also im Verfolge dieses Werkes über Brabant, Flandern, oder Belgien überhaupt sa⸗ gen werde, ist nur bloß von obigen Districten zu ver— stehen; es sey denn, daß ich namentlich auf einen an⸗ dern hindeute. Ich bitte den geneigten keser, dieses nicht aus den Augen zu verlieren, um nicht Gelegen—⸗ heit zu einigem Mißverstande zu geben. Da ich den umfassenden Beobachtungsgeist des be⸗ rühmten Arthur Poung nicht habe, der mit der Schnelle des Blitzes ein ganzes Reich von einer Ecke bis zur andern durchlief, die Kraft eines ganzen Staa— tes abzuwägen, und mit einem Adlerblicke den Acker— bau aller seiner Provinzen zu erforschen schien: so durfte ich auch auf seine Art, zu beobachten, keinen Anspruch ma⸗ chen, und wählte mir eine ganz verschiedene.. Es kam mir oft vor, als wenn die recht gelehrten Leute nicht immer diejenigen wären, welche die nützlichsten praktischen Bücher schreiben, oder einen Layen in dem/ was sie so gründlich verstehen, auch gründlich unterrich⸗ ten können. Die Gelehrten sehen die gemeinen Dinge von einer so gewaltigen Höhe, daß sie sich schämen, bey solchen Kleinigkeiten zu verweilen. Manchmal denken sie auch, es sey unmöglich, daß ein Mensch auf der 2 2 Welt Welt ignoriren könne, was sie beynahe vergessen ha— ben, und gehen in einer so gütigen Voraussetzung über eine Menge Umstände weg, ohne deren Aufschluß doch das Ganze für den größten Theil ihrer Leser ein langes Räthsel bleibt. Ich schäme mich nicht, zu gestehen, daß ich mich oft unter der Zahl dieser letztern befunden habe; daher mir auch so wenige agronomische Bücher nützlich ge— worden sind. Bey dem Durchlesen fand ich sie zwar wegen der großen statistischen Uebersichten, des rei— ßenden Stroms der Reflexionen, des scharfen und entscheidenden Tons der Sentenzen, des Ueberflusses wohlgemeinter Lehren und Rathschläge, sehr anziehend; allein wann ich gelesen hatte, und es kam zur Frage: was hast du nun Brauchbares für dich aus diesem Bu— che gelernt? oder es sollte mit den Präcepten zur An⸗ wendung kommen; dann wußte ich nicht recht, was ich darauf antworten, oder wie ich mich dabey verhalten sollte.. Freylich wuchs dabey meine kleine theore— tische Kenntniß, ich lernte raisonniren und projectiren; aber in der Praktik blieb's immer beym Alten. Ich nahm mir also vor, auf meinen Reisen die Sachen so anzusehen, wie ich oft gewünscht hatte, daß sie Andere für mich angesehen hätten. Ich reiste nicht, um ein Autor zu werden, sondern um mich selbst zu belehren. Nicht leicht schien mir etwas zu klein, nichts zu verächtlich. Ich flog nicht bloß im Wagen von einer Gegend zur andern, begnügte mich nicht, in den Wirthshäusern eiligst zu fragen, was dieses oder jenes 2 4 jenes sey, und die Antwort auf gerade und ungerade in mein Taschenbuch einzuschreiben, welches beym Reisen so gewöhnlich, für den Reisenden so gemächlich, und dem keser so unnütz und nachtheilig ist... Ich eilte also weniger mit der Post, und wählte mir von Zeit zu Zeit einen Stand-oder Ruhepunkt, aus dem ich, wie aus einem Centrum, die Gegend umher be⸗ trachtete. So hielt ich mich eine geraume Zeit in Alost, Voorde, St. Nikolas, Antwerpen, West— malle und Contigh auf... Schade nur, daß mich das unerbittliche Wetter so oft, besonders in Flan⸗ dern, verfolgte. Es ist unbeschreiblich, mit welcher Vorsicht und Klugheit derjenige in einem fremden Lande zu Werke zu gehen hat, der einen Bauer ausfragen soll: Wie groß ist dein Pachthof? wie hoch der Zins? wie schwer die Contribution? Wie viel Scheffel Rog⸗ gen und Hafer ärndtest du wohl im Durchschnitte?— und zwanzig solcher Fragen, wobey man nur von der Seite angesehen werden kann, oder beynahe sicher ist, belogen zu werden... Oft hielt man mich für einen Spion der Regierung, der nur nach dem reinen Er— trag forschte, um die Contribution nach der Hand hö— her anzusetzen; oft für einen Ankäufer von National— gütern, der das Versteckte aufzudecken, oder den wah⸗ ren Werth eines Landes zu erfahren wünscht, um sich bey dem Ankaufe oder dem Vermiethen desselben da— nach richten zu können... Ich hatte also alle Mühe, meine Leute zu überreden, daß der Zweck meiner Reise 3 etwas — etwas ganz anderes zum Grunde habe: denn wie sollte sich ein Bauer vorstellen, daß ein Anderer sein Geld daran wenden könne, um zu sehen, wie man anderswo Kartoffeln steckt, oder gar, wie viel Mist eine Kuh 11 0 in einem Jahre abwirft?— Nach allen Seiten traf ich reisende Handwerksbursche, Künstler und Kaufleute; aber auch nur nach einem einzigen reisen— l den Agronomen hätte ich mir die Augen aussehen kön⸗ nen. Denn diese dünken sich zu Hause ausstudirt zu haben, und halten für lari fari, was Meister Jörge bey ihnen nicht kennt.— Ich bitte also obiges Miß⸗ l trauen nicht als einen hämischen, dem belgischen Cha— fl rakter eigenen Zug anzusehen. Vielmehr habe ich in 5 den Niederlanden so viele wackere und bescheidene Leute unter dem Bauerstande angetroffen, als ich ihrer c schwerlich anderswo finden würde. Allein wo ist aht der Bauer nicht Bauer? Oder vielmehr: wo ist fl der Mensch nicht Mensch? an M Daas zweyte Hinderniß, worauf sich ein reisender D. Agronom gefaßt machen muß, ist die Unwissenheit und R die Gleichgültigkeit dessen, der ihm seine Fragen zu be— antworten hat... Wie sollte sich ein Bauer das In— mi teresse denken koönnen, das wir mit seinen Antworten bhe verbinden? Ihm sagen, daß sie in ein gedrucktes s Buch kommen sollen, würde für ihn eine Mähre aus Klh den Ritterzeiten seyn. Anderseits hat er oft selbst über das nicht nachgedacht, was er— und eben darum uh weil er's— schon tausend Mal in seinem Leben aus— flg geführt hat. Er bleibt also stumm oder einsylbig,, oder ——— 7 oder geht gar mit einem Kopfschütteln über unser Fra⸗ gen davon. Ich suchte daher, so viel möglich, mich durch meine Augen zu unterrichten, durchlief alle Fel⸗ der und Winkel, und wohnte, wenn ich mit Ohren zu thun hatte, die nicht hörten, stillschweigend den Ope⸗ rationen bey, und errieth nicht selten aus den Wir— kungen die Ursache. Dieses Hinderniß hat zum Glücke auch seine Aus— nahmen. So fand ich in dem H. Vanderlinden, Acker⸗ und Gastwirthe zu Voorde an der Dender, einen so ge— fälligen, höflichen und zugleich aufgeklärten Mann, als mir je einer von seinem Stande vorgekommen ist. Ich gebe ihm dieses öffentliche Zeugniß mit vielem Ver⸗ gnügen und mit vieler Dankbarkeit für die Erklärung einer Menge Gegenstände, die er mir über die Cultur sei⸗ ner Gegend mittheilte. Auch traf ich mehrere Bauern, denen meine Theilnahme an ihrem Stande, und meine Neugierde, mich um das Kleinste ihrer Arbeit und ihres Wesens zu erkundigen, wohlgefiel. Die Vorstellung, daß ein Fremder so weit daher käme, um sich in ihrem Lände zu belehren, schmeichelte ihnen. Freylich hatten mein Vaterland und ich dabey die Ehre, der eine für einen Pinsel, das andere für ein Nova Zembla zu passiren; aber wäre ich gelehrter aus Brabant zurück⸗ gekommen, wenn ich mir unter ihnen die Miene eines Polyhistors gegeben hättes— Ein Reisender der nach dem Wege fragt, findet immer Leute, die die Ge⸗ fälligkeit haben, ihm denselben zu zeigen; derjenige aber, der, weil er zu Häuse die Geographie studirt A 4 hät⸗ +2⁷——scf 1τ.— —— — —— hätte, sich einbildete, in einem fremden Lande den Weg besser zu kennen als die Einwohner, und sich dabey einfallen ließe, mit ihnen darüber zu disputiren, dem würden gewiß Groß und Klein nachschreyen: Ihr Herr'n! Lehrt doch den Fremden gehn! Außer meinen eigenen Beobachtungen hatte ich das unverhofste Glück, der verborgenen Bescheidenheit ei— nen Schatz zu entziehen, der ohne mich vielleicht mit ewiger Vergessenheit bedeckt worden wäre. Er besteht in einer ansehnlichen Menge Noten, die ein judizidser Liebhaber der Landwirthschaft sich seit achtzehn Jahren über die Cultur seiner Gegend gesammelt hatte. Die— ser Mann hat zu vielen Antheil an dem, was gegen— wärtiges Werk Gutes und Rützliches enthalten kann, folglich so großen Anspruch auf den Dank des Publi— kums, daß ich nicht umhin kann, ihm hier den Herrn Jakob Nikolas Diereysen, Präsidenten des Raths der Handlung in dem Departement der beyden Nethen, zu nennen. Es giebt in jedem Lande ein gewisses länd— wirthschaftliches Detail, in welches ein Nichteinheimi⸗ scher unmöglich eingehen kann, sollte er es auch zehn Mal durchreisen. Wenn der Leser also in diesem Werke ein solches äußerst genaues Detail über verschiedene Dinge der Gegend zwischen Antwerpen und Mecheln antrifft, so gebührt dem Beobachtungsgeiste des H. Dierersen hiervon die Ehre. Die Zahl der Noten, die ich ihm zu verdanken habe, ist zu groß, als daß ich jedes Mal seinen Namen dabey anführen könnte. Außer .‚.........‚..E...‚I.—...3 — — — 0 Außer diesen Quellen werde ich auch die wenigen Relationen zu benutzen suchen, die wir über den belgi— en schen Ackerbau haben, jedoch nicht ohne sie zu nen⸗ ů Ar nen. Ich werde dasjenige darin, was ich selbst be— währt gefunden habe, bestätigen; das, wo ich vom IEI ö**———.— SS — +e———— Gegentheile überzeugt worden, widerlegen, und da, 960 wo ich die Ansicht nicht mit dem Verfasser theile, * mir die Freyheit nehmen, ihr die meinige entgegen zu ¹-᷑K stellen... Leider aber sind dieser Quellen sehr wenige. ket„Wir Belgen, sagte mir Hr. Dierersen eines HT„Tages, khun viel, und schreiben wenig.“.. ——88.—0* Der große A. Young hat das vormals österreichische Bel⸗ gien nicht betreten. Herr Balsamo hat es mehr als eh⸗ Professor denn als Landwirth bereist, und hat als ein u., solcher seine besondere Art, die Sachen anzusehen.. blt Es ist zu bedauern, daß die Herren de Beunier und n Cropp nicht mehr gesehen oder uns übermacht haben. 05 ö UVd, Von inländischen Schriftstellern haben wir nur das Memoire vom Abbe Man, und etwas vom H. 9. von Ponderle. Ersterer scheint aber mehr die süd⸗ lichen und südwestlichen Theile Brabants und Flanderns le zu kennen, daher ich über den nördlichen und östlichen -W Theil Brabants manchmal mit ihm in Widerspruch WW seyn werde. Uebrigens ist sein Memoire ohne Zweifel 9 eines der schätzbarsten Monumente des belgischen Acker⸗ „ baues. Ich glaube selbst dem Leser keinen unangeneh⸗ 5 men Dienst zu erweisen, wenn ich einige Stellen wört⸗ lich daraus gezogen und meinem Werke einverleibt habe. Denn obgleich H. Thaer Teutschland mit einer A 5 Ueber⸗ Uebersetzung jenes Memoires in den Niedersächsischen Annalen beschenkt hat, so sind diese Annalen doch nicht fu in Jedermanns Händen. Dann haben auch verschiedene. Aeußerungen des H. Man eine Beleuchtung nö— thig, welche ich darüber habe ergehen lassen. Endlich ö sin schienen mir diese Bruchstücke zu kostbar, als daß ich sie f nicht zu meinem Baue verwenden sollte, um so viel mög⸗ h lich ein vollkommenes Gänzes daraus zu machen. Ich ge— ö hity denke dadurch dem Leser die Mühe zu ersparen, die er hich ohne mich hätte übernehmen müssen, jene Stücke zu⸗ dust sammeln, und in meine Lͤͤcken einzuschieben. 0 Man hat in Belgien noch die Memoiren der ehe— 60 maligen kaiserlichen Akademie der Wissenschaften von ltn Brüssel, ich konnte ihrer aber bis jetzt noch nicht hab— nih haft werden... Die jetzigen sociétés d' agriculture 92 des departements haben noch wenig geleistet. Zum i Glücke für den Ackerbau sind die meisten gleich nach 1 ihrer Geburt wieder eingegangen. Bey den noch existi⸗ renden gilt das nos numerus sumus, fruges consu- Gunb mere nati; versteht sich aber von Früchten, die nicht 0 sie, sondern Andere für sie, erziehen. 1 Den geneigten Leser bitte ich, bey dem Durchlesen dieses Werkes die Data oder Facta genau von den dar— 0 aus gefolgerten Schlüssen oder den darüber angestell⸗ schi ten Raisonnements zu unterscheiden, und zu glauben, hhiq, daß, wenn er in diesen schiefe Sachen antrifst, sie Fas von mir allein herkommen und die Erzählung der uh Thatsachen auf keine Weise schwächen.„Die Erfah⸗ Hur „rung, sagt A. Poung in den Briefen eines Farmers, Aud ——7 —t.:; „ist die Wahrheit selbst; die daraus gefolgerten Con⸗ „sequenzen dessen, der uns die Erfahrung mittheilt, „sind bloße Muthmaßungen, die wir annehmen oder „verwerfen können nach unserm Belieben.. Wenig⸗ stens d darf ich mir das Zeugniß geben, daß, ohne eben auf Infallibilitqät Anspruch zu machen, ich im Nie— derschreiben aller Thatsachen nie mit Wissen die Wahr⸗ heit verletzt, oder aus Vorliebe etwas mit Absicht über— trieben habe... Parteygeist und Systeme sind durch— aus meine Sache nicht. Kein Volk und keine Cultur sind ohne Mängel; aber es giebt auch kein Land, wär es selbst Kamtschatka, das nicht sein Gutes und Nütz⸗ liches hätte. Eine vollständige Sammlung aller dieser guten und nützlichen Dinge, in so weit sie die Land— wirthschaft angehen, würde wohl das beste agronomi⸗ sche Werk ausmachen, dessen der menschliche Geist fä— hig ist, weil es die Sammlung alles dessen wäre, was alle Menschenköpfe in allen Winkeln der Erde ausge— dacht oder der Mutter Natur abgelernt haben. Die Combinirung dieser Gebräuche würde dann von selbst zu neuen Entdeckungen und zur Ausbesserung der alten führen. „Die Kunst und der Betrieb der landwirthschaft“ sagt H. Thaer in seinem Plane ökonomischer Topogra⸗ phien,„wird vorerst weniger durch eigentlich neue Er— „findungen und Versuche vervollkommnet werden, als „durch eine vollständige Kenntniß alles dessen, was „bereits in gewissen Gegenden geschehen, beobachtet „Und bewährt gefunden ist.) Ein kleines aber voll— stän⸗ — E— FF n —————————————— CDꝗꝗDSDSDSDSSSYSSee DEι————8 —— *E??·FEI 12 ständiges Schärflein zu dieser allgemeinen Steuer bey⸗ zutragen, ergriff ich die Feder; und da mich keine eitle 6 Autorfreude dabey beseelt, so werde ich es dem Dank wissen, der mich öffentlich eines Irrthums überführt,—4 und es mit doppeltem Danke erkennen, wenn Jemand die Güte haben will, mich insgeheim, doch nicht ano⸗ nymisch, eines Bessern zu belehren, was ich vielleicht D in der Folge für mich und Andere benutzen könnte. ö Ga Nach Allem, was ich gesagt habe, wird man von 166 mir keine allgemeine Beschreibung der zahlreichen belgi⸗ be schen Landwirthschaften erwarten. Hierzu gehörten sis, mehrere Jahre, und Kosten, die nicht leicht die Sache Het eines Privatmannes sind... Die Gallizismen und ent andere Fehler gegen die teutsche Sprachkunst, so wie M die Ungleichheit meines Styls, wird der leser einem ad bloßen Farmer zu gut halten, besonders wenn ich ihm vest sage, daß derselbe seit mehr als zwanzig Jahren seine Hütte unter Flamändern und Wallonen aufgeschlagen, und seit der Zeit wenig Literarisches mehr gesehen hat. sinem Shah N R—. de I umache Sllf disn9 Walsc ssche sihne⸗ Zwey⸗ 13 Zweyter Abschnitt. Geographische und örtliche Beschaffenheit der Niederlande. Das jetzige Departement der beyden Nethen(wel— ches die brabantische Campine beynahe ganz, dann die Gegend längs dem Ufer der Schelde von St. Amandt bis Sandvliet, und zuletzt die Herrschaft von Mecheln begreift), gränzt gegen Morden an die holländische Cam⸗ pine, oder das Land von Breda und die Meyerey von Herzogenbusch, und gegen Süden an das Departe⸗ ment der Dyle. Nach Osten stößt es an oben gedach⸗ te Meyerey und das Departement der Niedermaas, oder das ehemalige Fürstenthum Lüttich. Nach Westen weist ihm die Schelde seine Gränzen an. Dieses Departement ist eines der kleinsten und seinem Boden nach, wenn wir die Gegend längs der Schelde ober- und unterhab Antwerpen, und die Ufer der Nethe von Lierre an, ausnehmen, eines der ge— ringsten der ganzen Niederlande; aber in Rücksicht der Industrie, der Cultur und des Handels steht es manchem vor. Außer Antwerpen und Mecheln, und allenfalls Turnhout und lierre, hat es keine Stadt, die diesen Namen verdient. Es zählt hingegen eine Men⸗ ge ansehnlicher Flecken und Dörfer, besonders in dem westlichen Theile oder nach der Schelde zu.. Wir theilen es in drey sehr ungleiche Theile. Den größten davon 2———.—.—2 ——————————————... =— t E 338—* . davon, oder vier Fünftel des Ganzen, nimmt die Hai⸗ ö ine 15 8 de oder sogenannte Campine ein. Wir trennen sie n von dem Uebrigen durch eine Gedankenlinie, die wirr im Zickzack von Mecheln nach Lierre, von Lierre nach 7 Antwerpen, und von Antwerpen über Eckeren und ö Stabroeck nach der holländischen Gränze ziehen. Von dem andern Fünftel liegt ein kleiner Theil unterhalb Wf Antwerpen zwischen obiger Linie und der Schelde; er uch ist unter dem Namen der Polder oder Eindämmun⸗ gu gen bekannt. Der übrige oder dritte Theil liegt ober⸗ hirs halb Antwerpen, zwischen dieser Stadt, Lierre, Me— Gal cheln und der Schelde. Wir wollen ihm der Kürze Rlhtt halber den Namen der Gegend von Contigh geben. sohz Dieser letztere Theil ist bey weitem der ansehnlich⸗ Hasse ste von allen, weil er außer gedachten Städten eine Igsih große Menge ansehnlicher Dörfer in einem kleinen Rau⸗ me enthält. Was aber ohne Zweifel am meisten zu Enih seinem Flore beyträgt, ist der Handel von Antwerpen, die Nachbarschaft der Schelde, und die vermittelst der W u Rüpel damit verbundenen Mündungen der Kanäle von ihtu Brüssel und Lowen, und endlich der herrliche Stein— weg der aus ganz Brabant nach Antwerpen führt. I Wenige Heerstraßen sind so sehr betreten wie diese... Rale Die Polder sind bloß wegen ihrer Fruchtbarkeit be— H rühmt... Die Campine hat weder Fluß, noch Ka⸗ i nal, noch Steinweg, keine bedeutende Stadt, weni⸗ Asce ge, aber ansehnliche Dörfer, wo man Gymnasien und Hasen. Fabriken, auch wohl Tapezirer und Zuckerbäcker an— hvolf trifft. Der unter der vormaligen Regierung schon S pro⸗ Hais len sie ie wir unch Nund Von Hhalb dez et nmuh⸗ ohek⸗ Me⸗ Kitze H. ssich⸗ eile Rah⸗ zu pen, der von ein⸗ hrt. projectirte, nun aber abgestochene und zum Theil an⸗ gefangene Steinweg von Antwerpen nach Turnhout wird nicht wenig zum Aufkommen dieses von des Na— tur vernachlässigten Landes beyträgen. Die Stadt Mecheln ist wegen ihrer Hutmanu— facturen, Antwerpen aber wegen seines ehemaligen Flors und jetzt wieder auflebenden Handels berühmt. Der zunehmende Wohlstand letzterer Stadt seit der 50531— gung mit Frankreich läßt sich daraus schließen, daß ihre Bevölkerung seit fünf Jahren von 48⸗auf 99999 Seelen gestiegen ist... Die Dorfet dieses Departe⸗ ments sind im allgemeinen groß und schön, die Häuser von Backsteinen, leicht und wohl gebauet, meist ein— stöckigt, aneinanderstoßend und mit Ziegeln gedeckt. Die Fenster sind groß, Thüren und käden mit Oelfarbe an⸗ gestrichen. Kirchen⸗ Schul⸗ und Pfarrhäuser sind so, daß sie keine Stadt verunzieren würden. Die Straßen der Dörfer sind gepftastert und rein; nur in der Campine sind sie es nicht, weil sie es wegen des weiten und beschwerlichen Transports der Steine nicht wohl seyn können. Das Land von Waes macht einen Theil des De⸗ partements der Schelde aus. Es gränzt gegen Osten an die Schelde, gegen Mittag an die Schelde und an die Dürne, gegen Mitternacht an das sonst hollän⸗ dische Flandern, oder die Gegend von Hud, nach Westen an die Gegend von Gent. Dieses land bildet eine vollkommen ebene Fläche, und wird für den reich⸗ sten Theil von Flandern gehalten, nicht wegen der ur⸗ sprüng⸗ sprünglichen Güte seines Bodens, sondern wegen der gro— Rdi ßen Anzahl seiner fleißigen Bewohner.. Man zäͤhlt n darin vier und zwanzig Kirchspiele, aber nicht eine 1h m Stadt. Die Wahrheit zu Heieden, so sind beynahe h alle Dörfer Städte, die in der Entfernung von einer Huse Stunde eins um das andere herliegen, und zwischen 6 bis N 7000 Seelen zählen. Lockeren, Waesmünster, Tem—. sche, Beveren, St. Giles sind so bedeutende Orte, als uudd man ihrer in Teutschland irgend antrifft. Vor allen 10 f aber zeichnet sich St. Niklas aus, welches man als Ruhte die Hauptstadt des Landes von Waes ansehen kann. u l Der Marktplatz von diesem letztern Orte ist der größte,. den ich je in einer Stadt gesehen habe. Man har a neuerdings einen Theil desselben wie einen kleinen N Park bepflanzt, und in seiner Mitte der Göttinn des 11 Ueberflusses eine Bildsäule errichtet. Der Ueberfluß Amn ist zwar hier nicht am unrechten Orte; allein als Land⸗ 0. wirth hätte ich lieber der Göttinn gehuldiget, die ihn We hervorbringt, und der flandrischen Industrie ein ö 1—— Denkmal errichtet. Den Rocken in der Hand, hätte—0 dieses schöne Himmelskind auf einem Pfluge sitzend den n glücklichen Lebensfaden eines fleißigen Volkes gespon⸗ 0 nen, und ihm zur Seite ein kleiner Genius sich mit 6 der schweren Royolschüppe beschäftiget. Di de dus Um dem teutschen Leser eine kleine Idee von dem Gaust Wohlstande zu geben, zu dem der Ackerbau ein Volk mii erheben kann, dient Folgendes. Es war ein Donners⸗ 0 Uhn tag. Eine unglaubliche Menge Volkes kam auf dem Platze zusammen. Man errichtete von allen Seiten Bu⸗ e Ehhr S eh glo⸗ ziht eine ynahe einer 1bis Tem⸗ „ als allen mals fann. rößt, Rhak lilen des flaß land⸗ ihh Fil itte den hon⸗ mit dem Holk em len. zu- Buden. Ich sah einen großen, ohne Zweifel in der ganzen Gegend berühmten Jahrmarkt. Alles, was ich mir dachte, und der bescheidene Weltbürger sich wünschen kann, war hier zu haben. Trödler und Kaufleute, Klempner, Goldschmiede und Uhrmacher, Antiquarii und Buchhändler, alles lief unter einan, der.— Soll ich's sagen? Ich ging ein wenig stolz unter dem Haufen Menschen umher: stolz, daß auch ich ein Bauer bin. Es lebe der Ackerbau! dachte ich; und wahrlich/ hier lebt er... Das schönste von allem schien mir die große Quantität Kornfrüchte, die in sehr reinlichen und feinen Säcken zum Verkaufe ausgestellt waren. Auf jedem Sacke war der Name des Pächters und seiner Heimath mit rothen Buchsta— ben gemahlt. Dann gefiel mir die Menge niedlicher Karren, leichter 5 schön gemahlter Wagen, in de— nen die Pächter und Bauern mit Fran und Tochter in ihrem Sonntagsanzuge nach dem Markte gefahren ka⸗ men... Ich sah keinen Schmutz und keinen Bett— ler... Und siehe da! was ich für einen famösen Jahrmarkt gehalten hatte, war nichts als der gewohn⸗ liche Wochenmarkt von St. Miklas. Die Dürme, die Schelde, der Kanal von Gent, die das Waesland von drey Seiten umziehen; die Chaussee von Gent nach Antwerpen, welche es in sei⸗ ner ganzen Länge durchschneidet; die Nachbarschaft 8 dachter großen Städte; die Gemächlichkeit, alle mög— lichen Produete ohne Mühe abzusetzen, und Dünger dafür zu beziehen: alled diese geographischen und örtlichen Erster Band. B Ver⸗ 18——— Verhöltnisse gͤben diesem interessanten lande schon ein Ien Uebergewicht über seine Nachbaren, wenn seine Ein⸗ 11 wohner auch das nicht wären, was sie wirklich sind,! das industridseste Volk, welches die Sonne bescheint. Fcht keider! daß ich nur so kurze Zeit unter ihnen gelebt, und sie folglich so wenig beobachtet habe. Die Gegend der Dender, die ich von Gramont in aus bis Termonde oder Dendermonde sah, macht den— hn jenigen Theil des Departements der Schelde aus, der„ die ganze westliche Breite des Departements der Dyle mf begränzt, und gegen Norden an die Schelde anstößt. se Der kleine Kanal von Termonde, der von der Schel⸗ Hs de auf Alost ankömmt, und die Nachbarschaft zweyer 920 großen Städte wie Brüssel und Gent, sind kein gerin⸗ n ger Vortheil für diese Gegend, wozu noch zum Theil ö die natürliche Güte des Bodens kömmt. Zu Termon⸗ 10 de geht eine hölzerne Brücke über die Schelde, wo— 1—3 durch die Communication mit dem lande von Waes 1140 erleichtert wird. Der Zoll dieser Brücke wird fůͤr Ohsde! 4500 rheinische Gulden jährlich verpachtet. 9 Alost ist eine niedliche handelsreiche kleine Stadt, 1 die der jetzige Maire, H. van Bonderdale, dem ich ei⸗ 4˙6 nige Bemerkungen zu verdanken habe, mit einer Men⸗ ö aun ge schön bepflanzter Promenaden verzieret hat. Diese m N Stadt treibt einen ansehnlichen Handel mit deinwand 1 und Hopfen. Die Chaussee von Brüssel nach Gent n läuft hier durch. Schade! daß eine andere, die von 39 Alost nach Gramont und Ath geht, seit einiger Zeit d. gänzlich verfält und unbrauchbar wird, welches den 444 We Trans⸗ partementer[taren. meinden. wohner. Hektare. ů 19 Transport der Waaren sowohl, die über die Schelde kommen, als der Steinkohlen, welche diese Gegend von Ath aus bezieht, sehr erschwert, und mit der Zeit ganz unmöglich machen wird. Obgleich der Ackerbau der vereinigten niederländi— schen Departements überhaupt nicht der Ges enstand unserer Untersuchung ist, so wird es dem Leser doch vielleicht nicht unangenehm seyn, da ich von der Größe und Bevölkerung einiger derselben etwas zu sagen habe, 0— hier unter einem Gesichtspunkte vereint zu n Ich füge zum Ueberflusse noch ein paar benachbärte hin zu, welche uns vielleicht in der Folge zum Bergleiche dienen können. Namen Größe Zahl Zahl Personen Perso⸗ der De⸗Inach Hek⸗der Ge⸗der Ein⸗ auf die Mn auf die Ge⸗ meinde. ——— —.——— Beyde Neth.264500 141 4787 0,35753 Schelde. 3637590339 595258 1,636 1756 Dyle. 313750 3883648361,162 94⁰ Leye. 366250 230 474150 1,295 2001 Jemmapes. 385500 322 ͤ‚3 9„o²7ο 1282 Forets. 7⁰08⁰0⁰%⁰ 384 225454 0,3185/ Samber und Maas. 46050⁰ 488 16536⁴4 0,359 339 Ourte. 400²250 383 313876 0,7 84] 820 Niedermaas. 362250 309 232703 0,42753 Roer. Ltszze 2923 liziain Oun, 35 Vond diesen zehn Departementen sind ei igentli ch die sieben ersten die, welche vormals die österre ichischen Nieder⸗ lande ausmachten, und unter ihnen nur die fünf ersten, H 2 deren 20 deren Landwirthschaft den Namen der belgischen ver⸗ 1 dient. Diese fünf Departemente bieten für sich allein—— eine Population von beynahe 2, 100,⁰0 Seelen dar, I wovon 1,236 auf jeden Hektar kommen. Sie zäh⸗ m len 1420 Städte und Dörfer, auf deren jedes im Durchschnitte 1474 Personen fallen. Ohne die Cam⸗. pine oder die Sandländer würde man anderthalb Per⸗ 1e sonen auf den Hektar rechnen können. Dol uh Diese Population hat nun einzig und allein dem Wei Ackerbau ihr Daseyn und ihren Wohlstand zu verdan⸗ Bah ken: denn eingeschlossen zwischen zwey auf ihren Han⸗ 111 del eifersüchtigen und mächtigern Nationen, wie Frank⸗ W, reich und Holland, konnte der belgische Händel, zumal Huul seit der Sperrung der Schelde durch die Holländer, nicht viel bedeuten. Wenn wir nun die kritische lage hinzu— setzen, in der sich die belgischen Provinzen in allen Krie⸗ gen befanden, die zwischen Frankreich und Oesterreich ausbrachen, in denen sie der gewöhnliche Zankapfel und 5 der Tummelplatz waren, wo sich Engländer und Hol⸗ länder, Teutsche und Franzosen in den letzten zwey— ö hundert Jahren alle Augenblicke herumschlugen; und Rüh wir dennoch eine Bevölkerung und einen Wohlstand ů Wn daselbst erblicken, wie wir vergebens anderswo in ei⸗ 6 nem solchen kleinen Staate suchen: so beweist das, wie 1 V mich dünkt, unwidersprechlich den diesem Werke zum 190 Motto gegebenen Satz von Arthur Young, nämiich: W daß der Ackerbau, wenn er wohl verstan— J den und wohlgeführt wird, die einzige so⸗ ö Fün lide Stütze des Reichthums, der Macht n und her⸗ Wein dar, zah⸗ im dam⸗ Man, dem dah⸗ W rank⸗ mal nicht hzu⸗ Flie⸗ lich und 06 beh⸗ und and ei⸗ wie um ih: V 0 t d 2 1 und der Glückseligkeit eines Volkes ist... Die Verheerungen des Krieges auf einem besäeten Acker, oder in einer vollen Scheuer, bey einem an Fleiß und Arbeit gewöͤhnten Volke sind bloß temporär. Der Segen einiger fruchtbaren Jahre heilt solche Fleischwun⸗ den. Aber nicht so die Stöße, die ein handelnder Staat in wenig Zeit erleiden kann. Die Erschütterungen da— von und ihre Folgen sind nicht zu berechnen, und oft unheilbar. Ich wage es zu sagen, daß, wenn die vereinigten Niederlande mit all ihren Häfen und der Beyhülfe ihrer auswärtigen Besitzungen auf dem Fleck⸗ chen gelegen hätten, wo die vormals österreichischen lie— gen, seit geraumer Zeit keine Spur mehr von ihrer Herrlichkeit zu sehen seyn würde. Gewicht— Maaß— Größe sind in Belgien eben so verschieden, als in irgend einem andern Lande. Sie alle beschreiben und berechnen wol— len, erforderte ein ganzes Buch. Ich schränke mich da⸗ her bloß auf diejenigen ein, die zur Verständlichkeit des gegenwärtigen Werkes nothwendig sind. Nämlich: das antwerpische Maaß für die Campine, die Polder und die Gegend von Contigh; das genter Maaß für das Waesland; das Maaß der Stadt Alost für das land längs der Dender. Ich habe die örtlichen Maaße zuerst mit dem fran⸗ zösischen Decimalsysteme, als dem genauesten und sichersten Maaßstabe verglichen; dann mit dem berli— B 3 ner 22 ner Flächen⸗und Getreidemaaße, als einem durch die neuen agronomischen Schriften allgemein in Teutsch— land bekannt gewordenen. Bey diesem letztern Ver— Flächenmaaßes. Namen Benennung der des üblichen Oerter. Maaßes. Ruthe. Antwer⸗ Journal pen.(Bunder. ö Ruthe. Gent. Gemeth. Bunder. Ruthe. Alost. 34 Gemeth. Bunder. Enthält an des Orts Fußen: Ruthen: 40⁰ 40⁰⁰0 160⁰0⁰⁰ 196 40⁰0 10⁰0 40⁰ Gleicht Hek⸗Mil— tare: liare: 0,00329 8032901 1„ 31607 0,00148 0j,44565 1„ 33693 0,0030⁰07 0j30738 1,22752 gleiche nahm ich zum Aequivalent eines rheinländischen Fußes 313,8 millimétres, eines berliner Morgens 255 6 centiares oder métres QU, eines berliner Schef— fels 5438 centilitres an... des wählte ich den Reichs Conventionsfuß, den neuen zouisd'or zu Gulden, den Gulden zu 60 Kreuzer, als den mir bekanntesten. In Rücksicht des Gel— Vergleichung des niederländischen An berli—⸗ ner Maaß. Mor⸗1ooo0 gen: stel: 0ů13 287 149 006 743 230 012 202 810 In den Poldern unterhalb Antwerpen hat man zwar auch das antwerpische Maaß in Ansehung der Größe des Fußes und Bunders; aber man vertheilet dieses in 3 Gemethe, und jedes Gemeth in 300 Ruthen. Die 3 Ge⸗ Mt- Młt n. Gut.« Ios VX Miben 23 j ö di 3 Gemethe oder 900 Ruthen machen aber nicht mehr I. uch⸗ als ein antwerpisches Bunder. Der⸗ ö 0 Vergleichung des Getreidemaaßes. 9en chef Viertel oder für li- millili-Schef⸗ 100 tres: tres: fel: stel: Geh Heuen Ant⸗(Rasiere ent⸗ F 99/ 534, 83 Hhe, wer⸗ hält alles übrige 79, 627 7, 46 pen.4 Mökens. öů — ack enthält 2 Hafer: 52, 240 2, 80 alles übrige: 10½, 300 17, 97 — Alost. Sae, enthält Hafer: 303, 780 35 52 6 Faß. Uullles übrige: 212, 860 3, r 12 S t. 7 ö* 4 Faß. —f-:— se Vergleichung des Längenmaaßes. kel: mé- milli-[Fuß: roooo 013 tres: métres: stel:* —7 10(Fuß hat eilf Zoll. o, 286, 8/90// Antwerpen. Elle, wie Brüssel 0, 695 2,2148* ( und Brabant. ö 30 Fuß. 0, 275,8, 8788, 14 Rauhe-Lein⸗ 9, 765 2,4378 4 12 Gent. wand⸗Elle. 0(Kaufmanns,-Elle. 0, 698 2,2243 4 1 Fuß. 277(o, s827 x ö ht Rauhe-Lein⸗ 0, 719 2,2912 + 30 Alost. wand⸗ Elle. 5(Kaufmanne⸗Elle. 0o, 639 2,50363 ö +* de ö 6 B 4 Ver Vergleichung des Geldes. Der brabanter Kronenthaler thut 3 Gulden 3 Sols brab. Geld. ö Der französische Kronenthaler thut 3 Guld. 54 Sols. Der Dukate 6 Guld. 6 Sols. Der neue Louisd'or 13 Guld. 14 Sols. Dr Ein branbanter Gulden hat 20 Sol. Rhie 120 brabanter sind gleich 10 1rheinischen Gulden. Drh 1 Sol ist gleich 24 Kreuzer, oder genauer 10 Sols Sce sind gleich 254 Kreuzer. SDenn OIl hel., hs! Mor Räng Mi hh von n lige d ben sn 9e Gt Gu sita furd, gern yr ber zn HSen e f. dsan Drit⸗ ö * 1 . 1 25 7 Dritter Abschnitt. Sab Physische Beschaffenheit der Niederlande. ols. ö 5ls. ob. Der Name Niederlande, das ist niedere lande, 40 zeigt schon zum Theil ihre natürliche Beschassenheit an. 0 Drey große Flüsse, der Rhein, die Maas und die V Schelde, ergießen sich nach einer Gegend, die sie, allem Vermuthen nach, selbst durch den mit sich führenden Schlamm auf den sandigen Ufern der See gebildet ha· ben... Große in diesem nordwestlichen Winkel Euro⸗ pa's vorgegangene Verheerungen scheinen daselbst das Meer beschränkt und von seinen alten Ufern zurückge— drängt zu haben. Zum Theil hat die Industrie der Menschen ihm stets etwas abzugewinnen gesucht, wo⸗ von Holland ein Beyspiel im Großen liefert, und wo⸗ von man auch mehrere in Belgien sehen kann... Ei— nige alte Schriftsteller, die Guicciardini anführt, ha⸗ ben sogar behauptet, daß das Meer ehemals bis an die Stadt Tongern gereicht habe. Unterdessen glaub⸗ te Guicciardini selbst an diese Fabel nicht, die doch später in van Oudenhoven einen neuen Vertheidiger fand, und noch in einigen Bewohnern der Stadt Ton— gern propter gloriam nominis ihre Anhänger hat, die aber zum Beweise nichts als ein Paar große Ringe an ihren Mauern aufweisen, woran die Schiffer ihre Fahr⸗ zeuge festgemacht haben sollen. Die erhabene Lage von Tongern widerspricht diesem allen eben sowohl, als die 17 B 5 Natur — ** 4 . P VI 1 1 ö — Natur des Bodens seiner ganzen Gegend. Einige Fos⸗ silienberge spre chen, eben so wie die sellsamen Ver stei⸗ erungen) in den Sandsteinbergen bey Mastricht, mehr für eine ehemalige a(lgemeine Revolution der Er⸗ de, die der Sündfluth zum Beyspiele, als für die al⸗ ten Gränzen des Meeres. „Man irret, sagt H. Abbe' Man, wenn man den Boden der besteultivirten belgischen Provinzen „von Natur für fruchtbar hölt. Er ist im Gegentheil „so beschaffen, daß er nur durch eine sehr lange Reihe „mehr oder weniger beschwerlicher und kof stspieliger Ope⸗ „rationen fruchtbar hat gemacht werden können. Da⸗ „her(ich bitte manchen teutschen Leser, folgende Wor⸗ te zu beherzigen)„kann in jedem Lande ein „jeder kandwirth, der dieselbe Mühe und 2 osten, wie der niederländische immer ‚thut, anwenden will, eben so gute und reichliche Früchte ärndten Aber, leider! man kann nicht, was man nicht will; so wie mancher Boden darum für unfruchtbar passirt, weil man ihn dafür hält, ohne daß er es wäre. H. Man giebt die verschiedenen Arten des Bo⸗ dens in den Niederlanden folgender Maßen an: 1) Die *) Merkwürdig unter diesen Versteinerungen ist ein Kro⸗ kodillenkopf, und noch mehr ein neuerdings gefundenes monströses Thiergerippe, welches der berühmte de la Cepede selbst nicht erkannt hat. —.. —..—.— t—. 1) Die sandigte Haide der Campine oder des nord⸗ ästlichen Brabants. 2) Die an die Campine gränzende Gegend von Brabant(die zum Theil sandig, zum Theil sandlehmig, zum Theil ein kalkhaltiger Schlamm ist). 3) Der schwere Kleyboden des wallonischen Bra— bants und des nördlichen Hennegau's. 4). Der Boden in Mittelbrabant, worunter H. Man vermuthlich das jetzige Departement der Dyle versteht. Er besteht aus einem sandigen Lehm.(Man findet in diesem Departemenk einige Distriete, die einen milden, an der Luft in Staub zerfallenden Kley, also einen zur ersten Klasse gehöigen Boden haben: wie z. B. Tir⸗ lemont, und von da in einer südwestlichen Rich⸗ tung nach Wawre oder der Dyle zu.) 5) Der leichte Sandboden in der Gegend von Brügge. 6) Der reiche lehmboden in der Gegend von Gent, Cortryk, und dem an der See gelegenen Flan⸗ dern.(Dennoch ist die südöstliche Gegend von Gent auch sehr sandig.) 7) Der künstliche Boden im Lande von Waes. Nr. mund 2. sind die Bodenarten, die sich in dem Departement der beyden Nethen vorfinden; und da dieses das Departement ist, von dessen Ackerbau ich die gründlichste Kenntniß habe, und der folglich der Hauptgegenstand unserer Betrach— tun⸗ ——.—.——.—.— .— —————— ——.— . —— SISSI I DEE n 2—— 21.——— w-———————————————————— i;—.: RRVW.R8— 28— tungen seyn wird, so ist uns die genaue Kennt⸗ J niß seines Bodens vor allem wichtig. Da ich ID selbst weder Physiker noch Chemist bin, so wird Hleh, es dem Leser angenehm seyn, hierüber einen Mann vom Handwerke zu hören. Ich lege I, ihm also einen Auszug aus einer genealogischen chel und mineralogischen Note vor, die Herr De— ae! kin, Professor der Naturgeschichte und Bota—„rlh nik, über das Departement der beyden Nethen orh entworfen hat. e ä ö halaa „Der Boden unserer Gegend, sagt er, ist so gleich 100 *. 38 0. „und eben, daß man weder Berge, noch Hügel, noch I „Felsen, ja nicht einmal Kiesel⸗ oder andere Steine 18. —„——— elmet „darin antrifft. Die einzigen Erhöhungen, die man 0 2— II „darin bemerkt, sind die von Heyst ob den Berg, Bene⸗ ö 999 6„ „sel und Pütte, und die Gegend von Heerenthals. Sie* 3 „machten muthmaßlich ehedem die höchsten Theile einer „unermeßlichen Sandbank oder der Dünen aus. Ihre 3 „Richtung geht von Südwest nach Nordost. Diese sind 0 „untrüglich die sichersten Fußstapfen, die das Gewäs⸗ „ser des Meeres, welches dieses Departement deckte, „hinterlassen hat. Wirklich gehört sein Boden unter A „die Klasse derer, die man, glaube ich, hundi leeun- sch n „darii nennt. Er besteht großen Theils aus Sand und „Lehm oder Kley. Man kann ihn in drey Gattun⸗ „gen bringen: bloßer Sand, Lehm, und Mischung 6 n „von beyden. r ih ö Ounpaz 1)„Der sandige Boden, oder der bloße Sand „macht bey weitem den größten Theil dieser ganzen Ge⸗ „gend oan E Damm Db 6( glich loch ine man Hehe⸗ Sie einet esihd Wis cckt, Rter eun- und kluln⸗ ung and He⸗ end —.— 29 „gend aus. Er ist am wenigsten zur Kultur geeignet. „Das Haidekraut, die Moose und andere Vegetabi— „lien, die der Antheil und das Kennzeichen eines dür— „ren undankbaren Bodens sind, decken seine Oberflä⸗ „che, und bezeugen ihre Unfruchtbarkeit. Der nörd⸗ „liche und der östliche Theil des Departements enthalten „eine Menge kleiner Seen, Pfützen und morastiger „Gründe, wo dem Wasser kein Abzug verschafft wer⸗ „den kann... Der Sand reicht an einigen Orten bis „zu einer großen Tiefe; an andern ist er mit horizon⸗ „kallaufenden Torf- oder Lehmschichten durchschossen. „Bald ist er weiß), bald braun und mit einem Ei— „sen⸗Oryde ½) verkleistert, das seine Unfruchtbarkeit „vermehrt.. Ich habe in diesem Boden keine „Spur von Mineralien gefunden, als das, was die „Chemisten prussias terri nennen, und dieses nur in „niederen, von Bächen gewässerten und vom Viehe be— „tretenen Gründen. Man findet es ziemlich häufig in „den Wiesen längs der großen Nethe, bey den Dör⸗ „fern Hulshout und Wüstwezel.“ 2)„Die zweyte Gattung von Erdreich befindet „sich an den niedern Ufern der Schelde: man hat sie „dem Strome durch Anfertigung der Polder oder „Dämme abgenommen. Dieser aus dem Schlamme „des Flusses geformte Boden ist ein mergelartiger Kley, „der überaus fruchtbar ist, und im Anfänge keines „Düngers bedarf; durch die länge der Zeit aber schließt ‚„er 4*) Bald grau, bald gelb, bald schwarz. **⁷)(Oxydum ferri.) ... IIXXIII E— 77———* . ‚ ö — — 30— „er sich, und wird am Ende zu fest, zu thonig, wel— „ches seine erste Fruchtbarkeit um vieles vermindert*). „Diese kändereyen verdanken ihre Entstehung einem aul „kley⸗ und kalkartigen letten, der ihnen durch das Ge— 100 „wässer aus den höheren Gegenden mit sammt dem ö „Ruck stande animalischer und vegetabilischer Substan—, „zen zugeführt wird. Dieser Boden, so wie der „Schlamm der Schelde durchgehends, enthält eine „ziemliche Menge Eisenorid, die ihm eine bläuliche 0 „Farbe giebt. Er kann zu Backsteinen gebraucht Hlche „werden.“ ö„alh 3)„Die dritte Art von Boden, die eine Mischung n „von beyden vorhergehenden ist, findet man bey Lierre, I „Düssel, Boom u. a. O. Ihr Hauptbestandtheil ist „dennoch Sand, der mehr oder weniger mit Lademer⸗ IE „gel bedeckt, oder damit vermischt ist. Die Nethe, onldi „die Senne, die Dyle setzen diese sruchtbare.— jeder 0 „Cultur fähige Erde hier ab.“ pse il „Die bläulichen Lehmschichten, aus denen man in 0 „diesem Departement die Bau⸗ und Ziegelsteine ver⸗ Liüt 3 53 0he 2.— 0 habe in der landwirthschaftlichen Zeitung 1805. ö Wi W kll Nr. 7. Anlaß zu einem Irrthume gegeben/ indem ich daselbst sagte, daß die Polder nie gedüngt würden. Sol— vahran „ches versteht sich nur von den neuen Poldern. Die alten, ybehm g wie die zu Eckeren, erfordern von Zeit zu Zeit ein wenig michn Mist. Der Polder von Oordam, der nun schon weit über die hundert Jahre eingedammt ist, erfordert und erhält noch gar keinen; und doch ist sein Ertrag größer ö WMahe,! als der, dessen von Eckeren, selbst wenn hier gedüngt cine worden ist. „Wel, ert), einem 5 Ge⸗ dem bstan— ie der lt eine llche raucht chunz lirt, Hil it Rmer⸗ ethe, Idet Iun in eRher⸗ yfeb⸗ 19⁰5⁵. em ich Col⸗ alten, wenig Weit und öher ungt — 31 „fertigt, finden sich an der Schelde in der Gegend von „Rüpelmonde und Hemixem, und an der Rüpel bey „den Dörfern Niel und Boom. Die bloße Ansicht „dieser Schichten reicht hin, um jeden Beobachter zu „überzeugen, daß sie aus den lehmigen detten beste— „hen, den mehr gedachte große und kleine Flüsse hier „abgesetzt haben. Ihre Dicke ist verschieden, hat oft „nur drey, und oft dreyßig Fuß. Bloßer Sand trennt „die lage dieser Schichten. Sie enthalten eine ansehn⸗ „liche Quantität von lulphuretum terri oder Pyriten, „welche die Einwohner unter dem Namen Eckersteine „kennen. Selten haben diese Pyriten einen Metallglanz. „Man findet sie ohne Ordnung in der ganzen Grund⸗ „masse verstreuet... Außerdem findet man in obi⸗ „gen Schichten auch häufig gewisse plattrunde kalk— „Und lehmartige Massen, die in der Luft in allerhand „Figuren von brauner Farbe zerfallen. Man kennt „sie in der lehre über das Steinreich unter dem Na⸗ „men ludus Helmontii. Diese Ludus findet sich in ho⸗ „rizontalen und parallellaufenden kagen, in der Ent⸗ „fernung von sechs bis acht Fuß eine von der andern. „Ihre Trümmer dienen zur Ausbesserung der Dämme „Und Wege. Ich habe mich überzeugt, daß jene lu⸗ „dus kalkartige Theile genug enthalten, um zu Kalk „gebrannt werden zu können; nur müßte man ihm „beym Gebräuche weniger Sand als gewöhnlich bey— „mischen... Das Depärtement der beyden Nethen „hat auch einige Torfmoore an den Ufern der großen „Nethe, der Dyle, der Rüpel und der Schelde, so wie auch an einigen, wiewohl wenigen Orten der Campine.“ So 32 So weit Herr Dekin... Irrthum zu vermeiden, muß ich hier erklären, daß ich den Ackerbau von Boom, Lierre und anderer auf solchem privilegirtem Boden ge⸗ legenen Plätze nicht untersucht habe. Wenn ich also ö in der Folge von der Gegend zwischen Antwerpen und Mecheln spreche, so ist jener fruchtbare Boden darin nicht inbegriffen. Vielmehr ist der Boden, den ich in gedachter Gegend vor Augen habe, größtentheils ein ö armer Boden, der alle Jahre gedüngt werden muß. Er besteht größtentheils aus Sänd, mehr mit Lehm vermischt als in der Campine, und weniger als an den Ufern der Flüsse. In einem Memoire, das der Doc— tor Beunie im Jahre 1774. der Akademie zu Brüssel übergeben hat, giebt er die Bestandtheile des Bodens von Edegem und Contigh folgender Maäßen an: Drey Pfund Erde enthielten Unzen. Drachmen. Gran. an gelbem Sande 5 18 2 34 an Sand, der noch mit etwas Lehm gemischt war,- 10 3 12 an ziemlich reinem eehm ⸗ 19 I 7 an sehr feinem lehm 2 9.5 an Mica Glimmer 0 0 2 ů verloren bey der Operation. 0 0 30 48 Unzen. Unterdessen muß man nicht denken, daß sich alle Aek⸗ ker dieser Gegend gleichen. So enthalten die Höhen weit mehr Sand, wie ich bey Waarloos gesehen, die Tiefen vielleicht mehr Llehm. Ich traf hinter dem Dorfe von Contigh einen feuchten Boden, auf dem män ů Hch 15 f Wi/! sh shht Luch e flsits Sald. sid ane Echam nit gem huhhoßt 1d Culh um Wa un don sud, d Ren kann fflt W.rt fe den ch weßß llcs B. um sar Moge ise du 33 liden, man einen Busch ausgerodet hatte, um Ackerland dar⸗ ddom, aus zu machen. Dieser Boden war moor oder torf⸗ en ge⸗ artig, und verrieth an mehreren Stellen einen grauen 0 d0 scharfen Thon. Das Ganze schien mir daher eine eitele, ä und schlecht überdachte Unternehmung. darin o 1 Ich bedaure, daß ich dem Leser nicht etwas eben so els en Vollständiges über die Natur des Bodens im Lande von muß. Waes sagen kann. Ich habe aber hierzu keine andern n Quellen, als die des bloßen Anschauens, wesches bey an den solchen Dingen trügt. Unterdessen gilt das was von Dos dem Departemente der beyden Nethen gesagt worden, Drosst auch einiger Maßen hier. Der Urstofr des Bodens odens jenseits der Schelde oder gegen Norden ist ebenfalls Ran: Sand. Die zunächst der Schelde liegenden Districte sind an einigen Orten hoch genug mit dem fruchtbaren Ga Schlamme dieses Stromes bedeckt, an andern nur da— 37 mit gemischt, und wieder an andern gänzlich davon entblößt. So findet sich in dem durch hohe Fruchtbarkeit und Cultur beruhmten Lande von Termonde, welches vom Waeslande durch die Dürme getrennt wird, bey 35 dem Dorfe Grimbergen ein so ganz unfruchtbarer Flug⸗ 5 sand, daß ihn selbst die flandrische Industrie nicht zwin⸗ — gen kann... Das Land von Waes an und für sich pro⸗ fitirt wenig von den Meliorationen durch die Schelde, es sey denn in seinem östlichen und nordöstlichen Theile; A doch weiß ich nicht, ob das Wasser dieses Flusses durch Hehel sein unbeschränktes Austreten den niedrigen Wiesen 5(3. B. um das sogenannte Cap von Fländern) nicht 9070 mehr Nutzen als Schaden bringt. 5 Erster Band. C Der man 2 Der Abbe' Man nennt den Boden von Waes mit Recht einen erkünstelten Boden. Ein Boden, der Was alle sechs oder sieben Jahre mit dem Spaten anderthalb d u Fuß tief umgegraben, und Jahr aus Jahr ein mit eige— Us nen und fremden Düngemitteln geschwängert wird; wo E nie ein nachlässiger Wirth in die Stelle eines fleißigen Vor⸗ ö gängers tritt; wo der Besitzer seinen Acker mit einer sol⸗ chen väterlichen Sorgfalt behandelt, daß er eher seine* eigenen Kinder als ihn würde Noth leiden lassen, und Dm nie davon anders als mit einer gewissen Ehrfurcht wie Ghult von einer geheiligten Sache spricht; wo endlich dieses ö Im Wesen seit Jahrhunderten auf gleiche Weise getrieben mihf wird: da muß der Boden nothwendig zu einem Garten Pides der Kunst werden, oder die Nätur hat ihn in ihrem alsth Zorn auf immer verworfen... Bey dem Rigolen sah 4.7 ich oft, wenn der Spaten etwas tiefer als gewöhnlich—— must eingedrungen war, gelbröthlichen Sand heraufkommen, ihba statt daß die obere Krume schwarz oder dunkelgrau war. mn doch sn Der einzige Vortheil, womit diese Gegend von der Natur begünstiget zu seyn scheint, ist ihre niedere Lage, wodurch eine gewisse Feuchtigkeit in dem Sande unter— halten wird, deren er zu seiner Fruchtbarkeit so sehr be⸗ darf. Die Eindämmungen gegen die Schelde jenseits Termonde zeigen sattsam, daß das Gewässer dieser Ge⸗ ö gend oft mit Ueberschwemmungen droht. Wirklich schien es mir bey der gewöͤhnlichen Fluth des Meeres, die sich auf der Schelde bey Termonde bis zu einer ansehn— lichen Höhe äußert, als ob der Spiegel des Stro— mes über die Oberfläche der angränzenden Gegend her— ö vor⸗ 35 Vues , de vorragte. Fügen wir nun zu dem allen die Vortheile, euhab die aus der geographischen Lage des Landes von Waes irhe und der Bürgvogtey von Termonde entspringen, so an läßt sich begreifen, wie eine Wüste hat können zu ei⸗ 10 nem Eden werden. ner sob e sine In der Gegend von Alost fängt der kLehm an, sich . dem Sand b Jedoch findet man auch H. ui nnntr die nichts als bloßen, und zwar sehr trocke— + nen Sand enthalten: denn die Gegend ist hier nicht cbe mehr so vollkommen flach wie im Waeslande, und Gang wird es immer weniger, je mehr man an der Dender hin— ihn aufgeht. In demselben Verhäͤltnisse wird auch der Bo⸗ n sih den lehmiger und schwerer. Man merkt an allem, daß hlich man sich dem nördlichen Hennegau nähert. Doch sah mtheh, ich von hier bis Voorde, einem eine teu tsche Meile un⸗ uwa ter Gramont gelegenen Dorfe, keinen schweren Kley⸗ noch starrenden kehmboden. ven der elahe, unkel⸗ ht be— selsets ser He Hiklich s/ di ausehn⸗ Ello⸗ her⸗ vor⸗ C 2 Vier⸗ islet O6 ssche Vierter Abschnitt. i Physische und moralische Verhältnisse der Be⸗ Klc wohner Belgiens. tuse * Wer sich die Einwohner Brabants und Flanderns Do0 nach den seltsamen Karikaturen vorstellt, die man nicht du 9 ohne lächelndes Erstaunen auf den Kupferstichen shhn nach Teniers Gemälden anblicken kann, der kann sich in den Gegenden, die ich bereist, durchaus nicht seßh kennen; oder er muß denken, daß sich Moden und ‚dhlll Sitten seitdem verändert haben. Es heißt wohl: hif pictoribus multa licent. Für meinen Theil habe ich Campi die Leute so wohl gesittet und gekleidet gefunden, als es iee die Bauern in wenig Ländern sind; und ich bin in die— uddhl sem Stücke selbst mit dem Abbe' Man nicht immer n Ub einverstanden. bah u „Ihre Kleidung, sagt er, ist warm und bequem, Hhahg „aber schlecht und von bäurischem Schnitte.“— W Schlecht und warm paßt wohl nicht leicht zusammen. Ih„ In Ich habe überhaupt mehr gute wollene Kleider, und shede vorzüglich feinere Hüte bey belgischen als bey teutschen Niah Bauern gesehen. Was für einen Schnitt sollen Eud! denn die Kleider eines Bauern sonst haben, als einen Gdhamt bäurischen? Die Bequemlichkeit rührt von dem Zu— Chohht schnitte selbst her. Wir Modegecken opfern die unsrige Alen, dem Einfalle des Schneiders auf; der Bauer zieht seinen Chhlet Küttel vor, weil ihm in einem Spenzer der Hintere er— frie⸗ —eee—..—— frieren würde. Uebrigens versichere ich, daß der bel⸗ gische Bauer keinem Bären gleicht. Erscheint er auch gleich Sonntags mit dem nämlichen Festhabite in der d Kirche, in welchem der Großvater die Großmutter zum Altare geführt hat, so bezeugt dieses doch vielmehr seine reife Bernunft, seine Beständigkeit und wohl überdachte Sparsamkeit... Das Frauenvolk, zumal in dem vandenz Departement der beyden Nethen, ist zwar nicht nach nan niht der Mode,— denn was ist Mode?— doch ge⸗ fersichen schmackvoll und besonders sehr reinlich gekleidet. In kann sch der ganzen Gegend zwischen Antwerpen und Mecheln u nicht stieß mir nicht eine der ekelhaften Figuren auf, die an— den und derswo auf dem Lande, besonders an den Heerstraßen bt wohl. so häufig anzutreffen sind. Einzelne Bauerhöfe in der Habe ic Campine machen hiervon eine Ausnahme. Die Frauen „als e in diesem ganzen Departement sind wohl gebildet, weiß, in dis und haben Farbe. Sie sind stets geschnürt, und tra— inma gen über einem weißen Häubchen einen gelben Stroh⸗ hut, von dem ein Paar breite seidene Bänder lang her⸗ Huum abhangen„ und ihnen um die Schultern flattern. Ihre 14.— Ohren sind stets mit ein Paar langen goldenen Ohrrin⸗ sarn gen, und der Hals Sonntags mit einem goldenen Ge⸗ 1 schmeide geziert... In der Gegend von Alost und von ushn da nach Süden so wie in den Departements der Our⸗ 4 te und der Niedermaas sind die Strohhůte nicht im 11 Gebrauch, und das Frauenvolk hat die abgeschmackte 1 Gewohnheit, den Kopf in ein baumwollenes Tuch zu wickeln, und sich dadurch das schöne Ansehen einer unstihe ö ün Sibylle von Cuma zu geben. lere el⸗ ftis C 3 Bey 38—— ö ö„Bey ihren Speisen und Wohnungen), fährt 0 ö ö„H. Man fort, beobachten sie große Sparsamkeit. sn F„Die Bequemlichkeit und Eleganz der englischen Far⸗ t * Imers ist ihnen völlig fremd.“ Dieses leidet zwar auch— 6 I1 Ausnahmen; aber daß ein Pächter, der zehn Bunder e bewirthschaftet, den Aufwand nicht machen kann, den sh, ein Farmer von 600 Acker macht„ist leicht zu begrei— len ö fen. Ob's aber in England eine einzige Provinz gebe, G wo die Bewohner überhaupt so viele standesmäßige Ele— 0 ganz äußern, als man im dande von Waes antrisst, il daran zweifle ich. ohah „Ihre Nahrung besteht größtentheils in Milch, 5 „Suppe und Begetabilien. Ein Stück S Speck mit Kraut 80 „oder Kartoffeln, Rüben und Möhren, ist, den größ⸗ 10 „ten Theil des Jahres hindurch, ihre vornehmste ani— „malische Nahrung. Bey ihren Festen und Kirmessen s „machen ein und Wafseln ihre größten Lecker⸗ ö „bissen aus. Ihr Getränke ist dünnes Bier und des „Morgens ein Glas Fruchtbrantwein. Wein ist bey oa „ihnen eine große Seltenheit.“— ri ö ö vihng Und in der Campine, könnte man hinzusetzen, so⸗ ö 1n *. gar das Bier. Das Buttermilchfaß muß daselbst zum fi 9 75 00 täglichen Getränke die Biertonne ersetzen. Von Ju— N 230 osche X*) Da das, was H. Man von den Wohnungen sagt, 00 nicht mit dem zusammenpaßt, was ich in denjenigen»ehge Gegenden gesehen, deren Ackerbau ich beschreibe, so über⸗ ö gehe ich es. Ich werde ohnehin anderswo Gelegenheit ö ohwef haben, von der landwirthschaftlichen Bauart aus⸗ Wisto führlich zu reden. 4 fihtt mket. Far⸗ rauch under den begrei⸗ gbe, 9e Cl⸗ ntif, Mah, Kraut goß⸗ ie ahi mesen leckeh⸗ d des it 0 1 sor st zum Ni geld sogt, jenigen o let⸗ jenheit aus⸗ NEꝗꝗꝗ gend auf an ein mäßiges Leben gewöhnt, ist die Spar⸗ samkeit bey dem Belgen kein erzwungenes Opfer; sie ist vielmehr eben so, wie die Arbeitsamkeit, eine Folge sei⸗ ner Erziehung, daher eine Gewöhnung, die ihm zur andern Natur geworden ist... Einer ihrer beckerbis— sen, der vielleicht auch manchem teutschen Farmergau⸗ men behagen würde, ist folgender. Sie nehmen ein Stück Speck, das nur erst ein wenig angeraucht ist, oder auch nur so eben aus dem Salze kömmt, und wählen dazu eines der dicksten vom Rücken. Es wird oben in die Kreuz und Quere durch die Schwarte gekerbt, so daß es daselbst lauter kleine Würfel zeigt. Zwischen diese Würfel werden Schalotten eingesteckt, und das Stück in einer irdenen Schüssel mit etwas Was⸗ ser zu gleicher Zeit mit dem Brode in den Backofen ge— schoben. Dieß ist warm und kalt eine gute Speise. »Die Belgen, sagt H. Man, sind vielleicht nicht „so arbeitsam, wie die Bauern in einigen andern kän— »dern, wenn man bloß auf die Quantität der von »ihnen verrichteten Arbeit sieht; aber in der Ausdauer „und der nicht zu ermüdenden Geduld, womit sie die »ihnen aufgestoßenen Schwierigkeiten zu überwinden „suchen, stehen sie gewiß nur wenigen nach. Sie ver⸗ „schwenden durchaus keine Zeit im Müßiggange, und »lassen keine Gelegenheit zum Gewinn unbenutzt vor⸗ „beygehen. Nichts der Art, so unbedeutend es auch „seyn mag, ist ihnen gleichgültig; und so träge und „schwerfällig auch ihr ganzes äußeres Benehmen scheint, „so ist doch Niemand aufmerksamer als sie, sobald ihr 6 4„»In⸗ —-WRWRNXNRRRNRRX 2.— 1⁰⁰⁷ 2 2——8—————— 40 „Interesse ins Spiel kömmt, oder begieriger, jeden 50 „Vortheil zu benutzen. Dagegen lassen sie sich schwerlich 0 „auf etwas ein, was ihnen nachtheilig seyn könnte.“ 8 ö „Wenig Menschen, fährt H. Man fort, hängen „fester an ihren alten Gewohnheiten und Gebräͤuchen, „als die belgischen Bauern. Sie verändern ihre Wirth⸗ „schaftsmethoden sehr selten), weil sie glauben, daß I »ihre Vorfahren eben so klug und einsichtsvoll, als sie K. „selbst, gewesen sind, und das sie nichts besseres thun üihbr „»können, als ihnen folgen... Was man auch über e „ihre Lebensart denken mag, wobey sie gleichwohl Mi „eben so zufrieden und glücklich sind, als die elegan⸗ dach „kesten englischen Farmers; so wird doch jedermann, udl „der den niederländischen Ackerbau genau kennt, ger⸗ ö bon „ne zugeben, daß ihre Gebräuche nichts weniger als ö den „schlecht und unvernünftig sind. Im Gegentheile schei— hing „nen diese durch lange Erfahrung der natürlichen Be— + „schaffenheit des Bodens so vollkommen angepaßt zu ö „seyn, daß es schwer fallen würde, bessere an ihre „Stelle zu setzen.. In der Reihe von Jahren, in uf »denen ich an der Spitze eines Etablissements stand,. »zu welchem mehrere Landgüter gehörten, die ich auf b „das vortheilhafteste zu bewirthschaften wünschte, stellte buk »ich darüber alle nur möglichen Versuche an. Ein— Nn »sichtsvolle Landwirthe, die ich oftmals ö 36 »über solche Gegenstände zu Rathe zog, ö shui „gaben WI ö Kenny *) Also doch manchmal, und nicht wie H. Balsamo Mpuif glaubt, welcher spricht, daß sie seit Philipps des Güti⸗ Her mit gen Zeiten noch immer auf demselben Fuße stehen. jtden Helich le. angen ichen, Bath⸗ doß als se thun Rber hwosl Ega mant, „gel⸗ ds schei ißt 0 mihte u„ i sand, auf sillte Ein⸗ mals 509j aben amo Güti⸗ —p— T —— 41 „gaben mir allezeit befriedigende Gründe »„an, weswegen die von ihnen befolgten „»Methoden meinen Vorschlägen vorzuzie— »hen wären, und warum diese mißlingen »würden, wie sie auch wirklich thaten.“ Also ist es nicht eine blinde, eine bloß angebohrne Industrie, welche die Belgen bey ihrer Wirthschaft lei⸗ tet. Erfahrung ist, nach Herrn Man, dabey ihr einziger Lehrer und Führer; also nicht der Schlendrian, das ist, eine blinde Nachäffung der Methoden ihrer Väter, sondern eine erleuchtete, über— dachte, durch eigene Erfahrung geprüfte, nach Zeit und Umständen modificirte Nachahmung, die eben so weit von einem unbesonnenen Neuerungsgeiste, als von der den gewöhnlichen Bauern anklebenden hartnäckigen An⸗ hänglichkeit, selbst an die dümmsten und widersinnig⸗ sten Gewohnheiten ihrer Väter, entsernt ist. Ich weiß nicht, wie es möglich gewesen ist, daß gewisse sonst so scharfsinnige und unparteyische Männer jenes deutlich bestimmte Urtheil des Abbet Man haben übersehen, und den Belgen das Rationelle bey ihrem Acker⸗ bau absprechen können. Wenn ein weniger berühmter Mann, als Herr Albrecht Thaer, sich diese Aeuße— rung erlaubt hätte, so würde ich sie ganz mit Still— schweigen übergehen; aber da ein so allgemeines und mit Recht geschätztes Werk, wie dessen Einleitung zur Kenntniß der englischen Landwirthschaft, diesen falschen Angriff auf die Belgen wagt, so sey es mir erlaubt, den Leser mit einigen Worten darauf aufmerksam zu machen. C 5„Es „Es giebt Fälle, sagt der dritte Band gedachter f „Einleitung S. 2 1. und 22., wo ein vortrefflicher,* „fast unverbesserlicher, dem Boden und den Verhält— dsch Hnissen angemessener Ackerbau herrscht, und das Volk ů h „sich dennoch in einer großen Unwissenheit über den „Ackerbau im Allgemeinen befindet. Dieß soll, nach.1 „des Abbe' Man Beschreibung der Wirthschaft in den 16 „Niederlanden, daselbst der Fall seyn). Das Beob— e „achten ihrer Wirthschaft ist lehrreich, und der denken⸗ smn „de Oekonom kann sich wichtige Grundsätze daraus ab⸗ „strahiren. Man würde sich aber vergeblich bemühen, shl nüber den Grund des Verfahrens und über die nähere ö „Bestimmung desselben von ihnen belehrt zu werden.“ M Ich bitte den Leser, nur ein Blatt zurückzugehen, und stn die Stelle: Einsichtsvolle Landwirthe u. s. w. cben noch einmal zu lesen: der Contrast wird sich ihm als⸗ Eees dann von selbst zeigen. Uebrigens läßt H. Thaer den lle, Belgen vollkommen Gerechtigkeit widerfahren, wenn er vetn sagt:„Der Fleiß der kandwirthe und der Ertrag des ser i „Grund und Bodens sind vielleicht im Ganzen nir⸗ algenn „gend höher wie hier getrieben. Der Zufall“), oder ö mainen „ein in dem verfeinerten Ackerbau der Römer erfahr⸗ 08 al „ner, aus Italien hergesandter Heidenbekehrer lehrte e „sie eine ihrer Lage angemessene Cultur, die dieses folg⸗ On vil „same ausdauernde Volk mit unermüdetem Fleiße aus⸗ M y führ⸗ ses *) Ich gestehe, daß ich dieses in der den Niedersächsischen Annalen eingerückten Abhandlung des Abbe. Man nicht habe finden können.**0 **) Das sst: das Zusammentreffen einer Menge uns un⸗ bekannter Umstände. ihin Die. vführte, und wodurch es seit uralten Zeiten seiner mit⸗ „kelmäßigen Grunderde große Aerndten abgewann, und „sich nothdürftig“),— seine souveränen Herren aber „reichlich ernährte. ö Eine Beobachtung, die dem Ackerbau überhaupt eine nicht geringe Ehre macht, und daher dem Auge eines reisenden Agronomen nicht entgehen darf, ist die selt⸗ same Uebereinstimmung des Grades der Cultur der Er— de mit der Politur der Sitten; und ganz sicher darf man schließen, daß man da, wo man einen hohen Acker⸗ bau antrifft, auch beutseligkeit und Politesse unter den Menschen antreffen werde. Die wildesten und rohe⸗ sten Völker sind Nomaden. Ohne zu entscheiden, ob eine größere Humanität eine Folge der Cultur der Erde sen, oder ob diese jener ihr Daseyn zu verdanken habe, bin ich dennoch überzeugt, daß der Ackerbau weit mehr, als der Handel und alle mechanischen Kün⸗ ste, zur Milderung der Sitten beygetragen habe. Ein allgemeines Bedürfniß schmiedet die Kette einer allge⸗ meinen Verbindung, knüpft jedes einzelne Glied an das andere, gewöhnt sie, in Eintracht und Frieden unter einander zu leben, und fesselt die ganze Gefellschaft an den vaterländischen Boden... Mußten nicht oft die Missionarien die Wilden erst zu Menschen machen, ehe sie selbige zu Christen bekehren konnten? Und wel— ches *) Nothdürftig soll sicher heißen: auf eine Art, die sie über alle Noth und allen Mangelerhebt. Wirklich wünschte ich zum Wohl der Menschheit, daß es in keinem Winkel der Welt mehr Noth und Mängel gäbe, als in Velgien. D 44 ches waren hierzu die wirksamsten, die dauerhaftesten Mittel? Es gab nur eins: den Ackerbau). Wer das kand von Waes und das Departement der beyden Nethen bereist, der wird finden, daß die Menschen darin hoflicher und sanfter, Kleider und Wehnmn reinlicher, Ackergeräthe und Fuhrwerk leichter, besser und zweckmäßiger sind, als in den mehr davon entfernten Gegenden. Er wird nicht leicht ein Kind finden, das ihn nicht grüßt, keinen Erwachsenen, der ihm unhöflich begegnet, Niemanden, der ihn öffent⸗ lich um eine Gabe ansprechen wird. Allein kaum wird er den Kanal zwischen Mecheln und Lowen passirt seyn, so werden ihm die schmutzigen und elenden Baracken der Einwohner auffallen, und kleine Bettler und Müßig⸗ gänger seinen Wägen verfolgen; und, siehe da! zu⸗ gleich wird jener hohe Grad einer vollkommenen Cultur abnehmen, den er zwischen Antwerpen und Mecheln bewundert hat. Ich sage, jener hohe Grad: denn ich bin weit entfernt, auch der Gegend von Löwen eine gute Cultur ganz abzusprechen. Die Ursachen dieser schnellen Veränderung werden sich an einem andern Orte ergeben. *)»Die weisen Könige des Alterthums, sagt das Chine⸗ „sische Buch Lie'-Nin, verpflanzten absichtlich ihre „Unterthanen in die weniger fruchtbaren Gegenden Ei— „ner ihrer Staatsgrundsätze war, die Völker in Fleiß »und Arbeit zu erhalten, und mit Recht: denn Mühe „Und Arbeit machen den Measche en aufmerksam und tu— »gendhaft; Tragheit hingegen und Wohlleben gebäh— »„ren und nähren das Laster... Gewöhnlich sind die „Bewohner überaus fruchtbarer Gegenden wenig indu⸗ »striös und sehr wollüstig, statt daß auf einem undank⸗ „baren Boden der Mensch sich durch Arbeit an Tugend »gewöhnt.— —— Fünf⸗ ———————...... del de ihts gebt! Vohe Weldig Ihen Hahe Mich Kilen! den bel 65 shů nun, daß nur Bahen HAt, du fit shen 00 al 0 Gtel Hlaste, Rln ment die und Welk mehr t ein enen, ssent⸗ wild sehh, der sih⸗ l⸗ Ir hen nich gule elen bh. ihe⸗ ihte Ei⸗ hleiß ühe tl⸗ Hh⸗ die du⸗ n⸗ d Fünfter Abschnitt. Belgische Industrie und Vorzüglichkeit des dasigen Ackerbaues. Obgleich dieses ganze Buch ein Denkmal der Industrie der belgischen Nation seyn, und das Hervorstechende ihres Ackerbaues in allen seinen Theilen zeigen wird; so giebt es doch bey ihr einige allgemeine Dinge, deren Vorkenntniß dem deser zum Verstehen des Ganzen noth⸗ wendig ist, so wie andere, wozu ich vielleicht den gehö⸗ rigen Einrückungsort in der Folge nicht finden möchte. Auch glaube ich nicht unzweckmäßig, bevor ich zur Auseinandersetzung meiner Beobachtungen schreite, erst einen Theil derjenigen zu beleuchten, die vor mir über den belgischen Ackerbau bekannt gemacht worden sind; es sey nun, daß sie den meinigen zur Bekräftigung die— nen, oder davon abweichen... Der(eser glaube, daß nur Liebe für Wahrheit und nicht Vorliebe für die Belgen meine Feder führt. Ich kenne keinen Partey⸗ geist, der lLeuten von unserm Handwerke geziemt, als den für's Wahre und Gute, es finde sich nun bey Teut⸗ schen oder Franzosen, Belgen oder Engländern. Auffallend war mir in der Abhandlung des Herrn Balsamo über den Ackerbau der Miederlande folgen⸗ de Stelle:„Es bedarf keines großen Beobachtungs— „geistes, um sich zu überzeugen, daß der Ackerbau der 22 Nie⸗ .——..;.s — —.—. n.——————— —— ——— 46—— cil „Niederlande in einer entschiedenen Stagnation sey. In Wall „England im Gegentheile ist kein Fleckchen Land), das ö une „nicht von einer fortschreitenden Melioration zeugte.“ Was glaubt Hr. Balsamo daraus folgern zu bfühe können? Vermuthlich, daß die belgische Cultur der Ooc englischen nachstehe. Ich muß also sagen: Umgekehrt, Diid se Herr Professor! Ein treffliches beynahe vollendetes vöte, Gemölde bedarf kaum noch eines Pinselstriches, um den d seine Vollkommenheit zu erhalten, denn sonst wür— hen R de es nie fertig werden; bey einem angefangenen aber, dat/l und unter der Hand eines Novizen liegenden Gemälde u giebt es stets etwas auszustreichen, zu verbessern oder gleftt zuzusetzen.. Das Kind wächst, und wird von Jahr zu nach de Jahre stärker; der Mann aber, der ohngefähr seine vol⸗ Din len Kräfte hat, ist das, was er seyn soll, und kann sehr Er wenig mehr gewinnen. Das Zunehmen des einen ist che auffallend, das des andern unmerklich. Wem sollte —— ö cheh.“ es aber in den Sinn kommen, den zunehmenden Mond Mige dem vollen Tage vorzuziehen? ahng »In Flandern, fährt Hr. Balsamo fort, kün— deh »diget Alles die entfernte Entstehung und das hohe Al— ser sy, »ter der guten landwirthschaftlichen Vorrichtungen hitk vn „an.“— In England ist diese Kunst im Allgemei⸗ Ds min nen jünger, daher wächst sie. Wer zweifelt, daß die⸗ Tl Han ser schnelle Wuchs dem Geiste der englischen Nation sig Ehre mache, und Hoffnung gebe, daß der Ackerbau hom der R . auch bey ihr zu seiner gehörigen Größe gelangen werde? Hms an Allein England darum über seine Nachbarin und Vor⸗ dalsan gan⸗ dn 9 222 ö sh. Iu 5 dad Igte. 6 geln 30 ltur der Rkeht, lendetes es, un st wil⸗ Mabe, Aemäde een oder Jhr zu ine bob nn schr inen is solte Mod „ Elm W ungen lhemei aß dis Maion Eerbau vetdeꝰ Von⸗ 9in⸗ 47 gängerin in der Kunst erheben wollen, weil diese seit den glücklichen Zeiten Philipps des Gütigen und Karls des Fünften wenig Fortschritte mehr gemacht hat, das hieße Jemanden tadeln, weil er ausstudirt hat, und einen alten erfahrnen Arzt einem jungen Doctoranten nachsetzen... Doch woher nimmt Hr. Balsamo wohl den Be— weis seiner Assertion, die, wenn sie auch wahr wäre, den belgischen Ackerbau um so ehrwürdiger in den Augen aller Landwirthe machen müßte? An wel⸗ chem Nilometer hat er die hieroglyphischen Figuren ent⸗ deckt, die ihm die Data zur Bestimmung der ehemali⸗ gen Höhe des belgischen Ackerbaues gegen seine jetzige geliefert haben?— Man findet seiner Meinung nach den Beweis obgedachter Stagnation in folgen— den Dingen: x Erstens:„in den Ackerwerkzeugen, welche, „»ohne schlecht zu seyn, den englischen nicht beykom— „men.“— Welcher Zusammenhang! Wenn alle Pflüge Englands von Small, und alle belgischen von einem Meister Stumpf angefertigt wären, bewiese das, daß die heutige belgische landwirthschaft nicht vollkomm— ner sey, als die zu Philipps Zeiten? Hr. Balsamo hätte vor allem zeigen sollen, daß das Ackergeräthe, dessen man sich heut zu Tage in Flandern bedient, um kein Haar besser sey, als das, was Karl der Fünfte aus seiner Rüstkammer zog: dann hätte er allenfalls von der Nichtverbesserung des Werkzeuges auf die der Kunst argumentiren können... Uebrigens hat Hr. Balsamo die vortrefflichen Pflüge des Waeslandes und des Departements der heyden Nethen nicht kennen gelernt. „Den ö 48— Den zweyten Beweis zieht Hr. Balsamo aus dem„Alter ihrer Wiesen, die mehr ein Werk der Na— 1 „tur als der Kunst seyen. Es giebt ihrer wenige, sagt sch „er, auf den Höhen, ob man ihrer gleich daselbst be⸗ At ue „nöthigt wäre.“— Wie das mit einem Beweise R von Stagnation zusammenklappt, weiß der Himmel; matdie man müßte denn den Vernunftschluß so einfädeln:, N Was zu Philipps Zeiten Wiesen waren, sind noch jetzt nict y Wiesen, ergo ꝛc. Gegen ein solches Argument ist I nichts einzuwenden. Daß die Flamänder aber bis auf 8 diesen Tag noch immer so stupid bleiben, keine Wiesen auf den Höhen anzulegen, da nämlich, wo der weise„Tumne Urheber der Natur selbst für gut befunden hat, keine 32 hinzusetzen, das ist freylich ein Beweis von Stagna— 6 tion. Wohl aber dem Lande, wo nie weder Fluth Dic noch Ebbe in solchen Dingen eintritt.. Jeder hat obsan seine Art, zu sehen; die meinige ist, daß ich so lange Masch nicht an den höchsten Flor des Ackerbaues in einem 0 Lande glaube/ als nicht der Pflug über alle Wiesen„Ossh geht, die keiner Bewässerung fähig, oder durch ihre un Lage zu Wiesengrund oder Weidewirthschäft be⸗ Elht stimmt sind. II Drittens sagt Balsamo:„Das Vieh ist ssches „zwar überhaupt gut; aber es ist auch wahr, daß man dewt, „seit undenklichen Zeiten auf seine Veredlung gedacht ku, g „hat.«— Also wieder ausstudirt! Man versäumt Wug; das einmal verbesserte Vieh auch noch heute zu Täge nicht; aber freylich giebt's in Belgien keine Backwel⸗ lianisten! ye Vier⸗ 8 ö AM Finh. mo aus der NMo- e, sig slbst Bewese Himmel; nfoden: noch sht ment ist is af Wisen der wase „ Kils Stagna⸗ Gluth der hat sohge einan Wisen ich ihte ast be⸗ 0 i aß man gedaht basiumt Tage kwel Vier, Viertens:„Man bekümmert sich nicht um die „Winterfütterung, noch um die Art, sie aufzehren zu »lassen.“— Was Hr. Balsamo unter dieser Art versteht, weiß ich nicht. Die Nachlässigkeit in Bewerbung um Winterfutter, die er den Belgen so unverdienter Weise vorwirft, kömmt vermuthlich da— her, daß er die unzählbaren Rübenäcker vor Rüben nicht gesehen hat, der Möhren und Pferdebohnen nicht zu gedenken. Doch ich irre: denn er gesteht ja Fünftens:„daß die Belgen seit langer Zeit „Turneps und Kohl, weiter aber auch gar nichts für „das Vieh bauen, und dabey so unwissend sind, daß „sie nicht einmal die herrliche Methode kennen, diese „Dinge von den Schafen auf dem Felde auffressen zu »lassen... Ah, Herr Prosessor! Sie sind ein Antistallfütterungswirth. Mit einem Worte:„der Mangel einer bessern „Gesetzgebung hat, nach Hn. Balsamo, alle ser⸗ »„nern Meliorationen in den Miederlanden suspendirt.* Es läßt sich keine andere Quelle eines so großen Uebels ben den armen Belgen denken. Ein Glück, daß eine schlechte Staatswirthschaft bisher noch nicht im Stan⸗ de war, allen Geist der Industrie bey ihnen zu erstik⸗ ken. Hr. Balsamo ist selbst so gütig, zu gestehen, daß noch ein Restchen davon in Flandern übrig sey). Auf *) IIy en a encore, sagt die französische Uebersetzung der Werke A. Youngs, Tome XV. Page II2. Erster Band. D SI....—2— ——. — ** * DPF———— 5 —⁷⁵ 2 V Auf diese bündige Art raisonnirt dieser Professor t den guten Belgen nicht allein alle Fortschritte in dem 5 ö N Ackerbaue ab, sondern disputirt sie noch obendrein von bi. 4 2..* N‚ dem Primusplatze weg, den sie in der glorreichen Epo⸗ 190 che Philipps und Karls behaupteten. Zuletzt gesteht er 191 —— 25. 99 0 denn doch,— ziemlich eontradietorisch mit sich selbst, Flander MN—— 33 3 daß Flandern mit Recht ein ausgezeichneter Rang unter 0 besteultivirten ländern Europens gebühre. Der 0 ö lobspruch ist ein wenig lakonisch: denn wenn ein Volk 0 V 52* 53„ 4 · 5 ö das seit Karls des Fünsten Zeiten nicht um einen Dau⸗ 8 55— breit in der Verbesserung seines Ackerbaues vorge⸗ 100 ruckt ist, noch immer einen Platz unter den besteulti⸗ 11. virten Lä op ö kchebe daß ahe. behauptet, so folgt entweder, 15 ** vV— A 2—. chl die übrigen Europäer zu Karls Zeiten gewaltige 1050 Histanken Zedesen iud, Wer⸗ daß der Ackerbau sich 9—8— seitdem nirgends bedeutend gebessert hat. ö Es ist ein f du —— Urtheil, w i r den Lelaschen Achkeraut chten sd bemal, enn A 7**— Jd er berühmte Arthur Poung sagt: me be »Ich werde mich noch immer rür sel Rpung send in de A 6 sehr unwis⸗ huhg ö ötese Pi 51 kerdrue halten, so lange ich fanter o vinz 3le Hzerreiuschen Ricder Richt bepe—(die österreichischen Niederlande) Mnm . und genau untersucht habe“... ö meist Wir können hinzusetzen, daß es kei ů für die W. zzusetzen, daß es kein geringer Verlust wihlt gen die Wissenschaft des Ackerbaues ist, daß dieser Dundy v06 5 große Mann es nicht gethan hat; er kannte aber nichts summn! als das fr 66 e)/ Rltlen französische Flandern, und ö ä äulzerst oberfächl auch dieses nur late no ußerst oberflächlich. ö Schl Bey Cassel fand ö husr tur mit 4.—— Young, daß die Güte der Cul⸗ 91 0 ů üte des Bodens abnahm.„Sollle, de Winthei „sagt drein von hen Eyo getteht e sibst,.— ang unter ihre. De ein Vol⸗ Ien Dul⸗ les volg besteutz, enlwede, gewalthe bau sch Lenbolls ng sagt unwiß nge ich dellande bee., Derlu 6 dist 1 sichtz sts nul C Gollle, vscht »sagt er, dieses auch in dem österreichischen Flandern »der Fall seyn? Sollte man nur einen reichen Boden »„der Mühe einer vollkommenern Cultur werth achten, „und den weniger gesegneten vernachlässigen?.. Herr Cropp giebt hierüber folgenden schönen Auf— schluß:„Niemand, sagt er, wird behaupten können, »daß er in Brabant auf dem schlechtern Boden auch „schlechte Früchte angetrofsen habe. Der Brabanter vhölt sich, mehr als Andere, verpflichtet, des schlechtern „Bodens besser als des natürlich guten zu pflegen, um »jenen allmählig zu dem Range dieses letgtern zu »erheben.“ Nichts zeigt meiner Meinung nach mehr einen rationellen Landwirth an, als ein solches Verfahren. Der belgische Pachter, wie Herr Cropp auch bemerkt, hat sehr oft seine sämmtlichen Ländereyen nahe bey seiner Wohnung entweder ohne einige Einfrie— digung beysammen liegen, oder sie sind vermittelst be⸗ pflanzter Raine und Graben in Kämpe getheilt... Man muß sich die Niederlande durchäus nicht wie die meisten anderen Gegenden denken. In diesen wohnt gewöhnlich die ganze Masse der Einwohner eines Dorfes vermischt beysammen: bey den Belgen hingegen formiren Handwerker, Krämer, Tagelöhner, Wirths— leute und Fabrikanten, sammt der Kirche, Pfarre und Schule, das eigentliche Dorf, und oft sind ihre Häuser so wie in den Stäͤͤdten gegen einander auge⸗ baut; die Bauer und Wirthschaftshöfe aber liegen größtentheils einzein in dem kande umher verstreuet, 3 2 stoßen — IXX———9———— 22——— Aν... V — —.—.— —— N stoßen aber nie oder doch nur selten auf die Heer— 30 straßen. ch Gemeindetriften, glaubt Hr. Cropp, fänden in M Brabant nicht statt. Darunter aber hat er vermuth⸗„Wde lich die Gemeinhut auf dem Ackerlände verstehen wol— HInde: len: denn leider herrscht noch an vielen Orten auf den Chrr Wiesen das schändliche Ueberbleibsel der Nomaden⸗ Iin u wirthschaft, nämlich die Gemeinhut von der Heuärnd⸗ mein te an bis zum Frühjahre. Daher ist auch die Stall⸗ Wuh, fütterung in den Niederlanden bey weitem so allgemein Bahn! nicht, wie Hr. Cropp und selbst Hr. Thaer dafür halten. Doch gestehe ich, nur da jene hohe Stufe der 6 belgischen Cultur gefunden zu haben, wo Stallfütte⸗ 6 hn rung eingeführt und das Land in kleine Pachthöfe ver— shen un theilt ist. Witen Sehr richtig sagt Hr. Cropp:„Wer die braban⸗ fn „tische Ackerwirthschaft, und ins besondere die Zuberei⸗ 1 „tung des Bodens beobachtet hat, wird es sich leicht Hannty „erklären, daß daselbst jedes gesunde Samenkorn auf⸗ Mß „gehen, und jede Fruchtstaude gedeihen muß. Man Win d „darf sicher behaupten, daß daselbst kein Stück besäͤe— Ochtl „ter känderey anzutressen ist, welches gegen audere(wie uummn „es anderwärts doch oft der Fall ist) im Ertrage um In eil „ein beträchtliches fehlschlagen sollte. So auffallend Hd L „diese Behauptung zu seyn scheint, so wahr ist sie; dih Heh „Und es wird ein dortiger Bauer, der seinen Acker hen 0 „nachlässig bestellt, von seinen Mitbauern so sehr ver?⸗ Hsestreh „achtet, daß diese, wie ich es bemerkt habe, ihn nicht Aeren „würdigen, im Bierhause in eine gemeinschaftliche Ze— I »che mit ihm zu treten.* Die⸗ die He finden i vermuth hen woß auf den wmadan⸗ Heuarrd, ie Stalo algemeih er dst tufe de talfütt⸗ se ber brabath Zubath ich däcl aun aß Mu t bisar Ie(we age um Uffalerd ist se Alt aht vel 1 licht 06 96 Die⸗ Dieses stimmt mit demjenigen durchaus überein, was mir einstens ein Pachter von Ostmalle in der bra⸗ bantischen Campine sagte:„Wenn ich oder einer mei⸗ „ner Nachbaren die Kühe im Sommer wollten auf die „Weide gehen lassen, so würde man uns im ganzen „Lande als Bankerottirer verschreyen..— Und: „Eher wollte ich meinen Hafer in die Erde ackern, als „ihn ungejäͤtet stehen lassen: denn was würden »meine Nachbaren sagen?— Goldne Worte, die mehr als alles den hohen Grad der den Belgen eigenen ehrenvollen Industrie charakterisiren! Es ist mir unmöglich, folgendes eben so wahre als ruhmvolle Zeugniß des Hrn. Cropp, eines teut⸗ schen und sicher unparteyischen Beobachters zu unter⸗ drücken, weil es den belgischen Landwirth und sein Thun so trefsend schildert. »Der Brabanter, sagt er, hat die genaueste „Kenütniß von dem Zustande seiner Aecker, besonders „in Ansehung der Geile. Er kennt die Düngekraft, »die in der Jauche vorhanden ist, und weiß bey dem „Gebrauche eine schwächere so gut von einer kräftigern „zu unterscheiden, als wir einen guten kurzen Dünger „von einem strohigen zu unterscheiden wissen. Ich „träge daher kein Bedenken, den Brabanter, so weit »ich Gelegenheit gehabt habe, ihn kennen zu lernen, „einen denkenden Landwirth zu nennen. Alles »„bestrebt sich von Jugend auf, es in der „Ackercultur einander zuvorzuthun. Mit „Verwunderung bemerkte ich mehrmals, daß Kinder, D 3„nach⸗ 34 2**.— „nachdem der Acker besäet und geegget war, mit ihren II „Holzschuhen, wie man sie im ganzen Niederlände uni „trägt, einen bis drey Morgen eben so sorgfältig, als iu „es anderswo bey Gartensämereyen geschieht, Tritt win „bey Tritt feststampften, und bey dieser Gelegenheit ö „jedes Unkraut, welches sich auf der Oberfläche etwa „noch zeigte, sorgsam aufhoben. Man wird daher R „nicht leicht einen Garten antressen, der von Unkraut m d „so rein wäre, wie diese Aecker.“ 1.— hicht „Ich vermag nicht, sagt Hr. Cropp zuletzt, das 99— „angenehme Gefühl mit Worten auszudrücken, wel— „»ches mich belebte, als ich die brabanter Aecker, den „einen wie den andern, so zweckmäßig und sorgfältig ih nich „bearbeiten, und mit üppig wa chsenden Früchten aller Wulber „Art auf einem von Unkraut so sehr befreyeten Boden Hilken, „brangen sahe... Die brabanter I wiheh b „scheint mir eine Kette, in welcher jedes Glied gehörig vhach K „geordnet, und keines gelähmt, Waoe oder gar zer⸗ vlelt ge »brochen ist. dusschi „Aber“— werden die Herren Schlendrianer hranhe bier ausrufen, denen diese Dinge wie chinesische W Schattenspiele vorkommen—„wer in der Welt udne „känn sich einer solchen Hundearbeit ur nterziehen?“— Isum Wer?— Menschen!— zwar keine Menschen wie huät, an Mafge, und war freye, zufrie⸗ gh Menschen, keine Sklaven... In arando, sagt der gute Plinius, magnopere observandum est Ca- tonis oraculum: Qaid est primum? agrum bene eo- D0 lere.— Quid secundum? bene arare.— Quid 90 —— 15 it ihten delande ih, dl „Nit chenhei hecttba ddaher Unkrau⸗ , M H„ wob fel, de Wpfiliz n allet Boden ehscht Rahbiz ar nl⸗ Udfuhter slessch Walt 90.— on vi ziftis 9,sch est C ehe Co· Ouid tel· —— 55 tertium? stercorare). Ich muß gestehen, daß, wenn die Belgen die ersten Grundsäͤtze ihres Ackerbaues den Römern, wie ich mit Hr. Thaer glaube, zu ver— danken haben, nie Schüler die Lehren ihrer Meister besser befolgt und getreuer beybehalten haben: denn noch bis auf diese Stunde sind Pflug, Arbeit und Mist die mächtigen Talismane, womit die Belgen auf dem Felde Wunder wirken..„Pflügen wir denn „nicht auch? Düngen wir nicht? Arbeiten wir „nicht?“— Alles das wohl, meine Herren;— aber————— Als ich das erste Mal in Alost ankam, wunderte ich mich, die Straßen so rein zu sehen, und machte darüber dem Maire der Stadt ein Compliment.„Sie „irren, sagte er: das ist eine Sache, woran die Po⸗ „lizey keinen Antheil hat. Man ist hier so begierig „nach Koth, daß man ihn oft mit sammt den Stei⸗ „nen herauskratzt.!“ Die Armen haben in Alost ein ausschließliches Privilegium, die Straßen am Tage unentgeltlich zu fegen; sobald aber die Nacht eintritt, wird es juris communis, und dann machen sich die Handwerksbursche daran, und beschäftigen sich mit Zusammenbringen des Gassenkothes, bis der Tag an⸗ bricht, oder so lange, als sie noch etwas finden. Die— ser Koth wird außerhalb der Stadt in Haufen gesetzt, D 4 und *) Beym Ackerbau muß man die wichtigen Worte des Cato beherzigen: Was ist das Erste?— den Acker bearbeiten. Das Zweyte?— ihn pflügen. Das Drit— te?— ihn düngen. 56— und verkauft... Strünke und andere Ueberbleibsel 16 von Vegetabilien, die zu holzig sind, als daß sie auf aud die gewöhnliche Weise unter dem Miste verrotten könn⸗ um u ten, werden auf die gepflasterten Heerstraßen geschüt— hahtl tet, damit sie von Pferden und Karren zermalmt, und r so zum Miste tauglicher werden. shin Von höherer Importanz sind die ausgemauerten 0 Behälter, oder Cisternen, die man besonders im Lande l von Waes antriffst. Ich rede nicht von denen, die der 11 kLandwirth bey seinen Wirthschaftsgebäuden anlegt, son— resh dern von den Magazinen, die der Kaufmann auf Spe⸗ culation errichtet, und die aus Gent, Antwerpen und 910 den holländischen Städten mit einer Waare versehen rii werden, die nicht für den Geschmack eines Käufers bnh auf der leipziger Messe seyn dürfte. Solcher Waaren⸗ 90 ö lager giebt es zehn bis zwänzig nebeneinander; und ich in zweifle, ob in dem Weinkeller irgend einer Abtey die n Corpora so genau und richtig nach Gegend, Alter und dum Güte clässificirt sind, als diese gewürzhaften Massen. fsu Der Käufer kömmt mit einem Stocke, visirt nach allen Seiten, und beurtheilt beym Herausziehen desselben 06 nicht allein die Quantität, sondern auch die Qualitͤͤt iihea der Waare... Man hat mir versichert, daß dieser Eihen Handelszweig nicht ohne guten Vortheil sey. 3 Ihg ges Der Leser erlaube mir noch ein Paar Düngeanek⸗ an doten. Ich ging eines Morgens außerhalb des be— d6 rühmten Dorfes St. Nikolas spaziren, als ich in eini⸗ ger Entfernung eine Frau erblickte, die sich mit etwas M auf der Erde zu beschäfligen schien. Die Frau war so Isn nied⸗ Heihst se auf fönn⸗ E schit „ und auetten lande die de g sa, f Syo en und Hasehen äusers aaten, und ic Rey de ler und Naseeg. al cselben Walldt diesch gnneh 18 b6 in eii elwas pot so sied⸗ ——. 2 niedlich im Baumwollenzeug gekleidet, hatte ein so blen⸗ dend weißes Häubchen auf, daß ich sie in Teutschland zum wenigsten für die Frau eines Dorfschulzen gehalten haben würde. Sie las sehr sorgfältig Pserdeäpfel von der Heerstraße auf. Ich wandte mich mit dem Ge— sichte nach einer andern Seite hin, und that, als ob ich sie nicht gesehen hätte, um der guten Frau eine klei⸗ ne unschuldige Röthe zu ersparen. Man sagte mir aber nachher, daß ich mir diese Delicatesse hätte erspa⸗ ren können, wie ich mich auch noch am Nachmittage desselben Tages überzeugte... Ich stand, gelehnt auf das offene Gatterthor eines Pachthofes, um die Schaf— heerde, die man eben austrieb, defiliren zu sehen. Auf einmal fing etwas an, sich hinter mir zu regen. Ich wänd⸗ te mich, und erblickte ein Mädchen mit einem Korbe am Arme, das mit der größten Aemsigkeit gewisse Dinge sammelte, die, wie der Leser von selbst erräth, keine Blumen waren. Da ich die Unterhaltung des Schä—⸗ fers suchte, so begleitete ich ihn eine starke halbe Stun— de lang, und hinter uns her ging die Kleine, und setzte ihre Sammlung fort. Sie bat uns auch wiederholt, nicht auf dasjenige zu treten, was den Gegenstand ihres Suchens ausmachte, und so schien sie mit der Heerde aus, und wieder mit ihr heim zu gehen. Die Samm— lung geschah aber nicht für die Rechnung des Pachters, sondern auf eigenes Conto: denn das Mädchen verkauf⸗ te das Pfund zu einem halben brabantischen Stüber. Wie kleinlich auch immer diese Industriezweige ge— wissen Personen vorkommen mögen, so beweisen sie D 5 doch, ö + . + 47 58 iUνινπ⁰n⁰⁰έ⁰— doch, wie groß und stark der Baum seyn muß, der saht seine Zweige so weit erstreckt... Andern meiner Le— R ser wird es vielleicht nicht unangenehm seyn, noch eini— fi ge Beweise von der flandrischen Industrie zu hören. 220 Daß die leute aus dem Waeslande sich an dem— Flochs, welchen sie ihres Orts gewinnen, nicht begnü⸗ 91 gen, sondern zwey bis drey Meilen weit gehen, auf ö 15 einen fremden Boden welchen auszusäen, dieses war mir bereits bekannt. Aber daß sie drey, vier Stunden i. von ihrer Heimath Klee aussäen, dann des Nachts hin—. fähren, und eine grüne Lädung davon holen, um die Kühe damit im Stalle zu füttern, das scheint nur in libn einem ökonomischen Romane ausführbar, und ich Ein kann's Niemandem verargen, wenn er es nicht glaubt. an 0 Ich selbst hatte Mühe, daran zu glauben, bis es mir durch unleugbare Beyspiele erwiesen wurde. Dasselbe WI 1 geschieht auch mit den Kartoffeln. Ich kam eines Morgens zu dem gutherzigen Alten, 1011 der sich die Mühe gab, manche meiner Fragen zu be⸗ Hurh antworten. Verwundert, seine Söhne und Töchter wdn ö nicht zu sehen, fragte ich nach der Ursache ihrer Abwe— Rulnd senheit... Sie sind ausgegangen, Kartoffeln zu stek⸗ schv 1411 ken, hieß es... Ah, recht gut, sagte ich: das möch⸗ uf te ich gern mit ansehen... Der Alte lächelte, und so. 14 sprach: Nicht also, mein Herr! Es ist an drey Stun— hongn den von hier... Drey Stunden? fragte ich er— nmn staunt... O, erwiederte er, voriges Jahr war's noch 700 *. h Hob Ich behalte mir die Erzählung der Bedingungen dieses itz u seltsamen Handels bis zum Artikel Flachs vor. 2—— „ der her ke⸗ ai⸗ en. dem begnüs u„ auf wal kunden ts hin um di A, ne Tochte AIbwe⸗ Uste⸗ nü⸗ / W Stult ich el ars hoch hises 359 noch weiter. Meine Kinder, fuhr er fort, sind in der Nacht weggegangen, und können gegen Abend wieder hier seyn... Ich ließ mir nun die Bedingnisse von diesem Handel sagen. Der Pflanzer zahlt dem Ver⸗ pächter 4 bis 5 brabanter Stüber für die Ruthe, ohn— gefähr 33rheinische Gulden für den berliner Morgen. Dafür muß dieser das Land ganz fertig machen; es wird aber nicht gegraben, sondern so tief als möglich gepflügt, zu welchem Ende sich ein Kerl während der Operation auf den Pflug setzt. Nun bekümmert sich der Verpächter nicht weiter um das Land, und alles Uebrige ist Sache des Miethlings. Dieser läuft also Stunden, ja Meilen weit, um seine Kartoffeln zu le— gen; dann wieder so weit, um sie zu reinigen; dann von neuem, um sie zu behacken; und endlich nochmals, um sie auszugraben und auf seine Kosten nach Hause zu bringen. Glücklich, wenn er mit seiner Aerndte ohne Anstoß zu Ende gelangen kann: denn außer der Ferne ist hierbey noch die Unannehmlichkeit, daß die Kartoffeln frühe und bey gutem Wetter ausgegraben werden müssen, weil bey eintretendem Regen die Pol— derlande, als wo sie auf holländischem Boden ausge⸗ steckt werden, leicht unter Wasser stehen, und dann die Kartofseln nicht aus dem Schlamme herauszubringen sind. Wenn die Leute einen Theil ihrer Cultur weit von Hause und mit so vieler Mühe betreiben, so schließe man nun, mit welcher väterlichen Sorgfalt das nahe— liegende Land cultivirt werden müsse. Ich darf den Herren Schlendrianisten hier wohl nichts von dem Royolen, dem Ruschottiren, dem Ri— golen⸗ 60*—— golenausschießen, und dem Abharken des Unkrauts mit sh dem Gartenrechen auf einer ganzen Flur erzählen; sie sty würden sonst glauben, daß die Belgen den Pflug und 6 die Egge nicht zu regieren wüßten. Aber dem wichtig⸗ Hl sten ihrer Einwürfe muß ich nothwendig hier begegnen: nicht, als ob er wirklich der wichtigste wäre, sondern Hi weil er der unsinnigste, mithin der allgemeinste ist; le weil er mir— wiewohl nicht persönlich(denn die Kin— ihj meine kleine Cultur ist gemacht worden. Der große Geldvorschuß, der wirklich zu einer hohen Cultur er— ö der der Finsterniß scheuen das licht)— tausendmal gegen b fordert wird! Das liebe Geld, das der Mensch so un⸗ sc gerne aus der Hand fahren läßt, wenn er es einmal dish darin hat, ist das berühmte Schwerdt Durandal, das sold man allenthalben gegen einen verbesserten Ackerbau 1 zuckt. Der Helm des reinen Ertrages, womit sich shn dieser gegen alle Anfälle zu decken sucht, hilft nicht. Und 0 wie soll er bey Menschen helfen, die nicht wissen, wie Wf viel sie der Scheffel Roggen kostet, der auf ihrem Bo— 0— den liegt, oder das Pfund Butter, das eine Kuh ö ů ö—4. flr ei giebt? Wie sollte man ihnen erweislich machen kön⸗ zch nen, das ein vorgeschossenes Geld kein weggeworfenes,* kein verlornes Geld ist, sondern, daß es nur darum 17 ausgegeben wird, um es späterhin wieder mit hohen 00 Zinsen einzunehmen? Lilem Um den Unschuldigen nicht mit dem Schuldigen mitgal zu verdammen, müssen wir zuvörderst unter den Anti⸗ dess poden distinguiren, und den, der kein Geld hat, um hneh die gehörige Auslage machen zu können,— wobey er Bughun sich freylich an dem Ackerbaue versündiget, indem er sich e mit uj sie 9 und ichtig gnen: Mern is; Hin⸗ lacgen große Ur el⸗ 0 ihmal „ ds rban t sh Uud „ie Bo⸗ Hah 1 llez Mum schel Higeh Atie Im h el el sch ——.— 61 sich einer Sache unterzieht, welcher er nicht gewachsen ist;— ferner den unglücklichen Pachter, der, wie es leider nur allzuhäufig der Fall ist, keine längere Si— cherheit für seinen Pacht als nur auf drey Jahre hat; noch mehr aber denjenigen, der statt des Zinses die Hälfte seiner jährlichen Producte mit dem Verpächter theilen muß: diese drey Gattungen von Personen, sage ich, müssen wir außer allen Angriff über einen Punkt setzen, dessen Erfüllung nicht von ihnen abhängt. Aber mit den Herren, die in keinem dieser Fälle sind; die mit einem so suffisanten Tone über Dinge entscheiden, die sie nicht kennen; bey denen Vorurtheil statt der Vernunft, Indolenz statt des Beweises dient: mit diesen hätte ich wohl ein Wörtchen zu reden, wenn sich mit lLayen über Kunst raisonniren ließe... Ich frage sie daher nur, zu welcher Klasse von Thoren sie den Kaufmann zählen, der ein größeres Kapital in sei⸗ nen Handel steckt, als sein Nachbar; oder von was für einer Art von Wahnsinn der Fabrikant befallen ist, der ein Paar hundert Hände mehr anstellt, als andere seines Gleichen... Freylich sind Beyde Gecken, und alle Menschen in Flandern und dem Departemente der beyden Nethen tollhausfähige Narren, wenn sie mit vielem Kostenaufwande das zu erlangen suchen, was sie mit geringem erlangen könnten. Ich versichere aber, daß dieses Wenn aller Untersuchung werth ist.. Wenn die mehrgedachten Herren einmal über ihre Wirthschaft Buch und Rechnung führen, dann wollen wir einan— der ausmessen. Der 62—.. Der leser vergebe mir diesen etwas herben agrono⸗ mischen Ausfall auf die Antipoden jeder Melioration. Der würdige Abbe! Man mag ihn durch folgende Stelle dafür entschädigen. „Das allgemeine Resultat, sagt er, welches ich „aus allem, was ich von der nieder ündischen Wéj 860 „schaft weiß, habe herausbringen können, ist: „die Belgen aus ihrem Grund und Boden die en „Aerndten und die größte Menge Futter*) ziehen, die „der Boden nur immer hervorbringen kann. Die „Quantität dieser Producte ist zuverl ässig sehr beträcht⸗ „lich, wenn man sie mit dem Ertrage irgend einer „gleichgroßen Strecke Landes in Teutschland, Frank⸗ „reich, Eygland, oder einem andern mir bekannten „Lande vergleicht. Eine solche mit gehöriger Sach⸗ „kenn tniß und Unparteylichkeit angestellte Vergleichung „würde unfehlbar zum Vortheil des belgischen Acker⸗ „baues ausfallen, was man auch immer über die Net⸗ „tigkeit und Eleganz anderer, hier und da üblichen „Methoden, und die Vorzüge der dabey gebrauchten „neuerfundenen Maschinen sagen mag.“ *) Herr Balsamo wird dieses nicht zugeben. Doch muß ich ihn fragen, ob man in England wohl im Durchschnitte eine Kuh auf drey Acres Ackerland eines ganzen Farms rechnet, so wie es in Belgien geschieht. Wo nan aber verhältniß mäßig das meiste Vieh hält, da muß auch wohl für das meiste Futter gesorgt werden. Sech⸗ — Es Rchs gesche am sih vor del ge/ E ahz ue Jnsais Enstid Huppeh. sid set Ehenh Hgllade, de Brat O ken bek chen soberltt lub dn l soshaet Wundenin *) E his die 0 500 der 1 Hran Wkono⸗ Natio. ohgerde hed ich Vith⸗ dh lichsien eh, de De häch⸗ dalher Falk⸗ annten Sach⸗ achung Akeh ie Mbo blchm uugtn doh ohl im O eints shicht. lt, R den. zech: Sechster Abschnitt. Einfluß politischer und religiöser Grundsätze auf den belgischen Ackerbau. Auch diejenigen belgischen Provinzen, die nun so lan⸗ ge schon unter franzöfischer Bothmäßigkeit sind, zeich⸗ nen sich, nach A. Voungs und Anderer Zeugnisse, vor dem eigentlichen, alten Frankreich, wie in Spra⸗ che, Sitten und Gewohnheiten, so auch durch einen ganz verschiedenen Ackerbau noch immer gar sehr aus... Jenseits Valencienihes liegt das Land offen und ohne alle Einfriedigung, diesseits, oder in Flandern, häufig in Koppeln. Jenseits sind die Pachthöfe groß; diesseits sind sie klein. Dort giebt es mehr Pächter, hier mehr Eigenthümer. Dort ist die Fruchtfolge) Winter⸗ getreide, 2) Sommergetreide, 3) Brache; hier ist die Brache noch immer mit Fluch und Bann belegt... So konnten die Belgen wohl ihre alten Beherrscher, aber eben so wenig, wie die Chinesen, ihr altes We— sen verlieren; und wenn das Beyspiel einer guten Cul⸗ tur den Ueberwinder in der seinigen um nichts besserte, so schadete auch das Beyspiel einer schlechten dem Uleber— wundenen nicht. „»Es ist auffallend, zu sehen, sagt A. oung, „ wie die Scheidelinie der Cultur des alten Frankreichs, »wo der Ackerbau unterdrückt wurde, und der Cultur „der burgundischen Provinzen, wo män ihn in Ehren hielt HE/ „hielt, noch immer dieselbe Gränze macht, während „die politischen Gränzen sich so sehr verändert haben, „und so weit darüber hinausgerückt sind... Es ist „sichtbar, daß diese große Verschiedenheit nicht von „einer verschiedenen Beschafsenheit des Bodens und „Clima's abhängt: denn es ist nicht leicht ein glückli— „cherer Boden zu finden, als der großte Theil jener „weiten und fruchtbaren Fläche, die sich beynahe un— „unterbrochen von Flandern aus bis nach der Gegend „von Orleans erstreckt. Ein Boden, der durchaus „für flamändische Cultur gemacht zu seyn scheint, und „doch so schändlich vernachlässiget, und dem abge⸗ »schmackten Brachsysteme unterworfen bleibt.“ Es ist wahr, daß sich nicht stricte folgern läßt, daß, weil in dem ältern Frankreich der Ackerbau gegen den der später damit vereinigten belgischen Provinzen zurͤͤcksteht, die Regierung daran Schuld sey; aber es wäre zu wünschen gewesen, daß derjenige, der die No⸗ ten zu der verstümmelten französischen Uebersetzung der Werke A. Poungs hergegeben, uns statt seiner eiteln Declamationen die eigentliche Ursache dieses für Frank⸗ reich nicht glorreichen Rückfalles angezeigt hätte. Denn die militärische Ursache, daß der Sieger nicht leicht das Gute des von ihm Besiegten annimmt, verräth einen so barbarisch-dummen Stolz, daß ich nicht weiß, ob alle Landsleute des Herrn Delalauze hierin mit ihm einverständen sind... Denn: haben die Franken und andere nordischen wilden Völker nicht die Künste, Ge⸗ bräuche, Gesetze, Religion, ja zum Theil die Spra⸗ che 0 M Hen? V 1 3 lcht, ufes. Aitel vlesen, „Gass an pl odeh ei aldeh llihf sen V biserun lich s vHliht i Rrat „Witht bel. 9 206 Reh. Ms Wäban silucht. 1 f str H hterd hbe, Es it ht vnn 3 und Hlücktz WEner ahe un⸗ Gegend Huchaus lt ind mchhe 0 s, gegen dobinze ber di M ug de Heln Fank⸗ Denn icht da 40 eng eiß/ c mit hn Een un 2, Ge⸗ Eum cht —— 6 5 che und die Sitten ihrer Ueberwundenen angenom⸗ men?— Die Herrschaft gehört der Vernunft und der Wahrheit; und wenn gleich Barbarey, Vorurtheil und Irrthum sie manchmal bekämpfen, ja auf eine kur⸗ ze Zeit gleichsam ersticken, so hebt sich doch zuletzt das Licht, und bricht durch die finstern Wolken... Der Professor Balsamo ist seiner Seits über vorliegenden Artikel mit dem großen A. Voung einverstanden. „Wenn Jemand, sagt er, den Einfluß der Ge— „setzgebung eines Landes auf seinen Ackerbau bezweifeln »könnte, so würde ich ihm rathen, durch Flandern zu »reisen, und sich von da nach der Picardie und der „Grasschaft Artois zu begeben. Er würde da bald „den plötzlichen Uebergang, oder vielmehr den Sprung »„von einer guten Agricultur zu einer schlechten gewahr »werden. Jedermann weiß, daß England, ob es »gleich so viele Meilen von Flandern abliegt, doch die— „sem Lande einen Theil seiner landwirthschaftlichen Ver— „»besserungen verdankt, statt daß das angränzende Frank⸗ »reich sich durch das löbliche Beyspiel seiner Nachbarn »nicht um ein Haar gebessert hat... Sollten wohl »die Franzosen unfähig seyn, Verbesserungen bey ihrer „Wirthschaft anzubringen? Das kann ich nicht glau⸗ „ben. Wem ist also die Schuld anders beyzumessen 0 „als den Gesetzen und der Regierung?“ Außer den Franzosen kann man auch noch andere Nachbarn der Belgen citiren, die sich durch ihr Bey— spiel nicht haben bekehren lassen. Wenn sich zwey Ge⸗ genden auf der Welt gleichen, so sind es die holländi⸗ Erster Band. E sche —————————— sche und die vormals öͤsterreichische Campine, oder der holländische und der ehemahlige österreichische Antheil des Herzogthums Brabant. Derselbe Boden, dassel— be Clima, dieselbe geographische Lage, dasselbe Volk, dieselbe Sprache; allein ein großer Unterschied in der Cultur. Man darf nur die bekroonde memorie door Isfridus Thys over het uytgeeven en tot eulture bren- gen der vage gronden in de meyerye van 8 Herto- genbosch lesen, um sich davon zu überzeugen... Noch mehr: kann man sich wohl eine glücklichere dage, einen fettern Boden denken, als den von dem holländischen Flandern, oder dem jetzigen Arondislement de Ecluse in dem Departement der Schelde? Und doch ist es eben hier, wohin die Bewohner des landes von Waes gehen, um sich Klee auszusäen und Kartoffeln zu stek⸗ ken. Das dand ist also den einen zu klein, den andern zu groß. Die Herren Statistiker mögen sehen, wem sie hiervon die Schuld beymessen. Das Arondissement von Termonde, worunter das Waesland mit gehört, hat auf einer Oberfläche von 89,2 50 Hectaren eine Population von 180,516 Seelen, mithin 2,223 See— len auf den Hectar, statt daß in dem ehemaligen hol— ländischen Flandern auf 95,2 50 Hectare nur 59,756 Seelen, also nicht mehr als ,627 Seelen auf den Hectar kommen. Die Population ist also in Verhält⸗ niß der Größe der Oberfläche beynahe viermal so groß in dem österreichischen, als in dem holländischen Flan⸗ dern. Sollte die Schuld hier nicht in der politischen Verfassung gelegen haben? Wenn i m d hu e bech Weddel tueben Igere Kcen Wenige Häfte! bgabeh Deulend duch u ines de, di lin gem im Durt Rabdhssch Rltaun Huutfe suh d⸗ Sot sigch, cben 0 del ber Athel daseb Val in der 1e dor ebren- Herw⸗ „Noh „len Woihen Pche ist e Maes Ustck⸗ andern „ ven ssehegt Hh en ene 9—985⁰ uf den dichäb, Fah⸗ ische Benn — 67 Wenn je ein Reisender aus Brabant über Tirle⸗ mont nach dem ehemäligen Fürstenthume Luttich zu⸗ rückkehrt, und die Stäͤdte, die Dörfer, die Hütten, die Felder, die Ackerwerkzeuge und die Menschen mit demjenigen vergleicht, was er in Brabant gesehen, der kann den Einfluß der Staatsverwaltung auf den Acker⸗ bau eben so wenig bezweifeln, als ihre Einwirkung überhaupt auf die Glückseligkeit eines Volkes bezweifelt werden kann.— Oder wären es vielleicht die über⸗ triebenen Pachte, die schweren Staatsabgaben, die ge⸗ ringere Güte des Bodens, die den Ackerbau in diesem letztern Fürstenthume zurückgehalten haben? Nichts weniger als das! Die Pachtungen betrugen nur die Hälfte dessen, was sie in Brabant betrugen; Staats⸗ abgaben hatte man gar nicht, autzer etwa eine unbe— deutende Accise auf Fleisch und Bier; Grundlasten auch weiter nicht, als diejenigen, welche die Einsassen eines Dorfes sich selbst auflegten, um die Dorfschul⸗ den, die sie für sich selbst zu Kriegs oder andern Zei⸗ ten gemacht hatten, zu bezahlen; der Boden übertrifft im Durchschnitte den brabantischen an Güte; die geo⸗ graphische Lage endlich dieses Furstenthums, die Be⸗ völkerung, das Gewerbe, und die Manufacturen seiner Hauptstadt sind durchaus nicht zu verachten. Wer mag nun das Räthsel losen?— So wie es nach H. Thaer keine erkannte Wahr⸗ heit giebt, die nicht irgend ein Philosoph bezweifelt hät⸗ te, eben so giebt es kein Paradoxon, das nicht von ir⸗ E 2 gend 5 2 2 a8 Iun gend einem Sophisten wäre behauptet worden. Eine Probe davon haben wir, ich will nicht sagen in dem Glauben an den Einfluß eines religiösen Systems auf den Ackerbau, sondern in dem Glauben an den nach⸗ theiligen Einfluß des Katholicismus auf denselben... Da aber ein Paradoxon eben darum ein Paradoxon ist, weil es auf keinem festen Raisonnement beruhet, so läßt es sich auch durch kein Raisonnement zurücktrei⸗ ben. Dem Irrthume Thatsachen entgegenstellen, ist wohl das beste Mittel, ihn, wo nicht zu bekehren, doch zum Stillschweigen zu bringen. Als ich zum ersten Male durch die brabantische Haide zog, und mir auf dem brennenden Sande die Zeit mit Schmerzen hinlief, erhub ich oft die Augen, zu sehen, ob sich nicht wo ein Zufluchtsort darböte, um mich gegen die Gluth der Sonne zu bergen. Da zeigte sich mir dann nicht selten an dem fernen Horizont ein dunkler Fleck, der wie ein grünes Eyland über dem Sandmeere hervorragte und mich zu seinem wohlthäti gen Schätten lockte.. Was war's? Ein Kloster, eine Abtey, ein von Mönchshänden gepflanzter Busch, oder ein auf ihre Rechnung angelegter Wald.. Man kann ohne die geringste Uebertreibung annehmen, daß die drey Abteyen Everboden, Tongerloo und Postel mehr Haide ausgerodet haben, als alle übrigen Nieder⸗ länder zusammen. Ja nach Hn. Man rührt Alles, was in der Campine angebaut ist, von den darin be— findlichen Klöstern her. „»Durch sebel Dis vald osthih ybdek chen! vseben din is liser „DaO A holle, I Eis g he dah Michen Eie ndem — auf nach⸗ en.. dookon klhe, üch i, is lehien ahliche Ide de Moen, le M 0 e ht l r deh Hhiß Kͤste, Zuh Man R Post MWan Ale, sin be duch — 69 „Durch eine ununterbrochene Dauer, sagt er, seit „fünf oder sechs Jahrhunderten, und durch ihre nicht „zu ermüdende Industrie, haben sie endlich über die— „sen dürren, unfruchtbaren Sand gesiegt, und man⸗ »che Strecken davon zu einem hohen Ertrage gebracht. „Sobald sie so viel Haide durch Arbeit und Dünger „dahin gebracht haben, eine Familie ernähren zu kön⸗ »nen, so lassen sie bequeme Wohnungen darauf bauen, „und verpachten sie unter billigen Bedingnissen.. „Durch Anwendung solcher Mittel sind mehrere große „Strecken der Campine sehr gut cultivirt, und mit „Dörfern, Kirchen und gut gebaueten Häusern bedeckt. „Die Abtey Tongerloo allein besetzt aus ihrer Mitte „siebenzig Pfarrstellen auf solchen Dörfern, die ihr „Daseyn ihr zu verdanken haben... Ich kann hier „aus dem zuverlässigen Zeugnisse niederländischer Ge— „schichtschreiber noch hinzusetzen, daß vor achthundert „oder tausend Jahren der Anbau der übrigen, jetzt rei⸗ „»chen niederländischen Provinzen größtentheils mit den⸗ „selben Mitteln, und auf dieselbe Weise betrieben wor⸗ „»den ist, zu einer Zeit nämiich, wo ganz Belgien ge⸗ „wisser Maßen einen einzigen zusammenhängenden „Wald ausmachte.“ Diejenigen Personen, die sich die Mühe nehmen wollen, die Geschichte der Entstehung der Benedictiner und Cistercienser nachzulesen, und Stärke des Geistes genug haben, es ohne Vorurtheil zu thun, werden fin⸗ den, daß es die Niederlande nicht allein sind, die den Mönchen ihren Flor und ihren Ackerbau zu verdanken E 3 haben. T* haben... Ich weiß nicht, ob von dieser Seite die mit der Reformation verknüpfte Aufhebung der Klöster dem nördlichen Teutschlande nicht weit mehr Schaden als Vortheil gebracht hat. Was den geistlichen Corporationen in Belgien die meiste Ehre macht, und den wohlthätigen Einfluß ihres ehemaligen Daseyns noch der späten Nachkommenschaft bezeugen wird, das sind ihre unzählbaren Holzpflan⸗ zungen... Bey einem Ueberschusse jährlicher Ein— künfte, bey der Aussicht zu einer ununterbrochenen Ex—⸗ istenz, konnten sie ihren Ueberfluß auf keine bessere Art anwenden, als daß sie ihn der Erde wieder zurückga⸗ ben, die ihn hervorgebracht hatte. Da sie sich ande— rer Seits durch die Pflichten, die ihr Privatberuf, so wie ihre Glücksumstände ihnen auflegten, oder, um mich kürzer auszudrücken, als Christen, als Geistliche und als wohlhabende Bürger, sich verbunden achteten, den Unglücklichen zu Hülfe zu kommen, deren Hütten ge⸗ wöhnlich die ihrigen umgaben: so war ohne Zweifel der lohn einer nützlichen Arbeit das eigentliche und das beste Almosen, was sie in politischer und religidser Hinsicht austheilen konnten... Dieses hieß in der That nicht nur das Vortheilhäfte mit dem Angenehmen, sondern auch den Nutzen mit Recht⸗und Wohlthun verbinden. Doch sie sind nicht mehr; und mit ihnen stürzten in Belgien jene hohen Eichen, die selbst der unempfind— samste Reisende nicht ohne eine gewisse, wenn ich so sa— gen darf, religiöse Empfindung ansehen konnte... Es die d „ilt sn 6 ocl , 0 su „Wofth II oschoh r M iih i dae die Hlster Schaden Hen de uß ihee Henscht olhyfan⸗ er Ein chen Ey sete Nt lrücha Halde— luf/ so , In Haslich achtekh, Itten gb felr 5 bt Hscht t uicht soldein inden. schghen npfnd⸗ se 1.• Es Es sey mir erlaubt, eine schöne Stelle aus einem Me⸗ moire hieher zu setzen, welches ein ächter niederländi— scher Patriot im Jahre 5. der französischen Republik dem damaligen Gouvernement zu übergeben das Herz hatte. „Ich müßte, schrieb er, mir meine Feigheit vor⸗ „werfen, wenn ich mich aus politischer Rücksicht ab⸗ „halten ließe, einige Blumen auf das Grab der geistli⸗ „chen Corporationen zu streuen, die vormals unsere „Sandwüsten bewohnten. Für sie wenigstens hätte „eine Ausnahme statt finden sollen, wenn die Politik „dem Privatinteresse nicht hätte nachgeben müssen. „Eben diese Corporationen, denen kein unbefangner „Mann das Prädicat activer Bürger versagt, sind es, „die durch ihre ununterbrochene Industrie, durch ihre „unermüdete Thätigkeit, durch den nützlichen und wei⸗ „sen Gebrauch ihrer jährlichen Einkünfte ihre Besitzun⸗ „gen aus dem Nichts hervorgerufen haben: Besitzun⸗ „gen, die ohne sie zu ewiger Unfruchtbarkeit verdammt »zu seyn schienen... Roch einige Jahre, und— „wofern das Auge der Regierung nicht über ihre Hin⸗ „terlassenschaft wacht, nicht den Frevel zurückstößt, der „schon seine verderbende Hand an das Heiligthum die⸗ „ser Pflanzungen legt,— noch einige Jahre, sage »ich, und der verirrte Wanderer wird in diesen Wüste⸗ E 4 vneyen — ———————** ITPIR 4 „neyen vergeblich jene stolzen Eichen suchen, und statt „ihrer nichts als die Spuren einer Armee von Gothen „Und Vandalen antreffen.“ * „Die Melioration dieser ehemals wüsten Lande ist „die Frucht einer Industrie von Jahrhunderten, und Lihre heutige Cultur nichts anderes, als die Fortsetzung „jener angefangenen Industrie... Wehe dem Staa⸗ „te, wenn die neuen, gierigen Besitzer verschlingen, wo „sie nur genießen, und mähen, wo sie nur schröpfen „sollten!.. Die Fruchtbärkeit dieser Gegenden, be— „ sonders da, wo sie mit Holz bepflanzt sind, hängt so „sehr von der einmal angenommenen Behandlungsart „ab, daß man ohne Furcht, durch die Zukunft Lügen „gestraft zu werden, vorher sagen kann, daß der Bo⸗ »den dieser einmal zerstörten Wälder wieder in seinen „ursprünglichen Zustand zurückkehren wird; und so »wird der Staat für den Gewinn einer elenden „Summe jene kostbaren Quellen versiegen lassen, die „sich in dieser dürren Wüste nie, nie wieder für ihn „füllen werden.“ Eine Prophezeihung, die nur leider allzufrüh in Erfüllung geht!.. Wir wollen Hn. Balsamo eben⸗ falls über diesen Punkt abhören, und dann der Hoff⸗ nung leben, die Herren Sophisten befriedigt zu haben. „Un⸗ vhllt e bond fe g 2 Hit u deh RN vuld i „Mit „Das lufßeh statt Gachm alde ist u/ und lchung Staa/ geh wo Hehyfeg en, bs aint so ugsatt lögen t Bo⸗ siin u debn — 73 „Ungeachtet, daß die flandrische Cultur in eini— „gen ihrer Theile nicht ohne Mängel ist, so ist sie „doch überhaupt gut, und begegnet mit Thatsachen „dem Einwurfe einiger Schriftsteller, welche behaup— „ten, daß die Industrie mit einem religiͤsen Wesen „nicht vereinbar sey, und der Ackerbau daher unter „den Katholiken nicht aufkommen könne. Was moö— „gen diese Herren von den Niederlanden sagen? Su⸗ „chen sie eine Ausflucht in der natürlichen Güte des „Bodens, so entfernen sie sich offenbar von dem eigent— »lichen Gegenstande ihrer Behauptung: denn es fragt „sich bloß, ob Industrie und religiöses Wesen zugleich „in einem und eben demselben lande Statt habe oder „nicht. In den Niederländen aber findet sich durch— „aus beydes beysammen. Die Belgen sind nicht „nur eines der religidsesten Völker, sondern auch eines „von denen, die den Ackerbau zu seiner höchsten Stu— „fe gebracht haben.“ „Ich halte mich verbunden, zur Steuer der Wahr⸗ „heit zu sagen, daß die besten und reichsten Pächter in »den Niederlanden die der Klöster und Abteyen sind, „und ihre Pachthöfe diejenigen, wo man die größte „Melioration antrifst... Aus diesen unbezweifelten „Thatsachen ließe sich ein Schluß gegen die übereilte „Aufhebung der Klöster in Frankreich machen; ich E 5„über⸗ E + — +U)¼ññπñπr⁵ĩι⁰ẽ,m— * ———————————————————— 7• 7 ** N 1 „überlasse aber diese Sorge Andern, und sage nur, „daß es sehr unpolitisch ist, eine religiͤse Besitzung ge— „rade darum zu zerstören, weil sie religiös ist. Was vliegt der Gesellschaft daran, wer diese Ländereyen be⸗ „sißt, wenn sie nur den höchst möglichen Ertrag ge— „währen, und also die Masse des allgemeinen Wohl⸗ „standes vermehren? Warum sich also um die Pri⸗ „vatmeinung des Besitzers derselben bekümmern? Er vsey kaye oder Mönch; was hat der Ackerbau mit dem „Stande zu schaffen?* Zwey⸗ 3 Ere 505 Kunst man; gend v Helicb Ingv h Simf on den kin Ah fihle, tuh, de ht, ng gez Waz en be— ag ge⸗ Vohs eN⸗ 5Er It dom heh⸗ DODODODοοοοοοπ Zweyte Abtheilung. Zubereitung des Ackers. Vorläufig: Ein Wort zur Rettung der Kunst. Einem groben Handwerke„das der einfältigste Bauer in jedem lande der Welt kennt, den Namen einer Kunst zu geben, wird Manchem übertrieben vorkom⸗ men; allein wenn er einmal, so wie ich, in einer Ge— gend verweilt, wo dieses Händwerk von Meisterhand betrieben wird, so wird auch er nicht ohne Verwunde— rung vor einem frisch besäeten Getraideacker vorüberge— hen, und, wenn er anders Gefühl für's Schöne, Sinn für Ordnung und Lebe für's Gute hat, sein Auge von den langen schnurgeraden Furchen und sanftgewölb⸗ ten Ackerbeeten nicht wegwenden können. Er wird fühlen, daß da, wo sich das Schöne und Gute ver— eint, die Kunst nicht ferne ist. Dann wird die Begierde auch * ————— auch in ihm erwachen, zu wissen, welche Meisterhand, und wie sie diesen Garten angefertiget habe. Groß ist freylich der Abstand, der Handwerk und Kunst, Kunst und Wissenschaft trennt; und wer sich die Stufen denkt, welche die Architektur von einer Hot⸗ tentottenhütte bis zu dem Pantheon, die Bildhauerey von einer Nürnberger Puppe zu einer mediceischen Ve⸗ nus zu ersteigen hatten, und durch die Hülfe des Ge⸗ nies wirklich erstiegen, der wird nicht glauben, daß zwischen Pflügen und Pflügen ein bedeutender Unter— schied Statt haben könne... Allein hätte in jedem Jahrzehend seit Roms Erbauung nur ein Cineinna⸗ tus, ein Cato, oder ein Woung, ein Dücket, ein Thaer die Hand an den Pflug gelegt, so würde uns das Wort Kunst bey seiner Führung nicht mehr be— fremden. Leider aber hielt man von jeher den Pinsel und Meißel für ehrenvoller, als den Pflug: kein Wunder also, wenn das Genie diesen letztern verwarf, und ihn dem rauhen, unausgebildeten Naturmenschen überließ, dessen Sitten erst des Pfluges der Verfeinerung bedurft hätten... Zum Glücke für den lieben Ackerbau trat die Noth ins Spiel, und zwang zur Anhaltsamkeit; statt daß Meißel und Pinsel oft vergessen, oder unter dem Schutte eines Reiches vergraben wurden. Der Luxus hob sich zwar wieder; aber eben sein Steigen mußte auch dem Ackerbaue zu neuem Antriebe dienen: denn ohne Brod läßt sich nicht stölziren. Nun traten auch u undr Hsch cbeb Moht Hlagen Henng S fiit, salh Ahen Mas, lin d sraiht achnd, l und der sich kt Hot⸗ Haertg I De⸗ d 60 u, Raß Unte fben nha⸗ 1, en de vns chr de dunder hn Halih, Hurst t mlet; nnte Der rigel nen: Aaten auch .7˖ 77 auch auf dem Felde Fleiß und Eiser auf, verbanneten die tödtliche Gleichgültigkeit, führten zum Denken, zum Beobachten, zum Verbessern. Eine Erfahrung diente der andern zur Stufe; und so trat endlich das Hand⸗ werk aus dem Staube hervor. Nothwendig ging dieses Hervortreten bey gesitte— tern Völkern schneller von statten: denn nicht leicht wird man eine hohe Cultur der Erde und eine vernach— lässigte Politur der Sitten beysammen finden. Was aber bey den belgischen Ländleuten mehr, als bey ihren Nachbaren, zu einer erhöhetern Sittenbildung beyge— tragen habe, das zu untersuchen, ist hier der Ort nicht. Genug, daß das Factum da ist, wie die Reinlichkeit, der Fleiß, die Ordnung, die Gutmüthigkeit, die Urba⸗ nitat, und ein gewisser allgemeiner Wohlstand es dort sattsam bezeugen... Diese Reinlichkeit und Ordnung zeigen sich zumal auf dem Acker auf eine so auffallende Weise, daß sie einem Reisenden, auch selbst wenn er kein Landwirth ist, eben so wenig entgehen können, als die Schönheit eines Gartens demjenigen entgeht, der ihn zum ersten Male betritt. Aber leichter ist es, viel leichter, sich über das lob dieses Gegenstandes im Allgemeinen auszulassen, als ihn in allen seinen Theilen zu beschreiben. Dieses De— tail, das beym Anschauen auf dem Felde so unterhäl— tend und anziehend ist, hat auf dem Papiere für den leser, und mehr noch für den Schreiber, der seine e— ser nicht gern ermüden, und sich ihnen doch versländ⸗ lich ———ß7— 2 lich machen will, etwas so einförmiges und langweili⸗ ges, daß ich nicht ohne Widerwillen an diese Arbeit gehe. Indessen scheint es mir unmöglich, ohne eine vollkommene Kenntniß dieser manchfaltigen Händgriffe den Geist des belgischen Ackerbaues zu fassen. Es hat seinen guten Grund, daß bey Ankündi⸗ gung eines neuen oder fremden Pfluges die allgemeine Neugierde gespannt ist, daher denn auch ein Pflug nach dem andern die Ehre hat, sich dem teutschen Publikum zu präsentiren. Allein wozu dient der beste Pinsel ei⸗ ner Hand, welche die Kunst nicht besitzt, ihn gehörig zu führen? Und hieran wird bey alten und neuen Pflügen wenig gedacht. Der Buchstabe ist zu grob für die Herren, die besser mit der Feder als mit der Pflugstürze umzugehen wissen; auch ist es nicht das ge— mächlichste Kapitel in einem Buche... Ist aber die Beschreibung der Führung des Pfluges irgendwo be— schwerlich, so ist sie es da, wo er einer Meisterhand anvertraut ist, folglich in Brabänt und Flandern. Der genaue Beobachter, Herr Dierersen, dem ich insbesondere über diesen Theil sehr wichtige Beyträ⸗ ge zu danken habe, gesteht, daß es ihm unmöglich ist, die Verschiedenheit der Handgriffe bey dieser Operation anschäulich zu machen. Auch würde ich seine Noten hierüber zum Theil sehr übel verstanden haben, wenn ich mich nicht einige Wochen in derselben Gegend auf—⸗ gehalten, die meisten Pflügarten mit angesehen, und solche sogleich aufgezeichnet hätte... Diese Zeichnun⸗ gen, —:F⸗;⸗ ÿ::z:.. vbß;⸗z:::·..] T ⸗-»⸗.⸗AT m M/ Hae Kennt nichl Wn 70 ichte neß, Uheff adlih shubi tine fl 95 wů Haeil Abüt ne eie Igrife llürdi meihe % nac Iblm nst gehirg l gb nit de dab g bel di o be⸗ hutd l. „ SM W ichisz eratiol Mdel wenn aß nd hul geh/ 79 gen, die Bemerkungen meines genannten Gönners, meine eigenen Beobachtungen, und meine längere Kenntniß des belgischen Pfluges, geben mir Hoffnung, mich bis auf einen gewissen Punkt verständlich machen zu können. Der Leser wird es mir zu gut halten, wenn ich, aus Furcht, mißverstanden zu werden, mich viel⸗ leicht oft unnützer Weise wiederhole. Der Erfahrne weiß, daß das, was für ihn zu viel gesagt ist, für den Unerfahrnen kaum zureicht. Die Unannehmlichkeit endlich eines so trockenen Gegenstandes wird mich ent⸗ schuldigen, wenn ich mänchmal unter der Arbeit eine kleine Rosenschleife um die Stürze meines Pflu⸗ ges winde. Erster Erster Abschnitt. dDer feilin g. Zur Verständlichkeit eines so wichtigen Artikels, als des belgischen Ackerbaues, wäre vor allem die richtige Kenntniß des dasigen Pfluges nöthig. Allein da diese nicht ohne eine Menge perspectivischer und mathema⸗ tisch-richtiger Zeichnungen zu geben ist, zu deren An⸗ fertigung man nicht immer den rechten Mann findet; da H. Thaer mir mit seiner Beschreibung des Small— schen Pfluges vorgegangen, der in seiner Hauptstructur und den davon abhangenden Wirkungen viele Aehnlich— keit mit dem belgischen hat; da ich nichts besseres und vollkommeneres zu liefern im Stande bin, als was ebengedachte Beschreibung leistet: so sehe ich mich ge⸗ zwungen, den Leser im Wesallcher darauf zu verwei⸗ sen, und mich mehr auf die Theile und Eigenschaften einzuschränken, in welchen der belgische von dem Small⸗ schen Pfluge abweicht... Die beygefügte genaue, wie⸗ wohl wegen Mangel an Schatten und licht, daher in Rücksicht der Wölbung des Streichbretes und Schars unverständliche Zeichnung wird vermittelst hinzukom⸗ mender Erklärung dennoch hinreichen, nicht einen Pflug darnach anfertigen zu können(wo ist die Zeichnung, die zu diesem Zwecke hinreicht, es sey denn nach vielen fruchtlosen und kostspieligen Versuchen?), sondern dem Leser einen Begriff des Ganzen und seines Baues zu geben. Vor⸗ * flge Delder ain V n Imn ium Inpohn der vu ber Hn hnuch hutzot hdo h Schn daß all volsn gichn U htenh . Hleitges icher N Iue 6 Ielerhauy ahht Hpa stut ge 1 9 0 DM, 5 on ů . f,. uihihe 1 Matheno len i fdtt EI sstuthe Uhnich⸗ 4 und w nich g uschoftn EI a vis uhr in Schals ifln auMig ichhuth Mn saden Baues Vor/ — 81 Vorher muß ich erinnern, daß sich die belgischen Pflüge nicht überall gleichen. Der an den Ufern der Dender gebräuchliche Pflug ist nicht ganz der im Lande von Waes, obgleich beyde Gegenden in Flandern lie— gen; eben so weicht der Contigher von dem Pfluge der Campine ab. Oft finden sich in derselben Gegend von einem Dorfe zum andern Varietäten, welche vielleicht unsprünglich von dem Eigensinne und der Nachlässigkeit, oder von dem Fleiße und der Geschicklichkeit der Arbei⸗ ter herrührten, nach und nach aber durch den Ge— brauch ein ausschließliches Bürgerrecht in ihrem Ge— burtsorte erhalten haben. So haben die Pflüge von Gramont bis Alost, und von da bis Brüssel, das Streichbret, und folglich auch die Schneide des Schars auf der linken Seite, ssatt daß alle andern mir bekannten Stelzenpflüge rechts um⸗ werfen. Ueberdem haben sie, statt des eisernen be⸗ weglichen, einen feststehenden hölzernen, mit einigen Lochern versehenen Kamm, in welchen ein eiserner Bü gel eingeschoben wird, dessen Locher oder Zähne in senk— rechter Richtung über einander stehen. An einigen Orten sind die Pflüge schwerer von Holz und dabey leichter von Eisen, als an andern. Ueberhaupt bemerkte ich, daß sie in dem Verhältnisse plumper werden*), als man von Norden nach Süden vor⸗ *Ich nehme hier die ungeheuern Polderpflüge aus, die statt des gewöhnlichen Kolters eine runde, bewegliche, in der Mitte dicke, nach der Peripherie schärf zulau— Erster Band. F fen⸗ * NV I.—p.. πν * I he vorrückt. Man glaubt dieses zwar durch die zuneh⸗ mende Schwere des Bodens zu rechtfertigen(denn wirklich nimmt diese in gedachter Richtung zu, und in gewissem Betrachte erheischt ein schwererer Boden ein solideres Werkzeug)); allein die Solidität dieses letztern hängt nicht von einer klotzigen Structur und einem plumpen Material ab, sondern von der Angemessenheit des einen und der Güte des andern... Ich sagte vor⸗ her,„in gewissem Betrachte,“ das heißt: wenn auf schwerem Boden eben so tief, als auf flachem gepflügt werden soll. Denn wenn das nicht ist; wenn der⸗ selbe Kraftaufwand, z. B. zweyer Pferde, hinreicht, auf schwerem Boden sowohl als auf leichtem nach der daselbst ewöhnlichen Weis⸗ zu pflügen: so sehe ich nicht, warum der Pflug an einem der gedachten Orte stärker als an dem andern zu seyn brauche, wie er es doch ge— wöhnlich ist.. Man bespannt in meiner Gegend den Pflug in End Lehmgrunde eben sowohl mit zwey Pferden, als in den lehmigen Sandländern Brabants; und ich sehe nicht, daß sie, bey übrigens gleichen Um— ständen, müder von der Arbeit zurückkämen, als in Brabant. Haben sich aber die Pferde nicht stärker bey der Arbeit angegriffen, so hat's der Pflug auch nicht. Ich bin überzeugt, daß es oft weit mehr an dem fende Scheibe haben. Ihr Streichbret ist von Hoh, und nur an den Punkten mit Eisen beschlagen, die den größten Widerstand leiden. Es hat die Gestali eines, 17 rheinländische Zoll in der Höhe und 24 in der Län— ge, und steht mit dem äußersten Ende wohl 0 Zoll von dem Pflugkörper ab. 5 IEe nun Y m n det me tir S Ifd, sit ma ). her u6 fir nd i fl demeinn Ren, de upfeht bt. nigt euh lschn g m fele En hwen d Aurch n(deun „ und in oden ein 15 Hgtern d einem maseuhet sagte vor wenn auf m gypft wenn de⸗ sinch, Wuoch de Vichlicht stärke t doch g Negend dn mit zu Babantz n h u, de eies/ 1u derLän⸗ — 83 dem schweren klotzigen Bauernkopfe liegt, als an der Schwere des Bodens... Die Pflüge, die ich nun schon seit 3 bis 4 Jahren besitze und ausschließlich brau⸗ che, sind von der leichtesten Art, die ich in Belgien ge— sehen. Keiner meiner Nachbarn pflügt so tief, als ich; keines Andern Pferde gehen dabey einen so lebhaf⸗ ten Schritt, wie die meinigen: und ich habe mit mei— nen Pflügen Arbeiten ausgeführt, wobey ich die Pflü⸗ ge meiner ganzen Gegend würde zu Schanden gefah⸗ ren haben. Der in diesem Werke abgebildete Pflug ist einer der meinigen. Er ist zu Ostmalle in der Campine, vier Stunden von Antwerpen, gemacht, wiegt 80 Pfund, wovon 25 auf das Schar kommen, und ko— stet an Ort und Stelle 8 Gulden Conventions“ Mün⸗ ze*)... Ob ich gleich auf meinen spätern Reisen ei⸗ nen noch bessern zu trefsen gehofft hatte, so schien es mir nachher doch, daß von allen denen, die ich gese— hen, keiner jenem an Zweckmäßigkeit gleich komme, den einzigen zu St. Nikolas im Waeslande ausgenom⸗ men, der sich vorzüglich durch sein schönes Streichbret empfiehlt, und auf der Stelle 35 brabanter Gulden kostet. Da ich noch keinen solchen besitze, so känn ich nicht entscheiden, ob ihm der Vorzug vor dem Ostmal— lischen gebühre. Einstweilen konnen wir kühn diesen letztern als das Musterbild des belgischen Pfluges auf— stellen. F 2 Ich 4) Ein anderer, den ich nachdem erhielt, und der etwas schwerer von Eisen ist, kostete 21 Gulden. — 84 Ich eile zur Erklärung seiner Theile). Tafel I. Figur 1. stellt die rechte oder Furchenseite, Figur 2. die linke oder Landseite, und Figur 3. die Sohle des Pfluges vor... Schar und Streichbret sind von ge⸗ gossenem Eisen; Pflugbaum, Säule, Höft, Stürze und Stelze von Holz. Die Beschläge von geschmiede— tem Eisen, die an mehreren Orten angebracht sind, habe ich durch einige nien von dem Holze zu unterschei⸗ den gesucht.. Das Schar, welches sich Figur 3. von unten sichtbar macht, ist ein halber Keil. Seine kandseite d— e. ist sowohl in horizontaler als verticaler Richtung gerade und platt. Die Furchenseite ist schnei— dend, und bildet mit der andern einen Winkel von 30 Graden.— Die Furche, die das Schar für sich allein *) Sie sind auf der Tafel in zehnmaliger Verjüngung nach dem métre abgebildet... Ich habe zu dem Ende, so wie auch zum Verstehen anderer Stellen dieses Wer— kes, zwey decimétres in ihrer natürlichen Größe an— gegeben. Fünfmal so lange, als dieser doppelte deci⸗ meétre, das ist: zehn decimétres, machen einen mé— tre; zehn centimétres machen einen decimétre; zehn millimétres einen centimétre... Es wird Jedem leicht fallen, den örtlichen Fuß seines Aufenthaltes mit dem angegebenen Decimalmaaße zu vergleichen.. Wenn ich hier oder anderswo sage, daß die Zeichnung einer Fi⸗ gur zehnmal nach dem métre verjüngt sey, so heißt das: Was darauf einen millimétre groß ist, das hat ein centimétre in seiner natürlichen Größe; was einen centimétre auf dem Papiere ausmacht, das beträgt einen decimétre; und was einen decimétre einnimmt, das enthält in natura einen métre. ..............— —3————J—————————..——e.e‚—————... —— 1 siht! 00 sh n 16 9 ung Hati U 1 gen Ruch Mie Lohe u chn heyden Schat der ine 9 90 Den Buu duch 1 fel. O del M men lire lactz Afell. dijhur 2. ohle de von ge Stilz chmieds cht sid, Htacht, Frur z. Gile vellackt stshre vol zo flt sc alh Wüünguth m End, osed V Roe au dle iun ne 16 i OMan ala m . Wouh eihr F fh as hal vas eineh Hgt Iimxlit, allein öffnet, hat 26 centimétres Breite, welches aber nicht hindert, damit noch breitere oder schmalere Fur— chen zu ziehen. Der Streifen k. ist ein starkes ange— schweistes eisernes Band, welches in eine Rinne der hölzernen Sohle des Höftes g. einpaßt, und vermittelst des Nagels oder Boltens h, der durch das Höft dringt, darin zurückgehalten wird... Das Streich⸗ bret i. scheint zwar weit über den Winkel k. des Schars vorzuspringen, und daher bey der Arbeit weit mehr Grund wegzuschieben, als das Schar ausgestochen hat(ein Fehler, der dem gewöhnlichen Räderpfluge eigen ist, und dessen Gang erschwert); solchem ist aber durch eine Schweifung nach einwärts an dem untern Theile des Streichbretes vorgebeugt... Die Ferse der Sohle ist mit Eisen beschlagen, weil der Pflug auf den zwey Punkten d. und J. am meisten aufliegt, also am geschwindesten abschleißt. Dieses Aufliegen auf den beyden Endpunkten rührt daher, daß die Sohle des Schars mit der Sohle des Höftes einen Winkel bildet, der indeß wenig merklich, und Figur 2. bey m. ein we⸗ nig zu stark ausgedrückt ist. Figur 4. ist der Pflugkamm. Er wird vorne in den Baum eingeschoben, und durch den Bolten b, der durch das Loch b. auf Figur 1. geht, darin fest gehal— ten. Die Platte ruhet gewöhnlich in der Kerbe a; soll der Pflug aber zu einer besondern Tiefe gehen, so ver⸗ se6tzt man den Kamm, und läßt ihn auf c. ruhen. Die längere Kante der Platte kann nach Gutbefinden über die rechte oder linke Seite des Pflugbaumes hervorra⸗ F 3 gen: ——————— en SS gen: doch ist ihr gewöhnlicher Platz zur Rechten. Die kocher dienen zum Einhängen des Schwengels. Je mehr dieser nach der rechten Seite eingehängt wird, desto breiter wird die Furche. Gewöhnlich sind die Pferde in das roch vor der Mitte des Pflugbaumes, oder in eines der nebenstehenden eingehakt; die andern dienen nur, wenn man nahe an einem Graben oder einer Hecke hinzuackern hat... Wird der Kamm ge— wendet, so daß die längste Kante nach der linken Seite des Baumes übersteht: so können die Pferde so weit von dieser Seite gespannt werden, daß keines davon in der Furche zu gehen braucht, welches bey vielen agro— nomischen Verrichtungen, wie z. B. bey der Kartoffel⸗ und Rapsbestellung, nicht ohne Nutzen ist. Die Stelze n. kann in dem Pflugbaume auf- und niedergeschoben werden, je nachdem der Pflug flach oder tief greifen soll. Man nennt solches den Pflug stel— len. Der daneben befindliche Keil dient zur Befesti— gung der Stelze, zu welchem Behufe bey o. ein kleiner Hammer eingehängt ist. Man hat dem Fuße der Stelze einen etwas erhabenen Schnabel gegeben, da— mit er desto leichter über den strohigen Mist hingleite. Die Stelze ist der eigentliche Regulator des Pfluges, und der Punkt, auf welchen der Führer beym Pflügen das Auge richtet.. Man hat dieser Stelze zwar eine kraftverschwendende Friction zuschreiben wollen, und es kann vielleicht in der Theorie damit seine Richtigkeit haben; abgesehen aber von dem manchfaltigen Gebrau— che, den die Belgen von dieser Stelze bey ihren ver— schie⸗ —— Rdeh selte Chal Gmal Her h Hcher Gtlac shilen Mch; dh di Hil i dtß e Oopan Hsemi duige hag gendie: nabgy lie. E Dahgch Wil 1. De 6. Y wid, sind d Haumg andern Wen oder amm 90 ken Satt e so ul daban i len ag Kuuuft duf ud fach oon ug steh Befesi in he Jußt de hel, da sigheit Muges, Mipn pm E, M ichtiket Gebral⸗ ven vel⸗ shin 87 schiedenen Pflugarten machen, so daß ich nicht weiß, ob dieselben alle so leicht und so gut mit einem Pfluge ehne Vordergestelle auszuführen wären, so muß auch die Friction bey dem belgischen Pfluge so stark nicht seyn, da er sehr oft von Einem Pferde oder einem Ochsen gezogen wird. Das Kolter hat eben so, wie das Smallsche, an dem Griffe eine Beugung zur linken, wodurch es in senkrechter Richtung nach der platten oder Landseite des Schars herabhängt.. Das Schar, größer als das Smallsche, hat gegen das Streichbret zu keinen Griff oder Hals, sondern steigt mit seiner Wölbung ununter⸗ brochen, und schließt sich so in die Wölbung des Streichbretes ein, daß beyde nur ein Ganzes zu seyn scheinen... So viel ich, ohne einen Smallschen Pflug gesehen zu haben, urtheilen kann, scheint es mir, daß diese Structur dem belgischen Pfluge einen Vor⸗ theil über den andern giebt, und Ursache seyn muß, daß er einen geringeren Kraftaufwand von Seiten des Gespanns erfordert... Da das Schar von gegossenem Eisen ist, so muß, um es schneidend zu machen, ein einige Zoll breiter Streifen an die schräge Seite dessel⸗ ben angeschmiedet, und, wenn er nach einiger Zeit ge⸗ gen die Winkel d. und k. verschlissen, erneuert werden. Das Streichbret bildet mit dem Schare eine unabgesetzte, nicht wohl zu beschreibende Schneckenli— nie. Es ist in der That länger, als es Figur r. bey p. abgebildet ist. Es mußte bey der Zeichnung, wo die Wölbung durch keinen Schatten angegeben ist, für F 4 das das Auge nothwendig verlieren. In dem Winkel von unten ist die Ecke gebrochen, und das nicht ohne Ab— sicht: denn wenn, wie bey dem Pflügen mit einem solchen Pfluge öfters geschieht, eine lange Umkehre von einer Seite zur andern zu machen ist, so legt der Füh⸗ rer ihn auf die rechte Seite, so daß er auf dem Win— kel K. des Schars, und diesem abgestumpften Winkel des Streichbretes ruhet und vorrutscht. Der Pflug hat nur eine, und zwar wenig gesenkte Stürze, statt daß der Smallsche zwey lange Hedel har. Wenn diese zur kenkung des Smallschen Pfu— ges, wie es großen Anschein hat, erforderlich sind, so wage ich, zu behaupten, daß er dem belgischen in die— sem Betrachte weit nachsteht, da dieser zu einem gera— den, festen Gänge nur ein Paar Finger zu seiner Len⸗ kung bedarf, sobald er einmal angesetzt ist. In Figur 2. habe ich zuvörderst auf die Breite der Schiene oder Säule r. aufmerksam zu machen, die dem Pfluge seine Hauptfestigkeit giebt, und dann auf ein plattes Ohr E, welches auf dem Rücken des Streich— bretes befestigt ist, und zum Einhängen des Streichha— kens dient. Von diesem Streichhaken weiter unten. Ich fand dieses Ohr bey den meisten Pflügen an einem andern Orte, nämlich bey t. in der Stürze der Fig. I. angebracht; und oft stand daselbst statt des Ohrs eine senkrechte mit einigen Lchern oder Einschnitten verse⸗ hene Platte, um den Haken höher oder tiefer ansetzen zu können.— Eine merkwürdige Verbesserung der Land⸗ ——‚—‚————— Ichsit O uached el ansli sh Rllct, 1 nit hek O Rahthi un M umm di M Mft siin nic Ruhn sen Bad A, Ile Mo fit, ei Harth Hasen ah gets, h anen aul 0 das G n sol, R iiil n ohne Y, nt enen kehte vy der riß em Vn Win sent Hül e M sud, in de am gaih iher ley 2 Bil hen, N. aum alf Sthih⸗ llachha⸗ Nahen Fu I 8 el belss anschen g der gad⸗ Landseite des Pfluges fand ich in Voorde, eine Meile von Gramont. Sie bestand in einer eisernen Platte, welche die Oeffnung dieser Seite von dem Höfte an bis nahe zum Baume schloß. Ich habe sie auf Figur 2. punktirt. Sie dient, das Ankleben des Grundes„wel⸗ cher sich von dieser Seite gewöhnlich an die Schiene anlegt, zu hindern, und dadurch den Gang des Pflu⸗ ges zu befördern. Im Gebrauche hat der belgische Pflug vor allen mir bekannten so große Vorzüge, daß es schwer fallen sollte, sich ein vollkommeneres Ideal zu denken. Er geht leicht: Ein Pferd oder ein Ochse bedarf keiner grö⸗ ßern Anstrengung, ihn in lehmigem Sandboden/ ja, wenn die Pflugart nicht tief ist, in sandigem Lehmbo⸗ den zu ziehen, als ein doppeltes Gespann mit einem un— serer nicht ungeschickten Räder⸗Pflüge; und zu keiner gewöhnlichen Pflugart werden je, auch selbst im schwer⸗ sten Boden, mehr als zwey Pferde vorgespannt. Oft, wenn bey großer Dürre die Kleestoppel mei⸗ ner Nachbaren nicht aufzureißen war, kamen sie zu mir, einen solchen Pflug zu leihen. Zum Ausackern der Kartoffeln, zum Einlegen des Rapses, zum Um⸗ reißen einer Kleestoppel, zum Aufroden eines Grasan⸗ gers, zum Schälen des Bodens, wo man nur eine einen Zoll dicke Narbe wegnehmen will, zum Royolen, wo das Schar 30 Centimétres tief in die Erde drin— gen soll, ist dieser Pflug gleich geschickt. Gehen in derselben Furche zwey Pflüge hinter einander wovo — F 5 in in leichtem Grunde der erste mit einem, der andere mit zwey Pferden, in schwerem Grunde aber der erste mit zwey, und der andere mit drey Pferden bespannt ist, so läßt sich der Grund 45 Centimeétres tief rühren. Bey dem Artikel Pflügen werden wir sehen, welchen Gebräuch der Belge von diesem Pfluge zu machen weiß; und ich werde dem Leser zu beurtheilen überlassen, ob mit irgend einem ihm bekannten Pfluge gleiche Arbeit auszuführen sey. Einstweilen erneure ich hier, von Dankgefühle durchdrungen, diesem schätzbaren Gefährten meiner landwirthschaftlichen Verrichtungen die Ehrenerklärung, daß ich größtentheils ihm die Verbesserung meines Ak— kers schuldig bin, und ihn um keinen Preis missen möchte. Ich darf hoffen, daß die zu gebende Beschrei— bung der vollständigen Regierung obigen Pflugs auch denen brauchbar seyn wird, die einen Smallschen, oder andern Schwingpflug besitzen; ja selbst denjenigen noch nützlich, die von Jugend auf mit einem unbeweglichen Streichbretspfluge umgegangen sind. Hee Wiakant wo die! Rit B nicht al der V Di 1d vie fibeht Mͤusi Eggen! Biilt, hen bis oomeintg f ihe V. lg der; 5 pen lis, s Hle uid nez 0 ‚66 dote mit erse nit ll i 0 H. Boy weschen weiß; ss, oh he Abet Mlgethe 1Wäie Ulliuuz dints lW 5 mien Bsshe 5 duh han, da ien h Weglche zueh⸗ Zweyter Abschnitt. Uebriges Ackergeraäthe, E g9ge. Die Eggen sind überäll, wo ich sie beobachtet habe, vierkantig, Gramont und Tirlemont ausgenommen, wo die dreyeckigen gebräuchlich sind. Ich werde mich mit Beschreibung der letztern, als sattsam bekannt, nicht aufhalten, zumahl, da meines Erachtens jenen der Vorzug gebührt. Die vierkantigen Eggen sind aus vier Hauptstäͤben und vier Zwerghölzern zusammengesetzt. Die Haupt, stäbe haben von oben und unten eine gerade Seite, die Nebenseiten aber bilden einen platten Bogen. Die Eggen um Contigh haben 135 Centimétres in der Breite, und 150 in der känge. Die von Alost ha— ben bis 170 Centiméêtres, und werden doch oft nur von einem Pferde gezogen. Einige haben 24, andere 28 Zacken. Sie sind 35 Centimétres lang, und in einem Winkel von 45 Graden eingeschoben. Die Rich⸗ tung der Zacken geht nicht nach einer der Seiten, son— dern nach einem der Winkel der Egge, doch nicht so, als wenn alle Zacken nach einem einzigen Centrum zu liefen, sondern so, als wenn sie sich alle in einer paral— lelen Richtung nach Nordosten kehrten. Die Egge wird nie anders, als in einem Winkel eingehängt: ist es der, gegen welchen die Zähne gerichtet sind, so dient es H. V — ——— E —— 92 es zum Scharfeggen; ist es der dem vorigen gerade entgegengesetzte, so dient es zum Flacheggen; ist es einer von den beyden andern, so dient es zum Schlan— geneggen, welches darum so heißt, weil die Egge sich dabey wie eine Schlange hin⸗ und herwirft. Diese letztere Art, zu eggen, dient vorzühlich, um von Sa⸗ men aufgekommenes Unkräut zu zerstöhren, oder die Erdschollen auf dem Felde zu zermalmen. W l e. Die Walzen sind achteckige steinerne Cylinder. Sie haben 26 Centimêtres im Durchmesser, und 130 in der Lange. Man zieht auf leichtem Boden diese Wal⸗ zen den runden vor, weil sie im Fallen den Grund mehr andrücken, und weniger schleifen. Bey Tirle— mont und Gramont sind die Walzen rund, und von Holz. Der gewöhnliche Fehler aller hözzernen Walzen ist, daß sie zu lang sind, das Land daher nicht mit allen ihren Theilen pressen. Man will gerne viel Ar— beit auf einmal fertigen; ob sie aber gut gefertiget wer— de, darum bekümmern sich keine Knechte, und selbst wenige Pächter. Ob man in Tirlemont und Gra— mont in diesen Fehler verfällt, erinnere ich mich nicht; da aber, wo die steinernen Walzen eingeführt sind, kann er nicht Statt finden, denn sie haben nur ein we⸗ nig über die Hälfte der Breite der Beete, und man rei— tet auf jedem einmal auf und einmal ab, daher alles vollkommen festgedrückt wird. In Ansehung der höl zernen Walzen muß ich noch erinnern, daß sie nicht leicht zu dick seyn können, und daß es rathsam ist, ihre Di dern Halid al x 0 Rb 6del 1 Hulte det lher D Verhag mycbof Rult, d del Mig sihet: d daßt N Edeg ufvm n I„, wan den Sehe lisch. uf einan slln mit Mitigtth I lgerade 422 6 Schlaß, die Ehe . Dis⸗ han Sa⸗ Ru i ek. Se 130 i i M NGund ey Al⸗ ind vun Wahn litht ul Il fiht e fths 1 Gl0⸗ hicht; si en man 10 — 93 ihre Dicke nach den beyden Enden hin ein wenig zu ver⸗ mindern, wodurch beym Umkehren das Grundschleifen vermieden wird...„Seit ich, sagte mir ein benach⸗ „barter sachverständiger Pachter, eine schwerere Walze „habe, als alle meine Nachbaren, habe ich auch bes⸗ „sere Früchte als sie... Wenn eine Walze um 6 oder 12 Zoll länger ist, als die hinterste oder Haupt⸗ breite der Egge, so ist sie lang genug; und sie sollte nie länger seyn. chl se. Tasel 2. Figur 1. Die Schleife ist ein in vielen kändern unbekanntes Werkzeug. Man bedient sich daselbst statt ihrer der umgeworfenen Egge. In Belgien hingegen ist kein Bauer, der nicht ein besonders dazu eingerichtetes Werk⸗ zeug hätte. Die Gestalt desselben wird sich der Leser leicht aus Figur 1. erklären. In dem Loche a. wird der Pflugkamm vermittelst des Boltens senkrecht befe— stiget: dadurch kann das Gespann so eingehängt wer— den, daß die Schleife von vorne mehr oder weniger auf der Erde anliegt. Der Führer steht bey ihrem Gange auf dem mit Stecken oder Ruthen durchflochtenen Thei— le, wodurch er die Schleife nach der einen oder der an— dern Seite andrückt, je nachdem das Erdreich es er⸗ heischt. Die Hauptbestimmung dieses Werkzeuges ist, auf einem aufgeeggten Stoppellande, welches zum Be— stellen mit Raps, oder von neuem zur Besäung mit Wintergetraide dienen soll, den an den Stoppeln und dem andern Gewürzel klebenden Grund zu zerreiben, da⸗ * ————————— 94 ö 0 damit sie desto leichter mit dem Rechen abgeharkt, und Güß dann weggebracht werden können. Die Arbeit geschieht nane mit einem Pferde. Die Schleife hat 70 Centiméêtres lanlt! 8 in der Breite, und 150 in der känge. Indem sie ein⸗ 10 mal auf-und einmal abzieht, ist ein Beet abgefertigt. 90 Mluges ö R ech en. shong Die Rechen, deren man sich hier so häufig auf 1 N dem Felde bedient, sind schrag von der Linken zu der Rechten herab in die Gabel des Stiels eingelassen. Sie falst haben acht eiserne, 14 Centimétres lange/ ein weni Klt einwärts gekrümmte Zinken, die 5 Centimétres von ObHe ö einander abstehen. Streichhaken. ahhn Tafel 2. Fig ur ꝛ2. a ah e Rllchden Der Streichhaken ist eine der einfachsten und nütz— Rh lichsten Erfindungen, die ich bey den Belgen gesehen. i Sein Gebrauch erfordert eine Erklärung. Ein Pflug, 7„uin der 30 Centiméêtres tief in der Erde geht, wird nur Hum ö selten den Grund zu der nöthigen Höhe erheben, und,; ahn erhebt er ihn auch, ihn doch nicht in seine gehörige Lage, 0 ö das ist, das unterste nach oben heraufbringen. Geht 10 XII der Pflug aber, wie bey dem Doppelpflügen geschehen N kann, zu einer Tiefe von 40 Centimétres, so drängt dhsshn 40 er zwar den Grund bergan; allein ein guter Theil sinkt 6 ö hinter ihm sogleich wieder in die Furche zurück. Um nehmah diesem Uebel vorzubeugen, erfand man den Streichha— r X ken, der an sich nichts anderes, als eine Verlängerung uunn man 1 ö ů des Streichbretes ist.— Er besteht aus einer Stange von hWlt, ud i Rihet entimer em si j Rfett. Hifpaf ken n du asen, Ee an ei Reres A nubsth en gshn. En Moh ud ur Oeh M/ ½ Wuild e/ rchn odrat U Thel se Ick U Cichhs un Hange n e vol — 95 von zähem Holze, auf welcher nach dem einen Ende zu ein Stück Bret, ohngefähr zwey Fuß lang, ange— nagelt ist. Nahe dabey ist ein erwas platter Haken eingelassen, vermittelst dessen das Werkzeug in ein Ohr eingehängt wird, das sich hinter dem S Streichbrete des Pfluges, oder an der Stürze desselben befindet, wie schon gesagt worden ist. Figur a. zeigt ihn von vorne, und Figur b. von der Seite. Ein Kerl faßt die Stange mit beyden Händen, und stellt sich so, daß der Streichhaken mit dem Streich— brete einen mehr oder weniger stumpfen Winkel bildet. Der Kerl geht in paralleler Richtung mit dem Pfluge voran, und hält seine Stange höher oder niedriger, je nachdem das zu machende Werk es erheischt. Es ist ein wahres e. zu sehen, wie der Grund, nachdem er sich in der Wölbung des Streichbretes zu der erforderlichen Höe erhoben, auf den Streichha— ken anstößt und von diesem, wenn man will, zwey bis drey Fuß weit weggedrängt, oder dünne über das Beet verbreitet wird. Obgleich diese Arbeit lästig für ein Gespann ist, und, wenn sie tief gehen soll, drey Pferde erfordert, so habe ich sie doch mehrmals mit oöwey Pferden, ja in leichtem Grunde mit einem Ochsen ausführen sehen. Ein anderer trefflicher Gebrauch, den ich selbst mehrmalen von diesem Werkzeuge gemacht habe, fin— det bey dem Aufbrechen einer alten Grasnarbe Statt, wenn man sie nicht erst schälen, und dann von neuem pflügen, sondern mit einem Male abfertigen will. Bricht ————— IIIXS 2——— Eνπ%. t:;fͤ;.— 2—2—2———— — 2 —.— —.————————— SRIIIRIISSRReeteee— N. ———* i 96 Bricht man den Rasen bey einer solchen Operation zu flach um, so hat man nichts als Kraut und Wurzeln, aber keine Erde; oder zu tief, so wollen sich die Rasen nicht legen, und bleiben auf der Kante stehen. Hier ist nun der Ort, sie durch den Streichhaken zurechtzu⸗ weisen, und gehörig an die Erde zu drücken. Die Egge ist dann zureichend, die Hafersaat darauf unterzubrin⸗ gen, doch besser noch ein guter Schaufelpflug. Die eigentliche Anwendung endlich, die man in Belgien von dem Streichhaken macht, wird in einem andern Ab⸗ schnitte gezeigt werden. Wagenschwengel. Tafel 2. Figur 3. Der Wagenschwengel für drey Pferde zeigt sich, zehnmal verjüngt, Figur 3.; a. wird in a. eingehängt. Wenn zu außerordentlichen Operationen drey Pferde vor den Pflug gespannt werden sollen, so geschieht sol— ches nie mit hintereinander, sondern mit nebeneinan⸗ der gehenden Pferden. Erstere würden nicht allein nach mechanischen Grundsätzen nicht mit derselben Kraft auf den Pflug wirken können, sondern auch überdem einen Knaben erfordern, um das vorderste Pferd zu leiten. Der Auftritt eines Pferdeleiters aber würde dabey den Belgen so auffallend scheinen, daß ich nicht weiß, ob einer ihrer Ackerleute dabey die Hand an den Pflug würde legen wollen. In meiner Jugend wollten mir die Antipoden nicht recht in den Kopf; seit ich mich aber ein wenig mit der Land⸗ suntt, hullit, Hahgtt, dα M bahh ß V 65 d hue/ süh, un hh se D M blem un U W NN h s Ohs N Mee E Sachest Hnehyn hiunj uh ser d ton Ungh, dis Nen en. Hit Rlachth, D Ege llerphem, lug. Di in un Ddan l sh igching. y Mo schehtsh Webehn alennch Kust uf Sem elgh lill, dabey R waß/ 0 de Mpig oeh liht ald⸗ —.—————— 97 kandwirthschaft einer und der andern Gegend bekannt gemacht, habe ich schon so häufige Beweise dafür er⸗ halten, daß ich nicht mehr an ihrer Existenz zweifle. Wenn zum Beyspiel, um mich nicht von dem Gegen⸗ stande zu entfernen, in der Gegend von Na ssau⸗ Siegen der Bauer ein Paar Ochsen an den Pflug spannt, dann ein anderer, um sie zu leiten, vor sie hintritt, bey dem Ackern beständig rücklings vor ihnen hergeht, und zwischen ihren Hörnern durchsieht, ob der Pflüger auch eine gerade Furche halte: dann—. o dann glaube ich gern an Antipoden, und⸗ wünsche, daß ein so unglaubliches Faetum in den Jahrbüchern des Ackerbaues aufgezeichnet werde. Wenn ich reich wäre, so reiste ich mit einem belgischen Ackermanne da⸗ hin, um ihm seinen Antipoden zu zeigen, und mich an den seltsamen Contorsionen der Verwunderung des gu⸗ ten Belgen zu laben. Gespann. Man pflügt mit einem und mit zwey Pferden, mit einem und mit zwey Ochsen, mit einem Ochsen und ei— nem Pferde zugleich. Im letzten Falle geht das Pferd in der Furche... Obgleich die Pferde hier zu Lande einen stärken Schritt bey der Arbeit halten, so geht der Ochse doch nicht weniger geschwind, welches beweist, wie viel auf Erziehung ankommt. Zwar scheint die Sache sich anders zu verhalten, wenn man beyde Thie— re neben einander auftreten sieht, weil die lebhafte Be⸗ wegung der Füße des Pferdes glauben macht, daß der Ochse nicht eben so viel Weg in demselben Zeitraume Erster Band. G zurück⸗ zurücklege.. Die, welche nur ein Pferd, oder einen Ochsen halten, verrichten alle Art von Feldarbeit da⸗ mit. Doch helfen sich Freunde und Nachbarn unter einander, wenn die Arbeit des einen dringend, oder die Kraft seines Zugviehes nicht hinreichend ist. Ich erinnere mich nicht, weder in Flandern, noch in Brabant, anderswo Arbeits⸗Ochsen gesehen zu ha— ben, als in dem Departement der beyden Nethen. Ihre eigentliche Heimath ist die Campine, woher die Ein⸗ wohner der Gegend zwischen Antwerpen und Mecheln sie erhalten. Ein junger gelernter Ochse kostet jetzt drey— ßig französische Laubthaler. Er dient ein bis zwey Jah— re, und kann dann gemästet für das doppelte verkauft werden. Ein solcher Ochse, den ich zu Contigh sahe, hatte fünf Bunder zu bestellen, eben so viel, als ein Pferd thun kann. Er zog seinen mit Mist beladenen Karren so geschwind fort, daß ich ihm kaum folgen konnte. In der Regel aber werden in der Campine nicht mehr als drey Bunder auf einen Ochsen gerech⸗ net. Die Pferde gehen gewöhnlich drey Stunden nach einander am Pfluge. Man nennt solches eine Pause. In dieser Zeit müssen sie ein Journal oder 100 Ruthen umpflügen. Die Pause, oder das halbe Tagwerk zweyer Pferde, bezahlt sich mit 24 Sols brabantisch Geld. Die Art und Weise und der Preis der Feldarbeit verhält sich um Contigh, wie folgt. Das gewöhnliche Umpflügen eines Bunders geschieht in zwey Tagen mit zwey Pferden, und 1——8— 4 Fl. 16 Sols. Das Hder eihe arbat dw arn inte ld, H h, voc ksht dy u i le Wlfat ch 10 , Hd um söcg V en nich Clllda sch tile unnclcdee bö5 24 G⁰6 deM fuc j Busdil Oal .—D:⁊,eö ꝗ-— 22 Das Um⸗oder Abschuffeln, d. i. Flachpflü— gen eines Bunders, geschieht in einem Tage mit zwey Pferden, und kostet 2 Fl. 8 Sols. Doch geschieht dasselbe auch manchmal mit einem Pferde auf einen Tag, und kostet dann 1 Fl. 10 Sols. Das Flacheggen eines Bunders in einer Pause mit einem Pferde kostet 15 Sols. Das Schleifen eines Bunders in einer Pause mit einem Pferde kostet auch 15 Sols. Das Walzen eines Bunders in einer Pause mit einem Pferde kostet ebenfalls 15 Sols. Zu Voorde in Flandern kostet ein Bunder das erste Mal flach zu pflügen und einmal zu eggen 4 Fl. Das zweyte Mal zu pflügen und einmal zu eggen 6 Fl. Das dritte Mal zu pflügen und zweymal zu eggen 8 Fl. Wer mehr will geeggt haben, bezahlt für jedes Mal 24 Sols. G 2 Drit⸗ — 100 Dritter Abschnitt. D 4 E.. K u n st w ör te r. Um nicht mit jedem Augenblicke bey der Erklärung eines Wortes still zu stehen, und das schon Erklärte jedesmal zu wiederholen, wird es nothwendig seyn, mit dem Leser vorher über die Bedeutung einiger Ausdrücke und Kunstwörter übereinzukommen, um so mehr, da die Neuheit der Dinge und die Unzulänglichkeit meiner Kenntniß der teutschen Sprache mich oft zwingen, neue Zeichen zu erschaffen, oder soviel möglich die flamändi— schen Kunstwörter zu verteutschen. Schnitt: ist der Zug, den der Pflug von ei— nem Ende des Ackers zu dem andern durch die Erde zu machen hat. Erdstreif: ist der von dem Pfluge ausgestochene Grund, den das Streichbret nach der Seite schiebt. Furche: ist die Höhlung, die der Pflug nach Wegschiebung des Erdstreifen zurückläßt. Ackerbeete, Gewende, oder, wie wir sie der Kürze halber nennen wollen, Beete, sind schmale durch eine offenstehenbleibende Furche getrennte Abthei— lungen eines Ackers. Dieser so eben gedachten ofsenen Furche werden wir den Namen Rigole geben, um sie von den ge— wöhnlichen Furchen zu unterscheiden. Drey —...——.2— ud 11 f0 amg I Heß! Haber yl ud 1 linagde 6 h 00 Um Hmg . Erlinng Erllät sehs, Madnlte meht/ x eit ahg Naen, nae famash 0 06 Die El Nc shilt D ie Mi st e Mhhh Werdeh b0n e⸗ Di Drey Züge mit dem Pfluge auf und eben so viele ab, formiren ein Beet von sechs Schnitten. Jeder Schnitt beträgt 3 Deeimétres in der Breite; eine Rigole von oben eben so viel, von unten aber läuft sie spitz zu. Ein Beet von sechs Schnitten hat mit In⸗ begriff seiner Rigole 21 Decimeétres in der Breite. Es giebt aber auch Beete von acht, zehn und mehreren Schnitten; da sie aber weniger in den Gegenden gebräuchlich sind, deren Ackerbau ich am gründlichsten untersucht habe, so habe ich die Beete von sechs Schnitten gewählt, welches ich auch ohne— dieß der Kürze in der Beschreibung ihrer Anfertigung halber würde gethan haben. Unter dem Worte Kanten verstehen wir die zwey längs den Rigolen hinlaufenden Seiten der Beete, und unter Rücken die Mitte der Beete. Beete anschießen heißt die zwey ersten Erd⸗ streifen derselben mit dem Pfluge gegen einander anwer⸗ fen, welches den Rücken der Beete bildet; man könnte diese Arbeit also mit Recht Rücken⸗Anlegen nennen, zumal da man das Voneinanderpflügen oder Spalten dieser Erdstrei⸗ fen Rücken⸗Ablegen nennt. Doppeltpflügen ist: den Pflug zweymal—3 einander durch dieselbe Furche ziehen. Schuffeln, umschuffeln, schälen ist, nur zwey oder drey Zoll tief pflügen. Um mich möglichst verständlich zu machen, bitte ich den Leser, bey der Pflugarbeit sich jedesmal in Ge⸗ G 3 dan⸗ 1 danken mit mir an den untern Theil des Ackers zu stel— len, das heißt dahin, wo der Pflug zuerst angesetzt wird. Hat sich nun der Pflug von uns weggewandt, so werden wir es Gehen nennen; hat er sich aber am obern Theile des Feldes gedrehet, und nähert sich uns wieder, so soll es Kommen heißen. Auch wird mir der leser vergeben, wenn ich ihm manchmal, um ihn mit der Praktik bekannter zu machen, die Zügel in die Hand gebe, und ihn hinter dem Pfluge hergehen lasse. Die Begriffe der Benennungen der Hauptoperatio⸗ nen werden sich von selbst bey ihrer Beschreibung ent— wickeln; um aber dem Leser einen Leitfaden von ihrem Gange zu geben, lege ich hier eine kurze Uebersicht davon vor. 9. K. Ein plattes, ebenes Land mit dem belgischen Pflu⸗ ge platt und eben ackern. a. Plattpflügen. b. Abpflügen. c. Anpflügen. d. An⸗ und Abpflügen. e. Rigolen füllen. 5— 2.— Ein plattes, ebenes Land in Beete pflügen. a. Rechtfertigung der Ackerbeete. b. Breite, Höhe, Richtung derselben. c. Anlegung derselben. ö. — 103 ffs 9½ 3. t Beete abwechselnd in andere Beete pflügen. 199— a. Beete umsetzen. —8 b. Rücken ablegen, und Rücken ausstechen. schund vidn Beete düngen Rüh M ‚ 0 I. a. Den Mist unterpflügen. Hah b. Die Kanten misten. c. Den Mibst überstreichen. Ptopenth d. Den Miist überstoßen. bung a 6. 5 Ahn Beete vollenden. Hash a. Rigolen aufräumen. ö b. Rigolen ausschießen. 5. 6. W Ein Land reinigen. a. Schuffeln. b. Auf sich selbst reiten. c. Schleifen und abharken. . 2 Beete in flaches Land umschaffen. 9. 8. In flache Beete pflügen. e. ö. 9 Royol-Arbeit. 5. 10. Ruschottiren. G 4§. 1. 3• — . 7 ————.. 104 Ein plattes, ebenes Land mit dem belgischen Pfluge platt und eben ackern. Plattpflügen. Obgleich der belgische Pflug hauptsächlich zur Ab— fertigung der Beete gemacht, und vor allen andern da⸗ zu geschickt ist; so läßt er sich doch auch mit nicht gerin⸗ gerem Vortheile zu dem Plattackern gebrauchen, und verliert bey dieser Art zu pflügen keinen der Vorzüge, die er über den mir bekannten Räderpflug mit bewegli⸗ chem Streichbrete hat, so wie mich eigene Erfahrung längst überzeugt. Denn obgleich das Pflugen in Beete bey mir nicht eingeführt ist, so habe ich mich seiner doch ausschließlich seit mehreren Jahren zum Plattak— kern bedient. Uebrigens wird er zu dieser Absicht so— wohl in Brabant als Flandern zur Bestellung der Som— merfrüchte gebraucht. Da die Manipulation bey dem Plattackern lange die Beschwerlichkeiten nicht hat, als die beym Pflügen in Beete; so wird es dem Leser, der nie einem Pflug mit unbeweglichem Streichbrete hat arbeiten sehen, leichter verständlich seyn, wenn wir mit ihrer Beschreibung den Anfang machen, und von da zu einer mehr zusammengesetzten übergehen. Auch bey dem Plattpflügen kann die Arbeit mit dem belgischen Pfllige nicht so eingerichtet werden, daß auf dem Felde nicht ein oder mehrere Beete entstehen. Diese dise l Hatt öhl 1 Nic Etee tabar Heh cem Ruge Aeh andel N de cer! St deme scht bendi alfen Eumme Ehlit Wuder Ildst 10 Ende! end de Holkon n ee n d ——— Diese Beete sind aber nur Abtheilungen, die sich wegen ihrer großen Breite von 50, 60 Fuß und der gänzlich platten Oberfläche auf keine andere Weise von einem ge— wöhnlichen Acker unterscheiden, als durch eine oder meh⸗ rere Rigolen. Diese Rigolen rühren daher, daß der Pflug wegen einseitigen Schars und unbeweglichen Streichbretes den Schnitt im Kommen nicht unmit— telbar neben demjenigen abfertigen kann, den er im Gehen gemacht hat, so wie es ein Pflug mit bewegli⸗ chem Streichbrete thut. Denn hat d dieser das entge— gengesetzte Ende des Feldes erreicht, so versetzt der Ackermann das Streichbret von der einen Seite zu der andern, und sein Pferd kommt durch die Furche zurück, die der 20 so eben im Gehen geöffnet hatte. Da aber dieses Versetzen bey dem belgischen Pfluge nicht Statt haben kann, das Streichbret sich folglich bey dem Drehen des Pfluges auf der der vorigen entgegen⸗ gesetzten Seite befindet, so muß der Ackermann noth⸗ wendig den zweyten Schnitt an einem von dem ersten entfernten Orte ansetzen. Ist er nun von da herabge⸗ kommen, so kehrt er mit dem Pfluge wieder zum ersten Schnitte, und legt den dritten darneben an. Ist er wieder oben, so reitet er nach seinem zweyten Zuge, und schießt den vierten d darauf an, und so weiter. Die— ses zeigt, daß die Pferde an dem obern und untern Ende des Stückes jedesmal eine Umkehre machen, wäh⸗ rend dessen der Pflug nichts zu thun hat. Eine Un⸗ vollkommenheit, die allen S Schwing⸗ und Stelzenpflü— gen eigen, aber nicht bedeutend genug ist, um die an—⸗ dern Vorzüge, die wohlgemachte Pflüge dieser Art über G 5 die 105 —*..—........—4. „ * J. II F.˖“‚e. 3Iʃ————— + ö ‚ * * die Pflüge mit beweglichem Streichbrete haben, aufzu⸗ wiegen. Bey diesem Umkehren beugt der Führer den Pflug nach der rechten Seite, und läßt ihn auf dem Streichbrete herrutschen.— Die Figuren 1. und 2. werden vermittelst folgender Erklärung dieses Pflügen anschaulich machen. Man hat zwey Arten, sich da— bey zu verhalten. Das Ab-und das Anpflügen. A b p iil ug e n. Tafel 3. Figur 1. Wir sehen die ganze Breite des Feldes vor uns. Wir setzen den Pflug bey 1. ein, und fahren auf a an. Der erste Streifen fällt nach a. Unser Pflug tritt bey a. aus der Furche. Wir lenken die Pferde nach unse⸗ rer kinken, und setzen den Pflug ein bey⸗ 2. Wir rei⸗ ten auf d. los. Der zweyte Erdstreifen fällt nach y. Von d. wenden wir die Pferde nach 3, und pflügen auf b. an. Dann setzen wir bey 4. ein, und nun geht's auf e, und so weiter, bis wir zuletzt bey 7. ein⸗ setzen, und auf 8. anpflügen. Dann kehren wir in dem⸗ selben Punkte 8. wieder um, und kommen pflügend nach 7. zurück. Damit aber unser Pflug bey diesem letzten Zuge einen festern Halt in der Erde erhalte, set⸗ zen wir ihn ein wenig tiefer an. Durch dieses Auf— und Abpflügen zwischen 7. und 8. entsteht nothwendig eine Rigole 2, welche um so breiter wird, als der Pflü— ger noch keine Uebung dabey hat, oder ohne Ueberle⸗ gung verfährt. Knech⸗ Ma astit Wicde Nde 5 5 de gl te! h0 RA gege e Uern Shst hn Mitt Grund 0 2. U Roen de upf , ufho Ihr den auf dm . Hd 2. àMihn shw hh, fe E ruh u VI 110 i suhy sflgr nd ih 007 10 vir H 107 Knechte, die stets mit dem Räderpfluge umgegan—⸗ gen, finden diese Rigole unausstehlich; und um diesem vermeinten Uebelstande abzuhelfen, fahren sie flach mit dem Pfluge zwischen 7. und 5. hinauf, und werfen ei— nen Theil des schon Gepflügten in die Rigole zurück. Man muß dieses aber durchaus nicht zugeben: denn erstlich kömmt durch das Zurückackern der alte Grund wieder oben auf; zweytens öffnet sich dadurch auf dem Felde eine unregelmäßige breite Vertiesung, die nach der Hand nicht leicht wieder gleich zu machen ist; end⸗ lich dient diese Vertiefung zu einem Wasserbehälter, der die Früchte darauf ersäuft, statt daß eine gut angefer— tigte Rigole jedem Lande, auch selbst dem trockensten, bey Gelegenheit zur Entwässerung dient. Die Art aber, die Rigolen zu füllen, wird weiter unten gezeigt werden. n pslügen. Tafel 3. Zigur 2. Das Anpflügen geschieht auf eine dem Abpflügen entgegengesetzte Weise. Statt das Land auf den Sei— ten zuerst anzugreifen, fängt man in der Mitte dessel⸗ ben an. Der Führer tritt vor Allem das Feld mit Schritten ab, um die Mitte zu finden, und setzt sei— nen Pflug einen starken Fuß linker Hand von dieser Mitte ein. Dieses wäre bey 1. auf der Figur 2. Der Grund fällt rechts also nach u. Dann kömmt der Pfiug in 2. wieder, und wirft den Grund ebenfalls nach u, gegen den ersten an, wodurch der anderthalb Fuß breite umgepflügte Zwischenraum dieser zwey Schnitte über— deckt — * 8 —————** * +7 — —— 108 deckt wird. Hiebey ist zu beobachten, daß diese Schnitte etwas flacher, als die nun folgenden, anzufertigen sind, weil sonst, da neuer Grund auf den unberührten alten in u. geworfen worden, daselbst ein unförmlicher Rük— ken erscheinen würde.. Der Pflug kehrt von e. nach 3, und füllt mit dem ausgestochenen Erdstreifen die Furche 1. Dann wirst der Schnitt 4. den Grund in die Furche 2, und so weiler, bis endlich die letzten Schnitte abgefertigt sind; und da ferner keine mehr zu machen, um ihre hinterlassenen Furchen zu füllen, so bleibt uns auf jeder Seite des Feldes eine Rigole v. W... Man sieht von selbst, daß die nächste Pflugart, die man diesem Felde, oder dem der vorhergehenden Fi⸗ gur) in der Folge zu geben hat, auf eine der gegenwär— tigen entgegengesetzte Weise gemacht werden muß; das heißt, daß das Feld, was dießmal angepflügt worden, das nächste Mal abzupflügen ist, und umgekehrt. Es versteht sich auch, daß ich unter den acht Schnitten obiger Figuren eine unbestimmte Breite habe anzeigen wollen. Da hier nicht von Ackerbeeten, sondern von plattem Acker die Rede ist, so kann man sich 40 und mehrere Schnitte darunt denken; dennoch müssen die Abtheilungen nicht über 60 Schnitte oder Fuß breit seyn, weil sonst Knechte und Pferde durch den großen Umgang allzuviele Zeit verlieren. Um aber auch nicht zu viele Rigolen in einem Acker zu haben, so pflügt man auf großen Feldern wechselsweise an und ab. H᷑; und a Dann Huuld sach: 2 s dulch! zl dang! Mh N Mbee aß m Kuf de r dum Ie vht Ehnit kige sio, Heln atn icht Ml Me ch sfn de ndin di Ein he neht i fil f E e Mat Hdn/ 0 gbih nuß d Rthe lcht. Echnt Mdeln bog 9 0 0 mase de 55 Hut en Roßeh auchuih s dah. Ih⸗ — 109 An und Abp flhügen. Tafel z. Figur 3. und 4. Wir setzen ein Feld voraus, das 300 Fuß breit ist. Darin könnten wir 5 Abtheilungen machen, jede zu 60 Fuß Breite. Diese Abtheilungen gäben uns 4 Rigolen, die zwey äußersten nicht inbegriffen. Wir Wiuschlen aber der Rigolen weniger in dem Felde zu haben, wenn solches ohne einen allzugroßen Umgang zu erreichen wäre. Dieß haben wir auf folgende Art anzugreifen. Die drey Abtheilungen C. A. C. werden zuerst, und zwar wie bey dem Anpflügen gesagt, und auf Figur 2. vorgebildet worden ist, abgefertigt. Dann wird der Pflug bey 1. angesetzt. Er wirft den Grund nach der Furche a. Von da kömmt der Pflug nach 2. und wirft den Grund nach der Furche b. Run geht's zu 3, und von 3. zu 4, und so weiter. Da⸗ durch werden die Vertheilungen B. zur Hälfte gegen A. und zur Hälfte gegen C. angeworfen. Hieraus entsteht dann die Figur 4, die nur 3 Vertheilungen und 2 Rigolen hat. Noch muß ich bey dem Gebräuche der Pflüge mit unbeweglichem Streichbrete zum Plattackern erinnern, daß man Sorge tragen muß, die Rigolen nicht zu oft auf denselben Fleck hinkommen zu lassen, weil sonst mit der Zeit Unebenheiten auf dem Felde entstehen. Doch dem Ackermanne, der mit offenen Augen zu pflügen ge— wöhnt ist, empfiehlt sich so was wohl von selbst. Rigo⸗ *.......—————— Rigo len fünllen. Tafel 3. Figur 5. Es fragt sich, wie die mehrgedachten Rigolen zu füllen, und die Fläche des Ackers wieder herzustellen sey. Man glaubt beym ersten Anblicke— und so macht es wirklich der Nichtunterrichtete— daß man bey der nächsten Operation den Pflug nur da anzusetzen brauche, wo er bey der vorhergehenden geendigt hat. Dadurch erhält man zwar, daß sich die Rigole durch die zwey neuen, neben ihr hergezogenen Schnitte füllt; allein nothwendig öffnet sich dann an einem andern Orte statt der alten eine neue Rigole, und das Feld ist nie ohne offen stehende Furchen. Diese sich öffnenden und schließenden Rigolen würden ein Jahr um das andere auf dieselben Stellen kommen, und die freye Vertheilung 8 Ackers und die dahin einschlagen⸗ den Vorrichtungen hemmen. Um dieser Unannehm⸗ lichkeit vorzubeugen, welche besonders den Belgen bey Umschaffung eines platten, z. B. eines Kartofsel- Lan— des in schmale Beete hindern würde, so zieht dieser zwey nicht allzutiefe Schnitte a. a. neben der Rigole her, und füllt sie zum Theil mit dem darausgeworfenen Grunde. Er macht darauf noch zwey sehr flache Gän⸗ ge b. b. und bringt den Grund in die Furchen der vor— hergehenden Schnitte. Die Egge vollführt zuletzt das Uebrige. Darauf wird das Feld nach Willlühr behändelt. 5. 2· Cih dig, Ds Ul st R dem Ihn miden lung a agun wendut ihn In bi V und n Mod Ahls lur in Euse! Io shn MWhole Haustll — lld 0 h unn Vhsch Kamit Riude dh hniteslz ardentt Sd if seie sz M h, Wdb dschapp Uannchy Bahan. Etoftsh jih R V fith Gi u ht 0 0 Mlih 2 — 111 ů 9. 2. Ein plattes, ebenes Land in gewölbte Beete pflügen. Rechtfertigung der Ackerbeete. Die große, und, wie mir scheint, gegründete Vorliebe der Belgen für die schmalen und gewölbten Ackerbeete erheischt hier einige Erläuterung. Nicht bloß, wie man glauben könnte, in den Vertiefungen und Thölern, wo das Regen⸗und Schneewasser von allen Seiten zusammenläuft und das Getraide beschä⸗ digt, oder in kalten, feuchten Gründen, in welchen das unterirdische Wasser gegen die Höhe heransteigt, legt der Belge für sein Wintergetraide Beete an; son⸗ dern überall, auf den Höhen, in den Tiefen, an dem Abhange der Hügel, in Sande, in lehme, und auf mildem Kleyboden, findet man die ganze Winterbestel⸗ lung auf Beeten. Ein Beweis, daß eine lange Uleber⸗ zeugung von der Güte dieser Bauart ihn zu einer An⸗ wendung desjenigen im Allgemeinen bewogen, wozu ihn Anfangs die Moth im Einzelnen zwang... Schon bey Tirlemont fängt der Gebrauch der Ackerbeete an, und nimmt in dem Verhältnisse zu, wie man nach Norden oder Westen vorrückt. Es bedarf nicht vieler Achtsamkeit, um zu bemerken, daß die Höhe der Cul⸗ tur in eben diesem Grade steigt, bis sie da die höchste Stufe erreicht zu haben scheint, wo man die meisten und schmalsten Ackerbeete findet. Das kand von Waes allein allein macht hiervon eine Ausnahme, die wir anders⸗ wo betrachten werden. Es ist sonderbar, daß diese Pflügart, welche die Nothwendigkeit, das Feld einer übermäßigen Feuchtig⸗ keit zu entledigen, in nördlichen Gegenden scheint er— funden zu haben, noch mehr in denjenigen einheimisch ist, die am meisten von der Trockenheit leiden. In den mittägigen Departementen Frankreichs, wie das du gers, de hautes pyrenées, de Paude ete., ist diese Metho⸗ de so allgemein, daß man die ganze Aussaat für ver— loren halten würde, die auf einem ebenen Lande ge⸗ schähe. Die Römer selbst baueten nicht anders, und machten aller Wahrscheinlichkeit nach die Beete noch schmäler. Mit ihnen kam dann diese Bauart ohne Zweifel nach Spanien und in das mittägige Frank⸗ reich, und aus Spanien vermuthlich nach den Nieder— landen, wofern nicht die Römer selbst sie hier schon eingeführt hatten. Diese Bauart scheint mir der großten Aufmerk⸗ samkeit werth, und allein zur höchsten Cultur im Gro⸗ ßen geschickt. Bey ihr kann kein schlechter, kein mit— telmäßiger Ackermann bestehen. Die geringste Unge⸗ schicklichkeit, die kleinste Nachlässigkeit wird sogleich sichtbar. Es ist eine Art von Drillwirthschaft, die je— der Bauer ohne den Ankauf kostbarer Instrumente, ohne Aufwand von Zeit und Gespann, auf flachem, wie auf unebenem Boden ausführen kann. Wenn sich bey ihr die engen Räume zwischen einzelnen Getraideli⸗ nien nicht einfinden, der vielscharige Schaufelpflug folg⸗ lich * h Vah nehrn ken, vef Hen. Dritthe huer R slhst u hsches, sgan, fümnen., shenhn, men sih gschen hid die! hlathen, slc wah Ir urmrz /uuhe d den Fuclhy n shint z ahimß den. og das dugez dise My saat flt y en Hde andets, Ih Bab nih Buuat chj ashe dintz den Moh hit sh en Usnch tut in Geo / lin n rinsi d wid shsh has Nß Iustumh flachen, 0 Vam sih Hnd ehth 10 ö V —— 113 lich nicht anwendbar ist: so gestatten die schmalen Gän⸗ ge einen unschadhaften Zutritt, das ganze Stück, mit mehreren Kosten zwar, aber auch reiner auszujäten und zu durchhacken, als es der Schaufelpflug, beson⸗ ders in nassen Jahren, vermag. Doch soll hiermit der Drillwirthschaft nicht ein einziger der Vortheile ab— gesprochen werden, den ihr erfahrene landwirthe mit Recht beygelegt haben. Es giebt ja mehr als einen Weg, sich der Vollkommenheit zu nähern. So hat das Drillen die mehrmalige Auflockerung der Erde, die schmalen Beete haben die Rigolen für sich, welche von Jahr zu Jahr gewechselt werden, eine Art von Brache sind, und den Landmann zu einer tiefern Umrührung des Bodens zwingen. Zwey Einwürfen muß ich nothwendig hier begeg— nen. Der erste, daß, besonders auf schmalen Bee— ten, weniger Früchte, als auf plattem Felde stehen kön⸗ nen. Der andere, daß auf den zwey äußersten Drittheilen der Beete nie so schöne Früchte, als in ihrer Mitte wachsen, woher es denn kömmt, wie ich selbst in wohlgedüngtem lande in meiner Gegend öfters gesehen, daß die Früchte sich in der Mikte vor Geilheit lagern, und auf den Kanten vor Elend nicht stehen können... Der erste dieser Einwürfe ist aber nur scheinbar. Wer zur Zeit, da die Früchte in den Hal— men stehen, an einem solchen von der Hand eines bel— gischen Ackermanns cultivirten Felde vorüberfährt, der wird die Existenz der schmalen Beete auf keine Weise errathen, so voll und eben steht Alles. Wenn es nun gleich wahr bleibt, daß dieses auch nur Schein ist, weil Erster Band. H in — ⏑— — in den Gängen wirklich keine Halme stehen, so ist viel⸗ leicht nicht weniger wahr, daß, wenn dieses Feld platt gesätt worden wäre, darauf zwar mehr Halme, aber weniger Körner stehen würden, welches sich schon aus dem freyern Zutritte der Luft schließen läßt.. Ich frage aber meiner Seits, ob dieser brachl iegende Zwi⸗ schenraum verloren sey, und nicht den künftigen Saa⸗ ten zu Gute komme; ja, ob ohne ihn der Brabanter sein dand auch wohl drey, viermal hintereinander mit Wintergetraide, und zwar ohne Nachtheil, dessen sich die gewöhnlichen Strohwirthe von ihrem platten Acker nach meiner überzeugenden Erfahrung nicht rüh⸗ men dürfen, würde bestellen können. Der andere Einwurf, betreffend den Abstand der Früchte auf den Kanten gegen die auf dem Rücken, ist da, wo er Statt findet, der Beweis einer fehlerhaften Behandlung. Die allzuhohen Mittelrücken und allzuniedrigen Kanten; die unüberlegte Vertheilung des Düngers; die Nachlässig⸗ keit bey Anlegung und Ausräumung der Rigolen: also die Ungeschicklichkeit bey der Bauart, und nicht die Bauart selbst, ist daran Schuld. Wie sich die ein⸗ sichtsvolle Industrie in diesen Stücken vor dem nachläs— sigen Schlendrian auszeichnet, werden die folgenden Paragraphen des gegenwärtigen Abschnittes zu Ge— nüge lehren. Breite, Höhe und Richtung der Ackerbeete. Tafel 4. Figur 1. 2. 3. Da einer der Hauptendzwecke bey Anlegung der Beete die Abführung allzugroßer Winterfeuchtigkeit ist, so sht Hesch i h Rn,. Shlit sach st um R Hittt e Haß t 1n Be imn des mesunn Res bey wunden; nich vi Mhait Hachte de einige wendhor Mylene Hstacht lautge wenn man Gerndeh lchersh ll Bleh Enec Dieh We 0 st Hl daat he, aber chon as e Hui gen Son⸗ Bubante ander mi il, vsn m plattn niht tlh ahdett ef d 4Stat Ind. Di Riih; N suhlisz Heh: lh nict x 9. 72 Rcchleß fgerden 0 halt. gumz d it is, 0 so folgt daraus, daß schmale Beete diesem Zwecke besser entsprechen, als breite; man müßte denn die⸗ sen letztern durch eine stärkere Wölbung nachhelfen kön⸗ nen. Allein es hält schwer, Beeten von mehr als zehn Schnitten eine regelmäßige Wölbung zu geben, und noch schwerer, es so einzurichten, daß solches nicht zum Nachtheile der Kanten gereiche... Uleberdem bietet eine Rabatte, die nicht breiter als sechs oder acht Fuß ist, eine weit größere Bequemlichkeit zum Jäten und Behacken dar, als eine breitere... Freylich schei— nen diese Vortheile durch eine großere Arbeit bey Ver⸗ mehrung der Beete, und durch den Verlust des Rau— mes bey Verdoppelung der Rigolen weit überwogen zu werden; allein es ist durchaus nicht an dem. Viel— mehr wird die Folge dieses Abschnittes zeigen, daß die Arbeit bey vielen Operationen auf schmalen Beeten leichter als auf breiten von statten geht; ja, daß gera⸗ de einige der nüßlichsten auf diesen letzten gar nicht an⸗ wendbar sind. Den Verlust des Raumes, den die Rigolen einnehmen, kann nur derjenige für einen Ver⸗ lust achten, der diese Bauart, so wie sie von den Bel— gen ausgeführt wird, nie gesehen hat. Gerade„als wenn man der Drillwirthschaft die Räume zwischen den Getraidelinien, die zusammen genommen weit beträcht⸗ licher sind, als die, welche die Rigolen sechs Fuß brei⸗ ter Beete einnehmen, als eine Verschwendung des Erdreichs zur Last legen wollte! Die Höhe der Beete ist verschieden, je nachdem die lage des Bodens es erheischt. Doch besteht eine 2 ver⸗ — RSSS 116 ö vermehrte Erhöhung weniger in der Wölbung der Acker⸗ beete, als in der vergrößerten Tiefe der Rigolen. Tiefe Thäler bilden von selbst hohe Berge. Die höchsten dson V N Ackerbeete von sechs Schnitten, die ich fand und maß, ih 0 hatten von dem Boden der Rigolen gegen den Mittel⸗ h rücken eine Erhöhung von 36 Centimetern. Wenn wir Rnl nun für die Tiefe der Furche die Hälfte dieses Maßes abrechnen, so bleiben für die eigentliche Ründung des nit an N Beetes noch 18 Centimeter, ohngefähr so, wie sie ein Iadn l Radius von 25 Deeimetern zeichnen würde. Siehe l ö Tafel 4. Figur 1. Edej 14 d Gt IN Die Richtung, in welcher die Beete angelegt 06 6 140 werden, ist ebenfalls sehr verschieden, und wird weni— i ger von dem Stande der Sonne, als der rage des Bo⸗ suut! 0 dens bestimmt. Wo aber der Boden durch seine ebene Fläche der Willkühr des Ackermannes die Wahl der Richtung überläßt, da zieht dieser die Furchen ohne An— An stand von Süden nach Morden, damit die Beete von Ig ö ö beyden Seiten dem Einflusse des großen wohlthäligen II Gestirns ebenmäßig ausgesetzt seyen. Allein hier, wie Hubes! in so vielen andern Dingen dieses Lebens, entscheidet der ö ů gebieterische Zufall meit mehr, als menschliche Ueberle— 161 ö ö 0 gung... Die Rigolen könnten sich des Wassers nicht dui entledigen, und würden daher mehr schaden als nützen, 13 + wenn sie nicht auf eine Haupt⸗Rigole anliefen: diese sum Haupt⸗Rigole kann also nicht anders, als auf dem tie— 15 ö * fern Theile des Feldes angelegt werden. Ihre Anlage Rün entscheidet das Uebrige; von ihr fließt das Wasser in den 0 1 ö ö Graben, und aus dem Graben in irgend einen Bach. u IRIN ö Nighl Ein Kllet⸗ 1. Dase Hahse • maß, Mlleb rm pir Mhes öulg des die se n Eise ahhlet id wer S ile ebehe Oah W Blete don Achiign Hiel, M Hedttde 7 lbt secd iiht Hhoh hr Rl dem fls e Maar scrde E En Ein ganz flacher, durchaus wagrechtliegen⸗ der Boden, der sich nicht leicht auf den Höhen, aber desto öfter in den Vertiefungen vorfindet, wo allem An⸗ schein nach das Gewässer ihn so geebenet hat, ist nicht ohne Beschwerlichkeit. Die geringste Ungleichheit der Rigolen ist vermögend, das Wasser darin zurückzuhal⸗ ten. Um diesem vorzubeugen, fängt der Belge da— mit an, das Land mit einem Graben zu umfassen, und den daraus gezogenen Grund nach der Mitte des Fel— des zu bringen. Die Kanten, wo es die Unterlage der Erde zuläßt, werden ihrerseits etwas abgenommen, und der Grund davon ebenfalls zu Erhöhung der Mitte, oder zum Compost verwendet. Selbst durch ein wohl— gewähltes Pflügen kann dem Uebel vor und nach ge— steuert werden. Ich füge hier sub Nr. 2. die Figur einer solchen Koppel bey, um dem Leser die Uebersicht des Ganzen zu geben, ehe wir zur Anfertigung ihrer Theile schrei⸗ ten. b, e, d, e, f, 2, sind die Beete: a. ist ein halbes Beet, welches beym künftigen Umsetzen der Beete zu b. geschlagen wird, wo dann statt seiner die entgegengesetzte Seite g. ein halbes Beet bilden wird. h. und i. sind Beete, die das Umlenken der Pferde er⸗ fordert, indem diese durch den bepflanzten Rain k. ge— hindert sind, weiter vorzugehen, der Pflug also die dar⸗ auf anlaufenden Beete nicht gänzlich vollführen kann. Diese zwerglaufenden Beete werden unter allen zuletzt gefertiget. J. sind die zwischen den Beeten hinlaufen⸗ den Rigolen, die sich in die Haupt⸗Rigolen m. er⸗ H 3 gie⸗ 118 gießen, aus welchen das Wasser zum Graben n. ge⸗ bracht wird. Figur 3. zeigt ein unregelmäßiges Stück land, wel⸗ ches ich zu Voorde in freyem Felde in dem sanften Han⸗ ge eines Hügels antraf, und wegen seiner sonderbaren Anlegung auf der Stelle abzeichnete. Ein ebenes Land in Beete legen. Tafel 4. Figur 4. ö Wir stehen vor einem belgischen Acker, betrachten die sanste regelmäßige Wölbung seiner Beete, und die gerade Richtung der Rigolen, deren känge dem Auge manchmal das entgegengesetzte Ende entzieht; wir be⸗ wundern den Fleiß, der wetteifernd mit einem löblichen Ehrgeize die Hand leitete, die diese Furchen zog und jene Beete anschoß. Wir überzeugen uns, daß Träg⸗ heit und Nachlässigkeit eine eben so unerwartete Erschei⸗ nung auf einem solchen Acker seyn würden, als wenn Hamlets Geist darauf hausen sollte. Wir fangen an, an Kunst zu glauben, und schreiten zur Erlernung ihrer Handgriffe auf einem platten Acker, der keine Spur von Beeten zeigt. Um eine Basis zu haben, nach welcher die Beete gezogen werden sollen, wählt der Pflüger allemal die linke Seite des Ackers, und setzt den Pflug zwey bis drey Fuß von dem bepflanzten Raine oder dem Graben oder der Hecke an, und hängt sein Gespann so ein, daß die Spitze des Pfluges dem Pferde rechter Hand in ge⸗ rader Richtung folge, wodurch das zur kinken so nach der Wi Hash Ruchne 6/0 5 Wl 9 sche Ccli b de aldetn Rachen Bellen dmseb Rui 11 wiͤ engil bid d dh blehen: bschih hhn deh ema derand duhe 1d fil sen Et le, amn de Ier Et 0 H. 91⸗ and, wis fenm Werhgreg Hettahth ind de en U I Wbblchen g ud N Dih Esche ab pens it fungn Eulenung u lale die Bett Lema N y b Ocben lih R6 in he⸗ Pah deb der Seite gedrängt wird, daß es dicht an dem Raine hinschreiten muß. Dadurch erhält dieser erste Gang nothwendig eine gerade Richtung.— Uebrigens scheint es, daß die Pferde selbst durch die lange Uebung an das Geradegehen gewöhnt werden. Ich habe auf der 4. Tafel Figur 4. ein Beet von sechs Schnitten in seinen Progressionen, vom ersten Schnitt an bis zum letzten, vorgestellt. Nicht, als ob der Pflug von einem unvollendeten Beete zum andern hinrutsche, sondern um die Sache deutlicher zu machen, habe ich auf sechs nebeneinander liegenden Beeten gezeigt, was nacheinander auf einem und eben⸗ demselben vorgeht. Auf Nummer n. krennt der Pflug in seinem Gange durch. den Erdstreifen a. los, und wirft ihn rechts über das Land, welches dadurch ei⸗ nen Fuß breit in seiner ganzen Länge überdeckt wird. So⸗ bald der Pflug an das Ende der Furche gekommen ist, so dreht er sich rechts, und setzt in g. an, welches Um⸗ drehen auf Nr. 2. angedeutet ist. Dieser zweyte Ansatz geschieht in einer Entfernung von etwa viertehalb Fuß von dem ersten. Ich berechne diesen Zwischenraum jedesmal von der Landseite einer Furche zu der Landseite der andern. Der Pflug öffnet nun im Kommen die Furche g. Der Grund sinkt zur Rechten des Pflügers, und fällt folglich gegen den schon ausgeworfenen des er⸗ sten Schnittes an, und zum Theil ein wenig darüber her. Aus diesen zween Erdstreifen a. und b. entsteht dann die Mitte oder der Rücken des Beetes. Der Füh⸗ rer lenkt nun auf Nr. 3. seine Pferde von B. nach Y./ H 4 und und setzt seinen Pflug zum dritten Male an, etwa einen Fuß von dem Schnitte der Furche, die der ausgeho— bene Erdstreifen a. hinterlassen hatte. Der Pflug wird bey diesem dritten Gange etwas tiefer gestellt, damit er nicht allein die vorhergehenden Furchen fülle, sondern auch die Erde noch hinreichend darüber anhäufe, damit sie mit dem Rücken eine sanfte Wölbung bilde. Auf Nr. 4. geht der Pflug von der Furche v, um die von ö. zu öfnen, und den vierten Streifen d. gegen b. an⸗ zuschießen. Unser Beet hätte nun vier Schnitte, welche mit Inbegriff der zwey daneben herlaufenden Furchen seine ganze Breite geben. Wir dürfen also nur diese Fur— chen vermittelst der zwey letzten Schnitte füllen, um es vollendet zu sehen. Allein hiezu bleibt uns nicht Raum genug. Wir könnten zwar die Streifen X. und 2. weg— ackern, und zu dem Beete gebrauchen; aber ihm kömmt nicht mehr als die Hälfte von jedem zu, denn sonst blieb uns nichts zu den letzten Schnitten der benachbarten Beeten übrig. Man könnte fragen: Warum nimmt denn der Belge in der Vertheilung nicht einen Fuß mehr zu seinen Beeten? Die Antwort ist: Weil er den Ri⸗ golen keine unmäßige Breite einräumen will. Gesetzt, wir pflügten den ganzen Streifen. zu Nr. 4., und es blieb uns noch ein gleicher Streifen, den wir zu Nr. 5. anpflügten: so hätte die Rigole in ihrem Untergrunde die Breite von der Sohle des Pfluges zweymal gewon⸗ nen, also ohngefähr viermal soviel, als sie haben soll.. Wie sind aber die Furchen von der Breite eines Fußes mit sst ii 016 0 daß M + 1 hche 05 aue Moig bollnd cpelden lilerth gta Eohe bt ach endet te/ p mehr u shos Sof; Vochen id Gu wid zů 15 H0 Y Gchhitt sass i eton eig usghy, Maguih „ dummtez , sopdam af unt ide Uf im de n egen h. dy Wosch t urchersin Iüü leh, Mcz ich Mun nd 2 W W ssthh Machbale um att mhünct N ah 4/6 uM.5 Reigulde hulR behsehe, nit mit einem Erdstreifen zu füllen, der nur einen halben Fuß breit ist? Antwort: Man erinnere sich erstens, daß wir an den Kanten gewölbter Beete arbeiten, die folglich nicht die Höhe der Rücken haben sollen; zwey⸗ tens, daß wir eine Rigole auszustechen haben, aus welcher ihrer größeren Tiefe wegen auch mehr Grund als aus den Furchen kömmt. Wir haben also keinen Mangel an Grund, und können unser Beet mit den zwey halben Schnitten e. und k. auf Nr. 5. und 6. vollenden. Die Weise, wie diese Schnitte gefertiget werden, wird beym Rückenaus stechen, womit sie einerleyz Bewandtniß hat, in dem gleich folgenden Pa— ragraphen gezeigt werden. Ob ich gleich der Kürze und Deutlichkeit halber die Sache so vorgetragen habe, als wenn die sechs Schnit— te nacheinander gemacht, das ganze Beet also erst voll— endet werde, ehe man zur Anlegung eines andern schrei⸗ te, so geschieht dieses doch sehr selten; es werden viel— mehr nur die vier ersten Schnitte von jedem Beete an— geschossen, und die Streifen wie xX. und 2, die den Stoff zu den letzten hergeben sollen, bleiben mehrere Wochen unberührt liegen, welches zur Verbesserung des Grund und Bodens nicht wenig beyträgt. Dann wird zuvor Mist in die offenen Furchen gebracht, wel⸗ ches Kanten misten genannt„ und an einem andern Orte erklärt werden wird. Ich muß noch erinnern, daß, wenn ich jedem Schnitte des Pfluges einen rheinländischen Fuß zu⸗ messe, ich solches nur der Kürze halber thue, und nicht H 5 geome⸗ 7 122 geometrisch nehme. Die Schnitte haben unter sich selbst nicht die nämliche Breite, welches besonders aus der vorhin gedachten Anfertigung der zwey letzten erhellet. Ich gab dabey an, daß wir einen Streifen von der Breite eines Fußes für sie übrig hätten: aber diese Breite darf höchstens nur die Kleestoppel haben; bey dem Uebrigen, wie nach Buchwaizen, Kartoffeln ꝛe. darf dieser Streifen nicht breiter seyn, als 20 Centi⸗ méêtres. Ich rede von der Breite von oben. Oft sah ich so schmale Streifen, daß die Stelze des Pfluges daräuf nicht halten konnte: um ihr einen Weg zu bah⸗ nen, legte der Führer den Pflug auf die rechte Seite, und ließ das Streichbret mit seinem untersten oder ab⸗ gestutzten Ende über alle Streifen des Feldes hinrut⸗ schen. Es schien mir, als wenn die Knechte ihren Stolz darin setzten, die Streifen so schmal zu lassen; es sey nun, um ihre Geschicklichkeit bey dem Auseinan⸗ derackern derselben zu zeigen, oder um die Rigolen mög⸗ lichst schmal machen zu können. Der folgende Paragraph wird zur völligen Erhel— lung dessen dienen, was vielleicht manchem Leser bis jetzt noch dunkel vorkommen könnte. 3. ö Beete abwechselnd in andere Beete pflügen. Beete umsetzen. Tasel 5. Fig ur l. II. III. IV. V. Wir werden in diesem Paragraphen das Doppelt— pflügen mit dem Beete umsetzen vereinen, um nicht sht l luem unset un / x O5N lion sent bmn X fahme en H M lir dom fll., Klesta Detttal beh in se ind hat wer D pelc fonbf se xbl 2 sohpiß Hur N Ilsamme huffhgt uutt sch Wdaas gug Rethele. n der abtr düs W.n bih klofeh z. 20 90 Rsh àM e uh le Eitz ch finh H ihlen Hs; Mahad inni en Ethh nicht für jenes die Erklärung der ganzen Operation von neuem zu wiederholen. Ich verstehe durch Beete umsetzen: ein Land, das wirklich in Beeten liegt, so umpflügen, daß die Rücken der neuen Beete da fal— len, wo die Rigolen der alten gewesen, und umgekehrt. Das Doppeltpflügen wird in dem Falle mit dieser Ope⸗ ration verbunden, wenn obgedachte alte Beete Klee— stoppel sind. Der Klee sollte zwar der Regel nach, eben so wie Hafer und Flachs, auf ganz flachem Bo⸗ den stehen; wird er aber unter Winterfrucht gesäet, so kann es nicht anders als auf Beeten senn. Selbst bey dem Hafer sucht man den Acker so einzurichten, daß der Anschein von Beeten nicht gänzlich fehle, um spä⸗ ter dem Pflüger das Anlegen der neuen Beete zu erleich⸗ tern... Wir nehmen das Umbrechen einer solchen Kleestoppel vor, und zeigen auf Tafel 5. Figur I. ihre verticale Ansicht. Die darauf folgenden Figuren ge⸗ ben uns die Verwandlungen an, die sie leidet, bis daß sie in der neunten Figur zu dem erwachsen ist, was sie hat werden sollen. Das Punktirte der Figuren zeigt den Zustand an, in welchem sich die Beete vor der jedesmaligen Opera— tion befanden, und das Linürte die Veränderung, die sie dabey erlitten. Auf Figur I. sehen wir in A. und B. zwey Klee⸗ stoppel⸗Beete,. ihre Vertiefungen, 2. ihre Rücken. Figur IX. zeigt ein neues, aus der Hälfte von A. und B. zusammengepflügtes Beet, und von jeder Seite die ab⸗ gepflügten andern Hälften Aa. und Bb, die sich an ihre neuen 124 neuen Nachbarn anschließen. Hier ersetzt also y. die Stelle von x. der ersten Figur, und 1z. die Stelle von 2. Da alle Veränderungen, die der Pflug den Bee— ten giebt, mit so vieler Genauigkeit abgezeichnet sind, als der Gegenstand es erheischt und zuläßt, so habe ich dieser Tafel einen Maaßstab beygesetzt. Unser Pflug steht flach, so, daß er nicht tiefer, als 5 bis 6 Centimétres in die Erde dringen kann. Wir setzen ihn auf dem Beete A. Figur II. bey 1. an, so, daß die Spitze des Schars oder die linke Seite des Pfluges etwa 6 Deeimétres von der Mitte der Vertie— sung. zurückbleibt. Der Pflug hebt im Gehen das Streifchen a. der Kleestoppel weg, und wirft es in b. Wir kommen sodann auf dem Beete B. bey 2. wieder ab, und wersen den Streifen e. in d. Wir stellen nun den Pflug zu einer Tiefe von 16 Centiméëtres, um die schon gezogenen flachen Furchen noch einmal zu durchziehen. Solches geschieht auf Fi⸗ gur 1II. Wir setzen bey 3. an, und kommen in 4. zu⸗ rück. Der Pflug sticht im Gehen den Streifen e, und im Kommen den Streifen g. aus, und wirft beyde in f. Der Rücken des Beetes wäre also angeschossen. Der Kleerasen liegt unten, und eine frische Krume überdeckt ihn. Bey der Figur IV. wird der Pflug wie— der so flach wie das erste Mal gestellt, und bey 5. auf dem Beete A. eingesetzt. Der Rasen h. fällt in die Vertiefung i. Wir kehren auf dem Beete B. in dem Punkte 6. wieder zurück. Der Pflug wirft den Ra⸗ sen K. in die Tiefe l. Auf ——————62.e.e.‚—‚———————‚-e‚‚ W all nehta sum cb r Hi b, U deh, K em gal fin ann sinden sochs; sehsame auf de Ni Un hi diee Synt ment n ken Mpl dazn shr fuc ahf den Wr sun assy de ele W z. ön d6/ chattsch hleih iiht tie ngen kanz bey I. e Sitdt der Datto hehen w st ch in 2 Udet fe hn 16 n uch Hufhv IXI. h e; Md sist bede Hashoser e Kume Mori, 0 5. ilt i N B. i M Dn No⸗ uf 123 Auf Figur V. reiten wir wieder nach dem Beete A, stellen den Pflug auf 16 Centimétres, setzen ihn bey 7. an, und kommen in 8. zurück. m. wird dann im Gehen nach n, und o. im Kommen nach p. geworfen. Das neue Beet fängt nun an, sich zu zeigen, und das alte zu verschwinden. Von diesem bleibt nichts mehr, als ein 3 Decimétres breiter Rücken übrig, der nun abzuackern, und an das neue Beet von jeder Seite zur Hälfte anzuschießen ist. Ehe wir aber dazu schrei⸗ ten, müssen noch einige Vorkehrungen getroffen wer⸗ den, während welcher wir Zeit haben, alle Beete auf dem ganzen Felde auf obgedachte Weise in vier Schnit⸗ ten anzufertigen, um die Rücken nach Zeit und Um— ständen noch ein Paar Wochen stehen zu lassen. Ein solches Feld hat für das Auge des Unkundigen ein gar seltsames Ansehen, für sich selbst aber große Ansprüche auf die Einwirkung der Atmosphäre. Rücken ablegen, und Rücken ausstechen. Tafel 5. Figur VI. VII. VIII. ů Um unsere Meister in der Kunst zu ehren, wollen wir diesen Ausdruck beybehalten. Wir haben bey der Operation des Ablegens ein scharsschneidendes Instru— ment nöthig, und können uns zu dem Ende eines al— ten Pfluges bedienen, der in der Schmiede besonders dazu geschärft worden ist. Wir stellen diesen Pflug sehr flach, kaum 5 Centimétres tief, und bringen ihn auf den Rücken des Beetes A. Tafel 5. Figur VI. Wir spannen nur ein Pferd vor, und zwar so, daß es in 126 in der Furche a. zu der linken Seite des Pfluges gehen kann: daher wird der Schwengel etwa r5 Centimé- tres von dem gewöhnlichen Anspannungspunkte nach der linken Hand eingehängt. Wir setzen bey 9. an, also nicht in der Mitte des Rückens, sondern so weit links„daß nur ein Drittel ohngefähr von der Oberflä⸗ che übrig bleibt. Wir beugen den Pflug etwas nach der Landseite, damit er fester stehe, und sehen uns im Ge⸗ hen vor, daß weder er, noch wir— welches den An⸗ fängern leicht geschieht ꝗ— von dem schmalen Rücken herabrutschen. Der Streifen q. fällt in r. Wir kom⸗ men auf dem Rücken des Beetes B. auf gleiche Weise in 10. zurück. Der Streifen l. fällt in t. Nachdem wir auf diese Art alle Rücken des ganzen Feldes abge⸗ legt haben, so machen wir uns an den zurückgebliebe— nen dritten Theil der Oberfläche jedes Rückens. Das Schälen eines so unbedeutenden Streifchens, wie u. und v., kann unmöglich auf die gewöhnliche Weise, den Pflug anzusetzen, geschehen. Der Pflug wird vermittelst der Stelze so hoch aufgehoben, daß seine Spitze nicht mehr in die Erde eingreift; und wirk— lich kann sie auch bey dieser Operation nichts nützen, weil der Rasen mit der schiefen und scharfen Seite des Schars allein weggeschoren werden kann. Das Pferd wird jetzt nach der rechten Seite eingehängt, geht also in der Furche. des Beetes A. auf, und kömmt in der Furche d. des Beetes B. wieder zurück. Während die⸗ ser Züge hält der Führer den Pflug so, daß die über den Grund hervorragende Spitze nach der dem Pferde ö ent⸗ ashhe 0/ 0 cen d fil hi N Vuss I if scannt auf R Ind in lach d en Mf wat sn chen de der Bi bey fir von na schlere Heue R der lik⸗ d05 Bee filgede elbas m de lulg, E assehse D i Alse a siht ghn 5(Cme. unkt 0 9 Eum sut Ndaft, ad suh dr ne in 965 IDM dlen N Arafhhz Rrhich Dufg , A Ihih th nthh, E Dai 0 „ 0 imtind ahra 0 + bt Rpoe AOll⸗ entgegengesetzten Furche gegen 11. und 12. gerichtet sey, damit die schiefe Seite des Schars das Streif⸗ chen der Kleestoppel desto besser wegschneiden könne. u. fällt in v, und v. in tt. Sobald die Rücken auf gedachte Art abgelegt sind, wird Mist in die Furchen eingebracht, und dann zum Ausstechen der Rücken geschnitten. Der Füh⸗ rer nimmt seinen guten Pflug wieder zur Hand, und spannt zwey Pferde vor. Er setzt den Pflug bey 13. auf Figur VII. an, und wirft den Grund a. nach b, und im Zurückkommen auf dem Beete B. den Grund e. nach d.. Warum setzt er aber bey dieser Gelegenheit den Pflug nicht in der Mitte des Rückens, sondern so⸗ weit links an, und warum neigt er ihn so stark nach eben der Seite? Antwort: weil der halbe Rücken zu der Breite des Pfluges nicht hinreicht, und er folglich bey seinem Gange einen Theil des schon Aufgepflügten von neuem ausheben würde. ieße man nun dieses letztere geschehen, so würde man am Ende eine unge— heure Rigole haben. Die Neigung des Pfluges nach der linken Seite geschieht, um die Erde höher gegen das Beet hinanzutreiben, und dann auch, um für den folgenden Schnitt, der zu dem nächsten Beete gehört, etwas mehr Grund in der Tiefe zurückzulassen. Der Pflug kömmt endlich zu seiner letzten Verrich⸗ tung, welche auf Figur VIII. angegeben ist. Uns bleibt daselbst von den alten Beeten A. und B. nichts als die zwey kleinen Reste e. und g. übrig. Wenn wir sie so, wie ie sie auf Figur VII. abgezeichnet sind, ausstechen woll⸗ 128 wollten, so hätten wir an ihnen nicht genug, das an den neuen Beeten Aa. und Bb. Mangelnde zu füllen, und die Rigolen hätten keine zureichende Tiefe. Wir setzen daher die Spitze des Pfluges bey 15, also tiefer als je an, beugen ihn, soviel möglich, nach seiner lin ken Seite, pflügen das punktirte Stück g. aus, und verdrängen es nach h. Bey unserer Rückkehr in 16 trisst das Stück e. ein ähnliches Schicksal, und es fällt in f. Die Ursache, warum wir den Pflug so sehr schief halten, ist, um eine möglichst spitz zulaufende, also wenig Platz einnehmende Rigole zu erhalten.— Das Ausstechen der Rücken auf einem Bunder ge⸗ schieht mit zwey Pferden in einer Pause. Unsere Pflug⸗Arbeit ist nun zu Ende; und doch hat das Beet noch nicht das regelmäßige Ansehen, wel⸗ ches wir in Figur IX. erblicken. Ehe wir zu seiner gänzlichen Vollendung schreiten, haben wir noch einen lan⸗ gen Paragraphen über das Misten oder Düngen vor uns. . 4. 5 e ctt.e dun gen. Mist unterpflügen. Die Belgen haben mehrere Arten, den Mist unter die Erde zu bringen, wovon das gewöhnliche Unter— pflügen am öftersten vorkömmt. Vorläufig muß ich bemerken, daß ich in diesem ganzen Paragraphen stets von einem einspännigen Fuhrwerke rede, als welches aus⸗ Wush hnucet Nu/ so: nalgn Bae Wp kin Whlact der Bel Mst, ai Gan su, I Vettiefn vurde d Hagtaben oder auf usachn, Rhähste Vann d sih it, Rahen, , mit lat, und gadekt, Mih zu gen enz Oder Eul Mache der 90 Hhliitk, fer d — E II 38 ausschließlich in demjenigen Theile Brabants im Ge⸗ hun brauche ist, dessen Ackerbau ich am besten kenne, und 4 10 W der, so viel ich weiß, vor allen Gegenden dieses ehe⸗ 90 0 maligen Herzogthums oben ansteht. I ö eel 0 zu 0 Bey dem Düngen wird vor allem darauf gesehen, + 945 daß kein Mist in einer Breite von 2 bis 3 Fuß dahin— ö 1 gebracht wird, wo nun die Rücken„ das ist die Mitte ö Pshe der Beete, hinfallen sollen. Dem zu Folge wird der Mist, wenn er kurz ist, streifenweise ausgebreitet, und ein Gang jedesmal zwischen zween Streifen frey gelas⸗ Buuh sen. Dieser Gang ist gewöhnlich die alte Rigole oder Vertiefung der Beete. Wollte man hier düngen, so würde der Mist entweder wegen der Tiefe, in die er ufend, i u. vergraben, für manche Pflanzen ohne Wirkung seyn, hui v oder auf andere zu stark wirken, und daher Lager ver⸗ he ursachen. Man weiß, daß eine frisch und hoch an— ohehgdh gehäufte Ackerkrume schon an sich selbst fruchtbar ist... Hadgeh Wann der unterzuackernde Mist lang, das heißt stro⸗ hig ist, so wird er nicht gebreitet„sondern in geraden Reihen, und kleinen Haufen von dem Karren abgezo⸗ 6. gen, mit der Gabel jedesmal in die offene Furche ge⸗ legt, und durch den Pflug mit dem folgenden Schnitte gedeckt. Drey Misteinleger reichen hin, um einen Pflug zu bedienen. Da nun 4 Pausen zum Umpflü⸗ M gen eines Bunders gehören, so folgt, daß die Streuung liche l oder Einlegung des Mistes ein Tagelohn von sechs f miih Menschen kostet. Diese Methode hat ohne Zweifel tuphn sts vor der gewohnlichen, wo der lange Mist über den Acker 45 Uche gebreitet, dem Pfluge beständig Hindernisse in den Weg 05 Erster Band. J legt, 1288—88 — r——— legt, und doch am Ende nicht gehdrig untergebracht wird, große Vorzüge. Aber welcher Antipoden⸗Abstand zwischen diesem glorreichen Lande der Industrie, und jenem dande der Finsterniß, wo der Mist, nachdem er auf das Feld ge— fahren worden, oft ein Paar Wochen lang in Haufen, so wie man sie vom Wagen gezogen, liegen bleibt, und dann das dürre ausgelaugte Stroh über den verhunger⸗ ten Acker gebreitet wird! Welches Verfahren, aber auch welche Aerndten! Wie ost sah ich solche Getrai⸗ deäcker, wo ein Kind an den dunkelgrünen Flecken, die sich zwischen der gelben magern Roggensaat auszeich⸗ neten, die Misthaufen hätte abzählen können, die man auf das Feld gebracht hatte! Ein wahrhaft unverant⸗ wortlicher Unsinn!... Ich weiß wohl, daß man meiner Jeremiade die unvermeidliche Nothwendigkeit, das ist den Mangel an Menschenhänden, entgegenstel⸗ len wird. Aber gestehet nur die Wahrheit; gestehet, daß ein unüberlegter Bauerngeiz alles Mögliche un⸗ möglich macht! Doch, wenn es euch wirklich unmög— lich ist, warum legt ihr euch eine Last auf, die eure Schultern nicht zu tragen vermogen? Wozu nützen euch zwanzig Bunder Landes, wenn ihr nicht Kraft genug habt, ihrer zehn gehörig zu bestellen? O Bel— gien! Belgien! Ich erkundigte mich vielfältig auf meinen Reisen nach dem Gebräuche, den gebreiteten Mist auf dem Felde liegen zu lassen, weil viele einsichtsvolle Schrift— steller dafür sind; allein ich fand nirgends einige Spur da⸗ ufkege In halt amac maht se uf en sagl Daher l Ma hungen, sien den M ih ‚ 50 „den ad Wurr w Venden: Unter dee Mqo bey sing De Esf sräden, suumten K uuer sid, Dr 100 „ Mlicgin ishe M daö 90 0 Hinug hhh n en vehm fahrn, He oche Hec glein, x at ah Ien, Renn ast uumz I„ W im thmwif altgggst eit; Rschh Woch b lhm f, Malt W Whn nitt Huf 17 D06 iuen Nin I af M HeE ae E 00 V* — ů 131 davon, vielmehr schien Jeder eine große Abneigung da⸗ gegen zu haben. Doch beweist dieses nichts gegen obi⸗ ge Methode. Ich glaube vielmehr, daß sie zum Theil daher keinen Eingang bey dem Belgen gefunden, weil ihr Land nie so lange Ruhe hat, daß der Mist dar— auf liegen bleiben kann. Ein einziger Pachter in Gecke⸗ ren hatte einen unwillkührlichen Versuch in dieser Art gemacht. Da sein Stall im Winter den Mist nicht mehr fassen konnte, so brachte er ihn bey dem Froste auf einen Acker, der zu Hafer bestimmt war, und ließ ihn sogleich breiten. Der Mist reichte aber nicht hin: Daher ließ er im Frühjahre zur gewöhnlichen Zeit auch Mist auf den noch ungedüngeten Theil desselben Ackers bringen, alles zugleich umpflügen, und mit Hafer be⸗ sänn.„Ich bin nicht dafür, sagte mir der Mann, „den Mist obenauf liegen zu lassen; aber gestehen muß »ich, daß der Hafer nach dem liegengebliebenen Miste »den andern bey weitem übertraf.“ Da er ein Bauer war, so ließ er es bey diesem ersten Versuche be— wenden: denn auch unter den Belgen giebt's Bauern. Ant en mist ehy. Unter Kanten verstehen wir die äußersten, längs der Rigolen hinlaufenden Erdstreifen, die der Pflug bey seiner letzten Operation auf jedem Beete aussticht. Die Erfahrung lehrt, daß diese tiefer liegenden, aus spröderem, der Tiefe der Erde entzogenem Grunde ge— formten Kanten feuchter oder kühler, daher unfrucht⸗ barer sind, als die übrige Wölbung des Beetes.— Der rohe, der unwissende kandwirth sieht dieses ver— 2 wün⸗ wüͤnschend als die nothwendige und unüberwindliche Fol⸗ ge der Beete an. Der denkende, fleißige, unverdros⸗ sene Belge aber kann ihm zeigen, daß es bloß die Fol⸗ ge von Indolenz und Stupidität ist, wenn seine Aernd⸗ te auf den Kanten so weit hinter der auf dem Rücken zurückbleibt. Indessen jener den Mist ohne Ueberle— gung über das ganze Feld herstreut, dann beym An— schießen der Beete Mist auf Mist wirft, und ihm, wenn er mit dem Pfluge an die Känten kömmt, wenig oder nichts mehr zu ihrer Fütterung übrig bleibt: so verfährt der Belge auf eine ganz entgegengesetzte Art. Er sieht die alten Vertiefungen, wohin nun die Rücken fallen sollen, und bedenkt, daß hier fruchtbare Krume auf Krume fallen, daß dieser Theil dann höher, folglich trockner und wärmer, als das Uebrige des Beetes seyn wird. Darum bricht er diesem üppigen Theile eine überflüssige, daher schädliche Nahrung ab, um die Kanten doppelt damit zu versehen; und indem er dem schwächern reicht, was er dem stärkern entzogen, stellt er durch Vorsicht und Klugheit das Gleichgewicht unter allen Theilen seines Ackers her. Man rechnet 160 einspännige Fuder Mist, um ein ganzes Bunder zu düngen; da aber der Mist, wie gesagt, nicht über das ganze Land gebreitet wird, so werden nur 100 Karren dazu aufgefahren, und die 60 übrigen zum Düngen der Kanten verwendet. Oft wer— den auch die Kanten nur allein gemistet, z. B. nach Klee oder Kartoffeln„weil ein solches Land schon fett genug ist; aber nie, oder doch nur äußerst Hn wird das Misten der Kanten unterlassen. Ueber⸗ U Hbeken, helih/ fhen V Istin Mehe n el Mane Karken nd der hen. Dotzune 100 dab lithis wuiche d oscg Kanen der Jut hifef, er Kart ummen im in d Wälenn des been an Hurchn. ue Iin Wsebend Juchen wtgi, uns o Rh sime dur dm Rlan ue Uhth bem x ihm un wan chy sftt 1. Estt lͤken fun Kume uf H, figsh Beat sn HI ab, i den edn ogeh, sek geuicht ute Mp Mo ut tet vih/ nd dl . M shyn ft. sh mi llbez Ueberhaupt stimmen alle belgischen Ackerleute darin überein, daß es vortheilhafter sey, alle Jahre und wenig, als selten und viel Dünger auf einmal auf⸗ zufahren. Ich will die Art, die Kanten zu misten, mit allen Umständen, so wie ich es mit angesehen, hieher setzen. In einer Ecke des Feldes lag schon seit mehrern Wo⸗ chen ein viereckter Haufen Mist dazu bereit. Zwey Männer beschästigten sich, ihn auf einen einspännigen Karren zu laden. Dann führte der eine das Pserd, und der andere begleitete ihn, um den Mist abzuzie— hen. Ich bitte den Leser, die VI. Figur der 5. Tafel vorzunehmen, woselbst sich das Beet in der lage findet, wo das Kantenmisten statt hat. Wir sehen das groß⸗ tentheils angeschossene Beet, die Furchen. und, welche die Kanten davon abgeben sollen, stehen noch offen; hier ist es also, wo der Mist hin soll. Der Karren fuhr längs des Beetes auf, so daß ein Rad in der Furche 4. das andere bey. auf dem Beete selbst hinlief, das Pferd aber in der Furche 3. ging. Da der Karren zum entgegengesetzten Ende des Beetes ge— kommen war, so wandt er nach B. um. Das Pferd kam in der Furche. und die Räder in d. und. zurück. Während dieses Auf⸗und Abfahrens zog der Gehülfe des Führers den Mist in kleinen Häufchen ab, und zween andere waren da, um ihn mit den Gabeln in die Furchen zu vertheilen. Der abgezogene Mist diente für zwey Furchen zugleich. Man treibt bey Vertheilung desselben die Pünktlichkeit so weit, daß man einer dieser Furchen etwas mehr Dünger giebt, als der andern: 3 der⸗ derjenigen nämlich, in welche der unterste Theil des Rückens als weniger fruchtbar soll geworfen werden, welches auf unserer Figur die Furchen a. und 3 sind, auf die, wie man in Figur VIII. sehen kann, die Strei⸗— fen e. und g. warten:— Während obgedachter Karren im Gänge war, heschätigte sich ein Pflug, die schon gemisteten Furchen durch das Spalten oder n der Rücken zu decken. Den Mist überstreichen. Tafel 2. Figur 4. Ich komme nun zu einer der interessantesten Ope⸗ rationen, deren der Pflug fähig ist. Die Belgen nen⸗ nen sie overbuylen, welches ich nicht passender als durch überstreichen zu verteutschen weiß, weil sie dazu dient, den Grund über den gebreiteten, und nicht unterzuackernden Mist herzustreichen. Als ich im Vor— sommer 1805. in der Campine war, sah ich ein Stück Hafer, daß sich vor andern so sehr auszeichnete, daß ich nicht umhin konnte, nach der Ursache davon zu fra— gen. Man sagte mir, es wäre overbuylt. Die Er⸗ klärung aber, die man mir gab, reichte nicht hin, um mir einen hellen Begriff davon zu geben, bis daß ich im Herbste dieser Operation in der Gegend von Contigh selbst beywohnte. Hier schien mir die Methode seit lan⸗ ger Zeit bekannt; und sie ist so allgemein, daß kein Pachter ist, der sie nicht alle Jahre auf dem einen oder andern Felde anwendet. In der Campine hingegen ist sie neuer, doch wird sie daselbst immer beliebter. Sie ist bey Beeten überall auf gutem, wenn gleich etwas feuch⸗ sachen warhlt uische Dase u. Wi 310 von den B , wi dem Uit tba Beele ah fahn, Ruct ch wid Dähe„ damit e it, aus! 9ur 4.— cuf dam Miken Mfrde do fer ir f bistdug ste Med vor den) Mken, b, e gur R Wir Maup M d fon wudn, und 0 soj Oh Huu Hangh 7 N shah uhn i. taten dy Bahh umn Hoselde as 6, Wse %Ieith ich in D chEi ichetz, d boh nsh U H M. sMihm n Culh e sithu ö dah 0 Rahehcht Hunnf l Eie fuch — 135 feuchtem Boden anwendbar. Man bedient sich ihrer vorzüglich zur Wintergerste, die in der ganzen Gegend zwischen Antwerpen und Mecheln auf keine andere Weise mehr gesäet wird. Wir kommen zur Ausführung. Wir setzen ein Feld voraus, das Klee getragen hat, und fertigen von jedem Beete die vier ersten Schnitte an, auf die Wei— se, wie schon mehrmalen gesagt worden ist, doch mit dem Unterschiede, daß wir die Kleestoppel nicht anders, als etwa drey Finger tief umpflügen. Nachdem alle Beete auf diese Art abgefertigt sind, wird Mist aufge⸗ fahren, und über gedachte vier Schnitte gebreitet; auf die Rücken aber und in die darneben herlaufenden Fur— chen wird keiner gebracht. Dann kömmt die steinerne Walze, um den Mist sest an den Boden zu drücken, damit er sich desto besser decken lasse: denn die Absicht ist, aus den Furchen 4. und 3.— siehe Tafel 2. Fi⸗ gur 4.— so viel Grund auszuheben, daß der Mist auf dem ganzen Beete x. damit überdeckt werden kann. Nun kömmt die Reihe an den Pflug. Da die drey Pferde daran neben einander gespannt sind, so bedür— fen wir für sie keines Führers, und können sie vermit⸗ telst der Zügel allein regieren. Wir stellen zuerst un⸗ sere Pferde in Ordnung: das mittelste a, das gerade vor dem Pfluge hergeht, tritt in die Furche, das zur Linken, b, in die Furche jenseits des Rückens ö, und das zur Rechten, e, auf dem zu überdeckenden Beete X. Wir stellen nun den Pflug so tief, als er selbst und die Natur des Bodens es zuläßt, und setzen ihn bey 1. —. ein. ein. Der Pflug sticht im Gehen nun wohl den Strei— fen y. aus; allein ihn bis auf die Mitte des Beetes u. zu bringen, das vermag er nicht. Wir suchen also sein Streichbret durch Einhängen des Seite 94. ff. beschrie⸗ benen Streichhakens zu verlängern. Ein rascher Jun— ge faßt die Stange, marschirt auf den Rücken v in paralleler Richtung mit dem Pfluge voran, und gebie— tet dem Grunde, sich, wo und wie er es verlangt, über dem Beete zu vertheilen. Aus der Furche a, gehts nach 3, und indem der Pflug in 2. wiederkömmt, bringt er den Streifen 2. in die Höhe, den der Streich— haken dann über die andere Hälfte von verbreitet, und damit das Beet in so weit vollendet. Es ist sicht⸗ bar, daß dießmal der Junge auf, und die zwey Pfer— de a und b in g. und Y. wiederkommen, das Pferd e. aber denselben Weg auf dem Beete u einhält. Der Pflug soll nun zum nächsten Beete, oder vr, und zwar in die Furche). Da diese Furche aber so dicht neben derjenigen gelegen ist, die wir so eben ver— lassen haben, so findet sich die Beschwerlichkeit, mit drey Pferden so kurz einzulenken, um so mehr, da wir einen Graben oder eine andere Einhegung, oder das be— stellte Feld unsers Nachbarn vor uns haben, die das Vorrücken und ins Runde Drehen unmöglich machen. Um diesem auszuweichen, lenken wir unser Gespann nach der Rechten, oder, wie es dem keser erscheint, nach der Linken, und machen in unserm Gänge die Schweifung d, um auf J. anzukommen. Ich habe durch den fliegenden Pfeil die Richtung und den Gang des Pfluges angedeutet. Die Die he vn Wne wenn do änth! wal den licht il dehen n vunu „Ngn V Vese Hegen, d Macken⸗ shon het chts b En scht, ve lens, de Miclen Mahode E de auf! shsein Halt Haf sit were V Etuis Balchz n so si ffHstt oshetu icen I.i und giiz valusz eh dalmm r Euich vahult, 5 schs We sde . „ dlt⸗ he chef chh H Hlat, mi III. 6r e ½ W I Gsspu ascelh, Hanhe N Rh dem Halh Oie — 1327 Die Arbeit des Streichhakens ist für das Auge eines landwirthes eine wahrhaft prächtige Vorrichtung, und nie sah ich sie, ohne zu mir selbst zu sagen: O, wenn doch nur die Antipoden jeder Verbesserung hier wären! Man darf so was nur ansehen, um auf ein⸗ mal den ganzen Nutzen davon zu fühlen. Doch viel— leicht giebt es auch unter den Antipoden Menschen, von denen man mit dem Dichter Schubart sagen kann: „Umsonst schmückt sich, wie Himmel, die Natur für „Augen, die nicht sehen.“ Unser Feld wird nun nach einander auf obgedachte Wieise abgefertigt. Darauf kömmt es zum Rücken-Ab— legen, dann zum Kanten⸗Misten, und endlich zum Rücken⸗Ausstechen. Da dieses Alles aber nach der schon beschriebenen Weise geschieht, so wäre es unnütz, solches hier zu wiederholen. Einige bedienen sich auch wohl, aus welcher Ab— sicht, weiß ich nicht, statt des Pfluges und Streichha⸗ kens, des Spatens, und graben die zwey neben dem Rücken herlaufenden Furchen aus. Man könnte diese Methode also Mist eingraben nennen. ö ö Mist überstoßen. Es giebt noch eine andere Art, den Grund über den auf den Acker gebreiteten Mist zu bringen. Ich sah sie in ziemlich nassem Boden anwenden. Das Land hatte Hafer getragen, und sollte nun mit Roggen be⸗ säet werden. Es geschah auf folgende Weise. J5 Nach⸗ PSPIPIPIPYPRPRYRIP‚PꝑS‚ISiS‚SiSiS‚SIiSiSiSiSiti‚i‚i‚e‚ieeeeeeeee Nachdem die vier mittelsten Schnitte angeschossen und gewalzt waren, brachte man den Dünger auf, und breitete ihn nicht allein über die gedachten vier Schnitte, sondern auch über die zwey daneben hinlau⸗ fenden Furchen, also über die ganze Breite des Bee— tes. Die noch auszustechenden Rücken allein blieben ungemistet. Ich beobachtete, daß bey dem Ueber— stoßen eben so wenig tief, als bey dem Ueberstrei— chen, gepflügt wird... Darauf werden die Rü⸗ cken so tief als möglich mit dem Pfluge aus gestochen. Der Grund häuft sich bey dieser Verrichtung auf den Kanten der Beete an, und wird demnächst mit dem Spaten über die Beete hergestoßen. Dann wird ge— sät, geeggt und gewalzt. Das Ueberstoßen hat also mit dem Ueberstreichen viele Verwandtschaft. Jenes erfordert zwar etwas mehr Handarbeit, als die— ses; aber es erleichtert auch und vermindert die Arbeit der Pferde. ö Ich habe zwar keine bestimmte Antwort erhalten, bey welcher Gelegenheit man die eine Vorrichtung der andern vorzieht, da beyde zu Erreichung desselben Zwek— kes dienen; mir scheint es aber, daß das Uebersto— ßen in sehr feuchtem Grunde anwendbarer ist. Bey dem Ueberstreichen würde der nasse Grund nur über das Beet geschmiert werden, und dasselbe zum Einsäen unbequem machen; dagegen der mit dem Pflu⸗ ge ausgestochene Grund durch den Spaten besser um— her geschleudert wird, daher lockerer aufliegt, und schneller abtrocknet.— Man kann den ausgestoche⸗ nen Grund auf den Kanten, wenn man will, so lange lie⸗ In d ihn man i vishe omß Lhberst e Wigl I0n l uner f Von di Mih, Mn dalaus, ahe ve Ohngf lrgruld Das U weil de Rͤcken hh ch Rud d slilnd gettich lun in ben e. i Mi ind agstyfe W f duhten gr ebn l 12 0 B⸗ llin Hickh m ehers ebersttez n de l gestochn ung afdu stnnt e nn uldg toßtn hi W „ Ad H tahltn, ih ist. Bo Hrund nlt ishbe in den M besetuns eht, 0 lWgsuhe IP she 10 ö 139 liegen lassen, bis er in der Luft etwas milder geworden, und ihn dann erst über den Mist herstoßen... Will man unmittelbar über den gebreiteten Mist hersäen, welches bey Wintergerste und Hafer sehr anwendbar ist, ben c. und k. daran. R so muß man sich des U eberstoßens, und nicht des Ueberstreichens bedienen. Uebrigens hat das Ueberstreichen einen sehr wesentlichen Vorzug vor dem Ueberstoßen. Um ihn zu fassen, stelle man sich ein Beet in seiner Breite unter folgenden acht Buchstaben vor: 5 5 8,, e Von diesem sind a. und h. die Rigolen, d. und e. der Rücken. Da bey dem Wechseln der Beete die Rücken zu Rigolen, und diese zu Rücken werden, so folgt daraus, daß die Buchstaben a. h d. e. dabey allein eine wesentliche Veränderung leiden, die andern aber ohngefähr das bleiben, was sie waren, weil ihr Un⸗ tergrund nicht so tief gerührt und herauf gebracht wird. Das Ueberstoßen macht hierin keine Veränderung, weil der Spaten nur den Grund der ausgestochenen Rücken über das Feld bringt. Bey dem lleberstrei⸗ chen aber kömmt die Reihe auch einmal an den Unter⸗ grund der andern Buchstaben. Es wären zum Bey— spiel in dem ersten Jahre die Buchstaben b. und g. auf⸗ gestrichen worden, so kämen das nächstemal, es sey nun im zweyten, oder im dritten Jahre, die Buchsta⸗ Wir werden in Kurzem etwas von dem berühm— ten in Flandern üblichen Royolen mit dem Spaten sa— gen. gen. Daß der Pflug den Spaten an Güte der Arbeit übertreffe, kann nur im Traume behauptet werden; aber, daß er ihn oft ersetzen könne, daß ihm dabey der Vorzug wegen geringern Geld- und Zeitaufwandes ge— bühre, und daß der Streichhaken, wenn er auf diese letztere von mir angegebene Methode angewendet wird, beydes leiste, das mag ich wöhl mit offenen Augen be— haupten. Ich habe in dem nun nun geendigten Paragraphen bloß vom Misten und Mist unterbringen sprechen wol— len. Die Gewinnung und Behändlung des Mistes wird in einem andern Bande bey Gelegenheit der Vieh— zucht gezeigt werden. §. 5. Beete vollen den. Rigolen aufräumen. Wir kommen jetzt zurück zu dem Beete der VIII. Figur auf der 5. Tasel, das wir in dem dritten Para— graphen verlassen haben. Es ist nun so weit, daß es nach vorhergehendem Eggen oder Vorschlichten, wie die Brabanter es nennen, kann besäet werden. Dar⸗ auf wird eingeeggt oder eingeschlichtet, und endlich gewalzt. Das Vorschlichten sowohl, als das Einschlichten, geschieht mit rückwärts gekehrten Zähnen, oder durch das eigentliche Flacheggen. Ist der Grund bey dem Vorschlichten storrigt und klotzar— tig, so wird die Egge mit einem Steine oder mit Ra⸗ sen hich shschen wird sc hen al wahl, uj no det Be Ede il tuin ge dek, Es min dean, Mohs, desen E Mittehe ab en v rach si Roclel mal af n Vi gu abhebihe schyo ne habeh, Ounder! ma . hehht heet wodg in dabeyhy funtg ufb endet ui, Uunth aragphg dvchen des Mhe it de Nh l. 1e det l. itlen Rutz eit, M 1 en. Dal und edsch „ 10 I N. d ohl⸗ nR + — 7 sen beschwert. Die Ursache aber, warum beym Ein— schlichten der Saat ebenfalls rückwärts geeggt wird, wird sich weiter unten ergeben... Zu allen Früchten, den einzigen Buchwaizen ausgenommen, wird ge— walzt, und zwar nach jeder Pflugart, in dem Falle, daß mehr als eine Statt hat. Ob nun gleich das Eggen und Walzen der länge der Beete folgt, so fällt dabey immer doch etwas Erde in die Rigolen; und da diese ohnehin noch nicht rein genug sind, so können sie in diesem Zustande den Zweck, das Winterwasser abzuleiten, nicht erfüllen. Es muß daher zu ihrer Ausräumung geschritten wer⸗ den, und dieses geschieht vermittelst eines abgelebten Pfluges, an dem Kolter und Streichbrett fehlen, und dessen Schar verschlissen ist. Man zieht dieses alte Rüstzeug vor, weil es die Rigolen weniger erweitert, als ein vollständiger Pflug. Man neigt es dabey stark nach seiner linken Seite, damit es eine spi zulaufende Rigole bilde. Man zieht dabey in jeder Rigole ein⸗ mal auf und ab. Rigolen ausschießen. Unser Beet nähert sich sich seiner Vollendung. Wir greifen zum Spaten. Der auf Tafel 4. Figur 5. abgebildete und um Contigh gebräuchliche scheint mir salvo meliori zweckmäßiger zu der Arbeit, die wir vor⸗ haben, als der, dessen man sich bey Voorde an der Dender dazu bedient. Dieser letztere ist lang und schmal, und hat in seiner ganzen Länge eine Concavi⸗ tät, — DPDPSDPDPDI IIPIIIITII ....... .—.— *—— 142 R tät, bald wie ein Hohlmeißel. Das Contigher Grab⸗ scheid hingegen hat eine glatte Oberfläche, und von der Seite angesehen, eine Krümmung, wie sich bey a. neben Figur 5. zeigt. Es hat 28 Centimétres in der Lange, und 23 in der Breite. Der Stiel hat 50 Centiméêtres bis zur Krücke. So schöͤn auch schon die Rigole nach dem Aufräu⸗ men mit dem Pfluge ist, so ist sie doch so noch nicht schön genug für den Belgen. Er geht also mit seinem Spaten in derselben hinunter, sticht die eine Seite ab, und schleudert nach jedem Stiche die Erde über das die⸗ ser Seite entgegengesetzte Beet hin; dann kömmt er in derselben Rigole wieder herauf, und fertigt auf gleiche Weise die andere Seite ab. Uebrigens schreitet er rückwärts bey dieser Arbeit. Nach Herrn Dierer— sen reichen 22 bis 24 Stunden für einen Mann hin, um ein ganzes Bunder abzufertigen; gleichwohl rechnet man gewöhnlich, daß vier Mann erfordert werden, um ein Bunder in einem Tage zu überschießen. So erhalten endlich die Beete jene schöne Gestalt, die der Leser auf Fig. IX. mit Vergnügen ansehen wird; und ich habe sie auf dem Papiere nicht regelmäßiger darstel⸗ len können, als sie sich in der That verhalten. Man muß nicht glauben, daß dieses Ausschießen der Rigolen eine bloße liebhaberey einzelner Personen sey. In der Campine, in dem Lande zwischen Ant⸗ werpen und Mecheln, an den Ufern der Dender ist kein Landwirth vom ärmsten Bauer bis zum größten Pächter, der solches unterließe. 9.6. Da u S iher den hHeith i Aerbee Ran de nicht an gend ha Hlüstit bon Ol ihrr dr gscht ss it, son faniche bekämpf soßen y aer Fle set wo ennel, Juß von zvat y dach nih .r Lf bmmt a e wieh mihe hrgh, Und vinde sch ty metrez in x Stie V 500 dem Nstt so rohsih 0 mi sing ne Stlech berded fömmtai N aus gach schlitt a n Dieter⸗ Mamsz woßlruhnt ert Wtde, eßen. Cl alt, x wird ud i9er ufel l. Mushießn r Msenn hschn 0 Dundet i um oßte 6 gole wieder zurück; und so geht es von einer Seite zur — 143 F. 6. Ein Land reinigen. Das eigentliche Felgen, oder Bälken, wo von zwey Schnitten immer nur einer ausgefahren, und über den andern, nicht gerührten, hergelegt wird, ha— be ich in keiner von den Gegenden gesehen, wo die Ackerbeete im Gebrauche sind. In einem dande, wo man dem Felde so wenig Ruhe gönnt, würde es auch nicht anwendbar seyn. Alle klugen Wirthe meiner Ge⸗ gend halten das Bälken ins Kreuz für eines der kräftigsten Mittel, ein dand von Gras und besonders von Quecken zu reinigen. Da die belgischen Aecker ihrer Fruchtfolge wegen diesen Feinden nicht wenig aus— gesetzt sind, und das Bälken darauf nicht eingeführt ist, so muß nothwendig zu andern, und zwar allen er⸗ sinnlichen Mitteln gegrissen werden, einen Feind zu bekämpfen, der die ganze Fruchtfolge über den Haufen stoßen würde. Unter diese Mittel gehört zuerst das Schuffeln oder Flachpflügen... Nachdem der Pflug so ge⸗ stellt Worden ist, daß er höchstens ein Paar Zoll tief eingreift, so wird er in einer Entfernung von zwey Fuß von der Mitte der alten Rigole angesetzt, und zwar zu ihrer Linken, damit der Grund nach ihr zu, doch nicht hinein falle, weil ihn die Zähne der Egge in der Tiefe nicht würden erreichen können. Der Pflug kömmt auf gleiche Weise an der andern Seite der Ri— n⸗ reines Land zu bändigen. andern, bis auf dem Beete nichts mehr, als ein Strei— fen, ein Paar Finger breit, umgeackert stehen bleibt. Dann wird jedes Beet der känge nach mit der scharfen Egge einmal auf und ab übergangen, und, nachdem das ganze Feld auf diese Art abgefertigt ist, die Opera— tion des Eggens noch ein oder ein paarmal wieder⸗ holt... Hierauf wird entweder ein⸗ oder zweymal gepflügt. Soll nur einmal gepflügt werden, so geht der Pflug dabey den gewöhnlichen Gang, der bey dem Beetewechseln ist angegeben worden; soll aber zweymal gepflügt werden, so wird das Beet bey dem ersten Male gegen seinen Rücken zurück gepflüht, und erst bey der zweyten Pflugart das Beet gewechselt. Man hat noch eine andere Methode, ein schr un⸗ Sie besteht im Hin⸗ und Herschuffeln, welches die Belgen Ein Land auf sich selbst reiten Tafel 3. Figur 6. nennen. Diese Vorrichtung verdient einige Aufmerk⸗ samkeit... Die Rigolen sind nicht der Theil, bey welchem Unreinigkeit am meisten zu fürchten wäre: denn da bey dem Beetewechseln die Rücken an ihre Stelle kommen, so wird das daselbst befindliche Un— kraut so hoch mit Erde bedeckt, daß es dem darauf zu säenden Getraide nicht nachtheilig werden kann. Das Gegentheil findet auf der Mitte der Beete Statt, weil sie die Seiten oder Kanten der neuen Beete zu beklei⸗ den haben. Man sucht also vorzüglich diese Mitte zu reini⸗ siniheh. Wauf! uf de Mite d fferst I.d b oon det Grund! und ab, ihte 9„ 0 Haubt M Wych Dird bih /½hmn Stklifen h. Wedet Jt ach tiin gent Vahhe n Hülf wöhniche Nbe. Mengen 630 Bere len sn astr dy 66 Erth tschn lal, lit daßhmm ,suthn s d MM Hatma wig o den ‚ bt „d h u Daberzum. mast uh est h hssem im hu itth ige Ufntz er I H Irchtn wn: cen mil ndlche l m duuls Fann. Du Gut v 1e UH ije M. Has — 145 reinigen. Tafel 3. Figur 6. zeigt ein Beet, und die darauf zu unternehmende Arbeit. Der Pflug wird auf des Beetes Rücken, ein Paar Finger breit von der Mitte desselben, in a. angesetzt, und wirft im Gehen eine äußerst flache Furche a. aus. Der Grund fällt auf g. Bald kömmt er in b., ebenfalls ein Paar Finger breit von der Mitte, zurück, und öffnet die Furche J. Der Grund davon fällt in J. Man egget vorwärts auf und ab, sowohl über die ausgeworfenen Erdstreifen, als ihre hinterlassenen Furchen. Ist der Grund sprö⸗ de, so kömmt die Walze, ihn zu bändigen. Das Kräut wird abgeharkt und weggebracht. Nun beginnt die Pflugarbeit von neuem, um das Abgeschufselte wieder zurück zu schuffeln. Der Pflug wird bey e. angesetzt, und wirft den Erdstreifen nach ./ kömmt dann in k. wieder zurück, und wirft den Streifen nach a., setzt endlich in g. an, und koömmt in h. wieder. Alle diese Schnitte sind flach und schmal. Jetzt geht es ans Eggen und Walzen, bis der Acker rein genug ist. Meistens aber zwingen es Egge und Walze nicht; und dann wird das Schleifen und Abharken zu Hülfe genommen. Richts ist bey den Belgen ge⸗ wöhnlicher, als der Gebrauch des Rechens auf dem Felde. Doch sah ich ihn daselbst nie anders, als zum Reinigen oder Abharken, und nicht, wie man denken könnte, zum Einharken der Saat oder zum Ebenen der Beete gebrauchen. Wenn zum Beyspiel auf einem leichten sandartigen Boden Winterkorn nach Winter— Erster Band. K korn korn soll gesätt werden, so wird das Land zuerst vor⸗ wärts oder aufgeeggt. Die Egge bringt die Stop— peln mit den Wurzeln und dem dazwischen klebenden Grunde aus der Erde. Dann kömmt die Schleife, um den Grund davon abzureiben. Hierauf folgen die Harker, und ziehen mit dem Rechen allen Unrath in kleine Haufen zusammen, eben so, als wenn sie Grummet zu machen hätten. Endlich fährt der Kar- ren auf, und bringt diese Stoppel⸗und Unkrautshaufen weg. Dieser Unrath wird aber nicht etwa weggewor⸗ fen, sondern in die Nähe des Stalles gebracht, sorg— fältig in einen großen Haufen gesetzt, und nach und nach dem Viehe untergestreuet. Selten ist es mit ein⸗ maliger Operation abgethan, und dann wird noch ein— mal aufgeeggt, geschleift und gerechet; da aber dieß⸗ mal sich nicht mehr so viel Unrath anhäuft, als das erste Mal, so wird er auch nicht in Häufen gebracht, noch weggeräumt, sondern die Harker ziehen sie sogleich in die Rigolen ein, die ohnehin zugepflügt werden sollen... Reicht diese zweyte Reinigung noch nicht hin, so wird zu der dritten geschritten. Herr Di— erersen versicherte mich, daß er einen Pachter obige Operation siebenmal hinter einander auf demselben Acker habe wiederholen sehen. Wird nun dieses Schleifen und Abharken mit dem Schuffeln und auf sich selbst reiten verbunden, wie es gewöhnlich geschieht, so muß sich das Land säubern, sollte es auch unreiner seyn, als der Stall des Königs Augias... Wel⸗ che herkulische Arbeit! wird man rufen... Richtig! Dafür geht es aber auch auf plus ultra los. Ohne V sihih d h behl udlc Rahef gekehtt dise nit Rten K rünfthe Ihn nah Hahe, Das sh niht⸗ NI Va. Wpöshtn se auseing ner i, Hfch, d. Möchane 1 fann! flzeht n Ui he Mul hist W Iun geht. 0 ustoh, t W E Hem fchcdg die E, rauf fiheng in Unth u als pun s sähttded Ekrautshung Wa wagotz ebrash, 0 und nuc uy ist nt wirwch in da cht diß duff, d W ufen geloch Hen sesch pfühgt w ing lohnih Hn di⸗ W emscbolit ss Eh und aufft nch R auchumt W 5 — 147 Ohne dem Systeme der Herren Wechselwirthe— bin ich doch selbst einer!— etwas zu vergeben, glaube ich behaupten zu konnen, daß sie bey einer solchen Be— handlung ein Drey⸗ oder Sechs⸗Felder⸗ System nicht verwerflich finden werden. Es heißt hier auch: um⸗ gekehrt wird ein Schuh draus... Ob aber diese mit stürmender Hand eroberten Aerndten nach ge⸗ deckten Kriegskosten dem reinen Gewinnste einer ver— nünftigen Wechselwirthschaft das Gleichgewicht halten, ihm nachstehen, oder ihn übertreffen, ist eine andere Frage, deren Beantwortung noch nicht reif ist. Das Abharken eines Bunders erfordert, wenn die⸗ ses nicht allzu unrein ist, vier Tage Arbeit. 99 7 Beete in flaches Land umzuschaffen. Wir wären nun alle mir bekannte Pflugarten der gewölbten Beete durchgegangen. Es fragt sich jetzt, wie sie auseinander zu pflügen, und das dand wieder zu ebenen ist, um es mit Sommergewächsen, wie Kar⸗ koffeln, Flachs u. s. w., bestellen zu können. Das Auseinanderpflägen muß aber so geschehen, daß es kei⸗ ne offenen Furchen hinterläßt. Die 1. Fig. der 6. Ta⸗ fel zeigt zwey Beete von 6 Schnitten. Wir setzen bey r. an, und der Grund fällt rechts in die Rigole. Der Pflug kömmt in 2. wieder, und wirft den Erdstreifen in die entgegengesetzte Rigole. Dann geht er in der linie 3. wieder hinauf, und füllt K 2 die 148 die Furche von 1.; dann in der Linie 4., und füllt die Furche von 2. Zuletzt geht er in der Linie 5., und köͤmmt in 6. wieder, bey welcher Gelegenheit 3. und 4. gefült werden. Von dem Beete bleibt jetzt nichts mehr, als der Rücken a. stehen, neben welchem zwey offene Furchen b b. herlaufen. Nachdem auf dem an⸗ dern Beete dasselbe geschehen, so erhält das Feld die verticale Ansicht von Fig. 2. Es scheint zwar, daß man nur die Rücken a. zu spalten brauche, um alles zu ebenen; allein dann würde sich an der Stelle jedes ausgestochenen Rückens eine Furche offnen, welches wir doch hatten vermeiden wollen. Wir lassen also den Pflug da, und greifen zu der Egge. Wir setzen sie mit vorwärts gerichteten Zähnen auf jedem Rücken an, und reiten damit der känge nach einmal auf und ab;— ich setze, Beyspiels halber, von Süd nach Nord, und von Nord nach Süd. Darauf durcheggen wir das ganze Feld von Ost nach West, und von West nach Ost. Zuletzt ziehen wir mit der Egge von Nordost nach Südwest, und wenns erforderlich ist, noch von Nordwest nach Südost; kurz, so lange, bis alle Spur von Beeten verschwun⸗ den ist. 9.. Anlagen flacher Beete. Tafel 6. Figur 3. 4. 5 6. 7• Wir haben bisher nur bloß von gewölbten Acker⸗ beeten gesprochen. Das Glück führte mich zu einer Zeit, 3/ W Wediz sich g m u M. n del Vede; dtoi Berch öhtt u rangene müßige! gel, da dosen H 3u. VDane u gehannte dachtet! cher scht verden g Wint. Bate s Matt vo Ihif hung das el fache ö Radeof 30 Bekke ln fin Zeit, wo ich meine dießjährigen agronomischen Reisen 9 a zu endigen gedachte, in eine Gegend, wo ich eine für )0 mich ganz neue Pflugart sahe; ich meine, das Pflü— genhet z.w in er Whtrchr gen in schmale und ebene Ackerbeete. c ntz n wachen Anziehend war mir von jeher die Ansicht eines schöͤ⸗ em aufyunn nen Feldes, das Leben und Weben auf Acker und t dw nh Weide; allein seit dem ich meine ganze Existenz der eint zun Landwirthschaft gewidmet habe, seit ich mit rastlosem uche, meh Bestreben nach ihrer Vervollkommnung trachte, ge⸗ de Eihth währt mir jedes von Meisterhand cultivirte kand jede nen vihen Reongende Saat, jede neue Entdeckung jedes zweck⸗ mäßige Werkzeug, jede nützliche Methode ein Vergnü⸗ gen, das sich nur von demjenigen mitempsinden läßt, gfnb dessen Herz so fest wie das meine an dem Pfluge hängt. ichendien Zu Voorde, einem Dorfe in Flandern, auf dem althnn Wege von Alost nach Gramont, eine Meile von letzt— veit di genannter Stadt, war es, wo ich zuerst Beete von ge⸗ d uhen dachter Art bemerkte. Der Boden dieser Gegend ist dundii eher schwer als leicht, mehr gebirgig als flach; doch lehtihunt werden Höhen, Tiefen und Abhänge ohne Unterschied st, Mrn zu Winterfrüchten in flache Beete gepflügt. Diese oh Eiuf Beete haben 9 Schnitte, und jeder Schnitt hat die n uh Breite von 31 Centiméêtres, das ganze Beet also mit Inbegriff der Rigolen 310 Centimétres. Die Anle⸗ gung derselben verhölt sich folgendermaßen: Wir setzen ein flaches, ebenes Land voraus, und geben ihm auf zette geradewohl die Breite von 40 Métres: wir können also * 30 Beete darauf anlegen. Bey den gewölbten Acker⸗ öbin M beeten fängt man die Arbeit an der linken Seite des nih i 3 WRar 6 150— Feldes an, bey den flachen hingegen in der Mitte, wel— che man durchs Abtreten mit Schritten ausmittelt. Das erste Beet wird eben so, wie das Fig. 2. Tafel 3., angeschossen, nur so, daß einstweilen nicht mehr als sieben Schnitte davon gezogen werden. Auf dem Beete«. Figur 3. Tafel 6. sind diese sieben Schnitte als abgefertigt durch Punkte angegeben. 3. und b. sind die zwey noch offen stehenden Furchen, die der Pflug bey dem sechsten und siebenten Gange ge— zogen hat, und die von dem achten und neunten ihre Füllung erwarten, wo dann c. und d. die beyderseitigen Rigolen abgeben werden. Wir dürfen aber dieses Beet nicht vollenden, ehe wir von beyden Seiten des⸗ selben ein neues angefangen haben. Die Ursache da— von wird sich in der Folge ergeben. Nachdem unser Pflug die Furche b. verlassen hat, welches im Aufgehen geschieht, lenken wir nach e., und reiten auf f. an. Der Grund fällt nach g. Dann pflügen wir von h. auf i. Der Grund fällt nach j... Man bemerke an den punktirten Linien, daß wir bey dem Ansetzen des Pfluges drey Schnitte oder Fuß breit von der scharfen Kante der Furche a. abgeblieben sind, und eben so weit von der Furche b. beym Ansetzen des Pfluges in h. Bey diesen zwey letzten Zügen, von e. nach f., und von h. nach i., trat also keines unserer Pferde in die Furche; das rechte ging nur daneben her. Die verticale Ansicht unserer bisherigen Arbeit zeigt sich in Fig. 4.— 4. ist das Beet der sieben Schnitte; . 2d! om D U di simnt! sch dun Rh. 8 W der! Ht, V 0. Hide sie B + fden, Ind las unsersn hach l.“ e Fule den Mf Dir Gr ag das ir der d det. Di Zun daschun nit dn Mfaugz WI leh sott Ind dann ider do V det W. 4. und b. sind die noch zu füllenden Furchen, welche ausmit. dem Beete seine Vollendung geben müssen. e. und d. sind die noch nicht berührten Erdstreifen, die dazu be— irn stimmt sind, die Furchen a. und b. zu fülen„wodurch aiͤ 0 sich dann an den Stellen o. und d. Rigolen öffnen wer⸗ ö den. g. und j. sind die zuletzt aufgeworfenen Schnitte, Hshth die der Pflug aus den Furchen h. und k. ausgestochen niteungn hat, und die nun den Anfang der neuen Beete. und 11 uh. bilden. Jetzt haben wir die Erlaubniß, unser er⸗ 1— 36 stes Beet 4&. zu vollenden. namnh Da wir uns an dem obern Theile des Feldes be— ie badasity finden, so setzen wir den Pflug auf Figur 3. in K. an, sen ahr d und lassen unser rechtes Pferd in die Furche a., und den Sind unser linkes in die Furche t. eintreten; und indem wir die lute x nach J. anreiten, wirft der Pflug den Streifen d. in die Furche an. Wir kehren jetzt von J. rechts, um den Pflug bey m. einzusetzen, und nach n. anzureiten. „. Valsn Der Grund e. füllt die Furche b. Bey diesem Zuge pit uute ging das rechte Pferd in der Furche b., und das linke sachg. dun in der Furche h. Nun wäre unser erstes Beet 4. voll⸗ fält ugz endet. Der verticale Anbick davon zeigt sich in Fig. 5. „ daß u Die Furchen a. und b. der vierten Figur sind auf dieser oder Ri hl verschwunden; die Rigolen e. und d. geofsnet, und Hhlchnsch mit dem aufgeworfenem Erdstreifen j. und g. ist der m Mschnt Anfang zu den Beeten 8. und y. gemacht worden. n dü Wir setzen nun unsere Arbeit bey diesen neuen Bee⸗ 0 ten fort. Der Pflug geht auf Z. von 2. nach o., Ln und dann auf Y. von 2. nach o.; hiernächst auf G. hit l wieder von 3. nach p.; und auf ebenfalls von 3. 6hn 0 K 4 nach nach p.; und so wechselsweise fort, bis wir auf jedem Beete die acht Schnitte abgefertigt haben.— Ehe wir nun aber den neunten, welcher die Rigole nach sich lassen soll, auspflügen, fangen wir wieder zwey neue Beete an. Der Pflug geht nach y. auf dem Felde ö, und pflügt auf X. an; dann kömmt er auf dem Felde 3. von x. nach y. zurück. Da nun auf diese Art die zwey Beete ä. und. angeschossen sind, so macht sich der Pflüger nun an die neunte oder letzte Fahrt auf den Beeten. und J. Die verticale Ansicht des Feldes, so weit es jetzt abgefertigt ist, zeigt sich auf Figur 6. Das Pflaäͤgen geht nun auf gleiche Weise von beyden Seiten bis zu Ende des ganzen Stückes fort. Die 7. Figur zeigt die Gestalt der Beete, wann sie fertig sind. Die Ursache, warum wir stets ein Paar neue Beete anschießen, ehe wir die alten vollendet haben, ergiebt sich von selbst: denn wenn wir es nicht thäten, also die Rigolen der vorhergehenden Beete sogleich aus— stächen, so würde bey dem Ueberwerfen des ersten Schnittes auf das folgende Beet nothwendig viel Grund in die Rigolen einfallen, und das nachfolgende Aus⸗ räumen derselben sehr erschweren. Der wesentliche Unterschied bey Anfertigung ge— wölbter oder flacher Ackerbeete besteht darin, daß bey gewölbten der Grund von beyden Seiten nach der Mitte zu angepflͤgt, daher auch bey solchen in der Mitte an⸗ gefangen, bey den flachen Beeten hingegen der Pflug gegen eine der Seiten angesetzt, und immer nach der⸗ selben hingepflügt wird. Daher ist es bey dieser letz⸗ tern mmyfiu anhmeh in Ubke iaun R vyg/ d Rit valh der we Ien l I Bas kamm man beg in Sch 0 haung von gläh waglecht din. D beobachte Dimenseo 1. G. .G 153 i6 — tern Pflugart nothwendig zwey Beete auf einmal vor⸗ A zunehmen, um W— Auf gehen und das andere van un ü im Abkomm en abzufertigen. Das erste Beet macht omhh hievon eine Ausnahme, wie wir gesehen haben. aftngh Ist das Feld breit, so daß durch die langen Um— auf dis ky wege„die der Pflug dabey zu machen hat, zu viele „ h Zeit verloren gehen L so wird das Feld in zwey dhtafr oder mehrere Stücke getheilt, und in der Mitte eines iht Whh jeden ein Beer wie«K. angefertigt, um dem andern Haffy zur Basis zu dienen. Ist das Land aber sehr schmal, esemth so kann man des Mittelbeetes ganz entbehren, und 10 iu 1 man beginnt auf den benden Seiten des Feldes den er⸗ wamst sten Schnitt gegen den Rain des Nachbars anzulegen. ein Murl Bey dem Pflügen in flache Beete ist die Haupter⸗ llendt n innerung nothwendig, daß die Furchen durchaus nicht es nihttht von gleicher Tiefe seyn dürfen, weil sonst die Beete nie te shus wagrecht liegen, sondern nach einer Seite hangen wür⸗ ofen Ee den. Der Pflüger, den ich bey der Anlage derselben diß Wbmn beobachtete, gab der Tiese seiner Schnitte folgende ‚ folhe Dimensionen): I. Schnitt 6 Centimêtres, 2. Schnitt 8 Centimétres, nferthuth 3. Schnitt 10 Centimétres, rin, du 4. Schnitt 12 Centiméêtres, XI 5. Schnitt 15 Centimétres, e W 6. 7. 8. Schnitt ebenfalls 15 Centimétres Tiefe. K 5 Der ner nag u st*) Zu merken ist, daß ich hier nicht von dem Mittelbeete, U sondern von den übrigen spreche. 154—.— Der 9. Schnitt, das ist derjenige, der die Rigole hinterläßt, und nach dem Anschusse des folgen⸗ den Beetes erst ausgestochen wird, erhielt 19 Centimètres. Die Rigolen werden zwar, wie bey dem Beetevollen⸗ den gesagt worden, auch mit dem Spaten ausgeschos⸗ sen; allein das Abstechen derselben geschieht nur von einer Seite, und zwar von derjenigen, wo das Streich⸗ bret des Pfluges hergegangen ist... Ein Mann schießt ein Journal binnen einem Tage aus. Ich sah bey Voorde auch einige Felder, die ganz flach geackert waren, und auf denen man nachher vermittelst des Spatens und der Schnur die Rigolen angefertigt hatte. . 9•* R o h o le n. Das Grabscheid, dessen man sich in dem Lande von Waes und der Gegend von Alost hierzu bedient, hat dreyzehn Zoll in der känge, acht und einen halben Zoll in seiner obern, und etwas weniger als acht in sei⸗ ner untern Breite. Der Stiel ist sammt der Krücke 27 Zoll lang. Seine Abbildung findet sich Tafel 4. Figur 6.). Wenn man bedenkt, daß mit diesem In⸗ *) Ich fand in der Campine, wo der Spaten von gewöhn⸗ licher Größe üblich ist, eine Vorrichtung, die ich Ta— fel 4. Figur 7. abgebildet habe. Wenn man tiefer als gewöhnlich graben will, so setzt man dem Spaden diese Art von Brille auf. dhn l dihe gal niht ah lur ven gdung, kelide fne.— die gewif in Paat ihhen ni vor ene V. wiß, u fißig d sch jder Isehn! ninder! alein all baum: inner d blibtꝰ % Wun lach, et dz Wxhl se Ws „ ahit 0 1 Betulh en dust lieht uu i diEnh Namsiit der, Mz man nuth. die Mlh u den d erzu Hi, einen g Sahrüsth de Kite ich Ml mi dith hn gu d il d un tfftu Sy —— 155 Instrumente nicht ein Garten, nicht ein einzelnes Stück⸗ chen land, sondern ein ganzer Acker, eine ganze Flur, eine ganze Gegend umgegraben wird, so kann man es nicht ohne eine Art von Schauder ansehen. „In dem ganzen Districte des Landes von Waes, »„sagt Herr de Beunier, giebt es nicht einen Dau⸗ „men breit Landes, das nicht alle sieben Jahre einmal »mit dem Spaten umgegraben würde.“ Es ist also nicht zu verwundern, daß diese Gegend, zwar von Na⸗ tur weniger fruchtbar, aber besser gebaut, reichlicher gedüngt, als viele von der Natur weit mehr begünstig⸗ te Länder, weit ergiebigere Aerndten hervorbringt, als jene.— Was würden doch die Herren hierzu sagen, die gewiß schon Erbarmung schrieen, wenn sie mich nur ein Paar Bunder Möhren behacken sähen? Würde ihnen nicht vor einem solchen verdammten Lande, wie vor einer Insel Oleron grauen? Wenn man den Pflug so meisterhaft zu führen weiß, wenn man seinen Acker so sorgfältig reinigt, so fleißig düngt, wie die Bewohner Flanderns: so sollte sich jeder Andere billig einer fernern Arbeit überhoben zu seyn dünken; nur der fleißige, unverdrossene Fla⸗ mänder nicht.. Warum trägt unser Garten nicht allein alle Jahre, sonst fast alle Jahre zweymal? und warum erschöpft er sich dabey so wenig, daß er noch immer das fruchtbarste Stück aller unserer Besizungen bleibt? Sind es nicht Grabscheid und Mist, die die— ses Wunder wirken? Garten-⸗Cultur aufs Feld ge— bracht, ist also wohl die höchste Stufe agronomischer Voll⸗ ———— —7* Vollkommenheit. Allein wer soll dieß ins Werk rich⸗ ten! Es ist wohl nur ein platonisches Ideal; aber sich diesem Ideale, so viel als möglich, zu nähern, ist das hohe Ziel jeder guten Wirthschaft.„Soviel „als möglich;“ und ich setze noch hinzu: so viehals räthlich.— Die Gaben der Ceres und Pomona erheischen nicht immer gleiche Bereitung des Bodens. Ich kenne zwey keute, die als Verwandte ein Stück Land unter sich ge⸗ theilt haben. Der eine von ihnen hat Pferde, und pflügt seinen Antheil; der andere hat keine, daher gräbt er alle Jahre den seinigen. Am Dünger, da das Stück bey dem Hause liegt, wird von keiner Seite gespart; doch gesteht der Gräber, daß er nie so schöne Halm⸗ früchte gewinnen könne, als der Pflüger... So hat Alles auf Erden Maaß und Ziel. In Flandern wird das and auch nur aller sechs oder acht Jahre einmal gegraben, daher jeder es so ver⸗ theilt, daß er alle Jahre ohngefähr gleichviel Arbeit hat. Sie geschieht folgender Maßen. Der Gräber faßt mit der einen Hand die Krücke, und legt die andere, da der Stiel nicht viel über zween Fuß lang ist, an das Höft des Spatens an. Dieses setzt voraus, daß er bey dem Gräben nicht auf dem noch zu rührenden Boden, son⸗ dern in der Furche oder Tranchée stehe, und den Grund von einer Seite zu der andern werfe: denn man gräͤbt hier nicht vor sich hin, sondern von der Rech⸗ ten zur unken, und umgekehrt. Die Arbeiter müssen daher eben so fertig mit der einen als der andern Hand gra⸗ abn du Ai o sie Wose echn Mle/u hunö E wil d Tif del n iin vie ben ber ge Hakein Fur 8 Ruabene sichtze dem er D Rubhe, Her Mit haler! Wal Eith Hz sihe „hl so vielag Heshiih faane tg antshg Pfade, up dahe git dab Eit iilt gfut, Hint Hh ehht le sh H Withh bet fitnt drr, N er Hst nn H 90 graben können: sonst hätten sie jedesmal, wenn sie mit der Tranchte zu Ende sind, wieder dahin zu laufen, wo sie angefangen hatten, und würden dabey unnützer Weise Zeit verlieren; so aber drehen sie sich nur, und wechseln die Hände... Der Stich geschieht mit einem Male, und dringt 15 bis 16 Zoll tief in die Erde, wo⸗ bey zu bedenken, daß wir hier von Sandland sprechen. Es wird so umgeworfen, daß das Obere durchaus in die Tiefe köͤmmt, welches um so vollkommener geschieht, da die Erdschollen nicht hingelegt, sondern aufrecht ge⸗ gen einander angestellt werden. Auch werden sie nicht, wie beym gewöhnlichen Graben, mit dem Spaten oben über gleich gestoßen. Ein solches frisch gegrabenes Feld hat ein sonderbares Ansehen, welches ich auf Tafel 6. Figur 8. vorzustellen gesucht habe. e. ist das schon ge⸗ grabene land; b. die Tranchée, worin der Arbeiter steht; a. das noch zu grabende Land zu seiner Linken, an dem er wirklich beschäftiget ist, um es an e. anzuwerfen. Das Graben geschieht oft im Verdinge. Eine Ruthe, das ist 196 genter U Fuß, nach beschriebe— ner Art zu royolen, kostet 5 Sols brabantisch. Ein berliner Morgen käme also an 3 6 rheinische Gulden*). Das *) Hr. Dierexsens will beobachtet haben, daß bey ihm ein Mann zwey Ruthen oder 800 antwerpische U Fuß in 10 und einer halben Stunde umgraben kann. Die— ses Umgraben geschieht in zwey Stichen übereinander, die aber zusammen nicht tiefer als anderthalb Fuß ein— dringen. Das Bunder käme bey ihm auf diese Art 120 bra⸗ Das Royolen geschieht allemal im Frühjahre. Es wäre vielleicht zum Abmildern der Erde zuträglicher, diese Arbeit vor Winters vorzunehmen; allein das Schnee⸗ und Regenwasser würde sich so in dem tief ge— rührten Grunde häufen, daß er nur gegen den Som- mer einer fernern Cultur fähig wäre... Das gegra— bene land bleibt nach Verhältniß der Umstände liegen, bis es anfängt, grün auszuschlagen; dann wird es vereggt und flach umgeackert, damit sich der Grund setze. Obgedachte Royolarbeit ist nicht allein im gan— zen Lande von Waes, sondern auch an den Ufern der Dender bey Alost üblich. Ich fand bey dieser Stadt noch eine andere Art, welche man mit Recht ein halbes Royolen nennen kann. Auf einem umgepflügten Felde ragten eine Menge Erd⸗ schollen in die Höhe, und gaben ihm das Ansehen, als wenn es mit Bruchsteinen übersäet wäre. Ich hatte keine Gelegenheit, mich nach der Verfahrungsart und nach dem Zwecke dieser Arbeit zu erkundigen; aber mei— nem Vermuthen nach mochte es mit ersterer folgende Bewandtniß gehabt haben. Man fuhr zuerst mit dem Pfluge einen starken Schnitt aus; dann vertheilten sich die Arbeiter in die Furche, und stachen aus dem Un— tergrunde derselben mit dem Spaten eine gewisse An⸗ zahl Stiche aus, und warfen sie auf den umgepflügten Erd⸗ brabant. Gulden; der berliner Morgen thäte also 19 fl. 37 Xer. Der Unterschied gegen obige Angabe ist allzu auffallend, als daß nicht auf einer oder der andern Seite ein Irrthum obwalte. hfres umn die au sen, Her h licht Ede mi Vbt i mir wah er du Buden a 8rbell suechen Du lͤslchen sholen, den ganz Mn cuch roh Brak ue itein n Alhrg, kxn, de guln, Mrabest Rerathen l deftden Alhs. O ii bhsem) ö 7. Ru Haht, gz tißhg Valaih W omtisg öh Em Du R üde un mm did der Hud lin in xy lsen x aroar l, dennmg fnn. Muaned schn, V t ngeatt u0 u rer fh Istuthn echiluh 15 den n gevist V maastge 0⁰ eso yf abe is 00 r an Erdstreifen. Ich sage, eine gewisse Anzahl Stiche: denn die Furche konnte nicht durchweg ausgegraben wor⸗ den seyn, sonst hätten die Erdtrümmer einander auf der Oberfläche des Feldes berühren müssen, welches doch nicht der Fall war. Da aber das Ausheben der Erde mit unterbrochenen tiefen Stichen eine schwerere Arbeit ist, als ein ununterbrochenes Graben, so ist mir wahrscheinlicher, daß die Arbeit nur in der zwoten oder dritten Furche ausgeführt, und dabey der ganze Boden ausgegraben wurde. Oder wäre dieses etwa das berühmte Ruschottiren gewesen, wovon wir sogleich sprechen werden? Dem sey, wie ihm wolle, so wird Niemand den köstlichen Einfluß der Luft auf solche hervorragende Erd— schollen, noch die verbessernde Wirkung derselben auf dem ganzen Acker bezweifeln. Man bedient sich in Flandern außer dem Spaten auch noch einer großen Haue, welche die Einwohner Braak nennen. Ein vortreffliches Werkzeug! Sie bil— det ein längliches Viereck, das 7 4 Zoll breit und 94 Zoll lang, und an einem langen Stiele in einem Win⸗ kel von 45 Graden befestigt ist. Leute, die keine Pfer⸗ de halten, vollführen damit einen großen Theil ihrer Ackerbestellung. Da die Braak sehr flach arbeitet, so gerathen alle Früchte, die kein tiefes Umrühren der Er— de fordern, vortrefflich nach dem Gebräuche dieses Werk— zengs. Da die Anwendung der Braak noch einigemal in diesem Werke vorkommen wird, so habe ich sie Ta⸗ fel 7. Figur 1. abgebildet. §. 10. vr— ö ö 1 x ö 1——— ISSSDISISISISISISISIS‚iIeeeeeeete..s.— 160 9. 10. Rusch d tt ir en. Ich habe nirgends das Glück gehabt, die Opera⸗ tion mit anzusehen, die der Professor Balsamo ru- chotter nennt, und die Herr Cropp in dem vierten Stücke des fünften Jahrgangs der Niedersäͤchsischen Annalen ausführlich beschrieben hat. Vielleicht, daß sie in keiner der Gegenden von Belgien gebräuchlich ist, die ich bereist habe. Wenigstens glaube ich nicht, daß sie in dem eigentlichen Brabant, noch in dem Lande von Waes üblich seyß; und wenn Herr Cropp Bra— banter sagt, so hat er darunter vermuthlich die Be— wohner Flanderns verstanden. Es ist zu bedauern, daß man in der kurzen, aber interessanten Relation die⸗ ses Schriftstellers die Benennung der Oerter vermißt, wo er seine Beobachtungen angestellt hat.— Wann wird doch das leidige Schweigen über quis, quid, ubi, quibus consiliis, eur, quomodo, quando, unter uns aufhören? Da das Ruschottiren durchaus zur Ergänzung dessen gehört, was ich über die verschiedenen Pflugar— ten der Belgen gesagt habe: so mache ich mir ein Ver— gnügen daraus, seine Beschreibung im Wesentlichen von Herrn Cropp zu entlehnen. Da mir die Vorstellung der Ackerbeete, so wie sie sich in den Annalen findet, für viele keser undeutlich zu seyn scheint, so habe ich ihr eine andere substituirt, die man auf Tafel 6. Figur 9. sehen kann. Die Bande ö K. it v sunlich a sn hi lcben, st Rit salt 1ud die Ae die Beete a ne, de A di Hästs Histe vn vo b. gege ises gegt 1.2., 4 sheine, d var. M Sow M- und Hapitgft Iaump, wanivon wechse linem Hefe Mog aim. Nusehben ö Wem g bsstr Ha — 161 A. zeigt drey und zwey halbe Beete nach ihrer Breite: j. nämlich 3. b. c. X. y... I. 2. 3. 4. sind die dazwi⸗ schen hinlaufenden Rigolen. Der deser wird die Güte +506 haben, sich die Beete länger zu denken, als der Raum uumn mir Lestattet hat, sie auf der Tafel iu zeichnen. So— idestssz vald die Aerndte vom Felde weg ist, kömmt der Pflug, dillt die Beete auseinander zu ackern, oder, wie ich es nen⸗ btucchj ne, die Beete zu wechseln. Dadurch wird erst x. und ich nihj v die Hälfte von a. gegen einander angeschossen, däun die in dmn H Hälfte von a. gegen die Hälfte von b, dann die Hölfte Croypdu von b. gegen die Hälfte von e, und so weiter. Durch ihlg dieses gegen einander anschießen fü üllen sich die Rigolen Hun 1. 2. 3. 4.; und statt ihrer kommen anders zum Vor⸗ scheine, da nämlich, wo vorher die Mitte vom Beete —. war. Man betrachte die Bande B. ai m 115 Ou uanco, un So weit gleicht noch Alles demjenigen, was beym An⸗ und Abpflügen oder dem Beete wechseln in diesem ur E Kapitel gesagt worden ist. Jetzt aber kömmt eine Ver⸗ denn Rv änderung, die zum Zwecke hat„die neuen Rigolen ein mi wenig von ihrer Stelle zu rücken, ohne dabey die Beete WVstz zu wechseln oder umzusetzen. Solches geschieht mit einem tiefen vollen Schnitte. Wir setzen nämlich den / s Pflug einen Fuß breit von der Rigole an, reiten längs udalhn derselben hin, und füllen sie mit dem Erdstreifen, der, scbsi, indem er aus dem Boden gehoben wird, an seiner an Erster Band. Stelle 162 Stelle eine andere Rigole hinterläßt. Diese kleine Ver⸗ änderung findet sich auf der Bande C. deutlich genug angegeben. Nachdem alle Beete auf gleiche Weise ab⸗ gefertigt sind, so werden diese Rigolen mit einem 6 bis 7 Zoll breiten, und 14 Zoll langen Spaten auf 15 bis 18 Zoll tief ausgegraben. Diese ausgegrabene Erde wird in pyramidenförmigen Haufen gewöhnlich in zwo Reihen auf den Beeten aufgestellt, und eine ge— raume Zeit der Einwirkung von Sonne und Luft über⸗ lassen. Endlich wird geeggt, und diese Haufen so ge— nau als möglich mit der übrigen Oberfläche verbunden. Darauf wird das Feld mit Mist oder Jauche gedüngt, und nochmals gepflügt. Wir haben gehört, daß bey dem ersten Pflügen die Beete auseinande geackert wurden; bey diesem zweyten aber werden sie wieder in dieselbe Lage zurückge— pflügt, in der sie sich Anfangs befanden, bis auf die kleine Ausnahme, daß dießmal alle Beete um einen Fuß breit von der kinken zur Rechten fortgerückt sind, wie es die Bande D. angiebt... Nun werden auch diese Rigolen auf gleiche Weise, wie bey den vorigen gesagt worden ist, mit dem Spaten ausgegraben, und der Grund, wenn Zeit und Witterung es erlauben, der Atmosphäre in pyramidenförmiger Gestalt ausgesetzt. Der Saame wird Zuletzt wird Alles vereggt und besäet. 10 vmo Zate nud n Hlah ute uuc Ein Raglen ur schabe! malge& fllt wede Eʒ f bgbibete Halen diene Wyolen e bey Nosta Impegrabe dos gescht Vam wit e Har E 10 Schnit rur gfng nd dadon duefst x duleghstr 0 sch, V 16 Ber, — —— 163 iseinz ů———⁷ dulh wird vorwärts eingeeggt, und zwar nicht der länge der h ö Mreite urdee iche Wilt Beete nach, noch in der Breite sondern schräg über 4.— das Kreuz, oder vergleichungsweise wie auf einer Land— it dhan Gtz 0— N Pun karte von Nordost nach Südwest, und von Nordwest ö ö ö ö 0 nach Südost... Herr Cropp giebt nicht an, ob die audhegah Lnh Rigolen nach der Hand noch ausgeschossen werden, was ö 24 25.*. 0 sich aber vermuthen läßt, indem sie durch das zwey⸗ Auld ale y ö—.— Aeft e IE Gr 2 malige Schiefeggen zum Theil wieder mit Grund ge— und iust ih⸗ füllt werden müssen. che Rung wut Es fragt sich jetzt, wozu das auf der Bande C. abgebildete Verlegen oder vielmehr Vorrücken der Ri— golen dienen soll. Ich habe in dem 9.§. bey dem Royolen angezeigt, daß in dem Lande von Waes und eest. bey Alost alles Land alle sechs oder acht Jahre durchaus 10 e umgegraben wird. Was nun hier auf einmal geschieht, 1 das geschieht bey dem Ruschottiren nach und nach. „ Wenn wir die Breite der Beete in der Gegend, von te in n der Herr Cropp spricht, mit ihm zu 14 Fuß oder gel s 16 Schnitten annehmen,— Balsamo giebt ihnen w nur zehn Fuß, welches auch mir glaublicher scheint,— v M und davon jedes Jahr zween Schnitte, wovon einer urub, W zuerst die Mittelfurche, der andere die eigentliche Ri— erlabah N gole geöffnet hat, mit dem Spaten ausgraben, so fin⸗ al s det sich, daß nach einem Verlaufe von acht Jahren je⸗ O Eum des Beet, folglich auch das ganze Feld, royolt oder 0 2 um⸗ —5ĩ‚.——— umgegraben ist. Das alljährige Versetzen der Rigo⸗ len dient also dazu, daß die Spaten⸗Arbeit von Jahr zu Jahr fortrücke, und nicht stets bey dersel⸗ ben Stelle stehen bleibe. Das Ruschottiren hat eine kleine Unannehmlich— keit, die nämlich, daß die zwey äußersten Beete zur rechten und linken Seite des Feldes selten ihre gehörige Breite haben, indem das eine stets ab, das andere zu⸗ nimmt. Man weicht ihr einigermaßen dadurch aus, daß man diese Seitenbeete, so lange sie so schmal sind, daß sie keine Rigole verdienen, zu dem vorletzten Beete anpflügt, wie auf der Bande D. mit y. geschehen. Die belgischen Ackerleute behaupten, nach Herrn Balsamo, daß das Ruschottiren den Ertrag ihrer Felder um ein Zehntheil vermehre, und schreiben dieses der beständigen Erneuerung des Grundes und dem tiefen Rühren des Landes zu.„Das mag zwar, fährt „Herr Balsamo fort, gewissermaßen wahr seyn; „allein ich denke, daß jene vermehrte Fruchtbarkeit mehr „dem Ablaufe des Wassers zuzuschreiben, welches durch „die Rigolen abgeführt wird.“ Wer hier am bündig⸗ sten raisonnirt, der belgische Bauer, oder der Professor von Palermo, das wollen wir dem leser überlassen. Einstweilen möchte ich wissen, wozu das Ausgraben ö der Mill üue. O fügt E chsühen. ImOsst Cropp 6 fuscht, d iethah In Oi „Oatalt Ven zum Thil aa tihtg shen M Ruhrr, du Richen le, un Dih Bete u stuthad b dö 0 R Uhst un 5 0 Rash Inamchrih ten Zury ihteghun das aw dadurh at soshmlsch otichn S schn „ uc Cuhg ihl und sints inde odh 3un, sht uisi htbuütnt wechedu 6r am H dir us sr Hhsn 5 M 1 der Mittelsurchen nach Hrn. Balsamo's Meinung diene. Denn da diese vor der Besäung wieder zuge⸗ pflügt werden, so können sie sicher kein Wasser mehr abführen. Diese Arbeit wäre dann ziemlich unnütz in dem Systeme des Herrn Professors. Mich dünkt, Herr Cropp habe der Wahrheit ein wenig tiefer nachge⸗ forscht, da er sagt:„Wie vortheilhaft das Royolen „überhaupt sey, das kann man aus der, auch einem „jeden Gärtner bekannten gleichartigen Bearbeitung des „Gartenlandes schließen.“ Wenn die Relation des Herrn Balsamo, und zum Theil selbst die des Herrn Cropp, mit demjeni⸗ gen nicht ganz übereinstimmt, was ich von dem belgi⸗ schen Pfluge an seinem Orte gesagt habe, so kömmt es daher, daß die Pflüge in Belgien nicht überall einan⸗ der gleichen. Wo der meinige einheimisch ist, weiß der Leser, und ich wünsche ihm keinen bessern. Da ich in diesem ganzen Kapitel das Pflügen in Beete zu meinem Hauptaugenmerke gemacht habe, so ist nothwendig hier zu erinnern, daß diese Ackerbestel⸗ lung das Land von Waes nicht angeht, indem allda L 3 platt platt gepflügt wird. Eigentlich aber sind alle Felder nur große Beete, die in der Mitte sehr erhaben sind, und sich von da nach allen Seiten senken, wodurch bewirkt wird, daß kein Wasser darauf stehen bleiben kann. Es muß eine unglaubliche Zeit gekostet haben, ihnen diese ausgedehnte Wölbung zu geben. Außerdem sind alle Felder oder Koppeln äusserst klein, wie wir in der fol⸗ genden Abtheilung sehen werden. Fld D in ds Aetd gestet nz und aber ulh dalander hel⸗, V was man Vuthsch kusuchung suen die⸗ nd bey i shtih gat kälng, aug h alehyn ben smy uh Hurh hnih bn inn, u/ iym j erdem sid l wir indus ———900000000000000000003027— Dritte Abtheilung. Feldwirthschaft der Belgen. Da in der vorigen Abtheilung von der Zubereitung des Ackers gehandelt, und derselbe als zur Saat fertig dargestellt worden ist: so hätten wir nun seine Bestel— lung und fernere Wartung vorzunehmen. Ich finde aber nöͤthig, vorher etwas über das Feldsystem der Nie⸗ derländer zu sagen, und zu untersuchen, ob sie Kop⸗ pel⸗, Wechsel- oder Dreyfelder⸗ Wirthe sind, und was man unter Koppel⸗, Dreyfelder⸗ und Wechsel⸗ Wirthschaft zu verstehen habe. Diese vorläufige Un⸗ tersuchung scheint mir um so nöthiger, da mehrere Per⸗ sonen diese Gegenstände öfters unter einander mengen, und bey ihren Ausfällen auf eine oder die andere Wirth— schaft ihr Dinge zur Last legen, die mit ihr entweder gar keinen, oder doch keinen nothwendigen Zusammen⸗ hang haben. L24 Erster Erster Abschnitt. Offene, geschlossene, umpflanzte Koppeln. Man stellt sich gewöhnlich unter den Miederlanden ein dermaßen eingekoppeltes Land vor, als wenn jedes Feld von einem Graben eingeschlossen, durch eine Hecke ge— schützt und mit einem Gatterthor versehen wäre; man denkt sich also jedes Feldstück als einen Garten... Ich weiß nicht, ob ich in Brabant und Flandern, und selbst im Lande von Waes, wo es an Koppeln im Allgemei⸗ nen zwar nicht fehlt, auch nur eine einzige Koppel jener Art gesehen habe. Je nachdem man es nimmt, kann man sagen, daß in den Niederlanden nichts, oder nur mänches, oder alles eingekoppelt seyn. Irrthum und Wortspiele zu vermeiden, müssen wir über einige Defi⸗ nitionen übereinkommen. Unter dem Worte Koppel im weitern Sinne verstehe ich mit Hn. Thaer ein Hegeland, das heißt: ein Feld, auf dem mir erlaubt ist, zu schalten und zu walten, wie ich es für gut finde, ohne durch das Feld⸗ system meiner Nachbarn, oder durch ihr Vieh daran gehindert zu werden, es sey nun, daß mir diese Cultur⸗ Freyheit durch einen Graben, einen bepflanzten Rain, eine Mauer, eine Hecke, oder durch Gesetze und kandes— silte gesichert sey. Hieraus folgt, daß man ein Feld, um welches zwar nicht die geringste Befriedigung zu se— hen, dessen Freyheit aber durch die Landessitte oder die Gesetze mit hinreichendem Nachdrucke geschützt ist, ohne Be⸗ Zetlen 00 o sindsch! Ehe Hale, hen eige schlosse Eil men, ode der mi bbechaust pel häße weges geg denn, daß segraben alliunten Ent lage gos hutund Rein ang ih niht ⸗ Rer abgg Uute dint se Hecen. ö der Kon Moh! Ahsigen, 0 z—————————— *— 169 Bedenken eine Koppel nennen kann; und ein solches Kopy Feld wollen wir, um in der Folge kurz und doch ver— ů ständlich zu seyn, eine offene Koppel nennen. — Einem Felde, das mit einer in einander laufenden icberhuthen ⸗ Hecke, einer Mauer, oder einem großen Wassergra⸗ oenn sae hh ben eingefaßt ist, geben wir den Namen einer ge— eine hih;); schlossenen Koppel. w nn Ein Land, das ringsum entweder mit hohen Bäu⸗ Atn. I men, oder mit Strunken, d. h. köpfbaren Bäumen, ln, Mfff oder mit Strauch⸗ und Buschholz, kurz mit Gehölz im Manz überhaupt, umgeben ist, soll eine umpflanzte Kop— Kuuln pel heißen. Eine Koppel dieser letzten Art ist keines⸗ nimnt, n weges gegen den Anlauf des Viehes befriediget, es sey hts/ dunu denn, daß sie zugleich mit einem breiten und tiefen Was⸗ uthum u sergraben umgeben wäre, was man aber in einer gut er eini Df cultivirten Gegend nicht leicht finden wird. 150 Ein offenes Feld ist da, wo ich wegen meiner eitem Ein lage zwischen meinen Nachbarn, oder wegen gemeinen d/ dw sit Hut- und Triftrechts gehalten bin, die daselbst allge⸗ halten u mein angenommene Fruchtfolge mitzuhalten, wofern urch dütd⸗ ich nicht gewärtig seyn will, daß mir Alles überfahren Vieh rah oder abgeweidet wird. 1. Unter dem freyen Felde verstehen wir unbe— i dingt jede ansehnliche Flur, die nicht durch Gebüsche, Wuers Hecken u. s. w., versteckt liegt, sie mag nun offenes 0 00 oder Koppelfeld seyn. n Nach diesen vorläufigen Bestimmungen können wir I nun sagen, daß es in Belgien kein offenes Feld giebt, 8.— son⸗ ö* sondern alles Land eingekoppelt ist. Davon liegt ein kleiner Theil in umpflanzten, das meiste aber in ofsenen Koppeln, nichts hingegen oder doch nur sehr wenig, wenn wir die Gärten oder ein kleines an die Wohnung selbst anstoßendes Feldchen ausnehmen, in geschlossenen Koppeln. Wir werden uns also auch bey diesen letzten hier nicht aufhalten.. Daß von der Provinz Lm⸗ burg, wo Weide⸗und totale Molkenwirthschaft herrscht, nicht die Rede ist, versteht sich: denn daselbst liegt wirklich alles Feld in umzäumten geschlossenen Koppeln, welche diesem Lande ein seltsames Ansehen geben. Offene Koppeln. Die beste Befriedigung eines freyen Feldes ist eine allgemeine Stallfütterung. Da diese nun in den Nie— derlanden(ich wiederhole die Bitte, daß der Leser im— mer nur an den Theil der Niederlande denke, den ich bereist habe) größtentheils eingeführt ist, so ist dort das freye Feld beynahe eben so gut, als eine geschlossene Koppel. Zwar können hin und wieder einzelne kleine Stücke Landes so gelegen seyn, daß sie wegen Entfer— nung vom Wege sich nach dem Systeme ihrer Nach—⸗ barn richten müssen; da aber dieses System nirgendwo schlecht ist, so hat das Uebel nicht viel zu bedeuten. Es ist ein Irrthum, wenn man glaubt, daß jeder belgische Pächter seine Ländereyen in einer oder einigen Abtheilungen beysammen liegen habe. Dieses ist bis⸗ weilen der Fall bey Pachthöͤfen, die etwas mehr von den Dörfern entfernt liegen, oder bey solchen, die zu dem In M. ken, dil cbelk itt e dst inmer lahe l ie M tei nithin Stloh, damit z achtet e atheitet! hendet sine H dasehst! scch en chin lös I. Rend vol um Con miistn di 10 x Ronde. kender Rihe 6 Blsche Huueg, won sg aberighn sch vaz de Mhmn n Rehshg üo en Pramn shifthn dosthreig euen Kuch geh, h. Fedeei ie minhe öHh e dale/ N ist, Pishr ine esheste einghe slle wegah Eseh e ihnr hh em nhnnduo bchaul h„ Wl oder Diste f 96 Het M shey, R V 171 dem Wohnsitze eines vermögenden Eigenthümers gehö⸗ ren, der sich allmählig arrondirt hat; bey den Dörfern aber ist vieles zerstückelt, was ich dem höheren Preise der dasigen Ländereyen zuschreibe. Ein Häusler kann immer einen schwereren Pacht von einem kleinen ihm nahe gelegenen Stück Landes bezahlen, als ein Pach⸗ ter; und könnte er's auch nicht, so muß er's oft. Er hat eine Kuh nöthig, um Frau und Kinder zu nähren, mithin auch Futter, um die Kuh zu erhalten, und Stroh, um es derselben einzustreuen und sein Dach damit zu decken. Seine eigene Arbeit auf dem Felde achtet er wenig: denn da er sür sich selbst arbeitet, so arbeitet er doppelt, giebt dafür kein Geld aus, und ver⸗ wendet oft seine Nebenstunden darauf. Kaum sind seine Kinder aus der Schale gekrochen, so finden sie daselbst ihre Beschäftigung, und gewöhnen sich schon früh an Fleiß und Ordnung, die Quellen eines glückli— chen Lebens. An der Dender, in der Campine, und in der Ge⸗ gend von Tirlemont, Lowen und Brüssel liegt Alles, um Contigh aber das meiste in offenen Koppeln. Die meisten Umpflanzten Koppeln, die ich sah, waren in dem Lande von Waes und Ter⸗ monde. In diesem letztern ist es ein kleiner unbedeu— tender Wassergraben, auf dessen innern Kante eine Reihe Erlenbüsche gepflanzt ist, der sie bildet. Diese Büsche werden alle 5 bis 6 Jahre an der Erde abge— hauen. In einiger Entfernung von der Schelde, gegen Nor⸗ — Norden hin, machen Bäume, als Eichen, Buchen, Weiden, weiße und virginische Pappeln, die Einfassung der Koppeln aus. Das ganze Land gleicht einem Wal⸗ de. Man sieht, daß man schon im Waeslande ist, oder sich ihm doch nähert. In dem Waeslande selbst verschwinden alle offenen Koppeln, und die umpflanzten werden so klein, daß ich wohl kaum eine einzige von 6 berliner Morgen, desto mehrere aber von 2 bis 3 Morgen gesehen habe... Der Boden dieser Koppeln ist regelmäßig gewölbt, so daß das Wasser nach allen Seiten abfließen kann, da— her auch das Pflügen in Beete auf solchen Feldern we— der gebräuchlich noch nöthig ist. Rund um läuft ein Graben, der aber selten die Breite hat, um das Land gegen das Vieh zu schützen, dessen Anfälle es auch(die der Schafe allenfalls ausgenommen) wegen der Stall⸗ fütterung nicht zu fürchten hat. In den meisten dieser Gräben steht etwas Wasser... Da die von Hrn. de Beunier in den Annalen des Ackerbaues von A. Young angegebene Zeichnung einer solchen Koppel feh⸗ lerhaft ist, so habe ich auf Tafel 7. Figur 2. eine an⸗ dere mitgetheilt. a. zeigt die Wölbung der Koppel; bb. die Wasser⸗ gräben, welche ziemlich senkrecht abgestochen sind; ee. die grüne Terrasse, auf welcher die Bäume und das Buschholz stehen. Dieses letztere ist auf die scharfe Kante des Grabens, manchmal auch an den Hang oder die Seitenwand desselben gepflanzt. Das zwi⸗ schen diesen Sträuchern aufkommende Kraut und Gras wird Ic sth Gese a Hnterd Bume/ 0 l R Das 5 hab ode ddutch Socten laßt dur das dn Di sü gri Buchen, Pppe Hiiche Die Be auch die fllen m saueg, elauft, Halz ven Räben a Sclamn thime, dah sio Demnoh diht lic he 0 173 hen, ö Lün wird sehr sorgfältig abgeschnitten, oder mit einer alten n Sense ausgemäht, und unter das Vieh verfuttert. btnm Hinter dem Gesträuche, nach dem Felde zu, stehen die Bäume, zwischen welchen und dem Felde selbst noch so viel Raum bleibt, daß man rings herumgehen kann. Waedarz 6‚ n dlkigen Das Feld selbst erhebt sich mit seinem Rande andert⸗ liin, t halb oder zwey Fuß höher 555 die Terrasse, und bildet Norgn, uj dadurch eine zweyte, deren Kanten dd. allemal mit dem schn geh, Spaten umgegraben und angedämmt werden. Man h laßt darauf weder Gras noch Unkraut aufkommen, um zen fun, v das Land nicht zu verunreinigen. n Fedem ö 446• Die Gesträuche, die um eine solche Koppel stehen, Imüetd sind größtentheils Erlenholz, die Bäume aber Eichen, eahs Buchen, Weiden, Platanen„weiße und schwarze ulrle Pappeln„welchen letztern man seit einiger Zeit die vir⸗ H ginischen Pappeln in unglaublicher Menge substituirt. * Die Benutzung des Erdholzes gehört dem Pachter, der 31.—5 auch die vorfallenden lücken mit neuen Stämmen aus-— 360 6 füllen muß. Das Erdholz wird alle fünf Jahre ge— Kash hauen. Von den Erlen wird die Rinde an die Färber ir dued verkauft, und das Holz zu Stangen, Reisig und Brenn⸗ holz verwendet. Zu gleicher Zeit werden die Wasser— . N M gräben ausgeräumt, die alsdann eine gute Quantität chen sa Schlamm geben... Die Bäume gehören dem Eigen⸗ umme uo thümer, der zum Verdrusse des Pächters dafür sorgt, uf d daß sie nicht fehlen. Alle 15 bis 16 Fuß steht einer. In DM l Dennoch läßt man sie nicht allzuhoch aufschießen, und D 10 nicht leicht über 25 Jahre alt werden, pflanzt dann AutIl aber sogleich neue an die Stelle der alten.. Die ge⸗ 110 fäll⸗ 174 fällten Stämme der Pappeln und Weiden werden ge⸗ wöhnlich zu Holzschuhen verarbeitet, und diese nach Hol— land und andern belgischen Provinzen ausgeführt. Alle diese Bäume und Gesträuche geben dem Waes— lande durchaus das Ansehen eines Waldes: denn außer den Einfassungen der Koppeln sind noch alle Straßen und Wege mit Bäumen besetzt, so daß man von allen Seiten nichts als doppelte Reihen sieht. Man kann auf die ungeheure Quantität des Holzes schließen, das diese Einhegungen abwerfen, wenn man bedenkt, daß dieses so stark bevölkerte Land, welches außer einigen Büschen keinen Wald, und kein anderes Feuermaterial hat, als was jene Umpflanzungen abwerfen, dennoch jährlich noch Holz an seine Nachbarn zu verkaufen hat. Zwischen Antwerpen und Mecheln findet man auch mehrere umpflanzte Koppeln, besonders in den Tiefen. Sie haben aber bey weitem das schöne Ansehen nicht, wie die im Lande von Waes. Sie sind ohne Terras— sen, und oft von keinem Graben umgeben. Im Waeslande ist jede Koppel ein Garten; hier ist sie nur ein Feld. Dort macht die ganze Koppel nur ein Beet, das sich durch seine sanfte, regelmäßige Wölbung trok— ken erhält: hier wird die Koppel in schmale Beete ge— pflügt, um das Wasser davon abzubringen. Dagegen sind die Koppeln hier auch größer. Ihre Umfassung besteht in einem unbedeutenden Graben, und die Um⸗ pflanzung in Erdholz, Strunken, auch zuweilen in aufgeschossenen Bäumen. Das Erdholz besteht aus Eichen, Erlen, Fettweiden, je nachdem der Boden ö mehr ht fth Hche dl sud tt geworfeh Die une delstehn me und fuche Eddhoh; der gepf dem Be undelz, untr den Iwöhn e Mih shhitea line Bla II Einfasan gem gevl feh, bes mehvereh mit Eice ten Van m. Di degehen, W Hauf den uun diee luhhh usgeflt bendendt es: dehus all Cehn man vu Mu schier, v bent, außtr ig Feuamnnt erfen, dnh verkagtußt. indetumah in du dt Anschn tz 1 naebe, I hier it seut nhr eh Ser Wilhnat male Bet hen. Dut hre Usfe und xl h Maln bt u 1 e Mel ase ——— 175 mehr feucht oder trocken ist; doch fand ich auch Erlen— büsche auf sandigen trockenen Rainen. Die Strunken sind stets Eichen, denen alle sechs Jahre die Krone ab— geworfen wird. Die Holzeinfassung ist äußerst verschieden: bald ist es eine einfache, bald eine doppelte Reihe nebeneinan— der stehender Strunken; bald stehen abwechselnd Bäu⸗ me und Strunken untereinander; bald ist es eine ein— fache, bald eine doppelte, bald eine dreyfache Reihe Erdholz; bald sind Strunken und Erdholz untereinan⸗ der gepflanzt. Sind Bäume da, so stehen sie nach dem Wege zu, und das Erdholz befindet sich nach der Landseite, wodurch der Platz benutzt wird, weil so dicht unter den Bäumen doch nichts wachsen würde. Die allgewöhnlichste Einfassung besteht jedoch in einer einzel⸗ nen Reihe Eichenstrunken.. Man kann im Durch⸗ schnitte annehmen, daß die Einfassungen dem Pfluge eine Breite von zwey motres wegnehmen. In der Campine sind die Koppeln noch größer, die Einfassungen also seltener. Die Gegend sieht hier ei— nem gewöhnlichen Felde gleich. Mahe bey den Dör— fern, besonders nach den Hauptstraßen, findet man mehrere bepflanzte Raine. Sie bestehen aus einem mit Eichen, Birken, Fettweiden und Erlen bepflanz⸗ ten Warfe, aber ohne Strunken und aufsteigende Bäu⸗ me. Die Stocke des Erdholzes werden, wenn sie ausgehen, nicht durch neue ersetzt, sondern die Zweige der Nachbarn eingelegt, von welchem Einlegen oder Absenken wir an einem andern Orte reden werden. Bey Neu⸗ IXV. e r.— Neuaufbrüchen der Haide, wo stets für eine breite Ein⸗ fassung gesorgt wird, besteht sie aus einer Tannensaat, manchmal auch aus einer Anpflanzung von Tannen mit untergemischten Eichen. Jene läßt man dann nicht zu ihrer natürlichen Höhe kommen, sondern kappt sie weg, sobald die Eichen sich gehörig bestaudet und um sich gegriffen haben. Die Wiesen sind allemal mit Eichen, Erlen, Fett— und Mandel⸗Weiden dicht genug verzäunt, und mit einem Graben versehen, damit die Kühe, die in dieser Gegend auf den Nachwuchs des Grases gelassen wer— den, nicht ausbrechen können. Man hat versucht, weiße Pappeln, deren diese Gegend zu Holzschuhen be— darf, in diesen Wiesenrainen zu ziehen; aber ihre Zucht ist nicht geglückt. Ihr Wuchs geht im Anfange, der Feuchtigkeit des Grabens wegen/ schnell von stat— ten; da aber ihre Wurzeln in einem so leichten, schlech⸗ ten Boden nur sehr oberflächlich greifen, so wirft sie ein starker Windstoß über den Haufen, sobald sie erwachsen sind. Um von dem Boden der bepflanzten Raine den möglichsten Vortheil zu ziehen, wird derselbe von Zeit zu Zeit abgeplaggt, und der Rasen zu Mist benutzt. Andere bedienen sich der Raine zu Graswuchs, und bestreuen sie zu dem Ende mit Kleesamen. Diese Raine liefern im Frühjahre das erste Grün, welches abge— schnitten und dem Viehe in der Siede gegeben wird... In den Sandländern werfen Einige auch Spörgelsa— men auf den abgeplaggten Boden... Längs dem Ge— höl⸗ he/ H Rutheich shtmn 6 ut 6 i de 1 list am Ge M den Unn Stamm ite zul ner V an G Mͤgen Etamm nahe gil luf de! obern od hnfiht, Tutein n Oheffl. sinen G M. tinen ih lunt m Hitkag um Thi Iln Vin Estr 177 nhügh hölze, welches dem Felde gegen Mittag liegt, wo es ler Aumns natürlich dem Getraide den meisten Schaden vei ursacht, bon dimnnn läßt man oft ein Beet, und bestellt es mit Raps, statt an um it es mit Getraide zu besäen. Bekanntlich tritt der Raps ademfue.in die Blüthe, ehe sich noch das Gesträuche belaubt, nide uy n und reift früher, daher der Schatten ihm weniger als dem Getraide schadet. , Ein Widersinnig schien mir der Gebrauch, den ich bey H II Hrunt⸗ ů0 an iht ant, un..den Umpflanzungen mit Eichenstrunken fand, an ihrem Stamme von oben bis zur Erde herab dar 53 leine Ge⸗ äste zu lassen. Außerdem, daß d dieses Reisig von ge⸗ ringer Bedeutung ist, und sich nur auf Kosten des bes⸗ he, Rhh Rlase y het msch Hohsth sern Gehölzes der Krone nährt, so hindert es auch beym l*—— ö‚ hen; ahn Pflügen die Pferde, um so viel näher gegen den Stamm anzudringen, erstickt einen Theil der ihm zu ultst nahe gelegenen Früchte, und hemmt den freyen Kreis— n lauf der Luft; und da der Aerndtewagen stets auf dem lägen obern oder untern Zwergbeete langs dieser Strunken Achtt hinfährt, so greifen die Zweige in die Garben ein, und ufen/ sehs rütteln nothwendig einen Theil der Körner aus. Ohne Zweifel hat alles dieses Herrn Dierexsens bewogen, chtin h hen ev seinen Strunken nichts als die Krone zu gönnen. ain et uMhu In der Gegend, die ich bisher bewohnte, und die einen lehmigen, mehr schweren als leichten Boden hat, kennt man durchaus keine Einhegungen, als die der—4 Gärten und Viehweiden. Die weite Flur liegt ofsen, zum Theil unabsehbar, von keinem Gebirge geschützt, uh E 0 allen Winden von allen Enden der Welt her ausgeseßt. Erster Band. M Hier raduuch M n. Difeui wilc A Regbe o ——— *** ——— Hier hörte ich nun im März und April oft die Klage, daß die trockenen Ost⸗und die verderbenden Nordost- winde die Herbsteinsaat auf dem Felde wegzehrten; und wirklich folgte nach einem so scharfen Frühjahr auf den meisten Aeckern nur eine sehr mittelmäßige Aerndte, weil das Getraide zu dünne stand, und wenig Stroh, also auch wenig Aehren hatte. Wären solche Umstän⸗ de vorherzusehen, so könnte durch eine stärkere Aussaat dem Uebel vorgebeugt werden; da aber Menschenaugen nicht in die Zukunft dringen, so trägt man mit Recht Bedenken, allzu dick zu säen, weil daraus nach mildem Frühlingswetter leicht Lager entsteht. Warum aber legt ihr euer Land nicht in Koppeln? Warum verwahrt ihr es nicht durch Umzäunungen? Warum schüßt ihr es nicht durch großes und kleines Gehölz gegen einen Feind, der ihm so großen Schaden zufügen kann? So natürlich dieser Rath, und so sicher eine gute Wirkung bey seiner Anwendung zu seyn scheint, so wird er doch durchaus nicht befolgt, selbst von Denjenigen nicht, deren Felder dazu die gehörige Größe und Arrondirung haben. Ich sehe vielmehr von Jahr zu Jahr die wenigen noch übrigen Bäume, Strun⸗ ken und Hecken auf dem Rande der Felder ausroden. Das freye Feld behält in Aller Augen den Vorzug; ob mit Recht oder mit Unrecht, das dachte ich bey den Belgen zu untersuchen. Denn mir war an der Aufld⸗ sung der Frage: Sind die Umpflanzungen der Koppeln nützich, und wozu? aus Privatgründen etwas gele— gen. Ich unterließ daher nicht, diesem Gegenstande überall genau nachzuforschen. In N shind ih kin enz und de dem dal Renden Cultur Salten dehs ul Die llf Tumon wnnig b sibst v fihett, 0 wl gebeh, elsfad V bo ich s v0 mein sclea.,, den Hun hen, dl den Hod Vudeg nihtz al Vegen den uo she ot N R denden Mpw begjehten m rühhruß näsiy dz d wesgeßt solchenh stäkar Wuit Meshun man nitt uus nah nan t in Hunth aaen ö Rath, 0 wenduhh l t befogt, 3zu N Rhih ehe vil i6 U aum 0 0 delder u W den 6. hte it h an en d K den bde 6 m Haste In der Gegend von Tirlemont, löͤwen und Brüs⸗ sel, in der Campine und an den Ufern der Dender fand ich keine oder doch nur äußerst wenige umpflänzte Kop⸗ peln; etwas mehrere zwischen Antwerpen und Mecheln, und die meisten in der Burgvogtey von Termonde und dem Lande von Waes. Es ist unter allen dies⸗ sen Ge⸗ genden keine einzige, welcher man eine ver nachlassgte Cultur zur Last legen könnte. Ueberall schienen mir die Saaten im Frühjahre 1805. nach Verhöltniß des Bo⸗ dens und des darauf verwendeten Fleißes vortrefflich. Die Ulfer der Dender um Alost gaben dem lande von Termonde nichts nach; und auch die von der Natur so wenig begünstigte Campine ließ sich noch wohl sehen, selbst wenn man sich aus dem reichen Waeslande ihr näherte. Die Umpflanzungen der Koppeln könnten also wohl an und für sich der Cultur keinen Aus schlag geben. Wir wollen uns die 1 Untersuchung dieses Ge⸗ genständes noch auf einige Augenblicke vorbehalten. Ich fand die umpflanzten Koppeln gewöhnlich da/ wo ich sie nicht gesucht hatte, und oft da freyes Feld, wo meiner Meinung nach alles in Koppeln hätte liegen sollen... Welcher Widerspruch, dachte ich oft, in den Handlungen der Menschen! Auf dem leichten, ho— hen, dürren Sandsel de der Campine, wo die Sonne den Boden in ein Staubmeer verwandelt, und die Winde aus allen Gegenden der Erde toben, findet man nichts als freye Fluren, oder Koppeln, die ihrer Größe wegen denselben Namen verdienen; in tiefen, feuchten und schweren Gründen hingegen, wie zum Theil in der M 2 Ge⸗ E..— .— ———— 180 Gegend von Contigh, hat man fast lauter umpflanzte Koppeln; und stoßt in eben der Gegend ein erhabenes sandiges Feld an jene feuchten Gründe an, so verschwin⸗ den sogleich wieder die Umpflanzungen. Ist irgendwo ununterbrochener Sonnenschein, freyer Umlauf der Luft und durchstreichender trockener Wind nöthig, um der Erde ihre gehörige Trockenheit gegen Fäule und Schneckenfraß, dem Strohe die Festig⸗ keit zur Aufrechthaltung der Aehren, der Aerndte selbst das schnellere Nachreifen nach dem Schnitte zu geben, so ist es in solchen tiefen Gründen; und gerade da scheint man die Umpflanzung ausgesonnen zu haben, um alle diese Zwecke zu verfehlen. Auf den sandigen Höhen hingegen, wo man glauben sollte, daß die Hem⸗ mung auszehrender Nord- und Nordost— Winde, und die Einkerkerung der Ausdünstungen der Erde oder der Feuchtigkeit der Athmosphäre von einigem Nutzen senn könnte, da reißt man alle Schutzwände ein, gerade als wenn es den Einwohnern an freyer Luft gebräche. Wenn ich in der Campine fragte, warum man nicht mehrere und kleinere Koppeln anlege, so hieß es: Das freye Feld ist besser.„Nun, dachte ich, Ge⸗ „wohnheit macht den Fehler schon! Im Waeslande „werden sie dir wohl gerade das Gegentheil antworten, „weil das Gegentheil bey ihnen eingeführt ist.“ Aber zu meiner Verwunderung war auch hier nur Eine Stimme gegen die Umpflanzung der Koppeln und für das freye Feld. Namentlich verwünschten die Pachter die hohen Bäume, die nach ihrem Ausdrucke die H . 2 chne N shlc stärde De hungen bonnen, suß de wefehn duvon i se der! se sice ich si dien ar hen N die mat dalhiing V die Her iber di vhlnden „Boden vit ‚ N sild al umil X + ler nnt die Früchte von oben ersticken und von unten erdrük— eh ahchcz ken. Das Erdholz ist ihnen sedoch willkommen; und „ oesth ohne Zweifel würden ihnen die Bäume auch weniger schädlich scheinen, wenn die Benutzung derselben ihnen Somniin zustande. sender wn Das allgemeine Resultat, das ich aus den Mei— ige Tuhhh nungen der Belgen über die Umpflanzungen habe ziehen trohꝛdegz können, ist: daß sie eben so wenig den widrigen Ein⸗ Tun fluß derselben auf die Korn⸗ und übrigen Aerndten be— zweifeln, als meine Nachbarn. Ein großer Beweis hnitte gth und gid davon ist, daß sie solche auch da nicht haben wollen, wo anen hn sie der Theorie nach doch nöthig zu seyn scheinen. Da sie solche nun aber da dulden, wo sie doch wirklich schäd⸗ lich sind, so folgt daraus, daß diese Einzäunungen einen andern wesentlichen Nutzen haben müssen, der uf der sugh „ daßhn k/ Mi W. In jenen Nachtheil aufwiegt, oder daß sie die Opfer sind, M inn die man einem andern noch dringendern Bedürfnisse em Mhche ö 1515— darbringt. nde ei, R ů ö—— Hstgitl Ich weiß, daß Obiges der Antwort zuwiderläuft, die Herr von Ponderle dem Board of Agriculture . 0 über diesen Gegenstand gegeben hat.„In einigen Ge⸗ 5 seßi„genden von Brabant und Flandern, sagt er, wo der dachte i, x„Boden leicht und sandig, das Eigenthum sehr vertheilt In We„ist, die Höfe klein, die Ackerbeete schmal sind, da el wl„sind auch die Felder klein und mit lebendigen Hecken) hetis V„umzäunt. Dagegen sind dergleichen Umzäunungen hir un 0„an solchen Orten nicht üblich, wo der Boden von einer 616 kal⸗ r Hrnih M 3„Ed aulihn ö ö ö n D 4*) Soll heißen: mit Holzpflanzungen, oder breiten, be⸗ W. pflanzten Rainen. „kalten, feuchten und festen Beschaffenheit ist, und „folglich eine freye Circulation der Luft fordert.. Es ist mir leid, daß ich einem Manne widersprechen muß, der von seinem eigenen Vaterlande redet; allein ich kann nichts anderes bezeugen, als was ich mit eige⸗ nen Augen gesehen, und muß denken, daß Herr von Ponderle diejenigen Districte Brabants nicht vor Augen gehabt habe, von welchen in diesem Buche die Rede ist. Doch wie soll man das Räthsel lösfen, daß in ge⸗ dachten Distrieten eine so verkehrte Anlegung der Kop⸗ peln Statt findet, daß nämlich der trockene Boden of⸗ fen gelassen, und der feuchte eingeschlossen wird?... Ich denke mir hiervon zwey Ursachen. Die erste finde ich in der Nothwendigkeit, worein man in den Grün— den versetzt ist, dem Boden das eigene Gewässer abzu⸗ zapfen, und das fremde davon abzuleiten, welches nicht ohne eine Menge Gräben geschehen kann. Die Kanten dieser Gräben zu benutzen, fing man an, sie mit Holz zu bepflanzen; und da dieses in solchen Nie—⸗ derungen vorzüglich gedeihet, so fand Jeder seine Rech⸗ nung dabey, und der Gebräuch dehnte sich weiter aus. — Die zweyte Ursache finde ich in dem ehemaligen Zustande dieser Niederungen: denn sicher waren sie vor Zeiten lauter Wiesen und Wälder. Die Gewohnheit, Holz darauf wachsen zu sehen, und zumal üppigeres Holz, als auf den Geest-oder Hochlanden, kann die Einwohner bewogen haben, dem Holze, dessen Bedarf ohnehin in dieser Gegend so groß ist, noch einige Rechte dar⸗ hunuft I de D tow sachug Vett, Seite die we tet, s sch! E dem me .h t mihte daher g Zuken sin, de 6 sch auch ke 183 Heit i 0 darauf zu gönnen, nachdem der Pflug den größten 1 Theil derselben umgewühlt hatte. . ss det; al h ich hicz Der Gegenstand der Umpflanzungen der Koppeln Btae ist so wichtig, daß ich mir darüber eine weitere Unter⸗ ruhnt suchung erlaube... Es giebt wenig Dinge auf der disend Welt, die neben der schwarzen nicht auch ihre weiße Seite haben. Wenn nun der Zufall will, daß sich die weiße Seite des Würfels zuerst dem Auge darbie⸗ u„ Mf ny tet, so heißt es: Schön!— Die schwarze: Häß⸗ gung lich! Gerade als wenn der Würfel ein Brillant wäre, ne Bon dem man ungeachtet seiner siebenzig Facetten ins klare sen u7, Herz sehen kann! Der Schleyer, den Mutter Natur Die gseffhe um ihre Werke windet, ist aber so durchsichtig nicht: in dn daher geht's unter uns Menschen auf's Streiten und Zanken los, je nachdem einer und der andere darüber hin, darauf, darunter, oder daneben weg sieht. Und so geschieht es nicht selten, daß alle Recht haben, und auch keiner. 6ewäse ho Riten, wit fom. V man ah s sochnw er sgh ch welk al, maend waren se „Geböh na inh , Eim + 6 desse Baal %MAl ahHeA I M„ Zwey⸗ ö 184—— Zweyter Abschnitt. Werth und Unwerth umpflänzter Koppeln. Ich sagte im vorheraehenden Abschnitte, daß die allge⸗ mieine Meinung gegen die Mutzbarkeit der Umpflanzun⸗ gen in Rücksicht der Fruchtbärkeit streite. Hier die Auseinandersetzung ihrer Gründe: Erstens. Die Früchte werden in um— pflanzten Koppeln leichter Lager, als auf freyem Felde: a) weil der in dem Bezirke kreisende Wind die Halme verdreht und nach allen Seiten hin— schlagt; b) weil die Halme aus Mangel streifender zuft weichlich bleiben, und nicht steif genug werden; c) weil die zwischen dem Geholze eingeschlossene Feuch— tigkeit dem Getraide häufiger und länger anklebt, und die Bäume selbst das Wasser in dicken Tropfen darauf herabschütten, daher auch— was in freyem Felde nie der Fall ist— das Getraide sich rings umher zuerst lagert. Zweytens. Umpflanzte Koppeln geben einen geringern Körnerertrag, als das freye Feld, nach dem einstimmigen Zeugnisse aller Praktiker, die ich darüber abhörte. Je steifer das Stroh, desto voller gewöhnlich die Aehren. Davon hat man auf freyem Felde ein auffallendes Beyspiel: denn daselbst geben die Kanten das beste Stroh und zugleich das schwerste Korn, und stehen oft noch, wann ö das gl bet aul datbar eI Koh alih a iseh D selbs an. ist iht kein Koppel D Naum N Mi scht e ab. J nißmaß die Koy den 30. ah dem semnt! dise iů tel dber heln un fölgende Hem all siße sih liht zu Eide 185 das ganze übrige Feld schon Lager ist. Hiervon ist mir aber außer der Circulation der freyen Luft keine Ursache denkbar. Da nun eine solche Circulation in umpflänz⸗ ten Koppeln durchaus fehlt, so muß der Körnerertrag darin auch nothwendig gegen den auf freyem Felde zus doß dch rückstehen. Unning üö Drittens. Die Sperlinge richten da— ite. Heh selbst unter dem Getraide mehr Schaden an. Dieser Punkt bedarf wohl keines Beweises, und ist nicht ohne Erheblichkeit. In meiner Gegend wagt es kein Bauer, Hanf, Waizen oder Gerste in solchen 40 Koppeln zu säen. kh Viertens. Man verliert dabey an den in er, asz u uC Raum, folglich an Stroh und Getraide. 3 fisth An Räum: nicht allein denjenigen, den das Gehölze eng a, selbst einnimmt, sondern auch einige Schritte davon losgegu ab. Je kleiner also die Koppeln, desto größer verhält⸗ anlahh, nißmäßig der Verlust.— Aber, wenn man nun Topfer w die Koppeln recht groß machte?— Dann würden sie ehem d den Zweck des Schutzes nur an den Kanten, und nicht unha an dem ganzen Felde erfüllen.— Oder wenn man sie mit hohen Bäumen umfaßte?— Dann dehnten Pelnthn diese ihren Schatten und ihre Wurzeln um so viel wei⸗ ai ter über das Feld aus... Ich selbst habe Silberpap— n peln umhauen lassen, deren Wurzeln in dem darauf sest folgenden Sommer 30 bis 40 Schritte davon in ei— 90 nem alle Jahre gepflügten Lande hervortrieben. Wie Zuseh ließe sich denken, daß solche weit auslaufende Wurzeln in nicht zum Nachtheil des Getraides Nahrungsstoff aus e Clhh m u v der Erde ziehen sollten? ch M 5 Fünf⸗ *EE 2——————....... 4.— 299.9...HK‚iieee————*. DISIDII.DDeeieie— ————————————————...— —.—.————.———.——..——.—— I ö ö MüN WWN V. * A I V N WW +I + RI * M N WN N ö I 1 1 W 0 Fünftens. Die umpflanzten Koppeln sind ungemächlich zu bearbeiten. Diese Un⸗ gemächlichkeit, die durch das Umwenden der Pferde an dem obern und untern Theile der Koppel entsteht, und daselbst ein Zwergbeet erheischt, ist stets mit einigem Zeitverlust verbunden. Dazu kömmt noch: a) daß in den vier Winkeln des Feldes nothwendig ein kleiner Platz ungeackert liegen bleibt, der nicht anders als mit der Haue oder dem Spaten bearbeitet werden kann; b) daß von der Einsaat alle diejenigen Körner verloren sind, die nahe an den Rand des Gehölzes hinfallen; e) der Ruin der Ackerwerkzeuge, besonders wenn Bäu⸗ me um die Koppel stehen. Sechstens. Die Umpflanzungen ver⸗ ursachen eine größere Unreinigkeit auf dem Felde: a) indem sie bey der Arbeit der Feldreini— ung, die mit den Pferden geschieht, ein Hinderniß verursachen; b) das aufgerüttelte Unkraut wegen der Ueberschattung nicht leicht abstirbt; e) der Unkräut— same von den Rainen sich über das Feld her verbreitet, und d) die Queckenwurzeln aus den Umpflanzungen in den Acker selbst übergehen. Siebentens. In nassen Sommern wird die gehauene oder geschnittene Aerndte in solchen Koppeln später als auf freyem Felde trocken, welches kein unbedeutendes Uebel ist. Achtens sind die darin aufkeimenden Saaten dem Schneckenfraße weit mehr aus— gesetzt als anderswo: a) weil solche Koppeln an sich ihfl + 5 auf Her He urch d obihe e fur me ten gbe Mahth scbe ge witem: einem e En wo staudet Y mei HH1. sharfen huchte, Rüßer der wab keten 52 fönnez; Fett um var uns shaffen iuchet! —Pp''——— 187 5 sich feuchter sind; b) weil die ersten Nachtfröste, die 1d69* jenen Verderbern darin nicht so stark Rant assh als auf freyem Felde auftreffen... Ich sah bey mei⸗ 111— 165 ner Herbstreise durch Brabant sehr viele Rübenäcker durch die Schnecken ihrer Blätter beraubt, und das hohr immer längs der Holzpflanzungen hin, so breit ohnge— moid am fähr, als diese ihren Schatten werfen mochten. andetz de t in Können die Vertheidiger der umpflanzten Koppeln örmtmen obige Einwürfe auf eine befriedigende Art heben? Ich 565 für meinen Theil gestehe, daß ich's nicht kann... Soll— ers mund ten aber diese aus der Umpflanzung entspringenden Nachtheile nicht den Vortheil des Schutzes, den die— ungen hy selbe gegen die fressenden Nordostwinde gewährt, bey eit ufen weitem überwiegen? Und— sind denn diese Winde wsn einem guten Ackerwirthe wohl im Ernste fürchterlich? an Hr Ein wohlgedüngter Acker und eine wohl darauf be— aul uin staudete Saat bedürfen keiner fremden Schutzwehr.. durith In meiner Nachbarschaft wohnte ein trefflicher Pach⸗ Her ter. Wir beyde hegten eine große Verehrung für die PfIARN scharfen Winde des Frühjahres. Was Andern Tod brachte, gab uns Leben. Je strenger das Frühjahr, je 6 größer war unsere Hoffnung. Warum? Unsere Fel— nmetu der waren fett, die der Nachbarn mager. Diese fürch— Aetaten teten, daß ihre Früchte vor Elend nicht würden stehen eyen können; und unsere Furcht war, daß die unsrigen vor cblit Fett umfallen würden. Ein warmer, feuchter Frühling Feineßh war unser Schrecken. Wir hüteten uns also wohl, den nehtu scharfen Wind nach Sibirien zu verwünschen, und hätten Aubn ihn eher noch von dort herholen mögen. Das Argument also/ —— E 188—— also, das der Abbe Man von der Abwendung dieses Krautfressers, wie er den Nordostwind nennt, zum Vortheile der Umpflanzungen anführt, ist nicht zurei⸗ chend, sie zu en. Ein anderes aber, wie, wohl bloß loeales, und auf Flandern passen⸗ des Argument wage ich nicht zu bestreiten, und führe es hier mit Herrn Man's eigenen Worten an. „Einer der Gründe, weßwegen in Flandern die „Felder ehiaebeht werden, ist: daß der Wind unter „dem Korn, Flachs, Hanf, und andern Saaten, „die mit einem schwachen und gebrechlichen Stängel »aufschießen, keine Verwüsiung anrichte. Diese Be⸗ „sorgniß ist um so gegründeter, da hier zu Lande, wo „es viel regnet, dergleichen Pflanzen sehr stark und „dicht heranwachsen, und sich, wenn sie sich einmal „gelagert haben, selten wieder aufrichten. In solchen „Fallen aber ist der Verlust für den Landwirth beträcht⸗ „lich. Die niedergelegten Halme und Stängel wach— „sen dennoch fort, und das Stroh verfault, ehe die 2Mernötezeit eintritt. Fländern und alle übrigen bel— „gischen Provinzen leiden weit mehr, als andere län⸗ „der, von den West- und Nordwest Winden, die „dort zu gewissen Zeiten sehr heftig loben. Die hohen „Bäume sowohl, wie die Gebüsche, halten diese Win⸗ „de einigermaßen ab, und verhüten die großen Ver— „wüstungen, die die Stürme, welche besonders gegen »das Sommersolstitium sehr häufig sind, sonst anrich— „ten würden. Dabey ist es eine ausgemachte Sa— „che, daß die solchergestalt mit Bäumen und Hecken „ein⸗ „ ein tn ull Hils 6 ih Be Man het det Vacs kchabne von je N Hoppehn de sht leder flchten kanntfe stn Nr fute MüTei den l darnuf! Banth srluchr ussen huun ind nn, Rist ntez dekes H00 Nandanpfz eiten, Wsth Vorten n. in Judn der rh andern Eiuh chlihe Ein hte. Ostd er zu hu u schr sul u sie sthimt en, sch nowic Hai Staglut erfaul, alle dhign als „ Vocg x u. Dahht Alen d W ie Rußn N besorden , 1 V I˙0H Learn 189 „eingezäunten Felder, welche dadurch in einiger Ent— „fernung das Ansehen eines Gehölzes bekommen, um „vieles besser gegen die übeln Wirkungen dieser Stür⸗ „me geschützt sind, als die freyen Felder, denen ein „solcher Schutz fehlt.“ ö Bey der Richtigkeit dieser Localbemerkung des Abbe Man scheint es aber doch sonderbar, daß die Bewoh⸗ ner der Campine, die nicht weniger als das Land von Waes obgedachten Winden ausgesetzt ist, ja eine noch erhabnere und trocknere Lage hat, keinen Gebräuch von jener Schutzwehre machen. Noch könnten die Vertheidiger der umpflanzten Koppeln zu ihrem Vortheile die Feuchtigkeit anführen, die sich bey großer Trockniß länger darin erhält. Aber leider ist dieses eben der Umstand, der denselben in feuchten Jahren wiederum so nachtheilig ist; und be— kanntlich kann eine halb ausgedorrte Pflanze beym er⸗ sten Regen wieder aufleben, da hingegen für eine ange⸗ saulte die Sonnenwärme keine Rettung gewährt.. Mit einem Worte: Ich würde für durchaus entschie— den halten, daß das Umpflanzen einer Koppel dem Fruchtertrage ungleich mehr schade als nütze, wenn nur nicht der Würfel eine dunkle Seite zeigte. Ich sehe darauf einige Zweifel, einige Fragen, deren Losung und Beantwortung wir von der Zukunft erwarten müssen. 1) Ist jene große Masse von Bäumen und Ge⸗ sträuchen, nicht einer einzelnen Koppel, sondern eines ganzen kandes, wie das Waesland zum Beyspiel, viel⸗ leicht n Irc.. . DE απee.— ——9.———————— 190 leicht die Ursache, warum sein Boden feuchter, besser und fruchtbarer ist, als der eines andern Sandlan⸗ des?... Der Abbe Man stimmt für die Be jahung dieser Frage.„Unsere Aerndten, sagt er, fallen nie vso reichlich aus, als wenn das Land geschützt und be— „ständig feucht gehalten wird. Unser Boden, der ur— „sprünglich bloßer Sand war, hält die Feuchtigkeit »nicht fest; wenn also die starke Ausdünstung nicht „durch den Schatten und die Kühlung, welche die Zäu⸗ »ne geben, verhindert würde, so müßte offenbar die „Aerndte darunter leiden. Jeder gute Landwirth kann »dieses alle Jahre bemerken, wenn er die Früchte auf „freyen, mit denen auf umpflanzten Feldern ver⸗ „gleicht.“—„Jeder Sandboden, sagt Herr „Thaer bey dieser Gelegenheit, erhält, meiner Ueber— „zeugung nach, durch Umzäunung wenigstens dop⸗ „pelten Werth.“ 2) Würde die brabantische e bey dem Fleiße ihrer Bewohner nicht noch mehr hervorbringen, und sich der e des Waeslandes nähern, wenn dieselbe Koppelumpflanzung darin Statt hätte, wie in jenem? 3) Von St. Nikolas nach Beveren wird der Bo⸗ den merklich dürrer und schlechter; die umpflanzten Koppeln werden zugleich größer und seltener. Wäre dieser näml 4— Boden nicht zu verbessern, wenn er wie der von St. Nikolas in engere Koppeln gelegt würde. 4) Wird die zwischen einer großen Masse von Ge⸗ hölz, Aeckern und Wohnuns gen eingeschlossene Atmo⸗ sphü⸗ fsün dalse Gandd 5 Ihni vohl u m Psantt Arch Dam nd br dee Gr dern?. Bobad Di Videä lchm. Dle. nen Ho eifache Etrunke 1nbn L diht be gen den; 60 auf herschen Ensassn Ocbͤsch sieN ü t er n Da Bodeh, x die d. hut Sdühstun welched⸗ ßte Isehuz Landuiths die hh n n SFaam u n, si hu „ manI wenihtar pine, hy x hert porbenn 46 ane 'n Gilt n witddrdy ie mpfanth 10 W Aehlel „ went et l gelgt uis Moss un ahw 7 666 4 —— 191 sphäre nicht dadurch an sich fruchtbarer, so wie sie un⸗ widersprechlich dadurch feuchter und einem trockenen Sandboden zuträglicher wird? 5) Man hält gemeinlich dafür, daß selbst auf lehmigem Boden ein mit Fruchtbäumen bepflanzter, wohl umzäunter, von Natur trockener Anger mehr Gras aufbringt, als eine auf gleichem Boden nicht be— pflanzte noch umzäunte Weide. Sollten aber die mehr zurückgehaltene Feuchtigkeit oder concentrirte feuchte Wärme, und der Schutz gegen strenge Winde, Frost und brennende Sonnenstralen, nur die Fruchtbarkeit des Grases, und nicht auch anderer Gewächse beför⸗ dern?... Dieser Meinung steht dennoch folgende Beobachtung entgegen. Die Provinz Limburg treibt bloß Molken⸗ und Weide⸗Wirthschaft. Der Boden ist ein grandiger Lehm. Von allen Seiten sind nichts, als Hügel und Thäler. Das ganze Land liegt in kleinen geschlosse— nen Koppeln. Die Einzäunung derselben besieht aus einfachen, dünnen, vier Fuß hohen Hecken; Bäume, Strunken und Gesträuche sind weder auf Höhen noch in den Thälern zu sehen, oder doch nur äußerst wenige dicht bey den Wohnungen... Wenn die Umpflanzun⸗ gen den Wuchs des Grases befördern, warum legt die⸗ ses auf die Weiden so erpichte, und sich darauf so wohl verstehende Volk nicht wenigstens auf den Höhen solche Einfassungen an?— Vielleicht, weil das schattige Gebüsch wohl die Quantität des Grases vermehrt, aber seine Qualität verschlechtert.. Ist dieses, so spricht es kei⸗ 192 keineswegs in Rücksicht der Fruchtbarkeit zum Vorthei— le der Umpflanzungen. Der feinere, delicatere, näh⸗ rendere Stoff des Grases, der ohne allen Zweifel dem Viehe, wo nicht mehr, doch fettere Milch giebt, als ein grobes, obgleich überflüssiges Futter,— könnte, sage ich, dieser Storff nicht in einer gewissen Parallele mit demjenigen Milchstosse stehen, den die Halmge— wächse in ihren Aehren zu Mehl verarbeiten? Die Umpflanzung könnte also wohl mehr Stroh und Hül— sen, aber weniger Korn zu 32 bringen. Sicher ist das in freyem Felde erzeugte Korn schwerer, folglich feiner von Hülse, und liefert ein weißeres Mehl, als das, was aus umpflanzten Koppeln kömmt. Auch wollte ich fast 5 daß eine gleiche Anzahl in sol⸗ chen Koppeln gezogener Garben eben so viel Korn ab— werfe, als die auf freyem Felde. ö 6) Ich kenne eine Gegend hier zu Lande, wo alle kleinen und die meisten großen Bauern das Brod bey Strohfeuer backen, ja ihr Bier dabey e weil kein Holz zu haben ist, die Steinkohlen aber so weit herzuholen sind, daß der Arme das Fuhrlohn dafür nicht bezahlen kann, und der Reichere kaum zu seinem eigenen Bedarf sein Gespann hergiebt. Wenn in einem solchen Lande alle Felder umpflanzt wären, dem Feu⸗ rungsmangel also abgeholfen, und das Stroh zur Einstreuung erspart würde: wer zweifelt daran, daß sich die Fruchtbarkeit des Bodens dadurch heben würde? Wir Lache ahbi dem l Mcel nit 9 Ekktag Ertra Et das U N da duch! siat: shjidtr shith Hhir v die Be sin sht; V baban und he ö nit un thinl. sder ber 193 mi Wir haben endlich noch eine besondere Art, die uln Sache anzusehen, und stellen darüͤber folgende nicht un⸗ 0 0 ö erhebliche Frage auf: Thun die Holzpflanzungen wohl , 2. dem kande eben so viel Schaden, als sie an sich selbst R Nutzen bringen?— Oder anders: Giebt ein ĩand 9— mit Holzung einen absolut, oder bloß relativ höhern dn, Ertrag, als eines mit freyem Felde? Ist der höhere dbeltn 3—9.. Ertrag. bloß relativ, kömmt er allein dem Eigenthümer *+„*— e zu Stätten, so daß der Pachter dabey verliert: so kann 1. Eini das Umpflänzungssystem im Ganzen verwerflich seyn. weld, sit Ist der höhere Ertrag aber absolut, das heißt, giebt 0 das Ganze einen Ertrag, wobey Beyde gewinnen, oder anmt l auch nur einer, ohne daß der andere etwas dabey ver— Anschin liert: so ist der Werth der umpflanzten Koppeln ent⸗ rA chieden, und dem ganzen Staate über alle Maßen schätzzar. Die Untersuchung dieses Punktes verdient hier wohl eine Stelle. 8 Um durchaus nichts zum Vortheile des Holzes in die Berechnung zu bringen, wollen wir die allerstreng⸗ sten Voraussetzungen vorausschicken, wovon einige selbst zu seinem Nachtheile gereichen. 95 yün Wir denken uns eine Koppel von der Größe eines Bumin brabänischen Bunders(ohngefähr 4 berl. Morgen)/ ren, m und nehmen nun an: 9 EM 1) Daß sie nur mit einer einzelnen Reihe Bäume Dumn mit untergemischten Strunken eingefaßt werden soll. 2) Daß die Bäume 6 métres(ohngefähr 19 rheinl. Fuß) von einander kommen, welches, die län⸗ ge jeder Fagade eines UBunders zu 1144 métres ge⸗ Erster Band⸗ N rech⸗ — 194 rechnet, in allem 76 Bäume giebt. Zwischen jedem Paar Bäume stehen zwey Strunken, also 152 Strunken in allem. 3) Daß jeder Baum mit Inbegriff seiner Strun⸗ ken die ganze Zeit seines Daseyns über 18 Centiares, also mehr als S berl. Ruthen, durchaus zur Cultur anderer Gegenstände untauglich mache, welches um die Hälfte zu viel gesagt ist. Dieses giebt auf das Ganze der Koppel einen Verlust von 1368 Centiares, oder 963 berl. Ruthen, an Ackerland. 4) Daß die Silberpappeln nicht zu ihrer völligen deife sollen gelassen werden, um das Feld nicht mit der Zeit allzustark auszusaugen. Wir gewähren ihnen also 30. Jahre. Die Eichenstrunken mögen 120 Jahre leben. 5) Daß die Benutzung der Bäume dem Eigen⸗ thümer, die der Strunken aber dem Pachter, und zwar gratis, bloß für die größeke Abnutzung der Acker— werkzeuge und die vermehrte Ungemächlichkeit 35 der Feldbestellung, solle überlassen werden. 6) Daß dem Pachter die 1368 Centiares von seinem Pachtzins abzuschreiben sind, welches den zehn⸗ ten Theil des ganzen beträgt. 7) Wenn die Silberpappeln 30 Jahre alt sind, so schätzt man eine in die andere 10 brabant. Gulden an Werthe. Die Stämme der Eichenstrunken mögen nach 120 Jahren das Stück 2 Gulden werth seyn. Ueberdem werfen diese, von ihrem vierzigsten Jahre an, alle sechs Jahre 5 Schanzen, oder Reisigbunde im Durchschnitte ab, wovon das 100 zu 50 brab. Sols ver⸗ ( Zustn Ren, I niff sint er 18 Cath chaus in e, wesche bt auf duh 8 Cemtatz t zu ihnn às Fad ith zir gewihhnt nken nonnn äume dus m Mah, nutumxũ zächlchtth welche v 30 Nh brabalh 0 henstun huh ulden wah rjihst M ver Misd — ss————— —— 195 verkauft wird. Das Hauen, Binden und die Fracht derselben kostet 8 Sols auf das Hundert Nach diesen Voraussetzungen und Preisbestim⸗ mungen stehet nun die jährliche Bilance für den Eigen⸗ thümer, wie folgt. Ausgabe. Gulden. Sols brab. Für den Ankauf von 76 jungen Sil⸗ berpappeln, das Stück zu 7 Sols: thut 26 Fl. 12 Sols; auf das Jahr— 12, 3 Jährliche Interessen dieser Summe à 5 pro Cent. 1— 6, 60 Für den Ankauf von 152 Strun— ken, das Stück zu 22 Sols: thut 19 Gulden; vertheilt auf 120 Jahre, giebt jährlichh 0— 3,17 Interessen dieser 19 Fl. à 5 pro Cent. 5— 19,50⁰ Jene 228 Bäume und Strunken herbeyzuholen und zu pflanzen, kostet 228 Stüber, jährlich— 3/79 Die Interessen dieser Piond d kosten 0— 1I„, 40 Der Landpacht zu 40 Gulden berech⸗ net, wovon der Pachter, wie bey Nr. 6. gesagt ist, den zehnten Theil zurückhält, thut hier Abzug 4— 0 Sämmtliche jährliche Ausgaben 8 Guld. 1,69 Sols. N 2 Ein⸗ —.„.v ..5·999˖9595959H99.9.————Xß—ß—ß— ——— Einnahme. Gulden. Sols. Für Landpachtzins. 40— 0 Von den 76 Pappeln wollen wir 6 für Zufall weglassen; die 70 übri⸗ gen sind nach 30 Jahren(à 10 Fl. auf das Stück) werth 700 Gul⸗ den; jährlich 23— 152 Strunken, werth nach 120 Jahren,(A 2 Fl. auf das Stück) 304 Fl.; jährlich 5 5 6, 66 2— 10, 66 Total der jährlichen Einnahme 65— 17,32 Nach Abzug gedachter Ausgabe 8(— 1„69 Bleibt reiner Ertrag 57— 15,63 Aus dieser Bilance ergiebt sich, daß der Eigenthümer 17 Gulden 152 Stüber brabant. Geld mehr von dem umpflanzten Lande ziehet, als wenn er es nicht um— pflanzt hätte, welches seine Einnahme beynahe um die Halfte vermehrt. Die Sache wäre also völlig zu sei⸗ nem Vortheile entschieden. Ob sie es aber auch zum Besten des Pachters seyn wird, muß folgender Ueber⸗ schlag zeigen. Da der Pachter den Rain, den die Holzpflanzun⸗ gen einnehmen, nach unserer Voraussetzung nicht zu zahlen gehalten ist, so findet für ihn kein eigentlicher Verlust statt; man müßte denn sagen, daß der Scha— den, den die Bäume dem Lande verursachen, sich weiter erstrecke, als der ihnen angewiesene pachtfreye Raum, welches wohl Grund haben kann. Dagegen haben scbe Homu demn! ces nicht ihres bring tel dar ger! Eige wlk din; Ban sin Dan ten ihren erster hur; beh W 10f Sch iih; von: Heyna hi, I0 ubeg. 6 — I+ 06 ——— 727 19⁰3 Einthhn nehr vn de es nht xV nahe m volig u her auc m gender li Hobpfento ung ich in ehlhe 15 du Eih ste ne nachseh 197 haben wir aber, wie ich zu bemerken bitte, auch ange⸗ nommen, daß in einer Entfernung von 10 Fuß von dem Rande des Feldes ab durchaus nichts wachse, wel⸗ ches jedoch selbst im dreyßigsten Jahre des Baumes nicht statt hat, indem die Bäume in der ersten Hälfte ihres Lebens dem Lande keinen wesentlichen Schaden bringen. Da nun während dieser langen Zeit der Päch⸗ ter den vollen Genuß des Raines umsonst hat, und darin pflügen und graben kann, wie er will: so ist obi⸗ ger Nachtheil reichlich überwogen... Eignete sich der Eigenthümer unter obigen Bedingnissen auch alles Holz⸗ werk zu, so hätte der Pächter dennoch keinen Scha— den; hat er aber, wie wir voraussetzten, noch gar die Benutzung der Strunken oder des Erdholzes, so ist sein Vortheil eben sowohl entschieden, als der des Verpächters. Wir gaben die Dauer der Strunken zu 120 Jah⸗ ren an; da der volle Genuß der Krone aber erst mit ihrem vierzigsten Jahre anfängt, so wollen wir für die ersten zwanzig nichts rechnen, und die zwanzig übrigen nur zur Hälfte oder 10 Jahren annehmen. Wir ha— ben dann in allem 90 Jahre, in welchem Zeitraume das Holz funfzehnmal abgeworfen wird. Zu 5 Schan⸗ zen für das Stück thut auf die 152 Strunken 3 4200 Schanzen, vertheilt auf 120 Jahre thut 283 lähr⸗ lich; diese sind nach Nr. 7. werth 1412 Stüber, da⸗ von 224 für Arbeitslohn ab, bleiben für den Pachter beynahe 6 brab. Gulden reiner Gewinn. Dieses be⸗ weist, daß, wenn der Verpachter ihm auch nichts auf den Pacht nachließe, der Pachter dennoch keinen Ver⸗ N 3 lust —— — —. —— ———— SII‚IIIIT...I.... .— ——————— —..——— 198 lust dabey hätte, indem er von einem Boden, von wel⸗ chem er 4 Gulden jährlich zu entrichten hat, 6 reine Gulden aus dem Holze nimmt. Uebrigens wird der Pachter sich wohl hüten, jenen breiten zehnfüßigen Rain ganz ohne andere Benutzung zu lassen: es wäre denn in einer Gegend, wo man, wie Hn. Rechsif (Fischer) sagt, mit dem Lande nicht zu gei— zen hat. Der relative höhere Ertrag einer umpflanzten Kop— pel gegen den einer offenen wäre also in Rücksicht: auf den Eigenthümer 17 Gulden 15 Sols. auf den Pächter 6———— auf beyde 23 Gulden 15 Sols. So überstieg denn ihr absoluter höherer Ertrag den ei— ner offenen mehr als um die Hälfte. In einem dande also, wo das Holz in obgedachtem Preise steht, bedarf der Vortheil der Umpflanzungen keinen ferneren Be— weis; aber auch da, wo das Holz nur die Hälfte jenes Werthes hat, ist der Gewinn noch augenscheinlich, und der Gegenstand an sich selbst, für den Staat sowohl als den Eigenthümer, aller Achtung und alles Nach— denkens werth.— Wo aber Jemand, bewogen von meinen Gründen, sich zum Umpflänzen seiner Koppeln entschließen sollte, den bitte ich in Rücksicht seines Pach— ters, die schöne Maxime der Menschlichkeit nicht zu vergessen: Lebe, und laß Andere auch leben! Oleh Muh VHle Rhn ligel F Raht! Miie l R schh kuitt Bhun un Duhn Luche heit dufff 1E Muup, auderh, 160 M —— 199 , a hat, Hun ̃ ö ens vid y Dritter Abschnitt. — hshn Dreyfelder- und Wechselwirthschaft. sen: Eh . N. icht u Man scheint einverstanden, daß bey dem Ackerbaue vieles auf die Fruchtfolge ankomme: denn wirklich ge⸗ rathen nach gewissen Früchten einige Früchte besser, ei⸗ uung nige weniger als andere, und einige gar nicht. Wai— aaich zen z. B. will nicht nach Waizen gerathen; und doch en 1; El geräth danach Mengkorn, das ist, ein Gemengsel von 9— Waizen und Roggen. Nach Sommergersie werden en 16016 meist alle andere Halmfrüchte zurückschlagen, und doch 5½ gedeiht der Klee vortrefflich darnach. rlId M Einige Früchte können gemengt auf demselben Fel⸗ uhm sil, W0 de stehen, wie Roggen und Waizen, Roggen und Win⸗ 5— funan d terwicken, Hafer und Sommerwicken, Erbsen und e Histe Bohnen; andere dulden keine Rivalen, euie en me: teche gen ungleicher Zeit der Reife, wie Wintergerste 10 S Waizen, oder wegen mehr und weniger schwelgerischen 0 10 Wuchses, wie Erbsen und Hafer, oder wegen Berschie⸗ berognn Fas n Art der Behandlung, ie, 30 9—9 den sie fordern„wie Bohnen und Kartoffeln, Bohnen e und Spörgel, oder endlich wegen ihrer empfindlichen sh Natur, wie der Hanf. let niht Einige Früchte saugen den Boden mehr aus als andere, z. B. Hanf mehr als Flachs, Kartoffeln mehr als Möhren, Hafer mehr als Buchwaizen. HDrit N 1 Eini⸗ X Einige verbessern das Land unmittelbar, indem sie durch den Rückstand ihrer Substanzen ihm mehr wie— dergeben, als sie daraus gezogen haben, wie z. B. Klee, Spörgel und die Gräser, oder indem sie den Keim des Unkrauts durch ihren Schatten ersticken, und eine Art von Modder auf der Oberfläche der Erde bilden, wie Wicken und Erbsen. Andere verbessern den Boden mittelbar, also nicht durch ihre Existenz auf dem Felde selbst, sondern ent— weder durch die viele Arbeit und Zubereitung, die ihre Cultur fordert, wie dein und Krapp: oder durch den Dünger, den sie, im Stalle verfüttert, hervorbringen, wie alle Wurzel⸗und Futtergewächse. Man schreibt überhaupt den Körner oder Halm— früchten die meiste aussaugende Kraft zu; ob mit Recht oder Unrecht, das scheint mir noch nicht aus gemacht. Dagegen liefern diese Halmfrüchte auch das nützlichste aller landwirthschaftlichen Materialien, das Stroh, ohne welches kein Ackerbau mi— Viehzucht betrieben werden kann, und dessen ein guter Landwirth nie zu viel hat. Hierin liegt ohne Zweifel eine der Hauptur⸗ sachen, warum der Dreyfelderwirth, besonders der ge— wöhnliche, so sest an seinem Systeme hängt: denn Dreyfelderwirthschaft und Strohwirthschaft sind auf ge⸗ wisse Art Synonyma... Der Wechselwirth hingegen, ohne dem Strohe seinen Werth abzusprechen, verwirft ein System, das er als einen fehlerhaften Umlauf be⸗ trachtet, indem die gehäufte Körnererzeugung durch ihre aussaugende Kraft und die damit verknüpfte Verwilde⸗ rung volhs: d N.. O R H set um V. shhich lh, ulde aß er W u fil Phe alld si iRN vachht E Dh M lb Mhemn lich Vhaftth 7 st uah gj w dem ssedy in assin eh „chiß sondenn gs ng/ N hy r durch Tpothicgg ö dlH obtgch autgerat, 5 Hhch das Eh t blh huth sy er HMll Idets& angt: duh sind afR h hilggez u, wanh umsafts h he D 201 rung des Bodens den ganzen Vortheil, den das Stroh gewährt, wieder verschlingt. Viel, viel wird hierüber gestritten, die Brache von den meisten Schriftstellern mit Fluch und Bann belegt, die Dreyfelderwirthschaft als eine Monstrosität von Ei— nigen verworfen, und die Wechselwirthschaft als eine leere Speculation von Andern verhöhnt. Noch Andere wollen mit dem allen nichts zu schaffen haben, und sind landwirthe weder von der neuen, noch von der alten Art... Wie in jedem Kriege, so suchen auch hier die Streiter die schwache Seite ihrer Gegner auf; und wenn sie gerade keine finden, so haben viele die Güte, der Gegenpartey eine unterzuschieben, um nur Gelegen⸗ heit zum Angriffe und Siege zu haben. Wenn der Dreyfelderwirth z. B. gegen den Wech⸗ selwirth zu Felde zieht, so wirft er ihm sein 1) Tur⸗ neps, 2) Gerste, 3) Klee, 4) Waizen vor; ge⸗ rade als wern der Koran diesen vierjährigen Umlauf der Wechselwirhschaft zum ewigen Gesetze vorgeschrie— ben hätte.. Der Wechselwirth seiner Seils schreyt: „Roggen, Hafer, Brache! Roggen, Hafer, Brache! „Und wieder Roggen, Hafer, Brache! Welche unsin—⸗ „nige Wirthschaft, wo das Feld in zwölf Jahren nur „achtmal besäet wird!“—„ Und bey euch, erwiedert der Dreyfelderwirth,„wo das Land in eben so viel Zeit „gar nur sechsmal Früchte trägt!“ Denn die Rüben, Möhren u. s. w., worauf jener so groß thut, achtet die⸗ ser nicht, und sieht, weil sie im Stalle oder auf dem Fel⸗ de verfüttert werden sollen, sie als eine bloße Zugabe an. Y. 5 Die Die Societät von Hampshire in England hat, nach Hn. Thaer, zwey Farms von möglichst gleichen Ver— hältnissen, jeden zu 250 Pfund Pacht, den einen zur Wurf⸗ und den andern zur Drillsaat eingerichtet, um den Werth der einen gegen den der andern aufzuklä— ren. So lange es nicht einem teutschen Fürsten ge⸗ fällt(denn teutsche Societäten Sache geben sich nicht mit solchen Dingen, sondern so gut wie die französi schen nur mit unfruchtbaren Prämien ab), solche 2 e Versuche zwischen einer vernünftigen, nicht Drey⸗, sondern Sechs⸗oder Zwölffelderwirth⸗ schaft, und einer zweckmäßigen Wechselwirthschaft an⸗ stellen zu lassen, wird die arme We noch lange überschrieen werden. Wenn die Wechselwirthschaft z. B. nicht erweist, daß ihr Körnerertrag dem Körnerertrage der Dreyfel— derwirthschaft, die Handelsgewächse beyder Theile mit inbegriffen, in zwölf Jahren beykömmt, so steht ihre Sache schlecht: denn da nach ihrem eigentlichen Sy— steme alle Futtergewächse in dem Innern des Farms verwendet werden sollen, und da nach meiner und an⸗ derer rechnenden Wirthe Urtheil und Erfahrung so we⸗ nig reiner Geldnutzen von dem Viehe kömmt(einzelne Fälle ausgenommen)), so könnten die Dreyfelderwirthe in Versuchung gerathen, jene Haushaltung ebenfalls für einen fehlerhaften Umlauf zu halten, wo mit Vie⸗ lem nicht mehr ausgerichtet wird, als mit ihrem Weni⸗ gen. Und wie ist so was anders befriedigend aufzuklä⸗ ren, als durch genaue, unparteyische comparative Ver⸗ suche 20n sit x Htalte üh a ich u Rale d Sssa Eüng Un URf Hlcsen Wnsch Hüpu Laπιπι⁰⁰0í0. A 203 Whung suche in Großem?ꝰ Wenn z. B. Landwirthe wie Hr. Rlichen u Thaer und Hr. Karbe uns gleich unleugbare Be—⸗ dnenm weise(denn andere hat man von solchen Männern elichtt, nicht zu erwarten,) von der Vorzüglichkeit und dem In afeh hohen Ertrage ihrer Wirthschaft geben; wenn ich selbst Junn alle Ursache habe, mit meiner bisherigen Wechselwirth⸗ o schüh schaft zufrieden zu seyn, so daß ich sie gegen keine an⸗ de funth dern vertauschen möchte: was versichert jene Herren, 0 daß sie mit ihren Talenten um ihren Mitteln demselben vamthfin Boden nicht noch einen höheren reinen Ertrag durch ein ssanmm eltzegengeseßtes Wirthschastssystem uththrn nen haben? Wenn sich meine Wirthschaft z. B. sichtbar im Ertrage über die Stroh und Körnerwirthschaft meiner Nachbarn erhebt, so sah ich in Brabant und Flandern midt kij solche Körnerwirthschatten, mit denen ich mich vielleicht der dunt nicht messen dürfte; und aufrichtig, wenn mir in den besteultivirten Gegenden jener känder ein Farm angetra⸗ sosthihn gen würde, sollte ich mich ihm wohl unterziehen dürfen, nichn Ey da ich nicht weiß, ob ich's besser machen könnte, als ö6s n meine dasige Nachbaren? iner u d Es kommt oft bey weitem weniger auf die Sache rung W ů—.. ö 0 selbst an, als auf die Art, wie sie behandelt wird. nan Schon Ileiß und Dünger allein können auf dem Felde 15 das Unmögliche möglich machen; kömmt das Talent 0 110 und die Kraft noch hinzu, so ist die Höhe selbst auf der on steilsten Seite des Berges bald erstiegen.. Ich leug— 70 ne nicht, daß ein Weg uns kürzer und leichter zur Höhe Wafe bringen kann, als ein anderer; allein die Wahl des unl V⸗ 35 We⸗ sche ——— — ———— ——— ——— — — — 204 Weges hängt nicht immer von der Willkühr des Wan— derers ab. Es sey welche Wirthschaft es wolle, so ist ihr end⸗ licher Zweck der Geldertrag. Diejenige Wirthschaft also, die das meiste reine Geld abwirft, und das tand zugleich in einem anhaltenden Meliorationsstande er— hält, ist unstreitig die beste. Das ist der Zweck; die Mittel aber und Wege, dazu zu gelangen, sind ver— schieden... In der Nähe einer großen Stadt kann es eine Gartencultur seyn, die aus den erzeugten Vie⸗ tualien die höchste Summe Geldes löset, die der Bo⸗ den aufbringen kann. An einem andern Orte ist es der Bau der Handelsgewächse, wie Hopfen, Krapp, Raps, Flachs, Hanf. An einem dritten Orte ist es die Schafzucht, oder eine Weide⸗ und Molken— Wirth⸗ schaft. An den meisten Oertern der Anbau der Halm⸗ früchte oder des sogenannten Korns, u. s. w. So hat der Stammbaum der Feldwirthschaft eine Menge Aeste; und diese vertheilen sich wieder in Zweige, wel⸗ che goldne Früchte tragen können, wenn sie nur gehö⸗ rig geleitet und genährt werden. Es lassen sich übrigens auf einen und eben densel⸗ ben Ast mehrere Fruchtreiser einimpfen, je nachdem Zeit und Umstände es bestimmen. Ein Dreyfelderwirth 3. B. kann verhältnißmäßig eben sowohl Handels und Futtergewächse bauen, als ein Wechselwirth. Hat dieser mehr Wurzelwerk, so hat jener mehr Stroh. Löst jener mehr Geld aus dem Verkaufe seines Korns, so zieht dieser mehr Vortheil aus seinem Viehe... Wer seche WA f d& Mig n flgan, d nim beyd nun f uhh 140 Bddh Kusheßt mt Dratt I Mh shust dle Iounz im tkrunt sunit a Uah sn U shene Hoft,) sul Oe Vag „ 9 205 ö ö ihtsn Wer von seinen Kühen im Winter wie im Sommer Milch fordert, der muß sie verhällnißmaßig nähren, sosihh verhältnißmäßig Futter dazu bauen; wer sie aber will ö Uen im Winter trocken stehen lassen„der kann sie mit wenig und hn Futter und Kosten durchbringen. Tragen sie ihm in unesue dieser Zeit nichts ein, so kosten sie ihn auch wenig; tra— gen sie aber dem andern mehr ein, so muß er denken, er Zuik Na daß er's nicht umsonst hat. Und so hebt sich vieles in en, sio Em der Welt gegen einander auf. erheug Ich will aus dem Vorhergehenden durchaus nicht die du ry folgern, daß es gleichgültig sey, was für einen Weg n Mißt man bey der Landwirthschaft einschlage, sondern nur, pfen, H daß man sich(was von angehenden Theoristen so häu⸗ ten HMtz fig geschieht) vor gehöriger Kenntniß seines Locals, sei— HolkajLih nes Bodens, seiner Verhältnisse, nicht unbedingt und au de h ausschließlich für ein System erkläre, und alle Andern st.& mit Verachtung ansehe. Es fehlte nicht viel, so hät⸗ k eie Muy ten die Anhänger der sogenannten englischen Landwirth⸗ Z schaft alle Dreyfelderwirthe verketzert. Der berühmte se uuh A. Poung selbst ist von dieser Intoleranz nicht frey; um tolerauter zu werden, hätte er den belgischen Acker— ö bau mit ansehen müssen. dn ö ů—.—5 Buhendt Ueberhaupt scheinen mir unsere Distinctionen zwi⸗ rehfthauth schen Wechsel⸗ und Dreyfelder/ Wirthschäft noch zu dmdhu schwankend, 3u unbestimmt. Wer 1) Roggen, 2) ar. Hafer, 3) Klee, 4) Waizen, 5) Hafer, 6) Rauh⸗ ü⸗ a futter oder Brache hat, ist ein Dreyfelderwirth. Wer 0 110 1) Waizen, 2) Raps, 3) Roggen, 4) Kartof⸗ 99— ö feln, 3) Hafer, 6) Klee hat, ist ein Wechselwirth. n M. Dies D ö Diese beyden Sätze sind klar: denn bey dem erstern fol⸗ gen zwey erschöpfende Fruchtarten unmittelbar nach ein⸗ ander; bey dem letztern im Gegentheile wechselt jedes— mal eine Brachfrucht mit einer Halmfrucht ab. Erste— rer hat 4, letzterer in Stroh... Allein, wer 1) Rüben, 2) Gerste, 3) Klee, 4) Waizen, 5) Ha— fer hat, was ist der? Wechsel⸗oder Dreyfelderwirth? Eigentlich keines von beyden... Und was ist der, der 1) Roggen, 2) Sporgel, 3) Roggen, 4) Möhren, 5) Hafer, 6) Klee, 7) Waizen, 8) Rüben, und das alles u fünf Jahren hat?— Er ist, sollte ich glauben, ein ächter Wechselwirth, weil sich jedesmal zwischen zwey Halmfrüchte eine Brachfrucht einschaltet, und von seinen acht Aerndten viere Stroh und viere keins abwerfen. Er ist aber zugleich auch nicht weni— ger ein Erzdreyfelderwirth: denn sonst würde er in fünf Jahren nicht viermal Korn ziehen dürfen. Ich habe mich in Ansehung des Fruchtfolgesystems vor einiger Zeit schon anderswo) erklärt; und da ich seitdem noch keinen Bewegungsgrund gefunden habe, meine Meinung zu ändern, so sey es mir erlaubt, sie hier zu wiederholen, und solgende Sätze aufzustellen. a) Hast du Mangel an Mist; oder liegen deine Ackerstücke in einer übermäßigen Entfernung; oder übersteigtgdie Ausdehnung deines Ackergeschäftes bey— nahe das Maaß deiner Kräfte: so treibe Dreyfel— derwirthschaft, und halte von Zeit zu Zeit reine Brache. b) Hast 0 Landwirthschästliche Zeitung v. J. 1805. Seite 52. n Dülhe I Fus ien d Nwif Mur din d² u dch er d ihma Wangemd N MNka, sssesines uuf de et l in funde heuonin Mnö er ttt Wocroßut 160 Dihst W. Düh vasn er uut u 9 Hrtz Vehst l 1 I ARRN A denai b) Hast du hinreichenden, wiewohl nicht überflüsz⸗ lbarnhih sigen Dünger, und bist von Miemand in der Wahl dei— hahse, ner Fruchtsfolge gehindert: so wähle eine deinen Um⸗ cht cb. Eiß ständen anpassende Wechselwirthschaft. Ulh, RWR 191 e) Hast du endlich Ueberfluß an Dünger, und renehrnnz scheuest keine Arbeit, keine Kost⸗ n: so 501 freye uv Wirthschaft, das ist: säe was du willst, und so „40 Run oft du willst, jedoch mit bescheidener Rücksicht auf die )Rn Natur deines Boden. is, swi Der gemeine landwirth, oder wie wir ihn nen— schsc nen, der Bauer, ist gewöhnlich in dem ersten Falle, da⸗ ich tähe ber ihm auch die Stroh- und Körnerwirthschaft krch won die angemessenste zu seyn scheint. Seine zerstümmel— ich iütvn ten Aecker, die Rotation sein ner Nachbarn, die Beding⸗ iash nisse seines Pachtes, der kurze Zeitraum 32 Jahren, U auf die er bey seinem Pachte gesichert ist, der Mangel fthese an fremder Hulfe/ der Abgang an Geistes———— und 4 Wut die davon unzertrennlichen Vorurtheile gegen das Meue, Ksun was er nicht kennt, und für das Alte, was sein Vater rahf und Großvater getrieben häben, die Unzolängich keit sei⸗ nes Viehstapels, und andere Urs. achen, zwingen ihn auspil dazu. Dabey kann er doch noch ein; auker Wirth seyn, Hnd wenn er nur zureichende Kraft, ein wenig Talent, und nu viel guten Willen hat. echift Für meinen Theil halte ich freylich eine judieiose 6 N. Wechselwirthschaft an sich selbst für vollkomme— U ner, und zwar 1) weil sie auf einem festern, von Zeit und Umständen weniger abhangenden Grunde beruhet; 1 2) weil X 2) weil alle Glieder besser in einander eingreifen, eine Arbeit der andern die Hand bietet, eine Aerndte der andern vorarbeitet; 3) weil der Ausfall eines Theiles nicht so wie bey der Strohwirthschaft das Ganze er⸗ schüttert.— Wohl dem, dem es vergönnt ist, eine solche Wirthschaft zu treiben! Ich nannte die Wirthschaft meines dritten Sabes eine freye Wirthschaft, denn sie ist es. Ein sol— cher Wirth hat bald einen drey ⸗/ bald einen vier ⸗/ bald einen sechs ⸗,F acht ⸗‚ zwölfjährigen Umlauf; er ist bald Dreyfelder⸗, bald Wechselwirth, je nachdem er es für gut findet. Er kann alles unternehmen, weil Dünger und Industrie ihn beynahe über alle Zufälle erheben. Bey ihm muß alles wachsen und gedeihen, oder Pha— rao's magere Kühe müßten die Oberfläche des ganzen Erdballs abweiden. Diese Wirthschaft, in sofern sie von außen keinen Zufluß von fremdem Dünger hat, ist nothwendig mit Stallfütterung verbunden. Man wird fragen, zu was für einer dieser drey Wirthschaftsarten sich die Belgen bekennen? Hierauf kann ich bestimmt antworten: zu der letzten, wie wir sogleich an ihrer Fruchtfolge erkennen werden. Aber: ist es wohl eigentlich die Fruchtfolge, die den wesentlichsten Unterschied zwischen einer guten und schlechten Feldwirthschaft macht, wie so viele geneigt sind zu glauben, gerade als wenn sie darin allein den Stein der Weisen zu finden hoffsten? Giebt es nicht auch 0 loch Ua —— — —. — Elh WHs Icht es Rteh Hlbehscht I wede; ierfe g shhevndi ke me; Iach Dihte Muustietl Mhch sn piche ampuff, un dar shun g um le hunger ab; süle sut bu, Pfil 0 fi H. 0 siht h ö Nz 5f bil Wsait ah Iie V sh Mr m . 0 ö str D —— 209 auch noch andere, eben so wichtige Pfeiler eines guten Ackerbaues? Ich denke, allerdings; oder mein drit— ter Satz ist nicht richtig... Kann ich säen, was ich 155 will, und so oft ich will, so fält die Gewissenhaftigkeit in der Fruchtfolge schon weg. Sie ist also nicht die Seele eines guten Ackerbaues, weil Mist und Industrie sie diitngeg entbehrlich machen können. Z. B. Stoppelrüben woll⸗ s. Hh ten weder mir noch meinen Nachbarn nach der Win— mnn tergerste glücken: also strichen wir sie in unserer Frucht⸗ af afth folge von dieser Stelle weg. Aber zu Voorde in Flandern ö) ihdnet 750 mir Herr Banderlinden, daß sie dennoch „uldir nach Wintergerste gut kommen können. Wier siegte die uft u Industrie über die Unverträglichkeit der Fruchtfolge. en, d f Neben mir an wohnte ein Pachter, dem es nicht lächeng selten wiederfuhr, daß er auf dem Felde alles verkehrt t, Mins angriff, und der gewöhnlich noch pflügte, wenn An⸗ Dümpah dere schon gesäet hatten, oder säete, wenn Andere mit n. dem Pfluge zu Felde zogen. Dieser Mann, nichts weniger als ein Columella, war nicht selten das Ge⸗ intt Mt spötte seiner Mitbauern; allein wenn's zur Aerndte na⸗ 0 kam, so fiel die seinige durchgehends reichlicher aus, als ehlh, A die seiner Belacher, unter denen Leute wären, denen erdel. es nicht an Kenntniß und Sorgfalt bey der Bestellung ihres Feldes fehlte. Und woher? Mein Nachbar war ein Gastwirth, dem es nie an Dünger gebräch. Hier uchsch ö also überstieg der Dünger die Industrie. Iuer M ö ů Lch Aber wer Bohnen, Wintergerste und Hanf in lo⸗ clnd sem/ n Sandboden, Roggen, Kartoffeln, Spör⸗ 60 l gel und Flachs in feuchtem, schwerem Thonboden bauen 0 Erster Band. O woll⸗ wollte,— seine Fruchtfolge, seine Industrie, seine Düngeart sey, welche sie wolle,— der wird nichts als erbärmliche Aerndten zu gewarten haben. Die Na⸗ tur läßt sich wohl leiten, wohl unterstutzen, aber nicht irre führen, nicht meistern. Hieraus folgte also, daß a) die Auswahl der jeder Bodenart am meisten an⸗ gemessenen Früchte die erste, b) der Reichthum an Dünger die zweyte, c) eine fleißige, keine Mühe noch Kosten sparende Feldbereitung und Wartung der Saaten die dritte, und d) eine dem Locale, der Zeit und der Wirthschaft anpassende Fruchtfolge die vierte Bedingung eines guten Ackerbaues sey. Ein Volk, bey dem diese vier Hauptstücke zusammen⸗ tressen, von dem darf man rühmen, daß es die höchste Stufe eines guten Ackerbaues erreicht habe. Dieses seltene Zusammentrefsen aber habe ich, meiner Meinung nach, bey den Belgen gefunden. Was dieselben in Ansehung der Fruchtfolge, als der vierten obge—⸗ dachten Bedingung, leisten, wird der Leser in dem fol— genden Abschnitte beurtheilen. Die Erfüllung der dritten Bedingung habe ich zum Theil schon in der vorhergehenden Abtheilung dargethan, und sie wird sich in der folgenden noch weiter zeigen. Die Erfüllung der zweyten werden wir in einem andern Bande entwickeln. Von der Ersten aber ist hier der Ort, zu reden. 1 e l n di V * ßfinn Mop in fise, E V. xů, chüng. lug enr Wshn dij de de 5 Vashe J afu Hafe, I af Eudhhy N Ke, bosch, I m ——— soosins der mic ltz n, d en, 1 0 amn win zwehtt, Kosen sunh O der Mahhy Tte Mun Ue Rsmmt 56 Hibe N RaneMug EII ierttnchh srMnf Eilag d lils ind seri Die En anden V0 εανν 211 Ich nahm die Auswahl der Früchte, die dem Bo⸗ den die angemessensten sind, als die erste Regel eines guten Feldsystems an. Wer diese Regel nicht befolgt, er sey Wechsel⸗ oder Dreyfelderwirth, dessen Wirth⸗ schaft wird nie etwas taugen. Die Beobachtung die— ses Gegenständes bey einem fremden Volke, oder einem denkenden Wirthe, ist noch interessanter, als die Kennt— niß seiner Rotation, welche letztere oft mehr von einer Menge örtlicher, zeitlicher, wirthschaftlicher Verhält— nisse, von Vermögens umständen, Pachtbedingnissen u. s. w., als von einer willkührlichen, judicisen Wahl abhängt. Man wird von mir keine förmliche Abhand⸗ lung jener importanten Regel erwarten. Mein Ge⸗ schäft schränkt sich auf die Mittheilung der Anwendung ein, die die Belgen davon bey ihrem Ackerbaue machen. Ich fand bey ihnen I. auf schlechtem, dürrem Sandboden: Roggen,— Sporgel; II. auf weniger schlechtem, feuchterm Sandboden: Hafer,— Klee, Gras; III. auf besserem, oder doch verbessertem, trocknem Sandboden: Roggen, Buchwaizen, Hafer, Erbsen,— Klee, Spoörgel,— Möhren, Rüben, Kar⸗ toffeln,— Flachs, Raps 5); O 2 IV. Flachs und Raps bloß zur Nothdurft⸗ .—.—.—— * ———— A IW. auf gatem, zur höchsten Cultur gebrachtem Sandboden: Waizen, Roggen, Buchwaizen, Hafer, Ger— ste, Bohnen,— Klee⸗ Spörgel 27,. Möhren, Rüben, Kartosseln,— Flachs, Raps, Hopfen, Hanf, Krapp; V. auf trockenem, lehmigem Sandboden: Waizen, Roggen, Hafer, Buchwaizen,— Klee,— Kartoffeln, Rüben, Möhren, Flachs, Raps; VI. auf feuchtem, tief gelegenem, sandigem Lehmboden: Waizen, Wintergerste, Hafer, Buchwaizen, Bohnen,— Klee,— Rüben; VII. auf leichtem Kley⸗oder gutem sandigen Lehm⸗ boden: Roggen, Hafer, Waizen, Mengkorn, Win⸗ ter und Sommergerste, Bohnen,— Klee, — Raüben, Möhren, Kartoffeln,— Flachs, Raps, Hopfen, Krapp, Taback; VIII. auf schwerem Kley⸗ oder thonigem Boden, der bey vielem Regen zu Teig wird, und bey trockner Witterung Risse bekömmt: Waizen, Roggen, Wintergerste, Hafer, Boh⸗ nen, Wicken, Erbsen,— Kartoffeln,— Klee,— Raps,— Brache; IX. *) Spörgel sehr wenig⸗ V. il togen v Rtarden Dashcge sn drit uf ahnt it ginht IX. auf kostbarem Kleyboden, der bey trockner Witte— rung wie Asche zerfällt: se Roggen, Waizen, Mengkorn, Hafer, Win⸗ vötgl) tergerste, Wicken,— Klee,— Rüben, — Möhren, Kartoffeln,— Raps, Hanf; X. auf Polder⸗oder Marschboden: den: ö ů Wt Wintergerste, Waizen, Hafer, Bohnen,— ichwuäh Klee,— Raps, Krapp,— Brache; en, MWin ö . XI. in nassen, fetten, dem Austreten eines Flusses unterworfenen Gründen: em hen Roggen, Hafer,— Klee, Gras. „Bhih So viel von den Farben, die auf jeden Kanevas auf⸗ getragen werden sollen; nun von ihrer Mischung. Oder saudhn ly mit andern Worten: so viel von der Auswahl der den verschiedenen Arten des Grund und Bodens angemes— senen Früchte; nun von der Ordnung, in welcher sie auf einander folgen. U engun, L eu, N U„ N ; am V Hll „ H 0 Wür 3 Vier⸗ Vierter Abschnitt. Fruchtwechsel der Belgen. Alle Fruchtfolgen bey einem Volke beschreiben wollen, das freye Wirthschaft treibt, wäre ein eben so weitläufiges als uberflüssiges Unternehmen: denn die Wirthschaft wäre nicht frey, wenn man nicht triebe, was man wollte. Ich schränke mich daher auf die Hauptvarietäten ein. . 1 Fruchtfolgen auf schlechtem und auf verbessertem Sandboden. Dürrer, scharfer, schlechter Sand ist die Boden—⸗ art, die sich am häufigsten in der brabantischen Cam— pine findet, und die, mit Ausnahme einiger einzelnen unbedeutenden Striche, für die allgemeine Bodenart daselbst würde gelten können, wenn nicht lange Cultur in der Nachbarschäft der Dörfer den Grund und Bo— den verbessert und um eine Stufe erhoben hätte. Je weiter aber die Entfernung von dem Centrum, wo der Haushahn krähet, je schwäͤcher wird die verbessernde Kraft, bis sie endlich außer dem Kreise ihrer Wirkung sich gänzlich verliert, und der rohen Natur die Ansprü⸗ che nicht mehr streitig macht. Wir müssen daher die in dieser Gegend üblichen Fruchtwechsel, jeden auf sei- ner Bodenart betrachten, und zwar: a) auf 2.3 Huschen utd oft! shuben, Ranchmal Wbite! Hsihg, 6n Hehi fihel hchihgtt rgen uud fucht ta Oe u figtshe Ie A Mheh ch s Guhg elgeß hräbgnsh ire eh nen: dn an nich chz dahe u Susdce ist NS antichn Od inigt ae neine Boh t dpEie rund ben Hi J Htrun W die Reos ihrt W 0 hur de Mt Ise A 1 H5 f 215 a) auf schlechtem, magerm, entferntem, dürrem Boden; b) auf verbessertem, näher gelegenem Boden; c) auf dicht bey dem Hause gelegenen umpflanzten Koppeln; d) auf etwas feuchtern umpflanzten Koppeln. Davon hat: d. I. Spörgel zu Heu, und Saamen; 2. 3. 4. 5. 6. bis 9. Roggen. Zwischen diese hintereinander folgenden Roggensaaten wird oft Spörgel als zweyte oder Nebenärndte einge— schoben, und solcher stets auf dem Felde abgehütet; manchmal aber wird auch reine Herbstbrache gehal ten. Ich bitte unter diesem Worte keine Sommerbrache zu verstehen. Die Belgen können sich größtentheils kei⸗ nen Begriff von einer reinen Sommerbrache machen, und lächeln, wenn man ihnen davon erzählt. Brache bezeichnet bey ihnen ein Feld, das zwischen der dießjäh⸗ rigen und künftigjährigen Hauptfrucht keine Zwischen— frucht trägt. Sie glauben dem Felde schon eine große Gnade zu erweisen, wenn sie nach dem Roggen z. B. nicht sogleich Rüben und Spörgel einsäen. Aber wie? Sechs⸗ bis neunmal hinter einander Roggen, das ist ja ärger als Dreyfelderwirthschaft! Ich bildete mir auch ein, daß Stroh und Aehren auf einem sechsjährigen Roggenfelde an Größe und Gewicht den Saaten der Insel Liliput gleich kommen würden; O 4 allein allein man versicherte mir feyerlich das Gegentheil... „ Wenn wir nur gehörig zu jeder Saat dungen, so kön— „nen die letzten Aerndten eben so gut, und, nachdem die „Jahre sind, noch besser ausfällen, als die ersten.— Wenn das ist, dachte ich, so haben die Herren Defen— soren des Dreyfeldersystems, wenigstens auf dem dür⸗ ren Sande, gewonnen Spiel?... Und es ist in der That so!— Warum aber nicht wenigstens Hafer und Buchwaizen in diesem Umlaufe? Antwort: weil der Boden so schlecht ist, daß diese Früchte nicht darin .. wachsen wollen. . ö theilt sich in 4. etwas bessern, ö und in 3. etwas geringern Boden. a. hat: I. Kartoffeln, Flachs oder Raps; 2. Roggen mit untergesäeten Möhren; 3. Hafer; 4. Klee; 5. Waizen oder Roggen, und darauf Spörgel; 6. Roggen, und darauf Ruben. G. hat: 1. Spörgel, vor und nach gesäet, zu grünem und trockenem Futter, oder zu Samen; 2. Roggen, und darauf Spörgel zum Abhüten; 3. Roggen, und darauf Rüben; 4. Roggen, und darauf Spörgel; 8 6 Roggen, und darauf Ruben oder Brache; Buchwaizen. Der u MMh ug Di sh 5 lich h Hel soch dld fildeh, Hlesae da, o! 0 Hef Hatr E sihhe mn ꝓf 1. K 2. H 3. K 4. V W ibn shust wur Iu W ulus, iK Na; nh ulf n uhg calshng br Zi Gahl, ungen f 0j rachiz N ersge Hann diz auf dnh nd e ssy migteg n Lutu te nithuß . E Der Spörgel, der zu Heu und Samen stehen geblie⸗ ben ist, wird als die bestmöglichste Vorbereitung für den Roggen angesehen. Dieses streitet gegen die Mei— nung Derjenigen, die unbedingt annehmen, daß Alles, dessen Frucht auf dem Felde zur Reife kömmt, dasselbe auszehre: eine Meinung, der ich in Betreff der ölhal— tigen Gewächse nie habe beytreten können. Weder ich, noch andere Pachter meiner Nachbarschäft, haben ge— funden, daß der Waizen an densenigen Stellen, wo Kleesamen zur Reife gekommen, schlechter gerathe, als da, wo dieser grün weggemähet worden. Ein Land, wo verpflänzter Raps gestanden, giebt für Roggen nach meiner Erfahrung einem Brachlande wenig oder gar nichts nach. Ich fand auf c. Kartoffeln, Hafer, .Klee, ö Waizen, und darauf Rüben. Wie überraschend mir diese Art von norfolker Wirth— schaft vorkam, wird sich mancher Leser denken kön⸗ nen... Im Kleinen, und wie hier bey Stallfütte⸗ rung, geht diese belgische Rotation der englischen um so viel vor, als ein Acker Kartoffeln mehr werth ist, als ein Acker Rüben. Ich gestehe, daß jene ein Land mehr aussaugen als diese; dafür kosten sie aber auch den Pachter nicht so viel, als ein Acker Rüben einen englischen Farmer kostet, sind mehr werth und geben mehr Dünger, als diese. Dann hat der Belge bey O 5 die⸗ * * ———————...—..— —— ———8— —— diesem Umlaufe noch Rüben als Zugabe. Freylich sind es nur Stoppelrüben; dafür aber hat er sie aber auch beynahe umsonst. Da diese Rüben den Kartoffeln vor⸗ gehen, so ist man nicht gezwungen, sie sogleich vom Felde zu schaffen; und diese Rüben werden, wo man ihrer nicht dringend zu Winterfutter bedarf, bis zum Frühjahre in der Erde gelassen, zu welcher Zeit sie bey den frisch melkenden Kühen herrliche Dienste lei⸗ sten. Man hat ihrer oft so viel, daß sie in Stän⸗ gel, ja in die Blume schießen, ehe sie die Reihe zum Verfüttern trifft. Der Klee hält sich in diesem vierjährigen Umlaufe ganz gut, nur muß zu Kartoffeln der Grund, oder vielmehr Sand, tief gebrochen werden: daher wird hierzu doppelt gepflügt, und dem zweyten Pfluge der Streichhaken angehängt. Daß sowohl in diesem als allen vorhergehenden Fruchtwechseln zu jedem Gegenstan⸗ de, also alle Jahre gedüngt werden muß, und auch gedüngt wird, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Ohne Dünger würde in hiesiger Gegend außer dem ein⸗ zigen Spörgel eben so wenig etwas wachsen, als ohne Sonnenschein. Man hat auf d. I. Hafer, 2. Klee, 3. 4. 5. 6. bis 8. Gras. Der Hasfer wird zur Reife gelassen, der Klee im Stalle verfüttert, die Vormäht des Grases zu Heu gemacht, die Nachmaht von den Kühen abgehütet. Das Gras dauert ö Rhal ul m bsh slhgel I Olh Pil H f 1. H 2.N 3. 4.9 965 Har von Ruhas . 2. 3. 90 4. Ke 96. MW V Sg tuc an Jult Ahmen — ‚FFF I]C·CꝗC//—— 10 ö aschse ö 05 dauert mehr oder weniger Jahre, je nachdem der Bo⸗ 0. den beschassen ist; dann wird wieder mit Hafer ange— 20 fangen. Zu Hafer sowohl als zum Klee wird gedüngt, 4 der Grassamen aber nach dem ersten Kleeschnitte mit du wm Asche über das Feld hingestreuet. douf, Ey lcht z ‚ du ö ö dul Herr Balsamo giebt für die Gegend von Brüg⸗ —— ge auf ähnlichem Boden folgende Behandlung an: ie Mi ö I. Hafer oder Raps; mahut 2. Roggen, und darauf Rüben; 6 Ul 3. Kartoffeln oder Flachs; 4. Hafer; ö n M x 5. 6. 7. 8. Gras. . Herr von Ponderle giebt für die sandige Gegend om Hehe L 01 zwischen Gent und Brügge folgende Fruchtfolge an: 15/T h II umife 1. Flachs oder Waizen; außeront 2. Roggen; ,d 3. Hafer; 4. Klee; 5. 6. Gras. Man muß hierbey bedenken, daß gedachte Gegend einen reichen Zufluß von auswärtigem Dünger hat; ein Vortheil, dessen sich die verlassene Campine nicht Nemdl rühmen kann. p Oll §. II. I. 6. U. Fruchtfolgen auf äußerst verbessertem Sandboden. Dieser Boden ist eigentlich nur dem Lande von Waes eigen, so wie der eben zu beschreibende Frucht— wechsel. Ich habe schon S. 15 5. u. ff. gesagt, daß der Boden hier alle sechs Jahre mit dem Spaten um⸗ gegraben, oder anderthald Fuß tief royolt wird. Ich kann nicht umhin, hier einem Irrthume zu begegnen, zu dem Hr. Abbe Man in mehrgedachten Me— moire Anlaß gegeben hat.„Da die Höfe, sagt er, „im Waeslande so sehr klein sind, so werden daselbst »„wenig Pferde gehalten; das Land wird groößtentheils »mit dem Spaten und der Hacke bearbeitet. Wenn „ja ein Pflug gebraucht wird u. s. w.“— Wer das liest, sollte der nicht glauben, so wie Hr. Man es selbst geglaubt zu haben scheint, das Waesland gliche dem großen bamberger Gemüsgarten? Dieser sonst so judicidse Schriftsteller ist über den nordöstlichen Theil Flanderns und Brabants schlecht berichtet worden. Der Pflug ist im Waeslande eben so gebräuchlich und nochwendig wie überall, und das sechsjährliche Gra— ben macht ihn nicht entbehrlich. Erste Fruchtfolge. 1. Klee; 2. Roggen, und dann Rüben; Hafer oder Buchwaizen; Kartoffeln, wozu royolt worden; 2 ——— 2—2—— — —& Mositt 1 Wai hust gtb Buchwah alin s furd de l„ wie Macher Heh I2 Daei Esseme: un auf! I f Har acheen ruhde gy SD 221 5. Roggen mit Möhren; 6. Flachs mit Klee. Man sieht, daß dieses eigentliche Wechselwirthschaft ist; dem hude aber nicht so die folgende andbyhh reibadeuz 2 Zweyte Fruchtfolge. N m Cuuap 2 mar 1110 2. Roggen; olt wid 1. an 3. Roggen, und darauf Rüben; 7——— maaatd 4. Hafer, wozu royolt worden; 4 Flachs; Hafe,sht 0 Nehh m weddn M Man saet überhaupt hier wenig Hafer, und noch weni⸗ d 1 10 ger Waizen und Spörgel. Raps witd nur zu Noth— 0 11. 9—8 durft gebaut. Zu allen obigen Gegenständen, den 06 Buchwaizen ausgenommen, wird gedünget, also fünf⸗ Bun mal in sechs Jahren. Der Flächs ist der Hauptgegen— Dis ft stand des ganzen Umlaufs, daher ihm auch das Royo⸗ ah len, wiewohl mittelbar, vorgeht. Uebrigens wird ichtt un Mancher diesen Umlauf für ein wegen so hoher Cul— Hwb tur berühmtes Land wenig befriedigend finden; allein If der Waesbauer sieht eben so wenig als der Chineser auf Rht Systeme und die Bibliothek fremder Gewächse, son— dern auf das, was sich am besten für seinen Boden und zu seiner Wirthschaft schickt. Herr von Ponderle giebt folgenden Frucht— wechsel einiger Dörser der Burgvogtey von Terre⸗ monde an: 27 1. Hanf; 2. Flachs; 3. Waizen; 4. Roggen; 5. Roggen; 6. Hafer; 7. Klee, Buchwaizen, Rüben, Möhren. Hr. Man giebt sehr irrig den nämlichen Fruchtwechsel für den im Waeslande gewöhnlichen an, und con⸗ fundirt dadurch dieses Land mit dem von Terremonde. Dieses liegt südwärts, jenes nordwärts der Dürme. Das Land von Terremonde schien mir überhaupt feuch⸗ ter und fetter, daher zum Hanfbau bequemer, als das Waesland. Diese Vorzüge rühren von dem jenes dand von allen Seiten umgebenden Gewässer her, welches die Beyschafsung fremden Düngers erleichtert, und möglich macht... Da beyde Herren darin übereinstim⸗ men, daß das Land nur zu dem Hanfe, also in sieben Jahren nur einmal gedüngt werde, und zu dieser Dün⸗ gung 40— 50 Fuder Mist und Straßenkoth verwen⸗ det werden: so müssen wir, wenn wir solches mit dem alljährigen Düngen des Waeslandes vergleichen, noth— wendig schließen, daß jene Ortschästen einen von diesem Lande durchaus verschiedenen, einen Polder,„ Marsch-, oder doch zur ersten Klasse gehörigen Boden haben, der eine Ausnahme von der Regel macht, um so mehr, da die Fuderzahl des Düngers so äußerst geringe ist... Bey Contigh rechnet man im Durchschnitte alle Jahre 80 einspännige Fuder Mist, also 560 Fuder in sie— ben an hie SWcln sibe hnzen, lliner Nr r ab d Dode sugt son Ashlich Zuddern hel p Vassupt Vötds he Wehle Eche, i WWat auf! Rn Bo lfet en Rigchy Eushe unt ig I9 ben Jahren auf ein einziges Bunder; und zu obigem Fruchtwechsel, wo der Hanf vorkömmt, sind 30 ein-— oder zweyspännige Fuder(denn größeres Fuhrwerk hat man hier nicht) hinreichend. Der Unterschied ist ohne Verhältniß, selbst wenn jene 50 Fuder lauter Men⸗ schenkoth wären, was sie doch nicht sind. Mlen, Eben so auffallend muß uns in der Feldbestellung en Zult des siebenten Jahres die Wahl zwischen Klee, Buch— nm, Wo waizen, Möhren und Rüben vorkommen. Hat ein oon duml kleiner Pachthof(denn große giebt es hier nicht) weni— ts d Lin ger als den siebenten Theil in Klee. so treibt er sicher Lahupin Weidewirthschaft, und muß ansehnlich mit Gras ver⸗ sorgt seyn. Die Stallfütterung ist ihm übrigens, da er jährlich nur sieben einspännige Fuder Mist auf das Bunder nöthig hat, worunter noch vielleicht ein Dritt— theil zugekauft ist, völlig unnütze, oder sein ganzer Jueme, demsh ser hu, ih an Viehstapel besteht in einer Kuh. „ asüste In Betreff der Möhren und Rüben wäre es für ¶*I zu dst dd den nördlichen Theil Belgiens, wo man so allgemein, 98 entach ung und sogar auf dem elendesten Boden diese Dinge als 0 soche 0 eine zweyte oder Nebenfrucht betrachtet, eine unerhörte rgliche W Sache, ihnen ein ganzes Jahr einzuräumen, und II nen udin zwar auf einem durch sechs Aerndten ganz ausgemer— lder/ Mush gelten Boden. Es steht uns zwar nicht zu, die Rich— 4* oden sobey V tigkeit einer Thatsache zu bezweifeln; aber es wäre auch 8 um sonth möglich, daß jene Herren nicht allzugründlich über eine geulhg st Sache unterrichtet worden wären, die sie allem An⸗ nith ch scheine nach nicht durch sich selbst kennen gelernt haben. 0 0 06 Der Der angegebene Fruchtwechsel zeigt noch eine be— sondere Seltenheit, und weicht dadurch von allen bis⸗ her erdachten Feldsystemen ab. Vier Halmfrüchte nach einander, und dann drey Brachfrüchte nach einander, das ist sicher weder Dreyfelder⸗noch Wechselwirth⸗ schaft. Aber soll diese Wirthschaft darum verwerflich seyn, weil sie keiner unserer hergebrachten Arten gleicht? Nach Hanf ist, wie ich weiß, der Flachs auch ohne Dünger eine sichere Frucht; selbst Hanf kann, wie— wohl nicht ohne neuen Dünger, mit Vortheil nach Hanf wieder kommen, wie ich auf mildem Lehmboden erfahren habe). Ein Hanf-Flachsland ist auf einem reichen Boden eine vortreffliche Vorbereitung für Wai— zen. Roggen schlägt nach Waizen nicht leicht fehl; und ist der Boden sandig, und gehörig in Kraft, so kann nach diesem Roggen noch sehr guter Roggen kommen. Wird zu diesem zweyten Roggen aber gedüngt, so kömmt auch Hafer; wo nicht, so muß letzterer eine halbe Düngung haben, dann kömmt er noch besser. Der Klee macht einige Beschwerniß, jedoch nicht bey den Belgen. Auf einem Lande, das mit solchem Fleiße bearbeitet, dessen Oberfläche alle Jahre ausgejätet wird, kann auch der nach vier hintereinander folgenden Stroh⸗ ärndten gesäete Klee noch rein seyn. §. III. *) In den Jahren 1804. und 1805. im Großen. Wescbe Etohhri Meni hhe nur Nuchwe Mfeng . 2. V tot 3. Hh0 4. M. 5. 0 b. K . Dise Il dihshof Rlleiht ⸗ Estr Ran utung§. III. 75 Fruchtfolgen ö Haumfrictez ö 4. ö enhen auf trockenem, lehmigem Sandboden. ö h Mahtn a. zu Edeghem. alumm ppgnt 1. Waizen; en Mngt 2. Roggen, und darauf Rüben; rachs unt 3. Hafer; I. anf fun, 4. Klee; it Vuhhiu 5. Wintergerste; ö uiden Hhth 6. Roggen mit Möhren, oder darauf Rüben; and isfen 2. Buchwaizen. 4 reüumftd Wir haben hier das Beyspiel einer totalen Körner⸗oder nitt H Strohwirthschaft. Fünfmal Halmfrüchte in sieben inSn Jahren ist alles, was das Herz eines Dreyfelderwir— Nuchninn thes nur wünschen kann... Soll Flachs in obigem er golh, Fruchtwechsel mit vorkommen, so wird dieser folgender + ruß lhtf Maßen geordnet: er i Hl 1. Kartoffeln; 11 edoh Ach H Huln 2. Waizen, und entweder darnach Rüben, oder iit 0u noch lieber keine; 1 foigage 4. Roggen, und darnach Rüben; ö 5. Hafer; 6. Klee; 4 7. Roggen, und darnach Rüben. 1 10 Dieser Umlauf wäre also der einer förmlichen Wechsel— 4 I wirthschaft, und zwar einer sehr guten. Man könnte vielleicht die Stelle des Klees ausnehmen; allein wo 14 Erster Band. P füt ö .—.—.—.— —— πππππππιππ⁷⁰ιπ⁷¹ 226 für alles und jedes gedüngt wird, da giebt es keine zwey⸗ te oder gar dritte Geile, kein ausgemagertes dand. Wo alle Früchte gejäͤtet, der Acker geeggt, geschleift, und das Unkraut mit dem Gartenrechen abgeharkt wird, da giebt es kein verwildertes, folglich dem Klee unan⸗ ständiges and. Bey der in Brabant üblichen Cultur weiß ich nicht, ob eine bessere Fruchtfolge denkbar ist. Auch folgender ganz einfache, sehr gebräuchliche Umlauf scheint gemacht, mehr lIs eine Partey zu be⸗ friedigen: 1. Kartoffeln; 2. Waizen, und dann Rüben; 3. Hafer; 4. Klee; 5. Roggen, und dann Rüben). Die von Hn. Thaer vorgeschlagene judicidse funfzä⸗ rige Fruchtfolge würde hier mit einer geringen Umän⸗ derung anwendbar seyn. Sie wäre: 1. Kartoffeln; 2. Waizen; 3. Klee; 4. Roggen, und darauf Rü⸗ ben; 5. Hafer. Dann verlören wir aber einmal Rü⸗ ben, und das würde der Belge nicht gern wollen. b. zu *) Da dieser Fruchtwechsel der allergewöhnlichste in der Gegend von Edeghem ist, so werden wir ihn im zwey⸗ ten Theile dieses Werkes zur Basis einer belgischen Wirthschaft machen, und ihn in allen seinen Theilen betrachten. V odes umar ö Dir Ke dm dul Oce Mhuan u Ran sih! 40% u shn, sin neht de Huclot Ds! Rigt, d Rast, mn fät ũ%j kuget, bid Walh Sandhh He Hooßen 8 ——⸗pͤ—s!'— — 227 t fih b In zu Warloos), eeggt, Rz wo der Boden noch sandiger ist, als zu Edeghem, hat bghrlh man eine der vorigen durchaus ähnliche Fruchtfolge: dem Hh I. Roggen, und darauf Rüben; Ubichnhz 2. Flachs oder Kartoffeln; Hekf 3. Waizen mit Möhren; 4. Hafer; ehr Rulhh 5. Klee. e D Der Klee kömmt in diesem Fruchtwechsel, so wie in dem vorletzten, alle fünf Jahre ohne Anstand wieder. Da es aber nicht zureicht, zu wissen, was man in funf Jahren zu säen hat, wenn man nicht auch weiß, wie man sich dabey angreifen soll, damit das Gesäete gera— the, so wird es dem leser vielleicht nicht unangenehm seyn, hier vorläufsg die Auseinandersetzung, oder viel⸗ ö nehr die gehörige Ineinandersetzung der Theile dieses Fruchtwechsels zu erfähren. fi gailhn Erses Jahr. . Halh Die Kleestoppel wird einfährig und flach umge⸗ undumN pflügt, die Narbe mit Mist bestreut, der Mist fest ge⸗ are walzt, und(wie im 4.§. der zweyten Abtheilung er— gen uih klärt ist) überstrichen, geeggt, dann Roggen gesäet, ö eingeeggt, die Rigolen ausgeschossen. Im Frühjahre 6 wird der Roggen gejätet... Sobald die Roggenärndte P 2 vom Uhhhis vit i ir x) Warloos hat eine erhabene Lage, und einen trockenen 6 eln hte Sandboden, der den in der Campine wenig übertrifft. len sim du Hier liegen auch trockene Felder in umpflanzten, aber großen Koppeln, doch ohne hohe Bäume. SDSeeeeeee¶IBIAI 228 vom Felde ist, werden die Stoppeln flach umgepflügt, geeggt, Jauche aufgefahren, Asche und Rüben eingesäet. Zweytes Jahr. Zu Kartoffeln wird zuerst eine gewöhnliche, dann eine sehr tiefe Pflugart gegeben; darauf wird gedüngt, der Mist untergepflügt, und nun die Kartofseln einge⸗ legt.. Soll aber Flachs auf den Roggen folgen, so wird das Land nach dem Winter so frühe als möglich umgepflügt, und zwar nicht tiefer als 2 bis 24 Zoll. Bald darauf erhält das Feld eine zweyte, eben so fla⸗ che Pflugart; dann wird Asche übergestreut, der dein gesät, und fest gewalzt. Drittes Jah.r. Nach dem Flachse wird das land geschält oder ge— felgt, abgeeggt, gedünget, gepflügt, die Kanten ge⸗ mistet, die Rücken ausgestochen), Waizen gesäet, gewalzt, und im folgenden Frühjahre wieder gewalzt... Im Februar säet man dann Möhren über den Waizen, der dann später gejätet wird. Sobald der Waizen ein⸗ geärndtet ist, wird scharf geeggt, die Möhren werden gejätet, und Stoppeln und Unkraut davon gebracht. Viertes Jahr. ö Im Frühjähre wird dreymal zur Hafersaat ge— pflügt, vor der letzten Pflugart das Land stark gedün— get/ *) Alle diese Benennungen sind bey dem Pflügen erklärt worden. 1„ W0 Drahf uid str Di nigen d fit! biggte shaft? beyele + fů ruchen Hofslker 3. N 6. H0 5. K. Hummn d . Kh 2. M . 2 4 Wf ————————————?—— 229 lhgnit get, und der Mist überstrichen, oder tief untergepflügt. dethsteh n Daräuf wird Hafer und Klee gesäet. Der Hafer wird sorgfältig gejätet. Fünftes Jahr. rihlth Der Klee wird gegen das Ende des Winters bey f vid ghz regnigem Wetter mit Jauche begossen, und später wer⸗ Karoscye den für 60 brabanter Gulden Asche über ein Bunder oggen fihn hingestreut. he diz Was denkt der Leser wohl von einer solchen Wirth⸗ schaft? Dreyfelder⸗oder Wechselwirthschaft, das gilt yte, Hui bey einer solchen Cultur wohl ganz gleich. Der Belge strl, V fragt nicht, ob's wachsen will, sondern sagt, es soll wachsen. Ob ein solcher Landwirth wohl mit einem norfolker Farmer in dieselbe Zeche treten darf? . gethe Noch findet man zu Warloos auf mehr entfernten u un· Feldern folgenden der Campine eigenen Fruchtumlauf: Wi u 1. Roggen, und dann Rüben; wichnnnt⸗ 2. Roggen, und dann Rüben; ibrdrdin 3. Roggen, und dann Rüben; der Wunh 4. Hafer; Mpran 5. Klee. ö wuan t hat man in den Koppeln dicht bey den Häusern folgen⸗ . den vierjährigen Fruchtwechsel: ur Hrist 1. Klee; dand sut h 2. Waizen; 6 3. Roggen, und darauf Möhren oder Rüben; 4. Hafer. nRe 9 3 In In vier Jahren dreymal Halmfrüchte, nach diesen un— mittelbar Klee, und in dem ganzen Umläufe keine be— häckte, ja gar keine andere Brachfrucht: das ist wohl eine rechte Antiwechselwirthschaft, und erschüttert man⸗ che Theorie. Ich für meinen Theil weiß den Knoten nicht anders zu lösen, als durch meinen S. 207. an⸗ gegebenen Satz: Hast du Ueberfluß an Dün— ger, und scheuest keine Arbeit, so säe was du willst... Nicht allein ist in obigem Fruchtwech— sel zum Hafer gedüngt, nicht allein ist im Winter Mist über den Klee gebreitet worden(und welcher Mist!); sondern es wird im Frühjahre auch noch holländische Torfasche über das Kleefeld gestreut, dann die Stop— pel, wenigstens die Kanten davon für den Waizen, dann die Waizenstoppel wieder für den Roggen gemistet, babey geschleift, geeggt, gejätet u. s. w. d. zu Antwerpen hat man auf ähnlichem, wiewohl wegen Nähe der Stadt überaus fettem und fruchtbarem Sandboden, der dem im Lande von Waes nichts nachgiebt, folgende Fruchtwechsel auf offenen, nicht umpflanzten Koppeln. I. Klee; 2. Waizen; 3. Roggen, und darauf Spörgel; 4. Roggen, und darauf Rüben oder Möhren; 5. Hafer; oder 7. 06 hih, nich Ysch. adeen d Gle alls dese n Eihn Er hin de Nach Nue, küllihta II Hoel wenhl e sch thn hn oder 8aer 3. Buchwaizen; s 6. Roggen,— verschitaeyg oder weiß Mgh 5. Kartoffeln; en ma 6. Waizen. luß ndh Der andere Umlauf hat: it, sostirn I. Klee; igen huht 2. Flachs mit Möhren; im unh 3. Roggen, und darauf Spörgel; welchn M 4. Roggen, und darauf Rüben; noch hleh 5. Kartoffeln; dann Rey 6. Waizen, und dann Rüben; für du du 7. Hafer. Roggtritt Daß dieser zweyte Umlauf den ersten um 10 Procent w. übertrifst, brauche ich wohl nicht zu erinnern. Er reicht hin, mich mit der Dreyfelderwirthschaft auszusöhnen.. u In sieben Jahren eilf Aerndten, und von vier Stroh⸗ ärndten dreye in Winterfrucht; daneben die Kleestoppel 0N OA MM N wehr i. als eine unübertreffliche Zubereitung für den Flachs: M 17 1 alles dieses versichert jener Fruchtfolge den höchstmögli⸗ Atend chen Ertrag, den der Mensch berechtiget seyn kann, der pfanseR Erde abzufordern. Derjenige, in dessen Wirthschaft der Flachs nicht paßt, könnte ihm gar vortrefflich den Raps, der in den Kleestoppeln so vorzüglich wächst, vielleicht auch die Rutabaga als Oelgewächs, substitui⸗ 4 ren, und die Möhren im Frühjahre darüber hersäen: N oder wenn die Rutabaga zu geil wachsen sollte, so müß⸗ te er sich gefallen lassen, auf die Möhren Verzicht zu thun. ä 0 P 4 Wem Wem daran gelegen wäre, aus jenem Fruchtwech⸗ sel eine formliche Wechselwirthschaft zu machen, der könnte ihn, wenn er keinen Flachs bauet, mit sichtba⸗ rem Wcare⸗ auf folgende 2 umändern: Klee; 2. Roggen; 3. Raps oder Rutabaga; 4. Roggen oder Waizen; 5. Kartoffeln; 6. Waizen; 7. Hafer. Dem Irrthume vorzubeugen, der Jemanden anwan-⸗ deln könnte, zu denken, daß hier die Rede von den an die Stadt Antwerpen anstoßenden Polderlanden seye, bemerke ich, daß in obigem Umlaufe in sieben Jahren auch siebenmal gedüngt wird. 6. W. Fruchtfolgen auf tief gelegenem, feuchtem, sandigem Lehm— boden, in umpflanzten Koppeln. Zu Contigh: 1. Klee; 2. Wr oder Wur 3. Bauchepaleh oder Pferdebehuenz 4. Waizen, und dann Rüben; 5. Hafer. Ein excellenter Fruchtwechsel! Nie werden Roggen und Kartoffeln in solchen Gründen gebauet..„Die Er⸗ vfah⸗ A Acun Rigeis Ui ihshh 5. Hle 2. Vi 5. 4. D 5. H0 Diser bal Im btheh Hnden Oun Dier I. Hle; 2. Diz 3. Wil 4. Haft Dist Unt Aumaer U 0 —.8— 233 lem Ruünz u mulgn et„ nishz erh: „fahrung hat mich überzeugt, sagt Hr. Dierer sen, „daß von allen bey uns üblichen Fruchtfolgen diese die⸗ „jenige ist, wobey das Land im besten Zustande bleibt.“ Uebrigens aber hält er denjenigen für einträglicher, den ich sogleich unter seinem Namen änführen werde. Zu Edeghem: 1. Klee: 2. Waizen oder Wintergerste; 3. Hafer oder Buchwaizen; 4. Waizen, und darauf Rüben; nanden ay 5. Hafer. em Dieser barbarische Umlauf contrastirt nicht wenig mit Danlann j dem vorhergehenden, und das in zwey neben einander 1 schan liegenden Dörfern. Wenn kein Klee in den Umlauf kommen soll, so säen sie 1. Waizen; 2. Hafer; dihtn Ay 3. Wintergerste; ppch. 4. Buchwaizen. Herr Dierersen hat zu Edeghem: 1. Klee; 2. Waizen; 3. Wintergerste, und dann Rüben; 4. Hafer. Dieser Umlauf, wo die fettgierige Wintergerste dem ausmagernden Waitzen folgt, scheint sonderbar... anRn Wenn bey einem solchen gewaltsamen Fruchtwechsel 3 0 V5 nach 2* WR NI + * 440 II I Wi M. N WA Ii n xů 4 II Eanst III nach Hn. Dierersen mehr Vortheil herauskömmt, als bey oben gedachter excellenten Rotation, so sieht man wohl, daß Dünger und Arbeit alles möglich und das Rationelle einer Fruchtfolge entbehrlich machen können. 5. V. Fruchtfolgen auf leichtem, mildem Kley-oder gutem san⸗ digen Lehmboden. Zu Alost. Royolte, folglich vortreffliche Feldbereitung. Erste Fruchtfolge: I. Klee, mit Asche; 2. Waizen; 3. Hafer, royolt, halber Dünger; 4. Flachs, darauf Möhren, gedüngt; 5. Roggen; 6. Raps in vollem Dünger; 7. 8 Wintergerste oder Waizen; Roggen. w ehy Le: 1. Klee mit Asche; 2. Waizen; 3. Raps in vollem Dünger; 4. Waizen; 5. Mengkorn; 6. Roggen; Kar H6 9. Nll Dieaste Holh— de nust ind lurRalb. sht uih, d del 6 Dise Ge Hunde wen dl Hand. das Hict hn ft Eullitr 1. Ke 2. 0 53 Ruj 4. WI 5 W b. Hat . Wi el Rtaltw 8— 7. Kartosseln, royolt, voller Dünger; in Hafer; alls nigty 8. Hafer; Hine 9. Flachs, gedüngt; behuch z Die erste dieser Fruchtfolgen hat F, die zweyte§ in Korn⸗oder Halmfrüchten. Der verpflanzte Raps macht in dieser Gegend einen Hauptgegenstand der Cul— tur aus. Benyde Fruchtfolgen sind, wie man sieht, sehr reich, und können sich nur bey reichem Dünger ghlh 0 +* und der hier eingeführten erhabenen Cultur erhalten. Diese Gegend und ihr Ackerbau giebt dem Waes⸗ lande wenig nach, wozu ihre gar vortheilhafte Lage die Hand bietet. lobezetuz e. Zu Voorde. Der Grund zum Theil schwerer, als zu Alost; ich hielt ihn für meinen mergelhaltenden dehm.— Keine er; Stallfütterung, kein Zufluß von fremdem Dünger. düng Erste Fruchtfolge: Klee, mit Kalk oder Torfasche gedüngt; .Hafer; Raps, gedüngt; 4. Wintergerste oder Mengkorn; 5. Roggen, und darauf Rüben, halber Dünger; 6. Kartoffeln, gedüngt; 2. Roggen. Z w e h te: 1. Klee, gedüngt wie oben; 2. Flachs; 90 3. Wai⸗ *9‚....„„‚ —— 3. Waizen oder Wintergerste, gedüngt; 4. Roggen, und darauf Rüben, letztere überjaucht; 5. Bohnen, gedüngt; 6. Waizen; 7. Haser. Drit e: 1. Klee, gedüngt wie oben; 2. Hafer; 3. Waizen, gedüngt; 4. Roggen, und dann Rüben; 5. Kartoffeln, gedüngt; 6. Mengkorn; 7. Roggen, halber Dünger; Flachs⸗, Bohnen⸗, Kartoffel⸗, ja Haferland werden dem Kleelande für Waizen vorgezogen. Nach Raps wird Wintergerste oder Roggen, nie Waizen gesäet.— In leichtem Boden wird hier flach, in schwerem tief ge⸗ pflügt. Der Pflug wird überhaupt meisterhaft geführt, und die Handarbeit auf dem Felde nicht gespart.— Bohnen bringen sie nicht anders, als in schweren, Kar⸗ toffeln und Raps dagegen, in jeden Boden; doch wird für erstere ein leichtes mergelartiges Land, für letztern ein schweres vorgezogen.— Hafer wird hier nicht viel gebaut, weil die Pferde meistens mit Bohnen im Strohe gefüttert werden; daher haben obige Frucht— wechsel dreymal, ja der letzte viermal so viel Winter— als Sommerkorn.— Im Durchschnitte verhalten sich in angeführten drey Fruchtfolgen die Halm⸗zu den Brach⸗ gatstit Dnfedel Der Zn in * x 1. H . M 3. 80 4 0 G. ist uf sildiß s. Jufe noch halteR. mich dutne 0 Il w Rbede Sut I. Buo 2. MI 3. Mi 4. Hle 5. Hoft b. M 7. Mii d. MMN 9. Viz Dalsa 237 Hangz Hartihg Brachfrüchten, wie 13 zu 8: es ist also keine förmliche W Dreyfelderwirchschaft. Der Professor Balsamo fand auf ähnlichem Boden in dem Departement der Leye(de la Lys): 1. Klee; 2. Waizen, und darauf Rüben; Flachs mit Möhren; 2 Hafer. Es ist zu fürchten, daß dieser Fruchtwechsi nicht voll⸗ ständig ist. Der Flachs scheint mit einem kurzen Um— laufe noch weniger verträglich, als der Klee. Die I schnellste Rückkehr, die man ihm irgendwo, so weit ich Dasuhr mich darnach erkundiget habe, gestattet, ist von 6 R. NMM W shumi Am häufigsten fand Balsamo daselbst nachste— disch 100 hende Fruchtfolge: ich Ru⸗ 1. Brache, oder Rüben, Kohl u. s. w.; n shem x 2. Waizen oder Wintergerste; n it 3. Mengkorn oder Roggen; and, Nh + Rubit 5. Hafer, und darauf Rüben; ,„ dahn . 2. Waizen; 10 8. Rapsṽ H 9. Waizen; Hr. Balsamo bemerkt bey dieser Gelegenheit: Er⸗ .—.— S..E.‚. *—— — ———.— ———.— — —.————————— .——————————— —.—— FIII———— —.———— DSDSISEER.. ———— 238 Erstens,„daß es keine reine Brache bey den „Belgen giebt.“!— Es ist also auffallend, daß er doch eine in ebengedachter Fruchtfolge anführt. Zweytens,„daß nie dieselbe Frucht zweymal „hinter einander auf demselben Felde folgt, noch zwey „erschöpfende Fruchtarten nach einander kommen.“— Hier möchten wohl zwey?? stehen. Drittens,„daß so viel möglich zwey Aerndten „in jedem Jahre von demselben Felde genommen wer— „den.“ Hierzu ist aber der von ihm angeführte Frucht— wechsel durchaus ungeschickt. In seinem ganzen Um⸗ laufe findet sich nicht eine Lücke, wo Rüben und Möh⸗ ren mit Anstand eingeschoben werden können. Rüben nach Hafer können in den meisten Jahren nichts ande⸗ res als eine klägliche Ausbeute gewähren. Und wirk⸗ lich habe ich in Belgien kein Beyspiel gesehen, daß man Rüben nach Hafer gesäet hätte. Viertens,»daß zu Bohnen/ Raps, Flachs, „Rüben, und Wintergerste gedüngt wird, selten zu „Waizen.“ §. VI. Fruchtfolge ö auf schwerem, kaltem Lehm, oder festem Kley, der bey vielem Regen zum Teige wird, und beym Abtrocknen Risse bekömmt, der eigentliche Boden des wallonischen Brabants. Ob ich diese Provinz gleich nicht bereist habe, so weiß ich doch ziemlich zuverlässig, daß sie mit meiner Ge⸗ l,d ö Holl⸗ 5 Archfi l 1. O — —22. — 239 e Vuhn ö i Gegend, der sogenannten Hesbaye, in der Cultur so⸗ sslhnnt wohl, als im Grund und Boden, viele gegenseitige ausht Aehnlichkeit hat. Ich kann also füglich die in der Hes⸗ e Jult Wes baye gewöhnlichsten Fruchtfolgen hier anführen. fosgt, 1. Brache, gedüngt; der hmm 2. Roggen 3. Hafer, 4. Klee, überdüngt; sich zunhn ö Rhn 5. Waizen; r 6. Hafer; i 7. Kartofsen, Räben, Möhren. Zu ersteren NIln wird gedüngt, zu Den andern nicht. 3 5 8. Roggen. Wo Möhren waren, kömmt Flachs. m 9. Wicken, gedüngt; 3n 10. Roggen; ren. II. Roggen; geschn Ht 2. Hafer;— oder EI 6. Roggen; wid/ sta 7. graue Erbsen 8. Roggen, gedüngt; 9. Hafer; 10. Raps; 11. Wintergerste, gedüngt; er sitch 12. Roggen;— vrd/ WE oder entihe 6. Hafer; ad 7. Wicken; 0 8. Roggen, gedüngt; bais u 9. Hafer; siatt, 10. 0 240 10. Bohnen, gedüngt; 11. Waizen; 12. Hafer. Also förmliche Dreyfelderwirthschaft! Das Feld wird alle drey Jahre gedüngt, es kommen dann 15— 20 vierspännige Fuder auf den Hektar, meist magerer oder vom Regen verwaschener Mist.— Bey einigen kömmt die Brache alle 6, bey andern alle 9, und bey noch andern alle 12 Jahre wieder. Gegen 8 Korn⸗ felder kommen 4 mit Brache und Brachfrüchten.— Man sääet den Klee in der Regel in Hafer, der auf Brachroggen folgt, doch mänchmal auch in den Rog⸗ gen.— Die Stallfütterung ist in dieser ganzen Ge⸗ gend, selbst dem Namen nach, unbekannt. So we⸗ nig Dünger in einen Boden, der so vielen erheischt! Und warum so wenig? Weil die Pachthöfe groß sind... Jäten und Behacken ist hier Thorheit und Sünde. Herr Balsamo fand auf demselben Boden bey Brügge: 1. Brache oder Brachfrüchte; 2. Wintergerste; 3. Bohnen; 4. Waizen; 5. Bohnen oder Erbsen; 6. Waizen. Also weder Klee, noch Roggen, noch Hafer; und da der Waizen nicht allzuviel Stroh, die Wintergerste sehr schlechtes abwirft, und der Boden sowohl als obige Frucht— I. M 2. W 3. M 4. M 5. N 6. WI 7. I 5. Ke, 9. V 10. Hmft str Fruchtarten einen großen Düngeraufwand erfordern, so gehört nothwendig zu einer solchen ein ungeheurer S, Dohn ndem u 5. VII. mestyn Fruchtfolge — Ve auf kostbarem körnigen Kley, der viele Feuchtig— en astg n keit beym Regen annimmt, aber an der Luft Genh leicht wieder abtrocknet, und alsdann wie rucfihn. Asche zerfällt n Haft K auch nM/ Gegend von Tirlemont: Msch— düfra I. Wicken, gedüngt; oelunt 4 2. Waizen; ISDSDSDIDSSISISSSeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee‚eee.....,.,.eeeeee=ee e.e⸗⸗ — 44. 1 3. Roggen; so W Klee, mit Asche; 2 hr. 2 0 5. Waizen, oder nach unreinem Klee Hafer; hir Rtn 6. Hafer, oder wenn 5. Hafer war, dann wird 6. mit Waizen bestellt, und dazu gedüngt. nsehn du Eine andere: I. Wicken, stark gedüngt; 2. Waizen; 3. Roggen; 4. Roggen; 5. Raps, verpflanzt; 1 6. Wintergerste, gedüngt; 7. Roggen; I 8. Klee, mit Asche; 5 W 0 9. Waizen, und darauf Rüben; b ihh 10. Hafer. Erster Band. 2 Sie⸗ —.— ———.—t.—— 1473 R 5 4½ * 4 45 * NGRNI 1 e 19 41 5. 140 0 1988 IINA Esi. 001 M — —— — 2 ——..eeeeeeeeee.— Siebenmal Halmfrüchte in zehn Jahren, und zwar nur bey zwey und einer halben Düngung, zeigt einen nicht gewöhnlichen Boden an. §. VIII. Fruchtfolgen unterhalb Antwerpen, auf Polder- oder Marsch— boden, ohne oder beynahe ohne alle Düngung. Eirr st e: 1. Klee; 2. Wintergerste; 3. Hafer; 4. Waizen; Diesen Fruchtwechsel scheint nichts als der überschwelge⸗ rische Boden rechtfertigen zu können. Da ihn das Kleejahr noch verbessert, so kann nichts als Winter— gerste(denn Hanf ist hier nicht üblich) darauf wach— sen. Nach der Wintergerste ist der Boden noch zu fett zu Waizen, daher wird Hafer dazwischen eingescho⸗ ben... An den Ufern des Nils könnte man keinen gewaltsamern Fruchtwechsel erzwingen. 3weyt e: I. Klee; 2. Waizen; 3. Brache; 4. Wintergerste; 5. Waizen; 6. Hafer. Rgeh del cas fü den be un, B st“— VWaullite m iUinar t aß ohhe! DiErte des Vrat Buchshr i der dy Bodens b Asitt er un pete vache Be r BWen! Dehadin n Umaag, Hlegehende! i, sn ——IH—————————— — 243 ung, I Dritt e. I. Klee; 2. Waizen; 3. Bohnen; 4. Wintergerste 90 e 5. Wintergerste; 6. Hafer. alle Nuz Der Waizen kömmt hier unmittelbar nach dem Klee, gegen den sonst üblichen Gebrauch, den ich in fetten, etwas feuchten Gründen in den meisten belgischen Ge⸗ genden bemerkt habe... Aber wozu, wird man fra⸗ gen, Brache auf einen Boden, der schon überreich ist?— Weil Brachkorn alles andere übertrifst, aut⸗ wortete mir hierauf ein Polderbauer. Diese Antwort der nhth ist zwar richtig, aber nicht zureichend, es sey denn, Hrit daß ohne Brache der Boden Dünger erfordern würde. chts&Ue Die Ersparung des Düngers, vereinigt mit dem plus 9) wint des Brachkorns, könnte vielleicht das ausfallende Bog rachjahr ersetzen. Ihr Hauptnutzen könnte dennoch wishrant in der damit verknüpften sorgfältigern Reinigung des 10— Rutn Bodens bestehen: denn obgleich alle Halmfrüchte hier gejatet werden, so befindet sich doch in dem angegebe— nen zweyten Umlaufe keine behackte Brachfrucht, ohne welches Behacken ein solcher fetter, schwerer und feuch— ter Boden nicht zu reinigen ist, es sey denn durch die Behandlung der Brache. Auch findet sich in dem drit— ten Umlaufe, der nicht weniger erschöpfend als der vor⸗ hergehende ist, keine reine Brache, wovon die Bohnen die Ursache anzugeben scheinen, welche hier nicht allein gejätet, sondern auch behackt werden. I Q 2 Vier⸗ ——— ..——— 23— SSSI— DIIT —. ——————— IIIFFIFIFFEFFI— —— SPSSSSSI VBVierte 1. Klee; 2. Waizen; 3. reine Brache; 4. Raps; 5. Wintergerste; 6. Wintergerste; 7. Bohnen; 8. Waizen; 9. Hafer. Die Brache wird in diesem Fruchtwechsel zur Aussaat des Rapses nothwendig, der hier nicht, wie sonst in den gesammten Riederlanden geschieht, verpflanzt wird.— In Ansehung der Brache ist in jenen Fruchtfolgen noch zu bemerken, daß sie dem Klee mit⸗ telbar nachfolgt, und nicht vorangeht, wie in dem wal— lonischen Brabant, und zwar mit Recht, zu gesche⸗ hen pflegt. §. X. Fruchtfolge der Gegend von Valenciennes in dem französischen Flandern. Nach Arthur Voung. 1. Waizen, und darauf Rüben; 2. Hafer; 3. Klee; 4. Waizen; 5. Hanf; 6. Waizen; luh, de9 . N6 8. Mii . Dn 10. Bah Iserd Ehobethet 0 gethe flliccht durn durchae k MWos nach daß er niht llllcht, auc fomm. Der an Ralf fogerde Runchen B. uit macen 1. Vih 2. Haft 3 Kaz 4. Wii 5 Haf . Fach 7. N 5. Muh, 9. Nuh 10. Schr Her flt h da t EE— 245 2. Flachs; 8. Raps; 9. Waizen; 10. Bohnen. An dieser Fruchtfolge, sagt Noung, kann man die Erhabenheit der Cultur dieser Gegend erkennen.— Ich gestehe dagegen, daß man belgische Cultur nicht leicht daran erkennen wird. Viermal Waizen, und durchaus kein Roggen, keine Wintergerste! Da der Raps nach dem Flachse kömmt, so ist zu vermuthen, daß er nicht verpflanzt wird: denn sonst wäre es na—⸗ 49 türlicher„ihn nach dem Waizen kommen zu lassen; ith i— auch kömmt, der gemeinen Mung der Niederländer 0 0 nach, der Roggen besser nach Raps als der Waizen. inin Der angeführte Fruchtwechsel ließe sich vielleicht se 705 auf folgende Art ansehnlich verbessern, oder doch auf manchen Boden und manche Wirthschaft anwendba⸗ Raht. rer machen: 1. Waizen, und darauf Rüben; 2. Hafer; 3: Klee; 4. Waizen, und darauf Rüben; demfigfth 5. Hanf; EI 6. Flachs; 7. Roggen; ö 8. Raps, gepflanzt; 9. Roggen, und darauf Möhren; 10. Bohnen, behackt. Oder für den, dem mit Hanf und Flachs nicht ge⸗ dient ist: 2 3 5. 5. Wicken; 6. Roggen; 7. Raps oder Rutabaga; 8. Roggen mit Möhren; 9. Hafer; 10. Bohnen, behackt. Dieser letztere Umlauf hätte in Waizen, in Rog⸗ gen, P in Hafer, also überhaupt 45 in Stroh; dann +5 in Rauh⸗oder dürrem Futter, 46 in Klee, wobey vorausgesetzt wird, daß die Kühe den Sommer über hinreichende Weide haben, und endlich 25 in Handels— gewächsen. An Stroh und Winterfutter würde es dieser Wirthschaft nicht fehlen, selbst wenn sie bey Stallfütterung geführt würde, weil alsdann mit einem geringeren Viehstapel dieselbe Quantität Dünger erzeugt werden könnte. Die Wicken wären dabey zum Theile grün abzufüttern, und die ganze Wirthschaft bey einem geringen, ja sehr geringen Graswuchse zu führen.— Wie aber die von A. Voung angeführte Fruchtfolge ohne einen großen Zufluß von äußerem Dünger auf— recht zu hälten, wofern nicht der Boden von Valen⸗ ciennes ein reicher Marschboden ist, das läßt sich nicht wohl begreifen. Aus den angegebenen Rotationen und einigen Pri— vatnotizen ließen sich folgende Grundsätze ziehen, nach welchen die Belgen bey ihrem Fruchtwechsel verfahren. Waizen folgt am liebsten nach Bohnen, Buch— waizen, Kartoffeln und Flachs; weniger gern nach Klee, He, W hhehee 65 Widd h nd wigh abin Aui ach shehn ffh Roghe ftj Buch Haf, doe Mupch st Sommerga Vint. Mus, au Hafer fum, Vun Flache , df Hilliht au Nachs af sach dem Hlee feind Son Iyran nich Klee, Wintergerste, Hafer, Wicken, Raps; am schlechtesten nach Waizen, Roggen, Sommergerste... Es wird auffallen, daß der Kleestoppel ein Kartoffel— land vorgezogen wird; allein man stimmt darin allent— halben in Brabant überein, daß der Waizen nach Klee zu viel ins Stroh schieße, und daher leicht lager werde, dizeh, SU was nach Bohnen und Kartoffeln nicht so leicht zu ge⸗ in en schehen pflegt. 5 in H Roggen folgt besser nach Klee, Wicken, Erb⸗ n Eumel sen, Buchwaizen, Mengkorn, Waizen, Wintergerste, nnn Hanf, Flachs, Spörgel und Spörgelheu, Raps und futter uhy Roggen; schlechter nach Kartoffeln; am wenigsten nach. st wun Sommergerste, Hafer und Bohnen. 4ilina Wintergerste folgt nach Klee, Bohnen und t Dawant Raps, auch wohl nach Wintergerste. dah 1 Haf er folgt nach Klee, Waizen, Roggen, Meng⸗ schft korn, Wintergerste, Kartoffeln und Gras. Flachs folgt nach Klee, Hafer, Hanf und Rog-⸗ gen, darf höchstens alle 6 Jahre wiederkommen, und vielleicht auch so oft nur in royoltem Boden. Wenn 6 5h fhn— uhtkeuft Duhdt A am wid Flachs auf Roggen folgt, so bleiben die Stoppelrüben mf nach dem Roggen besser weg. 14 Klee wird unter Flachs, Roggen, Waizen, Ha⸗ fer und Sommergerste gesäet, und kömmt in 4 bis 12 Jahren wieder. Ind eN Raps, verpflanzter, folgt nach Waizen, Rog⸗ he heh gen und Hafer. ihstuhe Rapspflanzen werden in Brache, auch wohl — als zweyte Frucht nach Roggen, Flachs und Klee gezogen. 1 Higet 4 Boh⸗ 248—— Bohnen, Wicken, Kartoffeln, Erbsen folgen nach allen Halmfrüchten. Buchwaizen folgt dem Winterkorne. Als zweyte Frucht werden Möhren unter den Roggen und verpflanzten Raps gesäet; Rüben nach Waizen, Roggen und Mengkorn, aber nicht nach Wintergerste; Sporgel nach Roggen. Wenn wir die Masse der belgischen Rotationen im Durchschnitte betrachten, so finden wir, daß sich die Halmfrüchte darin zu den Brachfrüchten ohngefähr wie 18 zu 12 verhalten. Der belgische Landwirth behaup⸗ tet also die Mitte zwischen Wechsel⸗ und Dreyfelder— Wirthschaft: denn nehmen wir 3 von seinen Halm⸗ früchten, um sie zu seinen Brachfrüchten zu schlagen, so ist er Wechselwirth; nehmen wir aber diesen 2 weg, und vermehren damit seine Kornfrüchte, so ist er Drey— felderwirth. Oder anders: er verhält sich zum Drey— felderwirth in Korn wie 8 zu 20, und in Brach— früchten wie 12 zu 103 gegen den Wechselwirth aber in Korn wie 18 zu 15, und in Brachfrüchten wie 12 zu 15. Nehmen wir aber die Wechselwirthschaft im weitern Verstande nach der Fruchtfolge z. B. 1) be hackte Brachfrüchte, 2) Gerste, 3) Klee, 4) Wai⸗ zen, 5) Hafer oder Roggen, wo in Körnern und 5 in Nebendingen vorkommen„so ist der Belge ein voll⸗ Wskohnthfe Choh/ N Mh! ö Juchfoge Rmbdcht Hulde abet ku, dien Wyewid vos wit R ind niht: wit che Doh, inmer gehe Iumen ein Iu.„Di Ihter f ele schl hm don lll, Rach Wbideng hm zu fn Autunen S die Hanst 0 schwolii uo man nie: Hebndg Urt Duhih V/ Eila —III 2————————t.zbitLt'tx=L;gm:::. ·· — ffeln, gi sein, Eh ö A vollkommner Lam Buh denn auch er hat 38 in 1 Ralin Stroh, und 35 in Brachfrüchten. V telkorse + Man tante zwar dawider einwenden, daß die + Den Fruchtfolgen, worin die Körner hervorstechen, die ge— und Rannz meinüblichsten in den Niederlanden seyen; dagegen ů würde aber die häufige Einschaltung der zweyten Aernd— und Mqz ten, die nie was anders als Brachfrüchte sind, der W 7 Wage wieder den Ausschlag geben. Denn, wenn das, was wir Fruchtfolge nennen, eine Folge der Aerndten, und nicht eine Folge der Jahre ist, so ist der Braban—⸗ ter weit eher ein Wechsel⸗ als ein Dreyfelderwirth. en Nutimt Doch, welchen Namen man ihm auch übrigens wir, dshr immer geben mag, so wird ihm doch keine Partey den ten ohhet Namen eines guten und vortrefslichen Wirthes versa⸗ rundwahhte gen.„Die Kunst des höhern Ackerbaues, sagt Herr Rund Du»Thaer sehr richtign), besteht darin, dem Boden von sehn hih„eine schnelle und starke Hervorbringung abzunothigen, chten fhn„ihm dann aber einen großen Theil des hervorgebrach— ber Mrn„ten, nachdem es zur Nahrung des Viehes gedient, wifthe»wiederzugeben, und sogleich eine neue Production von sich urd„ihm zu fordern...... Je mehr also diese Pro⸗ und übw ductionen Schlag auf Schlag folgen, desto höher wäre ö—*** Gechsioche die Kunst bey einem Volke gestiegen; und dieses findet 10 er sich wohl nirgend vollkommener, als bey den Belgen, Wehst wo man nie ein leeres Feld sieht, als das, auf welchem Oe 1 I. 7 +. 70 0 so eben der Pflug beschäftiget ist.„Man versteht sich, lolge 5 Kle, vsagt Arthur Young, in Flandern besser auf den O„Vortheil, der Erde eine zweyte Aerndte abzugewin— in Kot — RA O 5„nen, t v n 0) Einleitung I. 730. ——————— „nen, als im Elsaß; oder wenigstens ist es da mehr „im Gebrauche.“ Herr Thaer setzt in oben den Stelle vor⸗ aus, daß der Erde ein große Theil des Hervorge— brachten wiedergegeben werde; abe nicht, als wenn es nicht besser wäre, dieser Rückgabe so viel als mög⸗ lich überhoben zu seyn: sondern, weil in dem gemei⸗ nen Laufe der Dinge ohne eine liberale Rückgabe die Natur selbst karg in ihren Gaben wird. Verfährt da⸗ her der Wechselwirth in diesem Stücke freygebiger mit ihr, als der Dreyf elderwirth, der sich die Körner zu— eignet, und dem Boden beynahe nichts als das Stroh wiedergiebt, so kann jener auch darauf rechnen, daß die liebe Natur ihm dafür freygebig dankbar seyn wird... Was der Dreyfelderwirth als eine Ver⸗ schwendung ansieht, das betrachtet der Wechsel wirth als die Veräu.— 0 eines Kapitals, welches er in Kurzem mit reichen Zinsen wieder einnehmen wird. Unterdessen scheint mir der belgische dandwirth über beyde einen Vortheil zu haben, oder vielmehr die Vor⸗ theile beyder zu vereinigen: denn nicht allein behält er die erste oder elee eben miin wie der Drey— felderwirth für sich; sondern er verschafft durch die An⸗ wendung der SWeyten Aerndte, die ihn, etwas Mühe ausgenommen, nichts kostet, dem Boden eben dieselben Vortheile, die ihm der Wechselwirth nicht ohne Opfer verschaffen kann... Wie groß die belgische liberalität in diesem Stücke sey, erhellt daraus, daß(NB. bey Stallfütterung) im Durchschnitte auf jedes Bunder Acker⸗ Ihudel 4 bunahe fit der geh 6„ dun! ö 0 Wehih 55 Mi Mit uld: hoght ve ö Diel in den vur Jugen 9. Mahf Ratzeden shrinken z clistalgen an db auf Brache⸗ Htpen zugel Emnihe yn umal age dußer duß m soist um f brochng llabt, dr: aun Hr Rasche Raf ude y —————ꝛ—.E..e‚e‚—‚3‚3—222——— D—— 251 6 Ackerland ein Stück Hornvieh gerechnet wird; und die ser beynahe unglaubliche Viehstapel wird größtentheils fiührerh mit der zweyten Aerndte, als Rüben, Sporgel, Möh⸗ Hel whnz ren, dann mit Stroh und Kahf, und endlich nur mit uich an etwas wenig Heu, Oelkuchen und Kartoffeln unterhal— be wültht ten. Das einzige Land, welches dem Viehe ein gan⸗ del ume zes Jahr über geweihet wird, ist das Kleeland, dessen rale Mith Pacht und Bestellung aus Butter und Milch reichlich Rün bezählt werden. cke steywnr ich Nm ö ö Hcht Die angeführten Rotationen zeigen sattsam, daß man in dem Theile von Belgien, dessen Ackerbau ich vor Augen habe, die reine Sommerbrache nicht kennt... h üad Hr. Man scheint dieses zwar in dem an die Campine niin gränzenden Brabant auf die guten Kornlande ein— süzüt schränken zu wollen; allein die Verbannung der Bra⸗ che ist allgemein, und beynahe schärfer noch auf schlech— rauf rchn big du 0 4%½ 39½ lls, We l mehnnos tem als auf gutem Boden. Wir haben gesehen, daß chethls die Brache auf den gesegneten Gefilden unterhalb Ant— vielngex werpen zugelassen, und aus der dürren Sandwüste der ht anthe Campine verwiesen iẽt. Was in dieser letzten)Gegend ohl U. angebaut ist, wird immer fortgebaut: denn of W außer daß man hier keine Vorstellung von Brache hat/ , HMN so ist man so sehr von der Nothwendigkeit einer unun— terbrochenen Cultur überzeugt, daß man durchaus HW hn glaubt, der Boden kehre wieder zu seinem ursprünglich gastebe wilden Haidezustande zurück, sobald die Hand des Menschen aufhöre, ihn mit irgend einem grünen Ge— 0. i wände zu bekleiden. Daher ist Spörgel und Klee, oder 10 höch⸗ 252 höchstens eine schwarze He rbstbrache, die einzige Ruhe, die man ihm gonnt... Der Brabanter behandelt sein land wie sein Pferd: er fordert von beyden eine bestän⸗ dige Arbeit. Dagegen füttert und besorgt er sie aber auch in demselben Verhältnisse. Ein mageres Roß und ein ausgesogenes Land sind bey ihm Wunderdinge. Er ackert tief: darum hat sein Boden keiner Ruhe nöthig, indem nie die ganze Krume erschöpft wird. Er ackert mit Sachkenntniß: dadurch rich⸗ tet er es so ein, daß sein Feld in den wenigen Stun⸗ den der Ruhe, die ihm wird/ auf alle Art dem mil— den Einflusse der Atmosphäre ausgesetzt ist. Er reinigt sein Feld ohne Unterlaß, wie seinen Garten: dadurch hat er nicht auf einmal den ganzen Zeitraum eines Sommers nöthig, um das Un⸗ kraut darauf zu zerstören. Es gebricht ihm nicht an Mist, und folg— lich seinem Acker nicht an Muttermilch, um eine unun⸗ terbrochene Reihe von Säuglingen zu ernähren. Ein reicher Viehstapel, Stallfütterung, und, wo beyde nicht zureichen, baares Geld, besorgen 11 Provisions⸗ kammer. Wozu hier die Brache? „Als ich, sagt Hr. Balsamo, in den besteulti⸗ „virten Gegenden der Niederlande nach Brache fragte, „so antwortete man mir immer, daß das Land dafür „zu theuer sey, und daß sich nur da brachen lasse, wo „man es zu besserm Kaufe haben könne. Können also „die Woicht sben, 0 enht uhn I 4M Iahatn Iil Bani n dihn den Bru le Del oscheben.“ RvohEies Hi Huche im llherfoß e n Aeer v Nnis die B stselbeft Immdh. Yl Heabsclt. ue Kitwa Ede i 110 chglic Essten, a n Bucß wolen, suj dcheitte Ein Wund Jag sh, 0 —.—.— .. .——j——ß7ñßꝛßꝛß—ß7ꝛ———————————— 2————— 2˙:/ꝗaöhꝙͤ?e ꝓ 253 %„ dig banterhignt„die Pächter, die einen hohen Pachtzins zu entrichten bepnthtz„haben, nicht brachen, so folgt daraus, daß die Bra— bssutg 6„che nicht vortheilhaft ist, weil sie nicht zureicht, einen n magehi 7 hohen Zins aufzubringen.— Ich habe nicht ein ein⸗ Vudaz„ziges Mal nach Brache gefragt, ohne obige Antwort „zu erhalten; und eine solche Antwort ist wohl ein star⸗ t sein Nunßh„ker Beweis der Unnützlichkeit der Brache. Was wer— rume astij„den diejenigen englischen Farmers, die noch immer an nißt Uun„dem Brachsysteme kleben, hierzu sagen? Zweifels— „ohne werden sie die Schuld auf Clima und Boden „schieben.“— Die teutschen Pächter könnten hier wohl Eine Gesellschaft mit jenen Insulanern machen! den weiner falle Ryr seht is e Untastßn Ich bin indeß doch nicht der Meinung, daß die nichtaftnl Brache immer und überall unnütz seyF. Wo gleicher öthih uubUeberfluß an Dünger, gleiche Mühe und Sorgfalt auf den Acker verwendet werden, wie in den Niederlanden, da ist die Brache entbehrlich: ist sie aber entbehrlich, so à NUI 25 7 6 lch, Mant ist sie überflüssig; und ist sie überflüssig, so ist sie auch nii 6 unnütz. Allein daraus folgt keinesweges, daß die Bra⸗ zu nne 1 4AIn sich selbs is u „ u che absolut und überall unnütz sey. An sich selbst ist sie, wie Kirwan mit Recht dafür hält, das Hauptmittel, der Erde ihre erschöpfte Fruchtbarkeit wiederzugeben; und obgleich einige ihrer Gegner aus Vorliebe für ihr System, aus gerechtem Abscheu vor einem regelmäßi⸗ 0, XI gen Brachsystem, ihr allen Nutzen haben absprechen lch B wollen, so ist es doch außer Zweifel, daß eine wohlbe— 5Y h arbeitete reine Brache die beste Vorbereitung zu Wai— Hx zen und Roggen ist, und ihr hierin alles andere nach⸗ nmi. Kund steht, so wie daß das Brächkorn sich nicht so leicht lagert, x‚ n dish ee ————— ——— SSPSRPCFE— ——— 25⁴ lagert, besser scheffelt, und weniger Dünger erheischt, als jedes andere. Man kennt den berühmten Streit, der über die Zweck⸗ und Unzweckmäßigkeit der Brache in England entstand. Herr Thaer hat uns eine Analyse der Hauptgründe gegeben), die man daselbst für und ge⸗ gen die Brache angeführt hat, und ich kann nicht besser thun, als den Leser darauf verweisen. Wo bey spärlichem Dünger, flacher Pflugart und schwerem Bo— den viel Halmfrüchte und wenig oder gar keine behack— ten Brachfrüchte vorkommen, da ist die reine Brache nicht allein nützlich, sondern auch durchaus nothwen⸗ dig. Ich sage: keine behackten Brachfrüchte: denn Klee, Wicken, Erbsen, Bohnen sind nicht zurei— chend, dem Boden die gehörige kockerheit und Reinig⸗ keit zu geben. Der große A. Voung scheint sich in der Beschrei— bung seiner Reise durch Frankreich im allgemeinen da— gegen erklärt zu haben.„Das verabscheuungswürdige „System der Brache, sagt er, das nicht befolgt wer⸗ „den kann, ohne den Werth eines Landes auf die Hälf⸗ „le herabzusetzen, und die Anwendung jeder Meliora⸗ „tion unmöglich zu machen, u. s. w.“ Allein dieses ist nur da wahr, wo die Brache alle zwey oder drey Jahre regelmäßig vorkömmt; und wo geschieht das, als da, wo schlecht gepflügt, schlecht gedüngt und schlecht gesorgt wird? Es ist also mehr das schlechte System von Cultur, als das der Brache, welches Arthur's Fluch *) Einleitung zur englischen Landwirthschaft, erster Band. 7 i enn ——— I Est G l iM Msem! sler deeh⸗ Dodenz b. Iumal de Miiner eig hon der v betzeuge lher nahe Biher siht Bad pmum nie RH-I? Oh Schofe we Duliche,! filet en Ein hu fuht icht kume an sgeshyn ind wo 6 nöͤthig chliht, v Skgene ö han f f ö ꝑ—p—pPff 8 Strät, t Brac 0 eint uuh dasehtsz ich kmrhh isn. T und shnnn der gar finth ist die tnzz durchänt Brahfihen on sild ih h skerhet n sich inv im alhmtn rabschungt as niheitv Landes ub 6 dung WI w.“ Mah wo 3 110 gedin as shheche Hh 60 wels ihf e 255 Fluch trifft. Die Brache wird durch ersteres nothwen⸗ dig, und ist das einzige Mittel, ein so elendes System — wenn anders Unsinn und Trägheit den Namen eines Systems verdienen— aufrecht zu halten. Es ist natürlich, daß die Anhänger der Brache, in diesem Verstande genommen, die Mothwendigkeit einer drey⸗oder sechsjährigen Brache der Natur ihres Bodens beymessen wollen: denn wo ist der Mensch, zumal der unphilosophische, der da gestünde: Es ist meiner eigenen Thorheit Schuld?... Doch wer sich von der wahren Quelle einer solchen Nothwendigkeit überzeugen will, der darf nur die Aecker um das Dorf oder nahe bey den Höfen betrachten. Warum lassen die Besitzer diese selten, ja an den meisten Orten gar nicht Brache liegen? warum nicht den Gärten? warum nicht die durch eine Hecke befriedigte Kop— pel? Ohne Zweifel, weil der Haushahn sie aus dem Schlafe weckt, die Miststätte ihnen nicht fern ist, und Vorliebe, Nähe und Sicherheit sie zu Fleiß und Thä⸗ tigkeit einladen. Ein Land tief rühren, damit die folgende Halm— frucht nicht gezwungen sey, ihre Wurzeln in eine Erd⸗ krume einzuschlagen, welche die vorhergehende schon ausgesogen hat, das ist auch eine Art von Brachruhe; und wo diese nicht Statt findet, da wird die reine Bra⸗ che nöthig; wo es an Dünger, an Kraft, an Zeit gebricht, da ist sie nothwendig; bey zerstückelten, abgelegenen, in einer nicht verkoppelten Flur zerstreuten Feldern 5 sie unvermeidlich. Die Schuld des Ver⸗ 256 Verderbens liegt also nicht an der Brache, nicht an Grund und Boden, sondern an dem Menschen, oder an der eisernen Mothwendigkeit, die ihn fesselt. Die Brache ist das einzige Mittel, zu dem seine trägen oder oder unvermögenden Hände greifen können, um die schwankende Kraft seines Ackers aufrecht zu halten. Bey der besteingerichteten Dreyfelderwirthschaft auf schwerem Boden wird man finden, daß eine alle 9 oder 12 Jahre angebrachte Brache nicht ohne Nutzen und Vortheil sey. Bey starker Schafzucht, wo man einen Theil derselben mit weißem Klee zu bestellen pflegt, ist sie oft unentbehrlich. Ja selbst ein fetter Boden, wie die Polder, eine judiciöse Wechselwirthschaft, wie die auf der Insel Thanet, dem Garten der östlichen Provinz von Kent, machen die Brache noch nicht über⸗ flüssig. Legrand, ein von Noung geschätzter und in den englischen Annalen bekannter klandwirth, schreibt die berufene Fruchtbarkeit jener Insel größtentheils dem daselbst eingeführten Brachsysteme zu.— Auch Bir⸗ gil empfiehlt schon die Brache: Inna seges demum votis respondet avari Agricolae, bis quae solem, bis frigora sensit: Illius immenlae ruperunt horrea messes. Virg. Georg. I. 47.[qd- Vier⸗ D i0 Rllung be chrke Ageweine iihen Or d Aeets . 3 Goh 16 4 0 Zuchwahe doen zus hit mrs oofigt Nh gens un H Nh. asr Hand —————————.—.—— —,, —— 00 Buch, Ur Mĩ lashyy„ K8 ihn ssst U. 9 sirhe WBierte Abtheilung. Le Einsaat. Aerndtegeschäfte. Ertrag. echt pht —ñ— hetd ö Dsant Erster Abschnitt. ö en, 0 nichtt R E 1 1 ü Q0 0 t. Had jaf, Win zu he Rlla 2 2 I— ͤů Ei I 8 an fuN ich die Privatbehandlung der Einsaat jeder Frucht⸗ Atd gattung bey dem ihr eigenen Artikel anzuführen habe, uln wsth so schränke ich mich hier bloß auf den Vortrag einiger H allgemeinern Grundsätze ein, nach welchen man sich an 3e ho V ‚ ö 2 ö einigen Orten in den Miederlanden bey der Zurichtung n0 n uan in des Ackers 308 seiner Besaamung richtet, und zwar hln a. in Ansehung des Pflügens. 11 5 Zu Edeghem, Contigh, Waarlos wird zu Hafer 3 bis 4 Zoll tief gepflügt; zu Waizen 4 bis 5 Zoll; zu Buchwaizen und Rüben noch tiefer. Je tiefer der Iet um Boden zu Roggen aufgebrochen wird, für desto besser l„„— i hält man's. Zu Kartoffeln endlich wird am tiefsten 5a Melle i H gepflügt). 2 Zu *) Nach Hn. Dierersen dringen die Wurzeln des Rog⸗ gens und der Wintergerste 14 Fuß, des Waizens 9 Zoll, des Hafers und Buchwaizens 3 Zoll, tief in die Erde: NB. nach antwerpischem Maaße. 906 Erster Band. R E — S—3 258 Zu Voorde wird überhaupt in leichtem Boden flach, in schwerem tief gepflügt. Wenn Korn nach Korn ge⸗ säet werden soll, so wird die Erde dreymal umgewor⸗ fen; folgt aber Korn nach einer Brachfrucht, so giebt man nur eine oder zwey Pflugarten. In der Campine werden Klee⸗und Spörgelfelder einfährig mit Roggen bestellt. Zu Winterfrüchten wird das Land allemal in Beete gelegt. Zu Sommerkorn wird meistens, und zu Flachs und Kartoffeln immer platt oder eben gepflügt. b. In Ansehung des Düngens. Zu Edeghem u. s. w. wird das dand für Waizen, Hafer, Wintergerste, Raps und Kartofseln ganz ge⸗ düngt: dazu gehören 160 einspännige Karren. Zu Roggen werden bloß die Kanten gemistet, und 60 Kar— ren auf das Bunder gerechnet. Buchwaizen allein er⸗ hält keinen, oder doch nur selten Dünger. In der Campine muß zu allem möglichen, den einzigen Spörgel als zweyte Frucht ausgenommen, ge— düngt werden. Das Feld erhält also alle Jahre neuen Dünger, und oft zweymal in einem Jahre. Zu Voorde wird das Feld in der Regel alle zwey Jahre gemistet. Man düngt zu Raps, Wintergerste, Klee, Kartosseln, Bohnen; zu Korn aber nur dann, wenn solches unmittelbar nach anderm Korne folgen soll, z. B. zu Mengkorn, welches nach Waizen, oder zu Hafer, welcher nach Roggen solgt.. Man ö rech⸗ ———j—7it;ß7.. — —2 chlit w u Rl Die. i weani Vueeland zuc ahl x Me Ds Mii Romme N genommer st, deso: Wdersnni duf einen in Shl Dr il ih u Ee, du vege ler woche auftrige n fluuchl 10 Un 10 6 En 0 ö 9 — 259 ichimyrf 1—— rechnet zwanzig vierspännige Fuder Mist, um ein Bun⸗ I dreymil nn der gehörig zu düngen. sht Die Belgen halten es überhaupt für besser, oft und wenig, als stark aber selten zu düngen. In dem Waeslande wird in sechs Jahren fünfmal gedüngtz da⸗ und E durch erhält der Buchwaizen keinen Dünger. In Ansehung des Säens. Alle Aussaat der Körner geschieht breitwürfig. Das Reihensäen ist mir, einen einzigen Versuch aus⸗ n alapuv meistns.. der Hag genommen, nicht vorgekommen. Dänden Je früger mon sätt, desto weniger Saamen wird . genommen; je später, desto mehr. Je fetter das land landtn ist, desto weniger wird gesäet, und umgekehrt. Der Karhffurg widersinnige Gedanke, auf einen guten Acker mehr als nige Hn. auf einen schlechten zu säen, würde einem Belgen selbst isteh w hh im Schlafe nicht einfallen. Ih ů0 In Ansehung des Eggens. Das Vor⸗ und Einschlichten der Saat geschießt, so viel ich weiß, stets mit rückwärts gekehrten Zinken der Egge, die, wenn sie vorwärts dabey gerichtet wä⸗ ren, wegen ihrer länge, und des scharfen Winkels, un⸗ 1Jh ter welchem sie eingeschoben sind, Mist und Kraut her— α MM aufbringen würden... Das Rückwärts⸗ oder Flach⸗ eineggen ist da, wo es Statt haben kann, ohne Zwei⸗ m n 0 aubgeha Hh hl, 0 leà I Wa 10. a fel vortheilhafter, indem die Saat dadurch nicht so tief un Wi und unordentlich untergebracht wird. Ich sage: da, m 90 wo es Statt haben kann; das ist: in leichtem Boden, he⸗ 50 und da, wo man die Beete nach eingeeggter Aussaat sh* R 2 mit .—.— ———— ..... V*—— SI...— —.— ———.— —8——————.—..— ——— Fr SSI 260 mit dem Grunde der zu säubernden Rigolen überschießt. In schwerem Boden, bey einer andern Zurichtung des Ackers, und einer andern Structur der Egge muß es sich anders verhalten... Auf festem Kley und kaltem Lehm nimmt man sich, wie auch Hr. Man bemerkt, wohl in Acht, die Erde nach dem Pflügen nicht allzu⸗ fein zu eggen, sonst würde sie bey eintretendem Regen eine steinfeste Masse bilden. e. In Ansehung des Walzens. Man richtet sich beyz dem Walzen nach dem Wet— ter. Ist dieses trocken, so wird das Land gewöhnlich gleich nach der Einsaat zugelegt, wie man sich aus⸗ drückt; bey nassem Wetter hingegen wird das Walzen verschoben, bis das Getreide eines Fingers lang ist, und die Witterung es zuläßt. Zu Edeghem werden alle Früchte gleich nach der Einsaat fest gewalzt, nur der einzige Buchwaizen nicht. Je schwerer und dicker die Walze auf störrigem Boden, desto zweckmäßiger ist sie. Neben ihr ist es räthlich, noch eine zweyte längere, und, wo der Bo— den gleich ist, eine sehr lange zu haben, um die Arbeit bey gewissen Operationen, wo es bloß darauf ankömmt, den schon zubereiteten Boden zu glätten, desto mehr zu fördern. Das Walzen des Getreides ist bey dem Schnecken— fraß eben so nutzlich, als beyz dem Wurmstiche noth⸗ wendig. Wal⸗ Vih Ratbcht D fine Ge Sprüchv „odett un Ruldtti sund, u liß, dos auf vech en kömn Nhr en del gunzer vs die Es heit kebus— Ne hiche Hrr lch dem! ride skt Ha, und Uuschen lite, du llaches de del Kif e Reoft Iunde 261 unlnth rn— Walze und Egge sind dem Niederländer eben so de Hyn als der Pflug. K 9 5 .Ur Das Lagern des Getreides ist bey guten Wirthen sühnt keine Seltenheit; und obgleich das niederländische ntraehn! Hf Sprüchwort:„Ich will lieber, daß mein Getreide vor „Fett umfalle, als vor Elend nicht stehen könne,“ ge⸗ gründet ist, so bleibt es doch ein unangenehmer Um— Valhen stand, und meiner Meinung nach das größte Hinder— niß, das sich dem höchstmöglichen Ertrage entgegensetzt, — auf welchen sonst eine üͤberreiche Cultur Anspruch ma⸗ vie nushs chen könnte. Ich für mein Theil fůͤrchte Jahr aus wiWl Jahr ein für meine Aecker keinen widrigen Umstand in Wshn der ganzen Natur so sehr/ wie diesen, und kenne nichts, was die Fortschritte meiner Wirthschaft mehr hemmt. Es heißt also auch bey dem Dünger: Est modus in te gehtht rebus— man halte Maaß und Ziel. Buhut Indeß ist es noch nicht so ganz erwiesen, daß die alhe Aftin teiche Kraft des Düngers die Hauptursache des Lagers MWmfe bey dem Getreide sey.. Warum legt sich das Ge— ud, treide selten an dem Rande der Aecker, oder doch selt⸗ an, ük 0 ner, und immer später, a„als in ihrer Mitte?.. Zwey ü Ursachen tragen vielleicht dazu bey. Das vervielfäl⸗ Il Wi. tigte, durch das Drehen und Wenden der Pferde ver⸗ 2 ursachte Treten und Stampfen derselben auf dem Ran⸗ ö de der Aecker, und der daselbst herrschende freyere e amen Kreislauf der Luft... Auf einem fetten Boden, wo Vunsihen die H dicht und üppig prangt, und bey der Aerndte 4 oder gar Stroh mehr abwirft, als auf R 3 einem einem magern: da kann die uft nicht so frey um die Halme kreisen und das Stroh erhärten, wie auf dem, wo man die Halme ohne viele Mühe zählen kann. Frey— lich könnte dem Uebel von dieser Seite durch ein sehr dünnes Aussäen vorgebeugt werden, wenn eine gute Witterung auf die Zukunft vorzusehen wäre; allein bey dem Eintritte einer schlechten würde man eine allzudün— ne Aussaat zu bereuen haben, und darum ist das Mit— tel nicht zu empfehlen. Daß das Festliegen des Bodens zur Aufrechthal— tung des Getreides beytrage, davon haben wir einen Beweis in den Jahren, wo im Winter starke Regen— güsse fallen, wodurch die Erde wie eine wasserdichte Tenne wird; alsdann hat man nicht leicht Lagerkorn zu fürchten. Daß das Düngen endlich nicht die nächste Ursache des Lagers bey dem Getreide sey, davon hatte ich vor einigen Jahren einen überzeugenden Beweis. Um mich kürzer zu fassen, gebe ich hier die Figur des Feldes: a.. —— 2— b. 8. é ——— üñ————.—.—— Auf a. und&. stand gedrillter, auf b. und E. breitwür— figer Hafer. a. und b. waren gedüngt,&. und g. aber nicht. Alle Vertheilungen waren auf einem und eben demselben Stücke: alle hatten Jahrs vorher Roggen getra⸗ —5—.—— Ag Oar Hf au Eit ungen f dud fingeh, let. ar kent siche da Wfge, dangt. En alt wann er J% hal silim o sichtale duaner, kutchreg Humme! ducch fi Arc li W buegec —.... * ö 263 üh Wüns getragen; alle waren zu gleicher Zeit besäet worden.. hatnßz Der Hafer fing an, sich zu lagern; G. lag zuerst an eit Ws der Erde, so platt, als wäre die Walze darüber ge⸗ „u gangen. b. lag zwar auch; aber es zeigten sich doch I 0• auf der Oberfläche eben so wohl Erhöhungen als Vertie⸗ n 99 fungen, wie die Wogen, die der Wind auf einem See üüü bildet. Auf 4. lag hier und dort etwas Hafer, auf a. NW„ 6 arum s gar keiner. Hieraus folgt denn, daß in diesem Ver⸗ suche der gedrillte Theil sich weniger lagerte als der breit⸗ zu Mith würfige, und der gedüngte weniger als der nicht ge— 1 düngte. ner suß Reile wih ö t Hlaßttn Zweyter Abschnitt. Wartung der Saaten. die Rähsoche won hule wauit un Ein alter Pachter meiner Gegend sagte gewöhnlich, aurd wann er mit der Bestellung seines Feldes zu Ende war: Ich habe gesäet, nun mag es wachsen; und hierin war dieser Mann, ohne es zu wissen, das Organ, 23330 nicht allein seiner Gegend, sondern auch aller Schlen— inir drianer, die den Pflug in irgend einem Theile der Welt entehren. Wenn mein Pachter denn gar ein Paar Ripin. krumme Schneckenfurchen ohne Sinn und Ueberlegung I H durch seine Saat gezogen, mehr um das Wasser darin zurückzuhalten, als von dem Felde abzuleiten; wenn faumiis er im Frühjahre einige Disteln in seinem Wintergetreide 3 ausgestochen hatte, sich wenig um die bekümmernd, die ö R 4 411 V „ 1 M 264—— am Rande seiner Aecker wuchsen, und später ihren be— flügelten Samen von neuem über sein Feld abschüttel— ten: dann glaubte der große Mann alle herkulischen Arbeiten erschöpft zu haben. Niemand als der, welcher sich eine Zeit lang in ei— nem Lande wie Brabant und Flandern aufgehalten, oder gar der in dem Departemente der beyden Nethen geboh— ren und erzogen ist, kann sich den Eindruck vorstellen, den die Haferfelder meiner Gegend auf mich machten, als ich im Sommer 1805. von meiner belgischen Reise zurückkam, und den buntscheckigen Papageyen Anzug erblickte, in den das Sommerfeld dieser schönen Gefil— de gekleidet war. Ich rieb mir vor Erstaunen die Au⸗ gen, und lief mehr als einmal durch die Saat, um mich zu überzeugen, ob's auch wirklich Hafer sey, was man da hingefäet hatte. Ich sahe Felder— wer solls glauben?— wo sechs Ackersenf⸗und Rettigpflanzen gegen eine Kornstaude standen. Schändlich! Die Leser der landwirthschaftlichen Zeitung werden sich vielleicht noch des belgischen Pachters erinnern, der einst so lamentabele Exclamationen bey Erblickung mei⸗ nes eigenen Hafers ausstieß. Jetzt vergebe ich's dem Manne, und danke es seinem Phlegma, daß er nicht im Zorne über mich hergefallen ist.. Nein! an allen Ufern der Dender, der Schelde, der Dürme, der Nethe und der Rüpel, in der ganzen Sandwüste Bra⸗ bants von Diest aus bis Antwerpen, sah ich zusammen nicht so viel gelbe Blumen, als hier auf einem einzigen Bunder strotzten... Wir verwünschen so oft den Erd— floh, V 1 uit ene nichts Zm d se Rel dit z delich gahhel gahhen tern, t Manze andjun Ve draner siso daß du: Vintar ob das! 2 2—— 265 siia in, idg floh, der unsere keimenden Kohlrüben/ und Flachspflan⸗ 1 12 zen zerstört/ und möchten die Natur anklagen, die uns mit einer so leidigen Plage heimsucht; allein es ist wohl nichts umsonst, nichts ohne Zweck und weise Absicht. ne Zut! m Zum Troste der Faulen hat jene gute Mutter auch für aufxhtgg sie gesorgt. Wenn keine Erdflöhe wären, die von en Rh 6 Zeit zu Zeit wie in diesem Jahre 1806. über den He— wun derich und seine Consorten herfielen, und ihrem Fort— uf nih nth gange Einhalt thäten, so würde man die Pferde in der r Kahun ganzen Hesbaye schon lange mit nichts als Bohnen füt— apthe h. tern, und allenfalls noch den Hafer als eine fremde susthuh Pflanze in den sogenannten englischen Gärten unserer rstanav Landjunker antressen.— O Belgien! die Eih, ö HH Wenn, wie eben gedacht, mein alter Schlen— De-Mih drianer zu seiner Saat sprach: Nun magst du wach⸗ 10 R sen; so spricht der Belge zu ihr: Nun will ich sorgen, 10 daß du auch wachsen und gedeihen kannst... Ist es Wintergetreide, so besucht er es oft, um zu sehen, EU ob das Wasser überall seinen gehͤͤrigen Ablauf habe/ ers eumm A R 5 ob Etbitgn gch H RNicht ohne Schmerz und Unmuth sah ich im Februar Weeit 1806. in dem schönen Jülicher Lande, dessen Boden 50. 10 ů recht einem Garten Gottes gleicht, ganze Felder und Nen Fluren mit einem Wasserspiegel bedeckt, oft da, wo er Dimm, W kein Austreten eines Flusses, kein Hang eines Gebirges Sandvid das Wasser hingebracht hatte.— Was würde ein ihif II Belge zu einem solchen Boden, einer solchen Lage, ei— ner solchen Behandlung sagen? Und was erst, wenn f n 0 er die Feldbestellung, das Feldsystem, den Fruchtwech⸗ f ue sel 0 . III——.—————. SD‚DPiie————.——————. 5— S— I— 266—— ob Mäuse, Maulwürfe, Schnecken es nicht beschäbi⸗ gen; räumt die verfallenen Rigolen mit dem Spaten auf; gräbt die verlornen Ecken um; pflanzt oder säet noch was hinein; reinigt den Rand seiner Felder u. s. w. Im folgenden Frühjahre, sobald das Un⸗ kraut etwas herangewachsen ist, geht's erst recht auf die Arbeit los. Weiber, Kinder und Männer, Al— les was abkommen und sich regen kann, liegt dann auf dem Felde, geschäftig, das Unkraut aus dem Getreide zu ziehen. Die Rigolen gewähren einen unschädlichen Zutritt, und die schmalen Beete befördern die Arbeit... Der Roggen macht den Anfang. Er fordert die wenigste Arbeit, indem er nur durchgangen wird, statt daß man bey dem Jäten des übrigen Getreides stets auf den Knieen liegt. Nach dem Roggen köm mst die Reihe an die Wintergerste, darauf an den Waizen, endlich an Sommergerste und Hafer, und zuletzt an den Flachs. Ich habe mir folgende Namenliste derjenigen Kräu⸗ ter gesammelt, die ausgezogen werden; da ich sie aber nicht gesehen habe, und sie nicht alle aus ihrem bra⸗ bantischen Provinzialnamen errathen kann, so muß ich diejenigen, die ich nicht zu verteutschen weiß, nach ih⸗ rer einheimischen Benennung hieher setzen. Distel, Serratula arvensis; Croe; Huh⸗ sel dieses Edens erführe?.. Er würde glauben, unter eine Horde Araber an den fruchtbaren Ufern des Eu⸗ phrats gerathen zu seyn. M um Maab Vinig W H06 Hühnerdarm Alsine media; ö I Hederich oder Ackerrettig, Raphanus Raphanistrum; Ackersenf, Sinapis arvensis; and farht Mäusohr oder Feldsalat, Valeriana Locusta; sochwih Paterstruyeken; 5 Klatschrose, Papaver Rhoeas; d Mun Vogelwicke, Vicia Cracca; , liunn Wilde Cichorie, Leontoden Taraxacum us den H Saudistel, Sonchus oleraceus; nen ushh Quecke, Tritieum repens; ern del, Kamille, Anthemis arvensis; Er sam u Wolfsmilch, Euphorbia Helioscopia; rchhunn n Steenkruyt; brign Ht Maalem; n Ronait Wertekruyt; an udi Taube Nessel, Lamium album; „Wüthe Kandelwisch, Equisetum arvense; Wegerich, Plantago lanceolata; Nessel, Urtica urens. derinad— ö Wintergerste und Waizen werden in den Poldern mit daihsiht ö ö a dem Tafel 7. Fig. 2. abgebildeten Krapper*) behackt. 8 anh 100 Das waih I*) A zeigt die Platte in natürlicher Größe. 4— b ist hen, ihre untere oder scharfe Kante, die etwas gestählt seyn muß. 4—e ist der Rücken, dessen Dicke von a bis o zunimmt(NBĩ. sie ist um einen vierten Theil zu dick ö angegeben)J. d bezeichnet den Platz, wo der eiserne 6 Stiel ansitzt, dessen doppelte Schweifung auf B und C vorgestellt ist. Beyde letzte Figuren sind fünfmal ver— de gah 0 jüngt. In b sieht man den Krapper von oben, wann n Hd er ll 268 Das Behacken und Jäten der Brachfrüchte wird bey ihrem Artikel vorkommen. Alles Unkraut aus einer Koppel, einem Felde, ja einer ganzen Flur ausziehen, muß manchem landwir— the lächerlich, manchem abschreckend, manchem geld— verschwendend, und manchem unmöglich vorkommen; allein da das Lächerliche bloß auf unserer Einbildung, das Schreckhafte auf unserer natürlichen Trägheit be— ruhet, vor deren Richterstuhl ein gesetzmäßiger Acker⸗ bau nicht verantwortlich ist, so übergehen wir ihren Ausspruch als incompetent, lachen mit den Lachenden und seufzen mit den Trägen. Unmöglichkeit aber und werthübersteigender Kostenaufwand sind Einwürfe, die wir nicht übergehen dürfen. Ich unterziehe mich um so viel lieber einer Verantwortung gegen dieselben, da ich im Stande gewesen bin, durch eigene Erfahrung ihr Gewicht zu prüfen. Oft er mit seiner scharfen Kante àa— b uauf der Erde an—⸗ liegt, wobey sich dann die Schweifung des Stieles von der rechten nach der linken Hand zeigt. In C zeigt sich der Krapper von der Seite, um die Beugung des Stie⸗ les von oben nach unten anzugeben. Es ist räthlich, den Griff von glattem, zartem Holze zu machen, um die Hand der Arbeiter zu schonen, die sonst durch die Länge der Arbeit Blasen bekömmt. Nach Obigem wird es jedem Liebhaber leicht werden, sich einen solchen Krapper ansertigen zu lassen, den ich aus eigenem und vielfältigem Gebrauche empfehlen kann, ob er gleich beym ersten Anblicke das nicht leisten zu können scheint, was er wirklich leistet. Von seiner Führung werde ich anderswo zu reden Gelegenheit haben. W nsar E Vila, I Unmdyich Krast u siht niht sam Bel nicht u! men d Das pahte Hr gehbti 0 Ruihnii un Hof Rulteeine vmuchi sochm auch mög Vaschwe Fochmahh e einer! (5 Mel daj Wie Rprhlh geben, Vn fuctun. 10² M. — ꝑ—— 269 fticheng Oft besteht die Unmöglichkeit der Dinge mehr in unserer Einbildung, unserer Trägheit, unserm bösen Willen, oder der verkehrten Art, wie wir es angrei— „eihngh, ö ö 5—.—.—— n fen, als in der Natur der Dinge selbst... Oft ist die Iüurz Unmöglichkeit bloß relativ/ z. B.— gebricht uns an Li Kräft und Vermögen zu ihrer Ausführung; aber wer Hlch dͤhmz ö Rie S. tn Odn sieht nicht/ daß da—. die Schuld an uns und un⸗ serm Beutel liegt? Solchen Unmöglichkeiten habe ich hn s nicht zu begegnen: denn Schwäche und böser Wille n können das Mögliche selbst unmöglich machen. ergehn wi rei Das einzig denkbare wirkliche Hinderniß und der öglichttt wahre Grund der Unmöglichkeit ist der Mangel an udEuh gehdriger Bevölkerung: dann aber wird auch iterzehenhn gewöhnlich der Fall eintreten, daß die durch einen grö⸗ g6n Wtn u ßern Kostenaufwand erzeugte Vermehrung der Pro-⸗ ö kigele Ehhn ducte einen geringern reinen Ertrag gebe, als eine mehr vernachlässigte Cultur. Wenn also das Jäten in einer solchen Gegend durch einen überspannten Kraftaufwand 4 010 auch möglich zu machen wäre, so bliebe es immer eine auf Meh Verschwendung, und eine mehr zu bewundernde als 1* ung 5nn nachzuahmende Operation. Daß dieser Fall in mehr 0 0 als einer Gegend eintreten kann, leidet keinen Zweifel 3 6( das Reich der Ceres hat auch sein Sibirien); allein daß diesu Gegenden ungleich weniger sind/ als man die sm A gewohnlich glaubt, davon kann ich Beweise genug Mh Dihnn geben. Wnr Warum zieht der Handel, warum ziehen Manu⸗ h facturen und Fabriken von allen Seiten Menschen her⸗ §5i bey? Warum anders, als weil es da Arbeit, und Jhugun 6 u. 270 folglich Brod giebt?— Schafft denn der Ackerbau keins? Oder ist es nicht vielmehr der kurzsichtige, der übel verständene Eigennutz, der es lieber allein essen, lieber nur allein leben, als Andere mit essen, mit le⸗ ben lassen will, obgleich eben dadurch, daß er einen Theil des seinigen mit ihnen theilte, sein eigener Wohl— stand erhoben werden würde?.. Ein Glück, daß wir diesen Zug, der ein Schandfleck in dem Charaeter der meisten landwirthe seyn würde, auf die Rechnung ih— rer eingeschränkten Begriffe schreiben können. Wir dürfen nur auf gerathewohl ein Dutzend Kaufleute oder Fabrikanten gegen ein Dutzend Bauern stellen, um zu beurtheilen, wer von beyden Theilen sich am besten auf sein Interesse versteht. Der Eine sucht Geld mit Geld zu gewinnen, nimmt Kapitalien gegen beträcht⸗ liche Zinsen auf, um seinen Fond zu vermehren; der Andere versteckt sein Geld hinter der Feueresse, oder ver⸗ gräbt es unter den Mist, aus Furcht, einen Thaler davon zu riskiren, und gedenkt Viel mit Nichts zu ge— winnen. Was Wunder, wenn da das Land zu einer Brachwüste wird, und die tüchtigsten jungen Leute nach der Stadt oder nach einer fremden Gegend aus—⸗ wandern, weil sie zu Hause verhungern müßten? Ein Glück, daß es außer den Pächtern noch kleine Eigen⸗ thümer giebt, und jene Herren der Schmiede, Stell— macher, Weber u. s. w. nicht entbehren können: denn sonst würde, zumal in den Gegenden, wo die großen Pachthöfe im Gebrauche sind, alle Spur von Dörfern verschwinden. Ich erlaube mir hier ein paar Beyspiele, welche die Sache anschaulich machen werden. Der Oul Ruhsade Fugten man ul ufsc Nus gehl si V Da „ der dit „balt Eol „Si Mer Hae gich „s „ir Bro D: J „Wenn wi „Wurden Das de 9 kiihe M wail man it kiez leh, 45 S 0 1 Der Leser werfe gefäligst seine Augen auf die He⸗ derichfelder zurück, die wir so eben verlassen haben. liba nutz Fragten wir, warum sie nicht gejätet sind, was würde oh 6 man uns anders antworten, und was hat man mir uch, en auf solche mit großem Glimpfe vorgebrachte Fragen an⸗ su bn ders geantwortet, als das, was folgendes Gespräch in Sih un zeigt? dem Chuthz „Wo sollten wir die Menschen dazu hernehmen?“ Woher? Aus Brabant. „Aus Brabant? Wissen Sie denn auch, daß die hwn ö u kämng z amen„der dritte Theil unserer jungen Leute selbst nach Bra— —.„ bant geht?* eilen schuth ö ut So! Und was thun die Leute da? ien Rynt„Sie suchen Herrendienst, Kost und Lohn.“ u vems Aber können sie das nicht auch bey euch finden? zeuenss M Oder giebt's der Leute so wenig in Brabant? cht indt„Es giebt ihrer da wohl mehr noch als hier; aber mit Mu„/ôdie Brabanter sind reicher als wir. Bey uns heißt Das Möpe„es: Je weniger Dienstleute, desto besser! Ja Herr! gsten su„wenn wir Pachter alle die Leute ernähren sollten, so Nden„würden wir bald zusammen betteln gehen.“ Lin ů Was hatte ich auf ein solches Argument zu erwie⸗ noc f dern? Man kann nicht arbeiten lassen, weil man Schnie keine Menschen hat; und man hat keine Menschen, hun nn“ weil man nicht arbeiten läßt. Auf der ganzen Welt „ 1 90. ist keine Kette, deren Glieder genauer in einander paß⸗ r nt ten, als diese zwey Wahrheiten... Doch das: Die inp Belgen lassen arbeiten, weil sie reich sind, und wir wödah. lassen 1 — ——....——————— —.—.——— 272 2——.— lassen nicht arbeiten, damit wir nicht arm werden; das, sage ich, soll vermuthlich so viel heißen, als: Die Belgen sind wohlhabend, weil sie arbeiten lassen, und wir sind arm, weil wir es nicht thun. Der Kauf— mann, der Fabrikant verstehen das auf den ersten Wink; nur für den Bauer, die meisten Pächter, und viele, viele Landwirthe ist es ein Paradoron. Es giebt ja Nasen, worauf nicht eine Brille paßt. Da die Klage über Menschenmangel der gewöhn⸗ liche Haudegen ist, womit man seine Nachlässigkeit oder übelverstandene Oekonomie zu schützen sucht, so ist es gut, zu zeigen, wie viele Luftstreiche damit ge— führt werden können, damit junge Anfänger nicht so⸗ gleich vor dieser Lanze des Don Quixotte zurückbeben mögen. Auch in dem Dorfe, wo ich bisher wohnte, hörte ich tausendmal die Klage anderer Pächter, daß sie nicht Menschen genug zu ihrer Arbeit haben könnten. Ich sieng das Behacken meiner Brach- und das Jäten mei— ner Kornfrüchte an, stellte bey einer kleinen Wirth—⸗ schaft mehr Hände ans Werk, als alle Pächter im Dorfe; und nicht allein hatte ich keinen Mangel daran, sondern noch die Wahl, und mußte ihrer viele zurück⸗ weisen. Ich hatte Arbeiter, die um das Taglohn und ohne Kost täglich 4 Stunden weit herbey gelaufen ka— men. Ich bezahlte richtig, aber nicht reichlich, und suchte den Leuten anhaltend Arbeit zu verschaffen. (Dieser letztere Umstand mag wohl der Hauptknoten des Räthsels seyn.) Dagegen arbeiteten meine Pferde füͤr nie⸗ Iun 5 ah Iu. N ur de Im ein ndeg N ll, Il dah de shuffn ö Ilm se esche der min Nhe fei ae Sche chthitt se de R leh, nd it doch b Eie wurd uj NRah Hiler bat Hhle S Hd ween 2 Sahe 65 Tun hitt I int hebeß nix, du, cbartet Estr d ꝑ́PfPfPfPfPfPff* ——— jßꝛjꝛjßjß75ßꝛ—————————5———.— 273 30 5 niemanden anders, welches bey andern Pächtern noch beit mlsn das einzige Mittel ist, einige leute an sich zu zwiu⸗ un. 3 gen. Meine Arbeiter fanden allemal bey mir Credit; 5 30 dafür versteigerte ich aber auch den Hanf und Flachs 290 um ein Drittel theurer, als meine Nachbaren. Diese Wan beyden Producte bauete ich lediglich für meine Taglöh⸗ rah, G ner, um ihnen dadurch für die nassen oder allzu kalten dah. Tage des Winters eine häusliche Beschäftigung zu ver— mheu schaffen, bey der sie nicht darben durften. AI eine Mate I Allmählich wurde mein Interesse d schükn sh. das ihrige, weil sie einsehen lernten, daß ihre Wohlfahrt ststrahentz Ler Ricluf 1111 er meinigen verbunden war. Ich durfte auf dem mfimü Felde keinen Raub mehr befürchten, und nie zerstörte ui nn eine Schadenfreude meine Versuche im Freyen. Viel⸗ mehr hörte ich immer, und nie ohne Vergnüger„ daß her uß 06 sie die Producte meiner Aecker„die Ahigen⸗ nann⸗ chter, Msti ten, und z. B. sagten:„Unser Hanf, unser Roggen ben kintg& ist doch bey weitem schöner, als der Bauern ihrer.“ nd do n Sie wurden gesikteter und zur Arbeit geschickter, so ner kiun d daß Nachbaren mich manchmal um einen meiner Ar— 3 all Mr beiter baten, um die ihrigen zurecht zu weisen. Die En MI höchste Schande für meine Taglöhner war, anes Feh⸗ lers wegen aus Rm Dienste entlassen zu werde n; um D0 d der Bestrafte wurde gerne einen Monat lang für hal⸗ 1* 00 bes Taglohn gearbeitet haben, wenn er dadurch wie der ict 11 hätte zu Gnade gelangen können. Oft stand derjenige 4 mit bebenden Gliedern oder einer Thräne im Auge vor it mir, der, sich eines Fehltrittes bewußt, den Verweis — 1 erwartete. Vorzüglich gut stand ich mich mit den jun— mals 10——— Band. S gen — ——————— —*————— 274 gen Leuten, die ich selbst zur Arbeit zugezogen hatte. Sie thaten es bald den Alten an Geschicklichkeit zuvor, und nach wenig Jahren hätte man sie für eine bra— bantische oder norfolker Colonie halten sollen. Bald wurden diese jungen Leute, die nie den gewöhnlichen Schlendrian eingesogen hatten, die heißen Vertheidiger meiner— wie sie es nannten— neuen Manieren, und hingen eben so leidenschaftlich an unserm Systeme, wie ihre Väter an dem ihrigen. Nicht selten verlachten und zankten sich beyde Parteyen, und zogen mit ihren dicksten Möhren und Runkeln gegen einander zu Felde. Mit einem Worte: wir waren einander werth und nothwendig geworden, und haben alle dabey gewonnen. Mit Vergnügen gebe ich den Einsassen von S'heeren Elderen, meinem ehemaligen Aufenthalte, in dem Departemente der Niedermaas, dieses öffentliche Zeug⸗ niß meiner Dankbarkeit. Der geneigte Leser vergebe mir diese kleine Aus— schweifung zum Besten der Menschlichkeit, und zum Troste derer, die, aus Furcht, nicht hinreichende oder taugliche Menschenhände zu finden, auf alle Anstren⸗ gung und auf alle Verbesserung des Ackerbaues Ver— zicht thun... Wo es nur Brod giebt, da giebt es auch Menschen, das ist die Regel, die zwar, wie jede andere, ihre Ausnahmen, doch deren bey weitem nicht so viele hat, als man gewöhnlich dafür hält. Denn leider sind wir oft selbst die ersten, die von der Regel abweichen, und daher ist die Schuld unser, wenn uns Andere mit gleicher Münze bezählen. Ich I dem D⁰ Wad dll Hͤschat un aul Rommen Wapdig: du daß in i billiht Ind kemn raltume licht kid saude al nahr as nur 249 mafen, n uchn 20 Krah duf das Cueti M Mogehel ihran) Iung Hehn Hwogghh en Iu it ugg oshilihtin n siestj 00 lten si 3 e den aucht heißen Iuh neuen hu NunsamE icht senmntt ind zupnntz einaagfz einawar lle dabetant sen vuE ufenthih en NMMNN ses facht 0 2 dis hen hlichtt, Wy Hata cht nnahcl ⁰06 „aufbl es Milag ahnh u6 ersten, Ru die Edödn Khsle, 225 Ich komme zu dem übermäßigen Kostenaufwande, als dem zweyten Einwurfe gegen das Jäten. Da es nicht wirthschaftlich ist, Arbeit und Auf⸗ wand auf dem Felde zu vermehren, wenn man nicht versichert ist, daß die Kosten nicht allein gedeckt, son⸗ dern auch mit verhältnißmäßigen Zinsen wieder einge— nommen werden, so bedarf dieser Gegenstand noth— wendig einer Untersuchung. Vor allem müssen wir das wohl ins Auge fassen, daß in einem Lande, wo Jahr aus Jahr ein, und das vielleicht schon seit Jahrhunderten, Alles gejdtet wird, und kein benachbartes Feld mit Feindes Hand den Un⸗ krautsamen über das ihm nahe gelegene ausstrent, nicht leicht sechs Hederichpflanzen gegen eine Korn⸗ staude aufkommen werden, die Jätearbeit also um mehr als die Hälfte verringert wird, daher man auch nur 24 Tagwerke auf das Ausjaten eines— wohl zu merken, sehr unreinen Bunders Waizen bey den Bel— gen rechnet. Das Frauentagwerk zu 8 Sols oder 20 Kreuzer ohne Kost, thut 1 Gulden und 4 Sols auf das Bunder, oder einen Gulden und 5 Kreuzer Conventionsmünze auf den rheinlandischen Morgen. Man bemerke zweytens, daß die Belgen das aus— gezogene Unkraut durchaus nicht wegwerfen, sondern es ihrem Viehe in dem Stalle als die erste grüne Nah⸗ rung geben. Die Milch und der Mist, die dadurch hervorgebracht werden, oder die Ersparung an anderm grünen Futter, decken also schon einen Theil der Ko— S 2 sten. DDRSDESDEEEEE—..— —.— — — 276 sten. Wäre dann gleich die Arbeit auf einem unkraut⸗ reichen Acker größer, so würde obiger Nutzen auch gro⸗ ßer seyn, und eine Frau leicht so viel Unkraut ausziehen, als zwey Kühe zu ihrem Unterhälte bedürfen„wodurch beynahe ihre ganze Tagarbeit gedeckt werden könnte. Aus dem gedachten doppelten Umstande erhellt also offenbar, daß die Kosten bey weitem so schrecklich nicht sind, wie sie auf den ersten Anblick scheinen. Lassen wir auch den Vortheil der Benutzung des Unkrautes weg, welcher bey Stallfütterung und gehöriger Oeko⸗ nomie nicht gering ist; so wird doch die durch die Reinigung des Ackers erzeugte Vermehrung seines Pro⸗ ductes die Arbeit so reichlich lohnen, daß in manchen Jahren der reine Gewinn des Gäzen um die Hälfte vermehrt werden wird. Die Belgen sind davon so sehr überzeugt, daß sie im Nothfalle Geld gegen Zin⸗ sen auf die Rechnung des noch wachsenden Getraides aufnehmen würden, um es jäten zu lassen. Man glaube daher ja nicht, daß es bey ihnen bloß für Lieb⸗ haberey einiger guten Landwirthe, oder Kleinigkeitsjä⸗ gerey einiger Häusler gelte. Reich und Arm, Groß und Klein, Faul und Fleißig, Alles giebt sich mit ei⸗ ner Sache ab, die man als eine der wesentlichsten Operationen der Wirthschaft ansiehet. Ich frage: wo in der Welt würde man den Flachs wollen umgejätet stehen lassen? Wohl nirgends! Man denke sich also, ganz Belgien sey nur ein großes Flachsland... „Nun ja, ländlich, sittlich! Hier aber ist so was bey andern Früchten nicht gebräuchlich... Recht so, meine Hunt H Haachen Cl i Babe de shr dl Hocig an nich om ieh geben/ d Viberl HRelbt, sch nnt l 3uf 2/0 Degit, schen mi Dasuc, sehauch! doch aber Wutde vo n Ius Huft oddt 10 Dappeh Ennptte sshe 30 Eant. 2227 aufsänmnii, ů ů rMüt meine Herren! Darum eben hinken die Leute in Unut manchen Ländern, wenn die in andern gehen. doisn n 0 ů wadgin ö Seit ich zum erstenmal die Allmacht der Cultur in Brabant sah, und mich darauf entschloß, das Jä⸗ mm m ten des Getreides auch bey mir einzuführen„hatte ich sehr natürlich alle dacher und witzigen Köpfe, alle Un⸗ ssahr glückspropheten und Aristarchen der ganzen Gegend ge— shin gen mich. Man kam von allen Seiten her, mich ing den von einem solchen Unsinne zu heilen, und mir Rath zu hunl geben, den ich von Niemanden verlangt hatte. Meine doch Nint Weiber und jungen keute waren in dem Geschäfte nicht hrupfp geübt, meine Felder zwar nicht verwildert, doch reich⸗ „Ddtßünmn lich mit Unkraut versehen. Ich setzte die Jäter 1802. ren un auf 2, 60 Hectars, halb Sommergerste, halb Hafer. gen sihunf Die Zeit, daß die Weiber so auf den Saaten lagen, le Gih gu schien mir selbst eine Ewigkeit. Es war mein erster chsrdn bnz Versuch, und ich empfand, daß das kachen und Pfei⸗ In Hsa. fen auch wohl einem Philosophen den Kopf toll machen, ihnenhtb doch aber nicht verdrehen könne. Das große Werk ode Hit wurde vollführt; und die Kosten, die meine Recen⸗ senten auf einige hundert Franken angeschlagen hatten, 66 Halt thaten 41 Franken und 62 Centimen, oder 16 Fran⸗ ken auf den Hectar. Der Ertrag war 5 6 1 decalitres I. MWf Hafer oder 122 für 5, und 478 decalitres Gerste wtll b oder 16 für 1. An Stroh hatte ich 1 5⁰ Bunde Rn W in doppelten Roggenstrohseilen. Der vͤllig reine 65 Wulln Ertrag des ganzen Stückes war, nach der Bilanz des⸗ 7 selben Jahres, 627 Fr. 50 Cent., oder 241 Fr. 0 35 Cent. auf den Hectar. Ob Andere damals mehr I S 3 auf 278 auf ihr Sommerkorn gewonnen haben, will ich nicht untersuchen; aber sicher hatte ich auf das meinige nicht verloren. Ich dankte den Belgen im Herzen für ihre lehre, jätete fort, und werde, wo mich das Schicksal wieder zur Arbeit beruft, bis zum Ende meines le— bens damit fortfahren. Ein mißlungener Jäteversuch ließ mich noch mehr den Werth dieser Operation fühlen. Im Frühjahre 1804. setzte ich Jäter auf den Waizen, und zwar eiz nen Haufen junger Mädchen. Diese waren zum Un, glück sich selbst überlassen: denn ich hatte keinen Aufse— her für sie, und ich selbst war durch andere Geschäftt abgehalten. Da tanzten die Mäuse auf dem Tische. Ich merkte endlich Unräth, und sahe nun mit tausend Schrecken die Verwüstung, die unter meinem schon ziemlich langen Waizen angerichtet war. Die Dirnen hatten so darauf herumgewühlt, getanzt, sich gebalgt den Waizen ausgerauft und umher geworfen, daß man hätte denken mögen, alle Hexen hätten darauf ihren Walpurgistanz gehalten. Ich verbat mir sogleich das fernere Jäten, und nahm mir vor, so lustiges Volk nie wieder ohne Wächter auszuschicken. Die Aerndte kam, und ungeachtet jener Zerstörung war dieser gejätete Theil dem andern doch noch so weit über⸗ legen, daß er von den Schnittern um ein Viertel bes⸗ ser geachtet wurde, als der nicht gejätete. Drit⸗ 6• scbe N eis I Rhase I WW N D (b de! , sot eleh fih, sinmt. act tofet „Dl Hede eh „old, u ai du L „D ih lsfsh Rähsf 3, sud vae G I W ——[——[——— 2— ——————————.— z⁊́—.. T ö απιι⁰μ 279 eh, Wlhth DuRn ö durmin Dritter Abschnitt. im an ů nichwen Getreide ⸗Drillen. E Ich habe schon erinnert, daß die breitwürfige Aussaat die einzige ist, die man in den Niederlanden kennt. * Ich verstehe dieses von den Halmfrüchten: denn das ů hh teihensäen und Pflanzen gewisser Brachfrüchte wird Hen, Wp an mehreren Orten ausgeübt, und davon wird an⸗ 165 derswo die Rede seyn. hatte finn 0 ii— Da der wichlige Gegenstand des Getreide⸗Dril— uftrhh ö lens die Aufmerksamkeit der Landwirthe auf sich gezo⸗ ihe nuwan gen, so wird es vielleicht manchem unter ihnen nicht nttr uintt unangenehm seyn, darüber elwas in diesem Buche zu dar Rn finden, und zu sehen, wie sich ein Belge dabey be⸗ in: nimmt. Es ist Herr Dierexsen, der den Versuch ü machte. Ich kann nicht besser thun, als seine darüber entworfenen Noten wörtlich übersetzen. eken sitn vn „Den 24. October 180 3. besteckte ich auf freyem vbttrust dot, V„Felde ein Beet mit Waizen. Es war ein Kartoffel— Hsn L vland, und hatte 7 Fuß, nach antwerpischem Maaß, Ier Zastuh„in der Breite und 815 in der Länge, also 3605 g„◻ Fuß. Da es zum Waizen des Jahres 1802. rohsh ö Jah ö IR„trefflich gedüngt worden war, so ließ ich für die 100„nächstfolgenden Kartoffeln keinen Mist darauf brin⸗ alete.„gen, sondern statt dessen in jeden Schnitt(Fähre) „einen Sack an der Luft zerfallenen Kalks streuen, „und durch die Egge innig mit der Erde verbinden. S 4„Nach E —.....‚.....I —.. —— —————.— —.— I—— 280 „Nach der Kartoffelärndte wurde das Land der Ge⸗ „wohnheit näch abgeeggt, gepflügt und gleich geeggt. „Darauf ließ ich gedachtes Beet mit der Schleife über⸗ „ziehen, um die Gruben desto genauer hinein drücken „zu können. „Da ich mit keinem Drillwerkzeuge versehen war, »„so bediente ich mich eines unserer gewohnlichen Erb⸗ „sentreter), dessen Zähne einen Fuß von einander „standen. Diese E 23 sollte den Zwischenraum „der Reihen ab geben. Ich nahm ihn so breit an, um „darin im Frühjahre ungestört mit der Haue hacken zu »können. Die zocher auf den Linien selbst ließ ich nur „6 Daumen weit von einander stechen. Um der Be— „quemlichkeit willen wurden die Reihen nicht in der „länge, sondern in der Breite des Beetes gezogen. „Drey Arbeiter folgten dem Stecher, und warfen „zwey Körner in jede Grube. Man verbrauchte ge— „nau eine Pinte oder 12360 Körner: das beträgt „443 Pinten auf das Bunder, statt daß zur breitwür⸗ „sigen Aussaat 348 Pinten erfordert werden. Die „Ersparniß des Saatguts betrüge also, zum Vortheil »des Drillens, 303 5 Pinten oder 2612 Viertel auf as Bunder, die Ralière zu 116 Pinten gerechnet... »Um die Körner nicht mit der Egge aus ihrer Lage zu »bringen, ließ ich sie mit dem Gartenrechen decken. »Darauf wurde nach Gewohnheit gewalzt, und die „Rigolen wurden ausgeschossen. Die *) Ein solcher Treter findet sich auf Tafel 7. Fig. 4. auf geradewohl abgezeichnet. i Omafß I oe lt KN E Bu „Tih „Oob „uu Eun „Die I iel„ wlessthn t —*ͤW0 nn„Die 4 Mmn ane der Stecher und die derEh»Einwerfer, verwende 1—— Stunden 3 Minuten auf 10 niü„die Arbeit. Ich bemerkte, daß das Einwerfen eben h„so gut von Kindern hätte geschehen können. Nach „diesen Erfahrungen erforderte das Drillen eines gan— eugehn„zen Bunders von 160000 U Fuß an geuhltog„Taglohn für den Stecher à 12 Fuß ung„Sols für 10 Stunden w8 Fl. 4 Sols. den Zushrn„Taglohn für die 3 Kinder die zehn ö hn ohig„Stunden à 6 Sols 12— 72— der Huth„Das Beet zu rechen, erforderte 15 n sehst:„40 Minuten, also 30 Stun⸗ en. Md„den oder drey Tagwerke auf eihen uit„das Bunder à 12 Sols/ 1— 16— 5 Be„Das Beet im folgenden Früh— cher, Went„jahre einmal zu behacken, erfor⸗ „derte 14 Tagewerk, oder 662 an wähuck „auf das Bunder à 12 Sols 39— 18— ener: 2—„Summe der Unkosten 62 Fl. 5 Sols. ert wan „Dagegen wurde das Untereggen lo, Ii„oder Einschlichten der Saat nn 0 Fl. 15 Sols. n„Ersparniß des Jalens 11— è4. ani»Summe der Ersparniß II Fl. 19 Sols. u/ W„Die Aerndte trug beym Ausdrusch 120 Pinten Wai— „zen, oder 46 Viertel auf das Bunder. Der dane— »„benstehende, auf ebendemselben Felde breitwürfig „gesätte Waizen gab auf 9785 ◻Fuß 297 Pinten, Lufl R. S 5„oder — — — — ——— — —...— „oder 42 Viertel auf das Bunder, der gedrillte also „ein plus von 4 Viertel. Das Viertel des gedrillten „Waizens wog im October 136 Pfund, des breitwür— „figen 132: ersterer that also im Gewichte 6256 „Pfund reines Korn, letzterer 55 4 4 Pfund auf das „Bunder; der gedrillte folglich 212 Pfund mehr als „der ungedrillte. Dieses ist in manchen Gegenden, wo „die Becker den Waizen nach dem Gewichte kaufen, „nicht gleichgüttig, und der Unterschied des Ertrags „belief fich auf 5 Rasieren auf das Bunder; doch „wollen wir in folgender Bilanz keinen Gebrauch da⸗ „von machen. ä „Das plus von 4 Viertel à 7 Fl. Ibeträgt zum Vortheil des „Drillsäens · 28 Fl. 0O Sols. „Die Ersparniß von 2,612 Vier⸗ „tel an Aussaat · 18— 6— vitem an Jäten und Pferdearbeit r— 19— „Summe des Gewinns 58 Fl. 5 Sols. „Im Vergleich gegen die Summe „der Kosten 62 Fl. 5 Sols. „Fallen also zum Nachtheile des „Drillens 52 4 Fl. Sols. „Hierzu kömmt noch der geringere Strohertrag. Der „gedrillte Waizen nämlich gab auf das Bunder 11406 „Pfund, der breitwürfige 14111 Pfund Stroh.“ Das daraus erfolgte minus von 2705 Pfund Stroh schlät Hr. Dierersen zu 24 Fl. 7 Sols an. Ein In Bude d shde Patfgeh stgn do Hls lichs shaff, 0 wud, fo lhstle,, dn dunl demn beye de Mmnz mum u nehtung d Im E E sichen id bchate Io Bih zpar enttr dem, Idir Zuhtnt, Nh lich iit Eom Daspie hithy y Dübuch em Pe Hlr 6 h uuf —— pjßꝛ—ßi— hr 8 Ein Bunder, Nöb. nach obiger Art gedrillten Wai⸗ find, Eiz zens stunde also um 28 Fl. 7 Sols gegen den breit⸗ 0 Gad würfigen zurück. Gleichwohl beweist„wie ich kaum 4M zu sagen brauche, das 5 dieses Versuchs durch⸗ 12 10 aus nichts gegen eine gehorig eingerichtete Drillwirth⸗ 0 0, schaft wo das Behacken mit der Pferdehacke betrieben 110 wird, folglich kaum den zehnten Theil der Handarbeit Gaittt kostet... Dann hätte auf dem Felde gar gemächlich rschid w das dopnelte 5 Quantum von Pflanzen stehen können: das Buh denn bey einem Zwischenraume von einem Fuße hätten einen Een die Pflanzen in einer Entfernung von 3 Zoll Spiel⸗ raum genug gehabt. Dadurch wäre, wo nicht eine Ver⸗ mehrung der Körner, doch ganz gewiß eine Vermeh⸗ rung des Strohes entstanden. 28 N. 0 Eine sehr interessante Untersuchung wäre bey einer 19—1. solchen Feldbehandlung anzustellen: ob nämlich ein so 4.— behandeltes Kornfeld wohl durchaus ohne Einschiebung —— von Brache und Brachfrüchten bestehen könne, und 58 H. zwar entweder mit alljährigem, oder mit abwechseln⸗ dem, oder nur seltenem Düngen; so wie, ob sich jede 629½%Fruchtart, oder welche sich am besten hierzu schicke. Auch ließe sich dann mit Roggen und Waizen, oder E mit Sommer-⸗ und Winterkorn darauf abwechseln. 9 Das wäre nun ein bedeutender Wink für alle Körner⸗ Strohcta wirthe, ihre bereitwürfige Aussaat einzustellen, und die das Buoll Drillwirthschaft mit der ihrigen zu verbinden... Soll— Pyuden te mir je ein Experimental⸗Farm zu Theil werden, so I würde aahache Untersuchung keine der letzten seyn, 9„ worauf ich denken würde. G 7 Wenn 284 Wenn das seltsame Principium, die Güte und Er⸗ giebigkeit einer Cultur nach der Vermehrung der Ein— saat zu messen, seine Richtigkeit hätte, so böte der Ver⸗ such des Hn. Dierersen einen triumphirenden Be⸗ weis für seine Methode an, und jede andere verdiente durch ein Reichsgesetz nach Sibirien verwiesen zu wer— den... Eine Pinte Waizen gab 120 Körner für eins. In welchem hande der Welt ist eine Cultur, die die Waizeneinsaat um hundert und zwanzigmal ver— mehrt? Nicht in Brabant: der neben obigem von Hn. Dierexrsen gesäete breitwürfige Waizen gab nicht viel mehr, als das ein und zwanzigste Korn;— nicht in Flandern;— nicht im Lande von Waes,— ja nicht einmal an den furchtbaren Ufern des Nils, des Phrats oder des Tigers, wie wir im nächsten Ab— schnitte sehen werden. Es wäre zu unbedeutend, dem leser meine eigenen, wiewohl comparativen Drillver suche mit mehreren Korn⸗ arten zu erzählen, bey denen ich mich manchmal besser, manchmal übler befand, als bey dem genau damit ver⸗ glichenen breiten Wurfe. Sie entscheiden um so weni— ger zum Nachtheile des Drillens, da ich und meine Leute Neulinge in dieser Operation, und mit keinen ge— hörigen Werkzeugen dazu versehen waren. Die aus einem, wiewohl kleinen Ver suche hervorgegangene Er⸗ fährung aber möchte ich einiger Privatumstände wegen doch nicht unterdrücken. Meine Justrumente bestan⸗ den in einem Grubenstecher, der anderthalb Zoll tiefe vcher in einer viertelzöligen Entfernung in die Erde drück⸗ —— Rte/ W E sehat V flolh Y Spf WanEc Rhe gach d0 Mn⸗ lafndate Demalden Krahisht litbefsen a Cutmmen 11 sch dem! Nnd H. Ihpd Haf aug rnannteg t. V V 100 — — ———ßꝛꝛjꝛꝛß7——*— ——— 285 m/ di IN e 93 Bama mi drückte, und wo die Reihen einen Zwischenraum von t 16 z 9 Zoll unter sich hatten; dann in einer vielschaarigen mimrn 90 ferdehacke von eigener, folglich mittelmäßiger Er— 4. findung. en uui Ich wählte auf gutem flachen lehmboden meines Wned Experienzfeldes, das mitten in einer schönen Flur vor Kischle allem Schaden gesichert liegt, 20 aeres, die Jahrs vor⸗ d'ng her Roggen getragen hatten. Sie wurden gedüngt, in 4 zwey gleiche Theile getheilt, und in der ersten Woche sü des Mayes 1803. mit Hafer bestellt. Der eine Theil 106 Wiht erforderte zur breitwürfigen Aussaat 28 litres. Auf aahhse m. dem andern wurde der Hafer in Gruben gedrillt, und ande rnün. er erheischte litres. Das Locherstechen und Körner— Ufeml einwerfen auf den 10 acres kostete 1 Franken und 18 ir in nh Centimen. Der Ertrag des breitwürfigen Hafers war 69, des gedrillten 63 Garben. Sie wurden gleich nach dem Einfahren gedroschen; da gaben jene 543 fesrnig Pfund Hafer und 796 Pfund Stroh, diese 609 emit nhunß Pfund Hafer und 740 Pfund Stroh. lich 150 ö en Zu gleicher Zeit hatte ich auf eben demselben Felde r 0 sogenannten türkischen Hafer, avena orientalis, einge— a drillt. Ich hatte aber zur Aussaat kaum einen Hut 400 i 4 voll Samen. Der Ertrag davon war von 11 Gar⸗ 4½H hiesige Faß Hafer. Das Faß wog aber nur Kah I 44 Wiue/ statt daß der gewöhnliche weiße Hafer 0n von breitwürfiger Aussaat à Faß 28, gedrillt aber aren 20 Pfund wogen. Das Stroh jener 1 Garben wog Nin rin 238 Pfund... Der Verständlichkeit halber lege ich owahb dem Leser folgende auf einen berliner Morgen und nach hal 6 dem 286 Enr. dem berliner Getreide-Maaß reducirte Tabelle zur Uebersicht vor. Hafer Einsaat[Ertrag Vermehr[Hafer Stroh weißer Scheffel Scheffel für 1[Pfund Pfund breitwürfig 1,320 25,60 19 1425 2034 gedrillt 0,446 30,328 68169589T türtischer gedrillt H ,446[4,47 93 1992 3250 Ich muß dabey bemerken, daß die Garben, so wie sie vom Felde kamen, gedroschen, und Korn und Stroh sogleich aufgemessen und gewogen wurden. Das Stroh des türkischen Hafers war insbesondere sehr feucht, folg— lich schwer über in daher auch aus dem Verhält⸗ nisse des Strohes zum Korne kein sicheres Resultat zu ziehen. Die Unkosten, einen berliner Morgen einzu⸗ drillen, belaufen sich auf r Gulden 24 Kreuzer Con-⸗ ventionsmünze, werden also beynahe durch die Erspa— rung an Einsaat gedeckt. Zwey Männer stechen so viele cher, als 42 Kinder besäen können. Eine Hec⸗ tare durch diese Menschen zu bestellen, sind 16 Stun— den erforderlich. Säet man aber mit der Hand in die mit einem Furchenzieher geöffneten Furchen, so kann man mit einem Pferde welches das Instrument zieht, einem Manne der es regiert, einem Knaben der leitet, und sechs andern, die säen, eine Hectare in eilf Stun⸗ den bestellen. Der überwiegende Ertrag des gedrillten türkischen Keine Roggengarbe war bey Mir scheint diese Hafers ist auffallend. bey mir so schwer, als die dieses Hafers. R 0 st schsul! siche hi Ahlck.,, schemme Hihwirfg n sit 0 W walerfn Emmt, ku wirl yd aber N oöhn Ie W 6 Hh 16 Den niht ale dilichme Dathun saud, dae Risg. 9 K chl Iunmst lhznt Gumud iaht 287 diese Frucht besonders zum Drillsäen geeignet zu seyn: denn sie liebt einen wohlbearbeiteten Boden, bestaudet sich stark, und wirft ein langes rohrartiges Stroh. Ein solches Haferfeld gewährt einen reichen, majestätischen u Anblick... Daß das Korn davon bey meinem Ver— 3 suche um ein merkliches leichter war, als selbst das von breitwürfigem weißen Hafer, rührte daher, daß ich „ ihn zu spät gesteckt hatte. Der türkische Hafer will um I. dren Wochen fruher als der gewohnliche gesäet seyn/ . i weil er sonst in kühlen Sommern nicht leicht zur Reife kömmt, oder taub wird, wie denn unter obigem Er⸗ deh. eh—8 ‚— vurden Lue trage wirklich ein guter Theil Körner taub war. Uebri— daeshürn gens aber wird dieser Hafer immer etwas leichter als ch adn der gewöhnliche seyn, welches von seinen langen Spit⸗ sichaedin zen oder Grannen herrührt. rliner Munt 4 —0 Nach allen Versuchen, die ich über das Drillen en 24Mf ů 9„ nheutdb des Getraides gemacht habe, bin ich überzeugt, daß he dulh We.— Mu 00 es die vorzüglichste aller Methoden ist. Sind mir gleich Maha sehe nicht alle Versuche dabey geglückt, so muß ich dieß le— diglich meiner Ungeschicklichkeit, dem Mangel an bessern Ai Werkzeugen, und dem Wahne zuschreiben, worin ich m 1— stand, das Saatgut auf das möglichste dabey sparen zu Hult müssen. Meiner jetzigen Ueberzeugung nach darf weni— . ger nicht als die Hälfte von dem ausgesöet werden, des⸗ n 9795 sen man sich beym gewöhnlichen Wurfe bedient. Hectatenche bnnn, len, sih nes Ungeachtet des Abstandes, der zwischen unserm a Clima und der heißen Zone Statt findet, kann ich mich a nicht enthalten, dem Leser einige Stellen aus Nie⸗ af buhrs 6j/ gedtilen M 288——— buhrs Beschreibung von Arabien, welche im Jahre 1773. zu Kopenhagen in franzosischer Sprache her— ausgekommen, mitzutheilen, weil ich glaube, daß die— ses Werk in den Händen weniger Landwirthe ist. Es lassen sich aus diesen Stellen drey Wahrheiten erwei⸗ sen: erstlich, daß das Drillen nicht etwa eine Schwin— deley irgend eines mit dem Spleen behafteten Englän— ders ist, der den Einfall bekam, sich und Andere auf eine neue Art zu ruiniren; dann zweytens, daß es nicht allein die Belgen sind, die, an das Joch ge— wöhnt, und vom Hunger gezwungen, sich die lange Weile mit Hacken und Jäten vertreiben; drittens end— lich, daß es unter Nationen, die wir als Barbaren ansehen, und die es in gewissem Betrachte auch sind, doch Menschen gebe, die es uns an Erfindungsgeist gleich, und unserm, von Manchem so hochgeschötzten Schlendrian an Fleiß und Industrie zuvorthun... Wir wollen nun Herrn Miebuhr selbst reden lassen. „Man versteht sich, spricht er, wie es mir schien, „in Yemen sehr wohl auf den Ackerbau; und an meh⸗ „reren Orten wird das Feld gartenmäßig bearbeitet. „Die Feldarbeit ist hier zu Lande so leicht nicht, weil „die ganze Oberfläche sehr pünktlich überwässert werden „muß. Die Araber haben eine Art von Muldbret, „um den Grund an gewissen Stellen wegzunehmen, und „nach andern hinzubringen, um daselbst eine Erhöhung „zum Zurückhalten des Wassers zu bilden. Nicht allein „ihre Gärten, sondern auch die Felder, die sich an dem „Hange der Berge befinden, sind in ebene Terrassen „ ver⸗ aahlab, beddih mileun I. d at Rbe ne be M sh lel, Iu „Mph 5 Hl rh behf Alssa, d vilsit, n de Et W adin E däckth,,, er dan Rahfse vhit demt W, ius Rcf t; f 0 ͤé pfihe am un! p.“ „»Drg H aise In V sischr d„vertheilt, die oft durch eine Mauer wagrecht gehalten ich guugh„werden. Auf der Höhe der Mauer findet man jedes⸗ Landuihß»„mal einen Damm, um die Bewässerung zu beför— à Wühhh„dern. Gräben, Kanäle, durch Maschinen betrie— ennz»„bene Brunnen, ausgemauerte, oft prachtige Behäl⸗ bhinz„ker geben das Wasser dazu her, oder leiten es aus der U sch müh„Ferne herbey.“ „Man baut in dem glücklichen Arabien überhaupt „sehr schönen Waizen, Mais, Hirse, Gerste, Boh⸗ »„nen, linsen, Rübsen, Zuckerrohr, Taback, Krapp, u zwene, e, an u W„Indigo u. s. w.— Nur ein einziges Mal habe ich 21„das Glück gehabt, der Besäung eines Feldes in Ye⸗ ie nitun„men beyzuwohnen. Ein Bauer trug einen Sack mit Belath„Unsen, die er sehr dünne in schon gezogene Rinnen en 39„einsäete, ohngefähr so, wie man bey uns in den Gär— em susast„ten die Erbsen legt; und indem er mit dem Säen vor⸗ ie zuurthr.„wärts rückte, schob er mit den Füßen die Erde von bst ronsi»„beyden Seiten in die Rinne, um den Samen zu »decken... An andern Orten geht der Säemann hin⸗ er, mn»ter dem Pflüger her, und wirft den Samen in die erbau Wa„geöffnete Furche, die der Pflug im Zurückkommen 3.—„mit dem Grunde der folgenden deckt.. Beyde Ar⸗ e so lihnt„ten, zu säen, sind beschwerlich, weil der Saer da⸗ ch ibemit 1„bey eben so viele Gänge zu machen hat, als der Pflü⸗ ÄN MV„ger; dafür bleibt aber auch kein Körnchen auf der Ober⸗ en wi⸗„fläche zum Raube der Vögel liegen, und überhaupt seb i brauchen die Araber weniger Sämen, als die Euro⸗ iN N 2aen 6n 0 0„»Der Mais und der Hirse schienen mir in einigen ö 1—. Ul„Gegenden Yemens körnerweis in die Erde gelegt wor⸗ Erster Band. T„5den 29⁰ „den zu seyn. Zwischen Moeshak und Sehan sah ich „Felder, wo sicher Alles nach der Schnur gesteckt war, „wie die Kohlarten es bey uns sind; sie waren aber „auch die schönsten, die mir in meinem leben zu Ge⸗ „sicht gekommen. Alle Halme hatten nur eine Höhe, „und keine Spur von Unkraut war dazwischen zu fin— „den, statt daß auf andern daranstoßenden Aeckern „dieselbe Fruchtart ziemlich schlecht stand. Ein deutli⸗ „cher Beweis, daß auch in Arabien nicht alle Bauern „eben arbeitsam sind!* ö „Bey Albarras wurde ich einen Bauer gewahr, „der durch die Zwischenräume der Getreidelinien hin⸗ „pflügte), obgleich der Waizen schon 9— 10 Zoll „hoch war. Seine Ochsen waren so abgerichtet, daß „sie zwischen den Getreidelinien hingingen, ohne die „Pflanzen zu zertreten. Der Nutzen dieser Operation „soll darin bestehen, daß dadurch alles Unkraut zer⸗ „stört, die Wurzel des Getreides gedeckt, und die Erde „aufgelockert werde, um desto williger die Feuchtigkeit „des Thaues, des Regens oder der Bewässerung in sich „zu saugen. Zeigt sich nachher noch etwas Unkraut, „so wird solches mit der Hand ausgezogen, und dem „Viehe gegeben. Doch sind es auch nur die fleißigsten „andwirthe in Arabien, die sich diese Mühe geben. „Bey Beit⸗el⸗fakih sah ich Hirsenfelder, die breitwür— „fig gesäet, und durchaus mit Unkraut überzogen wa⸗ H„irn.——— Sof Ich habe Tasel 2. Figur 5. eine Zeichnung eines ara— bischen Pflugs nach. Hn. Niebuhr mitgetheilt. Maher Ihse Rß It, itgen sict auc Des Uind, de Hebsch, Heburdeß machsn Nachhe Ra ise sufit ae Hun, ln, u Rsi „ Gus Hraff Nlte Ghr — 291 V und Gl Sonng So bleibt es denn ausgemacht, daß Fleiß und sind; üw Faulheit, Nächlässigkeit und Eifer in allen Gegenden meinenie der Welt zu Hause sind, und allenthalben die ihnen atten W verheißenen wohlverdienten Früchte tragen! dar da ranstogiyn t stand. Vierter Abschnitt. ien nigta Getrreide Pflanzen. einen Buxy er Galthtt Man verpflanzt Taback, Raps, Kopfkohl, Runkeln, schon-1 ohne daß es in den Gegenden, wo solches eingeführt N W. 0 5 2 n so ghgh ist, irgend Jemandem auffälll: warum sollte man hinghy 6 nicht auch Getreide verpflanzen können? utzen Mh— ö, ö ch alg he Die Idee des Jätens ist so fest mit der Cultur des gedec un Leins, die des Behackens so fest mit der Cultur der Kartoffeln, die des zinienziehens mit der des Krapps verbunden, daß Jeder in meiner Gegend für einen höchst nachlässigen Wirth gelten würde, der es unterließe. Wer aber in meiner Gegend sein Getreide wollte jäten, oder seine Bohnen behacken lassen, der würde zuverläs⸗ sig für einen Thoren gehalten werden... Eben Dieje⸗ nigen, die ihre Kartoffeln nie anders als in Reihen ein⸗ legen, und mit offenem Maule vor einem breitwürfig gesätten Kartoffellande stehen bleiben würden, stianden so, Groß und Klein, vor einem Acker Möhren, weil ich sie auf linien gesätt hatte; und als sie vollends ge— drilltes Getreide fanden, da hieß es bey ihnen recht: ne 4 2 2 pe- uhr mihhe diliger Vit er Benist noch eaulz ausge auch nu h dies I enfelde, 0 Inkrathck 292 speetatum admissi risum teneatis, amici!— Und nun gar verpflanztes, ja das fehlte noch! Der Gärtner verpflanzt Salat und Kräuter, Hr. Harte die duzerne, und in den Letter-oefteningen van Amsterdam des Jaers 1770, 4. Deel No. 2. fin⸗ den wir einen Versuch, den Hr. Miller zu Cambrid— ge, nach dem Berichte des Dr. W. Watson, im Jahre 1765. mit dem Verpflanzen einer einzigen Wai— zenstäude machte, die er aus einem Korne gewonnen atte, und wovon er in demselben Jahre ohngefähr 7 7 2000 Aehren erhielt. Dieses gab ihm Anlaß, den Versuch zu wiederholen und fortzusetzen. Den 2. Ju⸗ nius 1766. steckte er einige Waizenkörner des in Eng— land gemeinen rothen Waizens. Den 8. August fand er die Pflanzen stark genug, die Vertheilung vorzuneh⸗ men. Er hub eine Pflanze aus, theilte sie in 18 Thei— le, und pflanzte jeden besonders. Da diese ihrerseits sich gegen die Mitte des Septembers bestaudet hatten, so wählte er die stärksten davon aus, und vertheilte sie von neuem. Dasselbe that er auch nach und nach mit den übrigen, so wie sie allmählig stärker wurden. Das Vertheilen dauerte bis zur Hälfte des Oetobers, und da hatte er in allem 67 Pflanzen. Von der Mitte des darauf solgenden Märzes bis zum 12. April nahm er die dritte Vertheilung vor, und brachte die Zahl auf 500. Von da an blieben sie in Ruhe. Diese Pflanzen wuchsen und bestaudeten sich so, daß ihnen kein Waizen auf dem Felde gleich kam. Mehrere Aehren hatten die Länge von 7 englischen Zol— len/ 6% Wüt 2 Dil d Hlhhsh⸗ de vog IHö Ruct, N eden ki en sichisj s Ren, dß in Eih Atnachd u, Ae! dus Hult hz fe dab dy Hhfan 96 De + Amma — 293 mich ue len, und trugen 60— 7 Körner. Die ganze Sum⸗ me der aus jenem einzigen Korne gewonnenen Aehren t und Huz belief sich auf 21109. Das daraus gedroschene Ge— Letter. treide wog 47 Pfund 7 Unzen. Nach lleberzählung 4. Deilh der Körner, die auf eine Unze gingen, berechnete er, Millerghz daß sich sein Waizenkorn in Jahresfrist um 576840 W. N Mal vermehrt hatte. Herr Miller glaubte sogar, N eisxer ch daß, wenn er seine Pflanzen in dem Frühlinge vertheilt em Hunh hätte, er statt der soo wenigstens 2000 Stöcke be⸗ en Mhh Fenmert und eine ungleich reichere Aerndte erhalten ab ihn 1 haben würde, welches er aus seinem Versuche des vor⸗ sehen. hergehenden Jahres schließt. enkorna E Der Grund und Boden, worauf er den Versuch Daen r vornahm, war von hellbräuner Farbe, und der Unter— Zerthalgez grund sandig. Die Hälfte des Stückes war stark ge— Heltese:düngt, die andere gar nicht, und doch spürte er auf Dasth beyden keinen merklichen Unterschied an dem Wuchse ers besehl und dem Ertrage der Stauden. So klein dieser Ver⸗ 6, ufsuch ist, so interessant ist er, und so sehr ist zu bewun⸗ h nachwn dern, daß er, meines Wissens, keine fernern Versu⸗ che in England nach sich gezogen hat... Doch so was stärker ue ö ö 751 ö ö geht nach der Meinung Vieler vielleicht nur im Kleinen wdes MW ö an, ohne im Großen anwendbar zu seyn. Hggerdadi Der Reiß macht den Hauptgegenstand des Acker⸗ Buhd baues eines der größten Reiche der Welt aus, ich mei— Vii ne das der Chinesen, und doch wird er daselbst allemal Huan gepflanzt. Die kandwirthe, sagt der Pater Du und besn Halde, werfen zuerst den Samen des Reißes ohne Ordnung aus; demnächst aber, wenn das Kraut einen T 3 oder m r0e ven 7 —.—..——II———————— SPFIFFFFtTFIF——.—.— — F X—— ——— 2.— —.—— —— —————— 294— oder anderthalb Fuß lang ist, ziehen sie ihn aus, bin⸗ den ihn in kleine Büschel, und verpflanzen ihn nach der Schnur, nachdem sie hierzu das Feld auf alle mögliche Weise zubereitet und geebnet haben. Zu dieser letztern Operation bedienen sie sich einer gewissen hölzernen Ma⸗ schine Schleife], worauf der Führer steht, während daß das Gespann vorwärts schreitet. So viel von Asiaten! Aber auch bey den Belgen ist das Verpflanzen weder unbekannt noch ungebräuchlich. Die Industrie macht erfinderisch, und in einem kande, wo einzelne Pachter 10 bis 15 Bunder mit Raps, und zwar mit dem Spaten oder gar mit dem Pflanzholze bepflanzen, da erschrickt man vor keiner Arbeit, wenn sie sich nur gut bezahlt... In einigen Gegenden Bra— bants verpflanzt man auch wohl den Roggen. Es wird dem leser angenehm seyn, einen Augenzeugen darüber anzuhören: es ist Herr Dierersen. „Wenn der Herbst regnerig, der Winter gelinde »ist, sagt er, so sind unsere Felder gewöhnlich dem „Schneckenfraße ausgesetzt. Die Schnecken werfen „sich hauptsächlich auf den Roggen und den Klee; nur »dann, wann sie keine Nahrung dieser Art finden, ma⸗ „chen sie sich auch über den Waizen her. Darum trägt „man Sorge, daß stets einige Rüben unter dem Klee »stehen: die Schnecken fallen nun begierig über die „Rüben her, und dadurch wird oft der Klee gerettet. „Sobald die Schneckenzeit gegen das Frühsahr ein »Ende nimmt, so werden die noch existirenden Rüben „aus dem Klee ausgezogen, und verfüttert. „Der ehten anmal. Ou ostse; aunn de He, sh „Hiher „Ibe! „Mill W „Schne Hlken! umpe „Maht alnhe bthet5 vliht und ra shrar „biden Hauign —h— ö 95„Der einmal abgefressene Roggen schlägt zum dasdn»zweytenmale wieder aus; wird er aber alsdann noch 6„einmal abgefressen/ so ist er ohne Hoffnung verloren. 4 0.„Der Waizen hingegen geht schon nach dem ersten Ab⸗ sugn fressen zu Grunde. Man hat gegen einen so rausa⸗ r st ů57 10—. 9 ö 9 56 üth„men Feind, als die Schnecken, eine Menge frucht— ö„loser, oder doch nicht zureichender Versuche gemacht. I„Asche, Kalk und Jauche wurden wechselsweise zu chlhnhn.„Hülfe genommen; Weiber und Kinder liefen auf dem Wnanl„Felde herum, die Schnecken aufzulesen). Das ein⸗ unde n 5 zige wahrhaft wirksame und im Großen anwendbare it dnn„Mittel„worauf man gefallen ist das Walzen bey me lon„Nachtzeit. Man weiß, daß am hellen Tage die „Schnecken sich nicht auf der Oberfläche des Erdbodens „blicken lassen, sondern unter den Gewächsen, den Erd⸗ 1110»klumpen und Steinen versteckt halten. Nur in der ö„Nacht schleichen diese Diebe aus ihren Schlupfwin⸗ „keln hervor, ihre Veeheerungen anzurichten. Erlau⸗ er üs„ben es also die Umstände, das heißt, ist der Grund „nicht zu naß, so nimmt man jenes Zeitpunkts wahr, en Gad Rogn Et ghr ö ů Gonchnn„und reitet bey Mondenlicht oder Sternenhelle mit der »schwersten Walze auf dem Felde hin und her und rMi.„wiederholt im Erforderungsfalle die Operation nach . Dunn„einigen Tagen. Bey Regenwetter aber, wo die imm u L 4»Pfer⸗ 690 100 7 beh„ 1*) Ich habe dennoch im Herbste 1806. zu Lerhiden unge⸗ Mee ö del 1 ö löchten Kalk mit dem besten Erfolge gegen die Schnek⸗ dos Nhi ken anwenden sehen. Man streute 4 Scheffel auf den Kuistada Morgen. Der Kalk that dann die erwünschteste Wir⸗ kung, wenn er sehr frühe, und selbst ehe noch der Keim ftttk · aus der Erde war, über das Land gestreuet wurde— V W — — — — +— — —.— — ———..———.— 296——— „Pferde den Boden zu Teige kneten würden, ist dieses „Mittel nicht anwendbar. Alsdann fressen die Schnek— „ken auf dem Felde ganze Stellen kahl, die meine „Landsleute auf solgende Art auszufüllen suchen.“ »Jeder Pachter hat in seinem Garten oder nahe »„bey seiner Wohnung einige Beete, die er mit dem »Spaten graben und gehörig düngen läßt. Auf diese „Beete säet er 4 bis 6 Wochen vor der gewöhnlichen „Saatzeit Roggen, und zwar sehr dicht, weil derselbe „eigentlich bloß zu Frühfutter für die Kühe bestimmt ist. „Zu diesen Beeten nimmt er nun in obenbeschriebenem „Falle seine Zuflucht. Er hebt die Pflanzen mit dem „Spaten aus, sucht so viel Erde als möglich daran zu „»lassen, und pflänzt sie in die leeren Stellen seines Fel— »des ein. Er setzt sie in einer-gewissen Entfernung, „weil sie viel üppiger, als der auf dem Felde erzogene „Roggen, wachsen... Da jede Staude mehrere „Schösse hervortreibt, so hat man durch Theilung der— »selben mit ihrer Anzahl und dem Transporte ökono⸗ — misiren wollen; allein die Versuche sind nicht geglückt, »indem die Pflanzen schwächer blieben als andere. So weit Herr Dierersen. ö Das mißlungene Theilen der Stauden steht den— noch den Versuchen des Hn. Miller nicht entgegen. Dieser legte jedes Korn einzeln, mit Vorsicht, und ver— muthlich bey einem Zwischenraume von einem Fuß in die Erde. Die Staude hatte also von allen Seiten zuft, verbreitete ihre Wurzeln nach Belieben, und alle Schöͤsse erhärteten sich, statt daß ein überdicht ge⸗ säetes —.——— ——33 115 K 0 Venn 6s! Dar Hh mittlin fihtho gliheld darkber. durf si Hankem Voltomm shs de Ind am in ggn IUgen Lemm ert den e; Hactis th gi uuhn na 40„ ch cn Sh * vurdey n Wn sãetes Korn hochbeinig und weichlich aufschießt, ver⸗ lah/ x theilt also sich 5 aufrecht n und noch weniger, m ün wenn es niedergesunken, sich wieder aufrichten kann. rn Das Verpflanzen des Roggens wäre also in eini⸗ deRun gen Gegenden Brabants nur als ein Noth⸗ und Hülfs⸗ sah. 0 mittel im Gebrauche; ob es aber nicht im Großen aus⸗ dur Wht führbar, räthlich und nutzlich sey, das können nur ver⸗ ch, Ain gleichende Versuche entscheiden, und so lange diese nicht ile Hü darüber gemacht sind/ und gegen die Sache entscheiden, En darf sie auch keinem gesunden Menschenkopfe(von ü krankem Gehirne ist hier die Rede nicht) abenteuerlich Ran vorkommen. Sie wird es noch weit weniger für den g ö seyn, der mit dem Taback⸗ und Krappbaue bekannt ist, und am wenigsten für den, der, wie ich, wohl hun— dert Bunder Raps mit dem Spaten oder Pflanzstock StIHg issen Einn Sum hat pflänzen sehen. Md urch Mab Der gütige leser erlaube mir nur ein einziges Mal, an ihn gegen meine sonstige Gewohnheit mit bloßen Ideen ind nttg zu plagen. Er soll sie für keine Orakelsprüche, sondern, alz a wenn er will, für bloße Schattenspiele halten. Ich habe ein Stück von etwa drey Morgen, von tauda s dem die Waizen-oder Roggenärndte so eben wegge— uchehn bracht ist. Einer dieser Morgen ist bestimmt, in künf⸗ usthur tigem Frühjahre Kartoffeln zu tragen; um ihn aber bis on aumft dahin noch einmal zum Vortheile des Viehes zu benut⸗ on n zen, setze ich sogleich den Pflug an, breche ihn in fla⸗ Besch chen Schnitten um, egge, pflüge noch ein paarmal, Rlal⸗ dünge mit gutem Miste und doppelt, und besäe diesen 0—— 5 Mor⸗ 298 Morgen, ohngefähr um die Mitte des Augusts, nicht mit Spreue und Unkrautsamen, sondern mit reinem Roggen, und zwar, da er bloß zur Fütterung dienen soll, ziemlich dichte. Natürlich wird in meinem Sy⸗ steme, jedoch nur weil er so früh gesätt ist, und im Nothfalle, vor Winters etwas gejͤͤtet. Die übrigen zwey Morgen bestimme ich von neuem zur Roggensaat, welche, da sie zur Reife gelassen wer⸗ den soll, zu gewöhnlicher Zeit besätt werden. Ein oder das andere Hinderniß vernichtet meine Absicht auf diesem oder einem benachbarten Stücke. Z. B. es tritt ein nasser Herbst ein; mein Boden ist ohnehin feucht, ich kann also mit dem Pfluge nicht ankommen. Oder es mängelt an Zeit, die ich ganz auf meine übrige Bestellung zu verwenden habe. Oder mein Land ist in einem sehr unreinen Zustande, der nicht anders als durch Brache oder Brachfrucht zu heben ist. Oder ich habe gesäet, und Schnecken oder Gewürme zerstören die aufgehende Saat. Zum Glücke haben diese Zerstd⸗ rer meiner Roggensaat auf dem Morgen, weil sie so früh geschehen, nichts anhaben können. Ich entschließe mich daher, das ganze Stück damit zu bepflanzen. Dädurch gewinne ich Zeit, meinen Acker sowohl den Winter über, als im folgenden Frühjahre bis zu Ende Märzes zu pflügen, zu säubern, zu düngen u. s. w. Gegen die Mitte des Aprils p. m. hat mein Rog⸗ gen die erforderliche Größe und Stärke, um verpflanzt zu werden. Ich gebe also dem Felde, das ihn aufneh— men soll, die letzte Pflugart, lasse aber darauf nicht eggen. H9n gaz fli Mamne sit etwe f slles Fuut z, Iun die Mgg der Han Hlotten⸗ if der Han ttagen silt, d N Schuur lihtttf. bate du vodutch Abcdin in di 5. sthß o huch ⁰ Sch woahle Mang Di 0 Scut 299 es Juyl ä ö nu Wennz eggen. Zwey Männer, zwey WMidihen und vier nicht IN ganz kleine Kinder begeben sich aufs Feld. Der eine ain ünz Mann trägt einen Spaten, um die Roggenpflanzen esi mit etwas Erde auszustechen, welche die beyden Mäd⸗ 1* chen auf den daranstoßenden gepflügten Acker hintragen ö sollen. Hier stößt der andere Mann mit dem Tafel 7. nme ichun Figur 5. abgebildeten und beym Raps zu beschreibenden Reife n Instrumente Locher in die Erde, worin die vier Kinder iet pun die Roggenpflanzen behutsam einstecken, und etwas mit meine l der Hand oder dem Fuße andrücken. Sie sind mit acht tüͤck. zu platten Arm⸗oder Hängelkörben versehen, woraus sie 508en ihre Pflanzen nehmen; jedes hat aber nur einen Korb an Arfri der Hand, weil die andern viere, von den Mädchen V affth getragen, stets unterweges sind, um, von neuem ge⸗ äan füllt, die leeren zu ersetzen. 0 Man bedient sich zu dem Verpflanzen weder der u Schnur noch eines einienziehers; sondern der Stecher an richtet sich nach den nicht abgeeggten„daher noch sicht · bare Furchen, und stößt in jede viermal vor sich ein, wodurch acht Locher entstehen, deren jedes Kind zwey zu bedienen hat. Sind diese vier Stiche auf der Reihe mit ul in die Furche geschehen, so tritt der Arbeiter rückwärts Ae rs und stößt wieder viermal in die folgende Furche ein, und R so durchaus über die ganze Breite des Stückes. Da die Schnitte der Furchen ohngefähr einen Fuß breit sind, W. so erhalten die Zwischenräume auch diese Breite. Die 11 Pflanzen fallen unter sich auf der Reihe alle 6 Zoll. ke⸗ 1 Die Zwischenräume können später mit einem einfachen Schäufelpfluge behackt, und die Getraide⸗Linien ange⸗ 4an häuft 300 häuft werden.. Jene acht Personen bepflanzen in Zeit von einem Tage füglich einen Morgen, wonach Jeder die Kosten ziemlich sicher berechnen kann“). Die Sache wäre also, von dieser Seite betrachtet, durch— aus keine ruinirende Operation. Man wird geneigt seyn, zu denken, daß das Ver⸗ pflanzen die Stöcke im Wachsthume unterbrechen, ihnen folglich schaden, und sie gegen den nicht verpflänz— 30 Roggen zurücksetzen müsse. Allein dieß ist nicht er Fall: denn erstens hat das Verpflanzte durch sein 2e und seine in einem wohlgedüngten Boden erhal— tene Starke einen guten Vorsprung; zweytens und hauptsachlich verhält es sich damit cbe so, wie mit dem Rapse, folgendergestalt nämlich. Die Pflanzen, die in einer Schule erzogen werden, eignen sich daselbst die ersten und Hauptbestandtheile des Bodens zu, und fin⸗ den dann beym Verpflanzen einen neuen nicht ausgeso⸗ genen Grund. Werden sie also auch dadurch auf ein Paar Wochen in ihrem Wachsthume aufgehalten, so kann eine gewöhnliche Saat in eben der Zeit doch nicht so viel an Größe zunehmen, als die verpflänzte bereits über sie voraus hatte. Und ist endlich diese in dem fri— schen Boden eingewurzelt, so ist's kein Wunder, wenn sie in kurzem ihre Nachbarin um vieles übertrifst. Ohne Andern in ihrer Meinung vorgreifen zu wol⸗ len, halte ich dafür, daß die Verpflanzungsmethode in gewissen Fällen dem Drillen wenig nachgebe. Bey ihr wäre *) Hr. Dierersen schlägt die Verpflanzungskosten zu 13 bis 14 brabant. Gulden auf das Bunder an. Iate drr a ich de, M! Denn ni sandun Bildun den erst Daufan Lochetheg Rittef Dulgerd moget sin du aad, uf enem duftiyn: Musthe disteEht ben du hung eise mila, 10 chdedot en Ar 301 Wa wäre vorzüglich der Versuch zu machen, ob der Rog- Wan gen nicht ununterbrochen alle Jahre auf demselben Fel— bandnt de, und wie lange er ohne Dünger fortkommen we⸗ Denn nicht die Samenreife, sondern die Be— staudung oder die eigentliche körperliche en, Rh Bildung der Pflanzen ist es, die den Bo— ime unpc den erschöpft. Ein Land, aus dem der Raps zum ven mitighz Verpflanzen ausgezogen worden, ist ungeachtet einer lein M vorhergegangenen sehr reichlichen Düngung nur ein sehr pflanset, mittelmäßiges land; das aber, was bey gewöh hnlichem glen Awt Dünger den verpflanzten Raps bis zu seiner Reife ge⸗ 03 Run tragen, ist ein sehr gutes Land, wie ich hiervon 1 so unn durch häusige Beobachtungen und Erfahrungen über⸗ die Mun zeugt bin.. n sttt Wenn z. B. die Körnererzielung des Getreides dent N.di den Boden am meisten erschöpfte, wie man gewöhnlich Nen th behauptet, woher käme es, daß die Hoffnung einer n zukünftigen guten Aerndte für den Acker verloren ist, 1940 auf welchem die dießjährige umschlug, d. h. dünn und 7 mager stand? Erschöpfte eine starke Körnererzeugung de gintt das kand, so müßte dieser Fall doch wohl vornehmlich vensut auf einem von Aehren strotzenden Acker, nach einer ch dte bn Aerndte aber das Gegentheil Statt finden. in Wuhn Man schreibt dem Wuste von Unkraut, das sich unter e ibanf, dieser letztern befindet, die Ursache des Uebels zu; und Bunl eben das bestätigt meine Meinung: denn die Erzeu⸗ n gung einer so großen Quantität von Körpern, wie Ka⸗ arzu millen, Klatschrosen u. s. w., erschöpft den Boden achyeh nothwendig mehr, als alle Getreidekörner, die darauf hätten zur Reife kommen können. Der SSISISISIITIII‚.. —— — ——— —.— öꝑDRDIRRRRTRRR‚‚TII‚II IFF— SE ———— —..2 —— ——— SFIFIIFIIIFIITTTFTFTITIFIIIITITIITIIITIFIF————— —— 302 Der Gegenbeweis, den man aus reifgewordenen und grün abgefütterten Wicken zu ziehen glaubt, steht meiner Meinung nicht entgegen. Man mähet die Wik⸗ ken zu Grünfutter, so wie sie in die Blüthe treten, oder zu Heu, so wie sie ihre untersten Schoten an— setzen. Allein von der Zeit an bis zu der völligen Reife, hat diese Pflanze noch einen guten Theil zu wachsen, indem sie bekanntlich noch immer ihre Zweige verlängert, und Blume auf Blume ansetzt, ob sich gleich in den untersten Schoten schon reichlich Samen befindet. Der fortdauernde Aufwand, den die Natur zu einem solchen verlängerten Vollwuchse erheischt, muß nothwendig das Land in einem mehr erschöpften Zustan⸗ de zurücklassen, als wenn man ihm einen Theil dieses Aufwandes durch ein früheres Abmähen erspart hätte. Außer den Schnecken richten auch mancherley In⸗ secten und andere Thiere auf den niederländischen Flu⸗ ren nicht selten Schaden und Verderben an. In trok⸗ kenen Frühjahren fressen Spinnen den jungen Klee und die Wicken ab. Wenn ich recht gehört habe, so leistet dagegen das Durchtreiben der Schafherden gute Dien— ste... Die Erdflöhe sind die allgemeine Plage aller Oelgewächse, und selbst des jungen Flachses. Ihre Wuth zu hemmen, dazu gehört Mosis Stab... Ein anderes Insect frißt das Wintergetreide weg, sobald dieses aus der Erde hervorgeht. Es beißt nämlich den jungen Trieb unter der Oberfläche der Erde durch, und zieht ihn demnächst in die Erde hinein, um ihn daselbst mit n Mß sch schu! Mode de 66 wug ⁰lef sh schw Vaupust hen in d Mhengeh Moidella venig Dasto m mthen E dim fline Hem kalnt, nmt f schundn luade, n den an. ij scheih suchhn Hesann und Kohs aurh lenken; 1i, 9 s iß runii —xxxx— 303 aus uint mit Muße zu verzehren. Welches Inseet dieses eigent⸗ ziehen gul lich seyn mag, kann ich nicht sagen. Die Larve oder Nan mieh Made des Maykäfers(Searabaeus Melolantha) ist di Su es wenigstens nicht: denn ein Maykäfer ist hier zu lan⸗ ersten Eun de eine seltene Erscheinung. Das Walzen mit einer bis Ax sehr schweren Walze ist ein bewährtes Mittel gegen die ien gunh Verwüstungen des gedachten Insects.. Der Rau⸗ himmahßz pen in den Gemüsegärten, die den Gärtnern in den me uuh Rheingegenden so beschwerlich fallen, giebt es in den on richotz Niederlanden nicht viele; daher sieht man auch äußerst and, h wenig blaßgelbe Schmetterlinge(Papilio Brassicae ½. vuchsehih. Desto mehr leiden die hiesigen Gärten von den größern aishüjtrn rothen Erdflöhen(Crysomela saltatoria), und von menndd den kleinen grauen Erdschnecken. mahen ant 85 ö ö Hamster sind in den Niederlanden gar nicht be⸗ kannt, desto mehr aber die Feldmäuse. Ihr Entstehen uchmh kommt oft eben so plötzlich und unerwartet, als ihr Ver⸗ schwinden. Sie richten nicht selten in dem Winterge⸗ treide, und vornehmlich im jungen Klee, großen Scha⸗ den an. Der Bohrer ist hier nicht unbekannt, und 30 ich sahe ihn mit Vortheil auf dem Klee anwenden; aber chrthae sein Gebrauch im Großen ist sehr beschwerlich. Viele niederontz arben J den IaR afhednn Personen streuen geschnittene Möhren, Kartoffeln gemein 70 und Kohlblätter über die angefallenen Fruchtfelder, um en Zulh dadurch die Freßlust der Mäuse von dem Getreide ab⸗ Oosis Eil, zulenken; einige mischen sogar Gift unter dieses Fut— etredt u ter... Moch andere bedienen sich eines Mittels, wel— 5 besthn ches ich sehr wirksam gefunden habe: sie geben sich er Enh nämlich die Mühe, die Gänge der Mäuse ein⸗ oder h, mehr⸗ 304 mehrmal zuzutreten. Ein hiesiger Pachter, der solches im Winter 43882 zu thun versäumt hatte, zeigte mir ein sremdes Stück Roggen, das mitten in dem seinigen lag. Dieses Stück war durchaus ohne allen Schaden, statt daß sein Feld, zumal da, wo es an das fremde an⸗ stieß, durchaus von den Mäusen verheert war. Der Nachbar hatte nämlich durch das öftere Zutreten der vocher die Mäuse von seinem Eigenthume verjagt, und dem saumseligen Pachter die ungebetenen Gäste auf den Hals geschickt. An Sperlingen fehlt's hier eben so wenig, als in irgend einem Winkel Europa's. Man läßt so viele Perordnungen degen die Raupen der Bäume ergehen; und die Sperlinge, diese Erzdiebe, und meines Erach⸗ tens die schädlichsten unter allen Thieren, läßt man in ungestorter Ruhe. Auch hier trifft das Sprüchwort ein: Kleine Diebe hängt man auf; große läßt man laufen! ö Bh. De Hu sch ueR Sommer 5 Buch se Mih I1 Boh our gim mauf zu R5 Bodl Nupe wir abit wid auch gm ghict,,, niche v h Regl Maef Mocen huitd, Her Geeh Da! it 0 ehl Der M hit einen rser R —— 305* hahhr V halt, Iun in densih Fünfter Abschnitt. len Shun Behandlung und Ertrag der Aerndte. an do ft erheitty öftuegen Behandlung. thumenm Die Hausense ist das gewöhnliche Werkzeug„dessen lenenhin sich die Niederländer zur Abbringung des Winter⸗ und Sommergetreides, wie auch der Erbsen, Bohnen und 4 des Buchwaizens bedienen. Dieses Abhauen nennen ö en so vuh ö dun sie Picken... In den Poldern werden Wintergerste 0 u und Bohnen mit der Sichel abgeschnitten, und letztere ö 0 AI 2 ö 10.. zwar ziemlich hoch über der Erde, weil man die langen 1 darauf zurückbleibenden Stoppeln als eine Melioration 21 3. des Bodens dieser schweren Lande betrachtet.. Zum st duiß Raps wird überall die Sichel gebraucht; der Rübsen aber wird gemähet.. Der Klee als Grünfutter wird— auch gemähet; ist er aber zu Heu bestimmt, so wird er 14 gepickt... Der Hafer wird in einem Theile des wallo——11 nischen Brabants auch mit der Hausense gemähet. In* der Regel wird ein Mann an einem Tage mit vierthalb. — Morgen fertig. Ein rüstiger Mäher aber kann fünf I Morgen vollenden, so daß die Arbeit doch sehr gut wird. Ich weiß nicht, warum diese Methode in mei— ner Gegend noch nicht allgemein eingeführt ist. Da ich glaube, daß die Hausense überall bekannt 0 ist, so enthalte ich mich einer Beschreibung derselben. Der Picker hält die Sense in seiner Rechten, und einen mit einem eisernen Haken versehenen Stab in der Ln⸗ Erster Band. ken. 2——— —————I‚teee. .. WSRSSRSDSDSSe‚IES..— — —— — ———— 306 ken. Seine Schienbeine sind durch einen aufgebunde— nen Schirm von Leder geschütztt. Sobald er genug zu einem Gelege angehauen hat, so harkt er die sinkenden Halme mit dem Haken gegen sich an, und hilft, indem er dabey rückwärts tritt, mit der Sense nach. Das Stroh rollt sich bey dieser Operation in einen Büschel zusammen. Diesen faßt der Picker mit dem Haken an dem obern, und mit der Sense an dem untern Theile an, stemmt sich mit seinem Beine dagegen, hebt den Büschel auf diese Art auf, schwenkt sich damit rechts, und legt ihn zur Erde. Man nennt jeden solchen Haufen ein Gelege. Zwey Gelege machen einen Büschel, oder Schoof, und zwey Büschel ein Bolster. Nur bey dem Hafer gehören drey Büschel, folglich sechs Gelege auf ein Bolster. Die Gelege werden auch manchmal für sich allein gebunden, und dann nennt man sie Vorschläge. Dieses geschieht vorzüglich mit dem Getreide, dessen Stroh zu Viehfut⸗ ter bestimmt ist, weil es sich in diesem Zustande leich⸗ ter in den Krippen vertheilen läßt. Das Picken geschieht oft im Verdinge, oft im Taglohn. Ein Bunder Winterfrüchte zu picken, ko— stete zu Contigh ehemals vier, jetzt fünf brabanter Gul⸗ den. Ein Bunder Hafer kostet vier Gulden, und der Buchwaizen eben so viel; doch wird der letzte nicht oft im Verdinge gepickt... In der Campine erhält ein Mäher oder Picker 12 Sols und freye Kost für einen Tag; bey anderer Arbeit aber nur 7 Sols im Som— mer, und im Winter 5, doch stets bey freyer Kost... Das D35 Tl nd Gel I den Kchluhe Vadnge NI im Dalo Hust. und nͤhe Moqeh, fude, de Ruchen e sutles, Hahe it, schen Me mt ape ens Hett as Unke Knahr. 0 f. Oa hlbe, o dus ehene dile Haft bGllgn Rem Et alam aß en chn wrn PEßC(᷑ꝰ———————— —— einen usch 0 obah: 80 kt l Wih sh 0 Wundff,s, dense V V in enzz mit dwßhz dem umnd dagegg, 04 ö sichz dut 00 einhh Schuyj wy Hasut WI ein d ich alnh Daagii Stubpdih 7 91 sem g Dedi üchte rtt.v 210 Campin ahle repe H.fll 76 1 beyftn 0 Das Taglohn zu Voorde in Flandern ist in der Heu⸗ und Getreideärndte 18 Sols ohne Beköstigung.. In den Poldern geschieht das Binden, Aufrichten unmd gehͤrige Befestigen der Garben auf freyem Felde im Verdinge: der Preis ist ein uard für 12 Garben. In meiner Gegend geschieht das Picken meistens im Taglohn. Der Arbeiter erhält 17 Kreuzer und die Kost. Ich lasse es aber sür mich im Verdinge thun, und zähle nebst dem Biere 34 Kreuzer für den berliner Morgen, sowohl Winter-als Sommergetreide. Ich finde, daß ein Picker 17 5 Ruthen Winter und 202 Ruthen Sommergetreide im Tage abhaut, und zwar starkes, dichtstehendes Korn, wovon ein guter Theil gager ist, so daß man kühn auf einen Morgen gewöhn⸗ lichen Roggen rechnen kann. Den Werth des Biers mit angeschlagen, kömmt mir das Picken eines Mor⸗ gens Getreide im Durchschnitte 435 Kreuzer zu stehen, das Umkehren, Binden, Laden, Tassen desselben 5 6 Kreuzer. Das Total der Unkosten an Handarbeit thut also 1 Fl. 41 Kr. Conventionsmünze. Da ich der Aerndte in Brabant nicht beygewohnt habe, so habe ich auch die Art, sie zu behandeln, nicht aus eigener Ansicht kennen gelernt. Doch fand ich noch viele Haferzelten auf dem Felde. Jede bestand aus 6 Gelegen, deren jedes gegen den untern Theil mit ei— genem Stroh zusammen gebunden war. Sie standen in einem Kreise, von unten weit auseinander gesetzt, so daß ein Hund dazwischen durchläufen konnte; von oben waren sie an einander angelehnt, und alle sechse U 2 nach απιππ⁰ι⁰⁰⁰9Pdnn 308 nach der Spitze zu mit eigenem Strohe zusammenge⸗ wunden. Das Getreide wird zum Theil in die Scheunen gebracht; da diese aber oft zu klein sind, so sieht man nach allen Seiten Getreide⸗Schober oder Fiemen, die völlig die Gestalt derjenigen haben, die man in Herrn Thaers Einleitung zur englischen Landwirthschaft ab⸗ gebildet findet.. Der Roggen, besonders der, wel⸗ cher zu den Fiemen bestimmt ist, wird zum Theil vor dem Aufsetzen oder Bansen über ein tonnenförmiges Gestelle angeschlagen, wodurch die besten Körner aus⸗ fallen. Dieser Ausfall dient dann zur Aussaat und zu häuslichem Bedarf. Der Waizen wird, so viel ich weiß, alle vor dem Dreschen über die Tonne geschla— gen, dann los gebunden, gebreitet, gedroschen, gekehrt und noch einmal gedroschen. Dient er aber zu Vor⸗ schlagen, so wird er nur von einer Seite gedroschen. In den Poldern zahlt man das Drescherlohn nach der Quantität des aus gedroschenen Getreides, und nicht nach der Anzahl der Garben. Von Waizen und Rog⸗ gen werden für das Viertel 6, von Gerste und Hafer 3 Sols gezahlt. Dafür müssen die Drescher 1) die Garben von der Banse abwerfen und dreschen, 2) das Stroh in Büschel binden, 3) es wegtragen und tassen, 4) das Kahf oder die Spreu pon den Kör⸗ nern scheiden, und es wegtragen, 5) Was Getreide sieben und durch die Staubmühle jagen, 6) die Frucht auf den Speicher bringen, 7) die Puppen, d. i. die gebrochenen Aehren der Gerste, nachdem sie schon durch aut du Rarn in Hamner Dit 1606 Hebesond misiz s Hir untz flden, hbe, fl srahche Eis s, db aiem dan se ist, v fund ithl fehte L8! lit. Be sine He Eitag dut, aringan, maaß ale: ke, vrwe He, undo i0 hen I wiarznAnATTi 309 roh saat durch das Sieb gegangen, noch einmal dreschen, weil darin immer noch einige, wiewohl unvollkommene in Weh, Körner sitzen. ind, Sth ode in Körner⸗Ertrag. die nn z iin Der Ertrag der Aerndten müßte zwar eben sowohl, soudev ů als das Quantum der Einsaat, bey jedem Fruchtartikel 10 ann insbesondere vorkommen; es würde auch nicht unzweck⸗ Iü mäßig seyn ö solche von den Niederlanden überhaupt esn hier unter einem Gesichtspunkte zusammen gedrangt zu in Müt finden. Aber leider ist das, was ich hierüͤber zu sagen uuchin habe, nicht vollständig genug, um fest„ unwider⸗ di dant sprechliche Resultate daraus ziehen zu können. geuu Es scheint auf den ersten Blick, daß nichts leichter n sey, als den Ertrag der verschiedenen Getreidearten in eüt unt einem Lande zu erfahren, so wie er gewöhnlich das Er⸗ n ste ist, wonach man zu fragen pflegt; aber eben hier Dus ü fand ich die größten Schwierigkeiten. An Antworten fehlte es nicht, wohl aber an Wahrheit und Richtig⸗ n keit. Bald suchte Einer, aus patriotischem Eifer für Gesse m seine Gegend, seine Cultur und sein Feldsystem, den Ertrag zu vergrößern, bald ein Anderer ihn, aus hrstg Furcht, seinen vortheilhaften Pacht zu verrathen, zu h verringern. Auch wechselten Flächen ⸗und Getreide⸗ rel F0 maaß alle Augenblicke ab; und der mir antworten soll⸗ 5 595 te, verwechselte oft selbst das Journal mit dem Bun⸗ n, H 5. der, und den Sack mit der Ralre. Meistens merkte Pupen W ich den Irrthum nicht, bis ich zu Hause meine Noten cden 6 n3 ge⸗ U 310 genauer übersahe, und nun nicht mehr Gelegenheit— te, sie zu berichtigen. Da meine Absicht ist, das Publicum mit Wahr heit, und nicht mit Gaukeleyen zu unterhalten, so wer— de ich mich in der Angabe des Ertrags bloß auf diejeni⸗ gen Orte einschränken, wo ich alle Ursache habe, zu glauben, daß ich vollkommen sey unterrichtet worden. Zum Ueberflusse werde ich da ein Sternchen beyfügen, wo ich doch noch einigen Verdacht hege. Zu Voorde bey der Dender in Flandern ist zwar das aloster Ge⸗ treidemaaß üblich; allein da man mir die Angabe in Vierteln oder Kafières gemacht hat, so habe ich das antwerpische Viertel dafür beybehalten, ob mir gleich die Angabe etwas hoch vorkömmt... Melle ist ein ansehnliches, unterhalb Gent an der Schelde gelegenes Dorf. Der Boden ist sehr sandig. Flächen⸗ und Getreidemaaße sind die von Gent. Waizen auf's Bunder — V Ver⸗ Einsaat. Ertrag. mehrung Oerter. Viertel. für eins. ——2— Edeghem, Hochland 22 44 17/6 bid. in den Gründen 22 31 12/4 Eeckeren, Polder 32 36 10/53 ibid. 32 42 12 Oordam, Polder 32 48 13/7 Voorde 3 5 0 16/7 Melle Sack 2 28 14 Rog⸗ Oulkt. Hehhen Walloss Caltlen Ooldam Stanbtoe Campine Dbolde Ios Mle bahen Lulleren WI Sunbroe Camine Vortde Mle Gaghon Enkeug Stanbegg Wolde Mle ht Gagg ö ublieum iz Interhateg f. ags bloß ah e Ursache unterrichr Sternchnn hege. uh bar das ao mir die du at, so her ulten, Mnt; t... MI er Sche dig. Zün n Bundtr 0 —.— at. Eurgy Viertel. —. 36½% HR — H Oerter. Edeghem Warloos Eeckeren Oordam Stanbroeck Campine Voorde Alost Melle Edeghem, Hoch⸗ und N. Land 3 Eeckeren Oordam Stanbroeck Cämpine Voorde Melle Edeghem Eeckeren Stanbroeck Voorde Melle Hochland. 3ILI Roggen. auf's Bunder, V Ver⸗ Einsaat. Ertrag. mehrung Viertel. für eins. —— 24 49„ 2/, 22 30 12 3 40 13/73 3 36 12 3 60 20 22 30 12 3 53 18,3 Faß 8 144 18 Sack 12(30 20 Hafer. 35 18/,3 3 28 3(73 20 4 9⁰ 22/,5 42 50 11/„1 x 4 80 20 Sack 14 32 25/6 Wintergerste. 2 58 16/6 34 6⁰ 16 32 60 17/„1 328 2 2,8 Sack 22640 16 uU 4 Pfer⸗ ö Melle Sack 4 Pferdebohnen. auf's Bunder 8 V 2 Ver⸗ ö Einsaat. Ertrag. mehrung Oerter. Viertel. für eins. 11 Polder 42 54 12 28 7 Wenn das Verhältniß der Vermehrung des Saatkorns der richtige Maaßstab wäre, um die Höhe der Cultur darnach zu messen, so böte obige Tabelle ein sehr be— friedigendes Resultat zum Vortheile des belgischen Acker— baues dar. Eine Aerndte, die sich im Durchschnitte zur Aussaat beym Waizen wie 13,8 zu 1 beym Roggen wie 16,3 zu 1 beym Hafer wie 20,1 zu X bey der Wintergerste wie 17,6 zu 1 bey den Bohnen wie 9,5 zu X verhält: eine solche Körnervermehrung, sage ich, ist eine der bedeutendsten, die der Mensch durch seinen Fleiß von dem Schooße der Erde erwarten darf. Nach den Tabellen der östlichen Reise A. Youngs durch England, verhält sich die Bermehrung des Saat⸗ korns im Durchschnitte zu X vom Waizen wie 9,20 vom Roggen wie 9,33 von der Sommergerste wie 9,14 vom Hafer wie 8,94 von den Bohnen wie 8,86 Nach u del bam yoh de vom on de —.—..ß..— Moh des vuh vum! ah d vom od Das Me Hus w behm bom! h de behm bey de Ditstn gewagt se Höhenme sünde di Eulg d 40/ dder nach mei igeud an Hawerme hallit da Ocade nen. uf's Bunhi — saat. En Viertel. SV. 12 ½ 1** hrung desen die Hihxj »Tabelle ah le des behhsy sich im Dut wie 136 wie 1031 wie 201 wie 176 wie 95 hrung, si Mensch M erwarten x jen Reise.. Zermehrut Nach den Tabellen ann laica Reise vom Waizen wie 10,30 von der Sommergerste* wie 9 vom Hafer wie 7,83 von den Bohnen wie 9,20 Nach den Tabellen der nördlichen Reise vom Waizen wie 9,90 vom Roggen wie 11,44 von der Sommergerste wie 9,23 vom Hafer wie 8 von den Bohnen wie 7,50 Das Medium generale der Vermehrung des Saat⸗ korns wäre also in England beym Waizen 9,8⁰ beym Roggen 10/,38 bey der Sommergerste 9712 beym Hafer 8,26 bey den Bohnen 8/52 Dürften wir nun, wie einige Personen zu behaupten gewagt haben, die Vermehrung des Saatkorns als den Höhenmesser der Cultur eines Landes annehmen, so stünde die belgische Wirthschaft in Rücksicht auf den Ertrag der Halmfrüchte gegen die englische wie 77 zu 46, oder wie 5 zu 3. Aber diese Annahme ist nicht nach meinem Sinn. Inzwischen glaube ich nicht, daß irgend eine Gegend Teutschländs sich einer gleichen Kör— nervermehrung rühmen kann. Die berufene Frucht— barkeit der durch den Nil und den Phrat bewässerten Gegenden wird, wenn wir das Fabelhäfte von dem U 5 Wah⸗ — ——— —.—.— SSE —— . —.— ———————U9——— 314—— Wahren absondern, der Körnervermehrung der Nie⸗ derlande kaum beykommen. „Nirgends, sagt Niebuhr in seiner Beschrei⸗ „bung Arabiens, hörte ich von einer unglaublichen „Fruchtbarkeit irgend eines Bodens sprechen. Man „hat mich versichert, daß die vom Ril getränkten Fel⸗ „der das Saatkorn des Waizens nur zehnfach wieder⸗ „geben“). In den Gegenden von Helle und Bagdad, „in dem Lande von Babylon und zu Baßra, auf Fel⸗ „dern, die der Euphrat und Tiger benetzt, hält man „das zwanzigste Waizenkorn für eine äußerst sellene „Fruchtbarkeit, und Niemand erinnert sich, eine von „dreyßig erlebt zu haben... Zu Erbil, Merdin, und „Kermelis bey Mosul, wo keine Bewässerung Statt „findet, erhält man 10 bis 15 für 1, und diese 15 „gelten an Werthe so viel als 20 zu Bagdad, weil das „Korn, das nichts als den Regen genossen hat, mehl⸗ „reicher und besser ist, als was durch Bewässerung er⸗ „zͤwungen worden. 15 für 1 gilt zu Bagdad für eine „vollkommene Aerndte, und sogar 7 noch für eine mit⸗ „telmäßige.“ „Die hundertfältige Rückgabe der Aecker Isaaks, „wovon die Bibel 1. B. Mos. 26. v. 12. spricht, ist »wahrscheinlich vom Durra, einer Art Hirse, und »nicht von Halmfrüchten zu verstehen. Ein solcher „Ertrag ist auch heut zu Tage in jener Gegend nicht „beyspiellos... Freylich findet man in den Erzählun⸗ „gen *) Dasselbe sagt Granger in der Relation seiner Reise durch Aegypten. 0h X Ei DIaddin Hen m oschen 7 inam K abe hab Das Tbelen den Me, Oom! EUNEEE— zPfPfPfPfFfFfFf ————————.——— 2„— 315 mehrug y ů HV gen der Kaufleute von einem 30, 70, ja hundertfäl⸗ 3 Htigen Ertrage des Waizens in der Gegend von Alex— in sin„andria. Allein ein Bauer versicherte Hn. Forskäl, ener uu„einen meiner Reisegefährten, daß seine Aerndte zwi— — stuhn„schen 7 und 15 wiedergebe, und er nur einmal in Nil gahih„seinem Leben 24 gehabt habe; einer seiner Bekannten ur jchsun. aber habe einsmals 49 für 1 geärndtet. 10—— Das Medium des Ertrags, das die obgedachten bentz l Tabellen der Reisen A. Poungs darbieten, thut auf 1 100 den Acre, wie folgt. mert ssh, Oestliche Reise: ö Tbil, Moh Vom Waizen 23 Bushel Bewässum— Roggen +2 21— ri mi— Sommergerste 32— Bahdth u— Hafer⸗ 8— genossene— Bohnen · 31— 32806 Sudliche Reise: i Vom Waizen 234 Bushel uahfit— Sommergerste 393— — Hafer 313.— der Ahz— Bohnen 234— v. 12.slc r Mi hiß, Nördliche Reise: chen. Ei Vom Waizen 23 Bushel Iene Hin— Roggen 54— minmnd— Sommergerste 30.— Hafer.365..— — Bohnen 30.— Nlai Rach 316 Nach diesem wäre das Medium generale des Ertags in England vom Waizen 5 2 Roggen. Sommergerste · Haser 5 Bohnen Bushels p. Acre 2279 23737 30/77 35/11 28,717 Schessel p. Morgen 9739 9/588 12/,60 14/38 11,554 Das Medium des Ertrags in den ist nach meinen Noten vom Waizen Roggen · Wintergerste. Hafer Bohnen Schessel p. Morgen 6 11,80 12/,98 17/95 24/76 12,59⁰0 In meiner Gegend nimmt man das Medium des Frucht⸗ ertrages folgendermaßen an: Tong. Faß p. Bunder vom Waizen 5 5 Roggen Gerste Hafer Bohnen 35 60 80 100 60 Scheffel p. Morgen 8/32 977 12/,10 15/13 9707 Wir hätten also vom Morgen an rohem Körnerertrage, eins ins andere gerechnet: in I 0 0 11 Be Der Ee sshen nd wie: Ume dit den E dllin, su RIuchunl des bhlen zyischn u hunmen l Alhe not Dunmn wis lie Bene hesimmen lihiiste) bõ geich n oh liht. Ve c SS b She 5 Oc 4e 4Sche She ————— D ————— z.S..S —. 317 enerie y—— in meiner Gegend 10,74 Schefsel p. hit gz in England 11,50—— Alte V in Belgien 1668——— 70 Der Ertrag dieses letztern verhielte sich also zu dem eng⸗ 73 lischen ohngefähr wie 4 zu 3, und zu dem meiner Ge⸗ uinm gend wie 3 qu 2. Um aber die Bilanz richtiger zu haben, müssen 7 wir den Ertrag eines Jahres nicht einzeln und für sich 1 Motro allein, sondern in der ganzen Jahrreihe, welche der Fruchtumlauf einnimmt, betrachten, und die Masse l des totalen Ertrags der fruchtgebenden Jahre den da⸗ zwischen unterlaufenden Carenz-Jahren mit zu gute 0 kommen lassen, ohne welches sonst Pharao's magere 0 Kühe nothwendig vor Hunger umkommen würden... Dann müssen wit die Verschiedenheit der Körner unter 0 eine Benennung bringen, um ihren relativen Werth ö h bestimmen zu können. Der Roggen ist hierzu wohl der Henl richtigste Maaßstab; und folgendes Schema, wenn es gleich nicht überall und durchgängig richtig ist, wird 80 doch nicht so gar weit von der Wahrheit abweichen. Faß mnde Vier Schessel Roggen sind gleich 33* 3 Scheffel Waizen, 0 8 Scheffel Hafer, 0%% 6 Schefsel Gerste, 0 0 5 Schefsfel Bohnen, 0%. 4 Schessel Wicken, Ium 4 Schessel gelber Erbsen, 3 Schessel grüner Erbsen. Der 318 Der Preis des Roggens betrug vor diesen letzten zwoöͤlf Jahren im Durchschnitte eines ganzen Jahrhunderts à Schessel 2 Gulden 10 Kreuzer Reichs⸗Conven⸗ tionsgeld. Wir nehmen für England die Fruchtfolge an, die A. Voung selbst unter dem Namen der englischen in seiner Reisebeschreibung durch Frankreich aufgestellt hat. Der Ertrag jedes Artikels soll nach obigem Schema in einem Aequivalente von Roggen ausgeworfen werden. Istes Jahr Rüben. Ztes Gerste. Ertrag gleich 8,40 Schefsel Roggen. ztes Klee. Ates Waizen.— 12,52 5tes Rüben. tes Gerste.— 8,40 7tes Klee. gtes Waizen.— 12/,52 ꝗtes Bohnen.— 4j/23 1otes Waizen.— 12/,2 Alle 10 Jahre zusammen— 63,59 — W *J... Z:ḡk;z;; ——— . Q) werth in Gelde 137 Gulden 47 Kreuzer; thut auf das Jahr vom berliner Morgen 13 Gulden 47 Kreuzer. I. 2. Roggen. Brache. Gerste. Klee. Waizen. Hafer. Die Fruchtfolge meiner Gegend I ist: 9707 8707 11/oꝗ 2/56 7. Boh⸗ 7. D d. M 9 00 Ie Hlun Hith in Ihr don Ein den ist 1. V. 2. V —* 4. KH. 5. R Ale flf. vath in e Vhr von Dar ohigfiht: in Eng in mein in den Dader En hat, ohi shn nich lanm ich, kine Dis Der d eemal. — 319 1N ö anin. 7. Bohnen oder Wicken. 7,26 r Rhh. An— 4* 9. Hafer.— 7j/56 Fuhh Alle neun Jahre zusammen— 3/68 • 10 werth in Gelde 1 29 Gulden 18 Kreuzer; thut auf das Ruihant Jahr vom berliner Morgen 14 Gulden 22 Kreuzer. obigmetz Eine gemeinübliche Fruchtfolge in den Niederlan⸗ sgewirn den ist: 1. Bohnen. E 10,3 10E2 2. Waizen.— 15/73 ü 3. Hafer.— 12,38 4— 4. Klee. 5. Roggen.— 22798 10— Alle fünf Jahre zusammen—— werth in Gelde 111 Gulden 23 Hrenzer; thut auf das 1— Jahr vom berliner Morgen 22 Gulden 17 Kreuzer. 3—— Der Werth des rohen Körnerertrags stünde also 2* ohngefähr: 9— in England wie 33 ue; l in meiner Gegend wie 3334 oen 17 in den Niederlanden wie 53 * Da der Engländer in jenen zehn Jahren zweymal Klee * hat, so bringt dieses seinen Ertrag gegen den hieländi⸗ schen wieder um etwas höher. Seine Rüben aber känn ich, da sie bey ihm selten die Auslage decken, auf —l keine Weise hier in Anschlag bringen. 10 Der Belge hat seinerseits in zehn Jahren ebenfalls zweymäl Klee, und viermal Stoppelrüben, welche zu⸗ sam⸗ ————..‚‚. ‚I‚I‚‚‚E‚‚‚.————— —. — SSISIII— —.— —.—.— — sammen genommen den zwey Jahren behackter Turneps nicht viel aus dem Wege gehen. Daher bleibt sein Er⸗ trag gegen den des Engländers wie 8 gegen 5. Oder anders: Der Belge gewinnt an rohem Ertrage ein star⸗ kes Drittel mehr, als der Engländer. Ungeachtet meiner Vorliebe für die Wechselwirth⸗ schaft, gestehe ich aufrichtig, daß obige Vergleichun— gen weder diesem Systeme noch dem englischen Acker— baue zum Wtheile gereichen. Der höhere Ertrag eines ganzen Drittels giebt einer Wirthschaft ein er⸗ staunliches Uebergewicht. Denn nehmen wir an, daß von zwey Kornern eins für ihren Anbau wegfällt, so bleibt dem englischen Wechselwirthe noch eins, dem Belgen aber bleiben zwey übrig: dieser letztere gewinnt also an reinem Ertrage gerade das Doppelte. Der Hauptgrund, worauf sich A. Voung bey seinem Vergleiche zwischen der fehlerhaften französischen Dreyfelderwirthschaft und der bessern englischen Wech— selwirthschaft stützt, ist der, daß diese in demselben Zeit⸗ raume von Jahren in fünf Getreide Aerndten mehr Korn abwerfe, als jene in sieben Aerndten, daher die französische im Geldanschlag sich auch nur zu der engli⸗ schen wie 1 zu 16, oder ohngefähr wie 2 zu 3, ver— halte. Schreibt A. Poung dieses der fehlerhaften Feldbehandlung des einen und der bessern des andern zu, so bin ich damit vollkommen einverstanden; sieht er es aber, wie mir scheint, als die bloße Folge der Verschiedenheit des Fruchtwechsels an, so ist es erlaubt, seine Meinung in Zweifel zu ziehen. Denn wenn ein Um⸗ half v wuin Rveh Idan s Ilhfihtt 5 de st Wen hin 5 hlhjsch sse in de fanbsch hiebene3 shhap g liger gege Moelsan his⸗ Ume umm icht del guten der guten! Schuhma her mm mehr gege dle geshi AIlheschnit lel, Ne Enländer wonn des o dürsenf Vuscide lige. 0 sahm Eiser K bchth Umlauf darum einen größern Ertrag abwürfe, weil ahn 4 darin zwey Kornärndten weniger vorkommen als in dem dunt andern, so müßten die fünf Aerndren in der von uns ment angeführten englischen Rotation auch mehr abwerfen, l. als die sechs Kornarndten in der doppelten belgischen. dedeh Allein hiervon findet sich gerade das Gegentheil, und bi 90 die belgische Wirthschaft steht ihrerseits gegen die engli— n bnl sche in demselben Verhältnisse, worin diese gegen die der sint französische steht. Es scheint also, daß eine höher ge⸗ 5 triebene Industrie in dieser Sache den größten Aus⸗ Uan. schlag gebe, und daß das minus der Franzosen weit we⸗ 4— niger gegen die Dreyfelderwirthschaft, als das plus der 1 Niederländer gegen die englische Wechselwirthschaft Ae beweise. — hun Um eine gerechte Vergleichung anzustellen, muß Dant. man nicht die schlechte Waare eines Fabrikanten mit HI der guten eines andern, sondern die gute des einen mit dhafni der guten des andern zusammenhalten. Liefert aber ein m mil Schuhmacher läuter schlechte Waare„so kann es da⸗ Ehn her kommen, daß er ein Pfuscher ist; und es beweist . mehr gegen ihn, als gegen seinen leisten, nach welchem eine geschicktere Hand ein Paar bessere Schuhe würde 1 zugeschnitten haben... Die Vergleichung zweyer Völ⸗ 1. ker, die beyde den Ackerbau mit Ehre treiben, wie die —* Engländer und die Belgen, ist also weit richtiger; und 5 7 wenn dieser dann zu dem Nachtheile des einen ausfällt, besen so dürfen wir allerdings die Vermuthung hegen, daß die n Verschiedenheit des Feldsystems hier mit zum Grunde die l N. liege. Ich sage mit oder zum Theil, und aicht allein. N il So sahen wir bey der Vergleichung einzelner Jahre, denn Erster Band.* daß 322 daß der Engländer an rohem Erkrage gegen den Nie⸗ derländer acht bis neun und zwanzig Procent verliert; schlagen wir aber die Fruchtfolge noch hinzu, so steigt sein Verlust auf 38 Procent. Sein Feldsystem macht ihn also noch um 9 Procent ärmer. S 1t r o h. Den Strohgewinn rechnet Hr. Dierersen, nach mehreren auf meine Bitte angestellten Untersuchungen, im Durchschnitte auf 1250 Bolster oder Büschel vom Wintergetreide, oder 12500 Pfund vom Bunder; dieses beträgt vom Morgen 2400 Pfund. In seinen Noten findet sich ein Beyspiel von 13400 Pfund Rog⸗ genstroh. Im Jahre 1804. hatte er auf einem Bun⸗ der 42 Viertel Waizen. Diese wogen§55 44 Pfund, und das Stroh gab ihrer 14111. Es kamen also 22 Pfund Stroh auf jedes Pfund Korn. Das oben⸗ gedachte Medium von 12500 Pfund Roggenstroh trägt 5488 Pfund Korn: auf jedes dieser letztern fie— len also etwas mehr als 24 Pfund Korn. Den Werth des Strohes sowohl vom Roggen und Waizen als vom Hafer berechnet er zu 16 bis 17 brabanter Sols für den Centner. Fünf⸗ V Madber schen C finger ij hikld. Wesiger a lr der un lngen E loch ho auf ener Hhe sht sch nuel Vun Medruck ri vest Dulant Geund uf khn her, oder * Hbßi shn, 0 Wah ———— οοοοοοοοοοοοοαορο- g n Fünfte Abtheilung. 7.— e Privatbehandlung der verschiedenen in den Niederlanden angebauten mehlartigen Gewächse. .—— dienashn Ich werde Vollstͤndigkeitshalber jedem Artikel eine luntn Angabe der bey demselben in hiesiger Gegend gebräuch⸗ ode N lichen Cultur beyfüͤgen was vielleicht manchem An⸗ Ddn fanger—— ast nicht unangenehm seyn sud vi wird. Diese Cultur ist ubrigens an sich selbst nichts .„ weniger als schlecht: denn steht sie gleich um vieles un— 0 ter der unserer belgischen Nachbaren, so ist sie dafur in 1 einigen Stücken in mehr als einer Gegend, wenigstens 4Z— noch bis jetzt, anwendbarer als jene. Mancher„der auf einer der untersten Stufen steht, und dem vor der on. R Höhe schwindelt, hat doch oft noch Muth und Kraft, * W ů— ind Münt sich zu einer Mittelstufe zu erheben. diest A L 4„„ i Vorläufig will ich erinnern, daß ich unter dem 10 Ausdrucke„hiesige oder meine Gegend“ dieje⸗ *7 nige verstehe, die zwischen dem Namurischen, dem Brabantischen, der Campine und der Maas liegt. Grund und Boden ist hier mehr oder weniger spröder lehm. Die allgemein übliche Wirthschaft ist die Kör— — ner oder Dreyfelder: Wirthschäft. Uebrigens werde ich bloß ihr Geschichtschreiber, und nicht ihr Apologist seyn, da ausgenommen, wo ich von ihrem besondern Werthe überzeugt bin. & 2 Erster Erster Abschnitt. Cultur des Getreides. 5. I. R d 3. 3 un. Unter allen Getreidesorten steht die Cultur des Rog⸗ gens bey den Niederländern oben an, sey es nun, daß er sich besser für den Boden und das Clima dieser Pro⸗ vinzen schicke, oder daß er für die daselbst eingeführten Wirthschaftsarten passender sey. Das Roggenbrod ist daselbst das üblichste; und der belgische Bauer ist eben so fest überzeugt, ohne Roggenbrod seine Kräfte nicht erhalten zu können, als der englische glaubt, bey des⸗ sen Genuß die seinigen zu verlieren. Daher ist bey je— nem der Roggen die allgemeine Basis, die den Werth der übrigen Getreidesorten bestimmt. Ein Roggenbauer winnt den Waizen— bauer aus: das ist ein in den Niederlanden allgemein übliches Sprüchwort. Der Ertrag des Roggens ist im Durchschnitte sicherer, sein Stroh reichlicher und gemeinnütziger, als die jeder andern Fruchtart, und seine Cultur weniger erschöpfend, als insbesondere die des Waizens. Roggen kann auf schlechtem, sandigem Boden zehnmal auf einander folgen, und kömmt fort, wo weder Gerste, noch Hafer, noch Waizen wachsen will. Er verschmähet keinen Boden, und schickt sich zu jeder Lage, nur nicht zu der in niedern fetten Grün⸗ den, deh, l Wird. nit sch Gullide sande; 1 Mi M togge, giebt. den, He In.& Dolkomn daß sin; un bab Hud red üfroet me gelithete schgeilg diht auf dise Ta ey Sai schie, A Hetdortag hen gbn Ubolkom saul suo Die Ruif den, weil er daselbst allzustark wuchert und lager wird... Er ist in der Fruchtfolge weit verträglicher ein mit sich selbst und andern Früchten, als alle übrigen 2— Getreidearten. Er läßt das land in einem reinern Zu— stande zurück, und fordert zu dieser Reinigkeit weni⸗ ger Mühe, als Waizen und Gerste.* . Man kennt in den Niederlanden nur den Winter⸗. ö roggen, wovon es meines Wissens nur eine Gattung 4 Allt giebt. Doch habe ich einige Abarten darunter gefun— eY H den, weiß aber nicht, ob sie sich unverändert fortpflan⸗* iimaut y zen. Die ächte oder Hauptart ist die vierzeilige und* bstanhn vollkommen viereckige. Der Bauer rechnet darauf, Ranntvi daß sein Roggen gut scheffeln werde, wenn sich die Aeh⸗ ö 22 e Burstn ren bald nach der Blüthe beym Durchziehen durch die ine Hiit Hand recht viereckig anfühlen. Neben dieser Hauptart 8 Glul, Wh findet man auf demselben Acker, wiewohl in ungleich 4. Dah H geringerer Menge, eine Abart mit platten, langen, oft ö II sechszeiligen Aehren. Die Körner sitzen darin nicht so 4* dicht auf einander wie bey der erstern. Eigentlich ist diese Abart auch nur vierzeilig; aber es entstehen auf den ih zwey Seiten zwischen den Körnerreihen eine fünfte und Hugdn sechste, die mit ihren längern Stielchen über die andern der Mu hervorragen, und der Aehre dadurch ein breites Anse— uhhe hen geben. Doch enthalten diese letztern Reihen meist duthu unvollkommene Körner, die, wenn die Aehren nicht Rebe stark sind, taub bleiben. l mtunt Brachroggen. Wa Die Hauptvorbereitung zum Roggen ist ohne allen —9 u Zweifel die reine Sommerbrache. Das Korn des + + 4—* 3 Brach⸗ Brachroggens scheffelt reichlicher, wiegt schwerer, ist reiner und vollkommener, und sein Stroh schockt bes⸗ ser, ist steifer und reiner, als Korn und Stroh nach jeder andern Vorbereitung. Dennoch ist die Brache in keinem der niederländischen Districte gebräuchlich, die ich bereist habe. Warum? Man ist überzeugt, daß die Brache wohl einen größern rohen, aber nicht einen größern reinen Ertrag gebe. In andern Distrieten Brabants, in dem wallonischen Antheile nämlich, und überhaupt, wo man große Pachthöfe und schweren Bo⸗ den findet, da findet man auch Brache. Eben so ist die Brache in dem wallonischen Theile des ehemaligen Fürstenthums küttich allgemein. Die flamändischen Bewohner dieser Gegend sind ihr weniger hold; die kleinen Bauern zumal brachen nie, die großen aber aller 6, 9 oder 12 Jahre einmal, je nachdem die wirkende Kraft im Verhältnisse mit der Ausdehnung ihrer Wirthschaft steht. Im Ganzen kann man sagen, daß die flamöndische Nation besser pflügt und industrio⸗ ser ist, als die wallonische. Da sich nun hier eine sichere und unverkennbare Gränzlinie zwischen einer mit⸗ telmäßigen und verbesserten Cultur findet, so wie sie A. Voung zwischen Frankreich und den Niederlanden bemerkt hat: sollte man nicht daraus schließen, daß die Schuld nicht ganz allein in der Regierung, sondern auch in dem Geiste und Wesen der Nation selbst liegeꝰ Die Art und Weise, die Brache in meiner Gegend zu behandeln, ist folgende: So⸗ lhich, schalkn demn S ngsathe lecht dun ozuschi ohgedach chenen E wache de vo deb e woddett d ichem nat, as abir ene disn dt Moi Shn pole Hohgnom distzday dahe t schkit d Hungemit st iht! d doz ißere 327 5 Sobald das Wintergetreide auf andern Feldern üt bestell ist, wird das zur Brache bestimmte land ge⸗ Ründ balkt(gefelgt)„und bleibt in diesem Zustande den Winter über liegen. Das Bälken ist hier so allgemein ita üblich, daß derjenige für den allerelendesten Landwirth gehalten werden würde, der es bey der Brache oder zu a dem Stoppelhafer unterlassen wollte. Es ist die Llieb⸗ nom din lingsarbeit der Knechte, die ihren Stolz darin setzen, elenmit recht lange, dünne, schmale und schnurgerade Balken ind shand anzuschießen. Die Kunst des Felgens besteht, außer che obgedachten Eigenschaften, darin, daß die ausgesto⸗ chenen Schnitte etwas breiter gelassen werden, als die, LII welche dazwischen stehen bleiben. Dadurch werden diese alynn von der ersten völlig überdeckt, und der Rasen oder Filz d siihtnr moddert desto vollkommener. Die Pflüge mit unbeweg— n ni Mgtt lichem Streichbrete sind weniger zu dieser Arbeit geeig— mal,uin net, als die gewöhnlichen Räderpflüge. Ich habe mir thuHπ aber einen Pflug jener Art so zurichten lassen, daß, er Umwinn diesen Zweck auf das vollkommenste erfüllt. uat in nast cHn Man hat häufig dem Felgen seinen Nutzen abspre⸗ wschntni chen wollen, wofern es nicht zweymal oder ins Kreuz EI vorgenommen werde. Es ist auch außer Zweifel, daß dm dieses doppelte Bäken dem einmaligen vorzuziehen ist, lin l daher gute Wirthe meiner Gegend bey großer Unrein⸗ W lichkeit des Ackers gerne zu diesem wirksamen Reini⸗ gungsmittel greifen. Allein auch das einfache Bälken ist nicht ohne wahren Werth und Verdienst.. Ein zand, das in Balken liegt, bietet theils dem Froste eine größere Oberfläche dar, als ein gänzlich umgepflügtes + 4 Land, Hien shein umn O 328 Land, theils und vornehmlich gewährt es im Frühjahre dem Pfluge einen früheren Zutritt. Das überflüssige Wasser rinnt zwischen den Balken weg, oder verdunstet in freyer Luft, statt daß auf einem gepflügten oder bloß geschälten Acker die Oberfläche bey nasser Zeit leicht zu Modder wird und oft erst spät bearbeitet werden kann. Ich hälte dieses eben so wohl für einen nicht geringen Vortheil, als für eine nicht zu bezweifelnde Wahrheit. Sobald es nur immer die Witterung am Ende des Winters erlaubt, werden die Balken abgeeggt. Das ist: man zieht mit der scharfen Egge der känge der Bal⸗ ken nach, und eggt dann von neuem, und zwar stets mit vorwärts gerichteten Zinken, über die Breite hin. Soll das Land zum zweyten Male, oder ins Kreuz ge— bälljit werden, so geschieht dieses nach jenem Vereggen, also im Frühjahre. Diese neuen Balken bleiben dann aber nicht liegen, sondern werden sogleich wieder mit der Egge zerrissen, damit das Unkraut an der Luft ver⸗ trockene. In diesem Zustande bleibt das vereggte brach⸗ liegende dand, bis die Bestellung der Sommerfrüchte vollendet ist. Dann geht's auf die Brachfuhre(das Stürzen) los. Diese wird sehr tief gezogen, oder sollte es wenigstens werden. Die Walze folgt dem Pfluge, und drückt den rauh aufge⸗ worfenen Grund etwas zusammen. Die Egge aber kommt erst drey Wochen nachher. So viel mög— lich, sucht man die Brachfuhre noch vor Johannis zu vollenden. Die Die Ede de dodeb Bio Hassg a Intirgebt N bekluk! aber els S0 de niht Saat ge fuhte. Mape, Mt die Saat Tuh vor und ande Die Au Mhu sel Rschlage Ghas nos Rhnle Mhzn a mageres Junsthr Cge un schlifed shur e u mt Gras noch Quecken zu verstehen, überlaufen ist. Das gewöhnliche Quantum der Aussaagt ist ,64 Scheffel 20 ö Die Oostfuhre( das Wenden) geschieht gegen ummi Ende des Julius. Sie durchkreuzt die vorhergehende in oder Brachfuhre, und wird nicht tief, oft ganz nach⸗ h lässig ausgefahren. Mit ihr wird gewöhnlich der Mist iithh untergebracht. Man hält vier Fuder Dünger, jedes t pd u zu 4 Pferden, für vollkommen hinreichend auf einen uclpin berliner Morgen. Die Walze folgt sogleich, die Egge ihe aber erst unmittelbar vor der letzten oder umdh Saatfuhre(denn das Rühren hat hier zu lLan⸗ getgt d de nicht Stall).. Gegen Ende Augusts wird zur Ln Saat gepflüg. Diese Fuhre geht tiefer als die Oost⸗ nfns fuhre. Auch dießmal folgt die Walze unmittelbar dem in Pfluge, die Egge aber wird gar nicht gebraucht. rißhht Mit den Quatembertagen des Septembers fängt nen Hgh die Saatzeit an. Die Hauptgränze derselben ist acht on hehn an Tage vor und acht Tage nach Michaelis. Die Brach⸗ lich Wa st und andern fetten Aecker werden immer zuerst bestellt. andehf v Die Aussaat geschieht auf das längst gewalzte Land. ö ynhch Man sieht es gerne, wenn dasselbe alsdann stark aus⸗ Zümat geschlagen, d. h. mit Unkraut, worunter aber weder ö 3. O Roggen auf den berliner Morgen. Auf schlechtes oder 5 Medd, H es Land, oder bey verspäteter Aussaat wird ein 5 unmfr Fünftel mehr genommen. Der Same wird mit der Nbp n. untergebracht. Zuerst wird flach, d. i. mit ö 6U I schleifenden Zinken, geeggt, darauf wird gewalzt, dann 4 5 scharf geeggt, wieder gewalzt, und noch einmal scharf, d. i. mit vorwärts gekehrten Zinken geeggt. .*. Klee— Kleeroggen. Die Kleestoppel wird in der Gegend von Contigh zur Aufnahme des Roggens auf dieselbe Weise behan⸗ delt, wie zur Aufnahme des Waizens. Man ppflügt sie nur einmal tief um, oder man giebt ihr jene doppelte Pfllgart, die im 3.§. der 2. Abtheilung ausführlich beschrieben worden ist. Obgleich der Klee mit Asche, Kalk oder Stallmist überdüngt gewesen, so wird die Stoppel doch entweder noch einmal gänz überdüngt, wenn das Land nicht in gutem Stande ist; oder im entgegengesetzten Falle düngt man die Kanten nur allein. Das Düngen des Ganzen geschieht entweder mit Stallmist oder mit Asche, das der Kanten mit Stallmist allein. Die Art, die Kanten zu düngen, ist in der zweyten Abtheilung ge⸗ zeigt worden. Soll das ganze Feld gedüngt werden, so wird der Mist nicht untergepflügt, sondern überstri— chen“). Der Roggen wird mit der Egge untergebracht, das heißt, erst wird vorgeschlichtet, dann gesäet, darauf eingeschlichtet, und die Beete mit dem aus den Rigolen kommenden Grunde überschossen. Auch im Lande von Waes wird der Roggen ein⸗ fährig auf der Kleestoppel bestellt, und demnächst mit Jauche begossen. Man erinnere sich aber, daß in obigen Gegenden nur Sand oder leichter Grund ist: denn in schwerem Grun⸗ *) Siehe den 4.§. der 2. Abtheilung, und über das Vor— und Einschlichten den 5.§. ebendaselbst. geulde gn umeher& cte i K. ur Gust Sobal st, und d men dick u die Egge v die Huish wüd Rwal n Untäut Hn in lin Kuunn wegz vndes, eh sch sebß Das U das dand i Ms zum; soglich gex dem z. wͤd richt! Kesfgpyl fahten, vi aum Aogge mittlnahg ODuifgunp, M alhut *68 331 Grunde ginge solches für Roggen nicht an, daher auch 0 audst in meiner Gegend ganz richtig die Kleestoppel zweymal e Mis oder ins Kreuz gebälkt und wohl vereggt wird, ehe man Mh zur Saatfuhre schreitet.* iRrant umauff Stoppelroggen. 4* Sobald der Waizen bey den Belgen vom Felde he Shh ist, wird das kand geschält, das ist, ein Paar Dau⸗* W men dick umgepflügt, und scharf geeggt, wobey man sWüsdt die Egge von Zeit zu Zeit ein wenig aufhebt, damit sich naeten 0 die Zwischenräume der Zinken nicht füllen. Darauf as Hun wird gewalzt„noch einmal schärf geeggt, die aufgeegg⸗ mis 14 ten Unkräuter„Wurzeln und Stoppeln mit dem Re⸗ un MR chen in kleine Hausen zusammengezogen, und auf dem IAM Karrn weggeführt. Ist aber das Land sehr unrein, so üt 1 wird es, ehe man zum Umpflügen dri zuerst auf eumteß sich selbst geritten. S. 2. Abtheilung§. 6. uunlutl Das Umpflügen geschieht auf mehrere Arten. Ist t/ dug das Land in sehr gutem Stande, und erfordert nur e mids Mist zum Düngen der Kanten, so werden die Beete hoss sogleich gewechselt, und durchaus so verfahren, wie in dem 3.§. der 2. Abtheilung gesagt worden ist; nur N 1H; ö wird nicht allemal dabey doppelt gepflügt, wie bey der i Kleestoppel geschieht, aber doch so tief als möglich ge⸗ fahren, weil man es für desto besser hält, je tiefer man unend zum Roggen pflügen kann... Ist das Land nur in in ushet mittelmäßigem Stande, und erheischt daher eine ganze Düngung, so würde durch obiges tiefes Umpflügen der mun Mist allzutief in die Erxde kommen, und den* n du ihl. ———— — 332 E des Getreides in ihrer ersten Jugend wenig nützen. Man zieht also den Streichhaken vor, um den Mist auf die schon mehr berührte Weise mit Grund zu über⸗ decken. Darauf werden die Kanten gedüngt, die Rük— ken ausgestochen, vorgeschlichtet, der Roggen einge— säet, eingeschlichtet, die Rigolen aufgeräumt und aus⸗ geschossen. In der Campine wird das Roggenfeld gleich nach der Einsaat gewalzt. Wenn man in meiner Gegend Roggen nach einer andern Getreideart säen will, so werden die Stoppeln sogleich gebälkt, scharf geeggt, das Unkraut und die Stoppeln auf dem Felde selbst in Haufen gesetzt, und verbrannt. Man bringt Mist auf, und ackert ihn flach unter; und um ihn inniger mit der Erde zu verbinden, ackert man bald darauf noch einmal flach, und zwar ins Kreuz. Darauf wird gewalzt, geeggt, gepflügt, und mit dem übrigen wie bey dem Brachroggen ver⸗ fahren. Ueber das Eggen des Roggens im Frühjahre mach⸗ te ich folgendeꝗ Erfahrung. Im Jahre 1803. besäte ich mit Roggen ein Bunder, das Jahrs vorher Raps⸗ pflanzen getragen hatte, und dazu überreichlich gedüngt worden war. Da dieses Land erst nach der Mitte des Octobers, also um drey Wochen später als gewöhnlich, bestellt werden konnte, weil die Rapspflanzen nicht frü— her hinweggekommen waren, so säete ich statt o, 64 jetzt o, 76 Scheffel auf den Morgen. Die Saat fing wegen der Geile des Bodens im Frühjahre an, in ein⸗ ander air il MaI zoph Ioen; dodt Wieder, 1 0 Weh gden ed Here Achrer VH er Morg . W0 885 0 0 3 Stan — 338 wa ö Ai +. ander zu laufen, und ein gelbes Ansehen zu gewinnen. 00. Man prophezeihete mir Mißwachs. Ich ließ scharf uwpth eggen; dadurch bekam die Saat bald ihre gesunde Far⸗ 198 1 be wieder, und ward mein schönster Roggen. Doch Amde gab er weniger Stroh, als anderer auf den umlie⸗ genden Feldern, und hatte kleinere, aber vollkomm⸗ nere Aehren. nseh gihn Einsaat und Ertrag. Ich habe in nachstehenden Angaben Alles auf ber⸗ ggenthr liner Morgen und Schefsel reducirt. en de E Intrat ud n giy n Zu Westmalle thut die Einsaat 0j,71 d abth 10—.— Eas 8j,49 deumhen Zu Warloos thut die Einsaat j71 1 IR. s 8j49 Rac ul Zu Edeghem thut die Einsaat 0/%64 uchn v 13/82 Zu Eeckeren thut die Einsaat 0/85 —— der Ertrag 11/32 dihen Zu Oordam thut die Einsaat 0,/ 85 4—— der Ertrag 10/,19 m 0 3u Stanbroeck thut die Einsaat 0/%85 m——— der Ertrag 16/,98 0 R Flandern. Imernihsh Zu—— thut die Einsaat 15,08 ih sat ob— der Ertrag 19,44 W Zu St. Mitolas thut die Einsaar 0/,85 e——— der Ertrag unbekannt. Zu —.— 3314 Zu Melle thut die Einsaat 0/ 56 ——— der Ertrag 11/,28 Zu Voorde thut die Einsaat 0„91 ——— der Ertrag 16/,72 Im Durchschnitte der Jahre 1802. und 1803. hatte Herr Dierersen zu Edeghem 17,29 Schessel Rog⸗ gen und 16 Centner Stroh auf den Morgen. Im Jahre 1789. gab der Morgen 20 Centner Stroh. Nehmen wir von obiger Tabelle die Gegend von Alost als royolte Cultur weg, so giebt uns das Ulebrige ,77 Scheffel an Einsaat, und 12, 17 Scheffel an Ertrag... In meiner Gegend säet man/ 64, und ärndtet 9 Scheffel. 53 2. W za ien. Diese edle Frucht ist mehr für schweren als leich⸗ ten Boden gemacht, daher sie auch wenig in den nord⸗ östlichen Districten Belgiens, die Polder ausgenom⸗ men, gebauet wird... Ueberall wo Waizen wächst, kann auch Roggen wachsen; aber nicht überall, wo der Roggen gedeihet, wird auch Waizen gerathen. Doch hält sich dieser letztere in feuchtern Gründen, wo der Roggen nicht taugt, indem er daselbst leicht dager wird... In der Campine wurden mir Felder, die man zum Waizenbau anwendet, als Raritäͤten gezeigt. Es waren Kämpe, die meist bey dem Hause, daher fett, und gewöhnlich etwas feucht oder mit kehm ge⸗ mischt waren. Indeß gestand man mir, daß überall, wo Wahzen d sber Nbeh Denn! v0 vdet E nit Wuth Leknichten d Iundte. ser Guldge Undbirthe! der behjhe Maur die! Lollas, da Ruingeren Da Matut hne Mth lindischeEi Austarpung ten faun, i doppoer M msh um Waije nah fudet i lad, In 0⁰ Her doh en schent Re Getede Wigst 335 X. . 96 wo Klee gebaut, und stark gedüngt worden sey, auch 1 Waizen darauf folgen könne. Der Campiner findet ö 01 aber dabey seine Rechnung nicht. Ihn Denn erstlich fallen die Sperlinge in einer Gegend, und ijpz wo weder Gerste noch Waizen im Großen gebaut wird, 5 XID mit Wuth über solche einzelne Waizenäcker her, und Mun 0 vernichten die Erwartung einer auch nur mittelmäßigen entmnEah Aerndte. Ferner ist Roggenstroh dem Bewohner die— öm ser e n. als dem PI Landwirthe irgend einer andern Provinz. Endlich denkt du der belgische Haidebewohner, wozu es noöͤthig sey, der* I ehft Natur die Erzeugung eines Productes aufzwingen zu ö man o wollen, da sie zur Hervorbringung einer andern nicht geringeren Frucht freywillig die Hände darbietet... Der Natur folgen, ihr nachhelfen, ist Klugheit; ihr ohne Noth entgegenarbeiten, sie meistern wollen, ist 14 . kindische Eitelkeit. Ein Landwirth, der ohne große hderg Anstrengung 30 Viertel Roggen von seinem Acker ärnd⸗ ö eng Eun ten kann, ist ein Thor, wenn er statt dessen mit ver⸗ bder Ag doppelter Mühe 25 oder 30 Viertel Waizen zu er zie⸗ W len sucht. Uebrigens wer Roggen zu verkaufen hat, halrn kann Waizen haben, wann und.ier will und I man findet in der brabantischen Campine überall Weiß⸗ rin brod, ja Kuchen und Zuckerbrod. absHit 5 Im Ganzen fordert der Waizen mehr Dünger, mi 5 oder doch einen bessern Boden„als der Roggen, und Rin scheint das land mehr zu erschöpfen, als irgend eine an⸗ I. m hus⸗ dere Gerreideart. Wir konnen Roggen nach Roggen, Wintergerste nach Wintergerste säen; aber nirgends it, N 0 habe bꝗSꝗDSDSDSRDRSPDSDIDIDSISPISISISISISISIS‚ꝗ‚ꝗS‚sSeseteeeee * — Waizen, ob ihm gleich auch hier der Klee nicht ohne Baizen, Nutzen vorangeht... Man konnte sich also hieraus hat, welc 336—— AN habe ich Waizen nach Waizen, oder Waizen nach 0 If Roggen gefunden, und es muß ein Marschboden seyn, 12 ö wo er nach Wintergerste folgen kann. Doch kömmt er I H besser nach Hafer als der Roggen, sehr schlecht indessen 98 ö nach Sommergerste, wie mich und meine Nachbaren at die Ersahrung gelehrt hat. In dieser letzten Folge wirft 00 er zwar sehr lange Aehren; aber unvermuthet werden in 0 sie weiß, bleiben weich und sind wie taub. Selbst t nach gepflanztem Rapse, wo Wintergerste, und auf m 0 diese Roggen so passend und vortheilhaft folgen, ist der af Waizen nicht schicklich. Ich erinnere mich nicht, ge⸗ hört zu haben, daß man ihn irgendwo nach Hanf 3 säe, welcher doch eine sehr gute Vorbereitung zu dem in, Roggen ist. 0 U Klee, Bohnen, Buchwaizen, Brache, und in 5060 wohlgedüngtem Boden Kartoffeln, sind die besten Vor⸗ Wii 1½ gänger des Waizens. Auf trockenen Feldern zieht man Der Maize Klee den Bohnen, und auf noch höher liegenden Buch— Sorgfalt n N waizen und Kartoffeln dem Klee vor. In feuchtem, Hetledentte ö schwererm Lande sind Bohnen die beste Vorbereitung zu shon J. folgende Regeln abstrahiren: in weder s⸗ ö 0 1 ö 1) Auf hochliegendem leichten, trockenen, nicht fet⸗ 1 N ten Boden säe Buchwaizen. Liß n ů 2) Auf eben solchem, aber fetterm Boden baue n Kappel R Kartoffeln. Klergen s 3) In feuchten, schweren Gründen sä Bohnen. Eaichaln 130 sgen Culh 0 6 Ns ste de 337 4) Auf gutem Mittelboden säe Klee„oder, wenn Ahn der Boden unrein oder mager ist, Buchwaizen. shchn 5) Auf schwerem Kley halte reine Brache. Ich linehuthr habe diese letzte Regel nach der allgemeinen Ueber⸗ Hengin einstimmung meiner Nachbaren hinzugesetzt. Die must vun Erfahrung lehrte sie, daß auf einem Boden, der hub 66 beym Regen übermäßige Feuchtigkeit anhält, und gas, wr bey trockenem Wetter wieder felsenhart wird, die fltg, z Brache die einzige sichere Vorbereitung zum Wai⸗ nheth; zen sey.. Die Ursache, wegen welcher die dnk Belgen den Klee mehrgedachten Dingen nachset— ayn zen, kann hier die sechste Regel abgeben. 6) Hast du einen Boden, wo du zu fürchten hast, 4,½90 daß sich das Getreide leicht lagere, da laß nie I Waizen auf Klee folgen. o n Der Waizen erfordert zu seiner Bestellung weniger an d Sorgfalt in der Bearbeitung des Ackers, als die andern sahn Getreidearten; und man hat gewöhnlich, wie Muntn schon A. Poung bemerkt, um desto weniger Hue itt ch Waizen, je mehr man sich Mühe gegeben hat, welchen zu haben. Man pflügt zum Wai— zen weder so tief noch so oft, als zum Roggen, und egget grober weg. Zu Edeghem sah ich eine Kleestop⸗ pel einfahrig umstürzen. Die Furchen hatten nur die Tiefe von 12 Centimétres. Es war in einer umpflanz⸗ ten Koppel auf schwerem, feuchtem Boden. Die Kleerasen legten sich nicht, als nur mit Hülfe des Streichhakens. Doch macht das keine Regel in der 1 dasigen Cultur aus. Gewöhnlich wird die Kleestoppel Erster Band. V dop⸗ sch ih hue —.—— —.——————— doppelt gepflügt, oder, wie die Brabanter es nennen, gezweyfuhrt. Dieser bßspelte Schnitt erhält dann eine Tiefe von 18 Centimétres. Buchwaizenstoppel sah ich 20 Centimétres tief umackern. Waizen nach Kartoffeln. Nachdem die Rigolen des platten Ackers nach der in der 2. Abtheilung§.. Littera e. beschriebenen Art gefüllet worden sind, so wird das Land in die Länge und Breite vereggt, um die Ungleichheiten, die durch das Kartoffelausheben verursacht worden sind, gänzlich zu ebenen. Bey dieser Vorrichtung kommen dann noch viele Kartoffeln zum Vorschein, welche mit sammt den Strunken dieser Pflanze und allem Unkraute vom Felde geschafft werden... Da der Kartofselbau das Land vollkommen gereiniget hat, so wird das Umschuffeln oder Schälen überflüssig, und man pflügt das dand so⸗ gleich zu seiner gehörigen Tiefe in Beete, in sofern es zu den Kartofseln gehörig gedüngt worden ist; sonst wird vor dem Pflügen erst noch Mist aufgefahren und über das Feld vertheilt. Bedarf aber das Feld keines Düngers, oder gebricht es daran, so werden doch we— nigstens allemal die Kanten gedüngt. Ich habe schon anderswo gesagt, daß der Belge sein Feld selten ganz auf einmal zu Ende pflügt: so auch hier. Das Rückenspalten oder Ausstechen wird so lan— ge verschoben, bis der Dünger in die zwey daneben offen⸗ stehenden Furchen eingebracht worden, damit das Gleich⸗ gewicht der an sich feuchteren und weniger sruchtbaren Kan⸗ Das liste Hanten ge Mn werd Gund sich so auey sben ssch vor, die a shefenden sorden V Samen et waden die seh, mdel Va Noh! uerst umge audlch roc nd die Se dad land vi hshlist 316 ftt, abger Reuem ged In fogen Rewaht. Ein K bafl Noin 339 Mta g np ahltunz af Kanten gegen die Höhen der Beete hergestellt werde. Nun werden die Rücken gespalten; und wenn der Grund sich dabey rauh und unordentlich umgeworfen hat, so bringt man ihn mit dem Spaten zurecht. schß Zwey Eggen, jede mit einem Pferde bespannt, be— ů geben sich aufs Feld. Die eine geht dem Sämann 4 lisuy vor, die andere folgt ihm. Beyde Eggen gehen mit bsitnu schleifenden Zinken, das heißt, die Spitzen nicht vor— inkthpn sondern rückwärts gekehrt. Die Walze folgt„um den „Nüuhe Samen etwas fester in den Grund einzudrücken. Dann ö sud, Iust werden die Rigolen noch aufgeräumt und ausgeschos⸗ V Imer duy sen, und das ganze Werk ist vollbrächt. Rnnt Hulind Waizen nach andern Früchten. Fihawe Nach Hafer und Flachs wird zu Voorde das land au Hiit zuerst umgeschuffelt, vereggt, gemistet, gepflügt, und fu endlich noch einmal tiefer gepflügt. Dann wird gesäet, in und die Saat eingeeggt. Man eggt grob weg, so daß oad l das dand voller Klöße liegt, welche dann im Frühjahre usthe verschleift werden. Zu Edeghem werden die Flachsstoppeln umgeschuf⸗ pMdc felt, abgeeggt, gedüngt, gepflügt„die Kanten von ö ö neuem gedüngt, u. s. w., wie nach den Kartoffeln. U Im folgenden Frühjahre wird der Waizen von neuem „al gewalzt. e g S Sten 2—* ut Nach Bohnen wird der Waizen zweyfährig bestellt. inmi Das erste Mal wird flach geackert. W; ö 920 60 Ein Klee⸗eben sowohl als ein Kartoffelland, das ö wi wohl gedüngt gewesen, wird zu Waizen nicht wieder ö 10 V 2 ganz SSS. TT —— 23—.—— —— V.n 34⁰0 ganz gedüngt, sondern bloß die Kanten. Eine solche Kantendüngung erfordert 50 bis 60 einspännige Fuder Mist auf das Bunder; zu einer totalen Ueberdüngung gehören 120 bis 150 solcher Fuder. Das Umpflügen einer Kleestoppel zu Waizen⸗Ein⸗ saat ist in der zweyten Abtheilung auf das genaueste be— schrieben worden. Wenn in meiner Gegend Waizen nach Bohnen gesäet werden soll, so werden die Stoppeln zuerst um— geschuffelt; darauf wird geeggt, einmal gepflügt, und das Gepflügte zugewalzt, aber nicht geeggt... Die Kleestoppel hingegen wird nur einfährig umgebrochen, und sogleich rückwärts geeggt. Je früher man dieses Umbrechen vornimmt, desto besser ist es fur den Wai— zen, indem sich dabey der Grund fester schließt, und die Kleewurzeln durch ein früheres Verrotten dem Ge— treide nützen. Gegen Ende Septembers wird gesärt, die Saat scharf eingeeggt, darauf gewalzt, wieder scharf geeggt, noch einmal gewalzt und scharf geeggt. Da der Klee sowohl als die Bohnen mit 5 vierspänni⸗ gen Fudern auf den Morgen gedüngt worden, so wird zum Waizen nach beyden kein Mist mehr aufgebracht... Im May werden die Disteln mit einem einen Zoll brei⸗ ten, an einem Stocke befestigten Spaten ausgestochen. Um diese Zeit wird auch der Waizen geschleift. Brachwaizen. Abbe' Man giebt für das wallonische Brabant folgende Cultur an. „»Der D Hln „Md im „Mit de alsgeste te un sde 100 HDunder Iun 50“ „Kak din „ddd Bun Y 5. Hafblung! „Im Mri vahe fack „Neligun „Duy nac „Rigt. ien, get „Hbbact Ynum vier „Nnn bis pshafenhe „Wild der Sop harhung ekeinhar Juudem i „th 6„Der Boden wird stark gedüngt und fünfmal ge⸗ „pflügt: das erste Mal im November; das zweyte Uah„Mal im März oder April; das dritte Mal in der „Mitte des Sommers, wo zugleich der Mist darauf Wipp„ausgestreuet wird; das vierte Mal im August; das 15 Ruus„fünfte und letzte Mal im September. Vier Rasieres, „jede 100 Pfund schwer, werden gewöhnlich auf ein „Bunder ausgesäet, von welchen man in guten Jah⸗ 30915 ren 30 Rasieres wieder ürndtet. Wenn man mit I„Kalk düngt, so rechnet man gewöhnlich 4 Fuder auf . 3„das Bunder.“ guhhhe. In Flandern verhält sich nach Balsa mo die Be⸗ Her an handlung der Brache zum Waizen folgendermaßen. s„Im April wird der Boden zum ersten Male durch H„eine flache Pflugart aufgebrochen, welche bloß die nu„Reinigung des Bodens zur Absicht hat. Vierzehn 5 u fl„Tage nachher wird von neuem, aber viel tiefer ge⸗ uuch W. 0 vpflügt. Einige Tage später wird der Mist aufgefah⸗ „ren, gestreuet, und durch die dritte Pflugart unter⸗ mtt»gebracht. Nach 3 oder 4 Wochen wird das Feld Een„zum vierten und letzten Male gepflügt/ und bleibt astl v»dann bis zur Saatzeit liegen. Nach jeder Pflugart angl»wird geeggt, und die Walze folgt, so oft es die Be⸗ iai„schaffenheit des Erdreichs erheischt. Im Frühjahre 0„wird der Waizen allemal gewalzt.“ So weit Herr Balsamo. Wie aber diese Be⸗ ö handlung mit den übrigen Feldarbeiten des Frühjahrs i Bun vereinbar sey, es sey denn, daß die Sömmerung in im März bestellt werde, das überläßt er un⸗ 10 ö V 3 serm ——— ——— serm Nachdenken. Möchten doch gewisse leute entwe⸗ der gruündlicher auf ihren Reisen bemerken, oder uns das Bemerkte genauer mittheilen! In meiner Gegend ist die Bearbeitung der Brache zur Waizensaat durchaus dieselbe, wie ich sie beym Roggen angeführt habe. Im Frühjahre wird der Wai⸗ zen mit der umgeworfenen Egge geschleift. Saat und Aerndte. Brand und Rost sind die Krankheiten, denen der Waizen hier zu dande nicht selten unterworfen ist. „Man kalkt, sagt Herr Balsamo, um dem Bran⸗ »de vorzubeugen, den Samen ein; aber diese Opera⸗ „»tion ist bey den Belgen von wenig Wirkung, ver— „muthlich weil sie sich nicht recht dabey angreifen. Da— „her kömmt es ohne Zweifel, daß ich in den Mieder⸗ »landen mehr brandiges Getreide, als sonst irgendwo „angetroffen habe.“ So geht dieser Professor des Ackerbaues auf ein— mal von einer bloßen Vermuthung zur Gewißheit über. Mochte er uns nur erst erwiesen haben, daß die Quelle des Uebels im Samenkorne selbst stecke! Möchte er uns die rechte Art gezeigt haben, wie man sich dabey anzugreifen hat, um dieses Uebel durch eine Wunder— beize zu verhüten!.. Ich kalkte und vitriolte, und hatte Brand; ich kalkte und vitriolte nicht, und hatte keinen. Seitdem erspare ich mir gern die Mühe einer unnützen Quacksalberey. Liegt Hicht Hähth — eu Gatben welden, g Pachtt m fihtung da de ibelze Ie Gatd deun oben in galle d it iner! nihye zu v ahphleitn. gemagt, Intervotf Nũi mit Ditri fl für a IV das Das ber den! uud siet Der wotden i MWopenst Rejogen,, 05 0 Legt die Schuld wirklich im Korne, so scheint mir 0/ die probabelste Meinung diejenige zu seyn, die es einer Gährung oder feuchten Erhitzung zuschreibt, welche das zu oberst liegende Getreide in der Scheuer bey man— chen Jahren erleidet, da man die zu Saatkorn bestimm⸗ Haund ten Garben, weil sie früher als die gebraucht W werden, gewöhnlich oben auflegt Ein aufmerksamer eh. Pachter meiner Gegend behauptet, sich durch die Er⸗ fahrung davon als von der wahren Ursache des Bran— uMth e ih s 1 des überzeugt zu haben, und räth daher an, entweder itg, umh. jene Garben nicht auf den großen Getreidehaufen, son⸗ Iumnamn dern oben über das Dreschtenne hinzuschichten, oder, im un Hr im Falle dieses nicht Statt haben kann, den Haufen behw mit einer Lage Stroh zu decken, und dadurch die Dunst⸗ Wän u röhre zu verlängern und die Feuchtigkeit in das Stroh mnpift. d abzuleiten. Derselbe Pachter hat auch die Beobachtung unu gemacht, daß der Brachwaizen dem Brände weniger n unterworfen ist, als jeder andere. In meiner Gegend wird der Samenwaizen häufig mit Vitriol zubereitet. Man nimmt auf jeden Schef—⸗ 0 bul M.6 eriaf in ei tatw fel für 4 Kreuzer Vitriol, der in einem Maaß oder Han Pot Wasser über dem Feuer aufgelöst wird. Sobald ö n das Wasser heiß, aber nicht kochend ist, gießt man es . nar über den Waizenhaufen her, slicht ihn einige Mal um, —1 und säet am folgenden Tage. Wass * Der Waizen wird, so wie schon anderswo gesagt ich, We worden ist, gejätet. Zu gleicher Zeit werden auch die RM Roggenstauden, in sofern es kein Mengkorn ist, aus⸗ Vut gezogen.. In einigen Gegenden ist auch das Schröp⸗ V 4 fen fen des Waizens gebräuchlich, doch dann nur, wenn er seiner breiten Blätter wegen umzufallen drohet. In niedern Gründen streut man auch wohl Asche über sol— chen Waizen, weil man will beobachtet haben, daß die Asche dem Halme mehr Festigkeit gebe. Wenn dem also ist, so bestätigt das meine Meinung, daß der Dünger an sich selbst nicht die nächste Ursache des la⸗ gers ist. Die Ueberstreuung im Frühjahre mit Taubenmist und Steinkohlenasche ist ein mir aus Erfahrung be— kanntes vortreffliches Hülfsmittel, einem kümmerlichen Waizenfelde wieder so aufzuhelfen, daß es nach eini⸗ gen Wochen gar nicht mehr kennbar ist. Man wartet etwas feuchte Witterung im May dazu ab. Diejeni⸗ gen, die mit solchen Düngungsmitteln versehen sind, können nicht besser thun, als selbige auf den Bedürf⸗ nißfall aufzusparen. Der Termin zur Waizensaat, in Brabant sowohl als in Flandern, ist um die Mitte des Oetobers. In den Poldern wird erst gegen den 20. dieses Monats gesäet. Fällt um diese Zeit viel Regenwetter ein, wel— ches den Zugang der Pferde nicht erlaubt, so sätt man noch im November; ja manchmal bedient man sich der ersten Kälte, und säet über die gefrorne Oberflͤͤche her, wenn nur die Egge noch eingreifen kann. In meiner Gegend fängt die Saatzeit des Waizens mit dem Ende Septembers an. Dichtstehender Waizen giebt eine bessere Frucht, als dünnstehender; und obgleich der letzte dickere Kör⸗ ů ner fet hi, r. J un d ahalde. daß der Rijfe vor / N audetfa De ben im Hoh⸗ Mf Gohh Cbend Euker Oado Vund Mle IN min 94 Oce auf shre Ensath ꝓu Ue ud der 0 Im asstn ————. 345 ahh ner hat, als der erste, so ziehen die Kaufer doch jenen Wal vor. In meiner Gegend trifft man gewöhnlich bärti⸗ 10 0 gen und unbärtigen Waizen auf demselben Felde unter⸗ Dan einander. Beobachtende Pachter haben mich versichert, 1 43— unbartige vorzuziehen sey weil er bey seiner 0 65 Reife vom Winde weniger Schaden leide/ als der bär⸗ tige, dessen Grannen sich alsdann wechselseitig in ein⸗ anderfassen, und dadurch die Körner ausreiben. mi Tubont U Die niedern lande in der Gegend von Contigh ge⸗ mühert ben im Ertrage weit weniger Waizen als die guten 1¹ Hoch⸗oder Geestlande. Der Unterschied ist wie 4 zu z. WMont Auf den Morgen Einsaat: Ertrag: ch Dn. zu Scheffel. Scheffel. asn s Edeghem, Hochland 297 12/,45 Ebendaselbst, Niederland 0ůj,71 8,77 Eeckeren, Polder 0h599 11/,04 Buhatsug Wi Pr 83648˙9 W— 791 15/20 diss Wat 21. i. Medium 0j„81 11,80 , ero In meiner Gegend säet man 0, 64, und ärndtet nlsh 84 Scheffel auf den Morgen. Die Wallonen säen Hent auf schwerem Lehmboden o, 80 Scheffel, welches der „ Pi Einsaat bey den Belgen gleicht. IbwE Im Jahre 1789, wo der Preis des Waizens in Antwerpen 11 Gulden brabant. auf das Viertel stand, bsenh und der Zehend zu entrichten war, welcher hier zu lande den eilften Theil des Ganzen betrug, ward ein Bunder R V 5 Wai⸗ Waizen auf sreyem Felde stehend zu Edeghem für 281 Gulden, und ein anderes zu Wilrich für 400 Gulden brabant. verkauft. Man hielt diesen letztern Preis für theuer, jenen für wohlfeil... Der Sack Waizen, das ist zwey Viertel oder Rasières antwerpi⸗ sches Maaß, wiegt im Durchschnitte 255 Pfund; der Sack Roggen wiegt 224 Pfund, der Sack Hafer von 24 184 Pfund, der Sack Buchwaizen 190 Pfund. Das antwerpische Gewicht gleicht dem berliner; das Pfund hat 470 Grammes. G e Die Gerste macht auf fettem Boden in den Nie⸗ derlanden einen Hauptgegenstand der Cultur aus. Es ist aber nur die Wintergerste: denn Sommergerste wird so viel nicht gebaut, vermuthlich weil diese letztere die schlechteste aller Vorbereitungen für andere Halmfrüchte abgiebt, und überhaupt im Ertrage gegen die Winter⸗ gerste zurücksteht. Ihr Verhältniß gegen einander ist ohngefähr wie zwischen Winter⸗ und Sommerraps; man baut diesen nur, wenn jener fehlschlägt. Waizen, Roggen und Mengkorn können ohne An⸗ stand nach der Wintergerste solgen; und in meiner Ge⸗ gend, wo kein Marsch? sondern gewöhnlicher kehmbo— den ist, kömmt der Roggen auch ohne Dünger ganz gut darnach, wenn nur gehdeig zu der Gerste gedüngt worden ist. Ob also gleich die Wintergerste für sich selbst einen fetten Boden liebt, so erschöͤpft sie ihn doch kei⸗ Hesweh Hamft gabeiste sitdie behuuht auch fi Wenbheh stin, N. nommen, Idn Hume z Mosh 59 Rale o5 ae das Saa Ouan ber 20 n Ger nach den auf herk En ketgertz Mithe 0 0 n u Haen af — 347 0— Wh. keineswegs dergestalt, daß nichts mehr für folgende Künm. Halmfruchte ubrig biebe... Hn. Balsamo's An⸗ ö 0 dt gabe ist—— nicht ganz richtig, wenn er sagt:„Man nn aun„säet die Wintergerste stets in das 1055 rand, weil man 35»behauptet, daß sie den Boden erschöͤpfe/ Laber man auch nie eine andere erschöpfende Frucht darauf folgen Sithan»läßt.“— Gerade das Gegentheil!— Ferner: Iud„Man nimmt nicht mehr Gerste zur Einsaat, als Wai⸗ »zen.“— Uuch das ist nicht richtig. In Gegenden wo das Bierbrauen und Brannt— 15. weinbrennen stark getrieben wird, giebt eine Winterger⸗ sten⸗Aerndte einer Roggenärndte, das Stroh ausge— nommen, wenig nach, und übertrifft sie oft an Werth. den Mg In den Poldern wird ein Bunder Wintergerste auf dem U. E Halme zu 300 bis 400 brabant. Gulden verkauft. amaneh Man schätzt daselbst ihren Ertrag im Durchschnitte auf dit an 5 8 Rasières. Hr. Dierersen hatte im Jahre 1789. Nshfit 65 Rasières oder 18, 39 Schese auf den Morgen; 3 M D das Saatkorn hatte sich um 192 Mal vermehrt. Zu andt Oordam hat man 72 Viertel auf das Bunder, also Eummausi über 20 Schessel auf den Morgen... Der Absatz ihih der Gerste ist am vortheilhaftesten, wenn man sie gleich 6— nach dem Einfahren dreschen, und unmittelbar dar⸗ 1 auf verkaufen kann. f 4* c Ein leichter trockener Boden ist nicht füͤr die Win⸗ Dim x tergerste geeignet, noch weniger ein magerer. Einem 60 N V— also/ dem es an Dünger gebricht, oder dem 6 10—* an Futterstroh mangelt, ist in 1—10—— Wshi 0 keinen natürlich guten Boden hat, sehr zu rathen, sich nicht Inn 10 44 VII 348— nicht mit ihrem Anbau abzugeben. Ein feuchter, schwe⸗ rer, fetter Boden ist das Element der Gerste. Sie will darauf nicht dichte stehen, weil sie sich stark bestau⸗ det... Das Behacken ist bey ihr unter allen Halm⸗ früchten am zweckmäßigsten angebracht, daher sie auch in den Poldern nicht allein gejätet, sondern auch mit dem Tafel 7. Figur 1. abgebildeten Krapper behackt wird... Sperlinge sind ihre grimmigsten Feinde; und so lange sie nicht reif ist, hilft dagegen weder Scheu⸗ sal noch Wache, weder Schreyen noch Schießen. Wenn Wintergerste nach Klee gesäet werden soll, welches in der Gegend von Contigh gewöhnlich geschieht, so wird die Stoppel einfährig, und zwar nicht gar tief umgebrochen, das Gepflügte mit Mist bestreut, der Mist fest gewalzt, dann überstrichen overbuylt], vorgeschlichtet, gesäet, eingeschlichtet, und die Rigo⸗ len ausgeschossen. M. s. den 4.§. der 2. Abtheilung. Oder, wann die Stoppel umgepflügt, und der Dün⸗ ger darauf verbreitet ist, so wird die Gerste auf den Mist gesäet, die Beete mit dem Spaten ü berstoßen (m. s. denselben.), und zuletzt gewalzt. Ueberhaupt sucht man den Samen so dicht als möglich auf den Mist zu bringen. In meiner Gegend erhält die Wintergerste dieselbe Behandlung, wie der Roggen. Man läßt sie nie an⸗ ders als nach Bohnen oder verpflanztem Raps, oder auf Brache folgen. Sie fordert 5 Faß Einsaat auf das Bunder, und giebt 80 im Ertrage; d. h./ 80 Schessel geben 122 Scheffel auf den Morgen. Win⸗ ter⸗ gst u l Ucbe Winterge Dönge. fümmt un her man aber gt sien, w asen fön Aufwund Zu Mhj gez waht. I Einige, Ikt etwos Hägsch i Samen i er thh Ulle. Regt. hen f n Mhe YR die Juch Don ibey ales in 3 miset 0 349 65 tergerste und Roggen lassen sich meiner Erfahrung nach 5 0 sehr gut in den Staub säen. schsetthhz mie h 00 Ueberhaupt wird bey mir mehr Sommergerste als , uusth Wintergerste gesäet, und zwar wegen Mangels an sor Maht Dünger. Jene ist nur Stoppelgerste, das heißt, sie Hn kömmt nach Waizen oder Roggen statt des Hafers, da⸗ sasn her man auch dazu nicht düngt. Bey der Wintergerste u n. aber geht das nicht. Der Landwirth würde sie nicht Chn sänn, wenn er nicht unmittelbar darauf Roggen folgen lassen könnte: dazu gehört aber nothwendig ein großer f I Aufwand von Dünger, oder ein sehr gutes land. vöhlh 30 ö om Zur Sommergerste wird vor Winters gefelgt, im März geeggt, gleich darauf tief gepflügt„geeggt, ge⸗ walzt. In der Mitte des Mays wird flacher gepflügt. Einige, die es thun können, bringen mit dieser Pflug⸗ art etwas Mist unter, welches besonders dem Klee zu⸗ träglich ist, der hineingesoät wird. Man wirft den Samen über den ungeeggten Acker, und bringt ihn mit der rückwärts gekehrten Egge in die kLänge und Breite „unter. Darauf wird gewalzt, und zuletzt vorwärts ü geeggt. Man kann auch den Samen statt des Ein⸗ nigh s eggens flach unterackern... Die Einsaat beträgt auf den Morgen 0,96, der Ertrag 11 Schessel. W* ö Hnn In Rücksicht auf die Quantität der Einsaat und sstseit ö 1 die Fruchtfolge machte ich 1802. folgenden Versuch. 50 n 0 Von zwey nebeneinander gelegenen Halbbundern hatte 6 eines im Jahre vorher Rapspflanzen, wozu vortrefflich 0—0 e 1003 gemistet worden, das andere aber Möhren getragen, 90 ** die 350——— die zwar behackt, wozu aber nicht gedüngt worden. Auf jenes, als das fettere land ließ ich 32, auf dieses, oder das magrere 6 Faß aussäen, also noch einmal so viel als es die Landessitte will... Ich ärndtete auf dem Mohrenlande 208 Garben, die beym Ausdrusche 32 Faß gaben. Auf dem Rapspflanzenlande erhielt ich 187 Garben, und davon 51 Faß. Ich hatte also bey der dichteren Aussaat an rohem Ertrage gewonnen, und, wenn ich Stroh und Mist rechne, noch mehr an reinem Erträge. Im Jahre 1803. besarte ich mit Sommergerste 2 Bunder, die behackte Runkeln und Möhren, und zwey andere, die Roggen getragen hatten. Zu dem Roggen sowohl als den gedachten Erdfrüchten war ge— düngt worden. Auf dem Roggenfelde wurde zur Gerste vor Winters von neuem gedüngt. Auf beyden Stücken stand die Sommergerste gleich schon. Das Möhren⸗ feld gab mir 1170 Garben, das Roggenfeld 1117 Garben und zufolge eines Probedrusches 106 Faß ton⸗ grisches Maaß auf das Bunder, oder 16 Scheffel auf en Morgen. Die Note des Kornertrages des Möh⸗ renstückes ist mir leider verloren gegangen; soviel ich aber noch weiß, hatte dasselbe vor dem Ertrage der Stoppelgerste nichts voraus. Im Jahre 1800. ließ Hr. Vanderlinden zu Voorde in Flandern 15 Ruthen, die Möhren getra⸗ gen hatten, umgraben, und in der Mitte des Februars mit Wintergerste besäen. Diese hatte im Anfange ein sehr schlechtes Ansehen. Hr. Vanderlinden ließ sie aber ber M Hesut! wulde wv zn uf, M n man V die mie der De do undd ge Meckvut sicht go er mit R nicht ki bexde in rodisofg c N Wüln K. Er! Dorgebom R seht du ö datum, Hst. 9 R dar W——— 351 rn aber mit Wuuor begießen, und sogleich veränderte sie H Gestalt und Farbe. Sie bestaudete sich sehr stark, Inach wurde wenige Tage nach der zu Anfang Octobers gesäe⸗ wdaih; ten reif, und übertraf jede andere im Ertrage. lard kest! 9. 4. ö Whue ammpnnn Mengkorn, Spelz, Sommerkorn. ihn uhn Unter dem Namen Mengkorn(meteil] versteht man Waizen und Roggen, oder Spelz und Roggen, hit Eunntd die untereinander gesäet n. ⁵rden. Ersteres wird viel an 0 Mhn der Dender gebaut. Was für besondere Ursache man un zu dazu haben mag/ weiß ich nicht. Das Mengkorn Nlente wird gewöͤhnlich in Waizenstoppel gesätt; und es ist ui merkwürdig„daß der Waizen, der bloß nach Waizen shdl nicht gedeihen würde, dann gut darnach geräth, wenn R er mit Roggen gemengt steht.. Da der Waizen sich nicht leicht von dem Roggen scheiden läßt, so werden Woas un 900 0 beyde untereinander gemahlen, und dienen für die a Islt provision zu Kuchen, Brey u. s. w. Ich sahe ein sol⸗ üi ches Mengkorn im Jahre 1805. auf bergigem, mit Iin vielen Kieselsteinen untermengtem schwerem Boden. un Es war das schönste Getreide, das mir seit langer Zeit nbab vorgekommen. u I In dem wallonischen Antheile meiner Gegend be⸗ steht das Mengkorn aus Roggen und Spelz, und zwar 0 darum, weil dieser sich leichter von jenem absondern WN läßt. Man säet es gewöhnlich da, wo man fürchtet, 0 daß der Roggen umschlagen konne. ulda 0 In 352—— In Brabant kam mir kein Spelz zu Gesichte. In andern Gegenden der Niederlande, wo man ihn zieht, wird er zu Bier, nicht aber, oder doch nur sehr wenig zu Brod verwendet. In etwas schwerem Boden, wo der Roggen nicht gerne spät gesäet ist, ist der Spelz eine gute Folge nach Raps, der zum Verpflanzen aus⸗ gezogen worden ist. Sobald die Pflanzen weg sind, wird das Land geeggt, der Spelz gesäet und unter— gepflügt. In meiner Gegend läßt man den Spelz nach allem Getreide ohne Unterschied folgen. Man betrachtet ihn als eine Brachfrucht, die wenig Dünger erheischt, und nach der man ungestraft Roggen sänn darf. Man säet zu Anfang Octobers 12 Scheffel auf den Morgen, und ärndtet 154. Der Werth des Spelzes steht etwas weniges höher, als der des Hafers. Das schönste Stroh davon wird oft an die Strohhutfabrikanten ver⸗ kauft, die es auf dem Felde selbst ausschneiden. Sommerroggen ist in den Niederlanden gar nicht, Sommerwaizen wenig bekannt. Dasjenige, was man seit einigen Jahren bey mir angefangen hat, unter dem Namen des Sommerroggens zu bauen, ist allem An— schein nach nichts anderes, als die vierzeilige nackte Gerste oder Himmelsgerste hordeum coeleste]. Die Pflanze sieht der gewöhnlichen vierzeiligen Gerste so ähn⸗ lich, daß sie vor ihrer Reife kaum davon unterschieden werden kann; bey der Reife aber fallen die Grannen ab. Die nackte Frucht sieht dem Roggen ziemlich ahn— lich. Zu Brod schickt sich das Mehl nur, wenn es mit Wai⸗ Woßehn smme Huugt sachn in Dol mal wu shumnf dem Me die E R gis sey u Iul auf daher m dem ha det He dem flh licht mi lleh uldhit widde Hes ind micte ken Tde wikhschn Alte Din Ester 353 Gsü Waizenmehl vermischt wird, weil es für sich allein nicht V 06 zusammenhält. Bey dem Bierbrauen aber ersetzt diese Husfy Frucht den Waizen... Ich habe nach einigen Ver⸗ ren Bug; suchen ihre Cultur wieder aufgegeben. Der Anschein , sN im Vorsommer versprach immer alles; aber auf ein⸗ Dassagtz mal wurden die Aehren reif oder vielmehr weiß, nagh schrumpften zusammen, und lieferten ein kleines Korn. esit mun 9. Syhuhch Hs ran Hutt Es soll anderswo Gegenden geben, wie z. B. auf ger efitt xv dem Westerwalde, wo kein Roggen wachsen will, und datf. Mst die Einwohner gezwungen sind, Hafer zu säen. Da⸗ den Mun u gegen giebt es in den Niederlanden Feld det⸗ wo kein Ha⸗ e e ser, und nur Roggen aufzubringen ist. Dieses ist der „ D sn Fall auf dem sandigen, trockenen Boden der Campine, Ersabitateg v daher man daselbst das für ein gutes Land häft, auf Eshr dem Hafer und Buchwaizen gerathen. Selbst in der Gegend von Contigh darf der Hafer nicht vor an dem fünften Jahre wiederkommen, indem er sonst Ini f leicht mißräth. 11 Ueberhaupt liebt diese Frucht einen fetten Boden, M, hun und hat gern ein Land, welches für Roggen zu gut seyn hianiz 0 würde. Hafer auf ein vom Wintergetreide ausgesoge— 0 nes und ohnehin mageres Land zu säen, ist eine sehr IIN 10 mrichtige Speéculation, und ein Gegenstand des gerech— von unt ten Tadels, den man über die gewöͤhnliche Dreyfelder⸗ I WS wirthschaft ergehen läßt. Ich kenne aber auch einige f iInl gute Dreyfelderwirthe meiner Gegend, die, so viel mög⸗ „ vn 0 Erster Band. 3 lich, E——— * ISE——————— ππ⁰π⁰⁰νπ⁰nʃtͤ:r 354 lich, einen Theil ihres Haferackers düngen, besonders den, der bestimmt ist, zugleich mit Klee besäet zu wer⸗ den, so wie auch den, welchen sie nach dem Hafer un⸗ mittelbar mit Waizen zu bestellen gedenken. Sie lassen zum Hafer die Hälfte einer gewöͤhnlichen Düngung, und nachher zum Waizen den Rest auffahren. Zu Contigh wird das Land, das im vorhergehenden Jahre Winter⸗ früchte, und darauf nach Gewohnheit Stoppelrüben getragen hat, so früh, als es die Witterung nach dem Winter zuläßt, sehr flach, etwa drey Zoll tief, um⸗ gepflügt. Dieses Umpflügen geschieht auf die Art, wie bey dem„ein Land auf sich selbst reiten“ S. 145. angeführt worden ist. Zwey bis drey Wo— chen nachher wird das dand geeggt, gedüngt, und zum zweyten Male gepflügt. Dieses Pflügen geschieht mit Umsetzung der Beete. Auch dießmal wird der Pflug nicht tief angesetzt, weil man glaubt, daß das tiefe Pflägen dem Hafer mehr schädlich als nützlich sey. Man dringt in schwerem Boden fünf, in leichtem sechs Zoll tief ein. Wenn Zeit und Umstände es nur irgend erlauben, vornehmlich aber, wenn Klee mit dem Ha— fer zugleich eingesäet werden soll, wird dreymal gepflügt. Dann wird aber erst vor der dritten Pflugart, und zwar stark gedüngt, und der Mist entweder untergeak⸗ kert oder überstrichen. Auch wird zum Hafer mit Klee etwas tiefer als gewöhnlich gepflüst. Die Aussaat wird eingeeggt und zuletzt gewalzt. In shiß fulag suaut u V l, v her der aufgef aket, fach il hey den Een, i nit/s Igendw hird.. bol 10 di E hat mn sig, lwa z. sodes reh⸗0 scchome nict e ger nan⸗ Wahgn. ui, Wonthe—— 355 lheh Hgr In der Campine et 0 sah ich öfters mit Kalk zum Hafer düngen. Der zer⸗ nken Gus fallene Kalk wurde über den umgepflügten Acker hinge— n Dimg streut und scharf eingeeggt. Darauf erst wurde gesäet. ahrn Wenn in dieser Gegend Hafer nach Gras folgen soll, so wird doppelt gepflügt, und einen Monat nach⸗ her der Hafer über diesen Acker gesät. Nun wird Mist en IfN aufgefahren, über den Hafer gebreitet, flach unterge⸗ E 0 ackert, leicht geeggt, aber stark gewalzt. Ich sage, teuug ut y fläch untergeackert: damit nämlich die Grasnarbe, die ls bey dem Doppelpflügen in die Diefe der Furchen gefal⸗ icht R x len, nicht wieder zum Vorschein komme. Ich weiß schin ile nicht, ob diese dem Hafer so anpassende Methode au ch U6 N irgendwo zu demselben in der Kleestoppel angewendet ding Win wird... Der Hafer giebt nicht selten einen Ertrag ügngüthr von 100 Rasières oder 352 Scheffel vom Morgen. n Die Einsaat ist 1,6 Scheffel. Ot, Muth Gh Zu Voorde „inlhn hat man eine ganz eigene Art, den Hafer nach Klee zu m Hin säen. Die Kleestoppeln werden vor Wuiters flach, X 0 etwa 3 Zoll tief umgepflügt, und bleiben in diesem Zu⸗ Naml stande den Winter über liegen. Im Frühjahre wird u Mohl 1— drey⸗ bis viermal geeggt, dann gesäet, und wieder wd 1 sechsmal in die Kreuz und Quer geeggt. Man walzt üsün nicht eher, bis der Hafer aufgegangen 190 einen Fin⸗ „ De ger lang ist, oder schleift ihn auch wohl, statt ihn zu walzen... Die Säezeit für solchen Khahafe ist der April, für Hafer aber, der nach Getreide folgt, der 2 May. 356 May... Man saäͤet 1,4 und ärndtet 28 Schefsel auf den Morgen. IZu Al si werden die zum Hafer bestimmten Felder mit dem Spa⸗ ten royolt, geeggt und umgeschuffelt, um den Grund fest zu legen oder zu schließen. Darauf wird wieder ge⸗ eggt, Mist aufgefahren, der Hafer über den gebreite⸗ ten Mist gesäet und sammt dem Miste eingeackert, und zuletzt gewalzt oder geschleift... Dieselbe Behandlung hat auch in dem Waeslande Statt. In den Poldern ist die Säezeit des Hafers der Monat May, und auf den daranstoßenden Hoch-oder Geestlanden die Mitte des Aprils. Man säet 1,33, und ärndtet 26, 70 Schesfel auf den Morgen.. Herr Vandenburgh erhält im Durchschnitte zu Stanbroeck sowohl von sei— nen Polder⸗ als Geestlanden 32 Scheffel, und hat deren schon 424 vom Morgen erhalten. In meiner Gegend hat man zwey verschiedene Arten, den Hafer zu säen. Die erste und beste wird allemal angewendet, wenn Klee mit ausgesäet wird; die zweyte ist das Hülfsmit— tel der Faulen. Bey der ersten Art werden die Getreidestoppeln vor Winters gebälkt, und im Frühjahre abgeeggt. Im März wird gepflügt, und zwar tief, gleich darauf wird geeggt und gewalzt. Im May wird auf den im Maörz ge⸗ bobdät 5 nicht E d sdͤlt! eggt Ois keten Mfiig ihn o den Ot der El l . fder, tuehrt daß die salte d ud se dkeb genr daß uy Iberh Sle yt p: h —— 3⁰ 0 otet 25 G 100 gewalzten Acker gesäet, und der Same flach unterge⸗ pflügt. Darauf wird rückwärts geeggt, gewalzt, vor⸗ wärts geeggt, wieder gewälzt, und dann noch einmal er nitngz vorwärts geeggt. muhy Bey der andern Art hat das Felgen vor Winters f wwhz nicht Statt. Im Frühjahre wird einmal tief gepflügt, be und nicht geeggt, sondern Hewash. Darauf wird dann a später gesäet, der Samen eingeeggt, gewälzt, wieder tel Heeggt und gewalzt, und zum dritten Male geeggt. Dieses dreyfache Eggen geschieht mit vorwärts gerich⸗ teten Zinken. I Man beobachtet den Zeitpunkt, wo der Weißdorn 2 4 2— anfängt zu blühen, um den Hafer zu säen, und säet 0 ihn wo möglich bey trockenem Wetter, am liebsten in nin den Staub... Wenn der junge Hafer einige Zoll über 20 0 der Erde ist, so wird er gewalzt... Man säet 1,36, Danatn ind ärndtet 15,13 Schessel auf den Morgen. Wenn s wir diesen Ertrag mit dem belgischen vergleichen und Sef sinden, daß. 94 Schessel auf den Morgen , mehr thut, als der hiel andische; wenn wir bedenken, daß die Belgen eben so gut Körnerwirthe sind, als wir: end sollte das nicht meinen Landsleuten die Augen öffnen, en Hütpft und sie das Fehlerhafte in der Behandlung ihres Hafer⸗ ngenet, K. ackers fühlen lassen?.. Ich könnte hier mit Recht sa⸗ suh gen: wo in aller Welt kann der Mist so theuer seyn, daß man ihn nicht zum Hafer verwenden sollte?— rst Aber man hat ihn nicht, weil man kein Vieh in dem n Stalle, oder keinen hinreichenden Graswuchs für dop⸗ bahnaft pelt so viel Weidevieh hat, als man in meiner Gegend Wah gewöhnlich hält. Hine illae lacrymac! 8* 3 3 Man Man kann nicht ohne Verwunderung in der vor⸗ hergehenden Abtheilung gesehen haben, daß der Ertrag des Hafers bey den Belgen im Medium dem des Rog— gens an Werthe durchaus gleich ist. Das kömmt aber daher, daß er nicht anders als in guten Boden gesät, stets dazu gedüngt, und der junge Hafer so sorgfältig gejätet wird. Es beweist ofsenbar, wie viel eine judi— ciͤse Wirthschaft vor dem schläfrigen Schlendrian vor— aus hat, und wie reichlich sich Fleiß und Industrie auf dem Felde belohnen... Der Hafer ist nicht nur für sich selbst, sondern auch seines Strohes und seiner Spreue wegen eine äußerst schättbare Frucht, wel— cher die Gerste in dieser letztern Rücksicht keinesweges gleich kommt. „An einigen Orten in Flandern, sagt Herr Bal— „samo, säen die besten kLandwirthe den Hafer stets „nach Klee. Sie versicherten mich, er sey die beste „Vorbereitung, die man dieser Getreideart geben kön— „ne, und sie gerathe bey ihnen nach jeder andern „Frucht nur mittelmäßig. Ich will nicht in Abrede „seyn, daß der Hafer nicht gut nach dem Klee gerathe; „aber— setzt Hr. Balsamo nach seiner gewöhn⸗ lichen Art, die Sachen durch eine englische Brille an⸗ zusehen, hinzu,„aber ich begreife nicht, warum „der Hafer nicht auch nach Turnips oder andern den „Boden nicht In Vegetabilien eine eben so „gute Aerndte liefern sollte.“— Und weil Hr. Bal⸗ samo das nicht begreift, so glaubt er„diese Wirkung „der einmal daselbst eingeführten Fruchtfolge zuschrei⸗ „ben —.— b—— 359 dethhgs „ WI uben zu müssen, und nicht den Privateigenschaften des ö um an„Klees, als hätte dieser das ausschließende Vor⸗ üß„recht, den Boden zur Aufnahme der Gerste am Hen Rz„besten vorzubereiten.“ Hufrf 10 So stolpert dieser Professor auf einmal von dem wie 06 Hafer zur Gerste, worauf ihn die behackten Turnips⸗ Ehhhunn äcker der Engländer, womit sein Geist in dem Augen⸗ undh blicke beschäftiget war, ganz natürlich hinleiteten. Allein EN es ist hier nicht die Rede von der Gerste, sondern da⸗ von, nach welcher Fruchtart der Hafer am besten ge— deihe. Darüber hätte er die Gründe seines Glaubens oder Unglaubens anführen müssen.. Daß aber der Klee wirklich die bestmöglichste Vorbereitung zum Ha— fer sey, läßt sich schon daraus vermuthen, daß der ge— wöhnliche Dreyfelderwirth keinen schönern Hafer aufzu⸗ zeigen hat, als den, welcher auf Wintergetreide folgt, trohe d ss date Ruch, v ichscht uerz „suut N Wh das seinerseits in Kleestoppel erbauet worden ist. Wenn %n diese also noch bis ins zweyte Jahr einen ausgezeichne⸗ ridutraß ten Einfluß auf den Hafer hat, so läßt sich denken, nah sm von was für hohem Werthe ihre unmittelbare Wirkung It auf ihn seyn müsse.. Ich bin geneigt, zu glauben, dun nn daß bey dem Dreyfeldersysteme, und auf einem Lande, n wo der Kleewaizen nicht selten Lager wird, der Umlauf nysst büe 1) Klee, 2) Hafer und 3) Waizen vortheilhafter eise itt w sey, als der, wo der Hafer dem Waizen folgt. odeb Melt hillelt 6 00 wilhe Man baut in den Distrieten, die ich bereiste, nur weißen Hafer. Ich selbst habe mit Vortheil den orien⸗ duchh talischen Hafer, gedrillt sowohl als breitwürfig, gesaet. 10 3 4 Von 360 Von diesem Hafer verschieden ist der ungersche, den einer meiner Freunde seit 5 bis 6 Jahren baut, und der ihm durch die österreichischen Truppen bekannt ge— worden ist. Dieser letztere Hafer gleicht unserm wei— ßen; seine Körner aber sind wohl so schwer wie Ger— stenkͤrner. Nur furchte ich, daß diese schöne Frucht in unserm Clima ausarte: denn wirklich ist sie schon jetzt nicht mehr das, was sie im Anfange war... Herr Hofrath Beckmann hat in seinen Grundsätzen der teutschen dandwirthschaft den ungerschen und orientali⸗ schen Hafer für einerley erklärt. Ist dieses richtig, so stammt der Hafer meines Freundes nicht aus Ungern, sondern ist der in England bekannte Poland oder pol⸗ nische Hafer. Herr Beckmann beschreibt übrigens den orienta⸗ lischen Hafer ganz richtig so:„Er hat, sagt er, keine „ausgebreitete Rispe, sondern die Blüthen mit zwey „reifen Körnern hangen alle an einer Seite des Halms »dicht an demsesben horizontal und parallel über einan⸗ „der.“— Daher kömmt es denn auch, daß dieser Hafer bey seiner Reife von Windstößen den Schaden nicht leidet, dem der breitrispige durch das Kreuzen sei— ner Aeste mit denen seiner Nachbaren ausgesetzt ist. Er fordert, sagt Hr. Beckmann ferner, einen „guten, wohlbearbeiteten Boden, und bringt mehlrei⸗ „che Körner, die sich zu dem gemeinen verhalten wie „25 zu 18.“— Versteht Hr. Beckmann dieses von seinem stärkern Schefseln/ so kann es seyn; ver— steht er es aber von größerer Mehlhaltigkeit, so müßte diese se des gah pohben en shke Won el llit Meseer in hhe Rum d umete —— 361 144• diese nach dem Gewichte und nicht nach dem Maaße Wpnn des gemahlenen E.ide werden. Den ah ün vohlbearbeiteten Boden, den dieser Hafer sucht, kann. er nirgend besser als bey der Drill⸗Cultur finden; auch mint lohnt er da herrlich. ö 4 N stin zu 8 ic 268 Ganz recht sagt endlich der gedachte Schriftsteller, x mngemn,„daß der or ientaliche Hafer früher gesäet werden musse, ‚ in 10„als der weiße, weil er später reife; daß er den Dün⸗ ö hen mn 10„ger gerne vertrage, ein gelberes und dem Viehe ange— 4 dist uin„nehmeres Stroh gebe, als der weiße.“— Die⸗ nich diln ses letzte weiß ich zwar nicht; aber sicher liefert er sei⸗ Polad gy ner dickern Halme wegen eine größere Quantität. Der Ertrag der Körner dieses Hafers verhielt sich im Jahre 1805. zu dem weißen wie 1 zu 9; im Gewichte aber igenz Mtich ö in ö . sun steht er diesem nach, und verhält sich gegen ihn, wie lithn nt 24 gegen 27. Den Abgang am Gewichte mit dem Sabnht Ueberschusse des Maaßes verglichen, steht der orienta⸗ maliute lische Hafer gegen den weißen wie r zu 10. Der Ge— 51 winn eines eilften Scheffels nebst einer größeren Quan⸗ luiren lität Stroh lohnt der Mühe, ihn auf einem ihm ange— 3 Aar messenen Erdreich zu bauen.. Duse Hafer reiste 5 in obgedachtem Jahre bey Herrn G.=Clemens, ei— cubf nem einsichtsvollen jungen landwirthe dieser Gegend, un sig i um etwas früher als der gewöͤhnliche; er hatte ihn aber · Hinent auch um 3 Wochen 5 als diesen gesät. Im fol⸗ n Whdd Jahre 1806. ließ derselbe vier Bunder oder anm 132 berliner- Morgen, worauf Waizen, und zuvor in n Klee gest tanden/ zu gleicher Zeit mit Hafer, und zwar die eine Hälfte des Feldes mit weißem, die andere mit Aa 0 luit 47* 3 5 orien⸗ 362 orientalischem Hafer bestellen. Hier die genaueste An⸗ gabe des beyderseitigen Ertrages: Oriental. Weißer. an Garben 5 703 71I Stroh, Pfund 9889 10428 Grobe Spreu, Pfund 257 190 Feine Spren,— 0 2706 735 Körner, Scheffel 148,„1 148,1 Körner, Pfund 8553 8982 Dem Gewichte nach, gab der weiße Hafer mehr, als der orientalische, an Stroh und Spreu zusammen, Pfund 501 an Körnern, Pfund 429 Dieser zweyte Versuch fiel also gänzlich zum Nachtheile des orientalischen Hafers aus. Doch außer dem, daß der Versuche noch zu wenige gemacht sind, um ent— scheidende Resultate daraus zu ziehen, hätte dieser Ha— fer auch früher als der weiße mussen gesäet worden seyn. Hr. Clemens wird auf meine Bitte den Versuch im Jahre 1807. wiederholen, und den orientalischen Ha⸗ fer so früh als möglich säen lassen. Wir dürfen dann wiederum die genaueste Berechnung darüber von ihm erwarten. Im ersten Sommer, als ich diesen in meiner Ge⸗ gend unbekannten Hafer gesäet hatte, wie oben S. 285. gemeldet worden, fand ich auf einem andern, weit das von entlegenen Acker eine gute Anzahl solcher Hafer⸗ pflanzen unter Wicken stehen. Er war weder mit Ab⸗ sicht hingesät, noch konnte er's seyn, weil außer mir Nie⸗ sen fl Rlch Musch 88 8 Mir un U bern. Kuf f en u ahbi sie v Etle und d mast hIu fe/ f Moh Andv Sin fl. z—p'—————*————8—5————— di rustz Niemand solchen Hafer hatte. Ich schloß, daß die Tauben sich auf meinem Erperienzfelde damit die Krö— rianl iz pfe gefüllt, und sie auf dem Wickenacker wieder ausge⸗ 700 I leert hatten, um sie mit einer ihnen mehr behagenden „R⁰0˙ w Speise zu füllen.. Die Korner waren also auf die⸗ 257 0 sem für Hafer schlecht zubereiteten Acker obenauf liegen Zob geblieben. Die Halme waren etwas niedrig von Stroh, 4/1 uh aber schwer mit Frucht beladen. 0 538 0 Der Untergang des Hafers ist das Unkraut, vor⸗ afer nih züglich der wilde Senf und der Ackerrettig, gegen welche das Jäten freylich das triumphirende Mittel ist... sud a Aber ich höre schon die Frage: Wie ist das auszufüͤh⸗ 0 ren? Denen zum Troste, die es nicht ausführen kön⸗ nen oder wollen, habe ich noch ein anderes Mittel in imdut petto. Im Frühlinge 180 5. zeigte mir ein Freund außt uh auf strengem Lehmboden mehrere Haferstücke, die sehr siy we rein und zugleich sehr schön standen, statt daß andere hittdheh dazwischen liegende Haferfelder mit gelben Blumen über⸗ situhoft säet waren. Der Freund erklärte mir, daß er diese del sh v Stücke alle vor Winters zur Saat habe pflügen lassen, otintttng und daß dieses das wirksamste Mittel sey, reine Som-— Wir dhsgum merfrüchte zu erhalten. dutu Ich hatte bis dahin nicht gedacht, daß dieses Mit⸗ 00 tel auf solchem schweren Boden angewandt werden dür⸗ en umne fe, fand es aber an mehreren Orten bestätiget. Die ie n 6 Methode ist folgende. Sobald es nur immer dem indel, 10 Landwirthe möglich ist, werden die Wintergetreide⸗ Hshe 10 Stoppeln ganz flach umgepflügt, oder vielmehr geschuf⸗ felt. In diesem Zustande bleibt das Feld liegen bis puluß nach 364 nach Allerheiligen; dann wird geeggt und zu gehöriger Tiefe 905 oflügt, aber nach dem Pflügen nicht wieder ge⸗ eggt. Im Frühjahre wird ohne alle andere Vorberei— tung geshet, darauf aber muß die Egge nicht gespart werden... Nach allem, was ich über diese Methode gehört und gesehen habe, darf ich sie kühn Demjenigen anempfehlen, dem Zeit und Umstände die Befolgung derselben gestatten. Zweyter Abschnitt. Mehlartige Futtergewächse. 9. 1. Buch w a i; en. Dieses eigentliche Geschenk der Sandländer wird in dem ganzen nördlichen und nordöstlichen Brabant und Flandern gebauet, wo jedoch die Polder und alle tiefen Gründe eine Ausnahme machen... Der Buchwai⸗ zen erfordert keinen fetten Boden, also keinen Dünger, das land müßte denn außerordentlich mager seyn. Er erschöͤpft das land nicht, und unter allen nicht behack⸗ ten drüchten ist er diejenige, die es in dem reinsten Zustande zurück laßt. Fällt die Aerndte glücklich aus, so ist es eine der ergiebigsten, die man irgend erwarten darf; allein 86 Erwartung schligt nicht selten bey ihm fehl... Auf lehmboden gedeihet er ebenfalls sehr gut; doch muß es u und fleißig dazu gepflügt werden. Die Art, Al, danit v Di der B.. vor Mi Anfash Iar waht. Me, bo br racht ‚ kekt, In glr wild z darauf Reggt. d Ooden. man ie bom N 11 aufh heu d dan Ei 2 bon de bih 0 stt, y kachss 1 zpPpPfPf 2——————.———.. 0f0 5ü Ilir Art, wie man auf solchem Boden in meiner Gegend damit verfährt, ist folgende. ered iy Die Haferstoppeln, in welche er, da er die Stells 1 der Brache vertritt, gewöhn 10 gesäet wird, werden histheh bälkt und im Frühjahre abgeeggt. udanz vor Winters gebälkt und im 80 ühjahre abgeeggt. Zu Anfang des Mayes erhält das Feld seine erste, und zwar eine tiefe Pflugart; darauf wird geeggt und ge— walzt. Vierzehn Tage nachher wird zum zweyten Male, und zwar in die Quer und flach gepflügt, dann d MIN — sogleich geeggt und gewalzt. Darauf wird Mist aufge⸗ bracht, und gegen den„ ig des Junius untergeak— pößs kert. Nun wird nicht geeggt, sondern der Buchwai⸗ zen geradezu auf die rauhe Oberfläche gesäet. Die Saat wird zuerst kreuzweise mit schleifenden Zinken geeggt; darauf wird gewalzt, und zuletzt noch einmal, aber scharf geeggt. Man säet, 38 Scheffel auf den Morgen, und hält 10 Schessel für eine befriedigende Aerndte. üldt b ö ö lnlr Zu Contigh säet man den Buchwaizen auf ebenen Dn Boden. Er erfordert, 28 Scheffel Einsaat, und man rechnet auf einen Ertrag von 17 bis 23 Scheffel D 100 vom Morgen. Er wird auf dem Felde nach der Aernd⸗ ui te aufgerichtet, und bleibt à bis 3 Wochen darauf ste⸗ * hen, damit er beym Dreschen, welches sogleich nach rl 1 dem Einfahren geschieht, desto leichter ausfalle. ——0 Menschen und Vieh nähren sich in der Campine i von dieser Frucht. Vorzüglich schön wird das Feder⸗ nd e vieh damit nebst einem Zusatze von Buttermilch gemä⸗ seia ni stet, um den angränzenden Gegenden nachher zum lek⸗ mibihn kerbissen zu dienen. Einm& Der 366— Der Buchwaizen ersetzt also in unsern nördlichen Gegenden den Mais, der daselbst, einzelne Pflanzen in den Gärten ausgenommen, nicht gedeihen will... Ich habe mehrere Jahre hindurch dessen Cultur ver⸗ sucht; aber sie glückte mir nur einmal. Bald hatte ich zu früh gesäet, und die Pflanze erfror; bald zu spat, und der Same reifte nicht. Da nun die kommende Temperatur eines Jahres nicht vorherzusehen ist, so bleibt der Maisbau bey uns immer ein Wagstück. Non omnis fert omnia tellus. 9. 2. R a u hg u t. Darunter verstehe ich Erbsen und Wicken. Jene werden wenig, und diese gar nicht in den Distrieten ge— baut, die ich bereist habe, daher auch in diesen Stük⸗ ken wenig von den Belgen zu erlernen ist... In dem wallonischen Brabant, so wie in der daranstoßenden Gegend machen sie einen starken Zweig der Cultur aus, so daß kein Pachthof von einiger Größe ohne sie beste⸗ hen kann. Ihr Anbau fällt bey der daselbst eingeführ⸗ ten Dreyfelderwirthschaft immer ins neunte oder zwölfte Jahr. Wenn nämlich das erste Jahr reine Brache hat, so hat das vierte Klee und das siebente Rauhgut. Wo aber aller sechs Jahre gebracht wird, da kommt das Rauhgut eben so, wie der Klee, aller zwölf Jahr nur einmal. Es giebt Fälle, wo zu dem Rauhgute gedüngt wird, wenn nämlich Waizen darauf folgen soll, wel⸗ cher 2—.——9— dagge Noh nuß. Mahh shi sehen! ehleb daß f Mhr aath chbas Konn GSch den au bihet wede Rohh e de Rraue Ie ei Ille in N suänm den N Ulle — 367 Iem wh Wüh cher alsdann ohne fernern Dünger gesäet wird; andere iheh Rrb dagegen, wo nicht dazu gedüngt wird, wenn nämlich Hahnnl Roggen folgen soll, wozu dann erst gedüngt n w muß. Auf schwerem Lehm⸗ oder Kleyboden geräth das Vse Räuhgut, besonders in einem gemergelten Lande, sehr Wpßh schön; allein das darauf folgende Getreide schlägt nicht hii selten um. Diese Vorbereitung kömmt also bey weitem stfh l einer reinen Brache nicht bey. Doch bin ich überzeugt, n al daß jener Mißfall weit mehr von dem oberflächlichen Pflügen, als von dem Anbau des Rauhgutes selbst herrührt. r d sen. . Man baut in meiner Gegend hauptsächlich graue, etwas grüne, und sehr wenig gelbe Erbsen. Das Win 0 Korn der ersteren dient dem Viehe, nämlich den ND%. Schweinen und dem Mastvieh; doch wird den Pfer— indEl den auch wohl von dem Strohe gereicht, ob es gleich I n eigentlich nur Kuhfutter ist.. Die grünen Erbsen dalnntthe werden an Werth dem Waizen, und die gelben dem er Cuc Roggen gleich geachtet. Beyde dienen nur für die Kü⸗ che der Menschen... Größtentheils werden unter den URnf grauen Erbsen etwas Pferdebohnen mit ausgesäet, um Het jene ein wenig mehr aufrecht zu halten. In diesem bi Falle nimmt man ein Sechstel der Aussaat mehr. rt hu Das Land wird nicht gebälkt, sondern man bringt b5, Mühn im Winter den Dünger auf die Haferstoppeln, 20 vier⸗ ERNl spännige Fuder auf das Bunder, ohngefähr also 6 auf den Morgen, und pflügt ihn mit einem tiefen Schnitte t W unter. Dieses Pflügen geschieht gegen Ende des Mär⸗ sy zes/ ————————————————————k———————— 368 zes, um zu Anfange Aprils darüber her säen zu können, und zwar 110 Wnt es wäre denn, daß das Land in allzurauhen Klumpen läge. Denn in diesem Falle muß nothwendig die Egge mit schleifenden Zin— ken vorangehen, damit die tiefen, zwischen den Erd— klößen sich öffnenden Lücken in etwas gefüllt werden, und der Same nicht gar darunter vergraben liege... Man säet ,76 Scheffel auf den Morgen. Der Sa— me wird zuerst flach eingeeggt, dann gewalzt, darauf schärf geeggt, wieder gewalzt, und noch einmal scharf geeggt.. Man rechnet den Ertrag zu 115 dicken Büscheln auf den Morgen; der Kornerertrag aber ist sehr ungewiß; doch rechnet man in der Regel auf 42 Scheffel. W ich e n. So sehr der Wickenbau bey den Belgen hintange— setzt wird, so sehr wird er in meiner Gegend geschätzt.. Man hat hier Sommer⸗und Winterwicken; diese letz⸗ tern aber werden, da sie dem Erfrieren unterworfen sind, nie allein, sondern nur mit Roggen ausgesäet. Sie verhalten sich unter dem Saatkorne wie 1 zu 2 oder 3. Geschützt durch das Winterkleid des Roggens, ertragen sie unsere meisten Winter, laufen im Som-⸗ mer zwischen den Halmen auf, und reifen mit dem Rog— gen. Man drischt nicht mehr davon aus, als man zum Saatkorne bedarf, und giebt das Uebrige, Rog⸗ gen, Wicken und Stroh untereinander geschnitten, den Pferden. Für sie ist dieses ein Futter, dem weniges gleichkömmt. Die De Yahh, muit in 1 hulat si Whroshn uU Htte; Rafe fict Iun t Hr it hl ruh get Hpesoppeh; ile dhifge Hit v. Hah, um de dunnz un shufg I emt Dü wun flun H4 ——ß————————— — her sng, 369 vare im Die Cultur der Sommerwicken ist viel gemeiner. ö Da Ihr Werth, wenn sie nicht mit Bohnen oder Erbsen sit schige,; gemischt sind, geht im Durchschnitte über den Werth hustoyt des Roggens. Man drischt sie selten aus, sondern was gih verfüttert sie im Strohe den Pferden und Schafen. berpuh Ausgedroschen sind sie für die Tauben ein angeneh⸗ Norgn mes Futter; für Schweine und Hühner aber tau⸗ in genheyn gen sie nicht. n Man soet 0j60 Schesfel auf den Morgen. Der 2 Ertrag ist ohngefähr wie der der Erbsen, mit welchen 5 sie auch gleiche Behandlung in dem Anbaue haben. Die HEX Haferstoppeln erhalten in der letzten Hälfte des Aprils eine einzige Pflugart, welche flach geeggt, und dann h. besäet wird. Die Walze folgt unmittelbar dem Sä⸗ mann, um den Samen etwas in den Grund einzu— HHN.„—— Bnt drücken; dann wird scharf geeggt, gewalzt, und wie— Gausn der scharf geeggt. Sobald die Wicken die länge eines wikn N Fingers erreicht haben, werden sie von neuem gewalzt. 9 ‚ gewalz d Dieses Walzen ist hier überhaupt bey allen Sommer⸗ RopnN früchten üblich. tkorme mIN ů ö rtldehn Manche säen auch Wicken unter Hafer, nicht, um 1—1 sie reifen zu lassen, sondern um sie grün von dem Felde Hlaufunet WI. W weg den Pferden zu verfüttern. Bloße Wicken als eifen mban ö ul grünes Futter, oder auch in der Blüthe gemähet, und oh dub, ö ů +:. 8——.79— 3 zu Heu gemacht, sind hier nicht gebräuchlich.. Man 70 h„ ¶—„— behauptet, daß die zur Reife gekommene Wicke im naa—— . am Strohe ein besseres Schaf- und Pferdefutter sey, als M. 5 ‚—„ e, die, welche vor dieser Zeit getrocknet worden. Aber— x adhue sub iudice lis est. 7 Erster Band. Aa 5. 3. ü—:äü'' n;,D x—vßcsnd.jðÜꝓpdsʒ;::e——————..p 9. 3. B o h n e n. Pferdebohnen sind eine in den Niederlanden hoch⸗ geschätzte Frucht. Die Campine ausgenommen, wer⸗ den sie allenthalben gebauet, wo nur etwas fester Bo⸗ den ist, hauptsächlich aber in den Vertiefungen.. In den Poldern machen sie einen Hauptgegenstand der Cul⸗ tur aus, wie wir bey dasiger Rotation gesehen haben... Weniger fein von Stoff, als Erbsen und Wicken, und daher weniger nährend, übertreffen die Bohnen beyde durch einen weit größern Ertrag. Wer aber keinen von der Natur begünstigten Boden, oder keinen Reich⸗ thum an Dünger besitzt, der thut besser, sich mit Boh⸗ nen nicht abzugeben, und bey Wicken und Erbsen zu bleiben. Gemahlen dienen die Bohnen zur Mast der Schweine; ganz sind sie den Pferden und besonders den Schafen sehr angenehm, und in Flandern werden diese letztern mit nichts anderem fett gemacht. Einige geben sie ihnen im Strohe, Andere ausgedroschen, und das Stroh besonders. Diese letztere Methode scheint zwar vorzüglicher, weil weniger Korn dabey verloren geht; dagegen aber verliert das Stroh auch viel von seinem Werthe. Vielleicht also bleibt das Rathsamste, die Bohnen nicht allzureif werden zu lassen, und sie nachher im Strohe zu verfüttern. Sie fallen dann weniger aus, und was in diesem Zustande dem Korne an Vollkommenheit mangelt, das ersetzt die erhöhete Güte der Stängel. Man kann nicht leicht die Bohnen zu früh säen: und ihre frühe Aussaat ist um so leichter zu bewerkstelli⸗ gen, , 1 il lihen wufpi h Hadel fR Whi %0 cohte benge witder htt weder tiffh gsitz wo l Raackl der ge gcbteh Juc he, Wältz Sh röchi siode schih f c ——— Üöi———— gen, da sie keine große Zubereitung des Ackers fordern, und in einen Boden bestellt werden können, der noch ehelchyf einen Theil seiner Winterfeuchtigkeit enthält. Eine enonpn verspätete Aussaat giebt zwar mehr Stroh, aber weni⸗ buodsing ger Frucht... Die Bohnen werden in den Nieder⸗ lefüngl, landen auf zweyerley Weise gesäet, breitwürfig, oder enstund auf Reihen. Die Zubereitung für die geshsth, breitwürfige Aussaat nd Vin verhält sich folgender Maßen: e Nm Zu Contigh wird das Land in Beete gepflügt, doch Werihsi so, daß die Rücken der alten noch stehen bleiben. Dann der kimgit eggt man die Beete in die zänge, wodurch sich die ne⸗ „ shudh ben gedachten Rücken offenstehenden Furchen zum Theil en wieder füllen. Der Mist wird nun aufgebracht„ge⸗ breitet, und die Bohnen darüber hingesät. Darauf I werden die Rücken mit dem Spaten in schmalen, aber I tiefen Stichen ausgestochen, und der Grund über die Fanmm gesäeten Bohnen hingeschleudert. Nachher werden sie, mah wie alle übrigen Feldfrüchte„ gejätet. Zu Voorde wird das Land im Frühjahre flach um⸗ Mßt geackert oder geschäl„geeggt, sehr lief gepflügt, wie⸗ uamte der geeggt, Mist aufgefahren„die Bohnen über den alun gebreiteten Mist gesäet, und mit flachen und schmalen Ruu Furchen untergeackert. Zehn oder vierzehn Tage nach⸗ 9 her, wenn die Bohnen eben aufgehen, wird vor⸗ n wärts oder scharf geeggt. Geschieht dieses Eggen bey Him günstigem Wetter, so ist oft keine fernere Arbeit dabey 10 nöthig. Gewöhnlich aber werden die Bohnen, wenn hl I 00%— V—„ sie die länge einer Hand haben, behackt. Die Einsaat geschieht im März, und nicht auf Ackerbeete, sondern 0 auf ebengepflügten Boden. r ö Aa 2 In 372 In den Poldern werden die Bohnen in der Mitte des Monats März gesäet, 1,27 Scheffel auf den Morgen, der Ertrag ist 15, 28. Stehen die Boh⸗ nen zu dicht, so werden sie geeggt, und späterhin be⸗ häckt. Die Abbildung dieser Bohnenhacke befindet sich Tafel 8. Figur 1. fünfmal verjüngt). a. zeigt sie von hinten, b. von der Seite. Dem Stiele giebt man die känge von 22 Fuß. In meiner Gegend werden die Bohnen folgender Maßen bestellt. Die Haferstoppeln werden in der Re⸗ gel vor Winters gebälkt und abgeeggt; doch bälken An⸗ dere auch nicht. Im Winter wird der Dünger aufge⸗ bracht und gebreitet, acht vierspännige Fuder auf den Morgen gerechnet. Gegen Ende des Februars, oder zu Anfang des Märzes bis zu dem April, werden die Bohnen über den Mist hingesäet, und in schmalen Fur⸗ chen untergeackert. Ohngefähr acht Tage darauf wird geeggt und gewalzt, wieder geeggt und gewalzt, und zum dritten Male geeggt. Wenn die Bohnen über der Erde sind, wird von neuem gewalzt. Man säet 14 Scheffel auf den Morgen, und ärndtet deren 12, wenn die Frucht gut geräth... Die Bohnen werden aber gewöhnlich nicht ausgedroschen, sondern in dem Stroh verfüttert. Zu dem Ende sind sie meistentheils mit mehr oder weniger Erbsen und Wicken vermischt, um die Quantität des Strohes zu vermehren... Ganz reine Bohnen stehen im Preise dem Roggen nicht viel nach. Gedrillte Aussaat. Zu Voorde werden die Bohnen öfters in Reihen gesteckt. Zu dem Ende bedient man sich der Tafel 7. Figur ) Diese Tafel wird im zweyten Bande solgen. durt Oude ni oh de sal Dilh Wadel stun O.e fihe H Bah a Man 160 fist. denf dise eih v de! Wed lchu 0 V den lba vist 0 Dannh Figur 6. abgezeichneten Haue, die an den Ufern der Schs I Dender unter dem Namen der Braak bekannt und all— Winz gemein üblich ist.. Die Zubereitung des Ackers ist und siupyg von derjenigen, die wir früher für die breitwürfige Aus⸗ Dn saat angegeben haben, darinn verschieden, daß der . si Dünger vor dem Stecken des Samens untergepflügt em Eil werden muß... Der Hacker nimmt mit seinem In⸗ sirumente einen wey Finger dicken Streifen von der Bahwihgt Oberfläche der Ene weg, und macht auf die Art eine ** flache Rinne überdie Breite des Feldes, in welche sein a Helfer alle Handbeit eine Bohne legt. Diese einzelne 1 Bohnenreihe wird demnächst mit dem Grunde bedeckt, , der aus der folenden Rinne gehackt wird.. Ein 2011 Mann und sein Lehülfe bestecken auf diese Art ein hal— art bes Journal, ab 1 berliner Morgen, in Tages⸗ dif frist... Sobal die Bohnen aufgegangen sind, wer⸗ Du as den sie mit umgesorfener Egge geschleift. Man thut mn dieses gewöhnlichim die Mittagszeit, wo die Pflanzen .W ein wenig von der Sonnenwärme erschlafst sind. Wenn wal Iud die Bohnen die ange einer Hand erreicht haben, so ändtt un werden die Zwihenräume mit obengedachter Braak 6e B behackt. 10030 Zu Contigh verden die Bohnen ebenfalls reihen⸗ 1 weise gebauet. Nan bedient sich hierzu des Tafel 7. cuumiun Figur 4. abgebillten köchersteches. Die köcher wer⸗ ceh Hashn bu den über die Bree der Beete eingedrückt„und fallen 1. 5 etwas weniger aleinen Fuß im U von einander. Man nuthu wirft 2 bis 3 Bynen in jede Grube, und behackt sie, 4 wenn sie einen höen Fuß hoch sind. Zeigt sich spä⸗ WRab terhin einiges Gchmeiß daran, so werden ihnen die h 1310 Köpfe ausgebroen. Ich ph 374— Ich habe zu verschiedenen Zeiten Pferdebohnen auf Reihen gesaet; aber jedesmal schlug ihr Ertrag gegen den der breitwürfigen um. Nicht, daß sie nicht stärker angesetzt hätten als diese, sondern weil die Anzahl der Pflanzen allzugeringe gegen die der breitwürfig gesäeten war. Ich bin auch hier, wie überhaupt bey dem Drill⸗ säen, der schon oben S. 287. geäißerten Meinung, daß man nicht weniger als die Hälfte des sonst gewöhn⸗ lichen Saatgutes dazu verwenden misse. Die Erspa⸗ rung der andern Hälfte ist schon hinrichend genug, alle Nebenkosten zu decken, selbst wenn nan kein Drillwerk⸗ zeug hat. Meine Bohnen wurden nicht ab⸗ und ange⸗ pflügt, sondern zuerst gepferdeheekt, von dem Unkraute auf den Reihen mit der Hand gereiniet, und ein⸗ oder zweymal mit dem doppelten Streichbetspfluge“) ange⸗ häufelt. Darauf ließ ich auch nog wohl etwas Rü⸗ bensamen über das Feld hinstreuen. Die Rüben miß⸗ lingen da selten, indem die Erdflöh ihnen unter dem Schatten der Bohnen nichts anhoen können. In leichterm, den Rüben eigenem und vohlbehacktem Bo⸗ den wird diese Nach⸗ oder Zwischefrucht nicht ohne Werth seyn, besonders wenn das und nach der Boh— nenärndte sogleich übereggt und de Unkraut davon weggeschafst wird. *) Die Abbildung dieses Pfluges wid im zweyten Ban⸗ de folgen. 233— auf Segen Aker det Liten lrill h, l 3 90 Zul Liak, g Iuntte VVet 90 S iß Ih I Fo I Eh n , 7 2 3 2 6 7 IILLLULLIILLLLL + 7— 1 + U 2 IG. 76. 24 o 79 2⁰ 11 N N +— ů 4 L VZ4— 1 L 1 70 2% midlem ατπιν + I. Oon pelter Naee e, oner, cuer. gueg erl, eene, Nle Fere en naturlugche, 5 + 7 7 7 0 5 LI n „ ½ ssserriiĩ WTsssssirii urIIII ö ö ARrr R I Hisi 1 f H◻ IALAHꝰHUH˙ MMMMMNTRMHMMMMMMNMNMNMMMMMMHMMMAMHMNMMAMHMHMNMMNMANMNNMHIN ½½ ½½½ Ial HAHHA I s III 8 ssHĩ V ö chh IA LBHAH A — — — 0 +2. 88 — — — ——— ........ S 4 SSSS............. InπE ìte ½m e V ** — „ E U Hsfiniilddidtttittin 2 E CHUU RAAIIAA C IIπ I ö 0 . V V *— ———— 2—————5— 2. 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